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10.05.2025

Noch kein Konkurs: Gericht in Zug gibt Nord Stream 2-Konzern weiteren Aufschub

freedert.online, 9 Mai 2025 19:19 Uhr

Nord Stream 2 entgeht in letzter Minute dem Konkurs: Ein Gericht in Zug genehmigte einen Nachlassvertrag mit den Gläubigern. Trotz US-Sanktionen beschädigten Leitungen und unklarer Perspektive bleibt das umstrittene Pipelineprojekt juristisch am Leben. 


Noch kein Konkurs: Gericht in Zug gibt Nord Stream 2-Konzern weiteren AufschubQuelle: Sputnik © Sergey Gu

neev


Die Schweiz erlaubt Nord Stream 2 zu atmen.


Trotz schwerer Hypotheken und politischer Eiszeit darf Nord Stream 2 weiterexistieren. Das Kantonsgericht Zug hat einem Nachlassvertrag zwischen der Betreiberfirma und ihren rund 150 Gläubigern zugestimmt – ein juristischer Befreiungsschlag auf Zeit.


Nord Stream 2 AG taumelt dem Konkurs entgegen – Frist endet am Freitag





Nord Stream 2 AG taumelt dem Konkurs entgegen – Frist endet am Freitag






Die hoch verschuldete Nord Stream 2 AG, einst als strategisches Bindeglied zwischen russischem Gas und deutschem Markt geplant, konnte sich nach jahrelangem Ringen mit Investoren und Geldgebern auf einen Schuldenschnitt einigen. Das Schweizer Gericht bestätigte am Freitag das Ergebnis dieser Einigung. Noch ist die Entscheidung nicht rechtskräftig – eine Beschwerdefrist von zehn Tagen läuft.

Die finanzielle Situation der Gesellschaft war prekär: Milliardenschwere Investitionen europäischer Energiekonzerne, nie genutzte Pipelines und internationale Sanktionen hatten das Unternehmen seit Jahren in Schieflage gebracht. Nur durch mehrfache Verlängerungen der Nachlassstundung – über das gesetzlich zulässige Maximum hinaus – blieb die Insolvenz aus.

Die politische Großwetterlage setzt dem Projekt allerdings weiter zu. Der Ukraine-Krieg, die gesprengten Leitungen und der Verzicht Europas auf russisches Gas lassen an der Zukunft von Nord Stream 2 zweifeln. Auch wenn hinter den Kulissen offenbar neue Investoren aus den USA sondieren – eine Rückkehr in den Energiemarkt bleibt problematisch.


Mehr zum Thema – Die multipolare Welt hat Europa vor einem neuen Krieg bewahrt


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Info: https://freedert.online/schweiz/244522-nord-stream-2-gericht-in/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




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10.05.2025

Frieden statt Krieg: Mehrheit der Deutschen will andere Ukraine-Politik

multipolar-magazin.de, vom 9. Mai 2025, 0 Kommentare, PDF, STEFAN KORINTH,


Multipolar hat eine repräsentative Umfrage zur Ukraine-Politik der deutschen Regierung durchführen lassen. Nahezu zwei Drittel der Menschen fordern die neue Bundesregierung zum Einsatz für Friedensverhandlungen auf. Eine ebenso große Mehrheit der Befragten lehnt die mögliche Lieferung deutscher Marschflugkörper an die Ukraine ab. Wegen der finanziellen Kürzungen für deutsche Bürger will nur noch eine knappe Mehrheit die Ukraine überhaupt weiter mit Steuergeld unterstützen. Die Umfrage zeigt: Haben die Menschen eine Auswahl, so entscheidet sich die große Mehrheit für Friedensbemühungen statt Kriegsverlängerung.


Im Auftrag von Multipolar befragte das Hamburger Markt- und Meinungsforschungsinstitut „Bambus Research“ Mitte April mehr als 1.000 Menschen in Deutschland zu ihren Wünschen hinsichtlich der Ukraine-Politik der kommenden Bundesregierung. Friedensverhandlungen, Taurus-Lieferung, Vertrauen in die Nato – in mehreren abgefragten Aspekten weicht die Mehrheitsmeinung der deutschen Bevölkerung klar ab von den politischen Überzeugungen und Plänen der Mehrheit im Bundestag. Knapp auf Linie der Regierenden sind die Deutschen noch bei Fragen der finanziellen Unterstützung der ukrainischen Regierung sowie bei Sanktionen gegen Russland. Gleichzeitig belegt die repräsentative Umfrage aber auch die tiefe politische Spaltung der Gesellschaft.

Knappe Mehrheit für Zahlungen an Kiew trotz Kürzungen hierzulande

Im November 2024 hatte die damalige Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) als erstes Mitglied der Bundesregierung öffentlich eingeräumt, dass die finanzielle Unterstützung Deutschlands für die Ukraine in Höhe von 37 Milliarden Euro zu Ausgabenkürzungen hierzulande geführt hat. Gestrichen wurde etwa bei frühkindlicher Bildung, weitere Kürzungen gab es Baerbock zufolge in den Bereichen Mobilität und Soziales. Anschließende Multipolar-Recherchen hatten ergeben, dass die Bundesregierung auch in vielen anderen Ressorts wie etwa Gesundheit und Wirtschaft Gelder gestrichen hatte, um Zahlungen an die ukrainische Regierung tätigen zu können. Zudem sanken preisbereinigt beispielsweise die Zuschüsse des Bundes zur Rentenversicherung.

Multipolar wollte von den Befragten wissen, ob sie trotz der Kürzungen für deutsche Bürger dafür sind, dass die neue Bundesregierung die Ukraine weiterhin finanziert. Eine knappe Mehrheit von 53 Prozent antwortete hierauf mit „ja“, 47 Prozent sagten „nein“. Unterteilt man die Befragten in Kategorien wie Geschlecht, Alter, Parteinähe oder Einkommen, zeigt sich, dass Frauen und jüngere Menschen mehrheitlich gegen eine weitere Finanzierung der ukrainischen Regierung sind, wenn dies Kürzungen für Deutsche bedeutet. Männer und ältere Menschen waren mehrheitlich trotzdem dafür. Am deutlichsten war die Zustimmung mit 74 Prozent bei den Befragten über 60 Jahren.

Differenziert nach politischen Präferenzen, stellt sich heraus: AfD- und BSW-Anhänger sind mit 86 beziehungsweise 82 Prozent deutlich dagegen ebenso wie Menschen ohne Nähe zu den größeren Parteien (55 Prozent). Für die weitere Finanzierung Kiews sind hingegen in großer Zahl die Anhänger von Grünen (81 Prozent) und SPD (72 Prozent). Knapper war die Zustimmung bei Menschen, die der Union (60 Prozent), der FDP (56 Prozent) und der Linken (53 Prozent) nahestehen.

Diejenigen, die obige Frage mit „Ja“ beantworteten, erhielten die Zusatzfrage, ob sie die finanzielle Unterstützung für die ukrainische Regierung aus deutschen Steuermitteln sogar noch erhöhen würden. Dies bestätigten 73 Prozent der Unterstützungsbereiten – 27 Prozent von ihnen lehnten eine Erhöhung ab. Die stärkste Zustimmung für eine weitere Erhöhung der deutschen Zahlungen fand sich mit 81 Prozent bei den Reichsten – das heißt bei der höchsten Einkommenskategorie dieser Umfrage: Menschen mit einem monatlichen Brutto-Haushaltseinkommen von mehr als 10.000 Euro.

Mehrheit für Beibehaltung der anti-russischen Sanktionen

Die oben erwähnte Multipolar-Recherche hatte auch ergeben, dass besonders die stark gestiegenen Steuereinnahmen des Bundes durch höhere Energiepreise eine wesentliche Quelle für die Zahlungen an Kiew darstellen. Trotz der Verteuerung für deutsche Unternehmen und Bürger infolge der EU-Sanktionen erklärt eine Mehrheit von 58 Prozent in der Multipolar-Umfrage, sie seien dafür die EU-Sanktionen gegen russische Öl- und Gaslieferungen aufrecht zu erhalten. Dies gelte, obwohl der Import russischer Energie in die EU trotz der Strafmaßnahmen weiterhin in großem Maßstab stattfindet. 42 Prozent der Befragten sind mit den Sanktionen hingegen nicht einverstanden.

Alle Altersgruppen unter den Befragten sind mehrheitlich für die Beibehaltung anti-russischer Sanktionen. Die niedrigste Zustimmung findet sich bei Umfrage-Teilnehmern zwischen 30 und 44 Jahren (51 Prozent) während die größte Zustimmung erneut bei Befragten über 60 Jahren liegt (69 Prozent). Während die Anhänger von AfD (78 Prozent) und BSW (82 Prozent) auch hier zum größten Teil dagegen stimmen, sind alle anderen Parteianhänger mehrheitlich dafür, am stärksten erneut die Grünen mit 86 Prozent. Auch alle Einkommensgruppen sind mehrheitlich für Sanktionen – am klarsten die Wohlhabendsten.

Zwei Drittel gegen Taurus-Lieferung an die Ukraine

Deutlich anders sieht die Mehrheitsmeinung jedoch aus, wenn es um eine militärische Beteiligung Deutschlands am Krieg geht. 67 Prozent der Befragten lehnen die Lieferung des deutschen Marschflugkörpers Taurus an die Ukraine ab. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sowie Außenminister Johann Wadephul (CDU) hatten vor Amtsantritt in den vergangenen Monaten erklärt, das weitreichende Waffensystem an die Ukraine liefern zu wollen. Die Multipolar-Umfrage bestätigt damit eine ARD-Erhebung aus dem November 2024, laut der sich 61 Prozent ebenfalls gegen eine Taurus-Lieferung aussprachen und nur 30 Prozent dafür.

Egal ob nach Alter, Einkommen oder Geschlecht differenziert wird – alle in der Analyse der Multipolar-Befragung differenzierten Gruppen lehnen eine Taurus-Lieferung mehrheitlich ab. Allerdings steigt die Befürwortung mit der Einkommenshöhe: die Ärmsten sind am stärksten dagegen (71 Prozent), die Reichsten jedoch nur zu 56 Prozent. Bei Betrachtung der Befragten nach Parteipräferenz wird klar, dass auch die Sympathisanten der Regierungsparteien die Lieferung des Waffensystems an die Ukraine mehrheitlich ablehnen: Unionsanhänger zu 60 Prozent, SPD-Anhänger zu 58 Prozent. Noch deutlicher fällt die Ablehnung der Taurus-Pläne bei Anhängern von AfD (85 Prozent), BSW (85 Prozent) und Linken (78 Prozent) sowie bei Menschen, die sich mit keiner der großen Parteien identifizieren (79 Prozent) aus. Lediglich Anhänger von FDP und Grünen plädieren mehrheitlich für die Lieferung der Marschflugkörper mit 61 beziehungsweise 55 Prozent.

Auch an dieser Stelle gab es eine Zusatzfrage, für diejenigen, die der Taurus-Lieferung zustimmen. Die Befragten erhielten die Information, dass das ukrainische Militär mit dem deutschen Marschflugkörper etwa den Kreml und andere Regierungsgebäude in Moskau zerstören und hochrangige russische Politiker töten könnte sowie dass Bundeswehrsoldaten hierbei definitiv an der Zielführung beteiligt wären. Gefragt wurde, ob die Pro-Taurus-Fraktion in der deutschen Bevölkerung damit einverstanden wäre, wenn die Bundesregierung solche Angriffe erlaubt. Hierauf antworteten 66 Prozent von ihnen mit „ja“ und 34 Prozent mit „nein“. Auf die Gesamtzahl aller Befragten bezogen, sind demnach 22 Prozent der Deutschen einverstanden mit einem direkten militärischen Eingreifen Deutschlands in den Krieg.

Vertrauen in Nato nicht sehr groß – außer bei Grünen und Linken

Russische Politiker hatten mehrmals darauf hingewiesen, dass solche Taurus-Angriffe zu einem direkten Krieg zwischen Russland und Deutschland führen könnten. Dies würde höchstwahrscheinlich zum Nato-Bündnisfall führen. Doch laut Nato-Vertrag ist die gegenseitige militärische Unterstützung im Kriegsfall keine Pflicht für andere Nato-Mitglieder, sondern lediglich eine Kann-Regelung. Jeder Mitgliedsstaat kann entscheiden, ob er sich statt militärisch nur finanziell, politisch oder auch gar nicht an der Verteidigung eines angegriffenen Nato-Landes beteiligt.

Deshalb wollte Multipolar von den Befragten wissen, ob sie glauben, dass andere Nato-Länder aufseiten Deutschlands in einen Krieg gegen die Atommacht Russland eintreten würden. Tatsächlich ist nur eine eher geringe Mehrheit von 57 Prozent hiervon überzeugt, während 43 Prozent der Umfrage-Teilnehmer glauben, dass Deutschland in solch einem Krieg ohne militärische Nato-Hilfe dastünde.

Besonders skeptisch sind hierbei Frauen. Von ihnen glauben 51 Prozent nicht an den Kriegseintritt anderer Nato-Länder gegen Russland. Auch unter den ärmsten Menschen (Haushaltseinkommen unter 2.500 Euro pro Monat) befinden sich viele zweifelnde Menschen. (50 Prozent) Nach Alter differenziert stellen sich die jüngsten Teilnehmer (18 bis 29 Jahre) als diejenigen mit dem größten Vertrauen in die Nato-Bündnisstruktur heraus. (62 Prozent) Blickt man auf die Parteinähe zeigten sich AfD, BSW und parteiferne Menschen mehrheitlich skeptisch (58 bis 60 Prozent), während alle anderen mehrheitlich zustimmten. Auffällig ist, dass das Vertrauen in die Nato bei Anhängern der Grünen (79 Prozent) und der Linken (68 Prozent) am stärksten ausgeprägt ist. Beide Parteien sind in ihren Ursprüngen Nato-kritische Parteien gewesen.

Friedenswunsch der ukrainischen Bevölkerung weitgehend unbekannt

Die Menschen in der Ukraine erleben die Realität eines Krieges seit mehr als drei Jahren am eigenen Leibe. In Umfragen äußerte deshalb wiederholt eine Mehrheit der Ukrainer ihre Hoffnung auf baldige Friedensverhandlungen. So plädierten im Februar 2024 rund 72 Prozent der befragten Ukrainer gegenüber dem Kiewer Internationalen Institut für Soziologie, ihre Regierung solle auch nach einem diplomatischen Weg zur Beendigung des Krieges suchen. Bei einer weiteren Umfrage im Februar 2025 forderten 73 Prozent der befragten Ukrainer ihre Regierung auf, „sofortige Friedensverhandlungen“ mit Russland aufzunehmen.

Im Gegensatz zu oppositionellen Medien berichteten große deutsche Medien jedoch nicht über diese Ergebnisse. Abgesehen von wenigen Ausnahmen verallgemeinert die Berichterstattung in etablierten deutschen Medien häufig die kriegsbereite Haltung der Kiewer Regierung als Haltung aller Ukrainer. Exemplarisch kürzlich die „Tagesschau“: „Die Ukraine“ setze „große Hoffnung“ darauf, dass Kanzler Merz den Marschflugkörper „Taurus“ liefert. Die Stuttgarter Zeitung titelte 2024: „Die Ukraine hofft auf neue Waffen“.

Doch wie weit reicht diese Definitionsmacht der großen Medien tatsächlich? Multipolar wollte von den deutschen Befragten wissen, inwiefern ihnen der mehrheitliche Verhandlungswillen der Ukrainer aus der deutschen Berichterstattung bekannt ist. Tatsächlich erklärten 36 Prozent der Umfrage-Teilnehmer, sie hätten bereits vom Verhandlungswillen der ukrainischen Mehrheit gehört. 64 Prozent der Befragten sagten hingegen, dieser sei ihnen unbekannt.

Bei der näheren Analyse ist besonders auffällig, dass es die Gruppe der Menschen über 60 ist, in der sogar eine knappe Mehrheit von 51 Prozent erklärt, der ukrainische Wunsch nach Verhandlungen sei ihr aus den Medien bekannt. Auch mit Blick auf die Partei-Anhänger ergeben sich überraschende Ergebnisse. Zwar ist allen Gruppen die Information mehrheitlich unbekannt, allerdings zeigten sich die Sympathisanten von Grünen und FDP mit jeweils 52 Prozent am informiertesten. Gerade die Anhänger dieser beiden Parteien sind gleichzeitig jedoch am deutlichsten für die Lieferung von „Taurus“. Das legt die Erkenntnis nahe, dass sich ein Teil dieser Befragten ganz bewusst gegen den Wunsch der ukrainischen Bevölkerungsmehrheit nach baldigem Frieden positioniert.

Klare Mehrheit bevorzugt friedliche Konfliktlösung

Zum Abschluss der Umfrage konnten die Teilnehmer wählen, welche politischen Weg die neue deutsche Bundesregierung im Umgang mit der Ukraine verfolgen soll. Hierbei mussten die Befragten sich nicht nur für eine Option entscheiden, sondern konnten mehrere Vorgehensweisen gleichzeitig auswählen.

69 Prozent der Befragten erklärten, die neue Bundesregierung solle die Ukraine finanziell unterstützen, um humanitäre Zwecke zu erfüllen. 66 Prozent sagten, die neue Bundesregierung müsse die ukrainische Regierung auffordern, Friedensverhandlungen mit Russland zu führen. Deutlich weniger beliebt waren hingegen die Optionen „Finanzielle Unterstützung für militärische Zwecke“ (44 Prozent) und „Waffenlieferungen aus dem Bestand der Bundeswehr“ (35 Prozent). Für keinen der genannten Wege konnten sich rund 9 Prozent entscheiden.

Die Multipolar-Umfrage bestätigt damit das Bild, das eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts „YouGov“ bereits im Februar 2023 von der deutschen Bevölkerung zeichnete: Demnach sprachen sich schon damals 67 Prozent für Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine aus. Eine Insa-Umfrage aus dem August 2024 kam zu einem fast identischen Ergebnis: 68 Prozent für Friedensverhandlungen.

Damit wird klar, dass sich die große Mehrheit der Deutschen von der neuen Bundesregierung die Nutzung friedlicher Optionen der Unterstützung und Konfliktlösung erhofft, während nur eine Minderheit militärische Mittel gutheißt. Trotz „repräsentativer“ Demokratie: In Bundestag und Bundesregierung sieht die Mehrheitsposition zum Ukraine-Krieg jedoch ganz anders aus.

Anhang Die Umfrage wurde im Zeitraum vom 15. bis 24. April 2025 vom Hamburger Markt- und Meinungsforschungsinstitut „Bambus Research“ im Auftrag von Multipolar durchgeführt. Befragt wurden 1.024 Menschen über 18 Jahren, die in Deutschland leben und wahlberechtigt sind. Die Hälfte der Befragten nahm telefonisch an der Erhebung teil, die andere Hälfte online. Die Originalfragen lauteten:

(1) Mit Außenministerin Annalena Baerbock hat im vergangenen November erstmals ein Mitglied der Bundesregierung eingeräumt, dass die finanzielle Unterstützung Deutschlands für die Ukraine zu Ausgabenkürzungen hierzulande geführt haben. Kürzungen gab es u.a. in den Bereichen Bildung, Mobilität und Soziales. Sind Sie dafür, dass die neue Bundesregierung die Ukraine weiterhin finanziert, auch wenn dies Kürzungen für die deutschen Bürger bedeutet?

Zusatzfrage (wenn bei obiger Frage „ja“): (1a) Die USA waren bisher der größte Geldgeber für die ukrainische Regierung. Die neue US-Regierung unter Donald Trump hat jedoch angekündigt, ihre Zahlungen an die Ukraine deutlich zu reduzieren und hat dies auch zum Teil bereits umgesetzt. Der ukrainische Präsident Selenski sagte, er hoffe nun, dass EU-Staaten die wegfallenden US-Zahlungen ersetzen. Sind Sie dafür, dass die neue Bundesregierung die Ukraine in höherem Maß als bisher finanziell unterstützt?

(2) Die EU-Sanktionen gegen russische Öl- und Gaslieferungen haben die Energiepreise für deutsche Privatkunden und für deutsche Unternehmen erhöht. Der Import russischer Energie in die EU findet jedoch weiterhin statt - nun jedoch größtenteils per Schiff, was teurer ist als Lieferungen durch Pipelines. Sind Sie dafür, die EU-Sanktionen gegen russische Öl- und Gaslieferungen trotzdem aufrecht zu erhalten?

(3) CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz hat im Wahlkampf mehrmals erklärt, den weitreichenden deutschen Marschflugkörper "Taurus" an die Ukraine liefern zu wollen. Durch abgehörte Gespräche hochrangiger deutscher Luftwaffenoffiziere ist bekannt, dass das Waffensystem nur mit Hilfe deutscher Soldaten bedient werden kann. Russische Politiker warnten, dass Angriffe auf russisches Staatsgebiet mit Taurus zu einem direkten Krieg zwischen Russland und Deutschland führen können. Sind Sie dafür, dass die neue Bundesregierung Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine liefert?

Zusatzfrage (wenn bei obiger Frage „ja“): (3a) Mit dem deutschen Marschflugkörper "Taurus" könnte das ukrainische Militär auch den Kreml und andere Regierungsgebäude in Moskau zerstören und unter Umständen hochrangige russische Politiker töten. Sind Sie dafür, dass die neue Bundesregierung der Ukraine den Angriff auf diese Ziele mit deutschen Waffensystemen erlaubt?

(4) Laut Nato-Vertrag ist die gegenseitige Unterstützung im Kriegsfall keine Pflicht für andere Nato-Mitglieder. Glauben Sie, dass andere Nato-Länder aufseiten Deutschlands in einen Krieg gegen Russland eintreten würden, falls es zu einem direkten Krieg zwischen Deutschland und Russland kommt?

(5) In Umfragen des vergangenen Jahres sagten mehrmals knapp 75 Prozent der Ukrainer, dass sie sich die sofortige Aufnahme von Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland wünschen. Ist Ihnen diese Mehrheitsmeinung der ukrainischen Bevölkerung aus der deutschen Medienberichterstattung bekannt?

