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26.08.2025

Peinlich für Kriegstreiber – Mehrheit der Deutschen klar gegen Bundeswehreinsatz in der Ukraine

freedert.online, 26 Aug. 2025 21:11 Uhr, Von Wladislaw Sankin

Für einen kurzen Moment schien es für die in den Medien omnipräsenten "Sicherheitsexperte" schon eine beschlossene Sache zu sein: Die Stimmung im Land zugunsten des Bundeswehreinsatzes ist am Kippen. Man muss nur noch ein wenig auf Propagandaschraube drehen, und dann sind die Leute dafür. Doch ihre Freude war etwas voreilig.


Peinlich für Kriegstreiber – Mehrheit der Deutschen klar gegen Bundeswehreinsatz in der Ukraine


Quelle: Legion-media.ru


Passanten in Frankfurt am Main (Symbolbild)



Es ging sehr schnell: Seit dem späten Abend des 18. August prasselten die Nachrichten aus dem Weißen Haus auf uns ein, wo die europäische Staats- und Regierungschefs auf US-Präsident Donald Trump trafen. Bundeskanzler Friedrich Merz stach unter seinen Kollegen besonders hervor: In einem Plädoyer für den sofortigen Waffenstillstand wagte er sogar, dem Chef des Weißen Hauses offen zu widersprechen. Die Sicherheitsgarantien für die Ukraine mit einem möglichen Truppenkontingent der "Koalition der Willigen" waren das Hauptthema. 

Die deutsche Beteiligung daran passte zudem zum Konzept der "Führungsrolle", die alle in Europa angeblich von den Deutschen erwarten. Die Stimmen in den Medien klangen so, als ob die Entsendung der Truppen nicht mehr eine Frage des Ob, sondern des Wann wäre – RT DE nahm sogar eine Analyse dazu vor. Der vermeintliche Volkswille sollte durch einen Verweis auf eine ältere Umfrage aus dem Februar simuliert werden. Damals hatte es noch geheißen, die Republik sei in dieser Frage gespalten – im besten Fall. Oder die Bürger seien gar knapp dafür, denn die Ergebnisse hatten, falls gewünscht, auch solche Schlagzeilen hergegeben. Es hatte geheißen:

"Eine knappe Mehrheit der Deutschen ist dafür, dass sich die Bundeswehr an einer möglichen Friedenstruppe zur Überwachung eines Waffenstillstands in der Ukraine beteiligt. Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Stern sprechen sich 49 Prozent für einen solchen Einsatz aus, 44 Prozent sind dagegen und sieben Prozent äußern sich nicht."

Es schien sogar, dass diese Umfrage und die Merzsche Zuversicht bei Trump sowie die ersten Tage danach direkt miteinander zu tun hätten. Doch die Ernüchterung setzte ein – in mehreren Schüben. Schon am 21. August wurde gemeldet, 51 Prozent der Deutschen sprächen sich gegen eine deutsche Beteiligung an einer Friedensmission in der Ukraine aus und "lediglich" 36 dafür. Die Erhebung führte das Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von web.de durch. Damit wir später bei all den Umfragen nicht durcheinanderkommen, sind diese Details wichtig. Gefragt wurde unmittelbar nach dem Gipfel in Washington.


Bundeswehreinsatz in der Ukraine: Eine schon beschlossene Sache





Analyse

Bundeswehreinsatz in der Ukraine: Eine schon beschlossene Sache





42 Prozent der Befragten hielten die Idee sogar für "eindeutig falsch", für "eindeutig richtig" nur 23 Prozent. Unentschieden zeigten sich 13 Prozent der Befragten.

Sofort kamen die Schadenbegrenzungsversuche. Einer der bekanntesten "Sicherheitsexperten" des Landes, Nico Lange, wiegelte beim Tagesspiegel ab: "Mit dem Wort 'Bodentruppen' kann man reißerisch Menschen erschrecken und Ablehnung auslösen." Was ja im Klartext heißt: Experten und sonstige Welterklärer sollten fortan auf die Sprachregelung achten und zu Euphemismen greifen.

Offenbar wollten nicht alle dem Stimmungsschwung glauben wie etwa die Bild und beantragten weitere Umfragen, um den Deutschen "die wichtigste Frage zu stellen": Sollte Deutschland im Friedensfall Bundeswehrtruppen in die Ukraine entsenden? Die Resultate weichen von der Civey-Umfrage kaum ab: 47 Prozent der Deutschen waren dafür, 34 dagegen, 19 Prozent gaben keine klare Antwort.

Aber wie sollte die Bild dieses Ergebnis vermitteln? Es gar nicht zu veröffentlichen, war ganz sicher eine Option, kam aber nicht in Frage, denn das würde einen Gesichtsverlust in der Umfrage-Branche bedeuten. Dann griff die Bild zu einer Verschleierungstechnik und verzichtete in der Schlagzeile auf die Nachricht. Unter uns Journalisten heißt diese Technik "Neugier wecken". Die Bild titelte nur: "Das denken die Deutschen über Bundeswehr-Truppen in der Ukraine". Das ist legitim, aber auffällig nichtssagend – das russophobe Boulevardblatt hätte sich natürlich die Schlagzeile gewünscht, dass die Mehrheit für einen Einsatz wäre.

Diesem Politikerwunsch (wenn sie auf die Meinung des Volkes noch achten) wurde mit Resultaten einer weiteren Civey-Umfrage, die am 25. August am Montag veröffentlicht wurde, endgültig der Garaus gemacht. Zitieren wir die Urheber:

"Die Umfrage, die im Auftrag von Focus durchgeführt wurde, zeigte, dass fast zwei Drittel der Befragten sich sorgen, dass Deutschland Kriegspartei werden könnte, wenn die Bundeswehr für eine Friedensmission Soldaten in die Ukraine schicken würde."

Genau genommen waren 67 Prozent dagegen, acht unterschieden und 29 dafür. Besonders schmerzhaft für Roderich Kiesewetter und Co: Anhänger der CDU und SPD wollen das mehrheitlich auch nicht. Die Zeitung hebt hervor: Besonders viel "Angst" bereiteten mögliche Bodentruppen den Ostdeutschen. "72 Prozent von ihnen geben an, sich zu sorgen, während es unter den Westdeutschen nur 60 Prozent sind." Auch auffällig: Mehrheitlich "keine Angst" haben nur Sympathisanten der Grünen (48) und der FDP (53).



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Und was nun? Die Frage der Entsendung von Bodentruppen ist aus den Medien stillschweigend verschwunden. Angesichts klammer Kassen haben die ohnehin reichlich unpopulären Koalitionäre in den nächsten Wochen und Monaten sowieso noch zu viele unangenehme Dinge zu verkünden (siehe z. B. "Reformen" beim Sozialstaat). Für diese wäre es seltsam, auch noch aus einem unpopulären und zudem gespenstischen Truppeneinsatz Kapital zu schlagen. Zumindest jetzt. Und so kommt es zu einem Überraschungsbesuch von Lars Klingbeil in Kiew. Der Vizekanzler kommt mit einem weiteren "Geldversprechen" an Wladimir Selenskij. Die Botschaft ist klar: Er soll auf jeden Fall noch eine Weile standhalten.

Ob mit "Sicherheitsgarantien" in Form von in Aussicht gestellten Bodentruppen oder nicht, sollte im Moment keine Rolle spielen. Es hieß nur so weit für alle Eventualitäten passend allgemein: "Deutschland wird seiner Verantwortung gerecht werden."


Mehr zum Thema – Vizekanzler Klingbeil "überraschend mit seinem Geld-Versprechen" in Kiew eingetroffen


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Video https://rumble.com/v6y0dv8-merz-an-minijobber-warum-arbeitet-ihr-nicht-fr-2.000-euro-im-monat.html Dauer 2:55 Min.


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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Info: https://freedert.online/international/254353-mehrheit-der-deutschen-klar-gegen-bundeswehreinsatz-in-der-ukraine/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

26.08.2025

Liveticker Ukraine-Krieg – Trump: Alle Ausgaben für Ukraine-Konflikt auf Verbündete übertragen

freedert.online, 26 Aug. 2025 21:00 Uhr

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.

Quelle: AP © Mark Schiefelbein

  • 26.08.2025 21:24 Uhr

21:24 Uhr

Wieder zu Hause: Zwei weitere Kinder kehren aus Ukraine nach Russland zurück

Mithilfe Katars ist es Russland gelungen, eine Frau mit einem sechsjährigen Kind aus der Ukraine sowie ein 15-jähriges Mädchen aus Spanien zurückzuholen. Dies teilte die Beauftragte des russischen Präsidenten für Kinderrechte, Maria Lwowa-Belowa, mit.

Laut der Ombudsfrau wurde die Jugendliche mit ihrer Mutter in Russland wiedervereint. Zu Beginn der militärischen Sonderoperation befand sie sich in der Lugansker Volksrepublik und lebte dann vorübergehend bei Verwandten in der Ukraine, mit denen sie zusammen nach Spanien zog. Ihre Angehörigen konnten sie nicht nach Russland begleiten, und auch die Mutter hatte aufgrund von Problemen bei der Visumerteilung keine Möglichkeit, ihre Tochter zu sich zu holen. Daraufhin wandte sich die Familie an die Ombudsstelle, um Hilfe zu erhalten.

Darüber hinaus gelang es mithilfe Katars, eine Frau und ihren sechsjährigen Sohn nach Russland zurückzubringen. Die Frau war im Jahr 2020 mit ihrem damals einjährigen Sohn zu Verwandten in die Ukraine gereist. Nach Beginn der militärischen Sonderoperation konnten sie nicht mehr selbstständig zurückkehren und baten um Hilfe.

Die Ombudsfrau fügte hinzu, dass bis heute 28 Kinder aus 20 Familien mit ihren Verwandten in Russland und 115 Kinder aus 91 Familien mit ihren Verwandten in der Ukraine und in Drittländern wiedervereint wurden. Besonderer Dank für die Unterstützung in diesem schwierigen Prozess gilt Katar und der diplomatischen Vertretung dieses Landes in Russland.

Das Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 20:55 Uhr

    Ukrainer unter 22 Jahren dürfen wieder ins Ausland 

    Das Ministerkabinett der Ukraine erlaubt wieder allen Männern im Alter von 18 bis 22 Jahren, ins Ausland zu reisen. Dies gibt die Premierministerin des Landes, Julija Swiridenko, bekannt:

    "Männer im Alter von 18 bis 22 Jahren dürfen während des Kriegsrechts ungehindert die Grenze überqueren."

    Ausreisen ins Ausland waren für diese Altersgruppe während des Kriegsrechts und der allgemeinen Mobilmachung, die im Februar 2022 in der Ukraine ausgerufen wurden, verboten. Das Mindestalter für die Einberufung in die ukrainischen Streitkräfte beträgt dabei 25 Jahre.

  • 20:31 Uhr

    Trump: Alle Ausgaben für Ukraine-Konflikt auf Verbündete übertragen

    Sämtliche Kosten im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt sind auf die NATO-Verbündeten der USA übertragen worden, behauptet US-Präsident Donald Trump. Während einer Sitzung des Ministerkabinetts im Weißen Haus sagte er:

    "Wir sind nicht mehr in die Finanzierung der Ukraine involviert – wir sind darin involviert, dem Konflikt und dem Töten ein Ende zu setzen. Die NATO finanziert den gesamten Konflikt, wir finanzieren nichts."

    Dabei erklärte Trump weiter, dass US-Rüstungsbetriebe ihre Produktion "verdoppeln und verdreifachen". Washington verkaufe an seine Verbündeten Kriegsgerät, darunter Luftabwehrkomplexe vom Typ Patriot, im Wert von "Millionen und Milliarden" US-Dollar.

    Zuvor hatte Trump am 14. Juli eine Änderung der Militärhilfe an die Ukraine angekündigt. Demnach soll Washington Waffen aus eigener Produktion an seine europäischen NATO-Verbündete verkaufen, die das Kriegsmaterial bezahlen und an Kiew übergeben.

  • 20:09 Uhr

    Präsident blockiert Sozialleistungen für Ukrainer: Polen sollen nicht mehr benachteiligt werden


    Nur einen Tag nach den Feierlichkeiten in Warschau zum "Unabhängigkeitstag der Ukraine" hat der neu im Amt befindliche polnische Präsident Karol Nawrocki am Montag zwei Gesetze blockiert, die zugunsten ukrainischer Geflüchteter verlängert werden sollten.

    Der rechtskonservative polnische Staatschef Karol Nawrocki legte sein Veto gegen die vom Parlament verabschiedeten Vorlagen ein, die den temporären Schutzstatus für ukrainische Geflüchtete bis März 2026 verlängert sowie deren Zugang zu Sozialleistungen und Gesundheitsversorgung gesichert hätten.

    Nawrocki begründete dies damit, dass die Regelungen die polnische Bevölkerung gegenüber Geflüchteten benachteiligen würden. Leistungen wie der Kinderzuschlag "800+" – staatliche Zuschläge von 800 Złoty (ca. 185 Euro) pro Kind und Monat – sowie der freie Zugang zur Gesundheitsversorgung sollten seiner Ansicht nach künftig nur denjenigen zustehen, "die in Polen arbeiten" und Sozialabgaben zahlen.

    Gleichzeitig betonte der Präsident die Solidarität Warschaus mit der Ukraine. Seit Beginn des Krieges vor dreieinhalb Jahren habe Polen fast eine Million Menschen aufgenommen und umfangreiche Hilfen geleistet – sowohl staatlich als auch durch die Zivilgesellschaft. Das Land habe einen "Test der Solidarität" bestanden und wolle die Ukraine weiterhin militärisch, diplomatisch und humanitär unterstützen, so Nawrocki.

    Das Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 19:38 Uhr

    Ukrainische Offiziere beteiligen sich an kriminellen Machenschaften zum Ausrauben von Untergebenen

    Kommandeure von ukrainischen Sturmeinheiten arbeiten mit lokalen Behörden und kriminellen Kreisen zusammen, um das Eigentum ihrer Untergebenen zu entwenden, berichten russische Sicherheitsbehörden. Die Nachrichtenagentur TASS zitiert dazu eine entsprechende Quelle:

    "In der Ukraine häufen sich Fälle des Ausraubens von Militärangehörigen, während sie sich in der Armee befinden. Vor allem sind es jene, die keine Verwandten haben, die Ansprüche auf Immobilien oder sonstiges Eigentum der Militärangehörigen erheben könnten."

    Der Sprecher führte das Beispiel des ukrainischen Fallschirmjägers Michail Sawtschuk an, der nach der Heimkehr nach einer Verwundung herausfand, dass sein Haus im Gebiet Lwow abgerissen und das Grundstück zum Verkauf freigegeben worden war. Ein weiterer Soldat aus Dnjepropetrowsk soll bei seiner Rückkehr ausgetauschte Schlösser an seinem Haus vorgefunden haben. Die Quelle von TASS erklärt, dass beide Militärangehörige in Sturmeinheiten dienten und keine Verwandte hatten, und führt weiter aus:

    "Mit großer Wahrscheinlichkeit dienten sie bei den sogenannten 'Fleischbrigaden', die als Kanonenfutter eingesetzt werden. Kommandeure von solchen Einheiten haben eine Absprache mit lokalen Behörden und melden Gefallene oder Vermisste an sie, was den Betrügern ermöglicht, sich deren Besitz anzueignen. Doch in den beschriebenen Fällen machten die Kommandeure einen Fehler und meldeten ihre Untergebenen irrtümlich als gefallen oder vermisst."

  • 19:01 Uhr

    Tschechiens Präsident bewertet Trumps Initiative zur Ukraine

    Die Initiative von US-Präsident Donald Trump in den Verhandlungen zur Ukraine ist wichtig, jedoch ist es noch zu früh, davon auszugehen, dass Frieden in diesem Land bereits erreichbar ist, erklärt der tschechische Präsident Petr Pavel bei einer Rede auf der jährlichen Sitzung der Botschafter der Republik im Ausland. Über seine Position berichtet ČTK:

    "Laut dem Präsidenten der Republik, Petr Pavel, stellt die Initiative von US-Präsident Donald Trump in den Verhandlungen zur Ukraine einen wichtigen Schritt dar. Gleichzeitig hält Pavel es für verfrüht, davon auszugehen, dass der Frieden bereits in greifbarer Nähe ist. Darüber hinaus, so der tschechische Präsident, bilde sich in der heutigen Welt allmählich eine Koalition autoritärer Länder, die unter anderem durch ihr Interesse an einer Schwächung der Weltordnung verbunden sind."

  • 18:36 Uhr

    Saluschny: Filme über Terminator werden bereits Realität

    Filme über den Terminator würden unter anderem auch an der Front Realität, so der ehemalige Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte und derzeitige Botschafter der Ukraine in Großbritannien, Waleri Saluschny, in einem Interview. Saluschny wörtlich:

    "Ein Roboter für 50 Dollar wird dich finden und töten. Das ist heute eine Tatsache. Die Filme, die wir Anfang der 1990er Jahre über den Terminator gesehen haben, werden Realität. Deshalb müssen wir darüber nachdenken, damit wir später niemanden in die Vergangenheit schicken müssen, um irgendwelche Änderungen vorzunehmen."

    Saluschny zufolge sei es notwendig, die Anzahl der Menschen in den Schützengräben zu minimieren und stattdessen auf die Entwicklung technologischer Lösungen zu setzen.

    Der Botschafter merkt an, dass die heutigen Realitäten ein Umdenken in Bezug auf die Kriegsführung erforderten, um Szenarien wie in Science-Fiction-Filmen zu vermeiden.

  • 18:03 Uhr

    Ukrainische Militärs klagen über veraltete NATO-Drohnen



    NATO-Verbündete hätten der Ukraine veraltete Drohnen geliefert, berichtet die italienische Zeitung Corriere della Sera. Das Blatt zitiert dazu einen Offizier der ukrainischen Sondereinheit "Taifun", der für die Koordinierung von Drohnentruppen im Donbass zuständig ist:

    "Wir erhalten Drohnen, doch danach besteht kein Bedarf, sie erweisen sich als veraltet. Inzwischen sind wir es, die Ukrainer, die Verbündeten in Europa und den USA Technologien des Luftkriegs beibringen."

    Zusätzlich klagt der Militärangehörige, dass Russlands Streitkräfte dem ukrainischen Militär in Bezug auf Drohnen zahlenmäßig überlegen seien.

    Mehr zum Thema Russlands Armee siegt im Drohnenkrieg

  • 17:29 Uhr

    EU gibt Gesamtbetrag der Hilfe für die Ukraine bekannt

    Die Gesamtunterstützung der EU für die Ukraine beläuft sich auf rund 230 Milliarden Euro. Bis zum Jahresende wird die Union die Lieferung von zwei Millionen Stück Munition abschließen und 80.000 Soldaten ausbilden. Dies teilt die Sprecherin des Auswärtigen Dienstes der Union, Anitta Hipper, bei einer Pressekonferenz in Brüssel mit.

  • 16:48 Uhr

    EU plant Treffen zu Ukraine-Sicherheitsgarantien

    Die Außen- und Verteidigungsminister der EU planen in der Zeit vom 28. bis zum 30. August im Rahmen informeller Sitzungen Sicherheitsgarantien für die Ukraine sowie weitere antirussische Sanktionen zu besprechen, berichtet die EU-Pressesprecherin für Außen- und Sicherheitspolitik, Anitta Hipper. Während einer Pressekonferenz in Brüssel sagte sie:

    "Besprechungen über Sicherheitsgarantien werden weitergeführt, diplomatische Anstrengungen werden unternommen. In den informellen Sitzungen werden wir auch besprechen, wie wir den Druck auf Russland verstärken und die Ukraine noch mehr und effektiver unterstützen können."

    Zuvor hatte die EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen die Vorbereitung des 19. Sanktionspakets gegen Russland angekündigt.

  • 16:14 Uhr

    Trump: USA werden keine Schlüsselrolle bei Sicherheitsgarantien für Ukraine spielen

    Donald Trump betonte, dass bei möglichen Sicherheitsgarantien für die Ukraine die Hauptlast bei den Europäern liege. Washington käme lediglich eine unterstützende Rolle zu, so der US-Präsident. Einen Beitritt Kiews zur NATO oder die Rückgabe der russischen Krim an die Ukraine bezeichnete er als "unmöglich".

    Mehr zum Thema lesen Sie hier auf unserer Webseite.

  • 15:34 Uhr

    Merz droht Russland mit Sanktionen, falls Putin Treffen mit Selenskij ablehnt

    Bundeskanzler Friedrich Merz droht Moskau mit schärferen Sanktionen, falls Russlands Präsident Wladimir Putin ein bilaterales Treffen mit dem ukrainischen Staatsoberhaupt Wladimir Selenskij ablehnt.

    Auf einer Pressekonferenz nach dem Gespräch mit dem kanadischen Ministerpräsidenten Mark Carney erinnert der CDU-Vorsitzende daran, dass man nach dem Alaska-Gipfel mit einem Treffen zwischen Putin und Selenskij innerhalb von zwei Wochen gerechnet habe:

    "Wenn es zu so einem Treffen nicht kommt, wie zwischen Trump und Putin vereinbart, dann liegt der Ball wieder bei uns. Ich meine damit bei den Europäern und bei den Amerikanern."

    Für diesen Fall arbeite Brüssel an neuen Sanktionen. US-Präsident Donald Trump habe weitere Strafzölle seinerseits nicht ausgeschlossen.

    Sollte es zu keinem bilateralen Treffen kommen, wäre der nächste logische Schritt ein trilaterales Gespräch zwischen Trump, Putin und Selenskij, so der Bundeskanzler.

  • 14:57 Uhr

    Moskau: Bürgermeister Sobjanin lehnt Änderung ukrainischer Straßennamen ab

    Moskaus Bürgermeister Sergei Sobjanin gibt bekannt, dass in der Hauptstadt keine Änderung der "ukrainischen" Ortsnamen geplant sei. Seinen Worten zufolge habe die Stadtverwaltung wichtigere Aufgaben, außerdem stünden die Moskauer einer Änderung der gewohnten Straßennamen skeptisch gegenüber. Der Beamte verweist auch auf politische Gründe. Sobjanin betont:

    "Sie lesen doch selbst, was der Präsident sagt: Das ukrainische Volk ist ein brüderliches Volk."

    Sobjanin fügt hinzu, dass, wenn "an der Spitze der ukrainischen Regierung irgendwelche Idioten stehen, das nicht bedeutet, dass man die Verbindung zum Volk selbst abbrechen muss".

  • 14:24 Uhr

    Estland: Mutmaßliche ukrainische Militärdrohne stürzt auf Feld ab



    Auf estnischem Gebiet sollen Teile einer Militärdrohne gefunden worden sein. Nach vorläufigen Angaben soll die Drohne aus der Ukraine stammen. Dies berichtet ERR unter Berufung auf Margo Palloson, den Leiter der Sicherheitspolizei des Landes, und Verteidigungsminister Hanno Pevkur.

    Nach Angaben des Fernseh- und Rundfunkunternehmens seien Teile der Drohne auf einem Feld nahe der Stadt Elva im Bezirk Tartu gefunden worden. Trümmer seien um den Krater herum verteilt gewesen, der durch die Detonation entstanden sei. Palloson teilt mit, dass bei dem Absturz der Drohne niemand verletzt worden sei.

    Weiter heißt es nach vorläufigen Informationen, die mutmaßliche ukrainische Drohne sei auf russische Objekte gerichtet gewesen, sei aber Systemen der Elektronischen Kampfführung der russischen Armee vom Kurs abgebracht worden.

  • 13:53 Uhr

    Medien: Ukraine verliert Drohnenwettlauf gegen Russland

    Die Ukraine verliert den Wettlauf um unbemannte Luftfahrzeuge gegen Russland, da Moskau Drohnen entwickelt, die mit elektronischen Störmitteln nicht unterdrückt werden können. Diese Einschätzung wird in einem Beitrag des britischen Fernsehsenders Sky News getroffen.

    Es wird darauf hingewiesen, dass die russische Armee früher als die Ukraine mit dem Einsatz von Drohnen mit Glasfaserverbindung begonnen und sich damit eine Führungsposition in diesem Bereich gesichert habe. Laut Sky News sei es Russland gelungen, die Produktion dieser Drohnen in großem Umfang aufzunehmen, was den Konflikt entscheidend zugunsten Moskaus verändern könnte.

  • 12:55 Uhr

    Slowakei fordert von Kiew Verzicht auf Angriffe auf Energie-Anlagen

    Der slowakische Außenminister Juraj Blanár fordert die Ukraine auf, von Angriffen auf die Energieinfrastruktur abzusehen. Auf Facebook teilt der Diplomat mit, dass er in den vergangenen zwei Tagen Gespräche mit dem ukrainischen Außenminister und dem stellvertretenden Ministerpräsidenten der Ukraine für europäische und euro-atlantische Fragen geführt habe. Blanár schreibt:

    "Ich habe sie über das an die Europäische Kommission gesendete Schreiben informiert, das sich auf den Schutz strategischer Energieinfrastrukturen im Zusammenhang mit den Angriffen auf die Ölpipeline Druschba bezieht, und die ukrainische Seite gebeten, von solchen Angriffen abzusehen, die nicht nur der Slowakei, sondern auch der Ukraine selbst Schaden zufügen."

    Seinen Worten zufolge sei die ukrainische Seite an einem konstruktiven Ansatz interessiert und dankbar für die Hilfe, die ihr die Slowakei leiste.

  • 12:20 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Die ukrainischen Streitkräfte haben bis zu 1.220 Soldaten in der Zone der militärischen Sonderoperation verloren, geht aus dem täglichen Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums hervor.

    Russische Truppen setzten folgende Waffen und Ausrüstung außer Gefecht:

    • einen Panzer,
    • 22 gepanzerte Kampffahrzeuge, darunter drei M113-Mannschaftstransportwagen und einen Stryker-Schützenpanzer sowie zwei Fahrzeuge vom Typ Roshel Senator und einen Snatch Land Rover,
    • 51 Kraftfahrzeuge,
    • acht Artilleriegeschütze,
    • fünf Anlagen der Elektronischen Kampfführung,
    • vier Munitionslager, zwei Depots mit Munition und Treibstoff und zwei Ausrüstungslager.

    Einheiten der Luftstreitkräfte, Raketen- und Artillerietruppen sowie Drohnenpiloten trafen Leitstellen und Startanlagen für ukrainische Drohnen sowie Standorte ukrainischer Soldaten und ausländischer Söldner in 142 Kreisen. Die Flugabwehr zerstörte sechs Lenkbomben, eine Neptun-Langstreckenrakete und 191 Drohnen.

  • 11:42 Uhr

    Tschechischer Außenminister fordert Einschränkung der Freizügigkeit russischer Diplomaten im Schengen-Raum


    Europa sollte russischen Diplomaten die Freizügigkeit im Schengen-Raum entziehen, meint der tschechische Außenminister Jan Lipavský. Der Diplomat erklärt gegenüber Politico wörtlich:

    "Genauso wie Cato der Ältere ständig darauf pochte, dass Karthago zerstört werden muss, werde ich immer wieder vorschlagen, dass die Freizügigkeit für russische Diplomaten im Schengen-Raum beendet werden muss."

