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07.11.2024

Liveticker Regierungskrise: Merz zu Scholz: Kooperation nur, wenn Ampel schnell weg ist

freedert.online, 7 Nov. 2024 14:55 Uhr

Die ebenso unbeliebte wie handlungsunfähige Ampel-Koalition ist gescheitert. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) entlässt Finanzminister Christian Lindner und weitere Kabinettsmitglieder. Zuvor hatten sich SPD, FDP und Grüne über die Wirtschaftspolitik zerstritten.


Liveticker Regierungskrise: Merz zu Scholz: Kooperation nur, wenn Ampel schnell weg istQuelle: AP © Markus Schreiber


Friedrich Merz (CDU)


Die Ampel-Koalition in Berlin ist geplatzt. Für Deutschland wird der Weg zu Neuwahlen frei. Noch ist nicht klar, wie der beschritten werden soll. Friedrich Merz fordert, dass Olaf Scholz schon in der kommenden Woche die Vertrauensfrage stellt. Alle Entwicklungen in unserem Liveticker.

  • 7.11.2024 15:52 Uhr

15:52 Uhr

Scholz reist wegen Ampel-Aus nicht zur Weltklimakonferenz in Baku

Nach dem Bruch der Ampel hat Kanzler Scholz seine Reise zur UN-Klimakonferenz in Baku abgesagt. Das teilte ein Regierungssprecher am Donnerstag auf Anfrage in Berlin mit. Scholz wollte eigentlich an diesem Montag in die aserbaidschanische Hauptstadt fliegen und dort am Dienstag an den Beratungen teilnehmen. 

Nächste Woche will sich Kanzler Olaf Scholz per Regierungserklärung an den Bundestag wenden, wie BILD erfuhr.

  • 15:06 Uhr

    Merz zu Scholz: Kooperation nur, wenn Ampel schnell weg ist

    Kanzler Olaf Scholz und Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz berieten eine halbe Stunde lang über den Fahrplan nach dem Bruch der Ampelregierung. Nach BILD-Informationen machte Merz Scholz eines klar:

    "Wir reden nur, wenn klar ist, dass Sie schnell weg sind!"

    Merz machte im Gespräch mit dem Kanzler deutlich, dass die Union erwartet, dass es in Deutschland nun keine mehrere Monate dauernde Hängepartie geben kann. Die Lage in Deutschland, Europa und der Welt erfordern eine innen- wie außenpolitisch handlungsfähige Bundesregierung.

    Man könne über für das Land unaufschiebbare Entscheidungen reden – aber vorher müsse klar sein, dass Scholz so schnell wie möglich im Bundestag die Vertrauensfrage stellt. Noch in diesem Jahr. Noch in der nächsten Woche.

    Der Bundeskanzler will aber Berichten zufolge am Zeitplan für die Vertrauensfrage im kommenden Jahr festhalten. Das Gespräch endete damit ohne Ergebnis. 

  • 15:00 Uhr

    CDU-Ministerpräsidenten fordern von Scholz Neuwahlen

    Mehrere christdemokratische Ministerpräsidenten haben sich ihrem Parteichef Friedrich Merz angeschlossen und schnelle Neuwahlen gefordert.

    Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst sagte, "sofortige Neuwahlen wären ein Akt der politischen Vernunft". Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther forderte ebenfalls eine rasche Neuwahl des Bundestags. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff mahnte, es sei eine handlungsfähige Bundesregierung nötig, die eine eigene Mehrheit habe. Neuwahlen im März 2025 seien zu spät. 

    Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hingegen nannte die Forderung nach schnellen Neuwahlen verantwortungslos. Tschentscher, wie Scholz ein Sozialdemokrat, sagte, vorher seien dringende Entscheidungen zu treffen. 

  • 14:45 Uhr

    Özedemir bestätigt Doppel-Funktion

    Bundesagrarminister Cem Özdemir wird bis zu den Neuwahlen auch das Bildungs- und Forschungsministerium übernehmen, so der Spiegel. Özdemir bestätigte vorher kursierende Gerüchte persönlich vor Journalisten.

    Vizekanzler Robert Habeck habe ihn "nach Abstimmung mit dem Bundeskanzler gebeten, die Leitung des Ministeriums mit zu übernehmen", so der Grünen-Politiker.

    Sein Amt als Agrarminister werde er demnach parallel fortführen.

  • 14:20 Uhr

    Özdemir soll zusätzlich Bildungsministerium übernehmen - Wissing zusätzlich das Justizministerium

    Die Entlassungszeremonie der FDP-Ministerinnen und Minister im Schloss Bellevue hat begonnen.

    Gleichlautende Medieninformationen lauten, dass der Grünen-Politiker und Landwirtschaftsminister Cem Özdemir zusätzlich das Ministerium für Bildung und Forschung übernehmen soll, welches zuvor die zurückgetretene Bettina Stark-Watzinger inne hatte.

    Laut Stern- und Bild-Informationen soll der mittlerweile parteilose Volker Wissing neben dem Verkehrsministerium auch das Justizministerium übernehmen und damit Marco Buschmann ablösen.

    Am Ende der Verabschiedung der Ex-Minister bestätigt Steinmeier dann Wissing als neuen Justizminister. Als Nachfolge Lindners im Finanzressort wurde anschließend dann auch Jörg Kukies (SPD) vereidigt.

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bedankt sich zuvor bei den FDP-Ministern, "die neben ihm stehen, ebenso wie Kanzler Olaf Scholz". Der Stern zitiert den Bundespräsidenten mit den Worten:

    "'Leicht wird es keinem von Ihnen fallen, jetzt unabgeschlossene Projekte liegen lassen zu müssen'. Er wünsche den FDP-Ministern alles Gute."

    Der Spiegel kommentiert zur Zeremonie:

    "Beim anschließenden Fototermin gab es steinharte Gesichter. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) blickte weit am Rand stehend verkniffen, Lindner mochte zunächst kaum zum ehemaligen Parteifreund Wissing aufrücken."     RT

  • 14:12 Uhr

    "So. Doof" - Der Spiegel erfuhr, mit welchen Sätzen Scholz seinen Finanzminister am gestrigen Abend bedachte

    Der Spiegel berichtet über den Ablauf des Ampel-Endes am gestrigen Abend. In Koalitionskreisen hieß es demnach, Lindner habe beim Krisentreffen im Kanzleramt zuerst Neuwahlen vorgeschlagen, Scholz dies aber abgelehnt. Die FDP habe daraufhin um eine Unterbrechung gegeben.

    Scholz habe nach den Forderungen und Ankündigungen seitens Lindners, dass er eine Abweichung von der Schuldenbremse nicht mittragen würde, wörtlich seinem FDP-Minister mitgeteilt:

    "Dann, lieber Christian, möchte ich nicht mehr, dass Du meinem Kabinett angehörst und werde morgen früh dem Bundespräsidenten mitteilen, dass Du entlassen wirst."

    Weiter heißt es demnach laut der Quelle:

    "Lindner habe gesagt, dann gebe es immerhin Klarheit. Daraufhin habe etwa zehn Sekunden Schweigen geherrscht, bis Scholz gesagt habe: 'So. Doof.'"

  • 13:50 Uhr

    GEZ-Gebührenjournalismus

    Der stellvertretende Studioleiter des ARD-Hauptstadtstudios berichtet:

  • 13:44 Uhr

    LGBTQ+-Gemeinde fürchtet durch Ampel-Ende das Aus für mehrere regierungsunterstützte politische Ziele

    Mit dem gestrigen Ende der Ampelkoalition "gelangen auch alle noch angedachten LGBTI*-Projekte ins Abseits, allen voran die geplante Reform des Abstammungsrechts", so die Webseite Schwulissimo ernüchtert resümierend

    Demnach "bereits vorab kaum mehr denkbar", drohe nun zudem die Gefahr des Scheiterns einer anscheinend geplanten "Grundgesetzänderung mit dem Passus der 'sexuellen Identität', der die Rechte von LGBTI*-Menschen noch stärker rechtlich schützen hätte sollen".

    Bezogen auf drohende angepasste Haushaltspläne und Budgetkürzungen lauten die Befürchtungen des Weiteren:

    "Ebenso sehr fraglich bleibt, ob und wie der angedachte Nationale Aktionsplan für mehr Akzeptanz von LGBTI*-Menschen überhaupt noch umgesetzt werden wird, erste Projekte waren frühestens für 2025 eingeplant."

    Die queer-politische Sprecherin der Linksfraktion, Kathrin Vogler, zeige sich laut dem Artikel "in einem ersten Statement kämpferisch und vorausschauend" mit Blick auf die angekündigten Neuwahlen, bei denen jedoch die Partei mehr als realistisch den erneuten Einzug in den Bundestag verpassen könnte. Vogler erklärte:

    "Trump ist gewählt, die Ampel ist aus. Wir sind bereit, den Kampf aufzunehmen. Challenge accepted! Gegen den Rechtsruck hilft nur entschlossene linke Politik. Für ein Land, in dem Würde groß geschrieben und niemand zurückgelassen wird." 

  • 13:05 Uhr

    Christian Lindner: Vertrauensfrage sofort - Koalitionsbruch ging vom Kanzler aus

    Der geschasste Finanzminister Christian Lindner erklärte sich am Vormittag vor der Hauptstadtpresse. Lindner stellte wörtlich einleitend fest, dass ihn die letzten Wochen der Ampel "menschlich betroffen gemacht haben, ich habe gelitten, dass ich oft nicht sagen konnte: 'Wir werden jetzt handeln, wir werden das Notwendige tun'."

    Demnach habe er SPD-Kanzler Olaf Scholz "bereits am Sonntag Neuwahlen vorgeschlagen", falls sich die Koalition weiterhin zu seinem Positionspapier nicht einigen könnte.

    Zum Thema der Neuverschuldung, unter für Lindner dann fadenscheinigen Begründungen seitens Scholz', erklärte Lindner in Anwesenheit der ebenfalls geschassten FDP-Bundesminister:

    "Mit einem so fahrlässigen Umgang mit dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland hätte ich meinen Amtseid verletzt. Das wusste der noch amtierende Bundeskanzler. Das dennoch ultimativ von mir zu verlangen, war der vorsätzliche Bruch der Koalition. Deshalb ist es gut, dass das Land nun eine neue Wahl hat."

    Lindner kritisiert dann zusehends offensiver in der Wortwahl den Kanzler dafür, dass dieser laut Ankündigung erst im Januar die Vertrauensfrage stellen und Neuwahlen ermöglichen will. Lindner wörtlich:

    "Das Bundeskanzleramt darf keine Wahlkampf-Zentrale werden. Unser Land braucht eine Regierung, die nicht nur amtieren, sondern agieren kann. Das richtige für unser Land wäre die sofortige Vertrauensfrage und Neuwahlen."

  • 12:48 Uhr

    EU-Partner besorgt auf Gipfel in Budapest
    "Europa ist nicht stark ohne ein starkes Deutschland", sagte EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola vor dem Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Budapest, der neben der EU auch Großbritannien, die Türkei und weitere Länder angehören. Der finnische Regierungschef Petteri Orpo nannte schnelle Neuwahlen in Deutschland "sehr wichtig".

    NATO-Generalsekretär Mark Rutte gab sich dagegen unbesorgt. Deutschland könne weiterhin seine Verpflichtungen in der Verteidigungs- und Außenpolitik erfüllen, sagte der Niederländer. "Olaf Scholz ist eine starke Führungspersönlichkeit", sagte Rutte.

  • 12:45 Uhr

    Bananenrepublik mit Hang zu Masochismus – Sacharowa kommentiert Ampel-Zusammenbruch

    Der Zusammenbruch der deutschen Regierungskoalition hat das Hauptproblem des modernen politischen Systems der BRD offengelegt – es ist eine klassische "Bananenrepublik". Der Begriff ist übrigens amerikanisch – er wurde erstmals 1904 von O. Henry verwendet. Kein anderer Staat auf der Welt hat nach den Ergebnissen der US-Wahlen am selben Tag damit begonnen, die eigene Regierung umzubilden. Außer Deutschland.

    Was haben Sie gewollt? Berlin hat es versäumt, das russische Gas zu behalten, das für seine Bürger und seinen Industrie- und Wirtschaftskomplex lebenswichtig ist, hat die Gelegenheit verpasst, das Tempo des Wirtschaftswachstums beizubehalten, sieht gehorsam der Abwanderung seiner Industrien und Unternehmen in die USA zu - solange es Washington gefällt.

    Und zu all diesem Masochismus hat Berlin aufgehört, so zu tun, als ob die deutsche Regierung autonom wäre und als ob sie nicht der Vizekönig der amerikanischen Neoliberalen in der Europäischen Union wäre.

  • 12:30 Uhr

    Jugendverband der Werte Union mit Meme gegen Scholz

    Die Werteunion wurde unter dem Namen Freiheitlich-Konservativer Aufbruch im März 2017 im baden-württembergischen Schwetzingen gegründet. Der ehemalige Chef des Verfassungs­schutzes, Hans-Georg Maaßen, ist seit 2023 der Vorsitzende. Im Januar 2024 trat Maaßen aus der CDU aus. 

    Die offizielle Jungendorganisation der Partei veröffentlichte am 6. November, nach Bekanntwerden vom Ende der Ampel, folgendes X-Posting:

  • 12:12 Uhr

    "Gut, dass das Trauerspiel der Ampel-Koalition jetzt zu Ende ist"

    So die unmissverständliche Kritik seitens des Deutschen Richterbunds (DRB). Bundesjustizminister Buschmann bat mittlerweile Bundeskanzler Scholz offiziell um seine Entlassung aus dem Amt. Das teilte das Justizministerium am Vormittag mit.

    Weiter heißt es in dem Bild-Artikel, in dem DRB-Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn den Ex-Justizminister scharf attackiert:

    "Gut, dass das Trauerspiel der Ampel-Koalition jetzt zu Ende ist. Das dysfunktionale Dreierbündnis hat das Land nur noch politisch gelähmt. Der Bundesjustizminister hat der Justiz bei seinem Amtsantritt viel versprochen und dann drei Jahre lang wenig geliefert, weil die FDP dringend notwendige Investitionen in eine effektive Strafverfolgung und für mehr Sicherheit im Land bis zuletzt blockiert hat."

    Rebehn fordere daher "jetzt schnell einen neuen Aufbruch und neue Dynamik für Deutschland". Die künftige Bundesregierung müsse "rasch den Bund-Länder-Pakt für einen starken Rechtsstaat auf dem Weg bringen, den die Ampel nicht hinbekommen hat". 

  • 12:10 Uhr

    Innenministerin Nancy Faeser übernimmt doch nicht Justizressort

    Die hauptstädtische Gerüchteküche sorgte am frühen Morgen für Irritationen, da es laut Medienbericht hieß, dass Faeser kommissarisch die Amtsgeschäfte im Justizministerium von FDP-Mann Marco Buschmann übernehmen könnte. Dazu informierte das Magazin Der Spiegel kurze Zeit später:

    "Regierungskreise haben nun gegenüber dem Spiegel den Bild-Bericht dementiert. Unter anderem Verfassungsressorts wie etwa das Justizministerium und das Innenministerium dürfen demnach gar nicht von ein und derselben Person geleitet werden."

    Faeser gab dann am Vormittag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zu Protokoll:

    "Die deutsche Bevölkerung muss sich aus Sicht von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) keine Sorgen machen, was Sicherheit und Stabilität angeht. 'Wir sind und bleiben voll handlungsfähig'. Die Entscheidung des Kanzlers sei 'konsequent und richtig und zeugt von Verantwortung für unser Land in schwierigen Zeiten'."

    Ihre eindeutige Kritik am Ex-Regierungspartner FDP lautet nun offen formuliert, dass diese "viel zu oft reine Partei-Ideologie vertreten hat, statt pragmatische Entscheidungen zu treffen". Faeser repostete zudem diesbezüglicher Wahrnehmung die gestrige X-Mitteilung ihres Parteikollegen Olaf Scholz:

  • 11:55 Uhr

    Der baldige Ex-Grünen-Chef Omid Nouripour wünscht sich Robert Habeck als Kanzlerkandidaten

    Nouripour war geladener Gast im "ntv-Frühstart", wo er zur Fortsetzung der grünen Regierungsbeteiligung und Kanzler-Plänen seines Parteikollegen Habeck zu Protokoll gab:

    "Ich würde mich freuen, wenn er derjenige wäre, den wir ins Rennen schicken."

    Er glaube zudem, Habeck sei "ein gutes Angebot" an die Bürger. Deutschland brauche für sein Verständnis "auch einen modernen Kanzlerkandidaten". Ob dabei der Wirtschaftsminister seine anvisierte Kanzlerkandidatur aufgrund der jüngsten politischen Ereignisse final noch am Donnerstag oder Freitag dieser Woche verkünden wird, ließ der scheidende Parteichef dabei aber offen. 

    Zum Ende der Ampelregierung kommentierte Nouripour: "Die Stimmung war sehr gefasst".

  • 11:40 Uhr

    Bundespräsident Steinmeier beruhigt die Bürger: "Ende der Koalition nicht das Ende der Welt"

    Wie seitens desBundespräsidialamts am Morgen angekündigt, meldete sich nun auch Präsident Frank-Walter Steinmeier zu Wort, um der Bevölkerung seine persönliche Wahrnehmung zu der politischen Erosion in Berlin kundzutun. So erklärte er, dass für solche Dynamiken "unsere Verfassung Vorkehrungen getroffen hat". Weiter heißt es unter anderem wörtlich seitens Steinmeier:

    "Das Ende einer Koalition ist nicht das Ende der Welt. Es ist eine politische Krise, die wir hinter uns lassen müssen – und werden. Unser Land braucht stabile Mehrheiten und eine handlungsfähige Regierung. Das wird mein Prüfungsmaßstab sein. Es ist nicht die Zeit für Taktik und Scharmützel. Ich erwarte von allen Verantwortlichen, dass sie der Größe der Verantwortung gerecht werden."

    Die gesamte Ansprache dauerte laut Bild "zwei Minuten und 35 Sekunden" und wurde von der Redaktion als "Wischi-Waschi-Rede" bezeichnet.

    Den Entlassungsersuchen aller FDP-Minister, mit Ausnahme von Volker Wissing, der nun als parteiloser Minister der Restregierung weiterhin angehören wird, werde er entsprechend zustimmen.

    Er stehe zudem laut dpa-Mitteilung "auch bereit, über Neuwahlen zu entscheiden, falls der Bundeskanzler ihm dies nach einer gescheiterten Vertrauensfrage vorschlage". Laut Grundgesetz muss der Bundespräsident über die Auflösung des Bundestags entscheiden, wenn dieser dem Kanzler das Vertrauen entziehe. "Ich stehe zu dieser Entscheidung bereit", so Steinmeier.

  • 11:20 Uhr

    SPD forderte Ausnahme von der Schuldenbremse
    Politico hat ein Papier veröffentlicht, das die SPD am Mittwoch den Koalitionspartnern unterbreitet haben soll. Darin fordern die Sozialdemokraten, die Schuldenbremse erneut auszusetzen und die Ausgaben, die mit dem Ukraine-Krieg im Zusammenhang stehen, durch zusätzliche Schulden zu finanzieren. "Nur auf diesem Wege können die nötigen zusätzlichen Maßnahmen zur Belebung der Wirtschaft ermöglicht, zugleich der soziale Zusammenhang gewahrt und dennoch eine schuldenregelkonformer Bundeshaushalt aufgestellt werden", heißt es.

  • 11:10 Uhr

    Industrie will schnellstmöglich neue Regierung
    Industriepräsident Siegfried Russwurm fordert rasch stabile Verhältnisse. "Angesichts der weltpolitischen Lage und der schlechten wirtschaftlichen Entwicklung des Standorts Deutschland brauchen wir jetzt so schnell wie möglich eine neue, handlungsfähige Regierung mit eigener parlamentarischer Mehrheit", sagt der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). "Anhaltende Unsicherheit, wer Deutschland mit welchem Programm regiert, schadet dem Land und dem Wirtschaftsstandort."

  • 11:05 Uhr

    Mit Jörg Kukies rücken erneut BlackRock-Kontakte in das engere Regierungsumfeld

    Nach anfänglichen Gerüchten, dass Vize-Kanzler Habeck auch kurzzeitig kommissarischer Finanzminister wird, informierte die ARD-Tagesschau zu den vorerst jüngsten politischen Dynamiken innerhalb der Restregierung:

    "Der Nachfolger von Finanzminister Christian Lindner wird nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios Jörg Kukies. Er ist bislang Staatssekretär im Kanzleramt und gilt als wichtiger Berater von Kanzler Scholz."

    Bevor Kukies im Jahr 2021 in das Kanzleramt wechselte, war er Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, geleitet vom vormaligen Finanzminister Olaf Scholz. Dazu heißt es in einem Artikel aus dem Jahr 2018:

    "Rechnet man das hoch, dürften also die Aktien, die Blackrock für seine Kunden allein in den 30 DAX-Konzernen hält, auf etwa 5.000 Briefkastenfirmen verteilt sein. Ob Bundesfinanzminister Olaf Scholz davon schon gehört hat? Was sagt sein Staatssekretär Jörg Kukies dazu? Kukies war vormals bei Goldman Sachs – Blackrock ist dort Großaktionär."

    Im November 2022 lautete eine themenbezogene Spiegel-Schlagzeile:

    "Bekämpfung der Energiekrise - Ehemalige BlackRock-Ökonomin Elga Bartsch wechselt ins Wirtschaftsministerium von Robert Habeck"

    Nachweislich hat zudem der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz einige Jahre für den US-Finanzriesen BlackRock gearbeitet. Merz war von 2016 bis 2020 Aufsichtsratsvorsitzender von BlackRock 'Asset Management Deutschland', einer Tochter des britischen Arms des umtriebigen US-amerikanischen Vermögensunternehmens.

  • 10:55 Uhr

    Wagenknecht: Umgehender "Einstellungs- und Beförderungsstopp" in den Bundesministerien nötig

    "Jetzt darf es nicht noch eine 'Operation Abendsonne' geben, in der die gescheiterten Ampel-Minister ihre Parteisoldaten mit Beförderungen in den letzten Wochen belohnen", teilte Wagenknecht am Morgen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit.

    Der Begriff "Operation Morgensonne" bezieht sich auf politische Realitäten, in denen amtierende Bundesregierungen vor einem erwarteten Regierungswechsel wohlwollend und auf Kosten der Steuerzahler "verdiente Mitarbeiter" mit höheren Besoldungsstufen und Posten belohnen.

    In Berlin hat sich die Formulierung als Synonym für fragwürdige Beförderungen mittlerweile fest etabliert.

  • 10:45 Uhr

    Außenministerin Baerbock erkennt keine Eile in der Vertrauensfrage

    Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat den gestern genannten Termin für die nun anstehende Vertrauensfrage verteidigt.

    Der 15. Januar reiche laut der "deutschen Chefdiplomatin" als Terminierung vollkommen aus, um den "Weg für einen geordneten Übergang" zu organisieren, so Baerbock im ARD-Morgenmagazin.

    "Denn Ordnung ist das Wichtigste in diesen unsicheren Zeiten", so Baerbock wörtlich für die Zuschauer erklärend.

  • 10:40 Uhr

    CDU-Chef Merz erzwingt Krisengespräch im Kanzleramt

    CDU-Chef Friedrich Merz wird laut Hauptstadtpresse um 12.30 Uhr ein Gespräch mit Olaf Scholz führen.

    Um 15 Uhr steht dann ein weiteres Gespräch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an. Zudem will der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sich noch am Vormittag zur aktuelle Entwicklung im Regierungsviertel äußern.

    Er werde demnach um 11 Uhr ein Statement abgeben, teilte das Bundespräsidialamt mit. Um 14 Uhr wird Steinmeier demnach mehrere Minister entlassen und einen neuen ernennen.

  • 10:30 Uhr

    Merz fordert, dass der Bundeskanzler umgehend Vertrauensfrage stellt

    Nach einer einberufenen Sondersitzung der Unionsfraktion am Donnerstagvormittag erklärte CDU-Chef Friedrich Merz vor Journalisten, dass er die "Vertrauensfrage im Bundestag" seitens Bundeskanzler Olaf Scholz "schon diese oder spätestens Anfang nächster Woche" erwarte und nicht wie gestern seitens des Kanzleramts mitgeteilt, erst im Januar.

    Merz erklärt zu seiner Forderung:

    "Wir können es uns einfach nicht leisten, jetzt über mehrere Monate hin eine Regierung ohne Mehrheit in Deutschland zu haben und anschließend über weitere Monate einen Wahlkampf und möglicherweise mehrere Wochen Koalitionsverhandlungen zu führen. Das muss jetzt schnell gehen."

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    07.11.2024

    Waldai-Treffen in Russland: Der „Globale Süden“ wird immer selbstbewusster

    Gábor Stier

    nachdenkseiten.de, 07. November 2024 um 11:00 Ein Artikel von Gábor Stier

    Die derzeitige bröckelnde Weltordnung ist veraltet, ihre Institutionen sind leer, sie dienen nur der Aufrechterhaltung der Hegemonie des Westens – und der nichtwestliche Teil der Welt akzeptiert dies nicht mehr. Er fordert Gleichberechtigung und ein Mitspracherecht bei der Gestaltung des Weltgeschehens. Auf der 21. Jahreskonferenz des Diskussionsklubs Waldai Anfang November im Süden Russlands sagten die Redner, sie würden auch die modernen Formen des Kolonialismus ablehnen. Sie seien doch die globale Mehrheit, mit deren Potenzial jetzt gerechnet werden müsse. Der ungarische Auslandsjournalist und Gründungs-Chefredakteur des Fachportals Moszkvater, Gábor Stier, ist vor Ort und berichtet über das Treffen. Aus dem Ungarischen übersetzt von Éva Péli.

    Anlässlich seines 20-jährigen Bestehens haben sich die Mitglieder des Waldai-Klubs zum 21. Mal getroffen, um ihre Gedanken über den Wandel der Weltordnung auszutauschen. In einer zu dem internationalen Treffen vorbereiteten Studie geht es vor allem um die Frage, wie eine stabile Weltordnung erreicht werden kann. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass sich die Welt auf eine polyzentrische Ordnung zubewegt, sie jedoch nicht auseinanderfällt, sondern ihre Einheit bewahrt. Daher müssen die Herausforderungen auch gemeinsam angegangen werden.

    Der Westen kann nicht mehr bestimmen, in welche Richtung die Welt gehen soll. Die sogenannte globale Mehrheit, der Globale Süden, akzeptiert diesen Ansatz nicht mehr. Sie bittet nicht um ein Mitspracherecht in den Angelegenheiten der Welt – sie fordert es.

    140 Experten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus 50 Ländern kamen zusammen an der vertrauten Basis des Waldai-Klubs, dem Hotel Poljana 1389 im Gebirgsdorf Krasnaja Poljana oberhalb von Sotschi. Die Konferenz ist ein Versuch, zu zeigen, wie der „Globale Süden“ über das Weltgeschehen denkt. Es wird ebenfalls gezeigt, welche Lösungen er für die Herausforderungen bietet, vor denen wir stehen. Dementsprechend dominieren auf der Konferenz die Vertreter des Globalen Südens – genau wie im Leben, wie die Organisatoren anmerkten.

    Dieses Verhältnis hat sich nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine sichtbar verändert, hauptsächlich Vertreter des westlichen Blocks sind weggeblieben. Nicht nur die Veränderungen in der Welt beschleunigten diesen Prozess, sondern auch die Abkehr der westlichen Welt von Russland. Der Westen will Russland eine strategische Niederlage zufügen, scheint aber gleichzeitig die Haltung der Sowjetunion gegenüber der „imperialistischen Welt“ zu kopieren und interessiert sich nicht einmal dafür, wie sein dämonisierter Feind denkt. In einigen Ländern ist es sogar verboten, neugierig zu sein. Nicht nur, indem sie russische Medien nach sowjetischer Art blockieren, sondern auch Analysten sollten Angst haben, wenn sie einen Fuß auf russischen Boden setzen.


    Die Mehrheit der Welt fordert mehr Respekt

    Diese realitätsfremde Mentalität, die auf die nichtwestliche Hälfte der Welt herabblickt und die sich verändernden Machtverhältnisse nicht wahrnimmt, wird von Russland nicht akzeptiert. Und Moskau wird in dieser Hinsicht vom sogenannten Globalen Süden inbrünstig unterstützt.

    Wie die Redner auf der Konferenz immer wieder betonen, ist das westliche Entwicklungsmodell erschöpft, die Autorität des Westens ist geschmolzen, seine moralische Überlegenheit ist nicht mehr gerechtfertigt und er ist nicht in der Lage, der Welt eine neue Idee anzubieten. Der Neokolonialismus, der die nichtwestliche Hälfte der Welt beraubt hat, ist vorbei. Niemand kann seine Macht missbrauchen, die Wirtschaft und das Finanzsystem als Waffen benutzen, niemand kann die internationalen Institutionen im Interesse der eigenen Nation vereinnahmen, um seine Hegemonie aufrechtzuerhalten.

    Die Welt ist an einem gefährlichen Punkt angelangt, und es bedarf einer ruhigen Herangehensweise, um noch größere Schwierigkeiten zu vermeiden, als wir sie derzeit erleben. Das neue Gleichgewicht der Kräfte bildet sich langsam heraus, währenddessen werden die Spannungen andauern und Kriege sind unvermeidlich.

    Die nichtwestliche Welt spürt ihre Stärke und wird immer selbstbewusster. Wie ein malaysischer Experte sagte, können die Interessen der globalen Mehrheit nicht unter den Tisch gekehrt werden. Es müsse endlich verstanden werden, dass es nicht die Minderheit, sondern die Mehrheit ist, deren Werte nicht schlechter sind als die des Westens. Der Analyst, der die Stimmung des „Globalen Südens“ widerspiegelte, erklärte selbstbewusst, dass dieser Teil der Welt sein Schicksal selbst in die Hand nimmt und sich verbittet, als „Dritte Welt“, „Entwicklungswelt“ bezeichnet zu werden. Wie er betonte, ist dies keineswegs antiwestlich, sondern die Mehrheit der Welt fordert einfach mehr Respekt.

    Diese nichtwestliche Welt bricht mit den alten Stereotypen einer Weltordnung, die auf europäischen Traditionen und US-amerikanischen Interessen beruht – einer Ordnung, die so dysfunktional ist, dass sie nicht einmal ihre eigenen Probleme lösen kann. Sie will nichts weniger als eine gerechte, demokratische Weltordnung.

    Darüber hinaus betonen die Redner immer wieder, dass ein neues Gleichgewicht der Kräfte und eine berechenbare Weltordnung notwendig seien. Mit der Blockmentalität, dem Neoliberalismus, dem Neokolonialismus und der ausbeuterischen Mentalität, die auf die Mehrheit der Welt herabsieht, müsse gebrochen werden. All dies sei notwendig, damit sie sich gemeinsam den globalen Herausforderungen stellen können. Gelinge dies nicht, könnte dies schwerwiegende Folgen haben.


    Der Beitrag ist im ungarischen Original hier erschienen.


    Titelbild: Valdai Discussion Club


    Rubriken: Außen- und Sicherheitspolitik Länderberichte Veranstaltungshinweise/Veranstaltungen


    Schlagwörter:


    Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=124329


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, awie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2024

    Europäischer Menschenrechtsgerichtshof weist Beschwerden von US-amerikanischen und deutschen Atomkraftgegnern zurück (auch in Englisch)


    aus e-mail von Marion Küpker, 7. November 2024, 14:30 Uhr


    Hallo Ihr Lieben,

    auch John's Beschwerde wurde nun abgelehnt.

    Zur weiteren Veröffentlichung kann der Text gerne benutzt werden.

    LG, Marion


    *NUKEWATCH*


    /*ZUR SOFORTIGEN VERÖFFENTLICHUNG, 30. Oktober 2024*/


    Kontakt: Marion Küpker, +49-172-771-3266, marion@gaaa@gmx.de,/**/John

    LaForge, 715-491-3813, nukewatch1@lakeland.ws


    *Europäischer Menschenrechtsgerichtshof weist Beschwerden von

    US-amerikanischen und deutschen Atomkraftgegnern zurück*


    Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat die

    Beschwerden von drei Atomwaffengegnern abgewiesen, die erfolglos gegen

    strafrechtliche Verurteilungen wegen Hausfriedensbruchs vor deutschen

    Gerichten geklagt hatten. Die Fälle gehen auf Verurteilungen wegen

    Hausfriedensbruchs und/oder Sachbeschädigung zurück, die im Anschluss an

    gewaltfreie „Go-In“-Proteste gegen die Stationierung und den drohenden

    Einsatz von US-Atombomben auf dem deutschen Luftwaffenstützpunkt Büchel

    ergangen waren.


