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12.01.2025

Sonderermittler Smith tritt kurz vor Trumps Vereidigung zurück

freedert.online, 12 Jan. 2025 14:36 Uhr

Jack Smith hatte gegen den gewählten US-Präsidenten Donald Trump in zwei Strafsachen ermittelt, nun trat er von seinem Amt als Sonderermittler zurück. Der Schritt kam nicht unerwartet. Der Beamte legte dem US-Justizministerium noch seinen vertraulichen Abschlussbericht vor.


Quelle: AP © J. Scott Applewhite


Archivbild


Wenige Tage vor dem Amtsantritt von Donald Trump ist der Sonderermittler Jack Smith aus dem US-Justizministerium ausgeschieden. Die Behörde teilte in einem Gerichtsdokument mit, dass Smith seine Arbeit beendet und am 7. Januar seinen vertraulichen Abschlussbericht vorgelegt habe. Seinen Rücktritt habe er am 10. Januar eingereicht. Der Schritt kam nicht unerwartet, da Smith gegen den gewählten US-Präsidenten in zwei Strafsachen ermittelt hatte.


Biden schäumt wegen Gerichtsbeschluss zu Trumps Immunität





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Der US-Sonderermittler untersuchte einen mutmaßlichen Wahlbetrug in der US-Hauptstadt Washington und die Affäre um die Geheimakten, die Trump entgegen den Sicherheitsvorschriften in seinem Privatklub im US-Bundesstaat Florida aufbewahrt hatte. Nach dem Sieg des Republikaners bei der Präsidentschaftswahl stellte die US-Staatsanwaltschaft die beiden Strafverfahren ein. Smith begründete dies mit der Hausregel, wonach das Justizministerium nicht gegen amtierende Präsidenten vorgehe. Während des Wahlkampfs hatte Trump den Sonderermittler immer wieder heftig kritisiert und die Verfahren gegen ihn als Hexenjagd bezeichnet. Mit seinem Rücktritt dürfte Smith Trump zuvorgekommen sein.

Es ist offen, ob das Justizministerium die Strafverfahren gegen den Republikaner nach dessen Amtszeit wieder aufnehmen wird. Momentan wird darüber gestritten, in welchem Umfang der zweibändige Abschlussbericht von Smith veröffentlicht werden kann. Darüber muss nun die von Trump ernannte Richterin Aileen Cannon entscheiden.


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12.01.2025

Musk erklärt Hauptgrund für Twitter-Kauf: Kampf gegen "Woke-Gedanken-Virus"

    freedert.online, 12 Jan. 2025 12:48 Uhr

    Elon Musk sieht sich als Kämpfer gegen die sogenannte Woke-Ideologie, mit der oft ein aggressiver Drang nach Liberalität gemeint wird. Auch den Kauf des sozialen Netzwerks Twitter, das nun X heißt, erklärt der Tech-Milliardär mit dem Kampf gegen das "Woke-Gedanken-Virus".


    Musk erklärt Hauptgrund für Twitter-Kauf: Kampf gegen "Woke-Gedanken-Virus"Quelle: Legion-media.ru © Die B

    Bildmanufaktur


    Symbolbild


    Nach jahrelangen Spekulationen hat Elon Musk den Hauptgrund enthüllt, warum er im Jahr 2022 für 44 Milliarden US-Dollar den populären Kurznachrichtendienst Twitter kaufte. Am Samstag teilte der Chef des inzwischen in X umbenannten sozialen Netzwerks seinen Eintrag vom 19. Dezember 2021 mit dem Befehl "traceroute" zur Entdeckung des "Woke-Gedanken-Virus" und gab nun das Ergebnis der Operation bekannt, wonach diese "Malware" im lokalen Rechner entdeckt und gelöscht wurde.

    Mit dieser Metapher meinte Musk wohl, dass es ihm gelang, die übertriebene politische Korrektheit, Zensur und Liberalität auf seiner Plattform zu bekämpfen. Auf die Bemerkung eines X-Nutzers mit Blick auf die neue Faktenprüfungspolitik in Mark Zuckerbergs IT-Konzern Meta, dass es einfach verrückt sei, wie viele Unternehmen jetzt einen Rückzieher machten, antwortete der Tech-Milliardär:

    "Im Jahr 2021 habe ich den Entschluss gefasst, das Woke-Gedanken-Virus zu zerstören, und jetzt ist es gelöscht."

    Musk bejahte dabei die Nachfrage des X-Nutzers, ob dies der Hauptgrund für den Kauf von Twitter gewesen sei.

    Im vergangenen Juli hatte der X-Besitzer in einem Interview mit dem Psychologen Jordan Peterson behauptet, dass eines seiner Kinder vom Woke-Gedanken-Virus im übertragenen Sinne getötet worden sei, als man ihn als Vater betrogen habe, damit er eine Genehmigung erteile, um seinem Kind Pubertätsblocker verabreichen zu lassen. Er habe danach geschworen, das Woke-Gedanken-Virus zu zerstören. Es gebe bereits gewisse Erfolge, erklärte Musk im Juli 2024.

    In einem früheren YouTube-Interview vom 22. Dezember 2021 hatte der Tesla-Chef das Woke-Gedanken-Virus eine der "womöglich größten Gefahren für die moderne Zivilisation" genannt. Das angebliche "wachsame Bewusstsein" für Rassismus und Gerechtigkeit sei eine falsche Tugend und spalte nur die Gesellschaft, indem es Hass schüre.


    Mehr zum Thema - Auf Wiedersehen, Wokeness: McDonald’s und das Ende von Diversity-Programmen


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12.01.2025

Von der Leyen nicht zu Amtseinführung von Trump eingeladen – Michael Ballweg schon

freedert.online, 12 Jan. 2025 11:52 Uhr

Am 20. Januar wird Donald Trump zum zweiten Mal Präsident der USA. Die festliche Amtseinführung wird ohne Ursula von der Leyen stattfinden. Die Chefin der EU-Kommission wurde nicht eingeladen. Mit dabei sein könnte allerdings der Querdenken-Gründer Michael Ballweg.


Quelle: www.globallookpress.com © Philipp von Ditfurth/dpa


Nicht eingeladen: Ursula von der Leyen im Dezember 2024 im EU-Parlament


Die umstrittene EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist nicht zur Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trump am 20. Januar in Washington eingeladen. Die Kommissionssprecherin Paula Pinho erklärte am Freitag in Brüssel:

"Es hat keine Einladung gegeben und eine Teilnahme ist auch nicht geplant."

Trotzdem wolle man schnell Kontakte zur neuen US-Regierung aufbauen:

"Wir werden uns frühzeitig um Kontakte mit der neuen Regierung bemühen."


Medienbericht: Xi entsendet hochrangigen Beamten zu Trumps Amtseinführung





Medienbericht: Xi entsendet hochrangigen Beamten zu Trumps Amtseinführung






Ausländische Staatsoberhäupter werden üblicherweise nicht zur Amtseinführung von US-Präsidenten eingeladen. Allerdings soll Trump den chinesischen Präsidenten Xi Jinping gebeten haben, zu seiner Vereidigung nach Washington zu kommen.

Von der Leyen war rund eine Woche lang wegen einer "schweren Lungenentzündung" im Krankenhaus behandelt worden. Inzwischen befindet sie sich nach Angaben einer Sprecherin wieder zu Hause. Der Prozess gegen die Kommissionspräsidentin im belgischen Lüttich wegen möglicher Korruption bei der Impfstoffbeschaffung wurde am Montag fortgesetzt – wenige Tage nach ihrer Krankmeldung.

Anders als von der Leyen könnte der Querdenken-Gründer Michael Ballweg bei der Amtseinführung Trumps anwesend sein. Ballweg erklärte in einem Interview mit dem YouTube-Kanal "Radio Berliner Morgenröte", dass ihn der von Trump zum Gesundheitsminister nominierte Robert F. Kennedy Jr. eingeladen habe.

Kennedy hatte an der von Querdenken initiierten Großdemonstration gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen am 29. August 2020 teilgenommen und war dort als Redner aufgetreten. Ob Ballweg an der Amtseinführung teilnehmen wird, ist noch unklar. Allerdings sei kurzfristig ein Gerichtstermin für den 20. Januar anberaumt worden. Ballwegs Kommentar:

"Ein Schelm, wer Böses dabei denkt."


Mehr zum ThemaTrotz "Lungenentzündung": Pfizergate-Gerichtsprozess gegen von der Leyen wird fortgesetzt


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Info: https://freedert.online/international/232552-von-leyen-nicht-zu-amtseinfuehrung


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12.01.2025

Bericht: Dänemark übermittelt Trump private Botschaften über Grönland

berliner-zeitung, 12.01.2025 06:43 Uhr, Katerina AlexandridiEinem neuen Bericht zufolge hat die dänische Regierung Trump die Botschaft übermittelt, dass sie nichts gegen eine verstärkte US-Militärpräsenz auf Grönland hätte.


07.01.2025, Grönland, Nuuk: Ein Flugzeug mit Donald Trump Jr. an Bord landet in Nuuk.Emil Stach/dpa


Dänemark hat private Botschaften an das Team des designierten US-Präsidenten Donald Trump übermittelt, nachdem dieser gedroht hatte, die Kontrolle über Grönland zu erlangen, notfalls auch mit militärischen Mitteln. Dies berichtete „Axios“ am Samstag unter Berufung auf zwei Quellen. Demnach stellte Kopenhangen klar, dass die arktische Insel nicht zum Verkauf stehe, aber offen sei, über eine Erhöhung der Sicherheit oder eine Verstärkung der amerikanischen Militärpräsenz zu sprechen.

Die Quellen sagten gegenüber dem Nachrichtenportal, die dänische Regierung wolle einen öffentlichen Konflikt mit der neuen US-Regierung vermeiden und bat Mitglieder des Trump-Teams um Klarstellung, was genau der designierte Präsident mit seinen Äußerungen Anfang der Woche meinte. Trump hatte erklärt, das zu Dänemark gehörende Grönland solle Teil der USA werden und in diesem Zusammenhang auch militärische Mittel als Option genannt.

Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen hatte am Donnerstag gesagt, sie würde das Gespräch mit Trump suchen. Ihr Büro habe sich mit ihm in Verbindung gesetzt, aber sie habe noch nicht mit Trump gesprochen, sagte Frederiksen. Sie rechnete nicht damit, dass dies vor seiner Amtseinführung am 20. Januar geschehen würde.

Dem neuen Bericht zufolge will die dänische Regierung Trump überzeugen, auch durch die Botschaften, die an seine Berater übermittelt wurden, dass seine Sicherheitsbedenken ausgeräumt werden können, ohne Grönland für die USA zu beanspruchen. Die USA haben bereits eine Militärbasis auf Grönland und ein Abkommen mit Dänemark aus dem Jahr 1951 über die Verteidigung der arktischen Insel. Im Rahmen dieser Abkommen wäre eine Aufstockung der US-Streitkräfte möglich.


US-Invasion in Grönland wäre „kürzester Krieg der Welt“ – dänischer Wissenschaftler

Dänischer Wissenschaftler: Invasion der USA in Grönland wäre „kürzester Krieg der Welt“

News

10.01.2025


Grönland bald US-Territorium? Die Trump-Debatte entlarvt die aktuelle Schwäche Europas

Grönland bald US-Territorium? Die Trump-Debatte entlarvt die aktuelle Schwäche Europas

Internationales

10.01.2025


Grönlands Regierungschef: Wir wollen keine Amerikaner sein

Am Freitag machte Grönlands Regierungschef Múte B. Egede klar, dass der grönländische Wunsch, selbstständig und „Herr im eigenen Haus“ zu sein, wohl für die meisten Völker der Erde verständlich sei. „Wir wollen keine Dänen sein. Wir wollen keine Amerikaner sein. Wir wollen selbstverständlich Grönländer sein“, sagte er. Grönland sei Teil des nordamerikanischen Kontinents und daher auch ein Ort, den die Amerikaner als Teil ihres Erdteils betrachteten. Auch in Zukunft werde man mit den USA zusammenarbeiten - aber im Dialog und zu grönländischen Prämissen.


Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und ihr grönländischer Amtskollege Mute B. Egede auf einer gemeinsamen Pressekonferenz.Mads Claus Rasmussen/dpa


„Über Grönlands Zukunft entscheiden Grönland und das grönländische Volk. Das ist natürlich der Ausgangspunkt aller Zusammenarbeit, die wir haben“, sagte Egede auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Ministerpräsidentin Frederiksen in Kopenhagen. Auch Frederiksen unterstrich, dass die Grönländer selbst über ihre Zukunft bestimmten. „Grönland gehört den Grönländern, niemand anderem“, sagte sie.


Grönland ist weitgehend autonom, gehört aber offiziell zum Königreich Dänemark. Von Kopenhagen aus wird die größte Insel der Erde finanziell stark unterstützt, auch in Außen- und Sicherheitsfragen in der sogenannten Reichsgemeinschaft entscheidet weitgehend die dänische Regierung. Viele Grönländerinnen und Grönländer wünschen sich seit langem einen selbstständigen Staat - ein Thema, das auch im Wahlkampf vor einer in diesem Frühjahr anstehenden Parlamentswahl auf Grönland eine große Rolle spielt. (mit dpa)


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Info: https://www.berliner-zeitung.de/news/daenemark-uebermittelt-trump-private-botschaften-ueber-groenland-li.2288683


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12.01.2025

Screenshot_2025_01_12_at_14_12_48_Kriegst_chtig_Wird_die_deutsche_Gesellschaft_diesem_Wahnsinn_verfallen

nachdenkseiten.de, 12. Januar 2025 um 10:00 Ein Artikel von Marcus Klöckner

Deutschland soll kriegstüchtig werden. Doch was heißt das in letzter Konsequenz? In dieser Woche erschien das neue Buch von NachDenkSeiten-Autor Marcus Klöckner mit dem Titel „Kriegstüchtig! Deutschlands Mobilmachung an der Heimatfront”. In gewohnter Schärfe kritisiert Klöckner die politischen Debatten, die seit der ausgerufenen Zeitenwende in Deutschland geführt werden, und legt den Finger schonungslos in die Wunde. Die NachDenkSeiten veröffentlichen im Folgenden einen Auszug aus dem Buch. Von Redaktion.

Ist die deutsche Gesellschaft so dumm, dass sie diesem Wahnsinn verfallen wird? Oder ist sie so apathisch, so teilnahmslos, so kraftlos, so zahm, dass sie zuschaut, wie Politiker dabei sind, den Weg zum großen Unheil zu pflastern? Wann ist die Sollbruchstelle erreicht, die dazu führt, dass die deutsche Gesellschaft endlich aufwacht? Auf der deutschen Gesellschaft lastet eine gewaltige historische Schuld. Die Vergangenheit ist vorüber, sicher. Und die heutigen Generationen können nichts für den Wahnsinn ihrer Vorfahren. Sie könnten auch, selbst wenn sie es wollten, die Vergangenheit nicht ungeschehen oder wiedergutmachen. Was sie aber tun können ist, einer Politik, die offensichtlich von allen guten Geistern verlassen ist, laut und deutlich zu entgegnen: Wir Deutsche wollen nie mehr Krieg. Nie mehr! Das Problem ist: Der Kipppunkt wurde bereits überschritten. Die Politik ist bereits in Richtung Militarismus gekippt. Die Logik des Militärischen fließt bereits mit hohem Druck in die Zellorganellen staatlich-gesellschaftlicher Multiplikatoren. Die Bundeswehr zu Besuch an Schulen? Kein Tabu. Die Wiedereinführung der Wehrpflicht? Der Widerstand hält sich in Grenzen. Deutsche Panzer auf russischem Boden? Längst Realität geworden. Ein Radio-Beitrag von SWR 2 trägt die Überschrift: „Wie die Gesellschaft kriegstüchtig werden soll”. Und dann wird auch noch das Wort Kriegswirtschaft angeführt: „Selbst die Europäische Union, die früher immer eine Organisation des Friedens sein wollte, könnte laut Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bald auf Kriegswirtschaft umstellen: mit einem eigenen EU-Kommissar für Verteidigung, gemeinsamer Waffen- und Munitionsbeschaffung, Überwachung der Rüstungsproduktion – und all das natürlich ausgestattet mit reichlich Budget.” Der in dem Radiobeitrag zu Wort kommende “Sicherheitsexperte” Wolfgang Ischinger spricht gar davon, dass Deutschland seine Militärausgaben bei einem Sieg Russlands über die Ukraine von zwei auf vier Prozent seines Bruttohaushalts erhöhen müsste. Und als ob das alles noch nicht genug wäre, gibt es auch noch einen “Operationsplan Deutschland”, aus dem deutlich wird, wie weit die „sicherheitspolitische Neuausrichtung” Deutschlands gehen soll.

