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06.06.2025

Europa: Immer mehr Befürworter von russischem Gas

6 Juni 2025 21:06 Uhr, Von Olga Samofalowa

Unerwartet sind Belgien und Frankreich zu Befürwortern von russischem Gas geworden. Vorher verteidigten nur Ungarn und die Slowakei offen die Energielieferungen aus Russland. Warum lehnen Belgien und Frankreich den Vorschlag der EU-Kommission ab, auf russisches LNG zu verzichten? Und weshalb wird das nicht so einfach sein?


Quelle: Gettyimages.ru © Oleksandr Filon


Symbolbild


Frankreich und Belgien lehnen den Vorschlag der Europäischen Kommission ab, die Einfuhr von Flüssigerdgas (LNG) aus Russland bis zum Jahr 2027 zu verbieten. Dies berichtet Politico. Russisches LNG wird über vier Länder – Frankreich, Belgien, Spanien und die Niederlande – nach Europa eingeführt. Spanien und die Niederlande unterstützen ihrerseits den Plan der Europäischen Kommission (EK), russisches Gas schrittweise in zwei Jahren aus dem Verkehr zu ziehen. Die Europäische Kommission wird sich im Juni mit dieser Frage befassen.


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Dennoch fordern viele Politiker und Industrievertreter angesichts hoher Energierechnungen und wirtschaftlicher Probleme Europa zur Rückkehr zu russischer Energie auf, sobald der Ukraine-Konflikt beendet ist.

Warum also stellen sich Belgien und Frankreich plötzlich auf die Seite des russischen Gases?

Igor Juschkow, Experte der Finanzuniversität der russischen Regierung und des russischen Fonds für nationale Energiesicherheit, meint dazu:

"Die Position Belgiens ist vernünftig: Das Land verliert Geld. Belgien hat bereits Verluste erlitten, weil es der Möglichkeit beraubt wurde, mit dem Umschlag von russischem LNG Geld zu verdienen. Früher hatte Nowatek einen langfristigen Pachtvertrag für ein Terminal- und Speichersystem im belgischen Hafen Zeebrugge, der als Umschlagplatz für russisches LNG diente. Als das Jamal-LNG-Projekt anlief, kamen die Arctic-7-Eistanker dorthin, luden LNG ab und kehrten für eine neue Charge nach Jamal zurück. In Zeebrugge wurde unser LNG auf Tankschiffe umgeladen, die nicht zur Eisklasse gehörten und weltweit verkehrten, unter anderem nach Asien oder auf andere europäische Märkte. Nun ist ein solcher Umschlag von Gas in europäischen Häfen verboten, sodass Belgien bereits Geld verloren hat."

Dieses Umladen ist notwendig, weil es nur eine begrenzte Anzahl von Eistankern gibt, während konventionelle Gastanker viel zahlreicher sind. Derzeit werden Eistanker in den Gewässern des Gebiets Murmansk umgeladen, während konventionelle Tanker mit russischem Flüssiggas für den Inlandsverbrauch in Belgien und anderen europäischen Häfen ankommen.

Belgien verdiene Geld mit der Annahme von russischem Gas, mit der Regasifizierung (Umwandlung von flüssigem in den gasförmigen Zustand) und mit dem Durchpumpen von Gas durch sein Hoheitsgebiet in Drittländer, vor allem nach Deutschland, so Juschkow. Der Experte führt weiter aus:

"Es ist kein Zufall, dass Belgien in der deutschen Statistik zu einem wichtigen Gaslieferanten geworden ist, obwohl es gar kein Gas produziert. Die Deutschen verbrauchen weiterhin russisches Gas, obwohl sie das Gegenteil behaupten."


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Aber früher erhielt Deutschland Pipeline-Gas aus Russland, jetzt erhält es LNG.

Frankreich hat sogar noch mehr Gründe, Russlands Jamal-LNG-Projekt nicht zu schaden. Denn nur im Rahmen dieses Projekts erhalten die europäischen Länder jetzt unser LNG. Der Experte erklärt:

"Erstens verbraucht Frankreich selbst russisches LNG, pumpt es tief nach Europa und bekommt auch noch Geld für all diese Vorgänge. Zweitens hat es immer noch ein starkes Unternehmensinteresse. Die französische Total Energy hält 20 Prozent am Jamal LNG-Projekt und weitere 19,4 Prozent der Aktien von Nowatek, dem Hauptaktionär von Jamal LNG. Für Total ist es nicht vorteilhaft, die Position seines Vermögenswertes zu verschlechtern. Auch wenn das Unternehmen jetzt keine Dividenden aus seinen Vermögenswerten bezieht, so hofft es doch, diese in der Zukunft zurückzuerhalten."

Schließlich wisse Frankreich sehr wohl, wie die Lage in Wirklichkeit sei und wer unter dieser EK-Initiative zu leiden habe: Europa versetze seiner eigenen Wirtschaft einen Schlag, während der russische Haushalt nicht darunter leiden werde, fügt Juschkow hinzu. Er unterstreicht:

"Es ist so, dass es in Russland keine Ausfuhrzölle auf LNG gibt. Jamal LNG, der einzige LNG-Lieferant für Europa, erhielt bei seiner Inbetriebnahme für zwölf Jahre einen Nullsatz für die Mineralgewinnung auf Gas und Gaskondensat. Die Anlage wird erst nach 5–6 Jahren Steuern zahlen. Alle Steuern sind entweder null oder reduziert. Daher macht es für den Staat absolut keinen Unterschied, ob die Europäer LNG kaufen oder nicht. Unser Haushalt wird überhaupt nicht darunter leiden. Was ist dann der Sinn dieser Verbote?"

Im Gegenteil, Europa wird darunter leiden, weil Russland nach den Vereinigten Staaten der zweitgrößte LNG-Lieferant auf dem Markt ist. Die Ablehnung von russischem Gas werde sofort zu einem Defizit und dementsprechend zu einem Preisanstieg auf dem gesamten europäischen Markt führen, so der Experte.


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Was Spanien und die Niederlande betrifft, die ebenfalls Geld mit russischem LNG verdienen, aber dennoch die Idee der Europäischen Kommission für ein vollständiges Verbot unterstützen, so überwiegen in diesem Fall politische Erwägungen gegenüber den wirtschaftlichen. Juschkow argumentiert:

"Die Europäische Kommission spricht davon, nicht nur russisches Gas zu verbieten, sondern auch jegliche Zusammenarbeit im Energiesektor, einschließlich Öllieferungen über Druschba, was Ungarn 2022 verhindert hat, und den Kauf von russischem Kernbrennstoff. Dies wird auf EU-Ebene nur sehr schwer zu genehmigen sein, weshalb die Europäische Kommission kein Sanktionspaket, sondern eine Roadmap vorbereitet, über die mit einfacher Mehrheit abgestimmt werden soll. Auf diese Weise will Brüssel die Vetorechte Ungarns, der Slowakei und anderer Länder überwinden. Mit anderen Worten: Die EK versucht, ihre eigenen Gesetze zu umgehen."

Als es um Öl ging, legte Ungarn sein Veto gegen einen Entwurf für Sanktionen ein, die Öllieferungen auf allen Wegen verbieten sollten. Ungarn gelang es, das Recht zu verteidigen, russisches Öl über Rohrleitungen zu erhalten, nur der Seetransport wurde gesperrt. Das gleiche Ergebnis könnte auch bei Gas eintreten, da Ungarn über die TurkStream-Pipeline Gas aus Russland bezieht. Aus Angst vor einem solchen Ergebnis änderte die EK ihre Taktik.

Es ist schwer vorherzusagen, ob diese Idee scheitern oder per Gesetz genehmigt werden wird. Verschiedene Optionen sind möglich. Igor Juschkow fasst zusammen:

"Wenn der militärische Konflikt in der Ukraine endet, könnte es zu einer vernünftigen Revolution in Europa und einer Rückkehr zu russischen Energieressourcen kommen. Wir sehen, dass die Opposition in vielen Ländern, auch in Deutschland, an Schwung gewinnt. Die AfD wird zur beliebtesten Partei in Deutschland, gerade weil sie eine wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland fordert, um den Wohlstand zu steigern. Die Bürger sind besorgt, dass es ihren Kindern schlechter gehen wird als ihnen selbst. Wenn es den politischen Willen geben sollte, steht Europa nichts im Wege, um den verbleibenden Strang von Nord Stream 2, die Jamal-Europa-Pipeline durch Polen und schließlich den Transit durch die Ukraine wieder in Betrieb zu nehmen."


Europäische Firmen liebäugeln wieder mit russischem Gas – als Rettung vor den USA




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Sollte die EK jedoch das gesamte russische Gas verbannen, könnte irgendwo in der Türkei eine Verkaufsplattform entstehen, auf der Erdgas des türkischen Unternehmens Botas verkauft werde, das plötzlich zusätzlich so viel Gas finde, wie derzeit über TurkStream aus Russland komme. Das vermutet Alexander Frolow, der stellvertretende Generaldirektor des Nationalen Energieinstituts und Chefredakteur des Branchenmediums InfoTEK. Seiner Meinung nach sei es kein Zufall, dass seit 2022 die Lieferungen von Erdölprodukten, insbesondere von Dieselkraftstoff, aus der Türkei nach Europa zugenommen hätten, während gleichzeitig die türkischen Käufe von Dieselkraftstoff aus Russland zugenommen hätten. Frolow ist der Ansicht:

"Es könnte sich herausstellen, dass einfach die Zahl der Zwischenhändler bei der Lieferung von russischem Gas leicht zunehmen wird. Wenn das Verbot für russisches Gas angenommen wird, ist dies das günstigste Ergebnis für die Käufer von russischem Gas selbst."

Ihm zufolge könnte bis zum Jahr 2027 etwas Ähnliches wie der türkische Hub entstehen und nach 2027 am gefragtesten werden. Alexander Frolow erklärt abschließend:

"Die Behauptung Europas, die Gasnachfrage sei aufgrund der Entwicklung erneuerbarer Energiequellen zurückgegangen, ist Unsinn. Der einzige Grund, warum die Nachfrage nach russischem Gas zurückgegangen ist, ist der wirtschaftliche Abschwung in der Europäischen Union, der zu einem Rückgang der Nachfrage nach allen Energieträgern geführt hat. Aber aus politischen Gründen ist nur die Nachfrage nach russischem Gas zurückgegangen. Auf der Grundlage der Daten für 2024 ist die Nachfrage im Vergleich zu 2021 um 80–85 Milliarden Kubikmeter gesunken."

Aber sobald sich die Wirtschaft erholt, wird der Bedarf wieder steigen, und die EU wird Wege finden müssen, ihn auf Umwegen zu decken, wenn das Verbot von Lieferungen aus Russland in Kraft tritt.

Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 5. Juni 2025 zuerst auf der Homepage der Zeitung "Wsgljad" erschienen.

Olga Samofalowa ist Wirtschaftsanalystin bei der Zeitung Wsgljad.


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Video https://rumble.com/v6t471d-eu-will-totalverbot-aller-gasimporte-aus-russland.html Dauer 7:37 min


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Weiteres:




Russland-Sanktionen: Slowakei stimmt künftig dagegen


freedert.online, 6 Juni 2025 19:23 Uhr

Ein Antrag der konservativen SNS hat im slowakischen Parlament die erforderliche Mehrheit erhalten. Die Slowakei wird in der EU und in anderen internationalen Gremien somit künftig gegen neue Russland-Sanktionen stimmen. Zur Begründung hieß es, die Sanktionen schaden der Slowakei.


Quelle: www.globallookpress.com © Marijan Murat


Das Parlamentsgebäude in der slowakischen Hauptstadt Bratislava


Trotz offen vorgetragener Einwände von Ministerpräsident Robert Fico hat die Slowakei bisher alle Russland-Sanktionen mitgetragen. Das soll sich nun ändern. Am Donnerstag nahm das Parlament eine Resolution an, in der die politischen Vertreter des Landes aufgefordert werden, künftig gegen neue Russland-Sanktionen zu stimmen. Zur Begründung heißt es, die Sanktionen würden der Slowakei schaden und seien daher nicht im Interesse des Landes. 

Eingebracht wurde der Antrag vom kleinsten Koalitionspartner in der aus drei Parteien bestehenden Regierungskoalition. Die nationalkonservative SNS hält im slowakischen Parlament acht von insgesamt 150 Sitzen. Die SNS koaliert mit der sozialdemokratischen SMER von Ministerpräsident Robert Fico und Hlas, die sich ebenfalls der Sozialdemokratie zuordnet. 


EU-Beitritt der Ukraine? Orbán warnt vor horrenden Kosten





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Der Beschluss des Parlaments gilt nicht nur für die EU, sondern für alle internationalen Gremien. 

Robert Fico hat EU-Ratspräsident António Costa über die Entscheidung informiert. Bereits zuvor hatte Fico angekündigt, dass er einem völligen Verzicht auf den Bezug von russischem Öl, Gas und Uran nicht zustimmen werde.

Die EU arbeitet derzeit an einem 18. Sanktionspaket gegen Russland. Geplant ist unter anderem, den Ölpreisdeckel von 60 auf 45 Dollar pro Barrel abzusenken und weitere russische Banken vom SWIFT-System abzukoppeln. Der Ölpreisdeckel gilt allerdings als wirkungslos. Russland verkaufte die Marke Urals nach Verhängung des Ölpreisdeckels lediglich für kurze Zeit für unter 60 Dollar. Danach hat sich der Markt an die neuen Bedingungen angepasst. Seitdem korrespondiert der Kurs mit den allgemeinen Schwankungen des Ölpreises anderer Sorten und orientiert sich an der weltweiten Nachfrage. Die EU hält dennoch an dem Instrument fest. 

Die SNS hatte zuvor mehrfach kritisiert, dass Fico zwar immer wieder gegen EU-Sanktionen gegen Russland argumentiert habe, sie aber im Gegensatz zu Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán schließlich mitgetragen habe.  

Die slowakische Opposition blieb der Abstimmung fern.


Mehr zum Thema – Hinterhältige Methoden: Vereinfachter EU-Beitritt für die Ukraine und Abschaffung des Vetorechts


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(Screenshot)

Video https://rumble.com/v6ucgml-polen-nawrocki-sieg-wurde-niederlage-fr-europische-union-und-sieg-fr-verein.html Dauer 11:49 min


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06.06.2025

Nach Streit mit Trump: Vermögen von Musk schrumpft um 27 Milliarden Dollar

freedert.online, 6 Juni 2025 21:36 Uhr

Der Streit mit US-Präsident Trump kommt Musk teuer zu stehen. An nur einem Tag verlor er knapp 27 Milliarden Dollar. Trump drohte, Bundesverträge mit Musks Unternehmen zu kündigen, woraufhin der Tesla-Chef die Amtsenthebung des Präsidenten forderte. Sie wollen nun telefonieren.


Nach Streit mit Trump: Vermögen von Musk schrumpft um 27 Milliarden DollarQuelle: AP © Evan Vucci


Elon Musk springt auf die Bühne, während der republikanische Präsidentschaftskandidat und ehemalige Präsident Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung auf der Butler Farm Show am 5. Oktober 2024 in Butler, Pennsylvania, spricht.


Elon Musk erlebte am Donnerstag finanziell einen seiner schlimmsten Tage und verlor rund 27 Milliarden Dollar seines Vermögens. Der Chef von Tesla und SpaceX ist dennoch laut der Forbes Real Time Billionaires List mit einem geschätzten Vermögen von rund 388 Milliarden Dollar zum Börsenschluss am Donnerstagabend weiterhin der reichste Mann der Welt. Er liegt weiterhin deutlich vor Mark Zuckerberg (236 Milliarden Dollar) auf Platz zwei und Präsident Trump, dessen Vermögen auf 5,4 Milliarden Dollar geschätzt wird, womit er auf Platz 689 der Forbes-Rangliste steht.


Russland bietet Elon Musk Asyl






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Die Aktie des Elektroauto-Unternehmens von Musk befand sich am Freitag noch im freien Fall. Am Donnerstag verlor die Aktie im US-Handel mehr als 14 Prozent. Laut einer Schätzung des Finanznachrichtenportals Bloomberg verlor Musk dadurch an nur einem Tag knapp 34 Milliarden Dollar. Sein Vermögen schrumpfte damit auf 335 Milliarden Dollar (rund 293 Milliarden Euro).

Die Tesla-Aktie stieg am Freitagmittag im vorbörslichen Handel um fünf Prozent, nachdem sie am Donnerstag 150 Milliarden Dollar an Wert verloren hatte. Der Aufschwung folgte auf die Nachricht, dass Mitarbeiter des Weißen Hauses ein Telefonat geplant hatten, um die Spannungen zwischen Donald Trump und Elon Musk zu entschärfen. Ihre Beziehung war diese Woche zerbrochen. Trump drohte, Bundesverträge mit Musks Unternehmen zu kündigen, woraufhin der Tesla-Chef, der kürzlich aus der Regierung ausgeschieden war, die Amtsenthebung des Präsidenten forderte.

Grund für die jüngste Eskalation ist das vom US-Präsident geplante Steuer- und Haushaltsgesetz, welches Trump als "One Big Beautiful Bill Act" bezeichnet. Zwischen den einstigen Freunden fliegen nun die Fetzen. Musk fand dafür weniger schmeichelhafte Worte: Der Tech-Milliardär bezeichnete das Vorhaben Trumps unter anderem als "widerlich".

Nachdem Donald Trump im November 2024 zum Präsidenten gewählt wurde, erlebte die Tesla-Aktie einen Aufstieg. Die Investoren gingen davon aus, dass das Unternehmen von der Nähe Musks zu Trump profitieren werde. Musk hatte einen großen Teil von Trumps Präsidentschaftskampagne finanziert und wurde anschließend als einer der bekanntesten Berater des Präsidenten ins Amt geholt. Er leitete eine umfassende und umstrittene Initiative zur Verkleinerung des Bundespersonalbestands und zur Kürzung der Staatsausgaben.


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Video https://rumble.com/v6rroxr-musk-unkontrollierte-masseneinwanderung-vernichtet-das-land.html Dauer 1:59 min


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Info: https://freedert.online/nordamerika/247033-nach-streit-mit-trump-vermoegen/


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06.06.2025

Inmitten der Atomgespräche: Israel "versichert" USA, Iran nicht anzugreifen

freedert.online, 6 Juni 2025 17:51 Uhr

In den letzten Wochen war die Regierung unter US-Präsident Trump besorgt, dass Israel trotz der laufenden Gespräche einen Angriff auf Iran vorbereitet. Präsident Trump gab an, er habe den israelischen Premierminister Netanjahu vor einem solchen Schritt gewarnt.


Inmitten der Atomgespräche: Israel "versichert" USA, Iran nicht anzugreifenQuelle: AP © Bernd von Jutrczenka


Benjamin Netanjahu


Israel habe dem Weißen Haus versichert, dass es keinen Angriff auf die iranischen Nuklearanlagen starten werde, es sei denn, Präsident Trump signalisiere, dass die Verhandlungen mit Iran gescheitert seien. Dies erklärten zwei israelische Beamte mit direktem Wissen gegenüber Axios.

In den letzten Wochen war die Trump-Regierung besorgt, dass Israel trotz der laufenden Gespräche einen Angriff vorbereitet. Der US-Präsident sagte, er habe den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu davor gewarnt, während der Gespräche zu handeln.


Sonst riskiert Teheran israelischen Angriff: Saudi-Arabien forderte von Iran Deal mit Trump





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Trump fügte jedoch hinzu, dass sich seine Haltung "mit einem Anruf ändern könnte", sollte er das Gefühl haben, dass die Gespräche mit Iran ergebnislos bleiben.

Während eines Besuchs in Washington letzte Woche hätten der Minister für strategische Angelegenheiten, Ron Dermer, der Mossad-Direktor, David Barnea, und der nationale Sicherheitsberater, Tzahi Hanegbi, "eine beruhigende Botschaft" übermittelt, so israelische Beamte.

Ein hochrangiger israelischer Funktionär erklärte, dass Israels Streitkräfte zwar ständig für einen möglichen Angriff auf Iran trainierten. Die Maßnahmen, die die IDF vor den Angriffen auf die Huthi im Jemen ergriffen hätten, seien von den USA und anderen Ländern aber fälschlicherweise als Vorbereitungen für einen bevorstehenden Angriff auf Iran interpretiert worden. Das Weiße Haus wartet weiterhin auf die Antwort Irans auf den amerikanischen Vorschlag für ein Atomabkommen. Laut iranischen Beamten wird die Antwort derzeit ausgearbeitet.

Trump warf Teheran am Mittwoch vor, "seine Entscheidung hinauszuzögern." Dies nur wenige Stunden, nachdem der iranische Oberste Führer Ali Chamenei das Angebot der USA kritisiert hatte. Laut der Interpretation des Zeitplans vonseiten des Weißen Hauses läuft Trumps zweimonatige Frist für eine Einigung nächste Woche ab.

Am Dienstag verkündete Trump auf seiner Plattform Truth Social in Großbuchstaben:

"Wir werden keinerlei Urananreicherung erlauben."

In dem schriftlichen Angebot, das sein Chefunterhändler Steve Witkoff den Iranern am vergangenen Samstag zukommen ließ, liest das sich jedoch offenbar anders. Das Schreiben ist nicht öffentlich, mehrere US-amerikanische und israelische Medien berichten allerdings unter Berufung auf informierte Kreise über die Details.

Demnach dürfte Teheran nach Unterzeichnung eines Abkommens für einen begrenzten Zeitraum Uran für zivile Zwecke anreichern. Das aber ist eine Position, die Israel ablehnt.


Mehr zum Thema - Iran warnt Israel und die USA vor jedem Angriff auf seine Atomanlagen


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Video https://rumble.com/v6ucn25-was-geht-sie-das-an-irans-oberster-fhrer-lehnt-atomverhandlungen-mit-den-us.html Dauer 1:55 min


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06.06.2025

"Wir haben importierten Antisemitismus" – Kanzler Merz mit ungewohnten Tönen im US-Fernsehen

freedert.online, 6 Juni 2025 13:39 Uhr

Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete in einem Fox News-Interview den Anstieg von antisemitischen Vorfällen in Deutschland als "importiertes" Problem. Die Realitäten seien eine "schreckliche Herausforderung" für das Land.


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Video https://rumble.com/v6udwuf-merz-bei-fox-news-wir-haben-mit-den-vielen-migranten-eine-art-importierten-.html  Dauer  min


Bundeskanzler Friedrich Merz auf seiner ersten US-Reise als Interviewgast beim Sender Fox News, 5. Juni 2025© Screenshot: YT/FoxNewsClips


Der CDU-Politiker Friedrich Merz hält sich im Rahmen seiner ersten US-Visite als deutscher Bundeskanzler derzeit in den USA auf. Nach seinem Gespräch mit dem US-Präsidenten im Oval Office war Merz zu Gast im US-Fernsehen. In einem knapp neunminütigen Interview mit Sender Fox News fand der Kanzler eine für deutsche Zuseher ungewohnte Erklärung für den Anstieg antisemitischer Vorfälle in Deutschland: die Migration. Zugleich widersprach Merz den Äußerungen von US-Vizepräsident J.D. Vance in Bezug auf die Meinungsfreiheit in Deutschland.

Im Zusammenhang mit den neuen US-Steuergesetzen kam in dem Interview auch der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Tech-Milliardär und früheren Trump-Berater Elon Musk zur Sprache. Der Kanzler sagte, dies sei eine "innenpolitische Debatte" der USA, die er nicht weiter kommentieren möchte. Die von Trump eingeforderten Zölle würden jedoch "unsere Wirtschaft bedrohen". Daher müssten zeitnah Wege für eine gute Zusammenarbeit zwischen den USA und der EU erarbeitet werden.


Zurückweisungen: Eine Inszenierung vor dem Berliner Verwaltungsgericht





Meinung

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Die Moderatorin erklärte den US-Zuschauern anschließend, dass die Partei AfD jüngst vom deutschen Verfassungsschutz "als gesichert rechtsextrem" eingestuft wurde. Elon Musk habe diesbezüglich mit seinen Äußerungen einen "weltweiten Fußabdruck" hinterlassen. In Bezug auf Musks Unterstützung der "rechtsextremistischen" (far-right) AfD im zurückliegenden Bundestagswahlkampf sowie die Äußerungen des US-Vizepräsidenten J.D. Vance über die eingeschränkte Meinungsfreiheit in Deutschland (RT DE berichtete) fragte sie Merz nach dessen Einschätzung. Dieser erklärte:

"Deutschland ist eine erwachsene Demokratie. … Wir sind eine stabile Demokratie. Wir haben freie Rede, jeder kann für das Parlament kandidieren, also brauchen wir keine Belehrungen von außen. Wir machen unsere eigenen Sachen."

Die Moderatorin konfrontierte Merz daraufhin mit einem X-Beitrag des US-Außenministers Marco Rubio von Anfang Mai, in dem dieser geschrieben hatte:

"Deutschland hat seiner Spionagebehörde gerade neue Befugnisse zur Überwachung der Opposition erteilt. Das ist keine Demokratie – das ist verkappte Tyrannei."

Merz erläuterte, dass diese Einschätzung bei seinem Gespräch im Oval Office nicht weiter thematisiert wurde. Die Moderatorin lenkte dann das Gespräch auf das Thema "Antisemitismus". Dieser stelle ein großes Problem sowohl für die USA als auch für Deutschland dar. Die ARD-Tagesschau titelte am selben Tag zu dem Thema:

"Zahl antisemitischer Vorfälle erneut stark gestiegen. Die Zahl antisemitisch motivierter Vorfälle in Deutschland ist 2024 erneut drastisch gestiegen. Der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) dokumentierte im vergangenen Jahr 8.627 Vorfälle – ein Anstieg um fast 77 Prozent im Vergleich zum Vorjahr."