    In seinen Entscheidungen vom 21. Oktober 2024 entschied der EGMR in

    Straßburg, dass die Beschwerden der Angeklagten keine „Verletzung der in

    der Verfassung verankerten Rechte und Freiheiten“ des Gerichtshofs

    darstellten. Der EGMR prüft Beschwerden von Einzelpersonen,

    Nichtregierungsorganisationen oder Staaten innerhalb des 46 Mitglieder

    zählenden Europarates, jedoch erst, nachdem die Antragsteller alle

    Rechtsmittel in ihrem eigenen Land ausgeschöpft haben.


    Das Gericht wies die Klagen der Deutschen Marion Küpker aus Hamburg und

    Stephanie Augustin aus Dortmund sowie von John LaForge aus Luck,

    Wisconsin, in den Vereinigten Staaten ab. Alle drei waren wegen

    Hausfriedensbruchs und/oder Beschädigung der Umzäunung des deutschen

    NATO-Stützpunkts Büchel, 130 km südöstlich von Köln, verurteilt worden.

    Gegen den Stützpunkt gibt es seit Jahrzehnten Proteste wegen seiner

    Instandhaltung und der Bereitschaft zum Einsatz der dort stationierten

    US-Thermonuklearbomben (bekannt als B61). Deutsche

    Tornado-Kampfjetpiloten auf dem Stützpunkt planen, bereiten sich vor und

    trainieren den Einsatz der Atombomben bei Angriffen gegen Russland,

    zuletzt bei der Übung „Steadfast Noon“ im Oktober^[1] .


    LaForge, ein langjähriger Co-Direktor der gemeinnützigen

    Watchdog-Organisation Nukewatch in Wisconsin, Küpker, die

    Anti-Atomwaffensprecherin des Versöhnungsbundes Deutschland, und die

    Friedensaktivistin Augustin hatten zuvor beim Bundesverfassungsgericht

    in Karlsruhe, dem höchsten deutschen Gericht, gegen ihre Verurteilung

    geklagt. Das höchste deutsche Gericht hat in insgesamt 20 Fällen von

    Atomwaffenprotesten ähnliche Beschwerden routinemäßig abgelehnt. Im

    Januar 2023 war LaForge der erste US-Bürger, der im Rahmen der

    langjährigen Kampagne des zivilen Widerstands gegen den drohenden

    Einsatz der in Büchel gelagerten US-Atombomben zu einer Haftstrafe in

    Deutschland verurteilt wurde. Die Weitergabe der US-Atombomben an

    Deutschland ist Teil einer Praxis, die oft als „nukleare Teilhabe“

    bezeichnet wird. LaForge weigerte sich, die vom Gericht verhängten

    Geldstrafen zu zahlen und wurde für 50 Tage inhaftiert. (Ein zweiter

    US-Bürger, der wegen Hausfriedensbruchs in Büchel verurteilt wurde,

    Dennis DuVall aus Prescott, Arizona, verbüßte im Jahr 2023 eine

    60-tägige Ersatzfreiheitsstrafe).


    LaForge machte in seiner Beschwerde geltend, dass die deutschen Gerichte

    gegen die Anforderungen des EGMR verstoßen und ihm das Recht verweigert

    hätten, eine vollständige Verteidigung zu präsentieren. In der

    Beschwerde, die am 9. Juni 2023 eingereicht wurde, wird argumentiert,

    dass das deutsche Gericht in Koblenz einen Fehler begangen hat, indem es

    sich weigerte, die Aussage eines Sachverständigen zu berücksichtigen,

    die seiner Meinung nach seine Verteidigung der „Verbrechensverhütung“

    bestätigt hätte. Er hatte die Aussage des renommierten Völkerrechtlers

    Francis Boyle von der Universität Illinois angeboten, der erklärt hatte,

    dass internationale Verträge jegliche Planung oder Vorbereitung von

    Atomwaffenangriffen verbieten und die „gemeinsame Nutzung“ von

    Atomwaffen durch Parteien des Atomwaffensperrvertrags von 1970

    untersagen. In der Entscheidung des EGMR wurde jedoch festgestellt, dass

    die Entscheidungen des deutschen Gerichts nicht unfair waren und „nicht

    willkürlich oder offensichtlich unvernünftig“ erschienen. Das Urteil ist

    endgültig und kann nicht angefochten werden.


    „Wir haben dem Gerichtshof die Möglichkeit gegeben, die fragwürdige

    Rechtmäßigkeit der Weitergabe von US-Atomwaffen an Deutschland zu

    prüfen. In einer Zeit, in der fast täglich über Drohungen und Risiken

    von Atomwaffenangriffen auf die Ukraine berichtet wird, hat der EGMR die

    Gelegenheit versäumt, diesen Verstoß der USA und Deutschlands gegen den

    Atomwaffensperrvertrag zu verurteilen“, sagte LaForge.


    Insgesamt haben sechs AtomkraftgegnerInnen beim EGMR Beschwerde

    eingelegt, darunter LaForge, Küpker, Augustin sowie die Deutschen Ariane

    Dettloff aus Köln und Johanna Adickes aus Emden. Der Antrag von Susan

    Crane aus Redwood City, Kalifornien, die derzeit eine 229-tägige

    Ersatzfreiheitsstrafe in der JVA Koblenz, Deutschland, verbüßt, wurde

    wegen eines Formfehlers abgelehnt. -end-


    ^[1] „NATO hält jährliche Nuklearübungen ab: Steadfast Noon“, NATO, 14.

    Oktober 2024, https://www.nato.int/cps/en/natohq/news_229447.htm; ‚/NATO

    Flexes with Simultaneous Nuclear Strike and Naval Warfare Exercises‘,

    Thomas Newdick, The War Zone, 25. Oktober 2024, //https://www.twz./

    <https://www.twz.com/air/nato-flexes-with-simultaneous-nuclear-strike-and-naval-warfare-exercises?utm_source=AM+Nukes+Roundup&utm_campaign=ce1360c1f6-EMAIL_CAMPAIGN_2018_07_25_12_19_COPY_01&utm_medium=email&utm_term=0_547ee518ec-ce1360c1f6-391880373>

    /com/air/nato-flexes-with-simultaneous-nuclear-strike-and-naval-warfare-exercises?utm_source=AM+Nukes+Roundup&utm_campaign=ce1360c1f6-EMAIL_CAMPAIGN_2018_07_25_12_19_COPY_01&utm_medium=email&utm_term=0_547ee518ec-ce1360c1f6-391880373/

    </./" rel="noopener">https://www.twz.com/air/nato-flexes-with-simultaneous-nuclear-strike-and-naval-warfare-exercises?utm_source=AM+Nukes+Roundup&utm_campaign=ce1360c1f6-EMAIL_CAMPAIGN_2018_07_25_12_19_COPY_01&utm_medium=email&utm_term=0_547ee518ec-ce1360c1f6-391880373>/./


    *NUKEWATCH*


    */FOR IMMEDIATE RELEASE/**/, October 30, 2024/*


    Contact: *//*Marion Küpker, +49-172-771-3266,

    marion@gaaa@gmx.de,*//*John LaForge, 715-491-3813, nukewatch1@lakeland.ws


    *European Human Rights Court Rejects Complaints by U.S. and German

    Nuclear Resisters*


    The European Court of Human Rights has rejected the complaints of three

    nuclear weapons opponents who unsuccessfully appealed criminal trespass

    convictions in German courts. The cases stem from trespass and/or

    property damage convictions that followed nonviolent “go-in” protests

    against the stationing and threatened use of U.S. nuclear bombs at

    Germany’s Büchel Air Base.


    In decisions handed down October 21, 2024, the Strasbourg-based ECHR

    ruled that the defendants’ complaints failed to show “a violation of

    rights and freedoms set out in the Constitution” of the Court. The ECHR

    considers appeals from individuals, NGOs or states within the 46-member

    Council of Europe but only after applicants have exhausted all the paths

    of recourse in their own country.


    The Court rejected complaints by Germans Marion Küpker of Hamburg,

    Stephanie Augustin of Dortmund, and by John LaForge of Luck, Wisconsin,

    in the United States. All three were convicted of trespass and/or damage

    to perimeter fencing at Büchel, the German NATO base 80 miles southeast

    of Cologne. The base has been the object of decades of protests because

    of its maintenance and readiness to use U.S. thermonuclear bombs (known

    as B61s) stationed there. German Tornado fighter jet pilots at the base

    plan, prepare, and train to use the H-bombs in attacks against Russia,

    most recently in October’s “Steadfast Noon” exercise.^[1]


    LaForge, a long-time co-director of the nonprofit watchdog organization

    Nukewatch in Wisconsin, Küpker, the nuclear weapons spokesperson with

    Fellowship of Reconciliation Germany, and peace activist Augustin had

    earlier appealed their convictions to the Constitutional Court in

    Karlsruhe, Germany’s highest. The high court has routinely rejected

    similar appeals in a total of 20 separate cases of nuclear weapon

    protests. In January of 2023, LaForge became the first U.S. citizen

    ordered to prison in Germany in the long-running campaign of civil

    resistance against the threatened use of the U.S. H-bombs kept at

    Büchel. The transfer of the U.S. nuclear bombs to Germany is part of a

    practice often called “nuclear sharing.” LaForge refused to pay

    court-ordered financial penalties and was incarcerated for 50 days. (A

    second U.S. citizen convicted of trespassing at Büchel, Dennis DuVall

    formerly of Prescott, Ariz., served 60 days in prison in 2023.)


    LaForge argued in his complaint that the ECHR’s judicial requirements

    were violated by the German courts which he claimed had denied him the

    right to present a complete defense. The complaint, filed June 9, 2023,

    argued that the German trial court in Koblenz erred by refusing to

    consider expert witness testimony, which he claimed would have

    corroborated his defense of “crime prevention.” He had offered the

    testimony of the eminent international law scholar Francis Boyle of the

    University of Illinois who has said that international treaties prohibit

    any planning or preparation for nuclear weapons attacks and forbid

    nuclear weapons “sharing” by parties to the 1970 Nonproliferation

    Treaty. However, the ECHR decision found that Germany’s trial court’s

    decisions were not unfair and did “not appear arbitrary or manifestly

    unreasonable”. The ruling is final and is not subject to appeal.


    “We gave the Court a chance to examine the questionable legality of

    transferring U.S. nuclear weapons to Germany. At a time when threats and

    risks of nuclear attacks over Ukraine are reported almost daily, the

    ECHR ducked the opportunity to condemn this U.S./German violation of the

    Nonproliferation Treaty,” LaForge said.


    A total of six nuclear resisters have filed complaints with the ECHR

    including LaForge, Küpker, Augustin, along with Germans Ariane Dettloff

    of Cologne, and Johanna Adickes of Emden. Susan Crane from Redwood City,

    California, who is currently serving a 229-day prison sentence in JVA

    Koblenz, Germany, had her application dismissed on a technicality. -end-


    ^[1] “NATO holds annual nuclear exercise: Steadfast Noon”, NATO, Oct.

    14, 2024, https://www.nato.int/cps/en/natohq/news_229447.htm; “/NATO

    Flexes with Simultaneous Nuclear Strike and Naval Warfare Exercises,”

    Thomas Newdick, The War Zone, Oct. 25, 2024,

    //https://www.twz.com/air/nato-flexes-with-simultaneous-nuclear-strike-and-naval-warfare-exercises?utm_source=AM+Nukes+Roundup&utm_campaign=ce1360c1f6-EMAIL_CAMPAIGN_2018_07_25_12_19_COPY_01&utm_medium=email&utm_term=0_547ee518ec-ce1360c1f6-391880373/

    </./" rel="noopener">https://www.twz.com/air/nato-flexes-with-simultaneous-nuclear-strike-and-naval-warfare-exercises?utm_source=AM+Nukes+Roundup&utm_campaign=ce1360c1f6-EMAIL_CAMPAIGN_2018_07_25_12_19_COPY_01&utm_medium=email&utm_term=0_547ee518ec-ce1360c1f6-391880373>/./


    --

    Nukewatch

    740A Round Lake Road

    Luck, WI 54853

    (715) 472-4185

    www.nukewatchinfo.org <http://www.nukewatchinfo.org>


    --

    Marion Küpker

    Friedensreferentin beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes


    Beckstr. 14

    20357 Hamburg - Germany

    Tel.: +49 (0)172 771 32 66

    mariongaaa@gmx.de

    www.versoehnungsbund.de



    Aufgaben und Funktionen:


    • Sprecherin des Kampagne des Aktionsbündnises "atomwaffenfrei.jetzt!":

    www.buechel-atombombenfrei.de und www.atomwaffenfrei.de

    • Koordinatorin der Gewaltfreien Aktion Atomwaffen abschaffen: www.gaaa.org


    Auszeichnungen:


    • Trägerin des Aachener Friedenspreises 2019 für die Kampagne Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt: www.aachener-friedenspreis.de

    •       Oberhausener Preis des Kirchenkreises Oberhausen 2018 für die Kampagne Büchel ist überall!

             atomwaffenfrei.jetzt und den Initiativkreis gegen Atomwaffen.

             www.atomwaffenfrei.de/home/artikel/b1bacf1952ded57ebfffc2e7088261f8/-c4dfbb432a.html


    Mitglied in den Frauenorganisationen:


    • Sisters. e.V.: https://sisters-ev.de.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, awie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2024

    Heute im Bundestag: Umstrittener Antisemitismus-Antrag angenommen

    aus e-mail von Clemens Ronnefeldt, 7. November 2024, 13:58 Uhr


    Liebe VB-Mitglieder,


    alle Proteste konnten die Annahme der Resolution im Bundestag nicht verhindern,

    waren aus meiner Sicht aber dennoch sehr wichtig und bleiben dies auch.


    Besorgte Grüße


    Clemens


    ----



    https://www.rnd.de/politik/antisemitismus-antrag-vom-bundestag-angenommen-4OQXQBC7YVDW5CHYVQNNJJ2EKY.html


    Erste Plenarsitzung nach Ampel-Aus


    Verzögertes Zeichen gegen Judenhass:


    Umstrittener Antisemitismus-Antrag angenommen


    Der Antisemitismus-Antrag der Ampelkoalition und Union wurde heute vom

    Bundestag angenommen. Der Resolution gingen monatelange Verhandlungen

    und Kritik voraus. In dem Antrag geht es darum, wo Antisemitismus

    anfängt und wie man ihm einen Riegel vorschiebt.


    07.11.2024, 12:30 Uhr


    Berlin. Der Bundestag hat in seiner ersten Plenarsitzung nach dem

    Ampel-Aus mit breiter Mehrheit einen Antrag mit dem Titel „Nie wieder

    ist jetzt: Jüdisches Leben in Deutschland schützen, bewahren und

    stärken“ verabschiedet. Der Inhalt des Antrags, den SPD, Grüne, FDP

    und Union gemeinsam erarbeitet haben, ist zwar nicht

    rechtsverbindlich, dürfte aber politische Wirkung entfalten.


    Für ihn stimmten, wie Bundestagspräsidentin Bärbel Bas verkündete, CDU/CSU,

    SPD, Grüne und FDP sowie die AfD. Dagegen votierten demnach das

    Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Die Gruppe Die Linke enthielt sich.


    Mit dem Antrag werde klargestellt, dass es „auch in den Reihen von

    Kunst, Kultur und Medien“ keinen Platz für Antisemitismus gebe, sagte

    Michael Breilmann (CDU). Er trat dem Vorwurf von Wissenschaftlern

    entgegen, die vor allem die darin verwendete Definition von

    Antisemitismus kritisierten.


    Berlin. Der Bundestag hat in seiner ersten Plenarsitzung nach dem

    Ampel-Aus mit breiter Mehrheit einen Antrag mit dem Titel „Nie wieder

    ist jetzt: Jüdisches Leben in Deutschland schützen, bewahren und

    stärken“ verabschiedet. Der Inhalt des Antrags, den SPD, Grüne, FDP

    und Union gemeinsam erarbeitet haben, ist zwar nicht

    rechtsverbindlich, dürfte aber politische Wirkung entfalten. Für ihn

    stimmten, wie Bundestagspräsidentin Bärbel Bas verkündete, CDU/CSU,

    SPD, Grüne und FDP sowie die AfD. Dagegen votierten demnach das

    Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Die Gruppe Die Linke enthielt sich.


    Mit dem Antrag werde klargestellt, dass es „auch in den Reihen von

    Kunst, Kultur und Medien“ keinen Platz für Antisemitismus gebe, sagte

    Michael Breilmann (CDU). Er trat dem Vorwurf von Wissenschaftlern

    entgegen, die vor allem die darin verwendete Definition von

    Antisemitismus kritisierten.


    Repressive Möglichkeiten sollen konsequent genutzt werden


    Der Antrag von SPD, Grünen, FDP und Union hat das Ziel, Antisemitismus

    zu bekämpfen. Darin wird dazu aufgerufen, „Gesetzeslücken zu schließen

    und repressive Möglichkeiten konsequent auszuschöpfen“, insbesondere

    im Strafrecht sowie im Aufenthalts-, Asyl- und

    Staatsangehörigkeitsrecht. Die vier Fraktionen kritisieren einen

    „relativierenden Umgang und vermehrt israelbezogenen und

    links-antiimperialistischen Antisemitismus“ und fordern die

    Bundesregierung auf, sich „aktiv für die Existenz und die legitimen

    Sicherheitsinteressen des Staates Israel“ einzusetzen. Gegenüber

    Ländern und Kommunen solle sie darauf hinwirken, bei Entscheidungen,

    etwa über die Förderung bestimmter Projekte, die sogenannte

    IHRA-Antisemitismusdefinition als maßgeblich heranzuziehen.


    Kontroverse um Definition von Antisemitismus


    Die Definition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA)

    hält unter anderem fest, dass sich Erscheinungsformen von

    Antisemitismus „auch gegen den Staat Israel, der dabei als jüdisches

    Kollektiv verstanden wird, richten“ können. Die Rektorin des

    Wissenschaftskollegs zu Berlin, Barbara Stollberg-Rilinger, sagte vor

    Beginn der Debatte, die IHRA-Definition sei unbestimmt, und „das führt

    dazu, dass sie unglaublich missbrauchsanfällig ist“. Der

    Antisemitismus-Vorwurf eigne sich „in hervorragender Weise, um

    politische Gegner zum Schweigen zu bringen und zu diffamieren“, warnte

    die Historikerin.


    Der Grünen-Innenpolitiker Konstantin von Notz sagte in der Debatte,

    die IHRA-Definition werde in dem Antrag „nicht für absolut“ erklärt,

    sondern solle als maßgeblich herangezogen werden.


    Beatrix von Storch (AfD) sagte, in dem Antrag fänden sich die

    Warnungen ihrer eigenen Partei vor „importiertem Antisemitismus“

    wieder. In einem von den Grünen mitinitiierten Antrag sei das

    bemerkenswert. In dem verabschiedeten Text heißt es: „In den

    vergangenen Monaten ist nicht zuletzt das erschreckende Ausmaß eines

    Antisemitismus deutlich geworden, der auf Zuwanderung aus den Ländern

    Nordafrikas und des Nahen und Mittleren Ostens basiert, in denen

    Antisemitismus und Israelfeindlichkeit, auch aufgrund islamistischer

    und antiisraelischer staatlicher Indoktrination, verbreitet sind.“


    An diesem Passus stört sich unter anderem Hakan Demir von der SPD. In

    der Debatte sagte er, anstatt Menschen aus bestimmten Regionen hier

    pauschal zu benennen, wäre es besser zwischen Demokraten und

    Anti-Demokraten zu unterscheiden.


    Gleichzeitig seien antisemitische Verschwörungstheorien sowie

    völkisches Denken auf dem Vormarsch, heißt es weiter im Text des

    Antrags. Seine Autoren kritisieren zudem einen „relativierenden Umgang

    und vermehrt israelbezogenen und links-antiimperialistischen

    Antisemitismus“.


    -----------


    Clemens Ronnefeldt

    Referent für Friedensfragen beim deutschen

    Zweig des internationalen Versöhnungsbundes

    ________________


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, awie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2024

    Ein schändlicher Kanzler bis zum Schluss

    schändlicher Kanzler6. Nember 2024 86 Kommentare

    Vlada Republike Slovenije from Ljubljana, Slovenia, Public domain, via Wikimedia Commons (Bild)


    overton-magazin.de, 6. November 2024: 

    Die Achse des Guten bricht jenseits und diesseits des großen Teiches auseinander.

    Heute Morgen erwachte Deutschland und sah, wie jene US-Administration, die einen Stellvertreterkrieg zum Nachteil Europas nicht beendet wissen wollte, in deren Zeit der größte Anschlag auf bundesdeutsche Infrastruktur stattfand und den Umstand nicht aufklärte – oder gar selbst mitmischte? –, abgewählt wurde. Und dies – nach amerikanischen Standards – mit Pauken und Trompeten.

    Und am Abend desselben Tages bricht die Berliner Koalition nach langer Leideszeit endgültig auseinander. Nachdem im Koalitionsausschuss Christian Lindner dem Bundeskanzler Neuwahlen abringen wollte, entließ dieser den Finanzminister. Kurz darauf trat Olaf Scholz vor die Presse. Seine Erklärung war gespickt von Selbstgerechtigkeit und Phrasen. Als Kanzler mit reinem Gewissen sprach er die Bürger an. So viel Kleingeist hat man zuvor bei keinem Bundeskanzler gesehen.


    Der Lindner war‘s

    Nach einer nur wenige Minuten anhalten Erklärung, tat Olaf Scholz die wichtigsten Informationen erst am Ende kund: Am 15. Januar des kommenden Jahres wird der Bundestag über seine von ihm gestellte Vertrauensfrage entscheiden können. Bis Mitte Dezember wolle er allerdings mit seiner Rumpfregierung – ohne die FDP – noch wichtige Gesetzesvorhaben verwirklichen. Hierzu führt er auch Gespräche mit dem Oppositionsführer Friedrich Merz. Spätestens im März kann dann der Bundestag gewählt werden. So schnell ist noch keine Bundesregierung bislang an ihr Ende geführt worden.

    Vorher äußerte sich der Bundeskanzler zu den Querelen innerhalb der Ampelkoalition. Schuld am Scheitern, so muss man nach seinen Worten zwangsläufig annehmen, sei nur eine Person: Christian Lindner. Denn er habe dem Finanzminister mehrere Vorschläge gemacht, wie man den Haushalt bewerkstelligen könne. Scholz bliebt dabei relativ vage – verwies nochmals auf die Möglichkeit von Sondervermögen in Notsituationen. Aber Lindner biss nicht an. Wie man so verantwortungslos handeln könne, verstehe er als Kanzler nicht. Mehrfach bezichtigte er Lindner als Egoisten – insbesondere an einem Tag wie diesen so zu handeln, da in den USA ein solcher Wahlsieg den Tag einleitete, wollte dem Kanzler nicht in den Kopf gehen.

    Linder hätte bei den Ärmsten sparen wollen – aber mit ihm als Richtlinienkompetenz sei das nicht zu machen. Immer wieder bringt Scholz die heimtückische und arglistige Verhaltensweise Linders aufs Tapet. Und natürlich, Lindner ist keine Figur, die sich in ihrer gesamten politischen Laufbahn mit Ruhm bekleckert hätte, von Finanzpolitik weiß er nicht viel. Er betet zum Beispiel die Schuldenbremse an – er ist ein mieser Betriebswirt, der Volkswirtschaft machen will. Aber andererseits: Wo ist die eigene Einsicht des Kanzlers, wo einige Worte zum eigenen Versagen? Kein Wort über die Grünen, die diese Regierung am allermeisten belastet haben. Über die schrecklichen Ministerleistungen im Wirtschaftsressort und im Außenamt. Und er? Hat er selber Fehler gemacht? Bürger diffamiert zum Beispiel? Deren Forderungen ignoriert und teils pathologisiert? Man denke nur an jene »gefallenen Engel aus der Hölle«.

    Ist diese Ampel etwa nur deshalb so unbeliebt und ihre Parteien in etlichen Landtagen geschrumpft oder gar verschwunden, weil die Bürger nur Lindner nicht mehr leiden mochten?


    Eine kleinkarierte Kauergestalt

    Für den Bundeskanzler scheint das ganz offensichtlich genau so zu sein: Denn er hebt hervor, was der Bundesregierung alles gelungen sei. Ohne sie wäre es wirtschaftlich noch schlechter. Über Sanktionen gegen Russland, die Deutschland schadeten, verlor er auch keine Silbe. Aber über Christian Lindner. Denn der bringe nun, weil er so handle, all das in Gefahr. Nach seiner Kanzelrede wider die abscheulichen Umtriebe des Christian Linder erklärt der Kanzler, wie oben bereits dargelegt, den weiteren Verlauf. Dann will er noch persönliche Worte an die Bürger richten. Kommt jetzt etwa doch noch die Einsicht, ein Wort der Entschuldigung für drei Jahre Missmanagement, Spaltung und eine Politik gegen die Interessen des Landes, aber auch der Bürger?

    Leider nicht, Fehlanzeige: Er sagt, man müsse kompromissfähig bleiben. Wer nach Amerika geblickt hätte im US-Wahlkampf, der könne erkennen, wie wichtig das sei. Kompromissfähig war aber sein Finanzminister nicht. Olaf Scholz stand wie ein Kleingeist an diesem Mikrofon – ohne Würde, ohne Rückgrat, als Kreatur ohne aufrechtem Gang. Stattdessen Ausreden und ein einziger Sündenbock. Selten war ein Kanzler in der Stunde seines Scheidens so korinthenkackerisch, so eine kleinkarierte Kauergestalt, wie eben jener Olaf Scholz an diesem Abend des 6. November 2024. Der Abgang – oder diese Abgangsankündigung – war wie die gesamte Zeit seiner Kanzlerschaft: Inhaltsleer, selbstgerecht und peinlich. Oder nein, dieser Abgang toppte alles, was man von diesem Kanzler bislang gesehen hat. Den Bürger zum Narren halten zu wollen, indem Lindner für das Ende dieser Koaliton alleine verantwortlich gemacht wird, ist überdies eine grandiose Respektlosigkeit.

    Dieser Olaf Scholz war ein schändlicher Kanzler schon zu Beginn seiner Amtszeit, als er »rote Linien« für sich als nicht geltend erachtete. Er war eine Schande, als er in seiner Amtszeit zu einer Art von Moralkanzler wurde, zum Kanzler der Guten, »unserer Demokratie«, indem gewisse Bürger kriminalisiert wurden, weil sie angeblich den Staat delegitimierten – was immer das bedeuten mag. Und er war schändlich, in dem Moment, da er das Ende seiner Kanzlerschaft verkündete. Man sah ihm heute deutlich an: Er wähnte sich als einer, der für das Gute eintritt. So wie seine Partner in Übersee, die heute – am selben Tag, um es nochmals zu sagen – abgewählt wurden. Die Achse dieser unglaublich Guten, die Weltpolitik moralisierten und ihre Innenpolitik spalteten, ist mit dem heutigen Tag zerbrochen. Die zerbrochene Achse kann nun darüber sinnieren, woran sie gescheitert ist: Wurde sie nicht verstanden? Oder wurde sie ganz im Gegenteil verstanden und landete deswegen dort, wo sie jetzt gelandet ist?


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    86 Kommentare

    1. geil

    Antworten

    Hier passiert gerade ein Rechtsruck, was immer das heutzutage noch bedeuten mag.
    Scholz bekommt die Quittung für seine Nicht-Politik.
    Lindner verabschiedet sich aus dem Dschungelcamp und wird der beste Freund von Merz.
    Die Achse ist nur am amerikanischen Ende gebrochen und wird hier verschärft um sich selbst rotieren.

    Antworten

    1 Antwort auf diesen Kommentar anzeigen ▼

    Ich glaube ja, dass es darum geht, als Minderheitsregierung in Absprache mit der CDU und den Grünen endlich diese Schulden aufnehmen zu können, um sie als Waffen in die Ukraine pumpen zu können, ohne dass dafür auch nur ein Stück Infrastruktur geschaffen würde. Und dazu steht ihnen Trump im Rücken, der das ja schon immer gefordert hatte: mehr Investitionen in die NATO. (Also mehr Waffen in den USA kaufen). Den USA (die nicht so eine Schuldenbremse haben) quasi etwas von ihrer eigenen Schuldenlast abnehmen. Und das zeitgleich mit dem konzertiert orchestrierten Niedergang des Exportüberschusses, der (nicht nur) die USA stark belastet hat (bald kommen dazu sogar noch 10% Zölle, sagt Trump). Alles andere in Scholz’ Rede war nur (schlecht gemachter) Zierrat für die Plebs. “Nur für euch nehmen wir Schulden auf, damit ihr nicht hungern müsst”. Scheinheilig.

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    8 Antworten auf diesen Kommentar anzeigen ▼

    “Kurz darauf trat Olaf Scholz vor die Presse. Seine Erklärung war gespickt von Selbstgerechtigkeit und Phrasen.”

    Habe mir das in voller Länge angesehen und mir ist jetzt noch schlecht. Die “Rede” lag wahrscheinlich schon länger fertig in der Schublade, staatstragend dramatisch, vorbildlich unauffällig von top-modernen Telepromptern abgelesen. Diese Figuren können nichts, noch nicht einmal ein paar Minuten frei reden…

    Was mich empfindlich stört an den derzeitigen Politikdarstellern, ist, daß sie ein extremes, vehement vorgetragenes Interesse haben, daß in der Ukreine das Schlachten weitergeht. Was hat der Natokrieg gegen Rußland mit unserem Staatshaushalt zu tun? (Würden rechtsradikale jetzt fragen.)

    Ich sehe schwarz für uns Deutsche, als nächste kommen Merz & Kiesewetter an die Schalthebel, das wird noch schlimmer als die letzten 3 Jahre.

    Antworten

    3 Antworten auf diesen Kommentar anzeigen ▼

    @BertT.0 >Ich sehe schwarz für uns Deutsche, als nächste kommen Merz & Kiesewetter an die Schalthebel, das wird noch schlimmer als die letzten 3 Jahre.<
    Sie haben vollkommen recht, deshalb muss es jetzt einen Generalstreik geben und das Volk auf die Straße, dass diese Kriegstreiber von Blackrock verhindert werden.

    Antworten

    Olaf Scholz geriet in Panik wegen des Wahlsiegs von Trump. Er befürchtet, diesem könne es doch gelingen, in kurzer Zeit irgendwie ein Ende des Ukrainekriegs herbei zu führen. Während sich die Amerikaner daran gewöhnt haben, Kriege zu verlieren, und es ihnen deshalb am Arsch vorbei geht, wird man sich in Deutschland fragen, war das die Milliarden an die Ukranazis und die verhängnisvollen Russlandsanktionen wert? Scholz müsste die Niederlage eingestehen und sich für alles verantwortlich machen lassen. Da zieht er lieber den Schwanz ein und macht sich davon. Soll ein anderer die Suppe auslöffeln. Ganz abgesehen von der Wirtschaftskrise. Von der Oppositionsbank kann er dann den Spieß umdrehen, und die Regierung kritisieren, und ihr Unfähigkeit vorwerfen.

    Antworten

    3 Antworten auf diesen Kommentar anzeigen ▼

    “Man denke nur an jene »gefallenen Engel aus der Hölle«.” Genau. Erst spricht er davon dass die USA ein gespaltenes Land sei und er das für Deutschland nicht zulassen wolle. Dabei war er derjenige der die Spaltung in Deutschland vorangetrieben hat. Was er in den USA moniert, das blendet er in Deutschland aus. Selektive Wahrnehmung. Kennt man ja schon von ihm. Schuld sind immer nur die anderen. z.B. Linder dem er mangelnde Kompromissfähigkeit vorwirft, dabei gehören zu einem Kompromiss zwei. In Wirklichkeit wirft er Lindner vor nicht nachgegeben zu haben.

    Nationalisten konnten sich bis jetzt die Stellung zur Ukraine als Vasallentum gegenüber den USA schön reden. Das funktioniert nun nicht mehr. Die Deutsche Regierung ist auch ohne die USA ein Russenfresser.

    Antworten

    Frage: Wird jetzt noch schnell ein Haushalt beschlossen, inkl. Not“Vermögen“, und dann Vertrauensfrage mit/ohne Neuwahl oder wird der Haushalt komplett verschoben auf den SanktNimmerleinsTag?

    Antworten

    Am bizarrsten und dummdreistesten fand ich, als Scholz lamentierte, der Lindner habe sein Vertrauen gebrochen.
    Jaja, Lindner… FDP… Vertrauensbruch… da war doch schonmal was:
    https://www.youtube.com/watch?v=F2iOAtNlleg

    Und ausgerechnet Scholz, der Sozialdemokrat, dem die NSII Energiezufuhr Deutschlands unterm Allerwertesten weggesprengt wurde, will jetzt Schulden machen um den Krieg Bidens, Blinkens und Nuland’s vollends zu unserem Krieg zu machen.
    Man kann es ja garnicht mehr fassen…

    Antworten

    2 Antworten auf diesen Kommentar anzeigen ▼

    Der Artikel bringt die ganze Jämmerlichkeit seines absurden Auftrittes auf den Punkt.
    Im Worte um Größe bettelnd nur ein inhaltsleerer, verschlagen grienender Scheinriese.
    Eine “schändliche, kleinkarierte Kauergestalt”. Ja, das war er immer. Und wird es immer sein.

