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22.06.2025

Artikel zum Krieg in Westasien   (II von II)


13. Aufschrei: Angriff ist keine Verteidigung!  Rüstungsexporte nach Israel stoppen!


https://aufschrei-waffenhandel.de/service/pressemitteilungen/2025/19062025-angriff-ist-keine-verteidigung-ruestungsexporte-nach-israel-stoppen


19.6.2025

Angriff ist keine Verteidigung!


Rüstungsexporte nach Israel stoppen!



 

 „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ kritisiert die Haltung

der Bundesregierung gegenüber Israel angesichts des

völkerrechtswidrigen Angriffs auf Iran. Angriff ist keine

Verteidigung! Der israelische Angriffskrieg muss eindeutig als solcher

benannt und umgehend sanktioniert werden.


Die Bundesregierung muss alle Rüstungsexporte nach Israel sofort

stoppen, da sie sich sonst grundgesetzwidrig der Unterstützung eines

Angriffskrieges schuldig macht. Die aktuellen Genehmigungen für

Rüstungsexporte in Höhe von rund 4 Mio. Euro müssen widerrufen werden!


„Die Angriffe Israels auf Iran seit der Nacht vom 12. auf den 13. Juni

waren und sind völkerrechtswidrig. Wir verurteilen diesen eklatanten

Verstoß gegen das Gewaltverbot gemäß UN-Charta ausdrücklich. Laut

amerikanischen Geheimdiensten ging von Iran keine unmittelbare

Bedrohung durch Atomwaffen aus.


Israels Angriffe können daher nicht als Akt der präventiven

Selbstverteidigung gerechtfertigt werden.  Außerdem fanden gerade

wieder Verhandlungen zwischen Iran und den USA über ein neues

Atomabkommen statt“, so Gerold König, Sprecher der „Aktion Aufschrei –

Stoppt den Waffenhandel!“ und Bundesvorsitzender von pax christi.


Er betont: „Die Gewalt ging und geht von der israelischen Regierung

und Armee aus. Das muss so gesagt werden. Es ist absolut inakzeptabel,

dass die Bundesregierung unter diesen Umständen Israels

völkerrechtswidrigen Angriff als Selbstverteidigung umdeutet und

Bundeskanzler Merz dem Land für die ´Drecksarbeit´ dankt.


Wenn die Bundesregierung eine Verpflichtung gegenüber Israel hat, dann

die, sich für einen dauerhaften und gerechten Frieden mit Palästina

und allen anderen Nachbarländern einzusetzen. Sie darf die israelische

Kriegsführung nicht unterstützen – weder mit Worten, noch mit Waffen.

Die gerade erteilten Genehmigungen für Rüstungsexporte nach Israel

müssen umgehend widerrufen werden!“, so König weiter.


„Die Tatsache, dass Israel iranische Atomanlagen bombardiert, stellt

eine nukleare Bedrohung für die Bevölkerung Irans, aber auch der

Nachbarländer und Israels selbst dar. Man kann sich kaum vorstellen,

was eine atomare Verseuchung bedeuten würde.


Außerdem ermordet Israel gezielt Zivilpersonen, die am iranischen

Atomprogramm arbeiten“, empört sich Jürgen Grässlin, Bundessprecher

der DFG-VK und Sprecher der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“.


Er führt weiter aus: „Auch wenn Israel völkerrechtliche

Verpflichtungen mit Füßen tritt, sei darauf hingewiesen, dass diese

Angriffe gegen Artikel 56 des zweiten Zusatzprotokolls der Genfer

Konventionen verstoßen. Demnach dürfen u.a. „Kernkraftwerke […] auch

dann nicht angegriffen werden, wenn sie militärische Ziele darstellen,

sofern ein solcher Angriff gefährliche Kräfte freisetzen und dadurch

schwere Verluste unter der Zivilbevölkerung verursachen kann. Artikel

56 erfasst auch Nuklearanlagen“, so Grässlin.


 „Wir fordern die Bundesregierung auf, diese Angriffe scharf zu

 verurteilen und Israel seinerseits zu verpflichten, sein eigenes

 Atomprogramm gegenüber der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA)

 offen zu legen und dem Atomwaffensperrvertrag (NVV) beizutreten.


Laut dem aktuellem Jahrbuch des Stockholmer

Friedensforschungsinstituts SIPRIverfügt Israel schätzungsweise über

90 Atomsprengköpfe, hat sich jedoch nie internationalen Verträgen oder

Kontrollen dazu unterworfen“, so Grässlin weiter und ergänzt:

„Deutschland liefert seit Jahrzehnten U-Boote an Israel auf denen laut

SIPRI mutmaßlich israelische Atomwaffen stationiert sind.“


„Während alle Augen nun auf Iran gerichtet sind, geht im Gaza-Streifen

die israelische Armee weiterhin mit unverminderter Härte gegen die

Zivilbevölkerung vor.


Die humanitäre Versorgung ist katastrophal und nahezu alle Menschen im

Gaza-Streifen sind von akuter Hungernot bedroht. Bei der absolut

unzureichenden Verteilung von Hilfsgütern durch die Gaza Humanitarian

Foundation (GHF) werden fast täglich Palästinenser:innen erschossen.


Und auch im Westjordanland hält die Gewalt der israelischen Armee

gegen die palästinensische Bevölkerung an.“, so Vincenzo Petracca,

Sprecher der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel und

Vorstandsmitglied der AGDF. „Verstöße gegen die Menschenrechte und das

Völkerrecht dürfen nicht unbeantwortet bleiben.


Die Bundesregierung muss zusammen mit ihren europäischen Partnern

alles in ihrer Macht Stehende tun, um auf die israelische Regierung

einzuwirken, die Kampfhandlungen im Gaza-Streifen und gegen Iran sowie

die militärische Gewalt im Westjordanland zu beenden.


Die Bundesregierung sollte den jüngsten Vorschlag Spaniens, ein

europäisches Waffenembargo gegen Israel zu verhängen, unterstützen und

sämtliche deutschen Rüstungsexporte sofort stoppen!“, fordert Petracca.



(…)


Trägerorganisationen der Kampagne: Aktionsgemeinschaft Dienst für den

Frieden e. V. (AGDF) • aktion hoffnung Rottenburg-Stuttgart e. V. •

Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR • Brot für die Welt – Evangelisches

Werk für Diakonie und Entwicklung  • Bund der Deutschen Katholischen

Jugend (BDKJ) •  Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte

KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) • Deutsche Sektion der

Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges e. V. (IPPNW)

Deutschland • NaturFreunde Deutschlands • Netzwerk Friedenskooperative

 • Internationale katholische Friedensbewegung pax christi – Deutsche

Sektion • JuristInnen gegen atomare, biologische und chemische Waffen

(IALANA) Deutsche Sektion • Ohne Rüstung Leben (ORL) • Deutsche

Franziskanerprovinz • RüstungsInformationsBüro (RIB e. V.) • terre des

hommes – Hilfe für Kinder in Not • Werkstatt für Gewaltfreie Aktion,

Baden (WfGA)



Mehr als hundert weitere Organisationen und Friedensinitiativen

arbeiten lokal im Aktionsbündnis mit.


——


14. IPG: Gefährlicher Irrweg - Die Illusion vom Regimewechsel im Iran droht zum geopolitischen Albtraum zu werden  


      – mit unkalkulierbaren Folgen für die ganze Region.



https://www.ipg-journal.de/regionen/naher-osten/artikel/gefaehrlicher-irrweg-8361/?utm_campaign=de_40_20250619&utm_medium=email&utm_source=newsletter



Naher Osten/Nordafrika 19.06.2025 |


Marcus Schneider <https://www.ipg-journal.de/ipg/autorinnen-und-autoren/autor/marcus-schneider/>

Gefährlicher Irrweg


Die Illusion vom Regimewechsel im Iran droht zum geopolitischen Albtraum zu werden

– mit unkalkulierbaren Folgen für die ganze Region.



Marcus Schneider leitet das FES-Regionalprojekt für Frieden und

Sicherheit im Mittleren Osten mit Sitz in Beirut, Libanon. Zuvor war

er für die FES unter anderem als Leiter der Büros in Botswana und

Madagaskar tätig.



Kaum 48 Stunden nach Beginn des israelischen Präventivkriegs gegen den

Iran wird deutlich, dass es dabei keineswegs ausschließlich um das

iranische Atomprogramm geht. Im Interview mit dem US-SenderFox News

sprach Premierminister Netanjahu erstmals von einem Regimewechsel im

Iran. Einen Tag später erklärte er, die Ermordung des Obersten

Revolutionsführers Ali Khamenei könne den Krieg beenden.


Der Angriff auf den Iran, den Netanjahu als den „Kopf des Oktopus“

bezeichnet – dessen Tentakel in Form von Hamas, Hisbollah und Huthis

er nach eigenen Angaben bereits abgeschlagen habe –, entspricht seiner

Vision eines neuen Nahen Ostens: einer Region, in dem Israel als

hochgerüsteter Militärstaat nach Belieben agieren kann.


Diese Vorstellung findet auch im Westen Anhänger. Nicht nur unter

amerikanischen Falken, die bereits mit den Hufen scharren, um in den

Krieg einzutreten. Auch der deutsche Bundeskanzler dankt Israel dafür,

„die Drecksarbeit zu machen“, und wünscht sich ein Ende des

islamistischen Regimes.


Dies ist nicht nur völkerrechtlich problematisch, weil eine solche

Zielsetzung Tür und Tor öffnet für eine Welt, in der jeder Staat

seinen Nachbarn überfallen kann, sobald ihm dessen ideologische

Ausrichtung missfällt oder er sich auf eine vermeintliche Bedrohung

beruft. Es sind die demokratischen Staaten des Westens, die sich in

Form der G7 hinter Israel stellen und dabei das Völkerrecht faktisch

aushebeln.


 Ein Krieg, dessen Vorwand ursprünglich das angeblich kurz vor der

 militärischen Vollendung stehende Atomprogramm war, würde so

 verschärft und verlängert. Wer ein solches Ziel ausruft, müsste

 kämpfen, bis das Regime fällt. Erstaunlich ist, dass hier eine Idee

 ihr Comeback feiert, die eigentlich kaum stärker diskreditiert sein könnte.


Irak, Afghanistan, Libyen – sie stehen exemplarisch für das Scheitern

von Regimewechseln, die von außen erzwungen werden sollten.


Irak, Afghanistan, Libyen – sie stehen exemplarisch für das Scheitern

von Regimewechseln, die von außen erzwungen werden sollten. Freiheit

und Frieden, so die hehren Ideale der neokonservativen Hasardeure,

lassen sich nicht herbeibomben. Nach dem Sturz eines Diktators drohen

Staatszerfall, Bürgerkrieg und Gewaltproliferation – Verhältnisse, die

für die Betroffenen oftmals um ein Vielfaches grausamer sind als die

zuvor. Hunderttausende haben die hochfliegenden Pläne wohlmeinender

Demokratiebringer mit dem Leben bezahlt.


„Diesmal ist alles anders“ – davon sind zumindest einige Kommentatoren

überzeugt. Der Iran sei schließlich kein kolonial zusammengestückeltes

Gebilde wie der Irak oder Libyen. Sondern ein national konsolidierter

Staat mit 2 500-jähriger Geschichte, mit einer gebildeten, säkularen

und weitgehend pro-westlichen Gesellschaft. Diese leide lediglich

unter den mittelalterlichen Mullahs und lechze förmlich nach Befreiung.


Die Vorstellung von einer iranischen Besonderheit ist im Westen

möglicherweise auch deshalb so verbreitet, weil sie von nicht

unerheblichen Teilen der Exilcommunity genauso erzählt wird. Doch ob

dieses Selbstbild mit der Realität im Nahen Osten tatsächlich

übereinstimmt, ist zumindest fraglich.


Zwar deuten viele Indikatoren auf eine große Unbeliebtheit des Regimes

hin. Anders als das Königreich Saudi-Arabien ist die Islamische

Republik längst keine Zustimmungsautokratie mehr. Ihr Überleben

verdankt sie auch der Repression – und diese war bislang stets sehr

erfolgreich. Protestwelle um Protestwelle wurde in der Vergangenheit

gewaltsam niedergeschlagen.


Es wäre naiv zu glauben, dass ausgerechnet dieses Regime durch einige

Tage Luftangriffe an den Rand des Zusammenbruchs gebracht werden könnte.


Zur Wahrheit gehört: Die Islamische Republik ist keine reine

neopatrimoniale Kleptokratie, die man durch die Beseitigung der

politischen Spitze analog zu den Mubaraks, Ben Alis oder Assads mal

eben so politisch schachmatt setzen könnte. Sie ist ein konsolidierter

Staat mit Institutionen, die seit 46 Jahren bestehen, weitgehend ohne

äußere Unterstützung und meist isoliert gegenüber dem Großteil der Welt.


Trotz wachsender Entfremdung von großen Teilen der eigenen Bevölkerung

verfügt das Regime weiterhin über aktive Trägerschichten, die tief in

die Gesellschaft hineinreichen und seine religiös begründete

Legitimität anerkennen.


Es ist stark anzunehmen, dass diese Gruppen, insbesondere die

Führungskader aus Politik, Staat und Militär, im Falle eines von außen

erzwungenen Umsturzes kämpfen würden. Schon deshalb, weil sie – anders

als die Vertreter des 1979 gestürzten Operettenregimes – über

keinerlei gesicherte Exiloption verfügen. Islamische Republik oder Tod

ist die Alternative, vor der viele stehen.


Das bedeutet nicht, dass der nonchalant geforderte Regime Change

gänzlich unmöglich wäre, es bedeutet aber, dass er mit hoher

Wahrscheinlichkeit sehr blutig abliefe.


Die Gefahr eines regionalen Flächenbrandes ist keineswegs gebannt.


Nicht nur nach innen droht Gewalt, wie schon der

Konsolidierungsprozess der Revolution von 1979 gezeigt hat, der

Millionen ins Exil trieb und Hunderttausenden das Leben kostete – bis

heute ein Trauma der iranischen Gesellschaft. Auch nach außen ist

Eskalation möglich. Eine Kapitulation steht nicht in Aussicht.


Sollte sich das Regime existenziell bedroht fühlen, könnte es einsame

Entscheidungen treffen: eine Blockade der Straße von Hormuz, Angriffe

auf die Ölinfrastruktur und die glitzernden Städte am Golf. All das

wäre dann nicht mehr ausgeschlossen. Die Gefahr eines regionalen

Flächenbrandes ist keineswegs gebannt.


Die Frage ist ohnehin, was auf die Islamische Republik folgen würde.

Im Land selbst existiert aus nachvollziehbaren Gründen keine

organisierte Opposition – weder politisch noch bewaffnet. Und im Exil

stehen mit den Volksmudschaheddin und den Monarchisten zwei Kräfte

bereit, deren Schlagkraft zweifelhaft ist.


Erstere vollbringen das Kunststück, noch verhasster als das Regime zu

sein – nicht zuletzt, weil sie sich im Ersten Golfkrieg auf die Seite

des irakischen Aggressors Saddam Hussein gestellt haben. Fatalerweise

könnte dem Kronprinzen Reza Pahlavi jetzt ein ähnliches Schicksal

drohen, da er für viele seiner nun bombardierten Landsleute doch etwas

zu eng am Rockzipfel Bibi Netanjahus hängt.


Von israelischen Jets aus über dem Pfauenthron abgeworfen zu werden,

dürfte stolzen persischen Nationalisten eher missfallen. Und den

liberalen sowie progressiven Kräften ist es, so die bittere Wahrheit,

in einem halben Jahrhundert im Exil nicht gelungen, auch nur

ansatzweise organisierte Strukturen aufzubauen.


Erstaunlich vor allem deshalb, weil die Islamisten selbst ihre

Machtübernahme 1979 durch jahrelange Exilarbeit vorbereitet hatten.

Vom Ayatollah Khomeini zu lernen, war für seine Gegner offenbar keine Option.


Dass die israelischen Bombardements einen pro-westlichen Umsturz

herbeiführen werden, ist, wenn nicht ausgeschlossen, so doch höchst

unwahrscheinlich. Dies gilt selbst im Falle einer Ermordung des

Obersten Revolutionsführers, wie sie bereits von Netanjahu und

US-Präsident Donald Trump angedroht wurde.


Der Revolutionsführer ist tatsächlich ein neuralgischer Punkt:

Aufgrund seiner doppelten politischen und religiösen Autorität ist er

schwer zu ersetzen. Einen Nachfolger hat Khamenei bislang nicht

aufgebaut, was sich nun rächen könnte.


Auch unter einer Militärdiktatur würde sich die Nuklearfrage

keineswegs in Wohlgefallen auflösen.


Der Kreis potenzieller Nachfolger ist begrenzt, zumal ein Nachrücker

sowohl in der Kernanhängerschaft als auch in der breiten Bevölkerung

ein Mindestmaß an Legitimität ausstrahlen müsste. Doch selbst wenn

dies nicht gelänge, blieben andere Optionen.


Die Institutionen der Republik sind stabil, und während des Krieges

sind kaum Massenproteste zu erwarten. Dass der Staat den Weg in

Richtung Militärdiktatur einschlagen könnte, wurde von Experten

bereits vor Kriegsausbruch als mögliches Szenario diskutiert.


Auch unter einer Militärdiktatur würde sich die Nuklearfrage

keineswegs in Wohlgefallen auflösen – im Gegenteil. Ein nach Revanche

dürstendes Land dürfte erst recht nach der Bombe streben. Ein

90-Millionen-Staat von der Größe Irans ist unabhängig von der

politischen Couleur seiner Führung ein natürlicher Anwärter auf

regionale Hegemonie.


Gerade für die Golfstaaten ist die Islamische Republik „der Teufel,

den man kennt“ – was danach käme, ist ungewiss. Die Lektion, die

Teheran gelernt hat – und die möglicherweise auch in Riad, Ankara und

Kairo auf offene Ohren stößt – ist die von der Atombombe als

Überlebensversicherung.


Ein Iran mit Bombe wäre in dieser regellosen Welt nicht angegriffen

worden, der Iran ohne hingegen schon. Der Krieg könnte somit genau das

Gegenteil dessen bewirken, was seine Angreifer beabsichtigen: einen

nuklear bewaffneten Iran und eine Region im Proliferationswettlauf.


Nicht minder bedrohlich wäre das Szenario, in dem der Staat infolge

des Krieges – mit oder ohne regionalen Flächenbrand – tatsächlich zu

zerfallen droht, weil ein geordneter politischer Übergang scheitert.

Das Horrorszenario lautet Bürgerkrieg, ideologisch und möglicherweise

auch ethnisch befeuert.


Fast 40 Prozent der Iraner gehören ethnischen Minderheiten an,

konzentriert in den nördlichen, westlichen und südlichen Randregionen.

Jedes Regime stand bisher vor der Herausforderung, dieses

Vielvölkermosaik zusammenzuhalten. Eine Balkanisierung des Landes wäre

ein Rezept für endlose Gewalt, die auch auf die Nachbarstaaten

ausstrahlen könnte – Interventionen nicht ausgeschlossen.


Und das alles an der Nordseite der Straße von Hormuz, durch die 30

Prozent des weltweiten Seeölhandels fließen. Unter solchen Umständen

ließe sich die amerikanische Hinwendung nach Asien kaum

aufrechterhalten.


All das zeigt: Der süße Traum vom Regimewechsel im Iran könnte sich

nur allzu leicht in einen Albtraum verwandeln. Westliche Politiker

sollten ihrer eigenen Hybris widerstehen und diesen Krieg beenden,

statt ihn weiter anzuheizen. Ein geschwächter Iran ließe sich einhegen

und zähmen. Ein in die Enge getriebenes, schwer angeschlagenes Land im

Überlebenskampf hingegen ist unberechenbar.



————


15. SZ: Omri Boehm bei „München redet“


   „Eine Welt, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit erlaubt, erlaubt sie auch gegen Juden“



https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-omri-boehm-menschenrechte-holocaust-israel-li.3258161


Omri Boehm bei „München redet“


„Eine Welt, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit erlaubt, erlaubt sie auch gegen Juden“


17. Juni 2025, 15:22 Uhr|


Die deutsche Lehre aus dem Holocaust dürfe nicht die bedingungslose

Unterstützung israelischer Kampfhandlungen sein, sagt der Philosoph

Omri Boehm bei einer SZ-Veranstaltung im Residenztheater. Zugleich

verteidigt er sich gegen seine Kritiker.



Von David Kulessa


Ganz zum Schluss erfahren die Zuhörerinnen und Zuhörer im Münchner

Residenztheater, dass der Philosoph Omri Boehm am allerliebsten über

etwas ganz anderes zu ganz anderen Personen gesprochen hätte:


„Manchmal“, sagt Boehm, „denke ich, dass ich einfach nur meine

Studenten über Spinoza unterrichten sollte.“


Die Auseinandersetzung mit dem niederländischen Philosophen aus dem

17. Jahrhundert bringe sehr viel Spaß und gehe häufig tiefer als die

Themen Nahost, Krieg und universelle Menschenrechte, die er regelmäßig

in Zeitungen und auf Bühnen bespricht.


„Aber ich spüre auch eine Verantwortung, über gewisse Dinge zu

schreiben und zu reden, weil es eine Lücke im Diskurs gibt, die ich

füllen möchte.“


Omri Boehm, Enkel von Überlebenden des Holocausts und 1979 in Haifa

geboren, ist einer der schärfsten Kritiker der amtierenden

israelischen Regierung von Benjamin Netanjahu.


Dies führte zuletzt sogar dazu, dass die israelische Botschaft in

Berlin eine Rede Boehms bei der offiziellen Gedenkveranstaltung zum

80. Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald verhinderte. Unter Druck

lud ihn die Leitung der Gedenkstätte wieder aus.


Und damit ist man eigentlich auch schon mittendrin im Thema dieses

Abends: Eine „undurchdringliche Diskurslage“ nähmen inzwischen viele

Menschen beim Gespräch über „Deutsche, Juden und damit eben auch

Israel“ wahr, sagt Sonja Zekri, Redakteurin im Feuilleton der

Süddeutschen Zeitung, zu Beginn der zwölften Ausgabe der

SZ-Diskussionsreihe „München redet“.


Doch Boehm, der auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, bemüht

sich im Residenztheater, dieser komplizierten Diskurslage mit einer

bemerkenswerten Klarheit und Stringenz zu begegnen. Er sagt zum

Beispiel den Satz: „Dass wir in einer Welt leben, in der

Kriegsverbrechen akzeptiert werden, zeigt, dass wir in einer Welt

leben, die Nie wieder nicht verstanden hat.“


Die angebliche Schwierigkeit, dass Deutschland beim Umgang mit dem

israelischen Vorgehen im Gazastreifen auch stets seine eigene Schuld

für die Shoah zu beachten habe, ist für Boehm offenkundig gar keine Schwierigkeit.


Denn: „Ein Staat ist bloß ein Staat.“ Wenn die Bundesregierung also

heute wegen einer angeblichen Staatsräson israelische Verbrechen gegen

die Menschlichkeit nicht verurteile und Benjamin Netanjahu trotz eines

Haftbefehls des Internationalen Strafgerichtshofs auf deutschem Boden

nicht festnähme, dann übernehme sie aus Boehms Sicht keine

Verantwortung für die eigene Geschichte.


Verantwortung gegenüber dem Völkerrecht statt bedingungsloser Unterstützung


Die wahre Lehre aus dem Holocaust, findet Boehm, muss für Deutschland

wie den Rest der Welt die „Verantwortung gegenüber dem Völkerrecht“

sein – nicht die bedingungslose Unterstützung israelischer

Kampfhandlungen.


Das Fundament für Boehms Thesen ist ein Konzept, nach dem er sein

letztes Buch benannt hat: „Radikaler Universalimus“. Dieses Werk,

ausgezeichnet mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen

Verständigung, ist eine Art Generalabrechnung mit dem westlichen

Konzept der Identitätspolitik, entfaltet aber besonders im Kontext des

Nahostkonflikts seine ganze Stärke. Boehm argumentiert, dass Frieden

nur dann möglich sei, wenn die Menschenrechte für alle, wirklich alle,

gleichermaßen gelten.


Warum diese Maßgabe auch und gerade für einen jüdischen Staat sowie

seine Verteidiger leitend sein sollte, erklärt Boehm am Montagabend

so: „Eine Welt, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit erlaubt,

erlaubt sie auch gegen Juden.“


Jüdische Menschen müssten sich selbstverständlich schützen und

geschützt werden, sagt er, ihm sei die lange Geschichte der Verfolgung

von Jüdinnen und Juden wahrlich bewusst. „Aber sie müssen sich mit

Menschenrechten schützen – nicht ohne sie.“ In der Rede, die er in

Buchenwald nicht halten durfte, hätte er gesagt: „Nie wieder ist nur

in seiner universellen Form gültig.“


Der israelische Botschafter hat Boehm zuletzt „Antisemitismus von

links“ vorgeworfen


Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hat Omri Boehm

zuletzt „Antisemitismus von links“ vorgeworfen. Auf der Bühne sagt

Boehm zwar, dass man diese Kritik eines Mannes, der die Linie der in

Teilen rechtsextremen israelischen Regierung vertrete, getrost

ignorieren könne.


