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05.02.2025

USA verlassen UN-Menschenrechtsrat – UNESCO und Palästina-Hilfswerk auf dem Prüfstand

freedert.online, 5 Feb. 2025 12:32 Uhr

Mehrere Organisationen der Vereinten Nationen arbeiten nicht im Interesse der USA, meint US-Präsident Donald Trump. Er beendet die Mitgliedschaft seines Landes im UN-Menschenrechtsrat und lässt die Beteiligung an der UNESCO und im Palästina-Hilfswerk überprüfen.


USA verlassen UN-Menschenrechtsrat – UNESCO und Palästina-Hilfswerk auf dem PrüfstandQuelle: AP © Ben Curtis


US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus


Die USA haben den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UNHRC) verlassen. Eine entsprechende Anordnung unterzeichnete US-Präsident Donald Trump am Dienstag.

Wie aus dem Papier hervorgeht, seien mehrere UN-Einrichtungen "von ihrer ursprünglichen Aufgabe abgewichen, während sie gegen die Interessen der USA agiert, die Verbündeten des Landes attackiert und Antisemitismus propagiert haben". Daher "beenden die USA ihre Beteiligung am UNHRC und suchen keine weitere Beteiligung an dem Gremium". Der US-Außenminister wird beauftragt, den Posten des US-Vertreters beim Menschenrechtsrat abzuschaffen.

Laut Washingtons Ansicht habe der UNHRC Menschenrechtsverletzer geschützt, indem ihnen erlaubt worden sei, die Organisation als Schild gegen Untersuchungen zu nutzen.


Trump kündigt US-Übernahme des Gaza-Streifens an





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Neben dem Rückzug aus dem UNHRC wird Washington sein Engagement in weiteren UN-Agenturen überprüfen. Betroffen sind das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) und die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO).

Das UNRWA sei "von Mitgliedern von Gruppierungen infiltriert, die das US-Außenministerium als Terrororganisationen betrachtet". Darüber hinaus seien Mitarbeiter des UN-Hilfswerks an dem Angriff der Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023 beteiligt gewesen.

Sowohl dem Hilfswerk als auch dem Menschenrechtsrat wird jede Finanzierung durch die USA untersagt.

Weiter heißt es, die UNESCO scheitere wiederholt bei den Reformprozessen, demonstriere seit dem vergangenen Jahrzehnt eine antiisraelische Einstellung und könne ihre Zahlungsrückstände nicht beseitigen. Innerhalb der nächsten 90 Tage werde Washington seine Mitgliedschaft in der UNESCO überprüfen, insbesondere mit Blick auf die nationalen Interessen der USA sowie "den Antisemitismus innerhalb der Organisation".

Bereits im Juni 2018 hatte Trump die USA aus dem Menschenrechtsrat abgezogen. Nikki Haley, die damalige US-Botschafterin bei der UNO, beschuldigte den Rat einer "chronischen Voreingenommenheit gegenüber Israel". Unter US-Präsident Joe Biden kehrten die USA in den UNHRC zurück. Mit Hinblick auf Informationen über die Beteiligung von UNRWA-Mitarbeitern an dem Hamas-Angriff auf Israel setzte die Biden-Regierung Finanzierung des Palästina-Hilfswerks aus.


Mehr zum Thema – USA streichen Zuschüsse an UN-Hilfswerk für Palästina


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Info: https://freedert.online/international/235853-usa-verlassen-un-menschenrechtsrat


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

05.02.2025

Hat die Bundesregierung Carte Blanche erteilt? Es wird ernst für 200.000 junge Männer: Die ukrainischen Feldjäger kommen nach Deutschland

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„Die Bundesregierung unterstützt die Ukraine bei der Einrichtung eines ersten „Unity Hubs“ in Berlin.“© Quelle: PIXABAY/LukasJohnns


alexander-wallasch.de, 04. Februar 2025 um 20:48 Uhr von Alexander Wallasch (Kommentare: 14)


Die Bundesregierung macht ernst, die Ukraine bekommt ihre Behörde in Deutschland. Im Fokus stehen die wehrfähigen Ukrainer, alles andere ist Verschleierung. Selten habe ich zuletzt beim Schreiben eines Textes so einen Zorn auf dieses neue Deutschland empfunden.

„Der ukrainische Präsident hat mir gerade mitgeteilt, dass er in Deutschland und Polen eine ukrainische Behörde mit erschaffen will, die die Ukrainerinnen und Ukrainer entweder bei der Rückkehr oder bei der Arbeitsaufnahme in Deutschland unterstützt, so dass wir gemeinsam in diese Richtung arbeiten können.“ (Olaf Scholz, Anfang Dezember 2024)

In den Monaten bzw. Wochen nach Bekanntgabe des Kanzlers, dass der ukrainische Präsident Selenskyj ihm „mitgeteilt“ habe, mit einer eigenen „Behörde“ in Deutschland hunderttausenden wehrfähigen jungen ukrainischen Männer nachzustellen, habe ich – übrigens auch aus prominenten Kreisen der neuen Medien – vielfach verstörenden Zuspruch für dieses Vorhaben vernommen.

In einem konkreten Fall ist sogar eine eingespielte und zugeneigte Zusammenarbeit mit einem prominenten Experten zerbrochen. In einem anderen Fall habe ich mich schaudernd abgewandt von einem prominenten Kopf der Medienkritik, der überhaupt nichts dabei fand, diese etwa zweihunderttausend jungen Männer sofort in die Ukraine auszuliefern.

Alexander-Wallasch.de hatte zuletzt bei allen mutmaßlich involvierten Ministerien und Behörden nachgefragt, was genau mit diesen „Behörden“ geplant sei. Um den 20. Dezember 2024 herum war die Auskunftsbereitschaft allerdings noch kläglich. So schrieb das Bundesinnenministerium von Nancy Faeser fast schmallippig:

„Das BMI ist innerhalb seiner Zuständigkeiten eingebunden. Darüber hinaus verweisen wir nochmal auf die Auskunft des Bundespresseamts.“

Das Bundesjustizministerium wusste von noch gar nichts und verwies ebenso wie das Innen- und Außenministerium an das Bundespresseamt als zentrale Stelle für Presseanfragen an die Bundesregierung.

Von dort kam dann lediglich folgende Kernbotschaft:

„Zu Fragen von Status, Aufgaben, Befugnissen und weiteren Fragen steht die Bundesregierung, insbesondere das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, mit der ukrainischen Regierung und dort konkret mit dem im Aufbau befindlichen ukrainischen Ministerium für Nationale Einheit, im Austausch.“

Am 16. Januar 2025 hatte sich die Bundesregierung offenbar hinreichend beraten, wie man diese bedrohliche neue Lage für hunderttausende Ukrainer in Deutschland öffentlich verkünden könne.

Dem vorausgegangen war ein Arbeitsbesuch von Oleksii Chernyshov im Bundesinnenministerium in Berlin. Chernyshov ist stellvertretender ukrainischer Premierminister und Minister einen eigens für dieses Vorhaben gegründeten neuen ukrainischen Ministeriums für nationale Einheit.

An besagtem Gespräch nahmen ebenfalls Staatssekretäre das Auswärtige Amtes, des Wirtschaftsministeriums, Arbeitsministeriums und des Entwicklungshilfeministeriums teil. Eine Konferenz, die es in die deutschen Geschichtsbücher schaffen könnte.

Der zentrale Satz über diesem Zusammentreffen:

Die Bundesregierung unterstützt die Ukraine bei der Einrichtung eines ersten ,Unity Hubs' in Berlin.“

Der Begriff „Unity Hubs“ klingt geradezu verniedlichend, gemessen am zu vermutenden und naheliegenden tatsächlichen Vorhaben. Die untauglichen Beschwichtigungsgesten des Besuchers aus Kiew gegenüber dem ZDF weisen zudem unmissverständlich darauf hin, um was es wirklich geht und wohin die Reise gehen soll: Von zweifelhaften Garantien ist da die Rede. Es ist grauenhaft in jeder düsteren Ahnung, die hier zwangsläufig insinuiert ist!


Rückkehrer würden, so Chernyshov, vom Militärdienst zurückgestellt, wenn sie in der Rüstungsproduktion arbeiten. Auch, wenn sie in einem Kraftwerk arbeiten, werden sie nicht einberufen. Dafür gebe er eine Garantie.


Info: https://www.alexander-wallasch.de/gesellschaft/es-wird-ernst-fuer-200-000-junge-maenner-die-ukrainischen-feldjaeger-kommen-nach-deutschland


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05.02.2025

Saudi-Arabien stellt klare Bedingungen: Kritik an Trumps Übernahme-Plan für den Gazastreifen

Saudi-Arabien hat erklärt, dass es ohne die Schaffung eines palästinensischen Staates keine Beziehungen zu Israel aufnehmen werde. Damit widersprach es Trumps Behauptung, Riad fordere keinen palästinensischen Staat.


