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09.07.2025

Nachrichten von Pressenza: SOS Humanity verurteilt die Beendigung der Finanzierung von Such- und Rettungsorganisationen durch die deutsche Bundesregierung

aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 9. Juli 2025, 7:15 Uhr


Nachrichten von Pressenza - 09.07.2025


SOS Humanity verurteilt die Beendigung der Finanzierung von Such- und Rettungsorganisationen durch die deutsche Bundesregierung


Der Geschäftsführer von SOS Humanity, Till Rummenhohl, kommentiert die Einstellung der finanziellen Unterstützung der zivilen Such- und Rettungsdienste durch das Auswärtige Amt und die erneute mediale Verwendung einer falschen Behauptung des heutigen Außenministers Johann Wadephul aus dem Jahr 2023, in&hellip;

https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/07/sos-humanity-verurteilt-die-beendigung-der-finanzierung-von-such-und-rettungsorganisationen-durch-die-deutsche-bundesregierung/


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Beharrlich gegen die Grausamkeit


In Paramount, Kalifornien, gehen seit dem 7. Juni große Gruppen von Einwohner*innen auf die Straße und drängen Panzer der Einwanderungspolizei (ICE), des FBI und anderer Repressionsbehörden zurück. Zu Hunderten umzingeln sie die Einsatzfahrzeuge und verhindern zumindest, dass die Polizei einen&hellip;

https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/07/beharrlich-gegen-die-grausamkeit/


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Jubiläum Ein Jahr der Atomwaffenverbotsinitiative – UBS bleibt beim Bombengeschäft


Vor genau einem Jahr wurde die Volksinitiative für ein Atomwaffenverbot lanciert – mit dem Ziel, dass die Schweiz endlich dem UNO-Atomwaffenverbotsvertrag (TPNW) beitritt. Während 70 Finanzinstitute weltweit seit Vetragsschluss ihre Beziehungen zu Atomwaffenproduzenten beendet haben, investiert die Schweizer Grossbank UBS&hellip;

https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/07/jubilaeum-ein-jahr-der-atomwaffenverbotsinitiative-ubs-bleibt-beim-bombengeschaeft/


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Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.07.2025

Einladung zur Diskussionsveranstaltung "JA zum Leben heißt NEIN zur Militarisierung des Gesundheitswesens" - Mittwoch, 9. Juli, 17 Uhr (W 30, UKE)

aus e-mail von Mena Winkler, 8. Juli 2025, 20:40 Uhr


Liebe Mitstreiter:innen,

 

morgen Abend findet eine sehr empfehlenswerte Diskussionsveranstaltung in Hamburg statt. Ihr seid alle herzlich eingeladen zu kommen und die Info weiterzuverbreiten.

 

Solidarische Grüße

Mena


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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.07.2025

Unabhängige Analysen und Informationen zu Geopolitik, Wirtschaft, Gesundheit, Technologie

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uncutnews.ch,  vom Juli 7, 2025strategic-culture

Oh la la… Putin lässt Wahrheitsbombe auf Macron fallen

Wenn Macron und alle NATO-Staaten das täten, würden sie zugeben, dass sie für den größten Krieg in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg verantwortlich sind.

Die NATO hat den Konflikt in der Ukraine begonnen, aber Russland wird ihn zu seinen Bedingungen beenden, sagte der russische Präsident Wladimir Putin diese Woche in einem Weckruf an seinen französischen Amtskollegen.

Es ist immer erfrischend und notwendig, die Realität in ein Gespräch einzubringen, vorausgesetzt natürlich, dass das Ziel des Dialogs wirklich die Lösung eines Problems ist.

Frankreichs Emmanuel Macron hatte diese Woche um ein Telefonat mit Putin gebeten. Es war das erste Mal seit fast drei Jahren, dass die beiden Politiker miteinander sprachen. Die lange Abwesenheit war darauf zurückzuführen, dass Moskau behauptete, Macron habe nach dem letzten Telefonat im Jahr 2022 gegen das diplomatische Protokoll verstoßen, indem er Details an die Medien weitergab.

Auf jeden Fall zeigte Putin Großmut und die Bereitschaft, sich diplomatisch zu engagieren, als er diese Woche den Anruf von Macron entgegennahm. Die beiden Staatsoberhäupter unterhielten sich über zwei Stunden lang.

Neben der Ukraine wurde auch der Ausbruch eines Krieges zwischen Israel und dem Iran sowie die Bombardierung iranischer Atomanlagen durch die USA erörtert. Macron stimmte mit Putin darin überein, dass der Iran das Recht hat, zivile Atomenergie zu produzieren, und beide riefen zur Diplomatie auf, um eine Eskalation zu verhindern, laut der Erklärung des Kremls zu dem Telefongespräch.

Kritiker könnten jedoch anmerken, dass Frankreich, Großbritannien, Deutschland und die anderen europäischen Staaten ein doppeltes Spiel mit dem Iran getrieben haben, indem sie die legitimen Rechte des Irans im Rahmen des Atomwaffensperrvertrags untergraben und die unrechtmäßige israelische und US-amerikanische Aggression gegen Teheran politisch gedeckt haben. Daher klingt Macrons Sorge um den Frieden im Nahen Osten hohl, wenn nicht gar heuchlerisch.

Auch der Ukraine-Konflikt wurde erörtert. Aber hier gab es keinen Anschein einer diplomatischen Einigung.

Macron forderte Putin auf, „so bald wie möglich einen Waffenstillstand auszurufen“ und Friedensgespräche zu führen, so der Elysee-Palast, wie französische Medien berichteten.

Putin seinerseits wies das abgedroschene Gerede zurück. Er erinnerte Macron an einige notwendige Realitäten.

In einer Erklärung des Kremls heißt es: „Bei der Erörterung der Lage in der Ukraine hat Wladimir Putin bekräftigt, dass der Konflikt eine unmittelbare Folge der Politik der westlichen Länder ist, die seit Jahren die Sicherheitsinteressen Russlands ignorieren, in dem Land einen Aufmarschplatz gegen Russland schaffen, die Verletzung der Rechte der russischsprachigen Bürger der Ukraine dulden und gegenwärtig eine Politik der Verlängerung der Feindseligkeiten verfolgen, indem sie das Kiewer Regime mit einer Vielzahl moderner Waffen versorgen. Was die Aussichten auf eine friedliche Beilegung des Konflikts anbelangt, so hat der russische Präsident die Haltung Moskaus zu möglichen Vereinbarungen bekräftigt: Sie sollen umfassend und langfristig sein, die Beseitigung der Ursachen der Ukraine-Krise vorsehen und auf den neuen territorialen Gegebenheiten beruhen“.

Mit anderen Worten: Russland wird den Konflikt beenden, den Macron und andere NATO-Mächte unrechtmäßig begonnen haben, und zwar zu Russlands Bedingungen.

Für wen hält sich Macron eigentlich? Er fordert Russland auf, so schnell wie möglich einen Waffenstillstand auszurufen? Anfang März dieses Jahres hielt Macron eine landesweite Fernsehansprache, in der er Russland zu einer existenziellen Bedrohung für Europa erklärte. Er machte sogar den verrückten Vorschlag, Frankreich solle seine Atomwaffen einsetzen, um ganz Europa zu schützen. Solch verrücktes Gerede von Macron ist unverantwortlich und verwerflich.

Macron, ebenso wie der Brite Starmer und der Deutsche Merz, verlängern den seit mehr als drei Jahren andauernden Krieg in der Ukraine, indem sie dem neonazistischen Regime in Kiew weitere Militärhilfe zusagen.

Dieses Regime verdankt seine Existenz einem illegalen Staatsstreich, den die Amerikaner und Europäer im Jahr 2014 inszeniert haben. Der andauernde Konflikt, der mehr als eine Million ukrainische Soldaten getötet und Europa mit enormen Einwanderungskosten belastet hat, liegt in der Verantwortung von Macron und anderen NATO-Staaten. Sie sind die Anstifter, nicht Russland.

Wenn Macron wirklich Frieden in der Ukraine will, gibt es eine einfache Lösung. Hören Sie auf, das Neonazi-Regime zu bewaffnen und Lügen über die „Verteidigung der Demokratie in der Ukraine“ gegen eine angebliche „russische Aggression“ zu verbreiten. Macron und seine Bande von NATO-Kriegsverbrechern könnten das Blutvergießen umgehend beenden, wenn sie diese üble Scharade fallen ließen.

Auch US-Präsident Donald Trump hat diese Woche mit Putin telefoniert. Das war am Donnerstag, zwei Tage nach Macrons Telefonat.

Wie der französische Staatschef erklärte auch Putin seinem amerikanischen Amtskollegen, dass Russland darauf bestehe, seine Ziele in der Ukraine zu erreichen: die Beseitigung der Ursachen des Konflikts und den Erhalt aller Gebiete. Wie Macron zeigte sich auch Trump ungeduldig in Bezug auf ein schnelles Friedensabkommen und erklärte später gegenüber den amerikanischen Medien, dass er bei seinem Telefonat mit Putin in dieser Woche „keine Fortschritte“ gemacht habe.

Was Trump, Macron und andere westliche Politiker verstehen müssen, ist, dass Russland einen dauerhaften Frieden auf der Grundlage seiner legitimen strategischen Sicherheitsinteressen anstrebt. Bei diesem Konflikt handelt es sich nicht um einen lokal begrenzten Konflikt zwischen zwei Parteien. Er ist ein Stellvertreterkrieg zwischen Russland und der NATO, der von der NATO ausgelöst wurde. Etwas anderes zu behaupten, wie es Macron tut, indem er eingebildet zu einem schnellen Waffenstillstand aufruft, ist eine Täuschung.

Zumindest scheint Trump zu erkennen, dass die Waffenlieferungen an die Ukraine gestoppt werden müssen, wenn es eine Chance auf ein Ende des Konflikts geben soll. Diese Woche hat das Pentagon angekündigt, dass es den Fluss von Munition stoppt. Ein grosser Teil des Grundes ist die praktische Realität: Die USA haben ihr Arsenal nach drei Jahren der Bewaffnung des Kiewer Regimes erschöpft.

Auch die europäischen Staats- und Regierungschefs müssen zur Vernunft kommen und aufhören, die Kriegsmaschinerie des Kiewer Regimes anzuheizen. Es ist eine verlorene Sache. Russland gewinnt den Krieg und wird schliesslich das Regime und die Bedrohung seiner nationalen Sicherheit durch die NATO auslöschen. Europa hat weder die Fähigkeit noch die Mittel dazu. Die grosse Täuschung, die Macron und andere, darunter die EU-Spitzenbeamten Ursula von der Leyen und Kaja Kallas sowie Mark Rutte von der NATO, projizieren, ist dabei, Europa zu zerstören.

Darin liegt das fatale Dilemma. Was Putin zu Macron gesagt hat, ist die Wahrheit. Wenn der Konflikt überhaupt eine Chance hat, friedlich gelöst zu werden, dann muss man zunächst die historischen Ursachen des Konflikts anerkennen und nicht das wahnhafte Zeug, mit dem Macron hausieren geht.

Aber wenn Macron und alle NATO-Staaten das täten, würden sie ihre Schuld an der Entstehung des grössten Krieges in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg eingestehen. Die politischen und rechtlichen Auswirkungen wären für Macron und die gesamte westliche Führung explosiv. Sie sind im Netz einer großen Lüge gefangen, die sie selbst gesponnen haben.


Quelle: Oh la la… Putin drops truth bomb on Macron

„Es war Kinderpornografie. Sie werden niemals veröffentlicht“: Trump und Bondi weichen Fragen zu Epstein aus (Videos) 09/07/2025


Neues Filmmaterial entlarvt bunt zusammengewürfelte US-Söldner, die auf Hilfssuchende im Gazastreifen schießen 09/07/2025

CIA, Krieg und die Illusion der Eigenständigkeit – Jeffrey Sachs über die wahre Geschichte des Syrien-Konflikts 08/07/2025

Unmanipulierte & Freie Medien

Info: https://uncutnews.ch/oh-la-la-putin-laesst-wahrheitsbombe-auf-macron-fallen/ 


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.07.2025

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nachdenkseiten.de, 08. Juli 2025 um 9:04 Ein Kommentar von Marcus Klöckner

Es ist soweit: Deutsche Panzer rollen gegen Putin – und zwar nicht nur zwei oder drei, sondern: Tausende! Das „berichten“ die Frankfurter Rundschau, der Münchner Merkur und andere Medien. Der heiße dritte Weltkrieg ist also offensichtlich ausgebrochen. Panzer marsch! Nur: Mit der Realität hat diese „Berichterstattung“ nichts zu tun. Sie zeigt allerdings, wie verwahrlost der Journalismus unserer Zeit ist. 


Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Podcast: Play in new window | Download


„Deutschland erwägt den Kauf von bis zu 2.500 gepanzerten Kampffahrzeugen und bis zu 1.000 Kampfpanzern (…) zur Abschreckung Russlands.“ Insgesamt 25 Milliarden Euro sollen dafür ausgegeben werden. Das berichtete am Wochenende der Nachrichtensender Bloomberg. Auch deutsche Medien haben die Meldung aufgegriffen. Dann folgten allerdings Schlagzeilen, die nicht mehr als journalistische „Berichterstattung“ bezeichnet werden können.

„Tausende neue Panzer rollen gegen Putin“, heißt es in der Frankfurter Rundschau. Mit einer identischen Überschrift präsentiert auch der Münchner Merkur die Nachricht. Der Nachrichtendienst MSN Deutschland setzt mit folgender Überschrift noch eins drauf:

„Deutschland plant Mega-Deal: Tausende Panzer sollen gegen Putin rollen“

Sollen gegen Putin rollen? Wie ist das zu verstehen? Wenn die Panzer gegen Putin rollen „sollen“, dann impliziert dieses „sollen“ eine Absicht. Will Deutschland etwa Russland angreifen? Zumindest wäre dies eine Interpretation der Schlagzeile. Und damit sind wir dann auch im Kern des Problems angekommen. In Anbetracht der deutschen Geschichte darf von deutschen Medien eine besondere Sensibilität erwartet werden, wenn es – wie soll man es sagen? – um Beiträge geht, die die Worte „Deutschland“, „Russland“, „Panzer“ und „rollen“ beinhalten. Die Überschriften erwecken den Eindruck, dass bereits Tausende Panzer gegen Russland „rollen“ oder von deutscher Seite die Absicht besteht, die Panzer gegen Russland rollen zu lassen. Wie muten derlei Schlagzeilen wohl in den Augen Russlands an, das im Zweiten Weltkrieg viele Millionen Tote zu beklagen hatte?

Gewiss: Aussagen und Worte lassen sich vielfältig verstehen. Im Gesamtzusammenhang wird klar, dass es um ein großes Rüstungsgeschäft geht, das beinhaltet, mehrere Tausend Panzer und gepanzerte Fahrzeuge zu produzieren – im Zusammenhang mit dem politischen Großprojekt Kriegstüchtigkeit. Doch das macht es nicht besser. Wie auch immer diese Schlagzeilen entstanden sind, ob durch Künstliche Intelligenz oder durch einen Redakteur: Sie sind beschämendes Zeugnis journalistischer Verwahrlosung. Rollende Panzer gegen Putin? Das wären: rollende Panzer gegen Russland. Das würde bedeuten: Ein heißer dritter Weltkrieg ist am Laufen – vermutlich Atomschläge inklusive. Furchtbare Zerstörung, unermessliches Leid.

Welch eine publizistische Verantwortungslosigkeit, im Zusammenhang mit der Nachricht des beschönigend als „Mega-Deal“ angepriesenen Rüstungsvorhabens den Begriff „rollen“ zu gebrauchen. Ja, Panzer „rollen“ irgendwann, wenn sie fertiggestellt sind, „vom Band“ bzw. aus den Produktionshallen. Nur: Wohin werden sie dann rollen? Vielleicht doch noch gegen Russland? Natürlich nur: zur Verteidigung. Es könnte doch sein – so sagt es uns der verlogene Geist der „Zeitenwende“ –, dass Russland bald an der „Ostflanke“ angreift.

Begreifen die Redakteure in den Redaktionen überhaupt die Tragweite ihrer unverfrorenen Schlagzeilen, aber auch überhaupt der aktuellen Entwicklungen? Der „Mega-Deal“ führt mit zu einer unerträglichen Militarisierung Deutschlands – so wie das Gesamtvorhaben Kriegstüchtigkeit. Begreifen diese Leute in den Redaktionen wirklich nicht, dass das Feindbild Russland auf propagandistisch kontaminierten Vorstellungen, auf Halbwahrheiten, Lügen und Sinnbrüchen beruht?

Nein, sie begreifen es nicht. Sonst würden nicht so viele Medien Tag für Tag eine Berichterstattung abliefern, die selbst zur Propaganda verkommen ist.

Mittlerweile sind die Überschriften in der Frankfurter Rundschau und im Münchner Merkur geändert. Nun heißt es: „Deutschland plant Mega-Deal: Tausende neue Panzer gegen Putin“. Das Wort „rollen“ wurde also entfernt. Doch auch so ist die Schlagzeile eine „journalistische“ Sauerei.

Die Formulierung „gegen Putin“ schürt den Verdacht, dass Panzer nicht nur produziert, sondern gegen Russland in Stellung gebracht werden. Und die Formulierung „Mega-Deal“ lässt den Verdacht entstehen, in den Redaktionen herrsche eine regelrechte Begeisterung für die Aufrüstung Deutschlands.

In den Artikeln der Frankfurter Rundschau und des Münchner Merkur heißt es zudem im Vorspann: „Endlich Schluss mit der Fähigkeitslücke? Die mickrige Panzerflotte der Bundeswehr und der Nato im Osten soll wachsen. Die Industrie wirkt überfordert.“

Was hat das noch mit Journalismus zu tun?

Jetzt, in dieser Zeit, wo von „Kriegstüchtigkeit“ die Rede ist, braucht es einen Journalismus, der mit wachem Verstand die Propaganda dekonstruiert – und nicht einen, der auf den Propagandazug mit wehenden Fahnen aufspringt.


Titelbild: Mike Mareen/shutterstock.com


Rubriken: Audio-Podcast Aufrüstung Kampagnen/Tarnworte/Neusprech Medienkritik Strategien der Meinungsmache


Schlagwörter: 


Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=135695


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Weiteres: 




Rotterdam-Hafen: Vorbereitung auf Krieg gegen Russland / Panzer sollen gegen Putin rollen


aus e-mail von Doris Pumphrey, 8. Juli 2025, 19:18 Uhr


*Frankfurter Rundschau lässt Tausende deutsche Panzer gegen Putin

„rollen“ – Journalismus am Ende

*Es ist soweit: Deutsche Panzer rollen gegen Putin – und zwar nicht nur

zwei oder drei, sondern: Tausende! Das „berichten“ die /Frankfurter

Rundschau/, der Münchner /Merkur/ und andere Medien. Der heiße dritte

Weltkrieg ist also offensichtlich ausgebrochen. Panzer marsch! Nur: Mit

der Realität hat diese „Berichterstattung“ nichts zu tun. Sie zeigt

allerdings, wie verwahrlost der Journalismus unserer Zeit ist. Ein

Kommentar von Marcus Klöckner.

/Hier weiterlesen:/https://www.nachdenkseiten.de/?p=135695


_

RTDE 8.7.2025


_*Financial Times: Europas größter Hafen bereitet sich auf Krieg gegen

Russland vor


*Rotterdam, der größte Hafen in Europa, bereitet sich auf einen Konflikt

mit Russland vor. Wie die Zeitung /Financial Times /am 8. Juli

berichtete

<https://www.ft.com/content/0c42af06-2139-4848-a980-b90494794c98>,

reserviert die Hafenverwaltung Anlegestellen für militärische

Versorgungsschiffe und plant mögliche Weiterleitungen von Gütern im Fall

eines Krieges. Nach Angaben von Boudewijn Siemons, dem Geschäftsführer

des Hafens, sollen die Maßnahmen ermöglichen, dass ein oder mehrere

Schiffe vier- bis fünfmal pro Jahr für mehrere Wochen anlegen können.


/Financial Times/ betont weiter:

/"Der Hafen nahm bereits militärische Güter an, besonders während des

Golfkrieges seit 2003, doch selbst zum Höhepunkt des Kalten Krieges

wurden für diese Zwecke keine speziellen Anlegestellen zugewiesen."/

Zudem sollen mehrmals pro Jahr Landungsübungen stattfinden.


Siemons, der Geschäftsführer des Hafens, gab gegenüber der Zeitung

weiter an, Aktionen mit dem benachbarten Hafen von Antwerpen für den

Fall einer Ankunft militärischer Transporte aus Großbritannien, den USA

und Kanada zu koordinieren. In dem in Belgien gelegenen zweitgrößten

europäischen Hafen von Antwerpen werden bereits regelmäßig Güter für

US-amerikanische Truppen in Europa abgeladen.


Die Kriegsvorbereitungen im Hafen von Rotterdam sind Teil des

gesamteuropäischen Militarisierungstrends. Gemeinsam mit anderen

NATO-Verbündeten hatten die Niederlande angekündigt, die

Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des BIP zu steigern. Im Mai hatte

die niederländische Regierung verkündet, dass der Hafen auf Bitte der

NATO zusätzliche Anlegestellen zum Entladen von Militärtransporten

zuweisen werde.


Rotterdam verarbeitet gegenwärtig als Europas größter Hafen etwa 436

Millionen Tonnen Fracht pro Jahr. Für Antwerpen liegt dieser Wert bei

240 Millionen Tonnen Fracht pro Jahr.


NATO-Generalsekretär Mark Rutte behauptete, dass Russland um das Jahr

2030 einen der Allianzmitglieder angreifen könnte. Indessen ist es die

NATO, die in den jüngsten Jahren eine beispiellose Aktivität an

russischen Grenzen, unter anderem in Finnland, Schweden und Polen,

entfaltet. Moskau betonte mehrmals, dass Russland keine Absicht habe,

die NATO-Staaten anzugreifen. Präsident Wladimir Putin erklärte, dass

westliche Politiker die angebliche "russische Bedrohung" nutzen, um die

Bevölkerung einzuschüchtern und von inneren Problemen abzulenken.


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08.07.2025

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manova.news, vom 05. Juli 2025, 15:00 Uhr  (Hinweis auf Video schon vorhanden) 

Im Manova-Exklusivgespräch mit Walter van Rossum erläutert der Politikwissenschaftler Norman Paech, wie die mächtigsten Staaten die internationale Rechtsordnung umschiffen, wenn sie ihren Macht- und Sicherheitsinteressen zuwiderläuft.


Norman Paech ist emeritierter Professor für Staatsrecht. Nach dem militärischen Überfall der NATO auf Serbien wurde Paech als unbestechlicher Streiter für das Völkerrecht bekannt. Seitdem befindet er sich pausenlos im Einsatz. Denn das Völkerrecht wird entweder instrumentalisiert, wenn es den eigenen Interessen dient, oder es wird schlicht ignoriert. Wie sich am Beispiel des israelischen Angriffskrieges gegen den Iran zeigt. Dabei wurde das Völkerrecht auf zweierlei Weise gebrochen. Erstens handelt es sich eindeutig um einen Angriffskrieg — für das Recht auf Selbstverteidigung, auf das sich Israel berief, gab es keinerlei Grundlage —, zweitens hatte Israel vorsätzlich Atomanlagen beschossen, was nach geltendem Völkerrecht strikt untersagt ist. Nach diesem Überfall konnte man ein paar Stunden lang etwas Seltenes beobachten: Politik und Medien der westlichen Wertegemeinschaft waren irritiert. Dann hat man sich schnell wieder gefasst, und ein deutscher Bundeskanzler bedankte sich sogar bei den Israelis dafür, dass sie die „Drecksarbeit“ übernommen hätten.

von Walter van Rossum

Und nachdem die USA ihrerseits den Iran und seine Atomanlagen bombardiert hatten, war für die Krieger einer „regelbasierten internationalen Ordnung“ die Sache rasch vom Tisch.

Am 7. Oktober 2023 überwindet eine bewaffnete Truppe von Palästinensern die Mauern des Gefängnisses von Gaza und tötet dabei angeblich über 1000 israelische Zivilisten. Wir wissen zwar mittlerweile, dass die Geschichte, so wie sie kolportiert wird, nicht ganz stimmt. Die Tötung von Zivilisten bedeutet unzweifelhaft eine schwere Völkerrechtsverletzung, aber was man im Eifer der Empörung vergaß: Der Aufstand gegen die Kolonialmacht Israel, seine Institutionen und Militärs, ist vom Völkerrecht gedeckt. Hochgradig verbrecherisch hingegen sind das Ausmaß und das Vorgehen Israels gegen die Bewohner des Gaza-Streifens. Im Anschluss an die Ereignisse des 7. Oktobers wurden die Verhältnisse im Nahen Osten neu geordnet — Völkerrecht wurde dabei komplett ignoriert.

Ganz anders in Sachen Ukraine. Hier kann man nicht oft genug vom völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands sprechen und damit die Zeitenwende zur Kriegstüchtigkeit rechtfertigen. Formal mag es sich um einen Angriffskrieg handeln, doch die politischen und geostrategischen Kontexte legen nahe, diesen Krieg als einen defensiven Angriffskrieg zu bewerten und nicht als imperialen Angriffskrieg. Die Propaganda des Westens verbietet eine solche Differenzierung.


Walter van Rossum im Gespräch mit Norman Paech

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Inhalt auf Ursprungswebseite ansehen: Odysee (https://odysee.com/@Manova_Magazin:3/der-voelkerrechtliche-nihilismus:4?r=7EothkCcP9MG9n99zbGB72qvAPR95iCP)


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Hier können Sie das Buch bestellen:Völkermord in Gaza: Eine politische und rechtliche Analyse


Screenshot_2025_07_09_at_09_41_21_Der_v_lkerrechtliche_Nihilismus_Manova_Magazin

Hier können Sie das Buch bestellen:The Great WeSet: Alternativen in Medien und Recht


Walter van Rossum

Walter van Rossum ist Autor, Medienkritiker und Investigativjournalist. Er studierte Romanistik, Philosophie und Geschichte in Köln und Paris. Mit einer Arbeit über Jean-Paul Sartre wurde er 1989 an der Kölner Universität promoviert. Seit 1981 arbeitet er als freier Autor für WDR, Deutschlandfunk, Zeit, Merkur, FAZ, FR und Freitag. Für den WDR moderierte er unter anderem die „Funkhausgespräche“. Zuletzt erschien von ihm das Buch „The Great WeSet — Alternativen in Medien und Recht“.