Auf eine der Aussagen, die Prosor in einem Gastbeitrag in der FAZ so

scharf kritisiert hatte, geht er dann aber doch ein: Boehm hatte die

israelische Gedenkstätte Yad Vashem einst als „Waschmaschine“

bezeichnet. Und das zurecht, wie er selbst noch immer findet,

angesichts der Besuche von etwa Geert Wilders oder Viktor Orbán:

„Antisemiten werden in Yad Vashem reingewaschen“, sagt er und wagt

eine Prognose: „Bald wird die AfD durch Yad Vashem marschieren.“


Zugegeben, besonders zuversichtlich macht dieser Abend im

Residenztheater nicht. Denn so klug viele der Ausführungen Boehms

daherkommen, derzeit scheinen seine Ideen für ein friedliches

Miteinander leider tatsächlich das zu sein, wofür seine Kritiker sie

seit jeher halten: Utopien. Wenige Tage nach dem Beginn eines Krieges

zwischen Israel und Iran, von dem noch keiner weiß, wie lange er

dauern wird und was seine Folgen sein werden, gilt das umso mehr.


Aber, immerhin, auch hierzu weiß Omri Boehm einen klugen Satz zu

sagen: „Die Befreiung der iranischen Menschen sollte von den

iranischen Menschen kommen.“


————



16. Freie-Radios: Die Feigheit des scheinbaren Freundes: Israel, Iran und der Westen, Interview mit Andreas Zumach



https://www.freie-radios.net/135981


Die Feigheit des scheinbaren Freundes:


Israel, Iran und der Westen, Interview mit Andreas Zumach



Wir kommen nun zum ersten von zwei ausführlichen Interviews zu den

Hintergründen und möglichen Folgen der kriegerischen israelischen

Angriffe auf den Iran, die möglicherweise nur der Beginn einer

weiteren Serie von Eskalationsstufen im Nahen Osten sind.


Wir sprechen nun zunächst mit dem langjährigen Korrespondenten der TAZ

in der Schweiz und vor allem bei den Vereinten Nationen, den Träger

des Goldpreises Excellence in Journalism des Verbandes der

UN-Correspondents in New York, einst überreicht durch

UN-Generalsekretär Kofi Annan, wir sprechen mit Andreas Zumach. Wie

sehr haben ihn die nächtlichen Angriffe Israels auf den Iran

überrascht? (…)


——


17. IPPNW: Frankfurter Erklärung (1982)



https://www.ippnw.de/der-verein/geschichte-der-ippnw/erklaerungen/artikel/de/frankfurter-erklaerung-1982-1.html


Frankfurter Erklärung (1982)



Verabschiedet am 8. Mai 1982 bei der 1. Vollversammlung der deutschen

IPPNW, Frankfurt am Main.


„Ich halte alle Maßnahmen und Vorkehrungen für gefährlich, die auf das

Verhalten im Kriegsfall vorbereiten sollen. Ich lehne deshalb als Arzt

jede Schulung oder Fortbildung in Kriegsmedizin ab und werde mich

daran nicht beteiligen.


Das ändert nichts an meiner Verpflichtung und Bereitschaft, in allen

Notfällen medizinischer Art meine Hilfe zur Verfügung zu stellen und

auch weiterhin meine Hilfe zur Verfügung zu stellen und auch weiterhin

meine Kenntnisse in der Notfallmedizin zu verbessern.


Da ein Krieg in Europa nach überwiegender Experten-Meinung unter

Benutzung der modernen Massenvernichtungswaffen geführt werden würde,

muss er absolut unmöglich gemacht werden. Jede Vorbereitungsmaßnahme

indessen, die von seiner Möglichkeit ausgeht, fördert indirekt die

Bereitschaft, sich auf etwas einzustellen, was um jeden Preis

verhindert werden muss.


Deshalb erkenne ich als Arzt nur eine einzige auf den Kriegsfall

bezogene Form der Prävention an, nämlich die Verhütung des Krieges

selbst mit allen Anstrengungen, zu denen ich mein Teil beizusteuern

entschlossen bin.“



---



siehe auch:


https://www.pressenza.com/de/2025/06/sind-wir-unfaehig-zum-frieden-oder-die-fatale-aktualitaet-eines-45-jahre-alten-essays/


„Sind wir unfähig zum Frieden?“ – oder: Die fatale Aktualität eines 45 Jahre alten Essays


13.06.25


von Horst-Eberhard Richter (1923-2011)



——


18. Berl. Z.: Nato-Gipfel 2025: August Pradetto: Europas gefährlicher Marsch in den Rüstungsrausch



https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/nato-gipfel-2025-europas-gefaehrlicher-marsch-in-den-ruestungsrausch-li.2334023


Gastbeitrag

Nato-Gipfel 2025: Europas gefährlicher Marsch in den Rüstungsrausch


Wenige Wochen vor dem Nato-Gipfel taumelt Europa sicherheitspolitisch in die falsche Richtung:


Statt klare Prioritäten zu setzen, dominiert blinder Aufrüstungsaktionismus – mit potenziell fatalen Folgen.


Ein Gastbeitrag.



August Pradetto


18.06.2025




——


19. Berühmte Zitate von Martin Luther King Jr. über mehr Mut



https://motivierende.com/80-zitate-von-martin-luther-king-jr-die-mut-machen.html


(…)


Berühmte Zitate von Martin Luther King Jr. über mehr Mut



1. „Unser Leben beginnt an dem Tag zu enden, an dem wir über wichtige Dinge schweigen.“ – Martin Luther King jr.


2. „Wenn Menschen keine Stimme haben, bekommen sie Wutausbrüche wie ein Kind, dem man keine Aufmerksamkeit schenkt.


     Und Unruhen sind massive Wutausbrüche eines vernachlässigten und sprachlosen Volkes.“ – Die Autobiographie von Martin Luther King Jr.


3. „Wir müssen die Zeit kreativ nutzen, in dem Wissen, dass die Zeit immer reif ist, das Richtige zu tun.“ – Martin Luther King jr.


4. „Bildung hat die Aufgabe, intensives Denken und kritisches Denken zu lehren. Intelligenz plus Charakter – das ist das Ziel wahrer Bildung“ – Martin Luther King Jr.


5. „Ein Individuum hat nicht angefangen zu leben, bis es sich über die engen Grenzen seiner individualistischen Anliegen zu den


     umfassenderen Anliegen der gesamten Menschheit erheben kann.“ – Martin Luther King jr.


6. „Die Qualität des Lebens ist wichtig, nicht die Langlebigkeit“ – Martin Luther King Jr.


7. „Die Vergangenheit ist insofern prophetisch, als sie lautstark behauptet, dass Kriege schlechte Meißel sind, um friedliche Morgen zu gestalten“ – Martin Luther King Jr.


8. „Liebe ist die einzige Kraft, die einen Feind in einen Freund verwandeln kann“ – Martin Luther King Jr.


   (…)



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Mit freundlichen Grüßen


Clemens Ronnefeldt

Referent für Friedensfragen beim deutschen

Zweig des internationalen Versöhnungsbundes


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

22.06.2025

Geißel der Menschheit

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Polnische Zivilopfer durch Wehrmachtluftwaffe, Julien Bryan, Public domain, via Wikimedia Commons


overton-magazin.de, vom 19. Juni 2025 78 Kommentare

»Während des zweiten Weltkrieges […] wurden von deutscher Seite Kriegsverbrechen in einem noch nie dagewesenen Ausmaß begangen.« Das schrieb der Lord of Liverpool im Prolog seines 1956 auf Deutsch erschienen Buches. Gerade in diesen Zeiten wäre es wichtig, an das zu erinnern, was in Osteuropa unter deutscher Besatzung geschah.


Ein Auszug aus dem Buch »Geißel der Menschheit. Kurze Geschichte der Nazi-Kriegsverbrechen«.

Es gab auch eine besondere Schulung für diejenigen, die dazu ausersehen waren, die Todesmaschinerie in den Vernichtungslagern zu beaufsichtigen. So wurden in einem Lager nach den Aussagen eines Russen namens Manusewitsch während seiner dortigen Haftzeit zehntägige Sonderkurse für Leichenverbrennung abgehalten. Die Teilnehmer waren gewöhnlich Offiziere und Oberfeldwebel. Chefinstrukteur war ein Oberst Schallok, der über große Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügte. Dort, wo die Leichen verbrannt wurden, erläuterte er das Verfahren und erklärte auch die Aufstellung einer Knochenmahlmaschine.


Man benutzte sogar russische Kinder als lebende Ziele für die Schießübungen der Hitlerjugend. Eine Französin namens Ida Vasso, die während der deutschen Besetzung in Lwiw ein Altersheim für Franzosen leitete, erklärte, sie habe das selbst gesehen, und ihre Aussage wurde durch gründliche Nachforschungen bestätigt. Die betreffende Untersuchungskommission erklärte in dem Bericht über ihre Ermittlungen, dass die Deutschen in Lwiw »weder Männer, Frauen noch Kinder schonten. Die Erwachsenen wurden einfach an Ort und Stelle getötet, und die Kinder stellte man der Hitlerjugend zu Zielübungen zur Verfügung.« Am 30. Juni 1941 rückten die Deutschen in Lwiw ein, und am nächsten Tag begannen sie mit dem Gemetzel. Nachdem sie Hunderte von Menschen umgebracht hatten, veranstalteten sie in einem Bogengang eine Ausstellung der Ermordeten. Die verstümmelten Leichen, in der Hauptsache Frauen, wurden längs der Häusermauern zur Besichtigung ausgelegt. Das Glanzstück dieser makabren Schau war die Leiche einer Frau, der man mit einem deutschen Bajonett ihr Baby an die Brust gespießt hatte.

Aber nicht nur die Hitlerjugend benutzte Kinder für ihre Zielübungen. In einem kleinen Dorf im Bezirk Krasnaja Poljana stellte ein Trupp betrunkener deutscher Soldaten einen zwölfjährigen Knaben auf die Veranda eines Hauses und schoss mit einer Maschinenpistole nach ihm. Von Kugeln durchlöchert, brach der Junge zusammen. In einem anderen Dorf banden deutsche Soldaten der 25 Jahre alten schwangeren Frau eines russischen Soldaten die Hände zusammen und vergewaltigten sie. Dann schnitten sie ihr die Kehle durch und durchbohrten ihr beide Brüste mit Bajonetten.

In Rostow spielte ein 15-Jähriger Junge im Hof der elterlichen Wohnung mit seinen Tauben. Einige deutsche Soldaten, die zufällig vorbeikamen, drangen ein und stahlen ihm die Vögel. Als der Junge protestierte, brachten ihn die Diebe zur nächsten Straßenecke, wo sie ihn erschossen und ihm so lange auf dem Gesicht herumtrampelten, bis es unkenntlich war. In der Nähe von Smolensk erschossen die deutschen Truppen bei ihrem ersten Einmarsch etwa 200 Jungen und Mädchen im schulpflichtigen Alter, die auf dem Feld bei der Ernte halfen; zuvor war eine Anzahl der Mädchen fortgeschleppt worden, um die Gelüste der Offiziere zu befriedigen. Die brutalen Überfälle, die die Soldaten in den ersten Monaten der Invasion auf Frauen verübten, erinnern an die Zeit, als Attila, die Geißel Gottes, mit seinen Hunnenhorden in Gallien hauste.

In dem ukrainischen Dorf Borodajiwka entging nicht eine Frau der Vergewaltigung. In Beresiwka wurden alle weiblichen Einwohner zwischen sechzehn und dreißig Jahren fortgeschleppt, und in Smolensk richtete der deutsche Kommandant in einem Hotel ein Offiziersbordell ein, in dem dann eine große Anzahl ehrbarer Frauen zur Prostitution- gezwungen wurde. In einer Textilfabrik in Lwiw wurden 32 Frauen von den angreifenden Truppen zuerst vergewaltigt und dann ermordet. Eine Anzahl Mädchen wurde in den Stadtpark geschleift und brutal vergewaltigt; einem alten Geistlichen, der einzugreifen versuchte, rissen die Deutschen das Priestergewand herunter, versengten ihm den Bart und erstachen ihn dann mit Bajonetten. Bei Borissow in Weißrussland versuchten 75 Frauen beim Herannahen der Deutschen zu flüchten; sie wurden jedoch gefasst und zum großen Teil vergewaltigt. Auch ein 16-Jähriges Mädchen wurde von einer Gruppe Soldaten in den Wald geschleppt und vergewaltigt. Dann schnitt man ihm vor den Augen einer anderen Russin die Brüste ab, nagelte es an einen Baum und ließ es dort verbluten.

Das war die Folge davon, dass man diesen Leuten im voraus volle Straffreiheit für ihre Verbrechen zugesichert hatte. Die Ergebnisse entsprachen ganz den Absichten und Plänen ihrer Herren. Aber die Vergewaltigung der Frauen ist nur ein Teil der Geschichte. In vielen Städten und Dörfern veranstalteten die Deutschen bei ihrem ersten blitzartigen Durchbruch Massaker großen Stils. So wurden in einem Dorf alle Greise und Jünglinge erschossen und die Häuser bis auf den Grund niedergebrannt; in einem anderen trieb man alle alten Leute beiderlei Geschlechts gemeinsam mit den Kindern wie Vieh in die Scheune einer Kollektivwirtschaft, sperrte sie dort ein und ließ sie bei lebendigem Leibe verbrennen; in einem dritten Dorf pferchten die Deutschen 68 Menschen in eine kleine Hütte, deren Türen und Fenster dicht verschlossen blieben, bis alle Insassen erstickt waren; in einem vierten Dorf sperrten sie hundert friedliche Bürger zusammen mit einer Anzahl verwundeter Soldaten der Roten Armee in die Kirche, die dann in die Luft gesprengt wurde.

Und doch waren das alles noch relativ kleine Greuel im Vergleich zu den Massakern, die die Deutschen als »Großaktionen« bezeichneten und die sie unter anderem in Kiew und Rostow veranstalteten. In Kiew, der Hauptstadt der Ukraine, folterten und ermordeten sie in den ersten Tagen nach ihrem Einmarsch 52 000 Männer, Frauen und Kinder, darunter zahlreiche Juden. Viele dieser Juden wurden auf den jüdischen Friedhof getrieben und nackt ausgezogen und geprügelt, ehe man sie erschoss. In Rostow brachten die Deutschen während ihres zehntägigen Aufenthalts viele Tausend Einwohner um; 48 von ihnen wurden durch Maschinengewehrfeuer vor dem Gebäude der Eisenbahnverwaltung getötet; rund sechzig wurden auf dem Weg durch die Straßen erschossen und 200 auf dem armenischen Friedhof ermordet. Als die Deutschen von den sowjetischen Truppen nach kurzer Zeit wieder aus der Stadt vertrieben wurden, drohten sie, »bei der Rückkehr« blutige Rache an der Bevölkerung zu nehmen.

Beim Vormarsch und Rückzug der deutschen Truppen wurden Angehörige der Zivilbevölkerung als Kugelfang benutzt. Im August 1941, als die Deutschen versuchten, einen Übergang über den Iput zu erzwingen, mussten die Einwohner der Stadt Dobrusch den angreifenden deutschen Einheiten vorangehen, um das sowjetische Feuer aufzufangen. Diese Praxis wurde fortgesetzt, solange deutsche Truppen auf sowjetischem Boden standen. Auch zum Räumen von Minenfeldern wurden viele Zivilisten eingesetzt, obgleich es nach dem Völkerrecht verboten ist, sie mit gefährlichen Arbeiten zu beschäftigen.

Man sollte annehmen, es sei sehr schwierig gewesen, genügend Henker zu finden, aber das Angebot entsprach stets der Nachfrage, und man wird bereits bemerkt haben, dass diese nicht grade gering war. Niemand scheint Widerwillen gegen diese böse Aufgabe empfunden zu haben; nicht wenige fanden Gefallen daran, und einige brüsteten sich noch stolz mit ihren Heldentaten. Zu ihnen gehörte der Oberfeldwebel Le Court, kein SS-Mann, sondern ein Angehöriger der Wehrmacht. Le Court stammte trotz seines französischen Namens aus Stargard, wo er ein Kino besaß und fast sein ganzes ­bisheriges Leben zugebracht hatte. Er wurde zur 4. deutschen ­Fallschirmjägerdivision eingezogen; als er in Russland eingesetzt wurde, war er 27 Jahre alt. Als Hilfslaborant in der Kommandantur eines Flugplatzes verbrachte er seine Freizeit nach seinen eigenen Worten damit, »kriegsgefangene Rotarmisten zusammen mit friedlichen Bürgern zu erschießen und Häuser zusammen mit ihren Bewohnern niederzubrennen.« Im November 1942 beteiligte er sich an der Erschießung von 92 sowjetischen Bürgern und einen Monat später an der von weiteren 55. »In beiden Fällen«, sagte er, »führte ich die Erschießung aus.« Er nahm auch an Vergeltungsmaßnahmen gegen eine Anzahl Dörfer teil und steckte dabei persönlich viele Häuser in Brand. Schließlich hatte er, wie er sagte, mehr als 1 000 Menschen persönlich erschossen, und in Anerkennung seiner Verdienste wurde er vorfristig befördert. Er verdiente zweifellos den Dank seines Führers, dessen Rat er so treu befolgt hatte – denn hatte Hitler nicht erklärt: »Dieses gigantische Territorium (die Sowjetunion) muss so rasch wie möglich befriedet werden: Der beste Weg zur Erreichung dieses Zieles besteht darin, jeden zu erschießen, der uns nur schief ansieht.«

Es gab aber auch Deutsche, die entsetzt waren über das, was sie sahen. Ein Major Roesler, ehemaliger Kommandeur des 528. Infanterieregiments, übermittelte dem Chef des neunten Militärbezirks einen Bericht über ein Verbrechen, das er in der Nähe von Schitomir miterlebt hatte, als seine Einheit dort im Juli 1941 stationiert war. Major Roesler hatte gerade mit seinem Stab die neuen Quartiere bezogen, als er in geringer Entfernung Gewehrsalven hörte, denen Pistolenschüsse folgten. Er beschloss, nachzusehen, was dort los war, und ging mit seinem Adjutanten, Oberleutnant von Bassewitz, den Schüssen nach. Als sich die beiden einem Eisenbahndamm näherten, erfuhren sie, dass eine Massenhinrichtung im Gange sei. Der Anblick, der sich ihnen von der Böschung aus bot, wird am besten mit Major Roeslers eigenen Worten wiedergegeben:

Als wir schließlich den Bahndamm erklettert hatten, bot sich jenseits dieses Dammes ein Bild, dessen grausame Abscheulichkeit auf den unvorbereitet Herantretenden erschütternd und abschreckend wirkte. In die Erde war ein etwa sieben bis acht Meter langer, vielleicht vier Meter breiter Graben eingezogen, dessen aufgeworfene Erde auf der einen Seite aufgeschichtet war. Diese Aufschichtung und die darunterliegende Grabenwand waren vollständig mit Strömen von Blut besudelt. Die Grube selbst war mit zahlreichen menschlichen Leichen aller Altersgruppen beiderlei Geschlechts gefüllt, sodass ihre Tiefe nicht geschätzt werden konnte. Hinter dem aufgeschütteten Wall stand ein Kommando der Polizei, das von einem Polizeioffizier befehligt wurde. Die Uniformen dieses Kommandos wiesen Blutspuren auf. In weitem Umkreis standen unzählige Soldaten dort bereits liegender Truppenteile, teilweise in Badehosen, als Zuschauer umher.

Ich habe mir daraufhin durch ganz dichtes Herantreten an den Graben ein Bild verschafft, das ich bis heute nicht vergessen konnte. Unter anderem lag in diesem Grab ein alter Mann mit einem weißen Vollbart, der über seinem linken Arm noch ein kleines Spazierstöckchen hängen hatte. Da dieser Mann noch durch seine stoßweise Atemtätigkeit Lebenszeichen von sich gab, ersuchte ich einen der Polizisten, ihn endgültig zu töten, worauf dieser mir mit lachender Miene sagte: ›Dem habe ich schon siebenmal was in den Bauch gejagt, der krepiert schon von alleine.‹ Die in dem Graben liegenden Erschossenen wurden nicht besonders zurechtgelegt, sondern blieben so, wie sie nach dem Schuss von der Grabenwand heruntergefallen waren […]. Ich habe durch meine Teilnahme am Weltkriege […] auch durch meine Beteiligung an den Freiwilligenverbänden19 des Jahres [19]19 manches mehr als Unerfreuliche erlebt, ich kann mich jedoch nicht entsinnen, jemals einer solchen Szene, wie der geschilderten, beigewohnt zu haben […]. Ich erwähne noch, dass nach Aussagen von Soldaten, die sich diese Hinrichtungen öfters ansahen, täglich mehrere Hundert erschossen worden sein sollen.

Gezeichnet: Roesler

Der Chef des neunten Militärbezirks leitete diesen Bericht mit folgendem bezeichnenden Begleitschreiben weiter:

Betrifft: Greueltaten gegenüber der Zivilbevölkerung im Osten.

Auf Grund umlaufender Gerüchte über Massenexekutionen in Russland bin ich dem Ursprung nachgegangen, da ich sie für weit übertrieben hielt. Anliegend überreiche ich einen Bericht des Majors Roesler, der die Gerüchte in vollem Maße bestätigt. […]

Wenn solche Handlungen in der Öffentlichkeit stattfinden, wird es nicht zu vermeiden sein, dass sie in der Heimat bekannt und kritisiert werden.

Gezeichnet: Schirwindt

Bei so viel Barbarei ist es nicht leicht, einen einzelnen Verbrecher oder einen bestimmten Vorfall besonders herauszustellen, doch man kann wohl sagen, dass der an Wahnsinn grenzende Sadismus in dem Vernichtungslager von Janow seinen Höhepunkt erreichte, als dort Hauptsturmführer Gebauer, Obersturmführer Wilhaus und Hauptsturmführer Wartzok der Reihe nach den Posten des Kommandanten innehatten.20

Gebauer pflegte mit eigenen Händen Frauen und Kinder zu erwürgen und ließ Männer in Fässern erfrieren: Man band sie an Händen und Füßen und ließ sie dann ins Wasser hinab, damit sie dort erfroren. Das Morden war schon so monoton geworden, dass die Wachmannschaften offiziell ermuntert wurden, sich neue Methoden auszudenken, und so wettete einer von ihnen, ein Mann namens Wepke, dass er einen Jungen mit einem einzigen Axtstreich durchspalten könne. Die Wette wurde angenommen. Wepke ergriff einen zehnjährigen Knaben aus dem Lager, ließ ihn niederknien, und nachdem er einmal ausgeholt hatte, spaltete er das Kind mit einem einzigen Schlag in zwei Teile. Wartzok pflegte die Häftlinge an den Füßen aufzuhängen und in dieser Stellung zu belassen, bis sie tot waren. Der Leiter seiner Vernehmungsabteilung, ein gewisser Heine, jagte den Häftlingen Eisenstangen in den Bauch und riss den Frauen mit einer Drahtzange die Fingernägel heraus.

Vom Balkon seines Büros aus erschoss Wilhaus häufig Häftlinge, die über den Appellplatz gingen. Er tat das teils aus reinem Sport und teils zur Belustigung seiner Frau und seiner Töchter. Gelegentlich gab er seiner Frau das Gewehr, damit auch sie einmal schießen konnte. Zum Vergnügen seiner neunjährigen Tochter ließ er manchmal ganz kleine Kinder wie Tontauben beim Übungsschießen in die Luft werfen, um dann ein Wettschießen auf sie zu veranstalten. Seine Tochter klatschte dann Beifall und sagte: »Papa, mach das noch mal.« Und Papa tat es noch mal. Wilhaus war es auch, der zu Hitlers 54. Geburtstag als Ersatz für einen Kanonensalut persönlich 54 Häftlinge erschoss. In Janow wurden die Folterungen und Ermordungen musikalisch umrahmt. Man stellte ein Häftlingsorchester zusammen und komponierte ein besonderes Stück, den »Todestango«. Bei der Auflösung des Lagers wurden alle Mitglieder des Orchesters umgebracht.