Ein Bild auf der Website der Bundeswehr zum Operationsplan Deutschland zeigt vier Jacken, die nebeneinander an Kleiderhaken hängen. Die hinterste Jacke ist eine Jacke des Technischen Hilfswerks, die folgende vom Roten Kreuz. Dann kommt eine Jacke der Polizei, der Feuerwehr. Und ganz vorne hängt eine Jacke der Bundeswehr. Die vermittelte Symbolik ist evident. Staatliche Stellen im engen Verbund mit der Bundeswehr – die ganz vorne steht. Oberhalb des Bildes heißt es:

„Deutschland und seine Bevölkerung müssen wehrhafter und resilienter werden, um gegen Bedrohungen und Aggressoren gewappnet zu sein. Diese Herausforderungen können nicht rein militärisch, sie müssen gesamtstaatlich und gesamtgesellschaftlich gemeistert werden. ‘Deutschland. Gemeinsam. Verteidigen’ ist das Ziel und der Maßstab. Deutschland und die Bundeswehr müssen sich darauf einstellen, auf die aktuellen Bedrohungen und die territoriale Verteidigung in Frieden, Krise und auch Krieg zu reagieren. Mit diesem Ziel entwickeln Expertinnen und Experten aus allen Bereichen der Bundeswehr in einer gemeinsamen Planungsgruppe aus Bund, Ländern und Kommunen, den sogenannten Blaulichtorganisationen und der Wirtschaft den militärischen Anteil einer gesamtstaatlichen Verteidigungsplanung, den ‘Operationsplan Deutschland’ (OPLAN DEU). Der OPLAN DEU ist ein geheimes Dokument, an dem kontinuierlich in Verantwortung des Territorialen Führungskommandos der Bundeswehr gearbeitet und das stetig aktualisiert wird.”

Eine der zentralen Stelle offenbart einiges: „Sie müssen gesamtstaatlich und gesamtgesellschaftlich gemeistert werden.” Hier ist etwas im Busch! Und das gewaltig. So, wie auf dem erwähnten Symbolbild die Verschmelzung von militärischen und staatlich-zivilen Bereichen sichtbar wird, so lässt der Text erkennen, wie bundesweit die Militarisierung gehen wird. Die gesamte Gesellschaft soll involviert werden. Dämmert es jetzt vielleicht jenen, die das Wort “Kriegstüchtigkeit” überhören? (…)
Die Aussagen könnten kaum deutlicher sein. Ausführungen dieser Art würden nie öffentlich getätigt, wenn die politische Grundhaltung von ganz oben nicht dahinter stünde. Anders gesagt: Die Häufung all dieser Meldungen zur Kriegstüchtigkeit, zum Aufbau des Heimatschutzes, zur „kriegsnahen” Ausbildung sollten sämtliche Alarmglocken klingeln lassen. Es geht hier nicht um Äußerungen von irgendwelchen “Krieg-Freaks” in abseitigen Internetforen. Die Aussagen sind “Mainstream”. Sie werden von großen Medien, von hochrangigen Akteuren an die Bevölkerung „kommuniziert”, oder genauer: regelrecht promotet. Das Vorhaben “Kriegstüchtigkeit” ist ernst. Sehr ernst. Wie in der Einleitung schon geschrieben: Im November sickerte durch, dass bereits Unternehmen in Deutschland im Rahmen des Operationsplan Deutschland auf den »Kriegsfall« vorbereitet werden. „Nach Informationen der F.A.Z. schult die Bundeswehr seit Kurzem Unternehmen für den Verteidigungsfall. In einem geheimen Strategiepapier ist auch die Rolle der Wirtschaft klar umrissen, sollte Putin im Osten angreifen.”

Lesetipp: Marcus Klöckner: Kriegstüchtig! Deutschlands Mobilmachung an der Heimatfront. Verlag Fifty Fifty, 6. Januar 2025, 160 Seiten, broschiert, ISBN 978-3946778431, 16 Euro.


Rubriken: Außen- und Sicherheitspolitik Aufrüstung Militäreinsätze/Kriege


Schlagwörter:


Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=127039


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Weiteres:




*Commander’s Intent der Marine: Kriegstüchtig bis 2029

*von T.Wiegold


Info: https://augengeradeaus.net/2025/01/commanders-intent-der-marine-kriegstuechtig-bis-2029/


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12.01.2025

Skandal um Staatseinfluss: Correctiv und die verlorene Ehre des Investigativ-Journalismus

berliner-zeitung.de, 12. Januar 2025, 6:01 Uhr ,Thomas Fasbender

Die Zweifel am Potsdamer Correctiv-Bericht zeigen: Investigativ-Netzwerke sind weniger unabhängig als gedacht. Staats- und Stiftungsgeld fließt nicht selbstlos. Eine Analyse.


Author - Thomas Fasbender

Thomas Fasbender

12.01.2025 06:01 Uhr



Ausgelöst durch die Correctiv-Recherche: Millionen Deutsche demonstrieren Anfang 2024 gegen Rechts.André Hirtz/imago


Blamage für Investigativ-Journalisten: Nach Klagen und Kritik wird die Correctiv-Darstellung eines angeblichen Potsdamer Treffens rechter Vorfeldaktivisten im November 2023 jetzt auch von der Zeit in Zweifel gezogen. Da fällt es auf, wie nibelungentreu der deutsche Staat sich hinter die vermeintlichen Enthüller stellt. Bundeskanzler, Bundespräsident, Innenministerin und auch die Tagesschau – auf Correctiv lassen sie nichts kommen.

Dabei ging schon das alte Jahr für den Investigativ-Journalismus nicht gut zu Ende. Grund war eine Recherche der NDR-Journalisten John Goetz und Armin Ghassim, deren Auftraggeber später kalte Füße bekam. Im Visier: das amerikanische Investigativ-Netzwerk „Organized Crime and Corruption Reporting Project“, kurz OCCRP. Das Ergebnis: Die Organisation, mit der in Deutschland namhafte Medien wie Spiegel und Süddeutsche Zeitung kooperieren, ist ein Werkzeug der US-Politik. Ein Soft-Power-Tool des amerikanischen Staats. Die Berliner Zeitung berichtete ausführlich.

OCCRP: Die versteckten Verbindungen zwischen Journalismus und der US-Regierung

OCCRP: Welchen Einfluss hat Washington auf unsere Berichterstattung?

Das Journalistennetzwerk OCCRP wird vom US-Außenministerium finanziert. Kritiker werfen dem OCCRP mangelnde Transparenz und politische Einflussnahme vor.

Von Simon Zeise

TV & Medien

11.12.2024



Der dadurch ausgelöste Skandal dreht sich um die Machtstrukturen und die Interessen, die sich dahinter verbergen. Die meisten Menschen halten Investigativ-Journalisten für wahrheitsgetriebene, einem hehren Ethos verschriebene Zeitgenossen. In vielen Fällen trifft das zu. Manche nehmen hohe Risiken auf sich, gehen nicht nur die eine Extrameile, um Missstände aufzudecken. Oder um die Flasche mit dem Wein zu finden, aus der die Prediger des Wassers heimlich trinken.

Dieses Image hat mit der OCCRP-Recherche Risse bekommen. Die Staatsnähe der Plattform wirft einen Schatten auf das gesamte Metier. Wird der Investigativ-Journalismus politisch instrumentalisiert? Und ist das OCCRP ein Einzelfall?

In der Realität produziert man Schuldige

Beide, OCCRP und Correctiv, sind Mitglieder des Global Investigative Journalism Network, kurz GIJN, der Dachorganisation des globalen Investigativ-Journalismus. Zum Verständnis der Zusammenhänge lohnt ein tieferer Blick in das „Business“ des Investigativ-Journalismus. Der ist mit den Jahren zu einer Milliarden-Dollar-Industrie herangewachsen, global und undurchschaubar, das Geschäftsfeld angesiedelt zwischen Detektei, Spionage, Medien und Politik. Wobei „Business“ der passende Ausdruck ist, auch wenn auf dem Etikett in aller Regel „gemeinnützig“ steht.

Faktencheck: Leichenhaus-Fotos zeigen keine "versteckten" Flutopfer von Valencia


Drew Sullivan, Chef des OCCRPRod Lamkey/imago


Warum: Investigative Strukturen wie OCCRP oder Correctiv sind Produktionsunternehmen. Nach außen ist alles in bester moralischer Ordnung. Selbstverständlich ist man „non-profit“, „non-governmental“ und „mission-driven“. In der Realität produziert man Schuldige, Opfer im hybriden Krieg der Werte und Weltanschauungen. Nicht ohne Grund hat das OCCRP die geopolitischen Gegner der USA im Visier: China, Russland, Iran und andere.

Gerade weil ihnen als „non-profit“ und „NGO“ weder das Odium des Kapitalismus noch das des Staats anhängt, wächst den investigativen Plattformen Respekt zu. Und Macht. OCCRP-Chef Drew Sullivan verhehlt nicht sein Geschäftsmodell. Mit einem Aufwand von 50 Millionen Dollar seit der Gründung habe die Organisation rund zehn Milliarden Dollar Rendite generiert – zehn konfiszierte Milliarden aus Korruption und organisiertem Verbrechen.


Das Video, das der NDR nicht zeigen wollte: Wie die US-Regierung Journalismus bezahlt

Das geheime Video: Wie die US-Regierung Journalismus in Deutschland bezahlt

Die US-Regierung finanziert Journalisten, deren Material auch deutsche Medien brachten. Der NDR sendete den Bericht darüber nicht. Wir dokumentieren das Video.

TV & Medien

17.12.2024


Und überhaupt, das ist nur der eine Teil. Besonders stolz ist Sullivan darauf, verantwortlich für den Regierungswechsel in „wahrscheinlich fünf oder sechs Ländern“ zu sein. Seine Aussage belegt die Macht der Investigatoren. Und die wirkt nicht im luftleeren Raum. Macht dient Interessen, das beginnt bei der Auswahl der zu investigierenden Objekte. Zitat Wladimir Lenin: „Wer wen?“ Wer spricht wen schuldig, wer wird wessen Opfer?

Das moralische Dilemma, das die Recherchen um das OCCRP enthüllen, wiegt schwer. Die investigative Arbeit ist teuer; die staatlichen Millionen sind mehr als willkommen. Nicht zu unterschätzen ist auch die Gunst der Geheimdienste. Doch alles hat seinen Preis.

Im Fall des OCCRP ist der Preis offenbar. Was hat man nicht versprochen: Die globale Öffentlichkeit zu befähigen, weltweit die Macht zur Rechenschaft zu ziehen. Ein hoher Anspruch. Das 27 Minuten lange Rohschnitt-Video, das durch einen Leak beim NDR ins Internet geriet, lässt ihn wie ein Kartenhaus zusammenfallen.


USA und US-Interessen sind tabu

Von wegen weltweit. Es ist dem OCCRP untersagt, Verbrechen und Korruption in den USA aufzudecken. Investigative Projekte werden den staatlichen Geldgebern vorgelegt, mit ihnen abgesprochen. Leila Bikakcic vom Center for Investigative Reporting in Sarajewo, einer OCCRP-Partnerorganisation, bestätigt das: „Wenn Sie von der US-Administration finanziert werden, dann gibt es bestimmte Themen, die werden Sie nicht verfolgen. Weil die US-Administration ihre Interessen hat.“


Correctiv-Recherche inkorrekt: Die Zeit bestätigt Berichte der Berliner Zeitung

Correctiv-Recherche inkorrekt: Die Zeit bestätigt Berichte der Berliner Zeitung

Das Treffen Rechtsextremer in Potsdam hat stattgefunden. Doch anders als von Correctiv behauptet.

Von Carola Tunk

Politik

10.01.2025


Auch das Wort „Öffentlichkeit“ gehört eingegrenzt. Gemeint ist das Publikum des „liberalen Imperiums“. Es soll in seinem Glauben gestärkt werden, Korruption und Missbrauch gediehen nur bei Autokraten, Diktatoren, Despoten, Tyrannen und Demokratiefeinden.

Schließlich „die Macht“. Zu den Ergebnissen der NDR-Recherche gehört, dass sich der amerikanische Staat (in Gestalt von USAID) ein Mitsprache- und Vetorecht bei sämtlichen OCCRP-Schlüsselpersonalien gesichert hat. Das erinnert an das geflügelte Wort eines anderen russischen Revolutionärs, Josef Stalin: „Kader entscheiden alles.“

Es ist nicht nur der Staat, der gibt und verlangt. Im globalen Netzwerk des Investigativ-Journalismus gibt es viele Knoten: die Investigatoren selbst; Geldgeber wie große und kleine Stiftungen oder Einzelspender; dann Fundingplattformen, die selbst Geld einsammeln und es als zweckgebundene Förderung weiterleiten; schließlich staatliche, halbstaatliche, viertelstaatliche usw. Strukturen.


ProPublica-Mitarbeiter John Harwood interviewt Joe Biden im Weißen Haus.Sean Healy/imago


Immerhin gibt es Ausnahmen, Journalisten, die bewusst eine andere Entscheidung treffen. Einer der vom NDR interviewten ist der Chefredakteur der New Yorker Propublica, Steve Engelberg. Propublica, ebenfalls eine Plattform für investigativen Journalismus, verzichtet aus grundsätzlichen Erwägungen auf jegliche staatliche Unterstützung. Wer vom Staat finanziert werde, so Engelberg wörtlich, der habe auch den Staat im Kopf.


Staatliche und staatsnahe Spender

Correctiv nimmt das in Kauf und lässt sich staatlicherseits mitfinanzieren. Wie die Plattform Nius nach einer parlamentarischen Anfrage meldete, erhielt die Organisation seit ihrer Gründung 2014 rund 2,5 Millionen Euro Steuergeld, davon 1,2 Millionen direkt aus dem Bundeshaushalt. Für 2023 weist Correctiv den Betrag von 568.000 Euro aus Quellen der „öffentlichen Hand“ aus. Das waren zwar „nur“ rund 13 Prozent der Gesamteinnahmen – aber immer noch mehr als eine halbe Million. Dass unter solchen Bedingungen der Staat als maßgeblicher Geldgeber in den Köpfen der Entscheider sitzt, wie Engelberg es ausdrückt, lässt sich schwerlich negieren.

Der Staat ist auch bei anderen Correctiv-Sponsoren nicht abwesend. So spendete die Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg 2023 fast 30.000 Euro. Nun kann man die Ansicht vertreten, weder die Landesmedienanstalten noch der öffentlich-rechtliche Rundfunk hätten auch nur das Geringste mit dem Staat zu tun. Wir überlassen das unseren Lesern.


Potsdamer Treffen: Wie Correctiv die AfD unterstützt – Journalismus oder Satire?

Ist das Journalismus oder Satire? Wie Correctiv die AfD unterstützt

Die Zeit berichtet, dass Correctiv ein Potsdamer Treffen von Rechtsextremisten falsch dargestellt hat. Das Vertrauen in die Medien sinkt dramatisch.

Von Tomasz Kurianowicz

Politik

09.01.2025


Vorschlag zur Güte: Die Formulierung „im Dunstkreis des Staates“ geht wohl nicht ganz fehl. In diesem Dunstkreis oder doch im Dunstkreis des staatlichen Establishments liegt auch die Madsack-Stiftung. Madsack ist die Familie des Gründers der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, heute die viertgrößte deutsche Mediengruppe mit der SPD als größtem Anteilseigner. 2023 spendete die Stiftung 15.000 Euro an Correctiv.

Auch die RAG-Stiftung, die in allerengster Verzahnung mit dem Staat die Folgekosten und Belastungen aus dem deutschen Steinkohlebergbau abwickelt, wird sich, wenn es Spitz auf Knopf steht, sicher nicht gegen staatliche Interessen stellen (2023 an Correctiv gespendet: 120.000 Euro).

Daneben gibt es noch einen Dunstkreis, in dessen Einflussbereich sich Correctiv und die meisten anderen investigativen Plattformen bewegen: die großen, international bedeutsamen Stiftungen. Sie sind zu reich, um sich von irgendeinem Staat, und sei es vom amerikanischen, herumschubsen zu lassen. Und sie projizieren Macht.


Bill Gates spricht auf einer Konferenz.Michael Brochstein/imago


Zwei der reichsten Stiftungen sind zugleich die umstrittensten: die Gates Foundation und die Open Society Foundations des Milliardärs George Soros. Skeptikern der Covid-Maßnahmen gelten sie als Katalysatoren staatlicher Bevormundung; in den Augen der „Fortschrittlichen“ hingegen bahnen Gates und Soros der Menschheit einen besseren Weg. Die Deutsche Welle schrieb, Soros habe mit seinem Vermögen Projekte und NGO unterstützt, „in denen es um gutes Regieren, Demokratieförderung oder liberale politische Initiativen ging“.

Bei Correctiv spielt die Gates Foundation nur indirekt als Sponsorin anderer Geldgeber eine Rolle; von Soros hat man in der Vergangenheit Geld genommen. 2023 war die größte Förderin aus dem Kreis der Stiftungen die Organisation Luminate des Ebay-Gründers Pierre Omidyar: gut 660.000 Euro. Der Tech-Milliardär fühlt sich dem Abwehrkampf der „angegriffenen Demokratien“ verpflichtet. Programmatisch steht Luminate stellvertretend für einen ganzen Strauß an Spendern: „Menschen in die Lage zu versetzen, uneingeschränkt am staatsbürgerlichen und politischen Leben teilzunehmen, die Macht sicher herauszufordern und Zugang zu genauen, vertrauenswürdigen Informationen zu erhalten.“


Würde Correctiv finanziert, wenn es „Kampf gegen Links“ führte ?

Klingt gut. Doch indem Luminate (und andere) Millionen Euro oder Dollar vergeben, wird nicht nur Macht herausgefordert, es wird auch Macht ausgeübt. Mit anderen Worten: „Wer wen?“ Staats- und Stiftungsgelder sind Machtinstrumente. Sie schaffen Abhängigkeiten, Klienten.

Die Empfänger wissen um das dünne Eis, mogeln sich mit dreist-durchsichtigen Argumenten aus der Schlinge. „Es gibt keine staatlichen Mittel für unsere Investigativ-Recherchen“, schreibt Correctiv-Chefredakteur Justus von Daniels der Berliner Zeitung, „öffentliche Zuwendungen erhalten nur Medienbildungs- oder Strukturförderungsprojekte von Correctiv.“


US-Regierung bezahlt Journalisten: Was wusste der Spiegel?

