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23.02.2025

„Achtung!“ – Die Bundeswehr übernimmt in Deutschland das Kommando

overton-magazin.de, 22. Februar 2025 63 Kommentare

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Cornelia Seibeld bei der Sammelaktion mit Soldaten. Bild: Abgeordnetenhaus Berlin


Nach dem sogenannten Operationsplan Deutschland (OPLAN) werden seit einiger Zeit die zivilen amtlichen Strukturen mit militärischen verknüpft. Der Name zeigt, wer dabei das Sagen hat. Groß darüber geredet wird bisher nicht.

Ein Bild vom November 2024: Zehn Bundeswehrsoldaten, eine Soldatin und eine Politikerin stehen beieinander mit Spendenbüchsen in der Hand. Sie sammeln für Kriegsgräber, alte, aber vor allem auch kommende. Denn für 80 oder 100 Jahre alte Gräber muss man nicht sammeln. Die Politikerin ist Cornelia Seibeld, CDU, Präsidentin des Abgeordnetenhauses von Berlin. Sie steht ein bisschen verloren unter den elf Militärangehörigen, die obendrein die bessere Winterkleidung anhaben.

Es ist wie ein Sinnbild: Das Sammeln von Spenden für den Erhalt der Kriegsgräber im In- und Ausland ist vor allem im Interesse der Bundeswehr. Die Politik, die Legislative, das Parlament macht mit. Solche Aufführungen, wie vor dem Abgeordnetenhaus der Hauptstadt, gibt es seit einiger Zeit überall im Lande. Sie folgen einem Plan, dem sogenannten „Operationsplan Deutschland“, OPLAN genannt, nach dem sich die Bundeswehr mit zivilen politischen Strukturen verbindet. Ein Programm der Militarisierung, das planmäßig voranschreitet. Die BRD-Armee macht sich in den Strukturen breit und übernimmt das Kommando.

Empfänger der Spenden ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der die Gräber pflegt. Denn es gibt sie und es wird sie geben. Die Parole von der „Kriegsertüchtigung“ bedeutet auch, sich auf tote deutsche Soldaten, männliche und ein paar weibliche, vorzubereiten – und zwar auf das Vielfache derjenigen, die zum Beispiel in Afghanistan gefallen sind. Die Logik ist: Wer sterben kann, der darf auch töten.

Für die neue Struktur baut die Bundeswehr sogenannte Landeskommandos auf, territoriale Führungskommandobehörden in jedem Bundesland und in Berlin. Die Landeskommandos werden als Brücke zwischen Bundeswehr und zivilem Bereich bezeichnet. Zitat Landeskommando Berlin: „Seine Soldatinnen und Soldaten informieren, beraten und unterstützen den Senat, dessen nachgeordnete Behörden sowie Polizei und Feuerweh.“ Und zwar nicht nur als Katastrophenhilfe, sondern explizit auch im Rahmen des „Heimatschutzes“. Die Struktur wird in den Stadtbezirken (etwa Kreuzberg, Wedding, Marzahn) ergänzt durch Verbindungskommandos.

Soldaten, die die Regierung unterstützen – soll das beruhigen oder kann man das als Drohung verstehen? Jedenfalls klingt es nach Ausnahmezustand. Der Aufbau dieser militärisch dominierten Parallelstruktur begann in der Hauptstadt im Oktober 2020.

Es war also nicht der Angriff der russischen Armee auf ukrainische Städte im Februar 2022, mit dem angeblich das offizielle Umdenken in Deutschland begann, die Hinwendung zu maßloser Aufrüstung und einer seit 75 Jahren nicht gesehenen Militarisierung der Gesellschaft. Eine solche Darstellung gehört zum Märchen des neuen Kriegsnarrativs. Die Übernahme des Kommandos in Deutschland durch die Bundeswehr begann mehr als ein Jahr vorher im Zeitalter von Corona. Die Truppe war bereits ins nationale Corona-Krisenmanagement einbezogen, und auch bei den praktisch-operativen Coronamaßnahmen wurden Bundeswehrsoldaten eingesetzt.  Sie unterstützten die Gesundheitsämter bei der Kontaktnachverfolgung von Infizierten und der Recherche von Wohnanschriften.

Das war bereits das Überschreiten einer roten Linie, weil es sich dabei um eine hoheitliche Aufgabe im Inneren handelte, die die Bundeswehr gar nichts angeht. Die Coronaparteien und die Bundeswehrpartei AfD haben es nicht nur geschehen lassen, sie fanden es gut und richtig. In der autoritären Corona-Kommando-Politik versteckte sich bereits der Embryo der kommenden Militarisierung.

Ob ohne das Eine das Andere so problemlos funktioniert hätte, ist dabei noch eine interessante Frage. Seither vollzieht sich diese Kommandoübernahme zwar eher ruhig und schleichend, aber in einer unwiderstehlichen Selbstverständlichkeit.

Dazu gehört auch das Mittel der Folklore, mit der die neue Kriegsverherrlichung umhüllt und bemäntelt wird. Zum Beispiel Gedenkfeiern am Volkstrauertag mit Fackelzügen, Kranzniederlegungen und Klimbim an den Gräbern deutscher Soldaten und den Mahnmalen für die Opfer des Nationalsozialismus. Das heißt also: Man zelebriert die Opfer deutscher Täter und zugleich diese Täter.

Zur Gedenkfeier auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin, wo der im Ersten Weltkrieg gefallenen deutschen Soldaten jüdischen Glaubens gedacht werden sollte, musste man sich bei der Bundeswehr anmelden und als Journalist bei ihr akkreditieren lassen. In welche Tradition sich die BRD-Armee stellt, scheint ihr also völlig gleichgültig zu sein.

Krieg ist vor allem ein großer Ordnungsfaktor einer Gesellschaft nach innen

Schwörfeste sind seit einiger Zeit in vielen Städten groß in Mode. Man feiert sich als Stadt und ihre Freiheit. In Esslingen, das zwar am Wasser liegt, Neckar genannt, aber ansonsten trockenstes Binnenland darstellt, wurde ausgerechnet ein Fregattenkapitän eingeladen, um die Schwörtagsrede zu halten. Launiger Titel: „Von der schwören See – Die Bedeutung der Marine für Land und Ländle“.

Die Bedeutung der Marine geht in Esslingen eigentlich gegen null, die Stadt hat nicht einmal einen Hafen, und auf dem Bodensee kreuzen meines Wissens auch keine Kriegsschiffe. So what? Doch mit so viel Realismus lässt sich keine Verteidigungsnotwendigkeit oder Kriegstüchtigkeit begründen. Wir verdanken der Einladung an einen Militär zur See also eine wichtige Erkenntnis über die laufende Militarisierung unter dem Stichwort „Kriegsertüchtigung“. Mutwilligkeit ist Grund genug. Wo militärische Verteidigung nicht möglich oder nötig ist, wird sie eben erfunden.

Zwei Esslinger Parteien (Linke und FÜR Esslingen) kritisierten die Einladung eines Militärs und wollten deshalb der Schwörtagszeremonie fernbleiben. Prompt ernteten sie Kritik zum Beispiel vom CDU-Bundestagsabgeordneten, der solcherart Ausscheren aus der nationalen Einheitsfront kleinkariert und ein Zeichen für Ignoranz nannte. Ein Disput, der eigentlich nicht der Rede wert ist, wenn es nicht gleichzeitig die Nachricht gegeben hätte, dass drei andere Gruppierungen, die gerne an dem Schwörfest teilgenommen hätten, davon ausgeschlossen wurden: Der Islamische Verein einer Moschee, der Verein türkischer Arbeitnehmer und ein kurdisches Gesellschaftszentrum. Begründung: Milli Görüs, Graue Wölfe, PKK. Oder Nähe zu ihnen. Oder so.


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Auch dahinter steht eine Logik: Der angestrebte Nationalismus braucht auch einen potentiellen Feind im Inneren, mit dem er die Bereitstellung der Instrumente begründen kann, gegen ihn vorzugehen, wenn es sein muss. Und für Zentralmächte bot der Feind im Inneren sowieso schon immer das Mittel, sich selber zu legitimieren. Krieg ist, was natürlich nicht gesagt werden darf, vor allem ein großer Ordnungsfaktor einer Gesellschaft nach innen, die Außerkraftsetzung der Demokratie und das Verbot demokratischer Rechte, wie Wahlen oder Versammlungen. Die maximale Kontrolle. Auch Corona war ein solcher Ordnungsfaktor. Deshalb gibt es in der Gesellschaft Kräfte und Interessen, die Krieg wollen und ihn zur Machterhaltung brauchen.

Die Kriegstüchtigkeit findet ihre Umsetzung im OPLAN Deutschland

22. Mai 2024: Feierliches Gelöbnis von Rekruten des Wachbataillons der Bundeswehr vor dem Abgeordnetenhaus von Berlin. Der Anlass sind 75 Jahre Grundgesetz, die Bundeswehr gab es da, 1949, aber noch lange nicht. Neben Cornelia Seibeld, der Präsidentin des Berliner Parlaments, die wir aus der Sammelaktion für Soldatengräber kennen, spricht auch der Regierende Bürgermeister Kai Wegner, außerdem die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverteidigungsministerium. Personal einer zivil-politischen Veranstaltung also.

Die Öffentlichkeitsarbeit liegt allerdings in den Händen der Bundeswehr. Bei ihr muss man sich als Journalist akkreditieren, und von ihr bekommt man die Pressemitteilung. Die wird von der Bundeswehr bereits zwei Stunden, bevor die Veranstaltung überhaupt begonnen hat, verbreitet. Darin auch Zitate aus den Reden der genannten Politiker, die erst noch gehalten werden müssen. Die Präsidentin des Abgeordnetenhauses wird unter anderem mit dem Satz zitiert: „Mit dem Gelöbnis wollen wir deutlich sichtbar unterstreichen, dass die Bundeswehr als Parlamentsarmee in die Mitte der Gesellschaft gehört.“ Erst danach verbreitet auch das Pressereferat des Abgeordnetenhauses die Pressemitteilung der Bundeswehr und das Statement der Parlamentschefin wortgetreu und eins zu eins.

Das Zitat von Seibeld, der AGH-Präsidentin, macht stutzig. Denn die sogenannte Parlamentsarmee Bundeswehr muss sich nicht nach dem Abgeordnetenhaus von Berlin richten. Parlamentarische Aufträge erteilt ihr allein der Bundestag. Umgekehrt gilt aber auch: Die Bundeswehr hat dem Senat von Berlin eigentlich nichts zu sagen. Warum verbreitet die Bundeswehr das Zitat, ehe es die Urheberin selber verbreitet?

Hat die Politikerin Seibeld ihre Rede der Bundeswehr vorgelegt? Hat die Bundeswehr sie geschrieben?

Worum geht es beim Operationsplan Deutschland, den die Beteiligten nur OPLAN nennen? Er ist die organisatorische Grundlage des Propagandabegriffs von der „Kriegstüchtigkeit“. Oder anders gesagt: Die Kriegstüchtigkeit findet ihre Umsetzung im OPLAN Deutschland. Es hat also alles System, Methode und Programm. In seinen Einzelheiten bekannt ist der OPLAN nicht.

Als Gegner des kommenden deutschen Krieges ist Russland bestimmt worden. Dafür werben seit einiger Zeit bereits Politiker des Kriegsparteien-Kartells wie der CDU-Mann Kiesewetter, der Grüne Hofreiter oder die FDP-Frau Strack-Zimmermann. Deutschland soll zum Aufmarschgebiet und zur Drehscheibe für Nato-Truppen werden. Die Kriegsplaner rechnen mit mindestens 800.000 Nato-Soldaten, die sich in Deutschland sammeln und an die Ostgrenze der Nato, Polen und Baltikum, gebracht werden müssen. Im OPLAN steht, wie das sichergestellt werden soll. Genaues erfährt man nicht. Nur noch, dass zwischen Bund und Ländern gemischte Arbeitsgruppen zur Ausgestaltung des OPLANs bestehen. Aus Gründen der militärischen Sicherheit sind, wie es heißt, „alle Informationen über verteidigungswichtige und kritisch eingestufte Infrastruktur geheim“. Auch zu konkreten Vorgaben und Planungen könne die Bundeswehr keine weiteren Angaben machen, teilt sie mit.

Seit eingen Monaten gibt es eine Diskussion um das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21, nach dem der oberirdische Kopfbahnhof zum unterirdischen Durchgangsbahnhof gemacht werden soll, wofür seit einigen Jahren auch gebaut wird. Nun wurde allerdings vor einem Jahr das Allgemeine Eisenbahngesetz derart geändert, dass die Entfernung von Gleisen oder ihre Überbauung erschwert wurde. Das berührt auch das Projekt Stuttgart 21. Die Frage, ob dieser Schwenk mit etwaigen Kriegsplanungen im OPLAN zu tun hat, wird bisher nicht beantwortet – weder mit Nein noch mit Ja.

Das territoriale Führungskommando Baden-Württemberg teilt dazu lediglich mit: „Ich kann mich nicht detailliert und schon gar nicht zu bestimmten Objekten äußern, muss also generisch bleiben. Natürlich stellen wir aus militärischer Sicht unzweckmäßige Entwicklungen auch im Bahnbereich fest. In den Arbeitsgruppen werden diese Dinge auch offen angesprochen.“

„Die Bedrohungslage ist schon sehr akut – und der Feind heißt Russland“

Der Kommandeur des Landeskommandos Baden-Württemberg, der im militärischen Beruf übrigens – Achtung! – Kapitän zur See ist, sagte dem SWR: „Ein möglicher Verteidigungsfall der Nato bedeutet, dass sich alle darauf vorbereiten müssten, egal ob Schulen, Verkehr oder Firmen.“ Auch die Privatwirtschaft wird in die umfassende Kriegsvorbereitung mit einbezogen.

Für den Befehlshaber des Ba-Wü-Kommandos hat der Krieg bereits begonnen und der Gegner einen Namen: „Die Bedrohungslage ist schon sehr akut – und der Feind heißt Russland.“ Dessen erste Angriffsphase laufe schon längst.

Man sieht Krieg, weil man ihn will. So richtig zufrieden mit der mentalen Kriegsvorbereitung der deutschen Bevölkerung und der freiwilligen Kollaboration zwischen Zivilem und Militärischem scheinen Bundeswehr und politische Nomenklatur aber noch nicht zu sein. Die Pressestelle des Territorialen Kommandos in Ba-Wü schreibt: „Mein persönlicher Eindruck ist, dass noch sehr viele Menschen verkennen, welche Gefahren bereits jetzt täglich auf uns einwirken.“ Deshalb komme es zunächst darauf an, für den „Ernst der Lage zu sensibilisieren, ohne Panik zu verbreiten“.

Zur Not muss nachgeholfen werden. Wie in Bayern, wo 2024 ein Gesetz beschlossen wurde, das die Zusammenarbeit staatlicher Bildungseinrichtungen – von Schulen, Universitäten, Forschungsinstitutionen –  mit der Bundeswehr vorschreibt: „Bundeswehrfördergesetz“ genannt. Danach soll die Armee überall ungehinderten Zugang zu den Bildungs- und Wissenschaftsressourcen erhalten und für sich werben dürfen. Außerdem verbietet das Gesetz sogenannte Zivilklauseln, nach denen öffentliche Forschung auf eine rein zivile Nutzung beschränkt sein soll.

Jetzt, am 5. Februar 2025, haben über 200 Personen und Vereinigungen Klage beim Bayerischen Verfassungsgerichtshof gegen das Bundeswehrfördergesetz eingereicht. Vielleicht ist der Streit um die Deutungshoheit in diesem Land, wer entscheidet, was richtig oder gut ist, erst eröffnet.

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63 Kommentare

  1. Zivil-Militärische Zusammenarbeit (GRÜNBUCH ZMZ 4.0)

    Auszug:
    „Gesellschaftlicher Zusammenhalt

    Die Integration militärischer Unterstützung in zivile Prozesse bedarf einer ehrlichen Kommunika­tion der Bedrohungslage, muss transparent, demokratisch legitimiert und stets am Gemeinwohl orientiert sein. Dies fördert Vertrauen in staatliche Strukturen und Maßnahmen. Im Hinblick auf ZMZ bedarf es daher einer breiten gesellschaftlichen Sensibilisierung, damit Bür­gerinnen und Bürger und Institutionen ihre jeweilige Rolle kennen und im Notfall handlungsfähig bleiben. Zum gesellschaftlichen Zusammenhalt zählt auch die Einbindung und Integration unter­schiedlicher Bevölkerungsgruppen in die staatlichen Institutionen der Gefahrenabwehr.“

    https://zoes-bund.de/publikationen/gruenbuch-zmz/

    Dazu auch:
    https://www.jungewelt.de/artikel/493528.kriegsvorbereitung-das-deckt-gef%C3%A4hrliche-planungen-auf.html

    Besser hier:
    Auszug
    „Zivilisten im Krieg (II)
    Zur Vermeidung von Unruhen im Krisen- und Kriegsfall skizziert ein aktuelles „Grünbuch“ umfassende Repressionsmaßnahmen und fordert einen „Schulterschluss“ von Gesellschaft und Staat. Militärs verlangen „Mentalitätswechsel“.

    BERLIN
    Für den Krisen- und Kriegsfall sieht ein aktuell von Soldaten, Ministerialbeamten und Geheimdienstlern erstelltes „Grünbuch“ umfassende Maßnahmen der Repression zur Verhinderung von Sabotage und „allgemeiner Unruhe“ vor. Eskalieren etwa die Spannungen mit Russland, wie es das dem Grünbuch ZMZ 4.0 zugrunde liegende Szenario beschreibt, dann müssten nicht nur Schritte zum Schutz der Verkehrswege und der Kritischen Infrastruktur eingeleitet werden, heißt es in dem Dokument. Man müsse auch Vorsorge treffen, dass die mit Sicherheit zu erwartenden Belastungen für die Zivilgesellschaft nicht zu „Unruhe“ oder gar „politischer Destabilisierung“ führten. Dazu seien umfangreiche Aktivitäten der Geheimdienste und deren engere Kooperation mit Polizei und Bundeswehr erforderlich. Zudem gelte es schon jetzt, die „Resilienz“ der Bevölkerung zu stärken – ihre Bereitschaft, die Zumutungen von Krisen und Kriegen zu ertragen. Die unumgängliche zivil-militärische Kooperation (ZMZ) sei schon „in Schulen zu vermitteln“. Einen entsprechenden „Mentalitätswechsel“ in der Bevölkerung hat bereits vor einem Jahr der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, gefordert. „

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  • „Die Kriegsplaner rechnen mit mindestens 800.000 Nato-Soldaten, die sich in Deutschland sammeln und an die Ostgrenze der Nato, Polen und Baltikum, gebracht werden müssen.“
    Wenn damit Soldaten aus Übersee gemeint sind, sollten die Kriegsplaner nochmals über die Bücher. Mit den heutigen Fernwaffen ist es gänzlich unmöglich, gegen einen mindestens so gut wie man selbst ausgerüsteten Gegner Truppen aus Übersee heranzuführen. Diese würden samt und sondern ein nasses Grab finden. Wir sind im 21. Jahrhundert, das scheinen Viele noch nicht realisiert zu haben.

    Allgemein – der hier dokumentierte Militarismus ist zutiefst verstörend. der „Befehlshaber des Ba-Wü-Kommandos“ z. B. ist offensichtlich von Revanchismus durchdrungen. Und er ist leider nicht der einzige in Deutschland. Man hätte die sogenannte Wiedervereinigung nie zulassen dürfen.

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  • Interessanter Artikel, aber die Bundeswehr steht ja eigentlich schon lange in einer militärischen Tradition – wir klammern mal folgendes aus:

    https://www.manova.news/artikel/die-hitlervergiftung

    ….und fragen uns welches Bundesland sämtlichen allierten Siegermächten, lagerübergreifend, so militaristisch vorkam, dass es 1945 endgültig und vollständig sowie ohne Pardon aufgelöst wurde:

    „[…]Das Ende Preußens (1945–1947)[…]“

    „[…]„Der Staat Preußen, der seit jeher Träger des Militarismus und der Reaktion in Deutschland gewesen ist, hat in Wirklichkeit zu bestehen aufgehört. Geleitet von dem Interesse an der Aufrechterhaltung des Friedens und der Sicherheit der Völker und erfüllt von dem Wunsche, die weitere Wiederherstellung des politischen Lebens in Deutschland auf demokratischer Grundlage zu sichern, erlässt der Kontrollrat das folgende Gesetz:

    Artikel 1

    Der Staat Preußen, seine Zentralregierung und alle nachgeordneten Behörden werden hiermit aufgelöst.“

    – Alliierter Kontrollrat am 25. Februar 1947[…]“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Preu%C3%9Fen#Das_Ende_Preu%C3%9Fens_(1945%E2%80%931947)

    Im selben Wikipedia-Artikel findet Mensch auch welche preußischen Tradition die Bundesrepublik Deutschland bis heute pflegt:

    „[…]Weiterführung preußischer Traditionen[…]“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Preu%C3%9Fen#Weiterf%C3%BChrung_preu%C3%9Fischer_Traditionen

    2 und 2 zusammengezählt kann sich jeder Mensch im wiedervereinigten Deutschland denken worauf sich die Bundeswehr in ihren meisten Traditionen bezieht – den preußischen Militarismus – nur diesmal eben auf eine Version 2025 zugeschnitten und vergessen machend, dass die Allierten Siegermächte Preußen bereits 1947 aufgelöst haben – wegen dem Militarismus Preußens der der Steigbügelhalter für die Nazis war…..und auch den ersten Weltkrieg mit ausgelöst hat……

    Ja, nach über 100 Jahren kann Mensch so etwas gerne vergessen, oder wenn er im Geschichtsunterricht nur die positiven Seiten Deutschlands sowie das böse NS-Regime zum Erbrechen gelehrt bekommen hat, aber schon Erich Maria Remarque hat ja in seinem Roman „Im Westen Nichts Neues“ den preußischen Ungeist und Militarismus karikiert. Lange vor dem 2. Weltkrieg…..;-)

    Übrigens, wo ist ein neuer „Hauptmann von Köpenick“ wenn man ihn mal braucht ????

    https://www.youtube.com/watch?v=ENbSYG_mDPQ

    Dieter Hallervorden übernehmen sie ????

    Wie hieß die große Militärfestung und Hauptstadt von Preußen?

    B e r l i n

    Nachtigal ick hör dir trapsen ????

    Sarkastische Grüße
    Bernie

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  • Übrigens wurde einer der Herren auf dem Bild (Dienstgrad: WünschelSchnutenGänger) freigestellt, um Vaterlandsverrätern bei Hausdurchsuchungen bzw. Verhaftungen seine Spendenbüchse unter die Nase zu halten (bevor sie gebrochen wird).
    Anwälte empfehlen, sich an dieser Stelle ’nicht lumpen zu lassen‘ (mehrere große Scheine), um viel höhere Ausgaben für z.B. plastische Chirurgie zu vermeiden.
    In diesem Sinne: Spende oder Ledernackenschlag¹

    ¹ https://www.songtextemania.com/feierabend_songtext_franz_josef_degenhardt.html

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  • So plump und laut wie ’33 kann man den Wechsel von der bürgerlichen Demokratie zur faschistischen Diktatur nicht noch einmal machen. Das Publikum verlangt da schon nach etwas Originellerem.
    Kurz gefasst kann man sagen, dass das Kapital seine Hausaufgaben gemacht hat.

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  • Wirklich?
    Der dank des Lieb Vaterland, wenn man die Radieschen von unter angucken darf, ist auf Spenden angewiesen um die Erinnerung an das sinnlose Blutopfer aufrecht zu erhalten.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Lieb_Vaterland

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  • Die Ostdeutschen kennen das alles aus ihrer DDR-Vergangenheit: GST, Zivilschutz, Vormilitärische Ausbildung, Reservistendienst, Kampfgruppen etc. …,,,all das verschwand innerhalb kürzester Zeit. Also Leute seid zuversichtlich und singt mit: https://youtu.be/4QOqvF8kmaQ?si=egTuEka62h1dgs2p

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  • Tja, Angst ist nunmal die stärkste Triebfeder der allermeisten Menschen -und daher ist die Verbreitung von Furcht logischerweise eine der wichtigsten Säulen des Staatskonstruktes.
    Schon „immer“….

    Aber:
    „Wer Furcht verbreitet, ist selbst nicht ohne Furcht.“
    (Epikur)

    Und:
    Die sogenannten „Staatsmächte“ hatten die Hosen noch nie so gestrichen voll wie im Jetzt & Hier.

    Also bitte nicht wundern, wenn es schon sehr bald überall anfängt faulgasig zu stinken…..;)

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  • Völlig durchgeknallt. Also wieder Operation Ost. Ich fass es nicht. Euch ist aber klar das sich die USA wieder mit Russland und GB vereinen würde und wieder Deutschland zerbomben würde.

    Trump hat gesagt Nyet means Nyet.

    https://youtu.be/-f5LsBsUENM?t=12

    Wenn ihr in den Krieg ziehen wollt ohne mich. Morgen werdet ihr Clowns erstmal abgewählt. Ganz egal was passiert die Altpartien insgesamt werden an Zuspruch verlieren.

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  • Ein sehr informativer Artikel und damit wichtig, auch wenn viele Informationen zum Oplan auch auf Wikipedia und den dort verlinkten Quellen nachzulesen sind. Dass aber das Sammeln von Spenden für den Erhalt der Kriegsgräber im In- und Ausland vor allem im Interesse der Bundeswehr sei, kann ich nicht nachvollziehen. Denn deren Erhalt ist, neben dem gebotenen Gedenken der Gefallenen, auch ein essentieller Beitrag gegen die zunehmende Geschichtsvergessenheit einer Gesellschaft, in der die Zeitzeugen von Krieg und Kriegsfolgen aus demographischen Gründen verstummen. Wie der Erhalt materieller Zeugnisse der Folgen von Militarismus diesem dienen soll, muss mir jemand erklären.

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  • Ach ja habt ihr mittbekommen das Uschi v.d.Lügen ein Gigantolomanisches 700 Milliarden schweres Waffen,- und Hilfspaket für die Ukraine zusammenstellen will?

    https://youtu.be/xSBYP4YPZoE?t=192

    Leute die haut da Billionen aus dem Fenster und Merz will uns in den Krieg gegen Russland schicken.
    Wählt diese Verbrecher Bitte morgen ab.

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  • Bin mit 61 eh aussen vor und lebe in keinem NATO Staat…
    Aber der Erste, der mich zur Teilnahme an einem Krieg nötigen wollte, wäre auch der Erste, den ich bekämpfen würde; zumindest, wenn mir keine dritte Möglichkeit bliebe!

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  • Wenn ich mich frage, ob Merz und die anderen Kriegshetzer nur aus Dummheit die Lieferung von Taurus Raketen an die Ukraine fordern, komme ich zum Schluss, dass in Wirklichkeit ein teuflischen Plan dahinter steckt.
    Wer Krieg provoziert, muss sich natürlich auch darauf vorbereiten.
    Dass der Ukraineputsch 2014 folgenlos bliebe, konnte kein vernünftiger Mensch denken, und man hat sich darüber gewundert, dass nichts passiert. Deshalb begann man weiter zu provozieren, indem man versuchte, Belarus und Kasachstan zu destabilisieren. Aber es gibt ein Problem. Ein Krieg setzt Ausdauer voraus, die in Demokratien nicht gewährleistet ist, weil die Stimmung im Volk umschlagen kann. Deshalb ist die Etablierung einer Diktatur nötig. Das ermöglichen die Notstandsgesetze für den Verteidigungsfall. Und für den Verteidigungsfalls ist ein Angriff auf Bundesgebiet nötig. Es würde also genügen, wenn Russland ein Ziel in Deutschland unter Beschuss nimmt. Dazu könnte es kommen, wenn eine Taurusrakete in Russland einschlägt. Deshalb fordern Merz und andere Kriegshetzer Tauruslieferungen an die Ukraine. Denn Putin drohte für den Fall eines Angriffs mit Taurus auf russisches Gebiet mit einem Angriff auf deutsche Ziele. Genau das bezwecken diese Leute, weil dann der Verteidigungsfall gegeben wäre.
    Dann wäre die Einberufung des „Gemeinsamen Ausschusses“ als Notparlament möglich, der seit 1968 für den Verteidigungsfall bereit steht. (Mitglieder unter „Gemeinsamer Ausschuss – Deutscher Bundestag“) Die Freiheitsrechte würden eingeschränkt und es würde mit Verordnungen regiert.
    Nach Art. 115h GG endet eine während des Verteidigungsfalles ablaufende Wahlperiode des Bundestages sechs Monate nach Beendigung des Verteidigungsfalles. (Deutscher Bundestag Wissenschaftliche Dienste Verschiebung der Bundestagswahl)
    Dann kann Krieg geführt werden, „so lange wie nötig“, jahrelang oder jahrzehntelang.
    Die Nato plant auch schon eine Deutschlandpipeline nach Osteuropa für den Krieg mit Russland (ntv Text 22.2.2025)
    Die BRD befindet sich in einer mehrdimensionalen Krise. Das Kartellsystem kann sich nur noch in einer Diktatur behaupten, deren Voraussetzung ein Stellungskrieg ist. Deshalb versucht man, alle Bemühungen Trumps um einen Frieden in der Ukraine zu unterlaufen und ist bereit, gegebenenfalls den Krieg ohne Unterstützung der USA weiter zu führen.