Info: https://www.manova.news/artikel/der-volkerrechtliche-nihilismus


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.07.2025

Screenshot_2025_07_09_at_09_04_42_Daddy_kam_sah_und_siegte

nachdenkseiten.de, 08. Juli 2025 um 11:00 Ein Artikel von Gábor Stier

Die NATO-Spitze und die europäischen „Willigen“ fürchten Donald Trump mehr als Wladimir Putin. Deshalb erfüllten sie beim NATO-Gipfel in Den Haag mit berechneter Unterwürfigkeit jeden Wunsch von „Daddy“. Um den US-amerikanischen Schutzschirm zu erhalten, stimmten die Europäer schweigend der Erhöhung der Militärausgaben zu, schoben die Unterstützung der Ukraine und die russische Bedrohung in den Hintergrund, machten leere Versprechungen und vermieden dringende Entscheidungen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die westlichen „Willigen“ Kiew nicht im Krieg halten wollen. Bei einem EU-Gipfel in Brüssel zeigten sie mittlerweile ohne Trump ihr wahres Gesicht und demonstrierten eindrucksvoll ihr „Engagement“ für die Ukraine. 

 

Die westliche „Mainstream“-Politik, die in letzter Zeit sowohl gegenüber dem US-amerikanischen als auch dem russischen Präsidenten kämpferisch aufgetreten ist, legte ihren verbliebenen Stolz beiseite und beschloss, Donald Trump mit berechneter Unterwürfigkeit, Lob und Schmeicheleien für die Aufrechterhaltung der NATO-Einheit zu gewinnen. Die finanziellen Fragen dominierten die Tagesordnung, das Thema des russisch-ukrainischen Krieges wurde in den Hintergrund gedrängt, die Reden wurden im Stil Trumps auf drei Minuten begrenzt und die Abschlusserklärung auf eine Seite verkürzt. Wolodymyr Selenskyj, der von den substanziellen Verhandlungen ferngehalten wurde, wechselte vorsichtshalber seine „militärische“ Kleidung gegen einen Anzug, und der NATO-Generalsekretär nannte Donald Trump sogar „Daddy“ (Papa). Mark Rutte bemühte sich ebenfalls um Trumps Gunst, indem er den Begriff „Aggression“ sorgfältig vermied und in Bezug auf den Angriff der USA auf den Iran erklärte, dass die Vereinigten Staaten erneut Stärke gezeigt hätten.

Der US-Präsident war von der Schmeichelei beeindruckt und reiste glücklich nach Hause, doch wie Max Hastings, Kolumnist beim Online-Portal Bloomberg, zu diesem seltsamen „Liebesfest“ bemerkte, können auch die Europäer zufrieden sein, denn sie verhinderten, dass der ziemlich impulsive und exzentrische Präsident der USA „die NATO-Spielzeuge aus dem Kinderwagen warf“.

NATO-Gipfel: Trumps Sieg und die Kosten der Einheit

Die Abschlusserklärung des Gipfels spiegelt diese oben beschriebene Stimmung wider, die zu einer Art stillschweigendem Abkommen zwischen Trump und dem ihm ideologisch entgegenstehenden westlichen Mainstream führte. Zur Erleichterung vieler bestätigt Punkt 1 des Dokuments die „unerschütterliche Verpflichtung zur kollektiven Verteidigung gemäß Artikel 5 des Washingtoner Vertrags“. Als eindeutigen Sieg für Trump verpflichten sich die NATO-Mitglieder jedoch, bis 2035 fünf Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Militär und Rüstung auszugeben.

Wie der NATO-Generalsekretär formulierte, kann Washington von nun an nicht mehr behaupten, dass die EU mit dem Geld der US-amerikanischen Steuerzahler verteidigt werden muss. Um Trump zu beruhigen und die Haushaltsstabilität weniger wohlhabender Verbündeter nicht zu gefährden, schlägt die NATO jedoch vor, das Fünf-Prozent-Ziel im Verhältnis 3,5 zu 1,5 Prozent für Verteidigung beziehungsweise damit verbundene Fragen aufzuteilen, wie zum Beispiel die Entwicklung von Infrastruktur für militärische Zwecke, die Erweiterung niederländischer Häfen oder Investitionen in die Cybersicherheit. Dadurch können die europäischen Verteidigungshaushalte auch näher an die US-Ausgaben heranrücken, die 3,4 Prozent des BIP ausmachen, was als wichtige psychologische Grenze interpretiert werden kann.

Natürlich wird die Mehrheit der Mitgliedsländer auch in zehn Jahren dieses 3,5-Prozent-Verhältnis nicht erreichen, die 1,5 Prozent sind hauptsächlich PR, aber der Beitrag der EU wird trotzdem steigen, und obwohl die EU daran wahrscheinlich zugrunde gehen wird, werden ihre Verteidigungsfähigkeiten gestärkt.

Dies ist trotz des Krieges irgendwo auch Trump zu verdanken, der entgegen seiner flatterhaften Rhetorik die NATO letztlich nicht abbaut, sondern ihren europäischen Flügel stärkt. Gleichzeitig ist dies die erste Erklärung eines NATO-Gipfels seit Beginn des Ukraine-Krieges, die den Angriff nicht verurteilt. Europas größter Krieg seit 1945 wird am Ende des dritten Absatzes des Dokuments erwähnt, wo die Verbündeten „ihr Engagement zur Unterstützung der Ukraine bekräftigen“. Es wird jedoch nirgends beschrieben, warum diese Unterstützung notwendig ist. Die Erklärung macht auch deutlich, dass die „direkten Beiträge der Verbündeten zur Verteidigung der Ukraine“ in das Fünf-Prozent-Ziel der NATO für Militärausgaben im Verhältnis zum BIP einfließen. Dies ist wiederum eine Erleichterung für die Europäer in der schwierigen wirtschaftlichen Lage, gleichzeitig hat die NATO-Führungsetage die Ukraine damit zu einer Art buchhalterischem Instrument gemacht, das es ihnen ermöglicht, bereits an Kiew gezahlte Gelder zur Erhöhung ihrer Verteidigungsbudgetzahlen zu verwenden.

NATO unter Trump: Teurer Frieden und Europas bittere Wahrheit

Das Abkommen zwischen dem Weißen Haus und den westlichen Verbündeten lässt sich so zusammenfassen: Trump sichert die Unterstützung von Artikel 5 zu, im Gegenzug verzichten die anderen auf eine Erklärung, die Russlands Invasion in der Ukraine verurteilt und damit eine russisch-amerikanische Annäherung oder spätere Lösung gefährden würde. Der Preis für den Verbleib der USA im Bündnis ist also, dass die Partner Trumps Bedingungen akzeptieren – darunter das Stillschweigen über Europas blutigsten Krieg der letzten 80 Jahre im Abschlusskommuniqué.

Für Washingtons Verbündete war es ein Aufatmen: Trumps erstes NATO-Treffen nach seiner Wiederwahl verlief ohne größere Skandale. Das allein war schon ein Erfolg, bedenkt man, dass seine Teilnahme noch vor Wochen auf der Kippe stand. Doch wie viel ist diese neugewonnene Einheit, die in Den Haag so demonstrativ zur Schau gestellt wurde, wirklich wert? Wir leben auf einem Planeten, der zunehmend die Sprache der Macht versteht, auf dem die Versuchung wächst, eigene Regeln gewaltsam durchzusetzen und diplomatische Positionen zu stärken. Das betrifft nicht nur Russland, denn diese Art von Politik hat auch den Vereinigten Staaten schon immer sehr zugesagt.

So sagten die Europäer Ja zu einer stärkeren Verteidigung ihres Kontinents, doch werden sie die Diktate aus Washington und Trumps Expansionsbestrebungen kaum so schnell vergessen. Währenddessen bleibt die Frage, ob das Streicheln von Trumps Ego ausreicht, um die Einheit der NATO aufrechtzuerhalten.

Jeder weiß, dass die zugesagte Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent reine Fantasie ist. Dieses Versprechen dient vorerst vor allem dazu, Trumps kritische Tweets zu vermeiden. Der vorherrschende europäische Ansatz ist somit eher eine Anpassung an Trumps Launen statt einer strategischen Ausrichtung.

Die zentrale Frage bleibt unbeantwortet: Schützt die europäische Elite tatsächlich Europa oder lediglich das Ego desjenigen, der am lautesten schreit? Ihr eifriges Bemühen, Trump zu gefallen, scheint die Bitterkeit der europäischen Marginalisierung zu verschleiern.

Die Europäische Union erlebt dunkle Tage, sie ist politisch schwach und wirft daher ihre oft proklamierten Werte über Bord, um die Dominanz der Stärke zu akzeptieren. Doch sie tut dies auch heuchlerisch. Dies zeigt sich deutlich in der Haltung zur Ukraine. Während in Den Haag, als man um Trumps Gunst buhlte, diese Frage demonstrativ unter den Teppich gekehrt wurde, stand sie einen Tag später auf dem Brüsseler Gipfel der EU im Mittelpunkt.

Ukraine-Hilfe: Westliche Entschlossenheit trotz internem Widerstand

Die Doppelmoral des Westens zeigte sich auch darin, dass die NATO der Ukraine gleichzeitig 40 Milliarden US-Dollar an Sicherheitsunterstützung zusagte. Doch die Absichten und das Engagement des Westens – insbesondere der EU – gehen noch weiter. Ein Beleg dafür ist die Aussage von Generalleutnant Alexus Grynkewich, dem von den USA nominierten Kommandeur der europäischen NATO-Streitkräfte: Er erklärte bei seiner Senatsanhörung auf Fragen von Senator Tommy Tuberville, die Ukraine könne den Krieg gegen Russland gewinnen.

Ein weiterer Hinweis ist der gemeinsame Meinungsartikel von Emmanuel Macron und Friedrich Merz, der vor dem NATO-Gipfel in der Financial Times erschien. Darin betonten sie Europas „unerschütterliche Entschlossenheit“, sich der russischen „imperialistischen Kriegsführung“ entgegenzustellen und den Frieden sowie die Sicherheit des Kontinents zu schützen. Diese Entschlossenheit entfaltete sich dann in Brüssel.

Die Europäische Union leistet weiterhin erhebliche wirtschaftliche und finanzielle Unterstützung für die Ukraine, die sich im Jahr 2025 auf 30,6 Milliarden Euro belaufen wird. Besondere Aufmerksamkeit gilt auch dem Wiederaufbau; bei der im Juli in Rom geplanten Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine wird weitere internationale Hilfe erwartet. Gleichzeitig soll der Beitrittsprozess der Ukraine beschleunigt werden, Russland wurde verurteilt, und ein neues Sanktionspaket, das hauptsächlich den Finanz- und Energiesektor betrifft, wird vorbereitet.

Ungarn sprach sich als einziges Land gegen die Ukraine-Passagen im Abschlusstext des Gipfels aus, wozu auch die Eröffnung des ersten Kapitels der Beitrittsverhandlungen gehört. Der Text wurde daraufhin ohne Ungarns Unterschrift, aber mit der Zustimmung der anderen 26 Mitgliedstaaten veröffentlicht. Das 18. Sanktionspaket gegen Russland konnte indes nicht vereinbart werden, da die Frage aufgrund einer Vetodrohung von Fico von der Tagesordnung genommen wurde.

Zuvor hatten die Slowakei und Ungarn das Paket bereits im Rat für Auswärtige Angelegenheiten mit einem Veto belegt. Parallel dazu unterzeichnete der Europarat ein Abkommen mit Kiew über die Einrichtung eines Sondergerichts, das für Verbrechen der Aggression gegen die Ukraine zuständig sein soll.

EU-Verteidigung: Große Pläne, wenig Rückhalt

In ihrer Erklärung zum Brüsseler Gipfel bekräftigten die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten „als Reaktion auf die Herausforderungen, die durch die russische Aggression gegen die Ukraine und die grundlegende Veränderung des Sicherheitsumfelds entstehen“, ihr Engagement für die Entwicklung einer autonomeren, schnelleren und effektiveren europäischen Verteidigungspolitik. Nach ihren Worten werden die nächsten fünf Jahre entscheidend für die Stärkung der Verteidigungsbereitschaft in der Europäischen Union sein. In diesem Zusammenhang plant die EU beispielsweise bis 2027 den Aufbau eines eigenen militärischen Satellitenaufklärungssystems aufgrund der russischen Bedrohung und der Unsicherheit des Engagements der USA. Der Außenminister Polens, das die rotierende Präsidentschaft innehat, Radek Sikorski, sprach davon, dass ein neues Wettrüsten den Fall des Putin-Regimes beschleunigen könnte, wie es bei der Sowjetunion der Fall war.

Natürlich ist es auch wahr, dass die Union im Bereich der Außenpolitik ihre Impotenz mit kämpferischer Rhetorik verschleiert. Die Europäer haben seit mehr als drei Jahren deutlich gemacht, dass sie weder die Mittel noch den Willen haben, das Notwendige zu tun, um das militärische Kräfteverhältnis zugunsten Kiews zu verschieben. Weder Brüssel noch andere große Hauptstädte der EU haben einen echten Einfluss auf den Lauf der Ereignisse. Wie der Haager Gipfel bestätigte, sind die Vereinigten Staaten der Schlüsselakteur.

Nach dem Treffen bemühte sich der Europäische Rat zwar, ein gutes Bild abzugeben und nicht nur die Meinungsverschiedenheiten in den großen geopolitischen Fragen zu kaschieren, sondern auch die eklatante Schwäche einer Europäischen Union, deren Institutionen und Philosophie sich nicht an die sich entwickelnde Welt angepasst haben. Es stimmt auch, dass zur Stärkung der EU mehr als nur eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben nötig ist. Dazu müssten auch die Gesellschaften hinter der kämpferischen Rhetorik der Politiker stehen. Demgegenüber ergab eine Gallup-Umfrage aus dem Jahr 2024 in 45 Ländern, dass die Europäer im Falle eines Krieges am wenigsten bereit sind, zu den Waffen zu greifen.

Der Artikel von Gábor Stier erschien ursprünglich in der ungarischen Wochenzeitung Demokrata. Aus dem Ungarischen übersetzt von Éva Péli.


Titelbild: Shutterstock / Gints Ivuskans


Rubriken: Außen- und Sicherheitspolitik Aufrüstung Veranstaltungshinweise/Veranstaltungen


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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.07.2025

Ukraine: Kurznachrichten

aus e-mail von Doris Pumphrey, 8. Juli 2025, 18:03 Uhr


*_RT DE Liveticker Ukraine-Krieg 8.7.2025_*_


_

*Von der Leyen: China ermöglicht Russlands Kriegswirtschaft*


Vor einem Gipfeltreffen zwischen der EU und China, das für den 24. und

25. Juli geplant ist, hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen

einen schweren Vorwurf gegen die Regierung in Peking erhoben.  Am

Dienstag sagte die Politikerin im Europaparlament in Straßburg: /"China

ermöglicht de facto Russlands Kriegswirtschaft."/

Pekings "beharrliche" Unterstützung für Moskau führe "zu mehr

Instabilität und Unsicherheit hier in Europa". Wie China mit dem Krieg

des russischen Präsidenten Wladimir Putin interagiere, werde ein

entscheidender Faktor für die künftigen Beziehungen zwischen der EU und

China sein, warnte von der Leyen. Wenn China behaupte, "die

internationale, auf Regeln basierende Ordnung zu verteidigen", dann

sollte es die grobe Verletzung der Souveränität, der territorialen

Integrität und der international anerkannten Grenzen der Ukraine durch

Russland unmissverständlich verurteilen.


/[Anmerkung dp: China verteidigt das Internationale Recht basierend auf

der UN-Charta und ganz sicherlich nicht "die internationale, auf Regeln

basierende Ordnung“. Letztere ist eine Erfindung des transatlantischen

Westens, um damit gezielt Verwirrung zu stiften. Was wirklich damit

gemeint ist beschreibt Volker Perthes

<https://www.swp-berlin.org/publikation/die-ordnung-der-welt>, vormals

Leiter der regierungsnahen Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) im

Klartext: „Eine Allianz williger Staaten muss internationale Regeln

ersinnen, ohne den Verdacht zu erwecken, dass es dabei um westliche

Dominanz geht.“]


/

*Lettland fordert von EU "erheblich" mehr Stärke und begrüßt

Führungsverantwortung Deutschlands*


Lettlands Präsident Edgars Rinkēvičs hat im Gespräch mit der /Deutschen

Presse-Agentur/ die EU erneut vor Russland gewarnt. Unter den größten

gemeinsamen Herausforderungen nannte er den Ukraine-Krieg und die von

Russland ausgehende Bedrohung für den Frieden und die Sicherheit in

Europa. Vor diesem Hintergrund müsse die EU ihre Sicherheit,

Verteidigungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit "erheblich" stärken.

/"Wir können dies nur gemeinsam bewältigen, und indem wir mehr tun, als

wir bisher getan haben."/


Gleichzeitig bezeichnete Rinkēvičs es als richtig, dass Deutschland

angesichts der geopolitischen Konfrontation mit Russland mehr

Verantwortung in der EU und in der NATO übernehmen will. Der Politiker

sagte: /"Deutschland ist eine europäische Großmacht und wirtschaftliches

Zentrum. Daher ist es folgerichtig, dass Deutschland eine größere Rolle

in der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik übernimmt. Das

ist zu begrüßen."/


Auch die Pläne der neuen Bundesregierung für eine Aufrüstung der

Bundeswehr, die Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zur stärksten

konventionellen Armee in Europa machen will, lösten in Lettland keine

Bedenken aus.

/"Deutschland hat über Jahrzehnte hinweg überzeugend bewiesen, dass es

ein demokratisches, rechtsstaatliches und auf westlichen Werten

basierendes Land ist. Daher habe ich keinerlei Bedenken." /Er

unterstütze die Entwicklung der deutschen Streitkräfte voll und ganz.

Dies liege im Interesse der Sicherheit ganz Europas, betonte Rinkēvičs.



*Türkei wartet auf Antwort Kiews zu neuer Verhandlungsrunde in Istanbul


*Die Türkei wartet auf eine Rückmeldung der Ukraine zum Termin für eine

dritte Verhandlungsrunde mit Russland in Istanbul. Dies erklärt der

türkische Außenminister Hakan Fidan im Gespräch mit dem Sender /TRT

Haber/ nach dem BRICS-Gipfel in Brasilien: /"Russland hat seine

Bereitschaft zur dritten Verhandlungsrunde erklärt. Jetzt warten wir auf

eine Antwort der ukrainischen Seite." /Fidan betonte zudem, dass Ankara

auch bereit sei, ein Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs zur

Lösung des Ukraine-Konflikts auszurichten. Es gebe keine Probleme bei

der Organisation eines solchen Treffens in der Türkei.


Die ersten beiden direkten Gesprächsrunden in Istanbul seien erfolgreich

verlaufen. Sie ermöglichten einen Rekord-Austausch von Gefangenen und

Gefallenen. Aus humanitärer Sicht seien beide Seiten mit dem

Verhandlungsprozess zufrieden, so Fidan.

/"Die Frage ist, wie man einen dauerhaften oder zumindest

vorübergehenden Waffenstillstand erreicht. Ob das auf einem Gipfel mit

den Staatschefs geschieht oder im Rahmen von Verhandlungen – darüber

wird noch diskutiert. Die Seiten haben unterschiedliche Vorstellungen."/



*Türkischer Politologe: Ukraine-Krieg wird unter jetzigen Umständen auf

Schlachtfeld enden*


Der türkische Politologe Hasan Ünal hat im Gespräch mit der

Nachrichtenagentur /TASS/ die gängige Behauptung bezweifelt, wonach der

Ukraine-Krieg durch Verhandlungen enden wird. Der Professor der Başkent

Üniversitesi in Ankara stellte

<https://tass.ru/mezhdunarodnaya-panorama/24456739> im Interview fest,

dass die ukrainische Armee bis aufs Äußerste verschlissen sei. Die

Personalverluste der ukrainischen Streitkräfte schätzte er auf 1.600

Mann pro Tag. Das Durchschnittsalter der ukrainischen Soldaten

habe inzwischen 46 Jahre erreicht. Unter solchen Bedingungen werde das

osteuropäische Land nicht mehr lange durchhalten können, da sein Militär

ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr kampffähig sein werde, erklärte

Ünal. Dabei sagte der Politologe: /"Ich glaube nicht, dass dieser Krieg

in der Ukraine durch Verhandlungen enden wird. Er wird an der Frontlinie

enden."/


Wegen der Haltung einiger europäischer Staaten werde es nicht gelingen,

den Konflikt am Verhandlungstisch zu beenden. Unter diesen EU-Staaten

nannte Ünal Polen und die baltischen Länder. /"Wenn die europäischen

Staaten im Ukraine-Konflikt die Stellung von US-Präsident Donald Trump

bezogen hätten, dann wäre das Problem gelöst."/

Die EU habe sich jedoch kampfbereit gezeigt, bedauerte der Professor.

Die Angst Polens und der baltischen Länder davor, dass Russland sie im

Fall seines Erfolgs in der Ukraine angreifen könnte, bezeichnete Ünal

als "nur schwer nachvollziehbar". Bei einigen EU-Regierungen stellte er

"liberalfaschistische" Stimmungen fest: /"Das ist eine große Masse an

Menschen, die ihre eigene Wahrheit ausstrahlen, ohne Gegenargumente der

anderen Seite wahrzunehmen. Das ist der Kern des Problems. Daher ist

solcher Liberalfaschismus die schlimmste Art des Faschismus."

/


*Medwedew: Russland soll Trumps "politische Schaukel" ignorieren


*Russland sollte den "politischen Schaukelkurs" des US-Politikers Donald

Trump ignorieren und sich weiter auf die Erreichung seiner Ziele

konzentrieren – auch im Rahmen der militärischen Sonderoperation. Dies

schrieb <https://t.me/medvedev_telegram/597> Dmitri Medwedew, der

stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, auf Telegram.

Er zitierte einige von Trumps häufigsten Aussagen: /"Ich bin zufrieden

mit dem Gespräch mit Putin. Ich bin enttäuscht von dem Gespräch mit

Putin. Wir liefern keine neuen Waffen an die Ukraine. Wir werden der

Ukraine eine Menge Waffen zur Verteidigung liefern."/

"Wie sollten wir damit umgehen?", fragte Medwedew. /"So wie bisher. So

wie es unsere Kämpfer tun. So wie es der Oberbefehlshaber tut – gar

nicht reagieren. Die Ziele der Sonderoperation weiterverfolgen. Unser

Land zurückholen. Für den Sieg arbeiten."/



Berliner Zeitung 8.7.2025

<https://www.berliner-zeitung.de/news/donald-trump-besaenftigen-wolodymyr-selenskyj-will-botschafterin-in-den-usa-ersetzen-li.2339109>


*Neues Kabinett in der Ukraine: Selenskyj setzt auf politischen

Neuanfang in den USA


*Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Donald Trump offenbar

versprochen, dass er die ukrainische Botschafterin in Washington im Zuge

der für nächste Woche erwarteten Kabinettsumbildung austauschen wird.

Das berichten die Financial Times und Bloomberg unter Berufung auf mit

den Plänen vertrauten Personen. Die beiden Staatsoberhäupter besprachen

demnach am Freitag telefonisch die Ablösung von Botschafterin Oksana

Markarowa und vereinbarten, dass ihre Teams weitere Konsultationen über

potenzielle Kandidaten durchführen würden.


Markarova, die seit 2021 als Botschafterin in den USA tätig ist, war von

vielen von Trumps Verbündeten im Kongress als zu nah an den Demokraten

kritisiert worden. Ihre Absetzung wird als Versuch Selenskys gewertet,

Trump zu einem für die Ukraine heiklen Zeitpunkt entgegenzukommen,

nachdem die Regierung letzte Woche die Lieferung einiger wichtiger

Waffen gestoppt hat. Am Montag verkündete Trump jedoch, die USA würden

der Ukraine weiter Waffen liefern, damit sich das Land auch in Zukunft

gegen Russland verteidigen könne. Mit Putin sei er indes sehr unzufrieden.


Laut einem hochrangigen ukrainischen Beamten, der in den Prozess

involviert sei, will Selenskyj nun einen „guten Geschäftsmann“ als

Botschafter ernennen, der „für das Weiße Haus und gleichzeitig für den

Kongress verständlich ist“. Kandidaten für die Nachfolge sollen dem

Bericht zufolge unter anderem der ukrainische Regierungschef Denys

Schmyhal und Verteidigungsminister Rustem Umjerow sein.


Der ukrainische Staatschef wird wahrscheinlich nächste Woche sein

Kabinett erneut umbilden, sagten drei dem Präsidenten nahestehende

Beamte. Seit Beginn des Krieges hat er sein Kabinett mehrfach umgebildet

– die jüngsten Änderungen spiegeln die wachsende Frustration mit seiner

derzeitigen Regierung wider. Laut der Financial Times könnte es sich bei

der anstehenden um die größte Kabinettsumbildung seit Kriegsbeginn im

Februar 2022 handeln.


Der ehemalige EU-Diplomat in Kiew, Balazs Jarabik, sagte gegenüber der

Financial Times, die personellen Veränderungen seien eine bekannte

Reaktion auf den wachsenden politischen, wirtschaftlichen und sozialen

Druck. „Die Umbildung deutet nicht auf eine Änderung der strategischen

Ausrichtung hin, sondern scheint darauf abzuzielen, die Unzufriedenheit

einzudämmen, ein Gefühl der Erneuerung zu vermitteln und die Kontrolle

inmitten des wachsenden Drucks an mehreren Fronten aufrechtzuerhalten.“ (…)


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.07.2025

Videodokumentation und Berichte zum Palästina-Tribunal

aus e-mail von Karin Gerlich, 8. Juli 2025, 15:36 Uhr


Liebe Kolleginnen und Kollegen,


  hier die Zusendung des GAZA Tribunals in Duisburg euch zur Kenntnis

und bitte verbreitet es umgehend weiter!


