08.01.2021

China drängt USA zu Verzicht auf Ersteinsatz von Nuklearwaffen

rt.com, 8 Jan. 2021 07:41 UhrWestliche Staaten, allen voran die USA, bezichtigen China, seine Militärfähigkeiten aggressiv aufzubauen. Peking beteuert, dass seine Militärpolitik defensiver Natur ist und fordert im Gegenzug von Washington, auf den Ersteinsatz von Atomwaffen zu verzichten.


Zitat: Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums Hua Chunying hat am Dienstag die Vereinigten Staaten aufgefordert, sich zu einer Politik des Verzichtes auf den Ersteinsatz von Nuklearwaffen zu verpflichten sowie ihr Arsenal von Nuklearwaffen "drastisch" zu verringern. Grundlage sei eine Verlängerung des New-START-Abrüstungsabkommens zwischen den USA und Russland, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

"Unter den fünf Nuklearmächten ist China die einzige, die eine Politik des Nicht-Ersteinsatzes von Nuklearwaffen verfolgt, und diese Politik wird nicht verändert werden. Wir hoffen, dass die USA so schnell wie möglich dieselbe Verpflichtung eingehen können wie China", erklärte Hua.

Zuvor hatte das US-Außenministerium einen Artikel mit dem Titel "Chinas Nuklearer Wahnsinn" veröffentlicht. In diesem wirft Washington China vor, bezüglich seines Arsenals von Atomwaffen nicht transparent zu sein.

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Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums sagte, dass sich die "Lügendiplomatie" des amtierenden US-Außenministers Mike Pompeo sehr negativ auf die Glaubhaftigkeit und das Bild der Vereinigten Staaten auswirken würde.

"Es ist allgemein bekannt, dass die USA das größte und modernste Atomwaffenarsenal haben. Aber die Trump-Regierung hat die globale strategische Sicherheit und Stabilität ernsthaft untergraben, indem sie sich ihrer besonderen Verantwortung bei der nuklearen Abrüstung entzieht, mutwillig aus Verträgen und Organisationen aussteigt, Billionen von Dollar für die Aufrüstung ihres Atomwaffenarsenals ausgibt und die Schwelle für den Einsatz von Atomwaffen herabsetzt."

Die Weltgemeinschaft erkenne, wer wirklich eine Politik des nuklearen Wahnsinns verfolge, so Hua. Die chinesische Diplomatin rief Washington auf, China nicht zu beschmieren. China verfolge eine nationale Verteidigungspolitik, die in ihrer Natur defensiv sei. In Übereinstimmung damit halte Peking seine nuklearen Fähigkeiten immer auf dem Mindestniveau, das für Chinas nationale Sicherheit erforderlich sei.

Hua rief die Vereinigten Staaten zudem dazu auf, Russlands Forderung einer Verlängerung des New-START-Abkommens zuzustimmen und auf dieser Basis sein Arsenal an Atomwaffen "drastisch" zu reduzieren.

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Info: https://de.rt.com/international/111419-china-draengt-usa-zu-verzicht

08.01.2021

Gorbatschow: Ausschreitungen in Washington stellen weiteres Schicksal der USA infrage

rt.com, 8 Jan. 2021 06:15 Uhr
Die Proteste der vergangenen Nacht am US-Regierungssitz in Washington haben die Zukunft der USA als Staat infrage gestellt, meint der Ex-Präsident der UdSSR Michail Gorbatschow. Ihm zufolge handelte es sich beim Sturm auf das Kapitol um eine "vorweg geplante" Aktion.


Zitat: Im Interview mit der russischen Zeitung Interfax erklärte Michail Gorbatschow in Bezug auf die Ausschreitungen am US-Kongress am Mittwoch, dass sie "offenbar vorausgeplant" gewesen seien und ihre Drahtzieher "auf der Hand liegen" würden. Der Politiker führte aus:

"Aber es geht hier nicht nur um die Ausschreitungen. Ihre Aufgabe ist klar, jedoch nur auf den ersten Blick. So einfach ist das alles nicht."

Die wirklichen Gründe für die Proteste in Washington würden mit der Zeit geklärt werden, legte Gorbatschow nahe. Er sagte:

"Die Menschen der neuen Generation werden verstehen, dass das Wettrüsten den Tod bedeutet, und sie werden bereit sein, entsprechende Schlüsse für dessen Beendigung zu ziehen. Es wird beendet werden, aber allmählich. Es wird eine Wendung zur Deeskalation, eine Wendung zum Verzicht auf das Wettrüsten geben, davon bin ich überzeugt."  

Der Ex-Präsident erinnerte sich des Weiteren an die Abrüstungsverhandlungen mit den USA zu seiner Amtszeit und meinte diesbezüglich:

"Als ich seinerzeit den Abrüstungsvertrag unterzeichnet habe, war dies durchaus keine einfache Zeit: Wir hatten Gegner, starke Gegner, aber wir haben es durchgesetzt, weil wir Frieden wollten. Die Menschen, die sich dem Krieg widersetzen, werden sich vereinen, und ihre Anführer werden eine Lösung finden müssen. Sie werden eine Lösung und neue Formen des Dialogs unter Berücksichtigung neuer Waffenarten finden. Man darf die Hoffnung nicht aufgeben. Ich verliere nicht die Hoffnung auf die jungen Menschen."  

Mehr zum Thema"Unerträglicher Anschlag auf die Demokratie": Reaktionen auf den Sturm des Kapitols in Washington

Info: https://de.rt.com/russland/111486-ex-prasident-gorbatschow-ausschreitungen-in

08.01.2021

Profiteure der Angst - Impfstoff-Marketing mit erfundenen Pandemien (Arte-Doku 2009)

youtube.com, 27.03.2020

Profiteure der Angst - Impfstoff-Marketing mit erfundenen Pandemien. Tags: Schweinegrippe SARS H1N1 Doku Dokumentation Dokumentarfilm WHO Pharmaindustrie Virus Aufklärung Influenza Pandemie Epedemie Impfstoffe Medikamente Tamiflu Donald Rumsfeld Panik Panikmache Hysterie Wolfgang Wodarg RKI Robert Koch Institut Christian Drosten Peter Schönhöfer Gerd Glaeske

Info:  https://www.youtube.com/watch?v=ZkyL4NxJJcc Dauer 56:43 Min.


Kommentar: Die Tatsache, dass bei den Corona-Impfstoffen wieder verkürzte Zulassungen erlaubt wurden zeigt, dass aus den bereits gemachten schlechten Erfahrungen, keinerlei Lehren gezogen wurden. Das gilt auch für jetzt (wieder) beteiligte Personen, wie Prof. Drosten, der mit dem Schweinegrippeimfstoff bereits 2009 viele Leute krankmachende Wirkstoffe eingesetzt hat. Schon deshalb ist hier Skepsis notwendig und erst recht, da die jetzt eilig zugelassenenen Impfwirkstoffen auf das menschliche Erbgut verändernd einwirken.


Deshalb empfiehlt es sich besonders die Impfbefürworter zu fragen, ob sie sich, angesichts der Unsicherheiten, wenn gemäß Impfbefürworter Herrn Lauterbach,


-  Wirksamkeit: unklar   -  Nebenwirkungen: unklar  -  Langzeitfolgen: unklar  - 

Immunität: unklar  -  Infektiosität: unklar  -  Nutzen: evtl. leichterer Krankheitsverlauf  -


                                                                                        , als erste Imfen lassen wollen!   Thomas Bauer

08.01.2021

Nach Sturm aufs Kapitol: Pelosi kündigt Impeachment an – wenn Trump nicht sofort zurück tritt

faz.net, Aktualisiert am

Die Demokratin zeigte sich besorgt, dass Trump „Militärschläge beginnen“ oder einen „atomaren Angriff“ befehlen könnte und beriet sich dazu mit Generalstabschef Mark Milley.


Zitat: Die „Sprecherin“ des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hat dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump wegen seiner Rolle beim Sturm auf das Kapitol mit einem Amtsenthebungsverfahren gedroht, sollte er nicht „sofort“ zurücktreten. Das berichtete die „New York Times“ am Freitag. Das Parlament könnte kommende Woche das Verfahren einleiten. In einem Brief an die Abgeordneten des Repräsentantenhauses nahm Pelosi Bezug auf den Rücktritt des amerikanischen Präsidenten Richard M. Nixon im Zuge der Watergate-Affäre und warb um die Unterstützung der Republikaner. Damals habe die republikanische Partei Nixon dazu bewegt, zurückzutreten und so der Schmach einer Amtsenthebung zu entgehen. Pelosi nannte Trumps Vorgehen einen „entsetzlichen Angriff auf die Demokratie“.

Trump wird vorgeworfen, für den Gewaltexzess im Kapitol mitverantwortlich zu sein, nachdem er seine Anhänger bei einem Auftritt in Washington mit unbelegten Wahlbetrugs-Vorwürfen angestachelt und zum Marsch auf das Kongressgebäude aufgerufen hatte. Am Donnerstag bemühte er sich, die Wogen zu glätten. Trump kritisierte in einer Videobotschaft auf Twitter „die Gewalt, die Gesetzesbrüche und das Chaos“ und rief zur „Versöhnung“ und „Heilung“ auf.

Angesichts der Vorfälle im Kapitol hatte sich die „Sprecherin“ des Repräsentantenhauses Pelosi am Freitag mit der Führung der obersten amerikanischen Streitkräfte beraten. Sie wolle einen „instabilen Präsidenten“ daran hindern, „Militärschläge zu beginnen“ oder einen „atomaren Angriff“ zu befehlen, teilte die Demokratin nach einem Gespräch mit Generalstabschef Mark Milley mit, das dessen Sprecher später bestätigte. Der abgewählte Republikaner Trump „könnte nicht gefährlicher sein und wir müssen alles in unserer Macht stehende tun, die Menschen in Amerika“ und die Demokratie zu schützen, so Pelosi.


Trump ist weiterhin Oberbefehlshaber der Streitkräfte

Trump ist bis zur Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden am 20. Januar weiterhin mit allen Befugnissen Präsident. Trotz seiner Wahlniederlage ist er auch weiterhin Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Das Militär kann sich also streng genommen seinen Befehlen nicht offen widersetzen. Führende Persönlichkeiten wie der von Trump ernannte Generalstabschef könnten Befehle aber vermutlich hinterfragen oder deren Ausführung deutlich verzögern.

Pelosi, die von Amts wegen das dritthöchste Staatsamt bekleidet, kann gegenüber den Streitkräften nur ihren politischen Einfluss geltend machen, sie hat keinerlei Befehlsgewalt über das Militär. Nach dem gewaltsamen Sturm des Kapitols durch Anhänger Trumps hatte Pelosi bereits die sofortige Amtsenthebung des Präsidenten gefordert.


 

Trump hatte die Präsidentenwahl im November klar gegen Biden verloren. Bis zuletzt wehrte er sich jedoch mit allen Mitteln dagegen, die Niederlage zu akzeptieren. Der Sturm des Kapitols am Mittwoch sorgte national wie international für Entsetzen. Die Proteste von Trumps Anhängern richteten sich gegen die Zertifizierung des Wahlergebnisses im Kongress. Die beiden Kongresskammern bestätigten Bidens Sieg am Donnerstagmorgen jedoch trotz der Ausschreitungen offiziell.

Am Freitag teilte Trump mit, er werde nicht an der Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden teilnehmen. „An alle, die gefragt haben: Ich werde nicht zur Amtseinführung am 20. Januar gehen“, teilte er auf Twitter mit. Trump würde mit seiner Nichtteilnahme mit einer Tradition der friedlichen Amtsübergabe brechen. Während seiner eigenen Inauguration waren sowohl sein direkter Vorgänger Barack Obama als auch dessen Vorgänger George W. Bush zugegen. Das blieb besonders in Erinnerung, weil Bush nach Trumps Antrittsrede gesagt haben soll: „That was some weird shit.“

Info: https://www.faz.net/aktuell/politik/von-trump-zu-biden/pelosi-kuendigt-impeachment-an-wenn-trump-nicht-sofort-zuruecktritt-17136807.html


Kommentar: Zur Belegung des Vorwurfs von Trump, die Präsidentschaftswahlen seien manipuliert worden, läuft am 20. Januar die Zeit ab.                Thomas Bauer

07.01.2021

Die Welt nach COVID-19, das teuflische Projekt des WEF: "Resetting the Future of Work Agenda" mit dem "Great Reset" Ein schreckenerregen- der Plan für die Zukunft

luftpost-kl.de, LP 097/20 – 23.12.20, Friedenspolitische Mitteilungen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein (Ganzer Text u. aktive Links in der PDF !)


Es tut uns leid, wenn wir die ohnehin getrübte weihnachtliche Stimmung mit unserer Über-setzung eines Artikels von Peter Koenig zusätzlich stören müssen, aber dessen gründliche Lektüre und ein sich daraus entwickelnder gemeinsamer, vor allem aber klügerer Wi-derstand gegen den "Great Reset" könnte uns alle vor großem Schaden bewahren. Die Welt nach COVID-19, das teuflische Projekt des WEF: "Resetting the Future of Work Agenda" mit dem "Great Reset" Ein schreckenerregender Plan für die Zukunft


Zitat: Von Peter Koenig Global Research, 11.11.20 ( https://www.globalresearch.ca/world-economic-forum-step-two-resetting-future-work-agenda-after-great-reset/5729175 )


Das Weltwirtschaftsforum (WEF, s. https://de.wikipedia.org/wiki/Welt-wirtschaftsforum ) hat im Oktober 2020 ein "Weißbuch" mit dem Titel"Resetting the Future of Work Agenda – Disruption and Renewalin a Post-Covid World" (s. unter http://www3.weforum.org/docs/WEF_NES_Resetting_FOW_Agenda_2020.pdf ) veröffentlicht. (Sinngemäß lautet der Titel: Der künftige Umbau der Arbeitswelt – Deren Zerstörung durch COVID-19 und ihre anschließende Erneuerung.) Dieses 31-seitige Dokument liest sich wie ein Plan zur Umsetzung der Buches "Covid-19 –the Great Reset", das Klaus Schwab (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Schwab ), der (1971) das Weltwirtschaftsforum (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaftsforum )gegründet hat und seit 1974 sein geschäftsführender Vorsitzender ist, und sein Mitarbeiter Thierry Malleret (s. https://www.theglobalist.com/contributors/thierry-malleret/ ) im Juli 2020 veröffentlicht ha-ben. (Unter dem Titel "COVID-19: Der GROSSE UMBRUCH" ist in-zwischen auch eine deutsche Übersetzung dieses Buches bei ForumPublishing erschienen, s. dazu auch http://www3.weforum.org/docs/WEF_Press_Release_COVID19_The_Great_Reset_DE.pdf .) Da "Resetting the Future“ als "Weißbuch" bezeichnet wird, scheint es noch nicht die endgültige Fassung des teuflischen WEF-Planes zu sein. Es ist wohl ein erster Entwurf, ein Versuchsballon, mit dem die Reaktionen der Leser getestet werden sollen, denn es wirkt wie ein "Hinrichtungsbefehl". Da es vermutlich nicht viele Menschenlesen werden, wird es kaum Aufsehen erregen. Wenn die Menschen nämlich zur Kenntnis nähmen, was das WEF tatsächlich plant, würden sie sich vermutlich mit Waffengewalt dagegen zur Wehr setzen. "Resetting the Future“ verspricht den 80 oder mehr Prozent der Weltbevölkerung, die COVID-19 überleben sollen, eine schreckenerregende Zukunft. George Orwells Buch "1984
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(s. https://de.wikipedia.org/wiki/1984_(Roman) ) liest sich wie eine menschenfreundliche Zukunftsvision – verglichen mit dem WEF-Horrorszenario für die Zukunft der Menschheit.


Bis 2030, also in zehn Jahren, soll der WEF-Plan – zeitgleich mit der UN-Agenda 2030 (s.https://www.un.org/Depts/german/gv-70/band1/ar70001.pdf ) – realisiert werden.


Als Reaktion auf COVID-19 sind folgende Maßnahmen geplant:

• 84 Prozent aller (überwiegend geistigen) Arbeitsprozesse sollen durch digitalisiertevirtuelle Videokonferenzen beschleunigt werden.

• Rund 83 Prozent der in Büros beschäftigten Menschen sollen künftig im Home Of-fice arbeiten – also ohne jeden direkten menschlichen Kontakt zu Kollegen – bei totalem Social Distancing.

• Rund 50 Prozent aller Arbeitsprozesse sollen automatisiert werden; auch im Home Office soll der Anteil menschlicher Arbeit drastisch reduziert werden.

• Auch die Höherqualifizierung / Umschulung soll zu 42 Prozent durch Digitalisierungbeschleunigt werden (durch spezielle bildungstechnologische Angebote) – ohne di-rekten menschlicher Kontakt, nur mit Hilfe von Algorithmen (s. https://www.dr-da-tenschutz.de/was-ist-ein-algorithmus-definition-und-beispiele/ ) und künstlicher Intelligenz (KI) per Computer. •35 Prozent der vorhandenen (beruflichen) Fertigkeiten sollen durch spezielleProgramme beschleunigt umgeschult werden, weil sie nicht mehr gebrauchtwürden.   

• 34 Prozent der derzeit bestehenden "veralteten" Organisationsstrukturen sollen"umstrukturiert" werden; neue digitale Strukturen sollen eine größtmögliche Kontrolle aller Aktivitäten ermöglichen.

• Vorhandene Belegschaften sollen durch die zeitweise Neuzuweisung von Arbeits-kräften für spezielle Aufgaben zu 30 Prozent "ausgewechselt" werden. Das bedeutet auch die Abschaffung des gegenwärtigen Entlohnungssystems und die Einführung eines "universellen Grundeinkommens" (s. https://norberthaering.-de/die-regenten-der-welt/grundeinkommen-weltwirtschaftsforums/ ), das gerade zum Überleben reichen dürfte, die Beschäftigten aber völlig abhängig von einem digitalen System machen würde, auf das sie keinerlei Einfluss haben.

•Ein vorübergehender Personalabbau soll 28 Prozent der Bevölkerung betreffen. Dadurch würde sich die Zahl der Arbeitslosen dramatisch erhöhen – mit verheerenden Auswirkungen, weil die meisten Arbeitslosen nie wieder einen Vollzeitjob fänden.

• Durch dauerhaften Personalabbau soll die Gesamtzahl der Arbeitskräfte um rund13 Prozent reduziert werden.

• Der Personalbestand soll vorübergehend um 5 Prozent – vermutlich ungelernte Arbeitskräfte – erhöht werden, die früher oder später durch KI-gesteuerte Roboter ersetzt und wegen der fortschreitenden Automatisierung ihrer Arbeitsplätze wiederentlassen würden.

• Nur 4 Prozent der bestehenden Arbeitsplätze sollen unverändert bleiben und nicht durch neue Arbeitsplätze, die durch KI und Algorithmen gesteuert sind, ersetzt werden. Und selbst diese äußerst geringe Zahl klingt wie unrealistisches abwiegelndes "Wunschdenken".

•Nach Abschluss des Umbruchs soll sich der Personalbestand fortlaufend um 1 Prozent erhöhen. Das ist aber noch nicht einmal "Kosmetik", sondern nur ein Witz.


So soll also die Umsetzung des Great Reset aussehen.

Durch den Great Reset sollen auch alle privaten Schulden getilgt werden – bei gleiclhzeitiger Übertragung des gesamten Privatvermögens an eine "Verwaltungs-

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agentur", vermutlich an den IWF (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_W%C3%A4hrungsfonds ). Die Menschen besäßen dann zwar buchstäblich nichts mehr, könnten aber "glücklich und zufrieden" sein, weil sie mit dem "Nötigsten" versorgt würden. Diese Video des WEF ist aufzurufen unter https://www.youtube.com/watch?v=ER04dbt5p74&feature=emb_logom. Die Menschen könnten sich auch nicht mehr gegen all diese "Veränderungen" auflehnen, denn schon vorher hätte man allen per Impfung einen Nano-Chip (s. https://www.youtube.com/watch?v=NNqjmBhnF3s ) implantiert, mit dem man über 5G odersogar 6G ihre Gedanken lesen und sie ruhigstellen könnte. Halten Sie das bitte nicht für eine "Verschwörungstheorie", das alles steht in dem Plan, den das WEF in seinem "Weißbuch" veröffentlicht hat. Die zum Pentagon gehörende Defense Advanced Research Project Agency, abgekürzt DARPA (s. unter https://de.wikipedia.org/wiki/Defense_Advanced_Research_Pro-jects_Agency ), hat schon vor Jahren die zur Umsetzung des WEF-Planes erforderliche Technologie entwickelt. Sie kann jederzeit eingesetzt werden, und das wird sieauch, wenn wir Menschen uns nicht dagegen wehren. Wir müssen uns zu zivilem Ungehorsam zusammenschließen und das so schnell wie möglich. Je länger wir untätig bleiben, desto schneller wird die Menschheit in ein totalitäres Desaster "schlafwandeln". Alle zwischenmenschlichen sozialen Kontakte sollen unterbunden werden. Das würde die Durchsetzung des vom WEF angestrebten totalitären Herrschaftsmodellssehr erleichtern.

• Wir, die (normalen) Menschen könnten noch nicht einmal rebellieren, weil wirkeinen Kontakt mehr zueinander hätten.

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• Wir, die (normalen) Menschen, sollen gegeneinander ausgespielt werden, undeine winzig kleine Minderheit, die sich für die "Superelite" hält, möchte die to-tale Kontrolle über die Menschheit ausüben.

• Wir hätten keinerlei Einfluss auf die digitalen Kontrollmechanismen, denn sielägen außerhalb unserer Reichweite. Man hofft, dass sich die Überlebendender Pandemie an die totale Kontrolle gewöhnen werden, und dass diese nochinnerhalb der gerade lebenden Generation als "neue Normalität" hingenommen wird. Auf die tatsächlich erwartete Anzahl der Überlebenden legt man sich weder in dem Buch "The Great Reset" noch in dem Weißbuch "Resetting the Future of Work Agenda" fest. Bill Gates, die Rockefellers, Kissinger und ihre Komplizen haben nie verheimlicht, dass sie die Erde für "überbevölkert" halten und dass die Anzahl ihre Bewohner reduziert werden müsse. Sie denken eugenistisch (s. https://www.t4-denkmal.de/Euge-nik-Rassenhygiene ). Eine perfekte Methode, zur Reduzierung der Weltbevölkerung sind von Bill Gates initiierte und von der WHO (s. https://www.euro.who.int/de/data-and-evidence ) unterstützte Impfprogramme. Durch diese skandalösen Impfprogramme sind zahlreiche Kinder verstorben– in den 1990er Jahren in Indien (s. https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/klini-sche-studien-in-indien-fordern-immer-wieder-todesopfer-a-806797.html ), 2014 in Kenia (s.https://www.pravda-tv.com/2016/06/bevoelkerungswachstum-kontrollieren-kenianische-ae-rzte-entdecken-sterilisationsmittel-in-impfstoffen-video/ ) und danach noch in anderenTeilen der Welt (s. https://www.zeitpunkt.ch/gates-globaler-impfstoff-plan ). Dazu gibt es auch einen sehr aufschlussreichen Ted Talk mit Bill Gates vom Februar 2010 (s. dazu auch https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz) ) zu dem Thema "Innovatingto Zero" (Neustart bei Null, s. https://www.ted.com/talks/bill_gates_innovating_to_zero?language=en ), der fast gleichzeitig mit der Veröffentlichung des "Rockefeller Report 2010" (s. dazu auch https://www.rockefellerfoundation.org/wp-content/uploads/Annual-Report-2010-1.pdf ) stattfand, in dem bereits das "Lock Step Scenario“ (s. https://norberthaering.-de/die-regenten-der-welt/lock-step-rockefeller-stiftung/ ) angekündigt wurde, das wir jetzt erleben. Kaum dagegen protestierend, wurde die ganze Welt – alle 193 Mitgliedsstaaten der UNO – bestochen oder dazu genötigt, diese gravierende Verletzung der Menschenrechte mitzumachen. Weder in dem Buch "The Great Reset" noch in dem Weißbuch "Resetting the Future of Work Agenda“ wird erwähnt, wer diese drakonischen neuen Regeln durchsetzen soll. Es sind vermutlich die gleichen Kräfte, die jetzt für den Straßenkampf in Städten und die Unterdrückung von Aufständen und sozialen Unruhen ausgebildet werden – die Polizei und das Militär. Ein Teil unserer "Widerstandsorganisation ziviler Ungehorsam" wird sich mit der Frage befassen müssen, wie wir die Polizisten und Soldaten darüber aufklären können, dass sie von einer kleinen "Elite" dazu missbraucht werden sollen, normale Menschen, zu denen auch sie selbst gehören, zu unterwerfen, und ihnen klarzumachen, dass sie sich auch in ihrem eigenen Interesse besser für die Verteidigung der Rechte ihrer Völker und der Menschheit einsetzen sollten. Auch die Lehrer und dasmedizinische Personal müssen alle Informationen bekommen und die ungeschönte Wahrheit über die Pläne des WEF erfahren.

