Polit-Theater um Macrons Kirchen-Gipfel
lostineu.eu, 9. Dezember 2024
Zur feierlichen Wiederöffnung von Notre Dame de Paris hat Präsident Macron seinen Freund Selenskyj und Noch-nicht Präsident Trump geladen. Doch Scholz und von der Leyen fehlten – warum nur?
Über diese, weiß Gott nicht “kriegsentscheidende” Frage haben sich Berlin und Brüssel den ganzen Sonntag lang den Mund zerrissen.
Dass Kanzler Scholz nicht kam, sei ein Zeichen der deutsch-französischen Entfremdung, wenn nicht seines Bedeutungsverlustes, hieß es in Berlin.
Dass Kommissionschefin von der Leyen fehlte, sei unverständlich, denn sie hatte ihre Reise doch angekündigt, so der Schnack in Brüssel.
Die Kaffeesatzleserei zeigt, wie sehr Macrons (wie immer bombastisch inszeniertes) Polit-Theater die Geister vernebelt.
Von der Leyen kam nicht, weil sie sich mit Macron über den Mercosur-Deal verkracht hat – das ist doch offensichtlich.
Und Scholz fehlte, weil nur Staatschefs eingeladen waren. Bundespräsident Steinmeier war denn auch in Paris, saß allerdings in der zweiten Reihe.
So what? Haben sie irgendwas verpasst, nur weil Macrons Freund Selenskyj und Noch-nicht Präsident Trump da waren?
Das angeblich so wichtige “Friedensgespräch” zu Notre Dame hat keine greifbaren Ergebnisse gebracht.
Die größte “Erkenntnis” des Kirchen-Gipfels war, dass US-Präsident Biden tatsächlich schon eine “lame duck” ist.
Er war nämlich nicht in Paris und wurde auch nicht vermisst – obwohl er mal eben fast eine Mrd. Dollar für die Ukraine freigab…
‹ Update Syrien: Von der Leyen fährt Kallas in die Parade
2 Comments
Arthur Dent
9. Dezember 2024 @ 11:28Frankreich fehlt vor allem ein kräftiger Tritt in den Hi… .
Wir werden für dessen Staatsschuldenkrise nämlich alle wieder kräftig zur Kasse gebeten. Vor allem Deutschland als größter Nettozahler der EU und leidlich geringer Staatsverschuldung. Entweder in Form einer Transfer-
und Schuldenunion oder durch Stillschweigen bei den Interventionen der EZB zugunsten Frankreichs. Merke: Wer in einer Schulden-Union spart, ist der Dumme.
Mit der D-Mark wäre uns das nicht passiert.
Michael
9. Dezember 2024 @ 07:35
Steinmeier saß in der zweiten Reihe? Hātte ein Stehplatz nicht gereicht?
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
lostineu.eu, vom 8. Dezember 2024
Eigentlich soll die neue Außenbeauftragte Kallas für die EU sprechen. Doch zum Umsturz in Syrien hat sie lange geschwiegen. Und kaum dass sie sich berappelt, fährt ihr Kommissionschefin von der Leyen in die Parade. “Europa ist bereit, die Wahrung der nationalen Einheit und den Wiederaufbau eines syrischen Staates zu unterstützen, der alle Minderheiten schützt”, erklärte sie. Davon war bei Kallas keine Rede. Die neue “Chefdiplomatin” fand erst keine Worte, dann äußerte sie vor allem Schadenfreude. Nun dürfte sie sich ärgern – denn ihre deutsche Chefin zeigt mal wieder, wo der Hammer hängt… Siehe auch Umsturz in Syrien: Kallas fehlen die Worte
‹ Umsturz in Syrien: Kallas fehlen die Worte › Polit-Theater um Macrons Kirchen-Gipfel
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Reykjavik
9. Dezember 2024 @ 07:58Besorgniserregend, wie sich die EU ihre „Partner“ immer wieder schönguckt. Während man in der Ukraine auf ein korruptes Oligarchenregime mit einem inzwischen illegitimen Präsidenten setzt, werden in Syrien Dschihadisten zu Heilsbringern erklärt. Welche Art von Staatlichkeit erwartet man von Islamisten? Oder gehört die Errichtung von Kalifaten inzwischen auch zu den unterstützungswürdigen Projekten der EU? Kalifat als Vorstufe der Demokratie und Rechtstaatlichkeit…Und wie ändern wir den Narrativ, wenn uns demnächst die ersten Auspeitschungs-, Steinigungs- oder Enthauptungsberichte erreichen und wenn es nicht mehr verschwiegen werden kann, dass jetzt schon Zehntausende vor den Islamisten fliehen?
