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15.06.2025

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nachdenkseiten.de, 15. Juni 2025 um 13:00 Ein Artikel von Diana Johnstone

Seit vielen Monaten wird Serbien von störenden Protesten und Blockaden geplagt, die größtenteils von Studenten ausgehen. Allerdings sind auch Oppositionsführer, Universitätsbehörden und externe Einflüsse involviert. Wo genau diese Proteste ihren Ursprung haben und wohin sie führen, ist unklar. Hier ein Versuch, den Hintergrund zu erklären. Von Diana Johnstone, aus dem Englischen übersetzt von Susanne Hofmann.


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Serbien ist ein kleines Land, das früher aufgrund seines heldenhaften Widerstandes gegen den österreichischen und deutschen Einmarsch in den beiden Weltkriegen ein Liebling der westlichen Alliierten wie Frankreich und England war. Sie mochten Serbien so gerne, dass sie es zum Königreich von Serben, Kroaten und Slowenen vergrößerten, als sie 1918 in Versailles die Grenzen verschoben. Später wurde daraus Jugoslawien. Einige serbische Politiker hielten dies damals für übertrieben, aber die kroatischen und slowenischen Staatschefs waren froh, das untergehende Habsburgerreich zu verlassen und sich auf die Siegerseite zu stellen.

All dies änderte sich schlagartig in den 1990er-Jahren. Deutschland war wiedervereint und begann, sein bescheidenes außenpolitisches Auftreten der Nachkriegszeit abzulegen. Mit deutscher Unterstützung erklärten die jugoslawischen Teilrepubliken Slowenien und Kroatien ihre Unabhängigkeit, mit dem Ziel, dem Club der Reichen – der Europäischen Union – beizutreten. Diese Wende entband die beiden wohlhabendsten jugoslawischen Republiken der Verpflichtung, Entwicklungshilfe an ärmere Regionen wie Kosovo zu zahlen, und erlaubte ihnen stattdessen, Gelder aus der EU zu erhalten. Die Schuldenkrise der 1970er-Jahre hatte die Beziehungen zwischen den Republiken stark belastet.

Doch laut den Sezessionisten war ihre einzige Motivation, dem „serbischen Nationalismus“ zu entkommen. Ein großer Verfechter dieser Interpretation war der verstorbene Otto von Habsburg, ein einflussreiches Mitglied des Europäischen Parlaments. Als Thronfolger des Habsburgerreiches, das infolge des Ersten Weltkriegs zerfiel, hegte er selbstverständlich einen persönlichen Groll gegen Serbien.

Mit zunehmender Verwirrung und Gewalt beim Zerfall Jugoslawiens übernahmen westliche Medien und Regierungen enthusiastisch die habsburgische Sichtweise – nicht offen, sondern getarnt als Verteidigung westlicher Werte und des Selbstbestimmungsrechts. Die Medien gaben den Serben die Schuld an allem und zogen sofort den unvermeidlichen Hitler-Vergleich heran, um Serbiens in Bedrängnis geratenen Präsidenten Slobodan Milošević als „Diktator“ darzustellen. Seine verzweifelten Versuche, Jugoslawien zusammenzuhalten, verglich man mit dem groß angelegten Einmarsch des Dritten Reiches in ganz Europa. Das „heldenhafte kleine Serbien“ wurde zum Paria der westlichen Welt.

Ein Land im Schwebezustand

Das konkrete Ergebnis der NATO-Bombardierung von 1999 war die Umwandlung der „defensiven“ NATO in eine aggressive Streitmacht, welche die historische serbische Provinz Kosovo den bewaffneten ethnischen Albanern auslieferte und dort einen riesigen US-Militärstützpunkt errichtete. Es hätte etwas von einer Verschwörungstheorie, zu behaupten, dies sei das eigentliche Ziel der NATO-Bombardierung gewesen. Nein, offiziell ging es um das „Recht darauf, zu intervenieren“, wenn es um die Einhaltung der Menschenrechte ging, darum, die Kosovaren vor einem angeblichen Völkermord „zu retten“, der nie drohte. Das ist zumindest die Version, die im Westen ständig wiederholt wurde.

„NATO-Land“ und „westliche Werte“ dominieren heute nicht mehr die ganze Welt. Doch Serbien liegt geografisch und psychologisch im Westen. Serbien gehörte zu Jugoslawien – einem unabhängigen, blockfreien sozialistischen Land, das nicht dem sowjetischen Block angehörte. Doch die Serben verbindet mit Russland eine historisch gewachsene Freundschaft als Glaubensbrüder im orthodoxen Christentum, die bis in den serbischen Freiheitskampf gegen das Osmanische Reich zurückreicht. Die Serben sind hin- und hergerissen zwischen Ost und West – oder aber beiden zugehörig. Eigentlich wäre das Land in der perfekten Ausgangsposition, Ost und West zu verbinden. Genau das versucht die derzeitige Regierung unter Präsident Aleksandar Vučić umzusetzen.

Aufgrund seiner Geschichte und seiner natürlichen Neigung sollte Serbien eine Brücke zwischen Ost und West sein. Aleksandar Vučić wurde 2017 zum Präsidenten Serbiens gewählt, und seine Serbische Fortschrittspartei hat seither mehrere Wahlen mit deutlicher Mehrheit gewonnen. Seine wirtschaftspolitischen Maßnahmen haben eine schlechte Lage verbessert. Nachdem westliche Unternehmen serbische Industrien übernommen hatten, nur um sie anschließend stillzulegen, hat Vučić chinesische Investitionen willkommen geheißen, die Serbiens industrielle Produktion und den Bergbau wiederbeleben. Das Wirtschaftswachstum beschleunigte sich im Jahr 2024 auf komfortable 3,9 Prozent. Das Hochschulstudium ist für alle kostenlos, die die Aufnahmeprüfungen bestehen, und serbische Universitäten genießen international ein hohes Ansehen.

Im Gegensatz zu seinen Nachbarn bleiben die Serben in ihrem Heimatland, während viele andere auswandern. (Bosnien-Herzegowina hat die Hälfte seiner Bevölkerung durch Emigration verloren, das relativ wohlhabende Montenegro 24,4 Prozent, Nordmazedonien 31,6 Prozent, Serbien hingegen nur sieben Prozent – ein Hinweis darauf, dass die Lebensperspektiven dort vergleichsweise vielversprechend sind.)

Serbiens Beziehungen zu China sind seit Langem freundlich und wirtschaftlich vorteilhaft. Vučićs Außenpolitik versucht, ein Gleichgewicht zwischen Ost und West zu erreichen, doch die wachsenden Feindseligkeiten zwischen der EU und Russland machen dies immer schwieriger. Doch dieselben Vertreter eines westlichen Überlegenheitsdenkens, die der Ukraine ihre natürliche Brückenfunktion genommen haben, indem sie auf die ukrainische „NATO-Bestimmung“ beharrten, arbeiten nun daran, alle potenziellen Brücken zu Russland zu zerstören – sei es das ferne Georgien, Moldawien oder das nahe Serbien.

Als EU-Beitrittskandidat steht Serbien unter der ständigen Beobachtung, ob es sich wirtschaftlich und politisch an EU-Standards anpasst. Vučić hat indirekt Waffen an die Ukraine verkauft, weigert sich jedoch, Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Immerhin versorgt Russland Serbien mit Gas. Er lehnt die EU-Forderung ab, die Unabhängigkeit des Kosovo anzuerkennen – eine Forderung, die kein serbischer Politiker erfüllen könnte, ohne sofort sein Amt zu verlieren. Dennoch betrachten ihn seine innenpolitischen Kritiker als nicht hart genug.

Vučić trotzte den Drohungen der EU, indem er am 9. Mai nach Moskau flog, um an den Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag des Sieges über Nazideutschland teilzunehmen. Hätte er dies unterlassen, wäre er im eigenen Land als EU-Lakai heftig kritisiert worden. So aber können seine Gegner ihn zu „Putins Marionette“ erklären.

Titos blockfreie Politik war ein großer Erfolg, und Vučić scheint sich daran zu orientieren. Doch sein Balanceakt macht ihn von beiden Seiten angreifbar.

Proteste gegen … was genau?

Merkwürdigerweise wird Serbien seit Monaten von massiven Studentenprotesten und Blockaden erschüttert, jedoch nicht wegen der Außenpolitik oder konkreter Regierungsmaßnahmen, sondern hauptsächlich als Reaktion auf tragische Ereignisse, die keine offensichtliche politische Bedeutung haben.

In Belgrad griff am 3. Mai 2023 ein 13-jähriger Junge, bewaffnet mit Pistolen und Molotowcocktails, seine Schule an. Er tötete acht Mitschüler und einen Sicherheitsbeamten. Der minderjährige Täter wurde schließlich in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, die Eltern wurden angeklagt.

Und nur einen Tag später, am Abend des 4. Mai, fuhr ein 20-jähriger Mann mit einem automatischen Sturmgewehr durch zwei Dörfer in Zentralserbien und eröffnete das Feuer. Er tötete neun Menschen und verletzte zwölf. Der Täter flüchtete, wurde jedoch gefasst und zu 20 Jahren Haft verurteilt.

Dies war ein Schock für ein Land, in dem Waffenbesitz zwar weit verbreitet, Schusswaffengewalt jedoch selten ist. In den folgenden Monaten kam es in den großen Städten zu großen Protestkundgebungen. Oppositionspolitiker gründeten die Bewegung „Serbien gegen Gewalt“, die Präsident Vučić beschuldigte, ein gesellschaftliches „Klima“ geschaffen zu haben, in dem es zu den Mordfällen kommen konnte. Das ist sicherlich übertrieben.

Tatsächlich ist die Polizeigewalt in Serbien vergleichsweise gering ausgeprägt, und Vučić kann kaum für die allgemeine gewaltbereite Stimmung verantwortlich gemacht werden, die heute weltweit vorherrscht. Premierministerin Ana Brnabić übertrieb möglicherweise ebenfalls, als sie behauptete, die Proteste seien „von ausländischen Geheimdiensten angeheizt“ worden.

Die Bewegung „Serbien gegen Gewalt“ erhielt bei den Parlamentswahlen am 17. Dezember 2023 24 Prozent der Stimmen – halb so viel wie die 48 Prozent, die das von Vučić unterstützte Regierungsbündnis erreichte. Im Februar 2024 reiste eine Delegation unter der Leitung von Marinika Tepić von „Serbien gegen Gewalt“ und Radomir Lazović von der „Serbischen Grünen-Links-Front“ nach Straßburg, um sich beim Europäischen Parlament über angeblich gestohlene Wahlen zu beschweren.

Das Europäische Parlament, das nur über wenig gesetzgeberische Macht verfügt, will sich vor allem dadurch Geltung verschaffen, dass es hochmoralische Resolutionen verabschiedet, die Menschenrechtsverletzungen in anderen Ländern verurteilen – oft auf Grundlage nicht überprüfter Beschwerden. Wie zu erwarten, verabschiedete das Parlament mit einer überwältigenden Mehrheit von 461 zu 52 Stimmen eine Resolution, die eine internationale Untersuchung zu „Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen“ forderte und mit dem Entzug von EU-Mitteln drohte. Der Hauptvorwurf war, dass Präsident Vučić durch seinen Wahlkampf die Wähler unfair beeinflusst habe. Marinika Tepić erklärte gegenüber Politico: „Wenn sich jetzt nichts ändert, gleiten wir völlig in eine Diktatur ab.“

Die Missionarsarbeit der EU

Die Proteste gegen die Anerkennung der Wahlen vom Dezember 2023 nahmen ein solches Ausmaß an, dass viele befürchteten, es könne zu einer Wiederholung der Maidan-Demonstrationen von 2014 kommen, die schließlich zum Krieg in der Ukraine führten. In Belgrad wurden die Studentenproteste von Pavle Cicvarić angeführt, der seine Organisationsfähigkeiten in zahlreichen Programmen und Workshops erworben hatte, finanziert von westlichen Stiftungen. Die Eltern des jungen Anführers engagieren sich beide stark in der NGO-Szene.

Seine Mutter, Dr. Jelena Žunić Cicvarić, ist Projektkoordinatorin der NGO „Regionales EU-Ressourcenzentrum für die Zivilgesellschaft in Serbien“, einer wichtigen Schnittstelle zur Verteilung von EU-Geldern – allerdings ausschließlich an Organisationen, die sich aktiv für die „europäischen Werte“ einsetzen. Sein Vater, Radovan Cicvarić, langjähriger Politiker mit Schwerpunkt Euro-Integration, fördert dieselben Werte als Direktor der NGO Užice-Zentrum für Kinderrechte (UCPD), gegründet 1998.

Während sich das UCPD auf Kinderrechte konzentriert, betreibt eine andere einflussreiche NGO – die Belgrade Open School (BOS), gegründet 1993 – Programme für Studenten und junge Berufstätige, darunter auch die „Ausbildung von Akteuren des sozialen Wandels“. Beide Organisationen sind Teil des Jugenddachverbands Serbiens, der beträchtliche finanzielle Mittel von internationalen Geldgebern wie USAID, der Open Society Foundation von George Soros und verschiedenen EU-Programmen erhält. Sie organisieren Workshops, Schulungen und Projekte, die darauf abzielen, lokale NGOs zu stärken und europäische Werte zu fördern.

Länder im „Übergang“, die der EU beitreten wollen, müssen sich darüber belehren lassen, wie sie würdige Europäer werden können. Diese erzieherische Aufgabe übernimmt unter anderem der Europäische Fonds für den Balkan (EFB), eine gemeinsame Initiative europäischer Stiftungen. Der EFB konzipiert, betreibt und unterstützt Initiativen zur Stärkung der Demokratie und Förderung der europäischen Integration. Bedeutend ist, dass der EFB das „Gemeinsame Geschichtsprojekt“ finanziert – mit Unterstützung des deutschen Auswärtigen Amts – mit dem Ziel, eine einheitliche Version der Regionalgeschichte zu entwickeln und zu verbreiten.

Die Balkan Trust for Democracy (BTD) ist eine Stiftung mit Sitz in Belgrad. Sie wurde im März 2003 vom German Marshall Fund, USAID und der Charles Stewart Mott Foundation gegründet. Weitere Geldgeber sind u. a. der Rockefeller Brothers Fund, die Robert Bosch Stiftung, das Außenministerium Schwedens, die Regierungen von Dänemark und Griechenland sowie diverse kleinere Stiftungen. Die BTD fördert Stipendienvergabe, den politischen Dialog und Nachwuchsführungskräfte.

Wer in Serbien eine politische oder gesellschaftliche Führungsrolle übernehmen will, weiß also, wohin er sich wenden muss. Es fällt schwer zu glauben, dass all diese westlich finanzierten Organisationen nicht zumindest teilweise zur Motivation und zum Geschick der serbischen Studentenproteste beigetragen haben.

Ein tödlicher Einsturz

Novi Sad ist die zweitgrößte Stadt Serbiens und ein wichtiger Halt auf der neuen Hochgeschwindigkeitszugstrecke zwischen Belgrad und Budapest, die mit chinesischer Hilfe neu gebaut wird. Im Zuge dieses Projekts wurde der 60 Jahre alte, modernistische Bahnhof von Novi Sad kürzlich renoviert. Dabei blieb auf der Eingangsseite ein langes Betondach bestehen. Am Morgen des 1. November 2024 stürzte dieses Betondach plötzlich ein und tötete insgesamt 16 Menschen. Die serbische Regierung rief einen landesweiten Trauertag aus. Mehrere Beamte traten zurück, darunter die serbische Bauministerin und der Bürgermeister von Novi Sad. Die Untersuchungen zur Ursache des Einsturzes dauern an.

Für die studentischen Aktivisten war der Vorfall ein klarer Beweis für Korruption – nicht nur beim Umbau des Bahnhofs, sondern in der gesamten Gesellschaft. Sie erklärten, was in Novi Sad geschehen sei, belege, dass Serbien von Kriminalität, Gewalt, Korruption und Verzweiflung überwältigt sei. Sie gaben sich selbst die Aufgabe, diese „unerträgliche gesellschaftliche Realität“ zu verändern und ein neues Serbien aufzubauen.

Die Bewegung scheint führerlos, organisiert sich über sogenannte Studentenplenen, in denen intern im Konsens entschieden wird, was als Nächstes zu tun ist. Sie haben Fakultäten und Schulen blockiert und monatelang den Unterricht behindert. Studenten, die weiter an Lehrveranstaltungen teilnehmen wollen, werden als Verräter behandelt. Selbst Krankenhäuser wurden blockiert.

Beobachter haben festgestellt, dass die aktivistischen Studierenden meist aus wohlhabenden Familien stammen, junge Menschen aus dem Arbeitermilieu beteiligen sich kaum. Es handelt sich um eine Revolte der Elite, die Gleichheit fordert.

Interessanterweise werden die die Straßen blockierenden Studenten von der Polizei geschützt. Die Regierung vermutet offenbar eine Provokation und meidet bewusst jede gewaltsame Repression – im Gegensatz zur Regierung von Emmanuel Macron in Frankreich, die bei den Gelbwesten-Protesten mit harter Hand vorging.

Übergang – wohin?

Die serbischen Studenten unter 26 Jahren waren noch nicht geboren, als die NATO Serbien bombardierte. Die Jugend in Serbien ist aufgewachsen zwischen den Narben dieser Bombardierung und der andauernden dominanten westlichen Sichtweise, nach der die Serben die Hauptschuldigen an der Zerstörung Jugoslawiens gewesen seien. Kein Wunder, dass das zu Verwirrung führt.

Es ist verständlich, dass ein Teil der städtischen bürgerlichen Jugend es als unerträglich empfindet, aufgrund von Serbiens Status als geächteter Staat vom „Westen“ ausgeschlossen zu sein. Junge Menschen können in ihrem Rebellionsdrang erstaunlich konformistisch sein. Sie streben danach, sich gemeinsam gegen die Ansichten ihrer Eltern zu stellen. So verworren der Westen auch ist – er versteht es nach wie vor besser als alle anderen, sich selbst als etwas Wunderbares zu verkaufen. Ein wesentlicher Mechanismus dabei ist das massive Netzwerk nichtstaatlicher Organisationen (NGOs).

Im April 2024 veröffentlichten EU-Rechnungsprüfer einen Bericht, in dem auf einen „Mangel an Transparenz“ bei der Vergabe von etwa 4,8 Milliarden Euro an rund 5.000 NGOs im Zeitraum 2021 bis 2023 hingewiesen wurde – zusätzlich zu den 2,6 Milliarden Euro, die einzelne EU-Mitgliedsstaaten an rund 7.500 NGOs aus EU-Fördermitteln vergeben hatten. Es ist unklar, welche Länder genau profitierten, doch Serbien wurde von der slowenischen EU-Kommissarin für Erweiterung, Marta Kos, namentlich erwähnt. In einem Interview mit dem slowenischen Fernsehsender RTV am 28. März erklärte Marta Kos, es sei „inakzeptabel“, wenn Präsident Vučić andeute, EU-finanzierte NGOs hätten die Studentenproteste mit dem Ziel unterstützt, ihn zu stürzen. Dennoch merkte sie an, sie stehe „in engerem Kontakt zu den NGOs, die ich in Brüssel getroffen habe, als zur serbischen Regierung oder ihrem Präsidenten.“

„Viele NGOs in Serbien würden ohne unsere Unterstützung nicht überleben, und gerade wegen ihrer außergewöhnlichen Bedeutung habe ich beschlossen, ihnen für den Zeitraum ab diesem Jahr bis Ende 2027 weitere 16 Millionen Euro bereitzustellen“, sagte sie. „Ohne die Beteiligung der Zivilgesellschaft kann es keinen Erweiterungsprozess geben.“ Sie fügte hinzu, sie vertraue darauf, dass das serbische Volk seine Politiker dazu bringen werde, den EU-Kurs einzuhalten, damit Serbien Mitglied der Union werde.