Saudi-Arabien stellt klare Bedingungen: Kritik an Trumps Übernahme-Plan für den GazastreifenQuelle: AP © Ariel Schalit


Symbolbild


Saudi-Arabien schließt eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel aus, solange kein unabhängiger Palästinenserstaat besteht. Kronprinz Mohammed bin Salman habe die Position des Königreichs in dieser Frage "klar und ausdrücklich" bekräftigt, teilte das saudi-arabische Außenministerium am Mittwoch mit. Es bestehe keinerlei Raum für Interpretationen. Zudem lehne man entschieden alle Versuche ab, die Palästinenser von ihrem Land zu vertreiben. Damit widersprach Saudi-Arabien auch Trumps Behauptung, Riad verlange keinen palästinensischen Staat, als er sagte, die USA wollten den Gazastreifen übernehmen.

Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte zuvor vorgeschlagen, dass die USA den palästinensischen Landstrich übernehmen und dort eine herrliche "Riviera des Nahen Ostens" bauen. Alle bisherigen Bewohner im Gazastreifen sollten in andere Staaten der Region umgesiedelt werden. Das erklärte Trump auf einer Pressekonferenz mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Dieser lobte die Idee als eine typische Trump-Idee, "unkonventionell" und frisch.

Die Vereinigten Staaten hatten monatelange diplomatische Bemühungen unternommen, um Saudi-Arabien, einen der mächtigsten und einflussreichsten arabischen Staaten, zu einer Normalisierung der Beziehungen zu Israel und zur Anerkennung des Landes zu bewegen. Doch der Gaza-Krieg, der im Oktober 2023 begonnen hat, veranlasste Riad angesichts der arabischen Wut über Israels Offensive, die Angelegenheit auf Eis zu legen.
Trump möchte, dass Saudi-Arabien in die Fußstapfen von Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, einem Handels- und Wirtschaftszentrum im Nahen Osten, und Bahrain tritt, die im Jahr 2020 das sogenannte Abraham-Abkommen unterzeichnet und ihre Beziehungen zu Israel normalisiert hatten.


Mehr zum ThemaTrump kündigt US-Übernahme des Gaza-Streifens an


Video https://rumble.com/v6eofp7-in-schutt-und-asche-drohnenaufnahmen-zeigen-gaza.html

Dauer 0:54 min


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Info: https://freedert.online/der-nahe-osten/235823-saudi-arabien-stellt-klare-bedingungen


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05.02.2025

Trump will Krieg um Seltene Erden führen – in der Ukraine

freedert.online, 5 Feb. 2025 11:18 Uhr, Von Valentin Bogdanow

Donald Trump scheint nun doch kein Problem darin zu sehen, den Krieg in der Ukraine an Stelle seines demokratischen Vorgängers Biden weiterzuführen. Hauptsache, es gibt etwas abzustauben und US-Truppen müssen nicht selber ins Gefecht. 


Screenshot_2025_02_05_at_19_00_19_67a32724b480cc39be002471.png_PNG_Grafik_1104_622_Pixel_Skaliert_94_© Conflict and Environmens OBServatory (CEOBS)


Landkarte mit Stand Mai 2024 erkundeten Mineralvorkommen der Ukraine. (Screenshot)


Von allen Aussagen, die Donald Trump während seiner Zeit im Weißen Haus machte, widersprechen seine Worte, dass es in der Ukraine sehr wertvolle Seltene Erden gebe und darum die USA sehr daran interessiert seien, ein Abkommen abzuschließen, wonach die Kiewer Behörden damit die Militärhilfen bezahlen, der Position seines Vorgängers noch am wenigsten. Joe Biden würde dem auf jeden Fall zustimmen. Und der Tiefe Staat in den USA würde es gutheißen.


Jahrhundertvorkommen: Russlands Reserven an Seltenen Erden kann Weltbedarf decken





Jahrhundertvorkommen: Russlands Reserven an Seltenen Erden kann Weltbedarf decken






Dabei spielt es keine Rolle, ob Trump den Begriff "Seltene Erden" im weitesten Sinne verwendete und damit alle kritischen Mineralien meinte oder ob er sich wirklich speziell auf Seltenerden-Metalle bezog. Letztere zählen nur 17, und heute gibt es bei der Herstellung von Magneten, Elektromotoren und einer breiten Palette elektronischer Geräte einfach keinen Ersatz für sie – während auf dem Gebiet der ehemaligen Ukrainischen SSR immerhin etwa fünf Prozent der weltweiten Reserven liegen. Wichtig ist also, dass die neue US-Regierung somit exakt in die Fußstapfen der alten tritt.

Wichtige Anmerkung: Das offizielle US-Gesetzbuch wurde noch im Jahr 2021 um einen neuen Abschnitt mit dem Titel "Zusammenarbeit mit der Ukraine in Bezug auf die Titanindustrie" ergänzt. Dort steht schwarz auf weiß, dass Washingtons Politik darin besteht, mit Kiew Zusammenarbeit in der Titanindustrie anzustreben – als mögliche Alternative zu den chinesischen und russischen Quellen, von denen die Vereinigten Staaten und Europa derzeit abhängig sind.

Wer den berüchtigten "Siegesplan" verfasste und wie er überhaupt entstand, ist nicht sicher bekannt. Aber vieles deutet darauf hin, dass dies nicht in Kiew geschah: Zu deutlich haben sich die potenziellen Teilnehmer zu erkennen gegeben. So sagte mir etwa auf dem Parteitag der Demokraten Ende August der US-Senator Richard Blumenthal, dass die USA Kiew mit Langstreckenartillerie, Luftabwehr und Drohnen ausstatten sollten, und deshalb werde er, Blumenthal, auf zusätzlichen Waffenlieferungen an Kiew bis zum Jahresende bestehen – ebenso wie auf einem Abkommen über seltene Mineralien, denn die Ukraine verfüge über eine große Menge dieser Mineralien.

Blumenthal war seinerseits gerade von einer Arbeitsreise nach Kiew zurückgekehrt. Als Gesandte quasi der "Vereinigten Partei des Tiefen Staates" besuchten er und der Republikaner Lindsey Graham gleich zweimal Wladimir Selenskij und diskutierten mit ihm eben das gleiche Thema der Seltenen Erden. Am 10. Juni beispielsweise bezeichnete Graham in der CBS-Sendung Face the Nation die Ukraine als eine "Goldmine" und beharrte darauf, dass der Westen um jeden Preis seinen Zugang zu deren wertvollen Rohstoffen behalten müsse. Er sagte damals:

"Die in der Ukraine sitzen auf kritisch wichtigen Mineralien im Wert von zehn bis zwölf Billionen US-Dollar. Ich möchte dieses Geld und diese Vermögenswerte nicht Putin überlassen, damit er sie mit China teilt!"

Der Konkurrenzkampf mit China, das über die weltweit größten Reserven an Seltenerdmetallen verfügt, wodurch Peking nicht nur die Produktion, sondern auch die Preise für diese kritisch wichtigen Rohstoffe für die Rüstungsindustrie kontrollieren kann, ist eine Top-Priorität für die Vereinigten Staaten. Lagerstätten der Ukraine fungieren in diesem Zusammenhang als Gegengewicht. Und bereits im Jahr 2022 bezeichnete die Washington Post den Konflikt in der Ukraine als "einen Kampf um die Bodenschätze und Energieressourcen des Landes".

In US-Medien wird die Ukraine als eine "Rohstoffader" bezeichnet, in der "117 der 120 am häufigsten genutzten Mineralien und Metalle zu finden sind und die zudem eine wichtige Quelle fossiler Brennstoffe darstellt". Dabei liegen die meisten dieser Rohstoffe im Osten des Landes.

Geschätzt liegt der Gesamtmarktwert aller potenziell abbaubaren Ressourcen dort bei etwa 12,4 Billionen US-Dollar.


Trumps begrenzte Macht





Meinung

Trumps begrenzte Macht







Kaum ein Zufall also, dass ausgerechnet in der Redaktion der Washington Post ein solches Interesse an einem Thema entstand, das bei ihren westlichen Lesern eigentlich alles andere als beliebt ist. Schließlich ist der Besitzer der Zeitung, seines Zeichens der Milliardär und Oligarch Jeff Bezos, nicht nur dank seinem allseits bekannten Versanddienst Amazon allen ein Begriff – vielmehr steht Bezos gemeinsam mit Bill Gates auch noch hinter dem größten US-Start-up für die Gewinnung von Seltenerdmetallen, KoBold Metals, dessen Kapitalisierung nahe an immerhin drei Milliarden US-Dollar. Und Bezos erhielt übrigens den höchsten Zugang zu Trumps Amtseinführungszeremonie in der Rotunde des Kapitols.

Ziel hierbei ist also nicht nur, Geld zu verdienen, sondern auch, Chinas Dominanz in der Mineralienversorgungskette zu untergraben.

