aus e-mail von Doris Pumphrey, 27. April 2025, 17:55 Uhr
_RTDE 27.4.2025
_*Der Berliner Koalitionsvertrag – eine verstörende Offenbarung
*/Von Wolfgang Bittner/
*Ein Bedrohungsszenarium und die Rolle Deutschlands*
Seit Jahren schon befindet sich Deutschland auf einer abschüssigen Bahn
in den Totalitarismus. Ein weiterer Schritt auf diesem Weg ist der
Koalitionsvertrag
<https://www.spd.de/fileadmin/Dokumente/Koalitionsvertrag2025_bf.pdf>
der CDU/CSU mit der SPD vom 9. April 2025. Darin heißt es gleich zu Anfang:
/"Klarheit über den richtigen Weg der nächsten Jahre erfordert zunächst
Klarheit in der Standortbestimmung: Im Äußeren greifen die Gegner
unserer liberalen Demokratie unsere Freiheit an. Autoritäre Mächte
erstarken. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine bedroht auch
unsere Sicherheit. Wir erleben hybride Angriffe auf unser Land mit dem
Ziel, den Zusammenhalt in Deutschland zu zerstören, unsere Demokratie zu
untergraben und unsere Sicherheit zu gefährden. Aber auch in unserem
Land wird die Demokratie von ihren Gegnern täglich angegriffen."/
Allein schon diese "Standortbestimmung" verdeutlicht, wes Geistes diese
Politiker sind, in deren Hände die deutsche Bevölkerung nach der
Koalitionsbildung gefallen ist. Denn weder greifen äußere "Gegner
unserer liberalen Demokratie unsere Freiheit an", noch bedroht der
"russische Angriffskrieg gegen die Ukraine" unsere Sicherheit. Vielmehr
bedroht der Kollektive Westen unter Führung der USA seit Jahren
Russland, und der Ukraine-Krieg ist eine Folge existenzbedrohender
Provokationen gegenüber Russland.
Es gibt auch nicht die hybriden Angriffe, von denen die Rede ist,
vielmehr wird eine uns gefährdende Aggression und Hetze gegen Russland
geschürt. Und von wem wird die Demokratie in unserem Land täglich
angegriffen, wenn nicht von Politikern, die dabei sind, sie
abzuschaffen, wie der Koalitionsvertrag in vielen Passagen beweist?
Weiter heißt es: "Im Inneren ist unsere Wirtschaft in einer anhaltenden
Wachstumsschwäche. Das Leben in Deutschland ist komplizierter, teurer
und anstrengender geworden." Warum das so ist, wird nicht gefragt und
erst recht nicht beantwortet. Kein Wort über die gesprengten
Ostsee-Pipelines und die dadurch verursachten ruinösen Energiepreise,
die viele Unternehmen in die Insolvenz oder ins Ausland treiben.
Gleich darauf wird versprochen, die Regierung unter Friedrich Merz werde
"Wohlstand für alle" schaffen, die Verteidigungs- und
Abschreckungsfähigkeit stärken und "an der Seite der Ukraine stehen, die
auch unsere Freiheit und die Prinzipien der regelbasierten Ordnung
verteidigt". Das alles liest sich wie die Werbung eines
Waschmittelkonzerns. Wohlstand für viele hatten wir beinahe schon, und
Verteidigung oder Abschreckung waren sekundär, weil es keine
potenziellen Angreifer gab. Das Bedrohungsszenarium ist erst im Zuge
einer zerstörerischen Politik des Westens konstruiert worden.
Was aber verteidigt die Ukraine, die nach dem Putsch von 2014 unter das
Regime von Nationalisten und Faschisten geraten ist und – angestachelt
aus Washington – einen Krieg mit Russland provoziert hat? Und was ist
das für eine "regelbasierte Ordnung", deren Prinzipien angeblich von der
Ukraine verteidigt werden? Wer stellt die Regeln für eine derartige
Ordnung auf? Ist denn die Charta der Vereinten Nationen, die das
Völkerrecht im Sinne von Humanität und einem friedlichen Zusammenleben
regelt, außer Kraft gesetzt? Und falls dem so ist: von wem?
Kritiklos wird in dem Koalitionsvertrag mehrfach die Bindung zur NATO
und zu den USA beschworen, auch zu Großbritannien und Frankreich;
dagegen soll – in Anbiederung an Washington – die "destruktive Rolle"
des "iranischen Regimes" in der Nahost-Region zurückgedrängt werden. Und
Deutschland soll "wegen seiner geografischen Lage in Europa" als
"zentrale Drehscheibe der NATO weiter ausgebaut" werden. Die Ausgaben
für Verteidigung sollen "deutlich und stringent" steigen und für "eine
Wehrerfassung und Wehrüberwachung die Voraussetzungen geschaffen werden".
Auf vielen Seiten des Papiers geht es ums Militär, um Aufrüstung, die
Gegnerschaft zu Russland und die Unterstützung der Ukraine bis zum
angestrebten Sieg gegen den Erzfeind in der Person Wladimir Putins.
*Feindbild Russland*
Die Hetze gegen Russland nimmt kein Ende. Während Wladimir Putin alles
daran setzt, einen Krieg mit der NATO zu vermeiden, gehen die
Provokationen der um die USA reduzierten westlichen Allianz weiter. Die
Koalitionspartner sind der Ansicht: "Unsere Sicherheit ist heute so
stark bedroht wie seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr." Das ist
richtig, nicht aber die Schlussfolgerung: "Die größte und direkteste
Bedrohung geht dabei von Russland aus, das im vierten Jahr einen
brutalen und völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt
und weiter massiv aufrüstet. Das Machtstreben von Wladimir Putin richtet
sich gegen die regelbasierte internationale Ordnung."
De facto geht die größte und direkteste Bedrohung aber vom Westen aus,
der seit Jahren einen Regime Change in Moskau anstrebt. Wladimir Putin
hat seit seiner denkwürdigen Rede 2001 im Deutschen Bundestag immer aufs
Neue die Kooperation angeboten und die Hand ausgestreckt. Er wurde
zurückgewiesen, belogen (Minsker Verträge) und von den USA unter Barack
Obama und Joseph Biden in einen Abnutzungskrieg mit der Ukraine getrieben.
Michail Gorbatschow hat 1990 wesentlich zur Vereinigung der DDR mit der
BRD beigetragen, aber das wird heute ignoriert. Seinerzeit wurde der
Zwei-plus-Vier-Vertrag abgeschlossen, der am 15. März 1991 in Kraft
trat. Darin wurde erklärt, "dass von deutschem Boden nur Frieden
ausgehen wird. Nach der Verfassung des vereinten Deutschland sind
Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das
friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung
eines Angriffskrieges vorzubereiten, verfassungswidrig und strafbar."
