12.03.2023

Nix mit Transparenz: Der Reichstag ist die bestgeschützte Baugrube der Welt

freeassange.rtde.live, 12 Mär. 2023 12:38 Uhr, Von Dagmar Henn

Besucher sind gefährlich, besonders im Deutschen Bundestag. Da reicht die Trennung zwischen Besucher- und Abgeordnetenbereich nicht aus, und auch keine Flughafenschleuse. Jetzt wurde in Berlin noch eins draufgesetzt mit weiteren Kontrollen.


Quelle: www.globallookpress.com © Fabian Sommer / dp


Der Reichstag als Baustelle (Bild)


Zitat: Der Bundestag ist, ganz im Gegensatz zu dem, was anlässlich des vermeintlichen "Sturms" durch "Reichsbürger" erzählt wurde, mitnichten offen zugänglich. Besucher müssen nicht nur vorab namentlich angemeldet werden, sie müssen auch durch eine Sicherheitsschleuse wie an Flughäfen. Das gilt sowohl für den Haupteingang als auch für Besuche in den Abgeordnetenbüros.

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Meinung

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Mit der Transparenz, für die einmal die gläserne Kuppel stehen sollte, die der Architekt Norman Foster für den wiederhergestellten Bau entworfen hat, hat das nicht mehr allzu viel zu tun. Denn den Genuss dieser Transparenz muss man sich erst einmal verdienen. Die Furcht der Abgeordneten vorm Volk ist so groß, dass inzwischen "stichprobenartig anlassunabhängige Sicherheitskontrollen", also vermutlich komplette Durchsuchungen, erlaubt sein sollen. So hat das der Ältestenrat des Bundestags jüngst beschlossen. Und weil eine ehemalige AfD-Abgeordnete am Rollator-Putsch beteiligt sein soll, müssen jetzt selbst ehemalige Bundestagsabgeordnete eine "Zuverlässigkeitsüberprüfung" über sich ergehen lassen, ehe sie die heiligen Hallen betreten dürfen.


Das alles reicht natürlich nicht. Da ist auch noch der bereits 2018 beschlossene Graben in petto, der ab 2025 bis 2029 verwirklicht werden soll. "Was, ab 2025? Für einen zehn Meter breiten und 2,5 Meter tiefen trockenen Graben? Sowas zieht ein vernünftiger Baggerfahrer an zwei Tagen", höre ich schon das empörte Publikum raunen.


Selbstverständlich geht sowas schneller. Aber zum einen soll der Graben ja nicht sichtbar sein; das Gelände soll weiterhin so tun, als wäre es zugänglich, es aber nicht sein. Und zum anderen steht der Bundestag schließlich in Berlin. Da sind fünf Jahre für so einen Graben gewissermaßen die kulturell vorgegebene Unterkante.


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Populisten würden sicher fordern, der Graben solle mit Wasser gefüllt sein, damit Berlin wenigstens ein kostenloses Freibad davon hätte. Aber ehrlich – kostenlose Freibäder passen weder zu dieser Stadt noch zu dieser Bundesregierung. Eine immerwährende Baugrube allerdings schon. Sie werden es schon noch schaffen, die Fertigstellung weiter zu verzögern und währenddessen die Baukosten zu verdreifachen. Selbst wenn keine Zauneidechsen gefunden werden sollten oder ein preußischer Pickelhelm eine Ausgrabung erforderlich macht.


Mit etwas Geschick könnte man das schlammige Loch zum Kunstwerk erklären oder seine Gestaltung jährlich neu ausschreiben. Mal ein Getreidefeld zur Erinnerung daran, dass auch Habecks Geschwätz nicht satt macht, oder eine Cannabisplantage (wofür die stehen könnte, weiß ich nicht, aber die Berliner freut das sicher). Auch als Stellfläche für die Zelte Berliner Obdachloser könnte die Grube geeignet sein, wenn man ein paar Treppen einbaut.


Bedauerlich nur, dass Abgeordnete üblicherweise den Zugang durch den Tunnel und nicht durch den Haupteingang wählen. Sonst hätte eine Schlammgrube auf dem Weg zum Parlament zumindest einen Vorteil: Für eine kurze Zeit hätten auch Berliner Abgeordnete wieder etwas Bodenhaftung. Aber leider eben erst frühestens 2025.


Mehr zum Thema - Mali nicht dem Russen überlassen: Bundestagsdebatte zur Afrika-Politik


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12.03.2023

Fachkräfte kommen nicht nach Deutschland – sie verlassen in Scharen das Land

deutsche-wirtschafts-nachrichten.de, 12.03.2023 00:05 , Matthias Weik

Bestseller-Autor Matthias Weik beschreibt die bittere Realität eines Landes, das den Anschluss an die Weltspitze verloren hat – und weiter abzurutschen droht.


 Bundeskanzler Scholz wirbt in Indien um Fachkräfte. (Foto: dpa)


Der Personalmangel in Deutschland verschärft sich kontinuierlich. Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen hat Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer geht davon aus, dass in Deutschland rund zwei Millionen Arbeitsplätze vakant bleiben und das bei über 2,6 Millionen Arbeitslosen. Bereits 2022 fehlten in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – kurz: MINT – mehr als 340.000 Arbeitskräfte.


Dem Branchenverband Bitkom zur Folge fehlt für die Digitalisierung der Wirtschaft immer mehr Personal. Branchenübergreifend fehlen IT-Fachkräfte. Anfang 2022 berichtete Bitkom von 96.000 offenen Stellen für IT-Fachkräfte. Ende 2022 waren es Statista zufolge bereits 137.000 IT-Fachkräfte. Die Boston Consulting Group erwartet unter Bezugnahme auf den Future of Jobs-Report, dass Deutschland bis zum Jahr 2030 rund 1,1 Millionen Fachkräfte in Informatik und Mathematik fehlen werden. Ohne Fachkräfte gibt es keine Energiewende und obendrein droht ein massiver Wirtschaftseinbruch, ein Verlust an Wertschöpfung und Wohlstand.


Deutschland benötigt dringend Fachkräfte, doch um eben diese ist ein globaler Wettbewerb entbrannt. Verlassen global gefragte hochqualifizierte Expertinnen und Experten ihre Familie, ihren Freundes- und Kulturkreis und ihre Heimat, dann machen sie dies vorwiegend, um Geld zu verdienen und ihren Familien ein bestmögliches Umfeld zu ermöglichen.


Warum sollten sie ausgerechnet nach Deutschland kommen?


Ein Land dessen Sprache sie zumeist nicht sprechen und in dem in dem ein leistungträgerfeindliches und international nicht wettbewerbsfähiges Steuersystem herrscht. Hohe Arbeitskosten machen den Wirtschaftsstandort Deutschland für Arbeitgeber unattraktiv – und niedrige Nettoeinkommen der Arbeitnehmer für dringend benötigte Fachkräfte aus dem Ausland ebenso.

Deutschland hat heute bereits mit die höchste Steuer- und Abgabenlast weltweit. Während in Deutschland der Spitzensteuersatz bei 42 Prozent liegt und bereits für Einkommen über 55.961 Euro pro Jahr anfällt und Einkommen ab 274.613 Euro pro Jahr mit 45 Prozent besteuert werden, sieht der Sachverhalt beispielsweise in den USA grundlegend anders aus.


In den USA werden zum Beispiel die Einkommen von Singles von über 89.075 bis 170.000 US-Dollar mit 24 Prozent, Einkommen über 170.050 bis 215.949 US-Dollar mit 32 Prozent über 539.899 USD mit 35 Prozent besteuert. Der Spitzensteuersatz von 37 Prozent greift erst ab 539.900 USD. Gegenwärtig verdienen Informatiker in der Schweiz und den USA doppelt so viel oder auch oftmals noch wesentlich mehr wie in Deutschland bei wesentlich geringerer Steuerlast.

Warum sollten hochqualifizierte Fachkräfte nach Deutschland einwandern?

Ein Land mit einem schlechteren Forschungsumfeld als beispielsweise in den USA, der Schweiz oder Australien? In ein Land, welches sich nicht durch Unternehmer- und Gründerfreundlichkeit auszeichnet. Ein Land mit einer zermürbenden und ungenügend digitalisierten Bürokratie (bei der Digitalisierung des öffentlichen Dienstes schneidet Deutschland schlechter als Griechenland ab), die Jobs vernichtet und neue Technologien und Innovationen verhindert. Kurzum, die den Standort Deutschland unattraktiv macht.


Warum sollten sie in ein Land einwandern, das auf dem globalen Kriminalitätsindex nur 43. Platz belegt, in dem Polizei und Rettungskräfte angegriffen werden, in dem sich noch ein Drittel der Frauen und 60 Prozent der Männer nachts ohne Begleitung im öffentlichen Personennahverkehr »sehr sicher« oder »eher sicher« fühlen, in dem Freibäder von Securities bewacht werden müssen und die Eingänge von Weihnachtsmärkten von Pollern geschützt werden müssen.


Warum sollten sie ihr Land verlassen und in ein Land einwandern, das bildungstechnisch den Anschluss verpasst hat, in dem der Anteil Jugendlicher ohne grundlegende schulische Fähigkeiten dem ifo Institut für Wirtschaftsforschung zufolge bei 23,8 Prozent liegt, in dem weniger als 44 Prozent der Schulleiter ihre Lehrkräfte für technisch und pädagogisch kompetent halten, um neue Technologien sinnvoll in das Unterrichtsgeschehen zu integrieren und in dem sich keine einzige Universität unter den 49 besten Universitäten der Welt befindet?


Welche global gefragte Expertin und Experte beabsichtigt in ein Land einzuwandern, in dem das Gesundheits- und Altenpflegesystem auf Kante genäht ist und in Zukunft der Pflegekollaps in Krankenhäusern und Altenheimen droht. Ein Land, in dem in den letzten Jahrzehnten Millionen un- und geringqualifizierte Menschen einwanderten, während Hunderttausende Hochqualifizierte auswanderten – drei Viertel der Auswanderer aus Deutschland haben eine Hochschulausbildung.


In einem Land, dessen »Energiewende« seinen Bürgern und der Wirtschaft jahrelang mit die höchsten Strompreise weltweit beschert und dem Wirtschaftsstandort Deutschland geschadet hat – mit dem Resultat, dass im November und Dezember 2022 der meiste Strom durch die als CO2- Dreckschleudern bekannten Kohlekraftwerke erzeugt wurde.


Ein Land, das im Vergleich mit seinen großen Wirtschaftskonkurrenten USA und China immer teurer wird und kontinuierlich an Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit verliert, und dem eine Deindustrialisierung von nie da gewesenem Ausmaß droht. Ein Land, mit maroden Straßen, Brücken, Schienennetzen, Weichen, Wasserwegen, Schleusen, schlechten Internetanbindungen, unpünktliche Züge und aus dem Ende 2022 kein einziges der wertvollsten 100 Börsenunternehmen mehr stammte. 62 stammen aus den USA mit acht Unternehmen unter den Top 10. 15 stammten aus China.


Alle Länder Europas kommen zusammen ebenfalls auf 15 Unternehmen. Fünf davon kommen aus Frankreich, vier aus Großbritannien, drei aus der Schweiz und jeweils eines aus Dänemark, Irland und den Niederlanden.


Warum sollen sie nach Europa kommen, einen Kontinent, der 2007 noch die dominierende Weltregion an den Börsen war und der seinen Zenit längst überschritten hat. 2007 kamen 46 der 100 größten Unternehmen der Welt aus Europa, aus den USA waren es lediglich 32 und aus Asien nur 17.


Weshalb sollen sie in ein Land immigrieren, dessen Kaufkraft seiner Währung sukzessive schwindet, und die Sparguthaben und Altersvorsorge seiner Bürger tagtäglich pulverisiert. Deren Notenbank ihren Kernauftrag der Geldwertstabilität nicht einmal ansatzweise erfüllt. Allein in den letzten fünf Jahren hat der Euro gegenüber dem US-Dollar und Schweizer Franken 14 Prozent verloren hat. Dessen Währung zusehends zu einer Weichwährung verkommt, während der US-Dollar nach wie vor unumstritten die dominierende Währung auf dem Weltmarkt für Gas, Öl und zahlreiche weitere Waren. Für ein rohstoffarmes Land wie Deutschland bedeutet ein schwacher Euro dementsprechend importierte Inflation.


Ein Land, in dem ideologische Denkweisen in der Politik oftmals rationales Denken und Realitätssinn verdrängt haben und in dem zahlreiche Politiker von der Vision beseelt sind, die Welt zu retten, und mit moralisch erhobenem Zeigefinger versuchen, ebendiese zu bekehren ohne zu erkennen, dass die deutsche Energie-, Steuer-, Digitalisierungs- und Migrationspolitik im internationalen Kontext längst nicht mehr als richtungsweisend wahrgenommen wird.


Somit ist es nicht verwunderlich, dass Deutschland unter ausländischen Fachkräften als nicht attraktiv gilt. Ferner fühlen Fachkräfte sich in Deutschland nicht sonderlich wohl. Laut einer Umfrage des größten globalen Expat-Netzwerks InterNations von Ende 2022 zufolge belegt Deutschland weit abgeschlagen den 42. von 52 ausgewiesenen Rängen.


Die dringend benötigten hoch und höchstqualifizierten Fachkräfte werden mit Sicherheit nicht in hoher Anzahl nach Deutschland kommen. Obendrein werden auch zukünftig bestens ausgebildete junge Menschen Deutschland den Rücken kehren. Deutschland ist einerseits attraktiv für un- und niedrigqualifizierte Menschen, und andererseits unattraktiv für hoch und höchstqualifizierten Fachkräfte. Sollte die Politik in puncto Migrations-, Energie-, Digitalisierungs- und Bildungspolitik weiter wie bisher agieren und sollte Deutschland ein Hochsteuerland bleiben, so wird sich das Problem des Fachkräftemangels, übrigens nicht nur im besonders zukunftsträchtigen IT-Bereich, mit Gewissheit nicht lösen lassen.

*****

Matthias Weik befasst sich seit über zwei Jahrzehnten mit dem Thema Finanzen. Er zählt seit Jahren, mit fünf Bestsellern in Folge zu den verlässlichsten Bestseller-Autoren im Bereich Wirtschaft und Finanzen. Am 29.03.2023 erscheint sein sechstes Buch „Die Abrechnung“. Matthias Weik bezeichnet sich selbst nicht als Pessimist, Optimist oder gar Alarmist, sondern als Realist.


Web: www.matthias-weik.com

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Info: https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/702608/Fachkraefte-kommen-nicht-nach-Deutschland-sie-verlassen-in-Scharen-das-Land


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

12.03.2023

EU: russische Vermögenswerte / Sanktionen

aus e-mail von Doris Pumphrey, 12. März 2023, 15:20 Uhr


https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/702636/EU-scheitert-bei-Enteignung-russischer-Milliardaere

11.3.2023

*EU scheitert bei Enteignung russischer Milliardäre


*Schätzungen zufolge haben sanktionierte russische Staatsbürger massive

Vermögen in der EU. Doch die Mitgliedsstaaten haben bisher nur einen

Bruchteil gefunden.


Der Europäischen Union gelingt es offenbar nicht, die Vermögenswerte

russischer Milliardäre ausfindig zu machen und einzufrieren, gegen die

sie im Rahmen des Kampfes gegen Russland Sanktionen verhängt hat. Sie

hat bisher nur etwa 20,9 Milliarden Euro an Vermögenswerten eingefroren,

wie Bloomberg

<https://www.bloomberg.com/news/articles/2023-03-09/eu-stalls-in-search-for-sanctioned-russian-billionaires-assets

berichtet. Im Oktober hatte die EU schon etwa 17,4 Milliarden Euro

eingefroren.


Während Belgien und Luxemburg russische Vermögen in Milliardenhöhe

eingefroren haben, melden andere EU-Staaten nur geringfügige Zahlen.

Griechenland etwa hat eigenen Angaben zufolge nur 212.201 Euro

eingefroren, und Malta meldete nur 222.470 Euro. EU-Beamte gehen davon

aus, dass es noch wesentlich mehr Vermögenswerte sanktionierter

russischer Personen gibt.


Im Jahr 2019 wurden die russischen Direktinvestitionen in der

Europäischen Union laut offiziellen Statistiken auf 136 Milliarden Euro

geschätzt. Über Bankkonten russischer Staatsangehöriger sowie über

Immobilien und andere Portfolios dürften jedoch noch viele weitere

Milliarden in die EU geflossen sein. Allerdings werden nicht alle

russischen Gelder, die in die EU geflossen sind, mit sanktionierten

Personen in Verbindung gebracht, und tatsächlich ist es nicht immer

einfach, sie zu identifizieren, da die eigentlich zu sanktionierenden

Vermögenswerte oft hinter komplexen Unternehmensstrukturen oder

Vermittlern versteckt sind.


Die EU hat fast 1.500 Personen mit Sanktionen belegt, den Export von

Hunderten von Waren und Technologien eingeschränkt und viele wichtige

Einnahmequellen Moskaus ins Visier genommen. Doch offenbar verfügt die

EU noch immer über keinen wirksamen Mechanismus zur Durchsetzung dieser

Maßnahmen.


Ein Sprecher der EU-Kommission, Christian Wigand, sagte, dass sich die

Summe der in der EU eingefrorenen Vermögenswerte seit April 2022 mehr

als verdreifacht habe. Er fügte hinzu, dass sich die EU auf die von den

Mitgliedstaaten bereitgestellten Informationen stützt und dass die

Häufigkeit der von den Staaten bereitgestellten Daten uneinheitlich ist.

Die bisherigen Bemühungen der EU haben nicht viel gebracht. Im jüngsten

zehnten Sanktionspaket einigten sich die EU-Staaten immerhin auf die

Einführung einiger obligatorischer Meldepflichten für Banken und andere

Wirtschaftsbeteiligte, verzichteten aber auf eine Verhängung von

Geldstrafen bei Verstößen.


Derzeit sind bei den Gerichten der EU Dutzende von Klagen russischer

Bürger anhängig, die versuchen, Zugriff auf ihre eingefrorenen Gelder zu

erhalten. Am Mittwoch erklärten die EU-Richter die Aufnahme der

achtzigjährigen Mutter des Gründers der Wagner-Gruppe, Jewgeni

Prigoschin, in die Liste der sanktionierten Personen für nichtig.


Vor einem Jahr richtete die EU eine Taskforce "Einfrieren und

Beschlagnahmen" ein, um die Koordinierung zwischen den Mitgliedstaaten

zu verbessern, die weiterhin für die Durchsetzung der EU-Sanktionen

zuständig sind. Diese Taskforce soll untersuchen, wie das Straf- und

Steuerrecht für den Wiederaufbau der Ukraine genutzt werden kann

Sie wird "an der Spitze eines wichtigen Teils" der von der EU-Kommission

bereits begonnenen Arbeit stehen, "um stillgelegte öffentliche

Vermögenswerte zu kartieren und aufzuspüren", sagte Justizkommissar

Didier Reynders im letzten Monat. "Dies ist notwendig, um bei unseren

Überlegungen über die mögliche Verwendung solcher Vermögenswerte

voranzukommen."


Die EU arbeitet auch an neuen Regeln, um die Umgehung von Sanktionen

unter Strafe zu stellen, und prüft die Möglichkeit, das von den

Mitgliedstaaten bereits eingefrorene russische Zentralbankvermögen in

Höhe von mehreren Milliarden Euro für den Wiederaufbau der Ukraine zu

verwenden.



https://www.euractiv.de/section/eu-aussenpolitik/interview/borrell-zu-russland-sanktionen-ausgeschoepft-weitere-unterstuetzung-noetig/

10.3.2023

*EU-Chefdiplomat: Optionen bei Russlandsanktionen langsam erschöpft


*„Was die Sanktionen angeht, gibt es nicht mehr viel zu tun, aber wir

können die finanzielle und militärische Unterstützung weiter ausbauen“,

sagte Borrell gegenüber EURACTIV in Stockholm nach einem Treffen der

EU-Verteidigungsminister. „Es wäre seltsam, wenn ein Jahr nach Beginn

der Invasion noch viel weitere Optionen übrig wären. Wir haben unser

schrittweises Vorgehen angewandt, und wir sind schrittweise vorgegangen

– vielleicht manchmal zu schrittweise“, fügte er hinzu.


Im vergangenen Jahr hat die EU zehn Sanktionspakete gegen Moskau

beschlossen, um die Finanzierung des Krieges zu erschweren und Russland

den Zugang zu technischer Ausrüstung und Ersatzteilen für Waffen zu

verwehren, die gegen die Ukraine eingesetzt werden sollen. „Aber ein

Jahr nach der Invasion sind wir in der Tat am Ende der Leiter

angelangt“, gab Borrell zu, als er nach den nächsten möglichen Schritten

gefragt wurde, die die Union als Reaktion auf Russlands Invasion in der

Ukraine unternehmen könnte.