Grüße Karin Gerlich



-------- Weitergeleitete Nachricht --------

Betreff: Videodokumentation und Berichte zum Palästina-Tribunal

Datum: Tue, 8 Jul 2025 10:50:27 +0200

Von: L

An: Karin Gerlich <karin.gerlich@t-online.de>



Hallo Karin,


- unter folgendem Link kann man das gesamte Tribunal nochmal anschauen:

https://www.youtube.com/watch?v=uQKZhcG5oBY

- Berichte außerdem auf Deutsch und Englisch bei der UZ, WSWS und

Peoples Dispatch:

-> 

https://www.unsere-zeit.de/schuldig-2-4804927/?fbclid=IwZXh0bgNhZW0CMTEAAR6BimRUdFAV7mMUTraYUjvEaPZOF6pjhaw-qGXj7OzjRhYus-qqwC-yuD0beg_aem_s2GW62A95FDTisjYUnijSg

-> https://www.wsws.org/de/articles/2025/06/29/yytc-j29.html

-> 

https://peoplesdispatch.org/2025/07/04/tribunal-for-palestine-against-germany-pledges-to-bring-the-guilty-before-the-judges-of-the-nations/ 



Außerdem ein unsäglicher Hetz-Beitrag von „Kontraste“ (ARD/RBB), bei dem

das Tribunal letztlich nur als Aufhänger genommen wurde, um gegen

Samidoun (längst verboten), Basar al-Badil (steht auf der Abschussliste)

und Zaid Abdulnasser (Redner beim Tribunal, Palästinenser mit prekärem

Aufenthalt) zu schießen:

https://www.rbb-online.de/kontraste/ueber_den_tag_hinaus/extremisten/israel-hass-zwischen-solidaritaet-und-terror.html 


VG Leon


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




Weiteres: 




WIR KLAGEN AN! Palästina-Tribunal gegen die BRD (28.06.2025, Duisburg)


Screenshot_2025_07_09_at_07_51_20_WIR_KLAGEN_AN_Pal_stina_Tribunal_gegen_die_BRD_28.06.2025_Duisburg_YouTube


Komitee gegen das Verbot von PSDU


youtube.com, vom 01.07.2025 KÖNIG-HEINRICH-PLATZ

Aufzeichnung des Tribunals gegen die BRD wegen der Repression gegen die Palästina-Solidaritätsbewegung und die Beteiligung am Genozid in Gaza (Duisburg, Königstraße, 28.06.2025) 


0:00:00 Beginn Tribunal 

0:02:05 Einschränkung des Versammlungsrechts Roland Meister (Rechtsanwalt) anwaelte-meister.de Niko (Thawra) instagram.com/thawra_hamburg Lennart (ELSC) elsc.support 

 Einschränkung des Versammlungsrechts Roland Meister (Rechtsanwalt) anwaelte-meister.de Niko (Thawra) instagram.com/thawra_hamburg Lennart (ELSC) elsc.support 

00:19:35 Vereinsverbote Zaid Abdulnasser (ehem. Sam.) Leon Wystrychowski (ehem. PSDU) Amir Ali (BDS München/BT3P) bt3p.org 

 Vereinsverbote Zaid Abdulnasser (ehem. Sam.) Leon Wystrychowski (ehem. PSDU) Amir Ali (BDS München/BT3P) bt3p.org  

Einschub: (00:36:37  bis  00:37:20 unbedingt anhören)

0:41:39 Repression an den Universitäten Camp for Palestine Köln instagram.com/campforpalestine_koeln Students for Palestine FFM instagram.com/students4palestine_ffm 

1:02:25 Berufsverbote Melanie Schweizer instagram.com/schweizer.mel Ahmad Othman (ehem. PSDU) instagram.com/ahmad.othm95 

1:23:15 Einschränkung von Asyl- und Staatsbürgerrecht Inga Matthes (Juristin) instagram.com/ingaamente Majda (Asylum4Gazans...Now!) instagram.com/asylum4gazansnow 

1:53:01 Hetze in den Medien Hebh Jamal (Journalistin) instagram.com/hebh_jamal Mahmud (Zaytouna Rhein-Neckar-Kreis) instagram.com/zaytouna.rnk 

2:20:42 Strategische Klagen Sebastian Eli Oberließen (Mitglied Hind Rajab Foundation) hindrajabfoundation.org Beate Bahnweg (Rechtsanwältin) kanzlei-bahnweg.de & instagram.com/beatebahnweg 

2:34:17 Anklagen gegen die Bundesrepublik Deutschland 

2:52:20 Musik-Auftritt ‪@FrolleinMusik‬ Fehlende Teile und Aussetzer in der Aufnahme sind der Überhitzung der Kamera in der Sonne geschuldet.


Info: Video https://www.youtube.com/watch?v=uQKZhcG5oBY Dauer 3:00:57 h


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Weiteres: 




Palästina-Tribunal in Duisburg: Hunderte klagen BRD bei Palästina-Demo und -Tribunal in Duisburg an


Schuldig!


unsere-zeit.de, , 02.07.2025 15:41, Categories Politik, Blog 

Screenshot_2025_07_09_at_08_03_40_Schuldig_Hunderte verfolgten das Tribunal in der Duisburger Innenstadt. (Foto: Valentin Zill)


Der vergangene Samstag stand in Duisburg im Zeichen der Repression gegen die Palästinasolidaritätsbewegung und der öffentlichen Anklage gegen die Bundesrepublik Deutschland. Ein Bündnis aus verschiedenen palästinasolidarischen Gruppen und Einzelpersonen aus Nordrhein-Westfalen hatte, unterstützt vom bundesweiten Kufiya Netzwerk, dem Rechtshilfeverein 3ezwa, der Ortsgruppe der Roten Hilfe sowie dem European Legal Support Center (ELSC) eine Demonstration gegen die deutsche Komplizenschaft für Israels verbrecherische Politik und ein Tribunal gegen die BRD organisiert. An dem Aufzug, dem sich unterwegs immer mehr Leute anschlossen, nahmen hunderte Menschen teil, darunter der Bundestagsabgeordnete der Linkspartei Mirze Edis als parlamentarischer Beobachter. Die Demo zog vom migrantisch geprägten Arbeiterstadtteil Hochfeld in die Duisburger Innenstadt.

Dort begann unmittelbar im Anschluss und mitten auf der Haupteinkaufsstraße der City das gut vierstündige Programm. Auf sieben Podien wurden Betroffene, Aktivisten und Experten zu verschiedenen Kampffeldern antipalästinensischer Repression angehört: Im ersten Panel sprachen der Rechtsanwalt Roland Meister, Lennart Michaelis vom ELSC und ein Vertreter der Gruppe Thawra Hamburg, der für die erkrankte Elisa Baş eingesprungen war, über die Angriffe auf das Versammlungsrecht im Zusammenhang mit Palästina. Anschließend sprach Leon Wystrychowski, selbst Betroffener des Verbots von Palästina Solidarität Duisburg (PSDU), mit Zaid Abdulnasser, dem ehemaligen Deutschland-Koordinator von Samidoun, und Amir Ali von der BDS-Bewegung über die Kriminalisierung von pro-palästinensischen Organisationen. Als Drittes berichteten drei Aktivistinnen aus der Students for Palestine-Bewegung über Repressionen im Hochschulbereich, und anschließend Ahmad Othman, einer der Kläger gegen das PSDU-Verbot, und Melanie Schweizer, die bei der letzten Bundestagswahl für Mera25 angetreten war, über ihre Berufsverbote. Auf die im Zusammenhang mit Palästina stehenden Angriffe auf das Asyl-, Aufenthalts- und Einbürgerungsrecht gingen Majda Qandil von der Initiative Asylum4GazansNOW! und Inga Matthes, Juristin für Flucht und Asyl, ein. Die palästinensische Journalistin Hebh Jamal und der Aktivist Mahmud Abu Odeh analysierten die Rolle der deutschen Leitmedien beim Völkermord in Gaza. Das letzte Podium drehte sich um proaktive juristische Initiativen: Die Rechtsanwältin Beate Bahnweg berichtete über ihre Klage gegen die deutschen Waffenlieferungen an Israel, und ein Aktivist über seine Arbeit bei der Hind Rajab Foundation, die die Strafverfolgung von an Kriegsverbrechen beteiligten israelischen Soldaten unter anderem in Deutschland voranzutreiben versucht.

An diese Vorträge anschließend formulierten die Betroffenen und Aktivisten symbolische Anklagen gegen die BRD und ihre Institutionen wegen zahlreicher Verstöße gegen das Völkerrecht, gegen die Grundrechte auf Meinungs-, Versammlungs-, Vereinigungs- und Wissenschaftsfreiheit sowie gegen das Asylrecht und das Gleichheitsgebot. Den Leitmedien wurden Rassismus und die systematische Entmenschlichung von Palästinensern angelastet. Außerdem klagten Jules El-Khatib und Iman Abu El Qomsan, die seit dem 8. Oktober 2023 gemeinsam bereits mehr als 100 Verwandte in Gaza verloren haben, die Ampel- und die schwarz-rote Bundesregierung für ihre Beihilfe zum Völkermord und Araz Ardehali die BRD für ihre Komplizenschaft bei Israels Angriffskrieg auf den Iran an. Ronnie Barkan, Nachkomme von Auschwitz-Überlebenden und Aktivist der Gruppe Palestine Action, die diese Woche voraussichtlich auf die britische „Terrorliste“ gesetzt wird, warf Deutschland vor, mit seiner Unterstützung des Gaza-Genozids in der Tradition des Völkermords an den Herero und Nama und des Holocaust zu stehen. Inge Ketzer von der VVN-BdA erinnerte schließlich an den Schwur von Buchenwald, der fordert: „Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht!“

Polizeiwillkür und mediale Hetze
Passend zum Thema wartete die Duisburger Polizei mit verschiedenen Repressalien auf. Anders als ursprünglich vorgesehen, verbot sie die Parole „From the River to the Sea, Palestine will be free“ per Auflage. Das „Argument“: Weil das Komitee gegen das PSDU-Verbot die Demo mitorganisiere, bestehe eine Verbindung zu PSDU. Das ist insofern keine Begründung, als die Parole vom Bundesinnenministerium zwar als angebliches „Hamas“- und „Samidoun-Symbol“, aber vom nordrhein-westfälischen Innenministerium nicht als „PSDU-Symbol“ deklariert wurde. Zudem verbot die Polizei kurz nach Beginn der Demo den Ausruf „Yalla Intifada“ und drohte sogar mit der Auflösung des Aufzugs, noch bevor der loslaufen konnte. Sie tat das, obwohl ihr bewusst war, dass die Parole sowohl laut Landgericht Duisburg als auch laut Verwaltungsgericht Düsseldorf legal ist. Nachdem die Demo etwa ein Drittel der Strecke zurückgelegt hatte und von den Teilnehmern wie der Leitung vehement gegen das Verbot protestiert wurde, nahm die Polizei diese Auflage plötzlich zurück. Dafür nahm sie bald darauf einen Demonstrationsteilnehmer kurzzeitig fest, weil er eine Fahne mit dem Logo der Gruppe Thawra Hamburg trug, auf der eine Faust in den Farben Palästinas zu sehen ist. Obwohl es auch diesbezüglich bereits mehrere Gerichtsurteile gegeben hat, denen zufolge es sich „ganz offenkundig“ nicht um das Logo der gemeinsam mit Samidoun verbotenen Hirak-Jugendbewegung handelt, sah die Polizei angeblich den Anfangsverdacht einer Straftat. Nachdem es danach stundenlang keinerlei Zwischenfälle gegeben hatte, begann die Polizei gegen Ende des Tribunals plötzlich, Druck zu machen: Obwohl die Versammlung bis 22 Uhr angemeldet war, verlangte sie, dass diese um spätestens 20:30 Uhr beendet sein müsse. Scheinbar war die Einsatzleitung der Meinung, ihr „wohlverdienter Feierabend“ stehe über dem Grundrecht auf Versammlungsfreiheit.
Ein anschauliches Beispiel für die antipalästinensische Obsession deutscher Medien lieferte ein Team von ARD/RBB, das offenbar allein wegen der Teilnahme von Zaid Abdulnasser nach Duisburg gereist war. Der Journalist und seine Technikcrew „recherchierten“ nach eigenen Angaben für einen Beitrag von „Kontraste“. Dabei wird es, wie aus den provokanten und penetranten Fragen des Reporters hervorgeht, wohl um einen Hetzbeitrag gehen, der vor allem die internationale palästinensische Exil-Initiative Masar al-Badil in den Fokus nimmt. In Übelster „Bild“- und „Spiegel-TV“-Manier ignorierte das Team immer wieder die Grenzen von Teilnehmern der Demo und des Tribunals, filmte Personen gegen deren erklärten Willen mit Nahaufnahmen und Handys ab und rempelte sogar Kleinkinder um. Der für seine Islamfeindlichkeit und seinen eliminatorischen anti-palästinensischen Rassismus bekannte Online-Blog „Ruhrbarone“ war ebenfalls vor Ort. „Ruhrbarone“ hatte 2018 auf Facebook den Slogan „Transform Gaza to Garzweiler“ gepostet. Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, nannte den Post eine „explizite Vernichtungsfantasie“. Ansonsten wurde die hochkarätig besetzte Veranstaltung mitten in der Duisburger Innenstadt von den Mainstream-Medien konsequent ignoriert.


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Fotogalerie:

Das Palästina-Tribunal auf YouTube:



Categories Politik, Blog




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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.07.2025

Haaretz-Enthüllungsbericht: Unterernährung, Krankheit und Tod –
Der Alltag palästinensischer Häftlinge im israelischen Megiddo-
Gefängnis


aus e-mail von Ingrid Rumpf, 8. Juli 2025, 14:59 Uhr


Bericht der israelischen Zeitung Haaretz über die grauenvollen Zustände

in israelischen Gefängnsissen. Siehe Anhang!


(Sehr gerne würde ich Erfreulicheres verschicken)




Der 16-jährige Ibrahim wurde acht Monate lang in Megiddo festgehalten, bis die
Bewährungskommission erklärte, sein Zustand habe sich zu „lebensbedrohlichem
Untergewicht“ verschlechtert. Er berichtet von wiederkehrenden Krätzeinfektionen,
Darmerkrankungen, Schlägen und Vernachlässigung – und eine Untersuchung von Haaretz
zeigt, dass dies die Erfahrung vieler anderer ist, von denen einige nicht überlebt haben.

Hagar Shezaf


6. Juli 2025, 20:06 Uhr IDT. https://www.haaretz.com/israel-news/2025-07-06/ty-article-magazine/.premium/palestinians-suffering-from-malnutrition-illness-and-death-routine-at-an-israeli-prison/00000197-cbd6-da1d-a5ff-ebd6b2290000


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Im Wohnzimmer einer hübschen Wohnung in Nablus sitzt ein dünner junger Mann auf einem verblichenen braunen Sofa und raucht eine Zigarette. Sein Haar ist kurz geschnitten, seine

Hände sind dünn und knochig, und unter seinen großen Augen sind dunkle Flecken zu sehen. Sie lassen erahnen, was darunter liegt. Seine Beine sind mit dichten, rot-grauen Flecken unterschiedlicher Größe übersät – Zeugnisse wiederkehrender Krätzeinfektionen. Diese gehören seit Monaten zu seinem Alltag, ebenso wie andere Krankheiten. 


Das ist Ibrahim (sein richtiger Name wird aus Datenschutzgründen nicht genannt), 16 Jahre alt und kürzlich aus dem Megiddo Gefängnis entlassen. Sein Aussehen, so die Gefängnisleitung, sei „schwer anzusehen und sehr besorgniserregend“. Um sich ein vollständiges Bild zu machen, muss man hören, was er und seine Mutter sagen. „Als er entlassen wurde, sah er aus wie eine Mumie, als wäre er nicht wirklich er selbst“, erzählt sie. „Wir haben ihn nicht wiedererkannt.” Sie sitzt neben ihm und lässt ihn nicht aus den Augen. 


Auf einem Foto, das seine Mutter zeigt und das bei seiner Entlassung vor etwa einem Monat aufgenommen wurde, sah Ibrahim noch viel schlechter aus. Selbst jetzt verraten seine Hände, dass er nur noch Haut und Knochen ist. Neben Krätze litt er unter Gewalt und akuten Symptomen einer Darmerkrankung, darunter Ohnmachtsanfälle.


Seine medizinischen und rechtlichen Unterlagen bilden zusammen mit seiner Aussage nur
einen kleinen Teil der umfangreichen Beweise von Häftlingen – sowohl Erwachsenen als
auch Minderjährigen –, die in Megiddo Ähnliches erlitten haben. Einer von ihnen, der 17-
jährige Waleed Ahmad, starb dort im März. Nach mehreren Berichten gegenüber Haaretz
sind medizinische Vernachlässigung und schlechte Ernährung nur zwei der vielen Probleme
mit den Haftbedingungen.
Ibrahim wurde im Oktober 2024 festgenommen. Im Rahmen eines Geständnisses wurde er
wegen Steinwürfen (die keinen Schaden verursachten) zu acht Monaten Haft in Megiddo
verurteilt, einer Einrichtung des israelischen Gefängnisdienstes. Bei seiner Einlieferung wog
er laut einer ärztlichen Untersuchung 65 Kilogramm. Innerhalb weniger Monate sank sein
Gewicht auf 46 Kilogramm. Ibrahim sagt jedoch, dass seine Krankenakte den Schweregrad
seines Zustands nicht vollständig widerspiegele. Manchmal habe er sogar noch weniger
gewogen, sagt er.
Ein medizinisches Gutachten, das von einem Kinderarzt (im Auftrag von Physicians for
Human Rights) verfasst wurde, deutete laut der Bewährungskommission auf „ein
schwerwiegendes medizinisches Bild hin, das Unterernährung und lebensbedrohliches
Untergewicht umfasst“. Sein Body-Mass-Index (BMI) lag bei 15,2 (der Mindestwert für
Normalgewicht beginnt bei 18,5). Laboruntersuchungen ergaben außerdem, dass er an
Anämie litt.
Im Gefängnis war niemand satt. Sie brachten einen Teller Reis für zehn Personen. Das

reichte für einen, aber wir haben alle geteilt.


Ibrahim
Die Anwältin Mona Abo Alyounes Khatib, die Ibrahim im Namen der Staatsanwaltschaft
vertrat, legte dem Bewährungsausschuss das ärztliche Gutachten vor. Die Kommission
befand Ibrahims Gesundheitszustand als „ungewöhnlich und schwerwiegend” und stellte
fest, dass die für das Wohlergehen der Gefangenen zuständige Beamte der Strafvollzugsbehörde in ihren Schreiben an Abo Alyounes seinen Gesundheitszustand nicht detailliert beschrieben hatte. Die Beamtin erwähnte lediglich, dass die Gefängnisbehörden über seinen Zustand informiert seien und er behandelt werde. Die Kommission verkürzte seine Haftstrafe um elf Tage und stellte fest, dass „die harten Haftbedingungen, denen der 
Gefangene ausgesetzt war, nicht ignoriert werden können”.


Aber Ibrahim ist kein „ungewöhnlicher“ Fall. Haaretz hat eidesstattliche Erklärungen von vier
weiteren Häftlingen in Megiddo erhalten, die in den letzten Monaten über ähnliche
gesundheitliche Probleme berichtet haben. Physicians for Human Rights hat sich mit fünf
weiteren Fällen von Häftlingen mit ähnlichen Problemen befasst. Weitere eidesstattliche
Erklärungen, die Haaretz vorliegen, beziehen sich auf die dürftigen Essensrationen für die

Häftlinge und die grassierende Krätze, eine Hautkrankheit, der sich niemand entziehen kann, der in Megiddo einhaftiert ist.


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Und dann ist da noch die Geschichte von Waleed Ahmad. Im März brach er im Gefängnishof zusammen und starb. Ein Arzt, der im Auftrag der Familie die Autopsie durchführte, berichtete, dass Ahmad fast kein Fettgewebe mehr im Körper hatte, an einer Darmentzündung litt und mit Krätze infiziert war.


Haaretz fragte das Gesundheitsministerium, das das Nationale Institut für Rechtsmedizin beaufsichtigt, ob die Autopsie zu irgendwelchen Maßnahmen geführt habe. Das Ministerium lehnte es ab, Einzelheiten zu nennen, und erklärte lediglich, dass „ungewöhnliche Befunde gemäß den gesetzlichen Bestimmungen an die zuständigen Behörden weitergeleitet werden“. Die nationale Ermittlungsstelle für Gefängniswärter bei der Polizei untersucht den Tod weiterhin.


Das Megiddo-Gefängnis an der Route 65 zwischen Umm al-Fahm und Afula mag ein Extremfall sein, aber zumindest einige der dort bestehenden Probleme plagen auch andere Haftanstalten, in denen palästinensische Häftlinge und Gefangene festgehalten werden. Nach Angaben von Physicians for Human Rights grassiert seit letztem Monat in den Haftanstalten Ketziot, Ganot und Ayalon Krätze. Darüber hinaus enthält eine Petition gegen die Reduzierung der Lebensmittelrationen für Sicherheitshäftlinge (die israelische Bezeichnung für die meisten palästinensischen Häftlinge) eidesstattliche Erklärungen von Insassen, die von starkem Gewichtsverlust in mehreren Einrichtungen berichten. Anwälte sagen jedoch, dass Megiddo in fast jeder Kategorie „das Schlimmste vom Schlimmsten” sei.


Was Todesfälle hinter Gittern angeht, liegt Megiddo an zweiter Stelle hinter Ketziot. In
Megiddo starben fünf Menschen – Waleed Ahmad und vier Erwachsene –, in Ketziot waren
es sieben. All diese Fälle sind jedoch Teil einer umfassenderen Statistik: Nach Angaben des
Palestinian Prisoner's Club sind in den letzten 20 Monaten 73 identifizierbare Gefangene und
Häftlinge in Militär- und Gefängniseinrichtungen gestorben. In zwei Fällen ergaben

Autopsien in Megiddo Hinweise auf mögliche Gewaltanwendung.


Die Gefangenen sprechen wenig oder gar nicht über die Gewalt, aus Angst, die Wärter
könnten sie direkt oder indirekt hören. „Es gab einmal jemanden, der vor Gericht über die

Wärter gesprochen hat, und dann haben sie ihn geschlagen“, sagt Ibrahim.


Der erste Fall ist der von Abd al-Rahman Mar'i, einem Bewohner von Qarawat Bani Hassan im zentralen Westjordanland, der im November 2023 starb. 


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Seine Leiche wies Spuren von Gewalteinwirkung auf, darunter gebrochene Rippen und ein gebrochenes Brustbein. Ein Häftling, der zum Zeitpunkt seines Todes bei ihm war und inzwischen freigelassen wurde, berichtete Physicians for Human Rights, dass Mar'i vor seinem Tod schwer auf den Kopf geschlagen worden sei.


Der zweite Fall betrifft Abd al-Rahman Bassem al-Bahsh, einen Einwohner von Nablus, der im Januar letzten Jahres in Megiddo starb. Sein Körper wies Prellungen an Brust und Bauch sowie

gebrochene Rippen, eine beschädigte Milz und schwere Entzündungen in beiden Lungen auf. Die Ermittlungen zu beiden Todesfällen dauern an und unterliegen weiterhin einer Nachrichtensperre. Bekannt ist, dass diese beiden Fälle nicht von der nationalen Ermittlungsbehörde für Gefängniswärter untersucht werden, was bedeutet, dass die Gefängniswärter nicht als Verdächtige gelten. 


Die Vorwürfe der Gewalt durch Gefängniswärter kommen für Ibrahim nicht überraschend, da sie seiner Aussage nach innerhalb der Gefängnismauern an der Tagesordnung sind.


„Sie zwangen uns, uns hinten im Raum hinzuknien, die Hände auf den Kopf zu legen, dann kamen sie herein, sprühten uns Gas ins Gesicht und schlugen uns mit Schlagstöcken auf den ganzen Körper“, sagt er.


„Einmal kamen sie herein, schlugen mir mit einem Gewehr auf den Kopf und in den Mund und brachen mir den Kiefer.“ Ein anderes Mal, so berichtet er, kam eine Einheit des Strafvollzugsdienstes herein, schlug die Gefangenen, sprühte ihnen Gas ins Gesicht und schleppte sie dann in den Gefängnishof, wo sie etwa eine Stunde lang im Regen liegen mussten. „Sie legten uns Handschellen an und ließen ihre Hunde vor uns herlaufen, die bellten, während sie uns traten“, erinnert er sich.


Es gab noch weitere Fälle, sagt er. Bei einem Vorfall wurde er so heftig mit einem Knüppel
geschlagen, dass dieser an seinem Körper zerbrach. In einem Bericht von Josh Breiner in der

Zeitung Haaretz vom vergangenen September wurden weitere Beispiele angeführt.


Weitere Beweise für Misshandlungen finden sich in einer Beschwerde, die das Hamoked
Center for the Defense of the Individual im September im Namen eines anderen
minderjährigen Häftlings in Megiddo bei der Untersuchungsabteilung der Polizei eingereicht
hat. „Die Gewalt ist so schlimm, dass die Gefangenen in den Zellen in ständiger Angst vor
dem sind, was kommen wird“, heißt es in der Beschwerde. Die Wärter betreten die Zellen
während des Appells und schlagen die Insassen mit Fäusten oder Knüppeln. Der
minderjährige Häftling berichtete, dass er einmal in den Bauch geschlagen wurde – wo er

zuvor operiert worden war –, bis er das Bewusstsein verlor.


Die Häftlinge sprechen kaum oder gar nicht über die Gewalt, aus Angst, die Wärter könnten
sie hören – entweder direkt oder über andere Häftlinge – und Vergeltungsmaßnahmen
ergreifen. „Es gab jemanden, der einmal vor Gericht über die Wärter gesprochen hat, und
dann haben sie ihn geschlagen“, sagt Ibrahim. Nach Ahmads Tod habe die Gewalt zwar
nachgelassen, aber 
nicht aufgehört.


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Diese Berichte beschränken sich nicht auf einen bestimmten Zeitraum; sie ereigneten sich sowohl in den ersten Monaten des Gaza-Krieges, als der stellvertretende Kommissar Muweed

Sbeiti das Gefängnis leitete, als auch in den folgenden Monaten unter dem Kommando des stellvertretenden Kommissars Yaakov Oshri.


Das Interview mit Ibrahim fand anseinem ersten Tag nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis statt. Der Elftklässler, der den größten Teil des vergangenen Jahres damit verbracht hat, vor allem zu lernen, wie man überlebt, fasst seine Erfahrungen im Gefängnis mit einem Wort zusammen: „Folter“. Dieses Wort beschreibt jedoch nur einen Teil dessen, was sein kränklicher Zustand

und die Erinnerungen, die er gerne auslöschen würde, offenbaren.


Sein Fall mag extrem sein, aber während des gesamten Interviews betont er wiederholt, dass
andere Gefangene dasselbe durchgemacht haben – einige mehr, andere weniger. „Im Gefängnis war niemand satt – nicht nur ich“, sagt er. „Sie brachten einen Teller Reis für zehn 
Personen. Das reichte für einen, aber wir haben alle geteilt.“


Ibrahim sah, wie Waleed Ahmad „auf sein Gesicht fiel und Blut aus seinem Mund floss. Die

Sanitäter kamen und brachten ihn auf einer Trage weg, und er kam nicht zurück.“


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Das sei ein typisches Mittagessen gewesen, erklärt er. Die anderen Mahlzeiten waren nicht
viel besser. Das Frühstück bestand beispielsweise aus einem einzigen Teller mit Labneh (cremiger Käse), Marmelade, Brot und Gemüse – nicht für eine Person, sondern für zehn. „Und es gab nicht genug Labneh, um das Brot zu bestreichen“, erzählt er. Wegen der ständigen Nahrungsmittelknappheit, sagt er, hätten die Gefangenen alles zusammengemischt und geteilt. Ein bisschen für 
jeden, und es gab keine Reste.


