Handelskrieg So könnte die EU ihre Position gegenüber Trump verbessern
makronom.de, vom 12. Juni 2025, FABIAN FLUES, USA, Europa ,
Trotz der Reisen von Friedrich Merz und vieler hochrangiger EU-Offizieller nach Washington zeichnet sich keine Lösung im Handelskonflikt mit den USA ab. Doch es gibt verschiedene Strategien, mit denen Europa seine ökonomische Stärke, Umweltstandards und globale Partnerschaften verteidigen kann – ohne sich den USA zu unterwerfen.
Bild: Pixabay
Die EU steht handelspolitisch vor schwierigen Entscheidungen. Hohe Zölle und wiederholte Drohungen durch ihren wichtigsten Handelspartner, die USA, werden erhebliche ökonomische Verwerfungen nach sich ziehen. Trotz der Reisen von Friedrich Merz und vieler hochrangiger EU-Offizieller nach Washington zeichnet sich keine Lösung ab. Wie sollte sich die EU jetzt verhalten? Wir haben fünf Schritte skizziert, die aus unserer Sicht jetzt wichtig sind.
1.
Eskalation vermeiden: Auch wenn die Zölle der USA nicht unbeantwortet bleiben können – alleine, um durch Gegenmaßnahmen Verhandlungsmasse zu gewinnen – sollte die EU zunächst versuchen, eine Eskalation des Handelskonflikts zu vermeiden. Denn mit ihrem deutlichen Überschuss im Warenhandel hat sie die schlechteren Karten, sollte es zu einer Aufwärtsspirale bei den Zöllen kommen. Der erste Schritt heißt also: Ruhe bewahren und eine Eskalation vermeiden. Doch was sollte die EU stattdessen tun?
2.
Auf progressive Gegenmaßnahmen setzen: Die Zölle 1:1 zu kontern, würde auch den eigenen Verbraucher*innen und europäischen Unternehmen schaden. Stattdessen ist es sinnvoll, Zölle nur zu einem gewissen Grad und gezielt für Produkte von politisch einflussreichen Herstellern einzuführen. Diese könnten dann in Verhandlungen wieder zurückgenommen werden. Grundsätzlich sollte die EU jedoch Gegenmaßnahmen in Betracht ziehen, durch die sie andere wichtige Politikziele erreichen kann. Ein Beispiel hierfür ist die Besteuerung von Unternehmen, die ihre Steuerlast durch Buchhaltungstricks und Steueroasen minimieren. Vor allem die großen Digitalkonzerne wie Amazon, Google und Meta haben massiv von laschen Steuerregeln und Schlupflöchern profitiert. Obwohl die EU zu ihren wichtigsten Absatzmärkten gehört, zahlen sie dort nur sehr geringe Steuern.
Um diesen Missstand zu beheben, wurde in Verhandlungen bei der OECD ein Mindestbesteuerungsabkommen ausgehandelt, das die Trump-Regierung jedoch bereits wieder verlassen hat. Während die EU einen Teil der globalen Vereinbarungen zur Mindestbesteuerung bereits umsetzt, liegt ein weiterer Teil, der insbesondere die großen Digitalkonzerne betreffen würde, auf Eis. Eine EU-weite und einheitliche digitale Dienstleistungssteuer würde für mehr Gerechtigkeit sorgen. Sie würde fairere Wettbewerbsbedingungen zwischen Digitalkonzernen und der übrigen Wirtschaft schaffen und dringend benötigte Einnahmen generieren. Ein solches Vorgehen würde die negativen Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft minimieren, den Aufbau einer eigenen digitalen Infrastruktur in Europa erleichtern und langfristig zu einer gerechteren Verteilung der Steuerlast beitragen.
3.
Stark bleiben bei europäischen Schutzstandards: Die EU darf sich nicht durch Drohungen aus den USA zur Rücknahme von Nachhaltigkeitsregeln und europäischen Standards drängen lassen. Viele wichtige Vorhaben der EU, wie das Lieferkettengesetz, die Entwaldungsverordnung, die EU-Methanverordnung und der Kohlenstoffgrenzausgleich (CBAM), würde die US-Regierung gerne ersatzlos streichen.
Hier einzuknicken, würde nicht nur die regulatorische Souveränität der EU bedrohen. Europäische Unternehmen, die bereits Investitionen tätigen, um Nachhaltigkeitsvorgaben zu erreichen, brauchen gerade in diesen volatilen Zeiten die Sicherheit, dass sich bereits beschlossene Regeln nicht wieder kurzfristig ändern. Die EU hat die technologische Führung in vielen umweltfreundlichen Sektoren bereits an China verloren. Sie kann es sich nicht leisten, weitere Unsicherheit zu schaffen, indem sie auf Druck der USA an ihren Umweltvorschriften rüttelt.
Zugeständnisse gegenüber den USA dürften zudem nur neue Forderungen nach sich ziehen, denn die Liste der US-Beschwerden ist potenziell endlos und basiert teilweise auf haltlosen Behauptungen wie z.B. dem Vorwurf, die Mehrwertsteuer in den EU-Mitgliedsstaaten würde US-Unternehmen benachteiligen. Zudem trifft der amerikanische Angriff auf EU-Regeln viele sensible Bereiche wie Lebensmittelstandards und den Datenschutz. Der Versuch, diese in Handelsverhandlungen abzuschwächen, hat bereits in der Vergangenheit Millionen Menschen gegen das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP auf die Straße gebracht. Ein Nachgeben der EU würde ihre eigene Legitimität in den Augen vieler Europäer*innen untergraben.
4.
Der attraktivere Partner sein: Wesentlich härter als die EU werden viele Länder des Globalen Südens getroffen, falls die „reziproken” US-Zölle, die Trump für 90 Tage pausiert hat, in Kraft treten. Denn diese Länder hängen oft stärker vom US-Absatzmarkt ab und können ökonomische Verwerfungen deutlich schlechter auffangen. Insbesondere in Südostasien würden Länder wie Kambodscha, Vietnam oder Thailand massiv unter den Zöllen leiden. Die EU wird nicht in der Lage sein, die zurückgehende Nachfrage der USA zu ersetzen. Zudem haben viele der ärmsten Länder, die besonders stark von hohen US-Zöllen betroffen wären, wie etwa Lesotho und Kambodscha, bereits zollfreien Zugang zum europäischen Markt.
Trotzdem könnte die EU die derzeitige Situation nutzen und ein Gegenmodell zu den brachial auf Eigeninteressen agierenden USA entwickeln – eines das die EntwickIungsinteressen der Partnerländer ernst nimmt. Damit könnte sie neue Allianzen bilden, die Europa in einer Welt stärken, in der der wichtigste Verbündete, die USA, sich immer antagonistischer verhält. Dafür bräuchte es jedoch eine Abkehr von den auf Marktzugang für europäische Unternehmen ausgerichteten Freihandelsabkommen hin zu Verträgen, die Länder des Globalen Südens durch Technologietransfer und die Förderung des Aufbaus von Wertschöpfungsketten unterstützen. Die kürzlich verkündeten Partnerschaften für sauberen Handel und Investitionen (CTIPs) hätten ein wichtiger Startpunkt für einen neuen Ansatz sein können. Leider scheinen sie jedoch wieder einmal die Interessen europäischer Unternehmen über die der Partnerländer zu stellen.
5.
Grüne Nachfrage ankurbeln: Der zentrale Grund, warum sich die EU in einer handelspolitisch schwachen Situation gegenüber den USA befindet, liegt in ihrem hohen Handelsüberschuss im Güterbereich. Dieser ist auch das Ergebnis des von Deutschland vorangetriebenen exportorientierten europäischen Wirtschaftsmodells, gepaart mit einer zu schwachen Binnennachfrage und niedrigen Löhnen. Eine resiliente, zukunftsfähige europäische Wirtschaft, die weniger von Exportüberschüssen abhängig ist, benötigt eine stärkere Binnennachfrage und höhere Investitionen.
Öffentliche Investitionen in eine umweltfreundliche Infrastruktur und die Stärkung der Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten sind von zentraler Bedeutung, um die Binnennachfrage anzukurbeln und eine klimaneutrale Wirtschaft aufzubauen. Dies würde die Abhängigkeit der EU von importierten fossilen Brennstoffen verringern und den Einfluss mindern, den Exporteure fossiler Brennstoffe wie die USA, Russland oder die Golfstaaten auf die EU ausüben können. Die Beschleunigung der Energiewende ist die Alternative zur Erhöhung der Importe fossiler Brennstoffe aus den USA, die von führenden europäischen Politker*innen vorgeschlagen wurde, um Trump zu beschwichtigen.
Die bisherigen Pläne der EU, über gehebelte Privatinvestitionen die grüne Transformation zu erreichen, überzeugen jedoch nicht. Gleichzeitig können viele EU-Mitgliedsländer – anders als Deutschland – keine weiteren Kredite aufnehmen, da dadurch die Zinsen ihrer Staatsanleihen zu stark steigen würden. Eine gemeinsame Schuldenaufnahme der EU, die zu deutlich geringeren Zinsen möglich ist, wäre also nötig, um ein weiteres Auseinanderdriften der EU-Mitgliedsstaaten zu verhindern und eine resiliente, grüne Wirtschaft aufzubauen, die weniger von schrumpfenden und umkämpften Exportmärkten abhängig ist.
Fazit
Der transatlantische Handelskonflikt stellt die EU vor eine Richtungsentscheidung: Setzt sie weiter auf ein stark exportgetriebenes Modell und bleibt somit in starker Abhängigkeit der ökonomischen Weltmächte USA und China? Oder nutzt sie die Krise für einen sozial-ökologischen Umbau ihrer Wirtschaft und Partnerschaften, in denen die ökonomischen Interessen der Länder des Globalen Südens wirklich ernst genommen werden? Statt auf billige Zugeständnisse an die USA braucht es jetzt Mut zu Investitionen und einer partnerschaftlichen Handelspolitik, die globale Solidarität ernst meint.
Zum Autor:
Fabian Fluesist Referent für internationale Handels- und Investitionspolitik bei PowerShift e.V.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
13.06.2025
"Frau Präsidentin, Sie machen mir Angst und Bange" ‒ Replik an Klöckners offenen Brief
freedert.online, 13 Juni 2025 06:00 Uhr, Von Georg Spitze
Die Russen müssen noch lernen, mit den neuen deutschen "Politeliten" angemessen umzugehen. Genauer gesagt mit deren intellektuellem Niveau. Einen Versuch dieses Umgangs lieferte der deutsch-russische Journalist Georg Spitzen in der RT-Kolumne.
Quelle: www.globallookpress.com
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (Symbolbild)
Der diplomatische Briefwechsel zwischen dem Sprecher der Staatsduma der Russischen Föderation, Wjatscheslaw Wolodin, und der Präsidentin des Deutschen Bundestages, Julia Klöckner, hinterließ einen sehr bedrückenden Eindruck hinsichtlich des Intellekts und der allgemeinen Bildung der neuen Vorsitzenden des deutschen Parlaments.
Die Krise der politischen Eliten, die für den gesamten Westen charakteristisch ist, hat leider auch Deutschland nicht verschont. Im Jahr 2021, beim Anblick der gerade gebildeten Regierung der "Ampelkoalition", begann jeder, der sich in der Politik etwas besser auskennt als der durchschnittliche Bürger, bereits von düsteren Vorahnungen überwältigt zu werden.
Seltene "Intellektuelle" wie Außenministerin Annalena Baerbock, die Russland auf internationalen Foren den Krieg erklärt, Innenministerin Nancy Faeser, die eine Handvoll städtischer Verrückter ("Rollator"-Putsch) als Anführer einer staatlichen Verschwörung ausgibt, und Verteidigungsministerin Christine Lambrecht, die sich nicht einmal im System der militärischen Dienstgrade der Bundeswehr auskennt, scheinen der Vergangenheit anzugehören, und die Minister der neuen rot-schwarzen Regierung werden die Deutschen nicht mehr dazu bringen, brennende Fremdscham zu empfinden.
Aber nein! Zunächst erklärte der neue Kanzler Friedrich Merz bei seinem Treffen mit Donald Trump am 5. Juni, dass Deutschland den USA für seine "Befreiung" im Jahr 1945 dankbar sei, woraufhin er vom Sprecher der russischen Duma eine ausführliche Belehrung darüber erhielt, wer wen wann befreit habe. Und dann machte die deutsche Amtskollegin von Wolodin, Julia Klöckner, deutlich, dass es noch zu früh sei, sich über den Abgang der "Ampel"-Intellektuellen aus der deutschen Regierung zu freuen.
Interessant ist, wer genau nach Meinung der deutschen Sprecherin Deutschland im Frühjahr 1945 "befreit" hat? Das Aussagekräftigste an Klöckners Antwort ist zweifellos die Reihenfolge der "Sieger" über den deutschen Faschismus.
1. Die USA (umstritten, aber was kann man sonst von einer Deutschen erwarten, die im Paradigma der Entnazifizierung und dem blinden Glauben daran erzogen und indoktriniert wurde, dass gerade die amerikanischen Halbgötter Deutschland das Licht der wahren Demokratie gebracht haben?).
2. Frankreich (hier möchte man sich an Feldmarschall Keitel erinnern, der über die Anwesenheit der französischen Delegation in Berlin-Karlshorst sehr überrascht war und anmerkte: "Was, haben uns auch diese besiegt?").
3. Die Länder des Commonwealth (bei allem Respekt für die tapferen Jungs aus Australien und Neuseeland, aber ihre wichtigsten Heldentaten vollbrachten sie in Afrika und Italien und haben daher nur einen sehr indirekten Bezug zur Befreiung Deutschlands).
4. Und schließlich das Letzte – "die ehemalige sowjetische Armee, in deren Reihen sich viele Ukrainer befanden".
Und wenn die Unkenntnis der Tatsache, dass die Rote Armee erst 1946 in Sowjetarmee umbenannt wurde, für eine Deutsche, die noch vor nicht allzu langer Zeit in der Landwirtschaft tätig war, durchaus verzeihlich ist, so ist es doch eine Verhöhnung der Geschichte und des gesunden Menschenverstands, die sowjetischen Soldaten, die fast drei Viertel des gesamten militärisch-industriellen Potenzials des Dritten Reiches zermalmt und Berlin eingenommen haben, an letzte Stelle zu setzen.
Frau Präsidentin, mir ist schon jetzt Angst und Bange. Angst und Bange, weil Deutschland von Menschen wie Ihnen regiert wird, die nicht die geringste Ahnung von Geschichte haben und daher dazu verdammt sind, die Fehler ihrer Vorfahren zu wiederholen.
RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
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Weiteres:
"Entvölkerung und Migration": Klingbeil und Klöckner beim Bilderberg-Treffen
freedert.online, 13 Juni 2025 06:30 Uhr
Ab heute findet im schwedischen Stockholm das diesjährige Bilderberg-Treffen statt. Zur deutschen Delegation gehören unter anderem zwei Bundesminister. Als Überseegäste werden Palantir-Chef Peter Thiel und Albert Bourla vom US-Pharmagiganten Pfizer gelistet. Ein Thema lautet: "Entvölkerung und Migration".
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) und der SPD-Bundesminister der Finanzen, Lars Klingbeil, finden sich auf der diesjährigen Teilnehmerliste der Bilderberg-Konferenz.
Die 71. Bilderberg-Konferenz startete am gestrigen 12. Juni in Stockholm, Schweden. Das alljährliche Aufeinandertreffen willkürlich ausgewählter nordamerikanischer und europäischer Protagonisten aus der Politik, dem Militär, Großkonzernen und Geheimdiensten dient erwartungsgemäß den Absprachen hinter verschlossenen Türen zu tagesaktuellen geopolitischen und geoökonomische Strategien. Wie in den Vorjahren wird auch eine kleine deutsche Delegation vor Ort sein.
Das Treffen dauert drei Tage und findet wie jedes Jahr unter massiven Sicherheitsvorkehrungen statt. Der amtierende Bundeskanzler Friedrich Merz wird dabei nicht anwesend sein. Der Unionschef ist jedoch als Teilnehmer der letztjährigen Konferenz in Madrid gelistet, zusammen mit dem damaligen Justizminister Marco Buschmann (FDP). Dieses Jahr – wie bereits 2024 – ist erneut Mathias Döpfner vor Ort, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE. Die deutsche Gruppe besteht aus insgesamt acht Teilnehmern. Von Vertretern aus der Politik finden sich für das heute startende Treffen drei Namen. So heißt es in der Auflistung:
Klingbeil, Lars (DEU), Vizekanzler; Minister der Finanzen
Klöckner, Julia (DEU), Bundestagspräsidentin
Reiche, Katherina (DEU), Ministerin für Wirtschaft und Energie
Außerdem anzutreffen sein werden Wolfgang Schmidt (SPD, wie auch zuvor im Jahr 2023 und 2024), Ex-Chef des Bundeskanzleramtes im Kabinett Scholz, sowie Christian Sewing, Vorsitzender der Deutschen Bank, und Gundbert Scherf, Mitbegründer des KI-Start-ups "Helsing", ein Unternehmen mit Schwerpunkt in der Rüstungsindustrie.
Überraschungen in der Themenauswahl finden sich nicht. Die laut Listung "wichtigsten Diskussionsthemen" in diesem Jahr lauten (Reihenfolge und Titel wie auf der BK-Webseite):
Transatlantische Beziehungen
Ukraine
US-Wirtschaft
Europa
Naher Osten
Autoritäre Achse
Verteidigungsinnovation und Widerstandsfähigkeit
KI, Abschreckung und nationale Sicherheit
Proliferation [die Weitergabe von Atomwaffen oder Mitteln zu deren Herstellung]
Die Themen "Russland" oder "China" sind, anders als in den drei Jahren zuvor, nicht explizit als Einzelpunkte aufgelistet. Auf der Webseite heißt es zur Veranstaltung:
"Wie immer wurde eine vielfältige Gruppe von führenden Politikern und Experten aus der Industrie, dem Finanzwesen, der Wissenschaft und den Medien eingeladen."
Zu den bekannteren Anwesenden in Stockholm gehören Jens Stoltenberg, in diesem Jahr in seiner neuen Funktion als norwegischer Finanzminister, der ukrainische Ex-Außenminister Dmitri Kuleba sowie Sanna Marin, Ex-Ministerpräsidentin von Finnland, diesmal als "Strategische Beraterin des Tony Blair Institute for Global Change", und erneut Alberto Bourla (Pfizer-Chef), des Weiteren der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte und der polnische Außenminister Radosław Sikorski, die wiederum auf Peter Thiel treffen könnten, Chef der Daten-Krake Palantir Technologies und Gründer von Paypal.
Neben internationalen Medienvertretern findet sich in der Liste auch der schwedische Spotify-Gründer Daniel Ek. Im November 2021 wurde bekannt, dass Ek "100 Millionen Euro in Künstliche Intelligenz fürs Militär steckt", so das Handelsblatt. Seine Investition galt einem Start-up aus München namens Helsing. Dessen Chef ist wie bereits erwähnt Mitglied der deutschen Delegation.
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13.06.2025
Nachrichten von Pressenza: Schikanen der Polizei gegen Friedens- und Solidaritätskundgebung mit Palästina „DEN VÖLKERMORD, DAS AUSHUNGERN UND DIE VERTREIBUNG DER PALÄSTINENSER “
Schikanen der Polizei gegen Friedens- und Solidaritätskundgebung mit Palästina „DEN VÖLKERMORD, DAS AUSHUNGERN UND DIE VERTREIBUNG DER PALÄSTINENSER “
Pressemitteilung der Veranstalter der Gaza-Kundgebung 14.6.25 am Brandenburger Tor: Die Initiative „Nie wieder Krieg – die Waffen nieder“ und die Friedenskoordination Berlin protestieren gegen die Behinderungsstrategie der Polizei Berlin. Mit einer fadenscheiniger Begründung wurden wir vom Brandenburger Tor (Platz des…
Gegen den Strom der Aufrüstung – Für eine neue Friedenspolitik in der SPD
Mit Blick auf die jüngste Politik der Sozialdemokratie, die eine deutliche Hinwendung zu kriegstreiberischen Maßnahmen, zu massiver Militarisierung und zu rasanter Aufrüstung erkennen ließ, erscheint das „Friedensmanifest“ des SPD-Friedenskreises wie ein längst überfälliger Weckruf. In den vergangenen Jahren hat die…
Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.
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13.06.2025
„Vom Trump-Tornado lernen“ Der mutmaßliche künftige US-Botschafter bei der EU ist ein Mitarbeiter der Washingtoner Heritage Foundation, die eng mit Parteien der extremen Rechten in Europa kooperiert und auf den Umbau der EU in ein Europa der Nationen orientiert.
german-foreign-policy.com, 13. Juni 2025
WASHINGTON/BRÜSSEL (Eigener Bericht) – Ein Mitarbeiter einer US-Organisation mit engen Verbindungen zur extremen Rechten in Europa ist dabei, US-Botschafter bei der EU zu werden. Der Fast-Food-Manager Andrew Puzder, den die Heritage Foundation in Washington als Distinguished Visiting Fellow führt, hat am Dienstag Berichten zufolge seine Anhörung im US-Senat glimpflich überstanden und könnte nun zum Botschafter in Brüssel ernannt werden. Die den US-Republikanern nahestehende Heritage Foundation ist auf Trump-Kurs, seit im Dezember 2021 ihr aktueller Präsident Kevin Roberts diesen Posten übernommen hat. Die Vereinigung hat mit ihrem Project 2025 eine Art Blaupause für die Trump-Administration verfasst, von der inzwischen eine Reihe wichtiger Elemente in die US-Regierungspolitik eingeflossen sind. In Europa arbeitet die Heritage Foundation mit Ungarn zusammen, dessen Ministerpräsidenten Viktor Orbán sie in den höchsten Tönen lobt. Darüber hinaus kooperiert sie mit den Patriots for Europe (PfE), denen diverse Parteien der extremen Rechten in Europa angehören. Dabei orientiert sie auf einen Umbau der EU zu einem lockeren Staatenbund – nach dem Vorbild eines in der extremen Rechten populären Europa der Nationen.
Höfliche MaschinenAndrew Puzder hatte sich im Lauf seiner beruflichen Karriere zunächst als Kämpfer gegen das Recht auf Schwangerschaftsabbruch einen Namen gemacht, bevor er im September 2000 den Chefposten von CKE Restaurants übernahm, eines milliardenschweren Unternehmens, das mehrere Fast-Food-Ketten betreibt. Den Posten hatte er bis März 2017 inne. Einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde er im Dezember 2016, als Donald Trump ihn für das Amt des Arbeitsministers in seiner ersten Regierung auswählte. Puzder scheiterte: Als klar war, dass er nicht die für seine Bestätigung erforderliche Mehrheit im Senat erhalten würde, zog er seine Bewerbung zurück. Zuvor war berichtet worden, er sei ein leidenschaftlicher Gegner des Mindestlohns und habe sich außerdem dagegen ausgesprochen, Millionen Arbeitern Zugang zu bezahlten Überstunden zu eröffnen.[1] Er hatte zudem einmal bekräftigt, er befürworte die Automatisierung von Fabriken, da Maschinen „immer höflich“ seien, keinen Urlaub nähmen und nie zu spät kämen.[2] Entscheidend war im Senat jedoch, dass einige Republikaner Puzder die Zustimmung verweigerten, weil er eine Migrantin ohne reguläres Aufenthaltsrecht als Hausangestellte beschäftigt und dafür keine Steuern gezahlt hatte.[3] Vorwürfe, Puzder habe seine frühere Ehefrau misshandelt, streiten heute beide ab.
Neue Standards
Puzder, der bereits Trumps Wahlkampf im Jahr 2016 finanziell unterstützt hatte, verblieb nach dem Scheitern seiner Bewerbung um das Amt des Arbeitsministers im engeren Umfeld des US-Präsidenten. Zwischenzeitlich war er als dessen wirtschaftspolitischer Sprecher im Gespräch.[4] Zwei Tage nach seiner zweiten Amtseinführung, am 22. Januar 2025, hat Trump Puzder erneut für einen einflussreichen Posten nominiert – dieses Mal für das Amt des US-Botschafters bei der EU. Zu seiner Ernennung ist erneut eine mehrheitliche Zustimmung des Senats erforderlich; die Anhörung dazu fand am Dienstag in Washington statt. Wie es heißt, habe Puzder dabei „einen viel freundlicheren Empfang“ erhalten als vor acht Jahren; die alten Vorwürfe gegen ihn hätten kaum eine Rolle gespielt.[5] Dies sei wohl auch ein Ausfluss der Tatsache, dass sich die Einschätzung, welches Verhalten „für einen hochrangigen Posten in der Administration akzeptabel“ sei, im Verlauf von Trumps erster wie auch mit Beginn seiner zweiten Präsidentschaft deutlich verändert habe. Sexualisierte Übergriffe seien etwa auch US-Verteidigungsminister Pete Hegseth vorgeworfen worden, heißt es; ihn an seiner Amtsübernahme gehindert habe das allerdings nicht.[6]
„America First“ in Brüssel
Puzders Nominierung ist auch deshalb bemerkenswert, weil er zuletzt für die Washingtoner Heritage Foundation aktiv gewesen ist – als Distinguished Visiting Fellow for Business and Economic Freedom.[7] Die Heritage Foundation lobt entsprechend Puzders Nominierung zum US-Botschafter bei der EU; diese sei „ein entscheidender Schritt dabei, ‘America First‘ auf die globale Ebene zu heben“, heißt es.[8] Die Heritage Foundation ihrerseits, eine im Jahr 1973 gegründete, den Republikanern eng verbundene Organisation, ist mit dem Amtsantritt ihres derzeitigen Präsidenten Kevin Roberts im Dezember 2021 auf Trumps politische Linie eingeschwenkt. Schlagzeilen gemacht hat sie mit dem Project 2025, einem Strategiepapier, das bereits vorab als Blaupause für Trumps zweite Präsidentschaft verfasst wurde und jetzt in wichtigen Teilen von der Trump-Administration umgesetzt wird. Zu Europa heißt es in dem Papier, Washington müsse zwar die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und den USA zugunsten letzterer verbessern. Man müsse jedoch zugleich das transatlantische Geschäft stärken, um „Europa aus seiner Abhängigkeit von China“ zu lösen.[9] Auch gelte es, den Handel mit Großbritannien auszubauen, um zu verhindern, dass London „in die Umlaufbahn der EU zurückgleite“. Zudem müsse man „neue Verbündete innerhalb der EU“ gewinnen.