(6) Welchen Weg sollte die kommende deutsche Bundesregierung im Umgang mit der Ukraine verfolgen? (Mehrfachantwort erlaubt) Antwortmöglichkeiten: Finanzielle Unterstützung für humanitäre Zwecke, Finanzielle Unterstützung für militärische Zwecke, Waffenlieferungen aus dem Bestand der Bundeswehr, Forderung an Kiew Friedensverhandlungen zu führen,
keine der genannten Wege


Diskussion

0 Kommentare


Info: https://multipolar-magazin.de/artikel/umfrage-ukraine-politik-bundesregierung


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

10.05.2025

Sondertribunal für Putin, Sonderrecht für Netanjahu

lostineu.eu, vom 9. Mai 2025

Die Ukraine und ihre Alliierten in der EU haben die Einrichtung eines Sondertribunals beschlossen, das den “Angriffskrieg” Russlands aburteilen soll. Sie wollen Kremlchef Putin hinter Gitter bringen – einem anderen Kriegsherrn räumen sie Sonderrechte ein.

Das Sondertribunal soll das “Verbrechen der Aggression” gegen die Ukraine ahnden und die politischen und militärischen Verantwortlichen aus Russland zur Rechenschaft ziehen.

Der ukrainische Außenminister Sybiha sagte bei einem Treffen mit seinen EU-Kollegen in Lwiw, er hoffe darauf, dass Kreml-Chef Putin und andere Regierungsmitglieder vor Gericht gebracht werden.

Dies ist im Kern eine Absage an die laufenden diplomatischen Bemühungen um eine Friedenslösung. Wie kann man mit Putin verhandeln, wenn man ihn am Ende ins Gefängnis stecken will?

Und woher bezieht ein solches Ad hoc-Tribunal eigentlich seine Legitimation? Warum gibt und gab es nicht ähnliche Gerichte für den Irak, für Libyen, den Sudan oder andere Länder des Globalen Südens?

Die Sonderbehandlung der Ukraine sei  nicht nachvollziehbar, meint der Völkerrechtler Kai Ambos. Das Gericht könne allenfalls durch eine Resolution der UN-Generalversammlung legitimiert werden. Selbst die USA machen nicht mehr mit.

Doch das ist der EU egal. Sie unterstreicht die Sonderbehandlung sogar noch durch ihr Sondertreffen in Lwiw – also in der Ukraine. Dass der neue deutsche Außenminister Wadephul dabei war, macht es nicht besser.

Krasse Doppelstandards

Denn Deutschland leistet sich – wie viele andere EU-Länder – krasse Doppelstandards. Das Land, das für den 2. Weltkrieg verantwortlich war, boykottiert nicht nur die Feierlichkeiten zum Ende eben dieses Krieges in Moskau.

Es lädt auch noch Israels Staatschef Herzog nach Berlin, wo ihn Präsident Steinmeier am 12. Mai empfängt. Am Tag danach reisen sie gemeinsam nach Israel, wo Steinmeier auch Ministerpräsident Netanjahu treffen wird.

Deutschland nimmt Netanjahu trotz der anhaltenden Kriegsverbrechen und dem Vorwurf des “Völkermords in Gaza” in Schutz. Aber Putin wollen die Deutschen und die meisten EUropäer unbedingt hinter Gitter bringen.

Neben dem ukrainischen Sondertribunal gibt es wohl auch noch eine europäische Sondermoral…

P. S. Gegen beide, Putin und Netanjahu, liegt ein Haftbefehl in Den Haag vor. Deutschland und die EU wollen aber nur einen vollstrecken. Netanjahu wurde sogar in Ungarn empfangen – ohne Folgen…

‹ Nach Streit über deutsche Grenzkontrollen: Merz stellt sich hinter Dobrindt

9 Comments

  1. Guido B.
    10. Mai 2025 @ 09:45

    Lieber Bundeskanzler Merz
    Dear Prime Minister Starmer
    Cher Monsieur le Président Macron
    Dear Most Excellent President Trump

    Ihr wollt Frieden und Sicherheit in Europa? Ihr habt zwei Optionen.

    Option 1:
    Stellt eure Waffenlieferungen ein und überzeugt euren Freund Selenski, dass die Zeit gekommen ist, die weisse Fahne zu hissen und mit Russland über die Teilung der Ukraine zu verhandeln. Nehmt von Putin, was er euch von der Ukraine überlässt, schickt die Flüchtlinge in ihre noch halbwegs intakte Heimat zurück und heisst die Restukraine in der EU willkommen!

    Option 2:
    Erklärt eurer Bevölkerung, dass die Freiheit der freien Welt nur verteidigt werden kann, wenn Russland mit vereinten NATO-Kräften besiegt wird. Ruft Kriegsrecht aus, uniformiert eure Söhne und Töchter, erklärt Russland den Krieg und lasst sie Krieg führen. Möge der Stärkere auf dem Schlachtfeld gewinnen!

    Aber bitte seid so lieb und hört auf, uns mit eurem abgedroschenen Polittheater zu langweilen. Wir sind nicht dumm! Wir wissen, dass ihr Russland niederringen wollt. Also hört auf, uns jeden Tag zu belügen und zu verarschen. Wir wissen doch längst, dass es euch nicht um das Schicksal der Ukraine und der Ukrainer*innen geht. Euch geht es nur um den Sieg über Russland. Wenn ihr Russland besiegen wollt, müsst ihr die Waffen nicht liefern, sondern selbst in die Hand nehmen und kämpfen. Wenn ihr euch nicht getraut, eure Bevölkerung in den Feldzug gegen Russland zu schicken, dann schweigt endlich und kümmert euch wieder um eure internen Angelegenheiten!

    Hochachtungsvoll grüßt
    Euer Guido B.

Antworten

  • KK
    10. Mai 2025 @ 00:07

    Mit Völkermord kennt sich niemand besser aus als die Deutschen – wenn die Experten also sagen, sowas wie in Gaza ist kein Völkermord, dann muss das ja stimmen… da kann man auch Waffen liefern. Wo kämen wir denn da hin, wenn man uns diese einzigartige Expertise streitig machen wollte.

    Sorry, ich kann da nur noch zynisch…

    Antworten

  • Guido B.
    9. Mai 2025 @ 22:49

    Sie wollen nicht nur Putin wegsperren. Sie wollen Russland wirtschaftlich zerstören. Sie wollen russisches Eigentum stehlen. Sie wollen die historischen und kulturellen Verdienste der Russen aus dem kollektiven Gedächtnis tilgen. Sie wollen russische Denkmäler niederreissen. Sie wollen russische Bürger schikanieren und aus der Weltgemeinschaft ausstossen. Sie scheißen auf russische Sicherheitsinteressen und stellen die Existenz der Russischen Föderation in Frage.

    Und sie erwarten, dass Russland bedingungslos einem 30-tägigen Waffenstillstand zustimmt, um anschließend die Friedensbedingungen der Ukraine im Rahmen einer bedingungslosen Kapitulation zu akzeptieren.

    Es gibt keinen vernunftbegabten Staatsmann auf der Welt, der unter diesen Umständen einen Frieden ernsthaft in Erwägung ziehen würde. Nicht in tausend Jahren.

    Antworten

    • KK
      10. Mai 2025 @ 05:50

      „Es gibt keinen vernunftbegabten Staatsmann auf der Welt, der unter diesen Umständen einen Frieden ernsthaft in Erwägung ziehen würde.“

      Aber kann man die „Staatsmänner (und -frauen)“ der EU vernunftbegabt nennen, wenn diese ernsthaft einen solchen Vorschlag unterbreiten und das dann zu erwarten scheinen? Frage rhetorisch für einen Freund…

      Antworten

  • Michael
    9. Mai 2025 @ 20:00

    Auch diese Doppelmoral und Doppelstandards werden akkumuliert im Geschichtsbewusstsein und dem Zeitgeist reflektiert und sich dann im Zusammenbruch des sog. Westen manifestieren! Der „Abstieg hat bereits begonnen!

    Antworten

  • WBD
    9. Mai 2025 @ 18:05

    Ich vermisse in diesem Artikel den dezidierten Hinweis darauf, daß Herr Netanjahu, völkerrechtlich zwingend, wegen Verdachts auf Kriegsverbrechen zu verhaften sei. Man macht doch auch sonst hier immer das Völkerrecht zum Maßstab des Handelns, oder ?

    Antworten

    • ebo
      9. Mai 2025 @ 20:26

      Stimmt, das fehlte. Hab ich nachgetragen!

      Antworten

  • Bogie
    9. Mai 2025 @ 16:54

    Für diesen Mist in meinem Namen (kann man wohl nicht dagegen machen) schäme ich mich zutiefst.
    Dass es aber noch schlimmer geht beweisen die baltischen Staaten, die den russischstämmigen Teil ihrer eigene Bevölkerung bis aufs Blut piesackt und dann noch glauben, sie seien die Guten.

    Antworten

    • Karl
      10. Mai 2025 @ 09:07

      @Bogie: Sie irren sich. In der Ukraine ist es schlimmer als in den baltischen Staaten, die noch unter demokratischen Bedingungen der OSZE in die EU aufgenommen worden. So sind russische Amtssprache und Kirche in der Ukraine verboten, in Estland und Lettland weiterhin erlaubt. Soeben hat Estland soeben Russisch als Unterrichtssprache abgeschafft; in Lettland gibt es Versuche, die russischen Unterschichten in Lettgallen, die ihr ganzes Leben dort gearbeitet haben, auszubürgern, um ihnen die Rente abzuerkennen (unter dem Vorwand eines „Sprachgesetzes“). Das Staatsangehörigenrecht Estlands und Lettlands, welches ab 1991 über Jahrzehnte Hunderttausende Staatenlose (mit ungültigen Pässen der UdSSR) produzierte, ist ein weiteres dunkles Kapitel. — Dennoch ist die Ukraine unvergleichlich schlimmer: den Maidan-Putsch, die anschließende Vertreibung von 2 Millionen Einwohnern des Donbass durch Kriegsverbrechen der ukrainischen Armee, der faschistische „Rechte Sektor“ in Regierung, Staat und Militär; die Umbenennung von 50.000 Straßen, die Neuerrichtung von Bandera-Denkmälern usw. das gab es so in den winzigen baltischen Staaten nicht. — Ein aktueller Bericht aus der Schweiz, die durch ihre Mehrsprachigkeit sehr sensibel für solche „Minderheitenpolitik“ ist: https://www.infosperber.ch/politik/unterdruecken-der-russischen-sprache-heisst-neu-bildungsreform/

      Antworten

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    Info:https://lostineu.eu/sondertribunal-fuer-putin-sonderbehandlung-fuer-netanjahu/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:





    Nach Streit über deutsche Grenzkontrollen: Merz stellt sich hinter Dobrindt


    lostineu.eu, vom 9. Mai 2025

    Bei einem Besuch in Brüssel hat sich Kanzler Merz hinter seinen Innenminister Dobrindt gestellt. Der hatte zuvor für erhebliche Irritationen gesorgt.

    Der Innenminister hat meine volle Unterstützung“, sagte Merz nach einem Treffen mit seiner Parteifreundin von der Leyen. Man duzte sich, im Pressesaal der EU-Kommission wurde sogar ausnahmsweise deutsch gesprochen.

    Dobrindt hatte zuvor für erhebliche Irritationen im In- und Ausland gesorgt. Er sprach von einer „nationalen Notlage“ und wollte damit die Zurückweisung auch von Asylbewerbern an den deutschen Grenzen begründen.

    Die neue, offenbar noch nicht eingespielte Regierung mußte das dementieren, nachdem SPD-Vizekanzler Klingbeil Widerspruch angemeldet hatte. Doch da war die Geschichte schon in der „Welt“.

    Für Irritationen sorgte auch, dass Dobrindt die Botschafter der EU-Nachbarn in einer Nacht- und Nebelaktion zu einem „Briefing“ eingeladen hatte, bei dem dann Zurückweisungen angekündigt wurden.

    Das kam gar nicht gut an. Polen, Österreich und die Schweiz protestierten. „Systematische Zurückweisungen an der Grenze verstoßen aus Sicht der Schweiz gegen geltendes Recht“, hieß es.

    Doch Merz und von der Leyen taten so, als sei nichts passiert. Merz sagte, er setze nur die Praxis der alten Bundesregierung fort, die habe auch schon Zurückweisungen gemacht.

    Von der Leyen mahnte eine enge Koordinierung mit der Kommission und den Mitgliedssaaten an. Doch kann man bei einem „Briefing“ in letzter Minute von Kooperation sprechen?

    Und ist das deutsche Vorgehen vom EU-Recht gedeckt? Darauf gab es in Brüssel keine Antwort. Sie freue sich auf eine „exzellente“ Zusammenarbeit, sagte von der Leyen, Nachfragen wich sie aus…

    ‹ Außenminister stellen unmögliche Bedingungen für Frieden in Ukraine › Sondertribunal für Putin, Sonderrecht für Netanjahu

    6 Comments

    1. Bogie
      10. Mai 2025 @ 07:46

      @KK: Ich sage ja beileibe nicht, dass Dobrindt, Merz und vdL (und wie sie alle heißen) unserem Land und der Demokratie keinen erheblichen Schaden zufügen. Ich sage nur, dass diesen Totengräbern der Demokratie, wie ich sie kennen und schätzen gelernt habe, keinerlei Konsequenzen drohen. Nicht mal das Schlimmste aller Übel, die Abwahl (bei vdL nicht möglich) ändert irgend etwas, weder an der Politik noch am Personal.
      Und daraus schließen die Herrschaften (nicht etwa ich) ganz offensichtlich, dass das, was sie tun, irgendwie in Ordnung ist.

    Antworten

  • Monika
    9. Mai 2025 @ 15:01

    ..aus vielen Untoten. Wiedergänger, oder als Farce: unkaputtbare Kasperle…
    (so wollte ich schreiben…)

    Antworten

  • Monika
    9. Mai 2025 @ 14:56

    Merz, Dobrindt, Spahn,
    Die deutsche Politikriege besteht anscheinend aus untoten vielen Wiedergängern…

    Antworten

  • KK
    9. Mai 2025 @ 14:15

    Geltendes Recht?
    Das ficht doch eine von der Leyen und offenbar auch Merz nicht an – Dobrindt sowieso nicht, der hat aus seiner Ausländer-Maut nichts gelernt.

    Antworten

    • Bogie
      9. Mai 2025 @ 19:28

      Sehr wohl hat er gelernt, der Dobrindt, Alexander.
      Und zwar: Du kannst inhaltlich und handwerklich jeden Blödsinn verzapfen und es passiert genau nix. Das ist seine Lektion und die hat er sich hinter die Ohren geschrieben.

      Antworten

      • KK
        10. Mai 2025 @ 00:01

        Die nie installierte Maut hat unserem Land nochmal wieviel Milliarden gekostet? Dobrindt selbst ist leisder nix passiert, wohl wahr – aber dem Land, dem er einen Eiud geschworen hat.
        Und dem Rechtsstaat, den unsere Politiker so immer mehr aushöhlen. Ist letzteres nicht eigentlich auch eine“Delegitimierung der Demokratie“?

  • Was sagen Sie dazu?



    Info: https://lostineu.eu/nach-notlagen-theater-merz-stellt-sich-hinter-dobrindt/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:





    Außenminister stellen unmögliche Bedingungen für Frieden in Ukraine


    lostineu.eu, vom 9. Mai 2025

    Bei einem Treffen in Warschau haben die EU-Außenminister ihre Bedingungen für Frieden in der Ukraine formuliert. Sie sind de facto nicht zu erreichen und könnten den Krieg erneut eskalieren.

    Die EU-Außenbeauftragte Kallas faßte das Ergebnis der (informellen) Beratungen zusammen, an denen auch der neue deutsche Chefdiplomat Wadephul teilgenommen hat.

    Sofortiger und unkonditionierter Waffenstillstand, keine Abtretung von Gebieten, keine Demilitarisierung, keine Neutralität und robuste Sicherheitsgarantien – das sind die “Parameter”, die Kallas nannte.

    Sie entsprechen der EU-Beschlusslage vor Beginn der Friedens-Verhandlungen, die die USA mit Russland führen – und sie negieren alle Pläne von US-Präsident Trump, die derzeit diskutiert werden.

    Vor allem aber sind sie unrealistisch und – selbst bei einer Fortsetzung des Krieges – außer Reichweite. Schon mit US-Hilfe ist es der Ukraine nicht gelungen, die besetzten Gebiete zurückzuholen.

    Wie soll dies ohne die USA möglich sein? Die EU-Außenminister wollen am am Freitag nach Lwiw in die Ukraine reisen und dort 1 Mrd. Euro für Waffen bereitstellen – doch das ist nur eine symbolische Geste.

    Erreichbar wären die maximalistischen EU-Bedingungen, zu denen auch die Verurteilung der russischen Kriegsverantwortlichen durch ein Sondertribunal à la Nürnberg zählt, wohl nur, wenn Russland vernichtend geschlagen wird.

    Dies wäre aber nur mit verheerenden Angriffen auf Moskau und um den Preis einer Eskalation bis hin zum Atomkrieg denkbar. Wollen die EU-Außenminister das, soll es womöglich am 9. Mai losgehen, dem russischen “Tag des Sieges”?

    Siehe auch Ausgerechnet am 8. Mai: Selenskyj setzt Russland mit dem 3. Reich gleich. Mehr zum Krieg um die Ukraine hier

    P.S. Kallas warnte erneut vor einer Teilnahme an den Feiern in Moskau. Die baltischen Staaten haben sogar ihren Luftraum für die Moskau-Reise des slowakischen Regierungschefs Fico gesperrt – ein unfreundlicher Akt, den man bisher nur aus Kriegszeiten kannte…

    ‹ Neues vom Wirtschaftskrieg (271): UK macht Handelsdeal mit Trump › Nach Streit über deutsche Grenzkontrollen: Merz stellt sich hinter Dobrindt

    16 Comments

    1. Wolf Böse
      10. Mai 2025 @ 01:55

      Wo steht der Feind?

      Ach wär‘ das ein tolles Leben,
      verheizte man in Russlands Gräben,
      was übrig ist von deutscher Wehr,
      gäbe es keine Männer mehr,
      mit Frauen, Kindern, Alten
      kann man schalten und walten.
      Lässt sich der Trutz so dezimieren,
      wie leicht könnte man da regieren.
      Bis zu den ersten Leichen
      muss der Popanz ausreichen.
      Den kann man gut benutzen,
      Widerstand zu beschmutzen.
      Russengefahr, die ist es nicht,
      die aus der Propaganda spricht.
      Die sich diese ausdenken,
      wollen davon ablenken,
      dass sie Deutschland zugrunde richten,
      Russen braucht es dafür mitnichten.
      Der wahre Feind kollaboriert
      mit dem der täglich einmarschiert.
      Nicht in Moskau steht der Feind,
      in Berlin hat er sich vereint.
      Bekämpfen Deutsche schon seit langem,
      denn die sind es, wovor sie bangen,
      fürchten, dass immer mehr aufwachen,
      die ihrer Macht den Garaus machen.
      Aus der Geschichte sie nicht lernen,
      dass die, welche Kritik entfernen
      und freies Denken diffamieren,
      ihren Untergang nur forcieren.

    Antworten

  • Frank
    9. Mai 2025 @ 21:42

    Die EU-Außenminister haben einfach nicht verstanden, warum und weshalb Russland eine militärische Lösung gewählt hat. Wer Wurzeln und Ursachen des Ukrainekonfliktes ignoriert, hat nicht verstanden, dass darin auch der Weg zur Lösung zu finden ist. Die Engstirnigkeit beginnt schon mit der Reduktion des Geschehens nur auf das Datum 24. Februar 2022. Was ab 2014 im Donbass passierte wird ignoriert.
    “Nicht wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt.” stellte schon Niccolò Machiavelli fest.

    Antworten

  • european
    9. Mai 2025 @ 16:51

    Es gibt uebrigens eine Petition die den Ruecktritt von Ursula von der Leyen fordert. Diem25 hat sie gestartet und sie laeuft in Kuerze aus.

    Wer noch unterschreiben moechte, bitte dem Link folgen. Ca. 120.000 haben bereits unterschrieben.

    https://internal.diem25.org/en/petitions/91

    Antworten

    • KK
      9. Mai 2025 @ 23:53

      done
      War mir ein Fest!

      Antworten

  • Monika
    9. Mai 2025 @ 14:51

    … und da sie damals nicht “gestorben” sind, sondern in den USA Kanada, Argentinien und anderen Ländern genügend Verstecke und direkte Unterstützer fanden…
    Eines der besten Beispiele ist Heusinger, an exponierter Stelle Mitgestalter des Unternehmens Barbarossa bei Hitler, dann wurde er nahtlos an den nicht umgesetzten Schlacht-Plänen das im Curchillsprech “richtigen Schweins” beteiligt. Nach vorläufigem Abblasen der Schlacht hat er als erster Generalinspekteur der Bundeswehr wenigstens den Verrat am deutschen Volk durch die Wiederbewaffnung Deuschlands umgesetzt. Durch den Beitritt Deutschlands zur NATO wurde nämlich durch die USA ein wiedervereinigtes, neutrales Deutschland auf Jahrzehnte verhindert. Um GB die Nicht-Neutralität Deutschlands schmackhaft zu machen, installierten die USA Lord Ismay als erstern Generalsekretär der NATO. 1990 wurde durch Beibehalten der NATO-Mitgliedschaft des wiedervereinigten Deutschlands (ausgemacht war, dass selbst auf dem ehemaligen Gebiet der DDR keine NATO-Truppenteile stationiert würden) die Neutralität Deutschlands ein zweites Mal von den USA abgewendet, zu verlockend war für sie der deutsche militärische Vorposten. Den Deutschen wurde die Ausdehnung der NATO nach Osten als Vorteil verkauft: Ihr seid nun nicht länger das Schlachtfeld, sondern die wichtige Logistik-Drehscheibe, seitdem schwafeln deutsche Politiker von dienender Führung… Das Privileg Schlachtfeld/Vorneverteidigung dürfen mit Polen, Rumänen und Balten NATO-angemessen russophobe Volkschaften übernehmen. Und Russland hat sich auf die Sache eingelassen, weil ja eine gesamteuropäische Sicherheit- und Handelszone von Lissabon bis Wladiwostok in Bälde installiert werden sollte, den ganzen damaligen Gipfeln und Gesprächsformaten nach. Dass die USA allen eine Nase gedreht haben? … sollen wir nun wohl angemessen bewundern, durch bedingungslose Unterwerfung unter MAGAmerika.
    Europa ist Schachmatt.