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US-Regierung bezahlt Journalisten: Was wusste der Spiegel?

Der Spiegel hat von Recherchen profitiert, die von der US-Regierung bezahlt wurden. Waren die Hamburger ein Opfer? Warum fehlt bis heute ein Transparenzhinweis?

Von Simon Zeise, Michael Maier

Debatte

23.12.2024


Das sind Buchhaltertricks. Daniels weiß doch genau: Wenn „denen da oben“ seine Arbeit nicht schmeckt, kann er sich die halbe Million im Jahr abschminken. Egal wie er sie verbucht. Und „die da oben“ ist wörtlich gemeint. Die Auswahl der Empfänger für Geld aus Nancy Faesers Demokratiefördertöpfen erfolgt nach Gutdünken. Würde Daniels auch nur die Hälfte bekommen, wenn Correctiv seinen Kampf statt gegen Rechts gegen Links führte?

Der Hamburger Medienanwalt Joachim Steinhöfel, für Klartext pro Meinungsfreiheit bekannt, kommentiert gegenüber der Berliner Zeitung: „Der Staat schafft sich durch Bereitstellung enormer Summen ausgelagerte, abhängige und damit auch korrumpierte Erfüllungsgehilfen. Correctiv, HateAid, Trusted Flagger und viele andere erhalten Millionen von Ministerien oder auch dem Bundeskanzleramt. Diese durch Geld gefügigen Handlanger tun das, was der Staat von Verfassung wegen nicht tun darf. Es ist eine perfide und verfassungswidrige Umgehungskonstruktion, der irgendjemand schleunigst ein Ende bereiten sollte.“


Demokratie, Meinungsfreiheit: Kampf um die Deutungshoheit tobt

Steinhöfel ist nicht der Einzige, den die staatliche Finanzierung von Wühlarbeit und Meinungshygiene stört. Auch die Diskussion um sogenannte Faktchecker beweist das Unbehagen mit einer Kaste, die wie mit höheren Weihen versehen Tatsachen von Desinformation trennen soll. Schon die Aufgabenstellung steckt voller Hybris – als ließen sich Aussagen über die Welt und das Leben so einfach als wahr oder unwahr kategorisieren. Die Covid-Debatte, um nur ein Beispiel zu nennen, beweist anschaulich, wie oft vermeintliche Tatsachen selbst nur Narrative sind, um deren Wahrheitsgehalt man erbittert streitet.

In Wirklichkeit tobt doch ein Kampf um die Deutungshoheit: Demokratie, Meinungsfreiheit, freie Rede. Sind Aussagen erlaubt, die andere verletzen? Die auf wissenschaftlich widerlegten Voraussetzungen basieren? Wer definiert Demokratie überhaupt? Ist Trumps Wahl zum US-Präsidenten ein Beweis funktionierender Demokratie oder ein Zeichen ihres Zerfalls?


Justus von Daniels, Chefredakteur von Correctiv, auf der Re:publica 2024.dts/imago


Auch das Faktchecken gehört – oder gehörte – zum Correctiv-Geschäftsmodell. Bis 2024 überwies die amerikanische Gesellschaft Meta den Investigatoren (genauer: einer kommerziellen Tochtergesellschaft) eine unbekannte Summe für Faktenchecks im deutschsprachigen Facebook. Anfang Januar verkündete Mark Zuckerberg, die umstrittene Praxis zugunsten sogenannter Community Notes abschaffen zu wollen. Statt eines „Wahrheitsministeriums“ entscheidet künftig die Netzgemeinde über das real Tatsächliche an vermeintlichen Tatsachen.

Dem OCCRP-Chef Drew Sullivan muss man immerhin zugutehalten, dass er sich nicht aus der Verantwortung stiehlt. Er bestätigt: Top-Personalien werden mit dem staatlichen Sponsor abgesprochen, die USA und US-Interessen sind tabu, Projektlisten werden vorgelegt. Den Fragen, ob auch bei Correctiv bestimmte Themen, Regionen, Personen oder Gruppen nicht zum Gegenstand von Investigativprojekten gemacht werden dürfen und ob staatliche und staatsnahe Förderer berechtigt sind, auf Personalentscheidungen Einfluss zu nehmen, weicht Chefredakteur Daniels aus. Correctiv „entscheidet sowohl über inhaltliche als auch personelle Fragen selbst“.

Krakengleiches, allgegenwärtiges Netzwerk

Am Ende selbst zu entscheiden, das trifft im Zweifel auch auf das OCCRP zu. Daniels’ Antwort bestätigt nur eine alte Weisheit: Unter dem Leuchtturm ist es am dunkelsten. Der Verdacht, dass der Staat und die Stiftungen mehr mitzureden haben, als der Anstand es gebietet, ist jedenfalls nicht aus der Welt.


Correctiv-Falschaussagen – Exklusiv: Scholz, Faeser und Tagesschau wollen sich für Verbreitung nicht entschuldigen

Exklusiv: Scholz, Faeser und „Tagesschau“ wollen sich für Verbreitung von Correctiv-Falschaussagen nicht entschuldigen

Obwohl der Kern des Correctiv-Berichts nun auch von der Zeit widerlegt wurde, beharren die Staatsspitzen auf ihren Aussagen von vor einem Jahr. Kommen jetzt Schadenersatzklagen?

Von Anne-Kattrin Palmer

Politik

•gestern


Was bleibt, ist ein unheimliches Gefühl. Die globale, fast inzestuöse Verflechtung der Knoten im investigativen Netzwerk, die ideologische Monopolisierung der Deutungshoheit über gut und böse, über das, was „die Demokratie“ schützt und was sie bedroht, wer „Fortschritt“ definieren darf und wer nicht – am Ende ballt sich eine Macht zusammen, die medial und politisch für Einschüchterung und vorauseilenden Gehorsam sorgt. Für die Schere im Kopf.

Das Netzwerk ist krakengleich und allgegenwärtig. In Deutschland gehören mindestens noch Paper Trail Media, OpenSanctions, Maltego und Netzwerk Recherche dazu. Dunkle Flecken unter dem Leuchtturm, die eingehender Betrachtung würdig sind.

Die New Yorker Propublica sind auch nicht die einzigen, die der Versuchung bequemer Staatsfinanzierung widerstehen. Die griechische Investigativ-Plattform Reporters United, Mitglied der renommierten European Investigative Collaborations, geht einen wesentlichen Schritt weiter. Auf ihrer Webseite sind zehn „Nein“ gelistet – Finanzquellen, von denen Reporters United kein Geld annehmen wird: vom griechischen Staat; von ausländischen Regierungen oder Botschaften; von der Europäischen Kommission; von Konzernen; von Banken und Reedereien; von griechischen Stiftungen wie der Stavros Niarchos Foundation und der Onassis Foundation; von den Open Society Foundations und der Gates Foundation; als Spende von Unternehmen; als Bankdarlehen; für Werbung. Dem ist nichts hinzuzufügen.


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Info: https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/staatseinfluss-auf-medien-correctiv-und-die-verlorene-ehre-des-investigativ-journalismus-li.2287855


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12.01.2025

Screenshot_2025_01_12_at_13_17_43_Stimmen_aus_Lateinamerika_Die_anstehende_kulturelle_Schlacht_

nachdenkseiten.de, 12. Januar 2025 um 9:00 Ein Artikel von amerika21

Die 1974 gegründete Politische Konferenz der Konservativen Aktion (CPAC) entstand als eine Art ideologisches Gipfeltreffen des Konservativismus in den USA. Inzwischen ist sie zum größten Treffen von Aktivisten, Politikern, Unternehmern, Millionären, Führungspersonen, Medien- und anderen Vertretern der Ultrarechten Nordamerikas geworden. Ihr Einfluss hat mittlerweile auch Lateinamerika erreicht. Die libertären Anarchokapitalisten in Lateinamerika haben sich dazu entschlossen, einen radikalen Klassenkampf (mit ungewissem Ausgang) zu führen. Von Juan J. Paz y Miño Cepeda.

Sie proklamieren die Verteidigung dessen, was sie als nationale Traditionen, als christliche, moralische und familiäre Werte, als Vorrangstellung des Landes erachten. Und sie unterstützen die kapitalistische Ökonomie, das freie Unternehmertum und das Privateigentum, den Individualismus und die westliche Demokratie.

Im Laufe der Jahrzehnte haben sich ihre Ideen und Treffen ausgedehnt. Heute ist die CPAC ein Unterstützungsforum des gewählten Präsidenten Donald Trump, und ihr Einfluss hat auch Lateinamerika erreicht. Dies geschieht in einer Zeit der Wiedergeburt des Konservativismus in der Region, verbunden mit der neoliberalen Ideologie, der Herrschaft der großen Wirtschaftsgruppen und der Etablierung von unternehmerfreundlichen Regierungen.

Das bekannteste dieser Foren war das Treffen in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires am 4. Dezember 2024, zustande gekommen durch die Begeisterung von Präsident Javier Milei, nur wenige Wochen vor dem CPAC-Treffen in Palm Beach, USA.

In Argentinien traten u.a. auf: CPAC-Präsident Matt Schlapp, Lara Trump, Steve Bannon, Jair Bolsonaro, Santiago Abascal, Barry Bennett; der mexikanische Millionär Ricardo Salinas Pliego; der Bürgermeister von Lima Rafael López Aliaga; Eduardo Verástegui, Agustin Laje, María Corina Machado, eine Reihe von argentinischen Abgeordneten, Daniel Parisini “Gordo Dan”, die Minister Luis “Toto” Caputo, Patricia Bullrich und als zentrale Figur und Hauptredner Präsident Milei selbst.

In ihren verschiedenen Redebeiträgen ist die gemeinsam geteilte “Philosophie” erkennbar, die alle zum Vibrieren brachte und in Lateinamerika gut bekannt ist: den Staat verkleinern, die Privatisierungen fördern, den freien Markt und das private Unternehmertum verherrlichen, die sozialen und Arbeitnehmerrechte infrage stellen und den “Sozialismus” verdammen.

Hinzugefügt haben sie die Forderung nach der Einzigartigkeit der „traditionellen Familie” und einer „christlichen Religion”, die nichts mit der Sozialdoktrin der Kirche zu tun hat, sondern mit dem Schutz des Rentenkapitalismus. In einer Art kollektiver Ansteckung wiederholen sie verschiedene der von Milei bevorzugten Konzepte.

In seiner Rede behauptete der erste libertäre anarchokapitalistische Präsident der Welt, der zu einem Symbol der Ultrarechten in der Welt geworden ist, „die beste Regierung der argentinischen Geschichte” zu bilden, und verbreitete zig politische Losungen, wobei er vor allem die Notwendigkeit hervorhob, eine „kulturelle Schlacht” zu führen, die ein für alle Mal „mit dem Müll des Sozialismus”, dem „kulturellen Marxismus” und „der kriminellen Linken” Schluss macht.

Außerdem rief er dazu auf, eine „rechte Internationale” und ein „Netzwerk der gegenseitigen Unterstützung” zu schaffen, um in der Welt „die Ideen der Freiheit” zu befördern; zusammenfassend bekräftigte er: „Verteidigen wir das Leben, die Freiheit und das Privateigentum bis zum Äußersten.”

Die lateinamerikanischen libertären Anarchokapitalisten haben sich dazu entschlossen, einen radikalen Klassenkampf zugunsten eines Kapitalismus zu führen, der diejenigen Unternehmer privilegiert, denen es an jeglichem humanistisch-sozialen Gewissen fehlt. Entweder sie verkennen oder sie verfälschen die Geschichte Lateinamerikas, wo der Kapitalismus auf den Ruinen der alten oligarchischen Regime errichtet wurde, die aus den antikolonialen Unabhängigkeitsprozessen hervorgegangen waren. Hand in Hand mit den Privateigentümern löste das neue System die ererbten Probleme der Armut und der Ungleichheit nicht.

Erst seit der Mexikanischen Revolution (1910), dank der sozialen Kämpfe, der kulturellen und und politischen Aktivitäten der linken Kräfte und des Interventionismus des Staates mit Regierungen, die die Notwendigkeit der Förderung der Volksinteressen begriffen (wie die “Populisten” zwischen den 30er- und 50er-Jahren), gab es Fortschritte bei Arbeitnehmer- und Frauenrechten, gesellschaftlichen, gemeinschaftlichen und Umweltrechten. Diese Rechte kommen nicht von unternehmerfreundlichen Regierungen.

Die Verfolgung des “Kommunismus” diente wiederum als Vorwand dafür, sogar Unschuldige zu ermorden, zu foltern und verschwinden zu lassen, wie es während der terroristischen Militärdiktaturen geschah, die abhängig waren von den McCarthy’schen Geostrategien der USA in der Region. Letztlich ging es darum, den Kapitalismus und die imperialistische Hegemonie zu erhalten, deren Nutznießer die Kapitaleigentümer waren.

Inmitten des Aufstiegs des lateinamerikanischen Neoliberalismus, bewirkt durch IWF, Weltbank, und den “Washington Consensus“, wurde Lateinamerika zur ungleichsten Region der Welt, während eine Unternehmerkaste die Vorherrschaft in Wirtschaft und Politik übernahm.

Es waren die Regierungen der progressiven lateinamerikanischen Linken (auf die sich Milei in seiner Rede bezog und die Namen jedes einzelnen Regierenden nannte), die die Rolle des Staates wiederherstellten, um beim Aufbau von sozialen Volkswirtschaften mit Wohlstand voranzukommen, die Tausende aus der Armut holten und die Bildung, die Gesundheit und die soziale Sicherheit für die Bevölkerung beförderten. Dieser Prozess brach ab mit der rechten Restauration und der Aufeinanderfolge von unternehmerfreundlichen Regierungen und Unternehmer- (und Millionärs-) Präsidenten in verschiedenen Ländern der Region.

Milei hat im The Economist betont, dass seine „Verachtung für den Staat unendlich ist” und er ihn als eine „kriminelle, gewalttätige Organisation” erachtet, die von den Steuergeldern lebt. Das sind Begriffe, die alle Anarchokapitalisten inspirieren, die die Ideen der anarchistischen Theoretiker des 19. Jahrhunderts, die seinerzeit die Befreiung des Menschen von jeder Art der Unterdrückung anstrebten, pervertiert haben.

Diese Libertären lassen außer Acht, dass die ursprünglichen Anarchisten Antikapitalisten waren. Vor allem bliebe mit der „Auslöschung” des Staates, so wie sie es vorschlagen, ausschließlich die private Macht der Kapitalisten bestehen.

Die Konsequenzen dieser Idealvorstellung kennzeichnen heute die Verschlechterung des Lebens in Argentinien, wie der anerkannte Politologe Atilio Borón ausführt. Aber dies geschieht auch in Ecuador, das seit 2017 den Zusammenbruch der Lebens- und Arbeitsbedingungen seiner Bevölkerung, eine Unterentwicklung unter oligarchischer Herrschaft und darüber hinaus einen beispiellosen Anstieg der Unsicherheit angesichts des Ausbreitung der Drogenkriminalität erlebt.

Im Gegensatz zu den Behauptungen der Libertären sind die lateinamerikanischen Staaten zu bestimmten Zeiten Hüter des unternehmerischen Wachstums gewesen – beispielsweise in den Jahrzehnten der Entwicklungsförderung (desarrollismo); sie waren Instrumente für die Industrialisierung, förderten die Bereicherung für Begünstigte der Privatisierung, waren Quellen für private Korruption durch Steuerhinterziehung und vielfältige Mechanismen der Akkumulation durch Umgehung von Gesetzen.

Karl Marx begriff den Staat als Herrschaftsorgan einer Klasse. Aber er betonte ganz klar, dass die endgültige Befreiung des Menschen über die Abschaffung des Privateigentums an den Produktionsmitteln führen müsse, das in den Händen der Kapitalisten dazu dient, ihnen die Macht zu geben, die Gesellschaft auszubeuten und zu unterdrücken; ein Prozess, der jetzt durch die zunehmende und unvermeidliche Vergesellschaftung der Produktivkräfte umgekehrt werden kann. Aber die Einsicht in diese historischen Tendenzen passt nicht in den Rahmen der anarcho-kapitalistischen Utopien.

Die lateinamerikanische Linke hat hier den theoretischen Vorteil für die Herausforderung der „kulturellen Schlacht”, die von der ultrarechten Internationale auf dem Kontinent als der moderne Klassenkampf konzipiert und losgetreten worden ist.

Übersetzung: Camilla Seidelbach, Amerika21.


Titelbild: Shutterstock / Svetolk


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Rubriken: Globalisierung Neoliberalismus und Monetarismus Veranstaltungshinweise/Veranstaltungen


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12.01.2025

Neuaufteilung Syriens im Gange: Russland nicht eingeladen

    freedert.online, 12 Jan. 2025 07:00 Uhr, Von Sergei Sawtschuk

    Nach einem Jahrzehnt Bürgerkrieg muss Syrien wiederaufgebaut werden. Das betrifft auch den Energiesektor des Landes. Sergei Sawtschuk ist der Meinung, dass sich Russland trotz seiner bisherigen Rolle Hoffnungen auf ein Stück vom Kuchen des syrischen Wiederaufbaus machen kann.