Auch wurde der Verzicht auf atomare Waffen bekräftigt. Sollte das alles
Makulatur sein?
Jetzt versprechen die Koalitionspartner: "Die Ukraine werden wir
umfassend unterstützen, sodass sie sich gegen den russischen Aggressor
effektiv verteidigen und sich in Verhandlungen behaupten kann." Und der
Verteidigungsminister sagt, Deutschland müsse bis 2029 "kriegstüchtig"
sein. Das ist nichts Anderes als ein Verbrechen gegenüber der eigenen
Bevölkerung und ein existenzbedrohender Irrweg.
Die Berliner Politiker haben in ihrer Mehrheit immer noch nicht
realisiert, dass Donald Trump und Wladimir Putin miteinander sprechen
und verhandeln, und dass die USA und Russland Frieden, mindestens aber
keinen Krieg mehr wollen. Anstatt diese Situation zugunsten Deutschlands
zu nutzen, zieht Friedrich Merz das eigene Land immer tiefer in die
Auseinandersetzung mit Russland hinein.
Anlässlich eines Besuchs in Kiew im Dezember 2024 sagte
<https://www.tagesschau.de/ausland/europa/merz-ukraine-108.html> er:
"Wenn unsere Unterstützung für die Ukraine schwächer wird, dann wird
dieser Krieg länger dauern. Wenn unsere Unterstützung für die Ukraine
konsequent ist, dann wird dieser Krieg schneller enden." Er sprach sich
dafür aus, Taurus-Marschflugkörper in die Ukraine zu liefern: "Unsere
Position ist klar: Wir wollen ihre Armee in die Lage versetzen,
Militärbasen in Russland zu erreichen …" Selenskij erwiderte: "Wir
zählen auf stärkere, entschlossenere Taten Deutschlands, von Ihnen
persönlich. Wir verlassen uns sehr darauf."
Mit Merz ist also eine Verlängerung des Ukraine-Krieges auf unabsehbare
Zeit zu erwarten. Seine Bereitschaft, die ukrainische Armee mit Taurus
zu beliefern, wiederholte er am 13. April 2025 in einem Interview bei
Caren Miosga
<https://www.ardmediathek.de/video/caren-miosga/geht-so-ihr-politikwechsel-herr-merz-mit-gebaerdensprache/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2NhcmVuLW1pb3NnYS8yMDI1LTA0LTEzXzIxLTQ1LU1FU1ovZ2ViYWVyZGVuc3ByYWNoZQ>,
in dem er auch auf seine Einstellung gegenüber dem russischen
Präsidenten einging: Putin begehe "schwerste Kriegsverbrechen", er
interpretiere "unsere Bereitschaft, mit ihm zu verhandeln, nicht als
ernsthaftes Angebot, Frieden zu ermöglichen, sondern als Schwäche". Die
ukrainische Armee müsse jetzt "aus der Defensive herauskommen" und zum
Beispiel in die Lage versetzt werden, die Krim-Brücke zu zerstören.
Der Brüsseler Russland-Experte und Historiker Gilbert Doctorow warnte
<https://gilbertdoctorow.com/2025/04/15/friedrich-merz-the-most-dangerous-german-leader-since-adolf-hitler/>,
Friedrich Merz mit seiner "kriegerischen Rhetorik" sei "der
gefährlichste deutsche Führer seit Adolf Hitler". Er wolle
Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine liefern und habe signalisiert,
"dass die Ukraine die Taurus zur Zerstörung der Kertsch-Brücke und
anderer Ziele auf der russischen Krim einsetzen dürfe". Die Russen
hätten diese Aussagen sofort zur Kenntnis genommen, und sie seien
"bereit, Deutschland einen vernichtenden Gegenschlag zu versetzen, wenn
Merz seine Politik fortsetzt, die den schlimmsten deutschen Revanchismus
widerspiegelt". Merz sei mit "seinen erklärten Plänen, Russland zu
bestrafen, völlig außer Rand und Band geraten".
Auch der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates der
Russischen Föderation und ehemalige Präsident Dmitri Medwedew nannte
<https://www.fr.de/politik/putin-vertrauter-reagiert-auf-merz-taurus-plan-denk-nochmal-nach-nazi-zr-93683831.html>
Friedrich Merz einen Nazi, und Kreml-Sprecher Peskow beklagte
<https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-merz-taurus-russland-kreml-medwedew-100.html>
einen fehlenden Willen der westeuropäischen Regierungen, "sich um Wege
zu Friedensgesprächen zu kümmern". Sie seien "eher geneigt, die
Fortsetzung des Krieges weiter zu provozieren".
*Der persönliche Einsatz des Friedrich Merz für die Ukraine*
Friedrich Merz gibt den Kiewer Machthabern mit seiner Unterstützung
Auftrieb. Der ehemalige ukrainische Botschafter Andrei Melnyk, der den
Faschisten Bandera verehrt und sich mit Beleidigungen und Dreistigkeiten
hervorgetan hat, ist öffentlich mit einem geradezu irren
Forderungskatalog
<http://www.welt.de/debatte/kommentare/article255971068/Gastbeitrag-Die-Zukunft-der-Ukraine-haengt-jetzt-auch-von-Friedrich-Merz-ab.html?wtrid=socialmedia.socialflow....socialflow_twitter>
an ihn herangetreten: Die Koalition möge einen Beschluss fassen "über
die Finanzierung der Waffenlieferungen für die Ukraine in Höhe von
mindestens 0,5 Prozent des BIP (21,5 Milliarden Euro pro Jahr) oder 86
Milliarden Euro bis 2029. … Die gleiche 0,5-Prozent-Regelung initiieren
und durchführen auf EU-Ebene (372 Milliarden Euro bis 2029)" sowie "die
sofortige Lieferung von 150 Taurus-Marschflugkörpern" und "30 Prozent
der verfügbaren deutschen Kampfjets und Hubschrauber".
Es ist davon auszugehen, dass solche Forderungen nicht ohne Absprache
mit Selenskij gestellt werden. Deutlicher lässt sich der Wahnsinn, der
von der Kiewer Kriegsregierung ausgeht, nicht darstellen. Entlarvend ist
die Belobigung, die Merz von Melnyk erfährt: "Sie wissen, wie sehr ich –
als langjähriger Botschafter – den vertraulichen Austausch mit Ihnen als
CDU-Vorsitzender und CDU/CSU-Fraktionschef im Bundestag immer geschätzt
habe. Es wäre keine Übertreibung zu sagen, dass es uns im April 2022
dank Ihres persönlichen Einsatzes und dem massiven Druck seitens der
Opposition im Parlament gelungen ist, Kanzler Scholz und die Ampel dazu
zu bewegen, nach langem Zögern schwere Waffen an die Ukraine zu liefern.
