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24.04.2025

Mein rechter Nebenmann im Angesicht des Krieges

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SDASM Archives, No restrictions, via Wikimedia Commons


overton-magazin.de, 24. April 2025 29 Kommentare

Am Karfreitag kamen also Rechte in Dresden zusammen, um für den Frieden einzustehen. So framt man nun das Engagement gegen den Krieg. Links? Rechts? In Fragen des Friedens und des Krieges gibt es nur richtig oder falsch. Ein Kommentar.

Jürgen Fliege hatte im Overton Magazin zur Demo in Dresden aufgerufen. Für den Karfreitag galt es: Einsatz für den Frieden. 3.500 Menschen kamen – so die offiziellen Angaben, was Interpretationsspielräume offenlässt. Mit dabei: Diether Dehm, Ulrike Guérot, Katja Ebstein, Justus Frantz, Uwe Steimle, besagter Jürgen Fliege – und per Schalte: Dieter Hallervorden. Und da auch Querdenker zugegeben waren und Jürgen Elsässer im Vorfeld auf die Demonstration aufmerksam machte, war ohnehin vorgegeben, wie man das Ereignis framen würde: Rechte Demo in Dresden oder ähnlich.

Und so kam es dann natürlich auch. Die Tageszeitungen berichteten vom Applaus von rechts, den besonders Dieter Hallervorden erhalten haben soll. Nach dessen »Skandal«, bei der ARD-Geburtstagsgala Worte verwendet zu haben, die man unter gar keinen Umständen, nicht mal in einem ganz anderen als abwertenden Kontext sagen darf, schießt sich der organisierte Journalismus nun auf seinen Auftritt in Dresden ein. Bei der Frankfurter Allgemeinen las man außerdem, dass in Dresden eine »Kurzschlussverschwörung vom Feinsten« stattgefunden habe. Als ob das Engagement, das sich gegen eine Eskalation des Krieges in der Ukraine stellt, eben mal eine spontane Schnapsidee gewesen sei.

Den pseudolinken Wahn von einst nennt man heute Qualitätsjournalismus

Es kann ja sein, dass bei dieser Veranstaltung auch Menschen waren, die im Februar die AfD in den Bundestag gewählt haben – im Duktus des Mainstreams sind das Rechte. So gesehen waren also ganz sicher Rechte zugegen. Mit Elsässer muss man nun auch nicht immer konform gehen – vorsichtig ausgedrückt. Kann alles sein, gar keine Frage. Aber warum soll man sich als friedliebender Mensch lieber daheim verkriechen, als mit anderen und andersdenkenden Menschen für die Beibehaltung des Friedens in Deutschland und Europa einzustehen? Dass der Frieden keine Haltungsnoten kennt, darauf kommen wir gleich noch zu sprechen.

Vorab aber: Wann waren in diesem Land Demonstrationen schon mal porentief rein, dem Sinne nach, dass nicht auch Leute mit von der Partie waren, deren politische Vorstellungen und Einstellungen man – gelinde gesagt – vielleicht fragwürdig hielt? Als viele Hunderttausend in Deutschland gegen das Freihandelsabkommen TTIP aufstanden, waren Menschen aus allen politischen Milieus auf der Straße. Einige Medien kritisierten die sogenannten Globalisierungsgegner und warfen auf diese Weise rechtsextreme Nationalisten, linke Neoliberalismus-Kritiker und Menschen aus der besorgten bürgerlichen Mitte in einen Topf. Das war jedoch die Ausnahme – unrühmlich damals auch: Eine einstige linke Koryphäe aus einem erlesenen Frankfurter Stadtteil, die hinter den Demonstrationen gegen TTIP antisemitische Impulse vermutete und so die Demonstranten »nazifizierte«. Dieser Unsinn war vor zehn Jahren noch das Betätigungsfeld einer Randnische – heute firmiert dieser pseudolinke Wahn allerdings als Qualitätsjournalismus im Lande.


Ich persönlich denke an meine streikenden Kollegen von einst zurück – damals war ich noch in der Ausbildung. Die IG Metall hatte zum Streik aufgerufen und die Kollegen standen vor dem Werkstor, man hatte sie ausgeschlossen. Wir Auszubildende durften nicht streiken. Doch zur Mittagspause gingen wir hinaus vor die Tore, ebenso unsere Ausbilder. Wir solidarisierten uns mit diesen Männern und Frauen, obwohl da viele darunter waren, deren politische Ansichten einem jungen Menschen in den Neunzigern suspekt sein mussten. Mancher sprach Franz Schönhuber das Wort und moserte über die »Scheißtürken«. Mit diesen »Scheißtürken« streikten sie jetzt aber zusammen – und wir zeigten unsere Solidarität. Wir hätten ja auch sagen können, dass man mit Rechten nicht streikt. Gefreut hätte es die Arbeitgeber auf alle Fälle. Was die Frage aufwerfen würde, wem es nützt, wenn man mit Rechten nicht streikt oder eben demonstriert?

Wenn der AfD-Mann Feuerschutz gibt

Bei Didier Eribon findet sich eine Analyse, die meinen Erfahrungen vor dem Werkstor irgendwann Mitte der Neunziger gleichkommt. In seiner »Rückkehr nach Reims« schreibt er von der nordfranzösischen Arbeiterschaft, die in den Siebzigern und Achtzigern sehr ausländerfeindlich gewesen sei. Sie habe die Kollegen aus Nordafrika als Gefahr betrachtet und sich abgegrenzt zu jenen fremden Malochern. Aber sobald die Gewerkschaften zum Streik aufriefen, gingen Franzosen und die Arbeiter aus den ehemaligen Kolonien gemeinsam gegen die Ausbeuter vor. Man überwand die bald gegenseitig erbrachte Abneigung und fokussierte sich auf ein gemeinsames Ziel. Den Kommunisten und den Sozialisten gelang dieser Spagat gleichermaßen, ihre Wählerschaft rekrutierte sich aus den arbeitenden Klassen, die Herkunft spielte dabei eine untergeordnete Rolle.

Die soziale Frage überwand die Abneigung nie vollkommen, aber doch so sehr, dass man gemeinsam agieren konnte und ein Faktor gegen die Mächtigen war. Das habe sich aber verändert, erklärte Eribon in seinem Werk aus dem Jahr 2014. Die neue Linke wolle keine Volksbewegung sein, sondern separiere die Gruppen ideologisch und verliere so die arbeitende Bevölkerung.

Wem nützt es also, wenn man aufgrund falscher politischer Haltungen mancher »Kampfesgenossen« gar nicht erst mitmacht? Das Framing der Dresdner Demo als rechts, weil da einige dabei gewesen sein dürften, auf die dieses Label vielleicht – vielleicht auch nicht – zutrifft, ist doch nicht dem Gebot journalistischer Wahrheit geschuldet. Es will Spaltung bezwecken und stigmatisieren. Als ob man es sich im Kampf um bestimmte politische Fragen – wie einst Kämpfe um Lohnerhöhungen und bessere Arbeitsbedingungen, gegen Freihandelsabkommen oder eben jetzt in Sachen Frieden –, leisten könnte, Mitstreiter nur deshalb zu verprellen, weil einem deren Weltbild nicht gefällt. Nach einem Krieg fragt keiner mehr nach rechts oder links, wenn es darum geht, Verschüttete zu bergen, Häuser und Straßen zu errichten oder eine Zukunft ins Auge zu fassen. Dass man das heute allerdings als ganz normal erachtet, ist der Saturiertheit geschuldet, die nur der Frieden mit sich bringt – wenn der nicht mehr ist, muss man sich beim Kriegsgefecht auf den Nebenmann verlassen, zynisch gesagt: Einer, der einem Feuerschutz gibt und AfD wählt, ist einem dann sicher lieber, als ein Linker, der kein Gewehr bedienen kann oder will.


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29 Kommentare

  1. Sieht 2020 muss man für nicht’s mehr demonstrieren !!!

    Nicht für diese Gesellschaft !!

    Nie wieder Verschissmus !

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  • Die haben uns Kriegsgegnern schlicht den Krieg erklärt. Die machen wirklich alles um uns zu diskreditieren. Schlichte Lügen, göbbel’sche Propaganda, Hass und Hetze (vom Staat durchaus erwünscht, solange es gegen den „richtigen“ geht!) sind dabei noch die harmlosesten Sachen mit dem wir uns dabei herumplagen müssen.
    Demnächst kommen noch ein orwellsches Wahrheitsministerium und andere autoritäre Repressalien sobald man vom Mainstream abweicht. Von Totalüberwachung, wovon die Gestapo und die Stasi nur träumen konnte, ganz zu schweigen!

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  • Es kamen nicht nur Menschen nach Dresden, die für den Frieden eintreten. Unabhängig ihrer sonstigen politischen Einstellung. Es kamen auch der Bodensatz der von der Bundesregierung finanzierten „Zivilgesellschaft“, der fälschlicherweise als „Antifa“ bezeichnet wird. Menschen, die für einen Kasten Bier und ein Handgeld als Schläger zu haben sind. Aufgerufen hatten „Linke“, SPD, Gewerkschaften…

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  • Hallervorden hat gut ausgeteilt. Der war 45 noch dabei, da war er 10 Jahre alt. Hut ab für seinen Mut das öffentlich zu sagen. „Kriegsertüchtigung“ – eine Anklage wegen Verwendung nationalsoz. Begriffe müssen dei Politiker wohl nicht erwarten. Dabei ist das Wort zudem noch ziemlich demagogisch, wie Friedensfaszilität für Aufrüstung.

    Man schafft es mit dem rechten Framing die öffentliche Ablehnung klein zu halten.
    Die Leute merken allerdings an ihrer Geldbörse das irgendwas nicht stimmt, da ist immer weniger drin und mit dem was drin ist kann man immer weniger kaufen. So wächst zur Wahl die AfD, aber die Strassen sind leer.

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  • Im Kontext mit der Ukraine ist das framing besonders „lustig“. Mit „Rechts“ ist ja nicht rechte Politik (wie zb Neoliberalismus) gemeint, sondern der Nationalismus der automatisch mit Rassismus gleichgesetzt wird. Rechts ist ergo böse, hat auch der Hinterletzte längst begriffen.

    Gleichzeitig unterstützen sie aber die ukrainischen Nationalisten und küssen rassistischen Kotzbrocken wie einem Melnyk die Füsse. Geht ja gegen die Horden von „Untermenschen“ aus dem Osten.

    Das führte dazu, das wir nun eine Brandmauer gegen „Rechts“ haben, die sich gegen 97% unbescholtene Bürger richtet die sich für Frieden einsetzen, während sie einem Todeskult mit SS-Runen und allem drum und dran zujubeln.

    Schon erstaunlich was ein bisschen kognitive Dissonanz aus Menschen machen kann.

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  • jan van aken, der held der „linken“ möchte ja auch gern deutsche truppen in den fleischwolf schicken! ein so genannter linker … das bescherte dieser partei aber 10% . das BSW wollte politisch korrekt sein und etablierte sich als blockpartei in den 3 ländern. selbst in der friedensfrage, der einzigen existenziellen frage überhaupt, arbeitete sie nicht mit der afd zusammen. es half nichts! zusammengefasst kann man sagen: die vertuschung ur-linker prinzipien und deren transport nach „rechts“ ist ein clou der deutschen think tanks (stiftungen) und sorgt bei den deutschen, die es interessiert, kaum für irritation. der deutsche dichter und denker nimmt zur kenntnis und nickt untertänigst. dass bei dieser absichtlichen begriffsverhöhnung jedes messer in der tasche aufgehen müsste – geschenkt. so ist er, der deutschmann, der inbegriff des untertans. eigene gedanken verschwinden, müssen verschwinden beim genuss deutscher medien. denn gerade das ist ja der sinn dieser medien. aber die dümmliche bereitwilligkeit ist doch das ausschlusskriterium jeglicher gesellschaftlicher änderung. nur die absolute katastrophe wird dies bewirken. das bsw im anfall „politischer korrektheit“ wurde trotzdem abgeschossen. nachdem sie sich beim wähler durch das thüringer schrecken unmöglich machten, war es ein leichtes, sie durch den in der brd üblichen wahlbetrug (schlecht nachweisbar, da dezidiert) endgültig zu killen. tja, auch devotheit (oder war es politische überzeugtheit, NICHT mit der afd in dieser frage zusammen zu arbeiten – dann aber kann die friedensfrage auch nicht als existentiell gewertet worden sein) bringt nichts! wir sehen also, die protagonisten des kapitals kennen keine Gnade. nur die UNBEUGSAMKEIT KANN RETTEN

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  • – Russlands Sabotage 1: Brennende Pakete in Europa | 11KM – der tagesschau-Podcast –
    War zu faul mir eine halbe Stunde Hetze rein zu ziehen, aber die Schlagzeile hört sich an als arbeiteten sie an was ähnlichem wie dem nächsten Tonkin-Zwischenfall.

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  • Der organisierte Journalismus Hand in Hand mit dem organisierten Protest „gegen Rechts“, begleitet von den Schlägertruppen der sog. „Antifa“. Als Sprachrohre für „unsere Demokratie“ mit Hetze und Hass auf Friedensaktivisten. Willkommen im besten Deutschland aller Zeiten.
    Wem immer noch nicht schlecht ist, kaufe sich eine Ausgabe der SZ, die heute mit unverhohlener Kriegspropaganda Werbung im Radio für ihr SCH****Blatt geschaltet hat.
    „Wahrlich wir leben in düsteren Zeiten. „

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  • Die Linken- oder was sich dafür hält – tun sich schwer mit ihrer Friedenspolitik, wobei sie in die eigene Falle tappen. Denn auch schon zu Zeiten der Bonner Friedensdemo gegen die Pershings war es – mehr oder weniger unausgesprochen – klar, dass die REchten die Kriegstreiber waren. Damals stimmte es auch noch angesichts der Hetze im Kalten Krieg gegen das sozialistische Lager. Das kam aus der rechten Ecke, den Antikommunisten und Revanchisten. Aber heute ist das anders. Auch offiziell als rechts Erklärte wie die AfD sind gegen den Krieg – zumindest den in der Ukraine. Dagegen sind mittlerweile viele Friedensbewegte für den Krieg – zumindest jenen sogenannten Abwehrkrieg der Ukraine gegen Russland. Hintergrund dieser Verwirrung ist ein anderes SChema: Das Gut-Schlecht-SChema. Gegen Krieg zu sein galt als gut, das war seinerzeit links, weil die Rechten nicht unbedingt für den Krieg waren, wohl aber für den Krieg gegen den Kommunismus, wenn er denn sich in anderen Teilen der Welt abspielte. Da kam es auf ein paar Millionen Opfer nicht an.
    Nun aber ist das LInks-Rechts-SChema umgeschlagen in ein Gut-SChlecht-SChema. DAs war es zwar unterschwellig schon immer, aber mittlerweile ist es offensichtlich geworden. Das bringt alles durcheinander – auch die Argumentation. DAs verstehen besonders die Meinungsmacher gut zu nutzen. Immer wieder warnen sie vor rechter Unterwanderung, sie, die in früheren Zeiten keine Probleme hatten mit den rechten Putschen in aller Welt und faschistischen Regierungen auch nicht. Die Verwirrung wirkt sich besonders bei denen aus, die sich immer noch als links verstehen und verzweifelt nach dem politisch korrekten Umgang mit dem suchen, was vom eigentlichen Gegner als rechts dargestellt wird. So versucht man die eigenen VEranstaltungen oft nach rechts hin keimfrei zu halten, um der Kritik zu entkommen. Aber je mehr man das versucht, um so mehr wird von den Meinungsmachern in diese Kerbe hineingehauen. Anstatt aber zu versuchen, es diesen Recht zu machen, sollte man den Spieß umdrehen.
    Immer wieder wird in Interviews der Mainstreammedien die kritische Frage nach der Beteiligung von Rechten oder AfDlern an politischen Veranstaltungen thematisiert oder gar zum Vorwurf erhoben. Immer wieder versuchen die Befragten sich zu rechtfertigen oder zu beschwichtigen. DAdurch geraten sie argumentativ in die Defensive. Stattdessen sollte man mit der Gegenfrage antworten: „FRagt IHRE Zeitung bei jedem Anzeigenkunden nach, wie er zur AfD steht? Hält IHRE Zeitung jeden Kioskbesitzer an, die Käufer IHRER ZEitung auf seine rechte GEsinnung hin zu überprüfen?“ Da ist der Spuk schnell vorbei, wenn offensichtlich wird, dass beim Geld deren Moral schnell aufhört.
    Als den Handwerkern für den FRieden aus Dessau von der MItteldeutschen Zeitung der Vorwurf gemacht wurde, dass sie mit Rechten zusammen demonstriere, haben wir der Zeitung genau diese Gegenfrage gestellt. Der Vorwurf kam nie wieder. Ähnlich sollte bei Interviews in den Öffentlich-Rechtlichen vorgegangen werden. Wenn Lanz in seiner Verhörsendung mal wieder solch eine Frage stellt, sollte man ihn fragen, ob das ZDF die Fernsehgebühren nur von Leuten mit der richtigen Gesinnung annimmt. „Überprüfen SIE jeden Ihrer Zuschauer, ob er nicht vllt der AfD anhängt? So lange SIE von jedem die Fernsehgebühren einstreichen, lassen wir auch jeden auf unsere Demonstrationen zu, der gegen den Krieg ist.“ Mal sehen, wie lange Lanz und Konsorten dann noch den Moralisten geben, wenn deren Doppelmoral so öffentlich an den Pranger gestellt wird.

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  • Das Wort „rechts“ …

    …hat doch bei den deutschen Mainstreammedien lediglich folgende Bedeutung:
    „von unserer eigenen guten und heiligen Meinung und der der guten und heiligen Obrigkeit abweichend“.

    Entscheidend ist dabei – und das hat Herr Rauls oben schon sehr gut gesagt – dass wir es ja nicht nur mit einem vermeintlich sachlichen Gebrauch der Attribute „rechts“ und „links“ zu tun haben, sondern mit einer manichäischen Moralisierung. Der Abweichende ist nicht bloß der Abweichende, sondern der Böse.
    Und die Mächtigen und die ihnen folgenden Nichtabweichler (d.h. ihre Gefolgschaft) sind nicht nur die Mächtigen, sondern angeblich die Guten.

    Und damit diese recht schlichte Masche funktioniert, wird tagtäglich, besonders über „ZDF Info“, das Framing der Begriffe „rechts“ und „Nationalsozialismus“ über lange Stunden betrieben. Deshalb diese tagtägliche Berieselung mit Hitlers Krieg, Hitlers Entourage, Hitlers Bunkern, Hitlers Schäferhunden, Hitlers bösen Bauten, den Unterwelten der SS usw. usf.

    Vor 50 Jahren war es umgekehrt und jeder, der damals etwas grundsätzlicher eine kritische Haltung vertrat, wurde (in Westdeutschland) als „Kommunist“ bezeichnet, was vermutlich in so manchem Fall eine Verleumdung war.

    Der Grund dafür, dass Kritiker früher „Kommunist“ und heute „Rechter“ genannt werden, liegt schlichtweg daran, dass früher das Wort „Kommunist“ eine erfolgreichere Verdammung erlaubte und heute die Bezeichnung „Rechter“ (in steter Assoziierung mit NS) den so titulierten Zeitgenossen wirklungsvoller zu beschädigen scheint.

    Freuen wir uns, dass es heute immer mehr Menschen gibt, die dieses billige Spielchen durchschauen, etwa Herr Hallervorden, der mir auf seine alten Tage hin immer mehr Achtung abnötigt. (Früher fand ich ihn belanglos). Manche Menschen reifen also wirklich im Alter. Schön!

    Traurig nur, dass sich immer noch so viele Leute durch unsachliche und intellektuell bedeutungslose Anwürfe wie „Rechter“ usw. beeindrucken lassen. Das sind doch bloß Wörter.

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  • Hier läuft der gleiche Psychotrick wie bei Corona (mit Covidioten, „Rechten“, Schwurblern demonstriert man nicht), that’s all. Wieso das Rechts-Links-Thema überhaupt wieder eröffnen?

    Stattdessen könnte man einmal den Versuch wagen, politikphilosophisch rechts und links wieder neu zu fundieren und das Ergebnis dem Volk präsentieren. Mal schauen, wer es kapiert und wer nicht. (Ist es „rechts“, wenn ich denke, dass sowieso nicht alle alles kapieren? – so what!)

    Ich habe das Thema, mit Hilfe einer solchen argumentativen Fundierung, für mich abgehakt.

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  • Es ist noch nicht mal mehr als Kindergartenniveau zu bezeichnen denn das wäre eine Beleidigung für Kinder.
    Unterm Strich ist zu sagen dass es den Bürgerinnen und Bürgern in keinster Weise zugetraut wird sich eigenständig eine Meinung zu bilden und diese zum Ausdruck zu bringen. Wer dies tut wird in die rechte Ecke gestellt. Aber das hat sich schon und wird sich immer mehr abnutzen. Mich persönlich berührt es nicht mehr im geringsten als „rechts“ bezichtigt zu werden was auch immer heutzutage „rechts“ heißen soll. Ich bin durchaus in der Lage eine Demo oder sonstige Veranstaltung zu verlassen sollten mir die Teilnehmer und die Reden nicht zusagen. So wie ich in der Lage bin Medien abzuschalten oder das Lesen von Artikeln abzubrechen.
    Ich empfinde den öffentlichen Diskurs verstärkt seit 2020 als Beleidigung meiner Intelligenz. Die wahre Katastrophe ist in meiner Auffassung eine Bildungskatastrophe.
    Die Logik war das erste Opfer der politischen Pandemie und ist es jetzt auch wieder.
    Jeder Mensch müsste doch mal was merken wenn ein 89 jähriger sehr beliebter Kabarettist plötzlich als rechts geframt wird!
    Aber was rede ich? Es hat ja auch keiner was gesagt als die Supermärkte von innen laminiert wurden und die Absperrbänder vor der Wursttheke flatterten.