Michael
9. Dezember 2024 @ 10:11Apropos Reykjavik: es bildet sich gerade eine neue Regierung in Reykjavik die (wieder einmal) Verhandlungen einer EU Mitgliedschaft anvisiert: in vollster Unterstūtzung des bellicosen Kurses von UvdL, Kallas, und Konsorten!
Ihre Fragen werden – wie nicht anders zu erwarten – nicht beantwortet: die Geltung von westlicher Doppelmoral und doppelten Standards wird nicht in Frage gestellt!
european
9. Dezember 2024 @ 07:34
Kleine Notiz am Rande. Bei dem Milizenanfuehrer und „Syrien-Befreier“ Al-Dschaulani handelt es sich um einen vom FBI gesuchten Massenmörder auf den aktuell noch ein Kopfgeld von 10 Mio US-Dollar ausgesetzt ist.
Multipolar schreibt dazu:
„Denn der niedliche „Milizenführer“ ist nicht irgendein Islamist, sondern der Kopf der al-Qaida-Nachfolgeorganisation al-Nusra-Front, die wiederum der Vorläufer des Islamischen Staats ist. Muhammad al-Jolani ist ein Massenmörder, der in den letzten 15 Jahren Tausende von religiös motivierten Morden angeordnet und ausgeführt hat.“
https://x.com/Your_Tweety/status/1865799786038763541
Vielleicht ist auch deshalb die Freude der Frauen so auffällig verhalten und selten zu sehen.
european
8. Dezember 2024 @ 21:32
Ich hab nun noch keine Bilder der Freude des Volkes in Syrien gesehen. Von dort sieht man, wenn überhaupt, nur Bilder von vermummten Männern mit Maschinengewehren, die Allahu Akbar schreien. Auf den Bildern aus Deutschland und Europa, wo “DIE Syrer” den Sturz Assads und die Machtübernahme von Al-Dschaulani feiern, muss man Frauen mit der Lupe suchen. Egal aus welcher Stadt die Bilder kommen, die Freude ist männlich. Könnte daran liegen, dass die Scharia eingeführt wird.
Wir, der Wertewesten, haben ja die “Rebellen” unterstützt. Das ging so weit, dass wir gezögert haben, den Assad-Teil nach dem Erdbeben zu unterstützen. Es gab ja schließlich Sanktionen und da stört so ein Erdbeben. Man kann doch nicht einfach so menschlich sein.
“We came, we saw, he died” freute sich seinerzeit Hillary Clinton über den Tod Gaddafi’s. Seit dem versinkt das Land im Chaos und die EU buttert Millionen Euro in diesen Sumpf, damit die Menschen ja nicht übers Wasser kommen. Wir unterstützen damit Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Menschenhandel, Sklaventum, Mord und Totschlag.
In Afghanistan sieht unsere Bilanz auch nicht besser aus. Pauschalasyl für Frauen, wenn sie denn das Geld und einen Pass haben um überhaupt das Land verlassen zu können.
Karin Leukefeld berichtet auf den Nachdenkseiten von den Reaktionen der syrischen Bürger und da überwiegt die Angst. Sie berichtet von Menschen auf der Flucht vor den Islamisten.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=125897
Michael Lüders hat das übrigens mehrfach berichtet. Im Zweifel zogen die Bürger Assad vor, weil sie wussten, dass die Rebellen noch schlimmer sind.