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    Das größte Blei an den Füßen, was uns gerade unter die Wasseroberfläche zieht, ist die Dauerkrisenstimmung. Klimakrise, Kriegs(krise), Corona-Krise usw. Seit 2008 haben wir immer irgendwelche Krisen. Die neuerliche Krise der deutschen Automobilindustrie passt hier ebenfalls gut hinein. Eine Entspannung ist überhaupt nicht in Sicht. Dafür wird aber unser aller Leben immer teurer, weil die Kosten der Krisen irgendwo reingeschafft werden müssen. Das ganze kostet halt und macht unsere Gesellschaft genauso mürbe wie die Wirtschaft. Was kommt nach der Ampel?? Merz-Scholz und weiter so?? Durchwurschteln bis die Karre über’s Kliff geht??

    Manchmal habe ich das komische Gefühl, dass du dem deutschen Michel auf dem Tisch schei*en kannst, aber der verlangt noch nach einem Löffel. Dumm ist, wer Dummes tut.

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    Im Film “Thirteen Days” vermuteten Generäle wie zum Beispiel Curtis LeMay Russische Hunde die im Vorgarten des weißes Hauses rumschnüffeln. Tja, was soll ich sagen Sie sind wieder da! Also, die Russischen Hunde.

    https://t.me/DDGeopolitics/129047

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    Ganz unabhängig von “politischen” und “weltanschaulichen” Differenzen, die Leute mit mir haben mögen:
    Es ist einer Kreatur mit einem Verstand, der einen Haufen Daten prozessieren kann, doch bitte zumutbar, wenn unerwartet etwas geschieht, einen Moment zu überlegen, bevor sie in politisches und weltanschauliches Geheul und Gezeter ausbricht?
    Für mich als einem nicht mehr sonderlich begierigen Nachrichtenkonsumenten ist seit etwa 10 Tagen sonnenklar gewesen, daß die Führungsfiguren der Koalition und besonders Scholz und Lindner einander unentwegt mit Koalitionsbruch bedrohten und erpressten. Aufmerksameren Leuten mag das schon seit vielen Wochen bekannt geworden sein.
    Der unmittelbare Grund dafür ist ebenfalls lagerübergreifend nicht schwer zu ermitteln: Spätestens seit den Wahlen im Ostteil der Republik wissen SPD- und FDP-Parteistrategen, daß ihre Koalition unter den gegebenen Bedingungen ein Vernichtungslager für künftige Regierungsambitionen auf föderaler wie Bundesebene ist, und somit bleibt nur zu klären, warum der schmierenkomödiantisch inszenierte “Bruch” just heute vollzogen worden ist, und nicht gestern.
    Oder in zwei Monaten, nachdem Scholz die “Vertrauensfrage” ja nicht ohne Grund auf den Januar verschoben hat.
    Was könnte wohl der Grund für die inszenierte Koinzidenz mit der Wahl Trumps sein?

    Hm?

    Hä?

    Richtig: Euer heißgeliebtes Nahrungsergänzungsmittel, euer Antiamerikanismus von der Morgenmilch bis zum Nachtschnaps!
    Jetzt haben es die Parteistrategen eilig, sich vor Neuwahlen glaubhaft antiamerikanisch aufstellen zu können und wissen, daß Trump ihnen dazu schon ab morgen jede Menge Gelegenheiten verschaffen wird.

    Es ist nicht das erste Mal, daß ich mich gefragt habe, ob Roberto …. nun ja, so ist, wie er ist, oder in kalkuliertem Auftrag schreibt.
    Nun ja, das ist eine rhetorische Frage an mich selbst. Roberto nimmt solche Aufträge nicht an, davon bin ich überzeugt.

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    Scholz hat, wenn er das was er im Zusammenhang der Ukraine sagte selbst glaubt, nichts begriffen.
    Gebetsmühlenhaft wiederholt er das Narrativ, dass der russische Angriffskriege die Energiepreise hochgetrieben habe. Kein Wort von den eigenen Russlandsanktionen, welche die wahren Ursachen waren. Kein Wort auch von der Zerstörung von 3 Nord Stream Strängen, von welchen 2 Deutschland mit günstigem Erdgas versorgten. Als Biden im Februar 2022 die Beendigung Nordstreams in einer Pressekonferenz ankündigte, stand er als deutscher Kanzler blöde grinsend daneben.
    Kein Wort darüber, dass Putin die Lieferung von günstigem Erdgas über die eine verbliebene Nordstream 2 Pipeline angeboten hatte.

    Stattdessen will er die Ukraine weiterhin unterstützen, im Krieg gegen Russland, egal ob sie bald Frauen und Kinder rekrutieren wird, Russland dürfe nicht siegen.
    Wenn selbst Trump-USA sich aus dem UkraineAbenteuer zurückzieht, will Scholz gegen Russland weitermachen.

    Wenn er zukünftig auf Zustimmung von Black Rock Merz angewiesen sein sollte, dürften sogar bald die deutschen Taurus gegen Russland fliegen.

    Ich fürchte, unsere Zeitenwenden- Politiker werden in ihrem blinden Russlandhass erst aufhören, wenn sie die russische Antwort zu spüren bekommen. Dann wird es aber zu spät sein.

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    Als Kanzler mit reinem Gewissen sprach er die Bürger an.

    Bei dem Gedächtnis ist das auch nicht verwunderlich.

    Schuld am Scheitern, so muss man nach seinen Worten zwangsläufig annehmen, sei nur eine Person: Christian Lindner.

    ‚Schuld’ am terminierten Scheitern der Ampel-Koalition im Schatten des trumbschen Hurrikans ist das Bündnis SW, welches zur nächsten Bundestagswahl antreten wird.

    .

    PS: Was ist, wenn die AfD im Januar dem Bundeskanzler Scholz das Vertrauen ausspricht?

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    Der einzige Ausweg wäre >50% für Sahra! Das müssen auch AfD Anhänger einsehen. Zumindest einmal müssen auch all jene, welche mit Frau Waagenknecht nicht soviel am Hut haben, über ihren Schatten springen. Nur dann hat Deutschland zumindest eine Chance. Eine Bundestagswahl weiter eröffnen sich vielleicht weitere Optionen. Jetzt aber gilt im Rahmen der begrenzten Möglichkeiten alles auf eine Karte. Auf diese Karte! Alles oder nichts. Nichts heisst genau die Richtung, in welche es derzeit läuft. Alles heisst >50% für Sahra bei der kommenden Wahl. Nichts heisst: Wir können uns künftig sämtliche Texte sparen, soviel ist sicher! Ich selbst bin längst weg; alle die hier bleiben wollen bzw. müssen, stellen ihre individuellen Ansichten besser für eine Legislaturperiode zurück! As simple as that!

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    Was für eine jämmerliche Wurst. Ich würde aber viel mehr in die Vergangenheit zurück gehen und noch mal rückblickend analysieren wieso wir diese Versager überhaupt gewählt haben? Achso wegen 16 Jahre Schwarzer Regierung.

    Und um etwas im Land zu verbessern wollen wir jetzt was machen? Wieder schwarz für 16 Jahre an die Regierung lassen damit uns Amerikanische Räuberbanden noch weiter ausnehmen können, weil die Pratei irgendwas mit Jesus im Namen drin stehen haben.

    Das muss mir nochmal einer genau erklären ansonsten hau ich hier ab.

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    Sind wir also im Vormerz. Gab es ein Angebot, dass man nicht mehr an den Sesseln klebt?

    Es könnte schlimmer kommen…

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    Naja, Lindners Statement war auch nicht besser. Hätte er noch ein paar verbale Ausfälle eingemischt, wäre er glatt als Trump-Double durchgegangen.

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    Heute Morgen erwachte Deutschland

    Wenn Deutschland erwacht, ist das meistens nicht gut für die Geschichte…

    und sah, wie jene US-Administration (…) abgewählt wurde.

    Lieber Roberto, auch Dir will ich mal den Glennon hier ans Herz legen. Für den bürgerlichen Einstieg. Es ist doch wirklich nicht die ominöse „US-Regierung“, die man sich ja gerne als Monolithen vorstellt, die das alles entschied. Allenfalls exekutierte sie formal.

    Aber man muss wirklich mal auf die Akteure dahinter blicken, auf Macht-, Kapital- und sonstige Einflussgruppen, ich schreib es schon unter zwei anderen Artikeln gestern. Zumal jener Stellvertreterkrieg bereits unter den Vorgängerregierungen Obama II und Trump (I) fleißig aufgebaut worden ist. Und dann landet man bei Glennons Frage: “Why has U.S. security policy scarcely changed from the Bush to the Obama administration?” Und ergänzt: “And why has it even less changed from the Obama administration to the Trump administration to the Biden administration to the second Trump administration…?”

    Seine Erklärung war gespickt von Selbstgerechtigkeit und Phrasen. Als Kanzler mit reinem Gewissen sprach er die Bürger an. So viel Kleingeist hat man zuvor bei keinem Bundeskanzler gesehen.

    Ja, aber die Phrasen kommen an. Nicht in einem kritischen, gebildeten Forum wie Overton, aber diese kühl-rational-hanseatische Fels-in-der-Brandung-Masche war schon gut gewählt. Dieses staatsmännisch-kalibrierte. Das hat er schon perfekt im Wahlkampf 2021 vorgebracht und darauf wird er auch jetzt wieder setzen (siehe unten). Nach dem Motto:

    Alle hetzen alle fetzen alle rocken um mich rum
    Alle jumpen alle raggen nur ich allein sitz rum
    Warum? Das sag ich euch später

    (…)

    Alle feieren, alle leiern alle eiern um mich rum
    Alle rocken alle zocken, ich mach keinen Finger krum
    Warum? Ich hab’s einfach nicht nötig Freunde

    Der ganze Auftritt war bereits Eigenwerbung und Wahlkampf. Und natürlich sprach er mit „reinem Gewissen“? Womit sollte er auch sonst sprechen? Was sollte er denn sonst tun? Den Trump würde ihm keiner abkaufen. Doch genau darum geht es ja bei Wahlen: um den Wahlwarenfetisch. Ums verkaufen. Scholz preist sein Produkt Seriöser-Fels-in-der-Brandung an. Schon 2021 hatten ihn alle abgeschrieben – damals wegen den Hamburger Altlasten. Niemand hat auf die Type gesetzt. Kann sein, dass es dieses Mal tatsächlich niemand mehr tut. Aber noch am 25.06.2021 lag die SPD bei 14 %, die Union bei 29 % (laut Forschungsgruppe Qualen). Und dann? Wir alle hier kennen die Geschichte. Das Produkt Scholz verkaufte sich besser als das Produkt Laschet, als das Produkt Baerbock (natürlich gab es kräftige Marktverzerrung durch die Medien etc. – so ist das eben). Heute liegt Scholz bei 16 % und Merz bei 31 %.

    Und was sagt Scholz eigentlich? Na das: „Ich bin die seriöse Alternative zu den Radiaklinskis von AfD und BSW. Gerade in Zeiten von Trump! Ich halte meinen Amtseid und schütze den Sozialstaat – im Gegensatz zum Lindner. Ich lache nicht / habe keine antisemtischen Flugblätter / Privatjets / sonstige krumme Hunde, die uns noch einfallen, im Keller wie der Merz.“ Leute, das zieht! Der deutsche Dackel will keine Experimente. Er will ein Gefühl von Sozialstaat (auch wenn es Hartz V heißt). Er will vom Feeling her ein Gefühl von Eintracht und Nestwärme, auch wenn massive Verarmung aller Orten betrieben wird – egal, das Feeling ist entscheidend. Und er will, dass der Neger, der Tschusch, der Pleitegrieche, der Kameltreiber der Ami und der Kinäs einen vor den Latz geknallt kriegen. Aber durch die Blume, nicht so direkt. Nicht mit der Tür durch die Angel, sondern im Stil von „Abhören unter Freunden, das geht gar nicht!“.

    Bis Mitte Dezember wolle er allerdings mit seiner Rumpfregierung – ohne die FDP – noch wichtige Gesetzesvorhaben verwirklichen. Hierzu führt er auch Gespräche mit dem Oppositionsführer Friedrich Merz.

    Auch das ist geschickt gemacht. Man kann davon ausgehen, dass Scholz und seine Unterstützer diesen Fahrplan schon seit einigen Monaten konzipiert haben. Scholz wird in den fünf Monaten nichts unversucht lassen sich wieder zurück auf Startplatz 1 zurück zu bringen. Manche mögen das für ausgeschlossen, ihn für verbrannt halten. Und ja – für manche im Herrscherzirkel ist er bloß ein Investment. Aber abschreiben kann man ihn deswegen noch lange nicht.

    Ebenso diese Absprachen mit Merz – man erinnere sich an deren Gespräch Ende August. Merz meinte vorher, eigentlich hätte man über die internationale Lage reden wollen, doch Solingen habe alles überschattet. Es ging nicht um Solingen. Es ging um die Neukonfiguration der Bundesregierung aufgrund der anstehenden Neukalibrierung der Regierung in Übersee und der allgemeinen Verschiebungen zwischen den einzelnen Machtgruppen im Westen. Wurde da bereits die nächste Groko, Deutschland- oder gar eine Afghanistan-Koalition (SPD, Union, Grüne) vorbereitet? Der Name der Letzteren wäre Programm und Riegel auf den NDS hat recht – nach der Ampel kommt’s noch härter. Zumindest für die, die unten stehen und ohnehin im Dunkeln sitzen.

    Immer wieder bringt Scholz die heimtückische und arglistige Verhaltensweise Linders aufs Tapet.

    Auch das ist geschickt – und riecht auch etwas nach Absprache. Damit verschafft er Lindner Luft für den Wahlkampf. Dummheit oder Absicht? Ich sage, da ist viel Show zwischen Lindner und Scholz gewesen. Letzterer kann sich jetzt auf jeden Fall als Mehrtürer präsentieren. Hätte die Ampel weitergerumpelt bis in den Sommer, wäre die FDP sicher versenkt gewesen. So kann sie sich jetzt in Szene setzen, ebenfalls ihre „Inhalte“ ins Warenschaufenster stellen und Lindner dazu wieder sein „Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren“ anbringen. „Wir sind bei unserem Wort geblieben! Und als es nicht mehr ging, dann gingen wir! Seht wie ehrlich und toll wir sind!“

    So schnell ist noch keine Bundesregierung bislang an ihr Ende geführt worden.

    Definiere „an ihr Ende geführt“.

    Kabinett Scholz: 2 Jahre und 334 Tage (and counting)

    Kabinett Erhard I: 2 Jahre und 2 Tage

    Kabinett Erhard II: 1 Jahr und 35 Tage

    Ach und falls wir noch Reichsregierungen betrachten wollen, es wird allseits ja immerzu vom „neuen Weimar“ gesprochen:

    Kabinett Müller I: 86 Tage

    Kabinett Stresemann I: 52 Tage

    Kabinett Stresemann II: 55 Tage

    Da ist noch Luft nach oben!

    Er sagt, man müsse kompromissfähig bleiben.

    Oh, diese inhaltsleere Phrase ist sehr wichtig – das war schon unter Merkel und Co. ein Dauerbrenner. Typen wie Roberto und ich mögen das als Stilblüte empfinden – aber glaubt mir, es gibt Leute da draußen, die kommen angerannt wie Pawlowsche Hunde, wenn sie solchen Sabbel hören. Einigkeit! Kompromissfähigkeit! Keine Experimente! Ruhig bleiben! TINA, TINA, TINA! Kompromissfähigkeit ist das Kreuz-Ass des TINA-Sprechs.

    Inhaltsleer, selbstgerecht und peinlich.

    Und auch hier: Das kommt auf den Betrachtungswinkel und die Zielgruppe an. Lasst uns fünf Politologen finden und bekommen wir sieben Einschätzungen. Mal als Teufelsadvokatenexperiment und sich des Baukastens eines politikwissenschaftlichen Proseminars bedienend:

    „Die Rede ist logisch aufgebaut, mit einer klaren Einleitung, Erläuterung der Problematik, Darstellung seiner Lösungsvorschläge und einer Schlussfolgerung. Die Sätze sind knapp und nicht so verschachtelt wie beim Altlandrebell oder Thomas Mann. Diese Struktur fördert das Verständnis und die Nachvollziehbarkeit der Argumente – selbst wenn sie selbstgerecht und inhaltsleer erscheinen mögen.

    Scholz setzt daneben auf direkte Ansprache und Antithesen. Mit geschickt gesetzten Kontrasten stärkt er seine Position, da er die Vorschläge seiner Gegner (Lindner! Merz! Die Neoliberalen, er selber ist ja keiner!) als unvernünftig und gefährlich darstellt. Durch diese Dichotomien wird der Widerstand beim Zielpublikum gegen bestimmte politische Forderungen verstärkt, der Wahlkrampf eingeläutet und die eigene Haltung als ausgewogen und verantwortungsbewusst positioniert – wie gesagt: staatsmännisch-hanseatisch-kalibriert.

    Gleichermaßen betont Scholz zudem immer wieder seine Verantwortung als Bundeskanzler und die Notwendigkeit, pragmatische Lösungen zum Wohle des Landes zu finden. Mittels emotional aufgeladenen Begriffen wie „Schaden“, „verantwortungslos“, „Egoismus“, „Gefährdung der Demokratie“ und „Respektlosigkeit“ markiert er die gegnerischen Positionen und delegitimiert sie zugleich. Die Betonung auf „Vertrauen“ und „Verantwortung“ verstärkt das moralische Gewicht seiner Aussagen und hilft Scholz sich als ethisch überlegen darzustellen (Wirecard, Warbug und Co. haben die Leute eh vergessen).

    Scholz appelliert auch an anderer Stelle an den moralischen Kompass der Zuhörer, beispielsweise indem er betont, dass „Politik mit der Betrachtung der Wirklichkeit“ beginnt. Solcher Schmonz, äh Scholz lässt Bobo-Herzen höherschlagen! Genauso wie subtile Appelle Dialog zu fördern oder die (historischen) Anspielungen, mit denen er seine Argumente verstärkt und Deutschland als eine Nation präsentiert, die auf Zusammenarbeit und Kompromisse setzt, um nicht in destruktive ideologische Konflikte zu geraten (man muss sich ja nicht die Wirklichkeit vor Augen führen…).

    Scholz versteht es auch seine Zuhörer auf eine zentrale Botschaft einzuschwören. Die wiederholte Nennung von „wir brauchen eine handlungsfähige Regierung“, „wir müssen“ und ähnlichen Phrasen verstärkt die Dringlichkeit der Situation. Sie beschwört das Gefühl, dass eine kollektive Anstrengung notwendig sei, sich alle Rechtgläubigen um (s)eine Flagge zu scharen hätten und Geschlossenheit (zieht in Deutschland immer!) das Gebot der Stunde sei.

    Die Abschlusspassage wirkt in der Tat nicht besonders tiefgründig, da hat Roberto recht, zumal sie keine konkreten Beispiele oder Lösungsvorschläge bietet, aber sie ist auf ihre Weise prägnant. (Genauso wie die Schuldzuweisung zuvor!) Scholz verbindet am Ende die rhetorische Bekräftigung eines allgemein anerkannten Werts (Kompromissbereitschaft) mit dem Einrammen von Wahlkampfthemen („Soziales“, „Sicherheit“, „Schutz vor neoliberalen Geisterfahrern…) und Eigenwerbung.

    Summa summarum: Durch die geschickte Nutzung von Sprache, Tonalität und Stilmitteln gelingt es Scholz sich als verantwortungsvoller, pragmatischer und zukunftsorientierter Formateur und Führer zu positionieren.“

    Überzeugt euch nicht? Ja, verdammt noch mal, es soll auch nicht euch, die ihr nachts in einem Spartenforum abhängt, überzeugen! Wir sind keinen Pfifferling wert, um uns geht es nicht. Aber an meiner Alma Mater und einigen anderen Orten – da finden wir die Pawlowschen Hunde, die solcher gescholzter Sabbel überzeugt und die solche „Analysen“ des Scholzen Schlotzes sofort abdrucken würden.

    Abschließend, weil Roberto es nicht erwähnte, tue ich es:

    Entweder Sicherheit oder Zusammenhalt, entweder die Ukraine unterstützen oder in Deutschlands Zukunft investieren – diesen Gegensatz aufzumachen, ist falsch und gefährlich. Das ist Wasser auf die Mühlen der Feinde unserer Demokratie.

    Hier erneuert Scholz seinen Blankoscheck an Kiew. Wenn Trump zurückfährt, dann wird eben Scholz liefern. Oder Merz. Oder sonst wer. Aber geliefert wird. Was auch immer und in welcher Form auch immer (und sei es Rheumadecken). Man hat dort schließlich Investments versenkt.

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    und schon setzt sie wieder ein, die deutsche schwafelmaschine, die solange schwafelt bis wieder alles beim alten ist und nur der bossanova schuld an allem…
    wenn man etwas mit sicherheit sagen konnte über diese koalition, dann daß lindner so ziemlich alles blockierte was ging, mitsamt seiner seilschaft. das darf man natürlich nicht so sehen, wenn scholz es sagt, denn man darf ja nur sagen, daß scholz an allem schuld ist. der scholz der angeblich immer so soft und watteweich regiert und nix macht, keine durchsetzungskraft und so.
    jetzt hat er mal deutliche worte gefunden und schon jault alles auf “WIE KANN ER NUR” “ACH SO EINER IS DAT”
    scholz hat das einzig richtige getan und den verhinderer gefeuert, der union den wind aus den segeln genommen, der lindner-fdp den rest verpasst und für demnächst quasi neuwahlen ausgerufen bzw. die neugroko. mal sehen, ob noch genug resthirn in der fdp vorhanden ist, daß noch machthungrig genug ist eine neue parteilinie zu etablieren. sehr wahrscheinlich wird es auch zu umgruppierungen von ministerposten kommen.

    man kann aber auch alles wie die afd/das trumplager völlig hysterisieren bzw. wie so ziemlich jede rechte ecke in europa.

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    Schmunzel, der Vertrauensbruch war diesmal eine Kollektivleistung aller Koalitionsparteien.
    Was die Schuldenbremse betrifft, es sind massive Investitionen in die Infrastruktur erforderlich.
    Nur, die wollen mit dem Geld ihr eigenes Unvermögen zukleistern und ein Strohfeuer entzünden, um von ihrem Vollversagen abzulenken.
    So wie es aktuell aussieht, würde eine gesteigerte Schuldenaufnahme kaum substanzielle Verbesserungen für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft bringen. Ausgaben in Rüstung sind beispielsweise, in meinen Augen, keine Investitionen sondern Konsum.
    Wir wären hinterher nur noch näher an der Staatspleite und die Neoliberalen könnten danach endgültig alles schleifen, was vom Sozialstaat noch übrig ist.

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    “Linder hätte bei den Ärmsten sparen wollen”

    Die gesamte Bundesregierung ist ein Haufen dilettierender Blender, und Olaf Scholz als ihr Chef strahlt dabei mit am hellsten.

    Aber wer wie Lindner als Finanzminister sich konsequent und fortgesetzt weigert, das fehlende Geld zuerst mal bei denen zu holen, wo es im Überfluss vorhanden ist, und stattdessen den Ärmsten ans Existenzminimum will, der ist ein Schuft!

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    Ein schöner Nachruf auf einen Kleingeist. Mehr muss zum Scholzomat nicht gesagt werden – zum Lindner: auch nicht. Das wird die staatstragenden Medien nicht davon abhalten, uns mit endlosen Elogen zu belästigen, auf mich hört ja keiner. Dabei steht bereits jetzt fest: nächsten März kriegen wir einen März. Offen ist nur noch, mit welchem Lametta, also ob der Blackrocker mit Rot, Grün, Gelb oder Braun behängt wird.

    Mit den US-Wahlen bringe ich den Vorgang nicht in Verbindung, soviel strategische „Größe“ ist dem Scholz nicht zuzutrauen. Es ist ohnehin ziemlich wurscht, zugunsten welcher Kapitalfraktion sich die Erdachse angeblich verschoben hat: Dem gemeinen Pöbel scheint die Sonne dadurch nicht länger, das deutsche Kapital arrangiert sich.

    Nein, der Kleingeist im Kanzleramt bleibt bei dem, was er bei den Jusos gelernt hat: Taktisches Klein-Klein, Winkelzüge zum Nachteil politischer Gegner. Das ist nicht die FDP, die sich bereits selbst ins Aus geschossen hat, und nicht eine CDU, die ihm einen Platz an den Berliner Futtertrögen verschaffen wird, schon damit die AfD nicht zu laut grunzt.

    Auf vorgezogene Neuwahlen freuen sich fast alle Parteien: Die AfD schwimmt auf einer Erfolgswelle, die CDU steht bereit, die Grünen kommen mit einem blauen Auge davon, bevor ihr Karren für alle sichtbar vor die Wand fährt… Richtig blöd ist eine März-Wahl nur für das BSW: Die Landesverbände befinden sich bestenfalls im Aufbau, für viele Wahlbezirke wird das Bündnis so schnell keine Kandidaten anmelden können.

    Der kleine Scholz hat also nur die Konsequenz aus den Landtagswahlen im Osten gezogen: Um seiner Verräterpartei mehr Stallplätze am Berliner Trog zu sichern, grätscht er der aufsteigenden SPD-Konkurrenz dazwischen. Nix Weltpolitik. Mehr als parteitaktisches Ränkespiel kann er nicht, dafür ist er zu klein (oder zu vergesslich).

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    Trump hat die Arbeit aufgenommen:

    In der ersten Stunde nach seinem Wahlsieg löste er das Problem mit der deutschen Ampel und für den Frieden in der Ukraine benötigt er für den Feinschliff noch ein paar allerletzte Stunden.

    Respekt!

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    LIeber Roberto, der Kanzler hat zwei Schuldige benannt, einen davon haben sie nicht erwähnt. Ausser Lindner noch Putin und Russland.
    Schändlicherweise hat er angekündigt noch mehr Geld in der Ukraine und für die Rüstung versenken zu wollen.

    Von Friedensdiplomatie und Abrüstungsverhandlungen keine Spur.

    Spätestens jetzt wäre der Zeitpunkt zu einer radikalen Umkehr gewesen.
    Das er sich jetzt dem Merz andient der für einen noch radikaleren Sozialabbau steht ist bezeichnend.

    Man kann nicht zwei Herren dienen, den USA und der eigenen Bevölkerung.


    Info: https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/ein-schaendlicher-kanzler-bis-zum-schluss


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, awie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    unser weiterer Kommentar: Ist "schändlicher Kanzler" der neuer Overton-Stil?

    07.11.2024

    Nach ersten Gerüchten – Habeck übernimmt doch nicht das Finanzministerium

    freedert.online, 7 Nov. 2024 07:03 Uhr

    In der Hauptstadt überschlagen sich die Ereignisse. Nach der Entlassung von Finanzminister Lindner durch Bundeskanzler Scholz werden bisherige FDP-Ministerien kommissarisch von Grünen-Politikern übernommen. Zudem wurde am Donnerstagmorgen bekannt, dass ein FDP-Minister der Regierung vorerst weiter als Parteiloser angehören wird.


    Quelle: Legion-media.ru © Michael Kappeler


    Robert Habeck von den Grünen dementierte am Donnerstagmorgen die Medieninformation, dass er Deutschlands zukünftiger "Superminister" wird, 06.11.24


    Bundeskanzler Olaf Scholz hat den FDP-Vorsitzenden und Bundesfinanzminister Christian Lindner am Mittwochabend entlassen.

    Die Hauptstadtmedien berichteten am Donnerstagmorgen, dass die Spitzen der rot-grünen Regierung planen, dass nach dem Ende der Ampel bis auf Weiteres Wirtschaftsminister Robert Habeck den Finanzposten übernehmen wird. Kurze Zeit später erfolgten umgehende Dementis aus dem Kanzleramt. So informiert die Bild-Zeitung:

    "SPD-Generalsekretär Matthias Miersch dementierte diese Meldung. 'Es wird einen anderen Minister geben', sagte er im ARD-Morgenmagazin. Wer es machen wird, sagte Miersch nicht."

    Gegen 09:00 Uhr informiert dann die ARD-Tagesschau zu den vorerst jüngsten politischen Dynamiken innerhalb der Restregierung:

    "Der Nachfolger von Finanzminister Christian Lindner wird nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios Jörg Kukies. Er ist bislang Staatssekretär im Kanzleramt und gilt als wichtiger Berater von Kanzler Scholz."

    Bevor Kukies im Jahr 2021 in das Kanzleramt wechselte, war er Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, geleitet vom vormaligen Finanzminister Olaf Scholz. Dazu heißt es in einem Artikel aus dem Jahr 2018:

    "Rechnet man das hoch, dürften also die Aktien, die Blackrock für seine Kunden allein in den 30 DAX-Konzernen hält, auf etwa 5.000 Briefkastenfirmen verteilt sein. Ob Bundesfinanzminister Olaf Scholz davon schon gehört hat? Was sagt sein Staatssekretär Jörg Kukies dazu? Kukies war vormals bei Goldman Sachs – Blackrock ist dort Großaktionär."

    Die Bild-Zeitung erfuhr zuvor, dass die Grünen damit "gleich drei der bislang vier FDP-Posten innerhalb der Bundesregierung übernehmen sollen, solange Bundeskanzler Olaf Scholz keine neuen Minister ernennt."


    Ampel bricht zusammen: Scholz entlässt Lindner





    Ampel bricht zusammen: Scholz entlässt Lindner







    Zudem hieß es, dass Innenministerin Nancy Faeser vorläufig die Amtsgeschäfte im Justizministerium von FDP-Mann Marco Buschmann übernehmen könnte. Dazu informiert das Magazin Der Spiegel am frühen Morgen:

    "Regierungskreise haben nun gegenüber dem Spiegel den Bild-Bericht dementiert. Unter anderem Verfassungsressorts wie etwa das Justizministerium und das Innenministerium dürfen demnach gar nicht von ein und derselben Person geleitet werden. Habeck bezeichnete die Bild-Recherche im Deutschlandfunk als 'Ente'. Das Finanzministerium strebe er demnach nicht an."

    Mit der Entlassung von Christian Lindner waren auch die anderen FDP-Minister der Ampel zurückgetreten. Habeck äußerte sich am gestrigen Abend noch vor Journalisten zu den Hintergründen dieser Dynamik:

    Da ist Habeck, die Wahrheit raus gerutscht. Freudscher Versprecher pic.twitter.com/A1zR9XejS5

    — marc friedrich (@marcfriedrich7) November 6, 2024

    Von den vier Ministerposten, die von der FDP besetzt wurden, sollen nach bisherigen Plänen künftig zumindest zwei von Grünen-Politikern besetzt werden. So heißt es laut vorläufigen Informationen aus dem Kanzleramt:

    "So vertritt die grüne Familienministerin Lisa Paus die liberale Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger, die Aufgaben von Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) übernimmt Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne)."

    Aus der hauptstädtischen Gerüchteküche berichtete die Bild-Zeitung wiederum, dass "Wissing möglicherweise Minister bleiben wird und zur SPD überlaufen könnte." Dieses Gerücht wurde dann noch im Verlauf des Morgens politische Realität. So titelt das Springer-Blatt:

    "Nächster Ampel-Hammer: Wissing tritt aus FDP aus und bleibt Minister."

    Der Bundeskanzler habe Wissing demnach "in einem persönlichen Gespräch" gefragt, ob er weiterhin Minister bleiben wolle, erklärte der nun Ex-FDPler in einer Pressekonferenz am Donnerstagmorgen, "er habe dies bejaht." Weiter heißt es:

    "Das entspräche seiner Vorstellung von Verantwortung und er habe deswegen 'heute Morgen Christian Lindner meinen Austritt aus der Partei erklärt'."

    Wissing erklärte zudem, dass er vorerst der Regierung als Parteiloser angehören wird. Noch in der Nacht zuvor veröffentlichte Habeck ein offizielles Video-Statement:

    Bundesminister #Habeck: "Inmitten der großen geopolitischen Herausforderungen ist die Regierungskoalition mit der FDP zerbrochen. Bis zu einer zügigen Neuwahl werde ich mit großer Entschlossenheit die Regierungsgeschäfte weiterführen, um das Land handlungsfähig zu halten." pic.twitter.com/sf2mZ8zKcs

    — Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (@BMWK) November 7, 2024

    Die SPD-Vorsitzende Esken erklärte gegenüber dem Sender RTL den vermeintlichen Ablauf im Kanzleramt:

    "Anderthalb bis zwei Stunden habe man verhandelt – am Ende stand Christian Lindners (FDP) Entlassung. Das Problem sei die FDP gewesen, so Esken: 'Dass wir nicht zu einer Lösung gekommen sind, lag nicht am Bundeskanzler.' Es sei besprochen worden, dass man es gemeinsam hinbekommen müsse, mit einem Haushalt, der auch durchfinanziert sei. Lindner habe den Vorschlag von Kanzler Olaf Scholz (SPD) abgelehnt, wegen des Ukrainekrieges ein Notlageverfahren einzuleiten. 'Und damit war für den Bundeskanzler die Notwendigkeit gegeben, zu sagen, gut: Dann müssen wir es ohne Sie machen', schilderte Esken. Das müsse der Finanzminister dann hinnehmen, 'und dann ist Lindner gegangen', so Esken."

    Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hatte Bundeskanzler Olaf Scholz bereits am gestrigen Abend aufgefordert, umgehend die Vertrauensfrage zu stellen und damit den Weg für Neuwahlen freizumachen. "Deutschland braucht eine Wirtschaftswende. Dafür braucht es eine Richtungsentscheidung und handlungsfähige Mehrheiten", so Verbandspräsident Stefan Wolf gegenüber der Bild-Zeitung.

    Die AfD-Spitze bezeichnete das Ende der Ampel als "Befreiung". Die Parteivorsitzende Alice Weidel forderte den Bundeskanzler Olaf Scholz im MDR auf, die Vertrauensfrage sofort zu stellen. Zuvor hatten bereits CDU-Chef Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder dieselbe Forderung erhoben.

    Scholz gab dann am späten Mittwochabend noch bekannt, dass vorgezogene Neuwahlen im März 2025 angestrebt würden. Esken betonte gegenüber RTL, dass sie fest damit rechne, dass Scholz erneut als Kanzlerkandidat antreten werde.

    "Wir gehen gemeinsam in den Wahlkampf, und wir sind überzeugt, dass wir die Wahl auch gewinnen."


    Mehr zum Thema - Nach Entlassung von Lindner: Scholz strebt Neuwahlen im März 2025 an


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/inland/225041-berliner-geruechtekueche-habeck-uebernimmt-bis


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, awie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2024

    Die Watchlist EUropa vom 07. November 2024

    lostineu.eu, 7. November 2024

    Heute mit News und Analysen zu den Folgen der US-Wahl und dem EU-Sondergipfel in Budapest, der Regierungskrise in Berlin und der Anhörung des neuen KriegsVerteidigungskommissars.

    Weiterlesen hier (Newsletter).

    Den Newsletter gibt’s auch im Volltext per Mail, Abo hier (via STEADY)

    1 Comment

    1. Hg
      7. November 2024 @ 08:45

      Das Allerletzte, was dieses Land aktuell braucht, ist eine Destabilisierung von Politik, Wirtschaft und weiter in der Gesellschaft!

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    Info: https://lostineu.eu/die-watchlist-europa-vom-07-november-2024/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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    Scholz-Dämmerung, die 2. (und Letzte?)


    lostineu.eu, vom 6. November 2024

    Am Dienstag schrieben wir in unserem Newsletter von der Scholz-Dämmerung. Nun wird ein Update fällig: Der Kanzler hat Finanzminister Lindner entlassen, nachdem dieser vorgezogene Neuwahlen gefordert hatte. Das dürfte wohl das Ende der Ampel-Regierung bedeuten. Ich vermute, dass sich Lindner und seine FDP nun in die Arme der CDU werfen werden. Was das außenpolitisch bedeutet, haben wir hier beschrieben...

    P. S. Scholz wollte mehr Geld für die Ukraine, um damit auf Trump 2.0 zu reagieren. Dafür sollte es eine Ausnahme von der Schuldenbremse geben. Doch das wollte Lindner nicht. Ihm war wohl sein liberales Dogma wichtiger…

    5 Comments

    1. Monika
      7. November 2024 @ 11:18

      Macht ist nun mal mit einer extra Ration Fleisch verbunden, sieh ein Löwenrudel…. Die große Frage ist, wie sich die „Macht“ergreifung des BlackRock-Beauftragten Merz verwässern ließe.

    Reply

  • Arthur Dent
    6. November 2024 @ 23:39

    Endlich! Scholz zeigt Führung und beendet Lindners Putschversuch. Lindner lässt jetzt schon zum zweiten Mal eine Regierung platzen. Bei Neuwahlen fällt die FDP hoffentlich mit dem Ergebnis unter „Andere
    Parteien“. Da nützt ihr auch die Union nichts mehr.

    Reply

    • Good Night and Good Luck
      6. November 2024 @ 23:37

      BlackRock Merz und seine Partei wird die Hölle auf Erden, noch schlimmere Vasallenschaft und noch mehr Sozialabbau.
      Ich war schon immer gegen Scholz, die SPD hätte nicht ihn sondern einen richtigen Sozi aufstellen sollen, jemanden der einen Bernie oder Corbyn Effekt hätte auslösen können, geschissen auf die name recognition.
      Gegen den schwachen, selbstschädigenden Laschet hätte schließlich Jeder eine Chance gehabt, gegen Merz erscheint mir das ungleich schwieriger, gerade mit der Hypothek der letzten Jahre.

      Angesichts der offensichtlich auch verschiedenen Strömungen im BSW bin ich mir nichtmal sicher ob die eine Alternative wären, wenn durch ein Wunder die Mehrheit des Volkes mal den Kopf aufmachte, das ist aber halt nicht zu erwarten.

      Insofern, ich seh ziemlich schwarz aktuell, die Altenrepublik wird es besorgen.

      Reply

      • KK
        7. November 2024 @ 00:18

        „die SPD hätte nicht ihn sondern einen richtigen Sozi aufstellen sollen“

        Gibts die denn überhaupt noch in der SPD? Mützenich vielleicht noch aber von dem weiss ich ausser einigen Einklassungen zur Ukraine zu wenig.
        Juso-Vorsitzende sind immer nur so lange Sozis, bis sie bei den „Alten Herren“ und den lockenden Pfründen angekommen sind – siehe Kühnert, siehe Nahles. Die „Lichtgestalten“ von heute in der SPD sind neoliberale Kriegshetzer wie PISTOleRIUS und KlingBEIL.
        Aber wer glaubt, unter IM Blackrock würde es nur einen Furz besser, der hat sich geschnitten – da wird dann der Teufel mit dem Beelzebub nebst dessen Horde ausgetrieben.
        Und im Bündnis mit Merz würde Lindner die Schuldenbremse wohl wie eine heisse Kartoffel fallen lassen, wenn es der MEISTERRRRR befiehlt. Man kann nur hoffen, dass er bei Neuwahlen mit seiner FürDenProfit mit beiden Haxen an der 5%-Hürde hängen bleibt und dabei endlich richtig aufs Maul fällt!

      • Arthur Dent
        7. November 2024 @ 09:48

        @Good night and Good luck
        Union und BSW fordern Neuwahlen sofort, am liebsten schon morgen. Die können es gar nicht erwarten, an die Fleischtöpfe der Macht zu kommen.

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    Putin will Trump nicht gratulieren – weiter Krieg!?


    lostineu.eu, vom 6. November 2024

    Nach dem Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl macht sich die russische Regierung „keine Illusionen“ über den Republikaner. „Vergessen wir nicht, dass wir von einem feindlichen Land sprechen, das direkt und indirekt an einem Krieg gegen unseren Staat beteiligt ist“, sagte Kreml-Sprecher Peskow. Präsident Putin habe daher auch keine Absicht, Trump zu dessen Wahlerfolg gratulieren. Wenn das stimmt, dann stehen auch Trumps Pläne für ein Ende des Ukraine-Kriegs infrage. Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, den Krieg binnen 24 Stunden zu beenden. Bisher ist nichts passiert…

    6 Comments

    1. Ditmar Porth
      7. November 2024 @ 10:10

      Putin ist nicht so dumm um jetzt Sympathie für Trump öffentlich zu zeigen.
      Kann mir vorstellen das er Trump ohne es an die Glocke zu hängen einfach anruft.. Eine öffentliche Gratulation würde den Vorwurf der Demokraten Russland habe die Wahl beeinflusste nur neue Nahrung geben.
      Ich denke er hofft natürlich dass Trump den Krieg zwischen den USA und Russland beenden wird, wie die meisten Menschen in Europa einschließlich Russland, was ja zu Europa gehört.

    Reply

  • KK
    7. November 2024 @ 01:30

    „Präsident Putin habe daher auch keine Absicht, Trump zu dessen Wahlerfolg gratulieren. Wenn das stimmt, dann stehen auch Trumps Pläne für ein Ende des Ukraine-Kriegs infrage.“

    Damit zeigt er Trump erst mal dass er kein devoter Speichellecker ist wie die EUropäer und er sich eben nicht einfach mit einem billigen Deal über den Tisch ziehen lassen wird.
    Augenhöhe nennt man das – vielleicht versteht ein Trump sowas ja eher als zB ein Obama, mit dessen Arroganz gegenüber Russland der ganze Mist in der Ukraine ja letztlich angefangen hatte.

    Reply

    • Uli H.
      7. November 2024 @ 09:55

      KK, gut beschrieben, Trump erwartet bestimmt keine Glückwünsche von ihm. Putin hat Selbstachtung und wird ihm bald ehrliche Signale senden.

      Reply

  • Art Vanderley
    6. November 2024 @ 21:35

    Erwartet irgend jemand daß es wirklich so einfach ist? Ein Gespräch unter Männern, ein Deal und alles gut?
    Trump ist nicht der Knight Rider der mal eben cool vorbeikommt und die Sache regelt, und selbst diese fiktive Figur war komplex gestrickt im Vergleich zu Trump.
    Der will auch nur an den Symptomen herumdoktern und nicht an die tieferen Ursachen ran, was aber unumgänglich ist für eine nachhaltige Verbesserung.
    Selbst wenn überraschend ein Ende gelingt, ist es nur eine Frage der Zeit bis der nächste Stellvertreterkrieg vom Zaun gebrochen wird, durchaus im Interesse der Eliten beider Seiten.
    Putin braucht ihn um was Nationalisitisches vorweisen zu können, der Westen um den status quo zu bewahren und die Ideologien des Neoliberalismus und der Wokeness zu verteidigen.
    Die heißesten Kandidaten sind Moldau, Georgien und vielleicht auch Taiwan, wenn die Chinesen auch ein wenig mitmischen wollen.

    Reply

  • european
    6. November 2024 @ 18:48

    Eigentlich erwartbar. Jede Seite zeigt ihr Pokerface. Man wird sehen, was sich hinter den Kulissen abspielt. Ich hoffe, dass Trump sein Versprechen wahrmacht und den Krieg bereits als president elect beenden wird bzw. zumindest das Ende einleitet.

    Ansonsten nehme ich die Reaktionen unserer Transatlantiker einfach nur als abstoßend wahr. Gestern noch wollte man die Zukunft trumpfest machen und heute rutschen sie förmlich auf ihrer eigenen Schleimspur aus. Keine Selbstachtung, keine Würde, keine Diplomatie. Man wünscht sich direkt tiefe Verachtung und Ignoranz dafür als Reaktion.

    Wie konnten die Amerikaner nur so wählen, wie sie gewählt haben? Jonathan Pie trifft, ganz wie bei der ersten Trump-Wahl, den Nagel wieder einmal auf den Kopf. Die normalen Bürger haben Probleme bis zur Halskrause und Harris hat außer Gekicher nicht nur keine Antwort darauf, sondern man fragt sich – wie auch hier – was eigentlich ihre Policy ist. Was ist die Antwort, was der Plan?

    https://youtu.be/x0eq7VNCcYY?feature=shared

    Die Antwort ist eine Steilvorlage nach der anderen für Trump, der die Chance bekommt und nutzt um sich als Arbeiterführer zu präsentieren.

    Reply

    • Helmut Höft
      6. November 2024 @ 21:26

      D’accord! Außerdem: Es wäre zu verräterisch würden die beiden sich jetzt schon in die Arme fallen. Schaun merr ma wie’s da weiter geht … und wie in Tschörmenie ohne Lindner. Tipp: Christian, bleib beim Nichtregieren, geh‘ spielen!

      Reply

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    Info: https://lostineu.eu/putin-will-trump-nicht-gratulieren-weiter-krieg/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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    07.11.2024

    Nachrichten von Pressenza: Luxus auf Kosten der Erde: Die Superreichen und ihre CO2-Bilanz

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 7. November 2024, 7:30 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 07.11.2024


    Luxus auf Kosten der Erde: Die Superreichen und ihre CO2-Bilanz


    Die 50 reichsten Milliardäre der Welt haben einen unverhältnismäßig großen ökologischen Fußabdruck. Laut einem aktuellen Bericht von Oxfam International, der kurz vor der UN-Klimakonferenz COP29 in Baku, Aserbaidschan, veröffentlicht wurde, generieren diese Milliardäre in nur 90 Minuten mehr CO2 als&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/11/luxus-auf-kosten-der-erde-die-superreichen-und-ihre-co2-bilanz/


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    PRO ASYL kritisiert: Bundesregierung beschließt größte Asylrechtsverschärfungen seit Jahrzehnten


    PRO ASYL kritisiert den am heutigen Mittwoch beschlossenen Gesetzentwurf zur Umsetzung der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) scharf. Der Entwurf überschreitet die von der Europäischen Union geforderten Mindeststandards erheblich, entrechtet Geflüchtete massiv und verhindert faire Asylverfahren. „Die Bundesregierung hat&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/11/pro-asyl-kritisiert-bundesregierung-beschliesst-groesste-asylrechtsverschaerfungen-seit-jahrzehnten/


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    Donald Trump ist zurück im Weißen Haus


    DiEM25 steht in der Opposition zur Wiederwahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA. Seine Rückkehr an die Macht ist eine deutliche Erinnerung an die Spaltung und Frustration von Millionen von Menschen in den USA, von denen viele von einem&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/11/donald-trump-ist-zurueck-im-weissen-haus/


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    Erntezeit im Westjordanland&#8230; aber nicht für alle


    Endlich ist Erntezeit hier in Israel und Palästina. Die Oliven sind reif für die Ernte, und die Familien machen sich auf den Weg zu ihren Olivenhainen, um die Früchte zu ernten und sie zu verkaufen oder zu Öl, Seife und&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/11/erntezeit-im-westjordanland-aber-nicht-fuer-alle/


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    Das Wettern der Woche: Nach uns die Sintflut


    Der König ist nackt. Die blonde Fußpflegerin aus Pinneberg, die sich und ihrem Hundle Aurelius ein paar Urlaubstage in der Region Valencia gegönnt hatte und eben abreisen wollte, ist enttäuscht: Es gelang ihr nicht, noch vor dem nächsten Gewitter bis&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/11/das-wettern-der-woche-nach-uns-die-sintflut/


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    Empfang des Weltmarsches durch die Stadtregierung von Kannur in Indien


    Am 2. Oktober trafen die Mitglieder des Weltmarsches aus Costa Rica in Kannur, Kerala, ein, um für Frieden und Gewaltfreiheit zu werben. Veranstaltungen wurden in der Stadtverwaltung von Kannur, an der Universität und im Mahatma Mandir organisiert. Empfang im Mahatma&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/11/empfang-des-weltmarsches-durch-die-stadtregierung-von-kannur-in-indien/


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    Viele Einwände gegen gerechte Sprache sind Vorurteile


    Mit wenig Aufwand kann man Texte so formulieren, dass sie geschlechtsneutral sind und trotzdem verständlich bleiben. Barbara Marti für die Online-Zeitung INFOSperber. Das zeigt eine Studie des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache. Das Forschungsteam hat dafür rund 260 Texte aus Magazinen,&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/11/viele-einwaende-gegen-gerechte-sprache-sind-vorurteile/


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    Malaysia hat Blinken ins Gesicht gesagt: „Sagen Sie uns nicht, was wir tun sollen.“


    Der malaysische Premierminister Anwar Ibrahim widersetzte sich mutig dem Druck der USA und machte deutlich, dass #Malaysia sich nicht dazu zwingen lassen wird, die Beziehungen zu Russland abzubrechen. Während des #ASEAN sagte Anwar dem US-Außenminister Antony Blinken ins Gesicht: „Wir&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2024/11/malaysia-hat-blinken-ins-gesicht-gesagt-sagen-sie-uns-nicht-was-wir-tun-sollen/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


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    Weiteres:




    Donald Trump ist zurück im Weißen Haus

    pressenza.com, vom 06.11.24 - DiEM25

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    (Bild von DiEM25)


    DiEM25 steht in der Opposition zur Wiederwahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA. Seine Rückkehr an die Macht ist eine deutliche Erinnerung an die Spaltung und Frustration von Millionen von Menschen in den USA, von denen viele von einem politischen System enttäuscht sind, das sie wiederholt verraten hat. Trumps Sieg unterstreicht eine tiefere Krise in der amerikanischen Politik – eine Krise, die nicht allein von Trump verursacht wird, sondern von der anhaltenden Ineffizienz und Selbstgefälligkeit des demokratischen Establishments.

    Jahrzehntelang hat die Demokratische Partei die Bedürfnisse der einfachen Amerikaner:innen vernachlässigt, indem sie nur schrittweise Veränderungen und eine Politik für einige Wenige gegenüber den Vielen gemacht hat, anstatt echte Lösungen für die wachsenden Krisen unserer Zeit zu finden. Ihre Gleichgültigkeit gegenüber echten Reformen und ihre Unterstützung für Ungerechtigkeiten im Ausland, einschließlich des andauernden Genozids in Gaza, haben dazu geführt, dass sich viele Amerikaner:innen im Stich gelassen fühlen. Anstatt entschlossen für Frieden, Freiheit und Solidarität einzutreten, hat sich die Führung der Demokratischen Partei für „business as usual“ entschieden und weigert sich, die grundlegenden Probleme anzugehen, die die Menschen zu reaktionären Alternativen treiben.

    Die Wiederwahl Trumps bedeutet eine Verschärfung des Autoritarismus, nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern weltweit. Seine „America First“-Agenda ist eine direkte Bedrohung für Multilateralismus, Klimaschutz und globale Solidarität. Es ist eine Politik, die Unternehmensgewinne und nationalistische Rhetorik über die Rechte und das Wohlergehen der einfachen Menschen stellt – sowohl in den Vereinigten Staaten als auch darüber hinaus. Seine Politik verspricht nichts anderes als eine Vertiefung der Ungleichheit, einen Rückzug vom dringenden Kampf gegen den Klimakollaps und einen Angriff auf demokratische Werte.

    DiEM25 warnt vor den düsteren Aussichten, die diese Präsidentschaft für diejenigen bedeutet, die vor Gewalt und Armut fliehen, da Trumps Einwanderungspolitik eine humanitäre Krise verschärft. Seine Rhetorik zur Beendigung von Konflikten im Ausland klingt hohl, während er weiterhin die Militarisierung vorantreibt und Israels Gewalt in Gaza bedingungslos unterstützt.

    In diesem kritischen Moment rufen wir alle progressiven Menschen dazu auf, gemeinsam Widerstand zu leisten – nicht nur gegen einzelne Politiker:innen, sondern gegen das kaputte System, das sie hervorbringt. Wir können auf den Trumpismus nicht mit der gleichen neoliberalen Politik reagieren, die diese Krise ausgelöst hat. Stattdessen müssen wir eine neue Vision aufbauen – eine Bewegung, die Grenzen überschreitet, die zu den Vernachlässigten spricht und die einen glaubwürdigen Weg in eine gerechte und demokratische Zukunft bietet.

    Die Wiederwahl Trumps ist eine große Herausforderung, aber auch ein Aufruf zur Solidarität. DiEM25 wird sich weiterhin an der Seite derjenigen auf der ganzen Welt engagieren, die sowohl Autoritarismus als auch die gescheiterte Politik des Establishments ablehnen. Gemeinsam können wir die demokratische, inklusive und gerechte Gesellschaft aufbauen, nach der sich so viele sehnen.


    Der Originalartikel kann hier besucht werden


    Kategorien: Nordamerika, Politik, Pressemitteilungen
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    DiEM25
    DiEM25 ist eine europaweite, grenzüberschreitende Bewegung von Demokraten. Wir glauben, dass die Europäische Union dabei ist zu zerfallen. Die Europäer verlieren ihren Glauben an die Möglichkeit, europäische Lösungen für europäische Probleme zu finden. Zur gleichen Zeit wie das Vertrauen in die EU schwindet, sehen wir einen Anstieg von Menschenverachtung, Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus.



    Info:https://www.pressenza.com/de/2024/11/donald-trump-ist-zurueck-im-weissen-haus


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, awie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2024

    Fremde Federn  China Story, Wohlstand der Nationen, Zerrspiegel-Fabrik


    Foto: Jojo Bombardo via Flickr (CC BY-ND 2.0)


    makronom.de, vom 6. November 2024, Makrothek

    In den „Fremden Federn“ stellen wir einmal pro Woche in Kooperation mit dem Kuratorendienst Forum (früher piqd) eine Auswahl von lesenswerten journalistischen Fundstücken mit wirtschaftspolitischem Bezug zusammen. Formum.eu versteht sich als eine „Programmzeitung für guten Journalismus“ – was relevant ist, bestimmen keine reichweitenoptimierten Algorithmen, sondern ausschließlich ausgewählte Fachjournalisten, Wissenschaftler und andere Experten.




    Wie man die Geschichte einer Nation verkauft


    piqer: Emily Kossak

    Im 21. Jahrhundert ist die Weltbevölkerung so wohlhabend, wie sie das vielleicht noch nie war. Gerecht verteilt ist dieser Wohlstand nicht. Warum? Hier sind ein paar Beispiele:

    Laut dem World Inequality Report der Weltbank von 2022 ist Wohlstand heute ungefähr genauso ungleich verteilt wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts, auf dem Höhepunkt des westlichen Imperialismus. Burundi, der Südsudan, Mosambik oder die Demokratische Republik Kongo: Fast alle der ärmsten Länder der Welt sind ehemalige Kolonien. Die USA, Deutschland, Frankreich oder Großbritannien: Fast alle der reichsten Länder der Welt sind ehemalige Kolonialmächte. Im Juni 2021 hatten die reicheren Länder 44% aller weltweit produzierten COVID-19-Impfstoffe erworben, obwohl sie nur etwa 16% der Weltbevölkerung ausmachen. Im Gegensatz dazu hatten ärmere Länder im selben Zeitraum weniger als 1% des weltweiten Impfstoffangebots erhalten.

    Auch wenn man die Welt nicht erklären kann, indem man sie einfach in Unterdrücker und Unterdrückte einteilt: Das sind gute Gründe, die Glaubwürdigkeit westlicher Werte wie Demokratie, Gleichheit und Freiheit anzuzweifeln. Es gibt ein Land, das diese Unglaubwürdigkeit schamlos ausnutzt: China.

    Als Xi Jinping 2012 antrat, entschied er: China hat der Welt eine Geschichte zu erzählen. Und die braucht unbedingt ein besseres Marketing. Xi rief “Chinas Geschichte gut erzählen” ins Leben, eine Art Marketing-Strategie, die die Soft Power seines Landes auf ein neues Level heben sollte. Und was genau meint Xi Jinping mit der “China Story”?

    Diese Geschichte ist simpel: China hat es innerhalb weniger Jahrzehnte aus bitterer Armut und eigener Kraft zu einem wohlhabenden, mächtigen Land geschafft. Die “China Story” ist subversiv: Sie bietet Nicht-Einmischung statt Belehrung. Wirtschaftliche Entwicklung statt Entwicklungshilfe. Vom Staat gelenkte Rechte statt allgemeiner Rechte. Und sie hat einen Kern: die Kommunistische Partei, deren Kompetenz ein Vorbild für andere Länder ist.

    Die “China Story” ist ein von der Kommunistischen Partei kontrolliertes Narrativ. Es ist weder wasserdicht noch realitätsgetreu. Trotzdem ist sie eine Erfolgsgeschichte. Und hat einen unbezahlbaren Vorteil: Sie kommt nicht aus dem Westen. Der Kick an der “China Story”? Das kannst du auch schaffen.

    China will seine eigene Geschichte neu erzählen. Wie genau das funktioniert, und ob China damit bisher erfolgreich war, erkläre ich in diesem Text. Der Text ist aus einer Reihe meines Newsletters „How to China“ zur Frage: Warum will China eine Sonderrolle, wenn es um Menschenrechte geht?

    How To ChinaWie China einen Krieg der Werte anzetteltAutor: Emily Kossak




    Wie Lebensmittelkonzerne uns manipulieren


    piqer: Theresa Bäuerlein

    Dieser Artikel ist schon ein bisschen älter, von 2013, aber er ist so wahnsinnig gut, dass es sich immer noch lohnt ihn zu lesen. Der Autor hat extrem tief und detailliert recherchiert, wie Lebensmittelhersteller Produkte herstellen, die es Menschen sehr schwer machen, ihnen zu widerstehen. Der Artikel zeigt, dass es nicht (nur) an der mangelnden Willenskraft der Verbraucher:innen liegt, wenn die Zahlen für Diabetes, Fettleibigkeit und Bluthochdruck explodieren. Anhand sehr konkreter Beispiele erklärt er, was er innerhalb von vier Jahren Recherche herausgefunden hat. Er hat mit mehr als 300 Personen gesprochen, die in der verarbeiteten Lebensmittelindustrie tätig sind oder waren, von Wissenschaftler:innen über Marketingfachleute bis hin zu Geschäftsführer:innen.

    Obwohl spätestens seit den 1990er Jahren klar ist, dass es schlecht für Menschen ist, wenn sie stark zuckerhaltige, salzige und fettige Lebensmittel konsumieren, setzt die Lebensmittelindustrie weiterhin darauf, dass Konsument:innen diesen nur schwer widerstehen können. Unternehmen nutzen wissenschaftliche Methoden, wie die Optimierung des sogenannten „Bliss-Points“ (die perfekte Kombination von Zutaten, um Lebensmittel unwiderstehlich zu machen), um Produkte zu entwickeln, die übermäßiges Essen fördern. Der Artikel beleuchtet Fallstudien von Unternehmen wie Frito-Lay, Kraft und Coca-Cola, die darauf abzielen, durch süchtig machende Lebensmittel maximale Gewinne zu erzielen, anstatt sich mit den gesundheitlichen Folgen auseinanderzusetzen.


    Ein bezeichnendes Zitat:

    Wir werden nicht an den Kronjuwelen des Unternehmens herumpfuschen und die Rezepturen ändern, nur weil ein paar Jungs in weißen Kitteln sich Sorgen über Fettleibigkeit machen.“

    new york timesThe Extraordinary Science of Addictive Junk Food (Published 2013)Autor: Michael Moss




    Der Wohlstand der Nationen – es sind die Institutionen, stupid


    piqer: Thomas Wahl

    Die Frage, warum manche Länder reich und andere Länder arm sind, beschäftigt (nicht nur) die Wirtschaftswissenschaften schon lange. Mitte Oktober hat eine Gruppe von Ökonomen, die oft gemeinsam gearbeitet und publiziert haben, für ihre Antworten auf diese Frage den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften bekommen. Es sind die in den USA arbeitenden Forscher Daron Acemoğlu, Simon Johnson und James A. Robinson für ihre Studien über Wohlstand und Einkommensunterschiede.

    In ihrer gewürdigten Studie entwickelten sie, empirisch gestützt, die These, dass Unterschiede in den wirtschaftlichen Institutionen die grundlegende Ursache für Unterschiede in der wirtschaftlichen Entwicklung sind. Also, dass Wohlstand weniger oder gar nicht vom Klima oder von der Größe der Bevölkerung und deren Besitz an natürlichen Gütern abhängt.

    Ihre Forschung beschäftigt sich damit, wie Institutionen gebildet werden und welchen Einfluss sie auf den Wohlstand haben. In einer Studie stellten die drei Ökonomen nicht nur die Theorie auf, dass die Ursache für die gravierenden Wohlstandsunterschiede zwischen den 20 Prozent reichsten Ländern und den ärmsten Ländern der Welt in politischen, kulturellen oder regionalen Rahmbedingungen liegen – sondern dass es auch darauf ankommt, ob die Institutionen inklusiv oder extraktiv im ökonomischen Sinne arbeiten. In Ländern mit schwacher Rechtsstaatlichkeit, in denen die Bevölkerung ausgebeutet wird, sorgen demnach auch die bestehenden politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Institutionen nicht für Wachstum, sondern dienen prioritär der herrschenden Elite und ihrem Machterhalt.

    Wobei der Begriff Institutionen, so die FAZ,

    im ökonomischen Sprachgebrauch nicht etwa für politische oder soziale Einrichtungen wie etwa ein Parlament (steht), sondern für die Regeln des gesellschaftlichen Miteinanders. Konkret heißt das zum Beispiel: Leben die Menschen in einer liberalen Demokratie oder in einer Marktwirtschaft? Leben sie in einem diktatorischen Regime wie in Nordkorea oder China? Können sie auf sichere Eigentumsrechte vertrauen? Sind sie Teil einer sozialistischen Planwirtschaft?

    Ich denke, es ist wichtig zu betonen, dass die Existenz formaler Apparate wie Parteien, Gerichte oder Staaten eben allein nicht ausreicht. Es geht um die Aktivitäten, das Mitwirken aller Bürger. Dazu konnten die Ökonomen zeigen, je mehr Menschen an wirtschaftlichen Entscheidungen beteiligt werden, desto eher wächst der Wohlstand. Demokratie bringt also Wohlstand. Aber es gilt auch:

    Es ist gar nicht so einfach festzustellen, ob Demokratie wirklich Wohlstand bringt oder Wohlstand Demokratie.

    Wir wissen, auch in reichen Demokratien kann der Wohlstand sinken. Wenn die Wohlstandsunterschiede zwischen Ländern durch die Qualität der sozialen Institutionen bestimmt werden, stellt sich die Frage: Woher kommen diese Institutionen in den verschiedenen Ländern? Dazu untersuchten die Preisträger u.a. die Entwicklung unterschiedlicher, ehemals europäischer Kolonien und konnten zeigen:

    Oft waren es gerade die reichen Landstriche, in denen die Kolonialherren solche (inklusiven Th.W.) Institutionen nicht eingerichtet haben, weil die Schätze dieser Landstriche ausgebeutet werden sollten. Sie wurden mit der Zeit immer ärmer. Arme Landstriche dagegen bekamen integrativere Institutionen, weil sich dort Europäer ansiedeln wollten – und diese inte­grativeren Institutionen haben die Landstriche mit der Zeit reich gemacht.

    D.h., die Europäer brachten in diesem Falle ihre wirtschaftlich erfolgreichen Institutionen mit bzw. diese wurden wie im Falle Südkoreas kopiert. Oder wie es der empfohlene Artikel in der ZEIT formuliert:

    Dabei zeigte sich: Länder mit ausbeuterischen Institutionen waren oft früher reich und später arm geworden. Länder aber, die eigentlich arm waren, aber rechtsstaatliche Institutionen schufen, eine Demokratie hatten und eine soziale Marktwirtschaft einführten, waren zu reichen Ländern aufgestiegen.

    Auch für den Fall nicht kolonialisierter Völker finden sich nachvollziehbare Erklärungen zur Entstehung entsprechender inkludierender Institutionen, mit denen Entwicklungshemmnisse aufgebrochen werden können:

    Solange die politische Elite vom vorherrschenden System profitiere, misstraue die Bevölkerung deren Versprechungen von wirtschaftlichen Reformen und Demokratie. Umgekehrt befürchteten die Machthaber, dass sie im Falle von Reformen nicht für ihren Machtverlust kompensiert würden. Dies führe zu einer Pattsituation und einem Glaubwürdigkeitsproblem zwischen Eliten und der Bevölkerung, das den Weg aus der Armut verhindere.

    Aber auch unterdrückte Bevölkerungen ohne direkte politische Macht können sich zusammenschließen und demokratische Beteiligung fordern, mit Revolution drohen.

    Allein diese Drohung führt manchmal dazu, dass autokratische Regime auf ihre Macht verzichten und einen demokratischen Umschwung zulassen. Dieses Modell erklärt unter anderem die Demokratisierung Westeuropas in den Jahrzehnten um 1900 oder weshalb sich in einigen Ländern demokratische mit nichtdemokratischen Perioden abwechseln.

    Wer es genauer wissen will – die Laureaten haben ihre Erkenntnisse bereits früher in populärwissenschaftlichen Büchern veröffentlicht:

    Daron Acemoglu und James A. Robinson: Warum Nationen scheitern

    Daron Acemoglu, Simon Johnson: Macht und Fortschritt

    Die ZeitUS-Wohlstandsforscher erhalten Wirtschaftsnobelpreis




    Wenn verantwortungslose Milliardäre zu viel Einfluss ausüben


    piqer: Jürgen Klute

    Wer in Deutschland über Reichtum redet, sieht sich schnell mit dem Vorwurf konfrontiert, eine Neid-Diskussion anzetteln zu wollen. Dabei gibt es gute Gründe, über Reichtum und seine gesellschaftlichen Wirkungen zu sprechen. Diese Gründe legt Daron Acemoğlu in einem Gastkommentar im Wiener Standard dar. Daron Acemoğlu ist Professor für Wirtschaftswissenschaften am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Gemeinsam mit Simon Johnson und James Robinson erhält er für die Forschung zu Wohlstand und Institutionen in diesem Jahr den Wirtschaftsnobelpreis.

