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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
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In der griechischen Hafenstadt Chania auf der Insel Kreta wurde am Dienstag, dem 24. Februar 2026, gegen die Ankunft des US-Flugzeugträgers Gerald R. Ford protestiert. Die Demonstranten trugen unter anderem Banner mit der Aufschrift "NATO-Mörder geht nach Hause". Während die USA ihre Militärpräsenz im Nahen Osten verstärken, kam am Sonntag das größte Kriegsschiff der Welt in Griechenland an.
"Wir haben nun erkannt, dass Chania zu einer Versorgungsstation für NATO-Mörder geworden ist, die immer wieder kommen, um Terror im Nahen Osten zu verbreiten" erklärte ein Demonstrant. Ein weiterer erinnerte an einen US-Krieg vergangener Tage in der Region: "Aktuell sammelt sich in Souda eine massive Feuerkraft, wie es sie seit dem Golfkrieg im Jahr 2003 nicht mehr gegeben hat. Angeführt wird diese vom US-Flugzeugträger 'Gerald R. Ford', es sind aber auch andere US-Flugzeuge und Kriegsschiffe dabei. Das Ziel ist es, die Bevölkerung der Region und Irans zu massakrieren."
In Souda befindet sich ein NATO-Militärstützpunkt, der für Griechenland, die USA sowie das NATO-Militärbündnis von strategischer Bedeutung ist.
Siehe Video: https://odysee.com/@RTDE:e/-NATO-M%C3%B6rder-geht-nach-Hause--%E2%80%93-Demo-gegen-Ankunft-von-US-Flugzeugtr%C3%A4ger-auf-Kreta:0
RTDE 25.2.2026
Trumps iranische Kapitulationsfantasien vs. militärische Realität: US-Generäle warnen vor Iran-Krieg
Von Rainer Rupp
Der US-Unterhändler in den Sondierungsgesprächen mit Iran, der persönliche Freund Donald Trumps und Immobilien-Multimilliardär Steve Witkoff, erklärte in einem am vergangenen Sonntag ausgestrahlten Interview für Fox News, Präsident Trump sei "verwundert", dass Iran angesichts des massiven US-Militäraufmarschs im Nahen Osten und der offenen Kriegsdrohungen aus Washington immer noch nicht "kapituliert" habe. Wörtlich sagte Witkoff:
"Er ist verwundert, warum sie (Iran) nicht […] Ich möchte das Wort 'kapituliert' nicht benutzen, aber warum sie nicht kapituliert haben."
An anderer Stelle führte er aus: "Warum, unter diesem Druck, bei der Menge an Seemacht, die wir dort haben, sind sie nicht zu uns gekommen […] doch es ist schwer, sie an diesen Punkt zu bringen." Noch weiter ging der Vertraute des Präsidenten mit seiner faustdicken Lüge, Iran sei: "wahrscheinlich nur eine Woche davon entfernt, das Material zur Herstellung einer Atombombe zu haben."
Diese Aussage steht im Widerspruch sowohl zu den bekannten technischen Realitäten des iranischen Nuklearprogramms als auch zu Medienberichten über Teherans Angebot, die Urananreicherung für drei bis fünf Jahre komplett auszusetzen und anschließend lediglich auf zivil nutzbarem Niveau wieder aufzunehmen.
Während Witkoff somit öffentlich ein Bild haushoher militärischer Überlegenheit der USA zeichnet, das eine baldige politische Unterwerfung Irans plausibel erscheinen lassen soll, warnen ausgerechnet die höchsten militärischen Entscheidungsträger der Vereinigten Staaten vor den Risiken eines solchen Vorgehens. Im Zentrum dieser internen Debatte steht der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, General Dan Caine.
Laut Berichten (u.a. Wall Street Journal), die sich auf Einschätzungen aus dem Pentagon stützen, hat Caine gegenüber dem Weißen Haus fünf zentrale Risiken eines militärischen Angriffs auf Iran hervorgehoben:
Erstens warnte er, dass die derzeit diskutierten Kriegspläne ein hohes Risiko erheblicher amerikanischer und alliierter Verluste bergen.
Zweitens wies er darauf hin, dass bereits ein mehrtägiger Luftkrieg die vorhandene Luftabwehrmunition und andere Ausrüstung aufgrund nur begrenzter Versorgung erschöpfen würde. Damit wären die Ressourcen weg, die im Falle iranischer Vergeltungsschläge zum Schutz regionaler Partner wie Israel dringend benötigt würden.
Drittens könnte eine intensive militärische Operation gegen Iran die US-Munitions- und Materialbestände derart reduzieren, dass die militärische Einsatzbereitschaft gegenüber anderen potenziellen Konflikten – insbesondere mit China – erheblich beeinträchtigt würde.
Viertens drohe ein solcher Einsatz, die US-Streitkräfte insgesamt zu überdehnen, um sie nach dem Krieg "überbeansprucht" zurückzulassen.
Und fünftens, vielleicht politisch am brisantesten, sei General Caine bislang nicht in der Lage gewesen, im Falle eines groß angelegten Angriffs auf Iran ähnliche Erfolgsgarantien zu geben, wie sie etwa vor der Operation zur Festnahme Nicolás Maduros im Januar 2026 formuliert worden waren.
Diese Einschätzungen spiegeln eine tief verwurzelte strukturelle Differenz zwischen militärischen und zivilen Entscheidungsträgern in Washington wider – eine Differenz, die sich historisch in nahezu jeder größeren US-Kriegsdebatte beobachten ließ.
Während politische Entscheidungsträger im Weißen Haus oder ideologisch geprägte zivile Strategen im Pentagon häufig von politisch-ideologischen Zielvorstellungen, Prestigeüberlegungen oder geostrategischen Visionen ausgehen, sind es die uniformierten Offiziere, die sich mit den praktischen Realitäten militärischer Gewaltanwendung konfrontiert sehen. Sie wissen, dass Kriege selten nach Plan verlaufen.
Diese institutionelle Vorsicht zeigte sich bereits in früheren Krisen mit Iran. So warnten die Vereinigten Stabschefs sowohl während der Eskalationsphase im Jahr 2007 als auch erneut 2012 vor militärischen Optionen gegen Teheran und verwiesen auf unkalkulierbare Eskalationsrisiken, mögliche regionale Flächenbrände sowie langfristige strategische Folgekosten für die Vereinigten Staaten.
Nicht zuletzt ist das kollektive Gedächtnis der militärischen Führung bis heute vom Irakkrieg 2003 geprägt – einem Konflikt, der von der politischen Führung als schneller und nahezu widerstandsloser Feldzug (als ein "Cake Walk" – ein Verdauungsspaziergang, so Wolfowitz damals) dargestellt worden war. US-Vizepräsident Dick Cheney hatte damals sogar öffentlich erklärt, die US-Truppen würden in Irak als "as liberators" (Befreier) begrüßt werden.
Die tatsächliche Entwicklung – ein zwanzigjähriger Besatzungskrieg mit enormen Verlusten – bestätigte hingegen die skeptischen Einschätzungen vieler militärischer Planer.
Heute argumentieren einige politische Stimmen in Washington erneut für einen Regimewechsel in Teheran. Doch selbst ein auf Luftschläge begrenzter Angriff würde nach Einschätzung militärischer Analysten erhebliche Risiken bergen. Iran hat bereits angekündigt, im Falle auch nur begrenzter US-Angriffe mit ballistischen Raketen und Drohnen gegen amerikanische Basen in der Region vorzugehen. Auch Israel würde zum Ziel werden.
Das iranische Außenministerium erklärte in diesem Zusammenhang, jede amerikanische Militäraktion – selbst in begrenztem Umfang – werde als Akt der Aggression betrachtet und entsprechend beantwortet.
Vor diesem Hintergrund erscheint Witkoffs Darstellung eines kurz vor der nuklearen Bewaffnung stehenden Iran nicht nur als politische Zuspitzung, sondern als strategisch problematische Vereinfachung. Sie steht exemplarisch für jene zivilen Stimmen innerhalb der US-Administration, die nicht die Diplomatie, sondern militärische Optionen primär als Instrument politischer Zielerreichung betrachten.
Demgegenüber steht eine militärische Führung, deren Mitglieder sich der operativen, logistischen und menschlichen Kosten eines Krieges bewusst sind – Kosten, die im Ernstfall von ihnen selbst und den ihnen unterstellten Soldaten zu tragen wären.
Diese Spannung zwischen politischem Gestaltungswillen und militärischer Vorsicht ist kein neues Phänomen. Ob sich im aktuellen Fall die vorsichtigeren Stimmen aus den Reihen der Joint Chiefs of Staff durchsetzen werden, bleibt offen.
Fest steht jedoch, dass die Differenz zwischen Witkoffs öffentlich geäußerten Kapitulationsannahmen und den internen Warnungen der militärischen Führung einen grundlegenden Konflikt innerhalb der US-Sicherheitsarchitektur sichtbar macht – zwischen politischer Erwartung und militärischer Realität.
Am Montag, den 23. Februar, hat das iranische Außenministerium auf die eingänglich zitierten Einlassungen von Witkoff bezüglich einer iranischen Kapitulation mit deutlichen Worten geantwortet:
"Jede Verhandlung, die mit auferlegten Belastungen und vorgefassten Urteilen beginnt, wird natürlich zu keinem Ergebnis führen. … Das Wort 'Kapitulation' hat in der iranischen Kultur und Literatur keinen Platz, und wir haben ein solches Schlüsselwort nie akzeptiert", sagte der Sprecher des Außenministeriums, Esmail Baghai, laut PressTV.
In Bezug auf mögliche "begrenzte Militärschläge" der USA warnte er, dass jeder Angriff, "unabhängig von seinem Ausmaß", eine Aggression mit Konsequenzen darstelle. Zugleich bestätigte er die uneingeschränkte Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA bei deren Inspektionen bis zum Jahr 2025.
Was die Streitkräfte der EU-Mitgliedsländer im Persischen Golf betrifft, erklärte Baghai, dass Iran sie als terroristische Kräfte betrachtet, mit entsprechenden Konsequenzen. Das ist offensichtlich die iranische Reaktion auf die Einstufung der Kerntruppe des iranischen Militärs, nämlich der Iranischen
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freedert.online, 25 Feb. 2026 15:00 Uhr,
US-Unterhändler Steve Witkoff glaubt, Iran stehe kurz vor der Kapitulation. Doch führende US-Generäle warnen vor den erheblichen Risiken eines Militärschlags gegen Teheran. Hinter den Kulissen wächst der Konflikt zwischen politischen Kriegsbefürwortern und militärischer Vorsicht über die möglichen Folgen eines neuen Nahostkriegs.

Präsident Donald Trump verlässt den Plenarsaal des Repräsentantenhauses, nachdem er am Dienstag, dem 24. Februar 2026, vor einer gemeinsamen Sitzung des Kongresses im Plenarsaal des US-Kapitols in Washington seine Rede zur Lage der Nation gehalten hat.
Der US-Unterhändler in den Sondierungsgesprächen mit Iran, der persönliche Freund Donald Trumps und Immobilien-Multimilliardär Steve Witkoff, erklärte in einem am vergangenen Sonntag ausgestrahlten Interview für Fox News, Präsident Trump sei "verwundert", dass Iran angesichts des massiven US-Militäraufmarschs im Nahen Osten und der offenen Kriegsdrohungen aus Washington immer noch nicht "kapituliert" habe. Wörtlich sagte Witkoff:
"Er ist verwundert, warum sie (Iran) nicht […] Ich möchte das Wort 'kapituliert' nicht benutzen, aber warum sie nicht kapituliert haben."
An anderer Stelle führte er aus:
"Warum, unter diesem Druck, bei der Menge an Seemacht, die wir dort haben, sind sie nicht zu uns gekommen […] doch es ist schwer, sie an diesen Punkt zu bringen."
Noch weiter ging der Vertraute des Präsidenten mit seiner faustdicken Lüge, Iran sei:
"wahrscheinlich nur eine Woche davon entfernt, das Material zur Herstellung einer Atombombe zu haben."
Diese Aussage steht im Widerspruch sowohl zu den bekannten technischen Realitäten des iranischen Nuklearprogramms als auch zu Medienberichten über Teherans Angebot, die Urananreicherung für drei bis fünf Jahre komplett auszusetzen und anschließend lediglich auf zivil nutzbarem Niveau wieder aufzunehmen.
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Nahost: Steht Iran vor dem Kauf von Hyperschall-Antischiffsraketen aus China?
Während Witkoff somit öffentlich ein Bild haushoher militärischer Überlegenheit der USA zeichnet, das eine baldige politische Unterwerfung Irans plausibel erscheinen lassen soll, warnen ausgerechnet die höchsten militärischen Entscheidungsträger der Vereinigten Staaten vor den Risiken eines solchen Vorgehens. Im Zentrum dieser internen Debatte steht der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, General Dan Caine.
Laut Berichten (u.a. Wall Street Journal), die sich auf Einschätzungen aus dem Pentagon stützen, hat Caine gegenüber dem Weißen Haus fünf zentrale Risiken eines militärischen Angriffs auf Iran hervorgehoben:
Erstens warnte er, dass die derzeit diskutierten Kriegspläne ein hohes Risiko erheblicher amerikanischer und alliierter Verluste bergen.
Zweitens wies er darauf hin, dass bereits ein mehrtägiger Luftkrieg die vorhandene Luftabwehrmunition und andere Ausrüstung aufgrund nur begrenzter Versorgung erschöpfen würde. Damit wären die Ressourcen weg, die im Falle iranischer Vergeltungsschläge zum Schutz regionaler Partner wie Israel dringend benötigt würden.
Drittens könnte eine intensive militärische Operation gegen Iran die US-Munitions- und Materialbestände derart reduzieren, dass die militärische Einsatzbereitschaft gegenüber anderen potenziellen Konflikten – insbesondere mit China – erheblich beeinträchtigt würde.
Viertens drohe ein solcher Einsatz, die US-Streitkräfte insgesamt zu überdehnen, um sie nach dem Krieg "überbeansprucht" zurückzulassen.
Und fünftens, vielleicht politisch am brisantesten, sei General Caine bislang nicht in der Lage gewesen, im Falle eines groß angelegten Angriffs auf Iran ähnliche Erfolgsgarantien zu geben, wie sie etwa vor der Operation zur Festnahme Nicolás Maduros im Januar 2026 formuliert worden waren.