Das ist die Geschichte der Nazigreuel in den besetzten Gebieten, aber sie führt uns nur an den Rand der Ereignisse. Die Schlussbilanz war zwölf Millionen Morde. Sir Hartley Shawcross sagte dazu in ­seiner Schlusserklärung vor dem Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg:

In all unsern Ländern wird, wenn etwa in der Hitze der Leidenschaft oder aus anderen Gründen ein Mensch getötet wird, der Mord zur Sensation, unser Mitleid wird geweckt, und wir ruhen nicht, bis der Verbrecher bestraft und der Herrschaft des Gesetzes Achtung verschafft wird. Sollten wir weniger tun, wenn nicht ein Mensch, sondern nach der niedrigsten Schätzung zwölf Millionen Männer, Frauen und Kinder getötet worden sind? Nicht im Kampf, nicht aus Leidenschaft, sondern bei dem kaltblütigen, berechneten, vorsätzlichen Versuch, Nationen und Rassen zu vernichten, Überlieferungen, Einrichtungen und sogar die Existenz freier und alter Staaten auszulöschen. Zwölf Millionen Morde! Zwei Drittel der Juden Europas vernichtet – mehr als sechs Millionen von ihnen, nach eigenen Angaben der Mörder. Das Morden wurde betrieben wie irgendeine Industrie der Massenproduktion…

Ob die Ungeheuerlichkeit dieses Mordes deshalb niemals allgemein erkannt und so rasch vergessen wurde, weil die Welt damals zu sehr mit Kampf, Mord und Tod beschäftigt war?

Edward Russell, Lord Russell of Liverpool

Edward Russel Baron of Liverpool, (1895 – 1981) war Soldat, Anwalt und Historiker. Als Gesandter Generalanwalt der Britischen Rheinarmee gehörte er zu den Hauptrechtsberatern während der Kriegsverbrechertribunale nach dem Zweiten Weltkrieg.
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78 Kommentare

  1. Der Rest der Welt wird es noch bitter bereuen, das Teutonia wieder wie geisteskrank aufrüstet.
    Wieder mal Kriegstüchtig…,,viel Spaß….
    Die zwei gestörtesten Länder auf der Welt sind wahrscheinlich Deutschland und Israel.

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  • Die Ungeheurlichkeit dieses sadistischen Mordens ist staatlich sanktioniert – so einfach ist das. Bis du Soldat, so darfst du alles. Zitat aus „Die Abenteuer des Werner Holt“, man lese das, wo SS einen Partisanen in einer Sägemühle bei lebendigem Leib zersägt…

    Das IST doch dieses völlig Perverse, um an das Thema „Veteran“ anzuknüpfen: Das Regime, der Staat drückt dir einerseits eine Waffe in die Hand, so dass du bitteschön töten und morden darfst und sollst. Im Rahmen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, versteht sich. Alles ist im Prinzip erlaubt.

    Und andererseits. Überlebst du einen Krieg und legst jetzt im Frieden denselben Menschen um, den du im Krieg rein zufällig nicht getroffen hast – wie wird dann das Regime, der Staat reagieren? Dieselben Drecksäcke, die dich vielleicht vorher sogar fürs Morden ausgezeichnet haben, werden dich jetzt, weil du kein Soldat, sondern wieder Zivilist bist, (Phrase On) „mit aller Härte des Gesetzes treffen“ (Phrase Off). Im Rahmen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, versteht sich!

    Es ist IHRE Doppelmoral, die es gestattet, sich im Kriegsfall schön rauszuhalten und es sind wir Menschen, die dann so verrohen und zu bestialischen Sadisten werden. „Wir haben nur Befehle befolgt“.

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  • Vermutlich hatte auch diese Deutschen zumindest etwas ähnliches wie eine Seele. Aller scheinbaren Unberührtheit zum Trotz, wird diese auch bei solchen Unmenschen Schaden genommen haben ‒ ebenso wie jene der Opfer, die überlebt haben. Die Theorie einer transgenerationellen epigenetischen Vererbung könnte teilweise das zombiehafte und mit Irrsinn nicht mehr hinreichend erklärbare Wesen vieler Deutschen erklären.
    Vielleicht ist die Herrenrasse aber auch tatsächlich einfach „besonders“.

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  • Wer hat eigentlich die „Ukrainisierung“ der sowjetischen Ortsnamen zu verantworten? In der Ausgabe von 1954 The Scourge of the Swastika (Greenhill, Stackpole Books, London, Mechanicksburg PA) steht noch: „A Frenchwoman named Ida Vasso, who was manageress of a hostel for aged Frenchmen in Lvov during the German occupation ..“ (p.131) und „On 30th June 1941 the Germans entered Lvov and began their massacre the next day.“ (p.132)
    Ebenso; „In the Ukrainian village of Borodayevka“

    Es geht nicht um Petitessen, sondern um historische Sauberkeit. Niemand wird bei klarem Verstand in einer historischen Darstellung der 1920er Jahre von einer „freien Stadt Gdansk“ schreiben, oder von dem Kaliningrader Philosophen Kant. Kniefälle vor dem Hexensabbat der Banderanazis sind das Allerletzte, was wir brauchen.

    Ich versuche gerade anhand neuerer englischer Ausgaben herauszufinden, ob bereits englischsprachige Ausgaben die „Säuberung“ vorgenommen haben, oder der/die Übersetzer ins Deutsche. Die Auflage von 2013 Frontline Books, London ist auch noch sauber. Die Ausgabe von Pen and Sword Books 2015 ist dahingehend unverändert. Die „Übeltäter“ sind wohl im Übersetzerteam zu suchen.

    Zu ihrer möglichen Entschuldigung ist anzuführen, dass die gern benutzten Internet-Übersetzungstools seit 2014 massiv „ukrainistisch“ zensiert und manipuliert sind. Selbst historische Texte, egal ob aus dem Russischen, Englischen oder Französischen, werden mit Kiew durch „Kyiv“, Charkow durch Charkiv, Dnjepropetrowsk durch Dnipro etc. vergewaltigt, egal ob Google oder Yandex Translator.

    Allerdings ist es nach der Dissertation von Franziska Bruder und der Banderabiographie von Grzegorz Rossolinski-Liebe nicht mehr haltbar, den Anteil der Banderahorden der OUN/UPA, des Bataillons Nachtigall, der SS-Division Galizien etc. an den Massenverbrechen in der Ukraine nach dem Nazieinfall zu verschweigen, kleinzureden oder zu beschönigen. Das war nicht Gegenstand der Arbeit von Lord Russel, die dennoch wichtig und lesenswert bleibt. Besonders lesenswert ist in der deutschen Ausgabe das Vorwort von Moshe Zuckermann.

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  • Um Morde begehen und anordnen zu können, ist eine gewisse „Vorbildung“ erfoderlich, daran arbeiten unsere MSM mit Hochdruck. Nach der wissenschaftlich westlichen Meinung gibt es Herren- und Untermenschen. Wenn ein Krankenhaus auf dem Gelände des Mossad bombardiert wird, ist es ein Kriegsverbrechen. Wenn 90% aller Krankenhäuser in Gaza dem Erdboden gleich gemacht, Überlebende erschossen oder ausgehungert werden, dann ist das Selbstverteidigung. Wer pflanzt unseren Granden und Medien so eine Lebenseinstellung in den Kopf? Und wieviel Erfolg haben sie damit? Schätzungsweise 50% der Deutschen finden diese Differenzierung OK, es scheint sie ja nicht zu betreffen. Ich habe ein Buch gesehen, in dem frühere NSDAP- und Stasi-Amtsträger mit ihren neuen Jobs in der „Demokratie“ aufgelistet sind. Glauben diese Leute wirklich, dass das noch einmal so klappt? Es gibt nun Internet und private Speicher, man kann die Nachweise für das Verbrechertum nicht 100%ig beseitigen. Es wird ein jüngstes Gericht geben.

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  • Das Asch- und das Milgram-Experiment haben gezeigt, dass auch psychisch unauffällige Menschen, also keine diagnostizierte Psychopathen und Soziopathen, vorsätzlich lügen und zu allem fähig sind, ist der Druck durch Gruppe und Autorität nur ausreichend hoch. Mit Doppelmoral, Entdemokratisierung und Militarisierung machen „wir“ hier wieder enorme „Fortschritte“…

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  • Dieses System bewegt sich mit seiner Aufrüstung & Kriegsüchtigkeit auf keinen guten Pfad und der ÖR Funk trommelt schon wieder bis ein Großteil nicht mehr unterscheiden kann. Mit dem neuen Schlagwort „Selbstverteidigung“ scheint aktuell alles gedeckt zu sein und Ostdeutschland wurde vorsorglich schon bei wichtigen Ämtern & Positionen beschnitten damit die nicht wider mit einer friedlichen Revolution daherkommen aber dieses mal gegen den real existierenden und kriegstüchtigen Kapitalismus. Wenn Westdeutschland nicht bald aufwacht gibt es auch dieses mal bald kein zurück mehr.

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  • „wurden von deutscher Seite Kriegsverbrechen in einem noch nie dagewesenen Ausmaß begangen“

    Es wurden von Deutschen extrem grausame Taten an sehr vielen Menschen begangen, aber das „nie dagewesen“ ist leider (darf man an einer solchen Stelle „leider“ sagen?) nicht richtig.

    Menschen handeln so. An sehr vielen Orten und zu allen Zeiten. Immer wieder und wieder.

    Nur zwei Beispiele für Geschichtsinteressierte:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Einheit_731
    https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Nanking

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  • Das ist bestürzend. Trotzdem ist es ulkig, wenn ausgerechnet ein Engländer den Deutschen das vorwirft, was die Engländer über einen langen Zeitraum in der ganzen Welt knallhart durchgezogen haben. Für feine englische Art und Samthandschuhe war die Kolonialmacht nicht bekannt.

    Eine Bemerkung noch dazu:
    »Während des zweiten Weltkrieges […] wurden von deutscher Seite Kriegsverbrechen in einem noch nie dagewesenen Ausmaß begangen.«
    Ach so. Die Schaffung eines High-Tech-Industriezweiges zum nächtlichen Verbrennen von Städten samt den Menschen darin in ausgeklügelten Feuerstürmen hat sich bis dahin kein Mensch vorstellen können. Ich denke, auch hier kann man getrost die Formulierung „noch nie dagewesenes Ausmaß“ verwenden.

    Und was taten die Besatzer ihrerseits denn noch so? Was ist mit dem Hungerwinter 1947, was ist mit den Rheinwiesenlagern? Ich frage für den Schwager meines Tankwarts.

    Ich denke, um Moralapostel spielen zu können, muß man selber erstmal sauber sein.

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  • Echt, die Wehrmacht hatte beim Unternehmen Barbarossa die Hitlerjugend im Schlepptau?
    Und die haben dann Schießübungen auf Kinder der Überfallenen durchgeführt.
    Klingt nach reisserischer Propaganda, mit der ein findiger Schreiber einige Jahre nach dem Krieg auf ein schönes Geschäft abzielte. Hat so ein bisschen was von den heutigen Untergangspropheten auf Youtube.

    „Das Glanzstück dieser makabren Schau war die Leiche einer Frau, der man mit einem deutschen Bajonett ihr Baby an die Brust gespießt hatte.“ Das klingt nach einem Neuaufguss der britischen Propaganda bezüglich des Einmarschs der deutschen Truppen in Belgien im 1. WK. Da wurden auch Hände abgeschlagen und Babys auf Bajonette aufgespießt. Nicht in Belgien, nur in englischen und amerikanischen Zeitungen.

    Und da haben wir ja auch den Wikipedia- Eintrag zu diesem „Historiker“:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Russell,_2._Baron_Russell_of_Liverpool

    Was mir auch komisch vorkommt ist die Erzählung von Leichenverbrennungen und Knochenmühlen. Sicher, die Wehrmacht hatte ja soviel Buna- Diesel, da konnte man auf dem Vormarsch zu den Ölfeldern im Kaukasus (1942), die man dringend brauchte, noch jede Menge Leichname verbrennen.
    Und überhaupt, die Zeit. Die Wehrmacht führte einen Angriffskrieg dessen Konzept ein schneller Vormarsch war.
    Ich bezweifel das die Heeresleitung längerfristige Aufenthalte zum Massakrieren von Zivilisten zugelassen hätte.

    Das es zu Greultaten gekommen ist kann und will ich nicht bezweifeln, aber diese Aufzählung erinnert doch schwer an Angnes- Strack Immermanns Äußerungen zu „slawischen Kriegsverbrechern“.

    Auszüge eines englisches Propaganda- Machwerk von 1956 völlig unkritisch im Jahr 2025 zu veröffentlichen, ist ein Fehlgriff.
    Versuchts doch mal mit den seinerzeit beliebten Groschenromanen der „Landser- Reihe“.

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  • Wie wir gerade live seit längerem sehen, ist Grausamkeit nicht an eine Nation sondern an den Menschen gebunden (siehe auch Milgram). Ein Israeli kann genauso grausam sein wie ein Nazi oder ein britischer Kolonialherr oder sonstwer.

    Insofern ist die Nationalisierung von Grausamkeiten nur eine Abwehrreaktion, um davon abzulenken, dass der Geburtsort nicht das Problem ist. Gerade die Briten, Commonwealth, Empire, Sklaven, Indien und so sollten Kenntnis über ihre eigenen Grausamkeiten und Genozide haben, die nicht weniger schlimm waren, nur noch nicht ganz so systematisch. Und den Vorteil hatten dass Medien noch nicht verfügbar waren. Mehr als Augenzeugenberichte gibt und gab es nicht.

    Und jede Nation hat ihre Sonderregeln, wer als vollwertig angesehen wird und somit vielleicht gegebenes Recht in Anspruch nehmen kann (sofern genug Geld da ist). Da braucht man sich nichts vorzumachen.

    Insofern ist jede Nation verantwortlich für Exzesse, die in der jeweils gewährten/geduldeten Rechtlosigkeit ihren Ursprung haben. Und jeder Mensch, der sich dem nicht widersetzt.

    Der hehre Anspruch mit Menschenrechten ist und war nur das, ein hehrer Anspruch. Der zu keiner Zeit erfüllt wurde und mittlerweile aus dem Rennen genommen wurde. Nur denen lässt man „Menschenrechte“ zuteil werden, die aus der jeweiligen Sicht sich diese Menschenrechte verdienen. Sozusagen von König’s Gnaden.

    Dem neuen und alten „Adel“, denen die sich als was Besseres ansehen, müssen bald mal wieder Grenzen gesetzt werden. Man meint fast sich wieder im alten Athen mit all den kleinen Möchtegern-Königen zu befinden, die ihr Spiel soweit trieben, dass die Demokratie eingeführt wurde, nicht das was man heute damit bezeichnet und auch nicht das was es sein könnte. Aber der Punkt ab dem es hiess: Schluss mit lustig.

    Falls es noch eine Arbeiterbewegung gäbe, die diesen Namen verdient, wäre die Bewaffnung und Anheuerung von Söldnern der nächste logische Schritt, wenn man aus der Geschichte gelernt hat und sieht das nur mit Macht Recht zu erzwingen ist. Was ins gleiche Dilemma der menschlichen Grausamkeit führt.

    Was bleibt dann noch? Wenn man die heutige Situation zu Ende denkt. Sich erschiessen lassen, von dem der nicht den Mut hatte, sich erschiessen zu lassen?

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  • Ja, die „saubere“ Wehrmacht. Im Westen und im Norden haben die sich ja noch einigermaßen zivilisiert benommen, aber schon in Polen waren es Mörderische Bestien. Ein Opa von mir, der, was in der Generationen selten war, hat dazu gesagt, er hätte nie erwartet das die Russen auch nur einen Mann in Deutschland am Leben lassen, bei dem was Deutsche Soldaten in der Sowjetunion getrieben haben. Er hat 1943 einen Orden und einen Lazarettaufenthalt in verschiedenen Deutschen, Sowjetischen und US Amerikanischen Lazaretten bis 1946 gehabt. Er war der einzige Überlebende seiner Einheit, über zwei Drittel dieser Einheit haben an dem Tag für die SS Zivilisten Ermordet, wahlweise gab es eine Flasche Schnaps oder ein paar Packungen Zigaretten dafür. Es waren so nahe der Front keine Polizisten Aufzutreiben, sonst wurde es meist von der Deutschen Ordnungspolizei gemacht.
    Nicht umsonst war die Parole: Deutsche Polizisten, Mörder und Faschisten auf den Studenten Demos, keine Beleidigung sondern eine Tatsachenbehauptung.
    Und all diese Leute haben das Fundament für diesen Staat gelegt, da konnte doch nur wieder Faschismus rauskommen. 1945 wurden viel zu wenige Kriegsverbrecher, Verbrecher und Massenmörder gekillt. Das rächt sich jetzt.

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  • Ich schätze, 8 von 10 halten sich bei solchen Berichten Augen und Ohren zu, um sich in die Verklärung zu retten. Es ist ja auch nichts gewonnen, davon zu berichten, ohne einen Ausweg aus derlei Herdentrieb aufzuzeigen. Wenn die Friedlichen voller Tatendrang zur Bewaffnung der Verrückten beitragen, braucht niemand auf Andere zeigen.

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  • „Russe“ war damals allgemeiner Sprachgebrauch. Wenn der Russel das so schrieb, dann sollte man das heute nicht glätten (so wie anscheinend bei Ortsnamen geschehen) Ansonsten hoffe ich, dass ALLE angeführten Beispiele aktenmäßig belegt sind. Wer sich noch an die Wehrmachtsausstellung erinnert: da reichten ein paar Unsauberkeiten, um das Ganze zu diskreditieren.

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  • Der Deutsche Völkermord an den Völkern der Sowjetunion bis heute von Deutschland nicht als solcher anerkannt.

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  • Sadismus dieser Art aufs Deutsche Volk zu beschränken, schräg..
    In Asien war das zu finden ähnlicher Art, in Afrika, Amerika …
    „Herrenrassen“ Eroberer und Ihr Wirken in der menschlichen Geschichte.
    Ich mußte Sadismus dieser Art sogar in der DDR beobachten , junge , gut gebildete kluge Jugendliche entdeckten Sadismus zu Befriedigung eigener Gelüste indem Sie andere Jugendliche auf brutalste Art mißhandelten, und das stundenlang. Besondere individuelle Eigenschaften sind nicht der Grund für solch Abartigkeiten.
    Heute muß ich sagen, das steckt in jedem Menschen, nur bei den wenigsten wird das freigesetzt . Was also setzt es frei ?
    Was die Deutschen einzigartig machte im W2K war die Industrielle Tötung von Menschen, also mit Hilfe der Industrie . Das machte den W2K einzigartig.
    Und den Herren und Eigentümern dieser Konzerne ging es nicht um „abgeschnittene Brüste“ denen ging es darum Giftgas und was auch immer verkaufen zu können, damit das eigene Konto sich noch schneller füllen konnte. Ökonomische Kriterien waren Ihr Maßstab und damit auch Ursache .
    Ich habe etliche Bücher Sowjetischer Militär Literatur gelesen in jungen Jahren, und stellte da fest, die Deutschen führten Massenexekutionen vor allem als Strafaktionen durch, primär als Antwort auf Partisanen Aktionen. Man sollte hier den Militärischen Kontext nicht ausblenden, der Schaden für die Deutschen war zum Teil enorm durch solche Aktionen. Das auf irgendwelche „Gelüste“ zu beschränken wird diesem Thema nicht annähernd gerecht. Sex mit „Minderwertigen Leben“ war sogar verboten, bei Risiko das eigene Leben verlieren zu können. Die SS erschoß auch solche wenn Sie gut drauf waren, Sie verachteten das. Und das haben sowjetische Schriftsteller geschrieben.
    Shukow zb war ein glühender Verehrer Preußischer Militärtraditionen o))
    Es waren Bandera & Co die vor allem durch solche Dinge aufgefallen sind , Menschen aus den bekriegten Völkern die sich anboten warum auch immer, die „Drecksarbeit“ für die Eroberer zu machen. Und genau das findet man auch auf allen Kriegsschauplätzen.
    Bücher dieser Art verklären mehr statt aufzuklären , aber sie bringen den Autoren Geld ..
    Krieg setzt immer und überall die niedersten Instinkte der Menschen frei, weil dieser eben auch für einen Zustand völliger Rechtslosigkeit steht am Ende. Jeder Soldat muss damit rechnen den nächsten Tag nicht mehr erleben , das ist ein Extremzustand für den menschlichen Geist. Der Veteranentag zb soll genau das verbergen vor der Öffentlichkeit, denn nur dann kann man Sadismus dieser Art als “ Individuelles Versagen“ den Menschen verkaufen und die wirklichen Gewinner von Kriegen vor der Öffentlichkeit verbergen .

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  • Was also setzt es frei ?

    Straffreiheit.

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  • Für Jeden Typ / jede Typin die beabsichtigt Berufssoldat/in zu werden, sollte dieses Buch zur Pflichtlektüre erklärt werden; wenn diese Leute nach der Lektüre noch immer den Wunsch haben „den Krieg nach Rußland zu tragen“ ( Kiesewetter ), dann weiß man wenigstens, was man von denen zu halten hat: Naziseelen !

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  • Gab es vorher auch schon eine Zeit?
    Gab eine Geschichte zur Einleitung?
    Gab es vorher verbotene Bücher?
    Gab es danach verbotene Bücher?
    Lest verbotene Bücher!
    Redet mit verbotenen Menschen!
    Denkt verbotene Gedanken!
    Redet frei, mit freien denkenden Menschen!
    Denkt frei, mit freier Assoziation.
    Und die stets neue und ewige Idiologie wird endlich sterben.
    Deutsch sein ist keine Krankheit.

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  • Info: https://overton-magazin.de/hintergrund/kultur/geissel-der-menschheit/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.06.2025

    Merz und die “Drecksarbeit”, Risse in der Nato – und “Omnibus” in den Krieg

    lostineu.eu, vom 21. Juni 2025

    Die Watchlist EUropa vom 21. Juni 2025 – heute mit der Wochenchronik.

    Mit seinem Wort von der “Drecksarbeit”, die Israel mit dem illegalen Angriffskrieg gegen Iran “für uns” mache, hat Kanzler Merz in der letzten Woche für Furore gesorgt. Er hat sich sogar Klagen eingehandelt.

    Der Vorwurf: Merz habe mit seinen Worten gegen Artikel 26 des Grundgesetzes verstoßen, der Handlungen für verfassungswidrig erklärt, die das friedliche Zusammenleben der Völker stören können.

    Der Kanzler ist aber nicht nur an der Aufgabe gescheitert, die Eskalation im Nahen Osten richtig einzuordnen. Er ist auch – wieder einmal – an US-Präsident Trump und seinen eigenen grandiosen Ambitionen gescheitert.

    Beim G-7-Gipfel in Kanada wollte er Trump dazu bringen, sich endlich klar hinter die Ukraine zu stellen und neuen harten Sanktionen gegen Russland zuzustimmen. Vor allem sollte die G-7 den Ölpreisdeckel absenken.

    Bei der G-7 nichts erreicht

    Nichts davon ist gelungen. Trump ist vorzeitig abgereist und hat Merz und die anderen EUropäer versetzt. Die haben sich dann als unfähig erwiesen, zusammen mit Kanada und Japan eigene Entscheidungen zu treffen.

    Sie hätten eine G-6 ohne oder sogar gegen Trump bilden können. Doch die großen Sprüche von der europäischen Unabhängigkeit haben sich wieder einmal als hohl erwiesen.

    Merz war trotzdem zufrieden. Der Gipfel sei „weitaus erfolgreicher, als ich es am Anfang gedacht habe“. Die G7-Staaten hätten zu allen Themen „einvernehmliche gemeinsame Erklärungen“ abgegeben.

    Allerdings sind diese das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben wurden. Die Europäer spielten bei der Lösung der Irankrise keine Rolle, erklärte Trump am Freitag, nachdem die EU einen diplomatischen Vorstoß versucht hatte.

    Chaos vor dem Nato-Gipfel

    Verrannt hat sich Merz auch in der Nato. Ohne Not hat er dem neuen Fünf-Prozent-Ziel zugestimmt – und damit seine europäischen Partner in Bedrängnis gebracht, die sich die Aufrüstung schlicht nicht leisten können.

    Das Ergebnis: Spanien schert aus, Italien stellt die Nato infrage, die Slowakei denkt laut über einen Austritt nach. Und nun fordert Trump auch noch eine Ausnahme vom Fünf-Prozent-Ziel für die USA!

    Merz hat für den US-Präsidenten die “Drecksarbeit” gemacht – nun steht er ziemlich dumm da. Dennoch wird er auch den kommenden Nato-Gipfel als deutschen Erfolg feiern – wetten, daß?

    Mehr hier (“Risse in der Nato” und “Zweifel an Merz”)

    Was war noch?

