Neue russische Waffe Die Panik in Kiew vor der Oreschnik
anti-spiegel.ru, 2. Dezember 2024 04:15 Uhr, von Anti-Spiegel
In Deutschland hört man nichts davon, aber in Kiew scheint nach dem Angriff mit der neuen russischen Rakete Oreschnik Panik zu herrschen.
Die offenen Ankündigungen von Präsident Putin über mögliche Angriffe mit der neuen Hyperschallrakete Oreschnik auf Kiew scheinen ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben, denn es gibt reichlich Berichte aus Kiew, dass Regierungsstellen in aller Eile evakuiert werden. Das war Thema in einem Bericht, den das russische Fernsehen am Sonntag in seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick gezeigt hat und den ich übersetzt habe.
Beginn der Übersetzung:
Known as Oreshnik: Der Westen lernt ein neues Wort
Diese Woche befreiten russische Truppen fünf Dörfer in der DNR: Nowaja Iljinka, Iljinka, Petrowka, Worowskoje und Rasdolnoje sowie das Dorf Kopanki in der Region Charkow. Es wurden 32 Gruppenangriffe auf ukrainische Ziele durchgeführt. Das Regierungsviertel von Kiew leert sich, Selensky ist aus dem Präsidentenpalast ausgezogen und die Werchowna Rada tagt an einem geheimen Ort. Der Grund dafür ist ein neues russisches Wort, das man im Westen gelernt hat.
32 Gruppenangriffe auf ukrainische Ziele in einer Woche. Der westliche Teil des Landes wurde am Donnerstag, dem 28. November, in Dunkelheit getaucht. Ukrainische Medien veröffentlichten eine Karte, auf der die unzähligen, gewundenen Flugbahnen von Drohnen und Marschflugkörpern über dem ganzen Land zu sehen sind.
In Kiew strömten die Menschen nach der Entwarnung auf die Straße und die Stadt steckte in Staus fest. Das Energieministerium warnte, der Zeitplan werde in einigen Regionen voraussichtlich wie folgt aussehen: zwei Stunden mit Strom, vier ohne.
Das Regierungsviertel von Kiew leert sich. Amerikanischen Medienberichten zufolge hält die Werchowna Rada Sitzungen an einem geheimen Ort ab, der Grund dafür ist ein neues russisches Wort, das man im Westen gelernt hat: „Known as Oreshnik“, „The Oreshnik“, „That Russian missile nicknamed Oreshnik“ – westliche Medien sind voll davon.
Im Fernsehen fragt man sich, welche Fähigkeiten die neue russische Rakete hat, wohin sie fliegen kann und wie sie die Spielregeln verändert. „Es ist eine Überschallrakete namens Oreschnik. Das Einzigartige daran ist jedoch, dass sie nicht nur mit Hyperschallgeschwindigkeit fliegt, sondern auch ganz Europa und die Westküste der USA angreifen kann“, sagt die ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiterin Rebecca Koffler.
Gleichzeitig kursiert in westlichen und ukrainischen Medien der Satz „Die Front bröckelt“. Diese Woche wurde das Dorf Kopanki in der Region Charkow befreit. Ukrainische Soldaten kapitulierten in diesem Gebiet. Russische Truppen besetzten fünf weitere Dörfer in der DNR. Das sind Nowaja Iljinka, Iljinka, Petrowka, Worowskoje und Razdolnoje.
Russische Angriffsflugzeuge drangen von Norden her in Rasdolnoje ein und rodeten dabei Waldgürtel. Und in Iljinka im Bezirk Kurachowo erledigten sie mit Unterstützung gepanzerter Fahrzeuge die letzten Verteidigungslinien.
Auch Kurachowo wird nach und nach unter Kontrolle gebracht, über der örtlichen Schule weht die russische Flagge. Die mobilisierten Soldaten der ukrainischen Streitkräfte ergeben sich, werfen ihre Waffen ins Gebüsch und gehen mit erhobenen Händen an den Straßenrand. Schon ohne diplomatische Konventionen erhält Kiew den direkten Befehl: Schickt Jugendliche in die Schützengräben.
Ein hochrangiger US-Regierungsbeamter, der anonym bleiben wollte, sagte, die scheidende demokratische Regierung wolle, dass die Ukraine das Einberufungsalter von 25 auf 18 Jahre herabsetzt. Der Beamte sagte, das sei „reine Mathematik“. Das war zynisch, aber ehrlich. Für amerikanische Beamte sind die Ukrainer eine statistische Größe, mehr nicht.