Diese Einschätzungen spiegeln eine tief verwurzelte strukturelle Differenz zwischen militärischen und zivilen Entscheidungsträgern in Washington wider – eine Differenz, die sich historisch in nahezu jeder größeren US-Kriegsdebatte beobachten ließ.
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Angriff auf Iran: Trumps ranghöchster General warnt vor den Risiken
Während politische Entscheidungsträger im Weißen Haus oder ideologisch geprägte zivile Strategen im Pentagon häufig von politisch-ideologischen Zielvorstellungen, Prestigeüberlegungen oder geostrategischen Visionen ausgehen, sind es die uniformierten Offiziere, die sich mit den praktischen Realitäten militärischer Gewaltanwendung konfrontiert sehen. Sie wissen, dass Kriege selten nach Plan verlaufen.
Diese institutionelle Vorsicht zeigte sich bereits in früheren Krisen mit Iran. So warnten die Vereinigten Stabschefs sowohl während der Eskalationsphase im Jahr 2007 als auch erneut 2012 vor militärischen Optionen gegen Teheran und verwiesen auf unkalkulierbare Eskalationsrisiken, mögliche regionale Flächenbrände sowie langfristige strategische Folgekosten für die Vereinigten Staaten.
Nicht zuletzt ist das kollektive Gedächtnis der militärischen Führung bis heute vom Irakkrieg 2003 geprägt – einem Konflikt, der von der politischen Führung als schneller und nahezu widerstandsloser Feldzug (als ein "Cake Walk" – ein Verdauungsspaziergang, so Wolfowitz damals) dargestellt worden war. US-Vizepräsident Dick Cheney hatte damals sogar öffentlich erklärt, die US-Truppen würden in Irak als "as liberators" (Befreier) begrüßt werden.
Die tatsächliche Entwicklung – ein zwanzigjähriger Besatzungskrieg mit enormen Verlusten – bestätigte hingegen die skeptischen Einschätzungen vieler militärischer Planer.
Heute argumentieren einige politische Stimmen in Washington erneut für einen Regimewechsel in Teheran. Doch selbst ein auf Luftschläge begrenzter Angriff würde nach Einschätzung militärischer Analysten erhebliche Risiken bergen. Iran hat bereits angekündigt, im Falle auch nur begrenzter US-Angriffe mit ballistischen Raketen und Drohnen gegen amerikanische Basen in der Region vorzugehen. Auch Israel würde zum Ziel werden.
Das iranische Außenministerium erklärte in diesem Zusammenhang, jede amerikanische Militäraktion – selbst in begrenztem Umfang – werde als Akt der Aggression betrachtet und entsprechend beantwortet.
Vor diesem Hintergrund erscheint Witkoffs Darstellung eines kurz vor der nuklearen Bewaffnung stehenden Iran nicht nur als politische Zuspitzung, sondern als strategisch problematische Vereinfachung. Sie steht exemplarisch für jene zivilen Stimmen innerhalb der US-Administration, die nicht die Diplomatie, sondern militärische Optionen primär als Instrument politischer Zielerreichung betrachten.
Demgegenüber steht eine militärische Führung, deren Mitglieder sich der operativen, logistischen und menschlichen Kosten eines Krieges bewusst sind – Kosten, die im Ernstfall von ihnen selbst und den ihnen unterstellten Soldaten zu tragen wären.
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NYT: Chamenei stärkt Berater für Attentatsfal
Diese Spannung zwischen politischem Gestaltungswillen und militärischer Vorsicht ist kein neues Phänomen. Ob sich im aktuellen Fall die vorsichtigeren Stimmen aus den Reihen der Joint Chiefs of Staff durchsetzen werden, bleibt offen.
Fest steht jedoch, dass die Differenz zwischen Witkoffs öffentlich geäußerten Kapitulationsannahmen und den internen Warnungen der militärischen Führung einen grundlegenden Konflikt innerhalb der US-Sicherheitsarchitektur sichtbar macht – zwischen politischer Erwartung und militärischer Realität.
Am Montag, den 23. Februar, hat das iranische Außenministerium auf die eingänglich zitierten Einlassungen von Witkoff bezüglich einer iranischen Kapitulation mit deutlichen Worten geantwortet:
"Jede Verhandlung, die mit auferlegten Belastungen und vorgefassten Urteilen beginnt, wird natürlich zu keinem Ergebnis führen. … Das Wort 'Kapitulation' hat in der iranischen Kultur und Literatur keinen Platz, und wir haben ein solches Schlüsselwort nie akzeptiert", sagte der Sprecher des Außenministeriums, Esmail Baghai, laut PressTV.
In Bezug auf mögliche "begrenzte Militärschläge" der USA warnte er, dass jeder Angriff, "unabhängig von seinem Ausmaß", eine Aggression mit Konsequenzen darstelle. Zugleich bestätigte er die uneingeschränkte Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA bei deren Inspektionen bis zum Jahr 2025.
Was die Streitkräfte der EU-Mitgliedsländer im Persischen Golf betrifft, erklärte Baghai, dass Iran sie als terroristische Kräfte betrachtet, mit entsprechenden Konsequenzen. Das ist offensichtlich die iranische Reaktion auf die Einstufung der Kerntruppe des iranischen Militärs, nämlich der Iranischen Revolutionsgarde (IRGC), als terroristische Organisation durch die EU.
Mehr zum Thema - Iran – Rückblick auf die politische und militärische Vorgeschichte vor einem neuen US-Angriff
RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.
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| Betreff: | BIP-Aktuell #384: Israelisches Regierungsdekret zur Landnahme im Westjordanland |
|---|---|
| Datum: | Tue, 24 Feb 2026 17:21:27 +0000 |
| Von: | Bündnis BIP <info@bip-jetzt.de> |
| Antwort an: | Bündnis BIP <info@bip-jetzt.de> |
| An: | karin.gerlich@t-online.de |
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Vor 23 Stunden live gestreamt Interviews 02
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Info: Video https://www.youtube.com/live/frPTFPj80WA Dauer 14:25 Min.
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seniora.org, 24. Februar 2026, 13.10.2025 Von Carl Bossard - übernommen von journal21.ch

Wir brauchen wieder systematisch aufgebaute Lernprozesse. (Bild: Keystone)
Erst wurden Lesen und Schreiben modernisiert, jetzt ist der Aufschrei gross: Pädagogische Hochschulen beklagen den Leistungsabfall, den die Reformideen mitbewirkt haben. Ein Masterplans soll’s richten. Doch die Volksschule muss sich auf das besinnen, was Lernen wirklich trägt: Verstehen, Üben und Können.
Die Schweizer Volksschule hat eine intensive Reformkaskade hinter sich. Die vielen Innovationen mitgetragen und sie zum Teil selber initiiert haben die Pädagogischen Hochschulen: Aus Lehrerinnen und Lehrern wurden Coachs und Lernbegleiterinnen, aus Bildung messbare Tests, aus Wissen, Können und Haltung Kompetenzen. Aus Unterricht wurde autonomes Lernen im «Flipped Classroom» und das Lernen vom Lehren entkoppelt: Das Alphabet erwarben sich die Schüler nun vielfach selber – in Lernateliers.
Schreiben gelernt wurde nach Gehör, und das «Lesen durch Schreiben» mit Hilfe von Jürgen Reichens bebilderter Anlauttabelle erarbeitet. Selbstorientiert, wie es heisst. Dabei war Korrigieren durch die Lehrperson nicht selten untersagt. «Vom Lehren zum [eigengesteuerten] Lernen» hiess die Devise.
Immer wieder haben erfahrene Lehrpersonen vor diesen Innovationen und ihren hehren Versprechen gewarnt. Vergebens. Sie wurde in die ewiggestrige Ecke versetzt. Dabei wissen wir seit Jahren, dass beispielsweise das verstehende Lesen dramatisch abnimmt, ebenso das korrekte und kohärente Schreiben. Die Lernforscherin der ETH Zürich, Elsbeth Stern, hat schon vor langer Zeit darauf hingewiesen. Gar von einem gravierenden Systemversagen sprach der Bildungsökonom Stefan C. Wolter.
Hingehört hat kaum jemand. Es kümmerte die Verantwortlichen in den Stäben und an den Pädagogischen Hochschulen wenig. Sie zuckten höchstens die Achseln, und die Karawane zog ungerührt weiter. Eigentlich hätten längst alle Warnlampen leuchten sollen! Doch der Rektor der PH Bern fand diese Tatsche noch vor Kurzem «nicht besorgniserregend».
Nun beklagen die Pädagogischen Hochschulen plötzlich, was sie selber mit verursacht haben: die abnehmende Lesefähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler. «Wir laufen sehenden Auges in ein schweres Problem hinein», heisst es plötzlich.[1] Wer den Kassandraruf aus der Pädagogischen Hochschule Zürich hört, traut den eigenen Ohren nicht.
Im Interview der Sonntag-Zeitung warnt der Deutschdidaktiker Maik Philipp – welches Erstaunen! – vor der sinkenden Lesekompetenz von Jugendlichen in der Schweiz: Fast die Hälfte der 15-Jährigen erreiche nur rudimentäre oder ungenügende Fähigkeiten. Das habe gravierende Folgen für Bildung, Beruf und gesellschaftliche Teilhabe, wie wenn das nicht schon längst bekannt wäre. Der Bildungswissenschaftler Philipp fordert, dass die Gesellschaft das Problem ernster nehme und mit einem langfristigen Masterplan frühzeitig und systematisch gegensteuere – auch angesichts neuer Herausforderungen wie Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz KI.
«Ein schweres Problem!», verkündet Maik Philipp. Recht hat er, wahrlich! Nur: Wer hat uns denn dorthin geführt? Wer hat den behutsamen und systematischen Aufbau des Lesens – vielleicht sogar Buchstabe für Buchstabe, Satz für Satz – zur lästigen Aufgabe degradiert, die man angeblich im Vorübergehen mit YouTube, Notebook und Lernapp erwirbt? Und sogar selbstgesteuert! Wer hat das Festigen und Automatisieren der elementaren Kulturtechnik des Lesens wie des Schreibens als schnödes Üben abgetan und stattdessen «ganzheitliche Literacy-Events» im «mehrsprachigen Projektsetting» gefordert?
All die unzähligen Reformen im Leseunterricht hätten doch längst zu besseren Resultaten führen und die Kinder «LESESTARK» machen müssen, wie es ein Buchtitel verkündet. Doch das Gegenteil ist eingetreten! Seit 2012 sinken die Lernleistungen im Lesen dramatisch.
Wer aber trägt die Verantwortung?, fragt sich der Beobachter. Auch das wissen wir seit Langem: Ein kleiner universitär-akademischer Zirkel aus den Pädagogischen Hochschulen – im Verbund mit einer starken Bildungsbürokratie – hat die Definitionsmacht über die Schulen übernommen. Sie bestimmen, was gelehrt und vor allem wie unterrichtet werden muss – oft auch gegen die Praktiker. Das bedeutete eine Marginalisierung der Praxisempirie.
Darum wirkt Maik Philipps Philippika reichlich unbedarft. Kaum ein Wort zur pädagogischen Dramaturgie der vergangenen Jahre, in denen die grundlegenden Mikroprozesse des Lernens, des bildungswirksamen Lernens, klein geschrieben waren. Gross gedacht wurde dafür im organisatorischen Makrobereich.
Man erinnere sich: Dieselben Pädagogischen Hochschulen, die heute die Krise beklagen, haben uns jahrelang erklärt, dass Lesen-Üben und intensives Schreibtraining nicht mehr zeitgemäss seien. Texte geschrieben wurde darum nur noch selten, ebenso wenig gelesen. Dazu der Schriftsteller Lukas Bärfuss: «Meine Kinder haben in der Schule kaum gelesen.»[2]Stattdessen erfand man «integratives Sprachhandeln», «Lernarrangements» und «digitale Lernpfade». Ein Lesebuch? Bitte nicht! Viel zu starr, zu linear, zu wenig «21st-century skills». Lieber eine App mit bunten Tierchen, die beim Antippen miauen – Hauptsache, es sieht nach Innovation aus.
Und jetzt? Jetzt stehen wir da mit halbwüchsigen Digitalnatives, die zwar jedes Emoji interpretieren können, aber vier Kriterien für einen guten Sportschuh im Text nicht finden, weil sie das Geschriebene nicht verstehen. Die Reformen der vergangenen Jahre haben uns «sehenden Auges» in den Graben gesteuert, konstatiert Maik Philipp – und die Verantwortlichen rufen nun ganz erstaunt: «Achtung, Abgrund!»
Doch keine Sorge. Der nächste Masterplan ist schon angedacht, wie Maik Philipp kundtut. Klüger wäre es wohl, sich den Kern des Unterrichts ins Gedächtnis zu rufen, das systematische Lernen mit dem kohärenten und kontinuierlichen Aufbau von Wissen und Können.
Dies geschieht durch zwei Hauptprozesse: Das Aufbauen mit dem Verstehen sowie das Festigen mit dem intensiven Üben und Anwenden. Diese beiden Vorgänge bilden die Grundpfeiler jeglichen Lernens. Daran ist zu erinnern.
Wir brauchen keinen neuen Masterplan, wir brauchen eine pädagogische Wende, um eine wirklich gute «Schule für alle» zu schaffen – klug geführt und mit effektiven Lernprozessen. So findet die Schule wieder zu ihrem Kernauftrag, dem bildungswirksamen Lernen für alle. Das bewahrt uns davor, «sehenden Auges in ein schweres Problem hinein[zulaufen]».
[1]Sandro Benini, Interview über Leseschwäche: «Wir laufen sehenden Auges in ein schweres Problem hinein». In: SonntagsZeitung, 14.09.2025, S. 43f.
[2]Lukas Bärfuss, in: CH Media. Kulturbeilage, 08.06.2024, S. 5
Quelle: Journal21
Info: https://seniora.org/erziehung/schule-bildung/bildung-wenn-die-reformer-alarm-schlagen
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Berliner Zeitung 24.2.2026
Auf dem Weg in die Kriegswirtschaft:
Warum die IG Metall den Panzer-Boom fürchtet
Während Ökonomen die „Kriegswirtschaft“ ausrufen, probt die Basis der IG Metall den Aufstand.
Kann Aufrüstung retten, was die zivile Industrie gerade verliert?