„Ich habe die Wärter um mehr Essen gebeten, aber das war sinnlos“, fügt er hinzu und merkt
an, dass er jeden Abend hungrig schlafen gegangen sei. Das Einzige, was mit den mageren Portionen konkurrieren konnte, war ihre schlechte Qualität; manchmal war das Salatgemüse verdorben, der Reis nicht gar. Ähnliche Beschreibungen finden sich in den Aussagen zweier weiterer Minderjähriger, die in Megiddo inhaftiert waren. Sie erzählten ihrem Anwalt, dass jedes Gericht der Mahlzeiten etwa 
zwei bis drei Esslöffeln entsprach.


Bis zu einem gewissen Grad waren diese Aussagen zu erwarten – eine Folge der Politik von Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir, der nach dem 7. Oktober dramatische Veränderungen für die Lebensbedingungen palästinensischer Häftlinge in Israel eingeführt hatte. Unter anderem wurde ihnen der Zugang zu Gefängniskantinen verboten, Geschirr und Kochutensilien wurden aus ihren Zellen entfernt und es wurde eine Anweisung erlassen, ihre Essensportionen auf das gesetzliche Minimum zu reduzieren.


Im August letzten Jahres, nachdem die Vereinigung für Bürgerrechte in Israel eine Petition gegen die politischen Änderungen eingereicht hatte, behauptete die Gefängnisverwaltung, sie habe die Portionsgrößen erhöht. Der Antwort beigefügt war ein aktualisierter Speiseplan, in dem die Verpflegung von Sicherheitshäftlingen mit der von Strafgefangenen verglichen wurde. Ein Vergleichder beiden Speisepläne ergab, dass palästinensische Häftlinge nur halb so viel Fleisch, kein Obst und außer Marmelade keine Süßigkeiten erhalten – im Gegensatz zu ihren kriminellen Mitgefangenen. Der Unterschied zwischen den beiden Menüs, die der Strafvollzugsdienst dem Gericht vorgelegt hat, beläuft sich auf 1.300 Kalorien pro Woche und Person.


„Ich habe etwas Brot gegessen, und eine Stunde später konnte ich es nicht mehr halten – ich habe mich vollgekotzt“, sagt Ibrahim. „Ich wollte aufstehen, um auf die Toilette zu gehen, aber ich konnte nicht. Ich habe die ganze Zeit geschlafen und nichts gegessen.“ 


In ihrer Antwort argumentierten die Antragsteller, dass das Gesetz einen solchen Unterschied zwischen den beiden Gruppen nicht zulasse. (Der Fall wird derzeit vom Obersten Gerichtshof geprüft.) Aussagen von zwei Minderjährigen im Megiddo-Gefängnis deuten jedoch darauf hin, dass Anfang dieses Jahres selbst das magere Menü, das die Gefängnisverwaltung vorgelegt hatte, nicht bereitgestellt wurde. Vor allem aber waren die Gefangenen – wie aus ihren Aussagen immer wieder deutlich wird – ständig hungrig. 


Und es gibt noch ein weiteres Problem. Bis zum Ausbruch des Krieges gab es in jedem Jugendtrakt der Sicherheitsgefängnisse einen erwachsenen Häftling, der für die Verteilung der Lebensmittel zuständig war. Eine weitere Änderung der Politik von Ben-Gvir schaffte diese Regelung jedoch ab und übertrug die Verantwortung für die Verteilung der Lebensmittel auf die Minderjährigen. Laut Ibrahim neigten diese jungen Häftlinge dazu, einen Teil der Lebensmittel für sich selbst zu stehlen, wodurch noch weniger für die anderen übrig blieb.


Die mageren Portionen und die schlechte Qualität der Lebensmittel sind jedoch noch nicht
einmal der schlimmste Teil der Geschichte. Die Krankheiten, an denen Ibrahim litt, waren,
gelinde gesagt, nicht weniger schwerwiegend. Neben der Krätze, an der er mehrmals
erkrankte, litt er an einer Darmkrankheit, die er sich im Gefängnis zugezogen hatte. „Ich lag
auf dem Bett und konnte nicht aufstehen“, beschreibt er seinen Zustand im März letzten
Jahres, etwa zwei Wochen nach Beginn des Ramadan. „Ich aß etwas Brot, und eine Stunde
später konnte ich es nicht mehr halten – ich habe mich vollgekotzt. Ich wollte aufstehen, um
auf die Toilette zu gehen, aber ich konnte nicht. Ich habe die ganze Zeit geschlafen und

nichts gegessen.“


Fünf seiner neun Zellengenossen litten unter den gleichen Symptomen. „Die Sanitäter
kamen in unseren Trakt, schauten durch das Fenster, gaben uns Acamol [Paracetamol] und
sagten: Esst Brot und Reis“, beschreibt er die medizinische Versorgung in den ersten Tagen.
Andere Gefangene gaben in ihren Aussagen ähnliche Beschreibungen ab. Während der
Kriegsmonate war Acamol die Standardantwort auf die meisten Beschwerden – eine

Verlegung ins Krankenhaus wurde selten in Betracht gezogen.


Eine offensichtliche Ausnahme bildet der Fall des 61-jährigen Zaher Shushtari, der wegen
seiner Mitgliedschaft in der Volksfront für die Befreiung Palästinas in Verwaltungshaft – Haft
ohne Gerichtsverfahren – genommen wurde. Shushtari, der an Multipler Sklerose und
Diabetes leidet, war während seiner Haft stark untergewichtig und wurde schließlich in das
medizinische Zentrum des Gefängnisdienstes verlegt. Dies geschah jedoch nicht nur
aufgrund seiner chronischen Erkrankungen. Erst nachdem Haaretz im Mai aufgedeckt hatte,
dass er nicht die notwendige Behandlung erhalten hatte – und trotz Krätze nicht in die Klinik

gebracht worden war –, änderte der Strafvollzugsdienst seine Vorgehensweise.


Der Häftling saß während des gesamten Besuchs zitternd vor Kälte da. Er sah extrem

abgemagert und krank aus und sagte, er sei sehr hungrig.


Rechtsanwältin Riham Nassra


Das medizinische Gutachten im Fall Shushtari wies darauf hin, dass er ebenfalls an
Symptomen einer Verdauungserkrankung litt – ähnlich denen, die Ibrahim beschrieben hatte
–, darunter Durchfall und Gewichtsverlust (andere hatten zusätzlich Symptome wie
Schwindel und Ohnmacht). Hinter Gittern, so Ibrahim, nannten sie es „die Amöbe“. Prof.
Amos Adler, ein auf klinische Mikrobiologie spezialisierter Arzt, nannte keine bestimmte
Krankheit, kam jedoch auf der Grundlage der ihm vorliegenden Informationen zu dem
Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs einer ansteckenden Darmerkrankung
hoch sei. In einem Appell der Organisation „Physicians for Human Rights – Israel” an die
Gefängnisverwaltung schrieb er, dass die Dokumente darauf hindeuten, dass Überbelegung,
unzureichende Ernährung und schlechte Hygiene zu dem Problem beigetragen haben

könnten.


Ibrahims Aussage spiegelt dies wider. Ihm zufolge gab es schon vor der Darmerkrankung und
dem drastischen Gewichtsverlust die Krätze. Die Ausbreitung der ansteckenden
Hautkrankheit in israelischen Gefängnissen ist kein Geheimnis; Ende 2024 räumte die
Gefängnisverwaltung in einer Antwort auf eine Petition ein, dass sich etwa 2.800
palästinensische Gefangene mit der Krankheit angesteckt hatten. Gefangene sind aufgrund
der Überbelegung der Zellen eine Risikogruppe für Krätze. Die meisten Menschen stecken
sich durch Kontakt mit einer infizierten Person oder durch die gemeinsame Nutzung von
Gegenständen mit einer infizierten Person unter unhygienischen Bedingungen an. Der
Strafvollzugsdienst schätzte, dass sich viele der Häftlinge bereits in der Westbank oder im
Gazastreifen mit der Krankheit angesteckt hatten. Unabhängig davon waren die
Haftbedingungen in Israel, wie aus zahlreichen Aussagen und Dokumenten hervorgeht, nicht

hilfreich.


Ibrahim sagt, er habe sich fast unmittelbar nach seiner Einlieferung in das Megiddo-
Gefängnis mit Krätze angesteckt. „Der Juckreiz begann in der ersten Woche. Zuerst an den
Händen, dann am ganzen Körper. Es juckt und dann tut es höllisch weh. Ein Häftling hatte
Krätze an den Händen und hatte so starke Schmerzen, dass er nicht einmal ein Taschentuch

halten konnte.“


Er sagt, dass meistens zehn Gefangene in der Zelle waren, aber nur acht Betten – sodass
immer zwei auf einer Matratze auf dem Boden schlafen mussten. Diejenigen, die sich ein
Bett ergattern konnten, bekamen meist keine Bettwäsche und mussten auf der bloßen
Matratze schlafen. Ibrahim hatte irgendwie ein Laken – aber das war auch nicht viel

hygienischer. „Die haben die Laken nie gewaschen“, sagt er. „Niemals.“


Er wurde zwar behandelt – mit Tabletten und Verbänden mit einer Salbe und einmal mit
einer Creme in einem Plastikbecher –, aber die Wirkung hielt nur kurz an. Die schlechten
hygienischen Bedingungen und die rasante Ausbreitung der Krankheit unter den Gefangenen

führten dazu, dass er sich ein zweites und ein drittes Mal infizierte, sagt er.


Ibrahims Schilderungen und die anderer Häftlinge deuten darauf hin, dass sich Krätze und
Darmerkrankungen gleichzeitig im Gefängnis ausbreiteten und viele Häftlinge an beidem
gleichzeitig litten. „Waleed [Ahmad] hatte auch Amöben. Daran ist er gestorben“, vermutet
Ibrahim. „Ich habe ihn gesehen. Er kam aus der Tür des Zimmers und war so dünn. Wir
grüßten uns. Er ging im Hof spazieren, fiel auf sein Gesicht und Blut floss aus seinem Mund.

Die Sanitäter kamen und brachten ihn auf einer Trage weg, und er kam nicht zurück.“


Bevor er an der Darmerkrankung erkrankte, sagt Ibrahim, war Ahmad bis auf die Krätze
gesund. Sein Tod versetzte das Gefängnis in Schock. Plötzlich, so Ibrahim, wurde denjenigen
Aufmerksamkeit geschenkt, die „die Amöbe“ hatten. Zwei Häftlinge wurden ins Emek
Medical Center in Afula gebracht („Wir dachten, sie wären gestorben“, sagt Ibrahim, „aber
schließlich kamen sie zurück“). Er selbst wurde zunächst von einem Arzt untersucht und
später mehrmals in die Gefängniskrankenstation gebracht, wo er Blutuntersuchungen
unterzogen wurde und eine Flüssigkeitstransfusion erhielt. Zu keinem Zeitpunkt wurde er in

ein Krankenhaus gebracht.


Er wurde jedoch in eine speziell für stark abgemagerte Häftlinge vorgesehene Zelle verlegt.
Dort waren laut seinen Angaben ebenfalls zehn Personen untergebracht, die jedoch unter
der Aufsicht der Wärter von einzelnen Tellern essen mussten. Die Menge der Mahlzeiten

blieb jedoch unverändert, ebenso wie deren Qualität.


Die Namen der Sprecher mögen sich ändern, die Daten mögen variieren, aber die
Beschreibungen bleiben auffallend ähnlich. Die Anwältin Riham Nassra, die regelmäßig
Palästinenser vor Militärgerichten vertritt, besuchte während dieser Zeit regelmäßig das
Megiddo-Gefängnis. Bei einem ihrer letzten Besuche im April traf sie Nidal Hamayel, einen

55-jährigen Verwaltungshäftling, der seit September letzten Jahres dort festgehalten wurde.


Sein Aussehen sprach Bände.


„Ich war schockiert, als ich ihn in den Besuchsraum kommen sah“, sagt Nassra. Nur zwei
Monate zuvor hatte er sich über die mageren Portionen und ständigen Hunger beklagt, aber
sein Zustand schien insgesamt in Ordnung zu sein. Das war jetzt nicht mehr der Fall. „Er
hatte stark abgenommen und war blass, abgemagert, schwach und dürr, auf eine kranke Art

und Weise“, beschreibt sie.


„Er konnte kaum laufen und trug schmutzige Kleidung.“ Hamayel erzählte ihr, dass er und
andere Häftlinge seit März unter starken Bauchschmerzen, Durchfall, Appetitlosigkeit und
Ohnmachtsanfällen litten. „Ich habe Angst vor meinem Körper, wenn ich dusche“, sagte er

ihr laut der Erklärung, die sie am Ende des Besuchs verfasste.


Obwohl Hamayel mehrmals von einem Arzt untersucht wurde, wurde er nicht zu weiteren
Untersuchungen überwiesen und erhielt lediglich eine Infusion und Schmerzmittel. Wie
Ibrahim litt er unter drastischem Gewichtsverlust. Bei seiner Verhaftung wog er laut seiner
Krankenakte 86 Kilogramm, im Februar war sein Gewicht jedoch auf nur noch 60 Kilogramm
gesunken. Die Gefängnisverwaltung behauptet, sein Gewicht habe sich zwischen Februar
und April kaum verändert, aber Nassra glaubt, dass er in diesem Zeitraum deutlich

abgemagert war.


In einer Petition, die sie beim Bezirksgericht Nazareth bezüglich Hamayels Fall einreichte,
wies Nassra darauf hin, dass sie auch zwei andere Häftlinge in Megiddo besucht habe, die
unter ähnlichen Symptomen litten, keine Behandlung erhalten hatten und vom Sanitäter
aufgefordert worden waren, Wasser zu trinken. In der Petition wurden auch andere Aspekte
der Haftbedingungen von Hamayel erwähnt. So hatte er nach eigenen Angaben nur eine
Unterhose, die er seit September ununterbrochen trug, und ein einziges Set Winterkleidung.

Außerdem hatte er keine Zahnbürste, keine Zahnpasta und kein Handtuch.


Bislang wurde noch keine Entscheidung in diesem Fall getroffen, aber das Gericht hat die
Gefängnisverwaltung angewiesen, Hamayel von einem Arzt untersuchen zu lassen. Im Mai
erfuhr Nassra, dass ihr Mandant sich von der Darmerkrankung erholt hatte – obwohl er
keine Behandlung erhalten hatte. „Er sagt immer noch, dass er sich erschöpft und

schwindelig fühlt“, sagte sie, „und er ist ständig müde.“


Ein weiterer Besuch von Nassra in Megiddo wird in einer Erklärung beschrieben, die kürzlich
im Rahmen einer Petition der Vereinigung für Bürgerrechte beim Gericht eingereicht wurde,
in der eine angemessene Versorgung der Gefangenen mit Lebensmitteln gefordert wird.
„Der Häftling saß während des gesamten Besuchs zitternd vor Kälte da. Er sah extrem
abgemagert und krank aus und sagte, er sei sehr hungrig“, schrieb Nassra über einen
Verwaltungshäftling, den sie im Februar traf. Sie war nicht überrascht, als er ihr sagte, dass

er 48 Kilogramm wiege.


Ein Jahr zuvor hatte er bereits über Hamoked eine Beschwerde eingereicht – über die
unzureichende Verpflegung und deren schlechte Qualität, die manchmal sogar unzureichend
gekocht war. In seiner damaligen Antwort erklärte der Strafvollzugsdienst, er erhalte drei
Mahlzeiten pro Tag – machte jedoch keine Angaben dazu, was diese Mahlzeiten tatsächlich

enthielten oder wer für die Ernährung zuständig war.


Im Mai veranlassten die steigende Zahl von Darmerkrankungen und der drastische
Gewichtsverlust im Megiddo-Gefängnis Physicians for Human Rights, einen scharf
formulierten Brief zu versenden. Dieser wurde an den Rechtsberater der Gefängnisverwaltung, Eran Nahon, und an den leitenden Arzt, Dr. Liav Goldstein, geschickt. In dem Brief forderte Rechtsanwalt Tamir Blank die Gefängnisverwaltung auf, Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, deren Symptome „bei Dutzenden von Häftlingen auftreten“. In seiner Antwort schrieb Dr. Goldstein, dass die Vorwürfe bekannt seien und es sich um „eine Reihe von Vorfällen handele, die sich vor einigen Monaten auf eine Gefängnisanstalt konzentriert hätten”. Er erklärte, dass die Gefängnisverwaltung alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen habe, die Zahl der Vorfälle 
deutlich zurückgegangen sei und derzeit keine neuen Fälle vorlägen.


Doch nur zwei Wochen zuvor, als die Anwältin Nadia Dacca zwei Minderjährige im Megiddo-
Gefängnis besuchte, deuteten deren Berichte darauf hin, dass sich wenig geändert hatte.
Beide hatten gesagt, sie seien krank geworden, nicht behandelt worden und von selbst
wieder gesund geworden. „Ich habe von den Gefängnisbehörden keine Medikamente
bekommen. Einige Häftlinge hatten Acamol [ein Schmerzmittel] in der Zelle, also habe ich
etwas davon genommen“, erzählte einer von ihnen der Anwältin. „Ich habe mich nach langer
Zeit und ohne medizinische Versorgung erholt – obwohl ich wusste, dass ein Häftling in

meinem Block daran gestorben ist“, sagte er und bezog sich dabei auf Waleed Ahmad.


Der Häftling schätzte sein Gewicht zum Zeitpunkt seiner Verhaftung auf 62 Kilogramm, zum
Zeitpunkt des Gesprächs mit der Anwältin war er auf 53 Kilogramm gesunken. Er gab an,
zwei Hosen, zwei Boxershorts und ein kurzärmeliges Hemd zu besitzen. „Ich habe eine
Matratze ohne Bezug, was meine Krankheit noch verschlimmert, da ich die Matratze direkt

berühre und sie nicht waschen kann“, sagte er.


Der zweite Jugendliche, den Dacca besuchte, ein 17-jähriger Verwaltungshäftling, beschrieb
die gleichen allzu bekannten Symptome. Er sagte auch, dass er erst nach Ahmad, etwa einen
Monat nach seiner Ansteckung, von einem Arzt untersucht worden sei. „Mein Körper war
sehr schwach und ich konnte nicht laufen“, sagte er. Während der Anhörung zur Genehmigung seiner Verwaltungshaft sagte er aus, dass er an Krätze leide und 30 Kilogramm abgenommen habe. Der Richter wies die Behörden an, seinen Fall an das medizinische Personal der Haftanstalt weiterzuleiten, um seinen Zustand zu überprüfen. Später beschrieb er ähnliche Zustände: eine Matratze ohne Laken, fehlende Kleidung und Tabletten, die nicht halfen. „Sie nehmen die Krätze immer noch nicht ernst“, erklärte der Jugendliche. „Der 
Sanitäter lacht mich aus.“


Die Gefängnisverwaltung antwortete darauf, dass sie „in Übereinstimmung mit den
Gesetzen und Verfahren handelt und dabei das Wohlergehen, die Sicherheit und die Rechte
aller Insassen der Einrichtung – einschließlich der Minderjährigen – gewährleistet“. Die
gesamte medizinische Versorgung erfolgt auf der Grundlage eines fachärztlichen
Gutachtens, in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Gesundheitsministeriums und
unter der Aufsicht von Ärzten und Fachkräften, die innerhalb und außerhalb der
Einrichtungen tätig sind. Soweit Beschwerden über fehlerhafte Behandlung vorgebracht

werden, werden diese von den dazu befugten Mitarbeitern geprüft.“


Er erklärte weiter, dass „in jedem Fall, in dem ein Gefangener stirbt, der Strafvollzugsdienst
dies unverzüglich den zuständigen Ermittlungsbehörden meldet – entsprechend den
Umständen des Vorfalls. Gleichzeitig wird eine interne Untersuchung eingeleitet, um die
Umstände des Falles gemäß den Verfahren zu klären. Der Strafvollzugsdienst wird weiterhin
verantwortungsbewusst und im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen handeln und
dabei die Menschenwürde, die öffentliche Sicherheit und die Strafverfolgung gewährleisten.“


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.07.2025

Die Realpolitik des Transhumanismus  Eine Cyborg Böhmische Rhapsodie

cynthiachung.substack.com, 31.03.2012, Cynthia ChungCross-Post von Through A Glas Darkly

(übersetzt aus dem Englischen mit beta, unkorrigiert)

Diese Unvermeidlichkeit ist zumindest das, was wir ständig dazu gebracht werden, an Sci-Fi-Rhapsodien zu glauben, unsere modernen Volksmärchen des gestörten Übernatürlichen. Aber ist das wirklich so? -

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„Der Teufel kann die Schrift zu seinem Zweck zitieren.
Eine böse Seele, die heiliges Zeugnis hervorbringt
Ist wie ein Bösewicht mit einer lächelnden Wange,
Ein guter Apfel, der im Herzen faul ist.
O, was für eine gute Lüge außerhalb der Lüge! "

- Kaufmann Venedigs, Akt 1, sc. 3, l. 99, William Shakespeare


„Dies ist die ausgezeichnete Fopperie der Welt, die, wenn wir krank sind, - oft der Übermaß unseres eigenen Verhaltens - wir uns unserer Katastrophen der Sonne, dem Mond und den Sternen schuldig machen: als ob wir Schurken durch Notwendigkeit wären; Narren durch himmlische Zwang; knorrig, die von einem irdischen Zwang, den Sklaven und den Verleumdungskünstlern, die von einem Bewundeten beherrschbar sind..”

- König Lear, Akt 1, sc. 132, William Shakespeare


Info: https://cynthiachung.substack.com/cp/167491493


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.07.2025

"Wohlverdient" – Netanjahu schlägt Trump für Nobelpreis vor

freedert.online, 8 Juli 2025 10:40 Uhr

Pressetermin in Washington. Parallel geht das Töten seitens der IDF mit militärischer Hilfe der USA in Gaza weiter. Beim Dinner im Oval Office geht es auch um ein Friedensabkommen für den Nahen Osten. US-Präsident Donald Trump erhält zu Beginn von Israels Premier Netanjahu eine Nominierung für den Friedensnobelpreis.


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Quelle: Gettyimages.ru © Andrew Harnik / Staff, (Screenshot)

Dinner-Termin im Oval Office, zumindest gab es keine Burger und Pommes Frites, Washington, 07. Juli 2025

Video https://rumble.com/v6vvq2q-wohlverdient-netanjahu-schlgt-trump-fr-friedensnobelpreis-vor.html Dauer 1:04 Min.


Screenshots daraus

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Israels Premier Benjamin Netanjahu reiste zum dritten Mal seit Beginn der zweiten Amtszeit von Donald Trump als US-Präsident nach Washington. Großer Aufmacher in den deutschen Medien ist der publicityträchtige und strategische Vorschlag von Netanjahu, dass der US-Präsident den Friedensnobelpreis bekommen sollte. Zur Begründung erklärte der Premier, dass Trump das "Streben nach Frieden und Sicherheit, insbesondere im Nahen Osten" anführe. Die israelische Armee griff währenddessen weiter Ziele in Gaza an. Es kam erneut zu Toten, darunter auch Kinder.

Der US-Präsident empfing zu Wochenbeginn den israelischen Premierminister im Weißen Haus, um über den Pressetermin das Bemühen Washingtons für ein Waffenstillstandsabkommen im Gazastreifen zu untermalen. Die beiden Staatsoberhäupter, die zu einem Abendessen zusammenkamen, lobten sich gegenseitig hinsichtlich der jeweiligen demnach erfolgreichen Luftangriffe auf Iran und die iranischen Atomanlagen.


Irans Präsident im Interview mit Tucker Carlson: Netanjahu lügt über Teherans nukleare Absichten





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Zu Beginn des Dinners erklärte Netanjahu vor der anwesenden Presse, er habe Trump in einem Brief für seine Bemühungen um Stabilität im Nahen Osten für den Friedensnobelpreis nominiert. Netanjahu erklärte laut Medienzitaten:

"Er schmiedet Frieden, während wir hier sprechen, in einem Land, in einer Region nach der anderen. Ich möchte Ihnen, Herr Präsident, den Brief überreichen, den ich an das Nobelpreiskomitee geschickt habe; darin werden Sie für den Friedenspreis nominiert, der wohlverdient ist, und Sie sollten ihn bekommen."

Der anwesende Spiegel-Korrespondent schilderte detailliert in seinem Artikel einleitend die Atmosphäre im Oval Office mit der boulevardesken Darstellung:

"Der lange Tisch war gedeckt. Edles Geschirr für 15 Gäste, Silberbesteck, gefüllte Wassergläser, Menükarten, vier Blumengestecke. Zwei Fahnen rahmten die Tür, die israelische Staatsflagge und das US-Sternenbanner." 

Das SPD-nahe RND berichtet von "Trumps Wow-Moment", bezogen auf die erste Reaktion des US-Präsidenten nach Netanjahus Schmeichelattacke zum Thema Friedensnobelpreis. Dazu heißt es im Artikel:

"'Sie haben ihn verdient, und Sie sollten ihn bekommen', sagte der israelische Regierungschef, der selbst weiter Krieg gegen die Hamas im Gazastreifen führt. 'Wow', erwiderte Trump. 'Gerade von Ihnen ist das sehr bedeutungsvoll.'"


Hilfe als Hinterhalt: Das grausame neue Gesicht von Israels Gaza-Krieg





Meinung

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Hinsichtlich des jüngsten gemeinsamen Agierens gegen Iran wird Trump laut US-Medien mit den Worten zitiert:

"Es ist ein unglaublicher Sieg, wirklich. Sie haben die größten Fähigkeiten der Vereinigten Staaten mitgebracht, die sich mit den großen Fähigkeiten Israels messen können."

Netanjahu erklärte vor der Presse, er würde "gerne glauben, dass Iran unsere Standhaftigkeit nicht auf die Probe stellt, denn das wäre ein Fehler", so der Premier über den Konflikt seines Landes mit Iran. Die anwesenden Journalisten wollten zudem vom US-Präsidenten eine Stellungnahme zur weiteren Planung der USA und Israels zum weiteren Vorgehen in Gaza erfahren. Dazu heißt es in der Washington Post zitierend:

"Auf die Frage, ob ein Friedensabkommen mit dem Gazastreifen immer noch die Umsiedlung der Bewohner des Gazastreifens beinhaltet, lenkte Trump die Frage an Netanjahu ab, der sagte, Trump habe eine 'brillante Vision', die die Umsiedlung der Bewohner des Gazastreifens in andere Länder beinhaltet. 'Das nennt man freie Wahl (...) Wenn die Menschen bleiben wollen, können sie bleiben. Aber wenn sie gehen wollen, sollten sie auch gehen können', sagte Netanjahu. 'Es sollte kein Gefängnis sein – es sollte ein offener Ort sein und den Menschen die freie Wahl lassen.'"