    Daron Acemoğlu spricht sich nicht prinzipiell gegen Reichtum aus. Er hat vielmehr untersucht, wie sich in der heutigen US-amerikanischen Gesellschaft wirtschaftlicher Reichtum und gesellschaftlicher Status miteinander verknüpfen und welche gesellschaftlichen Auswirkungen diese Verknüpfung hat. Gesellschaftlicher Status war laut Acemoğlu nicht immer in der Art mit Reichtum verknüpft, wie es heute der Fall ist. Gesellschaftlicher Status verleiht gesellschaftlichen Einfluss und damit Macht. Die Idee der Demokratie basiert darauf, die Macht Einzelner in einem gesellschaftlichen Interesse zu begrenzen. Aus dieser demokratischen Grundidee leitet Acemoğlu die Notwendigkeit einer strukturellen Begrenzung der aus wirtschaftlichem Reichtum entstehenden politischen Macht ab.

    Die Denkanstöße von Daron Acemoğlu aufzunehmen, um zu einer Diskussion über die politischen Folgen von wirtschaftlichem Reichtum beizutragen und nach Wegen zu suchen, wie die negativen politischen Folgen wirtschaftlichen Reichtums begrenzt werden können, ist m.E. überfällig im Sinne einer Stärkung der Widerstandsfähigkeit demokratischer Gesellschaften.

    der standardWarum die Macht der Reichen begrenzt gehörtAutor: Daron Acemoğlu




    Wie die Zerrspiegel-Fabrik Social Media unsere Normen verändert


    piqer: René Walter

    Die Psychologen Claire E. Robertson, Kareena S. del Rosario und Jay J. Van Bavel veröffentlichten grade ein neues Paper darüber, wie die „Funhouse Mirror Factory“ Social Media die Wahrnehmung sozialer Normen verändert.

    Die Wissenschaftler fanden in ihren Studien, dass „während nur 3% der aktiven Accounts als toxisch deklariert werden können, diese 33% des gesamten Contents produzierten. Außerdem beginnen 74% aller Konflikte online in nur 1% aller Communitys, und 0,1% aller User teilen 80% an Desinformation.“

    Das Paper fügt sich nahtlos in einer Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen zu den sogenannten „Superspreadern“ von Desinformation. So waren etwa während der Corona-Pandemie grade einmal 12 Impfgegner – das sogenannte „Desinformation Dozen“ – für rund zwei Drittel aller Desinformationskampagnen verantwortlich, und nur ein kleiner Zirkel einflussreicher rechter Accounts schaffte es vor vier Jahren erfolgreich, die Lüge von angeblichen Manipulationen der US-Wahl 2020 als Talking Point zu etablieren.

    Die Folge:

    False norms emerge, in part, because social media is dominated by a small number of extreme people who post only their most extreme opinions, and do so at a very high volume–often posting dozens of times more than others, while more moderate or neutral opinions are practically invisible online.

    Der Kulturwissenschaftler und Netzdenker Dr. Michael Seemann kommentiert das Paper in seinem unbedingt empfehlenswerten Newsletter, stimmt der Bestandsaufnahme insgesamt zu, stört sich aber zurecht an dem Begriff „False Norms“:

    „Wieso sollten die auf Social Media eingeübten Normen ‚fake‘ sein? Sie sind nicht ‚fake‘ im Kontext der Leute, die so sprechen. Diese Normen mögen weit weniger weit verbreitet sein, als Menschen auf Social Media denken, aber was da wächst, ist real und setzt bereits ganz materielle Gewalt in die Welt.“

    Deshalb ist meine Textempfehlung zum Paper ein 7 Jahre alter Text im New Yorker darüber, wie sich soziale Normen verändern. Anhand vieler Beispiele, von Nazi-Graffito in Brooklyn bis zum Genozid in Ruanda, beschreibt der Artikel von Maria Konnikova, wie sich soziale Normen eben nicht einfach so durch soziale Magie und Schwarmverhalten ändern, sondern dass immer einige wenige autoritativ wahrgenommene Player maßgeblich zu einer Verschiebung gesellschaftlicher Normen beitragen. Und diese Normen sind immer real, ganz egal, ob sie zu gesellschaftlicher Solidarität und Emanzipation beitragen, oder eben schlimmstenfalls zu Gewalt und Pogromen führen. Oder dazu, dass rechte Politiker in den USA die Katastrophenhilfe nach zwei Hurricanes behindern, in dem sie haarsträubende Verschwörungstheorien streuen, was Barack Obama in einer Rede zum Anlass nimmt, eine einfache Frage zu stellen: „When did that become okay?

    „It became okay“ als eine relativ kleine Anzahl rechter Superspreader seit rund zehn Jahren neue Normen innerhalb der konservativen Gemeinschaft etablierten, laut denen es schlichtweg „okay“ ist, Desinformation als Mittel zum Zweck zu verbreiten, selbst wenn es Leben während Extremwettersituationen kostet oder Migranten in Springfield terrorisiert. Diese Normverschiebungen sind eine direkte Folge einer Aufmerksamkeitsökonomie, die extremistische Akteure mit Macht und Einfluss belohnt.

    new yorkerHow Norms ChangeAutorin: Maria Konnikova




    Die neuen Super-Journalisten


    piqer: Jannis Brühl

    Die Karriere einer einzelnen Journalistin oder eines einzelnen Journalisten nachzuzeichnen, wäre an sich keinen PICK wert. Aber Taylor Lorenz rechtfertigt einen, auch wenn sie in diesem Porträt im New Yorker nicht sonderlich sympathisch rüberkommt. Die US-Reporterin/Creatorin/Social-Media-Person steht für eine neue Form journalistischer Personenmarke. Sie berichtet nicht nur auf eine erfrischend faire Weise über Social Media (ohne den herablassenden Blick auf den „fremden Planeten“ SoMed mancher alteingesessener Autoren). Sie bespielt selbst auch Social Media meisterhaft, und zwar nicht nur, um ihre Arbeitgeber zu pushen – sondern vor allem sich selbst. Wie der Ex-Vice-Producer Johnny Harris, der zum erfolgreichen Youtube-Erkärbär geworden ist und in diesem Artikel aus dem New Yorker zu Wort kommt, und die Anti-„Wokeness“-Kulturkriegerin Bari Weiss, ist sie zur Vorzeige-Medienunternehmerin ihrer selbst geworden.

    Auch weil ihr provokantes, ziemlich filterloses Auftreten in den sozialen Netzwerken ihr Ärger einbrachte, verließ sie erst die New York Times, und zuletzt die Washington Post, zu der sie danach gegangen war. Lorenz hat nun ihren eigenen Newsletter auf Substack zu ihrem Vollzeitjob gemacht. Die großen US-Häuser haben damit ihre bekannteste Social-Media-Reporterin verloren.

    Ihre Geschichte ist eine interessante Fallstudie, weil Lorenz das Spiel mit dem Internet komplett verstanden hat. Dazu gehört auch die Provokation. Sie werde „auf den Gräbern der legacy media tanzen“, erklärt sie dem Reporter des New Yorker.

    Der Artikel gibt einen guten Eindruck, wie Medienkarrieren von Einzelkämpfern jenseits der traditionellen Medienhäuser heute aussehen können. Einschränkend sei allerdings gesagt, dass Taylor Lorenz die „legacy media“ als Sprungbrett brauchte, ähnlich wie Bari Weiss oder der Über-Substacker Matthew Yglesias. Ob das nur dafür spricht, dass wir uns in einer Übergangsphase von Alt zu Neu befinden, oder ob die Medienhäuser ein entscheidender Faktor bleiben (nationale Medien gehen nach wie vor selten pleite), wird eine spannende Frage.

    new yorkerTaylor Lorenz’s Plan to Dance on Legacy Media’s GraveAutor: Kyle Chayka


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    China Story, Wohlstand der Nationen, Zerrspiegel-Fabrik

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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, awie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2024

    E.I.R.Nachrichten

    djga3.r.sp1-brevo.net, vom 04.11.2024, E.I.R. Nachrichten (eirna.de), Chefredakteur: Dr. Wolfgang Lillge
    BRICS bietet dem Westen einen Ausweg aus dem Bankrott anDie jüngsten Wahlen in Deutschland, Frankreich, Ungarn, der Slowakei, Georgien und zuletzt in Moldawien haben eine deutliche Botschaft vermittelt: Jeder, der mit der Deindustrialisierung und der Kriegspolitik des Westens in Verbindung gebracht wird, wird von den Wählern abgestraft. Sollte bei der kommenden US-Wahl das „Kamala-Harris-Kollektiv“ an der Macht bleiben, müssen wir uns darauf gefasst machen, dass die Rettung der Finanzblasen und die Stellvertreterkriege weiter oberste Priorität haben werden. Aber was sagt es über eine Wahl aus, wenn die positivste Eigenschaft des anderen Kandidaten seine Unberechenbarkeit ist und er daher für die Oligarchen schwieriger zu handhaben sein wird?Da in den kommenden Tagen und Wochen große Turbulenzen in den Vereinigten Staaten fast unvermeidlich erscheinen, sollte man um so mehr darauf achten, wie die BRICS-Allianz Amerika und Europa ruhig die Hand zur Zusammenarbeit reicht. Wie der russische Außenminister Sergej Lawrowam 2. November im TV BRICS erklärte, werden die BRICS mit ihren 13 neuen Partnerländern Vorkehrungen treffen, um ihre Volkswirtschaften vor der Instrumentalisierung des Dollars zu schützen und um Industrie und Handel Vorrang vor Finanzwucher zu geben, aber sie werden nicht versuchen, den Westen zu bestrafen oder zu brechen. Stattdessen bieten sie an, den IWF, die Weltbank und die Welthandelsorganisation vor Bankrott und Ruin zu bewahren, indem sie diese mit langfristigen Großprojekten zur angemessenen wirtschaftlichen Entwicklung Afrikas, Asiens und Iberoamerikas neu beleben.„Nationalisten“ wie Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban, der slowakische Ministerpräsident Robert Fico und auch Serbiens Präsident Aleksandar Vucic vertreten einen Patriotismus, der im Grunde bedeutet, dass ihre Nationen erhalten bleiben sollen. Deshalb wollen sie, ohne ihre durchaus vorhandenen Differenzen mit Russland oder China zu verstecken, mit beiden Handel treiben und zusammenarbeiten. Fico und der serbische Ministerpräsident Vučević wurden vom chinesischen Ministerpräsidenten Li Qiang als Ehrengäste zur Eröffnungsfeier und anderen Veranstaltungen der 7. China International Import Expo (CIIE) in Shanghai eingeladen. Die CIIE, die nach den US-Wahlen vom 5. bis 10. November stattfindet, ist eine jährliche Handelsmesse, die Ländern und Regionen eine Plattform bietet, ihre Entwicklungserfolge zu präsentieren. Es wird erwartet, dass 152 Länder, Regionen und internationale Organisationen teilnehmen werden.Der Ausbruch von „intelligentem Nationalismus“ in Mitteleuropa ist den EU-Bürokraten in Brüssel und der Achse London-Washington, die den Dollar als Waffe einsetzt und Stellvertreterkriege führt, ein Gräuel. Sie fürchten sich davor, dass sich das auch auf die Vereinigten Staaten ausbreitet, die historisch das Ursprungsland des „intelligenten Nationalismus“ waren.Donald Trump hat den Test des „intelligenten Nationalismus“ – zumindest bisher – nicht bestanden. Er sieht, dass Länder auf der ganzen Welt Schritte unternehmen, um sich vom Dollar zu lösen, aber das einzige, was ihm dazu einfällt, ist, Ländern zu drohen und sie zu beschwatzen, beim Dollar zu bleiben. Er weiss sicherlich auch, dass das Hirngespinst der Biden-Regierung, China und Russland gegeneinander auszuspielen, das Gegenteil bewirkt hat. Dennoch versprach Trump am 1. November das gleiche: „Wir haben sie wegen des Öls vereint. Biden hat sie vereint. Es ist eine Schande. Ich werde sie wieder trennen müssen, und ich denke, das kann ich auch.“ Er zitierte einen seiner Professoren für Finanzen an der Universität Wharton: „Das einzige, was man nie wollen kann, ist, dass Russland und China sich zusammentun.“Es ist an der Zeit, den Nationalismus wieder intelligent zu machen, und das beginnt damit, dem erwarteten Chaos mit schonungsloser Ehrlichkeit entgegenzutreten – die beiden unabhängigen LaRouche-Kandidaten Diane Sare und José Vega in New York machen es vor. Nutzen wir die Chance des historischen BRICS-Gipfels, um auch den Westen zu retten.
    STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR

    Inhalt
    • Economist: Ukraine und NATO können nicht gewinnen
    • Israel blockiert weiterhin humanitäre Hilfe für Gaza
    • 52 Nationen fordern in einem Brief an die UN, Waffenlieferungen an Israel zu stoppen
    • USA sagen Iran: Wir können Israel nicht zurückhalten

    LAROUCHE-BEWEGUNG
    • Sare gibt Interview im New Yorker Radiosender WABC
    NEUES PARADIGMA
    • Fico in China: Strategische Partnerschaft für Frieden und Wirtschaft
    • Lawrow: Historischer BRICS-Gipfel bietet Rettung für den Westen


    ZUSAMMENBRECHENDES IMPERIALISTISCHES SYSTEM
    • Sonderberichterstatterin Albanese schockiert über fehlende Menschlichkeit in der UNO
    • Lawrow: Je mehr der Westen Abkommen bricht, desto mehr Territorium verliert die Ukraine
    • Wiederholter Wahlbetrug in Moldawien?

    STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR
    Economist: Ukraine und NATO können nicht gewinnen3. November 2024 (EIRNS) – Die Stimmung des Londoner Economist, des wichtigsten Sprachrohrs der britischen Oligarchie und der Londoner City, über den NATO-Stellvertreterkrieg in der Ukraine wandelt sich von verdrießlich zu höchst pessimistisch. Ein Artikel vom 29. Oktober trägt den Titel „Die Ukraine kämpft jetzt darum, sich zu behaupten, nicht darum, zu gewinnen“ und den Untertitel „Russland durchbricht die ukrainische Verteidigung in Teilen des Schlachtfeldes“.Ausgehend von der Aussage von US-Verteidigungsminister Lloyd Austin vom 21. Oktober, „Moskau wird in der Ukraine niemals siegen“, zeichnet der Economist ein gegenteiliges Bild: „Die ukrainischen Streitkräfte haben es geschafft, Pokrowsk, eine umkämpfte Stadt in der östlichen Donbass-Region, zu halten – eine Blamage für Herrn Putin. Aber anderswo entlang der Front schneidet sich Russland seinen Weg durch die ukrainische Verteidigung. In Kupjansk im Norden haben seine Truppen die ukrainischen Formationen am Fluss Oskil in zwei Teile geteilt. In Tschassiw Jar im Osten haben sie nach sechsmonatigen Versuchen den Hauptkanal Siwerskyj Donez überquert. Weiter südlich haben russische Truppen in und um Wuhledar Höhen eingenommen und rücken aus zwei Richtungen auf Kurachowo vor. In Kursk, im Inneren Russlands, hat die Ukraine bereits etwa die Hälfte des Gebiets wieder verloren, das sie vor kurzem erobert hatte.“Noch schwerwiegender als der Gebietsverlust „ist die stetige Erosion der Größe und Qualität der ukrainischen Streitkräfte. Die ukrainischen Einheiten sind unterbesetzt und überlastet, durch schwere Verluste stark dezimiert.“Ein weiteres Problem sei die Rüstungsproduktion. „Die EU behauptet, mehr als 1 Million Granaten pro Jahr herzustellen; Russland stellt dreimal so viele her und wird auch durch Lieferungen aus Nordkorea und dem Iran unterstützt.“ Eine US-Quelle wird zitiert: „Ich weiß einfach nicht, ob wir genug produzieren und genug geben können… Wir können ihnen nicht mehr geben, ohne anderswo ernste Risiken einzugehen.“Der Economist stellt fest: „Russland kann nicht ewig kämpfen. Aber die Sorge unter amerikanischen, europäischen und ukrainischen Beamten ist, dass die Ukraine als erste an ihre Grenzen stößt.“Der Economist weiter: „Diejenigen, die im Pentagon an der Planung beteiligt sind, sagen, dass die Ambitionen von Anfang 2023 – eine ukrainische Streitmacht, die ihr Territorium zurückerobern oder Russland durch einen gut durchdachten bewaffneten Schlag zu Gesprächen zwingen könnte – in der Praxis einem engen Fokus auf die Vermeidung einer Niederlage gewichen sind. ,Im Moment denken wir immer mehr darüber nach, wie die Ukraine überleben kann’, sagt eine Person, die an dieser Planung beteiligt ist.“Israel blockiert weiterhin humanitäre Hilfe für Gaza3. November 2024 (EIRNS) – Israels Blockade von Hilfslieferungen nach Gaza stößt auf scharfe internationale Kritik, und US-Außenminister Blinken und Verteidigungsminister Austin setzten Israel am 13. Oktober eine 30-tägige Frist, den humanitären Zugang zu dem Gebiet zu verbessern. In den letzten zwei Monaten wurde die geringste Menge an Hilfsgütern seit Beginn des Krieges in den Gazastreifen transportiert, und im Norden von Gaza kommt besonders wenig Hilfe bei den Zivilisten an, wie die Times of Israel berichtet.Die Zeitung verweist auf einen Associated Press-Bericht über eine Auswertung von Daten der Vereinten Nationen und Israels: Demnach liegt die durchschnittliche Anzahl der täglich in den Gazastreifen einfahrenden Lastwagen weit unter dem von Austin und Blinken geforderten Minimum von 350 pro Tag. Laut Hilfsorganisationen sind mindestens 500 Lastwagen mit Hilfsgütern pro Tag nötig, um den Bedarf der 2,3 Millionen Menschen im Gazastreifen zu decken, aber seit Beginn des Konflikts ist man sehr weit davon entfernt. Das Maximum gab es nach Angaben der israelischen Regierung im vergangenen April mit durchschnittlich 225 Lastwagen pro Tag – weniger als die Hälfte des Bedarfs.Es herrscht große Sorge, dass die Zivilbevölkerung wegen der ausbleibenden Hilfe verhungern könnte, wie AP weiter berichtet. Die Zahl der Lastwagen, die Israel nach Gaza einreisen ließ, ist seit Frühjahr und Sommer stark zurückgegangen und lag Anfang Oktober nach UN-Angaben bei einem Durchschnitt von nur 13 pro Tag. Ende des Monats waren es 71.52 Länder fordern in einem Brief an die UN, Waffenlieferungen an Israel zu stoppen3. November 2024 (EIRNS) – Das türkische Außenministerium gab heute bekannt, dass es den Vereinten Nationen einen von 52 Ländern und zwei Organisationen unterzeichneten Brief vorgelegt hat, in dem ein Stopp der Waffenlieferungen an Israel gefordert wird. Außenminister Hakan Fidan sagte gegenüber der Presse: „Wir haben einen gemeinsamen Brief verfasst, in dem wir alle Länder auffordern, den Verkauf von Waffen und Munition an Israel einzustellen. Wir haben diesen Brief, der von 54 Unterzeichnern stammt, am 1. November bei den Vereinten Nationen eingereicht. … Wir müssen bei jeder Gelegenheit wiederholen, dass der Verkauf von Waffen an Israel bedeutet, sich an seinem Völkermord zu beteiligen.“ Der Brief sei eine Initiative der Türkei. Zu den Unterzeichnern gehören Saudi-Arabien, Brasilien, Algerien, China, Iran und Russland sowie die Arabische Liga und die Organisation für Islamische Zusammenarbeit.Unabhängig davon erklärte Fidan gegenüber Hürriyet Daily News, Israels Hauptziel sei es, die Palästinenser aus dem Gazastreifen nach Ägypten und aus dem Westjordanland nach Jordanien zu vertreiben. In den sogenannten Waffenstillstands-Gesprächen stelle es ständig neue Bedingungen, um seine militärischen Ziele erreichen zu können. Er warnte: „Netanjahu könnte Schritte unternehmen, um die nukleare Kapazität des Iran zu zerstören“, was das Risiko eines regionalen Krieges erhöhen würde.USA sagen Iran: „Wir können Israel nicht zurückhalten“3. November 2024 (EIRNS) – Axios berichtete gestern unter Berufung auf israelische und US-Quellen, die USA hätten den Iran vor einem weiteren Angriff auf Israel gewarnt, weil Washington Israel nicht zurückhalten könne. Ein namentlich nicht genannter US-Beamter wird zitiert: „Wir haben den Iranern gesagt: Wir werden nicht in der Lage sein, Israel zurückzuhalten, und wir werden nicht in der Lage sein, sicherzustellen, dass der nächste Angriff genauso gezielt und präzise sein wird wie der vorherige.“ Diese Botschaft sei direkt an den Iran übermittelt worden. Die israelische Quelle gab dagegen an, sie sei über Schweizer Vermittler gegangen. Middle East Spectator zitierte anonyme Quellen mit den Worten: „Der Iran hat die Botschaft ‚erhalten, aber ignoriert‘.“Die Botschaft könnte eine US-Antwort auf eine scharfe Erklärung des iranischen Staatsführers Ali Chamenei sein. Iranische Staatsmedien hatten gestern ein Video Chameneis veröffentlicht, in dem er sagt: „Die Feinde, ob das zionistische Regime oder die Vereinigten Staaten von Amerika, werden definitiv eine vernichtende Antwort auf das erhalten, was sie dem Iran, der iranischen Nation und der Widerstandsfront antun.“Der israelische Nachrichtensender Channel 12 berichtete, der israelische Sicherheitsapparat vermute, dass der Iran über seine schiitischen Milizen im Irak und im Jemen agieren könnte, anstatt direkt zu reagieren, um das Risiko eines weiteren israelischen Angriffs auf den Iran zu verringern.
    LAROUCHE-BEWEGUNG
    Sare gibt Interview im New Yorker Radiosender WABC3. November 2024 (EIRNS) – Diane Sare, unabhängige Kandidatin für den US-Senat in New York, wurde am 1. November von Moderator Frank Morano für die Nachtsendung im großen New Yorker Radiosender WABC interviewt.Morano war Vorsitzender der New Yorker Independence Party und Reform Party. Er war auch Produzent der unterhaltsamen Netflix-Dokumentation „Get Me Roger Stone“.Morano leitete das 30-minütige Interview mit dem Bericht ein, dass Sare das letzte Mal vor zwei Jahren in seiner Sendung war. Damals habe er mit einem Shitstorm der Zuhörer gerechnet, weil er eine LaRouche-Kandidatin einlud, „die nicht gewinnen konnte“. Aber die einzige Kritik sei gewesen: „Das Interview war zu kurz!“Das Interview behandelte diesmal Fragen wie: Wer ist LaRouche? Was war der Grund für die Angriffe auf LaRouche? Was bedeutet LaRouches Warnung vor einem „Reichstagsbrand“ vor dem 11. September, als Präsident G.W. Bush 2001 sein Amt antrat? Weitere Themen waren die Gefahr eines thermonuklearen Krieges, die Ukraine, das Kennedy-Attentat, der Völkermord in Palästina sowie der Aufstieg der Globalen Mehrheit als Alternative zu den USA.Morano berichtet auch: „Ich kenne viele sehr scharfsinnige Leute, die Sie schon gewählt haben!“ Auf die Frage „Warum all die Angriffe auf LaRouche und seine Bewegung im Laufe der Jahre?“ antwortete Sare, LaRouche sei der größte zeitgenössische Vertreter der amerikanischen intellektuellen Tradition, und die verlogenen Angriffe auf ihn seien ein Versuch, „die Amerikaner von anspruchsvollen Ideen fernzuhalten“.Die Sendung „The Other Side of Midnight“ wird in der „Stadt, die niemals schläft“ jede Nacht von 1 bis 6 Uhr Ortszeit in New York City im Radio und im Internet ausgestrahlt.
    NEUES PARADIGMA
    Fico in China: Strategische Partnerschaft für Frieden und Wirtschaft
    3. November 2024 (EIRNS) – Nach einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping am 3. Oktober veröffentlichte der slowakische Premierminister Robert Fico eine Videobotschaft, in der er Chinas diplomatische Bemühungen in der Ukraine-Krise begrüßt. „Wir sind der gleichen Meinung, dass es unmöglich ist, die Kämpfe sofort zu beenden, solange die Ukraine weiterhin militärisch und finanziell vom Westen unterstützt wird.“ Die Slowakei werde sich den Friedensbemühungen Chinas und Brasiliens anschließen. Fico warnte, eine Verlängerung der Spannungen zwischen Russland und der NATO erhöhe das Risiko eines Atomkrieges. Seinen westlichen Kritikern hielt er entgegen: „Es waren die westlichen Politiker, die im April 2022, kurz nach Ausbruch des Konflikts, alles in ihrer Macht Stehende taten, damit ein realistisches Friedensabkommen nicht unterzeichnet wurde.“Fico bezeichnete seinen sechstägigen Besuch in China als „die wichtigste Reise des Jahres“, er wird von mehreren Ministern und 80 Wirtschaftsvertretern begleitet. Am 31. Oktober traf er Premierminister Li Qiang und anschließend Präsident Xi. Am nächsten Tag gaben Xi und Fico eine gemeinsame Erklärung über den Aufbau einer strategischen Partnerschaft ihrer Länder ab, wie EIR.News berichtete.Ficos Außenminister Juraj Blanar traf Außenminister Wang Yi in Peking, um die Zusammenarbeit zu vertiefen.Am letzten Tag ist Fico auf Einladung Lis Ehrengast der 7. China International Import Expo (CIIE) vom 5. bis 10. November. Die jährliche Handelsmesse in Shanghai dient Ländern und Regionen als Plattform, um ihre Entwicklungserfolge zu präsentieren, 152 Länder, Regionen und internationale Organisationen werden dort erwartet. Der serbische Premierminister Miloš Vučević wird ebenfalls als Ehrengast teilnehmen. Fico versucht zusammen mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Orban und dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic, der Zwangsjacke eines zusammenbrechenden Europas zu entkommen und ihre Länder zu retten, indem sie Beziehungen zu China und dem Globalen Süden aufbauen.Lawrow: Historischer BRICS-Gipfel bietet Rettung für den Westen3. November 2024 (EIRNS) – Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat gestern die historische Bedeutung des BRICS-Gipfels von Kasan in einem 30-minütigen Interview auf BRICS TV zusammengefasst. Die Welt erlebe das Ende von Geopolitik und Kolonialismus und die Reifung einer Allianz von mehr und weniger entwickelten Ländern, die herausfinden, wie sie gemeinsam vorankommen können.Lawrow erklärte, man wolle Länder nicht dazu bringen, sich einer Politik anzuschließen, mit der sie nicht einverstanden sind, oder in allen Punkten einer Meinung zu sein. Aber sie hätten eine Fülle von Bereichen gefunden, in denen sie sich einig sind, besonders in Bezug auf das fehlende Gewicht des Globalen Südens und Ostens in den „Mechanismen der globalen Regierungsführung, einschließlich dem UN-Sicherheitsrat, IWF, Weltbank und Welthandelsorganisation“. Die BRICS und ihre Partner arbeiteten intensiv am Aufbau von „zuverlässigen, nachhaltigen und langfristigen Systemen“, die der Realwirtschaft dienten; gleichzeitig wolle man die nach dem Zweiten Weltkrieg gegründeten, westlich geprägten Institutionen retten. Gegenwärtig sei jedoch ein alternativer Mechanismus unter Verwendung nationaler Währungen und Versicherungsmechanismen erforderlich, um die Unsicherheiten des Dollarsystems und der Sanktionen zu bewältigen.Dazu sagte Lawrow, man habe mit den „Vorbereitungen für die Schaffung der BRICS-Getreidebörse, der Vorbereitung einer Investitionsplattform und einer geologischen Plattform begonnen – das war auch die Idee der afrikanischen Länder, die schon in den BRICS-Staaten vertreten waren“. Er erwähnte auch die Einrichtung von Arbeitsgruppen für Verkehr und Nuklearmedizin in Kasan.Lawrow erklärte, die BRICS „werden als Vorhut der Bewegung für eine gerechtere Welt wahrgenommen, als Vorhut der Bewegung zur Verteidigung gegen Diktatur und Willkür, die immer noch weit verbreitet sind und vom kollektiven Westen in den internationalen Beziehungen eingesetzt werden“.Er erwähnte erfreut, dass es einen Gesangswettbewerb, eine „Intervision“ der BRICS und ihrer vielen neuen Partner geben wird. Das könne ein Signal an die Menschheit senden, dass es besser ist, „sich nicht in unsere Wohnungen zu flüchten“, sondern „mit einem Lied durchs Leben“ gemeinsam auf einem Planeten zu leben.Er erwartet, dass im kommenden Jahr unter dem Vorsitz Brasiliens „die Zahlungsplattform, die Abwicklungsmechanismen und die Versicherungsmechanismen“ Priorität haben werden, da der brasilianische Präsident Lula da Silva bereits auf dem Gipfel 2023 in Johannesburg eine entsprechende Initiative gestartet hatte. Als nächstes sollen konkret einsatzbereite Mechanismen realisiert werden. Alle BRICS-Teilnehmer seien an diesen praktischen Fragen interessiert, aber es gehe auch darum, die Globale Mehrheit einzubinden, um IWF, Weltbank und WTO zu retten. Lawrow erwähnte insbesondere die Aufnahme Indiens, Brasiliens und der Afrikanischen Union in den UN-Sicherheitsrat.
    ZUSAMMENBRUCH DES IMPERIALEN SYSTEMS
    Sonderberichterstatterin Albanese schockiert über fehlende Menschlichkeit in der UNO
    3. November 2024 (EIRNS) – „Ist es möglich, dass man kein Mitgefühl für die Palästinenser empfinden kann, nachdem 42.000 Menschen getötet wurden?“, fragte die Sonderberichterstatterin Francesca Albanese ungläubig und mit Nachdruck im UN-Menschenrechtsausschuss, nachdem sie in der vergangenen Woche vom 29. Oktober bis 1. November in New York ihren neuen Bericht „Genozid als koloniale Auslöschung“ vorgestellt hatte. Sie sprach über ihren „Schock“ über diese Gleichgültigkeit.Sie fuhr fort: „Diejenigen von Ihnen, die kein Wort über die Ereignisse in Gaza verloren haben, zeigen, dass das Mitgefühl aus diesem Raum verschwunden ist, und Mitgefühl ist der Klebstoff, der uns als Menschheit zusammenhält.“ Später betonte sie: „Aber keine Sorge, Sie können so weitermachen und für den Rest der Welt, der in Aufruhr ist, immer irrelevanter werden. Und das gilt nicht nur für den Globalen Süden. Schauen Sie sich die jungen Menschen in Europa an, in den westlichen Ländern, denen viele von Ihnen demonstrieren – auch aus meinem eigenen Land [Italien], aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien –, dass es gut ist, in Schulen und Universitäten über Menschenrechte zu dozieren, aber keiner wagen soll, auf der Straße die Versammlungs- und Meinungsfreiheit auszuüben. Erst recht für Palästina, erst recht, wenn es unseren Verbündeten Israel berührt. Das ist es, was Sie den jungen Generationen vermitteln.“Lawrow: Je mehr der Westen Abkommen bricht, desto mehr Territorium verliert die Ukraine3. November 2024 (EIRNS) – Bei der Eröffnung der 16. Russischen Weltversammlung machte Außenminister Sergej Lawrow die Machenschaften des Westens für den Niedergang der Ukraine verantwortlich. Er erklärte:„Je länger die derzeitigen ukrainischen Behörden, unterstützt vom Westen, verschiedene Abkommen untergraben, desto weniger Territorium hat dieses Regime. Im Februar 2014: Wenn sie die Vereinbarungen in gutem Glauben erfüllt hätten, wäre nichts passiert und die Krim wäre Teil der Ukraine. Aber sie beschlossen, die Vereinbarung zu brechen, weil sie darauf aus waren, so schnell wie möglich die Regierung zu wechseln. Im Februar 2015: die Minsker Abkommen. Wenn sie diese Abkommen eingehalten hätten, dann hätte sich zwar die Krim zu diesem Zeitpunkt bereits abgespalten, aber die Ukraine wäre innerhalb ihrer Grenzen geblieben, einschließlich des gesamten Donbass. Sie wollten das nicht, weil sie nicht bereit waren, einem Teil des Donbass einen Sonderstatus zu gewähren, in erster Linie mit der Bestätigung des Rechts der dort lebenden Menschen, ihre Sprache zu sprechen … Und die dritte Chance hatten sie im April 2022 in Istanbul. Der Präsident hat ausführlich darüber gesprochen. Und natürlich ist die aktuelle Situation wieder anders als im April 2022.“Wiederholter Wahlbetrug in Moldawien?3. November 2024 (EIRNS) – Bei dem Referendum über den EU-Beitritt in Moldawien vor zwei Wochen hatte die Regierung der russlandfeindlichen Präsidentin Maia Sandu einen großangelegten Betrug eingefädelt, indem fast 300.000 in Russland lebende Moldawier nicht wählen konnten. Ihnen wurden ganze 10.000 Stimmzettel zur Verfügung gestellt, so dass 97 Prozent ihres Wahlrechts beraubt wurden. Westliche Beobachter des Referendums verschlossen die Augen vor dem Betrug. Nun hat sich dies offenbar bei der Stichwahl für die Präsidentschaft wiederholt. Sandu hatte die Wahl klar verloren, bis die Auslandsstimmen ausgezählt wurden. Es sieht ganz so aus, als seien Stimmen gegen Sandu in Transnistrien (einem stark russischsprachigen Gebiet) und bei Moldauern in Russland wieder unterdrückt worden. Aber selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte: Die Mehrheit der Menschen, die tatsächlich in Moldawien leben, hat die EU und Sandu abgelehnt.

