Warum Kallas keinen Frieden will, Chatkontrolle light & ein Chip für Hunde
lostineu.eu, 27. November 2025
Die Watchlist EUropa vom 27. November 2025 – Heute mit Nachrichten und Analysen zur befremdlichen Ukrainepolitik der europäischen Außenbeauftragten, zur “freiwilligen” Überwachung auf unseren Handys und zu neuen Methoden im Tierschutz
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Nun ist die Katze aus dem Sack: Europas “Chefdiplomatin”, die EU-Außenbeauftragte Kallas, will keinen Frieden mit Russland – jedenfalls nicht jetzt, und schon gar nicht im Krieg um die Ukraine. Dies hat sie auf einer bemerkenswerten Pressekonferenz in Brüssel deutlich gemacht.
“Wir wollen alle Frieden”, hob Kallas an – um dann wortreich zu begründen, warum er unmöglich sei. Russland wolle nämlich gar nicht verhandeln: “Wir müssen weg von einer Situation, wo Russland nur zu verhandeln VORGIBT – und dahin kommen, daß es verhandeln MUSS.”
Dafür soll nicht nur die EU mehr Druck machen – mit noch mehr Waffen und noch mehr Sanktionen. Auch die Ukraine soll Russland die Stirn bieten – und weiter das militärische “Stachelschwein” spielen. Dafür muß der Krieg weitergehen – Kallas spricht wie Präsident Selenskyj von zwei Jahren.
“Russland soll Truppen abbauen”
Frieden kommt in diesen Phantasien nicht vor – weshalb Kallas es auch nicht für nötig hält, auf die diversen Friedenspläne der letzten Tage (Trumps alter 28-Punkte-Plan, der neue amerikanisch-ukrainische 19-Punkte Plan, die zahlreichen Forderungen der EUropäer) einzugehen.
Stattdessen dreht sie kurzerhand den Spieß um und behauptet entgegen jeder Evidenz, nicht die Ukraine müsse Konzessionen machen, sondern Russland. Präsident Putin, dessen Sommeroffensive “gescheitert” sei, müsse gezwungen werden, seine Truppen abzubauen!
Das ist natürlich “wishful thinking”, doch Kallas geht noch weiter: “Wir müssen sicherstellen, daß Russland niemals mehr angreift“. Das ist offenbar ihr persönliches, finales Kriegsziel. Zur Begründung behauptet sie, Russland habe in hundert Jahren schon 19 Länder überfallen.
Kallas ist zunehmend isoliert
Welche Länder das sein sollen, sagt die Estin nicht. Vielleicht hat sie den 2. Weltkrieg, den Überfall Hitler-Deutschlands auf die Sowjetunion und die sowjetische Gegenoffensive zur Befreiung Europas von den Nazis mitgezählt? Da käme in der Tat einiges zusammen…
Geschichte ist offenbar Kallas’ Sache nicht – genauso wenig wie Diplomatie. Auf die zentralen und ungelösten Knackpunkte der laufenden Gespräche – Gebietsansprüche, Sicherheitsgarantien und Reparationszahlungen – geht sie gar nicht erst ein. Warum auch? Sie will keinen Frieden, jedenfalls nicht jetzt…
Einziger Trost: Kallas ist in Brüssel zunehmend isoliert. Sie spricht weder für die Mehrheit der Außenminister, wie es ihr Amt eigentlich fordert, noch für die EU-Kommission, der sie zugeordnet ist. Dort hat Behördenchefin von der Leyen längst auch die Außenpolitik an sich gerissen…
Meine Meinung: Anschlussfähig ist Kallas mit diesem Auftritt eigentlich nur bei den Falken in Osteuropa und Kriegstreibern aus dem Nato-Milieu, die mittlerweile schon die Entsendung europäischer Truppen in die Ukraine fordern. In Brüssel und Washington nimmt sie kaum noch jemand ernst, US-Außenminister Rubio will sie offenbar nicht einmal mehr empfangen …
Siehe auch Europas diplomatischer Blitzkrieg: Der Frieden kann warten und Ukraine: Es gibt doch einen EU-Plan – er zeugt von Realitätsverlust
News & Updates
Chatkontrolle light. Die umstrittene Chatkontrolle soll nun doch kommen – allerdings zunächst nur freiwillig und auch nicht flächendeckend. Darauf haben sich die 27 EU-Staaten am Mittwoch in Brüssel geeinigt. Die so genannte CSA-Verordnung baut auf einer bereits bestehenden Interims-Regelung auf. Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Signal sollen demnach selbst entscheiden, welche Kontrollen sie einführen, um die Verbreitung von Kinderpornografie einzudämmen. – Für die zunächst geplante Pflicht fand sich in der EU keine Mehrheit, auch Berlin war dagegen. – Mein Artikel in der taz
Streit um NGO-Kontrolle. Die Konservativen im Europaparlament haben einen Ausschuss eingesetzt, der Nichtregierungs-Organisationen (NGO) auf die Finger schauen soll. Damit reagieren sie auf Berichte über Unregelmäßigkeiten bei EU-Subventionen. Dies führt nun zu Streit. Nach den Grünen haben auch Sozialdemokraten und Liberale angekündigt, die Arbeit zu boykottieren. – Derweil weitet die EVP ihre Zusammenarbeit mit dem rechten Lager aus. Am Mittwoch wurde auch die Entwaldungs-Verordnung mit Stimmen der Rechten zurechtgestutzt.