Auch Ihr mutiger Besuch in Kiew Anfang Mai 2022 – als erster deutscher
Staatsmann – war ein starkes Zeichen, um die damalige Bundesregierung
anzuspornen, der Ukraine viel stärker militärisch unter die Arme zu
greifen."
Dem entspricht der folgende Passus im Koalitionsvertrag: "Die Ukraine
als starker, demokratischer und souveräner Staat, der eigenständig und
mit euro-atlantischer Perspektive über seine Zukunft bestimmt, ist von
zentraler Bedeutung für unsere eigene Sicherheit. Wir werden deshalb
unsere militärische, zivile und politische Unterstützung der Ukraine
gemeinsam mit Partnern substanziell stärken und zuverlässig fortsetzen.
Wir werden uns im engen Schulterschluss mit unseren Partnern für eine
gemeinsame Strategie hin zu einem echten und nachhaltigen Frieden
einsetzen, in dem die Ukraine aus einer Position der Stärke und auf
Augenhöhe agiert. Dazu gehören auch materielle und politische
Sicherheitsgarantien für eine souveräne Ukraine. Deutschland wird sich
an dem Wiederaufbau der Ukraine beteiligen."
Merz und seinen Koalitionspartnern scheint völlig entgangen zu sein,
oder sie wollen es einfach nicht wissen, dass die Ukraine ein ruinierter
Staat (failed state) ist, dessen Machthaber ihre zum Teil
zwangsrekrutierten Soldaten unter der Regie westlicher Bellizisten bis
zur letzten Patrone gegen Russland kämpfen lassen wollen. Dass die
Atommacht Russland nicht besiegt werden kann, ist den Anstiftern fremd,
und sie planen bereits ihre Geschäfte beim Wiederaufbau der zerstörten
Gebiete.
Wenn es im Koalitionsvertrag heißt, "das Ziel unserer Außen- und
Sicherheitspolitik ist die Bewahrung eines Friedens in Freiheit und
Sicherheit", sind das – wie aus den weiteren Absichtserklärungen
hervorgeht – nichts als hohle Worte. Das gilt auch für das Bekenntnis
zur NATO, das besonders hervorgehoben wird, ebenso wie zu den USA und zu
Großbritannien: "Das transatlantische Bündnis und die enge
Zusammenarbeit mit den USA bleiben für uns von zentraler Bedeutung. Wir
stärken die Handlungsfähigkeit Europas, vertiefen bestehende
strategische Partnerschaften, bauen insbesondere mit Ländern des
Globalen Südens neue auf und unterstützen multilaterale Formate mit
ganzer Kraft … Das Vereinigte Königreich ist einer der engsten Partner
der EU und Deutschlands – bilateral und im Rahmen der NATO."
Es ist fraglich, ob die Länder des Globalen Südens an strategischen
Partnerschaften mit Kriegshetzern interessiert sind. Und
transatlantisches Bündnis und enge Partnerschaft mit den USA?
Offensichtlich haben Merz und seine Partner noch nicht begriffen, dass
es sich damit seit der Präsidentschaft von Donald Trump um eine Schimäre
handelt und sich Deutschland immer noch im Status einer bedingungslosen
Kapitulation befindet und nach der UN-Charta ein Feindstaat gegenüber
den Gegnern des Zweiten Weltkriegs ist, also auch gegenüber Russland.
Hinzu kommt in vielen Aussagen eine unglaubliche Impertinenz und
Schamlosigkeit. Da heißt es beispielsweise: "Wir suchen in Abstimmung
mit unseren Partnern nach Möglichkeiten, das eingefrorene russische
Staatsvermögen zur finanziellen und militärischen Unterstützung der
Ukraine wirtschaftlich zu nutzen." Was bedeutet das anderes, als
Diebstahl, und zwar mit schwerwiegenden Folgen für die Sicherheit des
globalen Finanzsystems. Damit wird das ohnehin schon rückläufige
Vertrauen in die westlichen Pseudodemokratien endgültig verspielt.
*Bedrohliche Vorstellungen zur Innenpolitik*
Auch zur Innenpolitik enthält der Koalitionsvertrag in dem Kapitel
"Bürokratierückbau, Staatsmodernisierung und moderne Justiz" äußerst
brisante Ankündigungen. Es beginnt mit einer Floskel: "Die
Modernisierung braucht neue Impulse. Die Koalition will in den kommenden
vier Jahren zeigen, dass Deutschland zurück ist. Dafür müssen wir in
vielen Bereichen besser werden und staatliche Entscheidungen, Prozesse
und Strukturen modernisieren. Wir wollen als Bundesregierung zeigen,
dass es geht, und vorangehen."
Dann aber heißt es: "Deutschland braucht eine echte Staatsreform." Und
weiter: "Wir setzen auf konsequente Digitalisierung und 'Digital-Only':
Verwaltungsleistungen sollen unkompliziert digital über eine zentrale
Plattform ('One-Stop-Shop') ermöglicht werden, das heißt ohne
Behördengang oder Schriftform. Jeder Bürger und jede Bürgerin erhält
verpflichtend ein Bürgerkonto und eine digitale Identität. Wir werden
die EUDI-Wallet für Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen
bereitstellen, mit der Identifikation, Authentifizierung und Zahlungen
ermöglicht werden. Wer den digitalen Weg nicht gehen will oder kann,
erhält Hilfe vor Ort."
Das klingt nach einem Schafstall, in dem jedes Schaf eine Marke ins Ohr
gestanzt bekommt, auf der sämtliche persönliche Daten gespeichert sind.
Der Wirtschaftsjournalist und /Handelsblatt/-Redakteur Norbert Häring
schreibt
<https://norberthaering.de/news/koalitionsvertrag-digitalzwang/> dazu:
"'Digital only' bedeutet, dass die althergebrachten Möglichkeiten zum
Erhalt staatlicher Leistungen und von Beförderungsleistungen, sowie zur
Erfüllung der vom Staat auferlegten Pflichten systematisch beseitigt
werden, um die Menschen zu zwingen, ihre Angelegenheiten auf digitalem,
automatisiert abzuwickelndem Weg zu erledigen. Das gilt denknotwendig
auch für das Bezahlen, wo das Bargeld zu den abzuschaffenden analogen
Lösungen gehört. Das bedeutet nicht nur, dass die Bürger lückenlos
überwachbar werden. Es bedeutet auch, dass sie sich komplett an das
System anpassen müssen, das die Bürokraten zusammen mit den Technokraten
erdacht und programmiert haben."
