Mein rechter Nebenmann im Angesicht des Krieges

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overton-magazin.de, 24. April 2025 Roberto De Lapuente 29 Kommentare
Am Karfreitag kamen also Rechte in Dresden zusammen, um für den Frieden einzustehen. So framt man nun das Engagement gegen den Krieg. Links? Rechts? In Fragen des Friedens und des Krieges gibt es nur richtig oder falsch. Ein Kommentar.
Jürgen Fliege hatte im Overton Magazin zur Demo in Dresden aufgerufen. Für den Karfreitag galt es: Einsatz für den Frieden. 3.500 Menschen kamen – so die offiziellen Angaben, was Interpretationsspielräume offenlässt. Mit dabei: Diether Dehm, Ulrike Guérot, Katja Ebstein, Justus Frantz, Uwe Steimle, besagter Jürgen Fliege – und per Schalte: Dieter Hallervorden. Und da auch Querdenker zugegeben waren und Jürgen Elsässer im Vorfeld auf die Demonstration aufmerksam machte, war ohnehin vorgegeben, wie man das Ereignis framen würde: Rechte Demo in Dresden oder ähnlich.
Und so kam es dann natürlich auch. Die Tageszeitungen berichteten vom Applaus von rechts, den besonders Dieter Hallervorden erhalten haben soll. Nach dessen »Skandal«, bei der ARD-Geburtstagsgala Worte verwendet zu haben, die man unter gar keinen Umständen, nicht mal in einem ganz anderen als abwertenden Kontext sagen darf, schießt sich der organisierte Journalismus nun auf seinen Auftritt in Dresden ein. Bei der Frankfurter Allgemeinen las man außerdem, dass in Dresden eine »Kurzschlussverschwörung vom Feinsten« stattgefunden habe. Als ob das Engagement, das sich gegen eine Eskalation des Krieges in der Ukraine stellt, eben mal eine spontane Schnapsidee gewesen sei.
Den pseudolinken Wahn von einst nennt man heute Qualitätsjournalismus
Es kann ja sein, dass bei dieser Veranstaltung auch Menschen waren, die im Februar die AfD in den Bundestag gewählt haben – im Duktus des Mainstreams sind das Rechte. So gesehen waren also ganz sicher Rechte zugegen. Mit Elsässer muss man nun auch nicht immer konform gehen – vorsichtig ausgedrückt. Kann alles sein, gar keine Frage. Aber warum soll man sich als friedliebender Mensch lieber daheim verkriechen, als mit anderen und andersdenkenden Menschen für die Beibehaltung des Friedens in Deutschland und Europa einzustehen? Dass der Frieden keine Haltungsnoten kennt, darauf kommen wir gleich noch zu sprechen.
Vorab aber: Wann waren in diesem Land Demonstrationen schon mal porentief rein, dem Sinne nach, dass nicht auch Leute mit von der Partie waren, deren politische Vorstellungen und Einstellungen man – gelinde gesagt – vielleicht fragwürdig hielt? Als viele Hunderttausend in Deutschland gegen das Freihandelsabkommen TTIP aufstanden, waren Menschen aus allen politischen Milieus auf der Straße. Einige Medien kritisierten die sogenannten Globalisierungsgegner und warfen auf diese Weise rechtsextreme Nationalisten, linke Neoliberalismus-Kritiker und Menschen aus der besorgten bürgerlichen Mitte in einen Topf. Das war jedoch die Ausnahme – unrühmlich damals auch: Eine einstige linke Koryphäe aus einem erlesenen Frankfurter Stadtteil, die hinter den Demonstrationen gegen TTIP antisemitische Impulse vermutete und so die Demonstranten »nazifizierte«. Dieser Unsinn war vor zehn Jahren noch das Betätigungsfeld einer Randnische – heute firmiert dieser pseudolinke Wahn allerdings als Qualitätsjournalismus im Lande.