    Antworten

  • Heidi Walter
    9. Mai 2025 @ 14:33

    Was ich dazu zu sagen habe ist justiziabel. Ein Ende der EU (Euer Untergang) wäre das kleinere Übel, vor allem, weil dann Dämlichkeiten, wie vdL, Kallas und weitere von deren Kaliber, in der Versenkung verschwinden würden.

    Antworten

  • european
    9. Mai 2025 @ 12:39

    Es sieht immer mehr nach einem Aussitzen von Trump aus in der Hoffnung, dass ein Praesident der Demokraten dort anknuepft, wo Biden aufgehoert hat.

    Das koennte ein fataler Irrtum werden, weil doch einige Unbekannte in dieser Rechnung sind:

    => Ein Praesident der Demokraten? Wer denn? Aktuell ist da kein Stern der leuchtet.
    =>Trump nicht wiederwaehlbar? Das ja, aber Vance wird nachruecken, zumal Peter Thiel der grosse Sponsor dahinter ist.
    =>Wird die Ukraine so lange durchhalten und mit wem? Wieviele muessen noch fuer dieses hoffnungslose Unterfangen sterben?

    Antworten

  • Dixie Chique
    9. Mai 2025 @ 10:56

    Die Deutsch*innen niewiedern wieder mal, während sie auf Demos “Nie Wieder!” rufen. Man sollte ihnen die Trümmer Pokrovsks, Sudzhas und Bakhmuts zu fressen geben, damit sie aufhören von Wolgograd und Baku und der schönen Krim zu träumen.

    Antworten

  • Der Skeptiker
    9. Mai 2025 @ 10:47

    Heute 17.00 Uhr das Manifest des European Peace Project verlesen. Öffentlich. Wenn wir uns nicht wehren geht diese Idiotie weiter.

    Antworten

  • Helmut Höft
    9. Mai 2025 @ 09:03

    Das Land, welches die größten Kriegslasten und -folgen zu ertragen hatte ausgrenzen – aus welchen Grund auch immer – geht’s noch? m(

    Ich bin diese jährlichen “Maifeiertage” und den jährlichen 6. Juni und die jährliche Kristallnacht usw. allmählich leid. Kann man denn nicht endlich diese Tradition, dieses Brauchtum durch gemeinsames saufen und singen am Lagerfeuer ersetzen?

    Antworten

    • KK
      9. Mai 2025 @ 12:30

      “Kann man denn nicht endlich diese Tradition, dieses Brauchtum durch gemeinsames saufen und singen am Lagerfeuer ersetzen?”

      Da könnten die EU-Aussenminister dann gemeinsam das “Horst-Wessel-Lied” anstimmen… fest geschlossen sind ihre Reihen ja offenbar – und eine Fahne müssten sie auch alle eine haben, so siegesbesoffen, wie sie sich in Warschau gerieren.

      Antworten

      • Skyjumper
        9. Mai 2025 @ 21:34

        Und Hitler und Napoleon marschiern im Geiste mit …… Ja, paßt irgendwie frappierend.

        Doch in der Sache: Warum sollten wir eine Kapitulation feiern? Da sehe ich tatsächlich keinen Sinn drin. Besser wäre es an die Machtergreifung zu erinnern, einen demokratischen Akt der ins Verderben führte.
        Die Reichskristallnacht? Sinnvoll ist das schon. Es fehlt nur irgendwie eine moderne Adaption.

      • KK
        9. Mai 2025 @ 23:57

        @ Skyjumper:
        „Warum sollten wir eine Kapitulation feiern?“

        Damals wie heute: Weil eine Kapitulation das Schlachten und Sterben beendet. Das ist Grund genug für alle Beteiligten!

  • Erneuerung
    9. Mai 2025 @ 08:36

    Mögen die Möpse bellen, wie sie wollen und auch im BRICS-Bereich zündeln, die Richtung der Entwicklung liegt fest, und jede Verweigerung von Zusammenarbeit beschleunigt den Niedergang des Westens. Russland wird nicht auseinanderbrechen, da eher noch die EU.

    Antworten

  • Guido B.
    9. Mai 2025 @ 07:08

    Keine Frage, die Russenhasser-Union will nicht die Ukraine von den Russen befreien, sondern die Welt von den Russen. Es geht hier nicht um den Sieg der Ukraine, sondern um die Zerschlagung Russlands. Man sagt es nicht offen, aber man wünscht es sich: Das Unternehmen Barbarossa soll erfolgreich vollendet werden. Der niederträchtige Russe muss verbluten.
    Hitler hätte seine helle Freude an der heutigen EU-Politik.

    Antworten

    • KK
      9. Mai 2025 @ 12:36

      Im Prinzip hat das Curchill ja bereits 1945 gefordert, in den USA gab es nach Ebnde des WW2 auch Pläne, Russland mittels Atombomben völlig niederzumachen… damals ging es aber noch um die kommunistische UdsSR und Stalin (Wie soll Churchill so blumig geäussert haben? “Wir haben das falsche Schwein geschlachtet.”).

      Endlich, endlich kann es losgehen…

      Antworten

  • Was sagen Sie dazu?


    Info: https://lostineu.eu/ukraine-aussenminister-stellen-unmoegliche-bedingungen-fuer-frieden/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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    10.05.2025

    Nachrichten von Pressenza: Lateinamerika: Bilanz fällt durchzogen bis ernüchternd aus

    aus e-mail von  libertom@htp-tel.de, 10. Mai 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 10.05.2025


    Lateinamerika: Bilanz fällt durchzogen bis ernüchternd aus


    In einigen Ländern des Subkontinents rücken Neuwahlen näher oder haben kürzlich stattgefunden. Zeit für eine Zwischenbilanz. Romeo Rey für die Online-Zeitung INFOsperber Seit Anfang 2022 regiert in Chile eine gemässigt linke Koalition unter der Führung des 39-jährigen Präsidenten Gabriel Boric.…

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/05/lateinamerika-bilanz-faellt-durchzogen-bis-ernuechternd-aus/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    10.05.2025

    Europa sitzt in der diplomatischen Sackgasse – und riskiert die Ausweitung des Ukraine-Konflikts

    freedert.online, 10 Mai 2025 07:30 Uhr,Von Boris Roschin

    Die Aussage eines EU-Vertreters, man wolle bei Verhandlungen nicht die Vermittlerrolle spielen, sondern Kiew mit Waffen beliefern, spricht Bände. Vor allem weiß Europa nicht, was es mit der Ukraine tun soll, wenn die USA bei diesem Problem endgültig aufgeben.


    Europa sitzt in der diplomatischen Sackgasse – und riskiert die Ausweitung des Ukraine-Konflikts© Kukufffka Karikaturen


    Symbolbild – Karikatur: Vorsitzende der EU-Kommission Ursula von der Leyen führt das Wirtschaftsbündnis auf die Pfade ihrer ideologischen Vorgänger.


    Kern des Problems ist, dass die Diskussionen zwischen Russland und den USA über die Aussichten auf ein Ende des Krieges in der Ukraine für die EU eine neue strategische Realität geschaffen haben. In dieser Realität hat das Folgen im Kielwasser des Washingtoner Kurses von 2022 bis 2024 unter der Biden-Regierung Europa in eine diplomatische Sackgasse geführt.


    Eurostat: Gaspreise in der EU im letzten Jahr auf Rekordhöhe





    Eurostat: Gaspreise in der EU im letzten Jahr auf Rekordhöhe







    EU-Eliten hatten damit gerechnet, mit den Händen der ehemaligen Ukrainischen SSR Krieg gegen Russland zu führen – im Namen Europas und auf Kosten Europas – und sich darauf gefasst, jahrelang hohe finanzielle Kosten zu tragen. Das hat der europäischen Wirtschaft schon jetzt einen schweren Schlag versetzt, wie EU-Vertreter selbst offen erklären. So wurde in der EU die Möglichkeit einer tatsächlichen Beendigung des Krieges auf diplomatischem Wege verneint und alles auf eine rituelle Demonstration von Drohungen und Ultimaten reduziert, zumal eine Reihe von EU-Ländern bereits faktisch in den Konflikt verwickelt sind.

    Washingtons abrupter Kurswechsel überraschte Europa, da man dort eindeutig auf einen Sieg von Kamala Harris gesetzt hatte. Doch dann kam Trump und beschloss auf Grundlage seiner eigenen Prioritäten, die Verhandlungen mit Russland wieder aufzunehmen.

    Washington begann direkte, de facto separate Verhandlungen mit dem Kreml und ignorierte dabei die Interessen seiner europäischen Satelliten. Es ist kein Zufall, dass Europa und die Ukraine unmittelbar nach Beginn dieser Kontakte öffentlich einen Platz am Verhandlungstisch forderten. Denn während unter Biden das allgegenwärtige Mantra "Keine Verhandlungen über die Ukraine ohne die Ukraine" lautete, ist unter Trump alles umgekehrt – die USA und Russland diskutieren über das Schicksal der Ukraine ohne die Ukraine. Und ohne Europa.

    Daher die vielen de facto Abbrüche diplomatischer Treffen, das ganze Rasseln mit Atomwaffen, die Hysterie um eine "Truppenentsendung" und andere radikale Bemerkungen kurz vor – oder teils auch weit über – dem Rand des Eklats, mit denen die EU versuchte, auf sich aufmerksam zu machen und sich im künftigen Prozess zumindest einen Platz zu sichern. Doch die Verhandlungen zwischen den USA, der EU und der Ukraine in Paris sowie das gestörte Treffen in London haben nur bestätigt, dass Washington seinen eigenen Kurs gewählt hat: Die Anwesenden über die mit Russland erzielten vorläufigen Vereinbarungen zu informieren und lediglich deren bedingungslose Annahme vorzuschlagen.

    Und natürlich weiterhin dazu aufzufordern, die von Trump aufgetragenen "Hausaufgaben" zu erledigen: Erhöht die Verteidigungsausgaben von zwei auf fünf Prozent des BIP und nehmt neue Zölle auf europäische Waren hin.


    Europa will seinen eigenen Weg gehen ‒ gegen Russland





    Analyse

    Europa will seinen eigenen Weg gehen ‒ gegen Russland






    Derzeit besteht die vorherrschende Linie in der EU noch immer darin, den Stellvertreterkrieg mit Russland so lange wie möglich auszudehnen. Dies erfordert enorme Ressourcen. Schon allein um die Versorgung Kiews mit Material im derzeitigen Volumen aufrechtzuerhalten. Das Problem wird sich noch verschärfen, wenn die USA ihre Militärhilfe kürzen oder zumindest deutlich reduzieren. Dennoch zeigt Europa seine Bereitschaft, die Versorgung der ukrainischen Streitkräfte mit Gerät, Munition, Ausrüstung und Nachschub über einen längeren Zeitraum zu unterstützen. Einige EU-Staats- und Regierungschefs erklären offen, dies sei notwendig, um Europa auf einen umfassenden Krieg gegen Russland bis 2029/2030 vorzubereiten

    Dies lässt darauf schließen, dass Europa – wie schon vor drei Jahren – an der Idee, Russland eine strategische Niederlage zuzufügen, nach wie vor festhält. Dafür ist man dort bereit, die Ukraine fürderhin mit Waffen zu beliefern und, mehr noch, dafür wirtschaftliche Verluste und zunehmende soziale Spannungen innerhalb der EU in Kauf zu nehmen.

    Falls die USA die EU im Rahmen ihrer eigenen Abkommen mit Russland nicht zum Überdenken dieser Linie zwingen können, so kann Europa die Agonie des Kiewer Regimes um Jahre verlängern. Hierfür verfügt es noch immer über genügend Ressourcen. Das Regime in Kiew selbst und vor allem die ihm unterworfenen Menschen werden nach wie vor Verbrauchsmaterial des Westens im Stellvertreterkrieg gegen Russland bleiben. Der Verlust von Menschenleben, zumal es größtenteils nicht eigene sind, sowie von Gerät und Territorium, wird von den Konfliktverursachern als akzeptabler Preis betrachtet, wenn es darum geht, die "großen Ideen" für den Aufbau einer "neuen Weltordnung" zu verwirklichen. Selbst angesichts des Risikos eines umfassenden Weltkriegs mit nuklearen Folgen.

    Übersetzt aus dem Russischen. Zuerst erschienen bei RT am 3. Mai 2025.

    Boris Roschin ist Experte am Zentrum für militärpolitische Journalistik. Man kann ihm auf seinem Telegram-Kanal folgen.


    Mehr zum Thema – Putin: Der Westen wollte, dass Russland "Fehler macht" und Atomwaffen in der Ukraine einsetzt


    Screenshot_2025_05_11_at_15_43_55_Europa_sitzt_in_der_diplomatischen_Sackgasse_und_riskiert_die_Ausweitung_des_Ukraine_Konflikts_RT_DE

    Video https://rumble.com/v6szgxl-ich-hoffe-es-wird-nicht-notwendig-sein-putin-zum-einsatz-von-atomwaffen-im-.htmlhttps://rumble.com/v6szgxl-ich-hoffe-es-wird-nicht-notwendig-sein-putin-zum-einsatz-von-atomwaffen-im-.html Dauer 21:44 min


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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    Info: https://freedert.online/meinung/244190-europa-hat-sich-in-diplomatischer-sackgasse-riskiert-ausweitung-ukraine-krieg/


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    Weiteres:




    Der Westen demontiert die Grundlagen von 1945

    freedert.online, 10 Mai 2025 08:48 Uhr,Von Fjodor Lukjanow

    Warum die Risse in der Nachkriegsordnung die globale Stabilität gefährden.


    Der Westen demontiert die Grundlagen von 1945Quelle: Legion-media.ru © Ar

    nulf Hettrich

    Das Denkmal der Begegnung in Torgau erinnert an die historische Elbe-Begegnung amerikanischer und sowjetischer Soldaten im April 1945


    Achtzig Jahre – das ist eine lange Zeitspanne. In einem solchen Zeitraum verändert sich die Welt fast bis zur Unkenntlichkeit, und Ereignisse, die einst nah erschienen, verblassen zu Legenden. Doch auch wenn die Geschichte längst vergangen ist, bleiben ihre Spuren bestehen. Der Zweite Weltkrieg schuf eine politische Ordnung, die das Weltgeschehen jahrzehntelang prägte – eine Ordnung, die viele für unveränderlich hielten. Heute jedoch verändert sich die Welt rasch und unumkehrbar. Zwar verlieren die Ereignisse der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht an Bedeutung, aber ihre Rolle in der modernen Politik ist nicht mehr dieselbe.


    Nach dem 9. Mai 1945: Kriegsfrühling 1945 – Schritte in den Frieden





    Meinung

    Nach dem 9. Mai 1945: Kriegsfrühling 1945 – Schritte in den Frieden





    Die Niederlage des Nationalsozialismus als Endergebnis des Krieges prägte die moderne Weltordnung. In vielerlei Hinsicht wurde dieser Krieg als ein nahezu perfekter Kampf angesehen: als Kampf gegen ein zweifellos aggressives und verbrecherisches Regime, das Länder mit tief verwurzelten ideologischen Differenzen dazu zwang, ihre Kontroversen beiseitezulegen. Die Alliierten – getrennt durch unterschiedliche politische Systeme und langjähriges Misstrauen – mussten sich notgedrungen zusammenschließen. Keiner von ihnen ging dieses Bündnis freiwillig ein; die Vorkriegsdiplomatie hatte sich auf die Selbsterhaltung und das Abwälzen der schlimmsten Folgen auf andere Länder konzentriert. Als jedoch die existenzielle Bedrohung offensichtlich wurde, wurden diese ideologischen Differenzen vorübergehend überwunden. Genau aus diesem Grund erwies sich die Nachkriegsordnung als so widerstandsfähig.

    Diese Ordnung überstand die Turbulenzen des Kalten Krieges und hielt sich trotz erheblicher Verschiebungen im globalen Machtgefüge bis ins frühe 21. Jahrhundert hinein. Zusammenhalt verlieh ihr ein gemeinsames moralisches und ideologisches Narrativ: Der Krieg wurde als Kampf gegen das absolut Böse angesehen – ein seltener Moment, in dem die Differenzen zwischen den Alliierten zugunsten der gemeinsamen Ziele zweitrangig erschienen. Dieser Konsens – der sich auf die Niederlage des Nationalsozialismus konzentrierte und durch Meilensteine wie die Nürnberger Prozesse symbolisiert wurde – verlieh der Nachkriegsordnung moralische Legitimität.

    Doch im 21. Jahrhundert beginnt dieses gemeinsame Narrativ zu bröckeln. Mit ihm schwindet auch die Stabilität der Weltordnung, zu deren Schaffung es beigetragen hat.

    Einer der Hauptgründe liegt in den innenpolitischen Veränderungen Europas. Nach dem Ende des Kalten Krieges haben osteuropäische Länder, die lange Zeit lautstark ihr doppeltes Leid unter dem Nazi- und dem Sowjetregime beklagt hatten, eine revisionistische Interpretation des Krieges vorangetrieben. Diese Länder definieren sich zunehmend als Opfer "zweier Totalitarismen" und versuchen, die Sowjetunion als Täterin von Kriegsverbrechen mit Nazi-Deutschland auf eine Stufe zu stellen. Diese Interpretation untergräbt den etablierten Konsens, der den Holocaust in den moralischen Mittelpunkt des Konflikts gestellt und die Mitschuld der europäischen Nationen an dessen Entstehung anerkannt hatte.


    Europäische Traumtänze: Wie geht "Kriegstüchtigkeit" ohne USA?





    Meinung

    Europäische Traumtänze: Wie geht "Kriegstüchtigkeit" ohne USA?





    Der wachsende Einfluss der osteuropäischen Sichtweisen hatte eine sich allmählich ausbreitende Wirkung. So konnte Westeuropa still und leise seine eigene Kriegsschuld verwässern, die Schuld neu verteilen und das kollektive Gedächtnis umgestalten. Und das Ergebnis? Die Zerstörung der 1945 geschaffenen politischen und moralischen Grundlagen. Ironischerweise schwächt dieser Revisionismus – auch wenn er oft als Streben nach mehr historischer "Ausgewogenheit" dargestellt wird – genau die liberale Weltordnung, die die westlichen Mächte zu verteidigen vorgeben. Schließlich wurden Institutionen wie die Vereinten Nationen als eine der Säulen dieser Ordnung auf einem moralischen und rechtlichen Fundament aufgebaut, das durch den Sieg der Alliierten geschaffen wurde. Der enorme Beitrag der Sowjetunion während des Krieges und ihr politisches Gewicht waren ein wesentlicher Bestandteil dieser Architektur. Je mehr der Konsens über diese Wahrheiten bröckelt, desto mehr bröckeln auch die Normen und Strukturen, die sich daraus entwickelt haben.

    Auch ein zweiter, weniger offensichtlicher Faktor trug zu dieser Entwicklung bei. Im Laufe von acht Jahrzehnten wurde die politische Weltkarte neu gezeichnet. Mit dem Ende des Kolonialismus entstanden Dutzende neue Staaten, und die Vereinten Nationen zählen heute fast doppelt so viele Mitglieder wie bei ihrer Gründung. Der Zweite Weltkrieg hatte zwar unbestreitbar Auswirkungen auf fast die gesamte Menschheit, doch viele Soldaten aus den sogenannten Ländern des Globalen Südens kämpften unter der Flagge ihrer Kolonialherren. Für sie ging es bei dem Krieg oft weniger um den Sieg über den Faschismus als vielmehr um den Zwiespalt, im eigenen Land der Freiheit beraubt zu sein und im Ausland für sie zu kämpfen.

    Eine solche Sichtweise formt das historische Gedächtnis neu. So betrachteten etwa Bewegungen, die die Unabhängigkeit von Großbritannien oder Frankreich anstrebten, die Achsenmächte manchmal nicht als Verbündete, sondern als Druckmittel – als Symbole für Risse im Kolonialsystem. Während der Krieg also weltweit nach wie vor von großer Bedeutung ist, variiert seine Interpretation. In Asien, Afrika und Teilen Lateinamerikas erscheinen die Meilensteine des 20. Jahrhunderts anders als in der nördlichen Hemisphäre allgemein anerkannt. Im Gegensatz zu Europa betreiben diese Regionen keinen offenen Geschichtsrevisionismus, aber ihre Prioritäten und Narrative weichen von der euro-atlantischen Sichtweise ab.


    Medwedew: "Echte Entnazifizierung müsste ganz Europa umfassen"



    Medwedew: "Echte Entnazifizierung müsste ganz Europa umfassen"






    Nichts von alledem entwertet die Bedeutung des Krieges. Der Zweite Weltkrieg bleibt ein grundlegendes Ereignis in der internationalen Politik. Die darauffolgenden Jahrzehnte des relativen Friedens wurden auf einem klaren Verständnis aufgebaut: Eine solche Katastrophe darf sich niemals wiederholen. Eine Kombination aus Rechtsnormen, diplomatischen Mechanismen und nuklearer Abschreckung trug dazu bei, diesen Grundsatz aufrechtzuerhalten. Auch wenn der Kalte Krieg gefährlich war, zeichnete er sich doch dadurch aus, dass direkte Konflikte zwischen den Supermächten vermieden wurden. Dies war keine Geringfügigkeit, denn damit konnte ein dritter Weltkrieg verhindert werden.