Raphael Schmeller
Es ist ein bemerkenswerter Vorgang: Ende Januar haben die Vertrauensleute der IG Metall bei den Ford-Werken in Köln eine deutliche Erklärung verabschiedet: „Nein zur Kriegswirtschaft! Wir geben unsere Kinder nicht für Kriege!“ Der Beschluss richtet sich gegen die Umstellung der zivilen Industrie auf Rüstungsproduktion.
Die Sorge kommt nicht aus dem Nichts. Führende Stimmen aus Politik und Wirtschaft sprechen offen über eine (noch) stärkere Ausrichtung auf militärische Produktion. Der frühere Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sagte kürzlich in einem Interview mit der Welt, man werde „die europäischen Volkswirtschaften auf Kriegswirtschaft umstellen müssen“. Ende 2025 hatte auch schon Clemens Fuest, Präsident des Ifo-Instituts in München, erklärt: „Wir brauchen so etwas wie eine Kriegswirtschaft.“
Deutliche Warnung aus der Belegschaft
In ihrer Erklärung zeichnen die Kölner Vertrauensleute das Bild einer sich beschleunigenden weltweiten Aufrüstung. Sie warnen davor, Existenzängste in der Autoindustrie zu nutzen, um die Umstellung auf Rüstungsproduktion als vermeintliche Jobgarantie zu verkaufen. Aufrüstung sichere keinen Frieden, sondern bereite Kriege vor. Zudem verweisen sie auf mögliche Einschränkungen von Streikrechten und Arbeitsverpflichtungen im Falle eines staatlich ausgerufenen „Notstands“ sowie auf Zwangsverpflichtungen nach dem Arbeitssicherstellungsgesetz im „Kriegsfall“.
Die Vertrauensleute kritisieren explodierende Gewinne der Rüstungsindustrie und sehen in der Debatte über eine mögliche Wiederaktivierung der Wehrpflicht eine gefährliche Entwicklung. Aufrüstung und Kriegswirtschaft widersprächen den Interessen der Beschäftigten sowie den gewerkschaftlichen Zielen von Frieden, Abrüstung und Völkerverständigung.
„Rüstungsindustrie wird den Standort nicht retten“
Auf Nachfrage der Berliner Zeitung beschreibt Artur Siemens aus dem Vorstand der IG Metall die Lage als ein historisch gewachsenes Spannungsfeld, das durch die aktuelle Weltlage besonders sichtbar werde. „Die IG Metall steht ohne Wenn und Aber für Frieden, Abrüstung und Völkerverständigung“, sagt Siemens. Das sei „das Vermächtnis unserer Geschichte und Satzungsauftrag“. Ebenso gehöre es zum Satzungsauftrag, „die freiheitlich-demokratische Grundordnung sowie die Grundrechte zu wahren und zu verteidigen“.
Zugleich weist Siemens darauf hin, dass die Verteidigung dieser Ordnung gegen Angriffe von außen – „kurz: die Landes- und Bündnisverteidigung“ – auch Verfassungsauftrag der Bundeswehr sei, die dafür angemessen ausgestattet sein müsse. Und schließlich vertrete die IG Metall auch die Interessen der Beschäftigten in der Wehr- und Sicherheitstechnischen Industrie.
Man bewege sich „schon immer“ in diesem Spannungsfeld, so Siemens. Die gegenwärtige Weltlage lasse dieses jedoch „besonders deutlich hervortreten“. Als demokratische Organisation diskutiere die IG Metall diese Fragen „immerzu und immer wieder neu, offen und fair miteinander“.
In einem Punkt ist Siemens klar: „Die Rüstungsindustrie wird den Industriestandort Deutschland nicht retten.“ Die geplante Steigerung der Verteidigungsausgaben werde zwar zu einem Beschäftigungsaufbau im Rüstungsbereich führen. Dieser könne aber den drohenden Wegfall von Arbeitsplätzen in der Automobilindustrie, im Zuliefererbereich und in anderen Kernbranchen der Metall- und Elektroindustrie nicht ausgleichen, warnt er. Dafür funktionierten die Branchen „zu unterschiedlich“.
Die IG Metall warne deshalb davor, „jetzt alle Hoffnung auf die wehrtechnische Industrie zu setzen und andere Branchen zu vernachlässigen“. Stattdessen müssten die Kernbranchen stabilisiert werden. „Es braucht dafür massive Investitionen in Zukunftstechnologien sowie einen politischen Rahmen, der diese Investitionen flankiert und die Industrie vor unfairem Wettbewerb schützt“, sagt Siemens.
Transformation zur Kriegsökonomie?
Tatsächlich erlebt die deutsche Wirtschaft eine tiefgreifende Verschiebung. Während traditionsreiche Automobilwerke schließen und Zehntausende Arbeitsplätze in der Industrie wegfallen, boomt die Rüstungsbranche.
Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit arbeiten inzwischen mehr als 17.000 Menschen direkt in der Waffenproduktion, ein Anstieg um 50 Prozent seit 2015. In der Produktion von Kampffahrzeugen ist die Beschäftigtenzahl innerhalb von neun Jahren um 76 Prozent gestiegen.
Der Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV) beziffert die Zahl der direkt Beschäftigten in seinen rund 320 Mitgliedsunternehmen sogar auf etwa 100.000. Rechne man indirekt Beschäftigte hinzu, bewege sich die Gesamtbranche nach Angaben von Hauptgeschäftsführer Hans Christoph Atzpodien in einer Größenordnung von bis zu 500.000 Arbeitsplätzen. Zum Vergleich: Die deutsche Automobilindustrie beschäftigt derzeit noch rund 760.000 Menschen – mit sinkender Tendenz.
Auch bei den Umsätzen zeigen sich deutliche Verschiebungen. Nach Zahlen des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri stiegen die kombinierten Umsätze europäischer Rüstungsunternehmen (ohne Russland) im Jahr 2025 um 13 Prozent auf 151 Milliarden Dollar. Die vier deutschen Konzerne in der Liste steigerten ihre Erlöse sogar um 36 Prozent auf 14,9 Milliarden Dollar.
Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall verzeichnete ein Umsatzplus von 47 Prozent auf rund 8,2 Milliarden Dollar und kletterte damit auf Rang 20 der weltgrößten Rüstungskonzerne. Auch Thyssenkrupp, Hensoldt und Diehl meldeten zweistellige Zuwächse.
Schleichende Militarisierung der Industrie
Passend zum Trend übernehmen Rüstungsunternehmen zunehmend zivile Produktionsstätten. So produziert das Werk von Alstom in Görlitz inzwischen keine Bauteile für den zivilen Sektor mehr, sondern Panzerkomponenten. Ein weiteres Beispiel: In Rostock-Warnemünde wurde die Warnowwerft von der Bundeswehr übernommen.
Für die IG-Metall-Vertrauensleute in Köln ist diese Entwicklung ein Warnsignal. Ihr Beschluss versteht sich als gewerkschaftliches und gesellschaftliches Statement gegen eine schleichende Militarisierung der Industrie – und als Aufforderung an die eigene Organisation, sich eindeutig zu positionieren: Nein zum Umbau auf Kriegswirtschaft.
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aus e-mail von Doris Pumphrey, 25. Februar 2026, 10:45 Uhr
Ostdeutsche Allgemeine 23.2.2026
Während London den USA die Nutzung britischer Basen beim geplanten Angriff auf den Iran untersagt, weicht die Bundesregierung solchen Fragen auf der BPK aus.
Florian Warweg
Die OAZ konfrontierte den stellvertretenden Regierungssprecher Sebastian Hille mit der Frage, ob die Bundesregierung plane – analog zu britischen Maßnahmen – im Falle eines völkerrechtswidrigen US-Angriffs auf den Iran die Nutzung von Militärstandorten wie Ramstein einzuschränken oder den Luftraum für US-Kampfflugzeuge zu sperren.
In diesem Zusammenhang verwies die OAZ auf den völkerrechtlichen Grundsatz, dass zwischen dem Initiator eines Angriffskrieges und dessen logistischem Unterstützer kein Unterschied gemacht wird. Sprich: Deutschland könnte ebenfalls schuldig sein, wenn die USA mit deutscher Hilfe im Iran Völkerrecht brechen.
Doch Vize-Regierungssprecher Hille blockte ab:
Herr Warweg, ich habe dazu nichts mitzuteilen.
Auch auf Nachfrage blieb er bei dieser Linie. Die Bundesregierung müsse sich dazu keine Meinung gebildet haben, so der Tenor. Hille verwies lediglich auf die „gute Sitte“ der Bundespressekonferenz: Journalisten dürften Fragen stellen, die Regierung entscheide über die Antworten.
Was macht ein deutsches Spionageflugzeug in Abu Dhabi?
Wenn man der Bundesregierung zuhört, dann klingt vieles nach Routine. Ein neues Flugzeug, ein paar Zwischenstopps, eine Übung im Indopazifik. Alles ganz normal. Doch ein Blick auf die Radarwebsites am 17. Februar zeichnete ein anderes Bild: Eine deutsche P‑8 Poseidon, Seefernaufklärer und U‑Boot‑Jäger, landete auf der US‑Luftwaffenbasis Al Dhafra in Abu Dhabi. Jenem Stützpunkt, der seit Jahren als logistisches Drehkreuz US-amerikanischer Militärprojektionen im Nahen Osten dient – und der aktuell im Kontext eines möglichen US‑Angriffs auf den Iran besondere Aufmerksamkeit erfährt.
Auf Nachfrage in der Regierungspressekonferenz wollte das Verteidigungsministerium die Brisanz erkennbar dämpfen. Laut Mitko Müller, Sprecher des Verteidigungsministeriums, befinde sich die erste P‑8 der Bundeswehr auf dem Weg in den Indopazifik. Ziel sei eine maritime Sicherheitsübung „im Raum Indien“. Die Route über Al Dhafra sei lediglich einer verspäteten „diplomatischen Freigabe“ und technischen Faktoren geschuldet. Man könne eine solche Strecke nun einmal nicht an einem Tag fliegen, schon gar nicht unter Einhaltung von Flugdienst- und Ruhezeiten. Das klingt nüchtern. Fast beiläufig.
Doch es lohnt, genauer hinzuhören. Denn Müller nutzte die Gelegenheit, das Manöver als Ausdruck der „Zeitenwende“ zu preisen. Früher habe man neues Gerät „sehr, sehr intensiv zu Hause angeschaut und getestet“. Heute nehme man die Technik „in die Hand und geht damit los“. Kaum eingeführt, schon im Indopazifik. Einsatzbereit, global.
London verweist auf Völkerrecht – Berlin weicht aus
Was vonseiten des Verteidigungsministeriums unerwähnt bleibt: Der Zwischenstopp in Abu Dhabi fällt in eine Phase massiver US‑Angriffsvorbereitungen gegen den Iran.
Dabei spielen auch britische Militärstützpunkte eine wichtige Rolle. Anders als in Deutschland ist die Nutzung britischer Basen an die Zustimmung Londons gebunden. Und genau hier wird der Unterschied zwischen der deutschen und der britischen Regierungslinie auffällig.
Nach Informationen der Times hat Großbritannien, eigentlich einer der engsten Verbündeten Washingtons, bislang keine Genehmigung erteilt, die Basen für einen Angriff auf den Iran zu nutzen. Die britische Regierung fürchte, ein solcher Einsatz könnte gegen das Völkerrecht verstoßen.
Unter internationalem Recht, darauf verweist auch der Times-Bericht, gibt es keinen Unterschied zwischen einem Staat, der einen Angriff ausführt, und einem Staat, der ihn wissentlich unterstützt. Mit anderen Worten: Wer Start- und Landerechte für einen Angriffskrieg gewährt, macht sich mitschuldig. Das scheint der britischen Regierung zumindest in diesem Fall bewusster zu sein als der deutschen.
Der britische Verteidigungsminister John Healey hatte bereits 2021 im Unterhaus klargestellt, dass jede militärische Operation von britischem Boden im Einklang mit britischem Recht und der eigenen Auslegung des Völkerrechts stehen müsse. Seit dem Irak-Krieg ist die britische Position zu „Präventivschlägen“ – wie mutmaßlich von den USA geplant – restriktiv: Gewalt ist nur bei tatsächlichem oder unmittelbar bevorstehendem Angriff zulässig.
Die andere kommunikative Zeitenwende
Diese Dimension brachte die OAZ in der Bundespressekonferenz zur Sprache. Wenn selbst die britische Regierung – enger Verbündeter Washingtons – zögert, ihre Basen freizugeben: Welche Haltung nimmt Berlin ein? Ein Großteil der US‑Militärlogistik in Europa läuft über Ramstein. Würde die Bundesregierung im Falle eines völkerrechtswidrigen Angriffs Luftraumsperrungen prüfen oder die Nutzung deutscher Standorte untersagen?
Doch die Frage, ob die Bundesregierung bereit wäre, im Ernstfall klare völkerrechtliche Grenzen zu ziehen, wird mit „nichts mitzuteilen“ beantwortet. Diese Art der Regierungskommunikation bei Fragen von Krieg und Frieden ist wohl auch eine Form der Zeitenwende.
Info: https://freedert.online/europa/271116-moskau-bekraeftigt-zum-4-jahrestag/
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
nachdenkseiten.de, 25. Februar 2026 um 10:00 Eine Reportage von Karin Leukefeld
Montag, 16. Februar 2026. Es ist früh am Morgen, als der Wagen Beirut in Richtung Norden verlässt. Ziel der Fahrt ist die nordlibanesische Hafenstadt Tripoli, wo vor wenigen Tagen weitere Wohnhäuser eingestürzt sind und 13 Menschen unter ihren Trümmern begraben wurden.
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Der Weg führt über die Corniche, die Küstenpromenade der libanesischen Hauptstadt, entlang des östlichen Mittelmeers. Wie immer absolvieren dort Frühaufsteher zügigen Schrittes ihr morgendliches Walking-Programm. Landeinwärts ist die Corniche von Soldaten gesäumt, die eine Art Schutzkette bilden, dazwischen stehen ihre Militärfahrzeuge. Besonders dicht stehen die Soldaten gegenüber dem militärischen Teil des Hafens von Beirut. Der Fahrer konzentriert sich auf den dichter werden Verkehr, prüft die Außenspiegel, die Hupe verschafft ihm immer wieder Durchfahrt.
Auf „deutschem Boden“ im Libanon
Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist an diesem Morgen in Beirut aufgewacht. Dem Kurzprogramm des Bundespräsidialamtes war zu entnehmen, dass er am Abend zuvor auf dem Flughafen von Beirut gelandet war. Steinmeier soll an diesem Montag die Regierungsspitze des Libanon treffen: Präsident Joseph Aoun, Ministerpräsident Nawaf Salam und Parlamentspräsident Nabih Berri.