    Neuaufteilung Syriens im Gange: Russland nicht eingeladenQuelle: Sputnik © RIA Nowost


    Symbolbild, KI-generiert


    Wie es aussieht, wurden die neue syrische Realität und damit auch die neuen Machthaber des Landes von den geopolitischen Schlüsselzentren bereits akzeptiert. Der Leiter der Generaldirektion für Stromübertragung und -verteilung Khaled Abu Dey teilte der staatlichen Nachrichtenagentur SANA mit, dass in Kürze zwei Schwimmwärmekraftwerke eintreffen sollen. Sie werden von der Türkei und Katar zur Verfügung gestellt und sind zusammen in der Lage, 800 Megawatt Strom zu generieren — eine Verdoppelung der Stromerzeugung und ein Schritt zur Behebung des eklatanten Strommangels, aufgrund dessen die Bevölkerung bisher nur drei Stunden pro Tag mit Licht versorgt wurde.


    Warum nicht die USA? – Warweg zu Baerbocks Forderung nach Rückzug Russlands aus Syrien





    Warum nicht die USA? – Warweg zu Baerbocks Forderung nach Rückzug Russlands aus Syrien





    Dieses Ereignis wirft die Frage auf, wie Energieerzeugung in ein dichtes Netz geopolitischer Intrigen verwoben ist.

    Als Erstes fällt das Länderduo ins Auge, das Damaskus mit neuen Energiekapazitäten versorgt. Katar mag in diesem Bereich keine große Rolle spielen, aber die Türkei entwickelt genau diesen Sektor – die Errichtung von Schwimmkraftwerken mit mittlerer Kapazität – seit mindestens einem Jahrzehnt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf erdgasbetriebenen Anlagen. In Russland sind diese Erfolge der türkischen Maschinenbauer nur einem engen Kreis engagierter Fachleute bekannt, aber im Mittelmeerraum sind Schwimmturbinen aus türkischer Produktion seit Langem in einer Reihe von Ländern erfolgreich im Einsatz. Sie versorgen unter anderem Inselenklaven mit Strom, in denen der Bau eines großen Wärmekraftwerks, geschweige denn eines Kernkraftwerks, physisch und wirtschaftlich nicht sinnvoll ist.

    Abu Dey sagt nicht, wann genau die Schleppschiffe die Schwimmkraftwerke an die syrische Küste bringen werden, aber selbst wenn man spekulativ davon ausgeht, dass dies innerhalb von sechs Monaten geschehen wird, stellen sich sofort einige Fragen.

    Da es sich bei solchen Wärmekraftwerken um Einzelstücke handelt, können sie nicht wie herkömmliche Benzingeneratoren von einem Lagerhaus auf einen Lastkahn verladen werden. Der durchschnittliche Produktionszyklus eines solchen Wärmekraftwerks dauert etwa zwei Jahre. Dementsprechend werden die fraglichen Kraftwerke entweder aus anderen Projekten herausgenommen, oder ihre Herstellung wurde im Voraus – mit klar definierten Zielen und Zeitvorgaben für ihre Umsetzung – begonnen. Vereinfacht gesagt, ist es gut denkbar, dass Ankara sich auf den Sturz des durch Wirtschafts- und Energiesanktionen in die Enge getriebenen Assad-Regimes vorbereitete oder sehr darauf hoffte.


    Erdoğan verspricht "notwendige Schritte" gegen Zerfall Syriens





    Erdoğan verspricht "notwendige Schritte" gegen Zerfall Syriens






    Das offizielle Ankara machte jedoch nie einen Hehl aus seinen Bestrebungen, die Kurdenfrage auch im Nordwesten Syriens zu lösen. Und Recep Tayyip Erdoğan äußerte vor nicht allzu langer Zeit explizit seine Hoffnung, dass die Beziehungen zu den syrischen Provinzen in naher Zukunft ebenso herzlich sein werden wie zu den inneren Regionen der Türkei. Solche Äußerungen kann man auf jede beliebige Weise interpretieren.

    Der zweite Kernpunkt in dieser Geschichte bezieht sich auf die neuen Machthaber in Syrien. Damaskus und fast alle größeren Städte werden jetzt von Vertretern der Haiat Tahrir asch-Scham (HTS) kontrolliert. Gerade die Energieknappheit führte zu Unzufriedenheit mit der Assad-Regierung und zur schwachen Reaktionsbereitschaft der Sicherheitskräfte und der Armee, als sie mit einer äußeren Bedrohung konfrontiert wurden. Tatsächlich bemüht sich die Türkei nun darum, die HTS als Staatsmacht zu etablieren und ihre Popularität in der Bevölkerung zu steigern. Dies geschieht natürlich nicht aus altruistischen Motiven, sondern um die eigenen strategischen Aufgaben zu lösen.

    Es muss darauf hingewiesen werden, dass Washington, Brüssel und New York – als UN-Hauptquartier – diese Lieferungen kritischer Infrastrukturen an Syrien völlig ignorierten, obwohl die Sanktionen gegen dieses Land noch immer in vollem Umfang in Kraft sind: Nach wie vor ist es verboten, irgendwelche Komponenten für den Bau, die Reparatur oder die Modernisierung von Energieanlagen dorthin zu liefern. Natürlich wurden die Sanktionen gegen den damals herrschenden Assad-Clan verhängt, aber formal gesehen wurden sie nicht aufgehoben und wären nach wie vor einzuhalten. Dies wirft auch einige Fragen zur Rolle des kollektiven Westens beim Sturz von Baschar al-Assad und der bevorstehenden Legitimierung der neuen Machthaber in Damaskus auf.

    Derzeit gleicht Syrien einer Energiewüste mit "Inseln" zerstörter Kraftwerke, Umspannwerke und unterbrochener Übertragungsleitungen. Mit der Rückkehr der Flüchtlinge aus der Türkei und dem Libanon werden die Markttiefe und die Kapazität des syrischen Energiemarktes (der derzeit in Bezug auf seine eigene Produktivität praktisch bei null liegt) noch zunehmen, sodass er für externe Akteure sehr attraktiv ist. So ist Jordanien beispielsweise bereit, den gesamten Süden Syriens mit Strom zu versorgen und die dortigen Städte und Dörfer an sein eigenes Energiesystem anzuschließen. Dies wurde vom stellvertretenden Premierminister und Außenminister des Königreichs Ayman Safadi offiziell angekündigt.

    Es wäre aber nicht berechtigt, Russland eine verspätete Expansion in Syrien vorzuwerfen. Zum einen deshalb, weil Moskau immer wieder Projekte zur Wiederherstellung der syrischen Stromnetze und -anlagen erarbeitete, und zwar unter völliger Missachtung der westlichen Sanktionen. Ähnliche Pläne wurden auch von Saudi-Arabien entwickelt, aber in beiden Fällen scheiterte alles an einem kritischen Mangel an Energieträgern – nämlich an Erdöl und Erdgas. Was nützt es, ein modernes Kraftwerk zu bauen, wenn es keine Brennstoffquellen in logistisch sinnvoller Nähe gibt?

    (Herausgenommener Artikelhinweis)



    Zweitens befindet sich Russland in der neuen regionalen politischen Konstellation in einer offensichtlich ungünstigen Ausgangsposition. Während die Türkei ein langjähriger Verbündeter der neuen syrischen Machthaber ist, stand Russland noch vor nicht allzu langer Zeit mit ihnen im Krieg. Daher kann es als diplomatisches Wunder bezeichnet werden, dass unsere wichtigsten Militärstützpunkte in Syrien vorerst erhalten geblieben sind (die Truppen wurden nur aus den nördlichen Stützpunkten in Manbidsch und Kobani abgezogen, wo ihre Anwesenheit keine praktische Relevanz mehr hat) und die russische Botschaft in Damaskus nicht geplündert wurde.

    Betrachtet man die Auflistung der Politiker, die sich im letzten Monat mit Vertretern der neuen syrischen Regierung getroffen haben – darunter auch die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock –, erkennt man die Vorbereitungen im Westen für die Sanktionsaufhebung gegen Damaskus.

    Dies wird den größten Unternehmen und Konzernen, darunter auch Energieriesen, einen legalen Weg nach Syrien eröffnen – schließlich ist der Arbeitsaufwand für die Wiederaufnahme der Öl- und Gasförderung sowie die Verlegung und den Aufbau von Stromnetzen enorm. Und sobald sich diese Möglichkeiten ergeben, darf Russland nicht länger abseitsstehen.

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 9. Januar 2025 zuerst auf RIA Nowosti erschienen.


    Mehr zum Thema – Warum der Fall Syriens deprimiert und warum die Hoffnung jetzt nicht sterben sollte


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/meinung/232265-neuaufteilung-syriens-ist-im-gange-russland-ist-nicht-eingeladen


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12.01.2025

Trump, Greenland and the failure of the EU

lostineu.eu, vom 11. Januar 2025

Brussels is missing in the struggle over Greenland and the imperial desires of the next US-administration

First they looked the other way. Then they evaded. And in the end, they gave the wrong answers: The new EU leadership in Brussels failed miserably in the struggle over Greenland and Denmark and the imperial desires of the USA.

Instead of immediately countering future US President Trump, the new EU foreign policy chief Kallas sent out a tweet on the gas crisis in Moldova – naturally with a jab at Russia, which she blames for all the world’s ills.

Instead of taking sides with Denmark, Council President Costa has remained silent. Yet it is his job to represent the member states. After his first EU summit in December, the Portuguese president received a lot of praise, now he deserves a beating.

The biggest problem is not even that the EU leadership is silent – including the usually chatty Commission President von der Leyen. You could at least justify this by saying that you shouldn’t jump over every stick.

The real failure is to stare like a rabbit at a snake and wait for Trump instead of approaching him and proactively representing European interests. This is how the EU puts itself at the mercy of the Republican and his whims!

If we then also ‘forget’ to put up a large, highly visible stop sign and show Trump his limits, we are only fuelling his geo-economically disguised neo-imperialism even further!

Read more here (Newsletter)



übersetzt mit deepl.

Brüssel fehlt im Kampf um Grönland und die imperialen Gelüste der nächsten US-Regierung

Erst haben sie weggeschaut. Dann wichen sie aus. Und am Ende haben sie die falschen Antworten gegeben: Die neue EU-Führung in Brüssel hat im Kampf um Grönland und Dänemark und die imperialen Begehrlichkeiten der USA kläglich versagt.

Statt dem künftigen US-Präsidenten Trump sofort entgegenzutreten, schickte die neue EU-Außenpolitikchefin Kallas einen Tweet zur Gaskrise in Moldawien ab - natürlich mit einem Seitenhieb auf Russland, das sie für alle Übel der Welt verantwortlich macht.
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

Anstatt sich auf die Seite Dänemarks zu stellen, hat Ratspräsident Costa geschwiegen. Dabei ist es seine Aufgabe, die Mitgliedsstaaten zu vertreten. Nach seinem ersten EU-Gipfel im Dezember erhielt der portugiesische Präsident viel Lob, jetzt hat er eine Tracht Prügel verdient.

Das größte Problem ist nicht einmal, dass die EU-Führung schweigt - einschließlich der sonst so gesprächigen Kommissionspräsidentin von der Leyen. Man könnte es zumindest damit begründen, dass man nicht über jedes Stöckchen springen sollte.
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

Das eigentliche Versagen besteht darin, wie ein Kaninchen auf eine Schlange zu starren und auf Trump zu warten, anstatt auf ihn zuzugehen und europäische Interessen proaktiv zu vertreten. So macht sich die EU zum Spielball des Republikaners und seiner Launen!

Wenn wir dann auch noch „vergessen“, ein großes, unübersehbares Stoppschild aufzustellen und Trump seine Grenzen aufzuzeigen, befeuern wir seinen geoökonomisch verbrämten Neoimperialismus nur noch mehr!
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)




1 Comment

  1. Michael
    11. Januar 2025 @ 21:05

    Ich würde sagen gebt Trump Grönland und im Gegenzug tritt die EU geschlossen aus den NATO aus und verbannt alle militärischen Einrichtungen – vom einzelnen Militärattaché bis zu Atomraketen – aus Europa plus kündigt alle US Sanktionen und baut – im Zusammenschluss mit BRICS+ – Eurasien auf! Warum? Weil es sowieso auch historisch so vorgegeben ist!


Info: https://lostineu.eu/trump-greenland-and-the-failure-of-the-eu/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




Weiteres:




Update von der Leyen: Krankenhaus statt Mar-O-Lago – und Gruß an Trump


lostineu.eu, vom 10. Januar 2025

EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen ist schwerer erkrankt als bisher bekannt. Nach dpa-Informationen verbrachte die 66-Jährige fast eine Woche im Universitätsklinikum in Hannover. Mittlerweile geht es ihr allerdings besser und sie kann von Zuhause aus arbeiten. Die EU-Kommission hatte den Krankenhausaufenthalt zunächst nicht bestätigt, was erneut Fragen nach der Transparenz aufwirft. Offiziell bestätigt wurde hingegen, dass die deutsche CDU-Politikerin nicht nach Maro-O-Lago zur Amtseinführung von US-Präsident Trump reist. Sie suche aber “frühe Kontakte”, so die EU-Kommission. Als Botschafterin dient dabei offenbar Italiens postfaschistische Regierungschefin Meloni, die engen Kontakt zu Trump hält. – Mehr hier (Newsletter)

Siehe auch Trump, Grönland und das Versagen der EU-Spitze

P.S. Statt den direkten Draht zu Trump zu suchen, schickt von der Leyen dem künftigen US-Präsidenten fleissig Ergebenheitsadressen per Twitter. So hat sie erneut das angeblich starke “transatlantische Band” beschworen und gute Zusammenarbeit gelobt. Die EU und die USA teilten gemeinsame Werte und seien “gemeinsam stärker”. Kontroverse Themen wie Grönland bzw. Dänemark oder die Online-Regulierung hat sie ausgespart…

8 Comments

  1. Monika
    11. Januar 2025 @ 17:41

    …gute Zusammenarbeit gelobt. Die EU und die USA teilten gemeinsame Werte und seien “gemeinsam stärker”….
    Sie deliriert wohl die Gute und sollte alles mögliche andere tun, als vom häuslichen Bett aus die EU-Kommission “schmeißen”.
    In Dingens fest, die Augen fest geschlossen, EU spaziert in seelenruhigem Tempo auf die Katastrophe zu, man will -wie es scheint- partout den Kurs halten.
    Vor dem Imageverlust mehr “Mores” zeigen als vor einem entgültigen Ausufern des Kriegs…zu verstehen gibt es da nur noch wenig.
    Als Sahnehäubchen dann noch die Aussagen von Herrn Breton in Zusammenhang mit dem x-Interview Musk/Weidel oben drauf: sollte bei der Wahl im Februar kein tragbares Ergebnis zustande kommen, “dann müssen wir unsere Gesetze durchsetzen”, wir haben es gerade in Rumänien gemacht, wenn nötig werden wir es auch in Deutschland tun.
    Falls es noch einen letzten Beweis gebraucht hat, dass unser System demokratisch-rechtstaatlichen Boden bereits verlassen hat, hier ist er.

Reply

  • ebo
    11. Januar 2025 @ 17:54

    Ja, wirklich krass dieser Breton. Ich frage mich nur, wie viel Wahrheit darin steckt und wie viel Wunschdenken! Breton zankt sich auf X ja schon wieder mit Musk – und dort bestreitet er, Wahlen annullieren zu wollen. Ihm sei es nur ums DSA gegangen…

    Reply

  • KK
    11. Januar 2025 @ 19:33

    „sollte bei der Wahl im Februar kein tragbares Ergebnis zustande kommen, “dann müssen wir unsere Gesetze durchsetzen”, wir haben es gerade in Rumänien gemacht, wenn nötig werden wir es auch in Deutschland tun.“

    EUropäische Demokratie bedeutet nun, dass solange gewählt wird, bis denen da oben das Ergebnis konveniert… das haben die in Rumänien so gemacht, in Georgien hätten sie es gern so gemacht (Georgien ist aber aus guten Gründen für das Land nicht in der EU).
    Fortsetzung folgt, garantiert!

    Reply

  • KK
    11. Januar 2025 @ 15:16

    Das zeugt wirklich von parthologiuscher Machtbesessenheit, wenn vdL noch nicht mal im Krankenhaus an ihre Stellvertreter temporöär abzugeben bereit ist…

    Reply

    • european
      11. Januar 2025 @ 16:50

      Es ist ein Zeichen für schlechtes Management bzw. fehlende Management-Skills. Ein guter Manager wird von seinem Team getragen und kann auch mal abwesend sein, Urlaub machen oder krank sein. Ein schlechter Manager braucht die totale Kontrolle.

      Aber es passt zu ihrem schwachen Persönlichkeitsprofil. Sie hat Angst, dass ihr das Ganze entgleitet und diese Angst ist berechtigt, denn zudem verfügt sie über keinerlei Leadership-Skills. Sie hat keine Idee, was die Zukunft der EU anbetrifft.

      Reply

      • Monika
        11. Januar 2025 @ 18:18

        Alles richtig.
        Frau vdL ist nur Statthalterin der US-Neocons, oder sollte ich besserr sagen Vorzimmerdame, die sich “unentbehrlich” fühlen durfte und jetzt -vollen Schleim voraus- versucht, Trump von ihrer “Unentbehrlichkeit” zu überzeugen.
        Sie “setzt nur um”, was sie aufgetragen bekommt. Ändert sich der Auftrag, ändert sich vdL’s Position. Selber denken, eigenes Rückgrat ist nicht ihr Ding, sie ist auf devot abonniert..