Ich persönlich denke an meine streikenden Kollegen von einst zurück – damals war ich noch in der Ausbildung. Die IG Metall hatte zum Streik aufgerufen und die Kollegen standen vor dem Werkstor, man hatte sie ausgeschlossen. Wir Auszubildende durften nicht streiken. Doch zur Mittagspause gingen wir hinaus vor die Tore, ebenso unsere Ausbilder. Wir solidarisierten uns mit diesen Männern und Frauen, obwohl da viele darunter waren, deren politische Ansichten einem jungen Menschen in den Neunzigern suspekt sein mussten. Mancher sprach Franz Schönhuber das Wort und moserte über die »Scheißtürken«. Mit diesen »Scheißtürken« streikten sie jetzt aber zusammen – und wir zeigten unsere Solidarität. Wir hätten ja auch sagen können, dass man mit Rechten nicht streikt. Gefreut hätte es die Arbeitgeber auf alle Fälle. Was die Frage aufwerfen würde, wem es nützt, wenn man mit Rechten nicht streikt oder eben demonstriert?
Wenn der AfD-Mann Feuerschutz gibt
Bei Didier Eribon findet sich eine Analyse, die meinen Erfahrungen vor dem Werkstor irgendwann Mitte der Neunziger gleichkommt. In seiner »Rückkehr nach Reims« schreibt er von der nordfranzösischen Arbeiterschaft, die in den Siebzigern und Achtzigern sehr ausländerfeindlich gewesen sei. Sie habe die Kollegen aus Nordafrika als Gefahr betrachtet und sich abgegrenzt zu jenen fremden Malochern. Aber sobald die Gewerkschaften zum Streik aufriefen, gingen Franzosen und die Arbeiter aus den ehemaligen Kolonien gemeinsam gegen die Ausbeuter vor. Man überwand die bald gegenseitig erbrachte Abneigung und fokussierte sich auf ein gemeinsames Ziel. Den Kommunisten und den Sozialisten gelang dieser Spagat gleichermaßen, ihre Wählerschaft rekrutierte sich aus den arbeitenden Klassen, die Herkunft spielte dabei eine untergeordnete Rolle.
Die soziale Frage überwand die Abneigung nie vollkommen, aber doch so sehr, dass man gemeinsam agieren konnte und ein Faktor gegen die Mächtigen war. Das habe sich aber verändert, erklärte Eribon in seinem Werk aus dem Jahr 2014. Die neue Linke wolle keine Volksbewegung sein, sondern separiere die Gruppen ideologisch und verliere so die arbeitende Bevölkerung.
Wem nützt es also, wenn man aufgrund falscher politischer Haltungen mancher »Kampfesgenossen« gar nicht erst mitmacht? Das Framing der Dresdner Demo als rechts, weil da einige dabei gewesen sein dürften, auf die dieses Label vielleicht – vielleicht auch nicht – zutrifft, ist doch nicht dem Gebot journalistischer Wahrheit geschuldet. Es will Spaltung bezwecken und stigmatisieren. Als ob man es sich im Kampf um bestimmte politische Fragen – wie einst Kämpfe um Lohnerhöhungen und bessere Arbeitsbedingungen, gegen Freihandelsabkommen oder eben jetzt in Sachen Frieden –, leisten könnte, Mitstreiter nur deshalb zu verprellen, weil einem deren Weltbild nicht gefällt. Nach einem Krieg fragt keiner mehr nach rechts oder links, wenn es darum geht, Verschüttete zu bergen, Häuser und Straßen zu errichten oder eine Zukunft ins Auge zu fassen. Dass man das heute allerdings als ganz normal erachtet, ist der Saturiertheit geschuldet, die nur der Frieden mit sich bringt – wenn der nicht mehr ist, muss man sich beim Kriegsgefecht auf den Nebenmann verlassen, zynisch gesagt: Einer, der einem Feuerschutz gibt und AfD wählt, ist einem dann sicher lieber, als ein Linker, der kein Gewehr bedienen kann oder will.
