11.11.2024

Globalalternative zu D-04

aus e-mail von Karl-W. Koch, 11. November 2024, 00:20 Uhr


Nach Überarbeitung mit Hilfe mehrerer Menschen und weiterer Kürzung von

Phrasen.


LG KW


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  Globalalternative zu D-04:

  Dringlichkeitsantrag: Verantwortung in dieser Zeit:


Mit dem Koalitionsausschuss am 6. November ist die Koalition aus SPD,

Bündnis 90/Die Grünen und FDP seitens des Kanzlers Scholz aufgrund

massiver Provokation der FDP bzw. des Finanzministers Lindner beendet

worden. Nun stellt sich unser Land auf Neuwahlen ein.



    Rückblick


Bündnis 90/Die Grünen waren nach der Bundestagswahl 2021 bereit,

Verantwortung auch in einer neuen und absehbar schwierigen Konstellation

zu übernehmen. Diese Koalition war von Anfang an ein Bündnis mit sehr

unterschiedlichen Weltanschauungen. Sie hat aber in den letzten knapp

drei Jahren immerhin teilweise gemeinsame Projekte umsetzen können. Es

wäre auch jetzt möglich gewesen, Lösungen zu finden. Unsere Mitglieder

in der Regierung, in der Fraktion und im Bundesvorstand haben bis zum

Schluss konstruktive Vorschläge gemacht, wie man die Lücke des

Haushaltsentwurfs realistisch schließen kann, ohne den Klimaschutz, den

sozialen Zusammenhalt, die Wirtschaft oder die Sicherheit und Freiheit

in Europa zu gefährden. Wir waren dazu bereit, zum x-ten Mal in dieser

Koalition über den eigenen Schatten zu springen. Andere waren das nicht.


Die letzten drei Jahren waren geprägt von extrem herausfordernden

Umständen, insbesondere in Folge des russischen Angriffskrieges auf die

Ukraine:


·die Bewältigung der Energiekrise,


·der Einsatz für Frieden durch die notwendige Unterstützung der Ukraine und


·ein Paradigmenwechsel in der Sicherheitspolitik.


All das hat diese Koalition genauso gefordert wie unsere Gesellschaft.

Für uns als Teil einer Regierung hieß das, in kurzer Zeit sehr

weitreichende Entscheidungen zu treffen. Dazu gehörten Kompromisse, die

auch an unsere Schmerzgrenzen gingen – die wir aber eingegangen sind aus

Verantwortung für das Ganze.



    Was wir erreicht haben in drei Jahren


Wir haben in den drei Jahren Regierungsbeteiligung einen Teil unserer

Ziele erreicht, für die wir zuvor lange gekämpft haben. Der Ausbau der

Erneuerbaren Energien gelingt im Rekordtempo. Unser Strom wird sauber

und immer günstiger. Beim Klimaschutz mussten wir jedoch – trotz Erfolge

wie dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz – vor allem im Verkehrs-

und Baubereich schwere Rückschläge hinnehmen. Dennoch bestand die

Möglichkeit, erstmals die Klimaziele 2030 zu erreichen. An anderen

Stellen mussten wir unsere Ziele im Naturschutz unter dem Druck der

Koalitionspartner zurückschrauben.


Teilweise ist es uns gelungen, mit Reformen für mehr wirtschaftliche

Dynamik zu sorgen: Planungsbeschleunigung und Bürokratieabbau,

Fachkräftezuwanderung und Förderung von Beschäftigung, Verbesserungen

für Start-Ups und Modernisierung der Industrie.


Wir haben unser Land sozial gerechter gemacht: Startchancenprogramm an

Schulen in unserem Land, die größten BAFöG-Reform der letzten

Jahrzehnte, ein höheren Mindestlohn, eine Reform des Bürgergeldes und

nicht zuletzt das 49-Euro-Ticket.


Wir haben das Land liberaler gemacht: Selbstbestimmungsgesetz, Reform

des Staatsangehörigkeitsrechts, modernes Einwanderungsgesetz und Reform

des Paragraphen 219a (Information beim Abbruch von Schwangerschaften).


Wir haben versucht in diesen drei Jahren nachzuholen, was in Deutschland

teils über Jahrzehnte versäumt wurde, es ist uns nur teilweise gelungen.

Wir stehen jetzt an dem Punkt, an dem unser Land und Europa selbständig

in eigener Verantwortung versuchen muss, die Zukunft zu gestalten.



    ... und was wir nicht erreichen konnten


Unser Land steckt seit zwei Jahren in einer strukturell bedingten

wirtschaftlichen Schwächephase. Gründe sind die vormals hohe

Abhängigkeit von russischer Energie, ausgesessene, aber dringend nötige

Reformen sowie ein jahrzehntelanger Investitionsstau bei der

Infrastruktur und Digitalisierung. Wir brauchen dringend eine bessere

Vereinbarung von Familie und Arbeit, bessere Bildung, mehr Arbeitskräfte

durch Qualifizierung und Zuwanderung. Das erfordert den Abbau von

Bürokratie und die Beschleunigung und Vereinfachung von Prozessen, aber

ohne dabei den Natur- und Klimaschutz oder grundlegende Rechte der

Menschen zu schleifen. Wir brauchen eine langfristig sichere und

günstige Energieversorgung.



    Was wir erreichen müssen: Klimaschutz!


Uns ist klar, wie fatal es wäre, wenn Deutschland und Europa nun ihre

Anstrengungen beim Klimaschutz noch weiter reduzieren würden. Die

klimatische Realität, der Schutz von Leben und Eigentum und unsere

Verantwortung für alle Menschen in Gebieten, die vom Klimawandel noch

wesentlich stärker betroffen sind als wir, erfordern das Gegenteil.

Zumal sich mit der Wahl von Donald Trump die USA sich erneut vom

Klimaschutz abwenden.


Die Realität zeigt, dass die Klimakrise bereits jetzt dramatische

Auswirkungen hat und unverzügliches, entschiedenes Handeln erforderlich

ist, wenn wir die Folgen noch beherrschbar halten wollen. Das 1,5°-Ziel

des Pariser Abkommens ist bereits gerissen und wir wissen alle, dass

selbst sofort umgesetzte radikale Reduzierungen der

Treibhausgasemissionen den weiteren Anstieg nur mit großer Verzögerung

stoppen und auf einem furchterregenden Niveau stabilisieren werden.

Unser Ziel ist es, unseren Enkeln eine Welt zu hinterlassen, in der das

Leben nach wie vor lebenswert ist. Nicht eine Welt, die von immer weiter

zunehmenden Klimakriegen wie aktuell schon im Sudan erschüttert wird und

in der Millionen Flüchtlinge an den Mauern der „Festung Europa“

gewaltsam abgewiesen werden. Deshalb lassen wir in unseren Anstrengungen

nicht nach.



    Was wir erreichen wollen


Wir machen dem Land ein Angebot für die nächsten Jahre, das die

kritische Lage erkennt und Lösungen anbietet:


·Wir wollen Investitionen in den Klimaschutz zum Motor von Innovation

und guten Jobs machen.


·Wir wollen Kurs beim Klimaschutz auf eine wissenschaftliche Basis

stellen und wieder auf die Ziele des Pariser Abkommens lenken.


·Wir wollen mehr soziale Gerechtigkeit in unserem Land schaffen, damit

das Leben bezahlbar ist.


·Wir wollen die Freiheit und die Würde aller Menschen in unserem Land

schützen und den Frieden wieder herstellen und sichern, nicht mit immer

mehr Krieg und Konfrontation, sondern mit Diplomatie und Schutz aller

Bedrohten.


·Wir wollen Umwelt- und Naturschutz als Basis für gesundes Leben in

Einklang mit den planetaren Grenzen


·Wir wollen, dass alle Kinder mit dem Selbstverständnis aufwachsen

können, dass sie dieselben Chancen und Rechte im Leben haben wie ihre

Freunde.


Wir stehen dafür, dass in diesem Land jede Person selbst ihren

Lebensweg, ihre Träume und ihre Identität bestimmen kann, dass jeder

Mensch ohne Diskriminierung lebt und liebt. Dabei sind die Grenzen immer

die Freiheit der anderen und unser Grundgesetz.


*Handeln mit Gemeinsinn, Mut und Zuversicht soll unsere Devise sein. *



    Wie wir unsere Ziele angehen


Wir werben entschieden für eine Stärkung von öffentlichen wie privaten

Investitionen. Nur als Land mit einer innovativen Industrie, gut

ausgebildeten Arbeitnehmer*innen, einer guten Bildung und einem gut

ausgestatteten, funktionierenden Sozialwesen kann Deutschland sich den

Herausforderungen stellen. Eine soziale Teilhabe der Bürger*innen an den

Gewinnen der Industrie und der Inhaber*innen großer Vermögen schafft die

Voraussetzung für den demokratischen Zusammenhalt.


Mit dem Mut zu notwendigen Reformen, Bürgernähe und Gerechtigkeit wollen

wir unsere Demokratie stärken, um in den Krisen dieser Zeit zu bestehen.

Wir wollen Antworten geben, wie Wohnen und Mobilität bezahlbar bleiben

bzw. wieder bezahlbar werden, wie das Bildungssystem wieder besser

funktioniert, wie die Arbeitsplätze sicher bleiben.


*Dafür steht der erste Satz in unserem grünen Grundsatzprogramm: „Im

Mittelpunkt unserer Politik steht der Mensch mit seiner Freiheit und

seiner Würde“. *



    Aus Fehlern lernen


Wir nehmen die tiefen Verlusterfahrungen von Corona, Inflation,

materiellen Sorgen um Arbeitsplatz und Wohnraum sowie die Ängste vor

Terror und Krieg ernst.


Unsere Gesellschaft droht durch die Fehler der Politik in den letzten

Jahren – auch unsere – den Zusammenhalt zu verlieren. Wir werden uns der

wieder wachsenden Ungleichheit entgegenstemmen. Wir akzeptieren nicht

länger, dass gleichzeitig die Vermögen der einen steigen und die anderen

immer häufiger und tiefer in die Schulden gezwungen oder unverschuldet

aus ihrem bisherigen Leben herausgerissen werden, sei es durch

Wohnungsverlust, unverschuldete Arbeitslosigkeit oder Krankheit. Wir

akzeptieren nicht länger, dass die Chancen von Kindern und Jugendlichen,

ihre Träume und Ziele zu verwirklichen, geringer sind als vor 30 Jahren.



    Zuwanderung als Gewinn, nicht als Gefahr sehen


Unser Land wurde schon immer durch Zuwanderung geprägt. Die Vielfalt der

älteren Generationen aus „aller Herren Länder“ ist ein Reichtum unserer

Gesellschaft. Wir waren bisher die Partei, die sich konsequent gegen

Ausgrenzung und Diskriminierung stellt und für ein modernes

Einwanderungsland steht. Das müssen wir, anders als zuletzt, wieder

deutlich erkennbar machen.



    Ohne Frieden ist alles Nichts


Freiheit und Würde bleiben das Ziel unserer Friedenspolitik mit Blick

auf die Ukraine und die anderen Staaten Osteuropas. Die Souveränität

Europas als Union gegenüber den Bedrohungen durch Autokratien von außen

wie von innen erfordert:


·eine glaubwürdige, von den Bürger*innen akzeptierte und anerkennte

Politik,


·kein abgehobenes, unverständliche und nicht nachvollziehbares leeres

Politsprech in Brüssel und in den Parlamenten,


·keine Worthülsen als Pseudoversprechen in Landes-Koalitionsverträgen


·und kein Handeln an den erkennbaren Interessen der großen Mehrheit der

Menschen vorbei.


Spätestens die Wiederwahl von Donald Trump fordert die Stärkung der

Souveränität Europas. Die Zeitenwende im Zivil- und Katastrophenschutz

sowie bei der inneren Sicherheit muss fortgeführt und verstärkt werden.

Bei der militärischen Zeitenwende muss neu gedacht und gehandelt werden.

Immer mehr Rüstung und immer höhere Staatsausgaben für Waffen – bei

explodierenden Aktienkursen der Produzenten– lösen keine Probleme,

bringen keine Sicherheit und sind nur machbar auf Kosten der Ärmsten der

Gesellschaft. Wir müssen stattdessen viel mehr unser diplomatisches,

entwicklungs- und handelspolitisches Engagement erhöhen.



    Den Reiz der Autokraten brechen


Der Zulauf zu den autokratischen Herrschern bei demokratischen Wahlen –

jüngstes Beispiel Trump – hat vornehmlich seine Gründe in der

Enttäuschung der Menschen über die praktizierte Politik der sog.

„etablierten“ Parteien und die mangelnden Möglichkeiten ohne

Parteimitgliedschaft Politik mitzugestalten.


Auch müssen wir die Europäische Souveränität und Verantwortung stärken.

Es ist im höchsten deutschen Interesse, dass Europas Einigung weiter

geht, dass ein vereintes Europa gemeinsam in seine Zukunft investiert.

Nur ein starkes Europa wird in der Welt gehört und kann seine Interessen

zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen durchsetzen.



    Demokratie stärken, Populismus beenden


Auch wenn die Handlungsfähigkeit im europäischen Bündnis gegenüber

unseren globalen Partnern und Bedrohungen gestärkt werden muss, kann das

nicht unter Aufgabe des Rechts und der Menschlichkeit oder des Klima-

und Umweltschutzes geschehen. Jedes Zugeständnis hier führt zu negativen

Folgen in den kommenden Jahrzehnte. Der Versuch, mit rechten Parolen und

Gesetzesvorlagen den Rechtsradikalen Stimmen abzujagen, hat noch nie

funktioniert. Die Wähler*innen wählen dann das Original.


Wir sind bereit, mit verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren und

demokratischen Parteien (auch in Regierungsbündnissen)

zusammenzuarbeiten, um Kräfte zu bündeln und unser Land in Freiheit

voranzubringen. Mit diesem Selbstverständnis gehen wir in den

bevorstehenden, kurzen Wahlkampf.



    Der schnelle Weg zum Wahlprogramm und damit zum Erfolg


Wir werden dazu mit der breiten Unterstützung aller Mitglieder noch in

diesem Jahr einen Entwurf für ein zielorientiertes, aber auch

umsetzbares Wahlprogramm vorlegen.


Der Wahlkampf ist eine Chance, zu zeigen, was in uns steckt. Keine

Partei hat so engagierte Mitglieder wie wir. Jeden Tag werden wir mehr

und selten war das Bewusstsein der Menschen für die Herausforderungen

dieser Zeit so klar. Nutzen wir das Engagement der Menschen für die

Zukunft unseres Landes.


*/Dieser Beschluss ist Ausdruck des gemeinsamen Verständnisses der

Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen. /*


*_Begründung:_*


Der ursprüngliche Antrag ist gefüllt mit dem Abfeiern unserer –

teilweise leider sehr bescheidenen – Erfolge, Schönreden unserer

Misserfolge und Verharmlosung der Probleme. Damit werden wir unser

Wähler*innen nicht zurück gewinnen, im Gegenteil!


Viele Formulierungen muten an, als seien wir nicht in den letzten drei

Jahren an der Regierung beteiligt gewesen. Diese Täuschung werden die

Wähler*innen erkennen und sich verstimmt abwenden.


Auch wurden die vielen sinnleeren Politsprechphrasen – mit denen die

Bürger*innen eh nichts anfangen können, die im Gegenteil eher

abschrecken und verärgern – gestrichen.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, awie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

11.11.2024

Das Friedensbüro Hannover ruft auf zur kritischen Begleitung des "feierlichen Gelöbnisses" Hannover 12.11.: Feier des Militarismus? [1]

In Hannover findet am Di 12.11. ab 14 h auf dem Platz der Menschenrechte

das Feierliche Gelöbnis der Bundeswehr-Rekruten statt. Genauere Infos

hier [2].

So eine Veranstaltung passt nicht in eine Zeit, wo man wieder

Kriegsangst hat, wo Deutschland wieder Vormacht zumindest in Europa

werden will, wo im Bundestag Schritte zum Wieder-Aufleben der

Wehrpflicht unternommen werden… - und wo das für das Militär nötige Geld

an allen Enden, ob Bildung, Gesundheit, Infrastruktur, Klimawandel …

fehlt. Wir treffen uns etwa ab 12.30 gegenüber vom Einlass an der Ecke

Willy-Brandt-Allee/ Friedrichswall vor Meiers Lebenslust.


Was ist los in Hannover?


Am „zentralen Gedenktag der Bundeswehr" (dem Jahrestag der Gründung der

Bundeswehr) sollen 230 Rekrutinnen und Rekruten der Bundeswehr bei einem

„feierlichen" Appell in der Öffentlichkeit ihr Gelöbnis ablegen. Geplant

ist ein „wichtiges Zeichen der Verbundenheit von Gesellschaft und

Bundeswehr", das erstmals außerhalb von Berlin auf dem kürzlich

umbenannten „Platz der Menschenrechte" stattfindet.


Gut abgeschirmt von öffentlicher Kritik stellen sich der

„Verteidigungsminister" Pistorius, als Ehrenredner der Ministerpräsident

Niedersachsens und der Oberbürgermeister Hannovers in den Dienst

zukünftiger Kriegstüchtigkeit. Zur Festveranstaltung geladen sind neben

„politischen und gesellschaftlichen Würdenträgern auch die Familien und

Freunde der Rekrutinnen und Rekruten" und „interessierte Bürgerinnen und

Bürger".


Drumherum trägt sich Herr Pistorius ein ins goldene Buch der Stadt und

spricht Schülerinnen und Schülern „- gerade auch mit Blick auf die

angestoßene Debatte um den Neuen Wehrdienst".


Links:

------

[1] https://frieden-hannover.de/hannover-12-11-feier-des-militarismus/


[2] https://www.hannover.de/Veranstaltungskalender/Politik/Bundeswehr-Gel%C3%B6bnis-auf-dem-Platz-der-Menschenrechte

11.11.2024

Liveticker Ukraine-Krieg: Pistorius fürchtet Deal zwischen Putin und Trump

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.


Archivbild: Russlands Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump schütteln sich die Hände am Rande eines G20-Treffens in Osaka. Aufnahme vom Juni 2019.

Quelle: Sputnik © Ilja Pitalew

  • 11.11.2024 20:13 Uhr

20:13 Uhr

Beamter: Ukraine bereitet Angriff auf Staudamm in Gebiet Saporoschje vor

Ukrainische Truppen planen einen massiven Angriff auf einen Staudamm in der Stadt Wassiljewka im Gebiet Saporoschje, erklärt Wladimir Rogow, Vorsitzender des Ausschusses der Gesellschaftlichen Kammer Russlands für Angelegenheiten der Souveränität. RIA Nowosti zitiert den Beamten wie folgt:

"Wir haben Informationen erhalten, dass ukrainische Kämpfer eine eklatante Provokation und ein Kriegsverbrechen vorbereiten – einen massiven Angriff auf den Staudamm in der Stadt Wassiljewka am Fluss Karatschekrak."

Rogow zufolge möchte das ukrainische Militär mit dem Terrorangriff die Lage am frontnahen Wassiljewka erschweren.

  • 19:31 Uhr

    Robert Fico: "Der Westen muss dieses sinnlose Töten von Russen und Ukrainern beenden"

    In einem Interview mit der "China Media Group" (CMG) am Dienstag in Schanghai zeigte der slowakische Ministerpräsident Robert Fico sich überzeugt davon, dass die fortgesetzte militärische Unterstützung des Kiewer Regimes durch den Westen den Konflikt nur verlängert.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 18:57 Uhr

    Pistorius fürchtet Deal zwischen Putin und Trump

    Archivbild: Russlands Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump schütteln sich die Hände am Rande eines G20-Treffens in Osaka. Aufnahme vom Juni 2019.Ilja Pitalew / Sputnik                                                                                                                                                                                                                                                              Verteidigungsminister Boris Pistorius schließt bezüglich des Ukraine-Konflikts nicht aus, dass der designierte US-Präsident Donald Trump über die Interessen Kiews und Europas hinweg einen Deal mit dem russischen Staatsoberhaupt Wladimir Putin machen könnte. Bei einer Veranstaltung der Süddeutschen Zeitung in Berlin erklärt der SPD-Politiker, er hoffe, dass sich diese Gefahr nicht realisiere.

  • Außerdem äußert sich Pistorius skeptisch über Trumps Versprechen, den Ukraine-Konflikt innerhalb von 24 Stunden zu beenden.

    Der Minister meint darüber hinaus, dass alle, einschließlich der künftigen US-Regierung, verstehen müssen, dass eine Ukraine, "entkernt durch den Verlust von knapp 20 Prozent ihres Territoriums", aufgrund eines verweigerten NATO-Beitritts ein ständiger Herd für neue Konflikte in Europa sein würde.

    Putin würde sich auch gegenüber Trump nicht "vertragszuverlässiger" als zuvor verhalten, fügt Pistorius hinzu.

  • 18:38 Uhr

    Verteidigungsminister Beloussow dankt russischen Soldaten für Befreiung von Kolesnikowka

    Russlands Verteidigungsminister Andrei Beloussow gratuliert den Soldaten des 153. Regiments zur Befreiung der Ortschaft Kolesnikowka im Gebiet Charkow. Die offizielle Erklärung lautet:

    "Im Laufe der militärischen Sonderoperation führen die Angehörigen des Regiments erfolgreich Kampfhandlungen an den Frontabschnitten bei Charkow, Krasny Liman und Kupjansk durch, indem sie die Verteidigung des Gegners brechen und günstigere Linien und Stellungen einnehmen."

    Heute sind die Soldaten weiterhin auf dem Vormarsch, auch an der Frontlinie in der Nähe des Ortes Boguslawka, wo der Gegner zum Rücktritt gezwungen wird, betont Beloussow weiter.

    Der Verteidigungsminister dankt den Soldaten des Regiments für ihre Treue zum Vaterland und ihren Eid. Er zeigt sich zuversichtlich, dass die Soldaten weiterhin alle Aufgaben ehrenhaft erfüllen, die nationalen Interessen schützen und die Sicherheit des Landes gewährleisten werden:

    "Wir werden uns immer an die Heldentaten der Panzersoldaten erinnern, die ihr Blut für unser Vaterland vergossen haben."

  • 18:12 Uhr

    Telegraph: Paris und London drängen Biden zur Eskalation in der Ukraine


    Die Erlaubnis der USA an Kiew, Storm-Shadow-Raketen einzusetzen, würde Trumps möglichen Politikwechsel verhindern, schrieb das Blatt. Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, den Ukraine-Konflikt möglichst schnell beenden zu wollen

    Lesen Sie den gesamten Artikel dazu hier auf unserer Webseite Keir Starmer und Emmanuel Macron, 11.11.2024IMAGO/Henri Szwarc / Starface / www.globallookpress.com (Bild)

  • 17:43 Uhr

    Verteidigungsministerium: Ukrainische Truppen in Gebiet Charkow neutralisiert

    Soldaten des russischen Truppenverbandes "Nord" haben eine Ansammlung gegnerischer Truppen im Gebiet Charkow außer Gefecht gesetzt. Laut dem Verteidigungsministerium in Moskau wurde für den Angriff ein Mehrfachraketenwerfer vom Typ TOS-1A Solnzepjok eingesetzt. Die thermobarischen Sprengköpfe trafen eine Deckung mit ukrainischem Militärpersonal. Dies wurde durch das Videomaterial des russischen Verteidigungsministeriums bestätigt.

  • 17:16 Uhr

    Vorsitzender des russischen Maritimkollegiums: Schwarzmeerflotte kampfbereit   Symbolbild: Ein Kriegsschiff der russischen Schwarzmeerflotte in SewastopolKonstantin Michaltschewski / Sputnik

    Russlands Schwarzmeerflotte ist weiterhin kampffähig und bereit, maritime Bedrohungen zu bekämpfen, erklärt Nikolai Patruschew, Assistent des russischen Präsidenten und Vorsitzender des Maritimkollegiums Russlands. In einem Interview für die Zeitung Kommersant verweist er auf die eigene erfolgreiche Inspektion der Flotte und führt aus:

    "Es gibt keine Niederlage unserer Flotte im Schwarzen Meer, auch wenn Kiews aggressive Aktionen in dieser Region von Spezialisten der NATO koordiniert werden."

    Patruschew fügt hinzu, dass Russland entschlossen sei, seine Positionen am Schwarzen Meer zu verteidigen und keine Verletzung des Montreux-Abkommens über den Status der Meerengen Bosporus und Dardanellen zuzulassen:

    "Der Westen muss sich klar vergegenwärtigen, dass Russland am Schwarzen Meer fest steht, und dass wir keine Schwächung unserer Positionen in dieser Region zulassen werden. Und erst recht werden wir keine ständige militärische Präsenz von Nicht-Anrainerstaaten des Schwarzen Meeres als Verletzung des Montreux-Abkommens dulden."