„Die Antwort ist immer die gleiche – die Ukraine weiterhin zu

unterstützen. Die Ukraine braucht eine Menge Geld, um die Maschinerie am

Laufen zu halten. Ein Staat im Krieg hat einen hohen Finanzbedarf – das

wird eine Menge Anstrengungen von unserer Seite erfordern – also sind

Sanktionen und militärische Unterstützung nicht alles.“


Borrell sagte, dass die Operationen auf dem Schlachtfeld „von der

Ukraine selbst entschieden werden“, dass es aber die Aufgabe Europas

sei, „sie zu unterstützen, auch durch die Bereitstellung von Waffen und

Munition“

Europa verfüge über finanzielle Kapazitäten, die in militärische

Fähigkeiten umgewandelt und an die Front gebracht werden sollten, mit

einer angemessenen Ausbildung der ukrainischen Soldaten.


*Mehr als Munition?

*Um den steigenden Bedarf der Ukraine auf dem Schlachtfeld im Hinblick

auf eine wahrscheinliche russische Frühjahrsoffensive zu decken, haben

sich die EU-Verteidigungsminister am Mittwoch (8. März) darauf geeinigt

<https://www.euractiv.de/section/eu-aussenpolitik/news/eu-naehert-sich-gemeinsamer-waffenbeschaffung-fuer-ukraine/?_ga=2.181707239.1760543900.1678038098-1972505676.1674560252>,

die Lieferung von 155-Millimeter-Munition an die Ukraine zu beschleunigen.


Borrell hatte einen dreiteiligen Plan

<https://www.euractiv.de/section/eu-aussenpolitik/news/eu-will-munitionsproduktion-fuer-ukraine-deutlich-ankurbeln/?_ga=2.181707239.1760543900.1678038098-1972505676.1674560252

vorgeschlagen, bei dem Gelder aus der Europäischen Friedensfazilität

(EPF) verwendet werden sollen. Seit Beginn der Invasion im Februar

letzten Jahres sind bereits 3,6 Milliarden Euro für die Bewaffnung der

Ukraine aus der Friedensfazilität geflossen, die kürzlich um weitere 2

Milliarden Euro für 2023 aufgestockt wurde. Laut dem Plan sollen eine

Milliarde Euro an die Mitgliedsstaaten fließen, um deren Kosten für die

Versorgung der Ukraine mit Munition zu erstatten. Eine weitere Milliarde

soll für die Vergabe gemeinsamer Beschaffungsaufträge verwendet werden.


Die Mitgliedstaaten müssen sich jedoch noch über die Einzelheiten der

Finanzierung der massiven gemeinsamen Munitionsbeschaffungsmaßnahmen

verständigen. „Vorerst brauchen wir eine Einigung über 2 Milliarden Euro

– wenn das nicht ausreicht, werden wir darauf zurückkommen, denn wir

wissen nicht, wie viel Munition wir mit diesen 2 Milliarden Euro kaufen

können. Das hängt nämlich vom Endpreis und der Lieferung ab, und der

Bedarf wird sich auch je nach Kriegsverlauf ändern,“ sagte Borrell.


Auf die Frage, ob die gemeinsamen Beschaffungspläne zur Sicherstellung

einer schnellen Lieferung von Munition über Artilleriegranaten

hinausgehen und sich auf schwerere Waffen erstrecken könnten, sagte

Borrell, dass die EU „für andere Bedürfnisse ebenso schnell handeln

könnte.“ „Heute haben wir einen Zermürbungskrieg, morgen vielleicht

einen Bewegungskrieg, und dann wird das Niveau der Munitionsausgaben

oder des Munitionsverbrauchs geringer sein – wir passen uns an eine

Situation an, die sich vor Ort ständig ändert“, sagte Borrell.


*Borrell setzt auf EU-Industrie

*Die EU versucht derzeit, Drittländer in die Bemühungen rund um die

Ukraine enger einzubinden. Norwegen hat bereits Interesse bekundet und

Kanada ist möglicherweise bereit, sich anzuschließen. Die

Mitgliedstaaten sind sich jedoch uneinig darüber, ob Nicht-EU-Länder in

das Programm einbezogen werden sollten. Vor allem Frankreich plädiert

dafür, eine gemeinsame Finanzierung für den Erwerb von in der EU

hergestellter Munition zu nutzen.

Borrell sagte, die erste Milliarde Euro könne leicht von der

europäischen Industrie aufgebracht werden, denn „wir haben europäische

Hersteller, die diese Art von Munition produzieren können.“


Auf die Kritik, dass eine europäische Lösung gegenüber Drittländern wie

den USA oder Großbritannien, die in der Lage sein könnten, Munition

schneller zu liefern, ins Hintertreffen geraten könnte, antwortete

Borrell: „Wenn es eine klare Nachfrage gibt, dann wird die [europäische]

Industrie auch anfangen, mehr zu produzieren.“

„Die Unternehmen passen sich der Nachfrage an – wenn es eine klare

Nachfrage gibt, reagiert die Industrie. Wenn es sich nicht um eine

lösbare Nachfrage handelt und unklar ist, wie viel produziert werden

muss, zögern sie, ihre Produktionskapazität zu erhöhen.“

„Deshalb sendet die gemeinsame Beschaffung ein starkes Signal an die

Industrie – das ist unsere Nachfrage“, fügte er hinzu.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

12.03.2023

Georgien: Lawrow / EU

Aus e-mail von Doris Pumphrey, 12. März 2023, 15:20 Uhr


*Lawrow über Farbrevolutionen und die Lage in Georgien

*(Übersetzung Thomas Röper - Anti-Spiegel, 12.3.2023)


*Frage:* Ich möchte mit einer Frage zu den jüngsten Nachrichten

beginnen. Die Situation in Tiflis: Die Regierung hat praktisch alle

Forderungen der Demonstranten erfüllt, ohne irgendwelche einschränkenden

Bedingungen zu setzen, ohne irgendwelche Zugeständnisse von den

Demonstranten zu fordern. Dennoch hören wir, dass die Proteste

weitergehen werden. Die Forderungen der Demonstranten werden immer

lauter. Es beginnt, dem Kiewer Maidan von 2014 zu ähneln. Was ist da

los? Und wie weit kann es Ihrer Meinung nach noch gehen?


*Sergej Lawrow:* Es ist sehr ähnlich wie auf dem Maidan in Kiew. Es

besteht kein Zweifel, dass das Gesetz über die Registrierung von

Nichtregierungsorganisationen,die 20 Prozent ihres Budgets aus dem

Ausland erhalten, nur ein Vorwand war, um den Versuch eines gewaltsamen

Machtwechsels zu starten.


Nimmt man das Gesetz selbst und vergleicht es – wie es viele

Politikwissenschaftler in den letzten Tagen getan haben, als die Unruhen

in Tiflis begannen -, so „verblasst“ es im Vergleich zu der Art und

Weise, wie die Aktivität von Nichtregierungsorganisationen in den USA,

Frankreich, Indien und Israel geregelt ist. Das kann man alles anschauen.


Ein Verstoß gegen das Gesetz in den USA kann mit einer Geldstrafe von

bis zu 250.000 Dollar und bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden.

In Georgien sind die Beträge unvergleichlich geringer: etwa 9.000

US-Dollar und keine strafrechtliche Verfolgung. (/Anm. d. Übers.:

Westliche Medien verschweigen das, aber Gesetze über ausländische

Agenten sind eine Erfindung der USA, die schon 1938 den Foreign Agents

Registration Act erlassen haben/)


Trotz der Tatsache, dass einige europäische Länder in dieser Frage viel

strengere Normen haben, erklärte der Hohe Vertreter der EU für Außen-

und Sicherheitspolitik, Josep Borrell, ohne mit der Wimper zu zucken,

dass das von den Georgiern, der Regierungspartei „Georgischer Traum“,

geförderte Gesetz den europäischen Werten widerspricht und den Beitritt

Georgiens zur EU blockiert. Die Heuchelei ist offensichtlich.

/Hier

weiterlesen:/https://www.anti-spiegel.ru/2023/lawrow-ueber-farbrevolutionen-und-die-lage-in-georgien/


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*Auch Kanada arbeitet an einem Gesetz über ausländische Agenten

*Die Doppelmoral des Westens wird an den Gesetzen über ausländische

Agenten offensichtlich. Während der Westen Georgien für die Idee eines

solchen Gesetzes kritisiert hat, arbeiten Kanada und die EU selbst an

Gesetzen über ausländische Agenten.

/Hier weiterlesen:

/https://www.anti-spiegel.ru/2023/auch-kanada-arbeitet-an-einem-gesetz-ueber-auslaendische-agenten/


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https://freeassange.rtde.live/europa/165115-hilfe-fuer-opposition-eu-kommission/

12.3.2023

*Hilfe für die Opposition:

EU-Kommission will "Zivilgesellschaft" in Georgien mit Millionen fördern


*Diese Woche hat ein massenhafter politischer Protest Georgien wieder in

die Schlagzeilen gebracht. Viele EU-Politiker beobachten die

Entwicklungen in der südkaukasischen Republik mit Besorgnis. Vor diesem

Hintergrund will die EU "bürgerliche Aktivitäten" im Land fördern.

Die Europäische Kommission will nach eigenen Angaben die Rolle der

georgischen "Zivilgesellschaft" in der Politik stärken. Für diesen Zweck

sollen 9,2 Millionen Euro ausgeben werden. Wie im entsprechenden

Dokument, das /RT/ vorliegt, steht, hat die EU-Kommission vor, mit

diesen Geldern unter anderem faire Wahlen in der südkaukasischen

Republik zu unterstützen und die Integration des Landes in die EU zu

fördern. Faktisch dürfte es um die Stärkung der ohnehin schon durch

westliche Mittel geförderten Opposition gehen.


Im Dokument hebt die EU-Kommission hervor, dass eine "Zivilgesellschaft"

mit erweiterten Rechten und Möglichkeiten das Schlüsselelement eines

gerechten, gleichberechtigten und demokratischen Systems sei. Man rechne

damit, dass die im Rahmen des neuen Projekts geplanten Veranstaltungen

zu einem positiven Wahlumfeld sowie fairen und gerechten Wahlen in

Georgien beitrügen. Die Initiative soll die Bedeutung der

Zivilgesellschaft bei Aufsicht und Kontrolle sowie bei der Umsetzung von

Staatsreformen und Rechenschaftspflicht des Staates steigern.


Viel Aufmerksamkeit wird im Projekt auch der Integration Georgiens in

die EU geschenkt. So sollen unter anderem "bürgerliche Aktivitäten" und

die "demokratische Aufsicht" auf dem Weg des Landes zum EU-Beitritt

gefördert werden. Schwerpunkt wird dabei auf wissenschaftliche Kreise,

Denkfabriken und unabhängige Medien gelegt.


Am 7. März hatte ein Gesetzentwurf in Georgien massenhafte

Protestaktionen ausgelöst. Die inzwischen zurückgerufene Gesetzesvorlage

hieß "Über die Transparenz ausländischen Einflusses" und sollte

Geldflüsse aus dem Ausland offenlegen. Demnach hätten sich

Organisationen und Personen, die 20 Prozent oder mehr ihrer finanziellen

Mittel aus dem Ausland erhalten, in ein staatliches Register eintragen

und dies kenntlich machen müssen.


Für Verstöße waren hohe Strafen vorgesehen. Besonders betroffen hätte

dies Medien, zivilgesellschaftliche Organisationen und Aktivisten, die

unter anderem Fördergelder aus der EU bekommen. Ähnliche Register gibt

es auch in westlichen Staaten.


Nachdem das Gesetz gescheitert war, forderten einige Protestierende den

Rücktritt der Regierung in Tiflis und Neuwahlen zum Parlament. Russlands

Außenminister Sergei Lawrow fühlte sich in einem Kommentar an die

sogenannten Maidan-Proteste in Kiew Ende 2013 bis Anfang 2014 erinnert.

Dem russischen Chefdiplomaten zufolge sei der Protest gegen das Gesetz

nur ein Vorwand, um einen gewaltsamen Regierungswechsel zu versuchen.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

12.03.2023

“Psycho-regiert”

seniora.org, 14. September 2014, von Volker Bräutigam

Bundeskanzleramt sucht drei neue Mitarbeiter mit Fachkenntnissen und Erfahrung in Psychologie, Anthropologie und Verhaltensökonomik


In all der massenmedialen Aufregung über Wladimir Putins rote Bataillone, die nächstens die Ukraine besetzen und hernach die Europäische Union überrennen werden, falls das Verteidigungsbündnis NATO nicht schleunigst seine allerletzten Kräfte mobilisiert, ist fast unbemerkt geblieben: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Anzeichen einer zunehmenden Politikverdrossenheit wahrgenommen.


Pro Memoria 2023: Geschätzte Leserinnen und Leser, liebe Freunde, Psychologogische Kriegführung gegen die Völker, die Untertanen, gegen uns, ist alt. Demokratie ist ein Hoffnungsbegriff, was für ein schöner Begriff, wenn jede und jeder eine Stimme hat «One man, one Vote»!. Doch nirgends wurde Demokratie   – «die Herrschaft des Volkes» - wirklich durchgesetzt. (Vielleicht mal in Uruguay unter Pepe Mujica, wer weiss?) Die Eliten (die Gutgebildeten, Hochschullehrer, Juristen, Pädagogen, Psychologen) haben versagt. Selbst das Vorbild für die Welt, die Direkte Demokratie der Schweiz, versagt zurzeit auf jämmerliche Weise. So erinnern wir hier an einen wunderbar aufklärenden Text von Volker Bräutigam, den wir unseren Lesern 2014 zur Kenntnis brachten. Leider konnten wir die ‘Psychologische-Mediale-Kriegführung’ noch nicht verständlich machen. Das sieht man am lamentablen Zustand Deutschlands am besten. Die grossen Firmen wandern aus nach USA und China! Was für ein Verrat! - Allerdings wächst bereits der Widerstand allerorten. Das ist hoffnungsvoll. So wünschen wir unseren Beiträgen weitrechende Verbreitung. Herzlich Willy Wahl


Frustrierte Wähler halten sie nicht mehr für die größte Kanzlerin aller Zeiten (GröKaZ) und verweigern ihr die kritiklose Gefolgschaft; bei diversen Landtagswahlkampf-Auftritten wurde sie sogar zeitweise ausgebuht. Per Stellenausschreibung ließ sie nun gleich drei neue Referenten mit Fachkenntnissen und Erfahrung in Psychologie, Anthropologie und Verhaltensökonomik suchen. Sie sollen den Kanzleramts-Beraterstab „Politische Planung, Grundsatzfragen und Sonderaufgaben“ verstärken und ihn mit verhaltenswissenschaftlicher Kompetenz ausstatten.

Vize-Regierungssprecher Georg Streiter begründete die Stellenausschreibung vor der Bundespressekonferenz so: Es gehe um neue Methoden für „wirksames Regieren“. Forscher hätten nämlich herausgefunden, „dass viele Menschen so handeln, dass es ihren eigenen Interessen widerspricht." Kein Scherz, die Stellenausschreibung stand im Bundesanzeiger. 

Was ist an der Geschichte bemerkenswert? Offenkundig beabsichtigt die Kanzlerin nicht, ihrer Politik weiterführende, intelligente, dem Frieden dienliche Ideen einhauchen zu lassen. Vielmehr nur, ihrem politischen Gebaren ein neues Design zu verpassen, auf dass ihr Regieren vom allmählich wach und widerborstig werdenden Wahlvolk leichter hingenommen werde. Psychologie und Verhaltensökonomie statt Inhalte.


Wie immer bei Merkels Ratschlüssen wird dabei nach US-Kochbüchern verfahren. Der Ökonom Richard Thaler (Universität Chicago) und der Jurist Cass Sunstein (Harvard Universität) veröffentlichten Entsprechendes im Jahr 2008. „Nudge“ („Schubser“) lehrt, wie Regierungen ihre Regierten ins „richtige“, nämlich erwünschte politische Verhalten schubsen können.


Die Bereitschaft der Bundeskanzlerin zur Übernahme auch des letzten Schwachsinns aus den USA ist ungebrochen. Hauptsache, der perfide Unfug passt nahtlos zu ihrem absolutistischen Anspruch, ihre Politik sei „alternativlos“. Nun maßt sich die Chefin des Berliner Gruselkabinetts auch noch an, das Wollen der Bürger als richtig bzw. falsch zu klassifizieren und sie mit psychologischen Tricks manipulieren zu lassen. Hält sie das pastorale Gesäusel ihrer wöchentlichen „Videobotschaften“ im Internet, die schnöde Reklame ihres Bundespresseamts und die Liebedienerei unserer staatsfrommen Massenmedien für nicht mehr ausreichend? Hat sie beim deutschen Michel einen Gewöhnungseffekt ausgemacht, aufgrund dessen ihn das tägliche Doping von ARD, ZDF & Co.KG nicht mehr vollständig zudröhnt? Obwohl doch die Leit- und Konzernmedien sich bei ihrer antirussischen Hetze alle erdenkliche Mühe geben: „Stoppt Putin jetzt!“ „NATO-EU-Eingreiftruppe für die Ukraine!“ „Kiew in die NATO!“ 

Liebe selbstverschuldete Wähler von CDU, SPD, Grünen und LINKEn, Schmerzlinderung naht: Bald gibt es Polit-Psycho-Dope direkt aus dem Kanzleramt. "Die Nachrichtenpolitik ist ein Kriegsmittel. Man benutzt es, um Krieg zu führen, nicht um Information zu geben." Der Satz ist so aktuell wie vor 72 Jahren. Er stammt von Josef Goebbels (Tagebucheintrag  vom 10.5.1942. Courtade, Francis / Cadars, Pierre, "Geschichte des Films im Dritten Reich", S. 16., München, 1975).

Wurde, wie im vorliegenden Fall, das auch der russlandfeindlichen Politik dienliche Konzept in den USA der Gegenwart entwickelt, darf/kann es natürlich nicht nazistisch sein. Es gründet  aber auf menschenverachtendem Gedankengut, es ist neofaschistisch. Das ist zwar nicht Dasselbe, läuft jedoch aufs Gleiche hinaus.


Vize-Regierungssprecher Streiter, bemüht launig: „Ich kann Sie beruhigen: Es werden keine Sofas im Kanzleramt aufgestellt.“ Als einmalige Ausgabe wären neue Sofas  tatsächlich kein Aufreger. Aber dass die teure Flaschensammlung des Kanzleramts erweitert wird, nur weil Jeanne d’Arc aus der Uckermark uns den rechten Weg ins Glück freikämpfen will, ist ein unwiderstehlicher Reiz fürs Zwerchfell. Fraglich ist nur, wann uns das Lachen endgültig vergeht.


Volker Bräutigam


Mit freundlicher Genehmigung des Autors


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Info: https://seniora.org/politik-wirtschaft/deutschland/psycho-regiert-von-volker-braeutigam?acm=3998_1682


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12.03.2023

[DFG-VK-Aktive] Zoom-Vortrag und -Gespräch mit J. Grässlin »Kriege sind nie alternativlos. - Oder?« am 13.03. (Mo)

aus e-mail von Jürgen Grässlin, 12. März 2023, 08:59 Uhr


Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,


hiermit lade ich euch herzlich im Namen des Fi Nottuln für den kommenden

Montag, 13. März, 20.00 Uhr, zu einer Zoom-Vortrag mit Gespräch ein. Wir

freuen uns über eure Teilnahme.


Herzlichst Jürgen Grässlin


--


INFORMATIONEN DER FRIDENSINITIATIVE  NOTTULN


Liebe Freundinnen und Freunde,


gerne laden wir euch zu einem spannenden Vortrag mit Jürgen Grässlin ein.


Zoom-Zugang siehe unten!!!


„Das Leiden und Sterben in der Ukraine schnell beenden! Klar – aber

wie?“, meint die FI. In den Talkshows und Medien würden vorrangig die

militärlogischen Vorstellungen vom Ende des Krieges diskutiert.  Wichtig

sei es auch, andere Positionen zu hören, zu diskutieren und in den

Diskurs um die richtige Lösung einzubringen.


Robert Hülsbusch, FI Nottuln


--


*Vortrag und Gespräch mit Friedensaktivist Jürgen Grässlin: »Kriege sind

nie alternativlos. - Oder?« am Montag, 13.3.2023, 20 Uhr *


Nottuln. „Kriege sind nie alternativlos. Oder?“  Zu einem Online-Vortrag

mit dem Friedensaktivisten Jürgen Grässlin, Freiburg, lädt die

Friedensinitiative Nottuln (FI) am Montag, den 13.3. um 20 Uhr alle ein.

Wer möchte, kann den Vortrag auch in der Alten Amtmannei – per Beamer –

verfolgen oder über den Youtube-Kanal der FI.