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  • Interessant, daß die Befähigung zum Bedienen einer Schußwaffe, gleich mit der AfD verklammert wird. Und auch noch mit Verlässlichkeit.
    Nun mit Krieg scheint dann ausschließlich der Schießkrieg gemeint zu sein und nicht wodurch die Grundlagen dafür geschaffen werden, aus welchen Konfliktzonen er sonst noch resultiert.

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  • Alles schön und gut, aber warum bietet der Westend Verlag, und die mit ihm verbundenen „Buchkomplizen“, diesem Mann – mit seinem aktuellen Buch „Shitbürgertum“ eine Bühne?

    Sollte man da nicht auch vorsichtiger werden wem man die Stimme, oder nur eine Buchpublikation, beim Verlag ermöglicht, oder wenigstens erwähnen, dass früher sogar die Nachdenkseiten den Autor des Buches „Shitbürgertum“ Ulf Poschardt kritisiert haben – ob eines hohen Ordens den er von keinem geringeren als Wladimir Selenskij, dem damals noch legitimen Präsidenten der Ukraine, erhielt:

    „[…]Ukraine ehrt deutsche Medien-Hilfstruppen mit Orden[…]“

    Link:

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=90445

    Nur mal so als Fragen meinerseits, denn auch hier macht sich eine Doppelmoral breit.

    Einerseits für den Frieden in der Ukraine Bücher veröffentlichen, oder völlig zu recht gegen den Krieg zu protestieren, aber andererseits einem Menschen einen Plattform zu bieten, der – wie oben bereits erwähnt – höchstordentlich von Selenskijs Bandera-Schergen geehrt wurde.

    Man sollte dies wenigstens kennzeichenen, beim Overton Magazin, dem Westend Verlag, und den Buchkomplizen, wenn man schon einem solchen Mitmenschen die Möglichkeit gibt seine Bücher zu veröffentlichen.

    Er darf ja ruhig veröffentlichen, aber bitte mit Kennzeichnung…..und Frage ob er den Orden noch hat ????

    Apropo Doppelmoral: Mir fällt auch bei den Nachdenkseiten eine gewisse Einseitigkeit auf, denn manche, die dort in Dresden protestiert haben werden bei den Videohinweisen der Nachdenkseiten gar nicht erst erwähnt – Afdnah? Ist das der Grund warum z.B. Basta Berlin, und Uwe Steimle, keine Videos mehr den Videohinweisen der Nachdenkseiten veröffentlicht bekommen? Fällt nur mir diese Einseitigkeit auf und nein bin kein Freund der AfD, auch schon rein aus sozial- und wirtschaftspolitischen Gründen nicht, aber mir ist diese Einseitigkeit seit einiger Zeit mehr als aufgefallen – Nur mal so zum Nachdenken für Mitleser hier, die die Nachdenkseiten auch kennen, und gerne konsumieren – Ein Tipp: Die könnten die Hinweise ja dennoch veröffentlichen, aber mit den entsprechenden „Warnhinweisen“, damit Mensch selber einschätzen kann ob er die Videos konsumiert, oder letztendlich nicht konsumiert.

    Zynischer Gruß
    Bernie

    PS: Auch andere Medien wiesen früher auf diesen hohen ukrainischen Orden, den Ulf Poschardt, für seine Pro-Ukraine-Propagana erhielt hin – nur so als Ergänzung erwähnt ????

    Antworten

  • Mit den Falschen das Richtige tun befördert das Richtige. Mit den Richtigen das Falsche tun, befördert das Falsche.

    Wenn ein Sachverhalt mir wichtig ist, ist es gleichgültig, mit wessen Hilfe ich diesen erreiche. DAFÜR werden Politiker gewählt, im Sinne der Politik als Kunst des Machbaren.
    Inzwischen blockieren sich die Protagonisten selbst, indem sie sich verweigern und sie versuchen, anderen die Verantwortung für ihre Verweigerung zu zuschieben.
    Wer so handelt ist nicht souverän, sondern abhängig und gibt anderen Macht über eigenes Handeln.

    Entweder sind se also völlig unfähig, oder sie lügen ob ihrer Ziele und/oder ihrer Beweggründe.

    In beiden Fällen untragbar.

    Es ist schon sehr bezeichnend, dass heute der „Kampf“ (allein die Wortwahl ist unnötig konfrontativ) GEGEN politisch Andersdenkende wichtiger erscheint als das Engagement FÜR die eigenen politischen Ziele.
    Wer gegen eigene Forderungen stimmt, weil die Falschen dafür stimmen, entmachtet sich selbst und ist nicht mehr ernst zu nehmen.

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    Info: https://overton-magazin.de/kommentar/gesellschaft-kommentar/mein-rechter-nebenmann-im-angesicht-des-krieges/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    24.04.2025

    DGB und 1. Mai

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 24. April 2025, 10:57 Uhr


    (…) Wer etwa bei den zentralen 1.-Mai-Feierlichkeiten einen Stand beim

    DGB in Lübeck anmelden möchte, muss sich mit einer langen Liste von

    »Werten des DGB« identifizieren. Darunter: die »uneingeschränkte

    Solidarität mit der Ukraine – wir erkennen W. Putin als alleinigen

    Aggressor an«, »Bekenntnis zu Europa und zu NATO-Mitgliedschaft«,

    »Solidarität mit Israel und den zivilen Opfern der kriegerischen

    Auseinandersetzung im Gazastreifen«, »Bekenntnis zur Richtigkeit des

    Sondervermögens, um in die Zukunft zu investieren«. (…)



    https://www.jungewelt.de/artikel/498674.dgb-f%C3%BCr-verteidigungsf%C3%A4higkeit-ostermarscherkl%C3%A4rung-mit-folgen.html

    24.4.2025


    *Ostermarscherklärung mit Folgen

    */Von Susanne Knütter


    /Gerade jetzt müssten die Aufrüstungspläne der Bundesregierung

    hinterfragt und Abrüstung verlangt werden. Auch mit Blick auf die

    Geschichte. Mit seinem »Ostermarschaufruf« hat der Deutsche

    Gewerkschaftsbund genau das Gegenteil gemacht. Die »Erklärung des DGB zu

    den Ostermärschen 2025« liest sich vielmehr wie eine Distanzierung von

    dem, wofür die Ostermärsche traditionell stehen. Das musste Widerspruch

    provozieren.


    Die Friedenskooperative nannte das Plädoyer des DGB-Bundesvorstands für

    »verstärkte Anstrengungen«, um »gemeinsam verteidigungsfähig zu werden«,

    ein »fatales Zeichen«. Irritiert zeigte sie sich auch darüber, dass der

    DGB die »neuen Möglichkeiten für schuldenfinanzierte

    Verteidigungsausgaben« und deren Erweiterung über militärische

    Ausstattung hinaus begrüßt. Sie musste konstatieren: »Gerade deshalb

    freuen wir uns, dass sich viele Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen

    nicht haben beirren lassen und sich an den Ostermärschen beteiligt

    haben«, heißt es in einer Erklärung vom 22. April.


    Aus Sicht der Initiative »Sagt Nein!« ist die Ostermarscherklärung des

    DGB kein Ausrutscher

    <https://www.change.org/p/sagt-nein-gewerkschafter-innen-gegen-krieg-militarismus-und-burgfrieden/u/33443270>,

    sondern eine Weiterentwicklung des Kurses hin zum Krieg. »Die

    Grundgesetzänderung für zügelloses Aufrüsten in Billionenhöhe ist

    erfolgt, der Koalitionsvertrag zur Kriegsausrichtung des ganzen Landes

    zu Papier gebracht, die Medien überschlagen sich mit dem Ruf nach noch

    mehr ›Kriegstüchtigkeit‹, und selbst der DGB bläst ausgerechnet mit

    seinem Aufruf zum Ostermarsch in das gleiche Horn (…).« Wer im 80. Jahr

    der Befreiung »vom Hitlerfaschismus nicht die deutschen Kriegsgewinnler

    wie Siemens, BMW, Thyssen und Co. ins Visier nimmt, sondern Aufrüstung

    zu deren Profit und Nutzen fordert, macht sich zum Handlanger der

    deutschen Kriegsverbrecher«. Wer »Deutschland und Europa gegen Russland,

    USA und China aufrüsten und ›kriegstüchtig‹ machen will, dreht mit am

    Rad zum dritten Weltkrieg.«


    Die Wirkung der DGB-Erklärung müssen Gewerkschafter und politische

    Organisationen dieser Tage bereits ganz praktisch erfahren. Wer etwa bei

    den zentralen 1.-Mai-Feierlichkeiten einen Stand beim DGB in Lübeck

    anmelden möchte, muss sich mit einer langen Liste von »Werten des DGB«

    identifizieren. Darunter: die »uneingeschränkte Solidarität mit der

    Ukraine – wir erkennen W. Putin als alleinigen Aggressor an«,

    »Bekenntnis zu Europa und zu NATO-Mitgliedschaft«, »Solidarität mit

    Israel und den zivilen Opfern der kriegerischen Auseinandersetzung im

    Gazastreifen«, »Bekenntnis zur Richtigkeit des Sondervermögens, um in

    die Zukunft zu investieren«.


    Wer nachfragt, wer über solche Anforderungen entscheidet und begründeten

    Widerspruch an der Gesinnungsliste äußert, die ein Bekenntnis zu Staaten

    und Staatenbündnissen einfordert und eine Positionierung gegen das

    gesamte Aufrüstungsprogramm unmöglich macht, wird vom Lübecker DGB nicht

    zuletzt auf die offiziellen DGB-Erklärungen und explizit dessen

    Ostermarschaufruf verwiesen.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    24.04.2025

    Peskow: Kiew muss seine Truppen aus vier Regionen abziehen, dann ist sofort Frieden

    freedert.online, 24 Apr. 2025 08:01 Uhr

    In einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit dem französischen "Le Point" machte der Kremlsprecher Dmitri Peskow mehrere Aussagen zum Krieg in der Ukraine, seinem möglichen Ende, einem persönlichen Treffen von Donald Trump und Wladimir Putin sowie zu Gaslieferungen in die Ukraine.


    Quelle: Sputnik © Kristina Kormilizyna, RIA Nowosti


    Der russische Präsidentensprecher Dmitri Peskow am 17.03.2025 vor einem Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem tadschikischen Präsidenten Emomali Rachmon.


    Der Konflikt in der Ukraine würde sofort enden, wenn Kiew seine Truppen aus vier der sechs Regionen abziehen würde, die in der russischen Verfassung verankert sind und in denen heute gekämpft wird, sagte Präsidentensprecher Dmitri Peskow in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der französischen Zeitschrift Le Point

    Wladimir Putin unterstütze die Idee eines vollständigen Waffenstillstands, so Peskow, vorher müssen jedoch wichtige Eckpunkte eines solchen Abkommens geklärt werden, einschließlich der Frage, ob Europa während der Kampfpause Waffen an Kiew liefern wird. Der Rücktritt von Wladimir Selenskij gehöre nicht zu den Forderungen Moskaus. Das Problem sehe Moskau aber darin, dass alle von ihm unterzeichneten Verträge wegen seiner Illegitimität von einer Nachfolgeregierung angefochten werden könnten. Zudem habe der Kiewer Machthaber die ukrainischen Streitkräfte nicht vollständig unter Kontrolle ‒ einige nationalistische Einheiten gehorchen ihm nicht, was ein großes Hindernis für Friedensbemühungen darstellt.


    Trump beschuldigt Selenskij, Friedensgespräche zu behindern





    Trump beschuldigt Selenskij, Friedensgespräche zu behindern






    Eine Fristsetzung für die Erreichung eines Waffenstillstands hält Moskau für nicht angemessen.

    Die Ukraine sollte künftig ein neutraler Staat sein, ihre NATO-Mitgliedschaft stellt eine Bedrohung für die Sicherheit Russlands dar, sagte der Kremlsprecher. Weder der französische Präsident Emmanuel Macron noch andere europäische Staats- und Regierungschefs wollten auf Putin hören, als ihnen gesagt wurde, dass Moskau (mit den Expansionsplänen der NATO) aus sicherheitspolitischer Sicht in die Enge getrieben wurde. Nun hat der Kiewer Machthaber Europa und die USA in den Krieg gegen Russland hineingezogen und macht sich selbst zum Mittelpunkt von allem "Antirussischen" auf der Welt.

    Peskow äußerte sich auch zu einem möglichen Treffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit dem US-Präsidenten Donald Trump. Vorbereitungsarbeiten dafür seien "im Gange". Beide verstehen, dass es absurd ist, den Dialog zu verweigern, und sind sich einig in ihrer Bereitschaft, komplexe Fragen in Gesprächen zu lösen. Ein Treffen müsse aber produktiv sein, beide Staatsoberhäupter wollen Ergebnisse. 

    Auch die Frage einer möglichen Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen nach Europa wurde am Mittwoch angesprochen. Falls die USA die Kontrolle über das Gasnetz zwischen Russland und Europa übernehmen, sei Gazprom bereit, mit dem neuen Eigentümer einen Vertrag über die Lieferung zu verhandeln, sagte Peskow. Moskau sieht, dass einige europäische Länder willens sind, russisches Gas zu kaufen, und ist bereit, auf Grundlage der Marktbedingungen zu verhandeln.


    Mehr zum Thema ‒ "Waffenstillstand ist unrealistisch": Die Welt hat Russlands "Njet" gehört


    Screenshot_2025_04_24_at_12_25_52_Peskow_Kiew_muss_seine_Truppen_aus_vier_Regionen_abziehen_dann_ist_sofort_Frieden_RT_DE

    Video https://vkvideo.ru/video-134310637_456283510?ref_domain=freedert.online Dauer 2:02 min


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
    Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
    Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

    Info: https://freedert.online/russland/243205-peskow-kiew-muss-seine-truppen-abziehen/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    24.04.2025

    Milde Strafen gegen US-Konzerne – und keiner will dafür gerade stehen

    lostineu.eu, 24. April 2025

    Mitten im Handelskrieg mit US-Präsident Trump geht die EU gegen zwei große amerikanische Digitalkonzerne vor. Doch für die vergleichsweise milden Strafen will niemand gerade stehen.

    Der Computer-Hersteller Apple soll 500 Mill. Euro und die Facebook-Mutter Meta 200 Mill. Euro Strafe zahlen. Die Firmen hätten gegen das Internet-Gesetz „Digital Markets Act (DMA)“ verstoßen, teilte die EU-Kommission mit.

    Es ist das erste Mal, daß die EU Strafen nach dem DMA verhängt. Das 2022 erlassene Gesetz verpflichtet große Internetkonzerne unter anderem dazu, ihre Plattformen für Konkurrenten zu öffnen.

    Bei Verstößen kann Brüssel Geldbußen von bis zu zehn Prozent des Konzernumsatzes verhängen. Die nun verkündeten Strafen bleiben allerdings weit darunter. Warum das so ist, blieb offen.

    Die für Digitalpolitik zuständigen EU-Kommissare Teresa Ribera und Henna Virkkunen wollten ihre Entscheidung nicht – wie sonst üblich – persönlich vorstellen und begründen.

    Sie ließen sich entschuldigen, angeblich aus Termingründen. Beobachter in Brüssel gehen jedoch davon aus, daß die Kommissare versuchen, einer Konfrontation mit Trump auszuweichen.

    Der US-Präsident hat seine Zölle auch mit angeblich unfairen EU-Gesetzen begründet. Die EU-Strafen könnte er nun zum Anlass nehmen, um den Druck weiter zu erhöhen. Auch Kommissionschefin von der Leyen duckt sich weg…

    Weiterlesen auf taz.de

    P.S. Das Verfahren gegen Meta könnte weit reichende Konsequenzen haben. Die EU-Kommission meint nämlich, es sei ein Verstoß gegen die Regeln, wenn Nutzer von Facebook und Instagram zwischen einem Bezahlmodell und der Preisgabe von Daten wählen müssen. Genau das machen aber fast alle Webseiten der deutschen Verlage…

    ‹ Israels Kriege: In Gaza war es noch nie so schlimm › Ukraine: Offener Streit um das “letzte Angebot”

    1 Comment

    1. Monika
      24. April 2025 @ 10:40

      …will niemand gerade stehen…
      Wie ich den post verstanden habe, weigern die Verantwortlichen der Kommissionsriege sich, ihre Arbeit zu machen, für die wir sie teuer alimentieren! Sie ziehen es vor “Trump aus zu weichen”. Auf after-Trump warten also. Keine eigenständige EU-Politik solange der Mann im Amt ist… Leute, Leute!
      Der Alte macht gerade vor, wie die USA selbst aus dem verfahrenen Ukrainekonflikt noch Gewinn schlagen kann indem er auf der Klaviatur der Lebenslügen anderer Nationen klimpert. Deutschland vorneweg, hier hat die Nachkriegspropaganda der USA das Gehirn nicht nur gewaschen, es ist beim Waschvorgang wohl kräftig eingegangen und verfilzt! Wir sollten uns vom Hirn unserer imaginierten “Feinde” ein paar skills abschauen und hoffen, dass wir -bei guter Führung- in nicht allzu langer Zeit in der neuen multipolaren Wirklichkeit mitmachen dürfen…

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    Info: https://lostineu.eu/dma-eu-kommission-duckt-sich-weg/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




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    Israels Kriege: In Gaza war es noch nie so schlimm


    lostineu.eu, vom 23. April 2025

    Der Gazastreifen erlebt nach Uno-Angaben die schlimmste humanitäre Krise seit Beginn des Krieges vor mehr als eineinhalb Jahren. Hilfe für die Zivilbevölkerung werde durch israelische Militärangriffe, die seit mehr als 50 Tagen andauernde Blockade humanitärer Hilfslieferungen, tödliche Angriffe auf Helfer sowie massive Bewegungs-Einschränkungen in dem Küstenstreifen behindert, heißt es in einem Bericht des UN-Nothilfebüros, aus dem der “Standard” zitiert. Der EU ist das allerdings keine Rede wert. Immerhin haben sich Deutschland, Frankreich und das UK zu einem Appell an Israel aufgerafft: Die Blockade “muss enden”. Mit Sanktionen drohen sie aber nicht. Die EU hatte im Februar wieder normale Beziehungen zu Israel aufgenommen, der EU-Gipfel stellte einen Freibrief aus…

    ‹ Update Ukraine: London verschiebt brisante Friedensgespräche › Milde Strafen gegen US-Konzerne – und keiner will dafür gerade stehen

    8 Comments

    1. Andreas Mathys
      24. April 2025 @ 10:39

      Einfach nur erbärmlich! Israel war schon immer ein Unrechtsstaat. Seit den unerhörten bis heute und wie lange noch dauernden Racheakten nach dem Aufstand der Hamas, ist er nun ein Schurkenstaat. Man kann es leider nicht anders sagen. Und der kann tun und lassen was er will, ohne jegliche Sanktionen befürchten zu müssen.

    Antworten

  • Titi
    24. April 2025 @ 10:15

    Entscheidend ist auch (und vor allem) der Freibrief von Trump (wie zuvor Bidens Freibrief) für Israel. Zwar bestreitet der US-Präsident, die Gaza- Bewohner umsiedeln zu wollen, um daraus „eine Riviera“ zu machen, aber er bzw. die USA werden Israel weiterhin mit Waffen unterstützen.

    Antworten

    • Monika
      24. April 2025 @ 11:01

      Stellen wir uns nur mal kurz vor:
      Die USA übernehmen Westjordanland und GAZA als amerikanisches Protektorat. Israel kann sich “sicher” fühlen wie in Abrahams Schoß, aber die Palästinener könnten sicher sein vor den Siedlerattacken und Stromsperrungen, der gewollten Wasserverknappung, dem Terror der israelischen Armee… Die würden sich fühlen wie im Paradies.
      Woran scheitert die Verwirklichung eines solchen Traums?

      Antworten

  • hg
    24. April 2025 @ 08:49

    “Frieden wird es geben, wenn die Araber ihre Kinder mehr lieben, als sie uns hassen.”
    Golda Meir

    Antworten

    • Monika
      24. April 2025 @ 11:05

      … und die Israelis die Palästinenser weniger hassen als sich selbst.
      Nur wer sich im Innersten selbst hasst, ist zu einem Verhalten fähig, wie es die Regierung von Israel und ihre Befehlsempfänger gerade vorexerziereen.

      Antworten

  • Erneuerung
    24. April 2025 @ 08:43

    Israel ist Teil der “regelbasierten Ordnung”, die gerade zusammenbricht und deshalb auch vom deep state in den USA am Leben gehalten wird. Menschenleben spielen überhaupt keine Rolle, besonders dann nicht, wenn es sich um “Tiere” handelt. Die Krönung der Perversität besteht darin, neben direktem Tod auch den langsamen Tod zu praktizieren. Sowas tut man noch nicht einmal Nutztieren an. Dieses System ist am Ende, es ist nur eine Verschleppung.

    Antworten

  • Michael
    23. April 2025 @ 17:19

    „ Immerhin haben sich Deutschland, Frankreich und das UK zu einem Appell an Israel aufgerafft: Die Blockade “muss enden.“
    Reine Lippenbekenntnisse mit Alibifunktion!

    Antworten

  • KK
    23. April 2025 @ 17:18

    Vor dem Völkerrecht sind eben alle gleich…
    [Faktencheck ausdrücklich erwünscht]

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    Info: https://lostineu.eu/in-gaza-war-es-noch-nie-so-schlimm/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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    Update Ukraine: London verschiebt brisante Friedensgespräche


    lostineu.eu, vom 23. April 2025

    Streit lag in der Luft. Zudem gab es brisante Enthüllungen über russische und amerikanische Pläne für einen Waffenstillstand in der Ukraine. Und dann sagte auch noch US-Außenminister Rubio ab. Nun hat die britische Regierung die Notbremse gezogen und die Friedensgespräche in London auf einen unbekannten Termin verschoben. “Das Treffen der Außenminister im Rahmen der Ukraine-Friedensgespräche wird heute verschoben”, erklärte das britische Außenministerium. Stattdessen würden die Gespräche auf Arbeitsebene fortgesetzt und seien “nicht presseöffentlich”. Zu den kontroversen Themen zählte die Zukunft der Krim, aber auch die harte Haltung der Europäer etwa bei den Sanktionen gegen Russland. Die EU stand einer Einigung bis zuletzt im Weg.