Marta Kos fühlt sich auch persönlich befähigt, Orientierungshilfe zu geben. Der serbische Politiker Aleksandar Vulin, ein prominenter Sozialist mit mehreren Ministerposten in der Vergangenheit, wurde auf ihr Drängen hin aus der neuen Regierung ausgeschlossen. „Ich hoffe, Herr Vulin wird kein Mitglied der neuen Regierung sein, denn wer sich anti-europäisch verhält, kann Serbien nicht in die EU führen“, sagte Kos. Und sie setzte sich durch.

Zu seinen „Vergehen“ gehört unter anderem, dass Vulin einen Beitritt Serbiens zu den BRICS-Staaten befürwortet hatte und ein Gesetz zur Offenlegung ausländischer NGO-Finanzierungen gefordert hatte. (Als Georgien ein solches Gesetz einführen wollte, versuchten die EU-Vertreter, dies mit aller Macht zu verhindern – ohne Erfolg.)

Vučić hingegen trotzte den finsteren Drohungen der EU und nahm an den Feierlichkeiten zum 9. Mai in Moskau teil, wo seine Delegation Gespräche mit Wladimir Putin führte. Er umflog die Baltischen Länder, die seinen Flug blockierten, und zeigte sich zusammen mit dem couragierten slowakischen Premierminister Robert Fico in Moskau. So gestaltet sich Vučićs politischer Balanceakt: In Brüssel wird er als „Putin-Vertrauter“ denunziert, während ihn die Opposition in Serbien beschuldigt, er beuge sich zu sehr den Forderungen der EU.

Die Studentenproteste – unabhängig oder gelenkt?

Die studentischen Proteste sind noch widersprüchlicher. Die Aktivisten wollen nicht, dass die Regierungsvorwürfe, sie würden von EU-NGOs gesteuert, an Glaubwürdigkeit gewinnen. Daher wurde die EU-Flagge bei den großen Demonstrationen stillschweigend verbannt – es wehen nur serbische Flaggen, als Zeichen angeblicher nationaler Unabhängigkeit.

Und doch geschah im Frühjahr 2025 etwas Bemerkenswertes: Eine Gruppe studentischer Demonstranten inszenierte sich öffentlichkeitswirksam, indem sie sich mit dem Fahrrad auf den Weg zu den EU-Institutionen machte, um ihre Beschwerden vorzubringen. Sie wurden herzlich empfangen – nicht etwa wegen konkreter Reformvorschläge, sondern weil sie darüber klagten, dass in Serbien alles absolut schrecklich sei.

Die führende serbische Tageszeitung Politika berichtete am 6. Mai, dass diese studentischen Blockierer im Zuschauerraum des Europäischen Parlaments saßen, wo sie kleinlaut einem Vortrag des kroatischen Nationalisten Steven Nikola Bartulica lauschten. Dieser erklärte ihnen, dass „europäische Werte“ auch bedeuteten, eine „Schuld für alles, was Serbien Kroatien angetan habe“, einzugestehen.

(Zum Hintergrund: Im Sommer 1995 vertrieb Kroatien etwa 200.000 Serben aus dem Krajina-Gebiet – die größte ethnische Säuberung der jugoslawischen Kriege.)

Bartulica behauptete, Serbien sei keine liberale Demokratie nach europäischem Vorbild und könne erst dann normalisiert werden, wenn es Wiedergutmachung an Kroatien zahle.

Mehrere Mitglieder des Europäischen Parlaments zeigten sich zufrieden darüber, dass sich die Studenten für „Europa“ und gegen Russland entschieden hätten. Sie forderten den Sturz von Präsident Vučić und dem slowakischen Premierminister Fico, weil diese nach Moskau gereist seien.

Im eigenen Land allerdings scheint die Protestbewegung an Schwung zu verlieren. Die Studenten haben aufgehört, alles und zwar sofort zu fordern, und sich stattdessen auf Neuwahlen als zentrales Ziel zurückgezogen.

Vučić nutzte den Rückenwind durch seinen Besuch in Moskau, wo seine Delegation intensive Gespräche mit Wladimir Putin geführt hatte, und hielt eine patriotische Kundgebung in der Stadt Niš ab. Dort erklärte er, die Forderungen der Studenten seien für ihn nicht mehr von Interesse: Er bezeichnete die Blockierer als laute Minderheit, die die Mehrheit der Bürger, die Frieden, Arbeit und Einheit wollen, terrorisiere. Dass sie plötzlich Neuwahlen forderten, zeige aus seiner Sicht, dass sie nur eine weitere Gelegenheit suchten, um gewaltsame Ausschreitungen anzuzetteln – denn Wahlen würden von der Opposition ohnehin immer als manipuliert betrachtet. Die Wahlen würden, ganz regulär, ohnehin in rund einem Jahr stattfinden.

Am 22. Mai besuchte Kaja Kallas, die estnische Politikerin, die von Ursula von der Leyen zur Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik ernannt wurde, Belgrad. Frau Kallas hat keinerlei diplomatische Erfahrung, ihre sichtbarsten Qualifikationen scheinen zu sein, dass sie jung ist, eine Frau und dass sie eine beispiellose Feindseligkeit gegenüber Russland vertritt.

In Belgrad kam es zu einem seltsamen Rollentausch: Die oberste EU-Diplomatin traf sich mit dem serbischen Präsidenten und Premierminister, um ihnen Anweisungen zu geben, und gleichzeitig mit Vertretern der Studentenproteste, um ihnen zuzuhören.

Sie lobte ihr Treffen mit den jungen Aktivisten und der „Zivilgesellschaft“:

„Ich habe ihren Appell und ihre Hoffnungen gehört – sie wollen Fairness und Verantwortung. Damit Serbien sein volles Potenzial entfalten kann. Ihre Energie ist nötig, um einen Weg zur Weiterentwicklung zu finden.“

Im Gegensatz dazu tadelte Kallas Präsident Vučić dafür, dass er Putin in Moskau getroffen hatte. Serbiens zukünftige EU-Mitgliedschaft, so betonte sie, hänge davon ab, dass das Land eine „strategische Entscheidung“ zwischen Ost und West treffe.

Russlands Präsident Wladimir Putin akzeptiert übrigens Vučićs Politik der Balance und hat nichts dagegen, wenn Serbien der EU beitritt. In einer multipolaren Weltordnung ist Vielfalt willkommen. Doch für den Westen gilt: „Du bist entweder mit uns oder gegen uns.“ Zwischen Ost und West dürfen keine Brücken bestehen.

Verwirrung und Angst

In Belgrad glauben manche, dass die Proteste nun auslaufen. Möglicherweise, doch in der Vergangenheit haben sie sich nach einer Pause immer wieder neu entzündet, ausgelöst durch irgendein Ereignis. Da die Ursachen der Proteste unklar sind, sind auch die möglichen Lösungen unklar. Der Psychiater und Publizist Dr. Dragan Pavlović stellt fest, dass die Proteste sich in „sehr allgemeinen Forderungen nach einem ‘besseren Leben’ äußern – was natürlich keine konkrete Grundlage bietet, um zu verstehen, was genau eigentlich gewollt wird oder was zur Beruhigung der Lage beitragen könnte.“

Solche Forderungen, meint er, können endlos weitergehen.

„Es handelt sich wahrscheinlich um eine inszenierte Massenhysterie, ausgelöst durch die nukleare Bedrohung, den Genozid in Gaza, die andauernde Krise im Kosovo und durch das Wirken nichtstaatlicher Organisationen“, vermutet er. Die Journalistin und Schriftstellerin Mara Knežević Kern hält es für unmöglich, diese unglaublichen Ereignisse zu durchschauen: „Ich glaube nicht, dass man diese neue Variante eines Angriffs auf den Staat beschreiben kann – so etwas hat es bisher nirgendwo anders gegeben.“ In den 1990er-Jahren diente Jugoslawien als ein Versuchslabor für sogenannte „Regimewechsel“. Viele befürchten, dass dies in Serbien nun wieder geschieht.


Titelbild: Filip Vuskovic/shutterstock.c


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Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=134463


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

15.06.2025

Jabkow: Die Iran-Situation zeigt, dass Großbritannien, Deutschland und Frankreich kein Gewissen mehr haben

anti-spiegel.ru, 14. Juni 2025, 14:22 Uhr, von Anti-Spiegel

Das sei eine schreckliche Verzerrung der Wahrnehmung der Welt, sagte der stellvertretende russische Außenminister.

MOSKAU, 14. Juni. /TASS/. Die Geschehnisse rund um den Iran zeigen, dass London, Berlin und Paris kein Gewissen mehr haben, erklärte der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow zu den israelischen Angriffen auf den Iran gegenüber der TASS.

„Es ist eine schreckliche Verzerrung der Wahrnehmung der Welt, dass Großbritannien, Frankreich und Deutschland, die eigentlich ihre Bemühungen um eine politische und demokratische Lösung hätten verdoppeln müssen, nun ohne Gewissensbisse – ich weiß nicht, ob sie überhaupt noch irgendeinen Rest von Gewissen haben – alles so darstellen, als sei der Iran selbst schuld, dass er angegriffen wurde“, bemerkte der stellvertretende Außenminister.


Info: https://anti-spiegel.ru/2025/rjabkow-die-iran-situation-zeigt-dass-grossbritannien-deutschland-und-frankreich-kein-gewissen-mehr-haben/


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15.06.2025

Erster deutscher Veteranentag: Feiern und Protest

freedert.online, 15 Juni 2025 16:20 Uhr

Heute findet zum ersten Mal der Veteranentag statt. Mit bundesweiten Veranstaltungen sollen die Deutschen an die Präsenz von Militär im Alltag gewöhnt werden. Für die zentrale Feierlichkeit in Berlin sind Gegendemonstrationen angekündigt.


Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Frederic Kern


Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Oberstleutnant Michael Krause im Veteranenbüro der Bundeswehr in Berlin.


Im Rahmen des Vorhabens, Deutschland erneut massiv aufzurüsten und zur Militärmacht zu machen, wurde ein eigener Tag zur Würdigung der Bundeswehr und der Verdienste ihrer Soldaten eingeführt. Im vergangenen Jahr beschloss der Bundestag, dass künftig immer am 15. Juni bundesweit der Veteranentag begangen wird. Als Veteran gilt, wer aktiv im Dienst der Bundeswehr steht oder regulär aus dem Dienst ausgeschieden ist. Der Veteranentag soll den Austausch zwischen den Angehörigen der Bundeswehr und der deutschen Gesellschaft fördern. Ziel ist die Erhöhung der Akzeptanz der Bundeswehr in der deutschen Gesellschaft. Die Präsenz von Soldaten und Militär soll wieder zum Alltag der Deutschen gehören. 


"Wie Anfang 1941" ‒ Militärexperte über den Zustand der deutsch-russischen Beziehungen





"Wie Anfang 1941" ‒ Militärexperte über den Zustand der deutsch-russischen Beziehungen





Veranstaltungen gibt es in vielen deutschen Städten. In Berlin ist für heute eine zentrale Feier geplant. Die Polizei rät das Regierungsviertel heute noch bis 21 Uhr großräumig zu umfahren. Das liegt nicht nur an den Feierlichkeiten zur Würdigung der Verdienste der Bundeswehr, sondern auch an angekündigten Protestveranstaltungen dagegen.

Mit dem Vorhaben, die Deutschen wieder "kriegstüchtig" machen zu wollen, sind nicht alle einverstanden, denn der deutsche Militarismus hatte im zwanzigsten Jahrhundert gleich zweimal verheerende Konsequenzen für Europa und die Welt.

Dass die Militarisierungspläne auch innerhalb der Bundeswehr nicht unumstritten sind, macht eine der Gegendemonstrationen deutlich. Die "Veteranen gegen den Krieg" erwarten auf ihrer Veranstaltung über 100 Teilnehmer. Am Nachmittag findet dann eine größere Gegenveranstaltung unter dem Motto "Wir feiern eure Kriege nicht" statt. Die Demonstration zieht vom Bahnhof Friedrichstraße zur Marshallbrücke.


Mehr zum Thema Pistorius: Bundeswehr braucht 60.000 Soldaten mehr – ohne Russland gäbe es "ein Erklärungsproblem"


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Video https://rumble.com/v6uhnz1-massive-nato-aufrstung-merz-bei-trump-and-drohnenangriff-auf-russische-kamp.html Dauer 27:51 min


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/inland/247876-erster-deutscher-veteranentag-feiern-und/


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15.06.2025

Vom Roten Platz inspiriert: Russlands Parade als Vorbild für Trumps "Victory Day"

freedert.online, 15 Juni 2025 10:08 Uhr, Von Hans-Ueli Läppli 

Donald Trump hat bekommen, was er sich seit 2017 gewünscht hat: eine Militärparade in der Hauptstadt – samt Robotern, Panzern, Fallschirmspringern und Patriotismus pur. Der offizielle Anlass: 250 Jahre US-Armee. Der eigentliche Anlass – Trumps 79. Geburtstag.


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Quelle: Gettyimages.ru © Andrew Harnik


Zeitreise durch die Militärgeschichte, feierliche Eidesleistung, Flugshows, Feuerwerk


Panzer auf der Constitution Avenue, Fallschirmspringer über dem Washington Monument und ein Präsident mit glänzenden Augen vor schwerem Gerät: Nein, ganz so wie in Moskau war’s nicht. Aber Donald Trump hat sich sichtbar Mühe gegeben. Zum 250. Jubiläum der US-Armee inszenierte sich der Präsident in der Hauptstadt mit der Militärparade, von der er seit Jahren träumt – passenderweise am Tag seines 79. Geburtstags.

Was offiziell als patriotisches Großereignis verkauft wurde, wirkte über weite Strecken wie ein überdimensionierter Kindergeburtstag mit Kriegsgerät. Rund 6.600 Soldatinnen und Soldaten marschierten durch die Hauptstadt, begleitet von 150 Militärfahrzeugen, darunter Abrams-Panzer, Bradleys und HIMARS-Systeme. Sogar Roboterhunde durften mitlaufen – Zukunftsvision trifft Zirkusnummer.

Auf den Tribünen sitzen Donald Trump, begleitet von Melania sowie Verteidigungsminister Pete Hegseth und Vizepräsident JD Vance, der später erklärte, die Parade sei Ausdruck tiefster Dankbarkeit gegenüber den Streitkräften.

Das Wetter ist schlecht, die Anzüge sitzen. Auf den Gesichtern der Anwesenden zeichnen sich lange Sorgenfalten ab, die Gedanken kreisen um eine Lage, die schlimmer ist als erwartet – in Iran und Israel schlagen zu diesem Zeitpunkt Bomben ein. Und der Friedenspräsident feiert ausgerechnet seinen Geburtstag neben rollenden Panzern.

Trump wirkte sichtlich enttäuscht – so viel Geld für eine Veranstaltung, bei der nicht mal die hastig zusammengestellten Truppen ordentlich marschieren konnten.

Los ging es morgens mit der Kranzniederlegung am Grab des unbekannten Soldaten. Danach folgte ein militärisches Festival mit Livemusik, Ausstellungen und Kampfhubschraubern, die sich perfekt für Selfies eigneten.

Den Abschluss bildete am Abend die Parade selbst. In rasantem Tempo erzählte der Umzug die Geschichte der US-Armee: drei Minuten für den Bürgerkrieg, sechs für den Zweiten Weltkrieg, dann ging’s schnell weiter zum Irak, Afghanistan, Drohnenkrieg und Robotik.

Das alles in dichten Kolonnen, flankiert von Sicherheitskräften, Drohnenüberwachung und 30 Kilometern Metallzaun. Zwei Sicherheitscheckpoints mussten durchquert werden, wer dem Spektakel aus nächster Nähe beiwohnen wollte. Das Publikum – viele im Trump-Merchandise – ließ sich davon nicht abschrecken. Auf Trump-freundlichen Plakaten war von "Siegen" und "Stärke" die Rede. Dass die USA zuletzt keine nennenswerte militärische Erfolgsgeschichte mehr zu feiern hatten, schien kaum jemanden zu stören.

Zum Finale dann das ganz große Pathos: 250 Rekruten legten vor Trump den Treueeid ab. Der Präsident, mit fester Stimme und hocherhobenem Kinn, nahm ihnen die Gelöbnisformel ab – eine Szene wie aus einem Propagandavideo. Danach: Konzert. Dann: Feuerwerk. Applaus.

Trump wollte mit seiner Militärparade in Washington den berühmten Roten Platz in Moskau nachahmen – doch das Spektakel wirkte eher wie eine billige Kopie. Während Russland seinen "Victory Day" als tief verwurzelte Feier der Nation begeht, blieb Trumps Event oberflächlich und zerfasert.

Landesweit protestierten Menschen unter dem Motto "No Kings" gegen die autoritäre Machtdemonstration des Präsidenten. Echte nationale Einheit blieb aus.

Der Rote Platz ist ein Symbol für Russlands Stolz und Zusammenhalt – Trumps Parade dagegen wirkte wie eine Show für wenige, während das Land gespalten ist. Moskaus Parade vereint Millionen, Washingtons Versuch scheiterte an fehlendem Geist und breiter Akzeptanz.


Mehr zum Thema – Der neue Krieg gegen Russland (I): Rohstoffe statt Lebensraum – Offizielle Narrative


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Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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15.06.2025

Haaretz-Herausgeber über Israels Krieg in Gaza: „Wenn das kein Genozid ist, was dann?“

berliner-zeitung.de, 14.06.202515.06.2025, 10:41 Uhr,  Internationales,   Raphael Schmeller

Der Journalist Gideon Levy nennt den Gazakrieg ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit – und warnt vor dem moralischen Zerfall der israelischen Gesellschaft. Ein Interview.

Interview


Die gesamte Bevölkerung in Gaza ist nach Einschätzung der Vereinten Nationen von einer Hungersnot bedroht.Rahim Khatib/imago


Der Krieg in Gaza tobt bereits seit 20 Monaten. Laut den Vereinten Nationen wurden durch israelische Angriffe bisher mindestens 50.000 Menschen getötet. Inzwischen ist die gesamte Bevölkerung des Palästinensergebiets aufgrund einer Hilfsblockade von einer Hungersnot bedroht. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnete diese Woche die Situation als „Schande“ und „inakzeptablen Skandal“.

Der israelische Journalist Gideon Levy zählt zu den schärfsten Kritikern der israelischen Kriegspolitik. Seit 1986 berichtet er wöchentlich in seiner Haaretz-Kolumne „Twilight Zone“ über den Alltag von Palästinensern unter israelischer Besatzung im Westjordanland. Er gilt als eine der wenigen kritischen Stimmen innerhalb Israels, die seit vielen Jahren gegen Besatzung und Krieg Stellung beziehen.

Im Gespräch mit der Berliner Zeitung spricht Levy über israelische Kriegsverbrechen, das Schweigen Deutschlands und warum er glaubt, dass sich die israelische Gesellschaft unumkehrbar verändert hat.


Info: https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/gideon-levy-haaretz-israel-gaza-genozid-li.2332435


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15.06.2025

Trump-Unterstützer will Nord Stream kaufen: Europas Gas in den Händen der USA?

freedert.online, 15 Juni 2025 15:33 Uhr

Der amerikanische Investor Steven Lynch plant, die beschädigte und stillgelegte Gasleitung Nord Stream 2 zu kaufen und die Gaslieferungen aus Russland unter amerikanischer Kontrolle wiederaufzunehmen. Während Lynch einen Antrag zur Teilnahme an der Ausschreibung bei der US-Regierung gestellt und Deutschland einen Kaufvorschlag vorgelegt hat, begegnen deutsche Politiker dem Vorhaben mit Skepsis.