Orientierungspunkt Ungarn
Die Heritage Foundation selbst hat schon sehr bald nach dem Amtsantritt ihres Präsidenten Roberts begonnen, in der EU auf eine enge Kooperation mit Ungarn unter Ministerpräsident Viktor Orbán zu orientieren. So empfing Roberts Orbán im November 2022 in Washington zum Gespräch – und lobte die Entwicklung Ungarns unter seiner Amtsführung anschließend in den höchsten Tönen. Im Jahr darauf schlossen die Heritage Foundation und das Budapester Danube Institut – eine 2013 gegründete, Orbán nahestehende Denkfabrik – eine Vereinbarung über eine enge Kooperation.[10] Darüber hinaus hat die US-Organisation mittlerweile eine Zusammenarbeit mit dem Zusammenschluss Patriots for Europe (PfE) begonnen, in dem eine Reihe extrem rechter Parteien aus EU-Mitgliedstaaten kooperieren, darunter Orbáns Partei Fidesz, der französische Rassemblement National (RN), die FPÖ, der belgische Vlaams Belang, die italienische Lega, die spanische Vox sowie die portugiesische Chega. Eine PfE-Delegation, die sich zu Trumps Amtseinführung in Washington aufhielt, wurde dort auch von der Heritage Foundation empfangen. Am 7. März traf Heritage-Präsident Roberts seinerseits am Rande einer PfE-Generalversammlung in Madrid dort mit führenden Vertretern der PfE-Parteien zusammen.[11] „Die europäische Rechte“, hieß es anschließend bei der Heritage Foundation, „lernt vom Trump-Tornado.“[12]
Europa der Nationen
Die politische Stoßrichtung, die die Heritage Foundation mit ihren Aktivitäten in der EU einschlägt, lässt sich exemplarisch an einem Strategiepapier erkennen, über das Vertreter der Organisation am 11. März gemeinsam mit Repräsentanten ihr nahestehender europäischer Vereinigungen diskutierten. Bei den beiden Vereinigungen handelt es sich zum einen um das Orbán-nahe Mathias Corvinus Collegium (MCC) aus Ungarn, zum anderen um das Ordo Iuris Institute for Legal Culture aus Polen, das der Kaczyński-Partei Prawo i Sprawiedliwość (PiS) nahesteht. Das Papier sieht einen umfassenden Umbau der EU vor. Dabei sollen die Kompetenzen der Nationalstaaten gestärkt, die Kompetenzen der Brüsseler Apparate hingegen reduziert werden.[13] Ziel der Transformation des europäischen Staatenkartells ist die Gründung einer European Community of Nations (ECN) – eines Bündnisses, das dem alten Konzept eines Europa der Nationen ähnlich ist. Ein solches Konzept vertreten die Parteien der extremen Rechten in Europa mehrheitlich seit Jahren. Zugleich entspricht es der Vorstellung von US-Präsident Trump, die EU solle, da sie zur Zeit allzu sehr mit den USA rivalisiere, geschwächt werden.
[1] Jonnelle Marte: Trump names Andrew Puzder, a fast-food CEO and critic of substantially raising the minimum wage, to head the Labor Department. washingtonpost.com 08.12.2016.
[2] Noam Scheiber: Trump’s Labor Pick, Andrew Puzder, Is Critic of Minimum Wage Increases. nytimes.com 08.12.2016.
[3] Alan Rappeport: Andrew Puzder, Trump’s Labor Pick, Admits to Hiring Undocumented Maid. nytimes.com 07.02.2017.
[4] Nancy Cook, Marianne Levine: Puzder resurfaces in Trump’s White House in spite of #MeToo movement. politico.com 08.01.2018.
[5], [6] Eric Bazail-Eimil: Puzder gets a softer treatment in second Senate confirmation process. politico.com 10.06.2025.
[7] Andrew Puzder. heritage.org.
[8] Heritage Foundation Applauds Nomination of Andrew Puzder as Ambassador to E.U. heritage.org 23.01.2025.
[9] Project 2025. Mandate for Leadership. The Conservative Promise. Washington 2023.
[10] Lili Zemplényi: Heritage Foundation and Danube Institute Sign Landmark Cooperation Agreement. hungarianconservative.com 16.03.2023.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
12.06.2025
Vučić wehrt sich gegen Vorwürfe des Verrats an Russland
freedert.online, 12 Juni 2025 21:14 Uhr
Im Rahmen seiner Teilnahme am Ukraine-Südosteuropa-Gipfel in Odessa versprach der serbische Präsident der Ukraine Aufbauhilfe. Gegen Vorwürfe, mit seiner Teilnahme würde er Russland verraten, wehrte er sich. Als einziges Land habe er die Odessa-Abschlusserklärung nicht unterschrieben.
Aleksandar Vučić beim European Political Community Gipfel, Tirana, 16. Mai 2025
Der serbische Präsident Aleksandar Vučić nahm am Mittwoch am Ukraine-Südosteuropa-Gipfel in Odessa teil. Dort traf er auch mit dem ukrainischen Staatschef Wladimir Selenskij zusammen. In seiner 12-jährigen Amtszeit war dies Vučićs erste Reise in die Ukraine.
Anschließend berichtete der Kyiv Independent am Donnerstag, anlässlich seines Besuches habe Vučić Kiew Hilfe beim Wiederaufbau ukrainischer Städte angeboten, ebenso wie seine Unterstützung für die territoriale Integrität der Ukraine. Er habe dabei folgende Hilfen konkretisiert:
"Ich würde gerne eine oder zwei Städte oder Regionen nehmen, die wir wieder aufbauen könnten. Ich denke, das wäre für das ukrainische Volk sehr deutlich und spürbar. [...] Die Ukraine kann immer auf Serbiens humanitäre und politische Unterstützung für ihre territoriale Integrität zählen. [...] Wir könnten bei den Bemühungen um einen Waffenstillstand behilflich sein."
Die Zeitung hob hervor, dass der "Moskau-freundliche serbische Staatschef" den ersten offiziellen Besuch auch dazu nutze, seine neutrale Haltung in "Russlands Krieg gegen die Ukraine" zu demonstrieren und gleichzeitig Serbiens EU-Beitrittsbestrebungen voranzutreiben. Vučić habe Serbiens Bekenntnis zum Völkerrecht und zur UN-Charta bekräftigt. Diese beinhalteten auch die Unterstützung der territorialen Integrität von Staaten. Das sei eine wichtige Botschaft für Kiew.
Den Vorwurf, seine Teilnahme am Ukraine-Südosteuropa-Gipfel stelle einen Verrat an den freundschaftlichen Beziehungen Belgrads zu Russland dar, wies Vučić entschieden zurück. Darüber berichteteRT International am Donnerstag.
"Wen habe ich verraten? Russland? Womit genau?", entgegnete der serbische Staatschef auf die Frage eines Reporters. Er habe sich geweigert, die Abschlusserklärung des Gipfels zu unterzeichnen, in der Russland verurteilt und die NATO-Bestrebungen der Ukraine unterstützt würden. Vučić hob hervor:
"Dies war mein viertes Gipfeltreffen zwischen der Ukraine und Südosteuropa, und wieder einmal war ich der Einzige, der sich geweigert hat, die Erklärung zu unterzeichnen."
Serbien strebe gute Beziehungen sowohl zur Ukraine als auch zu Russland an und darauf sei er stolz:
"Ich bin stolz auf die serbische Politik und unsere Unabhängigkeit, und das wird sich nicht ändern."
Serbien ist nach wie vor eines der wenigen europäischen Länder, die es ablehnen, Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Ebenso wenig stellt es sich in dem laufenden Konflikt offen auf die Seite der Ukraine. Vučić hatte zuvor erklärt, die EU habe Belgrad unter Druck gesetzt, seine neutrale Haltung aufzugeben und die Beziehungen zu Moskau abzubrechen.
Ende Mai beschuldigte der russische Auslandsnachrichtendienst (SWR) mehrere große serbische Rüstungsunternehmen – darunter das staatliche Unternehmen Yugoimport-SDPR – verdeckte Munitionslieferungen an die Ukraine über Drittländer unter Verwendung gefälschter Endverbleibserklärungen vorgenommen zu haben. Vučić wies die Vorwürfe zurück und versprach, dass Serbien keine Umgehung der Endnutzeranforderungen bei Waffenverträgen zulassen werde.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
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12.06.2025
Glückwunsch zum Atomkrieg: Ein SPD-Manifest und die Lügen der Medien und Regierenden
freedert.online, 12 Juni 2025 20:50 Uhr, Von Achim Detjen
Um das SPD-Manifest zur Friedensicherung in Europa ist eine heiße Debatte entbrannt. Medien laufen Sturm gegen den Ruf nach Frieden. Und auch in der SPD rumort es. Boris Pistorius attestiert den kriegsunwilligen Genossen "Realitätsverweigerung". Derweil rückt die Welt dem Atomkrieg näher. Pistorius gratuliert.
Boris Pistorius bei einem Treffen mit Wladimir Selenskij in Kiew (12. Juni 2025)
Der politische und mediale Druck auf die Unterzeichner des SPD-Manifests zur "Friedenssicherung in Europa durch Verteidigungsfähigkeit, Rüstungskontrolle und Verständigung" wächst. Mit ihrer These, die Rückkehr zu einer stabilen Friedens- und Sicherheitsordnung nicht durch eine "irrationale" Aufrüstung und eine "militärische Konfrontationsstrategie" zu erreichen, sondern die "notwendige Verteidigungsfähigkeit mit einer Rüstungskontroll- und Abrüstungspolitik zu verknüpfen", haben sie sich massiven Vorwürfen ausgesetzt.
Kommentatoren in den Leitmedien laufen Sturm. Wie am Fließband werden dabei stets dieselben Sprachschablonen bemüht, die mit der Realität wenig gemein haben. So heißt es etwa in einemSpiegel-Leitartikel ("Das Manifest der Unbelehrbaren"), dass sich in dem Manifest "kein Wort" darüber finden lasse, "dass sich Putin selbst [!] von US-Präsident Donald Trump nicht zum Waffenstillstand drängen und vor ein paar Wochen das Angebot, in Istanbul über ein Kriegsende zu verhandeln, verstreichen ließ". Was natürlich grober Unfug ist, denn Russland war ja zu den Verhandlungen mit Kiew in Istanbul erschienen.
Das Mantra von der Nichtbereitschaft der Russen zum Frieden wird von Politikern aller etablierten Parteien bis zum Erbrechen durchgekaut. "Niemand von uns hat etwas gegen Diplomatie und Frieden", so Niedersachsens SPD-Ministerpräsident Olaf Lies. Aber man dürfe die Realität nicht ausblenden. Er sehe niemanden auf der russischen Seite, der bereit wäre, in irgendeiner Form diplomatische Lösungen zu finden.
Auch Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius wirft seinen Manifest-Parteigenossen "Realitätsverweigerung" vor. Das Papier missbrauche "den Wunsch der Menschen in unserem Land nach einem Ende des furchtbaren Krieges in der Ukraine", so der SPD-Politiker, der am Donnerstag zu einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij in Kiew eintraf.
Ähnlich äußerte sich Grünenfraktionschefin Britta Haßelmann: "Wir alle wünschen uns Frieden, und niemand sehnt ihn mehr herbei als die Menschen in der Ukraine. Leider wurden alle Versuche, einen Waffenstillstand zu erreichen oder Friedensgespräche zu führen, von Präsident Putin durchkreuzt und abgelehnt."
Hier wird der angeblich fehlende russische Friedenswille von Vertretern zweier Parteien bemängelt, die in ihrer dreijährigen gemeinsamen Regierungszeit innerhalb der Ampel nicht eine einzige diplomatische Initiative zur Beilegung des Konflikts gestartet haben. Die Ampel-Außenministerin Annalena-wir-befinden-uns-im-Krieg-mit-Russland-Baerbock hatte sich stets kategorisch für eine Fortsetzung der Kampfhandlungen ausgesprochen; selbst vor einem Schweigen der Waffen für wenige Tage während der Weihnachtszeit hatte die Grünen-Politikerin "gewarnt".
Wenn nun Gegner des Manifests ein einziges und "folgenloses Telefonat des damaligen Bundeskanzlers Olaf Scholz im November mit Putin" – so eine "Analyse" der Tagesschau – herauskramen müssen zum Beweis deutscher Friedensbemühungen, dann zeigt das eben nur, dass es nie einen ernsthaften Versuch gab, den Krieg zu beenden.
Die Welt auf den Kopf gestellt: Schuldzuweisungen nur gegen Moskau erlaubt
Besonders empören sich die Gegner des Manifests über die darin enthaltene Aussage, dass man von "einseitigen Schuldzuweisungen" absehen müsse. Als SPD-Vizechefin Anke Rehlinger in der ZDF-Sendung von Markus Lanz am Mittwoch zum Manifest befragt wurde, rang der Moderator fassungslos mit den Worten, wie man denn nur auf die abstruse Idee kommen könne, Russland nicht einseitig die Schuld zu geben.
Dabei ist es ein Leichtes, den Nachweis zu führen, dass der Westen die Hauptschuld an der gegenwärtigen Eskalation trägt – und deshalb müssen Tatsachen unerwähnt bleiben, um Moskau im politischen und medialen Diskurs weiter einseitig die Schuld zuweisen zu können.
Kein Wort darüber, dass der Westen den bewaffneten Umsturz 2014 in Kiew unterstützt und die nationalistischen Putschisten ermutigt hat, mit militärischer Gewalt gegen die Bevölkerung im Osten und Süden des Landes vorzugehen, die den Maidan-Putsch ablehnten – einschließlich des Einsatzes der Luftwaffe gegen zivile Ziele.
Kein Wort darüber, dass Russland mit den Minsker Abkommen versucht hatte, dem blutigen Konflikt ein Ende zu setzen, während Kiew und die Unterzeichnerstaaten Deutschland und Frankreich später eingestanden, dass sie nie das Ziel hatten, die von der UN-Generalversammlung angenommenen und damit völkerrechtlich verbindlichen Abkommen umzusetzen.
Kein Wort darüber, dass Russlands diplomatische Offerte zur Entspannung der Situation im Dezember 2021 von der NATO brüsk zurückgewiesen wurde. Mit Moskau gebe es nichts zu verhandeln, so die Reaktion aus dem Westen, der stattdessen bereits zu diesem Zeitpunkt beispiellose Sanktionen gegen Russland vorbereitete, mit denen das Land bekanntlich ja "ruiniert" (O-Ton Baerbock) werden sollte.
Kein Wort darüber, dass die ukrainischen Streitkräfte – nachdem Kiew bereits im Juni 2020 das Minsk-II-Abkommen für "nicht verbindlich" erklärt hatte – den offenen Bruch des Abkommens im Februar 2022 durch die Wiederaufnahme des massiven Beschusses der beiden Volksrepubliken im Donbass vollzogen hatten. Von der Beobachtermission der OSZE in ihren täglichen Berichten dokumentiert (siehe Berichte für den 19./20. und 21. Februar 2022), von Politik und Medien in Deutschland schon damals ignoriert.
Kein Wort darüber, dass Moskau die beiden Volksrepubliken Donezk und Lugansk daraufhin am 21. Februar anerkannte und einen militärischen Pakt mit ihnen unterzeichnete als letztes Warnsignal an Kiew, den Beschuss einzustellen. Kiew schoss weiter tausendfach Artilleriegranaten auf die Städte und Dörfer im Donbass im vollen Bewusstsein, dass eine militärische Reaktion Russlands unvermeidlich sein würde (siehe den OSZE-Bericht für den 22. Februar 2022.) Kiew und seine westlichen Unterstützer wollten den Krieg.
Kein Wort darüber, dass Selenskijs "Siegesplan" vom September 2024 nie einen Waffenstillstand vorsah und dass sein aktueller Ruf nach einer Feuerpause nur als Vorwand für den Einmarsch der "Koalition der Willigen" dient und somit einer Eskalation und Verlängerung des Konflikts.
Und wenn ein Wort über den Ausgangspunkt der ganzen Misere verloren wird, nämlich dem Aufmarsch der NATO-Truppen an Russlands Grenzen durch die Osterweiterung des Militärbündnisses, wird einfach zur Lüge gegriffen – so wie es jüngst Außenminister Johann Wadephul tat, der im Bundestag behauptete, man müsse "bei der Wahrheit bleiben", dass es nie ein Versprechen der NATO gegeben habe, sich nicht Richtung Osten auszudehnen.
Pistorius gratuliert: Selenskij bringt Welt an den Rand eines Atomkriegs
Wenn Medien und Politik Moskau vorwerfen, nie zu Verhandlungen bereit gewesen zu sein, dann setzen sie auf das Kurzzeitgedächtnis ihres Publikums. Deswegen sei an dieser Stelle daran erinnert, dass der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell im Februar 2023 in einem Gastbeitrag im Handelsblattverlautbarte, dass es Frieden nur durch einen militärischen Sieg der Ukraine geben werde. Zwei Monate später legte er nach: "Der Krieg wird in der Schlacht um den Donbass entschieden."
Damals war man sich in Brüssel, Berlin und Washington noch sicher, man könne Russland auf dem Schlachtfeld besiegen und der Atommacht eine "strategische Niederlage" beibringen. Erst nach Kiews kolossal gescheiterter und von der NATO dirigierten "Sommeroffensive 2023" dämmerte es den westlichen Kriegsfalken allmählich, dass sie Russland militärisch nicht besiegen können. Und dennoch machten sie einfach weiter wie bisher.
Der Westen hat sich gekonnt in eine strategische Sackgasse manövriert. Er kann den Krieg nicht gewinnen, muss ihn aber fortsetzen, weil eine Friedenslösung zwangsläufig die Interessen des Siegers auf dem Schlachtfeld berücksichtigen würde. Und Russlands Forderungen sind diesbezüglich klar: An erste Stelle steht für Moskau die militärische Neutralität der Ukraine. Auch die Krim und die Russland beigetretenen vier Regionen sind nicht verhandelbar.
Doch in der EU bevorzugt man weiter die Realitätsverweigerung. Ein "vollständiger Rückzug russischer Truppen und russischen Militärgeräts vom gesamten ukrainischen Staatsgebiet" sowie die Unterstützung der Ukraine auf ihrem "unumkehrbaren Weg zur vollständigen euroatlantischen Integration, einschließlich ihres Beitritts zur NATO" seien "zentrale und nicht verhandelbare Bedingungen für einen Frieden", heißt es in der am Mittwoch auf dem Südosteuropa-Gipfel verabschiedeten Erklärung.
Je länger sich der Westen weigert, die Realitäten auf dem Schlachtfeld zu akzeptieren und Russlands legitime Sicherheitsinteressen anzuerkennen, desto umfassender wird die Niederlage der Ukraine ausfallen – und damit seine eigene. Unter Verweigerung der Realität wird der Krieg fortgesetzt in der Hoffnung auf ein Wunder.
Ein solches Wunder meinte man wohl in der "Operation Spinnennetz" ausgemacht zu haben – die Bild sprach von einer "Kehrtwende" im Krieg. Der operativ ausgeklügelte Drohnenangriff auf Russlands strategische Bomberflotte vor zwei Wochen hat allerdings keinerlei Auswirkungen auf das Geschehen an der Front im Donbass. Stattdessen hat er die Welt gefährlich nah an den Rand eines Atomkriegs gebracht.
Darauf machte jüngst der ehemalige CIA-Analyst Larry Johnson aufmerksam, der sich zurzeit in Moskau aufhält und dort mit dem russischen Generalleutnant a. D. Jewgeni Buschinski sprach. Laut dem General betrachtet Wladimir Putin den Angriff auf die strategischen Bomber als einen Verrat Washingtons am New-Start-Abkommen, das Russland dazu verpflichtet, seine atomwaffenfähigen Bomber gut sichtbar für Satelliten im Freien zu parken – wo sie dann zur leichten Beute für die Drohnen wurden. "Putin war wütend", so der General, der betonte, dass die USA und Russland in diesem Moment einem Atomkrieg so nahe gekommen seien wie seit der Kubakrise nicht mehr.
Dem Versuch Kiews, den Konflikt massiv zu eskalieren – ob der Versuch gescheitert ist, ist unklar, denn die Reaktion Russlands steht wohl noch aus – zollte Generalmajor Christian Freuding "Respekt und Anerkennung". Der Leiter des Ukraine-Stabs im Verteidigungsministerium lobte auch die "gleichzeitigen Sprengungen der Eisenbahnbrücken" als gekonntes Ablenkungsmanöver. Dass es dabei einen Personenzug erwischt hat und zahlreiche zivile Opfer zu beklagen waren, ließ der deutsche Soldat unerwähnt.
Richtig aus dem Häuschen war dessen oberster Vorgesetzter angesichts der Angriffe auf die strategische Bomberflotte, die Moskau laut seiner eigenen Militärdoktrin das Recht auf den Einsatz von Atomwaffen geben. Er "bewundere" die Angriffe, sagte Pistorius und sprach seinem ukrainischen Amtskollegen Rustem Umerow seine "Gratulation zu dieser beeindruckenden Operation" aus.
Und vielleicht gibt es bald wieder was zu gratulieren. Denn gegenüber der Bild-Zeitung deutet ein grinsender Selenskij einen nächsten "Geheimschlag" im Stile der "Operation Spinnennetz" an. Ein Atomkrieg ist ja irgendwie auch eine lustige Sache.
Scrrenshot Bild
Boris Pistorius ist selbst das Paradebeispiel jener Realitätsverweigerung, die er diejenigen unterstellt, die den Ukraine-Konflikt durch Diplomatie beenden wollen, anstatt zu riskieren, dass die Menschheit in einem atomaren Schlagabtausch verglüht. Und dann gäbe es für niemanden mehr irgendwas zu gratulieren.
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12.06.2025
Akute Atomkriegsgefahr: "Putin ist wütend – Was Sie bisher gesehen haben, ist erst der Anfang"
freedert.online, 12 Juni 2025 19:45 Uhr
Nach dem ukrainischen Angriff auf Russlands strategische Bomberflotte sei die Welt dem Rand eines atomaren Schlagabtauschs so nah wie seit der Kubakrise nicht mehr gewesen. Das berichten der frühere britische Diplomat Alastair Crooke und der ehemalige CIA-Analyst Larry Johnson unter Berufung auf einen russischen General.
Ein Screenshot aus einem Video zeigt den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Militäruniform beim Besuch eines Kommandopostens in Kursk, Russland, 12. März 2025
Die Welt stand seit der Kubakrise 1962 nicht mehr so nah am Rand eines Atomkriegs wie in diesen Tagen. Das ist die erschreckende Botschaft des ehemaligen britischen Diplomaten Alastair Crooke, die er unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten russischen General in einem auf X veröffentlichten Video äußerte.
Konkret geht es um die ukrainischen Drohnenangriffe auf die strategische Bomberflotte Russlands. Demnach habe der General gesagt:
"Sehen Sie, wir waren so nah an einem nuklearen Schlagabtausch wie während der Zeit der Kubakrise. So nah waren wir noch nie dran. Putin war wütend. Hören Sie also nicht auf die Leute, die sagen: 'Ach, wissen Sie, wir spielen das herunter.' Wir spielen das nicht herunter. Die Lage ist sehr ernst."
Laut dem, was er aus Moskau gehört habe, zeigt sich Crooke sicher, "dass Putin in seinem Gespräch mit Trump kein Blatt vor den Mund genommen hat. Er war ziemlich direkt."
Wenige Tage nach dem von Kiew als "Operation Spinnennetz" bezeichneten Angriff auf russische Militärflugplätze hatte der US-Präsident mit seinem russischen Amtskollegen telefoniert. Dabei habe Wladimir Putin laut Aussage von Trump "sehr deutlich" gesagt, dass er auf die jüngsten Angriffe auf russische Flugplätze reagieren müsse.
Kiew habe Moskau damit einen Grund für "massive" Bombenangriffe geliefert, sagte der US-Präsident später bei anderer Gelegenheit.
Trump hatte erklärt, dass er von den Angriffen auf die russische Bomberflotte nichts gewusst habe. "Ob Putin das glaubt oder ob er denkt, dass es sich um einen Vorgang der plausiblen Abstreitbarkeit handelt, kann ich Ihnen nicht sagen", äußerte sich Crooke dazu.
"Aber ich kann Ihnen sagen: Er [Putin] ist wütend", fuhr der Brite fort – und kam direkt auf die möglichen Konsequenzen zu sprechen:
"Die Folge davon ist, dass die Russen jetzt alles daran setzen, den Konflikt in der Ukraine zu beenden. Was Sie bisher gesehen haben, ist erst der Anfang. Es wird noch viel mehr kommen."
Crooke nannte zwar nicht den Namen des russischen Generals, doch dürfte es sich dabei um Generalleutnant a. D. Jewgeni Buschinski handeln, der fast wortgleich von dem ehemaligen CIA-Analysten Larry Johnson zitiert wird, welcher sich gerade anlässlich einer Konferenz in Moskau befindet.
Laut Buschinki sei Putin "wütend" gewesen und betrachteden Angriff auf die strategischen Bomber als Verrat Washingtons am New-Start-Abkommen. Das Abkommen verpflichtet beide Seiten, ihre atomwaffenfähigen Bomber gut sichtbar für die Aufklärungssatelliten der Gegenseite im Freien zu parken – was es Kiew ermöglicht hat, die russischen Bomber mit Drohnen angreifen zu können.
Auch gegenüber Johnson hatte der General betont, dass die USA und Russland in diesem Moment einem Atomkrieg so nahe gekommen seien wie seit der Kubakrise nicht mehr.
Dass die US-Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard nun in einem in den sozialen Medien veröffentlichten Video eindringlich vor der Gefahr eines Atomkriegs warnt, könnte Zufall sein – oder aber auch ein Signal, dass man die Message aus Moskau verstanden hat.
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I recently visited Hiroshima, and stood at the epicenter of a city scarred by the unimaginable horror caused by a single nuclear bomb dropped in 1945. What I saw, the stories I heard, and the haunting sadness that remains, will stay with me forever.
Vor kurzem besuchte ich Hiroshima und stand im Epizentrum einer Stadt, die von dem unvorstellbaren Schrecken gezeichnet ist, den eine einzige Atombombe im Jahr 1945 verursacht hat. Was ich sah, die Geschichten, die ich hörte, und die eindringliche Traurigkeit, die bleibt, werden für immer in mir bleiben.