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Das ist eine große Herausforderung, der wir uns unbedingt stellen müssen. Nurwenn wir erfolgreich sind, wird der Plan des WEF misslingen. Wir müssen uns aberauf einen schwierigen und langen Weg einstellen. Die Desinformation durch die Medien ist brutal, sehr mächtig und von "uns normalen Men-schen" nur schwer zu widerlegen, weil es gekauften Lohnschreibern und Geheimdiensttrollen immer wieder gelingt, uns zu spalten und wir nicht die unbegrenzten finanziellenMittel und Zugänge haben, die wir für eine wirksame "Gegenpropaganda" bräuchten. Das obligatorische Tragen von Masken und das "Social Distancing" haben Familienmitglieder, Freunde und Kollegen die sich gut verstanden (und über alles vernünftig miteinander re-den konnten), bereits zu (unversöhnlich scheinenden) Feinden gemacht. Diesem diktatorischen Bündnis (aus Regierungen und) Medien ist es leider gelungen die Gesellschaft zu spalten und die normalen Menschen gegeneinander aufzuhetzen. Wir sollten das aber nicht einfach hinnehmen, sondern die Zielsetzungen in dem Buch"The Great Reset" und dem dazu gehörenden Weißbuch "Resetting the Future of Work Agenda" durchschauen, uns damit auseinandersetzen, einigen und uns (durch sinnvolles) gemeinsames Handeln dagegen wehren. Wir brauchen menschliche Alternativen, um die Pläne des WEF und der es unterstützenden UN-Organisationen WHO, UNICEF, WTO (s.https://de.wikipedia.org/wiki/Welthandelsorganisation ), Weltbank (s. https://de.wikipe-dia.org/wiki/Weltbank ) und IWF (s. https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/ue-berblick-iwf-wto-und-co-1677110 ) zu durchkreuzen. Wir sollten auch versuchen, die gegenwärtig von egoistischen politischen und wirtschaftlichen Interessen blockierte UNO zum Nutzen aller normalen Menschen zu reformieren. Die grundlegenden Prinzipien des Völkerrechts, einschließlich der durch den Nürnberger Prozess gesetzten Rechtsnormen,müssen endlich durchgesetzt und angewandt werden. Peter Koenig ist Wirtschaftswissenschaftler und geopolitischer Analyst. Er ist auch Experte für Trinkwasser- und Umweltprobleme und hat mehr als 30 Jahre in den Bereichen Umwelt und Wasser für die Weltbank und die Weltgesundheitsorganisation WHO gearbeitet. Er hält Vorlesungen an Universitäten in den USA, Europa und Südamerika und schreibt regelmäßig für Global Research, Information Clearing House, RT; Sputnik; Press TV, The21. Century, Greanville Post, Defend Democracy Press, TeleSUR, The Saker, New Eastern Outlook und andere Internetseiten. Er ist der Autor des Buches "Implosion – An Economic Thriller about War, EnvironmentalDestruction and Corporate Greed" (Implosion – ein Wirtschaftskrimi über Krieg, Umwelt-zerstörung und die Habgier der Konzerne, s. https://www.amazon.com/Implosion-Econo-mic-Environmental-Destruction-Corporate/dp/059545349X ), eines auf Fakten basieren-den Romans über Erfahrungen , die er in seiner 30-jährigen Arbeit für die Weltbank (als Insider) auf dem ganzen Globus gesammelt hat. Er ist auch Mitautor des Buches "The World Order and Revolution! – Essays from the Resistance" (Weltordnung und Revolution! – Essays aus dem Widerstand, s. https://www.a-mazon.com/World-Order-Revolution-Essays-Resistance/dp/6027005874 ) und forscht fürdas Centre for Research on Globalization. (Wir haben diesen wichtigen Artikel komplett übersetzt und mit Ergänzungen, weiterführenden Links und Hervorhebungen versehen. Nach unserem Kommentar drucken wir den Originaltext ab.) ____________________

Info:  https://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_19/LP09720_231220.pdf (Ganzer Text)

07.01.2021

Von fragwürdigen und fehlinterpretierten Corona-Zahlen

heise.de, vom 24. Dezember 2020

Eine Kritik am Umgang mit der Corona-Pandemie (Teil 3 und Ende)

Ab dem 16. Dezember wurde von den Regierungen ein "harter Lockdown" verhängt, der zunächst bis zum 10. Januar gelten soll. In einer Serie von drei Artikeln werden die wissenschaftlichen Begründungen genauer beleuchtet. Im ersten Artikel wurden die fehlenden wissenschaftlichen Beweise für die Wirksamkeit von Lockdowns thematisiert.

Im zweiten Artikel wurden die in den Stellungnahmen der Fachgesellschaften und den Regierungserklärungen ignorierten Kollateralschäden von Lockdowns beschrieben, welche inzwischen durch zahlreichen Studien belegt sind.

Im dritten Artikel wird anhand einer kritischen Diskussion der vom Robert-Koch Institut veröffentlichten Corona-Fallzahlen beleuchtet, inwiefern eine Angst in der Größenordnung, wie sie von den Regierungen, den Medien und manchen Wissenschaftlern vermittelt wird, wirklich gerechtfertigt ist.

Teil 1: Warum die Wirksamkeit des Lockdowns wissenschaftlich nicht bewiesen ist
Teil 2: Über die ignorierten Kollateralschäden von Lockdowns

Am 16. Dezember wurde das öffentliche Leben in Deutschland erneut drastisch heruntergefahren. Der Einzelhandel mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf musste schließen, Schulen und Kindergärten wurden geschlossen, weiterhin gelten strikte Kontaktbeschränkungen. Begründet wird dies damit, dass dies aufgrund der extrem dramatischen aktuellen Corona-Lage unbedingt notwendig sei. So sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Pressekonferenz zur Verhängung des "harten Lockdowns" am 13. Dezember:

Ausgangspunkt und Notwendigkeit ergibt sich daraus, dass die Maßnahmen, die wir am 2. November begonnen hatten, nicht gereicht haben. Nachdem wir eine Zeit lang das exponentielle Wachstum stoppen konnten und eine Seitwärtsbewegung hatten, haben wir seit einigen Tagen wieder steigende Fallzahlen und ein exponentielles Wachstum. Und das bedeutet, dass wir auch sehr viele Tote zu beklagen haben, sie verfolgen die Statistik ja alle. Und wir wissen, dass auch das Gesundheitssystem schon sehr stark belastet ist, und unser Auftrag oder unser Vorhaben war ja immer eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Deshalb besteht dringender Handlungsbedarf und daraus resultieren die Beschlüsse, die heute gefasst wurden.

Noch dramatischer wird die Situation in einem Kommentar von Rainald Becker vom SWR in den Tagesthemen am 16. Dezember dargestellt. Er sagt dort:

952 Tote, 952 Menschen, Freunde, Bekannte und Verwandte. Rein rechnerisch stirbt damit etwa alle 1,5 Minuten ein Corona-positiver Mensch. Diese Rekordzahl am ersten Tag des bundesweiten Lockdown ist der beste Beleg für dessen Sinnhaftigkeit. Die Bilder aus der Uniklinik Freiburg, die dramatischen Zahlen aus Sachsen, wir haben es gerade gesehen, zeigen, es ist schon fünf nach zwölf. Wir stehen vor einem medizinischen Notstand.

Aber ist eine Angst in der Größenordnung, wie sie von der Regierung, vielen Medien und manchen Wissenschaftlern vermittelt wird, überhaupt der aktuellen Sachlage angemessen? Oder müssen wir vielleicht gar nicht solche extremen Ängste haben?

Dieser Frage soll im dritten Artikel dieser Serie zu den fragwürdigen Begründungen der Verordnung eines harten Lockdowns nachgegangen werden. Wie eine genauere Analyse der vom Robert-Koch Institut veröffentlichten Zahlen zu den Neuinfektionen, den Todesfällen und den belegten Intensivbetten zeigen wird, basieren solche panikmachenden Aussagen auf Fehlinterpretationen der Corona-Zahlen. In Wirklichkeit ist die aktuelle Lage deutlich weniger dramatisch, als es die veröffentlichten Zahlen und die Interpretation der Zahlen in Politik und Medien nahelegen.

Der Verlauf der Neuinfektionen

In der Pressekonferenz zur Verhängung des harten Lockdowns bezieht sich Angela Merkel bei der Interpretation der Gefahrenlage in Bezug auf das Infektionsgeschehen auf die tagtäglich vom RKI berichteten Neuinfektionen. In der folgenden Abbildung ist die entsprechende Graphik aus dem Dashboard des RKI abgebildet (Stand 21.12.):


In der Tat scheint es auf den ersten Blick so zu sein, dass die Zahl der Neuinfektionen seit mehr als drei Wochen wieder deutlich steigt. Ein genauerer Blick hinter die Zahlen lässt aber Zweifel aufkommen. Ein erster eigenartiger Aspekt ist der Verlauf der Wachstumskurve der Neuinfektionen: Obwohl der Zuwachs bis Mitte November immer mehr abgenommen hat und die Zahlen bereits sogar leicht zu sinken begonnen hatten (typischer "Wellenverlauf"), gab es plötzlich Ende November einen erneuten Anstieg.

Die Wachstumskurve bis Ende November entspricht dem Verlauf, wie Virusausbreitungen natürlicherweise verlaufen: Weil es in einer begrenzten Population zunehmend weniger Personen gibt, welche sich anstecken können, da sie das Virus bereits hatten, muss die Wachstumsrate - also die Zunahme bzw. Abnahme der Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag - beginnend vom Startwert aus mit der Zeit immer mehr abnehmen.

Aus diesem Grund werden Wachstumskurven zur Virusausbreitung eigentlich bekanntermaßen nicht mit Exponentialfunktionen beschrieben, welche eine konstante Wachstumsrate annehmen. Stattdessen werden logistische Funktionen oder Gompertz-Funktionen verwendet, welche eine abnehmende Wachstumsrate annehmen. So heißt es beispielsweise in einem entsprechenden Artikel im Ärzteblatt aus dem Jahr 1982:

Für jedes Problem lässt sich nachweisen, dass die Annahme eines exponentiellen Wachstums immer und meistens sehr schnell zur Katastrophe oder zu unsinnigen Konsequenzen führt. Keine reale und schon gar keine biologische Größe kann unbegrenzt wachsen ("Die Bäume wachsen nicht in den Himmel"). Die Annahme einer konstanten Wachstumsrate ist also keine mit der Wirklichkeit gut übereinstimmende Annahme. In den meisten Fällen beobachtet man ein Wachstum, bei dem y [die Anzahl der Fälle] sich immer langsamer einem Grenzwert nähert. Diese Tatsache muss in der Annahme über den Verlauf der spezifischen Wachstumsrate ihren Niederschlag finden. Die Wachstumsrate kann nicht konstant sein, sondern sie muss abnehmen.

Der Kurvenverlauf bis Ende November stünde also an sich perfekt im Einklang damit, dass sich die Virusausbreitung bereits von selbst wieder gebremst hat - unabhängig von den Maßnahmen, welche, wie im ersten Artikel der Serie herausgearbeitet, nach dem aktuellen Stand der Forschung die Virusausbreitung offenbar kaum beeinflussen. Aus dieser Perspektive heraus ist es ein Rätsel, warum die Fallzahlen nicht weiter dem für Virusausbreitungen eigentlich typischen Kurvenverlauf folgen und weiter sinken, sondern plötzlich wieder zu steigen beginnen.

Es muss also Faktoren geben, welche plötzlich hinzukommen und zu einer erneuten Steigung der Fallzahlen führen. Eine erste Möglichkeit ist, dass der Anfang November verordnete "Lockdown light" in Wirklichkeit kontraproduktiv war. Interessanterweise fängt die Anzahl an Neuinfektionen kurz nach dem Zeitpunkt wieder an zu steigen, an dem sich laut RKI frühestens ein Effekt des "Lockdown light" zeigen kann (frühestens zwei Wochen nach Beginn der Maßnahme).

Es gibt womöglich tatsächlich Grund zur Annahme, dass der "Lockdown light" entgegen der eigentlichen Intention womöglich zu einer Zunahme der Neuinfektionen geführt hat. Laut der Kontaktnachverfolgung von infizierten Personen ist einer der zentralen Ansteckungsorte der private Haushalt, während an Orten, welche im Zuge des "Lockdown light" geschlossen wurden (Gaststätten, Hotels, Sportstätten), kaum Infektionen zu verzeichnen sind (siehe RKI Lageberichte am Dienstag).

Der "Lockdown light" könnte also dazu geführt haben, dass sich Menschen mehr an Orten aufgehalten haben, an welchen ein stärkeres Ansteckungsrisiko herrscht, was die plötzliche erneute Zunahme der Neuinfektionen erklären könnte. Allerdings ist nur bei etwa einem Sechstel der insgesamt gemeldeten Neuinfektionen der Ansteckungsort bekannt, so dass diese Erklärung nicht solide überprüft werden kann.

Es gibt noch eine weitere mögliche Erklärung für den plötzlichen erneuten Anstieg der vom RKI berichtete Neuinfektionen. Um diese Erklärung zu sehen, muss man zunächst die Anzahl der Neuinfektionen getrennt für die Fälle betrachten, bei denen der Symptombeginn bekannt versus nicht bekannt ist. Dazu gibt es eine weitere Graphik im Dashboard des RKI, in der getrennt voneinander die Fälle, bei denen der Beginn der Krankheitssymptome bekannt ist (blaue Balken, das Datum entspricht dort dem Symptombeginn), und die Fälle, bei denen der Beginn der Krankheitssymptome nicht bekannt ist (gelbe Balken, das Datum entspricht dort dem Meldedatum der Infektion), dargestellt sind (Stand 21.12.):


Es zeigt sich ein interessanter Befund: Sowohl der starke Anstieg im Oktober als auch der erneute Anstieg seit Ende November geht - anders als im Frühjahr - schwerpunktmäßig auf Personen mit positiven SARS-CoV-2-Testergebnissen zurück, bei denen der Beginn von Krankheitssymptomen nicht bekannt ist. Anzumerken ist noch, dass bei den gemeldeten Neuinfektionen der letzten Tage oft noch ein Symptombeginn nachgemeldet wird. Ob die Anzahl der Fälle mit bekanntem Symptombeginn also tatsächlich aktuell sinkt, so wie es in der Graphik den Anschein hat, ist noch unklar, hier muss man noch die Nachmeldungen der nächsten Tage abwarten.

Eine spannende Frage ist, warum eigentlich bei manchen Personen der Symptombeginn nicht bekannt ist. Eine naheliegende Möglichkeit ist, dass der Symptombeginn deswegen oft nicht bekannt ist, weil die Personen einfach gar keine COVID-19-spezifischen Symptome hatten. Wäre dem aber so, dann würde der Anstieg im Zuge der zweiten Welle schwerpunktmäßig auf Fälle zurückgehen, bei welchen zwar Virusmaterial nachgewiesen wurde, welche aber in Wirklichkeit gar nicht erkrankt sind. Das würde die Bewertung der Gefahrenlage grundlegend ändern: In Wirklichkeit gäbe es weit weniger Erkrankungsfälle - also Fälle, die überhaupt Krankheitssymptome entwickeln - als die täglich vom RKI gemeldete Anzahl an Neuinfektionen den Anschein erweckt.

Hier ist noch ein Hinweis auf eine irreführende Darstellung in den Lageberichten des RKI wichtig. Am Dienstag wird dort immer der Prozentsatz berichtet, wie viele der Personen mit positiven SARS-CoV-2-Testergebnissen COVID-19-spezifische Symptome aufweisen. Der vom RKI berichtete Wert ist aber - ohne dass das RKI das wirklich kenntlich machen würde - irreführend, denn der berichtete Prozentsatz bezieht sich nur auf den Anteil der gemeldeten Fälle, bei denen man überhaupt etwas über deren Symptome weiß. Da man aber bei einem Großteil der Fälle nichts über den Symptombeginn weiß - und damit vermutlich auch nichts über deren Symptome - überschätzt der vom RKI berichtete Prozentsatz den wahren Wert in vermutlich sehr hohem Ausmaß.

In der Tat gibt es Grund zur Annahme, dass bei der zweiten Welle im Vergleich zur ersten Welle viel mehr Personen unter den gemeldeten Neuinfektionen sind, bei denen zwar Virusmaterial nachgewiesen wurde, welche aber in Wirklichkeit gar nicht erkrankt sind. Ein erster Grund ist die substantielle Erhöhung der Testanzahl. Dadurch werden aktuell im Vergleich zum Frühjahr weitaus mehr der zwar infizierten aber aufgrund fehlender Krankheitssymptome nicht getesteten Personen entdeckt.

Tatsächlich kann damit auch der plötzliche erneute Anstieg in den Fallzahlen zum Teil erklärt werden. Parallel zum erneuten Anstieg in den Fallzahlen Ende November hat sich auch die Anzahl der Tests wieder um 15 Prozent erhöht. Der erneute Anstieg in den berichteten Zahlen überschätzt also den wahren Anstieg, weil ein Teil des Anstiegs nur darauf zurückgeht, dass plötzlich wieder mehr getestet wurde.

Es gibt noch einen weiteren Grund, warum zunehmend mehr Personen unter den gemeldeten Neuinfektionen sind, bei denen zwar Virusmaterial nachgewiesen wurde, welche aber in Wirklichkeit gar nicht erkrankt sind: Das RKI hat Anfang November den Einsatz von Antigen-Schnelltests zugelassen hat. So heißt es im Lagebericht des RKI:

Des Weiteren wurden Antigen-Point-of-Care-Tests (AG-POCT) in bestimmten Settings eingeführt. Dies kann zur Folge haben, dass die Grundgesamtheit der getesteten Personen sich von der der Vorwochen unterscheidet und daher die Positivquoten der Vorwochen nicht direkt mit den Positivquoten ab KW 46 vergleichbar sind.

Bei einem positiven Antigen-Schnelltest-Testergebnis muss zwar laut RKI-Richtlinie mit einem PCR-Test nachgetestet werden, weil die Falsch-Positiv Rate bei solchen Tests höher ist. Aber dadurch verschiebt sich die Grundgesamtheit der getesteten Personen: Durch die zunehmend höhere Anzahl an Schnelltests kommen zunehmend mehr Personen hinzu, welche normalerweise aufgrund fehlender Krankheitssymptome nicht mit einem PCR-Test getestet worden wären, aber mittels eines positiven Antigen-Schnelltest detektiert wurden. Die Größenordnung der inzwischen durchgeführten Antigen-Schnelltests ist dabei wirklich enorm. So heißt es beispielsweise in einer Presseerklärung des Berliner Senats vom 4. November:

Noch im Jahr 2020 werden insgesamt 6 Millionen Schnelltests für rund 33 Millionen Euro, sowie weitere 6,5 Millionen Tests im Jahr 2021 für ca. 37 Millionen Euro beschafft. Die ersten 260.000 Tests sind bereits in der Verteilung an stationäre Pflegeinrichtungen und an die Obdachlosenhilfe.

Der steigende Einsatz von Antigen-Schnelltests könnte also dazu führen, dass die Dunkelziffer von zwar infizierten aber aufgrund von fehlenden Krankheitssymptomen bisher nicht detektierten Personen seit der Einführung der Antigen-Schnelltests zunehmend kleiner wird, was den plötzlichen erneuten Anstieg in den Neuinfektionen erklären könnte.

Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass aufgrund der erneuten Erhöhung der Testanzahl und der veränderten Teststrategie der erneute Anstieg in der Zahl der Neuinfektionen vermutlich vor allem darauf beruht, dass zunehmend mehr Personen detektiert werden, bei denen zwar Virusmaterial nachgewiesen wurde, die aber in Wirklichkeit gar nicht erkrankt sind. Die Anzahl der Personen, welche tatsächlich COVID-19-Symptome zeigen, hat dagegen nur vergleichsweise gering zugenommen und könnte womöglich sogar aktuell sinken.

Der Verlauf der "COVID-19-Todesfälle"

Sowohl Angela Merkel in ihrer Regierungserklärung als auch der Journalist Rainald Becker vom SWR in seinem eingangs erwähnten angstschürenden Tagesthemen-Kommentar beziehen sich bei der Interpretation der Gefahrenlage hinsichtlich der Todesfälle auf die vom RKI täglich "neu" gemeldeten und so bezeichneten "COVID-19-Todesfälle". In der folgenden Abbildung ist die entsprechende Graphik abgebildet (Stand 21.12; Quelle: WHO.


In der Tat scheint es auf den ersten Blick so zu sein, dass aktuell eine sehr hohe Anzahl von COVID-19-Todesfällen zu verzeichnen ist. Ein genauerer Blick hinter die Zahlen zeichnet aber ein anderes Bild. Hierzu ist es wichtig zu wissen, dass es bei den Todesfällen einen großen Meldeverzug von bis zu drei Wochen und mehr gibt. Zudem gibt es - wie die WHO-Graphik illustriert - starke Wochenendeffekte: viele der in Wirklichkeit am Sonntag oder Montag verstorbenen Sterbefälle werden erst Mitte der Woche nachgemeldet.

Die Konsequenz ist, dass die vom RKI berichteten Spitzenwerte die tatsächlich an einem Tag verstorbenen Personen stark überschätzen. Man kann das anhand der ersten SARS-CoV-2-Welle im Frühjahr veranschaulichen. In der folgenden Abbildung ist auf der linken Seite der Verlauf der vom RKI an einem Tag neu gemeldeten Todesfälle dargestellt (Quelle: ourworldindata) und auf der rechten Seite der Verlauf der tatsächlich an einem Tag verstorbenen Todesfälle (Quelle: RKI Lagebericht von 15. Mai). Die Kurve zum Verlauf der täglich vom RKI neu gemeldeten Todesfälle überschätzt das tatsächliche Maximum der im Frühjahr aufgetretenen Todesfälle um 25 Prozent und stellt den tatsächlichen Rückgang der Todesfälle mit einer Zeitverzögerung von acht Tagen dar.


Leider wird das tatsächliche Sterbedatum vom RKI aus Datenschutzgründen nicht herausgegeben. Der vom RKI verfügbar gemachte Datensatz enthält aber eine Information dazu, wann sich eine verstorbene Person zuvor infiziert hat (Meldedatum der Infektion eines Todesfalls). Damit kann man abschätzen, wie stark die vom RKI aktuell berichte Anzahl an täglichen "neuen" Todesfällen das tatsächliche SARS-CoV-2-bedingte Sterbegeschehen überschätzt.

Die folgende Abbildung zeigt beispielhaft für die 960 neu gemeldeten Todesfälle vom 16. Dezember, wann das Meldedatum der Infektion war (die Diskrepanz zu den im RKI-Lagebericht genannten 952 Todesfällen kommt dadurch zustande, dass an diesem Tag gleichzeitig acht ältere "COVID-19-Todesfälle" gestrichen wurden, welche fehlerhaft eingetragen worden waren; Datenquelle: RKI):


Die vom RKI am letzten Freitag als "neu" gemeldeten 960 Todesfälle hatten sich also nicht - wie man vielleicht erwartet hätte - in einem engeren Zeitraum zuvor infiziert. Stattdessen verteilen sich die Infektionszeitpunkte über einen sehr großen Zeitraum von in etwa zwei Monaten, bei einer Person lag die Infektion vier Monate zurück, bei einer Person sogar neun Monate. Damit wird ein Problem offenbar, auf das weiter unten noch eingegangen wird: Manche der vom RKI als "COVID-19-Todesfälle" geführten Sterbefälle können gar nicht am Virus SARS-CoV-2 verstorben sein, weil zu viel Zeit zwischen Infektion und Tod vergangen ist, als dass das Virus tatsächlich für den Tod ursächlich gewesen sein könnte.

Bestimmt man nun für jeden Infektionstag (Meldedatum der Infektion) die Anzahl der Todesfälle, die bisher irgendwann später verstorben ist, zeigt sich folgendes Bild (Stand 21.12; Datenquelle: RKI Daten):


Wichtig ist zunächst die Anmerkung, dass insbesondere die Balken der drei letzten Wochen noch stark wachsen werden, weil bei diesen Infektionen der Krankheitsausgang noch nicht bei allen klar ist und es einen Meldeverzug bei den Todesfällen gibt. Aber man kann einen wichtigen Punkt eindrücklich erkennen: Viele der aktuell an einem Tag "neu" gemeldeten Todesfälle hatten sich bereits vor längerer Zeit infiziert.

Bemerkenswert ist vor allem, dass die maximale Anzahl der an einem bestimmten Tag gemeldeten und später verstorbenen Personen nur bei 450 liegt. Dieser Wert ist noch immer durch Wochenendeffekte nach oben verzerrt, welche es auch beim Meldedatum der Infektionen gibt. Rechnet man Wochenendeffekte mittels eines gleitenden 7-Tage-Durschschnitts heraus, liegt der Maximalwert sogar nur bei 357.

Das zeigt, dass die Zahl von 960 Todesfällen, welche am 16. Dezember vom RKI "neu" gemeldet wurden, um fast das Dreifache über der Anzahl der bisher tatsächlich pro Infektionstag verstorbenen Personen liegt. Geht man davon aus, dass das Sterbegeschehen in etwa dem Infektionsgeschehen folgt, würden demnach die aktuell vom RKI berichteten hohen Todesfallzahlen die Anzahl der tatsächlich pro Tag verstorbenen Personen um in etwa das Dreifache überschätzen.

Die Verlaufskurve der pro Infektionstag (Meldedatum der Infektion) versterbenden Personen zeigt noch etwas interessantes: die Kurve ist bereits vor vier Wochen abgeflacht. Das heißt, das Maximum der pro Infektionstag versterbenden Personen könnte im Zuge der zweiten Welle sogar bereits schon erreicht worden sein. In Wirklichkeit würde die Anzahl der aktuell pro Tag tatsächlich versterbenden Personen - anders als die vom RKI täglich gemeldeten Zahlen den Anschein erwecken - dann bereits schon wieder sinken. Allerdings gilt es hier noch die Nachmeldungen der nächsten Tage abzuwarten.