Einem Videoclip auf der Webseite des Bundespräsidialamtes sind wenige Sätze Steinmeiers in Anwesenheit von Aoun zu entnehmen: Er freue sich, in diesem „wunderbaren Land“ zu sein, und er freue sich auf seine Termine. Zudem „wisse (er) um die Bedeutung eines unabhängigen souveränen Libanon (…) in einem anspruchsvollen regionalen Sicherheitsumfeld“. Deutschland werde den Libanon auch nach dem Ende der UNIFIL-Mission weiter unterstützen, um das „Gewaltmonopol der libanesischen Armee zu stärken“. Man teile „ein überragendes gemeinsames Interesse“, man wolle, „dass endlich dauerhafter Frieden und Stabilität in der Region einkehren“.
Am Montagabend traf der Bundespräsident Soldatinnen und Soldaten auf der deutschen Fregatte Sachsen-Anhalt, wo er an Bord eine Rede hielt. Es sei ihm „eine Ehre“, die Gäste „an Bord der ‚Sachsen-Anhalt‘ willkommen zu heißen“, so Steinmeier: Man stehe „hier, wenn man so will, auf einem Stück deutschen Bodens im Libanon – Schiffsboden genauer gesagt –, fest vertäut im Hafen von Beirut.“
Gemeinsam anstoßen
Das „deutsche Schiff“ hat es dem Bundespräsidenten so sehr angetan, dass er seine Rede damit auch wieder schließt. Mit diesem „deutschen Schiff unter den Füßen und dem libanesischen Sternenhimmel über uns“ wolle man „gemeinsam anstoßen (…) auf die deutsch-libanesische Freundschaft, auf Verlässlichkeit und auf eine gemeinsame und geteilte Zukunft“, so Steinmeier, der am folgenden Tag nach Jordanien reiste, zu einem „Stabilitätsanker“, wie er dort sagen sollte.
Die deutsche Fregatte ist Teil der seeseitigen UN-Friedensmission für den Libanon UNIFIL, was Steinmeier auch erwähnte. Sie sollte Waffenschmuggel verhindern, was ihr allerdings, so libanesische Sicherheitskräfte gegenüber Journalisten, nur teilweise gelungen war. Die Waffen, die während des Syrienkrieges seeseitig in den Norden des Libanon geschmuggelt worden waren, um von Söldnern verschiedener Kampfverbände im Krieg gegen die syrische Armee im Nachbarland eingesetzt zu werden, wurden von den deutschen Fregatten immer wieder übersehen.
In Zukunft, nach dem von Israel und den USA geradezu erzwungenen Ende der UNIFIL-Mission im Südlibanon Ende 2026, könnte – möglicherweise neben den USA und Frankreich – auch die deutsche Marine mit deutschen Bodentruppen im Libanon in diesem „anspruchsvollen Sicherheitsumfeld“ stationiert werden.
Mit Libanon und Jordanien besuche der Bundespräsident „zwei Nachbarländer Israels“, hieß es in den Nachrichten des Deutschlandfunks. Der Fokus der Reise Steinmeiers lag also auf der „Sicherheit Israels“, die seit der Adenauerzeit in den 1950er-Jahren im alles überragenden Interesse jeder bisherigen Bundesregierung ist. Zwar spricht Steinmeier von der „Sicherheit der Region“, doch die Sicherheit der Länder, die wie Libanon, Syrien und die besetzten palästinensischen Gebiete täglich von Israel attackiert werden, wird Israels Interessen untergeordnet. Gemäß der UN-Charta hat jedes Land das gleiche Recht auf territoriale Integrität und Souveränität, die israelische Straffreiheit allerdings hat Vorrang.
Deutschland ist der zweitgrößte Waffenlieferant an Israel und rühmt sich, „strategischer Partner Israels“ zu sein, „an Bedeutung nur von den Vereinigten Staaten übertroffen“. Deutsche Waffen und Panzerersatzteile werden in Gaza, im Westjordanland, in Syrien und im Libanon eingesetzt. Doch so sehr ins Detail geht Steinmeier – zumindest nach offiziellen Darstellungen – nicht. Und im Libanon ist man zu höflich, um das in einem offiziellen Rahmen gegenüber dem Bundespräsidenten anzusprechen. Zumal man froh über die deutsche Unterstützung für die libanesische Armee ist.
Mit zweierlei Maß
Die Mühen der Ebenen gehören nicht in das Programm eines solchen Auftritts. Es ging dem deutschen Bundespräsidenten weder um die schlechten Lebensverhältnisse vieler Libanesen noch um EU-Sanktionen gegen das Land. Diese wurden 2025 um ein weiteres Jahr bis Juli 2026 verlängert. Neben den EU-Sanktionen gibt es weitere Sanktionen der Vereinten Nationen, Großbritanniens und der Vereinigten Staaten. Auch die Probleme der „neuen“ Flüchtlinge aus Syrien – vor allem syrische Alawiten – waren kein Thema. Zwar wurde der 218 Opfer der Explosion im Hafen von Beirut (2020) gedacht, nicht aber der mehr als 3.000 Libanesen, die bei einer ferngesteuerten Explosion ihrer persönlichen Funkrufempfänger, sogenannte Pager, im September 2024 schwer verletzt, verstümmelt oder getötet wurden. Israel übernahm damals fast stolz die Verantwortung für die Mossad-Aktion und wurde bis heute für den nach internationalem Recht verbotenen Angriff auf die Zivilbevölkerung nicht zur Rechenschaft gezogen.
Dafür mahnte der deutsche Bundespräsident in Beirut, Libanon und Israel müssten „ihre Verpflichtungen aus dem Waffenstillstandsabkommen von 2024“ erfüllen. Der Libanon müsse die Entwaffnung der Hisbollah sicherstellen, um die Voraussetzungen für einen israelischen Rückzug zu schaffen, so Steinmeier.
Das ist die israelisch-amerikanische Interpretation der Vereinbarung. Die Einhaltung der UN-Sicherheitsratsresolution 1701 – von der Hisbollah erfüllt – wird von Israel ignoriert. Demnach sollen sich bis auf UNIFIL und die libanesische Armee keine bewaffneten Kräfte mehr im Süden des Libanon – zwischen der „Blauen Linie“ und dem Litani-Fluss – aufhalten, weder Kämpfer der Hisbollah oder palästinensische Einheiten noch die israelische Armee. Die aber bombt, zerstört, tötet ungestraft im Libanon und hält im Süden des Landes fünf Hügel besetzt, mit umgebenden „Pufferzonen“ sind das laut UNIFIL 4.000 Quadratkilometer. Weder die UNIFIL noch die libanesische Armee und auch nicht die Bewohner des Südlibanon sind vor israelischen Angriffen sicher.
Zumindest laut Protokoll des Bundespräsidialamtes Berlin blieb unerwähnt, dass Israel seit dem „Waffenstillstand“ mehr als 10.000 Angriffe auf den Libanon geflogen hat, wie aus UNIFIL-Zahlen hervorgeht. Israel hat ganze Landstriche und Dörfer dem Erdboden gleichgebombt, fast täglich werden bei den Angriffen Menschen getötet. Auch am Tag des Steinmeier-Besuches bombardierte Israel den Süden des Libanon. Am vergangenen Samstag, wenige Tage nach dem Ende der Steinmeier-Reise, bombardierte Israel nahezu gleichzeitig drei Wohnhäuser in der Umgebung der Stadt Baalbek in der nordöstlichen Bekaa-Ebene. Mindestens zehn Personen wurden getötet und 30 Personen verletzt. Die Orte in Baalbek wurden von israelischen Kampfjets gezielt attackiert. Bei den Toten in Baalbek handelte es sich nach Angaben der Hisbollah um acht ihrer Kämpfer, darunter zwei Kommandeure.
Zwei der Toten wurden aus dem palästinensischen Flüchtlingslager Ain al Hilwa gemeldet, das bei Sidon im Süden des Libanon liegt. Bei dem Angriff auf Ain al Hilwa waren Drohnen im Einsatz, die Berichten zufolge von israelischen Kriegsschiffen vor der Küste des Libanon gesteuert wurden. Die Raketen schlugen im Hittin Viertel des Lagers ein und trafen das Gebäude der ehemaligen palästinensischen Sicherheitsbehörde. Das Gebäude wird aktuell als Zentrum für Hilfsgüter benutzt. Bei den Toten handelte es sich um zwei Mitglieder der Hamas-Jugendorganisation.
Einstürzende Wohnhäuser
Auch die Opfer der zahlreichen eingestürzten Wohnhäuser im Libanon waren laut öffentlichen Verlautbarungen – kein Thema bei den deutsch-libanesischen Gesprächen. Der mangelhafte Zustand libanesischer Gebäude sorgt immer wieder für Tote und Obdachlosigkeit. In Tripoli, der einst blühenden nordlibanesischen Hafenstadt, sind in diesem Winter mindestens 15 Personen beim Einsturz ihrer Wohnhäuser ums Leben gekommen. Ende Januar starben ein Vater und seine Tochter, als zwei Häuser zusammenbrachen. Am 8. Februar stürzten erneut zwei Häuser in Bab al-Tabbaneh ein, 13 Menschen starben. Seit Winterbeginn mussten zahlreiche Evakuierungen von Wohnhäusern in Tripoli vorgenommen werden, weil sie einsturzgefährdet waren. Nach Angaben der Stadtverwaltung müssten weitere 114 Wohngebäude geräumt werden, doch für die 600 davon betroffenen Familien gibt es keinen alternativen Wohnraum.
© Karin Leukefeld
In Bab al-Tabbaneh, einem der ärmsten Stadtviertel von Tripoli, traf die Autorin Bewohner der eine Woche zuvor eingestürzten Wohnhäuser. Die Häuser standen einst oberhalb einer viel befahrenen Straße mit Geschäftshäusern, Cafés und einer Tankstelle. Zu dem höher gelegenen Viertel gelangt man über eine steile Straße, die zu dem dicht bebauten Hang hinaufführt. Man passiert einen Kontrollposten der libanesischen Armee.
Viele Jahre lang fanden an diesem Hang Kämpfe zwischen den Alawiten des höher gelegenen Jbeil Mohsen und Sunniten aus Bab al-Tabbaneh statt. Der nach außen hin religiöse Konflikt zwischen den beiden Gruppen entstand im Osmanischen Reich, als die herrschenden sunnitischen Osmanen die Alawiten unterdrückten. Die Alawiten sind eine Strömung des schiitischen Islam. In der jüngeren Geschichte geht der auch bewaffnete Konflikt zurück auf die Zeit des libanesischen Bürgerkrieges (1975-1990) und kam auch danach nicht zur Ruhe. Kern der Auseinandersetzung war die Gegnerschaft (der Sunniten) oder Unterstützung (der Alawiten) gegen oder für die Regierung von Hafez, später Bashar al-Assad, die beide aus einer alawitischen Familie stammten. Inzwischen hat sich die Lage beruhigt, zumal die Bewohner beider Viertel unterprivilegiert und arm sind. Die Stabilität der Wohnhäuser in beiden Vierteln hat teilweise schwer unter den Kämpfen gelitten.
Jeder kann den Weg zu der Einsturzstelle der Häuser in Tabbaneh zeigen. Auf einem Gehweg vor noch höher gelegenen Häusern sitzen und stehen einige Menschen, die sich angeregt unterhalten. Alle hatten in den beiden Häuser gewohnt und den Einsturz überlebt, oder sie sind Angehörige der nun obdachlos gewordenen Menschen.
„Wir sind Menschen, wir brauchen eine Wohnung“
Unter den Menschen ist auch die 78-jährige Leyla Mahmud Tishreen. Ganz in schwarz gekleidet sitzt sie gegenüber den Trümmern und wischt sich Tränen aus den Augen. Hier habe sie seit ihrer Heirat vor 56 Jahren mit ihrem Mann gelebt, berichtet die Frau. Ihr Mann sei vor vier Jahren gestorben, sie habe allein dort gewohnt. An diesem Tag hatte sie das Haus verlassen, um bei einem ihrer Kinder, die zumeist in der Nähe wohnten, zum Essen zu gehen, erinnert sie sich. Kaum sei sie dort angekommen, habe sich die Nachricht von den einstürzenden Häusern wie ein Lauffeuer in Tabbaneh verbreitet. Voller Angst sei sie mit ihrem Sohn und dessen Familie zurück zu ihrem Haus gelaufen, doch es sei nicht mehr da gewesen. Nur Trümmer, so die 78-Jährige und zeigt auf eine Kachel, die aus den Trümmern hervorschaut.