  • 16:54 Uhr

    Ukrainer demontieren Wärmekraftwerk Kurachowo für Ersatzteil   Archivbild: Ein Wärmekraftwerk in der DVR.Sergei Awerin / Sputnik


    Wie Kiew dem "WSJ" mitteilte, wurde im Frühjahr beschlossen, Ausrüstung aus dem Wärmekraftwerk Kurachowo zu entfernen, um andere beschädigte Anlagen zu reparieren. Zuvor hatte das russische Militär die Befreiung einer Reihe von Siedlungen bei Kurachowo gemelde.

    Lesen Sie den gesamten Artikel dazu hier auf unserer Webseite.

  • 16:28 Uhr

    Russlands Außenministerium: Kiew versucht, Moldawien zu provozieren 


    Moskau weist Moldawiens Behauptungen, wonach russische Drohnen den moldawischen Luftraum verletzt hätten, zurück. In einem vom russischen Außenministerium veröffentlichten Kommentar erklärte die Pressesprecherin der Behörde, Maria Sacharowa, dazu:

    "Wir weisen entschieden unbegründete antirussische Ausfälle zurück, die leider in der Republik Moldau zur Norm geworden sind."

    Die Diplomatin betonte, dass keine Beweise für die Behauptung vorliegen, dass die Drohnen von Russland abgefeuert wurden:

    "Moldawiens Außenministerium beschränkte sich auf angeblich der moldawischen Seite vorliegende 'genaue Angaben', ohne Details zu nennen. Wir sind uns sicher, dass Beweise niemals veröffentlicht werden, weil es sie nicht gibt."

    In Russlands Erklärung heißt es weiter, dass die Streitkräfte des Landes bei der Missionsplanung im Rahmen der Militäroperation der Ukraine keine Flugrouten über benachbarte Staaten festlegen. Sacharowa vermutete, dass es sich beim Zwischenfall um eine ukrainische Provokation handeln könnte:

    "Beachtenswert ist die Tatsache, dass Informationen über zwei Drohnen, die angeblich in Moldawien abstürzten, gleichzeitig mit dem großangelegten ukrainischen Drohnenangriff auf zivile Objekte in der russischen Föderation erschienen. Diese Koinzidenz könnte auf das Streben der Kiewer Regierung hinweisen, Moldawien zu einer vollwertigen Teilnahme an Kampfhandlungen auf Seiten der Ukraine und des Westens zu provozieren."

  • 16:09 Uhr

    FSB verhindert Hubschrauberentführung in die Ukraine  RT (Bild)


    Der Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB) meldet, die Entführung eines russischen Hubschraubers vereitelt zu haben. Ukrainische Agenten hätten versucht, einen russischen Piloten anzuwerben, der die Besatzung hätte vergiften und den Hubschrauber in die Ukraine entführen sollen.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.


  • Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
    Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
    Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

    Info: https://freedert.online/international/131481-liveticker-ukraine-krieg


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, awie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.11.2024

    Erste Phase russisch-iranischer Bankenkooperation: Iranische Karten im MIR-Zahlungssystem akzeptiert

    freedert.online, 11 Nov. 2024 19:43 Uhr

    Im Mai 2022 vereinbarten Moskau und Teheran die gegenseitige Akzeptanz ihrer nationalen Bankkarten. Die erste Phase der Umsetzung dieser Vereinbarung konnte am 11. November erfolgreich abgeschlossen werden: Künftig können Iraner mit ihren nationalen Geldkarten in Russland an Automaten Geld abheben.


    Erste Phase russisch-iranischer Bankenkooperation: Iranische Karten im MIR-Zahlungssystem akzeptiert: RT © Mostafa Ghamari Vafa

    Quelle


    500 Rubel, die ein Iraner am 11. November an einem Geldautomaten in Moskau abgehoben hat, Screenshot aus einem Präsentationsvideo.


    Das russische Zahlungssystem "Mir" wurde am Montag offiziell an das iranische Zahlungssystem Shetab angeschlossen. Von nun an können Bürger der Islamischen Republik an russischen Geldautomaten Geld in Rubel von ihren Karten abheben, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim:

    "Vor wenigen Minuten wurde in Anwesenheit des Leiters der Zentralbank das russische Zahlungssystem Mir offiziell an das iranische Bankennetz Shetab angeschlossen. Dank des Anschlusses von Mir an Shetab können iranische Karten an russischen Geldautomaten verwendet werden. So kann jeder sein Geld von iranischen Karten in Rubel an russischen Geldautomaten abheben."

    Von russischer Seite nahm die Leiterin der Zentralbank Russlands, Elwira Nabiullina, an der Zeremonie teil. 

    Der Vertreter der iranischen Zentralbank, Mostafa Ghamari Vafa, präsentierte die Ergebnisse der ersten Phase auf seiner Seite im sozialen Netzwerk X. Er postete ein Video, das zeigt, wie man mit einem Telefon mit NFC-Technologie an einem VTB-Geldautomaten Bargeld von einer iranischen Karte des Shetab-Zahlungssystems abhebt.

    In einer zweiten Phase des russisch-iranischen Kooperationsprojekts werden russische Bürger in der Lage sein, in Iran mit russischen Bankkarten Bargeld abzuheben. Und nach Abschluss einer dritten Phase werden iranische Shetab-Karten schließlich in russischen Geschäften verwendet werden können.


    "Nabiullina ist ein Genie" – Vučić huldigt Russlands Zentralbankchefin





    "Nabiullina ist ein Genie" – Vučić huldigt Russlands Zentralbankchefin






    Die Notwendigkeit, die Zahlungssysteme der beiden Länder zu verknüpfen, ergab sich bereits 2018, als Teheran vom internationalen Überweisungssystem SWIFT abgekoppelt wurde. Im Juni 2022 wurde sie abermals akuter, als aufgrund antirussischer Sanktionen einige russische Banken, darunter die kundenstarke Sberbank und VTB vom globalen Zahlungssystem ausgeschlossen wurden.

    Im Mai 2022 vereinbarten Moskau und Teheran die Umstellung ihrer Handelsbeziehungen auf gegenseitige Abrechnungen in nationalen Währungen. Ende Januar 2023 unterzeichneten Vertreter der Zentralbanken der beiden Länder ein Abkommen zur Vereinfachung von Finanz- und Bankgeschäften. Mohammad Farzin, Leiter der Zentralbank der Islamischen Republik, erklärte damals, dass das Finanznachrichtensystem der Bank von Russland mit dem SEPAM (System für elektronische Zahlungsnachrichten) der iranischen Zentralbank zusammengelegt worden sei.

    Außer Iran planen auch Ägypten, die Mongolei, Sri Lanka, Indonesien, Mauritius und Indien, Mir-Karten zu akzeptieren. Auf der anderen Seite haben einige Länder und Banken die Arbeit mit Mir-Karten wegen der Gefahr US-amerikanischer Sekundärsanktionen nach zwischenzeitlicher Einführung wieder eingestellt.


    Mehr zum Thema - Jeffrey Sachs: USA nutzen US-Dollar als Waffe


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    Info: https://freedert.online/international/225603-erste-phase-russisch-iranischer-bankenkooperation


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, awie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.11.2024

    "Alle Soldaten sind potentielle Mörder"

    friedenskooperative.de, aus TAZ und kommentiert einen Freispvon 1989, von Heide Platen

    Der Frankfurter Arzt Peter Augst ist ein sanfter Mann mit freundlichen blauen Augen. Nur manchmal regt er sich auf. Eben darum hat er im Sommer 1984 während einer Podiumsdiskussion vor Schülerinnen und Schülern der Friedrich-Ebert-Schule gesagt: "Alle Soldaten sind potentielle Mörder!" Seither fühlen sich die "Bürger in Uniform" und ihre obersten Dienstherren schwer beleidigt durch den Pazifisten und prozessieren. Die moderate Sprache allerdings, den Dialog mit der Bevölkerung, den gesellschaftlichen Diskurs, mit dem die Bundeswehr hinter dem Abrüstungswunsch der Bevölkerung hinterherhinkt, verlangte sie nur dem aufmüpfigen Mediziner ab. Für sich selber sah sie keine Notwendigkeit, sich mit dem Vorwurf, sie bilde Menschen zum Töten aus, auseinanderzusetzen.

    So wurde der Saal des Frankfurter Landgerichtes zur Bühne für ein Lehr­stück dessen, daß die Offiziere des bundesdeutschen Teilstücks des westli­chen Verteidigungsbündnisses NATO nicht nur einen Doppelbeschluß ha­ben, sondern zur Selbstverteidigung auch eine Doppelstrategie praktizie­ren, wenn sie sich angegriffen fühlen. Die Militärs gaben sich offen und ge­sprächsbereit. Sie mahnten den Pazifi­sten Augst, seinem eigenen Anspruch gerecht zu werden und die harschen Worte zurückzunehmen. Eine nachge­rade preußische Ehrenerklärung und Entschuldigung forderten sie. Den Ju­gendoffizier, Hauptmann Witt, der bei der inkriminierten Podiumsdiskussion dabei war und der sich persönlich ge­troffen fühlte, schauerte es im Vorfeld des Freispruchs geradezu: "Ich möchte nicht, daß dann auf einem Plakat mein Name in Zusammenhang mit Mord er­scheint!" Die Sprache der Militärs ge­rann immer wieder an der dead-line ihrer eigenen Toleranz. Wir sind doch keine Mörder! Hier setzte die Sprachlosigkeit ein zwischen den Pro­zeßbeteiligten, eine Verständigung war nicht mehr möglich.

    Die Hamburger Friedensforscherin Hanne-Margret Birckenbach ver­suchte in ihrem Gutachten vor Gericht zu klären, warum der von Richter Gehrke immer wieder angemahnte Diskurs nicht führbar ist. Der strategi­sche Jargon ist eine Voraussetzung dafür, daß intelligente, sympathische und auch liebenswerte Menschen das Undenkbare denken (Hermann Kahn) können." Sie zitiert die amerikanische Sozialwissenschaftlerin Carol Cohn: "Wer selbst die Sprache lernt, bemerkt zwangsläufig, wie abstrakt Denken werden kann - so abstrakt, daß das Überleben von Waffen das Überleben von Menschen dominiert."

    Dies allerdings war im Gerichtssaal nur zu augenfällig. Generalleutnant Rolf Hüttel versicherte immer wieder, fast verzweifelt, er wolle ganz gewiß niemanden ermorden. Und die Bun­deswehr, geschweige denn die NATO, wolle dies schon gar nicht. Wer ihn hörte, hätte ihm fast glauben mögen. Umso erschreckender entdeckten alle Prozeßbeteiligten, daß seine persönli­che Glaubwürdigkeit ihn nicht in die Lage setzte, überhaupt, geschweige denn "das Undenkbare", zu denken. Vorsitzender Richter Gehrke balan­cierte am Rande der Fassungslosigkeit, als er - immer wieder nachfragend - feststellen mußte: die Bundeswehr schließt den "Erstschlag im Verteidi­gungsfall" nicht aus, er gehört im Ge­genteil zum Verteidigungskonzept. Aber: Es gibt keinen noch so beschei­denen Plan für den Schutz der Zivilbe­völkerung, wenn die Bombe gefallen ist. Dies mag neu gewesen sein für jene aus der Friedensbewegung, die die fin­stersten Horror-Szenarien für diesen Ernstfall in den tiefsten Tiefen gehei­mer Schubladen verborgen wähnten. Umso erschütternder für sie die - ihm vom Gericht abgerungene Erkenntnis des Praktikers Hüttel: "Das ist nicht händelbar"!

    Daß die Konsequenz von Massenpa­nik, Tod und Entsetzen im Vokabular der Bundeswehr ausgeklammert ist, versucht Birckenbach zu erklären: "Diese Tabuisierung ist ... auch eine psychologisch verständliche Abwehr­haltung gegenüber dem auch im Mili­tär vorhandenen Unbehagen am Auf­trag der Institution. Schon das Reden über den Gewalteinsatz löst auch bei Soldaten meist heftige Ängste aus." Der Prozeß zeigt eindringlich, daß dies auch auf Führungsoffiziere zutrifft, die sich - auch ein Selbstschutz - lieber den friedensschützenden, väterlichen Ge­stus zuschreiben möchten. Dagegen steht die unversöhnliche Abwehr, sich mit dem eigenen Handeln auseinan­derzusetzen. So empfahl sich Gene­ralleutnant Rolf Hüttel für den Ernst­fall eher in Gottes Hand als sein Wir­ken hinieden in Frage zu stellen.

    Das Maß von Verdrängung und Ag­gression, das das Frankfurter Urteil trotz der im Verfahren nachgerade mit Friedenstauben und nicht mit Atomsprengköpfen bewehrten NATO frei­setze, steht dazu nicht im Widerspruch. Krebs, Tod, Verdammnis, ewiges Fegefeuer beschworen Brief­schreiber und anonyme Anrufer und Anruferinnen inzwischen vor allen auf Richter Gehrke und auch auf den frei­gesprochenen Arzt herab. Hanne-Margret Birckenbach: "Die Tabuisie­rung des eigentlichen Problems ist also selbst dann, bzw. gerade dann, ge­währleistet, wenn es unübersehbar ist. Auf diese Weise werden Soldaten un­empfindlich für ihre eigenen Gefühls­lagen." Im Krieg steigert sich diese Unempfindlichkeit zu einer Überlebenstechnik."


    Ausgabe 7/1989

    Rubrik Initiativen

    Heide Platen

    Heide Platen ist Redakteurin der TAZ in Frankfurt.


    Info: https://www.friedenskooperative.de/friedensforum/artikel/alle-soldaten-sind-potentielle-moerder


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, awie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.11.2024

    Alastair Crooke: Die grundlegenden, sich anhäufenden Widersprüche des Westens

    seniora.org, 11. November 2024, Von Alastair Crooke 11.11.2024 - übernommen mit freundlicher Genehmigung von strategic-culture.su

    Der Westen hat nicht die finanzielle Schlagkraft, um die globale Vorherrschaft anzustreben  – falls er sie jemals hatte.



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    Alastair Crooke*

    Die Wahl ist erfolgt; Trump wird im Januar sein Amt antreten; viele der derzeitigen Parteifunktionäre werden ersetzt; es werden verschiedene politische Maßnahmen angekündigt   – aber die tatsächliche Übernahme der Macht (und nicht nur der Sitz im Weißen Haus) wird komplexer sein. Die USA haben sich in viele unterschiedliche Lehen   – fast Fürstentümer   – aufgespalten, von der CIA bis zum Justizministerium. Und auch Regulierungsbehörden wurden eingesetzt, um den Einfluss der Nomenklatura auf das Herzblut des Systems zu bewahren.

    Diese ideologischen Gegner zu neuem Denken zu bewegen, wird nicht ganz reibungslos verlaufen.

    Die US-Wahl war jedoch auch ein Referendum über den vorherrschenden westlichen intellektuellen Mainstream. Und das wird wahrscheinlich entscheidender sein als die US-Inlandswahl   – so wichtig diese auch ist. Die USA haben sich strategisch von der technokratischen Oligarchie abgewandt, die in den 1970er Jahren an die Macht kam. Der heutige Wandel spiegelt sich in den gesamten USA wider.

    1970 schrieb Zbig Brzezinski (der später Nationaler Sicherheitsberater von Präsident Carter werden sollte) ein Buch, in dem er die neue Ära vorhersah: Was er damals als „Das technetronische Zeitalter“ bezeichnete,

    „das allmähliche Entstehen einer stärker kontrollierten Gesellschaft. Eine solche Gesellschaft … wird von einer Elite beherrscht, die sich nicht von traditionellen Werten einschränken lässt … [und] eine kontinuierliche Überwachung jedes Bürgers [sowie] die Manipulation des Verhaltens und der intellektuellen Funktionsweise aller Menschen [werden zur neuen Norm werden].“

    An anderer Stelle argumentierte Brzezinski, dass „der Nationalstaat ... nicht mehr die wichtigste schöpferische Kraft ist: Internationale Banken und multinationale Unternehmen handeln und planen in Begriffen, die den politischen Konzepten des Nationalstaats weit voraus sind“.

    Brzezinski lag mit seiner Einschätzung der Vorteile einer technikbasierten kosmopolitischen Regierungsführung schlichtweg falsch. Und er lag entschieden und katastrophal falsch mit den politischen Rezepten, die er aus der Implosion der Sowjetunion im Jahr 1991 ableitete   – dass kein Land oder keine Gruppe von Ländern es jemals wagen würde, sich der Macht der USA entgegenzustellen. Brzezinski argumentierte in „The Grand Chessboard“ [„Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft“], dass Russland keine andere Wahl haben würde, als sich der Erweiterung der NATO und dem geopolitischen Diktat der USA zu unterwerfen.

    Aber Russland hat nicht aufgegeben. Und als Folge der Euphorie der Eliten von 1991 über das „Ende der Geschichte“ begann der Westen einen Krieg in der Ukraine, um seinen Standpunkt zu beweisen   – dass kein einzelnes Land hoffen könne, sich gegen das vereinte Gewicht der gesamten NATO zu behaupten. Sie sagten das, weil sie es glaubten. Sie glaubten an das westliche Manifest Destiny. Sie verstanden nicht, welche anderen Optionen Russland hatte.

    Heute ist der Krieg in der Ukraine verloren. Hunderttausende sind unnötig gestorben   – für eine Einbildung. Der „andere Krieg“ im Nahen Osten sieht nicht anders aus. Der Krieg zwischen Israel und den USA gegen den Iran wird verloren sein und Zehntausende Palästinenser und Libanesen werden sinnlos gestorben sein.

    Und die „immerwährenden Kriege“, die der Oberbefehlshaber der NATO nach 9/11 erwartete, um eine Reihe von Staaten zu stürzen (zuerst den Irak und dann Syrien, den Libanon, Libyen, Somalia, den Sudan und den Iran), führten nicht nur nicht zur Festigung der US-Hegemonie, sondern stattdessen zu Kasan und zu BRICS mit seiner langen Reihe von Bewerbern für die Mitgliedschaft, die bereit sind, sich gegen ausländischen Kolonialismus zu wehren.

    Der Gipfel von Kasan war vorsichtig. Er brachte keine Flut von Lösungen hervor; einige BRICS-Staaten waren zögerlich (die US-Wahlen standen in der darauffolgenden Woche an). Putins Kommentare zu diesen letzteren Staaten waren sorgfältig abgewogen: Schaut, was die USA euch antun können, wenn ihr ihnen irgendwann in die Quere kommt. Schützt euch.

    Alles, was der BRICS-Präsident (Putin) zu diesem Zeitpunkt sagen konnte, war: Hier sind die Probleme, die [wir lösen müssen]. Es ist verfrüht, zum jetzigen Zeitpunkt eine vollständige alternative Bretton-Woods-Struktur einzurichten. Aber wir können den Kern einer umsichtigen Alternative für die Arbeit im Dollarraum schaffen: ein Abwicklungs- und Clearingsystem, BRICS Clear; eine Referenzrechnungseinheit; eine Rückversicherungsstruktur und die BRICS-Karte   – ein Einzelhandels-Zahlungskartensystem ähnlich AliPay.

    Vielleicht erweisen sich eine Reservewährung und die gesamte Bretton-Woods-Ausstattung als unnötig. Die Finanztechnologie entwickelt sich schnell weiter   – und vorausgesetzt, das BRICS-Clearingsystem funktioniert, könnten sich daraus letztlich eine Vielzahl separater Fintech-Handelskanäle ergeben.

    Aber „eine Woche ist eine lange Zeit in der Politik“. Und eine Woche später war das westliche intellektuelle Paradigma über den Haufen geworfen. Die Shibboleths* der letzten fünfzig Jahre wurden in den USA von den Wählern auf breiter Front abgelehnt. Die Ideologie, die kulturelle Vergangenheit „ungeschehen zu machen“, die Lehren der Geschichte (weil sie angeblich „falsche“ Perspektiven bieten) beiseite zu schieben und die Ablehnung von ethischen Systemen, die sich in den Mythen und Geschichten einer Gemeinschaft widerspiegeln, wurden selbst abgelehnt!

    Es ist wieder in Ordnung, ein „Zivilisationsstaat“ zu sein. Der radikale Zweifel und Zynismus der angelsächsischen Welt wird auf eine Perspektive unter vielen reduziert. Und kann nicht mehr das universelle Narrativ sein.

    Nun, nach der US-Wahl muss die Stimmung in den BRICS-Staaten wie ein Turbolader sein. Vorstellungen, die letzte Woche noch undenkbar waren, wurden eine Woche später möglich und denkbar. Historiker werden vielleicht zurückblicken und feststellen, dass die zukünftige Architektur des modernen globalen Finanzwesens und der modernen globalen Wirtschaft in Kasan zwar nur unter Schwierigkeiten geboren wurde, aber jetzt ein gesundes Kind ist.

    Wird alles reibungslos verlaufen? Natürlich nicht. Die Unterschiede zwischen den BRICS-Mitgliedsstaaten und den „Partnerstaaten“ werden bestehen bleiben, aber diese Woche hat sich ein Fenster geöffnet, frische Luft ist hereingekommen, und viele werden aufatmen. Wenn es eine Sache gibt, die klar sein sollte, dann ist es, dass eine zweite Trump-Regierung wahrscheinlich nicht das Bedürfnis verspüren wird, einen „Krieg gegen die Welt“ zu führen, um ihre globale Hegemonie aufrechtzuerhalten (wie es in der 2022 National Defence Strategy  [der Nationalen Verteidigungsstrategie von 2022] gefordert wird).

    Die USA stehen heute vor ihren eigenen internen strukturellen Widersprüchen, auf die Trump regelmäßig anspielt, wenn er über die verdunstete amerikanische reale Wirtschaft aufgrund der ins Ausland verlagerten Produktionsbasis spricht. Ein aktueller Bericht der Organisation RAND stellt jedoch eindeutig fest, dass die US-amerikanische Verteidigungsindustrie nicht in der Lage ist, den Bedarf der USA und ihrer Verbündeten und Partner an Ausrüstung, Technologie und Munition zu decken. Ein langwieriger Konflikt, insbesondere an mehreren Schauplätzen, würde eine viel größere Kapazität [  – und einen drastisch erhöhten Verteidigungshaushalt] erfordern.

    Trumps Plan zur industriellen Erholung, der jedoch aus schmerzhaft hohen Zöllen besteht, die die amerikanische Produktion ankurbeln sollen, ein Ende der Verschwendungssucht des Bundes und niedrigere Steuern deuten jedoch auf eine Umkehr zu finanzpolitischer Rechtschaffenheit hin   – nach Jahrzehnten der finanzpolitischen Laxheit und unkontrollierten Kreditaufnahme. Nicht hohe Militärausgaben! (Die Verteidigungsausgaben während des Kalten Krieges basierten übrigens auf Spitzensteuersätzen von über 70 Prozent und Körperschaftsteuersätzen von durchschnittlich 50 Prozent   – was nicht mit dem übereinzustimmen scheint, was Trump vorhat).

    Professor Richard Wolff kommentierte kürzlich in einem Interview, dass der Westen als Ganzes in großen finanziellen Schwierigkeiten steckt, und zwar genau aufgrund solcher unkontrollierten Staatsausgaben:

    „Vor ein paar Jahren waren die Anleihegläubiger zum ersten Mal nicht mehr bereit, die Defizite Großbritanniens weiter zu finanzieren, und [die britische Regierung wurde abgewählt]. Herr Macron beschreitet nun genau diesen Weg. Die Anleihegläubiger haben den Franzosen mitgeteilt, dass sie ihre Staatsschulden nicht weiter finanzieren werden.

    Und so funktioniert das Ganze: Die Anleihegläubiger sagen den Franzosen, dass sie ihre Ausgaben zügeln müssen ... Die Anleihegläubiger sagen, dass sie aufhören müssen, Defizite zu machen. Und wie jeder Student weiß, könnte man Defizite durch Ausgabenkürzungen in den Griff bekommen. Aber es gibt eine Alternative:Sie heißt Besteuerung. Und sie heißt Besteuerung von Unternehmen und Reichen, denn die anderen haben nichts mehr, was man besteuern könnte   – man hat alles getan, was man tun kann [mit Steuern auf normale französische Bürger].

    [Allerdings] ist die Besteuerung von Unternehmen und Reichen ... irgendwie nicht nur „nicht machbar“, sondern auch nicht diskutabel. Es kann nicht auf den Tisch gelegt werden: Nichts. (oder etwas so Geringes, dass das Defizit nie ausgeglichen werden kann). Wir haben jetzt zu viele Schulden. Und es stellt sich heraus, dass die Regierung, wie die amerikanische Regierung, in den nächsten Jahren so viel für den Schuldendienst ausgeben muss wie für die Verteidigung. Und das lässt nicht viel für alle anderen übrig. Und alle anderen sagen: Nein, nein, nein, nein, nein, nein.