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12.06.2025
USA evakuieren Personal aus Nahost: Region steuert auf einen Krieg zwischen Iran und Israel zu
freedert.online, 12 Juni 2025 09:48 Uhr
In Nahost wächst die Sorge vor einem militärischen Konflikt zwischen Iran und Israel. Aufgrund zunehmender Anzeichen ergreifen die USA Maßnahmen, während Iran mit Angriff auf alle US-Stützpunkte in der Region droht. Die letzte Runde der Atomverhandlungen findet am Wochenende statt.
Quelle: AP
Chamenei und Trump
Aus "Sicherheitsgründen" reduzieren die USA ihr Botschaftspersonal im Irak. Ein Vertreter des Außenministeriums in Washington erklärte, die Entscheidung basiere auf "jüngsten Analysen", ging aber nicht ins Detail. Betroffen seien neben US-Militärstützpunkten im Nahen Osten auch die Botschaften in Kuwait und Bahrain. Die Ölpreise stiegen sprunghaft an, nachdem die USA die Evakuierung bekannt gegeben haben.
Laut US-Medienberichten ist der Anlass der Maßnahme die Möglichkeit eines bevorstehenden israelischen Angriffs auf Iran. Es wird befürchtet, dass die Führung in Teheran in diesem Fall Vergeltungsschläge gegen US-Ziele in der Region anordnen könnte.
Bei einem Auftritt in Washington wurde US-Präsident Donald Trump gefragt, ob es stimme, dass US-Personal in Reichweite möglicher iranischer Gegenangriffe abgezogen werde. Er antwortete: "Sie werden abgezogen, weil es ein gefährlicher Ort sein könnte. Wir werden sehen, was passiert." Weiter sagte Trump: "Der Iran darf keine Atomwaffen haben, das werden wir nicht erlauben."
In einem Podcast mit dem Namen "Pod Force One" sagte Trump am Mittwoch: "Ich bin jetzt weniger zuversichtlich als noch vor ein paar Monaten. Etwas ist mit ihnen passiert, aber ich bin viel weniger zuversichtlich, dass ein Deal zustande kommt." Zuvor hatte er erklärt, Teheran sei "viel aggressiver" in den Verhandlungen geworden.
Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) teilte mit, man sei über Spannungen informiert worden, "die zu einer Eskalation militärischer Aktivitäten führen könnten". Schiffe sollten im Persischen Golf, im Golf von Oman und in der Straße von Hormus, einer für die Schifffahrt wichtigen Meerenge zwischen Iran und Oman, vorsichtig sein. Man fürchtet eine Blockade der Meerenge von Hormus durch die iranische Revolutionsgarde im Falle eines Kriegsausbruchs.
Der iranische Verteidigungsminister Asis Nasirsadeh drohte den USA am Mittwoch im Falle einer militärischen Eskalation mit Konsequenzen. Gleichzeitig äußerte er die Hoffnung, dass die Atomverhandlungen mit Washington zu einem Ergebnis führen werden. Im Falle eines Angriffs auf seine Atomanlagen werde der Iran ohne Rücksichtnahme alle US-Stützpunkte in der Region ins Visier nehmen.
Ein hochrangiger iranischer Sicherheitsbeamter sagte, die Islamische Republik befinde sich auf "höchster militärischer Alarmstufe" und warnte, dass jeder Angriff der Vereinigten Staaten oder Israels eine schnelle und unerwartete Reaktion nach sich ziehen würde.
"Iran befindet sich derzeit auf höchster militärischer Alarmstufe, und wenn die Vereinigten Staaten oder das zionistische Regime einen Angriff versuchen, werden sie überrascht werden", so der Beamte, der nicht namentlich genannt werden wollte, gegenüber Press TV.
Eine sechste Runde der Atomgespräche zwischen dem Gesandten des Weißen Hauses, Steve Witkoff, und dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi wird voraussichtlich am Sonntag in Oman stattfinden – es dürfte die letzte Runde sein. Bereits am Donnerstag läuft die von Trump ursprünglich für die Verhandlungen mit Iran gesetzte Frist aus.
In den letzten Wochen hat Trump mehrere Konsultationen mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu geführt. Israelische Regierungsvertreter haben deutlich gemacht, dass sie einen vollständigen Stopp der iranischen Urananreicherung erwarten und auf Notfallpläne drängen, für den Fall, dass die Diplomatie scheitern sollte. Iran hat unterdessen Washingtons jüngsten Atomvorschlag als unzureichend zurückgewiesen.
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Weiteres:
Atomstreit mit Iran eskaliert: Teheran kündigt nach IAEA-Resolution Bau dritter Nuklearanlage an
freedert.online, 12 Juni 2025 18:38 Uhr
Als Reaktion auf eine kritische Resolution der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) hat Teheran den Bau einer weiteren Urananreicherungsanlage angekündigt.
Die Flagge der Internationalen Atomenergiebehörde weht vor ihrem Hauptsitz, während einer Sitzung des IAEA-Gouverneursrats in Wien, Österreich, 22. November 2023.
Der Streit zwischen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) und Iran eskaliert. Die IAEA warf dem Land am Donnerstag vor, seine Verpflichtungen zur Nichtverbreitung von Atomwaffen verletzt zu haben. Daraufhin kündigte Teheran den Bau einer weiteren Nuklearanlage an. Man werde "an einem sicheren Ort" eine dritte Anreicherungsanlage für Uran errichten, hieß es.
In der Resolution stellte der Gouverneursrat der UN-Behörde IAEA in Wien fest, dass Teheran seiner Verpflichtung zur Offenlegung seines gesamten Atomprogramms gegenüber der IAEA nicht nachkomme. Auch die Einschaltung des UN-Sicherheitsrates wurde in der Resolution angedroht.
Iran verurteilte die Resolution scharf. Sie basiere auf grundlosen Anschuldigungen, die politisch motiviert seien, statt technische Aspekte zu beinhalten, hieß es in der Stellungnahme.
Der iranische Verteidigungsminister Asis Nasirsadeh drohte kürzlich den USA im Falle einer militärischen Eskalation mit Konsequenzen. Sollte ein Angriff auf seine Atomanlagen erfolgen, werde Iran ohne Rücksichtnahme alle US-Stützpunkte in der Region ins Visier nehmen.
Ein hochrangiger iranischer Sicherheitsbeamter sagte, die Islamische Republik befinde sich auf "höchster militärischer Alarmstufe" und warnte, dass jeder Angriff der Vereinigten Staaten oder Israels eine schnelle und unerwartete Reaktion nach sich ziehen werde.
Diese neue Runde der Eskalationen dürfte die Gespräche zwischen Iran und den USA über eine neue Atomvereinbarung erschweren, die eine Beschränkung der iranischen Atomaktivitäten zum Ziel hat. Teheran pocht trotz der wachsenden Spannungen in der Region und mit den USA auf sein Recht zur Anreicherung von Uran. Die Islamische Republik werde ihr Recht darauf nicht aufgeben, bekräftigte ein ranghoher Vertreter.
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12.06.2025
„Das ganze Konstrukt ist eine Biowaffe“ (I von II)
Neue peer-reviewte Forschungen, die in diesem Jahr erstmals auch von der WHO diskutiert wurden, zeigen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, dass das Coronavirus menschengemacht ist. Bislang so gut wie unbekannt: Mit mindestens 15 auf den Menschen angepassten Bindungswegen ist es auf maximale Schadwirkung konstruiert. Das Virus – aber auch die Impfstoffe –, sind, so zeigen die Erkenntnisse, tatsächlich „Langzeitbiowaffen“, deren Wirkung sich erst über Jahre entfaltet, da Krankheitsprozesse ausgelöst werden, die oft nicht unmittelbar tödlich sind. Multipolar hat den Rechercheur Dirk Gerhardt interviewt, der die Studienlage kennt. Fazit: Alle müssen umdenken – nicht nur die Impfbefürworter, sondern auch diejenigen, die das Virus bislang für kaum gefährlich hielten.
Vorbemerkung der Redaktion: Das folgende Interview enthält zahlreiche wissenschaftlicheFachbegriffe. Für ein besseres Verständnis wurde daher ein Glossar mit Erklärungen zusammengestellt, das hier als PDF heruntergeladen (https://multipolar-magazin.de/media/250610-glossar.pdf) werden kann. Etwa 200 wissenschaftliche Studien, die die folgenden Aussagen belegen, wurden im Text verlinkt. Die fachlichen Aussagen des Interviewpartners zum Virusgenom sowie das Glossar wurden zudem vor Veröffentlichung von einer promovierten Virologin auf Richtigkeit überprüft.
Multipolar: Wir sprechen heute über ein brisantes Thema mit schwer fassbaren Folgen. Zunächst möchte ich Dich kurz vorstellen, denn Du bist in den Medien bislang nicht in Erscheinung getreten. Ich kenne Dich seit über zehn Jahren als hervorragenden Rechercheur und Analysten von Datenmengen, die so komplex sind, dass die meisten davor kapitulieren. Du arbeitest Dich sehr tief ein, sehr präzise. Wir haben in der Vergangenheit, vor Corona, als Rechercheteam schon intensiv zusammengearbeitet. Du hast keinen beruflichen Hintergrund im medizinischen oder wissenschaftlichen Bereich und arbeitest seit vielen Jahren im Controlling eines international tätigen Unternehmens. Daneben liest Du wissenschaftliche, insbesondere medizinische Studien.
Gerhardt: Das ist richtig. Grundsätzliche Biologie-Kenntnisse, auch in Genetik, besitze ich allerdings.
Multipolar: Auf Deine persönliche Motivation, die ist wichtig, werden wir am Ende des Gesprächs noch eingehen. Seit 2020 verfolgst Du nun die wissenschaftliche Studienlage rund um das Coronavirus. Und da gibt es Neuigkeiten, auf die Du mich hingewiesen hast. Im Dezember 2024 veröffentlichte ein deutscher Forscher im Bereich Bioinformatik, Dr. Andreas Martin Lisewski, der als Hochschullehrer in Bremen tätig ist, ein peer-reviewtes Forschungspapier (https://bmcgenomdata.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12863-024-01290-2) zur genetischen Struktur des Coronavirus. Die Veröffentlichung des Papiers ist selbst ein Krimi. Sie hat zwei Jahre gedauert. Allein das Preprint dafür zu veröffentlichen, also die erste Version der Arbeit, schien zunächst unmöglich, denn drei große amerikanische Preprint-Server löschten es laut Lisewski ohne Begründung, offenbar, weil es politisch heikel war. Nun ist das Papier aber da, mit Peer Review, erschienen in einem Fachjournal, das zu Springer Nature gehört, einem der großen Wissenschaftsverlage. Der Inhalt ist brisant. Lisewski hat entdeckt, das zu einem zentralen Teil des Spike-Proteins des Coronavirus, nämlich der Furinspaltstelle, eine, Zitat, „exakte Blaupause“ in einem MERS-Virus existiert, das 2017 in einem Labor erzeugt wurde. Das ist vollkommen neu. Diese Blaupause wurde offenbar in das Coronavirus künstlich eingefügt. Ein Laborursprung wird damit nahezu zur Gewissheit. Kurz zum allgemeinen Verständnis: Wofür ist dieser offenbar künstlich eingefügte Teil des Virus verantwortlich?
Gerhardt: Das Coronavirus hat ja diese Stachel, diese Spike-Proteine und die Spike-Proteine sind diejenigen, die sich an die Zellmembranen des Menschen haften und mit einem Teil, das sich Rezeptorbindungsdomäne nennt, erkennen, wo sie hin wollen. Die Spike-Proteine haben zwei Untereinheiten, S1 und S2. In der Mitte findet sich beim Corona-Virus SARS-CoV-2 eine Besonderheit, eine sogenannte Furinspaltstelle, die dafür sorgt, dass es sich besser teilt. Sie ist bei anderen SARS-ähnlichen Betacoronaviren an der Stelle nicht enthalten und deshalb waren diese Viren zuvor auch für den Menschen weniger ansteckend. Daher kam es auch beim ersten SARS-Ausbruch 2003 zu keiner großen Pandemie. Die Furinspaltstelle selbst hat man zum Beispiel schon 1992 in Influenzaviren entdeckt und dann getestet, in welchem Maße sie zur Ansteckung führt, je nachdem, aus welchen Nukleotiden die Furinspaltstelle besteht. Wie gut lässt es sich spalten? Wie gut kann das Furin aus Menschen oder Tieren diese Furinspaltstelle erkennen und zerteilen?
Multipolar: Das Virus erreicht dadurch also mehr Zellen des Körpers?
Gerhardt:Genau. Und es hat noch einige andere Funktionen, auf die ich später zurückkommen werde. Lisewski hatte sich ja auf drei Funktionen konzentriert, nicht nur auf die Furinspaltung selbst, sondern auch darauf, dass es ein NLS, ein „Nuclear Localization Signal“ hat – also ein Kernlokalisierungssignal, was die Wissenschaftlerin Sarah Sattar gemeinsam mit Kollegen 2023 beschrieb, sowie zwei O-Glykolisierungsstellen. Er hat geschaut, ob es diese drei Eigenschaften in der Datenbank gibt und hat dann diesen MERS-Furinspaltstellen-Klon gefunden.
Multipolar: Was bedeuten diese Eigenschaften? Was macht das mit dem Virus?
Gerhardt: Die O-Glykolisierungsstellen um die Furinspaltstelle schützen das Genom des Virus vor Entdeckung durch eine Immunabwehr. Es werden Zuckerreste an ein Molekül angelagert. Das Kernlokaliserungssignal kann Moleküle oder Viren in den Zellkern einer Zelle bringen. Das Virus ist damit grundsätzlich gefährlicher, besser getarnt, und vor Zellabbauprozessen geschützt.
Multipolar: Gegenüber Multipolar erklärte Lisewski, dass er zu seinem Papier seit dem 2. Januar dieses Jahres in Austausch mit Christian Drosten steht, der sich gegenüber einer MERS-Ursprungshypothese insgesamt aufgeschlossen gezeigt hat. An dieser Stelle wird es nun auch politisch brisant, denn Drosten initiierte aufgrund von Lisewskis Forschungspapier eine Sondersitzung einer WHO-Arbeitsgruppe. Das ist die sogenannte SAGO, die „Scientific Advisory Group for Origins of Novel Pathogens“, eine Arbeitsgruppe der WHO, die sich seit 2021 mit dem Virusursprung befasst. Drosten ist da Mitglied, neben mehreren Dutzend anderen internationalen Forschern. Er hat veranlasst, dass am 18. Februar eine Sondersitzung dieser WHO-Arbeitsgruppe stattfand, auf der er Lisewskis Forschung vorstellte. Multipolar hat erfahren, dass die Daten bei der WHO auf großes Interesse gestoßen sind. Demnächst soll ein „independent assessment“ veröffentlicht werden, also eine Einschätzung der WHO. Der Bericht dazu ist laut einem SAGO-Mitglied bereits finalisiert. Ende Mai erfuhr Lisewski von der SAGO-Vorsitzenden Marietjie Venter, dass der Bericht sich derzeit allerdings immer noch in der WHO-internen Beratung und Bearbeitung befinde und „hoffentlich“ in den kommenden Monaten veröffentlicht werden könne.
Lisewski hat die Vortragsfolien, die er für Drosten anfertigte, am 10. Mai wissenschaftlich veröffentlicht. Auf diese Veröffentlichung hast Du mich hingewiesen, was auch der Anlass unseres Interviews ist. Bei Multipolar hatten wir im März schon einmal in einer Meldung Lisewskis Entdeckung am Rande erwähnt. Die Brisanz ist mir damals aber noch nicht aufgegangen. Ich denke, das geht vielen so – es kursiert einfach eine solche Fülle von Studien und Forschungspapieren zu diesem Thema, dass man als Laie oft nur schwer einschätzen kann, wie relevant etwas ist.
Um es besser einzuordnen, vielleicht noch ein paar Worte zum politischen Hintergrund. Es ist ja auffällig, dass gerade Christian Drosten, der jahrelang die Unwahrscheinlichkeit eines Laborursprungs betont hat, nun plötzlich offen für eine Prüfung zu sein scheint. Die ganze Debatte lässt sich nicht von Politik trennen. Die neue Trump-Regierung inklusive CIA hat sich ja im Januar dieses Jahres ganz offiziell hinter die Laborhypothese gestellt. Danach gab es im März einen großen Medienbericht von ZEIT und Süddeutscher Zeitung zusammen, die enthüllten: Der BND hat die Bundesregierung schon 2020 über einen wahrscheinlichen Laborursprung informiert. Das wurde die ganzen Jahre geheim gehalten.
Aber wie kam diese Enthüllung überhaupt in die Medien? Warum hat die Öffentlichkeit das jetzt erfahren? Viele sind skeptisch und sagen, wenn das jetzt von den großen Zeitungen kommt, dann soll den Leuten doch wieder nur Angst gemacht werden, das würde alles gar nicht stimmen. Der Hintergrund ist aber offenbar, dass nach dem Bruch der Regierungskoalition im November 2024 die Scholz-Regierung diese Debatte intern eröffnet hat, weil sie befürchtete, dass kritische Fragen auftauchen, wenn eine neue Regierung unter Merz im Kanzleramt auf eine weggeschlossene Geheimbewertung des BND stößt. Vor den Folgen dieser Entdeckung hatte man offenbar Angst und ist deshalb auf den letzten Metern der eigenen Amtszeit in die Offensive gegangen. Die Scholz-Regierung hat jedenfalls im Dezember 2024 die Erkenntnisse des BND erstmals einer handverlesenen und, Zitat, „zur Geheimhaltung verpflichteten Gruppe von Wissenschaftlern mitgeteilt“, wie ZEIT und Süddeutsche schreiben. Darunter waren Christian Drosten und Lars Schaade vom RKI. Die Gruppe hat sich kurz vor Weihnachten getroffen, anschließend im Januar 2025 und dann nochmal im Februar. Man beriet erstmals wissenschaftlich auf höchster Ebene über diese BND-Erkenntnisse zum Laborursprung, nach fast fünf Jahren.
Das alles geschah ungefähr gleichzeitig mit der Veröffentlichung von Lisewski, die aber, wie gesagt, auch schon mehrere Jahre Vorlauf hatte. Außerdem wurden am 2. Januar kritische Fragen an Drosten veröffentlicht (https://jimhaslam.substack.com/p/7-questions-to-christian-drosten), anonym und sehr kenntnisreich, mit Blick auf Drostens eigene Gain-of-function-Forschung an Viren. Leute wie Drosten bekommen jetzt also von mehreren Seiten mit, hier dreht sich politisch und fachlich etwas, das auch für sie bedrohlich werden kann. Und nun präsentiert er selbst die brisanten Daten der WHO, treibt die Aufklärung also gewissermaßen persönlich voran, was ihm im neuen politischen Umfeld vielleicht nützt.
Aber jetzt von der Politik zurück zur fachlichen Bedeutung. In einem Interview habe ich dieses Jahr gesagt, dass das Virus, auch wenn es aus dem Labor kam, offenbar doch nicht so gefährlich war, da es 2020 ja keine Übersterblichkeit in Deutschland gab, auch nicht in Schweden, also unabhängig von den Maßnahmen. Du hast Dich nach diesem Interview bei mir gemeldet und gesagt, diese Schlussfolgerung kannst Du nicht teilen. Dein Argument: Viele Menschen sterben an den Folgen von Erkrankungen, die das Virus auslöst, aber erst mit großer Zeitverzögerung. Das wird deshalb oft nicht in Zusammenhang gebracht. Du sagst, es handelt sich um eine „Langzeitbiowaffe“ und Du sprichst von insgesamt 15 Rezeptor- und Bindungswegen des Virus und von 15 Merkmalen in der Furinspaltstelle, die speziell auf den Menschen angepasst sind. Kannst Du das genauer ausführen?
Multipolar: Diese Kürzel werden nur hochspezialisierten Fachleuten etwas sagen. Ein Punkt ist aber allein schon die reine Anzahl dieser Bindungswege, richtig?
Gerhardt: Es gibt meines Wissens kein anderes Virus auf der Welt, das über so viele Bindungs- und Rezeptorwege verfügt. Die Vielzahl an Zellrezeptoren, über die SARS-CoV-2 eindringen kann, ist einzigartig unter den bekannten Coronaviren. Es scheint, als hätte dieses Virus nicht nur einen Hauptweg, sondern gleich ein ganzes Arsenal an Eintrittstoren. Diese Strukturvielfalt kann durch natürliche Evolution kaum erklärt werden – sie passt aber exakt zu Strategien, die 2018 im sogenannten DEFUSE-Proposal für die Entwicklung eines Pan-Coronavirus-Impfstoffs vorgeschlagen wurden: die serielle Passage in humanisierten Tieren, die Kombination verschiedener Spike-Fragmente, der Einbau von Glykanschilden und Furinspaltstellen sowie der Einbau von DC-SIGN als zusätzlicher Rezeptorweg.
Multipolar: All das wurde 2018 in einem US-Forschungsantrag vorgeschlagen: Project Defuse.
Diese Vielzahl an Rezeptoren, Bindungswegen, Proteasen und tatsächlichen Bindungen an Zellen und Molekülen sind nicht allgemein bekannt. Durch die sogenannten Zoonose-Vertreter wurde anfangs eine falsche Spur gelegt und die Anzahl der ungewöhnlichen Features und Anomalien auf zwei begrenzt: eine sogenannte „suboptimale“ Furinspaltstelle sowie Glycans im Paper „Proximal Origin“, obwohl man intern mindestens sechs Anomalien fand, und Autoren des Papers sich darüber lustig machten. Diese wurden dann mit fadenscheinigen Argumenten weg erklärt. Andere Forschung musste zurückgezogen werden oder wurde jahrelang durch ablehnende Editoren oder Peer Review verzögert oder verhindert. Tatsächlich ist die reine Anzahl dieser Anomalien ein Hinweis auf eine künstliche Erschaffung des Virus, also für eine Laborherkunft.
In der Ursprungsvariante, dem sogenannten Wildtypus, war das Virus sehr gefährlich, aber noch nicht pandemiefähig. Die RBD, die Rezeptorbindungsdomäne, war schon an den Menschen angepasst, aber die Furinspaltstelle war so künstlich, dass sie praktisch sofort zurückmutiert ist, als das Virus freigesetzt wurde. Schon im Februar 2020 wurde dann die sogenannte D614G-Mutation beobachtet, die betroffene Zellen zehn Mal effizienter infiziert hat, als der Wildtyp. Das Virus wurde damit sehr infektiös.
Multipolar: Was ist D614G?
Gerhardt: D614G war die erste dominante Mutation im Spike-Protein von SARS-CoV-2. Sie machte das Virus ansteckender, indem sie das Spike-Protein stabiler und infektionsbereiter machte. Interessant ist, dass sie praktisch gleichzeitig weltweit auftauchte und sich schnell durchsetzte. Und man wusste schon seit 2006, dass diese Mutation, damals in SARS noch an Position 613, das Virus viel gefährlicher machte, was auch noch mal 2013 bestätigt wurde. Ich vermute, den Machern hinter dem Virus war bekannt, dass es in der freien Wildbahn schnell in diese stabilere, mehr offene Position der drei Bindungsarme mutieren würde.
Multipolar: Warum nun aber „Langzeitbiowaffe“?
Gerhardt: Ich spreche von einer Langzeitbiowaffe, weil der Wirtszellentropismus, also die Fähigkeit des Virus, bestimmte Zelltypen zu infizieren, so hoch ist, dass beinahe sämtliche Zellen des Körpers aufgeschlossen werden können und das Virus auch überall persistieren, also dauerhaft bleiben kann. Es gibt verschiedene Viren, die persistieren, wie EBV oder HIV. Andere Viren können das auch. Wenn man sich SARS-CoV-2 anschaut, dann kann das fast alles, was andere Viren auch können, aber eben in einem Virus vereint. Und das ist einfach unwahrscheinlich, dass es solch eine vielfache Pathogenität, also Fähigkeit zur gesundheitlichen Schädigung gibt und dieses eine Virus so viele dieser Eigenschaften hat. Es nutzt Exosomen zur Verbreitung, baut das Aktin-Netzwerk um, macht Filopodien und Tunneling Nanotubes, nutzt wie Influenza Lipid Rafts, bildet Synzytien, also die Verschmelzung einzelner Zellen zu Riesenzellen, kann wahrscheinlich auch Bakterien im Mikrobiom infizieren. Es wurde gebaut, um zu bleiben. Alle seine Eigenschaften – Persistenz, Vielseitigkeit, Entzündlichkeit – deuten darauf hin.
Multipolar: Es gibt ein amerikanisches Forschungspapier aus dem Jahr 2023 von Sarah Sattar und fünf anderen Forschern, darunter Friederike Feldmann, die beim NIAID tätig ist, also dem staatlichen US-Forschungsinstitut für Infektionskrankheiten, die gemeinsam veröffentlicht haben, dass das Spike-Protein von SARS-CoV-2 aufgrund der Furinspaltstelle in Zellkerne eindringen kann. Ist das richtig?
Gerhardt: Ja. Das nennt man ein Kernlokalisierungssignal, „pat7“. Es kann mittels Importinen-Proteinen Proteine in den Zellkern bringen. Sie erkennen das Signal und können das zu transportierende Protein an den Kernporenkomplex binden.
Multipolar: Was passiert, wenn das Virus in den Zellkern eindringt? Was macht das für einen Unterschied?
Gerhardt: Wenn ein Virus in den Zellkern eindringt, dann kann es dort Prozesse der Zellteilung und Genregulation stören, sich selbst in das Genom einbauen, eventuell onkogen, also krebserregend wirken und zu chronischen Infektionen oder Autoimmunkrankheiten führen. Man hat immer gesagt, das kann nicht passieren, da Zellen einen Schutz haben, durch den die RNA von Viren nicht in den Zellkern gelangen könne. Es gibt das sogenannte LINE-1, ein Retrotransposon, welches grundsätzlich menschliche Zellen dazu theoretisch befähigt. HIV als Retrovirus wird ja auch in den menschlichen Zellkern eingebaut, aber das bringt seine eigene Einbausequenz mit. Es ist eine große Gefahr, wenn das Virus in den Zellkern kommt. Dann kann es heftiger wirken und auch viel länger anhalten.
Das andere Problem besteht darin, dass die Sequenz gleichzeitig auch ein CendR-Motiv ist. Wenn es sich spaltet, gibt es eine gewisse Sequenz von Aminosäuren, und wenn die offenliegen, können diese Moleküle oder Viren durch Zellmembranen oder Gewebebarrieren bringen. Das freiliegende Ende kann an den Rezeptor NRP-1 binden. Das ist sozusagen neuroinvasiv, also in das Nervengewebe eindringend, und neurodegenerativ, also die Nervenzellen schädigend. Es kann viel mehr Zellen aufschließen und kommt überall hin.