© Karin Leukefeld
„Mein Boden hatte diese Kacheln“, sagt sie und schaut wie gebannt auf den Trümmerberg. „Meine Wohnung war ganz oben, im dritten Stock, nach und nach haben wir erneuert, repariert. Immer, wenn wir etwas Geld übrig hatten.“ Alle ihre Ersparnisse, die sie „für ein gutes Leben im Alter“ zurückgelegt hatte, seien mit dem Einsturz verloren gegangen. Sie lebe jetzt bei ihrer Tochter, die im Parterre eines Hauses in der Nähe wohne. Ihr Sohn wohne auch in der Nähe, doch es sei ein hohes Haus. Er wohne im siebten Stock, einen Aufzug gebe es nicht, die Treppen hinauf könne sie nicht mehr steigen. „Und unser Haus ist auch einsturzgefährdet“, sagt ihr Sohn und zeigt auf seinem Handy Fotos und Videos, auf denen tiefe Risse in Boden, Decken und in den Wänden zu sehen sind. Immer wieder habe er beim Stadtrat auf den schlechten Zustand der Häuser aufmerksam gemacht, doch nie sei etwas geschehen. „In unserem Haus leben 170 Menschen, was wird aus uns, wenn es einstürzt?!“
Immer wieder entwickelt sich ein lebhaftes Gespräch unter den Menschen und sie tauschen aus, was ihnen der Stadtrat gesagt hatte. Man habe sie zwar registriert, doch wisse man nicht, wann, wo und wie sie Hilfe erhalten würden. Man habe keine neue Unterkunft zugewiesen bekommen, man wisse nicht, wie viel Geld man erhalten werde. Er habe gehört, dass jeder 1.000 US-Dollar erhalten solle, wirft Mahmud Zaman ein. Er habe wie durch ein Wunder überlebt, weil er rausgegangen sei, um etwas zu besorgen. Sein Freund sei in der Wohnung gewesen, als das Haus einstürzte: „Nun liegt er mit vielen Brüchen und Quetschungen im Krankenhaus.“ 1.000 US-Dollar seien zu wenig, so Zaman. Wie sollte er bezahlen, wenn seine Mutter jetzt sterben sollte und er sie beerdigen müsse? Er habe gespart, weil er heiraten wollte. Doch nun sei alles dahin. „Wir wollen doch nur, dass man sich um uns kümmert“, sagt ein Mann in staubiger Arbeitskleidung. „Wir sind Menschen, wir sind arm. Wir brauchen ein Haus, eine Wohnung, wir brauchen Kleidung, Essen und Medizin.“
In einem gemeinsamen Bericht von UN-Habitat und der UN-Kinderhilfsorganisation UNICEF (2018) wird Tabbaneh als „einkommensschwaches, benachteiligtes Viertel“ beschrieben, mit „schwacher öffentlicher Sozial- und Grundversorgung und „begrenzten Lebensgrundlagen“. Die Einwohnerzahl wird damals mit 20.499 Personen angegeben, rund 17,1 Prozent davon sind Syrer und palästinensische Flüchtlinge aus Syrien. Die meisten der Syrer kamen zwischen 2011 und 2017 nach Tabbaneh, sind also Kriegsflüchtlinge. Die Probleme der Bevölkerung werden ausführlich mit hoher Arbeitslosigkeit und hohen chronischen Erkrankungen beschrieben. Von den 765 Gebäuden waren 74 Prozent Wohnhäuser, die zumeist zwischen 1944 und 1975 gebaut worden waren. Elf Prozent der Häuser waren nicht ans Stromnetz, 26 Prozent der Häuser waren nicht an die Wasserversorgung angeschlossen. 51 Prozent der Wohnhäuser benötigten schon 2018, als der UN-Bericht entstand, umfassende Reparaturmaßnahmen und „Notfallinterventionen“.
Tripoli gilt als die ärmste Stadt im Libanon. Söhne der Stadt sind allerdings der langjährige Ministerpräsident Najib Mikati und sein Bruder Taha, die laut Forbes 2026 mit jeweils 3,1 Milliarden US-Dollar die beiden reichsten Männer des Libanon sind. Ihr auf Telekommunikationsfirmen beruhender Reichtum hat für Tripoli und seine Bewohner ebenso wenig Fortschritt gebracht wie viele Worte verschiedener Regierungen.
Der Wiederaufbau wird dauern
Nur wenige Kilometer entfernt, im Zentrum von Tripoli, ist Bürgermeister Abdul Hamid Kerimeh ein viel beschäftigter Mann. Nur wenige Minuten hat er Zeit, um Fragen der Autorin zu beantworten, dann wartet schon der Nächste, um zu ihm vorgelassen zu werden. Kerimeh ist erst seit sechs Monaten im Amt, sagt er höflich. Er habe eine schwere Last aus den vorherigen Jahren übernommen. „Vor der Finanzkrise hatten wir 60 Millionen US-Dollar auf der Bank, zwei Millionen davon sind uns geblieben.“ Die unsicheren Häuser in Tabbaneh und anderen Stadtteilen seien nicht die einzige Herausforderung für den Stadtrat.
Mit der Regierung in Beirut sei ein Notfallplan ausgearbeitet worden. Vorgesehen seien Zahlungen an die obdachlos gewordenen Menschen für ein Jahr, damit sie eine neue Wohnung finden könnten. Das Gesundheitsministerium habe zugesagt, die Kosten für die medizinische Behandlung aller Verletzten zu übernehmen. Weitere Evakuierungen seien vorgesehen, der Wiederaufbau werde vermutlich erst in zwei Jahren richtig beginnen können, sagt Bürgermeister Karimeh. „Ein Ingenieursteam hat die Aufgabe, die Bausubstanz zu prüfen, dann werden Neubaugebiete ausgesucht.“ Die Koordinierung in Beirut liege in den Händen des Notfallkomitees, das direkt dem Ministerpräsidenten unterstellt sei. Er habe Hoffnung.
Zumal in Tripoli wieder mehr investiert werde. Der Hafen sei stärker frequentiert, ein nahe gelegener Flughafen werde renoviert, jährlich werde es zukünftig eine Messe geben. Und, fügt er hinzu, eine neue Freihandelszone nahe am Hafen werde eröffnet. „Das wird neue Investoren anlocken, Arbeitsplätze schaffen“, er sei zuversichtlich, dass die Stadt wirtschaftlich wieder auf die Beine komme.
Mittlerweile wurde bekannt, dass die Stiftung des internationalen Container- und Logistikunternehmens CMA, die CMA CGM Stiftung, zugesagt habe, einen Notfallfonds in Höhe von einer Million US-Dollar zur Unterstützung von Tripoli, der zweitgrößten Stadt des Landes, aufzulegen. Schwerpunkt soll die Hilfe für die obdachlos gewordenen Familien sein.
Titelbild: © Karin Leukefeld
Rubriken: Außen- und Sicherheitspolitik Audio-Podcast Länderberichte Militäreinsätze/Kriege
Schlagwörter: doppelte Standardshumanitäre Hilfe Infrastruktur Israel Libanon Obdachlosigkeit Steinmeier, Frank-WalterWaffenlieferungen Waffenstillstandsabkommen Wiederaufbau Wirtschaftssanktionen zivile Opfer
Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=146786
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
freedert.online, vom 24 Feb. 2026 19:15 Uhr
Der 24. Februar 2026 markiert den vierten Jahrestag des Beginns der russischen Militäroperation in der Ukraine. In einer Erklärung erinnert Moskau daran, dass der Krieg schon acht Jahre zuvor begonnen hatte – und bekräftigt, dass alle Ziele der "Sonderoperation" erreicht werden würden.
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Symbolbild: Ein Angehöriger des neonazistischen Asow-Bataillons sammelt Spenden für die Fortsetzung des Krieges gegen die prorussische Bevölkerung im Donbass (Kiew, 22. Februar 2025).
Anlässlich des vierten Jahrestages des Beginns der russischen "Sonderoperation" in der Ukraine hat die Sprecherin des Außenministeriums in Moskau, Maria Sacharowa, eine Erklärung abgegeben, die RT DE im Folgenden dokumentiert:
"Vor vier Jahren, am 24. Februar 2022, begannen die russischen Streitkräfte gemäß der Entscheidung des russischen Präsidenten Wladimir Putin und auf Grundlage der Verfassung der Russischen Föderation mit einer militärischen Sonderoperation. Ziel dieser Operation ist die Beseitigung der vom Kiewer Regime ausgehenden Bedrohungen aus den von ihm kontrollierten Gebieten sowie die Entmilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine. Alle Maßnahmen erfolgen in strikter Übereinstimmung mit Artikel 51 der UN-Charta, der das Recht auf individuelle und kollektive Selbstverteidigung regelt.
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Analyse
Sonderoperation in der Ukraine – Russland geduldete sich lange vor einem Gegenschlag
Diesem erzwungenen Schritt gingen acht lange Jahre voraus, in denen unser Land verantwortungsvoll versucht hat, eine politische und diplomatische Beilegung des Konflikts im Donbass zu fördern, der das Ergebnis eines bewaffneten Staatsstreichs war, der im Februar 2014 vom Westen orchestriert, finanziert und organisiert wurde.
Die radikalen Nationalisten, die vor zwölf Jahren mit stillschweigender Billigung (und, wie bereits erwähnt, aktiver Unterstützung) ihrer westlichen Gönner die Macht in Kiew ergriffen haben, zwingen dem multinationalen Volk der Ukraine gewaltsam ihre eigene Ordnung auf, die auf der Ideologie des aggressiven Nationalismus und dem Aufbau eines ethnokratischen Staates basiert. Jene, die die Diktatur der 'Maidan-Sieger' nicht akzeptierten und ihre angestammte Geschichte, Kultur, Vorfahren, die russische Sprache und den orthodoxen Glauben nicht verrieten – und dies sind Millionen von Zivilisten im Donbass und in Neurussland –, wurden vielfältigen Repressionen ausgesetzt. Gegen sie entfesselte das Kiewer Regime einen regelrechten Vernichtungskrieg.
Bis 2022 stieg die Zahl der Opfer des bewaffneten Konflikts im Donbass auf über 13.500. Zehntausende weitere verloren ihre Heimat und erlitten unermessliches Leid und Entbehrungen. Die Unterstützer der Putschisten sowie die von ihnen kontrollierten internationalen Organisationen und Institutionen verschleierten bewusst das Ausmaß der Tragödie. Entgegen ihrem Mandat dienten sie ab den ersten Tagen nach dem Staatsstreich schamlos den geopolitischen Interessen jener, die die 'Säuberung' der Ukraine von allem historisch Russischen zum Ziel hatten.
Es wurde eine großangelegte antirussische Propagandakampagne gestartet, deren einziges Ziel es war, die Welt davon zu überzeugen, dass Russen und alle Völker, die sich als Teil der russischen Welt verstehen, angeblich kein Recht auf den Erhalt ihrer nationalen und kulturellen Identität hätten – weder in der Ukraine noch anderswo. Ganz zu schweigen vom Recht auf Selbstbestimmung und dem Erhalt der historischen Einheit mit Russland, dem Recht auf eine menschenwürdige Entwicklung und verlässliche Sicherheit.
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Großbritannien: Hauptquartier für Truppenentsendung in Ukraine eingerichtet
Gleichzeitig ignorierten dieselben internationalen Strukturen geflissentlich die menschenfeindliche Ideologie Banderas und die Verbrechen ukrainischer Neonazis, denen freie Hand gelassen wurde. Waffen zur Zerstörung alles Russischen, so heißt es, 'flossen in Strömen'.
Seit 2014 findet mit westlicher Unterstützung ein aktiver Prozess der Militarisierung der Ukraine und der militärischen Entwicklung ihres Territoriums als potenzieller Kriegsschauplatz gegen Russland statt. Dies schuf Bedrohungen, die mit der Bedrohung der Existenz unseres Landes vergleichbar sind. All dies, gepaart mit der ungebremsten NATO-Osterweiterung, führte zu einer tiefen Sicherheitskrise in Europa. Russland versuchte, Washington und Brüssel zu erreichen. Es warnte davor, Kiews Bestrebungen nach einer NATO-Mitgliedschaft zu unterstützen, die Ukraine mit Waffen zu überschwemmen und die militaristischen, nationalsozialistisch-russophoben Gefühle des Maidan-Regimes zu nähren. Es erklärte lange und beharrlich, wo und warum seine 'roten Linien' verlaufen.
Russlands Vorschläge zur Gewährleistung der Rechtssicherheit, insbesondere hinsichtlich der Nichterweiterung der NATO nach Osten und der Rückkehr der militärischen Infrastruktur auf den Stand von 1997 (dem Zeitpunkt der Unterzeichnung der Gründungsakte der NATO), wurden ignoriert.
Große Besorgnis lösten bei uns auch die von Selenskij im Februar 2022 auf der Münchner Sicherheitskonferenz öffentlich geäußerten Ansprüche auf den Besitz von Atomwaffen aus, die reale Risiken für Russland und die strategische Stabilität insgesamt mit sich brachten. Damit wurden die drei Hauptgrundlagen der ukrainischen Staatlichkeit zerstört – der neutrale, bündnisfreie und atomwaffenfreie Status, der ihr Anfang der 1990er Jahre internationale Anerkennung verschafft hatte.
Die Rechtzeitigkeit und Rechtmäßigkeit der 2022 von der russischen Führung getroffenen Entscheidung über den Beginn der Sonderoperation wird durch das fortschreitende Abgleiten der vom Kiewer Regime kontrollierten Gebiete in eine echte nationalsozialistische Finsternis bestätigt. Dort sind die Verherrlichung der Verbrecher des Dritten Reiches und ihrer blutigen Handlanger, der Bandera-Anhänger, die Schändung von Denkmälern sowjetischer Befreier, die Beschlagnahmung von kanonischen-orthodoxen Kirchen und die Unterdrückung von Gläubigen sowie die Einführung immer diskriminierenderer Gesetze an der Tagesordnung.
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Atombombe für Kiew - Auslandsgeheimdienst kennt Pläne in London und Paris
Unter anderem deckte die Sonderoperation die Pläne des von den Angelsachsen angeführten westlichen Lagers auf, der internationalen Gemeinschaft eine Art "regelbasierte Weltordnung" aufzuzwingen, deren einziges Ziel darin besteht, die Vorherrschaft des Westens zu sichern und aufrechtzuerhalten. Die legitimen Sicherheitsinteressen Russlands und seiner Verbündeten standen dem im Wege. Heute ist vielen, auch im Westen, die Unzulänglichkeit und Realitätsferne ihres geopolitischen Vorhabens klargeworden.
Im Rahmen der Umsetzung der Aufgaben der Sonderoperation leisten die Streitkräfte der Russischen Föderation mutig und tapfer einen unschätzbaren Beitrag zur Stärkung der regionalen und internationalen Stabilität. Unser Land führt einen aktiven Dialog mit allen interessierten Partnern über die Schaffung eines Systems der gleichberechtigten und unteilbaren eurasischen Sicherheit. Wir sind überzeugt, dass die Lösung der Ukraine-Krise unter Berücksichtigung der legitimen Interessen Russlands dazu beitragen wird. Alle Ziele der Sonderoperation werden erreicht werden.
Ein dauerhafter, gerechter und nachhaltiger Frieden ist nur möglich, wenn die Ursachen von Konflikten angegangen werden. Genau dieses Ziel liegt unseren laufenden diplomatischen Bemühungen zugrunde, auch in unseren Kontakten mit den Ländern der globalen Mehrheit und im Rahmen des russisch-amerikanischen Dialogs."
Kommentar der offiziellen Vertreterin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, anlässlich des vierten Jahrestages des Beginns der militärischen Sonderoperation.
Mehr zum Thema – Von Parteikadern über Oligarchie zum Selbstmord: Geschichte des russisch-ukrainischen Konflikts
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
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aus e-mail von Doris Pumphrey, 25. Februar 2026, 10:44Uhr
Neuer Wehrdienst:
https://www.bmvg.de/de/neuer-wehrdienst
Fragebogen: https://cdn.prod.www.spiegel.de/media/64d07f60-fdbd-4579-bea3-52c2d109251c/Fragebogen.pdf
Berliner Zeitung 24.2.2026
Erste Zahlen: So viele lassen den Wehrdienst-Fragebogen unbeantwortet
Seit diesem Jahr werden an Männer und Frauen Fragebögen zum Wehrdienst geschickt. Das Ministerium erhofft sich einiges, stößt jedoch auf geringes Interesse.