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  • Noch sind Umwege notwendig, wenn man die Kriegsgräber bemühen muss. Was ist die nächdste Stufe? Ich würde sagen, Kriegsvereine. So wie diesen:
    https://www.kunsthalle-karlsruhe.de/kunstwerke/Georg-Scholz/Kriegerverein/B2059755402A4D7F98991DB1DC8B7978/

    Das konkret-Magazin hat zum gleichen Themsa geschrieben. Es beginnt damit, dass im Jahr 2010 Bundespräsident Köhler zurücktreten musste, weile er in einem Interview hatte gesagt hatte, dass militärische Einsätze notwendig sein könnten, um deutsche Interessen wie freie Handelswege zu schützen. Die darauf folgende Empörungswelle fegte ihn aus dem Amt. Da kommen wir her, da müssen wir wieder hin.
    Aufrüstung Null sollte die Maxime der neuen Friedensbewegung sein. Dann muss man Antworten darauf haben, warum man sich nicht vor Putin fürchtet. Diese sind inzwischen wohlfeil und es lässt sich gut argumentieren, dass diese Sorge von allen die kleinste sei.
    Auch als Affront gegen dire AfD zu gebrauchen. Sie will bei Russland Gas kaufen, wobei sie erst einmal erklären müsste, ob dies nicht als Waffe eingesetzt werden könnte. Schon da hört es auf. Kein Statement. Aber fünf Prozent vom BIP für Rüstung. Gegen wen? Russland? Oder im Köhlerschen Sinne? Da kommt nichts. Die Haltung ist völlig plemplem.

    Frieden und Abrüstung gehören untrennbar zusammen. Wer Waffen will, will sire auch einsetzen.

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  • Es war also nicht der Angriff der russischen Armee auf ukrainische Städte im Februar 2022, mit dem angeblich das offizielle Umdenken in Deutschland begann, die Hinwendung zu maßloser Aufrüstung und einer seit 75 Jahren nicht gesehenen Militarisierung der Gesellschaft.
    (…)
    Die Übernahme des Kommandos in Deutschland durch die Bundeswehr begann mehr als ein Jahr vorher im Zeitalter von Corona.

    So langsam verstehe ich, wieso hier in diesem Forum ständig so vehement auf dem Corona-Thema herumgeritten wird.

    Ihr habt vor dieser Pandemie alle den Schlaf des Schafes gepennt! Also genau das getan, was Ihr anderen vorwerft.

    Nun bin ich ja schon etwas älter, aber an meine „Verhandlung“ vor dem Kriegsdienstverweigerer-Ausschuss kann ich mich noch recht gut erinnern. Die war nicht 2022, sondern vor über 50 Jahren, und auch damals war schon verdammt klar, dass die Deutsche Wehrmacht 2.0 frohgemut in der Politik mitbestimmt. »Wehrpflicht« nennt man das, und die ist bis heute nicht aufgehoben, sondern lediglich „ausgesetzt“, weil man eine Zeitlang dachte, ein reines Berufsheer wäre angesichts der aktuellen militärischen Aufgaben (Sicherung der deutschen Interessen am Hindukusch und anderswo im militärisch unbedeutenden, aber rohstoffmässig interessanten Ausland) die bessere Lösung.

    Nun, nachdem sich herausstellt, dass die Russländische Föderation sich nicht in die Reihe der AK-47-Kämpfer in Badelatschen einordnen mag, sieht man das wieder anders und grämt sich, dass man nicht (mehr) genug Kasernen hat. Am Geld scheint’s ja nicht zu scheitern, wenn man neueren Verlautbarungen folgt.

    Wer dem Link aus dem ersten Kommentar hier auf das Zukunftsforum öffentliche Sicherheit gefolgt ist, dem sollte klar geworden sein, dass dieses grandiose Forum mindestens seit 2008 oder 2009 besteht. Es wurde von Bundestagsabgeordneten des Innenausschusses gegründet und ist nach eigener Aussage die „Denkfabrik zur Gestaltung der zukünftigen Entwicklungen der Öffentlichen Sicherheit in Deutschland“. Dazu denkfabrizieren die dann so schöne Broschüren wie das oben von @notabene verlinkte „Grünbuch ZMZ 4.0“. Das erste solche „Grünbuch“ stammt übrigens von 2008 und steht selbstredend auch zum gefälligen Download zur Verfügung.
    Dieses lustige » Zukunftsforum öffentliche Sicherheit« ist keineswegs der Beginn der Zusammenarbeit zwischen Kommiss und Politdarstellern, sondern lediglich der Versuch, letzteren etwas mehr Struktur in ihren unqualifizierten Gedanken zu verschaffen. Die sog. „Zusammenarbeit“ (also der militärische Einfluss) existiert „schon immer“ spätestens seit Preußens Gloria.

    Aber der moderne, eigenverantwortliche Revolutionario ist der Meinung, die Bundeswehr würde sich erst seit dem Jahr 2020 und wegen Corona in der deutschen Politik breitmachen. Ja nee, is klar jetz‘: Ein Leben lang gepennt, aber als man mal ein paar Wochen nicht in die Stammkneipe gehen konnte, da war dann die Erschütterung eine dermaßen große, dass man nun meint, die Geschichte der Menschheit hätte erst in diesem Augenblick begonnen.

    Bei Herrn Moser hatte ich bisher etwas mehr Überblick vermutet. Oder hat der das so geschrieben, um hier die Stammkommentatoren glücklich zu machen?

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  • Dirk Pohlmann zur Bundestagswahl.
    Wir sehen uns morgen vor der Wahlkabine.

    Und denkt dran Krieg ist scheiße.

    https://youtu.be/z80rz6QBvto

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  • Das immer diese Rotkäppchen der Bundeswehr gezeigt werden müssen…
    Die Klage ist jedenfalls sehr interessant.
    Ich bedanke mich für den Artikel.

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  • Der Unsinn hoch 3.
    Man könnte ja einfach Friedensverhandlungen führen, oder sich wenigstens anschließen, aber nö, das wäre zu einfach. Stattdesssen fürchtet man Verhandlungen wie das Weihwasser, wie man aktuell sieht.
    Man fragt sich wo dieser Militarisierungswunsch anscheinend durchgehend bei allen Regierungsmitgliedern und zukünftigen Regierungsmitgliedern kommt. Aus welchem Volk kommen die eigentlich?

    Deutschland muss wieder mitmischen. Dummerweise hat die Ampel dafür gesorgt das die Wirtschaft die Grätsche macht. Wo also das Geld hernehmen. Merz wirds uns bald sagen.

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  • Geht auch kürzer
    Art, 22 GG: im „Verteidigungs“fall geht das Kommando auf den Bumskazler über. Schön dabei: es werden wohl alle SUVs beschlagnahmt. = Friede in den Städten! Gut, in Köln mit den Propagandastationen Dlf, WDR, RTL, Express, da nicht. Aber in Oberhausen kann KEINE Macht noch was zerstören, nur die Kanzlerpartei.

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  • @Arthur_C

    Es beginnt damit, dass im Jahr 2010 Bundespräsident Köhler zurücktreten musste, weile er in einem Interview hatte gesagt hatte, dass militärische Einsätze notwendig sein könnten, um deutsche Interessen wie freie Handelswege zu schützen. Die darauf folgende Empörungswelle fegte ihn aus dem Amt. Da kommen wir her, da müssen wir wieder hin.

    Das ist imo ein mythos, denn in den verteidigungspolitischen richtlinien vom 26.11.1992 ist in kapitel II „Deutsche Wertvorstellung und Interessen“ zu lesen:

    „[…](8) Aufrechterhaltung des freien Welthandels und des
    ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in
    aller Welt im Rahmen einer gerechten Weltwirt-
    schaftsordnung […]“

    es ist also kalter kaffee gewesen und schon knapp 20 jahre zuvor veröffentlicht worden, daß Köhler deswegen zurück treten mußte ist die märchengeschichte für die öffentlichkeit.

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  • Die „herrschende Elite“ (wie sie sich selbst vor dem Spiegel bezeichnet) hat sich in die Tradition des Nazitums gestellt. Die vermeintlich „unterdrückten“ Nazis des „Dritten Reiches“ brechen sich wieder Bahn und trauen sich an das Licht der Öffentlichkeit (dass durch den „ÖrR“ natürlich getrübt ist).

    Die Bundeswehr wird im Innern eingesetzt, verfassungswidriger Weise, die herrschenden Nazis scheren sich nicht um die Verfassung. In einem Land, in dem keine Gewaltenteilung herrscht und in dem nach Gusto von irgendwelchen Hanseln die „Justiz“ besetzt wird, sollte man sich darüber nicht wundern.

    Heute darf der stumme Bürger seine Stimme erneut abgeben, für die nächste Zeit. Was ein Hohn!

    „Corona“ diente auch dazu:
    https://de.brownstone.org/articles/the-covid-dossier/
    es reicht jedoch länger zurück (bis 1945).

    Das „Tausendjährige Reich“ wird nur noch 908 Jahre andauern.

    80 % der Wahlberechtigten, deren Stimmen nicht gefälscht werden, kreuzen heute eine der Nazi-Blockparteien (CDSU-SPD-FDP-Braungrüne-AFD) an.

    „Dummvolk“ wäre für die Bevölkerung hier eine deutlich zu schwache Bezeichnung.

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  • Man muss aber auch feststellen, dass Kriege manchmal eine positive Seite haben: die bisherigen Systeme können schnell abgeschafft und durch etwas Neues bzw. Fortschrittliches ersetzt werden. Oder es werden zumindest die Machthaber komplett ausgetauscht. Auch Militärputsche sind leichter möglich, nur dass diese auch neue repressive Systeme hervorbringen können.

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  • 2005 habe ich regional Wahlkampf gemacht für ein Parteiprojekt, das sich seinerzeit noch in Gründung befand, rechtlich gesehen noch ein Wahlbündnis mit offenem Ende war: WASG + PDS, folgend Linkspartei, folgende folgend „dieLinke“. Schwerpunktthemen, eingebracht auf mehreren Veranstaltungen jugendkultureller Angebote, die es damals in manchen größeren Kommunen noch gab: Bundeswehrwerbung in Schulen und Militarisierung. Wir schreiben gegenwärtig das Jahr 2025.
    Parteien welken schneller, als sie gegründet werden. Was erhofft man sich von der verbal beschleunigten politischen Welt?
    Kürzere Reaktionszeiten? Fehlanzeige.


  • Info: https://overton-magazin.de/top-story/achtung-die-bundeswehr-uebernimmt-in-deutschland-das-kommando


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sons

  • 23.02.2025

    Jeffrey Sachs EU Parliament Explosive Speech Shakes Europe and Middle East; VIDEO GOES VIRAL!


    Screenshot_2025_02_23_at_14_36_02_Jeffrey_Sachs_EU_Parliament_Explosive_Speech_Shakes_Europe_and_Middle_East_VIDEO_GOES_VIRAL_YouTube

    Screenshot_2025_02_23_at_14_49_02_Jeffrey_Sachs_EU_Parliament_Explosive_Speech_Shakes_Europe_and_Middle_East_VIDEO_GOES_VIRAL_YouTube


    OpenmindedThinker Show



    youtube.com, 23.02.2025 #gaza #israel #hamas

    NOTICE: Every Like, Share and Subscribtion Bring The Palestinian Story To The Mainstream Against The Lies of The Legacy Media. 

    Help Us Reach More People! VIDEO CREDIT: Fidias Panayiotou More From the Openminded Thinker

     • Video   https://www.youtube.com/watch?v=H3BXUwykgWE&t=0s  
     • Video 
    https://www.youtube.com/watch?v=a7waET6M_GE&t=0s
     • Video 
    https://www.youtube.com/watch?v=CubpDMxeE6s&t=0s


    Info: Video https://www.youtube.com/watch?v=lD_KEFpuIro  Dauer 28:19 min


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    23.02.2025

    Übernommen | 
    Die katastrophale UNO-Resolution 181 zur Aufteilung Palästinas

    So verrät die NZZ die ukrainische Realität …


    Die Kollision mit der Realität


    Der Krieg zweier Welten hat begonnen – Teil 2


    Screenshot_2025_02_23_at_13_15_19_Chaim_Weizmann_UNO_1947.png.webp_WEBP_Grafik_900_584_Pixel_ Chaim Weizmann, der ehemalige Chef der Jewish Agency for Palestine, wirbt im Oktober 1947 in der UNO für den Teilungsplan Palästinas. (UN Photo / Kari Berggrav)

    globalbridge.ch, 23. Februar 2025 Von: in Geschichte, Politik

    (Red.) Wer die Geschichte Israels genauer anschaut, muss feststellen, dass nicht zuletzt die USA sich immer zugunsten der – großenteils eingewanderten – Juden engagiert und die Rechte der ansässigen Palästinenser grob missachtet haben. So begann die neuere Geschichte Israels im Jahr 1947 mit einer UNO-Resolution, die alles andere als gerecht war und nur „dank“ der Intervention der USA und auch nur sehr knapp zustande kam. Hier erzählt der US-amerikanische Autor Stefan Moore die Details, wie diese folgenschwere Resolution zustande kam. – Man kann nur hoffen, dass US-Präsident Donald Trump nicht nur die Geschichte der Ukraine, sondern auch die Geschichte Israels genauer anschaut … (cm)

    Donald Trumps absurde, unmoralische und offenkundig illegale Pläne, den Gaza-Streifen zu erwerben und seine Bewohner zu vertreiben, haben weltweit Wut und Ungläubigkeit ausgelöst. Doch sein wahnwitziger Schachzug hat seinen Ursprung vor acht Jahrzehnten in dem katastrophalen Plan der Vereinten Nationen, Palästina zu teilen – ein Plan, der die erste ethnische Säuberung des palästinensischen Volkes auslöste.

    Am 16. Juni 1947 trafen Mitglieder des Sonderausschusses der Vereinten Nationen für Palästina (UNSCOP), die elf Länder vertraten, in Jerusalem ein. Ihre Aufgabe bestand darin, die Ursachen des Palästina-Konflikts zu untersuchen und Empfehlungen für die Zukunft des Landes nach Ablauf des britischen Mandats für Palästina abzugeben.

    Von Anfang an war die Untersuchung stark zugunsten der jüdischen Minderheit in Palästina voreingenommen. Keine Vertreter arabischer Nationen waren in der UNSCOP vertreten und die UN-Generalversammlung wies die Forderungen der Araber nach einem einzigen palästinensischen Staat, der Arabern und Juden bürgerliche und religiöse Rechte garantieren sollte, im Voraus zurück.

    Wie der israelische Historiker Ilan Pappé betont, forderten die Araber lediglich, dass Palästina genauso behandelt werden sollte wie alle seine arabischen Nachbarländer, die nach Ablauf ihrer jeweiligen [britischen] Mandate die volle Unabhängigkeit erlangt hatten. A Very Short History of the Israel–Palestine Conflict (S. 46).

    Stattdessen wurde das Komitee von 31 jüdischen Führern aus 17 zionistischen Organisationen informiert im Vergleich zu nur sechs Vertretern aus arabischen Ländern, um die Teilung Palästinas in separate jüdische und arabische Staaten zu erörtern – wozu es gemäß Artikel 1 (2) der UN-Charta, in der „die Grundsätze der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung aller Völker“ verankert sind, keine rechtliche Befugnis hatte.

    Es war eine katastrophale Entscheidung für Araber, Juden und die gesamte Region – eine Entscheidung, die zu massenhaften ethnischen Säuberungen, extremer Ungleichheit, ständiger Angst und einem völkermörderischen Krieg führen sollte.

    Bei ihrer Ankunft in Tel Aviv wurden die UNSCOP-Mitglieder von einer begeisterten Menschenmenge empfangen. Die zionistischen Führer hatten einen Feiertag ausgerufen; jubelnde Menschenmengen füllten die mit Blumen und Davidstern-Fahnen gesäumten Straßen; die Ausschussmitglieder wurden von freundlichen Einheimischen umschwärmt. Im Rathaus bat der Bürgermeister die Gruppe auf den Balkon, während die Menge unten die jüdische Hymne Hatikvah anstimmte und die biblische Prophezeiung der Rückkehr der Juden ins Heilige Land feierte.

    Hinter den Kulissen wurde alles sorgfältig inszeniert. Während ihres siebentägigen Besuchs wurden die UNSCOP-Mitglieder durch jüdische Industrie- und Handelsunternehmen, landwirtschaftliche Siedlungen, medizinische Zentren, Universitäten, Labore und wissenschaftliche Institute geführt – alles in Begleitung hochrangiger Beamter der Jewish Agency, darunter der zukünftige Stellvertretende Premierminister Abba Eban.

    An jedem Ort sorgten die Planer dafür, dass die Ausschussmitglieder „zufällig“ auf jüdische Siedler aus ihren eigenen Ländern trafen, die das zionistische Projekt priesen.

    Um die UNSCOP-Beamten davon zu überzeugen, dass der entstehende jüdische Staat jeden arabischen Angriff abwehren könnte, wurden geheime Treffen mit Anführern jüdischer Untergrundmilizen organisiert. An den Treffen nahmen die rechtsgerichtete zionistische Guerillagruppe Irgun und das Oberkommando der wichtigsten paramilitärischen und geheimdienstlichen Gruppe, der Haganah, teil.

    Haganah-Spionage

    Was die Ausschussmitglieder nicht wussten, war, dass die Haganah auch alle ihre privaten Gespräche ausspionierte. „In Hotel- und Konferenzräumen wurden Mikrofone platziert. Alle Telefongespräche wurden abgehört“, schreibt der israelische Enthüllungsjournalist Ronan Bergman. „Das Reinigungspersonal in dem Gebäude in Jerusalem, in dem der Ausschuss täglich Anhörungen abhielt, wurde durch weibliche Agenten ersetzt, die täglich über die Aktivitäten des Ausschusses berichteten.“

    Zwei UNSCOP-Mitglieder aus Uruguay und Guatemala wurden angeblich bestochen, um Insiderinformationen über vertrauliche Beratungen des Ausschusses zu liefern. Der guatemaltekische Vertreter wurde außerdem verdächtigt, Insiderinformationen an einen Beamten der Jewish Agency durchgesickert zu haben.

    Am Ende jedes Tages wurden die Geheimdienstberichte (mit dem Codenamen Delphi-Bericht und der Aufschrift „Lesen und vernichten“) unter den jüdischen Beamten verteilt, um sie auf Fragen vorzubereiten, die ihnen bei ihrer Aussage vor dem Ausschuss gestellt werden könnten. Zu den Personen, die vor dem Ausschuss ausgesagt haben, gehörte der spätere Premierminister David Ben Gurion, der sich wortgewandt auf den jüdischen Exzeptionalismus und den biblischen Anspruch auf das Land berief.

    „Obwohl es [das jüdische Volk] bitter ertragen musste, viele Jahrhunderte lang im Exil zu leben, blieb es immer mit ganzem Herzen und ganzer Seele seiner historischen Heimat verbunden“, betonte Ben Gurion. “Kein einzelner Jude kann irgendwo auf der Welt wirklich frei, sicher und gleichberechtigt sein, solange das jüdische Volk als Volk nicht wieder in seinem eigenen Land und als gleichberechtigte und unabhängige Nation verwurzelt ist.“

    In der Zwischenzeit erklärte der zukünftige israelische Präsident Moshe Shertok (unwahrheitsgemäß) vor dem Ausschuss, dass die jüdische Einwanderung nach Palästina die arabische Bevölkerung nicht vertrieben habe, und, was unglaublich ist, dass es „in der Geschichte der Kolonisierung kein Beispiel dafür gibt, dass ein groß angelegtes Siedlungsprogramm mit so viel Respekt für die Interessen der bestehenden Bevölkerung durchgeführt wurde“.

    „Die gesamte Argumentation der Zionisten war empörend. Ihre Argumente waren falsch, voreingenommen und heuchlerisch bis zum Äußersten„, schreibt Jeremy R. Hammond in The Rejection of Palestinian Self-Determination.

    “Und dennoch nahm die UNSCOP sie ziemlich ernst. Sie akzeptierte das Argument, dass die Zulassung von Demokratie in Palästina „tatsächlich die jüdische nationale Heimstätte zerstören würde“, und lehnte auf dieser Grundlage das Recht auf Selbstbestimmung der arabischen Mehrheit ausdrücklich ab.“

    Am 8. August 1947 verließ die UNSCOP Palästina, um die Lager für jüdische Kriegsflüchtlinge (DP-Lager) in Österreich und Deutschland zu besichtigen. Trotz der Einwände einiger Ausschussmitglieder, dass es „unangemessen wäre, die Vertriebenen und das jüdische Problem als Ganzes mit dem Problem Palästina in Verbindung zu bringen“, wurde mehr Zeit für den Besuch der DP-Lager aufgewendet als für den Besuch der arabischen Nachbarn Palästinas.

    Arthur Ochs Sulzberger, Herausgeber der New York Times und prominenter amerikanischer Jude, war empört darüber, dass die Zionisten die Notlage der jüdischen Flüchtlinge in den DP-Lagern in Europa für ihre Zwecke instrumentalisierten. „Wir in den Vereinigten Staaten sollten unsere Türen für Menschen aller Glaubensrichtungen und Bekenntnisse öffnen“, sagte er in einer Rede, über die in seiner Zeitung berichtet wurde.

    „Frankreich“, sagte er, “sucht neue Bürger, und sie stehen vor seiner Tür und verlangen Einlass. England, historischer Zufluchtsort für unterdrückte Staatsangehörige, kann seinen Teil übernehmen. Wenn man zugibt, dass die Juden Europas unaussprechlich gelitten haben, warum in Gottes Namen sollte das Schicksal all dieser unglücklichen Menschen dem einzigen Ruf nach Staatlichkeit untergeordnet werden?“

    Die Einwände stießen auf taube Ohren – Europa und die USA sollten bald jegliche Verantwortung für ihre jüdischen Flüchtlinge und die Zukunft der arabischen Mehrheit in Palästina ablegen.

    Zwei-Staaten-Plan

    Am 3. September 1947 schlug die UNSCOP einen Plan zur Teilung Palästinas in zwei unabhängige Staaten vor – einen jüdischen und einen arabischen – wobei Jerusalem unter die Kontrolle eines „speziellen internationalen Regimes“ gestellt werden sollte. Der Plan wurde von sieben der elf Mitglieder unterstützt, während der Iran, Indien und Jugoslawien dagegen stimmten und Australien sich der Stimme enthielt.

    Der Vorschlag war in jeder Hinsicht äußerst ungerecht: Juden, die etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung in Palästina (630.000 Menschen) ausmachten, erhielten 56 Prozent des Landes, das die fruchtbarsten Gebiete und den größten Teil der Küste umfasste. Arabische Palästinenser, die etwa zwei Drittel der Mehrheit ausmachten (1.324.000 Menschen), erhielten nur 42 Prozent des Territoriums.

    Der UNSCOP-Vorschlag sollte als Nächstes einer kritischen Abstimmung in der UN-Generalversammlung unterzogen werden, auf die sich die Zionisten mit einer massiven globalen Lobbykampagne vorbereitet hatten, die  mit einer Million Dollar von der Jewish Agency, der de-facto-Regierung der Juden in Palästina, finanziert wurde, wie der Historiker Tom Segev in One Palestine Complete (S. 496) berichtet.

    Ihre Einschüchterungstaktik begann im Weißen Haus, wo sie dem demokratischen Präsidenten Harry Truman mitteilten, dass seine Partei, die eine große Anzahl jüdischer Spenden erhalten hatte, schwerwiegende Konsequenzen zu spüren bekommen würde, wenn er den Teilungsplan nicht unterstützte. „Ich glaube nicht, dass ich jemals so viel Druck und Propaganda auf das Weiße Haus ausgeübt habe wie in diesem Fall„, wird Truman in American Presidents and the Middle East„ von George Lenczowski (S. 157) zitiert. “Die Beharrlichkeit einiger weniger extremistischer zionistischer Führer, die von politischen Motiven angetrieben wurden und politische Drohungen aussprachen, beunruhigte und verärgerte mich.“

    Doch trotz Trumans Abneigung gegen die Lobby und ihren „unberechtigten Einfluss“ schlossen sich die USA letztendlich an. Am 11. Oktober 1947 gaben die Amerikaner eine formelle Erklärung zugunsten der Teilung ab.

    Die USA begannen daraufhin auf Geheiß der Zionisten, kleinere Länder mit Bestechungsgeldern und Drohungen zur Zustimmung zu bewegen: Liberia und Nicaragua wurden davor gewarnt, dass sie mit schweren Sanktionen rechnen müssten, wenn sie nicht für die Teilung stimmen würden; 26 US-Senatoren, die die Kontrolle über die US-Entwicklungshilfe hatten, schickten ein Telegramm an unentschlossene Länder, in dem sie diese „dringend“ um Unterstützung für den Teilungsplan baten; die Richter am Obersten Gerichtshof Felix Frankfurter und Frank Murphy warnten den philippinischen Präsidenten Manuel Roxas, dass eine Abstimmung gegen den Teilungsplan Millionen von Amerikanern verärgern würde.

    Nehru erhebt Einspruch

    Der indische Premierminister Jawaharlal Nehru war über diese Taktiken so erbost, dass er enthüllte, die Zionisten hätten versucht, sein Land mit Millionen Dollar zu bestechen, und seine Schwester Vijaya Lakshmi Pandit, die indische Botschafterin bei den Vereinten Nationen, sei gewarnt worden, dass ihr Leben in Gefahr sei, wenn sie nicht „richtig abstimme“. Am 26. November 1947 wurde der Teilungsplan zur Abstimmung in den Plenarsaal der Generalversammlung mit 57 Mitgliedern gebracht, wo es so aussah, als würde er die für die Verabschiedung erforderliche Zweidrittelmehrheit verfehlen. Die Zionisten wollten sich jedoch nicht geschlagen geben und verzögerten die Sitzung, wodurch es ihnen gelang, die Abstimmung um drei Tage zu verschieben – genug Zeit, um alle Hebel für einen letzten Lobbying-Angriff in Bewegung zu setzen.

    Als die Generalversammlung schließlich am 29. November abstimmte, wurde der Teilungsplan (UNGA-Resolution 181) mit zwei Stimmen knapp angenommen. Wäre die Abstimmung am ursprünglichen Datum abgehalten worden, wäre sie möglicherweise gescheitert und die Geschichte hätte einen anderen Verlauf genommen.

    Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass die Resolution 181 zwar nicht bindend war und nur eine Empfehlung darstellte, die vom Sicherheitsrat nie gebilligt wurde, obwohl die mafiösen Taktiken der Zionisten zur Erreichung der Teilung erfolgreich waren. Außerdem waren die Vereinten Nationen gemäß ihrer eigenen Charta nicht befugt, Palästina zu teilen. Die Resolution 181 verstieß direkt gegen Artikel 1 (2) und Artikel 55 der Charta, in denen das „Prinzip der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung der Völker“ gefordert wird.