    Doch heute befindet sich dieses Nachkriegsinstrumentarium in einer Krise. Die Institutionen und Vereinbarungen, die einst Stabilität garantierten, beginnen zu zerfallen. Um einen vollständigen Zusammenbruch zu verhindern, müssen wir uns auf den ideologischen und moralischen Konsens besinnen, der einst die Großmächte der Welt vereinte. Dabei geht es nicht um Nostalgie, sondern darum, uns daran zu erinnern, was auf dem Spiel stand und warum diese Erinnerung wichtig ist. Ohne ein erneutes Bekenntnis zu diesen Grundsätzen wird keine noch so große Menge an militärischer Ausrüstung oder technischen Maßnahmen eine dauerhafte globale Stabilität gewährleisten.

    Der Tag des Sieges erinnert uns an den enormen Preis des Friedens – und an die Gefahren, die mit dem Vergessen seiner Grundpfeiler einhergehen. Angesichts der sich wandelnden geopolitischen Landschaft ist diese Lektion heute wichtiger denn je.

    Übersetzt aus dem Englischen.

    Fjodor Lukjanow ist Chefredakteur von "Russia in Global Affairs", Vorsitzender des Präsidiums des Rates für Außen- und Verteidigungspolitik und Forschungsdirektor des Internationalen Diskussionsklubs "Waldai".


    Mehr zum Thema - Hilflos in der Sackgasse – Europas hysterische Eliten


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    Info: https://freedert.online/der-nahe-osten/244483-westen-demontiert-grundlagen-von-1945/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    09.05.2025

    Screenshot_2025_05_09_at_08_00_48_das_manifest_european_peace_project.pdf


    Das Manifest – European Peace Project


    Heute, am 9. Mai 2025 – genau 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, der 60 Millionen Menschen das Leben kostete, darunter 27 Millionen Sowjetbürgern, erheben wir, die Bürgerinnen und Bürger Europas, unsere Stimmen!


    Wir schämen uns für unsere Regierungen und die EU, die die Lehren des 20. Jahrhunderts nicht gelernt haben. Die EU, einst als Friedensprojekt gedacht, wurde pervertiert und hat damit den Wesenskern Europas verraten! Wir, die Bürger Europas, nehmen darum heute, am 9. Mai, unsere Geschicke und unsere Geschichte selbst in die Hand. Wir erklären die EU für gescheitert. Wir beginnen mit Bürger-Diplomatie und verweigern uns dem geplanten Krieg gegen Russland! Wir erkennen die Mitverantwortung des „Westens“, der europäischen Regierungen und der EU an diesem Konflikt an.

    Wir, die Bürger Europas, treten mit dem European Peace Project der schamlosen Heuchlerei und den Lügen entgegen, die heute – am Europatag – auf offiziellen Festakten und in öffentlichen Sendern verbreitet werden.

    Wir strecken den Bürgerinnen und Bürgern der Ukraine und Russlands die Hand aus. Ihr gehört zur europäischen Familie, und wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam ein friedliches Zusammenleben auf unserem Kontinent organisieren können.

    Wir haben die Bilder der Soldatenfriedhöfe vor Augen – von Wolgograd über Riga bis Lothringen. Wir sehen die frischen Gräber, die dieser sinnlose Krieg in der Ukraine und in Russland hinterlassen hat. Während die meisten EU-Regierungen und Verantwortlichen für den Krieg hetzen und verdrängen, was Krieg für die Bevölkerung bedeutet, haben wir die Lektion des letzten Jahrhunderts gelernt: Europa heißt „Nie wieder Krieg!“

    Wir erinnern uns an die europäischen Aufbauleistungen des letzten Jahrhunderts und an die Versprechen von 1989 nach der friedlichen Revolution. Wir fordern ein europäisch-russisches Jugendwerk nach dem Vorbild des deutsch-französischen Jugendwerks von 1963, das die „Erbfeindschaft“ zwischen Deutschland und Frankreich beendet hat. Wir fordern ein Ende der Sanktionen und den Wiederaufbau der Nord Stream II-Pipeline. Wir weigern uns, unsere Steuergelder für Rüstung und Militarisierung zu verschwenden, auf Kosten von Sozialstandards und Infrastruktur. Im Rahmen einer OSZE-Friedenskonferenz fordern wir die Schaffung einer europäischen Sicherheitsarchitektur mit und nicht gegen Russland, wie in der Charta von Paris von 1990 festgelegt. Wir fordern ein neutrales, von den USA emanzipiertes Europa, das eine vermittelnde Rolle in einer multipolaren Welt einnimmt. Unser Europa ist post-kolonial und post-imperial.

    Wir, die Bürger Europas, erklären diesen Krieg hiermit für beendet! Wir machen bei den Kriegsspielen nicht mit. Wir machen aus unseren Männern und Söhnen keine Soldaten, aus unseren Töchtern keine Schwestern im Lazarett und aus unseren Ländern keine Schlachtfelder.

    Wir bieten an, sofort eine Abordnung europäischer Bürgerinnen und Bürger nach Kiew und Moskau zu entsenden, um den Dialog zu beginnen. Wir werden nicht länger zusehen, wie unsere Zukunft und die unserer Kinder auf dem Altar der Machtpolitik geopfert wird.

    Es lebe Europa, es lebe der Friede, es lebe die Freiheit


    Info: https://europeanpeaceproject.eu/manifest/ Hier auch in vielen weiteren Sprachen wie z. B.


    https://europeanpeaceproject.eu/manifest-ukraine/


    https://europeanpeaceproject.eu/manifest-deutsch/


    https://europeanpeaceproject.eu/manifest-russisch/


    https://europeanpeaceproject.eu/manifest-engels/


    https://europeanpeaceproject.eu/manifest-spaans/



    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    09.05.2025

    Sevim Dagdelen zu 80 Jahre Kriegsende: Es war ein Völkermord

    berliner-zeitung.de, 08.05.2025 21:54 Uhr,Sevim Dagdelen

    Trotz millionenfacher Opfer bleibt die Anerkennung des NS-Völkermords an den Völkern der Sowjetunion durch die Bundesregierung aus. Das muss sich jetzt ändern. Ein Gastbeitrag.


    Berlin am Treptower Park am Tag des Kriegsgedenkens.

    Berlin am Treptower Park am Tag des Kriegsgedenkens.www.imago-images.de


    Auch 80 Jahre nach der Befreiung vom deutschen Faschismus durch die Alliierten, allen voran die Rote Armee, steht die Anerkennung des NS-Völkermords an den Völkern der Sowjetunion durch Hitlers Raub- und Vernichtungskrieg im Osten weiterhin aus. Seit 80 Jahren wird der Völkermord in der Sowjetunion in Westdeutschland und der Bundesrepublik negiert und von den Bundesregierungen systematisch geleugnet. Dabei sprechen die Fakten für sich. 27 Millionen Bürger der Sowjetunion, davon zehn Millionen Armeeangehörige und Kriegsgefangene, starben in Folge des deutschen Einmarsches 1941 oder wurden von Verbänden der deutschen Wehrmacht und SS ermordet. Wer von einem Vernichtungskrieg im Osten spricht, der kann eigentlich nicht anders, als den Völkermord anzuerkennen.


    Krieg endete bereits am 7. Mai: Haben wir 80 Jahre lang falsch gefeiert?

    Krieg endete bereits am 7. Mai: Haben wir 80 Jahre lang falsch gefeiert?

    Politik

    gestern


    Für Russland: Was sich an den Sowjetischen Ehrenmalen in Berlin-Treptow und Pankow abspielte

    Für Russland: Was sich an den Sowjetischen Ehrenmalen in Treptow und Pankow abspielte

    Berlin

    gestern


    Die Feinderklärung gegenüber Russland in der Gegenwart scheint die historische Feindschaft zur Sowjetunion zu verlängern. Die Feiern zur Befreiung vom Faschismus wirken daher immer mehr wie eine erzwungene Pflichtübung, der man sich nur unterwirft, weil auch die aktuellen NATO-Verbündeten USA, Großbritannien und Frankreich Teil der Anti-Hitler-Koalition waren. Ein neuer Geist geschichtspolitischer Abwehr durchzieht die deutsche Regierungspolitik von Union bis zu den Grünen. Es steht zu befürchten, dass der eigene Blick auf die Geschichte für die Kriegsvorbereitung heute in Dienst genommen wird.


    Kein Kriegsverbrechen, sondern ein Völkermord

    Wer bereit ist, die Mobilisierung für einen kommenden Krieg gegen Russland über die Vermittlung eines Geschichtsbildes zu betreiben, der wird jedenfalls nicht erstaunt sein über die fortgesetzte Abwehr, im Hinblick auf den Massenmord in der Sowjetunion durch das Dritte Reich und seine Verbündeten den Begriff des Völkermords zu verwenden. Nehmen wir die Blockade von Leningrad von 1941 bis 1944, bei der die deutsche Wehrmacht 1,1 Million Russen tötete. 90 Prozent davon ließ man zielgerichtet und systematisch verhungern. Die Auslöschung von Großstädten wie Moskau und Leningrad war NS-Kriegsziel. Die slawische Bevölkerung in der Sowjetunion sollte um 30 Millionen dezimiert werden. Wie aber sollte man den Plan zur Vernichtung der slawischen Bevölkerung in der Sowjetunion durch Nazi-Deutschland anders als einen Völkermord fassen?


    8. Mai: Ukrainischer Botschafter legt Blumen Unter den Linden nieder, Friedensaktivisten protestieren in Tiergarten

    14 Bilder

    8. Mai: Ukrainischer Botschafter legt Blumen Unter den Linden nieder, Friedensaktivisten protestieren in Tiergarten

    Der Botschafter der Ukraine und der Regierende Bürgermeister von Berlin gedachten gemeinsam. Kurz darauf fand eine Versammlung von Friedensaktivisten im Tiergarten statt. So war der Tag.

    Von Carola Tunk

    Berlin

    gestern


    Die politischen Pirouetten, die geschlagen werden, um dies nicht anzuerkennen, sind nicht allzu verwunderlich. Die Bundesregierung beharrte jedenfalls selbst noch in diesem Frühjahr 2025 in ihrer Antwort auf eine Anfrage meines Kollegen Andrej Hunko darauf, dass es sich in Leningrad um ein Kriegsverbrechen handle und eben nicht um einen Völkermord. Schon 2017 verteidigte sie auf eine parlamentarische Anfrage von mir zum Umgang mit den Opfern der Blockade von Leningrad, weiterhin keinerlei Entschädigungen an die Opfer leisten zu wollen.


    Es geht um die Zukunft unseres Landes

    Es genügt, die Forschung zum NS-Hungerplan zur Kenntnis zu nehmen. Er kalkulierte mit Millionen Toten slawischer Bewohner der Sowjetunion durch den Raub von Getreide zur Versorgung der deutschen Bevölkerung. Allein das müsste das bis heute nicht gesühnte Unrecht ins Bewusstsein rücken. Der Hunger-Plan oder auch Backe-Plan, benannt nach dem zuständigen Staatssekretär im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft Herbert Backe, kalkulierte mit dem Tod von 30 Millionen Menschen. Infolge des fehlgeschlagenen Blitzkrieges spricht der Historiker Timothy Snyder von tatsächlich 4,2 Millionen Menschen in den besetzen Gebieten, die in Folge des NS-Hungerplans starben. Eine Kombination aus eliminatorischem Rassismus und NS-Kriegsökonomie.


    Und dieses Unrecht wird jeden Tag verlängert durch die Obstruktionspolitik der Bundesregierung. Dabei war auch in der Bundesrepublik noch am Ende des Kalten Krieges ein Bewusstseinsumschwung zu verspüren. Die Wehrmachtsausstellung räumte auf mit den Legenden von der sauberen Wehrmacht. Die Systematik der Massenmorde an Zivilisten in der Sowjetunion trat immer stärker ins Bewusstsein der bundesrepublikanischen Gesellschaft. Den Vernichtungskrieg klar zu benennen, gehörte dann zum Selbstverständnis aller Parteien jenseits des rechten Flügels der Union. Was wir daher heute in der Geschichtspolitik erleben, muss als beklemmendes Zurückrollen hinter diese Aufklärung betrachtet werden. Die Kriegsmythen der NS-Täter von damals werden heute von SPD und Grünen mit verteidigt, denn sie passen in die gewünschte Feinderklärung gegenüber Russland.

    „In jeder Epoche muss versucht werden, die Überlieferung von neuem dem Konformismus abzugewinnen, der im Begriff steht, sie zu überwältigen“, formulieret es einst Walter Benjamin treffend in seinem Text über den Begriff der Geschichte. Es geht um die Zukunft unseres Landes. Geschichte schafft Zukunft, aber nur wenn sie nicht weiter verfälscht wird. Es ist an der Zeit, den Völkermord im Osten nach 80 Jahren endlich anzuerkennen. Der Tag der Befreiung könnte dafür ein Anlass sein.

    Sevim Dagdelen ist langjährige Bundestagsabgeordnete, Publizistin und außenpolitische Sprecherin des BSW.

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    Info: https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/sevim-dagdelen-zu-80-jahre-kriegsende-es-war-ein-voelkermord-li.2323198


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    09.05.2025

    Wie die NATO Kiew in den Krieg gegen Russland hineingezogen hat

    aus e-mail von doris Pumphrey, 9. Mai 2025, 7:30 Uhr


    _RT DE Liveticker Ukraine-Krieg 8.5.2025


    _*Symbolisch:

    EU will Kiew am 9. Mai eine Milliarde Euro für Waffen geben


    *Die EU-Außenminister werden bei ihrem Besuch in Kiew am 9. Mai die

    Bereitstellung von einer Milliarde Euro für die Waffenproduktion in der

    Ukraine ankündigen, behauptet die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas auf

    einer Pressekonferenz nach einem Treffen der EU-Außenminister in

    Warschau. Sie sagt: /"Die Minister werden morgen in die Ukraine reisen

    und dort eine Milliarde Euro für die ukrainische Rüstungsindustrie

    ankündigen."/



    _RTDE 9.5.2025


    _*Bis zum letzten Ukrainer: Wie die NATO Kiew in den Krieg gegen

    Russland hineingezogen hat


    *Milliarden für PR und Bestechung sollten die Ukrainer davon überzeugen,

    dass die NATO es gut mit ihnen meine. Was letztlich half, das Land in

    den Konflikt hineinzuziehen, waren die Gelder für den Krieg – der

    bekanntlich bis zum letzten Ukrainer geführt werden soll.


    /Von Jelena Karajewa/


    Der von Russland zu Ehren des Siegestages im Großen Vaterländischen

    Krieg verkündigte Waffenstillstand und der endlose Beschuss des

    russischen Territoriums – darunter die Gebiete Belgorod, Brjansk, Kursk,

    Noworossijsk und die Schwarzmeerregion – durch Dutzende Drohnen … in

    diesem Zusammenhang ist es angebracht, die ukrainischen Streitkräfte zu

    erwähnen. Aber nicht sie – oder besser gesagt, nicht nur sie – sind es,

    die uns gegenüberstehen. Uns stehen die NATO-Länder gegenüber. Auch wenn

    sie dies regelmäßig mit der Behauptung leugnen: "Wir leisten dort

    lediglich Unterstützung."


    Großbritannien, Frankreich und Deutschland sind die Hauptverursacher und

    Hauptakteure in diesem Konflikt. Hinter der bis zum heutigen Tag

    andauernden geopolitischen Krise stehen die Strategen des

    Nordatlantischen Bündnisses.


    Die ukrainischen Regierungsstellen, die in den 90er Jahren von den Ideen

    der Euro-Romantik begeistert waren, meinten, dass "die NATO ihnen helfen

    werde". Davon wusste die NATO nichts, aber sie erkannte sehr wohl, was

    es bedeuten würde, wenn es ihr gelänge, die Ukraine in einen direkten

    Konflikt mit Russland zu ziehen.


    Die NATO begann, sich der Öffentlichkeit, der Presse und den Politikern

    auf allen Ebenen anzubieten. Niemand kann genau sagen, wie viel Geld für

    all diese Medienplatzierungen, politisch-strategischen Kampagnen oder

    sogar für offene Bestechung bereitgestellt wurde. Aber Dutzende

    Millionen Euro und US-Dollar, die unter dem Posten "PR-Unterstützung"

    freigegeben wurden, um die Ukrainer davon zu überzeugen, "wer es gut mit

    ihnen meint und wer nicht", scheiterten an dem gesunden

    Menschenverstand. Bis Mitte der 2010er Jahre stand die ukrainische

    Gesellschaft der NATO und den Intentionen ihrer Führung noch strikt

    ablehnend gegenüber.


    Selbst nach den optimistischsten Schätzungen und den voreingenommensten

    Meinungsumfragen lag die Zahl der Befürworter der Idee "Die Ukraine ist

    die NATO" nicht über 18 Prozent, während mehr als dreimal so viele

    Befragte dagegen plädierten. Dieses Ergebnis erwies sich nach

    jahrzehntelanger Propaganda als kategorisch unzureichend.


    Gleichzeitig wurden Geldmittel für Militärgüter, Ausbildungsmaßnahmen

    und Manöver bereitgestellt. Sie waren unerhört großzügig. In den 2000er

    und frühen 2010er Jahren fühlten sich die NATO-Vertreter in der Ukraine

    wie zu Hause – sei es auf dem Boden, in der Luft oder auf See.


    Verschiedene Militärmanöver – Sea Breeze (Meeresbrise), Trident

    (Dreizack), Adventure (Abenteuer) – wurden fast alle zwei Monate

    organisiert. Die Übungen fanden hauptsächlich im Gebiet Lwow sowie – wie

    überraschend, nicht wahr? – in Sewastopol statt. In dieser ruhmreichen

    Stadt der russischen Marine wurden sie fast jedes Jahr organisiert, wenn

    nicht noch öfter.


    Dabei diente die Europäische Union mit all ihrer "friedliebenden"

    Rhetorik als Köder für die Ukrainer, während die NATO-Mitglieder sie als

    ihr eigenes "Vorzimmer" ansahen. Und um ehrlich zu sein, hatten sie auch

    allen Grund dazu.


    Niemand in "EU-Brüssel" war überhaupt an der Ukraine interessiert. Als

    auf einem der Gipfeltreffen sowohl Paris als auch Berlin Kiew die

    Gegenseitigkeit verweigerten, war das keine Überraschung. Aber die

    Ukraine interessierte alle in "NATO-Brüssel", und so wurde die

    Verweigerungshaltung des [ehemaligen französischen Präsidenten] Hollande

    und der [ehemaligen deutschen Bundeskanzlerin] Merkel politisch und

    strategisch genutzt, um die Unruhen in der Ukraine zu organisieren, die

    schließlich zum Staatsstreich im Jahr 2014 führten. Der Grund dafür ist

    einfach: Die Ukraine musste nach dem NATO-Plan mit allen Mitteln in das

    Bündnis hineingezogen werden. Um jeden Preis und ohne Rücksicht auf die

    Opfer – bis zum letzten Ukrainer.


    Was auch geschah.


    Und dann musste man nur noch die Widerstandsnester unterdrücken. Dieser

    ganze Aufschrei, die Ausrufe, die Empörung, all die Sanktionen, die uns

    vor elf Jahren auferlegt wurden – das ist reine Rache.


    Das ist keine Politik und war es auch nie. Es handelt sich lediglich um

    eine machtlose, bösartige Abrechnung, weil Russland ein Blutbad auf der

    Krim nicht zuließ.


    Der Krieg im Donbass war eine Gelegenheit für die NATO-Truppen, ihre

    Muskeln spielen zu lassen.


    Und zwar auf legale Weise und im Bewusstsein, dass sie sich vor

    niemandem verantworten müssen.


    Es sollte daher nicht überraschen, dass über die vielen Tausend Opfer,

    die Hunderte von toten Kindern, nirgendwo und von niemandem berichtet

    wurden – zu keiner Zeit. Und diejenigen, die dies dennoch versuchten,

    wurden mit einem ewigen Bann belegt. Das Bündnis machte in der Ukraine

    und mit den Ukrainern – unabhängig von ihrem Status (ob es sich um

    einfache Leute oder ihre Vorgesetzten handelte) – was es wollte, wo es

    wollte und so viel es wollte. Bereits im Herbst 2021 – das sei noch

    einmal betont – führten die NATO-Truppen auch Militärübungen in der

    Ukraine durch. Und im Rahmen der speziellen Militäroperation in der

    Ukraine bekamen sie die Gelegenheit, die Kompetenzen ihrer

    Auszubildenden an der Kontaktlinie zu testen.


    Dem Bündnis ist es gelungen – mithilfe von Hunderten Milliarden Dollar

    und Euro, die für die Aufhetzung des Russenhasses, die Aufrüstung des

    ukrainischen Militärs und die Verankerung der Russophobie im Kern der

    ukrainischen Innen- und Außenpolitik ausgegeben wurden –, die Flamme

    einer großen geopolitischen Krise zu entzünden.


    Russland versuchte immer wieder, diese Krisenflamme sowohl zu lösen als

    auch auszulöschen. Dies geschah sowohl im Dezember 2021, im Frühjahr

    2022, im Winter 2025 als auch durch die Verkündung von

    Waffenstillständen zu Ostern und zum Siegestag. Wir sind die letzten auf

    der Liste derjenigen, die einen bewaffneten Konflikt zwischen zwei

    slawischen Nationen suchen. Die NATO hingegen hat ein großes Interesse

    daran, diesen Konflikt zu provozieren und zu schüren. Ihr Interesse

    liegt in der Konfliktfortsetzung. Würde der Konflikt enden, müsste die

    NATO eigentlich aufgelöst werden. Das Bündnis kann nur existieren (so

    lautet seine inoffizielle Doktrin), wenn es die öffentliche Meinung

    davon überzeugt, dass es einen Außenfeind gibt.


    Der Sieg Russlands stellt den Albtraum des Kollektivs "Rutte" dar. Für

    die NATO bietet die Konflikteskalation die einzige Möglichkeit, ihre

    Existenz zu bewahren. Ja, diese Methode ist kannibalistisch und

    unmenschlich. Aber hatte die NATO jemals eine menschliche Haltung

    gegenüber den Russen demonstriert? Deshalb feuern sie Storm

    Shadow-Raketen auf Mehrfamilienhäuser, deshalb greifen sie mit ihren

    Drohnen die russische Zivilbevölkerung an.