Sanktionen treffen Serbien. Nach Verhängung von US-Sanktionen gegen den russischen Mehrheitseigentümer der einzigen serbischen Raffinerie NIS in Pancevo bei Belgrad musste diese ihre Produktion vorerst einstellen. Wenn sich die Situation nicht bald ändere, müsste die Raffinerie wohl dauerhaft eingemottet werden, erklärte Präsident Vučić. – Serbien ist zwar Beitrittskandidat, doch die EU wird es nicht stören. Sie setzt Energie ja selbst immer öfter als Waffe gegen Länder ein, die nicht spuren...
Das Letzte
Ein Chip für Hunde. Die EU ist für alles zuständig, warum nicht auch für das Wohlbefinden der Hunde? Unterhändler von Parlament und EU-Staaten einigten sich jetzt in Straßburg unter anderem darauf, dass alle in der EU gehaltenen Hunde und Katzen durch einen Mikrochip identifizierbar sein müssen. Doch während Händler sich schon in vier Jahren umstellen sollen, gewährt Brüssel den Hunden eine Schonfrist von 10 und für Katzen von 15 Jahren. Ist das nicht nett? – Die BILD-Zeitung findet es offenbar ganz toll: “Hundemafia soll endlich gestoppt werden” titelte das Springer-Blatt in freudiger Erwartung der guten Nachricht aus Brüssel…
EU-Korrespondent und Blogger bei Lost in EUrope
Ich arbeite seit 2004 als fest akkreditierter EU-Korrespondent für deutsche Medien in Brüssel. Mehr als 25 Jahre Erfahrung in Europapolitik, deutsch-französischen Beziehungen und Foreign Affairs. Blogge hier seit 2011 ????
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‹ Europas diplomatischer Blitzkrieg: Der Frieden kann warten › Bürgerbeauftragte wirft von der Leyen “Misswirtschaft ” vor – schon wieder
2 Comments
Stef
27. November 2025 @ 09:09Wir haben in Europa sowie in Deutschland ein sehr ernstes Problem, wir haben keine Diplomaten mehr. Nach jahrelangem Missbrauch der wichtigsten Außenämter durch Personen wie Kallas, Baerbock und Maas, die Ihre Aufgabe mehr in gelungenen Poses als in der Substanz der politischen Kommunikation sehen und deren diplomatische Fähigkeiten irgendwo auf Grundschulniveau stecken geblieben sind, wird das jetzt überdeutlich. Das ist sowohl ein politisches Problem (die Spitzenpositionen werden zuverlässig nur noch mit US-Vasallen besetzt) als auch ein operativ/professionelles (echte Diplomaten haben bei solchen Spitzenkräften keine Chance mehr). Durch einen Haufen fehlgeleiteter Politdarsteller ist eine jahrhundertealte Tradition europäischer Diplomatie mal eben beerdigt worden. Die wird m.E. in dem bestehenden System nicht einfach wieder nachwachsen. Dazu wird es eines fundamentalen Neuanfangs bedürfen.
Hinzu kommt leider ein noch viel schlimmeres Problem, das ebo hier gekonnt aufdeckt: Auch der Realitätssinn ist verloren gegangen.
Thomas Damrau
27. November 2025 @
08:43
Inzwischen bin ich mir sicher, dass es sie gibt. Anders kann ich mir das Wiedererblühen von reichlich angestaubten Narrativen nicht erklären. Das muss doch langsam auch anderen auffallen.