    Der ägyptische Diplomat Nebil Elaraby schrieb:

    „Die legitimen Bestrebungen und die großen Hoffnungen der gesamten arabischen Nation wurden folglich zunichte gemacht, als sie mit tiefer Trauer sahen, dass die Vereinten Nationen, das vermeintliche Gewissen der Menschheit, voreingenommene Entscheidungen getroffen hatten, die der Sache der Gerechtigkeit und der internationalen Moral schweren Schaden zufügten. Das Recht der Charta wurde der politischen Zweckmäßigkeit geopfert.“

    Bis heute hält sich das Missverständnis, dass die Vereinten Nationen einen jüdischen Staat geschaffen hätten, wozu sie nicht befugt waren. Stattdessen gab die Resolution 181 den zionistischen paramilitärischen Milizen – der Haganah, der Stern-Bande und der Irgun – grünes Licht, um durch eine gewaltsame ethnische Säuberungskampagne, die unmittelbar auf die UN-Resolution folgte, Anspruch auf einen jüdischen Staat in Palästina zu erheben.

    Was als Plan Dalet (D) bezeichnet wurde, wird von Pappé auf erschreckende Weise beschrieben:

    „Die Befehle enthielten eine detaillierte Beschreibung der Methoden, die zur gewaltsamen Vertreibung der Menschen angewendet werden sollten: groß angelegte Einschüchterung, Belagerung und Bombardierung von Dörfern und Ballungszentren, Inbrandsetzung von Häusern, Grundstücken und Gütern, Vertreibung der Bewohner, Zerstörung von Häusern und schließlich das Verlegen von Minen in den Trümmern, um die vertriebenen Bewohner an der Rückkehr zu hindern …“

    Als es vorbei war, waren mehr als 750.000 Palästinenser entwurzelt worden; 531 Dörfer waren zerstört worden; 70 Massaker an Zivilisten hatten stattgefunden und schätzungsweise 10.000 bis 15.000 Palästinenser waren tot.

    „Die internationale Gemeinschaft, die sich alle einer Charta verpflichtet hatte, die sich für Rechtsstaatlichkeit, Gerechtigkeit und gleiche Rechte für Nationen einsetzt, hatte den Weg für eine Katastrophe geebnet“, schreibt Pappé in A Very Short History (S. 58) – “eine Katastrophe, die so umfassend war, dass sie zur eigentlichen Definition des arabischen Wortes Nakba wurde.“

    Resolution 181 war von Anfang an ein katastrophaler Plan mit verheerenden Folgen für die Zukunft der Palästinenser, Juden, der Region und der Welt. Sie ermöglichte es Europa und den USA, ihre jüdischen Flüchtlinge nach dem Holocaust im Stich zu lassen; sie gab den Zionisten grünes Licht für die Schaffung eines theokratischen Apartheidstaates auf dem Land der Ureinwohner Palästinas. Und es hat Israel in die Lage versetzt, das Völkerrecht mit der anhaltenden Besetzung von im Krieg von 1967 erobertem Gebiet, illegalen Siedlungen im Westjordanland, zahlreichen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und dem Völkermord im heutigen Gaza eklatant zu verletzen.

    Trotz seiner Geschichte der Gesetzlosigkeit wird uns ständig gesagt, dass Israel ein unantastbares Existenzrecht hat. „Die Idee eines angeborenen Existenzrechts eines Staates ist jedoch trügerisch“, schreibt der ehemalige UN-Beamte Moncef Khane. „Konzeptionell oder rechtlich gibt es kein solches natürliches oder gesetzliches Recht für Israel oder einen anderen Staat [unter] internationalem Recht.“

    Das Völkerrecht besagt laut Khane, dass „Völker ein unveräußerliches Recht auf Selbstbestimmung haben“ und dass „eine Besatzungsmacht kein angeborenes Recht auf Selbstverteidigung gegen das Volk hat, das sie unterwirft, sondern das besetzte Volk ein angeborenes Recht auf Selbstverteidigung gegen seine Besatzer hat“.

    Trumps wahnwitziger und krimineller Schachzug, Gaza zu übernehmen, verstößt gegen all diese Rechte und verletzt die wichtigsten internationalen Gesetze und Verträge.

    Zwangsdeportation ist ein Kriegsverbrechen und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das durch die Genfer Konvention und das Nürnberger Tribunal verboten ist; Palästinensern das Recht zu verweigern, auf ihr Land zurückzukehren, verstößt gegen den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte; die Beschlagnahme palästinensischen Territoriums ist schlicht und einfach Landraub.

    Es versteht sich von selbst, dass Israel seit der Nakba gegen all diese Gesetze verstößt, aber die Palästinenser, die alles geopfert und unermesslich gelitten haben, haben eines deutlich gemacht: Während sie den langen Marsch zurück in den Norden des Gaza-Streifens angetreten haben, der von der israelischen Kriegsmaschinerie und den US-Bomben verwüstet wurde, leisten sie weiterhin jedem auswärtigen Versuch, sich ihr Land anzueignen, Widerstand und scheinen entschlossen, ihr unveräußerliches Recht auf Selbstbestimmung niemals aufzugeben.


    Zum Originalartikel von Stefan Moore auf Consortium News in US-englischer Sprache.



    Screenshot_2025_02_23_at_13_17_35_Die_katastrophale_UNO_Resolution_181_zur_Aufteilung_Pal_stinas_GlobalBridge

    Diese vier Karten zeigen 1. grün die ursprüngliche Bevölkerung von Palästina, 2. die Aufteilung Palästinas und die ungerechte Zuteilung an die einheimischen Palästinenser (grün) und die eingewanderten Juden (weiß), 3. die Realität 20 Jahre später, nach dem Sechs-Tage-Krieg, und 4. die heutige Realität, mit der …



     

    ... Israel unter Premier Netanjahu immer noch nicht zufrieden ist und alles unternimmt, mit militärischer Gewalt weitere Territorien zu besetzen und zu annektieren: Die hier rosarot eingezeichneten Gebiete sind die Territorien, die Israel seit dem Umsturz in Syrien im Dezember 2024 militärisch besetzt hat und nicht daran denkt, sie zurückzugeben. (Map BBC)


    Siehe dazu auch «Mit Gewalt enteignet und aus Palästina vertrieben – der persönliche Rückblick eines Betroffenen» (auf Globalbridge von Karin Leukefeld)


    Info: https://globalbridge.ch/die-katastrophale-uno-resolution-181-zur-aufteilung-palaestinas


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    23.02.2025

    Gedanken zum Wahltag heute

    aus e-mail von Karin Gerlich, 23. Februar 2025, 11:57 Uhr


    3 Artikel im Anhang! Was wäre in der Friedensbewegung eigentlich unsere

    Aufgabe? Sie massiv zu vergrößern! Die Diskussionen ab morgen werden

    sein, Rüstung, Rüstung, Rüstung und Abschiebung und Grenzen dicht! Wir

    werden es  mit Sozialabbau und weiteren Einschränkungen der

    Meinungsfreiheit bezahlen!


    Grüße Karin Gerlich


    Militarisierung: Rüstung über fünf Prozent

    Reihum kündigen europäische Staaten uferlose Aufrüstungsprogramme an. Auch in Deutschland kennt der Militarisierungswahn keine Grenzen

    von Jörg Kronauer

       --> [Debatte]https://www.jungewelt.de/artikel/494522.militarisierung-rüstung-über-fünf-prozent.html



    +++ Aktion:


    Pressefreiheit: Polizei in jW-Maigalerie

    Worum es bei den Angriffen von Staatsmacht und israelischem Militärsprecher gegen junge Welt und andere wirklich geht

    von Verlag, Redaktion und Genossenschaft junge Welt

       --> [Debatte]https://www.jungewelt.de/artikel/494586.pressefreiheit-polizei-in-jw-maigalerie.html


    Deutsche Truppen in der Ukraine: Nicht vor der Wahl

    Debatte über Entsendung deutscher Truppen in die Ukraine nach Friedensabkommen

    von Karim Natour

       --> [Debatte]https://www.jungewelt.de/artikel/494536.deutsche-truppen-in-der-ukraine-nicht-vor-der-wahl.html



    Bundeswehr im Inneren: Schießen und Wacheschieben

    Im März soll die »Heimatschutzdivison« aufgestellt werden. Kommandeur wünscht sich mehr Personal

    von Philip Tassev

       --> [Online-Abo*siehe Anhang*] [Debatte]https://www.jungewelt.de/artikel/494537.bundeswehr-im-inneren-schießen-und-wacheschieben.html


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    23.02.2025

    Bericht der Woche: Warum Donald Trump sich offenbar an Selenskyj rächen will

    neopresse.com, 23. Februar 2025, Von: NEOPresse , Themen:

    In den USA wird ein Statement der Pressesprecherin mittlerweile so bewertet, dass es schon schnell zu einer Friedenslösung für die Ukraine und Russland geben könne. Innerhalb der neuen Woche, so die Meldung. „Der Präsident und sein Team konzentrieren sich voll und ganz auf die Fortsetzung der Verhandlungen mit beiden Seiten dieses Krieges, um den Konflikt zu beenden, und der Präsident ist sehr zuversichtlich, dass wir dies diese Woche erreichen können“.

    Dabei solle sich nach Donald Trump Wolodymir Selenskyj aus den Gesprächen heraushalten. Denn der habe „keine Karten“, die helfen könnten.

    Die Medien wundern sich: Donald Trump greift den ukrainischen Präsidenten Selenskyj mehr oder weniger direkt an. Dieser sei quasi ein Diktator, ließ er wissen. Selenskyj hat mit dem Kriegsrecht das Wahlrecht in der Ukraine ausgehebelt und ist wahltechnisch unbestätigt noch im Amt. Die Aussage verwunderte insofern, als Trump damit nicht als Friedensstifter aufzutreten scheint, sondern eher die russischen Interessen vertritt. So jedenfalls der Widerhall in vielen Medien. Vermutet wird nun eine alte Rechnung, wie gestern Abend bei „Lanz“ von einer Beobachterin kolportiert wurde. Selenskyj gilt in den Augen von Trump als mitverantwortlich für das Amtsenthebungsverfahren, das in seiner ersten Amtszeit gegen ihn erhoben worden ist. Trump vergisst nicht.

    Die Lage spitzt sich zu. Wir notieren erneut:

    Der Ukraine-Krieg sollte jetzt nach Meinung von Donald Trump offenbar schnell gelöst werden. Der US-Präsident hat sich mehr oder weniger darüber lustig gemacht, heißt es aus den USA, dass die Ukraine an den Verhandlungen zwischen Russland und den USA nicht teilnehmen durfte oder nicht teilgenommen hat. Die Ukraine habe drei Jahre lang Zeit gehabt, einen „Deal“ zu machen. Es gelte, die Sache zum Abschluss zu bringen.

    Die EU wird diese Form der Diskreditierung von Selenskyj nicht teilen. Die möchte weiterhin die Ukraine investieren – und zwar einen enormen Betrag, um sich von den USA im Zweifel zu lösen. Die Summen haben immer noch keinen richtigen Widerhall in den Medien gefunden:

    Das ganze Baerbock-Sonderdossier: Stand 23.02. – gratis herunterladen!

    Eine zentrale Nachricht hat es gestern nicht mehr in die großen Medien geschafft. Annalena Baerbock hat kundgetan, dass die EU-Staaten Geld in nie dagewesener Höhe in die Ukraine investieren werde. Nun ist das Zitat etwas deutlicher noch zitiert worden als gestern. Sie kündigte an, es können um ungefähr 700 Milliarden Euro gehen, die die EU aufbringe. Dies wäre eine gewaltige Summe, ein gemeinsamer Topf der EU, in den die einzelnen Ländern dann einzahlen dürfen. Mehr wissen wir dazu nicht – denn über Details wird über wichtigen Wahlen weniger gesprochen.

    Wir zeigen noch einmal auf:

    Annalena Baerbock ist derzeit noch Außenministerin des Landes. Nun hat sie sich nach Meinung eines Berichtes „verplappert„. Nach der Bundestagswahl am 23.2. wird die EU ein Milliarden-Paket für die Ausrüstung der Ukraine freigeben. Mitten in die Verhandlungen von Donald Trump hinein.

    700 Milliarden Euro für die Aus- und Aufrüstung

    Offenbar wollte die EU die Zahlen nicht angeben, um Missstimmung vor den Wahlen zu vermeiden. Nun ist alles herausgekommen. Bloomberg meinte dazu: „Die Ausgabenpläne werden erst nach der deutschen Wahl am 23. Februar bekannt gegeben, um Kontroversen vor der Abstimmung zu vermeiden, so über die Pläne informierte Regierungsvertreter.“ Demgegenüber nun hat Baerbock wissen lassen, was die Wählerinnen und Wähler erwartet:

    „Wir werden ein großes Paket auf den Weg bringen, das es in dieser Dimension noch nie gegeben hat“, so die Außenministerin gegenüber Bloomberg. „Ähnlich wie beim Euro oder der Coronakrise gibt es jetzt ein Finanzpaket für die Sicherheit in Europa. Das wird in naher Zukunft kommen.“

    Es soll um 700 Milliarden (!) Euro gehen.


    Info: https://www.neopresse.com/wirtschaft/baerbock-verplappert-sich-nach-der-wahl-milliarden-fuer-die-ukraine/?source=ENL


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    23.02.2025

    Deutschland blamiert sich: Nicht ‘mal in London und Brüssel kann man wählen

    lostineu,eu, 23. Februar 2025

    Die Bundestagswahl wird vom Chaos beim Briefversand überschattet: Viele Auslandsdeutsche haben ihre Wahlunterlagen nicht erhalten. Wird das Ergebnis angefochten?

    Das dürfte ein Nachspiel haben: In Brüssel, London, Washington und vielen anderen großen Städten haben die Auslandsdeutschen ihre Wahlunterlagen nicht rechtzeitig erhalten und können daher keine Stimme abgeben.

    In London ist sogar der deutsche Botschafter betroffen. In Brüssel trifft es viele deutsche EU-Bedienstete. Das ist besonders peinlich – denn es führt zur Enthaltung wider Willen, dem verlachten “German vote”.

    Schuld ist ein Streik bei der belgischen Post. Der Ausstand begann just in der kritischen Zeit vor einer Woche, als die Wahlunterlagen bei den ca. 45.000 Deutschen in Belgien eingehen sollten – und endete erst am Mittwoch. 

    Aber auch der späte deutsche Briefversand spielt eine wichtige Rolle, wie viele Beispiele aus anderen Ländern zeigen. Offenbar war die Wahl schlecht organisiert. Ich gehe daher aus, dass es Beschwerden geben wird.

    Wenn es beim Wahlergebnis “spitz auf Knopf” stehen sollte – eine Partei scheitert haarscharf an der Fünf-Prozent-Hürde – wäre sogar ein Anfechtung der Bundestagswahl denkbar.

    Denn dann käme es ja auch auf die Stimmen aus dem Ausland an…

    Mehr zur Bundestagswahl hier, zur Lage in Belgien hier (Belgieninfo)

    P.S. Die Bürger vieler anderer EU-Länder können in ihrer Botschaft in Brüssel wählen. Warum macht es nicht auch Deutschland so? Warum interessiert man sich in Berlin nicht für seine “Expats”? Ich konnte übrigens auch nicht wählen…

    ‹ Die Watchlist EUropa vom 22. Februar 2025

    7 Comments

    1. Titi
      23. Februar 2025 @ 10:48

      Das wird ein Nachspiel haben.

    Reply

  • Michael
    23. Februar 2025 @ 09:44

    Ist man dann ein „Nichtwähler“?

    Reply

  • Kleopatra
    23. Februar 2025 @ 09:17

    Als vor einigen Monaten bei der Wahl in Moldau die Stimmen der Wahlberechtigten im Ausland entscheidend waren, haben Sie das in diesem Blog kritisiert. Jetzt sehen Sie es als einen Grund für eine Wahlanfechtung an, wenn die Stimmen von Deutschen im Ausland nicht abgegeben werden können und dies die Wahl beeinflusst? Die Gegebenheiten vor Ort (Streikrisiko bei der belgischen Post) sind nichts, worauf deutsche Stellen einen Einfluss haben. (Anders bei der letzten Wahl in Berlin, wo nichts die Berliner Verwaltung gehindert hätte, den Stadtmarathon an einem anderen Termin abzuhalten).
    Die Bundestagswahl war so gut und schlecht organisiert wie alle anderen. Anders war nur die kurze Vorlaufzeit, und die ergab sich zwingend aus der Verfassung (den dort vorgesehenen Fristen) – dies führte dazu, dass erst Ende Januar die Kandidaten feststanden und dementsprechend erst einige Tage später Stimmzettel gedruckt und verschickt werden können. Es gibt die Möglichkeit, sich Stimmzettel/Wahlunterlagen an die zuständige Botschaft schicken zu lassen (auch die Rücksendung der Wahlbriefe kann per diplomatischem Kurierdienst erfolgen). Die schwerwiegendste Komplikation besteht in Deutschland darin, dass jeder Wahlberechtigte an einem konkreten Ort wahlberechtigt ist (sonst könnte die Erststimme keinem Wahlkreis zugeordnet werden). Deshalb ist für jeden Wahlberechtigten eine deutsche Gemeinde zuständig und es gibt kein zentrales Register. Wegen der Einteilung in Wahlkreise kann auch nicht in den Botschaften vor Ort gewählt werden, da diese für alle 299 Wahlkreise Materialien vorhalten müssten. Die Deutschen in Brüssel hatten diesmal einfach Pech; hätte man von dem Streik rechtzeitig gewusst, hätte es genügt, sich die Unterlagen an die Botschaft schicken zu lassen.
    Möglich wäre die Einrichtung eines oder mehrerer Wahlkreise für Deutsche im Ausland. Dafür ist Deutschland wohl noch nicht kosmopolitisch genug eingestellt ????

    Reply

    • ebo
      23. Februar 2025 @ 10:53

      Sie wollen doch wohl nicht im Ernst das größte EU-Land Deutschland mit der ärmsten europäischen Provinz in Moldau vergleichen?
      In Moldau lebt fast jeder sechste Wahlberechtigte im Ausland, in Deutschland schätzungsweise jeder 25. ????

      Reply

  • Thomas Damrau
    23. Februar 2025 @ 07:42

    Dafür müssen wir Verständnis haben: Wenn wir erst im Merz gewählt hätten, hätte Deutschland noch länger auf die genialen Konzepte des Kandidaten März warten müssen (irgendwas scheint mir hier falsch zu sein …), der uns mit Steuersenkungen für Reiche, durch das dadurch explodierende BIP und den folgenden Trickle-Down auf die weniger Begüterten zurück ins Paradies führen wird.

    Da müssen halt mal ein paar Stimmen-Späne unter den Tisch fallen …

    Reply

  • european
    23. Februar 2025 @ 07:25

    “Die Bürger vieler anderer EU-Länder können in ihrer Botschaft in Brüssel wählen.”

    So ist es. Botschaften und Konsulate sollten Wahllokale bereitstellen. Sie haben auch die Listen der Bürger, die ihren Botschaften zugeordnet sind. Italiener erhalten Wahlunterlagen automatisch (!!!). Sie müssen weder einen Antrag auf Eintrag ins Wahlregister stellen noch irgendetwas anfordern.

    Wir hatten diesmal wohl Glück. Die Unterlagen kamen am 14. Februar an und wurden Montag mittag von der Post abgeholt. Der Tracker gestern zeigte, dass sie in der Zustellung des Postleitzahlbezirkes waren. Knapp, aber immerhin. Bei der EU Wahl verbrachte unsere Post 2 Wochen in Customs. Das war zu spät.

    Ich habe gelesen, dass 4 Mio. Auslandsdeutsche wahlberechtigt sind. Das ist eine ernstzunehmende Zahl, die bei diesen knappen Wahlergebnissen ausschlaggebend sein könnte, wie Sie oben auch sehr richtig geschrieben haben. Betrifft uns nicht, aber ketzerisch gesprochen könnte unter den Auslandsdeutschen einiges Wählerpotenzial für die AfD stecken, denn so mancher hat Deutschland wegen Unzufriedenheit mit dem System verlassen.

    Ein Schelm ist, wer Böses dabei denkt ????

    Reply

    • Skyjumper
      23. Februar 2025 @ 12:34

      Ich bin der Schelm ????

      Allerdings sehe ich hier, selbstverständlich nur wenn ich den Alu-Hut aufsetze, die wohlvorbereitete „Rumänisierung“ der heutigen Wahl. Wo kämen wir denn da hin wenn „Mutti“ aus dem Ruhestand anruft, die Rückgängigmachung des eines unliebsamen Wahlergebnisses verlangt, und …… es gäbe kein Schlupfloch. Nun ist es da. In Scheunentorgröße.

      Es gibt eigentlich nichts mehr was ich diesen infamen Demokratiezerstörern in unserer Parteienoligarchie nicht zutrauen würde.


  • Info: https://lostineu.eu/chaos-bei-der-briefwahl-im-ausland/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    Die Watchlist EUropa vom 22. Februar 2025


    lostineu.eu, vom 22. Februar 2025

    Heute mit mit der Wochenchronik. Die Themen: Zeiten(w)ende in der EU, Ukraine in Bedrängnis – und neue Sanktionen gegen Russland

    Weiterlesen hier (Newsletter).


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    Zeiten(w)ende in der EU, Ukraine in Bedrängnis – und neue Sanktionen 22. Februar 2025

    Unter Macrons Kommando, neue Russland-Sanktionen & “Diktator Selenskyj” 20. Februar 2025

    EUropa im Abseits, junge EUropäer unzufrieden & Baerbock verplappert sich 18. Februar 2025

    Trump demütigt EU – Transatlantiker und Neocons im Abseits 15. Februar 2025

    Trump führt die EU vor, VDL verärgert Grüne – und Liberale wollen USAID 2.0 13. Februar 2025

    Knieschuss und Kettensäge, Warten auf Trump & Schlag gegen “freie” Medien 11. Februar 2025

    Die Grenzen der Aufrüstung, Balten kappen Kabel – und AI Act in Kraft 8. Februar 2025

    Schlag gegen China-Handel, UK will “Reset” – und Streit um Porno-App 6. Februar 2025

    In der Trump-Falle, Scholz attackiert Merz – und “Totalausfall der Führung” 4. Februar 2025

    Nun ist es ihre Krise, Merz stiftet Chaos & rechte Regierung in Belgien 1. Februar 2025

    Von der Leyens Rollback, Milliarden für Jordanien – und Meloni hat ein Problem 30. Januar 2025

    Trumps erste Opfer, Auschwitz ohne Putin – und Chinas Sputnik-Moment 28. Januar 2025

    Das Imperium schlägt zurück, Warnung vor Krieg – und Streit um Sanktionen 25. Januar 2025

    Trumps alte Rechnungen, Neues vom Pfizergate – und “Europe is great again” 23. Januar 2025

    EUropa ist falsch aufgestellt, Freibrief für Frankreich und Kritik an Deutschland 21. Januar 2025

    Abwarten und aufrüsten, Karlspreis für von der Leyen – und Deal mit Mexico 18. Januar 2025

    EUropa ohne Stimme, Deutschland ohne Kraft & Merz fürchtet Trump-Effekt 16. Januar 2025

    Die nächste Energiekrise, die nächste Kampfzone & Selenskyj will L.A. retten 14. Januar 2025

    US-Tech-Barone fordern EU heraus, Klimaziel ist überholt – und Kickl kommt 11. Januar 2025

    Das Versagen der EU-Elite, Zuckerberg gegen “Zensur” & Last exit Ramstein 9. Januar 2025



    Info: https://lostineu.eu/die-watchlist-europa-vom-22-februar-2025/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    23.02.2025

    Nachrichten von Pressenza: Pressenza dankt der Ecowaste Coalition für die Auszeichnung der Partnerschaft mit einer Gedenktafel

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 23. Februar 2025


    Nachrichten von Pressenza - 23.02.2025


    Pressenza dankt der Ecowaste Coalition für die Auszeichnung der Partnerschaft mit einer Gedenktafel


    Vor kurzem feierte die EcoWaste Coalition ihr 25-jähriges Bestehen im Dienst des philippinischen Bevölkerung und der Mutter Erde. Sie dankte ihren wichtigen Partner:Innen aus verschiedenen Bereichen und bekräftigte die Entschlossenheit, mit noch größerem Eifer und Einsatz auf die angestrebte abfall-&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/02/pressenza-dankt-der-ecowaste-coalition-fuer-die-auszeichnung-der-partnerschaft-mit-einer-gedenktafel/


     -----------------------


    Trump gibt Frieden in der Ukraine eine Chance


    Kurz vor dem dritten Jahrestag der russischen Invasion in der Ukraine vollzieht sich ein monumentaler Wandel, der zum Ende dieses verheerenden Krieges führen könnte. Es handelt sich dabei nicht um einen Durchbruch auf dem Schlachtfeld, sondern um eine drastische Umkehr&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/02/trump-gibt-frieden-in-der-ukraine-eine-chance/


     -----------------------


    Ein Forum zum Thema &#8222;Manifesting Power in Class and Gender Struggle: From Insurrectas to Feministas, and then back again&#8220;


    Anlässlich des 118-jährigen Bestehens von La Protección de La Infancia Inc. In diesem Monat feiert La Protección de la Infancia, Inc. (LPI) sein 118-jähriges Bestehen als die am längsten bestehende eingetragene gemeinnützige Organisation der Philippinen. La Protección begann 1906 als&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/02/ein-forum-zum-thema-manifesting-power-in-class-and-gender-struggle-from-insurrectas-to-feministas-and-then-back-again/


     -----------------------


    Alles dreht sich um Energie &#8211; und Energie ist alles


    Alles, was wir tun, erfordert Energie, sowohl innerlich als auch äußerlich. Wo sich die Welt dermaßen verändert, beschleunigt, umstrukturiert und transformiert, haben wir genug persönliche Energie, um damit Schritt zu halten? Wir treiben nicht mehr in einem ruhigen See; Wir&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/02/alles-dreht-sich-um-energie-und-energie-ist-alles/


     -----------------------


    Heuschrecken in Washington (frei nach Franz Müntefering)


    In Mannschaftsstärke sind Milliardäre in den staatlichen Verwaltungen des neuen Präsidenten Trump eingezogen. Darunter Elon Musk, einer der reichsten Männer der Welt. Die Milliardäre sind alle nicht mit Lohntüten reich geworden. In der Regel haben sie sich aus den Staatshaushalten&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/02/heuschrecken-in-washington-frei-nach-franz-muentefering/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    23.02.2025

    Tschüss, Annalena!

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    Casa Fue, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

    overton-magazin.de, 23. Februar 2025 40 Kommentare

    Eine Sache lässt sich bereits heute verbindlich sagen: Das Außenamt wird künftig sicher einige Versager beherbergen. Aber keiner wird wohl je jener Frau das Wasser reichen können, die es jetzt verlässt.

    Wer erinnert sich noch an den NATO-Stricherjungen? So nannte einst Diether Dehm den Außenminister, der vor der Dame kam, die das Außenamt seit 2021 an sich riss. Heiko Maas hieß der Mann – ein Dressman sozialdemokratischer Prägung. Und er galt bis dato als schwächster Außenminister, den die Bundesrepublik je hatte. Denn er gestaltete seine Amtsführung lediglich reaktiv und ziemlich stark am Puls des transatlantischen Bündnisses – zudem sprach er sich dafür aus, die Sanktionen gegen Russland, die es ab dem Jahr 2014 gab, weiteraufrechtzuerhalten. So unscheinbar und ohne eine eigene Duftmarke zu setzen, hatte vorher nie jemand Deutschland vertreten.

    Die Sache war klar: Maas würde auf lange Zeit der Außenminister sein, den man im Ranking aller bisherigen Minister des Äußeren als den unfähigsten und schwächsten bezeichnen würde. Wir konnten ja nicht ahnen, was das Schicksal für dieses Land noch in petto hatte. Kaum war Maas verschwunden, grüßte Annalena Baerbock aus dem Außenamt. Mit dem ersten Satz, der aus ihrem Munde kam, war klar: Das hier ist eine totale 360-Grad-Wende, wie sie Deutschland bislang noch nicht gesehen hatte.