    Nach Ansicht des Ministers sei es ein überflüssiger Vorteil, den Russland für Sabotageakte missbrauche. Diese Einschränkung könnte in das 19. Sanktionspaket der Europäischen Union gegen Russland aufgenommen werden.

  • 11:21 Uhr

    Kiews Truppen führen zahlreiche Drohnenangriffe auf Rubeschnoje in LVR durch – eine Tote, zwei Verletzte

    In den vergangenen 24 Stunden hat die ukrainische Armee 27 Drohnenangriffe auf die Stadt Rubeschnoje in der Lugansker Volksrepublik (LVR) unternommen. Laut den Behörden der Region kam eine Zivilistin bei einer der Attacken ums Leben. Des Weiteren wurden zwei Männer mit schweren Verletzungen in medizinische Einrichtungen eingeliefert.

  • 10:43 Uhr

    Politico: Energiehandel nicht im Fokus neuer EU-Sanktionen gegen Russland

    Das 19. EU-Sanktionspaket gegen Russland wird wohl keine bedeutenden Restriktionen für den Energiehandel enthalten, berichtet Politico mit Verweis auf namentlich nicht genannte Diplomaten in Brüssel.

    Stattdessen könnte sich die EU auf die sogenannte Schattenflotte und diejenigen Unternehmen konzentrieren, die Russland bei der Umgehung von Sanktionen angeblich helfen.

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte zuvor erklärt, dass das nächste Sanktionspaket gegen Russland im September beschlossen werde.

  • 10:09 Uhr

    Ukraine nimmt Gebiet Cherson unter Beschuss – ein Todesopfer, mehrere Verletzte

    Bei einem Angriff ukrainischer Soldaten auf die Ortschaft Nowaja Sburjewka im Gebiet Cherson ist ein Zivilist ums Leben gekommen, teilen Vertreter der regionalen Rettungsdienste mit. Darüber hinaus wurden zwei Einwohner von Aljoski und ein Einwohner von Kachowka verletzt. Im Laufe des vergangenen Tages unternahmen die ukrainischen Streitkräfte insgesamt 101 Angriffe auf Städte und Orte der Region.

  • 09:42 Uhr

    Orbán zu Angriffen auf Druschba-Pipeline: "Selenskij hat Ungarn offen gedroht"

    Die offenen Drohungen des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij gegenüber Ungarn werden nicht ohne Antwort bleiben, warnt Ministerpräsident Viktor Orbán. Der Regierungschef macht darauf aufmerksam, dass Selenskij die Attacken der ukrainischen Streitkräfte auf die Druschba-Ölpipeline bestätigt habe. Die Zeitung Magyar Nemzet zitiert Orbán mit den Worten:

    "Selenskij hat Ungarn offen gedroht. Er gab zu, dass sie die Druschba-Pipeline angreifen, weil wir ihren EU-Beitritt nicht unterstützen. Dies zeigt nochmals, dass Ungarn die richtige Entscheidung getroffen hat."

    Es werde Kiew jedoch nicht gelingen, "durch Erpressung, Explosionen und Drohungen" die EU-Mitgliedschaft zu erlangen, so Orbán.

  • 09:16 Uhr

    Flugabwehr zerstört mehrere Drohnen über Halbinsel Krim


    In den frühen Morgenstunden hat die russische Flugabwehr acht Drohnen des Gegners vom Himmel über der Halbinsel Krim geholt, berichtet das russische Verteidigungsministerium. Alle Ziele wurden zwischen 7:00 und 7:30 Uhr Moskauer Zeit zerstört.

  • 08:54 Uhr

    Russisches Außenministerium meldet 19 Tote binnen einer Woche nach Angriffen ukrainischer Armee

    Binnen einer Woche sind 19 russische Staatsbürger, darunter ein Kind, bei Angriffen der ukrainischen Streitkräfte ums Leben gekommen, erklärt Rodion Miroschnik, ein Sonderbeauftragter des russischen Außenministeriums. Weitere 121 Zivilisten, darunter acht Minderjährige, wurden nach seinen Angaben verletzt.

    Bei den Angriffen auf Russland setzten die ukrainischen Streitkräfte Kampfdrohnen und hochpräzise Mehrfachraketensysteme ein, betont Miroschnik. Insgesamt feuerte der Gegner 2.300 Stück Munition verschiedener Typen ab. Von den Angriffen am meisten betroffen waren die Einwohner des Gebietes Belgorod und der Donezker Volksrepublik.

  • 08:24 Uhr

    Flugabwehr der russischen Armee zerstört mehr als 40 Drohnen in der Nacht

    In der vergangenen Nacht hat die russische Flugabwehr insgesamt 43 unbemannte Flugzeuge der ukrainischen Armee abgeschossen. Laut einem Bericht des Verteidigungsministeriums wurden die Drohnen von Mitternacht bis 6:10 Uhr Moskauer Zeit über folgenden Gebieten Russlands zerstört:

    • Leningrad, Rjasan und Tula – je sechs,
    • Wolgograd – fünf,
    • Brjansk – vier,
    • Orjol und Pskow – je drei,
    • Belgorod und Kursk – je zwei,
    • Woronesch, Kaluga, Lipezk, Nowgorod, Nischni Nowgorod und Rostow – je eine.
  • 08:00 Uhr

    Russische Drohnenpiloten setzen Leopard-Kampfpanzer außer Gefecht

    Drohnenpiloten der russischen Armee haben einen Leopard-Kampfpanzer in der Zone der militärischen Sonderoperation unschädlich gemacht. Laut dem russischen Verteidigungsministerium kamen bei dem Angriff Drohnen vom Typ Lancet zum Einsatz.

    Einer der Drohnenpiloten teilte dem Ministerium mit, der gegnerische Kampfpanzer habe eine Panne gehabt. Der Gegner sei dabei gewesen, das Kampffahrzeug mit einem Bergepanzer vom Schlachtfeld zu entfernen.

    Zunächst sollen die Drohnenpiloten den Bergepanzer und daraufhin den Kampfpanzer selbst getroffen haben, fügt der Pilot hinzu. Die beiden Ziele seien außer Gefecht gesetzt worden.

  • 25.08.2025 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:55 Uhr

    Acht Zivilisten kehren aus ukrainischer Gefangenschaft zurück


    Die Menschenrechtsbeauftragte der Russischen Föderation, Tatjana Moskalkowa, hat am Sonntag, dem 24. August, acht Einwohner der Region Kursk getroffen, die im Rahmen eines Austauschs von der ukrainischen Seite zurückgebracht wurden.

    Die Verhandlungen über die Rückkehr der jetzt freigelassenen Einwohner des Kursker Gebiets in ihre Heimat haben lange gedauert. Die acht Einwohner der Stadt Sudscha wurden seit Februar 2025 in Sumy festgehalten. Moskalkowa kündigte an, dass die Bemühungen um die Rückkehr der übrigen Zivilisten, die sich noch in ukrainischer Gefangenschaft befinden, weitergehen.

    Kurz zuvor hatten Russland und die Ukraine Kriegsgefangene ausgetauscht. Jede Seite übergab 146 Soldaten.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 21:44 Uhr

    Drohnenangriff auf Gorlowka: Vier Zivilisten verletzt

    Ukrainische Einheiten haben die Stadt Gorlowka in der Volksrepublik Donezk mit einer Drohne angegriffen. Dabei seien vier Zivilisten verletzt worden, wie der Bürgermeister Iwan Prichodko auf Telegram mitteilte:

    "Die Zahl der Verletzten infolge der bewaffneten Aggression der Ukraine gegen die Einwohner von Gorlowka ist auf vier gestiegen."

    Er präzisierte, dass es auch Informationen darüber gebe, dass bei einem Drohnenangriff gestern im Dorf Nikitovka eine Zivilistin verletzt worden sei.

    Das Büro des Präsidenten und der Regierung der Republik für die Dokumentation von Kriegsverbrechen der Ukraine registrierte seit Tagesbeginn 14 Angriffe des Gegners mit Drohnen und 155-mm-Artillerie.

  • 21:31 Uhr

    Ukrainische Truppen platzieren Sprengsatz in Spielzeug

    In Grakowo bei Kupjansk im Gebiet Charkow haben die ukrainischen Streitkräfte ein Plüschtier mit einer Sprengladung versehen und per Drohne abgeworfen. Dies teilt Witali Gantschew, der Leiter der zivil-militärischen Verwaltung von Charkow, auf Telegram mit:

    "Glücklicherweise entdeckten die Einwohner den verdächtigen Gegenstand rechtzeitig und informierten die Soldaten der russischen Armee. Die vom Gegner heimlich ins Hinterland unserer Gebiete gebrachte Mine wurde entschärft."

    Er fügte hinzu, dass in Grakowo 13 Kinder leben und die Folgen des Anschlags "die schlimmsten hätten sein können".

    "Die Kämpfer des Kiewer Regimes haben im Donbass und im Gebiet Kursk Kindersachen und Spielzeug vermint. Heute sehen wir im Gebiet Charkow dieselben Methoden des Terrors gegen die Zivilbevölkerung, die die ukrainische Armee entlang der gesamten Frontlinie angewandt hat und weiterhin anwendet."

    Gantschew berichtete außerdem, dass die Lage in den befreiten Gebieten der Region Charkow weiterhin angespannt sei. Am vergangenen Wochenende hätten die ukrainischen Streitkräfte mehr als zehnmal Wohnhäuser angegriffen. Dabei seien mehrere Gebäude in verschiedenen Ortschaften beschädigt worden. Für deren Wiederaufbau stellt das russische Notfallministerium den Einwohnern Baumaterial bereit.

  • 21:11 Uhr

    Trump: Ukraine-Konflikt komplizierter als gedacht – USA stoppen Zahlungen


    US-Präsident Donald Trump hat erklärt, dass der Konflikt in der Ukraine komplizierter sei als ursprünglich angenommen. Bei früheren Einschätzungen sei er davon ausgegangen, dass dieser Konflikt am leichtesten zu lösen sei. Dies erklärte Trump den Journalisten bei der Unterzeichnung mehrerer Erlasse im Weißen Haus:

    "Eines der Probleme, von dem ich ehrlich gesagt dachte, es sei das leichteste, waren Russland und die Ukraine. Aber es stellte sich heraus, dass es hier ernsthafte persönliche Konflikte gibt. Das ist einer dieser Momente." 

    Trump betonte zudem, dass die USA keine Gelder mehr für die Ukraine bereitstellen würden.

    "Wir zahlen der Ukraine kein Geld mehr. Wir verlieren kein Geld mehr. Jetzt verkaufen wir Waffen an die NATO, denn die NATO hat dank mir zugestimmt, die Ausgaben für Verteidigung auf fünf Prozent zu erhöhen."

    Auf die Frage nach möglichen Sicherheitsgarantien für Kiew sagte er:

    "Wir haben über die Details dazu noch nicht einmal diskutiert."

    Darüber hinaus äußerte Trump, dass Washington und Moskau Gespräche über die Reduzierung nuklearer Arsenale führen wollten und er China in diesen Prozess einbeziehen wolle.

    "Wir sprechen auch über Raketen, Atomwaffen und vieles mehr. Wir sprechen über die Begrenzung von Nuklearwaffen. Wir werden China einbeziehen. Wir haben die meisten, Russland ist an zweiter Stelle, China an dritter, aber China liegt weit zurück. In fünf Jahren werden sie uns einholen. Wir möchten nuklear abrüsten."

    "Denuklearisierung ist eine ernste Sache. Aber Russland ist dazu bereit. Ich denke, auch China wird dazu bereit sein."


    Abschließend betonte er, dass der Konflikt in der Ukraine zwar durch persönliche Konflikte erschwert werde, aber letztlich eine Lösung gefunden werden könne:

    "Aber wir werden das mit der Zeit beenden. Auch das werden wir beenden."

  • 20:40 Uhr

    Kiew warnt Polen vor Verbot von Bandera-Symbolen

    Kiew hat dem polnischen Präsidenten Karol Nawrocki mit Konsequenzen gedroht, nachdem dieser ein Verbot von Bandera-Symbolen in Polen ins Gespräch gebracht hatte. Dies berichtet die Zeitung Jewropejskaja Prawda unter Berufung auf diplomatische Kreise in der Ukraine.

    Nawrocki hatte zuvor vorgeschlagen, die Bandera-Symbolik gesetzlich mit faschistischen Symbolen gleichzusetzen. Dazu müsse auch das Gesetz über das Institut für Nationales Gedenken geändert werden, das er einst selbst leitete. Er kündigte an, dem Parlament dazu bald einen eigenen Gesetzentwurf vorzulegen. Ein ukrainischer Diplomat sagte dazu:

    "Wir analysieren das rechtliche Ausmaß dieser Entscheidungen und deren mögliche Auswirkungen auf die Lage der ukrainischen Bürger in Polen. Jegliche politisierte Entscheidung über die angebliche Gleichstellung ukrainischer Symbole mit Nazi-Symbolen kann negative Stimmungen in der ukrainischen Gesellschaft verstärken und eine Reaktion der ukrainischen Seite erfordern."

    In der polnischen Gesellschaft überwiegt eine scharfe Ablehnung nationalistischer ukrainischer Symbole. Erst am Sonntag hatten Demonstranten bei einer Anti-Migrations-Kundgebung in Warschau eine rot-schwarze Fahne der "Organisation Ukrainischer Nationalisten" (OUN) öffentlich verbrannt.

  • 20:20 Uhr

    Russische Drohnen zerstören Transportpanzer aus Frankreich und den USA

    Bei Konstantinowka in der Volksrepublik Donezk haben FPV-Drohnen des Truppenverbandes Süd der russischen Streitkräfte zwei gepanzerte Kampffahrzeuge der Ukraine außer Gefecht gesetzt: einen französischen VAB und einen US-amerikanischen MaxxPro. Dies teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

    "Im Zuge der Überwachung des feindlichen Hinterlands wurden zwei gepanzerte Fahrzeuge auf der Fahrt entdeckt und getroffen."

    In der Nähe des Dorfes Iwanopolje griffen Drohnen der 4. motorisierten Schützenbrigade zudem ein Munitionslager und eine Drohnenleitstelle der Ukraine an. Diese unterstützte die Aufklärung und Artilleriekoordination. Darüber hinaus wurden zwei Mörser zerstört.

  • 20:02 Uhr

    VIDEO: Hohe Verluste bei russischem Luftangriff auf ukrainisches Feldlager


    Kramatorsk im westlichen Teil der Donezker Volksrepublik ist eine wichtige Bastion der ukrainischen Armee. Sie soll dort bei einem russischen Luftangriff erhebliche Verluste erlitten haben. Moskau spricht von über 600 Getöteten und Verwundeten. Das russische Verteidigungsministerium veröffentlichte ein Video des Angriffs.

    Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.

  • 19:46 Uhr

    Ukraine: Wehrkommandant gibt Warnschuss ab, um flüchtenden Mann aufzuhalten

    In Dnjepropetrowsk hat ein Mitarbeiter des Rekrutierungsbüros einen Schuss abgegeben, um einen flüchtenden Mann aufzuhalten. Dies berichtet die ukrainische Zeitung Strana.ua.

    Demnach wurde der Mann ohne Wehrdokumente angetroffen. Er habe sich geweigert, in das Rekrutierungsbüro zu fahren, die Mitarbeiter "angegriffen" und "eine Schlägerei provoziert". Daraufhin gab der Beamte einen einzelnen Schuss mit einer Platzpatrone in die Luft ab. Dennoch gelang dem Mann die Flucht.

    Im Internet kursieren zahlreiche Videos, die gewaltsame Mobilisierungen in der Ukraine zeigen. Darauf ist zu sehen, wie Wehrkommandos Männer in Kleinbusse bringen – oft unter Anwendung körperlicher Gewalt.

  • 19:29 Uhr

    LVR: Drohnenangriff auf Rubeschnoje – ein Toter, zwei Verletzte

    Die ukrainischen Streitkräfte haben die Stadt Rubeschnoje der Lugansker Volksrepublik (LVR) mit einer Drohne angegriffen. Wie TASS mit Verweis auf die regionalen Behörden berichtet, traf das unbemannte Luftfahrzeug um 14:45 Uhr Moskauer Zeit einen Abstellplatz für Baumaschinen. Infolge der Attacke melden die Behörden ein Todesopfer. Des Weiteren wurden zwei Menschen verletzt. Außerdem beschädigte die Drohne drei Fahrzeuge.

  • 19:09 Uhr

    Russische Drohne eliminiert Ziel am rechten Dnjepr-Ufer (Video)

    Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen Drohnenpiloten im Gebiet Cherson im Einsatz. Wie es heißt, griffen sie mit einer FPV-Drohne ein gegnerisches Ziel am rechten Dnjepr-Ufer an.

    Ein russischer Soldat mit dem Rufnamen Maloi berichtet im Video, es habe sich um ein fünfstöckiges Gebäude gehandelt, in dem sich die Drohnenpiloten der ukrainischen Truppen versteckt hätten. "Das Ziel ist neutralisiert worden", so Maloi.

  • 18:41 Uhr

    Ex-Söldner: Viele Kämpfer der Ukraine stammen aus Lateinamerika

    Die ukrainische Armee rekrutiert zahlreiche Söldner aus Kolumbien und Brasilien. Dies erklärt der polnische Ex-Söldner Krzysztof Flaczek gegenüber RIA Nowosti:

    "Die meisten waren aus Kolumbien, es gab viele aus Brasilien. Außerdem waren ein oder zwei Leute aus Deutschland, Großbritannien und Norwegen dabei. Ich komme aus Polen."

    Laut Flaczek rekrutierten die ukrainischen Streitkräfte zudem Kämpfer aus Taiwan und Kroatien.

    Derzeit dient Flaczek in einem eigenständigen Freiwilligenbataillon, das aus ehemaligen ukrainischen Militärs besteht und gegen die Kiewer Behörden kämpft.

    An seine Landsleute richtete der Pole einen eindringlichen Appell: Sie sollten sich nicht den ukrainischen Streitkräften anschließen. Der Eintritt in die "Internationale Legion" sei gefährlich und ein Fehler. Kämpfe brächten ein hohes Risiko für Leib und Leben mit sich und die Vorstellung, die Russen seien Feinde, entspreche nicht der Realität. Polen hätten, so Flaczek, keinen Grund, gegen Russland zu kämpfen.

  • 18:35 Uhr

    Reuters: Selenskij will monatlich eine Milliarde Dollar für Waffenkäufe in den USA

    Die Ukraine wird mindestens eine Milliarde US-Dollar monatlich benötigen, um die Waffenkäufe in den USA zu finanzieren. Das Staatsoberhaupt erklärt dies am Montag in Kiew, wie Reuters berichtet. Selenskij hoffe, die Finanzmittel von westlichen Verbündeten der Ukraine zu erhalten.

  • 18:08 Uhr

    Rund 60 Siedlungen im Gebiet Kursk entmint

    In den Grenzbezirken des Gebiets Kursk haben Pioniertruppen bislang 59 Ortschaften vollständig von Minen befreit. Darüber informiert die Regionalregierung auf Telegram.

    Insgesamt seien 81.833 Hektar Land geräumt worden, allein in der vergangenen Woche 3.792 Hektar. Zudem wurden 13.149 Sprengkörper entschärft.

    Derzeit laufen die Arbeiten in 19 weiteren Ortschaften.

    Bereits im Juni hatten die Behörden gemeldet, dass mehr als 44 Ortschaften, 817 Kilometer Straßen und über 12.000 Gebäude in der Region entmint worden seien. Ende Juli war von 53 vollständig geräumten Ortschaften die Rede.



  • Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
    Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
    Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

    Info: https://freedert.online/international/131481-liveticker-ukraine-krieg/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.08.2025

    Merz: "Wenn Putin und Selenskij sich nicht treffen, liegt der Ball wieder bei uns"

    freedert.online, 26 Aug. 2025 20:35 Uhr

    "Treffen oder Sanktionen": Merz erhöht den Druck auf Moskau. Bleibt ein Gipfel zwischen Putin und Selenskij aus, drohen laut dem Kanzler neue Strafmaßnahmen. Trump schlug für diesen Fall ein Dreiertreffen vor.


    Quelle: Gettyimages.ru © Omer Messinger


    Bundeskanzler Friedrich Merz und der kanadische Premierminister Mark Carney im Kanzleramt am 26. August 2025 in Berlin.


    Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney hat Bundeskanzler Friedrich Merz bekräftigt, dass ein baldiges Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Machthaber Wladimir Selenskij entscheidend sei. Sollte es nicht in den kommenden zwei Wochen zustande kommen, würden Europa und die USA erneut gefordert sein. Zudem drohte er mit verschärften Sanktionen gegen Russland. Merz wörtlich:


    Trump zu Selenskij: "Es ist jetzt an der Zeit, dem sinnlosen Töten ein Ende zu setzen"





    Trump zu Selenskij: "Es ist jetzt an der Zeit, dem sinnlosen Töten ein Ende zu setzen"






    "Wenn es zu so einem Treffen nicht kommt wie zwischen Trump und Putin vereinbart, dann liegt der Ball wieder bei uns. Ich meine damit: bei den Europäern und bei den Amerikanern."

    Merz erklärte weiter, dass Trump für diesen Fall ein trilaterales Gespräch vorgeschlagen habe, also ein Treffen zwischen Putin, Selenskij und ihm. "Das wäre dann der logische nächste Schritt", wenn diese Begegnung nicht innerhalb von zwei Wochen zustande komme, so Merz.

    Er betonte, dass es im Falle einer Absage "noch mehr Druck braucht". Die Europäische Union arbeite bereits an neuen Strafmaßnahmen, während auch die USA zusätzliche Zölle gegen Russland ins Spiel gebracht hätten. Darüber hinaus würden Europa, die Vereinigten Staaten und die Ukraine an möglichen Sicherheitsgarantien arbeiten.

    "Es sind Sicherheitsgarantien, die zuallererst das Ziel haben müssen, die ukrainische Armee auf Dauer in die Lage zu versetzen, das Land zu verteidigen."

    Auf die Frage nach einer möglichen Stationierung westlicher Bodentruppen in der Ukraine nach einem Friedensschluss erklärte Merz:

     "Alle weiteren Fragen können erst dann gestellt und beantwortet werden."


    Trump: USA werden keine Schlüsselrolle bei Sicherheitsgarantien für Ukraine spielen





    Trump: USA werden keine Schlüsselrolle bei Sicherheitsgarantien für Ukraine spielen






    Zuvor hatte US-Präsident Trump mit Putin in Alaska über die Ukraine gesprochen. Dabei sei es gelungen, "viele Punkte" der Konfliktproblematik zu klären, in einigen Fragen gebe es jedoch weiterhin keine Einigung. In einem Interview mit Fox News betonte Trump anschließend, dass eine Einigung nun wesentlich von Selenskij abhänge.

    Nach Angaben des Kremlberaters Juri Uschakow hatten Putin und Trump in einem Telefonat zuvor beide Seiten zur Fortsetzung direkter Verhandlungen zwischen den Delegationen Russlands und der Ukraine ermutigt. Diskutiert worden sei auch, das Verhandlungsniveau zu erhöhen, um Fortschritte zu erzielen.

    Trump selbst bezeichnete die persönliche Abneigung zwischen Putin und Selenskij als größtes Hindernis für ein direktes Treffen. Er räumte ein, dass es durchaus möglich sei, dass ein Gipfel gar nicht zustande kommt. Ein Treffen auf höchster Ebene zwischen Russland und der Ukraine bleibe daher zwar theoretisch möglich, erscheine in der Praxis derzeit jedoch wenig wahrscheinlich.

    Mehr zum ThemaEuropa plant neue Sanktionen, falls Putin Treffen mit Selenskij ablehnt


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    26.08.2025

    Wehrpflicht - KDV "TÖTEN und STERBEN ? - Wir Sagen NEIN !

    aus e-mail von Willfred Twachtmann, 26. August 2025, 19:29 Uhr


    Moin in die Runde, wir leben in einer Zeit in dem anscheinend wieder das Möglich wird, was zum Juli 2011 Ausgesetzt worden ist, die Wiedereinführung der "Wehrpflicht". In welcher Form auch immer ob als Praktikanten-innen, Zeitsoldaten-innen, Berufssoldaten -innen im Zivilen, Sanitären oder militärischen Bereichen, das Deutsche Militär Rüstet zur Hochform als stärkste Armee in Europa auf.  Milliarden über Milliarden werden für die Aufrüstung aller drei Militärbereiche, die der Armee, Marine und Luftwaffe sowie der Militarisierung des Weltraum und den Ausbau der Infrastruktur für das Militär ausgegeben. 

    Wissenschaft und Technik, das Kapital und die Industrie, Politik und Medien auf der Seite einer Militarisierung der Zivilgesellschaft, wie es seit 1945 nicht vorstellbar war. 

    Und es gibt sie  d o c h die Friedensbewegung, ihre Initiativen und Organisationen die sich klar und eindeutig gegen diese sogenannte "Zeitenwende" zur Aufrüstung der Bundesrepublik Deutschland wendet, auf Kosten der Bevölkerung, des Volksvermögen der Bürgerinnen und Bürger, auf Kosten einer Ökologischen und ökonomischen Entwicklung von Deutschland, dass den Herausforderungen dieses 21. Jahrhundert widerspricht.  

    Wehrplicht und Kriegsdienstverweigerung ist ein Hauptthema der "Pazifistischen-Antimilitaristischen Friedensorganisation der DFG-VK". Mit diesem Flyer möchten wir euch einen kleinen Überblich über die Problemstellung Wehrpflicht-KDV geben. Weitere aktuelle Entwicklungen, werden wir natürlich in unserer alltäglichen Friedensarbeit berücksichtigen. Als Anlage ist der Flyer als PDF einsehbar. 

    Pazifismus-Tagung 2026 

    Zu meiner geplanten Pazifismus-Tagung 2026 "Pazifismus im 21. Jahrhundert - Analysen und Perspektiven" habe ich die unterschiedlichsten Beiträge erhalten. Positiv möchte ich erwähnen das Frau Dr. Christine Schweitzer, Institut für Friedensarbeit und gewaltfreie Konfliktaustragung mir Beratend zur Seite steht. Dass der Landessprecherkreis der Deutschen Friedensgesellschaft-VK, DFG-VK Niedersachsen-Bremen diese Veranstaltung unterstütz. Gespräche mit MitarbeiterInnen der "Stiftung die Schwelle" in Bremen geführt werden sollen, für eine Mitträgerschaft einer Veranstaltung zum Lebenswerk von Prof. Dr. Karl Holl, zu seiner wissenschaftlichen Tätigkeit zur Pazifismusforschung im Rahmen der Historischen Friedens-und Konfliktforschung. Zur allgemeinen politischen Lage zu Sprechen hat sich Reiner Braun zur Verfügung gestellt, für einen Kulturellen Beitrag Veronika Otto aus Berlin. Jürgen Grässlin, Mitglied im Bundessprecherkreis der DFG-VK wird seine Möglichkeiten einsetzen, um diese Veranstaltung in seinen Verteiler zu Verbreiten.Ansonsten liegt noch eine Menge Vorarbeiten auf dem Tisch, ich Denke aber dass in unserer Zeit jedes Licht eine Chance zum leuchten erhalten sollte, in einer sonst so harten Zeit.