    Mehr hier und Update hier

    P.S. Die EU habe keinen “Plan B”, falls sich die USA aus den Friedensgesprächen zurückziehen, sagte ein Kommissionssprecher in Brüssel. Es gehe darum, dass die Ukraine aus einer “Position der Stärke” handeln könne. Daher werde man noch mehr Waffen liefern. “Crimea is Ukraine”, fügte er auf Nachfrage hinzu…

    ‹ Ukraine: EU streitet mit USA über Frieden – Kommt es zum Schwur? › Israels Kriege: In Gaza war es noch nie so schlimm

    8 Comments

    1. Josef Berchtold
      24. April 2025 @ 10:49

      Schnellstens mehr Luftverteidigung an die Ukraine liefern. Es scheint, dass die Verhandlungen sich hinziehen. Luftverteidigung muss die Ukraine ohnehin haben, denn Putin vertraut man in der Ukraine nie und nimmer. Potentaten sind unberechenbar und Putin ist ein brutaler Diktator.

    Antworten

    • ebo
      24. April 2025 @ 10:54

      Das sagt sich so leicht daher. Luftverteidigungs-Systeme sind rar. Brüssel verfügt über kein einziges, dabei ist hier der Sitz von EU und Nato!

      Antworten

    • Andreas Mathys
      24. April 2025 @ 11:17

      Lesen Sie doch bitte mal das kleine Buch von Benjamin Abelow “Wie der Westen den Krieg in die Ukraine brachte”.

      Antworten

  • Titi
    24. April 2025 @ 09:54

    Die Krim war ab 1991 bis 2014 eine Autonomie (die einzige Region mit Autonomiestatus innerhalb der Ukraine) und war somit (seit der ukrainischen Unabhängigkeit 1991) nie 100% ukrainisch gewesen. Übrigens soll die Übergabe der Krim unter Chruschtschow im Jahr 1954 an die damalige Ukrainische Sowjetrepublik rechtlich nicht unumstritten gewesen sein.

    Antworten

  • WBD
    23. April 2025 @ 15:50

    Blöd eigentlich, liebe EUropäer, wenn eure Hochrüstung erst in den nächsten Jahren so richtig hoch läuft, ihr aber jetzt schon mit voller Rechthaberei auf den Konflikt zulauft. Die russische Rüstungsproduktion läuft zur Zeit schon ziemlich flott, und die Soldaten sind gut in Übung.
    Wie steht’s denn um den sogenannten ‘Wehrwillen’ in Deutschland und der EU? Für die Ukraine sterben?? Ich glaube nicht, daß das bei den Betroffenen so richtig populär wäre…

    Antworten

  • Guido B.
    23. April 2025 @ 15:40

    Lustigerweise beteuern sowohl Selenski als auch Putin bei jeder Gelegenheit, dass sie offen für Friedensverhandlungen seien. Aber gleichzeitig definieren sie Frieden nicht als Verhandlungsergebnis, sondern als bedingungslose Kapitulation des Feindes. Sie reden von Frieden und meinen die Erfüllung ihrer Kriegsziele.
    Wenn ich Trump wäre, würde ich eher heute als morgen den europäischen Kindergarten sich selber überlassen und mich dem Projekt “Goldenes Zeitalter in den USA” zuwenden. Ich glaube, Putin und seine europäischen Kontrahenten würden das sogar begrüssen.

    Antworten

  • KK
    23. April 2025 @ 14:28

    “Crimea is Ukraine”

    Und wenn wir das erste kleine “a” in dem Satz mal weg liessen?

    Antworten

  • Erneuerung
    23. April 2025 @ 14:17

    Europa reitet sich immer mehr selbst in den Abgrund. Es gibt ein Selbstbestimmungsrecht der Völker. Briten, Franzosen und Deutsche sind keine Krimbewohner. Diese hatten, auch gemäß mit Video hinterlegtem Tagesschaubericht seinerzeit für die Abspaltung von der Ukraine bzw. für die Wiedervereinigung der seit 1954 an die Ukraine abgetretenen Halbinsel an Russland gestimmt. Das wird sich auch mit mehr Waffen und Steuergeld nicht ändern lassen. Das Einzige, was denkbar wäre, wären neue Referenden in den betroffenen Gebieten unter UN-Kontrolle (Länder außerhalb der Nato und BRICS), also z.B. Mexico, Australien, Ägypten…). Vielleicht sollten die europäischen Führer mal statt Aufputschmitteln beruhigende Substanzen konsumieren, das macht den Kopf frei.

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    Info: https://lostineu.eu/update-ukraine-london-verschiebt-friedensgespraeche/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    24.04.2025

    Nachrichten von Pressenza: Das Wettern der Woche: Danke, Soldat!

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 24. April 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 24.04.2025


    Das Wettern der Woche: Danke, Soldat!


    Er hatte eine lange Weidengerte in der Hand und stand auf der Ladefläche des Lastwagens. Mit der Gerte dirigierte er die Kinderschar, die schreiend und außer Rand und Band das Lastauto stürmen wollte. „Kleba! Kleba!“ riefen wir, die Hände himmelwärts&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/04/das-wettern-der-woche-danke-soldat/


     -----------------------


    Förderung von Kleinbauern soll die Ernährungssouveränität stärken


    Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hat den Start des neuen staatlichen Programms „Souveränität ernten“ (Cosechando Soberanía) verkündet, das die Selbstversorgung des Landes mit Grundnahrungsmitteln verbessern soll. Mehr Eigenständigkeit im Agrar- und Lebensmittelsektor sei „die beste Verteidigung gegen jegliche Zölle“, welche&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/04/foerderung-von-kleinbauern-soll-die-ernaehrungssouveraenitaet-staerken/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    24.04.2025

    Kein Waffenstillstand mit Russland Ukraine-Treffen in London bringt keinen Durchbruch zum Waffenstillstand. Selenskyj und Berlin verweigern Zugeständnisse an Russland, wie sie wachsende Teile der ukrainischen Bevölkerung inzwischen befürworten.

    german-foreign-policy.com, 24. April 2025

    KIEW/LONDON/BERLIN (Eigener Bericht) – Der von Washington erhoffte Durchbruch hin zu einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg ist auf dem gestrigen Ukraine-Treffen in London ausgeblieben. Die Trump-Administration hatte, wie inzwischen bekannt wurde, Kiew auf dem vorherigen Ukraine-Treffen am vergangenen Donnerstag in Paris einen Plan vorgelegt, der den Krieg beenden soll, indem die russische Kontrolle über die besetzten Territorien der Ukraine anerkannt und eine ukrainische NATO-Mitgliedschaft ausgeschlossen wird. Die USA wollen zudem die Zugehörigkeit der Krim zur Russischen Föderation juristisch anerkennen. Im Gegenzug werden Kiew europäische „Friedenstruppen“ und Wiederaufbauhilfen zugesagt. Berlin lehnt territoriale Zugeständnisse sowie einen Verzicht auf eine ukrainische NATO-Mitgliedschaft weiterhin ab. Offenbar auf ähnliche Positionen auch in anderen Staaten Westeuropas gestützt, wies der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den US-Plan schon vorab zurück. Dessen Scheitern und damit die Fortführung des Krieges rücken näher. Dabei sind wachsende Teile der Bevölkerung der Ukraine zu territorialen Zugeständnissen an Russland und zum Verzicht auf eine NATO-Mitgliedschaft bereit.


    Zitat: „Letztes Angebot“

    Vor dem Ukraine-Treffen am gestrigen Mittwoch in London hatte die Trump-Administration klargestellt, sie erwarte bei der Zusammenkunft eine verbindliche Antwort Kiews auf einen Plan, den US-Regierungsmitarbeiter auf dem Ukraine-Treffen am vergangenen Donnerstag in Paris ihren ukrainischen Gesprächspartnern übergeben hatten. Laut Informationen des US-Nachrichtenportals Axios stellte Washington den Plan als „letztes Angebot“ dar und teilte mit, sich im Falle seiner Ablehnung aus den Verhandlungen über eine Beendigung des Ukraine-Krieges zurückzuziehen. Trump stellt demzufolge die juristische Anerkennung der russischen Kontrolle über die Krim durch die Vereinigten Staaten in Aussicht, und er verlangt darüber hinaus eine De-facto-Anerkennung der russischen Kontrolle über die besetzten Territorien auf dem ukrainischen Festland. Zudem ist ein „Versprechen“ vorgesehen, dass die Ukraine der NATO nicht beitrete.[1] Im Gegenzug ist eine „robuste Sicherheitsgarantie“ geplant, die offenbar sogenannte Friedenstruppen aus europäischen und womöglich außereuropäischen Ländern umfasst; dies hat Russland bisher strikt abgelehnt. Davon abgesehen soll die Ukraine Wiederaufbauhilfen erhalten, während Russland von einer Aufhebung sämtlicher seit 2014 verhängten Sanktionen profitieren soll.


    Europas „rote Linien“

    Der Vorschlag ist dem Inhalt nach nicht wirklich neu; mehrere Kernelemente wurden schon vor rund zwei Jahren beispielsweise in außenpolitischen Kreisen in den USA diskutiert (german-foreign-policy.com berichtete [2]). Dies trifft insbesondere auf das Vorhaben zu, den Frontverlauf einzufrieren und die russische Besetzung der Territorien östlich bzw. südlich der Front zwar nicht völkerrechtlich, aber doch de facto anzuerkennen sowie die abschließende völkerrechtliche Klärung ihrer Zugehörigkeit in eine unbestimmte Zukunft zu verlagern. Eine vergleichbare Regelung ermöglichte einst das Nebeneinander von BRD und DDR; auch die Demarkationslinie zwischen Nord- und Südkorea wird ähnlich behandelt, was bereits vor vielen Jahrzehnten die Einstellung der dortigen Kämpfe ermöglicht hat. Laut Berichten haben auf dem Pariser Ukraine-Treffen am vergangenen Donnerstag die beteiligten Staaten Europas – Deutschland, Frankreich, Großbritannien – ihrerseits den Vereinigten Staaten ihre „roten Linien“ übermittelt.[3] Welche das sind, ist unklar. Tatsache ist aber, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor dem gestrigen Londoner Treffen – das berichteten US-Medien – verschiedene Elemente des US-Plans schroff abgewiesen hat, neben einer De-facto-Anerkennung der russischen Kontrolle über besetzte Territorien etwa das Vorhaben, das Kernkraftwerk Saporischschja den USA zu unterstellen.[4] Tatsache ist ebenfalls, dass eine Fortführung des Krieges zwar die Ukraine und ihre Bevölkerung weiter aufreiben, doch zugleich auch Russland Kräfte rauben würde – ein Resultat, das den Staaten Westeuropas und vor allem Deutschland, das sich um seine Dominanz über Osteuropa sorgt, willkommen wäre.


    Deutschlands Positionen

    Deutschland lehnt entsprechend weiterhin zentrale Elemente des aktuellen US-Plans ab. So wird etwa der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, mit der Aussage zitiert, eine Anerkennung der Zugehörigkeit der Krim zur Russischen Föderation komme keinesfalls in Frage: „Es wäre ... politisch verheerend, wenn Russlands Aggression belohnt würde.“[5] Hardt äußerte außerdem, „für die künftige Bundesregierung“ sei es „klar“, dass sie fest zu einer „Nato-Beitrittsperspektive für die Ukraine“ stehe. Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Nils Schmid, sagte seinerseits, „die Forderungen nach endgültigen Gebietsabtritten und der dauerhafte Verzicht auf eine Nato-Mitgliedschaft“ liefen auf „einen massiven Eingriff in staatliche Souveränitätsrechte der Ukraine“ hinaus. Das ließ sich als eine deutliche Zurückweisung des US-Plans begreifen. Schmid erklärte allerdings auch, eine „robuste Sicherheitsgarantie“ durch vorwiegend europäische „Friedenstruppen“ sei ohne Unterstützung durch die Vereinigten Staaten „kaum vorstellbar“; die USA müssten ihr also Rückhalt bieten. Nun ist aber ebenfalls kaum vorstellbar, dass die Trump-Administration europäischen Truppen Unterstützung welcher Art auch immer gewähren würde, sollte ihr Plan zur Beendigung des Ukraine-Kriegs, ihr „letztes Angebot“, scheitern.


    Die Wünsche der Ukrainer

    Dabei gerät die rigide Position Berlins immer deutlicher in Widerspruch zu den Positionen, die in der ukrainischen Bevölkerung vertreten werden. Dies belegen regelmäßig wiederholte Umfragen des Kyiv International Institute of Sociology (KIIS). Demnach ist der Anteil der Ukrainer, die zu territorialen Zugeständnissen an Russland bereit sind, um endlich Frieden zu erhalten, von neun Prozent der Bevölkerung im Februar 2023 auf immerhin 39 Prozent im Februar/März 2025 gestiegen, während der Anteil derer, die territoriale Zugeständnisse strikt ablehnen, im selben Zeitraum von 87 Prozent auf 50 Prozent gefallen ist.[6] Auch in Bezug auf eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine zeichnet sich in den jüngsten Umfragen des KIIS eine wachsende Bereitschaft zu Zugeständnissen ab. So könnten sich bereits 44 Prozent der Ukrainer mit dem Verzicht auf eine Mitgliedschaft in dem Militärbündnis abfinden, wenn ihr Land dafür in die EU aufgenommen würde. In diesem Falle käme für sie sogar ein Verzicht auf die Stationierung europäischer „Friedenstruppen“ und auf zusätzliche Waffenlieferungen in Betracht. Ablehnen würden ein solches Lösungspaket nur 44 Prozent der Bevölkerung. Würden europäische „Friedenstruppen“ in die Ukraine entsandt, dann nähme die Zustimmung zu dem Lösungspaket weiter zu.


    Nur auf Beraterebene

    Das gestrige Londoner Treffen hat, soweit bislang bekannt, in diesem Sinne keine Fortschritte gebracht. Eigentlich als Außenministertreffen geplant, wurde es kurzfristig zu einem Treffen auf Beraterebene herabgestuft; US-Außenminister Marco Rubio sagte seine Teilnahme ab, als Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erkennen lassen hatten, dass Kiew das „letzte Angebot“ der Trump-Administration – jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt – nicht annehmen werde. Daraufhin teilte auch Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot mit, er werde nicht in die britische Hauptstadt reisen. Die Bundesrepublik war letzten Endes mit dem außenpolitischen Berater des scheidenden Bundeskanzlers Olaf Scholz, Jens Plötner, und dem Politischen Direktor des Auswärtigen Amts vertreten.[7] US-Vizepräsident JD Vance, der sich zur Zeit in Indien aufhält, erklärte am Mittwoch in New Delhi: „Wir haben sowohl den Russen als auch den Ukrainern einen eindeutigen Vorschlag unterbreitet, und es ist an der Zeit, dass sie entweder Ja sagen oder dass die Vereinigten Staaten sich aus diesem Prozess zurückziehen.“[8] Am Samstag wollen US-Präsident Donald Trump und Selenskyj in Rom eintreffen, um an den Trauerfeiern zum Tod von Papst Franziskus teilzunehmen. Noch am Mittwochmorgen war spekuliert worden, beide könnten dies zu Gesprächen am Rande der Feierlichkeiten nutzen. Ob es trotz des Ausbleibens eines echten Durchbruchs am gestrigen Mittwoch dazu kommt, ist ungewiss.

     

    [1] Barak Ravid: Trump’s “final offer” for peace requires Ukraine to accept Russian occupation. axios.com 22.04.2025.

    [2] S. dazu Der Korea-Krieg als Modell, Der Übergang zur Diplomatie (I) und Der Übergang zur Diplomatie (II).

    [3] Europeans outlined non-negotiable issues to US for Ukraine-Russia peace deal, French minister says. msn.com 22.04.2025.

    [4] Ian Lovett, Jane Lytnynenko, Benoit Faucon: Ukraine’s Zelensky Pushes Back on U.S. Peace Plan. wsj.com 22.04.2025.

    [5] Berlin. ad-hoc-news.de 23.04.2025.

    [6] Dynamics of readiness for territorial concessions and the role of individual parameters in possible peace agreements (and attitudes towards 96 options for peace agreements). kiis.com.ua 14.03.2025.

    [7] Johannes Leithäuser, Stefan Locke, Friedrich Schmidt, Michaela Wiegel: Auf das Angebot folgt die Absage. Frankfurter Allgemeine Zeitung 24.04.2025.

    [8] Rubio fehlt bei Ukrainegesprächen. Frankfurter Allgemeine Zeitung 24.04.2025.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9948


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    unser weiterer Kommentar: Unreflektierte Militärlogiken in Verbindung  mit gekränkten Eitelkeiten garantieren wechselseitige Einfalt beim diplomatischen Abwenden von politisch bedingten Gesellschaftskatastrophen, wie Krieg.

    23.04.2025

    Jüdischer Untergrund

    jewiki.net, Seite besucht am 23. April 2025,  23:00 Uhr

    Der Jüdischer Untergrund (hebräischהמחתרת היהודית HaMakhteret HaYehudit)[1], oder in abgekürzter Form einfach Makhteret[2], war eine rechtsradikale Organisation[3], die von Israel als terroristisch angesehen wird[4][5], die von prominenten Mitgliedern der israelischen politischen Bewegung Gusch Emunim gegründet wurde und von 1979 bis 1984 existierte.[6] Zwei Themen waren der Auslöser für die Gründung des Untergrunds: Das eine war die Unterzeichnung des Camp-David-Abkommens, das 1979 zum ägyptisch-israelischen Friedensvertrag führte und das die Bewegung, die gegen den Friedensprozess war, blockieren wollte, da sie es als ersten Schritt zur Errichtung eines palästinensischen Staates im Westjordanland ansah. Ein zweites Element war das Siedlungsprojekt, das durch die Annäherung zweier unterschiedlicher ethnischer Gemeinschaften zu einem Anstieg der Feindseligkeiten führte, die eine wachsende Betonung der existenziellen Bedrohung in beiden Gemeinschaften mit sich brachte.[7] Der jüdische Untergrund entwickelte zwei operative Ziele: Das eine bestand in einem Komplott zur Sprengung des Felsendoms, während der andere Zweig sich darauf konzentrierte, sowohl palästinensische Gewaltakte gegen Siedler zu rächen als auch eine strafende Abschreckung zu etablieren.[7] Einige verstanden die Terrorakte als Mittel, Palästinenser zur Flucht aus ihrer Heimat zu bewegen[1], und es werden Parallelen zur Bewegung Terror gegen Terror[en] gezogen, die ein ähnliches Ziel verfolgte.[1] Robert Friedman[en] stellte fest, dass die Makhteret "die gewalttätigste antiarabische Terrororganisation seit der Geburt Israels" war.[2]

    Die Mitglieder des Jüdischen Untergrunds wurden schließlich zusammengetrieben und vor Gericht gestellt, unter anderem wegen Verstoßes gegen das Dekret zur Verhinderung von Terrorismus von 1948. Der Vorwurf der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung wurde gegen 10 der 27 Mitglieder in einem Vergleich fallen gelassen.[8] Die meisten verbüßten kurze Haftstrafen, und die Rädelsführer wurden 1990 begnadigt und freigelassen.

    Fußnoten


    1. Noemi Gal-Or ‘Tolerating terrorism in Israel,’ in Noemi Gal-Or (ed.) 'Terrorism in the West: An International Survey,' Routledge, 2015, pp. 72ff.
  • Nur Masalha, Imperial Israel and the Palestinians: The Politics of Expansion, Pluto Press, 2000, Seiten 123-126. Haggai Segal, who was involved in car bombings of Palestinian mayors and served a prison sentence, stated some years after his release: "You can't make a big roundup and put them on buses, but you must make conditions bad for the Arabs - and if they continue the wear (the intifada), you must make them leave. I drove by the American consulate in East Jerusalem yesterday and saw a long line of Arabs waiting to get visas. The situation is very hard for them now, and must get harder" (Seite 124, auch Seite 125.
  • David S. New, Holy War: The Rise of Militant Christian, Jewish and Islamic Fundamentalism, McFarland, 2001, Seite 143.
  • Ehud Sprinzak, 'The Emergence of the Israeli Radical Right,' Comparative Politics, Vol. 21, No. 2 (Jan., 1989), Seiten 171-192, 171-172.
  • Kim Cragin, Sara A. Daly Women as Terrorists: Mothers, Recruiters, and Martyrs, Praeger International ABC-CLIO, 2009, S. 18.
  • Clive Jones, Ami Pedahzur (eds.) Between Terrorism and Civil War: The Al-Aqsa Intifada, Routledge, 2013, Seite 11.
  • Ian S. Lustick, For the land and the Lord: Jewish fundamentalism in Israel, Kapitel 3, Abschnitt The Gush Emunim Underground. 1988, the Council on Foreign Relations
  • Shmuel Sandler, ‘Religious Zionism and the State:Political Accommodation and Religious Radicalism in Israel,’ in Bruce Maddy-Waitzman, Efraim Inbar, (eds.) Religious Radicalism in the Greater Middle East, Besa Studies in International Security, Routledge 1997, Seiten 133-153, 144.

  • Info: https://www.jewiki.net/wiki/J%C3%BCdischer_Untergrund


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    23.04.2025

    Was für ein hässliches Karriereende für Klaus Schwab: Nun mit Hausverbot!

    freedert.online, 23 Apr. 2025 22:15 Uhr

    Von einem Gründer zur Persona non grata: Das Ende einer Ära verläuft nicht leise, sondern inmitten schwerer Vorwürfe, interner Machtkämpfe und juristischer Gegenwehr. Die Tragödie um Klaus Schwab offenbart mehr als nur den Fall eines Mannes – sie legt das moralische Fundament des WEF offen.