Trump-Unterstützer will Nord Stream kaufen: Europas Gas in den Händen der USA?Quelle: Sputnik


Sabotage und Schnäppchenjagd: Amerikanischer Plan für Nord Stream


Der US-Investor Steven Lynch will die seit 2022 stillgelegte Nord Stream 2-Gasleitung kaufen. Vergangenes Jahr ersuchte er die US-Regierung um die Erlaubnis, an der Ausschreibung für die Pipeline teilzunehmen. Kürzlich unterbreitete er deutschen Behörden ein Angebot zum Erwerb der Leitung, um unter US-Aufsicht wieder Gas aus Russland zu liefern.


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Kanzler Merz macht Druck auf EU, Nord Stream 1 zu sanktionieren. (Teil I)


Deutsche Politiker zeigen sich wenig begeistert für die Idee, Nord Stream 2 wieder in Betrieb zu nehmen. Das Wirtschafts- und Klimaministerium macht zudem deutlich: Die Pipeline ist nicht genehmigt, technisch nicht einsatzbereit und immer noch beschädigt.

Dennoch gibt es in Deutschland einige, die glauben, dass die Wiederbelebung der Leitung bei knapper Energie helfen könnte – besonders, falls der Konflikt zwischen Israel und Iran eskaliert und womöglich die Straße von Hormus gesperrt wird.

In Brüssel, wo die entscheidenden Weichen für Deutschland gestellt werden, heißt es jedoch: "Auf keinen Fall, viel zu riskant!" Russland gilt als unzuverlässiger Partner, und ein solcher Schritt wäre für Ursula von der Leyen und die EU ein peinlicher Rückschlag.

Stattdessen zeichnet sich ein anderer Plan ab: russisches Gas, aber über US-Zwischenhändler, um peinliche politische Rückschläge zu vermeiden und die PR-Probleme in den Griff zu bekommen.

Die Trump-Regierung hat ein großes Faible für Rohstoffdeals, wie auch die Verhandlungen mit der Ukraine über seltene Erden zeigen, und Trump selbst liebt es, Handelsdeals mit Zöllen zu pushen. Das könnte Lynchs Plänen, Nord Stream 2 zu kaufen, Auftrieb geben, zumal er von der Trump-Administration unterstützt wird. Aber die EU hat bisher nicht die Absicht, die Sanktionen gegen die Pipeline zu lockern, was die Sache für Lynch ziemlich kompliziert macht. Die Leitung wieder flottzumachen, wäre nicht nur technisch ein Mammutprojekt, sondern würde in Brüssel auch diplomatisch für reichlich Unruhe sorgen. Washington scheint dagegen bereit, Gas zu geben.

Nach den Wahlen pusht Deutschland kräftig den Ausbau erneuerbarer Energien und will den Energiemix weiter diversifizieren, was die Wirtschaft vor große Herausforderungen stellt. Doch wenn der Krieg zwischen Israel und Iran außer Kontrolle gerät und die Energiepreise durch die Decke schießen, könnte das Projekt der sogenannten Energiewende endgültig scheitern. Wie Deutschland angesichts dieser Entwicklungen – mit dem Nahost-Konflikt im Nacken – seine Energieversorgung sichern soll, ist völlig unklar. Da könnten bald einige auf die Idee kommen, billiges russisches Gas über US-Vermittler zu holen, um die Lage zu entschärfen.


Mehr zum Thema – Medien: EU stimmt möglicherweise am 20. Juni über neue Sanktionen gegen Russland ab


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Video https://rumble.com/v6rqhdf-wer-hat-nord-stream-2-in-die-luft-gejagt-us-finanzminister-bricht-in-gelcht.htm Dauer 0:40 min


Screenshot daraus

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15.06.2025

Liveticker zum Iran/Israel-Krieg: Merz – Iran darf niemals Atomwaffen haben

freedert.online, 15 Juni 2025 15:30 Uhr

Israel hat in der Nacht auf Freitag Iran angegriffen. Nach israelischen Angaben griffen Kampfflugzeuge mehrere Ziele in der Islamischen Republik an. Dabei seien Militäreinrichtungen und Atomanlagen getroffen worden. Zudem wurden mehrere iranische Atomwissenschaftler sowie hochrangige Angehörige des Militärs und der Revolutionswächter getötet. Teheran bewertet den Angriff als Kriegserklärung und kündigte Vergeltung an.


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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Berlin 11.6.2025 (Symbolbild)


Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Chris Emil Janssen

  • 15.06.2025 15:30 Uhr

15:30 Uhr

Britische Ministerin signalisiert mögliche Unterstützung Israels gegen den Iran

Großbritannien könnte Israel möglicherweise in der Konfrontation mit dem Iran unterstützen, so Finanzministerin Rachel Reeves.

Die Entscheidung, zusätzliche Militärjets in den Nahen Osten zu entsenden, sei jedoch in erster Linie zum Schutz der britischen Stützpunkte und des Personals als "Vorsichtsmaßnahme" getroffen worden, fügte sie hinzu.

Auf die Frage, ob Großbritannien Israel zu Hilfe kommen würde, wenn es darum gebeten würde, sagte Reeves gegenüber Sky News: "Wir haben Israel in der Vergangenheit unterstützt, als Raketen auf das Land abgefeuert wurden. Wir entsenden Mittel, um uns selbst zu schützen, aber auch, um unsere Verbündeten zu unterstützen."

  • 15:05 Uhr

    Merz: Iran darf niemals Atomwaffen haben

    Bundeskanzler Friedrich Merz hat laut einer deutschen Regierungserklärung mit dem omanischen Sultan Haitham bin Tariq al-Sa'id gesprochen, da die regionalen Spannungen nach den israelischen Angriffen auf Iran zunehmen.

    Beide seien sich einig gewesen, dass der Konflikt nicht eskalieren dürfe, und hätten ihre Bereitschaft bekundet, zu seiner Beendigung mit diplomatischen Mitteln beizutragen, heißt es in der Erklärung. Und weiter:

    "Der Bundeskanzler dankte [dem Sultan] für die Vermittlungsbemühungen Omans zur Beendigung des iranischen Atomprogramms. Er betonte, dass der Iran niemals Atomwaffen haben darf."

    Iran verfolgt seit Jahrzehnten ein Atomprogramm und besteht darauf, die Atomenergie friedlich nutzen zu wollen.

    Merz betonte weiter, dass Deutschland Vorbereitungen für vermeintliche iranische Angriffe auf "israelische oder jüdische Ziele" in der Bundesrepublik treffe. Er forderte darüber hinaus:

    "Teheran muss die Bombardierung ziviler Ziele in Israel sofort beenden."

  • 14:10 Uhr

    Israel fliegt neue Angriffe auf Ziele in Teheran 

    Israel Luftwaffe fliegt eine neue Angriffswelle auf Ziele in Teheran. Der staatliche Rundfunk meldete Explosionen in der Nähe des Flughafens Mehrabad inmitten der Hauptstadt. Iranischen Medienberichten zufolge gab es auch Einschläge nahe einem Luxus-Hotel im Norden der Millionenstadt mit ihren mehr als 15 Millionen Einwohnern.

  • 14:05 Uhr

    Teheran beschuldigt Israel, die US-amerikanisch-iranische Diplomatie zu sabotieren

    Auf einer Pressekonferenz in Teheran erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghchi, Teheran wolle seinen Konflikt mit Israel nicht auf Nachbarländer ausweiten, es sei denn, es sei dazu gezwungen.

    Er bezeichnete die militärische Reaktion des Irans als defensiv. Angesichts der anhaltenden israelischen Luftangriffe bekräftigte Araghchi die Ablehnung von Atomwaffen durch den Iran, verteidigte aber das Recht des Landes auf eine friedliche nukleare Entwicklung.

    Er sagte, der Iran sei bereit gewesen, in der inzwischen abgebrochenen sechsten Runde der US-Gespräche, die zu einer Einigung hätten führen können, Zusicherungen zu geben. Araghchi beschuldigte Israel, diplomatische Fortschritte mit Washington verhindern zu wollen.

  • 13:35 Uhr

    SPD-Politiker: Bundesregierung soll deeskalieren

    Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetović, fordert angesichts der Lage in Iran und Israel diplomatische Initiativen Deutschlands. "Die Bundesregierung muss auf eine Deeskalation hinwirken", sagte Ahmetović dem Spiegel. Deutschland sei von dem israelischen Angriff auf Iran überrascht worden. "Es muss dringend eine diplomatische Verhandlungslösung mit Teheran geben, um das bedrohliche iranische Atomprogramm zu beenden." Eine Fortsetzung des Krieges hätte unkalkulierbare humanitäre und ökonomische Folgen für die Region. Maßgeblich sei, was die US-Regierung mache, sagte Ahmetović. Auch wenn Iran bislang neue Verhandlungen ablehne, müsse man es weiter versuchen. "Das Mullah-Regime in Teheran wird merken, dass es keine andere Chance hat", ergänzte der Politiker. Die Frage, ob der israelische Angriff gegen das Völkerrecht verstößt, werde gerade durch die Bundesregierung geprüft, so Ahmetović.

  • 12:20 Uhr

    Medienbericht: Israelische Armee greift Nuklearanlage in Isfahan an

    Nach Angaben des arabischen Sprechers der israelischen Armee, Avichay Adraee, haben israelische Streitkräfte eine Nuklearanlage in der zentraliranischen Stadt bombardiert.

    Der Erklärung zufolge zerstörte Israel die Infrastruktur für die Uranproduktion und -umwandlung und beschuldigte die iranische Regierung, Atomwaffen erwerben zu wollen. Eine unmittelbare Reaktion des Irans blieb aus.

    Zuvor hatte das iranische Ölministerium nach Angaben der halbamtlichen Nachrichtenagentur ISNA mitgeteilt, dass die Anlagen einer Raffinerie in Isfahan voll aktiv und betriebsbereit seien.

  • 11:55 Uhr

    Nahost-Konflikt lässt Benzinpreis steigen

    Die Preise für Benzin und Diesel legen infolge des Kriegs im Nahen Osten jeden Tag etwas zu. Am Sonntagmorgen kostete ein Liter Super E10 nach Zahlen des ADAC im deutschlandweiten Schnitt 1,749 Euro, ein Liter Diesel 1,639 Euro. Am Vortag um die gleiche Uhrzeit war es jeweils knapp ein Cent weniger. Am Freitag hatten sie sogar noch fünf beziehungsweise sechs Cent unter den Samstagpreisen gelegen.

  • 11:35 Uhr

    Iran hat nach eigenen Angaben zwei Mossad-Agenten verhaftet

    Der Iran hat nach eigenen Angaben zwei Personen verhaftet, die er beschuldigt, Mitglieder des israelischen Geheimdienstes Mossad zu sein.

    Die Beschuldigten wurden in der Provinz Alborz festgenommen. Bei Ihnen wurde Sprengstoff und verschiedenen elektronische Geräte gefunden. Das berichtet die halbamtliche Nachrichtenagentur Tasnim am Sonntag.

  • 10:55 Uhr

    Iranischer Angriff verursacht Schäden an der Ölraffinerie von Haifa

    Das israelische Unternehmen Bazan, das eine Ölraffinerie in der nördlichen Stadt Haifa betreibt, hat nach Angaben israelischer Medien während des nächtlichen iranischen Angriffs "örtliche" Schäden an Pipelines und Übertragungsleitungen in dem Komplex verursacht.

    Das Unternehmen teilte mit, dass seine Raffinerien weiterhin in Betrieb sind, obwohl einige andere Anlagen abgeschaltet wurden. Das Unternehmen erklärte, es sei noch dabei, die Auswirkungen der Schäden zu bewerten.

    Der Bericht kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem israelische Medien am Sonntag berichten, dass iranische Streitkräfte in der Nacht rund 80 Raketen auf Israel abgefeuert haben, davon 40 auf den Norden des Landes, wo sich auch die Stadt Haifa befindet.

    "Operation Wahres Versprechen 3" – Iran setzt Angriffe auf Israel fort

    • "Operation Wahres Versprechen 3" – Iran setzt Angriffe auf Israel fort

    • 09:37 Uhr

      Wadephul bringt Deutschland als Vermittler im Atomstreit ins Spiel

      Deutschlands Außenminister Wadephul hat auf seiner Nahostreise Deutschland, Frankreich und Großbritannien als mögliche Vermittler im Streit um das iranische Atomprogramm ins Spiel gebracht. 

      "Deutschland, Frankreich und Großbritannien sind bereit", sagte Wadephul der ARD. "Wir bieten dem Iran sofortige Verhandlungen über das Atomprogramm an. Ich hoffe, das Angebot wird angenommen." 

      Wadephul sagte weiter, der Schlüssel zur Lösung des Konflikts liege darin, dass Iran keine Gefahr für den Staat Israel und für Europa darstellt.

      Nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit Iran im Jahr 2018 war unter anderem Deutschland bestrebt, das Abkommen ohne die USA weiterzuführen. Allerdings konnte Deutschland den Handel mit Iran nicht gewährleisten. Die Lockerung von Handelssanktionen war Teil des Abkommens. Iran zeigte sich damals enttäuscht von Deutschland, das nicht in der Lage war, gegebene Absprachen einzuhalten. 

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/der-nahe-osten/247599-liveticker-zum-iranisrael-krieg-medienbericht/


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    15.06.2025

    Tucker Carlson attackiert Trump wegen Angriffs auf Iran

    freedert.online, 15 Juni 2025 14:15 Uhr

    Die USA, so der Journalist, seien durch Geld und Waffen Komplizen bei Israels Angriffen auf die Atomanlagen des Erzrivalen. Schuld seien die Kriegstreiber in den USA in den Medien und unter den Spendern der Republikaner.


    Quelle: www.globallookpress.com © Ron Sachs - CNP for NY Post/Consolidated News Photos


    Tucker Carlson


    Die Unterstützung von US-Präsident Donald Trump für die israelischen Angriffe auf Iran könnte, so warnte der US-Journalist Tucker Carlson am Sonnabend, einen "ausgewachsenen Krieg" im Nahen Osten auslösen.

    Am Freitagmorgen bombardierten Flugzeuge der israelischen Armee Atomkraft- und Militäranlagen im gesamten Iran und brachten Teheran dazu, mit einer Salve aus Drohnen und Raketen gegen israelische Städte zu reagieren. Die Eskalation bedroht die laufenden Verhandlungen über das Atomprogramm der Islamischen Republik, die Trump Anfang des Jahres wieder aufgenommen hatte. Ein für Sonntag angesetztes Treffen in Oman wurde von Iran nach den Angriffen abgesagt, nachdem im Zuge des israelischen Angriffs die bisherigen Unterhändler getötet worden waren.


    Liveticker zum Iran/Israel-Krieg: Merz – Iran darf niemals Atomwaffen haben





    Liveticker zum Iran/Israel-Krieg: Merz – Iran darf niemals Atomwaffen haben






    Carlson, einer der wichtigsten Verbündeten von Trump im Wahlkampf 2024, erklärte in seinem möglicherweise "letzten Newsletter vor einem ausgewachsenen Krieg", die USA seien "Komplizen bei einer Kriegshandlung". Er schrieb:

    "Selbst wenn das amerikanische Militär den Angriff vielleicht nicht physisch ausführte, platzieren die jahrelange Finanzierung und die Waffenlieferungen nach Israel, über die Donald Trump gerade erst auf Truth Social geprahlt hat, die USA unzweifelhaft mitten in den Ereignissen der letzten Nacht.

    Washington wusste, dass diese Angriffe stattfinden würden. Es half Israel dabei, sie auszuführen. Politiker, die vorgeben, für 'Amerika zuerst' zu stehen, können sich jetzt nicht glaubwürdig umdrehen und sagen, sie hätten nichts damit zu tun",

    fügte er hinzu. In einem Post auf X schrieb Carlson, "die wirkliche Kluft" liege nicht zwischen den Unterstützern von Israel und jenen von Iran, sondern "zwischen Kriegstreibern und Friedensstiftern":

    "Wer sind die Kriegstreiber? Darunter sind alle, die heute von Donald Trump verlangen, Luftangriffe und andere direkte Beteiligung des US-Militärs in einem Krieg mit Iran zu fordern."

    Carlson stellte fest, dass sich unter den "Kriegstreibern" die Talk-Show-Gastgeber Sean Hannity und Mark Levin, der Medienmogul Rupert Murdoch und Spender der Republikaner wie Ike Perlmutter und Miriam Adelson befänden.


    Irans Außenministerium: Verhandlungen über Atomprogramm während Feindseligkeiten unmöglich





    Irans Außenministerium: Verhandlungen über Atomprogramm während Feindseligkeiten unmöglich





    Während das US-Außenministerium jede Verwicklung in die Angriffe bestritt, bestätigte Trump, vorab von dem israelischen Einsatz gewusst zu haben und pries die Angriffe als "exzellent". Er machte Iran für die Feindseligkeiten verantwortlich und warf ihm vor, die Bedingungen seines Vorschlags für ein Atomabkommen abgelehnt zu haben. Trump hatte zuletzt darauf bestanden, dass das Land auf jegliche Urananreicherung, auch jene für medizinische Zwecke, und den Betrieb von Kraftwerken verzichten müsse.

    In seiner Rede vor dem UN-Sicherheitsrat sagte der iranische Botschafter Amir Saeid Iravani, die USA und andere Verbündete Israels "teilen die volle Verantwortung für die Folgen" der israelischen Handlungen.


    Mehr zum Thema – Israels Angriff auf Iran erhöht Einsatz im Nahen Osten


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    Video https://rumble.com/v6utbl5-operation-wahres-versprechen-3-iran-setzt-angriffe-auf-israel-fort.html Dauer 1:08 min


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    15.06.2025

    Israel drang auf US-Beteiligung beim Angriff auf Iran

    freedert.online, 15 Juni 2025 13:24 U

    Laut einem Medienbericht soll Israel die USA aufgefordert haben, sich an den Angriffen auf iranische Atomanlagen zu beteiligen. Israel fehlen notwendige militärische Mittel, um das Ziel der vollständigen Zerstörung des iranischen Nuklearprogramms zu erreichen. Die USA lehnten ab.


    Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Metula


    Die Anlage Natanz zur Uran-Anreicherung wurde von Israel angegriffen.


    Die israelische Regierung hat die USA gedrängt, sich am Überfall auf Iran zu beteiligen, berichtet das Nachrichtenportal Axios. Axios bezieht sich auf die Aussagen von zwei nicht näher genannten israelischen Beamten. Hauptsächliches Ziel des israelischen Angriffs sind iranische Atomanlagen. Israel behauptet seit mehreren Dekaden, Iran stehe unmittelbar vor der Fertigstellung von Atomwaffen. Israel sieht dadurch seine Stellung als Militärmacht in der Region bedroht. Mit diesem Argument geht Israel seit Jahren auch gegen Irans friedliches Atomprogramm vor. 

    Bei den israelischen Angriffswellen auf überirdische iranische Atomanlagen unter anderem in Natanz und Isfahan wurden erhebliche Schäden angerichtet. Rafael Grossi, Direktor der UN-Atomenergiebehörde IAEA, erklärte, die Anlagen seien faktisch zerstört. Er verwies darauf, dass Angriffe auf Atomanlagen fundamental gegen internationales Recht verstoßen. 

    Grossi sagte, die Behörden des Iran hätten ihn zudem darüber in Kenntnis gesetzt, dass auch die Fordo-Anlage zur Uran-Anreicherung in der Nähe der Stadt Qom angegriffen worden sei. Die Anlage sei jedoch aufgrund ihrer unterirdischen Lage nicht signifikant beschädigt. 


    Israels Angriff auf Iran erhöht Einsatz im Nahen Osten





    Analyse

    Israels Angriff auf Iran erhöht Einsatz im Nahen Osten






    Laut Axios verfügt Israel nicht über bunkerbrechende Bomben und Langstreckenbomber, die notwendig wären, um die Anlage zur Uran-Anreicherung zu zerstören. Die USA verfügen dagegen über beides. 