Selensky scheint erkannt zu haben, dass sie auf ihn keine Rücksicht mehr nehmen. Beleidigt begann er in einem Interview, seinen Kuratoren gegenüber unhöflich zu werden: „Wenn in europäischen oder amerikanischen Regierungen die Idee aufkommt, dass wir mit dem Einberufungsalter anders umgehen müssen, bitte ich unsere Partner, ihre Aufgabe zu erfüllen, und wir werden unsere Aufgabe erledigen“, sagte der Chef des Kiewer Regimes.
Das ist das Problem: Im Ausland meinen sie, dass Selensky seine Aufgabe nicht erledigt hat: Die Gegenoffensive ist gescheitert, die Front kann nicht gehalten werden, die Mobilmachung nahm monströse Formen an.
Immer häufiger eröffnen Rekrutierer das Feuer. Gleichzeitig übt Washington Druck auf Kiew aus, aggressiver gegen Wehrdienstverweigerer und Deserteure vorzugehen, berichtet Associated Press. Und der britische Telegraph verglich diejenigen, die der Mobilisierung entgehen wollen, mit in die Enge getriebenen Ratten. Ein amerikanischer PBS-Korrespondent rät jungen Männern, sich nicht ins Zentrum von Kiew zu wagen – sie würden in einen Bus gesetzt und in den Tod geschickt. „Wenn ich Ukrainer wäre und dem Militärdienst entgehen wollte, wäre die Innenstadt von Kiew ein sehr gefährlicher Ort für mich“, sagte PBS-Korrespondent Jack Hewson.
Selensky ist derselben Meinung. Die Gerüchte über einen eiligen Auszug aus dem Präsidentenpalast waren offenbar keine Gerüchte, denn er traf sich mit britischen Journalisten in einem Raum mit zugeklebten Fenstern. Er ist nicht mehr so kategorisch wie zuvor. Vor kurzem wollte er die Ukraine in den Grenzen von 1991 und dann in denen von Februar 2022 erreichen. Jetzt stimmt er einem Einfrieren an der Kontaktlinie zu: „Wenn wir die heiße Phase des Krieges stoppen wollen, müssen wir das Territorium der Ukraine, das wir kontrollieren, unter dem Schutz der NATO bringen, und dann können wir die verbleibenden Gebiete durch Diplomatie zurückholen“, sagt Selensky.
Die Frage ist, ob er überhaupt Verhandlungen führen und als Garant fungieren kann, da seine Befugnisse im Frühjahr ausgelaufen sind und die ukrainische Verfassung eine Verlängerung dieser Befugnisse nicht vorsieht. In der Verfassung findet sich kein Wort über die Annullierung von Präsidentschaftswahlen aufgrund des Kriegsrechts. Grob gesagt ist Selensky nicht mehr der Oberbefehlshaber.
Auf der anderen Seite des Ozeans teilt man die Ukraine ohne ihn auf. Nach Angaben des russischen Auslandsgeheimdienstes sieht das westliche Teilungsprojekt so aus: Das ukrainische Territorium könnte zwischen Rumänien, Deutschland, Polen und Großbritannien aufgeteilt werden. Gleichzeitig ist die Hauptaufgabe der Autoren des Projekts das Einfrieren des Konfliktes, wonach man nicht nur Waffen, sondern auch Besatzungstruppen ins Land pumpen könnte. Und dann könnten sie Kiew auf eine Revanche vorbereiten.
Das gab es in der Geschichte schon. Die Ukraine war unter dem Stiefel der Deutschen, die ukrainische Nationalisten für den Krieg mit Russland ausgebildet haben. Rumänien, dem nun die Schwarzmeergebiete zugeteilt werden sollen, hatte dort bis zum Eintreffen der Sowjetarmee das Sagen.
Von September 1941 bis August 1944 wurde das Reichskommissariat der Ukraine von Gauleiter Erich Koch geleitet. Unter Koch wurden vier Millionen Einwohner ausgerottet, 2,5 Millionen zur Arbeit nach Deutschland verschleppt und 180 Konzentrationslager errichtet. „Ukrainische Kinder brauchen keine Schulen. Wenn ich einen Ukrainer treffe, der es wert ist, an meinem Tisch zu sitzen, muss ich ihn erschießen“, sagte Koch damals.
Er wurde in Polen vor Gericht gestellt und zum Tode verurteilt, was später herabgestuft wurde. Er starb 30 Jahre später im Gefängnis.
Aber heutige Deutsche kämpfen auf der Seite der ukrainischen Streitkräfte. Diese Woche wurden bei einem Iskander-Angriff auf einen Standort einer ukrainischen Spezialeinheit 72 Militante getötet, darunter neun französische Spezialisten.
Ende der Übersetzung
Info: https://anti-spiegel.ru/2024/die-panik-in-kiew-vor-der-oreschnik
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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© Thierry Monasse/Getty Images


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Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Chris Emil Janssen