    • Mit dem “Omnibus” in die Kriegswirtschaft. In der Europäischen Union dürfte es künftig einfacher  werden, eine Waffenschmiede aus dem Boden zu stampfen, als eine Kita zu eröffnen. Innerhalb von nur 60 Tagen sollen die zuständigen Behörden grünes Licht für einen neuen Rüstungsbetrieb geben – bei einer Kita hingegen kann es in Deutschland schon mal sechs Monate dauern. Das klingt wie ein schlechter Witz – ist aber ein durchaus ernst gemeinter Vorschlag von EU-Verteidigungskommissar Kubilius. Sein „Omnibus“, neudeutsch „Vereinfachungspaket“, zielt darauf ab, bürokratische Hürden abzubauen, um die europäische Produktion auf Kriegswirtschaft umzustellen. – Meine neue Kolumne im “Makroskop”
    • EU fördert Bundeswehr-Stützpunkt in Litauen. Die Europäische Investitionsbank (EIB) wird sich an der Finanzierung der notwendigen Infrastruktur für die Bundeswehr-Brigade in Litauen beteiligen. Die EU-Förderbank plant, der litauischen Regierung 540 Mill. Euro für den Bau des Militärstützpunkts in Rudninkai nahe der Grenze des baltischen Landes zu Belarus bereitzustellen, wie die EIB mitteilte. 
    • LNG-Ausstieg mit der Brechstange. Die EU-Kommission will die Gasimporte bis Ende 2027 vollständig und endgültig stoppen. Dabei geht sie nicht zimperlich vor – sondern mit der Brechstange. – Mehr im Blog

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    Die meistgelesenen Beiträge der Woche:


    Im Iran droht der Irakkrieg 2.0 – und wieder versagt EUropa 19. Juni 2025

    Angebliche Massenvernichtungswaffen, “präventive” Militärschläge und Aufrufe zum Regime Change: Der Krieg, den Israel im Iran vom Zaun gebrochen hat, ähnelt immer mehr dem Irakkrieg. Nun könnten auch noch die USA eingreifen – und EUropa schaut zu.

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    “Von der Leyen sollte die EU nicht repräsentieren” 17. Juni 2025

    Die EU-Kommissionspräsidentin hat Partei für Israel ergriffen und die Schuld am Krieg allein Iran gegeben. Mit dieser Haltung fuhr sie auch zur G-7 – nun kommt Gegenwind aus dem Europaparlament.

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    Großdemos gegen den “Genozid” in Gaza 16. Juni 2025

    Es waren die größten Demos seit 20 Jahren: In Den Haag und Brüssel sind Zehntausende gegen Israel auf die Straße gegangen. In beiden Städten finden demnächst wichtige Gipfeltreffen statt.

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    ‹ Krieg gegen Iran: Einige geopolitische Implikationen

    1 Comment

    1. Arthur Dent
      21. Juni 2025 @ 13:49

      Da werden die Rüstungsbetriebe wie Pilze aus dem Boden schießen, wie seinerzeit die Coronatest-Zentren. In Deutschland läuft allerdings nichts mehr ohne staatliche Förderung.

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    22.06.2025

    Nachrichten von Pressenza: Angriff ist keine Verteidigung! Rüstungsexporte nach Israel stoppen!

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 22. Juni 2025, 7:30 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 22.06.2025


    Angriff ist keine Verteidigung!  Rüstungsexporte nach Israel stoppen!


    Pressemitteilung der Aktion Aufschrei &#8211; Stoppt den Waffenhandel vom 19.06.2025 „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ kritisiert die Haltung der Bundesregierung gegenüber Israel angesichts des völkerrechtswidrigen Angriffs auf Iran. Angriff ist keine Verteidigung! Der israelische Angriffskrieg muss eindeutig als solcher&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/06/angriff-ist-keine-verteidigung-ruestungsexporte-nach-israel-stoppen/


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    Global March to Gaza – nicht (nur) in Ägypten


    Schätzungsweise 4000 Menschen aus 80 Ländern wollten von Kairo nach Gaza gehen – und wurden von ägyptischen Behörden gestoppt, hunderte deportiert oder sogar geschlagen – jedenfalls daran gehindert, den Grenzübergang von Rafah zu erreichen. Sie wollten dort für einen Waffenstillstand&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/06/global-march-to-gaza-nicht-nur-in-aegypten/


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    «Eines Tages wirst du zurückblicken und sehen, dass du die ganze Zeit geblüht hast»*


    Christine Born &#8211; im Gespräch mit dem Ethiker, Theologen und Gerontologen Dr. Heinz Rüegger über das Alter Dr. Heinz Rüegger (72), Ethiker, Theologe und Gerontologe aus Zollikerberg bei Zürich, beschäftigt sich bereits mehr als 30 Jahre mit dem Thema Altern.&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/06/eines-tages-wirst-du-zurueckblicken-und-sehen-dass-du-die-ganze-zeit-geblueht-hast/


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    Die letzten drei Freiwillige der Freedom Flotilla kehren heim – Aufruf für weltweite Solidarität


    Besetztes Palästina – Die Freedom Flotilla Coalition bestätigt, dass alle internationalen Menschenrechtsverteidiger und Journalisten, die sich an Bord des zivilen Hilfsschiffs Madleen befanden, nun auf dem Heimweg sind. Die zwölf Personen wurden von israelischen Streitkräften gewaltsam entführt und festgehalten, als&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/06/die-letzten-drei-freiwillige-der-freedom-flotilla-kehren-heim-aufruf-fuer-weltweite-solidaritaet/


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    Verschwunden aber nicht verloren


    Ich bin ein Banksy Fangirl, liebe seine Arbeiten, seine kritischen, kreativen Arbeiten und halte ihn für einen großartigen Künstler. Natürlich hängt ein Banksy in meinem Wohnzimmer und natürlich ein Poster, denn Banksy können sich nur sehr reiche Menschen leisten. Auch&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/06/verschwunden-aber-nicht-verloren/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.06.2025

    USA im Krieg mit Iran: US-Luftwaffe bombardiert in der Nacht nukleare Anlagen

    freedert.online, 22 Juni 2025 06:08 Uhr

    Die USA haben in der Nacht zum Sonntag nukleare Anlagen im Iran angegriffen. Nach iranischer Darstellung trat dabei keine Radioaktivität aus. In der Welt mehren sich Stimmen, die Washington für den völkerrechtswidrigen Angriff verurteilen.


    USA im Krieg mit Iran: US-Luftwaffe bombardiert in der Nacht nukleare Anlagen

    Die USA haben in der Nacht iranische nukleare Anlagen in Fordow, Natanz und Isfahan bombardiert. Nachdem in offiziellen Darstellungen aus Teheran zunächst unbestimmt von "Angriffen des Gegners" die Rede war, bestätigt inzwischen auch die iranische Führung, dass es sich um einen Angriff der US-Luftwaffe gehandelt hat.

    Nach derzeitigem Kenntnisstand ist der Angriff um 2.30 Uhr Ortszeit erfolgt, was 1.00 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit entspricht. In Kreisen von Militärexperten wird von sechs Bombern Northrop B-2 Spirit berichtet, die nonstop von der Whiteman Air Force Base in Missouri die Zielobjekte im Iran anflogen und 12 GBU-57A/B MOP Bomben allein auf die Fordow-Anlage abwarfen. U-Boote der US-Marine sollen 30 Tomahawk-Raketen auf Natanz und Isfahan abgefeuert haben.


    Geht es nur um Iran?  Auf dem Spiel steht die globale Vorherrschaft des Westens





    Analyse

    Geht es nur um Iran? Auf dem Spiel steht die globale Vorherrschaft des Westens





    Über Tote und Verletzte infolge des Luftangriffs wird zur Stunde nicht berichtet.

    US-Präsident Donald Trump verkündete den Angriff wie gewohnt in seinem sozialen Netzwerk Truth Social. Er postete: 

    "Wir haben unseren sehr erfolgreichen Angriff auf drei nukleare Anlagen im Iran vollendet, einschließlich Fordow, Natanz und Isfahan. Alle Flugzeuge haben den iranischen Luftraum wieder verlassen."


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    Nach iranischen Angaben ist keine radioaktive Verschmutzung festgestellt worden, die Schäden an den Anlagen seien "oberflächlich". 

    "Nach dem verbrecherischen Angriff der USA auf die Nuklearstandorte Fordow, Natanz und Isfahan, der unter Verletzung des Völkerrechts und der Normen für nukleare Sicherheit durchgeführt wurde, ... hat das Zentrum eine Analyse der radioaktiven Kontamination dieser Anlagen durchgeführt", so das Zentrum in einer von der Atomenergie-Organisation des Iran (AEOI) zitierten Erklärung.


    LiveTicker Iran/Israel-Krieg – ARD: Deutsches Botschaftspersonal aus Iran in Nachbarländer verlegt





    LiveTicker Iran/Israel-Krieg – ARD: Deutsches Botschaftspersonal aus Iran in Nachbarländer verlegt





    Das Zentrum teilte mit, dass "keine Anzeichen für eine Kontamination festgestellt wurden", da "die erforderlichen Maßnahmen" im Vorfeld ergriffen worden seien. Es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung in der Nähe dieser kerntechnischen Anlagen.

    Auch die IAEO erklärte am Sonntagmorgen, sie habe bisher keinen Anstieg der Strahlungswerte außerhalb der iranischen Atomanlagen festgestellt.

    Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti zitiert Quellen im iranischen Parlament, die erklärten, Teheran habe mit einem Angriff auf die Atomanlage Fordow gerechnet und deshalb eine Evakuierung durchgeführt, die Anlage sei nicht irreversibel beschädigt worden. Die Atomenergie-Organisation des Landes betonte, Teheran beabsichtige nicht, die Entwicklung der Atomindustrie nach den Angriffen einzustellen.

    Der US-Angriff hat bereits negative Reaktionen auf internationaler Ebene hervorgerufen. UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete ihn als gefährliche Eskalation in der Region und als direkte Bedrohung für den internationalen Frieden und die Sicherheit. 

    Der kubanische Außenminister Bruno Rodriguez Parrilla verurteilte die US-Aggression gegen den Iran und bezeichnete sie als kriminellen, unverantwortlichen Akt, der gegen das Völkerrecht verstoße und unvorhersehbare Folgen habe.

    Der republikanische Kongressabgeordnete Thomas Massie bezeichnete die US-Schläge gegen den Iran als verfassungswidrig, und die demokratische Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez aus dem Bundesstaat New York sagte, dass das Geschehene ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump rechtfertige. Der US-Präsident habe die nach der US-Verfassung erforderliche Zustimmung des Kongresses für den Kriegseintritt nicht eingeholt.


    Schützt Iran! Von europäischer Arroganz und vergessenen linken Tugenden





    Meinung

    Schützt Iran! Von europäischer Arroganz und vergessenen linken Tugenden





    In ersten Reaktionen in Russland wird darauf hingewiesen, dass Trump den Angriff am Jahrestag des Überfalls Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion befohlen habe. Beispielsweise schrieb RT-Gastautor Oleg Jassinski auf seinem Telegramkanal: 

    "Die Feinde der Menschheit haben ein manisches Bedürfnis, ihre Opfer immer in der Morgendämmerung des 22. Juni anzugreifen. Trump trägt ungeachtet seiner eigenen geistigen Beschränkungen und der zahlreichen Intrigen anderer, die ihn in einen Krieg und ein Amtsenthebungsverfahren ziehen wollen, die persönliche Verantwortung nicht nur für den Angriff auf ein Land, mit dem er erfolgreich eine friedliche Streitbeilegung ausgehandelt hat, sondern auch für einen Militärschlag gegen Atomanlagen, der den Iran in eine große Tschernobyl-Zone zu verwandeln droht. Die heutige Nacht ist eine wichtige Erinnerung an die Treue zu ihrem Wort und das Maß an Vertrauen, das die USA und ihre Verbündeten in jeder Verhandlung verdienen. Verhandlungen werden von ihnen seit langem als Ablenkungsmanöver und als Mittel zur Desorientierung des Feindes eingesetzt."

    Der Iran hat inzwischen eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates beantragt. Der iranische Außenminister Seyed Abbas Araghchi veröffentlichte am Morgen eine Erklärung, in der es unter anderem heißt, sein Land behalte sich alle Handlungsoptionen zur Verteidigung seiner Souveränität, seines Volkes und seiner Interessen vor. 


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    Mehr zum Thema - Trump vor der Entscheidung: Einen Krieg beenden, einen anderen starten?


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/international/248599-usa-im-krieg-mit-iran/


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    Weiteres: 




    Geht es nur um Iran? Auf dem Spiel steht die globale Vorherrschaft des Westens


    freedert.online, 22 Juni 2025 06:15 Uhr

    Der US-amerikanische Ökonom Michael Hudson erklärt: "Im Krieg gegen Iran geht es um den finalen Kampf zwischen der westlichen Vorherrschaft und der globalen Mehrheit, die aus dem System ausbrechen und ihre eigenen nationalen Interessen verfolgen will."


    Quelle: www.globallookpress.com © Nikolay Gyngazov / Global Look Press


    Kriegskosten, 31. Januar 2023 (Symbolbild)


    Bei der Eskalation des Krieges zwischen Israel und Iran geht es nicht nur um Atomanreicherung oder Regime-Change in Iran. Es handelt sich hierbei um den Endkampf über die globale Vorherrschaft westlicher Eliten, so die These der beiden US-Wirtschaftswissenschaftler Michael Hudson und Richard D. Wolff. Im Interview mit dem Moderator der Sendung Dialogue Works, Nima R. Alkhorshid, diskutieren sie, was für die globalen Eliten dabei auf dem Spiel steht. Ihre These: Mit dem Krieg gegen Iran schaufeln sich die USA ihr eigenes Grab.


    "Ich werde binnen zwei Wochen entscheiden" – Trump über möglichen US-Kriegseintritt gegen Iran




    "Ich werde binnen zwei Wochen entscheiden" – Trump über möglichen US-Kriegseintritt gegen Iran






    Den USA gehe es beim Kampf mit Iran nicht nur um die Unterstützung Israels, sondern auch darum, ihre Pläne für einen großen Ausbau des US-Militärs zu rechtfertigen, erklärt Michael Hudson ab Minute 39 der Sendung. Nun mache US-Präsident Donald Trump Druck, damit für den Profit des US-amerikanischen militärisch-industriellen Komplexes eine weitere Billion US-Dollar für die Rüstung bewilligt würde. Dabei seien seine Pläne verrückt.

    Der Wirtschaftswissenschaftler verweist auf die Leichtigkeit, mit der iranische Raketen den israelischen "Iron Dome" hätten durchdringen können. Dabei seien überhaupt erst einmal nur die ältesten iranischen Geschosse zum Einsatz gekommen. Mit diesen Altlasten wolle man in den nächsten Tagen den sogenannten "Iron Dome" so weit zerstören, dass Israel keinen iranischen Angriff mehr abwehren könne.

    Schließlich habe Iran bereits vor ein paar Monaten vorgeführt, wie leicht er mit seinen Überschallraketen nicht nur Israel, sondern auch die US-Stützpunkte in der Region bombardieren könne. Sogar als die Iraner vorher genau angesagt hatten, zu welcher Zeit sie welches Ziel beschießen würden, habe man die Angriffe nicht abwehren können.

    Die USA bräuchten den Vorwand der Verteidigung Israels gleich aus mehreren Gründen: Durch das von Trump erhöhte Militärbudget würde das US-Haushaltsdefizit und damit auch die US-Schulden noch einmal enorm ansteigen. Das diene alles der Verteidigung Israels, so die offizielle Erklärung. So benutzten sie Israel, um von all der Wut abzulenken, die das Ausland auf die USA habe. Die Botschaft laute also:

    "Schaut, was Israel macht, schaut nicht auf die USA!"


    Schweizer Militärexperte: Donald Trump hat Kriegsverbrechen begangen





    Schweizer Militärexperte: Donald Trump hat Kriegsverbrechen begangen






    Mit seinen Ansagen, wonach er entscheide, ob die USA Iran offiziell den Krieg erklären, schaffe der US-Präsident zusätzliche Probleme und Streit im Kongress. Nach der US-amerikanischen Verfassung müsse der US-Kongress über Kriegserklärungen entscheiden, so Hudson im Interview. Bislang habe der Kongress den Präsidenten diesbezüglich aber überhaupt nicht autorisiert. Hudson folgert, dass sich die USA damit auch in einer Verfassungskrise befänden.  

    Mit dem gewaltig erhöhten Militärbudget wolle Trump zudem noch einen "verrückten" Plan verfolgen, um einen US-amerikanischen "Iron Dome" einzurichten. Solche Pläne habe damals auch schon der frühere US-Präsident Ronald Reagan verfolgt. Er sei damit gescheitert, weil sich dieses Vorhaben als nicht praktikabel erwiesen habe. Dennoch sei dafür eine Menge Geld ausgegeben worden, wovon der militärisch-industrielle Komplex profitiert habe.

    Selbst das umfangreiche Budget, das man angeblich für die Ukraine zur Verfügung gestellt habe, sei nicht in der Ukraine, sondern bei der US-amerikanischen Rüstungsindustrie gelandet. Die enormen Kriegskosten würden nicht nur in den USA, sondern zum Beispiel auch in Deutschland zum Abbau der Sozialsysteme und der medizinischen Versorgung führen.

    Gleichzeitig verletzten die USA mit ihrem Kriegsplan nicht nur ihre eigene Verfassung. Nach Artikel 51 der UN-Charta darf kein Land ein anderes Land angreifen, sondern nur intervenieren, wenn es selbst angegriffen wurde. Offensichtlich wurden die USA nicht von Iran angegriffen ‒ dennoch planten sie nun einen Angriff auf Iran.


    Fjodor Lukjanow: So hat der Westen den israelisch-iranischen Krieg ermöglicht





    Meinung

    Fjodor Lukjanow: So hat der Westen den israelisch-iranischen Krieg ermöglicht





    Man bediene sich hierbei des Vorwands, dass der Krieg gegen Iran im nationalen Interesse der USA sei. Was wäre denn hier das Interesse? Es läge im nationalen Interesse der USA, jedes Land davon abzuhalten, aus dem US-geführten Finanzsystem auszusteigen. Der Wirtschaftswissenschaftler erinnert an die Warnung des US-Präsidenten: "Donald Trump hat erklärt, dass jeder Versuch eines Landes, seine Wirtschaft vom Dollar abzukoppeln, mit Terror beantwortet werde."

    Aus diesem Grund gehe es in diesem Kampf um viel mehr als nur die Frage, ob Iran bombardiert wird: "Es geht hier um den finalen Kampf zwischen der westlichen Vorherrschaft und der globalen Mehrheit, die aus dem System ausbrechen und ihre eigenen nationalen Interessen verfolgen will."


    Mehr zum Thema ‒ LiveTicker Iran/Israel-Krieg: Iranische Raketen schlagen in Haifa ein


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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    Weiteres: 




    Schützt Iran! Von europäischer Arroganz und vergessenen linken Tugenden


    freedert.online, vom 26 Mai 2024 07:00 UhrVon Oleg Jassinski

    Der aktuelle Zustand der Linken in Europa ist ein wichtiger Etappensieg des US-Imperiums. Statt Länder, die im Fadenkreuz des korporativen Faschismus stehen, zu verteidigen, kämpfen sie an der Seite des eigenen Imperialismus gegen sie. Ihr Iran-Hass ist da nur ein Beispiel.


    Quelle: Gettyimages.ru © Sebastian Willnow/dpa


    Ist dies das Gesicht der modernen Linken? Teilnehmer einer Demonstration am 30. April 2024 in Leipzig tragen ein Transparent mit der Aufschrift "MILITANT FEMINIST". Mehrere Hundert Menschen nahmen an einer sogenannten antifaschistisch-feministischen Demonstration im Westen der Stadt teil.


    Es vergeht derzeit kein Tag ohne Nachrichten, bei denen man das Gefühl nicht loswird, dass sie eine nicht mehr zu kontrollierende Ereigniskette einleiten. Eine sicher nicht zufällige Häufung tragischer "Unfälle", deren Opfer (oder Zielobjekte?) allesamt Gegner der Pläne des globalen Konzernimperiums waren. Die Nachrichtensendungen tun bereits ihr Bestes, um uns von der Hauptsache abzulenken – der täglichen Provokation eines Weltkriegs durch die Verrückten, ihrer permanenten Suche nach dem casus belli, der nicht mehr auszuhalten sein wird.

    Heute, wo die Welt einem außer Kontrolle geratenen Zug gleich auf die ultimative Katastrophe zurast, muss man leider nüchtern feststellen: Der aktuelle Zustand der Linken in Europa ist einer der größten Siege des imperialistischen Systems, auf den der Feind jahrzehntelang planvoll hingearbeitet hat. Er ist das vielleicht entscheidende Element in dem für den Weltkrieg präparierten Setting. Sogar die  russische Presse bezeichnet europäische Neoliberale und amerikanische Demokraten inzwischen als "Linke", während echte Linke, die sich dem Imperium entgegenstellen könnten, ein Schattendasein fristen.


    Freiheit, wessen Freiheit? Die Zeit verlangt nach neuen Ideen





    Meinung

    Freiheit, wessen Freiheit? Die Zeit verlangt nach neuen Ideen






    Generell ist das globale ideologische Feld so mit Unkenntnis der Weltgeschichte und Ignoranz gegenüber den Grundlagen der Philosophie vermint, dass es für jeden lebendigen Geist Selbstmord ist, sich auf ihm zu bewegen.

    Unter Ausnutzung der wachsenden menschlichen Verzweiflung und des großen Bedürfnisses, die unerträgliche Realität zu verändern, bietet der Weltmarkt der populistischen Slogans alle möglichen Mittel zur Betäubung von Ideen. Um die bloße Möglichkeit auszuschalten, dass die Massen einen wirklichen Wandel anstreben, versorgen uns speziell geschulte "Meinungsführer" mit lauter Simulationen eines Kampfes für die bessere Welt. Da wird schon mal behauptet, dass "die einzige wirkliche Revolution unserer Zeit die feministische Revolution ist" und dass "die Abschaffung von Plastikverpackungen die Welt vor dem ökologischen Kollaps retten wird". Und natürlich gehört auch der "Kampf gegen Tyrannen" (wer Tyrann ist, bestimmen die Meinungsführer) in diese Reihe.

    Menschen, die von der Tradition der europäischen Überheblichkeit geprägt sind, sind es nicht gewohnt, zuzuhören, die Welt mit offenen Augen und offenem Geist zu sehen und zu versuchen, das zu verstehen, was außerhalb ihres engen, karikierten Wahrnehmungsfeldes liegt. Kein Wunder, dass die Slogan-Kampfparolen hier so gut ankommen. Ihr Hauptmerkmal ist die Intoleranz gegenüber allem, was gegen ihren Narzissmus und ihre Selbstzufriedenheit mit der eigenen Toleranz verstößt.

    Seit einiger Zeit demonstriert die westliche "progressive Öffentlichkeit" eine eklatante kognitive Dissonanz: einerseits tritt sie leidenschaftlich für Rechte der Palästinenser ein, andererseits verurteilt sie ebenso leidenschaftlich das "faschistische Regime" in Iran. Um niemanden zu beleidigen, werde ich diesen Geisteszustand nicht Schizophrenie nennen.


    Bodo der Erste löst das Volk auf und wählt sich ein treues





    Meinung

    Bodo der Erste löst das Volk auf und wählt sich ein treues






    Ich bin weit davon entfernt zu glauben, dass alle unsere Traditionen ewig, schön und schützenswert sind. Im Gegenteil – wir sind historische Wesen und sind ständig auf einer unendlichen Reise durch die Weltgeschichte, wenn auch nicht immer in die richtige Richtung. Der Westen, der versucht, die Welt zu beherrschen, versteht sie, die Welt, nicht. In seiner Wahrnehmung sind Inder, Muslime und Russen genauso minderwertig, wie es Juden in einer gewissen europäischen Demokratie vor knapp einem Jahrhundert waren.

    Wenn ich hysterische Argumente über das "iranische Regime" höre, bei denen sich die Verteidiger der israelischen Politik und die "demokratische Linke" (diese beiden Wörter in einer Million Anführungszeichen) völlig einig sind, werde ich an die bekannte Geschichte der "Pussy Riots" und ihren Kampf gegen das "Regime" erinnert. Arrogante Ignoranten drangen in das Territorium eines anderen Glaubens ein, um die Gefühle von Menschen, die die Welt anders sehen, absichtlich und öffentlich zu verletzen, und ergingen sich dann in einem ohrenbetäubenden Geheul darüber, dass ihre eigenen Rechte durch das spätere Strafverfahren "verletzt" wurden.

    Vieles an der iranischen Innenpolitik mag mir nicht gefallen, aber ich habe nicht das Recht, anderen Nationen vorzuschreiben, wie sie zu leben haben. Schon gar nicht habe ich dieses Recht gegenüber Nationen, die im Fadenkreuz des Imperiums stehen. Ist es doch unser aller moralische Pflicht, die Unabhängigkeit jedes Staates, den der Faschismus der globalen Konzerne und der Finanzwelt bedroht, zu verteidigen. 