  • Michael
    10. Januar 2025 @ 19:17

    Meloni und Kontakte zu Trump? Oder steigt sie mit Elon ins Bett?

    Reply

    • KK
      11. Januar 2025 @ 00:41

      @ Michael:
      Da guckt man am späten Abend noch mal arglos hier rein, und jetzt soll man mit diesen Bildern vor Augen einschlafen? Da sind Albträume doch vorprogrammiert.


  • Info: https://lostineu.eu/update-von-der-leyen-krankenhaus-statt-mar-o-lago/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    12.01.2025

    Nachrichten von Pressenza: Das Mindset für den Krieg

    aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 12. Januar 2025


    Nachrichten von Pressenza - 12.01.2025


    Das Mindset für den Krieg


    Bundeswehr-Kommandeure fordern Einstimmung der Bevölkerung auf Kriegssituationen, dringen auf stärkeren „Willen zur Selbstbehauptung“. Bundesregierung arbeitet an „Bunker-App“. CDU-Politiker spekuliert über „Spannungsfall“. Eine wachsende Zahl an Kommandeuren der Bundeswehr dringt öffentlich auf eine Einstimmung der Bevölkerung auf Kriegssituationen und verlangt die&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/01/das-mindset-fuer-den-krieg/


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    Kann gewaltloser Kampf einen Diktator besiegen? Diese Datenbank sagt mit Nachdruck ja


    Die Global Nonviolent Action Database listet etwa 40 Fälle von Massenbewegungen auf, in denen Tyrannen durch strategische gewaltfreie Kampagnen besiegt wurden. Von George Lakey Angesichts der Tatsache, dass Donald Trump nach einer Angstkampagne, die die Besorgnis über seinen Wunsch, ein&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/01/kann-gewaltloser-kampf-einen-diktator-besiegen-diese-datenbank-sagt-mit-nachdruck-ja/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


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    12.01.2025

    Israels Angriff auf die Grundlagen des Völkerrechts muss Konsequenzen haben

    zeit-fragen.ch, Genf, 30. Dezember 2024

    Pressemitteilung einer Gruppe von UN-Sonderberichterstattern* des Menschenrechtsrats,


    Israel muss sich den Konsequenzen seines Feldzugs stellen, mit dem es den Rechtsrahmen für den Schutz von Zivilisten in bewaffneten Konflikten untergraben hat. Dies erklärte eine Gruppe unabhängiger Menschenrechtsexperten, während der umfassende bewaffnete Angriff auf den Gaza-Streifen und die Zwangsvertreibung der Bevölkerung unvermindert andauern.
      «Wie wir Israel wiederholt in Erinnerung gerufen haben, umfasst das Humanitäre Völkerrecht eine Reihe universeller und verbindlicher Regeln zum Schutz von zivilen Objekten und Personen, die nicht oder nicht mehr direkt an den Kriegshandlungen beteiligt sind, und begrenzt damit die zulässigen Mittel und Methoden der Kriegsführung», so die Experten.
      «Anstatt sich an diese Regeln zu halten, hat sich Israel immer wieder offen über das Völkerrecht hinweggesetzt und der Zivilbevölkerung in den Besetzten Palästinensischen Gebieten und darüber hinaus grosses Leid zugefügt.»
      Die Experten führten die schwerwiegendsten Verstösse Israels an und hoben Verbrechen gegen die Menschlichkeit hervor, darunter Mord, Folter, sexuelle Gewalt und wiederholte Vertreibungen, die einer Zwangsumsiedlung gleichkommen, Kriegsverbrechen, die wahllose Angriffe auf Zivilisten und zivile Objekte umfassen, einschliesslich solcher, die für das Überleben der Zivilbevölkerung unverzichtbar sind, und von Bildungseinrichtungen und Kulturerbe, den Einsatz von Hunger als Kriegswaffe, die gezielte Gewalt gegen Mitarbeiter im Gesundheitswesen und Gesundheitseinrichtungen, Angriffe auf Mitarbeiter humanitärer Organisationen, willkürliche Beschränkungen des Zugangs zu humanitärer Hilfe sowie Angriffe auf Journalisten, Kollektivstrafen und Perfidie. «Politische und juristische Akteure müssen die Vielzahl solcher Handlungen gegen die gesamte Zivilbevölkerung unter israelischer Besatzung berücksichtigen. Bei ihnen handelt es sich um geschützte Personen, die nach internationalem Recht keine militärischen Ziele sind», so die Experten. «Handlungen, die auf ihre vollständige oder teilweise Vernichtung abzielen, sind völkermörderisch.»
      Die Experten zeigten sich besonders alarmiert angesichts der Ereignisse im nördlichen Gaza-Streifen, wo Israel nach ihrer Auffassung seine Verpflichtungen als Besatzungsmacht schwerwiegend verletzt hat.
      «Die wahllosen Angriffe, die auch Unterkünfte für Binnenvertriebene und das Kamal-Adwan-Krankenhaus sowie dessen Umgebung trafen, und die Verschärfung der Belagerung im nördlichen Gaza-Streifen in den vergangenen drei Monaten stehen im Widerspruch zu Israels rechtlicher Verpflichtung, den Schutz der Zivilbevölkerung zu gewährleisten», so die Experten. «Wir sind bestürzt darüber, dass diese Belagerung in Verbindung mit der Ausweitung von Evakuierungsanordnungen offensichtlich darauf abzielt, die lokale Bevölkerung dauerhaft zu vertreiben, als Vorstufe zur Annexion des Gaza-Streifens, was einen weiteren Verstoss gegen das Völkerrecht darstellt.»
      «Der Internationale Gerichtshof hat die Unrechtmässigkeit der fortdauernden israelischen Präsenz in den Besetzten Palästinensischen Gebieten anerkannt und klargestellt, dass Israel diese vorbehaltlos beenden muss. Er verhängte verbindliche vorläufige Massnahmen gegen Israel, um einen Völkermord in Gaza zu verhindern, gleichzeitig wird vom Internationalen Strafgerichtshof nach dem israelischen Premierminister und dem ehemaligen Verteidigungsminister gefahndet», so die Experten. «Dennoch hat Israel weiterhin keine wirklichen Konsequenzen zu befürchten, was grösstenteils auf den Schutz durch seine Verbündeten zurückzuführen ist, die so weit gegangen sind, sich Israel bei der Delegitimierung internationaler Institutionen und der Verunglimpfung von Mandatsträgern der Sonderverfahren anzuschliessen.»
      Die Experten wiesen erneut darauf hin, dass es dringend notwendig sei, unabhängige und gründliche Untersuchungen von schweren Verstössen gegen das Völkerrecht zu ermöglichen.
      «Israels anhaltende Straffreiheit sendet eine gefährliche Botschaft aus, die suggeriert, dass Parteien in anderen Konflikten auf der ganzen Welt ihren Verpflichtungen gemäss dem Humanitären Völkerrecht nicht nachkommen müssen», sagten sie. «Wir können es uns nicht leisten, die Stärke des multilateralen Systems zu verlieren. Israel und seine Führung müssen zur Rechenschaft gezogen werden.» 


    Die Unterzeichner

    Paula Gaviria Betancur, Sonderberichterstatterin für die Menschenrechte von Binnenvertriebenen; Francesca Albanese, Sonderberichterstatterin für die Lage der Menschenrechte in den seit 1967 Besetzten Palästinensischen Gebieten; Irene Khan, Sonderberichterstatterin für das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäusserung; Alexandra Xanthaki, Sonderberichterstatterin für kulturelle Rechte; Tlaleng Mofokeng, Sonderberichterstatterin für das Recht eines jeden auf das für ihn erreichbare Höchstmass an körperlicher und geistiger Gesundheit; Farida Shaheed, Sonderberichterstatterin für das Recht auf Bildung; George Katrougalos, Unabhängiger Experte für die Förderung einer demokratischen und gerechten internationalen Ordnung; Morris Tidball-Binz, Sonderberichterstatter für aussergerichtliche, summarische oder willkürliche Hinrichtungen; Michael Fakhri, Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung; Ben Saul, Sonderberichterstatter für die Förderung und den Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten bei der Bekämpfung des Terrorismus; Margaret Satterthwaite, Sonderberichterstatterin für die Unabhängigkeit von Richtern und Anwälten


    * Die Sonderberichterstatter gehören zu den sogenannten Sonderverfahren des Menschenrechtsrats. Sonderverfahren, das grösste Gremium unabhängiger Experten im UN-Menschenrechtssystem, ist die allgemeine Bezeichnung für die unabhängigen Untersuchungs- und Überwachungsmechanismen des Rates, die sich entweder mit spezifischen Ländersituationen oder mit thematischen Fragen in allen Teilen der Welt befassen. Die Experten der Sonderverfahren arbeiten auf freiwilliger Basis; sie sind keine UN-Mitarbeiter und erhalten kein Gehalt für ihre Arbeit. Sie sind unabhängig von jeder Regierung oder Organisation und arbeiten nach eigenem Ermessen (Anmerkung der Redaktion).


    Quelle: https://www.ohchr.org/en/press-releases/2024/12/israels-assault-foundations-international-law-must-have-consequences-un (Im Originaltext sind die Belege vollständig mit den dazugehörigen Links angegeben.)

    (Übersetzung Zeit-Fragen)


    Info: https://www.zeit-fragen.ch/archiv/2025/nr-1-7-januar-2025/israels-angriff-auf-die-grundlagen-des-voelkerrechts-muss-konsequenzen-haben


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    Stoppt den Völkermord in Gaza!


    zeit-fragen.ch,

    Offener Brief an den Bundesrat 3. Januar 2025


    Sehr geehrte Damen und Herren Bundesräte

    Die «Neue Zürcher Zeitung» publizierte am letzten Tag des Jahres 2024 auf der Frontseite einen Artikel zum Gaza-Krieg mit dem Titel «Letztes Spital muss Betrieb einstellen». Die Journalistin berichtet darin von Zuständen im nördlichen Gaza-Streifen, die jeden normal fühlenden Menschen erschaudern lassen und zutiefst erschüttern. So wird berichtet, dass die israelische Armee die Evakuierung des Kamal-Adwan-Spitals angeordnet habe. Damit gebe es im Nord-Gaza kein funktionsfähiges Spital mehr. Das Spital war die letzte Anlaufstelle für Verwundete und Kranke. Damit werden, so die Journalistin, die «Lebensbedingungen Tag für Tag unerträglicher». Laut Israels Armee handelte es sich beim Spital um eine «Hamas-Hochburg», dabei behauptete sie vor einem knappen Jahr, sie habe den gesamten Norden Gazas von der Hamas «befreit». Bei den Kämpfen in und um die Klinik sind auch fünf Spitalmitarbeiter getötet worden.
      Israel liess sich in einen zermürbenden Krieg verstricken. Der Gegner, der mittels eines Tunnelsystems dezentral und flexibel agiert, kann niemals besiegt werden. Und das, obwohl die israelische Regierung alle Führungsmitglieder der Hamas niedermetzeln liess. Israel hat nach wie vor den Charakter dieses Krieges wie auch die innere Struktur der Hamas nicht begriffen. Die rohe Gewalt auf beiden Seiten geht unvermindert weiter und nimmt immer schlimmere Ausmasse an.
      Die Menschenrechts-Pakte, sämtliche völkerrechtlichen Konventionen und das Humanitäre Völkerrecht werden komplett ignoriert. Die Lage ist schon lange prekär. Wie lange wollen wir noch zuschauen?
      Die Leidtragenden sind die Menschen im Gaza-Streifen. Dorthin kommen kaum noch Hilfslieferungen sowie keinerlei medizinische Versorgung. 90 Prozent der 2,2 Millionen Einwohner Gazas wurden im Krieg vertrieben und leben nun in Zelten. Satellitenaufnahmen zeigen in erschreckender Weise, dass mittlerweile fast der ganze Gaza-Streifen komplett zerstört wurde, die Landwirtschaft liegt am Boden, es kann nichts mehr angebaut werden. Selbst in der sogenannten humanitären Zone im Süden des Küstenstreifens kommt es immer wieder zu Angriffen – und jetzt kommt noch die Winterkälte dazu. Allein in der vergangenen Woche sind sechs Kleinkinder an Unterkühlung gestorben. Die «Neue Zürcher Zeitung» berichtet: «Derzeit fallen die Temperaturen im Gaza-Streifen regelmässig auf unter zehn Grad in der Nacht, und es herrschen starke Winde und Regen. Hunderttausende müssen diese garstigen Bedingungen in notdürftig gebauten Zelten aushalten. Laut Angaben der Uno müssen mindestens eine Million Menschen den Winter ohne angemessene Unterkunft verbringen.» Und weiter: «Laut dem Welternährungsprogramm wurden seit Beginn der israelischen Grossoffensive im nördlichen Gaza-Streifen am 6. Oktober [2024] bis Ende Dezember nur 3 von 101 beantragten Hilfslieferungen in das Gebiet bewilligt. Die Stadt Beit Hanun war demnach während 75 Tagen komplett von Hilfslieferungen abgeschnitten.» Wieso stoppt Israel diese Hilfe?
      Für uns ist das ein weiterer klarer Beweis dafür, dass hier ein Völkermord grossen Stils geplant und nun durchgeführt wird. Der beabsichtigte Völkermord wird mit den offiziellen Aussagen von israelischen Regierungsmitgliedern bestätigt. «Ärzte ohne Grenzen» unterstreichen: «Der Angriff auf die Kamal-Adwan-Klinik ähnelt einem Muster von wiederholten Attacken der israelischen Truppen auf die Gesundheitsinfrastruktur.» Und dies immer mit der Ausrede, man verfolge und bekämpfe Terroristen.
      In Gaza spielt sich vor unseren Augen ein zweites Vietnam ab, ein Krieg ohne Fronten. Nach dem Vietnam-Krieg deckten ausgewertete Quellen auf, dass das Massaker von My Lai kein Einzelfall war, sondern dass die US-Armee, angeleitet von den höchsten militärischen und politischen Stellen, einen systematischen Völkermord an der vietnamesischen Bevölkerung beging, wie jetzt die israelische Armee in Gaza.
      Erfrorene Kleinkinder, die Aushungerung von Zivilisten, die gezielte Zerstörung von Häusern, Feldern und Infrastruktur und die bewusst verhinderte humanitäre Hilfe. Wie lange muss dieser Völkermord noch andauern, bis die Schweiz endlich ihre offizielle Stimme erhebt und aus ihrer diplomatischen Lethargie aufgerüttelt wird? Wir dürfen so nicht ins neue Jahr gehen und zu solchen Greueltaten schweigen. Das Verbot der Hamas durch das Schweizer Parlament ist das eine, aber wann folgen die deutliche Verurteilung Israels und der waffenliefernden USA? Die Schweiz muss handeln! Als Depositarstaat der Genfer Konventionen besitzt sie mit dem IKRK als humanitäre Institution ein zwingendes Mandat einzugreifen. Kritisieren Sie als Bundesrat offen die israelische Regierung, auch wenn diese sogleich die Antisemitismus-Keule schwingt und versucht, jegliche vernünftige Diskussion zu zermalmen.
      Die Geiseln kommen nur lebend zurück, wenn endlich ernsthaft verhandelt wird. Eine selbstbewusste Forderung der Schweiz im Rahmen der Uno, alle US-Waffenlieferungen an Israel sofort einzustellen und endlich die nötige umfassende humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung zuzulassen, würde bei der Weltöffentlichkeit bewirken, dass die Schweiz ihr ramponiertes Ansehen zurückgewinnen könnte.
      Wir fordern Sie als Bundesrat inständig auf, sich unmissverständlich für den Frieden einzusetzen. Haben Sie den Mut, aufzustehen und die Stimme der Vernunft und Menschlichkeit wieder klar und deutlich zu erheben, auch wenn Sie damit gegen den Strom der Mächtigen schwimmen. Nehmen Sie sich ein Beispiel an Irland oder Südafrika, werden Sie selbst so zum Vorbild. Die Schweiz muss sich nicht «für eine Seite» entscheiden, sondern sich als glaubwürdig neutrales Land angesichts des Wahnsinns des Krieges für Waffenstillstand und Frieden einsetzen, jetzt!