Wie ernst es ihnen bei all dem ist, lässt sich am Beispiel Grönlands verdeutlichen. Von 34 wichtigen Mineralien finden sich auf dieser polaren Schatzinsel 25, und die Gesamtreserven an Seltenerdmetallen dort und in den USA sind sogar vergleichbar: 1,5 Millionen Tonnen in den vorerst dänischen Besitztümern und 1,8 Millionen in den USA. "Vorerst" – denn Trump machte deutlich, dass die USA unter seiner Regierung bereit sind, um Grönland genauso zu im Krieg kämpfen wie um den Panamakanal auch.


Die Ukraine verliert ihre Rohstoffe und ihre Attraktivität für Investoren





Analyse

Die Ukraine verliert ihre Rohstoffe und ihre Attraktivität für Investoren





De facto führen sie bereits Krieg um die Ukraine. Kaum einem bloßen Zufall zuzuschreiben ist, dass Trump das Gespräch von Kriegshilfen für das Kiewer Regime im Austausch für ukrainische Seltene Erden an die Öffentlichkeit brachte – wohlgemerkt, gerade als russische Truppen sich den Grenzen des Gebietes Dnjepropetrowsk näherten, wo sich, wie in den ehemaligen Gebieten und jetzt Volksrepubliken Donezk und Lugansk, mit die größten Reserven an Lithium, Titan, Beryllium sowie Zirkonium und Tantal befinden. Doch für Kiew und die USA sind die Volksrepubliken Donezk und Lugansk bereits verloren, und die Reservate von Dnjepropetrowsk stellen für sie eine Art "last frontier" dar.

Und wenn das so ist, erscheinen die Berichte über eine Wiederaufnahme der Waffenlieferungen im großen Stil an Selenskij durchaus logisch: Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile könnte die neue Trump-Regierung durchaus zu dem Schluss kommen, dass Kontinuität mit dem Vorgänger zumindest in manchen Bereichen völlig akzeptabel ist. Etwa bei der Frage, wie man durch die Gewinnung teurer Bodenschätze im Ausland mit fremden Händen mehrere Billionen US-Dollar verdienen kann – unter Vergießen fremden Blutes.

Übersetzt aus dem Russischen.

Valentin Bogdanow ist Leiter des Büros der russischen Mediaholding WGTRK in New York. Diesen Kommentar verfasste er exklusiv für RT.


Mehr zum Thema – Frieden oder nicht: Trump zwingt EU, Buße zu tun und für die Ukraine zu zahlen – alternativlos


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Video https://rumble.com/v6g8dps-trump-comeback-guantnamo-and-deutschlands-wirtschaftsflaute-realpolitik-mit.html Dauer 29:00 min


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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Info: https://freedert.online/meinung/235705-trump-willens-krieg-um-den-seltenerden-markt-zu-fuehren-in-der-ukraine


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05.02.2025

Stellungnahme: Gemeinsame Stellungnahme zu den jüngsten Ereignissen im Bundestag

aus e-mail von Karin Gerlich, 5. Februar 2025, 16:44 Uhr


Liebe Kolleginnen und Kollegen,


wenn wir nicht gegenhalten, werden wir am 24.2.2025 die Konzequenzen zu

tragen haben!


Grüße Karin Gerlich


-------- Weitergeleitete Nachricht --------

Betreff: Stellungnahme: Gemeinsame Stellungnahme zu den jüngsten

Ereignissen im Bundestag

Datum: Wed, 05 Feb 2025 16:31:43 +0100

Von: Der Paritätische <info@paritaet.org>

An: karin.gerlich@t-online.de



E-Mail im Browser lesen

<https://256546.seu2.cleverreach.com/c/103328380/b7a926ab112b6-sr7v4v>



  Gemeinsame Stellungnahme zu den jüngsten Ereignissen im Bundestag


05. Februar 2025


Stellungnahme des Forum der Migrant*innenorganisationen im Paritätischen

Wohlfahrtsverbandes zu den Ereignissen im Bundestag


Seit Dienstagabend haben viele Demokrat*innen ihr Entsetzen über die

Vorgehensweise der Union zum Ausdruck gebracht. Zehntausende sind auf

die Straße gegangen und haben demonstriert. Auch wir teilen das

Entsetzen: Die Union hat diese Anträge und den Gesetzesentwurf in den

Bundestag eingebracht, wohlwissend, dass sie sie nur mit den Stimmen

einer in Teilen rechtsextremen Partei verabschieden kann. Das ist

unentschuldbar. Gleichzeitig finden wir es wichtig festzuhalten, dass

die Brandmauer nicht erst und ausschließlich durch das gemeinsame Heben

der Hände gebröckelt hat. Denn wer die Positionen der AfD in seine

eigenen Anträge gießt, hat jegliche Berührungsangst mit ihr längst verloren.


Die geforderten Änderungen sind allesamt entweder mit dem Grundgesetz

oder europäischer Rechtsprechung unvereinbar, nicht umsetzbar und vor

allem nicht zielführend. Diese Anträge sollen unser Land vermeintlich

sicherer machen. Doch was macht eine sichere Gesellschaft aus? Möchten

wir die europäische Idee begraben und 3800 km Bundesgrenze mittels

Mauern sichern? Macht es unser Land sicherer, wenn wir das Recht auf

Asyl – ein Vermächtnis unserer Vergangenheit – faktisch abschaffen?

Keine dieser Forderungen verhindert Anschläge, auf die sie nun eine

Reaktion sein sollen.


Wir alle sind weniger sicher in einem Land, in dem eine

menschenverachtende Partei im Bundestag einen Punktsieg bejubeln kann.


Sicherheit schafft man nicht dadurch, dass man die Gesellschaft spaltet.

Sicherheit erreicht man nicht, indem man Menschenrechte abschafft.

Sicherheit braucht Haltung und Anstand im politischen Diskurs.

Sicherheit braucht Zusammenhalt, Fürsorge und Solidarität.


Deniz Greschner & Mahmut Hamza


Forum der Migrant*innen


Kenan Küçük


Multikulturelles Forum e.V



    Dokumente zum Download


Stellungnahme des FdM

<https://256546.seu2.cleverreach.com/c/103328381/b7a926ab112b6-sr7v4v

(41 KB)



    Kontakt


Sergio Andrés Cortés Núñez

Referent Migrationssozialarbeit

mig@paritaet.org

030 24636-437 <tel:03024636437>


Für den Inhalt verantwortlich:

*Der Paritätische Gesamtverband *

Oranienburger Str. 13-14

10178 Berlin


info(at)paritaet.org <mailto:info@paritaet.org>

der-paritaetische.de

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unser weiterer Kommentar: Sicherheit erreicht man dadurch, dass man die Einmischung durch westlichen Militärs und durch deren politische  Einflussnahme, die zu Fluchtursachen beitragen, unterbindet und nicht mehr befördert.

05.02.2025

Trumps Zerschlagung von USAID verspricht historischen Wandel in US-Außenpolitik

freedert.online, 5 Feb. 2025 09:35 Uhr,Von Rainer Rupp

Zum Entsetzen des Tiefen Staates will Trump USAID schließen. Die als wohlwollend und humanitär dargestellte Organisation ist ein mächtiger Arm der US-Geheimdienste und der tiefenstaatlichen Geopolitik, verantwortlich für die Orchestrierung von Farbrevolutionen und Finanzierung politischer Subversion.


© US Army Africa from Vicenza, Italy, CC BY 2.0 , via Wikimedia Commons


Symbolbild: Zwei Seiten einer Medaille,Veranstaltung von USAID mit dem US-Afrikakommando in Vicenza, Italien, 2012


Die Website der US-Agentur für Internationale Entwicklung (USAID) ist seit Samstagabend offline. Die Fehlermeldung auf der USAID-Website lautete: "Diese Seite kann nicht erreicht werden."  Inzwischen haben sich die Berichte bestätigt, dass die Trump-Administration beabsichtige, die bisher unabhängige und vom tiefen Staat verhätschelte USAID-Behörde zu zerschlagen und die Reste der direkten Aufsicht des Außenministeriums zu unterstellen.


Wegen Finanzierung von NGOs: Mexikos Präsident droht USA "diplomatischen Protest" an





Wegen Finanzierung von NGOs: Mexikos Präsident droht USA "diplomatischen Protest" an





Schon am Tag seiner Amtseinführung hatte Trump einen Präsidentiellen Erlass unterschrieben, dass alle Abteilungen der USAID-Behörde von der inzwischen berüchtigten Truppe aus Elon Musks "DOGE"-Kontrolleuren (DOGE steht für "Abteilung für Regierungseffizienz") in den nächsten 90 Tagen einer detaillierten Buchprüfung und Rechenschaftslegung unterzogen werden. Die USAID-Abteilungen, die die Effizienz-Prüfung nicht überstehen –  ersten Berichten zufolge wird das die große Mehrheit betreffen – sollen permanent geschlossen und die Sachbearbeiter nach Hause geschickt werden. Der verbleibende Rest soll eine Unterabteilung von Rubios Außenministerium werden.