    Und jetzt macht sich der Anleiheninhaber Sorgen, denn eine Möglichkeit, dieses Problem zu lösen, wäre, die Zahlungen an die Anleiheninhaber einzustellen, und das darf natürlich nie passieren. Wir haben es also mit zwei Absurditäten zu tun. Man kann die Zahlungen an die Anleiheninhaber nicht einstellen (obwohl man es natürlich könnte, aber mit schlimmen Folgen). Und man kann Unternehmen und Reiche nicht besteuern. Und natürlich kann man es. Ich denke, wir erreichen einen Punkt, an dem sich diese Widersprüche angesammelt haben. Man muss kein Hegelianer oder Marxist sein, um zu verstehen, dass diese sich anhäufenden Widersprüche sehr tiefgreifend, sehr groß und sehr grundlegend sind.“

    Sie sagen uns, dass die Welt einerseits die westliche Vision nicht als universell anwendbar akzeptiert   – und andererseits der Westen nicht über die finanzielle Schlagkraft verfügt, um die globale Vorherrschaft anzustreben   – falls er sie jemals hatte: Zugzwang (sic!).

    *Alastair Warren Crooke CMG, geboren am 30. Juni 1949, ist ein ehemaliger britischer Diplomat. Er ist Gründer und Direktor des Conflicts Forum mit Sitz in Beirut, einer Organisation, die sich für ein Engagement zwischen dem politischen Islam und dem Westen einsetzt. Zuvor war er eine hochrangige Persönlichkeit sowohl im britischen Geheimdienst als auch in der Diplomatie der Europäischen Union.Wikipedia

    ___________________

    * Anmerkung des Übersetzers:

    "Shibboleths" bezeichnet Wörter, Ausdrücke oder Bräuche, die charakteristisch für eine bestimmte Gruppe sind und oft genutzt werden, um Mitglieder dieser Gruppe von Außenstehenden zu unterscheiden. Der Begriff stammt vom hebräischen Wort "שִׁבֹּלֶת" (shibbólet) und bedeutet „Ähre“ oder „Strom“. Seine heutige Bedeutung geht auf eine biblische Geschichte zurück, in der die Aussprache von „Shibboleth“ verriet, ob jemand aus der Region Ephraim stammte, da diese den Begriff anders aussprachen als Menschen aus anderen Regionen.

    In modernen Kontexten sind Shibboleths sprachliche oder kulturelle Merkmale   – wie bestimmter Jargon, Dialekte, Slang oder Traditionen   –, die die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe signalisieren. Sie können subtil sein, wie eine spezielle Aussprache, oder breiter gefasst, wie ein kultureller Verweis, den nur Mitglieder einer Gemeinschaft verstehen.

    In Politik und Ideologie sind Shibboleths bestimmte Ausdrücke oder Phrasen als Symbole für eine bestimmte politische Einstellung.


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    Quelle: Strategic-Culture-su - Mit freundlicher Genehmigung übernommen

    https://strategic-culture.su/news/2024/11/11/west-very-fundamental-accumulating-contradictions/

    Die Übersetzung besorgte Andreas Mylaeus


    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acymailing&ctrl=url&subid=3998&urlid=6394&mailid=2390


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    11.11.2024

    Pepe Escobar: Trumpquake

    seniora.org, 11. November 2024, Von Pepe Escobar 07.11.2024

    Schnallen Sie sich an: Was auch immer passiert, Trumpquake wird mit Sicherheit eine holprige Fahrt.

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    © Photo: SCF












    Auf der politischen Richterskala war das ein Killer   – im wahrsten Sinne des Wortes. Was als liberale totalitäre Show gedacht war, wurde brutal und ohne Umschweife aus dem Park gefegt   – aus jedem Park. Schon vor dem Wahltag war sich das kritische Denken der Herausforderungen bewusst. Mit Betrug gewinnt Kamala. Ohne Betrug gewinnt Trump. Es gab bestenfalls (gescheiterte) Betrugsversuche. Die Schlüsselfrage bleibt: Was will der US-amerikanische Schattenstaat wirklich?

    Mein E-Mail-Postfach ist voll mit tränenreichen Berichten aus dem US-amerikanischen Think-Tank-Land, in denen man sich ungläubig fragt, warum Kamala überhaupt verlieren konnte. Die Antwort ist ganz einfach   – abgesehen von ihrer schieren Inkompetenz und völligen Mittelmäßigkeit, die sie buchstäblich laut herausposaunt.

    Das Erbe der Regierung, der sie angehörte, ist verheerend   – von Crash Test Dummy bis hin zu Little Butcher Blinkie.

    Anstatt sich um den miserablen Zustand auf allen Ebenen zu kümmern, was diese mythische Entität, „das amerikanische Volk“, betrifft, haben sie sich dafür entschieden, alles in einen von Neokonservativen angezettelten Stellvertreterkrieg zu investieren, um Russland eine „strategische Niederlage“ zuzufügen   – indem sie russische Vermögenswerte stahlen, einen Tsunami von Sanktionen auslösten und eine Reihe von wunderwaffen (sic!) verschifften. Die Instrumentalisierung der Ukraine führte zu unzähligen Toten auf ukrainischer Seite und der unvermeidlichen, sich schnell nähernden kosmischen Demütigung der NATO auf dem schwarzen Boden von Novorossiya.

    Sie haben alles investiert, um einen Völkermord in Gaza zu unterstützen, der mit einem riesigen Arsenal amerikanischer Waffen durchgeführt wurde: eine lebensraumorientierte ethnische Säuberung und Ausrottung, die von einer Gruppe talmudischer Psychopathen geleitet wurde   – und unter der „regelbasierten internationalen Ordnung“ vermarktet wurde, die Butcher Blinkie bei jeder bilateralen oder multilateralen Versammlung von sich gab.

    Es ist kein Wunder, dass Westasien und der weitere globale Süden bald die Botschaft verstanden haben, was jedem passieren kann, der es wagt, sich den „Interessen“ des Hegemon zu widersetzen. Daher der Gegenschlag: die Stärkung von BRICS und BRICS+, die vor zwei Wochen in Kasan vor den Augen der ganzen Welt gefeiert wurde.

    Zumindest hatte diese Regierung einen Verdienst: Sie stärkte die Bande zwischen allen großen „existenziellen Bedrohungen“ für den Hegemon: drei BRICS-Staaten (Russland, China, Iran) sowie die unbeugsame DVRK. All dies im Gegensatz zu einem mageren taktischen Sieg   – der möglicherweise nicht lange anhält: die absolute Unterwerfung Europas.

    Die Ukraine hängt am Hals Europas

    Natürlich gewinnt man mit Außenpolitik keine US-Wahlen. Die Amerikaner selbst müssen ihre Probleme lösen oder in einen Bürgerkrieg stürzen. Was den Großteil der globalen Mehrheit betrifft, so macht sie sich keine Illusionen. Die verschlüsselte Botschaft von Trumpquake lautet, dass die zionistische Lobby gewinnt   – wieder einmal. Vielleicht nicht so einstimmig, wenn wir alle Strömungen der Neokonservativen und Zio-Konservativen berücksichtigen. Die Wall Street gewinnt erneut (Larry Fink von BlackRock sagte dies bereits vor dem Wahltag). Und auch prominente Silos im gesamten Deep State gewinnen erneut. Das wirft eine abgewandelte Frage auf: Was ist, wenn Trump sich nach dem 25. Januar ermutigt genug fühlt, eine stalinistische Säuberung des Deep State einzuleiten?

    Der Wahltag verlief fast zeitgleich mit der Jahresversammlung des Valdai-Clubs in Sotschi, bei der der Superstar, wenig überraschend, der renommierte Geopolitiker Sergej Karaganow war. Natürlich bezog er sich direkt auf die „Ewigen Kriege“ des Imperiums: „Wir leben in biblischen Zeiten.“

    Und noch vor dem Trumpquake betonte Karaganow ruhig: “Wir werden den Westen in der Ukraine besiegen   – ohne auf die ultimativen Mittel zurückzugreifen.“ Und das „wird für einen friedlichen Rückzug der USA sorgen   – die zu einer normalen Supermacht wird.“ Europa wird sich unterdessen „an den Rand der Geschichte begeben.“

    All das ist zutreffend. Aber dann stellte Karaganov ein verblüffendes Konzept vor: “Der Krieg in der Ukraine ist ein Ersatz für den Dritten Weltkrieg. Danach können wir uns auf eine Art Ordnung in Eurasien einigen.“

    Das wäre die „Unteilbarkeit der Sicherheit“, die Putin Washington im Dezember 2021 vorgeschlagen hat   – und die dort abgelehnt wurde   –, als Teil der „Greater Eurasia Partnership“, die von Karaganov selbst konzipiert wurde.

    Das Problem ist jedoch seine Schlussfolgerung: „Lasst uns den Krieg in der Ukraine zum letzten großen Krieg im 21. Jahrhundert machen.“

    Ja, da liegt der Hund begraben: Der eigentliche große Krieg ist in Wirklichkeit Eretz Israel gegen die Achse des Widerstands in Westasien.

    Machen wir einen kurzen Boxenstopp in Europa, bevor wir zum Kern der Sache kommen. Trumpquake ist bereit, die Ukraine wie einen überlebensgroßen Albatros an den Hals Europas zu hängen. Die Kurzfassung: Ausstieg aus der Finanzierung des zum Scheitern verurteilten Projekts Ukraine durch amerikanisches Geld. Einstieg von deutschem Geld in die Kassen der Waffenlobby innerhalb des von Ray McGovern geprägten MICIMATT (military-industrial-congressional-intelligence-media-academia-think tank complex   – Militärisch-Industrieller-Kongress-Geheimdienst-Medien-Akademischer-Think-Tank-Komplex).

    Das US-Finanzministerium hat ein internes Memorandum herausgegeben, das bis zum 30. April 2025 gültig ist   – wenn Trump bereits drei Monate im Amt sein wird   – und Transaktionen mit russischen Banken in Bezug auf Öl, Erdgas, Holz und jede Form von Uran erlaubt.

    Die leichtgläubige, von Brüssel geführte EU wird die schwere Last tragen, die Ukraine zu einem Waffenlager zu machen, während sie Welle um Welle neue Flüchtlinge aufnimmt und sich von allen ihren Geldern verabschiedet, die bereits in dieses riesige schwarze Loch investiert wurden.

    Vorsicht vor diesem Möchtegern-Tony Soprano

    Trumpquake   – wenn man es für bare Münze nimmt   – wird den US-Dollar zwangsläufig weiter als Waffe nutzen; Trump hat öffentlich damit gedroht, jede Nation auf die schwarze Liste zu setzen, die andere Währungen für den internationalen Handel verwendet. Die BRICS- und BRICS+-Partner haben dies registriert; und das wird die Erprobung aller Modelle im BRICS-Labor beschleunigen, was zu einem mehrschichtigen alternativen Handelsabwicklungssystem führen wird.

    Die BRICS-Staaten und die globale Mehrheit wissen auch, dass Trump tatsächlich die Nordstream-Sanktionen abgesegnet hat   – als er kürzlich davon sprach, Nord Stream „zu töten“. Und sie wissen auch, dass er während Trump 1.0 weniger als nichts unternommen hat, um eine Lösung für den Stellvertreterkrieg in der Ukraine zu finden.

    Jetzt kommen wir zum entscheidenden Punkt. Trump hat das JCPOA   – das Atomabkommen mit dem Iran   – das von den P5+1 (den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats plus Deutschland) ausgehandelt wurde, persönlich zerstört. Moskau   – und Peking   – wissen ganz genau, wie dies zu einer weiteren Destabilisierung ganz Westasiens führte, in Verbindung mit der von Trump angeordneten Ermordung von General Soleimani, die den Beginn der von mir so genannten „Raging Twenties“ markierte.

    Zu guter Letzt hat Trump den bombastisch benannten „Deal des Jahrhunderts“ ausgehandelt: die Abraham Accords (Abraham-Abkommen), deren Umsetzung jede Möglichkeit einer Zweistaatenlösung zwischen Israel und Palästina für immer begraben wird.

    Das Abkommen   – das als ebenso ruchlos wie die Balfour-Erklärung von 1917 angesehen werden kann   – könnte in einem Koma liegen. Aber MbS' WhatsApp-Freund Jared Kushner ist zurück und wird den Druck sicherlich wieder erhöhen. MbS hat sich noch nicht für die BRICS entschieden. Trump wird durchdrehen, wenn MbS zunehmend auf den Petroyuan-Weg einschwenkt.

    All das bringt uns zu einer äußerst ruchlosen Person, dem Möchtegern-Tony Soprano* Mike Pompeo, der ein ernsthafter Kandidat für den Posten des Pentagon-Chefs ist. Das würde große Probleme mit sich bringen. Pompeo war CIA-Direktor und Außenminister unter Trump 1.0. Er ist ein Über-Falke in Bezug auf Russland, China und insbesondere den Iran.

    Die drängende Frage von nun an ist wohl, ob Trump   – dessen Leben nach seiner eigenen Auslegung von Gott verschont wurde   – das tut, was seine überreichen Spender von ihm erwarten, Pompeo und ähnliche Gangster für Schlüsselpositionen ernennt und in den Krieg Israels gegen den Iran und die Achse des Widerstands investiert.

    Wenn das der Fall ist, muss er sich keine Sorgen über einen weiteren gescheiterten Scharfschützen machen. Aber wenn er wirklich versucht, sein eigenes Ding zu machen, steht außer Frage, dass er ein Todgeweihter ist.

    Die gesamte globale Mehrheit wartet also mit angehaltenem Atem. Wie wird sich Trumpquake in der geopolitischen MAGA-Sphäre auswirken? Sichere Wetten konzentrieren sich auf den umfangreichen Einsatz privater Militärunternehmen (PMCs) für außenpolitische „Missionen“ und ausgewählte, gezielte militärische „Interventionen“. Zu den Zielen könnten alle Akteure des globalen Südens gehören, von Mexiko (um „die Grenze zu sichern“) bis Venezuela (die Monroe-Doktrin „sichert das Öl“), Jemen (um „das Rote Meer zu sichern“) und natürlich Iran (eine massive Bombenkampagne, um „Israel zu sichern“).

    Kurz gesagt: keine neuen Kriege (wie von Trump versprochen), nur ein paar gezielte Übergriffe. Und dazu ein Hybridkrieg auf Hochtouren. Brasilien, aufgepasst: Trumpquake wird es nicht dulden, dass ein wirklich souveränes BRICS-Mitglied seinen Einfluss im Globalen Süden in der „Westlichen Hemisphäre“ ausbaut.

    Schnallen Sie sich an: Was auch immer passiert, Trumpquake wird mit Sicherheit eine holprige Fahrt.

    __________________

    * Anmerkung des Übersetzers: Tony Soprano ist die Hauptfigur der TV-Serie The Sopranos, die von 1999 bis 2007 ausgestrahlt wurde und als eine der einflussreichsten Serien des modernen Fernsehens gilt. Er ist ein italienisch-amerikanischer Mafiaboss in New Jersey. Die Serie zeigt sein Leben zwischen familiären Herausforderungen und den Spannungen innerhalb des organisierten Verbrechens, das er leitet. Interessant an Tony ist seine Ambivalenz: einerseits ein brutaler Gangster, andererseits ein Mensch mit psychischen Problemen, der wegen Panikattacken eine Psychotherapie beginnt.


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    Quelle: strategic-culture.su - mit freundlicher Genehmigung übernommen

    https://strategic-culture.su/news/2024/11/07/trumpquake/

    Die Übersetzung besorgte Andreas Mylaeus


    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acymailing&ctrl=url&subid=3998&urlid=6391&mailid=2389


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, awie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.11.2024

    Politische Wende in Deutschland? – Scholz diskutiert "Finnlandisierung" der Ukraine

    freedert.online, 11 Nov. 2024 12:45 Uhr

    In Gesprächen mit NATO-Generalsekretär Rutte macht Bundeskanzler Scholz den Vorschlag einer "Finnlandisierung" der Ukraine. Die Idee könnte zu direkten Verhandlungen mit Russland führen und zeigt einen Wandel in der politischen Stimmung in Europa und Deutschland.


    Politische Wende in Deutschland? – Scholz diskutiert "Finnlandisierung" der UkraineQuelle: Legion-media.ru © dts

    Nachrichtenagentur


    Bundeskanzler Olaf Scholz zu Gast in einer ARD-Talkshow am 10. November 2024 in Berlin


    Bei einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat Bundeskanzler Olaf Scholz die Idee einer "Finnlandisierung" der Ukraine vorgeschlagen, berichtet die Nachrichtenagentur Responsible Statecraft. Dieses Modell sieht den Verzicht der Ukraine auf eine NATO-Mitgliedschaft vor, ähnlich dem neutralen Status Finnlands während des Kalten Krieges.

    In der Publikation heißt es, die Diskussion über eine "Finnlandisierung" zeige, wie weit sich die europäische Debatte von der früheren Maxime "alles für den Sieg der Ukraine" hin zu einer nüchternen Einschätzung der Lage vor Ort entwickelt habe. Die Agentur zitiert:


    "Seit Jahrzehnten erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen": Scholz telefoniert mit Trump





    "Seit Jahrzehnten erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen": Scholz telefoniert mit Trump






    "Bundeskanzler Scholz bringt seit Monaten Ideen ins Spiel, die bis vor kurzem noch als Tabu galten – allen voran den Vorschlag direkter Verhandlungen mit Russland auf dem nächsten Ukraine-Friedensgipfel."

    Überdies weist der Autor auf eine tiefe Krise im politischen Leben Deutschlands hin, da unter den großen deutschen Parteien eine Spaltung in der Haltung zum Ukraine-Konflikt zu beobachten sei. Das Fazit des Artikels lautet:

    "Selbst wenn die 'Finnlandisierung' der Ukraine zur offiziellen Linie der neuen deutschen Regierung werden sollte, könnte der Zeitpunkt für ein Ende der Kampfhandlungen bereits verpasst sein."

    Zuvor hatte Scholz mit dem designierten US-Präsidenten Donald Trump über geopolitische Herausforderungen und die bilateralen Beziehungen telefoniert. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen Sprecher der Bundesregierung.

    Ferner betonte Scholz die Bereitschaft der Bundesregierung, die jahrzehntelange erfolgreiche Zusammenarbeit beider Länder fortzusetzen. Man habe sich auch darauf verständigt, gemeinsam an der Wiederherstellung des Friedens in Europa zu arbeiten, so der Regierungssprecher.

    Mehr zum ThemaEuropa wird gezwungen sein, sich Russland zu ergeben



    Priorität der Bundesregierung: Deutschland oder Ukraine?


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    Info: https://freedert.online/inland/225544-politische-wende-in-deutschland-scholz-diskutiert-finnlandisierung-der-ukraine


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, awie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.11.2024

    Netanjahu bekennt sich zu den Pager-Angriffen auf die Hisbollah

    Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat die Verantwortung für die Pager-Sprengstoffanschläge im Libanon übernommen. Dies geht aus einer Erklärung seines Sprechers hervor. Zuvor hatten lokale Journalisten berichtet, dass der israelische Regierungschef entsprechende Äußerungen während einer Kabinettssitzung gemacht haben soll.


    Screenshot_2024_11_11_at_18_15_27_Netanjahu_bekennt_sich_zu_den_Pager_Angriffen_auf_die_Hisbollah_RT_DE

    Video https://rumble.com/v5o496w-netanjahu-bekennt-sich-zu-den-pager-angriffen-auf-die-hisbollah.html Dauer 1:11 min


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    11.11.2024

    Admiral Bauer: Ohne Russlands Atomwaffen wären NATO-Truppen bereits in der Ukraine

    Die Truppen des von den USA angeführten Blocks wären bereits in der Ukraine vor Ort, wenn es Moskaus Atomwaffenarsenal nicht gäbe, behauptet Rob Bauer.


    Admiral Bauer: Ohne Russlands Atomwaffen wären NATO-Truppen bereits in der UkraineQuelle: Gettyimages.ru © Dursun Aydemir / Anadolu


    Archivbild: NATO-Militärausschuss-Chef Rob Bauer.


    Die NATO-Streitkräfte wären bereits in der Ukraine vor Ort und würden gegen die russischen Truppen kämpfen, wenn es nicht Moskaus Arsenal an Atomwaffen gäbe, sagte der scheidende Vorsitzende des Militärausschusses des von den USA geführten Blocks, Admiral Rob Bauer.


    Kreml dementiert: Kein Telefonat zwischen Trump und Putin





    dementiert: Kein Telefonat zwischen Trump und Putin







    In seiner Rede am Sonntag während eines Verteidigungsgipfels in Prag erinnerte Bauer an die Erfahrungen der NATO bei der Teilnahme an Konflikten in Afghanistan und im Irak. Er merkte an, dass ein Kampf gegen Russland in der Ukraine jedoch "nicht dasselbe" wäre wie der Kampf in Afghanistan, da die militanten Taliban keine Atomwaffen besäßen.

    "Ich bin mir absolut sicher, dass wir in der Ukraine wären, um sie rauszuschmeißen, wenn die Russen keine Atomwaffen hätten", sinnierte der Admiral.

    Die Aussicht auf einen Einsatz von NATO-Soldaten vor Ort in der Ukraine ist seit der Eskalation der seit langem bestehenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine Anfang 2022 ein Streitpunkt im Westen. Zwar hat kein Land die Idee uneingeschränkt unterstützt, da befürchtet wird, dass dies zu einer direkten Konfrontation zwischen der NATO und Russland führen könnte. Einige, wie der französische Präsident Emmanuel Macron, haben aber vorgebracht, dass diese Option nicht völlig ausgeschlossen werden könne.

    Im vergangenen Monat argumentierte auch der litauische Außenminister Gabrielius Landsbergis in einer Erklärung gegenüber Politico, dass Brüssel die Gespräche über "Bodentruppen" der EU in der Ukraine wiederbeleben sollte, insbesondere als Vergeltung für die angebliche Beteiligung nordkoreanischer Soldaten aufseiten Russlands.


    Bericht: USA verlegen einen weiteren strategischen Bomber nach Europa





    Bericht: USA verlegen einen weiteren strategischen Bomber nach Europa






    Moskau hat wiederholt vor der Entsendung westlicher Streitkräfte in die Ukraine gewarnt, wobei der russische Präsident Wladimir Putin betonte, dass ein solcher Schritt zu einem "ernsthaften Konflikt in Europa und einem globalen Konflikt" führen könnte.

    In der Zwischenzeit hat Russland auch seine Nukleardoktrin überarbeitet. Putin erklärte in diesem Zusammenhang, dass Moskau das Recht haben sollte, die nukleare Option in Betracht zu ziehen, wenn es von einem nicht-nuklearen Staat angegriffen wird, der von einem nuklear bewaffneten Staat unterstützt wird. Ein solcher Angriff sollte als gemeinsamer Angriff behandelt werden, wenn es um eine Vergeltungsmaßnahme gehe, erklärte Putin.


    Mehr zum ThemaLiveticker Ukraine-Krieg


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    Info: https://freedert.online/international/225574-nato-admiral-bauer-beschwert-sich


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    11.11.2024

    Telegraph: Paris und London drängen Biden zur Eskalation in der Ukraine

    Die Erlaubnis der USA an Kiew, Storm-Shadow-Raketen einzusetzen, würde Trumps möglichen Politikwechsel verhindern, schrieb das Blatt. Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, den Ukraine-Konflikt möglichst schnell beenden zu wollen.


    Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Henri Szwarc / Starface


    Keir Starmer und Emmanuel Macron, 11.11.2024


    Der britische Premier Keir Starmer und der französische Präsident Emmanuel Macron wollen noch einmal US-Präsident Joe Biden bitten, Kiew zu erlauben, Ziele tief in Russland mit westlichen Waffen anzugreifen, berichtete der Telegraph am Sonntag.


    Kreml dementiert: Kein Telefonat zwischen Trump und Putin





    Kreml dementiert: Kein Telefonat zwischen Trump und Putin 







    Großbritannien und Frankreich haben der Ukraine eine Anzahl an Storm-Shadow/SCALP-Lenkraketen gegeben. Die USA, die einige Komponenten für die weitreichenden europäischen Waffen liefern, können deshalb mitentscheiden, wie diese genutzt werden. Biden hat wiederholt Anfragen des ukrainischen Staatschefs Wladimir Selenskij zurückgewiesen, Angriffe im russischen Hinterland zu erlauben, die nach Aussage Moskaus den Konflikt ernsthaft eskalieren würden.

    Gemäß den Quellen des Telegraph wollen die Regierungschefs Großbritanniens und Frankreichs einen "letzten Versuch" unternehmen, eine Veränderung der Politik des scheidenden Präsidenten zu erreichen, um "Donald Trumps Bemühungen, die US-Unterstützung für die Ukraine zurückzufahren, zu vereiteln". Der republikanische Politiker wird sein Amt am 20. Januar antreten, nachdem er vergangene Woche die US-Präsidentschaftswahlen gewonnen hatte.

    "Wir sind sehr interessiert daran, sicherzustellen, die Zeit zwischen jetzt und dem 20. Januar bestens zu nutzen und nicht einfach alles bis zur neuen Regierung auf Halt zu stellen", sagte eine höherrangige Quelle in Whitehall der britischen Zeitung.

    Trump erklärte während seines Wahlkampfs, er könne den Ukraine-Konflikt "in 24 Stunden" beenden, wenn er für eine zweite Amtszeit gewählt würde. Angeblich beabsichtigt er, beide Seiten unter Druck zu setzen, um Kiew und Moskau zu einem Kompromiss zu zwingen.