Fast noch interessanter ist eine weitere Beobachtung: Ähnlich wie oben bei den Neuinfektionen, kann man auch bei den vom RKI als "COVID-19-Todesfälle" bezeichneten Sterbefällen analysieren, bei wie vielen Sterbefällen der Erkrankungsbeginn bekannt versus nicht bekannt ist. Die folgende Abbildung zeigt, was passiert, wenn man die Balken in der vorherigen Graphik zu den Todesfällen unterteilt nach "Todesfälle mit bekanntem Symptombeginn" (blaue Balken) und "Todesfälle mit unbekanntem Symptombeginn" (gelbe Balken):


Wie die Abbildung zeigt, sind in Bezug auf die Todesfälle mit bekanntem Symptombeginn im Zuge der ersten Welle in der Spitze deutlich mehr Personen pro Infektionstag verstorben als im Zuge der zweiten Welle. Der starke Anstieg im Rahmen der zweiten Welle geht also schwerpunktmäßig auf Todesfälle zurück, bei denen der Symptombeginn nicht bekannt ist. Sollte der Symptombeginn bei diesen Todesfällen deswegen nicht bekannt sein, weil sie keine COVID-19-spezifischen Symptome hatten, hieße das: Die aktuell vom RKI gemeldeten hohen Zahlen an "COVID-19-Todesfällen" gehen darauf zurück, dass zahlreiche der eigentlich an anderen Todesursachen verstorbenen Personen vom RKI fälschlicherweise als "COVID-19-Todesfälle" gezählt werden.

Dass diese Möglichkeit besteht, liegt an der eigenartigen Art der Diagnostik des RKI, nach welcher ein Sterbefall selbst dann als "COVID-19-Todesfall" gezählt wird, wenn eine Person in Wirklichkeit an anderen Todesursachen verstorben ist und nur zusätzlich ein positives SARS-CoV-2-Testergebnis vorliegt. So sagte der RKI-Präsident Lothar Wieler auf einer Pressekonferenz am 23. März zur Art der Zählung des RKI:

Also in Deutschland ist es so, dass alle Menschen, bei denen COVID-19 diagnostiziert wurde, und wenn sie dann sterben, dann sind das COVID-19-Fälle. Das heißt, wir zählen einfach. Das Entscheidende ist das Ergebnis des Tests COVID-19. Da wird nicht unterschieden, ob sie dann Grundkrankheiten hatten oder nicht, sondern im Nachhinein erhalten wir dann die Informationen, ob die Menschen, die verstorben sind, Grundkrankheiten hatten oder nicht. Wir melden alle Fälle, die COVID-19-positiv sind und gestorben sind als COVID-19-Sterbefälle.

Wie die obige Abbildung zum Infektionsdatum der am 16. Dezember vom RKI neu gemeldeten Todesfälle sichtbar macht, werden vom RKI Sterbefälle selbst dann als "COVID-19-Todesfälle" gezählt, wenn das Meldedatum des positiven Testergebnisses mehrere Monate zurückliegt und die Person eigentlich als vom Coronavirus genesen galt (für eine ausführliche Diskussion siehe: "Coronavirus-Todesfälle: Über die fragwürdige Diagnostik und die irreführende Darstellung in Regierungserklärungen"). Wie ein offizielles Schreiben des Gesundheitsamtes der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern an alle Praxen des Landkreises Aichach-Friedberg von Anfang Dezember zeigt, wird zudem aktuell das Testen von Verstorbenen nach deren Tod auch noch intensiviert. So heißt es in den Schreiben (Quelle: Twitter):

Des Weiteren bittet das Gesundheitsamt darum, bei verstorbenen Heimpatienten, die bisher negativ auf COVID-19 getestet waren, im Rahmen der Leichenschau einen erneuten PCR-Abstrich durchzuführen.

Die Absurdität einer solchen Diagnostik wird sogar von RKI-Präsident Lothar Wieler selbst auf den Punkt gebracht - allerdings nicht in Bezug auf die Diagnostik von Covid-19-Todesfällen, sondern in Bezug auf die Diagnostik auf mögliche Todesfälle im Zusammenhang mit der bevorstehenden Impfung der Hochrisikogruppen. Er sagte dazu auf der Pressekonferenz am 3. Dezember:

Über eines müssen wir uns auch klar sein. In Deutschland sterben ja im Schnitt so rund 2.500-2.700 Menschen jeden Tag. Das ist die normale Todesrate. In Deutschland sterben im Jahr so ca. 900.000 Menschen. Und das heißt also, es wird unter anderem ja auch vorkommen, das ist einfach mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit verbunden, dass auch Menschen zeitlich im Zusammenhang mit der Impfung versterben werden. Und dann ist es natürlich extrem wichtig herauszufinden, ob der Grund die Impfung war oder eben eine andere zugrundeliegende Krankheit. Denn wir werden ja auch am Anfang gerade die Hochrisikogruppen impfen, und das sind ja gerade auch die alten und hochalten Menschen, die ja natürlich ebenfalls ein höheres Risiko haben zu versterben, ganz einfach, weil so schon ein hohes Alter erreicht haben.

Es ist äußerst schwer zu verstehen, warum hier vom RKI mit zweierlei Maß gemessen wird: Bei Verstorbenen, die im zeitlichen Zusammenhang mit einem positiven SARS-CoV-2-Testergebnis versterben, wird jede Person als "COVID-19-Todesfall" gezählt, egal an welcher Todesursache eine Person tatsächlich verstorben ist. Bei Verstorbenen, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung versterben, es plötzlich extrem wichtig zu klären, woran eine Person tatsächlich verstorben ist.

Die hohe Anzahl an aktuell berichteten "COVID-19-Todesfällen" könnte also daran liegen, dass Personen, die eigentlich an anderen Todesursachen verstorben sind, fälschlicherweise vom RKI als "COVID-19-Todesfälle" gezählt werden. In der Tat gibt es mehrere empirische Hinweise darauf, dass dem so sein könnte. Ein erster Hinweis stammt aus der vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Sonderauswertung zu den Sterbefallzahlen 2020.

Die folgende Abbildung zeigt noch einmal die bereits im vorherigen Artikel zu den Kollateralschäden von Lockdowns gezeigten Graphik zur Übersterblichkeit im Jahr 2020 verglichen mit den Jahren 2016-2019 (blaue Balken: Anzahl der Todesfälle 2020 über bzw. unter dem Durchschnitt der Jahre 2016-2019) und die Anzahl der mit und am SARS-CoV-2-Virus verstorbenen Personen (rote Balken):

Während die Übersterblichkeit im Zuge der ersten Welle recht genau Hand in Hand mit der Anzahl der mit und am Coronavirus verstorbenen Personen geht, ist das im Zuge der zweiten Welle nicht der Fall: Da ist die Übersterblichkeit schon seit der 32. Kalenderwoche relativ durchgängig auf einem höheren Niveau, während die Anzahl der mit und am Coronavirus verstorbenen Personen unabhängig davon erst ab etwa der 40. Kalenderwoche zu steigen beginnt.

Die Zunahme in der Anzahl der mit und am SARS-CoV-2-Virus verstorbenen Personen geht also zumindest bisher nicht mit einer vergleichbaren Erhöhung der Übersterblichkeit einher, denn diese war schon die ganze Zeit relativ hoch - was neben zufälligen saisonalen Schwankungen wie z.B. Hitzewellen insbesondere auf die Nebenwirkungen der angstschürenden Kommunikation und der ergriffenen Corona-Maßnahmen zurückzuführen ist (siehe der zweite Artikel dieser Serie zu den fehlenden wissenschaftlichen Begründungen des "harten Lockdowns": Die ignorierten Kollateralschäden). Allerdings bleibt auch hier noch abzuwarten, wie sich die Zahlen weiter entwickeln werden.

Das ist ein Hinweis darauf, dass viele der als "COVID-19-Todesfälle" gezählten Sterbefälle in Wirklichkeit an anderen Ursachen verstorben sind, denn ansonsten müsste die Übersterblichkeit mit der zunehmenden Anzahl der mit und am SARS-CoV-2-Virus verstorbenen Personen zunehmen. Noch klarere Hinweise auf eine solche Fehldiagnostik gibt es aus anderen Ländern.

Die folgende Abbildung zeigt eine illustrative Graphik zur Übersterblichkeit in Bezug auf andere Todesursachen und der Anzahl der "COVID-19-Todesfälle" in London (Quelle: Twitter). In den letzten Wochen sinkt dort im Zuge der Zunahme der "COVID-19-Todesfälle" spiegelbildlich die Anzahl der an anderen Ursachen verstorbenen Todesfälle:


Es gibt noch einen weiteren Hinweis auf eine zunehmende Fehldiagnostik der eigentlich an anderen Ursachen verstorbenen Sterbefälle als "COVID-19-Todesfälle. Im offiziellen täglichen Lagebericht des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wird immer der aktuelle Prozentsatz der als "COVID-19-Todesfälle" geführten Sterbefälle angegeben, welcher wirklich ursächlich am SARS-CoV-2-Virus verstorben ist. Dieser Wert hat sich in den letzten Wochen substantiell verändert, wie die beiden Screenshots in der folgenden Abbildung zeigen:

Während bis Ende Oktober laut LGL 88,1 Prozent (99% x 89%) der als "COVID-19-Todesfälle" geführten Sterbefälle ursächlich am Coronavirus verstorben sind, ist dieser Wert zum 14. Dezember auf nur noch 81,0 Prozent (92% x 88%) gesunken. Man muss zur Beurteilung der Größenordnung noch beachten, dass es sich um kumulative Wahrscheinlichkeiten handelt - der Prozentwert in den letzten sechs Wochen muss also deutlich unter 81,0 Prozent betragen haben. Rechnet man die entsprechenden Werte aus, so ist der Prozentwert von tatsächlich ursächlich am Virus SARS-CoV-2 verstorben "COVID-19-Todesfällen" seit Anfang November von 88,1 auf 74.1 Prozent gesunken.

Wichtig ist noch die Anmerkung, dass nicht einmal alle der vom LGL als "an SARS-CoV-2 verstorben" gezählten Todesfälle tatsächlich am SARS-CoV-2-Virus verstorben sein müssen, da laut Falldefinitionsdokument des RKI für eine solche Diagnose ein unspezifisches klinisches Bild im Sinne von "akute respiratorische Symptome jeder Schwere" ausreichend ist. Solche Symptome können aber auch von anderen Viren wie beispielsweise von den weitaus stärker verbreiteten Rhinoviren ausgelöst werden.

Ohne eine genauere differentialdiagnostische Untersuchung ist nicht auszuschließen, dass die Symptome in Wirklichkeit von anderen gleichzeitig vorhandenen Virusinfekten stammen und das mittels PCR-Test nachgewiesene Genmaterial des Virus SARS-CoV-2 in Wirklichkeit gar keine Krankheitssymptome hervorgerufen hat (für eine ausführliche Diskussion siehe: "Coronavirus-Todesfälle: Über die fragwürdige Diagnostik und die irreführende Darstellung in Regierungserklärungen").

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die bis zu knapp 1000 Todesfälle pro Tag, welche in der letzten Woche vom RKI gemeldet wurden, aufgrund von Meldeverzugsproblemen die Anzahl der tatsächlich an einem Tag verstorbenen Personen sehr stark überschätzen. Hinzu kommt, dass es sich - anders als im Frühjahr - bei einem Großteil der Todesfälle um Fälle handelt, bei welchen der Symptombeginn unbekannt ist.

Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass viele der im Zuge der zweiten Welle vom RKI gemeldeten "COVID-19-Todesfälle" in Wirklichkeit an anderen Todesursachen verstorben sind, was durch die aktuellen Zahlen zum fehlenden Anstieg der Übersterblichkeit und den Zahlen aus Bayern zum sinkenden Anteil der ursächlich am Virus SARS-CoV-2 verstorbenen Personen bestätigt wird.

Die Belastung der Intensivstationen

Sowohl Angela Merkel in ihrer Regierungserklärung als auch der Journalist Rainald Becker vom SWR in seinem eingangs erwähnten angstschürenden Tagesthemen-Kommentar sprechen außerdem davon, dass die Intensivstationen bereits sehr stark belastet seien und eine Überlastung unbedingt zu vermeiden sei. Bestätigt scheint das auch durch aktuelle Zahlen aus Bayern zu werden. So heißt es in einem Artikel auf BR 24 vom 19.12.:

In Bayern werden wegen der Corona-Krise die Intensivbetten knapp. Mehrere Landkreise meldeten am Samstag, kein einziges freies Intensivbett sei mehr zu haben - das geht aus dem deutschlandweiten Register der Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hervor. Überhaupt keine freie Betten gibt es demnach in den Landkreisen Würzburg, Landshut, Regen, Aichach-Friedberg, Landsberg-Lech, Altötting und Fürstenfeldbruck.

Solche Aussagen können in zweierlei Hinsicht genauer beleuchtet werden: Zum einen kann man prüfen, ob die Belastung im Zuge der zweiten Welle im Vergleich zum Sommer angestiegen ist. Zum anderen kann man prüfen, ob die Belastung im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr - einem Jahr ohne besonders starke Grippewelle - angestiegen ist.

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) führt gemeinsam mit dem RKI das sogenannte DIVI-Intensivregister. Dort werden alle intensivmedizinisch behandelten sogenannten "COVID-19-Patienten" und die Bettenkapazitäten auf Intensivstationen von allen Krankenhäusern in Deutschland erfasst.

Auf der DIVI-Webpage wird tagesaktuell eine Graphik zu den entsprechenden Zahlen veröffentlicht. Die folgende Abbildung zeigt den deutschlandweiten Verlauf der Anzahl der "COVID-19-Intensivpatienten" und der Anzahl der insgesamt belegten Intensivbetten. Die roten Zahlen entsprechen der Maximalbelegung vor der zweiten Welle und aktuell während der zweiten Welle, die grünen Zahlen die zum jeweiligen Zeitpunkt freien Intensivbetten (Stand 21.12.):


Wie die Abbildung zeigt, ist zwar die Anzahl der "COVID-19-Intensivpatienten" auf einen Wert von über 5.167 gestiegen. Allerdings hat sich die Anzahl der insgesamt belegten Intensivbetten kaum verändert. Hier ist sogar noch einzurechnen, dass im September die Anzahl der meldenden Kliniken noch geringer war als aktuell im Dezember, so dass die Anzahl der insgesamt belegten Intensivbetten im September eigentlich noch nach oben korrigiert werden müsste.

Auf der Ebene der insgesamt belegten Intensivbetten ist demnach kein Anstieg zu erkennen ist. Allerdings ist die Anzahl der freien Intensivbetten deutlich gesunken (für die möglichen Gründe siehe unten). Trotzdem sind aktuell noch 18,12 Prozent der verfügbaren Intensivbetten frei - die Intensivbetten in Notreserve sind hier noch gar nicht mitgezählt (Quelle: DIVI-Intensivregister, Stand 21.12.).

Deutschlandweit betrachtet lässt sich also im Schnitt keine Überlastung der Intensivstationen erkennen. Bestätigt wird diese Einschätzung durch den Chef des Klinikbetreibers Fresenius, Stephan Sturm, welcher mit der Tochter Helios Deutschlands größter privater Klinikbetreiber ist und jährlich rund 5,6 Millionen Patienten behandelt. Er sagte in einem Interview am 14. Dezember (zitiert nach RNDl):

Dort, wo es zu Engpässen in Krankenhäusern gekommen sei, sei das meist wegen des Mangels an Intensivpflegekräften geschehen und nicht wegen fehlender Intensivbetten. Den viel diskutierten Personalmangel habe es schon vor der Corona-Krise gegeben. (…) In den 89 deutschen Helios-Kliniken sei die zweite Corona-Welle angekommen", sagte Sturm. "Aber wir haben insgesamt noch ausreichend Kapazitäten". Helios behandle derzeit mehr als 1400 Corona-Patienten, davon rund ein Fünftel oder rund 280 Menschen auf Intensivstationen. Helios habe rund 1400 Intensivbetten, kurzfristig könne man weitere 1000 Intensivbetten bereitstellen.

Ein Rätsel stellt die Beobachtung dar, dass trotz der starken Zunahme der Zahl an sogenannten "COVID-19-Intensivpatienten" auf knapp 5.200 die Anzahl der insgesamt belegten Betten kaum gestiegen ist. Eine Erklärungsmöglichkeit ist, dass verschiebbare Operationen - sogenannte "elektive Eingriffe" - aufgeschoben werden. Allerdings scheint das nur ein Teil der Erklärung zu sein. So sagt der Chef des Klinikbetreibers Fresenius im oben erwähnten Interview dazu:

Welche Patienten behandelt werden sollten - ob Corona-Kranke oder andere - "sollten nicht Politiker aus der Ferne entscheiden, sondern Ärzte vor Ort". Die Hälfte der Kapazitäten in den Helios-Kliniken sei von elektiven Eingriffen belegt, Patienten blieben im Schnitt vier Tage."Wir können also in vier Tagen ein halbes Krankenhaus freiräumen."

Zumindest in den Helios Kliniken scheint demnach ein Aufschieben elektiver Eingriffe nur bedingt stattzufinden. Welche Erklärungsmöglichkeiten könnte es noch geben? Eine weitere Erklärungsmöglichkeit wird offenbar, wenn die Art der Diagnostik genauer betrachtet wird.

Eine offizielle Antwort auf eine Anfrage an das DIVI-Intensivregister zur Diagnostik von "COVID-19-Intensivpatienten" offenbart auch hier - ähnlich wie bei den Todesfällen - ein fundamentales diagnostisches Problem. Dort wird bestätigt, dass (1) jeder Intensivpatient - unabhängig von der Symptomatik - mit einem SARS-CoV-2-PCR-Test getestet wird und (2) jeder Intensivpatient - unabhängig von der Symptomatik - mit einem positiven SARS-CoV-2-PCR-Testergebnis als "COVID-19-Intensivpatient" geführt wird (siehe Screenshot der Antwort des DIVI-Intensivregisters in der folgenden Abbildung). Letzteres wird auch in einer offiziellen Antwort des RKI auf eine entsprechende Anfrage bestätigt.


Selbst wenn Patienten demnach in Wirklichkeit beispielsweise wegen Herzkrankheiten, Schlaganfällen oder Unfällen ohne jede weitere COVID-19-spezifische Krankheitssymptome auf Intensivstation liegen, werden diese beim Erhalt eines positiven SARS-CoV-2-PCR-Testergebnisses als "COVID-19-Intensivpatienten" gezählt.

Eine Erklärungsmöglichkeit dafür, dass trotz des starken Anstiegs an sogenannten "COVID-19-Intensivpatienten" die Anzahl der insgesamt belegten Intensivbetten relativ gleichbleibt, könnte also sein, dass nur eine Art "Umetikettierung" von "normalen" Intensivpatienten in "COVID-19-Intensivpatienten" stattfindet. Um diese Erklärungsmöglichkeit zu prüfen, bräuchte man allerdings genauere klinische Informationen zu den als "COVID-19-Intensivpatienten" gezählten Patienten, welche aber leider nicht verfügbar sind.

Obwohl im Schnitt deutschlandweit keine außergewöhnliche Belastung der Intensivbetten erkennbar ist, kommt es in einigen Kliniken trotzdem zu Engpässen. Als aktuelles Beispiel nennt der Journalist Rainald Becker vom SWR in seinem eingangs erwähnten angstschürenden Tagesthemen-Kommentar das Bundesland Sachsen, im erwähnten BR24-Artikel heißt es, dass auch in Bayern die Intensivbetten knapp werden würden.

Hier kann man zunächst mit Hilfe des DIVI-Intensivregisters die tatsächliche aktuelle Lage prüfen. Diese sieht so aus - die roten Zahlen entsprechen wieder der Maximalbelegung vor der zweiten Welle und aktuell während der zweiten Welle, die grünen Zahlen die zum jeweiligen Zeitpunkt freien Intensivbetten (links: Sachsen, rechts: Bayern; Stand 21.1.):


In Sachsen ist die Anzahl der belegten Intensivbetten im Vergleich zum Höhepunkt im Sommer nur um 52 gestiegen, während die Anzahl der als "COVID-19-Intensivpatienten" gezählten Intensivpatienten auf 580 gestiegen ist. In Bayern zeigt sich ein vergleichbares Bild, dort ist die Anzahl der belegten Intensivbetten im Vergleich zum Höhepunkt im Sommer nur um 46 gestiegen, während die Anzahl der als "COVID-19-Intensivpatienten" gezählten Intensivpatienten auf 819 gestiegen ist. Nach wie vor sind in Sachsen 15,12 Prozent und in Bayern 16,93 Prozent der verfügbaren Intensivbetten frei - die Notfallreserve von 636 (Sachsen) bzw. 1. 230 (Bayern) Intensivbetten ist hier noch gar nicht eingerechnet.

Selbst die im BR24-Artikel genannten lokalen Engpässe stellen sich bei einer genaueren Betrachtung als weitaus weniger dramatisch dar, als sie auf den ersten Blick klingen. So heißt es im Artikel, dass es im Landkreis Würzburg überhaupt keine freien Betten gibt. Das war zwar in der Tat richtig. Allerdings muss man wissen, dass bei den im Landkreis Würzburg verfügbaren Intensivbetten die in der Stadt Würzburg verfügbaren Intensivbetten nicht mitgezählt werden.

Von den im Landkreis Würzburg verfügbaren 10 Intensivbetten waren zwar alle belegt, aber von den in der Stadt Würzburg verfügbaren 141 Betten sind aktuell 27 Prozent (!) frei. Hinzu kommt, dass von den im Landkreis Würzburg belegten Intensivbetten nur ein einziges Bett mit einem COVID-19-Intensivpatienten belegt war. Der Engpass im Landkreis ging also zudem gar nicht auf COVID-19-Intensivpatienten zurück.

Vergleicht man solche laut dem Tagesthemen-Kommentar von Rainald Becker "dramatischen Zahlen" mit den lokalen Engpässen in der Vergangenheit, zeigt sich, dass in den Vorjahren die Lage lokal dramatischer war. So titelte die Bildzeitung damals im März 2018 zur Zeit der starken Grippewelle: "Grippe-GAU in Leipzigs Kliniken", im Text wurde dann folgender Hilferuf eines Klinik-Mitarbeiters aus Leipzig zitiert:

Die Intensivstationen sind überlastet, Patienten werden abgewiesen, weil keine Betten mehr frei sind! Und selbst beim Personal ist der Krankenstand dramatisch hoch.

Das Klinikum Bad Hersfeld berichtete damals in der Hersfelder Zeitung:

Von den 600 Betten im Klinikum und den Akutbetten im Herz-Kreislauf-Zentrum (HKZ) seien seit Wochen alle belegt. Am Klinikum waren sowohl die Intensivstation als auch die Innere Medizin am Dienstag abgemeldet. Es konnten keine neuen Patienten aufgenommen werden. Mittlerweile sind die Stationen wieder geöffnet. Die Intensivstation im HKZ ist allerdings weiter abgemeldet. ‚Die Kapazitäten sind erschöpft‘, sagt Hampe. Auch das Personal bleibe nicht verschont. ‚Rund zehn Prozent, also etwa 150 von 1500 Mitarbeitern, sind erkrankt‘, sagt Hampe. Dass Krankenhausbetten in ganz Hessen derzeit Mangelware sind, verschärft die Situation zusätzlich. Die Kliniken im Landkreis werden von Krankenhäusern im Umland angefragt. Selbst aus Frankfurt gab es Anfragen, weil Patienten dort nicht mehr aufgenommen werden konnten. Hampe spricht von einem ‚absurden Patiententourismus‘, der sich aktuell in Hessen abspiele. Auch das Kreiskrankenhaus Rotenburg stößt wegen der Grippewelle an seine Kapazitätsgrenze. Jede fünfte Pflegekraft ist in der vergangenen Woche selbst wegen Grippe ausgefallen. Das Haus war bis unters Dach belegt, sagt Geschäftsführer Frank Alemany. Deshalb musste man die Bettenzahl um 20 Prozent senken und hat planbare Behandlungen verschoben. Auch die zehn Intensivbetten waren voll belegt, eine Anfrage für ein Bett kam sogar aus Wiesbaden.

Angesichts solcher Schilderungen könnte man den Eindruck gewinnen, dass die aktuelle Belastung der Intensivstationen bei weitem keine Ausnahmesituation darstellt. In der Tat offenbart ein Vergleich mit dem Jahr 2019 - welches anders als das Jahr 2018 nicht einmal von einer sehr starken Grippewelle geprägt war - sehr überraschende Ergebnisse. In einer Analyse der Abrechnungsdaten von 272 Kliniken der Initiative Qualitätsmedizin (IQM), in welchen insgesamt 22% der Krankenhauspatienten in Deutschland behandelt wurden, wurden die Jahre 2019 und 2020 bis einschließlich der Kalenderwoche 48 miteinander verglichen. Die folgende Abbildung zeigt die Ergebnisse für die Anzahl der belegten Intensivbetten und die Anzahl der beatmeten Intensivpatienten:


Angesichts der Bilder von überfüllten Intensivstationen und Beatmungsplätzen in den Medien und der entsprechenden Darstellung in Regierungserklärungen sind diese Ergebnisse wirklich sehr überraschend: Es gab im kompletten Jahr 2020 zumindest bis zur Kalenderwoche 48 praktisch keinen Zeitpunkt, an dem mehr Patienten beatmet wurden verglichen mit dem Jahr 2019. Ähnlich ist es mit der Anzahl von Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden mussten.

Interessant ist auch ein Vergleich der Anzahl der stationär behandelten Fälle mit schweren Atemwegsinfektionen (sogenannte "SARI-Fälle"), welcher in der folgenden Abbildung dargestellt ist:


Auch hier zeigt sich das gleiche überraschende Bild: Es gab im kompletten Jahr 2020 keinen einzigen Zeitpunkt, an dem mehr Patienten wegen schwerer Atemwegsinfektionen behandelt werden mussten als 2019.

Bestätigt werden diese Befunde durch die von der Helios-Gruppe täglich bereitgestellten Zahlen zur Betten-Auslastung der 89 Helios-Kliniken in Deutschland. Dort wird eine Graphik zur Anzahl der Fälle auf Normalstationen und Intensivstationen gezeigt im Vergleich zur gemittelten Fallzahl im Vorjahreszeitraum, welche in der folgenden Abbildung gezeigt wird (Stand: 21.12.):


Auch in den Helios-Kliniken ist die Auslastung im November und Dezember 2020 an keinem Tag höher als im Vorjahr, wobei hier noch einmal wichtig ist zu erwähnen, dass - wie im obigen Interview vom Chef des Klinikbetreibers, Stephan Sturm, ausgesagt - nach wie vor zahlreiche Betten mit Patienten aus verschiebbaren Operationen belegt sind. Die geringere Auslastung in den Helios-Kliniken im Jahr 2020 kann also nicht mit dem Verschieben von elektiven Eingriffen erklärt werden.