Merz erklärte den US-Zuschauern, dass diese Tatsache "für unser Land eine schreckliche Herausforderung" sei, um anschließend zu versichern:


Drei Jahre Haft für Studenten der Freien Universität nach Angriff auf jüdischen Kommilitonen




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"Wir tun alles, was wir können, um diese Zahlen zu senken. Wir gehen gegen diejenigen vor, die gegen das Gesetz verstoßen. Und offen gesagt, haben wir eine Art importierten Antisemitismus mit der großen Zahl von Migranten in den letzten zehn Jahren, und wir müssen das angehen und dieses Problem lösen."

Merz ging nicht näher darauf ein, dass seine Parteikollegin und Ex-Kanzlerin Angela Merkel in Verbindung mit der von ihr eingeforderten und durchgesetzten Asylpolitik im "Kabinett Merkel III" wesentliche Verantwortung für diese Entwicklung trägt. Er wollte jedoch "eindeutig erwähnt" wissen, dass sich die deutsche Bundesregierung "und ein Großteil des Parlaments strikt gegen jede Form von Antisemitismus" und "gegen diese Menschen" stellen würden. Merz wörtlich:

"Wir werden alles unternehmen, um diese Zahlen wieder zu senken."

Die Moderatorin fügte hinzu, dass sowohl Deutschland als auch die USA ein Problem mit "illegaler Immigration" haben und wollte wissen, ob der Bundeskanzler dem US-Präsidenten "irgendeinen Rat" geben könnte. Merz antwortete:

"Nein, und wenn ich einen hätte, würde ich das nicht öffentlich tun. Aber wir haben unsere eigenen Herausforderungen mit anderen Ländern und wir ändern gerade die Migrationspolitik."

Durch entsprechende Gesetzesänderungen würde vonseiten der Politik versucht, die "sehr hohen Zahlen an illegaler Einwanderung" in den Griff zu bekommen". Die Bundespolitik sehe sich daher "auf dem Weg zum Erfolg", schloss Merz.


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Info: https://freedert.online/inland/247006-wir-haben-importierten-antisemitismus-kanzler/


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06.06.2025

Einsam im Sessel – Wie sich im Oval Office Deutschlands Stellung in der Welt offenbarte

freedert.online, 6 Juni 2025 20:50 Uhr, Von Gert Ewen Ungar

Der Bundeskanzler wurde im Weißen Haus empfangen. Interesse erregte sein Besuch kaum. Der Empfang dauerte vierzig Minuten, Merz sprach davon drei. Besser wäre gewesen, er hätte auch diese drei Minuten geschwiegen, denn er offenbarte in dieser Zeit seine Ahnungslosigkeit und politische Naivität.


Quelle: www.globallookpress.com © Michael Kappeler


Friedrich Merz wurde in die Rolle des Zuhörers gedrängt. Er kam als Staatsgast, stand aber dennoch nicht im Zentrum des Interesses. Unter anderem waren die Eierpreise wichtiger.


Friedrich Merz möchte Deutschland wieder zur größten Militärmacht in Europa machen. Deutschland wird Verantwortung übernehmen, sichert Merz den Deutschen und Europäern zu. Europa fordert von Deutschland Führung, glaubt man im politischen Deutschland zu hören. Auch Merz hat diesen Ruf deutlich gehört, ihn verinnerlicht und folgt ihm nun. Deutschland steht auf, Deutschland ist zurück, mit Deutschland muss man rechnen. So in etwa lautet die Botschaft der Bundesregierung, so sieht sich das politische Berlin, so vermarktet es sich gegenüber den eigenen Bürgern und den Partner-Nationen. 

Darüber, dass diese Selbstwahrnehmung bestenfalls bizarr und verschroben ist, klärten gestern die Bilder auf, die aus dem Weißen Haus über den Äther in die deutschen Wohnzimmer schwappten. Da saß der Führer der künftig größten Militärmacht Europas im Oval Office einsam in einem Sessel, während US-Präsident Trump mit Journalisten das Thema Eierpreise diskutierte. Damit wurde die Bedeutung, die Deutschland unter Führung von Friedrich Merz für die USA hat, klar illustriert. 

Ja, zugegeben, der große Skandal, mit dem viele gerechnet hatten, fiel aus. Es wurde nicht für unwahrscheinlich gehalten, dass Merz in ähnlicher Weise vorgeführt wird, wie der ukrainische Machthaber Selenskij bei seinem Besuch im Weißen Haus. Der Besuch endete mit einem Rauswurf. Diese Art der Brüskierung blieb Merz erspart. Es kam stattdessen noch schlimmer. Er wurde schlicht nicht beachtet.

Von den etwas mehr als vierzig Minuten, die das Treffen dauerte, sprach Merz gerade einmal gute drei Minuten. Weniger als ein Zehntel. In diesen rund zweihundert Sekunden schaffte es Merz zudem, dem internationalen Publikum seine Unkenntnis hinsichtlich des Ukraine-Konflikts vorzuführen.

Zum einen behauptete er, ukrainisches Militär würde nur militärische Ziele in Russland angreifen, Russland dagegen zivile. Das ist nur für die Konsumenten des deutschen Mainstreams wahr, die von ihren Medien von der Realität wieder einmal gut abgeschirmt werden. Es ist nicht das erste Mal in der deutschen Geschichte, dass so etwas passiert. Überraschend ist, dass es immer wieder funktioniert. 


USA lehnen Luftunterstützung für europäische "Sicherungstruppe" in Nachkriegs-Ukraine ab




Meinung

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In der realen Welt weiß der US-Präsident, mit welchen Zieldaten die von den USA gelieferten HIMARS programmiert wurden. Das waren eben keine militärischen Einrichtungen. Er weiß auch, dass die Opfer, die von der Ukraine beklagt werden, in der Regel auf herabfallende Raketenteile zurückzuführen sind, die von der ukrainischen Luftabwehr abgeschossen wurden.

Würde Russland tatsächlich zivile Ziele in Vernichtungsabsicht ins Visier nehmen, dann sähe Kiew schon längst aus wie Gaza. In Kiew würden sich dann auch nicht die politischen Vertreter Westeuropas die Klinke in die Hand geben, um von dort aus betroffen dreinblickend Text in die Kameras der westlichen Journaille zu sprechen – es wäre zu gefährlich. 

Das Grauen des Ukraine-Krieges ereignet sich nicht in den Städten und es findet auch nicht unter der Zivilbevölkerung statt. Der tatsächliche Schrecken wird in den deutschen Medien nicht abgebildet. An der Front sterben nach russischen Angaben derzeit täglich weit über 1000 ukrainische Soldaten. Man kann diese Zahl in Zweifel ziehen und abtun, sollte aber zur Kenntnis nehmen, dass sie über den Verlauf des Konflikts ständig zugenommen hat. Diese Soldaten erfüllen ihre Aufgabe an der Front gern, versichert man den deutschen Zuschauern, zu denen auch Merz zählt. Man lobt ihren Mut und ihren Einsatz für die westlichen Werte.


Medinski: Ukraine muss aufhören aus angeblichen "Kindesentführungen" eine Propaganda-Show zu machen





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Als Trump über das Blutvergießen in der Ukraine spricht, blitzt für einen Moment auf, dass Trump und Merz dabei unterschiedliche Bilder vor Augen haben. Merz sieht drei tote Zivilisten in Kiew; Trump ein Schlachtfeld übersät mit Leichen. Trump ist näher an der Wahrheit. Merz hat dagegen erschreckend wenig Ahnung, wovon er spricht. 

Dann führt Merz auch noch die angeblich von Russland entführten Kinder an und macht sich damit völlig zum deutschen Clown. Die Geschichte von den zigtausend entführten Kindern ist am Montag in Istanbul in sich zusammengebrochen, als die Ukraine dem russischen Verhandlungsführer eine Liste mit 339 Namen von Familien übergab, die ihre Kinder vermissen. Ob diese Kinder in Russland sind, ist zudem fraglich. Im vergangenen Jahr machte das BKA 161 ukrainische Kinder in Deutschland ausfindig, von denen man dachte, sie seien nach Russland gebracht worden.

Am Montag fliegt der Fake auf, am Donnerstag wiederholt der Kanzler im Weißen Haus die Geschichte von den durch Russland entführten Kindern und zeigt damit, dass er schlecht informiert ist. Der Moment war zum Fremdschämen peinlich.

Man sollte es auch als Kanzler unterlassen, Propaganda-Narrative, die gerade in sich zusammengebrochen sind, vor der Weltöffentlichkeit zu wiederholen. Ja, Russland hat Kinder aus dem Kriegsgebiet evakuiert, aber nicht zu Zehntausenden und auch nicht in böser Absicht, sondern zu ihrem Schutz. 


Pistorius: Bundeswehr braucht 60.000 Soldaten mehr – ohne Russland gäbe es "ein Erklärungsproblem"




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Dann kam Merz schließlich noch auf die deutschen Aufrüstungspläne zu sprechen. Deutschland werde mehr für die eigene Sicherheit tun und daher umfassend in Waffen und Militär investieren. Merz sieht Deutschland als künftige Militärmacht. Das Grundgesetz wurde geändert, damit die Militarisierung Deutschlands durch Schulden finanziert werden kann.

Trump als Geschäftsmann findet es gut, dass Deutschland Waffen kaufen möchte und bietet sich als Lieferant an. Er wittert satte Einnahmen für amerikanische Rüstungsunternehmen auf Kosten des deutschen Staatshaushalts. Er macht allerdings auch klar, dass dem Grenzen gesetzt sind. Eine Militärmacht Deutschland will er nicht.

Trump ist damit nicht allein. Nach den Ereignissen des 20. Jahrhunderts kann an den Merzschen Ideen von einer Militärmacht Deutschland im Zentrum Europas niemand auch nur den Hauch eines Interesses haben, selbst die Deutschen nicht. Merz ist ein Fantast, machte die Szene deutlich.

Fazit des Besuchs im Weißen Haus ist: Merz hat in den drei Minuten Redezeit gezeigt, dass er besser hätte schweigen sollen. Ihn zu übergehen, ist eine gute Strategie, denn jede Sekunde internationaler Aufmerksamkeit wird in Deutschland gerade als Beweis dafür ausgelegt, dass Deutschland wieder von großer Bedeutung ist. Zum Glück für Europa und die Welt ist das nicht der Fall, was hoffentlich auch so bleiben wird. 


Mehr zum Thema – Merz bei Trump: Die US-Presse war interessierter an Xi und Musk


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06.06.2025

Grüne Jobwunder: Nach Baerbock geht auch Habeck in die USA

freedert.online, 6 Juni 2025 17:29 Uhr

Ex-Vizekanzler Robert Habeck ließ im April mitteilen, dass er sich zukünftig im Auswärtigen Ausschuss "um das Verhältnis Deutschland-USA" kümmern möchte. Nun wird bekannt, dass er zudem als US-Gastdozent tätig wird. Der Bundestag lehnte gestern den Antrag auf Durchführung eines Strafverfahrens gegen den Grünen-Politiker ab.


Quelle: Gettyimages.ru © Sean Gallup/Staff


Juli 2025: Robert Habeck mit einem (spekulativen) Blick in die ferne Zukunft.


Laut Informationen des Focus zieht es Robert Habeck beruflich temporär in das ferne, sonnige Kalifornien. Der gescheiterte Ex-Wirtschaftsminister hat demnach von "einer der renommiertesten Hochschulen der Welt" höchstpersönlich die Anfrage erhalten, als Gastdozent "eine Vorlesungsreihe zum Thema Krisen" zu halten, und diese dankend angenommen. Die Parteikollegin und Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann hatte zuvor Mitte April mitgeteilt, dass der Ex-Vize-Kanzler vorerst im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags abtauchen wird. Ein Bundestagsbeschluss vom 5. Juni informiert, dass der Antrag auf "Durchführung eines Strafverfahrens gegen Dr. Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen)" nicht die benötigte Mehrheit erhielt.

Neben Ex-Außenministerin Annalena Baerbock wird auch Habeck dieses Jahr beruflich in den USA Zeit verbringen. So heißt es im Focus-Beitrag, dass der Ex-Wirtschaftsminister nach Informationen des Nachrichtenmagazins "eine neue Aufgabe hat". Zu den Details heißt es:

"Der Grünen-Politiker Robert Habeck geht als Gastdozent an die amerikanische Eliteuniversität Berkeley, eine der renommiertesten Hochschulen der Welt. Die Leitung der Universität in Kalifornien hat den prominenten Gast aus Deutschland demnach bereits intern angekündigt."


Annalena Baerbock wird Präsidentin der UN-Generalversammlung – ohne Gegenkandidat





Annalena Baerbock wird Präsidentin der UN-Generalversammlung – ohne Gegenkandidat





Im September 2022 hatte es auf der Website des Sachverständigenrats geheißen:

"Prof. Dr. Dr. Ulrike Malmendier und Prof. Dr. Martin Werding sind als neue Ratsmitglieder in den Sachverständigenrat berufen worden. Dr. Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, hat ihnen heute feierlich ihre Berufungsurkunden überreicht."

Im Focus-Artikel wird zu den jüngsten biografischen Erweiterungen Habecks aufgeklärt:

"An der [US-]Hochschule lehrt unter anderem die deutsche Wirtschaftsweise Ulrike Malmendier. Mit ihr wird Habeck eine Vorlesungsreihe zum Thema Krisen halten."

Aktuell sitzt der gescheiterte Ampelminister und "Bürgerkanzler" für seine Partei im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags und "kümmert sich um das Verhältnis Deutschland-USA", so der Focus. Dazu hatte zuvor das Handelsblatt im April informiert:

"Habeck will sich nach Angaben seiner Fraktionsführung künftig in der Außenpolitik engagieren. 'Wir konstituieren gerade die Fraktion, und Robert Habeck wird sich – in Absprache mit uns – künftig im Auswärtigen Ausschuss um das Verhältnis Deutschland-USA kümmern', sagte Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann. 'Die Wichtigkeit dieser Beziehung ist ja offensichtlich'."

Am gestrigen Tag stimmte der Bundestag gleich über drei Anträge zur "Aufhebung der parlamentarischen Immunität" ab. Dazu heißt es auf der Website des Bundestags:

"Ohne Aussprache hat der Bundestag am Donnerstag, 5. Juni 2025, einstimmig zwei Beschlussempfehlungen des Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung (21/38721/388) zugestimmt. Damit genehmigte das Parlament die Durchführung von Strafverfahren gegen den AfD-Abgeordneten Prof. Dr. Ingo Hahn sowie die Abgeordnete Gökay Akbulut (Die Linke).

Die Durchführung eines Strafverfahrens gegen Dr. Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) genehmigte das Parlament mehrheitlich nicht. Auch hierzu lag eine entsprechende Beschlussempfehlung des Immunitätsausschusses vor (21/389). (ste/05.06.2025)."


Northvolt-Pleite kostet Steuerzahler bis zu einer Milliarde Euro: Habeck drohte Kritiker mit Anzeige




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Mehr als auffälligerweise beschäftigt sich dabei eine diesbezügliche AFP-Agenturmeldung nur mit den Ereignissen um den AfD-Abgeordneten und die Linken-Politikerin. Dazu heißt es im Stern:

"Gegen Akbulut wird wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung ermittelt, weil sie in einem Zug von Heidelberg nach Stuttgart eine Flasche in Richtung eines Mitreisenden geworfen haben soll. Die Abgeordnete hatte auf ihrem Instagram-Kanal berichtet, sie sei selber von einem Mann mit einer Bierflasche beworfen sowie rassistisch beleidigt und sexuell belästigt worden.

Hahns Immunität war bereits im vergangenen Jahr aufgehoben worden, als er noch im bayerischen Landtag saß. Er soll in sozialen Medien ein Video freigegeben und veröffentlicht haben, in dem die Rede einer Freie-Wähler-Abgeordneten unrechtmäßig aus dem Zusammenhang gerissen und mit anderen Aufnahmen zusammengeschnitten worden sei."

Einen Hinweis auf die parallel erfolgte Abstimmung zur Person Habeck und zu den Gründen der diesbezüglichen Notwendigkeit finden sich keinerlei Informationen. Das Ex-FDP-Mitglied Marcel Luthe, bis 2021 Senatsabgeordneter in Berlin, erklärt dazu auf X:

"In der Geschichte des Bundestages ist mir ein solcher Fall nicht bekannt und riecht streng nach einem Missbrauch a la CumEx-Scholz. Bei Herrn Habeck fielen einem zahlreiche ähnliche Komplexe ein, allein rund um Subventionskomplexe im Bereich Energie. Das muss aufgeklärt werden, wollen wir nicht endgültig als von einem Abwehrkartell geführte Bananenrepublik gesehen werden."

Aus der Beschlussempfehlung geht zumindest hervor, dass es sich um eine bereits am 11. März eingegangene Genehmigung für ein Strafverfahren handelt. Dazu heißt es in einem Artikel von Apollo News:

"Während die Hintergründe der Immunitätsaufhebung bei Akbulut und Hahn öffentlich bekannt sind, fehlen also nur zu dem Antrag bei Habeck sämtliche Informationen. Brisant ist auch das Abstimmungsverhalten des Bundestags: Während bei der Linkenpolitikerin sowie bei dem AfD-Abgeordneten einstimmig für die Beschlussempfehlung gestimmt wurde, stimmte die AfD-Fraktion dann gegen die Empfehlung im Fall von Habeck."

Bezüglich seiner Gastprofessur in Kalifornien ließ Habeck eine Anfrage des Focus unbeantwortet. 


Mehr zum Thema – Habeck darf weiterhin "Vollidiot" genannt werden – Freispruch nach Anklage zu X-Beitrag


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Video https://rumble.com/v6uceuj-diplomatische-klatsche-als-erfolg-verkaufen-warweg-fragt-nach-baerbocks-un-.html Dauer 4:10 min


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Info: https://freedert.online/inland/247050-habeck-wird-an-us-eliteuniversitaet-gastprofessor-zum-thema-krisen/


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06.06.2025

"Trump steht in den Epstein-Akten": Elon Musk attackiert US-Präsident

freedert.online, 6 Juni 2025 10:03 Uhr

In den zurückliegenden Stunden sorgte ein X-Beitrag von Elon Musk für weltweite Medienaufmerksamkeit. Der Tech-Milliardär erklärte, es sei "Zeit, die wirklich große Bombe zu werfen" und erinnerte provokativ an die soweit bekannte Freundschaft zwischen dem US-Präsidenten und dem Sexualverbrecher Jeffrey Epstein.


"Trump steht in den Epstein-Akten": Elon Musk attackiert US-Präsident© KI-generiert


Symbolbild


Die über Monate öffentlich präsentierte enge Zusammenarbeit und medial vorgeführte Freundschaft zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Tech-Milliardär und Regierungsberater Elon Musk ist final pulverisiert. Ausgehend von der politischen Initiative des Präsidenten, die Regierungszuschüsse für E-Autos zu beenden und einschneidenden Steuererhöhungsplänen, kontert Tesla-Chef Elon Musk mit einem mehr als pikanten X-Beitrag. Der exzentrische Milliardär behauptet, dass seit Jahren bestehende Gerücht bestätigen zu können: "Donald Trump steht in den Epstein-Akten". Dies sei der einzige Grund, warum die vollständigen Papiere der Öffentlichkeit noch nicht zur Verfügung stünden.

Der eskalierende Streit entwickelte sich dynamisierend, nachdem Musk, der CEO von Tesla und SpaceX und Eigentümer von X, vor kurzem von der Leitung des "Department of Government Efficiency (DOGE)" zurücktrat. Die Regierungsorganisation, die von Trump zu Beginn seiner zweiten Amtszeit neu geschaffen wurde, hatte die Aufgabe, weitreichende Ausgabenkürzungen auf Bundesebene umzusetzen. Musk erklärte seinen Rücktritt damit, dass er sich wieder auf seine geschäftlichen Unternehmungen konzentrieren wolle.


Musk tritt als besonderer Regierungsangestellter zurück






Musk tritt als besonderer Regierungsangestellter zurück






Parallel verkündete der US-Präsident seine neue Anordnung hinsichtlich einer spürbaren Steuererhöhung. Der Tech-Mogul kritisierte die Gesetzgebung umgehend scharf, die medial seitens Trump als "Big Beautiful Bill" verkauft wurde, da sie eindeutig die Staatsverschuldung erhöhen wird und damit den Zielen der DOGE zuwiderläuft. In einer Erklärung vor Reportern am Donnerstag im Oval Office teilte Trump mit, dass Musk – von dem er behauptete, er wisse "alles über den Gesetzesentwurf" – plötzlich ein Problem damit hatte, "als er herausfand, dass wir das EV-Mandat kürzen müssen, denn das sind Milliarden und Abermilliarden von Dollar...". Trump weiter wörtlich:

"Und wenn Sie die Aussagen über mich gesehen haben (…) Ich bin sehr enttäuscht von Elon. Ich habe Elon sehr geholfen."

Am Vortag präsentierte der Tech-Milliardär zum Thema auf X seinen typischen Musk-Humor, dies über den genutzten Titel eines Quentin-Tarantino-Films: "Kill Bill".

Beim gestrigen Termin mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz baute sich die finale Eskalation auf. Etwa 10 Minuten nach seinem bilateralen Treffen mit Merz im Oval Office wurde Trump seitens der US-Presse auf Elon Musk und seine scharfe Kritik an der angekündigten Agenda in dieser Woche direkt angesprochen. Der Präsident erklärte laut CNN:


USA: Demokraten pochen auf Rücktritt von Musk bis Ende Mai





USA: Demokraten pochen auf Rücktritt von Musk bis Ende Mai






"Er hat nichts Schlechtes über mich gesagt. Mir ist es lieber, er kritisiert mich als den Gesetzentwurf."

Musk reagierte, dies im Rahmen eines X-Beitrags am Nachmittag. Wörtlich heißt es in der Provokation:

"Zeit, die wirklich große Bombe zu werfen: Donald Trump ist in den Epstein-Akten. Das ist der wahre Grund, warum sie nicht öffentlich gemacht wurden."


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Die "Sensation", ist dabei nicht die Behauptung, dass der heutige US-Präsident in den sogenannten "Files" erwähnt wird, denn die Tatsache, dass Trump und der Sexualverbrecher Epstein mehr als engen Kontakt pflegten, ist seit Jahren bekannt. Auch daran erinnerte Musk im Rahmen eines X-Beitrags, versehen mit einem Emoji:


US-Generalstaatsanwältin: FBI hält Tausende von Epstein-Dokumenten zurück




US-Generalstaatsanwältin: FBI hält Tausende von Epstein-Dokumenten zurück








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Als die eigentliche "Bombe" könnte die Aussage wahrgenommen werden, dass die Erwähnung Trumps in den Unterlagen "der wahre Grund ist, warum sie nicht öffentlich gemacht wurden". In seinem X-Beitrag ergänzte Musk süffisant drohend:

"Einen schönen Tag, DJT! [Donald J Trump] Merken Sie [die X-Leser] sich diesen Beitrag für die Zukunft. Die Wahrheit wird ans Licht kommen."

Trump hatte im Verlauf des Wahlkampfes sowie auch nach Beginn seiner Amtszeit immer wieder zugesagt, das Epstein-Material komplett freizugeben. Im Februar kündigte dann die Generalstaatsanwältin Pam Bondi die Freigabe der "ersten Phase" der Dokumente an. Die für die Öffentlichkeit wirklich interessanten Unterlagen, darunter Flugprotokolle, Kundennamen und Kontaktlisten, sind jedoch erneut unter Verschluss geblieben, was umgehend zu erneuten gesellschaftlichen Spekulationen führte, welche US- und internationale Prominenz darin verwickelt und weiter geschützt werden könnte. Dabei fiel auch erneut der Name des amtierenden US-Präsidenten.

Jeffrey Epstein, ein geförderter Finanzier und Millionär mit engen Verbindungen zu politischen und wirtschaftlichen US-Eliten, wurde im Juli 2019 unter dem Vorwurf des Sexhandels verhaftet. Er starb im darauffolgenden Monat in einem New Yorker Gefängnis, was offiziell als Selbstmord gewertet wurde, obwohl sein Tod umgehend für kontroverse Diskussionen und Mutmaßungen sorgte, dies unter dem bekannten Satz: "Epstein didn’t kill himself" (Epstein hat sich nicht selber umgebracht).

Der attackierte US-Präsident und Mitarbeiter der Administration haben bis dato nicht unmittelbar auf Musks Provokation reagiert. Trump erklärte lediglich gegenüber Reportern, er sei "sehr enttäuscht" von Musk, dem er laut eigener Aussage "sehr geholfen" habe. Dies auch bezogen auf die aggressive Kritik des Tech-Milliardärs an der jüngsten Gesetzgebung. Trump schrieb auf Truth Social als einzigen Kommentar zum Bruch mit Musk:

"Es macht mir nichts aus, dass Elon sich gegen mich wendet, aber das hätte er schon vor Monaten tun sollen. Dies ist einer der großartigsten Gesetzesentwürfe, die dem Kongress je vorgelegt wurden (…)


"Das wird Sie krank machen": US-Generalstaatsanwältin zur bevorstehenden Freigabe von Epstein-Akten




"Das wird Sie krank machen": US-Generalstaatsanwältin zur bevorstehenden Freigabe von Epstein-Akten






Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, bezeichnete die Behauptungen von Musk in einer Erklärung gegenüber CNN am Donnerstagabend als eine "unglückliche Episode". Leavitt erklärte demnach:

Dies ist eine unglückliche Episode von Elon, der mit dem 'One Big Beautiful Bill' unglücklich ist, weil es nicht die von ihm gewünschten Maßnahmen enthält. Der Präsident konzentriert sich darauf, dieses historische Gesetz zu verabschieden und unser Land wieder großzumachen."