    Ukrainische Drohnen greifen zweimal Wohnhaus in Schebekino an – Ein Mann getötet



    Ukrainische Drohnen greifen zweimal Wohnhaus in Schebekino an – Ein Mann getötet






    Kiew behauptet, es könne mit Angriffen auf Ziele tief im Inneren Russlands mit weitreichenden westlichen Waffen die Wende auf dem Schlachtfeld herbeiführen. Am Wochenende starteten die Ukrainer das erste Mal seit Monaten Dutzende von Kamikaze-Drohnen in Richtung Moskau, aber es gelang ihnen laut russischen Vertretern nicht, ernsthaften Schaden anzurichten.

    Die westlichen Raketen sind wirkungsvoller als ukrainische Drohnen und können bessere Ergebnisse bringen, hatte Selenskij zuvor schon argumentiert, um zu erklären, warum er die Erlaubnis der Spender für solche Angriffe sucht.

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat gewarnt, seine Regierung werde jeden solchen Angriff, wie ihn sich Kiew und seine Unterstützer vorstellen, als einen Angriff desjenigen Staates behandeln, der die Waffen geliefert habe. Moskau werde auf eine derartige Eskalation entsprechend antworten, sagte Putin.


    Mehr zum Thema ‒ Trumps Rückkehr ins Weiße Haus erhöht Risiko politischer Turbulenzen in der Ukraine


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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    Weiteres:




    Außenpolitisches Eiern im Ukraine-Krieg: Scholz wird sichtlich nervös

    freedert.online, 18 Sep. 2024 17:19 Uhr,Von Kamran Gassanow

    Wenn es um den Ukraine-Krieg geht, ist die Bundesregierung Scholz, einer der größten Waffenlieferanten Kiews, in ihrer Rhetorik bisher weitestgehend kompromisslos. Dies ändert sich gerade aus außen- wie innenpolitischen Gründen.


    Außenpolitisches Eiern im Ukraine-Krieg: Scholz wird sichtlich nervösQuelle: Legion-media.ru © Pho

    tothek


    Olaf Scholz (SPD), Bundeskanzler, Aufgenommen Vor Beginn Eines Sitzung Des Bundeskabinetts Im Bundeskanzleramt. Berlin, 18.09.2024.






    Anfang September wurde der Bundeskanzler auf dem diplomatischen Felde wieder aktiv. Er begann, über einen Frieden in der Ukraine und einen Dialog mit Russland zu sprechen. Und das ist im Großen und Ganzen überraschend. Schließlich ist Olaf Scholz fast einer der wichtigsten "Falken" im Kampf gegen Russland.


    Britischer Ex-Premier drängt Olaf Scholz zur Taurus-Freigabe





    Britischer Ex-Premier drängt Olaf Scholz zur Taurus-Freigabe






    Abgesehen von den Taurus-Marschflugkörpern, deren Lieferung man aus Angst vor einer Eskalation nicht riskiert, hat die BRD der Ukraine mehr als großzügige Kriegshilfe geleistet – von Iris-Luftverteidigungssystemen bis hin zu Leopard-Panzern.

    In der Liste der Sponsoren der Ukraine liegt Deutschland noch vor Großbritannien und Frankreich. Und das, obwohl einerseits London Kiew am stärksten zur Eskalation anspornt und andererseits Emmanuel Macron kürzlich damit gedroht hat, NATO-Truppen an die Front zu schicken. Denn in all jenen Momenten, in denen die westliche Gemeinschaft erkannte, dass Kiews Gegenoffensive gescheitert war, Russland die Initiative ergriffen hatte, der US-Kongress damit drohte, die nächsten Hilfstranchen für Kiew nicht zu genehmigen und Europa keine frei verfügbaren Waffen mehr zu verschenken hatte, immer dann stand Scholz, ganz der sprichwörtliche Fels in der Brandung, für die Ukraine ein.

    Ja, zwar räumte auch Scholz im Mai ein, dass Deutschland bereits an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit angelangt sei. Insgesamt belief sich das Hilfsvolumen für die Ukraine auf 28 Milliarden Euro, weitere sieben Milliarden Euro stehen für 2024 noch zur Verfügung. Berlin werde aber "solange Hilfe leisten, wie nötig", versicherte der bundesdeutsche Regierungschef.

    Und obwohl im gesamten bisherigen Verlauf des Jahres 2024 ein aktiver Prozess des Herausarbeitens diplomatischer Wege stattfand und mehrere Länder wie die Schweiz, Dänemark, China, Indien, Brasilien, die Türkei und Saudi-Arabien gleichzeitig eigene Friedenspläne vorlegten, versuchte Scholz seinerseits, laute Phrasen über einen Frieden zu vermeiden. Er leugnete nicht das Ziel, den Krieg zu beenden, versuchte aber im Gegensatz zu den Ländern der globalen Mehrheit nicht, auf Russland irgendwie zuzugehen. Ungarn und Brasilien sprechen derweil offen von territorialen Zugeständnissen der Ukraine an Russland, NATO-Generalsekretär Stoltenberg lässt sie theoretisch zu, Biden überlässt die Kiew die Wahl.

    Seitens Scholz gibt es bisher nicht einmal Andeutungen auf einen territorialen Kompromiss, wie er zum Beispiel von Trump, Musk oder dem Papst angesprochen oder zumindest angedeutet wurde. Ebenso wenig erfolgten von Scholz irgendwelche Vorstöße, Russland zu Verhandlungen einzuladen oder gar vollwertige Kontakte mit dem Kreml wiederaufzunehmen.

    Lediglich ein einziges Mal im Winter ließ er die Kommunikation mit Putin theoretisch zu. Und auch das nur deswegen, weil er darauf angesprochen wurde. Schließlich konnte er sich seiner Wählerschaft nicht gänzlich als "Falke" präsentieren. Doch bei allen anderen Auftritten und Gelegenheiten versuchte sich Scholz im demonstrativen Muskelspiel. Während seines Besuchs bei Joseph Biden etwa kritisierte er das Interview des russischen Staatschefs an den Journalisten Tucker Carlson. Das sollte wohl dem Anführer der NATO ein weiteres Mal zeigen, dass in Berlin die Luft beileibe nicht raus sei, sondern ma bereit sei, im Kampf gegen Russland an vorderster Front zu stehen.

    Aus Washington zurückgekehrt, behauptete der Bundeskanzler auf der Münchner Sicherheitskonferenz, Russland bedrohe die NATO. Ebendort, in München, erinnerte er an die 100 Milliarden Euro, die zur Stärkung der Bundeswehr bereitgestellt wurden, und versprach, dass Deutschland beim NATO-Gipfel im Juli zeigen werde, welchen Beitrag es zur Verteidigung des Bündnisses leiste. Zum Aufbau oder zur Stärkung seines Images als NATO-Verteidiger begann Scholz im Frühjahr mit der Verlegung von 5.000 deutschen Soldaten nach Litauen. Schließlich nannte er, eine friedliche Konfliktbeilegung in der Ukraine betreffend, als Voraussetzung für die Aufnahme von Verhandlungen den Abzug der russischen Truppen aus den Gebieten der Ukraine.

    Doch dann kam es wie der sprichwörtliche Blitz aus heiterem Himmel: In den ersten Herbsttagen gaben Scholz und seine Mitarbeiter gleich drei Erklärungen ab, in denen sie ihre Friedensbereitschaft demonstrierten. Am 8. September erklärte der Kanzler in einem ZDF-Interview, bei dem es unter anderem um sein Telefonat mit Wladimir Selenskij und den Ukraine-Krieg ging:

    "Ich glaube, das ist jetzt der Moment, in dem man auch darüber diskutieren muss, wie wir aus dieser Kriegssituation doch zügiger zu einem Frieden kommen, als es gegenwärtig den Eindruck macht. Es wird auf alle Fälle eine weitere Friedenskonferenz geben – und der Präsident [Selenskij] und ich sind einig, dass es auch eine sein muss mit Russland dabei."

    Beim selben Interview äußerte er sich außerdem zu der Sache mit der Sprengung der beiden Erdgaspipelines Nord Stream 1 und 2:

    "Wir stehen dafür ein, dass nichts vertuscht und alles getan wird, um diejenigen, die das gemacht haben, zur Rechenschaft zu ziehen."

    Am darauffolgenden Tag tätigte Steffen Hebestreit, der Sprecher der Bundesregierung, die Äußerung, Olaf Scholz werde es nicht scheuen, mit Wladimir Putin zu telefonieren, wenn er den Moment für passend erachte. Doch der Moment ist ja gerade jetzt, Scholz' eigenen Worten nach zu urteilen, durchaus günstig:

    "Überall auf der Welt reift die Erkenntnis, dass dieser Krieg möglichst bald enden muss."

    Nun das Interessanteste: Laut Scholz' Regierungssprecher sollen jegliche Verhandlungen ausschließlich zwischen Kiew und Moskau geführt werden – während Deutschland nur eine unterstützende Rolle spielen könne.

    Noch mal zwei Tage später begann auch Kanzler Scholz selbst über Diplomatie zu sprechen. Er halte es für notwendig, eine Friedenskonferenz zur Ukraine abzuhalten – diesmal jedoch unbedingt unter Beteiligung Russlands:

    "Jetzt ist der Moment, jetzt ist die Zeit, wo wir ausloten müssen, welche Möglichkeiten sich ergeben.

    Wir brauchen eine weitere Friedenskonferenz. Und bei der muss es dann sein, dass Russland mit am Tisch sitzt. Das ist die Aufgabe, die wir jetzt bewältigen müssen. Auszuloten, was da geht."

    Um sicherzustellen, dass er auch ja richtig verstanden wird, machte der Kanzler natürlich gleich den Vorbehalt, dass jeglicher Frieden unter Wahrung der territorialen Integrität der Ukraine erreicht werden müsse und nicht erzwungen oder durch Kapitulation erreicht werden dürfe.

    Es fällt auf: Angesichts der vorherigen massiven Waffenlieferungen Deutschlands an die Ukraine, der stetigen Verschärfung der Rhetorik durch Scholz und der Lossagung von der bloßen Idee der Verhandlungen entsprechen diese jüngsten Ereignisse nicht der zuvor eingespielten Logik.

    Doch wenn wir uns den Tatsachen zuwenden und den Gedanken zulassen, dass in Scholz' Politik nicht immer der Idealismus den Pragmatismus überwiegt, dann werden die Veränderungen in der deutschen Außenpolitik nachvollziehbar.


    Die Ukraine reißt ganz Europa mit in ein schwarzes Energieloch





    Analyse

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    Erstens richten sich Scholz' Botschaften vor allem an das heimische Publikum. Die Unzufriedenheit der deutschen Bevölkerung mit der wirtschaftlichen Lage wächst. Inflation und ein Rückgang der Produktionsmengen sind das Ergebnis der Sanktionen gegen russische Energieexporte, der globalen Konfrontation, der erhöhten Militärausgaben für die Ukraine und die NATO, aber auch Deutschlands eigene Bundeswehr.

    Mit dem Beginn der Lieferungen von Lenkflugkörpern mit Gefechtsfeldreichweite und darüber hinaus ist das Risiko einer nuklearen Eskalation gestiegen. Mit einer Aufnahme von Lieferung von Waffen mit noch größerer Reichweite wird dieses Risiko noch weiter wachsen. Gewachsen ist – beziehungsweise weiter wachsen wird – damit auch das Risiko, dass Deutschland selbst in einen weiteren Krieg hineingezogen wird, was der deutsche Wähler ebenfalls äußerst schmerzhaft aufnimmt. Im Ergebnis dessen sind die SPD und deren Partnerparteien in der Ampel-Koalition in den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen bereits durchgefallen, während die Alternative für Deutschland, das Bündnis Sahra Wagenknecht und Die Linke zugelegt haben.

    Zweitens haben nicht nur die Bürger in Deutschland Angst vor einem militärischen Zusammenstoß mit Russland, sondern auch die Regierung. So wiederholt besagter Scholz denn auch bei jeder Gelegenheit, die BRD befinde sich nicht im Krieg gegen Russland. Im Jahr 2023 ließ die Bundesregierung die grüne Außenministerin Baerbock sich sogar für ihre Äußerung über einen angeblichen Krieg gegen Russland entschuldigen. Auf einen potenziellen Konflikt bereitet sich Deutschland sehr wohl vor, und die deutschen Geheimdienste haben bereits den Teufel eines russischen Einfalls in die baltischen Staaten und Polen an die Wand gemalt, den sie angeblich in ein paar Jahren befürchten.

    Einen Anlass für einen Frontalzusammenstoß auch noch künstlich zu erzeugen, will Scholz indes vermeiden. Dies aber, während der Überfall des ukrainischen Militärs ins russische Gebiet Kursk und die Diskussionen in NATO-Kreisen über eine Erlaubnis für Kiew, Ziele tief in Russland anzugreifen, dieses Vorhaben konterkarieren und bereits für sich genommen den Grad der Eskalation steigern.

    Drittens könnte die beschriebene Kehrtwende zum Frieden hin bei Scholz' – und sei sie wie bisher auch lediglich in seiner Rhetorik zu beobachten – zudem in Erwartung der Präsidentschaftswahlen in den USA im November 2024 eingetreten sein. Womöglich hat Kamala Harris ihren Konkurrenten Donald Trump bei den jüngsten Debatten beinahe ausgestochen. Dennoch bestehen vor dem Hintergrund der Fiaskos, die das Weiße Haus innenpolitisch ebenso wie außenpolitisch in der Ukraine wie im Palästina-Konflikt erlitten hat, hohe Chancen, dass Trump erneut im Präsidentensessel Platz nehmen wird.

    Deswegen erklärte Scholz bei der Münchner Sicherheitskonferenz dann auch, dass Europa sich selber um seine Sicherheit zu kümmern hat. Und zwar unabhängig davon, wer in Washington nun den Sieg einfahren wird. Zumal ein Sieg von Kamala Harris die Bedrohungen beileibe nicht ausräumen wird, die im Zusammenhang mit einer Fortführung des Ukraine-Konflikts über Deutschland schweben.

    Selbstredend wünscht Scholz keineswegs einen Frieden, der einkehren würde, nachdem Russlands Streitkräfte die Ukraine unangespitzt in den Boden gerammt hätten. Das stellt er auch öffentlich klar: Der Frieden dürfe nicht aufgezwungen werden oder erst nach einer Kapitulation einkehren.


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    Allerdings wird Scholz, sofern er vor die Wahl "Atomkrieg oder schlechter Frieden" gestellt wird, den "schlechten Frieden" wählen. Darum drängt der Bundeskanzler jetzt den kollektiven Westen wie den Rest der Welt zur Diplomatie, solange der Siedepunkt noch nicht erreicht ist.

    Deutschland selbst ist als ein Vermittler bei etwaigen Friedensgesprächen völlig impotent. Deswegen gibt Scholz jedoch nicht auf und zieht munter alle weiteren Register:

    Noch im April 2024 suchte Scholz, so wie eine ganze Reihe anderer europäischer Staats- und Regierungschefs, Chinas Staatschef Xi Jinping auf und bat ihn, Russland jegliche Hilfe zu verweigern und Moskau stattdessen unter Druck zu setzen. Damit setzten sie alle jedoch auf das falsche Pferd. Und nun erklärt Scholz, man müsse den Konflikt beilegen, indem man Russland an den Verhandlungstisch einlade. Die Vermittlerrolle könnte wiederum eine ganze Reihe Staaten übernehmen. Bei einem Auftritt im Bundestag im September erklärte Scholz, seine Regierung habe viel dafür unternommen, dass Friedenskonferenzen in Dänemark, Saudi-Arabien, auf Malta oder auch in der Schweiz stattfinden würden. Und jetzt wird in der EU eine weitere mögliche Konferenz diskutiert, weil die in der Schweiz sich als Reinfall entpuppte. Italiens Außenminister Antonio Tajani zum Beispiel unterstützt eine Vermittlerrolle Saudi-Arabiens.

    Aber da ist noch mehr. Befand man in Berlin zuvor, man müsse ausschließlich Russland unter Druck setzen, so gibt es nach Kursk auch Fragen an die Ukraine. Nicht umsonst haben sich deutsche Ermittler ausgerechnet jetzt an die Sprengung der Erdgaspipelines Nord Stream 1 und 2 erinnert und die Generalbundesanwaltschaft einen Haftbefehl gegen den Ukrainer Wladimir Schurawljow erwirkt. Ebenfalls nicht zufällig hat Scholz ausgerechnet in seinem Interview an die ZDF, als er erstmals nach langem Schweigen ernsthaft von einer friedlichen Beilegung des Ukraine-Konflikts sprach, gleichzeitig in Bezug auf die Sprengung von Nord Stream erklärt:

    "Wir stehen dafür ein, dass nichts vertuscht und alles getan wird, um diejenigen, die das gemacht haben, zur Rechenschaft zu ziehen."

    Kurzum, ganz gleich, wann und wo eine Friedenskonferenz stattfindet, bei der sich Vertreter Russlands und der Ukraine erstmals seit den Verhandlungen von Istanbul von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen: Olaf Scholz scheint doch sehr darauf zu bauen.

    Übersetzt aus dem Russischen. Zuerst am 15. September 2024 bei Wsgljad erschienen.

    Kamran Gassanow ist ein russischer Journalist, Politologe und Blogger. Erhielt an der Universität Salzburg den Doktortitel für Politikwissenschaften. Leitender Dozent des Lehrstuhls für Theorie und Geschichte des Journalismus an der Philologiefakultät der Russischen Universität der Völkerfreundschaft. Gassanows Interesseschwerpunkt sind Europastudien.

    Er war beziehungsweise ist als politischer Beobachter und Korrespondent für die russischen Nachrichtenagenturen Rex und Regnum sowie die Medienhäuser Life, Sputnik und RT tätig.


    Mehr zum Thema – Nord-Stream-Pipelines: Nach deutschen Vorwürfen nehmen Spannungen zwischen Berlin und Warschau zu


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
    Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
    Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

    Info: https://freedert.online/international/219569-aussenpolitisches-eiern-um-ukraine-krieg


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    11.11.2024

    "Deutschland im Niedergang" – Österreichs Ex-Kanzler Kurz rechnet mit Ampel-Regierung ab

    freedert.online, 11 Nov. 2024 11:52 Uhr

    Der ehemalige österreichische Kanzler Sebastian Kurz zeigte sich "froh" über das Zerbrechen der deutschen Ampel-Koalition. Er kritisierte die Migrationspolitik und zog Parallelen zu den Fehlern von 2015/16, als Deutschland seine Grenzen öffnete.


    Quelle: Gettyimages.ru



    Sebastian Kurz (Bild)


    Der ehemalige österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hat im Interview mit der Kronen Zeitung harte Kritik an der kürzlich gescheiterten deutschen Ampel-Koalition geübt. Für Kurz ist der Zerfall der Regierung aus SPD, Grünen und FDP ein notwendiges Ende einer "verfehlten Politik", die in den letzten Jahren das Vertrauen der Bürger verspielt habe.


    Migrationspolitik als "Offene-Tür-Ansatz"

    Sebastian Kurz, der in seiner Amtszeit durch seine restriktive Migrationspolitik bekannt wurde, machte deutlich, dass er die deutsche Politik der offenen Grenzen als gescheitert betrachtet. Die Ampel habe aus den Fehlern von 2015 und 2016 nichts gelernt, so Kurz.

    "Ich hoffe sehr, dass es endlich ein Umdenken bei der Migrationsfrage gibt. Nichts wurde aus den Jahren 2015 und 2016 gelernt".

    Er verwies auf die steigenden Asylzahlen in Deutschland und warnte vor den Folgen einer unkontrollierten Einwanderung: Das Sicherheitsgefühl der Bürger leide, und das Vertrauen in den Rechtsstaat schwinde.

    Für Kurz ist klar, dass eine konservativere Regierung in Deutschland notwendige Korrekturen vornehmen müsste, um eine wirkliche Steuerung und Begrenzung der Migration zu gewährleisten.

    Kritik am Selbstbestimmungsgesetz

    Ein weiterer Punkt der Kritik war das seit November 2024 in Deutschland geltende Selbstbestimmungsgesetz.

    "Ich bin gesellschaftspolitisch ein liberaler Mensch, aber wenn man jedes Jahr sein Geschlecht ändern und den Vornamen neu bestimmen kann, wohin sind wir da gerade unterwegs? Ich könnte es ja fast nicht glauben, wenn ich nicht wüsste, dass in Deutschland bereits Realität ist."

    Das ermögliche es Personen, ihr Geschlecht und ihren Vornamen jährlich ohne große Hürden ändern zu lassen.

    Für Kurz ist diese Entwicklung symptomatisch für den "gesellschaftspolitischen Irrweg" der Ampel-Koalition.


    Wirtschaftspolitische Fehlentscheidungen und ihre Folgen

    Ein zentrales Anliegen von Kurz war die wirtschaftliche Lage Deutschlands. Er sieht die Energiepolitik der Ampel als Hauptursache für die sinkende Wettbewerbsfähigkeit.

    "Die energieintensive Industrie kann in Deutschland nicht mehr erfolgreich produzieren, die Autoindustrie leidet massiv, große Konzerne wie BASF sind auf der ganzen Welt erfolgreich und in Deutschland nicht mehr profitabel."

    Er verwies auf die hohen Energiepreise, die es der energieintensiven Industrie immer schwerer machten, wettbewerbsfähig zu bleiben.


    "Ein Weckruf für Europa"

    Kurz sieht in der Entwicklung Deutschlands ein warnendes Beispiel für andere europäische Staaten. Während Länder wie die USA oder asiatische Nationen ihre Wirtschaftskraft steigerten, befinde sich Deutschland in einem steilen Abwärtstrend.

    Er forderte ein Umdenken in der europäischen Politik und warnt vor den Folgen einer stagnierenden deutschen Wirtschaft für den gesamten EU-Raum: Wenn die größte Volkswirtschaft Europas schwächelt, hat das dramatische Konsequenzen für alle.

    "Zu Deutschland habe ich eine klare Meinung: Gott sei Dank ist diese Regierung zerbrochen!"

    Österreichs Ex-Kanzler, der sich mittlerweile aus der aktiven Politik zurückgezogen hat und im Bereich der Cybersicherheit engagiert ist, sieht in der Auflösung der Ampel-Koalition eine Chance für einen politischen Neuanfang in Deutschland.

    "Ich hoffe sehr, dass eine neue, konservative Regierung wieder Stabilität, Sicherheit und wirtschaftlichen Aufschwung bringen wird."

    Dabei betonte Kurz, dass es wichtig sei, Lehren aus den Fehlern der vergangenen Jahre zu ziehen und sowohl in der Migrations- als auch in der Energiepolitik einen Kurswechsel einzuleiten.

    Sebastian Kurz hat sich als konservativer Politiker stets klar positioniert und scheut auch jetzt nicht vor deutlicher Kritik an politischen Entscheidungen zurück.

    Seine Äußerungen könnten in Deutschland eine Debatte darüber anstoßen, welche Richtung das Land in den kommenden Jahren einschlagen wird – und ob ein konservativer Politikwechsel tatsächlich die von Kurz erhofften positiven Effekte bringen würde.


    Mehr zum Thema – Viktor Orbán: "Dieser Krieg ist für die Ukraine verloren!"


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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    11.11.2024

    Liveticker Regierungskrise – Baerbock-Drohung: "Ich würde meinen Job sehr, sehr gerne weitermachen"

    freedert.online, 11 Nov. 2024 13:35 Uhr

    Die ebenso unbeliebte wie handlungsunfähige Ampel-Koalition ist gescheitert. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) entlässt Finanzminister Christian Lindner und weitere Kabinettsmitglieder. Zuvor hatten sich SPD, FDP und Grüne über die Wirtschaftspolitik zerstritten.


    Quelle: www.globallookpress.com © Bernd von Jutrczenka


    Außenministerin Annalena Baerbock als Gastrednerin beim Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung, 11.11.24.


    Die Ampel-Koalition in Berlin ist geplatzt. Für Deutschland wird der Weg zu Neuwahlen frei. Noch ist nicht klar, wie der beschritten werden soll. Friedrich Merz fordert, dass Olaf Scholz schon in der kommenden Woche die Vertrauensfrage stellt. Alle Entwicklungen in unserem Liveticker.

    • 11.11.2024 13:35 Uhr

    13:35 Uhr

    Baerbock-Drohung: "Ja, ich würde meinen Job sehr, sehr gerne weitermachen"

    Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) würde laut einem ehrlichen Bekenntnis sehr gerne auch nach der Neuwahl zum Bundestag unter einer neuen Regierung Außenministerin bleiben.

    So antwortete die Grünen-Politikerin beim Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung auf eine diesbezügliche Frage:

    "In diesen Zeiten muss man sich alles vorstellen, und da ich meinen Job liebe, ja, ich würde meinen Job sehr, sehr gerne weitermachen. In welcher Kombination, das entscheiden die Wählerinnen und Wähler."