    Mit Herzlichen und pazifistischen Grüßen 

    Wilfred Twachtmann..............................................................................................................................Wilfred (Willi) Twachtmann, Langeoog, den 26. August 2025     19:28 Uhr

    Screenshot_2025_08_26_at_20_56_39_Wehrpflicht_Flyer_2025_8_16.pdf

    Screenshot_2025_08_26_at_20_56_47_Wehrpflicht_Flyer_2025_8_16.pdf

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    26.08.2025

    Schuldenkrise in Frankreich: Premierminister Bayrou stellt Vertrauensfrage

    freedert.online, 26 Aug. 2025 16:09 Uhr

    Der Macron-Vertraute François Bayrou scheitert an der Aufgabe, den Haushalt zu konsolidieren. Bayrou bindet seine politische Zukunft an die Zustimmung zu Einsparungen in Höhe von 44 Milliarden Euro. Die Minderheitsregierung hat keine eigene Mehrheit, die Opposition blockt ab.


    Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Sebastien TOUBON


    Pressekonferenz von Frankreichs Premierminister François Bayrou am 25. August 2025


    Frankreich kommt nicht aus dem Krisenmodus. Erst seit Dezember 2024 im Amt, plant Frankreichs Premierminister François Bayrou im kommenden Monat die Vertrauensfrage zu stellen. Am 8. September soll das Parlament über seinen Sparkurs entscheiden. An die Zustimmung zu massiven Einsparungen bindet Bayrou seine politische Zukunft. Bayrou löste erst Ende des vergangenen Jahres seinen Vorgänger Michel Barnier ab, dem nach lediglich 90 Tagen im Amt ebenfalls sein harter Sparkurs zum Verhängnis wurde. 

    Der Zentrumspolitiker Bayrou, Vertrauter von Präsident Emmanuel Macron, führt eine Minderheitsregierung. Mit der Vertrauensfrage sollen die Abgeordneten im Parlament über Einsparungen in Höhe von rund 44 Milliarden Euro abstimmen. Im Fall der Ablehnung droht eine weitere schwere Regierungskrise in Frankreich. Zusätzlich zu den Einsparungen will Bayrou zwei Feiertage abschaffen. Die Bedienung der Zinsen ist inzwischen der größte Posten im französischen Haushalt. Frankreichs Staatsschulden lagen im Jahr 2024 mit 112 Prozent des BIP deutlich über den Maastricht-Kriterien von 60 Prozent. 


    Durow: "Einziges Ergebnis meiner Festnahme ist ein riesiger Image-Schaden für Frankreich"





    Durow: "Einziges Ergebnis meiner Festnahme ist ein riesiger Image-Schaden für Frankreich"






    Die Oppositionsparteien, bestehend aus den Grünen, den Sozialisten und dem Rassemblement National, haben bereits deutlich gemacht, dass sie Bayrou nicht unterstützen werden. Sollte es Vidodabei bleiben, würde die Regierung von Bayrou fallen. Dabei zielen die Oppositionsparteien nicht nur auf die Regierung von Bayrou, sondern auch auf Präsident Macron. Dieser hat sowohl im Parlament als auch in der französischen Gesellschaft jeden Rückhalt verloren. Er gilt neben Merz und Großbritanniens Premierminister Starmer als einer der unbeliebtesten westlichen Staatschefs. 

    An den Finanzmärkten zieht unterdessen ein Sturm auf, der Frankreich hart ins Gesicht weht. Ganz ähnlich wie zur Zeit der Griechenlandkrise laufen die Zinsen für französische Anleihen aus dem Ruder. Der Markt beginnt allem Anschein nach gegen Frankreich zu wetten. Die Rendite für zehnjährige französische Anleihen stieg auf 3,51 Prozent und liegt damit um 75 Basispunkte über der Rendite für deutsche Anleihen. Das Problem ist weniger die absolute Höhe der Staatsschulden als die Zinslast. 


    Mehr zum Thema  Lausanne: Heftige Ausschreitungen nach Unfalltod eines Teenagers


    Screenshot_2025_08_26_at_20_44_48_Schuldenkrise_in_Frankreich_Premierminister_Bayrou_stellt_Vertrauensfrage_RT_DE

    Video https://rumble.com/v6y0gku-macron-nennt-putin-raubtier-lawrow-ich-hoffe-dass-es-ihm-auch-nachts-peinli.html Dauer 0:27 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/europa/254321-schuldenkrise-in-frankreich-premierminister-bayrou/


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    26.08.2025

    Ukraine. USA / Polen

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 26. August 2025, 13:50 Uhr

    _RT DE Liveticker Ukraine-Krieg 25.8.2025


    _*Trump: Ukraine-Konflikt komplizierter als gedacht – USA stoppen Zahlungen*


    US-Präsident Donald Trump hat erklärt, dass der Konflikt in der Ukraine

    komplizierter sei als ursprünglich angenommen. Bei früheren

    Einschätzungen sei er davon ausgegangen, dass dieser Konflikt am

    leichtesten zu lösen sei. Dies erklärte Trump den Journalisten bei der

    Unterzeichnung mehrerer Erlasse im Weißen Haus:

    /"Eines der Probleme, von dem ich ehrlich gesagt dachte, es sei das

    leichteste, waren Russland und die Ukraine. Aber es stellte sich heraus,

    dass es hier ernsthafte persönliche Konflikte gibt. Das ist einer dieser

    Momente." /


    Trump betonte zudem, dass die USA keine Gelder mehr für die Ukraine

    bereitstellen würden. /"Wir zahlen der Ukraine kein Geld mehr. Wir

    verlieren kein Geld mehr. Jetzt verkaufen wir Waffen an die NATO, denn

    die NATO hat dank mir zugestimmt, die Ausgaben für Verteidigung auf fünf

    Prozent zu erhöhen."/

    Auf die Frage nach möglichen Sicherheitsgarantien für Kiew sagte

    er:/"Wir haben über die Details dazu noch nicht einmal diskutiert."/


    Darüber hinaus äußerte Trump, dass Washington und Moskau Gespräche über

    die Reduzierung nuklearer Arsenale führen wollten und er China in diesen

    Prozess einbeziehen wolle.

    /"Wir sprechen auch über Raketen, Atomwaffen und vieles mehr. Wir

    sprechen über die Begrenzung von Nuklearwaffen. Wir werden China

    einbeziehen. Wir haben die meisten, Russland ist an zweiter Stelle,

    China an dritter, aber China liegt weit zurück. In fünf Jahren werden

    sie uns einholen. Wir möchten nuklear abrüsten."

    "Denuklearisierung ist eine ernste Sache. Aber Russland ist dazu bereit.

    Ich denke, auch China wird dazu bereit sein."/


    Abschließend betonte er, dass der Konflikt in der Ukraine zwar durch

    persönliche Konflikte erschwert werde, aber letztlich eine Lösung

    gefunden werden könne: /"Aber wir werden das mit der Zeit beenden. Auch

    das werden wir beenden."/

    -----------------------------------


    *Kiew warnt Polen vor Verbot von Bandera-Symbolen


    *Kiew hat dem polnischen Präsidenten Karol Nawrocki mit Konsequenzen

    gedroht, nachdem dieser ein Verbot von Bandera-Symbolen in Polen ins

    Gespräch gebracht hatte. Dies berichtet die Zeitung /Jewropejskaja

    Prawda/ unter Berufung auf diplomatische Kreise in der Ukraine.


    Nawrocki hatte zuvor vorgeschlagen, die Bandera-Symbolik gesetzlich mit

    faschistischen Symbolen gleichzusetzen. Dazu müsse auch das Gesetz über

    das Institut für Nationales Gedenken geändert werden, das er einst

    selbst leitete. Er kündigte an, dem Parlament dazu bald einen eigenen

    Gesetzentwurf vorzulegen. Ein ukrainischer Diplomat sagte dazu:

    /"Wir analysieren das rechtliche Ausmaß dieser Entscheidungen und deren

    mögliche Auswirkungen auf die Lage der ukrainischen Bürger in Polen.

    Jegliche politisierte Entscheidung über die angebliche Gleichstellung

    ukrainischer Symbole mit Nazi-Symbolen kann negative Stimmungen in der

    ukrainischen Gesellschaft verstärken und eine Reaktion der ukrainischen

    Seite erfordern."/


    In der polnischen Gesellschaft überwiegt eine scharfe Ablehnung

    nationalistischer ukrainischer Symbole. Erst am Sonntag hatten

    Demonstranten bei einer Anti-Migrations-Kundgebung in Warschau eine

    rot-schwarze Fahne der "Organisation Ukrainischer Nationalisten" (OUN)

    öffentlich verbrannt.



    _RTDE 25.8.2025


    _*Truppenentsendung:

    "Koalition der Willigen" bringt Polen in eine Zwickmühle


    *Ein Drittel der Länder der "Koalition der Willigen" erklärte sich

    bereit, Truppen in die Ukraine zu entsenden. Polen lehnt eine solche

    Idee kategorisch ab. Was sind die wahren Motive der Polen und handelt es

    sich hier um den Versuch, Trump zu unterstützen?


    /Von Andrei Restschikow/


    Nach dem Treffen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und Wladimir

    Selenskij ist in der sogenannten Koalition der Willigen die Frage einer

    möglichen Entsendung von Truppen in die Ukraine zu einem der Hauptthemen

    geworden. Warschau, das als einer der engsten Verbündeten Kiews gilt,

    spricht sich gegen die Entsendung polnischer Soldaten in die Ukraine aus.


    Diese Position vertreten sowohl der polnische Präsident Karol Nawrocki,

    der die größte Oppositionspartei des Landes, "Recht und Gerechtigkeit"

    (Prawo i Sprawiedliwość, PiS), repräsentiert, als auch der Vorsitzende

    der Regierungspartei "Bürgerplattform" (Platforma Obywatelska, PO) –

    Premierminister Donald Tusk.


    Über Nawrockis Ablehnung der Entsendung polnischer Soldaten berichtete

    Anfang der Woche der Leiter der Präsidialkanzlei, Zbigniew Bogucki. Der

    Beamte betonte ausdrücklich, dass "jede Stationierung von Truppen im

    Ausland mit dem Präsidenten abgestimmt werden muss und dessen Zustimmung

    erfordert".


    Tusk erklärte wiederholt, dass Polen die Ukraine genauso unterstützen

    werde wie bisher: organisatorisch, entsprechend seinen finanziellen

    Möglichkeiten, mit humanitärer und militärischer Hilfe. Der polnische

    Premierminister äußerte sich wie folgt: /"Wir haben nicht vor, polnische

    Soldaten in die Ukraine zu entsenden. Aber wir werden Länder

    unterstützen, die möglicherweise in Zukunft solche Garantien geben wollen."/


    Vor Kurzem schrieb die amerikanische Zeitung /Politico/ unter Berufung

    auf einen polnischen Beamten, dass Warschau den Einsatz von Soldaten aus

    Angst vor einer Schwächung der eigenen Armee ausschließe: /"Polen, das

    derzeit über die größten Streitkräfte in der EU verfügt, schließt die

    Entsendung von Truppen in die Ukraine aus, erklärt jedoch, dass es jede

    Mission im Osten logistisch unterstützen werde."/


    Wie ein anonymer Gesprächspartner der Zeitung zum Ausdruck brachte,

    befinde sich Polen in einem "strategischen Dilemma", da es an Russland

    und Weißrussland grenze. Der Beamte sagte: /"Deshalb können wir die

    Kräfte, die zur Verhinderung eines Angriffs notwendig sind, nicht

    schwächen."/


    Diese Haltung Warschaus steht in deutlichem Kontrast zu den Ansichten

    der drei baltischen Staaten. Der estnische Ministerpräsident Kristen

    Michal erinnerte an die Bereitschaft der Republik, im Rahmen der

    "Koalition der Willigen" eine Kompanie (100 bis 200 Soldaten)

    Friedenstruppen in die Ukraine zu schicken.


    Auch Litauen ist bereit, ein begrenztes Militärkontingent zu entsenden,

    wie es bereits in der Vergangenheit im Rahmen seiner Mission in

    Afghanistan der Fall war. Wie der litauische Präsident Gitanas Nausėda

    ausdrückte, "sind wir bereit, Friedenstruppen sowie unsere militärische

    Ausrüstung im Rahmen des Mandats des Seimas zur Verfügung zu stellen".


    Die lettischen Behörden vertreten eine ähnliche Position. Wie der

    Präsident des Landes, Edgars Rinkēvičs, diese Woche mitteilte, könne die

    Frage der Entsendung lettischer Soldaten in die Ukraine diskutiert

    werden, sobald die Sicherheitsgarantien und die Rolle der europäischen

    Länder in dieser Angelegenheit klar seien. Der Präsident weiter: /"Wenn

    mehr Klarheit herrscht, wird es Diskussionen geben."/


    Russland lehnt die Stationierung westlicher Truppen in der Ukraine

    kategorisch ab. Der Politologe und Polenforscher Stanisław Stremidłowski

    ist der Meinung: /"Die polnische Position im Vergleich zu den baltischen

    Staaten ist absolut vernünftig. In Warschau ist man sich bewusst, dass

    jeder Versuch, sich stärker in die Ukraine-Krise einzumischen, für Polen

    ernsthafte und gefährliche Folgen haben würde."/


    Die baltischen Republiken verhielten sich laut dem Experten "völlig

    unangemessen und unvernünftig". Stremidłowski erklärt:/"Das zeigt, dass

    die herrschenden Eliten dieser Republiken ihr Schicksal nicht mit

    Lettland, Litauen und Estland verbinden. Sie sind bereit, so etwas wie

    Tichanowskaja und andere Exilregierungen zu sein – also in London und

    Berlin zu sitzen und Fördergelder zu kassieren. In dieser Hinsicht zeigt

    die polnische herrschende Elite einen stärkeren Staatsinstinkt ‒ sie hat

    die Vorstellung, dass Polen erhalten bleiben muss. Genau das veranlasst

    die Polen, sich aktiv von allen Versuchen zu distanzieren, sich in

    irgendeiner Weise unmittelbar am Ukraine-Konflikt zu beteiligen."/


    Der Politologe Oleg Chawitsch, Leiter des Instituts für Westukrainische

    Studien, fügt hinzu:

    /"Polen bewahrt sich ein höheres Maß an Souveränität als die baltischen

    Pseudostaaten. Unter diesen Umständen verstehen die Eliten trotz ihrer

    Russophobie, dass ein solcher Schritt den Interessen Polens schaden würde."/


    Darüber hinaus bewahrt Polen ein hohes Maß an Demokratie, wie die

    jüngsten Präsidentschaftswahlen gezeigt haben. Chawitsch führt aus:

    /"Die absolute Mehrheit der Polen, etwa 80 Prozent, ist entschieden

    gegen die Entsendung eigener Truppen auf das Gebiet der Ukraine."/


    Polen spiele Donald Trump in diesem Fall wohl kaum in die Hände, meint

    Stremidłowski. Der Experte erläutert: /"In dieser Position, die Nawrocki

    und Tusk teilen, gibt es kein geopolitisches Kalkül. Dafür gibt es eine

    geopolitische Realität und die Vorstellung, dass Polen nicht erneut

    einer Teilung ausgesetzt sein möchte, die eintreten könnte, wenn die

    Polen zum Katalysator für ernsthafte Konflikte zwischen Europa und

    Russland würden."/


    Chawitsch schließt wiederum nicht aus, dass sich die Position Warschaus

    ändern könnte. Chawitsch prognostiziert: /"Leider wird ein solcher

    Schritt früher oder später unternommen werden. Derzeit hat Tusk und die

    gesamte Regierung ein schlechtes Verhältnis zu Trumps Team, das weder

    mit dem Premierminister noch mit dem Außenminister Radosław Sikorski

    kommunizieren möchte. Daher könnten genau diese Leute mit dem Vorschlag

    kommen, ein begrenztes polnisches Kontingent in den westlichen Gebieten

    der Ukraine zu stationieren, was von der Gesellschaft als Rückkehr des

    Landes in die Ostgebiete wahrgenommen werden würde."/


    Wenn es Warschau jedoch gelingt, von diesem Schritt abzusehen, dann kann

    man feststellen, dass die neue Führung des Landes in der Person von

    Nawrocki Polen mehr liebt als Russland hasst. Stremidłowski fügt hinzu:

    /"Nawrocki ist seit Kurzem Staatsoberhaupt. Aber schon jetzt ist seine

    vorsichtige Haltung gegenüber den europäischen Ideen erkennbar, die

    Polen in den Abgrund der Fleischmühle von Goebbels stürzen könnten, in

    der das Land nicht als Ganzes erhalten bleiben könnte."/


    Allerdings ist Chawitsch der Ansicht, dass die polnische Führung in

    Gestalt der Teams von Tusk und Nawrocki "Russland doch mehr hasst als

    Polen liebt, weil kein einziger angemessener Schritt zur Normalisierung

    der Beziehungen zu Russland unternommen wurde". Der Politologe kommt zu

    folgendem Schluss:

    /"Darüber hinaus schüren alle polnischen Politiker, einschließlich derer

    in der Opposition, weiterhin die Russophobie. Gerade Nawrocki, von dem

    man zumindest ein Mindestmaß an Zurückhaltung und Ausgewogenheit in den

    Beziehungen zu Russland erwartet hatte, konnte sich weitere scharfe

    Affronts gegenüber Moskau nicht verkneifen. Dies wurde übrigens von

    Trump negativ bewertet, der Nawrocki am 18. August nicht ins Weiße Haus

    einlud, obwohl dies erwartet worden war."/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.08.2025

    Lawrow im „NBC“ Interview (2 Videos in Deutsch)

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 26. August 2025, 13:31 Uhr


    *Lawrow im „NBC“ Interview (in Deutsch)

    *Moskau, 24 August 2025


    *Teil 1/2

    *https://www.youtube.com/watch?v=gIzga5zb72M


    *Teil 2/2

    *https://www.youtube.com/watch?v=wGYFweBdljo


    /Diese Videos wurden produziert von

    /*russland.RU:*/https://www.youtube.com/@RusslandTV/featured


    Anmerkung: Die Übersetzung erstaunt, weil sie mit der Stimme Lawrows

    gesprochen wird.

    Künstliche Intelligenz (KI) macht das möglich.

    /Die Redaktion schreibt dazu:

    „Aus finanziellen Gründen sind wir auf die Unterstützung von KI

    angewiesen, da wir sämtliche Arbeit persönlich finanzieren.

    Darum bitten wir etwaige Übersetzungsfehler und Aussetzer zu entschuldigen.“


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.08.2025

    Pro-israelische Influencer im Gazastreifen

    transition-news.org, 26. August 2025 von KD.

    Das israelische Ministerium für Diaspora hat zehn US-amerikanische und israelische Influencer in die palästinensische Enklave gebracht, um die angeblich von ausländischen Medien verbreiteten «Lügen der Hamas» bezüglich einer Hungersnot «zu widerlegen»

     
    Seit dem 7. Oktober 2023 untersagt die israelische Regierung ausländischen Journalisten, unabhängig in den Gazastreifen zu reisen. Lokale Journalisten sind derweil offenbar zum Ziel der israelischen Armee geworden. Laut «Reporter ohne Grenzen» und dem Komitee zum Schutz von Journalisten wurden seit Oktober 2023 rund zweihundert Journalisten und Medienmitarbeiter im Gazastreifen getötet (wir berichteten). Die Berichte lokaler Journalisten bezeichnet Israels Führung als «Hamas-Propaganda».

    Letzten Freitag haben die Vereinten Nationen erstmals für eine Region im Gazastreifen den Zustand einer Hungersnot erklärt. Sie betreffe die Region um die Stadt Gaza im Norden der Enklave. Etwa eine halbe Million Menschen bekomme demnach nicht genug zu essen.

    Letzte Woche arrangierte Israel nun die Einreise von zehn US-amerikanischen und israelischen Social-Media-Influencern nach Gaza, um die «Wahrheit» über die angeblichen «Lügen der Hamas» über den Hunger der Palästinenser im belagerten Gazastreifen zu enthüllen. Wie Haaretz berichtet, wurde die Tour vom israelischen Ministerium für Diaspora organisiert, dessen Aufgabe die Bekämpfung von Antisemitismus ist. Das Ministerium habe die Aktion als Demonstration des «Mechanismus der humanitären Hilfslieferungen in Gaza» bezeichnet, um «die von ausländischen Medien verbreiteten Lügen der Hamas zu widerlegen».

    Die Erklärung bezog sich auf die US-israelische Gaza Humanitarian Foundation (GHF), die gegründet wurde, um die UN zu umgehen und Israel die Verantwortung für die Hilfslieferungen zu übertragen. Bis Mitte August wurden laut der UN, seit der Gründung der Stiftung Ende Mai, 1760 Palästinenser auf der Suche nach Nahrung getötet, 994 davon in der Nähe der GHF-Standorte und 766 entlang der Routen der Lebensmittelkonvois. Laut Haaretz erklärte das Ministerium für Diaspora:

    «Die Tour fand im Rahmen des Kampfes gegen die Hamas-Kampagne zur Diskreditierung [Israels] – die ‹Hungerkampagne› – statt, die darauf abzielt, Israels Image auf internationaler Ebene zu schädigen.»

    Die Organisatoren betonten demnach zudem «die Rolle der UN und anderer internationaler Organisationen, die sich weigern, die vielen Tonnen bereitstehender Lebensmittel zu verteilen».

    Zu denjenigen, denen Zugang zu den GHF-Standorten gewährt wurde, gehört Brooke Goldstein, eine pro-israelische US-Anwältin, Autorin und Fernsehpersönlichkeit. Auf X teilte sie mit:

    «Was ich gesehen habe, hat bewiesen, dass die Medienberichte über die Situation absolut falsch sind. Die Mission der GHF ist es, die Menschen in Gaza so zu ernähren, dass die Hamas ihnen die Lebensmittel nicht stehlen kann, und sie funktioniert. Ich habe miterlebt, wie über 13.000 Menschen versorgt wurden, darunter 3300 Frauen und Kinder.»

    Xavier DuRousseau, ein weiterer Influencer, befindet sich in einem Video vor LKWs mit Hilfslieferungen, angeblich innerhalb des Gazastreifens. In Militärkleidung erklärt er:

    «Wenn ich Israel wäre, würde ich Gaza nicht einmal passende Socken liefern. Aber hier ist all die Hilfe, von der ihr alle behauptet, sie existiere nicht. (...) Ich bin hier in Gaza und sehe nur Nahrung, Wasser und Möglichkeiten. Aber anstatt dass die Hamas Ramen-Nudeln verteilt, essen sie alles auf, und deshalb sind ihre Anführer auf Ozempic. Die Vereinten Nationen bringen die Lebensmittel hierher, um so zu tun, als würden sie tatsächlich etwas Produktives tun, aber sie beenden die Arbeit nie, genau wie deine Ex. Jetzt sitzen die Lebensmittel hier und fangen Fliegen, aber ihr alle wollt Israel die Schuld geben.

    Und dann ist da noch Ägypten, das die Mauer aus Donald Trumps Träumen gebaut hat, um die Palästinenser hier zu halten, aber ihr sagt alle nichts zu ihnen. Warum ruft ihr keine der islamischen Nationen dazu auf, Lebensmittel an die Palästinenser zu verteilen? Wohlgemerkt, dort gibt es Erdöl (zeigt auf LKWs). Energie, Gaza hat die Energie, Gaza hat die Terroristen, die die ganze Energie verschwenden, ha ha ha.»

    Auf X schrieb DuRousseau:

    «Israel ist NICHT der Grund, warum viele Palästinenser hungern. Da ihr Suppenküchen-Antisemiten so tun wollt, als würdet ihr euch für den Kampf der Menschen in Gaza interessieren, geht doch hin und helft beim Verteilen des Essens!»

    In einem anderen X-Beitrag behauptet der Influencer:

    «Israel verhindert NICHT, dass Lebensmittel nach Gaza gelangen.»

    Anfang des Monats berichtete Haaretz, dass das israelische Außenministerium Zehntausende von Dollar investiert habe, um Social-Media-Influencer aus den USA nach Israel zu bringen. Die Finanzierung erfolge über Israel365, eine siedlungsfreundliche Organisation, die versuche, die Unterstützung der Evangelikalen für Israel zu stärken. Sie den Auftrag ohne Ausschreibung erhalten, aufgrund ihrer «einzigartigen Position, eine pro-israelische Haltung zu vertreten, die vollständig mit der MAGA- und America First-Agenda übereinstimmt».

    The Cradle zufolge liefert die GHF zwar einige Lebensmittel an die Palästinenser, aber das reiche bei weitem nicht aus, um die Krise in Gaza zu lindern. Das liege insbesondere an der Schließung aller Grenzübergänge durch Israel und der Belagerung des Gazastreifens. Die Behörden in Gaza hätten bekannt gegeben, dass nur 14 Prozent der benötigten Hilfsgüter von Israel geliefert werden.

    Ein Augenzeuge bestätigte am Donnerstag gegenüber CBS News, dass israelische Truppen und US-Subunternehmer, die mit der Sicherung von Hilfsverteilungszentren in Gaza beauftragt wurden, regelmäßig das Feuer auf verzweifelte Palästinenser eröffnen, die Hilfe suchen, und sich sogar damit brüsten.

    Gemäß The Cradle sind von Israel unterstützte bewaffnete Gruppen, darunter diejenige von Yasser Abu Shabab in Rafah, direkt in die Plünderung von Hilfskonvois verwickelt. Das Innenministerium in Gaza sei wiederholt mit diesen bewaffneten Gruppen aneinandergeraten, um die Plünderung von Hilfsgütern zu verhindern.

    Quelle:

    Haaretz: 'See the Truth With My Own Eyes' | Israel Brings U.S., Israeli Social Media Influencers to Gaza Aid Sites to Fight 'Hamas Hunger Campaign' - 21. August 2025


    Info: https://transition-news.org/pro-israelische-influencer-im-gazastreifen


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    26.08.2025

    Israels Kriege gehen weiter

    zlv.lu, 26. August 2025, von Karin Leukefeld, Ausland

    Gaza und Jemen unter Bomben. Im besetzten Westjordanland werden Tausende Olivenbäume entwurzelt


    Die Regierung Netanjahu ist im Krieg gegen Palästina, gegen die arabischen Nachbarstaaten. Israels Premierminister Netanjahu ignoriert Kritik aus aller Welt an seinem Vorgehen ebenso wie die Kritik aus der eigenen Bevölkerung, von der Opposition und von zahlreichen ehemaligen Armee- und Geheimdienstoffizieren. Eyal Zamir, der Oberkommandierende der israelischen Streitkräfte erklärt, die Voraussetzungen für den nächsten Gefangenenaustausch seien geschaffen, die Regierung müsse jetzt auf die Zusage der Hamas-Delegation reagieren.