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Schlagwörter: Demo gegen Krieg, Demonstration, Dieter Hallervorden, Dresden, Karfreitag
29 Kommentare
Sieht 2020 muss man für nicht’s mehr demonstrieren !!!
Nicht für diese Gesellschaft !!
Nie wieder Verschissmus !
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Die haben uns Kriegsgegnern schlicht den Krieg erklärt. Die machen wirklich alles um uns zu diskreditieren. Schlichte Lügen, göbbel’sche Propaganda, Hass und Hetze (vom Staat durchaus erwünscht, solange es gegen den „richtigen“ geht!) sind dabei noch die harmlosesten Sachen mit dem wir uns dabei herumplagen müssen.
Demnächst kommen noch ein orwellsches Wahrheitsministerium und andere autoritäre Repressalien sobald man vom Mainstream abweicht. Von Totalüberwachung, wovon die Gestapo und die Stasi nur träumen konnte, ganz zu schweigen!
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Es kamen nicht nur Menschen nach Dresden, die für den Frieden eintreten. Unabhängig ihrer sonstigen politischen Einstellung. Es kamen auch der Bodensatz der von der Bundesregierung finanzierten „Zivilgesellschaft“, der fälschlicherweise als „Antifa“ bezeichnet wird. Menschen, die für einen Kasten Bier und ein Handgeld als Schläger zu haben sind. Aufgerufen hatten „Linke“, SPD, Gewerkschaften…
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Hallervorden hat gut ausgeteilt. Der war 45 noch dabei, da war er 10 Jahre alt. Hut ab für seinen Mut das öffentlich zu sagen. „Kriegsertüchtigung“ – eine Anklage wegen Verwendung nationalsoz. Begriffe müssen dei Politiker wohl nicht erwarten. Dabei ist das Wort zudem noch ziemlich demagogisch, wie Friedensfaszilität für Aufrüstung.
Man schafft es mit dem rechten Framing die öffentliche Ablehnung klein zu halten.
Die Leute merken allerdings an ihrer Geldbörse das irgendwas nicht stimmt, da ist immer weniger drin und mit dem was drin ist kann man immer weniger kaufen. So wächst zur Wahl die AfD, aber die Strassen sind leer.
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Im Kontext mit der Ukraine ist das framing besonders „lustig“. Mit „Rechts“ ist ja nicht rechte Politik (wie zb Neoliberalismus) gemeint, sondern der Nationalismus der automatisch mit Rassismus gleichgesetzt wird. Rechts ist ergo böse, hat auch der Hinterletzte längst begriffen.
Gleichzeitig unterstützen sie aber die ukrainischen Nationalisten und küssen rassistischen Kotzbrocken wie einem Melnyk die Füsse. Geht ja gegen die Horden von „Untermenschen“ aus dem Osten.
Das führte dazu, das wir nun eine Brandmauer gegen „Rechts“ haben, die sich gegen 97% unbescholtene Bürger richtet die sich für Frieden einsetzen, während sie einem Todeskult mit SS-Runen und allem drum und dran zujubeln.
Schon erstaunlich was ein bisschen kognitive Dissonanz aus Menschen machen kann.