    Elfy und René Roca,
     Oberrohrdorf-Staretschwil

    Genossenschaft Zeit-Fragen
    Postfach 247
    CH-9602 Bazenheid


    Info: https://www.zeit-fragen.ch/archiv/2025/nr-1-7-januar-2025/stoppt-den-voelkermord-in-gaza


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




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    Raub von Kinderzeichnungen

    Die Zukunft Palästinas stehlen


    zeit-fragen.ch, Ramallah, 6. Dezember, von Cara Marianna*


    – In der ersten Novemberwoche traf ich Saed im Flüchtlingslager Aida, als er mich durch die überfüllte Gemeinde führte, in der er aufgewachsen ist. Saed ist ein junger Mann in den Zwanzigern und arbeitet in einem von mehreren Kulturzentren im Lager Aida. Er hat einen Abschluss in Psychologie der Universität Bethlehem, wo er als Teilzeitdozent für Arabisch tätig ist.
      Aida ist das kleinste der Flüchtlingslager im Westjordanland. Es ist dicht bevölkert, und in den engen Strassen drängen sich die Häuser aneinander wie Menschen, die Schutz vor einem Sturm suchen. Aida ist auf zwei Seiten von der Apartheidsmauer umgeben und ist auch das Lager, das am häufigsten überfallen wird.
      In einer schmalen Strasse in der Nähe des Lagereingangs ist ein grosses blaues Tor in die Betonwand eingelassen. Von diesem Tor aus startet die israelische Armee ihre Angriffe auf das Lager. Ein Stück weiter in der gleichen Strasse stehen ein Wachturm und ein Geschützturm, die das Lager bewachen. Von dort aus schiessen Scharfschützen häufig auf die Strassen und Wohnhäuser unter ihnen.
      Nach der Besichtigung verbrachte ich eine weitere Stunde in Saeds Büro. Zu den vielen Dingen, die wir besprachen, gehörte auch das Kunsttherapieprogramm, das das Zentrum für Kinder anbietet. Während wir uns unterhielten, holte er einen Stapel Zeichnungen hervor, die die Kinder angefertigt hatten – alle vor dem 7. Oktober des vergangenen Jahres.
      Jedes Kind hatte eine Reihe von grossen Storyboards gezeichnet und ausgemalt, die eine für sie schwierige Situation darstellten und zeigten, wie sie schliesslich mit Hilfe anderer – Lehrer, Therapeuten, Familie, Freunde – gelöst werden konnte. Die Storyboards wurden mit Bindfaden zu einfachen Büchern gebunden.
      Saed zog drei oder vier davon aus dem Stapel heraus und erklärte mir die Zeichnungen. Sie waren bemerkenswert wegen ihrer emotionalen Wirkung. Viele von ihnen waren ebenso bemerkenswert wegen ihrer Kunstfertigkeit. Diese Zeichnungen waren frisch und kraftvoll, Kunstobjekte, die es wert waren, in einer Galerie ausgestellt zu werden. Das dachte ich damals und denke es immer noch.
      Heute Nachmittag, als ich meine Arbeit über diesen Aufenthalt im Westjordanland beendete, schrieb ich Saed eine SMS. «Hallo, wie geht es dir?»
      Seine Antwort kam zwei Stunden später. «Hallo. Alhamdulillah, mir geht es gut.»
      Ich lächelte, als ich seine Antwort las. Ich kenne das Wort alhamdulillah gut und habe bereits darüber geschrieben. Es ist eine arabische Redewendung, die unter Muslimen und Christen im Westjordanland häufig verwendet wird und mit der man Gott für alles Gute – und alles Schwierige – im Leben eines Menschen dankt. Jede gute Nachricht im Westjordanland muss immer gefeiert werden.
      Und dann kam seine nächste Nachricht – mit einem Foto. Mir stockte der Atem, als ich die Militäruniformen sah. «Die israelische Armee ist in das Zentrum eingedrungen», schrieb er. «Sie haben die Kunstwerke der Kinder gestohlen, die ich dir gezeigt habe.»
      Bei meinem ersten Besuch im Westjordanland war ich bei solchen Nachrichten in Tränen aufgelöst. Jetzt bin ich fast heiser vom Weinen. Viele schöne Tage im Westjordanland gehen plötzlich und schrecklich vorbei, weil die Soldaten und Siedler, die dieses Land illegal besetzen, soziopathisch sind. Sie haben Freude daran, Palästinenser zu terrorisieren. Sie erfreuen sich am Sadismus.
      Jetzt, in meiner letzten Woche in Palästina, vergehen Trauer und Wut schneller, und ich beginne tatsächlich zu lachen. Es ist allerdings schwarzer Humor. Kinderzeichnungen zu stehlen?! Wirklich?! Verzeihen Sie mir die Ausdrucksweise: Wie verkorkst muss man sein, um die Werke von Kindern zu stehlen?
      Denken Sie einmal darüber nach: Sie sind kampfbereit ausgestattet, bis an die Zähne bewaffnet und stehlen die Zeichnungen von Kindern! Das hat irgendwie etwas von schwarzem Humor. Vielleicht, weil es so irrational ist.
      Aber diese Irrationalität hat ihre Wurzeln in der Angst und ist auch tödlich. Sie haben tatsächlich Angst vor Kinderzeichnungen. Denn sie haben Angst vor Kindern. Sie haben Angst vor dem, was diese Kinder repräsentieren: die Zukunft von Palästina. Deshalb erschiessen sie Jungen, die im Westjordanland mit Steinen werfen. Und das ist der Grund, warum sie so viele Kinder in Gaza töten. •

    Quelle: The Floutist vom 10. Dezember 2024.
    Zuvor veröffentlicht auf West Bank Alerts, der zugehörigen Publikation von The Floutist.

    (Übersetzung Zeit-Fragen)

    * Cara Marianna ist Autorin und Mitherausgeberin von The Floutist, einem Online-Newsletter, den sie zusammen mit ihrem Mann Patrick Lawrence herausgibt (thefloutist.substack.com). Cara Marianna gibt auch ihren eigenen Newsletter namens Winter Wheat (winterwheat.substack.com) heraus. Sie ist Künstlerin und hat in Amerikanistik promoviert. Im Frühjahr und Herbst 2024 bereiste sie Palästina und begann ihre Serie «Stimmen aus Palästina». Unterstützen Sie ihre Arbeit mit einem Abonnement von Winter Wheat oder mit einer Spende (paypal). Kontakt: winterwheat7@gmail.com.



    Screenshot_2025_01_12_at_12_42_23_csm_01_Cara1_744c947b5e.jpg_JPEG_Grafik_1100_798_Pixel_Skaliert_73_Das blaue Tor: Gepanzerte Fahrzeuge der israelischen Armee überfallen das Aida-Lager. Gestohlene Zeichnung eines anonymen Kindes.
    (Bild Cara Marianna)


    Screenshot_2025_01_12_at_12_43_31_Raub_von_Kinderzeichnungen_Nr._1_7._Januar_2025_2025_Archiv_Zeit_Fragen_Z_richSoldaten der israelischen Armee stehlen ein Jungenfahrrad. Gestohlene Zeichnung eines anonymen Kindes.
    (Bild Cara Marianna)


    Screenshot_2025_01_12_at_12_45_35_Raub_von_Kinderzeichnungen_Nr._1_7._Januar_2025_2025_Archiv_Zeit_Fragen_Z_richDie israelische Armee stiehlt Zeichnungen von Kindern.
    (Bild anonym, 2024)


    Info: https://www.zeit-fragen.ch/archiv/2025/nr-1-7-januar-2025/raub-von-kinderzeichnungen>


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    12.01.2025

    Eine Option zu den Bundestagswahlen: AfD ist Wahlalternative!

      Das äußerst zurückhaltende Auftreten von Friedensbewegung steht in krassem Widerspruch zur politischen Großwetterlage – international wie auch in Hinblick auf die Verhältnisse in Deutschland.

      Diese Zurückhaltung hat auch mit der heftigen staatliche Repression und dabei vor allem mit der regierungsoffiziell geschürten Russophobie zu tun. Es soll einfach nicht zugelassen werden, daß der israelische Genozid gegen die Palästinenser oder der NATO-Krieg gegen Russland in der Ukraine mit jeweils deutscher Mittäterschaft so ohne weiteres ans Tageslicht gezerrt und zum Thema eines gesellschaftlichen Diskurses wird.

      Vor allem ist es den herrschenden Parteien ein Dorn im Auge, wenn gefordert wird, die Milliardengeschenke für den Krieg in der Ukraine zulasten der Sozialhaushalte des Bundes, der Länder und Gemeinden endlich einzustellen. Man will auch auf keinen Fall die deutschen NATO-Verpflichtungen und das politische Vasallentum gegenüber den USA zum Thema machen.

      Aber genau diese beiden Themen werden von Friedensbewegten aus dem Umfeld des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) kaum thematisiert, während es beim anderen Teil der Friedensbewegung, nämlich jenem orientiert auf die AfD, ganz anders aussieht.

      AfD-Co-Sprecher Tino Chrupalla legte ein paar Tage vor den Ereignissen von Magdeburg in einem Interview mit ‚Die Welt‘ vom 16.12.24 dar, es könne mit Deutschlands Mitwirkung in der NATO nicht so weiter gehen. Die NATO sei gar kein Verteidigungsbndnis. Und:

      „Die Bundesregierung muss endlich zu dem Punkt kommen, den Krieg beenden zu wollen. Russland hat diesen Krieg gewonnen. Die Realität hat diejenigen eingeholt, die angeben, die Ukraine befähigen zu wollen, den Krieg zu gewinnen.“

      Wer solcherart Aussagen nicht kennt oder ihnen nicht traut, kann sich ein längeres Videointerview mit Tino Chrupalla von Ende November beim verdienstvollen online-Magazin apolut.net anschauen. Dort äußert sich Chrupalla freimütig und überzeugend als konsequenter Anhänger von Friedenspolitik. In vielerlei Hinsicht deutlich klarer, als man es aus dem BSW hört.

      Bei den bevorstehenden Bundestagswahlen, wo ein breites Bündnis von NATO-Kriegsparteien zwar voraussichtlich die Mehrheit der Mandate erringen wird, ist daher für Friedensfreunde eine Wahlentscheidung zugunsten der AfD aus meiner Sicht eine gute Entscheidung. Denn während das BSW in Thüringen und Brandenburg nach dem historischen Vorbild sozialdemokratischer Umfaller („Außen rot und innen weiß!“) nach den Wahlen und schon in den Koalitionsgesprächen schlagartig vergessen hat, wofür sie angetreten waren, scheint die AfD sich dieser Tage überhaupt erst richtig und deutlich konsequenter als vordem auf den Weg zu machen, als Friedenspartei, als Partei des Sozialprotests und im guten Sinn als patriotische Kraft zu wirken.

      Noch haben die NATO-Kriegsparteien eine parlamentarische Zwei-Drittel-Mehrheit für ein weiteres geplantes militärisches ‚Schonvermögen‘ von weiteren einhundert Milliarden(!) nicht unter Dach und Fach, denn noch ist die AfD auf Zugewinn gepolt. Die erschreckende Bilanz der Kriegswirtschaft von Merz, Scholz und Habeck machen dies möglich. Der frühere AfD-Chef Gauland äußerte sogar unlängst in einem Aufruf an die AfD-Wähler, man solle das BSW nicht zu weit in die Ecke drängen, deren Stimmen brauche man noch…

      Es geht ja u.a. um jenes Parlamentsdrittel, welches den deutschen Anteil des NATO-Krieges in der Ukraine ernsthaft in Frage stellen könnte.

       


    Info: https://www.niedersachsen.freidenker.org/cms/eine-option-zu-den-bundestagswahlen-afd-ist-wahlalternative


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    unser weiteres Kommentar: Doch das AfD Wahlprogramm ist bellizistisch.

    12.01.2025

    Neutralität ohne Kompass: Schweiz rudert zurück und bietet sich für Trump-Putin Gipfeltreffen an

    freedert.online, 12 Jan. 2025 07:45 Uhr, Von Hans-Ueli Läppli

    Die Schweiz, einst Symbol der Neutralität, gerät mit ihrer Außenpolitik zur Lachnummer. Nach einem erfolglosen Selenskij-Friedensgipfel am Bürgenstock versucht sie nun, Russland zu beschwichtigen und bietet sich sogar für ein Trump-Putin-Treffen an. Resümee: Neutralität verkauft, Diplomatie ohne Richtung.


    Neutralität ohne Kompass: Schweiz rudert zurück und bietet sich für Trump-Putin Gipfeltreffen anQuelle: Legion-media.ru


    Ein diplomatischer Kurzschluss: Die Schweiz hat mit dem Bürgenstock-Treffen ihr Vertrauen auf der Weltbühne verspielt. Ergebnis? Nichts außer Spesen und Selfies für Viola Amherd.


    Es war einmal ein kleines neutrales Land, eingebettet zwischen Bergen und Mythen, bekannt für Uhren, Schokolade und Käse. Einst stolz auf seine Neutralität hat die Schweiz in den letzten Jahren ihre politische Käseplatte neu arrangiert – und dabei Löcher übersehen, die inzwischen peinlich sichtbar geworden sind.

    Der Bürgenstock, einst ein Ort friedlicher Panoramen und diskreter Diplomatie, wurde zum Schauplatz eines diplomatischen Zirkus, bei dem die Schweiz ihre einstige Neutralität endgültig versteigerte.

    Zwischen Selfies mit Selenskij und einem huldvollen Nicken Richtung Kamala Harris wurde klar: Die Schweiz hat sich in die Reihen der "westlichen Wertegemeinschaft" eingereiht – mit Champagnerglas in der Hand und Heuchelei im Herzen.


    Wie die Schweiz ihre Neutralität auf Bidens Karte setzte – und verlor





    Meinung

    Wie die Schweiz ihre Neutralität auf Bidens Karte setzte – und verlor





    Doch eine Frage bleibt: Wie konnte das passieren? Wurde die Neutralität im Sonderangebot bei den Amis verkauft? Oder lag es an der neuen Schweizer Mode, die sich mehr am weißen Sternenbanner als am weißen Kreuz orientiert?

    Die Rechnung bitte

    Die Kehrtwende hatte ihren Preis. Als Russland die Schweiz auf die Liste der "unfreundlichen Staaten" setzte, verflog der letzte Rest von Neutralitätsglanz.

    Gleichzeitig glänzte Kiew – nicht etwa durch Zugeständnisse an den Frieden, sondern durch immer neue Forderungen.

    Die Schweizer Antwort?

    Milliarden an Hilfspaketen und Sanktionen, die den russischen Oligarchen ihre Villen am Genfersee madig machen sollten – doch stattdessen hauptsächlich den eigenen Finanzplatz schwächten.

    Und nun? Nun möchte man zurückrudern.

    Es heißt wieder: "Bitte, bitte, Russland" – nicht ohne das heuchlerische Flüstern: "Aber wir bleiben neutral, ehrlich!"

    Das Bürgenstock-Drama

    Der "Friedensgipfel" auf dem Bürgenstock sollte die große Schweizer Bühne werden – mit der Schweiz als neutrale Vermittlerin. Doch stattdessen geriet die Aufführung zur peinlichen Provinzposse. Kein Russland, keine Einigung, keine Ergebnisse – nur Löcher, so groß wie die im Emmentaler.

    Die westlichen Unterstützer schlichen sich schneller davon, als die Fondue-Kerzen erloschen waren, und selbst Länder des Globalen Südens zeigten wenig Interesse an der Schweizer Friedensformel, die mehr nach PR-Show als nach ernsthaftem Diplomatieversuch roch.


    Zurück in die Zukunft?

    Jetzt also das Angebot, Trump und Putin in der Schweiz zu empfangen.

    Die Schweiz bemüht sich verzweifelt, ihre angeschlagene Rolle als neutraler Vermittler in der internationalen Diplomatie wiederherzustellen, doch die Glaubwürdigkeit ist längst dahin. Nach dem peinlichen Bürgenstock-Treffen, das eher als symbolisches Lippenbekenntnis denn als ernsthafter diplomatischer Erfolg wahrgenommen wurde, wirkt das Angebot, ein Gipfeltreffen zwischen Trump und Putin auszurichten, wie ein verzweifelter Versuch, das eigene Gesicht zu wahren.

    Weder Washington noch Moskau scheinen die Schweiz ernsthaft als relevanten Akteur in Friedensverhandlungen zu betrachten. Stattdessen wird das Land, das sich einst als Hort der Neutralität und des Dialogs rühmte, zunehmend zur internationalen Lachnummer.

    Die Eskalation der EU-Sanktionen und der Status als "unfreundlicher Staat" aus russischer Perspektive haben das Vertrauen weiter untergraben – ein Image, das sich nicht durch höfliche Pressemitteilungen retten lässt.

    Natürlich ist die Rückkehr zur Neutralität gar nicht möglich. Die Schweiz hat sich zu weit aus dem Fenster gelehnt, und nun weht der kalte Wind der Realität herein. Der Käse ist gegessen, und die Löcher bleiben zurück.

    Die Schweiz wollte glänzen, doch sie hat sich verzockt. Vom einstigen Musterland der Neutralität ist heute nur noch ein Schatten übrig, der sich zwischen den politischen Mächten hin- und herwirft – mal für den Applaus, mal für die Selbstrettung.

    Vielleicht sollte man in Bern eines Tages wieder die alten Tugenden überdenken. Oder wie ein Käsehändler sagen würde: weniger Löcher, mehr Substanz.


    Mehr zum Thema ‒ NZZ behauptet: Selenskij ist nicht korrupt! Seine Offshore-Firmen? Nur eine Risikoreduzierung!


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    Info: https://freedert.online/meinung/232450-neutralitaet-ohne-kompass-schweiz-rudert


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    11.01.2025

    Venezuela: EU-Außenbeauftragte fordert von Maduro Übergabe der Macht

    freedert.online, 11 Jan. 2025 21:30 Uhr

    Nach den Wahlen im Juni wird Wahlsieger Nicolas Maduro heute offiziell ins Präsidentenamt eingeführt. Die EU zweifelt das Ergebnis an, verhängt Sanktionen und fordert eine Übergabe der Macht an die Opposition. Die EU erkennt Wahlen nur dann an, wenn sie ins geopolitische Konzept passen.


    Quelle: www.globallookpress.com © Andres Gonzalez


    Einführung von Nicolas Maduro ins Amt des Präsidenten von Venezuela.


    Zur heutigen Amtseinführung von Nicolas Maduro als Präsident Venezuelas zweifelt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erneut das Ergebnis der Präsidentschaftswahl vom Juli an. Sie fordert die Veröffentlichung der aufgeschlüsselten Wahlergebnisse. Die Wahlkommission CNE hat bei der vergangenen Wahl die Wahlergebnisse nicht aufgeschlüsselt veröffentlicht. Allerdings bestätigte sowohl sie als auch der oberste Gerichtshof des Landes das Ergebnis.