    Was für ein hässliches Karriereende für Klaus Schwab: Nun mit Hausverbot!Quelle: Sputnik © Mikhail Klime


    mentyev


    ... und plötzlich will ihn keiner mehr sehen – nicht mal in Davos


    Was bleibt, wenn die Strahlkraft eines Lebenswerks in juristische Scharmützel, Whistleblower-Briefe und Presseerklärungen zerfällt? Der 87-jährige Klaus Schwab, einst gefeierter Architekt des Weltwirtschaftsforums (WEF), sieht sich mit dieser Frage auf brutale Weise konfrontiert. Hausverbot in der eigenen Stiftung, öffentliche Demontage und ein Interimsduo, das den Machtapparat derzeit steuert – das ist das unrühmliche Finale eines Mannes, der jahrzehntelang als moralischer Gastgeber der globalen Elite galt.

    Der Gründer erhält Hausverbot – Schwab vor dem Scherbenhaufen seiner Macht

    Was wie ein Machtwechsel auf Raten begann, endet nun in einem beispiellosen Bruch: Klaus Schwab, Gründer und langjähriges Gesicht des Weltwirtschaftsforums, wurde laut NZZ-Informationen mit einem faktischen Bann belegt – für den Hauptsitz in Cologny bei Genf gilt für ihn Hausverbot. Die Entscheidung kommt nicht aus dem Nichts: Zwischen Schwab und dem Stiftungsrat, den er über Jahrzehnte selbst formte, herrscht ein offener Machtkampf. Frühere Loyalitäten gelten nicht mehr.

    Nicht nur der Zugang zum Gebäude, auch der Kontakt zu früheren Mitarbeitern sowie der Zugriff auf persönliche Unterlagen ist Schwab aufgrund einer laufenden Untersuchung untersagt. Offiziell schweigt das WEF zu den Details des Hausverbots, betont jedoch, dass der Stiftungsrat "einstimmig" eine externe Untersuchung beschlossen habe – ein Zeichen dafür, wie tief das Vertrauen in den einst unantastbaren Gründer inzwischen erschüttert ist.


    Wall Street Journal: WEF startet Untersuchung gegen Gründer Klaus Schwab




    Wall Street Journal: WEF startet Untersuchung gegen Gründer Klaus Schwab







    Der Rücktritt Schwabs kam nicht schleichend, sondern stürmisch ‒ ausgelöst durch ein anonymes Schreiben, das dem Stiftungsrat des WEF zugespielt wurde. Darin finden sich gravierende Vorwürfe: Missbrauch von Stiftungsgeldern für Massagen und Urlaube, Bargeldabhebungen durch Mitarbeiter für private Zwecke, ein fragwürdiger Führungsstil und mangelndes Handeln bei sexuellen Belästigungsvorwürfen. Noch sind die Anschuldigungen unbewiesen – doch sie haben genügt, um einen der einflussreichsten Männer der internationalen Politik- und Wirtschaftsszene aus dem eigenen Haus zu verbannen.

    Die Reaktion Schwabs fällt typisch aus für Männer seiner Generation und Machtposition: Er erklärt sich zum Opfer. Von Diffamierung ist die Rede, von Intrigen, gar von Undankbarkeit. Dabei übersieht Schwab, dass sich die Welt verändert hat. Die Aura der Unantastbarkeit, die er über Jahrzehnte pflegte, funktioniert nicht mehr im digitalen Zeitalter, in dem Machtmissbrauch nicht mehr diskret, sondern öffentlich verhandelt wird.

    Schwabs Behauptung, seine Frau habe seit 1973 "unentgeltlich" fürs Forum gearbeitet, wirkt wie aus der Zeit gefallen – gerade angesichts von Luxusreisen auf WEF-Kosten. Auch der Verweis auf persönliche Kredite und Preisgelder, die er ins Forum eingebracht habe, wirkt wie ein Ablenkungsmanöver. Die Frage bleibt: Ist ein Lebenswerk eine Carte blanche für Intransparenz?


    WEF: Nach Schwab-Rücktritt: Kommt jetzt BlackRock-Manager Philipp Hildebrand?





    WEF: Nach Schwab-Rücktritt: Kommt jetzt BlackRock-Manager Philipp Hildebrand? 






    Mit Peter Brabeck-Letmathe, Ex-Nestlé-Chef, und Børge Brende, Norwegens Ex-Außenminister, rückt eine neue Führung ins Zentrum. Sie übernehmen das WEF in einer Phase tiefer Glaubwürdigkeitskrise. Ihre Aufgabe: das Forum zu retten, ohne zu sehr mit seinem Gründer identifiziert zu werden – eine Operation am offenen Herzen, politisch wie moralisch.

    Doch auch das neue Führungsduo steht unter Beobachtung. Denn der Umgang mit Schwab wirft Fragen auf: Warum wurde so lange geschwiegen? Wie viele dieser Vorgänge waren bekannt – und wurden intern gedeckt? Die Glaubwürdigkeit des WEF hängt nun daran, wie transparent und konsequent die Aufarbeitung der Vorwürfe erfolgt.

    Der Mythos Davos – entzaubert?

    Davos galt lange als Bühne des "guten Kapitalismus". Hier sollten sich globale Eliten nicht nur treffen, sondern Verantwortung übernehmen. Doch Kritiker werfen dem Forum seit Jahren vor, vor allem eines zu sein: eine Selbstbeweihräucherung der Mächtigen, fernab demokratischer Kontrolle. Der Fall Schwab liefert jetzt das passende Symbolbild: ein abgeschotteter Führungszirkel, in dem Macht so lange zelebriert wurde, bis sie zur Karikatur wurde.

    Was bleibt von Klaus Schwab? Die Vision eines Weltforums, das Politik und Wirtschaft zusammenbringt – und der Verdacht, dass diese Nähe zu eng, zu lukrativ und zu wenig kontrolliert war. Vielleicht liegt in seinem unrühmlichen Abgang auch eine Chance: für eine ehrliche Neuausrichtung des WEF, für eine Öffnung gegenüber echter Zivilgesellschaft – und für ein Ende der Selbstherrlichkeit, die Schwab jahrzehntelang verkörperte.

    Wenn das WEF nicht zu einem Denkmal vergangener Hybris werden soll, braucht es mehr als neue Köpfe. Es braucht einen Bruch mit den alten Machtstrukturen – und den Mut, sich von seinem Gründer zu emanzipieren. Auch wenn dieser nun klagt. Auch wenn es weh tut.


    Mehr zum Thema ‒ Citigroup: Neue Rüstungsverschuldung "ein großer Moment für Europa"


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/schweiz/243185-was-fuer-haessliches-karriereende-fuer/


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    23.04.2025

    Exklusiv: Tote Wähler, keine Ausweiskontrollen - Dieses Dokument offenbart grobe Fehler bei der Bundestagswahl

    berliner-zeitung.de, 23.04.2025 19:12 Uhr,Len Sander

    Marcel Luthe ficht das Bundestagswahlergebnis an – seine Kritikpunkte sind zahlreich. Der Berliner Zeitung liegt die Beschwerde exklusiv vor.


    Marcel Luthe imago


    Am Mittwoch läuft die Frist für Einsprüche gegen das Ergebnis der Bundestagswahl am 23. Februar ab. Nicht nur das knapp an der Fünf-Prozent-Hürde gescheiterte Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) reichte Beschwerde beim Wahlprüfungsausschuss des Bundestags ein.

    Auch Marcel Luthe, ehemaliges Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses und derzeit Vorsitzender der Good-Governance-Gewerkschaft, hat einen ausführlichen Einspruch vorgelegt. Das etwa 80-seitige Dokument, dem mehr als 200 Seiten Anlagen mit Belegen beigefügt sind, erklärt ausführlich, wo Luthe die Mängel des Ablaufs der Bundestagswahl sieht und inwiefern diese das Ergebnis der Wahl entscheidend beeinflusst haben könnten. Die Berliner Zeitung konnte das Dokument exklusiv einsehen.

    Marcel Luthe vermutet planmäßige Sabotage der Bundestagswahl

    In der Beschwerde kritisiert Luthe „vermeidbare Wahlfehler“, die „insgesamt zu einer anderen Zusammensetzung des 21. Deutschen Bundestages geführt haben, als es dem Willen des Souveräns entspricht“. Er bezieht das an anderer Stelle explizit auf das BSW, dem für einen Einzug in den Bundestag lediglich knapp 10.000 Stimmen fehlten und dessen Repräsentation im Parlament die Mehrheit für eine schwarz-rote Koalition verhindern würde.


    BSW reicht am Mittwoch Wahleinspruch gegen Bundestagswahl ein

    BSW reicht heute Wahleinspruch ein: Schafft es die Partei doch noch in den Bundestag?

    News

    heute


    Dieser Berliner will die Bundestagswahl anfechten: Wählten Personen mit Stimmzetteln von Fremden?

    Dieser Berliner will die Bundestagswahl anfechten: Wählten Personen mit Stimmzetteln von Fremden?

    Berlin

    28.03.2025


    Eine Vielzahl der von Luthe angeführten Argumente für seinen Einspruch beziehen sich auf die Schwierigkeiten von Auslandsdeutschen, an der Bundestagswahl teilzunehmen. Er und seine Gewerkschaften sammelten etwa zahlreiche Beschwerden von Auslandsdeutschen, deren Wahlunterlagen nicht rechtzeitig ankamen und die deswegen nicht an der Bundestagswahl teilnehmen konnten.

    Marcel Luthe bezeichnete in einer Ankündigung auf der Plattform X die Bundestagswahl als „Farce einer Wahl“. Sie sei „bewusst und planmäßig so sabotiert worden“, dass „insbesondere die Auslandsdeutschen, die üblicherweise nicht die Regierungsparteien wählen, möglichst nicht wirksam wählen konnten“. Aber auch die fehlende Barrierefreiheit von Wahllokalen, das Durchsickern von „Exit Polls“ durch Journalisten am Wahltag, die das Ergebnis beeinflusst haben könnten, und die Existenz der Fünf-Prozent-Hürde an sich stehen im Fokus von Luthes Beschwerde.


    Ohne Ausweis wählen gehen? „Ermöglicht erheblichen Missbrauch“

    Ebenfalls bemerkenswert sind Luthes Ausführungen zu fehlenden Kontrollen von Identifikationsdokumenten in Wahllokalen. Seiner Interpretation der Bundeswahlordnung zufolge müssten Wähler in den meisten Fällen mithilfe ihres amtlichen Lichtbildausweises ihre Identität nachweisen, damit keine unberechtigten Personen wählen können. Die Wahlbenachrichtigung selbst, die Luthe ein Schreiben „ohne jedwedes fälschungssicheres Merkmal“ nennt, reiche nicht aus.

    Allerdings hat etwa die Stadt Stuttgart diesen Prozess offenbar selbst unterlaufen. Der Beschwerde zufolge hat sie in einem Schreiben die Wahlvorstände dazu aufgefordert, Wählende mit „Wahlbenachrichtigung nur in Zweifelsfällen durch einen Ausweis“ zu kontrollieren. In einem Merkblatt für Wahlvorstände schrieb die Stadt sogar, im Falle einer vorliegenden Wahlbenachrichtigung reiche diese „in der Regel“ aus.

    Geht es nach Marcel Luthe, widerspricht dies dem Grundsatz der Höchstpersönlichkeit der Wahl. Er ermögliche einen „erheblichen Missbrauch“. Angesichts der 65.000 Urnenwahllokale könnte dieser Missbrauch zu mehreren Zehntausend falsch abgegebenen Stimmen geführt haben und damit einen entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis der Wahl gehabt haben.


    „Farce“? Auszählung von Stimmzetteln während der Bundestagswahl 2025.Patrick Pleul/dpa

    Luthe: „Unmöglich, betrügerische Stimmabgabe durch Dritte nachzuweisen“

    Unstimmigkeiten soll es auch aufgrund in der Post verschwundener Wahlbenachrichtigungen gegeben haben. So soll es bei der Wahl 2021 und auch bei der jüngsten Bundestagswahl zu mindestens einem Fall massenhaft verloren gegangener oder entwendeter Wahlbenachrichtigungen gekommen sein.

    Einem Dortmunder Bürger, der keine Briefwahlunterlagen erhalten hatte, sei von der zuständigen Behörde geantwortet worden, man könne ihm weder den Eingang seiner Unterlagen bestätigen noch Auskunft geben, ob seine Stimme bereits abgegeben worden sei. Luthe kommentiert, es sei so naturgemäß unmöglich, eine „betrügerische Stimmabgabe im Namen eines Dritten überhaupt nachzuweisen“. Er beklagt das Fehlen einer systematischen Wahlprüfung – denn nur mit einer solchen ließe sich überhaupt feststellen, ob die bekannt gewordenen Fälle Einzelfälle seien.

    Das treffe auch auf Fälle zu, in denen Wahlberechtigte abgewiesen worden sein sollen, die angeblich bereits gewählt hatten. Als Beispiel nennt Marcel Luthe hier einen Fall in Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Dort sei ein Wähler an seinem Wahllokal zunächst mit der Begründung abgewiesen worden, seine Stimme sei bereits abgegeben worden. Erst später habe er wählen können – es gebe Berichte über weitere solcher Fälle. Im Wahllokal in Bad Kreuznach seien mehr Stimmzettel zu finden gewesen, als Wähler vermerkt waren. Deswegen fordert Luthe, ihm alle Niederschriften aus allen Wahllokalen zugänglich zu machen. Gerade dieser Wahlfehler verletze die „Integrität der Wahl in erheblicher Weise“, so der Good-Governance-Gewerkschaft-Vorsitzende.


    So will sich die Wagenknecht-Partei in den Bundestag kämpfen

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    Politik

    19.04.2025


    Fabio De Masi über BSW-Kritik: „Erwachsene Menschen, die mir wie Assis in die Timeline kotzen“

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    Bundestag

    04.03.2025

    „Wahlrecht in Berlin erstreckt sich auf Einwohner auf unseren Friedhöfen“Zu weiteren Problemen führe, dass vor dem Versenden von Wahlbenachrichtigungen kein Abgleich mit dem Sterberegister stattfinde. Dies sei bereits bei der angefochtenen Berliner Abgeordnetenhauswahl 2021 der Fall gewesen. „Das Wahlrecht in Berlin erstreckt sich nach wie vor auch auf die Einwohner auf unseren Friedhöfen“, kommentiert Luthe. Dies sei auch bei der diesjährigen Bundestagswahl ein Problem gewesen, so die Wahlbeschwerde. Mehr als 2,5 Millionen Wahlberechtigte seien bei dieser Wahl zusätzlich erfasst worden, die es Luthe zufolge eigentlich nicht geben dürfte. Das könnte das Ergebnis der fehlenden Abgleiche von Wahl- und Sterberegister sein.

    Auch in diesem Fall fordert Marcel Luthe eine systematische Überprüfung, um Missbrauch auszuschließen. Der Berliner Zeitung sagt er: „Wie auch 2021 wird das planvolle Organisationsversagen nicht deutlich, wenn man nur Einzelfälle ohne Zusammenhang und Hintergrund betrachtet.“ 2021 war eine Wahlwiederholung der Abgeordnetenhauswahl in Berlin durchgeführt worden. Auch die jüngste Bundestagswahl genüge nicht den „Ansprüchen des Grundgesetzes an demokratische Wahlen“.

    Die Bearbeitung der Beschwerden durch den Wahlprüfungsausschuss kann Monate dauern. Erst, wenn diese abgewiesen wurden, kann eine Wahlprüfbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingereicht werden.

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    Info: https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/exklusiv-tote-waehler-keine-ausweiskontrollen-kippt-so-das-ergebnis-der-bundestagswahl-li.2318898


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    23.04.2025

    Schlangestehen für Europa? – Brüssel macht sich auf die Suche nach einem Ersatz für Amerika

    freedert.online, 23 Apr. 2025 16:17 Uhr,Von Waleria Werbinina

    Länder stünden Schlange, um mit der EU zusammenzuarbeiten, sagt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Damit signalisiert sie dem Weißen Haus, dass die EU auf den Handel mit Amerika verzichten kann. Tatsächlich will Brüssel bloß das Wunschdenken als Realität erscheinen lassen.


    © Getty Images / wildpixel


    Symbolbild


    Vor dem Hintergrund eines sich vertiefenden Zerwürfnisses mit den Vereinigten Staaten versucht Europa fieberhaft, das Problem seines wirtschaftlichen Wohlstands zu lösen. Wie wir wissen, hat es sich in den letzten Jahrzehnten auf die transatlantische Partnerschaft gestützt. Nun hat US-Präsident Donald Trump Europa durch die Einführung von Schutzzöllen vor die Wahl gestellt, entweder die Zölle zu zahlen oder den Verlust zumindest eines Teils des US-amerikanischen Marktes zu akzeptieren und nach einem Ersatz zu suchen.

    Europa will offensichtlich nicht zahlen. Es scheint, dass eine Lösung gefunden wurde: Glaubt man der Chefin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, so soll Europa wohl von ... Island gerettet werden.

    "Die Welt steht Schlange, um inmitten von Trumps Handelskrieg mit Europa zusammenzuarbeiten" – unter dieser spektakulären Überschrift wurde ein Politico-Artikel veröffentlicht, der ein unmissverständliches Signal an alle aussendet. Laut einer Erklärung der EU-Kommissionschefin seien viele Länder auf der Suche nach "starken und zuverlässigen Partnern", und sie habe kürzlich mit den Staats- und Regierungschefs von "Island, Neuseeland, Malaysia, den Philippinen, Kanada, Indien und den Vereinigten Arabischen Emiraten" gesprochen. Die Reihenfolge der Aufzählung lässt vermuten, dass Island in diesem Zusammenhang am wichtigsten ist, was aber bei Weitem nicht der Fall ist. Zahlenmäßig ist der indische Markt äußerst attraktiv, aber es gibt ein Problem – der Lebensstandard in diesem Land ist weit von dem europäischen entfernt.


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    "In einem zunehmend unberechenbaren globalen Umfeld stehen die Länder Schlange, um mit uns zusammenzuarbeiten", kündigte von der Leyen dennoch an. Darüber hinaus äußerte sie die Überzeugung, dass sich die Weltordnung derzeit "so stark verändert wie seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr".

    Dabei stellt sich die Frage: Was ist das für eine Weltordnung, wenn der frischgebackene US-Präsident nur ein Stück Papier mit einer Liste von Zöllen vorzeigen muss – und schon bricht alles zusammen. Und wenn er mit der Faust auf den Tisch knallt, was passiert dann? Das Ende der Welt?

    Außerdem hat der Ausdruck "Schlange stehen" einen beleidigenden Beigeschmack, und wenn Ursula von der Leyen die Bedeutung der Europäischen Union betonen wollte, hat sie es auf eine denkbar schlechte Weise getan. In der modernen Politik steht niemand mehr für jemanden Schlange. Staaten haben ihre eigenen Interessen, die sie auf jede erdenkliche Weise verteidigen. Es gibt gut etablierte Systeme diplomatischer – und anderer – Beziehungen. Die kleinen Akteure lösen ihre Aufgaben mehr oder weniger erfolgreich, indem sie zwischen den Großen manövrieren. Es wäre daher seltsam, anzunehmen, dass selbst Island einen Teil seines Binnenmarktes abtreten würde, ohne eine Gegenleistung zu verlangen.

    Es ist bekannt, dass die EU Verhandlungen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten über ein Freihandelsabkommen aufgenommen hat. Die Vereinigten Arabischen Emirate stehen jedoch nach wie vor auf Europas schwarzer Liste von Ländern mit schwerwiegenden Mängeln bei der Geldwäschebekämpfung. Darüber hinaus unterliegen die Emirate einer EU-Richtlinie, die Einfuhren aus Ländern einschränkt, in denen Gewerkschaften nicht zugelassen sind. Es ist unwahrscheinlich, dass die Europäer ihre Trümpfe, die es ihnen ermöglichen, Druck auf die andere Seite auszuüben, einfach aufgeben werden. Auch wenn die wirtschaftliche Lage in der Eurozone nicht allzu gut ist.

    Gerade erst hat die deutsche Regierung – das Land, das noch die treibende Kraft der europäischen Wirtschaft ist – ihre BIP-Wachstumsprognose für das Jahr 2025 auf null korrigiert, während noch am 10. April in derselben Prognose die zaghafte Hoffnung auf ein geringes, aber immer noch vorhandenes Wachstum von 0,1 Prozent zum Ausdruck kam. Die Bank von Frankreich – einem weiteren wichtigen Land für die Euro-Wirtschaft – ist optimistischer und prognostiziert ein Wachstum von 0,7 Prozent, aber selbst diese Zahl ist nicht sehr ermutigend, zumal die Prognose in den vergangenen Monaten bereits zweimal gesenkt wurde – von 1,2 Prozent auf 0,9 Prozent und von der letzten Zahl auf die aktuelle Zahl.

    Für die gesamte EU sagten die Wirtschaftsexperten vor einigen Monaten noch ein Wachstum von 1,5 Prozent voraus, jetzt gehen sie von etwa einem Prozent aus, wobei es aufgrund der instabilen Lage viele Vorbehalte gibt. Bislang hat Trump ein Moratorium für einige der Zölle verhängt, die er aber jederzeit wieder aufheben kann. Wer kann schon den US-amerikanischen Markt ersetzen? So müssen sie sich selbst erniedrigen und versuchen, eine Einigung mit Island und Neuseeland sowie mit Kanada oder Indien zu erzielen, wohin Europa den Verkauf von Autos und Alkohol umlenken will. Die EU ist bereits einer der größten Handelspartner Indiens, auch ohne ein Freihandelsabkommen.

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    Die Manöver der europäischen Bürokraten sind den Vereinigten Staaten nicht entgangen, die der Meinung sind, dass Europa nach einer Strategie sucht, "die darauf abzielt, die wirtschaftliche Supermacht stärker und weniger abhängig von dem immer wankelmütigeren Amerika zu machen". Gleichzeitig betonen die Europäer, dass sie sich nicht von den Beziehungen zu den USA verabschieden, sondern aktiv versuchen, neue Freunde zu gewinnen.

    Andererseits erinnerten sie sich plötzlich daran, dass die USA nur "13 Prozent des weltweiten Warenhandels" ausmachen, wie EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič kürzlich in einer Rede erklärte. Aber nicht nur das: Die New York Times erinnert uns plötzlich mit US-amerikanischer Unverblümtheit daran, dass "Amerika immer noch die größte Volkswirtschaft der Welt ist, der wichtigste Lieferant von Militärtechnologie und führend in Europa. Es besteht keine realistische Hoffnung, dass es in dieser Eigenschaft über Nacht ersetzt werden kann".