Multipolar: Und dass es in den Zellkern eindringen kann, ist mit dieser Studie 2023 entdeckt worden?
Gerhardt: Es gab vorher schon einige Studien, die gezeigt haben, dass 86 Prozent des Spike-Proteins im Zytosol, also der Zelle gefunden wird, aber auch 14 Prozent am Zellkern anhaften und 10 Prozent im Zellkern zu finden waren. Es ist nicht so, dass nur ein Beweis dafür existiert. Es gab auch eine Studie in Krebszellen der Leber, „Huh-7“, die auch wieder zurückgezogen wurde, wo aber gezeigt wurde, dass das Spike-Protein innerhalb weniger Stunden die Leberkrebszelle infizieren und in diese auch eingebaut werden konnte. Da es aber solch eine brisante Forschung war, wurde die wieder zurückgezogen.
Multipolar: Das Virus ist also sehr komplex und hat ungewöhnlich viele Merkmale, die es leicht an diverseste Zellen des Menschen binden lassen. Aber nochmal die Frage: Wenn es so gefährlich ist, warum gab es dann 2020 keine Übersterblichkeit?
Gerhardt: Die erste Variante von SARS-CoV-2 war noch nicht so ansteckend. Sie war zwar gefährlicher, die Mortalität war höher, grundsätzlich war sie aber nicht so ansteckend. Die Varianten, die sich dann verbreiteten, die haben Mutationen bekommen, die die Ansteckungsfähigkeit erhöht haben, aber das Virus dann weniger gefährlich machten.
Multipolar: Es wurde weniger gefährlich, aber es macht immer noch viele Menschen krank.
Gerhardt: Was die Mortalität angeht, habe ich das Gefühl, dass die Maßnahmenkritiker oft verharmlosen, wie gefährlich dieses Virus tatsächlich war, weil sie denken, dass ihre Maßnahmenkritik richtig ist und sie das nicht mehr hinterfragen wollen. Abgesehen von den Toten: Es gibt viele (1, 2, 3, 4, 5) Long-Covid- und Kohorten-Studien (6, 7), die zeigen, dass bis zu einem Drittel der untersuchten Leute Langzeitprobleme haben nach einer Covid-Infektion oder nach dem Spike-Protein-Bau durch die Impfung.
In der ersten Hälfte des Jahres 2020 hatten einfach viele noch gar keinen Kontakt zum Virus, dann kursierten bereits die Alpha/Beta-Varianten, die einige der schlimmsten Einbauten schon wieder verloren hatten, und die Schleifen zurückmutierten. Dr. Clare Craig aus Großbritannien schätzt, dass in der ersten Welle, wie bei Influenzaviren auch, nur circa 10 Prozent der Bevölkerung infiziert wurden. Das wahre Potenzial dieser Biowaffe zeigte sich massiv erst mit den Impfungen. Heute liegt die Spike-Protein-Seroprävalenz, gemessen an Antikörper-Tests, in Deutschland bei über 99 Prozent. Es gab noch niemals ein Virus, welches in so kurzer Zeit so viele Menschen infizieren konnte – oder eben durch die Impfung auf einem Zweitweg erreichen konnte.
Multipolar: Viele Schäden bauen sich erst langsam im Körper auf und daher gab es keine unmittelbare Übersterblichkeit 2020? Die tatsächliche Gefährlichkeit ist dadurch getarnt?
Gerhardt: Jeder Kontakt mit dem Spike-Protein ist kumulativ schädigend. Besonders schlecht ist es, wenn unsere eigenen Zellen das Spike-Protein bauen. Es konnte nachgewiesen werden, dass die modifizierten mRNA-Impfstoffe tatsächlich funktionieren, transfizierte Zellen nach wenigen Stunden Spike-Proteine bauen. Anders als offiziell verlautbart, geschieht das allerdings nicht nur wenige Tage lang und nicht nur im Oberarm, sondern im Prinzip überall, je nachdem, wo die Impf-mRNA hinkommt. Und sie wurde so gebaut, dass sie überall hinkommt, die Lipidnanopartikel sind extra so konstruiert, dass sie jede Zellwand durchdringen können, selbst die Blut-Hirn-Schranke, und für sehr lange Zeit. Studien belegen eine Impfspike-Produktion nun bis 700 Tage und Laborwerte von Betroffenen zeigen, dass bis heute Impfspikes gebaut werden.
Multipolar: Warum ist die Impfung noch gefährlicher als das Virus?
Gerhardt: Eines der Probleme ist, dass mit der Impfung die sogenannte mukosale, also zur Schleimhaut gehörige Immunabwehr des Menschen umgangen wird. Diese Abwehr in den Schleimhäuten muss erst von einer gewissen Anzahl von Viren überwunden werden, damit man infiziert und krank wird. Wenn man die Bauanleitung für Spike-Proteine wie bei den modifizierten mRNA-Impfstoffen gespritzt bekommt, sind in erster Linie Muskelzellen und die Lymphe das Ziel – was auch so beabsichtigt war. Da lange Zeit während der Impfkampagne nicht auf Aspiration geachtet wurde, also ob man unbeabsichtigt Blutgefäße mit der Nadel getroffen hatte, konnte es schlechtestenfalls sein, dass man die modifizierte mRNA direkt ins Blut bekam. Der Pathologe Prof. Walter Lang hatte das mal anschaulich so erläutert: Die Impfung kann sich wie eine massive Virusinfektion im Körper auswirken. Bei einer normalen Atemwegsinfektion gelangen die Viren nur dann ins Blut, wenn der Körper sehr geschwächt ist oder die normale Abwehr nicht funktioniert. Diesen Extremzustand aber führt die Impfung quasi sofort herbei, wenn die Spikeproteine ins Blut geraten.
Ein anderes Problem ist die reine Arithmetik. Es wurde oft behauptet, eine Infektion sei sehr viel schlimmer als eine Impfung, weil in der Spitze der Krankheit mehr Virionen, also Viruspartikel, auftreten, die sich auch noch vermehren können. Wenn man die Studienlage anschaut, scheinen das maximal 10 hoch 11 im Peak zu sein, also 100 Milliarden Virione. Jedes Virion hat vielleicht 30 Spike-Proteine an der Oberfläche. Das wären also 3 Billionen Spike-Proteine, anhaftend an das komplette Virus. Durch die Nanotechnologie ist die Menge der in die lipiden Nanopartikel eingebetteten modifizierten mRNA Moleküle enorm. Es sind bei Pfizer 1,28 hoch 13 mRNA Moleküle, sprich Bauanleitungen, also 12,8 Billionen. Bei Moderna sind es sogar 42,6 Billionen Moleküle. Eine genaue Untersuchung, wie viele Zellen wie viele Spike-Proteine herstellen und für wie lange, gibt es nicht, immer noch nicht, gab es auch bei Zulassung nicht.
Es kommen oft die Aussagen: Ja, aber dieses Spike-Protein wird nur kurz hergestellt und es ist nicht vermehrungsfähig, weil die entsprechenden Polymerasen des Virus nicht als Bauanleitung enthalten sind. Und dass das Spike-Protein nicht pathogen sei, was auch Faktenchecker sehr lange behauptet hatten. Spike-Proteine sind in vielen Körperflüssigkeiten oft monate- oder jahrelang sowohl nach Impfung als auch nach Infektion nachzuweisen. Impfspikes wurden nach 10 Tagen in der Plazenta gefunden, nach 28 Tagen im Blutplasma, nach 30 Tagen im Herzgewebe und nach 60 Tage in den Lymphknoten. Und dies auch in erschreckender Menge. Eine Studie berichtet etwa von 436 Milliarden Spike-Proteinen, ungebunden durch Antikörper, in voller Länge, frei durch das Blut flottierend, bei einem nach Impfung an Myokarditis erkrankten Jugendlichen. Das sollte eigentlich nicht sein und die genauen Abläufe, wie es dazu kommt, müssen noch geklärt werden. Natürlich ist es pathogen, also selbst krankmachend. Und das auch systemisch.
Multipolar: Welche systemischen krankmachenden Effekte hat das Spike-Protein?
Was wir am Anfang missverstanden haben, war die Natur des Virus. Es erschien wie ein respiratorisches Virus, welches die Lungen befiel, zu Entzündungen führte und dann plötzliches Lungenversagen auslöste. In Wirklichkeit ist es ein vaskuläres, also die Blutgefäße betreffendes Virus, welches damals die kleinsten Lungenbläschen, Alveolen genannt, traf und entzündete. Studien dazu wurden über Jahre verzögert.
Die ersten Dinge, die dann herauskamen, waren, dass Viren, die eigentlich versteckt im Körper sind, auf einmal wieder auftreten – wie Herpes Zoster, also Gürtelrosen. Die tauchten auf einmal auf, Zeichen einer Schwächung der Immunabwehr. Dann kam Myokarditis, die als Impfnebenwirkung tituliert wurde. Jedoch kann das natürliche Spike-Protein das auch. Es kann sämtliche Endothelzellen befallen, also die Zellen, die die Blutgefäße von innen auskleiden. Es kann die Mitochondrien schädigen. Es kann das Gehirn und alle Immunzellen befallen, genauso Astrozyten – Zellen im zentralen Nervensystem – und sämtliche Neuronen.
Es kann wirklich fast alles befallen und persistieren. Es kann die Immunabwehr durcheinander bringen und dauerhaft schwächen. Es kann auch Krebs auslösen, weil das Spike-Protein P53, ein Tumorsuppressor-Gen, herunterreguliert und daran wohl auch wieder binden kann. Es ist wirklich sehr multimorbiditätsfähig. Deswegen ist es vielleicht auch so schwierig gewesen, das festzustellen, als die Impfungen herauskamen. Man hat für den Impfstoff die gefährlichste Variante des Spike-Proteins, die Ursprungsvariante Hu-1, genommen, noch ohne die Mutationen, die die Furinspaltstelle entschärft hatten, und hat das dann in unserem Körper bauen lassen.
Multipolar: Das ist eigentlich kaum zu glauben – und vermutlich vielen gar nicht bewusst. Wir haben zwar den Wissensstand, dass das Spike-Protein gefährlich und krankmachend ist. Aber wie konnte es passieren, dass genau dieses Spike-Protein als Bauanleitung in die sogenannten Impfstoffe gelangte? Warum blieb die Furinspaltstelle in der Bauanleitung enthalten? Gibt es dazu irgendwelche Erkenntnisse, wie das damals bei den Herstellern der Präparate abgelaufen ist?
Gerhardt: Das ist eine gute Frage. Ich kenne die Aussage von Philip Dormitzer, der erst bei Novartis war, später bei Pfizer und für die Impfstoffentwicklung zuständig, und der erklärt hat, man lässt keine Furinspaltstelle in Impfstoffen. Das ist ein No-Go, das macht man nicht. Eine Recherche von Charles Rixey hat gezeigt, dass die Furinspaltstelle in den mRNA-Impfstoffen geblieben ist, viele andere hatten die entschärft. Ich habe das selbst geprüft.
Multipolar: Rixey ist ein unabhängiger Forscher aus den USA, der im letzten Jahr auch öffentlich von Jay Bhattacharya zu seinen Erkenntnissen interviewt wurde. Letzterer ist seit kurzem Chef der US-Gesundheitsbehörde NIH. Wie ist es in China gelaufen?
Gerhardt: In dem chinesischen Impfstoff ist das RRAR zu GSAS geworden.
Multipolar: Was heißt das?
Gerhardt: Die eine Insertion, die Furinspaltstelle, wurde durch gezielte Mutation an diesen Positionen durch andere Aminosäuren ersetzt und damit unschädlich gemacht. Chinesischen Forschern muss die Gefahr also bewusst gewesen sein.
Multipolar: Und in den Präparaten der anderen Hersteller?
Gerhardt: In anderen Impfstoffen ist das gleichfalls geändert worden, auch bei Johnson & Johnson wurde das herausgenommen und entschärft. Charles Rixey hat dazu eine Grafik gemacht, die aufzeigt, dass es wirklich immer gemacht wurde, auch vorher schon. Der Öffentlichkeit hat man erzählt, man habe einen 2P-Lock – das heißt zwei Proline-Aminosäuren, die die Faltung des Proteins stören – eingebaut und deshalb könne das Spike-Protein nicht mehr binden, weil es in der geschlossenen Position bliebe. Meines Wissens ist das für MERS patentiert worden und anscheinend nicht ausreichend für SARS-CoV-2 geprüft, denn es funktioniert offensichtlich durch die Spaltung des Spike-Proteins auch nicht.
Entscheidend für das Spike-Protein ist auch noch, dass diese Inserts die Loops länger und flexibler machen. Und genau diese Furinspaltstelle führt auch zur Synzytien-Bildung von Riesenzellen. Das hatten damals in Deutschland sogar das Paul-Ehrlich-Institut, Samuel Theuerkauf und der ehemalige Chef Klaus Cichutek, der bis 2023 Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts war, in einer wissenschaftlichen Arbeit veröffentlicht. Sie hätten alleine deswegen schon nicht die Sequenz-Codierung für die Furinspaltstelle in den Impfstoffen belassen dürfen.
Multipolar: Multipolar hatte im Februar 2021 berichtet von diesen Forschungen des Paul-Ehrlich-Instituts, direkt nach dem Impfstart. Es interessierte damals keinen der Verantwortlichen für die Impfkampagne.
Gerhardt: Sie hätten eigentlich alle wissen müssen, dass es gefährlich ist. Dazu kommen noch diese damals auch schon bekannten Warnungen vor Homologien zu menschlichen Epitopen. Zwei Dinge muss man dazu wissen: Es gibt eine kongruente Evolution in der Natur, und Viren neigen dazu, sich vor der Entdeckung des Wirts zu tarnen. Deshalb bilden sich einige Epitope …
Multipolar: Epitope sind die Teile eines Antigens, die eine Immunantwort auslösen können.
Gerhardt: Es bilden sich einige Epitope, die ähnlich sind wie das, was das Wirtszellentier ausmacht – damit das Virus vor der Abwehr unentdeckt bleibt. Das kann man aber natürlich auch absichtlich einbauen. Im Spike-Protein gibt es eine ganze Menge schlimme homologe Epitope, MBP, das Myelin-Basische Protein, zum Beispiel. Oder die Furinspaltstelle ist einem menschlichen ENaC-Alpha-Epitop entsprechend, das sind zwar nur wenige Nukleotide, aber wenn das der Körper sieht, weiß er nicht, ist das jetzt meins oder ist das fremd. Fremdes würde er ja sofort angreifen und Eigenes würde er tolerieren. Wenn dauerhaft ein gut getarntes Fremdprotein im Körper verbleibt, ist die Verwirrung der körpereigenen Immunabwehr keine Überraschung.
Multipolar: Es ist also so aufgebaut, dass der Körper getäuscht wird und denkt, es ist etwas Eigenes?
Multipolar: Nochmal: Die Furinspaltstelle ist in den mRNA-Präparaten von Pfizer/Biontech und Moderna drin und bei den Produkten anderer Hersteller nicht? Das wäre sehr relevant, denn die beiden hatten bei den Corona-Impfungen einen extrem hohen Marktanteil. In der Europäischen Union waren es zum Beispiel 90 Prozent. Neun von zehn Geimpften wurden hier deren Präparate injiziert.
Gerhardt: Ja. Bei Biontech und Moderna ist die Furinspaltstelle so dringelassen worden, wie sie im Originalvirus war. Mindestens bis zu den ersten bivalenten Impfstoffen. Die Neuesten habe ich darauf noch nicht geprüft. Und bei SCB 2019, einem weniger bekannten Corona-Impfstoff. Bei allen anderen wurde sie entschärft.
Pfizer-Chef Albert Bourla, Biontech-Chefwissenschaftlerin Özlem Türeci und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am 23. April 2021 bei einem Besuch in der Pfizer-Fabrik im belgischen Puurs, wo die mRNA-Präparate produziert wurden | Bild: picture alliance/dpa/BELGA | Benoit Doppagne
Multipolar: Und wir wissen bis heute nicht, wie es dazu gekommen ist? Da gibt es keine Recherchen, welche Personen bei Biontech und Moderna die Verantwortung dafür tragen? Das dürfte auch juristisch von einiger Bedeutung sein. (1)
12.06.2025
„Das ganze Konstrukt ist eine Biowaffe“ (II von II)
Gerhardt: Es hätte nie passieren dürfen. Die Wissenschaft war sich zuvor einig, dass man so etwas Gefährliches nicht in Impfstoffe hineinlassen darf. Warum nun generell das ganze Spike-Protein genommen wurde, kann man vielleicht damit erklären, dass sich dort Superantigensequenzen befinden, eine relativ wahrscheinliche bei HR-2, das ist die Heptad-Repeat Domain 2, das ist an der Fusions-S-2-Stelle. Und genau an der Furinspaltstelle davor gibt es die mögliche zweite potenzielle Superantigenstelle, ein Epitop mit Ähnlichkeit zu dem Toxin SEB, Staphylococcal enterotoxin B. Und dort ist es so, wenn das in dem Genom drin ist, bilden sich ganz viele Antikörper, weil es nämlich 30 bis 40 Prozent der T-Zellen aktiviert in dem Augenblick, wenn die Immunabwehr auf das Virus trifft. Wenn man also nur nach Antikörpern schaut, sieht das toll aus und man denkt: Es aktiviert viele Antikörper, dann nehmen wir das als Impfstoff. Langfristig ist das aber eher schlecht, weil sich die Immunzellen erschöpfen.
Es gab aber auch schon vorher, mindestens seit 2016, ganz viel Forschung. Die Impfstoffe sind nicht 2020 vom Himmel gefallen, sondern man hat schon bestehende Konzepte für MERS- und SARS-Impfstoffe genommen und das Genom dafür geändert. Es gibt von Moderna bereits aus dem Juli 2019 Hinweise darauf, dass sie an dem Impfstoff, der es dann später wurde, gearbeitet haben. Auch bei Biontech gibt es Hinweise darauf, dass sie schon vorher an einem solchen Impfstoff geforscht haben.
Multipolar:In der US-Presse war zu lesen, dass der Moderna-Impfstoff bereits am 13. Januar 2020 fertig war, zwei Tage, nachdem die Gensequenz von SARS-CoV-2 veröffentlicht wurde.
Gerhardt: Einige Labore sollen das Genom schon vorher gekannt haben, was natürlich Fragen aufwirft. Das NIH unterschrieb den Auftrag für einen Moderna-MERS-Impfstoff am 12. Dezember 2019. Es hieß aber auch, sie hätten niemals ein Isolat gehabt, sondern nur die Computer-Sequenz. Ich nehme an, dass man aber tatsächlich ein isoliertes Virus braucht, um daraus einen Impfstoff zu entwickeln. Ob das in einer solch kurzen Zeit möglich war, kann ich nicht beurteilen.
Multipolar: Die Erkenntnisse, die Du hier ausbreitest, wurden, weit weniger komplex, aber im gleichen Tenor, bereits im Mai 2021 vom kanadischen Virologie-Professor Byram Bridle in einem Interview öffentlich gemacht, formuliert als scharfe Warnung. Das Spike-Protein aus der Impfung sei „ein Toxin“, mit der weltweiten Impfkampagne habe man daher „einen Fehler gemacht“. Er bezog sich damals auf bis dahin nicht öffentlich zugängliche Daten der japanischen Zulassungebehörde aus Tierversuchen zum Biontech/Pfizer-Impfstoff, die zeigten, dass sich Nanopartikel der Impfung in teils dramatischer Konzentration in Organen ansammelten. Bridle erläuterte damals, sie reicherten sich in einer Reihe von Geweben an, wie der Milz, dem Knochenmark, der Leber, den Nebennieren, und, Zitat, „in ziemlich hohen Konzentrationen in den Eierstöcken.“
Faktenchecker weltweit versuchten damals, das als Unsinn hinzustellen, unter anderem mit dem Argument, wenn das stimme, dann müssten ja Impfschäden in großem Maße bereits sichtbar sein, was man leugnete. Bridle wurde damals sehr professionell diffamiert. Innerhalb kürzester Zeit wurde eine eigene Fake-Webseite veröffentlicht mit dem Namen des Virologen, so dass man beim Googeln nach seinem Namen bis heute zuerst diese findet. Dort wurden Gegenargumente aufgelistet, die für den eiligen Leser auf den ersten Blick schlüssig klingen. Die Macher der Webseite verbargen sich in der Anonymität. Niemand zeichnete namentlich verantwortlich. Faktenchecker wie beim ZDF bezogen ihre Argumente von dieser Webseite um ihr Publikum zu beruhigen. Es gab und gibt hier einen Informationskampf mit harten Bandagen. Du hast auch Mediziner angeschrieben und über die fachlichen Zusammenhänge rund um das Spike-Protein informiert. Wie sind die Reaktionen?
Gerhardt: Es gibt keine. Ich versuche seit mindestens drei Jahren zu warnen, mein Wissen zu teilen, stoße aber überall auf taube Ohren und Schweigen. Selbst einige der besten Wissenschaftler, die ich kenne, versagen sich den potenziellen Konsequenzen dieses Wissens. Ich habe meinen gesamten Rechercheweg öffentlich auf Facebook und Twitter/X geteilt. Meine Beiträge wurden zensiert oder mit anderen Mitteln vor größerer Aufmerksamkeit geschützt.
Multipolar: Du hast auch in Deinem persönlichen Umfeld einige Erfahrungen mit den Folgen dieser Injektionen gemacht. Du hast mir berichtet, dass Du allein bis Sommer 2021 sechs schwere Impfnebenwirkungen in Deinem unmittelbaren Umfeld beobachten konntest. Das hat Dich überhaupt erst zum Recherchieren gebracht. Kannst Du kurz schildern, was in Deinem Umfeld passiert ist?
Gerhardt: Meine Schwester hatte sowohl nach der ersten als auch nach der zweiten Impfung Herzrasen, Tachykardie. Eine Bekannte meldete sich mit Schlaganfall. Eine andere hatte drei verschiedene Sachen: Enzephalitis, Sepsis und Myokarditis. Ein Nachbar, der der Grund war, warum ich die Recherchen begonnen habe, erlitt zwei Herzinfarkte nach einer Moderna-Impfung. Und die Fälle reihten sich immer weiter auf. Mein Trainingspartner vom Wandern konnte eine Woche nach der Impfung nicht gehen, da die Lungenfunktion derart gestört war, dass nichts mehr funktioniert hat. Damals wurde immer gesagt, dass dies ein Zeichen sei, dass die Impfung gut wirkt, jedoch hatte ich eher das Gefühl, dass dies ein Zeichen dafür ist, dass die Impfung sehr schnell irgendetwas im Körper anrichten kann. Und das war damals im Juli 2021 die Motivation, die Recherchen zu beginnen. Ich war vorher schon skeptisch und hatte bereits im September 2020 über die Laborhinweise etwas auf Facebook veröffentlicht, wo ich Stimmen zusammengetragen hatte. Dann ging aber meine Reise erst richtig los, dass ich wirklich geschaut habe, was alles passiert ist. Ich war ebenfalls skeptisch, als es mit der Impfung im Januar 2021 losging. Meine damalige Freundin war Heilpraktikerin und arbeitete in einem Pflegeheim für schwere Krankheitsfälle, die ja gleich als Erste geimpft wurden. Und sobald die Impfung durch war, so sagte sie, hatten sich die Leute verändert. Sie wurden phlegmatischer und haben sich nicht mehr so viel bewegt. Auch Charaktereigenschaften haben sich verändert. Das war so der erste Hinweis, wo wir dachten, dass dies nicht normal ist.
Multipolar: Jetzt gibt es einige Menschen, die sich engagieren in Richtung Behandlungsansätze. Darüber würde ich gern auch noch sprechen. Es gibt Ansätze, es gibt Lösungen für Menschen, die diese schweren Wirkungen erleiden. Was gibt es da für Möglichkeiten?
Gerhardt: Ich bin ja kein Arzt und kann keine Therapien oder Ähnliches empfehlen. Was sich herausgestellt hat und was ich auch immer geprüft habe, ist herauszufinden, was das Spike-Protein kann, welche Wege es in der Zelle beschreiten kann und ob es hilft, wenn man dies blockt. Eine Sache, die anscheinend sehr gut hilft, ist Quercetin, ein Flavonoid, da es 3CL-Pro blockt, wodurch sich das Virus nicht mehr so verbreiten kann. Nattokinase und Rutin, das sind so Sachen, die das Blut ein wenig verdünnen und die Adern frei halten. Das scheint auch ganz gut zu funktionieren. Es gibt auch einige andere Sachen wie NAC. Allgemein kann man sagen: Alles, was der Zellgesundheit gut tut, ist dafür gut. Würde man zum Beispiel Alkohol trinken und die Zelle anderweitig vergiften, muss sie gegen zwei Feinde gleichzeitig kämpfen und das kann sie nicht. Von daher, alles, was für die Zellgesundheit gut ist, und was vielleicht auch diesen Zellstress namens ROS verhindert, ist auch gut. Wobei es gegen einige Folgen der Spike-Proteine kaum etwas gibt. Es hat ja neurologische Komponenten, es wird berichtet über Turbo-Alzheimer, Turbo-CJD und Ähnliches. Turbo-ALS gibt es auch. Bei diesen Folgen kann man nicht wirklich etwas machen. Das ist ja die große Gefahr, dass wir jetzt sehenden Auges immer kränker werden als Gesellschaft und gar nicht wissen, woher das kommt. Deswegen auch meinen Dank dafür, dass ich die Informationen hier einmal präsentieren kann.
Multipolar: Zusammenfassend noch eine allgemeinere Frage, die sich mir als Laie stellt: Warum wurden solche Viren eigentlich erzeugt? Es gibt ja zwei Möglichkeiten: Im Englischen heißt es „Lab Leak“, also „Laborleck“, aber in dem Wort steckt ja auch schon die Wertung, dass es aus Versehen passiert ist, ein Unfall also. Wenn wir jetzt hypothetisch einmal von dieser Annahme ausgehen: Warum hat man diese Forschung betrieben? Was ist denkbar und schlüssig?
Gerhardt: Von dem Begriff „Lab Leak“ halte ich nichts, da dies für mich schon ein verengter Diskurs ist. Man sagt so, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt: Zoonose oder „Lab Leak“. Ich sage immer „Laborherkunft“, das ist eindeutiger. Ich glaube auch nicht, dass irgendetwas dafür spricht, dass es zufällig aus dem Labor entkommen ist.
Multipolar: Warum nicht?