Laut US-Medien plane Washington einen kommenden Entwurf für einen Waffenstillstand, der Berichten zufolge einen längeren Prozess vorsieht. So sei vorerst eine 60-tägige Waffenruhe geplant, in der Israels Streitkräfte sich in eine "Pufferzone" zurückziehen sollen. Die verbliebenen rund 2,3 Millionen Menschen in Gaza würden demnach erweiterte Hilfslieferungen bekommen. Wer diese kontrolliert, Israel, die USA oder die UNO, wäre noch Bestandteil von Gesprächen.

Die indirekten Beratungen unter US-Vermittlung in Katar zwischen Israel und der Hamas, um einen Waffenstillstand zustande zu bringen, werden laut Medien in dieser Woche fortgesetzt. Trumps Sonderbeauftragter für den Nahen Osten, Steve Witkoff, soll nach Angaben des Weißen Hauses diese Woche erneut in die katarische Hauptstadt Doha reisen, um an den indirekten Gesprächen über einen Deal für eine Waffenruhe im Gazastreifen und die Freilassung von Geiseln teilzunehmen. Nach Informationen der Times of Israel bricht Witkoff demnach unmittelbar nach Netanjahus Besuch in Washington auf. "Wir haben die Chance, endlich ein Friedensabkommen zu erzielen", so Witkoff laut Times of Israel

Arabische Medien berichten derweil, dass "seit den frühen Morgenstunden mindestens 13 Menschen im Gazastreifen getötet worden sind", so Al Jazeera.


Mehr zum Thema – Ein neuer Krieg zwischen Israel und Iran ist unvermeidlich


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/nordamerika/250100-wow-trump-und-netanjahu-umgarnen/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


unser weiterer Kommentar: Zitat: "Wohlverdient" – Netanjahu schlägt Trump für Nobelpreis vor. Zitatende


Abermals US-Führungsstärke in nicht gerechter Sache gezeigt, was da noch bleibt ist fremdschämen, für alle bisher und weiterhin auf diese Politik Vertrauenden.

08.07.2025

Video-Bericht von der 88. Free-Gaza-Demo am 5.7.25 in Bremen

aus e-mail von Karin Gerlich, 8. Juli 2025, 10:10 Uhr


-------- Weitergeleitete Nachricht --------

Betreff: Video-Bericht von der 88. Free-Gaza-Demo am 5.7.25 in Bremen

Datum: Sun, 6 Jul 2025 23:12:25 +0200

Von:

An:



Liebe Genossinnen und Genossen,

liebe Freundinnen und Freunde,


zur allgemeinen Kenntnisnahme und mit der Bitte um gezielte

Weiterverteilung.

Eindrucksvolle Bilder und Worte von der 88. Free-Gaza-Demo am 5.7.25 in

Bremen,


Herzliche Grüße

Willi



---------- Forwarded message ---------

Von:

Date: So., 6. Juli 2025 um 14:19 Uhr

Subject: Video-Bericht von der letzten Free-Gaza-Demo am 5.7.25

To: soenke hundt



Liebe Leute,



und wieder hatte die Palästinensische Gemeinde zu einer Free-Gaza-Demo

und Kundgebung aufgerufen. Es war sage und schreibe die 88.


hier: https://youtu.be/CgNekYz3T8I?si=Za3FSZiQagSNsgHC

und hier: https://nahost-forum-bremen.de/?p=14930


Neu bei den zahlreichen Verbotsauflagen: "Death, death to the IDF"

durfte nicht gerufen werden. Es gab Auseinandersetzungen mit der Polizei

deswegen. Aber die Veranstalter konnten nachweisen, dass sie sorgfältig

alle Auflagen des Bremer Ordnungsamtes vorgelesen und ihre Ordner auf

ihre Einhaltung achteten. Johannes Waehnelt von der DPG Bremen ging in

seiner Rede vor allem auf die jüngsten Ereignisse bei den Essensausgaben

ein, die vom Söldnerunternehmen GHF eingerichtet wurden. Es sind

tatsächlich Todesfallen, die viele nicht überleben. Die Rede kann hier

nachgelesen werden:

http://nahost-forum-bremen.de/wp-content/uploads/2025/07/rede-johannes.pdf

Mit solidarischen Grüßen

Sönke Hundt


Von Karin Gerlich mitgesandtes Bild:

titelbild_youtube_1000px


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.07.2025

Israels Krieg in Gaza: Zivilisationsbruch eines Verbündeten (Kristin Helberg in BZ, 5.7. 2025)

aus e-mail von Ingrid Rumpf, 8. Juli 2025, 9:42 Uhr      (teilweise doppelt vorhanden)


*Israels Krieg in Gaza: Zivilisationsbruch eines Verbündeten*


/Wer gegen Rassismus, Antisemitismus und die AfD ist, muss auch für die

Menschen in Gaza seine Stimme erheben./


/Kolumne Berliner Zeitung 5.7.2025/



        Kristin Helberg <https://kristinhelberg.tumblr.com/>


Text

<https://kristinhelberg.tumblr.com/post/788272337704353792/httpswwwberliner-zeitungdepolitik-gesellschaftgeo>

Juli 05, 2025

Israels Krieg in Gaza: Zivilisationsbruch eines Verbündeten

Wer gegen Rassismus, Antisemitismus und die AfD ist, muss auch für die

Menschen in Gaza seine Stimme erheben. Eine Kolumne.

BERLINER ZEITUNG

<https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/israels-krieg-in-gaza-zivilisationsbruch-eines-verbuendeten-li.2338543>


*Israels Krieg in Gaza: Zivilisationsbruch eines Verbündeten*


/Wer gegen Rassismus, Antisemitismus und die AfD ist, muss auch für die

Menschen in Gaza seine Stimme erheben./


/Kolumne Berliner Zeitung 5.7.2025/


Lujain wurde fünf Jahre alt, Ahmad sechs, Haya neun, Qusai zwölf. Vier

von 17.121 Kindern und Jugendlichen, die Israel zwischen Oktober 2023

und Juni 2025 getötet hat – eine Schulklasse pro Tag. Internationale

Experten gehen von deutlich mehr Opfern aus, denn das

Gesundheitsministerium in Gaza registriert nur identifizierte Leichen.

Unzählige Vermisste, die unter zerbombten Häusern liegen, sind nicht

erfasst.


Was Israel in Gaza anrichtet, ist ein Zivilisationsbruch. Mit der fast

vollständigen Zerstörung und Blockade des Gebietes bekämpft die

politische und militärische Führung nicht Terroristen, sondern bestraft

2,2 Millionen Menschen kollektiv für die Kriegsverbrechen der Hamas. Die

israelische Armee tötet Zivilisten beim Versuch, humanitäre Hilfe zu

erhalten, Kinder mit Schüssen in Kopf und Brust, Journalisten und

Künstler in einem Café am Strand, Rettungssanitäter im Einsatz. Damit

tun die Soldaten, was Kommandeure und Regierungsvertreter von ihnen

erwarten – sie zerstören palästinensische Existenz, weil es ihrer

Wahrnehmung nach in Gaza keine Unschuldigen gibt.


Viele Israelis sehen das ähnlich. Einer Umfrage der Pennsylvania State

University zufolge sind 82 Prozent der jüdischen Israelis für die

ethnische Säuberung Gazas, 47 Prozent meint, die IDF solle alle Bewohner

eines eroberten Gebietes töten, mehr als die Hälfte (56%) ist außerdem

für die Ausweisung ihrer nicht-jüdischen Mitbürger. Völkischer

Nationalismus und religiöser Fundamentalismus haben die israelische

Gesellschaft von innen zersetzt. Der Genozidforscher Martin Shaw spricht

deshalb von einem „demokratischen Genozid“, der nicht nur von der

Regierung beabsichtigt und vom Militär umgesetzt, sondern auch von

Medien, Politikern und Teilen der Öffentlichkeit unterstützt werde.


Dieses Menschheitsverbrechen betrifft auch Deutschland, denn die

Verantwortlichen sind keine verhassten Diktatoren oder Milizenführer,

sondern enge Verbündete. Bis jetzt verteidigen deutsche Politiker den

Kurs der Extremisten, der Israel zu einem international geächteten

Paria-Staat machen wird. Warum tun sie das? Aus Angst, aus Unkenntnis,

aus Überzeugung?


Wer die von Israel begangenen Verbrechen nur auf radikale Minister

zurückführt, kennt sich nicht aus oder fürchtet um seinen Posten. Aber

wer im Zusammenhang mit Gaza von einem Kulturkampf gegen das Böse

spricht, bedient bewusst die rassistisch-nationalistische Rhetorik eines

Trump, Netanjahu, Orban, Putin, Erdogan und Höcke. Sie alle arbeiten

daran, den Rechtsstaat auszuhöhlen und andere Menschen abzuwerten,

auszugrenzen, als Gefahr darzustellen und zu entmenschlichen. Aktuell

sind das vor allem Palästinenser, Muslime und arabische Migranten, aber

im Kern geht es um alle, die „anders“ sind oder sich für

Gleichberechtigung und Menschenrechte einsetzen. Die

palästinasolidarische Bewegung pauschal zu kriminalisieren und mit dem

Vorwurf des Antisemitismus zu delegitimieren, dient folglich der

Schwächung des Rechtsstaats und normalisiert staatliche Repression.

Deshalb gilt: Wer liberale Demokratie erhalten will, muss jetzt für die

Menschen in Gaza seine Stimme erheben.


Millionen weltweit haben das verstanden, selbst in Deutschland erwacht

die „bürgerliche Mitte“. Viele haben sich wegen Gaza von der Politik

entfremdet, auch Bildungsbürger, Konservative, Humanisten und

ehrenamtlich Engagierte, die sich aus historischer Verantwortung den

Menschenrechten und dem Völkerrecht verpflichtet fühlen. Zehntausende

sind bei der Demonstration United4Gaza vor zwei Wochen durch Berlin

gezogen. Wenn CDU-Politiker dort nur „Islamisten“ und „Israel-Hasser“

sehen, haben sie entweder keine Ahnung vom Zustand dieser Gesellschaft

oder etwas anderes im Sinn.


Tags: Gaza <https://kristinhelberg.tumblr.com/tagged/Gaza> Israel

<https://kristinhelberg.tumblr.com/tagged/Israel> Hamas

<https://kristinhelberg.tumblr.com/tagged/Hamas> Netanjahu

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Zeitung <https://kristinhelberg.tumblr.com/tagged/Berliner%20Zeitung

Print <https://kristinhelberg.tumblr.com/tagged/Print> online

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/Martin Breidert

Beueler Kreuz 1

53604 Bad Honnef

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Martin.breidert@gmx.de <mailto:martin.breidert@gmx.de>/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




Weiteres: 




Israels Krieg in Gaza: Zivilisationsbruch eines Verbündeten


kristinhelberg.tumblr.com, vom Juli 05, 2025, Kristin HelbergText


Screenshot_2025_07_08_at_10_04_04_Israels_Krieg_in_Gaza_Zivilisationsbruch_eines

Wer gegen Rassismus, Antisemitismus und die AfD ist, muss auch für die Menschen in Gaza seine Stimme erheben. Eine Kolumne. Berliner Zeitung https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/israels-krieg-in-gaza-zivilisationsbruch-eines-verbuendeten-li.2338543


Wer gegen Rassismus, Antisemitismus und die AfD ist, muss auch für die Menschen in Gaza seine Stimme erheben.

Kolumne Berliner Zeitung 5.7.2025

Lujain wurde fünf Jahre alt, Ahmad sechs, Haya neun, Qusai zwölf. Vier von 17.121 Kindern und Jugendlichen, die Israel zwischen Oktober 2023 und Juni 2025 getötet hat – eine Schulklasse pro Tag. Internationale Experten gehen von deutlich mehr Opfern aus, denn das Gesundheitsministerium in Gaza registriert nur identifizierte Leichen. Unzählige Vermisste, die unter zerbombten Häusern liegen, sind nicht erfasst.

Was Israel in Gaza anrichtet, ist ein Zivilisationsbruch. Mit der fast vollständigen Zerstörung und Blockade des Gebietes bekämpft die politische und militärische Führung nicht Terroristen, sondern bestraft 2,2 Millionen Menschen kollektiv für die Kriegsverbrechen der Hamas. Die israelische Armee tötet Zivilisten beim Versuch, humanitäre Hilfe zu erhalten, Kinder mit Schüssen in Kopf und Brust, Journalisten und Künstler in einem Café am Strand, Rettungssanitäter im Einsatz. Damit tun die Soldaten, was Kommandeure und Regierungsvertreter von ihnen erwarten – sie zerstören palästinensische Existenz, weil es ihrer Wahrnehmung nach in Gaza keine Unschuldigen gibt.

Viele Israelis sehen das ähnlich. Einer Umfrage der Pennsylvania State University zufolge sind 82 Prozent der jüdischen Israelis für die ethnische Säuberung Gazas, 47 Prozent meint, die IDF solle alle Bewohner eines eroberten Gebietes töten, mehr als die Hälfte (56%) ist außerdem für die Ausweisung ihrer nicht-jüdischen Mitbürger. Völkischer Nationalismus und religiöser Fundamentalismus haben die israelische Gesellschaft von innen zersetzt. Der Genozidforscher Martin Shaw spricht deshalb von einem „demokratischen Genozid“, der nicht nur von der Regierung beabsichtigt und vom Militär umgesetzt, sondern auch von Medien, Politikern und Teilen der Öffentlichkeit unterstützt werde.

Dieses Menschheitsverbrechen betrifft auch Deutschland, denn die Verantwortlichen sind keine verhassten Diktatoren oder Milizenführer, sondern enge Verbündete. Bis jetzt verteidigen deutsche Politiker den Kurs der Extremisten, der Israel zu einem international geächteten Paria-Staat machen wird. Warum tun sie das? Aus Angst, aus Unkenntnis, aus Überzeugung?

Wer die von Israel begangenen Verbrechen nur auf radikale Minister zurückführt, kennt sich nicht aus oder fürchtet um seinen Posten. Aber wer im Zusammenhang mit Gaza von einem Kulturkampf gegen das Böse spricht, bedient bewusst die rassistisch-nationalistische Rhetorik eines Trump, Netanjahu, Orban, Putin, Erdogan und Höcke. Sie alle arbeiten daran, den Rechtsstaat auszuhöhlen und andere Menschen abzuwerten, auszugrenzen, als Gefahr darzustellen und zu entmenschlichen. Aktuell sind das vor allem Palästinenser, Muslime und arabische Migranten, aber im Kern geht es um alle, die „anders“ sind oder sich für Gleichberechtigung und Menschenrechte einsetzen. Die palästinasolidarische Bewegung pauschal zu kriminalisieren und mit dem Vorwurf des Antisemitismus zu delegitimieren, dient folglich der Schwächung des Rechtsstaats und normalisiert staatliche Repression. Deshalb gilt: Wer liberale Demokratie erhalten will, muss jetzt für die Menschen in Gaza seine Stimme erheben.

Millionen weltweit haben das verstanden, selbst in Deutschland erwacht die „bürgerliche Mitte“. Viele haben sich wegen Gaza von der Politik entfremdet, auch Bildungsbürger, Konservative, Humanisten und ehrenamtlich Engagierte, die sich aus historischer Verantwortung den Menschenrechten und dem Völkerrecht verpflichtet fühlen. Zehntausende sind bei der Demonstration United4Gaza vor zwei Wochen durch Berlin gezogen. Wenn CDU-Politiker dort nur „Islamisten“ und „Israel-Hasser“ sehen, haben sie entweder keine Ahnung vom Zustand dieser Gesellschaft oder etwas anderes im Sinn.


Tags: Gaza Israel Hamas Netanjahu Palästinenser Berliner Zeitung Print online Kolumne


Info: https://kristinhelberg.tumblr.com/post/788272337704353792/httpswwwberliner-zeitungdepolitik-gesellschaftgeo


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

08.07.2025

Der Westen und das Völkerrecht: legal, illegal, scheißegal

freedert.online, 8 Juli 2025 09:14 Uhr, Von Rainer Rupp

Die westlichen "Wertegesellschaftler" sprechen zwar unermüdlich vom Völkerrecht und ermahnen andere Völker schon wegen geringer Vergehen mit empört erhobenem Zeigefinger. Sie selbst aber treten das Völkerrecht mit Füßen oder instrumentalisieren es ‒ gerade wie es ihren eigenen Interessen dient.


Quelle: www.globallookpress.com © Ircs


War Israels Angriffe auf den Iran im Rahmen der Selbstverteidigung und damit völkerrechtskonform? Der Frage geht der Völkerrechtler Norman Paech im Gespräch mit Walter van Rossum nach.


In einem einstündigen exklusiven Video-Interview (https://odysee.com/@Manova_Magazin:3/der-voelkerrechtliche-nihilismus:4?r=7EothkCcP9MG9n99zbGB72qvAPR95iCP) des investigativen Journalisten Walter van Rossum mit dem emeritierten Professor Norman Paech macht der renommierte deutsche Staatsrechtler und Politikwissenschaftler deutlich, wie vor allem die "Eliten" der mächtigsten Staaten des Kollektiven Westens die internationale Rechtsordnung umschiffen beziehungsweise einfach komplett ignorieren, wenn diese ihren Macht- und Geschäftsinteressen zuwiderläuft. Nach dem NATO-Angriff auf Serbien wurde Professor Paech als unbeirrter Verteidiger des Völkerrechts bekannt. Seither ist er trotz seines Alters unermüdlich aktiv geblieben.

Ein typisches Beispiel dafür, wie doppelbödig die Eliten des politischen und medialen Establishments der westlichen "Wertegesellschaft" mit dem Völkerrecht umgehen, ist Israels Angriffskrieg gegen Iran. Die Völkerrechtsverletzung ist dabei doppelt klar:

Erstens handelt es sich eindeutig um einen Aggressionskrieg, denn Israels Berufung auf ein angebliches Recht auf Selbstverteidigung gegen Iran entbehrt jeder faktischen Grundlage.

Zweitens griff Israel gezielt Atomanlagen an, was völkerrechtlich ebenfalls strikt verboten ist.


BRICS-Erklärung verurteilt Angriff auf Iran





BRICS-Erklärung verurteilt Angriff auf Iran







Nach dem israelischen Angriff war in westlichen Regierungskreisen und Redaktionsstuben für ein paar Stunden ein seltenes Phänomen zu beobachten: Westliche Politik und Medien waren sichtlich orientierungslos und wussten nicht, wie sie reagieren sollten. Doch sie fassten sich schnell wieder. Und der deutsche Kanzler, Friedrich Danke-für-die-Drecksarbeit Merz, bedankte sich sogar bei den Israelis für den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, der nicht provoziert war und für den es keine Rechtfertigung gibt.

Die Lage in der Ukraine ist wiederum ganz anders. Die Phrase von Russlands angeblich brutalem, unprovoziertem und völkerrechtswidrigem Angriffskrieg kann von Westpolitikern und Medien gar nicht oft genug wiederholt werden. Dieser Begriff solle den Menschen im Westen ins Hirn eingebrannt werden, denn er dient dem Westen als Begründung für eine neue, sehr teure und Opfer von der Bevölkerung fordernde Kriegstüchtigkeit.

Professor Paech argumentiert dagegen, dass die militärische Sonderoperation der Russen in der Ukraine zwar formal ein Angriffskrieg sei, doch der politische und geostrategische Kontext lege nahe, ihn als defensiven Angriff einzuordnen, und nicht als imperialen Eroberungskrieg. Eine solche Differenzierung aber werde von der westlichen Propaganda strikt unterbunden.


In dem einstündigen Video-Interview, das am 6. Juli von Manova auf Odysee veröffentlicht wurde, werden folgende heiße Themen aufgegriffen, die bisher von den selbsterklärten westlichen "Qualitätsmedien" sorgsam ignoriert wurden.

  • Fällt Israels Angriff auf Iran unter Selbstverteidigung?
  • Legitimiert ein iranisches Atomprogramm einen israelischen Angriff?
  • Angriffe auf Atomanlagen sind völkerrechtlich untersagt
  • Wie hätte die UN Israels Angriff unterbinden können?
  • Hätte der Kriegseintritt der USA verhindert werden können?
  • Wie völkerrechtskonform sind Sanktionen?
  • Hat Trump durch den Iran-Angriff einen größeren Krieg verhindert?
  • Welche Mitschuld hat Deutschland?
  • War Merz' "Drecksarbeit"-Formulierung justiziabel?
  • War der Ausbruch aus Gaza am 7. Oktober völkerrechtskonform?
  • Zerstörung Gazas ist nicht von Israels Selbstverteidigungsrecht gedeckt
  • Wie bewerten andere Völkerrechtler die Lage in Nahost?
  • Die konfuse Neuordnung im Nahen und Mittleren Osten
  • Warum Russlands Angriff auf die Ukraine völkerrechtswidrig war
  • Fantasiekonstrukt "Right to protect"
  • Ist ein "(nicht) provozierter Angriffskrieg" eine völkerrechtliche Kategorie?


Einige dieser Themen habe ich im nachfolgenden Text nur in Ansätzen aufgegriffen. Eine ausführliche Darstellung aller Inhalte würde jedoch den Rahmen dieses Formats sprengen und dem Umfang des sehr offenen und ehrlichen Gesprächs nicht gerecht werden.


Gaza: Hunger, der die Sprache besiegt





Meinung

Gaza: Hunger, der die Sprache besiegt






War der Ausbruch aus Gaza am 7. Oktober völkerrechtskonform?

In diesem Teil analysiert Professor Paech die Völkerrechtskonformität des Ausbruchs aus Gaza am 7. Oktober 2023 durch palästinensische Kämpfer, insbesondere die Hamas. An diesem Tag überwand eine bewaffnete Truppe von Palästinensern die Mauern des Freiluftgefängnisses von Gaza und tötete dabei angeblich über 1.000 israelische Soldaten und Zivilisten. "Wir wissen mittlerweile, dass in der Geschichte so einiges nicht stimmt, wie sie kolportiert wird. Doch unzweifelhaft wurden auch sehr viele israelische Zivilisten getötet", meint der Interviewer van Rossum.

In Erwiderung verweist Paech auf die Tendenz im Westen, vor allem aber in Deutschland, dass alles völkerrechtswidrig war, was die Palästinenser dort gemacht haben. Für Medien und Politiker war es natürlich ein Terroranschlag, insbesondere weil ja auch die Hamas immer nur mit dem Beiwort "Terrororganisation" erwähnt wird.

Man müsse aber auch bei den Vorgängen des 7. Oktober sehr genau differenzieren. Denn die Hamas operierte aus einem besetzten Gebiet heraus. Hierbei handelt es sich um eine palästinensische Organisation, die ‒ wie immer man sie auch sieht ‒ das Selbstbestimmungsrecht des palästinensischen Volkes im Gazastreifen auf ihrer Seite hat. Das heißt, auch militärischer Widerstand gegen die (israelische) Besatzung ist vollkommen legal! "Das ist in Erinnerung der ganzen Befreiungsbewegung in Afrika in den 70er Jahren und das gilt auch heute für die Hamas."


Lawrow: USA halten Lösung der territorialen Frage in der Ukraine für unvermeidlich





Lawrow: USA halten Lösung der territorialen Frage in der Ukraine für unvermeidlich






Anschließend betont Paech jedoch, dass die Angriffe auf israelische Zivilisten, wie beim Rave-Festival oder in Kibbuzim, sowie die Entführung von Geiseln Kriegsverbrechen darstellen und nicht durch das Völkerrecht gedeckt sind. Er fordert zugleich ein Ende der undifferenzierten Darstellung der Hamas als reine "Terrororganisation" hierzulande und fordert eine präzise Abgrenzung zwischen legitimen und illegitimen Handlungen. Er gibt dabei seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Internationale Strafgerichtshof diese Unterscheidung bei seinen Untersuchungen berücksichtigen werde.

Leider erwähnt Paech nicht den Hintergrund, vor dem die palästinensische Geiselnahme israelischer beziehungsweise jüdischer Personen stattfand. Sie sollten ausgetauscht werden, gegen die Tausenden von Palästinensern, einschließlich vieler Jugendlicher unter 18 Jahren, die oft willkürlich auf den Straßen der von Israel besetzten Gebiete aufgegriffen und verschleppt wurden. Laut den Protokollen überlebender und bei früheren Austauschen freigelassener Palästinenser waren sie entweder unter falschen Anschuldigungen, ohne Angabe von Gründen oder nicht selten ohne Gerichtsurteil viele Jahre in israelischen Foltergefängnissen wie Tiere gehalten worden.

Zerstörung Gazas ist nicht durch Israels Selbstverteidigungsrecht gedeckt

Israels Recht auf Selbstverteidigung gilt nur, was die Hamas-Angriffe gegen israelische Zivilisten, zum Beispiel gegen die Kibbuzim und die zivilen Strukturen, betrifft. Darauf ist das Verteidigungsrecht einer Besatzungsmacht, was auf Israel zutrifft, völkerrechtlich limitiert. Wörtlich betont Paech:


Hilfe als Hinterhalt: Das grausame neue Gesicht von Israels Gaza-Krieg




Meinung

Hilfe als Hinterhalt: Das grausame neue Gesicht von Israels Gaza-Krieg






"Das heißt, wenn sich die Palästinenser militärisch gegen die Besatzung und damit gegen die militärischen Strukturen wenden, die Israelis eigentlich nur ein Recht haben, nämlich sich zurückzuziehen und die Besatzung aufzugeben, denn diese ist rechtswidrig. Aus einer rechtswidrigen Besatzung können sie keinen Völkerrechtstitel auf Selbstverteidigung basteln."

Das heißt, im Grunde hatten die Israelis nur am 8. Oktober das Recht auf Verteidigung, sodass der israelische Angriff an diesem Tage durchaus gerechtfertigt war. Die weitere Frage ist aber, wie lange die israelischen Angriffe weitergehen durften.

"Nach bald zwei Jahren machen sie ja immer noch weiter. Und Kanzler Merz verbreitet immer noch die Legende von der Selbstverteidigung weiter. Etwas, was ich gerne jetzt zitiere, ist eine Erklärung sehr prominenter Künstlerinnen und Künstler. Sandra Hüller, dann Fatih Akin [...], die schon ab 25. Oktober 2023 gesagt haben, dass dies laut prominenter internationaler Völkerrechtler ein Völkermord ist." Weiter führt er aus:

"Meine erste Publikation dazu war im Februar [2024] und auch dort habe ich von einem Völkermord gesprochen. Und zwar nicht etwa wegen der Heftigkeit der Angriffe, sondern wegen der sie begleitenden Absichtserklärung sowohl des Militärs wie auch der Regierung, denn das ist das Allerwesentlichste bei dem Tatbestand eines Völkermords, nämlich die Absicht, eine Gruppe oder ein Volk zu zerstören, gar nicht mal vollständig zu vernichten. Und diese Absicht ist immer wieder bis auf den heutigen Tag auch von Regierungsmitgliedern und anderen immer sehr deutlich bekräftigt worden, und vor allem kriegt diese Absicht ihre Entsprechung in den Taten."