Musk wiederum erklärte in einem separaten Posting am gestrigen Tag, er werfe dem US-Präsidenten eine "Undankbarkeit" vor. Weiter heißt es:

"Ohne mich hätte Trump die Wahl verloren, die Demokraten würden das Repräsentantenhaus kontrollieren und die Republikaner hätten 51 zu 49 Stimmen im Senat."

In einem weiteren X-Beitrag unterstellt er Trump, dass er hinsichtlich seiner Person und Gesprächen lüge.


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Musk hat laut US-Medien dabei nicht weiter erläutert, wie er Zugang zu den nicht freigegebenen Akten über den Sexualverbrecher Jeffrey Epstein erhalten haben soll. Zudem hat er "keine glaubwürdigen Beweise" dafür vorgelegt, "woher seine Informationen stammen".


Mehr zum Thema - Epstein-Opfer Virginia Giuffre stirbt durch Selbstmord


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Video https://rumble.com/v6ucait-wollen-nicht-wie-europa-enden-trump-verhngt-einreisesperren.html Dauer 2:06 min


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/nordamerika/246999-elon-musk-attackiert-us-praesident/


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06.06.2025

Wie der Tiefe Staat in den USA gemeinsam mit der EU den Ukraine-Krieg anheizt

freedert.online, 6 Juni 2025 16:58 Uhr, Von John Laughland

Blutrünstige US-amerikanische Politiker wie Lindsey Graham wollen den Ukraine-Krieg ewig hinauszögern und tun alles, um Verhandlungen zu verhindern. Aus diesem Grund haben der tiefe Staat in den USA und Brüssel abgesehen von Russland einen weiteren gemeinsamen Feind: Donald Trump.


Wie der Tiefe Staat in den USA gemeinsam mit der EU den Ukraine-Krieg anheiztQuelle: AP © Rod Lamkey, Jr.


Bundeskanzler Friedrich Merz spricht bei seinem Antrittsbesuch in Washington mit den Senatoren Lindsey Graham (l.) und Richard Blumenthal (z.v.r.). Beide Senatoren waren kurz vor dem ukrainischen Angriff auf Russlands Flotte strategischer Bomber in Kiew. (5. Juni 2025)

(Hier ist noch der Altkanzler Scholz mit auf demBild!!)


Das Bild von US-Senator Lindsey Graham und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, die am 2. Juni in Brüssel gemeinsam in eine Kamera grinsen, sagt mehr als tausend Worte.


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Graham ist einer der extremsten Kriegstreiber in Washington – und die Konkurrenz ist ziemlich groß. Seit er vor über 30 Jahren Mitglied des US-Kongresses wurde – einmal gewählt, werden US-Politiker nur selten abgewählt –, hat er seine Karriere der vehementen Befürwortung von Kriegen gewidmet. 


US-Senator Graham warnt China: "Wenn ihr keine Sanktionen wollt, helft der Ukraine"





US-Senator Graham warnt China: "Wenn ihr keine Sanktionen wollt, helft der Ukraine"






Seine Äußerungen sind oft nicht nur kriegerisch, sondern auch sadistisch, wie z. B. als er kürzlich postete, er hoffe, dass "Greta schwimmen kann", was bedeutet, dass er hofft, dass ihr Gaza-Hilfsschiff torpediert wird. Witze über einen Angriff auf ein ziviles Hilfsschiff mit einer jungen zivilen Aktivistin an Bord sind krank – und typisch für den Senator aus South Carolina.

Wie sein alter Freund, der verstorbene Senator John McCain, ist auch Graham von der Idee eines Krieges mit Russland besessen. Mindestens seit 2014 drängt er darauf. Im Jahr 2016 sagte er zu ukrainischen Soldaten: "Euer Kampf ist unser Kampf."

Grahams Anwesenheit in Brüssel ist daher von Bedeutung. Seit von der Leyens Ernennung im Jahr 2019 hat sie sich zum wichtigsten öffentlichen Gesicht der Brüsseler Institutionen aufgeschwungen. Vor sechs Jahren erklärte sie, sie wolle die Europäische Kommission zu einem "geopolitischen" Gremium machen – auch wenn sie keine Rolle in der Außen- oder Verteidigungspolitik spielt.

Seitdem hat sie kaum etwas anderes getan, als sich auf der internationalen Bühne zu präsentieren. Sie gehört zu den kämpferischsten und russlandfeindlichsten europäischen Persönlichkeiten und behauptet absurderweise wie der französische Außenminister Bruno Lemaire, dass die EU-Sanktionen die russische Wirtschaft in die Knie gezwungen hätten.

Die Allianz zwischen Graham und von der Leyen ist daher eine natürliche Allianz – gegen Donald Trump. Europäische Politiker äußern ganz offen die Meinung, dass Trump jetzt der Feind ist.


NYT: Für Trump ist Selenskij ein "Bösewicht"





NYT: Für Trump ist Selenskij ein "Bösewicht"







Das gilt auch für Graham. In der vergangenen Woche stellte er in Kiew ausdrücklich Trumps Autorität in Frage, die Außenpolitik der USA zu bestimmen. Er wetterte gegen die Idee von Verhandlungen mit Russland – so, wie es der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im Februar gegenüber US-Vizepräsident J. D. Vance im Oval Office getan hatte – und sagte, der Präsident der USA sei nicht der Chef. "In den USA sitzt mehr als nur eine Person am Kartentisch. Wir haben drei Zweige der Regierung", so Graham – was bedeutet, dass der Senat bald seine eigenen Sanktionen gegen Russland verhängen wird, egal was die Exekutive tut.

Grahams Haushaltsentwurf vom Februar zielt darauf ab, noch mehr Geld für das US-Militär auszugeben – als ob das möglich wäre –, was bedeutet, dass er den Tiefen Staat der USA zusammentrommelt, um zurückzuschlagen, nachdem dieser zunächst von der Wiederwahl Trumps geschockt war.

Derweil ist die Entschlossenheit der Europäer existenziell, den Krieg fortzusetzen. Ihre Russophobie, die mindestens bis zu den russischen Präsidentschaftswahlen 2012 zurückreicht, als Putin wieder in den Kreml einzog, ist extrem, weil ihr "Europa" durch die Feindseligkeit gegenüber Russland definiert ist. Russland ist "das andere Europa", das die EU nicht sein will und dem gegenüber sie sich definiert.

Von der Leyen und andere wollen den Krieg gegen Russland nutzen, um Europa zu föderalisieren und einen einzigen Staat zu schaffen. Trumps Russland-Politik basiert derweil darauf, Europa ins Abseits zu stellen. Als er erstmals Gespräche mit den Russen ankündigte, forderten die EU-Staats- und Regierungschefs einen Platz am Tisch. Sie scheiterten. Die Gespräche zwischen den USA und Russland fanden außerhalb Europas statt – in Riad –, während die Gespräche zwischen Russland und der Ukraine, gegen die sich die EU vehement gewehrt hat, ohne die EU in Istanbul stattfinden.


USA lehnen Luftunterstützung für europäische "Sicherungstruppe" in Nachkriegs-Ukraine ab




Meinung

USA lehnen Luftunterstützung für europäische "Sicherungstruppe" in Nachkriegs-Ukraine ab





Wir sollten nicht vergessen, wie vehement sich die führenden Politiker der EU gegen Gespräche mit Russland gewehrt haben. Als Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán im vergangenen Juli nach Kiew und Moskau reiste, prangerte von der Leyen dessen "Beschwichtigungspolitik" an. Der damalige EU-Chefdiplomat erklärte in einer offiziellen Erklärung, die EU schließe "offizielle Kontakte zwischen der EU und Präsident Putin aus".

Der französische Außenminister verkündete im Februar, wenn sein russischer Amtskollege Sergei Lawrow ihn anrufen würde, würde er den Anruf nicht entgegennehmen. Jetzt behaupten dieselben Leute, sie wollten die Russen zu Gesprächen "zwingen"!

Die EU-Russlandpolitik liegt nun in Trümmern. Deshalb ist Brüssel wie Graham entschlossen, Trump zu stoppen. Die Versuche sind immer verzweifelter und lächerlicher geworden. Am 12. Mai erklärten die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und andere EU-Staats- und Regierungschefs, Russland müsse vor Gesprächen einem Waffenstillstand zustimmen. Drei Tage später begannen diese Gespräche trotzdem. Großbritannien versuchte ebenfalls, sie zu vereiteln, indem es betonte, es sei "inakzeptabel", dass Russland die Anerkennung der "annektierten" Regionen fordere, was seltsam ist, wenn man bedenkt, dass Großbritannien kein Teilnehmer der Gespräche ist.

Die europäische Glaubwürdigkeit ist also gleich null. Im März hatte der britische Premierminister erklärt, dass die Pläne zur Entsendung britischer und französischer Truppen in die Ukraine "in die operative Phase" eingetreten seien. Sie seien bereit, die Sicherheit der Ukraine zu schützen, indem sie direkt in das Kriegsgebiet eindringen. Im April wurden diese Pläne fallen gelassen.

Am 10. Mai drohten europäische Staats- und Regierungschefs, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz,  Russland mit "massiven Sanktionen", falls es nicht sofort einem "bedigungslosen" Waffenstillstand zustimmt. Russland hat einem Waffenstillstand nicht zugestimmt, und dennoch hat es keine weiteren "massiven Sanktionen" gegeben. Ein 17. Sanktionspaket wurde zwar am 14. Mai verkündet, aber es war so schwach, dass Ungarn und die Slowakei, die die Gesamtpolitik der EU ablehnen, es durchgehen ließen. Auf jeden Fall hatte das 17. Paket eindeutig nichts mit dem Ultimatum zu tun, da die Vorbereitung solcher Sanktionen viel Zeit in Anspruch nimmt. Stattdessen war Graham in Brüssel, um darüber zu sprechen.


AfD-Chefin Weidel: "Merz sabotiert Trumps Friedensmission"





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Die EU und das Vereinigte Königreich haben sich also mit ihrer sinnlosen Prahlerei selbst ins Abseits gestellt. Ohne die US-Amerikaner können sie nicht agieren. Aber welche US-Amerikaner? Die Behauptung, das Weiße Haus habe nichts von dem jüngsten ukrainischen Drohnenangriff auf russische Flugplätze gewusst, könnte durchaus zutreffen: Der Tiefe Staat der USA, verkörpert durch Leute wie Graham, versucht eindeutig, die Exekutive zu untergraben. Sowohl Graham, der zusammen mit dem Kriegsfalken Richard Blumenthal anreiste, als auch der ehemalige CIA-Direktor Mike Pompeo waren nur wenige Tage vor dem Angriff in der Ukraine.

Das politische Ziel des Drohnenangriffs bestand offensichtlich darin, die für den nächsten Tag geplanten Gespräche in Istanbul zu vereiteln oder Russland zu einer massiven Reaktion zu provozieren und die USA in den Krieg hineinzuziehen. Selbst wenn der Angriff diese Ziele nicht erreicht, gibt er eindeutig den Ton für den künftigen ukrainischen Aufstand an, der, so hoffen US- und EU-Beamte, das Land in ein "Afghanistan" für Russland verwandeln wird. Der US-Staat ist auf ein langes Spiel aus.

Das gilt auch für die Europäer. Am 9. Mai, dem "Europatag", bekräftigten die europäischen Staats- und Regierungschefs ihre Absicht, ein Sondertribunal für das Verbrechen der Aggression einzurichten, um Russland für die Invasion im Februar 2022 anzuklagen.

Die westeuropäischen Staaten sind bereits die Hauptfinanziers des Internationalen Strafgerichtshofs, dessen Ankläger ein Brite ist. Der IStGH hat 2023 und 2024 die russische Führung, einschließlich Putin, wegen verschiedener sehr überraschender Anschuldigungen angeklagt. (Von der Leyen lügt weiterhin über "20.000 entführte Kinder", einen Tag nachdem die Ukrainer den Russen eine Liste mit 339 vermissten Kindern übergeben haben.) Nun beabsichtigen die Europäer, eine neue Front in ihrem "Gesetzeskrieg" ("lawfare") gegen Russland zu eröffnen.


Hinterhältige Methoden: Vereinfachter EU-Beitritt für die Ukraine und Abschaffung des Vetorechts





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Ein solches Sondertribunal, sollte es zustande kommen, wird jedem Friedensabkommen das Herz herausreißen – so wie die Anerkennung der Zuständigkeit des Internationalen Strafgerichtshofs durch die Ukraine in den Jahren 2014 und 2015 das Minsker Abkommen vom Februar 2015 null und nichtig gemacht hat. Einerseits forderte die Ukraine den IStGH auf, russische Beamte und "Terroristen" aus dem Donbass strafrechtlich zu verfolgen, andererseits stimmte sie in Minsk zu, dass der Aufstand im Donbass ein innerukrainisches Problem sei und schloss jegliche Strafverfolgung oder Bestrafung aus (Artikel 5 der Minsker Vereinbarung vom Februar 2015).

Es ist nicht möglich, ein Friedensabkommen mit einem Land zu schließen und gleichzeitig ein Sondertribunal einzurichten, dessen einziger Zweck darin besteht, es zu kriminalisieren. Die Einrichtung dieses Tribunals, das vermutlich wie die Ad-hoc-Tribunale für Jugoslawien und Ruanda mehr als ein Jahrzehnt bestehen bleiben würde, ist also nichts anderes als eine institutionelle euroamerikanische Zeitbombe, die dazu bestimmt ist, jede Vereinbarung, die die beiden Seiten kurzfristig treffen könnten, in der Zukunft zu sprengen. Die Zukunft "Europas" hängt davon ab.

John Laughland hat an der Universität Oxford in Philosophie promoviert und lehrte an Universitäten in Paris und Rom. Er ist Historiker und Spezialist für internationale Angelegenheiten. Übersetzt aus dem Englischen


Mehr zum Thema – Wadephul, Graham und der Sanktionswahn


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06.06.2025

Gaza-Krieg: Israel soll Gangs mit IS-Verbindungen bewaffnet haben - Netanjahu unter Druck

News

Netanjahu unter Druck: Israel soll Gangs mit IS-Verbindungen in Gaza bewaffnet haben

berliner-zeitung.de, 06.06.2025 , 18:58 Uhr, Alexander Schmalz

Ex-Verteidigungsminister Avigdor Lieberman beschuldigt Benjamin Netanjahu, Waffen an IS-nahe Milizen im Gazastreifen geliefert zu haben – angeblich ohne Kabinettsbeschluss.


Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gibt indirekt zu, militante Gangs im Gazastreifen bewaffnet zu haben.Sebastian Scheiner/AP/dpa


Anschuldigungen gegen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sorgen für politische Unruhe in Israel. Der frühere Verteidigungsminister und Oppositionspolitiker Avigdor Lieberman wirft der Regierung vor, kriminellen Gruppen im Gazastreifen Waffen geliefert zu haben – mit Wissen und auf Anweisung des Premierministers persönlich. Die Empfänger seien teils Leute, die sich mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) identifizieren, so Lieberman.

„Sie erhalten Waffen vom Staat Israel. Das ist völliger Wahnsinn“, sagte Lieberman dem israelischen Radiosender KAN Reshet Bet. Die Entscheidung sei laut ihm am Kabinett vorbei getroffen worden und gefährde die nationale Sicherheit.


Netanjahu bestätigt verdeckte Operation – indirekt

Netanjahu sagte später in einer auf der Plattform X veröffentlichten Videobotschaft, dass Israel mit rivalisierenden Gruppen im Gazastreifen kooperiere. Auf die Frage, ob Lieberman geheime Sicherheitsinformationen öffentlich gemacht habe, antwortete er: „Dass wir auf Anraten der Sicherheitskräfte Clans in Gaza operieren lassen, die sich der Hamas widersetzen. Was ist daran falsch? Es ist nur positiv. Es rettet nur das Leben von IDF-Soldaten“.

Konkrete Angaben zu den Waffenlieferungen machte Netanjahu aber nicht. Auch das Büro des Premierministers ging in einer offiziellen Stellungnahme nicht auf die Details ein. Man arbeite daran, die Hamas „mit verschiedenen Mitteln“ zu besiegen, wie es vom Sicherheitsapparat empfohlen werde, hieß es lediglich.

Eine hochrangige Sicherheitsquelle, die anonym in der Jerusalem Post zitiert wird, sprach von einem „schwerwiegenden und gefährlichen Leck“. Sie warf Lieberman vor, mit seinen Aussagen „Zynismus und Populismus im Dienste eigener politischer Ambitionen“ zu betreiben. Solche Offenlegungen könnten nicht nur Soldaten in Gefahr bringen, sondern auch israelische Geiseln, die sich noch in der Hand der Hamas befinden.


Gazastreifen: Waffen für radikale Miliz um Jassir Abu Schabab?

Nach Angaben des israelischen Senders KAN umfasste eine verdeckte Operation Waffenlieferungen an Milizen im Gazastreifen, die sich offen gegen die Hamas stellen. Ziel sei es demnach, diesen Gruppen die Verteidigung gegen die Organisation zu ermöglichen, die von Israel und anderen Ländern als Terrororganisation eingestuft wird, heißt es in dem Bericht. Ob der israelische Geheimdienst Schin Bet sowie die militärische Führung der israelischen Armee (IDF) vollständig in die Aktion eingebunden waren, bleibt unklar. Lieberman zufolge wusste der Schin-Bet-Chef Bescheid – über die Beteiligung des Generalstabschefs äußerte er sich zurückhaltend.

Lieberman bezog sich offenbar auf eine Miliz namens „Volkskräfte Palästinas“ unter der Führung von Jassir Abu Schabab. Die relativ kleine Gruppe würde Medienberichten zufolge im Raum Rafah im Süden Gazas agieren. Sie sei vom israelischen Militär mit Kalaschnikow-Gewehren ausgerüstet worden, die die Armee während des Krieges von der Hamas beschlagnahmt habe. „Wir sprechen hier vom IS-Äquivalent in Gaza. Niemand kann garantieren, dass diese Waffen nicht gegen Israel gerichtet werden. Wir haben keine Möglichkeit, sie zu überwachen oder zu verfolgen“, warnte Lieberman.


Jette Nietzard attackiert Friedrich Merz – „Netanjahu verhaften“

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gestern


Israel will Greta Thunbergs Hilfsmission nach Gaza stoppen – Festnahme droht

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04.06.2025


Debatte um Kabinettsbeteiligung und mögliche Folgen für Israels Sicherheit

Der Vorwurf, Israel unterstütze bewusst kriminelle Strukturen, hat im politischen Establishment des Landes ein starkes Echo ausgelöst. Lieberman stellte offen die Frage, ob die Maßnahme durch das Sicherheitskabinett legitimiert worden sei. Sollte dies nicht der Fall sein, wäre das ein Hinweis auf institutionelle Mängel bei sicherheitspolitischen Entscheidungen höchster Tragweite.

Der israelische Oppositionsführer Yair Lapid reagierte mit scharfer Kritik. „Nachdem Netanjahu aufgehört hatte, Millionen von Dollar an die Hamas zu zahlen, begann er, Organisationen, die dem IS in Gaza nahestehen, mit Waffen zu versorgen – alles spontan und ohne strategische Planung, was zu weiteren Katastrophen führte“, schrieb Lapid auf X. Er fügte hinzu: „Waffen, die in den Gazastreifen gelangen, werden letztendlich gegen IDF-Soldaten und israelische Bürger eingesetzt“, sagte er.

Auch nach 20 Monaten Krieg ist es Israel nicht gelungen, die Hamas vollständig zu besiegen – unter anderem, weil keine alternative palästinensische Führung als Ersatz installiert wurde. Netanjahu schloss aus, dass die gemäßigtere Palästinensische Autonomiebehörde (PA) aus dem Westjordanland auch im Gazastreifen wieder die Kontrolle übernehmen könnte. Die von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas geleitete Organisation war 2007 von der Hamas aus dem Küstengebiet vertrieben worden.


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Info: https://www.berliner-zeitung.de/news/israel-soll-gangs-mit-is-verbindungen-in-gaza-bewaffnet-haben-li.2331441


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06.06.2025

Russlands Atomdrohung, Iran-Patt, Chinas Kriegspläne

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Neutrality Studies Deutsch


youtube.com, vom 04.06.2025

Heute spreche ich erneut mit Botschafter Chas Freeman, der als US Assistant Secretary of Defense und als US-Botschafter in Saudi-Arabien Anfang der 1990er Jahre tätig war. Links: Chas Freemans Website: https://chasfreeman.net/ Goods Shop: https://neutralitystudies-shop.fourth... 


Kapitelmarken: 

00:00 Vorschau 

00:54 Einführung 

01:27 Gedanken zu den laufenden Russland-Ukraine-Verhandlungen 

07:15 Gedanken zum jüngsten Überraschungsangriff der Ukraine 

13:56 Aktuelle Dynamik zwischen den USA und Russland-Ukraine 

24:35 Wie reagieren die Weltmächte auf das, was die Trump-Regierung tut? 

31:21 Wird Taiwan das nächste Ukraine? 

37:55 Erwacht die Welt aus der Propaganda? Was wird passieren? 

46:21 Outro 


Original Video:    • ESCALATION: Russian Nuke Forces Attacked, ...   Original Transcript: https://www.video-translations.org/tr... Translated Transcript: https://www.video-translations.org/tr... Produced by: Neutrality Studies Originally Published on: 2025-06-04 Translations by: www.video-translations.org Disclaimer: Read by A.I. Voices. Auto-translated.


Info:  https://www.youtube.com/watch?v=AtRMtC4gZuQ Dauer 47:56 min

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06.06.2025

Regierungen ohne Volk: Westeuropa driftet in den Autoritarismus

freedert.online, 6 Juni 2025 06:30 Uhr, Von Gert Ewen Ungar

Der eingeschlagene Kurs muss beibehalten werden, daran dürfen auch Wahlen nichts ändern. Nirgendwo wird dieses zynische Verständnis von Demokratie so offensichtlich umgesetzt wie in den Ländern Westeuropas. Aussicht auf dauerhaften Erfolg hat das nicht. Es führt in die Autokratie.


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Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/xrkpgdur7rr4qrxj/Regierungen_ohne_Volk_Westeuropa_driftet_in_den_Autoritarismus.mp3 Dauer 8:41 min



Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Christoph Hardt


Dass Ursula von der Leyen es auf den höchsten Posten geschafft hat, den die EU zu vergeben hat, ist Ausdruck strukturellen Versagens.


Polens Ministerpräsident Donald Tusk will angesichts des Wahlerfolgs seines politischen Gegners Karol Nawrocki bei den Präsidentschaftswahlen die Vertrauensfrage stellen. Geert Wilders lässt in den Niederlanden die Regierung platzen, weil er seinen migrationskritischen Kurs in der jetzigen Koalition nicht umsetzen kann. Damit geraten zwei weitere Länder der EU in turbulentes politisches Fahrwasser. Dass in Deutschland stabile Verhältnisse herrschen, ist eher Wunschtraum als Wirklichkeit. Bundeskanzler Friedrich Merz hat in der deutschen Bevölkerung ebenso wenig Rückhalt wie Emmanuel Macron in der französischen oder Keir Starmer bei den Briten. Merz erklärt das Wohl anderer Staaten zur Staatsräson und verspricht den Menschen dort bedingungslose Solidarität, den Deutschen verspricht er dagegen harte Einschnitte. Das wirkt einerseits wenig vertrauenerweckend, ist aber andererseits symptomatisch für den Zustand der westeuropäischen Demokratien. Es geht nicht mehr um Land und Leute, sondern um irgendetwas ganz anderes. Die Politik ist sich selbst entrückt.

Die Staaten der EU und die EU selbst setzen gegen den in Wahlen erklärten Willen der Bevölkerung eine Politik fort, die in der Bevölkerung keinen Rückhalt hat, schnüren vor Wahlen Gesetzespakete, die den eingeschlagenen Kurs für die Zeit nach den Wahlen festzurren sollen, sie brechen Wahlversprechen im ganz großen Stil, kurz, sie verkehren die Grundidee der Demokratie in ihr Gegenteil und führen sie so ad absurdum. Diese Grundidee lautet, dass der Wille des Volkes maßgeblichen Einfluss auf die Politik hat. In den Kernländern Westeuropas ist das klar erkennbar immer weniger der Fall. Den Regierungen sind der Wille und das Wohl des eigenen Volkes vollkommen schnurz, um es mal angemessen flapsig auszudrücken.


Das kleinere Übel – Polen hat einen neuen Präsidenten





Meinung

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Wahlen werden als reines Ritual abgehalten. Der Wählerwille wird als Störung empfunden und soll aus dem politischen Prozess rausgehalten werden. Dass immer mehr Menschen das Gefühl haben, Deutschland und die EU würden in eine Art Diktatur abdriften, liegt daher schlicht und ergreifend daran, weil es so ist.

Die Bürger sind mit ihrem Gefühl auch nicht ganz allein. Vor allem die Führungskompetenzen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen werden auch von Vertretern des politischen Establishments kritisiert. Am 4. Juni veröffentlichte die Zeitschrift Politico ein Interview mit dem ehemaligen französischen Premierminister Michel Barnier, der vor einem Abrutschen der EU ins Autoritäre warnt. Der ehemalige EU-Kommissar Thierry Breton war bereits im vergangenen Herbst nach einem Zerwürfnis mit von der Leyen zurückgetreten. Er hatte der Kommissionspräsidentin eine "fragwürdige Regierungsführung" vorgeworfen. Dabei war der Franzose eigentlich auf Linie. Er ist maßgeblich für die repressive Digitalgesetzgebung der EU verantwortlich, mit der einer Zensur des Internets Tür und Tor geöffnet wurde.

