Ukraine Kurznachrichten
aus e-mail von Doris Pumphrey, 11. Dezember 2024, 17:36 Uhr
_RT DE 11.12.2024
_*Russland kündigt Antwort auf ATACMS-Attacke gegen Militärflugplatz in
Taganrog an
*Russlands Verteidigungsministerium hat am Mittwochabend eine neue
Attacke der ukrainischen Streitkräfte mit weitreichenden westlichen
Waffen bestätigt. In der entsprechenden Mitteilung auf Telegram hieß
<https://t.me/mod_russia/46749> es, dass das Regime in Kiew am Morgen
des 11. Dezember einen Militärflugplatz in Taganrog im südrussischen
Gebiet Rostow mit westlichen Hochpräzisionswaffen angegriffen habe.
Dabei habe man festgestellt, dass bei der Attacke sechs ballistische
ATACMS Raketen aus US-Produktion zum Einsatz gekommen seien.
Ferner schrieb die Behörde, dass zwei Raketen vom
Flugabwehrraketensystem des Typs Panzir abgeschossen worden seien. Die
restlichen vier habe man mithilfe von Mitteln der elektronischen
Kampfführung vom Ziel abgelenkt. Dennoch meldete das Ministerium Opfer
unter dem russischen Militärpersonal, ohne ihre Zahl zu nennen. Zwar
gebe es keine Zerstörungen. Trotzdem sei es zu geringfügigen Sachschäden
gekommen. So seien zwei Gebäude und drei Militärfahrzeuge auf dem
Gelände des Militärflughafens durch Splitter beschädigt worden. Auf
einem nahegelegenen Parkplatz seien darüber hinaus zivile Fahrzeuge in
Mitleidenschaft gezogen worden. Ihre Zahl nannte die Behörde ebenfalls
nicht.
/"Diese Attacke mit weitreichenden westlichen Waffen wird nicht
unbeantwortet bleiben. Man wird entsprechende Maßnahmen ergreifen."/
Am frühen Mittwochmorgen hatte die Bürgermeisterin von Taganrog,
Swetlana Kambulowa, die Einwohner per Telegram über eine ukrainische
Attacke informiert. Sie sprach
<https://t.me/KambulovaSvetlana/4202> zunächst von einem Drohnenangriff
und rief die Bevölkerung dazu auf, in Kellern oder fensterlosen Räumen
Schutz zu suchen. Später teilte <https://t.me/Yuri_Slusar/1685> der
Interimsgouverneur des Gebiets Rostow, Juri Sljussar, mit, dass es sich
um eine Raketenattacke gehandelt habe.
Die örtlichen Behörden berichteten über zahlreiche Sachschäden. Demnach
seien auf einem Parkplatz 14 Autos völlig ausgebrannt. Zu Schaden sei
darüber hinaus ein Kesselhaus gekommen. In 27 Mehrfamilienhäuser sei die
Heizung ausgefallen. Es wurden keine Opfer unter der Zivilbevölkerung
gemeldet.//
Nach ähnlichen ukrainischen Attacken mit westlichen Raketen vom Typ
ATACMS und Storm Shadow auf Militärobjekte in den russischen Gebieten
Kursk und Brjansk hatte Russland am 21. November ein Rüstungsunternehmen
in der ukrainischen Stadt Dnjepropetrowsk angegriffen. Russlands
Präsident Wladimir Putin teilte später mit, dass das russische Militär
dabei eine Hyperschallrakete vom Typ Oreschnik getestet habe.//
_RT DE 10.12.2024
_
*Drohne greift IAEA-Team bei AKW Saporoschje an – Ukrainische Reaktion
deutet auf Provokation
*Eine Kamikaze-Drohne hat ein Expertenfahrzeug der Internationalen
Atomenergiebehörde (IAEA) auf dem Weg zum Atomkraftwerk Saporoschje am
Dienstag angegriffen. Das teilte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi in
einem auf X geteilten Video mit:
/"Eines der Fahrzeuge des IAEA-Teams wurde von einer Drohne angegriffen.
Glücklicherweise gab es keine Opfer, und unsere Mitarbeiter sind in
Sicherheit. Die Rotation des Teams ist abgeschlossen."/
Er verurteilte den Vorfall aufs Schärfste und forderte höchsten
Respekt vor der Arbeit der IAEA: /"Ich habe wiederholt betont, dass
Angriffe auf Atomkraftwerke inakzeptabel sind. Noch schlimmer ist es,
diejenigen anzugreifen, die für die nukleare Sicherheit und den Schutz
solcher Anlagen sorgen."/
Grossi machte keine Angaben zu einem möglichen Urheber des Angriffs.