Erwartungsgemäß haben sogenannte "Linke" und Anhänger Bidens und des Tiefen Staates in Washington mit Entsetzen die grausamen Maßnahmen von Trump gegen die Ärmsten der Armen in der weiten Welt kritisiert. Beklagt wurde auch, dass durch den Wegfall der USAID-Hilfen das Prestige und die "Soft Power" der USA gerade zum aktuellen Zeitpunkt weiter geschwächt werden.

Trump hat den Demokraten und ihren Deep-State-Gegenparts jedoch schon vor den Wahlen deutlich gemacht, dass der Fluss von US-Steuergeldern in zweifelhafte NGOs unter seiner "America First"-Agenda beendet würde.

Ende Januar hatte die Trump-Administration fast alle Auslandshilfeprogramme im Rahmen der Bemühungen, die Verteilung dieser Hilfe umzugestalten, eingefroren. Mittels einer Nachricht auf seinem Department of Government Efficiency (DOGE)-Konto auf X hatte Elon Musk bereits letzte Woche darüber aufgeklärt, dass USAID in Entwicklungsländern Milliarden US-Dollar für "Woke"- und LGBTQ***-Programme ausgegeben hat, was deren finanzielles Schicksal besiegelte.


Kongressbericht: Die US-Hegemonie zu halten wird so teuer wie der Kalte Krieg





Kongressbericht: Die US-Hegemonie zu halten wird so teuer wie der Kalte Krieg






Aber die Kritik an USAID geht wegen ihrer Rolle als Instrument des US-amerikanischen Tiefen Staates, mit dessen Hilfe Farbrevolutionen und Regimewechsel-Operationen rund um die Welt initiiert wurden, viel tiefer. Nicht wenige geostrategische Analysten haben daher Trumps Demontage von USAID enthusiastisch begrüßt, denn das markiere eine seismische, historische Verschiebung in Amerikas Rolle in der Welt. Um das zu verstehen, müssen wir uns die Interaktion zwischen USAID und globalen NGOs anschauen, deren Aktivitäten auf Regierungswechsel abzielen.

Dies hat zur Folge, dass prowestliche Medien, die massiv von USAID unterstützt wurden, NGOs und andere "Soft Power"-Organisationen in Panik geraten sind. Dies hat praktisch über Nacht einen milliardenschweren Apparat zur Durchführung US-gesteuerter Regimewechsel abgeschaltet, der US-amerikanische Interessen weltweit, insbesondere in den sehr anfälligen Dritte-Welt-Ländern sowie den ehemaligen Sowjet-Republiken, durchgesetzt oder oft mit Gewalt aufgezwungen hat.

Wie dies auf praktischer Ebene funktioniert, wird im bekannten Buch "Bekenntnisse eines Economic Hit Man" detailliert beschrieben. Einige US-Vasallen, deren Eliten von der US-geführten unipolaren Weltordnung recht gut profitiert haben, werden diese Nachricht vom USAID-Ende nicht begrüßen. Viele US-Verbündete sowie eine Vielzahl von unterstützten "Oppositionsgruppen" rund um die Welt werden sich völlig im Stich gelassen fühlen. Wenn Trump, Musk, Rubio und sein Team sich durchsetzen, bedeutet dies nichts Geringeres als einen sehr willkommenen Neustart der Beziehungen Washingtons zum Rest der Welt, nicht von oben herab, sondern (mehr) auf Augenhöhe.

USAID als Deckmantel für die CIA und ein Werkzeug des Tiefen Staates

USAID wurde von den westlichen System-Medien immer wieder als "Leuchtturm der humanitären Hilfe", der "Förderung von Demokratie und der wirtschaftlichen Entwicklung" angepriesen. Doch hinter dieser Fassade der Wohltätigkeit verbarg sich ein tief verwurzelter Apparat, der darauf ausgelegt war, US-Geheimdienstoperationen, geopolitischen Strategien und Regimewechsel-Zielen zu dienen. USAID hat als Scheinorganisation für die CIA fungiert, indem sie Farbrevolutionen organisierte, Regimewechsel orchestrierte und die Ziele des Washingtoner Tiefen Staates unter dem Vorwand von Auslandshilfe verfolgte.


Neben Militärhilfe: Was die USA vor und nach dem Maidan in der Ukraine investierten





Analyse

Neben Militärhilfe: Was die USA vor und nach dem Maidan in der Ukraine investierten





Die tief verwurzelte Verbindung der USAID zur CIA ist wohl gut dokumentiert. Die US-Behörde wurde z. B. beschuldigt, Mittel und logistische Unterstützung für verdeckte Operationen in verschiedenen Regionen weltweit zu kanalisieren. Historisch gesehen spielte USAID eine entscheidende Rolle dabei, Regierungen zu untergraben, die sich weigerten, sich den US-Interessen anzupassen. Während des Kalten Krieges war USAID aktiv an der Finanzierung antikommunistischer Aufständischer beteiligt. In jüngerer Zeit wurde die Agentur in Aktivitäten zur Destabilisierung von Regierungen in Lateinamerika, Osteuropa und dem Nahen Osten verwickelt.

Die Enthüllungen über die Rolle von USAID bei der Finanzierung von Oppositionsgruppen, dem Schüren politischer Unruhen und der Zusammenarbeit mit Nachrichtendiensten sollten keinen Zweifel an ihrer wahren Funktion lassen. Ehemalige Regierungsbeamte und unabhängige Journalisten haben wiederholt die Mitwirkung der Behörde bei der Manipulation ausländischer politischer Systeme aufgedeckt, um die Dominanz der US-Interessen zu sichern.

Rolle der USAID bei Farbrevolutionen und Regimewechsel

Eine der umstrittensten Rollen von USAID war ihre Beteiligung an der Orchestrierung von Farbrevolutionen. Diese Aufstände, die sich als basisdemokratische Bewegungen präsentieren, wurden oft stark von westlichen Organisationen, insbesondere USAID, finanziert und beeinflusst.

  • Ukraine (2004, 2014): USAID spielte eine entscheidende Rolle bei der Finanzierung von Oppositionsgruppen und Aktivisten während sowohl der "Orangen"-Revolution 2004 als auch der Euromaidan-Proteste im Jahr 2014. Diese Bewegungen führten zum gewalttätigen Sturz von demokratisch gewählten prorussischen Führern und zur Installation prowestlicher Regierungen, mit engen Verbindungen zu faschistischen Organisationen, die sich mit den geopolitischen Zielen der USA deckten.

  • Venezuela: USAID hat offen Oppositionsbewegungen gegen die venezolanische Regierung finanziert, um den Sturz der Maduro-Administration zu erzwingen.

  • Bolivien: Im Jahr 2019 spielten von USAID unterstützte Organisationen eine Rolle im Putsch gegen Präsident Evo Morales, was die Beteiligung von USAID an Regimewechseln in Lateinamerika nochmals verdeutlichte.

  • Arabischer Frühling (2010 bis 2012): USAID war aktiv an der Unterstützung von Bewegungen beteiligt, die zu Regimewechseln in Ägypten, Libyen und Syrien führten, mit katastrophalen Folgen für die regionale Stabilität.

Obwohl diese Bewegungen als organische Aufstände für Demokratie dargestellt wurden, waren sie in Realität oft sorgfältig geplant, finanziert und manipuliert von Organisationen wie USAID und der National Endowment for Democracy (NED), beide mit US-Geheimdienstoperationen verbunden.

Ausmaß der globalen Reichweite von USAID

Das weitreichende Netzwerk von USAID erstreckt sich über mehr als 100 Länder, mit über 9.000 Mitarbeitern und Subunternehmern. Die Behörde arbeitet mittels eines Geflechts von NGOs, Think-Tanks und privaten Auftragnehmern, von denen viele als Tarnung für Nachrichtensammlung und politische Subversion dienen. Trotz ihres Anspruchs auf Humanitarismus fließt ein großer Teil ihrer Finanzierung in Projekte, die mit den strategischen Interessen Washingtons übereinstimmen, anstatt in echte Entwicklungsprojekte.

Politisierung von USAID für politische Agenden

Unter verschiedenen US-Regierungen wurde USAID eingesetzt, um politische und ideologische Ziele zu verfolgen. Die Biden-Administration hat die Agentur beispielsweise für "progressive" Woke- und LGBTQ**-Belange instrumentalisiert und die Hilfen an die Einhaltung dieser Politik gekoppelt.

  1. Abtreibung und Geschlechterideologie: Einer der ersten Exekutivbefehle Bidens hob die Mexiko-Stadt-Politik auf, wodurch US-Steuergelder für Abtreibungsdienste weltweit durch USAID freigegeben wurden. Dieser Schritt widersprach den Überzeugungen vieler Amerikaner, die gegen US-steuerfinanzierte internationale Abtreibungen sind.