Michael
8. Dezember 2024 @ 22:00Richtig. Regime change der besonderen Art. Lybien läßt grūssen. Noch ist HTS als terroristische Organisation eingestuft und auf Abu Muhammad al-Julani ist ein Kopfgeld von 10 Millionen USD ausgeschrieben.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
lostineu.eu, vom 8. Dezember 2024
Es war der erste außenpolitische Test für die neue EU-Kommission: der Umsturz in Syrien und seine möglichen Folgen für EUropa. Die neue Außenbeauftragte hat ihn nicht bestanden.
In Syrien wird Geschichte geschrieben. Islamistische Kämpfer und andere Regime-Gegner ziehen vom Norden, offensichtlich mit Rückendeckung der Türkei, durch das Land und stürzen Machthaber Assad.
Assads “Schutzmächte” Iran und Russland sehen tatenlos zu und erleiden eine enorme taktische, wenn nicht strategische Niederlage. Derweil ist Israel in Lauerstellung gegangen; die Armee könnte jederzeit intervenieren.
Und was macht die EU? Tagelang unternimmt sie gar nichts – Schweigen im Walde. Und dann, kurz vor dem historischen Umsturz, kommt diese magere Erklärung der neuen EU-Außenbeauftragten Kallas:
The European Union is closely monitoring the fast-moving and volatile situation in Syria. With fighting between armed groups escalating throughout the country, we urge all parties to protect civilians and ensure the safety of humanitarian aid workers.
We reiterate our call for a political solution consistent with UN Security Council Resolution 2254.
Zu gut deutsch: Wir beobachten die Lage. Zum Vorgehen unserer “Freunde” Türkei und Israel wollen wir uns nicht äußern. Zum Vormarsch der (plötzlich westlich gewendeten) Islamisten fehlen uns die Worte.
Immerhin reichte sie dann heute (Sonntag) noch dies nach:
The end of Assad’s dictatorship is a positive and long-awaited development. It also shows the weakness of Assad’s backers, Russia and Iran.
— Kaja Kallas (@kajakallas) December 8, 2024
Our priority is to ensure security in the region. I will work with all the constructive partners, in Syria and in the region.
Aber viel mehr als Schadenfreude kommt da nicht zum Ausdruck. Erneut fehlt jedes Wort zu den neuen, islamistischen Herrschern. Man darf gespannt sein, wie es weiter geht. Wird die EU den USA folgen, der Türkei, oder Israel?
Oder wird sie doch noch eine eigene Haltung entwickeln, wie dies einer “geopolitischen Kommission” anstünde? Bisher ist davon nichts zu sehen. Dabei droht eine neue Flüchtlingswelle; sie würde EUropa treffen, wie üblich…
Mehr zu Syrien hier, zu Kallas hier. Siehe auch Update Syrien: Von der Leyen fährt Kallas in die Parade
P.S. Wenn das neue Regime hingegen sog. “westliche Standards” erfüllen sollte, stünde der Rückkehr der syrischen Flüchtlinge nichts mehr im Wege. Was sagt eigentlich die deutsche Bundesregierung?
‹ Die Watchlist EUropa vom 07. Dezember 2024 › Update Syrien: Von der Leyen fährt Kallas in die Parade
7 Comments
Armin Christ
9. Dezember 2024 @ 10:33„Der Westen“ hat seine islamistischen Höllenhunde losgelassen.
Helmut Höft
9. Dezember 2024 @ 08:07
„In Syrien wird Geschichte geschrieben.“ Huch, ich dachte „Geschichte schreiben“ war Afghanistan?
Btw.: Das ist ja nix Neues, die Geheimdienste haben das alles schon längst gewusst, die wissen nämlich alles!
Monika
8. Dezember 2024 @ 16:47
…Wenn das neue Regime hingegen westliche Standards erfüllen sollte…
welche westlichen “Standards”? US-Standard a la Taliban in Afghanistan? “gegen Russland”gepäppelt, dann im war on terror nach 2021 verraten und die westliche Freiheit am Hindukusch verteidigt, um erst die “Mutter aller nichtnuklearen Bomben in Afghanistan abzuwerfen und dann, irgendwann entnervt, die Brocken einfach hinzuwerfen, um erneut die Taliban, diesmal nicht mehr unterstützt -oder vielleicht doch wieder unterstützt- an die Macht zu bringen?