    Eine Delegation der Hamas wartet seit mehr als einer Woche in Kairo auf eine Reaktion der Netanjahu-Regierung. Berichten zufolge sei auf die Hamas-Delegation seitens Katar und Ägypten »Druck ausgeübt« worden, damit sie nicht wieder abreise, weil es aus Israel bisher keine offizielle Antwort gab. General Eyal Zamir hatte Netanjahu bereits vor Tagen mitgeteilt, die Armee habe »die Bedingungen für die Freilassung der Geiseln« hergestellt, nun müsse die Regierung reagieren. Die neuen militärischen Angriffe auf die Stadt Gaza und die umliegenden Flüchtlingslager werden massiv fortgesetzt, obwohl Zamir wiederholt seine Bedenken vorgebracht hatte. Nach seiner Auffassung, die auch Netanjahu mitteilte, werde das Leben der Geiseln durch die Offensive gefährdet.

    Hamas stimmt Abkommen zu – Netanjahu verzögert

    Das Forum der Familien der Geiseln und Vermißten erklärte, »ein Abkommen liegt auf dem Tisch, es muß angenommen werden«. Mit Massenprotesten und landesweiten Streikaktionen versuchen die Angehörigen der israelischen Gefangenen den Druck auf die Netanjahu-Regierung zu erhöhen. Am vergangenen Wochenende versammelten sich erneut Hunderttausende, um die Protesten vom vorherigen Wochenende fortzusetzen, bei denen mehr als eine Millionen Demonstranten gegen die Haltung der Regierung auf die Straße gegangen waren.

    Der landesweite Streik soll am heutigen Dienstag mit der Blockade von wichtigen Verbindungsstraßen und Kreuzungen fortgesetzt werden. Am Abend wollen sich die Demonstranten auf dem »Platz der Geiseln« in Tel Aviv versammeln, um die sofortige Freilassung der Gefangenen, eine Waffenruhe und weitere Verhandlungen zu fordern. Unternehmen, Universitäten und andere Institutionen haben dazu aufgerufen, sich den Familien anzuschließen. Die Regierung müsse den Krieg beenden, damit alle der noch verbliebenen israelischen Gefangenen aus Gaza zurückkehren könnten.

    Bis Redaktionsschluß dieser Ausgabe wurde jedoch nicht bekannt, daß Netanjahu irgendein Verhandlungsteam nach Kairo schicken werde, der Regierungschef zögert diplomatische Entscheidungen hinaus. Stattdessen ließ der Premier und oberste Kriegsherr am Sonntag die jemenitische Hauptstadt Sanaa bombardieren. Sechs Tote und mindestens 86 Verletzte wurden am Montagmorgen gemeldet. Das Haziz-Elektrizitätswerk, in direkter Nähe zur Jemenitischen Ölgesellschaft ging in Flammen auf. Nach israelischer Darstellung handelte es sich um einen »Vergeltungsangriff« für eine (!)Boden-Boden-Rakete, die angeblich aus dem Jemen und nach israelischen Angaben mit Streubombenmunition auf Israel abgeschossen worden sei. Das »jemenitische Regime« werde vom Iran unterstützt, hieß es in einer Erklärung der Israelischen Streitkräfte.

    Der Angriff auf Sanaa soll von der israelischen Marine ausgeführt worden sein. Die jemenitische Armee meldete, Abwehrfeuer habe israelische Kampfjets aus dem jemenitischen Luftraum vertrieben.

    Angriff auf Krankenhaus tötet erneut Journalisten

    Im Gazastreifen wird weiterhin ununterbrochen bombardiert. Am Montag griff die israelische Armee erneut im Süden des palästinensischen Küstenstreifens an. Mindestens 19 Menschen wurden getötet, darunter vier Journalisten des katarischen Nachrichtensenders Al Jazeera und der Nachrichtenagentur Reuters. Berichten zufolge war das Nasser-Krankenhaus in Khan Younis Ziel von zwei Angriffen der israelischen Armee. Der zweite Angriff erfolgte kurz nach dem ersten, zu einem Zeitpunkt, als Rettungskräfte, Journalisten und Anwohner zu der Klinik geeilt war.

    Der getötete Kameramann Hussam al-Masri war als freier Mitarbeiter für Reuters tätig. Die Live-Videoübertragung von Reuters aus dem Krankenhaus, die von Al-Masri bedient wurde, brach zum Zeitpunkt des ersten Angriffs abrupt ab. Der Fotograf Hatem Khaled, ebenfalls ein freier Mitarbeiter von Reuters, wurde bei dem Angriff verletzt. Al Jazeera bestätigte den Tod von drei Journalisten: die 33-jährige Reporterin Mariam Abu Dagga, die für Al Jazeera, für den »Independent« (Arabisch) und für AP arbeitete, die Al Jazeera Fotografen Mohammed Salama und Moaz Abu Taha, der auch für NBC Network gearbeitet hatte. Alle Journalisten befanden sich im 4. Stock des Krankenhauses, von wo sie berichteten, als der erste Angriff sie – offenbar gezielt – tötete. Auch ein Rettungssanitäter wurde getötet.

    Am Samstag berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA, daß Chaled al-Madhoun, ein Reporter des palästinensischen Fernsehens, in der Nähe des Warenübergangs Zikim tödlich durch Schüsse getroffen worden war. Laut einem Augenzeugen der Agentur handelte es sich um einen gezielten Angriff auf den Journalisten. Der palästinensische Journalistenverband sprach von einer »fortwährenden israelischen Kampagne gegen Journalisten, deren Ziel es ist, die palästinensischen Schilderungen zum Schweigen zu bringen«.

    Nach Angaben der palästinensischen Journalistengewerkschaft wurden seit dem 7. Oktober 2023 mindestens 240 palästinensische Journalisten und Medienarbeiter bei israelischen Angriffen getötet worden.

    Bis zum 7. Oktober 2025 soll die israelische Armee Gaza Stadt kontrollieren. Die mehr als 1 Millionen Einwohner der Stadt sollen bis dahin in den Süden des Landes vertrieben sein. Um die Reihen der Armee wieder aufzufüllen und die gefallenen, verletzten, traumatisierten und desertierten Soldaten zu ersetzen, hat die Israelische Armee 60.000 Einberufungsbefehle an Reservisten verschickt.

    Israels Armee zerstört palästinensisches Eigentum

    Auch im besetzten Westjordanland geht die israelische Armee an der Seite extremistischer Siedler gegen Palästinenser und ihr Eigentum vor. Unweit von Ramallah, bei dem Dorf Al Mughayyir, hat die israelische Armee mehr als 3.000 Olivenbäume entwurzelt. Der Befehl lautete demnach, alle Bäume auf einem bestimmten Gebiet in der Nachbarschaft des Dorfes zu entfernen. Die Bäume stellten angeblich »eine Sicherheitsbedrohung« für eine Straße dar, die durch das palästinensische Dorf in eine nahe gelegene israelische Siedlung führt. Israelische Soldaten hatten am frühen Morgen mehr als 30 Häuser der rund 4.000 Einwohner gestürmt und Eigentum und Fahrzeuge der Bewohner zerstört.

    Während der Zerstörung der Olivenbäume wurde über den Ort eine Ausgangssperre verhängt. Marzouq Abu Naim, stellvertretender Vorsitzenden des Lokalrates von Al Mughayyir, erklärte gegenüber Journalisten der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA, diese Art von Gewalt durchziehe das gesamte besetzte Westjordanland. Im Schatten des Gaza-Krieges werde nur wenig darüber berichtet.

    Gaza-Tribunal fordert bewaffneten Schutz für Palästina

    Das Gaza-Tribunal hat am Montag bei einer Pressekonferenz in Istanbul eine »sofortige internationale bewaffnete Intervention« gefordert, die von der UNO-Generalversammlung autorisiert werden müsse. Das sei die einzige Möglichkeit, die Blockade des UNO-Sicherheitsrates durch die USA zu umgehen, um den Völkermord Israels an der Bevölkerung des palästinensischen Gazastreifens zu stoppen. Man sehe »die mörderischste Phase des Völkermordes«, sagte Richard Falk, Präsident des Gaza-Tribunals. Nichts zu tun, wäre »ein historisches Versagen der Menschheit«.

    Richard Falk, der lange Jahre UNO-Sonderberichterstatter für die Menschenrechte in den besetzten palästinensischen Gebieten war, erklärte, wer angesichts des Völkermordes schweige, mache sich mitschuldig. »Wenn wir nicht endlich ernsthafte und drastische Maßnahmen ergreifen, wird alles, was moderat versucht wird, zu spät sein«, sagte er. »Es wird zu spät sein, um die Überlebenden zu retten, die bereits in den mehr als 22 Monaten des Völkermordes traumatisiert wurden.«


    Info: https://www.zlv.lu/db/1/1499387100660/0


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    26.08.2025

    Gaza: IDF bombardiert Krankenhaus und tötet 21 Menschen, darunter erneut fünf Journalisten

    freedert.online, 26 Aug. 2025 11:54 Uhr

    Unbeeindruckt der internationalen Kritik setzt die israelische Armee ihren tödlichen Feldzug gegen die Menschen in Gaza fort. So griff die IDF am Montag ein Krankenhaus im Süden des Gazastreifens an und tötete dabei mindestens 21 Menschen, darunter fünf Journalisten, die für "Reuters", "Associated Press" und "Al Jazeera" arbeiteten.


    Quelle: Gettyimages.ru © Anadolu/Kontributor


    Trauer und Verzweiflung um einen durch die jüngste IDF-Bombardierung eines Krankenhauses in Chan Yunis getöteten Journalisten, Gaza, 25. August 2025


    Die israelische Armee (IDF) setzt mit Absegnung durch die Netanjahu-Administration ihre brutalen Kriegsverbrechen im Gazastreifen und Westjordanland fort. Bei einem erneuten Raketenangriff auf das Nasser-Krankenhaus, gelegen in Chan Yunis, Gaza, wurden dabei mindestens 21 Menschen getötet. Zu den Opfern zählen dabei auch abermals fünf Journalisten, die für verschiedene internationale Medien arbeiteten. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu bezeichnete den Angriff als "tragischen Unfall".

    Der rücksichtlose IDF-Angriff vom 25. August auf das Nasser-Krankenhaus im Süden Gazas soll laut israelischen Medien durch Panzerbeschuss erfolgt sein. Die in Belgien ansässige Menschenrechtsgruppe "Hind Rajab Foundation" widerspricht dieser Darstellung und erklärte laut Al Jazeera, dass ihre Analyse des Angriffsmaterials eindeutig darauf hinweist, dass es sich bei der eingesetzten Waffengattung "um eine Lenkrakete handelte". Dazu heißt es in einem X-Beitrag.

    "Diese Raketen sind mit einem menschlichen Eingriff verbunden: Der Bediener [Artillerist] sieht oder bestimmt das Ziel vor dem Aufprall. Die IDF wusste daher, dass sie Sanitäter, Zivilschutzkräfte und Journalisten angriff. Dies war ein vorsätzliches Kriegsverbrechen mit doppeltem Schlag, kein Unfall."


    Screenshot_2025_08_26_at_12_44_08_Gaza_IDF_bombardiert_Krankenhaus_und_t_tet_21_Menschen_darunter_erneut_f_nf_Journalisten_RT_DE


    The IDF claims the Nasser Hospital massacre was caused by a “Tank shell.” This is false. Our researchers have analysed the footage and confirmed it shows a guided missile fired on a direct trajectory from the northwest — consistent with precision systems such as Spike NLOS .… pic.twitter.com/B3yYWtiKU2

    — The Hind Rajab Foundation (@HindRFoundation) August 25, 2025

    Medien: 83 Prozent der IDF-Opfer im Gazastreifen waren Zivilisten





    Medien: 83 Prozent der IDF-Opfer im Gazastreifen waren Zivilisten






    Die Times of Israel berichtet demgegenüber wörtlich zu dem erneuten Kriegsverbrechen:

    "Aufnahmen aus dem Nasser-Krankenhaus zeigen Rettungskräfte am Ort des ersten Panzerbeschusses, die dann von einem zweiten Treffer getroffen werden; IDF ordnet Untersuchung an, bedauert 'jeglichen Schaden' für Zivilisten und betont, dass Journalisten 'in keiner Weise' angegriffen werden."

    Die dabei forcierte Kritik am IDF-Vorgehen lautet, dass als Zivilschutzmitarbeiter mit der Bergung der ersten Verletzten im Gebäude begannen, wenige Minuten später ein zweiter Angriff auf die Helfer erfolgte. Dabei wurden dann Notfallsanitäter und die Journalisten getötet oder schwer verwundet.

    The Israeli army carried out a double strike on the Nasser Medical Complex in Khan Yunis, southern #Gaza, killing at least 15 Palestinians, including 5 journalists. Shortly before the attack, Euro-Med Monitor’s team observed an Israeli surveillance drone hovering over the site pic.twitter.com/4X5RRADWV9

    — Euro-Med Monitor (@EuroMedHR) August 25, 2025


    Screenshot_2025_08_26_at_12_27_43_Gaza_IDF_bombardiert_Krankenhaus_und_t_tet_21_Menschen_darunter_erneut_f_nf_Journalisten_RT_DE

    Video https://twitter.com/i/status/1959952483444306325 Dauer  Min.


    Nach dem jüngsten tödlichen Angriff fand laut Al-Jazeera-Artikel im Innenhof des Nasser-Krankenhauses eine separate Trauerfeier für den Reuters-Fotojournalisten Hossam al-Masri und Al-Jazeera-Kameramann Mohamed Salama, die Journalistin Maryam Abu Daqqa, die für mehrere Medienagenturen wie Independent Arabia und Associated Press tätig war, den NBC-News-Mitarbeiter Moaz Abu Taha sowie den Journalisten Ahmad Abu Aziz statt, die alle bei dem Angriff auf das Krankenhaus ums Leben kamen.

    In ganz Israel finden weiterhin größere Proteste statt, wobei für den heutigen Tag erneut Demonstrationen in Tel Aviv geplant sind, die sich jedoch inhaltlich mehrheitlich für die Freilassung und akute Gefährdung der letzten israelischen Gefangenen positionieren. In Australien demonstrierten laut Medien unter anderem in Sydney und Melbourne je nach Schätzungen am vergangenen Sonntag jeweils rund 50.000 bis 100.000 Menschen gegen die Kriegsverbrechen Israels.


    Screenshot_2025_08_26_at_12_29_46_Gaza_IDF_bombardiert_Krankenhaus_und_t_tet_21_Menschen_darunter_erneut_f_nf_Journalisten_RT_DE

    Video https://twitter.com/i/status/1956046461776310505 Dauer  Min.

    Gaza’s cities, towns and villages have been almost totally destroyed by Israel’s war on the Strip. Footage filmed from planes and drones reveals once bustling communities reduced to rubble. Gaza’s Palestinians have suffered the loss of their homes, farmland and infrastructure. pic.twitter.com/SAkMn68KyS

    — Al Jazeera English (@AJEnglish) August 14, 2025

    Das Medienbüro der Regierung von Gaza erklärte in einer Mitteilung:

    "Wir machen die israelische Besatzungsmacht, die US-Regierung und die Länder, die sich an diesem Völkermordverbrechen beteiligen, wie Großbritannien, Deutschland und Frankreich, voll verantwortlich für diese abscheulichen brutalen Verbrechen."

    Laut der Veröffentlichung stieg durch die jüngste IDF-Attacke die Gesamtzahl auf mittlerweile 244 getötete Journalisten. Nach jüngsten Angaben arabischer Medien hat Israel in seinem fortdauernden Krieg gegen die Menschen in Gaza "mindestens 62.622 Bewohner getötet und 157.673 verletzt". So starben durch erneute israelische Angriffe allein am heutigen Morgen laut Al Jazeera und "medizinischen Quellen, auf die sich unsere Kollegen vor Ort berufen, bisher mindestens 20 Menschen".


    Mehr zum Thema – UNO verkündet erstmals katastrophale Hungersnot in Gaza


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    Video https://rumble.com/v6y287s-utrecht-18.000-paar-schuhe-als-symbol-fr-gettete-kinder-und-journalisten-in.html Dauer 2:02 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/der-nahe-osten/254308-gaza-idf-bombardiert-krankenhaus-und/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.08.2025

    Frankreich: Kommen die Gelbwesten wieder?

    overton-magazin.de26. August 2025 2 Kommentare

    Screenshot_2025_08_26_at_12_12_31_Als_Startlink_und_Vormerkreserve.pdf

     
     
    Via Wikimedia Commons bier, CC BY-SA 4.0

    overton-magazin.de, 26. August 2025, Norbert Faulhaber

    Eine Internet-Initiative ruft dazu auf, am 10. September das Land „abzuschalten“ – als Protest gegen die Sparpolitik der Regierung. Die Linksparteien im Parlament, allen voran Jean-Luc Mélenchons „La France Insoumise“, stellen sich jetzt hinter die Bewegung.

    Verdächtig ruhig war es in letzter Zeit im Land von Danton und Robespierre. Und immer dann, wenn Frankreich sich langweilte, dauerte es, historisch betrachtet, nicht mehr allzu lange bis zur nächsten sozialen Explosion. „Revolution is a french thing“ heißt es ironisch in einem TV-Werbespot für die (elektrische) Neuauflage des in den 1970er- und 1980er-Jahren sehr erfolgreichen Kleinwagen-Modells Renault R5 – und da ist natürlich etwas dran. Sehr wahrscheinlich ist es nämlich, dass die bleierne Lähmung, die bis vor kurzem die Amtszeit der rechtsbürgerlichen Minderheitsregierung von Premierminister Francois Bayrou kennzeichnete, demnächst jäh zu Ende geht.

    Theoretisch hätte ja jederzeit in den vergangenen acht Monaten eine vereinigte Opposition in der Nationalversammlung das Kabinett stürzen können – aber eine parlamentarische „Querfront“ aus ganz links und ganz rechts scheint derzeit (noch?) politisch undenkbar. Mal verweigerten sich die Linken einem Misstrauensantrag der Rechten, mal die Rechten einem der Linken – mal enthielten sich die Sozialdemokraten vom Parti Socialiste der Stimme und retteten dadurch die Regierung, mal die Abgeordneten vom Rassemblement National. An Neuwahlen für die Nationalversammlung, die seit dem 8. Juli 2025 wieder möglich sind (während einer Legislaturperiode darf der Präsident das Parlament ein zweites Mal nur nach einer einjährigen Frist auflösen), scheint momentan niemand ein ernsthaftes Interesse zu haben.

    Und das, obwohl Bayrou kürzlich ein Sparprogramm verkündet hat, das es in sich hat: Der Militärhaushalt soll drastisch steigen (wegen Putin und so), zwei Feiertage sollen abgeschafft werden – damit die Franzosen mehr malochen – und diverse Sozialkürzungen sind vorgesehen, unter anderem im Gesundheitsbereich, auch die Renten sollen eingefroren werden.(1) Das Haushaltsdefizit ist angeblich zu groß – und neue Panzer und Kampfflugzeuge kosten nun einmal einen Haufen Geld. Nun haben ja die Franzosen im Unterschied zu den Deutschen ein ziemlich unbefangenes Verhältnis zu ihrem Militär und zu militärischem Equipment (auf etlichen Volksfesten und Industriemessen sieht man kleine Kinder begeistert auf diversen olivgrün lackierten, gepanzerten Fahrzeugen herumturnen, unter wohlgefälliger Beobachtung durch die Eltern), aber wenn der Militäretat so viel kostet, dass das gewohnte savoir vivre in Gefahr ist, hört der Spaß dann doch ganz schnell auf.

    Das Land „komplett abschalten“

    Und so regt sich Widerstand, von Tag zu Tag immer mehr. Ende Juli startete eine Internet-Initiative, die dafür plädiert, am Mittwoch, 10. September (kurz nach der dem Land traditionell heiligen Sommerferien-Pause), das gesamte öffentliche Leben der Nation lahmzulegen: unter anderem mit Streiks, Boykott-Aktionen, Blockaden von Verkehrswegen und der Besetzung staatlicher Einrichtungen (etwa Rathäusern oder Präfekturen). Der Aufruf stieß auf eine vielfältige, teils enthusiastische Resonanz in den sozialen Medien.(2) Und nach kurzer Zeit bekam er auch gewichtige parlamentarische Unterstützung: zuerst durch die Fraktion von La France Insoumise (LFI), der stärksten Linksformation in der Nationalversammlung. Mit einem erneuten Misstrauensantrag gegen das Kabinett Bayrou werde seine Partei die Protestaktionen parlamentarisch flankieren, kündigte Jean-Luc Mélenchon an, wortgewaltiger Chef der LFI und mehrmaliger Präsidentschaftskandidat (2022 verfehlte er nur knapp den Einzug in die Stichwahl gegen den Amtsinhaber Emmanuel Macron).(3)

    An den Aufstand der „Gelbwesten“ im Herbst 2018 erinnert das alles natürlich – auch weil seinerzeit die Initialzündung für die Protestwelle ebenfalls von Internet-Accounts ausging. In der Tat sind ehemalige prominente Figuren der damaligen Bewegung – etwa die medienerfahrene „Gelbwesten“-Sprecherin Anais Albertini – auch heute wieder dabei. Und ganz so wie im heißen Herbst vor sieben Jahren kommt ein Teil der Initiatoren aus der eher rechten Ecke des politischen Spektrums – formiert sich hier eine „Querfront“ auf der Straße? Nach der LFI und ein paar im letzten Jahr zur Fraktion der Grünen übergewechselten LFI-Dissidenten, die vorpreschten, plädieren jetzt auch die Repräsentanten der anderen französischen Linksparteien für die Unterstützung der geplanten Aktionen (die Sozialdemokraten allerdings nur sehr halbherzig). Die Gewerkschaften hingegen halten sich vorerst bedeckt – sie rufen stattdessen zu eigenständigen Protestaktionen gegen Bayrou auf, diese sollen schon vor dem 10. September starten.(4)

    Die Uneinigkeit der Linken

    Die mit viel Elan und sehr viel Getöse anlässlich der letztjährigen Parlamentswahlen gegründete „Neue Volksfront“ („Nouveau Front Populaire“, abgekürzt NFP) aus fast allen Parteien der Linken – LFI, Sozialistischer Partei, Kommunistischer Partei, den Grünen und ein paar Splittergruppen – die zum allgemeinen Erstaunen als stärkster parlamentarischer Block aus der Wahlschlacht hervorging, ist inzwischen nur noch eine Art Zombie-Bündnis, sprich: so gut wie tot. Nach einem furiosen Start (nur 24 Stunden nach Macrons Ankündigung, die Nationalversammlung aufzulösen, formierte sich die neue Wahlallianz, bereits nach wenigen Tagen legte sie ein detailliertes Regierungsprogramm vor) zerlegte sich die Volksfront über die Frage, wer denn nun dem Staatspräsidenten als neuer Premierminister präsentiert werden solle.

    Die von der LFI, der KP und den Grünen favorisierte Präsidentin der Übersee-Region La Réunion, Huguette Bello, eine ehemalige Kommunistin, die heute eine eigene lokale Partei („Pour La Réunion“) anführt, wurde von den Sozialdemokraten abgelehnt, mit der wohl vorgeschobenen Begründung, sie habe seinerzeit als Parlamentsabgeordnete nicht für die Legalisierung von gleichgeschlechtlichen Ehen gestimmt. Als nach langen und zähen Verhandlungen dann doch noch eine gemeinsame Kandidatin für das Amt des Premiers gefunden war (die bis dahin der Öffentlichkeit völlig unbekannte Spitzenbeamtin Lucie Castets), ignorierte Macron diesen Personalvorschlag einfach und ernannte den konservativen Polit-Veteranen Michel Barnier zum Regierungschef.(5)

    Dieser wurde dann bei der erstbesten Gelegenheit durch ein Misstrauensvotum gestürzt, und sein Nachfolger Bayrou entging demselben Schicksal nur dadurch, dass die Abgeordneten des Parti Socialiste sich enthielten – sehr zum Ärger ihrer NFP-Partner. Überhaupt ist die „Neue Volksfront“ ein extrem heterogenes Gebilde: Ideologisch reicht sie von rechten Sozialdemokraten (wie dem ehemaligen Staatspräsidenten Francois Hollande) bis hin zu den Trotzkisten des Nouveau Parti Anticapitaliste (man stelle sich einmal eine Koalition in Deutschland vor, die von Boris Pistorius bis hin zu DKP und MLPD reicht!). Momentan streiten sich die NFP-Partner heftig über die Frage, ob es bei den im Frühjahr fälligen Kommunalwahlen flächendeckend gemeinsame Listen aller Mitgliedsparteien geben soll oder nicht – und selbstverständlich auch darüber, wer denn dann jeweils Listenführer (und damit Kandidat für das jeweilige Bürgermeisteramt) werden solle.(6)

    Das Kalkül des Rassemblement National

    Die Rechtspopulisten von Marine Le Pens Rassemblement National (RN) halten sich derzeit (noch?) dezent zurück, was die Unterstützung der für den 10. September geplanten Aktionen betrifft. Grundsätzlich initiiere ihre Partei keine Demonstrationen, erklärte die Abgeordnete Edwige Diaz.(7)  Zwar lehnt auch der RN das Sparpaket der Regierung Bayrou ab, aber eine allzu offene Parteinahme für die „10. September“-Aktivisten könnte – so offenbar die Befürchtung von Le Pen und ihren Leuten – die hartnäckigen Bemühungen konterkarieren, sich als seriöse, staatstragende politische Kraft zu präsentieren. Jordan Bardella, Kronprinz von Le Pen und möglicher Präsidentschaftskandidat für den Fall, dass seine Chefin aufgrund einer Verurteilung wegen Veruntreuung von parlamentarischen Geldern bei der Wahl 2027 nicht antreten darf, steht wie kein anderer für diese Strategie. In den Meinungsumfragen steht er mittlerweile genauso gut da wie Le Pen selbst; Stand heute gäbe es eigentlich nur einen einzigen potenziellen Konkurrenten, den er im zweiten Wahlgang nicht klar besiegen würde: den ehemaligen liberalkonservativen Premierminister Édouard Philippe, derzeit Bürgermeister der Großstadt Le Havre und Chef der bürgerlichen, mit dem Macron-Lager verbündeten Kleinpartei „Horizons“.(8)


    Auf diese Präsidentschaftswahl ist die gesamte Strategie des Rassemblement National fokussiert, an einer vorzeitigen Parlamentsneuwahl hat die Partei aus diesem Grund auch kein Interesse. Und natürlich auch deshalb, weil es für sie bei dem geltenden Wahlrecht für die Assemblée Nationale (absolute Mehrheitswahl in zwei Wahlgängen) kaum eine Chance gibt, eine absolute Mandatsmehrheit zu gewinnen: Wie schon im Sommer letzten Jahres würden sich wohl vor dem zweiten Wahlgang alle anderen Parteien gegen die Rechtspopulisten verbünden und in zahlreichen Wahlkreisen eine relative Mehrheit des RN-Kandidaten im ersten Wahlgang zunichtemachen. Zwar hat Premier Bayrou im letzten Frühjahr eine Wahlreform und eine Einführung der Verhältniswahl angekündigt, aber ob und wie dies realisiert wird, steht momentan noch in den Sternen.(9)

    Querfront auf der Straße?