jan van aken, der held der „linken“ möchte ja auch gern deutsche truppen in den fleischwolf schicken! ein so genannter linker … das bescherte dieser partei aber 10% . das BSW wollte politisch korrekt sein und etablierte sich als blockpartei in den 3 ländern. selbst in der friedensfrage, der einzigen existenziellen frage überhaupt, arbeitete sie nicht mit der afd zusammen. es half nichts! zusammengefasst kann man sagen: die vertuschung ur-linker prinzipien und deren transport nach „rechts“ ist ein clou der deutschen think tanks (stiftungen) und sorgt bei den deutschen, die es interessiert, kaum für irritation. der deutsche dichter und denker nimmt zur kenntnis und nickt untertänigst. dass bei dieser absichtlichen begriffsverhöhnung jedes messer in der tasche aufgehen müsste – geschenkt. so ist er, der deutschmann, der inbegriff des untertans. eigene gedanken verschwinden, müssen verschwinden beim genuss deutscher medien. denn gerade das ist ja der sinn dieser medien. aber die dümmliche bereitwilligkeit ist doch das ausschlusskriterium jeglicher gesellschaftlicher änderung. nur die absolute katastrophe wird dies bewirken. das bsw im anfall „politischer korrektheit“ wurde trotzdem abgeschossen. nachdem sie sich beim wähler durch das thüringer schrecken unmöglich machten, war es ein leichtes, sie durch den in der brd üblichen wahlbetrug (schlecht nachweisbar, da dezidiert) endgültig zu killen. tja, auch devotheit (oder war es politische überzeugtheit, NICHT mit der afd in dieser frage zusammen zu arbeiten – dann aber kann die friedensfrage auch nicht als existentiell gewertet worden sein) bringt nichts! wir sehen also, die protagonisten des kapitals kennen keine Gnade. nur die UNBEUGSAMKEIT KANN RETTEN
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– Russlands Sabotage 1: Brennende Pakete in Europa | 11KM – der tagesschau-Podcast –
War zu faul mir eine halbe Stunde Hetze rein zu ziehen, aber die Schlagzeile hört sich an als arbeiteten sie an was ähnlichem wie dem nächsten Tonkin-Zwischenfall.
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Der organisierte Journalismus Hand in Hand mit dem organisierten Protest „gegen Rechts“, begleitet von den Schlägertruppen der sog. „Antifa“. Als Sprachrohre für „unsere Demokratie“ mit Hetze und Hass auf Friedensaktivisten. Willkommen im besten Deutschland aller Zeiten.
Wem immer noch nicht schlecht ist, kaufe sich eine Ausgabe der SZ, die heute mit unverhohlener Kriegspropaganda Werbung im Radio für ihr SCH****Blatt geschaltet hat.
„Wahrlich wir leben in düsteren Zeiten. „
Die Linken- oder was sich dafür hält – tun sich schwer mit ihrer Friedenspolitik, wobei sie in die eigene Falle tappen. Denn auch schon zu Zeiten der Bonner Friedensdemo gegen die Pershings war es – mehr oder weniger unausgesprochen – klar, dass die REchten die Kriegstreiber waren. Damals stimmte es auch noch angesichts der Hetze im Kalten Krieg gegen das sozialistische Lager. Das kam aus der rechten Ecke, den Antikommunisten und Revanchisten. Aber heute ist das anders. Auch offiziell als rechts Erklärte wie die AfD sind gegen den Krieg – zumindest den in der Ukraine. Dagegen sind mittlerweile viele Friedensbewegte für den Krieg – zumindest jenen sogenannten Abwehrkrieg der Ukraine gegen Russland. Hintergrund dieser Verwirrung ist ein anderes SChema: Das Gut-Schlecht-SChema. Gegen Krieg zu sein galt als gut, das war seinerzeit links, weil die Rechten nicht unbedingt für den Krieg waren, wohl aber für den Krieg gegen den Kommunismus, wenn er denn sich in anderen Teilen der Welt abspielte. Da kam es auf ein paar Millionen Opfer nicht an.
Nun aber ist das LInks-Rechts-SChema umgeschlagen in ein Gut-SChlecht-SChema. DAs war es zwar unterschwellig schon immer, aber mittlerweile ist es offensichtlich geworden. Das bringt alles durcheinander – auch die Argumentation. DAs verstehen besonders die Meinungsmacher gut zu nutzen. Immer wieder warnen sie vor rechter Unterwanderung, sie, die in früheren Zeiten keine Probleme hatten mit den rechten Putschen in aller Welt und faschistischen Regierungen auch nicht. Die Verwirrung wirkt sich besonders bei denen aus, die sich immer noch als links verstehen und verzweifelt nach dem politisch korrekten Umgang mit dem suchen, was vom eigentlichen Gegner als rechts dargestellt wird. So versucht man die eigenen VEranstaltungen oft nach rechts hin keimfrei zu halten, um der Kritik zu entkommen. Aber je mehr man das versucht, um so mehr wird von den Meinungsmachern in diese Kerbe hineingehauen. Anstatt aber zu versuchen, es diesen Recht zu machen, sollte man den Spieß umdrehen.