„Das Leiden und Sterben in der Ukraine schnell beenden! Klar – aber

wie?“, meint die FI. In den Talkshows und Medien würden vorrangig die

militärlogischen Vorstellungen vom Ende des Krieges diskutiert.  Wichtig

sei es auch, andere Positionen zu hören, zu diskutieren und in den

Diskurs um die richtige Lösung einzubringen. Diesmal die von Jürgen

Grässlin.  Der Spiegel schreibt: „Jürgen Grässlin ist einer der

bekanntesten Pazifisten Deutschlands, er reiste jahrelang in

Kriegsgebiete und verklagte den Waffenhersteller Heckler & Koch. Heute

rät er den Ukrainern, sich ohne Waffen gegen die russische Invasion zu

wehren. Wie kann er so etwas fordern?“ Grässlin ist gegen den Krieg,

gegen jeden Krieg. Er ist gegen Kriege, die den Segen der Vereinten

Nationen haben, und solche, die das Völkerrecht brechen, gegen

Bürgerkriege, gegen erklärte und nicht erklärte Kriege, gegen

symmetrische und asymmetrische Kriege, gegen Angriffskriege und auch

gegen Verteidigungskriege wie den in der Ukraine. Grässlin sagt: »Kriege

sind nie alternativlos.«


Diskutiert man mit ihm über seinen Pazifismus und den russischen

Angriff, betont Grässlin, dass die Ukrainer natürlich das Recht haben,

sich zu verteidigen. Aber er hält die militärische Verteidigung für

einen Fehler, weil es seiner Meinung nach Alternativen zum Krieg gibt,

sie sind nicht unbedingt einfacher, aber sinnvoller, aus Grässlins

Sicht. An diesem Abend wird er diese Alternativen präsentieren. Dabei

wird er auch die Forschungsergebnisse von Erica Chenoweth referieren,

einer Politologin, Professorin in Harvard, die seit mehr als zehn Jahren

die Ursprünge, Erfolge, Misserfolge und Konsequenzen von gewaltfreiem

und gewalttätigem Widerstand erforscht.


Der Zugang zum Zoom-Vortrag – siehe Kasten – ist auch über die Homepage

der FI möglich. www.fi-nottuln.de <http://www.fi-nottuln.de>


Mit freundlichen Grüßen


Robert Hülsbusch


--


*Zugang: **www.zoom.us <http://www.zoom.us>**   “Meeting beitreten”    

Meeting ID  81950725020; Code: FI-Nottuln *


*Oder Link:

**https://us02web.zoom.us/j/81950725020?pwd=andCSGlDd0paRW9hdFhaZEk2ZFlyUT09***


*Oder Stream:  Youtube-Kanal Friedensinitiative Nottuln*


--


Robert Hülsbusch, Rudolf-Harbig-Str. 49, 48301 Nottuln


Tel. 02502-9754, Mobil 0151 26383610www.fi-nottuln.de

<http://www.fi-nottuln.de>


www.rockforum-nottuln.de <http://www.rockforum-nottuln.de>


www.baumberge-energie.de <http://www.baumberge-energie.de>


www.friedenskreis.de <http://www.friedenskreis.de>


--


www.juergengraesslin.com <http://www.juergengraesslin.com>


www.aufschrei-waffenhandel.de <http://www.aufschrei-waffenhandel.de>

www.dfg-vk.de <http://www.dfg-vk.de> (Mitglied werden

<https://dfg-vk.de/mitglied-werden/>)


www.gn-stat.org <http://www.gn-stat.org>

www.rib-ev.de <http://www.rib-ev.de> (Mitglied werden

<https://www.rib-ev.de/mitgliedschaft/>)


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12.03.2023

Lost in EUrope Update

Der tägliche Update.
Vom unabhängigen EU-Blog aus Brüssel.


app.getresponse.com, 12. März 2023


Wirtschaftskrieg 2.0, mehr Schutz für Ukrainer – und neue “Entente Cordiale”?



Was bleibt von der Europapolitik der vergangenen Woche? Die USA und die EU planen den Wirtschaftskrieg 2.0 – nun geht es auch gegen China. Die EU-Kommission gibt grünes Licht für ein weiteres Jahr Massenzuwanderung aus der Ukraine. Und Frankreich und das UK wollen eine neue “Entente Cordiale”. Haben Sie es auch schon gemerkt? Plötzlich steht […]
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Faktisch ist die EU eine Kriegspartei



Sind wir Kriegspartei? Seit Monaten wird diese Frage in Deutschland und in der EU diskutiert – und immer wieder mit demselben Argument zurückgewiesen: Man leiste nur Beihilfe zur Selbstverteidigung der Ukraine – und das sei nach den UN-Statuten erlaubt. De jure sind wir also keine Kriegspartei – auch wenn Artikel 51 keinesfalls einen Freibrief darstellt. Vielmehr ist der Sicherheitsrat gefordert, “die zur Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit erforderlichen Maßnahmen” zu treffen. De facto sieht die Lage völlig anders aus. Spätestens mit dem Kriegsgipfel im Februar 2023 in Brüssel, bei dem Präsident Selenskyj die EU-Staaten persönlich in die Pflicht genommen hat, Waffen zu liefern und den “Sieg” gegen Russland abzusichern, hat die EU eindeutig Partei ergriffen. Bis dahin konnte man noch sagen, die Mitgliedsstaaten hätten sich nur individuell und unverbindlich zu Hilfe bereit erklärt. Der Europäische Rat – immerhin eine der wichtigsten EU-Institutionen – hat die Lage jedoch verändert. De facto ist die EU eine aktive Kriegspartei geworden. Dies wurde in der Folge auch politisch und praktisch untermauert. So hat der EU-Außenbauftragte Borrell ("wir brauchen eine Kriegsmentalität") die EU-Verteidigungsminister zur Lieferung von Waffen und Munition aufgerufen und dazu aufgefordert, industrielle Kapazitäten aufzubauen. Die EU-Kommission arbeitet an einem entsprechenden Vorschlag, der bei einem "Jumbogipfel" am 20. März in Brüssel verabschiedet werden soll. Die Europäische Rüstungsagentur EDA wird in den Dienst der Ukraine gestellt - alle juristischen Bedenken wurden zurückgestellt.
Weiterlesen »




Die gute Nachricht aus Brüssel: EU und USA wollen IRA-Streit überwinden



Doch, es gibt sie noch – die guten Nachrichten aus Brüssel. Diese Woche: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Joe Biden haben bei ihrem Treffen im Weißen Haus vereinbart, die Wirtschaftsbeziehungen von EU und USA weiter zu vertiefen. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es: „Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union haben die umfassendsten […]
Weiterles


Info: https://app.getresponse.com/view.html?x=a62b&m=Bl5IGa&mc=IQ&r=Sg0o7&s=BW8HMwn&u=SnDUE&z=EJT3FtQ&


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12.03.2023

Lebenshaus Newsletter vom 12.03.2023

** Lebenshaus-Newsletter

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12. März 2023

Liebe Freundinnen und Freunde,


zu Beginn dieses Newsletters ein Text des 2017 verstorbenen Schweizer Pfarrers, Schriftstellers und Lyrikers Kurt Marti.


machtverhältnis


die ohne macht

machen

die mächtigen


was

machten

die mächtigen

machten

die ohne macht

nicht

was die mächtigen

machen?


mächtiger sind

als die mächtigen

die ohne macht


(Kurt Marti)


Herzliche Grüße

Ihr / Euer

Michael Schmid


Die Texte und Informationen in unserem Newsletter und auf unseren Websites dienen der Information und sollen zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. Sie entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autor*innen und geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.


Wir freuen uns, wenn unsere Newsletter an andere Menschen weitergeleitet werden.



** Artikel

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** Yurii Sheliazhenko: Frieden in der Ukraine: Die Menschheit steht auf dem Spiel

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Yurii Sheliazhenko von der Ukrainischen Pazifistische Bewegung hielt am 24. Februar 2023 beim Webinar des Internationalen Friedensbüros "365 Days of War in Ukraine: Prospects Towards Peace in 2023" eine Rede. Zu Beginn stellte er fest: "Wir treffen uns heute an dem entsetzlichen Jahrestag des Beginns einer groß angelegten russischen Invasion, die meinem Land enormes Leid, Tod und Zerstörung gebracht hat. In diesen 365 Tagen lebte ich in Kiew, unter russischem Bombardement, manchmal ohne Strom, manchmal ohne Wasser, wie viele andere Ukrainer, die das Glück hatten zu überleben. Ich hörte Explosionen vor meinen Fenstern, meine Wohnung wurde vom Einschlag der Artillerie im Fernkampf erschüttert. ... Trotz Drohungen und Beleidigungen habe ich offen zum Frieden aufgerufen. Im Internet, in Briefen an ukrainische und russische Beamte, in Aufrufen an die Zivilgesellschaften und in gewaltfreien Aktionen forderte ich einen Waffenstillstand und ernsthafte Friedensgespräche und bestand vor allem auf dem

Recht, das Töten zu verweigern." >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=fc29f2d642&e=51d2a34ef5



** Und sie bewegt sich doch! - "Aufstand für Frieden": Auftakt für eine neue Friedensbewegung?

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Zehntausende kamen zu der von Alice Schwarzer und Sarah Wagenknecht initiierten Friedensdemonstration am Brandenburger Tor. Nun muss der Schwung genutzt werden, damit wieder eine kraftvolle unabhängige Friedensbewegung von unten entsteht, die Druck auf die Politiker ausübt. Von Leo Ensel. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=40b41f2f41&e=51d2a34ef5



** So manipulieren die Medien!

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Diesen Brief schickte die öffentlich-rechtliche ARD-Sendung "Fakt" an alle ErstunterzeichnerInnen des Manifestes für Frieden. Vorwurf: Die "Abgrenzung nach rechts" sei den "Initiatorinnen nicht gelungen". Beleg: Eine "Recherche", die namentlich neun (!) Männer aus dem rechten Spektrum nennt, die an der Kundgebung am Samstag teilgenommen haben. Neun von 50.000! Hier die Reaktionen der ErstunterzeichnerInnen, die auf die ARD-Anfrage geantwortet haben. Wir dürfen gespannt sein, ob die Antworten im Beitrag auftauchen. Die FAKT-Sendung vom 28. Februar hier ansehen. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=1102f84b26&e=51d2a34ef5



** Mein Schornsteinfeger und das Manifest

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Am Montag nach der von Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht initiierten Berliner Friedensdemonstration klingelt morgens unangemeldet der Schornsteinfeger an meiner Tür, um die Abgaswerte zu überprüfen. Als aufgeklärter Theologe halte ich verspielt und heiter am alten Aberglauben fest, denn in bedrückenden Zeiten ist es angeraten, nach guten Omen Ausschau zu halten: Der Schornsteinfeger bringt Glück! Und tatsächlich hat mir ein Düsseldorfer Schornsteinfeger heute Gutes ins Haus gebracht, nach unserem Austausch über Weltkriegspolitik und Frieden nämlich die Zuversicht, dass der erneuten rasanten Militarisierung in deutschen Landen Aufklärung entgegenhalten werden kann, und dass namentlich selbstherrliche Kriegspolitikerinnen aus Düsseldorf sich auf einen kräftigen Gegenwind einstellen müssen. Von Peter Bürger. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=72c4ee8029&e=51d2a34ef5



** Nachlese zur Kundgebung "Aufstand für Frieden"

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Am 25.02.2023 fand die Kundgebung "Aufstand für Frieden" am Brandenburger Tor in Berlin mit rund 50.000 Teilnehmer:innen statt. Wer sich selber ein Bild davon machen möchte, kann die Veranstaltung hier in der Videoaufzeichnung anschauen. Es gibt zunächst einen Redebeitrag per Video-Einspielung von Jeffrey Sachs, dann bei der Kundgebung in Berlin das Vorlesen des "Manifest für Frieden" durch Corinna Kirchhof und die Reden von Corinna Kirchhof, Hans-Peter Waldrich, Brigade-General a.D. Erich Vad, Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=571dce7ec8&e=51d2a34ef5



** Was, wenn statt Baerbock Antje Vollmer Außenministerin wäre?

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Statt Frieden herbeizubomben, wäre es erfolgversprechender, eine Bereitschaft zum Verhandeln herbeizuverhandeln. Von Heribert Prantl. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=6c913d3fea&e=51d2a34ef5



** Gewalt als Mittel der Konfliktaustragung ist kontraproduktiv

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Im Januar wurden die Zeiger seiner symbolischen "Weltuntergangsuhr", welche die Gefährdung der Menschheit und des gesamten Planeten signalisiert, von 100 Sekunden auf 90 Sekunden vor Mitternacht vorgerückt. Dies ist der dramatischste Wert überhaupt seit Einführung der sogenannten "Doomsday Clock" vor 75 Jahren. Die Atomkriegsgefahr ist in der Folge des Ukrainekrieges, der anhaltenden Aufrüstung der Atomwaffenstaaten und der Erosion der nuklearen Rüstungskontrolle  gestiegen. Der Ukrainekrieg verursacht täglich Tod, unfassbares Leid und Zerstörung. Mit jedem Tag entfesselt sich auch die Logik der Gewalt weiter. Gegenwärtig ist weder ein Ende noch bereits die höchste Stufe der Eskalation abzusehen. Im Zusammenhang mit anderen Krisen ist ein Niveau höchster Bedrohung für die gesamte Menschheit und den Planeten Erde erreicht. Teilweise dämmert es, dass dieser Krieg in der Mitte Europas das Potenzial für einen Dritten Weltkrieg hat! Von Michael Schmid.

>>https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014628.htmlhttps://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014650.html



** Atomkriegsrisiko und Künstliche Intelligenz - Informatiker warnen

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Unter dem Titel "Künstliche Intelligenz und nukleare Bedrohungen" ist ein Reader erschienen, dessen Warnung auf dem Hintergrund des Ukrainekrieges eine beklemmende Brisanz erfährt: Der wachsende Einsatz von KI erhöht die Gefahr eines Atomkriegs aus Versehen. Von Leo Ensel. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=6bf0166e8e&e=51d2a34ef5



** Hintergrund: 12 Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima - Was haben wir daraus gelernt?

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Vor 12 Jahren, am 11. März 2011, begann mit dem Tohoku-Erdbeben die Atomkatastrophe von Fukushima. In vier der sechs Reaktorblöcke gab es extrem schwere Unfallabläufe, teilweise mit Kernschmelzen und ein massives Entweichen von Radioaktivität. Es war einer dieser typischen schweren Atomunfälle, ein Katastrophenablauf, mit dem die Betreiber im Vorfeld nicht gerechnet hatten. Glück im Unglück war ein gnädiger Wind, der in den Anfangstagen die extreme Radioaktivität aufs Meer hinaustrug und nicht in die nahe Metropolregion Tokio mit ihren 37 Millionen Menschen. Von Axel Mayer. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=e2dddafc3b&e=51d2a34ef5



** Radioaktives Kühlwasser nicht im Pazifik verklappen!

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Zum 12. Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima fordern die Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Sayonara Nukes Berlin, Green Planet Energy und die NaturFreunde Berlin ein definitives Ende der Atomkraft in Deutschland, eine Stilllegung der Atomanlagen in Lingen und Gronau und einen weltweiten Ausstieg aus der Atomenergie. Die Organisationen kritisieren die Einstufung der Atomenergie als nachhaltige Energieerzeugung in der EU-Taxonomie scharf und fordern den EURATOM-Vertrag zu kündigen. Sie rufen zur Demonstration am Samstag 11.03.2023 um 12:00 Uhr am Brandenburger Tor (Pariser Platz) in Berlin auf. Geschlossen warnen sie vor der Einleitung von radioaktiv verseuchtem Kühlwasser in die Meere und appellieren an die japanische Regierung, das Vorhaben zu stoppen. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=e2615cf437&e=51d2a34ef5



** Manifest der Völker des Südens - Für eine ökosoziale Energiewende

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Das globalisierungskritische Netzwerk Attac unterstützt das kürzlich veröffentlichte Manifest und befürwortet die wichtige Initiative aus der Perspektive der hauptsächlich von globaler Reichtumskonzentration und Klimakollaps betroffenen Menschen in den Ländern des Südens. Der Appell, der durch ein Bündnis von Aktivist*innen, Intellektuellen und Organisationen aus Afrika, Asien und Südamerika erarbeitet wurde, deckt sich weitgehend mit den Attac-Positionen für Klimagerechtigkeit und einer ökosozialen Transformation. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=080365a9a9&e=51d2a34ef5



** Katastrophe in dem palästinensischen Dorf Huwara

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Aus gegebenem Anlass möchte ich ein paar Informationen und Hintergründe zur derzeitigen Gewalteskalation in Palästina und Israel weitergeben. In den gängigen Medien lese ich von "Ausschreitungen". Unter "Ausschreitungen" stelle ich mir vor, dass zum Beispiel eine Gruppe von Menschen demonstriert und dann plötzlich einige aus dieser Gruppe ausscheren, im wahrsten Sinne aus-schreiten, vielleicht weil sie wütend sind oder ungehalten, weil etwa ihre Forderungen nicht gehört werden, oder weil sie einfach gewaltbereit sind. Was aber in den vergangenen Tagen in den palästinensischen Städten Nablus und Jenin und zuletzt am vergangenen Sonntag in dem palästinensischen Dorf Huwara geschehen ist, sind geplante Gewaltaktionen seitens der israelischen Armee sowie seitens gewalthungriger, blutdürstiger bewaffneter israelischer Zivilisten, die man gemeinhin als "Siedler" bezeichnet. Von Nirit Sommerfeld. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=e243372d9c&e=51d2a34ef5



** Die Rebellion in der Armee

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Das israelische Militär erlebt eine noch nie dagewesene Welle von Verweigerungen, Protestschreiben und Verschiebungen von Ausbildungs- und Reservediensten. Das Militär ist entlang wirtschaftlicher, ethnischer, religiöser und politischer Linien in zwei Lager gespalten. Das eine Lager hat begonnen, gegen die Maßnahmen der rechtsradikalen israelischen Regierung zu protestieren und sie abzulehnen, aber diese Proteste verlangsamen die Justizreform nicht und haben vermutlich zur Folge, die Unterstützung der Regierungspolitik durch das zweite Lager zu erhöhen. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=70a38c8590&e=51d2a34ef5



** Strategische Manipulation - Psychologische Kriegsführung gegen die eigene Bevölkerung

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Die NATO-Lobby leistet ganze Arbeit bei der psychologischen Kriegsführung gegen die Bevölkerung in den Mitgliedsstaaten. Sie hat ihre Lektion aus den Kriegen vor allem in Vietnam, Libyen, Afghanistan, Irak und Jugoslawien und aus den Erfolgen der Friedensbewegung der 1980er Jahre gelernt. Von Bernhard Trautvetter. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=b61619652c&e=51d2a34ef5



** Wider die Ohnmacht

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Nach einem Jahr Angriffskrieg gegen die Ukraine ist klar, dass dieser Krieg gekommen ist, um zu bleiben. Es ist längst kein Krieg zwischen Ländern mehr, sondern ein innerimperialistischer Krieg, in dem die russische Semiperipherie einen Platz am Tisch der Großen (China und USA) beansprucht. Ähnlich wie der 11. September 2001 verändert er die planetarisch-politische Landkarte fundamental. So wie der "Krieg gegen den Terror" die Karten von Gut und Böse neu verteilt hat und damit auch, welche Verbrechen gesprochen werden können und welche auf immer verschwiegen werden, so setzt auch dieser Krieg neue Standards. Von Katja Maurer. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=dd1bb10a8b&e=51d2a34ef5



** Der Ukraine-Krieg

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Ohne Zweifel handelt es sich bei dem russischen Angriff auf die Ukraine um einen eklatanten Bruch des Völkerrechts. Russland trägt demzufolge einen Großteil der Schuld an der katastrophalen Situation. Ebenso deutlich wie dies immer wieder klargestellt werden muss, gilt es aber auch zu betonen, dass dieser Krieg auch eine Vorgeschichte hat, die von einer nicht vernachlässigbaren Mitverantwortung erzählt, die nicht bei Russland liegt, sondern bei der Politik des Westens. Und gerade weil diese Mitverantwortung hierzulande nahezu vollständig ausgeblendet wird, ist es zentral, sie ebenfalls zum Gegenstand der Kritik zu machen. Von Jürgen Wagner. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=cea70303f0&e=51d2a34ef5



** Rüstungsexporte kontrollieren bevor es zu spät ist

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"Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel! hat Strafanzeige gegen Rheinmetall gestellt wegen des Verdachts auf Beihilfe zu Kriegsverbrechen im Jemen. Der Konzern hatte Waffen an die Vereinigten Arabischen Emirate geliefert, die mutmaßlich bei der Seeblockade des Jemen eingesetzt wurden. Diese Blockade von See-, Luft- und Landwegen des Landes, in dem seit mittlerweile acht Jahren ein blutiger Bürgerkrieg herrscht, hat laut UN zu der größten humanitären Krise der Gegenwart geführt und Hunger wird als Mittel dieses Krieges benutzt", erklärt der Anwalt der Kampagne, Holger Rothbauer. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=493904ff2f&e=51d2a34ef5



** Hinweise

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** Neu erschienen: Lebenshaus-Rundbrief Nr. 116

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Der aktuelle Rundbrief erscheint im Jahr des 30-jährigen Jubiläums von "Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.". Auf dieses Jubiläumsjahr wird an verschiedenen Stellen kurz eingegangen. Des weiteren thematisiert Michael Schmid im Einleitungsartikel u.a. die Warnung des "Bulletin oft the Atomic Scientists": "Die Menschheit lebt in einer noch nie dagewesenen Gefahr!" Katrin Warnatzsch gibt Einblick in das alltägliche Leben im und um das "Lebenshaus" mit geflüchteten und migrierten Menschen. Julia Kramer stellt die neue Kampagne "Wehrhaft ohne Waffen" vor, die anregt, die Logik des Krieges auf den Kopf zu stellen. Weitere Artikel beschäftigen sich mit einem Buch über Zivilen Ungehorsam gegen die Atomrüstung in Mutlangen, mit einer Solidaritätsaktion in Pakistan mit den Aktivist:innen der Letzten Generation und mit "Regenerativem Aktivismus". >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=e7fbff6518&e=51d2a34ef5



** Ostermarschanzeige 2023: Bereits über 600 Unterzeichner*innen! Bist du auch dabei?

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Schon jetzt wird die Ostermarsch-Anzeige 2023 des Netzwerk Friedenskooperative, die vor wenigen Tagen zur Unterzeichnung freigegeben wurde, von mehr Menschen als im Vorjahr unterstützt. Unterschreibe auch du und setze damit ein Zeichen für Frieden! Die Rückmeldefrist läuft noch bis zum 22. März.>> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=bfb69fef82&e=51d2a34ef5



** Petition für eine mehr demokratische, Grundgesetz-konforme Steuerregelung

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"Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden." Diese Garantie fehlt bei der Steuerzahlung: Alle Steuerzahlenden ‚dienen‘ mit Geld, indem sie es Anderen ermöglichen, mit der Waffe zu ‚dienen‘: Zwangszahlung für das Militär. Deshalb fordert das Netzwerk Friedenssteuer vom Bundestag eine gesetzliche Regelung im folgenden Sinne: "Niemand darf gegen sein Gewissen gezwungen werden, durch Steuern und Abgaben zur Finanzierung von Militär und Rüstung beizutragen." Für diese gesetzliche Regelung liegt der Entwurf eines "Zivilsteuergesetzes" für mehr Gewissensfreiheit und demokratische Mitbestimmung vor. Wer auch unterstützen möchte, dass es zukünftig eine Option in der Steuererklärung gibt: "100% meiner Steuern für zivile Zwecke" ist eingeladen, diese Petition zu unterzeichnen. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=bf55024127&e=51d2a34ef5



** Termine

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** :: 13.03.2023 - 20:00 Uhr Online-Vortrag: "Kriege sind nie alternativlos. - Oder?"