    Wir sollten uns keinen Illusionen hingeben: Heute befinden wir uns

    tatsächlich in einem Krieg mit den Nordatlantikern. Sie bedrohen uns.

    Sie hassen uns. Mit der Ukraine, wie der russische Präsident Putin

    sagte, "ist eine Versöhnung unvermeidlich".


    Aber mit der NATO ist sie kaum möglich. Wir werden das Nordatlantische

    Bündnis zum Frieden zwingen müssen. Aber zuerst werden wir sie besiegen.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    09.05.2025

    Ukraine: Außenminister stellen unmögliche Bedingungen für Frieden

    lostineu.eu, 9. Mai 2025

    Bei einem Treffen in Warschau haben die EU-Außenminister ihre Bedingungen für Frieden in der Ukraine formuliert. Sie sind de facto nicht zu erreichen und könnten den Krieg erneut eskalieren.

    Die EU-Außenbeauftragte Kallas faßte das Ergebnis der (informellen) Beratungen zusammen, an denen auch der neue deutsche Chefdiplomat Wadephul teilgenommen hat.

    Sofortiger und unkonditionierter Waffenstillstand, keine Abtretung von Gebieten, keine Demilitarisierung, keine Neutralität und robuste Sicherheitsgarantien – das sind die “Parameter”, die Kallas nannte.

    Sie entsprechen der EU-Beschlusslage vor Beginn der Friedens-Verhandlungen, die die USA mit Russland führen – und sie negieren alle Pläne von US-Präsident Trump, die derzeit diskutiert werden.

    Vor allem aber sind sie unrealistisch und – selbst bei einer Fortsetzung des Krieges – außer Reichweite. Schon mit US-Hilfe ist es der Ukraine nicht gelungen, die besetzten Gebiete zurückzuholen.

    Wie soll dies ohne die USA möglich sein? Die EU-Außenminister wollen am am Freitag nach Lwiw in die Ukraine reisen und dort 1 Mrd. Euro für Waffen bereitstellen – doch das ist nur eine symbolische Geste.

    Erreichbar wären die maximalistischen EU-Bedingungen, zu denen auch die Verurteilung der russischen Kriegsverantwortlichen durch ein Sondertribunal à la Nürnberg zählt, wohl nur, wenn Russland vernichtend geschlagen wird.

    Dies wäre aber nur mit verheerenden Angriffen auf Moskau und um den Preis einer Eskalation bis hin zum Atomkrieg denkbar. Wollen die EU-Außenminister das, soll es womöglich am 9. Mai losgehen, dem russischen “Tag des Sieges”?

    Siehe auch Ausgerechnet am 8. Mai: Selenskyj setzt Russland mit dem 3. Reich gleich. Mehr zum Krieg um die Ukraine hier

    P.S. Kallas warnte erneut vor einer Teilnahme an den Feiern in Moskau. Die baltischen Staaten haben sogar ihren Luftraum für die Moskau-Reise des slowakischen Regierungschefs Fico gesperrt – ein unfreundlicher Akt, den man bisher nur aus Kriegszeiten kannte…

    ‹ Neues vom Wirtschaftskrieg (271): UK macht Handelsdeal mit Trump

    8 Comments

    1. european
      9. Mai 2025 @ 12:39

      Es sieht immer mehr nach einem Aussitzen von Trump aus in der Hoffnung, dass ein Praesident der Demokraten dort anknuepft, wo Biden aufgehoert hat.

      Das koennte ein fataler Irrtum werden, weil doch einige Unbekannte in dieser Rechnung sind:

      => Ein Praesident der Demokraten? Wer denn? Aktuell ist da kein Stern der leuchtet.
      =>Trump nicht wiederwaehlbar? Das ja, aber Vance wird nachruecken, zumal Peter Thiel der grosse Sponsor dahinter ist.
      =>Wird die Ukraine so lange durchhalten und mit wem? Wieviele muessen noch fuer dieses hoffnungslose Unterfangen sterben?

    Antworten

  • Dixie Chique
    9. Mai 2025 @ 10:56

    Die Deutsch*innen niewiedern wieder mal, während sie auf Demos “Nie Wieder!” rufen. Man sollte ihnen die Trümmer Pokrovsks, Sudzhas und Bakhmuts zu fressen geben, damit sie aufhören von Wolgograd und Baku und der schönen Krim zu träumen.

    Antworten

  • Der Skeptiker
    9. Mai 2025 @ 10:47

    Heute 17.00 Uhr das Manifest des European Peace Project verlesen. Öffentlich. Wenn wir uns nicht wehren geht diese Idiotie weiter.

    Antworten

  • Helmut Höft
    9. Mai 2025 @ 09:03

    Das Land, welches die größten Kriegslasten und -folgen zu ertragen hatte ausgrenzen – aus welchen Grund auch immer – geht’s noch? m(

    Ich bin diese jährlichen “Maifeiertage” und den jährlichen 6. Juni und die jährliche Kristallnacht usw. allmählich leid. Kann man denn nicht endlich diese Tradition, dieses Brauchtum durch gemeinsames saufen und singen am Lagerfeuer ersetzen?

    Antworten

    • KK
      9. Mai 2025 @ 12:30

      “Kann man denn nicht endlich diese Tradition, dieses Brauchtum durch gemeinsames saufen und singen am Lagerfeuer ersetzen?”

      Da könnten die EU-Aussenminister dann gemeinsam das “Horst-Wessel-Lied” anstimmen… fest geschlossen sind ihre Reihen ja offenbar – und eine Fahne müssten sie auch alle eine haben, so siegesbesoffen, wie sie sich in Warschau gerieren.

      Antworten

  • Erneuerung
    9. Mai 2025 @ 08:36

    Mögen die Möpse bellen, wie sie wollen und auch im BRICS-Bereich zündeln, die Richtung der Entwicklung liegt fest, und jede Verweigerung von Zusammenarbeit beschleunigt den Niedergang des Westens. Russland wird nicht auseinanderbrechen, da eher noch die EU.

    Antworten

  • Guido B.
    9. Mai 2025 @ 07:08

    Keine Frage, die Russenhasser-Union will nicht die Ukraine von den Russen befreien, sondern die Welt von den Russen. Es geht hier nicht um den Sieg der Ukraine, sondern um die Zerschlagung Russlands. Man sagt es nicht offen, aber man wünscht es sich: Das Unternehmen Barbarossa soll erfolgreich vollendet werden. Der niederträchtige Russe muss verbluten.
    Hitler hätte seine helle Freude an der heutigen EU-Politik.

    Antworten

    • KK
      9. Mai 2025 @ 12:36

      Im Prinzip hat das Curchill ja bereits 1945 gefordert, in den USA gab es nach Ebnde des WW2 auch Pläne, Russland mittels Atombomben völlig niederzumachen… damals ging es aber noch um die kommunistische UdsSR und Stalin (Wie soll Churchill so blumig geäussert haben? “Wir haben das falsche Schwein geschlachtet.”).

      Endlich, endlich kann es losgehen…

      Antworten

  • Was sagen Sie dazu?

    Info: https://lostineu.eu/ukraine-aussenminister-stellen-unmoegliche-bedingungen-fuer-frieden/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    Neues vom Wirtschaftskrieg (271): UK macht Handelsdeal mit Trump


    lostineu.eu, vom 8. Mai 2025

    Brüssel berät über neue Russland-Sanktionen. Als Antwort auf den US-Handelskrieg plant die EU Gegenzölle von bis zu 95 Mrd. Euro. Derweil schließt das UK einen Handelsdeal mit Trump.

    • UK schließt Handelsdeal mit Trump. Die USA und Großbritannien haben sich laut US-Präsident Donald Trump auf einen Handelspakt geeinigt. Trump kündigte den Deal auf seiner Online-Plattform Truth Social an. Es handle sich um eine „volle und umfängliche“ Vereinbarung, die das Verhältnis zwischen den USA und Großbritannien festigen werde, schrieb Trump. Details zu der Vereinbarung blieben zunächst unklar. Aus britischen Regierungskreisen war zu hören, es handle sich nicht um ein herkömmliches Freihandelsabkommen. Für die USA ist es die erste Vereinbarung mit einem wichtigen Handelspartner seit Trumps weitreichender Verhängung von Strafzöllen Anfang April. (dpa) Der Deal kommt kurz vor einem EU-UK-Gipfel und brüskiert die EUropäer, die von einem “Reset” nach dem Brexit träumen. Doch statt sich gemeinsam gegen die USA zu wehren, verschaffen die Briten Trump einen ersten Erfolg.
    • EU plant Gegenzölle von bis zu 95 Mrd. Euro. Als Konter für Sonderzölle von US-Präsident Trump schlägt die EU-Kommission Zölle auf US-Importe im Wert von 95 Mrd. Euro vor. Die Maßnahmen wären die Antwort auf US-Importzölle von 25 Prozent auf Stahl, Aluminium und Autos sowie umfassendere Zölle von zehn Prozent auf weitere Güter. Sie würden sich gegen Wein, Fisch, Flugzeuge, Autos und Autoteile, Chemikalien, Elektrogeräte, Gesundheitsprodukte und Maschinen aus den USA richten, wie die Kommission mitteilte.Die Liste klingt beeindruckend, doch in Wahrheit rudert die EU zurück. Ursprünglich wollte sie Trumps Zölle 1:1 erwidern, nun geht es nur noch um einen Bruchteil. Zudem hofft Brüssel weiter auf Verhandlungen. Ob und wann die Gegenmaßnahmen umgesetzt werden, ist offen. Als Stichtag gilt der 14. Juli.
    • Brüssel berät über neue Russland-Sanktionen. In der EU wird wegen des anhaltenden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ein 17. Sanktionspaket vorbereitet. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur diskutieren Vertreter der 27 Mitgliedstaaten seit Mitte dieser Woche über neue Vorschläge der EU-Kommission, die eine weitere Verschärfung des Vorgehens gegen die sogenannte russische Schattenflotte für den Transport von Öl und Ölprodukten vorsehen. (…) Insgesamt soll dem Vorschlag nach knapp 150 weiteren Schiffen das Einlaufen in Häfen in der EU verboten werden. (dpa) – Die EU schneidet sich ins eigene Fleisch, denn die USA diskutieren mit Russland längst über ein Ende der Sanktionen und neue lukrative Deals. Zudem erschwert Brüssel eine diplomatische Lösung…

    Siehe auch Noch ein Eigentor: Von der Leyen will Gas aus Russland verbieten. Mehr zum Wirtschaftskrieg hier

    ‹ Ausgerechnet am 8. Mai: Selenskyj setzt Russland mit dem 3. Reich gleich › Ukraine: Außenminister stellen unmögliche Bedingungen für Frieden

    5 Comments

    1. Helmut Höft
      9. Mai 2025 @ 08:56

      “… verschaffen die Briten Trump einen ersten Erfolg.” So? Wer kennt denn die Details dessen, was für die Briten ein normaler Handelsvertrag für Donald John aber ein Elefant – oops, sry, eine Elefanten Herde! – geboren aus einer Mücke ist?

      Warum wird auf der ganzen Welt permanent ausgerastet bloß weil Donald Duck … äh, sry, Donald John Trump mal wieder flatuliert? Kann man da nicht sachlicher, angemessener und mit ruhigem Blut ran gehen?

      Ich erinnere an NAFTA 2.0, vom POTUS 45 am 30.11.2018 unterzeichnet und zum “besten Abkommen ever” geadelt, vom POTUS 47 als “schrecklich, muss neu verhandelt werden …” gebrandmarkt! Preisfrage: Wer war POTUS 45, wer ist POTUS 47? o-)

    Antworten

  • KK
    8. Mai 2025 @ 19:54

    Das dumme an Verträgen mit Amerika und ganz besonders Trump ist, dass Trump sie nach Gutdünken entweder direkt ganz kündigt oder trickreich umgeht, wenn ihm danach ist und er sich dadurch noch mehr Vorteile verspricht. Im Prinzip nicht mehr als eine Wette, dass er sich auch mittel- oder gar langfristig daran gebunden fühlen wird…
    Auch ein demokratischer Amtsnachfolger könnte aus Prinzip wieder alles ganz auf links drehen, dass ein solcher Vertrag dann nachteilige Fakten für die Vertragspartner geschaffen haben könnte.

    Vertragspartner sollte man sich sehr gut aussuchen…

    Antworten

    • Michael
      8. Mai 2025 @ 20:21

      Das ist nicht typisch Trump: das ist die Doppelmoral und das sind die doppelten Standards auf denen die westliche Ideologie, bzw. die Ideologie des sog. Westens basiert! Damit nehme ich nicht Trump in Schutz sondern stelle klar dass man z. B. Merz und seine Lügen nicht von denen eines Trump trennen kann!

      Antworten

  • Michael
    8. Mai 2025 @ 19:31

    Auch das noch: MAGA Trump „stellt“ den nächsten Papst! Als geborenem Atheisten schert mich Religion nicht! Trump als Papst war wohl ein Omen!

    Antworten

  • Michael
    8. Mai 2025 @ 18:44

    Eigentlich verschlägt es mir selten die Sprache! Aber was soll man angesichts der Dämlichkeit in Brüssel und den Hauptstädten Europas‘ (siehe auch den gemeinsamen Brief Merz/Macron) noch sagen!? Eigentlich kann man nur schweigen und staunen … !

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  • Was sagen Sie dazu?

    Info: https://lostineu.eu/neues-vom-wirtschaftskrieg-271-uk-macht-handelsdeal-mit-trump/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.



    Weiteres:




    Ausgerechnet am 8. Mai: Selenskyj setzt Russland mit dem 3. Reich gleich


    Screenshot_2025_05_09_at_13_39_00_Lost_in_EUrope_Update


    lostineu.eu, vom 8. Mai 2025

    Zum 80. Jahrestag des Endes des 2. Weltkriegs zieht der ukrainische Präsident eine brisante Parallele. Die Welt müsse Russland genauso bekämpfen wie einst Nazi-Deutschland.

    Hier der Wortlaut gemäß Interfax (Ukraine):

    “Each of us wants peace to come, peace to triumph. We are fighting for it. And we understand what is needed for this. Either Russia must radically change. Or the world will have to change. Exactly as the world did 80 years ago. When it finally became clear to everyone: it is impossible to appease evil. It must be fought. Together. Fight resolutely. With force. With pressure. On the battlefield, in the diplomatic arena, in the economic space, wherever it is possible. So that it is truly ‘never again.’ Or the world will have to conduct denazification and demilitarization of Russia,” the President of Ukraine said.


    „Jeder von uns will, dass der Frieden kommt, dass der Frieden siegt. Wir kämpfen für ihn. Und wir wissen, was dafür notwendig ist. Entweder muss sich Russland radikal ändern. Oder die Welt wird sich ändern müssen. Genau so, wie es die Welt vor 80 Jahren getan hat. Als endlich allen klar wurde: Das Böse lässt sich nicht besänftigen. Es muss bekämpft werden. Gemeinsam. Entschlossen bekämpfen. Mit Gewalt. Mit Druck. Auf dem Schlachtfeld, in der diplomatischen Arena, im Wirtschaftsraum, wo immer es möglich ist. Damit es wirklich „nie wieder“ heißt. Oder die Welt wird eine Entnazifizierung und Entmilitarisierung Russlands durchführen müssen“, sagte der ukrainische Präsident.
    Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

    Selenskyj spricht zwar noch von der “diplomatische Bühne”, doch er warnt vor “Appeasement” und fordert, “das Böse” (in Russland) zu bekämpfen.

    An anderer Stelle fordert er, das gesamte ukrainische Territorium zu befreien. Das klingt nicht so, als gäbe er den Friedensplänen der USA eine Chance…

    Mehr zum Krieg um die Ukraine hier

    ‹ Die Watchlist EUropa vom 08. Mai 2025 › Neues vom Wirtschaftskrieg (271): UK macht Handelsdeal mit Trump

    16 Comments

    1. Thomas Damrau
      9. Mai 2025 @ 09:16

      „History will teach us nothing“ (Sting)

      Der Vergleich mit 1937 ( https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchner_Abkommen ) passt nicht:
      — Das Münchner Abkommen war von der Hoffnung getrieben, durch Zugeständnisse an Hitler einen Krieg zu vermeiden. Ob das eine realistische Hoffnung war, ist dabei erst einmal zweitrangig (ebenso wie die Frage, ob Chamberlain sich mit diesem Abkommen Zeit verschaffen wollte).
      — Der Krieg in der Ukraine tobt schon seit drei Jahren, täglich sterben Menschen. Hier geht es also nicht – wie in München – um die Verhinderung eines Krieges, sondern um die Beendigung eines Krieges.

      Stand heute herrscht auf dem Schlachtfeld ein Beinahe-Patt mit leichten Vorteilen für Russland. Gleichzeitig zeigt Donald Trump wenig Interesse, die Ukraine weiterhin militärisch zu unterstützen. (Weshalb Putin meint, er könne auf Zeit spielen – was natürlich dazu führen kann, dass Trump doch noch auf einen Anti-Putin-Kurs umschwenkt. Aber solche Überlegungen sind hochspekulativ.)

      Deshalb müssen all die Scharfmacher von Kallas bis Wadephul (und natürlich auch @Kleopatra) erklären, welche Strategie sie in Zukunft verfolgen wollen. Einfach weiter Waffen schicken, ist keine Strategie, sondern ein Zeichen von Ratlosigkeit.

      Und es hilft auch nicht, mit dem Narrativ „Ein Erfolg in der Ukraine wird Putin ermutigen, neue Kriege anzuzetteln.“ einen Frieden in der Ukraine zu einer Art Meta-Appeasement zu machen:
      — Das wäre dann Chamberlains Zeit-Gewinnen mit anderen Vorzeichen: „Die Ukraine muss noch fünf Jahre bluten und Putin beschäftigen, damit wir inzwischen in Ruhe aufrüsten können.“
      — Gleichzeitig wäre ein Einfrieren der augenblicklichen Frontlinie kein Sieg Putin in einer Art Blitzkrieg, sondern ein sehr teuer erkaufter mühsamer Geländegewinn.

      Auch bei der Bewertung des militärischen Erfolgs Russlands hinkt der Vergleich mit dem zweiten Weltkrieg: Hitler ist deshalb immer übermütiger geworden, weil er beginnend mit der Tschechoslowakei über Österreich und Polen bis nach Frankreich fremde Länder militärisch überrennen konnte.
      Von militärisch überrennen kann man bei Putins Spezialoperation nun wirklich nicht reden. Und auch ein Autokrat wie Putin hat Schwierigkeiten, die Jugend seines Landes zu ständig neuen militärischen Abenteuern zu motivieren – weshalb er auf Söldner, Strafgefangene und Nordkoreaner zurückgreifen muss.

    Antworten

    • Stef
      9. Mai 2025 @ 10:34

      “Stand heute herrscht auf dem Schlachtfeld ein Beinahe-Patt mit leichten Vorteilen für Russland.”

      Das nehme ich anders wahr. Russland zerstört das ukrainische Militär im großen Stil und hält dabei die eigenen Verluste in engen Grenzen. Aus dem Umstand, dass sich Geländegewinne nur langsam zeitigen, kann nicht auf ein Patt geschlossen werden. Auch wenn wir uns das im Westen herbeiwünschen und einreden. Russlands Militärmaschine ist inzwischen unerbittlich und effektiv.

      Antworten

  • Helmut Höft
    9. Mai 2025 @ 08:20

    Beliebiges Geschichtsbuch, beliebige Seite, always the same old story: Homo homini lupus! Seit Jahrtausenden bekämpft das Gute das Böse und umgekehrt. (bspw. Wilhelm zwo: „Mitten im Frieden überfällt uns der Feind. Darum auf zu den Waffen! Jedes Schwanken, jedes Zögern wäre Verrat am Vaterlande. …“ blablabla) prost_hicks

    Antworten

  • Art Vanderley
    8. Mai 2025 @ 23:52

    Vielleicht sollten wir mal über Appeasement reden, ein allgemein als Fehler betrachtetes Verhalten. Hab ich auch gedacht aber stimmt das ?
    1937, als diese Politik in etwa begann, waren die Engländer gar nicht in der Lage, selbst zusammen mit den Franzosen, militärisch vorzugehen gegen NS-Deutschland, sie waren es ja nichtmal 1940, im Gegenteil, sie kassierten bekanntlich eine krachende Niederlage.
    Was blieb ihnen also als Zeitgewinn?
    Die A-Politik hat den Krieg um mindestens ein Jahr verzögert und damit vielleicht Millionen von Menschen das Leben gerettet, insbesondere bis zu 20 Millionen Slawen deren Ermordung schon fertig als Plan in Himmlers Schublade lauerte.
    Die Deutschen hat es vielleicht davon abgehalten die Atombombe zu entwickeln und davor bewahrt selber das Ziel der ersten Abwürfe zu werden.
    Natürlich kann man das nicht einfach übertragen auf die Jetztzeit, aber genau das ist es ja was Selenskyj und Co. ständig machen.

    Antworten

    • Kleopatra
      9. Mai 2025 @ 07:08

      Das ist eine beliebte nachträgliche Rechtfertigung. Allerdings hat das Münchner Abkommen die Ausgangssituationen für einen etwaigen Krieg (der Westmächte gegen Hitler) nicht eindeutig verbessert (die Tschechoslowakei war vorher ein starker Gegner, der für das Deutsche Reich keineswegs einfach zu besiegen gewesen wäre; nach „München“ war sie zu einer effektiven Verteidigung nicht in der Lage (da alle Grenzbefestigungen abgetreten worden waren). Auch das Deutsche Reich konnte ja die Zeit nutzen, um seinerseits aufzurüsten. (Und nachdem es im März 1939 die Tschechoslowakei vollends zerschlagen hatte, verfügte es zusätzlich über die tschechoslowakischen Panzer und die dortigen Rüstungsindustriebetriebe). Frankreich und Großbritannien haben Deutschland im September 1939 zwar den Krieg erklärt, diesen aber zunächst nicht sehr entschieden geführt, weshalb das Bündnis zwischen ihnen und Polen nicht so funktionierte, wie es sollte. Inwiefern Deutschland eine Atombombe hätte entwickeln sollen, wenn ihm die Tschechoslowakei nicht zynisch überlassen worden wäre, leuchtet auch nicht ein.
      Deshalb lässt sich genauso gut spekulieren, dass ein frühes Entgegentreten Hitler mit weniger Opfern hätte stoppen können. Letztlich ist aber kontrafaktische Geschichtsschreibung natürlich noch riskanter als Prognosen.