Offenbar wird also von den Medien und den Regierungen ein Zerrbild gezeichnet: Obwohl bundesweit relativ viele Intensivbetten frei sind und im Schnitt keinerlei Ausnahmesituation erkennbar ist, wird ausschnitthaft über Kliniken berichtet, in welchen die Intensivstation überfüllt sind, ohne diese Bilder in den Kontext der vielen Kliniken zu stellen, welche keinerlei Überfüllung aufweisen.

Eine solche Berichterstattung ist irreführend. Hinzu kommt das Problem, dass solche Bilder sehr eindrücklich sind und man sich diesen kaum entziehen kann. Das damit verbundene Problem ist, dass dadurch eine Fehlwahrnehmung der Situation erzeugt wird, welche zu einem fehlgeleiteten Denken und Handeln führen kann.

Abschließend ist noch ein Hinweis wichtig: Dass es sowohl im Vergleich zum Sommer als auch im Vergleich zu den Vorjahren keine außergewöhnliche Belastung hinsichtlich der belegten Betten gibt, heißt nicht, dass das Klinikpersonal nicht überlastet wäre. Angesichts des hohen Infektionsschutz- und Betreuungsaufwandes wird hier aktuell - wie auch in den Vorjahren bei ähnlicher oder gar höherer Belegung - außergewöhnliches geleistet. Hier ist definitiv zu fordern, dass - unabhängig von der aktuellen Situation - generell Kliniken personaltechnisch besser ausgestattet werden und das Personal entsprechend der höheren Belastung entlohnt wird.

Zusammenfassend ist auf der Ebene der Bettenbelegung in den Kliniken - entgegen der Darstellung in den Regierungserklärungen, in vielen Medien und von manchen Wissenschaftlern - sowohl im Vergleich zum Sommer als auch im Vergleich zu den Vorjahren keine Ausnahmesituation erkennbar. Selbst im Frühjahr, als tagtäglich Bilder von überfüllten Intensivstationen in den Medien zu sehen waren, war die Belegung der Intensivstationen und der Beatmungsplätze geringer als im Vorjahr 2019, welches durch keine größere Grippewelle geprägt war. Es ist also keine außergewöhnliche Überlastung der Intensivstationen zu erkennen, welche das Ergreifen von nie dagewesenen Maßnahmen rechtfertigen würde.

Zusammenfassung

Zusammenfassend zeigen die drei Artikel der Serie zu den fragwürdigen wissenschaftlichen Begründungen eines "harten Lockdowns", dass dessen Verordnung höchst fragwürdig ist. Zum einen gibt es keine belastbaren empirischen Beweise, dass mittels eines Lockdowns die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 wirksam eingedämmt werden könnte (siehe der erste Artikel dieser Serie zu den wissenschaftlichen Begründungen des "harten Lockdowns": Die fehlenden wissenschaftlichen Nachweise der Wirksamkeit).

Gleichzeitig gibt es zahlreiche empirische Belege, dass Lockdowns mit dramatische Kollateralschäden verbunden sein können, welche den Nutzen von Lockdowns deutlich überwiegen (siehe der zweite Artikel dieser Serie zu den wissenschaftlichen Begründungen des "harten Lockdowns": Die ignorierten Kollateralschäden). Aus der Perspektive einer evidenzbasierten Medizin ist demnach das Verhängen eines harten Lockdowns absolut nicht nachvollziehbar und auch ethisch nicht vertretbar.

Hinzu kommt, dass eine genauere Analyse der vom RKI veröffentlichten Fallzahlen zu den Neuinfektionen, den Todesfällen und den Intensivpatienten zeigt, dass die von den Regierungen, vielen Medien und manchen Wissenschaftlern verkündete dramatische Gefahrenlage in Wirklichkeit als deutlich geringer einzuschätzen ist. Der erneute Anstieg in den Neuinfektionen geht schwerpunktmäßig auf Personen zurück, welche zwar infiziert, aber gar nicht erkrankt sind.

Die Anzahl der vom RKI täglich berichteten "neuen COVID-19-Todesfälle" spiegelt die Anzahl der tatsächlich täglich am Virus SARS-CoV-2 versterbenden Personen extrem nach oben verzerrt wider, weil der Meldeverzug bei der Interpretation nicht beachtet wird und viele Personen nur mit aber nicht ursächlich am Virus SARS-CoV-2 verstorben sind. Die Anzahl der belegten Intensivbetten war im Sommer vergleichbar hoch und in den Vorjahren sogar höher, auch die lokal existierenden Engpässe sind im Vergleich mit den Vorjahren nicht als dramatischer einzuschätzen.

Anders als von vielen Medien, in Regierungserklärungen und von manchen Wissenschaftlern der Anschein erweckt wird, gibt es demnach keinen Grund, außergewöhnliche Ängste zu haben und bisher nie dagewesene Maßnahmen zu ergreifen

Selbstverständlich soll mit diesem Artikel das Leid von schwer am Virus SARS-CoV-2-Virus erkrankten Personen in keiner Weise verharmlost werden. Hier gilt es, eine möglichst gute Betreuung unbedingt sicherzustellen und alle davon Betroffenen bestmöglich zu unterstützen. Für einen sinnvollen Umgang einer Gesellschaft mit einer Viruserkrankung ist aber ein Blickwinkel über die Betrachtung von einzelnen Schicksalen hinaus notwendig.

Hier ist es wichtig, zum einen die Bedrohung für die Gesamtbevölkerung richtig und valide abzuschätzen. Zum anderen ist es wichtig, auf Situationen nicht nur mit einem virologischen Blickwinkel verengt auf ein einzelnes Virus zu blicken. Stattdessen gilt es den ganzen Menschen mit all seinen körperlichen, psychischen und sozialen Bedürfnissen in den Blick zu nehmen und Situationen sowie die Konsequenzen von Maßnahmen umfassend zu bewerten.

Hier mit emotionalisierenden Bildern einzelner Schicksale zu arbeiten, ist gefährlich, da sich dadurch automatisch der Blickwinkel verengt und rationale Abwägungsprozesse beeinträchtigt werden können. Stattdessen muss die Bevölkerung objektiv, evidenzbasiert und sachlich korrekt über die verschiedenen Sachverhalte aufgeklärt werden. Genau dazu soll dieser Artikel einen Beitrag leisten.

Abschließend möchte ich noch einen Punkt klarstellen: Als Autor von Beiträgen, welche Regierungsmeinungen kritisch hinterfragen, wird man aktuell leider oft in den Kontext von in meinen Augen sehr problematischen Gruppierungen (Verschwörungstheoretiker, Rechtsextreme, etc.) gerückt, ohne dass es dafür auch nur annähernd einen Grund geben würde. Von solchen Gruppierungen möchte ich mich so klar wie nur möglich distanzieren.

Meine einzige Motivation zum Schreiben solcher Artikel besteht darin, dass ich mich als Wissenschaftler und Mensch in der Pflicht sehe, die aus einer wissenschaftlichen Sicht ungenügenden Begründungen hinter bestimmten Maßnahmen zu hinterfragen, auf das Leid hinzuweisen, das, womöglich ohne darum zu wissen, mit diesen Maßnahmen erzeugt wird, und die aus einer Fehlinterpretation der Corona-Zahlen resultierenden extremen Ängste zu hinterfragen, welche unser Menschsein als genuin soziale Wesen in den Grundfesten zu erschüttern drohen. (Christof Kuhbandner)

Info: https://www.heise.de/tp/features/Von-fragwuerdigen-und-fehlinterpretierten-Corona-Zahlen-4996600.html

07.01.2021

Deutsches Außenpolitik-Establishment debattiert EU-Weltmachtpläne Ex-EU-Kommissar warnt vor "völliger Selbstüberschätzung".

Germam-Foreign-Policy.com, vom 6. Januar 2021
BERLIN (Eigener Bericht) - Mit neuen Weltmachtplänen für die EU startet das außenpolitische Establishment der Bundesrepublik in das zweite Jahr der Covid-19-Pandemie. Während vor allem die westlichen Mächte und ihre Verbündeten von weiteren Pandemiewellen überrollt werden und teils rasant steigende Opferzahlen zu beklagen haben, debattiert das maßgebliche Fachblatt der deutschen Außenpolitik ("Internationale Politik", IP) über die Frage, "was Europa zur Weltmacht fehlt". Dass die Union "mehr Mut zur Weltmacht" haben müsse, war schon im Herbst in mehreren deutschen Leitmedien gefordert worden. Einer Umfrage zufolge stimmen der Aussage, die EU könne "eine ähnlich starke Rolle in der Weltpolitik spielen" wie die USA und China, beinahe die Hälfte der Deutschen zu - vor allem Anhänger von Bündnis 90/Die Grünen (52 Prozent) und FDP (56 Prozent) sowie die Generation der 18- bis 29-Jährigen (70 Prozent). Während die IP fordert, "Europa" müsse seine "internationale Wirkkraft" stärken, warnt Ex-EU-Kommissar Günther Oettinger, es gebe in vielen EU-Hauptstädten "eine völlige Selbstüberschätzung" - "eine Art Hybris".


Zitat: BERLIN (Eigener Bericht) - Mit neuen Weltmachtplänen für die EU startet das außenpolitische Establishment der Bundesrepublik in das zweite Jahr der Covid-19-Pandemie. Während vor allem die westlichen Mächte und ihre Verbündeten von weiteren Pandemiewellen überrollt werden und teils rasant steigende Opferzahlen zu beklagen haben, debattiert das maßgebliche Fachblatt der deutschen Außenpolitik ("Internationale Politik", IP) über die Frage, "was Europa zur Weltmacht fehlt". Dass die Union "mehr Mut zur Weltmacht" haben müsse, war schon im Herbst in mehreren deutschen Leitmedien gefordert worden. Einer Umfrage zufolge stimmen der Aussage, die EU könne "eine ähnlich starke Rolle in der Weltpolitik spielen" wie die USA und China, beinahe die Hälfte der Deutschen zu - vor allem Anhänger von Bündnis 90/Die Grünen (52 Prozent) und FDP (56 Prozent) sowie die Generation der 18- bis 29-Jährigen (70 Prozent). Während die IP fordert, "Europa" müsse seine "internationale Wirkkraft" stärken, warnt Ex-EU-Kommissar Günther Oettinger, es gebe in vielen EU-Hauptstädten "eine völlige Selbstüberschätzung" - "eine Art Hybris".


"Weltweit Maßstäbe setzen"

Forderungen, die EU solle sich offensiv als "Weltmacht" positionieren, waren schon im Herbst in auflagenstarken liberalen und konservativen Medien geäußert worden. "Mehr Mut zur Weltmacht" hatte im Oktober etwa das Onlineportal der Wochenzeitung "Die Zeit" verlangt: Die Union, so hieß es, "muss sich als Weltmacht verstehen".[1] In dem Springer-Blatt "Die Welt" erklärten wenig später Entwicklungsminister Gerd Müller sowie der Ex-Außenpolitikexperte der einflussreichen Bertelsmann-Stiftung Werner Weidenfeld, die EU habe "das Zeug zur Weltmacht": "Ihr Souverän - die rund 400 Millionen Menschen mit ihrem ökonomischen Spitzenpotenzial - und eine solide militärische Ausstattung haben die EU in den Rang einer Weltmacht befördert."[2] Mit ähnlichen Argumenten hatte Weidenfeld schon vor fast zwei Jahrzehnten die Union als "Weltmacht im Werden" eingestuft (german-foreign-policy.com berichtete [3]). Gemeinsam mit Müller sprach er sich nun dafür aus, "Europa" solle "kraft seiner Wirtschaftsmacht ... in der digitalisierten und globalisierten multipolaren Welt Maßstäbe setzen". Dazu benötige Brüssel freilich nicht bloß einen "handlungsfähigeren politischen Rahmen" - nach Möglichkeit "flankiert von einem europäischen Strategierat" -, sondern etwa auch eine "europäische[...] Armee" mit "einer gemeinsamen Kommandostruktur".


"Wie die USA oder China"

Mit der Titelfrage "Was Europa zur Weltmacht fehlt" und mit einem entsprechenden thematischen Schwerpunkt greift nun die Zeitschrift Internationale Politik (IP) die Debatte auf. Die IP, das führende Fachblatt des außenpolitischen Establishments, wird von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) herausgegeben, einer der einflussreichsten Außenpolitik-Denkfabriken der Bundesrepublik; ihre zweimonatliche Auflage wird auf 6.000 Exemplare beziffert. Wie die IP konstatiert, hält fast die Hälfte der deutschen Bevölkerung eine künftige Weltmachtrolle der EU für denkbar. Demnach antworteten in einer repräsentativen Umfrage im Dezember auf die Frage, ob "die EU in Zukunft eine ähnlich starke Rolle in der Weltpolitik spielen" könne "wie heute die USA oder China", 43 Prozent mit "Ja".[4] Die größten Zustimmungswerte ergab die Umfrage zum einen bei der jüngeren Generation: Rund 70 Prozent der 18- bis 29-Jährigen sehen die Union demzufolge als künftige Weltmacht; bei den Über-60-Jährigen sind es gerade einmal 28 Prozent. Über dem Durchschnitt liegen die Zustimmungswerte, parteipolitisch betrachtet, bei Wirtschafts- und Ökoliberalen: 56 Prozent der FDP-Anhänger sehen die EU demzufolge prinzipiell auf Augenhöhe mit den USA und China; dies tun zudem 52 Prozent der Anhänger von Bündnis 90/Die Grünen.


Viel geredet, wenig getan

Mit Blick auf die reale politische Stellung der EU in der internationalen Politik räumt die IP ein, "Europa" habe "viel über seine internationale Rolle geredet", dies aber, "ohne genug dafür zu tun".[5] So sei das Ziel, "strategische Autonomie" zu erlangen - eine verklausulierte Variante des Weltmachtanspruchs -, zuerst in den Schlussfolgerungen des Europäischen Rats vom Dezember 2013 festgeschrieben worden, dann in der Global Strategy der Union vom Juni 2016. Erreicht sei das Ziel allerdings noch nicht. "Europas Aufgabe" sei es nun, "unter neuen Vorzeichen seine internationale Wirkkraft zu stärken und seine Interessen entschiedener zu vertreten". Dabei werde der EU "der Ausbau ihrer Machtressourcen" mutmaßlich "nur gelingen, wenn ihr innerer Zusammenhalt und die Kooperationsbereitschaft der Regierungen wachsen". Die IP schließt dabei nützliche Nebenwirkungen schwerer Krisen - etwa der aktuellen Coronakrise - nicht aus: "Das Gefühl einer 'Schicksalsgemeinschaft' ist gewachsen." Dies freilich lässt sich aktuell - nur wenige Tage nach Erscheinen der jüngsten IP-Ausgabe - stark bezweifeln: Wegen ernster Fehler bei der Impfstoffbeschaffung bricht sich heftige Kritik an der Trägheit der Brüsseler Behörden Bahn.


Anspruch und Wirklichkeit

Während die IP den EU-Weltmachtanspruch aufrechterhält, legen einzelne Beiträge in der jüngsten Ausgabe offen, wie Anspruch und Wirklichkeit zunehmend auseinanderklaffen. So heißt es etwa, "wie kein anderes Thema" stehe die Iran-Politik für die gemeinsame Außenpolitik der Union: "Seit nunmehr fast zwei Jahrzehnten" verfolgten die Mitgliedstaaten "gegenüber Teheran einen relativ konsistenten Ansatz" - dies immer wieder auch gegen massiven Druck aus den USA.[6] Allerdings habe sich auch gerade in der Iran-Politik das "Unvermögen" der EU gezeigt, "maßgeblichen Einfluss geltend zu machen"; so sei etwa der Handel mit Iran - trotz umfassender Bemühungen der Union - aufgrund der einseitig verhängten US-Sanktionen fast vollständig kollabiert. Ähnlich verhält es sich mit der Afrika-Politik. So ist es trotz langjähriger, stets vollmundig angekündigter Bestrebungen, die Wirtschaftsbeziehungen zu den Staaten Afrikas südlich der Sahara auszudehnen, bislang nicht gelungen, dies zu tun; stattdessen hat China seine Stellung auf dem afrikanischen Kontinent massiv gestärkt. "Momentan sieht es danach aus", heißt es in der jüngsten IP, "als würde China, nicht Europa, der Hauptnutznießer einer [erhofften, d.Red.] afrikanischen Wirtschaftsblüte sein".[7]


Eine Art Hybris

Warnungen, die Weltmachtansprüche der EU würden durch ihre ökonomische Leistungsfähigkeit bei weitem nicht gedeckt, sind dabei zunehmend von Wirtschaftspolitikern zu hören. Sie schließen an Feststellungen wie diejenige an, dass der Anteil der Union an der globalen Wirtschaftsleistung bestenfalls stagniert (german-foreign-policy.com berichtete [8]), oder diejenige, dass der Anteil der EU an den globalen Patentanmeldungen von 2009 bis 2019 dramatisch fiel - von 34,7 auf 23,2 Prozent -, während der Anteil Asiens im selben Zeitraum von 32 auf 52,4 Prozent stieg.[9] Dabei hätten die politischen Eliten dies oft noch gar nicht realisiert, warnte kürzlich der ehemalige EU-Kommissar Günther Oettinger: "Es gibt in vielen europäischen Hauptstädten eine völlige Selbstüberschätzung der eigenen Wirtschaftskraft. Eine Art Hybris."[10] Anfang dieser Woche ließ sich zudem der Ex-Staatsminister im Auswärtigen Amt und heutige Präsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) Werner Hoyer mit der Äußerung zitieren, die EU-Staaten verlören "seit 15 Jahren an Wettbewerbsfähigkeit" und investierten gleichzeitig "Jahr für Jahr 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts weniger in Forschung und Entwicklung": "Noch holen wir nicht auf", warnt Hoyer, "sondern fallen weiter zurück".[11]

 

[1] Ulrich Ladurner: Mehr Mut zur Weltmacht. zeit.de 01.10.2020.

[2] Gerd Müller, Werner Weidenfeld: Die EU hat das Zeug zur Weltmacht. welt.de 21.10.2020.

[3] Werner Weidenfeld: Thinktank: Die verhinderte Weltmacht. welt.de 08.03.2003. S. dazu Wille zur Weltmacht.

[4] 53 Prozent urteilten "Nein", 4 Prozent antworteten "Weiß nicht". Internationale Politik 1/2021. S. 5.

[5] Daniela Schwarzer: Europas geopolitischer Moment. In: Internationale Politik 1/2021. S. 18-25.

[6] David Jalilvand: Verzagte Vermittler. In: Internationale Politik 1/2021. S. 38-40.

[7] Amaka Anku: Suboptimale Subsahara-Politik. In: Internationale Politik 1/2021. S. 41-43.

[8] S. dazu Der große Ungleichmacher.

[9] Der Anteil Nordamerikas fiel zugleich von 31 auf 22,8 Prozent. Internationale Politik 1/2021. S. 26.

[10] Thomas Sigmund: "Es gibt in vielen europäischen Hauptstädten eine völlige Selbstüberschätzung der eigenen Wirtschaftskraft". handelsblatt.com 16.11.2020.

[11] Michael Maisch, Hans-Peter Siebenhaar: Werner Hoyer: "Wir holen nicht auf, wir fallen zurück". handelsblatt.com 04.01.2021.

Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8479

06.01.2021

Offener Brief aus Hannover, 6. Januar 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

obwohl den amtlichen Sterbezahlen (Statistisches Bundesamt) jahrzehntelang keine besondere Beachtung geschenkt wurde, bleibt die Frage berechtigt, warum wirtschaftliche Existenzen und die Freiheitsrechte bedrohende Maßnahmen im Zusammenhang mit einer "Corona-Pandemie" weiterhin angemessen sind.

Hier ist auch die gegenüberstellende Betrachtung notwendig, damit die Bundesregierung auch die weiteren Gründe und privaten Interessenten an einer "Neuen Normalität" für unsere Gesellschaft offenbart.


Gruß Thomas Bauer, Initiative: “Kein Militär mehr”

06.01.2021

   Sterblichkeit - Fallzahlen nach Monaten für Deutschland 2016 - 2020

               Rohdaten Statistisches Bundesamt, aktueller Stand 30. Dezember 2020



        Jan.
  Feb.
   März
  April
  Mai
   Juni
  Juli
   Aug.
  Sept.
  Okt.
 Nov.
  Dez.













2020
       85376
  80003
   87432
  83825
  75742
  72107 
 73711
  78569
  73888
  79207 
 84480
 
2019
       85105
  81009
   86739
  77410
  75669
  73483
 76926
  73444
  71022
  77006
 78378
  83329
2018
       84973
  85799
 107104
  79539
  74648
  69328
  75605
  78370
  69708
  74039
 74762
  80999
2017
       96033
  90649
   82934
  73204
  75683
  69644
  71411
  71488
  69391
  75229
 74987
  81610
2016
       81742
  76619
   83668
  75315
  74525
  69186
  72122
  71295
  69037
  76001
 77050
  84339

Ges.: 2020 = 874340 (Jan.-Nov.); 2019 = 939520; 2018 = 954874; 2017 = 932263; 2016 = 910899


Info: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Tabellen/sonderauswertung-sterbefaelle-pdf.pdf?


                     V.i.S.d.P.: Initiative: "Kein Militär mehr", Leinaustraße 3, D-30451 Hannover
05.01.2021

Alle reden vom Great Reset. Wir nicht.

nachdenkseiten.de, 05. Januar 2021 um 17:00 Ein Artikel von: Albrecht Müller

Unter dieser Überschrift wollte ich schon im November einen Artikel schreiben, habe das Blatt mit den Notizen dann aber liegen lassen, weil ich nicht Personen kritisieren wollte, die eigentlich am gleichen Strang der kritischen Analyse des Geschehens ziehen. Das Thema liegen zu lassen, war aber nicht gut, denn es wird immer modischer, auf dem Knochen herumzukauen, den der Erfinder des WEF von Davos, Schwab, in die Manege geworfen hat. Nun erschien heute bei Seniora.org ein Beitrag von Diana Johnstone, der genau in die richtige Richtung zielt. Sehr lesenswert, hier die Headline und der Link und danach einige eigene Beobachtungen. Albrecht Müller.


Der grosse Vorwand … für eine Anti-Utopie
Für alle, die sich den Kopf nicht durch einen angeblich coronabedingten «grossen Umbruch» à la WEF verdrehen lassen wollen, von Diana Johnstone, 05. Januar 2021
seniora.org/wunsch-nach-frieden/demokratie/der-grosse-vorwand-fuer-eine-anti-utopie


Einige stichwortartige Anmerkungen und Fragen zum Great Reset:

  1. Es ist richtig und besorgniserregend, dass einige Superreiche und einflussreiche Personen immer wieder und teilweise erfolgreich versuchen, die Personalpolitik und die Sachpolitik hinter dem Rücken der Völker zu machen. Das gilt hierzulande, es gilt in der EU, es gilt in den USA und anderswo. Das Große Geld bestimmt über weite Strecken wichtige politische Entscheidungen.
  2. Aber dass Covid 19 dafür verantwortlich sei und jetzt gar von einem Neustart gesprochen werden muss oder kann – je nach Perspektive – ist nicht richtig.
  3. „Great Reset“ ist zuallererst eine PR-Masche. Das ist durch die Autoren des einschlägigen Buches in die Welt gesetzt worden, um sich interessant zu machen, um interessant zu wirken. Und viele haben auf dem Knochen inzwischen schon herumgekaut.
  4. Leider fallen sehr viele, auch konträr dazu eingestellte Menschen, auf diesen PR-Trick herein.
  5. Schon vorher eingeleitete, aus unserer Sicht negative Entwicklungen, wie etwa die weitgehende Privatisierung bisher öffentlicher Leistungen und sozialer Einrichtungen, werden jetzt tendenziell verstärkt und beschleunigt. Aber das muss nicht sein. Es könnte angesichts des vom Virus beförderten Bewusstseins, dass der Staat und dass staatliche Einrichtungen und gesellschaftliche Regelungen wichtig sind, sogar umgedreht werden.
  6. Auch Digitalisierung gab und gibt es ja schon vor Corona. Jetzt wird das Virus dazu benutzt, um diesen Prozess zu beschleunigen. Diese Beobachtung ist richtig. Aber selbst das muss ja nicht unbedingt so sein. Es könnte ja sein, dass wir beim Lockdown den Wert der personalen Kommunikation in besonderer Weise erkennen und sich mehr Menschen für diesen Wert interessieren könnten.
  7. Ich erinnere in diesem Kontext an den sogenannten Urknall von 1984. So bezeichnete man die Entscheidung zur Vermehrung der elektronischen Kommunikation – der Fernseh- und Hörfunkprogramme – und ihrer mit der Programmvermehrung erleichterten Kommerzialisierung. Das war übrigens auch eine Art von Reset.
  8. Wer von Reset redet, unterstellt zugleich, dass die Regelungen einigermaßen einheitlich ausfallen sollten. Andernfalls macht es keinen Sinn, von einem Neustart zu sprechen. Stellen wir uns das mal nun konkret am Beispiel der Altersvorsorge-Regelungen vor: Es ist klar, dass die Macher von Davos sich wünschen, dass die Altersvorsorge künftig kapitalgedeckt und privat organisiert werden soll. Aber was spricht dafür, dass ein Volk wie die Österreicher sich diese Veränderung ihrer bisher wesentlich auf der gesetzlichen Rente basierenden Altersvorsorge gefallen lassen sollen? Möglich ist das schon. Es kann auch mit solchen Sprüchen wie The Great Reset beschleunigt werden. Aber diese Beschleunigung setzt voraus, dass das Volk nicht erkennt, dass es hierbei um eine Propagandamasche geht, oder das Volk nichts mehr zu sagen hat.
  9. Für andere gesellschaftliche Regelungen, für andere Social Technique gilt Ähnliches. Der Freiheitsgrad ist da. Er ist nicht mehr da, wenn wir alle vom Great Reset reden, wenn wir alle auf dem Knochen herumkauen, den uns Herr Schwab und sein Gehilfe hingeworfen haben.
  10. Diana Johnstones Beitrag ist eine Hilfe zur besseren Erkenntnis.

Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=68520

05.01.2021

Wie gefährlich wird die „Querdenker“-Bewegung 2021?

tagesspiegel.de, vom 31.12.2020, 14:57 Uhr,Ein Interview. Der Antisemitismusbeauftragte Baden-Württembergs sieht eine Anti-Impf-Verschwörungsbe- wegung auf das Land zukommen – und weitere Radikalisierung.


Zitat: Michael Blume (44) ist Religionswissenschaftler und Antisemitismusbeauftragter der Landesregierung in Baden-Württemberg. Er betreibt zudem den Podcast „Verschwörungsfragen“.

Herr Blume, die Infiziertenzahlen steigen, die Intensivbetten sind knapp – trotzdem demonstrierten selbsternannte Querdenker bis zuletzt in deutschen Innenstädten gegen Corona-Maßnahmen und Impfungen. Wie erklären Sie sich das?
Die Bewegung hat sich ja schon sehr weit radikalisiert. Das ist ein typischer Prozess. Stellen Sie sich vor, Sie haben sich einer Bewegung angeschlossen. Sie glauben, dass hinter der Pandemie in Wirklichkeit eine Weltverschwörung steht. Sie haben schon viel Zeit investiert, womöglich auch Geld, Sie haben sich deswegen mit Freunden und Verwandten zerstritten.

Aber dann passiert etwas, was ihren Verschwörungsglauben in Frage stellt. Jetzt haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie schreiben das alles als Verlust ab und kehren in die Realität zurück. Oder Sie eskalieren weiter und vergraben sich tiefer. Deswegen ist es immer so, dass Verschwörungsbewegungen sehr breit anfangen, dann aber Leute abspringen. Die, die dabeibleiben, radikalisieren sich und werden lauter.

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Nach wie vor stehen dort Rechtsextreme neben religiösen Fundamentalisten, Impfgegner neben Reichsbürgern. Was hält diese Leute jetzt noch zusammen?
Es ist das gemeinsame Feindbild einer Weltverschwörung – ein Bild, das im Kern antisemitisch ist. Die Menschen, die dort zusammenkommen, ticken aber häufig auch ähnlich. Wir sprechen von autoritären Persönlichkeiten. Sie haben von frühester Kindheit an gelernt, anderen zu misstrauen.

Gleichzeitig sehnen sie sich nach einem starken Anführer. Sie suchen den Erlöser, der sie befreien kann. Das nennt man Tyrannophilie. Bei religiösen Fundamentalisten kann das noch der Herr Jesus sein. Gut zu beobachten ist das aber auch bei QAnon…

… der Verschwörungsbewegung, die aus den USA nach Deutschland geschwappt ist…
Deren Anhänger glauben daran, dass eine Elite Kinder entführt, um aus deren Blut einen besonderen Stoff zu extrahieren. Bei QAnon hält man Trump für den Erlöser. Als er die Wahl verlor, hätten die Anhänger erkennen können, dass sie auf dem Holzweg sind. Lieber klammern sie sich an die Idee, dass es Wahlfälschung war.

Welche Rolle spielen Kinder in Verschwörungsbewegungen? Bei manchen Corona-Demos haben Teilnehmer offenbar gezielt ihre Kinder mitgebracht.
Kinder erfüllen für Verschwörungsbewegungen zweierlei Funktionen. Zum einen als Trigger: Es wird behauptet, Kinder seien bedroht. Querdenker behaupten, Kinder würden durch die Masken ersticken – was ja schlicht nicht stimmt. Die Erzählung von QAnon ist der gleiche Mythos, den wir schon im 15. Jahrhundert bei der Hexenverfolgung hatten.

Da hieß es im Hexenhammer, Frauen und Juden würden den Hexensabbat begehen und aus Kindern Hexensalbe herstellen. Und zum anderen werden Kinder eben bei den Demonstrationen auch als Schutzschilde instrumentalisiert, wenn sie ganz vorne mitlaufen und sich der Polizei entgegen stellen sollen.

Viele der Querdenker tun ja so, als würde hier eine „Corona-Diktatur“ errichtet. Glauben diese Leute das wirklich?
Am Anfang halten sie es nur für möglich. Doch je tiefer sie hineinrutschen, desto stärker glauben sie das tatsächlich. Durch das Internet ist es eben auch sehr einfach, sich komplett in einer alternativen Realität zu bewegen. Es sind zum Teil hochgebildete, hochintelligente Leute, die da einem Verschwörungsglauben anhängen.

[Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere runderneuerte App, die Sie hier fürApple- und Android-Geräte herunterladen können.]

Einige vergleichen sich mit Sophie Scholl oder Anne Frank, sie heften sich einen Judenstern an – vergleichen sich also mit Verfolgten des NS-Regimes…
Das ist natürlich eine komplette Verharmlosung des Holocausts. Wir nennen das Opferneid: Wer sich selbst als Opfer einer Weltverschwörung sieht, erträgt es nicht, dass anderer Opfer gedacht wird. Corona-Opfern etwa oder Opfern des NS-Regimes. Deshalb setzt man sich selbst an deren Stelle, stellt sich als neue Sophie Scholl dar und die Bundesregierung als NS-Regime.

Das hat übrigens nicht mit Covid-19 angefangen. Wir hatten hier in Stuttgart schon bei den Demos gegen die Dieselfahrverbote Leute, die sich Judensterne angeheftet haben.

Muss man sich damit abfinden, dass ein kleiner Teil der Gesellschaft sich in eine Parallelwelt verabschiedet?
Wir dürfen niemanden aufgeben und müssen immer Angebote machen, für Menschen, dort wieder herauszukommen. Deshalb brauchen wir Aussteigerprogramme – am ehesten vergleichbar ist das ja mit einem Sektenausstieg. Aber wir brauchen auch einen wehrhaften Rechtsstaat. Ein Zurückweichen der Polizei, wie das in diesem Herbst in Leipzig zu beobachten war, bringt nichts.

Wenn diese Leute das Gefühl haben, sie gewinnen, dann radikalisieren sie sich erst recht. Autoritäre Persönlichkeiten reagieren nicht auf Kuschelpädagogik. Die brauchen klare Regeln, eine klare Ansprache und parallel das Angebot: Wenn du da rauswillst, helfen wir dir. Ein wehrhafter Rechtsstaat und eine warmherzige Zivilgesellschaft – das ist momentan nötig.

Wie kann man Verschwörungsgläubige in seinem privaten Umfeld zum Umdenken bringen?
Man kann nur versuchen, ihnen Zeit zu geben. Ihnen ein Buch oder einen Podcast zu empfehlen, nicht in die direkte Konfrontation gehen. Wenn man die Leute beschimpft oder als Covidioten beleidigt, erreicht man eher das Gegenteil von dem, was man möchte.

Teile der AfD versuchen sich an die Querdenker auf der Straße anzubiedern. Kann die Partei davon profitieren?
In der Geschichte hat noch keine Partei profitiert, wenn sie sich mit einer Verschwörungsbewegung verbündet hätte. In den USA verfluchen schon jetzt QAnon-Anhänger die Republikaner, weil sie angeblich nicht genug zu Donald Trump stehen. Die Partei kann nie so radikal sein, wie es die Verschwörungsbewegung gerne hätte. Und Verschwörungsbewegungen sind immer im Kern anti-demokratisch. Sie sehen den politischen Gegner als absolut böse und sprechen ihm die Würde ab.

Wie wird es nächstes Jahr weitergehen mit den Querdenkern? Frontmann Michael Ballweg will sich ja vorerst zurückziehen...
Ich beobachte schon jetzt Zerfallserscheinungen in diesem Lager. Es spielt aber im Grunde keine große Rolle, unter welchem Label sich Verschwörungsgläubige organisieren. Wenn eine Gruppe zerfällt, bilden sich neue Organisationsformen. Ich schätze, dass wir 2021 eine große Anti-Impf-Verschwörungsbewegung haben werden, die sich im Kampf gegen den „Great Reset“ versammelt.

Was hat es damit auf sich?
Eigentlich ist „Covid 19: The Great Reset“ der Titel eines Buches, das der Gründer des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, geschrieben hat. Seine These ist, dass die Welt vor einem grundlegenden Umbruch steht und soziale und ökologische Missstände jetzt angegangen werden müssen. Doch Verschwörungsgläubige sehen das Buch als Beweis, dass es den großen Plan der Wirtschaftseliten gab, mithilfe von Corona die Weltherrschaft an sich zu reißen. Auch Zwangsimpfungen gehören in diesem Mythos zum Plan dazu.


Mehr zum Thema Anschlagsgefahr in Deutschland wächst Verfassungsschutz befürchtet Terror von Coronaleugnern von Frank Jansen

Befürchten Sie, das könnte die Impfbereitschaft negativ beeinflussen?

Das hat leider schon begonnen. Die Ängste, die zunächst gegen das Virus gerichtet waren, werden jetzt gegen das Impfen gerichtet.


Info: https://www.tagesspiegel.de/politik/sie-suchen-den-erloeser-der-sie-befreien-kann-wie-gefaehrlich-wird-die-querdenker-bewegung-2021/26760802.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

05.01.2021

Corona-Jahr 2021: Neue Unruhen, Finanz-Crash und Amokläufe

deutsche-wirtschafts-nachrichten.de, 05.01.2021 13:00, Cüneyt Yilmaz

Im aktuellen Jahr müssen sich die Bürger auf neue Corona-Unruhen und einen Finanz-Crash einstellen. Denn die anstehende Insolvenzwelle wird zu einer Lawine von notleidenden Krediten führen. Das Risiko von Amokläufen und Anschlägen durch Personen, die im Verlauf der Pandemie alles verloren haben, ist ebenfalls nicht gering. Eine Prognose.


Zitat: Im zweiten Quartal des aktuellen Jahres wird die Verfügbarkeit von mehr Impfstoffdosen zu Abmilderungen bei den Lockdowns führen. Doch der Übergang vom Lockdown zur schrittweisen Wiedereröffnung des öffentlichen Lebens und der Betriebe wird nicht unproblematisch verlaufen. Wie im Jahr 2020, werden in Deutschland und weiteren Ländern Proteste gegen die jeweiligen Regierungen ausbrechen, sobald bekannt wird, welche wirtschaftlichen und sozialen Schäden die Lockdowns angerichtet haben. Für den Einzelhandel und den Mittelstand im Allgemeinen haben die bisherigen Lockdowns ohnehin katastrophale Folgen nach sich gezogen. Vor diesen Folgen wurde bereits ab dem März 2020 gewarnt (HIER und HIER).

Es ist davon auszugehen, dass die Bundesregierung gezwungenermaßen seine Staatsbeteiligungen an strategisch wichtigen Großunternehmen erhöhen muss, damit diese nicht durch „ausländische Riesen“ zu Billigpreisen aufgekauft werden. Eine andere Wahl hat die Bundesregierung nicht.

Die Kehrseite dieser staatlichen Rettungsmaßnahmen von Großunternehmen wird sein, dass der Einzelhandel und der Mittelstand weitgehend geschädigt aus dem Lockdown hervorgehen werden, was mittlerweile auch der letzte Bürger verstanden haben dürfte. Kanzlerin Angela Merkel hatte im November 2020 diplomatisch angedeutet, dass es keine endlosen Rettungsmaßnahmen für den Einzelhandel und den Mittelstand geben wird. Es sei „klar, dass wir das (Nothilfen für den Einzelhandel und den Mittelstand, Anm.d.Red.) nicht bis Ultimo fortführen können“, sagte sie. Damit meinte sie, dass niemand mit Finanzhilfen „bis zum letzten Tag“ der Pandemie rechnen dürfe (HIER).


Neue Corona-Proteste bahnen sich an

Doch diese Entwicklungen bergen die Gefahr neuer Protestbewegungen in sich. In der ersten Phase der Proteste wird es vor allem darum gehen, die Bundesregierung dazu zu drängen, eine schnelle Rückkehr zum wirtschaftlichen und sozialen Normalzustand zu erzwingen. Dies wird nicht gelingen.

Stattdessen werden Unternehmer und Bürger sich des Eindrucks nicht erwehren können, dass die Bundesregierung sehr schnell handelt, wenn es um die Rettung von milliardenschweren Großunternehmen geht, während der Einzelhandel und der Mittelstand „stiefmütterlich“ behandelt wird. Eine nicht zu unterschätzende Größe könnten die Proteste ab dem Mai 2021 erreichen. Die Organisatoren von Protestbewegungen gegen die Bundesregierung könnten symbolisch den 1. Mai 2021 als Startschuss für große Proteste in den Folgemonaten auswählen (HIER und HIER).

Zu Beginn des zweiten Quartals ist ein Crash an den US-Börsen nicht unwahrscheinlich. Denn die finanziellen Hilfsmaßnahmen der US-Notenbank Fed werden exakt am 31. März 2021 auslaufen. Das bedeutet, dass die Börsen nicht mehr darauf hoffen können, dass die Kurse künstlich am Leben erhalten werden. Die neue US-Finanzministerin Janet Yellen hatte im Dezember 2020 angekündigt, dass in Zukunft auf Maßnahmen der expansiven Fiskalpolitik und nicht auf geldpolitische Maßnahmen durch die Fed gesetzt werden dürfe. Schlechte Nachrichten für die Börsen. Man kann es drehen und wenden wie man will. Ein möglicher Börsen-Crash in den USA wird sich zwangsläufig auf die Börsen in Europa auswirken. Treffen wird es zuallererst die „schwachen“ südeuropäischen Länder (Mehr dazu HIER).


Insolvenzen und notleidende Kredite

Durch die massive Insolvenzwelle wird es zu einer Lawine von notleidenden Krediten kommen. Dies wird eine explosivere Situation als während der Finanzkrise 2008 schaffen. Zahlreiche Banken werden erneut staatlich gerettet werden müssen, was die Wut und den Unmut der Bürger in Deutschland und in anderen europäischen Ländern zusätzlich erhöhen wird. Diese Wut wird voraussichtlich nicht nur Demonstrationen befeuern, sondern europaweite Unruhen auslösen, die in ihrer Intensität den „George Floyd-Unruhen“ aus dem Jahr 2020 ähneln werden.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt sollte darauf verzichtet werden, Unternehmer und Bürger als „Verschwörungstheoretiker“ und „Rechtsextremisten“ zu diffamieren. Es sei denn, man möchte vorsätzlich eine Kollektiv-Radikalisierung herbeiführen (HIER). Denn während der „George Floyd-Unruhen“ hatten wir allesamt beobachtet, dass die Rhetorik des US-Präsidenten Donald Trump maßgeblich zu einer Eskalation der Proteste beigetragen hatte. Die US-Demokraten wirkten ebenfalls mit, indem sie die „George Floyd-Demonstranten“ gegen Trump und die US-Regierung regelrecht aufstachelten.

In Deutschland und in den europäischen Staaten könnte diesen Entwicklungen entgegengewirkt werden, wenn die Preise für Lebensmittel drastisch gesenkt werden – zumindest über einen Zeitraum bis zum Jahr 2023. In Deutschland würde es sich anbieten, die Mehrwertsteuer von 19 auf zehn Prozent und den ermäßigten Mehrwertsteuersatz – vor allem für Grundnahrungsmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs – von sieben auf 3,5 Prozent zu senken. Gleichzeitig könnte der Gesetzgeber eine stark reglementierte Legalisierung von Cannabis durchsetzen. Der Mehrwertsteuersatz für den Verkauf von Cannabis müsste bei 25 Prozent liegen.

Dieser Ansatz würde Milliarden in die Staatskasse spülen, während die Bürger im Verlauf dieser Pandemie, die eine Wirtschaftskrise auslösen wird, sich kostengünstig und problemlos mit Nahrungsmitteln versorgen könnten. Dieser Ansatz würde auch dazu führen, dass sich sogar linke und grüne Gesetzgeber von drakonischen gesetzlichen Maßnahmen gegen illegale Drogenhändler überzeugen lassen könnten, weil der Fiskus durch die Legalisierung von Cannabis finanziell profitieren würde. Schließlich führen höhere Steuereinnahmen auch zu einem größeren Handlungsspielraum der Politik, woran alle Parteien und Politiker ein Interesse haben.


Amokläufe, Tötungen und Anschläge sind möglich

Der Zenit der psychischen Belastung, von der viele Unternehmer und Bürger in Deutschland und anderswo betroffen sind, ist noch nicht erreicht. Im Verlauf der anrollenden Insolvenzwelle und der Verschärfung der sozialen Probleme ist es durchaus denkbar, dass im Verlauf des aktuellen Jahres Unternehmer oder Bürger in Einzelfällen regelrecht „durchdrehen“. Schließlich werden viele Menschen ihrer wirtschaftlichen Existenz beraubt. Amokläufe, Tötungen und Anschläge durch Personen, die alles verloren haben, sind nicht auszuschließen. Dieses Phänomen hatten wir bereits in der vergifteten Atmosphäre der Flüchtlings-Krise beobachtet.

Aber auch organisierte bewaffnete Provokationen durch subversive Kräfte sind denkbar. In den vergangenen Jahren konnte man immer wieder beobachten, wie sich am Rande von Demonstrationen Unbekannte positioniert hatten, um einige Schüsse in die protestierende Menge abzugeben, um die Demonstrationen eskalieren zu lassen. Im Nachhinein kam heraus, dass die „Schützen“ weder aus den Reihen der Demonstranten noch aus den Reihen der Sicherheitskräfte kamen. Doch durch den Einsatz der sozialen Medien im Zusammenspiel mit den „Schützen“ konnte die Schuld auf die Sicherheitsbehörden abgewälzt werden. Es handelte sich dabei um konzertierte Aktionen.

In diesem Zusammenhang wäre es ratsam, wenn der Gesetzgeber und die Sicherheitsbehörden schnell handeln, um in einem ersten Schritt den Bestand von legalen Waffen, die sich in Deutschland im Umlauf befinden, zu minimieren. Im zweiten Schritt wäre es angebracht, wenn die Sicherheitsbehörden ihren Schwerpunkt auf die Aushebung von illegalen Waffenlagern setzen. Denn Anschläge und Tötungen wurden in der Vergangenheit oftmals mit illegalen Waffen ausgeführt. Wichtig ist an dieser Stelle, dass der Gesetzgeber die Sicherheitsbehörden nicht durch ideologische Befangenheiten behindert. Waffenlager für provokative Aktionen können nicht nur von Rechtsextremisten, sondern auch von Linksextremisten, Islamisten und/oder „einsamen Wölfe“ jeglicher Couleur eingerichtet werden.

Dieser größere Vorstoß muss jedoch auf der europäischen Ebene erfolgen, da illegale Waffen nach Westeuropa vor allem aus dem Balkan illegal importiert werden. Die deutschen Sicherheitsbehörden sollten sich grundsätzlich nicht blind auf Informationen von europäischen Partnerbehörden verlassen. Die illegale Route nach Deutschland verläuft offenbar über Kroatien, Slowenien, Österreich nach Deutschland. Da Tschechien und Polen Transitländer für den Drogen- und Zigarettenschmuggel und den Menschenhandel sind, dürften diese Länder auch Transitländer für den illegalen Waffenhandel sein. Allerdings ist es auch möglich, dass der Import von illegalen Waffen über „Täuschungs-Routen“ verläuft – vom Balkan nach Westeuropa und dann nach Deutschland.

Darüber hinaus müssten die Kontrollen an den deutschen Häfen, vor allem am Hamburger Hafen, verschärft werden.


Cyber-Angriffe auf deutsche Unternehmen

Der dritte Punkt, der im aktuellen Jahr eine Gefahr darstellen könnte, betrifft den Bereich der Digitalisierung. Viele Firmen dürften versuchen, die „Homeoffice-Arbeit“ in ihrer Firmenkultur zu verwurzeln, um bei künftigen möglichen Pandemien oder anderen Ereignissen, die die Arbeit im Büro einschränken könnten, keine Einbußen zu erleiden. Doch mit der Erweiterung dieses digitalen Arbeitens dürften auch die Risiken durch Hacker-angriffe und Cyber-Kriminalität steigen.

Mit dem Anstieg der Digitalisierung wird zwangsläufig auch die Kriminalität im Cyber-Bereich zu einem größeren Problem werden. Im Jahr 2005 lagen die erfassten Fälle von Cyberkriminalität in Deutschland bei 26.650. Im Jahr 2010 lagen sie bei 59.839, im Jahr 2016 bei 82.649 und im Jahr 2019 bei 100.514 Fällen. Im aktuellen Jahr dürften wir einen überproportionalen Anstieg an Fällen von Cyber-Kriminalität beobachten, zumal viele Firmen nicht gut genug ausgerüstet sind.

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Cüneyt Yilmaz ist Absolvent der oberfränkischen Universität Bayreuth. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Info: https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/508614/Corona-Jahr-2021-Neue-Unruhen-Finanz-Crash-und-Amoklaeufe

04.01.2021

Die Zukunft der Impfstoffe – The Corbett Report in Deutsch

uncut-news.ch, Dezember 24, 2020

Wenn es nach den Gateses, den Faucis und den Vertretern des internationalen medizinischen Establishments geht, wird das Leben erst dann zur Normalität zurückkehren, wenn der gesamte Planet gegen SARS-CoV-2 geimpft ist. Was viele jedoch noch nicht verstehen, ist, dass die Impfstoffe, die für SARS-Cov-2 entwickelt werden, anders sind als alle Impfstoffe, die jemals zuvor an der menschlichen Bevölkerung eingesetzt wurden. Und so radikal anders, wie diese Impfstoffe erscheinen, stellen sie nur den Anfang einer kompletten Umgestaltung der Impfstofftechnologie dar, die derzeit in Forschungslabors auf der ganzen Welt stattfindet. Dies ist eine Studie der Zukunft von Impfstoffen.


Zitat: Seit dem Beginn der Corona-Krise wird uns immer wieder gesagt, dass sich die Welt für immer verändert hätte.


„Ich denke, was wir alle gemeinsam herausfinden müssen, ist, wie unsere neue Normalität aussieht. Zu unserer neuen Normalität gehört die körperliche Distanzierung von anderen. Zu unserer neuen Normalität gehört das Tragen von Masken, wo es angebracht ist. Zu unserer neuen Normalität gehört, dass wir jeden Tag wissen, wo das Virus ist, wo wir leben, wo wir arbeiten, wohin wir reisen wollen.“Maria van Kerkhove, Quelle: „What the New Normal Looks Like After Covid-19“


„Was wir durchgemacht haben und die Herausforderungen, die ich mit Ihnen teile, sind wirklich die neue Normalität in Arizona. Und es ist unsere neue Normalität für die absehbare Zukunft. Ich möchte wirklich darum bitten, dass die Menschen das verstehen.“DUCEY, Quelle: „Arizona Gov. Ducey Holds Coronavirus Briefing“


„Diese Pandemie hat die Gelegenheit für einen Reset geboten. Dies ist unsere Chance, unsere Bemühungen aus der Zeit vor der Pandemie zu beschleunigen, um Wirtschaftssysteme neu zu gestalten, die tatsächlich globale Herausforderungen wie extreme Armut, Ungleichheit und Klimawandel angehen.“Justin Trudeau, Quelle: „Coronavirus: Trudeau tells UN conference that pandemic provided ‚opportunity for a reset’“


Dieses „Neue Normal“, mit dem uns gedroht wird, bringt große Unsicherheit mit sich. Ungewissheit über die Arbeit. Ungewissheit über das Reisen. Ungewissheit darüber, wie unser Leben auf der anderen Seite dieses „Great Reset“ aussehen wird.


Aber es gibt eine Sache, über die wir uns sicher sein können: Wenn es nach den Gateses und den Faucis und den Vertretern des internationalen medizinischen Establishments geht, wird das Leben erst dann zur Normalität zurückkehren, wenn der gesamte Planet gegen SARS-CoV-2 geimpft ist.


„Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Dinge erst dann wieder wirklich normal werden, wenn wir einen Impfstoff haben, den wir im Grunde der ganzen Welt verabreicht haben.“ Bill Gates, Quelle: „Bill Gates on his 2015 ‘virus’ warning, efforts to fight coronavirus pandemic“


„Realistisch betrachtet, wird COVID-19 die nächsten 18 Monate oder länger hier sein. Wir werden nicht in der Lage sein, zur Normalität zurückzukehren, bis wir einen Impfstoff oder wirksame Medikamente finden.“Zeke Emanuel, Quelle: „Dr. Zeke Emanuel On The Return To ‘Normal’“


„Die harte Tatsache ist, dass, bis wir einen Impfstoff gefunden haben, die Rückkehr zur Normalität bedeutet, dass wir Leben aufs Spiel setzen.“Doug Ford, Quelle: „Ontario announces $20 million for COVID-19 vaccine research“


„Dies wird die neue Normalität sein, bis ein Impfstoff entwickelt wird.“ – Justin Trudeau, Quelle: „PM Trudeau on modelling data and federal response to COVID-19 – April 9, 2020“


„Wie gesagt: Normal wird es nicht werden, zumindest solange wir keine Herdenimmunität und keinen Impfstoff haben.“Gavin Newsom, Quelle: „California Gov. Newsom Holds Coronavirus Briefing“


„Wenn wir also die überwältigende Mehrheit der Menschen dazu bringen, sich impfen zu lassen, und Sie einerseits einen wirksamen Impfstoff und andererseits eine hohe Akzeptanz des Impfstoffs haben, könnten wir im zweiten und dritten Quartal des Jahres zu einer relativen Normalität zurückkehren, in der die Menschen anfangen können, über Dinge nachzudenken, die noch vor wenigen Monaten zu gefährlich waren.“Anthony Fauci, Quelle: „Fauci: We’ll Get Back to Normal Gradually After Vaccine; You Don’t Know How Effective Vaccine Is for You“


„Das einzige, was das Leben, wie wir es einmal kannten, wirklich wieder möglich macht, ist ein Impfstoff.“Norman Swan, Quelle: „Life will only return to normal when there’s a coronavirus vaccine, Dr Norman Swan says“


Diese Botschaft wurde so häufig und so konsequent von Vertretern des öffentlichen Gesundheitswesens, politischen „Führern“ und Medienkommentatoren wiederholt, dass viele begonnen haben, sie zu glauben. Und nun wird die Öffentlichkeit auf eine noch nie dagewesene globale Impfkampagne vorbereitet. In Form einer Militäroperation …


„Es ist in diesem Bemühen, dass ich Ihnen ins Gesicht schauen und sagen kann: ‚E.U.A. [Emergency Use Authorization] kommt, 24 Stunden später werden die Impfstoffe an das amerikanische Volk verteilt und zur Verabreichung bereit sein.’“ – General Gustave Perna, Quelle: „General Perna says vaccine distribution will begin 24 hours after Emergency Use Authorization“


… der Plan ist, eine neue Generation von experimentellen Impfstoffen auf den Markt zu bringen und sie mit „Warp-Geschwindigkeit“ auszuliefern, bevor überhaupt ein Langzeittest durchgeführt wurde. Was viele jedoch noch nicht verstehen, ist, dass die Impfstoffe, die für SARS-Cov-2 entwickelt werden, anders sind als alle Impfstoffe, die jemals zuvor an der menschlichen Bevölkerung eingesetzt wurden.


Und so radikal anders, wie diese Impfstoffe erscheinen, stellen sie nur den Anfang einer kompletten Umgestaltung der Impfstofftechnologie dar, die derzeit in Forschungslabors auf der ganzen Welt stattfindet.


Fast das gesamte Jahr 2020 hindurch wurde einer traumatisierten Öffentlichkeit erzählt, dass nichts an unser Leben vor Corona erinnern wird, bis es einen COVID-Impfstoff gibt.


So ist es nicht verwunderlich, dass dieselben Medienquellen, die dieses Gerede gefördert haben, die hoffnungsvollen Verlautbarungen der Big-Pharma-Hersteller bezüglich ihrer COVID-Impfstoffkandidaten feiern würden.


Becky Quick: „Willkommen zurück zu Squawk Box. Wir haben eine Eilmeldung von Pfizer. Meg Tirrell ist jetzt bei uns. Meg, guten Morgen.“


Meg Tirell: „Guten Morgen, Becky. Das sind die Nachrichten, auf die wir gewartet haben. Pfizer und BioNTech berichten über die ersten Ergebnisse ihrer Phase-3-Impfstoff-Studie, die besagen, dass der Impfstoff in dieser Zwischenbetrachtung zu mehr als 90 Prozent wirksam war.“ – Quelle: „Pfizer, BioNTech announce Covid-19 vaccine candidate is 90% effective“


„Nun, wir beginnen mit den neuesten Nachrichten heute Morgen. Dem Versuch, einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu finden. Heute Morgen sagt Moderna, dass ihr Impfstoff zu mehr als 94 Prozent wirksam sei.“Jake Whittenberg, Quelle: „BREAKING: Moderna coronavirus vaccine “more than 94% effective”


„Impfstoff-Schlagzeilen kommen rein. Eine Dosis von AstraZeneca hielt durchschnittlich 70 Prozent der Patienten davon ab, krank zu werden, und das stieg sogar auf 90 Prozent … jetzt sagt der Leiter der Regierungsoperation Warp Speed, dass, Zitat, die Impfungen in den USA in weniger als drei Wochen beginnen werden.“Tim Stenovec, Quelle: „AstraZeneca-Oxford Vaccine Found Effective in Preventing Covid“


Doch inmitten des Medienrummels sind einige ernüchternde Fakten untergegangen.


Erstens wurden diese Nachrichten nicht auf der Grundlage von öffentlich zugänglichen Daten generiert, sondern durch buchstäbliche Pressemitteilungen der Unternehmen. Diese Art der Selbstdarstellung von Unternehmen durch Pressemitteilungen wurde sofort als Betrug entlarvt, als sich herausstellte, dass AstraZeneca einer Gruppe von Studienteilnehmern „unbeabsichtigt“ eine niedrigere Dosis verabreicht hatte und dann die Ergebnisse dieser Gruppe mit der geringeren Dosis anpries, ohne die Verwechslung aufzuklären.


Francine Lacqua: „Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich von dieser AstraZeneca-Oxford-Studie halten soll, es herrscht Verwirrung darüber, ob es sich um eine 60er Wirksamkeit handelt, ob es 90 sind, was genau passiert ist.“


Andrew Pekosz: „Nun, es ist ein wenig unklar, aber lassen Sie uns mit dem beginnen, was wir zu wissen glauben. Das ist, dass einige der Patienten, die an der klinischen Studie der Phase 3 teilnahmen, am Ende eine halbe Dosis der Erstimpfung erhielten, und es stellte sich heraus, dass die Gruppe, die diese halbe Dosis gefolgt von einer Auffrischung erhielt, einen viel höheren Schutz vor der Covid19-Erkrankung hatte als die Gruppe, die das Dosierungsschema erhielt, das die Firma allen geben wollte.“ – Quelle: „AstraZeneca Vaccine Trial Likely Needs a Restart: Johns Hopkins“


Zweitens wird der „Erfolg“ dieser Impfstoffe nicht an ihrer Fähigkeit gemessen, eine Infektion mit SARS-CoV-2 zu verhindern, wie viele in der Öffentlichkeit glauben, sondern lediglich die Schwere der mit COVID-19 verbundenen Symptome, wie Husten und Kopfschmerzen, zu lindern.


Anjalee Khemlani: „Gehen Sie davon aus, dass die ersten Impfstoffe, die auf den Markt kommen, das Virus eher weniger effektiv blockieren werden?“


Fauci: „Nun, das ist die Hauptfrage, wirklich eine gute Frage, und das ist der primäre Endpunkt bei den meisten Viren, also die Verhinderung einer klinischen Erkrankung. Die Verhinderung einer symptomatischen Erkrankung, nicht unbedingt die Verhinderung einer Infektion.“ – Quelle: „Fauci Happy if Vaccine Permits Infection w/ Fewer Symptoms“


Drittens werden Studien mit Zehntausenden von Menschen angepriesen, aber in der Studie von Pfizer wurden nur 170 von ihnen „mit COVID-19 diagnostiziert“. Von diesen waren 162 in der Placebo-Gruppe und acht in der Impfstoff-Gruppe. Daraus wird gefolgert, dass der Impfstoff 154/162 Personen vor der Erkrankung bewahrt hat, also „95%“. Aber wie selbst das „British Medical Journal“ feststellt, „wird eine relative Risikoreduktion berichtet, nicht eine absolute Risikoreduktion, die weniger als 1% zu betragen scheint.“


Viertens: Die Studien sind noch nicht abgeschlossen. Obwohl mehrere Länder inzwischen eine „Notfallgenehmigung“ erteilt haben, die es diesen Unternehmen erlaubt, mit der Verteilung der Impfstoffe an die Öffentlichkeit zu beginnen, sind die Phase-III-Studien der Impfstoffe noch nicht abgeschlossen, wobei mehrere der geplanten „Endpunkte“ für die Daten erst 24 Monate nach der Injektion erhoben werden. Als Ergebnis – worauf sogar die eigene britische „Information for UK Healthcare Professionals“-Broschüre zu Pfizers Impfstoff hinweist – „[wurden] tierische Reproduktions-Toxizitätsstudien nicht abgeschlossen“, was bedeutet, dass „unbekannt [ist], ob der COVID-19-mRNA-Impfstoff BNT162b2 einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit hat.“


Noch erschreckender ist, dass nicht medizinisches Fachpersonal die Führung übernimmt, um diesen Impfstoff in die Welt zu bringen, sondern das Militär:


Murray Brewster: „Er befehligte Kanadas NATO-Mission im Irak. Jetzt ist er dafür verantwortlich, dass die Kanadier den COVID-Impfstoff bekommen.“


Trudeau: „Generalmajor Dany Fortin wird die Logistik und den Betrieb des Zentrums leiten.“ – Quelle: „Senior military commander to lead Canada’s COVID-19 vaccine distribution“


Samantha Galvez: „Die Operation Warp Speed ist eine Operation des Verteidigungsministeriums / CDC zur Verteilung von 300 Millionen Impfstoffen in den USA.“


Matthew Yiengst: „Sobald die FDA eine Notfallverwendung genehmigt, werden wir den Impfstoff innerhalb von 24 Stunden an alle Gerichtsbarkeiten weiterleiten, sofern sie sich dafür entscheiden.“ – Quelle: „Adams County native plays vital role in military operation to distribute vaccine“


Richard Pascoe: „Wissen Sie, wir stehen kurz vor dem Jahr 2021 und ich denke, die amerikanische Öffentlichkeit sollte sehr stolz darauf sein, was die Armee und das Verteidigungsministerium und unsere Partner auf der wissenschaftlichen Seite getan haben, um diese Impfstoffe auf den Markt zu bringen.“ – Quelle: „Operation Warp Speed and US Army Role in Vaccine Distribution“


Brewster: „Wie viel mehr das Militär involviert sein wird, ist unklar. Die Gesundheitsbehörde ist noch dabei, ihren Plan zu entwickeln. Verteidigungsminister Harjit Sajjan räumt ein, dass es nicht ausgeschlossen ist, dass in einigen Teilen Kanadas Truppen Kliniken betreiben und den Impfstoff verabreichen könnten.“ – Quelle: „Senior military commander to lead Canada’s COVID-19 vaccine distribution“


Und vor allem: So unglaublich dieser überstürzte Vorstoß ist, der Mehrheit der Weltbevölkerung einen experimentellen Impfstoff aufzudrängen, so unglaublich wäre es auch, sollte sich herausstellen, dass es sich bei den Impfstoffen von Moderna und Pfizer in Wirklichkeit nicht um „Impfstoffe“ handelt, wie sie von der Allgemeinheit verstanden werden. Sie sind mRNA-Impfstoffe, eine neuartige Methode der Impfung, die noch nie zuvor für den menschlichen Gebrauch zugelassen wurde.


Rhiju Das: „Das Konzept eines RNA-Impfstoffs ist also: Wir injizieren das RNA-Molekül, das für das Spike-Protein kodiert.“


Angela Rasmussen: „Es lässt Ihre Zelle die Arbeit machen, dieses virale Protein zu erzeugen, das von Ihrem Immunsystem erkannt wird und die Entwicklung dieser Antikörper auslösen wird.“


Das: „Unsere Körper werden keinen vollwertigen infektiösen Virus herstellen. Sie werden nur ein kleines Stück herstellen und dann lernen, es zu erkennen und sich darauf vorbereiten, das Virus zu zerstören, wenn es dann später kommt und in uns eindringt.“

[…]

Das: „Es ist eine relativ neue, unerprobte Technologie. Und es gibt noch kein Beispiel für einen RNA-Impfstoff, der weltweit so eingesetzt wurde, wie wir es für das Coronavirus brauchen.“


Rasmussen: „Es besteht die Möglichkeit unvorhergesehener, unerwünschter Wirkungen.“


Akiko Iwasaki: „Das ist also alles Neuland. Ob es eine schützende Immunantwort gegen dieses Virus auslösen wird, ist im Moment noch unbekannt.“ – Quelle: „Können Wissenschaftler mit RNA einen Coronavirus-Impfstoff herstellen?“


Allerdings funktionieren die neuen mRNA-Impfstoffe nach einem völlig anderen Prinzip als alle anderen Impfstoffe, die jemals an der menschlichen Bevölkerung eingesetzt wurden. Um das zu verstehen, ist es wichtig, die Geschichte der Impfstofftechnologien zu kennen.


Das Konzept der „Impfung“ gibt es schon seit Jahrhunderten, wobei eines der frühesten Beispiele vor einigen Jahrhunderten in China stattfand, wo ausgetrockneter Schorf von leicht infizierten Pockenkranken pulverisiert und dann in die Nasenlöcher gesunder Menschen geblasen wurde. Ziel der Prozedur war es, den Patienten mit einem milden Pockenstamm zu infizieren und ihm so Immunität zu verleihen. Diese Praxis wurde über die Türkei nach Europa gebracht und schließlich auf der ganzen Welt übernommen.


Die „Impfung“ entwickelte sich im späten 18. Jahrhundert, als Edward Jenner entdeckte, dass diejenigen, die den Kuhpocken – einem weniger virulenten Verwandten der Pocken – ausgesetzt gewesen waren, selbst immun gegen die Pocken waren. Er „impfte“ einen Jungen mit einer Kuhpockenblase von einer Milchmagd und impfte ihn zwei Monate später mit Pocken. Der Junge erkrankte nicht an den Pocken, und das Verfahren wurde als Durchbruch der medizinischen Wissenschaft gepriesen. Der Begriff „Impfung“, abgeleitet vom lateinischen Wort für Kuh [Corbett bezieht sich hier natürlich auf das englische Wort „Vaccination“, Anm. d. Übersetzers], bezog sich schließlich auf den allgemeinen Prozess der Einführung von Immunogenen oder abgeschwächten Infektionserregern in den Körper, um das Immunsystem zur Bekämpfung von Infektionen zu stimulieren.


Aber so funktionieren mRNA-Impfstoffe nicht. Im Gegensatz zur Impfung, bei der ein Immunogen in den Körper eingebracht wird, wird bei mRNA-Impfstoffen versucht, Boten-RNA in den Körper einzubringen, um die Körperzellen dazu zu bringen, Immunogene zu produzieren, die dann eine Immunantwort auslösen.


Elena Guobyte: „Für COVID-19 werden zwei Arten von genetischen Impfstoffen untersucht: mRNA und DNA. mRNA muss das Zytoplasma der Wirtszellen erreichen, während DNA in den Zellkern gelangen muss. Dann wird dieses genetische Material von der Maschinerie der Zelle aufgenommen, und die Zelle exprimiert das Spike-Protein. Diese Spike-Proteine werden dann vom Immunsystem erkannt und stimulieren hoffentlich eine Schutzreaktion.“ – Quelle: „Coronavirus Vaccines – An Introduction“


Paul Offit: „Die Funktionsweise des mRNA-Impfstoffs ist also die mRNA, die das Coronavirus-Spike-Protein kodiert. Sie werden mit diesem kleinen Stück genetischen Materials geimpft. Dieses genetische Material gelangt dann in Ihre Zellen und wird in ein Protein übersetzt – in diesem Fall das Coronavirus-Spike-Protein -, das dann von der Zelle ausgeschieden wird. Im Wesentlichen stellt Ihr Körper also das Spike-Protein her, und dann bildet Ihr Körper Antikörper gegen das Spike-Protein, weil er die Anweisung erhalten hat, dies zu tun. Ihre Zellen wurden durch dieses kleine Stück Boten-RNA angewiesen, dies zu tun.“ – Quelle: „How Do mRNA Vaccines Work?“


Erzähler: „Proteinfabriken im Zytoplasma, Ribosomen genannt, binden an die Boten-RNA. Das Ribosom liest den Code in der Boten-RNA, um eine Kette aus Aminosäuren zu produzieren. Es gibt 20 verschiedene Arten von Aminosäuren. Transfer-RNA-Moleküle transportieren die Aminosäuren zum Ribosom. Die Boten-RNA wird in Abschnitten von drei Basen auf einmal gelesen. Wenn jedes Triplett gelesen wird, liefert eine Transfer-RNA die entsprechende Aminosäure. Diese wird an eine wachsende Kette von Aminosäuren angehängt. Sobald die letzte Aminosäure hinzugefügt wurde, faltet sich die Kette in eine komplexe 3D-Form, um das Protein zu bilden.“ – Quelle: „From DNA to protein – 3D“


Alle Fragen zu dieser überstürzten, experimentellen Impfstofftechnologie werden von den Pharmaherstellern und der Konzernpresse, die von ihren Werbedollars lebt, als „Anti-Vax-Fehlinformation“ bezeichnet und aktiv zensiert. Aber trotz der Ausrede, dass die Opposition gegen den Impfstoff nur von unwissenden Mitgliedern der Öffentlichkeit käme, die sich Sorgen machten, „mit Mircochips injiziert zu werden“, gibt es echte Bedenken über die langfristige Sicherheit dieser Impfstoffe, die aus der wissenschaftlichen Gemeinschaft kommen, und sogar von Whistleblowern aus den Reihen der Big Pharma-Hersteller selbst.


Am 1. Dezember reichte der ehemalige Vorsitzende der Parlamentarischen Versammlung des Gesundheitsausschusses des Europarats, Dr. Wolfgang Wodarg, zusammen mit Dr. Michael Yeadon, einem ehemaligen Vizepräsidenten und Chief Scientific Officer bei Pfizer Global R&D, eine Petition ein, in der die Europäische Arzneimittelagentur aufgefordert wird, die klinischen Phase-III-Studien des mRNA-Impfstoffs von Pfizer zu stoppen, bis sie so umstrukturiert sind, dass kritische Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit dieser experimentellen Technologie ausgeräumt werden.


Del Bigtree: „Es gibt jetzt eine Petition, um zu versuchen, die Freigabe des Impfstoffs in Europa und die Studien in ihrem Verlauf zu stoppen, bis einige schwerwiegende Fehler behoben sind. Die Beschwerden drehen sich um die potenziellen Gefahren dieses Impfstoffs, solange diese nicht behoben werden. Lassen Sie mich diese ganz schnell vorstellen, bevor ich meinen nächsten Gast einlade. Hier sind die vier Hauptelemente, auf die Dr. Wodarg und Dr. Yeadon hinweisen.

  • Die Bildung sogenannter ’nicht-neutralisierender Antikörper‘ kann zu einer übertriebenen Immunreaktion führen, vor allem wenn der Proband nach der Impfung mit dem echten, ‚wilden‘ Virus konfrontiert wird. Diese so genannte Antikörper-abhängige Verstärkung, ADE, ist seit langem bekannt, z. B. aus Experimenten mit Corona-Impfstoffen bei Katzen. Im Rahmen dieser Studien starben alle Katzen, die die Impfung zunächst gut vertragen hatten, nachdem sie sich mit dem Wildvirus angesteckt hatten.
  • Die mRNA-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer enthalten Polyethylenglykol (PEG). 70 % der Menschen entwickeln Antikörper gegen diesen Stoff – das bedeutet, dass viele Menschen allergische, möglicherweise tödliche Reaktionen auf die Impfung entwickeln können.
  • Es wird erwartet, dass die Impfungen Antikörper gegen die Spike-Proteine von SARS-CoV-2 erzeugen. Spike-Proteine enthalten aber auch syncytin-homologe Proteine, die bei Säugetieren wie dem Menschen für die Bildung der Plazenta essentiell sind. Es muss absolut ausgeschlossen werden, dass ein Impfstoff gegen SARS-CoV-2 eine Immunreaktion gegen Syncytin-1 auslöst, da sonst bei geimpften Frauen eine Unfruchtbarkeit von unbestimmter Dauer entstehen könnte.
  • Die viel zu kurze Studiendauer lässt eine realistische Abschätzung der Spätfolgen nicht zu. Wie bei den Narkolepsie-Fällen nach der Schweinegrippe-Impfung würden bei einer Notzulassung und der mangelnden Möglichkeit, Spätfolgen der Impfung zu beobachten, Millionen von gesunden Menschen einem nicht akzeptablen Risiko ausgesetzt. Dennoch hat BioNTech/Pfizer offenbar einen Antrag auf Notfallzulassung zum 1. Dezember 2020 gestellt.


Wir haben Sie gerade auf den neuesten Stand gebracht, dass dieser Impfstoff in diesem Moment für Großbritannien zugelassen wurde.


Bigtree: Was können die Menschen tun – Ihre Kollegen aus der Wissenschaft und die Ärzte – was müssen wir tun, um sicherzustellen, dass wir nicht einen der größten wissenschaftlichen Fehler der Menschheitsgeschichte begehen?


Wolfgang Wodarg: Schützen Sie sich selbst und schützen Sie alle Ihre Nachbarn und Freunde, damit sie diesen Impfstoff nicht bekommen. und Sie müssen – Sie müssen sich zeigen, Sie müssen den Politikern sagen, dass Sie sie dafür verantwortlich machen werden, was sie damit machen. Ich denke, was hier passiert, ist ein großer Betrug. Wir werden betrogen. Und Leute, die betrügen, werden normalerweise bestraft, und wir werden das nicht vergessen, wenn sie so mit uns weitermachen.“ – Quelle: „Health Expert: ‚Stop COVID Vax Experiments’“


Bevor das kombinierte Gewicht der Pharmahersteller, der globalen Gesundheitsgremien, der Regierungen und der Konzernmedien jegliche Fragen zu diesem beispiellosen Ansturm auf einen weltweit verbreiteten, experimentellen Impfstoff unterdrückte, gab es weit verbreitete Rufe zur Vorsicht aus dem Herzen der wissenschaftlichen Gemeinschaft.


Sogar Mainstream-Publikationen wie „Scientific American“ sahen sich bereits im Juni dieses Jahres gezwungen, darauf hinzuweisen, dass die Art und Weise, wie der COVID-19-Impfstoff in aller Eile auf den Markt gebracht wird, Anlass zur Sorge gibt:


„Die Verkürzung der Testzeiträume und Zulassungen kann uns alle unnötigen Gefahren im Zusammenhang mit dem Impfstoff aussetzen. Während präklinische Studien zur Bewertung der potenziellen Sicherheit und Wirksamkeit von Impfstoffkandidaten wahrscheinlich Zehntausende von Patienten einschließen werden, ist noch unklar, ob diese Zahl groß genug sein und eine Studie lange genug dauern wird, um die Sicherheit eines Medikaments zu bewerten, das so vielen Menschen verabreicht werden würde. Allein die USA planen, Hunderte von Millionen Menschen mit dem ersten erfolgreichen Kandidaten zu impfen. Ein schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis pro Tausend eines Impfstoffs, der 100 Millionen Menschen verabreicht wird, bedeutet einen Schaden für 100.000 ansonsten gesunde Menschen.“


Die potenziellen Gefahren dieser Impfstoffe – nicht nur die mRNA-Impfstoffe, die die körpereigenen Zellen dazu bringen, Proteine zu produzieren, um eine Immunantwort zu stimulieren, sondern auch Impfstoffe wie der von AstraZeneca, der ein Schimpansen-Adenovirus zur Expression des SARS-CoV-2-Spike-Proteins verwendet – sind zahlreich. Diese Impfstoffe bergen nicht nur das Potenzial für das Phänomen der Antikörper-abhängigen Verstärkung, das Menschen anfälliger für das Wildvirus macht, nachdem sie dagegen geimpft wurden – ein Problem, das schon bei früheren Coronavirus-Impfstoffkandidaten auftrat -, sondern ihre potenziellen Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit wurden selbst nach Angaben der britischen Regierung zu diesem Zeitpunkt noch nicht getestet und bleiben „unbekannt“.


Aber noch grundlegender als diese besonderen Sicherheitsbedenken über diese Impfstoffe ist die Art und Weise, in der diese fanatische, rücksichtslose und beispiellose überstürzte Eile, die Impfstoffe (möglicherweise sogar verpflichtend) Milliarden von Menschen weltweit -Frauen und Kindern, Jungen und Alten, Gesunden und Kranken gleichermaßen – aufzudrücken, einen der gefährlichsten Präzedenzfälle in der Geschichte der Menschheit im Bereich der öffentlichen Gesundheit darstellt, ein Präzedenzfall, der droht, unsere wertvollsten Freiheiten mit Blick auf die Gesundheit im Namen eines durch Panik induzierten „Notfalles“ zu untergraben.


Eine dieser Kernfreiheiten ist die Möglichkeit, ein medizinisches Experiment abzulehnen, eine Freiheit, die im Nürnberger Kodex von 1947 anerkannt wurde und im internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte verankert ist, der besagt, dass „niemand ohne seine freie Zustimmung medizinischen oder wissenschaftlichen Experimenten unterworfen werden darf“.


Obwohl die klinischen Studien zu diesen experimentellen Impfstoffen noch nicht abgeschlossen sind und die FDA selbst zugibt, dass es „derzeit keine ausreichenden Daten gibt, um Rückschlüsse auf die Sicherheit des Impfstoffs bei Untergruppen wie Kindern unter 16 Jahren, schwangeren und stillenden Personen sowie immungeschwächten Personen zu ziehen“ und „das Risiko einer durch den Impfstoff verstärkten Erkrankung im Laufe der Zeit, die möglicherweise mit einer nachlassenden Immunität einhergeht, unbekannt bleibt“, erwägen Regierungen auf der ganzen Welt, diese Impfungen verpflichtend zu machen oder Menschen gegen ihren Willen zu zwingen, sie zu nehmen, indem sie ihren Zugang zum öffentlichen Leben einschränken, bis sie sich diesem medizinischen Experiment unterziehen.