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Zu einem Online-Vortrag mit dem Friedensaktivisten Jürgen Grässlin, Freiburg, lädt die Friedensinitiative Nottuln (FI) am 13.3. um 20 Uhr alle ein.  Wer möchte, kann den Vortrag auch in der Alten Amtmannei – per Beamer – verfolgen oder über den Youtube-Kanal der FI.  Mehr >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=a6c1fbc1c0&e=51d2a34ef5



** :: 18.03.2023 - 9:30 bis 11:30 Uhr evang. Gemeindehaus Gammertingen: Soziale Verteidigung: Ohne Waffen - aber nicht wehrlos

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Gibt es einen dritten Weg zwischen Aufrüstung, Militär, Krieg - oder Wehrlosigkeit und Kapitulation? Das Konzept der Sozialen Verteidigung, das aus der Friedens- und Konfliktforschung stammt und von Teilen der Friedensbewegung aufgegriffen wurde, beansprucht für sich, eine Alternative zu sein. Bei der Veranstaltung am 18. März 2023 in Gammertingen wird Michael Schmid eine Einführung in das Konzept der Sozialen Verteidigung machen (historische Erfahrungen, theoretische Grundlagen, Entstehungsgeschichte, Umsetzung). Julia Kramer wird über die gewaltfreie Revolution im Sudan als Beispiel für die Kraft der Gewaltfreiheit berichten und zudem über die Kampagne "Wehrhaft ohne Waffen" informieren.

Veranstalter: Lebenshaus Schwäbische Alb e.V., Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gammertingen, Weltladen Gammertingen und Kampagne "Wehrhaft ohne Waffen"


Für unsere Planungen benötigen wir verbindliche Anmeldungen bis zum 16. März 2023 (Anmeldungen an: Lebenshaus Schwäbische Alb e.V., Bubenhofenstr. 3, D-72501 Gammertingen oder E-Mail info@lebenshaus-alb.de oder Fax 07574-91110 oder Tel. 07574-2862).


Mehr >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=daf30c5423&e=51d2a34ef5

Veranstaltungstermine finden sich u.a.:

* Netzwerk Friedenskooperative (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=19948c21a1&e=51d2a34ef5)

* Die AnStifter (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=922efb8f0d&e=51d2a34ef5)

* Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=ede307209f&e=51d2a34ef5)

* Plattform Zivile Konfliktbearbeitung (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=881972031b&e=51d2a34ef5)

* .ausgestrahlt Termine (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=294213ecdf&e=51d2a34ef5)


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Lebenshaus Schwäbische Alb e.V.

Bubenhofenstr. 3

D-72501 Gammertingen

Germany


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

12.03.2023

Am Set: Demonstration “Aufstand für den Frieden” am 25.2.2023 in Berlin

apolut.net, vom 2. März 2023 | Anzahl Kommentare: 82 Kommentare

Trotz jeder Menge Diffamierungen vor der großen Friedens-Demo in Berlin, trotz allerlei Polizeischikanen an den Zugängen zur Demo und obwohl die BVG zeitweilig S- und U-Bahnen nicht am Brandenburger Tor halten ließ: Die Menschen strömten zu einer Demonstration, die eindeutig gegen Waffenlieferungen und für Verhandlungen eintrat. Im Tiergarten und auf Nebenstraßen drängten ganze Gruppen und Familien zum Brandenburger Tor. Die Stimmung war friedlich und optimistisch, keine Spur von organisiertem Rechtsradikalismus, den eine uniforme Medienlandschaft vorher herbeigebetet hatte.


Zu der Kundgebung hatten die Linken-Politikerin Wagenknecht und die Publizistin Schwarzer aufgerufen. Apolut hat Stimmen auf der Demonstration eingefangen.


Video https://tube4.apolut.net/w/1tMXRsBEzaP3iTzrVYbiH8  Dauer 15:56 Min


Info: https://apolut.net/am-set-demonstration-aufstand-fuer-den-frieden-am-25-2-2023-in-berlin


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12.03.2023

Nachrichten von Pressenza: Der globale Süden gegen Russland und gegen Sanktionen

aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 12. März 2023, 7:15 Uhr


Nachrichten von Pressenza - 12.03.2023



Der globale Süden gegen Russland und gegen Sanktionen


Russlands Rückhalt in der Welt ist sehr gering, jener des Westens aber auch nicht gross. Markus Mugglin für die Online-Zeitung INFOsperber Der Westen hat in der UNO erreicht, was er sich für die Ukraine-Debatte offenbar zum Ziel gesetzt hatte. Wie schon&hellip;

http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/03/der-globale-sueden-gegen-russland-und-gegen-sanktionen/


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Das Innere der Weltuntergangsmaschine: Der Abschreckungsgipfel 2023 &#8211; Teil 2


Worüber redet die Atomwaffenindustrie, wenn sie zusammen ist? Ich habe drei Tage mit 530 Regierungsbeamten, Politikern und Unternehmern in einem Hotelkeller verbracht, um das herauszufinden. In Teil I dieses Artikels, &#8222;Glaubensartikel&#8220;,habe ich einige der Themen beschrieben, über die sie&hellip;

http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/03/das-innere-der-weltuntergangsmaschine-der-abschreckungsgipfel-2023-teil-2/


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Generationen und Politik in Lateinamerika und der Karibik


Die politischen Kräfte, die menschliche Solidarität und kritisches Denken schätzen, sind erstaunt zu sehen, dass viele junge Menschen, die a priori als Verfechter der Rebellion und Förderer neuer Vorstellungen gelten, sich in der Öffentlichkeit derart präsentieren, dass sie rückschrittliche oder&hellip;

http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/03/generationen-und-politik-in-lateinamerika-und-der-karibik/


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Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


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12.03.2023

Newsletter Offene Akademie / Nachruf Clemens Messerschmid/ Kein Konzertverbot für Roger Waters/ Unsichtbare Opfer der Atomkraftnutzung/

aus e-mail von Internationale Arbeiter-Bibliothek<iab@invo-g14.de>, 12. März 2023, 00:07 Uhr


www.palaestina-portal.eu <http://www.palaestina-portal.eu/>

www.rf-news.de/2023/kw10/muenchen-groesste-frauentagsdemonstration-seit-jahren <http://www.rf-news.de/2023/kw10/muenchen-groesste-frauentagsdemonstration-seit-jahren>



Liebe Freunde der Offenen Akademie,


Sie erhalten einen weiteren Newsletter. Wir informieren damit, wenn wichtige neue Dinge mitzuteilen sind. Sollten Sie diesen Newsletter nicht weiter beziehen wollen, finden Sie im unteren Bereich dieser E-Mail eine Funktion, mit der Sie sich abmelden können.


Kein Konzertverbot für Roger Waters

 <https://offene-akademie.org/tag/ukraine-krieg/>

Der Einsatz für fortschrittliche Kunst ist ein ureigenes Anliegen der Offenen Akademie. Nun findet ein besonders krasser Fall der Zensur statt: Geplante Konzerte von Roger Waters werden abgesagt.

Waters ist Mitbegründer der Band Pink Floyd. An den Konzerten haben 10 000ende teilgenommen. Nun wird er attackiert und zensiert. Hintergrund sind Waters´ Eintreten gegen beide kriegstreibenden Seiten Russland und USA-NATO in dem Krieg um die Herrschaft über die Ukraine sowie sein Engagement für die Rechte des palästinensischen Volkes gegen die Siedlungspolitik der Regierungen Israels. Das geht eigentlich alle für fortschrittliche Wissenschaft und Kultur engagierten Menschen an.

Eine Petition auf change.org <http://change.org/> wurde gestartet. Wir bitten um Unterschrift für die Petition. Bitte auf folgende Zeile klicken:

Kein Konzertverbot für Roger Waters … in Frankfurt und anderswo! <https://chng.it/JtGQSh5pzQ>

https://chng.it/JtGQSh5pzQ <https://chng.it/JtGQSh5pzQ>

Weiteres:

https://offene-akademie.org/kein-konzertverbot-fuer-roger-waters/ <https://offene-akademie.org/kein-konzertverbot-fuer-roger-waters/>

Zum Tod unseres Freunds Dr. Clemens Messerschmid <https://offene-akademie.org/zum-tod-unseres-freunds-dr-clemens-messerschmid/>

Am 8. Februar 2023 verstarb Clemens Messerschmid nach einem Herzinfarkt in seiner Wohnung in Ramallah, Westbank, im Alter von nur 58 Jahren.

Clemens Messerschmid war als Referent auf der Offenen Akademie Wochentagung 2020 vorgesehen mit dem Thema „100 Jahre Wasser in Palästina: 6 Stationen eines Konflikts.“ Er war zu dem Zeitpunkt in seiner Geburtsstadt in München. Plötzlich konnte er nicht mehr nach Palästina zurück wegen Einreisestopp. Aber wegen der Covid-19 Pandemie mussten wir die Veranstaltung absagen. Er fand die Absage der Veranstaltung richtig: „Man muss den Virus, die Pandemie endlich wirklich ernst nehmen. Den gesamten Januar und Februar hat unsere Bourgeoisie damit vertan, vor ‚falscher Panik‘ zu warnen und zu beschwichtigen.“

Clemens Messerschmid war Erstunterzeichner der Petition „Freie politische Betätigung an Hochschulen auf antifaschistischer Grundlage!“ <https://offene-akademie.org/petition-fuer-freie-politische-betaetigung/> Sein Vortrag „bis zum letzten Tropfen: Wasserkrise in Palästina“ von Sept. 2021 <https://www.youtube.com/watch?v=k2k1f61CO0w> kann auf Youtube verfolgt werden.

Erst 2022 promovierte er, nachdem er 25 Jahre in Palästina geforscht und gearbeitet hatte. In seine Doktorarbeit flossen Erkenntnisse ein über die Grundwasserneubildung im palästinensischen und israelischen Grundwasserbecken im Westjordanland ein. Denn Clemens Messerschmid war ein echter Internationalist, dem alles Nationalistische zuwider war. Er pochte auf internationale Solidarität und träumte von einem Land zwischen Mittelmeer und Jordan (und vielleicht auch anderswo), in dem alle Menschen friedlich zusammenleben. Wir bedauern seinen frühen Tod sehr.

Im Online-Medium „Jüdischen Stimme“ ist eine ausführliche Würdigung seiner Arbeit <https://www.juedische-stimme.de/nachruf-auf-clemens-messerschmid>.

Unsichtbare Opfer der Atomkraftnutzung


Die Studie „Unsichtbare Opfer der Atomkraftnutzung – Strahlende Arbeitsplätze und Umgebungskontaminationen“  <von" rel="noopener">https://bund.net/studie-akwbetrieb>von I. Schmitz-Feuerhake, W. Hoffmann, O. Becker, K. Wurzbacher, 61 S., Sept. 2022 ist veröffentlicht auf der Webseite des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND).

Diese Publikation ist eine einzigartige Zusammenstellung von Beispielen aus dem Berufsmilieu und Beobachtungen in der Umgebung von Atomanlagen, die auf Erfahrungen aus 40 Jahren Umgang mit Strahlenopfern in Deutschland und anderswo beruhen.

Ein Problem der Atomenergienutzung ist bekanntlich, dass jedes AKW als Nebenprodukt eine Menge radioaktiver Stoffe erzeugt, die es früher auf der Erde nicht gab. Sie sind unsichtbar, geruch- und geschmacklos, aber auch in geringer Dosis mutagen und karzinogen. Tausende Arbeitnehmer kommen durch den notwendigen Umgang damit zu Schaden, das ist wissenschaftlich erwiesen, und ebenso das Todesrisiko der Bergleute in den Uranminen der Dritten Welt. Offiziell bestritten wird, dass Krankheiten und Tod in Bevölkerungen durch radioaktive Emissionen im Dauerbetrieb feststellbar sind, obwohl es dafür zahlreiche Belege gibt.

Dieser Bericht liefert weitere Argumente gegen die Atomkraftnutzung. Natürlich ist nicht zu erwarten, dass er offiziell zur Kenntnis genommen wird. Ich erhoffe mir aber, dass er bei den jüngeren AKW-GegnerInnen zum Erkenntnisstand beiträgt. Er enthält durchaus auch einige Sachen, die uns AutorInnen vor der Recherche noch neu waren. Derzeit ist er nur in digitaler Form verfügbar <https://bund.net/studie-akwbetrieb>.


zum Artikel Offene Akademie <https://offene-akademie.org/unsichtbare-opfer-der-atomkraftnutzung/>



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Austragen <https://offene-akademie.org/?mailpoet_page=subscriptions&mailpoet_router&endpoint=subscription&action=confirm_unsubscribe&data=eyJxdWV1ZUlkIjoxMSwidG9rZW4iOiIyZGMwNDcyM2RiZGJhMzYxYTU0ZjQ4NGVmODYzNmQ5NyIsImVtYWlsIjoiaWFiQGludm8tZzE0LmRlIn0>

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11.03.2023

Videos und Erklärung der Nordkonferenz im Netz

aus e-mail von <bremer.friedensforum@gmx.de>, 11. März 2023, 22:58 Uhr


Liebe Freundinnen und Freunde,


die Videos von Georg Maria Vormschlag sind inzwischen online, ebenso die "Bremer Erklärung" mit der Terminliste und das Interview von Gerhard Schäfer in "jungeWelt".


Bitte teilt den Link in euren Netzwerken:


https://www.bremerfriedensforum.de/1533/aktuelles/Norddeutsche-Konferenz-in-Bremen-fordert-Offensive-fuer-Frieden-und-soziale-Gerechtigkeit-jetzt


Im Netz gibt es auch hier noch etwas zu lesen über unsere Konferenz:


https://www.aufstehen-bremen.org/index.php/theme-styles/ag-frieden/1107-konferenz-norddeutscher-friedensgruppen-am-25-02-2023-in-bremen


Heute haben übrigens mehrere hundert Menschen an einer Friedensdemonstration in Bremen teilgenommen - eine gute Vorbereitung für den Ostermarsch.


Siehe auch: https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/demonstration-gegen-waffenlieferungen-bremen-102.html


Viele Grüße und schönen Sonntag


Ekkehard


---

Ekkehard Lentz

Sprecher

Bremer Friedensforum

Villa Ichon

Goetheplatz 4

D-28203 Bremen

0049- (0) 421-3 96 18 92

0049- (0) 173-4 19 43 20

https://www.bremerfriedensforum.de 

https://twitter.com/ekkehardlentz1

https://www.instagram.com/bremer_friedensforum


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

11.03.2023

Wie konnten sich die westlichen Geheimdienste schon wieder irren? - Das haben sie nicht. Sie hatten andere Ziele.

seniora.org, 11. März 2023Dies ist kein Zufall. Es ist höchst zielgerichtet. Hier ist Verhaltenspsychologie am Werk.

von Larry Johnson - 10. März 2023 übernommen mit Dank und Genhmigung von sonar21.com


Der Professor für klinische Psychologie, Mattias Desmet, hat erklärt, dass sich die Desorientierung der Massen nicht in einem Vakuum bildet. Sie entsteht im Laufe der Geschichte aus einer kollektiven Psychose, die einem vorhersehbaren Drehbuch folgt:


Geheimdienst Mi 6 Gebäude image 17

MI 6 Headquarters London


Alastair Crooke crooke 1 1 150x150von Alastair Crooke* - 06. März 2023

[ANMERKUNG   – Der Abdruck erfolgt mit ausdrücklicher Genehmigung von Herrn Crooke].
Übersetzung für seniora.org von Andreas Myläus


Der Westen steht nun vor der Aufgabe, die Landmine zu entschärfen, die in der Überzeugung der eigenen Wählerschaft von einem "Sieg" der Ukraine und einer Demütigung Russlands liegt.


Larry Johnson, ein ehemaliger CIA-Analyst, schreibt: "Ich bin nicht mehr im Besitz von Zugangsberechtigungen und hatte keinen Zugang zu den geheimen Geheimdienstbewertungen. Ich habe jedoch gehört, dass die fertigen Geheimdienstinformationen, die den politischen Entscheidungsträgern der USA zur Verfügung gestellt werden, weiterhin erklären, dass Russland in den Seilen hängt   – und dass seine Wirtschaft zusammenbricht. Außerdem beharren die Analysten darauf, dass die Ukrainer die Russen besiegen."


Johnson entgegnet, dass "westliche Agenturen heute in Ermangelung zuverlässiger menschlicher Quellen fast vollständig von 'Liaison-Berichten' abhängig sind" (d.h. von 'befreundeten' ausländischen Nachrichtendiensten), ohne eine 'Due Diligence'-Prüfung vorzunehmen, bei der Diskrepanzen mit anderen Berichten abgeglichen werden.


In der Praxis bedeutet dies, dass die westliche Berichterstattung einfach die PR-Linie Kiews wiedergibt. Aber es gibt ein großes Problem, wenn man Kiews Output (wie Johnson sagt) mit britischen Berichten zusammenbringt   – zur "Bestätigung".


Die Realität ist, dass die Berichterstattung des Vereinigten Königreichs selbst auch auf den Aussagen der Ukraine beruht. Dies ist als falsche Sicherheiten (false collateral) bekannt   – d.h. wenn das, was zur Bestätigung und Validierung herangezogen wird, tatsächlich aus ein und derselben Quelle stammt. Es wird   – absichtlich   – zu einem Propaganda-Multiplikator.

Im Klartext sind all diese Punkte jedoch "Ablenkungsmanöver". Offen gesagt, sind die so genannten westlichen "Geheimdienste" nicht mehr der aufrichtige Versuch, eine komplexe Realität zu verstehen, sondern sie sind zu einem Werkzeug geworden, das eine nuancierte Realität verfälscht, um zu versuchen, die russische Psyche in Richtung eines kollektiven Defätismus zu manipulieren (nicht nur in Bezug auf die Ukraine, sondern auch auf die Idee, dass Russland als souveränes Ganzes bestehen bleiben sollte).