Häring befürchtet eine dystopische Entwicklung: "Das System bietet keine
Menschen als Ansprechpartner mehr auf, die dafür sorgen können, dass es
sich flexibel an die Bedürfnisse der Menschen anpasst, auch an Menschen
mit speziellen Bedürfnissen, an die die Programmierer nicht gedacht
haben, und an solche in speziellen Situationen. Mit anderen Worten: Die
neue Regierung arbeitet intensiv an der Verwirklichung des
Technokratentraums einer zentral gesteuerten Gesellschaft, aus der der
Mensch als autonomer Entscheidungsträger eliminiert und stattdessen zu
einem funktionierenden Rädchen in einer zentral gesteuerten sozialen
Megamaschine gemacht wird."
Die Ankündigung eines verpflichtenden Bürgerkontos und einer digitalen
Identität ist in der Tat beängstigend. Denn damit könnten staatliche
Institutionen über alle Informationen sämtlicher Bürger verfügen. Wenn
diese Informationen dann noch genutzt werden, "um auf mögliche
Leistungsansprüche hinzuweisen und die Beantragung zu vereinfachen",
gibt es keine Privatsphäre mehr. In vorgetäuschter Fürsorge bieten die
Koalitionspartner an: "Wir werden dabei zunehmend antragslos arbeiten.
Etwa nach der Geburt eines Kindes sollen Eltern automatisch einen
Kindergeldbescheid erhalten."
Antragslos kann der Staat also Leistungen gewähren – folglich kann er
sie aber auch aberkennen. Er kann den Bürgern helfen, er kann sie sogar
vor "Desinformation" oder "Hass und Hetze" schützen, er kann sie aber
auch von Informationen abschneiden, desinformieren, rügen, sanktionieren
und bei Unbotmäßigkeiten bestrafen. Der Staat weiß alles, bedeutet das,
und er kann damit nach Belieben umgehen. Das ist dann der Orwellsche
Überwachungsstaat in Perfektion.
Dementsprechend wollen die Koalitionspartner einen "Kulturwandel und
moderne Führung" einleiten, offenbar mit einer Führungselite: "Die
Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sind Stabilitätsanker des
deutschen Staates. Wir werden eine moderne und wertschätzende
Führungskultur etablieren und fördern." Nachdem in höchst unsicheren
Zeiten inzwischen viele Menschen Sicherheit im öffentlichen Dienst
suchen, werden diese privilegierten Bürger dann die Herden anführen, die
mit den Politikern, die einen derartigen Koalitionsvertrag abschließen,
auf die Straße gehen, um für Demokratie oder Parteiverbote zu
demonstrieren. Die Teilung der Gesellschaft schreitet schon länger
voran, staatlich gelenkt könnte es explosiv werden. Aber dagegen wird
sich gewappnet.
Dazu passt die Ankündigung: "Was die Feinde der Demokratie angeht, gilt
der Grundsatz 'Null Toleranz'. Es ist die gesamtstaatliche und
gesellschaftliche Verantwortung, jedweder Destabilisierung unserer
freiheitlichen demokratischen Grundordnung entgegenzuwirken und dabei
auch unsere Sicherheitsbehörden nicht allein zu lassen … Die
Sicherheitsbehörden sollen für bestimmte Zwecke eine Befugnis zur
Vornahme einer automatisierten (KI-basierten) Datenanalyse erhalten.
Unter bestimmten, eng definierten Voraussetzungen bei schweren
Straftaten wollen wir den Strafverfolgungsbehörden eine retrograde
biometrische Fernidentifizierung zur Identifizierung von Täterinnen und
Tätern ermöglichen."
Die problematische "biometrische Fernidentifizierung" wird demnach
voraussichtlich Standard werden und die Verfolgung Andersdenkender unter
dem Vorwand gesellschaftlicher Verantwortung zunehmen. Denn
erfahrungsgemäß haben sich die Sicherheitsorgane weitgehend
verselbständigt, Demokratiefeindschaft sowie "eng definierte
Voraussetzungen" sind auslegbar, und unter "Destabilisierung unserer
freiheitlichen demokratischen Grundordnung" können bereits
systemkritische Äußerungen in Internetforen oder im geheimdienstlich
kontrollierten privaten Mailverkehr fallen.
Die Kontrolle soll intensiviert werden: "Wir verschärfen die
Sanktionsmöglichkeiten gegenüber Plattformen, insbesondere bei
systemischen Mängeln bei der Entfernung strafbarer Inhalte." Zu diesem
Zweck soll die Medienaufsicht gesetzliche Vorgaben erhalten, anhand
derer sie gegen "Fake News, Hass und Hetze" verstärkt vorgehen kann. Was
als Desinformation aufgefasst wird, sollen die Social-Media-Plattformen
aktiv bekämpfen, andernfalls drohen Strafen oder Sperrung.
Regierungskritik wird also noch riskanter werden, zumal Denunziation und
Meinungsmache gegen Kritiker zum Programm gemacht werden: "Die
Unterstützung von Projekten zur demokratischen Teilhabe durch das
Bundesprogramm 'Demokratie leben!' setzen wir fort."
Deutschland soll eine "KI-Nation" werden, und die Sicherheitsbehörden
sollen "KI-basiert" Daten analysieren dürfen, wobei offenbar auf
Datenschutz verzichtet werden kann. Dafür braucht es dann wohl ein
"offeneres und positiveres Datennutzungsverständnis", das anempfohlen
wird. Für diejenigen, die sich verweigern oder ausscheren, gilt dann:
"Im Rahmen der Resilienzstärkung unserer Demokratie regeln wir den
Entzug des passiven Wahlrechts bei mehrfacher Verurteilung wegen
Volksverhetzung."
Das Koalitionspapier wendet sich auch der Migration und Integration zu:
"Deutschland als Einwanderungsland ist geprägt von Menschen
unterschiedlicher Herkunft. Wir wollen ein einwanderungsfreundliches
Land bleiben und eine qualifizierte Einwanderung in unseren Arbeitsmarkt
attraktiv machen." Zu diesem Zweck seien legale Zugangswege zu schaffen.
Die Integration soll intensiv gefördert werden, dagegen müsse die
irreguläre Migration "reduziert" und Zurückweisung an den Staatsgrenzen
auch bei Asylgesuchen ermöglicht werden.
Wieder viele hohle Worte und nur bescheidene Ansätze zur Lösung der
wachsenden Probleme, die durch eine rechtswidrige "Einwanderungspolitik"
entstanden sind. Deutschland ist nicht, wie die USA, Kanada, Australien
oder Neuseeland, ein Einwanderungsland, es ist ein Zuwanderungsland und
dieser Fehler der Merkelschen Migrationspolitik sollte endlich erkannt
und behoben werden. Wenn jedes Land, in das Menschen aus anderen
Bereichen der Welt einwandern wollen, ein Einwanderungsland wäre, dann
würde zum Beispiel auch die Schweiz dazu gehören. Aber das würden die
Schweizer sicherlich strikt ablehnen.