Gerhardt: Es ist eben kein einfaches Virus, was aus einer Forschung etwa zu einem Impfstoff hervorging. Die Vorstufe vielleicht, aber mit den sogenannten Inserts und der polyfunktionalen Furinspaltstelle auf keinen Fall.
Multipolar: Wie wurde das Virus gebaut?
Gerhardt: Wenn man sich das Genom genau anschaut, sieht es so aus, als ob man RaTG13 als Backbone genommen hat.
Multipolar: Was ist RaTG13?
Gerhardt: Das ist das vom Institut in Wuhan beschriebene angeblich 2012 in Mojang bei mehreren Minenarbeitern gefundene Virus, das man isoliert haben will – wofür es aber keine Belege gibt. Es gibt auch keine Tests. Man kann nichts anfordern von diesem Virus. Und das hat man auch erst 2020, nachdem SARS-CoV-2 entdeckt und beschrieben worden ist, komplett veröffentlicht.
Multipolar: Also ein Vorläufer von SARS-CoV-2?
Gerhardt: Eine 96,3 prozentig ähnliche Sequenz. Es gab ja das Problem, als das Virus auftauchte, dass es keine Vorläufer und Zwischenstufen gab. Der nächste Vorläufer ist in der genomischen Tabelle so weit weg, dass es auffällig ist. Denn normalerweise müsste man Zwischenstufen finden. Das hat man halt nicht. Wenn man annimmt, dass es dieses Backbone war und man eine MERS-Furinspaltstelle eingesetzt hat, oder vielleicht von FIPV – das ist ein Katzen-Corona-Virus, das sich verändert, wenn die Furinspaltstelle entsprechend mutiert – und wenn man dazu noch annimmt, dass RaTG13 auch schon synthetisch ist, dann komme ich zu dem Schluss, dass es ein Konsensvirus ist, das man damals gebaut hat, um einen Impfstoff herzustellen. Doch das ganze Konstrukt am Ende mit der Furinspaltstelle ist kein Impfstoff, auch nicht für Fledermäuse oder was auch immer, sondern wirklich eine Biowaffe. Es ist so gefährlich auf den Menschen angepasst mit der Rezeptorbindungsdomäne, die man wahrscheinlich von einem Schuppentier genommen und eingesetzt hat. Es lässt sich anhand von Mutationsskalen mit stillen Mutationen zeigen, dass das Genom von SARS-CoV-2 im Vergleich zu RaTG13 sehr komisch aussieht. Es hat eine ganze Zeit lang keine Mutationen, dann auf einmal sehr viele Mutationen, und dann wieder ganz lange keine Mutationen. So etwas kommt in der Natur nicht vor. Es existieren zwar konservierte Bereiche im Genom, jedoch sieht alles sehr nach künstlicher Bearbeitung aus. Und die Technik dafür existierte, wie das von Bruttel et al hochgeladene Preprint zeigt und wie es zuletzt durch eine Veröffentlichung des US-Militärs bestätigt wurde.
Multipolar: Das Virus hat auch Einfluss auf die menschliche Reproduktionsfähigkeit.
Gerhardt: Es geht auf die Fertilität, die Fruchtbarkeit, und bringt die Hormone durcheinander.
Gerhardt: Und das wird absolut totgeschwiegen, genauso wie die immer noch anhaltend hohe Mortalität, die man mittels Tricks kleiner aussehen lässt, etwa durch Messung auf Basis der letzten drei Jahre, also inklusive der Pandemiejahre-Übersterblichkeit. Ich hatte mal eine Recherche zu Berichten zu den Fertilitätseinbrüchen weltweit gemacht, beginnend genau 9 Monate nach Start der Impfkampagne, in den großen Medien, aber kaum etwas gefunden. Faktenchecker kommen daher und behaupten, das stimme nicht, aber es existieren Studien, die das sehr wohl besorgniserregend finden und untersuchen wollen.
Multipolar: 2018 wurde in den USA ein Pandemie-Planspiel durchgeführt namens „Clade X“. Organisator war das Center for Health Security an der Johns Hopkins Universität, also die amerikanische Institution, die seit über 20 Jahren Pandemie-Planspiele durchführt und die in der Corona-Zeit das allseits bekannte Dashboard mit den Fallzahlen publizierte, das hunderte Medien weltweit übernahmen. Bei „Clade X“ probte ein kleiner Zirkel von Regierungsexperten und ehemaligen US-Politikern in Washington den Ausbruch einer Pandemie, die laut Szenario von einer Biowaffe ausgelöst wurde. Anders als bei anderen Pandemie-Planspielen war dieses Drehbuch sehr präzise, was die konkreten Hintergründe des Ausbruchs angeht. Es heißt dort, dass die Pandemie mittels einer Biowaffe von einer kleinen Gruppe, nicht mehr als 30 Personen, ausgelöst wurde, um die Weltbevölkerung zu reduzieren, und damit, so wörtlich, „den Reset oder Paradigmenwechsel zu erreichen, der erforderlich wäre, das Gleichgewicht grundlegend zu verändern“. Im Szenario heißt es, die Gruppe habe, wieder Zitat, „ein Labor in der Nähe von Zürich gegründet und sich als kleine Biotech-Start-up-Firma ausgegeben“. Die Führer dieser kleinen elitären Gruppe wären, so wörtlich, „von der Vorstellung einer biblischen Plage als Korrektiv für die Exzesse der Menschheit geleitet worden“. Das klingt erst einmal vollkommen verrückt, ist aber genau das Szenario dieses sehr hochrangigen, öffentlich dokumentierten, keineswegs geheimen Planspiels, das am 15. Mai 2018 in Washington in einem Luxushotel mit namhaften Politikern geprobt worden ist.
Gerhardt: Ja, ich weiß.
Multipolar: Laut Szenario beginnt der Ausbruch in Deutschland. Durchgespielt wurden dann eine Reihe von Sitzungen des nationalen Sicherheitsrates. Und eines der ersten Ergebnisse war dann laut Drehbuch die Entwicklung eines PCR-Tests zum Virusnachweis. Dann gab es eine Debatte um Reisebeschränkungen und Lockdowns, das hieß damals noch Quarantäne. Man sprach über das, Zitat, „zu erlaubende Maß der Gewalt zur Aufrechterhaltung der Quarantäne“. Auch sollten von der Regierung mögliche negative Auswirkungen dieser Art von Quarantäne, einschließlich, so wörtlich, „des öffentlichen Widerstands gegen ihre Durchführung“ in die Pläne mit einbezogen werden. Es ist sehr detailliert. Laut Szenario gab es 150 Millionen Tote weltweit und am Ende der Übung stand die Forderung an die Regierung, Geld bereitzustellen, um neue Impfstoffe innerhalb von Monaten und nicht Jahren zu entwickeln. Insbesondere erwähnte man die RNA-Impfstoffe.
Das ganze war ein großer Erfolg für die Organisatoren. Die Veranstalter resümierten im Anschluss an die Übung 2018 stolz, man habe eine große Öffentlichkeit erreicht. Die Washington Post hatte dreimal über das Manöver berichtet, auch zur Fachwelt und zur Politik sei man durchgedrungen. Im Ergebnisbericht heißt es: „Clade X führte zu einer Reihe von Folgepräsentationen, Veranstaltungen beim US-Kongress, dem Expertentreffen der Biowaffenkonvention der CDC, Aspen Institute und anderen Organisationen“. Das Thema stand 2018 also auf mehreren Ebenen neu auf der Agenda. Als dann im Anschluss das Team der Johns Hopkins Universität, das die Übung entwarf, eine noch größere Nachfolgeübung konzipierte, kam die Topliga der Sponsoren mit an Bord: Die Gates Foundation und das Weltwirtschaftsforum. Das war dann 2019 „Event 201“, die Nachfolgeübung. Das ist alles sehr bemerkenswert, wenn man es im Zusammenhang betrachtet.
Gerhardt: Generell fällt auf, ist, dass es bei so großen Ereignissen, wie etwa auch beim 11. September 2001 oder bei den Londoner Anschlägen 2005, oft kurz zuvor passgenaue Übungen und Preparedness gab. Ich glaube, es dient einfach dazu, dass man erstens die Leute immer schon das Richtige denken lässt, wenn ihnen das vorher in die Köpfe gepflanzt wird, und dass man zweitens auch Schwächen in der eigenen Strategie abklären kann. Bei SARS-CoV-2 hat man ja sehr darauf geachtet, was als Information herauskam und eine starke Zensur eingeführt. Die Wissenschaft war nicht mehr frei.
Wenn die Geburtenrate nur um 15 Prozent abnimmt, haben wir innerhalb von hundert Jahren große Landstriche nicht mehr so stark bevölkert wie heute. Die Geburtenrate war in den westlichen Ländern schon vorher nicht auskömmlich, also so, dass die Populationen erhalten bleiben. Und wenn sich nun auch noch an die Spermatozyten und die Eizellen Spike-Proteine heften, was sie offenbar können, wie das Professor Arne Burkhardt bei seinen Pathologieuntersuchungen gezeigt hat, dann sieht es schlecht aus.
Vorstellbar ist auch, dass gewisse Kreise in China an so etwas Interesse haben und nicht nur irgendwelche elitären Kreise im Westen. Für mich ist China nicht aus der Verantwortung raus, da es die militärischen Möglichkeiten gehabt hat, diese Forschungen, die zivil gemacht wurden, als Copycat-Forschung zu klonen und weiterzuentwickeln. In dieser Richtung existieren einige Hinweise, dass dort vorher mehr gelaufen ist und dass sie Bescheid wussten. Patient Zero soll laut Zeitungsberichten und FBI-QuellenBen Hu sein, ein enger Vertrauter von Shi-Zhengli, und vorher mit Chimären mit den gleichen Restriktionsenzymen beschäftigt, wie sie Bruttel et al beschrieben.
Die Chinesen haben übrigens auch im September 2019 eine Übung am Flughafen von Wuhan durchgeführt, wo der Umgang mit Coronavirus-Infektionen trainiert wurde, inklusive Quarantäne und Isolierung. Und Shi Zhengli hatte Anfang 2020 ernsthaft vorgeschlagen, dass SARS-CoV-2 Virus X sein solle. In China wurden zwei frühe SARS-Fusions-Inhibitoren entwickelt, 2019 und im April 2020. Der erste zugelassene Impfstoff stammt auch von dort, von Yusen Zhou, der kurz darauf unter ungeklärten Umständen starb. Alles in allem erscheint es plausibel, dass das Virus absichtlich an der Stelle freigesetzt wurde und das mit dem Labor nur als Tarnung diente.
Was ich noch ergänzen möchte, ist dieser genomische Sachverhalt: Das Virus war noch nicht fertig. Man konnte sich damit herausreden, dass es ja nur ein Fledermaus-Impfstoff war und dass es die Mutationen, die dafür gebraucht wurden, damals noch nicht gab. Man kann das Genom allerdings so präparieren, dass es nach der Freisetzung in die Wildbahn schnell diese Mutationen erreicht, dass es also stabil wird und sich weit verbreitet. Und schließlich: Dass man dann ausgerechnet diese Version für die Impfung genommen hat und diese dann den meisten Menschen im Westen injizierte, das steht der Theorie entgegen, dass dahinter ein Plan steckt die die gesamte Weltbevölkerung zu reduzieren. Denn hauptsächlich hat es ja die westlichen Bevölkerungen getroffen.
Multipolar: China ist verdächtig?
Gerhardt: Möglicherweise war das auch der Erstschlag in einem neuen Krieg – wofür ich die Chinesen verantwortlich mache würde. Es ist zwar bei ihnen im Land ausgebrochen, doch hatten sie am Ende nur relativ wenige Coronatote, verglichen mit den Auswirkungen anderswo. Die Chinesen haben am Anfang so viel gewusst, gelogen und die WHO instrumentalisiert, dass ich mir schon vorstellen kann, dass sie dahinterstecken.
Dazu kommen noch andere Überlegungen. In China begannen 2017 Forschungen, wie man bestimmte HLA – Humane Leukozytenantigene, das sind Teile der Immunabwehr, die bestimmte Zwecke erfüllen – zu ethnischen Biowaffen entwickeln kann. Das Problem ist, dass wir uns ja meistens versagen, über so etwas auch nur nachzudenken, da wir dies für viel zu schlimm und brutal halten. China hat anscheinend in den letzten 20 bis 25 Jahren über Fifth Generation Warfare und Biowaffen nachgedacht, weshalb ich es für möglich halte, dass auch China dahinterstecken kann.
Multipolar: Noch gefährlicher als das Virus, wenn ich es richtig verstanden habe, ist das durch die Impfung erzeugte Spike-Protein mit Furinspaltstelle. Und dieses wurde, wie Du sagst, ja im Grunde nur von zwei US-Firmen und einer deutschen Firma eingebaut – Moderna und Pfizer/Biontech. Es erscheint unplausibel, dass Chinesen dafür verantwortlich sind. Diese Annahme unterstellt, dass die Bauanleitung zur Furinspaltstelle versehentlich, jedenfalls ohne Schädigungsabsicht, in die mRNA-Präparate dieser Firmen gelangte. Wie glaubhaft ist das?
Gerhardt: Die Chinesische Führung oder die Kräfte dahinter kannten natürlich die Forschungen in den USA und in Deutschland an mRNA-Impfstoffen und wie weit diese waren. Das US-Militär brannte auf mRNA-Impfstoffe, wie etwa das Projekt P3 zeigt. Moderna war schon länger, und Biontech 2019 gerade rechtzeitig an der Börse gelistet, Biontech hatte eine Kooperation mit einer chinesischen Firma, die dann aber doch nicht funktionierte – jedenfalls kamen die mRNA-Impfstoffe dort gar nicht oder erst sehr spät auf den Markt. Aussagen von den Pfizer- und Moderna-Vorsitzenden ließen es so aussehen, als ob selbst die Firmenchefs nicht sicher waren, wie es zu der Entwicklung der Impfstoffe, beide mRNA, beide volles Spike-Protein-Genom, mit nur wenigen Unterschiedenen in Kleinigkeiten kam. Vielleicht reichen ein paar kompromittierte Personen an entscheidender Stelle. Die Aufsichtsbehörden waren schon vorher lahm und durch politisches Interesse so korrumpiert, dass die Impfungen auf jeden Fall nach den US-Wahlen 2020 als einziger Pandemie-Ausweg angesehen wurden und zugelassen werden mussten, wie es auch in den RKI-Protokollen heißt, oft in lächerlich kurzer Prüfungszeit für die hunderttausenden Seiten eingereichter Unterlagen.
Multipolar: Zum Abschluss: Wie kommst Du persönlich damit zurecht, über so viel bedrückendes Wissen zu verfügen? Wie gehst Du als Mensch damit um?
Gerhardt: Für mich ist Wissen immer die Basis für Aufklärung und Macht. Wenn man nichts weiß, ist man ahnungslos. In diesem Land gibt es Millionen von Menschen, die krank sind und die nicht wissen, was passiert. Wenn man sich aber vorbereiten kann, wenn man weiß, was passiert – ich finde das eher befreiend. Es gibt viele, die das nicht können und die Schwierigkeiten haben, dort hinzuschauen, das weiß ich. Und das ist auch der Grund, warum fast keiner ein Interesse an Aufklärung hat. Ich finde es sehr irritierend, dass keiner wirklich hinterfragt. Zur Erkenntnis, dass das Virus offenbar aus dem Labor kommt, sagt die eine Hälfte, wie Wolfgang Wodarg: Ist ja nur ein Schnupfen und nichts ist passiert. Und die andere Hälfte will davon sowieso nichts wissen, weil das Virus ja die Ausgangsbasis für den Impfstoff war – mit dem fast 80 Prozent der Bevölkerung geimpft worden sind. Da ist natürlich ein enormer Widerstand eingebaut, dass man gar nicht wissen möchte, was dabei jetzt genau herauskommt. Das Problem ist, dass sich sowohl Impfbefürworter als auch Maßnahmenkritiker in eine Lage manövriert haben, in der sie kein Interesse an einer ehrlichen Neubewertung des Virus zeigen – die einen, weil es die Impfkampagne infrage stellt, die anderen, weil es ihre Kritik an der Gefährlichkeit des Virus konterkarieren würde. Wir brauchen aber Aufklärung und freie Wissenschaft.
Anmerkung
(1) Multipolar hat die Biontech-Pressestelle am 3. Juni gefragt, warum die Furinspaltstelle von SARS-CoV-2 in der Bauanleitung des Impfstoffs belassen wurde, wer die entsprechende Entscheidung traf und seit wann dem Unternehmen die Gefährlichkeit der Furinspaltstelle bekannt ist. Biontech beantwortete keine der Fragen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
7 Fragen zu Christian Drosten
Von einem besorgten, aber anonymen Wissenschaftler
Sieben Fragen an Professor Christian Drosten von Charité – Universitätsmedizin in Berlin:
Mit der jetzt breiteren Perspektive auf SARS-CoV-2-Ursprüche aus kürzlich veröffentlichten Daten (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.nih.gov/39690420/) ist es wahrscheinlich, dass ein RaTG13-Fledermaus-Coronavirus-Rückgrat kombiniert mit einem Gain-of-Funktion (GoF) assoziiert ist, nicht-natural MERS-MA30 furin . Die geringe Treue (hohe Fehlerrate) der RaTG13-Replikationsmaschinerie (isolierte und vollständig sequenziert von 2018 in China) in Verbindung mit der erhöhten Virulenz im Zusammenhang mit MERS-MA30 Spike FCS (Labor, das 2017 in den Labors von Stanley Perlman und Kollegen der University of Iowa, USA, produziert wurde) Diese potenziell gefährliche Situation war bei führenden Coronavirus-Virologen lange vor der Pandemie bekannt:
Als solches präsentiert eine einfache Spike-Sequenz-Chimera, die ein RaTG13-Rückgrat und eine MERS-MA30 FCS-Domäne umfasst, die gleiche phylogenetische Distanz (92.86% Spike-Gen-Kleukotide-Sequenzidentität) zu Wuhan-Hu-1 im Zusammenhang mit dem Saudi-Arabien-Jeddah SARS-CoV-2-Stamm vom März 2020 (Genbank QKU37093.https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39690420/ So haben der saudische SARS-CoV-2-Stamm 2020 und der ursprüngliche Wuhan-Stamm das gleiche phylogenetische Alter. Dies wiederum könnte darauf hindeuten, dass Wuhan weltweit nicht der einzige regionale Ort der SARS-CoV-2-Einführung in die menschliche Bevölkerung war.
Die Ursprünge von SARS-CoV-2 können daher ohne MERS, MERS GoF (einschließlich des künstlichen MERS-MA30-Stamms, der sich durch die Weitergabe von genetisch humanisierten Mäusen entwickelte) nicht vollständig verstanden werden, und vor allem nicht ohne Deutschlands Rolle:
Für ein internationales MERS-Forschungskonsortium (RAPID, Risikobewertung bei Vor-pandemic Respiratory Infectious Diseases) unter deutscher Führung (Christian Drosten als leitender Forscher, PI und Koordinator) war zwischen 2017 und 2022 in der MERS GoF-Forschung und bei der Erprobung von Pandemiepotenzialen aktiv:
Die 2017 vom deutschen Regierungspreis "BMBF" BMBF erteilten und von Drosten geleiteten Experimenten zu MERS CoV-Expludien unter anderem Beiträge von US-V. Virologen wie Stanley Perlman (https://pubmed.ncbi.nb.nlm.nih.gov/? Term-perlman+drosten&sort pubdate) In der Tat wusste Drosten nicht später als 2017 von Perlmans im Labor generiertem MERS-MA30-Coronavirus, als ihr gemeinsames 2018er MERS-Papier (eingereicht 2017 https://pubmed.ncbi.n.n.n.nih.gov/29507189/) über Perlmans erhöhte Virulenz, die MERS-MA30 CoV-ähnliche Präsagen enthält, die nicht in deren, die nicht-mikrobiellen, die MERS-MA30-Mediction-Access-Medizin-Access.
Angesichts der vor der Pandemie und FCS-vermittelten Verbindung zwischen SARS-CoV-2 und dem älteren (GoF) MERS-MA30 CoV, deren letztere nicht natürlich existiert (https://pubmed.ncbi.n.n.n.n.n.h.gov/39690420/), Drostens eidesstattliche Erklärung vom 2. März 2022, in der er nicht in Frage gestellt wurde.
Die Forschung des Konsortiums RAPID (MERS) wurde speziell in Zusammenarbeit mit Partnern in Saudi-Arabien unter der saudischen Führung von Esam Azhar, Leiter der Special Infectious Agents Unit (King Fahd Medical Research Center) in Jeddah durchgeführt:
Azhar und seine "Einheit" waren in der Tat diejenigen, die das erste Coronavirus mit einem Spike FCS meldeten, der mit Perlmans MERS-MA30 außerhalb eines transgenen Labortiers (murine) identisch ist (vom Arabien eingezogen, isoliert und sequenziert von einem saudischen SARS-CoV-2-infizierten Patienten im März 2020; isoliert und sequenziert wurde; isolieren SARS-CoV-2/human/SAU/SAU/2020):
Dies ist nicht unerheblich, da die gleiche Special Infectious Agents Unit offiziell aufgeführt ist und immer noch (Dezember 2024) "Prof. Christian Drosten" als "Forscher" in den Reihen:
All dies sollte Alarm schlagen, da Saudi-Arabiens Biolabs (insbesondere solche mit BSL 3 oder höher) unabhängig mit den niedrigsten internationalen Werten für Biosicherheit und für Dual-Use-Forschung bewertet wurden:
Drosten sollte daher z.B. folgende Fragen gestellt werden:
1.) Wann, wo, von wem, und welche Art von MERS GoF-Experimenten unter Ihrer wissenschaftlichen Leitung durchgeführt wurden, insbesondere nach der GoF-Forschung, wie sie 2016 und 2017 vorgeschlagen wurde, finanziert vom BMBF (RAPID-Konsortium, Auszeichnung 01KI1723A), wo Sie als Hauptforscher und (internationaler) Koordinator dienten?
2.) Wurden in diesen Experimenten MERS-MA30-Spitzen-Genmarker von erhöhter Virulenz (z.B. Spike Ser749Arg, wie von Perlman und seiner Gruppe im Jahr 2017 veröffentlicht) für ihr Pandemie-Potenzial untersucht?
3.) Warum und seitdem waren Sie offiziell Mitglied der Special Infectious Agents Unit (King Fahd Medical Research Center) in Jeddah, Saudi-Arabien?
4.) Welche Arbeit haben Sie in dieser Einheit zwischen 2017 und 2022 geleitet? Insbesondere waren Sie an der Sammlung, Isolierung und Sequenzierung von Isolat SARS-CoV2/human/SAU/86267/2020 beteiligt?
5.) Vor März 2020, haben Ihre Arbeit dort oder anderswo Dual-Use-Recherchen (besorgniserregend) und/oder Funktionsertrage an SARSr-CoV oder MERS CoV aufgenommen?
6.) Während Ihrer internationalen Zusammenarbeit unter dem RAPID-Konsortium und/oder während Sie eine Forschungsposition bei der Special Infectious Agents Unit in Jeddah, Saudi-Arabien, innehatten, wussten Sie von den gefährlich niedrigen Biosicherheits- und Dual-Use-Standards sowie mangelnder Aufsicht in Saudi-Arabiens Virologielabors?
7.) Haben Sie als Mitglied der wissenschaftlichen Beratungsgruppe der WHO für die Ursprünge der elischen Krankheitserreger bereits die oben genannten Beweise für einen nicht-natürlichen Ursprung von SARS-CoV-2 auf den Treffen der Gruppe diskutiert? Wenn nicht, planen Sie dies?
Mit dem neuen Jahr 2025 wartet die deutsche Öffentlichkeit immer noch auf eine offizielle, umfassende und offene Untersuchung der "Corona-Jahre" und kritischen Entscheidungen und Aktionen, die der COVID-19-Pandemie vorausgingen. Antworten auf die oben genannten Fragen könnten einen wertvollen Beitrag leisten.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
12.06.2025
Gaza-Protestkundgebung am 14. Juni 2025 in Berlin - Polizeischikanen
aus e-mail von Kathrin Otte, 12. Juni 2025, 13:19 Uhr
*Pressemitteilung***
*der Veranstalter Gaza-Kundgebung 14.6.25 am Brandenburger Tor*
*Schikanen der Polizei gegen Friedens- und Solidaritätskundgebung mit
Palästina „DEN VÖLKERMORD, DAS AUSHUNGERN UND DIE VERTREIBUNG DER
PALÄSTINENSER“*
Die Initiative „Nie wieder Krieg – die Waffen nieder“ und die
Friedenskoordination Berlin protestieren gegen die Behinderungsstrategie
der Polizei Berlin.
Mit einer fadenscheiniger Begründung wurden wir vom Brandenburger Tor
(Platz des 18. März) vertrieben. Wegen der Kurzfristigkeit des Verbots
und, da die Mobilisierung bereits lief, stimmten wir dem neuen Ort –
Straße des 17. Juni, hinter der Ebertstr. zu, um einen Tag später mit
der Forderung der Polizei konfrontiert zu werden, 50 Meter weit in die
Straße des 17. Juni zu rücken und noch einen Tag später, uns nochmals
100 weiter westlich (beim „Rufer“) aufzustellen.
Dies können wir nur als Affront werten, weil zugleich zwei
pro-israelische Demonstrationen auf der Straße des 17. Juni und auf dem
Platz des 18. März angemeldet wurden.
Den Schikanen die Krone setzt die Ankündigung auf, dass eine Biker-Demo
mit 500 bis 700 Maschinen direkt vor Beginn der Protestkundgebung den
Kundgebungsort kreuzen wird. Bei erwartbar Tausenden
Kundgebungsteilnehmer:innen, die sich dort aufgrund der Unterstützung
durch mehr als 80 Gruppen einfinden werden, stellt das eine unzumutbare
Gefährdung der Teilnehmenden dar. Bitten unsererseits, die Biker über
die Yitzhzak-Rabin-Str. - Scheidemannstr. zum Brandenburger Tor
umzuleiten, wurden polizeilicherseits abgelehnt. Ein Aufbau der
Lautsprecheranlage und Soundchecks werden dadurch fast verunmöglicht.