Vor einem Abdriften der EU ins Autoritäre warnen auch immer mehr Politiker in den EU-Staaten, neben Viktor Orbán und Robert Fico auch die Opposition in Rumänien und Polen. Geframt werden sie in der Regel als rechts und nationalistisch, weil die EU sich selbst als linksliberales Friedensprojekt vermarktet. Schon allein das zeigt, wie verschroben die Selbstwahrnehmung inzwischen ist. 


Weltmachtstreben im Reality Check: EU und Deutschland verlieren an Bedeutung





Meinung

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Von der Leyen steht dabei als Personalie für ein System der institutionalisierten Vetternwirtschaft und Korruption in Westeuropa. Versager im Amt werden nicht ins Abseits gestellt, wo sie keinen weiteren Schaden anrichten können, sondern wegbefördert. Von der Leyen ist das Paradebeispiel einer Versagerin im Amt. Sie hat keinerlei Erfolge vorzuweisen, ihre politische Karriere ist gespickt mit Skandalen – und nach jedem Skandal fiel sie die Karriereleiter ein paar Stufen hinauf. Sie hat es trotz des Fehlens jeglicher Qualifikation auf den höchsten Posten geschafft, den die EU zu bieten hat. Der Fehler liegt im System.

Von der Leyens politische Strategie ist es, am einmal eingeschlagenen Kurs mit aller Kraft festzuhalten. Bloß nicht reflektieren, bloß nicht analysieren, bloß nicht korrigieren. Sie ist zur politischen Vision ebenso unfähig, wie sie nicht in der Lage ist, die Folgen ihrer Politik für die EU und ihre Bürger angemessen abzuwägen.

Von der Leyen hat sich abgeschottet und mit Speichellecker und Ja-Sagern umgeben. Fachliche Qualität hat bei der Zusammensetzung der aktuellen Kommission kaum eine Rolle gespielt. Bestes Beispiel: die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. Ihr Markenzeichen ist das völlige Fehlen jeglichen Talents zur Diplomatie. Dennoch bekam sie den Posten der europäischen Chefdiplomatin. Sie bekam sogar genau deshalb, weil sie dafür völlig ungeeignet ist. Sie kläfft in Richtung Russland, mehr kann sie nicht, mehr soll sie auch gar nicht können. Die Zukunft gestaltet man mit solchen Personalien natürlich nicht.

Dieses System aus Abschottung, fehlender Kompetenz und Ignoranz macht die EU instabil, denn es verhindert adäquate Reaktionen. Als von der Leyen in den Landesfarben der Ukraine gekleidet verkündete, Russland sei aufgrund der Sanktionen in Schwierigkeiten und müsse Halbleiter aus Waschmaschinen und Kühlschränken ausbauen, um militärisches Gerät zu reparieren, war das von einer Komik mit sehr tragischem Beigeschmack, denn von der Leyen glaubt den Unsinn selbst, den sie erzählt.


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Video https://www.youtube.com/watch?v=R9n3s3CyZ9o Dauer 1:32 min


Sie glaubt ihn vermutlich sogar heute noch. Weil die Fähigkeit zur Analyse und zur Fehlerkorrektur fehlt, wird jetzt das 18. Sanktionspaket ausgearbeitet. Weil der Öpreisdeckel nicht funktionierte, wird er jetzt abgesenkt, weil der russische Markt nicht zusammenbrach, wird jetzt auch noch der letzte Kleinkram sanktioniert. Mit den Begriffen der Rationalität und Vernunft ist das Handeln der EU längst nicht mehr zu erklären. Es ist Wahnsinn im pathologischen Sinne. Mit dem 18. Sanktionspaket soll das erreicht werden, was die vorausgegangenen 17 Pakete nicht schafften: Russland wirtschaftlich zu ruinieren. Welchen Zweck hatten dann die vorausgegangenen 17 Pakete?

Das, was auf Brüssel zutrifft, gilt natürlich auch für Berlin. Auch dort hält man gegen jede Vernunft und gegen den Willen des Wählers am einmal eingeschlagenen Kurs fest und wiederholt alle historisch gemachten Fehler: Militarisierung und Aufrüstung für den Krieg gegen Russland. Auch dieser Wahnsinn hat Methode.

Aber, und das ist die gute Nachricht, im Gegensatz zu 1914 und 1939 ist die Stimmung in der deutschen Gesellschaft heute eine andere. Während die Regierungen in den westeuropäischen Hauptstädten, in Berlin, Paris, London und Brüssel, sich für einen großen Krieg bereitmachen, haben sie dafür dieses Mal in den eigenen Gesellschaften keinen Rückhalt. Sie werden ohne Volk in den Krieg ziehen müssen. Denn während die politischen Eliten aus den Ereignissen des 20. Jahrhunderts offensichtlich nichts gelernt haben und daher bereit sind, die Fehler wie im wahnhaften Zwang zu wiederholen, hat man in den westeuropäischen Gesellschaften die Lektion des 20. Jahrhunderts sehr wohl verstanden. Jetzt braucht es nur noch die zu dieser Erkenntnis passenden Regierungen. Daran müssen die westeuropäischen Gesellschaften arbeiten.


Mehr zum Thema – Bloß ein EU-Familienkrach? Michel Barnier beklagt "autoritäre Tendenzen" unter Ursula von der Leyen


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Video https://rumble.com/v6uc9e7-sacharowa-zur-wahl-von-baerbock-die-deutschen-wollten-sie-selbst-loswerden.html Dauer 2:27 min


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06.06.2025

Moskau zu Sicherheitssystem / Terroranschläge / Kindesentführung / Kiesewetter

aus e-mail von Doris Pumphrey, 6. Juni 2025


https://mailchi.mp/russische-botschaft/newsletter-der-russischen-botschaft-11040111?e=34bdcd87f0


*Außenminister Sergej Lawrow zum System der europäischen Sicherheit


*Wir teilen die prinzipielle Einschätzung, dass das System europäischer

Sicherheit, das es bisher gab, sich als ineffektiv erwiesen hat. Die

bestehenden Sicherheitsstrukturen basierten auf euro-atlantischen

Institutionen, die sich völlig diskreditiert haben. In der letzten Zeit

muss man die Europäische Union auch als Teil der euro-atlantischen

Konstruktion betrachten, weil die EU ihre Militarisierung vorantreibt,

nachdem sie ein Abkommen mit der NATO unterzeichnet und dem Bündnis

einen wesentlichen Teil ihrer Befugnisse in Sachen Sicherheit delegiert

hat. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die Erklärung Deutschlands

über das Vorhaben, wieder die stärkste Militärmacht in Europa zu werden.


Ich möchte daran erinnern, dass ein umfangreiches Dokument über die

Unteilbarkeit der Sicherheit auf dem OSZE-Gipfel in Istanbul 1999

abgeschlossen wurde, in dem festgeschrieben wurde, dass kein Staat und

keine Organisation in der OSZE-Region das Recht hat, die Vorherrschaft

auf dem Gebiet der Organisation zu beanspruchen. Dieses Prinzip wurde

auf dem OSZE-Gipfel in Astana 2010 wortwörtlich bestätigt. Seitdem haben

wir unsere westlichen Partner um die Einhaltung dieses Prinzips gebeten,

weil sie allen auf der höchsten Ebene auf sich genommenen

Verpflichtungen und unseren mehrmaligen Warnungen zum Trotz, es schaffe

direkte Drohungen für Russland und zuwiderlaufe dem Prinzip der

Unteilbarkeit der Sicherheit, die NATO-Osterweiterung fortgesetzt haben.


In diesem Zusammenhang stellt man sich die Frage, welche

Sicherheitssystem gerechter sein wird? Die Architektur eurasischer

Sicherheit scheint ziemlich aussichtsreich. Die Türen zur Teilnahme an

den Diskussionen darum, wie sie zu gestalten ist, bleibt offen. Wir

laden alle zum Dialog ein, einschließlich der EU-Mitgliedstaaten und

europäischen NATO-Verbündeten. Das ist eine gerechte Herangehensweise,

die eine umfassende Koordinierung der möglichen zukünftigen

Konstruktionen voraussieht. Setzen wir uns alle zusammen und wollen wir

verhandeln, ohne jemandem etwas aufzuzwingen.


*Präsident Putin zu den ukrainischen Terroranschlägen

*bei der Sitzung mit Regierungsmitgliedern:


Die jüngste Sprengung von Bahngleisen in den Regionen Brjansk und Kursk

ist zweifelsohne ein Terroranschlag. Und die Entscheidungen, solche

Taten zu begehen, wurden in der Ukraine natürlich auf politischer Ebene

getroffen. Was möchte ich in diesem Zusammenhang anmerken? Natürlich

gibt es bei bewaffneten Konflikten immer und überall Opfer unter der

Zivilbevölkerung, was wir sehr bedauern. Aber was in Brjansk, in der

Region Brjansk, geschehen ist, war ein gezielter Angriff auf Zivilisten.


Der Angriff richtete sich bewusst gegen die Zivilbevölkerung. Und dies

bestätigt nur unsere Befürchtungen, dass das bereits illegitime Regime

in Kiew, das einmal die Macht an sich gerissen hat, allmählich zu einer

terroristischen Organisation verwandelt.


Welche Autorität können die Führer eines durch und durch verrotteten und

völlig korrupten Regimes besitzen? Die ganze Welt spricht darüber.

Welcher Kompetenz können sich diejenigen rühmen, auf deren Veranlassung

die Streitkräfte der Ukraine zum Beispiel in der Region Kursk völlig

sinnlos große Verluste erlitten haben?


Auch heute erleiden sie eine Niederlage nach der anderen auf dem

Schlachtfeld. Offensichtlich haben wir es mit Menschen zu tun, denen

nicht nur jede nennenswerte Kompetenz, sondern auch eine grundlegende

politische Kultur fehlt. Wenn sie sich bestimmte Äußerungen erlauben,

sowie direkte Beleidigungen gegen diejenigen, mit denen sie versuchen,

sich auf etwas zu einigen.


Was die erneute Weigerung betrifft, eine Waffenruhe aus humanitären

Gründen für 2-3 Tage auszurufen, so ist dies nicht das erste Mal, dass

dies geschieht. Wir sind darüber nicht überrascht, sondern nur davon

überzeugt, dass das heutige Kiewer Regime den Frieden überhaupt nicht

braucht. Frieden bedeutet für es höchstwahrscheinlich den Verlust der

Macht. Und Macht scheint für dieses Regime wichtiger zu sein als Frieden

und als das Leben von Menschen, die es offenbar nicht als seine eigenen

betrachtet.



*Pressesprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa

äußert sich zu den Vorwürfen gegen Russland, Kinder entführt zu haben


*Das Thema, das am Ende der Gespräche in Istanbul wahrscheinlich die

meiste Aufmerksamkeit der Medien auf sich zog, war offenbar die Übergabe

von den Vertretern des Kiewer Regimes einer Liste mit 339 Kindern aus

der Ukraine, die angeblich den Kontakt zu ihren Eltern verloren hatten,

an Mitglieder der russischen interministeriellen Delegation.


Schauen wir uns diese Situation sehr genau an. Ich möchte die

anschaulichen Bemerkungen von Wladimir Medinski hervorheben und sie

durch Zahlen, Fakten und Zitate untermauern.


Ich möchte Sie daran erinnern, dass die Ukraine früher die Zahl von

20.000 Minderjährigen öffentlich mitteilte. Am 2. Oktober 2024 gab diese

Zahl der Menschenrechtsbeauftragte der Werchowna Rada Dmitri Lubinetz

bekannt. Er sagte, eineinhalb Millionen Kinder könnten noch deportiert

sein.


Dann wurde die Zahl 20.000 zur Hauptzahl für die ukrainische Propaganda.

Sie wurde jedoch manchmal präzisiert. Offenbar aus Gründen der größeren

Glaubwürdigkeit. Bei der OSZE hat der Vertreter des Kiewer Regimes Jurij

Witrenko die Zahl von 19.546 ukrainischen Kindern bekannt gegeben. Diese

Zahl von 20.000 Kindern kann man im Text der vom Europäischen Parlament

am 8. Mai 2025 angenommenen Resolution «Zu der Rückkehr von durch

Russland zwangsweise überführten und deportierten ukrainischen Kindern»

(2025/2691(RSP)) finden. Lesen Sie selbst, wie sie lügen.


Es war genau das Thema Kinder, das Kiew ausgenutzt hat, um rechtswidrige

Entscheidungen über Haftbefehle gegen hochrangige Vertreter unseres

Landes beim so genannten Internationalen Strafgerichtshof durchzusetzen.

Das hat den IStGH noch mehr diskreditiert, ist aber auch ein Beweis für

die Lügen des Kiewer Regimes.


Diese ganze Sache läuft schon seit langem. Sie haben das Thema Kinder

auf allen Plattformen hochgespielt. Sie erwähnten immer wieder diese

Tausende von Kindern. Nicht ein einziges Mal haben sie einen Beweis

vorgelegt, nicht ein einziges Dokument.



*Vorsitzender des außenpolitischen Ausschusses der Staatsduma der

Russischen Föderation, Leonid Sluzki


*Während die ganze Welt die Verhandlungen in Istanbul aufmerksam

verfolgte, forderte Kiesewetter, möglichst viele russische Diplomaten

aus Deutschland auszuweisen und das Russische Haus sowie ähnliche

Kultureinrichtungen zu schließen.

Wir sind es mittlerweile gewohnt, jeden Unsinn westlicher Politiker zu

hören. Doch dieser jüngste russophobe Vorstoß ist nichts anderes als ein

durchschaubarer Versuch, einen Feind zu konstruieren, um daraus

politisches Kapital zu schlagen.



Info: 


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06.06.2025

Antimilitarismus 
Todesfracht bleibt an Land

jungewelt.de, 06.06.2025Von Bernard Schmid


Hafenarbeiter in Südfrankreich weigern sich, Waffen und Munition für Israel zu verladen



Christophe SIMON/AFP

Solidarität und Protest. Anhänger der französischen Gewerkschaft CGT am Donnerstag in Marseille


Diese Ladung ging nicht an Bord: Am Donnerstag weigerten sich die Hafenarbeiter im südfranzösischen Industriehafen von Fos-sur-Mer unweit von Marseille, 19 Paletten der in der Region ansässigen Firma Eurolinks an Bord des Schiffes »Contship Era« zu bringen.

Einen Tag zuvor hatte das von Nichtregierungsorganisationen unterstützte Recherchemagazin Disclose Alarm geschlagen: Das französische Unternehmen schicke sich an, über die Häfen von Fos und Haifa – dem Zielort – vierzehn Tonnen Bauteile für Maschinengewehre an den kriegführenden Staat Israel zu liefern. Auf deren Herstellung sowie die von Munition für die israelische Armee ist Eurolink spezialisiert. Bestätigt wurden diese Informationen auch von der linken irischen Onlinezeitung The Ditch. Empfänger der Ladung ist demnach das Rüstungsunternehmen Israel Military Industries.

Schnell reagierte die Hafenarbeitergewerkschaft des Dachverbands CGT auf die jüngste Meldung. Beim Kurznachrichtendienst X publizierte sie eine Erklärung: »Die Docker und Hafenbeschäftigten in der Bucht von Fos werden nicht am laufenden Völkermord teilnehmen. Wir sind für den Frieden zwischen den Völkern. Wir beklagen alle bewaffneten Konflikte, die Tod, Elend und Massenflucht der Bevölkerung auslösen.« Der gewerkschaftliche Organisationgrad der Docker in den französischen Häfen ist besonders hoch. Am Mittwoch nachmittag vermeldete die französische Wochenzeitung Le Courrier international, die Hafenarbeiter im italienischen Genua, wo die »Contship Era« als nächstes anlegen soll, hätten ihrerseits angekündigt, gegen die Waffenlieferungen in den Streik zu treten.

Laut den Informationen von Disclos sowie der Marseiller Lokalzeitung Mars Actu handelt es sich – vorausgesetzt die Consthip Era läuft mit ihrer tödlichen Fracht aus – bereits um die dritte Waffenlieferung in Richtung Israel seit Beginn des Jahres. Die beiden vorangegangenen fanden demnach am 3. April und am 22. Mai statt. Die südfranzösische Regionalzeitung L’Indépendent meldete derweil am Donnerstag, dass die französische Regierung eine Lieferung von Kanonenrohren an Israel vorbereite. Im Oktober vorigen Jahres hatte Präsident Emmanuel Macron angekündigt, Frankreich werde vorläufig keine Waffen mehr an Israel liefern, die in Gaza zum Einsatz kommen könnten. Sein Verteidigungsminister Sébastien Lecornu hatte schon im April 2024 behauptet, es würden nur noch Rüstungslieferungen für den Weiterexport aus Israel an Drittstaaten genehmigt.

Unterdessen sorgt in Frankreich eine jüngst in Paris durchgeführte »Galaveranstaltung« zur Unterstützung der israelischen Armee für Irritationen. Bei der Veranstaltung, der auch prominente Künstler beiwohnten und bei der die Fernsehjournalistin Laurence Ferrari einen Preis erhielt, wurde das Publikum mit – höflich ausgedrückt – geschmacklosen Quizfragen wie dieser unterhalten: »Wenn im Gazastreifen 55.000 Personen gestorben sind (…), wie viele Gaza-Bewohner sind tot? 10,5, 24,6, 1,3 oder 5,5 Prozent?« Durch den Abend führte die in Frankreich als »Islamkritikerin« herumgereichte, der extremen Rechten nahe stehende Agitatorin Barbara Lefebvre. Sie forderte am 31. Mai in einer Radiosendung explizit die Leerung des Gazastreifens von seiner Bevölkerung. Aymeric Caron, Abgeordneter der linken Wahlplattform La France insoumise, forderte inzwischen den Erlass eines Verbots gegen den veranstaltenden Verein.


Info: https://www.jungewelt.de/artikel/501420.antimilitarismus-todesfracht-bleibt-an-land.html


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

06.06.2025

PAKO-Infoblatt Mai 2025

aus e-mail von Familie Rajab, 6. Juni 2025, 13:03 Uhr


Um das PAKO-Infoblatt zu sehen, bitte Bilder (Remote Content) in dieser

Nachricht erlauben

Hunger als Waffe und täglich neue palästinensische Tote, erschossen von

der israelischen Armee u.a. bei den Verteilungszentren der vom Staat

Israel und den USA eingesetzten „Gaza Humanitarian Foundation“, die

offensichtlich nur dazu dient, die gut funktionierenden UN-Strukturen zu

umgehen und den Druck auf die Gazaer Bevölkerung zu erhöhen. Tatsächlich

äußern sich auch  unerschütterliche Unterstützer der extrem rechten

israelischen Regierungen inzwischen kritisch. Die notwendigen

Konsequenzen aus  brutalen Kriegsverbrechen zieht im europäischen

„Westen“ allerdings fast nur die Zivilbev­­ölkerung. Für die deutsche

Regierung gilt weiterhin, dass Netanjahu und Co. keine Konsequenzen zu

befürchten haben, anders als die italienischen Regionalregierungen

Apulien und Emilia, die ihre Beziehungen zum Staat Israel wegen dem

Genozid komplett abbrechen.

Dabei kann Europa als wichtigster Handelspartner des Staates Israel den

Genozid in Gaza morgen stoppen, wie der Historiker Prof. Ilan Pappe bei

seinem Vortrag in Stuttgart betonte. Er beleuchtete die Ursachen des

europäischen Versagens in der Geschichte des Rassismus, die bis heute

andauert. Die Vorträge Ilan Pappes und Hamdi Shaquras, der als

stellvertretender Leiter des Palestinan Centers for Human Rights mit

Sitz in Gaza die Situation aus erster Hand kennt, finden sich als

Aufnahmen auf youtube. Weitere Themen sind Analysen zur israelischen

extremen Rechten und eine Veränderung der Haltung zum palästinensischen

Widerstand, für die ein anderer jüdisch-israelischer Historiker, Avi

Shlaim, plädiert.

Wir weisen auch auf die Veranstaltung mit Helga Baumgarten am Mittwoch,

18. Juni 2025, 19 Uhr im Clara-Zetkin-Haus, Gorch-Fock-Str. 26,

Stuttgart hin. Thema ist der V­oelkermord in Gaza und die Situation in

der Westbank.


Humanitäre Stiftung Gaza: Das neue israelische Modell für Hilfe als Waffe

Amira Nimerawi, Sara el-Solh, James Smith und Mads Gilbert

middleeasteye.net, Übersetzung pako

Article Image

Eingepfercht zwischen Zäunen müssen die Menschen an den GHF-Verteilorten

auf die Pakete wartenPalestinian Center for Human Rights


Heute leiden die Palästinenser in Gaza an katastrophalen Graden an

Hunger. Kinder, alte und kranke Menschen, aber auch solche, die gesund

waren, sterben täglich an Unterernährung, Dehydrierung und vermeidbaren

Krankheiten. Seit die von den USA und dem Staat Israel installierte GHF

"Hilfsgüter verteilt" und die gut funktionierenden UN-Hilfsstrukturen

umgeht, hören wir zudem täglich von vielen Getöteten bei den

Verteilzenntren. Die 4 Zentren sind erreichbar nur über kilometerlange

Strecken, die Hilfspakete sind völlig unzureichend, die Situation vor

Ort chaotisch. Vier Experten analysieren im Artikel die

Instrumentalisierung der Versorgung als Waffe durch die Besatzungsmacht

Israel mit langer Geschichte.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/humanitaere-Stiftung-Gaza.pdf>


Diese palästinensische Stadt belebt den Kampfgeist im 48er Palästina

via Arab 48 mondoweiss.net, Übersetzung Pako

Article Image

Demonstration in Umm Al-Fahm

„Die Kinder von Gaza verdienen zu leben“

via Arab 48


Nicht nur in Gaza und in der Westbank ist die Repression gegen die

Palästinenser massiv. Auch diejenigen, die einen israelischen Pass

besitzen, stehen enorm unter Druck. Protestdemonstrationen gegen das

Vorgehen der israelischen Armee in Gaza lassen sich nur schwer

durchsetzen, gleichzeitig greift der israelische Staat auch die

Existenzgrundlagen dieser Palästinenser an, wie zum Beispiel im Negev,

wo zehntausende palästinensische Häuser vom Abriss bedroht sind. Trotz

aller Repression wächst der Widerstand, in Umm Al-Fahm gibt es immer

wieder Demonstrationen, im Negev fand im Mai ein Generalstreik statt und

in Galiläa rettete eine Protestaktion ein palästinensisches Haus –

wenigstens vorerst.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/Umm-al-fahm-Diese-palaestinensische-Stadt-belebt-den-Geist-des-Kampfes-im-48er-Palaestina.pdf



Willkommen in Berlin – Hauptstadt der zionistischen Unterdrückung

Jürgen Mackert middleeasteye.net, Übersetzung Pako

Article Image

Protest in Berlin am 8. Februar 2025Screenshot AJ english


Während der Staat Israel wegen Kriegsverbrechen weltweit immer stärker

isoliert ist und der Ruf nach Sanktionen zur Durchsetzung eines Stopps

des genozidalen Kriegs sich weiter verbreitet, vertieft Berlin seine

Allianz mit Tel Aviv. Mackert zeichnet wichtigste Höhepunkte der

Kriminalisierung Andersdenkender und Aushöhlung von Rechten nach. Dabei

setzte sich das politische Establishment der deutschen Hauptstadt

gewissenlos über die Einwände von Wissenschaftlern hinweg. Eine

gefährliche Entwicklung, die von den etwas kritischeren Töne gegenüber

israelischer Politik nicht gestoppt, sondern nur verschleiert wird.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/willkommen-in-berlin-hauptstadt-zionistischer-repression.pdf



Stoppt den Genozid – für eine selbstbestimmte Perspektive für die

Palästinenser – mit Ilan Pappe und Hamdi Shaqura

Pako u.a. youtube-Kanal Palästinakomitee

Article Image

Auf dem Podium diskutierten (v. links): Reinhard Hauff, Hamdi Shaqura,

Palestinian Center for Human Rights, Übersetzerin Nicola Abbas, Prof.

Ilan PappePako Stuttgart


Fast 500 Besucher, das Interesse an der Veranstaltung von

Palästinakomitee, Pax Christi, evang. Gemeinde Heiningen, AK Palästina

Tübingen, verdi Friedenskreis, OTKM Stuttgart war groß. Prof. Ilan

Pappe, einer der bekanntesten neuen israelischen Historiker, betonte die

Verantwortung Europas, die "morgen den Genozid beenden" k­­­­­oennen mit

Sanktionen. Hamdi Shaqura, stellv. Leiter des Palestinian Centers for

Human Rights, wies den genozidalen Charakter des Krieges nach. Bericht

auf der Website des Palästinakomitees, Videoaufnahmen siehe Link zum

Pako-Youtube-Kanal.



Link zu den Videoaufnahmen <https://www.youtube.com/@AbuIbnu-y7h>


Die Welt hat immer noch Schwierigkeiten mit dem Wort Nakba – Warum ?