Iran macht USA und Deutschland für den anhaltenden Völkermord Israels in Gaza verantwortlich





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"Was hier gemacht wird, die Vertreibung der Restbevölkerung von einem Platz zum anderen, um dann den Platz zu vernichten, den die Menschen gerade verlassen haben, um sie dann weiter zu vertreiben, um den Platz zu vernichten. Das alles erfüllt den Tatbestand vieler Kriegsverbrechen, einschließlich des Einsatzes des Hungers als Waffe, welche die Israelis seit Dezember 2024 gezielt einsetzen. Schon damals hatte Human Rights Watch das als eine nicht zulässige Form der Kriegsführung, nämlich als Ansatz zu einem Völkermord, bezeichnet." 

Wie bewerten andere Völkerrechtler die Lage in Nahost?

Auf die Frage von van Rossum, ob Professor Paech mit seiner Auffassung nun als Extremist gilt und wie es kommt, dass in den deutschen Mainstream-Medien immer Völkerrechtler zu Wort kommen, die sagen, das israelische Vorgehen wäre ganz okay, antwortet Paech:

"Gut, Antisemiten sind wir alle, allein schon deshalb, weil wir Fragen stellen." Was die Völkerrechtler im Fernsehen betrifft, also die, die sich in den öffentlichen Medien äußern dürfen, so seien diese "dementsprechend ausgesucht". Sie lenkten auch vom Thema ab, weil sie immer wieder vorgeben, dass es noch "Detailfragen zu klären" gebe. So ähnlich lässt die Bundesregierung auf der Pressekonferenz immer erklären: "Ja, wir prüfen das, aber wir sind noch nicht davon überzeugt, dass das so ist."


Die Welt des Jens Spahn - Israel darf angreifen, weil so Schwule geschützt werden





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Nicht anders verhält sich der (von Westinteressen dominierte) internationale Gerichtshof, der noch nicht von einem Völkermord gesprochen hat, sondern gesagt hat, "wir müssen noch weiter untersuchen, ob es ein Völkermord ist". Inzwischen hat die Regierung Südafrikas ihrem 227 Seiten langen Klage-Dossier weitere Fakten und auch Erklärungen hinzugefügt, die beweisen, dass es ein Völkermord ist. Die Kollegen, soweit ich sie kenne, scheuen sich, sich klar zu äußern, denn das wäre natürlich mit der Folge verbunden, dass man dies strafrechtlich verfolgen müsste.

"Es geht um sehr viel mehr als nur Kriegsverbrechen, denn Völkermord ist noch eine Stufe höher, und das gegenüber (dem mit Sonderrechten ausgestatteten, auserwählten Volk; Anmerkung des Autors) Israel offen zu sagen... Ähm, ich glaube, die (Kollegen) scheuen davor zurück.

Ich bin der Überzeugung, dass in einem Gespräch unter vier Augen sehr viele davon ausgehen, dass es überwältigende Beweise für Völkermord gibt. Sie brauchen sich nur einmal zu überlegen, wenn so etwas wie in Gaza in der Ukraine oder sonst irgendwo geschehen würde, da wäre man sofort dabei, eine Verurteilung wegen Völkermord zu verlangen, so wie auch der Bundestag keine Schwierigkeiten hat, den Völkermord an Armenien, also einen fremden Völkermord, festzustellen. Zugleich ist es im Bundestag immer noch nicht gelungen, den Völkermord in Namibia an den Herero im damaligen Südwestafrika zu formulieren. Das ist immer noch nicht geschehen."


"240 Euro pro getötetem Russen – das ist günstig" – Deutschland strebt neue alte "Effizienz" an




Meinung

"240 Euro pro getötetem Russen – das ist günstig" – Deutschland strebt neue alte "Effizienz" an





Welche Mitschuld hat Deutschland?

In diesem Teil wird Deutschlands mögliche Mitschuld an Völkerrechtsverletzungen beziehungsweise Beihilfe zum Völkermord in Gaza und ‒ im Zusammenhang mit dem israelischen Angriff auf Iran ‒ Beihilfe zu einem Angriffskrieg thematisiert. Nicaragua hat beim Internationalen Gerichtshof (IGH) Klage gegen Deutschland wegen Beihilfe zu einem Völkermord erhoben, basierend auf Waffenlieferungen an Israel. Die Bundesregierung wiegelte zunächst ab, indem sie log und behauptete, nur minimale militärische Ausrüstung geliefert zu haben, keine Waffen. Später gab jedoch Bundeskanzler Olaf Scholz zu, dass Waffen geliefert wurden und dass dies fortgesetzt wird. Seither hat auch Kanzler Merz dies bekräftigt und fortgesetzt.

Der Prozess vor dem Internationalen Gerichtshof mit Nicaragua läuft weiter, wobei die Klage bis Mitte Juli 2025 präzisiert werden soll und Deutschland ein Jahr Zeit hat, darauf zu antworten. Im Kontext des Iran-Angriffs wird argumentiert, dass deutsche Waffenlieferungen an Israel Beihilfe zu einem Völkerrechtsbruch darstellen könnten, wenn nachgewiesen wird, dass diese Lieferungen (zum Beispiel Raketen- oder Panzermotoren) im Krieg eingesetzt wurden. Solche Beihilfe könnte als Kriegsverbrechen gewertet werden, was eine genaue Analyse der Lieferungen erfordert.

Zum Abschluss nochmals die Empfehlung, sich das ganze Interview anzusehen. Es lohnt sich, auch wenn Professor Paech aus bekannten Gründen etwas vorsichtig formuliert, was jedoch der Klarheit seiner Argumente nicht abträglich ist.


Mehr zum Thema – Benimmstunde für Opfernachfahren: Kulturstaatsminister Weimer rechtfertigt Kranzschändung von Dachau


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Video https://rumble.com/v6vrc7v-deutsche-erinnerungen-briefe-an-rt-de.html Dauer 27:30 Min.


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Weiteres: 




MANOVA im Gespräch: 

Der völkerrechtliche Nihilismus (Norman Paech und Walter van Rossum)


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odysee.com, vom 5. Juli 2025, Manova

Im Manova-Exklusivgespräch mit Walter van Rossum erläutert der Politikwissenschaftler Norman Paech, wie die mächtigsten Staaten die internationale Rechtsordnung umschiffen, wenn sie ihren Macht- und Sicherheitsinteressen zuwiderläuft.


Info: Video https://odysee.com/@Manova_Magazin:3/der-voelkerrechtliche-nihilismus:4?r=7EothkCcP9MG9n99zbGB72qvAPR95iCP Dauer 59:53 Min.

08.07.2025

Liest sich wie aus einem Märchenbuch: Geheime Nato-Ziele 

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neopresse.com, 8. Juli 2025, Von: NEOPresse , Themen: 

Die niederländische Regierung hat auf parlamentarischer Nachfrage bestätigt, dass neben den öffentlichen „Resilienz“-Vereinbarungen der NATO auch geheime, unbekannte Ziele existieren, die bindend sind.

Diese geheimen Ziele sind in einem nicht öffentlich zugänglichen Dokument enthalten und gelten als politisch bindend. Die niederländische Regierung erklärte, sich zu den NATO-Vereinbarungen verpflichtet zu haben, weshalb auch interne, klassifizierte Veranstaltungen und eine geheime Übung zur „nationalen Krisenstruktur“ durchgeführt wurden.


Laut Medienberichten, insbesondere „De Andere Krant“, verfolgt die Regierung (u.a., nämlich in diesen Krisenfragen) eine Politik, die auf diesen geheimen NATO-Zielen basiert. Diese sollen die Gesellschaft widerstandsfähiger gegen Bedrohungen wie Krieg, Pandemien oder Naturkatastrophen machen, etwa durch Maßnahmen gegen Sabotage der Infrastruktur oder biologische Angriffe.

Die NATO-Pressestelle bestätigte, dass das Dokument, das die Resilienz-Politik bestimmt, geheim ist. Kritiker sprechen von einem „schwarzen Loch“ in der Demokratie, da die genauen Ziele und Maßnahmen nicht öffentlich bekannt sind. Die sogenannten Resilienz-Ziele umfassen dabei nicht nur militärische Aspekte, sondern auch Bereiche wie Klima und öffentliche Gesundheit, was auf eine umfassende Strategie hinweist, die binden für die Nato-Mitgliedsländern ist. Aber in den Parlamenten nicht diskutiert wird.


Info: https://www.neopresse.com/politik/liest-sich-wie-aus-einem-maerchenbuch-geheime-nato-ziele/?source=ENL


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08.07.2025

Bericht: China kauft weltweit Bergwerke und sichert sich Vorräte an Seltenen Erden

freedert.online, 8 Juli 2025 06:30 Uhr

Medienberichten zufolge hat die Zahl der von China aufgekauften Bergbauanlagen in der ganzen Welt ein Zehnjahreshoch erreicht. Experten vermuten dahinter den Versuch des Landes, sich in Zeiten geopolitischer Spannungen Seltene Erden zu sichern.


Quelle: Sputnik © RIA Nowosti / Ilja Najmuschin


Symbolbild


Nach Angaben der US-Zeitung Financial Times hat die Zahl der chinesischen Konzerne, die Vermögenswerte ausländischer Bergbauunternehmen aufkaufen, den höchsten Stand seit mehr als einem Jahrzehnt erreicht. So gab es laut den Studien von den Unternehmen S&P und Mergermarket im Jahr 2024 zehn Übernahmen im Wert von mehr als 100 Millionen US-Dollar (über 85 Millionen Euro), so viele wie seit dem Jahr 2013 nicht mehr. Eine weitere Studie des Griffith-Instituts in Asien stellte fest, dass im vergangenen Jahr der Startschuss für chinesische Auslandsinvestitionen und Bauvorhaben in der Bergbauindustrie fiel.


Gespräche zwischen USA und China: Durchbruch bei Seltenen Erden?





Gespräche zwischen USA und China: Durchbruch bei Seltenen Erden?






Michael Scherb, Gründer und CEO der Private-Equity-Gruppe Appian Capital Advisory, erklärt dazu, dass die Strategie chinesischer Unternehmen "immer ausgefeilter" wird. Analysten und Investoren sind der Meinung, dass das steigende Tempo der Geschäftsabschlüsse zum Teil die Bemühungen Chinas widerspiegelt, dem sich verschlechternden geopolitischen Klima, das es als Investor in wichtigen Ländern wie Kanada und den USA zunehmend unerwünscht macht, einen Schritt voraus zu sein. Michael Scherb stellte auch fest, dass es "in den letzten zwölf Monaten mehr Aktivität gab, weil chinesische Fonds glauben, dass sie dieses kurzfristige Zeitfenster haben". Sie versuchen, möglichst viele Fusionen und Übernahmen zu tätigen, bevor die Geopolitik internationale Geschäfte unmöglich macht, so Scherb weiter. Dem Experten zufolge verhalten sich die chinesischen Unternehmen so, als ob ein "schwarzer Tag" bevorstünde, dessen sie sich durchaus bewusst wären.


Chinas Exportbeschränkungen für Seltene Erden bedrohen deutsche Produktion





Chinas Exportbeschränkungen für Seltene Erden bedrohen deutsche Produktion






Experten beobachten auch, dass chinesische Unternehmen gelernt haben, Bergbauanlagen von westlichen Konkurrenten abzuwerben, da sie eine zuverlässigere langfristige Planung haben, die Investoren und Eigentümern entgegenkommt. Branchenexperten gehen davon aus, dass der Trend der aktiven Expansion Chinas in den Markt für Seltene Erden bis zum Ende dieses Jahres und bis ins nächste Jahr hinein anhalten wird. So kündigte das chinesische Bergbau- und Metallurgie-Unternehmen Zijin Mining bereits Pläne zum Erwerb einer Goldmine in Kasachstan für 1,2 Milliarden US-Dollar (mehr als eine Milliarde Euro) an, berichtet die Zeitung Iswestia.

China beherrscht bekanntlich die Verarbeitung der meisten kritischen Mineralien, darunter Seltene Erden, Lithium und Kobalt – und doch benötigt das Land ständig riesige Mengen dieser Rohstoffe, die es nicht besitzt. Experten schätzen, dass 61 Prozent des Abbaus und 92 Prozent der Verarbeitung von Seltenerdmetallen heute ein chinesisches Monopol sind. Interessanterweise waren die USA bis zum Jahr 1980 ein solcher Monopolist, bis sie diesen Bereich an China abgaben, was zu einer fatalen Abhängigkeit Washingtons von Peking führte. Bekannt ist auch, dass chinesische Finanzinstitute in den letzten Jahren Kredite in Milliardenhöhe für Bergbau- und Verarbeitungsprojekte in Entwicklungsländern vergeben haben.


Mehr zum Thema – Handelskrieg vorbei? China traf mit Seltenen Erden genau ins Schwarze


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Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/anpx7559y2zxz63j/Asiatische_Staatschefs_unbeeindruckt_von_Anti_China_Hetze_aus_USA.mp3 Dauer 7:04 Min.


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08.07.2025

Deutschlands mächtigster Kapitalverband: Sparen zulasten Pflegebedürftiger

freedert.online, 8 Juli 2025 08:29 Uhr, Von Susan Bonath

Pflegebedürftige werden in Deutschland bereits maximal geschröpft. Trotzdem klagen die Kassen über Finanznot. Der politisch einflussreiche Unternehmerverband BDA fordert Abhilfe: Leistungen im ersten Pflegejahr, Zuschüsse, Haushaltshilfen und Heimunterbringung sollen gestrichen werden.


Quelle: www.globallookpress.com © Ute Grabowsky / photothek.net


Symbolbild


Der politisch einflussreichste Dachverband der deutschen Kapitallobby, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), hat wieder zugeschlagen. Sein neuer "Vorschlag" richtet sich gegen die Schwächsten: pflegebedürftige Kranke und Alte. Um die Pflegekassen vor der Pleite zu bewahren, will er den schon jetzt arg geschröpften Betroffenen nicht nur den mickrigen Zuschuss für eine Haushaltshilfe streichen, sondern die Leistungen im ersten Pflegejahr versagen und Heimbetreuung weiter verteuern.

Alt, krank und abkassiert

Gutachter, die Behinderte am Telefon abspeisen, ein Parkinson-Patient, der jahrelang um einen mickrigen Zuschuss für eine Haushaltshilfe kämpfen muss, eine 94-Jährige, der ein Pflegegrad verweigert wird, weil sie noch ein paar Schritte am Rollator gehen kann: Fälle wie diese aus dem Umfeld der Autorin kennen wohl inzwischen viele. Sie sind in Deutschland Alltag.

Am schlimmsten trifft es Pflegeheimbewohner. Die steigenden Eigenanteile, die je nach Bundesland derzeit zwischen 2.700 und 3.800 Euro monatlich liegen, sind für gewöhnliche Familien schon lange nicht mehr bezahlbar. Reicht das Geld Betroffener und ihrer Angehörigen nicht aus, muss das Sozialamt beisteuern. Dann bleibt den Alten und Kranken meist nur übrig, bis an ihr Lebensende mit einem marginalen monatlichen "Taschengeld" von derzeit 152,01 Euro dahinzuvegetieren. 

Kassenhilfen streichen


Subventioniertes Lohndumping: Fast eine Million Beschäftigte stocken mit Bürgergeld auf





Analyse

Subventioniertes Lohndumping: Fast eine Million Beschäftigte stocken mit Bürgergeld auf




Wo Millionen im Niedriglohnsektor schuften müssen, Wohlhabende sich aus dem Sozialsystem ausklinken dürfen, Führungsbürokraten Spitzengehälter abzweigen und der Staat in Rüstung anstatt in Menschenwürde investiert, bleiben schlimmere Folgen nicht aus: Die Pflegekassen klagten kürzlich zum wiederholten Mal über ein Milliardendefizit. 

Die zu fast jedem sozialpolitischen Thema im Bundestag gehörte, einflussreiche Unternehmervereinigung BDA will dem auf neoliberale Weise Abhilfe schaffen: Obwohl sie in der Regel jahrelang selbst eingezahlt haben, sollen Betroffene im ersten Jahr ihrer Pflegebedürftigkeit keine Leistungen mehr erhalten. Der Dachverband spricht euphemistisch von einer "Karenzzeit".

Drastisch kürzen will die BDA zudem Heimkostenzuschüsse in den ersten beiden Jahren, welche die schon jetzt horrenden Eigenanteile begrenzen sollen, sowie den ohnehin zu mickrigen Betrag von 131 Euro monatlich, den noch zu Hause Lebende für eine Haushaltshilfe beantragen können.

Gesunde gegen Kranke ausspielen

Die BDA gibt vor, mit der sogenannten "Karenzzeit" könne der Staat angeblich sechs Milliarden Euro jährlich einsparen. Wie Pflegebedürftige ohne dickes Bankkonto sich in dieser Zeit ohne Hilfe über Wasser halten sollen? Kein Thema. Auf diese Weise könne der Staat, wie es heißt, "Unternehmen und Beschäftigte als Beitragszahler entlasten." So spielt die BDA Gesunde gegen Kranke und Junge gegen Alte aus. Das Muster kennt man schon: Auch das Aufhetzen von Arbeitsplatzbesitzern gegen Erwerbslose oder Deutschen gegen Ausländer gehören zu den beliebten Inhalten in Medienbeiträgen und Politikerreden.

Ihren Wunsch nach Streichung des sogenannten Entlastungsbetrags für eine Haushaltshilfe begründet die BDA mit einem völlig unbelegten Vorwurf: Angeblich lüden die dafür erhältlichen 131 Euro pro Monat zu "Mitnahmeeffekten" ein. Wer weiß, wie schwer an einen Pflegegrad zu kommen ist, der weiß, welch ein Unsinn das ist. Aber Betrugsvorwürfe gegen Arme ziehen wohl immer – ähnliche Debatten über Bürgergeldbezieher lassen grüßen –, während die Bundesregierung bei milliardenschwerem Steuerbetrug stets beide Augen zudrückt.

Lobby für Sozialdarwinismus


Ob Hartz IV oder Bürgergeld – es bleibt viel zu wenig





Ob Hartz IV oder Bürgergeld – es bleibt viel zu wenig







Nun ist es die Rolle von Kapitalverbänden, ihren finanzgewaltigen Einfluss auf die Politik nur zugunsten ihrer Klientel auszuüben: Großindustrielle und -aktionäre, Spekulanten und sonstige leistungslos Profitierende. Seit vielen Jahren kommen sie damit durch. Die Folgen: Renten- und Sozialleistungskürzungen in großem Umfang, Hartz IV als Gängel- und Erpressungssystem für Arbeitslose, Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge und so weiter. Hauptsache, das Geld fließt immer nach oben.

Die BDA weiß die Bundesregierung dabei auf ihrer Seite. Laut Medienberichten soll sich auch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) für ein Stutzen der Pflegeleistungen ausgesprochen haben. Diese Versicherung könne "nur fortbestehen als Teilkaskoversicherung", sagte sie demnach. Denn "mit Umverteilungsfantasien ist das System nicht zu retten", so Warken. Die fleißig praktizierte Umverteilung von unten nach oben meint sie damit ersichtlich nicht.

Normalerweise müsste es bei jedem derart antisozialen Vorschlag wie diesem einen Aufschrei von unten geben. Unterstützt von Gewerkschaften und Parteien, die sich für "links" halten, müssten die Lohnabhängigen in Massen vor den Türen der Wirtschaftslobbyisten aufschlagen und das Land mit Streiks lahmlegen, einfach, um für sich zu retten, was zu retten ist.

Doch das ist aktuell nicht zu erwarten in Deutschland. So werden wohl künftig noch mehr Rentner auf den Straßen um Pfandflaschen konkurrieren, Alte und Kranke verwahrlosen und Pflegeheime weiter zu bloßen Aufbewahrungsanstalten verkommen, die schnelles Ableben fördern. Und wer gar nicht mehr kann, dem empfiehlt die BDA mit freundlicher Unterstützung der Bundesregierung das frühzeitige Ableben – natürlich indirekt, gespickt mit vielen Euphemismen. Die Lobby für Sozialdarwinismus sitzt am Hebel.

Mehr zum Thema - Hamburger Senat macht Vonovia Millionengeschenk


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Video https://rumble.com/v6uowmb-bertelsmann-stiftung-warnt-immer-mehr-hausrzte-hngen-kittel-an-den-nagel.html Dauer 6:11 Uhr


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/meinung/250041-deutschlands-maechtigster-kapitalverband-sparen-zulasten/


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08.07.2025

Liveticker Ukraine-Krieg: US-Präsident Trump will wieder Waffen an Ukraine liefern

freedert.online, 8 Juli 2025 07:00 Uhr

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.

Quelle: AP © Matt Rourke

  • 8.07.2025 08:31 Uhr

08:31 Uhr

17 Tote und 142 Verletzte in Russland durch ukrainische Angriffe innerhalb einer Woche

Das russische Außenministerium hat traurige Statistiken über die ukrainischen Angriffe auf Russland innerhalb der vergangenen Woche bekannt gegeben. Rodion Miroschnik, der für Aufklärung der Verbrechen des Kiewer Regimes zuständige Sondergesandte, teilte der Nachrichtenagentur TASS mit, dass infolge der Attacken in den vergangenen sieben Tagen 17 Menschen ums Leben gekommen seien. Weitere 142 Menschen, darunter acht Minderjährige, seien verletzt worden. Dabei fügte der Diplomat hinzu:  

"Die größte Zahl der Opfer wurde aus dem Gebiet Belgorod, der Teilrepublik Udmurtien, der Volksrepublik Donezk und dem Gebiet Cherson gemeldet."

Der Gegner habe dabei die Gebiete Belgorod, Kursk und Brjansk besonders intensiv mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Außerdem habe das ukrainische Militär seinen Artilleriebeschuss auf das Gebiet Belgorod verstärkt. So seien an einem einzigen Tag allein im Bezirk Krasnaja Jaruga 146 Geschosse eingeschlagen. In der vergangenen Woche seien in diesem russischen Grenzgebiet 39 Zivilisten verletzt und weitere zwei getötet worden.

  • 08:08 Uhr

    DVR meldet fünf ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden


    Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden fünf Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik elf Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 7. Juli bis 0 Uhr am 8. Juli (Ortszeit) wurde eine zivile Person getötet. Berichte über Infrastrukturschäden lagen nicht vor.

    Am Vortag hatten die Behörden von Donezk sechs Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurden keine Opfer unter der Zivilbevölkerung gemeldet. Ein Wohnhaus wurde beschädigt.

  • 07:33 Uhr

    Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht drei ukrainische Drohnen 

    Russlands Verteidigungsministerium hat am Dienstagmorgen auf Telegram weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte gemeldet, Objekte in Russland mit Drohnen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 21:30 Uhr MESZ am Montag bis 6 Uhr MESZ am Dienstag über dem Grenzgebiet Belgorod drei unbemannte Luftfahrzeuge des Gegners abgeschossen. Weitere Einzelheiten teilte das Ministerium nicht mit.

  • 07:00 Uhr

    US-Präsident Trump will wieder Waffen an Ukraine liefern

    US-Präsident Donald Trump will der Ukraine trotz eines jüngst bekannt gewordenen teilweisen Lieferstopps weiter Waffen zur Verfügung stellen. Auf die Frage eines Journalisten, ob er beabsichtige, weitere Waffen in die Ukraine zu liefern, sagte der Republikaner am Rande seines Treffens mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im Weißen Haus:

    "Wir werden noch weitere Waffen schicken. Wir müssen es. Sie müssen in der Lage sein, sich zu verteidigen. Sie werden sehr schwer getroffen."

    Vorrangig solle es sich dabei um Verteidigungswaffen handeln, betonte Trump. Der Präsident bekräftigte erneut seinen Wunsch nach einem Ende des Krieges. Was zwischen Russland und der Ukraine geschehe, sei eine "schreckliche Sache". Jede Woche würden Tausende Russen und Ukrainer ihr Leben verlieren. Er sei "überhaupt nicht glücklich" mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

    Erst am vergangenen Dienstag war bekannt geworden, dass die USA die Lieferung einiger bereits zugesagter Waffen – darunter auch Flugabwehrraketen – an die Ukraine gestoppt hatten. Das US-Verteidigungsministerium erklärte dazu, dass die USA dabei seien, ihre eigenen Fähigkeiten zu überprüfen und dass sie auch Hilfen für andere Länder gestoppt hätten.

  • 7.07.2025 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:59 Uhr

    Zivilist in Gorlowka durch ukrainischen Angriff getötet

    Ein Bewohner der Stadt Gorlowka in der Donezker Volksrepublik ist durch einen ukrainischen Angriff ums Leben gekommen. Dies meldet der Bürgermeister der Stadt, Iwan Prichodko. Nach Angaben der republikanischen Verwaltung zur Dokumentation ukrainischer Kriegsverbrechen haben Kiews Truppen seit Tagesbeginn mindestens neun Artilleriegranaten im NATO-Standardkaliber 155 Millimeter sowie zwei Kamikazedrohnen auf Gorlowka abgefeuert.

  • 21:43 Uhr

    Gouverneur von Saporoschje: Ukrainer melden Koordinaten von Rekrutierungszentren an Russland

    Die Bewohner der von Kiew kontrollierten Gebiete leiten die Koordinaten von ukrainischen Rekrutierungszentren (TZK) über Messengerdienste an russische Streitkräfte weiter. Dies teilte der Gouverneur des Gebiets Saporoschje, Jewgeni Balizki, mit. Anlässlich der russischen Angriffe gegen die TZK in den Städten Saporoschje und Charkow erklärte Balizki am heutigen Montag nach Angaben der Nachrichtenagentur TASS:

    "Die TZK sind für zahlreiche Verbrechen gegen Bewohner der Rest-Ukraine verantwortlich, bis hin zu Morden an jenen, die sich weigern, als Kanonenfutter für Interessen des Westens zu dienen. Diese Angriffe sind in vielerlei Hinsicht das Ergebnis von Informationen jener, die in den von Kiewer Nazis vorübergehend besetzten Gebieten verbleiben und die Koordinaten der Kriegsverbrecher melden."

    Zuvor hatte Balizki am 13. Juni bekannt gegeben, dass die Regierung einen Chatbot zur Verarbeitung von Informationen über Verbrechen in den von Kiew kontrollierten Regionen eingerichtet hat.

  • 21:21 Uhr

    Wadephul: Haben über eine Milliarde Euro für tschechische Munitions-Initiative ausgegeben


    Deutschland hat im Rahmen der tschechischen Initiative zur Beschaffung von Munition für die Ukraine einen Beitrag von über einer Milliarde Euro geleistet, sagt Bundesaußenminister Johann Wadephul. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem tschechischen Amtskollegen Jan Lipavský bezeichnete er Prags Initiative als "sehr wichtig". Lipavský dankte seinerseits Wadephul und merkte an, dass Deutschlands Beitrag zu der Initiative einer der größten seit ihrem Bestehen sei.