    Trumps territoriale Ansprüche sollten ernst genommen werden




    Meinung

    Trumps territoriale Ansprüche sollten ernst genommen werden






    Kallas behauptet daher, das Ergebnis repräsentiere nicht den Willen des venezolanischen Volkes. Die EU verhängt daher neue Sanktionen gegen 15 Personen, die nach Auffassung der EU die Demokratie in Venezuela untergraben. Die Aufhebung der Sanktionen knüpft die EU an einen "Transitionsprozess", das heißt, die Übergabe der Macht an die von der EU unterstützte rechte Opposition. Kallas bietet zudem die Unterstützung der EU bei diesem Prozess der Machtübergabe an. 

    Das Auswärtige Amt schließt sich dieser Sicht an. 

    Die EU und Deutschland machen damit deutlich, dass sie Wahlergebnisse nur dann als legitim erachten, wenn sie den eigenen geopolitischen Interessen dienen. Die EU hat zuletzt Georgien Sanktionen angedroht. Deutschland fährt die Kooperation mit georgischen Behörden zurück und behält zugesagte Gelder ein. In Georgien wurde die Partei Georgischer Traum bei den vergangenen Parlamentswahlen als Regierungspartei bestätigt. Die georgische Regierung geht auf Distanz zum EU-Integrationsprozess. Die weitere Annäherung an die EU hätte für Georgien gravierende wirtschaftliche Nachteile. Obwohl das Wahlergebnis rational erklärbar ist, wird es von der EU nicht anerkannt. Wie in Venezuela fördert die EU auch in Georgien Putschbestrebungen und eine "Transition" der Macht.


    Mehr zum Thema – Thierry Breton: Wir haben es in Rumänien gemacht, wir machen es auch in Deutschland


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    Info: https://freedert.online/amerika/232476-venezuela-eu-aussenbeauftragte-fordert-von


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    11.01.2025

    US-Großbanken und Investmentfonds kündigen Zusammenarbeit mit Klima-Initiativen

    freedert.online, 11 Jan. 2025 21:18 Uhr

    Vor dem Hintergrund des anstehenden Machtwechsels im Weißen Haus steigen US-Banken und Investmentfonds massenhaft aus Umweltschutz-Initiativen aus. Zuletzt kehrte auch der Investmentriese BlackRock dem Klimaschutz den Rücken. BlackRock werden Verstöße gegen das Kartellrecht vorgeworfen.


    Screenshot_2025_01_11_at_23_42_28_US_Gro_banken_und_Investmentfonds_k_ndigen_Zusammenarbeit_mit_Klima_Initiativen_RT_DEQuelle: www.globallookpress.com © Igor Golovniov

     

    Der Investmentriese BlackRock verlässt eine Klima-Initiative. (Screenshot)


    Die Investmentgesellschaft BlackRock verlässt auf politischen Druck die Net Zero Asset Managers Initiative (NZAMi). Der Umweltschutzinitiative NZAMi haben sich über 300 Fondsgesellschaften angeschlossen, die gemeinsam rund 50 Billionen Dollar verwalten. BlackRock allein verwaltet über zehn Billionen Dollar.


    Washington hat im Gasexport nach Europa eine Bedrohung für die USA selbst entdeckt




    Analyse

    Washington hat im Gasexport nach Europa eine Bedrohung für die USA selbst entdeckt






    Ziel der Initiative ist es, den Emissionsausstoß bis zum Jahr 2050 auf null zu senken. Die Mitglieder der Initiative verpflichten sich, ihre Investments am Umweltziel der Initiative auszurichten. BlackRock steht in diesem Zusammenhang wegen mutmaßlichen Verstoßes gegen das Kartellrecht vor Gericht. BlackRock steht im Verdacht, gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen und US-Unternehmen radikale Ziele in den Bereichen Umweltschutz, soziales Engagement und Governance aufgezwungen haben.

    NZAMi ist eine der größten Initiativen dieser Art. BlackRock-Chef Larry Fink war großer Verfechter der Steuerung von Industrieemissionen über Investment-Tools. Inzwischen distanziert er sich davon. Der BlackRock-Konkurrent Vanguard hat die NZAM-Initiative bereits im Jahr 2022 verlassen.

    Auch die Net Zero Banking Alliance erlebte kürzlich eine Massenflucht UA-amerikanischer Banken. Die großen US-Institute kehrten der Umwelt-Initiative den Rücken, darunter Goldman Sachs, J.P. Morgan, Citigroup und Morgan Stanley.

    Experten sehen die massenhaften Absagen im Zusammenhang mit dem Machtwechsel im Weißen Haus. Donald Trump hat bereits signalisiert, den Klimaschutz den wirtschaftlichen Interessen der USA unterzuordnen.


    Mehr zum Thema – Wegen "Klimarettung": 2027 könnte Benzin 60 Cent teurer werden – und Heizkosten um 1000 Euro steigen


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/nordamerika/232464-us-grossbanken-und-investmentfonds-kuendigen-zusammenarbeit-mit-klima-initiativen


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    11.01.2025

    AfD-Bundesparteitag: Weidel verspricht Neustart für Nord Stream

    freedert.online, 11 Jan. 2025 21:00 Uhr

    Die auf dem Bundesparteitag der AfD zur Kanzlerkandidatin gekürte Alice Weidel versprach in ihrer Parteitagsrede unter anderem, die Nord-Stream-Gaspipelines wieder in Betrieb zu nehmen. Weitere Versprechen betrafen die Migrationspolitik. Am Rande des Parteitags kam es zu Zusammenstößen linker AfD-Gegner mit der Polizei.


    Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Revierfoto


    Alice Weidel auf dem Bundesparteitag der Alternative für Deutschland am 11.01.25 in Riesa


    Alice Weidel, Kanzlerkandidatin der zweitgrößten deutschen Oppositionspartei Alternative für Deutschland, hat in ihrer Rede auf dem AfD-Bundesparteitag im sächsischen Riesa versprochen, die Gaspipeline Nord Stream wieder in Betrieb zu nehmen, falls sie die Bundestagswahl gewinnt. Wörtlich sagte Weidel:

    "Wir werden Nord Stream wieder in Betrieb nehmen, da können Sie sicher sein."

    Außerdem versprach die Spitzenkandidatin der AfD, alle gebauten Windkraftgroßanlagen abzureißen, die sie "Windmühlen der Schande" nannte, Atomkraftwerke wieder einzuführen und die Laufzeit von Kohlekraftwerken zu verlängern.

    Auf dem Politikfeld der Migration kündigte Weidel an, deutsche Grenzen für illegale Migranten schließen zu wollen und groß angelegte Abschiebungen durchführen.


    Deutschland wird ruiniert  – Aber es herrscht Schweigen über die Ursachen




    Meinung

    Deutschland wird ruiniert – Aber es herrscht Schweigen über die Ursachen






    Beide Stränge der Nord-Stream-Gaspipeline sind seit dem 26. September 2022 unterbrochen, als es zu Explosionen an ihnen kam. Zwei betriebsbereite Leitungen von Nord Stream 2 gingen hingegen nie in Betrieb. Ihre Inbetriebnahme scheiterte Ende 2021 an restriktiven Maßnahmen der damals neuen Bundesregierung unter Olaf Scholz. Einer dieser beiden Stränge blieb bei dem Anschlag im September 2022 unbeschädigt und kann jederzeit in Betrieb gehen. Der russische Präsident Wladimir Putin hat wiederholt gesagt, dass die Inbetriebnahme nur von der deutschen Bundesregierung abhänge.

    Ein Zeitrahmen für die Reparatur der drei beschädigten Stränge lässt sich hingegen nicht abschätzen.

    Nach der Version des US-Journalisten Seymour Hersh war während der NATO-Übung BALTOPS 2022 von US-Tauchern Sprengstoff unter den Gasleitungen platziert worden, den die Norweger drei Monate später zur Explosion brachten. US-Präsident Joe Biden beschloss die Sabotage der Pipelines nach mehr als neunmonatigen Geheimgesprächen mit seinem nationalen Sicherheitsteam, weil er befürchtete, dass Deutschland, das über Nord Stream Gas aus Russland bezieht, sich nicht an der Militärhilfe für die Ukraine beteiligen wollte. Washington streitet die Vorwürfe ab.

    Am Rande des AfD-Parteitages kam es in Riesa zu Protesten linksgerichteter Demonstranten und Zusammenstößen zwischen den AfD-Gegnern und der Polizei. Dabei soll auch der linke Landtagsabgeordnete Nam Duy Nguyen geschlagen worden sein, wie seine Partei behauptet. Die Polizei bestätigte bislang nur die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen Körperverletzung zulasten des Abgeordneten. An den Protesten sollen sich nach Angaben der Organisatoren bis zu 12.000 Personen beteiligt haben, die aus dem ganzen Bundesgebiet angereist waren.

    Wegen zahlreicher Blockaden durch Gegendemonstranten verzögerte sich die Anreise vieler der rund 600 Delegierten, weshalb der Parteitag nur mit zwei Stunden Verspätung starten konnte. Auch das Auto der Parteivorsitzenden Weidel wurde nach Angaben aus Parteikreisen von Demonstrierenden aufgehalten.


    Mehr zum Thema – Proteste gegen AfD-Bundesparteitag – Riesa im Belagerungszustand (Video)


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/inland/232490-weidel-verspricht-neustart-fuer-nord-stream


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    unser weiterer Kommentar: Das zu ermöglichen ist im besten Sinne, eine sozialdemokratische Aufgabe.
    11.01.2025

    Kann Trump Amerika vor sich selbst retten?

    seniora.org, vom 10.01.2025  – übernommen von strategic-culture.su, von Alastair Crooke  –

    Trump könnte die metaphysische Treppe einfach weiter nach oben eskalieren und einfach sagen, dass nur er die Vision hat, Amerika vor dem Dritten Weltkrieg zu retten.


    © Photo: Public domain

    Red. 










    Es scheint, als würde die Hartnäckigkeit der russischen Diplomatie langsam Wirkung zeigen: General Kelloggs Rhetorik wird eine Nuance weniger hochtrabend, Trump hat offenbar "Sympathie" für Russlands Sicherheitsbedürfnis angesichts der NATO Osterweiterung und das Projekt "Greater America" könnte ein Ablenkungsmanöver für die bevorstehende Niederlage in der Ukraine sein. Könnte es sein, dass der Ukraine Krieg doch in absehbarer Zeit endet? "Dum spiro spero." ("Solange ich atme, hoffe ich.") (am)


    Der russische Außenminister Lawrow wies letzte Woche die von Team Trump vorgelegten Friedensvorschläge für die Ukraine als unbefriedigend zurück. Im Wesentlichen ist die russische Sichtweise, dass die Forderungen nach einem eingefrorenen Konflikt genau am Thema vorbeigehen: Aus russischer Sicht sind solche Ideen   – eingefrorene Konflikte, Waffenstillstände und Friedenstruppen   – nicht annähernd als die Art von vertragsbasiertem „Big Picture“-Deal zu bezeichnen, für den sich die Russen seit 2021 einsetzen.

    Ohne ein nachhaltiges, dauerhaftes Ende des Konflikts werden sich die Russen lieber auf ein Ergebnis auf dem Schlachtfeld verlassen   – selbst auf die Gefahr hin, dass ihre Weigerung zu einer anhaltenden Eskalation   – sogar zu einem nuklearen   – Risiko für die USA führt.

    Die Frage lautet vielmehr: Ist ein dauerhafter Frieden zwischen den USA und Russland überhaupt möglich?

    Der Tod des ehemaligen Präsidenten Jimmy Carter erinnert uns an die turbulente „Politikrevolution“ der 1970er Jahre, die in den Schriften von Zbig Brzezinski, dem Nationalen Sicherheitsberater Carters, festgehalten wurde   – eine Revolution, die die Beziehungen zwischen den USA und Russland von damals bis heute belastet.

    Die Carter-Ära erlebte einen bedeutenden Wendepunkt mit Brzezinskis Erfindung des waffenfähigen identitären Konflikts und seinem Eintreten für dieselben identitären Instrumente   – in größerem Umfang angewendet   –, um die westlichen Gesellschaften unter die Kontrolle einer technokratischen Elite zu bringen, die „eine kontinuierliche Überwachung jedes Bürgers praktiziert ... [und] das Verhalten und die intellektuelle Funktionsweise aller Menschen manipuliert ...“.

    Kurz gesagt befürworteten Brzezinskis bahnbrechende Bücher eine verwaltete kosmopolitische identitäre Sphäre, die die Gemeinschaftskultur   – d.h. nationale Werte   – ersetzen würde. In der feindseligen Reaktion auf diese technokratische „Kontroll“-Vision liegt die Wurzel der heutigen Probleme, die überall und an allen Fronten der Welt ausbrechen.

    Einfach ausgedrückt sind die aktuellen Ereignisse in vielerlei Hinsicht eine Wiederholung der turbulenten 1970er Jahre. Der heutige Marsch in Richtung antidemokratischer Normen begann mit dem bahnbrechenden Werk „The Crisis of Democracy“ (1975) der Trilateralen Kommission   – dem Vorläufer von WEF („Davos“) und Bilderberg   – in dem (in Brzezinskis Worten) internationale Banken und multinationale Unternehmen anstelle des „Nationalstaats als grundlegende Einheit des organisierten menschlichen Lebens“ als die wichtigste schöpferische Kraft gekrönt wurden.

    Brzezinskis voreingenommene Wahrnehmung Russlands war nichts Neues. Sie reicht vielmehr bis zum Hudson Institute in den 1970er Jahren und Senator Henry „Scoop“ Jackson zurück, der zweimal für die Nominierung der Demokraten für die Präsidentschaftswahlen 1972 und 1976 kandidierte. Jackson (norwegischer Abstammung) hasste den Kommunismus, er hasste die Russen und er hatte viel Unterstützung innerhalb der Demokratischen Partei.

    Brzezinski, der polnischer Herkunft war, teilte Scoop Jacksons Russophobie. Er überzeugte Präsident Carter (1979), eine radikalisierte, dschihadistische Identitätskultur in Afghanistan einzuführen, um die säkulare sozialistische Kultur Kabuls, die Moskau unterstützte, zu schwächen. Der Ausgang des Afghanistankrieges wurde anschließend als großer amerikanischer Sieg dargestellt (was er nicht war).

    Dennoch   – und das ist der Punkt   – untermauerte der Siegesanspruch die Vorstellung, dass islamische Aufständische die idealen „Lösungsmittel“ für Regimewechselprojekte seien (und das sind sie immer noch, wie wir heute in Syrien sehen).

    Aber Brzezinski hatte noch mehr Ratschläge für Präsident Carter. In seinem Grand Chessboard ["Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft"] von 1997 argumentierte Brzezinski, dass Amerika und Kiew möglicherweise alte kulturelle und sprachliche Komplexitäten nutzen könnten (wie es in Afghanistan der Fall war), um das Scharnier zu bilden, um das herum die Macht des Kernlandes aufgelöst werden könnte, indem Russland die Kontrolle über die Ukraine verweigert wird:

    „Ohne die Ukraine wäre Russland nie zur Kernland-Macht geworden; aber mit der Ukraine kann und wäre Russland [eine Kernland-Macht]“, betonte er. Russland müsse in einen ähnlichen ukrainischen Sumpf kultureller Identität verstrickt werden, plädierte er.

    Warum war diese politische Entscheidung so schädlich für die Aussichten auf einen endgültigen Frieden zwischen den USA und Russland? Weil Kiew, angestachelt von der CIA, die völlig falsche identitäre Behauptung aufstellte, dass „Europa an der Ukraine endet“   – und dass jenseits davon „die Slawen“ liegen.

    Diese Manipulation allein ermöglichte es Kiew, sich in eine Ikone für einen totalen kulturellen Identitätskrieg gegen Russland zu verwandeln, obwohl die ukrainische Sprache (korrekt als Ruthenisch bekannt) keine germanische Sprache ist. Auch gibt es keine (germanische) Wikinger-DNA unter den heutigen Westukrainern.

    In ihrem Bestreben, Kiew zu unterstützen und Biden zu gefallen, stürzte sich die EU auf diesen strategischen Revisionismus der Ukraine: „Ukraine“ wurde als „europäische Werte“ gestaltet, die sich gegen „russische“ (asiatische) Werte verteidigen. Es war ein Pol, wenn auch ein falscher, um den herum die europäische Einheit geschmiedet werden konnte, zu einer Zeit, in der die Realität darin bestand, dass die Einheit der EU sich auflöste.

    Ist also ein „nachhaltiger Frieden“ mit Russland möglich? Wenn er im Sinne der Aufrechterhaltung einer Rumpf-Ukraine als kriegerischer Isthmus von „Europa und seinen Werten“ gegen die „regressive slawische Sphäre“ angestrebt würde, dann ist Frieden nicht möglich. Denn die zugrunde liegende Prämisse wäre völlig falsch und würde mit Sicherheit zu einem erneuten Konflikt in der Zukunft führen. Moskau würde ein solches Abkommen mit ziemlicher Sicherheit ablehnen.

    In der amerikanischen Öffentlichkeit wächst jedoch die Sorge, dass der Krieg in der Ukraine in eine immerwährende Eskalation mündet, und es ist deutlich zu spüren, dass die Öffentlichkeit befürchtet, Biden und die „Falken“ im Kongress würden die USA in einen „nuklearen Holocaust“ führen.