      Antworten

      • Stef
        9. Mai 2025 @ 08:45

        Es gibt viele Perspektiven auf diese Frage, die sich auf eine faktische Basis stützen können.

        Es gibt auch Perspektiven auf das inzwischen zum Schimpfwort mutierte “Appeasement”. Damit soll heute ausgedrückt werden, dass man aggressiven Potentaten nicht entgegenkommen soll, weil sie dann immer mehr verlangen. Wenn beide Seiten sich gegenseitig für “Potentaten” halten, ist damit Appeasement eine Garantie für Krieg. Und zwar unabhängig davon, wer recht hat. Es gibt dabei mit anderen Worten keinen Ausweg und keinen Raum für Deeskalation innerhalb der Ablehnung von Appeasement.

        Deshalb setze ich die atuelle Lasart von “Appeasement” mit einem schlecht verbrämten Appell für Krieg gleich. Oder will @Kleopatra hier widersprechen?

        Es gibt noch eine Schwäche der aktuellen Definition: Würden wir in Deutschland diesen Maßstab überall gleichmäßig anlegen, wäre es schnell sehr einsam um uns herum. Denn irgendwann besteht gegenüber jedem einmal ein vermeintlich guter Grund, “dem Feind keinen Milimeter mehr entgegen zu kommen”.

      • Kleopatra
        9. Mai 2025 @ 09:00

        @Stef: Die meisten Staaten versuchen nicht, die zwischen ihnen und ihren Nachbarn bestehenden Verträge durch militärische Expansion gewaltsam zu ändern (wie das Hitler tat und heute Putin tut).
        Letztlich ist die kürzeste und gleichzeitig recht genau treffende Charakterisierung des Münchner Abkommens die von Churchill: “Sie hatten die Wahl zwischen Schande und Krieg. Sie haben die Schande gewählt und werden den Krieg bekommen”.

      • Stef
        9. Mai 2025 @ 10:37

        Sie weichen der Frage aus, anstatt sie zu beantworten. Und Ihre Argumente werden nicht besser, wenn Sie zum hundertsten Mal Putin mit Hitler gleichsetzen.

      • Kleopatra
        9. Mai 2025 @ 12:01

        @Stef: Sie sind es, der sich weigert, anzuerkennen, dass man sehr wohl Kriterien finden kann, ob manche Forderungen aggressiver Staaten solche sind, denen man aus ethischen, aber auch pragmatischen Gründen (weil eine Abwehr in einer früher Phase leichter ist) entschieden entgegentreten muss.
        „Appeasement“ ist die Bezeichnung für Zugeständnisse, die in solchen Situationen gemacht werden (in der irrigen Hoffnung, dass der Aggressor zufriedengestellt wird). Natürlich kann man über die Interpretation, ob etwas „Appeasement“ ist, diskutieren.

  • Arthur Dent
    8. Mai 2025 @ 23:15

    “Or the world will have to conduct denazification and demilitarization of Russia,”
    – na, klar – um zum Frieden zu kommen, braucht man vorher erst einmal einen Weltkrieg.
    Man stellt sich vor einen Spiegel und übt die Gestik und die Mimik ein: “Oderrr die ganze Welt muss Russland entnazifizieren”…

    Antworten

  • Guido B.
    8. Mai 2025 @ 16:45

    Wer einen erstaunlich weisen Friedensvorschlag präsentiert hat, ist ChatGPT. Dazu empfehle ich ein sehr sehenswertes und geistreiches Video, das nur 13 Minuten dauert. Es ist wie dieser Blog ein kleiner Lichtblick in einem finsteren Zeitalter.
    https://www.youtube.com/watch?v=P5_Bj-9_LAQ
    Sensationell. Ukraine-Krieg. Was die KI zur Lösung vorschlägt ChatGPT

    Antworten

  • Guido B.
    8. Mai 2025 @ 16:38

    Der Mann braucht einen Drogenentzug oder eine Zwangsjacke. Wäre auch für die Ukraine besser.

    Antworten

  • KK
    8. Mai 2025 @ 14:29

    Das nenn ich Chuzpe – er selbst hat jede Menge Verehrer von Nazi-Kollaborateuren, die offen mit Nazi- und SS-Symbolik herumlaufen, um sich herum (und ist vielleicht selbst einer), die letztendlich durch ihren von Russenhass durchseuchten Nationalismus erheblich zur jetzigen Situation beigetragen haben.
    Hier die sehr erhellende Besprechung eines akribisch recherchierten 900-Seiten-Buchs über die Ursachen des ukrainisch-/europäischen Krieges gegen Russland:
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=130861

    Antworten

    • Bogie
      8. Mai 2025 @ 16:34

      Es gibt für diese “Chuzpe” aus meiner Sicht nur eine Erklärung. Die Regierungen der EU, allen voran Deutschland, und Frankreich, dazu noch Großbritannien, müssen ihn ermutigt haben, die US-Angebote auszuschlagen. Das wiederum geht nur, wenn sie ihm die ewige Treue und vor allem ewige Gegnerschaft zu Russland geschworen haben. Der neue Außenminister Deutschlands hat letzteres ja schon öffentlich getan.

      Antworten

    • Michael
      8. Mai 2025 @ 17:49

      Scott Horton‘s „Provoked … „ ist in der Tat die derzeit empfehlenswerteste Lektüre zum Thema! Außerdem äußerst sachlich und trotzdem sehr leserfreundlich geschrieben! Die 900+ Seiten sollten niemanden abschrecken dieses Werk zu lesen, zumal fast 2000 Quellenangaben zig Seiten einnehmen, was wiederum Akribie und Empirie Horton’s belegt, und die Ausführungen sehr verifizierbar macht! Gute Englischkenntnisse sollte man vorweisen können.
      Ps. „Provoked …“ von Horton hat mich an ein anderes ebenso überzeugendes Werk von Rashid Khalidi zum Thema Middle East erinnert : „The Hundred Years‘ War on Palestine ( 1917-2017)“! Zwar nur 300 Seiten (einschließlich 50 Seiten Quellenangaben), aber gleichfalls sachlich und leserfreundlich!

      Antworten

      • KK
        8. Mai 2025 @ 22:26

        “Die 900+ Seiten sollten niemanden abschrecken dieses Werk zu lesen…”

        Der Umfang schreckt mich nicht, aber mein Englisch… ????

  • Was sagen Sie dazu?



    Info: https://lostineu.eu/ausgerechnet-am-8-mai-selenskyj-setzt-russland-mit-dem-3-reich-gleich/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    09.05.2025

    Wladimir Putins Ansprache bei der Siegesparade in Moskau am 9. Mai 2025

    seniora.org, 9. Mai 2025

    Siegesparade in Moskau am 9. Mai 2025

    Rede des Präsidenten Russlands bei der Militärparade


    Präsident Russlands Wladimir Putin:


    Bürger Russlands,

    Veteranen, Gäste, Kameraden Soldaten und Matrosen, Unteroffiziere und Feldwebel, Seekadetten und Unteroffiziere, Kameraden Offiziere, Generäle und Admirale, ich gratuliere Ihnen zum 80. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg!

    Heute verbinden uns alle Gefühle der Freude und Trauer, des Stolzes und der Dankbarkeit sowie der Bewunderung für die Generation, die den Nationalsozialismus besiegt und mit Millionen Opfern Freiheit und Frieden für die gesamte Menschheit errungen hat.

    Wir bewahren die Erinnerung an diese historischen, glorreichen Ereignisse in Treue. Als Erben der Sieger feiern wir heute den Tag des Sieges als den wichtigsten Feiertag des Landes, der der gesamten Nation, jeder Familie und jedem Einzelnen von uns am Herzen liegt.

    Unsere Väter, Großväter und Urgroßväter haben das Vaterland gerettet. Und sie haben uns das Vermächtnis hinterlassen, die Heimat zu verteidigen, vereint zu bleiben und unsere nationalen Interessen, unsere tausendjährige Geschichte, Kultur und traditionellen Werte   – alles, was uns lieb und heilig ist   – entschlossen zu verteidigen.

    Wir erinnern uns an die Lehren des Zweiten Weltkriegs und werden niemals der Verfälschung dieser Ereignisse oder den Versuchen zustimmen, die Mörder zu rechtfertigen und die wahren Sieger zu verleumden.

    Unsere Pflicht ist es, die Ehre der Soldaten und Kommandeure der Roten Armee sowie den Heroismus der Kämpfer unterschiedlicher ethnischer Herkunft zu verteidigen, die für immer russische Soldaten in der Weltgeschichte bleiben werden.

    Russland war und bleibt ein unzerstörbares Hindernis für Nazismus, Russophobie und Antisemitismus und wird sich der Gewalt der Verfechter dieser aggressiven und zerstörerischen Ideen entgegenstellen.

    Die Wahrheit und Gerechtigkeit sind auf unserer Seite. Ganz Russland, unsere Gesellschaft und alle Menschen unterstützen die Teilnehmer der Sonderoperation. Wir sind stolz auf ihren Mut und ihre Entschlossenheit, die uns immer zum Sieg geführt haben.

    Freunde,

    die Sowjetunion hat die Hauptlast der brutalsten und unerbittlichsten Angriffe des Feindes getragen. Millionen von Menschen, die einst ausschließlich friedlicher Arbeit gewidmet waren, griffen zu den Waffen und standen bis zum Tod auf jedem Hügel, jedem Brückenkopf und jeder Verteidigungslinie. Der Ausgang des Zweiten Weltkriegs wurde durch entscheidende Siege in den großen Schlachten von Moskau und Stalingrad, an der Kur- und Dnjepr-Front, durch den Mut der Verteidiger von Belarus, die als erste dem Angreifer gegenüberstanden, durch den unerschütterlichen Widerstand in der Festung Brest und in Mogilev, Odessa, Sewastopol, Murmansk, Tula und Smolensk durch den Heldenmut der Einwohner des belagerten Leningrad, durch die Tapferkeit all derer, die an der Front, in Partisaneneinheiten und im Untergrundkampf kämpften, sowie durch die selbstlosen Anstrengungen derjenigen, die unter feindlichem Beschuss Fabriken und Werke evakuierten und an der Heimatfront arbeiteten und dabei alles gaben, was sie hatten, und bis an die Grenzen ihrer Kräfte arbeiteten.

    Die Pläne der Nazis, die Sowjetunion zu erobern, wurden durch die unerschütterliche Einheit der Nation zerschlagen. Das Heldentum des sowjetischen Volkes war allgegenwärtig, und jede Republik trug die gemeinsame, immense Last des Krieges.

    Der Beitrag der Völker Zentralasiens und des Südkaukasus war immens. Aus diesen Regionen kamen ununterbrochen Züge mit allem, was die Front benötigte. Krankenhäuser wurden eingerichtet, und Hunderttausende Evakuierte fanden dort eine zweite Heimat. Ihnen wurden Unterkunft, Verpflegung und herzliches Mitgefühl zuteil.

    Wir ehren jeden Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges und verneigen uns in Erinnerung an alle, die ihr Leben für den Sieg gegeben haben, die Söhne und Töchter, Väter und Mütter, Großväter und Urgroßväter, Ehemänner und Ehefrauen, Brüder und Schwestern, geliebte Menschen und Freunde.

    Wir verneigen uns vor unseren gefallenen Waffenbrüdern, die als Helden in einem gerechten Kampf für Russland ihr Leben gelassen haben.

    Lasst uns nun eine Schweigeminute einlegen.


    Moskau_Parade_9.05.png
    (Eine Schweigeminute.)















    Freunde,

    fast 80 Prozent der Weltbevölkerung wurden in den feurigen Strudel des Zweiten Weltkriegs hineingezogen.

    Die vollständige Niederlage Nazi-Deutschlands, des militaristischen Japans und ihrer Satellitenstaaten auf der ganzen Welt wurde durch die gemeinsamen Anstrengungen der Alliierten Nationen erreicht.


    Putin_und_Xi.png

    Wir werden nie vergessen, dass die Eröffnung der zweiten Front in Europa, die nach den entscheidenden Schlachten auf dem Territorium der Sowjetunion stattfand, den Sieg beschleunigt hat. Wir würdigen den Beitrag, den die alliierten Streitkräfte, die Mitglieder der Widerstandsbewegung, das mutige chinesische Volk und alle, die für eine friedliche Zukunft gekämpft haben, zu unserem gemeinsamen Kampf geleistet haben.

    Freunde,

    wir werden weiterhin zu unseren Veteranen aufschauen und uns ein Beispiel an ihrer uneingeschränkten Liebe zum Vaterland und ihrem Engagement für die Verteidigung unserer Heimat und der Werte des Humanismus und der Gerechtigkeit nehmen. Wir werden diesen Traditionen und diesem großartigen Erbe einen festen Platz in unseren Herzen einräumen und sie an künftige Generationen weitergeben.

    Wir werden uns stets auf unsere Einheit im Kampf und in friedlichen Bestrebungen, im Streben nach strategischen Zielen und bei der Bewältigung von Problemen zum Wohle Russlands und seiner Größe und seines Wohlstands verlassen.

    Ruhm dem siegreichen Volk!

    Frohen Feiertag!

    Frohen Tag des Sieges!

    Hurra!


    Blumen_in_Moskau_9.05.png























    Quelle: Kreml 09.05,2025 Siegesparade

    Quelle: http://en.kremlin.ru/events/president/news/76879

    Die Übersetzung besorgte Andreas Mylaeus


    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=137&userid=3998&mailid=2722


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    09.05.2025

    "Friede ist der Name Gottes"

    aus e-mail von Thomas Nauerth, 9. Mai 2025, 21:08 Uhr

    "Friede ist der Name Gottes". Frieden als leitende Perspektive und Aufgabe der Religionspädagogik


    --

    apl. Prof. Dr. theol. Thomas Nauerth


    Institut für Katholische Theologie

    Universität Osnabrück

    tnauerth@uni-osnabrueck.de


    www.friedenstheologie.de

    www.bibelunddidaktik.uni-osnabrueck.de/



    "Friede ist der Name Gottes". Frieden als leitende Perspektive und Aufgabe der Religionspädagogik [Monographie] https://independent.academia.edu/ThomasNauerth


    Politische Mediation als religiöse Aufgabe. Eine mittelalterliche Entdeckung und gegenwärtige Herausforderung.

    In: Harbeck-Pingel, Bernd/Hinrichs, Karen/Schwendemann, Wilhelm (Hg.), Diskurse und Differenzen. Friedensethische Perspektiven, Berlin 2023, 13-32


    וְאֹהֵ֣ב חָמָ֑ס שָֽׂנְאָ֥ה נַפְשֽׁוֹ


    „Irgendwo mußte der Friede im Krieg beginnen. Und da der Mensch über nichts ernstlich gebieten kann als über sein Inneres, seine Gesinnung, so mußten Einzelne anfangen, Gedanken des Friedens zu denken und zu leben.

    Sie mußten versöhnungsbereit werden. Sie mußten ernsthaft mitleiden mit ihren Feinden, gerade mit denen, die die Welt zerrütteten. Sie mußten sich in einer von tödlichen Gegensätzen zerklüfteten Welt hindurchkämpfen zur Erkenntnis der Schuld aller, zum unzerreißbaren Zusammenhang des Menschseins. (…)

    Im Grunde konnte man dem, was geschah, nicht entschiedener widersprechen als mit diesem Wort.

    Denn Friede ist ja niemals Sieg des einen oder des anderen, sondern Versöhnung, Selbstaufgabe um des größeren Ganzen willen, ein gewisses Opfer, nicht an Überzeugung, aber an dem Recht sie durchzusetzen. (Reinhold Schneider 1956)


    »Krieg ist zuerst die Hoffnung, dass es einem besser gehen wird,

    hierauf die Erwartung, dass es dem anderen schlechter gehen wird,

    dann die Genugtuung, dass es dem anderen auch nicht besser geht,

    und hiernach die Überraschung, dass es beiden schlechter geht.« (Karl Kraus)


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    09.05.2025

    Russophober Kiesewetter attackiert SPD-Politiker Stegner wegen Treffen mit "Putin-Getreuen"

    freedert.online, 9 Mai 2025 17:02 Uhr

    Das ARD-Politikmagazin Kontraste diskreditiert zusammen mit der Zeit-Redaktion mehrere deutsche Politiker, die sich im Geiste des sogenannten "Petersburger Dialogs" mit russischen Gesandten im aserbaidschanischen Baku trafen. Wenig überraschend verkündet CDU-Politiker Roderich Kiesewetter Unverständnis und Missfallen.


    © IMAGO/dts Nachrichtenagentur

    "

    Für Roderich Kiesewetter (CDU) sowie die Zeit- und ARD-Kontraste-Redaktion ist der SPD-Politiker Ralf Stegner ein zu kritisierender "Putin-Versteher"


    Deutsche Politiker und Kreml-Vertreter" lautete der Titel einer Koproduktion der ARD-Redaktion des Politmagazins Kontraste und von Mitarbeitern der Zeit. Der Zeit-Artikel mit der Überschrift "Geheimtreffen in Baku: Unter den Augen des Kreml" wurde dabei hinter einer Bezahlschranke platziert. Beide Redaktionen beanstanden, dass sich mehrere deutsche Politiker, darunter der SPD-Politiker Ralf Stegner, der frühere Kanzleramtschef Ronald Pofalla (CDU) sowie der ehemalige Brandenburger SPD-Ministerpräsident Matthias Platzeck, mit "hochrangigen Vertretern Moskaus getroffen" hätten, kritisiert der Berliner Tagesspiegel (TS) parallel. Die TS-Redaktion zitiert wiederum in ihrem Artikel zum vermeintlichen Skandal Roderich Kiesewetter (CDU), den stellvertretenden Vorsitzenden des Geheimdienstkontrollgremiums, der wenig überraschend umgehend den SPD-Politiker Stegner warnte, dass dieser nun "sich einige Fragen gefallen lassen" müsse.

    Die vermeintliche Notwendigkeit und Fortführung der russophoben Berichterstattung in den deutschen etablierten Medien erklärt die Kontraste-Redaktion auf der Website der ARD-Mediathek wie folgt:

    "Offiziell ist der deutsch-russische 'Petersburger Dialog' seit Jahren beendet. Doch Recherchen von Kontraste und der Wochenzeitung Die Zeit zufolge lebt das Gesprächsformat, 2001 von Schröder und Putin ins Leben gerufen, wohl im Verborgenen weiter."


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    In einem Artikel der FAZ war zuvor im November 2022 zum "überfälligen Ende einer Inszenierung" erklärt worden:

    "Der Petersburger Dialog hatte seinen Anteil daran, dass der deutsche Blick auf Russland so lange von Lobbyisten des Kreml-Regimes geprägt werden konnte. Ein Grund zur Trauer ist das Ende des Petersburger Dialogs nicht. Mit seiner formellen Auflösung wird ein schon lange überfälliger Schlussstrich unter eine Imitation von zivilgesellschaftlichen Kontakten gezogen, die seit Jahren mehr geschadet als genutzt hat."

    Diplomatie ist nachweislich seit dem Jahr 2022 als Begriff und politische Selbstverständlichkeit obsolet in den deutschen Redaktionsstuben. Als konsequentes Resultat heißt es im aktuellen Zeit-Artikel:

    "Bei ihren Geheimtreffen in Baku versammeln sich die Delegationen aus Deutschland und Russland gerne im Restaurant Zafferano (...) An einem Sonntagabend Mitte April war es nach Informationen der Zeit und des ARD-Politikmagazins Kontraste wieder einmal so weit: Aus Deutschland kam ein Trupp von Politikern und Lobbyisten ins Zafferano und aus Moskau eine Abordnung Getreuer von Präsident Wladimir Putin. Tags darauf saßen sie bei einer Klausur zusammen, um über die Beziehungen beider Länder zu diskutieren. Das Treffen in Baku war mit leicht wechselnder Besetzung mindestens schon das dritte dieser Art. Etwa alle sechs Monate kommen beide Seiten am Kaspischen Meer zusammen, um sich unbemerkt von der Öffentlichkeit auszutauschen."

    Russische Regierungsmitarbeiter erhalten dabei bewusst den Stempel "Abordnung Getreuer von Präsident Wladimir Putin". Das vermeintlich erweiterte Problem für den SPD-Politiker wird im TS-Artikel so dargestellt:

    "Der SPD-Politiker Ralf Stegner hat sich mit hochrangigen Vertretern Moskaus getroffen. Weil er auch dem Geheimdienstkontrollgremium des Bundestags [PKGr] angehört, rügt dessen Vize den Kontakt scharf."


    Regierungswechsel verheißt für Deutschland nichts Gutes





    Meinung

    Regierungswechsel verheißt für Deutschland nichts Gutes






    Befragt zu den Rechercheergebnissen, erklärte Kiesewetter der TS-Redaktion:

    "Das PKGr warnt intensiv vor der hybriden Einflussnahme Russlands gegen Deutschland und insbesondere auch relevante Multiplikatoren und Entscheidungsträger, deshalb wird sich Herr Stegner hier einige Fragen gefallen lassen müssen."

    Die Kontraste-Redaktion präsentiert auf X einen Ausschnitt der Sendung in Verbindung mit einer Reaktion der EU-Abgeordneten Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Diese erklärte nach Betrachtung des Beitrags:

    "Ralf Stegner darf im neuen Bundestag nicht noch einmal für das Parlamentarische Kontrollgremium nominiert werden."