Und in dem Maße, in dem "Lügen" fabriziert werden, um die russische Öffentlichkeit an die unvermeidliche Niederlage zu gewöhnen, ist dies eindeutig dazu bestimmt, die westliche Öffentlichkeit zu dem "Gruppendenken" zu erziehen, dass der Sieg unvermeidlich ist. Und dass Russland ein "unreformiertes böses Reich" ist, das ganz Europa bedroht.


Dies ist kein Zufall. Es ist höchst zielgerichtet. Hier ist Verhaltenspsychologie am Werk. Die während der Covid-Pandemie erzeugte "den Kopf verdrehende" Desorientierung, die ständige Beregnung mit "datengesteuerten" Modellanalysen, die Etikettierung von allem, was kritisch gegenüber den "einheitlichen Botschaften" war, als antisoziale Desinformation   – ermöglichte es den westlichen Regierungen, ihre Bürger davon zu überzeugen, dass "Lockdown" die einzige rationale Antwort auf das Virus war. Das stimmte zwar nicht (wie wir heute wissen), aber der verhaltenspsychologische "Pilotversuch" funktionierte bestens   – sogar besser, als sich seine eigenen Architekten vorgestellt hatten.


Der Professor für klinische Psychologie, Mattias Desmet, hat erklärt, dass sich die Desorientierung der Massen nicht in einem Vakuum bildet. Sie entsteht im Laufe der Geschichte aus einer kollektiven Psychose, die einem vorhersehbaren Drehbuch folgt:


Genau wie beim Lockdown haben Regierungen die Verhaltenspsychologie eingesetzt, um Angst und Isolation zu erzeugen und große Gruppen von Menschen zu Herden zusammenzutreiben, in denen das giftige Hohngelächter über jede Abweichung jedes kritische Denken oder jede Analyse ausschließt. Es ist bequemer, innerhalb der Herde zu sein, als außerhalb.


Das vorherrschende Merkmal ist hier die Loyalität gegenüber der Gruppe   – selbst wenn die Politik schlecht funktioniert und ihre Folgen das Gewissen der Mitglieder stören. Loyalität gegenüber der Gruppe ist die höchste Form der Moral. Diese Loyalität verlangt von jedem Mitglied, dass es vermeidet, kontroverse Themen anzusprechen, schwache Argumente in Frage zu stellen oder dem Wunschdenken Einhalt zu gebieten.


Das "Gruppendenken" ermöglicht es, sich in einer selbst erdachten Realität abzuheben, sich immer weiter von jeglicher Verbindung zur Realität zu entfernen und dann in eine Wahnvorstellung überzugehen   – und dabei stets auf gleichgesinnte Cheerleader zurückzugreifen, um sich zu bestätigen und zu radikalisieren.


Es heißt also "Auf Wiedersehen" zur traditionellen Intelligenz! Und "willkommen" beim westlichen Geheimdienst für Anfänger: In der Geopolitik geht es nicht mehr darum, die Realität zu begreifen. Es geht um die Installation eines ideologischen Pseudo-Realismus   – der die universelle Installation eines singulären Gruppendenkens ist, so dass jeder passiv danach lebt, bis es viel zu spät ist, den Kurs zu ändern.


Oberflächlich betrachtet, mag dies als clevere neue Psyops erscheinen   – sogar als "cool". Das ist es aber nicht. Es ist gefährlich. Durch die bewusste Bearbeitung tief verwurzelter Ängste und Traumata (z.B. der Große Vaterländische Krieg für die Russen) wird im kollektiven Unbewussten eine Art generationenübergreifende existenzielle Notlage geweckt   – die der totalen Vernichtung   – eine Gefahr, mit der Amerika nie konfrontiert war und für die es in Amerika keinerlei empathisches Verständnis gibt.


Vielleicht haben die westlichen Regierungen durch die Wiederbelebung langer, kollektiver Erinnerungen an die Pest in europäischen Ländern (wie Italien) festgestellt, dass sie in der Lage waren, ihre Bürger für eine Politik des Zwangs zu mobilisieren, die ansonsten völlig gegen ihre eigenen Interessen gerichtet war. Aber Nationen haben ihre eigenen Mythen und zivilisatorischen Sitten.


Wenn dies der Zweck war (die Russen an die Niederlage und die endgültige Balkanisierung zu gewöhnen), ist die westliche Propaganda nicht nur gescheitert, sondern hat auch das Gegenteil erreicht. Die Russen haben sich gegen eine existenzielle westliche Bedrohung zusammengeschlossen   – und sind bereit, bei der Bekämpfung dieser Bedrohung notfalls "bis zum Ende zu gehen". (Lassen Sie diese Implikationen auf sich wirken.)


Andererseits hat die falsche Darstellung eines unvermeidlichen Erfolgs für den Westen unweigerlich Erwartungen an ein politisches Ergebnis geweckt, das nicht nur nicht realisierbar ist, sondern auch in weite Ferne rückt, da diese phantastischen Behauptungen über russische Rückschläge die europäischen Führer davon überzeugen, dass Russland ein Ergebnis akzeptieren kann, das ihrer konstruierten falschen Realität entspricht.


Ein weiteres 'Eigentor': Der Westen steht nun vor der Aufgabe, die Landmine zu entschärfen, die in der Überzeugung der eigenen Wählerschaft von einem "Sieg" der Ukraine und von der Demütigung und Zersetzung Russlands liegt. Die Folge werden Wut und weiteres Misstrauen gegenüber den westlichen Eliten sein. Es besteht ein existenzielles Risiko, wenn die Menschen nichts glauben, was die Eliten sagen.


Im Klartext: Der Rückgriff auf clevere "Nudge-Theorien" hat nur dazu geführt, dass die Aussichten auf einen politischen Diskurs vergiftet wurden. Weder die USA noch Russland können jetzt direkt zu einem reinen politischen Diskurs übergehen:


Erstens müssen die Parteien unweigerlich zu einer stillschweigenden psychologischen Assimilation zweier völlig unverbundener Realitäten kommen, die nun durch diese psychologischen "Intelligenz"-Techniken zu greifbaren, lebendigen Wesen gehyped werden. Keine der beiden Seiten wird die Gültigkeit oder moralische Richtigkeit der anderen Realität anerkennen, aber ihr emotionaler Inhalt muss psychologisch anerkannt werden   – zusammen mit den Traumata, die ihnen zugrunde liegen   –, wenn die Politik ihre Fesseln verlieren soll.


Kurz gesagt, diese übertriebenen westlichen Psyops ist perverserweise geeignet, den Krieg zu verlängern, bis die Fakten vor Ort die gegensätzlichen Erwartungen endlich an das "neue Mögliche" heranführen. Wenn die wahrgenommenen Realitäten nicht "angepasst" und nuanciert werden können, führt der Krieg letztlich dazu, dass das eine oder das andere in eine geschmeidigere Form gebracht wird.


Die Entartung der westlichen Intelligenz begann nicht mit der jüngsten kollektiven "Aufregung" über die Möglichkeiten der "Nudge-Psychologie". Die ersten Schritte in diese Richtung begannen mit einer Veränderung des Ethos, die bis in die Clinton/Thatcher-Ära zurückreicht, in der die Geheimdienste "neoliberalisiert" wurden.


Die Rolle des "Advokaten des Teufels", der der zuständigen politischen Führung "schlechte Nachrichten" (d.h. knallharten Realismus) überbringt, wurde nicht mehr geschätzt; stattdessen wurde eine radikale Verlagerung hin zu einer "Business School"-Praxis eingeführt, bei der die Dienste damit beauftragt werden, einen "Mehrwert" für die bestehende Regierungspolitik zu schaffen und (sogar) ein "Markt"-System im Bereich der Intelligenz aufzubauen!


Die Politiker-Manager verlangten "gute Nachrichten". Und damit das auch so bleibt, wurde die Finanzierung an den "Mehrwert" geknüpft   – mit Verwaltungsangestellten, die in der Verwaltung der Bürokratie bewandert waren und in Führungspositionen kamen. Dies bedeutete das Ende der klassischen Geheimdienstarbeit   – die immer eine Kunst und keine Wissenschaft war.

Kurz gesagt, es war der Beginn der Ausrichtung der Nachrichtendienste auf die Politik (um einen Mehrwert zu schaffen) und nicht mehr die traditionelle Funktion der Gestaltung der Politik auf der Grundlage fundierter Analysen.


In den USA erreichte die Politisierung der Nachrichtendienste ihren Höhepunkt, als Dick Cheney eine ihm persönlich unterstellte Nachrichtendiensteinheit Team "B" ins Leben rief. Es sollte die Anti-Geheimdienstarbeit liefern, um die Ergebnisse der Nachrichtendienste zu bekämpfen. Natürlich erschütterte die Team-'B'-Initiative das Vertrauen der Analysten und ging an der Arbeit der traditionellen Kader vorbei   – ganz im Sinne Cheneys. (Er hatte einen Krieg (den Irakkrieg) zu rechtfertigen).


Aber es gab noch weitere strukturelle Verschiebungen. Erstens hatte im Jahr 2000 der woke-Narzissmus begonnen, das strategische Denken in den Hintergrund zu drängen und sein eigenes neuartiges Gruppendenken zu schaffen. Der Westen konnte das Gefühl, im Zentrum des Universums zu stehen, einfach nicht abschütteln (wenn auch nicht mehr im rassischen Sinne, sondern durch sein Erwachen zur "Opferpolitik", die endlose Wiedergutmachung und Reparationen verlangte   – und solche woke- Werte schienen den Westen zufälligerweise mit einem neuen globalen "moralischen Primat" zu salben).


Parallel dazu haben sich die amerikanischen Neokonservativen auf diesen neuen woke-Universalismus gestützt, um das Mem "das Empire ist primordial wichtig" zu zementieren. Die unausgesprochene Folge davon ist natürlich, dass die ursprünglichen Werte der amerikanischen Republik oder Europas nicht neu konzipiert und in die Gegenwart übertragen werden können, solange das "liberale" Gruppendenken des Empire sie als Bedrohung für die westliche Sicherheit darstellt. Dieses Rätsel und dieser Kampf stehen im Mittelpunkt der heutigen US-Politik.

Dennoch stellt sich die Frage, wie es möglich ist, dass die Geheimdienstinformationen, mit denen die US-Politiker versorgt werden, darauf bestehen, dass Russland wirtschaftlich implodiert und dass die Ukraine gewinnt   – entgegen den leicht zu beobachtenden Fakten vor Ort.

Nun, kein Problem; die Washingtoner Denkfabriken werden von der militärisch-industriellen Welt großzügig finanziert, wobei der Großteil dieser Gelder an die Neokonservativen geht   – und an deren Beharren darauf, dass Russland eine kleine "Tankstelle" ist, die sich als Staat ausgibt, und keine ernstzunehmende Macht.


Die Neokonservativen zerren an jedem, der ihre "Linie" vertritt, und Denkfabriken beschäftigen ein Heer von "Analysten", die "akademische" Berichte verfassen, in denen sie behaupten, dass Russlands Industrie   – sofern sie überhaupt existiert   – implodiert. Seit März letzten Jahres sagen westliche Militär- und Wirtschaftsexperten in schöner Regelmäßigkeit voraus, dass Russland die Raketen, Drohnen, Panzer und Artilleriegranaten ausgegangen sind   – und dass es seine Arbeitskraft darauf verwendet, Menschenwellen unausgebildeter Truppen auf die ukrainischen Belagerungslinien zu werfen.


Die Logik ist einfach, aber auch hier fehlerhaft. Wenn eine vereinte NATO Schwierigkeiten hat, Artilleriegranaten zu liefern, muss Russland mit einer Wirtschaft von der Größe eines kleinen EU-Staates (logischerweise) schlechter dran sein. Und wenn wir (die USA) China nur hart genug damit drohen, Russland nicht zu beliefern, dann wird letzterem schließlich die Munition ausgehen   – und die von der NATO unterstützte Ukraine wird "gewinnen".


Die Logik ist also, dass ein verlängerter Krieg (bis das Geld ausgeht) ein Russland ohne Munition hervorbringen muss, und die von der NATO unterstützte Ukraine "gewinnt".


Diese Sichtweise ist aufgrund von konzeptionellen Unterschieden völlig falsch: Die russische Geschichte ist eine Geschichte des totalen Krieges, der in einem langen, kompromisslosen Kampf gegen eine überwältigende Streitmacht geführt wird. Dieser Vorstellung liegt jedoch die Überzeugung zugrunde, dass solche Kriege über Jahre hinweg geführt werden und ihr Ausgang von der Fähigkeit zur Steigerung der Militärproduktion abhängt.


In den 1980er Jahren haben die USA ihr militärisch-industrielles Paradigma der Nachkriegszeit aufgegeben und die Produktion nach Asien verlagert und auf Just-in-Time-Lieferketten umgestellt. Die USA (und der Westen) haben sich von "surge capacity" verabschiedet [surge capacity = die Fähigkeit einer Organisation, schnell und effektiv auf einen plötzlich auftretenden Bedarf zu reagieren], während Russland dies nicht tat: Es hielt an der Idee fest, das zu erhalten, was dazu beigetragen hatte, Russland während des Großen Vaterländischen Krieges zu retten.

Die westlichen Geheimdienste haben sich also wieder einmal geirrt; sie haben die Realität falsch eingeschätzt? Nein, sie haben es nicht "falsch" verstanden. Ihr Ziel war ein anderes.


Die wenigen, die Recht hatten, wurden gnadenlos als Handlanger karikiert, um sie absurd erscheinen zu lassen. Die Mehrheit der westlichen Bürger lebte passiv in der Umarmung des Gruppendenkens   – bis es zu spät für sie war, aufzuwachen und den gefährlichen Kurs zu ändern, auf den sich ihre Gesellschaften begeben hatten.


Ungeprüfte ukrainische Berichte (Liaison-Berichte), die den westlichen Führern serviert werden, sind daher keine "Panne"   – sie sind ein "Merkmal" des neuen Paradigmas des Geheimdienstes für Anfänger, das die Wählerschaft verwirren und abstumpfen soll.


Quelle: https://sonar21.com/how-could-western-intelligence-have-got-it-wrong-again-they-didnt-they-had-other-purposes/


Mit freundlicher Genehmigung von Larry Johnson - sonar21.com

LARRY C. JOHNSON

Larry C. Johnson ist ein Veteran der CIA und des Büros für Terrorismusbekämpfung des Außenministeriums. Er ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von BERG Associates, das 1998 gegründet wurde. Larry hat 24 Jahre lang die Spezialeinheiten des US-Militärs ausgebildet. Er wurde von der Rechten und der Linken verunglimpft, was bedeutet, dass er etwas richtig gemacht haben muss. Sie können ihm auch auf Telegram (t.me/sonar_21 (https://t.me/sonar_21 ), Patreon und Substack (https://larrycjohnson.substack.com ) folgen.

*Alastair Crooke is a former British diplomat, founder and director of the Beirut-based Conflicts Forum.


Info: https://seniora.org/politik-wirtschaft/wie-konnten-sich-die-westlichen-geheimdienste-schon-wieder-irren-das-haben-sie-nicht-sie-hatten-andere-ziele?acm=3998_1681


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

11.03.2023

"Einfach nur beschämend" – Lawrow über neue Version zur Sprengung von Nord Stream

    freeassange.rtde.live, 9 Mär. 2023 21:09 Uhr

    UN-Generalsekretär António Guterres und sein Stab weichen vehement den Fragen zur Sprengung der Gaspipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 aus. Dies erklärte der russische Außenminister, Sergei Lawrow, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz, nach Gesprächen mit dem saudischen Außenminister Faisal bin Farhan Al Saud.


Die derzeit in den Medien verbreitete Version, dass ein 6-köpfiges Terrorkommando auf einer Yacht am 6. September 2022 von Rostock aus gestartet sei, um die Pipelines zu sprengen, sei "einfach nur beschämend für diejenigen, die eine solche Version in den von ihnen kontrollierten westlichen Medien pushen", so Lawrow.


Video https://odysee.com/@RTDE:e/Lawrow_neue_Version_zur_Sprengung_von_Nord_Stream:9?src=embed 1:35 Uhr

 

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freeassange.rtde.live/kurzclips/video/164922-einfach-nur-beschaemend-lawrow-ueber-version-sprengung-nord-stream


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11.03.2023

BionTech/Pfizer Russisches Verteidigungsministerium: mRNA-Impfstoffe sind eine Biowaffee

anti-spiegel.ru, vom 10. März 2023 19:53 Uhr

Das russische Verteidigungsministerium hat neue Details über die Biowaffenprogramme des Pentagon in der Ukraine veröffentlicht und mRNA-Impfstoffe namentlich von Pfizer als Biowaffe bezeichnet.


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Ich erinnere daran, dass die russischen Erklärungen über das US-Biowaffenprogramm keine russische Propaganda sind, sondern dass mir und meinem Informanten, mit dem ich für das Buch „Inside Corona“ recherchiert habe, viele der jetzt von Russland veröffentlichten Informationen schon lange aus öffentlich zugänglichen Quellen bekannt waren. Das Pentagon hat das meiste jedoch nach Beginn der russischen Veröffentlichungen vom Netz genommen, um die Spuren zu verwischen, wie ich hier aufgezeigt habe. Wenn Sie nicht wissen, worum es in dem Buch geht, lesen diese beiden aufeinander aufbauenden Artikel dazu, zuerst diesen und dann diesen.


Anfang August 2022 hat das russische Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass Covid-19 nach seinen Erkenntnissen eine Biowaffe ist, die mit Geldern der US-Regierung erschaffen wurde. Ende Januar 2023 hat das russische Verteidigungsministerium weitere Fragen zu dem Thema aufgeworfen.


In seiner aktuellen Erklärung hat das russische Verteidigungsministerium sich unter anderem zu Pfizer und seinen mRNA-Impfstoffen geäußert und eine Pfizer-Mitarbeiterin zitiert, die erklärt hat, dass die Produkte von Pfizer „per Definition Biowaffen sind“.


Bevor wir zu der Übersetzung der russischen Erklärung kommen, will ich darauf kurz eingehen, denn die mRNA-Impfstoffe sind nicht nur per Definition Biowaffen, sie sind per medizinischer Definition eine Gentherapie, also ein Eingriff in das Genom.


Schon Mitte Dezember 2021 habe ich in einem ausführlichen Artikel aufgezeigt, dass die sogenannten mRNA-Impfstoffe per medizinischer Definition eine Gentherapie sind. Juristisch wurde das jedoch (teilweise erst während der Pandemie) anders eigeordnet, indem in Gesetze geschrieben wurde, dass eine Gentherapie juristisch nicht als Gentherapie gilt, wenn sie als Impfung verabreicht wird. Das war ein juristischer Trick, der an den medizinischen Fakten aber nichts geändert hat. Die Details dazu finden Sie hier.


Dass die mRNA-Impfstoffe eine Gentherapie sind, sagen auch die Fachleute ganz offen, wenn sie unter sich sind. In dem Artikel vom Dezember 2021 habe ich zum Beispiel die Eröffnungsrede von Stefan Oelrich, Vorstandsmitglied der Bayer AG und Leiter der Division Pharmaceuticals beim World Health Summit verlinkt, die er am 24. Oktober 2021 in Berlin gehalten hat. Dort sagte er (im Video ab Minute 1.37.40):

„Die mRNA-Impfungen sind ein Beispiel für Zell- und Gentherapie. Hätten wir vor zwei Jahren eine öffentliche Umfrage gemacht und gefragt, wer bereit dazu ist, eine Gen- oder Zelltherapie in Anspruch zu nehmen und sich in den Körper injizieren zu lassen, dann hätten das wahrscheinlich 95 Prozent der Menschen abgelehnt. Diese Pandemie hat vielen Menschen die Augen für Innovationen in einer Weise geöffnet, die vorher nicht möglich war“

Anfang Januar 2022 bin ich in einem weiteren Artikel auf das Thema eingegangen und habe weitere Belege zitiert, unter anderem den BionTech-Jahresbericht für 2019, den die Firma bei der NASDAQ eingereicht hat, nachdem die Firma in den USA an die Börse gegangen ist. In dem Bericht hat BionTech geschrieben , dass „mRNA-Therapien als Gentherapie-Arzneimittel eingestuft“ wurden.