    Im Rahmen der sogenannten tschechischen "Munitions-Initiative" werden seit Frühling 2024 durch westliche Länder vor allem Großkaliber-Artilleriegeschosse in Drittstaaten eingekauft und an das ukrainische Militär weitergeleitet. Nach Angaben des tschechischen Verteidigungsministeriums soll Kiew so im vergangenen Jahr über 1,5 Millionen Granaten erhalten haben.

  • 20:53 Uhr

    Lawrow: BRICS-Mitglieder verstehen Ursachen der Ukraine-Krise

    Die Teilnehmer des BRICS-Gipfels in Rio de Janeiro zeigen zunehmend besseres Verständnis für die Grundursachen der Ukraine-Krise, sagt Russlands Außenminister Sergei Lawrow. Im Rahmen der Pressekonferenz nach Abschluss des Gipfels führte er dazu aus:

    "In der Deklaration und den Reden wurde die Position von vielen Teilnehmern zur Lage in der Ukraine erläutert. Alle haben ausgewogene und objektive Positionen vertreten, sie zeigten zunehmendes Verständnis für die Grundursachen dieser Krise, die darin bestehen, dass der Westen jahrelang Sicherheitsbedrohungen für unser Land geschaffen hat, darunter durch die NATO-Osterweiterung mit dem offensichtlichen Ziel, die Ukraine einzuverleiben und die Kriegsmaschinerie der NATO direkt an unseren Grenzen aufzubauen."

  • 20:17 Uhr

    Im Visier der Geran-Drohnen: Russland greift ukrainische Rekrutierungszentren an


    Die russische Armee hat in den vergangenen Tagen mehrere Drohnenangriffe auf das Gebiet der Ukraine durchgeführt. Mithilfe von Drohnen des Typs "Geran" wurden gezielt Rekrutierungszentren der ukrainischen Armee angegriffen.

    Das gesamte Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite.

  • Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
    Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
    Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

    Info: https://freedert.online/international/131481-liveticker-ukraine-krieg/


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    08.07.2025

    Die Mitte zerlegt sich, Polen revanchiert sich – und kein Zoll-Brief von Trump

    lostineu.eu, 8. Juli 2025

    Die Watchlist EUropa vom 08. Juli 2025 – Heute mit News und Updates zum Misstrauensvotum gegen die EU-Kommission, zum Streit um die Grenzkontrollen und zum Handelskrieg der USA.

    Es war eine ungewöhnlich harte Debatte, die sich die Europaabgeordneten am Montag in Straßburg geliefert haben, um das Misstrauensvotum gegen die EU-Kommission am Donnerstag vorzubereiten.

    Behördenchefin von der Leyen war mit ihrem gesamten Team erschienen, um alle Vorwürfe zurückzuweisen. In der Coronakrise habe sie alles richtig gemacht, ein Pfizergate habe es nie gegeben, ihre SMS ließ sie einfach aus.

    Für die Rechten, die den Misstrauensantrag gestellt hatten, sprach AfD-Mann R. Aust. Er erinnerte an “Zensursula”, die Berateraffäre und das Pfizergate: “Wir schicken Sie am Donnerstag in den unverdienten politischen Ruhestand”.

    Stürzt VdL später – wie Santer?

    Doch das dürfte fehlschlagen. Die für einen Erfolg nötige Zwei-Drittel-Mehrheit ist nicht in Sicht. Dafür gibt es ein historisches Vorbild: Auch beim Sturz der Santer-Kommission 1999 war zuvor ein Misstrauensantrag gescheitert.

    Gestürzt ist Santer trotzdem – über Enthüllungen, die den Rückzug erzwangen. Das kann VdL auch noch passieren. Sie könnte aber auch über ihre eigene Politik stolpern. Denn die “Mitte”, die sie bisher stützte, zerlegt sich selbst.

    Schuld daran ist vor allem die konservative EVP, der CDU/CSU angehören. Sie blinkt rechts und paktiert mit eben jener EKR, aus der der Misstrauensantrag kommt. Damit treibt sie Sozialisten und Liberale zur Weißglut.

    Genossen geloben “Widerstand”

    “Wer steht denn noch hinter Ihnen”, fragte die Liberale Hayer. “Wie lange wollen Sie noch wegschauen?” so auch Sozialistenchefin Garcia. “Wenn Sie nicht bald umsteuern, werden wir den Widerstand gegen Sie anführen“, drohte sie.

    Die Genossen haben von der Leyen eine Frist bis bis September gesetzt – wenn sie ihren Kurs nicht ändert, wollen sie ihr die Unterstützung entziehen. Das Misstrauen wollen sie ihr aber nicht aussprechen – noch nicht.

    Doch immerhin hat die Debatte gezeigt, wie dünn das Eis geworden ist, auf dem die Kommissionschefin tanzt. “Die Mitte hält”, hieß es nach der Europawahl. “Die Mitte zerlegt” sich – das ist der Befund ein Jahr später.

    Die Lage erinnert mich an die Endphase der deutschen Ampel-Koalition…

    Siehe auch Affront im Parlament: VdL will Misstrauensvotum schwänzen

    News & Updates

    • Polen revanchiert sich, Dobrindt findet das gut. Offenbar als Reaktion auf die deutschen Grenzkontrollen hat auch Polen begonnen, seine Übergänge strikt zu überwachen. Damit gerät das Schengen-System des freien Reisens noch mehr unter Druck. Bundesinnenminister Dobrindt findet das aber nicht schlimm, im Gegenteil: Die Kontrollen seien vielmehr “ein wichtiges Signal, um das Migrationsgeschehen an den Außengrenzen in den Griff zu bekommen”, sagte ein Sprecher. – Allerdings geht es zwischen Polen und Deutschland nicht um Außen-, sondern um Innengrenzen…
    • Euroländer sollen den Gürtel enger schnallen (außer für Waffen). Obwohl Deutschland seit zwei Jahren in der Rezession steckt und nun ein weiterer schwerer Schock durch die US-Strafzölle droht (siehe unten), wollen die Finanzminister der Eurozone am bisherigen Sparkurs festhalten. Nur bei der Aufrüstung soll die “fiskalische Zurückhaltung” nicht mehr gelten, heißt es in einer aktuellen Erklärung. – Mehr im Blog
    • Israel will 600.000 Palästinenser in Lager “konzentrieren”. Israels Kriegsminister Katz hat nach Medienberichten die Planung eines Auffanglagers für 600.000 von der Armee vertriebene Palästinenser im Gazastreifen angeordnet. Katz sprach von einer „humanitären Stadt“ auf den Trümmern des zerbombten Ortes Rafah. – Die israelische Zeitung “Haaretz” berichtet über “Plans to Concentrate”. Das weckt schlimme Erinnerungen..

    Das Letzte

    Kein Zoll-Brief von Trump. Die EU rechnet vorerst nicht mit einem Zoll-Hammer von US-Präsident Trump. Es werde keinen “blauen” Brief geben, sagten EU-Vertreter, die namentlich nicht genannt werden wollen. Zuvor hatte Trump auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social derartige Briefe an die Regierungen von Japan und Südkorea veröffentlicht. Sie sehen Zölle in Höhe von 25 Prozent ab dem 1. August vor. Die EUropäer hoffen nun, dass sie eine Gnadenfrist erhalten. Doch ist das wirklich eine gute Nachricht – oder versucht Trump nur, sie noch mehr unter Druck zu setzen? Gespalten hat er sie schon… – Siehe auch Deal mit Trump: Die EU weiß nicht, was sie will (und wo sie steht)

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    ‹ Eurogruppe nickt Sparkurs ab – außer bei der Rüstung

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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Eurogruppe nickt Sparkurs ab – außer bei der Rüstung


    lostineu.eu, 7. Juli 2025

    Der Wahnsinn hat Methode. Anders kann man die aktuelle Erklärung der Eurogruppe zur Fiskalpolitik nicht mehr erklären. Obwohl Deutschland seit zwei Jahren in der Rezession steckt und nun ein weiterer schwerer Schock durch die US-Strafzölle droht, wollen die Finanzminister der Eurozone am Sparkurs festhalten. Nur bei der Aufrüstung soll die “fiskalische Zurückhaltung” nicht gelten, heißt es: “Excluding increased defence spending, fiscal restraint remains appropriate, and we are committed to implementing our medium-term plans in line with the revised governance framework.” Schlimmer noch: Von der Aufrüstung könnten konjunkturelle Impulse ausgehen, meinen die Minister. Dass eben diese Aufrüstung bei “fiskalischer Zurückhaltung” zu massiven Sozialkürzungen führen dürfte, kommt mit keinem Wort vor…

    P.S. Zur deutschen Schuldenorgie hat die Eurogruppe keine Meinung – denn Finanzminister Klingbeil hat seinen Plan noch nicht einmal in Brüssel vorgelegt. Deshalb hat man wohl auch nicht über den geplanten Kauf von 1000 Kampfpanzern für die Bagatelle von 25 Mrd. Euro geredet…

    ‹ Deal mit Trump: Die EU weiß nicht, was sie will (und wo sie steht) › Die Mitte zerlegt sich, Polen revanchiert sich – und kein Zoll-Brief von Trump

    8 Comments

    1. Arthur Dent
      7. Juli 2025 @ 22:55

      So ein Panzer steht bestenfalls irgendwo herum, schlimmstenfalls wird er zerstört. Der Mehrwert ist eher gering. (Eine entsprechende Studie gibt es von Tom Krebs und Patrick Kaczmarczyk von der Uni Mannheim).
      Ansonsten ist der Sparkurs eher ein Segen – letztes Jahr überwies die EU 2,2 Mrd. Euro Agrarsubventionen (das sauer verdiente „Moos“ der Steuerzahler) an Griechenland für Weizenfelder im Wald und Olivenhaine jenseits der Baumgrenzen sowie Ölbaumplantagen auf einem Militärflugplatz. Ein gigantischer Subventionsbetrug – mittlerweile hat die EU Strafzahlungen in Höhe von 415 Mio. verhängt, die wohl ebenfalls vom Steuerzahler gezahlt werden müssen. (Erst wird dem braven Bürgersmann das Geld abgeknöpft um es irgendwelchen kriminellen Elementen in die Taschen zu stopfen, dann wird der Bürgersmann auch noch dafür bestraft).
      Schuldenbremsen sind zwar ökonomischer Unsinn, aber nur, wenn man vertrauenswürdige Politiker hat.

    Antworten

  • Helmut Höft
    7. Juli 2025 @ 22:05

    Zum Thema, Buchempfehlung: Clara E. Matte “Die Ordnug des Kapitals” ISBN 978-3-948608-56-9 Rezensionen auf perlentaucher.de, mein Komentar: Unbedingt lesenswert!!

    Antworten

  • Erneuerung
    7. Juli 2025 @ 18:35

    Diese Kamfpanzer sind aber doch garantiert ein Gamechanger im derzeitigen Krieg, der per 2029, so der Plan, allumfassend werden soll. Russland muss zerschlagen werden in einzelne Teile, die dann jeweils nach Nuland-Rezeptur ihre Bodenschätze und ihr Menschenmaterial opfern, damit wertewestliche Demokratie einziehen kann. Die grünen Schutzmaßnahmen für die Spezies Leopart scheinen doch aber nicht den gewünschten Erfolg zu bringen, ob es dann mit neuen Modellen besser klappt? Vielleicht sollten vor Auftragsvergabe Briefe an Moskau und Peking geschickt werden mit der Bitte, sie mögen doch ihre technologischen Entwicklungen wieder beim Jahr 1960 ansiedeln, damit der Wettewesten erfolgeich sein kann.

    Antworten

    • KK
      7. Juli 2025 @ 19:46

      Ob das Problem, woher der ganze Sprit für die 1000 Panzer bis nach Moskau herkommen und wer ggf. die völlig aus dem Ruder laufenden Preise dafür zahlen soll, wo man doch russische Energie boykottiert, erkannt wurde? Von der Bezahlung der ganzen CO2-Zertifikate noch gar nicht angefangen… ????

      Antworten

  • KK
    7. Juli 2025 @ 18:22

    Bei solchen Nachrichten über die Unsäglichkeiten von oben, die ja im Grunde täglich auf uns einprasseln, müsste der Absatz an Beta-Blockern eigentlich ins unermessliche steigen…

    Antworten

    • Michael
      7. Juli 2025 @ 19:39

      Und jetzt wünscht sich Trittin auch noch ein Comeback der unsäglichen Baerbock (Berliner Zeitung) weil sie Deutschland endlich zu einer Sicherheitsstrategie verholfen hat, 40 Jahre nach den USA! Da kann ich nur hoffen sie scheitert bei der UN und Trittin kehrt zum Flaschenpfand zurück!

      Antworten

      • Arthur Dent
        7. Juli 2025 @ 23:10

        @Michael
        Mr. Dosenpfand hat während seiner Studienzeit Demos gegen Rekrutengelöbnisse organisiert. Weiß der heute wahrscheinlich gar nicht mehr…

    • Arthur Dent
      7. Juli 2025 @ 23:04

      @KK
      Sind die denn noch vorrätig in den Apotheken? ????

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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




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    Deal mit Trump: Die EU weiß nicht, was sie will (und wo sie steht)


    lostineu.eu, vom 7. Juli 2025

    Der angestrebte Handelsdeal mit US-Präsident Trump sorgt für Verwirrung und Streit. Erst hieß es, Trump habe bereits entscheiden und eine Vereinbarung unterzeichnet, die aber erst am 1. August in Kraft treten soll. Dann erklärte die EU-Kommission, die Verhandlungen gingen wie geplant bis zum 9. Juli weiter; Behördenchefin von der Leyen und Trump seien in direktem Austausch. Allerdings schienen die EU-Sprecher selbst nicht zu wissen, worüber noch verhandelt wird und wo man steht. Derweil berichtet das “Handelsblatt”, dass die Einheit unter den EU-Staaten bröckelt. Deutschland und Italien wollen einen schnellen Deal und keine Vergeltung, Frankreich möchte lieber weiter verhandeln und den Druck durch Gegenzölle erhöhen…

    Siehe auch Deal mit Trump: Die EU wird immer bescheidener

    ‹ Affront im Parlament: VdL will Misstrauensvotum schwänzen

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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    08.07.2025

    Nato-Staaten setzen geheime „Resilienz-Ziele“ um

    multipolar-magazin.de, von 4. Juli 2025, (multipolar) (evtl.teilweise doppelt vorhanden)

    Niederländische Regierung räumt Existenz geheimen Nato-Dokuments ein / Verpflichtende Ziele betreffen auch zivilen Bereich von Gesundheit bis „Desinformation“ / Niederländischer Abgeordneter: „riesiges schwarzes Loch“ in der Demokratie


    Den Haag / Berlin.

    Die niederländische Regierung hat auf parlamentarische Nachfrage erklärt, dass es neben bekannt gegebenen „Resilienz“-Vereinbarungen der Nato auch geheime, verpflichtende Ziele des Militärbündnisses gibt. Das sagte die stellvertretende niederländische Ministerpräsidentin und Gesundheitsministerin Fleur Agema Anfang Juni in Antworten auf Anfragen der Opposition. Man habe sich zu den mit der Nato getroffenen Vereinbarungen verpflichtet, daher seien auch die Ziele in dem „nicht öffentlich zugänglichen“ Dokument „politisch bindend“. Die niederländische Regierung habe zudem im Rahmen der Nato-Verpflichtungen zu den „Resilienz-Zielen“ interne klassifizierte Veranstaltungen durchgeführt. Auch eine geheime Übung zur „nationalen Krisenstruktur“ sei abgehalten worden, hatte die niederländische Ministerin, die mittlerweile im Amt abgelöst wurde, erklärt.

    Die oppositionelle niederländische Zeitung „De Andere Krant“ berichtete daraufhin, die Regierung habe eingeräumt, eine Politik zu verfolgen, die auf „geheimen Nato-Zielen“ beruhe. Die „Resilienz-Ziele“ sollen die Gesellschaft „widerstandsfähig“ gegen störende Ereignisse wie Krieg, Pandemien und Naturkatastrophen machen. Die Bevölkerung solle so auf Krisensituationen wie „Sabotage der Trinkwasserversorgung, Abschaltung der Strom- und Kommunikationsnetze und biologische Kriegsführung“ gut vorbereitet werden. Die Nato-Pressestelle habe der Zeitung gegenüber bestätigt, dass das Dokument, auf dessen Grundlage die Niederlande und andere Nato-Mitgliedsstaaten eine Resilienz-Politik verfolgen, „geheim“ sei. Ein niederländischer Abgeordneter habe aufgrund der geheimgehaltenen Ziele von einem „riesigen schwarzen Loch“ in der Demokratie gesprochen. Die „Resilienz-Ziele“ der Nato seien nicht auf militärische Angelegenheiten beschränkt, sondern umfassten „zahlreiche Politikbereiche wie Klima und öffentliche Gesundheit“, zitiert das regierungskritische Medium den Abgeordneten der Opposition.

    Auf Anfrage von Multipolar hat das deutsche Bundesinnenministerium die Existenz des geheimen Nato-Dokuments nicht bestritten. In seiner Antwort teilte die Pressestelle des Ministeriums mit, man bitte um Verständnis, wenn man zu dem „nicht öffentlich zugänglichen Nato-Dokument“ keine Auskünfte erteilt. Weitere Fragen, ob das Dokument den Abgeordneten des Bundestags, dem Parlamentarischen Kontrollgremium oder dem Verteidigungsausschuss bekannt sei und ob die Bundesregierung ebenfalls geheime Veranstaltungen und Übungen zu den Nato-Resilienz-Zielen durchgeführt habe, ließ das Ministerium unbeantwortet. Stattdessen wurde auf zwei Erklärungen der Staats- und Regierungschefs der NATO-Bündnispartner zu den Zielen verwiesen.

    In Deutschland hat zuerst der Wirtschaftsjournalist Norbert Häring über die Erkenntnisse aus den Niederlanden berichtet (https://norberthaering.de/macht-kontrolle/resilienz/). Er weist darauf hin, dass bereits in der Corona-Krise in Deutschland und anderen Nato-Staaten die jeweilige Armee maßgeblich an der Leitung der Maßnahmen beteiligt war. Dies sei keine Ausnahme gewesen, sondern eine „Blaupause“ dafür, dass nach und nach „alle wichtigen zivilen Angelegenheiten“ in den Nato-Ländern den „Bedürfnissen und Prioritäten des Militärs“ untergeordnet würden. An der Abschlusserklärung () des Nato-Gipfels 2023 in Vilnius ließe sich erkennen, wie umfassend die Nato-Ziele seien, und wie die dienende Funktion des Militärs umgedreht werde: Nicht mehr das Militär habe der Gesellschaft zu dienen, sondern die Gesellschaft sei so zu gestalten, dass sie dem Nato-Militär „maximale Unterstützung“ zuteil werden lassen könne, erklärt Häring.

    Der Wirtschaftsjournalist macht insbesondere auf Ziffer 64 der Erklärung von Vilnius aufmerksam. Dort findet sich die Formulierung, dass die Nato weiterhin gegen „Desinformation und Fehlinformation“ vorgeht und die Partner des Verteidigungsbündnisses „bei der Stärkung ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber hybriden Herausforderungen“ unterstützt. Das sei nicht nur die Begründung dafür, sondern auch die Einräumung, dass Militär und Geheimdienste bei der Bekämpfung sogenannter Desinformation im Hintergrund „die Fäden ziehen“. Die Vorgänge in Rumänien und Frankreich ließen laut Häring vermuten, dass das Ziel der Bewahrung des Nato-Bündnisses vor „Resilienzzersetzung“ durch „polarisierende Diskussionen“ und „(angebliche) ausländische Einmischung in Wahlen“ über die Maßen ernst genommen werde.

    Multipolar wollte von den im Bundestag vertretenen Oppositionsparteien wissen, wie sie die Erkenntnisse aus den Niederlanden bewerten und ob sie sich dafür einsetzen, die geheim gehaltenen Nato-Ziele dem Bundestag und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zudem wurde die Frage gestellt, wie die Parteien vor dem Hintergrund der Meinungs- und Pressefreiheit die Bekämpfung nicht eindeutig definierter „feindlicher Informationsaktivitäten“ bewerten. Weder die Fraktion der AfD noch der Grünen und der Linken haben auf die Presseanfrage reagiert.


    Hinweis zum Urheberrecht: Multipolar-Meldungen können frei von anderen Portalen übernommen werden. Bedingung einer Übernahme ist die Nennung der Quelle und die Einbettung des Originallinks. Textliche Ergänzungen oder andere inhaltliche Veränderungen der Originalmeldung müssen durch einen separaten Hinweis an die Leserschaft kenntlich gemacht werden.


    Info: https://multipolar-magazin.de/meldungen/0286


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Regieren nach geheimen Vorgaben der NATO


    https://norberthaering.de, vom 23. 06. 2025 | Die Regierungschefs der NATO treffen sich am 24. und 25.6. in Den Haag. Ein 5%-Rüstungsziel soll beschlossen werden, auf das Ausgaben für militärisch relevante Infrastruktur angerechnet werden. Diese Anrechnung ist ein Trojanisches Pferd, mit dem die NATO ihr heimliches Mitregieren in zivilen Angelegenheiten vertiefen und verfestigen wird.


    Durch Informationsfreiheitsanfragen wurde kürzlich in den Niederlanden bekannt, dass die europäischen Regierungen geheim gehaltene Vorgaben der NATO bei ihrem Regierungshandeln beachten müssen, nicht nur im militärischen Bereich, sondern auch in der Gesundheits-, Infrastruktur- und Klimapolitik. Die Parlamente werden dabei umgangen. Die vorgeschlagene Anrechnung von militärisch relevanten Infrastrukturausgaben auf das vorgeschlagene 5%-Ziel der NATO für Militärausgaben droht, diese Einmischung der Militärs in ziviles Regierungshandeln zu vertiefen und zu verfestigen.

    Dieser Beitrag ist länger und wichtiger als die meisten. Lesen Sie ihn mit etwas Zeit und verbreiten Sie ihn bei Gefallen bitte weiter. Gern auch auf Kanälen, auf denen es keine Zensur und kein Shadow-Banning gibt, wie sie auf Facebook, X, Linkedin oder Youtube bei Beiträgen dieser Art leider üblich sind.

    Der Corona-Krisenstab der Bundesregierung wurde von einem Bundeswehr-General geleitet. In den Niederlanden sammelte eine Armeeinheit namens Land Information Manoeuvre Centre massenhaft Daten über maßnahmenkritische Netzseiten und Zeitungen, um Erkenntnisse über die Verbreitung von „Desinformation“ zu gewinnen – und überschritt dabei ihre Befugnisse. In Italien lieferte die Armee mit einem öffentlichkeitswirksam inszenierten und gefilmten nächtlichen Transport von Särgen aus Bergamo in weiter entfernte Krematorien die wichtigsten Bilder für eine Schock-Kampagne mit der die Menschen europaweit dazu gebracht wurden, radikal-repressive Eindämmungsmaßnahmen gutzuheißen oder mindestens zu tolerieren, obwohl diese in keinem Pandemieplan standen.

    Dass waren keine Ausnahmen, sondern eine Blaupause dafür, dass nach und nach alle wichtigen zivilen Angelegenheiten in den NATO-Ländern den Bedürfnissen und Prioritäten des Militärs untergeordnet werden. In NATO-Veröffentlichungen finden man die militärische Beteiligung am Regierungshandeln in der Coronazeit sogar explizit als wegweisend beschrieben. Ein Zeitungsartikel aus den Niederlanden machte mich hellhöring und motivierte mich, an den losen Fäden zu ziehen, die er enthielt. Das Schlüsselwort dabei heißt Resilienz, oder in besserem Deutsch, das den militärischen Charakter besser zur Geltung bringt, Widerstandsfähigkeit. oder Wehrhaftigkeit. Auch die Kriegstüchtigkeit, die unser Kriegsminister seit einigen Jahren propagiert, geht ziemlich sicher auf die Resilienz-Vorgaben der NATO zurück.

    Enthüllung aus den Niederlanden

    Die regierungskritische Wochenzeitung De Andere Krant (Die andere Zeitung) berichtete am 7. Juni, dass NATO und Regierung inzwischen eingeräumt haben, was sie zuvor bestritten hatten: dass sich verschiedenste niederländische Ministerien an NATO-Ziele halten müssten, deren Einzelheiten gegenüber Öffentlichkeit und Parlament geheim gehalten werden. Die Ziele beziehen sich darauf, die Gesellschaft wehrhaft gegen Störungen durch Gesundheitskrisen, Klimawandel, Naturkatastrophen, Infrastrukturausfälle und gesellschaftliche Verwerfungen zu machen.

    Hintergrund ist, dass sich 2023 der damalige Ministerpräsident Mark Rutte und andere Regierungschefs der NATO-Mitgliedsstaaten auf dem Gipfel in Vilnius zur Umsetzung sogenannter Resilienzziele verpflichtet haben. Im Abschlusskommunique des Gipfels ist das erwähnt. Die Ziele wirken allerdings eher harmlos, weil sie nur sehr vage und allgemein formuliert sind. Es gibt jedoch, wie jetzt offiziell bestätigt wurde, ein geheimes Dokument, in dem die Ziele konkretisiert werden. Die NATO-Pressestelle teilte De Andere Krant mit, dass das Dokument, auf dessen Grundlage die Niederlande und andere NATO-Mitgliedsstaaten eine Resilienzpolitik verfolgen, „geheim“ sei.

    Auch die niederländische Regierung räumt das nun ein. Auf Fragen des Abgeordneten der Partei Forum für Demokratie (FVD) Ralf Dekker schrieb die inzwischen zurückgetretene Ministerin Fleur Agema in einem Schreiben vom 2. Juni, auch im Namen von Ministerpräsident Dick Schoof (übersetzt):

    „Die Tatsache, dass sich die Niederlande im Rahmen der NATO zu diesen Zielen verpflichtet haben, kommt im Kommuniqué des Vilnius-Gipfels zum Ausdruck. Die Resilienz-Ziele der NATO finden sich in einem zugrunde liegenden Dokument, das nicht öffentlich zugänglich ist. (…) Die Resilienzziele sind Leitlinien für die Mitgliedstaaten, und jedes Land ist dafür verantwortlich, sie durch seine nationale Politik zu konkretisieren. Unter der Koordination des NCTV (Nationaler Koordinator für Sicherheit und Terrorismusbekämpfung; NH) wurden die NATO-Resilienzziele von den Ministerien ausgearbeitet.“

    Der Abgeordnete Pepijn van Houwelingen spricht in dem Bericht von einem „riesigen schwarzen Loch in unserer Demokratie“. Er betont, dass die Resilienzziele der NATO nicht auf militärische Angelegenheiten beschränkt sind, sondern zahlreiche Politikbereiche wie Klima und öffentliche Gesundheit umfassen. Mit einem Kabinett, das eine geheime Agenda verfolge, könne das Parlament seine Kontrollfunktion nicht richtig wahrnehmen. Die Zeitung berichtet, dass die Fraktion der FVD, der auch van Houwelingen angehört, zweimal eine Debatte beantragt haben. Die anderen Parteien hätten das aber abgelehnt.