    Screenshot_2025_05_10_at_07_27_40_Russophober_Kiesewetter_attackiert_SPD_Politiker_Stegner_wegen_Treffen_mit_Putin_Getreuen_RT_DE


    Stegner reagierte auf die Frage der ARD-Journalisten nach den Beweggründen der Teilnahme in Baku mit der Erklärung, er äußere sich nicht zu "privaten Angelegenheiten". Dazu erklärte der Ukraine-Versteher Kiesewetter im TS-Artikel:

    "Solche Treffen sind nicht privat, sie stehen im Widerspruch zur außen- und sicherheitspolitischen Strategie Deutschlands. Damit wird Russland ein Einfallstor für Manipulation und Beeinflussung gegeben."

    In einem T-Online-Artikel wird zu der Berichterstattung und dem sich anbahnenden Politikum ergänzt:

    "Das Auswärtige Amt distanziert sich laut tagesschau.de klar von dem Treffen und erklärt: 'Die erwähnten Treffen sind weder im Auftrag der Bundesregierung erfolgt noch geplant worden.' Stegner und seine Mitreisenden erklären, 'politisch Verantwortliche' seien informiert gewesen. Laut Süddeutscher Zeitung soll der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz Kenntnis gehabt haben."

    Zu dem angedrohten Fragenkatalog des CDU-Politikers heißt es bei T-Online:

    "Für CDU-Politiker Roderich Kiesewetter ist Stegner deswegen in Erklärungsnot: 'Ist er mit einem zweiten Handy gereist? Wie hat er sich geschützt? Welche Maßnahmen gab es im Vorfeld? Hat er hinterher den Bundesnachrichtendienst informiert? Solche Fragen muss er sich schon gefallen lassen.'"

    Die FDP-Politikerin Strack-Zimmermann erklärte in einem längeren X-Posting:

    "Gerade in einer Zeit, in der Russland einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt und unsere Demokratie unter Druck steht, ist es ein fatales Signal, wenn ein Kontrollgremien-Mitglied sich auf solche Gespräche einlässt – noch dazu unter dem Deckmantel der 'Privatheit'. Das ist entweder naiv oder verantwortungslos – beides disqualifiziert für dieses Amt (...) Wer in solch einer Schlüsselposition sitzt, muss unantastbar und vertrauenswürdig sein – das ist er [Stegner] nicht."

    Irene Mihalic, erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen im Bundestag, fordert ebenfalls einen Ausschluss Stegners aus dem Gremium.


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    Der BSW-EU-Abgeordnete Fabio De Masi erklärte auf X zu dem Medienbericht:

    "Wo ist der Skandal? Stegner traf hochrangige Russen. Wer auch nur einen Funken Ahnung von Diplomatie hat, weiß dass solche informellen Begegnungen unerlässlich sind. Es sei denn man will das Schicksal der Ukraine ausschließlich in die Hände von Donald Trump legen."


    Mehr zum Thema – "Europa braucht einen Churchill" – Kiesewetter und das AA reagieren auf "Tyrannei"-Vorwurf Rubios


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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    09.05.2025

    Westliche Propaganda ohne Grenzen: Demaskiert

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    Im Vorfeld der Feierlichkeiten zum Ende des 2. Weltkriegs, ist sich der Westen nicht zu schade, die Geschichte zu vergewaltigen. Der russische Staatskanal RT räumt auf mit Mythen und lässt Churchill und Roosevelt sprechen.

    Einleitung Es ist beihnahe nicht zu glauben, wie der Westen die Leistungen der sowjetischen Armee verniedlicht   – jene Armee, welcher es zu verdanken ist, dass Nazi-Deutschland besiegt wurde. Diese Mythen werden seit dem Ausbruch des Kalten Krieges verbreitet und im Vorfeld der Feierlichkeiten zum 80 Jahrestags des Sieges über Nazi-Deutschland werden die Russen aussen vor gelassen   – das kann man so nicht stehen lassen.

    Fakten

    Im Westen glauben aufgrund der Propaganda viele Menschen heute noch, dass die Amerikaner den Zweiten Weltkrieg gewonnen hätten, weil sie Hitler und Japan besiegt hätten. Das stimmt jedoch keineswegs. Wieviele Länder für den Sieg gegen Hitler beigetragen haben, kann man aus zwei Blickwinkeln erörtern. Man kann die aktive Seite betrachten, also wieviele deutsche Soldaten durch wen getötet wurden: Die sowjetischen Streitkräfte haben 76% aller deutschen Soldaten getötet, alle anderen Alliierten zusammen (Frankreich, Grossbritannien, die Vereinigten Staaten etc.) 24%. Schaut man die Passivseite, d.h. wieviel Blut die einzelnen Länder für den Sieg gegeben haben, so ist der das Gewicht noch viel frappanter: Amerikanische Verluste in Europa, ca. 250’000, Verluste von Grossbritannien, ca. 450’000; Verlustzahlen für Russland 27 Millionen.

    Dichtung und Wahrheit

    RT hat auf mehr als elegante Art und Weise, das Gewäsch von Keir Starmer und Joe Biden jenen Personen gegenübergestellt, die tatsächlich über die Wahrheit der russischen Leistungen gegen die Nazis Bescheid wussten: Premierminister Churchill und Präsident Roosevelt.


    Keir Starmer   – Winston Churchill


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    Zuerst spricht Keir Starmer zu den Amerikanern:

    «Keine zwei Militärs sind so eng miteinander verbunden wie die unseren.
    Keine zwei Länder haben gemeinsam mehr erreicht. Um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. Und in wenigen Wochen begehen wir den Tag des Kriegsendes in Europa. Den 80. Jahrestag des Sieges in Europa.
    Großbritannien und Amerika haben Seite an Seite dafür gekämpft.»

    Keir Starmer   – April 2024

    Russland erwähnt Starmer mit keinem Wort.

    Dann folgt Churchill, ein Zitat eines Briefes von Churchill an Joseph Stalin.

    «Ich werde die Gelegenheit nutzen, morgen im Unterhaus zu wiederholen, was ich bereits zuvor gesagt habe, dass es die russische Armee war, die der deutschen Kriegsmaschinerie das Rückgrat gebrochen hat und derzeit den weitaus größten Teil der feindlichen Truppen an ihrer Front festhält.«

    Winston Churchill   – 27. September 1944

    Winston Churchill hasste die Soviets.

    «He started off anti-Russian until 1914, then he became pro-Russian until 1917 when he became anti-Russian until 1938 when he became pro-Russian until 1939 when he went anti-Russian until 1941 when he became pro-Russian until 1946.»

    The inaugural Poss Lecture to the International Churchill Society


    „Er war zunächst antirussisch bis 1914, dann wurde er pro-russisch bis 1917, dann wurde er antirussisch bis 1938, dann wurde er pro-russisch bis 1939, dann wurde er antirussisch bis 1941, dann wurde er pro-russisch bis 1946.“ (übersetzt mit deepl.)

    Dennoch blieb Churchill   – ganz im Gegensatz zu Keir Starmer und dessen gegenwärtige Regierung bei der Wahrheit, wenn es um die Leistungen der Russen im 2. Weltkrieg ging.


    Biden   – Roosevelt


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    Zuerst spricht Joe Biden:

    Um unsere Unabhängigkeit zu verteidigen, um unsere Union zu bewahren, um den Faschismus zu besiegen. Angehörige der großartigsten Generation, vor 80 Jahren nächste Woche. Sie landeten an den Stränden der Normandie und befreiten einen Kontinent, retteten buchstäblich die Welt. 

    Joe Biden   – Juni 2024   – Zum Anlass des 80. Jahrestags der Normandielandung

    Gemäss Biden wurde Europa   – ja sogar die Welt   – von den Amerikanern befreit; kein Wort über die Russen.

    Dann spricht Präsident Roosevelt   – Zitat aus einer Rede vom 28. April 1942

    Auf europäischer Front war die wichtigste Entwicklung des vergangenen Jahres zweifellos die vernichtende Gegenoffensive der großen russischen Armeen gegen die mächtige deutsche Armee.

    Diese russischen Streitkräfte haben mehr militärische Macht unserer Feinde zerstört und zerstören weiterhin mehr als alle anderen Vereinten Nationen zusammen, darunter Truppen, Flugzeuge, Panzer und Geschütze.

    Rede Präsident Roosevelt   – 28. April 1942

    Fazit

    Um solche Vergewaltigungen der Geschichte zu sehen, muss man bis zu den Werken von Joseph Goebbels zurückblättern. Er prägte den Satz, dass wenn man Lügen 100 Mal wiederhole, diese zur Wahrheit würden. Dem arbeiten wir dagegen.

    Wer solche Lügen erzählt wird kein ernstzunehmender Gesprächspartner mehr sein. Biden ist Geschichte   – Trump kann ohne Probleme mit Putin sprechen. Die jämmerlichen Figuren in Europa, welche Putin seit Jahren mit Hitler vergleichen und Russlands Leistungen im 2. Weltkrieg verschweigen, müssen alle abtreten   – alle. Oder glaubt einer dieser Figuren wirklich, nach Moskau reisen zu können und Hitlervergleiche damit begründen zu können, man habe sich geirrt oder man sei fehlgeleitet worden   – Schwamm drüber?


    Quelle: Stimme aus Russland

    Quelle: https://voicefromrussia.ch/westliche-propaganda-ohne-grenzen-demaskiert/

    Mit freundlicher Genehmigung übernommen.



    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=136&userid=3998&mailid=2721


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    09.05.2025

    Nachrichten von Pressenza: Zeit verquanzen?

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 9. Mai 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 09.05.2025


    Zeit verquanzen?


    Osterzeit in Deutschland, im Auge der Kameras: Fahnen, Banner, Bühnen, Menschen, die nach Frieden rufen, brüllen und singen: auf Norderney, in Halle, in Potsdam, Köln, am Fliegerhorst Büchel, in Regensburg… bundesweit. Bunte Aufnahmen mit weißen Friedenstauben auf himmelblauem Grund und&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/05/zeit-verquanzen/


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    Blackout in Spanien — ein von Spekulationen und Lügen verdecktes Warnzeichen


    Wie jedes ungewöhnliche Ereignis von einer gewissen Relevanz ist auch der spanische Stromausfall vom 28. April, der (mittlerweile) unkontrollierbaren Flut der Massenkommunikation zum Opfer gefallen. Nahezu alles darüber wurde zunächst von den Medien verbreitet, falsch oder verfälscht mit dem Ergebnis&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/05/blackout-in-spanien-ein-von-spekulationen-und-luegen-verdecktes-warnzeichen/


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    Der Mythos vom ersten Opfer: Österreichs Rolle im Nationalsozialismus


    Am 8. Mai 1945 war der Zweite Weltkrieg in Europa vorbei. In Österreich wird dieser Tag oft als „Befreiung vom Nationalsozialismus“ gefeiert. Klar – das Ende von Terror, Krieg und Konzentrationslagern war für viele Menschen eine echte Befreiung. Doch Österreich&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/05/der-mythos-vom-ersten-opfer-oesterreichs-rolle-im-nationalsozialismus/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    09.05.2025

    Befreiung ohne Befreier (II)  Die EU, mehrere EU-Staaten und die Ukraine suchen die Gedenkfeiern in Moskau zum Sieg über NS-Deutschland zu sabotieren – mit allerlei Drohungen, der Sperrung des Luftraums für die Anreise und der Debatte über ein Sondertribunal gegen Russland.

    german-foreign-policy.com, 9. Mai 2025

    BERLIN/KIEW/MOSKAU (Eigener Bericht) – Sabotageversuche der EU, mehrerer EU-Mitgliedstaaten und der Ukraine begleiten die heutigen Moskauer Gedenkfeierlichkeiten zum 80. Jahrestag des Sieges über NS-Deutschland. Mehrere Dutzend Staaten nehmen an den Veranstaltungen in der russischen Hauptstadt teil, darunter BRICS-Staaten wie China, Brasilien, Südafrika und Indonesien, aber auch das EU-Mitglied Slowakei sowie der EU-Beitrittskandidat Serbien. Die Teilnahme der beiden letzteren hatte die EU zu unterbinden versucht, nicht zuletzt mit der Drohung, ein Staat, der Repräsentanten nach Moskau entsende, dürfe der EU nicht beitreten. Darüber hinaus hatten die baltischen Staaten ihren Luftraum für Durchflüge nach Russland kurzfristig gesperrt; das betraf etwa den Ministerpräsidenten der Slowakei und den Präsidenten Brasiliens. Die Ukraine hatte zuletzt mit Drohnenangriffen den Flugverkehr in Moskau lahmzulegen versucht, um damit eine Anreise der Gedenkgäste zu verhindern. Nahmen in der Roten Armee auch ukrainische Soldaten an der Befreiung Europas teil, so stellt sich der heutige ukrainische Staat explizit nicht in ihre Tradition, sondern in diejenige des NS-Kollaborateurs Stepan Bandera, der am 9. Mai 1945 eine Niederlage erlitt.


    Zitat: Gedenkfeiern in Moskau

    Die russischen Gedenkfeierlichkeiten zum 80. Jahrestag des Sieges über NS-Deutschland werden am heutigen Freitag in Moskau im Beisein führender Repräsentanten von nahezu 30 Ländern begangen. Aus China angereist ist Präsident Xi Jinping; darüber hinaus soll eine Ehrenformation der chinesischen Streitkräfte an der Gedenkparade mitwirken. Seinen Besuch kurzfristig abgesagt hat – wegen der militärisch eskalierenden Spannungen zwischen Indien und Pakistan – Indiens Premierminister Narendra Modi. Erwartet werden Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva sowie seine Amtskollegen Abdel Fattah al Sisi aus Ägypten und Taye Atske Selassie aus Äthiopien – alle drei Staaten gehören zum BRICS-Bündnis –, zudem hochrangige Delegationen der BRICS-Staaten Südafrika, Iran und Indonesien. Aus Europa haben lediglich der Ministerpräsident der Slowakei, Robert Fico, und Serbiens Präsident Aleksandar Vučić zugesagt. Angekündigt ist zudem Burkina Fasos Staatschef Ibrahim Traoré, der für diejenigen afrikanischen Staaten steht, die sich in Zusammenarbeit mit Moskau der westlichen Dominanz zu entziehen suchen.[1] Auf der Gästeliste stehen weitere Staats- und Regierungschefs sowie hochrangige Delegationen aus Lateinamerika, aus Afrika und aus Zentralasien.[2]


    Diktate der EU

    Die EU, mehrere EU-Mitgliedstaaten und die Ukraine haben alles daran gesetzt, zumindest die Teilnahme einiger Staats- und Regierungschefs zu verhindern. So hatte etwa am 14. April die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nach einem Treffen der EU-Außenminister erklärt, auf der Zusammenkunft sei klargestellt worden, dass eine Teilnahme an den Gedenkfeiern in Moskau „auf der europäischen Seite nicht auf die leichte Schulter genommen“ werde.[3] Das richtete sich gegen die Teilnahme nicht bloß des slowakischen Ministerpräsidenten Fico, sondern auch des serbischen Präsidenten Vučić: „Wir wollen nicht“, präzisierte Kallas, „dass irgendein Beitrittskandidat an diesen Veranstaltungen am 9. Mai in Moskau teilnimmt.“ Ein leitender Mitarbeiter des estnischen Außenministeriums wurde zudem mit der Äußerung zitiert, „sie“ – gemeint waren Beitrittskandidaten, etwa Serbien – müssten „verstehen“, dass „die Konsequenz“ einer Reise zu den Gedenkfeiern in Moskau sei, „dass sie nicht in die Europäische Union aufgenommen werden“.[4] Kallas‘ „Drohungen“ seien „respektlos“, ließ sich Fico am 15. April zitieren; er erinnere die EU-Außenbeauftragte daran, dass er „der legitime Ministerpräsident der Slowakei“ sei, „eines souveränen Staates“: „Niemand kann diktieren, wohin ich gehen kann oder nicht.“ Er werde in Moskau der sowjetischen Soldaten gedenken, „die für die Befreiung der Slowakei gestorben sind“.[5]


    Sabotageversuche

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte seinerseits zunächst versucht, mit der Warnung vor Gewalt von einer Teilnahme am Weltkriegsgedenken in Moskau abzuschrecken. In Sachen „Sicherheit“ werde Kiew den anreisenden Staats- und Regierungschefs „keinerlei Garantie geben“, hatte Selenskyj am 3. Mai erklärt; Russland könne „Provokationen“ starten: „Brandstiftung, Bomben und so weiter, nur um uns zu beschuldigen“.[6] Bombenanschläge innerhalb Russlands haben mehrfach ukrainische Geheimdienststellen organisiert; vor diesem Hintergrund wurde Selenskyjs Äußerung – ganz wie seine Weigerung, sich dem dreitägigen russischen Waffenstillstand um den 9. Mai herum anzuschließen – von manchen als konkrete Drohung verstanden.[7] Kiew hat zudem versucht, mit gezielten Drohnenangriffen in den Tagen vor den heutigen Gedenkfeiern den Flugverkehr in Moskau so weit wie möglich zum Erliegen zu bringen und damit die Anreise der Gedenkgäste zu verhindern.[8] Um Letzteres haben sich auch die baltischen Staaten bemüht, indem sie ihren Luftraum für Durchflüge nach Russland geschlossen haben. Dies traf nicht nur Fico und Vučić, deren Anreise spürbar behindert wurde, sondern auch die Präsidenten Brasiliens und Kubas, die gleichfalls ihre Flugpläne ändern mussten.[9] Dass dies dem Ansehen der baltischen Staaten und der EU in Lateinamerika zuträglich war, mag man bezweifeln.


    Ablenkungsmanöver

    Die ukrainische Regierung hat zudem versucht, mit der Durchführung hochrangiger Treffen in der Ukraine am heutigen Freitag die globale Öffentlichkeit von dem Moskauer Gedenken abzulenken. Ausdrücklich mit diesem Ziel lud Außenminister Andrij Sybiha am 14. April seine Amtskollegen aus der EU zu einer Zusammenkunft in die Ukraine ein. Damit solle man „Einigkeit“ zeigen, forderte Sybiha.[10] Selenskyj hatte sich ursprünglich bemüht, zumindest einige EU-Staats- und Regierungschefs zu einem gleichzeitigen Treffen am heutigen Freitag in Kiew zu bewegen; dies ist jedoch nach derzeitigem Stand gescheitert. Über das Treffen der EU-Außenminister, das in Lwiw stattfinden wird, heißt es, es seien nur „wenige konkrete Entscheidungen“ zu erwarten; so hätten die Minister „ihr Scheckbuch“ zuhause gelassen – sie kämen also mehr oder weniger mit leeren Händen.[11] Laut Berichten sollen lediglich Pläne bekanntgegeben werden, ein Sondertribunal zur Verfolgung von Kriegsverbrechen seitens russischer und belarussischer Amtsträger zu errichten; dieses solle sich insbesondere auch mit „Aggressionsverbrechen“ befassen.[12] Ungarn und die Slowakei widersetzen sich dem Plan; er könne allerdings, heißt es, am 14. Mai vom Europarat abgesegnet werden.


    Zweierlei Traditionen

    Das Bestreben, Moskaus Gedenken an seine zentrale Rolle bei der Befreiung Europas vom NS-Terror zu delegitimieren, geht seit längerem mit Versuchen einher, die Rolle der Ukraine im Zweiten Weltkrieg zu betonen – zum einen im Hinblick auf die furchtbaren Verheerungen, die NS-Deutschland in der ukrainischen Sowjetrepublik angerichtet hatte, zum anderen mit Blick darauf, dass in der Roten Armee zahlreiche ukrainische Soldaten für die Befreiung kämpften und starben. Beides trifft zu; beides vereint alle Teile der ehemaligen Sowjetunion. Beides ist nicht geeignet, Moskaus Rolle bei der Befreiung zu schmälern. Unterschlagen wird bei den Versuchen, Russland die Legitimation zum Gedenken am 9. Mai abzusprechen, die Tatsache, dass sich der heutige ukrainische Staat nicht auf die Leistungen der Sowjetunion im Weltkrieg, sondern auf die Traditionen der Organisation Ukrainischer Nationalisten, ihres Führers Stepan Bandera und der Ukrainischen Aufstandsarmee beruft, die sämtlich auf die eine oder andere Weise öffentlich geehrt werden – etwa mit Gedenktagen, mit der Übernahme ihrer Bräuche.[13] Bandera sowie die genannten Organisationen waren NS-Kollaborateure; sie erlitten am 9. Mai 1945 eine Niederlage.

     

    Mehr zum Thema: Befreiung ohne Befreier.

     

    [1] S. dazu Auf dem Weg zur Eigenständigkeit.

    [2] Kremlin Says 29 Foreign Leaders to attend Victory Day Parade in Moscow. themoscowtimes.com 06.05.2025.

    [3] Joe Barnes: EU to ban Serbia if president joins Putin’s victory parade. telegraph.co.uk 15.04.2025.

    [4] Alexandra Brzozowski: EU warns neighbours off attending Moscow victory parade. euractiv.com 14.04.2025.

    [5] Slovak premier says he will be in Moscow on May 9 despite threats from EU diplomatic chief. tass.com 15.04.2025.

    [6] Nette Nöstlinger: Kyiv can’t guarantee safety of foreign leaders on May 9 in Moscow, Zelenskyy says. politico.eu 03.05.2025.

    [7] John Aka: Zelensky’s Ceasefire Rejection Undermines Global Peace Hopes as African Leaders Prepare to Attend Victory Day in Moscow. allafrica.com 07.05.2025.

    [8] Matthew Chance: Drone threat looms over Moscow as Russia marks annual Victory Day. edition.cnn.com 08.05.2025.

    [9] Baltics close airspace to world leaders traveling to Russia for May 9. news.err.ee 07.05.2025.

    [10] Nicholas Vinocur, Hans von der Burchard, Rasmus Buchsteiner: Kyiv asks EU officials for 9 May visit to counter Putin’s victory parade. politico.eu 14.04.2025.

    [11], [12] Alexandra Brzozowski: Mission unaccomplished: EU foreign ministers en route to Ukraine bearing no gifts. euractiv.com 07.05.2025.

    [13] S. dazu Von Tätern, Opfern und Kollaborateuren (II).