Die mRNA-Technologie wurde 1990 entdeckt, aber trotz aller Bemühungen der Pharmaindustrie wurde 30 Jahre lang kein einziges mRNA-Produkt als Arzneimittel oder Impfstoff zugelassen. Das hatte gute Gründe, wie zum Beispiel BionTech selbst in seinem schon zitierten Jahresbericht von 2019 geschrieben hat:

„Keine mRNA-Immuntherapie wurde bisher zugelassen, und möglicherweise wird auch nie eine zugelassen werden. Die Entwicklung von mRNA-Arzneimitteln ist aufgrund der neuartigen und beispiellosen Natur dieser neuen Kategorie von Therapeutika mit erheblichen klinischen Entwicklungs- und Zulassungsrisiken verbunden.“

Im Klartext bedeutet das, dass niemand die (Langzeit)Folgen und die Nebenwirkungen dieser Produkte einschätzen konnte, aber während der Corona-Pandemie wurde sie im Westen im Eilverfahren durchgewunken und Milliardenfach als „Impfung“ verabreicht. Auch wenn die Impfnebenwirkungen bisher möglichst verschleiert werden, haben allein in Deutschland mehr als 333.000 Bundesbürger nach einer Corona-Impfung gesundheitliche Schäden gemeldet. Da viele deutsche Ärzte noch immer nicht bereit sind, Impfschäden durch Corona-Impfungen zu dokumentieren, sondern stattdessen nach anderen Gründen für die gesundheitlichen Probleme der Geschädigten suchen, dürfte die Dunkelziffer weitaus höher liegen.


Es gibt also reichlich Gründe dafür, den mRNA-Produkten sehr skeptisch gegenüber zu stehen und es sei angemerkt, dass Russland und China die westlichen mRNA-„Impfungen“ in ihren Ländern nicht zugelassen haben.


Nach dieser Vorrede über die mRNA-Produkte kommen wir zur Übersetzung der neuesten Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums, in der es auch noch um einige andere Aspekte der militärischen Biowaffenforschung der USA in der Ukraine ging. Die Links und Folien sind aus dem Original übernommen, die zusätzlich dazu veröffentlichten Dokumente finden Sie im Anschluss an die Übersetzung.


Beginn der Übersetzung:


Das russische Verteidigungsministerium hat mehrmals auf die potenziellen Risiken von „Dual-Use-Programmen“ hingewiesen, die von den USA sowohl auf ihrem Staatsgebiet als auch im Ausland durchgeführt werden.


Es ist anzumerken, dass keine der Fakten, die das russische Verteidigungsministerium über die US-Dual-Use-Forschung anführt, in Frage gestellt oder widerlegt wurde. In dem Versuch, sich zu rechtfertigen, behauptet Washington, dass alle Handlungen im nationalen Interesse der USA unternommen werden und darauf abzielen, die globale Biosicherheit zu gewährleisten.


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Vor dem Konsultationstreffen der Vertragsstaaten der Biowaffenkonvention im September 2022 in Genf erklärte das US-Außenministerium, dass das Ziel des „Cooperative Threat Reduction“-Programms des Pentagons darin besteht, „die Gesundheit von Mensch und Tier zu verbessern und den Ausbruch von Infektionskrankheiten zu kontrollieren“


Vor dem Hintergrund der WHO-Erklärungen über Ausbrüche von Marburgfieber, Lassafieber, Milzbrand und Cholera in verschiedenen Regionen der Welt, der äußerst schwierigen Lage bei wirtschaftlich bedeutenden Tierseuchen – Afrikanische Schweinepest, pathogene Vogelgrippe, Maul- und Klauenseuche -, der Arbeiten an der Universität Boston zur Verstärkung der pathogenen Eigenschaften von Krankheitserregern, einschließlich COVID-19 – die so genannte „gelenkte Evolution“, also Veränderungen, die in der Natur Dutzende oder Hunderte von Jahren dauern, oder auch gar nicht passieren können – und die Schaffung künstlicher Viren mit erhöhtem Infektionsrisiko für den Menschen, erscheinen als Gipfel der Leichtsinnigkeit


Die Analyse von Dokumenten, die zum Teil im Rahmen der Militäroperation erlangt wurden, zeigt, dass diese Forschungen zur Verstärkung der Funktionen gefährlicher Krankheitserreger, die unter anderem in zentralasiatischen und transkaukasischen Staaten durchgeführt werden, systematisch sind und dass große US-Pharmaunternehmen an ihrer Umsetzung beteiligt sind.

Ich möchte darauf hinweisen, dass das Gesundheitsministerium eines zentralafrikanischen Staates die Möglichkeit einer künstlichen Ausbreitung des Ebola-Virus im September 2022 untersucht. Die Besorgnis rührt daher, dass der isolierte Stamm aus dem Sudan völlig identisch mit dem Virus ist, das während der Epidemie 2012 in Afrika zirkulierte. Dabei wird als eine der Versionen der fahrlässige Umgang mit Krankheitserregern durch amerikanische Militärbiologen angesehen, die in dieser Region tätig waren.


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Beachten Sie die Anfrage des US-Senats an das US-Gesundheitsministerium bezüglich Pfizers Forschung zur „gelenkten Evolution“. In der Anfrage wird versucht, die Glaubwürdigkeit der Informationen zu beurteilen, die die US-amerikanische Non-Profit-Organisation Project Veritas von Jordan Walker, dem Direktor für Forschung und Entwicklung von Pfizer, erhalten hat.


Er erklärte, das Unternehmen nutze die Möglichkeiten der „gelenkten Evolutionsforschung“, um die Wirksamkeit seiner Impfstoffe zu verbessern. Walker kommentierte Ansätze zur Entwicklung neuer Impfstoffe und sagte: „warum ändern wir das Virus nicht selbst, damit wir proaktiv neue Impfstoffe entwickeln können“


Der Pfizer-Mitarbeiter gibt damit zu, dass er „gelenkte Evolutionsforschung“ betreibt, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen und seine Gewinne zu steigern.


Walkers Aussagen werden durch die Worte der ehemaligen Pfizer-Mitarbeiterin Karen Kingston bestätigt. Sie erklärte ausdrücklich, dass die Produkte des US-Pharmakonzerns, „per Definition Biowaffen sind.“ Dabei bezieht sie sich auf die US-Gesetzgebung, die eine Biowaffe als jeden biologischen Wirkstoff, jedes Toxin oder jede Art der Verabreichung definiert, wozu auch Impfstoffe mit mRNA-Technologie gehören.


Diese Art von Impfstoff wird Berichten zufolge seit 2017 mit Mitteln der US-Regierung entwickelt, und als er kommerziell verfügbar wurde, war klar, dass er Nebenwirkungen und schwerwiegende Komplikationen wie Meningitis, anaphylaktischen Schock, akuten Herzinfarkt und Schlaganfall verursachen könnte.


Zur Behandlung der Impfnebenwirkungen wurden auch Medikamente von Pfizer und Moderna vorgeschlagen, die bereits Regierungsaufträge in Milliardenhöhe erhalten hatten. Dieser Ansatz ermöglicht es den US-Pharmaherstellern, das Auftreten neuer Krankheitserreger in vollem Umfang im eigenen Interesse zu nutzen und unbegrenzte Gewinne zu erzielen.


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Wir haben wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass das Hauptziel der US-Bioprogramme darin besteht, eine globale biologische Kontrolle zu etablieren. Das Ergebnis der „selektiven Hilfe“ für die an den Programmen beteiligten Staaten ist in der Regel der Übergang zu amerikanischen Standards für die Übermittlung und Zusammenfassung von Informationen über die biologische Situation, eine Verschlechterung der nationalen Gesundheitssysteme und das Aufzwingen von Lieferanten für medizinische Ausrüstung und Medikamente.


Damit einher gehen der Bau militärischer Laboratorien entlang der Grenzen geopolitischer Gegner, das Sammeln von Stämmen besonders gefährlicher Mikroorganismen, die für bestimmte Territorien spezifisch sind, und die Erprobung toxischer Medikamente an Menschen.


Die geschaffenen Laboratorien lassen sich hinsichtlich Funktionalität und Grad der biologischen Sicherheit in drei Ebenen einteilen. Laboratorien der ersten Ebene sind darauf ausgelegt, Mikroorganismenstämme und ihre Träger in endemischen Gebieten zu sammeln und die Biomaterialien für den anschließenden Transfer vorzubereiten.


In Einrichtungen der zweiten Stufe werden Forschungen mit Erregern besonders gefährlicher Infektionskrankheiten durchgeführt und Stämme von Mikroorganismen, die Teil der staatlichen Sammlungen für den Export ins Ausland sind, für den Abtransport vorbereitet.


Die Laboratorien der dritten Stufe sind mit Einrichtungen zur maximalen biologischen Isolierung ausgestattet und haben die Aufgabe, Informationen über die biologische Situation in den konkreten Staaten zu erhalten, deren Territorien das Pentagon für die Stationierung seiner Militärkontingente zu nutzen plant.


Die US-Aktivitäten zur Errichtung einer globalen biologischen Kontrolle gehen einher mit der Ersetzung der Biowaffenkonvention und anderer völkerrechtlicher Normen durch eigene Regeln, die im amerikanischen Interesse entwickelt, vom kollektiven Westen unterstützt und Drittländern zur Umsetzung aufgezwungen werden. Dies ermöglicht es den USA, außerhalb ihres Hoheitsgebiets ungehindert biologische Forschung zu betreiben. Gleichzeitig verlieren die an dieser Forschung beteiligten Staaten ihre nationale Souveränität im Bereich der biologischen Sicherheit und werden vollständig von den USA abhängig.


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Das russische Verteidigungsministerium hat wiederholt auf die Rolle des US-Unternehmens EcoHealth Alliance bei biologischen Projekten des US-Militärs hingewiesen, woraufhin die Tätigkeiten des Unternehmens in den USA  selbst unter die Lupe genommen worden sind.


Das US-Gesundheitsministerium leitete eine Untersuchung der Unternehmenstätigkeiten ein und bewertete die Wirksamkeit der Aufsichtstätigkeiten.


Der vom Büro des Generalinspektors des Gesundheitsministeriums erstellte Bericht stellt fest, dass „die Aufsichtsorgane nicht wirksam überwachten und nicht rechtzeitig Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass EcoHealth im Einklang mit den Anforderungen für die Durchführung von Forschungsarbeiten arbeitete. Dies bezieht sich auf die Überwachung der Forschung, die die Schaffung, den Transport oder die Verwendung modifizierter pandemischer Krankheitserreger beinhaltet“


Es wurde festgestellt, dass das Unternehmen keine rechtzeitigen Berichte über die Art der durchgeführten Arbeiten vorgelegt hat und die Aufsichtsbehörde ihrerseits nicht rechtzeitig Maßnahmen ergreifen konnte, um die mit dieser Art von Forschung verbundenen Risiken zu verringern.


Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die Aufsichtsbehörde, die US National Institutes of Health, nicht darauf vorbereitet ist, die Verteilung von Bundeszuschüssen wirksam zu überwachen, die Art der durchgeführten Forschung zu verstehen, potenzielle Problembereiche zu erkennen und die notwendigen Korrekturmaßnahmen zu ergreifen.


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Die Unfähigkeit der US-Regierung, das erforderliche Maß an Kontrolle über die laufende Dual-Use-Forschung im Land zu gewährleisten, wird durch andere Dokumente bestätigt.


So hat eine Expertengruppe des United States National Scientific Advisory Board on Biosecurity (NSABB) am 27. Januar 2023 einen Bericht vorgelegt, in dem die Wirksamkeit der geltenden Rechtsvorschriften im Bereich der biologischen Sicherheit bewertet wird.


Der Bericht befasst sich mit zwei der wichtigsten Bereiche, die für die Einhaltung der Biowaffenkonvention am meisten Sorgen bereiten: die Erforschung der Erhöhung des Potenzials von Pandemieerregern und die Forschung mit doppeltem Verwendungszweck.


Die Hauptprobleme in dem Bericht sind die fehlenden Kontrollen über die biologische Forschung, die unter die Biowaffenkonvention fällt. Die Autoren des Dokuments drängen erneut darauf, die Transparenz der laufenden Arbeiten zu erhöhen und Auftraggeber, ob private oder öffentliche, zu verpflichten, die Aufsichtsbehörden über die Ziele, Zielsetzungen und potenziellen Risiken zu informieren, unabhängig vom Ort, an dem die Experimente durchgeführt werden – auf dem Hoheitsgebiet der USA selbst oder außerhalb.


Ich erinnere daran, dass derartige Appelle seit mehr als zwanzig Jahren an die Führung der USA  gerichtet werden, seit die Verhandlungen über ein rechtsverbindliches Protokoll zum Übereinkommen blockiert wurden, aber das Weiße Haus war nicht einmal bereit, auf die Meinung seiner eigenen Experten zu hören.


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Die Veröffentlichung von Tatsachen über militär-biologische Aktivitäten der USA außerhalb ihres Staatsgebiets durch die Russische Föderation veranlasst immer mehr Länder, über die wahren Gründe für die Präsenz amerikanischer Forschungseinrichtungen auf ihrem Territorium nachzudenken.


Ende Dezember 2022 wandten sich Mitglieder des Oppositionsblocks der Macabayan mit der Forderung an den philippinischen Kongress, die Aktivitäten des Pentagons im Regionalen Labor für Tierseuchendiagnostik in Tarlac City zu untersuchen.


In ihrem Appell weisen die Parlamentarier darauf hin, dass die US Defense Threat Reduction Agency (DTRA) auf den Philippinen offene und verdeckte militärische Ziele verfolgt, die möglicherweise nicht mit den Interessen Manilas übereinstimmen.


In ihrem Appell fordern die Abgeordneten, dass das Justizministerium, das Außenministerium, des Gesundheitsministerium und das Verteidigungsministerium damit beginnen, die Arbeit des US-Militärs zu untersuchen.


Die philippinischen Bürger fragen sich zu Recht, warum die Zusammenarbeit im zivilen und landwirtschaftlichen Bereich dem DTRA, das in der ganzen Welt Arbeiten mit doppeltem Verwendungszweck durchführt, und nicht dem US-Landwirtschaftsministerium übertragen wird.


Zuvor hatte Indonesien erklärt, dass es nicht ratsam sei, das US-Militärbiolabor NAMRU-2 auf seinem Hoheitsgebiet zu errichten. Die indonesische Regierung verlangte bereits 2010 die vollständige Einstellung der Aktivitäten, woraufhin das US-Verteidigungsministerium gezwungen war, alle noch nicht abgeschlossenen Projekte auf das Territorium von Kambodscha zu verlegen.


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Das russische Verteidigungsministerium hat bereits die Namen von Teilnehmern an militärischen US-Biowaffenprogrammen genannt. Dazu gehören Beamte des US-Verteidigungsministeriums, US-Biotechnologieunternehmen und Auftragnehmer des Pentagon.

Heute möchten wir diese Liste um Vertreter ukrainischer staatlicher Einrichtungen und privater Unternehmen ergänzen, die an der Durchführung von militärisch-biologischen Programmen der USA beteiligt sind. Das sind:


Sergej Morgun, Leiter der sanitären und epidemiologischen Abteilung der ukrainischen Streitkräfte und einer der Organisatoren des Zusammenwirkens des ukrainischen Verteidigungsministeriums mit dem Amt für Bedrohungsminderung (DTRA). Er war einer der Leiter des UP-8-Projekts und leitete die Hantavirus-Forschung.


Zuvor hatte Sergej Litovka diesen Posten inne, der im Rahmen der Erforschung des Krim-Kongo-Fiebers und des Hantavirus die Tests auf Lebens- und Gesundheitsrisiken bei ukrainischem Militärpersonal überwachte.


Vladimir Kurpita, Leiter des Zentrums für öffentliche Gesundheit, überwachte und leitete die Zusammenarbeit ukrainischer Fachleute mit DTRA und organisierte die Entnahme biologischer Proben von ukrainischen Bürgern und deren Überführung ins Ausland.


Irina Demtschischina, Leiterin der Referenzlaboratorien des Zentrums für öffentliche Gesundheit des ukrainischen Gesundheitsministeriums, fungierte als Vermittlerin bei der Zusammenarbeit mit Auftragnehmern des Pentagon – den Unternehmen Black and Veatch und Metabiota – und überwachte die Durchführung der DTRA-Projekte der Serien UP und Tap.


Die auf der Folie dargestellten Persönlichkeiten sind nur ein kleiner Teil des ukrainischen militär-biologischen Dossiers. Insgesamt verfügt das russische Verteidigungsministerium über Informationen zu mehr als hundert Teilnehmern an biologischen Programmen mit doppeltem Verwendungszweck. Das Untersuchungskomitee der Russischen Föderation untersucht derzeit mehr als zehn US-Bürger sowie eine Reihe von Beamten des ukrainischen Verteidigungsministeriums auf ihre Beteiligung an den genannten Programmen.


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Ich möchte darauf hinweisen, dass sich die Regierung der USA in ihren Erklärungen über die Arbeit der biologischen Labors der USA in der Ukraine selbst widerspricht.


So bestätigte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA, John Kirby, in seiner Erklärung vom 31. Januar 2023 die Anwesenheit von US-Biolaboratorien in der Ukraine, erklärte jedoch, dass diese von den Mitarbeitern verlassen und, ich zitiere: „deaktiviert“ wurden, bevor die Militäroperation eingeleitet wurde.


Ich möchte Sie daran erinnern, dass Kirby Admiral in der US-Marine war, die für die biologischen US-Militärlaboratorien (NAMRI) in Übersee zuständig ist.


Die Dokumente, die wir erhalten haben, widerlegen jedoch die Aussage von Kirby. Beachten Sie die offizielle Aufforderung von David Smith, dem Leiter des Kiewer Büros von CH2M HILL, einem wichtigen Auftragnehmer des Pentagon, vom 6. Dezember 2022 an ukrainische Einrichtungen, die am „Programm zur Bekämpfung hochgefährlicher Krankheitserreger in der Ukraine“ teilnehmen.


Das Dokument berichtet über die Fortführung des biologischen DTRA-Programms in der Ukraine und umreißt die wichtigsten Aufgaben für den laufenden Zeitraum. Dazu gehören die weitere Konsolidierung der Sammlungen gefährlicher Krankheitserreger sowie die Einrichtung von Biorisikomanagement- und epidemiologischen Überwachungssystemen.


Im Januar 2023 verabschiedete die ukrainische Regierung neue Vorschriften für die Buchführung, Lagerung, Beförderung und Vernichtung von Mikroorganismen, Toxinen und Giften tierischen und pflanzlichen Ursprungs. Besonderes Augenmerk wird in dem Dokument auf die internationale Beförderung von Stoffen mit der höchsten Gefahrenklasse „A“ (biologische Arbeitsstoffe, die zu Behinderungen oder zum Tod führen können) auf dem Luftweg gelegt. In den Standardvorlagen für Begleitdokumente werden nur US-Labors oder -Unternehmen als Empfänger und Versender von gefährlichen Biomaterialien aufgeführt.


Unter dem Vorwand, die Risiken der Verbreitung von Infektionskrankheiten zu verringern, setzt das Kiewer Regime also seine Zusammenarbeit mit dem Pentagon im militär-biologischen Bereich fort, einschließlich der Weitergabe von pathogenem Biomaterial. Solche Aktivitäten können zum Zweck der Durchführung von Provokationen mit gefährlichen Krankheitserregern durchgeführt werden, für die die Russische Föderation anschließend verantwortlich gemacht wird.


Ende der Übersetzung

Die vom russischen Verteidigungsministerium zu der Erklärung veröffentlichten Dateien und Dokumente finden Sie hier.


Die Chronologie der russischen Veröffentlichungen

Hier zeige ich noch einmal alles auf, was Russland über die US-Biowaffenlabore in der Ukraine veröffentlicht hat.


Schon Anfang März hat das russische Verteidigungsministerium Dokumente veröffentlicht, die belegt haben, dass die Ukraine nach Beginn der russischen Militäroperation in aller Eile gefährliche Krankheitserreger vernichtet hat. Im Westen wurde derweil bestritten, dass es diese Krankheitserreger in der Ukraine überhaupt gegeben hätte. Und ebenfalls Anfang März hat das russische Verteidigungsministerium Details über die Krankheitserreger veröffentlicht, an denen geforscht wurde und auch mitgeteilt, welche amerikanischen Organisationen daran geforscht haben.


Was Anfang März noch „russische Propaganda“ war, hat die stellvertretende US-Außenministerin Nuland ein paar Tage später bei einer Anhörung im US-Parlament unter Eid indirekt bestätigt, aber die westlichen Medien hielten das nicht für berichtenswert. Auch dass die WHO Kiew wiederum nur ein paar Tage später aufgefordert hat, „hochgefährliche Krankheitserreger“ zu vernichten, die Kiew laut westlichen Medien und Politikern angeblich gar nicht hatte, fanden die westlichen Medien nicht interessant genug, um darüber zu berichten. Daher weiß davon im Westen auch kaum jemand, während russische Medien im Detail darüber berichtet haben.


Ende März hat das russische Verteidigungsministerium weitere Details und Dokumente zu dem US-Biowaffenprogramm in der Ukraine veröffentlicht, aus denen unter anderem hervorging, dass unter anderem eine New Yorker Firma namens Rosemont Seneca an der Finanzierung beteiligt war. Stammlesern des Anti-Spiegel ist die Firma ein Begriff, denn sie hat in einem anderen Zusammenhang eine wichtige Rolle in der Ukraine gespielt. Die Firma gehört übrigens Hunter Biden, dem Sohn des US-Präsidenten.