    Echter Respekt vor dem Anderen ist keineswegs "Toleranz", sondern in erster Linie ist es die Einsicht in die Grenzen der eigenen Wahrnehmung. Es ist die Fähigkeit und der Wunsch, vom Anderen zu lernen. Völker und Kulturen befinden sich in ihrer eigenen historischen Zeit, und der Versuch, ihnen seine vermeintlich "fortschrittlichen" Kalender und Uhren aufzuzwingen, ist eine der Hauptursachen für Kriege.

    Es ist unmöglich, das reale Russland, das reale China, jedes beliebige Land durch Berichte in der Presse oder sogar durch gute Filme zu spüren und wenigstens ein wenig zu begreifen. Man muss das jeweilige Land betreten und zumindest eine Zeit lang seine Luft atmen, um die eigenen Lungen von Stereotypen und Vorurteilen zu reinigen. Wahrscheinlich ist es dasselbe mit Iran, worüber wir kaum etwas wissen und worüber uns die Medien nichts außer Karikaturen vorsetzen.


    Raisis Tod im Wertewesten: "Keinerlei Verständnis" für Solidarität





    Raisis Tod im Wertewesten: "Keinerlei Verständnis" für Solidarität






    Der Kampf für eine wirkliche Veränderung erfordert einen offenen Geist. Er erfordert Bildung und Kultur, die eine kritische Analyse der uns vorgesetzten Slogans überhaupt erst möglich macht. Das ist auch der Grund, warum die westliche Zivilisation in den von ihr kontrollierten Gebieten Bildung und Kultur so gezielt zerstört.

    Die einzige Chance, die ich sehe, ist, dass die Feinde der Menschheit etwas in ihren Kalkulationen übersehen haben. Dass der Mensch viel zu komplex und zu widersprüchlich ist, als dass man einen gegen ihn gerichteten Plan perfekt durchkalkulieren könnte. Er hat die Fähigkeit, im Inneren zu wachsen und aus den Fesseln falscher Narrative auszubrechen. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit: werden der Larve noch rechtzeitig Flügel wachsen, dank derer sie einem Schmetterling gleich aus ihrem Gefängnis entschweben kann, bevor die ganze Welt im Höllenfeuer verbrennt? 

    Oleg Jassinski (englische Transliteration: Yasinsky), ein aus der Ukraine stammender Journalist, lebt überwiegend in Chile und schreibt für RT Español sowie unabhängige lateinamerikanische Medien wie Pressenza.com und Desinformemonos.org. Man kann ihm auch auf seinem Telegram-Kanal folgen.


    Mehr zum Thema - Nahost: Der unendliche Kreislauf aus Rache und Vergeltung muss durchbrochen werden


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    22.06.2025

    Deutsch-iranischer Autor
    Navid Kermani kritisiert Merz wegen „Drecksarbeit“

    sz.de22. Juni 2025, 8:27 Uhr
    Der Schriftsteller Navid Kermani warnt, dass der Krieg Israels eine
    demokratische Zukunft des Irans gefährdet. Auch mit Kanzler Merz geht er hart
    ins Gericht.
    Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen
    Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.
    Köln (dpa) - Der Schriftsteller Navid Kermani hat Bundeskanzler Friedrich Merz wegen dessen „Drecksarbeit“-Aussage scharf kritisiert. Merz habe mit seiner Aussage die vielen zivilen
    Kriegsopfer beleidigt und entmenschlicht, sagte Kermani der Deutschen Presse-Agentur in
    Köln. „Wen meint er mit Dreck? Damit meint er offenbar die Menschen, die im Iran in den Hochhäusern ohne Luftschutzkeller sitzen und jetzt von Israel bombardiert werden. Das sind meine Verwandten, meine Cousinen und Cousins, meine Kollegen und Freunde. Viele von ihnen haben im Kampf gegen das Regime Opfer gebracht, von denen wir im Westen nicht einmal eine Vorstellung haben.“


    Kermani wirft Merz sprachliche Verrohung vor
    Alle bekannten Protagonisten der Demokratie-Bewegung hätten sich gegen den Krieg ausge-
    sprochen, so auch die inhaftierte Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi oder die Men-
    schenrechtsanwältin Nasrin Sotudeh. „Diese beiden Frauen und Millionen andere Iraner kämp-
    fen seit Jahren heroisch gegen das Regime und damit auch für Israels Sicherheit. Sie sind kein
    Dreck.“ Er glaube nicht, dass ein Helmut Kohl, ein Wolfgang Schäuble oder gar eine Angela Mer-
    kel, die in der Sache womöglich Merz zugestimmt hätten, je auf eine solche zynische Wortwahl
    zurückgegriffen hätten, sagte Kermani.
    „Merz leistet damit einer Verrohung und Enttabuisierung der öffentlichen Sprache Vorschub,
    die den Rechtspopulisten enorm in die Hände spielt, siehe USA.“ In einem Beitrag für die „Süd-
    deutsche Zeitung“ (Wochenendausgabe) formulierte Kermani pointiert: „Wer Respekt vor der
    Drecksarbeit hat, Bomben auf Zivilisten abzuwerfen, ist selbst ein Dreckskerl.“
    Merz hatte in einem ZDF-Interview mit Blick auf Israels Krieg gegen den Iran das Wort „Drecks-
    arbeit“ benutzt. Moderatorin Diana Zimmermann hatte den Begriff in ihrer Frage benutzt, und
    Merz griff es auf: „Frau Zimmermann, ich bin Ihnen dankbar für den Begriff Drecksarbeit. Das
    ist die Drecksarbeit, die Israel macht für uns alle. Wir sind von diesem Regime auch betroffen.
    Dieses Mullah-Regime hat Tod und Zerstörung über die Welt gebracht.“


    Der Iran könnte ins Chaos abgleiten
    Kermani sagte der dpa, es sei, bei aller gebotenen Zuspitzung im politischen Alltag, die Aufgabe
    von Politikern zu differenzieren, wenn es um Leben und Tod von Menschen geht. Nun werde
    vieles angeführt, was Merz mit seiner Aussage gemeint haben könnte, das wolle er nicht in Abre-
    de stellen. „Wen er meinte, was er gemeint haben soll, hätte er sagen können, was er meint.
    Aber er hat ja nicht einmal nachträglich seine Wortwahl relativiert. Er steht zu dem Wort "Drecksarbeit" und lobt sich selbst dafür. Also muss man ihn auch für das kritisieren, was er sagte, nicht
    für das, was er mutmaßlich meinte.“

    Der Krieg werde weder Israel Sicherheit bringen noch Iran Freiheit, sagte Kermani, der als einer
    der einflussreichsten deutschen Intellektuellen gilt. Er wurde mit zahlreichen Preisen geehrt,
    der bedeutendste ist der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Sollte Israel den Krieg aus-
    weiten und möglicherweise mit US-Unterstützung die Staatsführung zu Fall bringen, drohe das
    Abgleiten des Landes ins Chaos.
    „Iran ist ein Land, in dem 45 Prozent der Menschen eine andere Muttersprache haben als Per-
    sisch. Es ist ein Vielvölkerstaat. Man muss doch nur nach Afghanistan schauen, in den Irak, in
    den Jemen, nach Syrien, nach Libyen, um zu sehen, welche Gefahren das birgt. Iran hat ein ge-
    waltiges Arsenal an chemischen Waffen. Und das würde das Regime in dem Moment einsetzen,
    in dem es nichts mehr zu verlieren hat. Die werden sich nicht ins Flugzeug setzen und abhauen,
    die werden alles einsetzen, was sie haben, um als Märtyrer zu sterben.“
    Dies berge auch für das nahe gelegene Israel ein großes Sicherheitsrisiko, sagte Kermani. Er äu-
    ßerte sich, noch bevor die USA in der Nacht zum Sonntag an der Seite Israels in den Krieg gegen
    den Iran eingriffen und drei Atomanlagen attackierten.


    Iranische Regisseure stehen für Mut der Zivilgesellschaft
    Sollte die politische und religiöse Führung den Krieg dagegen überleben, wäre nach Überzeu-
    gung Kermanis eine fürchterliche Repressionswelle gegen die eigene Bevölkerung die Folge. Das
    deute sich bereits jetzt mit Hinrichtungen und vielen Festnahmen an. „Sie werden sagen, dass
    sich doch nun vor aller Welt gezeigt habe, in welchem Maße die iranische Opposition durch Isra-
    el gesteuert wird. Das heißt also, beide Optionen führen ins Verderben.“
    Die iranische Zivilgesellschaft sei die mutigste weltweit, sagte Kermani, der 1967 in Siegen als
    Sohn einer aus dem Iran eingewanderten Arztfamilie geboren wurde. „Denken Sie nur an den
    Regisseur Jafar Panahi, der viele Jahre im Gefängnis gesessen hat und dann, auf Kaution frei ge-
    lassen, sofort wieder einen kritischen Film dreht, der in Cannes die Goldene Palme erhält. Den-
    ken Sie an den oscarnominierten Film "Die Saat des heiligen Feigenbaums" von Mohammad Ra-
    soulof über die Massenproteste im Iran, entstanden unter schwierigsten Bedingungen. Denken
    Sie an all die Frauen, die weiterhin trotz striktester Gesetze ohne Kopftuch auf die Straße gehen.
    Und die, wenn sie aufgegriffen werden, sofort Hilfe von Passanten erhalten. Das sind die Men-
    schen, die jetzt bombardiert werden.“


    Info: www.sz.de/dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-250622-930-701005


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    21.06.2025

    Trump überzeugt: Nur Verhandlungen können Ukraine-Konflikt lösen

    freedert.online, 21 Juni 2025 22:03 Uhr

    Eine Sprecherin des US-Außenministeriums sagte, für Trump seien Verhandlungen der einzige Weg, den Ukraine-Konflikt zu lösen. Bei Trump liefen alle Fäden zusammen. Er verfüge über alle notwendigen Informationen, um die Lage umfassend einschätzen zu können.


    Quelle: www.globallookpress.com © Hu Yousong


    Der Mann, bei dem alle Fäden zusammenlaufen: US-Präsident Donald Trump


    US-Präsident Donald Trump hält eine Verhandlungslösung für den einzig gangbaren Weg, um den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zu beenden, sagte die Sprecherin des State Department, Tammy Bruce. 

    Trumps Bemühungen um einen Waffenstillstand führten zu direkten Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine in der Türkei im vergangenen Monat. Kiew war im Jahr 2022 aus Verhandlungen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts ausgestiegen. Seitdem hat sich die Situation für die Ukraine deutlich verschlechtert. 

    Am Freitag sagte Präsident Wladimir Putin, Russland strebe nicht nach einer bedingungslosen Kapitulation der Ukraine, aber die Verhältnisse auf dem Boden müssten anerkannt werden, denn sie verschlechtern sich für die Ukraine mit jedem Tag. 


    Worüber Putin mit Vertretern von dpa, Reuters, AP, Xinhua gesprochen hat





    Worüber Putin mit Vertretern von dpa, Reuters, AP, Xinhua gesprochen hat






    In diesem Zusammenhang wurde die Sprecherin des US-Ministeriums gefragt, ob das bedeute, dass Russland nicht ernsthaft an Verhandlungen interessiert sei und wie Washington auf solche Aussagen reagiere. 

    "Wie ich schon zuvor gesagt habe, während Verhandlungen entwickeln sich die Dinge weiter und die Situation kann sich ändern. Ein Grundsatz solcher Verhandlungen ist, man signalisiert, wie lange man generell bereit ist zu warten", sagte Bruce und fügte hinzu, "wir haben bereits einige sehr eindeutige Kommentare von Trump gehört."

    Die USA seien weiterhin der größte Unterstützer der Ukraine. Der Prozess der Verhandlungen sei komplex und entwickle sich beständig fort. "Wir machen unseren Standpunkt deutlich, aber das bedeutet nicht, dass wir auf jede Aussage unmittelbar reagieren müssen."

    Die Aussage Putins, Russland habe einen strategischen Vorteil, wollte Bruce nicht kommentieren. "Wir reagieren nicht auf das, was sie sagen, sondern auf das, was sie tun."

    "Nur der Präsident kann Entscheidungen bezüglich des weiteren Verfahrens treffen. Bei ihm laufen die Fäden zusammen, nur er kennt alle Details, nur er entscheidet. Ich will es einmal so ausdrücken: Es gibt eine lenkende Hand. Das gilt für Russland, die Ukraine und alle anderen Konflikte, die wir versuchen zu beenden."

    Bruce ergänzte, dass es weiterhin direkte Gespräche zwischen Moskau und Washington hinter den Kulissen gäbe. Trump sei derzeit der mächtigste Führer in der Welt. Er könne die Lage besser einschätzen als die Presse oder die Öffentlichkeit.


    Mehr zum Thema – Peskow nennt mögliche Themen für nächste Runde direkter Gespräche mit Kiew


    Screenshot_2025_06_22_at_07_26_03_Trump_berzeugt_Nur_Verhandlungen_k_nnen_Ukraine_Konflikt_l_sen_RT_DE

    Video https://rumble.com/v6v2jj7-jeffrey-sachs-alles-was-wir-tun-bringt-uns-dem-ende-der-welt-einen-schritt-.html Dauer 3:07 Min.


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    Info: https://freedert.online/nordamerika/248569-trump-ueberzeugt-nur-verhandlungen-koennen/


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    21.06.2025

    To whom it may concern

    aus e-mail von Dietrich Hyprath, 21. Juni 2025, 13:27 Uhr


    Sehr verehrte potentielle Kameradinnen und Kameraden:


    Gemäß nachstehendem Muster bitte ich Euch, als angedachtes Kanonenfutter den

    Kriegsdienst mit allen Mitteln zu verweigern:


     


    OFFENER BRIEF


    an das Bundesministerium der Verteidigung


    Staufenbergstraße 18


    11055 Berlin


     


    Frau Kriegsministerin Christine Lambrecht,


    Herr Generalinspekteur Eberhard Zorn,


     


    Ihren Tagesbefehl vom 13.06.2022 zur Aufstellung des Territorialen

    Führungskommandos der Bundeswehr kann ich nicht gutheißen. Sie haben ihn

    zwar zu verantworten. Initiiert wurde er in transatlantischer

    Nibelungentreue auf Drängen unserer angloamerikanischen „Freunde“, die

    Deutschland den Rahmen vorgeben, in dem es sich bewegen soll: Frieden –

    Krise – Krieg! Es ist dieselbe Gaunerbande – bzw. deren Nachfolger, die uns

    schon in der Ersten Weltkrieg  trieben: Edward VII., Lord Natty Rothschild,

    Cecil Rhodes, Alfred Milner, Sir Edward Grey, Haldane, Asquith, Sir Edward

    Carson, Paul Warburg, Lord Roberts, Präsident Raymond Poincaré und andere.

    Die Rockefellers, das Anglo-Amerikanische Establishment, angetrieben durch

    die philanthropischen Herren des Weltgeldes haben ein dringendes Interesse

    am Krieg.


    Dank der dummfrechen Schnepfen, wie Außenministerin Baerbock: „Wir reagieren

    heute darauf mit einer ganz klaren Antwort. Unsere Sanktionen werden

    Russland ruinieren“ (25.02,2022 die „Welt“)  oder Frau von der Leyen am

    20.02.2022 bei Anne Will: „Russland wird von den internationalen

    Finanzmärkten abgeschnitten. Und die Wirtschaftssanktionen treffen alle

    Güter, die Russland dringend braucht“ – so wie mit Ihrer Hilfe haben wir den

    Kriegszustand erreicht (Lambrecht: „Aktuell müssen wir Putin und sein Umfeld

    ins Visier nehmen“).


    Bundeswehr- Obersten und Generäle lassen in Interviews die Muskeln spielen.

    Großmäulig sind sie betucht mit Uniformen frisch aus der Reinigung. Ich

    blicke durch ihre Dekorationen hindurch und sehe sie bestenfalls in

    Feinripp-Unterhosen da sitzen. Solche Pfeifen, schleimig in den Händen ihrer

    US Vorgesetzten, wagten es nie, aufzubegehren gegen ihre unfähigen

    Dienstherrinnen, wie einer Top Versagerin Frau von der Leyen. Klar, auch sie

    haben noch eine Hypothek für ihr Eigenheim abzuzahlen. Dennoch wirken sie

    mit am Volksverrat und werden die ersten sein, die pulverisiert werden. Ich

    bin enttäuscht, dass diese Leute nicht auf die Idee kommen, eine

    inkompetente und aus anenzephalen Psychopathen bestehende deutsche Regierung

    festnehmen zu lassen und NorthStream 2 zu öffnen. Nicht zu vergessen:

    gleichzeitig auch einen internationalen Haftbefehl gegen diese paranoiden

    Typen wie George Soros, Klaus Schwab und Yuval Harari ausstellen zu lassen.

    Diese Herren Offiziere hatten auf Bundeswehr-Universitäten Zeit,

    steuerfinanziert aus der Geschichte zu lernen, Bismarcks Strategien zu

    beherzigen.


    Sie können von mir aus weiter kolozieren. Ich mache da nicht mit und erkläre

    hiermit, dass ich aus dem Tagesbefehl resultierende Konsequenzen nicht Folge

    leisten werde.


    Ich werde jeden Befehl verweigern, der so lauten könnte:


    1. an einer kriegerischen Handlung teilzunehmen, der sich gegen die

    Russische Föderation richtet

    2. anlässlich eine Volksaufstandes auf hungernde und frierende deutsche

    Mitbürger die Schusswaffe zu erheben


     


    Dietrich Hyprath


    Hauptgefreiter d. Res.


    Marine- Dienst und Seenotgeschwader


    Stab Fliegende Gruppe


    Kiel-Holtenau



    KOPIE: Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V.


    Der Präsident: Prof. Dr. Patrick Sensburg



    Screenshot_2025_06_22_at_07_38_24_Tagesbefehl_Lambrecht_1_.pdf



    Screenshot_2025_06_22_at_07_41_04_Tagesbefehl_Lambrecht_1_.pdf


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    21.06.2025

    Putin im Gespräch mit "Sky News Arabia": "Die Ukraine verdient ein besseres Schicksal"

    freedert.online, 21 Juni 2025 20:50 Uhr

    Am Rande des Internationalen Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg (SPIEF) hat Wladimir Putin mit dem Fernsehsender "Sky News Arabia" gesprochen. Russlands Präsident erläuterte seine Sicht auf die beiden akuten geopolitischen Krisen: die Konflikte in der Ukraine und in Iran.


    Quelle: Sputnik © PROKOFJEW

    WJATSCHESLAW


    Russlands Präsident Wladimir Putin nimmt am 20. Juni 2025 am Internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg (SPIEF) teil.


    Russlands Präsident Wladimir Putin hat bei der Plenarsitzung des Internationalen Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg (SPIEF) am Freitag detailliert über die Ukraine-Krise gesprochen. Darüber hinaus gewährte der Kremlchef nach der Veranstaltung dem Generaldirektor des Fernsehsenders Sky News Arabia, Nadim Daud Koteich, der zuvor die Podiumsdiskussion moderiert hatte, zusätzlich ein Interview. Auch in diesem Gespräch kam der Ukraine-Krieg zur Sprache.

    Putin zeigte sich sicher, dass der Großteil des ukrainischen Volkes an einem freundschaftlichen Verhältnis zu Russland interessiert sei. Der Politiker sagte dem Journalisten, dass die beiden Länder bereits im Frühjahr 2022 in Istanbul einem Abkommen sehr nahe gewesen seien. Mit Blick auf die derzeitige Situation rief Putin die Ukraine dazu auf, die Ergebnisse der im Herbst 2022 abgehaltenen Referenden in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie in den Gebieten Saporoschje und Cherson über den Beitritt zu Russland anzuerkennen. Auch dies gehöre zur Demokratie.

    "Es ist wichtig, von der Willensbekundung der Menschen auszugehen, die auf diesen Territorien leben."

    Worüber Putin mit Vertretern von dpa, Reuters, AP, Xinhua gesprochen hat





    Worüber Putin mit Vertretern von dpa, Reuters, AP, Xinhua gesprochen hat






    Die Führung in Kiew müsse diese Tatsache anerkennen. Andernfalls drohe der bewaffnete Konflikt später wieder aufzuflammen, betonte der Kremlchef. Zudem forderte er, dass die Ukraine ein neutrales Land sein müsse, indem es nicht atomar aufrüstet und auf eine Mitgliedschaft in Militärbündnissen verzichtet. Für die Beilegung des Konfliktes müsse die Regierung in Kiew auch die Rechte der russischsprachigen Bürger auf die Nutzung ihrer Muttersprache achten.

    Gleichzeitig kritisierte Putin, dass einige Drittstaaten daran interessiert seien, dass der Konflikt fortdauere. Diese missbrauchten die Ukraine für ihre eigenen Interessen. Der Präsident sagte:

    "Die Ukraine verdient ein besseres Schicksal und darf nicht ein Werkzeug in den Händen von Dritter sein, die gegen Russland agieren."

    Putin brachte in diesem Zusammenhang seine Zuversicht zum Ausdruck, dass die Ukraine ihre eigenen Interessen und nicht die von Drittstaaten verfolgen werde.

    Zur Sprache kam auch der israelisch-iranische Konflikt. Der Staatschef sagte, dass weder Russland noch der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) Beweise für die Behauptung Israels vorliegen, wonach Iran beabsichtigt habe, in den Besitz von Atomwaffen zu gelangen. Wenn Israel diesbezüglich Bedenken habe, gebe es ausreichend Möglichkeiten, diese auf dem Verhandlungsweg auszuräumen.


    Mehr zum Thema - Die Stadt Moskau will keine Rückkehr ausländischer Unternehmen


    Screenshot_2025_06_22_at_07_17_14_Putin_im_Gespr_ch_mit_Sky_News_Arabia_Die_Ukraine_verdient_ein_besseres_Schicksal_RT_DE

    Video https://mcdn.podbean.com/mf/download/u6xufpibdgzhnft9/Podcast_regelbasiert_1.mp3

    Dauer 8:43 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
    Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
    Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

    Info: https://freedert.online/international/248549-putin-im-gespraech-mit-sky/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    21.06.2025

    Fünf Thesen zu Weltkrieg und NATO-Gipfel

    sevimdagdelen.de, vom Veröffentlicht 15. Juni 2025 · Aktualisiert 19. Juni 2025

    Vortrag von Sevim Dagdelen auf der Online-Konferenz „Die Ostsee – ein Meer des Friedens“ am 14. Juni 2025.


    Am 13. Juni 2025 hat Israel den Iran angegriffen.

    Diese völkerrechtswidrige Attacke wäre ohne die intensive Unterstützung der USA, der NATO und der EU kaum vorstellbar. Im Gegenteil: Die USA führten bis zuletzt Verhandlungen mit dem Iran über dessen Atomprogramm, offenbar mit dem Ziel, Teheran in Sicherheit zu wiegen – während der Angriff längst beschlossene Sache war. In Washington scheint die Entscheidung für einen globalen Drei-Fronten-Krieg gefallen zu sein, mit dem Ziel, die US-Hegemonie gegenüber den BRICS-Staaten und dem globalen Süden zu verteidigen.

    In Europa soll der Stellvertreterkrieg der NATO unter deutscher Führung in der Ukraine gegen Russland weitergeführt werden – mit dem Ziel, Russland eine strategische Niederlage zuzufügen und es als Machtblock zu zerschlagen. Dies formulierte etwa die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas offen als Kriegsziel. Im Nahen Osten führt Israel einen Stellvertreterkrieg der USA gegen den Iran. Ziel ist es, den Iran als Bündnispartner Russlands und Chinas auszuschalten und die chinesische Rohölversorgung – bei der der Iran eine Schlüsselrolle spielt – zu unterbrechen. An der dritten Front in Ostasien bündeln die USA derzeit ihre Kräfte, um China herauszufordern. Wie im Fall von Deutschland und der Ukraine in Europa werden auch hier Staaten und Gebilde wie Japan, die Philippinen und Taiwan als antichinesische Frontstaaten aufgebaut.

    1. Für die Führung eines solchen Drei-Fronten-Kriegs ist eine gigantische Aufrüstung notwendig.

    Auf dem NATO-Gipfel in Den Haag soll daher ein Rüstungsziel von fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) beschlossen werden – eine Verdoppelung der bisherigen Militärausgaben auf rund drei Billionen Euro. Allein Deutschland würde dann jährlich 225 Milliarden Euro – fast die Hälfte des Bundeshaushalts – für Rüstung ausgeben. Schon jetzt übersteigen die Militärausgaben allein der europäischen NATO-Staaten jene Russlands um mehr als das Vierfache. Es geht bei der Aufrüstung also nicht um Verteidigung, sondern um die Fähigkeit der NATO, einen Weltkrieg gegen Russland, China und den Iran gleichzeitig führen zu können.