    Trump scheint darauf bedacht zu sein, zu verhindern, dass die Vereinigten Staaten nicht nur in einem bestimmten Bereich, sondern im Grunde überall ersetzt werden. Als sich die EU und Kanada seiner Meinung nach unangemessen annäherten, verkündete er Ende März in seinem sozialen Netzwerk Truth:

    "Wenn die Europäische Union mit Kanada zusammenarbeitet, um den Vereinigten Staaten wirtschaftlich zu schaden, werden gegen beide große Zölle verhängt werden, die weit über das hinausgehen, was derzeit geplant ist."

    Die Strategie der EU, Europa als sicheren Hafen angesichts eines wütenden Trump zu präsentieren, versucht, den Kontrast zu verdeutlichen – allerdings ist das nur ein Spiel, das nur für den internen Gebrauch geeignet ist.

    Als die EU-Kommissionspräsidentin in ihrem Politico-Interview einen Beweis brauchte, zitierte sie eine interne Umfrage, die ergab, dass 74 Prozent der Bürger die Mitgliedschaft in der Europäischen Union befürworten – der höchste Wert seit 40 Jahren. "Das sagt schon etwas aus. Inmitten des Chaos steht Europa sicher und werteorientiert da und ist bereit, zu bestimmen, was als nächstes kommt", fügte von der Leyen hinzu. Wenn wir jedoch ernsthaft über Europas Verlässlichkeit sprechen, müssen wir uns an das Einfrieren von russischen Vermögenswerten, die ständigen Versuche, sie zu konfiszieren, das heißt, sie tatsächlich zu stehlen, die endlosen Listen von Sanktionen und die selektive Anwendung von Gesetzen erinnern, was europäische Beamte bereit sind, selbst zuzugeben.

    So machte Ursula von der Leyen nur wenige Stunden vor ihrer Erklärung über die neuen Partner in der Schlange deutlich, dass Europa die sogenannten Big-Tech-Unternehmen ins Visier nehmen werde. Dazu gehören Elon Musks X (früher Twitter), Meta und Apple – also vor allem US-amerikanische Tech-Giganten. Nun, so die EU-Kommissionschefin, werde das europäische Recht auf alle diese Unternehmen angewandt, unabhängig davon, wem das Unternehmen gehört oder wo es seinen Sitz hat.

    Es stellt sich heraus, dass das zuverlässige und gesetzestreue Europa es in der Vergangenheit für eine gute Idee hielt, nur das chinesische TikTok und das konventionell als russisch geltende Telegram anzugreifen, dessen Gründer am Flughafen in Paris wie ein Krimineller aufgegriffen werden konnte.

    Meloni und Trump: Konservatives Bündnis gegen den EU-Mainstream?





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    Im Klartext heißt es, dass das Recht in Europa je nach politischem Kontext auf die eine oder andere Weise angewendet werden kann. Ist das wirklich ein Zeichen von Verlässlichkeit?

    Ganz zu schweigen davon, dass es grundsätzlich unklug ist, US-amerikanische Unternehmen in diesem Sektor anzugreifen, da Europa im Bereich Big Tech hoffnungslos im Rückstand ist, wie auch europäische Experten betonen. Der belgische Professor Nicolas van Zeebroek zum Beispiel erklärt:

    "In Europa haben wir zwei Probleme: Wir produzieren keine Chips und wir produzieren sehr wenig Energie, sodass die wenigen Rechenzentren, die wir heute eingerichtet haben, bereits überlastet sind.

    Unsere Unternehmen und unsere Universitäten sind stark von US-amerikanischen Dienstleistern abhängig."

    Und wenn Trump wütend wird und beschließt, Europa das Gas – Pardon, Google – abzustellen? Island wird sicherlich keine Alternative bieten können.

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist zuerst am 22. April 2025 auf der Website der Zeitung Wsgljad erschienen.

    Waleria Werbinina ist eine Analystin bei der Zeitung Wsgljad.


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    23.04.2025

    Trump beschuldigt Selenskij, Friedensgespräche zu behindern

    freedert.online, 23 Apr. 2025 18:37 Uhr

    Nachdem der ukrainische Regierungschef Wladimir Selenskij öffentlich erklärt hatte, dass Kiew nicht einmal die offizielle Anerkennung der Halbinsel Krim als russisch diskutieren werde, warnte Trump nun, dass Selenskij die gesamte Ukraine verlieren könnte.


    Quelle: www.globallookpress.com © Chris Kleponis - Pool via CNP/Keystone Press Agency



    Der ukrainische Regierungschef Wladimir Selenskij könnte sein gesamtes Land verlieren, wenn er die Gespräche mit Russland weiter verzögert, schrieb US-Präsident Donald Trump am Mittwoch auf seiner Plattform Truth Social.

    Einen Tag zuvor hatte der ukrainische Präsident öffentlich verkündet, dass Kiew nicht einmal die offizielle Anerkennung der Halbinsel Krim als russisch diskutieren werde. Berichten zufolge war Washington bereit, diese Idee als Teil seines Friedensplans bei einem Treffen mit Vertretern Kiews und den europäischen Unterstützern der Ukraine am Mittwoch vorzustellen, doch die führenden Mitglieder der US-Delegation zogen sich in letzter Minute zurück.


    Hersh-Bericht: Russland will Frieden, Europa blockiert





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    Auf seiner Plattform schrieb Trump nun: "Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij brüstet sich auf der Titelseite des Wall Street Journal: 'Die Ukraine wird die Besetzung der Krim rechtlich nicht anerkennen. Hier gibt es nichts zu besprechen.' Diese Aussage ist sehr schädlich für die Friedensverhandlungen mit Russland, da die Krim bereits vor Jahren unter der Schirmherrschaft von (US-)Präsident Barack Hussein Obama verloren wurde und nicht einmal ein Diskussionspunkt ist."

    Des Weiteren schrieb er:

    "Niemand verlangt von Selenskij, die Krim als russisches Territorium anzuerkennen, aber wenn er die Krim will, warum hat man dann nicht schon vor elf Jahren um sie gekämpft, als sie ohne einen einzigen Schuss an Russland übergeben wurde? Das Gebiet beherbergt außerdem seit vielen Jahren vor der 'Übergabe durch Obama' wichtige russische U-Boot-Stützpunkte."

    Trump wies zudem darauf hin, dass Selenskij die gesamte Ukraine verlieren könnte:

    "Es sind aufrührerische Äußerungen wie die von Selenskij, die es so schwierig machen, diesen Krieg beizulegen. Er hat nichts, womit er sich rühmen könnte! Die Situation für die Ukraine ist katastrophal ‒ er kann Frieden haben oder er kann noch drei Jahre kämpfen, bevor er das ganze Land verliert."

    Der US-Präsident wies auch darauf hin, dass "die heutige Erklärung von Selenskij nichts anderes erreichen wird, als das Töten (wörtlich: "Killing Field") zu verlängern, und das will niemand!"

    "Wir stehen kurz vor einer Einigung, aber der Mann, der 'keine Karten hat, um zu spielen', sollte es jetzt endlich zu Ende bringen."

    Die USA haben auf eine rasche Lösung des Konflikts gedrängt und gleichzeitig versucht, ein Abkommen mit der Ukraine über den Abbau von Bodenschätzen abzuschließen, um die zuvor für die Unterstützung des Landes ausgegebenen Gelder zurückzubekommen. Trump und seine Regierung sind jedoch mit dem Tempo der Verhandlungen an beiden Fronten ungeduldig geworden und haben signalisiert, dass sie die Bemühungen möglicherweise aufgeben werden.

    Wenn die USA feststellen, dass "sich nicht genug bewegt, müssen wir uns vielleicht anderen Prioritäten zuwenden", sagte US-Außenminister Marco Rubio in einem am Dienstag veröffentlichten Interview.


    Mehr zum Thema ‒ Washington Post: USA werden Europa und Ukraine raten, Krim als russisch anzuerkennen


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    Weiteres:




    Jeffrey Sachs: "Die ganze Welt verlangt von den USA in Nahost etwas Vernünftiges"


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    odysee.com, 23. April 2025

    In einem Interview für den geopolitischen Podcast "Judging Freedom" plädiert der renommierte US-Ökonom Jeffrey Sachs erneut dafür, dass die US-Regierung ihre Außenpolitik nicht den Interessen Israels opfert.

    Der Experte vergleicht die Situation in der Ukraine mit der in Iran und gibt zu bedenken, dass US-Präsident Donald Trump über die Mittel verfügt, die Spannungen im Nahen Osten abzubauen, wie er es in der Ukraine versucht. "Solange der Präsident der USA die amerikanische Außenpolitik vertritt und nicht die israelische", so Sachs.

    Mehr auf unserer Webseite:


    Info: Video https://odysee.com/@RTDE:e/Jeffrey-Sachs---Die-ganze-Welt-verlangt-von-den-USA-in-Nahost-etwas-Vern%C3%BCnftiges-:0 Dauer 3:49 Uhr


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    23.04.2025

    „Falsche Gesellschaft“? Hallervorden wehrt sich gegen Kritik an Auftritt bei Demo in Dresden

    berliner-zeitung.de, 22.04.2025 12:46 Uhr, Eva Maria Braungart

    Auftritt von Dieter Hallervorden bei Demo in Dresden: Schauspieler wehrt sich gegen Kritik

    Der Schauspieler sprach bei einer Demo, der vorgeworfen wird, von Rechten und „Querdenkern“ besucht worden zu sein. Hallervorden ärgert sich, dass sein Friedensaufruf kaum Beachtung findet.


    Dieter Hallervorden wurde bei einer Demonstration in Dresden per Video zugeschaltet.Hannes P. Albert/dpa


    Der Schauspieler und Kabarettist Dieter Hallervorden hat sich zu der Kritik an seinem Auftritt bei einer Friedensdemonstration in Dresden am vergangenen Wochenende geäußert. Gegenüber T-Online sagte Hallervorden zu dem Vorwurf, die Demo sei größtenteils von Rechten und sogenannten Querdenkern besucht worden: „Bei meinem Videostatement zum Thema Frieden in Dresden habe ich darauf bestanden, dass einleitend gesagt wird, dass ich Gegner der AfD bin.“

    Ihn ärgere, dass sein Friedensaufruf nur wenig thematisiert worden sei. Der per Video zugeschaltete Hallervorden sagte bei der Demo, dass die Politik Deutschland wieder kriegstüchtig machen wolle. „Da ist die deutsche Sprachpolizei doch ziemlich stumm geblieben. Und das, obwohl Kriegstüchtigkeit ja ein Lieblingswort von Goebbels war“, so Hallervorden. Doch nicht die deutsche Regierung kritisierte Hallervorden, auch israelische Politiker wurden von Hallervorden thematisiert.

    Hallervorden: „Vor jedem Publikum streitbar aufs Podium springen“

    Hallervorden sieht sich nun dem Vorwurf gegenübergestellt, „mich in falsche Gesellschaft begeben zu haben. Für meinen kühnen Wunsch nach Frieden würde ich vor jedem Publikum streitbar aufs Podium springen“, so der Schauspieler weiter. Kritikern würde er gern entgegen: „Meine Lust an Literatur und Lesen würde ich auch vor Leuten bekunden, die am liebsten bestimmte Bücher verbrennen würden.“ Sein Wunsch nach Frieden sei der gesellschaftlichen Meinung über ihn untergeordnet, so Hallervorden.


    Ostermarsch Kreuzberg:  „Heute Panzer und übermorgen eure Söhne“, Ukraine-Aktivisten mit Satire-Aktion

    Ostermärsche in Kreuzberg: „Heute wollen sie Panzer und übermorgen eure Söhne“

    Friedrichshain-Kreuzberg

    19.04.2025


    „Lieblingswort von Goebbels“ Hallervorden übt bei Friedensdemo scharfe Kritik

    „Lieblingswort von Goebbels“ - Hallervorden übt bei Friedensdemo scharfe Kritik

    Ostdeutschland

    19.04.2025


    Doch Hallervorden erhielt nicht nur Kritik für seine Aussagen. „Er spricht sich klar gegen die Kriegstreiberei der Regierung und den von Israel verübten Genozid in Gaza aus. Danke, Didi!“, kommentierte beispielsweise der BSW-Politiker Lukas Emanuel auf der Plattform X.


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    NewsPolitikT-OnlineDieter HallervordenQuerdenkerBündnis Sahra WagenknechtDresden

    Info: https://www.berliner-zeitung.de/news/auftritt-von-dieter-hallervorden-bei-demo-in-dresden-schauspieler-wehrt-sich-gegen-kritik-li.2318519


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    23.04.2025

    Offener Brief: Hans-Eckardt Wenzel empört über Ausschluss von Russen vom Gedenken in Sachsenhausen

    freedert.online, 23.04.2025 15:04 Uhr, BLZ

    Die Gedenkstätte Sachsenhausen will zu Gedenkfeiern anlässlich der Befreiung von Nazideutschland keine Vertreter aus Russland. Scharfe Kritik an solchen Maßnahmen kommt von Hans-Eckardt Wenzel.


    Der Musiker und Liedermacher Hans-Eckardt Wenzel kritisiert in einem Offenen Brief den Leiter der Gedenkstätte Sachsenhausen.

    Der Musiker und Liedermacher Hans-Eckardt Wenzel kritisiert in einem Offenen Brief den Leiter der Gedenkstätte Sachsenhausen.Benjamin Pritzkuleit


    Bei Gedenkveranstaltungen rund um den 80. Jahrestag der Befreiung von Nazideutschland sind offizielle Vertreter Russlands und Belarus’ in Berlin und Brandenburg nicht willkommen. Das Auswärtige Amt hatte Brandenburger Landkreisen und Kommunen empfohlen, keine Einladungen an russische oder belarussische Diplomaten auszusprechen – und notfalls sogar ungebetene Gäste wieder wegzuschicken.

    Während es für den russischen Botschafter Sergej Netschajew sowie den belarussischen Gesandten Andrei Shuplyak auf der Gedenkfeier in Seelow zu keinen Zwischenfällen kam, will die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, zu der die ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen und Ravensbrück gehören, notfalls von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und den russischen Botschafter „mit Sicherheitskräften“ vom Gelände entfernen lassen.


    Sachsenhausen will russischen Botschafter „mit Sicherheitskräften“ entfernen

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    Politik

    vor 6 Stunden


    Geheime Handreichung: Baerbock will keine Russen bei Kriegs-Gedenken

    Geheime Handreichung: Baerbock will keine Russen bei Kriegs-Gedenken

    Berlin

    04.04.2025


    „Wollen Sie Geschichte umschreiben und uns zu den Befreiern umdeuten?“

    Die russischen und belarussischen Vertreter haben kürzlich ein Schreiben erhalten, in dem sie gebeten werden, nicht zu Veranstaltungen nach Sachsenhausen zu kommen. Stattdessen könnten sie einen anderen Tag wählen, an dem sie als kleine Gruppe eine stille Gedenkveranstaltung abhalten. Das Hauptgedenken in der Gedenkstätte Sachsenhausen soll am Sonntag, den 4. Mai, stattfinden.

    80 Jahre Kriegsgedenken: Russlands Botschafter Netschajew ist der Star von Seelow

    80 Jahre Kriegsgedenken: Russlands Botschafter Netschajew ist der Star von Seelow

    Jahrestag der Schlacht um die Seelower Höhen: Trotz einer Handreichung kam Russlands Botschafter – und erhielt viel Zuspruch von Linken bis AfD-Anhängern. Bilder, die Berlin eigentlich nicht wollte.

    Von Nicolas Butylin

    Ostdeutschland

    16.04.2025


    In diesem Zusammenhang hat sich der ostdeutsche Autor und Liedermacher Hans-Eckardt Wenzel mit einem Offenen Brief an Axel Drecoll gewandt. Er ist Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Leiter der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen. Wir dokumentieren an dieser Stelle den Brief:


    Sehr geehrter Prof. Dr. Axel Drecoll,

    mit Entsetzen entnahm ich der Presse, dass Sie die russischen Vertreter für die Feierlichkeiten zur Befreiung des KZ Sachsenhausen ausgeladen haben bzw. ihnen den Zutritt zum Festakt verweigern. Die allgemeine Ideologie einer „wertebasierten Außenpolitik“ treibt wahrhaft kriegstüchtige Blüten. Mein Freund und langjähriger Wegbegleiter, der Komponist Eberhard Schmidt, war Insasse in Ihrem Lager. Seine Erfahrungen haben mich tief geprägt. Der Regisseur Konrad Wolf, damals Soldat der Sowjetarmee, war an der Befreiung des Konzentrationslagers beteiligt und hat diesem Moment in seinem Film „Ich war Neunzehn“ ein eindrückliches Denkmal gesetzt. Schauen Sie sich diesen Film doch einmal an! Er wird von einer großen Menschlichkeit getragen und beschreibt genau in diesen Augenblicken, da das ganze Grauen der Nazizeit sichtbar wird, dass nicht Rache oder Rechthaberei die dunklen Stellen der Zeit zu entmachten vermögen, sondern Größe und Menschlichkeit. Die Schrecken, die Unmenschlichkeit, ja der Zynismus der deutschen Faschisten waren beispiellos und sind durch nichts anderes beendet worden als durch den Einsatz der sowjetischen Soldaten und Offiziere.

    Wollen Sie diese Geschichte umschreiben und uns selbst zu den Befreiern umdeuten? Wollen Sie Grundlagen des Humanismus politischen Winkelzügen und Selbstermächtigungen opfern? An was wollen Sie erinnern, wenn Sie diesen Ort des Schreckens seiner Geschichte berauben? Auch wenn Sie mit dem Verlauf der deutschen Geschichte nicht einverstanden sind, ändert das nichts an den Tatsachen. Sie wurden als Direktor für die Erinnerungskultur berufen. Folgen Sie dieser Berufung!

    Hans-Eckardt Wenzel


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    Info: https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/offener-brief-hans-eckardt-wenzel-empoert-ueber-ausschluss-von-russen-vom-gedenken-in-sachsenhausen-li.2318883


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    23.04.2025

    Sag mir, wo die Globalisten sind – Wo sind sie geblieben?

    freedert.online, 23 Apr. 2025 11:45 Uhr,Von Elem Chintsky

    Ist eine Epoche angebrochen, in der die Patriarchen des Globalismus beginnen, die Welt als Bühne zu verlassen? Manche sterben, manche werden von ihren Posten verdrängt. Ist dies mit dem gegenwärtigen "Trumpismus" verbunden? Oder läuft gleiches, nur mit anderen Mitteln?


    Quelle: www.globallookpress.com © Lian Yi/XinHua


    Screenshot_2025_04_23_at_18_21_43_Sag_mir_wo_die_Globalisten_sind_Wo_sind_sie_geblieben_RT_DE

    Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/t7f4ewibt2h7ut4e/Sag_mir_wo_die_Globalisten_sind_Wo_sind_sie_gebliebenbp9m5.mp3 Dauer 13:47 min


    Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche – Papst Franziskus – ist am Ostermontag im Alter von 88 Jahren verstorben. Im Jahr 2013 übernahm der mit bürgerlichen Namen bis dahin als Jorge Mario Bergoglio bekannte das Amt des Bischofs von Rom. So löste er auch den deutschen Papst Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger) ab, der aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war, bevor er selbst im Jahr 2022 starb. Damit wurde Bergoglio auch der erste Jesuit, dem diese Position des "Stellvertreters Jesu Christi" zugewiesen wurde.

    Geradezu zeitgleich fühlte sich der "Papst des Great Resets", Klaus Schwab, dazu bewegt, seinen heiligen Stuhl in Davos aufzugeben. Dies war bereits weit im Voraus angekündigt, traf aber viele Beobachter dennoch unvorbereitet. In beiden Fällen wird derzeit heiß spekuliert, wer die Nachfolger sein werden und inwieweit sie den Prämissen des Globalismus gerecht werden könnten.

    Beim WEF-Sessel sei bereits ein Anwärter festgelegt worden, der schon kommissarisch im Posten aktiv ist: Peter Brabeck-Letmathe. Manche mögen ihn noch aus der Doku "We feed the World" aus dem Jahr 2005 wiedererkennen. Damals hatte der österreichische Manager als Nestlé-Geschäftsführer gleichmütig darüber fabuliert, "ob wir die normale Wasserversorgung der Bevölkerung privatisieren oder nicht". Die Position, dass Wasser einem "öffentlichen Recht" zugerechnet wird, empfand Brabeck-Letmathe als "politisch extreme Idee". Das WEF scheint demnach "in guten Händen" zu sein, ohne dass man große klassisch linke oder libertäre Reformen erwarten müsste.
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    WEF-Chef Klaus Schwab tritt mit sofortiger Wirkung zurück





    WEF-Chef Klaus Schwab tritt mit sofortiger Wirkung zurück







    Gab es in letzter Zeit andere Abgänge aus dem globalistischen Pantheon, die der Rede wert wären? Sicherlich. Zum einen der US-Sicherheitsberater und neoliberale Prophet und Architekt der imperialistischen Afghanistan- und Ukraine-Projekte, Zbigniew Brzeziński (März 1928 bis Mai 2017). Hinzu kommt der Multimilliardär und Bankier David Rockefeller (Juni 1915 bis März 2017), der über verschiedenste Bereiche der Öffentlichkeit große Kontrolle ausübte – wie den Bildungssektor, Big Pharma oder Energie. Der Tod des britischen Finanziers und Investmentbankers Jacob Rothschild (April 1936 bis Februar 2024) könnte sogar noch frisch im Gedächtnis einiger Leser liegen. Ähnlich könnte es sich mit dem Ableben des ehemaligen US-Außenministers und Nationalen Sicherheitsberaters, Henry Kissinger (Mai 1923 bis November 2023) verhalten. Nicht alle von ihnen waren im öffentlichen Dienst, aber alle haben, weit darüber hinaus und über ihre volle Lebensspanne, enormen Einfluss auf den US-dominierten Globalismus in all seinen Facetten ausgeübt.