    Israelische Offizielle halten die vollständige Zerstörung von Fordo für zwingend notwendig, um das Ziel zu erreichen, das iranische Nuklearprogramm dauerhaft zu beenden. Existiert Fordo weiter und hat damit Iran weiterhin die Möglichkeit, Uran anzureichern, wäre ihrer Auffassung nach die Mission gescheitert, schreibt Axios.

    Ein israelischer Beamter behauptet, US-Präsident Donald Trump hätte in diesem Zusammenhang seine Unterstützung signalisiert. Das Weiße Haus dementiert. Zwar habe Israel um Unterstützung gebeten, die Trump-Administration ziehe eine Unterstützung jedoch nicht in Erwägung. Ein hochrangiger Vertreter der US-Administration sagte, obwohl die USA den israelischen Angriff nicht verhindern konnten, sei eine friedliche Lösung dennoch weiterhin möglich.

    "Wir haben die Möglichkeit, in Verhandlungen den Konflikt erfolgreich und friedlich zu lösen, wenn Iran das will. Der schnellste Weg zum Frieden ist, wenn Iran sein Atomprogramm aufgibt", sagte er.

    Verhandlungen über das iranische Atomprogramm begannen im April. Ein völkerrechtlich verbindliches Atomabkommen war bereits unter der Administration von Barak Obama ausgehandelt worden. Im Jahr 2018 kündigte der damalige US-Präsident Trump das Abkommen einseitig, obwohl Iran keine Verstöße gegen seinen Inhalt nachgewiesen werden konnten. 

    In einem rund 50-minütigen Telefongespräch zwischen Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin am Samstag waren sich die beiden Staatschefs darüber einig, dass eine Wiederaufnahme der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm möglich sei.   


    Mehr zum Thema Liveticker zum Iran/Israel-Krieg


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    Video https://rumble.com/v6usco5-telefongesprch-zwischen-putin-und-trump-lage-im-nahen-osten-im-fokus.html Dauer 3:11 Uhr


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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    15.06.2025

    Liveticker zum Iran/Israel-Krieg: Medienbericht: Israelische Armee greift Nuklearanlage Isfahan an

    freedert.online, 15 Juni 2025 12:55 Uhr

    Israel hat in der Nacht auf Freitag Iran angegriffen. Nach israelischen Angaben griffen Kampfflugzeuge mehrere Ziele in der Islamischen Republik an. Dabei seien Militäreinrichtungen und Atomanlagen getroffen worden. Zudem wurden mehrere iranische Atomwissenschaftler sowie hochrangige Angehörige des Militärs und der Revolutionswächter getötet. Teheran bewertet den Angriff als Kriegserklärung und kündigte Vergeltung an.


    Symbolbild

    Quelle: www.globallookpress.com © J.W. Alker

    • 15.06.2025 15:05 Uhr

    15:05 Uhr

    Merz: Iran darf niemals Atomwaffen haben

    Bundeskanzler Friedrich Merz hat laut einer deutschen Regierungserklärung mit dem omanischen Sultan Haitham bin Tariq al-Sa'id gesprochen, da die regionalen Spannungen nach den israelischen Angriffen auf Iran zunehmen.

    Beide seien sich einig gewesen, dass der Konflikt nicht eskalieren dürfe, und hätten ihre Bereitschaft bekundet, zu seiner Beendigung mit diplomatischen Mitteln beizutragen, heißt es in der Erklärung. Und weiter:

    "Der Bundeskanzler dankte [dem Sultan] für die Vermittlungsbemühungen Omans zur Beendigung des iranischen Atomprogramms. Er betonte, dass der Iran niemals Atomwaffen haben darf."

    Iran verfolgt seit Jahrzehnten ein Atomprogramm und besteht darauf, die Atomenergie friedlich nutzen zu wollen.

    Merz betonte weiter, dass Deutschland Vorbereitungen für vermeintliche iranische Angriffe auf "israelische oder jüdische Ziele" in der Bundesrepublik treffe. Er forderte darüber hinaus:

    "Teheran muss die Bombardierung ziviler Ziele in Israel sofort beenden."

  • 14:10 Uhr

    Israel fliegt neue Angriffe auf Ziele in Teheran 

    Israel Luftwaffe fliegt eine neue Angriffswelle auf Ziele in Teheran. Der staatliche Rundfunk meldete Explosionen in der Nähe des Flughafens Mehrabad inmitten der Hauptstadt. Iranischen Medienberichten zufolge gab es auch Einschläge nahe einem Luxus-Hotel im Norden der Millionenstadt mit ihren mehr als 15 Millionen Einwohnern.

  • 14:05 Uhr

    Teheran beschuldigt Israel, die US-amerikanisch-iranische Diplomatie zu sabotieren

    Auf einer Pressekonferenz in Teheran erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghchi, Teheran wolle seinen Konflikt mit Israel nicht auf Nachbarländer ausweiten, es sei denn, es sei dazu gezwungen.

    Er bezeichnete die militärische Reaktion des Irans als defensiv. Angesichts der anhaltenden israelischen Luftangriffe bekräftigte Araghchi die Ablehnung von Atomwaffen durch den Iran, verteidigte aber das Recht des Landes auf eine friedliche nukleare Entwicklung.

    Er sagte, der Iran sei bereit gewesen, in der inzwischen abgebrochenen sechsten Runde der US-Gespräche, die zu einer Einigung hätten führen können, Zusicherungen zu geben. Araghchi beschuldigte Israel, diplomatische Fortschritte mit Washington verhindern zu wollen.

  • 13:35 Uhr

    SPD-Politiker: Bundesregierung soll deeskalieren

    Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetović, fordert angesichts der Lage in Iran und Israel diplomatische Initiativen Deutschlands. "Die Bundesregierung muss auf eine Deeskalation hinwirken", sagte Ahmetović dem Spiegel. Deutschland sei von dem israelischen Angriff auf Iran überrascht worden. "Es muss dringend eine diplomatische Verhandlungslösung mit Teheran geben, um das bedrohliche iranische Atomprogramm zu beenden." Eine Fortsetzung des Krieges hätte unkalkulierbare humanitäre und ökonomische Folgen für die Region. Maßgeblich sei, was die US-Regierung mache, sagte Ahmetović. Auch wenn Iran bislang neue Verhandlungen ablehne, müsse man es weiter versuchen. "Das Mullah-Regime in Teheran wird merken, dass es keine andere Chance hat", ergänzte der Politiker. Die Frage, ob der israelische Angriff gegen das Völkerrecht verstößt, werde gerade durch die Bundesregierung geprüft, so Ahmetović.

  • 12:20 Uhr

    Medienbericht: Israelische Armee greift Nuklearanlage in Isfahan an

    Nach Angaben des arabischen Sprechers der israelischen Armee, Avichay Adraee, haben israelische Streitkräfte eine Nuklearanlage in der zentraliranischen Stadt bombardiert.

    Der Erklärung zufolge zerstörte Israel die Infrastruktur für die Uranproduktion und -umwandlung und beschuldigte die iranische Regierung, Atomwaffen erwerben zu wollen. Eine unmittelbare Reaktion des Irans blieb aus.

    Zuvor hatte das iranische Ölministerium nach Angaben der halbamtlichen Nachrichtenagentur ISNA mitgeteilt, dass die Anlagen einer Raffinerie in Isfahan voll aktiv und betriebsbereit seien.

  • 11:55 Uhr

    Nahost-Konflikt lässt Benzinpreis steigen

    Die Preise für Benzin und Diesel legen infolge des Kriegs im Nahen Osten jeden Tag etwas zu. Am Sonntagmorgen kostete ein Liter Super E10 nach Zahlen des ADAC im deutschlandweiten Schnitt 1,749 Euro, ein Liter Diesel 1,639 Euro. Am Vortag um die gleiche Uhrzeit war es jeweils knapp ein Cent weniger. Am Freitag hatten sie sogar noch fünf beziehungsweise sechs Cent unter den Samstagpreisen gelegen.

  • 11:35 Uhr

    Iran hat nach eigenen Angaben zwei Mossad-Agenten verhaftet

    Der Iran hat nach eigenen Angaben zwei Personen verhaftet, die er beschuldigt, Mitglieder des israelischen Geheimdienstes Mossad zu sein.

    Die Beschuldigten wurden in der Provinz Alborz festgenommen. Bei Ihnen wurde Sprengstoff und verschiedenen elektronische Geräte gefunden. Das berichtet die halbamtliche Nachrichtenagentur Tasnim am Sonntag.

  • 10:55 Uhr

    Iranischer Angriff verursacht Schäden an der Ölraffinerie von Haifa

    Das israelische Unternehmen Bazan, das eine Ölraffinerie in der nördlichen Stadt Haifa betreibt, hat nach Angaben israelischer Medien während des nächtlichen iranischen Angriffs "örtliche" Schäden an Pipelines und Übertragungsleitungen in dem Komplex verursacht.

    Das Unternehmen teilte mit, dass seine Raffinerien weiterhin in Betrieb sind, obwohl einige andere Anlagen abgeschaltet wurden. Das Unternehmen erklärte, es sei noch dabei, die Auswirkungen der Schäden zu bewerten.

    Der Bericht kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem israelische Medien am Sonntag berichten, dass iranische Streitkräfte in der Nacht rund 80 Raketen auf Israel abgefeuert haben, davon 40 auf den Norden des Landes, wo sich auch die Stadt Haifa befindet.

    "Operation Wahres Versprechen 3" – Iran setzt Angriffe auf Israel fort

    • "Operation Wahres Versprechen 3" – Iran setzt Angriffe auf Israel fort

    • 09:37 Uhr

      Wadephul bringt Deutschland als Vermittler im Atomstreit ins Spiel

      Deutschlands Außenminister Wadephul hat auf seiner Nahostreise Deutschland, Frankreich und Großbritannien als mögliche Vermittler im Streit um das iranische Atomprogramm ins Spiel gebracht. 

      "Deutschland, Frankreich und Großbritannien sind bereit", sagte Wadephul der ARD. "Wir bieten dem Iran sofortige Verhandlungen über das Atomprogramm an. Ich hoffe, das Angebot wird angenommen." 

      Wadephul sagte weiter, der Schlüssel zur Lösung des Konflikts liege darin, dass Iran keine Gefahr für den Staat Israel und für Europa darstellt.

      Nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit Iran im Jahr 2018 war unter anderem Deutschland bestrebt, das Abkommen ohne die USA weiterzuführen. Allerdings konnte Deutschland den Handel mit Iran nicht gewährleisten. Die Lockerung von Handelssanktionen war Teil des Abkommens. Iran zeigte sich damals enttäuscht von Deutschland, das nicht in der Lage war, gegebene Absprachen einzuhalten. 

    • 08:30 Uhr

      Israels Präsident Herzog: Israel trauert um "schreckliche Verluste"

      Israels Präsident Isaac Herzog erklärte, das Land durchlebe einen "sehr traurigen und schwierigen Morgen". Bei einem iranischen Raketenangriff wurden mindestens acht Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt.

      In einem Beitrag auf X verurteilte Herzog die "kriminellen iranischen Angriffe" und erklärte, er werde für die Genesung der Verletzten und die Suche nach den noch vermissten Israelis beten.

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/der-nahe-osten/247599-liveticker-zum-iranisrael-krieg-medienbericht/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    15.06.2025

    Trump droht damit, "die ganze Macht des US-Militärs" auf Iran loszulassen

    freedert.online, 15 Juni 2025 12:54 Uhr

    Die USA hätten nichts mit dem jüngsten Angriff Israels auf Iran zu tun, so Präsident Donald Trump. Gleichzeitig drohte er damit, dass die US-Streitkräfte ihre gesamte Macht und Stärke gegen das Land einsetzen würden, sollte Teheran die USA in irgendeiner Weise angreifen.


    Quelle: Gettyimages.ru © Yasin Ozturk/Anadolu Agency


    Archivbild: US-Präsident Donald Trump


    Sollte Iran die USA auf die eine oder andere Weise angreifen, wird die volle Vergeltungsmacht der US-Streitkräfte in einem noch nie dagewesenen Ausmaß über ihn hereinbrechen. Dies behauptete der US-amerikanische Präsident Donald Trump im sozialen Netzwerk Truth Social. Er schrieb:

    "Wenn Iran uns in irgendeiner Weise angreift, wird die volle Macht [...] der US-Streitkräfte in einem noch nie dagewesenen Ausmaß auf euch herabstürzen."

    Das Staatsoberhaupt betonte, dass die USA nichts mit den jüngsten Angriffen Israels auf Iran zu tun hätten. Der Republikaner fügte hinzu:

    "Die USA hatten nichts mit dem heutigen Angriff auf Iran zu tun. Wir können jedoch leicht eine Vereinbarung zwischen dem Iran und Israel aushandeln und diesen blutigen Konflikt beenden."

    Iran und Israel haben sich seit der Nacht des 13. Juni einen Schlagabtausch geliefert. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Axios hat Israel die Trump-Administration in den vergangenen zwei Tagen gebeten, sich den Angriffen auf Iran anzuschließen. Dem Nachrichtenportal zufolge schloss der US-Präsident in einem Gespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu nicht aus, dass er sich notfalls daran beteiligen würde. Eine solche Möglichkeit werde jedoch derzeit nicht in Betracht gezogen, behauptete die Zeitung.


    Israels Angriff auf Iran erhöht Einsatz im Nahen Osten





    Analyse

    Israels Angriff auf Iran erhöht Einsatz im Nahen Osten






    Ein US-Beamter erklärte gegenüber dem Fernsehsender Al Jazeera, dass Washington nach wie vor nicht an einer direkten Beteiligung an israelischen Angriffen auf iranische Atomanlagen interessiert sei.

    Allerdings hätten die USA Israel im Konflikt mit Iran unterstützt, ebenso wie Frankreich. Axios schrieb, Washington habe Israel geholfen, iranische Angriffe abzuwehren.

    Nach Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press haben die Vereinigten Staaten damit begonnen, militärische Ressourcen, darunter auch Schiffe, in den Nahen Osten zu verlegen. So patrouillieren US-Kampfflugzeuge im Nahen Osten, und die USS Thomas Hudner, ein Zerstörer, der ballistische Raketen abwehren kann, hat den Befehl erhalten, in Richtung östliches Mittelmeer zu verlegen. Ein zweiter Zerstörer soll ebenfalls auf Ersuchen des Weißen Hauses in Marsch gesetzt werden und zur Verfügung stehen.

    Ein iranischer Beamter erklärte gegenüber CNN, Teheran werde seine Angriffe verstärken und Stützpunkte im Nahen Osten jedes Landes angreifen, das Israel verteidigt. Auch die Nachrichtenagentur Fars schrieb, Iran beabsichtige, US-Stützpunkte im Nahen Osten anzugreifen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Mehr hat Teheran Washington, London und Paris mitgeteilt, dass das Land ihre Einrichtungen in der Region angreifen werde, wenn sie Israel unterstützen.

    Iran hält es für unmöglich und sinnlos, mit den USA zu verhandeln, solange Israel seine Angriffe fortsetzt. Der omanische Außenminister Badr al-Busaidi, der die Gespräche zwischen Iran und den USA vermittelt, bestätigte, dass die für den 15. Juni geplante neue Runde nicht stattfinden wird.


    Mehr zum Thema – Telefongespräch zwischen Putin und Trump: Lage im Nahen Osten im Fokus


    Screenshot_2025_06_15_at_15_15_20_Trump_droht_damit_die_ganze_Macht_des_US_Milit_rs_auf_Iran_loszulassen_RT_DE

    Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/7m5tpv7sqx4f7kmh/Israel_greift_Iran_an_Wer_sta_rker_ist_hat_Recht_O_lpreis_explodiert9eeo9.mp3 Dauer 6:48 min


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    15.06.2025

    Lichtblicke
    Der Ruf nach Gemeinschaft ist das Echo der SelbstwirksamkeitWelchen Weg der Erneuerung wollen wir gehen?

    freischwebende-intelligenz.org, Juni 15, 2025, Milosz Matuschek


    Screenshot_2025_06_15_at_14_47_26_Der_Ruf_nach_Gemeinschaft_ist_das_Echo_der_Selbstwirksamkeit

    "Wenn du ‘stirbst’ bevor du stirbst, dann stirbst du nicht, wenn du stirbst” (Bild: KI)

    „Ein neues Zeitalter bereitet sich vor, die Welt liegt in den Wehen, alle Geister sind aufmerksam.”

    - Pierre Simon Ballanche, Essais de palingénèse sociale, 1827

    „Der menschliche Geist schreitet immer voran (...) denn er ist mit einer ungeheuren Macht ausgestattet, der Macht der Kontinuität des Handelns; aber sein Fortschreiten ist progressiv (…) denn nichts taucht plötzlich in der Welt auf. Wie das Kind in der Gegenwart seiner Eltern geboren wird, wächst und aufsteigt, so werden auch die neuen Ideen, die in die Gesellschaft eindringen, in der Gegenwart der alten Ideen, die sie hervorgebracht haben, geboren, wachsen und aufsteigen.“

    - Pierre-Simon Ballanche, Essai sur les institutions sociales, 1818

    Seit geraumer Zeit habe ich das Grundgefühl des Lebens in zwei Welten. Mit einem Bein stehe ich in der alten, wegbrechenden Welt; mit dem anderen Bein in der neuen, im Aufbau befindlichen Welt. Doch selten war das Gefühl wohl so stark wie in den letzten Tagen.

    In der medialen Außenwelt stehen die Zeichen jetzt offen auf Eskalation. Israel beschießt Iran, Russland-Ukraine geht unvermindert weiter, der russische Gegenschlag steht noch aus, L.A. versinkt im halben Bürgerkrieg und wer in Deutschland Corona-Aufarbeitung fordert, gilt inzwischen als Fall für den Verfassungsschutz; ebenso, wer staatliche Überwachung kritisiert. Derweil trifft sich Bildberberg, um u.a. über „Bevölkerungsreduktion“ (depopulation) zu sprechen. Welches brennende Interesse eint wohl u.a. einen Palantir-CEO, Peter Thiel, Lars Klingbeil, Julia Klöckner, Springer-Döpfner und Albert Bourla von Pfizer, dass man es für nötig hält, sich dafür drei Tage in ein Luxus-Hotel sperren zu lassen und geheimniskrämerisch vor Kameras davonzulaufen? (Video: Twitter/X)


    Nahtoderfahrung (oder NATOderfahrung?) im Außen für eine brüchige Ordnung; Lebendigkeitserfahrung im Innern, mit den richtigen Menschen um mich herum.

    Denn letzte Woche erlebte ich die Fortsetzung des Inner Circles am Gardasee mit einer wundervollen Gruppe aktiver und wacher Leser. Uns eint der Gedanke, dass die Lust auf Gestaltung der Zukunft den Schrecken vor der Gegenwart überwiegt. Selten spürte ich die Synchronizität der zwei Welten so stark wie hier: das Alte geht aus dem Leim, das Neue formiert sich, analog in direktem Austausch. Alles synchron. In Zeiten grassierenden Nihilismus ist das beste Gegenprogramm die Erfahrung der Selbstwirksamkeit. Hannah Arendt hat diesen Moment im Leben als zweite Geburt beschrieben: Man wird ein zweites Mal geboren, wenn man auf der Welt nicht nur existiert, sondern zu handeln beginnt, in die vita activa eintritt.