Eva Maria Braungart
Seit Anfang des Jahres werden Briefe mit Wehrdienst-Fragebögen an alle Frauen und Männer, die in diesem Jahr volljährig werden, verschickt. Wie aus Zahlen, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegen hervorgeht, haben bisher nur rund ein Viertel der jungen Männer und Frauen darauf geantwortet.
Der Rücklauf bei Männern, die zur Antwort verpflichtet sind, habe zuletzt bei etwa 50 Prozent gelegen. Unter den Frauen, die nicht antworten müssen, hätten bislang lediglich sechs Prozent geantwortet. Insgesamt werden die Fragebögen an rund 700.000 junge Menschen verschickt.
Wehrdienst-Fragebogen: Männer haben vier Wochen Zeit zur Beantwortung
Die Frist, in der männliche 18-Jährige antworten müssen, beträgt vier Wochen. Das Ignorieren der neuen Vorschriften zum Wehrdienst hat klare Folgen. Wenn ein junger Mann der Verpflichtung zum Ausfüllen des Fragebogens nicht nachkommt oder dabei falsche Angaben macht, kann eine Geldbuße bis 1000 Euro die Folge sein. Außerdem werden junge Männer wieder verpflichtet, zur Musterung zu erscheinen. Wenn sie einen entsprechenden Termin unentschuldigt versäumen, kann laut dem Ministeriumssprecher die Polizei eingeschaltet werden, um den Betreffenden „vorzuführen“.
Durch die seit Jahresbeginn geltende Wehrdienstreform müssen 18-jährige Männer verpflichtend einen Fragebogen ausfüllen und dann zur Musterung. Die Entscheidung über den Dienst bei der Bundeswehr bleibt aber freiwillig. Ziel ist es, die Zahl der aktiven Bundeswehrsoldatinnen und Bundeswehrsoldaten bis 2035 von derzeit gut 184.000 auf 255.000 bis 270.000 zu erhöhen.
Das Gesetz über den freiwilligen Wehrdienst nennt dabei für jedes Jahr bis 2035 einen Zielkorridor bei den Personalzahlen. Ist dies nicht der Fall, könnte eine sogenannte Bedarfswehrpflicht kommen. Diese soll dann die Lücken zwischen dem Bedarf der Streitkräfte und der tatsächlichen Zahl der zur Verfügung stehenden Soldatinnen und Soldaten schließen.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zeigt sich zuletzt zuversichtlich, auch künftig auf eine allgemeine Wehrpflicht verzichten zu können. Viele Experten und Verteidigungspolitiker in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion bezweifeln das. (mit AFP)
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
freedert.online, 25. Feb. 2026 18:15 Uhr
Zum vierten Jahrestag des Krieges in der Ukraine richtet sich der ehemalige UN Assistant Secretary General und EU-Abgeordnete Michael von der Schulenburg mit einem offenen Brief an die Vize-Präsidentin und Außenbeauftragte der EU-Kommission, Kaja Kallas.
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Die EU-Außenbeauftragte und Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Kaja Kallas, bei einer Pressekonferenz in Berlin, 13. Januar 2026
Anlässlich des vierten Jahrestags des Krieges in der Ukraine richtete Michael von der Schulenburg, Mitglied des Europäischen Parlaments, offene Briefe an die Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik und Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Kaja Kallas, und an die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, in denen er zu innereuropäischen Friedensgesprächen aufrief, um eine Verhandlungslösung für den Krieg in der Ukraine zu erreichen.
RT DE veröffentlicht die offenen Briefe in deutscher Übersetzung. Im Folgenden lesen Sie den offenen Brief des ehemaligen UN Assistant Secretary General von der Schulenburg an die Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik und Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Kaja Kallas:
OFFENER BRIEF anlässlich des vierten Jahrestags des Krieges in der Ukraine
Frau Kaja Kallas
Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik und Vizepräsidentin der Europäischen Kommission
22. Februar 2026
Sehr geehrte Frau Kallas,
WIR, DIE VÖLKER DER VEREINTEN NATIONEN, (SIND) FEST ENTSCHLOSSEN, KÜNFTIGE GENERATIONEN VOR DER GEISSEL DES KRIEGES ZU BEWAHREN, DER ZWEIMAL IN UNSERER LEBZEITEN UNSAGBARES LEID ÜBER DIE MENSCHHEIT GEBRACHT HAT...
Dies sind die einleitenden Worte der Charta der Vereinten Nationen. Sie wurden 1945 angesichts zweier verheerender Weltkriege verfasst. Für uns als Europäer haben diese Worte eine besondere Bedeutung. Beide Weltkriege begannen auf unserem Kontinent, und es waren die Völker Europas, die am meisten unter ihrer Zerstörung zu leiden hatten. Wir tragen daher eine große Verantwortung dafür, dass sich solche Katastrophen nie wiederholen.
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Zum 4. Jahrestag des Ukrainekriegs: Offener Brief an die Präsidentin des Europäischen Parlaments
Am 24. Februar jährt sich der furchtbare Krieg in der Ukraine zum fünften Mal. Es handelt sich um den größten und bei weitem gefährlichsten Konflikt auf europäischem Boden seit 1945, der das erhebliche Risiko birgt, sich auf den gesamten Kontinent auszubreiten. Da an diesem Krieg vier Nuklearmächte beteiligt sind, darunter die beiden größten Nuklearmächte der Welt, könnte jede weitere Eskalation außer Kontrolle geraten und die gesamte Menschheit gefährden. Besonders besorgniserregend sind die Pläne sowie die Rhetorik, die darauf hindeuten, dass der Krieg auf unbestimmte Zeit fortgesetzt werden sollte, in der Überzeugung, dass dies eines Tages zu einem "Sieg" führen könnte. Was Europa jedoch benötigt, ist nicht ein Sieg in einem endlosen Krieg, sondern die Wiederherstellung des Friedens. Die Tatsache, dass wir als Europäer diesen Krieg nicht verhindern konnten und dass wir nach vier Jahren immer noch keinen Weg zu einer friedlichen Lösung gefunden haben, sollte bei allen Konfliktparteien ein starkes Schamgefühl hervorrufen.
Von den 750 Millionen Europäern leben 450 Millionen innerhalb der Europäischen Union. Die Union trägt daher eine besondere Verantwortung für den Frieden auf unserem Kontinent. Wir müssen uns fragen, warum wir uns so sehr auf die Aufrüstung der EU konzentriert und gleichzeitig fast alle diplomatischen Bemühungen um eine friedliche Lösung vernachlässigt haben. Nach vier Jahren des Konflikts haben wir noch nicht einmal mit der anderen Konfliktpartei, nämlich Russland, Gespräche aufgenommen. Dabei haben alle EU-Mitgliedstaaten sowie Russland die Charta der Vereinten Nationen ratifiziert und sind daher verpflichtet, "Kollektivmaßnahmen zu treffen, um Bedrohungen des Friedens zu verhüten und zu beseitigen, Angriffshandlungen und andere Friedensbrüche zu unterdrücken und internationale Streitigkeiten oder Situationen, die zu einem Friedensbruch führen könnten, durch friedliche Mittel nach den Grundsätzen der Gerechtigkeit und des Völkerrechts zu bereinigen oder beizulegen" (Charta der Vereinten Nationen, Kapitel I, Artikel 1(1)).
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UN-Vollversammlung fordert Waffenruhe in Ukraine: USA enthalten sich bei Abstimmung
Es wird nach so viel Bitterkeit und Hass großen Mut von allen Seiten erfordern, sich zusammenzusetzen und einen Dialog im Streben nach Frieden zu beginnen. Aber genau das muss jetzt unternommen werden. Ich habe Ihre Äußerungen auf der Münchner Sicherheitskonferenz vor einigen Tagen aufmerksam verfolgt und hoffe, dass Sie unvoreingenommen bleiben: Es handelt sich um einen Krieg auf dem europäischen Kontinent, der letztlich durch diplomatische Bemühungen der Europäer gelöst werden muss.
In diesem Zusammenhang möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf einen Vorschlag für innereuropäische Friedensgespräche lenken, die darauf abzielen, eine Verhandlungslösung für den Krieg in der Ukraine zu erreichen. Eine Gruppe namhafter deutscher Persönlichkeiten (Fußnote 1) und ich haben diesen Vorschlag unter dem Titel "Ukraine und Russland: Auf dem Weg zur Kriegsbeendigung durch Verhandlungen" ausgearbeitet. Die entsprechende Kopie liegt diesem Schreiben bei.
Unser Vorschlag basiert im Wesentlichen darauf, dass sowohl die Europäische Union als auch Russland eine gemeinsame Verantwortung für die Ukraine als europäischen Staat und für den künftigen Frieden und die Sicherheit unseres Kontinents übernehmen sollten. In diesem Sinne schlagen wir vor, dass sich alle Seiten im Voraus auf drei übergeordnete Ziele einigen, die als Leitlinien für künftige Verhandlungen dienen könnten:
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Brigadegeneral Vad: Deutschlands Ukraine-Kurs könnte "alles zerstören, was wir uns aufgebaut haben"
Die Einigung auf solche vorab festgelegten Ziele könnte dazu beitragen, die tief verwurzelte Atmosphäre der Feindseligkeit und Kriegsrhetorik zu durchbrechen und künftige Verhandlungen auf eine konstruktivere Grundlage zu stellen. Um diese Ideen näher zu erläutern, haben General Kujat und ich einen Artikel mit dem Titel "Europa braucht jetzt den Mut, sich für den Frieden einzusetzen – Ein Aufruf zum Frieden zum vierten Jahrestag des Krieges in der Ukraine" verfasst. Eine Kopie davon ist diesem Schreiben beigefügt.
General Kujat war einst der ranghöchste Offizier der Bundeswehr sowie ehemaliger Vorsitzender des NATO-Russland-Rates [NATO-Russia Council] und der NATO-Ukraine-Kommission auf Ebene der Verteidigungsminister [NATO-Ukraine Commission of Chiefs of Defence]. Er verfügt über umfassende Kenntnisse und Erfahrungen in Bezug auf die Ukraine und Russland, die er während seiner Tätigkeit für die Bundeskanzler Schmidt und Kohl sowie als Leiter der Abteilung Militärpolitik und Leiter des Planungsstabs im Verteidigungsministerium gesammelt hat.
Was mich betrifft, so kann ich auf 34 Jahre Lebens- und Berufserfahrung bei den Vereinten Nationen und kurzzeitig bei der OSZE in Ländern zurückgreifen, die sich weltweit in einem Krieg oder bewaffneten Konflikt befinden, darunter acht Jahre als stellvertretender Generalsekretär der Vereinten Nationen, der direkt dem UN-Sicherheitsrat unterstellt war. Gemeinsam verfügen wir über umfangreiche Erfahrungen und Erkenntnisse, die für die Bewältigung komplexer Krisen wie dem Krieg in der Ukraine relevant sind. Sollten Sie dies für sinnvoll erachten, würden wir uns freuen, Sie und Ihre Kollegen zu treffen, um unseren Friedensvorschlag ausführlicher zu erörtern.
Das Streben nach Frieden erfordert nicht nur Fachwissen, sondern vor allem Mut. Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen diesen Mut. Die Menschen in Europa, egal auf welcher Seite der Frontlinie sie sich befinden, werden Ihnen dafür dankbar sein.
Mit vorzüglicher Hochachtung,
Michael von der Schulenburg
CC: Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten
Fußnote 1: Zu der Gruppe gehören der ehemalige ranghöchste deutsche General Harald Kujat, der ehemalige Berater für Außenpolitik des Bundeskanzlers Helmut Kohl zur Zeit der Wiedervereinigung, Horst Teltschik (CDU), der Politikwissenschaftler und Sohn des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt zur Zeit der Ostpolitik, Peter Brandt (SPD), der einflussreiche Politikwissenschaftler Hajo Funke (ehemals Die Grünen), der bekannte Journalist Johannes Klotz und ich, ehemaliger stellvertretender Generalsekretär der Vereinten Nationen mit 34 Jahren Erfahrung in Ländern, die von Kriegen und bewaffneten Konflikten betroffen sind.
Mehr zum Thema - Jahrestag der militärischen Sonderoperation: Ursachen, Akteure und Beginn der Ereignisse

Video https://rumble.com/v7695sq-von-parteikadern-ber-oligarchie-zum-selbstmord-geschichte-des-russisch-ukra.html Dauer 14:25 Min.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Info: https://freedert.online/europa/271214-zum-4-jahrestag-ukrainekriegs-offener/
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Weiteres:
Jahrestag der militärischen Sonderoperation: Ursachen, Akteure und Beginn der Ereignisse
Anders als im Westen behauptet, handelt es sich bei der militärischen Sonderoperation Russlands keineswegs um einen "grundlosen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg". Seit dem Euro-Maidan 2014 spitzte sich die Lage in der Ost-Ukraine immer weiter zu, sodass sich Moskau gezwungen sah, der Bevölkerung des Donbass zu Hilfe zu eilen und die Agression des Kiewer "Anti-Russlands" zu unterbinden. Von Kirill Strelnikow
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

PodcastsJahrestag der militärischen Sonderoperation: Ursachen, Akteure und Beginn der Ereignisse
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lostineu.eu, vom 25. Februar 2026
Russland exportierte 2025 mehr Öl als vor dem Krieg
P.S. Als Flop haben sich auch die EU-Sanktionen gegen Düngemittel aus Russland und Belarus erwiesen. Da die Preise steigen und die Bauern murren, wurde jetzt der Zoll auf Dünger ausgesetzt – außer auf Produkte aus Russland und Belarus. Profitieren dürfte vor allem unter Freund Trump, wie immer 🙂
‹ Mehr Geld, mehr Waffen und mehr Krieg – aber keine Exit-Strategie
2 Comments
Michael
25. Februar 2026 @
08:06
Abwarten! Mal sehen ob sich auf dem Markt nicht die günstigeren Preise für Düngemittel aus Russland und Belarus gegenüber höheren Kosten aus den USA durchsetzen!? Und wenn die Geschäfte über Drittländer abgewickelt werden dann werden wieder Sekundärsanktionen verhängt! Idiotisch und hysterisch:pathologisch!