    Putin verhinderte sie als Bundeskanzlerin

    Eigentlich war die gute Frau nur eine Verlegenheitslösung. Denn im Grunde war sie für ein höheres Amt bestimmt: Bundeskanzlerin sollte sie werden. Und die ersten Prognosen sahen 2021 gar nicht mal so übel für sie und die Grünen aus. Dann gab es Gerüchte, mit ihrem Lebenslauf sollte angeblich etwas nicht stimmen. Und ihr damals aktuelles Buch soll zudem Plagiate beinhaltet haben. Also reichte es nicht mehr für die Kanzlerschaft, sie wurde heruntergestuft und sollte »nur« Deutschlands höchste Diplomatin werden.

    Doch einen Augenblick, bitte! Diese Geschichte galt bis neulich als ausgemachte Sache – und jeder, der glaubt, er könnte sich daran erinnern, sollte nun wissen, wie es wirklich zuging. Baerbock hat das neulich im Talk mit Maybrit Illner richtiggestellt. Sie wäre Bundeskanzlerin geworden, sagte sie. Aber Wladimir Putin hatte was dagegen. Russland habe die öffentliche Wahrnehmung manipuliert, weil das Land offenbar ahnte, was eine Kanzlerin namens Baerbock für sein Land bedeuten würde. Süffisant erklärte sie das dem abendlichen Publikum – ohne dabei im Sinn zu haben, was sie eigentlich gesagt hatte: »Wenn ich Kanzlerin geworden wäre, hätten die Russen sich fürchten müssen! Ich wäre ein präsidentsloser Angriff auf den Despoten Putin gewesen!«

    Dieser Teufelskerl Putin hat also entweder viel Glück gehabt – oder er hat nachgeholfen. Denn jemand, der vom Völkerrecht kommt, wäre ihm sicher lästig gewesen. Als Bacon of Hope hätte diese Kanzlerschaft gelten können. Doch dieses Leuchtfeuer flackerte nun im Außenamt. Zwangsdegradiert in höchster Not. Mit ihr hätte man einen Krieg gegen Russland geführt – und das ganz direkt und ohne falsche Diplomatie, mit Panzern, wie sie schon Napoleon einplante. Und anknüpfend an die Vorarbeit ihres Großvaters, den sie immer mal wieder erwähnte: Waldemar Baerbock war Offizier der Wehrmacht. Einsatzort: Ostfront. Für die Geschichte ihres Großvaters kann die Frau natürlich nichts. Dass sie ihn aber öfter erwähnte, auch um ihren Kampf gegen Russland zu unterstreichen: Dafür kann sie was – oder vielleicht ja auch nicht?

    Der Männeralptraum

    Denn Annalena Baerbock ist ein Opfer. Eines, mit großer Passion. In den Jahren ihres außenpolitischen Verwirkens, stilisierte sie sich immer wieder als Stilfigur des neuen Feminismus. Der ist gar keine emanzipative Bewegung, sondern ein Opferkult. Wann immer etwas gegen eine Frau, die ein hohes Amt bekleidet, gesagt wird, kommt die Keule zum Einsatz. Dem Kritiker wird dann unter lautem Getöse vorgeworfen, er könne es nur nicht verknusen, dass eine starke Frau eine starke Performance hingelegt hat, wie man heute in schönstem Deutsch sagt. Die Außenministerin wurde zur Ikone dieses Opfergebarens – Frauen aus Politik und Medien nahmen sie in Schutz: Jede Kritik wurde als maskuline Weinerlichkeit abgetan. Sie könnten einfach keine führenden Kröpfe aushalten, die nicht bartstoppelig – also männlich – seien.

    Dabei führte sie einen Krieg, so virtuos wie jeder Mann. Gut, nicht mit eigenen Truppen – als vereitelte Bundeskanzlerin fehlten ihr dazu die Machtbefugnisse. Aber die ukrainischen Bauern ließen sich eine ganze Weile gut über das Schachbrett des Teufels ziehen. Bis immer häufiger Bilder und Clips von ukrainischen Männern in den Netzwerken auftauchten, die sich der Rekrutierung verweigerten. Wieder waren es also Männer, die der Ministerin übel mitspielten und ihre Arbeit torpedierten. Sahen denn diese ukrainischen Mannsbilder nicht, dass sie die Brigade der wertegeleiteten Weltordnung sein durften? Einer Weltordnung, die Annalena Baerbock die Ehre hatte, in alle Welt tragen zu dürfen.

    Welche Werte das waren, zeigte sie auch auf ihren Reisen. So flog sie etwa die Hunderttausende von Kilometer nach Indien und besuchte barfüßig die Gedenkstätte der großen Seele Mahatma Gandhi. Gewaltlosigkeit war dessen Konzept gewesen. Und nun stand die deutsche Außenministerin vor dem Schrein, der diesem Mann gewidmet war und gedachte dieses großen Mannes des Gewaltverzichtes, während sie synchron dazu nur eines im Sinn hatte: Indien gegen Russland einzupeitschen und damit Russland zu ruinieren. Doch die Inder gingen nicht auf sie ein, lächelten nett und fragten sich: Warum hat die Außenministerin eine Praktikantin geschickt und ist nicht selbst gekommen? Annalena und die weite Welt: Ein Thema für sich. Sie mochte als Außenministerin die Welt, flog gerne umher – aber die Welt schien sie nicht zu mögen.

    Die einsamste Diplomatin der Welt

    Bilder gingen um die Welt: Ein Jahr nach ihrem ersten Besuch in Indien, trieb es sie wieder auf den Subkontinent. Der G20-Gipfel stand an. Landung in Neu-Delhi. Und da stand sie nun auf dem Flugfeld. Einsam, nicht verlassen – denn um verlassen zu werden, braucht es erstmal jemanden, der anwesend ist, der von dannen ziehen kann. Aber keiner war da, um sie hinter sich zu lassen. Später wurde der Vorfall als organisatorisches Missverständnis eingeordnet. Im Januar 2024, als Baerbocks Maschine in Kuala Lumpur, Malaysia, landete, dieselbe Situation – und dieselbe Ausrede.


    In China empfing sie nicht der Amtskollege, sondern ein nachrangiger Beamter – der chinesische Außenminister ließ die Deutsche mehrere Stunden warten. Und trat am Ende noch nicht mal mit ihr zusammen für eine Pressekonferenz vor die Kamera. Baerbock trat alleine vor die Journalisten – alles musste sie selbst machen in diesem Land, in dem ein Diktator die Zügel in der Hand hält und der es noch nicht mal verträgt, dass man in als Diktator bezeichnet. Wenn erstmal ein Sieg über Putin erreicht sei, so meinte sie, würde das Diktatoren wie Xi eine Lehre sein. Sie traute sich, was sich keiner traute, meinte sie: Xi beim Namen zu nennen. Für sie schien das revolutionär, wie die Rebellion gegen die Männerdomäne der Außenpolitik. Sie fühlte sich als weibliche Schewegewara, die den tristen Laden mal aufmischt mit klaren Ansagen.

    Im Ausland lachte man dennoch über sie. Russen und Chinesen bekamen vermittelt, dass diese deutsche Außenministerin Schwierigkeiten hatte, ihr Amt sinnvoll auszufüllen – man berichtete den Völkern dieser Welt, dass die gute Frau sogar Probleme hatte, Sätze in ihrer Muttersprache gerade herauszubringen. Das war ihnen bislang verborgen geblieben, aber rundete ihr Bild von Annalena Baerbock ab. Und so, wie sie sich als Opfer einer patriarchalen Welt betrachtete, begannen die Russen und Chinesen damit, die deutsche Bevölkerung als das eigentliche Opfer zu bewerten. Nicht nur, weil die der Baerbock ausgeliefert war, sondern auch anderen blassen und tristen Gestalten aus den Kaderschmieden der deutschen Parteienlandschaft.

    Koboldsgesetz

    Anders als der, den Putin nach Ansicht Baerbocks ins Kanzleramt brachte, putzte sich die Außenministerin als bunten Fleck der Ampelkoalition heraus. Besonders am Anfang ihrer Amtszeit, als sie noch etwas agiler wirkte. Später ereilte sie das Schicksal jedes Spitzenpolitikers: Sie altern schneller, werden käsig und wirken immer ein wenig wie der Gilb, der in der Werbung der Achtziger und Neunziger noch in Gardinen kroch und Hausfrauen in Angst und Schrecken versetzten, jetzt aber auch Politikergesichter beglückte.

    Vielleicht meinte die Grüne genau das, als sie nach seltenen Erden gefragt wurde, aber mit dem Kobold als Antwort auf den Lippen konterte. Denn wie es ein Koboldsgesetz sein soll – nach Ellis Kaut –, bei klebriger Haftung sichtbar zu werden, so ist das umgekehrte Koboldsgesetz der hohen Politik, keine Haftung zu übernehmen und langsam unsichtbar zu werden. Inhaltlich veränderte sich hingegen nichts, denn Inhalte waren bei ihr stets unsichtbar gewesen. Der ganze Bumseltag wusste das im Grunde auch – ebenso wie die Regierungsbank. Auf Annalena konnte man sich ekeftiv und emonotial verlassen: Sie würde den transatlantischen Kurs nicht durch eigene Gedanken stören – da durften sich Regierung, Opposition und Steuerinnenzahler sicher sein.

    Als Young Global Leader hat sie gelernt, worauf es ankommt: Auf die nationalen Interessen der Vereinigten Staaten – die westliche Hemisphäre ist viel besser mit einem kontaminierten Begriff zu erklären. Jenem nämlich, den die Japaner für ihr Großreich verwendeten, bevor zwei Atombomben sie in die Knie zwangen: Wohlstandssphäre. Selten war ein Imperium ehrlicher. Denn darum geht es, wenn man sich imperial betätigt: Man erobert Räume, aus denen der Wohlstand abgeschöpft wird, den man dann in die Heimat importiert. Die Vereinigten Staaten halten es ähnlich: Ihre Bündnisse sind auf das Wohl der eigenen Nation ausgerichtet. Das kann man ihnen nicht mal vorwerfen – vorwerfen muss man es jenen, die aus der Sphäre stammen und es in der Sphäre exekutieren. Und niemand war so ehrlich wie Baerbock, als sie meinte, ihre deutschen Wähler seien ihr egal. So ehrlich waren zuletzt nur die Japaner, als sie ihr angehendes Weltreich nicht mit einem Euphemismus bemäntelten.

    Annalena Aeterna: Baerbock für die Ewigkeit

    Es kann sein, dass die Grünen nicht aus der Regierungsverantwortung entlassen werden. Die letzten Prognosen deuten auf eine Ampelkoalition hin, bei der das gelbe Zwischenlicht defekt sein wird und daher schwarz bleibt. Nochmal ein Dreier, doch diesmal mit SPD und Grünen im zweiten Glied. Wobei man sich da nicht sicher sein kann. Denn die Grünen waren in der letzten Regierung die stärkste Kraft. Nicht auf dem Papier, nicht an den Urnen: Sie drängten sich den anderen Regierungsparteien und damit dem ganzen Land einfach auf. Baerbocks Kollege Habeck bleibt also vielleicht Wirtschaftsguru – während Betriebe nicht insolvent gehen, sondern nur aufhören zu arbeiten, wird es also auf politischer Ebene andersherum laufen: Dort wird fleißig weitergewurstelt – trotz Insolvenz der Zurechnungsfähigkeit.

    Doch Annalena Baerbock wird das Außenamt nicht behalten. Zu stark war der Kulturschock, den diese Frau verursacht hat. Zu gravierend die Irritationen. Das kann keiner mehr wollen. Sie hat zu Lebzeiten geschafft, was nur Wenigen gelang: Sie hat ihr Amt derart miserabel ausgefüllt, dass bereits jetzt klar ist, dass das nicht mehr unterboten werden kann. Wenn man Limbo tanzt und die Latte auf dem Boden legt, wird wohl nie mehr jemand kommen, der darunter passt. Baerbock schlüpfte durch eine Limbo-Stange, die satt auf dem Boden auflag. Das ist eine Leistung für die Ewigkeit. Wenn nicht irgendwann mal ein Teller Graupensuppe zum Außenminister berufen wird, bleibt das für alle Zeiten Gewissheit.

    Was bleiben wird ist die Erkenntnis, dass man als deutsche Außenministerin auch Diplomatin für die Kokkaine sein kann, ohne dass diese Personalunion jemanden auffällt. Und dass man mit Anzeigen gegen leidige Kritiker auch ein Amt führen kann. Im Grunde ist jeder Artikel, der sich mit der Frau befasst, ein juristisches Wagnis – Hausdurchsuchung im frühen Stadium. Außerdem wissen wir nun auch, dass Schönheit ihren Preis hat: 136.500 Euro im Jahr. Zu 75 Prozent oder sogar zu zwei Dritteln darf man wohl davon ausgehen, dass Annalena Baerbock nun zur Elder Stateswoman umschwenkt – sich als feministische Koryphäe in Szene setzen wird. Als eine, die der Welt ihren Stempel aufdrückte und nun ganz genau weiß, wie der Hase läuft. Und wer weiß, vielleicht treibt es sie ja sogar noch ins Schloss Bellevue …


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    60 Kommentare

    1. @
      „Aber keiner wird wohl je jener Frau das Wasser reichen können, die es jetzt verlässt.“

      Da wäre ich mit nicht so sicher!

      …und Tschüß, auf zum neuen Pöstchen ????
      https://www.youtube.com/watch?v=PoRIaXdUrSU

      Antworten

    2. In ihrer Zeit als Außenministerin ist sie von unserer nun 9-jährigen Enkelin intellektuell überholt worden.
      Aber der gute Onkel Merz und die Wähler von Schwarz und Grün werden ihr auch in Zukunft den roten Teppich für, nun ja, ich verkneife mir das, auslegen.

      Antworten

    3. Einige Schmankerl:
      – Länder, die Hunderttausende Kilometer weit weg sind
      – Die Panzerschlachten von Napoleon
      – Die 360°-Kehrtwende
      – Nigeria als deutsche Ex-Kolonie
      Und dazu noch die Aussagen, die als „Versprecher“ durchgehen könnten.

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      1 Antwort auf diesen Kommentar anzeigen ▼

    4. https://www.youtube.com/watch?v=FVWWquJC54g
      Das wär doch was für die EX-Aussenministerin.

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    5. Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz, sagt ein Sprichwort. Eine unumstößliche Wahrheit.

      Antworten

    6. Ich wäre mir da nicht so sicher.
      Die Grünen könnten stärkster Partner
      für die CDU werden.

      Das Ende dieses Landes wie wir es kannten
      ist sowieso besiegelt.
      Da macht das Lenchen keinen Unterschied.
      Die nimmt international niemand mehr wahr.

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      2 Antworten auf diesen Kommentar anzeigen ▼

    7. Man glaubt häufig, dass es nicht mehr schlimmer kommen könnte.
      Leider wird man genauso häufig enttäuscht!

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    8. Ich habe schon eine Nachverwendung für sie in der Werbebranche. Einstellung: Eine Maschine der Flugbereitschaft steht auf einem einsamen Rollfeld, Windböen fegen rollende Stachelhexen durchs Bild. „Sie“ steigt mit wehendem Sommerkleidchen die Gangway herunter und aus dem Off eine rauchige Stimme: „Berlin – Kiew – Nowehre-City. 100.000 Kilometer – und die Frisur sitzt.“

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      6 Antworten auf diesen Kommentar anzeigen ▼

    9. Außenpolitik mit dem Selbstverständnis einer Aktivistin. Geht gar nicht! Hinzu kommt die Kriegstreiberrhetorik seit dem 25.02.2022. Und ein Volk schweigt dazu in weitesten Teilen!

      Es muss Aeterna heißen, nicht „Eterna“!

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      1 Antwort auf diesen Kommentar anzeigen ▼

    10. @de Lapuente
      Publizistisch ein Leckerbissen, Ihr Nachruf: delecare et prodesse, Unterhaltung und Aufklärung vom Feinsten zur Trampolinin aus Pattensen (bei Hannover, nicht der Ortsteil von Winsen/Luhe). Die es schlecht drei Jahre lang ins AA schaffte. Nicht als Praktikantin. Sondern als Bossin. Nur, um Shakespeare zu variieren: Ist´s nicht doch MUCH ADO ´BOUT FEW? So gesehen könnte ein Wort des Wiener Karl Farkas hilfreich sein: Die nehm´ i net amal zur Kenntnis …
      Gruß, Ihr Richard Albrecht

      Antworten

    11. danke für den Lacher am Sonntagmorgen
      habe gerade meinen Kaffee aufgewischt,
      Lenchen als „weibliche Schewegewara“…
      ????????????????????????????????????????????

      Antworten

    12. China Strategie analog feministischer Außenpolitik! Jetzt schon auf dem Müllhaufen der Geschichte!

      Antworten

    13. Die Dame ist doch so eine lange Kolumne gar nicht wert. Dazu die üblichen oberflächlichen Beobachtungen und Nickligkeiten.

      Der Dehm hat mit seiner Beschreibung vom Maas einen Volltreffer gelandet.

      Mit Außenminister Heiko Maas in Japan & Südkorea – Jung & Naiv: Folge 374 (4K)

      https://www.youtube.com/watch?v=T2yHIFBGQvQ

      Ich akzeptiere das nicht, dass die Baerbock der GAU war und die anderen Außenminister irgendwie ganz okay. Für mich war es in meiner Lebenszeit eher der Joschka Fischer, weil ich den gewählt hatte und darauf reingefallen bin. Die Baerbock ist nur die Fortsetzung davon. Beide haben gemeinsam, dass sie einen Friedenswahlkampf gemacht haben bevor sie an die Macht kamen und dann zu Kriegstreibern mutierten, Fischer mit seinem falschen Auschwitz-Vergleich für die Bombardierung von Serbien. Scharping mit dem Hufeisenplan. Fischer und Baerbock haben auch gemeinsam, dass sie wohl gecastet wurden und – wie auch Genscher u.A. – durch Nepotismus, bzw. Postenschacherei an ihre Jobs kamen. Außenminister Deutschlands sind von Natur aus extrem verlogene Heuchler. Den Deutschen und aller Welt präsentieren sie sich als Gutmenschen, während sie in aller Welt Waffen verkaufen, um so Einfluss auf andere Regierungen zu gewinnen. Deshalb wäre es so wichtig gewesen, was auf einem Plakat der Grünen stand vor 3 Jahren:

      https://www.danisch.de/blog/2023/10/07/keine-waffen-und-ruestungsgueter-in-kriegsgebiete/

      Der Text von ihm darunter, ist leider ziemlich gaga. Die Grünen werden eher nervös, wenn man über Waffenhandel spricht, und dann über Israel, was die an UN-Recht brechen. Deshalb war diese Regierung auch so darauf aus, Demos gegen den Genozid mit allen Mitteln zu unterdrücken, weil sonst Jemand auf die Idee kommen könnte sie wegen Kriegsverbrechen zu verklagen (wie Nicaragua) und wenn das noch in der Bevölkerung eine Resonanz hat, würde es für sie gefährlich.

      Davor erinnere ich mich aber z.B. an Hans-Dietrich Genscher, den deutschen Mini-Kissinger. Der war z.B. dabei als die Russen betrogen wurden mit dem Versprechen keiner NATO-Osterweiterung. Der war auch gegen einen Boykott der Apartheidregierung. Die Iran-Contra-Affäre fand während seiner Amtszeit statt. Überhaupt hätten sich die Deutschen z.B. den ersten kalten Krieg und die Mauer sparen können, wenn die CDU auf die Stalin-Note eingegangen wären. War Adenauer damals 1. Kanzler und Außenminister in Einem?

      Meine These ist, dass es keine großen Unterschiede gibt und gab. Sie machen das, was ihnen Onkel Sammy sagt. Das sah man auch später ganz gut daran, dass z.B. Fischer durch die Drehtüre ging und mit Madeleine Albright eine Consulting-Firma aufmachte und in das Board des European Council on Foreign Relations kam.

      Die Baerbock wird auch durch die Drehtüre gehen. Danach können Ex-Politiker, ähnlich wie Uni-Alumnis mehr Schaden anrichten als im Parlament, weil sie ihre Nachfolger managen. Dazu muss man sagen, dass sie z.B. wohl erst einmal Abgeordnete noch bleiben wird. Abgewählt wurde sie zwar, aber sie steht ja auf der Liste. Das ist auch eine meiner Kritiken, dass man Politiker leider nicht aus dem Parlament wählen kann. Bestes Beispiel ist der Schäuble (edit: Er gewann immer ein Direktmandat – stimmt also nicht ganz). Der hat schon einige Wahlen verloren in seinen 50 Jahren als Abgeordneter mit der CDU, aber deshalb war er trotzdem immer im Parlament.

      Mich hätte eher ein Artikel interessiert, der beleuchtet wie das passieren konnte, dass die Dame in den transatlantischen Seilschaften so schnell aufsteigen konnte und was dort ihr Training war?

      Aber dazu hätte unsere flinke Feder richtig hart und lange recherchieren müssen. Dann lieber einen Kolumne schreiben, wo man noch einmal kräftig nachtritt mit ein paar kernigen Sprüchen und Formulierungen. Das kriegt man in ein paar Stunden hin und bis nächste Woche. Dabei noch ausnützen, dass heute Schäfchen-Wahl ist.

      Das hilft halt gar nichts.

      Diese Woche kamen wir eher darauf, dass bei den aktuellen Politikern und Kriegstreibern etwas fies läuft (Militarismus, totalitäre Ideologie, der Zweck heiligt die Mittel), erst las ich hier die Artikel über die Plagiate von Habeck, gestern sah ich das Video:

      Staatsanwalt lacht darüber: Hausdurchsuchung für Meinungsäußerung * JD Vance – Prof. Dr. Diringer

      https://www.youtube.com/watch?v=Mvd_pSbZfI4

      Wobei die beiden Herren natürlich schöne starship trooper sind, wenn es um „Verteidigung“ geht.

      Und ich sah das hier:

      My imprisonment in Switzerland, with Ali Abunimah

      https://www.youtube.com/watch?v=hGsMNLIteXw

      vgl was der Hans-Dieter Rieveler versucht hat hier abzuziehen wegen den vielen „Antisemiten“ .

      Man kann auch deutsche mit US-Außenministern vergleichen, z.B. Antony Blinken:

      Trump Is ENDING The New Cold War w/ Russia! w/ Scott Horton (glaube ich, wenn ich es sehe)

      https://youtu.be/Yq5nUauHlqg?t=612

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    14. Vorsicht mit so viel Optimismus: die Niveauskala ist nach unten offen.

      Spätestens nach den letzten fünf Jahren sollte eigentlich klar geworden sein, nach den selbstgenähten Masken kommen die medizinischen, danach die Staubschutzmasken, und dann das Double Masking. Dann geht es horizontal mit tieffliegenden Supermarktviren und hochfliegenden Restaurantviren weiter, getoppt von den in deutschen Behörden damals neu eingeführten Gangviren, die in Besprechungszimmern nicht vorkommen.

      Wer “Wirtschaftsminister” Habeck und “Chefdiplomatin” Baerbock jeweils für eine Niveau-Singularität hält, dem sei der geradezu prophetische Film “Idiocracy” von Mike Judge empfohlen. Auch dieser Film geht gut aus, aber wirklich nur, weil Hollywood das braucht um zu verkaufen.

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    15. Das Gute an Außen-Lena wird meistens übersehen. Niemand nimmt sie ernst. Das ist von Vorteil wenn sie Russland den Krieg erklärt oder Xi als Diktator bezeichnet.

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    16. Ja es ist schon gut, wenn diese dümmste aller dümmst denkbaren Kühe (Entschuldigung, Kühe) endlich vom Amt entfernt wird – immerhin hat sie sich ja in dieses Amt geputscht.
      Geputscht ?
      Was? Nicht geputscht ?
      Gewählt ?
      Hmmja – also dann … in diesem Fall … ja dann gilt wohl, dass die deutschen Wähler die dümmst denkbaren Wähler aller Wähler sind.
      Ironie off.
      Ja das fehlt den selbstgerechten und überaus dummen Deutschen: der Blick in den Spiegel!
      Denn sie haben sich diese Leute: Dummköpfe, Ignoranten, Gaukler, Schleimer, Betrüger wie auch, eben, dumme Idioten ja selbst in die aktuelle wie auch die vorherige Regierung gewählt.
      Aber Einsicht, dass Wahlen und die Lebenssituation danach eine Kausalität aufweisen können: Bei den Deutschen komplette Fehlanzeige.
      Und darum werden sie diesmal wieder in Scharen die Grünen (Dumm und ungebildet), die Linken (totalitär), die SPD (Lügner und Betrüger) und die CDU (alles zusammen) wählen. Hauptsache, die neue SA kann, zusammen mit den Kühen gegen links weiter auf den Strassen toben.
      Da kann man nur feststellen, dass die gesamte psychologische und medizinische über hundertjährige Erfahrung auf die Deutschen zutrifft: Dummheit kann man nicht heilen, Blindheit auch nicht.
      Im Übrigen: dass das Aussendummchen Deutschland den grössten Schaden zugefügt habe, ist auch so eine Illusion, um nicht zu sagen Verblendung der Deutschen.
      Niemand in der Welt draussen nicht Deutschland mehr ernst – schon seit 15 Jahren nicht mehr. Die Deutschen verwechseln da Geld und Spendierlaune mit Respekt – mit Geld kann man sich vieles kaufen, aber eines gewiss nicht: Respekt und Anerkennung.
      Und der grösste Schaden für Deutschland passiert schon lange im Inland: zehntausende marode Brücken, ein komplett linksverpeiltes Bildungssystem, welches nur Bücklinge, Arschkriecher, Tunten und physikalisch komplett Ungebildete hervorbringt, eine zerstörte Energieinfrastruktur (und ich meine damit nicht NS, sondern die eigenen Kraftwerke), ein zerstörtees Rechtssystem, wo Leuten wegen einer eventuellen Beleidigung das Haus durchsucht wird, wo geistesgestörten Männern erlaubt wird, sich als Frauen zu bezeichnen, ein zerstörtes Justizsystem, wo wie im 3. Reich Bücklinge und Systemlinge, also Richter, das Recht zugunsten des Regimes beugen und brechen … und und und – man kommt gar nicht zu einem Ende).
      DAS wird den Untergang Deutschlands zur Folge haben.
      Das Aussendummchen ist nur peinlich, aber: ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich’s gänzlich ungeniert.
      Aber mittlerweile ist das Land, die Infrastruktur ruiniert – und das wird der Untergang sein.

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    17. Eine exzellente Würdigung einer außergewöhnlichen Politikerin. Gute Arbeit, Roberto!

      Aber aufgepasst: Totgesagte leben länger.

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    18. Leider wird sie uns jetzt aus Trotz nicht mehr verraten, wie man den Strom in dem Leitungen speichert und was die kobolde so alles noch können. Aber Haupsache, sie plappert nur noch zu Hause rum. Die armen Kinder.

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    19. Ich habe gerade gelesen, dass sigmar Gabriel, der ja auch mal Außenminister war, demnächst aufsichtsratsmitglied bei rheinmetall werden soll.

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    20. Ja, lustig, aber im Grunde: nicht zum Lachen. Die Frau ist nur Parade-Beispiel
      für große Teile des unfähigen und unge -bildeten (akademischen) Nachwuchs, der es trotzdem schafft, „Karriere“ zu machen. Was sagt uns das ? – Interessanter wäre
      eine knallharte politische Analyse.

      Antworten

    21. Auf solche wie Bärbock kann man in der gesamten Politik verzichten an Dummheit ist die nicht zu übertreffen oder sagen wir mal kaum noch.