Ilan Pappe  trt.global, Übersetzung Pako

Article Image

Bücher von Ilan Pappemiddleeasteye.net


"Als der Staat Israel 1948 die ethnische Säuberung der palästinensischen

Bevölkerung abschloss und Dörfer sowie die meisten Städte zerstörte, sah

die internationale Gemeinschaft schweigend zu und verurteilte das

Vorgehen nicht.  Dies geschah wenige Jahre nach dem Ende des II

Weltkriegs und im ausgehenden Zeitalter des Kolonialismus. Die

Palästinenser wurden nicht als würdig angesehen für westliche Sympathie,

und die Unterstützung des zionistischen Projekts entband Europa von

einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit dem Holocaust und dessen

Folgen." – Ilan Pappe analysiert, warum die ethnische Säuberung – die

Nakba – bis heute im "Westen" verschwiegen wird und welche Bedeutung die

Anerkennung hat.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/ilan-pappe-die-welt-hat-immer-noch-schwierigkeiten-mit-dem-wort-nakba.pdf



Palästina-Nakba-Tag 2025 in Stuttgart – Videos der Reden und kulturellen

Beiträge

Pako Pako

Article Image

.Pako


Links zu den Reden und kulturellen Beiträgen (weitere Fotos und die

schriftlichen Versionen von Reden finden sich auf der Website des

Palästinakomitee Stuttgart):


Prof. em. Dr. Fanny-Michaela Reisin, Mitbegründerinder Jüdischen Stimme

<https://www.youtube.com/watch?v=oMZMY-vQaa8&feature=youtu.be>

Prof. Helga Baumgarten, Birzeit-Universität, Palästina

<https://www.youtube.com/watch?v=6MpG55xh9ac&feature=youtu.be>

Annette Groth, ehemalige Bundestagsabgeordnete

<https://www.youtube.com/watch?v=nThnws0URNw&feature=youtu.be>

OTKM – Offenes Treffen gegen Krieg und Militarismus

<https://www.youtube.com/watch?v=lVJSte7xonA&feature=youtu.be>

Feminists for Jina <https://www.youtube.com/watch?v=LMl9cw_1I_A>

Bündnis gegen Rassismus und Imperialistische Kriege

<https://www.youtube.com/watch?v=ILa0bYpOVao>

Mohammad Habbach von der Al-Ashiqin Musikgruppe, Schweden

<https://www.youtube.com/watch?v=Rkox4EMvuP4>

Kazem Jabalee mit arabischer Flöte und Dudelsack, Schweden

<https://www.youtube.com/watch?v=tCcsL833PCk&feature=youtu.be>

Maher Alauwaj mit arabischer Oud und Tadamoun Streichquartett, Stuttgart

<https://www.youtube.com/watch?v=rmwrayHP8Sk&feature=youtu.be>

Toba Borke, Freestyle Rap

<https://www.youtube.com/watch?v=h8LOpYAZkNo&feature=youtu.be>

Palästinensische Gedichte

<https://www.youtube.com/watch?v=Lrhhv96ytLg&feature=youtu.be>



Link zu den Videoaufnahmen

<https://www.youtube.com/@palastinakomiteestuttgart4698>


Die Brüder Vach: Die erste israelische Familie des Völkermordes

David Sheen electronicintifada.net, Übersetzung Pako

Article Image

Golan VachBildschirmaufnahme Video ei


Zwei hochrangige israelische Offiziere, die Geschichten über nicht

existierende jüdische Kinder und Babys erfanden, die angeblich am 7.

Oktober ermordet wurden, gehören zu den Armeebefehlshabern, die mit

aller Brutalität die genozidale Zerstörung des Gazastreifens anführen

und durchsetzen wollen. David Sheen zeigt, wie erschreckend groß ihr

Einfluss ist. Gideon Levy; Journalist von Haaretz stellt fest, dass die

Macht und die Straffreiheit, die die Vach-Familie zur Schau stellt, ein

täglicher Beweis dafür ist, „dass Israel hinter ihnen steht.“



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/Die-Brueder-Vach.pdf>


Diffamiert wegen Kritik an Israels Kriegs-verbrechen – während

Befürworter von Waffenlieferungen toleriert werden

etos.media im Gespräch mit Ulrike Eifler etosmedia.de

Article Image

Massive Zerstörung und Zelte von Vertriebenen Activestills


Ulrike Eifler ist eine der klarsten Stimmen innerhalb der Linkspartei,

wenn es um Kritik an israelischen Kriegsverbrechen und der Entrechtung

der Palästinenser geht. Wegen eines Posts wurde sie von rechten

Supportern des Staates Israel und selbst von Teilen ihrer eigenen Partei

angegriffen, ein klarer Diffamierungsversuch. Die Redaktion von

Etosmedia hat ein aufschlussreiches Interview mit Ulrike Eifler geführt.

Aus der linken Bewegung hat es übrigens einige Solidarität mit Ulrike

und viel Kritik an der Reaktion der Führung der Linkspartei auf den

Angriff gegeben. Beispiele sind ein Beitrag von Raul Zelik in der ND vom

12. Mai 2025.



Link zum Artikel

<https://etosmedia.de/politik/diffamiert-wegen-kritik-an-israels-genozid-waehrend-waffenlieferungsbefuerworter-toleriert-werden-im-gespraech-mit-ulrike-eifler



„Warum ich eine differenziertere Position zur Hamas für England befürworte“

Avi Shlaim middleeasteye.com, Übersetzung Pako

Article Image

Professor Avi Schlaim – rechts die Cover zweier neuerer Bücher von ihm.

Wikicommons


Die Hamas hat  die Londoner Anwaltskanzlei Riverway beauftragt, beim

Innenministerium einen Antrag zu stellen, um die Einstufung der Bewegung

als verbotene Terrorgruppe durch die englische Regierung aufzuheben und

anzuerkennen, dass es sich um eine palästinensische Widerstandsbewegung

handele, die für Selbstbestimmung und Befreiung kämpfe. Die Hamas kann

sich bei ihrem Versuch auf die Unterstützung von Wissenschaftlern mit

Kenntnis der Materie stützen. Einer von ihnen ist der

britisch-israelische Historiker Professor em. Avi Shlaim von der

Universität Oxford. Im Artikel nennt Avi Shlaim seine Argumente und

trägt zu einer kompetenteren Diskussion bei.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/Avi-Shlaim-Warum-ich-eine-differenziertere-Position-zur-Hamas-fuer-England-befuerworte.pdf



Wieder Drohnen über der Gaza Freedom Flotilla

Redaktion The New Arab The New Arab/ Übersetzung Pako

Article Image

Auch Greta Thunberg und Yasemin Acar aus Deutschland fahren auf der Gaza

Freedom Flotilla mit.Screenshot Instagram Freedom Flotilla Coalition


Vergangenen Sonntag startete das Schiff Madleen aus dem Hafen von

Catania, Sizilien, in Richtung Gaza. An Bord haben die Aktivisten

Hilfsgüter wie medizinische Produkte, Wasserfilter, Babynahrung, Reis,

Mehl und anderes. Greta Thunberg: " Dies ist eine zivile Mission mit dem

Ziel, die Blockade des Gazastreifens symbolisch zu durchbrechen. Wenn

auch nur ein Körnchen Menschlichkeit übrig ist, müssen wir für Palästina

kämpfen – für ein freies Palästina." Die Aktion birgt Gefahren, vor

Malta in internationalem Gewässer wurde im Februar ein anderes Schiff

angegriffen und vier Aktivisten verletzt. Auch jetzt wurden wieder

Drohnen über der Flotilla gesichtet – Öffentlichkeit für die Aktion ist

wichtig.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/Drohne-ueber-dem-Schiff-der-friedensflottila.pdf



Republikaner im Repräsentantenhaus streichen Anti-BDS-Gesetzentwurf von

der Tagesordnung

Michael Arria mondoweiss.net, Übersetzung Pako

Article Image

Demonstration in New York am 20. Oktober 2023 wikipedia


Ein Gesetzentwurf gegen Boykott, Desinvestition und Sanktionen (BDS)

wurde von den Republikanern diese Woche von der Tagesordnung des

US-amerikanischen Kongresses genommen. Das ist nicht der einzige

israelfreundliche Gesetzentwurf, der in letzter Zeit verschoben wurde.

Die selbstverständliche Unterstützung, auf die pro-israelische

Lobby-Gruppen wie AIPAC bei einer Mehrheit von republikanischen

Abgeordneten zählen konnten, geht deutlich zurück. Allerdings müssen die

Unterstützer der Palästinenser in den USA nicht nur an den

Universitäten, sondern auch am Arbeitsplatz weiter mit Repression rechnen.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/republikaner-im-repraesentatntenhaus-streichen-anti-bds-gesetzentwurf.pdf



Drei Jahre Mord an Shireen Abu Abkleh: Ich war damals bei ihr. Wurde

Gerechtigkeit geübt?

Shatha Hanaysha mondoweiss.net, Übersetzung Pako

Article Image

Die Journalistin Shireen Abu Akleh

Re: Rettungsversuch nach den tödlichen Schüssen am 11.Mai 2022 im

Flüchtlingslager Dschenin in der Westbank Al-Jazeera


Vor drei Jahren, am 11. Mai 2022, wurde Shireen Abu Akleh von einem

israelischen Soldaten im Flüchtlingslager Jenin erschossen; es war weder

die erste noch die letzte Kugel, die auf palästinensische Journalisten

abgefeuert wurde. Eine Kollegin, die dabei war, als ein israelischer

Scharfschütze die tödlichen Schüsse auf die bekannte und beliebte

palästinensische Journalistin abfeuerte, erinnert sich.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/ich-war-mit-Shireen-Abu-Akleh.pdf>


Ich nahm an der BBC-Dokumentation „The Settlers“ teil – dies ist der

Teil meiner Geschichte, der weggelassen wurde

Mohammad Hureini mondoweiss.net, Übersetzung Pako

Article Image

Mohammad Hureini Bildschirmaufnahme



Mohammad Hureini hat als Palästinenser an einem BBC-Dokumentarfilm über

die israelischen Siedler bei Hebron mitgewirkt. Obwohl der Film wichtige

Aspekte beleuchtet, ist Mohammad Hureini berechtigterweise enttäuscht

darüber, was die Filmemacher nicht gezeigt haben von seiner Geschichte.

Aus einer jahrzehntelangen Erfahrung der Vertreibung und Verdrängung,

die die palästinensische Familie Hureini durchlebt, machte die BBC eine

oberflächliche Story der politischen Auseinandersetzung zwischen

Palästinensern und israelischen Siedlern.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/ich-nahm-an-der-bbc-dokumentation-the-settlers-teil.pdf



Bargeld ist in Gaza am Verschwinden

Rola Hamdouma electronicintifada.net, Übersetzung f. Pako G. Merz

Article Image

Khan Yunis im März 2025 Doaa Albaaz

activestills


In Gaza ist Bargeld heute so gut wie verschwunden. Abgesehen von einem

kurzen Zwischenspiel von Waffenstillstand, das im Januar begann und den

Israel am 19. März beendete, als von internationalen Organisationen

finanzielle Hilfe geleistet wurde, kam 15 Monate lang zuvor kein Bargeld

mehr nach Gaza und keines seither. In den ersten drei Monaten nach dem

Oktober 2023 zerstörte oder beschädigte Israel nach Angabe der Weltbank

93 Prozent aller Bankfilialen.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/Geld-ist-in-Gaza-am-Verschwinden.pdf



Gründer des Nova Festivals beteiligte sich als Kollaborateur des

israelischen Geheimdienstes am Völkermord in Gaza

Wyatt Reed thegrayzone.com, Übersetzung f. Pako A. Riesch

Article Image

Mitbegründer des Nova-Festivals (zweiter von rechts) mit

Ex-Kriegsminister Yoav Gallant thegrayzone.com


Während Fox News sich über pro-palästinensische Slogans auf einem

kalifornischen Musikfestival aufregt, behaupten die Gründer des am 7.

Oktober angegriffenen israelischen Raves, sie seien „zutiefst verletzt“

von diesen Displays. Doch einer der Gründer prahlte offen damit, als

hochrangiger Mitarbeiter des israelischen Militärgeheimdienstes am

Völkermord in Gaza beteiligt zu sein.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/nova-festival-gruender-beteiligte-sich-am-genozid.pdf



„Jüdische Volksgenossen“ – Betar Deutschland mit Verbindungen zur AFD

Susann Witt-Stahl jungewelt.de

Article Image

Beste Beziehungen zur israelischen Rechten – Netanjahus jüngerer Bruder

Iddo gratuliert "Beitar Germany" zur GründungScreenshot

Instagram-Account Betar Deutschland


Die israelische Ultrarechte verbreitet sich in Deutschland immer

stärker. Im Zusammenhang mit  der Gründung einer rechtszionistischen

Gruppe, Betar Deutschland, steht vermutlich auch ein Vertreter der Juden

in der AFD. Bei Demonstrationen für die Abschiebung von

palästinasolidarischen Migranten in Berlin sind Vertreter mit T-Shirts

der kahanistischen „Kach" sowie extrem rassistischen Parolen

aufgetreten. Die Jüdische Studierendenunion berichtet von rassistischen

Entgleisungen in einer WhatsApp-Gruppe in der Sprache der Neonazis. Die

gewünschte Brandmauer erfordert jedoch eindeutig eine Distanzierung von

der israelischen Regierung. Susann Witt-Stahl berichtet in der Jungen

Welt vom 3. Juni 2025



Link zum Artikel

<https://www.jungewelt.de/artikel/501210.zionismus-j%C3%BCdische-volksgenossen.html



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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

06.06.2025

Screenshot_2025_06_06_at_13_12_31_ZTG_6_25.pdf


Verantwortungslose Verantwortung
Hans Bauer


„Verantwortung für Deutschland“ verspricht der
Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD.
Wie auch die erste Regierungserklärung vom
neuen Kanzler im Bundestag am 14. Mai.
Erschreckend allerdings, mit welcher Dreistigkeit
Merz & Co eine Politik verkünden, die schon vor
der Wahl von Verantwortungslosigkeit strotzt. Mit
Lügen und Tricks wurden grenzenlose
Kriegskredite beschlossen. Mit Mühe der neue
Machthaber Deutschlands gewählt. Auch mit
Unterstützung einer angeblichen Opposition. Wo
Scholz noch zumindest zögerte, gibt es nun in der
Mannschaft von Friedrich Merz keine
Zurückhaltung mehr. Voran diejenigen, die
besonderen Einfluss auf Außen- und
Verteidigungspolitik haben. Wadephul, Kiese-
wetter, Pistorius… Von Friedensgebot des
Grundgesetzes keine Spur. Der Amtseid der
Minister wird zum Meineid. Von wegen „... meine
Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen,
seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm
wenden..“ Kaum im Amt, wird die bisherige
Politik zum Schaden der Bevölkerung noch
forciert. Kein Neuanfang, großspurig nach dem
Ampeldesaster verkündet. Auch nicht nur ein
Weiter so. Nein, Steigerung in Kriegsrhetorik und
Kriegspolitik. Nach innen und nach außen.


Sicherheit und Freiheit, gelte es "entschlossen
gegen unsere Feinde zu verteidigen", so Merz. Die
Bundeswehr soll „konventionell zur stärksten
Armee Europas“ werden. Militärs träumen bereits
von einer Armee von über
400 000 Angehörigen. Wehrpflicht ist vor-
programmiert. Deutschland will in NATO und EU
mehr Verantwortung. Und Außenminister
Wadephul gibt großzügig die deutsche
Marschrichtung für Aufrüstung bis 2032 vor:
5 Prozent des BIP. davon 3,5 Prozent „klassische
Verteidigungsausgaben und 1,5 Prozent
Investitionen für „Wehrhaftigkeit“,
d. h. für Infrastruktur. Präsident Trump und
NATO-Rutte sollen es so für die NATO-
Mitglieder angepeilt haben. Der CDU-Politiker
Roderich Kiesewetter fordert für die Truppe, den
Wehretat ab 2028 um das Doppelte zu erhöhen.
Heute beträgt er mit rund 90 Milliarden EURO
etwa 2 Prozent des BIP, das ist der vierte Platz in
der Welt.


Der Feind war, ist und bleibt natürlich Russland.
Wadephul in einem verräterischen Telefonat im
Februar 2025: Russland werde „immer ein Feind
und eine Gefahr für unsere europäische
Sicherheit sein“. Deshalb dürfte für Politiker und
Militärs die Stationierung von Taurus-
Marschflugkörpern ab 2026 in Deutschland
selbstverständlich sein. Die Reichweitenbegren-
zung für neue Raketen hat Merz bereits
aufgehoben.


Voraussetzung und Folge dieses Wahnsinns von
Verantwortungslosigkeit sind bereits heute
spürbar. Sparflamme für Soziales, Kürzung von
Ausgaben für Bildung, Gesundheit, Kultur und in
allen anderen Bereichen. Begleitet von radikalem
Abbau demokratischer Rechte, wie
Versammlungs-, Informations- und Meinungs-
freiheit. Überwachung und Sanktionierung von
Kritikern und Kriegsgegnern.


Die über Jahre betriebene Gehirnwäsche mit
Lüge, Drohung, Einschüchterung und Bestrafung
hat inzwischen Teile der Bevölkerung
schweigsam, folgsam und kriegstüchtig gemacht.
Neue Strafsanktionen der EU, jetzt sogar gegen
die deutschen Staatsbürger Alina Lipp und
Thomas Röper, lassen künftig für
Andersdenkende Schlimmes ahnen.


Solidarität mit Verfolgten und Betroffenen zu
üben, Lügen und Kriegskurs zu entlarven und
über die Wahrheit aufzuklären sowie diese Politik
mit Aktionen zu stoppen, all das ist aktuelle
Aufgabe. Vordringliches Anliegen muss sein,
durch ein breites Bündniss der Friedenswilligen
diese volksfeindliche Verantwortungslosigkeit der
Herrschenden und ihrer Gefolgschaft zu beenden.



Redebeitrag von Thomas Geggel auf der
Kundgebung der DKP zum 80. Jahrestag der
Befreiung am 8. Mai 2025 in Berlin-Karlshorst


Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Friedens-
freunde,
ich bin ein Kommunist jüdischer Abstammung,
Mitglied der GRH, der Gesellschaft zur
Rechtlichen und Humanitären Unterstützung und
auch des Vereins „Jüdische Stimme für gerechten
Frieden in Nahost“.


Ich möchte hier aus meiner ganz persönlichen
Sicht, aus meiner Familiengeschichte die
Gedanken und Gefühle zu diesem denkwürdigen
Ereignis und der Bedeutung für unsere heutige
Zeit zum Ausdruck bringen.


Mein Vater, jüdischer Abstammung, ohne
jüdischen Glauben hatte das Konzentrationslager
überlebt, während fast alle Verwandten in
Auschwitz umgebracht wurden.


Die Faschisten ermordeten 6 Millionen jüdische
Menschen. Es ist wichtig diese Verbrechen zu
verurteilen und der Opfer zu gedenken. Der
Schwur von Buchenwald „Nie wieder“ ist
aktueller denn je.


Es ist unerträglich, wie heute dieses „Nie wieder!“
politisch vor allem auch in Deutschland
instrumentalisiert wird, um den Genozid Israels zu
rechtfertigen.


Wo stehen wir heute 80 Jahre nach der
Befreiung?

Zwei vielleicht ungewöhnliche Vergleiche möchte
ich ziehen. In Deutschland und in der westlichen
Welt wird viel über Auschwitz geredet, jedoch
über Leningrad geschwiegen.


Wir gedenken der 6 Millionen jüdischen Opfer!
Doch was ist mit den 27 Millionen sowjetischen
Opfern, dem Genozid an den Völkern der
Sowjetunion? Dies sind nicht nur Zahlen. Sie
beschreiben vor allem ihr unendliches Leid im
Kampf gegen den Faschismus in Europa.


Das Gedenken und Erinnern an die sowjetischen
Opfer werden in Deutschland und der westlichen
Welt kleingeredet, unterdrückt, sanktioniert oder
verboten. Der wahre Charakter des Faschismus
wird geleugnet.


Anders als in der DDR wurde in der alten
Bundesrepublik der Faschismus nie vollständig
ausgerottet, konnte und kann er bis heute wieder
erstarken. Mein Schwiegervater lief kurz nach
seiner Einberufung nach dem Überfall
Deutschlands auf die Sowjetunion bei der ersten
möglichen Gelegenheit an der Front auf die
sowjetische Seite über. Er kämpfte dann in der
roten Armee für die Befreiung Europas vom
Faschismus. In der Bundesrepublik wurden
solche „Deserteure“ noch bis 1998 steckbrieflich
gesucht.


Für unsere Familie ist die Erinnerung an die
Opfer des Faschismus und die Heldentaten der
Sowjetarmee und des russischen Volkes Ehren-
und Herzenssache. Das heutige Russland steht
für uns für Frieden, Humanismus, gegen
Faschismus und auf der Seite der Gerechtigkeit.
Es war vor allem die Rote Armee, die Auschwitz
und andere Konzentrationslager befreit hat. Dies
soll vergessen werden und Menschen, die daran
erinnern und gedenken, werden attackiert und
diskriminiert.


So wurde ein Mitglied unseres Vereins verhaftet
und wegen Volksverhetzung verurteilt, weil es
auf einer Kundgebung mit einem Plakat die
Frage stellte:


"Haben wir aus dem Holocaust nichts
gelernt?"
Lehren aus der Geschichte werden
nicht gezogen. Heute erleben wir live das größte
Konzentrationslager der Welt, Gaza. Über 2
Millionen Menschen werden in diesem KZ
gefangen gehalten und täglich bombardiert,
Journalisten, Ärzte und Hilfskräfte werden
zielgerichtet ermordet.


Über 53 Tausend Tote, vor allem Frauen und
Kinder, 120 Tausend Verletzte durch den
Völkermord der faschistischen Regierung in
Israel sind die Folge.


Seit über 2 Monaten werden keine Hilfsgüter,
Lebensmittel, Trinkwasser und medizinische
Versorgung in den Gazastreifen gelassen, wurde
die Stromversorgung vollständig unterbrochen,
so dass auch die letzte Entsalzungsanlage für
Trinkwasser stillgelegt ist.


Die westliche Welt, vor allem auch die deutsche
Regierung schweigt dazu und unterstützt das
faschistische Israel politisch, diplomatisch und
militärisch.


Stärken wir durch unser Tun und Handeln die
außerparlamentarische Opposition, kämpfen wir
weiter für Frieden mit Russland, gegen den
Völkermord in Palästina und für Frieden in der
Welt.
Stärken wir die Friedensbewegung aktiv.
Hoch die internationale Solidarität.



Hass befördert und endet in Menschenver-
nichtung

Raimon Brete, Mitglied der GRH Chemnitz


Kiew hat die Neonazis vom »Deutschen
Freiwilligenkorps« in die reguläre ukrainische
Armee eingegliedert. Dies hat eine unrühmliche
Tradition.


Die deutsche Außenpolitik wurde nach Bismarck
durch eine zunehmende Entfremdung und
Feindschaft gegenüber Russland bestimmt und
erreichte mit Hitlers Machtübernahme ihren
Tiefpunkt, der in einer abgeschwächten Form seine
Fortsetzung in der Bundesrepublik findet. Der
deutsche Imperialismus förderte und verbündete
sich mit dem Faschismus, um seine ökonomischen
und finanziellen Interessen mit allen Mitteln
durchzusetzen. Höhepunkt bildete der
"bolschewistische Vernichtungsfeldzug" und dabei
fand das faschistische System willige Helfer und
Kollaborateure. Viele von denen konnten auch in
der Ukraine und den Baltischen Staaten rekrutiert
werden. Der Ukrainer Stepan Bandera gehörte
dazu und stand an der Spitze der faschistischen
Mörder an Zivilisten und Kriegsgefangen - Kinder,
Frauen und Männer.


So wüteten 1941 Einsatzgruppen der deutschen
Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes
(SD) und ermordeten über 33.000 jüdische
Menschen in Babyn Jar/Babi Jar. An der Aktion
waren auch Angehörige des Polizeiregiments Süd
der Ordnungspolizei, der Geheimen Feldpolizei
und viele ukrainische Hilfspolizisten beteiligt. Bei
Chatyn wurden 1943 von den ukrainischen
Angehörigen eines Strafkommandos eine Gruppe
örtlicher Waldarbeiter verhaftet und erschossen.
Ukrainische Angehörige des Strafkommandos
fuhren gegen Abend zum Dorf Chatyn. Einer von
ihnen, derjenige, der auch die Ermordung der
Zivilisten befehligte, war der Stabschef des 118.
ukrainischen Polizeibataillons, der Nationalist
Grigorij Wasjura.


Im von Deutschen besetzten Polen wurde Anfang
1942 in Sobibor, im heutigen Dreiländereck zu
Belarus und Ukraine, ein Vernichtungslager
errichtet. Die Aufsicht oblag der SS im
Zusammenwirken mit "Trawniki-Männern"
(faschistische Hilfstruppen). Meist Ukrainer und
andere Hilfswillige.


Die Aufzählung ließe sich ergänzen und
fortsetzen. Noch schlimmer, die Bundesrepublik
zahlte und zahlt Funktionsträgern Hitlers sowie
ehemaligen SS-Angehörigen und Kollabora-
teuren in der Ukraine und in Baltischen Staaten
Ehrenrenten. Dem faschistischen Putsch auf
dem Maidan und den Asow-Angehörigen wurde
Beifall und Unterstützung nicht nur aus
Deutschland zuteil, Bandera geehrt und selbst
der ehemalige Bundeskanzler skandierte den
faschistischen Gruß: "Slava Ukraini" im
Bundestag. Geht es noch schlimmer? Ja, denn
Merz, Macron, Stahmer wollen im Gefolge von
Nato und EU (Friedensnobelpreisträgerin)
Russland endgültig züchtigen und erdrosseln.