     

    Herausgeber: E.I.R., Bahnstraße 4, 65205 Wiesbaden (Deutschland)

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    Info: https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/mr/sh/6rqJ8GoudeITQRcRz4DwV3dj7Rf/iBPBInUm-iYa


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, awie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2024

    Habeck übernimmt bis auf Weiteres das Finanzministerium

    Habeck übernimmt bis auf Weiteres das Finanzministerium

    Bundeskanzler Olaf Scholz hat den FDP-Vorsitzenden und Bundesfinanzminister Christian Lindner am Mittwochabend entlassen.

    Hauptstadtmedien berichten nun darüber, dass die Spitzen der rot-grünen Restregierung geplant haben, dass nach dem Ende der Ampel nun bis auf Weiteres Wirtschaftsminister Robert Habeck den Finanzposten übernimmt.


    Die Bild-Zeitung erfuhr, dass die Grünen damit "gleich drei der bislang vier FDP-Posten innerhalb der Bundesregierung übernehmen, solange Bundeskanzler Olaf Scholz keine neuen Minister ernennt".

    Mit der Entlassung von Christian Lindner waren auch die anderen FDP-Minister der Ampel zurückgetreten.


    Mehr Informationen in Kürze...

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/inland/225041-habeck-uebernimmt-bis-auf-weiteres


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, awie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2024

    Die transatlantische Rivalität  Nach Trumps Wahlsieg drohen der deutschen Wirtschaft gravierende Einbrüche aufgrund der angedrohten US-Strafzölle: bis zu 180 Milliarden Euro binnen vier Jahren. Trump folgt einer veränderten Interessenlage der US-Industrie.

    german-foreign-policy.com, 7. November 2024

    WASHINGTON/BERLIN (Eigener Bericht) – Mit der bevorstehenden zweiten US-Präsidentschaft von Donald Trump zeichnen sich gravierende ökonomische Machtkämpfe zwischen den Vereinigten Staaten und der EU bzw. Deutschland ab. Laut Berechnungen des unternehmernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) aus Köln würden die Strafzölle, die der designierte US-Präsident Donald Trump im Wahlkampf angekündigt hat, allein die deutsche Wirtschaft im Vierjahreszeitraum von 2025 bis 2028 bis zu 180 Milliarden Euro kosten. Die deutsche Industrie würde dabei mittelfristig schwer geschädigt. So seien für die Jahre 2027 und 2028 Einbrüche der deutschen Wirtschaftsleistung um jeweils rund 1,5 Prozent zu erwarten, während die US-Konkurrenz sich deutlich schneller vom Schock einer Strafzollschlacht erholen würde. Die EU hat bereits Gegenzölle gegen US-Strafzölle in Aussicht gestellt. Die Trump’sche Strafzollpolitik, das zeigt eine ausführliche Studie, folgt Verschiebungen in der US-Industrie: War diese lange in der Lage, offene Weltmärkte zu dominieren, so sind mittlerweile immer mehr US-Unternehmen internationaler Konkurrenz unterlegen. Ihren Interessen entspricht die Trump’sche Abschottungspolitik.


    Zitat: Glimpflich davongekommen

    Mit Blick auf das deutsche US-Geschäft hatten Ökonomen gerade erst Entwarnung gegeben. So berichtete das unternehmensnahe Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) aus Köln, der Biden’sche Inflation Reduction Act (IRA), der mit dreistelligen Milliardenbeträgen die Industrien der Energiewende fördert, habe bisher nicht zu der befürchteten Abwanderung von Unternehmen aus Deutschland in die Vereinigten Staaten geführt. Zumindest kurzfristig habe die deutsche Industrie sogar profitieren können: Der Export von Maschinen sowie von elektrischer Ausrüstung, von klassischen Vorprodukten beim Bau auch klimafreundlicher Fabriken also, aus der Bundesrepublik in die Vereinigten Staaten sei im vergangenen Jahr um zehn Prozent gestiegen. Dank einer eigens eingeführten Ausnahme für geleaste Fahrzeuge sei auch kein Nachteil für deutsche Kfz-Exporte in die USA zu beklagen.[1] Denkbar sei es freilich, heißt es weiter beim IW, dass Donald Trump diese Ausnahmeregelung aufhebe, was zu Nachteilen für deutsche Autohersteller führen werde. Mit einem Ausstieg aus dem IRA durch die künftige Trump-Administration rechnen US-Beobachter nicht; sogar Konzerne der US-Erdöl- und Erdgasbranche setzen sich für die Beibehaltung des Programms ein, da sie von ihm erheblich profitieren.[2]


    Trumps Strafzolldrohung

    Führt der designierte US-Präsident Donald Trump allerdings wirklich die im Wahlkampf angedrohten Strafzölle ein, dann ist mit hohen Einbußen insbesondere auch für die deutsche Industrie zu rechnen. Das IW hat in einer unlängst publizierten Studie Schadensprognosen, die es allein für die Bundesrepublik im Sommer noch auf gut „123 bis 146 Milliarden Euro“ bezifferte [3], auf 127 bis 180 Milliarden Euro nach oben korrigiert [4]. Mit Einbußen in Höhe von 127 Milliarden Euro im Vierjahreszeitraum 2025 bis 2028 ist demnach zu rechnen, sollte Trump auf sämtliche US-Einfuhren Strafzölle von 10 Prozent und auf Importe aus der Volksrepublik China Strafzölle in Höhe von 60 Prozent erheben. Eingepreist ist in die Berechnungen, dass die EU Gegenzölle in gleicher Höhe verhängt. Sollte freilich zusätzlich der transatlantische Handelskonflikt eskalieren und die Strafzölle beider Seiten auf 20 Prozent nach oben treiben, könnten die Schäden 180 Milliarden Euro erreichen, schreibt das IW. Zwar müssten auch die USA je nach Szenario Einbußen von 686 bzw. 874 Milliarden US-Dollar für 2025 bis 2028 in Kauf nehmen. Allerdings werde sich die US-Wirtschaft spätestens 2028 wieder einigermaßen konsolidieren können.


    „Für Deutschland eine Katastrophe“

    Die EU und insbesondere Deutschland aber würden laut dem IW vor allem langfristig hart getroffen. Demnach ist für die EU von einem Anstieg des Wirtschaftseinbruchs von 0,29 bis 0.42 Prozent im Jahr 2025 auf 0,91 bis 1,34 Prozent im Jahr 2027 zu rechnen. Für 2028 sagt das IW einen Rückgang um 0,89 respektive 1,33 Prozent voraus. Die Bundesrepublik steht vor einem noch größeren Minus, das von 0,34/0,48 Prozent im Jahr 2025 auf 1,08/1,53 Prozent im Jahr 2027 steigt; 2028 verharrt die deutsche Wirtschaft demzufolge bei einem Rückgang um 0,99/1,45 Prozent.[5] Weil die Exporte strafzollbedingt deutlich schrumpften, sei von einem erheblichen Einbruch bei den privaten Investitionen auszugehen, urteilt das IW, das von einem Investitionsminus von 4 Prozent gegenüber dem ohne die Strafzölle zu erwartenden Basisszenario ausgeht. Stark getroffen werden könnten, da sie besonders große Warenmengen in die USA exportierten, „der Maschinenbau, die Pharmaindustrie und die ... Autoindustrie“, urteilt IW-Direktor Michael Hüther.[6] Der Maschinenbau und die Kfz-Branche leiden schon jetzt unter mutmaßlich bleibenden Einbrüchen im China-Geschäft.[7] Entsprechend erklärt Hüther zu den befürchteten Einbrüchen in den USA: „Für das exportstarke Deutschland wäre das eine Katastrophe.“


    Interessen der US-Industrie

    Die Trump’sche Strafzollpolitik folgt dabei nicht Launen eines exzentrischen Präsidenten, sondern grundlegenden Interessen der US-Industrie. Dies belegt eine Untersuchung, die von Wissenschaftlern der Vrije Universiteit Amsterdam und der Freien Universität Berlin vorgelegt worden ist.[8] Demnach gründete die weltweite Durchsetzung offener Märkte, der sich die Vereinigten Staaten traditionell verschrieben hatten, primär darauf, dass die US-Wirtschaft stark genug war, sich international durchzusetzen und die Weltmärkte zu erobern. Dies prägte die Politik der jüngeren US-Administrationen bis hin zu derjenigen von Barack Obama. Die Politik der Trump-Administration hingegen wurde, wie die Untersuchung zeigt, vor allem von zwei Fraktionen getragen, für die offene Märkte entweder nachrangig oder sogar schädlich waren. Zum einen handelte es sich dabei um Immobilienunternehmen – also um die Branche, der Trump selbst entstammt –, zum anderen um Konzerne, denen es nicht mehr gelang, sich gegen die internationale Konkurrenz durchzusetzen – etwa Stahlkonzerne. Dabei waren die übermächtigen Konkurrenten, denen US-Unternehmen nicht mehr recht gewachsen waren, oft solche aus China. Die Strafzollpolitik richtete sich daher zunächst vor allem gegen die Volksrepublik.


    Handelsüberschüsse im Visier

    Da es nicht gelungen ist, die chinesische Konkurrenz niederzuringen, hat Trump angekündigt, die Maßnahmen gegen die Volksrepublik zu verschärfen. In der rasant eskalierenden globalen Rivalität nimmt er nun aber auch die Konkurrenz aus Deutschland und der EU aggressiv ins Visier. Tatsächlich hat die Bundesrepublik zuletzt aus dem Handel mit keinem Land so hohen Profit gezogen wie aus dem Handel mit den USA; im vergangenen Jahr standen Importen aus den Vereinigten Staaten in Höhe von 94,4 Milliarden Euro Exporte in das Land im Wert von 157,9 Milliarden Euro gegenüber. Der Handelsüberschuss erreichte damit 63,5 Milliarden Euro – fast ein Drittel des gesamten deutschen Handelsüberschusses, der sich 2023 auf 209,6 Milliarden Euro belief. Die hohen Erträge aus dem deutschen US-Geschäft trugen stark zur engen außenpolitischen Kooperation Berlins mit Washington bei. Dass die zweite Trump-Administration sie in Frage zu stellen droht, lässt eine neue Absetzbewegung Deutschlands gegenüber den Vereinigten Staaten erahnen. Die EU hat bereits mitgeteilt, sie werde auf neue US-Strafzölle mit Gegenzöllen reagieren und habe konkrete Vorbereitungen dafür getroffen. Damit zeichnet sich eine Phase neuer transatlantischer Konflikte ab.

     

    [1] Jürgen Matthes, Samina Sultan, Thomas Obst: US Inflation Reduction Act: Überschaubare Auswirkungen auf Deutschland. IW-Kurzbericht Nr. 83. Köln, 05.11.2024.

    [2] Collin Eaton, Benoit Morenne: Big Oil Urges Trump Not to Gut Biden’s Climate Law. wsj.com 06.10.2024.

    [3] Hubertus Bardt: Trump oder Harris oder ...? Worauf sich Europa einstellen muss. IW-Policy Paper 5/2024. Köln, 23.07.2024. S. auch Deutsche Firmen unterstützen Trump.

    [4], [5] Thomas Obst, Samina Sultan, Jürgen Matthes: Was droht den transatlantischen Handelsbeziehungen unter Trump 2.0? Von Zollerhöhungen und Vergeltungsmaßnahmen. IW-Report 42/2024. Köln, 24.10.2024.

    [6] Michael Hüther: US-Präsidentschaftswahl: „Für die deutsche Wirtschaft wäre ein Präsident Trump eine teure Katastrophe“. iwkoeln.de 04.11.2024.

    [7] S. dazu Das Ende des deutschen Exportmodells.

    [8] Bastiaan van Apeldoorn, Naná de Graaf, Jaša Veselinović: Trump and the Remaking of American Grand Strategy. The Shift from Open Door Globalism to Economic Nationalism. Cham 2023.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9747


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, awie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.11.2024

    General a. D. Harald Kujat / György Varga

    aus e-mail von  friedensglockengesellschaft@web.de, vom 27. Juli 2024, 9:41 Uhr


    General a. D. Harald Kujat:

    „NATO könnte ähnlichen Fehler begehen wie die USA in Vietnam“

    Interview Teil 1

    Vor den Folgen einer weiteren Eskalation im Ukraine-Krieg warnt der ehemalige Bundeswehr-Generalinspekteur und frühere Vorsitzende des NATO-Militärausschusses Harald Kujat seit Längerem. Im ersten Teil des Interviews äußert er sich zur Lage in der Ukraine ebenso wie den neuen NATO-Beschlüssen, den russischen Verhandlungsangeboten und der „Friedensmission“ von Ungarns Premier Viktor Orbán. Mit dem General a. D. sprach Éva Péli.

    Hier: https://www.nachdenkseiten.de/?p=118536



    General a. D. Harald Kujat:

    „Schwerwiegende Fehleinschätzungen des Westens mit Konsequenzen für Europa“

    Interview Teil 2

    Im zweiten Teil des Interviews äußert er sich unter anderem zur Gefahr eines dritten Weltkriegs, zu den Verhandlungen in Istanbul 2022 sowie zu den Ursachen des Konflikts. Zugleich wagt er einen Ausblick. Mit dem General a. D. sprach Éva Péli.

    Hier: https://www.nachdenkseiten.de/?p=118685



    Stimmen aus Ungarn:

    Die Verabsolutierung des Krieges in der Ukraine

    Heute führt die Ukraine mit der Unterstützung von mehr als 40 Ländern einen bewaffneten Kampf, um Gebiete zurückzuerobern, deren friedliche Wiedereingliederung in ihr politisches, wirtschaftliches und soziales System sie seit 2015 trotz ihrer Verpflichtungen nach den Minsker Vereinbarungen verweigert hat. Mit der vollen Unterstützung des politischen Westens hat sie dies getan, und das aktuelle Ergebnis – die Ukraine permanent ruinieren zu lassen– scheint ein gemeinsames zu sein. Ein Beitrag von György Varga, aus dem Ungarischen übersetzte Éva Péli.

    Hier: https://www.nachdenkseiten.de/?p=118736


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    06.11.2024

    Das Ende der Weltordnung, wie wir sie kannten: Jahrzehntelange Konflikte stehen uns bevor

    freedert.online, vom 8 Jan. 2023 20:01 Uhr, Von Iwan Timofejew

    Das "Ende der Geschichte" ist zu Ende gegangen, und die Welt ist zu den alten Konflikten zwischen den Großmächten zurückgekehrt. Hoffen wir, dass diese nicht nuklear werden.


    Das Ende der Weltordnung, wie wir sie kannten: Jahrzehntelange Konflikte stehen uns bevorQuelle: Legion-media.ru © Zoo

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    Symbolbild


    Im Jahr 1989 endete das "verkürzte 20. Jahrhundert" mit dem "Ende der Geschichte" – dem "Sieg" der westlichen kapitalistischen Welt über das sowjetische sozialistische Projekt. Damals gab es kein einziges Land oder keine Gemeinschaft mehr auf der Welt, die eine realistische Alternative zu der von den USA angeführten Sichtweise der Organisation von Wirtschaft, Gesellschaft und politischem System bieten konnte.


    Die Hegemonie des Westens neigt sich dem Ende zu. Aber was ist die Alternative?




    Meinung

    Die Hegemonie des Westens neigt sich dem Ende zu. Aber was ist die Alternative?







    Der Sowjetblock löste sich auf, und ein großer Teil davon wurde bald in die NATO und die Europäische Union integriert. Andere große globale Akteure hatten lange vor dem Ende des Kalten Krieges damit begonnen, sich organisch in das westlich zentrierte System zu integrieren. China behielt ein hohes Maß an Souveränität in Bezug auf seine innere Ordnung, bewegte sich jedoch schnell in Richtung einer kapitalistischen Wirtschaftsform und begann, aktiv mit den USA, der EU und dem Rest der Welt Handel zu betreiben. Peking vermied es jedoch, sein sozialistisches Projekt ins Ausland zu exportieren, während Indien es vermied, seine eigenen globalen Projekte zu beanspruchen, obwohl es bis heute, auch in seinem politischen System, ein hohes Maß an Identität bewahrt hat und bisher davon absieht, sich Allianzen und Blöcken anzuschließen. Auch andere wichtige Akteure hielten sich an die Spielregeln der "liberalen Weltordnung" und vermieden Versuche, diese in Frage zu stellen.

    Einzelne Rebellen wie Iran und Nordkorea stellten keine große Bedrohung dar. Obwohl sie mit ihrem hartnäckigen Widerstand, der beharrlichen Entwicklung von Nuklearprogrammen und der erfolgreichen Anpassung an internationalen Sanktionen im Westen Bedenken weckten, wurde von militärischen Interventionen wegen der hohen Risiken abgesehen. Für kurze Zeit schien es, als ob die globale Herausforderung vom radikalen Islamismus ausgehen könnte. Aber auch der konnte die bestehende Ordnung nicht erschüttern. Die zunächst spektakulären Militäraktionen der USA und ihrer Verbündeten im Irak und in Afghanistan trugen letztlich wenig zur Demokratisierung der islamischen Welt bei. Aber auch das brachte keinen globalen Game-Changer. Darüber hinaus hat der Kampf gegen den radikalen Islamismus sogar die Identität der westlichen Welt als Hüterin des Säkularen und Rationalen gegenüber dem Religiösen und Fundamentalistischen gestärkt.

    Russland hatte vorerst seine Nische in der neuen Weltordnung gefunden. Das Land war zu einer auf Rohstoffversorgung spezialisierten Randwirtschaft geworden, und seine Ressourcen wurden von globalen westlichen Unternehmen eifrig ausgebeutet. Die russische Bourgeoisie wurde Teil der globalen Elite und zum "globalen Russen". Die Industrie zerfiel entweder oder gliederte sich in globale Konzernketten ein, während das Humankapital zunehmend schrumpfte. Insgesamt wurde Russland von den westlichen Partnern als eine welkende, aber ziemlich berechenbare Macht wahrgenommen. Die gelegentlichen Ausbrüche an Empörung über die Bombardierung Jugoslawiens, den Krieg im Irak oder die Umstürze im postsowjetischen Raum wurden irgendwie abgebügelt und nicht als ein größeres Problem betrachtet.

    Man konnte Moskau für sein "autoritäres Vermächtnis" oder seine Menschenrechtsbilanz kritisieren und regelmäßig belehren, vermischt mit einem Lob für die kulturelle Nähe zum Westen, während man gleichzeitig deutlich machte, dass es keine tiefere Integration geben wird. Schüchterne Versuche russischer Geschäftsleute, sich in Unternehmen wie Opel oder Airbus einzukaufen oder Vermögenswerte in anderen Bereichen zu erwerben – mit anderen Worten, etwas gleichberechtigtere und stärker voneinander abhängige Wirtschaftsbeziehungen aufzubauen –, blieben erfolglos. Moskau wurde auch sehr ausdrücklich deutlich gemacht, dass die Besorgnis über ein militärisches Engagement des Westens im postsowjetischen Raum keine legitime Grundlage habe und somit ignoriert werde.


    2022: Deutschland steht wieder auf der falschen Seite der Geschichte – Doch wen überrascht es?




    Meinung

    2022: Deutschland steht wieder auf der falschen Seite der Geschichte – Doch wen überrascht es?





    Insgesamt konnte Ende der 2000er- und sogar noch in den 2010er-Jahren von einer recht hohen Nachhaltigkeit der seit dem Ende des Kalten Krieges entstandenen Ordnung gesprochen werden. Im Jahr 2022 wurde jedoch endgültig klar, dass das "Ende der Geschichte" zu Ende war. Die Welt hat nun den Kurs des globalen Umbruchs, des Kampfes ums Überleben, des harten Wettbewerbs und der Rivalitäten wieder aufgenommen.

    Um diese neue Phase angemessen einschätzen zu können, ist es wichtig, die Bedeutung der Idee vom "Ende der Geschichte" zu verstehen. Seine Identifikation mit dem Konzept von Francis Fukuyama bietet nur ein oberflächliches Verständnis, sie hat viel tiefere normative und politisch-philosophische Wurzeln. Diese finden sich vor allem in zwei modernistischen politischen Theorien: Liberalismus und Sozialismus. Beide basieren auf dem Glauben an die grenzenlose Macht und dem normativen Wert des Geistes. Es ist der Verstand, der es dem Menschen ermöglicht, die Kontrolle über die Kräfte der Natur sowie über die elementaren Kräfte und die dunkleren Seiten der menschlichen Natur und der Gesellschaft zu übernehmen.


    Francis FukuyamaPanayotis Tzamaros/NurPhoto via Getty Images


    In den USA koexistieren Liberalismus und Realismus seit Jahrzehnten nebeneinander. Der Erstere erfüllt eine ideologische und doktrinäre Rolle, während der Zweite sich auf einer Projektionsfläche bewegt, auf der ideologische Vorlagen mit Pragmatismus und gesundem Menschenverstand kompensiert werden. Daher die oft kritisierte US-amerikanische "Politik der Doppelmoral".

    In der UdSSR existierte unter den Betonplatten des sozialistischen Glaubens ebenfalls eine Version des Realismus. Es war nicht so reflexiv, wie er in den USA hätte sein können, aber es war implizit innerhalb der akademischer Wissenschaft, der Diplomatie und den Geheimdiensten weit entwickelt. Die Existenz dieser Schicht – deren Ikone später Jewgeni Primakow wurde – ermöglichte es Russland, nach mehreren Jahren des Idealismus in den späten 1980er- und frühen 1990er-Jahren ziemlich schnell eine pragmatische Basis für seine Außenpolitik zu errichten. In den 2000er-Jahren befand sich die russische Außenpolitik endlich auf einem realistischen Weg. Im Gegensatz zu den USA hatte Russland keine ideologische Perspektive und wollte auch keine haben, da es sich bereits während der Sowjetzeit an solchen Obsessionen abgearbeitet hatte. In den USA und im Westen insgesamt hat die ideologische Komponente jedoch überlebt und ihre Bedeutung vor dem Hintergrund des "Sieges" im Kalten Krieg weiter unter Beweis gestellt.


    Fünf Ereignisse, die 2022 die russische Großstrategie komplett verändert haben




    Analyse

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    Der Dualismus von Ideologie und Pragmatismus eröffnet jedoch seine eigenen Fallen. Ideologie kann nicht nur eine Projektionsfläche für pragmatische Realisten sein, sondern auch ein Glaubensobjekt für eine Vielzahl von Diplomaten, Akademikern, Journalisten, Militärs, Geschäftsleuten und anderen Vertretern der außenpolitischen Elite. Ideologie ist in der Lage, der selbsttragende Wert zu sein, der soziales Handeln wertrational statt zielrational machen kann. Der Ansatz der Außenpolitik im Sinne der Demokratisierung oder der Grad der Einbindung in die globale Marktwirtschaft ist ein Beispiel für den Einfluss der Ideologie auf die Wahrnehmung von Außenpolitik und die Formulierung außenpolitischer Ziele. Der Versuch, Afghanistan zu demokratisieren, kann mit Skepsis betrachtet werden, aber in den USA gab es eine beträchtliche Anzahl ernsthafter Befürworter dieser Idee.

    Sowohl der Dogmatismus der US-Außenpolitik als auch ihr Realismus erwiesen sich als entscheidend für die kurze Dauer des "Endes der Geschichte". Aus dieser Mischung entstanden einerseits nicht tragfähige Agenden wie das erwähnte Afghanistan-Abenteuer, andererseits führte es zu Abweichungen vom "Kanon", die sich in Doppelmoral und aufdringlicher Interessenvertretung in frommen Parolen ausdrückten.

    Dies führte zu einer Verschwendung von Ressourcen und einer Erosion des Glaubens an die Allmacht der Hegemonie: Dem afghanischen Widerstand gelang es, nicht nur die "ineffektive UdSSR", sondern auch die "effektiven USA" mit all ihren Verbündeten im Schlepptau loszuwerden. Letzteres führte zur Erosion des Vertrauens und zur wachsenden Skepsis anderer wichtiger Akteure. Russland war das erste Land, in dem diese Entwicklung begann, darauf folgte China, das zu einem ähnlichen Verständnis fand.

    In Russland begann sich diese Entwicklung im Zuge der Osterweiterung der NATO in den postsowjetischen Raum abzuzeichnen. In China geschah dies wesentlich später, nachdem der damalige US-Präsident Donald Trump, ohne mit der Wimper zu zucken, einen Konflikt in Form eines Handels- und Sanktionskriegs gegen Peking vom Zaun gebrochen hatte. Moskau und Peking reagierten jedoch unterschiedlich. Russland hat 2014 mit der Faust auf den Tisch gehauen und dann die Tischplatte umgedreht. China hat begonnen, sich hart auf ein Worst-Case-Szenario vorzubereiten, ohne die USA offen herauszufordern. Aber selbst ohne eine offene Herausforderung wird China in Washington als gefährlicherer und langfristigerer Gegner wahrgenommen als Russland.


    Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping und der russische Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen in PekingAlexei Druschinin/Sputnik/Kreml-Pool via AP


    Seit dem Jahr 2022 gehören die Überreste der Ära der "Ende der Geschichte" endgültig der Vergangenheit an. Eine Rückkehr zum Kalten Krieg gab es jedoch auch nicht. Die russische Außenpolitik sorgt sich hauptsächlich um die Sicherheitsinteressen Russlands. Sie ist nicht ideologisch abgeleitet, obwohl sie Komponenten der Identität der "russischen Welt" sowie historische Motive des Widerstands gegen den Nationalsozialismus enthält. Russland bietet keine dem Liberalismus vergleichbare globale ideologische Alternative, und China hat bisher keine solche Initiative ergriffen.


    Das Ende des "Endes der Geschichte" ist jedoch wegen mehrerer anderer Details bemerkenswert. Erstens hat es eine Großmacht riskiert, die Vorteile der "globalen Welt" über Nacht aufzugeben. Historiker werden einst darüber streiten, ob Moskau mit solch harten Sanktionen und dem umgehenden Abzug Hunderter ausländischer Unternehmen gerechnet hat. Es ist jedoch klar, dass sich Russland energisch an die neuen Realitäten anpasst und es nicht eilig hat, zu einer US-zentrierten Globalisierung zurückzukehren.


    Warum der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine für beide Seiten existenziell ist





    Analyse

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    Zweitens haben westliche Länder eine sehr harte "Säuberung" russischer Vermögenswerte im Ausland eingeleitet. Über Nacht waren ihre Jurisdiktionen keine "sicheren Häfen" mehr, in denen rechtsstaatliche Prinzipien befolgt werden. Jetzt hat die Politik das Sagen, und Russland ist der einzige Hafen, in den seine Bürger in einem relativem Frieden einlaufen können, während die Klischees über die "Stabilität und Sicherheit" des Westens zusammenbrechen. Natürlich ist es unwahrscheinlich, dass man im Westen mit einer ähnlichen Säuberungswelle bei anderen Vermögenswerten beginnen wird. Aber mit Blick auf die Russen fragen sich ausländische Investoren, ob sie ihre Risiken nicht doch besser absichern sollten.

    Drittens stellte sich heraus, dass man im Westen nicht nur mit Vermögensverlust, sondern auch mit offener Diskriminierung aufgrund der Nationalität konfrontiert werden könnte. Tausende Russen, die vor dem "blutigen Regime flohen", wurden plötzlich mit Ablehnung und Verachtung konfrontiert. Andere versuchen zu beweisen, dass sie noch größere "Russophobe" sind als jene in ihren Gastländern, indem sie dem Zug der antirussischen Propaganda vorauseilen. Dies garantiert jedoch nicht, dass die hartnäckigen Dogmatiker im Westen sie akzeptieren werden.


    Welche Chancen gibt es für einen Frieden in der Ukraine?





    Analyse

    Welche Chancen gibt es für einen Frieden in der Ukraine?






    Der Konflikt zwischen Russland und dem Westen dürfte sich über Jahrzehnte hinziehen, unabhängig davon, wie der Konflikt in der Ukraine ausgeht. In Europa wird Russland die Rolle Nordkoreas einnehmen, während es gleichzeitig über wesentlich größere Fähigkeiten verfügt. Ob die Ukraine die Kraft, den Willen und die Ressourcen hat, ein europäisches Südkorea zu werden, ist eine andere Frage. Der Konflikt zwischen Russland und dem Westen wird zu einer Stärkung der Rolle Chinas als alternatives Finanzzentrum und Quelle der Modernisierung führen. Ein gestärktes China wird die Rivalität mit den USA und ihren Verbündeten nur noch mehr befeuern.

    Das "Ende der Geschichte" ist mit der Rückkehr zu den alten geopolitischen Zuständen somit zu Ende gegangen. Angesichts der Risiken eines offenen militärischen Zusammenstoßes zwischen den Großmächten bleibt abzuwarten, ob dieser neue Zyklus nicht der letzte für die Menschheit sein wird – mit einer anschließenden Eskalation zu einem umfassenden nuklearen Konflikt.


    Übersetzt aus dem Englischen.


    Iwan Timofejew ist Programmdirektor des Waldai-Klubs und einer der führenden Außenpolitikexperten Russlands.


    Mehr zum Thema - Das postsowjetische Russland ist tot – Eine Transformation mit offenem Ausgang


                  ( H Ö R E N S W E R T   Z U M   V E R S T Ä N D N I S ( hier hervorgehoben) )

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    Audio https://freedert.onlihttps://mcdn.podbean.com/mf/download/vhbj3u/RT_DE_Interview_Dugin9eo2w.mp3ne/international/183042-dugin-stunde-imperiums-was-verbirgt  Dauer 26:46 min


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    Info: https://freedert.online/international/159193-ende-weltordnung-wie-wir-sie-kannten


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    Emmanuel Todd: Deutschland betreibt eine demographische Außenpolitik


    freedert.online, vom 8 Dez. 2018 14:30 Uhr

    Der französische Wissenschaftler Emmanuel Todd bescheinigt Deutschland eine "demographische Außenpolitik". Die Sicherung von Zuwanderern für die deutsche Wirtschaft sei eines der Hauptziele der Bundesregierung. Eine steile These? Nicht unbedingt.


    Emmanuel Todd: Deutschland betreibt eine demographische Außenpolitik© Screenshot: spiegel.de


    Spiegel-Titel vom Februar 2013: Der "deutsche Traum" als Alptraum Europas


    Der französische Demograph und Historiker Emmanuel Todd beschreibt in seinem Buch "Traurige Moderne" die Rolle von Familienstrukturen als bestimmendes Element in Geschichte und Gegenwart. Trotz der zentralen Rolle, die Deutschland in diesem Werk einnimmt, wurde das Buch nach seinem Erscheinen in deutscher Sprache hierzulande eher kühl aufgenommen. Das kann kaum überraschen, denn Todd blickt ausnehmend kritisch auf die gegenwärtige Rolle Deutschlands in Europa.


    Neues Zuwanderungsgesetz soll Arbeitsmigration deutlich erleichtern





    Neues Zuwanderungsgesetz soll Arbeitsmigration deutlich erleichtern






    Im Kapitel "Die Metamorphose Europas" zeichnet er ein Bild der deutschen Außenpolitik, wie man es nicht oft zu sehen bekommt. Todd sieht in der katastrophalen demografischen Entwicklung Deutschlands das Motiv für die deutsche Regierung, im Sinne der Wirtschaft eine immer massivere Zuwanderungspolitik zu betreiben. Der Autor sieht Deutschland durch diese – seiner Meinung nach abenteuerliche – Politik vor massive Probleme gestellt.

    Die deutsche Außenpolitik sei, so Todd, nur verständlich, wenn man ihre demografische Zielrichtung betrachte; die Suche nach Zuwanderern sei eines der vorrangigsten Ziele der deutschen Regierung. Dieses Ziel hat nach Ansicht des Autors das deutsche Agieren in der Eurokrise wenigstens mitbestimmt.

    Durch die von Berlin erzwungene Austeritätspolitik seien die Volkswirtschaften in Südeuropa zerstört, zugleich aber junge und gut ausgebildete Arbeitskräfte für die deutsche Wirtschaft freigesetzt worden. Der Spiegel habe das im Februar 2013 offenherzig beschrieben. Die südeuropäischen Staaten stünden damit vor einer "demografischen Zerstörung", in den meisten osteuropäischen Mitgliedsstaaten sei die demografische Katastrophe bereits in vollem Gange.