    Die Frage, ob sie dies bereits mit Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) "sondiere", verneinte laut Medienberichten die AA-Chefin. Für sie habe weiterhin "Außenpolitik in diesen Tagen absolute Priorität".

    Baerbock appellierte sodann auf der Veranstaltung an die Union gerichtet, diese möge doch bitte ihre Pläne für mehr Mittel für die Ukraine noch mehr mittragen, um den Anwesenden zu erklären:

    "So wichtig … derzeit ein geordnetes Verfahren und Sicherheit für den Wahltermin ist, mindestens ebenso wichtig ist, dass wir in diesen entscheidenden Wochen November, Dezember, Januar, Februar bei dieser Frage, die uns schon einmal so einheitlich als Demokraten verbunden hat, jetzt nicht ins Wanken geraten."

    Gleiches gelte für sie bei dem Antrag Kiews, "mit weitreichenden westlichen Waffen russische Nachschubwege zerstören zu dürfen", so der Spiegel berichtend. Bei ihrer Rede erklärte sie dann weiter an die Zuhörer gerichtet:

    Was wir jetzt uns nicht leisten können, ist uns zu verzetteln. Verzetteln in Diskussionen über Fragen, die auch wichtig sind, aber eben geopolitisch dann für manche nur eine Randnotiz sind. Alles, was es zur Ukraine-Unterstützung zu mobilisieren gilt, muss jetzt mobilisiert werden."

  • 12:11 Uhr

    Medienbericht: Kanzler Scholz stellt Mittwoch nicht die Vertrauensfrage

    Regierungssprecher Steffen Hebestreit informierte am Montagmittag in Berlin die Hauptstadtjournalisten darüber, dass Bundeskanzler Olaf Scholz "am Mittwoch nicht wie von der Union gefordert die Vertrauensfrage stellen wird", so die Bild-Zeitung titelnd.

    Gleichzeitig hätte Hebestreit Medienberichte zu Vorwürfen der Union als "absurd" bezeichnet, dass die Bundeswahlleiterin "politisch beeinflusst worden sei, als sie Bedenken vor einer sehr schnellen Durchführung der Bundestagswahl geäußert hatte".

    Die Bundeswahlleiterin agiere laut dem Regierungssprecher "politisch unabhängig".

    CDU-Chef Merz war in den zurückliegenden Tagen seitens der Medien mit seiner Forderung zitiert worden, dass er den Termin von Scholz’ Regierungserklärung am Mittwoch als "eine gute Gelegenheit" für die Vertrauensfrage einschätze, so der CDU-Kanzlerkandidat gegenüber dem Magazin Stern.

    Der Bundeskanzler hatte demgegenüber am Sonntag in der ARD erklärt, laut seinem Verständnis habe er "mit der Bestimmung des Termins nichts mehr zu tun". Laut seinen Plänen sollten sich zuvor Unions-Fraktionschef Friedrich Merz und der SPD-Chef im Bundestag, Rolf Mützenich, "darauf einigen, wann der Kanzler die Vertrauensfrage stellen solle", so die Bild den Status quo im Kanzleramt zusammenfassend.

  • 11:25 Uhr

    Die Bild-Zeitung investigativ aktiv zu Habecks Küchentisch

    Seit dem 8. November rätselt die Bild-Redaktion anscheinend darüber, in welcher Küche der ambitionierte Vize-Kanzler sein Bewerbungsvideo, als kommender grüner Kanzlerkandidat, gedreht haben könnte. Nun wird die Hartnäckigkeit belohnt. Dazu heißt es:

    "Laut einem Sprecher war es eine Küche in Berlin. Sie gehört Personen, die Habeck 'schon länger' kennt. Es handele sich um 'private Freunde außerhalb des politischen Umfelds'."

    Der Artikel verrät zudem, dass weiterhin unklar sei, ob und wie viele "Bewerbungen es für Küchentisch-Gespräche mit Habeck gibt." "Genaue Zahlen liegen uns noch nicht vor", so die Beantwortung des Bild-Fragenkatalogs. So auch zu der Erklärung, "welche Agentur die Hochglanz-Kampagne betreut." Dies wolle man seitens der Grünen "erst in den kommenden Tagen erklären".

    Das Habeck-Team hat aber anscheinend noch einiges geplant und in petto. Dazu heißt es:

    "Habeck hat außerdem versprochen, wann immer es seine Zeit vor dem Wahlkampf zulasse, Küchentisch-Gespräche mit Bürgern führen zu wollen. Das könnte eng werden, denn: Der kürzeste und wohl auch härteste Wahlkampf aller Zeiten steht an. Bild fragte auch hier nach: Wann wird Habeck das erste Mal an einem Küchentisch von Bürgern sitzen? 'Die Planungen laufen', so der Sprecher."

    Das Social-Media-Team des Bürgerflüsterers veröffentlichte bereits am 10. November die jüngste Charme-Offensive:

  • 11:00 Uhr

    Bundespräsident Steinmeier lässt Regierungspolitiker zum Rapport antreten

    Laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur trifft sich Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) heute Vormittag zu einem Gespräch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Dabei gehe es um "einen geordneten Weg zur Neuwahl".

    Steinmeier habe zuvor bereits am vergangenen Freitag SPD-Chef Lars Klingbeil "empfangen und werde sich am morgigen Dienstag mit SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich und am Donnerstag mit CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt treffen", teilte eine Sprecherin des Präsidenten mit.

    In der Diskussion um den genauen Zeitpunkt der Vertrauensfrage von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat der Vizechef der Unionsfraktion im Bundestag, Mathias Middelberg (CDU) einen Appell an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gerichtet. Im Deutschlandfunk sagte Middelberg:

    "Ich fordere auch ausdrücklich in dieser Radiosendung den Bundespräsidenten auf, jetzt den Kanzler auf seine Verfassungspflichten hinzuweisen und zu ermahnen." 

  • 10:40 Uhr

    "Nebelkerzen": CDU lehnt Scholz-Vorstellungen von Neuwahlen ab

    Das Springer-Blatt Bild bezeichnete den Auftritt des Bundeskanzlers in der ARD-Talksendung "Caren Miosga" als "kurios".

    Scholz hatte den Zuschauern in seinem ARD-Exklusivinterview erklärt, dass nicht mehr er für die Terminierung der Neuwahlen zuständig sei, sondern Unions-Fraktionschef Friedrich Merz und der SPD-Chef im Bundestag, Rolf Mützenich.

    Diese sollten sich einigen, "wann der Kanzler die Vertrauensfrage stellen solle". Thorsten Frei, erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, erklärte gegenüber der Bild-Zeitung.

    "Scholz sollte jetzt keine weiteren Nebelkerzen werfen, sondern zügig die Vertrauensfrage stellen. Dazu sind keine weiteren Absprachen notwendig. Bei diesem Verfahren liegt es allein am Kanzler, das Drama zu beenden und die Tür zum Neuanfang zu öffnen."

    Der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel, nannte das Agieren des Kanzlers "absurdeste Verzögerungstaktiken" und "groteske Zeitschinderei", da es nun nicht Aufgabe der CDU sei, "solche Termine mitzubestimmen". Dies müsste Scholz "schon mit sich allein ausmachen, wie er mit seiner verloren gegangenen Regierungsmehrheit umgehen will", so Vorwürfe aus Unionskreisen.

    X-User erinnerte die politische Gesamtsituation im Land eher an einen alten Loriot-Sketch:

    Screenshot: X/D_Bauer
  • 10:11 Uhr

    Deutschlands größte Stimmzetteldruckerei bezeichnet Neuwahltermin im Januar als "riskant" - Papiermangel jedoch nicht das Problem

    Bastian Bleeck, der Geschäftsführer von Deutschlands größter Stimmzetteldruckerei, dem "Köllen Druck und Verlag", erklärte gegenüber dem Boulevardmagazin Stern, dass dabei das Thema "Materialmangel" nicht das Hauptproblem darstelle, da ausreichend Papier "längst reserviert" sei.

    Den seitens der Politik eingeforderten Januar-Termin nennt Bleeck dennoch "risikoreich", er könne zudem nur "mit ganz viel Biegen und Brechen" umgesetzt werden. Seine Sorge laute, dass durch die kurzen Fristen "die Fehleranfälligkeit der Wahl erheblich steigen würde." Der Unternehmer erklärt:

    "Würde wirklich zum Wunschtermin des CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz gewählt, dann würden mit hoher Wahrscheinlichkeit dabei falsche Unterlagen ausgegeben. Bei 299 Wahlkreisen würden bei Satz und Druck der Wahlunterlagen immer Fehler passieren: falsche Politikernamen, vertauschte Parteien, falsch gesetzte Sonderzeichen oder Reihenfolgen der Kandidaten."

    Solche Fehler seien "normalerweise zwar selten", jedoch seien sie in der Hektik verkürzter Fristen "deutlich wahrscheinlicher". Die Zeit, um Fehldrucke zu korrigieren, "die gibt es bei einem derart frühen Wahltermin schlicht nicht. Das ist ein Problem", so der Köllen-Geschäftsführer. Die zeitknappe, riskante Rechnung laute für die Branche:

    "Wenn schon im Januar gewählt würde, bedeutete das, dass mit den verkürzten Fristen für die Kandidatenaufstellungen erst 30 Tage vor dem Wahltag die Listen der Parteien feststünden. Dann blieben noch einmal vier Tage Einspruchsfrist, falls Kandidaten oder Listen abgelehnt würden. Ab dem 2. Januar müssten dann sofort die Druckmaschinen anlaufen, um wenigstens schon einmal die Briefwahlunterlagen auf den Weg zu bringen. Anschließend würden dann die Stimmzettel für die Urnenwahl in den Wahllokalen gedruckt."

    Besonders die Briefwahl sieht Beeck bedroht: "Das Zeitfenster dafür würde bei einem derart frühen Wahltermin besonders kurz ausfallen." Er rechnet mit nur etwa einer Woche, in der die Bürger ihr Kreuz per Post setzen könnten, nachdem sie die Unterlagen erhalten haben. Schneller gehe es nicht. Denn bis Weihnachten passiere sowieso nichts mehr, da die Logistikspeditionen im Weihnachtsgeschäft bis Ende Dezember und zum Jahreswechsel nicht zur Verfügung stünden. 

    Das liege wiederum an Urlauben und Heimreisen, "denn viele Fahrer kommen nicht aus Deutschland."

  • 07:01 Uhr

    Scholz: Vertrauensfrage vor Weihnachten "überhaupt kein Problem"

    Bundeskanzler Olaf Scholz ist von seinem ursprünglichen Vorschlag abgerückt, erst am 15. Januar die Vertrauensfrage im Bundestag zu stellen. In der ARD-Sendung Miosga erklärte der Bundeskanzler am Sonntagabend vage:

    "Dass ich noch vor Weihnachten die Vertrauensfrage stelle, wenn das alle gemeinsam so sehen, ist das für mich überhaupt kein Problem."

    Er wolle auch, dass es "schnell geht", denn er "möchte ja ein neues Mandat". Den Termin selbst festlegen will der Kanzler aber offenbar nicht. Stattdessen schlug er vor, dass die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Union, Rolf Mützenich und Friedrich Merz, Gespräche über einen Zeitplan führen sollten:

    "Ich bin damit einverstanden, wenn sich zum Beispiel Herr Mützenich und Herr Merz einigen, daran werde ich mich orientieren."

    Mit seinem ursprünglichen Vorschlag, erst im Januar die Vertrauensfrage zu stellen, um dann im März Bundestagswahlen abhalten zu können, ist Scholz auch beim verbliebenen Koalitionspartner, den Grünen, auf Ablehnung gestoßen.

    Im Gespräch mit der ARD-Moderatorin Caren Miosga verteidigte Scholz noch einmal das Ausknipsen der Ampel und die von heftiger Kritik begleitete Entlassung von Finanzminister Christian Lindner:

    "Das war anständig, klar und deutlich und für alle Bürgerinnen und Bürger sehr verstehbar. Und ich habe mich direkt an die gewandt, weil ich gesagt habe, ich kann das dem Land nicht weiter zumuten."

    Anlass zum Bruch bot Lindners Weigerung, für weitere Militärhilfen an das Regime in Kiew die Schuldenregeln des Grundgesetzes "vorübergehend auszusetzen":

    "Es ging darum, ob wir das, was die Verfassung vorsieht, machen: Dass wir in einer außergewöhnlichen Situation außergewöhnliche Belastungen außerhalb des normalen Haushalts finanzieren."

  • 10.11.2024 17:47 Uhr

    17:47 Uhr

    Scholz gibt am Sonntagabend Live-Interview

    Nach dem Ende der Ampelkoalition wird der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz am Sonntagabend in der ARD-Sendung Miosga erwartet. Dort soll er der früheren Tagesthemen-Moderatorin Caren Miosga um 21:45 Uhr ein Live-Interview geben. 

    Der Termin ist nicht neu, er wurde von Miosga bereits vor drei Tagen unter anderem auf der Plattform X angekündigt. Es wird spekuliert, dass Scholz das Interview nutzen könnte, um doch einen früheren Zeitpunkt für das Stellen der Vertrauensfrage im Bundestag zu verkünden.

    Nach der Entlassung von Finanzminister Christian Lindner und dem Ende der Ampel hatte der Kanzler zunächst erklärt, die Vertrauensfrage erst am 15. Januar stellen zu wollen, sodass nicht vor Ende März gewählt werden könnte. Diese Ankündigung war allerdings bei der Opposition und auch innerhalb der Rest-Ampel auf Widerspruch gestoßen, woraufhin sich Scholz in der Folge gesprächsbereit zeigte – ohne allerdings einen konkreten früheren Zeitpunkt zu benennen.

  • 10:20 Uhr

    Papiermangel in Deutschland? Polen bietet Hilfe an

    Nach Berichten über einen möglichen Papiermangel, der die kurzfristige Durchführung einer Bundestagswahl verhindern könnte, hat das Nachbarland Polen der Bundesrepublik seine Hilfe angeboten – nicht ohne Spott.

    Dariusz Joński, EU-Abgeordneter der Bürgerkoalition, sagte laut dem Springerblatt Bild:

    "Wenn Deutschland Drucker und Papier braucht, werden wir beides auf jeden Fall an unsere Nachbarn verkaufen. Daran werden auch polnische Unternehmen verdienen, was die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft weiter steigern wird."

    Der PiS-Politiker Przemysław Czarnek erklärte, seine Partei würde Deutschland definitiv helfen, wäre sie an der Macht. Vom amtierenden Regierungschef forderte er dies auch:

    "Donald Tusk sollte auch seinen deutschen Freunden zu Hilfe kommen."

    Die Bundeswahlleiterin Ruth Brand hatte am Freitag in der ARD-Tagesschau erklärt, es sei eine "große Herausforderung in der heutigen Zeit, wirklich das Papier zu beschaffen und die Druckaufträge durchzuführen", um eine reguläre Wahl durchzuführen. Medienberichten zufolge war diese Äußerung mit dem Kanzleramt abgestimmt, das die Neuwahl hinauszögern will.

    Ein Verbandsvertreter widersprach der Einschätzung der Bundeswahlleiterin. Alexander von Reibnitz, Hauptgeschäftsführer des Verbands Die Papierindustrie, sagte im ZDF, man könne problemlos auch Papier für eine Wahl im Januar liefern:

    "Wir haben Papier. Die deutsche Papierindustrie ist sehr leistungsfähig (...) Bei rechtzeitiger Bestellung können wir das benötigte Papier für eine vorgezogene Bundestagswahl liefern."

    Deutschland ist in der EU (noch) führend bei der Papierproduktion. Im Jahr 2022 wurden fast 13 Millionen Kubikmeter hergestellt. Die Erklärung der Bundeswahlleiterin sorgte auch hierzulande für viel Spott.

  • 9.11.2024 20:30 Uhr

    20:30 Uhr

    Mehrheit der Bevölkerung will frühere Neuwahlen - Scholz rauscht in Umfrage ab

    Inmitten der Diskussion um einen Termin für frühere Neuwahlen wünschen sich laut ZDF-Politbarometer 54 Prozent der Bürger einen frühen Wahltermin. 30 Prozent befürworten hingegen den Terminplan von Bundeskanzler Olaf Scholz, der nach einer Auflösung des Bundestages – infolge eines gescheiterten Vertrauensvotums – schließlich auf eine Abstimmung durch die Bürger Mitte März hinausläuft. Noch deutlicher wird die Tendenz im ARD-Deutschlandtrend: 65 Prozent finden, dass der Kanzler sofort die Vertrauensfrage im Bundestag stellen sollte. Nur 33 Prozent unterstützen seinen Zeitplan.

    Die Zufriedenheit mit dem Kanzler hat laut einer INSA-Umfrage unterdessen einen neuen Tiefpunkt erreicht: 72 Prozent der Befragten, also knapp drei Viertel, sind unzufrieden. Dies stellt einen Anstieg um fünf Prozentpunkte im Vergleich zur letzten INSA-Umfrage vor drei Wochen dar. Zudem geben 53 Prozent der Befragten an, dass sie das Verhalten von Scholz gegenüber seinen politischen Gegenspielern als "(eher) respektlos" empfinden. Das Verhalten von Scholz gegenüber den Bürgern geben 59 Prozent als "(eher) respektlos" an.

    Laut INSA-"Sonntagstrend" für die Bild verliert die SPD außerdem einen Prozentpunkt und liegt nun bei 15 Prozent. Die Umfrage wurde am Donnerstag und Freitag, also nach dem Bruch der Ampelkoalition, durchgeführt. Die Union bleibt mit 32 Prozent stärkste Kraft, gefolgt von der AfD, die leicht gewinnt und mittlerweile bei 19 Prozent steht. Bündnis 90/Die Grünen stagnieren bei zehn Prozent, das Bündnis Sahra Wagenknecht verliert einen Punkt und liegt nun bei sieben Prozent. FDP und die Linke liegen unverändert bei vier Prozent.

  • Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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    11.11.2024

    "Seit Jahrzehnten erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen": Scholz telefoniert mit Trump

      freedert.online, 11 Nov. 2024 09:22 Uhr

      Olaf Scholz hat mit Donald Trump telefoniert und ihm noch einmal persönlich zum Wahlsieg gratuliert. Man wolle die "seit Jahrzehnten erfolgreiche Zusammenarbeit beider Länder" fortsetzen. Beide Politiker seien sich einig, "auf eine Rückkehr des Friedens in Europa hinzuarbeiten".


      Quelle: www.globallookpress.com © Carsten Koall/dpa


      Olaf Scholz am Sonntagabend im Fernsehstudio


      Bundeskanzler Olaf Scholz hat nach seinem Fernsehinterview am Sonntagabend mit dem designierten US-Präsidenten Donald Trump telefoniert. Das teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit laut übereinstimmenden Medienberichten gegen Mitternacht mit. Laut einer Pressemitteilung unterstrich der Kanzler bei dem Gespräch die Bereitschaft der Bundesregierung, die "seit Jahrzehnten erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Regierungen beider Länder fortzusetzen."


      Das Berliner Chaos: Neuwahl oder Weltkrieg?





      Meinung

      Das Berliner Chaos: Neuwahl oder Weltkrieg?






      Offenbar sprachen die Politiker über den Ukraine-Krieg. In der Mitteilung heißt es weiter:

      "Sie waren sich darüber hinaus einig, gemeinsam auf eine Rückkehr des Friedens in Europa hinzuarbeiten."

      Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. Scholz habe Trump noch einmal persönlich zu dessen Wahlsieg gratuliert. Sie hätten über das deutsch-amerikanische Verhältnis und die aktuellen geopolitischen Herausforderungen gesprochen.

      Hinsichtlich der von Trump im Wahlkampf angedrohten Strafzölle auf europäische und deutsche Produkte hatte der Kanzler zuvor betont, dass die EU-Kommission für Handelsfragen zuständig sei. Man müsse sich um Kooperation bemühen. Vizekanzler Robert Habeck von den Grünen hatte erklärt, die neuen US-Zölle würden so kalibriert werden, "dass es gerade deutsche Importe in die USA oder Exporte aus Deutschland trifft".

      In dem Interview mit der ARD, das Scholz vor dem Telefonat geführt hatte, hatte sich der Kanzler bereits vergleichsweise indirekt, aber deutlich von dem in der rot-grünen Schrumpf-Ampel verbliebenen Koalitionspartner distanziert – konkret von Außenministerin Annalena ("360 Grad") Baerbock. 

      Auf eine Frage der Moderatorin zum Umgang mit dem designierten US-Präsidenten erklärte Scholz:

      "Also, ich habe da immer einen sehr diplomatischen Stil. Das ist für mich ganz entscheidend, und das sollte auch für Deutschland richtig sein. Es kommt nicht darauf an, wenn wir internationale Politik machen, dass wir das Reden fürs heimische Publikum halten. Es kommt darauf an, dass wir gute Beziehungen schaffen, in einer Welt, in der es künftig viele mächtige Nationen gibt mit unglaublich vielen Anwohnern und mit großer wirtschaftlicher Kraft."


      Mehr zum Thema - Medienbericht: Trump führte erstes Telefonat mit Wladimir Putin


      Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/international/225501-seit-jahrzehnten-erfolgreiche-zusammenarbeit-fortsetzen


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    Weiteres:






    Info:


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    11.11.2024

    Die vor uns liegenden Hindernisse für die souveräne harmonische Welt mit mehreren Knotenpunkten [Multi-Nodal World]

    seniora.org, vom 02. November 2024, Von Pepe Escobar  – 31.10.2024  – übernommen von https://strategic-culture.su

    Das Kasan Labor hat mehrere geoökonomische Fahrpläne erstellt und berücksichtigt dabei ernsthaft die unvermeidlichen Hindernisse.

    Wir werden Wochen, Monate, Jahre brauchen, um das Ausmaß dessen zu begreifen, was in Kasan während des jährlichen BRICS-Gipfels unter russischer Präsidentschaft stattgefunden hat.


    Für den Moment sollten wir die wohl treffendste Definition von BRICS als ein Zukunfts-Labor schätzen: Dieses Labor ist trotz nahezu unüberwindlicher Hindernisse aktiv an der Schaffung einer souveränen harmonischen Welt mit mehreren Knotenpunkten [Multi-Nodal World] beteiligt.

    Natürlich sind die Herausforderungen immens. In seiner Bewertung nach dem BRICS-Treffen betonte der stellvertretende Außenminister Sergej Rjabkow   – der das ganze Jahr über als oberster russischer Sherpa fungierte und eine tadellose Leistung erbrachte   – in Bezug auf die Nachhaltigkeit der Lieferketten, dass „illegitime einseitige Sanktionen, die von der westlichen Gruppe gegen viele BRICS-Mitglieder verhängt werden, inakzeptabel sind, da sie mit der Klimaagenda und den Menschenrechten verknüpft werden“.

    Dies ist nur eines von mehreren Streitthemen, die nach Ansicht der BRICS-Staaten im Rahmen einer   – möglichen?   – tiefgreifenden Reform des derzeitigen Systems der internationalen Beziehungen angegangen werden müssen.

    Die äußerst detaillierte   – und recht höfliche   – Kasaner Erklärung, in der alles dargelegt wird, was reformiert werden muss, war möglicherweise nicht eindringlich genug, um den wachsenden Ärger und die ständigen Ängste zu besänftigen, die von der globalen Mehrheit ununterbrochen zum Ausdruck gebracht werden.

    Es wird weiterhin kritisiert, dass die Kasaner Erklärung in vielerlei Hinsicht nur das von den G7 und G20 (deren Gipfel nächsten Monat in Rio eigentlich von den G7 gekapert wird) in Silberpapier verpackte Blabla wiederholt.

    Aus einer Reihe von Gründen, darunter auch interne Meinungsverschiedenheiten, gehen die BRICS-Staaten   – von Präsident Putin nicht als „antiwestliche“, sondern als „nichtwestliche“ Gruppe definiert   – mit äußerster Vorsicht vor, um die gefährliche, in die Enge getriebene Hydra, die „regelbasierte internationale Ordnung“, nicht direkt zu verärgern.

    Die Kasaner Erklärung ist kein revolutionäres Dokument, sondern vielmehr ein Absichtsbrief für den gesamten globalen Süden.

    Sie richtet sich nicht gegen die „globale Regierungsführung“ [“global governance”] und die „zentrale Rolle der UNO“   – so sehr die UNO auch zu einer leeren Hülle reduziert wurde, gezwungen durch ihre fragwürdigen Geschäfte mit dem Weltwirtschaftsforum (WEF), der WHO und der NATO.

    Sie richtet sich nicht gegen die führende Rolle des IWF im globalen Finanzwesen.

    Sie steht auch nicht im Widerspruch zur UN-Agenda 2030   – die vom WEF und der Davos-Bande redigiert wurde   – für eine nachhaltige Entwicklung, die von nebulösen „Aktionären“ unterstützt wird, ein Euphemismus für Big Pharma, Big Tech und Big Banking.

    Es richtet sich nicht gegen die WHO und ihre „zentrale Koordinierungsrolle“ bei der Festigung des „internationalen Systems zur Prävention, Vorsorge und Reaktion bei Pandemien“   – denn die nächste geplante/vorhergesagte Pandemie steht bereits vor der Tür.