Die Initiative „Nie wieder Krieg – die Waffen nieder“ und die
Friedenskoordination Berlin stehen für große und vor allem friedliche
Protestaktionen gegen Krieg und Hochrüstung u.a. am 3.10.2024. Nun
sollen wir durch die repressiven Maßnahmen der Polizei in eine
konfrontative Auseinandersetzung gezwungen werden. Unseren Gegner haben
wir nie in den Polizistinnen und Polizisten, sondern in den politischen
Verantwortlichen für Kriege und Waffenlieferungen gesehen. So wollen wir
auch diese Kundgebung gegen „*DEN VÖLKERMORD, DAS AUSHUNGERN UND DIE
VERTREIBUNG DER PALÄSTINENSER*“ familienfreundlich und friedlich gestalten.
Wir fordern die politisch Verantwortlichen der Stadt und der Polizei
dringend auf, demokratischen Grundrechten besonders auch dem
Versammlungsrecht den im Grundgesetz vorgesehen Platz einzuräumen und
beizutragen zu einem repressionsfreien Verlauf der großen
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Geheime Quellen: Der scheidende BND-Chef wähnt Russland in wenigen Jahren vor einem Angriff auf die NATO. Die Geschichte erinnert fatal an „Curveball“, dessen Mär von den Massenvernichtungswaffen im Irak einst den illegalen US-Krieg rechtfertigen sollte.
Das Ende für BND-Präsident Bruno Kahl kam schnell. Bereits bekannt war, dass Bundeskanzler Friedrich Merz den Chef des Bundesnachrichtendienstes auf einen der wichtigsten deutschen Botschafterposten – im Vatikan – abschieben wollte. Nun aber wurde über die Presse bereits die Nachricht von seinem Nachfolger durchgestochen. Künftig soll der Kriegsfalke Martin Jäger, bisher deutscher Botschafter in der Ukraine, übernehmen. Seine Sporen hatte er sich bereits während des Afghanistan-Feldzugs in Kabul verdient. Er gilt ohne Wenn und Aber als der Mann für deutsche Kriegsbeteiligungen und Stellvertreterkriege.
Der letzte Dienst des scheidenden Präsidenten
Der glücklose Kahl, der am 24. Februar 2022 vom Ukraine-Krieg in Kiew überrascht wurde, war damit endgültig erledigt. Doch fast wie zum Dank dafür, dass man ihn nicht ins Bodenlose fallen ließ, erwies er seinen Arbeitgebern noch einen letzten Liebesdienst. Kurz vor dem Verlassen des BND-Schiffs kam Kapitän Kahl zu der Erkenntnis, dass ein Angriff Russlands auf die NATO in wenigen Jahren zu erwarten sei. „Wir sind sehr sicher und haben dafür auch nachrichtendienstliche Belege, dass die Ukraine nur ein Schritt auf dem Weg nach Westen ist“, postulierte der BND-Chef. Und weiter zu den russischen Angriffsabsichten: „In Moskau gibt es Leute, die glauben nicht mehr, dass Artikel 5 der NATO funktioniert. Und sie würden das gerne testen.“
Geheimnisse statt Beweise
Genau bei diesen angeblichen Belegen für die geplante Aggression beginnt das Problem. Denn es handelt sich um geheimdienstlich gesammelte Informationen, die nicht veröffentlicht werden dürfen – dies würde wiederum die Quellen gefährden, durch die sie gewonnen wurden.
Kahls Prophezeiungen sind für die deutsche Politik nicht unerheblich, da sie die gigantische Aufrüstung Deutschlands rechtfertigen sollen, die auf dem kommenden NATO-Gipfel als gemeinsames Ziel aller Mitglieder des Militärpakts verankert werden soll: 5 Prozent des BIP, 225 Milliarden Euro jährlich fürs deutsche Militär – die Hälfte des deutschen Staatshaushalts. Eine historische Aufrüstung zur größten Armee Europas ist geplant, legitimiert durch die nicht überprüfbaren Erkenntnisse des deutschen Auslandsgeheimdienstes. Aus jahrelanger eigener Erfahrung als Mitglied diverser Bundestagsausschüsse muss ich feststellen, dass dieser neue Alarmismus von Kahl nicht zu seinen bisherigen parlamentarischen Auftritten passt.
Die alte Lüge lebt: Rückkehr von „Curveball“
Unwillkürlich wird man an eine andere nachrichtendienstliche Quelle des BND erinnert, die half, den US-Angriffskrieg gegen den Irak 2003 zu legitimieren: „Curveball“ – so der Tarnname eines irakischen Chemikers, der in Deutschland Asyl suchte und sein Gesuch mit einer erfundenen Geschichte überfahrende irakische Chemiewaffenlabore untermauerte. Der BND nahm diese Lügengeschichte für bare Münze und leitete sie als „nachrichtendienstliche Erkenntnis“ an die Kollegen in den USA weiter. Deren Außenminister Colin Powell trug die Räuberpistole dann eindrucksvoll bebildert im UN-Sicherheitsrat vor. Die USA hatten endlich ihren Kriegsgrund – und der BND hatte dabei wertvolle Hilfe geleistet.
Nur ein kleines Publikum interessierte sich Jahre später für die Enthüllungen, die den BND-Sumpf rund um „Curveball“ offenlegten. Vielleicht kam die Offenlegung den USA sogar gelegen, um Deutschland mit in die Verantwortung nehmen zu können. Kahl wird – wie der BND damals bei „Curveball“ – auch jetzt auf der Geheimhaltung seiner Quellen bestehen. Damit aber ist der Boden bereitet: für Lügen, die nicht nur die NATO-Hochrüstung rechtfertigen, sondern letztlich auch einen Krieg gegen Russland legitimieren könnten. Und auch wenn sich später kaum jemand an den Mann im Vatikan erinnert – seine Kriegslügen werden weiterleben und Deutschland womöglich ein Stück näher an einen Kriegseintritt gegen Russland gebracht haben.
Die Wahrheit – bewusstlos geschlagen
Oft heißt es, die Wahrheit sei das erste Opfer des Krieges. Doch das stimmt so nicht. Die Wahrheit wird lange vor einem Krieg bewusstlos geschlagen, um diesen vorzubereiten. Es liegt an uns allen, dieser Wahrheit wieder auf die Beine zu helfen.
Sevim Dagdelen war von 2005 bis 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages. Die Politikerin ist außenpolitische Sprecherin der Gruppe „Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit“ (BSW) und Obfrau im Auswärtigen Ausschuss. Die Abgeordnete ist Mitglied in der Parlamentariergruppe USA, in der Deutsch-Chinesischen sowie Deutsch-Indischen Parlamentariergruppe. Sevim Dagdelen war viele Jahre Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der NATO, in der Abgeordnete aus den Mitgliedsländern des Militärpakts über sicherheits- und verteidigungspolitische Themen beraten. Mehr Beiträge von Sevim Dagdelen →
Zur Wahrheit – die hierzulande schon lange gestorben ist – gehört auch die neuen Spannungen in Middle-East wahrzunehmen. Israel droht mit einen Angriff auf die Atomanlagen des Iran. Die USA beginnen Personal aus den gefährteten Gebieten wie den Irak usw. abzuziehen. Die Börsen sind heute trotz guter Nachrichten eingebrochen und der Ölpreis steigt. RT weißt auf diese neuen gefährlichen Spannungen hin aber hierzulande bekommt der dumme deutsche Michel von alledem nichts mit, dank der wunderbaren deutschen Presse.
Erwacht aus Euren Tagträumen, schlimme Zeiten drohen!
Interessantes, symbolisches Bild. Hat da jemand einmal das erste s (Das jetzige scheint eine andere Schriftart zu sein, dazu noch krumm und schief eingesetzt. Facharbeiter mit oder ohne Schlapphut am Werk?) gestohlen um die opportunistischen kadavergehorsamen Befehlsempfänger an ihre kunterbunte Gesinnungsmission zu erinnern? Würde passen. Ansonsten, wie gehabt: Alles Lüge. Von Amtes wegen quasi. Wusste schon Reisers Rio. https://m.youtube.com/watch?v=wWwVXa5xQ5M
Der BND-Sumpf rund um „Curveball“? Hab ich da was verpasst?
Meines Wissens haben das CIA-Direktor Tenet und sein Deputy McLaughlin zu verantworten (Machtkampf Rumsfeld vs Powell). Es gab diverse Warnungen, vom einzigen CIA Mitarbeiter der Kontakt mit der Quelle hatte bis zum European Operations Division Chief der sogar am Vorabend der Präsentation Tenet am Telefon gewarnt haben soll die mobilen Labore zu erwähnen. Selbst der BND hatte seine Zweifel, es war nicht einmal klar ob der Mann tatsächlich war wer er vorgab zu sein. Tenet (der bei der Präsentation anwesend war) liess Powell trotz allem eiskalt ins Messer laufen. Danach stritt er ab jemals über die Zweifel informiert gewesen zu sein.
Und anders als der Kahl jetzt präsentierte Powell wenigstens die fabrizierten „Beweise“ und produzierte nicht nur heisse Luft.
Trotzdem ein gutes Beispiel, weil der Kahl natürlich dasselbe tat wie Tenet. „Fearmongering“ als Gefälligkeit für die neuen Bosse, wer weiss, vielleicht war das finden dieser „Beweise“ die Voraussetzung um den Botschafterposten zu erhalten?
„Kurt Tucholsky, den die Nationalsozialisten noch nach seinem Tod als „jüdischen Schmierfinken“ und „vielköpfiges Ungeheuer“ schmähten, wurde nach dem Untergang der NS-Diktatur als hellsichtiger Warner vor dem von ihr angerichteten Unheil wiederentdeckt. Erich Kästner beschrieb ihn als „ein kleiner dicker Berliner, der mit der Schreibmaschine eine Katastrophe aufhalten wollte.“
Warum ich ausgerechnet heute mit dem Tucholsky hier ankomme? Eigentlich hätte ich diese Zeilen ja besser im Artikel „Vorkiriegszeiten“ als Kommentar hinterlegen wenn nicht verstecken sollen. Es vergeht kein Tag, an dem nicht noch ein paar Zahnrädchen mehr auf die Kriegsantriebswelle gelegt werden. Nein, ich will die von mir schon immer hochgeschätzte Frau Dagdelen nicht mit Tucholsky gleichsetzen. Aber hinsichtlich der Situation in der sie wie auch wir alle – jedenfalls die Meisten hier, der Fähigkeit des Denkens mächtig – uns befinden, drängen sich Paralleln mit den Umständen auf, mit denen sich Kurt T. herumzuschlagen hatte.
Gewiß doch, sowas wie den o.g. ‚Nachruf‘ der Nazis dürfte es heute nicht mehr geben, das Attribut mit dem ‚j‘ davor und dem ‚dischen‘ dahinter hat tunlichst im Orkus der Staatsräson zu verschwinden. Das folgende Substantiv jedoch ist selbstredend gerne wieder oder immer noch im Einsatz, nur die, die es heuer eigentlich verdient hätten sind die Benutzer höchstselbst. Ich übertreibe? Mitnichten! Seit gestern haben wir ja sowas wie wieder eine USPD, wie lange noch. Vor dem Krieg hatte selbst Tucholsky noch geglaubt, die Sozialdemokraten unterstützen zu müssen, 1919 war seine Hoffnung die damaligen Unter-Sozen.
Ganze zehn Jahre später, verließ er das baldige Großdeutschland für immer, nach Schweden, wo er sich nach sechs, sieben Jahren (1935) – wie gewöhnlich besonders gut informierte Kreise bis heute zu berichten wissen – das Leben. Argumente, die dem widerspreche, haben es nie in die Öffentlichkeit geschafft, doch – in einer Biographie – verlegt in der DDR – wurden sie doch tatsächlich erwähnt. Wie die ‚echten‘ Nazis zuvor hinter ihm her gewesen waren, wie der Teufel hinter der armen Seele nämlich, war wahrlich nicht die feine englische Art, egal. Um einen Geschmack um nicht zu sagen Gschmäckle davon zu bekommen, wie das heutzutage aussehen dürfte, empfehle ich einen heutigen Beitrag einer ‚Marie von den Benken‘ – uralter (?), verarmter (ß) Junker-Landadel also – zu der causa USPD 2.0. (https://www.n-tv.de/politik/Ralf-Stegner-der-Geisterfahrer-auf-der-Autobahn-zum-Frieden-article25828997.html)
Schon bei Tucholsky also nahm das Auswandern kein gutes Ende, zuhause bleiben aber auch nicht. Wie er an seinem Weltbühne-Kollegen ‚Ossietzky, Carl, verfolgen konnte. Allerdings nicht bis zu dessen Ende anno 1938, wohl wegen heftigeren Misshandlungen aus dem KZ in ein Sanatorium verbracht. Und weshalb befand er sich im KZ? Warum? Darum! Mit untertänigstem Verlaub, zitiere ich dazu doch wieder einmal Wiki:
„Als Herausgeber der Zeitschrift Die Weltbühne musste sich Ossietzky mehrfach wegen Artikeln, die illegale Zustände in der Weimarer Republik zum Thema hatten, vor Gericht verantworten. Im international aufsehenerregenden Weltbühne-Prozess wurde er 1931 wegen Spionage verurteilt, weil seine Zeitschrift auf die verbotene Aufrüstung der Reichswehr aufmerksam gemacht hatte. Kurz nach seiner Entlassung kamen die Nazis an die Macht. Ossietzky wurde am 28. Februar 1933 in die sogenannte Schutzhaft genommen.“
Wenn da mal nicht … Nein, Nein! Geschichte wiederholt sich nicht, natürlich nicht, wo kämen. Wir denn dahin! Da wäre ich mir nicht so sicher. Klar, dass sich vielleicht ein Michael Ballauf – so wie Ossietzky – in. Schutzhaft vor sich selbst über den zugesprochenen Friedensnobelpreis freuen dürfte, wird wohl kaum passieren, aber sonst? Na ja, hoffen wir doch mal das Beste, lieber Leser!
Da allein schon die größtenteils faktenfreie Berichterstattung der Qualitäts&Premiumsmedien derzeit und bis auf unabsehbar Weiteres geradezu im Klimax Tendenzen erfährt, gut geschützt von bedenklichen aber rechtzeitigen ‚Anpassungen‘ des Rechtsstaates – Danke dafür Frau Faeser, Herr Dobrindt übernehmen sie.
Was wollte ich jetzt – nochmal: eigentlich – zu den Äußerungen heute und im allgemeinen von Frau Dagdelen verlautbaren? Ach ja, der Herr Kahl, der Bruno! Hatte ich nicht erst gestern hier im OM-Land irgendwo was zu seinem heimlichen ‚Doktor-Vater‘ – einem gewissen Schmitt, Carl – insbesondere zu dessen frühen und danach auch fortwährenden Dunstkreisen erwähnt? Da hieß es „2008 wurde er in Bonn zum Dr. iur. promoviert. Er verfasste seine Dissertation über Elemente des katholischen Denkens in der säkularen politischen Theorie von Carl Schmitt.“ Übrigens genau jene Alma mater, die neulich auch einer Frau Guérot glaubte den Stiefel angedeihen zu lassen, passt scho! Nun gut, er scheidet jetzt ja aus dem schönen Amt aus, bei der ehemals Organisation Gehlen, fremde Heere Ost. Kann man ihn überhaupt noch ziehen lassen, wo er doch demnächst geradezu einen Top-Experten abgeben könnte. Was nicht ist, kann ja noch werden.
Wenn man wähnt ist man im Wahn und projeziert die eigenen Absichten auf das selbst auserkorene Opfer. Schätze da beisst sich nur man nicht nur die Zähne aus, sondern diese Klasse der „Extraschlauen“ putzt ein wenig mehr alles weg. Gier ist halt grösser als Resthirn(Die Resthirnverstärker bei Conrad sind eh alle). Besiegt doch Russland ohne uns und geht für eure Gier selbst an die Front, mit Kindern und sonstigen Erbkrankheiten, damit man euch für immer. los wird.
Sevim hat Kahl also bisher eher als einen der Besonnenen wahrgenommen, relativ zum Rest gesehen. Aber jetzt musste er nochmal auf den Putz hauen, weil die Hütte brennt, wegen diesem Stegner. Jetzt kommt ein Hardliner, der uns mit Sicherheit Curveballs serviert. Auch wenn er nicht in Details gehen will, könnte er doch verraten, welches Motiv die Russen haben sollen, uns anzugreifen. Wird nicht kommen. Er weiß, dass er sich blamieren würde.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
12.06.2025
6000 Soldatenleichen werden antirussische Propaganda
Russenhass ist deutsche Staatsräson – und Abort-Journalismus ist Tagesschau-Normalität
Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam
Welch eine Niedertracht: Das neonazistische Regime in Kiew hat es (zunächst) abgelehnt, 6000 Leichen gefallener ukrainischer Soldaten von Russlandzurückzunehmen. Doch unser leibhaftiger öffentlich-rechtlicher Skandal, die Tagesschau, versuchte, die Schuld dafür den Russen in die Schuhe zu schieben. Die fiesen Kostenüberlegungen der Ukraineunterschlug sie.– Ebenso erbärmlich: Die Leitung der KZ-Gedenkstätte Dachau ließ von den Kränzen, die zu Ehren der von den Nazis dort ermordeten 4000 russischen Kriegsgefangenen niedergelegt worden waren, die Schleifen in den russischen Nationalfarbenabschneiden. Darüber verlor die Tagesschau erst gleich kein Wort. Es ist ihr Beitrag zur medialen Massenverblödung: Nachrichten verfälschen oder unterdrücken. Nichts, auch nicht der Respekt vor dem schrecklichen Tod junger Soldaten hindert sie daran, ihre russenfeindliche AgitProp an fanatisierte deutsche Einzeller zu liefern. Unsere Gesellschaft nimmt es hin. Wir verlieren den letzten Rest Anstand.
Die niederländische Journalistin Sonja van den Ende, näher am aktuellen Frontgeschehen und der politischen Realität als irgendein ARD-Korrespondent:
„Das ist wirklich schrecklich, das ist ein Verbrechen, denn diese Soldaten haben für ihr Land gekämpft … jetzt sieht es so aus, als wolle die ukrainische Regierung sie nicht zurückholen. Wir wussten, dass in Kiew ein kriminelles Regime herrscht, und diese Situationbeweist es.“
Doch solche Stimmen können im regierungsamtlich zensierten deutschen Diskurs nicht gehört werden. Wer sich über Ursachen, Hintergründe und Verlauf (nicht nur) des ukrainisch-russischen Krieges vollständiger und objektiver informieren will, ist auf ausländische Quellen ebenso angewiesen wie auf kritisch-alternative deutsche: auf Russia Today,Sputnik international, Strategic Culture, Consortium News, Globalbridge,Moon of Alabama, Schweizer Standpunkt und Sonar21 einerseits und NachDenkSeiten, Overton, Anti-Spiegel, Hintergrund und Berliner Zeitung andererseits. Denn selbst humanitäre Projekte wie den am 2. Juni in Istanbul vereinbarten Gefangenen- und Leichenaustausch zwischen Russland und der Ukraine nutzen unsere Mainstreammedien – vom Spiegel bis zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk – um primitiven deutschen Russenhass zu fördern.
Die Verhandlungskommission der Ukraine unter ihrem Kriegsminister Umjerow hatte am 2. Juni mit Russlands Präsidenten-Berater Medinskij und dessen Kommission in Istanbul vereinbart: Diesmal werden alle Kriegsgefangenen im Alter unter 25 Jahren ausgetauscht, alle schwer verwundeten oder schwer kranken Gefangenen und je 6000 Leichen ukrainischer und russischer Soldaten. Aber schon ein paar Stunden nach dem Vertragsschluss stänkerte der ukrainische Kriegsherr und Machthaber Selenskyj, wie üblich ohne glaubhaften Beleg,
„dass von den 6.000 Leichen von Soldaten, die Russland in die Ukraine zurückgeben will,nur 15 Prozent identifiziertwurden.“
Ob er bei dieser abscheulichen Äußerung unter Drogen stand, wie ihm oft von den Russen unterstellt wird, bleibt dahingestellt; Selenskyjs westliche Unterstützer andererseits versuchen schließlich mit allerlei „Faktenchecks“, seine Nase als kokainfrei auszugeben. (Auf derlei interessengebundene „Faktenfinderei“ ist allerdings kein Verlass, wie die Tagesschau nicht nur im Biden-Fall zeigt).
Keine Frage: Die hohe Anzahl ukrainischer Gefallenen passt Selenskyj nicht. Woher er schon zu diesem frühen Zeitpunkt und ohne Möglichkeit einer Prüfung gewusst haben will, wieviele Leichen identifiziert sind, fragte ihn jedoch niemand. Gleichviel, ARD-aktuell (nomen est omen) reagierte ohnehin erst fünf Tage später, am 7. Juni in der Tagesschau um 20 Uhr und danach in den Tagesthemen. Ukraine-Korrespondent Tobias Dammers im üblichen Propaganda-Jargon:
„…Russland behauptet heute – ohne Belege vorzulegen – die ukrainischen Unterhändler seien nicht am Treffpunkt erschienen, wo zunächst die Leichen gefallener Soldaten übergeben werden sollten. Die Ukraine weist diese Darstellung zurück. Moskau habe den Zeitpunkt eigenmächtig festgelegt … Für die Ukrainer ist es auch gar nicht von Interesse, einen Austausch künstlich scheitern zu lassen oder in die Länge zu ziehen, weil eben sehr sehr viele Familien auf ihre Angehörigen warten und auch innenpolitisch die ukrainische Regierung immer wieder unter Druck steht, die Gefangenen zurückzubringen. Für die Ukraine ist es auch nicht von Interesse, dass die Ergebnisse von diplomatischen Verhandlungen in Istanbul scheitern, um nicht den Druck des US-Präsidenten auf sich zu ziehen, der besonders auf diese Verhandlungen gedrängthatte.“
An dieser Darstellung stimmt so gut wie nichts: Die ukrainischen Behörden räumten selber ein, dass sie nicht bereit waren, die Leichen an der Grenze in Empfang zu nehmen. Zur (angeblich russisch-„eigenmächtigen“) Terminierung hatte TT-Moderator Zamperoni erklärt, sie sei „…für dieses Pfingstwochenendevorgesehen“ gewesen.
Am 8. Juni um 15.29 Uhr erschien dann in der Kiewer „Pravda“ die Mittelung des ukrainischen Geheimdienstchefs Budanov:
„Der Beginn des Austauschs der Leichen der Toten zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation ist für nächste Wochegeplant.“
Ein konkretes Datum nannte er nicht. Auch die offizielle ukrainische Behauptung, die Videoclips von den Kühltransportern mit den Leichen seien irgendwo in Russland aufgenommen worden, war erlogen. Augenzeugen bestätigten die Anwesenheit der parkenden Lkw-Schlange an der Grenze der Region Brjansk mit der Ukraine.
Zur dreisten Selenskyj-Behauptung, nur 15 Prozent der Leichen seien identifiziert, gehört jedoch ein Kontext, der sie erhellt und über den zu berichten die ARD-aktuell-Journaille entweder nicht fähig oder nicht willens war: Nach derzeitigem ukrainischem Recht sind Selenskyj und sein Regime verpflichtet, für jeden im Kampf getöteten Soldaten an die Angehörigen 316.000 Euro Entschädigung zu zahlen, davon circa 50 000 Euro sofort, den Rest über drei Jahre und drei Monate verteilt. Insgesamt kämen für 6000 Gefallene mindestens 2,2 Milliarden Euro an Rentenleistungen für die Hinterbliebenen auf das Kiewer Pleite-Regime zu. Eine Sozialleistung, auf die kein Anspruch besteht, solange Leichen nicht identifiziert und tote Soldaten noch als „vermisst“ geführt werden können. Dieser Hintergrund war spätestens seit der Veröffentlichung des Magazins Overton vom 4. Juni bekannt. Auch die Redaktion ARD-aktuell musste ihn kennen, schließlich verfügt sie über eine online-Redaktion mit eigener Chefredakteurin.
Für die widerliche Vermeidungsstrategie Selenskyjs und seiner Spießgesellen gibt es ebenfalls ein naheliegendes Motiv: Staatliche Einnahmen, anteilig auch deutsche Euro-Milliarden, fallen häufig korrupter Zweckentfremdung anheim. Aber auch das ist kein Gegenstand redaktioneller Aufmerksamkeit seitens der Tagesschau.
Gerecht wäre es, wenn die westeuropäischen Kriegstreiber – voran das Trio infernale: Merz, Starmer, Macron – tatsächlich „Verantwortung übernehmen“ und für den korrupten Pleite-Staat Ukraine zugunsten der Kriegsopfer-Familien in die Bresche springen müssten. Das wäre ein kleines Zeichen von Mitleid, noch längst keine Saulus-Paulus-Wandlung der drei Kriegsgeilinge. Aber allemal besser, als für Milliarden Euro weitere Waffen zur Fortsetzung des Massenmordens zu liefern. Leider gilt jedoch auch hier:
„Am Krieg verdienen die Reichen, die Armen liefern dieLeichen“.
Fazit: Die ARD-Berichterstattung bleibt bei ihrer Falschmünzerei. Desinformation und platte Propaganda plus Kaltschnäuzigkeit gegenüber den Opfern der Kriege, ideelles Konkubinat mit den Herrschenden kennzeichnen die Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Treffliche Bezeichnung der deutschen Verhältnisse: Kakistokratie. „Herrschaft der Schlechtesten“. Sie wirkt im politischen und im medialen Raum. Frei nach Montesquieu:
„Unbedingter Gehorsam setzt Unwissenheit bei den Gehorchendenvoraus.“
Der aktuelle Meinungsterror hat schwerwiegende Folgen:
Für eine stärkere militärische Unterstützung der Ukraine durch die europäischen Staaten sprechen sich 40 Prozent der Befragten aus, für 30 Prozent soll das so bleiben wie bisher, und 26 Prozent wollen, dass die Ukraine weniger Militärhilfeerhält.
Zwei von drei Deutschen sind demnach wieder auf militärische Lösungen fixiert. Die Überflutung mit Informationsmüll, Agitation und Propaganda aus allen medialen Rohren wirkt. Der bornierte Militarismus wird schwere wirtschaftliche und soziale Folgen haben. Selbst der Dümmste müsste begreifen, dass er dafür zahlen muss; dennoch zieht nur eine Minderheit die Konsequenzen daraus. Die Mehrheit pflegt ihren neudeutschen Russenhass und verharrt in klagloser Lethargie (wissen Sie noch?: „Gorbi, Gorbi, Gorbi“ riefen die russlandbegeisterten Deutschen 1989, und Putin erhielt bei seiner Ansprache vor dem Bundestag im Jahr 2001 „standing ovations“).