      Antworten

    22. https://michael-hudson.com/2022/02/america-defeats-germany-for-the-third-time-in-a-century/

      „Michael Hudson: Im Grunde ist es Washington egal, ob Russland den Krieg [in der Ukraine] gewinnt, denn den USA ist es gelungen, ihre Konkurrenz in Europa, vor allem Deutschland, auszuschalten.“

      und unsere JoungLeader haben da kräftig mitgeholfen

      Antworten

    23. Denn Annalena Baerbock ist ein Opfer.

      Zunächst stimme ich zu, dass Fr. Baerbock in D wohl kein höheres Amt mehr bekleiden wird. Aber sie ist kein Opfer im Sinne einer Einwirkung von außen, wie hier von Hrn. De Lapuente suggeriert wird. Vielmehr hat sie sich selbst und ihre politische Karriere dem westlichen Narrativ des brutalen unprovozierten imperialistischen kriegerischen Angriffs Russlands auf die Ukraine geopfert. Und für dieses Opfer, das sie uns hingebungsvoll und selbstlos erbracht hat, sollte sie m.E. mit einem lukrativen Pöstchen in irgendeiner amerikanischen Stiftung irgendwo in New York angemessen belohnt werden. Vielleicht kann sie ja dort auch noch etwas Vernünftiges lernen.

      Aber bitte nicht mehr wiederkommen!

      Antworten

    24. Sie wäre nicht die Erste, die vom Außenamt direkt ins Bundespräsidialamt katapultiert wird. Also noch kein Grund zur Entwarnung. Die sicherste Belohnung für Unfähigkeit ist immer noch die Beförderung.

      Fromme nichtssagende Spruchblasen produzieren wie Steinmeier kann sie auch. Das wird der Preis sein, den die Grünen als unterwürfigen Koalitionspartner von Merz verlangen. Dafür hat sie Habeck den Platz geräumt.

      Der Lohn: Der Einzug in die Villa Hammerschmidt. Wenn sie sich gegen Göring-Eckardt durchsetzen kann.

      Antworten

    25. Wenn ich die Alte nur sehe bekomme ich Brechreiz.
      Kann nicht weiterschreiben wegen Übelkeit….

      Antworten

    26. Was noch fehlte: ihre Abwägung, ob nigerianische Männer ein grösseres Risiko für nigerianische Frauen darstellen als Fäkal-Aerosole:
      „Wenn man z.B. die Sanitäranlagen plant, wenn man nach dem Geruch geht könnte sie man am Rande des Dorfes planen…“
      https://www.youtube.com/watch?v=8oy_TnN3t04#t=24s
      ????

      Antworten

    27. Das Niveau vom Lenchen klebt auf der Straße fest. Das es nicht schlimmer kommen kann wage ich stark zu bezweifeln. Irgendjemand sinkt noch tiefer. Physikalisch zwar unmöglich, aber „unserem“ Politzirkus (Sorry an die Zirkusbetreiber..) traue ich alles dämliche zu.
      Warten wir ab, es gibt viel Huhn…

      Antworten

    28. Annalena ist die Rache der NSDAP an den Grünen:

      Die meisten aus der ersten Generation Grüne kamen aus NSDAP-Familien, brachen zumindest zeitweise mit ihren Eltern und wollten das Gegenteil der NSDAP sein: „Wir sind eine kleine radikale Minderheit“, war eine beliebte Parole auf den Demos mit Rudi Dutschke in West-Berlin.

      Und da nahm die gedemütigte Mehrheit der NSDAP-Familien, deren Kinder ganz brav und vielleicht auch ein bisschen beschränkt waren, sich jedenfalls „nicht aufhetzen“ ließen, Rache und schickte den Grünen die Annalena…
      Woke ist schlimm, aber es geht noch schlimmer: Annalena ist der Beweis.

      Antworten

    29. Und ich sagte mir, bleib ruhig, und bedenke immer, es hätte auch schlimmer kommen können. Und ich blieb ruhig, und es kam schlimmer….

      Vielen Dank für diese humorige und (endlich mal!!) sinnvolle Aneinanderreihung Baerbockscher Originalzitate!

      Daß wir diese Person auf Dauer los sind, ist ein Wunsch, den sicher 360% aller Deutschen hegen. Aber die übrigen 14 Prozent, die wohl auch diesmal wieder die Partei des größten Übels wählen werden, sehen sie sicher schon auf neuen Führungsposten. Die gute Nachricht dabei ist nur: EU-Kommissionspräsidentin kann sie wohl nicht mehr werden. Denn wann auch immer Frau von der Leichen ihr zerstörerisches Werk dort beendet, wird so schnell sicher kein „Mensch“ aus Deutschland mehr auf diesem Posten landen. Das verhindert schon die Brüsseler Aristokratie. Und der deutsche Außenministerposten ist üblicherweise dem nächststärkeren Kopulationspartner der Kanzlerpartei vorbehalten. Es droht also durchaus ein Außenminister Habeck, was – Achtung, Wortspiel! – dasselbe in Grün wäre. Oder die Scholzomatische Partei schafft es wieder Erwarten noch auf Platz zwei.

      So oder so, die Katastrophe geht nach den „Wahlen“ sicher weiter, und es besteht die große Gefahr, daß die deutsche Kriegspolitik der letzten Jahre noch einmal ordentlich eskaliert wird. So bleibt mir, als überzeugtem Linken nur noch die Hoffnung, daß es wenigstens das BSW in den Bundestag schafft. Nicht daß die dort allein viel ausrichten könnten, aber zusammen mit der AfD könnten sie immerhin auch gegen den Willen der Großen Vertuscher-Koalition aus Union, SPD, Oliven und Linke einen Corona-Untersuchungsausschuß einsetzen. 25% der Sitze braucht es dafür.

      Und ich fragte mich schon, woher plötzlich diese Liebe der „Qualitätsmedien“ zur bislang so verhaßten Linkspartei kommt? Ein Artikel auf den Nachdenkseiten hat mir die Augen geöffnet:

      https://www.nachdenkseiten.de/?p=129116

      Antworten

    30. Frau Baerbock ist ein typisches Produkt des “ Drei-Säle“ Werdegangs mit der notwendigen Zwischenetappe als Kofferträger(in) einer älteren Führungspersönlichkeit. Von woher soll denn die Ahnung kommen? Und was soll sie denn als deutsche Außenministerin vertreten, wenn sie nicht mal nicht deutschen Interessen kennt? Die Grünen machen es nicht unter der globalen Rettung und so werden sie auch im globalen Maßstab wahrgenommen, als vernachlässigbare Größe im globalen Maßstab.

      Antworten

      1 Antwort auf diesen Kommentar anzeigen ▼

    31. Meine Damen und Herren,

      „Vögel, die morgens singen, holt abends die Katze“

      Sie alle sollten nicht so spöttisch sein.

      Spätestens wenn heute Abend die ersten Wahlergebnisse über die Ticker laufen und fest steht, dass die Grünen 51% +++ der Stimmen haben. Wenn Massenaufläufe in allen Teilen der Republik unisono „Annalena“ skandieren und der neue Bundeskanzler Annalena B aus D ist, werden bei allen Kritikern Weh und Ach herrschen und alle sich die einzig wahre Frage stellen: „wie konnte es (Es) nur so weit kommen…..?“????????????????

      Das Schicksal ist …………. ????????????

      Antworten

    32. Was Baerbock vom Rest der Gurkentruppe unterschied: Ihre naive kindliche Einfalt, die sie munter drauflos plappern ließ, wenn sie in Anbetracht ihrer begrenzten intellektuellen Möglichkeiten besser den Mund gehalten hätte. Eigene politische Gedanken und Ziele (ich sehe das Geschwätz von der „feministischen Außenpolitik“ als apolitischen Unfug) gab es bei ihr so wenig wie bei Scholz & Co. Für alle diese Figuren gilt das, was Peter Frey gerade in seinem Blog beschrieben hat:

    Info: https://overton-magazin.de/kommentar/politik-kommentar/tschuess-annalena

    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    23.02.2025

    Mapped: Jeder bekannte U.S. Militärbasis im Ausland

    visualcapitalist.com, vom 18. Februar 2025, Von , Seite besucht am 23. Februar 2025, um ca. 8 Uhr


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  • Charted: Durchschnittliche Arbeiter pro U.S. Startup (1994-2023)
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  • Wie viel Gold existiert für jede Person auf der Erde?
  • Visualisierung der Drogennutzungstrends in den USA Junge Erwachsene
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  • Visualisiert: Wer finanziert die Weltgesundheitsorganisation?
  • Mapped: Notraumbesuchszeiten by State
  • Wie viele neue Minen sind für die Energiewende nötig?
  • Wo die USA Er wird sein angereichertes Uran
  • Öl und Gas streicht öffentliche Grundstücke unter Obama, Trump und Biden
  • Welcher Staat hat 2024 den höchsten Gaspreis?
  • Mapped: Die weniger bekannten bewaffneten Konflikte der Welt
  • Mapped: Durchschnittslöhne in OECD-Ländern
  • Mapped: Jeder bekannte U.S. Militärbasis im Ausland
  • Mapped: Alle USA Staat, reszeniert nach Bevölkerung
  • Charted: Top-Lieferanten aus Aluminium und Stahl in die USA
  • Wie viel Gold existiert für jede Person auf der Erde?
  • Charted: Die globale Bergbauindustrie, nach Marktkapitalisierung
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  • Wie viel Plastikmüll der Welt wird tatsächlich recycelt?
  • Mapped: Wasserverstöße nach Staat
  • Charted: Pro-Capita CO2 Emissionen von Global Region (1960-2022)
  • Karte   vcv

    Veröffentlicht

    vor 3 Tagen

    auf

    18. Februar 2025

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    Grafik/Design:

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    Verwenden Sie diese Visualisierung


    Mapped: Alle bekannten USA Militärstützpunkte im Ausland Diese wurde ursprünglich in unserer Voronoi-App veröffentlicht. Laden Sie die App kostenlos auf iOS oder Android herunter und entdecken Sie unglaubliche datengesteuerte Diagramme aus einer Vielzahl von vertrauenswürdigen Quellen.

    Diese Grafik lokalisiert die bekannten Überseebasen des amerikanischen Militärs, die danach kategorisiert werden, wer die Basis kontrolliert.

    In Rot sind diejenigen, die von den USA kontrolliert werden, und Blau werden vom Gastland kontrolliert.

    Diese Karte enthält nicht mehrere hundert temporäre Standorte für Militärübungen oder Notfalloperationen.

    Daten stammen aus einem Bericht des Kongresses, der 2024 veröffentlicht wurde. Troop-Daten stammen vom Defense Manpower Data Center, derzeit bis März 2024.

    Rang: Länder mit den meisten USA Basis und Truppen

    Basierend auf nicht klassifizierten Daten haben die USA mindestens 128 Stützpunkte in 49 Ländern.

    Von ihnen hat Japan (14) bei weitem die meisten, gefolgt von den Philippinen (9) und Südkorea (8). Hier ist die vollständige Liste aller 128 aufgeführten Basen, des Landes, in dem sie sich befinden und das sie kontrolliert.

    Name der BasisLandISO CodeStatus
    Kyogamisaki CS- JapanJPNAlly Controlled
    Misawa AB- JapanJPNUSA Kontrolliert
    Shariki CS- JapanJPNAlly Controlled
    Yokota AB- JapanJPNUSA Kontrolliert
    Camp Zama- JapanJPNUSA Kontrolliert
    USFA Yokosuka- JapanJPNUSA Kontrolliert
    NAF Atsugi- JapanJPNUSA Kontrolliert
    MCAS Iwakuni- JapanJPNUSA Kontrolliert
    Kure Pier 6- JapanJPNUSA Kontrolliert
    USFA Sasebo- JapanJPNUSA Kontrolliert
    USAG Okinawa- JapanJPNUSA Kontrolliert
    MCB Camp Butler- JapanJPNUSA Kontrolliert
    MCAS Futenma- JapanJPNUSA Kontrolliert
    Kadena AB- JapanJPNUSA Kontrolliert
    MCI Mujuk- SüdkoreaKORAlly Controlled
    USAG Daegu- SüdkoreaKORUSA Kontrolliert

    Zeige 1 bis 16 von 128 Einträgen

    ...

    Ein kurzer Blick auf die Karte zeigt die beiden großen Sicherheitsprioritäten für das US-Militär: Europa und Ostasien.

    Japan hat auch die meisten Truppen, die in jedem Land stationiert sind, mit einer Anzahl von 53.000 bei der letzten Zählung.

    Während Deutschland, Italien und Großbritannien keine zweistelligen Stützpunkte wie Japan haben, hat Europa zusammen eine riesige amerikanische Präsenz, wenn es alle Basen und Truppen zusammenzählt.

    Und dies ist nicht einmal die zusätzlichen 80.000 Soldaten, die nach der russischen Invasion 2022 in die Region entsandt wurden.

    Naher Osten: Eine wachsende Sicherheitssphäre

    Obwohl nicht annähernd so überladen wie Europa und Ostasien, ist der Nahe Osten auch die Heimat zahlreicher amerikanischer Basen. Die wichtigsten Verbündeten Kuwait und Bahrains beherbergen auch Streitkräfte.

    RangLänder mit
    Die meisten USA Basis
    BasisLänder mit
    Die meisten USA Truppen
    Truppen
    1- Japan14- Japan52.852
    2- Philippinen9- Deutschland34.894
    3- Südkorea8- Südkorea23.732
    4- Italien7- Italien12,319
    5- Papua-Neuguinea6- UK10,180
    6- Deutschland6- Bahrain3.424
    7- UK5- Spanien3.253
    8- Polen5- Türkei1.683
    9- Kuwait5- Belgien1.119
    10- Australien4- Kuba572

    Nichts macht die Sicherheitsprioritäten klarer als die Basis in Dschibuti, nicht nur für die USA, sondern auch für den Rest der Welt.

    Es liegt an der Bab-el-Mandeb-Straße, die den Golf von Aden und das Rote Meer verbindet, und ist eine wichtige Schifffahrtsroute. Das Rote Meer war in letzter Zeit aufgrund von Angriffen der Huthi-Rebellen in den Nachrichten.

    So hat Dschibutis strategische Lage und sorgfältige Deal-Making dazu geführt, dass das Land auch Militärbasen aus sieben anderen Nationen beherbergt. Dazu gehören auch politische Rivalen der USA, wie China.

    Mehr über die Voronoi App

    Vielleicht haben Sie mehrere NATO-Mitglieder bemerkt, die Truppen und Stützpunkte beherbergen. Schauen Sie sich an: NATO-Mitglieder erhöhen die Verteidigungsausgaben, um zu sehen, wie die russische Invasion Auswirkungen hatte.


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    23.02.2025

    Neuer Kanzler Friedrich Merz und Blackrock

    aus e-mail von Marion Küpker, 23. Februar 2025, 23:02 Uhr


    Copyright: Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche

    Zeitung GmbH Quelle:

    SZ vom 31.10.2018


    Karriere von Friedrich Merz:Blackrock, die unbekannte Finanzmacht


    sueddeutsche.de, vom 31. Oktober 2018, 9:35 Uhr


    Von Benedikt Müller, Düsseldorf, und Jan Willmroth, Frankfurt


    Als die Bürger Großbritanniens für den Austritt aus der Europäischen

    Union votierten, war Friedrich Merz

    <https://www.sueddeutsche.de/thema/Friedrich_Merz> zur Stelle. Am Tag

    nach dem Referendum wählte er die Nummern von Konferenzschaltungen,

    organisiert von Blackrock, jener gigantischen Fondsgesellschaft, für die

    Merz damals seit drei Monaten arbeitete. Hunderte Kunden waren in der

    Leitung, sie wollten verstehen, was nun passieren würde an den

    Finanzmärkten und mit dem Geld, das sie bei Blackrock investiert hatten.

    Merz, der stets gern über Dinge wie den Brexit spricht, über globale

    Herausforderungen und politische Krisen, über das große Ganze also,

    wusste alles einzuordnen.


    Seit dem Frühjahr 2016 sitzt der 62-Jährige dem Aufsichtsrat der

    deutschen Abteilung von Blackrock vor, wobei seine Rolle weit hinausgeht

    über das sonst übliche Aufgabenspektrum. Einen wie Merz holt man sich,

    weil er ein exzellenter Wirtschaftsanwalt ist, weil er weiß, wie ein

    Aufsichtsrat zu funktionieren hat. Viel wertvoller aber sind für

    Blackrock sein Adressbuch, seine Kontakte in die Politik und in die

    Chefetagen deutscher Konzerne. Merz sollte als Türöffner fungieren für

    einen der mächtigsten Finanzkonzerne, die es jemals gab. Dort ist man

    heute zufrieden.


    Und jetzt? Ist aus dem Anwalt Merz, der in mehreren Aufsichtsräten

    sitzt, wieder ein Politiker geworden, der Interessenkonflikte vermeiden

    muss. "Im Falle einer Wahl von Friedrich Merz zum Vorsitzenden der CDU

    <https://www.sueddeutsche.de/thema/CDU> Deutschlands", sagte sein

    Sprecher, "wird er sofort sämtliche Aufsichtsratsmandate niederlegen und

    seine Rechtsanwalts-Zulassung ruhen lassen."


    Im Fall seines prominentesten Mandats sah es am Dienstagmorgen so aus,

    als würde sich das bis zum CDU-Parteitag im Dezember längst erledigt

    haben. Denn offenbar war man bei Blackrock ziemlich überrascht ob der

    Kandidatur.

    Einem Bericht des

    <www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/friedrich-merz-kein-weg-zurueck-zu-blackrock-a-1236054.html>


    arbeite der Vermögensverwalter bereits an einer Lösung, um "ohne

    Gesichtsverlust auseinanderzugehen". Nach den Worten eines nicht näher

    benannten Insiders gebe es "keinen Weg zurück zu Blackrock", sollte

    Merz' Kandidatur scheitern. Dem widersprach Blackrock-Chef Larry Fink in

    einem wenige Stunden später verschickten Statement: "BlackRock und

    Friedrich Merz pflegen weiterhin eine hervorragende Beziehung", heißt es

    darin. "Er bleibt Aufsichtsratsvorsitzender von Blackrock in

    Deutschland. Wenn er nicht Vorsitzender der CDU wird, würden wir es sehr

    begrüßen, wenn er weiterhin mit Blackrock zusammenarbeitet." Blackrock

    kann also noch darauf hoffen, dass Merz nicht gewählt wird.


    Es ist ein außergewöhnlicher Konzern, für den Merz da unterwegs ist.

    Innerhalb von dreißig Jahren hat es Blackrock geschafft, fast überall zu

    sein im globalen Wirtschafts- und Finanzsystem, gemessen an seiner

    Bedeutung aber so gut wie unbekannt zu bleiben. Mit einem verwalteten

    Vermögen von schwer fassbaren 6,4 Billionen Dollar hat Firmengründer

    Larry Fink einen Riesen geformt, die größte Fondsgesellschaft der Welt.

    Blackrock ist bei etlichen Konzernen der größte Aktionär, darunter ein

    Drittel der Dax-Firmen. Zehntausende Banker weltweit nutzen die

    hauseigene Analysesoftware Aladdin, um die Risiken von Vermögenswerten

    zu berechnen. Blackrock-Berater arbeiten regelmäßig für Notenbanken,

    etwa die Europäische Zentralbank. Als während der Krise aus 18

    griechischen Banken vier wurden, hatte Blackrock den Plan dazu geschmiedet.


    In Deutschland ist der Konzern bislang vor allem jenen ein Begriff, die

    ihr Geld in börsengehandelten Indexfonds anlegen, bekannt unter der

    Abkürzung ETF. Solche Produkte kommen ohne aktiven Fondsmanager aus und

    bilden die Entwicklung von Börsenindizes wie dem Dax ab, indem sie die

    darin enthaltenen Aktien kaufen. Zwei Drittel der Blackrock-Gelder

    stecken in diesen "passiven" Fonds. Keine andere Produktklasse war seit

    der Finanzkrise weltweit so erfolgreich.


    In Europas größter Volkswirtschaft wächst das Geschäft sehr viel

    langsamer als im angelsächsischen Raum, was, wenn man Friedrich Merz

    zuhörte, auch mit der Scheu der Deutschen vor Aktien zu tun hat. Seine

    Rolle umschrieb er vor zwei Jahren als "aktiver Aufsichtsratschef", der

    sich stärker einmischt und eben, wie er es tat, auch als Botschafter

    unterwegs ist, der zu wichtigen Kunden mitkommt und auf Veranstaltungen

    die Vorzüge von Fonds beschwört. Der Drähte legt zu Ministerien in

    Berlin, in denen irgendwann vielleicht über eine Reform der privaten

    Altersvorsorge entschieden wird, was sich für Blackrock lohnen würde.

    Der weiß, wen man in Brüssel kennen muss.


    Merz hat noch mehr Jobs in der Wirtschaft


    Merz ist aber längst nicht allein Blackrocks Türöffner. Er ist als

    Experte für Gesellschaftsrecht bei großen Konzernen gefragt, eine Reihe

    großer Übernahmen und Fusionen tragen seine Handschrift. Er sitzt im

    Aufsichtsrat der deutschen Abteilung der Bank HSBC, und seit Ende 2017

    leitet er auch noch das Kontrollgremium des Flughafens Köln-Bonn, der

    Bund, Land und angrenzenden Kommunen gehört. Befürchtungen, Merz könnte

    eine Privatisierung des Airports vorantreiben, moderierte die

    Bundesregierung rasch ab.


    Relativ still ist es auch um Merz' Aufgabe als "Beauftragter für die

    Folgen des Brexits und die transatlantischen Beziehungen" des Landes

    NRW. Die Regierung in Düsseldorf hofft, dass Industrieunternehmen aus

    aller Welt ihre Europa-Niederlassungen an Rhein und Ruhr verlagern, wenn

    Großbritannien im kommenden Jahr die EU verlässt. Merz erhalte auch

    entsprechende Anfragen, berichtete er im Frühjahr im Landtag.

    NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hatte seinen Parteifreund eigens

    vorgeschlagen. Als politisches Comeback wollte Merz die Berufung aber

    explizit nicht verstanden wissen.


    Mit seiner Kandidatur für den CDU-Vorsitz verhält es sich anders. Noch

    vor wenigen Tagen hatte Merz Interviewanfragen abgelehnt, unter

    vertraulichem Verweis auf Ereignisse in der Woche nach der Landtagswahl

    in Hessen. Sollte ihm das Comeback gelingen, wird man seine Dienste

    nicht nur bei Blackrock vermissen.




    /In einer früheren Version dieses Artikels war noch die Rede davon, dass

    Merz Aufsichtsratschef bei Blackrock bleiben könnte, falls seine

    Kandidatur scheitert. Der Konzern will aber offenbar zügig Fakten

    schaffen und sich von ihm trennen./


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.02.2025

    Asyl, Aufrüstung, Trump: Merz und seine “hidden Agenda” für EUropa


    lostineu.eu, vom 21. Februar 2025

    EUropa wartet auf die Bundestagswahl und auf Merz. Die Erwartungen richten sich aber weniger auf den CDU-Politiker, den in Brüssel kaum einer kennt – sondern auf seine “hidden Agenda”.

    Gut versteckt ist diese Agenda allerdings nicht. Sie liegt ziemlich offen zutage, sollte aber nicht vor der Wahl an die große Glocke gehängt werden. Denn das könnte die Wähler verunsichern – und Kommissionschefin von der Leyen stören.

    Die deutsche EU-Politikerin gehört nämlich wie Merz der CDU an. Die deutschen Christdemokraten haben sie sogar bei der Europawahl als Spitzenkandidatin nominiert. Nun könnten sich Merz und von der Leyen ins Gehege kommen.

    Sollte Merz zum Kanzler gewählt werden, dürfte er versuchen, den Schengen-Kodex auszuhebeln und am neuen europäischen Asylpakt (GEAS-Reform) zu rütteln. Ich gehe davon aus, dass das mit VDL abgesprochen ist.

    Gegen das EU-Recht

    Dennoch käme auf die selbst ernannte “Hüterin der Verträge” die unangenehme Aufgabe zu, die mit EU-Recht kaum vereinbaren Wahlversprechen des CDU-Chefs möglich zu machen. Das könnte Ärger mit anderen EU-Ländern geben.

    Ein weiteres Thema ist die Aufrüstung. Auch hier haben von der Leyen, Merz und vor allem Frankreichs Staatschef Macron hinter den Kulissen bereits die Weichen gestellt. Kurz nach der Wahl wird es ein gigantisches Rüstungsprogramm geben.

    “Macron bereitet die Öffentlichkeit auf eine nie dagewesene Kriegs-Anstrengung vor”, titelt “Le Monde”. Seine Pläne hat er bei zwei EU-Krisengipfeln in Paris vorbereitet, nächste Woche will er sie US-Präsident Trump präsentieren.

    Waffen statt Bürgergeld

    Kaum vorstellbar, dass Deutschland zurücksteht, wenn Macron – wie man in Paris munkelt – die Rüstungsausgaben verdoppelt. Vielmehr dürfen wir davon ausgehen, dass die Aufrüstung in Merz’ Agenda ganz weit oben steht.

    Das dritte Thema ist Trump. Merz hat sich zwar “schockiert” über dessen Äußerungen zur Ukraine gezeigt. Doch wenn er – wie allgemein erwartet – eine Führungsrolle in EUropa übernehmen will, dürfte er ganz schnell Kreide fressen.

    Wie das geht, hat von der Leyen vorgemacht: Längst obsolete EU-Positionen zur Ukraine wiederholen, zugleich aber die “transatlantische Kooperation” beschwören und hinter den Kulissen ein paar dubiose Deals einfädeln.

    Merz kommt zu spät

    Allerdings gibt es auch hier ein Problem: Macron ist schneller – und härter. Der Franzose wird schon Anfang nächste Woche in Washington erwartet, Merz kommt in jedem Fall zu spät und muß sich hinten anstellen.

    Wir dürfen uns deshalb auf ein fröhliches Ringen um die “Leadership” in der EU einstellen – mit Macron, aber auch mit von der Leyen…

    Mehr zur Bundestagswahl hier. Siehe auch “Unter Macrons Kommando” und Bundestagswahl: Mehr Alternativen als bei der Europawahl

    ‹ China stellt sich hinter Trump und Putin – Macron spricht von 3. Weltkrieg

    2 Comments

    1. Guido B.
      22. Februar 2025 @ 05:54

      Was will Macron bei Trump? Ihm drohen, dass EUropa nicht 5%, sondern 10% des BIP in die Rüstung investiert? Will er ihm vorrechnen, dass EUropa den Krieg gegen Russland und China erfolgreicher führen kann als die NATO? Oder will er Trump drohen, keinen Champagner und keine Gänseleber mehr in die USA zu exportieren, wenn er die Zahlungen an die Ukraine einstellt? Trump kann sich entspannt zurücklehnen und auf eine lustige Clownparade freuen.

    Reply

  • KK
    21. Februar 2025 @ 15:17

    „Wir dürfen uns deshalb auf ein fröhliches Ringen um die “Leadership” in der EU einstellen – mit Macron, aber auch mit von der Leyen…“

    Von mir aus können die sich gern gegenseitig die Köpfe einschlagen… solange es nicht auf Kosten unser aller Köpfe sein wird. Aber genau das ist zu befürchten – egal, wer von denen am Ende die Nase vorn haben wird!



  • Info: https://lostineu.eu/asyl-aufruestung-trump-merz-und-seine-hidden-agenda-fuer-europa/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    China stellt sich hinter Trump und Putin – Macron spricht von 3. Weltkrieg


    lostineu.eu, vom 21. Februar 2025

    China hat sich hinter die Friedensbemühungen von US-Präsident Trump und Kremlchef Putin gestellt. Derweil spricht Frankreichs Staatschef Macron vom 3. Weltkrieg, und der Pole Tusk gießt noch einmal kräftig Öl ins Feuer.

    Es wird immer einsamer um die EU (und die europäischen Nato-Länder). Nach dem diplomatischen Alleingang von US-Präsident Trump hat sich nun auch China hinter den geplanten Friedensdeal in der Ukraine gestellt.

    “China unterstützt alle Bemühungen, die dem Frieden förderlich sind, einschließlich des jüngsten Konsenses zwischen den Vereinigten Staaten und Russland”, sagte Außenminister Wang Yi auf einem G20-Treffen der Außenminister in Johannesburg.