    Und es richtet sich auch nicht gegen den gefürchteten UN-Zukunftspakt, der im Wesentlichen die sanfte Umsetzung des von Davos verfassten Great Reset ist.


    Das Labor testet pausenlos neue Modelle

    Was von nun an genau unter die Lupe genommen werden muss, ist der „Teufel im Detail“-Prozess der Tatsachenfeststellung vor Ort   – wie in Kasan, als Präsident Putin eine neue BRICS-Finanzierungsplattform vorschlug, die den IWF und die Weltbank umgehen könnte. Das bedeutet in der Praxis die Einrichtung eines Post-Bretton-Woods-Systems.

    Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Kasan ist nur der Ausgangspunkt für die Reise. Wenn der BRICS+-Hochgeschwindigkeitszug dort ankommt   – die derzeitigen 9, plus das noch unentschlossene Saudi-Arabien, plus die 13 neuen Partner   – wird es unerlässlich sein, ein BRICS-Sekretariat zu bilden und eine gemeinsame, integrierte Wirtschaftsentwicklungs-, Handels- und Verteidigungspolitik zu entwickeln.

    Und dann, vermutlich im nächsten Jahrzehnt, könnten sich die BRICS-Staaten endlich auf eine neue Reservewährung einigen   – die man als virtuelle BRICS-Währung bezeichnen könnte   –, die dem SDR-Mechanismus (Sonderziehungsrechte) des IWF sehr ähnlich ist, aber völlig unabhängig vom IWF und dem US-Dollar ist: eine Währung, die auf dem gewichteten Durchschnitt der Währungen aller BRICS-Staaten basiert.

    Yaroslav Lissovolik ist seit zehn Jahren ein hervorragender Analyst der BRICS-Entwicklung. Vor fast sechs Jahren stellte er mir bei einem Arbeitsessen in Moskau seine Idee zur Schaffung einer BRICS-Währung namens 5R vor, die auf dem Rubel, dem Renminbi, dem Real, der Rupie und dem Rand basieren könnte.

    Lissovolik hat zur Kenntnis genommen, dass die BRICS-Staaten in Kasan ihre Unterstützung für die WTO „als Kern eines regelbasierten multilateralen Handelssystems“ (Übersetzung: vorerst keine Unruhe stiften) zum Ausdruck gebracht haben.

    Die BRICS-Staaten haben auch ihre Unterstützung für den IWF zum Ausdruck gebracht, „der im Zentrum des globalen Finanzsicherheitsnetzes der Weltwirtschaft steht“   – und gleichzeitig eine „Ausweitung des Anteils und der Vertretung des globalen Südens“ gefordert (was bei den Hegemonen auf taube Ohren stoßen wird). Die BRICS-Staaten unterstützen auch die G20 (wir werden sehen, was sich beim Gipfel in Rio nächsten Monat in der Praxis ergibt).

    Wenn es um die New Development Bank   – NDB geht   – die in Shanghai ansässige BRICS-Bank   – dann sollte dort jetzt gehandelt werden. Lissovolik merkte an, dass die BRICS die richtigen Schritte unternimmt: Sie fordert eine stärkere Nutzung der nationalen Währungen durch die NDB (derzeit sind es erbärmliche weniger als 30 %) und regt sie dazu an, mehr Mitglieder zu gewinnen und mehr Projekte im globalen Süden zu finanzieren.

    Was das Contingency Reserve Arrangement (CRA) der BRICS betrifft, so stellt Lissovolik zu Recht fest, dass es noch viel zu tun gibt. Das CRA, wie es in der gemeinsamen Erklärung der BRICS-Finanzminister und -Zentralbankgouverneure eine Woche vor Kasan heißt, bietet finanzielle Unterstützung „in Zeiten von Zahlungsbilanzkrisen und sichert ihre wirtschaftliche Stabilität“. Was die BRICS schnell tun müssen, ist, alle Währungen der 9 Mitglieder in den Währungskorb aufzunehmen.

    Schließlich gibt es noch den Heiligen Gral: grenzüberschreitende Vereinbarungen. Wie ich hier untersucht habe   – und das war in Kasan deutlich zu sehen   – befinden sich die BRICS-Staaten noch in der Phase der Diskussion und Erprobung von Modellen. Sie liegen jetzt alle auf dem Tisch   – und einige werden in den nächsten Monaten getestet werden.

    Lissovolik wies auf drei „Stränge“ hin, die so schnell wie möglich an Fahrt aufnehmen sollten: Handelsliberalisierung (im Gange); BRICS-Einheitswährung (noch in weiter Ferne); und „Zusammenarbeit zwischen den Zentralbanken der BRICS-Volkswirtschaften im Bereich der CBDC-Interoperabilität“ (das russische Finanzministerium ist allen voraus; baldige Durchbrüche erwartet).


    Willkommen auf der Nord-Süd-Route der Neuen Seidenstraße der BRICS-Staaten

    Die großen Durchbrüche der BRICS-Staaten liegen in der Geoökonomie   – alles dreht sich um Verbindungskorridore.

    In erster Linie der Internationale Nord-Süd-Transportkorridor (INSTC): multimodal (Schiff, Schiene, Straße); 7.200 km lang; durchquert Eurasien und verbindet de facto das Baltikum   – und die Arktis   – über das Kaspische Meer mit dem Persischen Golf und dem Indischen Ozean.

    Strategisch gesehen verbindet die INTSC nicht nur drei der wichtigsten BRICS-Staaten   – Russland, Iran und Indien   – sondern in Zukunft auch Armenien, Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, die Türkei, die Ukraine (Nachkriegszeit), Weißrussland, Oman und Syrien, wobei Bulgarien Beobachterstatus hat. Die INSTC wird drei Hauptachsen haben: West (Russland-Aserbaidschan-Iran), Transkaspien (über die russischen Häfen Astrachan und Machatschkala) und Ost (Russland-Kasachstan-Turkmenistan-Iran per Schiene).

    Man könnte sie die BRICS-Nord-Süd-Neue-Seidenstraße nennen. Kein Wunder, dass Putin in Kasan die INSTC   – neben der Arctic Silk Road (so die chinesische Bezeichnung)   – als die beiden wichtigsten Verbindungskorridore der Zukunft herausstellte. Die INSTC wird eine Transitzeit von nur 15 bis 24 Tagen ermöglichen, verglichen mit 45 bis 60 Tagen über den Suezkanal.

    Dann gibt es noch den Ost-West-Transportkorridor, der Russland, China, die Mongolei, Nordkorea und Kasachstan umfasst und hauptsächlich auf der 10.000 km langen Transsibirischen Eisenbahnstrecke basiert, die bald modernisiert werden soll. Und natürlich die Mongolische Steppenstraße, die vor zehn Jahren geplant wurde und eine 997 km lange Schnellstraße zwischen Russland und China umfassen soll.

    Zusätzlich zu diesen drei Korridoren möchte Russland eine Variante gestalten: einen zentralen eurasischen Transportkorridor von Russland in die Mongolei und nach Xinjiang in China, wobei die Transmongolische Eisenbahn, ein Zweig der Transsibirischen Eisenbahn, der in Russland in der Nähe von Ulan-Ude in den Gebieten der Burjaten beginnt, ausgebaut werden soll.

    Die Nordostpassage   – die russische Bezeichnung für die arktische Seidenstraße   – versetzt die NATO-Staaten und den Nordischen Rat, die bei der Entwicklung der arktischen Infrastruktur weit hinter Moskau zurückliegen und nur von Militarisierung besessen sind, in helle Aufregung.

    Putin hat nicht aufgehört, den Vorstoß der russischen Föderation für den Bau/die Modernisierung von arktischen Flughäfen, Häfen und Luftverteidigung sowie die erstaunliche Vergrößerung der russischen Flotte von Atom- und Diesel-Eisbrechern in Größe und Umfang sowie die Einführung weltraumgestützter arktischer Überwachungssysteme zu betonen.

    Nicht zuletzt wurden die BRICS-Partner Russlands nachdrücklich ermutigt, sich an Projekten zur wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit in der gesamten Arktis zu beteiligen.

    Kurz gesagt hat das Kasaner Labor mehrere geoökonomische Fahrpläne ausgearbeitet und berücksichtigt dabei ernsthaft die unvermeidlichen Hindernisse. Wichtig ist, dass der Hochgeschwindigkeitszug den Bahnhof Kasan bereits verlassen hat; jetzt geht es nur noch darum, unaufhaltsam und unumkehrbar an Fahrt aufzunehmen.


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    Quelle: Strategic Culture Foundation - mit freundlicher Genehmigung übernommen

    https://strategic-culture.su/news/2024/10/31/roadblocks-ahead-for-sovereign-harmonious-multi-nodal-world/

    Die Übersetzung besorgte Andreas Mylaeus


    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acymailing&ctrl=url&subid=3998&urlid=6389&mailid=2388


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, awie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.11.2024

    «Du hast grosse Lust auf Krieg?»

    seniora.org, vom 01. November 2024, Von Kurt Steinmann  – 31.10.2024  – übernommen von weltwoche.ch

    Erasmus von Rotterdams epochaler Friedensappell ist 500 Jahre alt. Er wirkt frisch, wie für unsere Zeit geschrieben.

    Der hier abgedruckte Text ist ein Vortrag, den Kurt Steinmann im Rahmen von «Erasmus klingt   – Festival Lab» 2024 in Basel gehalten hat.

    Ideal eines friedlichen Europas: Humanist Erasmus. (1497/1498 –1543, Wikipedia)
























    Es gibt in den geschichtlichen Abläufen gelegentlich enge Zeitfenster, in denen sich kurz die Möglichkeit auftut, dass Wirklichkeit wird, was vorher und nachher undenkbar scheint. Die Griechen prägten dafür den Begriff kairos.

    Einen winzigen Augenblick schien es, als könnte die endlose Kette der Kriege unterbrochen werden. Nach mehreren zwischenstaatlichen Abkommen hatten sich die verfeindeten dynastischen Parteien Europas darauf geeinigt, am 2. Februar 1517 in Cambrai einen internationalen Friedenskongress abzuhalten. Zu lange hatten sich Deutsche und Franzosen um das Erbe Karls des Kühnen und insbesondere um die Macht in Italien gestritten, zu weit hatte sich der Flächenbrand der Kriege mit der Beteiligung Englands, Spaniens und besonders des kriegsfreudigen Papstes Julius II. durch ganz Europa gefressen.

    Aber die Hoffnung zerrann so schnell, wie sie gekommen war. Zuerst wurde das Gipfeltreffen der Fürsten auf den April verschoben, dann abgesagt. Die Geschichte nahm eine Wendung, die Erasmus 1523 beklagt hat:

    «Nun haben sich die Dinge so entwickelt, dass man dem Frieden einen Grabstein setzen muss, da ja keine Hoffnung besteht, dass er wieder einmal obenaufschwingen wird.»

    Erasmus, der zeitlebens an der Friedlosigkeit Europas litt, erhielt den Auftrag zur Abfassung der «Klage des Friedens», der «Querela pacis», von Jean le Sauvage, dem Kanzler des Burgunderherzogs Karl, des späteren Karl V. Sie sollte alle Pazifistischen Kräfte für den geplanten Friedenskongress mobilisieren.

    Mit der Absage der Friedensverhandlungen war die Schrift, nimmt man den politischen Zweck, dem sie dienen sollte, zum Massstab, bei ihrem Erscheinen (im Dezember 1517 in Basel) bereits überholt. Aber weit über die aktuelle Politik hinaus wurde von den Zeitgenossen und erst recht von späteren Generationen deren zeitlose Gültigkeit erkannt: «Die Klage des Friedens» ist ein Kondensat der gesamten erasmischen Friedenskonzeption.


    Gräuel des Krieges

    Dieser «Psalm christlicher Eintracht», wie Huldrych Zwingli ihn nennt, wurde bald aus dem Latein, der einzigen Sprache, in der Erasmus publizierte, übersetzt, so auch vom Leuteprediger Leo Jud in Zürich im Jahr 1521 ins Deutsche. 1525 verurteilte die Pariser theologische Fakultät das Manuskript der ersten französischen Übersetzung der «Querela» und liess es öffentlich verbrennen. Deren Urheber, Louis de Berquin, wurde 1529 als rückfälliger Ketzer hingerichtet, primär unter dem Vorwand, ein Sympathisant Luthers zu sein, aber auch, weil er Erasmus’ Friedensthesen in seine Muttersprache übertragen hatte.

    Erasmus hat die Klage über den heillosen Zustand der Welt der Pax, der Personifikation des Friedens, in den Mund gelegt. Dadurch gewinnt die Darstellung an Lebendigkeit und Eindrücklichkeit. Es ist keine theoretische, sondern eine stark rhetorisch geprägte Abhandlung, die über weite Strecken Appellcharakter hat. Da zu Erasmus’ Zeiten die Monarchie als Staatsform die Regel ist, wendet sich die Pax an einen Fürsten, der stellvertretend für alle Machtträger steht.

    In einer bewegenden Gegenüberstellung werden gegen Ende der Schrift die Vorteile des Friedens und die Nachteile des Krieges gegeneinander aufgerechnet. Auch eine reinrationale Argumentation macht die Absurdität des Krieges evident. In krassen Bildern, die an einen Brueghel oder Bosch gemahnen, treten uns die Schrecken und Verheerungen des Krieges vor Augen.

    Er richtet auch in den Seelen der Kriegsteilnehmer unermesslichen Schaden an, der nach Kriegsende weiterwirkt, ist doch die Hemmschwelle zum Töten in den blutigen Kämpfen drastisch herabgesetzt worden. Der finanzielle Aufwand für die Rüstung ist unsinnig, denn die dafür dem Volk abgepresste Summe könnte besser für sinnvolle Zwecke eingesetzt werden.

    «Sub specie mortis» (unter dem Gesichtspunkt des Todes) sind alle Kriegsmotive lächerlich. Wer denkt heute nicht an die Verwüstungen durch die Kriege in der Ukraine, in Palästina, im Libanon, im Sudan, in Jemen, wenn er die folgenden Klagen der Pax liest:

    «Du hast grosse Lust auf Krieg? Zuerst erwäge, von welcher Art der Friede ist, von welcher Art der Krieg, was jener an Gutem, was dieser an Bösem mit sich bringt, und dann berechne, ob es sich lohnt, den Frieden mit dem Krieg zu vertauschen. Wenn etwas wirklich bewundernswert ist, dann ein Reich, das mit seinen vortrefflich angelegten Städten, seinen wohlbestellten Feldern, seinen mustergültigen Gesetzen, seinen überaus angesehenen Wissenschaften und seinem hohen Stand der Moral in jeder Hinsicht in Blüte steht. Nun aber bedenke: Diese glücklichen Verhältnisse stürze ich unweigerlich in ein Chaos, wenn ich Krieg führe.

    Was für den Frieden spricht

    Wenn du dagegen einmal die Ruinen der Städte gesehen hast, die niedergerissenen Dörfer, die ausgebrannten Kirchen, die verödeten Felder, und diesen bejammernswerten Anblick in seiner ungeschminkten Wirklichkeit erfasst hast, so bedenke, dass dies die Frucht des Krieges ist. Wenn du es für etwas Bedrückendes hältst, ein verbrecherisches Pack gedungener Söldner in dein Land zu führen, […] so bedenke, dass dies die Bestimmung des Krieges ist. Wenn du Raubzüge verabscheust: Eben diese lehrt der Krieg. Wenn du Mord verfluchst: Eben diesen erlernt man im Krieg. [...] Wenn du Vergewaltigung, Blutschande und noch Niederträchtigeres für scheusslich hältst, so wisse: Der Krieg ist der Lehrmeister all dieser Teufeleien. [...] Im Krieg haben die ärgsten Verbrecher das Sagen, und die, die man im Frieden an den Galgen brächte, spielen in Kriegen selbstverständlich die Hauptrolle.

    Stelle dir den gerechtesten Kriegsgrund vor, stelle dir seinen günstigsten Ausgang vor, […] und sieh dann zu, ob es sich gelohnt hat zu siegen. Kaum einmal gelingt ein unblutiger Sieg. […] Um ein Städtchen auszulöschen, wie viele Belagerungsmaschinen und Zelte braucht es da? Du musst eine provisorische Zeltstadt anlegen, um eine wirkliche Stadt zu zerstören, aber für eine kleinere Summe hätte man eine andere, richige Stadt erbauen können.»

    Frieden ist die Voraussetzung jeglichen Gedeihens, Krieg der Verursacher höchster Not. Alles empfiehlt den Frieden: die fragile und ephemere Natur des Menschen, die auch ohne selbstbewirktes Leid genug an Plagen zu tragen hat, die Gemeinschaft in Christus und die Pax als Quelle allen menschlichen Glücks.

    Die universelle Harmonie in Makro- und Mikrokosmos von Himmelskörpern bis zu den Mineralien rät zur Eintracht; allein die Menschen, im Krieg unter die Stufe der Tiere fallend, trachten einander zu vernichten, angeführt von den von Ehrgeiz, Zorn, Habsucht und Dummheit bestimmten Fürsten.

    Die Kriege haben ihren Ursprung vorwiegend in den Ambitionen der Mächtigen. Sie werden auf Kosten des Volkes geführt, das an diesen Störungen der Ordnung überhaupt kein Interesse hat. «Schändliche und läppische Gründe» lassen die Fürsten zu den Waffen greifen. Als Rezepte zur Friedenssicherung schlägt die Pax unter anderm das Verbot der Veräusserung irgendeines Teils des Hoheitsgebietes vor. Die Fürsten soll einmal definitiv die Grenzen ihrer Machtsphären anerkennen.

    Im Konfliktfall gelte Toleranz, bisweilen müsse zur Friedenserhaltung auch Geld eingesetzt werden. Die Christen sollten «eine Amnestie der früheren Missetaten» beschliessen und in gemeinsamen Beratungen mit aller Kraft um den Frieden ringen. Alle sind aufgerufen, am Friedensprozess teilzunehmen. In der Politik muss ein Paradigmenwechsel stattfinden: statt Gewaltanwendung Toleranz, Wille zum Ausgleich und Versöhnungsbereitschaft. Vor allem sollten der übersteigerte Nationalismus und der masslose Vaterlandskult überwunden werden durch das Ideal eines vereinigten Europas, das sich im Glauben, in der Bildung, Kultur und der über nationalen Gemeinschaftssprache des humanistischen Lateins geistig als Einheit begreift.

    Die Sicht des Erasmus auf den Menschen ist tief pessimistisch. Er glaubte zu erkennen, dass im Menschen destruktive statt konstruktive, nekrophile statt biophile und misanthropische statt philanthropische Kräfte wirken.

    Albert Einstein wird diesem Gedanken (im Briefwechsel mit Sigmund Freud 1932) entschieden zustimmen: «Im Menschen lebt ein Bedürfnis zu hassen und zu vernichten. Diese Anlage ist in gewöhnlichen Zeiten latent vorhanden; […] sie kann aber leicht geweckt und zur Massenpsychose gesteigert werden. [...] Gibt es eine Möglichkeit, die psychische Entwicklung der Menschen so zu leiten, dass sie den Psychosen des Hasses und des Vernichtens gegenüber widerstandsfähiger werden?» (Diogenes 1996)

    Das Überleben der Menschheit hängt heute von Faktoren ab, von denen Erasmus nichts wissen konnte. Soll der ökologische Kollaps verhindert werden, muss die Zahl der Menschen auf unserem Planeten zumindest stabilisiert werden. Die Beanspruchung der Naturvorkommen, der Energieverbrauch und die Abfallerzeugung müssen dringend begrenzt, das Arsenal der atomaren, biologischen und chemischen Waffen muss abgebaut und sschliesslich vernichter werden.


    «Durch Leiden Erkenntnis»

    Selbstverständlich gehört eine gerechte Weltwirtschaftsordnung, die entschieden den Kampf gegen den Hunger, diesen «stillen Genozid» (Jean Ziegler), und gegen die Armut aufnimmt, zu den Voraussetzungen des Weltfriedens. Unabdingbar für den Frieden ist auch die gegenseitige Achtung der Weltreligionen unter Verzicht auf jeglichen Superioritätsanspruch.

    Erasmus’ Thesen zur Schaffung und Erhaltung des Friedens sind nun aber trotz der fundamental verschiedenen Komplexität der Probleme von einst und jetzt, die sich schon aus der ungeheuren Erweiterung des geografischen Raums ergibt, in vielerlei Hinsicht noch immer und auf immer gültig.

    Seine Friedensargumente leitet er aus zwei Quellen her: aus der menschlichen Vernunft und dem Glauben. Während uns die rationalen Argumentationen zur Kriegsvermeidung auch heute einleuchten, sind die aus den Geboten Christi im Evangelium gewonnenen Begründungen der erasmischen Friedensutopie für einen grossen Teil der Menschheit nicht der explizit bestimmende Massstab.

    Es mag sein, dass Erasmus als später Nachfahre des Sokrates in seinem Vertrauen auf die Vernunft allzu sehr an die Lehr- und Lernbarkeit des Sittlichen glaubte und dass ihm die Einsicht in die politischen Realitäten und Mechanismen der Macht sowie der Sinn für das Irrationale in den geschichtlichen Prozessen nicht in ausreichendem Mass zu Gebote standen. Sein Kerngedanke indes ist nach wie vor gültig: Es kann auf Dauer keinen Frieden geben ohne eine grundlegend geistig-sittliche Erneuerung der Menschheit.

    Wie soll sich diese vollziehen? Der gläubig Hoffende unserer Zeit mag an den Einbruch des Geistes von aussen denken, der Rationalist und Desillusionierte eher an die Erfahrung des äschyleischen pathei mathos, der «Erkenntnis durch Leiden».

    Erasmus von Rotterdam: Die Klage des Friedens.
    Aus dem Lateinischen von Kurt Steinmann.


    Insel-Verlag, Neuauflage 2024. 1168., Fr. 16.50


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    Quelle: Weltwoche Nr. 44.24

    https://weltwoche.ch/?post_type=weekly&p=251405

    Mit freundlicher Genehmigung übernommen


    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acymailing&ctrl=url&subid=3998&urlid=6386&mailid=2387


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    11.11.2024

    Ukraine-Hilfen: Scholz warnt vor Rentenkürzung – in Deutschland

    lostineu.eu, 11. November 2024

    Angesichts der hohen Kosten der Ukraine-Hilfe könnte es in Deutschland zu einer Rentenkürzung kommen. Das sagte Noch-Bundeskanzler Scholz bei „Miosga“.

    Der von ihm gefeuerte Finanzminister Lindner habe die Hilfe zulasten der Rentner finanzieren wollen, sagte Scholz. Mit ihm werde es keine Sozialkürzungen geben, betonte der SPD-Politiker.

    Allerdings verschwieg er, dass mit den deutschen und europäischen Hilfszahlungen die Renten und Gehälter in der Ukraine finanziert werden. Für die sog. Ukraine-Fazilität stehen 50 Mrd. Euro bereit.

    Demgegenüber sind in Deutschland bereits Sozialleistungen gekürzt worden. Dies räumte Noch-Außenministerin Baerbock ein. Dabei gehe es um 37 Mrd. Euro, die zugunsten der Ukraine eingesetzt werden „mussten“.

    Dem sei etwa die frühkindliche Bildung in Kitas zum Opfer gefallen, so die Grünen-Politikerin. Die Schuld dafür gibt sie Kremlchef Putin – und nicht der Politik der nun geplatzten Bundesregierung…

    5 Comments

    1. european
      11. November 2024 @ 09:40

      Natürlich werden Sozialleistungen gekürzt. Das wird sich unter Merz nicht ändern. Die CDU hat schon angekündigt, das Bürgergeld wieder abzuschaffen. Dafür haben sie eigenhändig in die Mottenkiste der Wahlpropaganda gegriffen und (*Trommelwirbel) „fördern und fordern“ herausgegriffen. Dazu noch ein bisschen Bürokratieabbau und ein paar Steuererleichterungen für die geplagte Mittelschicht. Das ist das Rezept, das Deutschland aus der Krise ziehen und einen Investitionsrückstand von ca. 600 Mrd. Euro bewältigen soll. Ansonsten sind WIR extrem verschuldet und haben schliesslich die Schuldenbremse im GG stehen.

      Auch dafür hat Merz eine „Idee“. Auf den Spar- und Girokonten der Bürger liegen 2.8 bn Euro tatenlos herum, die man doch aktivieren könne. Mit ein bisschen Zinsgarantie von der Regierung ließen sich doch so „Anreize“ für Privatinvestitionen schaffen. Er vergisst dabei, dass Deutschland gerade in eine gewaltige Krise schliddert und die Reaktion darauf üblicherweise noch verstärkteres Sparverhalten ist. Man weiß ja nicht, was kommt, der Job ist vielleicht unsicher und man ist auch schnell in „Fordern und Fördern“ gerutscht.