    Todd geht noch weiter. Er betrachtet auch die deutsche Einmischung in der Ukraine unter demographischen Gesichtspunkten. Der Zerfall des Landes könne Deutschland eine erhebliche Zahl von Arbeitskräften sichern, die Aufrechterhaltung der UNOrdnung in der Ukraine sei damit ein rationales Ziel.

    Man kann Todds Thesen an dieser und an anderen Stellen überzogen finden – mit Sicherheit verfolgt Deutschland in der Ukraine wie in der EU auch noch andere Ziele als die Erschließung neuer Zuwanderer. Von der Hand zu weisen sind sie deshalb noch lange nicht. Das neue Zuwanderungsgesetz, das sich zurzeit in der Ressortabstimmung befindet, wirkt beispielsweise wie gemacht für die Zuwanderung ukrainischer Arbeitskräfte.

    In jedem Fall sollten Emmanuel Todds Thesen diskutiert werden. Die strategischen Motive der Bundesregierung für ihre Flüchtlingspolitik vom Herbst 2015, die Unterstützung des UN-Migrationspakts und das neue Zuwanderungsgesetz werden hierzulande immer noch lieber ausgeblendet. Folgt man Todd, ist das hierzulande immer noch übliche Reden von Moral und Werten nicht mehr als ein Deckmantel für eine Politik, die man in ihrem Kern als unmoralisch bezeichnen muss.


    Mehr zum Thema - UN-Migrationspakt: Grüne fordern Umsetzung in deutsches Recht – und bestätigen damit die Kritiker


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    Dugin: Die Stunde des Imperiums – Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Zivilisationsstaat"?


    freedert.online, 10 Okt. 2023 07:30 Uhr

    Mit der Etablierung der multipolaren Weltordnung gerät der Begriff des Nationalstaates immer mehr in den Hintergrund. Einige führende Großmächte betonen ihre zivilisatorische Unabhängigkeit vom Westen und bezeichnen sich als Zivilisationsstaaten. Doch was genau ist darunter zu verstehen?


    Dugin: Die Stunde des Imperiums – Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Zivilisationsstaat"?© Getty Images / Hans Neleman


    Aufnahme aus dem Inneren der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau.


    Von Alexander Dugin

    Vorwärts zum Imperium!

    Das Thema "Imperium" wird unweigerlich in den Vordergrund treten. Der Begriff "Zivilisationsstaat", der von unserem Freund, dem chinesischen Denker Zhang Weiwei, in den wissenschaftlichen Sprachgebrauch eingeführt wurde, bedeutet im Wesentlichen "Imperium".

    Auf der letzten Sitzung des Waldai-Clubs und in seinen früheren politischen Reden hat der russische Präsident Wladimir Putin Russland direkt als "Zivilisationsstaat" bezeichnet. Im Grunde genommen ist dies die Ankündigung eines Kurses in Richtung eines Imperiums. Nur eben nicht historisch, sondern eher technisch.

    Machtfaktor BRICS: Der Westen unter Zugzwang

    Analyse

    Machtfaktor BRICS: Der Westen unter Zugzwang

    Ein Imperium ist eine Form der übernationalen politischen Organisation mit einem einzigen strategischen Entscheidungszentrum (dem Imperator) und einer Vielzahl lokaler Subjekte (von Gemeinschaften über Ethnarchien bis hin zu vollwertigen Staaten), die zusammen den "Großen Raum" bilden und eine ausgeprägte zivilisatorische (religiöse, kulturelle, ideologische) Besonderheit aufweisen.

    Einem Imperium kann man friedlich beitreten, oder auch unfriedlich. Wenn Harmonie mit den Randstaaten herrscht, können sie eine gewisse Teilsouveränität behalten, wobei es in diesem Fall für das Imperium nicht so wichtig ist, ob die Grenzstaaten, die eng mit dem Imperium verbunden sind, unabhängig oder Teil des Imperiums sind. Sie sind Teil des "Großen Raums", und das ist das Wichtigste. Solange sie sich korrekt verhalten, können sie sich auch als Nationalstaaten betrachten. Wenn sie beginnen, gegen das Imperium zu rebellieren und für ein anderes Imperium zu arbeiten, ist ihr Schicksal nicht zu beneiden. Das gilt nicht nur für die Ukraine und andere postsowjetische Staaten, sondern auch für Taiwan und viele andere.

    Das einzige Imperium

    Die unipolare Welt wird als ein einziges Imperium betrachtet (bestehend aus den USA und ihren Satelliten, die in der NATO und anderen Blöcken organisiert sind). Niall Ferguson, ein zeitgenössischer US-amerikanischer Politikwissenschaftler, der im Auftrag der Bankiersfamilie Rothschild arbeitet, hat gezeigt, wie die imperiale Idee allmählich in den zeitgenössischen politischen Diskurs in den USA eingedrungen ist. Die Vereinigten Staaten betrachteten sich früher als Republik, und das Imperium – vor allem das Britische Empire – war etwas Negatives, etwas, das die freiheitsliebenden US-Amerikaner im Unabhängigkeitskrieg bekämpften. Später setzte sich bei den US-amerikanischen Eliten nach und nach die Idee des Weltreichs durch, bis die Neokonservativen das ersehnte Wort laut aussprachen. Die Vereinigten Staaten haben sich selbst zum "Imperium" erklärt, das die Menschheit beherrscht. Die liberalen, globalistischen Eliten auf der ganzen Welt stimmten ihnen zu.

    Westlich dominierte Welt ist vorbei und kommt nicht zurück – Blinken beerdigt alte globale Ordnung

    Analyse

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    Dies führte jedoch zur Ablehnung seitens eines anderen Teils der Eliten. Dieser andere Teil wurde allmählich so einflussreich, dass er den Punkt erreichte, an dem er die US-amerikanische Hegemonie zurückwies und sich selbst zu "Imperien", das heißt "Zivilisationsstaaten", erklärte. Genau das ist Multipolarität.

    Ein kritischer Überblick über das Imperium des Westens findet sich bei den linken Autoren Michael Hardt und Antonio Negri, dem berühmten Soziologen Emmanuel Todd oder in der tiefgründigen und ungewohnten politischen Kategorisierung von Alain Soral.


    Sieben Imperien: das multipolare Projekt

    Die multipolare Welt ist die Koexistenz mehrerer Imperien, die vor allem im Verhältnis zu den USA – entgegen deren Forderung nach Einzigartigkeit und Universalität – und auch im Verhältnis zueinander völlig souverän sind.

    Heute treten in der Welt allmählich die Merkmale einer multipolaren Heptarchie in Erscheinung. Das heißt, das Modell der sieben Imperien nimmt Gestalt an:

    1. das westliche Imperium (die USA und die EU mit ihren Vasallen und Untertanen);
    2. das eurasische Imperium (Russland und auf Biegen oder Brechen der postsowjetische Raum) – dies ist unser Zivilisationsstaat, der neu aufgebaut wird, worüber Putin in Waldai gesprochen hat;
    3. das chinesische Imperium (Festlandchina und Taiwan sowie eine Reihe von Staaten, die sich im Rahmen von "One Belt, One Road" nach China orientieren);
    4. das indische Imperium (Bharat, Nepal, Bangladesch und die südostasiatischen Staaten, die sich an Indien orientieren);
    5. das islamische Imperium (ein potenzieller Block islamischer Staaten, dessen größte Pole Saudi-Arabien und die sunnitischen arabischen Länder, der schiitische Iran, Pakistan, die Türkei, Indonesien, die Maghreb-Länder und alle übrigen sind);
    6. das lateinamerikanische Imperium (basierend auf dem Zusammenschluss von Brasilien und Argentinien mit dem Einbezug der restlichen Länder – bis hin zu den karibischen Staaten und Mexiko);
    7. das afrikanische Imperium (Imperium des Manden-Plateaus um Mali sowie die zentralen und südlichen Bantu-Länder, einschließlich Äthiopien und der kuschitischen Welt).


    Das erste Imperium, das immer noch den Anspruch erhebt, das einzige zu sein, wurde nach dem Zusammenbruch der UdSSR gegründet und strebt, obwohl es sich schwertut, immer noch danach, seine Hegemonie aufrechtzuerhalten. Trotz aller Krisen ist es immer noch ziemlich stark – stärker als jedes andere, allerdings nur, wenn man es separat betrachtet. Es ist jedoch dem Bündnis anderer, nicht westlicher Imperien bereits in einer Reihe von Schlüsselindikatoren unterlegen – wirtschaftlich, demografisch, ressourcenmäßig und sogar ideologisch.

    Die nächsten drei Imperien (die übrigens alle eine sehr lange, jahrhundertealte und sogar jahrtausendealte Geschichte haben) – das russische, das chinesische und das indische – befinden sich in der Phase des aktiven Aufbaus. Sie sind bereits unabhängige, souveräne Pole, die ihren Einfluss verstärken und ausweiten und schließlich fertiggestellt werden.


    Alexander Dugin: Die zweite Welt löst die erste ab – die multipolare Welt wird Realität




    Analyse

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    Das islamische Imperium, dessen Zentrum logischerweise Bagdad wäre (dann wäre es eine Art neues Abbasiden-Kalifat), ist durch eine mächtige Religion und die darauf basierende Ideologie geeint, aber politisch zersplittert.

    Das afrikanische und das lateinamerikanische Imperium sind noch immer Projekte, aber es werden bereits einige konkrete Schritte in Richtung eines Aufbaus unternommen.

    Alle sechs Imperien mit Ausnahme des westlichen Imperiums, das heißt tatsächliche oder potenzielle Zivilisationsstaaten, sind heute in der BRICS-Struktur vereint, die nach dem Johannesburg-Gipfel erweitert wurde. Nächstes Jahr wird Russland den Vorsitz der BRICS übernehmen, und es ist höchste Zeit, die Multipolarität zu stärken und sie ideologisch, wirtschaftlich, energetisch, finanziell, politisch-militärisch und strategisch so weit wie möglich zu festigen. Damit die Multipolarität existieren kann, müssen wir alle zusammen den Anspruch des westlichen Imperiums auf Einzigartigkeit zerschlagen. Nicht das Imperium selbst soll zerschlagen werden, sondern nur sein Anspruch. Die Völker der Welt sind dazu aufgerufen, die westliche globalistische Überheblichkeit zu brechen. Das ist es, was Russland heute in der Ukraine tut.

    Die militärische Sonderoperation Russlands ist der erste heiße Konflikt des Zusammenstoßes zwischen Unipolarität und Multipolarität.

    Drei rein potenzielle Pole

    Der Korrektheit halber können wir, rein theoretisch, von drei weiteren "Großen Räumen" ausgehen. Diese könnten sich bilden, wenn sich der Westen in die USA und Europa aufspaltet. Dann könnte die EU natürlich, nachdem sie zuerst die transatlantischen globalistischen Eliten abgeworfen und die kontinentalen Gaullisten an die Macht gebracht hat, ein eigener Pol werden. Aber das steht noch nicht auf der Tagesordnung.


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    Ebenso spekulativ ist es, sich eine buddhistische Zivilisation unter Japan vorzustellen. Japan ist aber völlig abhängig vom Westen und hat keine eigenständige Politik.

    Der "Große Raum" Ozeaniens, der sich allmählich zu einer Zone der militärisch-strategischen Konfrontation zwischen dem chinesischen und dem US-amerikanischen Imperium entwickelt, ist ein sehr flüchtiger Faktor. Dabei hätte es auch anders sein können. Aber man kann kaum erwarten, dass die tapferen Melanesier, Papuas, australischen Aborigines und militanten Maori in der Lage sind, eine antikoloniale Revolte gegen die Angelsachsen zu starten. Es sei denn natürlich, man hilft ihnen dabei. Afrika hat es getan, und es hat funktioniert. Es ist zwar etwas komplizierter, aber einen Versuch für die anderen Pole ist es wert.


    Nun, grüß dich, mein Imperium!

    Wenn Imperien zurückkehren, ist es höchste Zeit, ihre historischen Wurzeln zu begreifen, ihre Ursprünge und ihre jeweilige Ideologie zu verstehen. Das ist ein höchst faszinierendes Thema, das helfen wird, viel darüber zu verstehen, wer wir Russen eigentlich sind. Und wir sind das namensgebende Volk des Imperiums. Wir waren, sind und werden es sein, ganz gleich, wie wir genannt werden oder was wir von uns denken. Die Zeit kommt und wir fangen an, uns dessen wieder bewusst zu werden. Schließlich war die UdSSR auch eine Art "Imperium" im technischen Sinne, wie wir betont haben. Und ein "Zivilisationsstaat" war sie allemal. Uns bleibt nur zu erkennen, dass dies unser Schicksal ist.

    Konstantin Malofejews dreibändiges Werk "Imperium" und mein philosophisch verallgemeinerndes Werk "Dasein und Imperium" werden für eine eingehende Beschäftigung mit diesem Thema sehr nützlich sein. Und dann kann sich jeder nach der ausführlichen und erschöpfenden Lektüre in diese Richtung bewegen und die Wege frei wählen – im Westen und im Osten, in der Vergangenheit und in der Zukunft.


    Übersetzt aus dem Russischen und zuerst erschienen auf RIA Nowosti am 6. Oktober 2023.

    Alexander Dugin ist ein russischer Philosoph.


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    Info: https://freedert.online/international/183042-dugin-stunde-imperiums-was-verbirgt


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    unser weiterer Kommentar: Angesichts der weltweiten Vernichtungswaffen weiterhin in Imperien zu denken ist altes Denken und führte uns wieder zurück in Richtung Steinzeit.

    06.11.2024

    Emmanuel Todd: "Wir alle in Europa warten darauf, dass Deutschland den Krieg beendet"

    freedert.online, vom 24 Juli 2024 08:00 Uhr

    Der Westen weiß, dass er den Krieg in der Ukraine verloren hat, trotzdem wird kein Frieden geschlossen. Das erklärt der französische Historiker Emmanuel Todd. Es liege nun an Deutschland, sich von den USA zu lösen und einen Frieden herbeizuführen.


    Emmanuel Todd: "Wir alle in Europa warten darauf, dass Deutschland den Krieg beendet"Quelle: Legion-media.ru © Mar

    tin Bertrand / Alamy


    Todd in seiner Wohnung in Paris im September 2022


    Der französische Historiker und Anthropologe Emmanuel Todd ist überzeugt, dass es an Deutschland ist, den Ukraine-Krieg zu beenden. In einem Interview mit der Berliner Zeitung erklärte Todd:

    "Es geht also darum, ob sich Deutschland von den Amerikanern löst und sich für den Frieden in der Ukraine einsetzt. Deutschland wird entscheiden, ob ein endloser Krieg weitergeht oder ob Frieden einkehrt. In diesem Sinne muss Deutschland seiner Verantwortung als Führungsmacht in Europa gerecht werden. Wir alle in Europa warten darauf, dass Berlin den Krieg beendet."


    Militärisch hält der Wissenschaftler den Krieg für entschieden. Seine schon vor Monaten geäußerte Einschätzung, dass die Ukraine den Krieg verloren habe, bringt Todd von der Berliner Zeitung den Vorwurf der "Nähe zu Putin" ein – den er nicht auf sich sitzen lässt:

    "Auch das weise ich zurück. Wenn ich sage, die Ukraine hat den Krieg schon verloren, dann spreche ich nur aus, was das Pentagon oder der französische Generalstab denken."


    Historiker Emmanuel Todd: In diesem Krieg geht es um Deutschland





    Historiker Emmanuel Todd: In diesem Krieg geht es um Deutschland






    Die Russen, so Todd, würden sich noch mehr Territorium "einverleiben":

    "Das Problem ist also, dass wir uns in einer Situation befinden, in der der Westen weiß, dass er den Krieg verloren hat, und trotzdem kein Frieden geschlossen wird." 

    Todd erklärt, dass es in Europas Interesse liege, zu einer Verständigung mit Russland zu gelangen, das für die Europäer keine Bedrohung darstelle. Die USA dagegen seien eine:

    "Jeder im Westen weiß, dass Russland weder den Willen noch die Mittel hat, in Europa einzumarschieren. Das Letzte, was die Russen wollen, ist, wieder Polen verwalten zu müssen. Die Europäer könnten also einen Frieden in der Ukraine akzeptieren, das wäre in ihrem Interesse. Aber für die Amerikaner wäre das katastrophal. Würden die Russen ihre Ziele in der Ukraine erreichen, wäre Amerika in den Augen der Welt von einer ebenbürtigen Macht besiegt worden. Und das würde höchstwahrscheinlich zum Zusammenbruch des gesamten amerikanischen Weltsystems führen."

    In Wirklichkeit, so Todd, gehe es nicht um die Europäer, sondern um Deutschland, das neben Japan eine der Säulen des US-amerikanischen Herrschaftssystems sei.

    Die Vorgeschichte des Krieges beschreibt der Historiker so:

    "Anfang der 2000er-Jahre gab es eine Annäherung zwischen Europa und Deutschland auf der einen und Russland auf der anderen Seite. Dass Schröder, Putin und Chirac gemeinsam eine Front gegen den Irakkrieg bildeten, hat die Amerikaner aufgeschreckt. Sie befürchteten, dass sich eine der größten Industriemächte der Welt, Deutschland, mit einer der größten Energiemächte der Welt, Russland, zusammentun und Amerika gewissermaßen aus Europa verdrängen würden. Deutschland musste also aus der Sicht Washingtons von Russland getrennt werden. Indem man die Russen zur Intervention in der Ukraine drängte, gelang dies schließlich. Die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines ist das Sahnehäubchen."

    Den empörten Einspruch der Berliner Zeitung, zu sagen, Russland sei zum Eingreifen gedrängt worden, klinge nach "Putin-Propaganda", wischt Todd beiseite. Er sehe sich als Historiker die Fakten an und ziehe daraus seine Schlüsse:

    "Vor dem Februar 2022 gab es eine Ausdehnung der NATO nach Osten. Im Zusammenhang mit dem Maidan haben die Amerikaner dann direkt in der Ukraine interveniert. Die ukrainischen Nationalisten und ein Teil der amerikanischen politischen Klasse haben sich gegenseitig in ihrer Russophobie hochgeschaukelt und damit eine teilweise irrationale Dynamik in Gang gesetzt. Am Ende war eine Situation entstanden, in der die NATO de facto damit begonnen hatte, die ukrainische Armee bis an die russische Grenze aufzurüsten. Die Russen hatten angekündigt, dass sie eine in die NATO integrierte Ukraine nicht tolerieren könnten. Sie hatten gewarnt, dass sie in einem solchen Fall eingreifen würden."


    Befragt, ob man derzeit in der Ukraine den "Fall des Westens" (so der Titel von Todds aktuellem Buch) erlebe, stellte der renommierte Wissenschaftler klar, dass der Niedergang des Westens "ein innerer Zerfall mit Amerika im Zentrum" sei. Todd, der bereits 1976 den Zerfall der Sowjetunion vorhergesagt hatte, weil ihm unter anderem die dort steigende Kindersterblichkeit aufgefallen war, unterlegt auch seine aktuelle Diagnose mit Daten.


    "Die Niederlage des Westens" – Französischer Denker Emmanuel Todd schreibt Bestseller





    Meinung

    "Die Niederlage des Westens" – Französischer Denker Emmanuel Todd schreibt Bestseller





    So sei die Kindersterblichkeit in Russland heute niedriger als in den USA. Die durch den Dienstleistungssektor aufgeblähten Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt täuschten über die "große Schwäche" in der realen industriellen und landwirtschaftlichen Produktion des Westens hinweg. Noch schlimmer sehe es im Bildungsbereich aus:

    "Dort sinkt das Bildungsniveau seit 1965, die Zahl der Studenten stagniert, und Tests zeigen, dass der Intelligenzquotient sinkt. Die Amerikaner bilden heute oft keine Ingenieure mehr aus, sondern Juristen und Börsianer. Für mein Buch habe ich mir die Zahlen angeschaut und festgestellt, dass Russland mit weniger als der Hälfte der Bevölkerung mehr Ingenieure ausbildet als die USA."

    Als Ursache für den Niedergang des Westens sieht Todd "nihilistische Impulse" beim Übergang vom Kapitalismus zum neoliberalen Finanzkapitalismus:

    "Ab einem gewissen Punkt ist es völlig irrational, dass Menschen Unmengen von Geld anhäufen wollen, nur um des Geldes willen. Vor allem aber hat der Neoliberalismus in der Praxis Wirtschaft und Gesellschaft zerstört. Thatcher hat selbst gesagt, dass es so etwas wie Gesellschaft nicht gibt, das ist ein nihilistisches Bekenntnis. Außenpolitisch drückt sich diese Haltung in der Bevorzugung des Krieges gegenüber dem Frieden aus."


    Anders als andere Beobachter geht der Franzose nicht davon aus, dass die USA nach der absehbaren Niederlage in der Ukraine einen weiteren Krieg mit China anzetteln:

    "Sie haben einfach nicht die Mittel dazu. Ein Krieg zwischen China und den USA im Südchinesischen Meer wäre in wenigen Stunden vorbei, die Chinesen würden die amerikanischen Flugzeugträger mit Hyperschallraketen problemlos versenken."


    China werde die USA allerdings nicht als Weltmacht ablösen, weil die Chinesen mit erheblichen demografischen Problemen zu kämpfen hätten. Die künftige Welt werde eine multipolare, die sich keine Kriege mehr leisten könne.

    Am Anfang des Gesprächs äußert sich der Franzose auch zur Lage in seinem Heimatland. Auf die Frage, ob er die Sorgen vieler Deutscher vor dem Aufstieg des Rassemblement National von Marine Le Pen teile, winkt Todd ab:

    "Nein, denn ich halte die Wahlen in Frankreich schon lange für eine Komödie. Das Land ist nicht mehr wirklich souverän, weil es weder über seine Geldpolitik noch über seine Handelspolitik entscheiden kann."


    Dugin: Die Stunde des Imperiums – Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Zivilisationsstaat"?




    Analyse

    Dugin: Die Stunde des Imperiums – Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Zivilisationsstaat"?





    Wegen der EU-Verträge würden entscheidende Dinge wie die Währungs- oder Handelspolitik in Brüssel entschieden, nicht in Paris. Die Wahlen seien deshalb, so wiederholt er, eine "Komödie". Aus seiner Verachtung für den derzeitigen Präsidenten und seine Vorgänger macht Todd keinen Hehl:

    "Wir hatten die Sarkozy-Komödie: ein hysterischer Mann, der ständig von seiner Frau sprach und die Vorstädte "säubern" wollte. Dann hatten die Franzosen genug davon und es kam Hollande, der sagte, sein Feind sei die Finanzwelt und er sei ein ganz normaler Typ. Jetzt haben wir Macron, der sagt: "Ich bin jung, ich mag die Banken und ihr seid alle dumm." In der Praxis hat sich jedoch nichts geändert, die französische Politik wird weiterhin von den finanziellen Zwängen Brüssels bestimmt."


    Todd, Jahrgang 1951, ist einer der bekanntesten Historiker und Anthropologen Frankreichs. Er arbeitete am "Nationalen Institut der Bevölkerungsstudien" (INED) und befasste sich unter anderem mit den verschiedenen Familienstrukturen auf der Welt und ihren Einfluss auf Überzeugungen, Ideologien, politische Systeme und historische Ereignisse. Todd ist Autor zahlreicher Bücher. Sein neuestes Buch "Der Fall des Westens" erscheint im Oktober 2024 in deutscher Übersetzung im Westend Verlag.


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    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/europa/213223-emmanuel-todd-wir-alle-in


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    unser weiterer Kommentar: Zitat: "Ab einem gewissen Punkt ist es völlig irrational, dass Menschen Unmengen von Geld anhäufen wollen, nur um des Geldes willen. Vor allem aber hat der Neoliberalismus in der Praxis Wirtschaft und Gesellschaft zerstört. Thatcher hat selbst gesagt, dass es so etwas wie Gesellschaft nicht gibt, das ist ein nihilistisches Bekenntnis. Außenpolitisch drückt sich diese Haltung in der Bevorzugung des Krieges gegenüber dem Frieden aus." Zitatende

    Auch in Deutschland wurde der Begriff vom Volkseigentums, hin in die Fiktion, durch den der "Juristischen Person" ersetzt und mit ihm alle enteignet.



    Weiteres:




    Historiker Emmanuel Todd: In diesem Krieg geht es um Deutschland


    freedert.online, vom 9 Jan. 2023 15:28 Uhr

    Die "Seite des Guten", auf der Deutschland stehen möchte, sei diesmal nicht jene der Vereinigten Staaten. Deutschland befindet sich laut dem Historiker Emmanuel Todd in einer Lage, die "in kognitiver Hinsicht überfordert". Die letzte autonome politische Handlung Deutschlands gegenüber den USA sei der Kontakt zu China.


    Quelle: Gettyimages.ru © picture alliance / Kontributor


    Die deutsche Regierungsspitze: Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) und Olaf Scholz (SPD).


    Der Soziologe und Historiker Emmanuel Todd absolvierte das Institut d'études politiques de Paris und promovierte in Cambridge in Geschichte. Von 1977 bis 1984 war er Literaturkritiker für die französische Zeitung Le Monde, seitdem arbeitet er am Institut national d'études démographiques. Im Jahr 1976 beschwor er in seinem Buch "La chute finale" den Zusammenbruch der Sowjetunion. Im Rahmen eines aktuellen Interviews mit dem Schweizer Wochenmagazin Weltwoche (Bezahlschranke) heißt es einleitend:

    "Der französische Historiker Emmanuel Todd sagte den Zusammenbruch der Sowjetunion voraus. Heute sieht er die USA im Niedergang. Frankreich werde ausgelacht, die Briten handelten kopflos. Am schlimmsten stehe es um die Deutschen, die zur Zielscheibe der Amerikaner geworden seien. Russland hingegen gehe es besser, als viele westliche Beobachter meinen."

    Todd betont zu Beginn des Gesprächs, dass er sich in seinem Heimatland aktuell nicht an der Ukraine-Russland-Debatte beteilige. Ein internationaler Bestseller von ihm sei weiterhin nicht als französische Originalausgabe erhältlich. Thematisch behandele das Buch auch den Krieg in der Ukraine. Bezüglich einer sehr verkürzten geopolitischen Gesamteinschätzung der Gegenwart und der Interviewfrage, ob "der Westen die Russen" aufgrund eines "erschreckenden intellektuellen Defizits" unterschätzt habe, lautet die Analyse von Todd:

    "Er hat sich bestätigt. Die USA zogen sich aus Afghanistan und dem Irak zurück. Den Aufstieg Irans konnten sie nicht stoppen. Genauso wenig wie jenen Chinas. Die Saudis nehmen die USA nicht mehr ernst. In Amerika steigt die Sterblichkeit, die Lebenserwartung sinkt. Alle Zeitungen schreiben: Der Westen ist normal und Putin geisteskrank. Die Russen sind blutrünstige Monster. Die Demografie sagt etwas anderes: Russland ist stabiler und seine Gesellschaft zivilisierter geworden."

    Emmanuel Todd: Deutschland betreibt eine demographische Außenpolitik




    Emmanuel Todd: Deutschland betreibt eine demographische Außenpolitik







    In Todds politischen Analysen erhalten weltweite demografische Entwicklungen regelmäßig einen Schwerpunktbezug, so breche aktuell "in den produktivsten Industrieländern die arbeitende Bevölkerung (in Realzahlen)" zusammen. Todd sei gegenwärtig "verzweifelt von der 'westlichen Irrationalität'", das Verhalten des Westens sei für ihn ein "einziges Rätsel". Todd wörtlich:

    "Man weiß nie, wo man ist. Die Zeitungen erzählen uns, wie die Russen auf Gefängnisse schießen, die sie besetzt haben. Dass sie Atomkraftwerke beschießen, die sie vor Ort kontrollieren. Dass sie Pipelines in die Luft jagen, die sie selber gebaut haben."

    Todds Einschätzung zur Causa Nord-Stream-Sprengung, möglichen Verursachern und gesamtgesellschaftlichen Wahrnehmungen lautet:

    "Natürlich die Amerikaner. Aber das ist völlig unwichtig. Es ist normal. Wichtig ist die Frage: Wie kann eine Gesellschaft glauben, dass es die Russen gewesen sein könnten? Wir haben es hier mit einer Umkehrung der möglichen Realität zu tun. Das ist viel schlimmer."

    Todd erkenne aktuell die drohende Gefahr eines "Zusammenbruchs der protestantischen Welt". Die USA hätten in den zurückliegenden Jahrzehnten zur "Durchsetzung ihrer Interessen immer wieder Kriege geführt – auch angezettelt", so der Historiker im Interview. Zu den bedenklichen außenpolitischen Entwicklungen der EU, speziell Deutschlands, unter der Meinungsvorherrschaft der USA analysiert Todd:

    "Auch die Russen sprechen von Machtverhältnissen, aber ihre Sprache ist defensiv. Die Europäer schwadronieren von Frieden und der Verbreitung ihrer humanistischen Werte ohne Armee. Das geopolitische Denken ist ihnen abhandengekommen. Zwischen der offensiven Strategie der Amerikaner und der defensiven Strategie der Russen befinden sich die Europäer in einem atemberaubenden Zustand der geistigen Verwirrung. Das gilt ganz besonders für Deutschland."

    Zusammengefasst steht es Todds Wahrnehmung zufolge um Deutschland gegenwärtig folgendermaßen:

    "Ich habe sehr viel Mitgefühl mit den Deutschen. (...) Deutschland ist ein Land, das sich vom Krieg losgesagt hat. Ein Land praktisch ohne Armee. Das so wenig Kinder zeugt, dass seine hauptsächlichste Sorge darin besteht, Arbeitskräfte für die Erhaltung seiner Industrie ins Land zu holen. (...) Es interessiert sich nur für die Wirtschaft. Seine Logik war: Russland liefert Gas, unsere beiden Länder sind komplementär.

    Und seit 1945 sorgt Amerika in einer Welt, für die wir (Deutschland) keine Bedrohung mehr sein wollen, für unsere Sicherheit. Aus dieser durch und durch rationalen Überlegung heraus entstand das Projekt Nord Stream. Es ging darum, die von der Ukraine und Polen erhobenen Abgaben zu umgehen. Deutschlands Tragödie besteht darin, dass es noch immer daran glaubte, von den Vereinigten Staaten beschützt zu werden."

    Todd erläutert dann Theorien und Strategien des US-Strategen Zbigniew Brzeziński. Seine Analyse des Klassikers von Brzeziński "Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft" besagt, dass die USA "ihre Vorherrschaft verteidigen müssen – das ist die Doktrin Brzezińskis". Todd weiter im Interview:

    "Also die Annäherung von Russland und China verhindern. Die Finanzkrise von 2008 hat deutlich gemacht, dass Deutschland mit der Wiedervereinigung zur führenden Macht in Europa wurde und damit auch ein Rivale der USA."

    Zu dem "neuen" Verhältnis der USA gegenüber dem wiedervereinten Deutschland lautet die Einschätzung:

    "Nun ließ Berlin seine Bereitschaft erkennen, sich mit den Russen einzulassen. Der Kampf gegen diese Annäherung wurde zu einer Priorität der amerikanischen Strategie. Dass sie das Gasabkommen torpedieren wollten, hatten die USA stets deutlich gesagt. Der Ausbau der NATO in Osteuropa war nicht in erster Linie gegen Russland gerichtet, sondern gegen Deutschland. Deutschland, das seine Sicherheit Amerika anvertraut hatte, wurde zur Zielscheibe der Amerikaner. Ich empfinde sehr viel Mitgefühl für Deutschland. Es leidet an diesem Trauma des Verrats durch den beschützenden Freund – der 1945 auch ein Befreier war."

    Das Ende der Weltordnung, wie wir sie kannten: Jahrzehntelange Konflikte stehen uns bevor




    Analyse

    Das Ende der Weltordnung, wie wir sie kannten: Jahrzehntelange Konflikte stehen uns bevor





    Bezüglich der im März 2022 begonnenen militärischen Reaktion Russlands gegenüber der Ukraine erklärt Todd, dass "der Westen Russland provoziert hat". Der US-amerikanische Politologe John Mearsheimer habe zuvor "nüchtern festgehalten, dass die Zusammenarbeit der Briten und Amerikaner mit seiner Armee die Ukraine faktisch zum NATO-Mitglied" gemacht habe. Sie, die Ukraine, "wurde aufgerüstet, um Russland anzugreifen. Putins Angriff war eine defensive Invasion", so die Einschätzung von Todd in der Weltwoche.

    Zu einer möglichen aktuellen Gesamtstrategie der NATO und den jeweiligen Rollenverteilungen der beteiligten Partnerstaaten lautet die Analyse:

    "Die Wahrheit der NATO sieht so aus: Sie besteht aus der Achse Washington–London–Warschau–Kiew. Deutschland und Frankreich sind ihre Juniorpartner, mit ihrer vorherrschenden Stellung in Europa ist es vorbei. Die Polen und die Ukrainer beschimpfen und beleidigen permanent die Deutschen. Für sie ist das unerträglich. Die Macht, die sie zu beschützen vorgab, hat nichts unversucht gelassen, um die vorherrschende Stellung Deutschlands in Europa zu zerschlagen. Deutschland befindet sich in einer Lage, die es in kognitiver Hinsicht überfordert."