Möglicherweise handelte es sich um eine mit Sprengstoff beladene
FPV-Drohne. Es gab keine Toten oder Verletzen.
Der Angriff ereignete sich während der Rotation von IAEA-Beobachtern im
russisch kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje auf dem Weg
vom zerstörten Grenzübergang Kamenskoje zum größten Atomkraftwerk
Europas Saporoschje. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit,
dass während der Rotation auf ihrer Route von 7:00 bis 19:00 Uhr eine
Waffenruhe herrschte, die strikt eingehalten wurde.
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij machte Russland für den
Angriff auf das IAEA-Fahrzeug verantwortlich und sprach
<https://www.rbc.ua/ukr/news/dron-vluchiv-u-sluzhboviy-avtomobil-misiyi-1733852166.html>
laut /RBK-Ukraine/ bei einem Treffen mit der Vorsitzenden der Fraktion
der Sozialisten und Demokraten im Europäischen Parlament, Iratxe García
Pérez, auch über den Anschlag. Später kommentierte er den Vorfall auf
Telegram:
/"Auf einer Straße in der Region Saporoschje – der Region, in der
Russland weiterhin illegal das von ihm beschlagnahmte Atomkraftwerk hält
– griff eine russische FPV-Drohne einen IAEA-Konvoi an, der die Aufgabe
hat, die nukleare Sicherheit auf der Welt zu gewährleisten."/
Selenskij ist der Ansicht, dass dieser Angriff zeigt, wie Russland mit
allem umgeht, was mit internationalem Recht und Sicherheit zu tun
hat. "Die Russen konnten nicht in Unkenntnis ihres Ziels sein. Sie
wussten genau, was sie taten, und haben bewusst gehandelt", schrieb er.
Von der internationalen Gemeinschaft und IAEA forderte er eine "klare
und entschlossene Reaktion" und fügte hinzu: /"Schweigen oder
Untätigkeit werden nur weitere Verbrechen begünstigen."/
In der Vergangenheit hat es öfter Angriffe mit Drohnen und
Artilleriegranaten auf die Anlagen des AKW Saporoschje gegeben.
Abgefeuert wurden sie erwiesenermaßen von der ukrainischen Seite. Das
hinderte Kiew und den Westen jedoch nicht daran, jedes Mal Russland des
"Selbstbeschusses" zu beschuldigen. Die rasche Reaktion der ukrainischen
Führung auf den Drohnenangriff inklusive scharfen
Schuldzuweisungen könnte nun ein Zeichen dafür sein, dass es sich auch
diesmal um eine Provokation handelte.
_RT DE Liveticker Ukraine-Krieg 11.12.2024
_*Ukraine will westliche Langstreckenwaffen durch weitreichende Drohnen
ersetzen*
Kiews Rüstungsindustrie konzentriert sich derzeit auf die Entwicklung
von Kampfdrohnen größerer Reichweite, berichtet die Zeitung /Washington
Post/ mit Verweis auf Quellen. Damit möchte das Militär der Ukraine
Langstreckenwaffen aus westlicher Produktion ersetzen, sollte die
Militärhilfe nach dem Amtsantritt von Donald Trump drastisch zurückgehen.
Laut der /Washington Post/ räumt Kiew dem Drohnenprogramm Priorität ein,
weil diese Ausrüstung leicht und schnell zu produzieren ist. Ein
ukrainischer Beamter teilt der Publikation mit, dass die Ukraine im Jahr
2024 bisher mehr als zwei Millionen Drohnen, meistens keine FPV-Drohnen,
hergestellt habe. Mit ausreichender Finanzierung könnte die Ukraine die
Produktion verdoppeln.
Gleichzeitig zeigen sich Experten skeptisch, dass die Aufstockung der
Drohnenproduktion die zahlreichen Probleme der Ukraine auf dem
Schlachtfeld lösen würde. Ein namentlich nicht genannter Militäranalyst
äußert sich gegenüber der /Washington Post/ so: /"Jeder hat
Spielzeugdrohnen. Sie brauchen aber die Raketen, die bum machen. Sie
brauchen etwas, was einen Sprengkopf tief ins russische Hinterland
bringen kann."/
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.





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Quelle: Sputnik © Maxim Blinow