    1. Bei der globalen Ausdehnung der NATO und dem Versuch, die US-Hegemonie abzusichern, spielt die Kontrolle über Meerengen, maritime Handelswege und ganze Meere eine zentrale Rolle.

    Auch in der Ostsee erleben wir derzeit den Versuch, diese in ein Mare Nostrum der NATO zu verwandeln – ein Meer, in dem selbst die Handelsrouten in internationalen Gewässern sowie Ein- und Ausfahrten in die Nordsee und den Atlantik unter NATO-Kontrolle stehen sollen. Als Hebel dienten jüngst die EU-Sanktionen gegen russische Tanker, die von NATO-Mitgliedern wie Estland zur Durchsetzung genutzt wurden. Auch wenn man sich nach russischer militärischer Begleitung von Handelsschiffen teilweise zurückziehen musste, bleibt das Ziel eindeutig: Russland vom Zugang zur Ostsee abzuschneiden – eine geopolitische Realität zu revidieren, die seit den Tagen Peter des Großen besteht. Die Illusion, Russland in einem Wirtschaftskrieg ruinieren und in Einzelstaaten zerschlagen zu können, bleibt dabei treibende Kraft.

    1. Die NATO baut derzeit eine umfassende militärische Infrastruktur zur Kontrolle der Ostsee auf.

    Dazu zählt auch das Kommando in Rostock, das aus politischen Gründen nicht offiziell als NATO-Hauptquartier bezeichnet wird – denn das würde gegen den Einigungsvertrag und das völkerrechtlich bindende Stationierungsverbot für ausländische Truppen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR verstoßen. Die NATO forciert eine Ausweitung der Kampfzone gegen Russland, indem sie Konflikte aufwärmt, die im Kalten Krieg eingefroren waren – etwa die Frage der freien Durchfahrt russischer Schiffe. 1946 hatte sich die Sowjetunion von der dänischen Ostseeinsel Bornholm zurückgezogen, unter der Bedingung, dass dort keine NATO-Truppen stationiert werden und der Zugang zum Atlantik ungehindert bleibt. Beides scheint heute von der NATO in Frage gestellt zu werden – ein gefährliches Signal und möglicher Auftakt zur maritimen Ausweitung des Krieges.

    1. Die NATO-Aufrüstung für einen Drei-Fronten-Weltkrieg geht zwangsläufig mit einem sozialen Krieg gegen die eigene Bevölkerung einher.

    Auch wenn dies von den Regierenden vehement bestritten wird, liegt es auf der Hand: Wenn künftig die Hälfte des Bundeshaushalts in die Rüstung fließt, lässt sich das nicht allein über Neuverschuldung finanzieren. Es wird zu drastischen Kürzungen bei Rente, Bildung, Gesundheit und Infrastruktur kommen. Deutschland und andere NATO-Staaten sollen zu Militärstaaten umgebaut werden, in denen zentrale gesellschaftliche Ressourcen der Kriegsfähigkeit untergeordnet werden. Die Profiteure dieser Entwicklung sind US-Investmentfonds wie BlackRock, die bedeutende Anteile an deutschen Rüstungskonzernen wie Rheinmetall halten. Für sie ist der Krieg – und seine Vorbereitung – ein Bombengeschäft in Zeiten kriselnden Kapitalismus’ und sinkender Renditen. Diesen Kriegsprofiteuren aber muss Widerstand entgegengesetzt werden: Notwendig ist ein Bündnis der arbeitenden Menschen im im globalen Norden mit den Bewegungen im globalen Süden.


    Info: https://www.sevimdagdelen.de/fuenf-thesen-zu-weltkrieg-und-nato-gipfel/


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    21.06.2025

    Russland und Venezuela schaffen Gruppe zur Bekämpfung von Sanktionen

    freedert.online, 21 Juni 2025 21:00 Uhr

    Moskau und Caracas zeigen trotz des Sanktionsdrucks Stabilität und wirksame Formen der gegenseitigen Unterstützung. Nun soll eine Arbeitsgruppe zur Bekämpfung von Restriktionen weitere Unterstützung bei der Bildung einer Einheitsfront schaffen.


    Russland und Venezuela schaffen Gruppe zur Bekämpfung von SanktionenQuelle: Sputnik © Natalja Seli

    werstowa


    Symbolbild


    Russland und Venezuela werden eine Arbeitsgruppe zur Bekämpfung von Restriktionen einrichten. Dies gab William Castillo, der stellvertretende Minister für Antisanktionspolitik Venezuelas, gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Rande des Internationalen Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg (SPIEF) bekannt.

    "Wir setzen das im vergangenen Jahr von den Außenministern unserer Länder unterzeichnete Memorandum um und haben bereits die Co-Vorsitzenden der Gruppe ernannt: auf russischer Seite das Finanzministerium, auf unserer Seite mein Ministerium. Russland hat bereits ein Team gebildet, wir sind dabei, unser Team zu vervollständigen."


    Professor auf der SPIEF 2025: "Sanktionen waren für Russland wohltuend"





    Professor auf der SPIEF 2025: "Sanktionen waren für Russland wohltuend"






    Eine erste Sitzung der Arbeitsgruppe werde in den kommenden Monaten stattfinden. Ziel sei es, eine Strategie und praktische Lösungen zur Neutralisierung der Auswirkungen der Sanktionen zu entwickeln.

    Die Sitzung werde sich Themen wie dem Austausch von Forschungsdaten und der akademischen Zusammenarbeit widmen. Außerdem soll die Organisation gemeinsamer Veranstaltungen und die Abstimmung der Positionen auf internationalen Foren bei dem Treffen besprochen werden.

    Castillo merkte an, dass Moskau und Caracas trotz des Drucks Stabilität zeigen und wirksame Formen der gegenseitigen Unterstützung finden. Moskau und Caracas würden eine Einheitsfront im Kampf gegen Sanktionen auf UN-Ebene bilden.

    Die Zusammenarbeit mit Russland sei von entscheidender Bedeutung für die Förderung von Initiativen auf internationaler Ebene und den Schutz der Rechte von Ländern, die wirtschaftlichen Aggressionen ausgesetzt sind.

    Die Sanktionen der USA und ihrer Verbündeten verletzen grundlegende Menschenrechte und die wirtschaftliche Souveränität, so der venezolanische Minister. Der Plan zum Wiederaufbau Venezuelas umfasse den Aufbau von Allianzen mit China, Russland und der Türkei.

    Die westlichen Länder haben nach Beginn der militärischen Sonderoperation den Sanktionsdruck auf Moskau verstärkt. Russland hält diesem Druck stand, und auch im Westen selbst wurde wiederholt die Meinung geäußert, dass die verhängten Beschränkungen unwirksam seien.


    Mehr zum Thema – SPIEF 2025: Putins Botschaft an die globale Wirtschaft – Eine Analyse


    Screenshot_2025_06_22_at_00_54_51_Russland_und_Venezuela_schaffen_Gruppe_zur_Bek_mpfung_von_Sanktionen_RT_DE

    Video https://rumble.com/v6v4b0z-der-weg-ist-steinig-aber-die-multipolare-welt-wird-eine-glnzende-zukunft-br.html Dauer 2:21 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    SPIEF 2025: Teilnehmer unterzeichnen Verträge im Wert von 70 Milliarden Euro


    freedert.online, 21 Juni 2025 18:17 Uhr

    Vom 18. bis zum 21. Juni hat Russland das Internationale Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg (SPIEF) ausgetragen. Daran nahmen Gäste aus mehr als 140 Ländern teil. Während der Veranstaltung wurden mehr als 1.000 Verträge im Gesamtwert von 70 Milliarden Euro unterzeichnet.


    SPIEF 2025: Teilnehmer unterzeichnen Verträge im Wert von 70 Milliarden EuroQuelle: TASS © PJOTR 



    KOWALJOW


    Teilnehmer des Internationalen Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg, 21. Juni 2025


    Obwohl führende westliche Politiker und Unternehmer seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs einen großen Bogen um das Internationale Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg (SPIEF) machen, hat der seit dem Jahr 1997 jährlich organisierte Veranstaltung dennoch Tausende von Gästen aus der ganzen Welt versammelt. Nach Angaben des Organisationskomitees war auch das inzwischen 28. Forum ein ziemlicher Erfolg.      

    Am letzten SPIEF-Tag zog Anton Kobjakow, Sekretär des Organisationskomitees und Präsidentenberater, eine Bilanz des Geschäftsforums, das vom 18. bis zum 21. Juni stattfand. Demnach waren Delegationen aus 144 Staaten mit von der Partie. Die Teilnehmer unterzeichneten dabei 1.060 Abkommen im Gesamtwert von 6,3 Billionen Rubel oder 70 Milliarden Euro. Kobjakow präzisierte dabei:     

    "Selbstverständlich ist die Rede nur davon, was kein Geschäftsgeheimnis darstellt."

    Wirtschaftsminister: Russlands Wirtschaft steht am Rande einer Rezession





    Wirtschaftsminister: Russlands Wirtschaft steht am Rande einer Rezession






    Die Stimmung auf dem diesjährigen Forum bezeichnete der SPIEF-Sekretär als optimistisch. Dabei zeigte sich Kobjakow sicher, dass solche Foren dazu beitragen könnten, die Beziehungen in der Wirtschaft und in der internationalen Arena neu zu starten. Das Motto lautete "Gemeinsame Werte als Wachstumsgrundlage in der multipolaren Welt". Als Ehrengast des Forums fungiertet das Königreich Bahrain. Nächstes Jahr werde es Saudi-Arabien sein, kündigte Kobjakow an.

    Die Veranstaltung umfasste mehr als 350 Events, darunter 24 Geschäftsrunden. Es gab auch Treffen in 18 Sportarten. Dem Musikkontert "Petersburger Saisons", bei dem Musiker aus Russland und Italien ihre Kunst zum Besten gaben, wohnten mehr als 60.000 Zuhörer bei.


    Mehr zum Thema - Putin will Wachstum sichern: Russland plant engere Verbindungen zu China und Indien bis 2030


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    21.06.2025

    Briefwechsel für die Geschichtsbücher: Die ausgestreckte Hand wurde nicht ergriffen

    freedert.online, 21 Juni 2025 20:00 Uhr, Von Astrid Sigena 

    Die deutsche Seite setzt im deutsch-russischen Verhältnis weiterhin auf Eskalation und Dialogverweigerung. Deutlich wird das an der gescheiterten Kommunikation zwischen den beiden Parlamentspräsidenten Wjatscheslaw Wolodin und Julia Klöckner - ein Briefwechsel, der in die Geschichtsbücher eingehen könnte.


    Quelle: www.globallook


    press.com


    Julia Klöckner (links) und Wjatscheslaw Wolodin (Kollage)


    Anfang Juni dieses Jahres fand ein bemerkenswerter Briefwechsel zwischen Wjatscheslaw Wolodin, dem Vorsitzenden der russischen Duma, und Julia Klöckner, der deutschen Bundestagspräsidentin, statt. Am Samstag, dem 7. Juni, gab Parlamentspräsident Wolodin auf seinem Telegram-Kanal bekannt, seiner deutschen Kollegin einen Brief geschickt zu haben. Auch an die Vorsitzenden der fünf im Bundestag vertretenen Parteien war der Brief gerichtet. Den genauen Wortlaut des Schriftstücks veröffentlichte der russische Parlamentspräsident nicht, er lässt sich allerdings aus einer Video-Ansprache Wolodins erschließen (RT DE berichtete).

    Wolodin gab darin vor allem seinem Befremden über die Geringschätzung Ausdruck, die der bedeutenden Leistung der Roten Armee bei der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus in der heutigen BRD widerfährt, im Besonderen durch Bundeskanzler Friedrich Merz. Wolodin verwies in diesem Zusammenhang auf die noch heute zu lesenden russischsprachigen Inschriften der Rotarmisten an den Wänden des Reichstags. Auch die Unterstützung des heutigen Deutschlands für ein Regime, das in Russland Terroranschläge verübt (der ukrainische Anschlag auf einen Zug in der Region Brjansk war erst wenige Tage her), wurde beklagt.


    Wolodin reagiert erneut auf Klöckner: "Haben Sie dafür das Mandat des deutschen Volkes?"





    Wolodin reagiert erneut auf Klöckner: "Haben Sie dafür das Mandat des deutschen Volkes?"





    Als besonders brisant war die Warnung Wolodins vor einem weiteren Eingreifen Deutschlands in den Ukrainekrieg zu werten, das zu einem erneuten Zusammenstoß der beiden Länder führen könne. Im Gesamtkontext der Ansprache konnte man das nicht anders als eine Befürchtung vor einem weiteren Krieg zwischen Deutschland und Russland verstehen. Wolodin betonte dabei, dass die Aggression nicht von Russland ausgehe, man aber für den Fall der Fälle gerüstet sei.

    Bereits drei Tage später (am 9. Juni) erfolgte die Antwort Klöckners (von Antworten der deutschen Partei- oder Fraktionsvorsitzenden ist nichts bekannt), ein auf der Bundestagsseite veröffentlichter Brief, der dem russischen Journalisten Georg Spitzen "angst und bange" werden ließ. Klöckner verteidigte darin die deutsche Unterstützung der Ukraine unter Wladimir Selenskij und warf der russischen Seite eine Instrumentalisierung der Geschichte vor, ja sogar eine Pervertierung des Begriffs der Befreiung.

    In Bezug auf die Leistungen der Sowjetunion beim Niederringen des Nationalsozialismus betonte sie den ukrainischen Anteil unter den Befreiern. Klöckner sprach von Drohungen Wolodins gegenüber Deutschland und schloss trotzig: "Der Deutsche Bundestag lässt sich nicht einschüchtern – weder in seiner außenpolitischen Haltung noch in seinem geschichtlichen Selbstverständnis und seiner Gedenkkultur." Auf die Argumente Wolodins ging sie nicht ein.

    Es wäre eigentlich zu erwarten gewesen, dass von russischer Seite keine Antwort mehr auf die brüske Entgegnung Klöckners kommen würde. Dennoch machte sich Wolodin am 11. Juni noch einmal daran, Klöckner zu antworten. Ein Zeichen, wie ernst man die Gefahr einer militärischen Konfrontation zwischen Deutschland und Russland mittlerweile einschätzt und wie sehr man sich in Russland bemüht, diese noch zu verhindern.


    "Frau Präsidentin, Sie machen mir Angst und Bange" ‒ Replik an Klöckners offenen Brief





    Meinung

    "Frau Präsidentin, Sie machen mir Angst und Bange" ‒ Replik an Klöckners offenen Brief





    In seiner öffentlichen Antwort, die RT DE übersetzt hat, zeigte sich Wolodin befremdet, dass Klöckner die "Kommunikation in die öffentliche Sphäre" übertragen habe. Wiederum pochte er auf historische Gerechtigkeit für die Befreiungstat der Rotarmisten und die dem sowjetischen Volk von den Nationalsozialisten zugefügten Leiden. Der Duma-Präsident betonte auch die Verdienste der sowjetischen (und später russischen) Seite bei der deutschen Wiedervereinigung und bei der Aussöhnung der einst verfeindeten Länder.

    Ausführlich wies Wolodin noch einmal auf Deutschlands Verantwortung für die Eskalation des Ukraine-Konflikts und auf Belege für den terroristischen Charakter des Selenskij-Regimes gegenüber der russischen Zivilbevölkerung hin, die er Klöckner hatte zukommen lassen (und die sie offensichtlich nicht beachtet hatte). Noch einmal warnte Wolodin eindringlich vor dem Eintreten von Kriegsgefahr durch das deutsche Engagement (Leoparden, bald auch Taurus?) auf dem Gebiet Russlands. Russland dagegen habe keinen einzigen Schritt unternommen, der deutschen Interessen zuwiderlaufe. Die Fraktionsvorsitzenden aller in der Duma vertretenen Parteien äußerten in gesonderten Stellungnahmen ihre Unterstützung für den Parlamentssprecher in seinem Bemühen um einen Dialog mit Deutschland.

    Wie ernst man auf russischer Seite diesen (nunmehr gescheitert zu nennenden) Versuch einer Kommunikation zwischen den beiden mittlerweile wieder verfeindeten Ländern über die Parlamentspräsidenten nimmt, zeigt sich daran, dass Präsident Putin das zweite Schreiben Wolodins in seiner Pressekonferenz mit internationalen Medienvertretern auf der St. Petersburger SPIEF-Tagung ausdrücklich noch mal erwähnte und daraus zitierte (Stunde 1, Minute 56 in der russischen Fassung, Stunde 2, Minute 3 in der englischen Übersetzung).

    Seit dem zweiten Brief Wolodins ist über eine Woche verstrichen, und es ist nicht zu erwarten, dass Klöckner noch antworten wird. Eine äußerst aufschlussreiche Form der Kommunikationsverweigerung, mit womöglich verhängnisvollen Folgen. Zeigte schon der Antwortbrief Klöckners, dass sie (als Vertreterin der deutschen Eliten) keinerlei Interesse an der Debatte und Dialog, sondern nur an Propaganda hat, so beweist ihre Verweigerung einer zweiten Antwort, dass Deutschland gegenüber Russland nicht mehr auf Diplomatie setzt.

    Mit dieser arroganten, herrenmenschlichen Haltung ist womöglich die letzte Chance verspielt, einen Krieg noch zu verhindern. Der russische Militäranalyst Igor Korotschenko sprach sogar von einer Situation wie "Anfang 1941" (also kurz vor dem Ausbruch des deutsch-sowjetischen Krieges).

    Wie aggressiv man in Russland den forschen Kommunikationsstil der deutschen Seite auffasst, beschreibt Thomas Röper in seinem Artikel über russische Medienberichte über den Briefwechsel. Seit dem ersten Brief Wolodins haben sich die Spannungen zwischen den beiden Ländern noch einmal verschärft, wie man am schikanösen Vorgehen Berlins gegen den russischen Journalisten Sergei Feoktistow und seine Familie erkennen kann. Und von russischer Seite wurde am 19. Juni bekannt gegeben, dass man beabsichtige, das deutsch-russische Abkommen über eine militärisch-technische Zusammenarbeit aus dem Jahr 1996 zu kündigen.


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    Ja, es ist zum Weinen, dieses Scheitern eines fast rührend zu nennenden, zweimaligen Versuchs Wolodins, doch noch eine Brücke zu bauen, um die Konfrontation zu verhindern. Es ist nicht wahrscheinlich, dass die russische Seite mit einem völligen Umdenken der deutschen Politik, mit einem Geständnis der Art "Ja, wir haben in der Ukraine alles falsch gemacht und terroristische Neonazis unterstützt" gerechnet hat. Klöckner hätte sich also nicht groß zu demütigen brauchen.

    Irgendeine versöhnliche Geste, ein Foto vor den russischen Reichstagsinschriften der Rotarmisten hätte genügt, um ein positives Signal nach Russland zu senden. Sie hätte nur etwas Anerkennendes über den russischen Beitrag bei der Niederringung des Nationalsozialismus schreiben müssen. Und gerade im Gedenkmonat Juni (am 22. ist der 81. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion) wäre eine Anerkennung der russischen Opfer des Nationalsozialismus angebracht gewesen. Denn der nationalsozialistische Hungermord an den Leningradern ist in Deutschland immer noch nicht als Genozid anerkannt. Und vom Ermorden von Zivilisten in den russischen Dörfern und Provinzstädten – sei es durch Erschießen, sei es durch das Rauben der letzten Lebensmittel und Winterkleidung (Video 3) – durch Wehrmacht und Einsatzgruppen der SS will man in Deutschland immer noch viel zu wenig wissen.

    Die ausgestreckte Hand Russlands (vertreten durch den Duma-Vorsitzenden Wolodin) wurde nicht ergriffen. Die Entscheidung ist gefallen, eine womöglich letzte Chance zur Verständigung wurde vertan. Die Folgen dieser Verweigerung können nur verheerend sein, sollte Deutschland seinen aggressiven Kurs fortsetzen. Man darf schon jetzt prophezeien, dass dieser Briefwechsel dereinst in die Geschichtsbücher eingehen wird. 


    Mehr zum Thema – Gedenkstätte Seelower Höhen zensiert – "Befreiung" aus der Inschrift entfernt


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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    Info: https://freedert.online/international/248480-briefwechsel-fuer-geschichtsbuecher-ausgestreckte-hand-wurde-nicht-ergriffen/


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    21.06.2025

    „Wann beginnt der Neue Tag?“  – oder die Weisheit des Rabbi

    seniora.org, 21. Juni 2025

    Ein Beitrag zur Rassismus- und Antisemitismus-Diskussion

    Screenshot_2025_06_22_at_00_38_42_Seniora.org_Wann_beginnt_der_Neue_Tag_oder_die_Weisheit_des_Rabbi


     

    Wann beginnt der "Neue Tag"?


    Ein weiser Rabbi stellte seinen Schülern die folgende Frage:

    «Wie bestimmt man die Stunde, in der die Nacht endet und der neue Tag beginnt?»   – 

    Einer der Schüler antwortete: «Vielleicht ist es der Moment, in dem man einen Hund von einem Schaf unterscheiden kann?»   –

     Der Rabbi schüttelte den Kopf.   –

    Ein anderer Schüler meinte: "Oder vielleicht dann, wenn man von weitem einen Dattel- von einem Feigenbaum unterscheiden kann?"   – 

    Der Rabbi schüttelte wieder den Kopf.

    Alle Schüler: «Aber wann ist es dann?»   –


    Der Rabbi schaute sie lange an und antwortete:

    "Wenn Ihr in das Antlitz eines fremden Menschen schaut und darin Eure Schwester oder Euren Bruder erkennt, dann beginnt der NEUE TAG. Bis dahin ist die Nacht noch bei uns."

    Wir schlagen in diesen Tagen die Hände über dem Kopf zusammen über die unverantwortliche Palästina-Politik der USA, Israels und des Westens, weil sie uns an die Contras in Nicaragua erinnert und wir wissen, wie viel zusätzliches Elend auf das geschundene Volk zukommt.

    Dennoch dürfen wir bei allem Entsetzen über die Verbrechen Israels nicht vergessen, dass es Rabbis, wie der oben zitierte, sowohl in Israel   – z.B. Arik Ascherman und die Rabbis for Human Rights   – , wie auch sonst in der Welt gibt   – zum Beispiel Tikkun mit Rabbi Michael Lerner oder Jonathan Sacks oder Neturei Karta mit Reuven Cabelman.

    Willy Wahl
    am 21. Juni 2007 ... und heute am 21. Juni 2025
    dem längsten Tag und der kürzesten Nacht im Jahr

    ___

    Diesen psychologischen Beitrag brachten wir vor 18 Jahren. Auf den "Neuen Tag" warten wir noch, nicht nur in Israel, sondern weltweit. Heute können wir ihn ergänzen mit folgender Nachricht, immerhin:

    Die gute Nachricht: Es gibt die Juden, die Israel zu kritisieren wagen!



    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=186&userid=3998&mailid=2766


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    21.06.2025

    Operation „Rising Lion“ der letzte Akt im Nahost-Drama?

    Screenshot_2025_06_21_at_19_50_10_Letzter_Akt_im_Nahen_oSten

    Ist Nethanjahus letzte Aufgabe der Sturz des Regimes im Iran, bevor er selbst abtritt? Trump hingegen hält sich offiziell heraus und zieht im Hintergrund die Strippen.


    loreley-blog.com, Seite besucht am 21. Juni 2025, 19:55 Uhr  (Link erh. 17.06.2025, 16:55 Uhr)

    Das Ende des Iran-Regimes könnte auch Netanjahu stürzen. Trump sorgt als Strippenzieher derweil für eine neue Friedensordnung


    Erinnern wir uns daran, wie das Verhältnis zwischen Israel und den USA noch vor einem Jahr wirkte: unerschütterlich. Die Regierung Biden betonte immer wieder die bedingungslose Solidarität mit dem engen Verbündeten im Nahen Osten.

    Doch nach dem 7. Oktober 2023, als Israel Ziel eines beispiellosen Angriffs durch die Hamas wurde – ein Angriff, der über 1.200 Menschenleben forderte – stellen sich weiterhin offene Fragen. Wie war es möglich, dass ein derart hochgerüsteter Sicherheitsstaat wie Israel, dessen Geheimdienste (Schin Bet, Mossad) zu den effektivsten weltweit zählen, keinerlei Vorwarnung hatte? Wie konnte ein so großangelegter Überfall an Israels lückenloser Überwachung vorbeigehen? Ein „Versagen“ – oder ein blinder Fleck? Diese Fragen sind bis heute nicht abschließend beantwortet. Kritische Stimmen, darunter die israelische Zeitung Haaretz, sprechen von einem beispiellosen Versagen der Aufklärung.