Nie hat Russland Deutschland angegriffen, immer waren wir die Angreifer. Die Sowjetunion ermöglichte uns die „Wiedervereinigung“, die dann zum Anschluss der Ex-DDR an die BRD und zur hemmungslosen westdeutschen Privatisierung des DDR-Volksvermögens verkam. Günstig und jahrzehntelang zuverlässig von Russland geliefertes Erdgas ist eines der Fundamente für die Spitzenstellung der deutschen Wirtschaft bis heute. Doch seit drei Jahren meinen wir, wieder gegen Russland militärisch (mit Geld, mit Waffen und mit der Ausbildung ukrainischer Soldaten daran) vorgehen zu dürfen. Wir sind, folgt man dem im Jahr 2022 vorgelegten Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages („Rechtsfragen der militärischen Unterstützung der Ukraine durch NATO-Staaten zwischen Neutralität und Konfliktteilnahme“) längst Kriegspartei gegen Russland:
„Erst wenn neben der Belieferung mit Waffen auch die Einweisung der Konfliktpartei bzw. Ausbildung an solchen Waffen in Rede stünde, würde man den gesicherten Bereich der Nichtkriegsführungverlassen.“
Mit massiven Mitteln wird die Ukraine gegen Russland unterstützt (Merz: „…solange wie nötig“) Der – vorgeschobene – Grund wird dem deutschen Michel tagtäglich ins Hirn gedengelt: Die Ukrainer verteidigen auch „unsere“ Freiheit gegen den völkerrechtswidrigen Angreifer Russland. Was für ein Schmarren, angelehnt an den Dummspruch des einstigen Verteidigungsministers Peter Struck, SPD:
„Deutschlands Sicherheit wird auch am Hindukuschverteidigt.“
Der Krieg gegen Afghanistan (erst nachträglich mit UN-Mandat gerechtfertigt) endete mit 240 000 Toten. Am Hindukusch liegen nun auch 60 Bundeswehr-Soldaten begraben, geopfert für deutsche Großmannssucht im Mix mit Vasallengehorsam gegenüber den imperialen USA. Vergeblich geopfert, denn vor den afghanischen Barfuß-Kriegern mussten die westlichen Besatzer schließlich Reißaus nehmen, ohne dass Deutschlands Sicherheit davon angekratzt wurde. Ein Abenteuer war’s, in Euro-Milliarden zu betrachten. Abgesehen davon, dass völkerrechtswidrige Kriege keine Ausnahme, sondern seit Geburt der UN-Charta die Regel und speziell US-amerikanische Praxis sind, (Vorbilder dafür lieferte bisher fast ausschließlich der Westen): Vietnam 3,2 Millionen Tote; Irak 500 000 Tote (mindestens); zu schweigen von den ungezählten Opfern der Umsturzaktionen in Iran, Syrien, Somalia, Kongo, Libyen, Chile, Ecuador, Peru, Honduras, Guatemala, Venezuela, Nicaragua, Brasilien, Argentinien, Kuba.
Dass nun gerade der NATO-Westen Russland der Verletzung des Völkerrechts bezichtigt und den Ukraine-Krieg zur Rechtfertigung der militärischen Eskalation und gigantischen Hochrüstungen missbraucht, ist ein Treppenwitz der Weltgeschichte. Zumal dieser Krieg von den USA, Frankreich und Deutschland mittels (von Merkel und Hollande geplanten) Unterlaufens des Minsk-2-Abkommens, mit NATO-Insurgenten und massiver Aufrüstung der Ukraine provoziert worden ist.
Das von der aggressiven transatlantischen Politik angestrebte Ziel: Zugriff auf die unerschöpflichen Bodenschätze Russlands. Die Ukraine liefert dafür die Soldaten und insbesondere die USA und Großbritannien schicken die Steuerungsmittel des Krieges, geben die entscheidenden Befehle und Initiativen, sind Kriegspartei. Obszönes Drumherumgerede täuscht nicht drüber weg: Deutschland ist es auch. Wir haben uns Russland wieder zum Feind gemacht, für Jahrzehnte. Eine der Konsequenzen des deutschen Kadavergehorsams gegenüber den westlichen Kriegsherren: Mehr als 1,2 Millionen ukrainische Flüchtlinge mussten wir bereits aufnehmen, ein Ende des Zustroms ist vorerst nicht absehbar. Unser Kostenanteil am Ukraine-Krieg beläuft sich schon auf 200 Milliarden Euro. Der fällige Schuldendienst werde besonders Menschen mit geringen Einkommen treffen, und zwar hart, „denn diese erfahren eine zwei- bis dreimal höhere Inflation als Menschen mit hohen Einkommen“, warnte DIW-Chef Fratzscher.
Für unsere „Kriegstüchtigkeit“ (Pistorius) werden wir uns um hunderte Milliarden Euro mehr verschulden, obwohl wir schon bald bei 3 Billionen Euro aufgetürmt haben. Üble Perspektive:
„Auf jeden Fall droht nach der Rezession in den Jahren 2023 und 2024 auch für 2025 ein Rückgang der Wirtschaftsleistung. Drei Jahre Rezession in Folge hätte es in der Bundesrepublik Deutschlandnoch nie gegeben.“
Aber das stört unser politisches Funktionsmobiliar in Berlin ersichtlich nicht. Geld wäre ja zur Genüge greifbar. In Deutschland gibt es jetzt schon 249 Milliardäre, Tendenz: weiter steigend. Und überhaupt:
„… aufschlussreich sind die Zahlen zum privaten Vermögen: So betrug das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland Ende des vierten Quartals 2024 rund 9,05 Billionen Euro. Eine Studie des WZB belegt, dass zehn Prozent der Haushalte über 56 Prozent des Gesamtvermögens verfügen. In fast keinem anderen Land in Europa sind Vermögen soungleich verteiltwie in Deutschland.“
Aber eine Vermögenssteuer gibt es in Deutschland nicht mehr. Wird es in absehbarer Zeit auch nicht geben, Bundeskanzler Merz ist auch Multimillionär. So einer rückt nicht selbst was raus, sondern knappst es von sozial Schwächeren ab. Vor ein paar Tagen kündigte er an, auch die Leistungen für Menschen mit Behinderung einzuschränken. Auf dem Kommunalkongress des Deutschen Städte- und Gemeindebundes in Berlin sagte er, dass jährliche Steigerungsraten von bis zu zehn Prozent bei der Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe „nicht länger akzeptabel“ seien. Immer feste druff aufs niedere Volk, Herr Bundeskanzler! Was denn, was denn? Den Typ haben wir schließlich formaldemokratisch sauber gewählt!
Und den hier auch: Vizefuzzi Klingbeil und seine SPD-Kamarilla. Unisono mit den Vorturnern der Christenunion tönen sie, die Deutschen sollten mehr arbeiten – und greifen damit wesentliche Kompetenzbereiche der Gewerkschaften an. Es sind Änderungen am Arbeitszeitgesetz geplant, die die Bevölkerung zu mehr und längerem Arbeiten zwingen sollen. Die 40-Stunden-Woche soll abgeschafft werden. Arbeitnehmer würden somit noch mehr zur Verfügungsmasse des Kapitals degradiert. Statt angemessene Renten wie in den meisten unserer europäischen Nachbarn zu zahlen (Österreich, Schweiz, Frankreich, Ungarn, Griechenland, skandinavische Länder), mutet die Berliner Truppe den noch arbeitsfähigen alten Menschen in Deutschland zu, auch als Rentner weiter zu arbeiten, Anreiz: 2000 Euro sollen steuerfrei bleiben. Klingbeils Umfeld (SPD) fordert darüber hinaus eine Änderung des Kündigungsschutzes für ältere Beschäftigte.
Der kleine Mann soll also für die Arschrettungsversuche unserer politischen und journalistischen Endsieg-Beschwörer zahlen. Denn die wissen, was sie tun. Wahrlich, wir sehen herrlichen Zeiten entgegen.
Unsere Beiträge stehen zur freien Verfügung. Wir schreiben nicht für Honorar, sondern gegen die „mediale Massenverblödung“ (in memoriam Peter Scholl-Latour). Die Texte werden vom Verein „Ständige Publikumskonferenz öffentlich-rechtlicher Medien e.V.“ dokumentiert: https://publikumskonferenz.de/blog
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Der russische Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin hat in einer Botschaft an den Bundestag vor einer Eskalation der Lage zwischen beiden Ländern gewarnt. «Die heutige deutsche Regierungselite schafft die Voraussetzungen für eine Verschärfung der Situation und provoziert Zusammenstösse zwischen unseren Ländern», sagte Wolodin in einer auch als Video verbreiteten Botschaft. Es sei die Frage, ob die deutsche Bevölkerung eine Konfrontation wolle. «Wir wollen das nicht. Aber wenn es dazu kommt, dann sind wir dazu bereit», sagte Wolodin.
Wolodymyr Selenskyj und Friedrich Merz.Bild: keystone
Konkreter Anlass der Kritik Wolodins sind die jüngsten Äusserungen von Kanzler Friedrich Merz (CDU). «Wir wissen, dass die deutsche Regierung plant, eine Raketenproduktion in der Ukraine aufzubauen. Damit wird die BRD immer mehr in ein militärisches Vorgehen gegen Russland hineingezogen», sagte Wolodin. «Wohin das führen kann, verstehen Sie selbst», meinte er mit Blick auf den Zweiten Weltkrieg.
Wolodin warf Merz vor, beim Treffen diese Woche mit US-Präsident Donald Trump bei der Würdigung der Vereinigten Staaten nicht auch an den grossen Anteil der Sowjetunion am Sieg über Nazi-Deutschland erinnert zu haben. «Es war die Sowjetunion, die den Faschismus besiegte und den Planeten vor der braunen Pest bewahrte», sagte der Duma-Vorsitzende. (sda/dpa)
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Die beliebtesten Kommentare
The man who shot liberty valance
07.06.2025 14:48registriert September 2020
«Die heutige deutsche Regierungselite schafft die Voraussetzungen für eine Verschärfung der Situation und provoziert Zusammenstösse zwischen unseren Ländern», sagte Wolodin in einer auch als Video verbreiteten Botschaft.
Das ist eine Lüge. Deutschland (wie auch andere) stehen der Ukraine zur Seite, ohne die sie Nacht für Nacht in Schutt und Asche zerbombt würden. Selbst Das Völkerrecht ist auf der Seite der Ukraine und gebietet diesen Beistand.
Dieser Duma-wasserträger erzählt irgendwas, aber es ist belanglos weil Russland noch heute umdrehen und heim gehen könnte!
Fluggepäck nicht da – Problem in Europa grösser als anderswo
Für Flugreisende gehört es zu den grössten Ärgernissen, wenn bei sich bei der Ankunft herausstellt, dass der eingecheckte Koffer nicht mit der gleichen Maschine ankommt, wenn er beschädigt oder verschwunden ist. In Europa ist dieses Problem deutlich grösser als etwa in Nordamerika oder der Asien-Pazifikregion.
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12.06.2025
Gesellschaft Wie Bürgerenergie die Energiewende beschleunigen kann
makronom.de, vom 11. Juni 2025, ASTRID ARETZ, Energie Umwelt
Sie verankern Klimaschutz lokal, fördern Demokratie und mobilisieren Investitionen: Bürgerenergieprojekte könnten dringend benötigten neuen Schwung in die Energiewende bringen. Doch um ihr Potenzial zu heben, braucht es gezielte politische Maßnahmen.
Die Energiewende ist ein zentrales Projekt für das Erreichen der deutschen Klimaziele. Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch lag im Jahr 2024 bereits bei 55%.Um jedoch bis 2030 die angestrebten 80% zu erreichen und den steigenden Strombedarf durch Sektorenkopplung zu decken, ist ein anhaltend schneller Ausbau erforderlich. Der Erfolg der Energiewende ist dabei nicht nur für den Klimaschutz entscheidend, sondern auch für eine sichere, unabhängige und krisenfeste Energieversorgung.
Trotz des bisherigen Fortschritts bestehen bedeutende Herausforderungen: fehlende Akzeptanz in Teilen der Bevölkerung, unzureichende Finanzierung, Netzengpässe und mangelnde Flexibilisierung auf der Verbraucherseite. Wenn diese Probleme nicht zeitnah gelöst werden, droht die Energiewende ins Stocken zu geraten.
Die Rolle der Bürgerenergie
Bürgerenergieprojekte bieten eine wichtige Lösungsperspektive. Seit den 1980er Jahren ist Bürgerenergie in Deutschland verankert. Der Durchbruch erfolgte mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Jahr 2000, das zur Gründung zahlreicher Bürgerwindparks und Solarprojekte führte. Schätzungen zufolge existieren heute rund 2.500 bis 3.000 Bürgerenergiegemeinschaften, ein Drittel davon als Genossenschaften. Diese Gemeinschaften unterscheiden sich in Größe, Technologieeinsatz und Organisationsform.
Aktuell stammen etwa 12,5% der installierten Windenergieleistung aus Bürgerhand, bei Photovoltaik (PV) liegt der Anteil deutlich niedriger. Allerdings sind private Haushalte stark im PV-Bereich engagiert und betreiben fast 43% der PV-Leistung. Damit zeigen sich unterschiedliche Beteiligungsformen, die gemeinsam einen bedeutenden Teil der Energiewende stemmen.
Anteil der Leistung von Bürgerenergiegemeinschaften an der gesamten installierten Leistung
Potenziale und Mehrwerte von Bürgerenergie
Die Europäische Union hat mit der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III) die Rolle von Energiegemeinschaften gestärkt und die Mitgliedstaaten verpflichtet, ihnen den Zugang zum Energiemarkt zu ermöglichen. Die Idee: Bürgergemeinschaften sollen ihren Strom selbst nutzen und vermarkten können.
In Deutschland ist die Umsetzung jedoch lückenhaft. Zwar ist der Eigenverbrauch in Einfamilienhäusern möglich, doch gemeinschaftlicher Verbrauch – sogenanntes Energy Sharing – ist regulatorisch stark eingeschränkt, insbesondere wenn öffentliche Netze genutzt werden sollen. Dabei weist die Bürgerenergie eine ganze Reihe von Potenzialen und Mehrwerten auf.
Gesellschaftliche Mitwirkung
Bürgerenergie ermöglicht nicht nur den Ausbau erneuerbarer Energieanlagen, sondern auch gesellschaftliche Mitwirkung. Sie verankert Nachhaltigkeit, Demokratie und Teilhabe in lokalen Strukturen. Beteiligte Bürger:innen können aktiv an der Transformation des Energiesystems mitwirken. Auch wenn unklar ist, inwieweit Bürgerenergieprojekte einen „zusätzlichen“ Ausbau darstellen, belegen Studien ihr großes Potenzial: Bis zu 90% aller Haushalte könnten theoretisch ihren eigenen Strom gemeinschaftlich erzeugen und nutzen.
Finanzierung der Energiewende
Ein großer Vorteil: Bürgerenergieprojekte erschließen oft Bereiche, die für kommerzielle Anbieter uninteressant sind – z. B. lokale Wärmenetze. Die Bürger:innen tragen durch eigene Investitionen zur Finanzierung der Energiewende bei, die mit sehr hohen Kosten verbunden ist. Private Investitionen sind oft risikoärmer, akzeptieren niedrigere Renditen und zielen auf Gemeinwohlorientierung ab.
Regionale Wertschöpfung
Ein weiterer Vorteil ist die regionale Wertschöpfung. Wenn Bürger:innen vor Ort an Projekten beteiligt sind, verbleiben finanzielle Erträge in der Region. Dies steigert die lokale Akzeptanz deutlich. Auch kommunal gesteuerte Flächen können gezielt für partizipative Modelle genutzt werden, wodurch Planungssicherheit und Mitbestimmung erhöht werden. Wichtig für die Akzeptanz ist auch die subjektive Wahrnehmung der Wertschöpfung. Eine transparente Kommunikation ist hier essenziell.
Stärkung demokratischer Strukturen
Die Bürgerenergie leistet einen Beitrag zur Stärkung demokratischer Strukturen: Bürgerinnen werden nicht nur als Konsumentinnen gesehen, sondern als Mitgestaltende. Energiegenossenschaften haben das Potenzial, auch Menschen mit geringen finanziellen Mitteln Beteiligungsmöglichkeiten zu bieten. Damit ist Bürgerenergie ein Schlüssel für soziale Gerechtigkeit in der Energiewende. Doch Studien zeigen: Sozial benachteiligte Gruppen sind in bestehenden Strukturen oft unterrepräsentiert. Eine gezielte Ansprache und differenzierte Angebote sind notwendig, um Zugangshürden zu senken.
Flexibilisierung des Stromverbrauchs
Bürgerenergie kann auch zur Flexibilisierung des Stromverbrauchs beitragen – sofern Energy Sharing erlaubt wird. Dabei könnten Mitglieder einer Energiegemeinschaft den gemeinsam erzeugten Strom über das öffentliche Netz nutzen. In Kombination mit zeitvariablen Netzentgelten und digitaler Infrastruktur könnten Anreize geschaffen werden, Strom genau dann zu verbrauchen, wenn er erzeugt wird. Dies wäre netz- und systemdienlich und unterstützt die Integration erneuerbarer Energien.
Widerstandsfähigkeit
Dezentrale Bürgerenergie stärkt die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen. Sie reduziert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, fördert Inklusion und sorgt für eine gerechtere Ressourcenverteilung. So entsteht eine stabile, gerechte und zukunftsfähige Energieversorgung, die sowohl ökologisch als auch sozial nachhaltig ist.
Ein Zukunftsbild für Energiegemeinschaften
In der Zukunftswerkstatt Energiegemeinschaften im klimaneutralen Energiesystem der Zukunft haben Forschende des IÖW, der Leuphana Universität und des ECOLOG-Instituts gemeinsam mit weiteren Expert:innen aus verschiedenen Bereichen ein Zukunftsbild erarbeitet: Es zeigt, welche Elemente wichtig sind, um eine durch Bürgerenergie getragene Energieversorgung strategisch umzusetzen.
Was jetzt getan werden muss
Um das Potenzial der Bürgerenergie zu heben, braucht es gezielte politische Maßnahmen auf mehreren Ebenen:
1.
Politische Ziele für die Bürgerenergie definieren: Um die Potenziale der Bürgerenergie zu heben, sollte die Bundesregierung messbare und rechtsverbindliche Zielsetzungen für die Bürgerenergie formulieren. Diese dienen als Steuerungsinstrument, machen Fortschritte messbar, decken Defizite auf und fördern die Verbindlichkeit politischer Maßnahmen.
2.
Bürgerenergie bei Rahmenbedingungen berücksichtigen: Die Bürgerenergie erfordert besondere Rahmenbedingungen, da sie im Vergleich zu großen Investoren im Bereich erneuerbarer Energien vor spezifischen strukturellen und finanziellen Herausforderungen steht. Während große Unternehmen über umfangreiche Kapitalressourcen und spezialisiertes Fachwissen verfügen, sind Bürgerenergieprojekte häufig dezentral organisiert, gemeinwohlorientiert und auf lokale Beteiligung angewiesen.
Daher sollte die Politik die geltenden Rahmenbedingungen für Akteure im Energiesektor unter Berücksichtigung der besonderen Situation der Bürgerenergie analysieren und bei Bedarf gezielt an deren spezifische Anforderungen anpassen.
3.
Digitale Vernetzung zügig ausbauen und Standards für die Marktkommunikation etablieren: Eine digitale Vernetzung und standardisierte Marktkommunikation – der einheitliche Austausch von Dateien zwischen Energiemarktteilnehmenden – sind zentral, um Bürgerenergieanlagen effizient in das Energiesystem zu integrieren. Dafür sollten der Smart-Meter-Rollout vorangetrieben und Mitgliedern einer Bürgerenergiegemeinschaft in Echtzeit Informationen zu Erzeugungs- und Verbrauchsdaten zur Verfügung gestellt werden.
Zur Autorin:
Astrid Aretzist seit 2005 als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) tätig. In verschiedenen Projekten widmet sie sich dem Eigenverbrauch erneuerbarer Energien in privaten Haushalten sowie dem Thema Bürgerenergie. Darüber hinaus befasst sie sich intensiv mit den Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung des Energiesystems.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
12.06.2025
Forum zur EU-Politik
Dies ist unser neues Leser-Forum. Hier können Sie über die Europapolitik und die EU diskutieren und sogar eigene Themen vorschlagen! Um mitzumachen, müssen Sie sich registrieren und dann anmelden (mit Name und Password, auch im Menü oben möglich). Wir freuen uns auf Ihre / Eure Beiträge! – ebo
Danke, ebo, für den Link. Offenbar gibt es auch in der SPD noch ein paar Persönlichkeiten, die etwas von Vernunft verstehen. Ganz bodenständig vernünftig scheint mir der couragierte Hinweis auf Fehler und Versäumnisse auf Seiten des Westens zu sein, der im heutigen medialen Umfeld allerdings als intellektuelle Meisterleistung gelten muss. Klar – man kann und muss die Fehler Russlands benennen, sollte dabei aber die eigenen nicht verschweigen. Dieses Eingestehen einer "Fehlersymmetrie" ist eine entscheidende Voraussetzung, um den Konflikt zu deeskalieren. Die moralische Hybris, die heute die Debatten dominiert, ist ein Brandbeschleuniger. Die rechthaberische Dämonisierung Russlands, wie sie von Selenski vorgebetet wird, erstickt jede Friedensbemühung bereits im Ansatz. Aus den Manifestzeilen spricht der gesunde Menschenverstand, wie er in der SPD vor Schröder nicht ungewöhnlich war. Die Autoren besinnen sich hier auf eine bewährte und pragmatische Herangehensweise, die half, den Kalten Krieg zu beenden. Es liegt doch auf der Hand, dass es eine bezahlbare und stabile Sicherheitsordnung in Europa nur geben kann, wenn alle Seiten aufrichtig auf Vertrauensbildung und Deeskalation hinarbeiten. Bravo, SPD, für dieses exzellente Manifest!
Möge es viele Unterstützer finden!
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Eine Beobachtung vom Rande: Schröder oder auch von Dohnanyi sind nicht unter den Unterzeichnern!? Ob die wohl nicht gefragt wurden oder abgelehnt haben?
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Endlich mal wieder eine außenpolitische Positionierung der SPD, die das Attribut sozialdemokratisch verdient. viel zu lange haben die Genossen dieses Feld Leuten wie Michael Roth überlassen, die mit Sozialdemokratie gar nichts am Hut haben. Dieses Manifest hat meine Unterstützung.
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Endlich mal wieder eine außenpolitische Positionierung der SPD...
Eben nicht "der SPD" - sondern einem kleinen "Dorf" Unbeugsamer innnerhalb der SPD, die sich dem miltaristischen Geist, der durch die heutige SPD weht, widersetzen. Leider zum grossen Teil jene mit Gewissen, die in der Vergangenheit wichtige Rollen innehatten, aber eben nicht heute oder morgen - eine offenbar aussterbende Art.
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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Die Watchlist EUropa vom 11. Juni 2025– Heute mit News und Updates zur Krise der “Hauptstadt EUropas”, zum 40. Geburtstag des Schengen-Raums und zu den gefährlichen Ansichten eines “pro-europäischen” Historikers.
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Brüssel ist pleite. Zwar ist die Überschuldung noch nicht ganz so krass wie in Berlin – Brüssel steht “nur” mit 15 Mrd. Euro in der Kreide, Berlin mit 66 Mrd. Doch die “Hauptstadt EUropas” hat keinen, der die Schulden abtragen könnte.
Denn seit einem Jahr ist die Hauptstadt-Region Brüssel ohne Regierung. Und Besserung ist nicht in Sicht. Zwar versuchen die Liberalen und die Sozialisten unabhängig voneinander, die Krise zu lösen.
Das liberale „Mouvement Réformateur“ MR, der Wahlsieger vom Juni 2024, hat ein Programm vorgelegt – in der Hoffnung, dass sich die anderen Parteien darauf einlassen und in Koalitionsverhandlungen einsteigen.
Doch die Sozialisten machen nicht mit, sie suchen eine linke Mehrheit. Mit den Grünen und dem linksradikalen PTB dürfte dies allerdings schwierig werden, zumal auch noch das muslimische „Team Fouad Ahidar“ gebraucht wird.
Die EU-Kommission schaut weg
Niemand möchte seinen Wählern sagen, dass alle Wahlversprechen zu Makulatur geworden sind, weil gekürzt werden muß. Alle haben Angst vor der Rating-Agentur Standard & Poor’s, die die Kreditwürdigkeit herabstufen könnte.
Und der finanzielle Abgrund, vor dem Brüssel steht? Kein Thema im Europaviertel. Kommissionschefin von der Leyen will der Region nicht helfen, sondern sogar noch die Kohäsionsfonds der EU zusammenstreichen..
Tusk macht weiter – und droht Merz. Trotz einer Niederlage bei der Präsidentschaftswahl hat die Regierung in Polen weiter die Unterstützung des Parlaments: Regierungschef Tusk gewann eine Vertrauensabstimmung mit 243 zu 210 Stimmen. Damit werde “allen Spekulationen ein Ende gesetzt”, sagte Tusk. – Er gilt als “pro-europäisch”, obwohl er die EU-Asylreform ablehnt und nun sogar droht, Grenzkontrollen zu Deutschland einzuführen – als Retourkutsche für Kanzler Merz…
Europaparlament verleugnet R. Hassan. Nach Angaben der israelischen NGO “Adalah” wurde die französische EU-Abgeordnete R. Hassan, die auf dem Hilfsschiff für Gaza unterwegs war, am Mittwoch zeitweise in Isolationshaft genommen. Später sei sie in ein Gefängnis in der Nähe von Tel Aviv verlegt worden. – Das Europaparlament hielt es nicht für nötig, sich dazu zu äußern.Die EU schweigt seit Tagen…
China hängt EU im Handelskrieg ab. Neuer Rückschlag für die EU: Während sie auf Fortschritte in den Handelsgesprächen mit den USA wartet, verkündet US-Präsident Trump eine Einigung mit China. Demnach soll China wieder seltene Erden und Magnete liefern. – Mehr im Blog
Das Letzte
Timothy Garton Ash will Russland besetzen.Er gilt als der pro-europäischste Brite, ausgezeichneter Kenner Europas und großer Historiker. Doch nun hat sich T. G. Ash als Russland-Hasser geoutet. Ausgerechnet in der ukrainischen “Pravda” hat Ash gefordert, Russland nicht nur im Krieg zu schlagen, sondern dann auch noch 50 Jahre zu besetzen. “I say this sincerely, not as a joke, – the best thing that can happen to Russia in the long term is a complete defeat and then, ideally, an occupation for about 50 years… So these are unfounded ideas that Russia can’t be defeated.” – Mir fehlen die Worte. Vielleicht braucht das UK auch mal 50 Jahre Besatzung – fragt sich nur, durch wen? Die Deutschen kommen wohl nicht infrage, die Frenchies auch eher nicht. Und die Russen – seriously, die kommen nie im Leben so weit…
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Neuer Rückschlag für die EU: Während sie immer noch auf Fortschritte in den Handelsgesprächen mit den USA wartet, verkündet US-Präsident Trump eine Einigung mit China. Demnach soll China wieder seltene Erden und Magnete liefern. Die USA würden auf chinesische Waren Zölle in Höhe von 55 Prozent erheben, China werde einen Zollsatz von 10 Prozent auf US-Waren festlegen. Teil des Deals ist offenbar auch, dass chinesische Studenten wieder die Möglichkeit bekämen, an Universitäten in den USA zu studieren. Die Einigung wurde nach nur zwei Verhandlungstagen in London erzielt. Demgegenüber haben sich die EU und die USA noch nicht einmal auf Ort und Zeit für Gespräche geeinigt. Und bei den seltenen Erden laufen die Europäer auch hinterher…
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In der SPD regt sich Widerstand gegen die geplante massive Aufrüstung. Dafür gebe es “keine sicherheitspolitische Begründung”, heißt es in einem “Manifest” des linken Parteiflügels. Er fordert auch einen Kurswechsel in der Russland-Politik.