Immer wieder wird in Interviews der Mainstreammedien die kritische Frage nach der Beteiligung von Rechten oder AfDlern an politischen Veranstaltungen thematisiert oder gar zum Vorwurf erhoben. Immer wieder versuchen die Befragten sich zu rechtfertigen oder zu beschwichtigen. DAdurch geraten sie argumentativ in die Defensive. Stattdessen sollte man mit der Gegenfrage antworten: „FRagt IHRE Zeitung bei jedem Anzeigenkunden nach, wie er zur AfD steht? Hält IHRE Zeitung jeden Kioskbesitzer an, die Käufer IHRER ZEitung auf seine rechte GEsinnung hin zu überprüfen?“ Da ist der Spuk schnell vorbei, wenn offensichtlich wird, dass beim Geld deren Moral schnell aufhört.
Als den Handwerkern für den FRieden aus Dessau von der MItteldeutschen Zeitung der Vorwurf gemacht wurde, dass sie mit Rechten zusammen demonstriere, haben wir der Zeitung genau diese Gegenfrage gestellt. Der Vorwurf kam nie wieder. Ähnlich sollte bei Interviews in den Öffentlich-Rechtlichen vorgegangen werden. Wenn Lanz in seiner Verhörsendung mal wieder solch eine Frage stellt, sollte man ihn fragen, ob das ZDF die Fernsehgebühren nur von Leuten mit der richtigen Gesinnung annimmt. „Überprüfen SIE jeden Ihrer Zuschauer, ob er nicht vllt der AfD anhängt? So lange SIE von jedem die Fernsehgebühren einstreichen, lassen wir auch jeden auf unsere Demonstrationen zu, der gegen den Krieg ist.“ Mal sehen, wie lange Lanz und Konsorten dann noch den Moralisten geben, wenn deren Doppelmoral so öffentlich an den Pranger gestellt wird.
Das Wort „rechts“ …
…hat doch bei den deutschen Mainstreammedien lediglich folgende Bedeutung:
„von unserer eigenen guten und heiligen Meinung und der der guten und heiligen Obrigkeit abweichend“.
Entscheidend ist dabei – und das hat Herr Rauls oben schon sehr gut gesagt – dass wir es ja nicht nur mit einem vermeintlich sachlichen Gebrauch der Attribute „rechts“ und „links“ zu tun haben, sondern mit einer manichäischen Moralisierung. Der Abweichende ist nicht bloß der Abweichende, sondern der Böse.
Und die Mächtigen und die ihnen folgenden Nichtabweichler (d.h. ihre Gefolgschaft) sind nicht nur die Mächtigen, sondern angeblich die Guten.
Und damit diese recht schlichte Masche funktioniert, wird tagtäglich, besonders über „ZDF Info“, das Framing der Begriffe „rechts“ und „Nationalsozialismus“ über lange Stunden betrieben. Deshalb diese tagtägliche Berieselung mit Hitlers Krieg, Hitlers Entourage, Hitlers Bunkern, Hitlers Schäferhunden, Hitlers bösen Bauten, den Unterwelten der SS usw. usf.
Vor 50 Jahren war es umgekehrt und jeder, der damals etwas grundsätzlicher eine kritische Haltung vertrat, wurde (in Westdeutschland) als „Kommunist“ bezeichnet, was vermutlich in so manchem Fall eine Verleumdung war.