    Damit ist klar, dass alle bisher von der EU verfolgten Pläne – Selenskyjs “Friedensformel” von 2022 und sein “Siegesplan” von Herbst 2024 – Makulatur sind. Einen eigenen Friedensplan haben die EUropäer ohnehin nie vorgelegt.

    Stattdessen verlegen sie sich jetzt darauf, die Ukraine bis auf die Zähne zu bewaffnen. Am Montag, dem 3. Jahrestag des russischen Überfalls, werde er ein großes Rüstungspaket vorlegen, erklärt EU-“Verteidigungs”kommissar Kubilius.

    Die Hardliner wollen offenbar weiterkämpfen bis zum letzten Ukrainer – oder bis Selenskyj in einen Deal einwilligt. Bis dahin könnte die Situation aber noch einmal eskalieren, wie nun auch Frankreichs Staatschef Macron eingeräumt hat.

    Er könne einen 3. Weltkrieg nicht ausschließen, sagte Macron. “There’s a conflict in Ukraine, in which Russians, as a matter of fact, have made things global,” Macron said. “Will [the war] be limited to this theater? Let’s hope so.”

    “Russisches Vermögen konfiszieren”

    Derweil gießt der amtierende EU-Ratspräsident Tusk nochmal kräftig Öl ins Feuer. Er fordert, die in Belgien eingefrorene russischen Auslandsvermögen für die Finanzierung der Waffenhilfe an die Ukraine zu nutzen.

    Auf die Frage, ob das überhaupt legal wäre, wußte die EU-Kommission heute keine Antwort. Klar ist jedoch, dass es Russland und die BRICS-Staaten just in dem Moment provozieren würde, da ein Frieden in greifbarer Nähe scheint…

    Siehe auch “Ukraine-Deal: Jetzt wird es noch einmal richtig gefährlich”

    ‹ Trump lässt die EU auch im Zollstreit auflaufen › Asyl, Aufrüstung, Trump: Merz und seine “hidden Agenda” für EUropa

    14 Comments

    1. Skyjumper
      21. Februar 2025 @ 22:29

      “China unterstützt alle Bemühungen, die dem Frieden förderlich sind, einschließlich des jüngsten Konsenses zwischen den Vereinigten Staaten und Russland”,

      Und da waren es schon Drei. Und alle 3 ständige Mitglieder im Sicherheitsrat der UN. Die weiteren BRICS+ Staaten dürften folgen sowie sich die Entwicklung verfestigt hat. Um Grossbritannien ist es im übrigen verdächtig still. Zumindest im Vergleich zu Macron wählt Starmer sehr viel dezentere Töne. Die Briten sitzen so richtig zwischen den Stühlen.

      Es läuft gerade für Putin auf dem internationalen Parkett. Und Trump manovriert die USA ohne allzuviel Gesichtsverlust aus der Verlierermannschaft heraus wie es scheint. Es ist noch lange nicht alles eingetütet, geschweige denn niet- und nagelfest, aber wenn es klappt werden wir gerade Zeuge wie Geschichte geschrieben wird.

      Die EU steht Hand in Hand mit der Ukraine am Abgrund. Sie könnte der Ukraine noch einen sanften Schubs geben und nach links oder rechts abbiegen. Oder gemeinsam mit der Ukraine in die Bedeutungslosigkeit springen. Schaun wir mal.

    Reply

    • Guido B.
      22. Februar 2025 @ 05:40

      EUropa wird gerade von Imperialisten zerquetscht. Das ist nach 500 Jahren imperialistischer Weltherrschaft eine etwas irritierende Erfahrung. Aber vielleicht ist es auch nur fair, dass EUropa mal selbst die Underdog-Perspektive erlebt. Es hat diese lange genug anderen Völkern zugemutet.
      Es steht allerdings zu befürchten, dass sich EUropa im moralischen Delirium und kollektiven Phantomschmerz zu selbstzerstörerischen Taten hinreissen lässt. Noch befinden sich die Eliten im Rausch der Selbstüberschätzung. In diesem Rausch gibt es keinen Abgrund.

      Reply

    • Skyjumper
      22. Februar 2025 @ 09:50

      @Guido B.
      Eine interessante Wahrnehmung. Wir werden von Imperialisten zerquetscht? Wo, bzw. wie denn? Tatsächlich hat man der EU doch nur die haltende, lenkende, und manchmal helfende Hand entzogen. Mehr nicht. Das wir nun feststellen ohne diese Hand nicht mehr aufrecht stehen zu können mag „zerquetschend“ wirken. Aber objektiv gesehen ist, bzw. wäre, zerquetschen eine ganz andere Hausnummer.

      Im übrigen lass ich gerade bei NTV dass die USA nicht nur die für gestern geplante UN Resolution nicht unterstützt haben, sondern sogar einen Gegenentwurf einbringen. Ohne Russland als Aggressor. Die Geschichtsschreibung geht weiter. Step by step.

      Reply

      • Guido B.
        22. Februar 2025 @ 11:30

        @Skyjumper. Was denken Sie, was von EUropa übrig bleibt, wenn die USA, Russland und China die Geschäfte und Märkte unter sich aufteilen? EUropa hat sich selbst aus dem geopolitischen Spiel genommen. Es wird nun zur Beute der gierigen Raubtiere.

      • ebo
        22. Februar 2025 @ 11:37

        Ganz so dramatisch sehe ich es auch nicht. Erstmal wird die Ukraine aufgeteilt. Das ist an sich schon skandalös. Aber die EU ist auch ein großer Markt, und sie ist weiter mit vielen Ländern im Geschäft. Das Hauptproblem ist m.E. die übergroße Abhängigkeit von den USA. Polen, aber auch Deutschland könnten versuchen, sie zu zementieren…

  • Guido Bb
    21. Februar 2025 @ 22:25

    Macron: „There’s a conflict in Ukraine, in which Russians, as a matter of fact, have made things global.”

    Macron lügt wie gedruckt. Es sind die NATO und ihre Marionette Selenski, die den Krieg globalisiert haben. Russland hat davor gewarnt, sich in den Konflikt einzumischen. Diese EUropäischen Eliten leben schon lange in einem Paralleluniversum, in einer toxischen Fiktion. Sie sind geistig verwirrt und nur noch fähig, Schaden anzurichten. Im Vergleich zu diesen brandgefährlichen Wirrköpfen ist Crazy Trump ein Ausbund an Klarheit, Klugheit und Weisheit.

    Reply

  • Michael
    21. Februar 2025 @ 15:30

    “ Auf die Frage, ob das überhaupt legal wäre, wußte die EU-Kommission heute keine Antwort.“ Natürlich kennt man die Antwort: Diebstahl! Aber wer will schon ein Schuldbekenntnis ablegen, zumal noch vor der Tat!? Und warum hat man nicht längst gehandelt? Auch weil man immerhin versteht dass man einen Präzedenzfall schaffen würde, der sich mit Leichtigkeit gegen einen selbst drehen könnte!
    Jedenfalls ist Diebstahl den gierigen Kriegstreibern in Brüssel, Berlin, etc. jederzeit zuzutrauen! Es passt zur vorherrschenden Niveaulosigkeit!

    Reply

  • MB
    21. Februar 2025 @ 14:51

    Es hat keinen Sinn, diesen Krieg weiterzuführen, außer dem, dass sich Europa für Interessen, die nicht seine sind, ruiniert. Die Ukraine muss sich in das Unvermeidliche fügen.
    Die EU-Länder müssen eine eigene Verteidigung aufbauen und dürfen sich nicht länger von den USA abhängig machen. Kann sein, dass die EU daran zerbricht oder auch die NATO. Die Weltordnung nach dem 2. Weltkrieg ist zu Ende, es ist Zeit für etwas Neues. Das muss man erstmal denken können, zu sehr ist man in Russenhass und der eigenen Propaganda verhaftet. Das war Blödsinn, von Anfang an und es war offensichtlich. Dennoch sind alle, die das nachgeplappert haben und ihre Bürger in die Irre geführt haben, noch in Amt und Würden und werden es vermutlich auch nach dem kommenden Sonntag sein.

    Reply

    • KK
      21. Februar 2025 @ 15:13

      „Dennoch sind alle, die das nachgeplappert haben und ihre Bürger in die Irre geführt haben, noch in Amt und Würden und werden es vermutlich auch nach dem kommenden Sonntag sein.“

      Einige werden das wohl nicht sein, weil monetär noch wesentlich lukrativere Posten schon auf sie warten… die haben die sich nämlich jetzt „red-lich“ verdient!

      Reply

  • european
    21. Februar 2025 @ 14:24

    Die haben sonst nichts.

    Wenn der Krieg als Thema wegfaellt, kommt die grosse Leere. Deshalb krallen sich alle auf Biegen und Brechen daran fest. Der Krieg muss zur Rettung Bruessels bleiben und unterdessen sucht man Finanzierungswege fuer die Ruestungsindustrie, wie die Financial Times berichtete. So werden mal eben 93 Mrd. Covid Funds in Ruestungsfunds umgedichtet.

    In Deutschland untersucht man gerade welche Spenden der Ruestungsindustrie an welche Parlamentarier gegangen sind.

    https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/militaer-verteidigung/id_100598698/rheinmetall-tochter-spendete-an-politiker-weil-da-die-macht-ist-.html

    Vermutlich waere es eine gute Idee, das auch in Bruessel zu tun. Angefangen bei der EUCO bis zum letzten Sofakrieger und Tastaturhelden. Das duerfte nicht nur spannend werden, sondern auch zu einigen Aha-Effekten fuehren. ????

    Reply

    • Skyjumper
      21. Februar 2025 @ 22:37

      „Wenn der Krieg als Thema wegfaellt, kommt die grosse Leere. Deshalb krallen sich alle auf Biegen und Brechen daran fest. Der Krieg muss zur Rettung Bruessels bleiben…..“
      Wenn es mal nur die grosse Leere wäre. Aber nein: Die mühsam kaschierten Probleme, sowohl politischer als auch wirtschaftlicher Natur, würden plötzlich im grellen Scheinwerferlicht stehen.
      @ebo nannte sein letztes (?) Buch: „Die Kommission der letzten Chance“. Das habe ich letztes Jahr noch für einen übertriebenen Titel gehalten. Aber so langsam ………

      Reply

    • ebo
      22. Februar 2025 @ 09:11

      Ach was, in der Wirtschaft hat die EU noch viel zu tun. Rollback ders „Green Deal“, Bürokratieabbau, „Derisking“ von China und nun auch von den USA etc pp

      Reply

      • european
        22. Februar 2025 @ 10:51

        Ich bezweifle nicht, dass die EU genügend Selbstbeschaeftigungsprogramme hat. ????

        Mir ging es eher um die Idee für Europa. Was ist der Plan, das ökonomische Konzept, die Handelspartner, der Platz in der Welt? Wohin steuert der Kontinent?

        Da ist nichts. Das meinte ich mit der großen Leere.

  • KK
    21. Februar 2025 @ 13:51

    “Die Hardliner wollen offenbar weiterkämpfen bis zum letzten Ukrainer …”

    Es geht längst nicht mehr nur um den “letzten Ukrainer”: es geht inzwischen auch um den letzten EUropäer, den die Hardliner – und das sind weit mehr, als uns allen lieb sein kann – offenbar zu riskieren bereit sind!


  • Info: https://lostineu.eu/china-stellt-sich-hinter-trump-und-putin-macron-spricht-von-3-weltkrieg/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.02.2025

    Nachrichten von Pressenza: Warum sie eine Humanistin ist, zeigt Claudia Sheinbaum in gerade mal einer Minute

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 21. Februar 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 22.02.2025


    Warum sie eine Humanistin ist, zeigt Claudia Sheinbaum in gerade mal einer Minute


    Bei einer Pressekonferenz in Mexiko-Stadt am 31. Januar 2025 wird die mexikanische Präsidentin nach der historischen Bedeutung und den Gründen für die Ausrufung des Jahres 2025 zum Jahr der indigenen Frauen gefragt. Die Antwort von Frau Sheinbaum in etwas mehr&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/02/warum-sie-eine-humanistin-ist-zeigt-claudia-sheinbaum-in-gerade-mal-einer-minute/


     -----------------------


    Beharrlichkeit des Gedenkens in Zeiten des Negationismus. 50 Jahre nach einem Pilotprojekt des Terrors in Tucumán, Argentinien


    (Dies ist der erste in einer Reihe von Artikeln, die für dieses Jahr geplant sind, um mögliche Verbindungen zwischen Chile und der Operativo Independencia zu untersuchen.) Von Maxine Lowy Fünfzig Jahre nachdem der erste systematische Vernichtungsplan in Argentinien in die&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/02/beharrlichkeit-des-gedenkens-in-zeiten-des-negationismus-50-jahre-nach-einem-pilotprojekt-des-terrors-in-tucuman-argentinien/


     -----------------------


    Die transatlantische extreme Rechte (III)


    US-Vizepräsident setzt sich auf Münchner Sicherheitskonferenz für Einbindung der AfD ein und verstärkt damit Bestrebungen der Trump-Administration, Kräften der extremen Rechten in Europa zum Durchbruch zu verhelfen. Mit einem Vorstoß von Vizepräsident JD Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz hat die&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/02/die-transatlantische-extreme-rechte-iii/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.02.2025

    Bundeswehr im Inneren
    Schießen und Wacheschieben

    jungewelt.de, Aus: Ausgabe vom 22.02.2025, Von Philip Tassev
    Im März soll die »Heimatschutzdivison« aufgestellt werden. Kommandeur wünscht sich mehr Personal

    Focke Strangmann/dpa
    Krieg im Innern: Soldaten und Polizisten üben das Vorgehen gegen Demonstranten (Bremen,
    17.9.2024)


    Die Zeiten der Bundesrepublik als »Frontstaat«, in denen sich in den Plänen der NATO-
    Strategen alles um Panzerschlachten in der »Fulda-Lücke« drehte, sind lange vorbei. Die
    Planer der transatlantischen Allianz sehen die BRD heute vor allem in der Rolle als
    logistische Drehscheibe für Truppen und Nachschub auf dem Weg zur neuen »Ostflanke« in
    Polen und im Baltikum. Die Verbindungswege über deutsche Häfen, Autobahnen, Schienen
    und Brücken wären im Kriegsfall legitime Ziele des Gegners, könnten aber auch ins Visier
    von antimilitaristischen Aktivisten geraten.
    Zum Schutz dieser »kritischen Infrastruktur« – so der Militärjargon – stellt die Bundeswehr
    bis Mitte März eine sogenannte Heimatschutzdivision aus sechs Regimentern bzw. 42
    Kompanien auf. Eine Mannstärke von 6.000 Soldaten wird genannt, hauptsächlich
    Reservisten. Noch zu wenige, findet der künftige Kommandeur der neuen
    Heimatschutzdivision, Generalmajor Andreas Henne. Der Offizier, der seit 2022
    stellvertretender Befehlshaber des Territorialen Führungskommandos ist, trauert in einem am
    Freitag veröffentlichten Gespräch mit der dpa dem Kalten Krieg nach – oder genauer: dem
    damals zur Verfügung stehenden Menschenmaterial. »Wenn man in die Geschichte der
    Bundeswehr schaut, dann waren dies bis 1989 im Territorialbereich 45.000 Soldaten. Im Falle
    eines Krieges, damals nur Westdeutschland, die alte Bundesrepublik, wären es 100.000
    Soldaten gewesen.« Henne setzt seine Hoffnungen auf den »neuen Wehrdienst«: »Alle
    diejenigen, die maximal elf Monate bei der Bundeswehr bleiben wollen, sollen in den
    Heimatschutz gehen.« Mit dem Gewehr als »Hauptwaffensystem« sollen sie »einen
    zeitgerechten Aufmarsch der NATO möglich machen. Darin enthalten ist der Schutz der
    kritischen Infrastruktur, Autobahnbrücken, Kraftwerke, auch Serverfarmen, die in erster Linie
    militärischen Gesichtspunkten unterliegen«.
    Seit 2021 können sich freiwillige Wehrdienstleistende im Rahmen des Projekts »Dein Jahr für
    Deutschland« zu »Heimatschützern« ausbilden lassen. Sieben Monate lernen sie dann das
    Schießen und Wacheschieben, bevor sie für sechs Jahre als Reservist einer der
    Heimatschutzkompanien zugeteilt werden – und zwar »in der Region, in der sie verwurzelt
    und vernetzt sind«, wie es auf der Webseite der Bundeswehr heißt. Die territoriale Reserve
    soll nämlich »Bindeglied zwischen Bundeswehr und Gesellschaft« sein und die »zivil-
    militärische« Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr und THW gewährleisten. Dafür kann
    sich die Armee schon jetzt auf ein Netzwerk aus 16 Landeskommandos am Sitz der
    jeweiligen Landesregierung, 37 Bezirksverbindungskommandos in allen Regierungsbezirken
    und 448 Kreisverbindungskommandos in allen Landkreisen und kreisfreien Städten stützen.
    Henne betont auch die hohe Bedeutung der Zusammenarbeit mit Privatunternehmen:
    »Schwere Lkw, der Baumaschinenbereich, da müssen wir mehr auf zivile Qualifikationen
    zurückgreifen können«.
    Als Anspruch an seine Truppe nennt der Generalmajor »Fight tonight« – die
    Heimatschutzabteilungen sollen also bei Bedarf innerhalb weniger Stunden einsatzbereit sein.
    Gleichzeitig scheint sich der Offizier bewusst zu sein, dass zu hohe körperliche
    Anforderungen bei der Rekrutenjagd hinderlich sein könnten. »Muss der Soldat den 20-
    Kilometer-Marsch mit 15 Kilogramm Gepäck laufen können? Oder können wir die, die das
    nicht können, zu was anderem brauchen?«, fragt er, um selbst die Antwort zu geben, dass er
    grundsätzlich jeden für kriegsdienstverwendungsfähig hält: »Jeder hat spezielle Fähigkeiten
    und nahezu jede Fähigkeit kann uns nutzen.«


    Info: https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/artikel/494537.bundeswehr-im-inneren-schie%C3%9Fen-und-wacheschieben.html


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.02.2025

    Über den Nihilismus

    seniora.org, vom 21. Februar 2025, von Polybios (1951)

    Psychologie, Philosopie, Naturwissenschaft, Friedrich Liebling, Polybios


    Screenshot_2025_02_22_at_04_10_04_Seniora.org_ber_den_Nihilismus


    (#Red.) Trotz   – oder besser gesagt: gerade wegen   – der derzeitigen turbulenten Diskussionen über „Wokism“, „Diversity“, „Inklusion“ und andere Aspekte der dekadenten, ultra-liberalistischen Ideologien, ist der vorliegende Aufsatz von 1951 (!) von Friedrich Liebling   – alias Polybios   – brandaktuell. Manchen (u.a. Alexander Dugin) erscheinen die vorgenannten Auswüchse zwingende Folgen der Bestrebung des Menschen zu mehr liberalistischer „Freiheit“ in Abkehr von traditionellen, mythologischen Werten zu sein.

    Friedrich Liebling geht davon aus, dass diesem traditionellen, religiösen und mythologischen Weltbild, das für Jahrhunderte von massgeblicher Bedeutung blieb, in der modernen Wissenschaft ein entschiedener Gegner erwächst, der die Fundamente der religiösen Weltinterpretation durch sachliche Analyse der Naturvorgänge (einschliesslich der Natur des Menschen selbst) auflöst. Dem Weltall ein Streben nach Ordnung oder Sinnverwirklichung zuzuschreiben, heisst es personifizieren, und zwar nach dem Muster des Menschen, der sich und seine Lebensgesetzlichkeit in den Kosmos projiziert. Jeglicher Anthropomorphismus ist aber eine Illusion; was für den Menschen gilt, gilt nicht für die Welt und umgekehrt.

    Indem der Mensch sich von dieser Illusion verabschiedet, die Herrschaft über die Natur übernimmt und dabei die Einsicht in die Grundtatsachen des sozialen Lebens berücksichtigt (was notabene auch die eigene Biologie einschiesst), kann er eine gesunde Zukunft schaffen. Zurück in die mythologische, krankhafte Vergangenheit ist keine Option. (am)

    Seit einigen Jahrzehnten spricht man davon, daß Europa, und damit die ganze Welt, vom Gespenst des Nihilismus bedroht sei. Von den verschiedensten Seiten her wird zur Abwehr gegen diese Bedrohung aufgerufen, ohne daß allgemeine Klarheit darüber bestünde, was man eigentlich unter Nihilismus zu verstehen habe. Die «Heraufkunft des europäischen Nihilismus», die Nietzsche als einer der ersten mit eindrücklichen Worten angekündigt hatte, läßt sich nur begreifen aus philosophischen und kulturgeschichtlichen Erwägungen, die anzustellen heute notwendiger denn je erscheint; ist doch das Nihilismusproblem längst zu einer Grundfrage des heutigen Menschen geworden. Inmitten der endlosen Diskussionen über Herkunft, Ursache und Überwindung des Nihilismus scheint es für jeden verantwortungsbewußten Einzelnen unumgänglich, in diesen Fragen eine prinzipielle Abklärung anzustreben.

    Interpretation der Welt und des menschlichen Lebens

    Der Nihilismus ist eine Interpretation der Welt und des menschlichen Lebens. Als solche gehört er zu den möglichen Interpretationen von Sinn und Wert der Wirklichkeit, die uns durch Philosophie, Wissenschaft und Religion nahegelegt werden. Zum Bewußtsein seiner selbst gelangt, kann der Mensch nicht umhin, eine Gesamtbewertung seines Lebens und der Welt überhaupt durchzuführen.

    Optimismus: Diese Welt ist «die beste aller möglichen Welten»

    Dabei besteht die Möglichkeit, die Welt als Ganzes gutzuheißen und für sie das Vorherrschen eines guten Prinzips und einer höheren Sinnhaftigkeit zu postulieren. Unter dieser Voraussetzung entsteht eine Art von Optimismus, für den ausgemacht ist, daß das Gute in der Welt über das Böse triumphiert und sich überall und immer Ordnung und Sinn gegenüber Chaos und Zufall durchzusetzen vermögen. Diese Art von Weltanschauung hat ihre bedeutendste Ausgestaltung gefunden in der «Theodizee» von Leibniz, worin bewiesen wird, daß diese Welt «die beste aller möglichen Welten» ist. Die Verteidigung Gottes als des Schöpfers dieser Welt geht bei Leibniz so weit, daß sogar alles Übel in metaphysischer Argumentation gerechtfertigt wird. Weil wir Menschen nur einen beschränkten Gesichtskreis haben, verabsolutieren wir ein Leiden oder einen Schmerz, ohne zu erkennen, daß Gott — wie Leibniz glaubt — auch damit unser Bestes will. Alles ist gut in dieser Welt der «prästabilierten Harmonie»; Gott als «Welteningenieur» hat seine Sache so vortrefflich gemacht, daß die einzig wesentliche Weltanschauung nur der Optimismus sein kann. — Begreiflicherweise blieb diese Lehre nicht unangefochten.

    Den Auftakt zu kritischen Auslassungen über die Theodizee bildete Voltaires «Candide», der mit der unerbittlichen Logik der Satire den wahren Weltlauf neben den spekulativen der Theodizee stellt. Der junge Candide glaubt den Lehrsätzen seines Lehrers, daß «alles hienieden aufs vortrefflichste eingerichtet sei», und schafft sich ein entsprechendes Weltbild: «Die Nasen sind dazu da, daß man darauf Brillen trägt... Offensichtlich sind die Beine dazu geschaffen, daß man Strümpfe und Schuhe und Hosen daran trägt, und somit haben wir Schuhe, Strümpfe und Hosen an. Die Steine sind gewachsen, auf daß man sie behauen und daraus Schlösser erbauen kann, und deswegen hat der gnädige Herr ein wunderschönes Schloß.» Mit dieser Weltanschauung zieht Candide durch das Leben, und erst ein Übermaß von Unglück und Nachstellungen aller Art belehrt ihn, daß die Welt nicht gerade vollkommen eingerichtet ist. Die Konsequenz, die er aus seinen Erfahrungen zieht, ist realistisch genug; er antwortet dem philosophierenden Pangloß, der ihm den «höheren Sinn» all seiner Leiden beweisen will: «Wohl gesprochen, nun aber müssen wir unsern Garten bestellen.»

    Pessimismus: Die Welt ist denkbar schlecht eingerichtet

    Der Optimismus, ebenso alt wie die Menschheit selbst, hat von jeher in der pessimistischen Weltdeutung seinen Gegenspieler gefunden. Entgegen der Lehre von der sinnhaften Weltordnung und dem Wert des menschlichen Lebens behauptet der Pessimismus, daß die Welt denkbar schlecht eingerichtet sei. Die Welt ist chaotisch und sinnlos; das Schlechte siegt fortwährend über das Gute, die Gewalt über das Recht, der Haß über die Liebe usw. — Schon die Griechen kannten den resignierten Satz: «Nicht geboren werden ist das Beste.» Die Summe der Leiden in unserem Leben überwiegt bei weitem die Summe unseres Glücks, und alle Lust ist an sich nichts Positives, sondern lediglich die kurzfristige Abwesenheit von Unlust.

    Was der Mensch Glück nennt, sind nur jene spärlichen Augenblicke, wo sich der allzeit harte Zugriff des Unglücks lockert und das Unheil sich sammelt, um sich aufs neue auf uns zu stürzen. Diese Perspektive, in der sich das Dasein in den düstersten Akzenten zeigt, hat zu allen Zeiten auf einen bestimmten Typus Mensch eine starke Anziehungskraft ausgeübt. In der indischen Religion und Philosophie finden sich zahlreiche pessimistische Äußerungen; bei den griechischen Stoikern ist der Pessimismus, gelegentlich mit heroischen Überwindungsversuchen verknüpft, eindrücklich vertreten.

    So zum Beispiel in Marc Aurels «Selbstbetrachtungen»: «Des Menschen Leben ein Augenblick, sein Wesen ewiger Fluß, die Sinne trübe und der Leib ein Raub der Fäulnis. Die Seele unfaßbar, das Geschick ein Rätsel und der Nachruhm ungewiß. Was des Körpers, gleicht fließendem Wasser, was der Seele, einem Traum und Rauch. Das Leben ist ein Kampf und eines Wanderers Halt in der Fremde, und unser Ende ist Vergessensein.» In der stoischen Haltung bekundet sich ein Pessimismus, der sich tapfer in die Gegebenheiten dieses trostlosen Diesseits zu finden sucht. Das irdische Leben wird trotz seiner Härte und Hoffnungslosigkeit bejaht, und der Pessimismus verbindet sich noch nicht mit einer Lehre, die das eigentliche Leben des Menschen in eine Über- oder Hinterwelt verlegt.

    Das Christentum verbindet optimistische und pessimistische Elemente

    Dies geschieht erst durch das Christentum, in dem sich in eigentümlicher Weise optimistische und pessimistische Elemente gegenseitig durchdrungen haben. In der Auffassung von der Sündhaftigkeit dieser Welt, dem menschlichen Verfallensein an das «Fleisch» und damit die Sünde erweist sich das Christentum als pessimistisch, während seine Hoffnung auf Erlösung, Gnade und das «Reich Gottes» als optimistisch zu gelten hat. Daß auch nihilistische Komponenten im Christentum anzutreffen seien, wie etwa Nietzsche postuliert, ist eine Frage, die uns noch weiter hinten beschäftigen soll.

    Der Pessimismus des 19. Jahrhunderts

    In der Neuzeit hat der Pessimismus vor allem im 19. Jahrhundert eine starke Gefolgschaft gefunden. Die ausgehende romantische Epoche zeigt eine eigentümliche Krankheitserscheinung dichterischer Art, den sogenannten «Weltschmerz» (das Wort ist von Jean Paul geprägt worden), in dem zerrissene Menschen ihr subjektives Mißvergnügen über ihr zweckloses Leben in die Welt hineinprojizieren. Chateaubriand, Lord Byron, Lenau, Heine und andere legen in ihre Werke ihr Leiden an der Welt und erreichen so eine schmerzlich-düstere Gestaltungskraft, der man eine gewisse Eindrücklichkeit nicht absprechen kann.