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9965


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    08.05.2025

    Die Welt hat einen neuen Papst – Robert Francis Prevost

    freedert.online, 8 Mai 2025 18:16 Uhr

    Mit dem Aufstieg weißen Rauchs über der Sixtinischen Kapelle verkündete der Vatikan am Donnerstag die Wahl eines neuen Papstes. Mit dem in den USA geborenen Robert Francis Prevot steht erstmals seit Jahrhundert wieder ein Amerikaner an der Spitze der römisch-katholischen Kirche.


    © Maria Laura Antonelli / Avalon


    Robert Francis Prevost ist der neue Papst


    Um 18:07 Uhr steigen die ersten Schwaden auf: Weißer Rauch über der Sixtinischen Kapelle, das Zeichen ist eindeutig. Nach intensiven Beratungen haben sich die 133 wahlberechtigten Kardinäle der katholischen Kirche auf einen neuen Papst verständigt.

    Der Moment, auf den Millionen Katholiken weltweit gewartet hatten, kam nach einem langen Tag der Beratungen im Konklave. Die feierliche Formel "Habemus Papam" wurde von Kardinal Dominique Mamberti verkündet, bevor der neue Pontifex selbst vor die jubelnde Menge auf dem Petersplatz trat.

    Robert Francis Prevost, geboren in den USA, ist der erste Amerikaner seit Jahrhunderten an der Spitze der römisch-katholischen Kirche. In diesem historischen Moment folgt er auf seinen Vorgänger und wählt mit "Leo XIV." einen traditionsreichen Namen, der an das Papsttum des 19. Jahrhunderts erinnert.


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    Papstwahl abgeschlossen: Das Konklave bringt ErgebnisGettyimages.ru


    Zehntausende Pilger und Gläubige auf dem Petersplatz brechen in Applaus aus. Glocken läuten, Tränen fließen. In den Stunden zuvor war die Spannung greifbar gewesen. Die Menschen beteten, froren, warteten. Nun herrscht Erlösung. Der zweite Tag des Konklaves bringt die Entscheidung – überraschend früh.

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    Es ist ein Moment, der Geschichte schreibt, ohne ein Wort zu verlieren: Donnerstagabend, kurz nach 18 Uhr.Gettyimages.ru


    Mit dem weißen Rauch beginnt eine neue Etappe für die Kirche. Sobald der neue Papst seine Soutane anlegt, wird sich das Protokoll erfüllen:

    Habemus Papam! – Wir haben einen Papst.


    Mehr zum Thema – "Wie jeder Christ" – Papst Franziskus bekommt schlichte Beerdigung


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    Info: https://freedert.online/europa/244474-weisser-rauch-steigt-auf-kardinaele/


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    08.05.2025

    "Nationale Notlage" wegen Migration? – Regierung dementiert "Welt"-Bericht

    8 Mai 2025 17:30 Uhr

    Laut einem Bericht des Springerblatts Welt soll Bundeskanzler Friedrich Merz die "nationale Notlage" ausrufen wollen, um Asylbewerber, die illegal nach Deutschland über einen sicheren EU-Staat einzureisen versuchen, verstärkt abzuweisen. Ein Regierungssprecher dementierte den Bericht später deutlich.


    Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/(c) Mike Schmidt


    Friedrich Merz (Archivbild)


    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ruft nach Informationen des Springerblatts Welt die "nationale Notlage" bei der Migration aus. Die neue Bundesregierung unter Merz will Artikel 72 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union aktivieren. Als Folge dieses Schritts würde das Dublin-Abkommen nicht mehr gelten, und es würde vermehrt zu Grenzkontrollen und Zurückweisungen von Asylbewerbern kommen.


    Illegale Migration: Innenminister Dobrindt kündigt Grenzkontrollen und Aufnahmestopp an





    Illegale Migration: Innenminister Dobrindt kündigt Grenzkontrollen und Aufnahmestopp an





    Auch Euronews berichte zunächst unter Berufung auf Regierungskreise, dass Merz die "nationale Notlage" ausrufen möchte, um die verstärkten Zurückweisungen von Personen zu verstärken, die illegal nach Deutschland über einen sicheren EU-Staat einzureisen versuchen.

    Noch unklar ist, wann die Umsetzung der "Notlage" beginnen sollte. Laut dem Bericht der Welt werden zur Stunde die Botschafter der Nachbarstaaten im Innenministerium unterrichtet.

    Später am Donnerstag dementierte Regierungssprecher Stefan Kornelius gegenüber dem Springerblatt Bild den Bericht der Welt.  Merz rufe demnach keine "nationale Notlage" aus.

    Zuvor hatte der Stern-Reporter Veit Medick berichtet, dass Regierungskreise gegenüber dem Stern die Ausrufung der "nationalen Notlage" dementieren.

    Auf Anfrage konnte sich das Innenministerium nicht äußern. Zur Begründung hieß es, es stehe noch keine Formulierung. Wie es mit der Migrationspolitik des Kanzlers nun weitergeht, ist derzeit unklar.

    Nachtrag: Beim Bericht der Welt handelt es sich offensichtlich um eine Falschinformation von Welt-Redakteur Robin Alexander. Laut Informationen der Berliner Zeitung ist allerdings richtig, dass die Bundesregierung aktuell die Botschafter der Nachbarstaaten über die Grenzverschärfung informiere, die der neue Innenminister Dobrindt angekündigt hatte. Dafür argumentiere die Bundesregierung damit, dass sich Deutschland in einer Notlage befinden könnte, sollte die Migration weiter steigen.


    Mehr zum Thema – CSU zieht AfD-Karte: Dobrindt fordert sofortige Schritte gegen illegale Migratio


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    Video https://rumble.com/v6storh-merkel-verteidigt-ihre-migrationspolitik-wir-schaffen-das-nicht-ich-schaffe.html Dauer 1:00 min


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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    08.05.2025

    KoPI | Deutscher Koordinationskreis Palästina Israel | Für ein Ende der Besatzung und einen gerechten Frieden

    Das Wort bezeichnet die Vertreibung von ca. 750.000 Palästinenserinnen und Palästinensern im Zusammenhang mit der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948. Daran erinnert der jährliche Nakba-Tag am 15. Mai.


    Damals wurden 351 palästinensische Dörfer zerstört. Aus vielen weiteren wie auch aus Städ-
    ten mit großem palästinensischem Bevölkerungsanteil wurden die ursprünglichen Bewoh-
    ner:innen vertrieben, die Häuser wurden von neu zugewanderten Zionisten übernommen.
    Wenn man heute auf den Gazastreifen blickt, drängen sich unweigerlich Parallelen auf, und es
    wird deutlich: Nakba (wörtlich: „Katastrophe“) ist kein singuläres historisches Ereignis - sie
    dauert bis heute an. Und sie reicht auch weiter zurück: Ausgrenzung, Unterdrückung und
    Entrechtung der Palästinenser:innen waren seit Beginn der zionistischen Einwande-
    rung im späten 19. Jahrhundert Teil ihrer Geschichte. Die völlig unverhältnismäßige und
    menschenverachtende militärische Reaktion des Staates Israel auf den abscheulichen Überfall
    der Hamas am 7. Oktober 2023 zeigt eine erschreckende Kontinuität. Israel rechtfertigt sich
    heute mit seinem „Recht auf Selbstverteidigung“. Aber mehr als 50.000 Tote – die meisten
    Frauen und Kinder –, über 120.000 Verletzte, die Zerstörung der medizinischen Infrastruktur
    sowie die rigorose Blockade jeder humanitären Hilfslieferung lassen sich nicht mit Selbstver-
    teidigung begründen: Es geht in Wirklichkeit um nichts anderes als um ethnische Säuberung;
    der Gazastreifen soll palästinenserfrei werden.


    Unterstützung erhält das Vorhaben durch Gedankenspiele der Trump-Administration, die
    ausdrücklich eine abermalige Vertreibung der Palästinenser:innen vorsehen, mit zynischem
    Euphemismus als „Umsiedlung“ deklariert. Das ist ganz im Sinne der ultrakonservativen Poli-
    tiker in der Knesset. Ariel Kallner, Abgeordneter der Likud-Partei, sagt es ganz offen: „Im Mo-
    ment gibt es nur ein Ziel: Nakba! Eine Nakba, die die Nakba von 1948 in den Schatten stellen
    wird.“
    Und die Pläne der israelischen Regierung zur Vertreibung der Palästinenser:innen beschrän-
    ken sich keineswegs auf den Gazastreifen: Im Schatten des aktuellen Krieges dort vollzieht
    sich auch eine schleichende Annexion der Westbank, wo ebenfalls bereits die Bewohner:innen
    mehrerer Ortschaften vertrieben worden sind.
    Was jedoch im Gazastreifen geschieht, geht weit über eine Vertreibung hinaus: In letzter
    Konsequenz bedeutet es einen Genozid, wie inzwischen viele Fachleute – so der israelische
    Historiker Omer Bartov – und Organisationen wie Amnesty International feststellen.
    Die Bundesregierung darf solche eklatanten Verletzungen des Völkerrechts und der
    Menschenrechte nicht hinnehmen. Allerdings genügt es auch nicht, mahnend darauf hinzu-
    weisen und lediglich zur Einstellung dieser Verletzungen aufzufordern. Vielmehr müssen
    konkrete Maßnahmen ergriffen werden, die geeignet sind, zur Beendigung der men-
    schenverachtenden Zustände beizutragen.
    Nakba

    Solche Maßnahmen sollten insbesondere sein:
    ➢ Die nachdruckliche Forderung, dass Israel zur Waffenruhevereinbarung vom Januar
    dieses Jahres zurückkehrt und unverzüglich die totale Blockade humanitärer Liefe-
    rungen beendet, die es am 2. Marz begonnen hat;
    ➢ Sofortige Einstellung des Waffenexports nach Israel gemäß dem von Deutschland un-
    terzeichneten Internationalen Waffenhandelsvertrag (Arms-TradeTreaty / ATT)
    vom 2. April 2013 und der Resolution ES-10/24 der UN-Generalversammlung vom 18.
    September 2024 sowie Einstellung jeder militärischen Zusammenarbeit;
    ➢ Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel und der damit
    verbundenen Handelsvorteile;
    ➢ Aussetzung des Zugangs Israels zu EU-Förderprogrammen (v.a. Horizont Europa).
    ➢ Unverzügliche Beendigung der illegalen Besatzung, des völkerrechtswidrigen Sied-
    lungsbaus und der Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung im Westjordan-
    land, einschließlich Ostjerusalems, gemäß dem Gutachten des Internationalen Gerichts-
    hofs vom 19. Juli 2024 und der bereits genannten Resolution ES-10/24 der UN-General-
    versammlung, die darauf basiert.
    ➢ Einfuhrstopp für Produkte aus israelischen Siedlungen in den besetzten palästinen-
    sischen Gebieten, ebenfalls gemäß der genannten Resolution.
    ➢ Vorbehaltlose Anerkennung des Rechts der Palästinenser:innen auf kollektive
    Selbstbestimmung und konsequentes Eintreten für dessen Verwirklichung.


    Für Deutschland sollte es auch selbstverständlich sein, Entscheidungen des Internationa-
    len Gerichtshofs (IGH) und des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag
    zu respektieren und bei ihrer Umsetzung mitzuwirken. Völlig untragbar ist es deshalb,
    Benjamin Netanjahu, gegen den der IStGH einen Haftbefehl erlassen hat, nach Deutschland
    einzuladen und ihm eine freie Wiederausreise zuzusichern.


    Im Dritten Reich hat Deutschland sich gegenüber den Juden schuldig gemacht; deswegen sind
    wir ihnen in besonderer Weise verpflichtet. Aber verpflichtet sind wir vor allem der Ein-
    haltung der Menschenrechte, die für alle Völker gelten: Wir müssen uns der besonderen
    Verantwortung bewusst sein, jedem Ansatz von Rassismus und erst recht von Völker-
    mord überall auf der Welt früh und nachdrücklich entgegenzutreten.


    Deshalb betonen wir:


    „Nie wieder“ kann nur heißen:
    „Nie wieder Verletzung von Menschenrechten –
    v o n w e m u n d a n w e m a u c h i m m e r . “
    Die deutsche Politik muss begreifen:
    Es ist völlig paradox, in dem Bemühen, historische Schuld wiedergutzumachen, neue
    Schuld auf sich zu laden – diesmal gegenüber den Palästinenser:innen.
    Das dürfen wir nicht hinnehmen.


    April 2025


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    08.05.2025

    Brief an Edward Lozansky - Eine Stimme des Dankes aus Deutschland an die Rote Armee und an Russland zum 8. Mai

    seniora.org, 8. Mai 2025, 07.05.2025 Von Irene Eckert

    Herzlichen Glückwunsch an das russische Volk zum Tag des Sieges. Seien Sie versichert, dass es in Deutschland Menschen gibt, deren Herzen und Gedanken an diesem besonderen Tag bei Ihnen sind.

                                                      

                                                           Der Wunsch nach Frieden


    Screenshot_2025_05_08_at_21_58_52_Seniora.org_Brief_an_Edward_Lozansky_Eine_Stimme_des_Dankes_aus_Deutschland_an_die_Rote_Armee_und_an_Russland_zum_8._Mai

                                          Im Gedenken an Edward Lozansky - 1941 - 2025


    Sehr geehrter Edward Lozansky*,


    herzlichen Glückwunsch an das russische Volk zum Tag des Sieges. Seien Sie versichert, dass es in Deutschland Menschen gibt, deren Herzen und Gedanken an diesem besonderen Tag bei Ihnen sind.

    Es gibt noch immer viele von uns, die sich der enormen Verdienste aller Russen und aller Sowjetbürger, die am 8./9. Mai 1945 einen Wendepunkt in der Geschichte markierten, wirklich bewusst sind und dafür dankbar sind.

    Mit der Beendigung des Krieges in Europa, der Öffnung der grausamsten Konzentrationslager wie Auschwitz und Ravensbrück und der Befreiung unserer Nation vom faschistischen Nazi-Regime haben sie viele Menschenleben gerettet und einen Beitrag zu Freiheit, Demokratie und sozialem Fortschritt geleistet.

    Tragischerweise sind die Handlanger der Nazi-Verbrecher und ihre gleichgesinnten Helfer weltweit noch immer aktiv. Das russische Volk und befreundete Nationen zahlen erneut einen schrecklichen Preis mit vielen Toten. Wir wünschen ihnen Mut, Kraft und die notwendige Unterstützung für den anhaltenden Kampf gegen die Fußsoldaten und Anhänger des Faschismus innerhalb und außerhalb der NATO.

    Hoffentlich wird das Gift ihrer Propagandamaschine irgendwann überwunden werden, und sei es erst, wenn uns alles richtig um die Ohren fliegt. Wir werden weiterhin für Souveränität, Neutralität und das Recht auf Selbstverteidigung kämpfen. Gleichzeitig schämen wir uns zutiefst, dass wir uns an große asiatische Medien wie die Times Of India wenden müssen, um etwas über die zwar schmerzlich geringen Aktivitäten in Deutschland und Europa zum Gedenken an 80 Jahre Befreiung und Frieden in unserem Land zu erfahren.

    Wir bedauern, dass die Deutschen nur zwei Tage vor diesem historischen Tag eine Regierung wieder eingesetzt haben, die Russland offen den Krieg erklärt. Vertreter der Russischen Föderation werden an der Teilnahme an den Gedenkveranstaltungen gehindert. 
    Aber die neu gewählte Regierung verfügt nur über eine hauchdünne Mehrheit. Wir hoffen und beten, dass sie ihre russophoben Absichten nicht erneut durchsetzen kann.


    Mit herzlichen Grüßen aus Potsdam, Deutschland Ihre Irene Eckert


    Indien!https://www.youtube.com/watch?v=yEdLUJerZNM


    *RIP: Wir denken an Edward Lozansky, den überragenden Propheten der Vernunft, des Anstands und des Friedens, er starb am 30. April 2025

    Der englische Originaltext (geschrieben am 07.05.2025)


    Dear Edward Lozansky,


    Congratulations to the Russian People  on Victory Day. Please, be assured that there are people in Germany whose hearts and minds are with you on that precious Day. 

    There are still many of us who  are truly  aware and greatful to  the enormous contributions of all Russians and all Soviet people who on May 8th/9th 1945 marked  a turning point in history .

    With ending the war in Europe, opening the most vicious  concentration camps like Auschwitz and Ravensbrück and ridding our nation of the fascist Nazi regime they helped save many more lives and contributed to liberty and democracy and social progress.

    Tragically the  hirelings of the Nazi criminals and their like minded assistants  are still at work the world over. Russian people and befriended  nations are again paying a terrible death toll. We wish them  courage, strength and the necessary support  for the ongoing struggle  against the  footsoldiers and supporters of Fascism in and outside NATO.

    Hopefully the poison of their propandawarmachine will eventually be overcome, if only when the shit hits the fan. We continue to strive for sovereignty  and neutrality and the right for self defense. At the same time we are deeply ashamed of having to turn to great Asian media, like the Times Of India, to learn about the albeit  painfully small activities in Germany and Europe commemorating  the 80 years of liberation and peace at home.

    We feel sorry that only two days before this  historic day Germans reinstated a government who openly declares war on Russia. Representatives of the Russian Federation are being prevented from participating in the commemoration events. 

    But the newly elected  administration is now based on a tiny margin. We hope and pray that they won't be allowed to carry thru with  their Russophobic intentions anew.


    Warmest regards from Potsdam, Germany yours Irene Eckert


    RIP: Remembering Edward Lozansky, Towering Prophet of Sanity, Decency, and Peace


    Indien!https://www.youtube.com/watch?v=yEdLUJerZNM



    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=135&userid=3998&mailid=2720


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    08.05.2025

    EU-Parlamentschefin droht von der Leyen mit Klage

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 8. Mai 2025, 18:03 Uhr


    *EU will Totalverbot aller Gasimporte aus Russland

    **

    *Die Europäische Kommission hat vor, sämtliche Gaslieferungen aus

    Russland zu verbieten. Das kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von

    der Leyen an. Geplant sind demnach ein Verbot neuer Verträge mit

    russischen Gaslieferanten – sowohl für Pipelinegas als auch für

    Flüssigerdgas (LNG) –, die Beendigung bestehender Spotverträge bis Ende

    2025 sowie die vollständige Einstellung aller Importe von russischem Gas

    in die Europäische Union bis Ende 2027.

    /Siehe

    Video:/https://odysee.com/@RTDE:e/EU-will-Totalverbot-aller-Gasimporte-aus-Russland:a



    _RTDE 8.5.2025


    _*EU-Parlamentschefin droht von der Leyen mit Klage – wegen

    Überschreitung von Befugnissen


    *Ursula von der Leyen untergräbt die Befugnisse des EU-Parlaments,

    erklärte die Parlamentspräsidentin Roberta Metsola. Ohne Abstimmung im

    Parlament wolle die EU-Kommission 150 Milliarden Euro Kredit aufnehmen,

    um sich für einen "Angriff aus Russland" zu rüsten.


    Das Europäische Parlament hat der Europäischen Kommission gedroht, sie

    zu verklagen. Die Klage würde erfolgen, wenn sie ohne Abstimmung im

    EU-Parlament ein Darlehensprogramm in Höhe von 150 Milliarden Euro zur

    Erhöhung der Verteidigungsausgaben in der gesamten EU auflegt.


    Im März hatte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen einen Plan

    vorgestellt, wie 800 Milliarden Euro für die Erweiterung des

    militärischen Potenzials in der EU aufgebracht werden können. Den Ausbau

    des Militärs bräuchte man ihrer Meinung nach, um auf die von ihr

    bezeichnete "Bedrohung aus Russland" zu reagieren. Diese Behauptung

    wurde von Moskau zurückgewiesen.


    Um das Geld aufzutreiben, berief sich die Kommission auf Artikel 122 des

    Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV). Demnach

    können Mitgliedstaaten in Notfällen Vorschläge der Exekutive in Brüssel

    genehmigen, ohne das übliche Verfahren zu durchlaufen. Am Montag

    forderte die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola,

    von der Leyen in einem Brief auf, die Rechtsgrundlage für die Initiative

    zu ändern. Sie drohte damit, die Europäische Kommission zu verklagen,

    sollte sie dem nicht nachkommen.


    Die Annahme des Plans der Kommission ohne angemessene Rechtsgrundlage

    würde "die demokratische Legitimität gefährden. Sie würde die

    Gesetzgebungs- und Kontrollfunktionen des Parlaments untergraben", heißt

    es in dem Brief.


    Der Sprecher der EU-Kommission, Thomas Regnier, verteidigte das

    Vorgehen. Gegenüber /Euronews/ sagte er: "Die Kommission wird immer zur

    Verfügung stehen, um zu erklären, warum Artikel 122 als angemessene

    Rechtsgrundlage gewählt wurde." Die Bedrohung der Sicherheit von

    Westeuropa sei von so großem Ausmaß und in der Geschichte beispiellos,

    dass diese Umstände die Entscheidung ohne Parlamentsabstimmung 

    rechtfertigten, verteidigte Regnier den Alleingang. Er erklärte:


    /"[West-]Europa steht vor einer beispiellosen Sicherheitsbedrohung. Wie

    Präsidentin von der Leyen in ihren Politischen Leitlinien erklärt hat,

    wird Artikel 122 nur unter außergewöhnlichen Umständen angewendet, wie

    denen, in denen wir uns derzeit befinden."/


    Das 150-Milliarden-Euro-Darlehensprogramm wird von der Kommission als

    ein Eckpfeiler ihres Plans "Bereitschaft 2030" betrachtet. Dieser sieht

    vor, bis zum Ende des Jahrzehnts mehr als 800 Milliarden Euro in die

    Verteidigung der gesamten Union zu investieren, denn bis dahin wäre –

    wie Brüssel behauptet – Russland in der Lage, ein EU-Mitgliedsland

    anzugreifen.


    Der russische Präsident Wladimir Putin hat wiederholt Behauptungen

    zurückgewiesen, wonach Moskau aggressive Absichten gegenüber EU-Ländern

    hege. Das sei "Unsinn", mit dem die Westeuropäer beunruhigt und eine

    erhebliche Aufstockung der Verteidigungshaushalte legitimiert werden

    sollten.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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