*Der Weg in eine ungewisse Zukunft*
Der Koalitionsvertrag soll Klarheit über den richtigen Weg der nächsten
Jahre bringen. Stattdessen offenbart er beunruhigende, bedrohliche und
zum Teil erschreckende Absichten einer politischen Gruppe, die sich
anmaßt, die Bürger wie in einem Figurentheater zu lenken, zu kujonieren,
zu überwachen und womöglich in einen Krieg zu führen. Darauf, das in die
Wege zu leiten, sind die Koalitionspartner stolz.
Friedrich Merz, bis 2020 Aufsichtsratsvorsitzender der BlackRock Asset
Management Deutschland, der die Ukraine mit Taurus-Marschflugkörpern
beliefern will, sieht sich offenbar schon als oberster Kriegsherr im
Kampf gegen Russland. Und der bisher eher farblose Co-Vorsitzende der
SPD, Lars Klingbeil, renommiert
<:" rel="noopener">https://www.youtube.com/watch?v=7qvDCT96B6w>: "Wir sind das wichtigste
Land und das stärkste Land in Europa, und von uns geht Stabilität aus,
wenn wir es hinkriegen, hier eine stabile Regierung zu haben."
Aber kaum war der Koalitionsvertrag unterzeichnet, gab es zwischen den
Partnern schon Streit
<https://www.fr.de/politik/senkung-der-einkommensteuer-spd-geht-auf-konfrontationskurs-93684719.html>
um den Mindestlohn und die Senkung der Einkommensteuer für kleine und
mittlere Einkommen. Und Stabilität in einem Land, das sich gerade selbst
ruiniert? Großmachtstreben in einem Land, das sich nach wie vor als
potenzieller Feindstaat im Status einer bedingungslosen Kapitulation
befindet?
Klingbeil und Merz wollen die Ukraine in ihrem Krieg weiter mit Waffen
und Geld unterstützen, und es ist davon auszugehen, dass Klingbeil sich
letztlich der Absicht von Merz in der Taurus-Frage anschließen wird,
obwohl die überwiegende Meinung in der SPD dagegen ist. Seinen geistigen
Standort verrät er, wenn er sagt
<:" rel="noopener">https://weltexpress.info/lars-klingbeil-ein-neuer-tiefpunkt-in-der-geschichte-der-spd/>:
"Ich war dabei – was ein echt bewegender Moment war – als der erste
ukrainische Soldat einen Schuss mit einem Leopard-2-Panzer abgegeben hat".
Der Sohn eines Bundeswehrsoldaten, der in der Garnisonsstadt Munster
aufwuchs, hält sich offensichtlich für einen begnadeten Politiker, wenn
er von seiner "verdammt hohen Verantwortung" spricht und sinniert: "Ich
glaube, wir sind gerade in einer historischen Phase, auf die man
zurückguckt in zwanzig Jahren und sich fragt, hat man damals die
richtigen Entscheidungen getroffen und die Weichen richtig gestellt." Er
scheint, ebenso wenig wie sein Koalitionspartner, zu begreifen, wie sehr
sie der Demokratie schaden und was sie "unserem Land" von dem sie
ständig sprechen, antun.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Gems Carsten
Fr 25 Apr 2025 um 09:18
Beängstigend sind die Schmerzendie beim Niedergang/Übergang entstehen werden! Für mich als Angestellterstellt sich auch die Frage wie kann ich mich schützenvor all diesen Ümbrüchen? Nicht nur die Ümbrüchen in diesem Zusammenhang,auch was den Gläsernen Bürger anbelangt. Spannende Zeiten in denen wir leben! Vielen Dank für den tollen Beitrag ,und Danke auch an das Team von der Stimme aus Russland! Immer wieder augenöffnend Ihre Beiträge zu lesen!
AntwortenHannes
Fr 25 Apr 2025 um 11:29
Ich weiß aus meinen eigenen Erfahrungen, die ich bei Kontakten mit chinesischen Geschäftspartnern in China machte, dass man dort die USA garnicht ernst nimmt, weil sie in den Augen der Chinesen eine Nation sind, die in den Augen der Chinesen keine historische Bedeutung hat.
AntwortenJedesmal wenn ich in einem Gespräch die USA erwähnte, kam als Reaktion nur ein Schmunzeln aus den Gesichter der Chinesen zurück mit der Bemerkung: Wer sind denn die USA?
fredy-bgul
Fr 25 Apr 2025 um 13:10
Das kann man verstehen, wenn man die Geschichte und die Kultur von China etwas kennt. Trotzdem ist dieses Verhalten etwas zu extrem, es hilft insbesondere nicht, dass die USA ihren Weg aus dem Schlamassel finden kann. Kranke haben Unterstützung nötig, nicht Häme.
AntwortenEs wird so oder so weiter gehen. Ich persönlich warte auf den Tag des grossen Knalls, wo all die fantastischen Finanzkonstrukte implodieren. Sie sind nur Verpackung und der Inhalt fehlt. Sie sind wie ein Vorhang im Theater, die Bühne bleibt jedoch leer. Dieser Tag wird kommen, wir tun gut daran, uns auf diesen Knall etwas bereit zu machen. Das Leben wird danach weitergehen, hoffentlich mit mehr Realitätssinn und Verantwortung als diejenigen Kreise, welche nur auf Gewinn aber nicht auf Inhalt gesetzt haben. Wie sagt man: Nur wenn man die Kuh pflegt, kann man sie melken. Wer die Kuh immer maximal ausmelkt, muss sich nicht wundern, wenn sie irgend wann nicht mehr da ist.
Ruth
Fr 25 Apr 2025 um 17:56
«Kranke haben Unterstützung nötig, nicht Häme.»
AntwortenNur was, wenn der Kranke meint, er sei gesund, alle anderen krank und er müsse sie, notfalls gegen deren Willen, heilen? ????
Werner Schniepper
Sa 26 Apr 2025 um 11:58
Um dem bisherigen Hegemon aus dem Schlamassel zu helfen, muss er erst erkennen, dass er Hilfe nötig hat und dies auch kund tun. Wann wird es so weit sein?
AntwortenRuth
Sa 26 Apr 2025 um 15:38
Nie. Pathologische Narzissten gelten als unheilbar. Das Erkennen der Wahrheit wäre für sie tödlich.