    Der noch lebende, im August 1930 geborene George Soros ist auch der Einzige noch aktive dieser aus der alten Riege entspringenden Truppe – er ist ebenfalls der Einzige, der einen prominenten Nachfolger in seinem leiblichen Sohn bereits auserkoren hat: Alexander Soros. Dieser hatte auch einen interessanten Tweet des Beileids vorzulegen, als Papst Franziskus das Zeitliche segnete. Um das Wortspiel zu erhaschen, sei erst das englische Original zu lesen: "Pope Francis championed many causes at the heart of an open society. He was a leader and visionary who will be severely missed."

    Der unbestimmte Artikel vor "open society" lässt vermuten, dass es sich hier bloß um einen herkömmlichen Gattungsbegriff handelt, der eine generell offene, westliche, liberal-demokratische Gesellschaft bezeichnet. Dabei fehlt orthografisch nur noch ein kleiner Klecks zum bestimmten Artikel und der englischen Großschreibung aufgrund eines möglichen Eigennamens. Hierbei muss es sich um einen eleganten Augenzwinkerer seitens des jungen Soros handeln, der unterstreicht, dass die Werte und Ziele der 1993 von seinem Vater gegründeten Open Society Foundations mit denen des jesuitischen Papstes nahezu deckungsgleich gewesen waren.


    CIA, Vatikan und Berlin unterwandern die Kirchen der Ukraine





    Meinung

    CIA, Vatikan und Berlin unterwandern die Kirchen der Ukraine





    So schließen sich die kollegialen Kreise und so werden die Assoziationsketten noch nachgezeichnet, die eine freundliche Mittäterschaft attestieren. Papst Franziskus war bekannt für seinen Einsatz beim Ausweiten der Klimareligion und der illegalen Migrationsbewegungen wie sie dann auch Politiker wie Angela Merkel in die Tat umsetzten. Das Impfen gegen das Coronavirus mit der Gentherapie-Spritze rief er als "moralische Pflicht" aus, wobei er seine Kritiker stigmatisierte. Als religiöses Oberhaupt der 1,4 Milliarden Katholiken weltweit war er ausgesprochen liberal in Fragen der Sexualität und nicht traditioneller Partnerschaften – eine Position, durch die er sich bei der LGBTQ-Gemeinde großer Beliebtheit erfreute.

    Auch die leider nicht demokratisch gewählte Imperatrix der Europäischen Union, Ursula von der Leyen, fand Worte des Staunens und der Ehrerbietung:

    "Heute trauert die Welt um den verstorbenen Papst Franziskus.

    Er inspirierte Millionen, weit über die katholische Kirche hinaus, mit seiner Bescheidenheit und seiner reinen Liebe zu den weniger Privilegierten.

    Meine Gedanken sind bei allen, die diesen tiefen Verlust spüren.

    Mögen sie Trost in dem Gedanken finden, dass das Vermächtnis von Papst Franziskus uns allen weiterhin den Weg zu einer gerechteren, friedlicheren und mitfühlenderen Welt weisen wird."

    Hier könnte vage die Devise gelten, dass man an ihren Früchten und ihren Befürwortern diese erkennen werde.

    Der klassische Globalismus am Ende?


    Gedanken des Balkonisten – Von Kriegstreibern und Höhenflügen im Schweizer Käse




    Meinung

    Gedanken des Balkonisten – Von Kriegstreibern und Höhenflügen im Schweizer Käse






    Immer ruhig mit den jungen und naiven Pferden. Obgleich Gelegenheiten entstehen, Revue passieren zu lassen und zu kontemplieren, werden solche lang aufgebauten Ideologien nicht einfach chirurgisch beendet. Eine Idee, die so intrinsisch verinnerlicht ist, verblasst nicht einfach mit dem Tod oder der Abwesenheit eines ihrer langjährigen Führer. Manchmal können sie sogar eher verstärkt oder vertieft werden. Sie lebt weiter durch ihre Institutionen, Netzwerke, ausgebildeten Apostel und ausführenden Influencer und somit auch in den in ihrer Geiselhaft sich befindlichen Massen – auch wenn der klassisch dualistische Bann ("gemäßigt konservativ" kontra "sozialdemokratisch-progressiv"), der lange Zeit ein normatives Ganzes lieferte, sich in seiner Glaubwürdigkeit und Authentizität im Abwärtstrend befindet. Genau an dieser zivilisatorischen Gabelung kommt der moderne Trumpismus als bitter nötiges Diskurs-Balsam ins Spiel.

    Man darf deshalb nicht außer Acht lassen, dass eine andere übergeordnete Dialektik unerschütterlich weiterläuft, während all die von Schwab ersonnenen technokratischen Reformen der "Vierten Industriellen Revolution" auch unter Trump stetig fortgeführt werden. Die Demontage persönlicher Freiheiten sowie der Bau der "Vorfreude, nichts zu besitzen und glücklich darüber zu sein" werden lediglich unter einem anderen Motto weiter vorangetrieben.

    Unter den internationalistischen Globalisten hörte man, dass der Staat Trans- und Islamophobie mit aller Härte bekämpfen müsse – unter den "patriotischen Nationalisten" der Welt jedoch wird die penibel-mikroskopische Bekämpfung des Antisemitismus als größter Vorwand für die Demontage persönlicher Freiheiten genutzt: Geert Wilders in den Niederlanden, Tommy Robinson in Großbritannien, Pierre Poilievre in Kanada, bald womöglich auch die AfD in der BRD, sofern sie irgendwann doch in die Regierungsverantwortung kommt und ihren zionistischen Hintergrund-Antrieb offenlegen kann.


    Israels Ökonomen: "Israel wird sein 100-Jähriges nicht erleben"




    Analyse

    Israels Ökonomen: "Israel wird sein 100-Jähriges nicht erleben"






    Selbstverständlich hatten zuvor auch die internationalistischen Globalisten pro forma in ihrer Regierungstaktik gemäßigte Antisemitismus-Bekämpfung vorgesehen und praktiziert, aber ihre rechtskonservativen, systemischen Nachfolger haben in dem Sinne in den letzten Gang geschaltet. Die konkrete Absurdität lässt sich am besten anhand der Aussagen des neuen US-Gesundheitsministers unter Trump (und auch anderweitig sehr bekannten) Robert F. Kennedy Jr. illustrieren, der der Bekämpfung von Antisemitismus die höchste gesundheitliche Priorität einräumt.

    Dass eine sich seit Oktober 2023 weltweit enorm schnell ausweitende, radikale Skepsis gegenüber dem Staat Israel und dem Zionismus als religiös-politische, chauvinistische Ideologie formt, ist nicht mehr von der Hand zu weisen. Der Vorwand lautet stets, die feindliche Hamas auszumerzen, doch diese Erklärungsschablone umfasst für die Israelis, dass bereits jedes dort neu geborene Palästinenserbaby "ein prophylaktisch zu tötender Terrorist" sei – ganz zu schweigen von den schon länger lebenden. Eine brutale und unmoralische Variante der "präventiven Verbrechensbekämpfung", wie sie in Spielbergs Science Fiction-Film "Minority Report" (2002) erzählt wird.

    Jegliche Kritik und jedweder Aufschrei gegenüber dem durch israelische Hand erbarmungslos organisierten Genozids an den Palästinensern im Gazastreifen sowie vermehrt auch im Westjordanland – mit dem Ziel, sich diese Gebiete einzuverleiben und ethnisch zu säubern – wird in den westlichen Zentren von Macht und Medien weitestgehend als perfider Antisemitismus deklariert – während Israel laufend mit dem ausgeleierten Mantra des Rechts auf Selbstverteidigung moralisch gedeckt wird. Diese ethische Schere ist in ihrer weiteren organischen Ausweitung, allen gelenkten PR-Kampagnen zum Trotz, kaum mehr zu verhindern. Der zum Palästinenser-Genozid feige und heuchlerisch schweigende, klassische Globalismus – samt der Vorteile, die er seit der Etablierung der schein-universellen, zuvor nur vom Westen auslegbaren, regelbasierten Weltordnung genoss – frisst sich langsam aber sicher selbst.

    Wer wird aber der Nachfolger des am vergangenen Ostermontag verstorbenen "Stellvertreters Jesu Christi" auf Erden?

    Mag sein, dass dies eher Stoff für einen weiterführenden Artikel ist. An dieser Stelle sei nur gesagt, dass, sofern es der guineische Geistliche Robert Sarah werden würde, die Globalisten sicherlich eine weitere herbe Niederlage einstecken müssten. Der schwarzhäutige Kardinal aus Afrika hat eine fundiert traditionelle, rechtskonservative Weltanschauung und steht zum Beispiel der weltweit koordinierten Massenmigration sehr skeptisch gegenüber. Stattdessen plädiert er dafür, Menschen genau dort zu helfen, wo sie ursprünglich herkommen. Auch eine "Ehe für alle" und all ihre benachbarten LGBTQ-Themen heißt er nicht gut und sogar schädlich.


    Kampfansage an Globalisten? Trump schaltet sich beim Weltwirtschaftsforum in Davos zu





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    Anhand seines Aussehens wäre Sarah außerdem viel weniger anfällig dafür, mit der üblichen Rassismus-Keule erfasst zu werden, welche der woke Medienmob weltweit so gerne bei der Diskurs-Lenkung und Volkserziehung normalerweise anwendet. Vom liberal-progressiven Großteil der römisch-katholischen Kirche wird Sarah regelmäßig als "fundamentalistisch" oder politisch "Trump-nah" bezeichnet oder sogar des "strukturellem Antisemitismus" bezichtigt. Ähnlich wird mit seinem werteverwandten Kollegen Carlo Maria Viganò verfahren, dem man noch viel weniger vorwerfen könnte, dass er je ein Blatt vor den Mund genommen hat.

    Eine interessante Trivia – oder sogar ein wichtiges symbolisches Indiz? – für die metaphysische Weltanschauung der Globalisten und derer, die ihnen als kontrollierte Opposition dienen, könnte dieses Bild sein: Der zuvor erwähnte Jacob Rothschild und die serbische Künstlerin Marina Abramović, die der New York Times gegenüber beteuerte, sie sei gefälligst "Künstlerin, nicht Satanistin". Als ob man nicht auch beides sein dürfte. Der Titel des Gemäldes hinter den beiden: "Satan summoning his Legions" (1796/97), oder zu Deutsch: "Satan ruft seine Legionen zusammen". Sicherlich ein non-trivialer, noch nicht abgeschlossener, heimtückischer Prozess, der der konzentrierten Aufmerksamkeit weltoffener Bürger bedarf.

    Elem Chintsky ist ein deutsch-polnischer Journalist, der zu geopolitischen, historischen, finanziellen und kulturellen Themen schreibt. Die fruchtbare Zusammenarbeit mit RT DE besteht seit 2017. Seit Anfang 2020 lebt und arbeitet der freischaffende Autor im russischen Sankt Petersburg. Der ursprünglich als Filmregisseur und Drehbuchautor ausgebildete Chintsky betreibt außerdem einen eigenen Kanal auf Telegram, auf dem man noch mehr von ihm lesen kann.


    Mehr zum Thema - Taube, Krähe und BRICS in der Soutane - Zum Pontifikat von Papst Franziskus


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    Video (https://odysee.com/) Dauer 2:28 min


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    Info: https://freedert.online/meinung/243097-sag-mir-wo-globalisten-sind/


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    Israels Ökonomen: "Israel wird sein 100-Jähriges nicht erleben"


    freedert.online, vom 22 Aug. 2024 15:33 Uhr,Von Elem Chintsky

    Die materiellen Schäden Israels bei dem, was es "die Konfrontation mit der Hamas" nennt, halten sich in Grenzen. Ökonomische Parameter zeichnen jedoch eine tragische, sich rasch nähernde Zukunft für die israelische Wirtschaft – und den Fortbestand des Staates selbst.


    Quelle: AP © Julia Nikhinson


    Netanjahu


    Trotz trügerischer Lippenbekenntnisse eines Antony Blinken über "US-Friedensbemühungen" ist eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen weiter weg als je zuvor. Eine neue große Frontenöffnung mit dem Libanon – aus dem die Hisbollah operiert – rückt ebenfalls jeden Tag näher. Die diesmal nicht mehr mit den USA abgestimmte Antwort Teherans auf die im eigenen Land durch Israel vollstreckten völkerrechtswidrigen Terroraktivitäten, wie die akribisch durchgeführte Ermordung Ismail Haniyyas, lässt weiter auf sich warten. Glaubt man den Narrativen des US-amerikanisch-israelischen Bündnisses, ist Israel mit der bedingungslosen Unterstützung Washingtons für alle militärischen "Eventualitäten" gewappnet – dessen vergewisserte sich der israelische Premierminister im Juli 2024, als er im US-Kongress den enthusiastischsten Beifall in der Geschichte seiner US-Visiten für die Fortsetzung des Genozids an den Palästinensern erhielt. Von außen sind also die Bedingungen für den Fortbestand Israels mittelfristig gegeben. Wie aber sieht es von innen aus? Wie steht es um Israels Volkswirtschaft wirklich? Trotz aller Unterstützung vom großen nordamerikanischen, zionistisch vollkommen hörigen Hegemonen – kann dies die Verelendung von innen aufhalten?


    Nur ein Wahlkalkül? Biden drängt Netanjahu zu Abkommen über Gaza-Waffenruhe





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    Die unabhängige Nachrichtenplattform Mondoweiss hat kürzlich ein Portfolio aus Indizien zusammengestellt, das auf ein in Israel selbst diskutiertes Ende des jüdischen Staates hinweisen soll. Bei der Debatte sind zionistische und antizionistische Stimmen gleichermaßen beteiligt und – verblüffender Weise – ähnlicher Meinung. Zum Beispiel hatte der israelische Historiker, große Eugenik-Liebhaber und transhumanistische Apostel Klaus Schwabs, Yuval Noah Harari, im Mai fabuliert, dass das zionistische Projekt sich bald dem Ende neigen könnte. Etwas eindringlicher argumentierte der israelische Geschichtswissenschaftler Ilan Pappé, dass Israels Tage als kohärenter Staat und die ihm zugrunde liegende Ideologie des Zionismus knapp gezählt seien.

    Wir sprachen dazu auch mit dem renommierten israelisch-deutschen Soziologen, Moshe Zuckermann, der folgende Kontextualisierung gab: 

    "Ich bin schon seit vielen Jahren der Meinung, dass sich der Zionismus durch die Handhabung des Konflikts mit den Palästinensern in eine Sackgasse manövriert hat, aus der er nicht mehr herauszukommen vermag. Da er die Zweistaatenlösung systematisch unterwandert hat, steht er vor der Frage, was mit der entstandenen binationalen Struktur zu machen sei: Er kann sie demokratisch absegnen, und so bekämen wir einen binationalen Staat (gesetzt, auch die Palästinenser wollen ihn); er kann sie aber auch nicht in diesem Sinne annehmen, und dann erklärt sich der Zionismus selbst zum Apartheidstaat. In beiden Fällen hat der klassische Zionismus dann ausgespielt. Der gegenwärtige Krieg, in dem viele BürgerInnen ihr Vertrauen in den Staat verloren haben, verfestigt noch diese Tendenz."

    Noch konkreter wird es, wenn man beachtet, wie zwei hochrangige israelische Wirtschaftswissenschaftler einen geheimen Bericht verfasst haben, der genau erläutern soll, warum der Staat Israel ökonomisch zugrunde geht. Da deren Papier nicht zu einer nachschlagbaren, "sich selbst erfüllenden Prophezeiung" werden soll, geben Ron Tzur und Eugene Kandel mündlich Kenntnis über ihre Prognosen. Beide sprechen davon, dass "Israel sein 100-Jähriges nicht mehr erleben wird". Die Rede ist vom Jahr 2048.

    Professor Zuckermann, der an der Tel Aviv Universität auch Geschichte und Philosophie lehrte, ergänzt dazu Folgendes:

    "Dass sich der Staat Israel zur Zeit in einem Zersetzungsprozess befindet, ist zweifellos richtig. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle, in der Tat auch die arg gebeutelte Volkswirtschaft. Was aber in 25 Jahren sein wird, wage ich nicht dezidiert vorauszusagen. Vieles kann sich bis dahin ereignen. Nicht zuletzt im Bereich der Geopolitik."

    Mehr als 46.000 Unternehmen sind bankrottgegangen. Die Kreditwürdigkeit Israels wurde herabgestuft, wobei israelische Anleihen zu geradezu präzedenzlos tiefen Preisen verkauft werden, wovon auch der IT-Sektor Schaden nimmt. Dazu gleich mehr. Bereits im ersten Quartal 2023 wurde bei ausländischen Investitionen ein Rückgang von 60 Prozent verzeichnet, der auch seit Oktober 2023 und bis heute weiter sinkt. Ein Beispiel ist die israelische Tourismusbranche, welche derzeit de facto non-existent ist – aufgrund der akuten Kriegsgefahr sowie wegen der Empörung über das, was im Gazastreifen geschieht, wollen die einst üblichen Reisegäste aus aller Welt nicht mehr herkommen, um ihr Geld im Land zu lassen.

    Es gibt lediglich zwei Industriezweige in Israel, die keine Verluste erlitten haben. Zum einen die Rüstungsindustrie, welche besonders inländisch große Umsätze verzeichnet. Zum anderen der Tech-Sektor, für den Israel in den letzten Jahrzehnten weltweit bekannt wurde. Hierbei liegt aber die Erklärung in einer vorübergehenden Devisenverwirrung. Da diese israelischen Firmenaktien in den letzten neun Monaten oft die Inhaber wechselten, werden sie nicht mehr in der israelischen Währung Schekel dotiert, sondern in US-Dollar. Das verwirrt die volkswirtschaftliche Analyse Israels etwas. Wenn der US-Dollar sich gegen den israelischen Schekel stärkt, wächst der Wert der israelischen Aktien, die mittlerweile in US-Dollar bewertet werden. Aber die Zeiten, als man sich einen Namen als Mekka der Start-ups machte, seien laut den israelischen Wirtschaftsexperten objektiv längst vorbei. Außerdem veranlassen mehr und mehr Israelis einen Kapitalfluss hinaus aus dem monetären, steuerrechtlichen Ökosystem Israels, da sie ihre Ersparnisse sowie ihre Renten- und Versicherungsfonds nicht an das Schicksal des Staates weiter gekoppelt sehen wollen.


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    Nicht nur das Kapital, auch hoch ausgebildete Israelis selbst verlassen ihre Positionen in Israel – am besten ist das zurzeit am Tech-Sektor zu beobachten. Die ganze israelische Wirtschaft hängt praktisch an 300.000 Stellen, ein Drittel davon ist der IT- und Tech-Sektor. Noch im Juni wurde bekannt, dass der internationale Computerchip-Hersteller Intel eine vereinbarte Infrastruktur-Investition von 25 Milliarden US-Dollar kurzfristig annulliert hat. Netanjahus Regierung sprach Intel noch im Dezember 2023 einen Zuschuss in Höhe von 3,2 Milliarden US-Dollar zu – nämlich für den Bau einer Chipfabrik in Südisrael. Das ist nun vorbei.

    Die weiteren zwei Drittel der 300.000 gefährdeten Arbeitsstellen machen die Eliten an den Universitäten und im medizinischen Bereich aus. Der renommierte Ökonom Dan Ben-David sagte zu diesem Trend der wachsenden Fachkräfteflucht, "wir werden nicht zu einem Dritte-Welt-Land werden", stattdessen "werden wir grundsätzlich keines mehr sein". Multinationale IT-Giganten wie Google nutzen das Beste aus der gegebenen Lage und kaufen dort alles auf, was bei drei nicht auf dem Baum ist. So zum Beispiel der Verkauf der israelischen IT-Sicherheitsfirma Wiz, deren Gründer gerne Israel verlassen möchten. Noch sind die endgültigen Zahlen derer, die Israel langfristig den Rücken kehren, stark schwankend und sicherlich abhängig davon, wie sich die Lage im Nahen Osten in den nächsten Wochen und Monaten weiter entwickeln wird.

    Jedenfalls sind die Empfehlungsschwerpunkte der israelischen Wirtschaftsexperten eindeutig. Dazu gehören vor allem die Beendigung des Krieges sowie die Kürzung der öffentlichen Ausgaben, da das Haushaltsdefizit absurde Maßstäbe angenommen hat. Außerdem müssten die Steuern erhöht und eine zügige Wiederherstellung des Vertrauens der Öffentlichkeit in die öffentlichen Institutionen Israels angekurbelt werden. Die rasant steigende Staatsverschuldung ist dabei keine Hilfe. Zu guter Letzt gehört dazu die Wiederherstellung der Außenbeziehungen Israels, insbesondere zu den Ländern, von denen das Land im Handel abhängig ist. Dazu gehören die EU, die Türkei und Kolumbien. Kolumbien ist für Israel der wichtigste Kohlelieferant. Kohle ist Israels essenzieller Energieträger, der direkt mit der Instandhaltung und dem Betrieb der kolossalen inländischen Server-Infrastruktur verbunden ist. Dieser Betrieb ist eine Rund-um-die-Uhr-Angelegenheit und anfällig für jede Irritation. Somit schließt sich der Kreis der bereits aus anderen Gründen erwähnten Verwundbarkeit des israelischen IT-Sektors.

    Keine von diesen dringlichen und laut immer mehr israelischen Experten lebenswichtigen Reformen wird von der Netanjahu-Regierung wahr beziehungsweise ernst genommen. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein: Jegliche Anzeichen eines Staates für eine nicht hundertprozentige Unterstützung der Politik Israels werden nahezu als diplomatischer Affront gewertet. Weshalb die liberaleren Kräfte Israels und ihre Medien davon ausgehen, wie die Zeitung Haaretz offen artikuliert, dass Israel mit Netanjahu an der Spitze als Staat scheitern wird. Sofern bald kein handlungsfähiger Volkswille in Israel erwacht, kann der Untergang Israels durchaus als "selbst verschuldet" ad acta gelegt werden.