  2. Klimawandelagenda: USAID wurde genutzt, um globale Klimapolitiken voranzutreiben, indem Milliarden in Klimainitiativen investiert wurden, die eher den Interessen elitärer Konzerne als denen der Entwicklungsländer dienten.

  3. Zensur und Medieneinfluss: USAID ist an der Finanzierung und Unterstützung von Medienunternehmen beteiligt, die mit den Narrativen der US-Außenpolitik übereinstimmen, wodurch die Informationslandschaft in Zielstaaten weiter kontrolliert wird.

Politische Voreingenommenheit: USAID finanziert unverhältnismäßig progressiv und linke Organisationen. Nachfolgend einige schockierende Zahlen:

Laut Berichten gibt USAID jährlich über 40 Milliarden US-Dollar für Auslandshilfen aus, oft mit wenig Transparenz oder Rechenschaftspflicht. Zu den unverschämtesten Ausgaben zählten im letzten Jahr:

  • 45 Millionen US-Dollar für LGBT** -Projekte (DEI Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion)-Stipendien in Burma

  • 520 Millionen US-Dollar für von Beratern gesteuerte ESG (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung-Investitionen) in Afrika

  • 1,2 Milliarden US-Dollar, die an unbekannte Empfänger vergeben wurden

Das alles passiert, während Amerikas eigene Straßen, Brücken und Infrastrukturen zusammenbrechen.

Trumps Maßnahmen gegen USAID: ein historischer Wandel

Die Administration von Präsident Donald Trump markierte eine seismische Verschiebung in der US-Außenpolitik durch den Versuch, die unkontrollierte Macht von USAID und des dahinterstehenden Tiefen Staates zu zerschlagen. Durch die drastische Kürzung der Bundesgelder für USAID beraubt Trump die globalistischen Eliten, die auf USAID angewiesen sind, ihres weltweiten Einflusses.


Elon Musk: USAID finanziert Biowaffenforschung und ist "kriminelle Organisation"





Elon Musk: USAID finanziert Biowaffenforschung und ist "kriminelle Organisation"






Man kann davon ausgehen, dass dieser Schritt nicht nur eine finanzielle Entscheidung war, sondern ein strategisches Bemühen, die interventionistischen Politiken Amerikas zu zügeln. Unter Trump scheinen sich die USA von globalistischen "Nation-Building-Projekten" abzuwenden und sich auf die Stärkung nationaler Prioritäten zu konzentrieren.

Fazit

USAID ist nicht die wohlwollende humanitäre Organisation, als die sie sich darstellt. Sie ist ein mächtiger Arm der US-Geheimdienste und der tiefenstaatlichen Geopolitik, verantwortlich für die Orchestrierung von Farbrevolutionen, die Finanzierung politischer Subversion und die Durchsetzung ideologischer Agenden unter dem Deckmantel der Entwicklungszusammenarbeit. Die Beweise für ihre Beteiligung an Regimewechseln, Medienmanipulation und politischer Erpressung sind überwältigend.

Für wahre nationale Souveränität und globale Stabilität muss USAID zerschlagen oder radikal umstrukturiert werden. Das amerikanische Volk sollte nicht gezwungen sein, eine Organisation zu finanzieren, die als Verlängerung der Geheimdienstgemeinschaft operiert und Regierungen weltweit untergräbt und destabilisiert.


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Info: https://freedert.online/meinung/235759-trumps-zerschlagung-von-usaid-verspricht


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05.02.2025

Trump kündigt US-Übernahme des Gaza-Streifens an

freedert.online, 5 Feb. 2025 08:02 Uhr

Auf einer Pressekonferenz mit dem israelischen Premierminister Netanjahu kündigte US-Präsident Donald Trump an, dass die Vereinigten Staaten die Kontrolle über den Gazastreifen übernehmen werden, und bezeichnete das Gebiet als "Abrissgebiet", das saniert werden müsse. Er plane die "Riviera des Nahen Ostens".


Quelle: Gettyimages.ru © Anna Moneymaker / Staff


US-Präsident Donald Trump und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu während ihrer Pressekonferenz am 04. Februar im Weißen Haus


Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu am Dienstag im Weißen Haus erläuterte Trump einen Plan der USA zur Übernahme des Gazastreifens. Der US-Präsident teilte mit, er wolle, dass die Vereinigten Staaten den vom Krieg zerstörten Gazastreifen kontrollieren und wieder aufbauen, nachdem die dort lebenden Palästinenser zuvor in die Nachbarländer umgesiedelt worden seien. Die USA würden zudem "für die Entfernung aller gefährlichen, nicht explodierten Bomben und anderer Waffen in diesem Gebiet verantwortlich sein", so Trump vor Journalisten. Das Gebiet werde planiert und wenn nötig US-Truppen entsendet.

Zur Entsendung von US-Truppen in den Gazastreifen erklärte Trump bei der Pressekonferenz:


Zweite Phase der Waffenruhe: Israels Premier Netanjahu zu Gesprächen in Washington





Zweite Phase der Waffenruhe: Israels Premier Netanjahu zu Gesprächen in Washington






"Wenn es notwendig ist, werden wir das tun. Ich sehe eine langfristige Position der Eigenverantwortung und ich sehe, dass sie diesem Teil des Nahen Ostens große Stabilität bringen wird."

Für Irritationen sorgt der brisante Aspekt des Vorschlags, die Umsiedlung der rund zwei Millionen palästinensischen Einwohner des Gazastreifens in Nachbarländer wie Ägypten und Jordanien einzuleiten. Trump behauptet, dass die Staats- und Regierungschefs der Region seine Idee unterstützen würden, machte jedoch keine Angaben dazu, wie die Umsiedlung umgesetzt werden soll.

Der israelische Premierminister Netanjahu lobte Trumps Vorschläge, nannte sie "einen Blick über den Tellerrand mit frischen Ideen", um weiter zu Protokoll zu geben:

"Unser Ziel ist es, dass Gaza nie mehr eine Bedrohung für Israel darstellen kann und Präsident Trump geht diesen Schritt."

Trump umschrieb dann seine Vision, Gaza in die "Riviera des Nahen Ostens" zu verwandeln. "Jeder, mit dem ich gesprochen habe", sagte Trump ohne dabei Namen oder Personen zu nennen, "liebt die Idee". So erklärte er:

"Wir werden tausende und abertausende Jobs schaffen. Ich möchte hier nicht den weisen Typen spielen, aber es könnte die Riviera des Nahen Ostens werden."

US-Außenminister Marco Rubio hat seine Unterstützung für den umstrittenen Vorstoß aus Washington angekündigt. So schrieb er auf X:

"Gaza muss frei von der Hamas sein. Wie der Präsident heute mitteilte, sind die Vereinigten Staaten bereit, die Führung zu übernehmen und Gaza wieder wunderschön zu machen. Unser Ziel ist ein dauerhafter Frieden in der Region für alle Menschen."


Palästinenser-Umsiedlung: Arabische Staaten lehnen Trumps Gaza-Vorschlag strikt ab





Palästinenser-Umsiedlung: Arabische Staaten lehnen Trumps Gaza-Vorschlag strikt ab





Laut Al Jazeera sprachen kritische Stimmen aus dem arabischen Raum demgegenüber von einer geplanten "ethnischen Säuberung" der Gaza-Region. Ägypten und Jordanien hatten den Vorschlag seitens Washingtons bislang eindeutig abgelehnt, ebenso die Palästinenser. Ein Hamas-Beamter bezeichnete den Vorschlag als "Rezept für die Schaffung von Chaos und Spannungen in der Region" und erklärte, die Menschen in Gaza "werden diese Pläne nicht zulassen." 

Saudi-Arabien bekräftigte laut US-Medien die "unerschütterliche Unterstützung" für einen palästinensischen Staat. Die Beziehungen zu Israel würden sich ohne solche Garantien nicht normalisieren. Zwei ungenannte arabische Beamte äußerten sich "verwundert und besorgt" und teilten dem US-Sender CNN mit, dies sei "schwer zu begreifen und zu verdauen".

Die Ankündigung hat international breite Kritik hervorgerufen. Menschenrechtsorganisationen verurteilten den Vorschlag als eine Form der ethnischen Säuberung und betonten, dass Zwangsumsiedlungen gegen internationales Recht verstoßen.Paul O'Brien, Chef von Amnesty International USA, erklärte nach Bekanntwerden der US-Pläne:

"Die Entfernung aller Palästinenser aus dem Gazastreifen kommt ihrer Vernichtung als Volk gleich. Der Gazastreifen ist ihre Heimat. Der Tod und die Zerstörung im Gazastreifen sind eine Folge davon, dass die israelische Regierung zu Tausenden Zivilisten tötet, oft mit US-Bomben."


Mehr zum Thema - Abzug des US-Militärs aus Syrien – freie Hand für Türkei und Israel?