AntwortenPositive Dennis
Fr 25 Apr 2025 um 12:04
Actually, I am not sure Trump would actually disagree with a lot of this.
AntwortenRalf Binde
Fr 25 Apr 2025 um 13:03
Wie lange wird sich das US- (und damit auch EU-)System noch halten können? Dollar + Euro sind ja den Betrag nicht wert, der auf den Noten steht. Die USA mit ihrem gigantischen Defizit können doch nur noch Noten drucken und darauf hoffen, dass immer noch Menschen an diesen Dollar glauben. Trotz eines weltumspannenden Netzes von US- Stützpunkten können die USA nicht die ganze Welt unterdrücken. Trump weiß das, aber wissen das auch die Falken? Jene Kräfte in den USA, die gemeinhin als Deep State bezeichnet werden und denen sich fast alle EU Regierungen (zum Schaden ihrer Bevölkerung) bedingungslos unterwerfen? Wie wird der unvermeidliche Zusammenbruch der US- aber auch EU Wirtschaft ablaufen? Friedlich oder mit einem großen Knall? Wenn ich mir der EU-Größen anschaue, befürchte ich letzteres. Die baltischen Kleinstaaten schicken sich an, die Ostsee für russische Schiffe zu sperren. Das wäre eine Kriegserklärung und es ist denen egal. Die Glauben noch an Artikel 5, der in dem Fall nicht greifen dürfte.
AntwortenJams O'Donnell
Fr 25 Apr 2025 um 15:58
“We have a knowledge economy,” they said.
They said that while having no knowledge and only a paper based economy. Now, it seems, Germany and Europe are going the same way.
Antwortenjohann strempfl
Fr 25 Apr 2025 um 17:46
Danke an ,,STIMME AUS RUSSLAND,, für diesen Bericht. / Meine Meinung hierzu, mit etwas ,,Kaffeesatz – leserei,, ! !
AntwortenA)- In 2001 mit 9/11 wurde seitens der USA eine Insolvenzverschleppung organisiert.
9/11 wurde vom Hegemon benutzt, um sich offiziell (unter dem UN-Schirm und Titel,
Terrorismusbekämpfung) zu allen offiziellen Behörden, nahezu WORLDWIDE Zugang zu verschaffen mit dem Resultat, wichtige Daten und Informationen wurden abgesaugt und daraus Kapital (z.B. wenn nötig wurden etwaige ,,Frühlinge inszeniert,, – ,,Kriege geführt,, – ,,Sanktionen auferlegt,, etc.) geschlagen. Ohne 9/11 wäre die ,,prekäre Situation schon wesentlich frührer eingetreten,, ! Resümee zu Pkt. A)- der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht ! !
B)- Die USA und der Westen haben China zur Werkbank entwickelt mit dem Vorteil für China, China hat sich einen grossen Entwicklungszeitraum erspart. Dieses Business hat für die USA und dem Westen relativ lange funktioniert, nur der Nebeneffekt wurde nicht berücksichtigt, dass sich die ,,Werkbank auch entwickelt hat,, und der Westen vom ,,Business geblendet,, in seiner Entwicklung ins hintertreffen geraten ist.
Vom Westen wurde lange behauptet, China kann nur ,,kopieren,, – diese Zeit ist vorbei, im Gegenteil, in China werden zwischenzeitlich div. Teile konkurrenzlos produziert ! ! Resümee zu Pkt B)- der Westen ist es, der China zu einer führenden Wirtschafts – Nation gemacht hat ! !
C)- Die Pkte A) + B) waren die Augenöffner und Antreiber für Entstehung der BRICS – STAATEN !
Resümee Pkt. C)- für das Aufstreben der BRICS zu einer ,,multipolaren Welt,, zeichnet der Westen verantwortlich, die US-Zoll-Taktik mit dem Ziel, soviel als möglich für den noch ,,Hegemon,, herauszuschlagen, ebenso die Ankündigung mit Canada, Panama und Grönland, um die Kontrolle über wichtige Handelsrouten und Zugang zu Ressourcen zu erlangen, dieses ist nicht´s anderes als eine weitere Verschleppung, bzw. Versuch zur Beibehaltung einer (so lange als möglich) ,,unipolaren Welt,, !
Hierzu kann man durchaus auch einordnen, die jetzigen positiven Kontakte zu RU in Richtung RU (seitens USA) werden nur mit dem Ziel, einen Vorteil für die USA zu erlangen, betrieben, für diesen US-Vorteil hat die Ukraine das Nachsehen. Hier kann man nur hoffen, dass sich RU nicht (wieder mal) über den Tisch ziehen lässt ! ! Weiters, die Gefahr ist jedoch noch lange nicht vorbei, ein ,,angeschlagender Hegemon,, ist durchaus in der Lage, – SCHADEN GLOBALEN AUSMASSES ANZURICHTEN –
beat schaller
Sa 26 Apr 2025 um 17:20
Danke Peter Hänseler für diesen heutigen Volltreffer.
AntwortenHerr Strempfl, danke für die Kaffeesatzleserei, welcher ich ebenfalls viel des gesagten abgewinnen kann. Erstaunlich, wie viele Aha-Erlebnise mir bei dieser Lektüre in den Sinn kommen. Bei jeder Finanzkriese hatten wir beispielsweise am «Ende» das Thema «Aktienrückkäufe » gehabt. Zuwerst wurde die hinterste schlechteste Nachricht unters Volk gebracht , weil die Kurse waren eh schon am Boden. Danach kam jeweils die Erholungsphase und damit einhergehend, das Kursfeuerwerk und das neue Füllen der eigenen Taschen. Für mich ist das eine Art von Spielerei, allerdings nur für jene, welche an den Hebel sassen. Das sind leider keine Arbeitsleistungen und deshalb führen sie nujr ins Verderben. Leider sind die, im heutigen hervorragenden Bericht herausgearbeiteten und für die USA treffenden Punkte nicht alles.
Für mich sind die Beispiele des WEF’s und Klaus Schwab, die aktuel auch die CH Presse beschäftigen, ohne dass ich mich zu den dabei hervorgebrachten Beschuldigungen äussern kann, genau auch so ein Zeichen von Gigantismus. Wenn Menschen über so lange Zeit, in einer solch unantastbaren politischen und wirtschaftlichen Vermengungsmaschienerie zusammenfinden können, dann müssen auch solche gigantische finanzielle Gebilde auseinander fliegen. Politik und Wirtschaft gehören nicht zusammen isn Bett. Young global Leaders und Rundum-Immunitäten können nur in mafiösen Strukturen ihr eigenes Ende einläuten.