    Der am Roten Meer gelegene israelische Hafen von Eilat ist ein weiteres Sinnbild für Israels wirtschaftlichen Sturz. Der israelische Seehandelshub hat sich kürzlich aufgrund "mangelnder kommerzieller Aktivität" bankrott gemeldet. Laut dem Geschäftsführer des Hafens, Gideon Gilbert, sei der Handelspunkt seit mindestens acht Monaten nicht mehr rentabel. Wegen der neuen, gefährlichen Umstände, die die Huthis aufgrund Israels Genozids an den Palästinensern im Gebiet verursachen, sei das Handelsvolumen um 85 Prozent zurückgegangen. Mittlerweile subventioniert der Staat den Hafen vollkommen – während Israel von Washington subventioniert wird. Israel, ähnlich wie das Kiewer Regime, wurde zu einem monetären Fass ohne Boden der "ewigen Subventionen", in denen unvorstellbare Geldsummen pulverisiert werden. Ab einem gewissen Punkt entlang dieser weltweiten künstlichen Kette an Subventionen und Alimentierungen wird mindestens ein Glied im großen Stil reißen und eine explosive Kettenreaktion auslösen.


    Mehr zum Thema - Ostlibanon: Israelischer Angriff auf Waffenlager der Hisbollah


    Elem Chintsky ist ein deutsch-polnischer Journalist, der zu geopolitischen, historischen, finanziellen und kulturellen Themen schreibt. Die fruchtbare Zusammenarbeit mit RT DE besteht seit 2017. Seit Anfang 2020 lebt und arbeitet der freischaffende Autor im russischen Sankt Petersburg. Der ursprünglich als Filmregisseur und Drehbuchautor ausgebildete Chintsky betreibt außerdem einen eigenen Kanal auf Telegram, auf dem man noch mehr von ihm lesen kann.


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    23.04.2025

    Wall Street Journal: WEF startet Untersuchung gegen Gründer Klaus Schwab

    freedert.online, 23 Apr. 2025 16:25 Uhr

    Anfang der Woche war der Gründer und Ex-Vorsitzende des Weltwirtschaftsforums ohne Angabe von Gründen zurückgetreten. Nun wurde bekannt, dass seitens der Organisation neue schwere Anschuldigungen gegen ihn geprüft werden.


    Screenshot_2025_04_23_at_18_00_47_Wall_Street_Journal_WEF_startet_Untersuchung_gegen_Gr_nder_Klaus_Schwab_RT_DEQuelle: www.globallookpress.com © Presse- Und Informationsamt Der/Keystone Press Agency


    Klaus Schwab mit Olaf Scholz, 21.01.2025 (Screenshot)


    Das Weltwirtschaftsforum (WEF) hat, so berichtete das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf eine Erklärung der Organisation am Dienstag, eine internationale Untersuchung eingeleitet, um Vorwürfe von Whistleblowern zu Fehlverhalten zu überprüfen, die seinen Gründer und ehemaligen Vorsitzenden Klaus Schwab betreffen.

    Der Bericht erschien am Tag nach Schwabs Rücktritt als Vorsitzender des Aufsichtsrats des WEF, ohne jede öffentliche Begründung. Sein Rücktritt beendete mehr als 50 Jahre an der Spitze des WEF, das er 1971 gegründet hatte und zu dem einflussreichen Gastgeber des jährlichen Davoser Treffens von Staatschefs und Konzerngrößen machte.


    WEF: Nach Schwab-Rücktritt: Kommt jetzt BlackRock-Manager Philipp Hildebrand?





    WEF: Nach Schwab-Rücktritt: Kommt jetzt BlackRock-Manager Philipp Hildebrand?






    Laut WSJ hatte die Führung des WEF in der letzten Woche ein anonymes Schreiben erhalten, das von aktuellen und ehemaligen Beschäftigten stammen soll und Schwab und seiner Frau Hilde – ebenfalls eine ehemalige WEF-Angestellte – finanzielles und ethisches Fehlverhalten vorwirft. Dem Brief zufolge hatte Schwab die Mittel der Organisation für persönliche Ausgaben genutzt und jüngere Mitarbeiter angewiesen, Geld für private Zwecke abzuheben, darunter Massagen auf Dienstreisen. Darin wurde auch behauptet, Hilde Schwab habe Gelder des WEF für Aufenthalte in Luxushotels auf privaten Reisen verwandt.

    Der Brief erweckte zusätzliche Bedenken, Schwabs Führung betreffend, darunter die Aussage, er habe eine Arbeitsplatzumgebung geschaffen, in der nichts gegen sexuelle Belästigung und diskriminierendes Verhalten unternommen wurde.

    Quellen im WEF sagten der Zeitung, der Vorstand sei am Ostersonntag zu einer Notfallsitzung zusammengekommen und habe beschlossen, eine Untersuchung zu eröffnen, was Schwab dazu gebracht habe, zurückzutreten – trotz früherer Pläne, die Führung schrittweise bis 2027 abzugeben.

    In einer Erklärung bestätigte das WEF die einstimmige Entscheidung des Vorstands nach einer externen Rechtsberatung, eine unabhängige Untersuchung anzustreben. Die Organisation fügte jedoch hinzu, dass die Vorwürfe, auch wenn sie ernst genommen würden, "unbewiesen bleiben" und sie "vor weiteren Kommentaren auf das Ergebnis der Untersuchung wartet".


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    Machtkonzentration bei Milliardären: Mutiert Davos zum Forum für westliche Oligarchen?


    Ein Sprecher der Schwabs wies die Anschuldigungen zurück und erklärte, die Familie habe der Organisation persönliche Ausgaben während der Geschäftsreisen immer zurückgezahlt. Der Sprecher fügte hinzu, dass Schwab beabsichtige, jene, die für das Schreiben verantwortlich seien und "jeden, der diese Unwahrheiten verbreitet", zu verklagen und fügte hinzu, Schwab habe auf eine Pension von 5 Millionen Schweizer Franken vom WEF verzichtet, um guten Willen zu beweisen.

    Bereits im vergangenen Jahr hatte es ähnliche Vorwürfe bezogen auf ein toxisches Arbeitsklima, sexuelle Belästigungen und rassistische Diskriminierungen beim WEF gegeben. Im März hatte die Organisation ihren Sponsoren gegenüber erklärt, dass eine Überprüfung der früheren Vorwürfe keine Rechtsverstöße gefunden und kein Fehlverhalten von Schwab bestätigt habe.


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    Screenshot_2025_04_23_at_17_56_56_Wall_Street_Journal_WEF_startet_Untersuchung_gegen_Gr_nder_Klaus_Schwab_RT_DE

    Video https://freedert.online/europa/243175-wall-street-journal-wef-startet/ Dauer 2:15 min


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    23.04.2025

    Brandenburgs Gedenkstättenleiter droht russischem Botschafter mit Rausschmiss

    freedert.online, 23 Apr. 2025 13:05 Uhr

    Prof. Axel Drecoll, Leiter der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, gab der Bild-Zeitung zu Protokoll, dass er die ihm unterstellten Gedenkeinrichtungen instruierte, den russischen Botschafter Sergei Netschajew gegebenenfalls unter Einsatz von Sicherheitskräften des Geländes zu verweisen.


    Quelle: www.globallookpress.com © Soeren Stache


    Sergei Netschajew, russischer Botschafter in Deutschland, als Anwesender der Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Schlacht auf den Seelower Höhen, Seelow, Brandenburg,16.04.25


    Die Anwesenheit von Sergei Netschajew, russischer Botschafter in Deutschland, als Anwesender der Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Schlacht auf den Seelower Höhe am 16. April, beschäftigt weiterhin russophobe deutsche Medien und Institutionen. Die Bild-Zeitung reagierte auf die Ankündigung von Netschajew, dass dieser "keine besondere Einladung" benötige, um an öffentlich zugänglichen Orten im Zeitraum bis zum 9. Mai den Opfern des Hitler-Faschismus zu gedenken. Brandenburgs Gedenkstätten-Vorsitzender Prof. Axel Drecoll fand nach Bild-Anfrage nun eindeutige Worte, wie diesbezügliche Anordnungen aus seinem Hause an die Gedenkstättenleiter lauten, dies "in enger Abstimmung mit Sicherheitskräften".


    Seelow-Bürgermeister: Gutes Zeichen für Frieden in Europa, dass russischer Botschafter dabei war




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    Die Bild-Redaktion bezeichnet Netschajew in dem Artikel als "Russen-Botschafter" oder "Putins Statthalter". Moniert wurde seitens der Springer-Mitarbeiter die gestrige Ankündigung des russischen Botschafters gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa), laut der er angekündigt hatte, unbeeindruckt der Handreichung aus dem Auswärtigen Amt unter Leitung von Noch-Außenministerin Baerbock agieren zu wollen. Dazu heißt es in einem T-Online-Artikel:

    "Die russische Botschaft in Deutschland besteht auf ihrer Teilnahme an Gedenkveranstaltungen zum Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren. Sie wendet sich damit gegen eine Empfehlung des Auswärtigen Amtes.

    'Der 80. Jahrestag des Sieges über den Nazismus ist ein heiliger Tag für alle Völker der ehemaligen Sowjetunion', erklärte die Botschaft auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Sie bezeichnete die Empfehlung als 'äußerst bedauerlich'. Man brauche 'keine besondere Einladung', um an öffentlich zugänglichen Orten 'das Andenken an die sowjetischen Befreier und die Opfer des Nazismus zu ehren und den Tag des Sieges feierlich zu begehen', hieß es von der Botschaft weiter." 

    Die Bild-Redaktion kontaktierte anscheinend darauf reagierend den Vorsitzenden der Brandenburger Gedenkstätten. So heißt es – Drecoll zitierend – in dem Artikel:

    "'Wir haben die russische Botschaft seit dem Überfall auf die Ukraine von allen Jahrestagen ausgeladen', sagte Brandenburgs Gedenkstätten-Chef Prof. Axel Drecoll zu Bild, 'wenn der Botschafter trotzdem kommt, werden wir unser Hausrecht durchsetzen – in enger Abstimmung mit Sicherheitskräften!'"

    Einleitend hieß es:

    "Mega-Zoff vor den Feiern zum Ende des 2. Weltkriegs! Russlands Botschafter will trotz Ausladung daran teilnehmen. Jetzt droht Brandenburg Putins Statthalter mit Rausschmiss."

    Basierend auf der Anwesenheit Netschajews in Seelow, erkennt die Bild-Redaktion, dass "die Russen Ernst machen", bezogen auf das mögliche Erscheinen auf dem Gelände von Gedenkstätten. Der russische Botschafter wäre laut Wahrnehmung der Redaktion am 16. April trotz medial kolportierter Baerbock-Handreichung "mit bulligen Bodyguards, Russland-Kranz und seinem belarussischen Kollegen erschienen". Dazu heißt es weiter:

    "Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und Brandenburgs Ministerpräsident Diemar Woidke (SPD) wollen das künftig verhindern."


    Die antirussische Propaganda in Deutschland erreicht das Niveau der Nazizeit




    Meinung

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    Ein Woidke-Sprecher bestätigte demnach, dass die vorherige, im Jahr 2023 erfolgte Ausladung zu Gedenkveranstaltungen seitens der Landesregierung "auch weiterhin gilt". Diese lautete:

    "Solange die Russische Föderation einen blutigen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt und den Frieden in ganz Europa bedroht, ist es nicht vorstellbar, dass offizielle Vertreter Ihres Landes an diesen Veranstaltungen teilnehmen."

    Am 4. Mai wird Woidke laut Planung "zur Gedenkfeier der Befreiung des KZ Sachsenhausen bei Berlin kommen – mit Vertretern der Bundesregierung", so die Bild-Zeitung. Dazu ist zu lesen:

    "Auch Überlebende aus der Ukraine wollen anreisen. 'Russlands Teilnahme ist den ukrainischen Opfern und Hinterbliebenen nicht zuzumuten', sagt Gedenkstätten-Chef Drecoll."

    Drecoll droht laut Bild-Redaktion nun: "Klar ist: Sollten Netschajew und Co trotzdem zur Gedenkfeier kommen, müssen sie mit einem Polizeieinsatz rechnen." Der NachDenkSeiten-Journalist Florian Warweg erinnert auf X:

    "Was für Zeiten: Der Chef der Brandenburger Gedenkstätten, Axel Drecoll, hat gegenüber der BILD angekündigt, den Botschafter 'mit Sicherheitskräften' vom Gelände des KZ Sachsenhausen zu schmeißen. Dort sind für den 4. Mai Gedenkveranstaltungen geplant. Im KZ Sachsenhausen wurden Abertausende sowjetische Kriegsgefangene mit einer extra für diese Gruppe errichteten Genickschussanlage hinterrücks ermordet."

    Was für Zeiten: Der Chef der Brandenburger Gedenkstätten, Axel Drecoll, hat gegenüber @BILD angekündigt, den ????????Botschafter "mit Sicherheitskräften" vom Gelände des KZ Sachsenhausen zu schmeißen. Dort sind für den 4. Mai Gedenkveranstaltungen geplant. Im KZ Sachsenhausen wurden… pic.twitter.com/sRO1tzeAFw

    — Florian Warweg (@FWarweg) April 23, 2025

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    Info: https://freedert.online/inland/243130-brandenburgs-gedenkstaettenleiter-droht-russischem-botschafter/


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    23.04.2025

    Frankreich lädt russische Diplomaten nicht zu Feierlichkeiten am 8. Mai ein

    freedert.online, 22 Apr. 2025 21:40 Uhr

    Russophobie und Doppelmoral grassieren nicht nur in Deutschland: Auch in Frankreich werden Vertreter desjenigen Landes und desjenigen Volkes, das den größten Anteil am Sieg über den Hitlerfaschismus hat, nicht zu Feierlichkeiten am 80. Jahrestag desselben eingeladen.


    Quelle: Gettyimages.ru © Keystone/Hulton Archive/Getty Images


    8. Mai 1945: Menschen auf den Champs Élysées in Paris feiern den Sieg in Europa am Ende des Zweiten Weltkriegs mit einem freudigen Festzug.


    Frankreich hat es auch in diesem Jahr "versäumt", russische Diplomaten zu den Feierlichkeiten zum Tag des Sieges einzuladen, erklärte Botschafter Alexei Meschkow RIA Nowosti am Dienstag. Die Nachrichtenagentur zitiert den Diplomaten:

    "Die Sowjetunion hat im Kampf gegen den Faschismus einen entscheidenden Schlag erlitten – 27 Millionen Menschen starben im Großen Vaterländischen Krieg. Trotzdem ist es nicht das erste Jahr, in dem russische Vertreter nicht zu offiziellen Gedenkveranstaltungen in Frankreich eingeladen werden, die dem Sieg über den Faschismus gewidmet sind."

    Gleichzeitig wies der Diplomat auf die Tatsache hin, dass die französischen Behörden mit den Enkeln der Nazis flirten:

    "Ich will Ihnen ganz offen sagen: Ich, der Sohn eines mit Kriegsorden und Medaillen ausgezeichneten Kriegsveteranen, habe mich immer unwohl gefühlt, wenn ich mit den Nachkommen derjenigen auf einem Podium saß, die Millionen unserer Landsleute in Konzentrationslagern ermordet und gefoltert haben. Deshalb bedauere ich nicht, nicht an Veranstaltungen teilzunehmen, zu denen Vertreter des Landes, das den Krieg gewonnen hat, nicht eingeladen sind, sondern mit den Enkeln der Nazis flirten."

    Nach Angaben Meschkows organisiert die russische Botschaft traditionell Gedenkveranstaltungen am Denkmal für die Teilnehmer der sowjetischen Widerstandsbewegung auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise und an der sowjetischen Militärnekropole in der Stadt Nouailles-Saint-Martin.


    Frankreichs UN-Botschafter erlaubt sich im Sicherheitsrat Unverschämtheit und Geschichtsfälschung




    Meinung

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    Außerdem werden wir in diesem Jahr Landsleute und französische Freunde Russlands zum Konzert des Turetzki-Chores versammeln, der im Rahmen der "Songs of Victory"-Tournee Paris besuchen wird", so der Botschafter.

    Und am 8. Mai wird die traditionelle Prozession des "Unsterblichen Regiments" in verschiedenen Städten Frankreichs stattfinden, schloss er.

    Dieses Jahr wurden russische Diplomaten nicht zu den Veranstaltungen anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch sowjetische Truppen eingeladen. Moskau bezeichnete diese Entscheidung als Sakrileg und Teil einer antirussischen Kampagne zur Verfälschung der Geschichte des Zweiten Weltkriegs.

    Und in Deutschland ist es, wie die Berliner Zeitung unter Berufung auf ein verschlossenes Dokument des Auswärtigen Amtes schreibt, nicht erlaubt, russische und weißrussische Vertreter zu festlichen Veranstaltungen von föderaler, regionaler und lokaler Bedeutung einzuladen, und die Institutionen können von ihrem Recht Gebrauch machen, sie nach eigenem Ermessen auszuweisen.


    Mehr zum Thema – Was ist schon Krah dagegen? Wie Emmanuel Macron die SS rehabilitiert


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/europa/243091-frankreich-laedt-russische-diplomaten-nicht-ein/


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    23.04.2025

    Screenshot_2025_04_23_at_16_50_57_Israels_Spionagechef_erhebt_schwere_Vorw_rfe_gegen_Premierminister_Netanjahu-Kopie

    nachdenkseiten.de, 23. April 2025 um 9:18 Ein Artikel von Ramon Schack

    Der Chef des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet, Ronen Bar, hat am Montag schwere Vorwürfe gegen Benjamin Netanjahu erhoben. Netanjahu, so Ronen Bar, habe versucht, die Macht des Geheimdienstes durch eine Reihe zweifelhafter Forderungen für politische und persönliche Zwecke auszunutzen – der umstrittene israelische Premierminister dementierte scharf.

    Bar hatte gegenüber dem Obersten Gerichtshof eine Eidesstattliche Erklärung vorgelegt. Aus dieser geht hervor, dass der israelische Premier den Inlandsgeheimdienst aufgefordert haben soll, politische Gegner auszuspionieren. Diesbezüglich müsse es einen „besonderen Fokus auf die Überwachung der finanziellen Unterstützer der Proteste“ geben.
    Demnach weigerte sich der Leiter des Inlandsgeheimdienstes Schin Bet, regierungsfeindliche Demonstranten auszuspähen. Außerdem wies Bar Vorwürfe zurück, wonach der Geheimdienst es versäumt habe, Netanjahu und andere Sicherheitsbehörden rechtzeitig vor dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 zu warnen.

    Netanjahu spricht von Lügen

    Ferner heißt es in der Erklärung, Bar habe es abgelehnt, Maßnahmen zu ergreifen, welche zu Verzögerungen in einem gegen Netanjahu laufenden Korruptionsprozess geführt hätten. Dies sei auch der wahre Grund für seine vom Obersten Gericht gestoppte Entlassung als Geheimdienstchef, ließ Bar verlautbaren. Zudem beschuldigte Bar den Premier, von ihm persönliche Loyalität verlangt zu haben. Es bestand keine Zweifel daran, dass Bar im Falle einer Verfassungskrise Netanjahu und nicht dem Obersten Gerichtshof hätte dienen müssen, heißt es in der Erklärung.

    Die Generalstaatsanwaltschaft publizierte das brisante Dokument Bars. Netanjahus Büro ließ daraufhin erklären, dass die Eidesstattliche Erklärung voller Lügen sei. „Ronen Bar hat heute eine falsche Eidesstattliche Erklärung beim Obersten Gerichtshof eingereicht, die zu gegebener Zeit ausführlich widerlegt werden wird“, war in der Erklärung zu lesen.

    Oberstes Gericht stoppt Entlassung

    Zwischen Netanjahu und Bar tobt eine harte politische und juristische Auseinandersetzung. Netanjahus Kabinett hatte Bars Entlassung als Chef des Inlandsgeheimdienstes am 21. März einstimmig beschlossen. Doch mehrere Oppositionsparteien und Nichtregierungsorganisationen legten Einspruch ein.

    Der Oberste Gerichtshof ließ Bars Entlassung zunächst bis zum 8. April aussetzen und erließ dann eine Einstweilige Verfügung, welche die Entlassung Bars bis zu einer „späteren Entscheidung“ in dem Fall blockiert. Der Regierung ist es demnach erlaubt, weiter Gespräche mit möglichen Nachfolgern zu führen, darf aber noch keinen Nachfolger oder Interimsnachfolger ernennen.

    Die versuchte Entlassung Bars durch Netanjahu hatte in Israel große Empörung ausgelöst und die Protestwelle verstärkt. Regierungskritiker warfen Netanjahu vor, er zerstöre die Demokratie und unterwandere wichtige staatliche Institutionen.

    Untersuchungen zum „Katar-Gate“

    Unterdessen laufen die Ermittlungen der Schin Bet wegen der Weitergabe geheimer Armeedokumente an Medien auf Hochtouren. Außerdem untersucht der Geheimdienst mutmaßliche Bestechungsgelder aus Katar an mehrere Vertraute Netanjahus. Wegen der „Katar-Gate“ genannten Affäre sitzen inzwischen zwei Verdächtige in Untersuchungshaft. Der israelische Premier gibt sich ahnungslos und wirft seinerseits dem Geheimdienst vor, die Vorbereitungen der Hamas vor dem Überfall am 7. Oktober 2023 nicht bemerkt zu haben.

    Bar hatte allerdings nie bestritten, dass der Schin Bet bei der Verhinderung des Überfalls versagt habe und angekündigt, er werde vor dem Ende seiner Amtszeit zurücktreten. „Wir sind gescheitert“, fasste Bar die Ergebnisse des Berichts damals zusammen. In einem Untersuchungsbericht zum 7. Oktober benannte der Schin Bet allerdings nicht nur eigene Fehler, sondern auch Fehler der Regierung.

    Angespannte Beziehungen zwischen dem Premierminister und den Geheimdiensten

    Bei dem israelischen Inlandsgeheimdienst Schin Bet handelt es sich um eine der einflussreichsten politischen Einrichtungen Israels. „Töte zuerst“ (https://www.youtube.com/watch?v=QKDqVuOGdOo) lautete der Titel einer WDR-Dokumentation über eben diesen Geheimdienst, die 2013 ausgestrahlt wurde und noch heute von beklemmender Aktualität ist.