Der Grund dafür, dass Kritiker früher „Kommunist“ und heute „Rechter“ genannt werden, liegt schlichtweg daran, dass früher das Wort „Kommunist“ eine erfolgreichere Verdammung erlaubte und heute die Bezeichnung „Rechter“ (in steter Assoziierung mit NS) den so titulierten Zeitgenossen wirklungsvoller zu beschädigen scheint.
Freuen wir uns, dass es heute immer mehr Menschen gibt, die dieses billige Spielchen durchschauen, etwa Herr Hallervorden, der mir auf seine alten Tage hin immer mehr Achtung abnötigt. (Früher fand ich ihn belanglos). Manche Menschen reifen also wirklich im Alter. Schön!
Traurig nur, dass sich immer noch so viele Leute durch unsachliche und intellektuell bedeutungslose Anwürfe wie „Rechter“ usw. beeindrucken lassen. Das sind doch bloß Wörter.
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Hier läuft der gleiche Psychotrick wie bei Corona (mit Covidioten, „Rechten“, Schwurblern demonstriert man nicht), that’s all. Wieso das Rechts-Links-Thema überhaupt wieder eröffnen?
Stattdessen könnte man einmal den Versuch wagen, politikphilosophisch rechts und links wieder neu zu fundieren und das Ergebnis dem Volk präsentieren. Mal schauen, wer es kapiert und wer nicht. (Ist es „rechts“, wenn ich denke, dass sowieso nicht alle alles kapieren? – so what!)
Ich habe das Thema, mit Hilfe einer solchen argumentativen Fundierung, für mich abgehakt.
Es ist noch nicht mal mehr als Kindergartenniveau zu bezeichnen denn das wäre eine Beleidigung für Kinder.
Unterm Strich ist zu sagen dass es den Bürgerinnen und Bürgern in keinster Weise zugetraut wird sich eigenständig eine Meinung zu bilden und diese zum Ausdruck zu bringen. Wer dies tut wird in die rechte Ecke gestellt. Aber das hat sich schon und wird sich immer mehr abnutzen. Mich persönlich berührt es nicht mehr im geringsten als „rechts“ bezichtigt zu werden was auch immer heutzutage „rechts“ heißen soll. Ich bin durchaus in der Lage eine Demo oder sonstige Veranstaltung zu verlassen sollten mir die Teilnehmer und die Reden nicht zusagen. So wie ich in der Lage bin Medien abzuschalten oder das Lesen von Artikeln abzubrechen.
Ich empfinde den öffentlichen Diskurs verstärkt seit 2020 als Beleidigung meiner Intelligenz. Die wahre Katastrophe ist in meiner Auffassung eine Bildungskatastrophe.
Die Logik war das erste Opfer der politischen Pandemie und ist es jetzt auch wieder.
Jeder Mensch müsste doch mal was merken wenn ein 89 jähriger sehr beliebter Kabarettist plötzlich als rechts geframt wird!
Aber was rede ich? Es hat ja auch keiner was gesagt als die Supermärkte von innen laminiert wurden und die Absperrbänder vor der Wursttheke flatterten.
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Interessant, daß die Befähigung zum Bedienen einer Schußwaffe, gleich mit der AfD verklammert wird. Und auch noch mit Verlässlichkeit.
Nun mit Krieg scheint dann ausschließlich der Schießkrieg gemeint zu sein und nicht wodurch die Grundlagen dafür geschaffen werden, aus welchen Konfliktzonen er sonst noch resultiert.
Alles schön und gut, aber warum bietet der Westend Verlag, und die mit ihm verbundenen „Buchkomplizen“, diesem Mann – mit seinem aktuellen Buch „Shitbürgertum“ eine Bühne?