Guido B.
25. Februar 2026 @
07:54
Es sind rosige Zeiten für die USA. Solange der Krieg in Europa läuft, kann der NATO-Capo unverschämt daran verdienen. Die USA senken die Kosten für den Krieg und multiplizieren den Ertrag aus dem Krieg. Das nennt man einen guten Deal. Der POTUS muss die Europäer wirklich für sehr dumm halten.
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Weiteres:
Mehr Geld, mehr Waffen und mehr Krieg – aber keine Exit-Strategie
lostineu.eu, 24. Februar 2026
Vier Jahre nach Beginn der russischen Invasion ist die EU tiefer in den Krieg um die Ukraine verstrickt denn je. Mittlerweile zahlen die Europäer fast alles, für die Ukrainer nehmen sie sogar neue Schulden auf. Doch eine gemeinsame Strategie steckt nicht dahinter, einen europäischen Friedens-Plan sucht man weiter vergebens.
Dieser Artikel stand zuerst im “Freitag” vom 19.02.26
Es ist noch gar nicht so lange her, da glaubte die Europäische Union fest an einen Sieg der Ukraine. „Kriege werden auf dem Schlachtfeld entschieden“, tönte der frühere EU-Außenvertreter Borrell wenige Monate nach der russischen Invasion 2022. Mit modernen Waffen und harten Sanktionen gegen Russland werde Kiew früher oder später gewinnen, hieß es in Brüssel.
Vier Jahre und unzählige Opfer später ist klar, daß sich Borrell getäuscht hat. Die Ukraine kann diesen Krieg nicht gewinnen, sie muß sich fügen. US-Präsident Trump will eine diplomatische Lösung erzwingen und einen Deal mit Kremlchef Putin machen. Die Europäer sollen die Scherben zusammenkehren und die Zeche zahlen. Oder spielen sie sonst noch eine Rolle?
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. 19 Sanktionspakete hat die EU schon gegen Russland erlassen. 28 Mrd. Euro wurden allein 2025 für Militärhilfe an die Ukraine ausgegeben, weitere 90 Mrd. (davon 60 Mrd. für Militär) sind auf dem Weg. Dafür nimmt Brüssel sogar neue Schulden auf. Doch einer Lösung des Konflikts sind die Europäer keinen Schritt näher gekommen. An Friedensgesprächen nehmen sie bisher auch nicht teil.
Im neuen, gnadenlosen Spiel der Großmächte scheint Europa zu einer Zuschauerrolle verdammt. Die EU darf zahlen, aber nicht mitreden. Kaja Kallas, die Amtsnachfolgerin von Borrell, gibt sich dennoch kämpferisch. Trump und Putin könnten diesen Konflikt nicht über die Köpfe der Europäer hinweg lösen, sagte die estnische Politikerin bei der Münchener Sicherheitskonferenz.
„Wenn wir einen nachhaltigen Frieden wollen, dann brauchen wir auch Zugeständnisse von russischer Seite“, forderte Kallas. Europa habe viele Hebel, betonte sie. So könne die EU die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland verzögern, um Druck auszuüben. Auch die Nutzung der in Belgien eingefrorenen russischen Vermögenswerte sei eine souveräne europäische Entscheidung.
Pünktlich zum vierten Jahrestag der russischen Invasion wollte die EU ihr 20. Sanktionspaket verabschieden. Es soll den Wirtschaftskrieg gegen Russland ausweiten und die russische „Schattenflotte“ in der Ostsee lahmlegen. Damit wolle man den Druck auf Putin nochmals erhöhen, damit er endlich substantielle Zugeständnisse an die Ukraine macht, heißt es in Brüssel.
Allerdings spricht wenig dafür, daß diese Rechnung aufgeht. Die EU hat den Sanktionsdruck ständig erhöht, der Krieg ging trotzdem weiter. An den Verhandlungstisch wurde Putin nicht durch europäische Strafen gegen russische Oligarchen oder Schweizer Schriftsteller wie J. Baud gebracht, sondern von Trump. Doch der verfolgt seine eigene Agenda, ohne oder gar gegen die Europäer.
Der französische Staatschef Macron will das ändern. Er möchte sich nicht länger auf Trump verlassen, sondern einen eigenen Draht zu Putin aufbauen. Deshalb hat er einen Sondergesandten für den Kreml benannt. Italien und Finnland unterstützen diese diplomatische Demarche. Doch Deutschland ist dagegen. Die Zeit sei noch nicht reif, meint Kanzler Merz.
Es ist nicht der einzige Dissens, der die europäische Ukraine-Politik lähmt. Streit gibt es auch über mögliche Sicherheitsgarantien. Macron will nach einem Ende des Krieges französische Truppen in die Ukraine schicken, Merz zögert. Die Ukraine wiederum fordert einen schnellen EU-Beitritt – auch das sei eine Sicherheitsgarantie. Hier stehen Merz und Macron gemeinsam auf der Bremse.
(Fortsetzung am 26. Februar)
Mehr zur Ukraine und zum Krieg hier
‹ Selenskyj fordert “All Inclusive”-Versicherung › Neues vom Wirtschaftskrieg (289): G7 tragen EU-Sanktionen nicht mit
8 Comments
KK
24. Februar 2026 @
22:32
Und heute hat sich Selenskyj in die EU-Gesetzgebung eingemischt, indem er Gesetze forderte, die es der EU erlaubten, russische Tanker aufzubringen.
Der Mann tut wirklich alles, um die EU aktiv militärisch in diesen Krieg hineinzuziehen und damit endlich den dritten Weltkrieg auszulösen…
Erneuerung
24. Februar 2026 @
18:42
“Die Zeit sei noch nicht reif, meint Kanzler Merz.”
Mir scheint eher, dass es an rein menschlicher und intellektueller Reife bei den Protagonisten fehlt. Und ich habe sogar Bedenken, dass sich so eine Reife, wie sie sich z.B., neben allen auch vorhandenen Fehlern, bei solchen Persönlichkeiten wie Brandt oder auch Kennedy seinerzeit eingestellt hatte, bei den derzeitigen verbohrten Abrissbirnen jemals einstellen wird.
Michael
24. Februar 2026 @
18:35
Die Strategen sind Putin und Trump plus Präsident Xi, die Europäer dazwischen sind nur Taktierer, und die Ukraine ist nur ein Bauernopfer und bestenfalls ein Faustpfand! Warum? Weil es um die historische Ausrichtung hin zu einer multipolaren Ordnung geht! Dabei spielt die EU als Macht keine Rolle weil sie nicht nur nicht integriert genug ist, sondern im Gegenteil nur desintegriert agiert! Und, analog zur NATO, ist die EU ohne die USA als Mitglied zu schwach als dass sie ein Machtfaktor sein könnte, und von den USA zu Abhängig als dass sie die NATO allein betreiben könnte!
Guido B.
24. Februar 2026 @
17:30
“Doch eine gemeinsame Strategie steckt nicht dahinter, einen europäischen Friedens-Plan sucht man weiter vergebens.”
Ich würde diesem Befund widersprechen. Die Strategie besteht seit 2008 darin, die antirussische Ukraine kontinuierlich und zunehmend zu unterstützen, zu bewaffnen und Russland zu schwächen. Das ist der rote Faden in diesem Konflikt. Weil dieser Strategie bisher nicht der erwünschte Erfolg beschieden war, wird sie einfach immer weiter amplifiziert. Das Ziel dieser Strategie ist ein kastriertes und kaputtes Russland, das dem rohstoffhungrigen Westen nichts mehr entgegenzusetzen hat.
Man kann das für eine abwegige und bescheuerte Strategie halten, aber es ist eine Strategie. Sie sucht die Konfrontation, den Konflikt und den Krieg. Frieden ist in dieser Strategie nicht vorgesehen. Das wusste auch Selenski vom ersten Tag seiner Präsidentschaft an.
Er wusste es, denn er wollte die Krim zurückerobern.
ebo
24. Februar 2026 @
18:36
Nun ja, Deutschland und Frankreich haben beim Nato-Gipfel 2008 Nein gesagt. Nach 2014 gab es zwar erste EU-Sanktionen gegen Russland, doch Nordstream wurde weiter gebaut. Die von Ihnen beschriebene Strategie wurde womöglich von den USA, dem UK und den Neocons in Europa verfolgt, aber nicht von der EU als Ganzes.
Auch jetzt kann ich als professioneller EU-Watcher weder eine militärische noch eine politische Strategie entdecken: Darin bin ich mir mit kritischen Experten wie Varwick einig 🙂 Das macht die Sache aber nicht besser, da die EU im Zweifel immer von Selenskyj folgt, der selbst unter Einfluß der Ultras steht…
Guido B.
24. Februar 2026 @
19:14
Prof. Jeffrey Sachs sprach gestern mit Glenn Diesen zum 4. Jahrestag des Ukrainekriegs. Achten Sie auf seine Bemerkungen zur Rolle Deutschlands in diesem Konflikt. Laut Sachs spielt Merkel die Schlüsselrolle in diesem Konflikt, weil sie sich der Konfrontationsstrategie der Neocons schon sehr bald anschloss. Gleichzeitig wollte sie die deutsche Industrie fördern mit billigem russischem Gas, bekanntlich gegen den Widerstand der USA, der Ukraine, der Polen und der Balten. Die EU als Ganzes wiederum sah den Vorteil einer prosperierenden deutschen Wirtschaft, denn die meisten EU-Länder waren und sind Nettoempfänger. Man hat Deutschlands Wirtschaftsbeziehungen mit Russland zähneknirschend geduldet, weil man indirekt profitierte. Das hat Merkel aber nicht daran gehindert, auf der politischen Ebene weiter die Konfrontation mit Russland zu suchen. Sie wissen ja, wie sie später über die Minsker Abkommen gesprochen hat.
Meine Diagnose: Deutschland ist in EUropa der Hauptverantwortliche für die Eskalation des Konfliktes mit Russland. Inzwischen wertet Russland das UK als größten Feind, doch danach kommt garantiert Deutschland.
Lohnt sich, kurz reinzuhören:
https://www.youtube.com/watch?v=h7WmEAu87WE
ebo
24. Februar 2026 @
19:25
UK hat in Europa die Hauptrolle gespielt, wie schon im Irakkrieg. Deutschland war noch unter Scholz eher zögerlich, auf Neocon-Linie lagen nur die Grünen.
Was Merkel betrifft: Ihre Russland-Politik war von Wirtschaftsinteressen bestimmt, ähnlich wie gegenüber China. Eine Strategie kann ich da nicht erkennen.
Michael
24. Februar 2026 @
21:47
@Guido B.
@ebo
Es gibt keine erkennbare Strategie! Es verhält sich wie mit der „unsichtbaren Hand“ die auch unsichtbar ist weil es sie nicht gibt!
Die USA und UK hegten ideologische Absichten, Russland (und China) verfolgten politische Ziele! Darin liegt der strategische Unterschied!
Der Entwurf (datiert 17.22.‘21) Russlands zu einem zukünftigen Sicherheitsabkommen mit den USA belegt dies einerseits, die Ablehnung der USA (Biden/NATO) andererseits!
(Für China beachte man den strategisch diplomatischen Vorstoß: „China’s Position on the Political Settlement of the Ukraine Crisis“,24.02.‘23, der vom sog. Westen schlicht ignoriert wurde!)
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
Selenskyj fordert “All Inclusive”-Versicherung
lostineu.eu, vom 24. Februar 2026
Zum vierten Jahrestag der russischen Invasion hat der ukrainische Staatschef Selenskyj eine lange Forderungsliste an die EU vorgelegt. Das Europaparlament quittierte seine Rede mit Standing Ovations.
Die im Dezember zugesagten Hilfskredite von 90 Mrd. Euro müssten trotz des Vetos aus Ungarn so schnell wie möglich freigegeben werden, sagte Selenskyj in einer Videoansprache vor dem Europaparlament.
Außerdem müsse das ebenfalls blockierte 20. Sanktionspaket gegen Russland unbedingt kommen: “Es darf in der freien Welt keinen Platz geben für russisches Öl, russische Tanker, russische Banken”.
Die EU müsse der Ukraine außerdem mit belastbaren Sicherheitsgarantien für die Zeit nach dem Krieg helfen und ein konkretes Beitrittsdatum nennen, forderte Selenskyj.
Ohne eine verbindliche Zusage zum EU Beitritt werde Russlands Präsident Putin einen Beitritt der Ukraine “auf Jahrzehnte blockieren, indem er Europa spaltet”.
Das klingt nach einer “All-Inclusive”- Versicherung, bei der die EU die Risiken des Stellvertreterkrieges so weit wie möglich absichert. Das Parlament quittierte es mit Standing Ovations…
Mehr zur Ukraine und zum Krieg hier
P.S. Die 90 Mrd. Euro soll Selenskyj auf jeden Fall bekommen – auf die eine oder andere Weise, sagte EU-Queen von der Leyen. Um auf Nummer sicher zu gehen, unterzeichnete das Europaparlament sogar schon den Kredit. Zu dumm, daß es nun im Rat hakt…
‹ Blamage in Brüssel, Treueschwüre in Kiew – und Drohnen gegen Druschba › Mehr Geld, mehr Waffen und mehr Krieg – aber keine Exit-Strategie
12 Comments
Guido B.
24. Februar 2026 @
16:26
Selenski hatte das Zeug zum Clown. Dank dem Slava-Ukraini-verzückten EUropa hat er nun das Zeug zum Diktator.
So viele fühlten sich zum Messias berufen. Sie endeten entweder als tragische Clowns oder als tyrannische Fanatiker.
KK
24. Februar 2026 @
16:44
Er hat immer noch das Zeug zum Clown – zum Clown nach der Art eines Pennywise aus Stephen Kings “ES”.
Kleopatra
25. Februar 2026 @
07:19
Zelens’kyj hat durch seine Diplomatie wesentlich dazu beigetragen, dass die Ukraine sich überhaupt so lange gegen Russland wehren konnte. Und dafür, dass nicht nur Zelens’kyj, sondern auch die meisten Ukrainer nicht zu einer Kapitulation bereit sind, haben die Russen durch ihr Verhalten als Besatzungsmacht und die Art ihrer Kriegführung gesorgt. Fast jeder Ukrainer dürfte sich bewusst sein, dass er bei einer Kapitulation der Ukraine, wie sie von den Russen unter dem Deckmantel der “Entnazifizierung und Entmilitarisierung” gefordert wird, einem so, brutalen Besatzungsregime ausgesetzt wäre, dass ihm nur die Flucht bliebe. Da zieht man die Verteidigung vor.