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05.02.2025

Trump unterwirft lateinamerikanische Staaten einzeln

freedert.online, 5 Feb. 2025 06:30 Uhr

Donald Trump hat einen unblutigen Blitzkrieg in Lateinamerika geführt und einen neuen Sieg errungen. Nach der Zügelung Kolumbiens brachte er auch Panama Gehorsam bei. Warum können zahlreiche Staaten Lateinamerikas gegenüber Washington keinen nennenswerten Widerstand leisten?


Trump unterwirft lateinamerikanische Staaten einzelnQuelle: AP © Matias Delacroix


Symbolbild: Protest in Panama gegen Besuch des US-Außenministers Marco Rubio am 2. Februar.


Von Wladimir Dobrynin

Am Montag, dem 3. Februar, wurden Einzelheiten der Gespräche zwischen der Administration des Weißen Hauses in der Person des US-Außenministers Marco Rubio und Panamas Präsidenten José Raúl Mulino bekannt. Rubio hatte gegenüber Mulino angekündigt, dass Trump "den gegenwärtigen Einfluss und die Kontrolle der Kommunistischen Partei Chinas über das Gebiet des Panamakanals" für eine Bedrohung und eine Verletzung des Vertrags über die ständige Neutralität und den Betrieb des Panamakanals halte.

Washington erreichte sein Ziel – der Besuch führte zu Panamas Verzicht auf die weitere Zusammenarbeit mit China im Rahmen der Initiative der Neuen Seidenstraße. Der zufriedene Trump kündigte an, dass in Panama keine US-Soldaten benötigt werden, obwohl er zuvor keine Optionen ausgeschlossen hatte, um die Kontrolle der USA über den Kanal wiederzuerlangen.

Somit errangen die Vereinigten Staaten ihren zweiten diplomatischen Sieg in Folge über ein lateinamerikanisches Land. Nur eine Woche zuvor hat Washington durch Androhung von Zöllen Kolumbien gezähmt, das es gewagt hatte, die Annahme von US-Flugzeugen mit Migranten zu verweigern. Kolumbien, traditionell der nächste Verbündete der USA in Südamerika, hängt stark vom US-amerikanischen Markt im Bereich des Exports von Öl, Kaffee und Schnittblumen ab und hat keine nennenswerten Druckmittel gegenüber Washington.


Wegen Weigerung, illegale Einwanderer zurückzunehmen: Trump will Sanktionen gegen Kolumbien





Wegen Weigerung, illegale Einwanderer zurückzunehmen: Trump will Sanktionen gegen Kolumbien





"Ich denke, dass Kolumbiens Präsident Gustavo Petro keine Ahnung vom Umfang und Einfluss der USA auf die Wirtschaft unseres Landes hatte. Doch bald verstand er, dass die Folgen überall zu spüren sein werden, angefangen beim Wechselkurs. Ich denke, er hat in diesen ein oder zwei Tagen mehr über die Wirtschaft gelernt als in seinem ganzen bisherigen Leben", sagte Bruce Mac Master, Vorsitzender der nationalen Unternehmensvereinigung Kolumbiens.

Eine angespannte Lage hat sich auch in Beziehungen der USA zu Mexiko entwickelt, dessen Präsidentin Claudia Sheinbaum nicht nur eine "unkoordinierten Deportation" von Mexikanern in die Heimat ablehnt, sondern auch gegen das von Washington betriebene Programm "Bleibe in Mexiko" für jene Mexikaner, die eine Einreise in die USA erst beabsichtigen, eintritt.

Nach Angaben des Ministeriums für Innere Sicherheit der USA reisten im Jahr 2022 mit 4,8 von elf Millionen fast die Hälfte der illegalen Migranten in die Vereinigten Staaten ausgerechnet aus Mexiko ein. Zwei militärische Transportflugzeuge mit Deportierten, die sich nach Mexiko begaben, erhielten nicht die Erlaubnis, in den mexikanischen Luftraum einzufliegen und landeten schließlich in Guatemala.

In diesem Fall erschien Trumps Reaktion verspätet: Die Entscheidung über die Erhöhung von Zöllen auf mexikanische Waren um 25 Prozent wurde erst am Samstag, dem 1. Februar, bekannt gegeben. Trump erklärte seinen Beschluss damit, dass Kanada und Mexiko in den Drogenschmuggel in die USA verwickelt seien und warf der mexikanischen Regierung Verbindungen zu kriminellen Organisationen vor. Sheinbaum ordnete sofort an, in Bezug auf die USA Gegenmaßnahmen "im Bereich der Zölle und darüber hinaus" zu ergreifen und wies Trumps Anschuldigungen entschieden zurück.


Knallhart kalkuliert? Trump setzt Zölle gegen Mexiko für einen Monat aus





Knallhart kalkuliert? Trump setzt Zölle gegen Mexiko für einen Monat aus






Es ist nicht ausgeschlossen, dass Sheinbaum sich auf die Einführung der Zölle im Voraus vorbereitet hatte und mit einer "Unterstützung des Forums" rechnete. Am 26. Januar haben die Mitgliedsstaaten der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) auf die Initiative des kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro angekündigt, sich am 30. Januar zu einem Gipfel zum Widerstand gegen Trump zu versammeln. Zunächst wurde die Idee von der amtierenden Vorsitzenden der Organisation, der Präsidentin von Honduras, Xiomara Castro, gebilligt.

Im Übrigen versuchte auch Castro, sich als mutige Politikerin zu zeigen. Auf die Androhung von Tariferhöhungen und sonstigen Sanktionen erinnerte sie die US-Administration: "Die Regierung der USA vergisst aus irgendeinem Grund, dass sich auf dem Gebiet von Honduras ihre Militärbasen befinden. Sie stehen hier seit Jahrzehnten, wobei Amerika nichts dafür bezahlt, doch wenn es beschließt, feindselige Politik gegenüber uns zu führen, möge es wissen, dass die militärische Präsenz der USA auf unserem Territorium jeglichen Sinn verliert."

Der pensionierte US-amerikanische Aufklärungsoffizier Scott Ritter erklärte auf X, dass Washingtons Aktionen zu einer Vereinigung Kolumbiens, Venezuelas, Panamas, Kubas und Mexikos gegen die USA führen könnten, und dass das Südliche Kommando der Vereinigten Staaten die Folgen eines solchen Konflikts nicht bewältigen könnte. "Washington hat nicht genug militärische Ressourcen, um andere Staaten mit Gewalt zu zwingen, sich seinen Forderungen zu unterwerfen", fügte Ritter hinzu.

Möglicherweise wurde gerade, um ein solches Szenario zu vermeiden, der Sonderbeauftragte des US-Präsidenten, Richard Grenell nach Caracas geschickt. Dort traf er sich mit Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro, der von den USA nicht als Präsident von Venezuela anerkannt wird. Nach Maduros Angaben verliefen die Verhandlungen erfolgreich: Er kündigte an, sechs US-Bürger freizulassen und in die Vereinigten Staaten zurückzuführen, ohne allerdings ihre Namen und Gründe für ihre Festnahme auf dem Gebiet Venezuelas bekannt gegeben zu haben. Dafür ließ er – vom Herrn des Palacio de Miraflores – einen Gruß an Donald Trump ausrichten.

"Es gibt Fragen, in denen wir vorläufige Einigungen erzielt haben, und wenn sie umgesetzt werden, werden sich neue Möglichkeiten eröffnen. Ich hoffe, dass diese neuen Einigungen den beiden Ländern und der Region zugutekommen. Präsident Trump, wir haben einen ersten Schritt gemacht, und ich hoffe, dass dies fortgesetzt wird", sagte Maduro.


Medien: Trump will Maduro in eine Art "Assad" verwandeln





Analyse

Medien: Trump will Maduro in eine Art "Assad" verwandeln






Anscheinend hatten die Ergebnisse des Treffens zwischen Grenell und Maduro eine negative Wirkung auf die Einigkeit der CELAC. Kurz vor dem Datum des Treffens kündigte Xiomara Castro unerwartet an, dass der für den 30. Januar geplante Gipfel nicht stattfinden werde. Wie das spanischsprachige Nachrichtenportal Infobae berichtet, hat eine fehlende Einigung zu Fragen von gemeinsamem Interesse wie etwa Migration und Beziehungen zu den USA die Durchführung eines außerordentlichen Treffens verhindert. Niemand wagte zu behaupten, dass die Vorsitzende der CELAC ihre Entscheidung unmittelbar auf Druck des "großen Bruders" aus dem Norden getroffen habe.

"Unter den Botschaften von lateinamerikanischen Ländern in Washington herrscht große Besorgnis", schreibt die britische Zeitung Financial Times. Die Publikation zitiert einen ranghohen Diplomaten aus der Region in Washington: "Anscheinend sind wir in das Jahr 1897 und die Epoche des Präsidenten William McKinley, der Kuba und die Philippinen überfallen hatte, zurückgekehrt." Eine klare Andeutung auf Trumps Ankündigung, dass die USA den Panamakanal zurückerhalten sollten.