Nachrichtensprecher: „Es ist eine umstrittene Idee, die am Ende zum Gesetz werden könnte: ‚Keine Impfung, kein Job‘. Einige Unternehmen erwägen, die COVID-19-Impfung für Mitarbeiter zur Pflicht zu machen.“ – Quelle: „Coronavirus: Businesses considering making vaccine mandatory | 9 News Australia“


Christine Elliott: „Es kann sein, dass es für Personen, die keinen Impfstoff haben, einige Einschränkungen gibt, sodaß sie nicht mehr reisen, ins Theater oder an andere Orte gehen können. Aber das muss die einzelne Person entscheiden.“ – Quelle: „COVID-19 vaccine won’t be mandatory, but those who don’t get it could face restrictions: Elliott“


Jo Ling Kent: „Und so funktioniert es: Die App gibt Ihnen einen Gesundheitspass, den Sie vorzeigen müssen, bevor Sie in große Stadien wie dieses gehen, um den Prozess zu rationalisieren, damit Sie sicherer und schneller zu Ihrem Sitzplatz kommen.“ – Quelle: „NBC Nightly News Broadcast (Full) – December 7th, 2020 | NBC Nightly News“


Tracy Grimshaw: „Alan, wenn es einen Impfstoff gibt, werden Sie dann verlangen, dass alle Passagiere geimpft werden, bevor sie in ein Flugzeug steigen?“


Alan Joyce: „Ja, wir erwägen eine Änderung unserer Geschäftsbedingungen, die besagt, dass wir bei internationalen Reisenden eine Impfung verlangen, bevor sie das Flugzeug betreten können.“ – Quelle: „Qantas boss says COVID-19 vaccination compulsory for international flights“


Die Drohung, Menschen zu zwingen, unfreiwillige Versuchskaninchen in einem laufenden medizinischen Experiment zu werden, ist an sich schon unmoralisch. Aber schon die Aussicht auf die Durchsetzung solcher Pflichten würde die Errichtung eines Überwachungs- und Verfolgungssystems nach sich ziehen, das grundlegende Rechte und Freiheiten weiter bedroht. Denn um festzustellen, wer geimpft wurde – und damit, wer ein Flugzeug besteigen, ein Stadion betreten oder ein Geschäft mit Impfbestimmungen betreten darf – muss ein System zur Identifizierung und Verfolgung jedes Impfempfängers eingerichtet werden.


Während früher solche Verfolgungssysteme mit Ausweispapieren, speziellen Abzeichen zur Identifizierung von Personen oder anderen äußerlich erkennbaren Merkmalen arbeiteten, werden solche Systeme im modernen Zeitalter die Form von digitalen Apps und anderen technologisch fortschrittlichen Methoden annehmen, mit denen Milliarden von Menschen und ihre Bewegungen in Echtzeit verfolgt, kategorisiert und identifiziert werden können.


Es gibt bereits Apps wie den „Digital Health Pass“ von IBM und den „Health Pass“ von CLEAR, die sich eine Welt vorstellen, in der unsere biometrische ID über unsere Smartphones mit unseren Gesundheitsdaten verknüpft wird, um den Zugang zu öffentlichen Räumen und Veranstaltungen zu gewähren oder zu verweigern.


Erzähler: „So öffnet Jane die CLEAR App und verifiziert ihre Identität mit einem Foto und Echtzeit-Gesundheitseinblicken. Die von CLEAR entwickelte berührungslose Technologie kann ihre Temperatur messen und bestätigen, dass Jane Jane ist, so dass sie mit Zuversicht hineingehen kann.“ – Quelle: „CLEAR Health Pass“


Erzähler: „Ihr COVID-19-Status wird effizient als grün, gelb oder rot angezeigt, abhängig von Ihren Testergebnissen. Dies ermöglicht es uns, unseren täglichen Aktivitäten auf sicherere Weise nachzugehen. Wir alle können den Gesundheitspass in Irland in vielerlei Hinsicht nutzen, z. B. auf Reisen, im Gastgewerbe, in der Bildung, im Gesundheitswesen, auf dem Bau, in Büros, bei der Unterhaltung, bei Besuchen und vielem mehr.“ – Quelle: „Health Passport Ireland“


Sobald die COVID-Impfstoffe weit verbreitet sind, wäre es nur noch eine Frage der Verknüpfung des eigenen Impfpasses mit der Gesundheitspass-App, um Ungeimpfte am Zugang zu einem bestimmten Raum zu hindern.


Und während diese Zukunft – die durch Hochglanzwerbung von Unternehmen verkauft, aber von der überwiegenden Mehrheit der Öffentlichkeit abgelehnt wird – wie eine Science-Fiction-Dystopie erscheinen mag, werden solche Systeme bereits zur Kontrolle der Bewegungen von Menschen in China eingesetzt, wo der Zugang zu bestimmten Gebäuden oder die Möglichkeit, die eigene Nachbarschaft zu verlassen, auf diejenigen beschränkt werden kann, deren telefonbasierte Apps einen „grünen“ Immunitätsstatus anzeigen.


Schlimmer noch, der COVID-Impfstoff bietet Regierungen, Geheimdiensten und Konzernen, die ein direktes Interesse daran haben, abweichende Meinungen zu unterdrücken, Dissidenten zu überwachen und ihre Bevölkerung zu kontrollieren, die perfekte Gelegenheit, solche Systeme zu einem festen Bestandteil des täglichen Lebens zu machen. Nachdem die unmittelbare „Bedrohung“ der erklärten öffentlichen Gesundheitskrise abgeklungen ist, wird die Öffentlichkeit bereits gewarnt, dass diese Apps nahtlos in die allgemeine Überwachung der Bevölkerung übergehen werden.


Nachrichtensprecher 1: „Nun, im Hochsommer in Palm Beach County startete etwas namens ‚Combat COVID App‘. Sie haben eine Menge Geld aus dem ‚CARES Act‘ aufgewendet, um sie zu entwickeln. Die App kann Sie alarmieren, wenn Sie in Kontakt mit einer COVID-positiven Person kommen.“


Nachrichtensprecher 2: „Das Problem ist, dass es nur funktioniert, wenn es eine weit verbreitete Nutzung gibt und das ist nicht der Fall. War das also nur eine große Geldverschwendung?“

[…]

Danielle Waugh: „Beamte in Palm Beach County wollten niemanden für ein Interview für diese Geschichte zur Verfügung stellen, aber ich habe eine schriftliche Erklärung von einem Sprecher des Bezirks erhalten, der mir sagt, dass sie auch nach der Pandemie noch Verwendung für diese App haben werden. Er sagt, dass sie planen, die Funktionen der App in eine allgemeinere Community-App umzuwandeln.“ – Quelle: „Palm Beach County COVID app: Big investment, few users“


So abschreckend diese „Immunitätspässe“ auch sind, die den Regierungen die Tür öffnen, um eine dauerhafte digitale Verfolgung ihrer gesamten Bevölkerung zu ermöglichen, so stellen sie doch nur den sichtbarsten Eingriff in die Privatsphäre dar, der auf dem Hintergrund dieser beispiellosen Impfstoffeinführung verordnet wird.


Wie die Zuschauer des Dokumentarfilms „Who is Bill Gates?“ wissen, werden diese Smartphone-Apps und freiwilligen Meldemechanismen schließlich durch ein noch invasiveres technologisches Mittel zur Zertifizierung von Impfungen ersetzt werden. Nicht durch den „Mikrochip“-Köder, den die „Faktenchecker“ verwenden, um zu versuchen, diese Bedenken zu entkräften, sondern die nachweisbare Existenz eines Programms zur Entwicklung von Quantenpunkt-Tags, um sofort zu identifizieren, wer einen bestimmten Impfstoff erhalten hat.


„Ende letzten Jahres wandte sich Gates erneut an Robert Langer und seine Kollegen vom MIT, um neue Wege zu erforschen, die Impfdaten jedes Einzelnen dauerhaft zu speichern und aufzuzeichnen. Das Ergebnis ihrer Forschung war eine neue Methode der Impfstoffverabreichung. Sie fanden heraus, dass sie durch die Verwendung von ‚auflösbaren Mikronadeln, die Muster von Nah-Infrarot-Licht emittierenden Mikropartikeln in die Haut abgeben‘, ‚Partikelmuster‘ in der Haut von Impfstoffempfängern erzeugen konnten, die ‚für das Auge unsichtbar sind, aber mit modifizierten Smartphones abgebildet werden können.‘


Die Rice University beschreibt die Quantenpunkt-Tags, die die Mikronadeln hinterlassen, als ’so etwas wie ein Strichcode-Tattoo‘.


Wer steckte also hinter dieser Entwicklung? Wie der leitende Forscher Kevin McHugh erklärt:


‚Die Bill and Melinda Gates Foundation kam zu uns und sagte: ‚Hey, wir haben ein echtes Problem – zu wissen, wer geimpft ist [. . .] Also war unsere Idee, die Person selbst mit den Aufzeichnungen zu versehen. Auf diese Weise können die Leute später das Gebiet absuchen, um zu sehen, welche Impfstoffe verabreicht wurden, und nur die geben, die noch gebraucht werden.’“ – Quelle: „Who Is Bill Gates?“


Experimentelle Impfstoff-Technologien. Überstürzte Tests. Pflichten und Gesundheits-Apps. Und schließlich Quantenpunkt-Tags und biometrische IDs. Die Zukunft, die sich auf dem Hintergrund dieses COVID-Alptraums abzeichnet, ist wahrhaft dystopisch.


Aber so besorgniserregend all dies auch ist, der beunruhigendste Aspekt ist der Präzedenzfall, den es für eine neue Ära der Biosicherheit schafft. Eine Ära, in der die Gesundheitsbehörden behaupten werden, das Recht zu haben, der Öffentlichkeit im Namen der öffentlichen „Gesundheit“ übereilte, ungetestete und experimentelle Technologien aufzuzwingen.


Im Moment werden diese neuen Technologien – wie die mRNA-Impfstoffe, die Zellen umprogrammieren, um Antigene zu produzieren, oder die DNA-Impfstoffe, die versuchen, fremdes genetisches Material direkt in den Zellkern einzufügen, und von denen sogar der Biotech-Riese Moderna zugibt, dass sie „das Risiko haben, die DNA einer Person dauerhaft zu verändern“ – von der Öffentlichkeit noch als „Impfstoffe“ verstanden. Aber sie haben so wenig Ähnlichkeit mit den Impfstoffen, die der Öffentlichkeit früher verabreicht wurden, wie Edward Jenners Kuhpocken-Impfstoff mit der alten chinesischen Kunst, sich Pockenschorf in die Nase zu pusten. Und die medizinischen Technologien, die sich jetzt abzeichnen, werden unser Verständnis von „Impfstoffen“ noch einmal völlig umkrempeln.


Eine solche Technologie wird aktiv von Profusa, Inc. entwickelt, einem Unternehmen, das 2016 von der DARPA – der Forschungs- und Entwicklungsbehörde des US-Militärs – einen Zuschuss in Höhe von 7,5 Millionen US-Dollar erhielt, um „implantierbare Biosensoren zu entwickeln, die kontinuierlich mehrere Körperchemien überwachen können.“ Anfang dieses Jahres kündigte Profusa eine Studie an, in der untersucht werden soll, wie die Technologie des Unternehmens – einschließlich eines „drahtlosen Lesegeräts, das an der Haut haftet und den Sauerstoffgehalt des Gewebes erfasst und meldet“, und eines 3 mm langen Fadens aus Hydrogel, der mit einer Spritze unter die Haut eingeführt und so programmiert werden kann, dass er „ein fluoreszierendes Signal nach außen sendet, wenn der Körper beginnt, eine Infektion zu bekämpfen“ – zur „Entwicklung eines Früherkennungssystems verwendet werden kann, mit dem nicht nur Krankheitsausbrüche, sondern auch biologische Angriffe und Pandemien bis zu drei Wochen früher erkannt werden können als mit aktuellen Methoden.“ Die Studie wird voraussichtlich im nächsten Jahr abgeschlossen sein.


Hydrogele – Netzwerke aus vernetzten Polymerketten – werden von den Befürwortern dieser neuen Technologien zunehmend als potenzielle Trägersysteme für Medikamente, Zellen, Proteine und bioaktive Moleküle ins Auge gefasst. So stellte ein europäisches Forscherteam 2013 eine neuartige Methode vor, bei der eine impfstoffhaltige Hydrogelkugel an eine Stelle unter der Haut injiziert wird, die später durch Verschlucken eines „stimulusreagierenden Biohybridmaterials“ freigesetzt werden kann. Gepriesen als „ferngesteuertes Impfstoffverabreichungssystem“ stellten die Forscher ihr Konzept unter Beweis, indem sie Mäusen ein Hydrogel mit humanem Papillomavirus-Impfstoff injizierten und ihnen später eine Pille mit Fluorescein verabreichten, die das Hydrogelnetz auflöste und den Impfstoff freisetzte. Die Forschung an dieser Methode zur Verabreichung von Impfstoffen geht weiter. Ein chinesisches Team veröffentlichte erst in diesem Jahr Forschungsergebnisse über ein selbstadjuviertes Hydrogel, das „sowohl das Potenzial eines Adjuvans als auch die Fähigkeit zur anhaltenden Freisetzung von Antigenen besitzt.“


Wie die Zuschauer des Dokumentarfilms „Who Is Bill Gates?“ wissen, gibt es die Idee der Implantation von ferngesteuerten Impfstoffen in großen Populationen mindestens seit 2012, als Bill Gates laut „MIT Technology Review“ den MIT-Forscher Robert Langer persönlich bat, ein implantierbares Gerät zur Geburtenkontrolle zu entwickeln, das aus der Ferne ein- oder ausgeschaltet werden kann. Das daraus resultierende Gerät – ein kabelloser Mikrochip zur Geburtenkontrolle, der, wie die „National Post“ 2014 feststellte, „mit einer Fernbedienung ein- und ausgeschaltet werden kann und bis zu 16 Jahre halten soll“ – wurde von Microchips Biotech, jetzt Teil von Daré Bioscience, entwickelt und hat bisher 17,9 Millionen Dollar an Fördergeldern von der Bill & Melinda Gates Foundation erhalten.



Von der Bioelektronik über die Nanorobotik bis hin zur synthetischen Biologie werden immer mehr unglaubliche Technologien entwickelt, die, ob sie nun unter dem Sammelbegriff „Impfstoff“ vermarktet werden oder nicht, auf eine Art und Weise funktionieren, die sich grundlegend von allem unterscheidet, was bisher an der menschlichen Bevölkerung angewendet wurde.


Forscher der Universität von Ottawa arbeiten daran, „essbare Impfstoffe“ zu entwickeln.


Forscher der Harvard Medical School entwickeln autonome DNA-Nanoroboter, die molekulare Nutzlasten direkt in Zellen transportieren können.



Ein Team von Wissenschaftlern an der Johns Hopkins Universität arbeitet an formverändernden Mikrogeräten, sogenannten „Theragrippern“, die sich im GI-Trakt aufhalten können, um eine erweiterte Medikamentenverabreichung zu ermöglichen.



Nanobots. Formverändernde bioelektronische Geräte. Ferngesteuerte Impfstoffe. Der Präzedenzfall, der während der COVID-Ära geschaffen wurde, um experimentelle und unbewiesene medizinische Technologien auf dem Rücken einer verlautbarten Krise huckepack in den Einsatz zu bringen, ist derselbe, der in Zukunft genutzt werden könnte, um diese injizierbaren Technologien der Öffentlichkeit aufzudrängen.


Und, wie Catherine Austin Fitts – ehemalige stellvertretende US-Ministerin für Wohnungsbau und Stadtentwicklung sowie Gründerin von Solari, Inc. – erklärt, sind diese Injektionsmittel Teil eines ausgeklügelten Systems der biologischen, wirtschaftlichen und politischen Kontrolle, die von mächtigen Sonderinteressen finanziert wird.


Catherine Austin Fitts: „Lassen Sie mich also durchgehen, wohin die Reise meiner Meinung nach geht. Ich denke, wo sie hin wollen – und sie haben Tonnen an technologischen Prototypen entwickelt, weshab ich nicht glaube, daß diese Technologien nur auf dem Reißbrett existieren – also was sie erreichen wollen, ist, daß man quasi eine Art Microsoft Office-System in den Körper herunterladen kann, in Ihr Gehirn, und es mit dem Jedi-Cloud-Vertrag und dem Amazon Cloud-Vertrag bei der CIA verknüpfen kann. Und wenn sie es schaffen, sieben Menschen, sieben Milliarden Menschen direkt an ihre Cloud-Verträge anzuschließen und Viren zu benutzen – ich meine, das ist sehr clever – könnten sie es schaffen, Viren zu benutzen, um diese Updates zu verteilen. Sie wissen schon, immer die neuesten Updates.


Sie haben also nun meinen letzten Artikel ‚Der Injektionsbetrug‘ gelesen. Ich denke, es ist ein Betrug, diese Impfstoffe so zu nennen, denn es sind keine Impfstoffe, es ist keine Medizin. Aber ich denke, es ist genau das gleiche Modell, das Sie bei den Computern und den Konzepten verwendet haben. So wie Bill Gates es den Geheimdiensten ermöglicht hat, eine Hintertür in unsere Daten und unsere Computer zu bekommen. Sie wollen eine Hintertür in unseren Verstand, und es ist sehr schwer, sich die Dimension dessen vorzustellen – wenn man noch keinen Blick auf diese gruselige Technologie, diese Charles Lieber-Art von Technologie geworfen hat -, aber wir beginnen langsam, es zu verstehen.

[…]

Was wir also haben, sind Leute, die unvorstellbare Verantwortung haben für das, was sie im Gesundheitsbereich und im Finanzbereich getan haben. Sie versuchen, zwei Dinge zu erreichen: Das eine ist, ein Betriebssystem in unsere Körper zu laden – ich nenne es den Injektionsbetrug, weil sie es einen Impfstoff nennen und nach dem Gesetz ist ein Impfstoff Medizin, dies aber ist keine Medizin, also ist das, was sie vorhaben, für mich ein Betrug. Und die zweite Sache, die sie versuchen, ist die Implementierung der Kontaktverfolgung, damit sie – bevor sie das Betriebssystem in jedem haben – die komplette Kontrolle haben. Sie wissen schon, sie entführen Sie, stecken Sie ohne Haftbefehl ins Gefängnis, brechen in Ihr Haus ein, nehmen Ihre Kinder mit. Und ich sage immer wieder zu den Leuten: ‚Ist Ihnen aufgefallen, dass ausgerechnet die Leute, die Epstein Air geflogen sind, die Kontaktverfolgung wollen? Warum ist das so?‘ Warum würden Sie wollen, dass die Leute, die Epstein Air geflogen sind, in Ihr Haus kommen und Ihre Kinder entführen können?“ – Quelle: „Catherine Austin Fitts Exposes The Injection Fraud“


Trotz der Beteuerungen von Leuten wie Bill Gates, die ein finanzielles Interesse an diesen experimentellen Impfstoffen haben, und der Big-Pharma-Konzerne, die diese Impfstoffe verkaufen, und der Regierungen, die vom internationalen Kartell in Sachen der öffentlichen Gesundheit bestochen werden, um diese Impfstoffe zu kaufen und ihre Öffentlichkeit unter Druck zu setzen, sie zu akzeptieren, und der Konzernmedien, die von diesen Big-Pharma-Konzernen mit Werbedollars gefüttert werden, sind einige Fakten über diese neuartigen Coronavirus-Impfstoffe unbestreitbar:

  • Sie sind die am meisten überstürzten Impfstoffe, die jemals entwickelt wurden.
  • Die Hersteller haben totale Haftungsimmunität erhalten, sollten ihre experimentellen Impfstoffe Schäden verursachen.
  • Die klinischen Studien, die die Sicherheit dieser Injektionen testen, sind noch nicht abgeschlossen, was bedeutet, dass jedes Mitglied der Öffentlichkeit, das einen nimmt, jetzt ein menschliches Versuchskaninchen in einem laufenden medizinischen Experiment mit der Bevölkerung des Planeten ist.
  • Die mRNA-Impfstoffe von Pfizer und Moderna sind selbst Teil einer experimentellen Klasse von Injektionen, die noch nie zuvor der Öffentlichkeit verabreicht wurden.
  • Diese Impfstoffe wurden nicht auf ihre Fähigkeit getestet, eine Infektion oder die Ausbreitung von SARS-CoV-2 zu verhindern, und sind auch nicht dazu bestimmt, dies zu tun.
  • Und es gibt absolut keine Langzeitdaten über diese Impfstoffe, um festzustellen, welche Auswirkungen sie auf die Fruchtbarkeit, das Potenzial für pathogenes Priming oder andere schwerwiegende unerwünschte Reaktionen haben könnten.


Dass dies das rücksichtsloseste und dreisteste Experiment in der Geschichte der Welt darstellt, ist auf den ersten Blick nicht zu leugnen. Nie zuvor wurden Milliarden von Menschen dazu gedrängt, sich einem völlig experimentellen, invasiven medizinischen Verfahren zu unterziehen, und das auf der Grundlage einer Krankheit mit

04.01.2021


hier die Fortsetzung lesen:

Aber groß angelegte Notimpfungs-Kampagnen wurden zuvor mit ernüchternden Lehren hinsichtlich der Gefahren eines solchen Experiments versucht, Lehren, die gerade jetzt absichtlich ignoriert werden.

In den späten 1950er und frühen 1960er Jahren wurden Hunderte von Millionen Menschen mit Polio-Impfstoffen geimpft, von denen sich Jahre später herausstellte, dass sie mit SV40 kontaminiert waren, einem krebserregenden Virus, das in den Nierenzellen von Rhesusaffen gefunden wurde, die zur Herstellung des Impfstoffs verwendet wurden.


Im Jahr 1976 wurde bei zwölf Soldaten in Fort Dix die Schweinegrippe diagnostiziert. Dies löste eine öffentliche Gesundheitshysterie aus, die die US-Regierung dazu veranlasste, die Impfung aller Bürger des Landes vorzuschreiben. Am Ende starb nur ein Soldat in Fort Dix an der Schweinegrippe, und niemand außerhalb des Stützpunkts wurde positiv auf die Grippe getestet, aber das Notimpfungsprogramm wurde fortgesetzt. Es wurde abrupt beendet, nachdem Hunderte, die den übereilten Impfstoff erhalten hatten, schwere neurologische Störungen aufwiesen.


Mike Wallace: „Erinnern Sie sich an die Schweinegrippe-Angst von 1976? Das war das Jahr, in dem die US-Regierung uns allen sagte, dass die Schweinegrippe sich als Killer herausstellen könnte, der sich über die ganze Nation ausbreiten könnte, und Washington beschloss, dass jeder Mann, jede Frau und jedes Kind in der Nation eine Impfung bekommen sollte, um einen landesweiten Ausbruch, eine Pandemie, zu verhindern.


Nun, 46 Millionen von uns haben artig die Spritze genommen, und jetzt fordern 4.000 Amerikaner Schadensersatz von Uncle Sam in Höhe von dreieinhalb Milliarden Dollar, weil etwas passierte, als sie diese Spritze genommen haben. Die bei weitem größte Zahl der Ansprüche – zwei Drittel davon – sind für neurologische Schäden oder sogar Tod, angeblich ausgelöst durch die Grippeimpfung.“ – Quelle: „60 Minutes Mike Wallace Exposes the 1976 Swine Flu Pandemic Vaccine Injuries“


Während der Schweinegrippe-Hysterie im Jahr 2009 brachte GlaxoSmithKline in mehreren europäischen Ländern überstürzt einen Impfstoff namens Pandemrix auf den Markt, der später mit einem erhöhten Risiko für Narkolepsie in Verbindung gebracht wurde. Jahre später wurde zugegeben, dass die Grippesaison 2009 nicht tödlicher war als jede andere Grippesaison, aber das British Medical Journal enthüllte, dass das Gremium, das die WHO bei der Ausrufung des öffentlichen Gesundheitsnotstands beriet, der die Regierungen dazu veranlasste, Impfstoffe im Wert von Milliarden Dollar zu kaufen, selber von Beratern mit direkten finanziellen Verbindungen zu den Impfstoffherstellern von Big Pharma besetzt war.


In jedem dieser Fälle wurde der Öffentlichkeit gesagt, sie solle „der Wissenschaft folgen“, und in jedem dieser Fälle hat eine unbekannte und vielleicht unbestimmbare Anzahl von Menschen für dieses blinde Vertrauen mit ihrer Gesundheit bezahlt. Jetzt wird uns wieder der Revolver an den Kopf gesetzt mit der Zusicherung, dieser Revolver enthielte wahrscheinlich viele leere Kammern, und die Öffentlichkeit wird aufgefordert, im Namen des „Vertrauens in die Wissenschaft“ russisches Roulette zu spielen.


Neil Degrasse Tyson: „Ich glaube, wir befinden uns weltweit mitten in einem großen Experiment. Und das ist …“


Stephen Colbert: “ … und wir sind die Versuchskaninchen?“


Tyson: „Vielleicht. Das Experiment ist: Werden die Menschen auf die Wissenschaftler hören?“ – Quelle: „Neil deGrasse Tyson On Coronavirus: Will People Listen To Science?“


Sicherlich sollte es denjenigen, die die Testpersonen in diesem laufenden Experiment sein wollen, freistehen, sich selbst zu Versuchskaninchen für Big Pharma-Hersteller zu erklären. Aber jede Pflicht oder jeder Zwang, den Impfstoff einem unwilligen Empfänger aufzuzwingen, schafft einen gefährlichen Präzedenzfall, einen Präzedenzfall, der eines Tages zu einer verfolgten und überwachten Bevölkerung führen wird, die nicht in der Lage ist, der nächsten Generation von injizierbaren Bioelektroniken zu widerstehen.


Dies ist kein Spiel, dies ist kein Test. Milliarden von Menschen werden gebeten, an einem gigantischen Experiment teilzunehmen, nicht nur an einem Experiment in der Medizintechnik, sondern an einem Experiment in Gehorsam und blindem Vertrauen.


Der Druck, Ja zu sagen und bei diesem Experiment mitzumachen, ist enorm. Aber wenn wir die Freiheit verlieren, „Nein“ dazu zu sagen, dann verlieren wir vielleicht für immer die Kontrolle über unsere körperliche Autonomie – und letztlich auch über unsere Menschlichkeit.

Wir haben die Wahl … aber wie lange noch?