    Sollen wir   – die Menschheit   – weiterhin am Rande der Vernichtung stehen, wenn ein Trump-„Deal“   – eng begrenzt auf die Ukraine   – in Moskau abgelehnt wird? Die Dringlichkeit, das Abgleiten in die Eskalation zu stoppen, ist offensichtlich; dennoch schrumpft der Spielraum für politisches Handeln kontinuierlich, da der Drang der Falken in Washington und Brüssel, Russland einen tödlichen Schlag zu versetzen, nicht nachlässt.

    Aus der Perspektive des Trump-Teams ist die Aufgabe, mit Putin zu verhandeln, jedoch alles andere als einfach. Die westliche Öffentlichkeit ist psychologisch einfach nicht darauf vorbereitet, ein stärkeres Russland zu erwarten. Im Gegenteil, sie wurden damit bearbeitet, dass westliche „Experten“ das russische Militär belächelten, die russische Führung als inkompetent verunglimpften und die russische Führung in ihren Fernsehsendern als durch und durch böse darstellten.

    Wenn man Brzezinskis bahnbrechenden Beitrag zur Demokratie und seine spätere „Konzentration“ in einer von einer Elite technologisch verwalteten „identitären Sphäre“ bedenkt, ist es nicht schwer zu verstehen, wie ein so fragmentiertes Land wie Amerika in die Defensive gerät, während sich die Welt in Richtung einer kulturell begründeten Multipolarität bewegt.

    Natürlich ist es nicht ganz richtig zu sagen, dass Amerika keine gemeinschaftliche Kultur hat, wenn man die große Vielfalt der Einwandererkulturen in den USA bedenkt. Aber es stimmt, dass das, was als traditionelle Kultur angesehen wird, unter Beschuss steht. Dies war schließlich der Kernpunkt der jüngsten Präsidentschaftswahlen   – und der Wahlen in vielen anderen Ländern.

    Die Vorstellung, dass Trump, sobald die Trump-Gesandten zunächst in Moskau waren und mit leeren Händen wieder abgereist sind, einen Ukraine-Deal abschließen wird, spiegelt nicht das wider, was Moskau immer wieder betont hat. Erforderlich ist ein umfassendes, auf einem Vertrag basierendes Abkommen, das die Sicherheitsarchitektur und die Grenzen zwischen den Sicherheitsinteressen des Kernlandes und des Randlandes regelt.

    Aber werden viele Amerikaner ein solches Abkommen als „Schwäche“ betrachten, als Zugeständnis der „Führungsrolle“ und „Größe“ der USA? Natürlich wird es so wahrgenommen werden   – denn Trump würde Amerikas Niederlage besiegeln und die USA als einen Staat unter Gleichen in einem neuen Konzert der Mächte neu positionieren   – d.h. in einer multipolaren Welt.

    Das ist eine große Herausforderung. Kann Trump es schaffen, den amerikanischen Stolz herunterzuschlucken? Ein gangbarer Weg nach vorne wäre, zum ursprünglichen Gordischen Knoten zurückzukehren und ihn zu lösen: d.h. den Knoten zu lösen, dass es nach dem Zweiten Weltkrieg keinen schriftlichen Vertrag gibt, der die Vorwärtsbewegung der NATO begrenzt, und damit den Vorwand zu beenden, dass die Verlagerung der NATO an einen Ort ihrer Wahl niemanden etwas angeht, außer sie selbst.

    Leider könnte die andere Möglichkeit, den Anschein einer Niederlage der USA und der NATO in der Ukraine auszugleichen, von Trumps kriegerischen Beratern darin gesehen werden, den Iran zu zerschmettern   – als Signal amerikanischer „Männlichkeit“.

    Bei Verhandlungen geht es letztlich um Interessen und die Fähigkeit, das Rätsel zu lösen, dass zwei Parteien wahrnehmen, wie „der andere“ sich selbst wahrnimmt   – als Schwäche oder als Stärke. Sollte Trump in einer buchstäblichen Sackgasse in Bezug auf die Ukraine stecken, könnte er einfach die metaphysische Leiter hinaufsteigen und einfach sagen, dass nur er die Vision hat, Amerika vor einem dritten Weltkrieg zu bewahren. Um Amerika vor sich selbst zu bewahren.


    Quelle: Strategic Culture Foundation

    https://strategic-culture.su/news/2025/01/10/can-trump-save-america-from-itself/

    Mit freundlicher Genehmigung übernommen

    Die Übersetzung besorgte Andreas Mylaeus


    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acymailing&ctrl=url&subid=3998&urlid=6606&mailid=2468


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.01.2025

    Litauens Staatschef äußert Ansprüche auf Gebiet Kaliningrad – Reaktionen

    meinungsfreiheit.rtde.life, 11 Jan. 2025 20:30 Uhr

    Litauens Präsident Gitanas Nauseda hat Ansprüche auf Russlands Gebiet Kaliningrad erhoben – die Argumentation überschreitet die Grenze zur Realsatire eindeutig. Reaktionen von der russischen Seite folgten auf dem Fuße.


    Litauens Staatschef äußert Ansprüche auf Gebiet Kaliningrad – Reaktionen© Soziale Medien


    Dieses Spiel kann man auch zu zweit spielen: Nicht Vilnius, sondern Vilna. Plakat der Partei Gerechtes Russland – Patrioten für die Wahrheit.


    Gitanas Nauseda, Litauens Staatschef, hat an der Umbenennung eines Museums im russischen Gebiet Kaliningrad Anstoß genommen. Umbenannt wurde in der Siedlung Tschístyje Prudý das Museum zum Gedenken an den Dichter Kristijonas Donelaitis – und zwar zum Literaturmuseum Tschístyje Prudý. Der Name des Klassikers litauischer Literatur ist zwar immer noch Teil der Ausstellungen im Kirchengebäude, in dem das Museum eingerichtet wurde, und die Museumsführer erzählen weiterhin von ihm, doch dadurch ließ sich Nauseda nicht stören. Auf X (früher Twitter) poltert er von unannehmbarer Geschichtsumschreibung und wirft pathetisch ein:

    "Was kommt als nächstes? Bücherverbrennungen?"

    Anschließend schlägt Nauseda ganz langsam den Bogen zum Kern und Zweck seiner Botschaft:

    "Obwohl die alten Einwohner von Kleinlitauen, heute Teil des sogenannten Gebiets Kaliningrad, längst weg sind, müssen die letzten Spuren litauischer Kultur dort geschützt werden. 

    Ganz gleich wie sehr Russland es versucht:

    Karaliaucius wird niemals Kaliningrad!"

    Tweet des litauischen Präsidenten, in dem er Ansprüche auf Russlands Gebiet Kaliningrad erhebt. Screenshot.Gitanas Nauseda


    Falls der aufmerksame Leser jetzt über das Toponym Karaliaucius gestolpert sein sollte: Es ist eine teilweise litauische Lehnübersetzung des Stadtnamen Königsberg ins Litauische, so wie auch Krolewiec eine teilweise Lehnübersetzung ins Polnische ist.


    Der Appetit Polens auf Kaliningrad – Oder: Machen Sie sich ein Tilsiter Käsebrot





    Meinung

    Der Appetit Polens auf Kaliningrad – Oder: Machen Sie sich ein Tilsiter Käsebrot





    Beide sind historisch belegt, jedoch sowohl in Litauen als auch in Polen selbst längst aus dem Gebrauch gekommen. Im Klartext: Nach Polen, wo auf Autobahnschildern, die zuvor den Weg nach Kaliningrad wiesen, der Stadtname erst vor kurzem und aus eindeutig revisionistischen Beweggründen zu Krolewiec geändert wurde, erhebt also nun auch Litauen in Person seines Staatschefs Ansprüche auf das Gebiet und die Stadt. So sieht es auch das offizielle Moskau. Zuerst meldete sich das russische Parlament zu Wort – Sergei Perminow, Abgeordneter in dessen Oberkammer, dem Föderationsrat, lachte Nauseda aus: 

    "Unterhaltende Geschichte und Geographie aus dem Munde des Präsidenten Litauens vermag in der Epoche der Post-Ironie nur eine Reaktion hervorzurufen – ein mitleidiges Lächeln. Wie kann man hier umhin, sich an eine bekannte Fabel von Iwan Krylow zu erinnern

    Der Mops! Klar, ist ein starker Mann,
    Der bellt auch Elefanten an!"

    Etwas später reagierten Dmitri Peskow und Maria Sacharowa. Der Kreml-Sprecher fasste kurz und trocken zusammen:

    "Litauen stellt einen Staat dar, der gegenüber unserem Land feindlich gesinnt ist und der, wie sich herausstellt, unter anderem auch territoriale Ansprüche hat. Das rechtfertigt unsere tiefe Besorgnis – und rechtfertigt alle heutigen und künftigen Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit unseres Staates."

    Russlands Außenamtssprecherin kommentierte ausführlicher:

    "Und schon wieder drängt sich eine weitere Schießbudenfigur ans Mikrofon – mit feuchten historischen Tagträumen.

    Ich will nur daran erinnern, dank wem heute Litauens Hauptstadt Vilnius heißt und nicht Vilna beziehungsweise Kaunas: Dies beschloss Joseph Wissarionowitsch Stalin, der im Jahre 1939 den Vertrag über Übergabe der Stadt und des Gebiets Wilno an die Litauische Republik und über gegenseitige Hilfe zwischen der Sowjetunion und Litauen unterzeichnete.

    Auch daran will ich erinnern, wem es zu verdanken ist, dass der größte litauische Hafen im Baltikum endgültig von Memel zu Klaipeda umbenannt wurde und endgültig litauisch wurde – Kämpfern der Roten Armee und ihrem selbstlosen Heldentum, Kämpfern, deren Denkmälern diese Geschichts-Umschreiberlinge heute demontieren.

    All diese Geschenke der Sowjetunion an Litauen, die die dortigen Nachfahren der nicht zuende liquidierten 'Waldbrüder' Moskau immer noch nicht verzeihen können, darf Vilnius auch gern zurückgeben – wenn dem litauischen Präsidenten die Geschichte denn so unbequem ist."

    Anti-Russland-Projekt im Baltikum versinkt in Chaos und Finanzloch




    Analyse

    Anti-Russland-Projekt im Baltikum versinkt in Chaos und Finanzloch






    Den zeitgenössischen litauischen Politikern empfahl Sacharowa, Geschichte zu lernen und sich um die Wahrung der Menschenrechte in ihrem Land zu kümmern. Nicht zuletzt sollten sie sich außerdem in ihre "im Krepieren begriffene 'Volks'-Wirtschaft reinhängen", so die Diplomatin. Sie hätten ja schon etwas zu tun, wenn sie sich so sehr um ihre Identität sorgen – von der bereits nach wenigen Jahrzehnten der 'Unabhängigkeit' fast nichts mehr übrig sei.

    Iwan Krylows Fabel "Elefant und Mops", die der oben erwähnte Perminow zitierte, sei hier der Ursprungsstoff an die Seite gestellt, den der russische Dichter verarbeitete. Dies war Jean de La Fontaines "Die Ratte und der Elefant", hier nachzulesen und ebenfalls sehr lehrreich.


    Mehr zum Thema – Provokationen in der Ostsee: Langsam wird es heiß für Rostock


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/europa/232471-litauens-staatschef-aeussert-ansprueche-auf-kaliningrad-reaktionen


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.01.2025

    Medienbericht: Panama könnte im Streit mit Trump um Panamakanal vor den UN-Sicherheitsrat gehen

    meinungsfreiheit.rtde.life, 11 Jan. 2025 19:32 Uhr

    Der Plan von Donald Trump, den Panamakanal wieder unter die Kontrolle der USA zu stellen, beunruhigt das lateinamerikanische Land so sehr, dass es jetzt mögliche Schritte dagegen erwägt. Präsident José Raúl Mulino will laut einem Medienbericht den UN-Sicherheitsrat einschalten.


    Medienbericht: Panama könnte im Streit mit Trump um Panamakanal vor den UN-Sicherheitsrat gehenQuelle: AP © Arnulfo Franco


    Archivbild


    Laut einem Bericht der US-Tageszeitung Politico könnte sich Panama in dem Streit mit Donald Trump um den Panamakanal an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wenden. Unter Berufung auf den früheren Präsidenten des lateinamerikanischen Landes, Ernesto Pérez Balladares, schreibt das Blatt, dass der jetzige Staatschef von Panama, José Raúl Mulino, in einem Privatgespräch diese Maßnahme in Aussicht gestellt habe. Der mittelamerikanische Staat würde demnach vor das höchste UN-Gremium gehen, sollte der Republikaner nach seinem Amtsantritt auf seinem Vorhaben beharren und Panama weiterhin bedrohen. Balladares wird in Bezug auf die Reaktion von Mulino mit den Worten zitiert:

    "Wie alle in diesem Land ist er sehr überrascht."

    Trumps territoriale Ansprüche sollten ernst genommen werden





    Meinung

    Trumps territoriale Ansprüche sollten ernst genommen werden





    Dem Ex-Staatschef zufolge soll sein Nachfolger diese Möglichkeit am Mittwoch bei einer Veranstaltung im Präsidentenpalast artikuliert haben.

    Am Donnerstag erklärte Mulino öffentlich, dass Panama ein hundertprozentig souveränes Land sei und der Kanal zwischen der Karibik und dem Pazifik auch in Zukunft Panama gehören werde. Außenminister Javier Martínez Acha betonte seinerseits, dass der Panamakanal nicht zum Verkauf stehe. Er sei eine Religion, die alle Panamaer verbinde.

    "Der Kanal, der ein Vermögen der Panamaer ist, dient erfolgreich der ganzen internationalen Gemeinschaft – und vor allem den Vereinigten Staaten."

    Momentan sind die USA Statistiken zufolge die Hauptnutzer der etwa 82 Kilometer langen künstlichen Wasserstraße. 74 Prozent der darüber transportierten Fracht stammt aus den USA, gefolgt von China mit 21 Prozent. Der gewählte US-Präsident ist aber der Meinung, dass der Panamakanal von China kontrolliert wird. Zudem beanstandet er die Nutzungsgebühren, indem er sie für zu hoch hält. Um die Kontrolle über den Kanal zurückzuerlangen, schließt der Republikaner ein militärisches Vorgehen nicht aus.


    Mehr zum ThemaNeuordnung der Welt – Trump will Lieferwege von Rohstoffen kontrollieren


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/meinung/232416-das-elend-mit-dem-krieg-nach-der-wahl-kommt-der-soziale-kahlschlag


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.01.2025

    Medienbericht: Panama könnte im Streit mit Trump um Panamakanal vor den UN-Sicherheitsrat gehen

    Der Plan von Donald Trump, den Panamakanal wieder unter die Kontrolle der USA zu stellen, beunruhigt das lateinamerikanische Land so sehr, dass es jetzt mögliche Schritte dagegen erwägt. Präsident José Raúl Mulino will laut einem Medienbericht den UN-Sicherheitsrat einschalten.


    Quelle: AP © Arnulfo Franco


    Archivbild


    Laut einem Bericht der US-Tageszeitung Politico könnte sich Panama in dem Streit mit Donald Trump um den Panamakanal an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wenden. Unter Berufung auf den früheren Präsidenten des lateinamerikanischen Landes, Ernesto Pérez Balladares, schreibt das Blatt, dass der jetzige Staatschef von Panama, José Raúl Mulino, in einem Privatgespräch diese Maßnahme in Aussicht gestellt habe. Der mittelamerikanische Staat würde demnach vor das höchste UN-Gremium gehen, sollte der Republikaner nach seinem Amtsantritt auf seinem Vorhaben beharren und Panama weiterhin bedrohen. Balladares wird in Bezug auf die Reaktion von Mulino mit den Worten zitiert:

    "Wie alle in diesem Land ist er sehr überrascht."

    Trumps territoriale Ansprüche sollten ernst genommen werden




    Meinung

    Trumps territoriale Ansprüche sollten ernst genommen werden






    Dem Ex-Staatschef zufolge soll sein Nachfolger diese Möglichkeit am Mittwoch bei einer Veranstaltung im Präsidentenpalast artikuliert haben.

    Am Donnerstag erklärte Mulino öffentlich, dass Panama ein hundertprozentig souveränes Land sei und der Kanal zwischen der Karibik und dem Pazifik auch in Zukunft Panama gehören werde. Außenminister Javier Martínez Acha betonte seinerseits, dass der Panamakanal nicht zum Verkauf stehe. Er sei eine Religion, die alle Panamaer verbinde.

    "Der Kanal, der ein Vermögen der Panamaer ist, dient erfolgreich der ganzen internationalen Gemeinschaft – und vor allem den Vereinigten Staaten."

    Momentan sind die USA Statistiken zufolge die Hauptnutzer der etwa 82 Kilometer langen künstlichen Wasserstraße. 74 Prozent der darüber transportierten Fracht stammt aus den USA, gefolgt von China mit 21 Prozent. Der gewählte US-Präsident ist aber der Meinung, dass der Panamakanal von China kontrolliert wird. Zudem beanstandet er die Nutzungsgebühren, indem er sie für zu hoch hält. Um die Kontrolle über den Kanal zurückzuerlangen, schließt der Republikaner ein militärisches Vorgehen nicht aus.


    Mehr zum ThemaNeuordnung der Welt – Trump will Lieferwege von Rohstoffen kontrollieren


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/amerika/232473-medienbericht-panama-koennte-vor-un-sicherheitsratgegen


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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