    In philosophischer Hinsicht wird der Pessimismus gelehrt von Giacomo Leopardi (Theorie des schönen Wahns), Arthur Schopenhauer und Eduard von Hartmann. Von Schopenhauer ist zu sagen, daß er den Pessimismus in Europa populär gemacht hat und sozusagen der Erzvater der modernen Pessimisten ist. In der Lehre vom «Willen zum Leben» erklärt Schopenhauer, daß der Weltgrund und das Wesen der Wirklichkeit durchaus unvernünftig seien, ein «blinder Drang», dem es bloß um das «Leben» geht. Niemals kann dieser rastlose Wille zur Ruhe kommen; von Genuß zu Begierde eilend, schafft dieser «Wille» eine Welt des Elends und des Leidens. Jedes Menschenleben fließt zwischen Wollen und Erreichen fort. Wollen aber ist Schmerz, ist Unlust des Noch-nicht-befriedigt-Seins. Primär besteht immer das Gefühl der Unlust, das nur für jene Momente aufgehoben ist, in denen der Wille an einem seiner Ziele angekommen ist. Nichtsdestoweniger ist es völlig begründet, in die Klage auszubrechen, das beste sei, nie geboren zu sein. Mit den Worten eines modernen Dichters, der diesen Standpunkt karikiert: «Wer nicht zur Welt kommt, hat nicht viel verloren / Er sitzt im All auf einem Baum und lacht»…

    Nihilismus zwischen Optimismus und Pessimismus

    Zwischen den Positionen des Optimismus und des Pessimismus erhebt sich diejenige des Nihilismus. Schon ein sprachlicher Hinweis vermag deutlich zu machen, wo die Verschiedenheit der weltanschaulichen Gesichtspunkte einsetzt. Alle drei Wörter stammen aus dem Lateinischen; bedeutet optimus = am besten und pessimus = am schlechtesten, so will das Wort nihil besagen: nichts oder das Nichts. Der Nihilismus sieht in der Welt weder etwas Schlechtes noch etwas Gutes — sie ist im wahren Sinne des Wortes «nichtig», sinnlos, ohne Wert, Ordnung und Gestaltung.

    Die Konsequenz, die daraus gezogen werden soll, ist — so beim Buddhismus —, daß man den «Schleier der Maya» zerreißt, das Rad der «Wiedergeburten» zum Stehen bringt und also in das «Nirwana», das Nichts, eingeht. Es leuchtet ein, daß der Nihilismus eine große Verwandtschaft mit der pessimistischen Weltanschauung besitzt und daß zumeist beide Standpunkte gemeinsam auftreten.

    Von der negativen Bewertung der Gesamtwirklichkeit ist nur ein Schritt zur Behauptung, daß «alles eitel sei». Dies wird veranschaulicht im Motto zum «Rosengarten» des persischen Dichters Saadi (13. Jahrh. n. Chr.), das Schopenhauer in seinen «Aphorismen zur Lebensweisheit» folgendermaßen wiedergibt:

    Ist einer Welt Besitz für dich zerronnen,
    Sei nicht in Leid darüber, es ist nichts;
    Und hast du einer Welt Besitz gewonnen,
    Sei nicht erfreut darüber, es ist nichts.
    Vorüber gehn die Schmerzen und die Wonnen;
    Geh an der Welt vorüber, es ist nichts.

    Die mannigfaltigen Erfahrungen der Nichtigkeit der Welt und des menschlichen Lebens veranlassen den Nihilisten, ein «vernichtendes» Gesamturteil über Welt und Wirklichkeit auszusprechen. Dabei ist es nur dann korrekt, von Nihilismus zu reden, wenn jegliche Sinn- und Werthaftigkeit innerhalb der Welt geleugnet wird. Wann immer Sinn und Wert noch in irgendeiner Form anerkannt werden, handelt es sich nicht um Nihilismus.

    Heilloser Mißbrauch mit dem Verdikt des «Nihilismus»

    Hält man sich dies mit aller Klarheit vor Augen, so erkennt man, daß es eigentliche und echte Nihilisten mit Ausnahme einiger Spielarten des Buddhismus gar nicht gibt und vielleicht auch gar nicht geben kann. Was gemeinhin im abschätzigen Sinne mit dem Ausdruck «Nihilismus» belegt wird, ist in der Regel nicht nihilistisch. Geht man dem Wortgebrauch nach, so zeigt sich, daß die Warnrufe vor dem «anbrechenden Nihilismus» gewöhnlich von den Vertretern der überlieferten Ordnungen und Institutionen stammen, die in jeder freiheitlichen und revolutionären Strömung sogleich den «Nihilismus» diagnostizieren.

    So wird von kirchlichen Kreisen jeder religionsfreie Standpunkt immer wieder als «nihilistisch» bezeichnet; der Atheist ist dann zugleich auch ein Nihilist, der, weil er Gott nicht verehrt, das Nichts verehren muß. Den herrschenden Klassen in Staat und Gesellschaft erscheint jede Auflehnung gegen die Tradition, selbst wenn es sich um eine Tradition der Unterdrückung handelt, als «nihilistisch»; der Sozialist ist dann zugleich auch ein Nihilist, der, weil er den gegenwärtigen Staat verneint, die gesellschaftliche Ordnung überhaupt in Frage stellt.

    Indem sie ihre «Wahrheit» und ihre «Wirklichkeit» absolut setzen, wird ihnen alles zum Nihilismus, was diese «Wahrheit» bezweifelt und was diese «Wirklichkeit» verändern will. Auf Grund dieser Sachlage wird ein heilloser Mißbrauch getrieben mit dem Verdikt des «Nihilismus», der eine klare Problemstellung nahezu unmöglich macht. Darum wird es in diesem Zusammenhang nötig sein, alle den Nihilismus betreffenden Fragenkomplexe ans Licht zu heben und sie — gemäß ihrer systematischen Aufeinanderfolge — in knappen Umrissen darzustellen.

    Dabei erheben sich etwa folgende Fragen:

    • Hat die Welt als Ganzes Ordnung, Wert und Sinn?

    • Gibt es einen «Sinn» des menschlichen Lebens?

    • Wo stehen wir heute in Welt und Wissenschaft in bezug auf die Gesamtbewertung unseres Daseins?

    Hat die Welt als Ganzes Ordnung, Wert und Sinn?

    Vor allem die großen monotheistischen Religionen waren es, die für die Welt Ordnung, Wert und Sinn beanspruchten. Schon bei den Griechen taucht der Gedanke eines Welt-Logos, einer allgemeinen Weltvernunft auf, die das ursprüngliche Chaos zu einem lichtvollen Kosmos gestaltet hat. Gott als Schöpfer der Welt verbürgte für den Gläubigen die Geordnetheit des Weltlaufes; Welt- und Menschheitsgeschichte spiegeln eine göttliche Führung, nach der «am Ende der Zeiten» sich alles zum Guten wenden muß. Gott hat die Welt so eingerichtet, daß jedes Ding an seinem Platze ist und daß der Mensch, die Krone der Schöpfung, ein geordnetes Weltgebäude vorfindet.

    Allerdings fehlt auch hier der negativistische Gegenspieler nicht. Gegen die göttliche Weltordnung lehnt sich der Teufel auf, der Repräsentant des Chaos, der Auflösung und der Verneinung. So erhält der Weltlauf eine dialektische Spannung, die durch den Gegensatz positiver und negativer Kräfte hervorgerufen wird.

    Da aber Gottes Übermacht unantastbar scheint, erweist sich die Welt als Ganzes von Sinn und Wert durchdrungen, und der Mensch selber empfängt seinen Eigenwert aus der Bezugnahme auf das Absolute, wodurch sein Leben in den höheren Sinn einbezogen wird.

    Diesem religiösen und zum Teil mythologischen Weltbild, das für Jahrhunderte von maßgeblicher Bedeutung blieb, erwächst in der modernen Wissenschaft ein entschiedener Gegner, der die Fundamente der religiösen Weltinterpretationen durch sachliche Analyse der Naturvorgänge auflöst. Alle Vorgänge in der unbelebten Natur folgen dem Gesetz der Kausalität; jede Wirkung beruht auf einer Ursache und wird auch durch sie bedingt. Das ganze Weltgeschehen ist eine unendliche Verkettung von Ursache und Wirkung, wobei nicht abzusehen ist, wie eine solche Abfolge von Kausalitäten eine Sinnhaftigkeit beinhalten könnte.

    Die Ereignisse in der unbelebten Natur laufen ab als pure Notwendigkeit, in einer blinden Kausalität, die eine Ausrichtung auf Ziel, Sinn oder Wert unmöglich macht. Dem Weltall ein Streben nach Ordnung oder Sinnverwirklichung zuzuschreiben, heißt es personifizieren, und zwar nach dem Muster des Menschen, der sich und seine Lebensgesetzlichkeit in den Kosmos projiziert. Jeglicher Anthropomorphismus ist aber eine Illusion; was für den Menschen gilt, gilt nicht für die Welt und umgekehrt.

    Die moderne Naturwissenschaft hat die Teleologie ausgeschaltet, die Auffassung nämlich, daß die Naturvorgänge auf Zwecke ausgerichtet seien. Die Natur ist nicht «zweckmäßig» eingerichtet. Ihre scheinbare Harmonie ist nur ein zufälliger Zustand, in dem sich die Kräfte für eine ungewisse Zeit die Waage halten; dieses Gleichgewicht wird aber immer wieder in Frage gestellt, und es braucht wenig Mühe, die Labilität dieses Zustandes aufzuweisen.

    Diesen Standpunkt der modernen Wissenschaft kann man nicht anders als «realistisch» bezeichnen, wenn man ihn dem mythologischen und religiösen gegenüberstellt, die sich schließlich nur auf einen unbegründbaren Glauben berufen können. Nun wird gewöhnlich von religiöser Seite behauptet, daß die kausale Betrachtung der Natur ein Stück «Nihilismus» bedeute. Der Mensch sei in einen sinnlosen Weltlauf eingeschaltet; es gebe für ihn keine höhere Ordnung mehr, und aus einem sinnvoll zusammengefügten Weltgebäude werde eine chaotische Ereigniskette, die der zwecklosen Fatalität von Ursache und Wirkung folgt.

    Trotz der Richtigkeit dieser Feststellung scheint es völlig ungerechtfertigt, hier von Nihilismus zu reden. Der Glaube, daß der Weltlauf gelenkt und geordnet sei, ist eine Wünschbarkeit und keine Realität. In der Unsicherheit gegenüber den Naturgewalten hat sich der Mensch die Vorstellung geschaffen, daß ein übermenschliches Wesen die Welt «in seinen Händen» halte und somit als «Vorsehung» über den menschlichen Schicksalen zu wachen vermöge. Aus dieser illusionären Vorstellung gewann der Mensch eine Art von Sicherheitsgefühl, das aber im Grunde nichts zur faktischen Sicherung des Menschen beitrug. Die trostvolle Idee eines Weltenlenkers, der «keinen Sperling vom Dache fallen läßt» und auch «die Haare auf jedes Menschen Haupt gezählt» hat, hinderte nicht die Kausalität des Naturgeschehens, seinen Verlauf zu nehmen. Die moderne Wissenschaft nimmt nun die uralte Illusion zurück, und es hat nichts mit «Nihilismus» zu tun, wenn man die schonungslose Realität des Weltenlaufes zur Kenntnis nimmt, ohne sie in Wünschbarkeiten umzudeuten.

    Der Bereich des Lebendigen bot stärkeren Anlaß, eine zweckhafte Einrichtung der Natur zu postulieren. Daß das Weltall eine wohlkonstruierte «Uhr» sei, die auf einen überweltlichen «Uhrmacher» — das heißt Gott — verweise (physiko-teleologischer Gottesbeweis), kann heute nur noch ein Mensch behaupten, der in der vorkantischen Ära des abendländischen Denkens steckengeblieben ist. Im Organischen aber ist die allgemeine Zweckmäßigkeit derart offensichtlich, daß der Gedanke naheliegt, diese vollkommenen Einrichtungen auf einen göttlichen Urheber zurückzuführen, der die sinn- und zweckhaften Zusammenhänge im Organischen bewirkt habe. Auch hier aber wird der Fehler gemacht, den momentanen Zustand der Angepaßtheit und Harmonie als dauernden Zustand aufzufassen.

    Die Anpassung des Organischen an seine Umwelt ist ein Prozeß, der Jahrmillionen gedauert hat und sich immer wieder als fragwürdig erweist. Eine genauere Betrachtung zeigt, daß der größte Teil der lebendigen Substanz durch mangelhafte Anpassungsversuche zerstört wird. Leben, eine uns heute noch unerklärliche Funktion der Materie, heißt Anpassung. Diese Anpassung wird in einer unendlichen Zahl von Versuchen erstrebt, gelingt aber stets nur in wenigen Fällen. Die Zahl der ausgestorbenen Tierarten ist ein Vielfaches der Arten, die wir heute in einer relativen Einordnung in die Umwelt vor uns sehen.

    Betrachtet man den inneren Aufbau der Organismen, so findet man zahllose Unzweckmäßigkeiten, die sich nur als falsche, aber doch noch lebenstaugliche Konstruktionen im Dienste der Selbsterhaltung begreifen lassen. «Versuch und Irrtum» ist das Prinzip, mittels dessen das Lebendige sich in seine Umwelt einfügt. Die gegenwärtige Angepaßtheit mag erklärt werden durch Training lebensnotwendiger Organe (Lamarck), Kampf ums Dasein und geschlechtliche Zuchtwahl, mit der Konsequenz des Überlebens des Tüchtigsten (Darwin) oder Mutationen (de Vries) — auf jeden Fall aber ist die Zweckmäßigkeit im Bereich des Organischen nicht die Folge einer einmaligen «Konstruktion» durch überweltliche Mächte; die sinnvolle Geordnetheit des Lebendigen ist das Ergebnis eines Strebens, das mit der Eigenschaft «lebendig» identisch ist, und somit gehört der «Sinn» in das Lebendige selbst hinein und wird ihm nicht «von außen her» auferlegt.

    Auch hier handelt es sich nicht um «Nihilismus», wenn diese Tatsache zur Kenntnis genommen wird; das Weltall wird deswegen nicht «sinnentleert» — der «Sinn» und die Ordnung, die frühere Epochen von außen her dem Lebendigen aufoktroyiert sahen, muß in das Lebendige selber zurückgenommen werden. Dasselbe gilt auch für den Menschen, der selber nur ein Glied in der Entwicklung des Lebens auf der Erde ist. Wenn es einen Sinn des menschlichen Lebens gibt, so darf dieser nicht außerhalb des Lebens gesucht werden, sondern muß sich aus den Bedingungen und Voraussetzungen des Menschseins ergeben.

    Gibt es einen «Sinn» des menschlichen Lebens?

    Wenn das Weltall eine zwecklose Abfolge von Ursache und Wirkung darstellt und auch das Leben selbst keinen «höheren Sinn» hat, so muß man sich fragen, wie es um das höchstentwickelte Leben — das menschliche nämlich — in bezug auf die Sinnhaftigkeit steht. Jeder zum Bewußtsein seiner selbst erwachte Mensch muß sich die Frage stellen, wozu er da ist und was den Sinn seines Lebens ausmachen soll. Nun muß man hier fast mit J. G. Fichte sagen: «Was für eine Philosophie man wähle, hängt davon ab, was man für ein Mensch ist.» Sieht man von dem Gedanken ab, daß ein Gott jeden Einzelnen mit einer bestimmten Aufgabe in die Welt sendet oder, in Hegels phantastischer Spekulation, daß der Weltgeist zu seiner Bewußtwerdung Menschen und Völker mit der «List der Idee» wie Marionetten gebraucht, so scheint es vorerst, daß es einen Sinn für das menschliche Leben schlechthin nicht geben kann.

    Die erste Feststellung, die man zu treffen hat, ist die der Zufälligkeit in der Existenz jedes Einzelnen. Warum bin ich gerade in diesem Jahrhundert geboren? Warum gerade an diesem oder jenem Ort? Warum in dieser oder jener Gesellschaftsklasse? Auf alle diese Fragen kann es keine Antwort geben. Bevor wir noch zu einer selbstverantwortlichen Lebensführung gelangen, hat die Zufälligkeit unseres Daseins bereits über die Vorbedingungen unseres Lebens entschieden. Das Hier und Jetzt unseres Lebens entbehren vorerst jeglichen Sinnes; es ist eine nackte Tatsächlichkeit, ohne Sinn, Grund oder Zweck.

    Aber gerade in der Zufälligkeit seiner geschichtlichen, sozialen und menschlichen Situation ist es dem Menschen möglich, seinem Leben einen Sinn zu verleihen. Dieser Sinn kommt nicht von außen in das Leben hinein — er muß selbst gewählt werden. Indem der Mensch sich eine Aufgabe, ein Ziel seines Strebens wählt, erhält sein Leben einen Sinn, auf den es ausgerichtet werden kann. Diese Wahl kann konkret sein: Mitarbeit in der Gemeinschaft, Beitrag zur Evolution der Kultur, Förderung der Mitmenschlichkeit usw. In allem jedoch, was der Mensch faktisch wählt, wählt er immer auch sich selber im Hinblick auf einen Sinn seines Lebens.

    Damit bringt der Mensch so etwas wie «Sinn» in die Welt, und wir haben Grund genug, einzig in dieser Selbstwahl eine mögliche Sinnhaftigkeit im Weltlauf anzunehmen. In der Tätigkeit des bewußten Zweckesetzens, in der verantwortlichen Übernahme einer Lebensaufgabe im Rahmen der mitmenschlichen Gesellschaft besteht das Sinngefüge, das der Mensch zu realisieren vermag.

    Die Wahrheit seines Lebens muß von jedem Einzelnen selbst gefunden werden. Die Werte, auf die wir unser Leben ausrichten wollen, müssen wir selbst ergreifen, schaffen und manchmal auch erst «erfinden». Es ist höchst problematisch, allgemeinverbindliche Wahrheiten und Werte postulieren zu wollen. Die Kritik der «Ideologen» hat gezeigt, daß das, was man gewöhnlich als «ewige Wahrheiten» anpreist, durchaus «standortbedingt» ist. Angefangen bei der Idolenlehre von Francis Bacon, über die Analyse der «Vorurteile» bei Helvetius und Holbach, bis zur biologisch-soziologischen Wert- und Wahrheitskritik bei Schopenhauer, Marx, Nietzsche usw., haben die Ideologen klarzumachen gewußt, daß hinter den sogenannten ewigen Wahrheiten immer wieder ein politisches, soziales, machtmäßiges oder vitales Interesse angetroffen wird.

    Die Lehre, die daraus zu ziehen ist, ist zumindest ein gemäßigter Skeptizismus, der mit Montaigne sagt: «Wahrheit diesseits, Irrtum jenseits der Pyrenäen.»

    Die Auflösung der allgemeinverbindlichen Wahrheiten und Werte führt uns auf denjenigen zurück, der diese Werte «gesetzt» und geschaffen hat, nämlich den Menschen. Der Mensch ist es, der in gewissen sozialen, biologischen und historischen Bedingungen Werte schafft und durch diese Werte seinem Leben einen «Sinn» zu geben versucht. Der Prozeß der Wert- und Wahrheitsschöpfung ist niemals abgeschlossen; er muß ständig weitergeführt werden, da sich mit der Geburt jedes Einzelnen die Aufgabe erneut stellt, einen tragfähigen Sinn für ein individuelles Leben zu finden.

    Wenn es auch unmöglich ist, diesen Sinn, für den jeder Einzelne selbst verantwortlich ist, in seiner jeweiligen Einmaligkeit zu konkretisieren, so kann doch ein allgemeines Gesetz über den Wert einer möglichen Selbstwahl formuliert werden. Der Sinn, den einer seinem Leben gibt, erhält letzten Endes seinen Wert daraus, daß er für die mitmenschliche Gemeinschaft «wertvoll» ist. Was im Rahmen des bloß «Individuellen» verbleibt und nicht der Allgemeinheit zu Nutzen kommt, ist im höheren Sinne «wertlos». Der Prozeß der Kultur scheidet es aus, weil er für es keine Verwendung hat. Somit sind wir bei der Sinnfindung unseres Lebens immer auf die Gemeinschaft verwiesen, wobei gilt, daß alle Sinnhaftigkeit im menschlichen Leben in Mit-Arbeit und Mit-Streben, das heißt in der Mitmenschlichkeit begründet ist. Wer sich selber derart wählt, daß seine Wahl sich nicht in den Strom der aufwärtssteigenden Kultur einfügt, realisiert keinen «Wert», denn jeglicher Wert ist immer auch ein sozialer und kultureller.

    Wo stehen wir heute in Welt und Wissenschaft in bezug auf die Gesamtbewertung unseres Daseins?

    Die Tafel der Werte, die sich lediglich auf das Diesseits und das menschliche Leben beschränkt und vollständig «innerweltlich» bleibt, wird oft als «nihilistisch» charakterisiert. Der Mensch, der seinem Leben selber einen Sinn geben will, wird maßlos genannt, und es wird behauptet, daß der auf sich selbst gestellte Mensch mit eiserner Konsequenz dem Nihilismus in die Arme läuft. Sieht man näher zu, so erweist sich auch diese «Ankündigung des Nihilismus» als unbegründet.

    Es ist durch nichts zu erweisen, daß der Mensch den Sinn seines Lebens aus dem Jenseits, der Über- oder Hinterwelt beziehen müsse. Die Gründe, die dafür namhaft gemacht werden, daß der Sinn des menschlichen Lebens «außerhalb» dieses Lebens selber zu suchen sei, erwachsen immer aus der Atmosphäre eines bloßen Glaubens, eines Fürwahrhaltens, das sich schließlich immer auf das dumpfe Gefühl «einer schlechthinnigen Abhängigkeit» (Schleiermacher) zurückzieht. Die moderne Philosophie seit Ludwig Feuerbach ist bemüht, dieses Gefühl der schlechthinnigen Abhängigkeit in seiner psychologischen Bedingtheit aufzuzeigen und es gerade durch das psychologisch-anthropologische Verständnis aufzulösen.

    Nur in primitiven Entwicklungsstadien und Bewußtseinsformen entwickelt sich jenes Hinausgreifen über die wahre Welt und Wirklichkeit, die in allen Spielarten des mythologischen Bewußtseins angetroffen wird. Aber indem der Mensch den Boden der Wirklichkeit verläßt, begibt er sich in den Bereich des «Nichts», und als Nihilismus im eigentlichen Sinne des Wortes dürften nur Weltanschauungen bezeichnet werden, die den Menschen von der Wirklichkeit entfremden, ihn zur Verneinung dieser Wirklichkeit aufrufen.

    So gesehen, erscheint der Nihilismus als eine Grundtatsache des abendländischen Geisteslebens, ein Faktum, das sich keineswegs auf unsere Gegenwart beschränkt, sondern in der europäischen Geistesgeschichte eine mannigfaltige Ausgestaltung erfahren hat. Die Wirklichkeit des menschlichen Lebens besteht darin, daß wir Menschen auf dieser Erde unser Leben sichern und erhalten müssen. Der Kampf des Menschen zielt darauf hin, die Erde wohnlich zu machen und mittels der Kultur die Idee der Menschlichkeit zu realisieren.

    Im Hinblick auf diese Aufgabe können Menschheitsbewegungen ebenso wie das Leben einzelner Individuen bewertet werden. Es ist kein Sonderfall in der Kulturgeschichte, daß, anstatt daß die Aufgaben des Menschseins übernommen werden, gelehrt wird, das Leben sei wertlos: besser Nichtsein als Sein. Hinter solchen Lehren steckt die Schwäche, das Nicht-ertragen-Können der Bedingungen, die mit dem menschlichen Leben unausweichlich verknüpft sind. Das schwache und kranke Leben strebt immer über die Wirklichkeit hinaus und sucht in der Illusion einen Standpunkt zu finden, von dem aus «die Welt aus den Angeln gehoben werden kann». Die religiöse Weltanschauung hat hier ihre Wurzeln, und die Weltordnung, die durch sie postuliert wurde, war ein künstliches Gefühl von Werten, das sich nicht auf dem Boden der Realität errichtete.

    Dieses Wertgefüge hat dem Aufstieg der Wissenschaften und der wachsenden sozialen Befreiung des Menschen nicht standgehalten. Die Herrschaft über die Natur und die Einsicht in die Grundtatsachen des sozialen Lebens ist an Stelle der religiösen Weltschau getreten. So hat sich als Resultat der Entwicklung ergeben, daß die Ausrichtung auf göttliche Instanzen mehr und mehr abgebaut wurde und man von unserer Epoche mit Recht sagen kann, daß «Gott tot sei». Hierbei handelt es sich nicht so sehr um die Frage, ob Gott existiert oder nicht existiert; Nietzsche, der dieses Wort vom Tod Gottes geprägt hat, wollte damit vor allem darauf hinweisen, daß das Leben des modernen Menschen so gestaltet ist, daß ein Gott darin gar keinen Raum mehr finden kann.

    Die ganze Hierarchie der Werte, die für das Abendland während zweier Jahrtausende Maß und Richtung bedeutete, ist aber damit hinfällig geworden. Es sind Werte aus der Welt geschwunden, an denen sich die Kultur orientierte und die dem menschlichen Leben als Leitsterne vor Augen standen. In dieser kulturphilosophischen Perspektive erscheint unsere Epoche als eine Übergangszeit, in der die alten Ideale abgewertet und neue Ideale noch nicht fixiert sind. Auf jeden Fall steht fest, daß der Weg zurück für die Menschheit nicht gangbar ist. Die Ergebnisse eines zweitausendjährigen Befreiungskampfes in Philosophie, Wissenschaft, Technik und Sozialleben sind nicht rückgängig zu machen. Der Sinn des Lebens kann nicht mehr in einer Über-Welt gesucht werden. Der Mensch der Neuzeit ist auf der Suche nach Idealen, die sein Leben im Diesseits, in der wirklichen und wahren Welt möglich machen. Das Gespenst des Nihilismus taucht dort auf, wo neue Werte noch nicht sichtbar geworden sind.

    Es hat wenig Sinn, diese notwendige Phase der abendländischen Entwicklung, die natürlich auch Menschheitscharakter hat, zu verneinen. Jede echte Schwierigkeit wird nur überwunden, wenn man sie als Schwierigkeit akzeptiert. Das Positive in der Auflösung der alten Werte liegt darin, daß der Platz frei wird, innerhalb dessen eine neue Wertetafel errichtet werden kann. Uns will scheinen, daß die neuen Werte bereits gefunden sind. In der Bejahung des Diesseits, der faktischen Bedingungen und Voraussetzungen des menschlichen Lebens liegt die einzige Möglichkeit, einen eigentlichen und ursprünglichen Sinn des Daseins zu finden.

    Die Behauptung, daß das menschliche Leben keinen Sinn habe, spricht nicht so sehr über das menschliche Leben als über den, der diese Aussage macht. Das Leben «hat» nicht einen Sinn; der Sinn muß ihm «gegeben» werden. Schiller formuliert das so: «Wisset, ein erhabener Geist legt das Große in das Leben, und er sucht es nicht darin.» Mit andern Worten: Das Nichts, das sich vor dem Menschen auftut, wenn er auf die Sinnhaftigkeit des Lebens vom Überweltlichen her Verzicht leistet, muß dazu führen, daß der Sinn des Lebens vom Menschen selber gestiftet und geschaffen wird.

    Der «Abgrund des Nihilismus», an dem wir heute nach der Auffassung zahlreicher kulturphilosophischer Diagnostiker stehen, bedeutet nichts anderes, als daß der Mensch den Weg zu sich selbst und seiner Freiheit gefunden hat. Der Gebrauch dieser Freiheit muß dazu führen, das «Reich des Menschen» auf der Erde zu verwirklichen, das heißt, eine Ordnung zu schaffen, in der der Mensch ein «menschenwürdiges» Leben führen kann. Denn wenn die überirdischen Werte und Hoffnungen wegfallen, dann bleiben nur noch die irdischen übrig, deren Nichtrealisierung immer zugleich auch die «Sinnlosigkeit» des menschlichen Daseins bedeutet. Haben wir nichts anderes mehr als irdische Werte, dann können wir nicht umhin, deren Verwirklichung mit dem ganzen Einsatz unserer Persönlichkeit anzustreben. Vielleicht ist gerade dies der positive Sinn der Krise, die man gemeinhin mit dem Schlagwort «Nihilismus» bezeichnet und die, wie wir zu zeigen bemüht waren, weit eher eine Sache der abendländischen Vergangenheit als der Gegenwart ist — eine Krise, die aus einer krankhaften Vergangenheit in eine gesunde Zukunft hinüberführt.