Wir waren dabei

Dieter Stiebert


Viele unserer Mitglieder haben sich eingereiht in
die Schar der zig Tausend Bürger dieses Landes,
die am 3. Mai in Berlin und am 8. und 9. Mai
überall im Land den 80. Jahrestag der Befreiung
und des Sieges begingen. Sie legten
Bumengebinde und -sträuße an den Grab- und
Gedenkstätten für die gefallenen Soldaten der
Roten Armee aber auch für die
Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter, die in
Konzentrationslagern und Arbeitslagern
erschossen oder gehängt wurden oder durch
Hunger und Misshandlungen zu Tode kamen.
Unser Anliegen war es, den Befreiern vom
Faschismus zu danken und Frieden und
Solidarität mit Russland zu bekunden. Wir
trotzten den Verboten, Schikanen, Demüti-
gungen und Repressionen der Staatsorgane. Es
ist eine Schande, dass das Siegesbanner,
sowjetische Flaggen und Symbole, nicht gezeigt
werden durften. Das Abspielen von russischen
Volks- und Marschliedern z.B. mit Hilfe des
Handys oder durch leise Töne einer Flöte wurde
unterbunden. Wer sich widersetzte wurde
gewaltsam vom Platz entfernt und erhielt eine
Strafanzeige wegen Widerstands gegen die
Staatsgewalt.


Wir lassen uns nicht einschüchtern. Am 22. Juni
begehen wir den 84. Jahrestag des Überfalls der
faschistischen deutschen Wehrmacht auf die
Sowjetunion. Wir werden erneut der 27 Millionen
Opfer gedenken, die die Völker der Sowjetunion
erbrachten. Wir werden an die Verbrechen,
Verwüstungen und Zerstörungen erinnern, die die
Wehrmacht, Waffen SS, SD, Polizeibataillone,
Gestapo und die sog. Generalgouverneure in den
besetzten Ostgebieten angerichtet haben. Als
Mitarbeiter der Schutz-, Sicherheits- und
Justizorgane der DDR sind wir Stolz, dass die
DDR einige dieser Verbrecher ihrer gerechten
Strafe zugeführt hat, während sie in
Westdeutschland unbehelligt blieben und zum
Teil hohe Staatsämter bekleideten.
Wir werden erneut unsere Solidarität mit
Russland bekunden.


Buchempfehlung
Seit dem 2. Juni ist der dritte Band der
Erinnerungen von Egon Krenz im Handel.
Egon Krenz
Verlust und Erwartung
Erinnerungen
ISBN 978-3-360-02817-4
Preis: 26,00 €
Das Buch ist auch in unserer Geschäftsstelle
erhältlich.
Der Vorstand der GRH gratuliert sehr herzlich
allen Geburtstagskindern im Monat Juni und
wünscht ihnen beste Gesundheit, viel Glück
und ein weiterhin erfülltes Leben. Unser
besonderer Gruß gilt den folgenden Jubilaren:
zum 96. Geburtstag
Anny Wagner, Berlin
Karl-Heinz Schmalfuß, Großröhrsdorf
zum 95. Geburtstag
Eva Leonhardt, Königs Wusterhausen
zum 94. Geburtstag
Uwe Czitz, Dresden
zum 93. Geburtstag
Helmuth Scholz, Geisa
Karl Remiarz, Berlin
zum 92. Geburtstag
Karl Munkwitz, Leipzig
Manfred Klemm, Königs Wusterhausen
zum 91. Geburtstag
Horst Hannaske, Stendal
Wilfried Beyer, Plauen
Annelies Miksch, Berlin
Regina Henk, Annaberg
Gerd Appelt, Dresden
zum 75. Geburtstag
Hans-Gert Spreer, Zeuthen
zum 70. Geburtstag
Arno Uwe Gerhardt, Wandlitz
zum 65. Geburtstag
Torsten Landgraf, Chemnitz
zum 50. Geburtstag
Andreas Borde, Stuttgart
Wir gedenken unserer verstorbenen
Mitglieder
Hans Zeppan aus Senftenberg
Er verstarb am 1. März 2025
im Alter von 93 Jahren
Edwin Hille aus Hellersdorf
Er verstarb im April 2025
im Alter von 94 Jahren
Günther Hoppe aus Cottbus
Er verstarb am 28. April 2025
im Alter von 90 Jahren
Unser Mitgefühl gilt allen Hinterbliebenen
Der Vorstand, TAG Cottbus, Hellersdorf


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

06.06.2025

Falschaussagen des deutschen Außenministers im Bundestag

aus e-mail von Doris Pumphrey, 6. Juni 2025, 12:42 Uhr


*Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat am Mittwoch während der

Regierungsbefragung im Bundestag belegte Tatsachen bestritten.

*/Siehe Video:

/https://rumble.com/v6uazk1-wadephul-lgt-im-bundestag-zusage-zum-verzicht-auf-nato-osterweiterung-hat-e.html


*1.* Er behauptete, es habe Anfang der 90er Russland gegenüber keine

Zusage zum Verzicht einer NATO-Osterweiterung gegeben.


*2.* Er erklärte, es sei die „freie und souveräne Entscheidung aller

Staaten bisher gewesen, und möglicherweise in Zukunft auch der Ukraine

und von Moldau, ob sie der NATO beitreten oder nicht und die freie

souveränen Entscheidung von Staaten sollten wir, gerade als Deutsche,

nicht in Frage stellen“.



*Zu 1:* /

Siehe kurzes Video/HIER <https://www.youtube.com/watch?v=ogM0EjYbPRk>

/

Und diesen Bericht:

/https://www.welt.de/politik/ausland/article236986765/Nato-Osterweiterung-Archivfund-bestaetigt-Sicht-der-Russen.html

18.2.2022


*Archivfund bestätigt Sicht der Russen bei Nato-Osterweiterung


*„Wir haben deutlich gemacht, dass wir die Nato nicht über die Elbe

hinaus ausdehnen“, schrieb der deutsche Diplomat Jürgen Chrobog über

ein Treffen der USA, Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands im

März 1991. Dieses Dokument bestätigt die russische Sichtweise zur

Osterweiterung.


Ein erst jetzt aufgetauchter Vermerk aus dem britischen Nationalarchiv

stützt die russische Behauptung, mit der Nato-Osterweiterung habe der

Westen gegen Zusagen von 1990 verstoßen. Das berichtet der „Spiegel“

<https://www.spiegel.de/ausland/nato-osterweiterung-aktenfund-stuetzt-russische-version-a-1613d467-bd72-4f02-8e16-2cd6d3285295>.


Der US-Politikwissenschaftler Joshua Shifrinson hat das ehemals als

geheim eingestufte Dokument gefunden. Es handelt von einem Treffen der

Politischen Direktoren der Außenministerien der USA, Großbritanniens,

Frankreichs und Deutschlands in Bonn am 6. März 1991. Thema war die

Sicherheit Polens und anderer osteuropäischer Staaten. Ein Politischer

Direktor leitet die Politische Abteilung im Außenministerium und gilt

als engster Berater des Außenministers.


Der US-Politikwissenschaftler Joshua Shifrinson hat das ehemals als

geheim eingestufte Dokument gefunden. Es handelt von einem Treffen der

Politischen Direktoren der Außenministerien der USA, Großbritanniens,

Frankreichs und Deutschlands in Bonn am 6. März 1991. Thema war die

Sicherheit Polens und anderer osteuropäischer Staaten. Ein Politischer

Direktor leitet die Politische Abteilung im Außenministerium und gilt

als engster Berater des Außenministers.


Bonns Vertreter Jürgen Chrobog erklärte damals laut Vermerk: „Wir haben

in den Zwei-plus-Vier-Verhandlungen deutlich gemacht, dass wir die Nato

nicht über die Elbe hinaus ausdehnen. Wir können daher Polen und den

anderen keine Nato-Mitgliedschaft anbieten.“


Auch Briten, Franzosen und Amerikaner lehnten eine Nato-Mitgliedschaft

der Osteuropäer ab. US-Vertreter Raymond Seitz sagte: „Wir haben

gegenüber der Sowjetunion klargemacht – bei Zwei-plus-Vier- wie auch

anderen Gesprächen –, dass wir keinen Vorteil aus dem Rückzug

sowjetischer Truppen aus Osteuropa ziehen werden.“ Zwei Jahre später

korrigierten die Amerikaner ihre Politik.



*Zu 2:


**_Kein_**Staat kann die „freie und souveräne Entscheidung“ über die

NATO-Mitgliedschaft seines Landes treffen.

Ein Staat kann lediglich einen Beitrittswunsch einreichen. Über den

Beitritt entscheiden allein die Mitglieder NATO.

Und diese Entscheidung muss einstimmig, also im Konsens erfolgen.


*/Siehe nähere Informationen hier:

/https://www.bpb.de/themen/internationale-organisationen/nato/557517/die-nato-und-ihre-mitglieder/#node-content-title-0


/Auszug:

/Für den Beitritt zur NATO ist ein bestimmter Prozess vorgesehen, den

ein potenzieller neuer Mitgliedstaat durchlaufen muss. Zunächst muss ein

Staat, der Interesse an einem Beitritt geäußert hat, durch die NATO und

seine Mitgliedstaaten zum Beitrittsprozess eingeladen werden. Es folgen

Beitrittsverhandlungen. In diesen Gesprächen wird festgelegt, welche

notwendigen Reformen und Maßnahmen der eingeladene Staat in welchem

Zeitraum ergreifen muss, um die Kriterien der NATO zu erfüllen. Dazu

können zum Beispiel die Anpassung an technische und militärische

Standards, aber auch die Vorbereitung der nationalen Sicherheits- und

Nachrichtendienste auf die Zusammenarbeit mit der NATO gehören.


Die NATO bereitet für den Beitrittskandidaten ein Beitrittsprotokoll

vor, das alle Mitgliedstaaten auf nationaler Ebene unterzeichnen und

ratifizieren müssen. Dieser Ratifizierungsprozess variiert je nach

nationalen Anforderungen und Verfahren. In Deutschland muss der

Bundestag dem Beitritt eines Kandidaten zustimmen und das

Beitrittsprotokoll dementsprechend ratifizieren. Anschließend setzen die

Mitgliedstaaten den NATO-Generalsekretär sowie die US-Regierung über die

Ratifizierung in Kenntnis, denn letztere bewahrt alle

Beitrittsprotokolle der NATO-Mitgliedstaaten auf. Zuletzt lädt der

NATO-Generalsekretär den neuen Mitgliedstaat offiziell zum Beitritt in

den Nordatlantikpakt ein. Damit ist der Beitrittsprozess abgeschlossen.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

06.06.2025

Glenn Diesen: Ein wissenschaftlicher Blick auf die Techniken der Propaganda

pressenza.com, 5. Juni 2025, Von Glenn Diesen/Übersetzung Thomas Röper 04.06.2025 - übernommen von antispiegel.ru

Propaganda ist eine Wissenschaft, die der Westen traditionell besser beherrscht als der Rest der Welt.

Screenshot_2025_06_06_at_09_55_46_Seniora.org_Glenn_Diesen_Ein_wissenschaftlicher_Blick_auf_die_Techniken_der_Propaganda


Der norwegischer Professor Glenn Diesen erklärt in einem lesenswerten Artikel , wie Propaganda funktioniert, warum sie so effektiv ist und warum der Westen Russland als böse darstellen muss.

Lieber Thomas Röper, danke für die Übersetzung des wichtigen wissenschaftlichen Textes von Glenn Diesen, der weite Verbreitung verdient, weil darin auch zum Ausdruck kommt, dass die durch Propaganda geschürte «Moralische Empörung» bereits soweit fortgeschritten ist, dass Herr Diesen dadurch bereits in seiner beruflichen Existenz bedroht wird. Das ist dramatisch und es geschieht nicht nur in Norwegen, sondern überall in Europa, wie unsere aufmerksamen Leser wissen. Immer wieder werden wir an die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts erinnert, um Erklärungen zu finden: Sind wir heute wieder soweit, wie damals?
Ich denke, wir sind nicht ‘wieder soweit’, sondern wir sind ‘immer noch nicht weiter’. Wir   – und damit meine ich uns alle   – befinden uns immer noch «in einem Mittelalter». Wir verbrennen keine Hexen mehr auf dem Marktplatz auf dem Scheiterhaufen, damit alle wissen was ihnen droht, wenn sie nicht brav sind, sondern wir betreiben Rufmord, zerstören die finanzielle Existenz mit den heutigen staatlichen, nichtstaatlichen, juristischen und medialen Mitteln.
Die Moral von «Gut und Böse» bleibt gleich.
Das wirklich dramatische daran ist, dass im christlichen Abendland das mittelalterliche Menschenbild von Gut und Böse seit Jahrhunderten tradiert wird, von Generation zu Generation von den Eltern über die Erziehung an die nächste Generation weitergegeben wird.
Deshalb erinnere ich zum besseren Verständnis dessen, was ich hier nur andeute an den bedeutenden Aufsatz meines Psychologielehrers Friedrich Liebling, den er unter dem Pseudonym Polybios 1954 in der «Befreiung - Zeitschrift für kritisches Denken» veröffentlicht hat:
Der Mensch im Lichte der modernen Psychologie
Herzlich Willy Wahl

Thomas Röper: Eines meiner Steckenpferde ist die Funktionsweise Propaganda-Techniken und wie sie wirken. Leider komme ich wegen der schier unendlichen Flut internationaler Meldungen und Krisen in letzter Zeit nicht oft dazu, mich um dieses Thema zu kümmern und die Wirkungsweise und die Tricks der Propaganda aufzuzeigen. Vor einiger Zeit bin ich Professor Glenn Diesen gestoßen, der das Thema sehr verständlich behandelt. Professor Diesen ist Norweger und lehrt an einer norwegischen Universität, er wird als pro-russisch kritisiert, weshalb seine Artikel keine weite Verbreitung im Westen finden. Ich habe Anfang April schon einen sehr interessanten Artikel von ihm zu dem Thema übersetzt. Nun hat er einen neuen, sehr langen   – aber unglaublich interessanten   – Artikel darüber veröffentlicht, „wie das friedensorientierte Norwegen lernte, den Krieg zu lieben“, der aus meiner Sicht fast zu hundert Prozent auch für Deutschland zutrifft, weshalb ich diesen Artikel ebenfalls übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Wie das friedensorientierte Norwegen lernte, den Krieg zu lieben

von Glenn Diesen*

Norwegen sieht sich selbst als Modellnation: liberal, tolerant und friedensorientiert. Doch es hat sich eine kollektive Denkweise entwickelt, die von tiefem Misstrauen und Verachtung gegenüber jedem geprägt ist, der von den offiziellen Wahrheiten und Kriegsnarrativen der Regierung abweicht.

Hier ist ein soziales Experiment, um die obige Behauptung zu prüfen. Ich bin Professor für Politikwissenschaft, zugleich aber auch Politiker und kandidiere für das norwegische Parlament. Meine kürzlich gegründete Partei ist im Kern eine Antikriegspartei. Wir lancierten eine Plakatkampagne im öffentlichen Nahverkehr in Oslo. Die zentrale Botschaft lautete: Wir sind für Verhandlungen und gegen Waffenlieferungen für den Krieg in der Ukraine.

Diese Position erschien uns vernünftig, zumal Norwegen bis 2022 eine Politik verfolgte, keine Waffen in Kriegsgebiete zu liefern, weil das eskalierend wirkt und Norwegen womöglich zur Konfliktpartei macht. Mein Land setzte sich einst für Diplomatie und Verhandlungen als Weg zum Frieden ein. Dieses Prinzip hat Norwegen inzwischen aufgegeben und in das neue Mantra „Waffen sind der Weg zum Frieden“ eingestimmt. Gleichzeitig boykottiert Norwegen seit über drei Jahren jegliche grundlegende Diplomatie mit Russland, und dies zu einer Zeit, in der Hunderttausende junge Männer in Schützengräben sterben.

Mit der Plakatkampagne stellten wir die Frage, ob unser friedensorientiertes Land bereit ist, zumindest das Argument zu debattieren, dass es zu seiner früheren Politik der Verhandlungen zurückkehren sollte, anstatt den Krieg gegen die größte Atommacht der Welt mit immer mehr Waffen weiter anzuheizen.

Das Land hat stattdessen kollektiv den Verstand verloren. Zahlreiche Politiker bezeichneten die Plakatkampagne als gefährliche russische Einflussoperation. Man warf mir vor, ich hätte mich auf die Seite Russlands geschlagen und den Einmarsch in die Ukraine unterstützt. Ich sei ein russischer Agent, der Propaganda verbreite. Es wurde schließlich gefordert, dass sich die Nachrichtendienste einschalten, weil ich mutmaßlich vom russischen Staat finanziert werde. Kurz darauf versicherte der nationale Geheimdienst PST der Öffentlichkeit, dass man „Personen überprüfe, die möglicherweise im Auftrag fremder Mächte versuchen, die norwegische Bevölkerung gegenüber der Politik der Waffenlieferungen an die Ukraine kritisch einzustimmen.“

Fast alle Medien des Landes berichteten über das Thema unter der Prämisse:, ich sei „pro-russisch“ und „anti-ukrainisch“. Die Plakate wurden heruntergerissen und einige verglichen ihren politischen Vandalismus mit der Befreiung des Landes von Hitler im Zweiten Weltkrieg. Meine Mitbürger traten in einen Rausch von Selbstgerechtigkeit und moralischer Überlegenheit ein und vereinten sich im Zeichen der Tugend und im Kampf für die Freiheit. Der Hass auf das „böse Andere“ wurde als Beweis für die eigene Rechtschaffenheit gefeiert   – als Widerstand gegen uns, angebliche faschistische Agenten Russlands, die die Zerstörung der Ukraine unterstützten und Europa an Russland ausliefern wollten.

An dieser Stelle sei betont: Ich betrachte mich als Freund der Ukraine. Ich warne seit über 20 Jahren vor einem Krieg in der Ukraine und habe den Einmarsch selbstverständlich nicht unterstützt. Ähnlich wie viele politische Führungspersonen im Westen in den vergangenen 30 Jahren argumentierten, bin ich überzeugt, dass die NATO-Erweiterung erst ein Sicherheitsdilemma auslöst und schließlich einen Krieg. Genauso wäre es im Fall, wenn Russland militärische Infrastruktur in Mexiko aufbaute. Mein Argument lautet: Russland sieht in der NATO-Erweiterung eine existenzielle Bedrohung und handelt auf Grundlage dieser Überzeugung   – unabhängig davon, ob die NATO diese Bedrohungswahrnehmung teilt. Deshalb plädiere ich für Diplomatie und gegen Waffenlieferungen, weil diese den Krieg nur weiter eskalieren, die Ukraine vollends zerstören und uns näher an einen Atomkrieg bringen.

Ich betrachte das   – um es in der Sprache meiner Landsleute zu sagen, denen Argumente über die Dynamik bei geopolitischen Sicherheitsüberlegungen egal sind   – als eine pro-ukrainische und pro-westliche Haltung. Es sei daran erinnert: Unser Premierminister sagte nach dem russischen Einmarsch, es sei „völlig ausgeschlossen“, Waffen zu liefern. Diese Position wurde seither kriminalisiert und gilt nun als Merkmal russischer Agenten.

Ich musste feststellen, dass meine Haltung nicht „anti-russisch“ genug ist, weil ich die zerstörte Sicherheitsarchitektur als Ursache des Krieges sehe. Die öffentliche Debatte in Norwegen ist auf primitive Loyalitäten reduziert worden   – man muss sich für eine Seite entscheiden. Die norwegische Gesellschaft duldet nur Argumente, die auf der Annahme beruhen, dass wir keinerlei Mitschuld tragen und unsere Solidarität mit der Ukraine darin besteht, den „Anderen“ zu verurteilen. Das Narrativ vom „nicht provozierten Angriffskrieg“ ist daher sakrosankt. Die eigene nationale Sicherheit zu erhöhen, indem man den Sicherheitskonflikt mit Russland entschärft, scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, weil man über russische Sicherheitsinteressen nicht sprechen darf. Krieg wird so auf vorhersehbare Weise zum einzigen Weg zum Frieden.

Die politische Kampagne führte zu einer im Fernsehen übertragenen öffentlichen Debatte, in der unsere ehemalige Verteidigungs- und Außenministerin als Gegenpartei zu uns auftrat. Das Ganze erinnerte mehr an eine Trash-Talkshow im Nachmittagsprogramm als an eine sachliche Auseinandersetzung. Ihre Taktik bestand darin, herablassend zu sein und mich als russischen Propagandisten zu beschimpfen. Alles, was einem Argument ähnelte, beruhte auf der Prämisse, ich sei „pro-russisch“, während die Regierung „pro-ukrainisch“ sei. Mein Widerspruch wurde auf diese Weise zu einer Bedrohung der nationalen Sicherheit erklärt. Es war nie das Ziel zu diskutieren, ob Russland ein Imperium anstrebt oder auf eine aus seiner Sicht existenzielle Bedrohung reagiert   – und schon gar nicht, ob Waffenlieferungen und der Boykott der Diplomatie zum Frieden führen.

Schließlich kam die Presse   – als verlängerter Arm der Regierung   – ins Spiel, um die TV-Debatte einem „Faktencheck“ zu unterziehen. Oder besser gesagt: Die Medien überprüften ausschließlich meine Aussagen, während die offensichtlichen Unwahrheiten der ehemaligen Verteidigungs- und Außenministerin unkommentiert blieben. Die sogenannten „Faktenchecker“ betätigten sich eher als Bewahrer des Narrativs, denn man warf mir vor, ich würde mehrere Argumente vorbringen, „die zu den wichtigsten russischen Narrativen über den Ukraine-Krieg passen“.

Die unehrlichen unter den norwegischen Medien hingegen prüften nicht irgendwelche Fakten, die meine Argumente hätten stützen können, sondern suchten sich eine einzige mehrdeutige Quelle heraus, um meine Aussagen als unglaubwürdig darzustellen. 

Zum Beispiel argumentierte ich, Boris Johnson habe das Istanbuler Friedensabkommen im Auftrag der USA und Großbritanniens sabotiert. Eine Zeitung zitierte lediglich den ukrainischen Unterhändler David Arachamia als ambivalente Quelle. Warum wurden nicht auch die anderen Beteiligten an den Verhandlungen zitiert   – der türkische Außenminister und Präsident Erdoğan oder der ehemalige israelische Premierminister Naftali Bennett   –, die bestätigten, dass die Verhandlungen sabotiert wurden, um die Ukrainer in einem Stellvertreterkrieg zur Schwächung eines strategischen Rivalen zu benutzen? Warum wurde nicht der frühere Chef der Bundeswehr, General Kujat zitiert, der genau dasselbe sagt? Warum gab es keine Verweise auf US-amerikanische oder britische Politiker, die offen einen Regimechange in Moskau als einzig akzeptables Ziel formulierten? Warum wurde Boris Johnson selbst nicht zitiert, der seine Ablehnung gegenüber Verhandlungen ausdrückte und vor einem „schlechten Frieden“ warnte?

Die ehrlicheren unter den norwegischen Medien hatten immerhin den Anstand, die von mir vorgebrachten Fakten zu veröffentlichen, doch auch sie konnten es nicht lassen das Wasser trüben. Ich sagte etwa, dass dem Westen bewusst ist, dass er 2014 den Regierungsumsturz in Kiew unterstützt und damit die NATO-Osterweiterung vorangetrieben hat, obwohl ihm klar war, dass nur eine Minderheit der Ukrainer   – etwa 20 Prozent   – einen NATO-Beitritt befürwortete und dass diese Osterweiterung wahrscheinlich zum Krieg führen würde.

Da man diese Fakten nicht bestreiten konnte, behaupteten die Faktenchecker, die Ukrainer seien über den Zweck der NATO schlecht informiert gewesen und Opfer von Propaganda geworden und verwiesen darauf, dass nach dem russischen Einmarsch die Mehrheit nun für einen Beitritt zur NATO sei. Diese Behauptung hat jedoch rein gar nichts mit meinem Argument zu tun, dass man bereits 2014 wusste, wie die Stimmung in der Ukraine war und dennoch auf Eskalation setzte. Alle „Faktenchecks“ dienten letztlich einzig der Delegitimierung der Fakten.

In Norwegen hat die rationale Überlegung des Individuums die Debatte gegen das kollektive Denken und den Gruppenzwang verloren. Die Politik und die Kriegsnarrative der Regierung gelten als Tugend und Wahrheit, und jeder Widerspruch dagegen ist somit unmoralisch und irreführend. Die Prämisse jedes Arguments von Politikern und ihren Stichwortgebern aus den Medien lautet: Sie stehen auf der Seite des unschuldigen ukrainischen Opfers, ich hingegen verkörpere den bösen russischen Aggressor. 

Es besteht keinerlei Interesse an Argumenten, vielmehr herrscht eine Obsession, die angeblich verborgenen bösen Absichten der Gegenseite zu entlarven. Zu diesem Zweck ist im „guten Kampf“ alles erlaubt. Der nationale Geheimdienst warnte, mit einem unverhohlenen Hinweis in meine Richtung, man beobachte Bestrebungen, die norwegische Gesellschaft zu polarisieren. Es sei nicht nur völlig inakzeptabel, dass ich als angeblicher Putin-Vertreter ins Parlament einziehe, auch meine Anstellung als Professor an einer norwegischen Universität sei problematisch, da ich „russische Narrative verbreite“. Wie konnte Norwegen dermaßen autoritär und kriegsbegeistert werden?

Der progandisierte Norweger

Ich möchte hier über „den Norweger“ schreiben, über das kollektive nationale Bewusstsein, das dazu dient, das rationale Individuum zu überwältigen. Bereits Sigmund Freud erkannte, dass das Individuum rational ist, wenngleich das Individuum auch von einer irrationalen Gruppenpsychologie beeinflusst wird. Seit jeher organisieren sich Menschen in Gruppen, um Sicherheit und Sinn zu finden. Sich einer Gruppe anzupassen, ist einer der dominierenden Instinkte der menschlichen Natur. 