Mehr als 100 SPD-Mitglieder, darunter der frühere Fraktionsvorsitzende Mützenich, der Außenpolitiker Stegner und Ex-Parteichef Walter-Borjans, fordern in einem Grundsatzpapier einen Kurswechsel in der Sicherheitspolitik.
“Wir halten es für irrational, eine am BIP orientierte Prozentzahl der Ausgaben für militärische Zwecke festzulegen”, heißt es in dem Manifest. Damit wenden sich die Genossen gegen das 5-Prozent-Ziel, das US-Präsident Trump gesetzt hat.
Kanzler Merz und Nato-Chef Rutte haben die Vorgabe bereits abgenickt, der für Aufrüstung zuständige SPD-Minister Pistorius baut darauf seine Bedarfsplanung für die Bundeswehr auf.
Interessant ist auch die Kritik der SPD-Linken an der EU.
In Deutschland und in den meisten EU-Staaten hätten sich Kräfte durchgesetzt, “die die Zukunft vor allem in einer militärischen Konfrontationsstrategie und hunderten von Milliarden Euro für Aufrüstung suchen.”
Den Kriegsvorbereitungen in Brüssel halten die Genossen eine “Rüstungskontroll- und Abrüstungspolitik“ entgegen, “um gemeinsame Sicherheit und gegenseitige Friedensfähigkeit zu erreichen.”
Außerdem fordern die SPD-Linken eine andere Russland-Politik. Neben Waffen für die Ukraine müsse es auch Gespräche mit Russland geben.
Nach einem Friedensschluss müsse der “außerordentlich schwierige Versuch unternommen werden, wieder ins Gespräch zu kommen”.
Genau das schließen die Chefs von EU und Nato kategorisch aus. Sie planen den Kalten Krieg 2.0 und eine neue waffenstarrende Mauer quer durch EUropa…
2015, vor knapp zehn Jahren, betrug der gesamte verabschiedete Bundeshaushalt etwas über 219 Mrd. Euro. Demnächst soll dieser Betrag allein ins Militär fließen. Spinnen die Römer? Bis Juni 2024 war noch keine Rede davon, dass Russland ganz Europa angreifen könnte. Man war sich sicher, dass Russland auf dem Schlachtfeld geschlagen wird. Auch Borell war sich immer ziemlich sicher.
Es ist ein PG-Gag, um den Niedergang der SPD aufzuhalten und zu zeigen, das man doch eine demokratische Partei ist. Es wird rein gar nichts bewirken, das Vertrauen in die SPD ist weg, dafür haben Scholz, Steinmeier, Roth, Gabriel, Esken und andere gesorgt. Aber die Initiatoren können sich bei einem Komplettabsturz hinstellen und sagen: “Wir haben ja gewarnt”. Der leicht positive Aspekt könnte sein, dass zumindest diese Initiatoren eine Komplettniederlage gegenüber Russland nicht ausschließen. Für den humanitär noch schlimmeren Fall Gaza ist sowas nicht in Sicht, dort wird dem verlogenen Mantra mit Selbstverteidigung und Antisemitismus gehuldigt, vermutlich deshalb, weil man aus Richtung Palästina keine ernstunehmende Gefahr sieht, wohl aber aus Russland. Dieses könnte ja später mal Jagd auf die H.-Nachfolger machen.
@KK: “Es scheint, es ist wieder mal Zeit für eine Spaltung der SPD!” – Die abgespaltenen Sozis könnten sich sinnvollerweise mit dem von der Linkspartei abgespaltenem ‘BSW’ vereinen – das könnte programmatisch eigentlich ganz gut hinhauen !
Klassische Verwechslung von Ursache und Wirkung. Ohne russische Aggressionskriege wäre niemand auf die Idee mit Aufrüstung gekommen; ohne die unmenschliche Brutalität der russischen Besatzungstruppen in der Ukraine würde die NATO. heute nicht eine möglichst massive Verteilung der NATO an der Grenze zu Russland anstreben. Die zitierten alten SPD-Genossen träumen noch sentimental der alten Sowjetunion nach und bestätigen damit die Vorurteile, nach denen sie eigentlich Kommunisten seien; dies paradoxerweise, obwohl Russland sich heute kapitalistisch und kulturkonservativ bis zum Reaktionären gibt und daher Linke Grund hätten, Russland wie zu den Zarenzeiten zu misstrauen.
Komisch, die Aufrüstung beginnt erst jetzt – drei Jahre nach Beginn des russischen “Aggressionskriegs” und mitten in Friedensverhandlungen. Wie ist das denn zu erklären?
Stimmt, Russland ist nicht mehr die UdSSR. Die russische Föderation war einmal ziemlich “westlich”, freundlich und kooperativ. Doch dann kamen die Kleopatras mit ihrem Russenhass und verwandelten ganz Osteuropa in eine NATO-Kaserne, weil sie ohne Feindbild nicht leben können. Jetzt haben sie ihren Kalten Krieg zurück, platzen vor Glück und machen sich in Foren über Pazifisten lustig. Respekt!
Das Feindbild heisst “Revanchismus” – die Osteuropäer wollen sich mE an den Russen rächen, weil sie nach 1945 mittels Roter Armee statt Nazis Kommunisten werden mussten… und in der heutigen Ukraine sieht man ja überdeutlich, dass viele lieber Nazis geblieben wären.
KK 11. Juni 2025 @
15:05
Die Karrieristen der SPD wie die aussen- und innenpolitischen Sprecher der Fraktion haben schon ihre Empörung über das manifest geäussert, wie im DLF zu vernehmen war… es spiegele nicht „die Beschlusslage in Partei und Fraktion“.
Es scheint, es ist wieder mal Zeit für eine Spaltung der SPD!
Das Manifest vertritt eine Position, die jeder, der mit einem gesunden Menschenverstand und Selbsterhaltungstrieb gesegnet ist, als Selbstverständlichkeit betrachten muss.
Dass praktisch alle veröffentlichten Positionen der Politiker und “Experten” das genaue Gegenteil der Manifest-Position predigen, zeigt das erschreckende Ausmaß der paneuropäischen Eliten-Verluderung.
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12.06.2025
Nachrichten von Pressenza: Solidarisch mit Gaza – ohne Gewalt, ohne Hass
Wir rufen zur solidarischen Teilnahme an der Demonstration am 14. Juni auf – trotz, und gerade wegen, unserer kritischen Haltung gegenüber Tonalität und Sprache des offiziellen Aufrufs. Unsere Beweggründe sind klar: Die humanitäre Lage in Gaza ist dramatisch. Es braucht…
Die NATO-Ostseeanrainer verschärfen ihre Attacken auf missliebige russische Erdöltanker („Schattenflotte“) und brechen dabei geltendes internationales Recht. Deutschland exerziert Präzedenzfall durch. Russland beginnt sich zu wehren. (Eigener Bericht) – Rechtswidrige Operationen der Bundesrepublik und weiterer NATO-Ostseeanrainer gegen missliebige russische Erdöltanker („Schattenflotte“)…
Adalah fordert Freilassung: Israel hält Friedensflotte-Aktivist*innen fest
Acht der zwölf internationalen Freiwilligen von der Madleen wurden heute dem israelischen Haftrichtertribunal im Gefängnis Ramleh vorgeführt. Die übrigen vier wurden bereits abgeschoben. Israel behandelt alle zwölf, als hätten sie das Staatsgebiet „illegal betreten“, obwohl sie in internationalen Gewässern entführt…
Indigene des Amazonasgebiets bereiten sich auf die COP 30 vor
COICA, die Dachorganisation der indigenen Völker der neun Amazonasländer, hat zu einer ihrer größten Versammlungen aufgerufen, um sich auf die Weltklimakonferenz (COP 30) vorzubereiten. Über ihren Koordinierungsrat (CCC), der am 1. Juni in Brasilia zusammentritt, wollen sie eine gemeinsame Position…
Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.
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12.06.2025
"Wie Anfang 1941" ‒ Militärexperte über den Zustand der deutsch-russischen Beziehungen
freedert.online, 12 Juni 2025 06:00 Uhr
Die deutsch-ukrainische Allianz im Krieg gegen Russland weckt immer öfter Erinnerungen an die Zeiten des Zweiten Weltkriegs. Russische Experten, Politiker und Journalisten warnen Berlin eindringlich vor den Folgen dieser Politik.
Quelle: www.globallookpress.co
Künftige "Ostfront"? Deutschland verlegt eine Panzerbrigade nach Litauen (Symbolbild).
Aus Russland meldet sich eine weitere warnende Stimme: Igor Korotschenko, Militäranalyst und Chefredakteur der Zeitschrift Nationale Verteidigung. Vor wenigen Wochen sorgte seine Äußerung im russischen Fernsehen über einen möglichen Oreschnik-Einsatz gegen Taurus-Werke für Aufsehen. Im Gespräch mit RT erläuterte er seine Position.
"Die Beziehungen zwischen Russland und Deutschland sind heute faktisch auf ein Niveau zurückgeworfen worden, das als 'Anfang 1941' charakterisiert werden kann", sagte der Experte.
Darüber hinaus sprang er auch dem Vorsitzenden der Staatsduma, Wjatscheslaw Wolodin, bei. Die historische Analogie mit den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs, die Wolodin in seinem Appell an den Deutschen Bundestag gezogen habe, spiegele die aktuelle Situation absolut korrekt wider.
Im Gespräch thematisierte Korotschenko erneut den möglichen Einsatz von Taurus-Raketen gegen russische Ziele. Die Programmierung der Ziele und die weitere Bedienung des hochpräzisen Waffensystems könne nur von deutschem Personal vorgenommen werden, betonte der Militärexperte.
Eine solche Anwendung stelle aus völkerrechtlicher Sicht einen Casus belli, also einen formellen Kriegsgrund, dar. "Ein Schlag mit solchen Raketen, der von Bundeswehrsoldaten vom Territorium der Ukraine aus auf uns ausgeführt wird, bedeutet demnach, dass Deutschland in eine bewaffnete Konfrontation mit der Russischen Föderation eintritt und einen Akt der Aggression begeht", so der Analyst abschließend.
Ähnlich bewertete der Journalist und Radiomoderator Armen Gasparjan den Einsatz deutscher Waffen gegen Russland. "Zum ersten Mal seit 1944 gibt es deutsche Maschinen auf russischem Boden. Keine Garbenbinder für Kolchosen, keine Traktoren für die Landbewirtschaftung, sondern Panzer, die russische Menschen töten. Und es ist völlig egal, wem sie sie übergeben haben ‒ wir verstehen, dass diese Ausrüstung deutsch ist", sagte er im Gespräch mit RT.
Der Publizist zog weitere Aspekte der deutschen Kriegsbeteiligung in Betracht und verglich die Rhetorik der modernen deutschen Medien mit der Propaganda aus der Zeit Nazideutschlands. "Was heute über das russische Volk gesagt wird, geht in deutschen Medien teils über die Rhetorik des Dritten Reiches hinaus", sagte Gasparjan.
Seiner Meinung nach ist Deutschland dabei, seine Vergangenheit zu revidieren. "Dies ist in gewisser Weise eine Rache für die Niederlage im Großen Vaterländischen Krieg. Wir verstehen sehr gut, dass sich die politische Führung in den letzten 80 Jahren verändert hat. Waren es in den Anfangsjahren konsequente Gegner des Nationalsozialismus, so sind jetzt diejenigen an der Macht, deren Großväter und Urgroßväter dem Naziregime dienten und dessen Politik aktiv unterstützten", schloss der Rundfunksprecher.
Russischer Botschafter: Beziehungen auf dem Nullpunkt
Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, wurden im vergangenen Jahr 94,6 Prozent weniger Waren aus der Russischen Föderation importiert als 2021, dem Jahr vor Beginn der Militäroperation in der Ukraine. Damit befinden sich die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Russland fast im Nullzustand. Dies beklagte auch der russische Botschafter Sergei J. Netschajew im Interview mit dem Overton-Magazin.
"Die deutsch-russischen Beziehungen befinden sich auf dem Nullpunkt", sagte er. Es sei wirklich enttäuschend, dass es keinen politischen Dialog mehr gebe. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit der beiden Länder, die früher auf der Prioritätenliste der beiden Nationen ganz oben stand, sei drastisch zusammengeschrumpft. Das sei sehr schade.
"Wir haben unsererseits keine einzige Vereinbarung, kein einziges Abkommen, gestrichen", betonte der Diplomat. "Denn wir sind der Meinung, dass ein Dialog unter allen Umständen notwendig ist. Und wir würden ihn gerne fortsetzen. Wir sind grundsätzlich dagegen, die Brücken abzubrechen", so Netschajew.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
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Weiteres:
Die Deutschen sind keine Idioten, sondern sie hassen uns schlichtweg
freedert.online, 12 Juni 2025 06:30 Uhr, Von Marina Chakimowa-Gatzemeier
Früher bereuten die Deutschen ihre nationalsozialistische Vergangenheit, doch nun scheint sich alles völlig verdreht zu haben. Viele – nicht alle – Deutsche behaupten heute, dass der Nationalsozialismus gar nicht das Böse gewesen sei. Im Gegenteil! Sie glauben, dass Hitler das Böse bekämpft habe.
"Das Russische Haus in Berlin und andere Einrichtungen, die im Zusammenhang mit den diplomatischen und kulturellen Aktivitäten der Russischen Föderation in Deutschland stehen, müssen geschlossen werden, da sie zur Anwerbung niedrigrangiger Geheimagenten genutzt werden", forderte kürzlich der CDU-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums der deutschen Nachrichtendienste, Roderich Kiesewetter. Seiner Meinung nach sind alle, denen russische Traditionen und Kultur am Herzen liegen, Kremlagenten. Spione und Saboteure. Zu welchen anderen irrsinnigen und oft sogar rechtswidrigen Handlungen führt nun die panische deutsche Russophobie? Und was haben wir von ihr zu erwarten?
Hass auf alles Russische und Angst vor Russen. Heute sind davon fast alle Lebensbereiche in Deutschland betroffen. Am stärksten darunter leidet unsere Kultur, die von den Deutschen einfach abgeschafft wurde. Der kulturelle Austausch wurde auf allen Ebenen zum Erliegen gebracht. Das gilt sowohl für Gastspiele russischer Theater und Ausstellungen russischer Künstler als auch für Schulausflüge und Auftritte von Amateurensembles. Ausgenommen sind nur diejenigen, die sich schämen, Russen zu sein.
"Herzlich willkommen!", diese Grußworte sagt Deutschland wohl nur gegenüber unseren ausländischen Agenten, die kaum als Russen bezeichnet werden dürfen. Sie treten oft auf deutschen Bühnen unter ukrainischen Flaggen auf. Wer in Deutschland gastieren will, muss sich als Russenfeind bekennen, die Ukraine unterstützen, finanziell oder kulturell in sie investieren und diese Weltanschauung mit Taten beweisen – diese Forderung gilt für alle Kulturschaffenden in Deutschland, nicht nur für ehemalige Russlandbürger.
Und Russischschulen in Deutschland existieren derzeit nur, weil sie Russophobie propagieren. Dort wird zwar auf Russisch unterrichtet, aber die feindselige Haltung gegenüber Russland ist manchmal viel stärker als in regulären Schulen. Wie der unabhängige deutsche Journalist und Politologe Gregor Spitz im Jahr 2023 berichtete, "mussten meine engen Freunde in Berlin ihre Tochter von einer Russischschule auf eine andere versetzen, weil ihre Klassenlehrerin gerne von der Schuld Wladimir Putins sprach und dabei vielsagende Blicke auf die Schülerin mit russischem Vor- und Nachnamen warf".
Überall hört man Russisch von den ukrainischen Flüchtlingen, aber sie verbreiten damit ihren Hass auf die Russen. Viele russische Restaurants mussten sich in ukrainische umbenennen – obwohl die Speisekarte im Großen und Ganzen dieselbe geblieben ist. Andernfalls würden sie unter Druck gesetzt, es käme zu Vandalismus und Verwaltungshindernissen.
Auch die Geschichte wurde hart getroffen. Die Sicht auf die russisch-deutschen Beziehungen, auf die guten interethnischen Bezüge und die Zusammenarbeit wurde radikal verändert. Alles Gute, was es zwischen unseren Völkern gab, wird entweder aus dem Gedächtnis verdrängt oder negativ dargestellt, wie beispielsweise die Aktivitäten des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder, der sich für die Stärkung der Freundschaft mit Russland einsetzte.
Die Deutschen führen einen Krieg gegen die Wahrheit, gegen die Vergangenheit, gegen die Geschichte, sie schreiben sie um, zerstören ihre Artefakte und Denkmäler. In den letzten Jahren wurden in der BRD mehr als drei Dutzend Gedenkstätten, die dem sowjetischen Sieg über den deutschen Faschismus gewidmet sind, geschändet. Die blau-gelbe Farbe auf der Statue eines Befreier-Soldaten im Berliner Treptower Park, die beleidigenden Inschriften und zerstörten Grabsteine in der Gedenkstätte "Seelower Höhen", der Vandalismus auf dem Friedhof der sowjetischen Soldaten in Penzlin – diese Liste ließe sich noch lange fortsetzen, und in allen Fällen blieben die Täter nicht nur unbestraft, sondern wurden nicht einmal ermittelt.
Die Berliner CDU-Abgeordnete Stefanie Bung proklamiert: "Der russische Krieg hat die Verdienste der sowjetischen Soldaten im Zweiten Weltkrieg zunichtegemacht. Sowjetische Denkmäler sind heute als materialisierte Symbole der Gewalt zu betrachten!" Und laut der Bezirksbürgermeisterin des Berliner Bezirks Pankow, Cordelia Koch, "sollten diese Gedenkstätten mit Informationstafeln zum Angriffskrieg Russlands versehen werden".
Die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges unter sowjetischen und russischen Flaggen sowie russische Militärlieder während des Zuges des "Unsterblichen Regiments" sind verboten. In diesem Jahr wurden von den Kränzen, die unsere diplomatische Vertretung im Treptower Park, im Tiergarten und im Konzentrationslager Dachau niedergelegt hatte, die Georgsbänder und die Bänder mit den Farben der russischen Flagge abgeschnitten. Meine Bekannte, eine Russlanddeutsche, erzählt: "Für jedes russische Symbol drohen Strafen und Repressionen. Deshalb kleiden wir uns am Tag des Sieges in den Farben unserer Fahne. Aber auch dafür kann man bestraft werden. Derzeit wird in der BRD aktiv die Idee verbreitet, dass die Russen im Zweiten Weltkrieg gar nicht gekämpft hätten. Dabei kursiert folgende These: 'Es gab eine ukrainische und eine weißrussische Front. Aber wo bitte war die russische Front? Es gab keine!' Nein, nein, sie sind keine Idioten, sondern sie hassen uns schlichtweg."
Eine Kölnerin namens Janne, die zu denen gehört, die seit Jahrzehnten die Gräber sowjetischer Soldaten in Deutschland pflegen, erläutert mir: "Die schrittweise Abkehr der Deutschen von dem Bekenntnis ihrer Verbrechen im Großen Vaterländischen Krieg ist besorgniserregend. Früher haben die Deutschen ihre nationalsozialistische Vergangenheit bereut, aber jetzt wird alles relativiert, die Wahrnehmungsweise ändert sich. Die Geschichte wird auf den Kopf gestellt. Viele – nicht alle – Deutschen sagen heute, dass Hitlers Nationalsozialismus gar nicht das Böse gewesen sei. Ganz im Gegenteil! Hitler habe gegen das Böse gekämpft." Dies bestätigt auch die deutsche Politikerin von der Partei "Alternative für Deutschland" (AfD), Olga Petersen: "In Deutschland hat sich die offizielle Interpretation des Zweiten Weltkriegs und des Sieges der UdSSR schon früher von der russischen unterschieden. Derzeit setzt sich der Trend fort, das historische Gedächtnis über den Beitrag Russlands zum Sieg zu verwischen und die antirussische Rhetorik zu verschärfen. Die Frage der Heroisierung oder Leugnung des Nationalsozialismus wird aktiv diskutiert ... Es gibt zwar noch keine offiziellen Äußerungen, dass 'Hitler gegen das Böse gekämpft hat, indem er die UdSSR angegriffen hat', aber in öffentlichen Diskussionen sind solche Argumente bereits zu hören."
"Noch nicht, aber bald" – das lässt sich auch über das offizielle Verbot von Reisen aus Deutschland nach Russland zum Besuch von Verwandten, Freunden und zu touristischen Zwecken sagen. Hier herrscht massenhafte Angstmacherei. Die Informationskanäle sind überfüllt mit erschreckenden Warnungen: "Sobald Sie die russische Grenze überqueren, werden Sie inhaftiert!"; "Russische Zollbeamte beschlagnahmen alle Ihre Ersparnisse und Dokumente"; "Putins Geheimdienst weiß alles über Sie. Sie werden bestraft, wenn Sie einmal einem Ukrainer die Hand gereicht haben!"
Mein Freund, ein Musiker aus Hessen namens Heiko, wollte diesen Sommer Urlaub in Russland machen. In einem Telefonat erzählte er mir: "Es gibt kein einziges Reisebüro mehr, das bei der Visabeschaffung hilft! Auf der Internetseite der deutschen Botschaft in Russland gibt es eine Reisewarnung: "Die deutsche Vertretung übernimmt keine Verantwortung, wenn Ihnen in diesem Land etwas passiert!" Kollegen und Freunde warfen Heiko vor, "Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu unterstützen". Der Direktor der Musikschule, an der er unterrichtet, stellte ihm die Kündigung in Aussicht, und die Organisatoren seiner Konzerte sagten ihm unverblümt: "Wenn du in ein totalitäres Land fährst, um dort Geld auszugeben, dann erwarte nicht, dass du es von uns bekommst!"
Den schmerzhaftesten Schlag im deutschen Krieg gegen alles Russische erleben derzeit einfache Menschen aus den GUS-Staaten, die nach russischen oder sowjetischen Traditionen leben. Die Deutschen schlagen auf das Lebensnotwendige und das Wertvollste ein, das sie haben. Arbeit. Zuhause. Familie. Kinder.
"Wenn jemand nur einmal etwas Positives über Russland sagt, wird er aus seinem Arbeitsunternehmen gedrängt. Es werden verschiedene Bedingungen gestellt, Vorwürfe gemacht, unterschiedliche Methoden angewendet. Es gab Fälle, in denen Arbeitnehmer wegen unrechtmäßiger Entlassung gerichtliche Schritte eingeleitet haben. Die Behörden üben Druck auf die Gerichte aus. Es ergibt sich folgendes Bild: Wenn man Russland unterstützt, verliert man den Arbeitsplatz", sagt meine deutsche Freundin, die anonym bleiben möchte.
"In vielen Fällen tauchen Vertreter des Jugendamtes bei denjenigen auf, die Russland unterstützen. Dabei wird genau unter die Lupe genommen, in welchen Traditionen die Kinder in der Familie erzogen werden. Die Kinder werden gegen ihre Eltern aufgehetzt und einer Gehirnwäsche unterzogen", erzählt eine weitere Bekannte von mir, die ihre Identität nicht preisgeben möchte. "Ich erfahre regelmäßig, dass Kinder in Kinderheimen oder Pflegefamilien untergebracht wurden, natürlich in russlandfeindlichen und nicht immer traditionellen Familien."
Olga Petersen ist überzeugt: "Menschen, die Russland unterstützen, können verschiedenen Formen von Druck ausgesetzt sein, darunter soziale Ausgrenzung, Diskriminierung, Marginalisierung, Beschlagnahmung von Eigentum und Entzug von Kindern oder rechtliche Verfolgung. In einigen Fällen kommt es zu repressiven Maßnahmen, unabhängig von den politischen Ansichten. Es reicht aus, zu Russland zu gehören oder Russisch zu sprechen."
Selbst das Feiern des russischen Weihnachtsfestes kann bestraft werden! Letztes Jahr zum Beispiel organisierten Vertreter der russischsprachigen Diaspora in Leverkusen ein Fest für Kinder und ihre Eltern – mit Väterchen Frost, dem Schneemädchen und der Märchenaufführung. Am nächsten Tag berichteten alle Lokalzeitungen, dass es sich um "ein Treffen russischer Agenten, die ihre Kinder in Despotismus und Totalitarismus erziehen" handelte. Ein Teilnehmer dieser Veranstaltung, der ebenfalls darum gebeten hat, anonym zu bleiben, erklärt: "Daraufhin hat die Stadtverwaltung von Leverkusen eine Sondersitzung zu unserem Weihnachtsfest einberufen und im Rahmen einer Abstimmung ein Verbot aller russischen Feiertage und Versammlungen beschlossen. Mir liegen offizielle Dokumente vor, die dies belegen."
"Deutschland wendet sich leider nicht nur weiterhin von Russland ab, sondern bereitet seine Bürger auch auf einen möglichen Militärkonflikt vor", meint Olga Petersen, eine vierfache Mutter, die letztes Jahr mit ihrer Familie wegen politischer Verfolgung von Deutschland nach Russland umziehen musste.
So wie ich eigentlich auch.
Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 11. Juni 2025 zuerst auf der Homepage der Zeitung Wsgljad erschienen.
RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
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