    Auch wenn in Frankreich, ebenso wie in Deutschland, eine Art hysterischer Antifaschismus viele Diskussionen auf Seiten der Linken bestimmt – inhaltlich gibt es etliche Schnittmengen zwischen der Gesellschaftskritik der radikalen Linken und derjenigen der radikalen Rechten. Insbesondere wirtschafts- und sozialpolitisch ist das Programm des RN durchaus als eher „links“ zu charakterisieren: Unter anderem liebäugelt die Partei mit einer Verstaatlichung von Teilen des Bankensektors und tritt für eine Erhöhung des Mindestlohns und für eine Senkung des Renteneintrittsalters von 64 auf 62 Jahre (!) ein.(10) Das Programm Le Pens ähnele verblüffend dem der französischen Kommunistischen Partei in den 1980er Jahren, ätzte einmal der ehemalige Staatspräsident Hollande – und da ist tatsächlich etwas dran.

    Und genau dies erklärt, unter anderem natürlich, auch die gewaltige Anziehungskraft der RN-Parolen auf die unterprivilegierten Schichten der französischen Gesellschaft: auf die Reste des Proletariats, auf das (zahlenmäßig enorm gewachsene) Prekariat.(11) Selbst der heute zweifellos größte ideologische Graben zwischen ganz links und ganz rechts – die Migrationsfrage – war noch vor ein paar Jahrzehnten zumindest zwischen der (damals noch mächtigen) KP und dem RN-Vorläufer Front National so gut wie gar nicht vorhanden: „Es ist notwendig, die Immigration zu stoppen – sowohl die legale als auch die illegale“, verkündete im Präsidentschaftswahlkampf 1981 der damalige Kandidat der KP (und Parteichef) Georges Marchais und gewann mit derartigen Sprüchen seinerzeit immerhin 15% der Stimmen im ersten Wahlgang; in der zweitgrößten französischen Stadt, in Marseille, lag er sogar auf Platz 1.(12)

    Im Unterschied zu ihrer strikten Ablehnung der parlamentarischen Zusammenarbeit mit den Kollegen der RN-Fraktion sind zumindest führende Politiker von LFI offenbar nicht abgeneigt, bei direkten öffentlichen Protestaktionen ein Zusammengehen mit eher rechten politischen Strömungen in Kauf zu nehmen. Manuel Bompard, Nummer zwei des LFI und der engste Vertraute von Jean-Luc Melenchon, erinnerte daran, dass ja auch die „Gelbwesten“ seinerzeit im Verdacht standen, „von rechts“ inspiriert worden zu sein – und dennoch viel Positives bewirkt hätten. Und in der Tat: Nach den wochenlangen Protesten im Herbst 2018 hatte damals Präsident Macron nicht nur die Rücknahme der geplanten Steuererhöhung auf Benzin und Heizöl (dem Auslöser für die Unruhen) verkündet, sondern auch eine Reihe von Sozialmaßnahmen, darunter eine drastische Erhöhung des Mindestlohns. Im Klartext: Mit ein paar Wochen Krawall hatten die Gilets Jaunes deutlich mehr erreicht als die französischen Gewerkschaften mit ihren althergebrachten (manche würden auch sagen: zahnlosen) Methoden in den vorhergegangenen beiden Jahrzehnten.(13)

    Das ungeschickte Agieren von Premier Bayrou

    Und wie so oft in der französischen Geschichte legt die herrschende Elite ein erstaunlich unsensibles Verhalten, gemessen an den Befindlichkeiten des von ihr regierten Volkes, an den Tag: Bei einem der beiden Feiertage, die gestrichen werden sollen, handelt es sich ausgerechnet um den 8. Mai, den Tag des Sieges über den Hitlerfaschismus (der andere ist der Ostermontag). „Hat der Premierminister sich dafür entschieden, Öl ins Feuer zu gießen?“, fragte die den Kommunisten nahestehende Tageszeitung Humanité.(14) Wie auch in anderen westlichen „Wertedemokratien“ ist die Regierung ganz offensichtlich mental meilenweit von der Stimmung in der Bevölkerung entfernt, und Francois Bayrou, seit Jahrzehnten eigentlich der einzige wirklich marktliberale prominente Politiker im gesamten französischen Establishment, sieht offenbar auf seine alten Tage noch einmal unverhofft die Chance, den Französinnen und Franzosen sein deutlich an diversen angelsächsischen Vorbildern (Thatcher, Reagan) orientiertes Gesellschaftsmodell aufzuzwingen. Wenn er sich da mal nicht schwer verkalkuliert hat…

    Was geplant ist

    Anvisiert sind Proteste in (vorerst) rund zwei Dutzend großen und mittelgroßen Städten, beginnend am Mittwoch, 10. September (einige Aktivisten plädieren sogar für zeitlich unbegrenzte Aktionen). Erklärtes Ziel ist es, in den 24 Stunden dieses Tages das gesamte öffentliche Leben komplett zum Stillstand zu bringen – Motto: „Bloquons tout!“ Propagiert wird unter anderem auch der Boykott der großen Einkaufsmärkte und Online-Händler (Carrefour, Auchan, Amazon), das massenhafte Abheben von Bankguthaben, der Konsumverzicht, die Arbeitsverweigerung und das Fahren ohne Ticket in öffentlichen Verkehrsmitteln. (15) Auf der Homepage der (eher rechten) „souveränistischen“ Initiative Les Essentiels, die mit als erste den Stein ins Rollen brachte, tickt großformatig eine Uhr, die im Stil eines Raketenstart-Countdowns die noch verbleibende Zeit bis zu dem großen Tag anzeigt: in Tagen, Stunden, Minuten und Sekunden.(16)

    Ganz in der rhetorisch hochtrabenden agitatorischen Tradition revolutionärer französischer Bewegungen von 1789 bis 1968 heißt es auf dieser Homepage: „Sagen wir STOP zu einem System, welches das Leben schädigt, das Bewusstsein spaltet und den Sinn zerstört. Erzwingen wir eine freiwillige Pause, kraftvoll, friedlich, still – aber sichtbar. Gewinnen wir unser Handeln wieder zurück, in aller Klarheit und Würde. Zeigen wir, dass wir die wichtigsten Dinge im Leben wieder im Griff haben.“ Und „Gelbwesten“-Veteranin Anais Albertini ergänzte auf Facebook: „Wir werden nicht mehr bezahlen, wir werden nicht mehr arbeiten, wir werden uns stattdessen um unsere Kinder kümmern. Die einzige Macht, über die wir verfügen, ist der totale Boykott.“(17) Durch die Wahl eines Mittwochs als zentralem Aktionstag nimmt der Protest auch, ganz nebenbei, den Charakter eines regelrechten Generalstreiks an – die Gilets Jaunes hingegen demonstrierten im Herbst/Winter 2018/19 stets an einem Samstag, auch in Frankreich für die allermeisten Beschäftigten ein arbeitsfreier Tag.

    Ob der Herbst 2025 in Frankreich wirklich so heiß werden wird, wie die Initiatoren der „Bloquons tout!“-Bewegung sich das erhoffen, ist noch nicht sicher. Auf jeden Fall aber stößt die neoliberale „Basta“-Politik in diesem Land – dessen Volk ja immerhin schon einmal einen König guillotinieren ließ, auch wenn es schon lange her ist – auf erheblich mehr Widerstand als in den meisten anderen EU-Mitgliedsstaaten. Und zumindest geht es so langsam mit der „Macronie“ zu Ende (wie die Franzosen das Regime des derzeit amtierenden Staatspräsidenten abfällig nennen). Bei der Präsidentschaftswahl in knapp zwei Jahren darf er laut Verfassung nämlich nicht mehr kandidieren; dass Marine Le Pen oder Jordan Bardella seine Nachfolge antreten, ist absolut vorstellbar. Es wird wohl nicht langweilig werden in Frankreich in den nächsten Wochen und Monaten.

     

    Fußnoten

    1) „Budget 2026: Bayrou annonce un plan d’austerité historique“ in Le Média, 21. Juli 2025

    2) „‚Tout bloquer‘ le 10 septembre: ce que l’on sait de l’appel à la mobilisation né sur les réseaux sociaux“ auf www.francebleu.fr (15. August 2025)

    3) Mathilde Georges: „Blocage du 10 septembre 2025: tous les partis de gauche appelle à se joindre au mouvement, les syndicats partagés“ auf www.internaute.com (21. August 2025) Am 25. August kündigte Premier Bayrou an, er werde dem Misstrauensantrag von LFI zuvorkommen und am 8. September im Parlament die Vertrauensfrage stellen. Da die meisten Oppositionsparteien angekündigt haben, dieser nicht zuzustimmen, ist es gut möglich, dass die Regierung an diesem Tag stürzt: „Budget 2026: Olivier Faure, patron du PS. affirme que les socialistes ’ne voteront pas la confiance‘ à Francois Bayrou le 8 septembre“ auf www.franceinfo.fr (25. August 2025)

    4) „10 Septembre: des sections syndicales appellent à la grève“ in Contre Attaque, 7. August 2025

    5) „Législatives 2024: qui est Lucie Castets, la candidate du NFP pour le poste de Premier ministre?“ auf www.radiofrance.fr (24. Juli 2024); „Nomination de Michel Barnier, 73 ans: le premier ministre le plus âgé de la Ve République succède au plus jeune“ in Le Monde, 5. September 2024

    6) Hadrien Valat: „Municipales 2026: les Verts irritent les socialistes et les communistes“ in: Les Echos, 22. Juli 2025

    7) Théo Guimer: „‚Bloquons tout le 10 septembre‘: quels partis politiques soutiennent le mouvement?“ in OuestFrance, 21. August 2025

    8) „Liste de sondages sur l’élection présidentielle francaise de 2027“ auf http://fr.wikipedia.org

    9) Guillaume Tabard: „Avec la proportionelle, Francois Bayrou propose de revenir au système instaurée par Mitterand en 1986“ in Le Monde, 4. Juni 2025

    10) Célyne Bayt-Darcourt: „Marine Le Pen: ‚Il faut peut-être nationaliser les banques‘“ in franceinfo, 2. November 2011; „SMIC: le gouvernement néglige les petits salaires“ auf https://rassemblementnationale.fr (19. Dezember 2016); „Le groupe Rassemblement Nationale dépose une proposition de loi pour empêcher la retraite à 64 ans“ auf https://rassemblementnationale.fr (3. Mai 2023)

    11) Die – mit Abstand – beste Analyse über das Überlaufen großer Teile der französischen Arbeiterklasse von der Kommunistischen Partei zum Front National findet sich bei Didier Eribon: Rückkehr nach Reims, Suhrkamp Verlag, 2016

    12) Camille Dauxert: „Georges Marchais en 1981: ‚Il faut stopper l‘immigration’“ auf www.ins.fr (27. November 2023); „Marseille: Paysage politique“ auf https://fr.wikipedia.org

    13) „Les Gilets jaunes, un mouvement social inédit“ auf http://france.attac.org (April 2019)

    14) „Francois Bayrou, le pyromane“ in L’Humanité, 12. August 2025

    15) „‚Bloquons tout‘, quel est ce mouvement qui appelle à un ‚arrêt total du pays‘ le 10 septembre?“, TF1 info, 11. August 2025

    16) www.lesessentiels-france.fr

    17) Les Essentiels (Fußnote 16); Anais Condomines et al.: „C’est quoi le mouvement ‚Bloquons Tout‘ qui appelle à ‚un arrêt total du pays‘ à partir du 10 septembre“ in: Libération, 23. Juli 2025


    Norbert FaulhaberNorbert Faulhaber fing nach einem Studium der Politikwissenschaften, Rechtswissenschaften und Soziologie 1991 bei der Konstanzer Tageszeitung „Südkurier“ an: als freier Mitarbeiter für TV- und Filmkritik, Konzertberichte und CD-Besprechungen. Ab 1998 arbeitete er auch als Vertretung des TV-Redakteurs, von 2004 bis 2006 als Verantwortlicher für die tägliche TV-Programmseite. Von 2006 bis März 2023 arbeitete er als Redakteur am NewsDesk See-West in Konstanz.
    Mehr Beiträge von Norbert Faulhaber →

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    2 Kommentare

    1. Wer steuert die und steckt hinter der Gelbe(n) Revolution?

      Antworten

    2. @GBU-57
      Deine Freunde Du Zionist und NATO Troll.

      Antworten

    Empfehlung

    Ulf Poschardt

    Shitbürgertum. In einfacher SpracheInfo: https://overton-magazin.de/top-story/frankreich-kommen-die-gelbwesten-wieder/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.08.2025

    Bürgerkriege in Westeuropa?

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 26. August 2025, 11:40 Uhr


    Berliner Zeitung 23.8.2025

    <https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/britischer-konfliktforscher-fast-alle-voraussetzungen-fuer-buergerkriege-in-westeuropa-sind-erfuellt-li.2349377>


    *Britischer Konfliktforscher: „Fast alle Voraussetzungen für

    Bürgerkriege in Westeuropa sind erfüllt“


    *Moritz Eichhorn


    Die Begriffe Bürgerkrieg und Westeuropa passen eigentlich nicht zusammen

    - zumindest nicht in der gängigen Vorstellung der Bewohner dieser

    geordneten Breiten. Doch genau das trügt, sagt David Betz. Der Professor

    am Londoner King’s College beschäftigt sich mit den Bedingungen für

    Bürgerkriege und bewaffnete Aufstände. Er geht davon aus, dass es schon

    in den nächsten Jahren in unserer Weltgegend zu solchen Konflikten

    kommen kann. Damit ist er einer der ganz wenigen Forscher seiner

    Disziplin, die das öffentlich sagen. Doch hinter verschlossenen Türen

    sprächen viele seiner Kollegen davon, sagt Betz. Wie es so weit kommen

    konnte, was zu erwarten ist und ob sich die erschreckenden Szenarien

    verhindern lassen, erklärte er im Video-Call aus seinem Universitätsbüro.


    /Professor Betz, wenn wir derzeit von Kriegen sprechen, dann von den

    Konflikten zwischen Israel und dem Iran oder Russland und der Ukraine.

    Sie halten jedoch einen möglichen Bürgerkrieg für die eigentliche

    Bedrohung. Warum?/


    Weil in Westeuropa heute fast alle strukturellen Voraussetzungen für

    einen Bürgerkrieg erfüllt sind – und zwar in einer Form, wie man sie in

    der Fachliteratur als geradezu „idealtypisch“ bezeichnen würde. Wir

    sprechen von Faktoren, die seit Jahrzehnten erforscht sind: tiefe

    gesellschaftliche Spaltung, ein beschleunigter Statusverlust der einst

    dominanten Mehrheitsbevölkerung und ein dramatischer Zusammenbruch des

    Vertrauens in die Institutionen.


    /Beginnen wir mit der Spaltung. Was ist damit genau gemeint?/


    Früher wurden politische Debatten an Sachfragen festgemacht – heute

    bestimmen Identität und Gruppenzugehörigkeit das Denken. Besonders

    gefährlich ist die „polarisierte Fraktionalisierung“: Man richtet sich

    nicht nach dem Inhalt, sondern nach der Linie der eigenen

    „Stammesgemeinschaft“. Das sieht man in ganz Europa, am deutlichsten

    aber in ethnisch orientierten Parteien. In Großbritannien gibt es

    mittlerweile eine wachsende muslimische politische Bewegung, die

    faktisch eine Ein-Themen-Partei ist – mit Fokus auf internationale

    muslimische Interessen, aktuell vor allem Gaza, während britische

    Binnenpolitik kaum Beachtung findet. Das ist Ausdruck einer Politik, in

    der Identität wichtiger ist als alles andere.


    /Ein zweiter Faktor ist der Statusverlust der Mehrheitsbevölkerung – was

    heißt das?/


    In der Forschung spricht man von „Downgrading“: Die ehemals dominante

    kulturelle und politische Mehrheit verliert in rasantem Tempo ihre

    Stellung. In mehreren europäischen Ländern wird die einheimische

    Bevölkerung innerhalb einer Generation zur Minderheit im eigenen Land.

    Im Vereinigten Königreich rechnet man damit um das Jahr 2060, in anderen

    Ländern früher oder später. Downgrading bedeutet, dass nicht mehr die

    Sprache, Werte und politischen Prioritäten dieser (bald ehemaligen)

    Mehrheit den Ton angeben – genau wie bei historischen

    Kulturverdrängungen, etwa der keltischen Briten durch angelsächsische

    Siedler.


    *„Masseneinwanderung ist kein Projekt der Bevölkerung, sondern der Eliten“


    */Manche würden sagen: Wenn demokratisch gewählte Regierungen das

    zulassen, dann ist es doch der Wille der Mehrheit./


    Das ist ein Trugschluss. Masseneinwanderung ist kein Projekt der

    Bevölkerung, sondern der Eliten. In Großbritannien hat es nie eine Wahl

    gegeben, bei der die Wähler sich bewusst für unbegrenzte Migration

    entschieden hätten. Offiziell hieß es immer „Kontrolle und Begrenzung“ –

    real wurde der „Wasserhahn“ voll aufgedreht. Diese Eliten – politische,

    wirtschaftliche, mediale, akademische – sind post-national geprägt. Für

    sie sind Nation und Grenzen Anachronismen, und Fortschritt bedeutet,

    alle Barrieren für den Fluss von Menschen, Kapital und Ideen abzubauen.


    /Und der Vertrauensverlust?/


    Vertrauen ist das soziale Kapital einer Gesellschaft. Über Jahrzehnte

    wurde es systematisch abgebaut – in Politik, Medien, Polizei, Justiz,

    sogar in Kirche und Medizin. Heute genießen Politiker als Gruppe in

    vielen Ländern Vertrauen nur noch im einstelligen Prozentbereich. Doch

    ohne Vertrauen sinkt die Fähigkeit, Konflikte friedlich zu lösen.

    Gesellschaften können so „sozial bankrott“ gehen – genau wie Unternehmen

    finanziell bankrottgehen können.


    /Welchen Anteil haben ökonomische Entwicklungen?/


    Sehr hohen. Wohlstand, gute Regierungsführung und eine einigermaßen

    geeinte Elite waren historisch die besten Schutzschilde gegen

    Bürgerkriege. Doch diese drei Pfeiler sind in der westlichen Welt

    angeschlagen: Produktivität und Innovation stagnieren seit Jahrzehnten,

    Bürokratie lähmt den gesamten Apparat. Gleichzeitig wächst die

    Verschuldung explosionsartig. Deutschland etwa war einst Musterbeispiel

    für Haushaltsdisziplin, heute werden in kurzer Zeit Hunderte Milliarden

    bis Billionen Euro aufgenommen. Energie- und Industriepolitik zerstören

    die Wettbewerbsfähigkeit – in Deutschland greift man nicht mehr auf

    russische Energiequellen zurück, während man zentrale Exportmärkte wie

    China verliert. Hinzu kommt: Junge Menschen sind in Sachen Einkommen,

    beim Wohneigentum, der Familiengründung und Altersvorsorge deutlich

    schlechter gestellt als ihre Eltern, teils sinkt sogar die

    Lebenserwartung. Das durchbricht das tief verankerte westliche

    Versprechen, dass es den Kindern materiell besser gehen wird.


    /Welche gesellschaftlichen Ursachen sehen Sie?/


    Multikulturalismus und Identitätspolitik haben die gemeinsame Basis

    zerstört, die eine Demokratie braucht. Früher gab es ein stabiles Wir –

    heute dominiert ein „Wir gegen die Anderen“-Muster. Verstärkt wird das

    durch soziale Medien, die isolieren und polarisieren. In Großstädten

    zeigen sich schon Symptome sogenannter wilder Städte (/feral cities/):

    verfallende Infrastruktur, Gebiete ohne effektive Polizeipräsenz oder

    nur „verhandelte“ Polizeizugriffe, wachsende private Sicherheitsdienste,

    Mauern und Gitter vor Häusern. Solche Entwicklungen treiben eine

    ethnisch geprägte Abwanderung – wer kann, zieht dorthin, wo er „seine

    Leute“ sieht.


    /Und wer stünde sich in einem möglichen Bürgerkrieg gegenüber?/


    Zwei Hauptachsen: Erstens Nationalisten gegen Post-Nationale – im Kern

    eine Revolte der „Regierten“ gegen Eliten, die die Spielregeln zu ihrem

    Nachteil ändern. Zweitens Einheimische gegen Neuankömmlinge. Der erste

    Konflikt könnte wie ein lateinamerikanischer „schmutziger Krieg“

    aussehen – gezielte Mordanschläge auf Mitglieder der Eliten und

    Gegenschläge staatlicher oder privater Sicherheitskräfte. Denken Sie an

    Hubschrauberflüge aufs offene Meer ohne Rückkehr für manche Passagiere.

    Der zweite wäre großflächiger, mit urbaner Gewalt, wie wir sie in

    Ansätzen schon kennen.


    *„Etablierte Forschung“


    */Wer würde am Ende gewinnen?/


    Langfristig wird sich die nationale Idee behaupten, weil

    Post-Nationalismus weder ökonomisch noch sozial tragfähig ist. Aber der

    Preis wäre enorm: unzählige Tote, zerstörte Infrastruktur,

    jahrzehntelanger Wiederaufbau. Man kann es mit dem Zerfall der

    Sowjetunion vergleichen – nur wahrscheinlich mit mehr Gewalt.


    /Sie sprechen in Ihren Aufsätzen von plötzlichen Kipppunkten./


    Ja. In Bosnien hielten 1990 noch 90 Prozent der Menschen ihre

    Beziehungen zu anderen Ethnien für gut. Zwei Jahre später war

    Jugoslawien zerbrochen und es folgten Massaker, Folter, Vertreibungen.

    Die trügerische Ruhe kurz vor dem Sturm nennt man Normalitätsbias – man

    denkt, weil heute noch alles funktioniert, wird es morgen auch so sein.


    /Manche sagen, solche Warnungen kämen vor allem von rechts./


    Das ist zu kurz gegriffen. Auch linke Theoretiker wie in der

    französischen Schrift „Der kommende Aufstand“ (/L'Insurrection qui

    vient/) entwerfen Szenarien, wie man durch Angriffe auf urbane

    Infrastruktur Chaos auslöst, um politische Macht zu ergreifen. Migration

    als Auslöser von Konflikten betrifft Arbeiterviertel genauso wie

    konservative Milieus. Und wenn Eliten versuchen, diese Spannungen zu

    ignorieren, wächst die Bereitschaft zu Gewalt auf allen Seiten.


    /Sie sind einer der wenigen Forscher, die eine Gefahr von Bürgerkriegen

    hier in Westeuropa offen thematisieren. Warum tun Ihre Kollegen das nicht?/


    Meine Thesen stützen sich auf etablierte Forschung – Barbara Walter,

    Robert Putnam, Monica Duffy Toft. Die Annahme, der Westen sei „immun“

    gegen Bürgerkrieg, ist wissenschaftlich nicht haltbar. Viele

    Fachkollegen sehen ähnliche Risiken, äußern sich aber nur hinter

    verschlossenen Türen.


    /Wie hoch ist das Risiko konkret?/


    Wenn ich mein Bauchgefühl sprechen lasse: hoch, wahrscheinlich innerhalb

    der nächsten fünf Jahre. Das hat damit zu tun, dass ich keinerlei

    politische Anzeichen für eine ernsthafte Problemlösung sehe – weder

    Führungspersönlichkeiten mit dem Willen noch mit der Fähigkeit, den Kurs

    zu ändern. Wenn wir es statistisch betrachten, stütze ich mich auf die

    Arbeit der Politikwissenschaftlerin Barbara Walter. Sie hat auf Basis

    weltweiter Daten errechnet, dass in einem Land, in dem die strukturellen

    Bedingungen für einen Bürgerkrieg erfüllt sind, die jährliche

    Eintrittswahrscheinlichkeit bei etwa 4 Prozent liegt. Rechnet man das

    auf fünf Jahre hoch, ergibt sich eine kumulative Wahrscheinlichkeit von

    rund 18,5 Prozent. Das heißt: Selbst wenn es im ersten Jahr nicht

    passiert, bleibt das Risiko in jedem Folgejahr bestehen und summiert sich.


    Dazu kommt ein weiterer Faktor aus der Bürgerkriegsliteratur:

    Bürgerkriege „springen“ oft auf Nachbarländer über. Bricht ein solcher

    Konflikt in einem europäischen Land aus – nehmen wir Frankreich als

    Beispiel –, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich die Unruhen

    auf Nachbarstaaten übertragen. Walter gibt dafür keine feste

    Prozentzahl, aber wenn man konservativ 50 Prozent annimmt und diese

    Kettenreaktion auf eine Gruppe von zehn Ländern mit denselben

    Risikofaktoren überträgt, steigt die Fünfjahreswahrscheinlichkeit im

    europäischen Kontext leicht auf 60 Prozent oder mehr.


    /Bereiten Sie persönlich sich auf ein Bürgerkriegsszenario vor?/


    Ich bin kein Prepper, habe keine Waffen und baue keine Festung. Meine

    Aufgabe ist es, die Lage zu verstehen und öffentlich darüber zu

    sprechen. Wer sich praktisch vorbereiten will, findet bei

    spezialisierten Organisationen viele Hinweise. Meine Hoffnung ist, dass

    durch Aufklärung genug Menschen und Ideen zusammenkommen, um vielleicht

    doch einen friedlicheren Weg zu finden – auch wenn ich da nicht

    übermäßig optimistisch bin.


    /Vielen Dank für das Gespräch./


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    unser weiterer Kommentar: Zitat: Und wenn Eliten versuchen, diese Spannungen zu

    ignorieren, wächst die Bereitschaft zu Gewalt auf allen Seiten. Zitatende

    Und wenn Teile der Eliten diesen Zustand zum Zwecke der eigenen Besitzstandswahrung herbeiführen, missachten diese ihren selbstgewählten gesellschaftlichen Auftrag, die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten.

    26.08.2025

    Screenshot_2025_08_26_at_11_46_39_Kriegst_chtig_Vertrauliche_Treffen_zwischen_Bundeswehr_Oberb_rgermeistern_und_Landr_ten

    nachdenkseiten.de, 26. August 2025 um 10:00 Ein Artikel von Marcus Klöckner

    Das politische Großvorhaben Kriegstüchtigkeit schreitet weiter voran. In den letzten Tagen haben Medien zahlreiche Beiträge zum Operationsplan Deutschland veröffentlicht. Deutlich wird: Hinter den Kulissen tritt die Bundeswehr auf lokaler Ebene an politische Entscheider heran. Gespräche unter Ausschluss der Öffentlichkeit werden geführt. Ein Überblick. 