Zelens’kyj ist weder Clown (Komiker – als solcher war er ua. tätig– sind auerhalb der Bühne nicht lächerlicher als jeder andere Mensch) noch Diktator (allerdings Präsident mit Kriegsvollmachten, aufgrund eines Krieges, den er nicht begonnen ha)t.
Reykjavik
24. Februar 2026 @
15:40
…und auch keinen Platz für russische Kultur, russische Sprache, russische Menschen, das hatten wir doch alles schon!
Wann wird dem rassistischen Megalomanen aus Kiew endlich das Handwerk – durch sein Volk – gelegt? Oder wenigstens die Psychiater, die noch nicht an der Front sind, könnten sich seiner annehmen.
Kleopatra
25. Februar 2026 @
07:25
Indem die Russen in die Ukraine eingefallen sind und sich in den besetzten Gebieten so benehmen, wie die Hassprediger im russischen Staatsfernsehen es empfehlen, haben sie selbst dafür gesorgt, dass viele Ukrainer keine russischen Bücher nicht mehr in ihren Bücherschränken stehen haben wollten. Was aber Russen betrifft, die außerhalb Russlands leben: die müssen in Gottes Namen bereit sein, die jeweilige nicht russische Landessprache zu lernen und anzuwenden, wie das ja auch in Deutschland entsprechend von jedem Ausländer erwartet wird. Da bricht ihnen kein Zacken aus der Krone.
Erneuerung
24. Februar 2026 @
14:35
Wer ist denn nun Gott, Netanjahu, Selenskyj oder Trump? Wer bestimmt meinen Weg? Was darf ich (noch) selbst entscheiden?
Guido B.
24. Februar 2026 @
16:59
Auch Trump gehorcht dem Gott Israels.
Kleopatra
25. Februar 2026 @
07:27
Jeder Christ, der im Religionsunterricht aufgepasst hat, weiß, dass der Gott Israels auch sein Gott ist. Und zumindest der Form nach ist Trump Christ, so dass ihre Feststellung ins Leere zielt.
KK
24. Februar 2026 @
14:18
““Es darf in der freien Welt keinen Platz geben für …”
Ist das dann überhaupt eine “freie Welt”???
Für Selenskyj und seine Ukraine gilt gegenüber der EU weiterhin: “All you can grab!”
Michael
24. Februar 2026 @
14:03
Wahlen in Ungarn!? Na und!? Selenskyj jedenfalls scheint Wahlen in der Ukraine nicht hinzukriegen ob des Konflikts (?) oder weil er nicht will?
KK
24. Februar 2026 @
14:18
Er will nicht, und die Verfassung lässt es zu.
Kleopatra
25. Februar 2026 @
07:41
Zum Thema Wahlen in Kriegszeiten empfehle ich als anregende Lektüre die Artikel des deutschen Grundgesetzes, die sich mit dem Kriegszustand befassen, der imGrundgesetz “Verteidigungsfall” genannt wird; insbesondere Artikel 115h. Wahlen während des Verteidigungsfalls fällig wären, werden auf ein halbes Jahr nach dessen Ende verlegt.
In den USA fanden während des Zweiten Weltkriegs Wahlen m.W. turnusgemäß statt, jedoch sind die USA in dieser Hinsicht unter demokratischen Staaten nicht die Regel, sondern die Ausnahme. Wenn Sie die Aussetzung der Wahlen während des Krieges kritisieren, wiederholen Sie nur russische Kriegspropaganda.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 25. Februar 2026, 7:15 Uhr
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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
german-foreign-policy.com, 25. Februar 2026
BERLIN/TEL AVIV (Eigener Bericht) – Das Deutsche Heer weitet seine Zusammenarbeit mit der Israel Defense Force (IDF) aus, plant gemeinsame Übungen und will laut Bericht der IDF von deren Erfahrungen im Gaza-Krieg profitieren. Dies ist das Ergebnis einer Reise von Heeresinspekteur Christian Freuding Ende vergangener Woche nach Israel. Bereits zuvor hatten Innenminister Alexander Dobrindt sowie Israels Premierminister Benjamin Netanjahu eine engere Kooperation in zivil-militärischen Grauzonen vereinbart, insbesondere beim Aufbau eines „Cyber-Dome“, der Deutschland vor Cyberattacken schützen soll. Zudem wird eine Zusammenarbeit in der Anwendung von KI vorbereitet, die die israelischen Streitkräfte im Gaza-Krieg unter anderem zur Zielidentifikation nutzten. Berlin und Tel Aviv können an eine jahrzehntelange Zusammenarbeit anknüpfen, die bis in die 1950er Jahre zurückreicht und neben milliardenschweren Rüstungsexporten beider Seiten auch Militärausbildung und gemeinsame Manöver umfasst. Bereits vor Jahren wurde berichtet, die IDF bilde Soldaten des Deutschen Heeres im Häuser- und Tunnelkampf aus – basierend auf ihren umfassenden Einsatzerfahrungen im Gazastreifen.
Zitat: Häuser- und Tunnelkampf
Die Rüstungs- und Militärkooperation der Bundesrepublik mit Israel reicht bis in die 1950er Jahre zurück. Damals lieferten deutsche Stellen erste Rüstungsgüter – etwa Patrouillenboote; zudem wurden israelische Soldaten in deren Gebrauch eingewiesen. Die Zusammenarbeit wurde im Lauf der Jahrzehnte intensiviert, vor allem seit den 1990er Jahren (german-foreign-policy.com berichtete [1]). Der von Berlin bezuschusste Export teurer deutscher U-Boote hat dazu geführt, dass Deutschland in den Jahren von 2019 bis 2023, gemessen am Wert der Ausfuhren, mit einem Anteil von 30 Prozent Israels zweitgrößter Großwaffenlieferant wurde. Aus der Bundesrepublik stammen außerdem etwa Motoren (MTU) und Getriebe (Renk) israelischer Merkava-4-Panzer, wie sie auch im Gaza-Krieg eingesetzt wurden.[2] Bei der praktischen Zusammenarbeit der Bundeswehr mit der Israel Defense Force (IDF) steht ganz besonders die konkrete Einsatzerfahrung der israelischen Truppen im Fokus, die die deutsche Seite für die Fortbildung ihrer Soldaten nutzt. Bereits vor über zehn Jahren hieß es etwa, rund 110 deutsche Militärs würden in das Urban Warfare Training Center Tse’elim entsandt; dort stehe Häuser- und Tunnelkampf auf dem Trainingsprogramm. Im Gazastreifen würden Israels Streitkräften „genau diese Fertigkeiten abverlangt“, hieß es bei der Bundeswehr.[3]
Auf eine lange, intensive Kooperation können längst mehrere Teilstreitkräfte zurückblicken. Galt das Training in Häuser- und Tunnelkampf Einheiten des deutschen Heeres, so nimmt die deutsche Luftwaffe seit 2017 regelmäßig an Blue Flag teil, einem Luftwaffenmanöver, das in Israel unter Beteiligung weiterer Luftwaffen – etwa derjenigen der USA, Großbritanniens, Griechenlands und Indiens – alle zwei Jahre abgehalten wird. Im Jahr 2020 beteiligte sich die Israeli Air Force (IAF) erstmals an Luftkriegsübungen in Deutschland – an Blue Wings sowie an Magdays, einer Übung der Multinational Air Group, die die Bundesrepublik im NATO-Rahmen aufbaut.[4] Der heutige Befehlshaber des Allied Joint Force Command der NATO in Brunssum (Niederlande), General Ingo Gerhartz, hatte seine erste Auslandsreise im Amt des Inspekteurs der Luftwaffe im Jahr 2018 nach Israel unternommen und war auch auf seiner letzten Auslandsreise in dieser Funktion im Jahr 2025 dorthin zurückgekehrt – ein Beleg für die hohe Bedeutung, die die Luftwaffe der Zusammenarbeit beimisst. Auf dem israelischen Luftwaffenstützpunkt Tel Nof werden seit 2019 deutsche Drohnenpiloten ausgebildet – in der Red Baron-Staffel. Diese ist nach Manfred von Richthofen („Roter Baron“) benannt, einem deutschen Kampfflieger des Ersten Weltkriegs, dessen Namen Verbände der deutschen Luftstreitkräfte seit 1939 tragen.
Die deutsch-israelische Rüstungskooperation ist seit Beginn des Gaza-Kriegs noch weiter intensiviert worden. So wurde etwa im Dezember in der ostdeutschen Annaburger Heide die erste Einheit des israelischen Arrow 3-Flugabwehrsystems in Dienst gestellt, das die Fähigkeit hat, anfliegende ballistische Raketen außerhalb der Erdatmosphäre abzufangen.[5] Ursprünglich war geplant, Arrow 3-Einheiten für rund 3,5 Milliarden US-Dollar zu erwerben. Im Dezember genehmigte der Bundestag zusätzlich eine Ausdehnung des Projekts; nun sollen Arrow 3-Einheiten für weitere 3,1 Milliarden US-Dollar beschafft werden, was die Kosten auf insgesamt mehr als 6,5 Milliarden US-Dollar in die Höhe treibt.[6] Kritik an dem Kauf ist unter anderem deshalb geäußert worden, weil Experten bezweifeln, dass Arrow 3 Waffen abfangen kann, die aktuell als eine der Hauptbedrohungen für Deutschland gelten – russische Hyperschallraketen. Diese fliegen innerhalb der Erdatmosphäre. Bereits im Oktober hatte die Bundeswehr einen Rahmenvertrag zur Lieferung von 200 leichten Luftlandefahrzeugen des Typs TAHR geschlossen, das auf einem Modell der israelischen Firma IAI Elta basiert und von dieser gemeinsam mit der deutschen FFG (Flensburger Fahrzeugbau GmbH) hergestellt wird. Die Fahrzeuge haben sich, wie es heißt, bei „den israelischen Special Forces bewährt“ und sollen nun von deutschen Spezialkräften genutzt werden.[7]
Zusätzlich zur unmittelbaren Rüstungszusammenarbeit baut die Bundesregierung auch die Kooperation in den zivil-militärischen Grauzonen des sogenannten Dual Use aus. Dazu hielt sich am zweiten Januarwochenende Bundesinnenminister Alexander Dobrindt in Israel auf, wo er mit Premierminister Benjamin Netanjahu eine gemeinsame Erklärung zur intensiveren Kooperation unter anderem in der sogenannten Cybersicherheit unterzeichnete. Dort sei die Zusammenarbeit bereits vorher „exzellent“ gewesen, hieß es im Bundesinnenministerium; Israel sei diesbezüglich außerhalb von NATO und EU „der wichtigste Partner Deutschlands“. Nun werde Israel der Bundesrepublik auch noch beim Aufbau eines „Cyber-Dome“ helfen. Bei diesem handle es sich um „ein teilautomatisiertes System zur Detektion, Analyse und Reaktion auf Cyberangriffe“.[8] Konkret gehe es darum, sich „über die Expertise und die Erfahrung bei der Abwehr von Cyberangriffen auszutauschen“, gemeinsam brandneue „Cyber-Abwehr-Technologien zu entwickeln“ und die „Forschung im Cyberbereich“ zu fördern. Dies solle unter anderem mit dem „Aufbau eines gemeinsamen KI- und Cyberinnovationszentrums“ geschehen. Israel hat umfangreiche Erfahrung nicht nur mit Cyberangriffen, sondern auch mit der Anwendung der KI, die es nicht zuletzt im Gaza-Krieg zur Zielidentifikation eingesetzt hat.
Zu all dem kommt nun auch noch eine systematische Zusammenarbeit zwischen den Landstreitkräften Deutschlands und Israels hinzu. Wie der Inspekteur des Deutschen Heeres, Generalleutnant Christian Freuding, Ende vergangener Woche während eines Besuchs in Israel bekanntgab, haben beide Seiten dazu jetzt eine Vereinbarung unterzeichnet – „die erste ihrer Art“.[9] Demnach sollen die IDF der Bundeswehr helfen, Frauen in die Truppen zu integrieren. In der Bundeswehr werden regelmäßig teils gewalttätige sexualisierte Übergriffe verübt, die erst kürzlich wieder einen öffentlichen Skandal hervorriefen. Darüber hinaus strebt die Bundeswehr einen Erfahrungsaustausch über die Einbindung von Reservisten an; die IDF mobilisierten für den Gaza-Krieg Hunderttausende von ihnen. Insbesondere zielt die Vereinbarung jedoch auf eine engere Kooperation in der Ausbildung und in Manövern. Freuding sei von israelischen Militärs über die Erkenntnisse informiert worden, die sie aus dem Gaza-Krieg gezogen hätten, teilt die IDF mit.[10] Details wurden nicht bekannt. Die IDF ist international für ihre gravierenden Kriegsverbrechen im Gazastreifen kritisiert worden, die von der Nutzung von Zivilisten als menschliche Schutzschilde über willkürliche Morde an Sanitätspersonal bis zum Aushungern der Bevölkerung des Gazastreifens reichen.
[1] S. dazu „Im nationalen Interesse Deutschlands“ (II) und „Im nationalen Interesse Deutschlands“ (III).
[2] Otfried Nassauer: Besondere Bezieungen. Die deutsch-israelische Rüstungskooperation. bits.de Februar 2010.
[3] Thorsten Jungholt: Bundeswehr soll in Israel den Häuserkampf lernen. welt.de 30.08.2015.
[4] Stephan Jeglinski: Davidstern, ungarische Kokarde und Eisernes Kreuz bei den MAGDAYs. bundeswehr.de 25.08.2020.
[5] Thomas Skiba: Arrow stärkt Deutschlands Schutz vor ballistischen Raketen. bundeswehr.de 03.12.2025.
[6] Raketenabwehr in Deutschland: Weitere 3,1 Milliarden Dollar für Arrow 3. hartpunkt.de 19.12.2025.
[7] Dorothee Frank: TAHR – Israelisches Know-how für deutsche Spezialkräfte. defence-network.com 23.02.2026.
[8] Zusammenarbeit zur Cybersicherheit mit Israel wird ausgebaut. bmi.bund.de 12.01.2026.
[9] Bundeswehr und IDF wollen enger zusammenarbeiten. juedische-allgemeine.de 20.02.2026.
[10] IDF Press Release. idf.il 20.02.2026.
Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10314
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
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