Michael Shifter, Vorsitzender der Denkfabrik "Interamerikanischer Dialog" in Washington, erklärte, dass sich die Staatschefs  lateinamerikanischer Länder Trump kaum beugen werden. "Sie versuchen, ein Gleichgewicht zu finden. Einerseits müssen sie pragmatisch sein, denn Trump ist tatsächlich in der Lage, Sanktionen einzuführen, die für diese Länder sehr schmerzlich wären. Andererseits müssen sie ihr Gesicht wahren und zeigen, dass sie einen Nationalstolz haben und ihre Souveränität verteidigen." Doch bisher leistet allein Mexiko Widerstand, ohne eine gemeinsame Gegenaktion organisiert zu haben.

Es wird klar, dass Trump in Bezug auf lateinamerikanische Länder nach dem Prinzip "Teile und herrsche" agieren wird. Alle 33 Mitglieder der CELAC hängen einzeln viel stärker von den USA ab, als die USA von jedem einzelnen von ihnen. Eine Ausnahme stellt möglicherweise Brasilien dar, das bisher keinen Kommentar zu den Zollandrohungen abgab.

Dem gewieften Geschäftsmann Trump wird es leichtfallen, der Organisation "ein Blütenblatt nach dem anderen abzureißen", indem er die Probleme mit jedem Land einzeln löst. Aktionen von Gustavo Petro und Xiomara Castro machen deutlich, dass das Prinzip "einer für alle, alle für einen" in Lateinamerika nicht wirkt. "Jeder ist sich selbst der Nächste" trifft es viel eher.

Übersetzt aus dem Russischen. Zuerst erschienen bei der Zeitung Wsgljad am 3. Februar.


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05.02.2025

Sunnitische Achse: Türkei bietet dem syrischen Machthaber Hilfe im Kampf gegen die Kurden an

freedert.online, 5 Feb. 2025 09:55 Uhr

Ankara hat den Islamisten in Syrien Hilfe im Kampf gegen die Kurden angeboten. Im Nahen Osten ist bereits von einer neuen sunnitischen Achse die Rede, die von Riad über Doha und Damaskus bis nach Ankara reicht – mit dem islamistischen Syrien in ihrem geografischen Zen­trum.


Quelle: AP © Türkische Präsidentschaft


Auf diesem vom türkischen Präsidialamt veröffentlichten Foto schüttelt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan dem syrischen Machthaber Ahmad al-Scharaa die Hand, während ihres Treffens im Präsidentenpalast in Ankara, Türkei, am 4. Februar 2025.


Der türkische Präsident Tayyip Erdoğan sagte, er und der selbst ernannte syrische Präsident Ahmed al-Scharaa (Muhammad al-Dschaulani) hätten am Dienstag in Ankara Schritte gegen die kurdischen Kämpfer im Nordosten Syriens besprochen.
Bei einer Pressekonferenz in Ankara sagte Erdoğan, die Türkei sei bereit, die neue syrische Führung im Kampf gegen den Islamischen Staat und die kurdischen Milizen zu unterstützen.


Syrien: Islamisten setzen Verfassung außer Kraft





Syrien: Islamisten setzen Verfassung außer Kraft







Der türkische Präsident erklärte des Weiteren, er glaube, dass sich die freiwillige Rückkehr syrischer Migranten beschleunigen werde, wenn Syrien stabiler werde.

Er sagte, die Türkei werde weiterhin auf die Aufhebung der internationalen Sanktionen drängen, die während der Herrschaft des früheren Präsidenten Baschar al-Assad gegen Syrien verhängt worden waren. Erdoğan fügte hinzu, es sei wichtig, dass die arabischen und muslimischen Länder die neue Regierung in Damaskus in der Übergangsphase finanziell und anderweitig unterstützen.

In einem Interview mit The Economist machte Al-Scharaa vor Kurzem deutlich, dass er den kurdischen Autonomiebestrebungen Grenzen setzen will. Ein föderales System, sagte er, sei nicht im Interesse Syriens.

Die Nachrichtenagentur Reuters meldete unter Berufung auf mehrere Quellen in Sicherheits- und Geheimdienstkreisen, die neue Führung in Damaskus arbeite mit jener in Ankara an einem Verteidigungspakt, der unter anderem türkische Militärstützpunkte, sogar Luftwaffenbasen, auf syrischem Boden vorsieht. Ankara soll eine wichtige Rolle dabei spielen, die syrischen Streitkräfte auszubilden und den syrischen Luftraum zu schützen, hieß es.

Der syrische Machthaber Ahmed al-Scharaa hat in den vergangenen Tagen deutliche diplomatische Zeichen gesetzt, wen er in Zukunft für seine wichtigsten Partner hält: Er empfing am 30. Januar den Emir von Katar, der als erstes Staatsoberhaupt vom Golf in Damaskus landete. Er besuchte am Sonntag auf seiner ersten Auslandsreise die arabische Führungsmacht Saudi-Arabien. Und er reiste kurz darauf, am Dienstag, in die Türkei. Im Nahen Osten ist bereits von einer neuen sunnitischen Achse die Rede, die von Riad über Doha und Damaskus bis nach Ankara reicht, mit dem islamistischen Syrien in ihrem geografischen Zen­trum.


Mehr zum Thema - Mit Rückendeckung des Westens: Ex-Al-Qaida-Chef zum Übergangspräsidenten in Syrien ernannt


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Video https://rumble.com/v6gx6t1-lawrow-westen-will-russland-china-und-iran-aus-syrien-krise-ausschlieen.html Dauer 2:00 min


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05.02.2025

Andere Politik | » 7 Wochen, die die Welt verändern (Neuauflage)

andere-politik.de, Seite besucht am 5. Februar 2025, 16:14 Uhr


Sie befinden sich hier: Start » » 7 Wochen, die die Welt verändern (Neuauflage)

LG und viel Spaß und danke an die anonymen Urheber der sehr anregenden Ausgangsversion


7 Wochen, die die Welt verändern (Neuauflage)


20.1. 2017     Donald Trump wird Präsident der USA

21.1. 2017     Trump beginnt umgehend, seine Wahlversprechen umzusetzen.

22.1. 2017     Die USA beginnen mit dem Bau einer Mauer an der mexikanischen Grenze.

24.1. 2017     Die Kurse der US-Aktien, insbesondere der Bauindustrie beginnen zu steigen.

25.1. 2017     Trump verkündet Strafzölle beim Import von im Ausland gefertigten Autos und Autoteilen.

26.1. 2017     Ford stoppt den Bau einer Fabrik in Mexiko.

28.1. 2017     Trump kündigt alle Freihandelsabkommen der USA, insbesondere NAFTA und TPP mit den asiatischen Staaten und beendet die Verhandlungen zu TTIP mit Europa.

29.1. 2017     Die Aktienkurse aller US-Firma, die überwiegend im Inland produzieren, steigen.

30.1. 2017     Trump erlässt ein Einreiseverbot für Menschen islamischen Glaubens aus sieben „dem Terror nahestehenden Staaten“, Saudi-Arabien ist jedoch nicht dabei.

31.1. 2017     An zahlreichen Flughäfen in Europa, Asien und vor allem in arabischen Ländern bricht das Chaos aus, weil Menschen mit einem US-Visum nicht mehr von den Fluggesellschaften befördert werden.

1.2. 2017        Trump macht eine erste Schöpfenspause. Daimler, BMW und VW verlagern Arbeitsplätze aus ihren mexikanischen Werken in ihre US-amerikanische Werke.

5.2. 2017        Trump meldet sich aus New York kommend zurück bei der Arbeit und unterzeichnet ein Dekret, mit dem die ersten 500.000 Mexikaner und Südamerikaner ohne Aufenthaltsberechtigung umgehend abzuschieben sind.

6.2. 2017        500.000 Mexikaner und Südamerikaner werden auf dem Landweg  mit Bussen und LKWs abgeschoben. In den nächsten Tagen werden nochmals 500.000 Menschen abgeschoben.

7.2. 2017        Trump verkündet eine Steuersenkung für US-Firmen auf 10%. Firmen, die Arbeitsplätze in den USA neu schaffen, zahlen anteilig dafür 5 Jahre keine Steuern. Die US-Börsen gehen durch die Decke. Die Börse in Mexiko crasht. Die Börsen in Europa und Asien haben seit mehrere Tagen zweistellige Verluste, der Euro sinkt auf 2 € = 1 $

9.2. 2017        Mehrere große Terroranschläge, u.a. mit entführten Flugzeugen erschüttern die USA, es kommen mehrere Hundert Menschen ums Leben. Das Bekennerschreiben des IS weist ausdrücklich darauf hin, dass die „ruhmreichen Brüder im Auftrage Allahs“ allesamt aus Saudi-Arabien stammen und dankt Trump für die großzügige Einreiseregelung.

10.2. 2017     Trump lässt einen erbosten Tweet ab, droht dem IS mit Vernichtung und erkundigt sich bei seinen Sicherheitsberatern, warum Saudi-Arabien nicht auf der Liste stand.
Die mexikanische Regierung schließt die Grenze zu den USA und lässt keine weiteren Abgeschobenen mehr ins Land.