Oder Standards a la Türkei, je nach kurzfristiger Laune strategisch jedermanns Mädchen, das die Kurden im eigenen Land unterjocht und in deren nichttürkischen Siedlungsgebieten bombardiert, straflos, sowohl NATO-Partner als auch die EU und ebensowenig die USA fallen den Türken da in den Arm, nicht einmal sagen tun sie etwas dazu…
oder Standards a la Treu-Deutschland: ich sage nur Staatsräson…
oder Standards a la Francais, auch nicht ohne “Charme” wenn man sich die Afrika -“Politik” der grande nation anschaut…
oder gar Standards a la völkermordende Regierung in Israel (ok ist nicht europäisch)
oder reichen schon ukrainische Standards, müssten ja eigentlich, wenn die Ukraine sogar den EU-Beitritt angedienert bekommt, trotz Regierungsbeteiligung zu tiefst nazistischen Klüngels samt Krieg und Korruption bis auf den letzten Blutstropfen der Ukrainer…
Solche “Standards” erfüllt der HansDampf in allen radikal-islamischen Rebellengruppen Abu Muhammad al-Dschaulani, oder wie der Mann sich gerade nennen mag, auf jeden Fall.
Bin also gespannt, wie es die Bundesregierung mit den Kriegsflüchtlingen aus Syrien “halten wird”.
Aber dabei immer schön “woke bleiben” und hochmoralische Reden schwingen! Die Haltungsnoten zählen, es ist Wahlkampf in Deutschland…
Helmut Höft
9. Dezember 2024 @ 08:18@Monika
„welche westlichen “Standards”?“ *lol* und: FACK!@european
Soisses, man wird’s abwarten müssen bevor man Purzelbäume schlägt.
Guido B.
8. Dezember 2024 @ 14:13
Die geopolitische Mission der EU lässt sich auf einen Satz reduzieren: Alles tun und unterstützen, was Russland und China schadet. Darum wurde Kallas in die Kommission bestellt. Die Äusserungen Kallas’ werden an vorhersehbarer Langeweile nicht zu überbieten sein.
european
8. Dezember 2024 @ 12:08
Interessant ist der Anführer der islamistischen “Rebellen” – Abu Muhammad al-Dschaulani, der auf Wikipedia als tief religiöser Kämpfer beschrieben wird, der in Syrien die Scharia einführen will – was auch sonst ???? . Er hat eine durchaus abwechslungsreiche Vita, in der er auch als Untergruppenführer von Al Qaida gedient hat.
https://de.wikipedia.org/wiki/Abu_Muhammad_al-Dschaulani
Unsere westlichen Politiker und Medien jubeln etwas von Freiheit und Demokratie. Wer jedoch genau hinsieht und sich aktuelle Podcasts von Michael Lüders oder ältere Interviews mit Peter Scholl-Latour ansieht, der kann hier große Ähnlichkeiten mit Libyen und/oder Afghanistan sehen und damit nichts gutes für das Land und noch weniger Gutes für die Frauen.
Ulla
8. Dezember 2024 @ 17:14Die Frauen, die in Syrien jubeln, tragen doch schon Kopftuch, mehr braucht man scheinbar nicht zum Leben. Kinder kommen von selbst, ansonsten sagt der “heimische” Rebell wo’s lang geht.
Da die “Westler” mit Kino-Rebellen grossgeworden sind….
Marlon Brando, “Rebell und Frauenheld”
James Dean, “der Rebell” und jede Menge “zaertliche Rebellen” in Buechern duerfte die Verwandlung der “HTS Terroristen zu “demokratischen Rebellen” ja kein Problem mehr sein, sie haben sich um
um 180 Grad gedreht oder vielleicht sogar um “360 Grad”?
Frau Baerbock wird es uns demnaechst sagen!
Freiheit, Gleichheit, Bruederlichkeit, Schwesterlichkeit(?) neue Schlagwoerter im Nahen Osten??
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

Geschrei ohne Grundlagen – Donald Trump übt Peitsche

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Geldmenge M1 – Quelle:
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Analena Baerbock – die Dreifaltigkeit aus Dummheit, Bildungsfreiheit und Impertinenz




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