    Dass der Mossad grundsätzlich zur Elite der Nachrichtendienste zählt, zeigt sich derzeit in einer anderen Arena: der verdeckten Operation gegen die Islamische Republik Iran. Jenes Land, das von George W. Bush einst zur „Achse des Bösen“ gezählt wurde – gemeinsam mit dem Irak und Nordkorea. Dieses plastisch geformte Feindbild wurde tief in den westlichen Köpfen verankert. Und genau deshalb gab es auch jetzt kaum öffentlichen Protest, als Israel den Iran – mitten in diplomatischen Verhandlungen zum Atomprogramm – direkt angriff. Doch wird aus einem Staat wie Israel automatisch ein „Verteidiger des Guten“, nur weil er einen erklärten Feind angreift?

    Auch der Einfluss Israels auf die US-Innen- und Außenpolitik wurde vielfach diskutiert – von linken wie konservativen Stimmen, aus patriotischen US-Kreisen ebenso wie aus alternativen Medien. Doch mit dem Angriff Israels auf iranisches Staatsgebiet scheinen sich die Machtverhältnisse innerhalb der jahrzehntelang eng abgestimmten Allianz zu verschieben. Unter Donald Trump vollzieht sich ein geopolitischer Kurswechsel: „America First“ bedeutet nicht mehr, selbst mit Bodentruppen oder Luftwaffe einzugreifen – sondern die militärische Konfrontation, wo möglich, an Partner zu delegieren. Israel übernimmt in diesem Szenario die operative Rolle vor Ort, setzt sich dem Risiko direkter Gegenangriffe aus, während die USA – strategisch im Hintergrund – Aufklärung, Koordination oder logistische Unterstützung leisten. Die Verlegung des Flugzeugträgers USS Eisenhower ins östliche Mittelmeer und verstärkte US-Flugbewegungen lassen vermuten, dass ein größeres militärisches Szenario vorbereitet wird – zumindest als Drohkulisse. Dass es dabei nicht nur um Vergeltung oder "Sicherheitsinteressen" geht, sondern um einen geopolitisch motivierten Regimewechsel im Iran, ist eine These, die immer schwerer zu entkräften ist.

    Besonders bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist ein Schritt von Barack Obama: Im Jahr 2016 transferierten die USA 400 Millionen US-Dollar in bar an den Iran. Die Neue Zürcher Zeitung berichtete damals, dass es sich nicht – wie teils vermutet – um ein Lösegeld handelte, sondern um die Rückzahlung für eine nicht erfüllte Waffenbestellung aus der Zeit vor der islamischen Revolution. Bereits 1981 hatte das neue Regime vor einem internationalen Schiedsgericht Klage eingereicht. Doch statt eines Urteils entschied sich die Obama-Regierung 35 Jahre später zur präventiven Rückzahlung – ergänzt um weitere 1,3 Milliarden US-Dollar an Zinsen. Die Begründung: Man wollte vermeiden, dass ein internationales Gericht eine noch höhere Summe festsetzt. Ein Präzedenzfall stiller Einigungen, ein geopolitischer Kuhhandel – oder Ausdruck diplomatischer Vernunft?

     

    Zerrissenes Israel – Das Scheitern des Sicherheitsversprechens

    Während Israel im Ausland zunehmend unter Druck gerät – diplomatisch wie militärisch – verschärft sich auch die Lage im Inneren. Die Bevölkerung, ohnehin tief gespalten seit dem Ausbruch des Gaza-Krieges, beginnt sich angesichts der Eskalation Fragen zu stellen. Was bedeutet die aktuelle Entwicklung für den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu? Mit jedem weiteren Raketen- und Drohnenangriff auf Tel Aviv, Haifa und andere Großstädte, mit jeder neuen zivilen Opferzahl, wächst der Zweifel: Warum kann Israel, trotz seines international gerühmten Iron-Dome-Systems, der US-gestützten Patriot-Abwehr und der fortschrittlichsten Überwachungstechnologien der Region, die Angriffe nicht wirksam stoppen? Die Frage, ob Netanjahu die Lage noch unter Kontrolle hat, steht immer deutlicher im Raum.

    Mehrere iranische Hyperschallraketen durchdrangen im Juni 2025 die israelische Luftabwehr. Die Folge: massive Schäden im Zentrum von Tel Aviv, ein direkter Treffer in der Nähe des US-Generalkonsulats, Dutzende Verletzte, mindestens acht Tote. Die Bilder von zerstörten Wohnhäusern und Notoperationen im Herzen Israels brannten sich ins kollektive Gedächtnis.

    Der Konflikt Israels mit dem Iran wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das Ende des Mullah-Regimes bedeuten. Doch Netanjahu könnte am Ende dieser Operation selbst politisch Geschichte sein. Der militärische Schlag gegen Teheran könnte das letzte Kapitel seiner Amtszeit schreiben.

    Hindernisse des Friedens – Netanjahu und die Mullahs

    So wie die Mullahs im Iran einer nachhaltigen Friedenslösung im Nahen Osten im Weg standen – ihre Verhandlungsbereitschaft oft nur taktisch motiviert und auf Selbsterhalt ausgerichtet war – so war es auch der israelische Premier Netanjahu, der durch radikale Kräfte in seiner eigenen Regierung gezwungen war, keine einvernehmliche Lösung in der Palästinenserfrage zu suchen. Der innere Druck durch rechtsextreme Koalitionspartner ließ Netanjahu kaum Handlungsspielraum für diplomatische Initiativen. Hinzu kommt: Sowohl er als auch seine Ehefrau stehen weiterhin unter Korruptionsverdacht – Vorwürfe der Vorteilsnahme im Amt sind bis heute nicht restlos ausgeräumt. Außerdem könnte jederzeit eine andere innenpolitische Bombe explodieren und Netanjahu aus dem Amt fegen – nämlich sollte es sich herausstellen, dass die israelische Regierung von dem drohenden Anschlag gewusst hat und diesen aus politischem Kalkül zuließ, um anschließend das Argument schlechthin zu haben, den Gaza-Krieg zu entfachen.

    Die berechtigten Sicherheitsinteressen Israels wurden in der jüngeren Vergangenheit häufig instrumentalisiert, um hart gegen Palästinenser vorzugehen. Gleichzeitig missbrauchte auch die Hamas die palästinensische Bevölkerung für ihre ideologischen Ziele. Führende Hamas-Funktionäre haben sich mit internationalen Hilfsgeldern – darunter westliche und arabische Zuwendungen – bereichert, während die reguläre Bevölkerung im Elend gehalten wurde. Kinder wurden frühzeitig zum Hass gegen Israel erzogen, Jugendliche zu Gewalt angestachelt. Der daraus resultierende islamistische Fanatismus, gestützt durch iranische Waffen und Logistik, machte den Nahen Osten zu einem unablässig brennenden Konfliktherd.

    Es ist Zeit, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Dazu gehört auch eine Veränderung der politischen Führung in Israel – ebenso wie das Ende der iranischen Theokratie.

     

    Trump – Der Friedenspräsident und Strippenzieher im Hintergrund

    Donald Trump hat sich mehrfach kritisch über den Einfluss der Israel-Lobby auf die US-Politik geäußert. Im Wahlkampf 2024 wurde deutlich: Er will außenpolitisch klare Akzente setzen – für Amerika, nicht für andere.

    Während des Besuchs Netanyahus in Washington im Februar 2025 schmeichelte dieser dem frisch gewählten US-Präsidenten Trump laut der „Deutschen Welle“ demonstrativ: „Sie sind der beste Freund, den Israel je im Weißen Haus hatte.“ Trump nutzte das Treffen, um Netanjahu und der Welt seine Vision einer „Riviera des Gazastreifens“ und der Zwangsumsiedlung der Palästinenser vorzustellen. Die Empörung darüber, wie Trump vermeintlich selbstherrlich über die Zukunft von 4,9 Mio. Menschen entschied, war groß. Dabei war das wieder einmal ein typischer „Trump Move“. Er lenkte die Aufmerksamkeit der Welt auf die arabischen Nachbarstaaten Israels, die in der Vergangenheit zwar selbst Palästinenser aufgenommen hatten, sich aber aktuell hartnäckig weigern, konstruktiv zu einer Lösung beizutragen, z.B. indem sie den Palästinensern eine neue Heimat bieten. Ausgemacht ist eine Lösung für den Gazastreifen offiziell nicht. Aus moralischer Perspektive ist es fragwürdig, ob es zu rechtfertigen ist, dass die ursprünglichen Bewohner Palästinas umgesiedelt werden sollen, um einen Frieden im Nahen Osten zu ermöglichen.

    Im April 2025, beim zweiten Treffen der beiden Staatsmänner Trump und Netanjahu, veränderte sich die Beziehung zwischen Israel und den USA auffallend. Statt präferierter Partner schien Israel nur noch unter „ferner liefen“ zu rangieren. Netanjahu konnte Trump nicht davon überzeugen, keine Zölle auf israelische Importe zu erheben. Trump hingegen überraschte Netanjahu damit, direkt mit dem Iran über ein Ende seines Atomprogramms zu verhandeln. Offensichtlich hatte Trump nicht vergessen, wie undankbar der israelische Premierminister sich ihm gegenüber verhalten hatte, als er Biden zur Wahl zum US-Präsidenten gratulierte. Kurz vor dem Ende seiner ersten Amtszeit im Weißen Haus äußerte sich Trump im Dezember 2021 laut dem Informationsportal Axios erstmals negativ über Netanjahu:

    „Der Erste, der [Biden] gratulierte, war Bibi Netanjahu, der Mann, für den ich mehr getan habe als für jeden anderen, mit dem ich zu tun hatte. ... Bibi hätte schweigen können. Er hat einen schrecklichen Fehler gemacht.“

    Trump ist kein Kriegspräsident. Im Gegenteil: Er hat mehrfach öffentlich erklärt, dass er Kriege verabscheut – sein Ziel sei es, sowohl den Krieg in der Ukraine als auch die Gewalt im Nahen Osten zu beenden. Seine Nahost-Strategie zielt auf klare Machtverschiebungen ab: den Rückzug der USA aus direkter Konfrontation – bei gleichzeitiger Dominanz über Handelsbeziehungen und Bündnispolitik.

    Dazu zählt auch seine Rolle bei dem sogenannten Abraham-Abkommen, das im Jahr 2020 zwischen Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Marokko und dem Sudan geschlossen wurde. Ziel war eine Normalisierung der diplomatischen Beziehungen, wirtschaftlicher Austausch – und indirekt eine Isolierung des Iran. Die Abkommen beinhalten keine explizite Zwei-Staaten-Lösung, sind jedoch ein erster Schritt in Richtung Stabilität. Die Biden-Regierung hielt an ihnen fest, und auch unter Trump könnten sie zur Grundlage einer neuen Friedensordnung werden – sofern Israel und seine Nachbarn Verantwortung übernehmen.

    Es ist mehr als wahrscheinlich, dass Trump seinen wohl stärksten außenpolitischen Hebel einsetzen wird: den der Zölle. Damit dürfte er Israel selbst, seine Nachbarstaaten wie Jordanien, Ägypten oder Saudi-Arabien über wirtschaftlichen Druck dazu bewegen, sich stärker an einer Lösung der Palästinenserfrage zu beteiligen – sei es durch humanitäre, diplomatische oder territoriale Beiträge.

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    Mehr lesen  (https://www.loreley-blog.com/de/blog?Id=17)


    Info: https://loreley-blog.com/de/blog?Id=34


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    21.06.2025

    Italiens Verteidigungsminister Crosetto: "Die NATO hat keine Existenzberechtigung mehr"

    freedert.online, 21 Juni 2025 12:55 Uhr

    Die jüngste Rede des italienischen Verteidigungsministers Guido Crosetto wird der NATO-Führung sicher nicht gefallen: Dort stellte der Politiker fest, dass die Allianz unter den neuen Umständen ihre Bedeutung eingebüßt hat. Auch für die UNO hat Crosetto keine tröstenden Worte.


    Quelle: www.globallookpress.com © Cecilia Fabiano / Keystone Press Agenc


    Archivbild


    Knapp sechs Jahre nachdem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die NATO für "hirntot" erklärt hatte, wiederholte Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto diesen Gedanken mit anderen Worten. Bei einer Rede an der Universität Padua sagte der Politiker am Freitag, dass sich die Welt stark verändert habe, während der Westen dies nicht bemerkt habe. Ihm zufolge hätten solche globalen Akteure wie die NATO, die EU und die UNO inzwischen ihre einstige Rolle eingebüßt.         

    "Seit zwei Jahren erkläre ich der NATO, dass die NATO keine Existenzberechtigung mehr hat. Denn früher befand sich das Zentrum der Welt im Atlantik. Jetzt ist das Zentrum der Welt die Welt selbst."

    Crosetto präzisierte, dass einst die USA und Europa die Welt gewesen seien. Zwar seien die USA nach wie vor als Weltakteur relevant. Europa zähle heutzutage hingegen weniger. Dafür aber gebe es den Rest der Welt, zu dem man Beziehungen aufbauen müsse. Auch für die Vereinten Nationen fand der Minister keine tröstenden Worte, da der Multilateralismus seiner Meinung nach "tot" sei.  

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    Fjodor Lukjanow: So hat der Westen den israelisch-iranischen Krieg ermöglicht





    Solange es keine einflussreichen multilateralen Organismen gebe, sei es unmöglich, die globale Sicherheit zu garantieren, betonte der Politiker.

    Mit Blick auf die vielen laufenden Konflikte stellte Crosetto fest, dass weder die Konfliktparteien noch ihre Verbündeten zu Friedenslösungen beitragen könnten. Diese sollten von einer dritten, neutralen Partei ermöglicht werden. Vielleicht hätte Europa früher in der Welt etwas bedeuten können, wenn es eine politische Rolle ergriffen hätte. Dies sei aber nicht geschehen. Nun sei es zu spät.   

    "Wir sind von einer Welt, in der die Werte von Bedeutung waren, zu einer Welt übergegangen, in der wirtschaftliche Werte von Bedeutung sind. Wir sind von einer Ära der großen Demokratien und der großen sozialen Errungenschaften zu einer Ära der Großmächte übergegangen."

    Momentan setze sich die einzelne Auffassung einer internationalen Ordnung gegen das allgemeine Völkerrecht durch. Dies zeige sich deutlich, wenn in einem Fall das Völkerrecht zur Anwendung komme, im anderen aber komplett ignoriert werde, resümierte Crosetto.


    Mehr zum Thema ‒ Italienischer Verteidigungsminister zeigt sich über Inkonsequenz westlicher Länder verwundert


    Screenshot_2025_06_21_at_19_37_08_Italiens_Verteidigungsminister_Crosetto_Die_NATO_hat_keine_Existenzberechtigung_mehr_RT_DE

    Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/ki4wea5cqis8uxb3/BILD_Wenn_die_Ukraine_fa_llt_ist_die_Nato_tot_Und_das_ist_vielleicht7qw29.mp3 Dauer 4:10 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/international/248533-italiens-verteidigungsminister-crosetto-nato-hat-keine-existenzberechtigung-mehr/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    21.06.2025

    Kalenderblatt: Vor 72 Jahren wurde das Ehepaar Rosenberg hingerichtet

    freedert.online, 20 Juni 2025 19:53 Uhr, Von Oleg Jassinski

    Am 19. Juni 1953 wurden in den USA die Wissenschaftler und Kommunisten Ethel und Julius Rosenberg auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Ihr "Verbrechen": Sie halfen der Sowjetunion, ein nukleares Monopol der USA zu verhindern. Oleg Jassinski erinnert an das legendäre Ehepaar.

     Am 19. Juni 1953 wurden in den USA die Wissenschaftler und Kommunisten Ethel und Julius Rosenberg auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Ihr "Verbrechen": Sie halfen der Sowjetunion, ein nukleares Monopol der USA zu verhindern. Oleg Jassinski erinnert an das legendäre Ehepaar.


    Quelle: Gettyimages.ru © Bettmann


    Ethel und Julius Rosenberg in Haft (5. April 1951)


    Vor 72 Jahren, am 19. Juni 1953, wurden die sowjetischen Geheimdienstoffiziere und kommunistischen Wissenschaftler, das Ehepaar Julius und Ethel Rosenberg, in den Vereinigten Staaten auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet.

    Ihnen wurde vorgeworfen, geheime Informationen an die UdSSR weitergegeben zu haben, die zur Beschleunigung der Entwicklung der sowjetischen Atombombe beitrugen.


    Die kommunistischen Spione: Der ungeklärte Fall der Rosenbergs





    Die kommunistischen Spione: Der ungeklärte Fall der Rosenbergs






    Auf die Vollstreckung des Todesurteils warteten die Rosenbergs zwei Jahre. Eine mächtige internationale Kampagne für ihre Begnadigung, an der sich auch Albert Einstein, Thomas Mann und Papst Pius XII. beteiligten, war vergeblich. In der Nacht der Hinrichtung kamen etwa fünftausend Menschen zum Gefängnisgebäude, um ihre Unterstützung zu zeigen und sich von ihnen zu verabschieden.

    Die Eltern zweier kleiner Kinder, die Retter der Welt vor der US-Atomdiktatur und wer weiß wie vielen Hiroshimas und Nagasakis, wurden hingerichtet. Durch ihre überzeugende und selbstlose Hilfe für die Sowjetunion haben sie auch ihr Heimatland, die USA, vor der Schmach neuer Verbrechen bewahrt.

    Ihr Beispiel war für die "zivilisierte Welt" zu gefährlich, um sie am Leben zu lassen.

    Erinnern wir uns heute an Julius und Ethel Rosenberg, deren Namen eines Tages der Stolz des amerikanischen Volkes sein werden!


    Oleg Jassinski (englische Transliteration: Yasinsky), ein aus der Ukraine stammender Journalist, lebt überwiegend in Chile und schreibt für "RT Español" sowie unabhängige lateinamerikanische Medien wie "Pressenza.com" und "Desinformemonos.org". Man kann ihm auch auf seinem Telegram-Kanal folgen.


    Mehr zum Thema - Luis Posada Carriles: Terrorist und Mörder im Auftrag der CIA


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/meinung/248459-kalenderblatt-vor-72-jahren-wurde-ehepaar-rosenberg-hingerichtet/


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    21.06.2025

    Strafanzeige gegen Bundeskanzler Friedrich Merz

    seniora.org, 20. Juni 2025, 20.06.2025 14:00 Uhr Von Redaktion NachDenkSeiten - übernommen von nachdenkseiten.de

    Friedrich Merz "beschönigt" am 17. Juni 2025 am Rande des G-7-Gipfels in Kanada den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Israels auf den Iran mit den Worten: „Das ist die Drecksarbeit, die Israel für uns alle macht.“

    Screenshot_2025_06_21_at_16_52_01_Seniora.org_Strafanzeige_gegen_Bundeskanzler_Friedrich_Merz

    (Red.) Ob diese Strafanzeige juristische Folgen für den Bundeskanzler haben wird, sei dahingestellt. Verstösse gegen das Grundgesetz der Allgemeinheit publik zu machen, ist jedenfalls sinnvoll. 
    An Herrn Merz hätten wir aber eine Anmerkung - vielleicht weiss er nicht, was ein Sabbat-Goy ist. Ein Sabbat-Goy (auch geschrieben Shabbos Goy oder Shabbes-Goj) ist eine nichtjüdische Person, die bestimmte Tätigkeiten am Sabbat (Schabbat) für Juden übernimmt, die diesen Tätigkeiten gemäß jüdischem Religionsgesetz (Halacha) an diesem Tag nicht selbst ausführen dürfen.
    Jetzt macht der Arier Merz die Juden zu seinem Sabbat-Goy - das dürfte in Israel nicht gut ankommen... Aber wer kennt sich schon in der Kultur aus?(ww)


    NachDenkSeiten:  Hiermit erstatten wir Unterzeichnenden Strafanzeige gegen den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz. Dieser hat u.a. gegen das deutsche Grundgesetz verstoßen   – insbesondere gegen Art. 9, 25 und 26

    .

    Herr Merz, der vor seiner Tätigkeit als Bundeskanzler Aufsichtsratsvorsitzender des weltgrößten Rüstungsinvestors BlackRock gewesen war, hat am 17. Juni 2025 am Rande des G-7-Gipfels in Kanada den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Israels auf den Iran mit den Worten „beschönigt“:

    „Das ist die Drecksarbeit, die Israel für uns alle macht.“

    Auch wenn der Ort seiner Aussage im Ausland liegt, was strafrechtlich keine unmittelbare Wirkung hätte, ist sie vor allem auf die Wirkung in Deutschland ausgelegt. Wenn ein deutscher Regierungschef in seiner Vorbildfunktion meint, derart offen und öffentlich gegen Art. 26 verstoßen zu dürfen, könnten sich künftig noch mehr Menschen in Deutschland ermutigt fühlen, Angriffskriege zu propagieren. Auch darum ist ihm rechtlich und publizistisch Einhalt zu gebieten.

    Wir fordern darum den Generalbundesanwalt und die Staatsanwaltschaft Berlin auf, strafrechtliche Schritte gegen den Bundeskanzler einzuleiten.

    Unter anderem begründet das Strafgesetzbuch in Paragraph 80 A das „Aufstacheln zu einem Angriffskrieg“ mit „gesteigerten, auf die Gefühle des Adressaten gemünzten propagandistischen Anreizen“. Das dürfte   – sowohl in Bezug auf die deutsche Öffentlichkeit als auch die leidende Bevölkerung im Iran, im Libanon und in Gaza   – insbesondere bei einem Bundeskanzler in hervorgehobener Wirkung   – gesehen werden. Durch den Zusatz „für uns alle“ bei der sogenannten „Drecksarbeit“ ist der Verstoß auch in enger juristischer Auslegung gegeben.

    Zumal Herr Bundeskanzler Merz gegen „den Gedanken der Völkerverständigung“ (Art. 9 Grundgesetz) und das „Friedensgebot“ (Art. 20 Abs. 3 Grundgesetz) verstoßen hat, wozu er durch Art. 25 gleichzeitig durch das Grundgesetz im Amtseid an das internationale Völkerrecht gebunden ist.

    Der Bundeskanzler beruft sich nun aktuell auf den israelischen Regierungschef Netanjahu, der behauptet, eine iranische Atombombe an der Entstehung aktuell behindert zu haben. Was US-Geheimdienste bestreiten. Hierzu ist anzufügen, dass Netanjahu seit 2002, also seit 23 Jahren, öffentlich von einer kurz vor der Fertigstellung stehenden iranischen Atombombe schwadroniert.

    Die Belobigung des israelischen Angriffskriegs als „Drecksarbeit für uns alle“ steht dazu und zur UN-Charta in eklatantem Widerspruch.

    Dort steht in Artikel 2.3: „Alle Mitglieder legen ihre internationalen Streitigkeiten durch friedliche Mittel … bei“.

    Art. 2.4 der UN-Charta schreibt noch klarer:

    „Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.“

    Die Belobigung von Gräueltaten der israelischen Luftwaffe durch den Bundeskanzler steht also nicht nur im Gegensatz zu nationalem und internationalem Recht, sondern geschah auch unter Verwendung von Nazivokabular. Anfang 1942 hatte SS-Obersturmführer August Häfner die Massen-Erschießung von 34.000 jüdischen Menschen innerhalb von 48 Stunden in Babi Jar mit eben derselben zynischen Wortwahl „als Drecksarbeit“ gerechtfertigt.


    Erstunterzeichende:

    Dieter Hallervorden (Schauspieler)
    Albrecht Müller (Herausgeber NachDenkSeiten und früherer Koordinator im Kanzleramt)
    Jens Berger (Chefredakteur NachDenkSeiten)
    Uwe Steimle (Kabarettist)
    Dr. Diether Dehm (Musiker, Publizist weltnetz.tv)
    Anette Sorg (NachDenkSeiten)
    Klaus Dieter Böhm (Unternehmer)
    Dr. Matthias Oehme (Verleger; Eulenspiegelgruppe)
    Alexa Rodrian (Sängerin)
    Sebastian Bahlo (Vorsitzender Freidenkerverband)
    Lukas Zeise (Publizist)
    Dr. Jenny Farrell (Literaturwissenschaftlerin)
    Jens Fischer Rodrian (Musiker)
    Prof. Dr. Uli Barnickel (Bildhauer)
    Prof. Dr. Sönke Hundt (Weltnetz.tv)
    Dr. Sabine Kebir (Publizistin)
    Marion Schneider (Unternehmerin)
    Patrik Baab (Journalist und Autor)
    Andrej Hunko (ehemaliges MdB, BSW)
    Michael von der Schulenburg (MdEP für das BSW)



    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=185&userid=3998&mailid=2765


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    21.06.2025

    Russland„Destruktive grüne Geisteshaltung“? Das sagen Linke und BSW zur Debatte über das „Russische Haus“

    berliner-zeitung.de, 20.06.2025 , 18:07 Uhr, 

    Die Bundesregierung zahlt die Grundsteuer für das „Russische Haus“, das im Besitz Russlands ist. Die Grünen fordern den Stopp der Zahlungen. Das steckt dahinter.