Für mich ist nach wie vor eine «soziale Marktwirtschaft » mit kapitalistischen Ramenbedingungen möglich. Dabei werden alle mit auf den Weg genommen. Die heutigen gigantische Ansammlung an Geld bei einzelnen hyperreichen «Menschen» welche sich bereits zur «Schöpfung» zählen, die wird früher oder später auch sich selbst vernichten.
Der Great Reset wird vielleicht kommen…….Aber nicht so wie sich die Selbstherrlichen das vorstellen.
Danke für die vielen guten Gedanken in der heutigen Runde. Grüsse, b.schaller
MR BOB ❗️
Fr 25 Apr 2025 um 17:47
Die USA ist die Blaupause von/ für ( Brüssel ) Europa
AntwortenHannes
Sa 26 Apr 2025 um 12:19
In Bezug auf das gemeinsame Business zwischen Politiker und Rüstungsindustrie kann ich hier zustimmen.
Aber wenn es um das politische System geht, dann träumen alle EU-Politiker von der Installation eines Systems so wie es China hat.
AntwortenPetra Wilhelmi
Sa 26 Apr 2025 um 14:02
@Hannes: Sicherlich träumen die EU-Politiker davon, aber sie werden es nicht so hinbekommen, nur durch grenzenlosen Zwang. Und eigentlich weiß jeder doch, dass Zwang nicht zu einer höheren Produktivität in allen Bereichen, sondern nur zu Dienst nach Vorschrift führt. Wir sind anderes zivilisiert worden, unsere Kultur war immer eine andere. China hat den konfuzianischen Weg eingeschlagen, wo jeder seinen Platz kennt und das Kollektiv über dem Individuum steht. Es ist deren Kultur, die völlig von der unseren abweicht. Kaum ein Westler versteht die asiatische Kultur – egal wo – wirklich. Ist es hier vorstellbar, dass man Kinder in der Schule konsequent zu Höchstleistungen pusht? Niemals. Da würden schon die Eltern auf die Barrikaden gehen. Meine Enkelin stöhnt schon, wenn sie auf dem Gymnasium mal mehrmals in der Woche große Arbeiten schreiben müssen. In meiner Generation in der DDR war das noch absolut kein Problem. So wie es heute läuft, entsteht nun mal keine Leistungsgesellschaft. Der Westen ist zu müde geworden und kennt nur noch Zwang, aber keinen Ansporn. Das ist die Achillesferse des Westens.
AntwortenHannes
Sa 26 Apr 2025 um 17:07
Meine ganz persönlichen Erfahrungen aus China:
Dort müssen die Schüler nicht von dem politischen System zu Höchstleistungen gedrillt werden.
Aufgrund ihrer Erziehung im Elternhaus und weil sie nicht so dumm sind wie die Schüler hier bei uns erkennen sie, dass sie nur mit schulischer Höchstleistung im Leben das erreichen können, was sie anstreben.
Da braucht es keinen Druck von außen – die Jugendlichen dort sind extrem engagiert und wollen unbedingt was erreichen in ihrem Leben und sie wissen und sind bereit dafür etwas zu tun.
Bei meinen Geschäftsreisen nach China war ich stets fasziniert wie extrem engagiert dort die jungen Leute waren.
Ein totaler Gegensatz zu der jungen Generation hier bei uns in Deutschland.
Hier bei uns haben die Eltern ihren Kinder vermittelt, dass Wohlstand naturgegeben ist und selber denken wird den Schülern in den Schulen nicht mehr beigebracht – kein Wunder also, wenn man sieht wie sich die jungen Leute heute bei uns verhalten.
Immer wenn von einer Geschäftsreise aus China zurück nach Deutschland kam, hatte ich das Gefühl hier steht die Welt still.
AntwortenRuth
Sa 26 Apr 2025 um 15:23
Zuerst sollte man aufhören zu werten. Das, was «der kollektive Westen» zu gern macht. Seine Art zu leben und zu denken als Maßstab für alles. Er gut, was anders ist schlecht. Hat er schon Jahrhunderte drauf, die Kolonialzeit.
AntwortenChina ist ein anderes Land, andere Bedingungen, andere Traditionen. Nicht zu vergleichen.
Die EU? Die plant europäische Tradition und welche, müsste bekannt sein.
beat schaller
Sa 26 Apr 2025 um 17:23
MR BOB : Da haben Sie wohl recht!
AntwortenRuth
Fr 25 Apr 2025 um 18:00
Das war ja mal eine nette Beschreibung des Kapitalismus an sich. ????
AntwortenJoseph Goldinger
Sa 26 Apr 2025 um 12:00
Vielen Dank lieber Peter, für diesen ausgezeichneten Beitrag: Eigentlich habe ich das immer in etwa so – eher – erahnt als verstanden. Wenn es die Stimme aus Russland noch nicht gäbe, müsste sie so schnell als möglich aufgebaut werden. sepp
AntwortenStefan Meyer
Sa 26 Apr 2025 um 12:49
Danke für diese klare Darstellung! Eine hervorragende Ergänzung zu dem Artikel. Für mich sehr lehrreich!
AntwortenPetra Wilhelmi
Sa 26 Apr 2025 um 13:52
Sehr schöner Beitrag. Dabei muss man sehen, dass das nicht nur die USA betrifft. Europa und vor allem das verblendete Deutschland stehen genau an dieser Schwelle. Wenn man es richtig nimmt, ist es die ganze westliche Zivilisation, die sich selbst in den Niedergang geschossen hat. Wir sitzen als Zuschauer und als diejenigen, die das erleiden müssen, in der ersten Reihe und können zuschauen, wie der Westen untergeht. Mal makaber gesagt, dass es uns gegönnt ist, live mit zu erleben, wie ein Imperium stirbt. Das kann nicht jede Generation von sich sagen. Ich sehe den Fehler des Westens auch darin, dass er die Welt immer als seine persönliche Verfügungsmasse betrachtet hat, die vor dem Westen stramm steht und wie ein Hündchen auf das nächste Leckerli wartet. China hat auf seiner Plusseite stehen, dass es dort sehr viele Menschen gibt. Die Auswahl ist dadurch größer als in jedem westlichen Land, wenn es um hochintelligente Leute geht. Deren Bildungssystem ist außerdem auf Leistung und Erfolg abgestimmt und nicht wie bei uns auf Diversität. Das ist ein weiterer Punkt, den China für sich verbuchen kann. Dazu kommt noch dass westliche Industriemanager immerzu glaubten, dass sie China nur als billige Werkbank benutzen könnten und haben den Chinesen auch noch die Blaupausen für viele Produkte in die Hand gegeben, obwohl sie an die Erfahrungen hätten denken müssen, die sie mit Japan gemacht haben. China, man kann dazu stehen wie man will, hat einen Großversuch gestartet mit einem 10G-Netz. Hier in Deutschland gibt es nicht einmal ein stabiles WLAN-Netz. Im Westen denkt die Politikerclique nicht, sie hat sich in eine andere Dimension geflüchtet und denkt, die Welt wurde zum Naturerbe der Menschheit festgeschrieben und dadurch degradiert. Der Westen begreift nicht, dass die Welt fortschreitet, sich immerwährend ändert ob nun die Natur selbst oder die Zivilisationen. Wenn genügend Quantität «angehäuft» worden ist, schlägt sie um in eine neue Qualität. Das ist ein gesetzmäßiger Prozess, der sich über eine längere Zeit entwickelt, bis ich die neue Qualität etabliert hat. Wenn westliche Manager den Philosophieunterricht in einer ganz normalen 10klassigen Schule in der DDR genossen hätten, wüssten sie es und würden ihr Denken danach ausrichten und nicht nur ihren 4-Jahres-Managervertrag im Sinn haben.