Carl Jung schrieb dazu über die Grenzen der Vernunft: „Der freie Wille existiert nur innerhalb der Grenzen des Bewusstseins. Jenseits dieser Grenzen herrscht bloßer Zwang.“

Das zentrale Element der Gruppenpsychologie besteht darin, Individuen in ein „wir“   – die eigene Gruppe   – und in „die anderen“   – die fremde Gruppe   – zu spalten. Wenn Menschen mit Unsicherheit und Angst konfrontiert werden, neigen sie instinktiv dazu, innere Geschlossenheit zu suchen und die fremde Gruppe abzulehnen. Deshalb gedeihen autoritäre Tendenzen besonders gut unter Bedingungen der äußeren Bedrohung.

Die Literatur über politische Propaganda stammt in erster Linie von Edward Bernays, dem Neffen von Sigmund Freud, und baute auf der Arbeit seines Onkels auf. Bernays erkannte, dass das Manipulieren der Stereotypen, die das „uns“ und „die anderen“ ausmachen, die Bedeutung objektiver Realität und die Überlegungen des rationalen Individuums verdrängt: Wenn „wir“ militärische Gewalt einsetzen, dann geschieht das für die Freiheit; wenn unsere Gegner   – „die anderen“   – exakt dasselbe tun, dann geschieht es zur Erweiterung eines Imperiums oder zur Zerstörung der Freiheit.

Der Kern der Propaganda besteht somit darin, die Welt als Kampf zwischen Gut und Böse sowie als Auseinandersetzung zwischen Überlegenen und Unterlegenen darzustellen. Die westliche politische Propaganda, in der die Welt früher als ein Gegensatz zwischen Zivilisierten und Barbaren dargestellt wurde, wird heute als Kampf zwischen liberaler Demokratie und Autoritarismus inszeniert. Sobald die Öffentlichkeit dieses Grundprinzip akzeptiert, wird die Komplexität der Welt so stark vereinfacht und verdummt, dass abweichende Meinungen als unmoralisch und gefährlich gelten. Entscheidend ist dann nur noch, dass man Loyalität zur eigenen Gruppe demonstriert.

Walter Lippmann stellte einst fest, dass politische Propaganda zwar den Vorteil habe, die Öffentlichkeit bei Konflikten zu mobilisieren, jedoch den Nachteil, dass sie einen tragfähigen Frieden verhindert. Wenn eine Öffentlichkeit davon überzeugt wurde, sich in einem Kampf zwischen Gut und Böse zu befinden, wie soll sie dann ein gegenseitiges Verständnis oder Kompromisse akzeptieren? Die von Propaganda durchdrungene Öffentlichkeit gelangt zu dem Schluss, dass ein Frieden nur durch einen Sieg des Guten über das Böse erreicht werden kann. In nahezu jedem Konflikt und Krieg des Westens wird der Gegner als Reinkarnation Hitlers dargestellt. Das politische und mediale Establishment des Westens lebt somit dauerhaft in den 1930er-Jahren: Verhandlungen gelten als Appeasement; Krieg ist Frieden. Das ist zutiefst problematisch, denn der erste Schritt zur Verminderung sicherheitspolitischer Spannungen besteht darin, gegenseitige Sicherheitsinteressen anzuerkennen.

Carl Schmitt, der Staatsrechtler der NSDAP, argumentierte, dass die Organisation von Politik entlang des Freund-Feind-Schemas es einer Regierung ermögliche, abweichende Meinungen zu eliminieren. Schmitts Konzept des „inneren Feindes“ stärkt die politische Einheit, indem es jene ausgrenzt, die keine Loyalität zur eigenen Gruppe zeigen und sich nicht dem Glauben und Verhalten der vorgegebenen sozialen Ordnung anpassen.

„Der Norweger“ hat nun ein Jahrzehnt ununterbrochener Obsession mit dem Russiagate-Schwindel, mit Covid und schließlich mit dem russischen Einmarsch in die Ukraine erlebt. Die ständige Angst und die Suche nach inneren Feinden hat das rationale Individuum erschöpft. Inzwischen haben wir unser kritisches Denken an den Staat delegiert und finden Trost in Orwells Zwei-Minuten-Hass, in dem wir uns gemeinsam mit den von den Medien geschürten moralischen Empörungen gegen die Feinde des Staates vereinen. Die moralische Empörung schenkt Sicherheit, Sinn und Zusammenhalt.

Dieses Problem breitet sich in ganz Europa aus. In Frankreich wurde die führende Oppositionspolitikerin vom Gericht verurteilt, was wie politisch motiviert wirkt. In Deutschland wurde die größte Oppositionspartei als „gesichert extremistische Organisation“ eingestuft, was es den Geheimdiensten ermöglicht, ihre Mitglieder unter Beobachtung zu stellen. Die Einstufung der AfD als „ extremistisch“ ist wahrscheinlich auch ein erster Schritt, sie zu verbieten. In Rumänien wurden die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl für ungültig erklärt, während der Sieger dieser Wahl nicht erneut antreten durfte. Im Vorfeld der Wiederholung dieser Wahl wurden Frankreich und die EU beschuldigt, Einfluss genommen zu haben, um sicherzustellen, dass die Rumänen nicht wieder „falsch“ wählen. Auch in Moldawien und Georgien wurde unter dem Banner des „Schutzes der Demokratie vor Russland“ in Wahlprozesse eingegriffen.

Ironischerweise beruht der innere Zusammenhalt des Westens als „liberale demokratische Gemeinschaft“ zu einem großen Teil auf dem „russischen Anderen“, das als Schreckgespenst dient und so den Prozess des Gruppendenken in Gang setzt, was wiederum den liberalen Charakter des Westens untergräbt.

Menschen neigen dazu, Gemeinsamkeiten mit der eigenen Gruppe zu übertreiben und Unterschiede zur fremden Gruppe zu dramatisieren. Der Norweger blickt   – zumindest im Vergleich zum eigenen Land   – mit einer gewissen Verachtung auf die USA, besonders dann, wenn dort „falsch“ gewählt wurde. Der Norweger kann zum Beispiel nicht verstehen, warum US-Amerikaner Donald Trump gewählt haben. Das liegt daran, dass der Norweger gar nicht weiß, warum US-Amerikaner Trump gewählt haben, da die norwegischen Medien wie ein Wahlkampfteam für Joe Biden und Kamala Harris gearbeitet haben. 

Es ist üblich geworden, US-Amerikaner als dumm und aggressiv darzustellen und nicht selten wurde unter der Präsidentschaft von Trump der Begriff Faschismus bemüht. Doch sobald es zum Thema Russland kommt, wird der US-Amerikaner als Teil der eigenen Gruppe wahrgenommen. Im einfachen Schema von Gut und Böse mutiert der US-Amerikaner dann zum „Guten“. 

Die USA verfolgen eine Sicherheitsstrategie globaler Vorherrschaft, dennoch steht der Norweger dem Argument skeptisch gegenüber, wonach es bei der Strategie der USA nicht primär um liberale Werte geht. In der Folge gilt die NATO als eine „Kraft des Guten“   – und wer das hinterfragt, beabsichtigt demnach Zwietracht zu säen und die nationale Tugendhaftigkeit zu untergraben.

Laut dem Norweger hat die NATO 20 Jahre lang Afghanistan besetzt   – eine strategisch wichtige Region in Zentralasien   –, nur damit kleine Mädchen wieder zur Schule gehen durften. Libyen und Syrien wurden im Namen der Menschenrechte zerstört, und die Expansion des atlantischen Militärbündnisses dient ausschließlich dem Schutz anderer Völker. Auch könne Moskau unmöglich glauben, dass die USA Russland jemals angreifen würden   – obwohl wir uns gerade in einem Stellvertreterkrieg gegen Russland befinden und ständig über mögliche Kriege gegen den Iran oder China sprechen.

Der Norweger bezeichnet die NATO als Verteidigungsbündnis, selbst nachdem es Länder bombardiert hat, die niemals ein Mitglied der NATO bedroht haben. Führende NATO-Staaten sind derzeit mitschuldig am Völkermord in Gaza. Und doch ist die gutmütige, liberale demokratische Identität, die der Norweger sich selbst zugeschrieben hat, gegen diese Realität immun. Wer den Westen kritisiert, tut das nicht, um einen Kurswechsel anzumahnen, sondern weil er auf der Seite des Feindes steht.

Der Norweger als moralischer und liberaler Autoritärer

Der Liberalismus ist bekannt dafür, einen inneren Widerspruch in sich zu tragen, der verwaltet werden muss. Einerseits basiert der Liberalismus auf Toleranz, um das Recht des Individuums zu bewahren, sich von der Gruppe zu unterscheiden. Andererseits beruht er auf dem universellen Anspruch, dass alle Gesellschaften sich den liberalen Idealen anpassen sollen.

Der Norweger akzeptiert, dass alle Menschen unterschiedlich sind und toleriert Vielfalt. Dennoch betrachtet er seine eigenen liberalen Überzeugungen als universell und in Norwegen als weit höher entwickelt als anderswo. Daher müssen auch andere diesem Weg folgen. Alle sind gleich, aber manche sind gleicher als andere.

Der Norweger hat liberale Prinzipien wie Masseneinwanderung, radikalen Säkularismus, die Ehe für alle, Genderideologie und „humanitäre Kriege“ übernommen   – und wird jeden sozial ausgrenzen und medial vernichten, der diese Überzeugungen nicht teilt. So war es zum Beispiel vor 15 Jahren noch eine akzeptierte Meinung, dass eine Ehe zwischen Mann und Frau besteht   – heute gilt das als intolerant, und für Intoleranz gibt es keine Toleranz.

Der norwegische Politiker mag keine Ahnung von China haben, einem Land mit tausenden Jahren Geschichte und 1,4 Milliarden Einwohnern, doch besitzt er erstaunliches Selbstvertrauen darin, genau zu wissen, wie China regiert werden sollte.

Der Norweger wurde darauf konditioniert, in der Sprache der Moral zu sprechen, um sachliche Diskussionen im Keim zu ersticken. Wer alle eigenen Argumente moralisch einrahmt, unterstellt seinen Gegnern automatisch Unmoral. Kritische und offene Debatten leiden darunter, denn rationale Argumente und Nuancen werden durch moralische Selbstgerechtigkeit und Verurteilungen ersetzt.

„Der Ukraine helfen“

Das unumstößliche Gut-gegen-Böse-Narrativ lautet: Die norwegische Regierung steht auf der Seite der Ukraine, sie ist „pro-ukrainisch“, sie „unterstützt“ und „hilft“ der Ukraine. Im Gegensatz dazu gelten Dissidenten wie ich, die es wagen, die Politik der Regierung kritisieren, als „anti-ukrainisch“, als Unterstützer oder Fürsprecher des russischen Einmarsches, als Verbündete Russlands. Für den Norweger ist selbst eine demokratische Debatte zwischen diesen beiden Positionen moralisch abstoßend, da dadurch russischer Propaganda eine Plattform geboten wird.

Ich entgegne diesem falschen Narrativ gewöhnlich, indem ich argumentiere, dass die „Hilfe“ der NATO unter anderem darin bestand, 2014 den Sturz der ukrainischen Regierung unterstützt zu haben, was weder von der Mehrheit der Ukrainer noch von der Verfassung getragen wurde. Das geschah weitgehend, um der Ukraine den Weg in die NATO zu ebnen, obwohl 2014 nur etwa 20 Prozent der Ukrainer einen NATO-Beitritt bejahten. Die USA „halfen“ dann, indem sie Schlüsselpositionen in der neuen ukrainischen Regierung übernahmen und die Geheimdienste der Ukraine ab dem ersten Tag nach dem Machtwechsel als Verbündete gegen Russland neu aufbauten.

Als 2019 ganze 73 Prozent der Ukrainer bei den Präsidentschaftswahlen für die Friedensplattform von Wladimir Selensky gestimmt haben, „half“ die NATO, dieses demokratische Friedensmandat zu untergraben indem man Frieden mit Russland das Label „Kapitulation“ anheftete. Nationalisten, unterstützt durch die „NGO“ Ukraine Crisis Media Center, definierten „rote Linien“, die Selensky nicht überschreiten durfte. Selensky wurde wiederholt und öffentlich mit dem Tod bedroht, falls er diese roten Linien übertreten sollte, woraufhin er seinen Friedenskurs schließlich aufgab. Mehrere westliche Regierungen, darunter auch die norwegische, finanzierten diese sogenannte NGO.

Es gibt zahlreiche Belege dafür, dass der Westen die Istanbuler Friedensverhandlungen im April 2022 sabotiert und stattdessen auf einen langen Krieg gesetzt hat, den die Ukrainer kämpfen sollten, um so Russland zu schwächen. Dennoch wird der Stellvertreterkrieg unter dem Banner geführt, ausschließlich der Ukraine zu „helfen“. Eine Kritik an der Behauptung, dass die NATO, das größte Militärbündnis der Welt und ein zentrales Instrument der globalen US-Hegemonie, der Ukraine uneigennützig helfe, stellt einen Tabubruch dar. Jeder, der dieses Narrativ infrage stellt, wird mit Angriffen überzogen und der Kollaboration mit dem Feind beschuldigt.

Um dieses Gruppendenken zu kontrollieren, übernehmen „demokratische Institutionen“ wie staatlich finanzierte NGOs die Aufgabe, die Massen zu lenken. Das vom norwegischen Staat finanzierte Norwegische Helsinki-Komitee, eine weitere „Nichtregierungsorganisation“, wird auch von der US-Regierung und dem National Endowment for Democracy (NED) unterstützt. Ronald Reagan und der damalige CIA-Direktor gründeten die NED 1983 als angebliche „Menschenrechtsorganisation“, um die Zivilgesellschaft in anderen Ländern zu beeinflussen. Sie ist das ideale Propagandainstrument, da sich damit globale Machtinteressen und die daraus folgenden Konflikte als moralischer Kampf zwischen Gut und Böse verkaufen lassen.

Das Norwegische Helsinki-Komitee veröffentlicht regelmäßig Schmähartikel über mich und verleumdet mich in sozialen Medien ununterbrochen als Putin-Propagandisten. Es versucht, Einladungen für Reden zu verhindern und drängt auf meine Entlassung, indem es meine Universität öffentlich anprangert, weil sie mir akademische Referenzen gegeben hat, die ich angeblich missbrauche, um Propaganda zu verbreiten. 

Dazu gehören auch Anrufe und Briefe an die Universität. Ich muss meine Privatadresse und Telefonnummer geheim halten, weil der Öffentlichkeit regelmäßig mitgeteilt wird, ich sei „anti-ukrainisch“, während ein Mitarbeiter dieser „Menschenrechtsorganisation“ ein Bild der Anzeige für den Verkauf meines Hauses in sozialen Medien veröffentlichte. Die Leiterin dieser NGO, die sich seit über vier Jahren bemüht, mich zu verleumden, einzuschüchtern, zu zensieren und zum schweigen zu bringen, erklärte in den Medien, das sei lediglich eine „nette Geste“ gewesen, um mir beim Verkauf meines Hauses zu helfen. Als ich diese Einschüchterungen mit den Methoden der Braunhemden an Universitäten verglich, bestand der Skandal darin, dass ich diese „demokratische Institution“ mit den Braunhemden verglichen habe.

Der Norweger als Soziopath

Das rationale Individuum ist humanistisch, doch das kollektive Bewusstsein des Norwegers hat die Züge eines Soziopathen angenommen, denn es fehlt ihm an Empathie, er neigt chronisch zur Lüge und Täuschung, zur Aggression und Verantwortungslosigkeit und er zeigt keinerlei Reue oder Einsicht.

Der Norweger wird dazu erzogen, Empathie für Afghanen zu zeigen, wenn es die Besatzung rechtfertigt, für Syrer, wenn es den Regimechange legitimiert, für Libyer, wenn es einen militärischen Eingriff berechtigt, aber sobald das strategische Ziel erreicht ist, verschwindet jedes Mitgefühl. Nachdem Tod und Zerstörung hinterlassen wurden, gibt es keine Reue, schließlich waren die Absichten dahinter ja gut.

Im Fall der Ukraine soll der Norweger große Empathie zeigen, solange es darum geht, die Kriegsanstrengungen gegen Russland voranzutreiben. Doch wer das Leid der Menschen im Donbass der vergangenen zehn Jahre erwähnt, Zwangsrekrutierungen auf den Straßen ukrainischer Städte und aus Wohnungen, die Angriffe auf die Medien, die Verweigerung politischer, sprachlicher, kultureller oder religiöser Rechte, dem begegnet der Norweger mit Misstrauen und Zorn. Das Mitgefühl für Ukrainer ist instrumentell, denn es wird je nach Zweck erweckt oder unterdrückt.

Ukrainer, die gegen Russland kämpfen wollen, dominieren die Schlagzeilen. Doch Ukrainer wie die ehemalige, vom Westen unterstützte Präsidentschaftskandidatin Julia Timoschenko, verschwinden aus den Medien, sobald sie dem Westen vorwerfen, die Ukrainer zur Schwächung Russlands zu benutzen. Ukrainer, die nicht bereit sind, „bis zum letzten Mann“ zu kämpfen, gelten als verdächtig und sollen nicht im Namen ihres Landes sprechen dürfen. Das Narrativ muss vor Fakten geschützt werden   – und im „guten Kampf“ gilt es als tugendhaft, zu lügen und zu täuschen. Verantwortungslosigkeit wird inzwischen als Prinzipientreue umgedeutet, etwa, wenn Russlands nukleare Abschreckung als inakzeptable „nukleare Erpressung“ bezeichnet wird, die kategorisch abzulehnen sei. Darauf zu beharren, einen aussichtslosen Krieg weiterzuführen, in dem die Ukraine täglich Männer und Territorium verliert, gilt als „pro-ukrainisch“. denn die Alternative wäre ein russischer Sieg, also „pro-russisch“.

Je tiefer der Glaube an die moralische Überlegenheit der eigenen Sache, desto leichter fällt es, den Krieg zu lieben, der ihr dient.

_____________

*Glenn Diesen ist Professor an der Universität von Südost Norwegen und Redakteur des Journals Russia in Global Affairs. Die Schwerpunkte seiner Forschung liegen in den Themen der Geoökonomie, des Konservatismus, der russische Außenpolitik und Groß-Eurasien. Man kann ihm auf X unter @Glenn_Diesen folgen.

Ende der Übersetzung


Quelle: Anti-Spiegel - Mit freundlicher Genehmigung übernommen - Die Übersetzung besorgte Thomas Röper


Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=170&userid=3998&mailid=2751


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

06.06.2025

Nützliche Idioten gefragt!

Ganz gleich, ob Ihr als Patriot in der Koalition der Willigen füsiliert oder selbst in einer Fleischmühle landet. Der geheuchelte Dank von Seiten des Regimes oder/und der Kriegsgewinnler, wird Euch sicher sein.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

06.06.2025

Nato: Größtes Rüstungsprogramm verfolgt geheime Ziele

lostineu,eu, 6. Juni 2025

Offiziell macht man alles nur zum Schutz vor Russland. Doch in Wahrheit verfolgt die Nato beim  größten Aufrüstungs-Programm seit dem Kalten Krieg geheime Ziele, die weit über Abschreckung hinaus gehen.

Die Nato hat sich neue “Fähigkeitsziele” gegeben. Sie enthalten Vorgaben, wie die Verbündeten ihre Streitkräfte weiterentwickeln sollen, um ihre Aufgaben innerhalb der US-geführten Militärallianz zu erfüllen.

Nato-Generalsekretär Rutte sprach von “ehrgeizigen” Zielen, die einen “gewaltigen Sprung vorwärts” bedeuteten. Dies sei eine “historische” Entscheidung, behauptete der Niederländer.

Doch um welche “Capabilities” es gehen soll, wollte er nicht verraten. Nur ein paar Schwerpunkte wurden genannt: die Luft- und Raketenabwehr, Langstreckenwaffen sowie mobile Eingreifverbände und Logistik.

“Wir müssen kampfbereit werden”

Alle Details sind streng geheim. Welche militärischen Ziele mit den neuen “Fähigkeiten” erreicht werden sollen, bleibt auch unklar. Klar ist nur, dass sie über die klassische Abschreckung weit hinausgehen.

“Wir müssen kampfbereit werden”, forderte US-Kriegsminister Hegseth. “Kriegstüchtig”, das Wort von Pistorius, kling dagegen fast schon harmlos. Die Nato rüstet zum Kampf – natürlich gegen Russland.

Die Frage ist, ob dieser Kampf wie bisher von der Ukraine aus geführt werden soll, oder auch im Bündnisgebiet. Langstreckenwaffen und neue Eingreiftruppen sprechen für eine Ausweitung der Kampfzone.

Neue Kampfzone in der Ostsee?

Dabei dürfte es nicht mehr “nur” um das Schwarze Meer gehen – wie vor Beginn des Ukraine-Kriegs. Dort führte die Nato 2021 das bisher größte und komplexeste See-Manöver aus, genannt “Sea Shield”.

Neu hinzugekommen ist auch die Ostsee, wo ein neues taktisches Hauptquartier in Rostock eingerichtet wurde. Dort hat gerade das Nato-Manöver BALTOPS begonnen. “Jetzt zeigt die Nato ihre Muskeln”, jubelt “Bild”.

Wozu die Bundeswehr allerdings “rund 50.000 bis 60.000 Soldatinnen und Soldaten in den stehenden Streitkräften mehr brauchen als heute” (Pistorius), ist unklar. Sollen sie zum Kampf an die Ostfront?

Siehe auch Rutte schwört die Nato auf Trumps Fünf-Prozent-Ziel ein. Mehr zur Nato hier

P.S. Trotz der “historischen” Aufrüstung wollte Hegseth sich nicht zur Verteidigung Europas bekennen. “It’s deterrence and peace through strength, but it cannot be reliance”, sagte er. Dabei war das Bekenntnis zum Fünf-Prozent-Ziel doch als eine Art Rückversicherung gedacht…

‹ Corona-Finanzspritzen für den Krieg

2 Comments

  1. Helmut Höft
    6. Juni 2025 @ 08:27

    Größtes Rüstungsprogramm verfolgt geheime Ziele Danke, ebo, endlich sagt’s mal einer: „Geheime Ziele der NATO“ – und nein, keine VT: Es geht um die Weltherrschaft für den Befehlshaber der NATO!

    Schönes Beispiel; … taktisches Hauptquartier in Rostock … Ja nee iss klar, alles nur wegen der Sischerheid, gell, wegen der Verteidgung gegen den Herrn der mit nacktem Oberkörper auf dem Schimmel gen Westen reitet …

Antworten

  • Guido B.
    6. Juni 2025 @ 08:14

    Europa ist besessen vom Endsieg über Russland. Die USA sind besessen von der Dominanz über die Welt und den Weltraum.

    Die „Golden Billion“ beansprucht die ewige Herrschaft über die restlichen 7 Milliarden Menschen und alle Ausserirdischen.

    What can possibly go wrong?

    Antworten

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    Info: https://lostineu.eu/nato-ruestet-sich-fuer-streng-geheime-ziele/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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    Weiteres: 




    Corona-Finanzspritzen für den Krieg


    lostineu.eu, vom 5. Juni 2025

    Die EU sucht händeringend nach frischem Geld für die Aufrüstung. Nun ist sie überraschend fündig geworden.

    Erinnern Sie sich noch an den “Wiederaufbaufonds” aus der Coronakrise?

    Nachdem man strikte “Schutz”-Maßnahmen erlassen hatte, die die Wirtschaft abgewürgt haben, einigten sich die EU-Staaten 2020 in höchster Not auf ein 750 Mrd. Euro schweres Hilfsprogramm, für das erstmals in großem Stil Schulden aufgenommen wurden.

    Es sollte den “Wiederaufbau” nach Corona sichern. Mit Finanzspritzen für “grüne” Projekte und digitale Modernisierung.

    Das hat leider nicht ganz geklappt – Deutschland steckt schon seit drei Jahren in der Rezession, die europäische Wirtschaft verliert den Anschluß.

    Allerdings wurde auch nicht alles Geld ausgegeben. Nach einem aktuellen Bericht sind noch 335 Mrd. Euro übrig – und die sollen nun für Waffen ausgegeben werden.

    Schwerter zu Pflugscharen, hieß es früher. Heute heißt es: Corona-Spritzen für den Krieg!

    Siehe auch Rechnungsprüfer ziehen vernichtende Bilanz des Corona-Aufbaufonds

    ‹ Drei brisante News zum Krieg um die Ukraine › Nato: Größtes Rüstungsprogramm verfolgt geheime Ziele

    1 Comment

    1. Michael
      5. Juni 2025 @ 18:08

      Lassen sich diese „Kleckerbeträge“ nicht mit den Ausgaben für den Rüstungswahnsinn von 3.5 + 1.5 % des BIP verrechnen?

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    Info: https://lostineu.eu/corona-finanzspritzen-fuer-den-krieg/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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    Weiteres: 





    Drei brisante News zum Krieg um die Ukraine


    lostineu.eu, vom 5. Juni 2025

    Der Krieg um die Ukraine könnte jederzeit außer Kontrolle geraten. Dies zeigen drei brisante News, die aus Paris, Washington und Berlin kommen.

    Erste Meldung: Der frühere US-Präsident Biden wollte Russland zerstören. Dies sagte der brasilianische Staatschef Lula in einem Gespräch mit “Le Monde”. Biden habe ihm dies in langen persönlichen Gesprächen erklärt. Wenn es stimmt, wäre Biden den Neocons gefolgt, die seit langem eine Zerschlagung Russlands fordern. Die EU setzt diese brandgefährliche Politik offenbar fort…

    Zweite Meldung: Kremlchef Putin hat im Gespräch mit US-Präsident Trump eine harte Antwort auf die jüngsten ukrainischen Attacken angekündigt. Putin habe “sehr deutlich” gesagt, “dass er auf den jüngsten Angriff auf die Flugplätze reagieren muss”. Das heißt, dass der Krieg bald eskalieren wird – es ist nur eine Frage der Zeit!