Ich rede von Zeitmaschinen. Irgendeine physikalische Singularität hat an ein Wurmloch angedockt und die Welt wieder ins Jahr 2023 zurückkatapultiert. Während wir gestern noch
— über die Gefahr diskutiert haben, dass die ukrainische Front zusammenbricht,
— und uns darüber empört haben, dass Donald J. den Krieg mit der Brechstange beenden will,
weht heute in den Köpfen der EU-Politiker die EU-Fahne über der Brücke von Kertsch – bevor diese von den siegreichen Westliche-Werte-Truppen mit einem großen (Doppel-)Wumms in die Luft gejagt werden wird.
Ich habe meine eigene Zeitmaschine angeworfen und in meinen Aufzeichnungen geblättert und dort die Fragen wiedergefunden, die 2023 im Raum standen:
— Wie viel militärischen Wumms braucht man, um die russische Front zu durchbrechen?
— Assuming … die Russen werden aus der Ostukraine vertrieben: Wie viel Aufwand erfordert eine Invasion der Krim über die schmalen Landbrücken zum Festland?
— Assuming … die westlichen Truppen stehen in Kertsch: Wird Putin dann sagen: “Na gut, hat halt nicht geklappt – vergessen wir die Sache”.
In eine zweite Zeitmaschine hat sich der CDU-Politiker Röttgen gesetzt, als er im Interview mit dem DLF (https://www.deutschlandfunk.de/neue-zeitenwende-durch-us-plan-interview-norbert-roettgen-cdu-aussenpolitiker-100.html) schon mal an Dolchstoßlegenden strickt (“Wenn der Westen nur … hätte”), falls das mit Kertsch doch nicht klappen sollte.
“Und täglich grüßt das Murmeltier” (https://de.wikipedia.org/wiki/Und_t%C3%A4glich_gr%C3%BC%C3%9Ft_das_Murmeltier): Dieser Film ist allerdings witziger als die Zeitschleifen, die wir im Augenblick durchlaufen.
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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
lostineu.eu, vom 26. November 2025
Nachdem der Friedensplan von US-Präsident Trump “erfolgreich” abgeblockt wurde, verspüren die Hardliner wieder Oberwasser. Sie fordern, europäische Truppen in die Ukraine zu schicken.
Am krassesten äußerte sich ‘mal wieder der frühere Nato-Generalsekretär Rasmussen. Er fordert, 20.000 Soldaten hinter die Frontlinie in der Ukraine zu schicken, 150 Kampfjets für einen “Luftschild” bereitzustellen – und das in Belgien festgesetzte russische Vermögen “freizugeben”, also einzukassieren.
Man dürfe nicht länger auf US-Präsident Trump warten, so Rasmussen auf X.. Ganz ähnlich sieht dies der frühere Nato-Oberkommandierende Breedlove.
Bei einer Veranstaltung des “Atlantic Council”sprach er sich für eine Blockade der russisch besetzten Krim, Angriffe auf die Kertsch-Brücke und die Rückeroberung der Halbinsel aus. Nach Lage der Dinge könnte das nur mit europäischer Hilfe (und dem deutschen Taurus) gelingen.
Noch einen Schritt weiter geht der Militärexperte Gady in der “Süddeutschen”: “Europa muss seine Hausaufgaben machen und sich der fundamentalen Frage stellen: Wären wir bereit, für die Ukraine in den Krieg zu ziehen? “ Alle anderen Sicherheitsgarantien seien demgegenüber “nichtig, würden keinen Effekt erzielen.”
Beim französischen Präsidenten Macron stößt er offenbar auf offene Ohren: Der hat gerade seine Absicht bekräftigt, nach einem Waffenstillstand französische und britische Truppen in die Ukraine zu schicken.
Erstmal nur zu “Rückversicherung”, als Friedenswächter. Aber wer weiß, was danach kommt?
‹ Die umstrittene Chatkontrolle kommt – aber zunächst nur “freiwillig” › Europas diplomatischer Blitzkrieg: Der Frieden kann warten
11 Comments
Niko
27. November 2025 @ 10:34Man hätte es sich viel einfacher mit dem 28-Punkte-Plan machen können, wenn man die Wahrheit gesagt hätte, “WIR WOLLEN KEINEN FRIEDEN”
Solange diese Kriegstreiber am Ruder sind, bzw. von den Medien auch noch hochgejubelt werden, kann es keinen Frieden geben.
Titi
27. November 2025 @
09:43
Alle 100 Jahre wieder vom Militarismus-und Kriegsbegeisterung-Virus befallen zu sein und seine Selbstzerstörung in Kauf nehmen, das wird fortan das Schicksal Europas sein. Außer, man ändert sich grundlegend bis zu den Wurzeln.
hg
27. November 2025 @
08:57
Sie wollen s einfach drauf anlegen und.m Vabanque spielen! Wo soll das hinführen, zu unendlichem Leid?!