    Am Pfingstmontag beschloss die Gruppe schließlich die Statuten der Genossenschaft der Friedenstaube. Gunnar Kaiser wäre an diesem Tag 49 Jahre alt geworden und hätte sicher seine Freude an diesem Treffen gehabt. Auch Gunnar suchte nach Gemeinschaften und Refugien in immer stürmischer werdenden Zeiten. Er schrieb dazu einmal:

    „Wer sind wir, allein gelassen mit unserer Autonomie, also? Welchen Inhalt hat ein Selbst noch, das sich ganz allein aus sich selbst heraus erschaffen muss? Schliesslich hat Identitätsfindung immer zwei Aspekte: den der Abgrenzung vom Überkommenen, vom Gruppenzwang, vom «Ruf der Horde» (Karl Raimund Popper) sowie den der Integration in Vorgefundenes: Wir sind, wer wir sind, nicht zuletzt durch die Gruppen, denen wir nun einmal angehören.“

    Am Ende ist bei der Gruppenbildung alles eine Frage von Resonanz und Schwingungen. Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass Menschen, die in den höheren Frequenzen von Mut, Zuversicht und Vertrauen schwingen, gemeinsam diese Energie potenzieren, während jene, die in den Frequenzen von Wut, Trauer, Scham und Schuld gehalten werden, sich noch gegenseitig Energie abziehen. Die Herausforderung unserer Zeit besteht darin, vereinzelte und auf Abstand gehaltene Individuen in eine Form der Vernetzung und Kooperation zu bekommen und ihre Kräfte zu bündeln.


    Erneuerung der Ordnung: auf die alte oder neue Weise

    Freiheit ist das große Versprechen der Moderne. Und doch verstehen wir kaum, was sie verlangt. Der französische Philosoph Pierre-Simon Ballanche sah schon im 19. Jahrhundert, dass Freiheit nur auf den ersten Blick das Ziel der Geschichte sei. Tatsächlich ist sie der Lohn für etwas viel Tieferes: das Opfer. Für Ballanche ist die Geschichte ein göttlicher Prozess der Läuterung: Schuld wird begangen, Sühne muss folgen, das Opfer wird gebracht — und erst daraus wächst Freiheit. Die Französische Revolution war für ihn kein Endpunkt, sondern eine blutige Stufe auf dem Weg zu höherer Ordnung.

    Auch der moderne Psychologe Jordan B. Peterson knüpft hier an: Das Leben ist Leiden. Und Sinn entsteht nur, wenn wir freiwillig Verantwortung für unser Leiden übernehmen. Freiheit bedeutet nicht, dem Leiden zu entkommen, sondern es sinnvoll zu tragen. „Pick up your damn cross“, sagt Peterson. Ohne diese Bereitschaft bleibt Freiheit bloße Anmaßung.

    Unsere Welt leugnet diesen Zusammenhang. Wir sprechen von Freiheit als „Recht auf…“, aber kaum als „Pflicht zu…“. Wir wollen Wahlfreiheit ohne Konsequenzen, Identität ohne Bindung, Konsum ohne Leistung. Doch der metaphysische Preis wird trotzdem fällig. Verweigertes Opfer staut sich in der Geschichte auf. Was wir heute als Krise erleben, sind die Symptome einer Zivilisation, die ihr Opferkonto überzogen hat.

    Freiheit verlangt immer, dass jemand zahlt. Entweder wir selbst — bewusst, freiwillig, verantwortungsvoll. Oder die Geschichte kassiert uns kollektiv ab. Der Weg zur Freiheit führt immer durch das Opfer hindurch. Alles andere ist Illusion.


    Info:  https://www.freischwebende-intelligenz.org/p/der-ruf-nach-gemeinschaft-ist-das


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    15.06.2025

    Wer steht hinter der zweiten Trump-Regierung? (Teil III)

    freedert.online, 15 Juni 2025 09:03 Uhr, Von Rainer Rupp

    Der Kern der Macht von Peter Thiel, Unterstützer und großzügiger Wahlkampfspender für Donald Trump, liegt in "Palantir Technologies" – einem Daten-Kraken mit unvorstellbarer Reich- und Tragweite sowie engen Verbindungen zu den Geheimdiensten vieler Länder.


    Quelle: www.globallookpress.com © White House/ZUMAPRESS.com


    Archivbild: Donald Trump im Jahr 2019


    Teil I und Teil II finden Sie hier und hier.


    Peter Thiels Palantir hat sich zu einem der einflussreichsten Akteure im Bereich globaler Geheimdienste und Datenanalyse entwickelt. Mit seinen fortschrittlichen Softwareplattformen – Gotham, Foundry, Apollo und AIP – hat das Unternehmen eine zentrale Rolle in der modernen Überwachung und Analyse eingenommen. Bei dieser technologischen Stärke, verbunden mit dem maßgeblichen globalen Einfluss des Daten-Kraken, sind die politischen Verflechtungen von Palantir bis in die höchsten Spitzen der US-Regierung unausweichlich. Allerdings spielt sich das alles weit weg vom Blick der Öffentlichkeit ab, wobei die meisten Menschen von den technologischen Vorgängen, Zusammenhängen und Auswirkungen ohnehin kaum was verstehen würden.


    Technologische Überlegenheit und strategische Bedeutung


    Umstrittene Software von Palantir auch in Deutschland auf dem Vormarsch: Polizei führt "Gotham" ein




    Umstrittene Software von Palantir auch in Deutschland auf dem Vormarsch: Polizei führt "Gotham" ein






    Palantirs Plattformen, insbesondere Gotham, sind darauf ausgelegt, riesige und heterogene Datenmengen zu integrieren und in verwertbare Informationen umzuwandeln. Gotham kann unstrukturierte Daten wie E-Mails, Überwachungsberichte und soziale Medien mit strukturierten Daten wie Finanzunterlagen kombinieren. Seine KI-gestützte prädiktive Analytik, Geodatenanalyse und Echtzeit-Entscheidungstools ermöglichen es Geheimdiensten unter anderem, mögliche Bedrohungen zu identifizieren, Personen zu verfolgen und Operationen zu optimieren. Berichten zufolge spielte Palantirs Software eine Rolle bei der Lokalisierung von Osama bin Laden, indem sie Daten über Kuriernetzwerke analysierte. Details bleiben aber weiterhin geheim.

    Palantirs Plattformen sind strategische Werkzeuge, die Geheimdienstprozesse zentralisieren und standardisieren. Durch die Beseitigung von Datensilos fördern sie die Zusammenarbeit zwischen Behörden wie CIA, FBI, NSA und dem US-Verteidigungsministerium, was die Fragmentierung der US-Geheimdienste nach dem 11. September 2001 zu überwinden geholfen hat. Funktionen wie der "unveränderbare Log-Buch", das alle Benutzeraktionen überwacht, gewährleisten die sichere Handhabung sensibler Daten, was Palantir für streng regulierte, bzw. geheime Umgebungen attraktiv macht.

    Globale Reichweite und Regierungsaufträge

    Palantirs Einfluss erstreckt sich weit über die USA hinaus, mit Verträgen in zahlreichen Ländern und Sektoren. In den USA ist Palantir ein Schlüsselpartner für die Geheimdienstgemeinschaft (USIC), das Verteidigungsministerium und das Heimatschutzministerium einschließlich der Einwanderungsbehörde ICE, wo seine Tools umstrittene Maßnahmen wie Einwandererüberwachung unterstützen. Im Jahr 2025 sicherte sich Palantir US-Bundesaufträge im Wert von Milliarden Dollar, darunter einen 795-Millionen-Dollar-Vertrag mit dem Verteidigungsministerium. Im Jahr 2024 erzielte Palantir Einnahmen von 1,2 Milliarden Dollar aus US-Regierungsgeschäften.


    Griff nach Berlin: US-Datenkonzern Palantir setzt auf zwei prominente Lobbyisten




    Analyse

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    International nutzt der norwegische Zoll Gotham, um Reisende und Fahrzeuge zu überprüfen, indem Daten aus über 30 öffentlichen Datenbanken, sozialen Medien und Geheimdienstberichten integriert werden.

    In der Ukraine unterstützt Palantir seit dem Jahr 2023 das Militär mit Skykit-Einheiten und analysiert Satelliten- und Drohnenbilder, wobei CEO Alex Karp als erster großer US-Geschäftsmann Präsident Wladimir Selenskij nach Beginn der russischen Sonderoperation Anfang des Jahres 2022 traf.

    Palantirs Arbeit mit dem israelischen Militär hat seinen globalen Fußabdruck erweitert. Seine prädiktive Arbeit mit der israelischen Polizeiarbeit unter Zuhilfenahme von KI-Werkzeugen seit dem Jahr 2017 hat jedoch Kontroversen über seine Rolle im Israel-Hamas-Konflikt 2023 ausgelöst.

    Auch Verträge mit dem britischen Gesundheitsdienst NHS für das Datenmanagement im Rahmen der illegalen COVID-19-Maßnahmen zeigen Palantirs Vielseitigkeit in zivilen Anwendungen.

    Diese globale Präsenz macht Palantir zu einem unverzichtbaren Akteur in der modernen Geheimdienstarbeit, mit Plattformen, die tief in nationale Sicherheitsinfrastrukturen eingebettet sind. Die milliardenschweren Verträge unterstreichen seine wirtschaftliche und strategische Macht, die ganze Regierungen von seiner Technologie abhängig machen. Das bringt uns zwangsläufig zum politischen Einfluss von Thiels Netzwerk.

    Politische Einflussnahme


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    Analyse

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    Peter Thiels Rolle als Mitbegründer und bedeutender Spender der Republikaner verstärkt Palantirs Macht durch politische Verbindungen. Thiels Unterstützung für Figuren wie Vizepräsident JD Vance und seine Spenden (1,25 Millionen Dollar für Trumps Kampagne im Jahr 2016) bringen Palantir in Einklang mit den Prioritäten der aktuellen US-Regierung, wie zentralisierte Datenverarbeitung und Einwanderungskontrollen. Die Einbindung von Thiels Schützlingen, darunter Elon Musk und ehemalige Palantir-Mitarbeiter im Department of Government Efficiency (DOGE), deutet auf einen technokratischen Einfluss auf die Politik hin, wobei Palantir von Regierungsaufträgen und geringerer Aufsicht profitiert.

    In einschlägigen Kreisen kursiert sogar die Version, Palantir sei ein "CIA-Vorposten" oder eine privatisierte Fortsetzung von Programmen wie Total Information Awareness (TIA). Obwohl diese Behauptungen nicht eindeutig belegt sind, untermauern frühe Investitionen der CIA-Tochter in "In-Q-Tel" und andere enge Verbindungen zu US-Geheimdiensten die Wahrnehmung, Palantir sei Teil staatlicher Machtstrukturen. Thiels Einfluss, gepaart mit Palantirs technologischer Dominanz, schafft eine Rückkopplung, in der politische und wirtschaftliche Macht sich gegenseitig verstärken.

    Ethische Kontroversen und Datenschutzbedenken

    Palantirs Macht würde zwar durch ethische und Datenschutzprobleme erheblich eingeschränkt werden, wenn diese Einschränkungen auch durchgesetzt werden könnten. Das Interesse staatlicher Stellen an Palantirs Ergebnissen sorgt jedoch dafür, dass vieles abseits jeglicher Kontrolle oder Überwachung passiert und die staatlichen Strafverfolgungsbehörden auf diesem Auge blind sind.

    Palantirs Arbeit mit der ICE (Einwanderungskontrolle), seine prädiktive Polizeiarbeit mit israelischer Polizei und Militär hat zwar Kritik von Datenschützern, Antikriegsgruppen und US-Bürgerrechtsorganisationen wie der ACLU ausgelöst, die vor Massenüberwachung und Rechtsverletzungen warnen.

    Palantirs Werkzeuge ermöglichen der ICE beispielsweise, Arbeitsplatzrazzien und Abschiebungen ohne Haftbefehle durchzuführen, unter Nutzung von Daten aus Fusionszentren und kommerziellen Brokern.

    Prädiktive Polizeisysteme wurden der Voreingenommenheit bezichtigt, systemische Probleme in der Strafverfolgung zu verstärken. Prädiktive Polizeiarbeit verwendet Datenanalysen, Algorithmen und maschinelles Lernen, um vorherzusagen, wo und wann Straftaten wahrscheinlich sind oder wer beteiligt sein könnte. Es stützt sich auf historische Kriminalitätsdaten, sozioökonomische Faktoren und Muster wie Zeit, Ort oder Demografie, um "Hotspots" oder potenzielle Straftäter zu identifizieren. Polizeibehörden nutzen diese Erkenntnisse, um Ressourcen zuzuweisen, Patrouillen zu priorisieren oder einzugreifen, bevor Verbrechen passieren.


    Erschreckend, aber wahr: US-Geheimdienste können selbst gelöschte Nachrichten heimlich abrufen




    Meinung

    Erschreckend, aber wahr: US-Geheimdienste können selbst gelöschte Nachrichten heimlich abrufen





    Im zivilen Bereich weckt Palantirs Arbeit mit dem Finanzamt IRS, das KI-Modelle zur Überwachung finanzieller Aktivitäten nutzt, Ängste vor "militärischer" Überwachung. Kritiker argumentieren, dass Palantirs für Antiterrorzwecke entwickelte Plattformen die Machtverhältnisse zwischen Bürgern und Staat verändern, wenn sie auf zivile Behörden angewendet werden. Ehemalige Mitarbeiter haben Bedenken über einen möglichen Missbrauch geäußert und die Technologie mit Werkzeugen verglichen, die autoritären Regimen dienen können.

    Palantir verteidigt seine Arbeit und betont sichere Plattformen und Compliance, wobei CEO Alex Karp argumentiert, dass seine Werkzeuge Effizienz und Demokratie fördern. Doch der Mangel an öffentlicher Aufsicht und die undurchsichtige Natur seiner Operationen nähren Misstrauen, insbesondere da Palantir beispiellose Datenmengen ansammelt und eine quasi-staatliche Autorität über Informationsflüsse erhält.

    Privatisierung von Geheimdienstfunktionen

    Das offizielle Narrativ stellt Palantir als unverzichtbares Werkzeug für die nationale Sicherheit dar, das die Fähigkeiten der Geheimdienste stärkt und kritische Operationen unterstützt. Doch dieses Narrativ verschweigt die Implikationen der Privatisierung von Geheimdienstfunktionen. Palantirs Rolle als privates Unternehmen, das riesige Datenbestände kontrolliert, wirft Fragen zur Rechenschaftspflicht auf, da es weniger gesetzlicher Überprüfung unterliegt als staatliche Behörden. Die Konzentration von Macht in einer einzigen Entität, insbesondere mit Verbindungen zu Thiels politischem Netzwerk, birgt das Risiko einer technokratischen Elite, die jenseits demokratischer Kontrolle Politik beeinflusst.

    Zwar sind Palantirs Beiträge zu Antiterrorismus und Datenintegration dokumentiert, doch Behauptungen über seine Rolle bei Operationen wie der bin-Laden-Jagd bleiben unbestätigt und könnten übertrieben sein. Das Narrativ von Palantir als neutraler, effizienzgetriebener Auftragnehmer wird durch umstrittene Anwendungen wie prädiktive Polizeiarbeit oder Einwanderungsüberwachung infrage gestellt, die mit spezifischen politischen Agenden übereinstimmen. Palantirs Macht ist unbestreitbar. Aber statt der angeblichen Stärkung der nationalen Sicherheit und Effizienz warnen Kritiker zu Recht vor einem Überwachungsstaat, dem Palantir Vorschub leistet.


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    Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/55wihh/Im_Schatten_der_Corona-Krise-_Uberwachung_Zensur_und_Umverteilung.mp3 Dauer  min


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/meinung/247394-wer-steht-hinter-zweiten-trump/


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    Weiteres:




    Erschreckend, aber wahr: US-Geheimdienste können selbst gelöschte Nachrichten heimlich abrufen


    freedert.online/meinung, vom 14 Dez. 2021 09:35 Uhr, Ein Kommentar von Kit Klarenberg

    Eine neue Studie alarmiert. Sie zeigt, wie einfach es für amerikanische Sicherheitsdienste und Strafverfolgungsbehörden ist, legale Wege zu umgehen, um über ein Smartphone auf jede Art von vertraulichen Daten der Bürger zuzugreifen.


    Quelle: www.globallookpress.com © imago stock&people


    Symbolbild


    Kürzlich berichtete RT über ein durchgesickertes Dokument, (https://de.rt.com/international/128063-durchgesickertes-dokument-enthullt-welche-messenger/) das aufdeckte, wie das FBI und die US-Strafverfolgungsbehörden mittels Methoden wie Vollstreckungsbefehlen und Gerichtsbeschlüssen auf eine Fülle von Daten beliebter Messenger-Apps zugreifen können. Nutzer wären zweifellos schockiert, wenn sie erfahren würden, mit welcher Bereitwilligkeit WhatsApp und iMessage – möglicherweise ohne ihr Wissen oder ihre Zustimmung – hochsensible private Informationen weitergeben.


    Israelische Spähsoftware: Angriffe auf Nachrichtenwebseite in London und Behörden im Nahen Osten





    Israelische Spähsoftware: Angriffe auf Nachrichtenwebseite in London und Behörden im Nahen Osten





    Die Ergebnisse eines neuen Berichts des Zentrums für Demokratie und Technologie (CDT) sorgen jedoch für eine noch beunruhigendere Lesart – denn sie zeigen deutlich, wie US-Sicherheits- und Geheimdienste mit der Hilfe privater Anbieter problemlos auf noch breitere personenbezogene Datenquellen zugreifen können und dabei rechtmäßige Verfahren umgehen.

    Das CDT skizziert anhand dutzender Aufzeichnungen und Akten, wie Strafverfolgungsbehörden durch verschiedene Taschenspielertricks und unter kreativer Ausnutzung von Lücken in den Regelwerken an Informationen gelangen können, die dem Durchschnittsbürger selbst gar nicht zugänglich sind und die normalerweise einen gerichtlich genehmigten Durchsuchungsbefehl erfordern würden. Während immer noch scheinheilig behauptet wird, dass das invasive Schnüffeln lediglich auf "Open Source" basiere und die illegal erworbenen Daten "öffentlich verfügbar" seien. Diese Daten dienen dann aber als Grundlage für Aktivitäten wie "Vorermittlungen, Informationsbeschaffung, Kriminalprävention oder strafrechtliche Ermittlungen".

    Jedes einzelne Smartphone ist beispielsweise ein Hort für viele Daten der Geolokalisierung – die mittels GPS, Mobilfunkmasten und Wi-Fi-Netzwerken und anderen Quellen als eine riesige Menge an Informationen über Benutzer gesammelt wurden – um dann beispielsweise individuelle Werbung zu erstellen und an das Mobiltelefon zu schicken. Babel Street – erklärtermaßen "das weltweit führende KI-gestützte Unternehmen, das Daten zu Wissen umwandelt" – hat zahlreichen US-Bundesbehörden Standortdaten zur Verfügung gestellt, die aus Werbequellen gesammelt wurden, darunter der Drogenvollzugsbehörde (DEA), der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE), der Bundessteuerbehörde (IRS), dem Secret Service (USSS) und dem Finanzministerium (USDT).


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    Das Unternehmen bietet auch einen Premium-Service für "ausgewählte" Kunden bei "zur Genehmigung anstehenden Anwendungsfällen" – was vermutlich staatliche Kundschaft bedeutet –, der "Zugriff auf weitere, zusätzliche Metadaten bietet". Worauf sich das bezieht, bleibt ungewiss, und es ist auch nicht bekannt, welche dieser Behörden die Dienste von Babel Street in Anspruch genommen haben und sich für das "Edel-Add-On" entschieden haben.