    „Operationsplan Deutschland“: Sachsens Gemeinden sollen sich auf Krieg mit Russland vorbereiten – So lautet eine aktuelle Überschrift des Portals Tag24. In dem Beitrag heißt es: „Seit Wochen klappern hochrangige Militärs Städte und Kreise in ganz Deutschland ab, um sie auf einen Krieg mit Russland vorzubereiten. In diesem Fall wird Deutschland zur Drehscheibe für die NATO – und unsere Kommunen sollen Soldaten wie Panzer, Geflüchtete und Opfer versorgen. Der Freistaat steckt mittendrin.“

    Und schließlich ist zu lesen:

    „Seit einigen Wochen werden Deutschlands Oberbürgermeister und Landräte von Bundeswehroffizieren heimgesucht. Mit diesen ‚vertraulichen‘ Treffen will die Truppe den Ausbau der Kriegstüchtigkeit deutscher Kommunen vorantreiben.“

    Die Ostfriesen-Zeitung tritt mit folgender Schlagzeile an ihre Leserschaft ran: „Operationsplan Deutschland – Welche Rolle spielt Ostfriesland im Kriegsfall? Bundeswehr hält sich bedeckt“

    Auch in der Hessenschau findet sich ein entsprechender Beitrag: „Operationsplan Deutschland“ – Hessen gibt Militärtransporten freiere Fahrt

    „Stell Dir vor, es droht Krieg – und die Bundeswehr muss für die Straßennutzung Formulare ausfüllen. In Zeiten wachsender Spannungen macht Hessen dem Militär Transporte leichter. Dahinter steht der „Operationsplan Deutschland“.“

    In dem Artikel zitiert der Hessische Rundfunk Verkehrsminister Kaweh Mansoori, der sagt, sein Bundesland leiste einen maßgeblichen Beitrag zur Gewährleistung der Einsatzfähigkeit der Bundeswehr, aber auch der NATO-Streitkräfte.

    Das Portal Correctiv schreibt unter der Überschrift „Bundeswehr trimmt Städte und Gemeinden auf Kriegstüchtigkeit das Folgende:

    „Auf CORRECTIV-Anfrage teilte die Bundeswehr mit: Die Gespräche mit den Landräten und Bürgermeistern seien Teil des sogenannten „OPLAN DEU“. Mit diesem wolle die Bundeswehr dafür sorgen, dass „die zentralen militärischen Anteile der Landes- und Bündnisverteidigung mit den dafür erforderlichen zivilen Unterstützungsleistungen“ zusammengeführt würden. Ziel: „Im Krisen- und Konfliktfall“ solle „nach erfolgter politischer Entscheidung zielgerichtet und im verfassungsrechtlichen Rahmen gehandelt werden“ können.“

    Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet: „Operationsplan Deutschland: Stell dir vor, es ist Krieg…“

    Das sind nur ein paar Beispiele, die zeigen: Das politische Großvorhaben Kriegstüchtigkeit ist kein Spaß, es ist keine Laune der Politik, die heute so und morgen vielleicht anders aussehen wird. Sowohl ganz offen als auch hinter den Kulissen drückt die Politik das Land auf verschiedenen Ebenen in Richtung Kriegstüchtigkeit. Das ist, um es nochmal zu betonen: Weitreichend! Bisher fehlt in der Breite der Bevölkerung ein demokratischer Widerstand. Die Schritte, die sich vollziehen, werden hingenommen. Die Tatsache, dass das Projekt Kriegstüchtigkeit längst auch auf den kommunalen und lokalen Ebenen ankommt, sollte verdeutlichen: Hier werden alle betroffen sein. Wie die angeführten Beispiele außerdem zeigen: Medien berichten nüchtern, wo Grundsatzkritik dringend angebracht wäre. Dadurch ebnen Medien publizistisch mit den Weg für den Operationsplan Deutschland.

    Kritik kommt vom BSW und der AfD.

    Die Welt schreibt: „Große Anfrage in Sachsen – „Offenlegen, was dieser Plan konkret bedeutet“ – BSW will Aufklärung zu Operationsplan Deutschland“

    In dem Artikel heißt es, das BSW Sachsen habe mehr als 170 Fragen zum Thema im Rahmen einer Großen Anfrage im Parlament eingereicht. Unter anderem führt Die Welt folgende Fragen an:

    • Wurden sächsische Behörden oder Kommunen in Planungen einbezogen?
    • Wie werden Bevölkerungsschutz, Evakuierung oder Bunkerplätze geregelt – und wer wird priorisiert?
    • Wie ist die Einbindung von Krankenhäusern, Hilfsdiensten oder Unternehmen vorgesehen?
    • Gibt es rechtliche oder parlamentarische Kontrollmechanismen für Grundrechtseingriffe?
    • Wie soll Meinungsfreiheit garantiert bleiben, wenn Kritik als „hybride Bedrohung“ gilt?

    Der BSW-Abgeordnete Nico Rudolph sagte gegenüber dem Blatt:

    Wir beobachten aktuell eine zunehmende Militarisierung der öffentlichen Debatte. Der Begriff ‚Kriegstüchtigkeit‘ wird salonfähig gemacht. Gerade in Krisenzeiten sind demokratische Kontrolle und Transparenz unverzichtbar, statt blinder Gehorsam gegenüber externen Nato-Vorgaben.“

    Das BSW fordere Transparenz, was den Operationsplan Deutschland angehe, aber auch einen grundsätzlichen Kurswechsel in der Politik, sprich: Abkehr von der Konfrontation und Aufrüstung. Stattdessen: Deeskalation und Diplomatie.

    Die AfD Sachen hat eine Stellungnahme veröffentlicht: Operationsplan Deutschland: Friedenspolitik statt Kriegsvorbereitung!

    Darin erklärt der Abgeordnete Jörg Urban:

    „Die Bundeswehr entwirft ein Bedrohungsszenario, das fern ab der Realität ist. Russland wird Deutschland nicht angreifen. Beängstigend sind hingegen die Kriegsvorbereitungen der NATO. Wenn die NATO Sachsen als logistische Drehscheibe für einen Krieg im Osten einplant, dann müssen alle Alarmglocken läuten. Die Sachsen wollen einen solchen Krieg nicht. Die Sachsen wollen Frieden. Würde Deutschland in einem solchen Krieg – wie von der Bundeswehr geplant – hunderttausende Soldaten aus Frankreich, England und Nordamerika versorgen und koordinieren, würden wir uns selbst zum Angriffsziel machen. Das ist eine halsbrecherische Politik. Statt den Konflikt mit Russland immer weiter zu eskalieren, muss die deutsche Regierung unter CDU-Kanzler Friedrich Merz die Kriegsvorbereitungen beenden. Nur wenn auch der Westen abrüstet, ist ein dauerhafter Frieden in Europa möglich!“

    Titelbild: TexBr / Shutterstock


    Rubriken: Aufrüstung Medienkritik Strategien der Meinungsmache


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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.08.2025

    Die Verschwörung: Der Fortsetzungsroman
    Bundesregierung: Sozialstaat nicht mehr finanzierbar, aber spendabel
    bei Milliardenhilfe für den Ukraine-Krieg

    Finanzminister Klingbeil in Kiew. Bild: president.gov.ua/CC BY-ND-NC-4.0 (Bild)


    overton-magazin.de, vom 25. August 2025 90 Kommentare, Von Florian Rötzer

    Der deutsche Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil sicherte bei seinem Besuch in der Ukraine dem Land weiter jährlich neun Milliarden Euro Unterstützung zu. Bei Ankunft ist Kiew sagte er: „Russland sollte sich keinerlei Illusionen machen, dass unsere Unterstützung für die Ukraine bröckeln könnte. Wir bleiben weltweit der zweitgrößte und in Europa der größte Unterstützer der Ukraine. Als Finanzminister bringe ich damit heute auch die klare Zusage mit: Die Ukraine kann sich weiter auf Deutschland verlassen.“

    Schon bislang hat die Bundesregierung die Ukraine nach Bild mit über 50 Milliarden Euro seit Beginn des Krieges unterstützt. Mit 25 Milliarden seien die Flüchtlinge unterstützt worden, 17 Milliarden seien in die Militärhilfe gegangen. Die Bundesregierung erklärt allerdings (Stand Juni 2025), man habe „bilaterale zivile Unterstützung für die Ukraine in Höhe von rd. 34 Mrd. EUR geleistet und militärische Unterstützung in Höhe von rd. 38 Mrd. EUR geleistet bzw. für die kommenden Jahre bereitgestellt“. Am 15. August berichtete das Außenministerium: „Damit die Ukraine sich und unseren Frieden in Europa schützen kann, hat die Bundesregierung bislang bilaterale zivile Unterstützung in Höhe von rd. 34 Mrd. EUR geleistet und militärische Unterstützung in Höhe von rd. 40 Mrd. EUR geleistet bzw. für die kommenden Jahre bereitgestellt.“

    Es gibt eine Liste für die Ausgaben der jeweiligen Ministerien, beim Verteidigungsministerium nennt man keine Zahlen. Unklar ist, ob die neuerdings angekündigten Hilfen bereits dazu zählen. Dazu kommen indirekte anteilige Zahlungen etwa über die EU, z.B. Europäische Friedensfazilität oder der Ukraine Assistance Fund, oder über die Nato etwa durch das neue PURL-Programm (Prioritised Ukraine Requirements List) zum Kauf amerikanischer Waffen für die Ukraine. Die von Bundesländern und Kommunen geleisteten Aufwendungen für die Unterstützung der Geflüchteten werden ebenfalls nicht genannt.

    Selenskij meinte nun, er erwarte, dass die Europäer monatlich mindestens eine Milliarde zahlen, um im Rahmen des PURL-Programms amerikanische Waffen für die Ukraine zu kaufen.  Nach einem Dokument, dass der Financial Times vorliegt, will die Ukraine für amerikanische Sicherheitsgarantien versprechen, mit europäischen Mitteln Waffen im Wert von 100 Milliarden Dollar von den USA zu kaufen und mit ukrainischen Unternehmen einen Vertrag über die Produktion von Drohnen im Wert von 50 Milliarden Dollar abzuschließen. Forderungen ohne Ende also.

    In Kiew versprach Klingbeil großzügig: „Wir werden die Ukraine jährlich mit neun Milliarden unterstützen.“ Weitere 8,3 Milliarden an Militärhilfe soll es noch dieses Jahr geben, für 2026 und 2027 hat Klingbeil jeweils 8,5 Milliarden eingeplant.

    Mit Präsident Selenskij und dem ukrainischen Finanzminister Serhij Martschenko besprach er den Finanzbedarf der Ukraine. „Im Jahr 2025 wurden bereits über 28 Milliarden US-Dollar an externen Finanzmitteln mobilisiert, in diesem Jahr werden 39,3 Milliarden US-Dollar benötigt“, heißt es in der Mitteilung des ukrainischen Finanzministeriums. Wenn der Krieg weiterginge, seien 2026 mindestens dieselben Finanzmittel notwendig.

    Für den ukrainischen Präsidenten scheint der Besuch des Vizekanzlers eher Pflichtprogramm gewesen zu sein. Man ist sich der Unterstützung offenbar sicher. Wichtiger waren dem Präsidialamt der Besuch des norwegischen Ministerpräsidenten und des Trump-Gesandten Kellogg.

    Angesichts der Ausgaben für Aufrüstung und den Krieg in der Ukraine meint Bundeskanzler Merz: „Der Sozialstaat, wie wir ihn heute haben, ist mit dem, was wir volkswirtschaftlich leisten, nicht mehr finanzierbar.“ Reformen seien notwendig, immer wieder wird dabei das Bürgergeld genannt, das auch die Ukrainer erhalten. Klingbeil hingegen hatte Steuererhöhungen für Reiche und die Vermögenssteuer ins Spiel gebracht. Das schloss Merz kategorisch aus. Aber nicht einmal die 850 Milliarden Euro der Sondervermögen, die Klingbeil an neuen Schulden zwischen 2025 und 2029 veranschlagt hat, reichen nicht. Bis 2029 fehlen 170 Milliarden Euro, 2027 bereits 30 Milliarden.


    Florian Rötzer

    Florian Rötzer, geboren 1953, hat nach dem Studium der Philosophie als freier Autor und Publizist mit dem Schwerpunkt Medientheorie und -ästhetik in München und als Organisator zahlreicher internationaler Symposien gearbeitet. Von 1996 bis 2020 war er Chefredakteur des Online-Magazins Telepolis. Von ihm erschienen sind u.a. „Denken, das an der Zeit ist“ (Suhrkamp 1988), „Die Telepolis“ (1995), „Vom Wildwerden der Städte“ (Birkhäuser 2006), „Smart Cities im Cyberwar“ (Westend 2015), „Sein und Wohnen“ (Westend 2020) oder „Lesen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ (Bielefeld 2023)
    Mehr Beiträge von Florian Rötzer →

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    90 Kommentare

    1. No comment.
      FR hat alles gesagt.

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    2. Treffen sich da zwei ? failed state Ukraine und bald pleite Deutschland ?

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    3. Sozialstaat nicht mehr finanzierbar? Wenn wir uns irgendwas schon lange nicht mehr leisten können, dann diese Polit-Versager in Bund und Ländern!

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    4. Der erste High Performer hat schon die Flinte ins Korn geworfen und seine Abdankung zum 1. September bekannt gegeben.

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    5. Deutschland ist eine vorbildliche Demokratie, in der stets rückversichert wird, dass die Bevölkerung hinter wichtigen Entscheidungen, insbesondere finanziellen steht. Es ist doch klar, dass die in Deutschland lebenden Menschen ihn ihrer kaum zu überbietenden Güte sich lieber für das Bollwerk gegen den Antichrist Putin zusätzlich verschulden als z. B. in Deutschland in Armut lebenden Kindern und Jugendlichen eine sie daraus befreiende Unterstützung zukommen zu lassen. War ja schon immer so. Es geht eben nichts über praktizierte christliche Nächstenliebe, auch wenn sie gelegentlich mit dem Tod der so Geliebten endet.

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    6. Die Mehrheit will es so. Die Wahlen sprechen eine klare Sprache und auch der Krieg ist von der Mehrheit der Biodeutschen genau so gewollt. Also geht endlich hin und lasst euch umbringen, vielleicht spende ich dann auch mal ’ne leere Bierflasche, wenn ihr als Krüppel am Bahnhof betteln geht.

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    7. Na, zumindest eins ist sicher: die nächste Diätenerhöhung. Krieg hin oder her.

      Aber der Finanzminister kommt demnächst bestinmt auch bei mir vorbei, um meinen Finanzbedarf zu besprechen. ????

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    8. Mir tun die Leute in Deutschland leid, die die Blockparteien nicht wählen. Wie schade, dass nicht nur deren Wähler leiden – man könnte genüsslich zuschauen und herzlich lachen. So jedoch bleibt einem das Lachen im Halse stecken.

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    9. All die schönem Sanktionen gegen Russland werden mit jedem weiteren Tag dieses Stellvertreterkrieges der NATO Deutschland näher an den Bankrott bingen. Das war wohl der tiefere Sinn dessen was der orange Mafiosi geplant hat. Und die lokalen Machthaber machen freudig mit, allen voran der economic hitman Merz und seine Kollegin in Brüssel.

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    10. Als wenn hier der Rötzer uns etwas Neues präsentiert hätte???
      Die wollen uns alles nehmen.
      Das ist der Plan nichts weiter
      Der Krieg geht gegen UNS!

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    11. Was passiert mit den Besuchern in Kiew? Was nehmen die zu sich? So bescheuert kann doch kein vernünftiger Mensch sein, oder ist ein Politiker eventuell kein Mensch? Warum in Gottes Namen können diese Klingbeils nicht mal ihre Fresse halten und sich nur das Gejammere anhören?
      Auch der Wadefuhl hat in Kroatien wieder ungefragt beifallheischend provoziert. Merken die denn nicht, dass gerade über die Deutschen heimlich den Kopf geschüttelt wird.

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    12. Diese Demokratie arbeitet an einem Strang, von daher ist diese politische Simulation äusserst lächerlich.
      In diesem Land wird die These der Paradigmen, Ursache, Wirkung, Resultat…, komplett ausgeblendet.
      Das ist keine Politik, sondern die schlechteste Seifenoper, die man dem Publikum vorführt.
      Das ‚deutsche‘ Publikum duldet das seit Jahrzehnten, damit schlussfolgere Ich, ihr erhaltet das was ihr verdient.
      Denn alle Probleme die die Figuren den Bürger aufbürden, kommt von diesen Figuren.
      Die Betonung Figur kommt aus dem Grund, weil das keine politischen Demokratiewürdigen Politiker sind, die die Interessen des Bürgers wahrlich demokratisch verteidigt. Diese Figuren sind Sprechblasen ihrer Vorgesetzten, aber nicht dem Volke dienen. Von daher kann man von Staatsverrat unter dem sog. Eid für das angebliche maßgebende GG schreiben. Das ist die faktische selbst Deligitimierung. Wo das hinführt, wurde durch Trump mit seinen groossartigen Gästen vorgeführt. Die „goldene“ Milliarde der Bewohner dieser Seifenoper sitzt und guckt zu.
      Welch ein Patriotismus, Nationalismus, demokratischer Unsinn. Das was gerade geschieht, ist eine geistige bankrott Erklärung.

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    13. Dieses quabbelige, aufgedunsene Mondgesicht, das selber außer Berufspolitiker-Schmarotzerei inklusive Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und so ’nem Zeugs nichts auf die Kette gekriegt hat, ist die perfekte Verkörperung dieser durch und durch verkommenen politischen „Eliten“.
      Kriege führen, den Sozialstaat ruinieren, Menschen verelenden lassen etc., darin sind diese abgeranzten Spezialdemokraten ja spätestens seit Schröder und seiner „Agenda 2010“ absolute Experten.
      Und „Antifa-Lars“ ist der perfekte Kumpel für die Asow-Nazis in der Ukraine, nur noch zum ????????????

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    14. Die „Arbeitgeber“ stehen auch schon startbereit:
      https://www.berliner-zeitung.de/news/arbeitgeberverband-karenzzeit-fuer-pflegebeduerftigte-im-ersten-jahr-li.2338911

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    15. Der Krieg entsteht durch unser fehlerhaftes Wirtschaftssystem.
      Etwa Heiner Geißler sagte: „Kapitalismus ist so falsch wie Kommunismus“.

      Der Kapitalismus schafft zwar Wohlstand. Er ist aber deshalb so gefährlich, weil die Verschuldung in Form von immer mehr Geld in der Welt sehr viel schneller ansteigt als die Realwirtschaft.

      Wenn unsere Regierung Militärhilfe leistet, dann funktioniert dies deshalb so gut, weil sie sich im Namen ALLER BÜRGER sehr bequem Geld von den Banken „leiht“.
      Die Politik kann wegen der Allianz zwischen Politik und Banken auch ständig bequem an Geld drankommen.
      Allerdings kann der Staat seine Schulden, die er zum großen Teil nur deshalb gemacht hatte, um einfach nur an Geld dranzukommen, dann später nie wieder zurückzahlen.

      Weil immer mehr Geld, das doch eher nur für eine Art Bezahlen mit Schuldscheingeld gedacht war, immer schneller in den Besitz weniger Ultrareicher gelangt, bleibt dem Staat dann nur noch die Möglichkeit, dass er sich noch sehr viel schneller Geld von den Banken „leiht“.

      Beim Kapitalismus gibt es eben auch sehr viel Verschleiß.
      In Deutschland landen jedes Jahr zwar mehrere Millionen Tonnen Lebensmittel in der Mülltonne.
      Gleichzeitig müssen die Tafeln in Deutschland aber auch die Lebensmittel rationieren.

      Was aber hatte zum Zusammenbruch der UdSSR geführt?

      Unter der Präsidentschaft von Boris Jelzin hat Russland erhebliche Auslandsschulden übernommen, da die Sowjetunion im Jahr 1991 aufgelöst wurde und die Russische Föderation als ihr Nachfolger die Verbindlichkeiten der ehemaligen UdSSR erben musste. Diese Schulden waren eine große Herausforderung für die junge Russische Föderation und führten zu komplexen Verhandlungen mit internationalen Gläubigern.

      Dann hatte sich die Zahlungsfähigkeit Russlands dann doch wieder verbessert:

      30 Aug 2017
      Von den Fesseln befreit: Russland zahlt letzte Sowjet-Kredite zurück
      https://de.rbth.com/wirtschaft/2017/08/30/von-den-fesseln-befreit-russland-zahlt-letzte-sowjet-kredite-zuruck_830896

      u.a. steht dort:
      2009 zahlte Russland dann auch die verbliebene Schuldenlast von einer Million US-Dollar an den Londoner Club zurück.

      Was war aber passiert, dass Russland seine Auslandsschulden jetzt doch zurückzahlen konnte?

      Hat Herr Putin die Marktwirtschaft eingeführt?

      die KI von Google sagt:
      Die Behauptung, Russland habe unter Putin eine Marktwirtschaft eingeführt, ist nicht korrekt. Russland vollzog nach dem Zerfall der Sowjetunion in den frühen 1990er Jahren unter anderen Führungsfiguren die Umstellung von der Plan- zur Marktwirtschaft, wobei der Übergang schwierig war. Unter Putins Präsidentschaft hat sich die russische Wirtschaft jedoch wieder stark in Richtung einer staatlich kontrollierten Wirtschaft entwickelt, die nicht als freie Marktwirtschaft bezeichnet werden kann.

      Hat Russland Privateigentum eingeführt?

      Russland hat das Privateigentum mit dem Ende der Sowjetunion und dem Beginn der Übergangsphase zur Marktwirtschaft im Dezember 1991 eingeführt, was durch die Verabschiedung der neuen Verfassung der Russischen Föderation im Jahr 1993 weiter gefestigt wurde. Diese Umstellung führte zu einer Privatisierung vieler staatlicher Unternehmen und ermöglichte es Millionen von Menschen, private Eigentumsrechte zu erwerben, was einen fundamentalen Wandel von der sozialistischen Planwirtschaft zu einem System mit privaten Eigentumsrechten darstellte.

      Ist unsere „freie Marktwirtschaft“ überhaupt eine Tauschwirtschaft?

      Hierzu:

      Debitismus: Geld = Schuldendeckungsmittel
      Prof. Dr. Otto Steiger über das Wesen des Geldes und zur Frage: Was ist Geld heute? . Auszug aus der Dokumentation Der Geist des Geldes
      https://youtu.be/gEdS8NvIg3o

      Das debitistische Modell der Wirtschaftserklärung
      https://think-beyondtheobvious.com/das-debitistische-modell-der-wirtschaftserklaerung/

      Was tut die Politik?

      Die EU spricht derzeit von einem Rüstungsprogramm in Höhe von 800 Milliarden Euro.

      Bundestag: Woher das Geld für die Milliarden-Schulden von Union und SPD kommt?

      Hierzu: ich würde es der Einfachheit halber jetzt behaupten, dass der Staat zum großen Teil immer mehr Geld (aus dem Nichts) ins System pumpt, um auf diese Weise seine Schulden bezahlbar zu machen.
      Das Maßnahmenpaket unserer Bundesregierung verschärft aber auch die Ursachen, die zum Ukraine-Krieg geführt hatten, weil Deutschlands Schuldenuhr, etwa beim Bund der Steuerzahler e.V., einen immer schneller ansteigenden Schuldenstand anzeigt.

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    16. Es wird Zeit, dass der Bundesadler in der deutschen Flagge durch das OUN-Nachfolgesymbol der Ukraine ersetzt wird. Das entspricht dann besser der Art der Demokratie, die wir hier haben. Alternativ könnte auch noch ein Davidstern daneben angeordnet werden, nur könnte es in diesem Falle sein, dass wirkliche Juden etwas dagegen haben. Netanjahu und sein Schlägertrupp gehören bekanntlich nicht dazu, das sind in den Semitenbereich eingewanderte Irre.

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    17. Der Sozialstaat ist nicht etwas, was vom Himmel und fiel oder durch das Kapital großzügig dem niederen Volk geschenkt wurde, um ihm Dank für den Reichtum abzustatten, den es für sie erarbeitete. Er war Resultat der Kämpfe der Arbeiterbewegung, zu der auch die Sozialdemokratie gehörte und in der sie stark wurde. Mit der Oktoberrevolution schien nun ersten Mal auch eine Alternative real zu werden, die das Bürgertum und seine Geschäftsgrundlage infrage zu stellen schien. Ohne die und eine organisierte Klasse hätte es keinen New Deal, keine Sozialgesetzgebung gegeben und mit der endgültigen Niederlage 1990, der vollständigen bürgerlichen Zersetzung der Gewerkschaften und Partein, der realistischen Möglichkeit, die Menschen in einem digitalen Überwachungsstaat an die Kette zur legen, gibt es keine Notwendigkeit mehr, sowas wie einen „Sozialstaat“ zu konservieren.
      Wir haben verlernt, uns zu wehren und bezahlen nun dafür. Und nichts wird uns schützen. Keine höheren Mächte, keine Partei, keine Verfassung und keine Apelle an die Herren.

      Als Mitte des 19. Jahrhunderts in Irland die große Hungersnot ausbrach, gab es in England im Bürgertum eine große Debatte, die der junge Friedrich Engels beschrieb. Eigentlich die Wiederbelebung einer alten, über die schon Jonathan Swift schrieb. Der Tenor der Debatte: es könne doch nun wirklich nicht angehen, dass man die Wohlhabenden zwinge, ihr mühsam erworbenes Eigentum wegzugeben, um Verhungernden Nahrung zu geben.
      Das Kapital geht immer so weit wie möglich. Nicht „wir“ können uns den Sozialstaat nicht mehr leisten, sondern „sie“ wollen und werden ihn sich nicht mehr leisten.

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    18. Wer hat uns verraten, wer hat uns verraten, wie immer, die Sozialdemokraten…auch der Anblick der blassrosa Sackgesichter ruft bei mir nur noch Übelkeit hervor.????

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    19. Das beste daran ist ja: Russland hat einen gemeinsamen Wirtschaftsraum angeboten. Deutschland könnte sich der chinesischen „Seidenstrasse“ anschliessen und den Wohlfahrtsstaat aufrecht erhalten, Ukraine als neutrales Transitland mit Schwerindustrie könnte sich sogar beinahe ihre Oligarchen und Rattenfänger ala Selensky leisten.

      Zusammen könnten wir alle Mackinders Alptraum, ein „integriertes Eurasien“, also die Kooperation der „Weltinsel“ (Rohstoffe) mit der Peripherie (Produktion in Europa und China), wahr werden lassen. Die Amis (und Briten) ständen draussen und müssten sich vielleicht sogar mal an Regeln halten.

      Dummerweise werden wir aber von Agenten einer niedergehenden fremden Macht regiert, die um ihren Status zu erhalten ihre Vasallen kannibalisiert und auf Konfrontation mit ihren Rivalen setzt. Der wichtigste Punkt auf deren Agenda ist es, Mackinders (oder Breszinskis) Alptraum zu verhindern und die Bevölkerung in einer indoktrinieren Schockstarre zu halten. Koste es Europa/Deutschland was immer es will.

      Sagt nicht Ignazio Silone hätte euch nicht gewarnt.