      Zu Annalena Baerbock fällt mir nichts mehr ein. Ich hoffe inständig, dass sie als einmaliger Unfall in die Geschichte des Außenministeriums eingehen wird. Aber wer weiß. Am Ende kommt Schwarz-Rot-Grün und sie bleibt dem Land erhalten.

    Reply

    • ebo
      11. November 2024 @ 09:45

      Ich rechne eher mit Schwarz-Rot oder mit Schwarz-Gelb-Grün, also Jamaica. Die entscheidende Frage wird sein, ob es in der CDU eine Leihstimmen-Kampagne zugunsten der FDP gibt.

      Reply

      • Michael
        11. November 2024 @ 10:21

        Das heißt, sollte die FDP (hoffentlich) unter 5% fallen, bliebe nur Schwarz-Rot.

  • Stef
    11. November 2024 @ 09:06

    Scholz hat gut Warnen, er hat diese Entwicklung selbst gefördert. Dass ihm das jetzt vor den nächsten Wahlen peinlich ist, kann ich nachvollziehen. Es sollte ihm aber nicht abermals so leicht gemacht werden, von der eigenen Verantwortung abzulenken.

    Er hat schließlich die Koalition mit der neoliberalen FDP gewollt und dabei einem Koalitionsvertrag zugestimmt, in dem die Schuldenbremse sakrosankt und Steuererhöhungen (insbesondere für Vermögende) kategorisch ausgeschlossen sind.

    Er hat für sämtliche Geld- und Waffengeschenke an die Ukraine an vorderster Front gekämpft, unter den Bedingungen der Schuldenbremse war die Konsequenz des Sozialabbaus vollkommen absehbar.

    Er hat nicht den kleinsten Versuch unternommen, der Spaltungsstrategie der USA mit einem Keil zwischen Europa und Russland eine europäische Gegenstrategie entgegen zu setzen. Im Gegenteil hat er das strategische Narrativ der USA vom bösen Russen komplett internalisiert.

    Er hat keinen Versuch unternommen, das Rentensystem wirksam zu verbessern, die Versuche eine Mindestrente einzuführen bei ansonsten unveränderten Rahmenbedingungen kann man nur als Blendwerk bezeichnen. Dabei hat er sich auch noch von der FDP vielmals vorführen lassen wie ein Schuljunge.

    Schließlich hat er noch mehr Lasten aus dem Haushalt in die Sozialversicherungssysteme verschoben und damit die Axt an diese gelegt. Er hätte sich diesen schmutzigen Haushaltssanierungstricks der Reichen und Neoliberalen als Sozialdemokrat verweigern müssen, das Gegenteil hat er getan.

    Last but not least steht er bis heute bedingungslos zur Schuldenbremse mit Verfassungsrang. Mit diesem Verfassungsrecht wird es auch in Zukunft in Deutschland nur Sozialabbau geben, weil es für Reichensteuern und für Verfassungsbruch keine parlamentarische Mehrheiten geben wird, für Waffenlieferungen und andere Reichengeschenke aber immer. Er hätte statdessen als sozialdemokratischer Kanzler vor dem Hintergrund der Erpressbarkeit des Sozialstaates durch die Schuldenbremse jede neue Regierungsbeteiligung von der Abschaffung der Schuldenbremse abhängig machen müssen.

    Scholz ist weder als Kanzler noch als Sozialdemokrat glaubwürdig. Wer sollte ihn da wählen?

    Reply

    • KK
      11. November 2024 @ 10:47

      „Scholz ist weder als Kanzler noch als Sozialdemokrat glaubwürdig. Wer sollte ihn da wählen?“

      Mir fiele spontan kein einziger prominenter SPD-Politiker ein, der als Sozialdemokrat glaubwürdig wäre. Ihnen?

      Reply

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    Info: https://lostineu.eu/ukraine-scholz-warnt-vor-rentenkuerzung/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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    Europa-Dämmerung 2.0


    lostineu.eu, vom10. November 2024

    Der 6. November 2024 wird in die Geschichtsbücher eingehen: Als Tag, an dem Donald Trump seine 2. Präsidentschaftswahl gewann, die Berliner Ampel-Koalition zerbrach – und eine neue Europa-Dämmerung begann.

    Der EU-Gipfel in Budapest ändert nichts daran, im Gegenteil: Er hat gezeigt, wie die EU-Granden von den Ereignissen überrollt werden. Machtwechsel in Washington, Krise in Berlin und Untätigkeit in Brüssel: nichts geht mehr.

    Klar, Kommissionschefin von der Leyen hat Trump angeboten, mehr Flüssiggas aus den USA zu kaufen. Doch das zeigt nur, wie hilflos sie ist. Es ist ein schwerer taktischer Fehler, Trump schon jetzt entgegenzukommen.

    EUropa soll die Zeche zahlen

    Der MAGA-Politiker will nicht den kleinen Finger, sondern die ganze Hand. Strafzölle auf deutsche und europäische Exporte sind nur die Vorspeise. Letztlich geht es darum, dass EUropa die Zeche für den Ukrainekrieg zahlt.

    Die EU-Politiker sind – von einigen Ausnahmen wie dem Slowaken Fico abgesehen – so dumm, sich auch dazu bereit zu erklären. Angeblich ist das eine Notwendigkeit. Wenn die USA ausfallen, müsse EUropa einspringen.

    Doch die EUropäer werden nie in der Lage sein, den Krieg endlos weiterzuführen („as long as it takes“). Es ist auch nicht in ihrem Interesse. Wenn sie es doch versuchen, stürzen sie in ein unlösbares, selbst verschuldetes Dilemma.

    Weiterlesen hier (Newsletter mit Paywall). Der Titel geht auf ein Essay von I. Krastev von 2017 zurück (Edition Suhrkamp)

    3 Comments

    1. Michael
      11. November 2024 @ 09:45

      Wenn Europa bzw. die EU “die Zeche zahlt, also den Wiederaufbau der Ukraine, wie die USA, sprich Trump der “Deal making dictator”, verlangen werden, frage ich mich Zweierlei:
      – ist das dann ein “Schuldbekenntnis” (?);
      -und, wird das dann als Teil des 2% NATO-Beitrags verrechnet, oder gar eines 3% oder 4% Beitrags, wie Trump es im Sinn haben soll?

    Reply

  • Arthur Dent
    11. November 2024 @ 00:08

    Dass die EUropäer die Kosten tragen sollen, daraus wird ja gar kein Hehl gemacht. Kommt von der EU Protest? Nein, warum nicht? Weil europäische Steuerzahler zum Beschei… da sind.
    Kriege werden nicht gegen Länder
    geführt, sondern gegen
    Gesellschaftsschichten? Irgendeiner
    der politischen Großkopferten auf
    dem Schlachtfeld gefallen?

    Reply

  • Art Vanderley
    10. November 2024 @ 20:47

    Wenn Europa mehr leisten muß- einen völligen Rückzug der USA wird es nicht geben- hat das auch den Vorteil daß vielleicht mehr Druck entsteht über den vom Westen verursachten Teil des Konflikts nachzudenken, der hinter dem Krieg steht.

    Reply

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    Info: https://lostineu.eu/europa-daemmerung-2-0/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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    Amsterdam: So einäugig sind unsere Politiker (und viele Medien)


    lostineu.eu, vom 10. November 2024

    Nach den Ausschreitungen in Amsterdam haben sich führende EU-Politiker über (mutmaßlich) antisemitische Gewalttäter empört und Israel ihre Solidarität bekundet. Zu den Provokationen der israelischen Hooligans schweigen sie.

    „Outraged by last night’s vile attacks targeting Israeli citizens in Amsterdam. (…) Antisemitism has absolutely no place in Europe. And we are determined to fight all forms of hatred.“So reagierte EU-Kommissionschefin von der Leyen.

    „Die Meldungen über Gewalt gegen israelische Fans in Amsterdam sind unerträglich. Das dürfen wir nicht hinnehmen. Wer Jüdinnen und Juden angreift, greift uns alle an. Jüdinnen und Juden müssen sich in Europa sicher fühlen können.“ Das schrieb Kanzler Scholz auf „X

    Kein Wort zu den antipalästinensischen und rassistischen Provokationen der israelischen Hooligans, die den Krawallen vorausgegangen sind. Kein Wort auch zu den triumphierenden Hassgesängen, die die Fans nach ihrer Rückkehr angestimmt haben.

    Und natürlich auch nichts zur irreführenden Berichterstattung in den Medien. Dabei hat sich ein EU-Korrespondent sogar dafür entschuldigt. Bilder von randalierenden Maccabi-Fans waren fälschlich als antisemitische Angriffe präsentiert worden.

    Einige Medien, vor allem „Springer“-Blätter, sprachen sogar von „Pogromen“. Darauf sind die Politiker sofort angesprungen. Die andere Seite haben sie nicht gesehen oder sehen wollen – genau wie im Krieg, den Israel im Nahen Osten führt…

    Siehe auch „Das Ende der Moral“ (zu Israel und den europäischen Doppelstandards)

    P.S. Der niederländische Rechtspopulist und bekennende Moslem-Hasser G. Wilders sprach von einem „Pogrom“ und behauptete, sein Land sei das „Gaza von Europa“ geworden. Geht’s noch? Will er in Amsterdam „aufräumen“, wie sein Freund Netanjahu in Gaza?


    6 Comments

    1. Helmut Höft
      11. November 2024 @ 08:44

      Keilereien unter Fans von irgendwas sind leider ein altes, sehr altes Bild, sie sind immer kultur- und zivilisationsfeidnlich. Aber alles was mit Israel zusammenhängt = philo-/antisemitisch?? *OMG* mC

    Reply

    • Kleopatra
      11. November 2024 @ 10:00

      Erstens ist die Gewalt gegen israelische Fans (und Israelis bzw. Juden überhaupt) in Amsterdam offenbar qualitativ auf einer anderen, höheren Stufe als das Verhalten der israelischen Fans. Zweitens sieht man seit langem, dass Palästinenser in europäischen Städten keine Provokationen brauchen, um Juden/Israelis anzugreifen oder den Massenmord an Juden zu bejubeln (Berlin am 7.10.2023).

      Reply

      • Stef
        11. November 2024 @ 11:00

        Sie scheinen mal wieder über die besseren Fakten zu verfügen. Lassen Sie uns doch daran teilhaben? Wo sind die Belege für das von Ihnen vorgebrachte?

  • KK
    10. November 2024 @ 19:34

    Gewalt, das sind die anderen!
    Nur nie die Israelis. Die haben Narrenfreiheit – ich frag mich sowieso, was die in einem europäischen Wettbewerb verloren haben! Zumal, wo man jetzt tatsächliche Europäer, nämlich Russen (und auch Weissrussen), aus diesen Wettbewerben ausgrenzt.

    Reply

    • Michael
      10. November 2024 @ 21:08

      Ich teile Ihre Beobachtung vollends! Als Kolonie von US Gnaden musste man -der Vasall EU – der Kolonie Israel ständig Schein-Legitimität zuschanzen! Man machte aus der Kolonie Israel auf Palästinensischem Territorium quasi ein EU Mitglied! Trotz Apartheid, Genozid, Massenmorden in der Westbank, faschistoider Regierung, etc., etc.! Sog. Westliche Werte hin oder her, man nennt eine Kolonie dann auch “die einzige Demokratie” im Nahen Osten, sprich Orient, sprich Westasien!

      Reply

  • Michael
    10. November 2024 @ 16:16

    Eine sehr gute weil zutreffende Darstellung der Sachverhalte!

    Reply

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    Info: https://lostineu.eu/amsterdam-so-einaeugig-sind-unsere-eu-politiker/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, awie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.11.2024

    Nachrichten von Pressenza: 29. Weltklimagipfel: Gipfel für den Klimaschutz – nicht für Konzerninteressen!

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 11. November 2024, 7:30 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 11.11.2024


    29. Weltklimagipfel: Gipfel für den Klimaschutz – nicht für Konzerninteressen!



    Weniger Einfluss der fossilen Energie- und der Agrarindustrie beim 29. Weltklimagipfel! Das fordert ein Zusammenschluss von ADRA, Aktion gegen den Hunger, INKOTA, LobbyControl, Transparency Deutschland und ROBIN WOOD im Vorfeld der UN-Klimakonferenz (COP29), die am 11. November in Baku, Aserbaidschan,&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/11/29-weltklimagipfel-gipfel-fuer-den-klimaschutz-nicht-fuer-konzerninteressen/


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    Recherchen: USA beeinflussten EU-Landwirtschaftspolitik


    US-Regierung verhinderte über PR-Firmen geplante Halbierung von Pestizideinsatz in EU / Datenbank mit Negativ-Informationen über Kritiker von Pestiziden und Gentechnik / USA beauftragen Organisationen mit weltweiter Etablierung von Gentechnik Das Online-Magazin multipolar mit seiner Meldung vom 05.11.2024: Das US-Landwirtschaftsministerium hat&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/11/recherchen-usa-beeinflussten-eu-landwirtschaftspolitik/


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    Trump als Symptom, Ursache und Folge des Systemkollaps


    Bevor wir in die Materie einsteigen, ist es notwendig, zu definieren, was wir unter „System“ verstehen. In den letzten Jahrzehnten haben viele dieses Wort mit dem Neoliberalismus assoziiert, aber das System reicht weiter zurück. Vielleicht ist ironischerweise unter den Wählern&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/11/trump-als-symptom-ursache-und-folge-des-systemkollaps/


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    Ein Schritt für den Frieden: Der 3. Weltmarsch für Frieden und Gewaltfreiheit erreicht Wien


    Fünfzehn  Jahre nach dem ersten Weltmarsch sind die Gründe, die ihn einst notwendig machten, heute noch alarmierender. Der 3. Weltmarsch für Frieden und Gewaltfreiheit (3WMP) ist eine dringende Antwort auf die wachsende Entmenschlichung und die Vielzahl von Konflikten, die weltweit&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/11/ein-schritt-fuer-den-frieden-der-3-weltmarsch-fuer-frieden-und-gewaltfreiheit-erreicht-wien/


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    Haben die Vereinten Nationen ihren Nutzen verloren?


    Die Vereinten Nationen, die 1945 am Ende des Zweiten Weltkriegs gegründet wurden, haben leider, zu dem Zeitpunkt, da sie ihr 79-jähriges Bestehen feiern, ihren Nutzen praktisch verloren, weil sie es versäumt haben, sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu reformieren&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/11/haben-die-vereinten-nationen-ihren-nutzen-verloren/


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    Babys im Badewasser (Liebe Demokraten)


    Ich glaube, ich habe herausgefunden, warum die Demokratische Partei, meine Partei, im Laufe des letzten Jahrzehnts so stark den Anschluss verloren hat. Nachdem ich neulich von mehr als einem Dutzend von euch in den sozialen Medien entfreundet und gegeißelt wurde,&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/11/babys-im-badewasser-liebe-demokraten/


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    Die Philippinen-Etappe: Inspirationen beim Weltmarsch in der Baguio Central University


    BCU ist Gastgeberin der philippinischen Etappe des 3. Weltmarsches für Frieden: Eine Symphonie der globalen Harmonie von Genevieve B. Kupang Dies ist der vierte Artikel einer Reihe, der die Teilnahme der Philippinen beim 3. Weltmarsch hervorhebt, der die UN-Ziele für&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/11/die-philippinen-etappe-inspirationen-beim-weltmarsch-in-der-baguio-central-university-2/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, awie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.11.2024

    Liveticker Regierungskrise – Scholz: Vertrauensfrage vor Weihnachten "überhaupt kein Problem"

    freedert.online, 11 Nov. 2024 07:20 Uhr

    Die ebenso unbeliebte wie handlungsunfähige Ampel-Koalition ist gescheitert. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) entlässt Finanzminister Christian Lindner und weitere Kabinettsmitglieder. Zuvor hatten sich SPD, FDP und Grüne über die Wirtschaftspolitik zerstritten.


    Quelle: Legion-media.ru © Kay Nietfeld


    Kanzler Olaf Scholz (Bild)


    Die Ampel-Koalition in Berlin ist geplatzt. Für Deutschland wird der Weg zu Neuwahlen frei. Noch ist nicht klar, wie der beschritten werden soll. Friedrich Merz fordert, dass Olaf Scholz schon in der kommenden Woche die Vertrauensfrage stellt. Alle Entwicklungen in unserem Liveticker.

    • 11.11.2024 07:01 Uhr

    07:01 Uhr

    Scholz: Vertrauensfrage vor Weihnachten "überhaupt kein Problem"

    Bundeskanzler Olaf Scholz ist von seinem ursprünglichen Vorschlag abgerückt, erst am 15. Januar die Vertrauensfrage im Bundestag zu stellen. In der ARD-Sendung Miosga erklärte der Bundeskanzler am Sonntagabend vage:

    "Dass ich noch vor Weihnachten die Vertrauensfrage stelle, wenn das alle gemeinsam so sehen, ist das für mich überhaupt kein Problem."


    Screenshot_2024_11_11_at_07_42_11_Liveticker_Regierungskrise_Scholz_Vertrauensfrage_vor_Weihnachten_berhaupt_kein_Problem_RT_DE

    Video https://twitter.com/i/status/1855844557495099898 Dauer 1:05 min


    Er wolle auch, dass es "schnell geht", denn er "möchte ja ein neues Mandat".

    Scholz schlug vor, dass die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Union, Rolf Mützenich und Friedrich Merz, Gespräche über einen Zeitplan führen sollten:

    "Ich bin damit einverstanden, wenn sich zum Beispiel Herr Mützenich und Herr Merz einigen, daran werde ich mich orientieren."

    Mit seinem ursprünglichen Vorschlag, erst im Januar die Vertrauensfrage zu stellen, um dann im März Bundestagswahlen abhalten zu können, ist Scholz auch beim verbliebenen Koalitionspartner, den Grünen, auf Ablehnung gestoßen.

    Im Gespräch mit der ARD-Moderatorin Caren Miosga verteidigte Scholz noch einmal das Ausknipsen der Ampel und die von heftiger Kritik begleitete Entlassung von Finanzminister Christian Lindner:

    "Das war anständig, klar und deutlich und für alle Bürgerinnen und Bürger sehr verstehbar. Und ich habe mich direkt an die gewandt, weil ich gesagt habe, ich kann das dem Land nicht weiter zumuten."

    Anlass zum Bruch bot Lindners Weigerung, für weitere Militärhilfen an das Regime in Kiew die Schuldenregeln des Grundgesetzes "vorübergehend auszusetzen":

    "Es ging darum, ob wir das, was die Verfassung vorsieht, machen: Dass wir in einer außergewöhnlichen Situation außergewöhnliche Belastungen außerhalb des normalen Haushalts finanzieren."

  • 10.11.2024 17:47 Uhr

    17:47 Uhr

    Scholz gibt am Sonntagabend Live-Interview

    Nach dem Ende der Ampelkoalition wird der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz am Sonntagabend in der ARD-Sendung Miosga erwartet. Dort soll er der früheren Tagesthemen-Moderatorin Caren Miosga um 21:45 Uhr ein Live-Interview geben. Screenshot_2024_11_11_at_07_47_54_Liveticker_Regierungskrise_Scholz_Vertrauensfrage_vor_Weihnachten_berhaupt_kein_Problem_RT_DE  Video https://t.co/jZngksTRYJ Dauer min

    Der Termin ist nicht neu, er wurde von Miosga bereits vor drei Tagen unter anderem auf der Plattform X angekündigt. Es wird spekuliert, dass Scholz das Interview nutzen könnte, um doch einen früheren Zeitpunkt für das Stellen der Vertrauensfrage im Bundestag zu verkünden.

    Nach der Entlassung von Finanzminister Christian Lindner und dem Ende der Ampel hatte der Kanzler zunächst erklärt, die Vertrauensfrage erst am 15. Januar stellen zu wollen, sodass nicht vor Ende März gewählt werden könnte. Diese Ankündigung war allerdings bei der Opposition und auch innerhalb der Rest-Ampel auf Widerspruch gestoßen, woraufhin sich Scholz in der Folge gesprächsbereit zeigte – ohne allerdings einen konkreten früheren Zeitpunkt zu benennen.

  • 10:20 Uhr

    Papiermangel in Deutschland? Polen bietet Hilfe an

    Nach Berichten über einen möglichen Papiermangel, der die kurzfristige Durchführung einer Bundestagswahl verhindern könnte, hat das Nachbarland Polen der Bundesrepublik seine Hilfe angeboten – nicht ohne Spott.

    Dariusz Joński, EU-Abgeordneter der Bürgerkoalition, sagte laut dem Springerblatt Bild:

    "Wenn Deutschland Drucker und Papier braucht, werden wir beides auf jeden Fall an unsere Nachbarn verkaufen. Daran werden auch polnische Unternehmen verdienen, was die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft weiter steigern wird."

    Der PiS-Politiker Przemysław Czarnek erklärte, seine Partei würde Deutschland definitiv helfen, wäre sie an der Macht. Vom amtierenden Regierungschef forderte er dies auch:

    "Donald Tusk sollte auch seinen deutschen Freunden zu Hilfe kommen."

    Die Bundeswahlleiterin Ruth Brand hatte am Freitag in der ARD-Tagesschau erklärt, es sei eine "große Herausforderung in der heutigen Zeit, wirklich das Papier zu beschaffen und die Druckaufträge durchzuführen", um eine reguläre Wahl durchzuführen. Medienberichten zufolge war diese Äußerung mit dem Kanzleramt abgestimmt, das die Neuwahl hinauszögern will.

    Ein Verbandsvertreter widersprach der Einschätzung der Bundeswahlleiterin. Alexander von Reibnitz, Hauptgeschäftsführer des Verbands Die Papierindustrie, sagte im ZDF, man könne problemlos auch Papier für eine Wahl im Januar liefern:

    "Wir haben Papier. Die deutsche Papierindustrie ist sehr leistungsfähig (...) Bei rechtzeitiger Bestellung können wir das benötigte Papier für eine vorgezogene Bundestagswahl liefern."

    Deutschland ist in der EU (noch) führend bei der Papierproduktion. Im Jahr 2022 wurden fast 13 Millionen Kubikmeter hergestellt. Die Erklärung der Bundeswahlleiterin sorgte auch hierzulande für viel Spott.

  • 9.11.2024 20:30 Uhr

    20:30 Uhr

    Mehrheit der Bevölkerung will frühere Neuwahlen - Scholz rauscht in Umfrage ab

    Inmitten der Diskussion um einen Termin für frühere Neuwahlen wünschen sich laut ZDF-Politbarometer 54 Prozent der Bürger einen frühen Wahltermin. 30 Prozent befürworten hingegen den Terminplan von Bundeskanzler Olaf Scholz, der nach einer Auflösung des Bundestages – infolge eines gescheiterten Vertrauensvotums – schließlich auf eine Abstimmung durch die Bürger Mitte März hinausläuft. Noch deutlicher wird die Tendenz im ARD-Deutschlandtrend: 65 Prozent finden, dass der Kanzler sofort die Vertrauensfrage im Bundestag stellen sollte. Nur 33 Prozent unterstützen seinen Zeitplan.

    Die Zufriedenheit mit dem Kanzler hat laut einer INSA-Umfrage unterdessen einen neuen Tiefpunkt erreicht: 72 Prozent der Befragten, also knapp drei Viertel, sind unzufrieden. Dies stellt einen Anstieg um fünf Prozentpunkte im Vergleich zur letzten INSA-Umfrage vor drei Wochen dar. Zudem geben 53 Prozent der Befragten an, dass sie das Verhalten von Scholz gegenüber seinen politischen Gegenspielern als "(eher) respektlos" empfinden. Das Verhalten von Scholz gegenüber den Bürgern geben 59 Prozent als "(eher) respektlos" an.

    Laut INSA-"Sonntagstrend" für die Bild verliert die SPD außerdem einen Prozentpunkt und liegt nun bei 15 Prozent. Die Umfrage wurde am Donnerstag und Freitag, also nach dem Bruch der Ampelkoalition, durchgeführt. Die Union bleibt mit 32 Prozent stärkste Kraft, gefolgt von der AfD, die leicht gewinnt und mittlerweile bei 19 Prozent steht. Bündnis 90/Die Grünen stagnieren bei zehn Prozent, das Bündnis Sahra Wagenknecht verliert einen Punkt und liegt nun bei sieben Prozent. FDP und die Linke liegen unverändert bei vier Prozent.

  • 12:00 Uhr

    Reaktionen auf Habecks Kanzlerambitionen

    Robert Habeck will es wissen, oder um es mit seinen Worten zu formulieren:

    "Ich bin bereit, meine Erfahrungen, meine Kraft und meine Verantwortung anzubieten – wenn Sie wollen, auch als Kanzler."