    Nichtsdestotrotz zeigt ein von der Einwanderungs- und Zollbehörde an das Unternehmen "für integrierte Kommunikation" Barbaricum vergebener Auftrag, dass diese Behörde die Fähigkeit anstrebt, "Personen über das Standard-Geotagging hinaus zu geolokalisieren, alle Social-Media-Aktivitäten auf allen erdenklichen Plattformen in Echtzeit  zu überwachen und zu analysieren, einschließlich jener Aktivitäten im ausländischen und im Dark Web und auf Deep-Web-Social-Media-Netzwerken, um psychologische Profile von Zielpersonen zu erstellen und sogar festzustellen, ob ein Nutzer Nachrichten gelöscht hat und Inhalte von gelöschten Konten und/oder gelöschten Nachrichten wieder bereitzustellen".

    In dem Bericht des CDT heißt es, dass für den Zugriff auf diese Informationen durch US-Sicherheits- und/oder Geheimdienste, in der Regel ein Gerichtsbeschluss erforderlich sei. Das ist jedoch nicht der Fall, wenn Barbaricum einfach Millionen an öffentlichen Mitteln zur Verfügung gestellt werden, um die Daten heimlich zu übermitteln. Zufälligerweise arbeitet dieses Unternehmen mit dem hochumstrittenen Unternehmen Palantir zusammen, das im Laufe der globalen Pandemie im Namen des Schutzes der öffentlichen Gesundheit möglicherweise auf alle Arten hochsensibler personenbezogener Daten von Bürgern auf der ganzen Welt zugegriffen hat.

    In ähnlicher Weise haben das FBI und der Zoll- und Grenzschutz einen Vertrag mit dem Datenmakler Venntel geschlossen, der Standortdaten verkauft, die unter anderem aus Quellen alltäglicher Apps wie etwa den Wettervorhersagen stammen. Die Kunden von Venntel können sich die Standorte von Smartphones über die Zeit anzeigen lassen und bei Bedarf benannte Personen identifizieren, indem sie bestimmte Bereiche nach bestimmten Benutzern durchsuchen. Auch das Ministerium für Innere Sicherheit erhält von Venntel "geografische Marketingdaten" nicht näher bestimmter Art.


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    Der internationale Medienkonzern Thomson Reuters Corporation, einer der weltweit größten Aggregatoren von Daten, hat mit US-amerikanischen Sicherheits- und Nachrichtendiensten Verträge im Wert von mehreren Dutzend Millionen US-Dollar abgeschlossen und bietet Standortverfolgung und andere Dienste an. Darüber hinaus bietet dessen Tochtergesellschaft diesen Behörden noch "Special Services" mit "strategischen und taktischen Einblicke in globale Risiken" an, etwa durch Produkte wie die Datenbank "Consolidated Lead Evaluation and Reporting" (CLEAR). Eine Begründung des Nachrichtendienstes des Marine Corps für die Verwendung dieser Ressource lautete, dass diese "Live-Schnittstellen zu Echtzeitdaten" bieten würde.

    Dazu gehören Informationen, die aus "primären Quellen und eindeutigen Daten stammen, die nur CLEAR zur Verfügung stehen", wie etwa Daten von Smartphones und von Netzbetreibern. Obwohl der Umfang dessen nicht ersichtlich ist, zeigt ein Vertrag zwischen Thomson Reuters Special Services und der Einwanderungs- und Zollbehörde ICE, dass die Produkte des Unternehmens "der Behörde ermöglichen, sich schnell ein vollständiges Bild von einer interessierenden Person zu machen, indem sie Kontakt- und Standortinformationen findet, Assoziationen identifiziert und Verbindungen herstellt, und zwar zwischen Einzelpersonen, Aktivitäten, Standorten  mit den neuesten und relevantesten Informationen, die regelmäßig aktualisiert werden." Mehrere Behörden, darunter das Amt für Geheimdienstinformationen und Analyse des Finanzministeriums (OIA), haben in den letzten Jahren von CLEAR Gebrauch gemacht.

    In der Zwischenzeit bietet das Analyseunternehmen RELX Group Dienstleistungen für die Einwanderungs- und Zollbehörden, das FBI und den Geheimdienst an. Zum Beispiel kontaktierte das FBI das Konglomerat, im Rahmen seines Auftrags "Computer Assisted Legal Research" (Computergestützte rechtliche Nachforschungen), um Informationen wie Sozialversicherungsnummern, Adressen, Geburtsdaten, Staatsbürgerschaft, Familienstand und mehr zu erhalten.


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    Eine wichtige RELX-Komponente ist "ThreatMetrix", die Nutzer online verfolgt und "Web- und Mobilgeräte-Intelligenz" sowie "echte Geolokalisierung" offen als "ihre erste Verteidigungslinie" einstuft. Es sammelt und verarbeitet Informationen aus Millionen von täglichen Verbraucherinteraktionen, einschließlich Anmeldungen bei Konten, Zahlungen und neue Anwendungen, die mit einem Konto verknüpft werden. Anschließend wird für eine Zielperson eine eindeutige digitale Identität erstellt, indem die Verbindungen zwischen ihren Geräten, Standorten und persönlichen Informationen analysiert werden. RELX brüstet sich damit, dass "ThreatMetrix" ein spezielles Angebot für Behörden ist, das eine "schnelle, digitale Identitätsbewertung anbietet, welche die Behörden brauchen".

    "Es nutzt Datenintelligenz über Geräte, Standorte, Identitäten und vergangenes Verhalten in den weltweit größten, schwarmgestützten, globalen digitalen Netzwerken. Das Ergebnis ist, dass Regierungsbehörden wissen, mit wem sie es zu tun haben." Außerordentlich ist dabei, dass sogar Daten von Versorgungsunternehmen zum Zwecke der Informationsbeschaffung und Überwachung gesucht werden. Schließlich bieten solche Informationen nicht nur die Adresse einer Person, sondern es können auch Aufzeichnungen zu Stromverträgen und Stromverbrauch verwendet werden, um zu ermitteln, wie viele Personen in einem bestimmten Haushalt leben oder sogar wann Personen zu Hause sind und wann nicht.

    Wie der oben erwähnte Vertrag des Nachrichtendienstes des Marine Corps mit Thomson Reuters feststellt, sind Einsichten in Daten von Versorgungsunternehmen ein ideales Mittel, um Personen aufzuspüren, die über "traditionelle Quellen" nicht leicht auffindbar sind. Der Bericht des Zentrums für Demokratie und Technologie stellt fest, dass sich die Einwanderungs- und Zollbehörden in der Vergangenheit bereits auf Daten von Versorgungsunternehmen stützen konnten, um "Verhaftungen und manchmal Abschiebungen zu bewirken".

    Es ist klar, dass fast alle Informationen, die über Privatpersonen gesammelt werden, jederzeit außergerichtlich als Waffe gegen sie verwendet werden können – und wohl auch verwendet werden.

    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

    Übersetzung aus dem Englischen.

    Kit Klarenberg ist ein investigativer Journalist, der die Rolle von Geheimdiensten bei der Gestaltung von Politik und Wahrnehmung untersucht. Folgen Sie ihm auf Twitter @KitKlarenberg


    Mehr zum Thema - Durchgesickertes Dokument enthüllt, welche Messenger die meisten Daten an das FBI senden


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/meinung/128413-wie-selbst-geloeschte-nachrichten-von-us-geheimdiensten-abgerufen-werden/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Bericht – Gesetzeslücken und Daten für Dollar: Wie Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste Ihre Daten von Brokern kaufen


    cdt.org, vom 9. Dezember 2021 / Sharon Bradford Franklin, Greg Nojeim, Dhanaraj Thakur (übersetzt aus dem englischen mit deepl., unkorrigiert)

    Screenshot_2025_06_15_at_13_39_47_2021_12_08_Legal_Loopholes_and_Data_for_Dollars_191x1_cover_SM_2500x_1536x804.png_PNG_Grafik_1536_804_Pixel_Skaliert_73_
    CDT-Recherche-Bericht mit dem Titel „Rechtliche Schlupflöcher und Daten für Dollar: Wie Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste Ihre Daten von Brokern kaufen.“ Orange und schwarzer Text auf einem beunruhigten, fotokopierten Papierhintergrund. Hellblaue Scan-Marken verlaufen über die obere und rechte Seite des Bildes.

    Dieser Bericht wurde auch von Carey Shenkman, einem unabhängigen Berater und Menschenrechtsanwalt
    , verfasst.

    Einführung

    Typischerweise müssen Regierungsbehörden, die Zugang zu den persönlichen elektronischen Daten von Amerikanern suchen, ein rechtliches Verfahren einhalten, um diese Daten zu erhalten. Dieser Prozess kann durch die Verfassung (der Haftbefehl und die wahrscheinliche Grundvoraussetzung des vierten Verfassungszusatzes) oder nach dem Gesetz (wie dem Bundesgesetz über den elektronischen Kommunikationsschutz oder verschiedenen staatlichen Gesetzen) vorgeschrieben werden. Dieser Bericht untersucht die besorgniserregende und zunehmende Praxis von Bundesbehörden, die diese gesetzlichen Anforderungen umgehen, indem sie Daten über Amerikaner durch kommerzielle Käufe von Datenvermittlern erhalten.

    Unsere Recherchen zu diesem Bericht beinhalteten die Befragung von Experten zu diesem Thema und die Überprüfung von etwa 150 öffentlich zugänglichen Dokumenten, die Auszeichnungen, Aufforderungen, Anträge auf Anträge und zugehörige Informationen über Verträge umfassen. Wir fanden signifikante Beweise dafür, dass Agenturen Schlupflöcher im bestehenden Recht ausnutzen, indem sie Daten von privaten Datenmaklern kauften. Die Praxis hat zu einer Überprüfung durch Regierungsbeobachter sowie von Kongressmitgliedern (Tau, 2021a ; Wyden, 2021) geführt.

    Das Problem ist ein Nebenprodukt des lukrativen Privatmarktes für personenbezogene Daten, wo viele Unternehmen, die Online-Dienste anbieten, Daten über Personen sammeln, analysieren und verkaufen, die diese Dienste nutzen. Diese Daten werden von Unternehmen aggregiert, die "Datenmakler" genannt werden, die in der Regel keine direkte Beziehung zu den Personen haben, deren Daten sie sammeln und verkaufen, aber personenbezogene Daten aus mehreren Quellen mit unterschiedlichem Granularität ansammeln können, von anonymisierten Trends bis zu den spezifischen Orten von Personen zu bestimmten Zeiten. Werbetreibende, Einzelhändler und andere Unternehmen können dann Zugang zu Daten für verschiedene kommerzielle Zwecke suchen.

    Wie unsere Untersuchungen zeigen, gehören Strafverfolgungs- und Geheimdienste zu den Kunden einiger Datenvermittler, die Millionen von Dollar ausgeben, um Zugang zu Datenbanken des privaten Sektors zu erhalten, die oft sehr sensible und sehr persönliche Informationen über Einzelpersonen enthalten.

    Ein aktuelles Beispiel für dieses Muster ist die Verwendung von kommerziell aggregierten Daten in Strafverfolgungen rund um das Kapitol von 2021. Das Justizministerium wies in einem Bundesgerichtsantrag darauf hin, dass es "[l]ocation History-Daten für Tausende von Geräten im Inneren des Kapitols (aus einer Vielzahl von Quellen einschließlich Google und mehrerer Datenaggregationsunternehmen) verwendet habe” (Grand Jury Action No. 21-20 (BAH), 2021). In einer anderen Einreichung wies das Justizministerium darauf hin, dass Daten aus "Durchsuchungen von zehn Datenaggregationsunternehmen" (USA v. Perretta, 2021). Die Einreichungen gaben nicht an, wer diese Aggregationsunternehmen waren.

    Es gibt keine klare Grenze für die mögliche Verfügbarkeit von kommerziell erfassten Daten, die in der Regel ein rechtliches Verfahren erfordern würden. In den Worten eines Moderators der Strafverfolgungsbehörden auf einer Ortungsanalyse-Konferenz „ sind Handydaten, Social-Media-Feeds, Lizenzplattenleser und automatische Fahrzeugortungssysteme für Ermittler leicht verfügbar“ (Delaney & Beck, 2014). Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste könnten diese Arten von personenbezogenen Daten aus verschiedenen Quellen erhalten, einschließlich öffentlich zugänglicher Informationen (z. B. öffentliche Beiträge im Internet), Zugang zu Unternehmensakten durch rechtliche Verfahren (z. B. eine gerichtliche Anordnung, die einen Internetdienstanbieter anweist, Informationen zu übergeben) oder Datenvermittler. Von diesen verschiedenen Quellen haben wir nur sehr wenig Einblick in die Zusammenarbeit der Agenturen mit Datenvermittlern.

    Dieser Bericht zielt darauf ab, Licht auf die Art und das Ausmaß des Datenvermittlers der Strafverfolgungs- und Geheimdienst-Pipeline des Bundes zu werfen, und wie Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste sich auf solche Käufe in Situationen verlassen, in denen sie verpflichtet sein sollten, einen Haftbefehl oder ein anderes formelles rechtliches Verfahren einzuholen, um die Offenlegung der Daten zu erzwingen. Der Bericht schließt mit einer Reihe von Empfehlungen, um diese Ergebnisse zu beantworten. Am kritischsten ist, dass der Kongress handeln sollte, um das Schlupfloch zu schließen, das es Regierungsbehörden ermöglicht, sich den Anforderungen zu entziehen, dass sie einen Haftbefehl oder ein anderes rechtliches Verfahren erhalten, indem sie stattdessen sensible Informationen von Datenvermittlern kaufen.

    Die wichtigsten Erkenntnisse

    1. Mehrere Formen sensibler Daten, einschließlich Standort-, Kommunikations-, biometrischer und Kennzeichenleserdaten, werden von Datenmaklern an Strafverfolgungs- und Geheimdienste verkauft, und die Praxis nimmt zu, wobei mehrere Agenturen mehr als Dutzende Millionen Dollar für mehrjährige Verträge ausgeben.
    2. Regierungsbehörden, die Daten kaufen möchten, verwenden häufig Begriffe wie "Open Source" und "öffentlich verfügbar" in ihren Bestellungen und Verträgen, was darauf hindeutet, dass sie nur Informationen wie öffentliche Social-Media-Posts suchen, die Menschen wissentlich der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Staatliche Bestellungen und Verträge verwenden diese Bedingungen jedoch häufig, um Informationen aufzunehmen, die speziell für eine bestimmte Agentur gesammelt wurden, die der Öffentlichkeit oder einem anderen Verbraucher nicht wirklich zugänglich ist. Die breite und irreführende Verwendung dieser Begriffe untergräbt die Behauptungen der Regierung, dass es Behörden erlaubt ist, solche Informationen zu sammeln, weil sie im Allgemeinen in der Öffentlichkeit vorhanden sind und Einzelpersonen daher keine Erwartungen an die Privatsphäre in solch sensiblen Daten haben.
    3. Strafverfolgungs- und Geheimdienste kategorisieren Beschaffungsverträge oft durch undurchsichtige oder technische Bezeichnungen, die die Art der gekauften Daten, der Verwendung, deren Verwendung sie erhalten, und die Folgen der Privatsphäre verschleiern.
    4. Der Electronic Communications Privacy Act enthält effektiv ein Schlupfloch, das es den Strafverfolgungsbehörden ermöglicht, Kommunikationsdaten kommerziell von Datenvermittlern zu erwerben und ansonsten geltende Anforderungen zu umgehen, dass sie rechtliche Verfahren verwenden müssen, um Daten direkt von Dienstleistern zu erhalten. Der vierte Zusatzartikel, der nicht für den Verkauf gilt, würde dieses kritische Manko beheben und dieses Schlupfloch schließen, das drei Jahrzehnte vor der Verbreitung von Datenvermittler-Praktiken umgesetzt wurde. Der Kongress sollte jetzt handeln, um dieses Gesetz zu verabschieden.
    5. Im wegweisenden Fall 2018 Carpenter v. Die Vereinigten Staaten, der Oberste Gerichtshof, entschied, dass die Regierung einen Haftbefehl einholen muss, um Informationen über die Standortinformation (CSLI) für sieben Tage oder mehr zu sammeln, wobei er anerkennt, dass die Menschen eine „vernünftige Erwartung der Privatsphäre“ in bestimmten digitalen Informationen haben. Die breite Sprache der Stellungnahme legt nahe, dass die Regierung auch einen Haftbefehl einholen muss, um auf sensible persönliche Daten in Kontexten über die Fakten des Falles hinaus zuzugreifen. Wenn Strafverfolgungs- und Geheimdienste also bestimmte persönliche Daten über Amerikaner von Datenvermittlern kaufen, entziehen sie sich den vom Obersten Gerichtshof anerkannten Schutzmaßnahmen des Vierten Verfassungszusatzes. Diese Agenturen sollten die Standards des Vierten Verfassungszusatzes einhalten und den Kauf sensibler Daten einstellen, die die „Primänge des Lebens“ gemäß der Analyse des Obersten Gerichtshofs in Carpenter aufdecken.
    6. Datenschutzrichtlinien von Datenvermittlern werden oft breit ausgearbeitet und bieten keine sinnvolle Transparenz oder Schutz vor dem direkten oder nachgelagerten Datenverkauf an Regierungsbehörden. Die Verbraucher sind sich auch in der Regel nicht bewusst, welche Broker ihre Daten besitzen - und daher welche Richtlinien überhaupt gelten. Zusätzlich zu den Vorschriften, die die Fähigkeit der Strafverfolgungsbehörden einschränken, Informationen von Daten von Datenvermittlern zu kaufen, sollte das Bundesgesetz die Datenvermittler Erfassung und -verarbeitung von Informationen regeln und den Verbrauchern die Möglichkeit geben, zu verstehen, welche Informationen Datenakteure über sie gesammelt haben, und mit einer sinnvollen Fähigkeit, die Informationen löschen, zu verdunkeln oder zu korrigieren.

    Lesen Sie den vollständigen Bericht hier.

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    cdt.org, vom 12. Juni 2025 / Kate Ruane

    CDT schließt sich dem Betreiben des Gesetzes zur Stärkung der Transparenz und Pflichten zum Schutz von Kindern an Missbrauch und Misshandlung an (STOP CSAM) Act an


    Am Mittwoch, dem 11. Juni 2025, schloss sich das Center for Democracy & Technology mit über 20 führenden Technologie- und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen, um einen Brief vorzulegen, der den Justizausschuss des Senats aufforderte, das STOP CSAM Act abzulehnen. Die vagen Haftungsbestimmungen des Gesetzes und unzureichende Verschlüsselungsgarantien stellen erhebliche Risiken für die Privatsphäre und Sicherheit der digitalen Privatsphäre dar.

    Durch Anreize für Plattformen zur Schwächung oder Umgehung von Verschlüsselung würden das Gesetz effektiv eines der wichtigsten verfügbaren Instrumente untergraben, um unsere Privatsphäre zu schützen - einschließlich der Privatsphäre von Eltern, die die persönlichen Daten ihrer Kinder schützen möchten. Stattdessen sollte der Kongress gezielte, evidenzbasierte Lösungen verfolgen, die echte Schäden an Kindern adressieren, ohne die Sicherheit von Kindern zu beeinträchtigen.

    Neben CDT und ACLU gehören Gruppen wie Electronic Frontier Foundation, Free Press Action, Freedom of the Press Foundation, New America's Open Technology Institute, Organization for Transformative Works und RootsAction zu den Unterzeichnern.

    Lesen Sie den vollständigen Brief und die Liste der Unterzeichner.


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    15.06.2025

    CDT widersetzt sich AI-Moratorium

    cdt.org, vom 12. Juni 2025 / Eric Null, (übersetzt aus dem englischen mit deepl., unkorrigiert)

    CDT schloss sich einer Koalition von mehr als 50 Bürgerrechts- und Verbrauchergruppen an, die sich gegen das KI-Moratorium im Versöhnungspaket aussprachen. Konkret erwähnt der Brief, wie sich das Moratorium auf marginalisierte Gemeinschaften auswirken und sogar die Durchsetzung staatlicher Bürgerrechtsgesetze verhindern könnte.