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    20. Die Bundesregierung sieht die Zahlungen an die Ukraine nicht als Spenden, sondern als Investment für die zukünftigen Rohstofflieferungen aus der Ukraine.
      Öl, Gas, seltene Erden. Darum gehts und Berlin wird sich das nicht entgehen lassen.
      Gerade der Osten des Landes hat extrem große Vorkommen. Daher wird die EU unter deutscher Führung auch einer Lösung mit Gebietsabtretungen nicht zustimmen.
      Egal was alle spekulieren 2029/2030 ist Krieg um Lebensraum im Osten und Blut und Boden………………

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    21. Ich bin immer wieder erstaunt, das die glauben, solche Entscheidungen und Aussagen führen zu einer positiven Resonanz in der deutschen Bevölkerung (inkl. Migranten).
      Die Quittung kommt mit Sicherheit schon bei den nächsten Kommunalwahlen.
      Die DDR ist entgegen immerwieder propagierter Aussagen nicht an ihren wirtschaftlichen Problemen zugrunde gegangen. Es waren die inneren Widersprüche und die innere Emigration des Volkes.
      Ich sehe ähnliche Tendenzen in unserer aktuellen Situation.
      Handwerker, die keine Politiker mehr bedienen, Polizisten die keinen Bock mehr haben usw.
      Da helfen die ganzen hochbezahlten Propagandisten nicht mehr.
      Fast niemand hat noch Lust sich für dieses Konstrukt einzusetzen. Ein gutes Beispiel ist die Diskussion über die Wehrpflicht. Würden sich die Leute noch mit diesem Land identifizieren wären sie stolz auf ihre Heimat, wäre es nicht notwendig, über die Wiederaktivierung dieser zu sprechen.

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    22. Wenn das Bürgergeld gekürzt wird, dann hat die Bundeswehr kein Nachwuchs Problem mehr, also win win.

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    23. „„Damit die Ukraine sich und unseren Frieden in Europa schützen kann, hat die Bundesregierung bislang bilaterale zivile Unterstützung in Höhe von rd. 34 Mrd. EUR geleistet und militärische Unterstützung in Höhe von rd. 40 Mrd. EUR geleistet bzw. für die kommenden Jahre bereitgestellt.““

      Lügen wie gedruckt. Ohne Milliarden, die den deutschen Steuerzahlern gestohlen werden und in die Ukraine transferriert werden, gäbe es gar keinen Krieg in Europa.

      In den guten alten Zeiten hätte man solche Machthaber-Gesellen noch in ein dunkles Kerkerloch gesteckt.

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    24. Ich meine Gras wachsen zu hören. Merz greift den Sozialstaat in einer Weise an, dass die SPD nicht mehr mitgehen kann. Koalition platzt.
      Und dann? Mit oder ohne Neuwahlen schwarz-blau. Merz wird wohl abserviert. Zugunsten von? Ich tippe auf Jens Spahn.

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    25. Und die „Linke“ ist zu feige sich gegen den Sozialabbau zu wehren, lieber sollen ihre Mitglieder verstärkt in den Tafeln aushelfen und Omas, die kein Geld für den Bus mehr haben den Einkauf nach Hause bringen usw.

      Antworten

    26. Klingbeil wirkt auf mich immer wie der sprichwörtliche „Mann ohne Eigenschaften“.
      Er wird einfach nur immer fetter, schwabbeliger und scheint sich aufzulösen.
      Eigentlich existiert er gar nicht.

      Antworten

    27. Und immer noch nicht kann mir irgend einer auch nur ansatzweise nachvollziehbar erklären, warum ein Land, dessen Name und Geographie vor 2014 kaum einem hier geläufig war, mit dem wir bis dahin in keinerlei Bündnis oder bedeutendem politischen oder wirtschaftlichen Verhältnis gestanden haben (außer als Gasdurchleitungsland), plötzlich der Dreh- und Angelpunkt allen politischen in Deutschland geworden ist.

      Ist diese unsere (werteloswestliche) Welt völlig von einem Irrenvirus durchdrungen? Ja, offensichtlich. Und der wird wohl vornehmlich digital verbreitet.

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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.08.2025

    Das Recht des Stärkeren   Der EU-Zolldeal mit den USA wird von Experten als „katastrophal“ für die EU-Wirtschaft eingestuft, die in rasant zunehmende Abhängigkeit von der Trump-Regierung gerät. Diese zieht nun Sanktionen gegen EU-Repräsentanten in Betracht.

    german-foreign-policy.com, 26. August 2025


    WASHINGTON/BRÜSSEL (Eigener Bericht) – Die Trump-Administration zieht Sanktionen gegen Repräsentanten der EU sowie ihrer Mitgliedstaaten in Betracht, die für die Umsetzung von EU-Regeln für Online-Plattformen Verantwortung tragen. Berichten zufolge könnten sie zum Beispiel mit einer Visasperre belegt werden. Hintergrund ist, dass die US-Internetkonzerne die in der EU geltende Pflicht als lästig empfinden, offen diskriminierende, NS-verherrlichende oder anderweitig volksverhetzende Inhalte gemäß dem Digital Services Act etwa aus sozialen Medien zu entfernen. Die Debatte über Sanktionen erfolgt, nachdem es der US-Regierung gelungen ist, in den Zollverhandlungen mit der EU ihre Ziele umfänglich durchzusetzen und der EU-Kommission eine Vereinbarung aufzunötigen, die von Experten als „katastrophal“ für die Wirtschaft der EU eingestuft wird. So werden auf Lieferungen aus der EU in die USA künftig Zölle in Höhe von 15 Prozent erhoben; Lieferungen aus den USA in die EU sollen hingegen zollfrei sein. Zudem dringt Washington auf Maßnahmen, die die EU bei wichtigen Rohstoffen in offene Abhängigkeit von den USA bringen. Nicht zuletzt soll die EU ihr Chinageschäft massiv reduzieren und alternativlos an die USA gebunden sein.


    Zitat: „Ein katastrophales Abkommen“

    Der Zolldeal, den die EU-Kommission unter ihrer Präsidentin Ursula von der Leyen mit der US-Administration unter Präsident Donald Trump ausgehandelt hat, stößt in der EU wie auch in den Mitgliedstaaten in steigendem Maß auf Kritik. Von einem „ausgewogenen und fairen Abkommen“, von dem die Kommission spreche, könne „keine Rede sein“, urteilt etwa Bernd Lange (SPD), Vorsitzender des Handelsausschusses im Europaparlament; vielmehr werde mit der Vereinbarung „das Recht des Stärkeren“, der Vereinigten Staaten, „zementiert“.[1] Die französische Europaabgeordnete Marie-Pierre Vedrenne aus der liberalen Fraktion „Renew“ wird mit der Einschätzung zitiert, der aktuelle Deal werde „die erhoffte Stabilität nicht bringen“.[2] Der italienische Europaabgeordnete Brando Benifei, ein Sozialdemokrat, erklärt, die gemeinsame Erklärung, auf die sich beide Seiten geeinigt haben, sei „ganz und gar ungleich“: Während die EU „ihren Markt im großen Stil“ öffne, verweigerten die USA jede Gegenleistung. Niclas Poitiers, ein Wirtschaftsexperte der Brüsseler Denkfabrik Bruegel, hält den Deal sogar für „ein katastrophales Handelsabkommen“, das allenfalls durch spezifische geostrategische Erwägungen – die militärische Abhängigkeit der EU von den USA – zu rechtfertigen sei.[3]


    Zusagen gebrochen

    Unmut löst nicht nur aus, dass rund zwei Drittel aller EU-Lieferungen in die USA mit Zöllen in Höhe von mindestens 15 Prozent belegt werden, während US-Lieferungen in die EU völlig zollfrei sein sollen. Es kommt hinzu, dass die Trump-Administration schon jetzt mehrfach Zusagen, die sie Ende Juli gegeben hatte, gebrochen hat. Die US-Zölle auf Autos aus der EU etwa, die derzeit 27,5 Prozent betragen, werden – anders als zunächst versprochen – nicht sofort gesenkt, sondern erst nach einer offiziellen EU-Beschlussfassung über die vollständige Aufhebung der Zölle für EU-Einfuhren aus den USA. Auch hat Washington die 50-Prozent-Zölle auf den Import von Stahl und Aluminium Mitte August einseitig auf mehr als 400 Produkte ausgeweitet; Motorräder etwa, deren Lieferung in die Vereinigten Staaten noch zu Jahresbeginn mit 2,5 Prozent verzollt wurde, werden künftig nicht bloß mit 15 Prozent belegt – es kommen noch 50-Prozent-Zölle auf ihren Stahl- und Aluminiumgehalt hinzu.[4] Dabei war die EU-Kommission zuvor nicht nur im Hinblick auf die US-Internetkonzerne eingeknickt und hatte sich bereit erklärt, von ihnen keinerlei Netznutzungsgebühr zu erheben. Sie hatte US-Konzernen auch „Flexibilitäten“ bei der Verpflichtung zur Einhaltung von EU-Sozial- und Umweltstandards zugesagt.[5]


    Abhängig von Trump (I)

    Begünstigen die Zollbestimmungen in hohem Maß einseitig die Vereinigten Staaten, so sind Zugeständnisse der EU-Kommission in Rohstofffragen geeignet, die EU in eine unmittelbare Abhängigkeit von US-Lieferungen zu bringen. Dies gilt insbesondere für die Zusage der EU-Kommission, bis zum Jahr 2028 Energieträger im Wert von 750 Milliarden US-Dollar aus den USA zu importieren.[6] Die Aussage ist zwar als eine nicht rechtsverbindliche „Absicht“ deklariert; zudem ist sie sachlich unsinnig, da zum einen die EU-Kommission den privaten Energiekonzernen keine Vertragsabschlüsse befehlen kann und zum anderen die US-Branche nicht in der Lage ist, Energieträger im rechnerisch erforderlichen riesigen Volumen für den Export bereitzustellen. Allerdings wird die Trump-Administration zumindest die Ausweitung der EU-Einfuhren von US-Flüssiggas (Liquefied Natural Gas, LNG) einfordern. Bereits im vergangenen Jahr bezog die EU gut 45 Prozent ihres gesamten Flüssiggases aus den USA.[7] Kommissionspräsidentin von der Leyen hat in Aussicht gestellt, die heute noch getätigten Gasimporte aus Russland komplett durch US-LNG zu ersetzen. 2024 kamen rund 19 Prozent des EU-Erdgasimports – LNG plus Pipelinegas – aus Russland.[8] Fällt der Anteil komplett an die USA, geraten die EU-Staaten in eine umfassende Abhängigkeit von der Trump-Administration.


    Abhängig von Trump (II)

    Eine vergleichbare Abhängigkeit von den USA droht mittel- bis langfristig auch bei den Seltenen Erden. Auf diese hat China gegenwärtig nahezu ein Monopol; dieses nutzt es zur Zeit im Wirtschaftskrieg mit den Vereinigten Staaten, um die ungehemmt eskalierenden US-Attacken zu bremsen.[9] Die Trump-Administration hat deshalb begonnen, die Förderung und die – deutlich komplexere – Aufbereitung Seltener Erden im eigenen Land zu forcieren. Dazu steigt das Pentagon mit einem Anteil von 15 Prozent bei dem Unternehmen MP Materials ein, das in der Mine Mountain Pass (Kalifornien) Seltene Erden abbaut und die Aufbereitung zu entwickeln beginnt. Das Pentagon unterstützt MP Materials auch, indem es für bestimmte Seltene Erden (Neodym, Praseodym) über zehn Jahre einen Mindestpreis von 110 US-Dollar pro Kilogramm garantiert – doppelt so viel, wie MP Materials heute dafür kassiert. Darüber hinaus garantiert es, Abnehmer für die Rohstoffe zu finden.[10] Bereits im Juli wurde berichtet, Washington dränge auch Unternehmen in Europa dazu, Seltene Erden bei MP Materials zu bestellen – und damit faktisch die US-Bergbaufirma mitzufinanzieren. Der aktuelle Zolldeal sieht explizit vor, sich gemeinsam bei kritischen Rohstoffen von Drittstaaten – gemeint ist China – unabhängig zu machen.[11] Allerdings bände das die EU ein weiteres Stück enger an die USA.


    Ohne Alternative

    Darauf arbeitet Washington auch hin, indem es die EU in der neuen Zollvereinbarung zu Absprachen über Investitions- und Exportkontrollen gegenüber Drittstaaten verpflichtet hat; auch damit sind vor allem Maßnahmen gegen China gemeint.[12] Aktuell prescht damit die ultrarechte Regierung Italiens unter der Trump recht nahe stehenden Ministerpräsidentin Giorgia Meloni vor. Hatte Rom Investitionen aus China insbesondere nach der Finanzkrise 2008 willkommen geheißen, um die wankende italienische Industrie zu stärken, so sucht Meloni sie jetzt aus dem Land zu drängen. Ein Beispiel bietet der Reifenproduzent Pirelli, eine italienische Traditionsfirma, an der der chinesische Staatskonzern Sinochem 37 Prozent der Anteile hält. Da die Trump-Administration mit Verkaufsbeschränkungen auf dem US-Markt droht, sucht Meloni nach Wegen, Sinochem zum Verkauf seiner Pirelli-Anteile zu nötigen.[13] Mittlerweile ist es etwa gelungen, die Anteile von Shanghai Electric an Ansaldo Energia, einem mächtigen Kraftwerksbetreiber, von 40 auf 0,5 Prozent zu reduzieren; doch auch dies sei Washington immer noch ein Dorn im Auge, heißt es.[14] Ein solches Vorgehen wünscht sich die Trump-Administration von der gesamten EU. Diese verlöre damit – nach ihrer vollständigen ökonomischen Trennung von Russland – die letzte echte Alternative zum transatlantischen Geschäft.


    Sanktionen

    Berichten zufolge bereitet die Trump-Administration, die das umfassende Einknicken der EU-Kommission zutreffend als Schwäche interpretiert, nun bereits den nächsten Schlag vor und zieht in Betracht, Sanktionen gegen Repräsentanten der EU oder ihrer Mitgliedstaaten zu verhängen, die für die Umsetzung der Regeln des Digital Services Act zuständig sind. Ursache ist, dass den US-Internetkonzernen die EU-Regeln für Online-Plattformen lästig sind – sie sind in der EU verpflichtet, offen diskriminierende, NS-verherrlichende und anderweitig volksverhetzende Inhalte etwa aus sozialen Medien zu entfernen. Die Trump-Regierung, die bereits seit je gegen den Digital Services Act agitiert, liebäugelt mit dem Plan, nun den Druck mit der Verhängung von Sanktionen zu erhöhen, wie die Nachrichtenagentur Reuters am gestrigen Montag berichtete.[15] Damit geht der Versuch Washingtons, die EU ganz auf seine Interessen festzulegen, in die nächste Runde.

     

    Mehr zum Thema: Im Interesse der deutschen Kfz-Industrie.

     

    [1] „Von fairem Deal kann keine Rede sein“. bernd-lange.de 21.08.2025.

    [2], [3] Cédric Vallet: Droits de douane : les Etats-Unis et l’Union Européenne finalisent leur nouveau cadre commercial. lemonde.fr 22.08.2025.

    [4] Lazar Backovic, Jakob Hanke Vela, Franz Hubik: Null-Zölle für US-Waren – Europas riskanter Deal mit Trump. handelsblatt.com 23.08.2025.

    [5], [6] Joint Statement on a United States – European Union framework on an agreement on reciprocal, fair and balanced trade. policy.trade.ec.europa.eu 21.08.2025.

    [7] Anne-Sophie Corbeau: Bridging the EU-US Trade Gap with US LNG Is More Complex than It Sounds. energypolicy.columbia.edu 20.02.2025.

    [8] EU gibt mehr für russisches Flüssigerdgas aus. tagesschau.de 19.08.2025.

    [9] S. dazu „Maximal konfrontativ“.

    [10] Roland Lindner, Gustav Theile: Trump will „Champion” für Seltene Erden. Frankfurter Allgemeine Zeitung 17.07.2025.

    [11], [12] Joint Statement on a United States – European Union framework on an agreement on reciprocal, fair and balanced trade. policy.trade.ec.europa.eu 21.08.2025.

    [13], [14] Meloni drängt chinesische Investoren zum Rückzug. handelsblatt.com 12.08.2025.

    [15] Humeyra Pamuk: Exclusive: Trump administration weighs sanctions on officials implementing EU tech law, sources say. reuters.com 25.08.2025.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10089


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.08.2025

    Friedrich Merz - ein wirtschaftspolitischer Geisterfahrer

    freedert.online, 26 Aug. 2025 08:15 Uhr, Von Gert Ewen Ungar

    Auf dem Landesparteitag der CDU hat der Kanzler erneut verdeutlicht, dass er keine funktionierenden Rezepte hat, um Deutschland auf Wachstumskurs zu führen. Friedrich Merz will einfach ein bisschen weiterwursteln, solange es eben geht. Die deutsche Gesellschaft wird das weiter spalten.


    Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Chris Emil Janssen


    Das Rezept von Kanzler Friedrich Merz, um Deutschland wieder auf Wachstumskurs zu führen, sind Lohnsenkungen, geht aus seiner Rede auf dem Landesparteitag der CDU Niedersachsen, am 23. August 2025, hervor.


    In einem lesenswerten Interview mit der Berliner Zeitung stellt der britische Konfliktforscher David Betz fest, dass in Europa fast alle Voraussetzungen für die Entstehung von Bürgerkriegen erfüllt seien. 

    Am Wochenende machte Bundeskanzler Friedrich Merz auf dem CDU-Landesparteitag deutlich, dass sich unter seiner Kanzlerschaft an der brisanten gesellschaftlichen Gemengelage nichts ändern wird. Im Gegenteil werden unter seiner Kanzlerschaft die gesellschaftlichen Spannungen zunehmen und die Mittelschicht weiter erodieren. Es geht so weiter, wie es die letzten Dekaden eben lief. 

    Merz greift zu einer Rhetorik, die abgelutschter nicht sein könnte. Merz will den Sozialstaat und die Rente "reformieren", sprich zurückbauen. Er fordert von den Deutschen mehr Leistungsbereitschaft und größere Flexibilität. Diese Platte hat seit Langem einen Sprung.


    Maschinenbau: Exporte brechen deutlich ein





    Maschinenbau: Exporte brechen deutlich ein







    Dass sie sich und ihren Lebensstil ändern müssen und ihr Anspruchsdenken gegenüber dem Staat zurückfahren sollen, hören die Deutschen seit über zwei Dekaden. Man kann es auch anders sagen: Seit über zwei Dekaden geht es mit Deutschland bergab. In den vergangenen beiden Jahren hat sich der wirtschaftliche Niedergang aufgrund der Russlandsanktionen noch einmal beschleunigt. 

    Merz hat kein gesellschaftlich verträgliches Rezept, das eine Kehrtwende zu dauerhaftem Wachstum einleiten könnte. Es interessiert ihn auch gar nicht. Merz ist ein Blender, der sich an die Macht gemauschelt hat, um genau eins nicht zu tun: dem Wohl der Deutschen zu dienen. Merz will im Interesse von BlackRock und Co. einfach ein bisschen weiterwursteln – so lange, wie es eben geht.

    Merz hat in Niedersachsen in einem höchst widersprüchlichen Redebeitrag deutlich gemacht, dass er darauf vertraut, mit bloßer Rhetorik und schönen Worten über den Niedergang des Wirtschaftsstandorts Deutschland noch einmal eine gewisse Zeit hinwegtäuschen zu können. An der Umverteilungsmaschine, die zum Nachteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von unten nach oben verteilt, wird Merz nichts ändern. Ganz im Gegenteil.  


    Der tolle Herr Fratzscher und das Pflichtjahr für Rentner





    Meinung

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    Unter Beibehaltung der Russlandsanktionen und angesichts von Zöllen in Höhe von 15 Prozent auf Einfuhren aus der EU in die USA setzt Merz wirtschaftspolitisch weiterhin auf den Export. Das ist schon etwas mehr als bloß naiv. Das ist eine offene Kampfansage an die deutsche Mittelschicht sowie die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

    Am Exportmodell festzuhalten bedeutet konkret, die durch die hohen Energiepreise und die US-Zölle verursachten Preissteigerungen deutscher Erzeugnisse müssen ausgeglichen werden, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Bürokratieabbau und verbesserte Abschreibungen allein werden es nicht schaffen. Da bleibt dann nur noch eins und dieses eine spricht Merz natürlich nicht aus: Lohnsenkungen. Merz glaubt, mit breitem Verzicht ließe sich Deutschlands Wirtschaft wieder aufrichten. 

    Für die Inlandsnachfrage will er nichts tun. Er will im Gegenteil die Bundesbürger zum Sparen erziehen. Mit der Frühstart-Rente sollen die Deutschen schon von Kindesbeinen an von der Tugend des Konsumverzichts überzeugt werden. Das mag auf den ersten Blick sinnvoll erscheinen, ist aber unter einem volkswirtschaftlichen Blickwinkel kontraproduktiv. Wer spart, entzieht dem Gesamtsystem Nachfrage. Sparen alle, führt das zum Niedergang der Wirtschaft.


    Handelsdeal mit den USA: Wie TTIP – nur schlimmer





    Meinung

    Handelsdeal mit den USA: Wie TTIP – nur schlimmer






    Das ist im Kern das deutsche Problem seit der Erfindung der Metapher von der schwäbischen Hausfrau als Vorbild für gesamtwirtschaftliches Wirtschaften. In Deutschland spart der Staat, es sparen die Unternehmen und es sparen die privaten Haushalte. Daran will Merz auch nichts ändern. Das Einzige, was die deutsche Wirtschaft noch ein bisschen über Wasser gehalten hat, war der Export. Aber dieses Modell bricht gerade krachend zusammen. Wenn Merz an diesem Modell festhält, hat das für die deutsche Gesellschaft weitreichende negative Konsequenzen. Der weitere Abstieg ist vorprogrammiert.  

    Merz behauptet, mit der Ernennung einer Wirtschaftslobbyistin zur Wirtschaftsministerin sei volkswirtschaftliche Kompetenz ins Wirtschaftsministerium eingezogen. Das ist zu bezweifeln. Zwar hat Katharina Reiche sicherlich mehr Einblick in Zusammenhänge der Unternehmensführung als ihr Vorgänger Robert Habeck. Das allerdings ist keine Kunst. Dass sie sich von grünen Traumtänzereien verabschiedet hat, ist positiv anzumerken. Zu einer Volkswirtin macht sie das aber nicht.  

    Fakt ist: Mit seinem Festhalten am Exportmodell reitet Merz ein bereits totes Pferd noch weiter zu Tode. Die Deutschen sollten sich auf weitere Jahre der Rezession und des wirtschaftlichen Niedergangs einstellen. Eine andere Perspektive eröffnete die Rede von Merz vor den CDU-Delegierten in Niedersachsen nicht. 


    Kanzler Merz, der Kalte Krieger






    Meinung

    Kanzler Merz, der Kalte Krieger






    Dabei werden die Auswirkungen auf die deutsche Gesellschaft durch diese wirtschaftspolitische Geisterfahrt von Merz weitreichend sein. Es ist kaum anders vorstellbar, als dass unter Merz sich die Spaltung der deutschen Gesellschaft weiter vertiefen und das Vertrauen in die politischen Institutionen weiter erodieren wird.

    Die unangemessenen Rezepte von Merz liefern nicht nur keine Lösung, sondern tragen zur wachsenden Ungleichheit maßgeblich bei. Merz macht sich dabei noch nicht einmal die Mühe, eine neue rhetorische Verpackung für seine alten Rezepte zu bemühen. Mit Merz als Kanzler bewegt sich alles weiter in eine bedenkliche Richtung hin auf einen Kipppunkt. 

    David Betz hält die Wahrscheinlichkeit der Entstehung eines Bürgerkriegs in Westeuropa für hoch. Nach den Gründen gefragt, antwortet er:

    "Weil in Westeuropa heute fast alle strukturellen Voraussetzungen für einen Bürgerkrieg erfüllt sind – und zwar in einer Form, wie man sie in der Fachliteratur als geradezu 'idealtypisch' bezeichnen würde. Wir sprechen von Faktoren, die seit Jahrzehnten erforscht sind: tiefe gesellschaftliche Spaltung, ein beschleunigter Statusverlust der einst dominanten Mehrheitsbevölkerung und ein dramatischer Zusammenbruch des Vertrauens in die Institutionen."

    Merz hat auf dem CDU-Parteitag in Niedersachsen deutlich gemacht, dass er als Kanzler seinen Anteil dafür leisten wird, dass sich diese idealtypischen strukturellen Voraussetzungen weiter stabilisieren werden. Der deutschen Gesellschaft stehen turbulente Zeiten ins Haus. Ach übrigens: Putin kann nichts dafür.


    Mehr zum Thema – Klingbeil stellt Spar-Ultimatum und deutet Entsendung der Bundeswehr in die Ukraine an


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    Video https://rumble.com/v6y0dv8-merz-an-minijobber-warum-arbeitet-ihr-nicht-fr-2.000-euro-im-monat.html Dauer 2:55 Min.


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/meinung/254270-wirtschaftspolitischer-geisterfahrer-friedrich-merz/


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    26.08.2025

    Draghi rechnet mit von der Leyen ab – und Trump prüft Sanktionen gegen EU

    lostineu.eu, 26. August 2025

    Die Watchlist EUropa vom 26. August 2025 – Heute mit News und Updates zur gescheiterten Wirtschafts- und Außenpolitik der EU-Kommission, zu amerikanischen Attacken auf das EU-Internetgesetz DSA und zum Streit über die Friedensbemühungen in der Ukraine.

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    Der Traum von einer Großmacht EU, die in der Weltpolitik mitredet und zählt, ist in diesem Sommer mit einem lauten Knall geplatzt. Das sage nicht ich – das sagt der frühere Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi.

    Bei einer Rede in Rimini hat Draghi mit der Politik der EU-Kommission und ihrer Chefin von der Leyen abgerechnet. Der Grund: der verkorkste Handelsdeal mit US-Präsident Trump – aber auch die verfehlte Aufrüstung.

    Europas wirtschaftliches Gewicht sei keine Garantie für geopolitische Macht mehr: „Dieses Jahr wird als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem die Illusion zerplatzte“, sagte der Italiener, der 2024 mit dem “Draghi-Bericht” zur Wirtschaftskrise der EU für Aufsehen gesorgt hatte.

    Zur Begründung führte Draghi nicht nur den Zollstreit mit Trump an, sondern auch die Aufrüstung.  „Wir mussten uns mit den Zöllen unseres größten Handelspartners und langjährigen Verbündeten, den Vereinigten Staaten, abfinden“, erklärte er.

    “Derselbe Verbündete drängte uns dazu, die Militärausgaben zu erhöhen – eine Entscheidung, die wir vielleicht sowieso hätten treffen sollen, allerdings auf eine Art und Weise, die wahrscheinlich nicht den Interessen Europas entsprach.“

    So ziemlich die härteste Kritik

    Dass von der Leyens Kurs “nicht den Interessen Europas” entspricht und die EU auf der Weltbühne schwächt, ist so ziemlich die härteste Kritik, die man sich denken kann. Jedenfalls aus dem Munde eines “Weisen” wie Draghi.

    Die deutsche Kommissionschefin reagierte denn auch prompt. Ohne den Trump-Deal wäre ein Handelskrieg mit den USA entbrannt, behauptet sie. Dies hätte nur Russland und China genutzt, EUropa aber schwer geschadet.