    Todd ergänzt weiter provokativ:

    "Die Deutschen wollten nicht in den Krieg. Scholz, der mir ein sehr vernünftiger Mensch zu sein scheint, wurde kritisiert, weil er sich nicht engagieren wollte. Krieg ist grauenhaft, scheußlich, ekelhaft, schrecklich. Die Deutschen wissen nur zu genau, dass Nord Stream von den Amerikanern zerstört wurde. Durch eine gemeinsame militärische Aktion der Amerikaner, Briten und Polen. Gegen Deutschland. Aber sie können es nicht sagen.

    In Tat und Wahrheit sind die Deutschen von den Amerikanern angegriffen worden. Man wollte sie vom russischen Gas abkoppeln. Immerhin – Deutschland hat nicht völlig kapituliert: Scholz reiste nach Peking. Deutschland verweigert den Amerikanern die Abnabelung von China."

    Deutschland besitze eine Mitverantwortung für den fortlaufenden Krieg in der Ukraine. In diesem Krieg geht es laut Todd "um Interessen, zu deren Durchsetzung schon immer Kriege geführt wurden: Gas, Machtansprüche, Territorien". Todd wünsche sich, dass "die Deutschen Folgendes begreifen würden:

    "Die Seite des Guten, auf der sie stehen möchten, ist diesmal nicht jene der Vereinigten Staaten. Das Gute bedeutet: diesen Krieg beenden."

    Bezüglich der Bitte um eine kurze Darlegung einer theoretischen Vision der nahenden gesellschaftlichen weltweiten Zukunft betont Todd zunächst, dass "der Westen seine Werte verloren" habe und sich "in einer Spirale der Selbstzerstörung" befinde. Europa gerate aktuell "wieder unter die amerikanische Herrschaft". Wegen der "schwachen Demografie" werde zukünftig "nicht China die Welt beherrschen, sondern Indien zur Supermacht aufsteigen".


    Russland sei im Begriff, sich "als kulturell konservative, in technischer Hinsicht fortschrittliche Großmacht neu zu bestimmen". Ein bedenkliches demografisches Problem sei für Todd dabei jedoch, dass Russland "die traditionellen Werte der Familie verteidigt und die LGBT-Bewegung bekämpft", dabei jedoch "seine Geburtenrate nicht besser wird". Dies bedeute, dass "es bereits in der gleichen metaphysischen Krise steckt wie der Westen". Zusammenfassend lautet die Warnung des Historikers:

    "In der Ukraine führen sie gegeneinander Krieg. Wenn er nicht gestoppt wird, werden ihn alle verlieren."

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    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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    "Die Niederlage des Westens" – Französischer Denker Emmanuel Todd schreibt Bestseller


    freedert.online, vom 17 Feb. 2024 08:30 Uhr

    Dass sich Intellektuelle im Westen anfangen zu trauen, die Versäumnisse ihrer Zivilisation aufzuschlüsseln, um auf diese aufmerksam zu machen, ist ein guter Trend. So auch ein französischer Soziologe mit seinem Buch "Niederlage des Westens" – worum könnte es dort gehen?


    "Die Niederlage des Westens" – Französischer Denker Emmanuel Todd schreibt BestsellerQuelle: Gettyimages.ru


    Der französische Anthropologe und Historiker Emmanuel Todd während einer Porträtsitzung am 5. September 2008 in Paris, Frankreich.



    Von Elem Chintsky

    Die Titel der europäischen Sachbücher werden dieses Jahr etwas unmissverständlicher. So kam im Januar 2024 ein Werk des französischen Anthropologen, Historikers und Soziologen Emmanuel Todd namens "Die Niederlage des Westens" heraus – im französischen Original: "La Défaite de l’Occident".

    Auch die polnische, wertekonservative Tageszeitung Myśl Polska machte bereits auf den französischen Bestseller aufmerksam.


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    Nicht gerade ein Buch, auf das sich jetzt in Deutschland Springer, die Klett-Gruppe, der Deutsche Fachverlag oder Random House stürzen werden, um die Rechte für eine deutsche Übersetzung zu ergattern. Aber eine erste kleine Rezension in deutscher Sprache wird sicherlich von gewissem Vorteil sein.

    Der relevanteste Dreh- und Angelpunkt für Todds retrospektive Analyse ist der Ukrainekrieg, der dort seit 2014 und verstärkt seit 2022 geführt wird. Außerdem werden eindringliche Statistiken aus den Dekaden nach 1991 herangeführt, die damals schon eine ideologische Spaltung der West- und Ostukraine deutlich machten, unter anderem die Wahlergebnisse von Präsident Viktor Janukowitsch aus dem Jahr 2010 im zweiten Wahlgang.

    Zahlen lügen nicht, wenn man aufmerksam ist. Emmanuel Todd fabuliert nicht. Stattdessen erläutert er, dass seit der Ära Putins – also circa seit dem Jahr 2000 – bis ins Jahr 2017 die Todesrate in Russland durch Mord von 28 auf 6 Personen, durch Selbstmord von 39 auf 13 und durch Alkoholismus von 25 auf 8 (jeweils pro 100.000 Einwohner) gesunken ist. Das sind dramatische Verbesserungen. Todd geht noch weiter, indem er sagt, dass diese Erfolgsgeschichte für die Ukraine in derselben Zeit so nicht zu verbuchen war – und das, obwohl die Ausgangslage für die Ukraine nach 1991 um einiges vorteilhafter war, als die um Längen katastrophalere in Russland.

    Teilweise geht der Anthropologe weit ins 19. Jahrhundert zurück und erforscht die Unterschiede von "Kleinrussland", die heutige Zentralukraine, und "Neurussland", welches heute im Donbass und der Ostukraine entlang der Schwarzmeerküste lokalisiert ist. Seine These ist, dass die klassische "Kernfamilie" unter Kleinrussen, den heutigen Ukrainern, weniger Teil der Gemeinschaft war, dass "das Individuum unabhängiger, die Frau freier, die Familie weniger zusammengedrängt" war. Diese identifiziert Todd als Grundaffinitäten, die später – also im Verlauf des 20. Jahrhunderts – von einem "westlichen Liberalismus" besser abgeholt werden könnten und letztlich auch wurden. Bezüglich dieser Neigungen verhält es sich bei den Neurussen, welche heute in großer Mehrheit in der Ostukraine leben und ihr Volksschicksal zivilisatorisch im Orbit Russlands verorten, ganz anders.


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    Beide leicht voneinander abweichenden Familienmodelle waren jedoch explizit "patrilinear", also traditionell "der väterlichen Linie" beziehungsweise einem "vaterrechtlichen" Prinzip folgend, weshalb Todd schlussfolgert, dass gewisse Reform-Forderungen des Westens an das Kiewer Regime wie die Kodifizierung der LGBTQ-Genderideologie selbst in der Westukraine nur schleppend vorangehen – nämlich ausschließlich mit sprunghaften Gesetzeserlassen, forciert von oben durch Präsident Selenskij. Der US-amerikanische Journalist Scott McConnell schrieb dahingehend zu Todds Ausführungen im neuesten Buch Folgendes:

    "In seiner arroganten Selbstsicherheit, die internationale Moral zu verkörpern, hat der Westen 'nicht verstanden, dass er für den größeren Teil der Welt, der patrilinear, homophob und in der Tat gegen die westliche moralische Revolution ist, verdächtig geworden ist'. Russland zu beschuldigen, skandalöserweise gegen LGBTQ zu sein, bedeutet Putins Spiel zu spielen. Russland weiß, dass seine homophobe und transfeindliche Politik den Rest des Planeten keineswegs verprellt, sondern ihm 'eine beträchtliche Soft Power verleiht'. Die revolutionäre Soft Power des russischen Kommunismus, die einst große Teile der europäischen Arbeiterklasse ansprach, 'ist der konservativen Soft Power der Putin-Ära gewichen'."

    McConnell vermutet generell einen "gemäßigten Liberalismus" bei Todds eigener Position, rechnet ihm aber die Einsicht hoch an, dass bei Transgeschlechtlichkeit der Globale Süden zurecht die äußerste "Linie im Sand gezogen hat". Wenn Washington D.C., London, Paris, Brüssel und Berlin behaupten, dass ein biologischer Mann zu einer Frau werden kann und eine biologische Frau zu einem Mann, stellt sich die Grundsatzfrage, ob "das Festhalten an einem Kult der Lügen" die Vereinigten Staaten als militärischen Verbündeten und diplomatischen Partner glaubwürdig macht?

    "Es ist eine Affirmation der Unwahrheit", so Todd weiter.

    Dieses dichte Mosaik an dickköpfigen Trugschlüssen auf axiomatischer Ebene definiert den gegenwärtigen, westlichen Nihilismus: ein Begriff, den Todd zur Beschreibung des neuen amerikanischen Ethos nutzt.


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    Meinung

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    Die Völker des Westens bejahen diese neuen Normen mehrheitlich – des selbstständigen Infragestellens befreit, grinsend und in einem durch nichts mehr gedeckten Überlegenheitsgefühl desorientiert. Der westliche Nihilismus trug indessen dazu bei, seine Subjekte zu konformistischen Geiseln selbst verschuldeter, pluralistischer Ignoranz zu konvertieren.

    Obwohl dieses Fazit also zu offensichtlich erscheint, ist genau hier die moralische Bankrotterklärung des Wertewestens für den Globalen Süden und Russland evident und sichtbar – jedoch noch lange nicht für den Westen selbst, der sich zurzeit noch als krypto-kolonialistischer Heilsbringer identifiziert. Deswegen wartet der Westen stur, bis Russland "aufgibt, seine Niederlage in der Ukraine eingesteht, zugibt, dass die historisch vernichtenden Sanktionen gewirkt haben", während Hunderttausende Ukrainer auf dem Altar der westlichen Stumpfsinnigkeit unnötig geopfert werden müssen.

    Sein Buch schließt Todd mit dem Kapitel "Amerikanischer Nihilismus" ab, womit er den obigen Begriff noch einmal konkretisiert. Die Kronzeugen dessen seien seit Ende Oktober 2023 die Bewohner des Gazastreifens. Der Pariser Anthropologe spricht von "Washingtons Vorliebe für Gewalt in ihrem rohen, triebhaften Zustand", welche als vermeintliche Diplomatie, "sofort für eine Verschärfung des Konflikts" im Gazastreifen eintrat.

    Todd merkt die Infantilität der US-amerikanischen Führung an, die sich keine große Mühe mehr zu geben scheint, moralische Überlegenheit zu projizieren:

    "Joe Biden reiste […] zu einem Solidaritätsbesuch nach Tel Aviv und hielt nach seiner Rückkehr am 20. Oktober eine kindlich einfache Rede: Hamas = Putin, Israel = Ukraine." 

    Genau diese narrativen Schablonen funktionieren noch halbwegs gut im Westen selbst, werden aber im Globalen Süden und Russland als obsolet und vollkommen unzureichend für die Beschreibung geopolitischer Wirklichkeiten verworfen. Das unter Dauerbelastung stehende Medien-Establishment im Westen scheint sich über jede Gelegenheit einer Galgenfrist zu freuen, denn Todd merkt an:

    "Die westliche Presse, die uns monatelang mit der Illusion einer siegreichen ukrainischen Gegenoffensive gefüttert hatte, war zweifellos erleichtert, dass sie ihre Aufmerksamkeit auf diesen neuen Krieg richten musste."


    Warum sich die Liberalen an Elon Musk rächen





    Meinung

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    Der französische Historiker, der aufgrund der Neugeborenen-Sterblichkeitsrate 1976 als junger Gelehrter den Kollaps der Sowjetunion vorhersagte, und später in seinem Werk "Weltmacht USA: Ein Nachruf" (2002) den Zerfall des US-amerikanischen Imperiums prognostizierte, nutzt den Nihilismus-Begriff erneut im zivilisatorischen Kontext des Dranges nach nationalen Selbstzerstörung, als er argumentiert:

    "Was die USA betrifft, so erlaubt uns das Konzept des Nihilismus eine weitergehende Interpretation: Ihr unüberlegtes und ungeschminktes Engagement an der Seite Israels ist ein Selbstmordsymptom."

    Die ständigen Vetos der USA in der UNO-Generalversammlung zu verschiedenen Waffenstillstandsresolutionen im Gazakrieg beurteilt Todd als "nihilistisch", denn "es verwirft die gemeinsame Moral der Menschheit".

    Schon alleine der französische Wikipedia-Artikel Todds ist bezeichnend dafür, dass die im Westen "kontroversen" Thesen des Soziologen stark umkämpft werden. Hier die Warnung:

    "Beitragende sind verpflichtet, sich nicht an einem Editierkrieg zu beteiligen, da sie sonst gesperrt werden.

    Auf dieser Seite gab es kürzlich einen Editierkrieg, bei dem mehrere Beitragende gegenseitig ihre jeweiligen Bearbeitungen widerrufen haben. Dieses nicht kollaborative Verhalten wird durch die 'Drei-Widerrufe-Regel' untersagt. Im Falle einer redaktionellen Meinungsverschiedenheit müssen sie diese diskutieren und einen Konsens finden, bevor sie weitere Änderungen zum selben Thema vornehmen."

    Wie soll aber im Westen ein "kollaborativer Konsens" je wieder gefunden werden, wenn man nicht einmal mehr weiß, was eine Frau und ein Mann sind?

    Elem Chintsky ist ein deutsch-polnischer Journalist, der zu geopolitischen, historischen, finanziellen und kulturellen Themen schreibt. Die fruchtbare Zusammenarbeit mit RT DE besteht seit 2017. Seit Anfang 2020 lebt und arbeitet der freischaffende Autor im russischen Sankt Petersburg. Der ursprünglich als Filmregisseur und Drehbuchautor ausgebildete Chintsky betreibt außerdem einen eigenen Kanal auf Telegram, auf dem man noch mehr von ihm lesen kann.


    Mehr zum ThemaDie Gräueltaten in Gaza sind die perfekte Verkörperung "westlicher Werte"


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    Info: https://freedert.online/meinung/196104-niederlage-westens-franzoesischer-denker-schreibt-bestseller


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    06.11.2024

    Einwegticket nach Kiew für Annalena – bevor Deutschlands Wirtschaft unwiederbringlich verkümmert

    freedert.online, 6 Nov. 2024 21:36 Uhr, Von Julia Witjasewa

    Europa, das in der Geschichte dauerhaft schiere Undankbarkeit gegenüber Russland gezeigt hat, gönnt die Kolumnistin Julia Witjasewa nicht viel – Deutschland auch nicht. Doch kommt auch sie nicht umher, dem deutschen Volk fast widerwillig einen Rat zu geben.


    Quelle: www.globallookpress.com © Jörg Blank/dpa


    Symbolbild: Baerbock zu Besuch in der Ukraine (5. November 2024)


    Deutschlands führende Frau, Annalena Baerbock, hat sich skandalös blamiert. Anders geht es bei ihr bekanntlich ja auch gar nicht, völlig unmöglich – aber diese Geschichte hier ist besonders lustig. Denn auf Annalena wurde jetzt auch von ihren Landsleuten wegen ihrer Großzügigkeit gegenüber der Ukraine begeistert eingetreten. Nur verbal, versteht sich, wo kämen wir denn hin...


    Sinneswandel im Mainstream? Kritik an grüner Politik wird salonfähig





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    Sevim Dağdelen, im Deutschen Bundestag von der Partei Bündnis Sahra Wagenknecht – Für Vernunft und Gerechtigkeit, hat auf X (vormals Twitter) darauf aufmerksam gemacht, wie sich die Außenministerin der Republik, Annalena Baerbock, dafür rühme, Dutzende Milliarden Euro für Kiew bereitgestellt zu haben:

    "Während Koalition in #Berlin wegen fehlendem Geld & miserabler Energiepolitik sich beharkt, brüstet sich #Baerbock in #Kiew damit, 37,3 Mrd. Euro Steuerzahlergeld allein an die korrupte #Ukraine überwiesen zu haben.

    #Ampel hat fertig. Zeit für #Neuwahlen!"

    Baerbock selbst erklärte derweil in Kiew stolz:

    "Wir erhöhen unsere humanitäre Soforthilfe noch einmal um 200 Millionen Euro zusätzlich ‒ für dringend benötigte Winternothilfe. So können auch frontnahe Häuser ohne Energieversorgung Brennstoff erhalten." 

    Es würden außerdem Generatoren bereitgestellt, hieß es.


    Fehler im System: Die Krise bei VW und die Verantwortungslosigkeit der Politik




    Meinung

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    Wie die Deutschen selber überwintern und wie viele von ihnen bis zum Frühjahr überleben werden, darüber macht sich das deutsche Mädel keine großen Sorgen. Dafür zeigt die Reaktion der deutschen Gesellschaft deutlich, dass derlei Großzügigkeit gegenüber der Ukraine viele Menschen nicht nur irritiert, sondern regelrecht verärgert. Schließlich sind Deutschland all diese Berliner Schamanentänze mit Tamburin (oder Twerk auf Pauken?) nach der Pfeife des Washingtoner Partei-Landeskomitees schon jetzt sehr teuer zu stehen gekommen – eben jenes Deutschland, dessen Wirtschaft einst florierte, sich aber nun in… ja, weiß der Teufel, in was sie sich jetzt verwandelt hat.

    Hierauf wies kürzlich der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrats hin, Dmitri Medwedew. Ihm zufolge gehe in Deutschland nach der Weigerung, mit Russland zusammenzuarbeiten, "alles bergab". In einem Interview für RT betonte Medwedew, dass die Wirtschaft in den europäischen Ländern aufgehört habe, sich zu entwickeln – was man indes zum Beispiel von den USA nicht behaupten könne.

    Viele Politiker stimmen voll und ganz mit dieser Sichtweise überein – aber auch einfache Menschen in Deutschland: Gar schwer auf der Tasche liegen den Deutschen alle Folgen des gedankenlosen und ununterbrochenen Hineinkippens von Steuergeldern in die Taschen der Führung in Kiew in den Jahren nach dem Maidan-Putsch – die sich ihrerseits im Laufe der betreffenden Jahre dermaßen die Nase vergoldet hat, dass sie ihren Nachkommen noch in der zehnten Generation ein sorgenloses Leben ermöglichen kann.


    Migration und Wohnungsmarkt – Was wäre, wenn die steigenden Mieten der Sinn des Spiels wären?




    Meinung

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    All das im Gegensatz zu den Einwohnern Deutschlands, die aus Geldmangel sogar aufgehört haben, Kinder in die Welt zu setzen. Aber offenbar ängstigt die drohende eigene Degeneration bis hin zum Aussterben die deutschen Behörden viel weniger als die mythische russische Invasion, die laut Baerbock definitiv stattfinden wird, falls und wenn die Ukraine verliert.

    Doch der Clou ist ja gerade, dass die Ukraine so oder so verlieren wird – es ist nur eine Frage der Zeit.

    Und dann? Wer wird sich dann des zugrunde gewirtschafteten Alten Kontinents annehmen?

    Hier in Russland zum Beispiel hat absolut niemand Lust, sich ein bettelarmes und deindustrialisiertes Europa aufzuhalsen (zumal wohl neben der Ukraine – Anm. d. Red.). Auch eine Investitionsaussicht – hinsichtlich nicht nur riesiger Geldsummen, sondern auch unserer Zeit und unserer Humanressourcen – ist für uns überhaupt alles andere als attraktiv, zumal sich Europa geschichtlich gesehen Russland gegenüber als unverbesserlich undankbar gezeigt hat. Gelinde ausgedrückt.


    Deutsches Außenministerium sabotiert China-Geschäfte





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    Europa wird einfach alle Konsequenzen seiner wahnsinnigen russophoben Politik spüren müssen, mit der es sich selbst in einen derart erbärmlichen Zustand gebracht hat. Und was Baerbock jetzt tut, beschleunigt die Verfallsprozesse. 

    Allerdings besteht in diesem Zusammenhang der starke Verdacht, dass, wenn sich dieser Trend fortsetzt, die "dankbaren" deutschen Bürger Annalenchen ein Ticket nach Kiew spendieren werden – ein Einwegticket allerdings – und sie danach nicht wieder reinlassen wollen. Denn mit ihrer Politik steht das deutsche Volk bald schon kurz vor der Grenze, jenseits derer nur noch das Aussterben liegt. Selbstredend kein sofortiges, doch falls diese Grenze überschritten wird, werden die Folgen irreversibel sein – es sei denn, die mythische "russische Invasion", mit deren Popanz die Eliten Europas ihren Völkern so hartnäckig Angst einzujagen versuchen, fällt doch noch über die Menschen des Alten Kontinents herein. Denn sie wird dann ihre einzige Rettung vor Hunger und Armut sein.


    Emmanuel Todd: "Wir alle in Europa warten darauf, dass Deutschland den Krieg beendet"





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    Theoretisch, hoffe ich. Denn wenn's nach mir ginge, würde Russland diesmal nicht wieder den Fehler machen und irgendjemanden dort retten. Sie selbst haben sich diese Suppe eingebrockt – sollen sie die auch selber auslöffeln.

    Und bei der Gelegenheit auch alle Konsequenzen ihrer grenzenlosen Dummheit für die Nachwelt schriftlich festhalten, mit der sie Europa nicht nur in eine US-Kolonie, sondern auch in eine Melkkuh für das Regime der Bandera-Nazis in der Ukraine verwandelt haben.

    Übersetzt aus dem Russischen.

    Julia Witjasewa, geboren im Jahr 1981 in Odessa, nahm die Ereignisse des Euromaidan kritisch auf und musste ihre Heimatstadt 2015 wegen der Bedrohung für das eigene Leben verlassen. Sie arbeitet als Journalistin und Publizistin.


    Mehr zum Thema – Konfrontation mit Russland zwingt Deutschland zu Wiederbelebung der Bundeswehr


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    Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
    Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
    Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

    Info: https://freedert.online/meinung/225004-einwegticket-nach-kiew-fuer-annalena-bevor-wirtschaft-unwiederbringlich-verloren


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    06.11.2024

    Musk skizziert Pläne der Regierung Trump

      Der Technik-Mogul sagte zu Tucker Carlson, er werde, wenn er Teil der neuen Regierung werde, die Zahl der Bundesbehörden verringern. Im Wahlkampf hatte er betont, das Land drohe pleitezugehen, wenn die Ausgaben nicht reduziert würden.


      Musk skizziert Pläne der Regierung TrumpQuelle: Legion-media.ru © Car

      los Branson


      Elon Musk


      Der Chef von Tesla und SpaceX, Elon Musk, sagte, er wolle die Effizienz der Regierung verbessern, indem er die Zahl der Bundesbehörden verringere, falls er in der Regierung von Donald Trump eine Rolle spiele.



      Staatsfeind Nummer zwei? – Tech-Mogul Elon Musk reagiert auf diskreditierende Spiegel-Story





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      Musk, ein klarer Unterstützer 

      Trumps, machte diese Bemerkung bei seinem Auftritt in der Online-Show von Tucker Carlson, die am Dienstag, dem Wahltag, von Trumps Besitz Mar-a-Lago gesendet wurde.

      Obwohl er sich zuvor für politisch neutral erklärt hatte, sprach sich Musk nach dem ersten Anschlagsversuch auf Trump im Juli offiziell für ihn aus und wurde seitdem einer der wichtigsten Unterstützer des ehemaligen Präsidenten. Trump versprach dem Tesla-Chef, er werde eine besondere Kommission für "Regierungseffizienz" schaffen, abgekürzt DOGE, die der Milliardär leiten solle, wenn er die Wahlen gewänne.

      Im Gespräch mit Carlson sagte der Tech-Milliardär, er würde Trump gern helfen, um eine effizientere Regierung zu schaffen.

      "Ich wäre froh, wenn ich helfen kann, die Effizienz der Regierung zu verbessern", sagte Musk. "Wir haben eine gigantische Regierungsbürokratie, wir haben Überregulierung, wir haben Behörden, deren Verantwortlichkeiten sich überschneiden [...] das alles sind wirkliche Kosten für Leute, es sind verborgene Kosten, aber sie sind beträchtlich."

      Musk hat Millionen Dollar in die Unterstützung Trumps investiert. Medienberichten zufolge spendete er mindestens 118 Millionen Dollar an das politische Aktionskomitee der Republikaner ‒ eine Gruppe, die vor allem Wahlwerbung betreibt.


      Britische NGO arbeitet mit den US-Demokraten, um "Musks Twitter zu töten"





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      Bei einer Rede auf einer Wahlkampfveranstaltung von Trump im Oktober versprach Musk, den Republikanern dabei zu helfen, die jährlichen Haushaltsausgaben um "mindestens 2 Billionen Dollar" zu kürzen, im Verlauf einer Überprüfung der Bundesbehörden, die er durchführen werde, wenn Trump ins Weiße Haus zurückkehren würde.

      "Euer Steuergeld wird verschwendet, und das Ministerium für Regierungseffizienz wird das in Ordnung bringen", erklärte Musk.

      Der Milliardär hat wiederholt vor der US-Staatsverschuldung gewarnt, und gerade vergangene Woche erst davor, dass das Land in die Insolvenz trudele und bald pleitegehe, wenn Washington seine Ausgaben nicht zurückfahre.


      Mehr zum Thema ‒ Musk: Amerika droht der Bankrott


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    06.11.2024

    UN-Sonderberichterstatterin: Israel hat Recht zu existieren, aber nicht, ein Volk zu vernichten

    freedert.online, 6 Nov. 2024 18:47 Uhr

    "Hat Israel ein Existenzrecht?", fragte ein Journalist die UN-Sonderberichterstatterin für Palästina, Francesca Albanese, bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Kanada. In einer prägnanten Stellungnahme antwortet Albanese, dass nicht der Staat Israel infrage stehe.


    Quelle: RT


    Der Staat Israel existiere und sei als Mitglied der Vereinten Nationen geschützt. Worüber jetzt gesprochen werden müsse, sei das Existenzrecht eines Volkes, des palästinensischen Volkes, das von der Vernichtung, Annexion, illegalen Besatzung und Apartheid durch Israel bedroht werde.


    Mehr zum Thema - "42.000 Tote und kein Mitgefühl?" – Sonderberichterstatterin für Palästina weist UN zurecht
     

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    Info: https://freedert.online/inland/225032-nach-entlassung-von-lindner-scholz-strebt-neuwahlen-an


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    06.11.2024

    Ampel vor dem Aus:Kanzler Scholz entlässt Finanzminister Lindner

    zdf.de, 06.11.2024 | 21:30 Uhr

    Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) entlässt Finanzminister Christian Lindner (FDP). Scholz äußerte sich im Kanzleramt. Im Januar will er die Vertrauensfrage stellen.

    Der Kanzler hat seinen Finanzminister entlassen.

    Quelle: Reuters


    Die Koalitionskrise spitzt sich dramatisch zu. Bundeskanzlerkanzler Olaf Scholz (SPD) hat Finanzminister Christian Lindner (FDP) entlassen.

    In einem Statement im Kanzleramt sagte Scholz, "zu oft hat Bundesminister Lindner Gesetze sachfremd blockiert". Scholz wirft FDP-Chef Lindner Verantwortungslosigkeit vor. "Zu oft hat er kleinkariert parteipolitisch taktiert. Zu oft hat er mein Vertrauen gebrochen." Als Finanzminister habe er keinen Willen gezeigt, auf Vorschläge zum Wohle des Landes einzugehen. Ihm sei es nur um Klientelpolitik und das kurzfristige Überleben der eigenen Partei gegangen.


    Solcher Egoismus ist unverständlich.

    Es gebe kein Vertrauen mehr für eine Zusammenarbeit mit Lindner.


    Scholz will am 15. Januar die Vertrauensfrage stellen

    Der Bundeskanzler hat angekündigt, am 15. Januar im Bundestag die Vertrauensfrage zu stellen. Er sei sich mit Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) einig, dass Deutschland schnell Klarheit über den weiteren politischen Kurs brauche, sagte er in Berlin. Neuwahlen könnten bis spätestens Ende März stattfinden.

    In den Sitzungswochen des Bundestags bis Weihnachten wolle er alle Gesetze zur Abstimmung stellen, die keinen Aufschub duldeten. Dazu gehören nach seinen Worten die Stabilisierung der Rente sowie Sofortmaßnahmen für die Industrie.

    Zuvor hatte Lindner Scholz eine Neuwahl des Bundestags vorgeschlagen. Die Gespräche hätten gezeigt, dass keine ausreichende Gemeinsamkeit in der Wirtschafts- und Finanzpolitik herzustellen sei, zitieren Teilnehmer Lindner. Es sei im Interesse des Landes, schnell Stabilität und Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen.


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    Auch nach mehreren Krisensitzungen hat die Ampelregierung keinen Kompromiss im Streit über den Haushalt und die Wirtschaftspolitik gefunden. Eine Einigung ist nicht in Sicht.06.11.2024 | 1:24 min


    Lindner schlug Vertrauensfrage vor

    Lindner schlug den Angaben zufolge vor, dass die Ampel-Parteien, wie 2005 gemeinschaftlich schnellstmöglich Neuwahlen für Anfang 2025 anstreben sollten, um "geordnet und in Würde" eine neue Regierung für Deutschland zu ermöglichen. Die FDP wäre bereit, noch den Nachtragshaushalt 2024 gemeinsam zu beschließen und einer geschäftsführenden Bundesregierung anzugehören.

    Zuvor hatten die Spitzen von SPD, Grünen und FDP zweieinhalb Stunden beraten, um Wege aus der Ampel-Krise zu finden. Im Kern ging es darum, wie das Milliardenloch im Haushalt 2025 gestopft und die schwer angeschlagene deutsche Wirtschaft wieder auf Trab gebracht werden kann.

    Lindner hatte "Herbst der Entscheidungen" ausgerufen

    Lindner hat schon vor einiger Zeit den "Herbst der Entscheidungen" für die Koalition ausgerufen. Er meinte damit vor allem den Haushalt für das nächste Jahr, der am 29. November im Bundestag verabschiedet werden sollte. Daneben ging es ihm um eine Strategie, wie Deutschland aus der Wirtschaftskrise geführt werden soll. Dazu hat er Vorschläge gemacht, die den Streit in der Koalition eskalieren ließen. In seinem Konzept für eine Wirtschaftswende fordert Lindner unter anderem die endgültige Abschaffung des Solidaritätszuschlags auch für Vielverdiener und einen Kurswechsel in der Klimapolitik.

    Gegen solche Ideen gab es erheblichen Widerstand bei SPD und Grünen. Robert Habeck war Lindner aber auch einen Schritt entgegengekommen. Er hat sich am Montag bereiterklärt, die nach der Verschiebung des Baus eines Intel-Werks in Magdeburg frei werdenden Fördermilliarden zum Stopfen von Haushaltslöchern zu verwenden.

    Mehr dazu lesen Sie in Kürze.

    Quelle: dpa, ZDF


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    06.11.2024

    Nach Entlassung von Lindner: Scholz strebt Neuwahlen im März 2025 an

    Nach Entlassung von Lindner: Scholz strebt Neuwahlen im März 2025 an

    Das Ende der Ampelkoalition ist bestätigt: In seiner Ansprache an Presse und Bevölkerung am Mittwochabend ging Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit dem entlassenen Bundesfinanzminister und FDP-Chef Christian Lindner hart ins Gericht und bestätigte, dass er dessen Entlassung dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier vorgelegt hat.


    Zum weiteren Vorgehen kündigte Scholz an, dass er bis zum Jahresende versuchen will "wichtige, unaufschiebbare" Gesetzesvorhaben der zerbrochenen Koalition durch Bundestag und Bundesrat zu bringen. Nach dem Jahreswechsel will der Bundeskanzler in der ersten Sitzung des Bundestages am 15. Januar 2024 die Vertrauensfrage stellen.

    So hätten die Bundestagsabgeordneten zu entscheiden, ob sie vorgezogene Neuwahlen wollen. Diese würden dann unter Beachtung gesetzlich vorgeschriebener Fristen Ende März 2025 stattfinden können.

    Hinsichtlich der Ursachen der aktuellen Wirtschaftskrise in Deutschland zeigte sich Scholz weiterhin betonköpfig. Es sei der "russische Angriffskrieg in der Ukraine", der alle Probleme verursacht habe, so Scholz im Wesentlichen. Einsicht dafür, dass die aggressive Expansionspolitik der EU und der NATO, die von Deutschland maßgeblich mitgetragen hat, Russland zum Eingreifen in der Ukraine gezwungen hat, hat der Bundeskanzler bis heute nicht entwickelt.

    Auch dass die antirussischen Sanktionen, die Deutschland billiger russischer Energieträger beraubt haben, keineswegs "alternativlos" waren, Deutschland vielmehr aufgrund seiner Geschichte zur Neutralität verpflichtet war und von ihr profitiert hätte, hat Scholz bis zum heutigen Tag nicht verstanden.


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    Info: https://freedert.online/inland/225032-nach-entlassung-von-lindner-scholz-strebt-neuwahlen-an


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