Arthur Dent
26. November 2025 @
23:57
Sind Breedlove, Gady und Rasmussen denn schon im Tarnfleck an der Front – oder führen sie den Krieg doch lieber daheim vom bequemen Sofa aus?
Und natürlich: zur Hölle mit dem Völkerrecht, wenn es uns im Weg steht!
Thyssenkrupp wird indisch, Media-Markt chinesisch, Covestro arabisch, Commerzbank italienisch, Deutsche Bank gehört Blackrock und den Kataris, Daimler gehört Blackrock und den Kuwaitis – da bleibt ja schon in Deutschland nicht mehr viel zu verteidigen. Also für mich…
KK
26. November 2025 @
19:25
„Beim französischen Präsidenten Macron stößt er offenbar auf offene Ohren: Der hat gerade seine Absicht bekräftigt, nach einem Waffenstillstand französische und britische Truppen in die Ukraine zu schicken.“
Seit wann schickt ein französischer Präsident britische Truppen irgendwo hin?
Eric Bonse
26. November 2025 @ 20:21Fair enough. Aber Macron “führt” die “Willigen” gemeinsam mit dem britischen Premier Starmer, und beide wollen Truppen schicken.
Michael
26. November 2025 @
19:23
Gibt es schon Evakuierungspläne für Berlin, Paris, London, etc.!?
jjkoeln
27. November 2025 @ 09:49Wie willst Du in 5 Minuten evakuieren?
Das ist in etwa die Flugzeit einer Mittelstreckenrakete.Niko
27. November 2025 @ 10:38vielleicht schafft es Merz noch mit seinem Jet rechtzeitig abzuhauen. Er hat ja auch genügend Kohle um irgendwo auf der Welt gut leben zu können.
Michael
27. November 2025 @ 13:01Eben darauf wollte ich hinaus … ! Quasi ne rhetorische Frage!
Erneuerung
26. November 2025 @
17:31
Sie werden Geschichte schreiben für die absichtliche Herbeiführung des 3. Weltkrieges, der Europa, und nur Europa, vollständig zerstören wird.
3 Chancen auf Frieden wurden torpediert, die Amis können sich hinstellen und sagen, sie hätten es versucht. Die Europäer versuchen gar nichts, sondern unterstützen unweigerlich und mit eigener Zerstörung das Faschistenregime in Kiew, also sind sie selbst Faschisten, die ganz tief in der Korruption mit drin stecken. Die Welt wird nach der Zerstörung Europas eine andere sein. Eine Saalrunde bitte an die im Artikel genannten sowie alle ihnen nahestehenden Personen, die, wie es Vance gesagt hat, an Realitätsverweigerung leiden.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
lostineu.eu, vom 26. November 2025
Donald Trump hatte es eilig. Bis zum Thanksgiving müsse Präsident Selenskyj in den mit Russland vereinbarten Friedensplan einwilligen, sonst würde er der Ukraine die amerikanische Unterstützung entziehen. Das Blutvergießen müsse ein Ende haben, forderte Trump.
Doch er hat die Rechnung ohne die EUropäer gemacht. In einer diplomatischen Anstrengung ohnegleichen setzten sie – noch dazu von Afrika aus – alle Hebel in Bewegung, um Trumps 28-Punkte-Plan zu korrigieren und zu revidieren. Das Ergebnis: Ein schneller Frieden ist nicht mehr in Sicht.
„Frieden in der Ukraine gibt es nicht über Nacht“, sagte Kanzler Merz nach einem EU-Sondergipfel zum Ukraine-Krieg in Angolas Hauptstadt Luanda. Man habe den Text erfolgreich überarbeitet und die von Trump gesetzte Deadline aufgeschoben. Der Frieden kann und soll warten.
Das ist in mehrerer Hinsicht bemerkenswert. Zum einen scheint es Merz nicht zu stören, daß sich die militärische, politische und finanzielle Lage in der Ukraine täglich verschlechtert. Dem Land steht der bisher härteste Kriegs-Winter bevor, im Frühjahr droht die Pleite. Doch Eile scheint nicht geboten.
Eilig haben es die EUropäer offenbar nur, wenn es darum gilt, Trump “im Boot” zu halten und die eigenen Ansprüche zu verteidigen. Dann kann alles ganz schnell gehen, dann spricht man sogar wieder die Sprache der Diplomatie. Die EU kann “es” also noch – aber nur, wenn es ans Eingemachte geht.
Und was sind nun die Essentials? Folgt man den Erklärungen der letzten Tage, so kämpft die EU nicht nur um die territoriale Integrität der Ukraine und deren “Recht” auf einen Nato-Beitritt, was angesichts der Vorgeschichte (Kosovo-Krieg, Streit um die Nato-Osterweiterung) bizarr anmutet.