    Die Beziehungen zwischen Netanjahu und den israelischen Geheimdiensten sind schon seit Jahren belastet. Was die Gefahr eines iranischen Atomprogramms angeht, so hat ihm eine Reihe von profilierten Experten im eigenen Land schon öfter widersprochen. So stellte der ehemalige Mossad-Chef Meir Dagan vor einigen Jahren fest, als Netanjahu eine militärische Option gegen Teheran ins Spiel brachte, dass ein israelischer Angriff auf iranische Anlagen die Atombombe nicht aufhalten würde. Der damalige Chef des Inlandsgeheimdienstes, Juval Diskin, verdammte die Iran-Politik Netanjahus sogar in Bausch und Bogen. Ferner warf er Netanjahu ein hohes Maß an Mitverantwortung für das Massaker der Hamas vor. Die maßgeblich von Netanjahu bestimmte Politik der vergangenen Jahre habe solch ein Massaker auf israelischem Terrain erst ermöglicht. Diskin sprach in diesem Zusammenhang von einem Staatsversagen sondergleichen und betonte: „Er (Netanjahu) wird dafür bezahlen müssen“.


    Titelbild: Shutterstock / Avivi Aharon


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    Rubriken: einzelne Politiker/Personen der Zeitgeschichte Israel


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    Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=131940


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    Weiteres:




    "Töte zuerst!" - Schockierende Doku über israelischen Geheimdienst Schin Bet (The Gatekeepers )

    Screenshot_2025_04_23_at_17_08_21_T_te_zuerst_Schockierende_Doku_ber_israelischen_Geheimdienst_Schin_Bet_The_Gatekeepers_YouTube


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    youtube.com, vom 23.10.2023

    "Wir gewinnen zwar jede Schlacht, verlieren aber den Krieg" - das sind die resignierten Schlussworte eines israelischen Geheimdienstchefs in dem Dokumentarfilm "Töte zuerst". 90 Minuten lang erzählt der Film des israelischen Regisseurs Dror Moreh über die erfolglosen Versuche Israels, mit Gewalt Sicherheit und Frieden gegen die Palästinenser durchsetzen zu wollen. Sechs ehemalige Chefs des israelischen Inlandsgeheimdienstes "Schin Bet" äußern sich erstmals vor der Kamera zu ihrer Arbeit. Sie erzählen von gezielten Tötungen gegen Hamas-Aktivisten und darüber, wie in diesem seit Jahrzehnten andauernden Krieg das Wort Moral jegliche Bedeutung verloren hat - "Töte zuerst" ist zur Maxime des Geheimdienstes geworden. Seine eigentliche Wirkung aber entfaltet dieser Film dadurch, dass alle sechs Geheimdienstchefs am Ende ihres Dienstes erkennen müssen, dass ihr Krieg keinen Frieden gebracht hat, sondern die israelische Gesellschaft von innen zerstört. „ttt" sprach mit dem Regisseur Dror Moreh über sein für den Oscar nominiertes Werk, über das der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gesagt haben soll, dass er es niemals sehen will. Moreh bringt in dem Film einst verschwiegene Geheimdienst-Chefs zum Reden. Darin kommen alle sechs noch lebenden ehemaligen Chefs des Geheimdienstes Schin Bet zu Wort und berichten unter anderem von gezielten Tötungen von Palästinenserführern und Bombenabwürfen auf Gaza. Sie schildern, teils selbstkritisch, über drei Jahrzehnte ihrer Arbeit und äußern Zweifel an der politischen Führung Israels.


    Info: https://www.youtube.com/watch?v=QKDqVuOGdOo


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    23.04.2025

    Europäische Energie- und Chemieunternehmen fordern Rückkehr zu russischen Gaslieferungen

    multipolar-magazin.de, vom 22. April 2025, Herausgegeben von Stefan Korinth und Paul Schreyer

    Gestiegene Importpreise von Erdgas verursachen hohe Energiekosten und Arbeitsplatzverluste / Warnung vor Abhängigkeit von US-Lieferungen wegen möglichem Handelskrieg / EU-Kommission erwägt Zölle auf russisches Gas 22. April 2025 Paris / Berlin / Brüssel.

    (multipolar)

    Einem Bericht der Nachrichtenagentur „Reuters“ zufolge sprechen sich Geschäftsführer und Vorstände deutscher und französischer Energieunternehmen für eine Steigerung russischer Gasimporte aus – auch über ehemals genutzte Pipelines wie „Nord Stream“ oder per Transit über die Ukraine. Zudem warnten sie vor einer zu großen Abhängigkeit von US-Gaslieferungen. Auch Politiker, Wissenschaftler und Analysten wiesen auf die Gefahr hin, dass die Vereinigten Staaten (USA) die Ausfuhr von Flüssigerdgas (LNG) in einem sich anbahnenden Handelskrieg instrumentalisieren könnten.

    Christof Günther, Geschäftsführer von „Infraleuna“, Betreiber des „Chemieparks Leuna“, erklärte laut der Nachrichtenagentur, dass sich die deutsche Chemieindustrie in einer Krise befinde und in den vergangenen fünf Quartalen so viele Arbeitsplätze abgebaut habe, wie sei Jahrzehnten nicht mehr. Die Wiedereröffnung der „Nord Stream“-Pipelines würde die Preise stärker senken als alle derzeitigen Subventionsprogramme. Das sei zwar ein „Tabuthema“, sagte Günther, aber viele Kollegen seien sich einig, dass man zu russischem Gas zurückkehren müsse. Auch Klaus Paur, Geschäftsführer von „Leuna-Harze“, einem mittelständischen Petrochemie-Hersteller im „Chemiepark Leuna“, fordert laut „Reuters“ die Eröffnung von „Nord Stream 2“, um die Energiekosten im Griff zu behalten. Tatsächlich zeigt eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes, dass in Deutschland der Importpreis von Erdgas im Februar 2025 um knapp das Vierfache höher lag als im Februar 2020.

    Didier Holleaux, Vizepräsident des französischen Energieversorgungskonzerns „Engie“ plädiert laut „Reuters“ für einen jährlichen Import von russischem Gas von 60 bis 70 Milliarden Kubikmetern in die EU, einschließlich LNG. Voraussetzung sei ein „vernünftiger Frieden“ in der Ukraine. Das wären 20 bis 25 Prozent des EU-Bedarfs, während es vor dem Krieg noch 40 Prozent waren. Laut einer Auswertung in der „Reuters“-Meldung lag der Anteil der russischen Lieferungen am gesamten EU-Gasimport 2024 bei knapp 19 Prozent, derjenige der USA bei knapp 17 Prozent. Vor einer Steigerung des russischen Gasimports müssten jedoch zunächst Schiedsgerichtsverfahren aufgrund ausgebliebener Lieferungen von „Gazprom“ beigelegt werden, erläuterte Holleaux.

    Patrick Pouyanne, Direktor des französisches Energieunternehmens „TotalEnergies“, warnte gegenüber Reuters vor einer zu großen Abhängigkeit von US-amerikanischem Gas. Sein Unternehmen ist ein großer Exporteur von LNG aus den Vereinigten Staaten und verkauft auch russisches LNG von der Firma „Novatek“. Pouyanne glaubt, dass die EU zukünftig wieder jährlich 70 Milliarden Kubikmeter russisches Gas importieren werde. Im „Reuters“-Beitrag werden verschiedene Politiker, Wissenschaftler und Analysten zitiert, die ebenfalls vor dem Hintergrund der aktuellen US-Zollpolitik vor der Gefahr warnen, dass die US-Regierung bei einem eskalierenden Handelskrieg LNG-Exporte als Druckmittel einsetzen könnte.

    Die Einschätzungen der Energieunternehmen werden von aktuellen Import-Zahlen und dem Stand der deutschen Gasspeicher bestätigt. Eine Auswertung der europäischen Wirtschaftsdenkfabrik „Bruegel“ zeigt, dass sich die jährlichen EU-Gasimporte seit 2023 am unteren Rand des Minimums zwischen 2015 und 2020 befinden oder darunter liegen. Seit Anfang 2025 ist zudem der Import von russischem Gas in die EU über die Ukraine beendet worden. Dieser hat 15 Milliarden Kubikmeter jährlich betragen. Der NDR meldet, dass der Füllstand der deutschen Gasspeicher mit 30 Prozent derzeit um elf Prozentpunkte niedriger liege als im Mittel der Jahre 2017 bis 2021.

    Obwohl die EU bis 2027 vollständig auf den Import von russischem Gas verzichten will, sind die Gaslieferungen aus Russland 2024 im Vergleich zu den Vorjahren wieder gestiegen – insbesondere nach Italien, Tschechien und Frankreich. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) will in den nächsten Wochen einen Fahrplan veröffentlichen, wie das Ziel der Unabhängigkeit von russischem Gas doch noch erreicht werden soll, berichtet die „Frankfurter Rundschau“. Da Ungarn und die Slowakei angekündigt haben, Sanktionen gegen russische Gasimporte mit einem Veto zu blockieren, werde in Brüssel derzeit die Idee diskutiert, Zölle auf russisches Gas zu erheben. Dafür brauche es in der EU nur eine einfache Mehrheit.


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    23.04.2025

    WEF: Nach Schwab-Rücktritt: Kommt jetzt BlackRock-Manager Philipp Hildebrand?

    freedert.online, 23 Apr. 2025 09:43 Uhr

    Klaus Schwab tritt nach anonymen Vorwürfen von der Spitze des Weltwirtschaftsforums zurück. Als möglicher Nachfolger gilt Ex-SNB-Chef Philipp Hildebrand. Der heute bei BlackRock tätige Schweizer verfügt über internationale Erfahrung und ein dichtes Netzwerk – ideale Voraussetzungen, um das krisengeschüttelte WEF neu auszurichten.


    Quelle: Gettyimages.ru © Harold Cunningham/


    Schwab out, Hildebrand in?


    Das Weltwirtschaftsforum (WEF) steht vor einem tiefgreifenden Einschnitt. Gründer Klaus Schwab ist überraschend zurückgetreten – mutmaßlich nicht aus freien Stücken, sondern unter dem Druck schwerwiegender, anonymer Vorwürfe. Im Raum stehen der Vorwurf der privaten Bereicherung und der unsachgemäßen Verwendung von Stiftungsgeldern. Schwab bestreitet sämtliche Anschuldigungen und kündigte juristische Schritte an. Die Unschuldsvermutung gilt.

    Bereits zuvor hatte der 87-Jährige durch eine #MeToo-Affäre in den USA an Ansehen verloren. Viele Beobachter werfen ihm vor, den richtigen Zeitpunkt für einen geordneten Rückzug verpasst zu haben.

    Philipp Hildebrand rückt in den Fokus

    Der prominenteste Name auf der Liste möglicher Nachfolger: Philipp Hildebrand. Der frühere Präsident der Schweizerischen Nationalbank und heutige Vizechef beim globalen Vermögensverwalter BlackRock bringt nicht nur wirtschaftliche Expertise, sondern auch ein weitreichendes internationales Netzwerk mit. Er kennt Davos, die diplomatischen Bühnen – und das mediale Rampenlicht.


    WEF-Chef Klaus Schwab tritt mit sofortiger Wirkung zurück





    WEF-Chef Klaus Schwab tritt mit sofortiger Wirkung zurück







    Hildebrand musste im Jahr 2012 nach einem privaten Devisendeal seiner Ehefrau von der Spitze der SNB zurücktreten. Die Affäre war trotz rechtlicher Unbedenklichkeit politisch nicht mehr tragbar. Den entstandenen Gewinn spendete das Ehepaar, doch Hildebrands Zeit als Nationalbankpräsident war vorbei.

    In den Folgejahren etablierte sich Hildebrand als außenpolitischer Vertreter von BlackRock. Der Schweizer reiste viel, knüpfte Kontakte, beriet Staaten und Institutionen – diskret, aber wirksam. Seine Ambitionen blieben öffentlich erkennbar: Bei der OECD kandidierte er für den Vorsitz, verlor jedoch knapp.

    In Zürich präsidiert er seit 2022 das Kunsthaus, das finanziell unter Druck geraten ist. Auch als Mitbetreiber einer Pizzeria im Traditionshaus Zunft zur Saffran engagiert er sich, gemeinsam mit Gastro-Unternehmer Rudi Bindella. Doch Hildebrand sucht sichtbar nach einer Aufgabe von globalem Format – und das WEF bietet genau diese Bühne.

    Chance auf einen Neuanfang

    Das WEF benötigt mehr denn je einen glaubwürdigen Neuanfang. Die Organisation, einst von Schwab zur Plattform der Welteliten aufgebaut, steht heute zunehmend unter öffentlicher Kritik: Intransparenz, abgehobene Themenwahl, mangelnde Bodenhaftung. Ein personeller Neustart mit Hildebrand könnte frische Legitimität schaffen – und neue Relevanz.

    Mit Anfang 60 ist Hildebrand im besten Alter für eine solche Führungsrolle. Er kennt den internationalen Betrieb ebenso wie die Herausforderungen von Vertrauen und Kommunikation. Und: Er arbeitete bereits in jungen Jahren mit Klaus Schwab zusammen – ein symbolischer Kreis würde sich schließen.


    Mehr zum Thema ‒ Citigroup: Neue Rüstungsverschuldung "ein großer Moment für Europa"


    Screenshot_2025_04_23_at_12_53_50_WEF_Nach_Schwab_R_cktritt_Kommt_jetzt_BlackRock_Manager_Philipp_Hildebrand_RT_DE

    Video https://rumble.com/v47sbpo-klaus-schwab-fck-dich-und-deine-neue-weltordnung-satire-clip-geht-viral.html Dauer 1:33 min


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    Info: https://freedert.online/schweiz/243115-krise-beim-wef-klaus-schwab/


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    WEF-Chef Klaus Schwab tritt mit sofortiger Wirkung zurück


    freedert.online, vom 21 Apr. 2025 11:30 Uhr

    Klaus Schwab, Vorsitzender des Kuratoriums des WEF, ist am Sonntag mit sofortiger Wirkung von seinem Posten zurückgetreten. Als Grund gab er sein Alter an. Klaus Schwab ist 87 Jahre alt. Den Vorsitz übernimmt der bisherige Stellvertreter und ehemalige Nestlé-Verwaltungspräsident Brabeck-Letmathe.


    Quelle: www.globallookpress.com © Jasper Jacobs


    Klaus Schwab trat am Sonntag mit sofortiger Wirkung von seinem Posten als Vorsitzender des WEF-Kuratoriums zurück


    Der Vorsitzende des Kuratoriums des World Economic Forum, Klaus Schwab, erklärte am Ostersonntag seinen sofortigen Rücktritt. Zur Begründung verwies er auf sein Alter.

    "Nach meiner kürzlichen Ankündigung und zu Beginn meines 88. Lebensjahres habe ich beschlossen, mit sofortiger Wirkung von der Position des Vorsitzenden und als Mitglied des Kuratoriums zurückzutreten", zitiert ihn das WEF am Montag.


    Eine Kettensäge in Davos: Wie Javier Milei das WEF mit seiner Brandrede spaltete





    Eine Kettensäge in Davos: Wie Javier Milei das WEF mit seiner Brandrede spaltete






    Das Kuratorium habe den Rücktritt zur Kenntnis genommen. Zum Interimsvorstand habe das Kuratorium einstimmig Peter Brabeck-Letmathe ernannt, heißt es in der Mitteilung weiter. Brabeck-Letmathe ist bisher der stellvertretende Vorsitzende des WEF gewesen und war zuvor als Verwaltungspräsident des Lebensmittelkonzerns Nestlé tätig. 

    Das WEF gilt als wichtiger Impulsgeber für wirtschaftspolitische Themen. Allerdings sind das WEF und sein Vorsitzender Klaus Schwab umstritten. Einmal im Jahr versammeln sich hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft auf Einladung des WEF im schweizerischen Davos, um sich auszutauschen und zu koordinieren. Kritiker monieren, Schwab und das WEF seien in keiner Weise demokratisch legitimiert und würden vor allem den Interessen einer kleinen, finanzstarken Elite dienen. 

    Besonders kritisiert wurde das WEF im Jahr 2020, das unter dem Motto "The Great Reset" stattfand. Das Forum hatte die Zielsetzung, Vorschläge für den globalen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Neustart nach dem Abklingen der Corona-Krise zu erarbeiten. Dem WEF wurde vorgeworfen, das Corona-Geschehen zu benutzen, um eine Art informeller Weltregierung zu installieren, in der eine kleine Elite die Weltwirtschaft sowie die gesellschaftlichen Entwicklungen in ihrem Sinne steuert.  

    Schwab kündigte bereits im Mai vergangenen Jahres an, den Posten des Vorsitzenden des WEF-Kuratoriums aufgeben zu wollen.


    Mehr zum Thema ‒ Citigroup: Neue Rüstungsverschuldung "ein großer Moment für Europa"


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    Info: https://freedert.online/international/242970-wef-chef-klaus-schwab-tritt/


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    Eine Kettensäge in Davos: Wie Javier Milei das WEF mit seiner Brandrede spaltete


    freedert.online, 23 Jan. 2025 20:54 Uhr,Von Hans-Ueli Läppli

    Der argentinische Präsident Javier Milei legte beim WEF in Davos einen fulminanten Auftritt hin. Statt über Wirtschaft sprach er über "Wokeismus" und wetterte gegen Feminismus, Klimaschutz und die westliche Elite. Er lobte Orban, Trump und Meloni, begeisterte seine Fans – und ließ den Saal sprachlos zurück.


    © WEF


    Der argentinische Präsident Javier Milei sorgte am WEF in Davos für Aufsehen.


    Am Donnerstagmorgen lag ein Hauch von Spannung in der Luft des Kongresszentrums in Davos. WEF-Präsident Börge Brende kündigte die Rede von Javier Milei als "Highlight" des Tages an.


    Milei in Davos: Gender-Ideologie ist Kindesmissbrauch





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    Wer Milei kennt, wusste: Das wird kein gewöhnlicher Auftritt. Doch was folgte, war weniger eine Diskussion über die Zukunft der Weltwirtschaft als ein wütender Frontalangriff auf die Fundamente des westlichen Systems.

    Milei, der eigenwillige Ökonom, der mit zerzauster Mähne und schrillen Parolen 2023 zum argentinischen Präsidenten gewählt wurde, ist bekannt für Inszenierungen. Damals führte er im Wahlkampf eine Kettensäge mit sich, ein Symbol für seine Versprechen, den Staatsapparat radikal zu stutzen. An diesem Donnerstag schien er das Symbolische zur Realität zu machen. Seine Worte zerschnitten den Saal mit der Schärfe einer Klinge:

    "Die Welt steht an einem Scheideweg – und die westliche Elite führt uns in den Abgrund."

    Er begann seine Rede mit einem Rückblick. Vor einem Jahr sei er der einsame Rufer gewesen, der in Davos Wahrheiten über den Westen aussprach. Damals hätten ihn alle belächelt, ignoriert, vielleicht sogar gemieden.

    Heute jedoch, so erklärte er mit einem Anflug von Triumph, sei er nicht mehr allein.

    "Meine geliebten Freunde Giorgia Meloni, Viktor Orbán, Donald Trump – sie alle verstehen mich. Wir kämpfen für die Freiheit."

    Mileis Rhetorik wurde bald zum Sturm. Statt über seine Wirtschaftspläne zu sprechen, richtete er sich gegen das, was er die "Epidemie des Wokeismus" nannte – eine Seuche, die, wie er sagte, die westliche Welt durchdringe. Radikaler Feminismus, Inklusion, Abtreibung, Klimaschutz – all das sei Teil einer marxistischen Agenda, die die Gesellschaft kontrollieren wolle.

    Seine Stimme hob sich, als er den vermeintlichen Untergang der westlichen Welt heraufbeschwor.

    "Alles, was über den Schutz von Leben, Freiheit und Eigentum hinausgeht, ist ein Werkzeug der politischen Klasse, um die Macht an sich zu reissen", rief er in den Saal.

    Die wenigen Anhänger, die Milei begleiteten, klatschten begeistert, doch die Mehrheit des Publikums blieb stumm.

    Der Kontrast war unübersehbar. Während einige seiner Anhänger jubelten, herrschte bei den übrigen Zuhörerinnen und Zuhörern im Raum eine fast greifbare Ratlosigkeit. Hier war ein Mann, der gekommen war, um nicht nur Kritik zu üben, sondern die Grundwerte des Forums – Dialog, Zusammenarbeit, Inklusion – radikal in Frage zu stellen.


    Machtkonzentration bei Milliardären: Mutiert Davos zum Forum für westliche Oligarchen?




    Meinung

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    Und Milei schien sich der Wirkung seiner Worte bewusst zu sein. "Freiheit, Freiheit, Freiheit – verdammt!", schloss er seine Rede, die Faust in die Luft gereckt. Dann folgte eine der merkwürdigsten Szenen dieses Weltwirtschaftsforums. Anstatt, wie sonst üblich, eine Diskussion zu eröffnen, eilte die Moderatorin zu Milei, bedankte sich knapp und führte ihn von der Bühne. Kein Gespräch, keine Nachfragen.

    Kaum hatte Milei den Raum verlassen, begann das Tuscheln. Für seine Anhänger war er der unerschrockene Freiheitskämpfer, der die Wahrheit sprach, die sich niemand sonst auszusprechen traute. Für andere hingegen war sein Auftritt ein Angriff auf die Grundprinzipien, die das Weltwirtschaftsforum überhaupt erst möglich machen.

    Milei hatte seine Bühne genutzt, um zu polarisieren – und das mit voller Absicht. Ob man ihn bewundert oder ablehnt, eines ist sicher: Dieser Auftritt wird nicht so schnell in Vergessenheit geraten. Und Davos wird noch lange über die Kettensäge aus Buenos Aires sprechen.


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    Info: https://freedert.online/schweiz/234113-eine-kettensaege-in-davos-wie-javier-milei-das-wef-mit-seiner-brandrede-spaltete/


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