Wie kurz danach öffentlich wurde, haben die US-Spezialisten in der Ukraine auch Tests an Menschen durchgeführt. Weitere Details wurden Mitte April und Anfang Mai veröffentlicht. Außerdem hat der ehemalige US-Präsident Bush Junior Mitte Mai die Existenz der unter ihm in der Ukraine begonnenen US-Biowaffenprogramme, wenn auch unfreiwillig, zugegeben.


Anfang Juni fand in Moskau eine Konferenz über die Biowaffenprogramme des Pentagon in der Ukraine statt, in der die der Öffentlichkeit bekannten Fakten zusammengetragen wurden und an der auch ich teilgenommen habe. Darüber habe ich in zwei Artikeln (hier und hier) berichtet. Nur wenige Tage später hat das Pentagon zugegeben, 46 Biolabore in der Ukraine finanziert zu haben, allerdings sei es dabei nur um Gesundheitsvorsorge gegangen, Details dazu inklusive Link zur Erklärung des Pentagon finden Sie hier.


Mitte Juni hat das russische Verteidigungsministerium viele Details über die US-Biowaffenprogramme und die Erreger, an denen geforscht wurde, veröffentlicht, denen Anfang Juli weitere Details folgten.


Anfang August hat das russische Verteidigungsministerium erklärt, dass es Covid-19 für eine US-Biowaffe hält und Anfang September wurden weitere Details über die US-Biowaffenprogramme in der Ukraine veröffentlicht.


Russland hat im September eine Sondersitzung der Vertragsstaaten der Biowaffenkonvention erwirkt, den Vertragsstaaten seine Erkenntnisse präsentiert und den USA und der Ukraine 20 Fragen gestellt, von denen sie nicht eine beantworten konnten oder wollten. Darüber hat das russische Verteidigungsministerium im Dezember weitere Details veröffentlicht.


Die bisher letzte russische Veröffentlichung von Ende Januar hat dem weitere Details hinzugefügt.


Info: https://www.anti-spiegel.ru/2023/russisches-verteidigungsministerium-mrna-impfstoffe-sind-eine-biowaffe


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

11.03.2023

Meisterstück chinesischer Diplomatie: Der Neubeginn zwischen Iran und Saudi-Arabien

freeassange.rtde, 11 Mär. 2023 17:16 Uhr, Von Karin Kneissl

Am Persischen Golf werden die Karten neu gemischt. Die Aussöhnung zwischen der alten Staatsnation Iran und der arabischen Regionalmacht Saudi-Arabien kann viele Kriegsschauplätze entschärfen und markiert eine Zeitenwende in der internationalen Politik.


Quelle: www.globallookpress.com © Luo Xiaoguang/XinHu


Vertreter Saudi-Arabiens, Chinas und Irans am Freitag in Peking


Seit bald drei Jahren wurde auf eine Versöhnung zwischen den beiden Regionalmächten am Persischen Golf hingearbeitet. Der Oman vermittelte ebenso wie es im Irak im Vorjahr zu wichtigen Gesprächen kam. Das Finale ermöglichte nun China. In Peking wurde auf einem trilateralen Gipfel die gemeinsame Erklärung unterzeichnet, der zufolge binnen 60 Tagen Riad und Teheran wieder ihre jeweiligen Botschaften eröffnen werden.


Durch Vermittlung Chinas: Iran und Saudi-Arabien nehmen diplomatische Beziehungen wieder auf





Durch Vermittlung Chinas: Iran und Saudi-Arabien nehmen diplomatische Beziehungen wieder auf





Diese waren infolge wachsender Spannungen zwischen den beiden Rivalen und ihren vielen Stellvertreterkriegen, die sich vom Irak über die Levante bis in den Jemen ziehen, versperrt worden. In den letzten vier Jahrzehnten eskalierte es immer wieder, die islamische Revolution im schiitischen Iran trieb ab 1979 das sunnitische Saudi-Arabien in eine enge US-Allianz.


Die lange Liste des Misstrauens 

Der Stamm der Saud hatte nach der Vertreibung der Haschemiten die Rolle der Scherifen, also der Wächter der Heiligen Stätten von Mekka und Medina, in den 1930er Jahren übernommen. Im November 1979, also dem Revolutionsjahr, stürmten iranische Attentäter die Moschee von Mekka, es kam zu einem Massaker. Die saudischen Sicherheitskräfte konnten nur dank ausländischer Spezialeinheiten die Kontrolle über die Anlage wiedergewinnen.


Diese Episode sitzt den Saudis ebenso in den Knochen, wie die Iraner nicht vergessen haben, dass Riad im Verbund mit vielen sunnitischen Staaten und auch indirekt mit Israel alles daran setzte, dass das Nuklearabkommen mit Iran scheiterte und Iran weiterhin sanktioniert wurde. Das Misstrauen sitzt tief und wird nicht per Handschlag wegdekretiert werden. Aber die Saudis sind ihrerseits kriegsmüde und wissen nicht, wie sie aus dem selbstverschuldeten Desaster im Jemen herauskommen können.


Kronprinz Mohammed bin Salman hatte im Jahre 2015 diesen grauenhaften Krieg und das Hungerelend vom Zaun gebrochen. Die iranische Beteiligung an diesem Krieg begann erst nach den saudischen Provokationen. Die Sanktionen brachen nicht das wirtschaftliche Rückgrat Irans, der immer mehr auf industrielle und wissenschaftliche Autonomie setzte. Und auch die Katar-Krise war ein Stellvertreterkonflikt.


Als dieser endlich im Januar 2020 diplomatisch gelöst wurde, begann die Eiszeit zwischen dem Iran und Saudi-Arabien allmählich zu enden. Seither engagierte sich vor allem der Oman mit seinem exzellenten diplomatischen Korps für eine diskrete Vermittlung. Es folgten zwar immer wieder Rückschläge, doch ich war von Anbeginn zuversichtlich, dass angesichts wachsender Konvergenzen die Annäherung nach all den Jahren des Hasses und wechselseitiger systematischer Diffamierung in einer Aussöhnung münden könnte.


Im Nahen Osten viel Neues





Analyse

Im Nahen Osten viel Neues






Die Rolle Chinas 

Als der chinesische Staatspräsident Xi Jinping vor einigen Monaten nach seiner Wiederwahl seinen ersten Auslandsbesuch im Königreich Saudi-Arabien absolvierte, wurde er mit allen Ehren empfangen, bilaterale Verträge – unter anderem zum Erdölhandel, teils auf Yuan-Basis – wurden abgeschlossen. Doch Iran war "not amused" angesichts so mancher Ankündigung, sodass die chinesische Diplomatie ausrücken musste und die strategische Partnerschaft mit Iran wieder in Erinnerung rief. Das Foto vom 10. März 2023 mit den drei Staatenvertretern wird im Rückspiegel der Geschichte vielleicht als Symbolbild für den Übergang in eine multipolare Weltordnung eingehen.


Denn China hat mit einer Diplomatie der Inklusion zweifellos dauerhaft die USA aus dieser rohstoffreichen Weltregion ausgebootet. Die USA hatten sich freilich bereits vor Jahrzehnten verabschiedet, denn im Zuge des Irak-Debakels und der Energie-Autonome dank der nordamerikanischen Fracking-Industrie wurde der Persische Golf für Washington uninteressant. Für Peking wiederum geht es um Handel und Prosperität, die Sicherung des Zugangs zu Rohstoffen und landwirtschaftlichen Flächen.


China hat daher ein solides Interesse an der Befriedung dieses Teils von Asien, der in der UNO-Terminologie korrekterweise als Westasien bezeichnet wird. Als jemand, der nunmehr wieder in der arabischen Welt lebt und die vielen Krisen des Libanons miterlebt hat, war ich stets zuversichtlich, dass es in dem kleinen multikonfessionellen Land nicht zu neuen Auseinandersetzungen kommen wird zwischen der Hisbollah, die von Teheran mitbestimmt wird, und jenen Gruppen, die sich an den arabischen Golfstaaten ausrichten.


Die nunmehr proklamierte Aussöhnung wird auch die Kriege auf anderen Schlachtfeldern entschärfen, allen voran den völlig vergessenen Krieg im Jemen.


Der Dollar wird dem Yuan weichen 

Ein weiterer wichtiger Aspekt des chinesischen Erfolgs ist ein währungspolitischer. Denn sowohl mit dem Iran als auch mit Saudi-Arabien handelt Peking bereits teilweise in Yuan, und nicht in US-Dollar.


Rund 42 Prozent des Welthandels erfolgt in US-Dollar, um die 33 Prozent in Euro. Der chinesische Yuan bestimmt knapp drei Prozent des Marktes. Und dennoch verschieben sich allmählich die Parameter, denn auch die großen Erdölproduzenten am Persischen Golf, die seit Jahrzehnten allesamt enge Verbündete der USA sind, können sich etwas mehr Diversifizierung vorstellen. Als ich im Jahr 2005 für mein Buch "Der Energiepoker" recherchierte, war die Position unter den OPEC-Gesprächspartner einhellig: Der US-Dollar bleibt, unser Erdöl wird nicht anders abgerechnet. Dies hatte auch mit den hohen Auslandsinvestitionen der diversen Staatsfonds in US-Dollar-Anlagen zu tun. Zwischenzeitlich entstand das Format OPEC+, dem Russland angehört.


Besuch des Pentagon-Chefs in Israel offenbart Meinungsverschiedenheiten über Iran





Besuch des Pentagon-Chefs in Israel offenbart Meinungsverschiedenheiten über Iran






China ist in den 17 Jahren bis heute zum wichtigsten Erdölimporteur aufgestiegen. Zur Erinnerung: Bis etwa 1994 konnte die Volksrepublik ihre nationale Nachfrage mit eigener Ölproduktion decken. Der wichtigste Lieferant für China ist das wahabitische Königreich Saudi-Arabien, eine Theokratie. Erst 1992 nahm das kommunistische China diplomatische Beziehungen zu Saudi-Arabien auf. Das Handelsvolumen und die Besuchsdiplomatie nahmen in der Folge an Umfang und Wert zu.


Da ist also eine innerasiatische Zusammenarbeit im Gange, die im starken Kontrast zu all dem "decoupling", also dem von Washington propagierten Abwenden von China steht. Mit einem Thema werden sich die chinesischen Investoren und Offiziellen in ihrer wachsenden Präsenz in der Region aber befassen müssen: mit der Religion. Für eine areligiöse Gesellschaft wie die chinesische sind die Omnipräsenz des Religiösen und die theokratischen Institutionen nur schwer nachvollziehbar. Mit dem ehemaligen Außenminister Wang Yi unterhielt ich mich unter anderem darüber im April 2018, als ich Peking besuchte.


Die chinesische Diplomatie hat ein Meisterstück vollbracht, das unmittelbar nach Bekanntwerden bereits für kindische Kritik aus den USA sorgte.  Respekt ist allen zu zollen, die darin involviert sind. Es bedarf stets einer inneren Größe, um über Schatten zu springen. 

Abschließend sei der interessante Zufall anzumerken, dass vielleicht an diesem 10. März auch die nächste große Serie an Bankenkrisen in den USA begann. China hat seit 2008 seine US-Staatsanleihen massiv reduziert. Die USA werden eines Tages wieder auf die Erdölreserven dieser Region zurückkommen müssen, wenn das letzte Schieferöl- und Schiefergas-Feld erschöpft sein sollte. Die US-Konsumenten könnten dann diesen Rohstoff in Yuan bezahlen, wofür sie zuerst Kredite aufnehmen müssten. Ich darf mit einem meiner Lieblingswortspiele enden: Orientierung kommt von Orient.


Mehr zum Thema - Informationskrieg: Warum US-Medien einen Angriff Irans auf Saudi-Arabien herbeifantasieren


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11.03.2023

Im Kessel von Artjomowsk brodelt mehr als eine Krise

freeassange.rtde.live, 11 Mär. 2023 10:49 Uhr,Von Dagmar Henn

So viel ist sicher ‒ die monatelange Schlacht um Artjomowsk nähert sich dem Ende. Alles Weitere ist unklar, zumindest, wenn man westlichen Medien folgt. Das Mantra, die Ukraine müsse siegen, wird immer noch gesungen. Je lauter es tönt, desto näher die westliche Niederlage.


Artjomowsk, Luftaufnahme, 27.02.2023.


Quelle: Sputnik © Sputnik/РИА Новост



Ist Artjomowsk wichtig oder ist es das nicht? Siegt die Ukraine gerade oder verliert sie? In den westlichen Medien ging es in beiden Fragen durcheinander in den letzten Tagen. Wenn die Einheitlichkeit der Erzählung derart schwindet, dann ist im Hintergrund einiges in Bewegung.

Schauen wir einmal, welche Varianten gerade unterwegs sind.


Israelischer Militärexperte skizziert Russlands Weg zum Sieg in der Ukraine





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US-Verteidigungsminister Lloyd Austin erklärte, wenn russische Truppen die Kontrolle über Artjomowsk erhielten, wäre das keine entscheidende Veränderung in dem Konflikt. Er sähe in einer ukrainischen Entscheidung, die Truppen in das Gebiet westlich der Stadt zurückzuziehen, keinen strategischen Rückschlag. Der ukrainische Präsident Selenskij wiederum betonte, eine Einnahme der Stadt, die er Bachmut nennt, würde den russischen Truppen den Weg nach Kramatorsk und Slawjansk freimachen, des größten Stücks von Donezk, an das sich die Ukraine noch klammert.

Nachdem inzwischen sogar NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg von einem möglicherweise bevorstehenden Fall Artjomowsks sprach, könnte man sagen, dass zumindest an diesem Punkt außerhalb der Ukraine Einigkeit besteht: Die Stadt kann von der ukrainischen Armee nicht länger gehalten werden. Bekannt ist auch, dass diese Armee zwei Brücken gesprengt hat, die zur Versorgung dienten und die für den Rückzug der eigenen Truppen dienen könnten; keine Handlungsweise von Siegern und auch nicht das Vorgehen einer Armeeführung, die sich um die eigenen Leute sorgt.


Währenddessen ist mittlerweile bekannt, dass die Kämpfe in der Stadt zu ungeheuren Verlusten führen, auch wenn in deutschen Talkshows nach wie vor behauptet wird, die russischen Verluste seien viermal so hoch wie die ukrainischen; das wäre ein wahres Zauberkunststück angesichts einer Unterlegenheit an Geschützen von 1:10 und zusätzlich noch einer Rationierung von Granaten, aber so sind nun einmal deutsche Talkshows. So wie auch andernorts der mittlerweile eingestandene Abnutzungskrieg zu Fantasien führt, die Ukraine könne die russische Armee abnutzen.


Hugo Chávez' Erbe am zehnten Todestag: Souveränität und regionaler Zusammenschluss der Staaten





Meinung

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Der Kyiv Independent, wie aus dem Namen schon ersichtlich eine ukrainische Publikation, veröffentlichte vor einigen Tagen eine sehr eindringliche Beschreibung der Zustände auf der ukrainischen Seite in Artjomowsk. "Wenn du in die Stellung gehst, dann liegt die Chance, dass du da (lebend) herauskommst, nicht einmal bei 50/50", sagt einer der darin befragten Soldaten. "Eher bei 30/70." Während die russische Seite die Möglichkeit hätte, ukrainische Drohnen mit Mitteln der elektronischen Kriegsführung abzufangen, würden die russischen Drohnen ihre Ziele finden. "Wir können drei Stunden unter Mörserfeuer liegen, warten auf Unterstützung, es gibt keine. Wir warten sieben Stunden lang, keine Unterstützung."


Gepanzerte Mannschaftswagen gäbe es so gut wie gar nicht; die theoretisch mechanisierte Infanterie sei nur Infanterie. Und ein Mörserschütze erklärt: "Wenn wir Munition bekommen, bekommen wir zehn 120-Millimeter-Granaten am Tag. Das reicht für eine Minute."


Und obwohl dieser ukrainische Text alle westlichen Mythen wiederholt, bis hin zur vermeintlichen russischen Taktik, mit Menschenmassen zu überrollen, gesteht er ein, wie schlecht die Voraussetzungen vieler ukrainischer Soldaten sind, die in Artjomowsk stehen: "Viele Soldaten sagen, dass den Truppen in Bachmut gerade genug Zeit gegeben wird, um mit einem Gewehr schießen zu lernen – manchmal ist ihre Ausbildung nur zwei Wochen lang, ehe sie an die heißesten Stellen der intensivsten Schlacht dieses Krieges geworfen werden."


Als Georgien beschließt, ausländische Agenten unter Kontrolle zu bringen, gerät es an den Abgrund




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Daniel Davies, Oberstleutnant der US-Armee im Ruhestand, erklärt in seiner Analyse der Kämpfe um Artjomowsk: "Auf Grundlage des Verlusts von Soledar im Januar und der Truppenzahl, die Russland Anfang Februar für die Einnahme von Bachmut bereitstellte, hätte die ukrainische Führung ihre Truppen geordnet zurückziehen können, um Anfang bis Mitte Februar neue Stellungen entlang der Linie Slawjansk-Kramatorsk einzunehmen." Das hätte tausende Leben gerettet (der russische Verteidigungsminister Schoigu sprach für die erste Märzwoche von 11.000 Gefallenen auf ukrainischer Seite).


Stattdessen seien Truppen, die für eine Frühlingsoffensive vorbereitet wurden, zusätzlich in den Kessel geworfen worden, die nun bei dieser Offensive fehlen würden. Russland wiederum habe nach Aussage ukrainischer Quellen für eine Offensive "über 300.000 Mann zusammengezogen, ausgerüstet mit 1.800 Panzern, beinahe 4.000 gepanzerten Fahrzeugen und 2.700 Stück Artillerie".


In seiner Analyse in der Asia Times, einer in Hong Kong erscheinenden Zeitschrift, kommt der konservative US-Kommentator Brandon J. Weichert zu dem Schluss, der Westen hätte die Möglichkeit zu Verhandlungen im vergangenen Jahr nicht vertun sollen. Auch er übernimmt die Behauptung, die russischen Verluste wären höher als die ukrainischen, kommt aber in Bezug auf die Erwartungen, die im Westen an die Lieferung von Panzern geknüpft werden, zum eindeutigen Fazit: "Angesichts der Verluste, die die Ukrainer bei den Kämpfen im Osten erlitten haben – und vermutlich weiter erleiden werden, während sich der Krieg hinzieht – werden die Panzer auf die Verteidigung der Ukraine keine Auswirkung haben, wenn sie schließlich eintreffen." Die Zeit sei eindeutig auf der russischen Seite, und ein ukrainischer Angriffsversuch in Richtung Krim werde unweigerlich fehlschlagen. Der Westen werde in der Ukraine verlieren und müsse jetzt bestimmen, wie schlimm er verlieren wolle.


Folge der Sanktionen: Die Vorherrschaft des US-Dollars als Leitwährung wackelt





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Wie sehr an anderer Stelle noch unbegründeter Optimismus gepflegt wird, zeigt sich in einem Artikel in Forbes über die Lieferung von mobilen Brücken an die Ukraine. "Wenn die ukrainischen gepanzerten Brückeneinheiten im Gefecht auftauchen, wird Russland vor der Herausforderung plötzlich auftauchender, sich schnell bewegender ukrainischer Einheiten in schwach verteidigten Gebieten stehen", so der Autor. Als wären diese Fahrzeuge nicht schlicht der Ersatz für die Teile von Ponton-Brücken, die die Ukraine bereits verloren hat, unter anderem bei den versuchten Offensiven in Cherson im vergangenen August.


Zurück nach Artjomowsk. Fest steht auf jeden Fall, dass die Stadt operativ eingeschlossen ist, das heißt, es gibt keinen Weg mehr hinein oder heraus, der nicht von russischer Artillerie abgedeckt wird. Wie viele ukrainische Soldaten eingeschlossen sind, ist unklar; die Schätzungen reichen von 2.000 bis 20.000. In den vergangenen Tagen gab es mindestens einen Versuch seitens der ukrainischen Armee, durch einen Angriff auf die westlichen Positionen des Rings diesen aufzubrechen, der aber scheiterte. Ein Abzug ist derzeit nur noch zu Fuß auf Schlammpfaden möglich. Es kann also nicht geleugnet werden, dass die ukrainische Armee die Chance vertan hat, ihre Truppen rechtzeitig abzuziehen. Vielleicht kann sie den Kessel noch etwas öffnen; dass sie selbst einen Kessel um den Kessel bilden könnte, ist unwahrscheinlich. Mit seiner Einschätzung dürfte Jens Stoltenberg ausnahmsweise Recht behalten.