    Ein Teil des Briefes wurde kopiert und unten eingefügt:

    Automatisierte Entscheidungssysteme zeigen häufig systemische Vorurteile gegen marginalisierte Gemeinschaften. Zum Beispiel haben sie ungerechterweise empfohlen, dass Vermieter qualifiziertes Schwarz ausschließen. Latino-Mieter und schneiden Menschen mit Behinderungen von öffentlichen Leistungen ab. Die Vorbeugungsregelung für ein Jahrzehnt wird ungebremste Schäden ermöglichen. Der einzige Weg nach vorn besteht darin, Gesetze zu verabschieden, um sicherzustellen, dass diese Diskriminierung und Schäden aufhören, nicht alle staatlichen und lokalen Bemühungen, Schaden zu verhindern, zu stoppen.

    Wir fordern die Senatoren auf, das Moratorium in seiner Gesamtheit zu streichen, da es nicht durch Änderungen gespeichert werden kann. Wir sind bereit, mit dem Kongress an einer Politik zu arbeiten, die die Bürgerrechte schützt, rechtswidrige Diskriminierung verhindert und die Chancengleichheit fördert. Völlig aufzuhalten, ist der Fortschritt, den die Staaten gemacht haben, nicht der richtige Weg.


    Lesen Sie den vollständigen Brief.

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    CDT Europe veranstaltet einen zweiten Workshop der Zivilgesellschaft, um die Umsetzung des KI-Gesetzes zu diskutieren12. Juni 2025

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    EU Tech Policy Brief: Juni 2025 11. Juni 2025

    https://cdt.org/insights/eu-tech-policy-brief-june-2025/



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    Googles Privacy Sandbox ist tot. Der Kampf um echte Online-Daten bleibt fortgesetzt.9. Juni 2025

    https://cdt.org/insights/googles-privacy-sandbox-is-dead-the-fight-for-real-online-privacy-continues/

    Info: https://cdt.org/insights/joint-letter-to-congress-opposing-ai-moratorium/


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    15.06.2025

    Iran-Israel-USA: Das Pulverfass!

    Screenshot_2025_06_15_at_10_34_48_Iran_Israel_USA_Das_Pulverfass_


    neopresse.com, Von: NEOPresse 15. Juni 2025,  Themen:

    Der Nahe Osten steuert auf eine neue gefährliche Zuspitzung zu. Nach jüngsten israelischen Luftangriffen auf strategisch bedeutende Ziele im Iran, darunter mutmaßliche Nuklearanlagen und Militärkomplexe, droht die Situation in einen Flächenbrand zu münden. Die Vereinigten Staaten haben unterdessen eine aktuelle Warnung an Teheran gerichtet: Sollte der Iran US-Interessen angreifen, werde dies „katastrophale Folgen“ nach sich ziehen.

    In einer dringlichen Sitzung des UN-Sicherheitsrats brachte McCoy Pitt, hochrangiger Diplomat des US-Außenministeriums, die Position Washingtons unverblümt zum Ausdruck: „Jeder Angriff auf amerikanische Bürger, Militärstützpunkte oder Infrastruktur wird mit aller Entschlossenheit beantwortet“, betonte Pitt. Diese klare Sprache folgte auf israelische Angriffe in der Nacht zu Freitag, bei denen laut Berichten auch hochrangige iranische Militärs und Wissenschaftler getötet wurden.


    Israelische Präzisionsschläge als Zündfunke 

    Die gezielten Operationen Israels markieren eine neue Qualität der Eskalation. Neben konventionellen Militärzielen treffen die Angriffe auch kerntechnische Einrichtungen – ein Schritt, der internationale Besorgnis auslöst. Die israelische Regierung begründete die Aktion als notwendigen Akt der Selbstverteidigung, eine Argumentation, die von den USA ausdrücklich unterstützt wird. Pitt bekräftigte: „Jeder souveräne Staat hat das Recht, seine Sicherheit zu garantieren – Israel bildet hier keine Ausnahme.“ Die enge Abstimmung zwischen Washington und Jerusalem unterstreicht die ungebrochene Allianz beider Staaten, die in dieser Krise erneut Vorrang vor diplomatischen Lösungsansätzen erhält.


    Der Iran sieht sich nach den Angriffen unter massivem Handlungsdruck. Die Führung in Teheran hat Vergeltung geschworen – einerseits, um das Gesicht gegenüber der eigenen Bevölkerung und verbündeten Milizen wie der Hisbollah zu wahren, andererseits, um regionalen Einfluss zu demonstrieren. Doch ein direkter Schlag gegen US-Interessen würde das Risiko eines übermächtigen Gegenschlags bergen. Die USA haben im gesamten Nahen Osten Truppen stationiert und zeigen mit der Verlegung zusätzlicher Flugzeugträger bereits militärische Präsenz.

    Fachleute warnen vor einem Dominoeffekt: Sollte der Iran seine Drohungen in die Tat umsetzen, könnte dies nicht nur einen regional begrenzten Krieg auslösen, sondern auch Großmächte wie Russland oder China in den Konflikt hineinziehen. Die Angriffe auf Nuklearanlagen bergen zudem die Gefahr einer Umweltkatastrophe oder gar der Verbreitung von Atommaterial.

    Während die diplomatischen Kanäle weiterhin blockiert scheinen, bleibt die Frage: Kann Teheran es sich leisten, angesichts der US-Warnungen weitgehend tatenlos zu bleiben – oder wird die Spirale der Gewalt sich weiterdrehen? Die Antwort darauf könnte den Nahen Osten in eine neue Ära der Instabilität stürzen.


    Info: https://www.neopresse.com/politik/iran-israel-usa-das-pulverfass/?source=ENL


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    15.06.2025

    Warum der Ausgang des Ukraine-Konflikts in der Türkei entschieden werden könnte

    freedert.online, 15 Juni 2025 08:22 Uhr, Von Murad Sadygzade

    Während sich die Standpunkte Moskaus und Ankaras zur Zukunft der Weltordnung annähern, erweist sich der Westen als unzuverlässiger Partner.


    Warum der Ausgang des Ukraine-Konflikts in der Türkei entschieden werden könnteQuelle: Sputnik © Sputnik / Alex

    ander Rjumin


    Foto: Die Delegationsmitglieder nehmen an der zweiten Runde der direkten Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine im Çırağan-Palast in Istanbul, Türkei, teil.





    Vor Beginn der jüngsten Runde der Russland-Ukraine-Verhandlungen in Istanbul stattete der türkische Außenminister Hakan Fidan sowohl Moskau als auch Kiew einen Besuch ab. Diese Besuche können als potenzieller Entscheidungsmoment im Kontext der Bemühungen um eine Konfliktbeilegung angesehen werden.

    Obwohl der Staatsbesuch in Moskau offiziell als Schritt zur Vertiefung der bilateralen Beziehungen zwischen Russland und der Türkei dargestellt wurde, wurden seine wahren Prioritäten vom ersten Tag an deutlich: Die Tagesordnung ging weit über die routinemäßige Diplomatie hinaus und berührte weitaus heiklere und folgenreichere Themen.

    Hinter dem offiziellen diplomatischen Protokoll verbarg sich eine inoffizielle Mission. Entgegen öffentlichen Äußerungen wurde deutlich, dass das Ziel von Fidans Besuch darin bestand, die Position Moskaus vor einer möglichen neuen Runde der Friedensgespräche mit Kiew auszuloten. Diese Version bestätigen die Auswahl seiner Gesprächspartner, insbesondere sein Treffen mit Wladimir Medinski, dem Berater des russischen Präsidenten und Leiter der russischen Delegation bei den Verhandlungen mit der Ukraine, sowie seine Audienz bei Präsident Wladimir Putin selbst. Die Symbolik dieses Schrittes wurde noch dadurch verstärkt, dass Fidan nach seinem Moskau-Besuch nach Kiew weiterreiste, was die Vermittlerrolle Ankaras deutlich unterstrich.


    6.000 Soldatenleichen werden antirussische Propaganda





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    6.000 Soldatenleichen werden antirussische Propaganda






    Das Informationsvakuum, das diesen Staatsbesuch begleitete, sprach für sich. Weder der Kreml noch die türkische Seite gaben wesentliche Details zu den Gesprächen bekannt und beschränkten sich auf kurze Erklärungen über "wichtige Kontakte auf hoher Ebene". Ein solches Schweigen deutet in der Regel auf sensible Themen hin, die mit Sicherheit, Konfliktbeilegung oder potenziellen diplomatischen Durchbrüchen zu tun haben. Kurz darauf berichtete die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf eine gut informierte Quelle, dass bei dem Treffen mit Medinski tatsächlich Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine diskutiert worden seien. Konkrete Angaben – sei es zum Inhalt, zum Format, zu Garantien oder zur internationalen Beteiligung – blieben jedoch aus.

    Nach seinem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergei Lawrow bestätigte Fidan, dass sie über für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan "wichtige und heikle " Themen gesprochen hätten, darunter auch die Lage in der Ukraine. Er sagte, er habe Moskau das Angebot der Türkei übermittelt, potenzielle künftige Verhandlungsrunden auszurichten. Fidan betonte, dass die Türkei ihre Vermittlerrolle nicht nur als diplomatischen Schritt, sondern als "Verantwortung gegenüber der Region und der Welt" betrachte. Diese Rhetorik ist kein Zufall: Ankara ist bestrebt, seinen Status als Regionalmacht und globaler Vermittler zu festigen, der in der Lage ist, den Dialog sowohl mit Moskau als auch mit Kiew aufrechtzuerhalten.

    Lawrow würdigte die bisherigen Bemühungen der Türkei um die Bereitstellung einer Verhandlungsplattform und erklärte, Russland sei bereit, diese erneut in Anspruch zu nehmen. Mit seiner Bemerkung, dass "die Gespräche in Istanbul sehr gut verlaufen sind", bekräftigte er diplomatisch die Bereitschaft Russlands, zu diesem Format zurückzukehren. Dennoch stellte Lawrow klar, dass für Moskau die Beseitigung der grundlegenden Konfliktursachen weiterhin oberste Priorität habe. In diesem Punkt, so merkte er an, seien die Positionen beider Seiten nach wie vor weit voneinander entfernt. Er wies auch darauf hin, dass die Ukraine im Gegensatz zu Russland keine Bereitschaft zur Einhaltung der zuvor getroffenen Vereinbarungen gezeigt habe, darunter auch diejenigen, die 2022 getroffen, aber nie umgesetzt worden seien.


    Medinski: Einfrieren des Ukraine-Konflikts würde zu Atomkrieg führen



    Medinski: Einfrieren des Ukraine-Konflikts würde zu Atomkrieg führen






    Die drei Jahre seit der Eskalation des Ukraine-Konflikts im Jahr 2022 haben die internationale Politiklandschaft grundlegend verändert. Was einst als kurzfristige Krise angesehen wurde – die der Westen durch Sanktionen und Militärhilfe zu beenden hoffte –, entwickelte sich zu einer langwierigen Konfrontation, die nicht nur die Fronten, sondern auch die diplomatischen Reserven der beteiligten Akteure erschöpfte. Heute geht der Konflikt über die Grenzen eines regionalen Krieges hinaus; er wurde zum Symptom eines systematischen Wandels der Weltordnung, vor dessen Hintergrund einst unerschütterliche Grundpfeiler wie das Monopol des Westens auf die Festlegung von Regeln, Vermittlung und Legitimität ins Wanken geraten sind.

    Der Westen, der sich für einen Sieg der Ukraine und die diplomatische Isolierung Russlands eingesetzt hatte, ist nun gespalten und strategisch orientierungslos. Europa zeigt zunehmend seine Abhängigkeit von den USA – nicht nur in militärischer, sondern auch in politischer Hinsicht. Mit der Rückkehr von US-Präsident Donald Trump ins Weiße Haus wurden jedoch "tektonische Verschiebungen" ausgelöst. Die neue US-Regierung verfolgt einen zurückhaltenden, fast isolationistischen Ansatz in der Ukraine-Frage. Trotz früherer kühner Ankündigungen, er könne den Krieg "innerhalb von 24 Stunden" beenden, sah sich Trump schnell mit den harten Realitäten der Geopolitik konfrontiert. In den ersten hundert Tagen seiner Amtszeit gab es keinen diplomatischen Durchbruch – es wurde weder direkter Druck auf Moskau ausgeübt, noch wurden wirksame Anstrengungen unternommen, um Kiew zu einem Kompromiss zu bewegen.

    Als die Trump-Regierung erkannte, dass die proklamierten Ziele nicht zu erreichen sind – und angesichts der Gefahr einer innenpolitischen Krise –, begann sie, sich schrittweise aus der direkten Beteiligung an der Konfliktlösung zurückzuziehen und die Initiative an regionale Akteure zu delegieren. Dies ist nicht nur ein taktisches Manöver, sondern eine strategische Neuausrichtung: Trump ist entschlossen, den Ukraine-Konflikt nicht zu seinem Krieg werden zu lassen, so wie Syrien zum Krieg Obamas und Afghanistan zum Krieg Bidens wurde. Um einen Reputationsverlust zu vermeiden, verlagert das Weiße Haus nun bewusst die Verantwortung nach Ankara – eine Hauptstadt, die im Gegensatz zu Brüssel oder Washington noch ein gewisses Maß an Vertrauen seitens des Kremls genießt.


    Zwecklose Verhandlungen? Russland widerlegte in Istanbul Vorwürfe der Kindesentführung




    Meinung

    Zwecklose Verhandlungen? Russland widerlegte in Istanbul Vorwürfe der Kindesentführung




    Unter diesen Umständen bleibt die Türkei unter der Führung von Präsident Erdoğan die einzige Plattform, auf der substanzielle Verhandlungen tatsächlich wieder aufgenommen werden könnten. Ihre Fähigkeit, als effektive Vermittlerin zu fungieren, wurde von der Türkei bereits unter Beweis gestellt. Im Jahr 2022 fanden in Istanbul die vielversprechendsten Verhandlungen zwischen russischen und ukrainischen Delegationen statt. Trotz intensiven Drucks aus dem Westen standen beide Seiten damals kurz vor einem möglichen Kompromiss. Diese positive Erfahrung ist nicht vergessen – weder in Moskau noch in Kiew.

    Russland seinerseits signalisiert zunehmend seine Friedensbereitschaft, jedoch nicht auf der Grundlage einseitiger Zugeständnisse. Moskau besteht auf festen, durch Garantien gesicherten Vereinbarungen. Seit Jahrzehnten warnt Russland vor der Fragilität der bestehenden globalen Sicherheitsarchitektur, die auf westlicher Hegemonie, einseitigen Interventionen und Doppelmoral basiert. Seit den 1990er Jahren verweist es immer wieder auf die Gefahren, die von der NATO-Erweiterung, der Abkehr vom gleichberechtigten Dialog und der Missachtung der legitimen Interessen anderer Mächte durch den Westen ausgehen. Diese Warnungen blieben jedoch unbeachtet.

    Heute betrachtet der Kreml den Westen nicht mehr als verlässlichen Partner – aus diesem Grund wurde bei den jüngsten Gesprächen mit Fidan von Lawrow unmissverständlich klargestellt: Sollte es zu einer zweiten Verhandlungsrunde kommen, müsse diese erneut in der Türkei stattfinden. Moskau sendet damit ein klares Signal: Frieden sei möglich, jedoch nur dann, wenn die eigentlichen Konfliktursachen angegangen würden. Dies umfasst verbindliche Garantien, dass die Ukraine nicht der NATO beitritt, sowie ihre Neutralität und die Anerkennung der grundlegenden Sicherheitsinteressen Russlands.

    Der Westen hingegen hat in den Augen Moskaus seine moralische Autorität verloren. Die Sanktionspolitik, die Ablehnung von Kompromissen, die Instrumentalisierung des Ukraine-Konflikts für eigene Interessen und die offene Einmischung in die Friedensbemühungen führten dazu, dass das letzte Vertrauen praktisch zerstört wurde. Die USA und die EU werden nicht mehr als unparteiische Vermittler wahrgenommen. Selbst in ihrer Rhetorik bestehen die westlichen Führer weiterhin auf einem Sieg der Ukraine und schließen damit einen echten Dialog faktisch aus.

    Die EU und Großbritannien, nun ohne den "Schutzschirm" der USA, werden zunehmend mit ihrer eigenen Verwundbarkeit konfrontiert. Eine militärische, finanzielle und politische Unterstützung Kiews ist ohne Washington nicht möglich. Und mit der zunehmenden Distanzierung der Vereinigten Staaten beginnt die europäische Einheit zu bröckeln: Die osteuropäischen Staaten fordern eine Fortsetzung der Konfrontation, während die großen westeuropäischen Wirtschaften Ermüdungserscheinungen zeigen und offen über die Notwendigkeit eines Auswegs aus dieser Pattsituation diskutieren.


    Das Moskauer Memorandum: Ein Test für die Friedensbereitschaft der Ukraine





    Analyse

    Das Moskauer Memorandum: Ein Test für die Friedensbereitschaft der Ukraine





    In diesem Zusammenhang bietet sich der Türkei eine einzigartige Chance. Ihre Interessen sind vielfältig und langfristig. Erstens: Der Frieden in der Schwarzmeerregion ist für die wirtschaftliche Stabilität der Türkei von entscheidender Bedeutung, einschließlich des Seehandels, der Getreidelieferungen, des Transits von Energieressourcen und der Kontrolle über Migrationsströme. Zweitens: Durch seine Rolle als Vermittler kann Ankara seine Ambitionen als regionaler – und sogar globaler – Akteur stärken und sich als Alternative sowohl zur westlichen als auch zur östlichen Diplomatie positionieren. Und drittens: Die Friedensbemühungen in der Ukraine-Frage geben der Türkei die Möglichkeit, ein Gleichgewicht zwischen ihren Beziehungen zu Russland und zum Westen zu finden, ihre strategische Autonomie zu bewahren, ohne die Verbindung zu Moskau oder Washington abzubrechen.

    Ankara handelt nach der Logik des Geschichtsrevisionismus. Erdoğan strebt danach, den Status der Türkei als Großmacht wiederherzustellen, deren Einfluss sich von den Balkanstaaten bis zum Kaukasus und vom östlichen Mittelmeerraum bis nach Zentralasien erstreckt. Die Lösung des Ukraine-Konflikts ist nicht nur für die Beteiligung der Türkei an der globalen Diplomatie von entscheidender Bedeutung, sondern auch für ihre Fähigkeit, die Regeln dieser Diplomatie mitzugestalten.

    Was Moskau und Ankara derzeit verbindet, geht weit über taktische Zusammenarbeit oder pragmatischen Interessenaustausch in regionalen Konflikten hinaus. Die beiden Länder sind zunehmend durch eine gemeinsame Weltanschauung und das Bestreben vereint, die globale Weltordnung neu zu definieren, die über Jahrzehnte vom dominierenden Einfluss des Westens geprägt wurde. Sowohl Russland als auch die Türkei stehen dem unipolaren System, in dem die USA und ihre engsten Verbündeten nicht nur "universelle Regeln" auferlegen, sondern diese auch selektiv zu ihrem eigenen Vorteil einsetzen, zunehmend kritisch gegenüber. Für Moskau ist dies eine Fortsetzung seines historischen Kampfes um Souveränität und Sicherheit entlang seiner Grenzen. Für Ankara ist es ein Weg zur Wiederherstellung seines geopolitischen Gewichts im Einklang mit seinem historischen und zivilisatorischen Erbe.