    Doch das sind nur Ausflüchte. In Wahrheit ist von der Leyen auf der ganzen Linie gescheitert – in der Wirtschafts- und Industriepolitik (siehe Draghi-Report 2024), in der Außen- und Sicherheitspolitik und sogar beim Handel.

    Es wird einsam um die EU-Chefin

    Zudem ist nun der Bruch mit Draghi vollzogen. Der Italiener steht für eine neoliberale, aber auch ausgesprochen pro-europäische Politik – er möchte einen europäischen Superstaat, in dem Italien gleichberechtigt mitredet.

    Von der Leyen hat diese Hoffnungen schwer enttäuscht. Mit Draghi verliert sie einen wichtigen Teil ihrer Unterstützer aus dem wirtschaftsliberalen und pro-europäischen Milieu. Es wird einsam um die deutsche EU-Chefin…

    Siehe auch Letzte Chance in der Wirtschaftspolitik: Von der Leyen kapituliert

    News & Updates

    • Trump prüft Sanktionen gegen EU. US-Präsident Trump wettert schon lange gegen das “Digitale Dienste Gesetz” (DSA) der EU. Es stört die US-Digitalkonzerne und schränkt die Meinungsfreiheit ein, meint man in Washington. Deshalb wollte Trump schon im Zollstreit mit der EU-Kommission gegen das DSA vorgehen. Da dies nicht gelungen ist, prüft die US-Administration nun offenbar Sanktionen gegen EU-Verantwortliche, meldet Reuters. – Es wäre ein Affront gegen von der Leyen und ihr Team – erst am Freitag haben sie den Handelsdeal mit Trump als “Erfolg” verkauft…
    • Bayrou stellt Vertrauensfrage. Der französische Ministerpräsident Bayrou will sich wegen seines umstrittenen Sparhaushalts einer Vertrauensabstimmung im Parlament stellen. Das Votum soll am 8. September stattfinden. “Unser Land ist in Gefahr”, sagte er zur Begründung. – Am 10. September will die radikale Linke um Mélenchon einen Protesttag organisieren – ebenfalls wegen der Kürzungspläne. Das Motto: “Tout bloquer” – alles blockieren…
    • Klingbeil verspricht Kiew weitere Milliardenhilfen. Nach Kanzler Merz hat nun auch Vizekanzler Klingbeil der Ukraine weitere Finanzhilfen versprochen. “Wir werden die Ukraine jährlich mit neun Milliarden unterstützen”, sagte er bei einem Besuch in Kiew. Als Finanzminister bringe er “die klare Zusage” mit: “Die Ukraine kann sich weiter auf Deutschland verlassen.“ – Derweil behauptet Kanzler Merz, Deutschland könne sich den Sozialstaat nicht mehr leisten… – Mehr im Blog

    Das Letzte

    Kallas in der Trump-Falle. Beim EU-Ukraine-Gipfel im Weißen Haus in Washington mußte die EU-Außenbeauftragte leider draußen bleiben. Umso “engagierter” äußerte sich die Russland-Hasserin aus Estland hinterher: US-Präsident Trump sei in die “Falle” von Kremlchef Putin gegangen, erklärte sie. Mit Gebietsabtretungen lasse sich kein Frieden erzielen – im Gegenteil. Doch wenn sie Trump für so blöd hält – warum ergreift sie dann nicht selbst eine diplomatische Initiative? Warum hat sie keine Emissäre nach Moskau und Washington geschickt, um die EU vor dem Alaska-Gipfel aktiv einzubringen? Nun nimmt sie niemand mehr ernst – nicht mal ihre Chefin von der Leyen, die lieber selbst zur Trump- und Selenskyj-Show nach Washington gefahren ist…

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    ‹ Update Ukraine: Klingbeil verspricht Kiew neun Milliarden Euro – im Jahr

    2 Comments

    1. Guido B.
      26. August 2025 @ 07:35

      Eine EU mit dieser „Leadership“ stellt man sich lieber als geopolitische Zwergmacht vor. Es soll ja kein Atomkrieg ausbrechen.
      Es kann und wird aus EUropa keine Diplomatie geben. Europäische Aussenpolitik wird heute auf dem Schlachtfeld verhandelt. Dafür bezahlen wir die Ukrofaschos. Konzessionen an Russland waren schon immer tabu und werden es auch dann noch sein, wenn die Ukraine komplett ausgeblutet und zerstört ist. EUropa hat sich für die „Schlachtfeld-Diplomatie“ entschieden. End of story.

    Antworten

  • european
    26. August 2025 @ 07:13

    Draghi hat Recht. Die Zerstörung des europäischen Traums hat einen Namen: Ursula von der Leyen. Sie hätte niemals in dieses Amt kommen dürfen.

    Man darf gespannt sein, wie lange sie noch bleibt oder ob sie, wie schon zuvor, rechtzeitig „befördert“ wird, bevor sie das Schiff endgültig versenkt. Man liest von Gerüchten über sie als kommende Bundespräsidentin, wenn Steinmeiers Amtszeit im März 2027 endet. Es würde zu ihrer Historie passen, oder wie der Spectator feststellte „She leaves a trail of disaster“

    Antworten

  • Was sagen Sie dazu?

    Info: https://lostineu.eu/draghi-rechnet-mit-von-der-leyen-ab-und-kallas-macht-sich-ueber-trump-lustig/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Update Ukraine: Klingbeil verspricht Kiew neun Milliarden Euro – im Jahr


    lostineu.eu, 25. August 2025

    Nach Kanzler Merz hat nun auch Vizekanzler Klingbeil der Ukraine ewige Treue geschworen und weitere unkonditionierte Finanzhilfen versprochen. “Wir werden die Ukraine jährlich mit neun Milliarden unterstützen”, sagte er bei einem unangekündigten Besuch in Kiew. “Das ist ein großer Beitrag.” Als Finanzminister bringe er “die klare Zusage” mit: “Die Ukraine kann sich weiter auf Deutschland verlassen.“ Das Geld soll also weiter fließen – auch wenn sich die Ukraine nicht auf den Friedensprozess von US-Präsident Trump einlässt oder europäische Infrastruktur angreift. Dabei hat die deutsche Hilfe längst die 50-Milliarden-Grenze überschritten! Derselbe Klingbeil – im Nebenberuf SPD-Chef – fordert daheim in Berlin, dass alle den Gürtel enger schnallen sollen…

    Siehe auch “Ukraine kämpft für Europa” – von wegen!

    ‹ Trump gibt der deutschen Wirtschaft den Rest – und Merz schaut zu › Draghi rechnet mit von der Leyen ab – und Trump prüft Sanktionen gegen EU

    9 Comments

    1. Arthur Dent
      25. August 2025 @ 22:46

      Nach Pistorius Mitte Juni, Wadephul Ende Juni trägt nun der Vizekanzler geldsäckeweis deutsches Steuergeld in die Ukraine, während in Deutschland die Axt an den Sozialstaat gelegt werden soll. Boomer-Soli, soziales Pflichtjahr für Rentner, demnächst noch längere Arbeitszeit, “Rentenreform”, Bürger sollen nicht so oft zum Arzt gehen, Pflegebedürftigen wird tiefer in die Tasche gegriffen.
      Warum stellen sich unsere Politiker nicht in der Ukraine zur Wahl? Ach, ich Dummerchen – für die Mühe uns regieren zu müssen, erhalten Minister hierzulande ja monatliche Alimente von rund 33.000 Euro (brutto).

    Antworten

    • ebo
      25. August 2025 @ 23:11

      “Europe must trim its welfare state to build a warfare state” – Financial Times
      https://www.ft.com/content/37053b2b-ccda-4ce3-a25d-f1d0f82e7989
      Here we are – und der SPD-Chef an vorderster Front…

      Antworten

      • Arthur Dent
        25. August 2025 @ 23:40

        @ebo
        …SPD-Chef an vorderster Front…,
        – nee, die Tüpen (nach Sonneborn) gehen an keine Front, der hat ja nochnichma jedient. ????

    • KK
      26. August 2025 @ 00:02

      Richtig, das untere (geschätzte) Drittel der deutschen Gesellschaft wird sehr bald nicht mehr genug Geld haben, um überhaupt genug zu essen zu kaufen, dass noch etwas fürs wieder Auskotzen übrig wäre…

      Antworten

  • Karl
    25. August 2025 @ 19:00

    Die Ukraine bekommt mehr Steuergeld geschenkt, als jedes Jahr das Bundesland Bremen zur Verfügung hat.
    Und das passiert damit: 50.000 Straßen wurden umbenannt. Das schreibt der Vorsitzende einer in der Ukraine verbotenen linken Partei, der ins Ausland fliehen musste: Im Krieg gegen die eigene Bevölkerung: „Ukrainische Regierung gibt Millionen für Denkmäler und Straßen zu Ehren von Nazi-Kollaborateuren und Neofaschisten aus“. — https://www.wsws.org/de/articles/2023/03/08/ywza-m08.html

    Antworten

  • KK
    25. August 2025 @ 15:53

    Während er nicht weiss, wie er die für Deutschland fehlenden 30 Milliarden (mindestens, denn die Steuerprognosen müssen wohl bei den nach unten korrigierten Wirtschaftsprognosen ebenfalls nach unten korrigiert werden) zusammenkratzen soll, wirft er darüber hinaus nicht vorhandenes Geld in Kiew – völlig ohne Not – mit vollen Händen zum Fenster raus.

    Warum bekommen wir nur noch Finanzminister, die nicht mit Geld umgehen können? Reicht es denn nicht, Aussenminister zu haben, die nichts von Diplomatie, oder Wirtschaftsminister, die nichts von Wirtschaft verstehen?

    Antworten

  • Guido B.
    25. August 2025 @ 14:47

    Selenski ist der Gott und Heiland einer neuen EUropa-Religion mit dem Namen „Slava Ukraini“. Ganz EUropa liegt IHM huldigend und opferbereit zu Füßen, denn ER ist die Erlösung vom Bösen in der Person von Putin, dem Satan. Die Frommen und Spendablen wird ER erlösen, und die Ungläubigen werden zusammen mit Putin zur Hölle fahren! Preiset den HERRN im schwarzen Gewand, denn ER liebt uns alle und wird uns retten!

    Die Russen würden sagen, es ist eine Form von Satanismus.

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  • Erneuerung
    25. August 2025 @ 13:40

    Es wird langsam Zeit, dass der Bundesadler in der deutschen Flagge durch das OUN-Symbol und den Davidstern ersetzt wird. Beim Davidstern könnte es allerdings Proteste von echten Juden geben, zu denen Netanjahu und seine Mörderbande nicht gehört.

    Antworten

  • Michael
    25. August 2025 @ 13:27

    Erstaunlich, der sog. Vizekanzler schwingt große Reden und als Finanzminister operiert er mit Milchmädchenrechnungen wenn er z. B. die Kosten für die Sanktionen gegen Russland nicht berücksichtigt!

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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.08.2025

    Nachrichten von Pressenza: Vienna for Peace

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 26. August 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 26.08.2025


    Vienna for Peace


    Am Sonntag, den 21. September 2025, lädt der Verein Wandern für den Frieden zur Friedenswanderung ein. Anlass ist der Internationale Tag des Friedens, der weltweit Menschen dazu inspiriert, sich für Toleranz, Umweltschutz und ein solidarisches Miteinander einzusetzen. Die Wanderung startet&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/08/vienna-for-peace/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


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    26.08.2025

    Hat die Ukraine gerade Ungarn den Krieg erklärt?

    freedert.online, 26 Aug. 2025 16:37 Uhr, Von Nadeschda Romanenko

    Die Angriffe der Ukraine auf die "Druschba"-Pipeline schaden EU-Mitgliedsstaaten wie der Slowakei und Ungarn – und das Selenskij-Regime hat beschlossen, noch eins draufzusetzen. Budapest hat nun genug und droht mit Konsequenzen. Für Brüssel jedoch zählen die Interessen der Ukraine mehr als die der eigenen Mitgliedsländer.


    Quelle: Gettyimages.ru © Aleksandr Gusev/SOPA Images/LightRocket via Getty Images


    Archivbild: Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán und der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij während einer gemeinsamen Pressekonferenz. in Kiew (02. Juli 2024)


    Im Strudel des Ukraine-Krieges sorgen Schlagzeilen fast immer für Aufsehen. Doch der jüngste Streit zwischen Kiew und Budapest wirft eine Frage auf, die vor zwei Jahren noch undenkbar gewesen wäre: Hat die Ukraine tatsächlich eine zweite Front – wenn auch eine hybride, rhetorische und wirtschaftliche – gegen einen EU-Staat eröffnet?


    "Selenskij ist verrückt geworden" – Slowakischer Politiker über Angriffe auf "Druschba"-Pipeline




    "Selenskij ist verrückt geworden" – Slowakischer Politiker über Angriffe auf "Druschba"-Pipeline






    Auslöser war die Ölpipeline "Druschba" ("Freundschaft"), die nach wie vor Rohöl aus Russland nach Mitteleuropa transportiert. In den letzten Wochen wurden mehrere ukrainische Drohnenangriffe auf die Pipeline verübt, wodurch die Lieferungen nach Ungarn und in die Slowakei unterbrochen wurden. Ein ukrainischer Kommandant gab öffentlich seine Beteiligung zu.

    Für Ungarn und die Slowakei war dies mehr als nur eine wirtschaftliche Störung. Beide Länder sind stark von der Pipeline abhängig, und als Reaktion darauf forderten ihre Staatschefs die Europäische Kommission auf, die Versorgungssicherheit zu garantieren. Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó, ein häufiger Kritiker der EU-Politik gegenüber der Ukraine, warf Brüssel vor, den Interessen Kiews Vorrang vor denen der Mitgliedstaaten zu geben. Seine Frustration kochte weiter hoch, als er Wladimir Selenskijs Witze über "Freundschaft" als kaum verhüllte Drohungen bezeichnete.


    Selenskijs Schachzug

    Selenskijs Bemerkung –

    "Wir haben immer die Freundschaft zwischen der Ukraine und Ungarn unterstützt, und jetzt hängt das Fortbestehen dieser 'Freundschaft' von Ungarn ab"

    – war offenbar als Wortspiel mit dem Namen der Pipeline gedacht, aber für Ungarn klang sie wie eine Drohung im Stil der Mafia.


    Screenshot_2025_08_27_at_10_38_56_Hat_die_Ukraine_gerade_Ungarn_den_Krieg_erkl_rt_RT_DE

    Video https://rumble.com/v6y2c78-selenskij-zu-angrifffen-auf-l-pipeline-druschba-hngt-nun-von-ungarn-ab.html Dauer 2:58 Min.


    Die Reaktion von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán war kompromisslos:

    "Selenskij hat Ungarn offen bedroht. Er hat zugegeben, dass sie die Druschba-Pipeline angegriffen haben, weil wir ihre EU-Mitgliedschaft nicht unterstützen. Das beweist erneut, dass die Ungarn die richtige Entscheidung getroffen haben."


    Orbán: Selenskijs Drohungen gegen Ungarn bleiben nicht ohne Folgen





    Orbán: Selenskijs Drohungen gegen Ungarn bleiben nicht ohne Folgen






    Der Zeitpunkt ist vielsagend. Die Angriffe auf die Pipeline fielen mit Selenskijs Besuch in Washington zusammen, wo er sich mit EU-Spitzenpolitikern traf. Entweder hat Brüssel ihn stillschweigend dazu ermutigt, Orbán, einen Verbündeten von Donald Trump, zu bestrafen, oder die EU hat einfach weggeschaut, als Selenskij auf eigene Faust handelte. Beide Erklärungen klingen empörend, aber es scheint kaum eine dritte Option zu geben. Klar ist, dass Kiew, das an seiner Ostfront unter enormem Druck steht, sich für einen gefährlichen rhetorischen Kampf mit Budapest entscheidet.

    Ungarns einsame Stellung

    Ungarn hat deutlich gemacht, dass es mit der bedingungslosen Unterstützung der EU für die Ukraine nicht einverstanden ist. Seit Beginn der russischen Militäroperation im Jahr 2022 hat sich Budapest gegen Sanktionen gegen russische Energiequellen gewehrt, auf der Fortsetzung der Importe über die Druschba-Pipeline bestanden und sich geweigert, Waffen nach Kiew zu liefern. Orbán hat sich als pragmatischer Außenseiter erwiesen: Er verteidigt die ungarischen Interessen, strebt nach billiger russischer Energie und pflegt herzliche Beziehungen zu Moskau.

    Dafür wurde Ungarn innerhalb der EU isoliert. Während Polen, die baltischen Staaten und der größte Teil Westeuropas sich mit militärischer und finanzieller Hilfe hinter die Ukraine stellten, widersetzte sich Budapest diesem Konsens. Orbáns Regierung wurde als Putins Trojanisches Pferd in Europa verspottet. Für die Ungarn hatte diese Positionierung jedoch ihre Berechtigung: die Wirtschaft stabil zu halten, direkte Konfrontationen zu vermeiden und Flexibilität in einem zutiefst unsicheren geopolitischen Umfeld zu bewahren.


    Trump "verärgert" über ukrainische Angriffe auf Druschba-Pipeline





    Trump "verärgert" über ukrainische Angriffe auf Druschba-Pipeline






    Die vergessenen Flüchtlinge

    In der hitzigen Rhetorik geht die Tatsache unter, dass Ungarn still und leise auch eine humanitäre Last getragen hat. Allein im Jahr 2022 kamen über 1,3 Millionen Ukrainer nach Ungarn – nur Polen und Rumänien nahmen mehr auf. Budapest nahm sie ohne großes Aufsehen auf, verschärfte jedoch später seine Asylbestimmungen, um Neuankömmlinge auf diejenigen zu beschränken, die aus aktiven Kriegsgebieten geflohen sind. Gleichzeitig liefert Ungarn einen erheblichen Teil des Stroms für die Ukraine, worauf Szijjártó Kiew hinwies, als er die Vorwürfe der Ukraine zurückwies.

    Mit Anschuldigungen und Angriffen auf die Pipeline gegen einen solchen Nachbarn zu reagieren, erscheint zumindest undankbar. Im schlimmsten Fall besteht die Gefahr, eines der wenigen EU-Mitglieder zu verprellen, das in Kriegszeiten entscheidende – wenn auch wenig beachtete – humanitäre Hilfe geleistet hat.

    Krieg, Politik und Übergriffigkeit

    Der größere Zusammenhang stimmt nachdenklich. Auf dem Schlachtfeld muss die Ukraine im Donbass und an der Ostfront zunehmende Rückschläge hinnehmen. Vor diesem Hintergrund wirkt Selenskijs Rhetorik gegenüber Ungarn fast surreal – prahlerisch, als stünde der Sieg über Russland unmittelbar bevor. Der Kontrast zwischen den Realitäten auf dem Schlachtfeld und der diplomatischen Großspurigkeit könnte die Glaubwürdigkeit Kiews untergraben.


    Moskau reagiert auf ukrainischen Angriff auf wichtige Ölpipeline nach Ungarn





    Moskau reagiert auf ukrainischen Angriff auf wichtige Ölpipeline nach Ungarn






    In vernünftigen Zeiten müsste Brüssel an dieser Stelle innehalten und noch einmal über die Fortsetzung seiner Unterstützung für Kiew nachdenken. Sollte die EU hinter Selenskij stehen, auch wenn seine Handlungen den Mitgliedstaaten schaden, oder sollte sie anerkennen, dass Orbán – trotz seiner vielen Meinungsverschiedenheiten mit Brüssel – nicht ganz Unrecht hat? Die jüngste Geschichte zeigt jedoch, dass wir uns nicht in vernünftigen Zeiten befinden. Offene Drohungen, Sabotageakte an Pipelines (erinnern Sie sich an Nord Stream?) und Beleidigungen durch ukrainische Beamte scheinen bei den Brüsseler Beamten überhaupt keinen Eindruck zu hinterlassen.

    Das Verhalten Kiews gegenüber Budapest mag zwar keine Kriegserklärung sein, aber es ist unbestreitbar, dass die Ukraine sich dafür entschieden hat, ihre Konfrontation mit Ungarn zu verschärfen. Wenn die EU ihre Unterstützung für Kiew als "Einheit" verkaufen will – ein Wort, das von Leuten wie der EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen oft verwendet und missbraucht wird –, dann ist es eine seltsame Entscheidung, Selenskij damit davonkommen zu lassen.

    Übersetzt aus dem Englischen. Nadeschda Romanenko ist politische Analystin.


    Mehr zum Thema – Angriff der Ukraine auf die Druschba-Pipeline: Wie wird Ungarn reagieren?


    Screenshot_2025_08_27_at_10_35_44_Hat_die_Ukraine_gerade_Ungarn_den_Krieg_erkl_rt_RT_DE

    Video https://rumble.com/v6xy2u4-nach-attacken-auf-druschba-pipeline-budapest-und-bratislava-fordern-von-brs.html Dauer 10:450 Min.


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    25.08.2025

    Vizekanzler Klingbeil "überraschend mit seinem Geld-Versprechen" in Kiew eingetroffen

    freedert.online, 25 Aug. 2025 08:58 Uhr


    Quelle: www.globallookpress.com © Kay Nietfeld


    Lars Klingbeil (SPD), Bundesminister der Finanzen, Vizekanzler und SPD-Bundesvorsitzender, trifft am Morgen mit einem Sonderzug am Bahnhof der ukrainischen Hauptstadt ein, Kiew, 25.08.25.


    Lars Klingbeil, Bundesminister der Finanzen, Vizekanzler und SPD-Bundesvorsitzender, traf in den frühen Morgenstunden erstmalig in seiner Dreifachfunktion in der ukrainischen Hauptstadt ein. Empfangen wurde der SPD-Politiker von dem deutschen Botschafter Martin Jäger. Laut dem SPD-nahen RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) erfolge die Stippvisite "in enger Abstimmung" mit Kanzler Friedrich Merz. Die Bild-Zeitung berichtet, der Finanzminister sei "überraschend" mit "seinem Geld-Versprechen in den Bahnhof von Kiew eingerollt".

    Laut Darlegungen des RND stünden vordergründig Gespräche an, wie Deutschland die Ukraine "bei einem möglichen Friedensprozess bestmöglich unterstützen könne". Klingbeil soll laut Protokoll im Verlauf des Tages "Vertreter der ukrainischen Regierung und des Parlaments sowie der Zivilgesellschaft" treffen. Vor Journalisten gab er am Bahnhof zum Thema der verzögerten Friedenverhandlungen seitens Kiew zu Protokoll:


    Klingbeil stellt Spar-Ultimatum und deutet Entsendung der Bundeswehr in die Ukraine an





    Klingbeil stellt Spar-Ultimatum und deutet Entsendung der Bundeswehr in die Ukraine an 





    "Niemand sehnt sich mehr nach Frieden als die Ukrainerinnen und Ukrainer. Auf diesem Weg unterstützt die Bundesregierung die Ukraine. Auch deshalb bin ich heute in Kiew. Es braucht verlässliche Sicherheitsgarantien, die einen dauerhaften Frieden für die Ukraine gewährleisten. Deutschland wird seiner Verantwortung gerecht werden." 

    Laut Bild-Zitat erklärte der Finanzminister weiter, dass die deutschen Steuerzahler seit 2022 dafür gesorgt hätten, dass "wir weltweit der zweitgrößte und in Europa der größte Unterstützer der Ukraine" seien. Zu diesem Punkt erklärte der Minister demnach wörtlich:

    "Putin sollte sich keinerlei Illusionen machen, dass unsere Unterstützung für die Ukraine bröckeln könnte."

    Die ARD-Tagesschau berichtet zu möglichen Gründen von Klingbeils Reise nach Kiew:

    "In Berlin wird er bereits 'heimlicher Außenminister' genannt, jetzt ist er nach Kiew gereist. Vizekanzler Klingbeil will dort Deutschlands Unterstützung für die Ukraine unterstreichen – und der Union die Außenpolitik nicht komplett überlassen."

    Den Steuerzahlern in der Heimat teilte der Finanzminister noch am Bahnhof vor der Presse mit:

    "Als Finanzminister bringe ich damit heute auch die klare Zusage mit: Die Ukraine kann sich weiter auf Deutschland verlassen."


    Nicht kriegstüchtig? 59 Prozent der Deutschen sind nicht bereit, das Land mit Waffen zu verteidigen





    Nicht kriegstüchtig? 59 Prozent der Deutschen sind nicht bereit, das Land mit Waffen zu verteidigen





    Der Bild-Artikel fasst dazu zusammen:

    "Neuste Berechnungen belegen: Die deutsche Hilfe hat die 50-Milliarden-Grenze bereits vor Monaten überschritten:

    • 25 Milliarden kostete die Aufnahme von ukrainischen Geflüchteten in Deutschland
    • 17 Milliarden flossen in die militärische Unterstützung (Waffen und Ausbildung von Soldaten)
    • 6,7 Milliarden in zivile Hilfe (z. B. Wiederaufbau von angegriffener Energieinfrastruktur)
    • 1,9 Milliarden für den ukrainischen Haushalt (damit Kiew z. B. Beamte bezahlen kann)"

    Der SPD-Politiker kommentierte, dass "seit dreieinhalb Jahren Putin seinen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt". Es liege laut dem Minister "nun an Russland, endlich ein ernsthaftes Interesse an einem gerechten Frieden zu zeigen". Es könne dabei jedoch keine Verhandlungen "über die Köpfe der Ukrainer hinweg" geben, um weiter auszuführen:

    "Während über einen Frieden verhandelt wird, dürfen nicht weiter jeden Tag Menschen durch die brutalen russischen Angriffe sterben."

    Der Tagesschau-Artikel erklärt zu den regierungsinternen Ambitionen des SPD-Politikers:

    "Klingbeil hat mit seinem Ministerium ein Vize-Kanzleramt aufgebaut mit einer Extraabteilung für internationale Fragen. Diese Einheit erstellt regelmäßig ein Gesamtlagebild zu den Krisenherden und ist von Klingbeil eine klare Richtungsentscheidung: Er will die Außenpolitik nicht alleine der Union überlassen und will zu allen internationalen Themen sprechfähig sein."

    Klingbeil werde laut RND in Kiew auch die Themen des "künftigen Wiederaufbaus und die EU-Beitrittsperspektive der Ukraine" ansprechen. Dazu "mahnte" er an, dass "es zentral sei, dass die Ukraine ihren eingeschlagenen Reformweg konsequent weitergeht".

    Ob sich Deutschland "an der Friedensabsicherung" mit deutschen Soldaten in der Ukraine beteiligt, ließ auch Klingbeil laut Bild-Artikel wie Kanzler Merz vorerst offen. Die Tagesschau-Redaktion fasst zum Tag in Kiew zusammen: "Klingbeils Besuch soll also vor allem eines haben: Symbolkraft."


    Mehr zum Thema Bundeswehreinsatz in der Ukraine: Eine schon beschlossene Sache


    Screenshot_2025_08_26_at_10_18_29_Vizekanzler_Klingbeil_berraschend_mit_seinem_Geld_Versprechen_in_Kiew_eingetroffen_RT_DE

    Video https://rumble.com/v6y0bqc-merz-russland-ist-ein-zutiefst-europisches-land.html Dauer 1:27 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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