Laut “Euronews” haben die EUropäer auch für die 200 Mrd. Euro schweren russischen Assets und “ihre” Sanktionen gestritten. Sie wollen die Kontrolle behalten. Verständlich – denn das ist die einzige Verhandlungsmasse, die sie in mögliche Gespräche einbringen können.
Allerdings hat die EU nicht etwa angeboten, selbst in Verhandlungen mit Russland einzutreten.
Weiterlesen hier (Paywall). Siehe auch “Warum Kallas keinen Frieden will”
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‹ Ukraine: Hardliner fordern europäische (Kampf-)Truppen › Warum Kallas keinen Frieden will, Chatkontrolle light & ein Chip für Hunde
3 Comments
Der Skeptiker
27. November 2025 @ 10:07Unsere Politiker führen vorsätzlich eine Katastrophe für die europäische Bevölkerung herbei. Diese Katastrophe ist finanzieller Art, kann aber auch in einen Weltkrieg führen, indem zumindest von Deutschland nichts übrig bleibt. Die innenpolitischen Probleme werden vom “Außenkanzler” bewusst ignoriert. VdL, Scholz, Habeck und er haben die deutsche Wirtschaft in Grund und Boden gerichtet. Es ist an der Zeit, die, die durch die Wirtschaftskrise ihre Jobs verlieren, in Arbeit zu bringen und nicht dafür zu sorgen, dass Rentner ihnen die verbleibenden Jobs wegnehmen. Wir brauchen russisches Gas um überleben zu können. Als wäre eine Abhängigkeit von den USA besser. Von wegen, wenn jemand die Abhängigkeit ausnutzt, dann sind es die USA. Eine Rückkehr der Neocons ändert wirtschaftlich gar nichts. Es werden nur neue Kriege angefangen, um die amerikanische Hegemonie, die nicht haltbar ist, zu halten. Der Westen hat den Krieg in der Ukraine verloren. Wir werden dafür gemolken. Es reicht!
Arthur Dent
27. November 2025 @
09:02
Es stört ja auch niemanden, dass die politische und finanzielle Lage in Deutschland täglich bröckelt.
Erneuerung
26. November 2025 @
19:44
Die Taktik der Europäer ist so klar wie deren Scheitern. Man spekuliert auf eine Machtübernahme der Nuland-Partei und versucht solange irgendwie durchzuhalten. Es wird scheitern, und zwar mit jeder absichtlichen Verlängerung heftiger für Europa. Mir tun unsere Kinder und Enkel leid, aber wir können nichts mehr tun. Es wird in 10 Jahren ein anderes Europa geben, mit mehr oder weniger Zivilisation.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

Quelle: Sputnik




An diese Menschen, die den Deutschen nichts getan hatten und nur versuchten, ihre Heimat zu verteidigen, bevor sie fern von ihr sterben mussten, erinnerte Oleg Krasnitskiy in einer Ansprache. Er ist der Generalkonsul Russlands in Bonn, wo das letzte Generalkonsulat des Landes in Deutschland ist, nachdem die anderen auf deutschen Druck geschlossen wurden. Der Diplomat dankte den deutschen Organisatoren und Teilnehmern:
Ähnlich beschrieb es Kirill Dragun, Generalkonsul der Republik Belarus in München, in seiner kurzen Ansprache auf dem Friedhof. Auch er befand, «dass diese Veranstaltung unter den heutigen Umständen, der heutigen geopolitischen Situation in Europa, als präzedenzloses Beispiel für den bürgerlichen Mut der Organisatoren und ihr Engagement für die Ideale des Humanismus und Antifaschismus gelten kann».
Der Kalte Krieg habe später verhindert, dass die Einigkeit zwischen den Alliierten aus dem Kampf gegen den Faschismus hilft, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. «Schlimmer noch, heute rüstet Deutschland zum dritten Mal wieder für einen Krieg – wieder gegen den Osten, wieder gegen Russland», bedauerte Heidecker. Deutschland solle «kriegstüchtig» und mit Aufrüstung und Militarisierung aller Bereiche gegen den Feind auch «siegfähig» gemacht werden.
Zu den insgesamt 120 Teilnehmern auf dem Friedhof sowie bei der Veranstaltung am Nachmittag gehörte Hans Bauer. Er war stellvertretender Generalstaatsanwalt der DDR und ist Vorsitzender der Gesellschaft zur rechtlichen und humanitären Unterstützung (