AntwortenRuth
Sa 26 Apr 2025 um 15:25
????
AntwortenRoland Weinert
Sa 26 Apr 2025 um 13:59
«[…] da wir erneut in Zeiten leben, von denen niemand gedacht hätte, dass sie jemals zurückkehren würden – doch sie sind zurückgekehrt.»
Eine bittere Erkenntnis, welcher ich voll umfänglich zustimme; insbesondere seit den Reaktionen des sog. ‹Westens› inkl. NATO-Schurkenstaaten auf den von der NATO provozierten Angriff der Russischen Föderation auf die seitens der USA gekaperte Ukraine: diskurs-innenpolitisch wie außenpolitisch. Alles das verstößt gegen das Völkerrecht, wie ich es verstehe.
Nachhaltige Deeskalations-Friedensbemühungen seit dem 24.02.2022 fanden und finden nicht statt. Z. B. die Reaktionen der Bundesregierung wie des Deutschen Bundestages be-weisen, dass alle auf den Angriff der Russischen Föderation ‹gewartet› haben.
Sodann sind die unsäglichen Angriffe auf den Pazifismus in Deutschland zu vermelden.
Wer behauptete noch einmal, die ‹GRÜNEN› seien nie eine pazifistische Partei gewesen? Claudia Roth: https://www.fr.de/politik/claudia-roth-im-interview-die-gruenen-waren-nie-eine-pazifistische-partei-91575880.html — Eine dreiste Lüge, wie ich meine!
AntwortenJanine Rensch
Sa 26 Apr 2025 um 14:58
As you say, clearly and beautifully presented
AntwortenWinfried Hoffmann
Sa 26 Apr 2025 um 18:08
Marx lebt. Kein System funktioniert ewig. Wenn dem so wäre, könnten wir noch als Affen auf Bäumen leben.
AntwortenEs ist ein Fehler, die Schuld bei bestimmten Menschen oder Organisationen zu suchen (natürlich, muss das getan werden, bringt uns den Ursachen aber nicht näher). Sie tun das, was ihnen das System vorgibt, bzw. ermöglicht. Es ist das System «Kapitalismus» welches uns treibt und in den Ruin drängt. Jeder der mit offenen Augen durch die Gegenwart geht, sieht, dass irgendetwas mit den Menschen nicht stimmt, bemerkbar besonders an den Kindern. Kein Respekt, keine Anstrengungsbereitschaft, kein Interesse, Lustlosigkeit, Bequemlichkeit usw. Wie ein System sich zu den jüngsten und zu den ältesten Mitbewohnern verhält, so ist es wirklich. Die Antwort kann sich jeder selbst geben. Übrigens ein System welches in ca. 300 Jahren den Planeten ökologisch ruiniert hat und Kriege als systemimmanentes Mittel der Politik begreift und nutzt, kann nicht das System sein, das den Planeten rettet und Kriegen abschwört. Ein großer Wechsel muss her, sonst gehen beide unter, Das System und wir mit ihm.
Ruth
Sa 26 Apr 2025 um 21:02
Danke, Herr Hoffmann. Dem schließe ich mich an. Und was im Artikel in Bezug auf Amerika konstatiert wird, die Gier nach kurzfristigen Gewinn, Profit, trifft eben auf das gesamte kapitalistische System zu. Das ist sein Wesen. Darauf basiert er.
Nur ist das Problem, dass die meisten denken, es sei «zu reparieren», es gäbe einen «maßvollen Kapitalismus» und solcherlei Dinge. Nein. Früher oder später würde er immer wieder dort landen.
Das nächste Problem ist jedoch, dass der einzige Ausweg, (der Wechsel), nämlich die wesentlichsten Dinge nicht in (wenigen) Privathänden, sondern in Besitz derer, die sie durch ihre Arbeit und Tätigkeit schaffen und erhalten, derart mit Lügen überzogen wurde, dass er in dieser Gesellschaft als schauriges Gespenst gilt.
Es interessierte die Menschen im Westen ja auch nicht mal, wie „das andere“ tatsächlich war. Westen gut – Osten schlecht, sense. Man könnte auch andere Worte für West und Ost verwenden.
Dieses Vorgehen, diese Verunglimpfung, die massiven Lügen (auch hinsichtlich Wirtschaftskraft, damals) sind allerdings nur zu normal und logisch: Der Kapitalist will seinen persönlichen Wohlstand, die Vorzüge, den Reichtum und Macht behalten. Cui bono.
China hatte seine Wirtschaftsreformen unter strenger Kontrolle der Kommunistischen Partei unter Bewahrung der sozialistischen Ideologie durchgeführt und es in eigenen Händen behalten! Wie ich mal las, wurden ganze Heerscharen dazu verdonnert, Fehler und Auswege zu finden.
In der UdSSR gab es zu viele, die unter dem Deckmantel des Wohlmeinenden und manch Unzufriedenheit nutzend, wie Millionäre und Milliardäre im Westen leben wollten. Ging freilich ohne Unterstützung des Westens nicht und der war natürlich „gerne bereit“. Bei den Aussichten?
Ich meine, da müssten die Menschen des Westens erstmal Fenster putzen. Da wurde vielen die Sicht und sogar der Verstand vernebelt. So wie damals auch so manchen im Osten, die dann mit Hurra… na ja, man kennt es.
Um nun zu jammern? Und: „Damals wars wesentlich besser“? Denn da gab esja noch Arbeit – für jeden, nicht einer lebte auf der Straße, die Alten waren versorgt und geachtet, eine hervorragende Familien- und Gesundheitspolitik, eine Bildung, die seinesgleichen suchte usw.
Ja warum denn???
Da waren Fehler gemacht worden, etliche – aber die Basis stimmte.