    Das „Russische Haus“ in Berlin

    Das „Russische Haus“ in BerlinBenjamin Pritzkuleit/Berliner Zeitung


    Nun schalten sich auch die Linke und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in die Diskussion um das „Russische Haus“ in Berlin ein. Die Bundesregierung, die für die Grundsteuer des russischen Veranstaltungszentrums aufkommt, müsse selbstverständlich ihren vertraglichen Verpflichtungen nachkommen, sagt der stellvertretende Parteichef der Linken, Maximilian Schirmer, der Berliner Zeitung. „Ob der Betrieb einer russischen Propagandainstitution in Deutschland geduldet werden muss, steht aber auf einem anderen Blatt.“

    Der Berliner BSW-Vorsitzende Alexander King hingegen sagt: „Als ob die Schließung des Russischen Hauses oder die Verweigerung der Grundsteuerübernahme ein Beitrag zur Beendigung des Krieges wäre.“


    Bodo Ramelow droht mit Parteiaustritt: Unter anderem „fehlt eine lebhafte Diskussion zu Ostdeutschland“

    Bodo Ramelow droht mit Parteiaustritt: Unter anderem „fehlt eine lebhafte Diskussion zu Ostdeutschland“

    Der frühere Ministerpräsident Bodo Ramelow geht in einem Text auf Konfrontation mit der Linken. Er fordert eine Grundsatzdebatte über die Ausrichtung der Partei.

    Von Jens Blankennagel

    Ostdeutschland

    19.06.2025


    Angestoßen wurde die Debatte durch eine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Robin Wagener an die Regierung, über die vor wenigen Tagen das Nachrichtenmagazin Focus berichtete. Die Veranstaltungzentrum ist zwar im Besitz des russischen Staats. Nach Angaben des Auswärtigen Amts wird die Grundsteuer für das Gebäude aber von der Bundesregierung gezahlt, denn das Grundstück gehört dem Bund. Im vergangenen Jahr seien 70.000 Euro aus dem Haushalt geflossen. Der Grünen-Politiker forderte die Schließung der Einrichtung – oder zumindest einen Stopp der Zahlungen.

    Das Auswärtige Amt verweist derweil auf vertragliche Verpflichtungen. „Die Bundesrepublik Deutschland begleicht die Grundsteuer bezüglich des Grundstücks als Eigentümerin und ist damit originäre Grundsteuerschuldnerin“, heißt es. „Bezüglich des auf dem Grundstück befindlichen Hauses, welches im Eigentum der Russischen Föderation steht, begleicht die Bundesrepublik Deutschland die Grundsteuer für die Russische Föderation aufgrund ihrer rechtlichen Verpflichtung aus dem bilateralen deutsch-russischen Abkommen zu Liegenschaftsfragen der Kulturinstitute von 2013.“


    Die Einrichtung wurde 1984 eröffnet.Berlinfoto/imago


    Das „Russische Haus“ an der Friedrichstraße im Bezirk Mitte bietet unter anderem Kulturveranstaltungen, Filmvorführungen und Sprachkurse an. Es wird von der russischen Regierungsagentur Rossotrudnitschestwo betrieben, die zum Moskauer Außenministerium gehört und seit Juli 2022 auf der EU-Sanktionsliste steht. Die Russische Botschaft bezeichnet die Einrichtung als „die Kulturbotschaft Russlands im Herzen Berlins“. Kritiker sehen in ihr ein Instrument russischer Propaganda, auch in Bezug auf den Ukrainekrieg. Sie wurde 1984 in der DDR eröffnet, damals noch unter dem Namen „Haus der Sowjetischen Wissenschaft und Kultur“.


    Die Grünen im Bundestag wollen sich im kommenden Haushaltsverfahren für eine „Sperrung der Haushaltsmittel“ einsetzen, sagt der Abgeordnete Wagener auf Anfrage dieser Zeitung. „Das Russischen Haus ist keine harmlose Kultureinrichtung, sondern Teil der russischen Informationskriegsführung, mit der der Kreml Meinungen bei uns manipulieren will“, sagt Wagener, der Osteuropa-Beauftragte seiner Fraktion ist. „Deutschland kann keine Organisation finanzieren, die russische Propaganda verbreitet und europäisch sanktioniert ist.“ Die Zahlungen müssten daher gestoppt werden, wofür er auf die Unterstützung der schwarz-roten Koalition setze.


    CDU drängt auf Wehrpflicht: Warum ich eher das Land verlassen als zur Waffe greifen würde

    CDU drängt auf Wehrpflicht: Warum ich eher das Land verlassen als zur Waffe greifen würde

    Weil Krieg Land und Leute kaputtmacht, ist bei der Landesverteidigung mit mir nicht zu rechnen. Je lauter das Säbelrasseln wird, desto konkreter werden die Fluchtgedanken.

    Von Alexander Reich

    Berlin

    gestern


    Ob der Betrieb untersagt werden kann, könne man selbstverständlich prüfen, sagt Maximilian Schirmer von der Linken. „Auch eine Beschlagnahmung des Gebäudes im Zuge des Einfrieren russischen Auslandsvermögens kann eine Möglichkeit sein.“

    Der Berliner BSW-Politiker King, der Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses ist, sieht das anders. „Die Forderung, das ‚Russische Haus‘ zu schließen und das deutsch-russische Abkommen zu Liegenschaftsfragen der Kulturinstitute gegenstandslos zu machen, ist Ausdruck einer destruktiven grünen Geisteshaltung, die nicht auf die Überwindung, sondern Vertiefung von Konflikten ausgerichtet ist“, sagt King dieser Zeitung. Die Grünen seien „im schlechtesten Sinne erfinderisch, wenn es darum geht, jede noch so kleine verbliebene Verbindung zwischen Russland und Deutschland abzuschneiden“.


    Lesen Sie mehr zum Thema

    NewsPolitikBerlinRusslandBundesregierungKulturBundestagBundespolitikBündnis Sahra WagenknechtBündnis 90/Die Grünen


    Info: https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/destruktive-gruene-geisteshaltung-das-sagen-linke-und-bsw-zur-debatte-ueber-das-russische-haus-li.2334865


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    21.06.2025

    gewerkschaftsforum.de / neue artikel

    aus e-mail von  aurenznurk@aol.com, 21. Juni 2025, 13:23 Uhr


    Ein Forum für Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, die etwas zu sagen haben


    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    wir möchten euch auf neue Artikel auf https://gewerkschaftsforum.de/ aufmerksam machen:



    Was erwartete die 8,1 Millionen Menschen, die von 2000 bis 2022 nach Deutschland zugewandert sind – wo sind sie verblieben?



    Zwischen den Jahren 2000 und 2022 sind 8,1 Millionen Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft netto (Zuzüge abzüglich Abzüge) nach Deutschland zugewandert. Im gleichen Zeitraum haben netto 0,6 Millionen deutsche Staatsbürger das Land verlassen.


    2022 machten eingewanderte Menschen rund 18 Prozent der deutschen Bevölkerung aus, weitere sechs Prozent waren direkte Nachkommen von ihnen. 40 Prozent der nach Deutschland Eingewanderten sind seit 2013 hinzugekommen. Sie waren mit einem Durchschnittsalter von knapp 30 Jahren deutlich jünger als die deutschen Staatsbürger ohne Einwanderungsgeschichte, dort liegt das Durchschnittsalter bei 47 Jahren.


    In der Debatte um die Zuwanderung werden das Asylrecht, die Abwehr unwillkommener Menschen bzw. sogenannter Wirtschaftsflüchtlinge und die Behebung eines angeblichen Fachkräftemangels durch die Abwerbung qualifizierter Personen aus dem Ausland miteinander vermischt: So verschieden diese Fragen auch erscheinen, sie haben doch dieselben Ursachen.

    Im Folgenden soll versucht werden, nachzuvollziehen, in welchen Arbeitsbereichen die meisten der zugewanderten Menschen unterkommen und ob sie wirklich für die moderne Reservearmee erforderlich sind.  weiterlesen →--------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Wer hat uns beraten? Sozialdemokraten! SPD-Dissidenten melden sich zu Wort



    Von Johannes Schillo


    Anfang Juni treten sozialdemokratische „Friedenskreise“, die sich als Beratungsgremium der Partei verstehen, mit einem Friedens-Manifest an die deutsche Öffentlichkeit und ernten dort zumeist heftigsten Widerspruch. Was ist da los?


    Zu dem Manifest, das den Titel „Friedenssicherung in Europa durch Verteidigungsfähigkeit, Rüstungskontrolle und Verständigung“ trägt, hat es in der deutschen (Gegen-)Öffentlichkeit bereits zahlreiche Wortmeldungen gegeben. Die Website IVA ist gleich bei Erscheinen darauf eingegangen und hat die ausführliche Kritik vorgestellt, die die oppositionelle Verdi-Initiative „Sagt nein!“ zu dem Papier vorgelegt hatte. In diesen kritischen Randglossen, die vor dem öffentlichen Eklat abgefasst wurden, konnte auf die neue militante Einheitsfront von Medien, herrschender Politik und Politikberatung gegen jede noch so kleine Abweichung im öffentlichen Diskurs natürlich nicht eingegangen werden. Sie war in der Form auch nicht abzusehen, überraschte selbst die Initiatoren.


    Denn an dem SPD-Friedenspapier ist eigentlich „nichts Skandalöses“, wie Ole Nymoen im „Jacobin“-Magazin schrieb: „Eine grundsätzliche Absage an die Kriegstüchtigkeit Deutschlands und Europas ist das nicht. Sondern lediglich eine Warnung vor einer Aufrüstungsspirale, die zukünftige Konflikte eher wahrscheinlicher macht, als sie zu verhindern. Historisch betrachtet ist diese Warnung berechtigt.“ Woher dann die Aufregung? Dazu hier einige Überlegungen.  weiterlesen →

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    Gewerkschaften zu Aufrüstung und Krieg



    Von Frank Bernhardt und Rainer Brügel


    Antikriegsprotest: eigentlich eine Selbstverständlichkeit für Gewerkschaften – oder doch nicht? Aber wie sieht die Lage heute in Deutschland aus? Dazu hier einige Streiflichter.


    In den modernen Gesellschaften, die auf dem Gegensatz von Kapital und Arbeit beruhen – ob sie dies nun offen erkennen lassen, sozialpartnerschaftlich abzumildern versuchen oder schon den definitiven Vollzug solcher Versuche in ihrer „Sozialen Marktwirtschaft“ melden –, gehören die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu den Hauptleidtragenden von Aufrüstung und Krieg. Der DGB hat das in seinen Grundsatzerklärungen seit der russischen Invasion in der Ukraine immer wieder betont. Und dies hat ja auch seine Tradition in der Arbeiterbewegung.

    Das Faktum der Kriegsträchtigkeit der betreffenden Wirtschaftsweise (die früher „Kapitalismus“ hieß) ist dabei ja fast eine Trivialität – also die Tatsache, die der französische Sozialist Jean Jaurès vor dem Ersten Weltkrieg mit dem berühmten Ausspruch fasste: „Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen.“ Seit der Durchsetzung dieser Wirtschaftsordnung Ende des 19. Jahrhunderts kennt ja alle Welt den „Imperialismus“ als Ausfluss des entsprechenden Staatenverkehrs, in dem – über die Politik vermittelt – ökonomische Gegensätze zum Zuge kommen.  weiterlesen →------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Ursachen des „Fachkräftemangels“ sind systembedingt und hausgemacht (4) – Duale Berufsausbildung am Ende



    Wenn in den Unternehmen irgendetwas nicht rund läuft, wird sofort auf den vorgeblichen „Fachkräftemangel“ verwiesen, man zuckt mit den Schultern, meint damit, da „kann man nichts machen“, als wäre das Problem mit der geringen Zahl an Fachleuten wie ein Naturereignis vom Himmel gefallen.


    Auch stimmt die Lobhudelei über das Duale Ausbildungssystem in Deutschland schon lange nicht mehr, mehr noch, dieses System scheint wohl völlig gescheitert zu sein. Die einzige Lösung wird in der Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland gesehen, doch die Ursachen des Mangels an Fachkräften sind systembedingt und hausgemacht. Wer meint, dass die Unternehmen nun ihre Ausbildungsanstrengungen steigern und auch die Bundesagentur für Arbeit ihre Vermittlung junger Menschen in die Berufsausbildung hinterfragen würden, der ist auf dem Holzweg.  weiterlesen →

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    Die neue Grund-Verunsicherung



    Von Sarah-Lee Heinrich


    »Das bisherige Bürgergeldsystem gestalten wir zu einer neuen Grundsicherung für Arbeitssuchende um«, heißt es im Koalitionsvertrag. Ein Win für die CDU, die Wahlkampf damit gemacht hat, das Bürgergeld »abzuschaffen«. Auch die SPD signalisierte im Wahlkampf, dass sie für Änderungen am Bürgergeld offen wäre, immerhin »kratze es am generellen Gerechtigkeitsempfinden der hart arbeitenden Menschen«.


    Der Wahlkampf ist vorbei und die Große Koalition nimmt ihre Arbeit auf, im Vergleich zur Ampel ungewöhnlich geräuschlos. Die neue Arbeitsministerin und designierte Parteivorsitzende der SPD, Bärbel Bas, kündigt an, zügig an der neuen Grundsicherung arbeiten zu wollen. Carsten Linnemann betont, dass man »wirklich an die Substanz des Systems gehen müsse«.

    Was erwartet uns jetzt? Die Veränderungen am Bürgergeld haben eine andere Natur als eine einfache Abschaffung, in der das Bürgergeld »gestrichen« wird. Doch die CDU kann und will nicht auf das Bürgergeld verzichten. Sie wollen es zu einem noch effektiveren Werkzeug zur Disziplinierung der Beschäftigten weiterentwickeln. weiterlesen →---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    IMI-Standpunkt: Eskalation Nahost: Zerschlagung des Irans – Beteiligen sich westliche Militärs an den Angriffen auf Iran?



    Von Pablo Flock


    Die durch Israel ohne Kriegserklärung begonnenen Angriffe auf den Iran und dessen Vergeltungsschläge halten an und haben im Iran schon über 200 und in Israel über 20 Menschenleben gefordert. Während die deutsche Regierung das israelische Narrativ eines präventiven Verteidigungsschlags nachplappert, zitiert mittlerweile sogar die Tagesschau hauptsächlich Völkerrechtler, die diesen Fall nicht vom Völkerrecht gedeckt sehen. Auf den Punkt bringt es Kai Ambos, Professor für Völkerrecht an der Universität Göttingen, mit den Worten: „Wenn wir die Schwelle für Selbstverteidigung immer weiter nach vorne verlagern, wird das Gewaltverbot – eine Fundamentalnorm des Völkerrechts – praktisch bedeutungslos.“


    Während also der ganze Angriff Israels wahrscheinlich völkerrechtswidrig ist, also kein Recht zum Krieg „jus ad bellum“ besteht, hat Israel auch in den letzten Tagen und besonders in der ersten Nacht schwere Kriegsverbrechen begangen, also Vergehen im Krieg „jus in bellum„, nämlich die Morde an zivilen (Nuklear-) Wissenschaftler, sowie die Angriffe auf nukleare Kraftwerke und Forschungszentren. Der ehemalige Chef der Internationalen Atomenergie Behörde (IAEA) und Friedensnobelpreisträger Mohamed ElBaradei kritisierte die Nichtbenennung dieser Kriegsverbrechen im Post des Auswärtigen Amts auf X, in dem Israels „Recht auf Selbstverteidigung“ bestärkt wird.

    Deutschland und andere westliche Länder stehen Israel dabei nicht nur diskursiv und diplomatisch bei, wie es beispielsweise die Erklärung der G7 tat. Die Gruppe der (ehemaligen) Kolonialmächte (+ Kanada) – verzeiht – der „zur Gründung reichsten Industrienationen“ kritisiert in dieser einzig den Iran und nicht Israels Vorgehen. Auch die Streitkräfte der USA, Großbritanniens und Deutschlands scheinen dem israelischen Militär auf Dauer und nicht nur zu defensiven Zwecken beizustehen.  weiterlesen →------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    „Sind wir unfähig zum Frieden?“ – oder: Die fatale Aktualität eines 45 Jahre alten Essays



    Im Mai 1980 – der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt hatte kurz zuvor erklärt, die aktuelle Situation erinnere stark an die Vorphase des Ersten Weltkriegs 1914 – publizierte der Arzt, Psychoanalytiker und spätere Mitbegründer der deutschen Sektion der „Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs“ (IPPNW), Horst-Eberhard Richter (1923-2011) einen langen Essay, der nicht unwesentlich zur Entstehung der Friedensbewegung der Achtziger Jahre beitrug. Wir veröffentlichen hier unkommentiert Auszüge, denn dieser Text bedarf angesichts der heute aktuellen Weltlage keiner weiteren Erläuterung. – Die Zitate ausgewählt hat Leo Ensel.


    In der internationalen Presse wurde unlängst offen diskutiert, dass die aktuelle Weltlage stark an die Vorphase des Ersten Weltkrieges erinnere. Wir alle haben in der ersten Hälfte dieses Jahres aus den täglichen Nachrichten ein bedenkliches Missverhältnis ablesen können zwischen der Bedrohlichkeit der Weltlage einerseits und einer Politik der Großmächte andererseits, die das Risiko einer Katastrophe laufend erhöht statt vermindert hat. Wir beobachten eine eskalierende Strategie der Konfrontation, obwohl aus weltpolitischer Verantwortung genau umgekehrt mit allen Energien um die Wiederherstellung von Kooperation und Vertrauen gerungen werden müsste.  weiterlesen →



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    Herzliche Grüßevon den Kolleginnen und Kollegen des gewerkschaftsforum.deundviel Freude beim Lesen


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    21.06.2025

    Unberechenbarer Trump und die eskalierende Lage im Nahen Osten

    aus e-mail von Ralf Henze, 21. Juni 2025, 14:48 Uhr


    Liebe Freundinnen und Freunde,


    ich habe das Thema noch etwas "nachbereitet"/ergänzt:


    Trump ist unberechenbar und die Lage im Nahen Osten eskaliert.

    Atomanlagen wurden im Iran zerstört, doch es gibt noch eine Anlage tief

    im Untergrund. Diese zu zerstören, ist fast unmöglich, Israel verfügt

    über keine entsprechenden Waffen. Nur die USA haben dafür die geeignete

    Tarnkappenbomber B2 mit speziellen Bomben (GBU-57). (Quelle:

    Tagesschau.de

    <https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-fordo-102.html>)



        Keine Unterstützung aus Deutschland!


    Die Tarnkappenbomber B2 (Wikipedia

    <https://de.wikipedia.org/wiki/Northrop_B-2>) schaffen ohne Betankung in

    der Luft etwa 6.000 nautische Meilen (etwa 11.000 Kilometer). Mit einer

    Luftbetankung kann die Reichweite auf über 10.000 nautische Meilen (etwa

    19.000 Kilometer) erhöht werden. Die kürzeste Entfernung zwischen den

    USA und dem Iran beträgt 11.512,30 km Luftlinie. Also muss betankt

    werden. Ich hoffe nicht, dass es zu diesen Einsatz kommt. Aber falls

    doch, dann muss die Bundesregierung Unterstützung von seinem Boden

    (Ramstein) aus verbieten. Laut interner Information einer Person aus

    Ramstein gibt es dort derzeit eine große Aktivität. Deutschland darf

    nicht zu einem Beteiligten in diesem Krieg werden!


    Die GBU-57-Bomben, sechs Tonnen schwer, können von den B2-Bombern ans

    Ziel gebracht werden. Nur diese stärkste bunkerbrechende Bombe der Welt

    ist in der Lage, die tief im Berg liegende Atomanlage Fordo zerstören

    (Redaktionsnetzwerk Deutschland

    <https://www.rnd.de/politik/gbu-57-warum-die-us-bunkerbrecher-bombe-im-iran-israel-krieg-entscheidend-werden-koennte-MYSCQHJQWVFTHB7XXMG5JJD2FA.html

    und Der Standard

    <https://www.derstandard.at/story/3000000274479/die-us-bombe-auf-die-israel-im-konflikt-gegen-den-iran-hofft?_ptid=%7Bkpdx%7DAAAAwZ98rVLyhAoKSUFSMGNWQTJwdRIQbWM1NWNnc3MzZmNkMmdkOBoMRVhIWkJQQVhPM1M1IiUxODA1b3U4MGJvLTAwMDAzNXNlamh0Y2xuajhxbzhkbTVub2FvKhtzaG93VGVtcGxhdGVCWUhOQk5CTzVGOFNBRVcwAToMT1RTUVBCTkxZNDlPQg1PVFZCME1LNzdEUkVaUhJ2LYUA8AR0M3R6bHF2ODI2Wg0xOTEuMTcuBwDwAjc3YgNkd2ZolfXbwgZwDHgE>).


    Ob die Bundesregierung zur Betankung ein Verbot ausspricht, ist

    fraglich, unter Merz mehr denn je. Das sieht man schon an der

    Ramsteinklage vor dem Bundesverfassungsgericht vom letzten Jahr. Bereits

    damals äußerte sich die Bundesregierung (Ampel), dass damit die deutsche

    Bündnisfähigkeit und die außenpolitische Handlungsfähigkeit Deutschlands

    bedroht sei. Hier geht es um die Nutzung des US-Luftwaffenstützpunkts

    Ramstein für amerikanische Drohneneinsätze (Quelle: Deutschlandfunk.de

    <https://www.deutschlandfunk.de/regierung-sieht-in-ramstein-klage-deutsche-buendnisfaehigkeit-bedroht-102.html>).



        Vorbereitungen eines Angriffs durch die USA gegen den Iran


    Im April drohte Donald Trump dem Iran mit Angriffen bei einer Ablehnung

    eines Atomabkommens. Um dem Nachdruck zu verleihen, wurden

    B-2-Tarnkappenbomber auf eine Insel im Indischen Ozean verlegt. Dies

    also bereits vor dem Angriff Israels! (Frankfurter Rundschau

    <https://www.fr.de/politik/machtspiel-trump-verlegt-tarnkappen-kampfjets-auf-kleine-insel-zr-93662354.html>).

    Ebenso ist bekannt, dass sich derzeit ein drittes US-Kriegsschiff auf

    dem Weg in den Nahen Osten befindet. Die Lage eskaliert!


    Einen Tag vor dem Angriff Israels zogen die USA Personal aus dem Nahen

    Osten ab (Zeit

    <https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-06/usa-reduzieren-aus-sicherheitsgruenden-botschaftspersonal-im-irak>)

    und anschließend wurde der US-Luftwaffenstützpunkt in Katar geräumt.

    Trump will in den nächsten zwei Wochen eine Entscheidung treffen!



        Verplappert sich ein US-Senator?


    Auch gibt es offensichtlich weitere Vorbereitungen der USA, angeblich

    sind sie bereits dabei. Zumindest scheint es so zu sein, wie in diesem

    Streit im US-Fernsehen zu hören ist.


    Donald Trumps Anhänger debattieren darüber, ob die USA sich an Angriffen

    auf Iran beteiligen sollen. Fernsehmoderator Tucker Carlson und Senator

    Ted Cruz lieferten sich dazu nun ein absurdes Schreiduell am 18. Juni 2025:


    https://www.youtube.com/watch?v=p3bTR2koQWg


    Auch dass Israel Atomwaffen besitzt, ist ein offenes Geheimnis. Wohl

    seit 1967 besitzt Israel Atomwaffen, ohne jemals offiziell einen

    Atomwaffentest durchgeführt zu haben. Und warum wird dies nicht auch

    thematisiert?  Zumindest für Verhandlungen sollte eine Grundlage

    geschaffen werden (Frankfurter Rundschau

    <https://www.fr.de/politik/atomwaffen-eskalation-im-nahen-osten-raetsel-um-israels-zr-93791270.html

    und Bundeszentrale für Politische Bildung

    <https://sicherheitspolitik.bpb.de/de/m6/articles/nuclear-weapons>).



        Radioaktivität


    Und nur mal so: eine Zerstörung dieser unterirdischen Anlage würde einen

    Teil des Nahen Ostens radioaktiv verseuchen. Diese Gefahr interessiert

    niemanden? Und gibt es keine kritischen Stimmen zu diesem Krieg und

    seiner Gefahren?


    https://gruen4future.de/2025/06/20/unberechenbarer-trump-und-die-eskalierende-lage-im-nahen-osten/


    Viele Grüße,


    Ralf


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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