    Quelle: Zeitschrift: Rote Revue: sozialistische Monatsschrift Band (Jahr): 30 (1951) Heft 9



    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=41&userid=3998&mailid=2632


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.02.2025

    Donald Trump ordnet Veröffentlichung der Epstein-Kundenliste an

    freedert.online, vom 22 Feb. 2025 18:17 Uhr

    Kommt es zur Veröffentlichung der sogenannten Epstein-Kundenliste? Die neue Justizministerin der USA, Pam Bondi, hat dies am Freitag im US-Sender Fox News angedeutet.


    Quelle: Gettyimages.ru © Win McNamee/Getty Images


    US-Präsident Donald Trump übergibt Generalstaatsanwältin Pam Bondi ein Stück Papier, während er bei einem Gouverneurs-Treffen im Weißen Haus am 21. Februar 2025 in Washington, D.C., über Sozialversicherungsbetrug spricht.


    US-Präsident Donald Trump hat offenbar die Veröffentlichung der Namen der mutmaßlichen Mitglieder des berüchtigten Pädophilenrings um den Ex-Investmentbanker und verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein angeordnet. Das sagte die Justizministerin und Generalstaatsanwältin der USA, Pamela ("Pam") Bondi, am Freitag dem US-Sender Fox News.

    Auf die Frage des Fox-Moderators, ob die Veröffentlichung der Liste der Kunden des pädophilen Exklusivclubs, den Epstein betrieb, tatsächlich geplant sei, antwortete Bondi:

    "Sie liegt jetzt zur Durchsicht auf meinem Tisch. Es gab die Anweisung von Präsident Trump: 'Ich veröffentliche das, ich veröffentliche die JFK-Akten.' Sie alle sind jetzt im Freigabeverfahren."

    Auf die Frage, ob sie etwas in den Listen gesehen hätte, was sie verblüfft hat, sagte die Justizministerin: 

    "Noch nicht."

    Im Regierungssystem der USA wird der Justizminister als Generalstaatsanwalt bezeichnet und verbindet Funktionen beider Ämter, ohne offiziell als Minister bezeichnet zu werden.


    Brisante Trump-Andeutung: "Habe kein Problem, Epstein-Kundenliste zu veröffentlichen"



    Brisante Trump-Andeutung: "Habe kein Problem, Epstein-Kundenliste zu veröffentlichen"





    Epstein hatte Kontakte und offenbar auch Kunden seines Pädophilenrings auf den allerhöchsten Ebenen. Vermutet werden darunter zum Beispiel Ex-Präsident Bill Clinton, der britische Prinz Andrew, US-Schauspieler Kevin Spacey und der ehemalige israelische Premierminister Ehud Barak. Im Januar 2024 wurden im Rahmen eines Prozesses gegen seine langjährige Vertraute Ghislaine Maxwell Gerichtsdokumente freigegeben, die Namen von mehr als 170 Personen enthielten, die mit Epstein in Verbindung gebracht werden.

    Epstein wurde im Jahr 2008 unter anderem wegen Anwerbung von Minderjährigen zur Prostitution verurteilt. Der damalige Deal mit der Justiz schützte ihn vor weiteren Bundesanklagen wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen. Im Jahr 2019 wurde der Geschäftsmann erneut wegen Menschenhandels angeklagt, wurde aber tot in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden, bevor es zum Prozess kommen konnte. Offiziell gilt sein Tod als Suizid.


    Mehr zum Thema – US-Talksendung Megyn Kelly: Epstein-Bruder hinterfragt Selbstmordtheorie durch neues Autopsiefoto


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/nordamerika/237630-donald-trump-ordnet-veroeffentlichung-epstein


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    22.02.2025

    "Humane Maßnahme": Trump fordert Todesstrafe für Drogenhändler

    freedert.online, vom 22 Feb. 2025 09:25 Uhr

    Um die akute Drogenkrise in den USA zu bekämpfen, schlägt US-Präsident Donald Trump eine drakonische Maßnahme vor. Demnach sollen Drogenhändler mit einer Todesstrafe rechnen müssen. Als Argument verweist der Republikaner auf das Beispiel einiger asiatischer Länder.


    "Humane Maßnahme": Trump fordert Todesstrafe für DrogenhändlerQuelle: AP © POOL PHOTO


    Archivbild


    US-Präsident Donald Trump ist nach seinen eigenen Worten bereit, eine Todesstrafe für Drogenhändler einzuführen. Bei einem Auftritt am Freitag hat der Republikaner die Maßnahme als "sehr human" beworben. Als Argument sagte er:

    "Denn jeder Drogendealer tötet im Durchschnitt mindestens 500 Menschen – ganz zu schweigen von dem Schaden, der vielen anderen Menschen zugefügt wird."

    Kolumbiens Präsident Petro: "Kokain ist nicht schlimmer als Whisky"





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    Als Vorbild bei der Drogenbekämpfung nannte er asiatische Länder wie China und Singapur. In Ländern, in denen Drogenhandel mit Todesstrafe geahndet werde, gebe es keine solchen Probleme, da man dort Drogenhändler hinrichte. Zwar wisse er nicht, ob die USA dazu bereit seien, die Todesstrafe für Drogendealer umzusetzen. Er selbst sei aber dazu bereit, betonte Trump.

    Nebenbei kündigte der US-Präsident eine Antidrogenkampagne unter Jugendlichen an, die sie vor dem Rauschgiftkonsum warnen sollte. Die Spots würden demnach die verheerenden Auswirkungen von Betäubungsmitteln wie Fentanyl auf die menschliche Gesundheit veranschaulichen. Seine Regierung habe ein paar der "besten Werbeagenturen" damit beauftragt und werde für diesen Zweck ungefähr 100 Millionen oder sogar 200 Millionen US-Dollar ausgeben.

    "Das sind wirklich schreckliche Webespots. Ich habe mir die ersten angeschaut, und sie sind brutal."

    Wenn ein Jugendlicher diese ein paar Mal sehe, werde er sicherlich keine Drogen konsumieren. Mit dieser Kampagne könne seine Regierung den Drogenkonsum so gut wie halbieren, betonte Trump.


    Trump sieht Mexiko von Drogenkartellen beherrscht - und bietet Hilfe an





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    Zuvor hatte der Republikaner auch die Strafzölle gegen Mexiko, China und Kanada mit dem Wunsch erklärt, effizienter gegen den Drogenschmuggel vorzugehen. Erst am Dienstag wiederholte Trump seinen Vorwurf, wonach das südliche Nachbarland seit Jahren von Drogenkartellen regiert werde. Bei einer Pressekonferenz bot der Republikaner seiner mexikanischen Amtskollegin Claudia Sheinbaum Hilfe an.

    Am 1. Februar hatte der US-Präsident per Dekret Einfuhrzölle in Höhe von 25 Prozent auf mexikanische Waren verhängt. Am 3. Februar verschob er die Maßnahme um 30 Tage. In dieser Zeit werde es weitere Verhandlungen geben, um ein Abkommen zu erzielen, erklärte der Republikaner. Sheinbaum erklärte nach einem Telefonat mit Trump, dass Mexiko die Nordgrenze mit 10.000 Soldaten verstärken werde. Die USA hätten sich ihrerseits verpflichtet, den illegalen Waffenhandel zu bekämpfen.


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    Screenshot_2025_02_23_at_21_04_40_Humane_Ma_nahme_Trump_fordert_Todesstrafe_f_r_Drogenh_ndler_RT_DE

    Video https://rumble.com/v6h62n7-trump-und-musk-gegen-usaid-werkzeug-des-tiefen-staates-und-steuergeldversch.html Dauer 11:52 min


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    22.02.2025

    USA gehen mit eigenem UN-Resolutionsentwurf auf Konfrontation zur EU

    freedert.online, vom 22 Feb. 2025 11:34 Uhr

    Die USA planen, einen eigenen Resolutionsentwurf zum Ukraine-Konflikt in den UN-Sicherheitsrat einzubringen. Der Resolutionsentwurf verurteilt Russland nicht und fordert nicht den Rückzug der russischen Truppen aus der Ukraine. Damit gehen die USA erneut in Konfrontation zur EU.


    Quelle: www.globallookpress.com © Lev Radin


    Die UN-Generalversammlung


    Im Ukraine-Konflikt gehen die USA klar in Opposition zur harten Haltung der EU. Die USA planen, in den UN-Sicherheitsrat einen eigenen Resolutionsentwurf zum Ukraine-Konflikt einzubringen. Der kurze Text trägt den Titel "Der Weg zum Frieden". Er mahnt ein rasches Ende des Ukraine-Konflikts an. Bedauert wird in dem Entwurf der Verlust von Menschenleben. Russland wird nicht explizit verurteilt und das Land nicht "Aggressor" genannt. Zudem wird in dem Entwurf nicht der Rückzug aller russischen Truppen aus der Ukraine gefordert.


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    Meinung

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    Die EU hat gemeinsam mit der Ukraine ebenfalls einen Resolutionsentwurf ausgearbeitet, der aber lediglich die bisherigen Sprachregelungen und Forderungen wiederholt. Erwartet worden war, dass sich die USA bei der Abstimmung über den EU-Entwurf enthalten. Dass die USA einen eigenen Resolutionsentwurf einbringen, stellt eine weitere Eskalation im Verhältnis zur EU dar. 

    Russlands Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen, Wassilij Nebensja, lobte das Vorhaben der USA als "guten Schritt". Über den Resolutionsentwurf soll am Montag in der UN-Generalversammlung abgestimmt werden.


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    Info: https://freedert.online/international/237607-usa-gehen-mit-eigenem-un


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    22.02.2025

    Europa – von Macron und Scholz zurück zu de Gaulle und Adenauer

    freedert.online, vom 22 Feb. 2025 13:47 Uhr,Von Wladimir Moschegow

    Kulturell gehören wir zu Europa. Trumps Projekt, die Macht des Mondialismus in Europa zu zerstören, ist zugleich unser kulturelles Projekt. Auch für uns ist es wichtig, dass Europa zum "Europa von Goethe, Shakespeare und Dante" zurückkehrt. Deshalb ist es in unserem Interesse, Trumps Projekt voll und ganz zu unterstützen.


    Quelle: Gettyimages.ru © alexdamian / iStock / Getty Images Plus




    Während die europäischen Eliten gegen Wände rennen und versuchen, nach der Schelte von Vance in München zur Vernunft zu kommen, führen Moskau und Washington derzeit "separate Verhandlungen" über den Frieden in Europa. Dabei haben sie kein besonderes Interesse daran, die Ukraine oder Europa am Verhandlungstisch zu sehen.

    Die Ukraine steht im Visier des Weißen Hauses: Wo ist das Geld? Euer Präsident wird von nur vier Prozent der Bevölkerung unterstützt: Wann finden die Wahlen statt? Was habt ihr drei Jahre lang gemacht? Ihr hättet alles im Jahr 2022 regeln können, ohne Territorium zu verlieren! Und noch einmal: Wo ist das Geld?


    Hilflos in der Sackgasse – Europas hysterische Eliten





    Meinung

    Hilflos in der Sackgasse – Europas hysterische Eliten






    Die Ukraine ist verzweifelt, die europäischen Führer sind in Panik. Der britische Premierminister Starmer sucht – unter Umgehung der USA – dringend nach Möglichkeiten, die Ukraine-Hilfskette an London zu binden.

    Aber Starmer wird von Musk mit einem Baseballschläger in der Hand beobachtet, der auf seinen ersten Fehler wartet, um ihn zu vernichten.

    Ganz im Ernst: Starmer, Scholz, Macron und Frau Ursula von der Leyen haben keine realen Möglichkeiten, die Ukraine ohne die USA zu unterstützen. Ja, es ist möglich, Finanzströme aus globalistischen Zentren umzuleiten, aber für einen Krieg benötigt man echte Infrastrukturen, und die befinden sich allesamt in den USA.

    Und Trump wird sie als Reaktion auf Selenskijs mangelnden Friedenswillen einfach eine nach der anderen abschalten: Satellitenaufklärung – abgeschaltet; Einsteuerung aus dem Weltraum – abgeschaltet; Starlink – abgeschaltet.

    Darüber hinaus kontrolliert das US-Militär alle für die Versorgung Kiews wichtigen strategischen Flugplätze, und auch sie können mit einem einzigen Befehl von Trump lahmgelegt werden.

    So geraten die Ukraine und Europa in eine Falle. Je mehr sie sich wehren, desto weniger Kraft hat Kiew, um den Ansturm der russischen Armee aufzuhalten – und desto mehr Gebiet geht verloren, desto näher rückt der Zusammenbruch der Front.

    Vor Trump zu kapitulieren, ist für sie auch keine Option. Trump wird sie ohnehin zu Staub zermalmen. Aber wenn sie kapitulieren, werden sie nicht von der Globalisten-Mafia begnadigt, die sie dahin gebracht hat, wo sie heute sind. Es gibt keinen Ausweg. Am besten symbolisiert diese Ausweglosigkeit das kindische Geschrei von Christoph Heusgen, dem Vorsitzenden der Münchner Konferenz, zum Abschluss dieser Veranstaltung. Und der erbarmungslose Musk charakterisierte Heusgens Wutanfall treffend mit dem lapidaren Wort "jämmerlich".

    Das von Musk geleitete US-Ministerium für Regierungseffizienz (DOGE) hofft auf den natürlichen "Tod" der Eurobürokratie, um die Ordnung wiederherzustellen. Es sei an der Zeit, Deutschland wieder zu befreien, und die Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) sei seine letzte Hoffnung, sagte Musk. Und er scheint entschlossen zu sein, sich ernsthaft mit der deutschen Frage zu befassen.


    Die Verhandlungen zwischen Russland und den USA haben in Europa Bestürzung ausgelöst




    Analyse

    Die Verhandlungen zwischen Russland und den USA haben in Europa Bestürzung ausgelöst





    So ungefähr sieht die heutige Performance von den Zuschauerplätzen im Parterre aus. Aber was geschieht in Wirklichkeit? Und wenn das heutige Europa wirklich der Vergangenheit angehört, wie wird es dann morgen aussehen?

    Eigentlich sind die aktuellen Entwicklungen gar nicht so überraschend.

    Trump ist kein so großes Geheimnis – schließlich hat er in den vergangenen 50 Jahren immer das Gleiche gesagt und getan.

    Trumps neues Großamerika erinnert an das britische Empire des 19. Jahrhunderts, das die Welt beherrschte, indem es die Meere und Handelswege (sowie Finanzen, Wissenschaft, Ideologie und die Weltpresse) kontrollierte und nach außen hin ein System des Machtgleichgewichts anstrebte, indem es sorgfältig darauf achtete, dass keine der europäischen Großmächte so stark wurde, dass sie seine Weltherrschaft bedrohen konnte: So unterstützte Großbritannien Deutschland, als Frankreich an Stärke gewann, und umgekehrt Frankreich, als Deutschland sich verstärkte.

    Trumps Weltbild sieht ungefähr so aus. Nur steht heutzutage dem großen Handelsimperium der Angelsachsen nicht Deutschland und Frankreich, sondern China gegenüber. Und als dessen Gegengewicht werden von Trump Russland und Indien angesehen. Daraus resultiert seine übermäßig großzügige, positive Haltung gegenüber Modi und Putin.

    Das ist durchaus verständlich. Aber was ist mit Europa?

    Das moderne Europa wird von Trump richtigerweise als das Idealmodell der Globalisierung angesehen – und deshalb hasst er es zutiefst. Und Trump hat damit vollkommen recht.

    Das Europa, das nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) seinen Anfang nahm, um die herum sich die Europäische Wirtschaftsunion (EWG) bildete, die dann in die heutige EU überging, stellt ein solches Idealmodell der Globalisierung dar. In diesem Modell haben die Nationalstaaten keine Bedeutung (das beweisen ihre Führer, die in 80 Jahren zu Büroangestellten degeneriert sind). Und über all dem erhebt sich der gigantische Turm zu Babel der Eurobürokratie. Ihre gefräßige Schar ebenso wertloser Beamter verschlingt ganze Vermögen und überschwemmt Europa mit zig Millionen Migranten, die seinen "blühenden Garten" in eine riesige Müllhalde verwandeln.

    Wer steckt hinter all dem? Dieselben Mondialisten, die vor 80 Jahren eine schreckliche OP vornahmen, um Europa in das heutige globalistische "Monster" zu verwandeln. Nachdem sie von Deutschland und Frankreich "Fleischstücke" herausgeschnitten hatten (die Kohlebecken des Ruhrgebiets, die französische Verarbeitungsindustrie), bauten sie das aktuelle Globalisierungsmonster auf dem "Blut" des ehemaligen nationalen Europas auf, das von den Zentralen in London und der Londoner City überwacht wird.

    Dies sind also die Grundpfeiler des Globalismus, die Trump nach seiner Machtübernahme zu stürzen begann.


    USA und Russland: Kooperation – Ein grundlegender Politikwechsel




    Analyse

    USA und Russland: Kooperation – Ein grundlegender Politikwechsel






    Trump hasst all dies und will es zerstören. Und in erster Linie betrifft es Starmer und das Europäische Parlament. Ich glaube, sein größter Traum wäre es, das Gebäude des Europäischen Parlaments (das wirklich dem Turm zu Babel ähnelt) mit einem Bulldozer abzureißen und den Ort mit Salz zu füllen. So wie es Rom einst mit Karthago tat.

    Aber was kommt im Gegenzug? Die Rückkehr zu den Ideen von de Gaulle und Adenauer, die ihr eigenes Projekt des Aufbaus eines vereinten Europas hatten – nicht eines nationallosen und globalistischen Europas, sondern eines "Europas der Vaterländer" mit einem nationalen und volkstümlichen Geist – eines Europas, das in einer europäischen nationalen Union vereint ist.

    Dies ist das europäische Projekt von 'Trump-Musk'. Deshalb unterstützen sie die AfD, Viktor Orbán und alle rechtskonservativen Bewegungen in Europa.

    Trump betrachtet Europa nicht als ernsthaften Konkurrenten (und auch Russland nicht als solchen), aber er sieht es als einen wichtigen Stabilitätsfaktor, insbesondere wenn es um die Schaffung eines einheitlichen Sicherheitssystems zwischen Europa und Russland geht. (Daraus resultieren seine Aussagen wie "Russland hätte nicht aus der G8 ausgeschlossen werden dürfen; die NATO sollte nicht nach Osten erweitert werden; die NATO-Struktur sollte geändert werden".) Trump ist sich darüber im Klaren, dass nur die Konservativen ein solches neues, vereintes Europa aufbauen können (das auch Russland gegenüber komplementär sein wird).

    Außerdem werden sich die Konservativen tatsächlich um ihr Volk kümmern, die unkontrollierte Migration stoppen, sich am Handel beteiligen und auf eigenen Füßen stehen, anstatt den USA das Geld aus der Tasche zu ziehen.

    Trumps geopolitischer Plan besteht also darin, Europa sich selbst zu überlassen und es zu einem weiteren Gegengewicht zu China zu machen.

    Und wie verhält es sich in Bezug auf Russland? Und was ist mit unseren Beziehungen zu China? Eine interessante Frage.

    Trumps Sicht auf die Welt als ein System des Kräftegleichgewichts ähnelt im Grunde unserer Vision einer "multipolaren Welt". Trump betrachtet Russland als ein wichtiges Machtzentrum, vor allem in Zentralasien und Osteuropa, aber auch in Eurasien als Ganzes.

    Im Gegensatz zu den Globalisten, deren Ziel es war, Zentralasien "anzuzünden" und Russland in eine Konfrontation mit China zu stürzen (das "Nawalny"-Projekt) oder 'Russland-China' mit einem "Anakonda-Ring" zu umzingeln, verfolgt Trump ganz andere Pläne.


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    Meinung

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    Trump beabsichtigt nicht, einen Weltkrieg anzuzetteln. Ganz im Gegenteil. Als klassischer konservativer Geschäftsmann (Krieg ist ein Hindernis für den Handel) setzt Trump auf Frieden.

    Und er hat absolut kein Interesse daran, die Welt in ein unkontrolliertes Chaos zu stürzen, zu dem ein Konflikt zwischen Russland und China unweigerlich führen würde.

    Gleichzeitig will Trump keine starke Annäherung zwischen Russland und China – er weiß, dass dies die Vorherrschaft des US-Imperiums gefährden würde.

    Trump strebt, wie bereits gesagt, eine ausgewogene Welt an. Und um das zu erreichen, unterstützt er jetzt Russland, das konservative Europa und Indien, weil er sie als Gegengewicht zu einem übermächtigen China sieht.

    Ist diese Entwicklung positiv für uns? Meiner Meinung nach "ja, sehr positiv". Für Russland gibt es heute keinen Grund, sich China unterzuordnen: Genauso wenig hatte Russland in den 1990er Jahren einen Grund, sich den USA unterzuordnen.

    Die beste, stabilste, vorteilhafteste und unabhängigste Position für uns, die viele Freiheitsgrade schafft und uns gleichzeitig viele Einflussmöglichkeiten gibt, ist die Äquidistanz zu den USA und China.

    Für Russland geht es darum, sich nicht als Anhängsel des Westens oder Asiens zu sehen, sondern als unabhängiges Imperium des Nordens, das auf eigenen Füßen steht und seine Beziehungen zu den Vereinigten Staaten, China, Europa, Indien und dem Iran nach eigenem Ermessen gestaltet.

    Damit eröffnet sich nicht nur für Europa, sondern auch für uns heute ein riesiges Fenster der Gelegenheiten. Kulturell gesehen gehören wir zu Europa. Trumps Projekt, den Mondialismus in Europa zu zerstören, ist auch unser kulturelles Projekt. Auch wir streben danach, Europa zum "Europa von Goethe, Shakespeare und Dante" zurückzuführen. Es liegt daher in unserem Interesse, Trumps Projekt zu unterstützen – das Europa des Mondialismus in das Europa des Vaterlandes zu verwandeln.

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 21. Februar 2025 zuerst auf der Homepage der Zeitung Wsgljad erschienen.


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    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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    21.02.2025

    Wie sicher ist das KDV-Grundrecht? Zum neuen BGH-Urteil

    aus e-mail von Rainer Möller, 20. Februar 2025, 1:34 Uhr


    Ich hoffe mal, es hat jeder was von dem BGH-Urteil vom 16.1.25 gehört. Da ging es vordergründig um die Frage, ob ein Ukrainer in die Ukraine abgeschoben werden kann, obwohl seine Kriegsdienstverweigerung dort nicht anerkannt wird.

    Der Link dazu ist:

    https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&nr=140583&anz=1191&pos=2

    (Ja, ich habe den Link wieder von Alexander Wallasch. Sollte ich hier eine der in den USA so beliebten Trigger-Warnungen anbringen - "if you are triggered by such content or if you don't have the legal age in your country, please stop reading"?)

     

    Es gibt da eine Reihe von Überlegungen zum internationalen Recht, die ich hier weglasse. Unmittelbar für uns wichtig sind einige Passagen, die sich auf das dt. KDV-Grundrecht (Art.4,3  GG) beziehen. Ich zitiere:

    "Abs. 38

    Explizit offengelassen – und ohne dabei auch nur die Wesensgehalts-

    garantie des Art. 19 Abs. 2 GG vorzubehalten – hat das Bundesverfassungsge-

    richt zudem, ob selbst jemand, der an sich zur Kriegsdienstverweigerung berech-

    tigt erscheint, durch überragende Treuepflichten in außerordentlicher Lage ge-

    hindert sein kann, das Grundrecht geltend zu machen (vgl. BVerfG, Beschluss

    vom 20. Dezember 1960 – 1 BvL 21/60, BVerfGE 12, 45 Rn. 37), und ob die für

    das Anerkennungsverfahren im Frieden geltenden Maßstäbe im Kriegsfall im

    Hinblick auf die dann bestehenden außergewöhnlichen Verhältnisse zu modifi-

    zieren sind (vgl. BVerfG, Beschluss vom 26. Mai 1970 – 1 BvR 83/69, BVerfGE

    28, 243, 263, juris Rn. 62). Überdies entspricht es ständiger Rechtsprechung des

    Bundesverfassungsgerichts, dass sowohl die Einrichtung und Funktionsfähigkeit

    der Streitkräfte gegen das Interesse des Kriegsdienstverweigerers an der Freiheit

    von jeglichem Zwang gegenüber seiner Gewissensentscheidung abzuwägen

    sind (vgl. BVerfGE 28, 243, 261, juris Rn. 59) wie auch dass miteinander kollidie-

    rende Grundrechtspositionen darüber hinaus in ihrer Wechselwirkung zu erfas-

    sen und nach dem Grundsatz der praktischen Konkordanz so in Ausgleich zu

    bringen sind, dass sie für alle Beteiligten möglichst weitgehend wirksam werden

    (vgl. BVerfGE 7, 198, 204 ff.; 148, 267, 280 Rn. 32; 152, 152, 185 Rn. 76). An-

    gesichts dessen erachtet es der Senat für – jedenfalls prinzipiell – nicht undenk-

    bar, dass ungeachtet des besonders hohen Rangs der in Art. 4 GG verbürgten

    Gewissensfreiheit auch die deutsche verfassungsrechtliche Ordnung es gestat-

    ten oder sogar erfordern könnte, den Schutz des Kriegsdienstverweigerungs-

    rechts in außerordentlicher Lage gegenüber anderen hochrangigen Verfassungs-

    werten zurücktreten zu lassen.

    ----------------

    Abs. 50

    Wie gesehen, sind Grundrechtsverkürzungen im Verteidigungsfall aber

    auch der deutschen verfassungsrechtlichen Ordnung selbst – auch in Bezug auf

    die Gewissensfreiheit – nicht fremd, sondern in ihr angelegt. Dabei erscheinen

    sogar weitergehende verfassungsimmanente Einschränkungen des Kriegs-

    dienstverweigerungsrechts bis hin zu dessen Aussetzung in existenziellen Krisen

    des Staates prinzipiell nicht undenkbar.

    Sind im Verteidigungsfall weitergehende Verkürzungen des Grund-

    rechtsschutzes auch nach deutschem Verfassungsrecht prinzipiell nicht undenk-

    bar, scheidet es nach den für den Auslieferungsverkehr geltenden Maßstäben

    zudem aus, das Kriegsdienstverweigerungsrecht als einen unabdingbaren

    Grundsatz der deutschen verfassungsrechtlichen Ordnung zu begreifen."

     

    Die hervorgehobenen Stellen sind von mir hervorgehoben worden, aber wörtlich zitiert.

     

    Gerade noch ein Wort zur o.g. "Wesensgehaltsgarantie". Die Grundidee ist, dass Grundrechte immer durch andere Grundrechte eingeschränkt werden, aber der Kern- oder "Wesensgehalt" des Grundrechts dabei nicht betroffen sein darf. Wenn der BGH jetzt darauf hinweist, dass das BVerfG in seiner bisherigen Rechtsprechung den Wesensgehalt von Art.4,3 GG nicht definiert hat, dann sollte das eigentlich nicht so interpretiert werden, als gäbe es keinen Wesensgehalt oder die unteren Gerichte brauchten sich darum nicht zu kümmern. (Das ist ja im Augenblick auch das Problem mit Art. 5 GG).

     

    Juristisch läuft es darauf hinaus: Definiert eine Regierung die Situation als Verteidigungsfall oder existenziielle Krise, dann

    kann sie die Freistellung vom Waffendienst (Anm. Autor "Das hat also keinen tieferen Grund als mangelnde Beherrschung der Technik.") durch eine Verfügung oder ein einfaches (nicht verfassungsänderndes) Gesetz abschaffen und die unteren Gerichte bis zum BGH werden das einfach abnicken, so dass der Fall notgedrungen bis vor das BVerfG gebracht werden muss.

     

    Grüße nach allen Seiten, Rainer Möller


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