    Das politische Berlin wie auch der politische Gegner im fernen Bayern kommentieren das ambitionierte Ziel des Kinderbuchautors und Vize-Kanzlers mehrheitlich kritisch. Die BSW-Parteivorsitzende Sahra Wagenknecht stellt fest:

    "Wenn es üblich wird, dass jeder Spitzenkandidat einer Partei sich 'Kanzlerkandidat' nennt, werden wir da vielleicht auch nachziehen müssen. Aktuell stehen wir in Umfragen zwischen sechs und neun Prozent. Da stellt man normalerweise keinen Kanzlerkandidaten auf. Auch nicht mit zehn Prozent [aktuell laut Forsa 12 Prozent] wie die Grünen, die trotzdem den gescheiterten Ampel-Wirtschaftsminister Habeck als Kanzlerkandidaten ins Rennen schicken."Screenshot_2024_11_11_at_07_53_57_Liveticker_Regierungskrise_Scholz_Vertrauensfrage_vor_Weihnachten_berhaupt_kein_Problem_RT_DEVideo https://x.com/Buendnis_SahraW/status/1854934642136121737/photo/1 Dauer  min

    Der geschasste Ex-Ampelminister Christian Lindner zeigte sich ähnlich irritiert:

    "Schon verrückt. Keine eigene Mehrheit, aber jetzt zwei Kanzlerkandidaten in der Regierung."

    Auf die Frage, ob man ihn nun Kanzlerkandidaten nennen solle oder nicht, antwortete Habeck in der ARD: "Das dürfen Sie sich aussuchen." Bayerns Ministerpräsident Markus Söder forderte polternd von dem Grünen-Politiker zumindest "Demut":

    "Dass der grüne Wirtschaftsminister, der verantwortlich für das ökonomische Desaster und Abrutschen der Industrie ist, sich zum Kanzlerkandidaten erklärt, ist geradezu eine Verhöhnung der Wählerinnen und Wähler. So sieht Demut nicht aus."

    Bezüglich derartiger Erwartungen hatte Habeck in seinem Bewerbungsvideo ‒ bedingt glaubwürdig ‒ in die Kamera gesprochen:

    "Ich habe Rückschläge erlebt, habe Fehler gemacht. Ich lerne daraus, wie wir alle lernen."

    Der BSW-EU-Abgeordnete Fabio De Masi kann der Bewerbung wenig abgewinnen:

    "Mal abgesehen davon, dass Habeck niemals Kanzler wird: Habeck hält die Menschen für Kinder. Er spricht von Zumutungen und tut dabei so als gäbe es ein Deutschland, dass zB keinen Klimaschutz oä wolle. Zumutungen für wen? Habeck verteidigte im Bundesrat einst Privilegien der reichsten 0,1 Prozent Minderheit bei der Erbschaftssteuer. Seine Bilanz als Wirtschaftsminister ist eine Zumutung und die schlechteste der Nachkriegszeit."

    Die Berliner Zeitung resümierte zur Causa "Kanzler-Era":

    "Robert Habeck will Kanzler werden. Doch seine Wirtschaftspolitik hat Deutschland in die Energiekrise gestürzt."

  • 09:25 Uhr

    Habeck will trotz X-Rückkehr die Musk-Plattform weiterhin "hart regulieren"

    Zur vollen, breiten Bewerbung seiner gestrigen Mitteilung, karrierebedingt vom Vize-Kanzler auf den Posten des Bundeskanzlers aufsteigen zu wollen, erfolgte nach vier Jahren Abstinenz am 7. November die Information seitens Robert Habeck, diese Form politischer Eigenvermarktung erneut einsetzen zu wollen.

    In den gestrigen ZDF-Tagesthemen fragte ihn nun der Moderator, warum dieser "ausgerechnet" wieder auf X aktiv werden würde, nachdem er dieses Medium "unter Hochachtung vieler" doch vor Jahren verlassen hätte, also auf "der Plattform, die unter Elon Musk immer toxischer wird, die immer mehr zum Beeinflussungsvehikel wird, Falschmeldungen verbreitet ohne Ende", so Christian Sievers vom ZDF. Habeck antwortete auf den Vorwurf, "eingeknickt" zu sein, mit der Wahrnehmung:

    "Ich würde das nicht als Einknicken nehmen, ich bin auch dafür, dass wir (sic!) Twitter oder TikTok entlang der europäischen DSA-Norm hart regulieren. Ich bin da überhaupt nicht glücklich mit dem, was da passiert, und seitdem Elon Musk das Ding übernommen hat, ist es ja eher schlimmer geworden, weil bestimmte Standards gar nicht mehr eingehalten werden."

    X sei "die Plattform, die immer toxischer wird (,,), Falschmeldungen verbreitet ohne Ende" behauptet Christian Sievers im ZDF heutejournal und der Grüne Kanzlerkandidat und X-Rückkehrer Robert Habeck pflichtet ihm bei, dass X "hart reguliert" werden müsse. pic.twitter.com/Kk5uPaMJ7h

    — Gr@ntlɘr ???????? (@oida_grantler) November 8, 2024

    Seine nun widersprüchliche Rückkehr, zur reinen Vermarktung seiner hehren Ziele, erklärt Habeck mit den Worten:

    "Es liegt daran, dass es in den letzten Jahren [...] nicht gelungen ist, den politischen Raum zu, wie soll ich sagen, zu trennen von dieser Welt."

  • 08:30 Uhr

    Medienbericht: Scholz-Mitarbeiterin soll auf Bundeswahlleiterin eingewirkt haben

    Das Online-Portal NIUS berichtet über eine "brisante Enthüllung aus dem direkten Umfeld von Bundeskanzler Olaf Scholz". So heißt es laut einer Quelle, die ungenannt bleiben möchte:

    "Nach NIUS-Informationen haben enge Vertraute von Olaf Scholz die Bundeswahlleiterin Ruth Brand über ihr Umfeld gebeten (bzw. gedrängt), in einem Brief an Scholz vor zu frühen Neuwahlen zu warnen. Scholz' Umfeld stand im direkten Kontakt mit Brand."

    Parallel wurde der Brief dann an das Hamburger Magazin Der Spiegel durchgestochen, damit die dortige Redaktion am 8. November titelte:

    "Bundeswahlleiterin warnt vor 'unabwägbaren Risiken' bei einer Neuwahl im Januar. Olaf Scholz peilt Neuwahlen im März an, die Opposition drängt auf einen deutlich früheren Termin. Nun aber erhält der Kanzler Unterstützung von der Bundeswahlleiterin. Die sieht nach Spiegel-Informationen eine schnelle Abstimmung kritisch."

    Dieses Vorgehen soll nach NIUS-Informationen "geplant worden sein". So soll die in dem Brief erwähnte Formulierung "unabwägbarer Risiken" zwischen "Scholz-Vertrauten in der SPD und dem Umfeld der Bundeswahlleiterin abgestimmt worden sein" und wurde dann verschriftlicht. Danach erhielt Scholz den medial kolportierten Warnbrief von Ruth Brand.

    Die NIUS-Quelle behauptet weiter, dass "es dem Kanzler sehr wichtig gewesen sein soll, dass dieser Brief möglichst schnell an ihn übermittelt würde". Zur Reaktion aus dem Regierungsviertel heißt es im Artikel:

    "Im Kanzleramt widerspricht man dieser Darstellung. Der Brief sei auch an Bundestagspräsidentin Bärbel Bas gegangen, von da an die Fraktionsvorsitzenden und so möglicherweise an den Spiegel."

  • 08:10 Uhr

    Bundeswahlleiterin: Neuwahlen könnten an Papiermangel scheitern

    Ruth Brand, die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes und als solche mit den Aufgaben der Bundeswahlleiterin betraut, erklärte den Zuschauern der ARD-Tagesschau am gestrigen Abend in der 20-Uhr-Ausgabe zum Thema existierender Parallelhürden einer frühzeitigen Neuwahl:

    "(...) dass es auch viele Aktivitäten gibt, die im Vorfeld gestartet werden müssen, die auch Zeit und Ressourcen binden, und insbesondere ist es eine große Herausforderung in der heutigen Zeit (sic), wirklich das Papier zu beschaffen und die Druckaufträge durchzuführen."

    Aufmerksame X-Profile erinnerten an die Entwicklungen der letzten beiden Tage, bezogen auf die Kritik des SPD-Bundestagsabgeordneten Metin Hakverdi, der monierte:

    "Hätte ich nie gedacht, nach einem Volk von 84 Millionen Bundestrainern, dann 84 Millionen Pandemieexperten, anschließend 84 Millionen Diplomatiegenies, kommen jetzt die 84 Millionen Profi-Bundeswahlleiter. Wahnsinn."

  • 8.11.2024 15:52 Uhr

    15:52 Uhr

    Scholz zeigt sich verhandlungsbereit über Wahltermin

    Eigentlich strebt Kanzler Scholz Neuwahlen im Frühjahr an. Erst im kommenden Jahr will er die dazu nötige Vertrauensfrage stellen. Die Opposition lehnt dies ab – und dringt auf einen früheren Termin. Scholz ist nun bereit, darauf einzugehen.

    Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich verhandlungsbereit beim Zeitplan für die Neuwahl des Bundestags gezeigt. "Über den Termin sollten wir möglichst unaufgeregt diskutieren", sagte er nach dem EU-Gipfel in Budapest. Am Mittwoch hatte der SPD-Politiker angekündigt, am 15. Januar die Vertrauensfrage im Bundestag stellen zu wollen. Diese würde den Neuwahl-Prozess auslösen.

    "Über den Termin sollten wir möglichst unaufgeregt diskutieren", sagte Scholz. "Es wäre gut, wenn im Bundestag unter den demokratischen Parteien eine Verständigung darüber erreicht wird, welche Gesetze noch in diesem Jahr beschlossen werden können." Diese Verständigung könne dann auch die Frage beantworten, welcher Zeitpunkt dann der richtige ist, im Deutschen Bundestag die Vertrauensfrage zu stellen, auch im Hinblick auf den möglichen Neuwahltermin, so der Kanzler weiter.

  • 14:50 Uhr

    Grönemeyer verbietet Habeck die Nutzung seines Liedes im "Kanzler Era"-Video

    Pfiffig wollte das Social Media-Team von Robert Habeck sein und erklärte ihm, summ' mal die Melodie von "Zeit, das sich was dreht", einem alten Hit des aufrechten Demokraten Herbert Grönemeyer, neu interpretiert von $oho Bani und damit der "Sommer-Hit" des Jahres.

    Habeck hatte nämlich zuvor voll cool auf die Einladung des "Rappers" reagiert und war zu Gast in seinem Podcast. Eine der vielen Fragen an den Politiker lautete, "und wie geht der Vizekanzler mit mentaler Belastung um?". 

    Gute Frage, der hat nämlich aktuell ein Problem. So lautet die dpa-Meldung:

    "Der deutsche Popstar Herbert Grönemeyer hat die Grünen aufgefordert, seine Musik nicht mehr zu verwenden. Konkret hatte Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck das Video zu seinem Comeback in den sozialen Netzwerken mit dem Lied »Zeit, dass sich was dreht« untermalt."

    "Geht schon klar", lautete die rein gemutmaßte Antwort Habecks auf mögliche Bedenken seines Teams. Weit gefehlt, denn so die Meldung weiter:

    "Dies sei aber keine politische Aussage, sagt Grönemeyers Anwalt. Sein Mandant habe da eine klare Haltung und 'wünscht grundsätzlich nicht, dass seine Person oder seine Lieder von politischen Parteien, noch dazu ohne seine Zustimmung, für jegliche Art von Wahlwerbung vereinnahmt werden'. Die Nutzung des gleichen Songs wurde auch der CDU verboten, nachdem die Junge Union ihn während eines Treffens in Halle gespielt hatte."


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    Info: https://freedert.online/inland/225058-liveticker-deutsche-innenpolitik


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, awie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.11.2024

    Trumps Rückkehr ins Weiße Haus erhöht Risiko politischer Turbulenzen in der Ukraine

    freedert.online, 11 Nov. 2024 06:45 Uhr, Von Andrei Restschikow

    Der Sieger der US-Präsidentschaftswahlen Donald Trump hat versprochen, den Ukraine-Konflikt noch vor seinem Amtsantritt im neuen Jahr zu lösen. Experten vermuten, dass es Änderungen in den Beziehungen zwischen den USA und der Ukraine geben wird, rechnen aber nicht mit einem baldigen Ende des Konflikts.


    Quelle: AP © Julia Demaree Nikhinson


    Donald Trump bei einem Treffen mit dem ukrainischen Staatschef Wladimir Selenskij am 27. September 2024. Im Hintergrund: der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Andrei Jermak.


    Der Sieg des Republikaners Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen in den USA ist für die Ukraine ein Besorgnis erregendes Ereignis. Mit seinen Glückwünschen wandte sich an den Wahlsieger nicht nur Wladimir Selenskij, der die Hoffnung auf ein baldiges persönliches Treffen mit dem künftigen Herrn des Weißen Hauses äußerte, sondern auch der "grüne Kardinal" der Ukraine, Andrei Jermak.

    Wie die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, diesbezüglich anmerkte, versuche Kiew, sowohl den Demokraten als auch den Republikanern zu gefallen.

    Unter seine Glückwünsche hätte Selenskij die Unterschrift "Ihr Wolodymyr 'Burisma' Selenskij" setzen sollen, fügte die Diplomatin hinzu. Damit spielte sie ironisch auf die korrupten Verbindungen des ukrainischen Öl- und Gasunternehmens Burisma zum Präsidenten der USA, Joe Biden, und seinem Sohn Hunter an.

    Russlands Außenministerium erklärte außerdem, dass sich Moskau in Bezug auf Trump und die neue Zusammensetzung des Kongresses, wo die Republikaner nach vorläufigen Zählungen die Mehrheit haben werden, keinen Illusionen hingebe:

    "Die in den USA regierende politische Elite hält unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit an antirussischen Einstellungen und der Linie der 'Eindämmung Moskaus' fest."

    Ihrerseits bezeichnete die Vorsitzende des russischen Föderationsrates, Walentina Matwijenko, die Abstimmungsergebnisse als klare Demonstration "der Haltung der Amerikaner zur Politik der Demokraten in den vergangenen Jahren – sowohl zur Innen- als auch zur Außenpolitik".

    Änderungen in der Außenpolitik der USA erwartet indessen der Ministerpräsident der Slowakei, Robert Fico, der die Meinung äußerte, dass Trump die Hilfe an die Ukraine erheblich reduzieren könnte. Er erklärte dies mit der Ankündigung des Wahlsiegers, sich diesem Thema besonders aktiv zuwenden und Ergebnisse in Sachen Regulierung des Ukraine-Konflikts erzielen zu wollen.

    Alexander Kornijenko, Vizesprecher der ukrainischen Werchowna Rada, erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass ein Ende des Konflikts in der Ukraine die Durchführung von neuen Parlamentswahlen ermöglichen würde, die im Jahr 2023 hätten stattfinden sollen, wegen des Kriegsrechts allerdings ausgesetzt worden waren.


    Moskau macht sich keine Illusionen über den neuen US-Präsidenten





    Moskau macht sich keine Illusionen über den neuen US-Präsidenten






    Trump behauptete mehrmals, wenn er an der Macht wäre, dann hätte der Ukraine-Konflikt nie stattgefunden. Nach der Ankündigung seines Wahlsiegs versprach er, die Konflikte auf der Welt, darunter die in der Ukraine und im Nahen Osten, zu beenden. "Sie sagten, er wird einen Krieg beginnen. Ich habe nicht vor einen Krieg zu beginnen, ich habe vor, die Kriege zu beenden", so Trump.

    Während seiner Wahlkampagne versprach der Republikaner, im Falle seiner Rückkehr ins Weiße Haus, den Konflikt in der Ukraine vor seinem offiziellen Amtsantritt am 20. Januar 2025 zu beenden. Er könne das binnen 24 Stunden erreichen, behauptete er. Trump schloss auch nicht aus, dass die Ukraine um des Friedens willen zu territorialen Zugeständnissen bereit sein müsse.

    Diese Ansichten teilt auch der künftige Vize-Präsident der USA, James David Vance, der sich bereits im Jahr 2022 gegen die Unterstützung der Ukraine ausgesprochen hatte, also lange vor seiner Ernennung zu Trumps Partner. Der Senator aus Ohio hat die Biden-Administration mehrmals wegen der finanziellen und materiellen Unterstützung Kiews kritisiert.

    Die Teilnehmer einer von der ukrainischen Nachrichtenagentur UNIAN durchgeführten Blitzumfrage auf den Straßen Kiews fassten Trumps Wahlsieg skeptisch oder negativ auf. Unter den Befragten gab es gar solche, die die Abstimmungsergebnisse "mit Schrecken" aufnahmen. Doch praktisch alle Befragten äußerten Zweifel daran, dass Trump den Konflikt schnell beenden kann.

    Ukrainische Politologen sagen ihrerseits ein erhöhtes Risiko von politischen Turbulenzen im Land voraus. Wie der Leiter des Ukrainischen Instituts für Politik, Ruslan Bortnik, schreibt, werde mit Trumps Amtsantritt die ukrainische Opposition stärker: das Team des Ex-Präsidenten Pjotr Poroschenko und von Julia Timoschenko, "in gewisser Hinsicht könnten auch die Splitter der ehemaligen 'Oppositionsplattform – Für das Leben' reanimiert werden."

    Was eine friedliche Regulierung angeht, so könnte Trump laut Bortnik eine Vereinbarung mit Russlands Präsident Wladimir Putin treffen, doch diese Vereinbarung würde "begrenzten Charakter" haben. Trump werde keine absolute Niederlage der Ukraine, also eine Vernichtung ihrer Staatlichkeit, zulassen, allerdings müsse die Ukraine wahrscheinlich auf eine NATO-Mitgliedschaft verzichten, so Bortnik.

    Selenskijs Siegesplan habe inzwischen seine Aktualität verloren und werde keinen offenen Beistand selbst unter Unterstützern der Ukraine in Europa mehr finden. Einige Experten betonen außerdem, dass in der Ukraine diejenigen, die auf einen Sieg von Biden gesetzt hätten und von der Unterstützung der Demokratischen Partei der USA finanziell abhängig gewesen seien, zu den Hauptverlierern gehörten.


    Trumps Plan: Ukraine verzichtet für 20 Jahre auf NATO-Beitritt





    Trumps Plan: Ukraine verzichtet für 20 Jahre auf NATO-Beitritt






    "Bestimmte gesellschaftliche Strukturen, die sogenannten 'Soros-Kinder' (Empfänger einer Finanzierung seitens der Stiftungen von George Soros) werden nach Trumps Sieg merklich verlieren. Man sollte allerdings nicht denken, dass die ukrainische Elite ausschließlich auf die Demokratische Partei der USA gesetzt hat", bemerkt Larissa Schessler, Vorsitzende des Vereins der politischen Emigranten und politischen Gefangenen der Ukraine (SPPU).

    Die Expertin erinnert daran, dass die ukrainische Regierung im Jahr 2020 Hunter Bidens Aufnahmen und sonstige Materialien veröffentlicht habe, die die US-Administration kompromittiert hätten. Zudem habe sie direkte Verbindungen zu Trumps prominenten Parteigänger Rudolph Giuliani und diversen Vertretern der Republikanischen Partei unterhalten.

    "In den ukrainischen Machtstrukturen gibt es Verbindungen nicht nur zu Demokraten, sondern auch zu Republikanern, beispielsweise in Form der Gruppe um Igor Kolomoiski. Doch nach dem Amtsantritt von Joe Biden wurde diese Gruppe Repressionen unterworfen. Eine der Bedingungen für die Unterstützung von Selenskij war die Forderung der Demokraten, jene zu bestrafen, die mit den Dokumenten in Verbindung standen, die Hunter Biden kompromittiert hatten", erklärt Schessler.

    Was die Causa Hunter Biden angehe, habe die ukrainische Regierung das Belastungsmaterial einerseits gedeckt. Andererseits habe ein Teil der regierenden Elite gezielt nach diesen Dokumenten gesucht.

    "Trump kann mit der Abrechnung beginnen. Er hat nicht vergessen, wie Pjotr Poroschenko im Jahr 2016 seiner Konkurrentin bei den Präsidentschaftswahlen, Hillary Clinton, die Treue schwor. Jetzt wird Trump eine negative Einstellung zu jenen ukrainischen Politikern haben, die ihm Verbindungen zu Putin vorwarfen, Vance kritisierten und den Demokraten die Treue schworen", meint Schessler.

    Außerdem haben die Republikaner recht gereizt auf Selenskijs Einmischung in die Wahlkampagne in den USA reagiert. Das ging so weit, dass die Parteichefs einen Rücktritt des ukrainischen Botschafters in Washington forderten und Trump sich eine Zeit lang weigerte, mit Selenskij zusammenzutreffen. Später wurde der Konflikt eingestampft, doch ein "Nachgeschmack" ist geblieben, zumal Trumps Ansprüche an die ukrainischen Politiker tiefer liegende Gründe haben.

    Trump habe die Causa Burisma mehrmals in seiner vergangenen und jetzigen Wahlkampagne genutzt, fügt Denis Denissow, Experte der Finanzuniversität bei der Regierung Russlands, hinzu. "Gegenwärtig wird diese Angelegenheit für Trump keine Priorität haben, auch wenn eine vollständige Ermittlung bezüglich der Bestechung von US-Beamten, darunter auch auf Kosten der Ukraine, interessant und aussagekräftig wäre", meint er.

    Nach Schesslers Meinung müsse sich die Regierung in Kiew "sehr verändern, um neue Zugänge zur republikanischen Elite zu finden." Trump werde versuchen, die Last der Unterstützung der Ukraine Europa aufzubürden. "Doch auch unter den Republikanern gibt es Ukraine-Lobbyisten. Deswegen werden unter Trump keine radikalen Änderungen eintreten, die USA werden die Ukraine unabhängig davon beherrschen, ob Demokraten oder Republikaner an der Macht sind", meint die Expertin.


    Letztes Hilfspaket für die Ukraine: Biden will Kiew in "bestmögliche Position" bringen





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    Der Ansicht, dass es zu keinen radikalen Änderungen im Verhältnis zwischen den USA und der Ukraine kommen wird, stimmt auch Denissow zu. "In den vergangenen Jahren beobachten wir, dass beide große US-Parteien die Ukraine unterstützen. Wäre dem nicht so, könnten die Republikaner in zahlreichen Fällen die Unterstützung der Ukraine blockieren. Dies gilt für Waffenlieferungen und für die finanzielle Unterstützung", betont er.

    Denissow zufolge sei nicht damit zu rechnen, dass der neue US-Präsident "zu einem Symbol des Verzichts auf Hilfe für die Ukraine" werde. "Das System der USA ist immerhin so aufgebaut, dass eine einzelne Person, selbst ein Präsident, derartige strategische Entscheidungen nicht immer wirksam beeinflussen kann", erklärt er.

    Trumps Wahkampagne sei unter anderem aktiv vom militärisch-industriellem Komplex finanziert worden, der jetzt eine Dividende erwarte.

    "Diese Menschen sind ganz sicher nicht an einem Ende aller Konflikte interessiert, wie es Trump angekündigt hat. Sie werden zielgerichtet eine Rückzahlung ihrer Investitionen fordern, und dass ist nur über neue Rüstungsaufträge, darunter auch für Lieferungen an die Ukraine, möglich", fügt Denissow hinzu.

    Die Experten sind sich ebenfalls darüber einig, dass es nicht zu der von Trump versprochenen augenblicklichen Regulierung der Ukraine-Krise kommen wird. Allerdings werde der neue Präsident sich gegen die Lieferung von Langstreckenwaffen an die Ukraine für Angriffe in die Tiefe des russischen Territoriums aussprechen.

    "Die Lage ist nicht so einfach, dass sich der Konflikt binnen 24 Stunden einstellen lässt. Er lässt sich nicht mit einem Schachzug lösen. Deswegen erwarte ich keine schnelle Entscheidung. Sicher wird Trump versuchen, alle Teilnehmer unter Druck zu setzen. Er mag denken, dass es möglich ist, Russland zu 'überzeugen'. Und wenn er die Russen schon nicht zu einem Rückzug bewegen kann, dann wird er sie doch zumindest aufhalten wollen", erklärt Schessler.

    Laut ihrer Prognose werden Trumps Versuche, Russland unter Druck zu setzen, allerdings ergebnislos bleiben. Anschließend wird der neue US-Präsident die Ukraine unter Druck setzten müssen, damit Kiew möglichst viele Kompromisse mit Moskau eingeht. "Doch das ist ein langfristiges Spiel", fügt die Expertin hinzu.

    Denissow erinnert seinerseits daran, dass Trumps Ankündigungen bezüglich der Möglichkeiten der Regulierung dieser Krise widersprüchlich und teilweise viel zu populistisch gewesen seien und nicht den Anspruch gehabt hätten, "zu einem bestimmten Plan oder einer Alternative für die Regulierung des Konflikts zu werden." Er stimmt der Ansicht zu, dass es in Trumps künftigem Plan keine besonderen Präferenzen für Russland geben wird. "Ganz sicher sollte man nicht erwarten, dass Trumps Präsidentschaft für Russland im Rahmen der militärischen Sonderoperation und der bilateralen Beziehungen unbeschwert sein wird", schlussfolgert der Experte.

    Übersetzt aus dem Russischen. Zuerst erschienen bei Wsgljad am 6. November.


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    Info: https://freedert.online/international/225103-trumps-rueckkehr-ins-weisse-haus


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