    Beide Länder verbindet das Bestreben, sich von der destabilisierenden Politik der westlichen Hegemonie zu lösen – einem System, das die globale Stabilität insbesondere in den Ländern des Globalen Südens untergräbt und die Entstehung einer gerechteren Weltordnung verhindert. Die Türkei bekundet immer offener ihre Solidarität mit Moskau und Peking in wichtigen Fragen: von der Reform internationaler Institutionen bis hin zur Verringerung der Abhängigkeit vom US-Dollar als globalem Zahlungsmittel. Heute spricht Ankara dieselbe Sprache wie die BRICS-Staaten – sie befürworten die "Entwestlichung" der Weltwirtschaft, das Ende sanktionsbasierter Zwangsmaßnahmen und das Recht regionaler Mächte auf die Wahl ihres eigenen Entwicklungsweges ein. Zwar ist die Türkei noch kein Mitglied der BRICS oder der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ), doch ihr Interesse an diesen Bündnissen ist offensichtlich. Ankara nimmt regelmäßig als Dialogpartner an den SOZ-Gipfeltreffen teil, und die Äußerungen der türkischen Staatsführung über einen möglichen BRICS-Beitritt lösten in diplomatischen Kreisen Diskussionen aus.

    Für die Türkei ist eine engere Annäherung an Russland – und an den gesamten Globalen Süden, einschließlich China, Iran und den arabischen Staaten – nicht nur eine Alternative zur EU oder NATO, sondern eine strategische Entscheidung. Die politische Elite der Türkei ist sich bewusst, dass der Westen Ankara nicht mehr als gleichberechtigten Partner betrachtet, sondern bestenfalls als Instrument zur Eindämmung Russlands und Irans. Vor diesem Hintergrund bietet die Zusammenarbeit mit Moskau der Türkei nicht nur die Chance, ihre Position im postsowjetischen Raum und in der Schwarzmeerregion zu stärken, sondern auch zur Gestaltung einer neuen Weltordnung beizutragen – einer multipolaren, gerechten und vom Diktat Washingtons freien Weltordnung.

    Genau deshalb sollten die russisch-türkischen Bemühungen zur Lösung des Ukraine-Konflikts nicht als isolierte diplomatische Episode betrachtet werden, sondern als Teil eines umfassenderen Versuchs, den Lauf der Weltgeschichte neu zu definieren.

    Auf den Trümmern der alten diplomatischen Realität entsteht somit eine neue. Die USA haben die Initiative und ihre Autorität verloren, die EU ist schwach und abhängig, und Moskau hat unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass es nicht mehr nach den alten Regeln spielen werde.

    Vor diesem Hintergrund verfügt nur die Türkei über die notwendigen Voraussetzungen – geopolitische Lage, Vertrauen beider Seiten, Unabhängigkeit und strategische Interessen –, um als wirksame, möglicherweise entscheidende Verhandlungsplattform für die Beendigung des Ukraine-Konflikts zu fungieren. Und wenn es wirklich zu einem Frieden kommen sollte, wird dieser nicht in Genf oder Washington, sondern in Istanbul erreicht werden.

    Übersetzt aus dem Englischen.

    Murad Sadygzade ist Präsident des Zentrums für Studien über den mittleren Osten und Gastdozent an der Moskauer Hochschule für Wirtschaft (HSE).


    Mehr zum Thema - Selenskij nennt russische Unterhändler "Idioten"



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    15.06.2025

    Deutschland vermiest Feier zu 40 Jahre Schengen

    lostineu.eu, 15. Juni 2025

    Am 14. Juni 1985 begann in der EU die Zeit des grenzenlosen Reisens. Am Freitag – 40 Jahre später – gab es in dem kleinen Luxemburger Ort Schengen eine Gedenkfeier. Doch die Stimmung war schlecht: Mit seinen Grenzkontrollen hat Deutschland die Axt an Schengen angelegt. „Kontrollen an den Binnengrenzen stören das über Jahrzehnte entwickelte gemeinsame grenzüberschreitende Leben“, betonte Luxemburgs Innenminister Gloden. Er habe seinen deutschen Amtskollegen Dobrindt an sein Versprechen erinnert, die Grenzkontrollen weiter ins Landesinnere zu verlagern. – Die EU-Kommission, die eigentlich über die Einhaltung wachen sollte, schaut weg. Ob es vielleicht damit zusammenhängt, dass ihr Chef eine Deutsche ist und derselben Partei angehört wie Kanzler Merz?

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    ‹ EUropas Versagen in Nahost, 40 Jahre Schengen – und neue Ukraine-Hilfen

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    Weiteres: 




    EUropas Versagen in Nahost, 40 Jahre Schengen – und neue Ukraine-Hilfen


    lostineu.eu, vom 14. Juni 2025

    Die Watchlist EUropa vom 14. Juni 2025 – heute mit der Wochenchronik.

    Israel hat Iran angegriffen – und das zwei Tage vor der entscheidenden sechsten Runde der Atomverhandlungen. Das zeigt, welche Rolle die Diplomatie heutzutage spielt – keine. Allenfalls dient sie als Brandbeschleuniger.

    Vor 20 Jahren war das anders. Damals, ich war gerade in Brüssel angekommen, versuchte die EU, den Teufelskreis der Gewalt zu brechen. Nach dem Irak-Krieg wollten die EUropäer zeigen, dass es auch mit “Soft Power” geht.

    Es war die Zeit der Pendeldiplomatie des früheren Außenbeauftragten Solana. Und des Atomabkommens, das die deutschen Diplomaten Heusgen und Schmid mit dem Iran ausgehandelt haben. EUropa spielte noch eine Rolle.

    Baerbock hat Schmid betrogen

    Davon kann heute keine Rede mehr sein. Die Protagonisten sind weg – der Diplomat Solana wurde durch die Kriegstreiberin Kallas ersetzt, Schmid wurde von der Grünen-Politikerin Baerbock um ihren Traumjob bei der Uno betrogen.

    In den Atomgesprächen spielt die EU keine Rolle mehr – und wenn, dann als Scharfmacherin. Vor allem Frankreich und Deutschland haben zuletzt eine harte Haltung eingenommen; nun rechtfertigen sie Israels Angriffskrieg.

    Doch nicht nur in der Iran-Politik hat die EU versagt. Im Bürgerkrieg in Syrien hat sie so ungeschickt agiert, dass Millionen Flüchtlinge nach Europa gekommen sind. Nun hofiert Kallas ehemalige Terroristen in Damaskus.

    Hohle Phrasen und leere Gesten

    Den Libanon hat die EU völlig aufgegeben. Frankreichs Präsident Macron hat zwar Hilfe und Schutz gelobt – doch wenn Israel wieder mal Beirut bombardiert, zucken die Diplomaten in Paris und Brüssel nur noch mit den Achseln.

    In Gaza erleben Deutschland und die EU ihren historischen Offenbarungseid. Israels Kriegsverbrechen an den Palästinensern – in Spanien, Irland und Belgien spricht man sogar von Völkermord – bleiben ohne Folgen.

    Die EU-Diplomatie beschränkt sich auf hohle Phrasen und leere Gesten. Man redet von einer illusorischen “Zwei-Staaten-Lösung” und fliegt – wie Außenminister Wadephul – durch die Region, um Israels Kriegs abzunicken.

    Es ist zum Heulen.

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    P.S. „Niemand konsultiert die Europäer oder informiert sie rechtzeitig“, klagen von der Leyen und Kallas. Nun – bei diesem “track record” ist das nicht erstaunlich…

    Was war noch?

    • 40 Jahre Schengen und kein bißchen Feierlaune. Am 14. Juni 1985 begann in der EU die Zeit des grenzenlosen Reisens. Am Freitag – 40 Jahre später – gab es in dem kleinen Luxemburger Ort Schengen eine Gedenkfeier. Doch die Stimmung war schlecht: Mit seinen Grenzkontrollen hat Deutschland die Axt an Schengen angelegt. Die EU-Kommission, die eigentlich über die Einhaltung wachen sollte, schaut weg. – Ob es vielleicht damit zusammenhängt, dass ihre Chef eine Deutsche ist und derselben Partei angehört wie Kanzler Merz?
    • Neue EU-Sanktionen stehen auf wackligen Beinen. Die EU-Kommission hat das 18. Sanktionspaket gegen Russland vorgeschlagen. Doch es steht auf wackligen Beinen. Mit Nord Stream sanktioniert die EU eine Ruine. Und die geplante Senkung des Ölpreisdeckels muß noch durch die G-7 und könnte an US-Präsident Trump scheitern. – Mein Kommentar für die taz
    • Noch mehr Hilfe für die Ukraine – und die Ukrainer. Die EU-Kommission hat der Ukraine erneut 1 Mrd. Euro überwiesen. Außerdem hat die EU den besonderen Schutzstatus für ukrainische Flüchtlinge bis März 2027 verlängert. Sie können ohne Asylverfahren einreisen und (vor allem in Deutschland) großzügige Sozialleistungen erhalten…

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    ‹ Aufgelesen: “Die EU muß Israels Aggression verurteilen” › Deutschland vermiest Feier zu 40 Jahre Schengen

    11 Comments

    1. Guido B.
      14. Juni 2025 @ 17:50

      Die neoliberale EU hat mit dem Binnenmarkt und dem Euro eine gewisse Machtposition im Welthandel erringen können. Doch die EU ist aufgrund ihrer Organisation als bunter und loser Staatenbund kein geopolitischer Machtfaktor. Die fortschreitende politische Integration sollte dazu führen, dass die EU auch ein geopolitischer Machtfaktor wird, bei dem Deutschland als größter Nettozahler den Ton angibt. Darum sind die Briten ausgeschert.

      Die EU hätte sich als globaler Peacekeeper profilieren können, als Gegenpol zum kriegerischen US-Hegemon. Doch die Eliten haben sich anders entschieden. Jetzt hat EUropa mit von der Leyen und Kallas zwei fanatische Kriegsfurien an der Spitze, die das Schicksal der EU an das Schicksal der Ukraine binden. Aus der Soft-Power-EU soll plötzlich eine Hard-Power-EU werden, also eine EU, die innen- und außenpolitische Feinde mit Repression, Sanktionen und Militäreinsätzen aus dem Weg räumt. Die Politik der EU wird zunehmend aggressiver, sowohl gegen Innen als auch gegen Aussen.

      Die EU-Eliten haben sich ohne die geringste Not auf einen Pfad begeben, der eher früher als später in einer Sackgasse endet.

      Die europäischen Nationen sollten dem Beispiel Ungarns und der Slowakei folgen und gegen das Brüsseler Regime offen rebellieren. Europa kann nur überleben, wenn die Nationen wieder ihre eigenen Interessen über die Interessen der EU-Spitze stellen. Die unterirdische Qualität des EU-Führungspersonals lässt den Nationen keine andere Wahl.

    Antworten

    • Karl
      14. Juni 2025 @ 18:10

      Guido B.: Aus der “Rebellion der Nationen” gegen die EU folgt aber auch nix, außer dass auch noch der gemeinsame Markt den Bach runter geht – ganz im Interesse der USA (deren “rechte Oligarchen-Internationale” um Trump und Vance dieses Konzept ja auch propagiert).
      Oder wissen Sie, was daraus folgen soll?

      Antworten

      • Guido B.
        14. Juni 2025 @ 19:32

        Der Entzug von nationaler Souveränität muss unbedingt mit einem Mehrwert für die Nation verbunden sein, damit die EU eine Existenzberechtigung hat.
        Wenn die EU beispielweise Sanktionen propagiert, die einzelne Mitglieder in welcher Form auch immer benachteiligen, ist das eine Fehlentwicklung, die korrigiert werden muss (Einstimmigkeitsprinzip hin oder her).
        Es muss in der EU eine offene Debatte darüber stattfinden, wer das letzte Wort hat, wenn politische Interessen der EU-Kommission mit vitalen nationalen Interessen kollidieren.
        Alle Mitgliedstaaten müssen in solchen Situationen eine sanktionsfreie Opt-out-Option haben. Es darf nicht sein, dass die EU-Führung in politischen Fragen gegen die nationalen Interessen der Mitgliedstaaten handelt – und Staaten bei Widerhandlung bestraft werden.
        Ich betone: in politischen Fragen. Denn wenn sie das tut, entmündigt und entwertet sie die Demokratien.
        Die EU muss darauf vertrauen, dass die Demokratien, die sich als Mitglieder qualifiziert haben, selber wissen, wie man Politik im eigenen Land macht – auch Aussenpolitik und Asylpolitik.
        Ein unbestrittener Mehrwert der EU ist der Binnenmarkt (level playing field). Die Regeln, die für diesen Markt beschlossen werden, sind im gemeinsamen Interesse aller Mitgliedsstaaten. Es gibt dafür auch Ausgleichsmechanismen, die den Gegebenheiten der Regionen Rechnung tragen. Das ist ein echter Mehrwert.

        Die Rebellion soll eine offene Debatte auslösen über die Frage, wo die Grenze verlaufen soll zwischen der politischen EU und der souveränen Politik der Mitgliedstaaten. Besonders in der Außen- und Asylpolitik müssen die Nationen einen souveränen Handlungsspielraum haben, sinnvollerweise auch in der Arbeitsmigrationspolitik und Verteidigungspolitik.
        In diesen Politikbereichen ist die EU-Führung viel zu übergriffig geworden.

  • Arthur Dent
    14. Juni 2025 @ 17:31

    Laut Ex-Außenmini gehört doch das Völkerrecht zu den fundamentalen Grundwerten Deutschlands (Nationale Sicherheitsstrategie).
    Wie konnten die drei Somalier eigentlich durch Polen bis nach Deutschland kommen um hier Asyl zu beantragen? Gilt Schengen nur für Deutschland?

    Antworten

  • Michael
    14. Juni 2025 @ 15:18

    Natürlich hat Baerbock betrogen und dazu, zumal als selbsternannte Gesinnungsaktivistin, nicht nur Ethik und Moral ignoriert, sondern auch ihr Amt mißbraucht! Aber ich frage mich: warum höre ich nichts von Helga Schmid zu dem Vorgang!? Außer von Heusgen habe ich keine Stellungnahme vernommen!? Ich denke Helga Schmid tut diesem Betrug damit keinen Gefallen, sondern deckt eher noch die Betrügerin!
    Und apropos Macron et al: Man gelobt ständig alles nur denkbare um es dann nicht einzuhalten! Populistisch! Trumpistisch! Zuletzt wollte man Palästina als Staat anerkennen und als es zum Schwur kommen sollte wurde die Absicht eiligst unter zahlreichen und unerfüllbaren Vorbedingungen begraben!
    Überall nehmen Betrug und Lügen zu!

    Antworten

    • ebo
      14. Juni 2025 @ 15:28

      Schmid kommt doch selbst aus dem AA. Was soll sie machen, wenn ihre Chefin sie austrickst?

      Antworten

      • KK
        14. Juni 2025 @ 15:47

        Schmid könnte klagen – als Untergebene von der eigenen Chefin weggebissen, weil die selbst den Posten wollte. Eigentlich hätte Baerbock wegen Befangenheit gar nicht selbst entscheiden dürfen, wen das AA und somit Deutschland für den Posten vorschlägt. Bzw. die Nominierung von Schmid zu eigenen Gunsten rückgängig machen, um selbst eine gut dotierte Anschlussverwendung zu bekommen. Das fällt für mich unter Korruption!

      • Michael
        14. Juni 2025 @ 17:12

        Aus meiner Sicht – ohne Jurist zu sein – sieht es nicht nur nach Verletzung eines Ethik/Moral Kodex, sondern nach einem Amtsvergehen aus. Dem sollte niemand Vorschub leisten!
        @KK: Korruption ist m. E. auf alle Fälle im Spiel!
        Ps. Auch hatte/habe ich den Eindruck Schmid wäre bereits nach NY gereist und hätte einige Vorstellungsgespräche geführt und sich nach einer Wohnung umgesehen. Wenn dem so ist: sind dabei Reisekosten, Flug und Hotel, entstanden, per diem, lokaler Transport, Maklergebühren, etc. !? Wie hoch waren die Ausgaben? Wer trägt diese Kosten?

      • Karl
        14. Juni 2025 @ 18:18

        Entscheidend ist ebos’ Satz, dass Diplomatie nicht mehr erwünscht ist.
        Warum? Wäre meine Frage: Weil der Imperialisten-Westen jetzt überall Krieg um fast jeden Preis führen will?

        Zu Eurer Frage: Baerbock ist zur Verhinderung der Diplomatie genau die Richtige. Deshalb hat Merz sie dorthin bugsiert. Schmid als Verhandlerin des Atomabkommens mit dem Iran wird nicht mehr gebraucht, weil solche Abkommen nicht mehr gebraucht werden.
        (Anders als Ihr meint, ist das nix Persönliches, sondern aus der Sache – Krieg – heraus begründet.)

      • Michael
        14. Juni 2025 @ 18:46

        @Karl
        Mit Verlaub, Schmid sollte in NY keine weiteren Abkommen verhandeln sondern für ein Jahr den Vorsitz in der UN GA führen!

      • ebo
        14. Juni 2025 @ 18:48

        So ist es

  • Was sagen Sie dazu?


    Info: https://lostineu.eu/europas-versagen-in-nahost-40-jahre-schengen-und-neue-ukraine-hilfen/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    15.06.2025

    Nachrichten von Pressenza: Für einen friedlichen Hessentag ohne Militär!

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 15. Juni 2025, 7:30 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 15.06.2025


    Für einen friedlichen Hessentag ohne Militär!


    Panzer, Maschinengewehre, Kampfhubschrauber und Militärkonzerte – Mit vielen Veranstaltungen und einer Fülle von Kriegsgerät nutzt die Bundeswehr jedes Jahr den Hessentag für eine großangelegte Werbeschau. Im Rahmen eines fröhlichen Volksfests sollen Soldat:innen in Uniform ein Bild von der Armee als&hellip;

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    Gaza &#8211; Satellitenbilder zeigen, wie die Stadt Khuza&#8217;a dem Erdboden gleichgemacht wurde


    Die Analyse von Satellitenbildern und die Überprüfung von Videomaterial durch Amnesty International zeigen, wie israelische Streitkräfte im Mai 2025 innerhalb von zwei Wochen die Überreste der Stadt Khuza&#8217;a im südlichen Teil des besetzten Gazastreifens vollständig zerstört haben. Die Analyse unterstreicht&hellip;

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    Prides in der Schweiz: Solidarität mit LGBTQIA+ in Ungarn


    Der Aufstieg autoritärer Politik bedroht auch in Europa die Errungenschaften der LGBTQIA+ Bewegung für Gleichstellung und Toleranz. In Ungarn versucht die Regierung Orbán, Demonstrationen wie die Pride zu verbieten. Auch in der Schweiz sind die Rechte der Community vermehrt unter&hellip;

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    Eine Weile, nachdem man mich gebeten hatte, meine Gedanken zum Thema „Heimat“ niederzuschreiben, bemerkte ich meine Verwirrung. Still im Kämmerlein hatte ich kein Problem mit dem Begriff; öffentlich war das etwas ganz anderes. Eines war mir aber schnell klar: Heimat&hellip;

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    Das International Peace Bureau (IPB) verurteilt auf das Schärfste den gestrigen groß angelegten israelischen Militärangriff auf iranisches Staatsgebiet. Diese Operation, die Berichten zufolge nukleare Anreicherungsanlagen – darunter die Anlage Natanz – sowie ballistische Raketenstellungen und Kommandostrukturen des Militärs getroffen hat,&hellip;

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    Global March to Gaza: Ägypten blockiert Friedensmarsch


    Trotz der Ausweisungen und willkürlichen Festnahmen sind gestern weitere 200 Aktivist*innen in Kairo eingetroffen, um sich dem Rest des Marsches anzuschließen, der heute von Kairo nach El Arish und dann zum Grenzübergang Rafah starten soll. Nach den neuesten Nachrichten der&hellip;

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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    14.06.2025

    Schlagzeile







    Info: 


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    14.06.2025

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