Sollte man da nicht auch vorsichtiger werden wem man die Stimme, oder nur eine Buchpublikation, beim Verlag ermöglicht, oder wenigstens erwähnen, dass früher sogar die Nachdenkseiten den Autor des Buches „Shitbürgertum“ Ulf Poschardt kritisiert haben – ob eines hohen Ordens den er von keinem geringeren als Wladimir Selenskij, dem damals noch legitimen Präsidenten der Ukraine, erhielt:
„[…]Ukraine ehrt deutsche Medien-Hilfstruppen mit Orden[…]“
Link:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=90445
Nur mal so als Fragen meinerseits, denn auch hier macht sich eine Doppelmoral breit.
Einerseits für den Frieden in der Ukraine Bücher veröffentlichen, oder völlig zu recht gegen den Krieg zu protestieren, aber andererseits einem Menschen einen Plattform zu bieten, der – wie oben bereits erwähnt – höchstordentlich von Selenskijs Bandera-Schergen geehrt wurde.
Man sollte dies wenigstens kennzeichenen, beim Overton Magazin, dem Westend Verlag, und den Buchkomplizen, wenn man schon einem solchen Mitmenschen die Möglichkeit gibt seine Bücher zu veröffentlichen.
Er darf ja ruhig veröffentlichen, aber bitte mit Kennzeichnung…..und Frage ob er den Orden noch hat ????
Apropo Doppelmoral: Mir fällt auch bei den Nachdenkseiten eine gewisse Einseitigkeit auf, denn manche, die dort in Dresden protestiert haben werden bei den Videohinweisen der Nachdenkseiten gar nicht erst erwähnt – Afdnah? Ist das der Grund warum z.B. Basta Berlin, und Uwe Steimle, keine Videos mehr den Videohinweisen der Nachdenkseiten veröffentlicht bekommen? Fällt nur mir diese Einseitigkeit auf und nein bin kein Freund der AfD, auch schon rein aus sozial- und wirtschaftspolitischen Gründen nicht, aber mir ist diese Einseitigkeit seit einiger Zeit mehr als aufgefallen – Nur mal so zum Nachdenken für Mitleser hier, die die Nachdenkseiten auch kennen, und gerne konsumieren – Ein Tipp: Die könnten die Hinweise ja dennoch veröffentlichen, aber mit den entsprechenden „Warnhinweisen“, damit Mensch selber einschätzen kann ob er die Videos konsumiert, oder letztendlich nicht konsumiert.
Zynischer Gruß
Bernie
PS: Auch andere Medien wiesen früher auf diesen hohen ukrainischen Orden, den Ulf Poschardt, für seine Pro-Ukraine-Propagana erhielt hin – nur so als Ergänzung erwähnt ????
Mit den Falschen das Richtige tun befördert das Richtige. Mit den Richtigen das Falsche tun, befördert das Falsche.
Wenn ein Sachverhalt mir wichtig ist, ist es gleichgültig, mit wessen Hilfe ich diesen erreiche. DAFÜR werden Politiker gewählt, im Sinne der Politik als Kunst des Machbaren.
Inzwischen blockieren sich die Protagonisten selbst, indem sie sich verweigern und sie versuchen, anderen die Verantwortung für ihre Verweigerung zu zuschieben.
Wer so handelt ist nicht souverän, sondern abhängig und gibt anderen Macht über eigenes Handeln.
Entweder sind se also völlig unfähig, oder sie lügen ob ihrer Ziele und/oder ihrer Beweggründe.
In beiden Fällen untragbar.
Es ist schon sehr bezeichnend, dass heute der „Kampf“ (allein die Wortwahl ist unnötig konfrontativ) GEGEN politisch Andersdenkende wichtiger erscheint als das Engagement FÜR die eigenen politischen Ziele.
Wer gegen eigene Forderungen stimmt, weil die Falschen dafür stimmen, entmachtet sich selbst und ist nicht mehr ernst zu nehmen.
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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


Quelle: Sputnik © Mikhail Klime













Quelle: www.globallookpress.com © Presse- Und Informationsamt Der/Keystone Press Agency