Video: The Future of Vaccines, https://youtu.be/UQvaQFdGLn8 Dauer 42:38 Min. Übersetzg. Alex


Info: https://uncut-news.ch/die-zukunft-der-impfstoffe-the-corbett-report-in-deutsch

04.01.2021

Hans Georg Maaßen: „der große Reset" ist eine Kriegserklärung an die Völker.

youtube.com, vom 29.12.2020
Willkommen zu einem PI Spezial Reload. Der ehemalige Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz warnt: "Wer vom "Großen Reset" träumt, muss wissen, dass dieser als eine Kriegserklärung gegenüber der freiheitlich-demokratischen Grundordnung verstanden werden kann". Die Situation in Deutschland mache ihm Sorgen, sagt Maaßen. Bei Debatten wie der Klimadiskussion werde mit ideologischen Glaubenssätzen gearbeitet. Zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung gehöre es jedoch, dass man die herrschende Meinung infrage stellen dürfe, ohne dass man persönliche oder berufliche Nachteile fürchten müsse, indem man als Verschwörungstheoretiker, Aluhut, Klimaleugner oder Rechtspopulist verspottet und verleumdet werde.

Info: https://www.youtube.com/watch?v=FQwGuQVVeC4 Dauer 16:21 Min.


03.01.2021

Frei verfügbare und sofort nutzbare Alternativen zur vermeintlich auswegslosen, aber heftig die Persönlichkeitsrechte mit den Füßen tretende Videokonferenz-Katastrophe „Zoom“

freiheitsfoo.de, Publiziert am 3. Januar 2021 von freiheitsfoo

Zitat: „Zoom“ ist längst nicht so alternativlos, wie es häufig erscheint oder einem „verkauft“ wird, so existieren zwei inzwischen bewährte Open-Source-Alternativen („Jitsi“ und „BigBlueButton“), die dem Zoom-Konzern nichts nachstehen.

Einige freundlich gesonnene Gruppen und Menschen bieten die Nutzung von Jitsi- und BigBlueButton-Servern zur öffentlichen und kostenfreien Nutzung an. Hier ein paar davon:

       Jitsi

Info: https://freiheitsfoo.de/2021/01/03/zoom-alternativen

03.01.2021

Läden wollen aus Protest trotz Lockdown öffnen

nordkurier.de, 03.01.2021

Selbstständige organisieren sich im Netz, um am 11. Januar auch im Falle des verlängerten Lockdown ihre Läden zu öffnen. Das Interesse am Protest ist groß.


Zitat: Neubrandenburg. Dass der Lockdown, der bislang offiziell bis zum 10. Januar befristet ist, verlängert wird, gilt seitens der Politik als ausgemacht. Gleichzeitig wächst die Zahl derer weiter, die die Maßnahmen kritisch sehen: Die Gruppe „Wir machen auf – Kein Lockdown mehr” auf Telegram wächst seit dem Wochenende im Minutentakt, in rund 24 Stunden versammelten sich knapp 50.000 Interessierte und der Zähler tickt unaufhörlich weiter. „Rechtslage kein Grund, nicht mitzumachen” „Gewerbetreiber, Gastro, Einzelhandel, Kosmetik, Friseur... Ab dem 11. Januar öffne ich die Türen. Eine weitere Verlängerung wird nicht mehr akzeptiert”, heißt es in der Beschreibung der am Samstagabend neugegründeten Telegramgruppe. In dem Messenger-Dienst versammeln sich seit Monaten Kritiker der Corona-Politik. Je nach Sichtweise sind die unzähligen Telegram-Kanäle zu Corona entweder die einzige Stelle, an der in Deutschland noch freier Meinungsaustausch möglich ist - oder aber ein Sammelbecken für "Corona-Leugner" und "Schwurbler".

Unter dem Stichwort "Wir machen auf" diskutieren Gewerbetreibende nun über einen "wilden" Ausstieg aus dem Lockdown. Auf der zugeordneten Homepage „coronapedia.de” wurde ein Forum eingerichtet, in dem die Protestaktion diskutiert und geplant wird.

In etlichen Beiträgen wird deutlich, wie verzweifelt und wütend viele Selbstständige ob des zweiten Lockdowns und dessen vermuteter anstehenden Verlängerung sind: „Die Rechtslage sollte und darf kein Grund sein, bei dieser Aktion nicht mitzumachen”, heißt es beispielsweise. „Was wäre die Alternative? Konkurs durch Verbote und Einschränkungen? Sollte man da nicht lieber das Risiko einer Geldstrafe eingehen, die auch noch rechtlich angefochten werden kann?”


Info: https://www.nordkurier.de/politik-und-wirtschaft/laeden-wollen-aus-protest-trotz-lockdown-oeffnen-0341936901.html

03.01.2021

BioNTech BNT162 COVID-19 Impfstoffe Entwicklungsprogramm April 2020    

Präsentation vom Paul-Ehrlich-Institut, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel

BioNTech    BNT162 COVID-19 Impfstoffe Entwicklungsprogramm April 2020 Präsentation | Prof. Dr. Ugur Sahin – BioNTech - BNT162 COVID-19 Impfstoffe: Entwicklungsprogramm (22.04.2020) 22.04.2020 ... vergleichbare Ímmunantwort im Vgl. zu uRNA präklinischen Modelle) #1 Kreiter et al., Nature 2015, Kranz, Diken et al., Nature, 2016, Sahin et al., Nature 2017, Reinhard et al., Science 2020 #2 Pardi et al., Nature, 2017, Pardi et al., Mol Ther 2019, #3...

Info: https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/ppt-erste-studie-sars-cov-2-impfstoff.pdf?__blob=publicationFile&v=2


Weitere:


youtube.com, 02.01.2021

BioNtech Impfstoff BNT162, eine molekulare Plattform zur Genmanipulation? | #Wikihausen im Interview

Groteskes und Postfaktisches präsentiert von Markus Fiedler. Kommentieren Sie dieses Video unter: http://www.wikihausen.de/video-blog/

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Zu Gast ist diesmal der Biochemiker Peter (anonymisiert), der seit ca. 10 Jahren in einer Schweizer Pharmafirma im Bereich Impfstoffherstellung arbeitet.


Neben dem neu auf dem Markt gekommenen Impfstoff BNT162b2, der unter dem Namen "Tozinameran" bzw. "Comirnaty" bekannt ist wurden auch andere Impfstoffkandidaten getestet.


Der Impfstoffkandidat BNT162b3 ist ein selbstamplifizierender Impfstoff. Das Design des mRNA-Impfstoffes macht stutzig. Vorgeblich wird ein sich selbst vervielfältigender Impfstoff deswegen eingesetzt, weil man so bei gleicher Wirkung weniger Impfstoff dem Patienten verabreichen muss. Aber Impfstoffmangel ist bei mRNA Impfstoffen nicht das Problem, so die Werbung. Diese Impfstoffklasse zeichne sich dadurch aus, dass man eine hohe Menge an Impfstoff in kurzer Zeit herstellen könne.


Also warum nutzt man dann die Technologie der selbst vervielfältigenden RNA-Impfstoffe wirklich?


Wir machen uns gemeinsam Gedanken zu dieser heiklen Fragestellung, und ziehen auch sehr dystopische Szenarien mit in Betracht.

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Zusatzinformationen: http://www.wikihausen.de


Info: https://www.youtube.com/watch?v=kOKRnJFooQM Dauer 42:23 Min.


Kommentar:  Ab Minute 27:55 heißt es, dass auch die "Defense Advanced Research Projects Agency " (DARPA: https://de.wikipedia.org/wiki/Defense_Advanced_Research_Projects_Agency) ein großes Interesse an der Erforschung von RNA-Impfstoffen hat, denn diese können auch genutzt werden, um Soldaten gentherapeutisch über eine sog. Reverse Transkriptase (RT:  https://de.wikipedia.org/wiki/Reverse_Transkriptase) gezielt zu ertüchtigen, was dann wohl auch zur Bewusstseinskontrolle (MK ULTRA: https://de.wikipedia.org/wiki/MKULTRA) missbraucht werden kann und um transgene Menschen zu erzeugen und alles salonfähig zu machen!   Th. Bauer

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03.01.2021

Die Aktion 4.0

Mit dem Zoom-Boom schleichen sich Videoanbieter in unser Zuhause ein und verkaufen meistbietend unsere Daten an Marketingunternehmen, Geheimdienste, Militärs und Polizei – das alles mit unserer Zustimmung.


I. Warum Sie die Datenschutzrichtlinien von Videosoftware lesen sollten “Während der Pandemie waren Sie auch entsetzt, als Sie erfuhren, dass jedes Wort, das während Ihrer Anrufe gesprochen wurde, und jedes geteilte Dokument Teil der Datensammlung von Zoom wurde. Sie haben eine vage Vorstellung davon, dass Zoom seine Datenschutz- und Sicherheitsrichtlinien jetzt verbessert hat, aber können Sie einem Unternehmen vertrauen, das behauptet, eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu implementieren, wenn es das nicht tut?” Carissa Véliz: PRIVACY IS POWER. Warum und wie Sie die Kontrolle über Ihre Daten zurückerlangen sollten. Bantam Press 2020, 11

“Einfach verlassen”?

Die meisten von uns sind – gewollt oder ungewollt – während der Pandemie Zoomer:innen geworden. Videokonferenzen wurden für viele das ‚New Normal‘. Drei oder vier Sitzungen am Tag sind nichts ungewöhnliches – ob im Home Office, für die Uni, die Schule, oder um mit Freund:innen oder Familie zu plaudern.

Dabei streamen wir mit Hilfe von Zoom (oder auch Microsoft Teams, Cisco Webex etc.) unendliche Bilderströme von uns, unseren Liebsten, unseren Wohnungen inkl. Lieblingsbildern, Fensteraussichten, Bücherwänden, Schreibtisch-Lieblingstassen etc pp. Und wir chatten. Viele melden sich mit dem Klarnamen an, denn man will auf Arbeitssitzungen keine Verwirrung erzeugen. Eventuell sogar mit unserer Arbeits-Emailadresse – wie sich das Zoom von uns auf seiner Homepage wünscht (https://zoom.us/ letzter Zugriff auf die und alle weiteren Zoom-links 25122020).

Als nicht-angemeldete Nutzer:in brauche ich ein Workaround um das Downloaden der App auf meinen Computer zu verhindern, um Zoom nur über den Browser nutzen zu können. Meine IP Adressen, die Fingerabdrücke des Rechners, Nutzungszeiten und -dauer und vieles andere mehr werden gespeichert. Als professionelle/r, zahlende/r Nutzer:in wird man auch noch nach Name, Adresse, Arbeits-Emailadresse, Telefonnummer, Berufsbezeichnung und Arbeitgeber:in gefragt. Als angemeldete User:in kann ich ‚meine‘ Zoom-Sitzungen aufzeichnen und transkribieren lassen:

“Aufzeichnungen.  … Der Gastgeber kann wählen, ob er Zoom-Meetings und Webinare aufzeichnen möchte. Indem Sie die Dienste nutzen, geben Sie Zoom die Erlaubnis, Aufzeichnungen für alle Zoom-Meetings oder Webinare, an denen Sie teilnehmen, zu speichern, sofern solche Aufzeichnungen in unseren Systemen gespeichert werden. Sie erhalten eine Benachrichtigung (visuell oder anderweitig), wenn die Aufzeichnung aktiviert ist. Wenn Sie nicht damit einverstanden sind, aufgezeichnet zu werden, können Sie das Meeting oder Webinar einfach verlassen.” (https://zoom.us/terms; kursiv von mir)

Wie schön – wenn Teilnehmer:innen nicht gefilmt werden möchten, können sie ja ‚einfach‘ die Arbeitssitzung verlassen, oder die Fortbildung oder das Seminar. Wie einfach. Diese angeblich freiwilligen Entscheidungen sind wie so oft eben keine. Wie erkläre ich das meinen Arbeitgeber:innen oder Dozent:innen?

Schon 2015 hatte Zoom angekündigt, mehr in KI zu investieren, um nicht nur Treffen zu transkribieren, sondern auch, um es zu ermöglichen, die jeweils Sprechenden zu identifzieren.

So stellt sich die Frage: Was passiert mit den Aufnahmen der Bilder, Stimmen, Videos, die Zoom von und mit uns produziert? Mit den Chatverläufen, die alternativ genutzt werden, wenn die Bilder oder Stimmen mal wieder wackeln? Werden diese Daten analysiert? Landen sie in Datenbanken, um sie für Gesichtserkennung, Stimm-, Sprech- oder Wordcloud-Analysen zu nutzen? Lebt Zoom von den Einnahmen durch abonnierte Videocall-Abos – oder gibt es da noch mehr? Angesichts wachsender kommerzieller Anwendungen von Stimm-, Verhaltens- und Emotionsanalysen wäre es erstaunlich, man ließe diese Daten ungenutzt …

Die Plattform: kein philanthropisches Unternehmen

Mich erinnert der Zoom-Boom unangenehm an den Facebook-Hype vor über zehn Jahren. Damals fingen Millionen von Menschen an, ihre Portraits und privaten Fotos, ihre Kontakte, CVs etc. auf diese Plattform hochzuladen – auf der Suche nach alten und neuen Freund:innen, nach Likes, Anerkennung, Gossip & Events. Erst Jahre später realisierten viele User:innen, dass die Plattform kein philanthropisches Unternehmen für die globale Menschheitsfamilie war, sondern dass die geschickt herausgekitzelten Informationen in Big-Data-Dimension ein globalgalaktisches, monopolistisches Geschäftsmodell darstellte.

Und dass sich für den freiwillig angesammelten Berg von Daten nicht nur Freund:innen und Bekannte, sondern auch Marketingfirmen, Arbeitgeber:innen, sowie Geheimdienste, Polizeien und Militärs interessieren.

Facebook wurde auf der Grundlage seiner proprietären, hermetisch organisierter Daten, die sich auf keine andere Plattform übertragen ließen, einer der größten (Marketing-)Konzerne weltweit, der zwar Nacktbilder zensierte, aber wenig Skrupel hatte, hate speech zu verbreiten oder konservative Organisationen bei der Manipulation von Wahlen zu unterstützen – wie es der Cambridge Analytica-Skandal dann für alle öffentlich machte. Dass Facebook seine Daten auch an die NSA und weitere Geheimdienste weitergab und dass sie von Militär und Geheimdiensten z.B. bei der Erstellung von Tötungslisten (Weber, Jutta: Keep adding. On kill lists, drone warfare and the politics of databases) genutzt werden, wurde bei der Aufarbeitung der Enthüllungen von Edward Snowden schon zuvor klar – auch wenn dies leider öffentlich auch nicht so breit diskutiert wurde. Doch zumindest setzte bei vielen Menschen allmählich ein vorsichtigerer Umgang mit den eigenen Daten auf Facebook und Co. ein.

Seit Beginn der Pandemie hat sich Zooms Profit um 169% gesteigert.

Und obwohl es die Möglichkeit gibt, z.B. Opensource-Alternativen wie BigBlueButton, Jitsi oder senfcall.de zu nutzen und über eigene Server zu hosten, so dass der Datenschutz nachvollziehbar bzw. überprüfbar wird, scheint sich die Mehrheit der User:innen für die proprietären Varianten von Zoom (WebEx, Teams etc.) zu erwärmen, auch wenn z.B. die Server von Zoom nicht nur in den USA (was datenschutztechnisch schon fragwürdig genug ist), sondern auch in China stehen.

II. Marketing und automatisierte Gesichtserkennung

Wie Findface, Recognition, PimEyes und andere Gesichtserkennungssoftware uns nutzbar machen

Kamera abkleben – oder “Wir geben Ihre Daten weiter!”

Wie ist das nun mit den persönlichen Daten auf Zoom? Im Abschnitt zum Datenschutz heißt es: „Wir geben personenbezogene Daten an Anbieter und Dienstleister weiter, die uns bei der Bereitstellung der Dienste unterstützen, und für die Geschäftszwecke von Zoom.“ (https://www.zoom.us/privacy#_Toc44414843; kursiv von mir). Anschließend wird ausgeführt, dass Dritte die Daten nicht für andere Zwecke nutzen dürfen. Aber es wird nirgends erklärt, was genau die ‚Geschäftszwecke‘ von Zoom sind (vgl. auch https://protonmail.com/blog/zoom-privacy-issues/). Zoom hat z.B. lange Daten mit Facebook geteilt, selbst wenn die Nutzer:innen gar kein Facebook-Konto hatten. Erst nach einem kritischen Bericht in Vice und dann in weiteren Medien wurde das Feature entfernt. Auf dem Wirrwarr von Datenschutzseiten bei Zoom wird auch erklärt, dass auf den sogenannten Marketing-Seiten (also bei der kostenfreien Nutzung von Zoom) Marketing-Daten gesammelt, für Data Enrichment Services – also für das Profiling von Nutzer:innen weiterverarbeitet werden und zur Erstellung von “E-Mail-Marketing-Listen (wo dies nach geltendem Recht zulässig ist)” (https://www.zoom.us/privacy#_Toc44414843). Über Google Analytics und weitere Cookies werden Daten mit Drittanbieter:innen geteilt. Und offensichtlich werden die gewonnenen Marketing-Daten auch mit Informationen von Drittanbietern angereichert, um sie wiederum für das Marketing zu verwenden. Wo und wie das geschieht bleibt unklar (https://www.zoom.us/privacy#_Toc44414843).

Zudem hatte Zoom bis zum Sommer 2020 keine end-to-end-Verschlüsselung, die sicherstellt, dass der Provider nicht auf die gesendeten Daten zugreifen kann. Dann kündigte Zoom im Juni an, dass es diese für die zahlenden User:innen zur Verfügung stellen würde – was leider nicht der Wahrheit entsprach. Wirklich eingesetzt wird die Verschlüsselung erst seit Oktober 2020 – und die nicht-zahlenden Nutzer:innen können sie jetzt zwar auch nutzen – müssen sie aber explizit einschalten.

Alles in allem bleibt also unklar, was mit den Bergen unverschlüsselter Daten passiert. Interessant ist das nicht zuletzt, weil gerade auch biometrische Daten für viele Akteur:innen von zunehmenden Interesse sind. Man denke an den Skandal um die Software Optic Nerve des britischen Geheimdiensts GCHQ im Jahre 2014. Damals hatte der GCHQ zwischen 2008 und 2010 mit Hilfe des Überwachungsprogramms ‚Optic Nerve‘ wahllos – teils auch sexuell explizite – Bilder von Millionen Yahoo Nutzer:innen während ihrer Webchats gespeichert. Diese Bilder sollten als Material für die Entwicklung von automatisierter Gesichtserkennung dienen – u.a. zum Abgleich mit polizeilichen Datenbanken. Spätestens nach dieser Offenlegung gingen die meisten technopolitisch aufgeklärten Menschen dazu über, die Kamera am Rechner abzukleben (wenn auch interessanterweise meist nicht auf ihren Smartphones …).

Kamera freigeben oder wir können nicht weiter machen!

Heute ziehen wir die Folie gezwungenermaßen mehrmals am Tag wieder ab. Dabei sind unterdessen die Möglichkeiten von biometrischem Tracking ganz andere geworden – und nicht nur für Geheimdienste. Man denke an Softwareanwendungen des US-amerikanischen Startups Clearview AI, dessen App von Hunderten von Polizeien in den USA, aber auch vom FBI und dem Heimatschutzministerium genutzt wird. Das Startup hat ohne Genehmigung mehr als drei Milliarden Bilder von Social Media-Seiten (Facebook, Instagram, etc.) eingesammelt und die Behörden nutzen sie unter teilweise zweifelhaften Bedingungen für die Verbrecherfahndung. Angesichts der problematischen politischen Konsequenzen haben sich mehrere amerikanische Konzerne wie etwa IBM gegen Clearview AI ausgesprochen und die Arbeit an diesen oder ähnlichen Anwendungen eingestellt. Amazon hat unterdessen ein einjähriges Moratorium für seine Gescihtserkennungsapp Recognition angekündigt, nachdem nicht zuletzt deren rassistischer Bias massiv kritisiert worden war.

In Russland nutzt man bereits eine Gesichtserkennungsanwendung namens Findface auf allen öffentlichen Überwachungskameras und gleicht die Bilder mit Fahndungsdateien der Polizei ab, aber auch um Regimekritiker:innen auf Demonstrationen zu erkennen und zu verhaften. Auch die Hamburgische Polizei nutzt Gesichtserkennungssoftware, um Demonstrant:innen des G-20-Gipfels ex post zu identifizieren und zu verfolgen.

In der EU gibt es unterdessen eine private App, die ähnliches leistet: PimEyes, eine öffentliche Bilder-Suchmaschine, die 900 Millionen Gesichter per Webcrawler gesammelt hat, die in Polen gehostet wird und gegen Bezahlung allen offen steht. Bis zum Sommer 2020 konnte man ohne Probleme einfach ein Foto mit seinem Handy machen und dann die Datenbank von PimEyes durchsuchen. So lassen sich Menschen in Echtzeit im öffentlichen Raum identifizieren. Das ideale Gadget für Spanner, Stalker etc.. Allerdings offeriert nun nach mehreren kritischen Nachfragen von Medien PimEyes nicht mehr die Suche nach fremden Gesichtern, sondern v.a. die Suche nach dem eigenen Gesicht im Internet, um damit angeblich die eigene Privatheit zu schützen – allerdings führen die Aufforderungen zum Löschen des eigenen Gesichts aus der Datenbank kaum zum Erfolg; Gleichzeitig haben die Gründer von PimEyes in den USA vermutlich einen Ableger unter dem Namen Faceware Inc. gegründet, um dadurch möglicherweise europäischen Datenschutzstandards auszuweichen.

In Rußland wurde wiederum Findface u.a. auch von Moralaposteln dazu benutzt, Sexarbeiter:innen zu outen. Und laut Ankündigung ihrer Entwicklerfirma NtechLab wird FindFace auch dazu verwendet, das Shoppingverhalten von Menschen in einem bekannten Einkaufszentrum in St Petersburg langfristig – über verschiedenste Geschäfte hinweg – nachzuvollziehen.

Verschleudere deine Daten!

Das unerkannte Bewegen durch die Öffentlichkeit ist damit an sein Ende gekommen – und es stellt sich nicht nur die Frage, ob und wie Zoom der biometrischen Erkennung unserer Gesichter und vielleicht auch unserer Stimmen, unserem Sprachverhalten und linguistischen Vorlieben zuarbeitet, sondern was aus der massenhaften Sammlung dieser Daten – darunter auch die öffentliche, ubiquitäre Gesichtserkennung – resultiert (siehe auch https://reclaimyourface.eu/). Portland und San Francisco haben aus guten Gründen die biometrische Gesichtserkennung in ihren Städten verboten.

Man könnte hier noch viel zu Stimm- und Sprachanalyse ausführen. Unlängst fiel mir auf, dass WebEx z.B. eng mit der Firma Eleveo kooperiert, die für ‚compliance solutions‘ – also Kooperation von Kund:innen und Partner:innen sorgt – auf der Basis vom Sprach, Sprech- und Emotionsanalysen (Anrufaufzeichnung, Qualitätsmanagement, Workforce Management, Analytik, …, Stimme des Kunden“, aber auch über Bildschirmkontrolle. Aber das wäre nochmal ein ganz eigenes Thema, wie hier Menschen durchleuchtet und ‚kooperativ‘ gemacht werden (sollen). Die Kooperation von WebEx mit Firmen für Stimm- und Sprachanalyse lässt jedenfalls nichts Gutes erwarten …

Während wir vorsichtiger geworden sind, soziale Medien zu ‚füttern‘, scheint sich das Verschleudern der eigenen Daten und des Datenschutzes, sowie das Versagen der Politik gegenüber den Datenkraken im Zuge des Covid Creep, des ‚Tele-Everything (Eric Schmidt) zu wiederholen (siehe hierzu auch: Naomi Klein in The Intercept).

Dass es bis heute keine tragfähige europäische digitale Infrastruktur jenseits von Facebook, Google, Zoom und Co gibt, ist ein unverzeihliches Versäumnis der Politik. Da hilft die DSGVO nicht weiter, wenn die Daten nicht verschlüsselt und/oder über US-amerikanische oder chinesische Server geschoben werden.

Dubiose Datenkraken füttern

Der letzte Skandal um Zoom macht noch ganz andere Abhängigkeiten bzw. Abgründe deutlich: Offensichtlich hat sich der Konzern – wie soviele andere Datenkraken – den Zensuranforderungen der chinesischen Regierung mehrfach gebeugt. Sie haben nicht nur ein Zoom-Meeting zur Erinnerung an das Massaker von Tian‘anmen auf Geheiß unterbrochen, sondern auch der chinesischen Regierung Tausende von IP-Adressen unliebsamer Chines:innen in den USA und anderswo herausgegeben, so dass nun sogar das FBI den Fall untersucht.

Es gibt also viele gute Gründe, alternative Open-Source- und nutzerfreundliche Technologie wie Senfcall oder BigBlueButton zu nutzen (siehe hierzu auch: https://www.boell.de/en/2020/08/31/the-zoom-boom-it-matters-which-tech-tools-you-choose-to-work-from-home), auch wenn damit sicherlich nicht alle Probleme behoben sind. Aber sicherlich sollten wir nicht – auch während einer Pandemie – aufhören, uns zu fragen, welche Geschäftsmodelle den jeweils von uns genutzten Apps zugrundeliegen, damit wir nicht weiter dubiose Datenkraken füttern.

Ich bin gespannt, wieweit sich der Hype um das Tele-Everything nach Monaten erzwungener und auch nötiger Isolation relativiert. Ob danach soziale Beziehungen und körperliche Nähe offline ganz andere Wertschätzung erfahren? Es bleibt interessant zu schauen, ob unsere aktuelle schmerzliche Erfahrung nachhaltige Spuren hinterlässt.


Info: https://olaf.bbm.de/jutta-weber-covid-creep

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