    Dritte Meldung: Während sich Trump lauwarm von der Ukraine distanziert, klatscht Kanzler Merz lauthals Beifall. Die Drohnenattacke auf strategische Bomber sei eine große Leistung, heißt es in seinem Umfeld; Putin verstehe nur die Sprache der Stärke. Das klingt fast so, als sei alles mit Berlin abgestimmt…

    So oder so: Trump und Merz spielen mit dem Feuer. Nach der letzten Warnung von Putin können sie nicht mehr sagen, sie haben nicht um die Gefahr gewußt…

    Siehe auch “Tribut für Trump”

    ‹ Tribut für Trump, Euro für Bulgarien – und Waffen aus dem “Aufbaufonds” › Corona-Finanzspritzen für den Krieg

    14 Comments

    1. Reykjavik
      5. Juni 2025 @ 20:23

      Ist das alles nicht schon längst in gewisser Hinsicht ausser Kontrolle geraten? Sollte der bisherige Proxy nun eigenmächtig handeln, dann deshalb – weil Wohl und Wehe des ganzen Kontinents nur noch von seinen Interessen und Zielen abhängt (die sich keineswegs mit den Interessen
      EUropas decken, im Gegenteil, zur Zerstörung Europas führen können).
      Sollte der Proxy aber weiterhin nach Absprache handeln – es gibt wiederum auch eine Vielzahl von Interessen bei seinen Financiers und geistigen Urhebern. Die Briten verfolgen ganz andere Interessen, wie die Franzosen oder die Polen oder die Balten – oder die USA. Wer hat noch Kontrolle, wenn alle mitmischen?
      Alle Erkenntnisse der Konfliktforschung
      setzen für eine erfolgreiche Konfliktlösung als Grundlage voraus, dass ein Konflikt (ehrlich) definiert und so früh wie möglich isoliert wird. Dieser Konflikt ist vom ersten Moment an bewusst und mit aller Macht ausgeweitet worden: geopolitisch, militärisch, politisch, wirtschaftlich, informationspolitisch, erinnerungspolitisch, selbst sprachlich und bisher sehe ich keine Anzeichen für eine gegenläufige Entwicklung. Es sieht sehr danach aus – besonders in Kenntnis des “Operationsplan Deutschlands” – , dass eine regionale Ausweitung des Krieges bereits Planungsgegenstand im fortgeschrittenen Stadium ist.

    Antworten

    • ebo
      5. Juni 2025 @ 20:34

      Das ist eine wichtige Einsicht. Kriege muß man wie Feuer sofort eingrenzen und austreten, sonst geraten sie außer Kontrolle und werden zum Flächenbrand. Doch die USA, die Nato und die EU haben genau das Gegenteil gemacht. Trump versucht nun, wenigstens den Brennstoff zu begrenzen – dafür zündeln Großbritannien und Deutschland umso mehr…

      Antworten

    • Helmut Höft
      6. Juni 2025 @ 08:14

      @Reykjavik
      Sollte der Proxy aber weiterhin nach Absprache handeln … Vielzahl von Interessen bei seinen Financiers und geistigen Urhebern. Die Briten verfolgen ganz andere Interessen, … usw.

      Das Schlüsselwort: Interessen, besser: eigensüchtige Interessen, noch besser: Illegitime Interessen! Illegitim zu mindest in Bezug auf verdeckt, unehrlich und einem Zusammenleben dienend abwegig!!

      Antworten

  • european
    5. Juni 2025 @ 20:06

    Nur mal so, weil unser neuer Außenminister Wadephul gerade behauptet, dass es die Zusage, die Nato nicht nach Osten zu erweitern, nie gegeben habe. Unfassbar, dass sich das noch jemand zu sagen traut.

    Hier der Link zu den Baker minutes, die wortwörtliche Mitschrift der Verhandlungen zwischen Baker und Gorbatschow. Die Seiten 8-9 geben den Wortlaut über die Nato-Erweiterung originalgetreu wieder.

    https://nsarchive.gwu.edu/document/16117-document-06-record-conversation-between

    Es gibt noch viel mehr Versprechen, auch im nsarchive zu finden. Titel: What Gorbachev heard. Kurz gesagt, wir – bzw. unsere Vertreter – haben das Blaue vom Himmel heruntergelogen.

    https://nsarchive.gwu.edu/briefing-book/russia-programs/2017-12-12/nato-expansion-what-gorbachev-heard-western-leaders-early

    Antworten

    • Arthur Dent
      5. Juni 2025 @ 22:45

      @european
      Ganz Ihrer Meinung. Das sagt schon allein die Logik. 1989 gab es die Sowjetunion noch und die hatte ein Vetorecht auf die Wiedervereinigung. Man hätte der Sowjetunion alles mögliche versprochen, damit sie von ihrem Vetorecht keinen Gebrauch macht. Es ging schließlich darum, die DDR aus ihrem Einflussgebiet herauszulösen. Dass es zumindest mündliche Zusagen gab, haben meines Wissens auch Genscher und Teltschik bestätigt.

      Antworten

    • Helmut Höft
      6. Juni 2025 @ 08:08

      @european
      Danke für die Linx, das will ja hier keiner hören, passt nicht ins Bild; Die NATO ab ’89 als Osterweiterungsprojekt des Wertewesten®!

      Antworten

  • Arthur Dent
    5. Juni 2025 @ 10:49

    Die Aktion “Spinnennetz” war schon spektakulär, dennoch stellt sich die Frage: Cui bono?

    Antworten

    • KK
      5. Juni 2025 @ 12:50

      Ist doch völlig klar: dem die Einschränkung der nuklearen Zweitschlagsfähigkeiten der Russen – nichts anderes ist hier zunächst angegriffen worden – als einzigem Nutzen bringt… es wurden ja auch schon entsprechende Radarstationen von der Ukraine angegriffen, was, soweit ich das verstehe, der Ukraine selbst direkt keinen Vorteil bringt, allerdings das ohnehin fragile Abschreckungsgleichgewicht stört.

      Antworten

  • Guido B.
    5. Juni 2025 @ 10:02

    Irgendwann werden auch Nordkorea und China aktive Kriegspartei werden müssen. Und dann sind auch die USA mit von der Partie. Es ist Zeit, ein Raumschiff zu bestellen.

    Antworten

  • Stef
    5. Juni 2025 @ 09:52

    Die Berichterstattung über die jüngsten ukrainischen Angriffe auf russischem Territorium in den hiesigen Mainstreammmedien täuschen über den relevanten Sachverhalt (ich muss leider sagen: wie üblich) hinweg. Neben den strategischen Bombern wurden auch diverse zivile Brücken angegriffen und es gab dort wohl auch zivile Opfer. Inzwischen ist auch wieder die Kertsch-Brücke angegfriffen worden, die nach russischen Angaben nur noch für zivile Zwecke genutzt wird. Russland hat in seinen offiziellen Stellungnahmen nur die Angriffe auf diese Brücken als terroristische Akte bezeichnet und damit implizit anerkannt, dass die strategischen Bomber legitime militärische Ziele waren. Das kommt in unseren ÖRR-Medien nicht so rüber. Bei Trump auch nicht.

    Ich kann den russischen Standpunkt verstehen, dass sie sich mit einem zunehmend auf terroristische Methoden zurückgreifenden Gegenüber konfrontiert sehen. Die von Russland in Aussicht gestellte Eskalation hat Ihren Anlass genau in dieser Dimension.

    Antworten

    • Skyjumper
      5. Juni 2025 @ 10:37

      Auch wenn ich die Hipp-Hipp-Hurra Meldungen in unseren ÖR Medien überhaupt nicht gutheißen möchte, aber die russischen Statements finde ich auch nicht richtig.

      Es herrscht Krieg. Und im Krieg gibt es keine zivile Infrastruktur. Keine zivilen Brücken, keine zivilen Bahnstrecken-Bahnhöfe, keine zivilen Strom- oder Internetanlagen.

      Ich erwarte von den Kriegsparteien dass sie auf die Zivilbevölkerung größtmögliche Rücksicht nehmen, aber sicher nicht auf Infrastrukturobjekte die dem Krieg dienen oder auch nur dienen könnten. Das tut Russland im übrigen auch nicht. Weder bei den Angriffen auf die Energieversorgung (auch weit im Westen der Ukraine), noch bei den Angriffen auf die Hafenanlagen im Bereich Odessa.

      Die Differenzierung die Putin hier versucht vorzunehmen ist scheinheilig. Man könnte auch sagen es handelt sich um einen Framing-Versuch. Das konnte man im übrigen auch bereits beobachten als Russlands Medien versuchten den Angriff als Schlag gegen die atomaren Fähigkeiten Russland zu fokussieren. Ja, das traf durchaus zu, aber die getroffenen Flugplätze und Flughäfen sind eben auch unmittelbar an die Luftangriffen auf die Ukraine beteiligt gewesen.

      Dennoch ist dieser in meinen Augen zwar legitime Angriff natürlich eine besorgnisserregende Eskalation des Krieges. Je häufiger und erfolgreicher Russland im Hinterland angegriffen wird, um so intensiver werden die russischen Bemühungen werden die ukrainischen Fähigkeiten für solche Angriffe zu zerstören. Die zivilen Opferzahlen in der Ukraine werden leider absehbar ansteigen.

      Antworten

    • Helmut Höft
      5. Juni 2025 @ 11:03

      @Stef
      Was die mediale Berichterstattung anbetrifft, FACK: Die übliche Propaganda diesseits.

      Ergänzung: Was die frei rumstehenden russischen Bomber anbetrifft: Das könnte auch eine Folge der – inzwischen von den USA gekündigten – Abrüstungsverträge sein: Zur Kontrolle per Satellit war wohl vereinbahrt, diese offen zur Schau … äh, zur Kontrolle, aufzustellen. Bei dieser Angewohnheit scheint es wohl geblieben zu sein. …

      Und hier heißt es in den Medien: “Nee, was sind die Russen doof, stellen die doch ihre Bomber frei und ungeschützt ins Gelände.”

      Antworten

      • Erneuerung
        5. Juni 2025 @ 19:12

        Das mag alles richtig sein, aber was den Krieg beenden könnte, wäre einzig und allein die Ursachen des Krieges zu analysieren und zu beseitigen. Dieser Schlag und die Zerstörung der Bahnbrücken dient mit Sicherheit nicht dazu, man möchte Eskalation, also wird sie kommen. Ich bin nur stark im Zweifel, ob sich die Eskalierenden in Sicherheit wiegen können, der Michel vor dem Giftdisplay (Fernseher) mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Zwar hat sich die Vernichtung Deutschlands am Ende des 2. Weltkrieges auch auf einige Regionen, Städte und eine relativ kurze Zeit beschränkt (in der Endzeit des Krieges gab es vielfach noch normales Leben, z.B. wurde auch der Film ” die Feuerzangenbowle” in dieser Zeit gedreht und gezeigt), aber damals war doch noch einiges besser kalkulierbar als jetzt. Wer sagt denn, das die Oreshniks in Schrobenhausen einschlagen werden, vlt. findet ja die Produktion der Taurus nun woanders statt und der Russe weiß das, oder Wiebaden ist zumindest nicht allein Nato-Steuerpult, sondern z.B auch diverse unscheinbare Häuschen der Telekom. Ich verrichtete meinen Grundwehr-Zwangsdienst in der DDR an einem Standort, wo kleine Villen 7 Kelleretagen hatten, und das war streng geheim. Man sagte früher, Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, das ist nun scheinbar egal, das Porzellan ist eh zerschlagen.

  • Was sagen Sie dazu?



    Info: https://lostineu.eu/drei-brisante-news-zum-krieg-um-die-ukraine/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    06.06.2025

    Blut, Drogen, Sex, Magie: Warum Aleister Crowley als Erfinder des modernen Satanismus die Nachwelt in Atem hält

    esquire.de, vom 6. Juni 2025, Dominik Schmidt


    Er führte ein Leben, das man mitnichten als normal bezeichnen kann: Aleister Crowley war Bergsteiger, Maler, Schriftsteller und Schachgenie. Aber auch Okkultist, Sektengründer, Drogen-Experimentator und Polyamorer, bevor dieser Begriff überhaupt modern war. Er sah sich als Prophet und Heiland, andere verdammten ihn als Antichristen. Um Crowley, der sich selbst das "Große Tier 666" nannte, ranken sich auch fast 80 Jahre nach seinem Tod viele Legenden, die einige bekannte Namen aus der Popkultur anzogen, darunter auch die Beatles. Dabei bewegt sich die gigantische Mythenbildung um Aleister Crowley an manchen Stellen im Absurden. So wurde Crowley unter anderem Sodomie, Mord und rituelle Vergewaltigungen vorgeworfen, er soll sogar das Blut von Säuglingen getrunken und einige seiner Frauen auf dem Gewissen haben. Nicht alles ist erfunden.


    Aleister Crowley: Vom Profi-Bergsteiger zum Satanismus-Gründer


    Aleister Crowley war ein Meister der Selbstinszenierung und bastelte noch zu Lebzeiten an seiner Legende, indem er sich ständig andere Namen gab und neue Rollen erfand. Der Okkultist war davon überzeugt, bereits früher einmal gelebt zu haben. Umgekehrt behaupten einige seiner Anhänger*innen bis heute, sie seien die Inkarnation des Meisters. Crowley war aber nicht nur Magier und Religionsgründer, sondern auch einer der besten Schachspieler seiner Zeit und ein bekannter Bergsteiger, trotz Asthma.

    Zwischen Sex, Drogen und Magie: Das absurde Leben des Aleister Crowley

    Doch der Reihe nach: Aleister Crowley wurde am 12. Oktober 1875 im englischen Leamington Spa geboren, laut Eigendarstellung als das "Große Tier 666" aus der Johannes-Offenbarung. Seine strenggläubigen Eltern ließen ihn auf Edward Alexander Crowley taufen. Der junge Crowley wurde in ein erzkonservatives Internat geschickt, das Kinder für geringe Vergehen mit Isolation bestrafte. Er verbrachte dort eineinhalb Jahre allein, unter anderem, weil er sexuell aktiv war – mit Mädchen und Jungen. Für seine Eltern der Albtraum. Seine Mutter schimpfte ihn deshalb nach der Johannes-Offenbarung in der Bibel "Bestie", als Sinnbild für den Teufel – ähnlich wie die Mutter von Serienkiller Ed Gein.

    Den Namen Aleister gab er sich mit 20, als er ein geisteswissenschaftliches Studium begann. Als Student und begnadeter Schachspieler experimentierte er mit seinen bisexuellen Neigungen, probierte sich in "sexualmagischen" Praktiken ("Sex Magick") aus und riskierte dadurch eine Gefängnisstrafe wegen "Unzucht". Crowley war ein schlauer Kopf, doch Schach und Studium ödeten ihn bald an. Er gab beides auf. Als sein Vater, ein Brauereibesitzer, starb und ihm ein beachtliches Vermögen vererbte, musste er sich keine Sorgen mehr machen. Das Geld nutzte Crowley für zahlreiche Reisen. Anstelle der Uni rückte sein erster Kult, der esoterische "Hermetic Order of the Golden Dawn". Es folgten sein eigener Geheimbund, der "Astrum Argenteum", und natürlich die eigene Religion "Thelema".



    Den ersten Ruhm erlangte Aleister Crowley tatsächlich als Profi-Bergsteiger. Er erklomm den Eiger im Alleingang und begleitete Oscar Eckenstein bei seinem Erstbesteigungsversuch des K2. Sie stellten sogar einen Rekord auf. Doch seinen guten Ruf verspielte Crowley sehr schnell, denn er wurde für seine Skrupellosigkeit bekannt – beim Klettern nahm er auch Tote in Kauf. Auf seinen Bergsteiger-Touren in Asien und Mexiko tauchte er in religiöse, teils obskure Strömungen ab und entnahm ihnen Ideen, die er später in seinen eigenen Kult einfließen ließ.

    Thelema und Sex, Sex, Sex: Aleister Crowley und seine Religionen

    Der Meister war schon immer davon überzeugt, zu etwas Höherem berufen worden zu sein. Crowleys zahlreiche Reisen und seine Berührungen mit esoterischen Ideen bekräftigten ihn in der Überzeugung, er sei eine Art Messias. Das Christentum hasste er und grundsätzlich galt es, die großen Religionen zu zerschlagen. Der Moment der Erleuchtung ereilte ihn schließlich 1904 in Ägypten. Auf der Hochzeitsreise mit seiner Frau Rose stand Aleister Crowley in einem Museum in Kairo vor einer Säule mit der Nummer 666. Dort empfing er Botschaften des Geistwesens Aiwass. Er schrieb innerhalb von drei Tagen sein Buch Liber Legis ("Das Buch des Gesetzes") – oder zumindest behauptete er das. Den Inhalt flüsterte ihm angeblich Aiwass zu. Die zentrale Botschaft lautete: "Tu, was du willst. Dies soll das ganze Gesetz sein." Woraus Crowley seine Religion des Thelema (griechisch für 'Wille') ableitete.

    Der selbsternannte Schriftsteller war der Meinung, dass es in der narzisstischen Ideenwelt keine Götter neben den Menschen geben könne, sodass der Mensch sich selbst vergöttern muss. Ergo wurde aus Aleister Crowley ein Gott. Wie seine Botschaft zu verstehen war und ist, bleibt umstritten. Als Aufruf, den eigenen Geist zu erkunden, glauben die einen. Seine Gegner interpretieren die Worte als Anleitung zum hemmungslosen Hedonismus und Egoismus – und sehen das als ersten Schritt hin zum Satanismus. Schnell scharrte Crowley Anhänger*innen um sich, leitete diverse Geheimbünde und knüpfte Kontakte in ganz Europa. Er versuchte außerdem, mit Engeln und Dämonen in Kontakt zu treten. Die High Society liebte ihn, die Presse prügelte auf ihn ein. Als Crowley starb, stand auf einer Zeitung "Der böseste Mann der Welt ist tot". Sie warfen ihm Teufelsanbetung und Kindstötung vor. Nachweisen konnten sie dem selbsternannten Guru wenig.



    1907 gründete Aleister Crowley seinen eigenen geheimen Orden "Astrum Argenteum", auch "A∴A∴" oder "Orden des silbernen Sterns" genannt. Seine Jünger*innen führte er 1920 in ein sizilianisches Dorf. Die männlichen Mitglieder hatten kahle Köpfe, bis auf eine sogenannte Phalluslocke auf der Stirn. Die weiblichen Mitglieder mussten hellblaue Roben mit Kapuze tragen und sich die Haare rot oder golden färben. Alle Anhänger*innen führten ein magisches Tagebuch, das sie Crowley zeigen mussten. Privatsphäre gab es nicht.

    Auf dem Anwesen in Sizilien fanden auch bizarre, sexuelle Riten statt. In einer speziellen Art der Meditation wurden die Beteiligten aufgefordert, Selbstbefriedigung zu praktizieren, sexuelle Handlungen miteinander auszuführen und Demütigungen zu ertragen. Auf dem höchsten Erleuchtungsgrad spielte Analsex eine entscheidende Rolle. Angeblich mussten die Mitglieder sogar das Blut toter Katzen trinken, eine Frau soll Sex mit einem Ziegenbock gehabt haben. Niemand durfte von sich als "Ich" sprechen. Nur dem Meister selbst war das vorbehalten. Wer die Regel brach, musste sich das Wort "Ich" in den Arm ritzen. Und das waren noch die "harmloseren" Praktiken!


    Aleister Crowley und die Frauen


    Crowley hinterließ in seinem Leben eine traurige Spur von seelisch zerstörten und misshandelten Frauen. Verheiratet war er mehrmals, doch seinen Frauen brachte er kein Glück: Eine wurde alkoholabhängig und lebte mit schwerer Demenz in einer Nervenheilanstalt. Eine andere verbrachte ihre letzten 30 Lebensjahre ebenfalls in einer Anstalt, eine dritte trank sich zu Tode und eine weitere beging Suizid. Mehrere seiner Kinder überlebten nicht – und die, die noch da waren, interessierten ihn kaum. Viele seiner Liebhaber*innen verließen ihn wegen seiner sadomasochistischen Vorlieben.


    Aleister Crowleys Einfluss auf die Popkultur: Beatles und Jimmy Page bekennende Fans


    So abwegig seine Story, schmückten sich selbst Größen der Popkultur gern mit dem Werk Aleister Crowleys, das sich mit den bestimmenden Themen Sex, Drogen und Magie natürlich bestens als Inspirationsquelle eignete. Die Beatles zeigten Crowley beispielsweise auf dem ikonischen Cover ihres Konzeptalbums Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band, David Bowie sang über ihn und verkleidete sich einst gar als Crowley und auch die Rolling Stones interessierten sich für dessen Okkultismus. Ihr Frontmann Mick Jagger war sogar für die Rolle des Aleister Crowley in einer Biopic-Verfilmung vorgesehen, die dann jedoch nicht zustande kam.



    Ozzy Osbourne ist ebenfalls ein bekennender Fan. Der Musiker las mehrere Bücher des Okkultisten und widmete ihm mit Mr. Crowley einen eigenen Song auf seinem Album Blizzard of Ozz. Auch John Frusciante, stilprägender Gitarrist der Red Hot Chili Peppers, befasst sich auf einigen seiner Solosongs mit Crowleys Arbeit, nachdem er sich mit dessen literarischen Werken auseinandergesetzt hatte. Zudem scheint der Titel des Chili-Peppers-Albums Blood Sugar Sex Magik wohl eine Anspielung auf Crowleys sexualmagische Riten zu sein, die er selbst als "Sex Magick" bezeichnete.

    Besonders scheint es Crowley Led-Zeppelin-Gitarrist Jimmy Page angetan zu haben. Page ist nicht nur als Saitenmagier der legendären Rockband, sondern auch für sein Interesse an Mystik und Esoterik berühmt. In den 1970er-Jahren sammelte er Bücher, Manuskripte und Artefakte, die mit Okkultismus und Alchemie zu tun hatten. Page war sogar der Besitzer eines Buchladens namens "The Equinox", der nach einer Publikationsreihe von Aleister Crowley benannt wurde. Besonders bemerkenswert ist, dass Jimmy Page das schottische Anwesen Boleskine House kaufte, das einst Crowley gehörte. Diese abgelegene Residenz am Loch Ness war der Ort, an dem Crowley seine okkulten Aktivitäten und Rituale durchführte. Pages Kauf des Anwesens wurde sofort mit seiner Faszination für Crowley und den Spekulationen über okkulte Aktivitäten in Verbindung gebracht. Diese Verbindung sowie die mystisch-dunkle Ästhetik von Led Zeppelin nährten in der Öffentlichkeit sogar die obskure Theorie, Page habe einen "Pakt mit dem Satan" geschlossen.

    Zu James-Bond-Erfinder Ian Fleming pflegte Crowley eine Freundschaft. Fleming, selbst Geheimagent, versuchte sogar während des Zweiten Weltkriegs, Crowley in den britischen Nachrichtendienst zu holen, um den Hitler-Vertrauten Rudolf Heß zu verhören. Fleming soll auch seinen Bösewicht Le Chiffre nach Crowley inszeniert haben.

    Daneben teilte der Okkultist seinen Hang zu psychedelischen Drogen unter anderem mit dem Schriftsteller Aldous Huxley (Schöne neue Welt), den er 1930 in Berlin bei einem gemeinsamen Essen angeblich zur Droge Peyote überredete, sowie dem LSD-Guru Timothy Leary, der als selbsternannter Nachfolger Crowleys teilweise dessen Arbeit weiterführte.


    Aleister Crowleys Vermächtnis


    Am 1. Dezember 1947 starb Aleister Crowley verarmt und drogenabhängig im englischen Hastings an einer Lungenentzündung. Seine letzten Worte geben seinen Anhängern allerdings wieder Rätsel auf: "I am perplexed", soll er gesagt haben. Seiner Nachwelt vermachte er mehr als 80 Veröffentlichungen, zahlreiche Skizzen und Gemälde sowie einen Tarot-Kartensatz.

    Crowleys weitreichender Einfluss ist noch heute stark bei seinen Anhänger*innen. Sein Mythos ist eine unheilvolle Inspirationsquelle nicht nur für den Neo-Satanismus. Charles Manson, Kopf der mörderischen Manson Family, bediente sich großzügig an den Ideen von Liber Legis, Scientology-Gründer L. Ron Hubbard soll das ebenfalls getan haben. Auch Hippies der New-Age-Bewegung fanden Gefallen an Crowleys "Tu, was du willst"-Gesetz. Das Prinzip der freien Liebe fand auch bei ihnen Anklang. So ist die heutige Esoterik ohne Aleister Crowleys geistiges Vermächtnis kaum denkbar. An dieser Stelle sei an das Fresko im zentralen Saal auf dem sizilianischen Anwesen mit den Versen erinnert: "Stich dein dämonisches Lächeln in mein Gehirn / Tauch mich ein in Kognak, Mösensaft und Kokain".


    Foto: Keystone, GETTY IMAGES

    Erreichbar unter der Nummer "666": Aleister Crowley führte ein, sagen wir mal, wildes Leben.


    Foto: Hulton Archive, GETTY IMAGES

    Die höchste Instanz: Aleister Crowley duldete keine anderen Götter neben sich.


    Foto: Underwood Archives, GETTY IMAGES

    Eigene Definition von "Magier": Was in Aleister Crowley wirklich vor sich ging, wusste womöglich nicht einmal er selbst.


    Foto: EMI/Universal

    Der Zweite von links in der hintersten Reihe: Aleister Crowley auf dem Sgt. Pepper's-Cover der Beatles.


    Info: https://www.esquire.de/news/gesellschaft/aleister-crowley-satanismus-erfinder-leben?utm_source=firefox-newtab-de-de


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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