Die Frage, die nie aufgeworfen wird, ist allerdings – selbst wenn eine Befreiung von Artjomowsk den Weg nach Slawjansk und Kramatorsk frei macht, in allen drei Städten ist die Haltung gegenüber der ukrainischen Armee die gleiche, die die Welt so erschüttert zu Artjomowsk dokumentierte; in allen drei Orten wurde 2014 für eine Trennung von der Ukraine gestimmt. Die strategische Funktion von Artjomowsk für die Ukraine ist einzig auf den Donbass bezogen; die Stadt hat nur einen Nutzen, um den Donbass zu halten.


Durch Vermittlung Chinas: Iran und Saudi-Arabien nehmen diplomatische Beziehungen wieder auf





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Das aber ist ein Ziel, das einer Verteidigung der restlichen Ukraine geradezu entgegensteht. Denn wie auch immer die Geschichte zurechtgebogen wird, die Truppen, die die Ukraine im Donbass verliert, hat sie für die Verteidigung jener Gebiete, in denen diese Truppen womöglich willkommen sind, nicht mehr zur Verfügung. Eine Verteidigungslinie entlang des Dnjepr wäre schwach bestückt und, verglichen mit den Orten, in denen sich die ukrainische Armee acht Jahre lang eingegraben hat, auch noch schlecht befestigt. Im Donbass wurden ganze drei Befestigungslinien gebaut, aber dahinter?


Statt eine gestaffelte Verteidigung in der Tiefe aufzubauen, ging immer die ganze Konzentration auf den Donbass, den man doch mithilfe der Minsker Vereinbarungen völlig friedlich hätte halten können. Jetzt muss diese Linie gehalten werden, weil die westliche Unterstützung – und damit auch die völlige Unterordnung der "Verbündeten" unter die USA – nur bestehen bleibt, solange zumindest die Illusion eines ukrainischen Sieges gewahrt bleibt. Das ist eine Falle, die sich der Westen selbst gebaut hat. Und die ihn teuer zu stehen kommen wird.


In den letzten Tagen hat sich nämlich noch etwas geändert: nicht so sehr in Artjomowsk, aber in Awdejewka, der Stadt, aus der Donezk all die Jahre über beschossen wird. In Awdejewka wird nun in größerem Umfang die russische Luftwaffe eingesetzt und die befestigten Stellungen werden aus der Luft bombardiert. Der wahrscheinliche Grund dafür ist, dass die noch aus der Sowjetunion geerbte Luftabwehr der Ukraine inzwischen so weit verschlissen ist, dass die Gefahr für die Flieger schwindet. Es ist kaum anzunehmen, dass die gelieferten westlichen Gerätschaften einen echten Ersatz darstellen können. Bunkeranlagen aus der Luft zu zerbomben geht aber deutlich schneller als durch Artilleriebeschuss. Damit könnte sich die gesamte Geschwindigkeit des Konflikts erhöhen und die Verwundbarkeit der ukrainischen Truppen noch deutlich zunehmen.


Macron kündigt Hilfe für Kiews Frühlingsoffensive an






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Welche Folgen das hat, und welche Folgen die Einnahme von Artjomowsk haben wird, werden wir sehen. Aber abseits aller bekannten oder nicht bekannten Details entlang der Frontlinie gibt es einen weiteren wichtigen Indikator, der zeigt, wie es wirklich steht. Das sind die Entwicklungen im Rest der Welt. Allein die Tatsache, dass mit so viel Energie in Georgien gezündelt wird, belegt, dass die Dinge nicht nach westlichem Plan laufen. Gleiches gilt für den Druck in Richtung China. Und man kann es ebenso in der anderen Richtung sehen. Denn abseits der Zeitungsmeldungen werden die Kämpfe in der Ukraine von Militärs weltweit genauestens beobachtet, nicht nur in Indien oder China. Eine russische Niederlage wäre eine Niederlage der Entkolonisierungswelle, die gerade rollt; aber ebenso zeigt das Fortschreiten dieser Welle von allem am verlässlichsten, wie es tatsächlich auf dem Schlachtfeld bestellt ist.


Und wenn es danach geht, hat der Westen bereits verloren. Der letzte Höhepunkt war die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran; das Ende einer US-amerikanischen Instrumentalisierung Saudi-Arabiens gegen den gesamten schiitischen Raum, die immerhin vierzig Jahre besteht. Ein gewaltiger Schritt, der nicht nur, aber auch auf einer entsprechenden Bewertung der Lage in der Ukraine beruht.


Dem Westen rennt die Zeit davon. Die Folgen der Sanktionen werden fassbarer; nicht nur Handels-, auch Kapitalströme verlaufen anders. Die USA machen zwar gerade Beute in der europäischen Industrie, aber die steigenden Zinsen erhöhen auch Kreditausfälle, während die Realeinkommen inflationsbedingt schrumpfen. In den letzten Tagen gerieten zwei Großbanken in die Schlagzeilen; eine US-amerikanische Bank, die auf Start-Ups, also Risikokapital, spezialisiert war, und Credit Suisse, die ihren Jahresbericht verschob. Es besteht immer die Möglichkeit, dass der Zusammenbruch einer einzelnen Bank wie damals bei Lehman Brothers das ganze Finanzsystem ins Wanken bringt; desto mehr, weil immer mehr Länder in ihrem Handel auf den US-Dollar verzichten.


Starke Verluste – Angst vor Bankenkrise






Starke Verluste – Angst vor Bankenkrise






Dabei steigt das Risiko eines solchen Ereignisses stetig weiter an, je sichtbarer die militärische Niederlage wird, und noch vor dem von den USA für 2028 berechneten Moment, an dem China technologisch nicht mehr zu besiegen wäre, liegt der Moment, an dem eine Welle von Zusammenbrüchen im westlichen Finanzsystem nicht mehr durch das hemmungslose Drucken von Dollars aufgefangen werden kann, weil es für diesen Dollar nicht mehr genug Abnehmer gibt.

Die Vereinigten Staaten haben den Kampf um die Erhaltung ihrer Vormacht auf dem Boden der Ukraine mit militärischen Mitteln begonnen, und es zeichnet sich ab, dass sie ihn dort verlieren können. Sie können ihn aber ebenso gut und womöglich schneller noch wirtschaftlich verlieren. Sie haben wirklich alles auf die ukrainische Karte gesetzt, bis hin zu Schwiegermutter und Unterhose.


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11.03.2023

Wagenknecht und Schwarzer »Aufstand für Frieden«: Ist das noch Querfront?

nd-aktuell.de, vom 10.03.2023, 13:30 Uhr, Daniel Keil

Sahra Wagenknechts und Alice Schwarzers Mobilisierung ist Teil eines neuen nationalistischen Projekts


Wollen sich an ihren Taten und nicht an »leeren, ausgehöhlten Etiketten« messen lassen: Oskar Lafontaine, Sahra Wagenknecht, Alice Schwarzer und Erich Vad beim Abschluss des »Aufstands für Frieden« Foto: picture alliance/dpa


Zitat: Am 6. März 2023 äußerte der Journalist Justus Bender in der »Frankfurter Allgemeine Zeitung« seine Sorge um ein verbogenes Hufeisen: Der AfD-Ehrenvorsitzende Alexander Gauland sei voll des Lobes für Sahra Wagenknecht und überhaupt gebe es mittlerweile so viele Gemeinsamkeiten zwischen »ganz Rechten und ganz Linken«, da die AfD wie die Linkspartei auf die Arbeiter*innenklasse zielten. Die Ränder des politischen Spektrums – das der bürgerlichen Öffentlichkeit oft wie ein Hufeisen erscheint – berührten sich nun, ein Kreis habe sich geschlossen.


Vor einem solchen Schulterschluss wurde spätestens seit den Sozialprotesten des vergangenen Herbstes mit dem Schlagwort »Querfront« gewarnt. Daran ist nicht nur die extremismustheoretische Vorstellung problematisch, Linke wie Rechte würden sich in ihrer Abkehr von der bürgerlichen Mitte gleichen. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich auch, dass der Begriff der Querfront das politische Phänomen der jüngsten Proteste nicht trifft. Wie aber lassen sich die regressiven Verbindungslinien von Wagenknecht bis Friedensbewegung verstehen?


Querfront für den Frieden?

Im Anschluss an die Veröffentlichung des »Manifests für den Frieden« von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer und die von ihnen initiierte Kundgebung vom 25. Februar in Berlin haben sich die Debatten um die Bildung einer Querfront verschärft und ausgeweitet. Anlass dafür waren die verschiedenen politischen Spektren, die sich auf der Demonstration versammelten, zu der auch einige einschlägig rechte Kanäle aufgerufen hatten. Die Teilnehmer*innen kamen aus der Friedensbewegung, dem Umfeld der Querdenken-Partei Die Basis, aber auch AfD-Mitglieder und Jürgen Elsässer waren unter ihnen, sowie nach Eigenangaben das Verlegerpaar Götz Kubitschek und Ellen Kositza, die auf der Homepage der neurechten Zeitschrift »Sezession« einen Bericht über die Kundgebung veröffentlichten.


Diese Gemengelage ergab sich aus der Haltung der Organisatorinnen, Kritik an der Offenheit gegenüber rechten Akteur*innen als Diffamierung der Bewegung abzutun und zugleich in Person von Oskar Lafontaine eine spektrenübergreifende Einladung auszusprechen. Lafontaine sagte in einem Interview auf der verschwörungsideologischen Plattform Punkt Preradovic kurz vor der Kundgebung, wenn man die Distanzierung gegenüber AfD-Politikern wie Tino Chrupalla so interpretiere, das AfD-Wähler*innen nicht willkommen seien, sei dies »völliger Blödsinn«. Auf der Kundgebung selbst wies Alice Schwarzer den Vorwurf der Rechtsoffenheit zurück, um im gleichen Atemzug die Einteilung des politischen Spektrums in links und rechts für obsolet zu erklären. Man solle sich an seinen Taten messen lassen und nicht an »leeren, ausgehöhlten Etiketten«.


Ein Hinweis darauf, warum eine solche Konstellation so attraktiv für viele Menschen ist, findet sich bei den sogenannten Montagsdemonstration in Gera und Chemnitz. Dort fand eine Studie des Progressiven Zentrums durch Interviews mit 200 Teilnehmenden heraus, dass es den Demonstrant*innen in erster Linie nicht um die vermeintlich überparteiische soziale Frage geht, sondern um die Artikulation einer nationalistischen Vorstellung von Gesellschaft. Elemente dieser Haltung sind die Ablehnung politischer Parteien und ein Wunsch nach Unmittelbarkeit, also ein autoritäres und antiliberales Demokratieverständnis, sowie Russlandbezogenheit. Den Befragten dienen diese Elemente zur Interpretation der Vielfachkrise der letzten Jahre, der sie mit einem antiwestlichen Nationalismus und einer allgemein von der Blockkonfrontation des Kalten Krieges geprägten Denkform begegnen. Die Politikerin, der die Befragten am ehesten Lösungen für die aktuellen Herausforderungen zutrauen, ist Sahra Wagenknecht, noch vor der AfD-Politikerin Alice Weidel.


Die Coronakrise zeigt sich dabei als Phase, in der verschiedene politische Milieus, von Esoteriker*innen, Impfskeptiker*innen bis zu extrem rechten Strömungen, zusammenfanden. Die AfD versuchte bisher nur mäßig erfolgreich, dieses heterogene Spektrum an sich zu binden. Sichtbar wird dennoch die rechte Strategie: Die nationalistischen Teile aller politischen Gruppen sollen aktiviert und autoritär vereint werden. Dabei werden die Versatzstücke der ideologischen Artikulationen nicht mittels Analyse der gesellschaftlichen Gegenwart kritisch bearbeitet, sondern jeweils verstärkt. Es ist leicht zu erkennen, dass die Kundgebung von Schwarzer und Wagenknecht von einer vergleichbaren Strategie getragen war.


Sehnsucht nach Souveränität

Die Initiative von Wagenknecht und Schwarzer muss daher als Versuch gedeutet werden, ein neues nationales politisches Projekt zu begründen. Ein solches ist mit dem Begriff der Querfront tatsächlich nur unzureichend erfasst. Mit Projekt ist an dieser Stelle gemeint, dass politische Strategien und Ideologien in einer gesellschaftlichen Krisen- und Konfliktsituation intellektuell zusammengeführt und zugleich als legitime politische Positionen in diesem Kampffeld aufgestellt werden. Dabei müssen Akteur*innen eines Projekts nicht unmittelbar zusammenarbeiten. Vielmehr geht es darum, dass ähnliche strategische Überlegungen an Kristallisationspunkten in einer politischen Kraft vereint werden. Die Kundgebung und das Manifest sollten einen solchen Kristallisationspunkt schaffen.


Im Mittelpunkt der hier artikulierten Vorstellungen steht dabei keine soziale, sondern eine nationalistische Position. Die Nation wird zum Zentrum gesellschaftlicher Auseinandersetzungen gemacht und dabei affirmiert. Krisen des globalen Kapitalismus und der globalen Politik werden so vor dem Hintergrund einer den gesellschaftlichen Verhältnissen nicht mehr angemessenen Unterscheidung zwischen nationalem Innen und internationalem Außen gedacht. Die materialistische Staatstheorie hat indes schon in den 70er Jahren herausgearbeitet, dass Inter- und Transnationalisierungsprozesse nicht in solchen Gegensätzen, sondern als komplexe Verflechtungen verschiedener räumlicher Politikebenen verstanden werden müssen. Im neuen nationalistischen Projekt wird jedoch weiterhin die Zweiteilung des Kalten Krieges übernommen, wahlweise mit den USA (die selbstverständlich eine politische und ökonomische Macht sind) oder gar mit einzelnen Akteuren als alleinige und äußere Problemverursacher.


Dass sich in diesen transnationalen Verflechtungen auch die Klassenverhältnisse maßgeblich verändert haben, wird in einer solchen Vorstellung konsequenterweise ausgeblendet. Anstelle einer Klassenanalyse auf der Höhe der Zeit wird hierbei nur die nationale Arbeiter*innenschaft zum Ziel der eigenen Politik. Hintergrund dieser Annahme sind zwei intellektuelle Entwicklungen, die in der neuen nationalistischen Position zusammenkommen: Zum einen findet sich eine nostalgische Verklärung des fordistischen Nationalstaats, der als schützender Staat behauptet wird, in dem der Kapitalismus domestiziert gewesen sei. Zum anderen wird die Souveränität des Nationalstaats zum einzigen Ort der Demokratie verklärt.


Schulterschluss Nationalismus

Eine linke Propagierung der Souveränität des Nationalstaats bildet die Schnittmenge mit rechten Ideologien. Dies zeigte sich etwa auch an einer linken Verteidigung des Brexit von Bill Mitchell und Thomas Fazi, die dazu auf den englischen Historiker John Laughland zurückgriffen. Laughland behauptete, die EU sei als direktes Ergebnis aus den Europa-Plänen der Nazis hervorgegangen, und vertrat diese These auch bei der sogenannten Souveränitätskonferenz des extrem rechten Magazins »Compact«. In wissenschaftlichen Arbeiten mit dieser Argumentation wird zudem auf ein konservatives demokratietheoretisches Argument zurückgegriffen, das vor allem gegen Jürgen Habermas’ Versuche der Begründung einer supranationalen Demokratie in Anschlag gebracht wurde: Der Demos brauche eine nationale Identität und er müsse dafür homogen sein.

Wagenknecht bringt diese Positionen in ihrem letzten Buch »Die Selbstgerechten« zusammen, wenn sie behauptet, eine Demokratie brauche mehr Gemeinsamkeit als eine geteilte Sprache und dafür reiche auch ein Bekenntnis zum Grundgesetz nicht aus. Folgerichtig versteht sie den Nationalstaat als Schutzraum vor Globalisierung und Migration. Ausgeblendet wird dabei, dass auch der fordistische Nationalstaat für viele keinen Schutzraum bot, sondern durchzogen war von Gewalt und Marginalisierung. Die Behauptung des Nationalstaats als Schutzraum bringt nicht nur vergangene und gegenwärtige Kämpfe von beispielsweise Frauen, LGTBQI*s und Migrant*innen zum Verschwinden, sondern verunmöglicht damit auch eine kritische Aufarbeitung linker Versäumnisse in vergangenen Kämpfen. Die nationale Brille des Klassenkampfs reproduziert die Ausschlüsse migrantischer Arbeiter*innen durch rassistische Setzungen.


Nationalismus bietet auch eine Verbindung zu »Querdenker*innen« und autoritären bis verschwörungsideologischen Teilen der Friedensbewegung, die gesellschaftliche Entwicklungen nur im Rahmen einer dichotomen, antiwestlichen und antiliberalen Sichtweise artikulieren. Auch diese Anschlussfähigkeit tendenziell linker Milieus weist auf ein Versäumnis hin: Teile des linken Spektrums haben die Entwicklungen in der Friedensbewegung nicht kritisch aufgearbeitet sowie ein uneindeutiges bis affirmatives Verhältnis zum esoterischen Spektrum gepflegt.


Den Rechten nicht auf den Leim gehen

Die fluide gewordenen Milieus in der Vielfachkrise unter dem Banner der Nation zu vereinen, entspricht im Kern einer alten rechten Strategie. Bereits die konservativ-faschistische Zeitung »Die Tat« betonte 1933 die Aktivierung der rechten Teile aller Parteien. Es verwundert daher wenig, dass antirassistische, antitransphobe und Klimabewegungen vom neuen nationalistischen Spektrum als »Marotten« abgetan werden. Zugleich ist es zu einfach, von einer neuen Querfront zu sprechen, denn es sind viel mehr als Linke und (Neu-)Rechte, die dort vereint werden sollen. Politische Praxis, die einer nationalistischen Logik folgt, stärkt nur die Rechte. Aufgabe einer linken Kraft wäre es dagegen, die eigenen Denkformen, Begriffe und die eigene Praxisgeschichte kritisch aufzuarbeiten und angesichts dramatisch veränderter globaler Verhältnisse auf ihre Tauglichkeit zur Analyse der Gegenwart zu überprüfen. Diese Arbeit steht noch am Anfang.


Daniel Keil ist Gesellschaftswissenschaftler, lebt und arbeitet hauptsächlich in Frankfurt und Köln. Seine Arbeitsschwerpunkte sind materialistische Staatstheorie, kritische Theorie, kritische Europaforschung und die extreme Rechte.


Info: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1171587.wagenknecht-und-schwarzer-aufstand-fuer-frieden-ist-das-noch-querfront.html


Unser Kommentar: Zitat: sie (Wagenknecht) behauptet, eine Demokratie brauche mehr Gemeinsamkeit als eine geteilte Sprache und dafür reiche auch ein Bekenntnis zum Grundgesetz nicht aus. Zitatende

Und wieso ist sie, wenn sie in ihrem Buch den Nationalstaat als Schutzraum vor Globalisierung und Migration beschreibt, gleich rechts? Und wieso sind es dann diejenigen nicht auch, die  den notwendigen Dialog zu Migrationsfragen aus dem Vorstand der Partei DIE LINKE heraus wie Kipping, Riexinger udgl. seit Jahren erfolgreich wegtabuisieren?


Dieses Geschehen veranschaulicht exemplarisch wie groß die Gefahr ist, dass heutzutage so manch lautstarke Warner nebst Artikelschreibern selbst dabei sind, uns den faschistischen Weg einzuebnen.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

11.03.2023

Nachrichten von Pressenza: Aufstand in Frankreich – Solidarität in Berlin

aus e-mail von, <newsletter@pressenza.com>,  11. März 2023, 7:15 Uhr


Nachrichten von Pressenza - 11.03.2023



Aufstand in Frankreich – Solidarität in Berlin


Aufstand der Franzosen am 7.März gegen die Rentenreform von Macron. Mehr als 70% der Franzosen sind gegen die Reform, die nichts anderes als eine Breitsalve auf die Lebensinteressen der breiten Bevölkerung ist. Zulasten besonders der Ärmsten und ganz zugunsten der&hellip;

http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/03/aufstand-in-frankreich-solidaritaet-in-berlin/


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Das Innere der Weltuntergangsmaschine: Der Abschreckungsgipfel 2023 &#8211; Teil 1


Worüber spricht die Atomwaffenindustrie, wenn sie zusammenkommt? Ich verbrachte drei Tage mit 530 Regierungsbeamten, Politikern und Unternehmern in einem Hotelkeller, um das herauszufinden. Die Kurzfassung: Sie reden über &#8222;Abschreckung&#8220;, als ob es keine Alternative gäbe. Sie reden davon, immer mehr&hellip;

http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/03/das-innere-der-weltuntergangsmaschine-der-abschreckungsgipfel-2023-teil-1/


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Die Revolution der Gleichberechtigung


Der Prozess der Frauenbefreiung, alternative Sexualitäten, die alte Männlichkeit (das Bild des Mannes) und ihre Ausdrucksformen. Von Gladys Mendoza Jaque Auf dem Weg zu größerer menschlicher Freiheit ist es immer notwendig, kulturelle, wirtschaftliche und soziale Determinismen und alle Formen von&hellip;

http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/03/die-revolution-der-gleichberechtigung/


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