    Die anderen NATO-Staaten haben ebenfalls Resilienzpläne aufgestellt, und sich verpflichtet, in allen Politikbereichen, die die NATO für verteidigungsrelevant hält, die geheimen Resilienzziele zu verfolgen. Dazu gehört auch Deutschland.

    Das NATO-Kommunique von Vilnius

    Im Abschlusskommunique der NATO von Vilnius /Ziffer 61), lässt sich immerhin erkennen, wie umfassend die NATO-Ziele sind, und wie die dienende Funktion umgedreht wird. Nicht mehr das Militär hat der Gesellschaft zu dienen, sondern die Gesellschaft ist so zu gestalten, dass sie dem NATO-Militär maximale Unterstützung zuteil werden lassen kann. In den einschlägigen Passagen werden die Mitgliedsstaaten auf ihre „nationale Verantwortung und kollektive Verpflichtung“ aus Artikel 3 des NATO-Vertrags hingewiesen, alles zu tun, um „die eigene und die gemeinsame Widerstandskraft gegen bewaffnete Angriffe erhalten und fortentwickeln“ und weiter:

    „Heute haben wir uns auf die Resilienz-Ziele des Bündnisses für 2023 geeinigt. Wir bauen auf der 2021 eingegangenen Verpflichtung zur Stärkung der Resilienz auf. Die Resilienzziele werden die Abwehrbereitschaft der NATO und der Bündnispartner gegen strategische Schocks und Störungen stärken.“

    Die Ziele stärken die Abwehrbereitschaft gegen „strategische Schocks“, indem sie dazu beitragen „die zivile Unterstützung militärischer Operationen in Friedens-, Krisen- und Konfliktsituationen zu ermöglichen“. Damit also die Gesellschaft das Militär unterstützen kann, gilt die folgende Verpflichtung für die Regierungen:

    „Die Bündnispartner werden sich bei der Entwicklung ihrer nationalen Ziele und Umsetzungspläne an diesen Zielen orientieren, die mit ihrem jeweiligen nationalen Risikoprofil im Einklang stehen. Wir werden auch darauf hinarbeiten, strategische Schwachstellen und Abhängigkeiten zu ermitteln und abzumildern, auch in Bezug auf unsere kritischen Infrastrukturen, Versorgungsketten und Gesundheitssysteme. Die Bündnispartner sollten auch die gesellschaftliche Resilienz fördern.“

    Dass die geheimen Resilienzziele mit dem jeweiligen nationalen Risikoprofil in Einklang stehen sollen, lässt vermuten, dass jedes Land seine eigenen Vorgaben bekommt.

    Kritische Infrastrukturen sind Einrichtungen, Anlagen und Systeme der (Ab-)Wasser-, Energie-, Transport-, Informations- und Telekommunikationsinfrastruktur sowie aus den Bereichen der Gesundheitsversorgung, der Ernährung, des Finanz- und Versicherungswesens, der Medien und Kultur sowie des Staates und der Verwaltung. Es gibt also kaum Grenzen für die Breite der Einmischung des Militärs in zivile Belange. Wenn alles von „direkter Relevanz“ für die Verteidigungsfähigkeit ist, kann sich das Militär nach der neuen NATO-Doktrin in alles einmischen.

    Die Vorgabe, „gesellschaftliche Resilienz“ zu fördern ist ein Einfallstor für die NATO-Militärs in jeden Politikbereich, der kontrovers und wichtig ist. Als gesellschaftlich resilient gilt eine Nation, in der die (NATO-freundliche) Regierung die volle Untersützung oder mindestens verlässliche Duldung der Bevölkerung oder des Parlaments genießt. Dadurch wird jede wichtige politische Kontroverse mit Spaltungspotential, wie zum Beispiel Corona-Maßnahmen, Klimapolitik und Migration zu einem Thema für die zielsetzenden NATO-Militärs. Und natürlich – übergreifend – die Medienpolitik. Diese findet indirekt in Ziffer 64 Erwähnung, wo es heißt:

    „Wir werden weiterhin gegen Desinformation und Fehlinformation vorgehen, unter anderem durch positive und effektive strategische Kommunikation. Wir werden auch weiterhin unsere Partner bei der Stärkung ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber hybriden Herausforderungen unterstützen.“

    Das ist nicht nur die Begründung dafür, sondern auch die Einräumung, dass Militär und Geheimdienste bei der Bekämpfung sogenannter Desinformation im Hintergrund die Fäden ziehen.

    Dass die Militärs es nicht bei der Aufstellung unverbindlicher Ziele belassen, sondern sich durchaus im Führerhaus sehen, wenn es darum geht, die Gesellschaften der Mitgliedsländer so zu gestalten, dass sie die Militärs optimal unterstützen, wird auch aus einem NATO-Text zur Resilienz von November 2024 deutlich. Darin wird Resilienz definiert als „individuelle und kollektive Fähigkeit, sich auf Schocks und Störungen vorzubereiten, ihnen zu widerstehen, auf sie zu reagieren und sich von ihnen rasch zu erholen sowie die Kontinuität der Aktivitäten des Bündnisses zu gewährleisten“, und weiter:

    „Die zivile Bereitschaft ist ein zentraler Pfeiler der Widerstandsfähigkeit der Bündnisstaaten und ein entscheidender Faktor für die kollektive Verteidigung des Bündnisses, und die NATO unterstützt die Bündnisstaaten bei der Beurteilung und Verbesserung ihrer zivilen Bereitschaft.“

    „Die NATO unterstützt“ dürfte ein Euphemismus für Einmischung sein. Die dienende Rolle der EU bei der Durchsetzung der NATO-Ziele wird deutlich, wenn es im Kommunique von Vilnius heißt:

    „Während wir unsere Bemühungen um den Aufbau von Resilienz verstärken, werden wir weiterhin mit unseren Partnern zusammenarbeiten, die ähnliche Anstrengungen unternehmen, insbesondere mit der Europäischen Union, um den euro-atlantischen Raum und unsere Nachbarschaft im weiteren Sinne sicherer zu machen.“

    Begründet hat die NATO die zunehmende Einmischung in zivile Belange im Vorläufertext über die Resilienz von 2023 – etwas verbrämt – mit der zunehmenden Bedrohung der globalen Vorherrschaft der USA durch China, Russland und das BRICS-Bündnis:

    „Die geostrategische und militärische Umverteilung von Macht erfordert eine kontinuierliche Umgestaltung des militärischen Machtinstruments der NATO sowie eine Vereinheitlichung der militärischen und nichtmilitärischen Fähigkeiten aller NATO-Mitgliedstaaten. Die Widerstandsfähigkeit des Bündnisses ergibt sich aus einer Kombination von ziviler Bereitschaft und militärischen Fähigkeiten. In diesem Zusammenhang trägt die zivile Bereitschaft unmittelbar zur Verteidigungsbereitschaft der NATO bei.“

    Vilnius war nicht das erste Mal, dass derartige Selbstverpflichtungen abgegeben wurden. Im Kommunique von Vilnius heißt es: „Wir bauen auf der Selbstverpflichtung zur Stärkung der Resilienz von 2021 auf.“ Im Dokument zu dieser Selbstverpflichtung steht unter anderem, die Corona-Krise habe die Wichtigkeit von zivil-militärischem Engagement und Kooperation gezeigt und die lebenswichtige Rolle demonstriert, die das Militär bei der Unterstützung der Gesellschaften spiele. Daraus ziehe man Schlüsse, die die Vorbereitung und Reaktion auf künftige Krisen leiten sollen.

    Die Selbstverpflichtung von 2021 mündete in das „NATO 2022 Strategic Concept“ von Juni 2022, das die Formulierungen weitgehend vorwegnimmt, die im Abschlusskommunique von Vilnius stehen, und zu denen es die geheimen Zielvorgaben für die Regierungen von der NATO gibt.

    Das NATO-Gremium, das für die „Unterstützung“ der Bemühungen der Regierungen um Resilienz ihrer Gesellschaften zuständig ist, wurde 2022 gegründet und heißt Resilience Committee (RC). Über dieses erfährt man auf einer Netzseite der NATO:

    „Das RC ist für die strategische und politische Ausrichtung, die Planungsleitlinien und die allgemeine Koordinierung der Resilienzaktivitäten der NATO verantwortlich, wie sie in der Selbstverpflichtung zur Stärkung der Resilienz 2021, in der NATO-Agenda 2030 und im „Strategischen Konzept 2022″ festgelegt sind.“

    Die starke Stellung des RC ist daran ersichtlich, dass es direkt dem höchsten Entscheidungsgremium der NATO, dem Nordatlantikrat, untersteht. Es legt die Prioritäten für die Resilienzaktivitäten innerhalb des Bündnisses fest und setzt die Ziele der NATO in konkrete Maßnahmen und Leitlinien um. Es legt Resilienzziele fest, mit denen die auf nationaler Ebene entwickelten Resilienzziele und die entsprechenden Umsetzungspläne „gesteuert“ werden und überwacht die Umsetzung. Es stellt sicher, dass dabei jeweils die ganze Regierung, also alle Ministerien, und die ganze Gesellschaft einbezogen werden und erteilt „einschlägigen politisch-militärischen Rat“. Das RC kommt wöchentlich „in permanenter Sitzung“ zusammen, mutmaßlich im NATO-Hauptquartier in Brüssel.

    Das RC hat sechs spezialisierte Planungsgruppen, die die Empfehlungen für ihre jeweiligen Politikbereiche aussprechen. Eine Planungsgruppe für zivile Kommunikation erarbeitet zum Beispiel die Richtlinien für den Kommunikationssektor, vermutlich einschließlich der digitalen und sonstigen Medien. Eine Energieplanungsgruppe mischt sich in die Energiepolitik ein, um nachhaltige Energieversorgung sicherzustellen. Das beinhaltet sicherlich die Vorgabe, sich von billiger russischer Energie unabhängig zu machen und lieber amerikanisches Flüssiggas zu beziehen.

    Die Planungsgruppe für Ernährung und Landwirtschaft kümmert sich um das Mitregieren in der Ernährungs- und Wasserversorgungspolitik. Eine Gemeinsame Gesundheitsgruppe sorgt dafür, dass die Regierungen im Sinne der NATO richtig mit Gesundheitskrisen umgehen und die Gesundheitssysteme mit kriegsbedingten Opfermassen umgehen können. Die Transportgruppe liefert die Vorgaben für die militärische Ertüchtigung der Verkehrsinfrastruktur und Verkehrssysteme.

    Die Bundesregierung liefert

    Deutschland hat seit Juli 2022 eine „Resilienzstrategie“. Offenkundig fand man den Bezug zu den NATO-Vorgaben heikel. Deshalb verwies man bei der Vorstellung der Resilienzstrategie lieber auf die Flutkatastrophe im Ahrtal vom Vorjahr und auf eine UN-Vereinbarung von 2015, das „Sendai-Rahmenwerk für Katastrophenvorsorge“, als auf eine Verpflichtung gegenüber der NATO. Dabei ist letztere ganz offensichtlich der wahre Grund für die Resilienzinitiative Berlins, was man leicht an der an die NATO-Dokumente erinnernde Wortwahl und am Verweis auf eine Bedrohung durch Russland sieht.

    Wer sich allerdings bis Seite 20 der Resilienzstrategie durchkämpft, oder die Suchfunktion nutzt, erfährt dann doch noch, dass das alte Sendai-Rahmenwerk keinesfalls der Anlass für den Resilienzeifer der Bundesregierung war:

    „Durch die Verschränkung zwischen Katastrophenschutz und Zivilschutz, steht die Umsetzung des Sendai Rahmenwerks zudem in Zusammenhang mit der Steigerung der Resilienz gegenüber Risiken mit sicherheitspolitischer Dimension, zu denen in der Europäischen Union (EU) und der North Atlantic Treaty Organization (NATO) mit dem Strategischen Kompass der EU (2022), dem Strategischen Konzept der NATO (2022) sowie zwei Selbstverpflichtungen der Staats- und Regierungschefs der NATO zur Resilienzsteigerung von 2016 und 2021 ein umfassender konzeptioneller Rahmen geschaffen wurde.“

    Da man jedoch über die geheimen Resilienzziele der NATO nichts sagen darf, beschränkt man sich im Abschnitt 2.5. über „Die Zusammenarbeit in und mit der EU sowie in der NATO“ in Sachen NATO auf den einen Satz: „Über das Euro-Atlantic Disaster Response Coordination Centre (EADRCC) bietet auch die NATO eine Koordinierungsplattform für Hilfeleistungen in Katastrophenfällen.“

    Dabei ist weiter hinten im Dokument der Abschnitt 3.11. zu „Zivile und militärische Verteidigung“ gleichauf mit „Bauwesen und Raumordnung“ der längste zu den konkreten Politikbereichen. (Nimmt man Abschnitt 3.16. zu den „kritischen Infrastrukturen“ hinzu, ist er sogar mit Abstand der längste.)

    Hier findet man ab Seite 56 schließlich doch noch die ebenso wichtigen wie heiklen Passagen in Sachen NATO und Militär, vor denen vorne und bei der Vorstellung der Strategie so gar keine Rede war. Unter dem Stichwort Enablement (Befähigung)  wird die „Einbettung und Abstimmung nationaler Maßnahmen in bzw. mit NATO und EU“ propagiert. Es gelte, „nach innen gerichtet die von NATO und EU erwarteten, die Bündnisverteidigung unterstützenden Fähigkeiten aufzubauen und zu gestalten“. Die Verflechtung des Military Enablements mit dem Bereich der Civil Preparedness (Zivilschutz) spiegele diesen „gesamtstaatlichen bzw. -gesellschaftlichen Aspekt wider“.

    Die nationalen und internationalen Netzwerke der zivil-militärischen Zusammenarbeit sollen gefördert und an neue Risiken (Russland; N.H.) angepasst und  „Sicherheitspartnerschaften “ zwischen Staat, Wirtschaft und Wissenschaft intensiviert werden. Außerdem will die Regierung „die Kooperation mit der NATO im Sinne des 2021 erneuerten Resilienz-Versprechens „Strengthened Resilience Commitment“ weiter vertiefen“. Dazu gehört auch die zivile Infrastruktur zur Unterstützung von Verlegungen von Truppen und Gerät der NATO zu ertüchtigen.

    Unter Punkt 3.16 erfährt man außerdem, dass die kritischen Infrastrukturen auch noch von Produkten und Dienstleistungen weiterer Bereiche abhängig seien, „die zugleich auch eine wichtige Rolle für die innere und äußere Sicherheit Deutschlands spielen“. Das Potential für Einmischung der Militärs erstreckt sich also noch über die ohnehin lange Liste der kriegswichtitgen Infrastrukturen hinaus auf alles, was wiederum für diese Infrastrukturen wichtig ist.

    Mit ihren geheim gehaltenen Richtlinien könnte die NATO also auf all diese Politikbereiche und gesellschaftlichen Gruppen, bis hin zu Wissenschaft und Medien direkt oder indirekt Einfluss nehmen. In welchem Umfang und mit welcher Eingriffstiefe sie es tatsächlich tut, können wir wegen der Geheimhaltung nicht genau wissen, aber anhand von Beispielen wie den oben genannten und den folgenden erahnen.

    Die Vorgänge im Bundestags-Wahlkampf und vor der Einsetzung der neuen Regierung nähren den Verdacht, dass die Einwirkung auf die deutsche Politik sehr intensiv sein könnte. Immerhin hat die CDU einen Wahlkampf gegen eine Aufweichung der Schuldenbremse geführt, nur um nach der Wahl, noch mit der alten Bundestagsmehrheit, die Schuldenbremse durch Sonderschulden abseits des Haushalts in bisher nicht gekanntem Ausmaß von vielen Hundert Milliarden Euro zugunsten der Aufrüstung und der Infrastrukturinvestitionen zu beschließen, ausdrücklich auch zum Zwecke der Ertüchtigung der militärisch relevanten Infrastruktur.

    Die Vorgänge in Rumänien und Frankreich lassen vermuten, dass das Ziel der Bewahrung des NATO-Bündnisses vor Resilienzzersetzung durch polarisierende Diskussionen und (angebliche) ausländische Einmischung in Wahlen über die Maßen ernst genommen wird. In Rumänien wurde der erste Wahlgang der Präsidentschaftswahl aufgrund des Sieges eines NATO-feindlichen Kandidaten nach Drohungen aus den USA annuliert und dieser vom zweiten Wahlgang ausgeschlossen, ohne dass irgendwelche Beweise für Regelverletzungen vorgelegt worden wären. Es gibt Berichte über Einmischung auch der französischen Regierung und deren Geheimdienst in diese Wahl. Auch in Polen mischten sich EU und NATO durch Finanzierung von Propaganda gegen Regierungskritiker in den Wahlkampf ein.

    In Frankreich wurde der aussichtsreichen Präsidentschaftkandidatin der Rechten, Marine Le Pen, von einem Verfassungsrat unter regierungsnahem Vorsitz das Recht zu kandidieren entzogen, ohne wie üblich auf die Bestätigung oder Rücknahme des Urteils im Revisionsverfahren zu warten. Der Grund: Das Allerweltsvergehen der Zweckentfremdung von für die parlamentarische Arbeit bestimmten EU-Mitteln. Wenn man überall so vorgehen würde, wäre wohl der halbe Bundestag und mehr als das halbe EU-Parlament nicht mehr wählbar.

    Es gibt noch reichlich mehr Beispiele für die Einmischung der Militärs. So sitzt im Aufsichtsrat der auf EU-Initiative gegründeten Deutsch-österreichischen Beobachtungsstelle für digitale Medien (GADMO), die Faktenchecker koordiniert und unterstützt, eine Vertreterin der britischen und US-Militärs. Diese hat für das US-Militär das Koordinations- und Klassifikationsinstrument entwickelt, mit dem die Tätigkeit der Faktenchecker länderübergreifend gesteuert sowie untereinander und mit den Behörden vernetzt wird.

    Trojanisches Pferd Infrastrukturinvestitionen

    In Den Haag soll auf dem NATO-Gipfel der Vorschlag von Nato-Generalsekretär Mark Rutte beschlossen werden. Dieser hat vorgeschlagen, dass die NATO-Regierungen das von den USA den Europäern abverlangte Rüstungsausgabenziel von 5% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erreichen können sollen, indem sie die Verteidigungsausgaben auf 3,5% erhöhen und zusätzlich 1,5% des BIP für „verteidigungsbezogene Ausgaben“ aufwenden sollen.

    Wenn das wie erwartet beschlossen wird, wird das Tor für die Einmischung der NATO in das nationale Regierungshandeln noch weiter geöffnet. Denn die Regierungen haben dann den Anreiz – und wie oben gesehen auch die Möglichkeit – einen sehr großen Teil ihrer Infrastrukturausgaben als militärrelevant zu deklarieren. Auch Ausgaben für Inhaltekontrolle auf den sozialen Medien, zum Beispiel durch Förderprogramme für Faktenchecker und vertrauenswürdige Hinweisgeber sind nach der weiten Definition der NATO verteidigungsrelevant.

    Wenn Ausgaben für bestimmte staatliche Tätigkeiten und Programme auf das NATO-Ausgabenziel angerechnet werden sollen, haben die Militärs allen Grund mit Vorgaben für diese Tätigkeiten und Programme am nationalen Regierungshandeln mitzuwirken. Das dürfte uns weiterhin verheimlicht werden, wenn sich nicht endlich politischer Druck gegen diesen Skandal aufbaut.

    Dass das Regieren am Parlament vorbei in militärrelevanten Dingen zunehmend zur Norm wird, sieht man auch am aktuellen Streit des EU-Parlaments mit der Kommission. Die Kommission hat ein 150-Mrd.-Euro Kreditpaket für die gemeinsame Beschaffung von Rüstungsgütern per Notstandsklausel am Parlament vorbei auf den Weg gebracht. Der EU-Rat der Regierungen hat zugestimmt. Das Parlament droht immerhin mit Klage. Ich fürchte allerdings der zahnlose Tiger, der bisher noch jede demokratiefeindliche Zumutung von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit etwas Murren weggesteckt hat, wird sich umstimmen lassen.

    Fazit und Handlungsmöglichkeiten

    Man wird versuchen die Geheimhaltung der Details für das Mitregieren der NATO in zivilen Angelegenheiten mit der Notwendigkeit zu begründen, die Feinde der NATO darüber im Dunkeln zu lassen, wie genau man seine zivile Wirtschaft und Gesellschaft kriegstüchtig macht. Wenn die Bedrohung tatsächlich so groß wäre, dass das nötig wäre – was ich sehr stark bezweifle – müsste man konsequenter Weise die Demokratie aussetzen und zum Notstandsrecht übergehen. So zu tun, als hätten die gewählten Parlamente die Macht, während tatsächlich nebenher das Militär den Regierungen Vorgaben macht, von denen Bürger und Parlament nichts wissen dürfen, ist nicht zu rechtfertigen.

    Parlamentarier können ihr Fragerecht nutzen und die Regierung nötigen, über die geheimen NATO-Ziele Auskunft zu geben. Bürger und Vertreter von unabhängigen Bürgerorganisationen könnten es mit Informationsfreiheitsanfragen versuchen. Außerdem können sie über die Netzseite Frag den Staat Abgeordnete und Funktionsträger öffentlich zu der Thematik befragen.


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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




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    Bundesregierung bestätigt Bindung an geheime NATO-Ziele


    norberthaering.de7. 07. 2025 | Nach der niederländischen hat nun auch die deutsche Regierung eingeräumt, dass sie an geheime NATO-Ziele gebunden ist. Doch weder die Mainstream-Medien, noch die Oppositionsparteien wollen davon etwas wissen. In Sizilien hat man einen Namen für das allseitige Schweigen über das Handeln einer besonders mächtigen Organisation: Omertà.


    Wie ich am 23. Juni berichtet habe, hat die niederländische Regierung auf parlamentarische Nachfrage erklärt, dass es neben den wenig konkreten gegebenen „Resilienz“-Vereinbarungen der NATO auch geheime, verpflichtende Ziele des Militärbündnisses gibt, die die Resilienzziele konkretisieren.

    Auf Anfrage des Online-Magazins Multipolar hat das deutsche Bundesinnenministerium die Existenz dieses geheimen NATO-Dokuments nicht bestritten. In seiner Antwort teilte die Pressestelle des Ministeriums mit, man bitte um Verständnis, wenn man zu dem „nicht öffentlich zugänglichen NATO-Dokument“ keine Auskünfte erteilt.

    Fragen danach, ob das Dokument den Abgeordneten des Bundestags, dem Parlamentarischen Kontrollgremium oder dem Verteidigungsausschuss bekannt sei, und ob die Bundesregierung – wie die niederländische – geheime Veranstaltungen und Übungen zu den NATO-Resilienz-Zielen durchgeführt habe, ließ das Ministerium unbeantwortet.

    Die Resilienz-Ziele sollen die Gesellschaft widerstandsfähig gegen „störende Ereignisse“ wie Krieg, Pandemien, Naturkatastrophen und Infrasturkturausfall machen. Auch Klima- und Gesundheitspolitik sowie der Kampf gegen sogenannte Desinformation sind Thema der NATO-Resilienzziele, zu deren Einhaltung sich die Regierungen verpflichtet haben.

    Multipolar wollte von den im Bundestag vertretenen Oppositionsparteien wissen, wie sie die Erkenntnisse aus den Niederlanden bewerten und ob sie sich dafür einsetzen, die geheim gehaltenen NATO-Ziele dem Bundestag und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zudem wurde die Frage gestellt, wie die Parteien vor dem Hintergrund der Meinungs- und Pressefreiheit die Bekämpfung nicht eindeutig definierter „feindlicher Informationsaktivitäten“ bewerten. Weder die Fraktion der AfD noch der Grünen und der Linken haben auf die Presseanfrage reagiert.

    In Sizilien hat man einen Ausdruck für das unbedingte Schweigen und Nichtwissenwollen über das geheime Tun einer mächtigen Organisation: Omertà. Im engeren Sinne gilt die Schweigepflicht für Mitglieder der Mafia gegenüber Außenstehenden, im weiteren Sinne auch für Nichtmitglieder, sowohl potentielle Zeugen als auch Opfer, denn: „Wer taub, blind und stumm ist, lebt hundert Jahre in Frieden.“

    Wer diese Omertà störend findet, ist herzlich eingeladen, seinen Wahlkreisabgeordneten darauf anzusprechen oder zu befragen, per Brief, Mail, Telefon oder – öffentlich – auf Abgeordnetenwatch.de. Abgeordnete des BSW in den Landtagen und in Brüssel könnten parlamentarische Anfragen an die Landesregierung bzw. die Kommission richten, was diesen über geheime Resilienzziele der NATO bekannt ist und wie sie dazu stehen.

    In Kommentaren auf der Plattform X wurde zu dem Multipolar-Artikel spekuliert, dass die Nichtmitgliedschaft Schwedens in der NATO während der Corona-Zeit erklären dürfte, warum man dort im Umgang mit Corona einen erfolgreichen, weit weniger repressiven Sonderweg gehen konnte.


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    EU-Kommission und Nato mischen sich verdeckt in den polnischen Wahlkampf ein
    English version | 25. 03. 2025 | Die Polen entscheiden im Mai, ob zum EU-freundlichen Regierungschef Donald Tusk künftig ein ebenso EU-freundlicher Präsident kommt, oder ob Tusk sich weiter von einem oppositionellen Präsidenten ausbremsen lassen muss. Da bleibt die EU-Kommission nicht untätig. Sie mischt sich verdeckt in den Wahlkampf ein, mit Steuergeld und mit Instrumenten, die von Militär und Geheimdiensten entwickelt wurden.


    Wir sind das Schlachtfeld für die „kognitive Kriegsführung“ der Nato
    4. 06. 2024 | Die immer intensivere Manipulation, Zensur und Gleichrichtung der Medien ist Teil der „kognitiven Kriegsführung“ der Nato. Jüngste Eskalationsstufen in diesem Kampf der Militärs um die Köpfe sind eine schnelle Eingreiftruppe der EU für „hybride Bedrohungen“ und das Fußball-Sponsoring der Waffenschmiede Rheinmetall. Perfider ist jedoch das Agieren auf dem Schlachtfeld Schule.


    IHKen bereiten die Wirtschaft auf einen Krieg vor
    24. 06. 2025 | Die Steigerung der Kriegstüchtigkeit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die die NATO mit geheim gehaltenen „Resilienzzielen“ einfordert, wird in Deutschland sehr ernst genommen. So sehen die Industrie- und Handelskammern (IHKen) sich neuerdings berufen, „zur Friedenssicherung“ ihre Mitgliedsunternehmen auf einen Krieg vorzubereiten.


    Info: https://norberthaering.de/macht-kontrolle/nato-ziele/


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