11.2. 2017     Trump erlässt darauf ein Gesetz, dass jeglichen Handel mit Mexiko aussetzt. Saudi-Arabien wird gedroht, wenn es noch einmal solch eine böse Aktion gäbe, würden sich die USA „was überlegen“. Den restlichen „Arabischen Banditen“ wird im Wiederholungsfall schärfste Vergeltung zugetwittert.

12.2. 2017     Die US-Firmen, die in Mexiko produzieren, schließen ihr Werke und kündigen an, die Arbeitsplätze in die USA zu verlagern.
Nach einer Woche haben etwa 50 Millionen besser gestellte US-Bürger realisiert, dass keine Mexikaner mehr für die Drecksarbeit im Lande sind. Der Stundenlohn für Putzfrauen steigt auf 55 $. Es gibt erste Demonstrationen „besorgter Bürger“.

13.2. 2017     Der Dow Jones  geht weiter durch die Decke und erreicht einen Höchststand mit +150% verglichen mit dem Stand vom 20.1. Die europäischen Börsen stürzen ab, bis auf die Englische, der US-$ verbessert seinen Kurs zum Euro auf 3 : 1

14.2. 2017     Valentinstag: Donald schenkt seiner Melania für jedes der 5 Häuser und Wohnungen je einen Jahresvertrag für eine Vollzeit-Putzfrau und twittert dies umgehend. Die Demonstrationen nehmen zu, als das bekannt wird.

15.2. 2017     Trump lässt die Organisatoren der Demos umgehend verhaften und verhören. Sie sollen gestehen, dass sie von Clinton beauftragt sind.

16.2. 2017     Keiner der Demonstranten gesteht, Trump befiehlt „Waterboarding“. Es gibt eine zweite Welle von Terroranschlägen des IS. Trump bestellt den saudischen Botschafter ein und befiehlt die Bombardierung von Palmyra in Syrien.

17.2. 2017     Die ersten Mexikanischen Restaurants schließen, weil kein Maismehl mehr geliefert wird. An den Tankstellen wird der Sprit knapp, weil die bis zu 35% Ethanolbeimischung ebenfalls aus Mais aus Mexiko fabriziert wurden, das jetzt auch fehlt. Der Dow Jones beendet seinen Höhenflug.

18.2. 2017     Die Demonstrationen, aber auch die Verhaftungen nehmen deutlich zu. Clinton distanziert sich von den Demos und stellt sich demonstrativ hinter Trump „In dieser Notlage müssen wir US-Bürger zusammenhalten“. Trump begrüßt sie „in seinem Team“ und twittert die Vermutung, dass Merkel , „the old German bitch“ hinter den Unruhen steckt.

19.2. 2017     Die kanadische Botschaft meldet, dass die Anzahl der Asylanträge von US-Bürger „Besorgnis erregend ansteigt“. Man werde aber keinen  Flüchtling abweisen. Der kanadische $ steigt auf 1 C$ zu 4 US-$.
Trump erlässt ein Einreiseverbot für Kanadier.
An der US-Südgrenze sammeln sich im Niemandsland mehrere Hunderttausend Menschen, die von Mexiko, aber auch vom Roten Halbmond versorgt werden. Nordkorea liefert über einen mexikanischen Hafen Nahrungsmittel.

20.2. 2017     Die Demonstrationen, die jetzt in den Großstädten jeweils mehrere Hunderttausend Teilnehmer zählen, richten sich jetzt auch gegen Clinton.  Merkel protestiert gegen den letzten Tweet von Trump, bittet um Verzeihung für all ihre Sünden und nennt die gute Beziehung zu den USA „alternativlos“. Außenminister Gabriel reist umgehend nach Washington, ihm wird dort jedoch die Einreise verweigert mit der Begründung, er habe „zuviele Visa aus arabischen Ländern im Pass“. Trump stellt dabei fest, dass es noch kein Einreiseverbot für Deutsche gibt und erlässt dieses umgehend.
Trump erlässt zudem ein Ausreiseverbot für US-Bürger nach Kanada und Mexiko.

21.2. 2017     Die US-Regierung schreibt neue Stellen aus für „Spezialisten, die Vorkenntnisse  in Befragungsmethoden ‚mit flüssigen Medien‘ nachweisen“ können. Trump dementiert per Twitter, auch an der Nordgrenze eine Mauer errichten zu wollen, um die Landflucht in Richtung Kanada zu stoppen: „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen!“
Am Frankfurter, Münchner und Düsseldorfer Flughafen bricht der Betrieb zusammen.

22.2. 2017     Alle US-Autofirmen und die im Land produzierenden deutschen und japanische Firmen verkünden „deutliche Preiserhöhungen wegen gestiegener Produktionskosten“. Der Durchschnittspreis eines Mittelklassenwagens steigt um 38 %. Da es kaum Lohnsteigerungen gibt, gehen die Verkaufszahlen drastisch zurück, bis auf Porsche 911 und Tesla-Fahrzeuge. Beide Firmen geben bekannt, dass „unter ihren Neukunden erfreulich viele Putzfrauen und Verhörspezialisten seien“. Die Aktienkurse der Autofirmen außer Porsche und Tesla brechen drastisch ein.
An der Kanadischen Grenze fahren erste Bagger und Baugeräte auf.

23.2. 2017     Die Mexikanische Regierung verstaatlicht die ehemaligen US- und andere Autofabriken, die früher in die USA geliefert haben, öffnet ihre Grenze zum Niemandsland, stellt die Qualifizierten der Rückkehrer ein und beginnt eine weltweite Preisoffensive mit Neuwagen „made in Mexiko“.

24.2. 2017     Die 5 Putzfrauen des Weißen Hauses kündigen. Sie erläutern Trump, sie hätten deutlich bessere Angebote und „Mr. President möge seinen Sch… künftig doch bitte selbst wegputzen“, steigen in ihre Tesla und brausen vom Hof.
Trump erlässt ein Ausreiseverbot für Putzfrauen.

25.2. 2017     Der Stundenlohn von Putzfrauen steht mittlerweile bei 200,- $. Ab einer Beschäftigung mit 10 Stunden wöchentlich müssen ein Apartment in bester Wohnlage und ein Mittelklassewagen gestellt werden. Gerüchte, dass die neu gegründete Gewerkschaft (FUC „For Union Cleaners“ – sinngemäß: „für gewerkschaftlich organisierte Putzfrauen“!) sich nach einem Tweet von Trump benannt hatte, werden diesem mit einem weiteren – nicht zitierfähigen – Tweet kommentiert, in dem allerdings der Gewerkschaftsnamen in leicht geänderter Schreibweise wiederum mehrfach vorkommt.  CNN wertet dies als Bestätigung.

27.2. 2017     Die Mexikanische Börse erholt sich und erreicht die alten Kursstände.  Der Dow Jones schwächelt. Auch die Europäischen Börsen erholen sich, der Euro steigt auf eine 1: 1 Parität.

28.2. 2017     Mehrere Hunderttausend US-Bürger mexikanischer und südamerikanischer Abstammung stellen Ausreiseanträge nach Mexiko.  Trump twittert, „die mexikanischen Ratten verlassen das steigende Schiff“, was selbst bei CNN zur Verwirrung beiträgt.  Clinton verurteilt die Flucht der Volksverräter ins Ausland als feige und hinterhältig.

2.3. 2017        Die Kanadische Regierung gibt einen gesplitteten Wechselkurs bekannt: Für alle Länder außer den USA wird dieser auf dem Wert vom 20.1. festgeschrieben, der Kurs zum US-$ wird vorläufig auf 10 : 1 gesetzt. Weiterhin wird verkündet, dass gestern der 1-millionste ehemalige US-Bürger die Kanadische Staatsbürgerschaft angenommen hat. Die Flüchtlinge setzten mittlerweile mit Schlauchbooten über die großen Seen über, es gibt bei anhaltenden Winterstürmen mehrere dramatische Rettungsaktionen der kanadischen Marine.

3.3. 2017        Die kanadische Börse geht durch die Decke, die mexikanische folgt mit leichter Verzögerung.
Die Demokraten setzen einen Sonderparteitag an, um Hillary aus der Partei auszuschließen und Bernie Sanders zum Vorsitzenden zu wählen.

4.3. 2017        Mit Ford und Chrysler-Fiat  geben die ersten US-Autofirmen ihre Insolvenz bekannt. General Motors wird gerade noch rechtzeitig vor der Pleite von Aldi-Süd gekauft. Diese wollen dort künftig elektrische Lieferfahrzeuge für den deutschen Markt bauen. Der Dow Jones ist stürzt jetzt endgültig ab, der $ fällt auf den historisch niedrigsten Stand von 1 € = 5 US-$.

5.3 2017         Erstes Murren bei den Republikanern macht sich breit, die Tea Party verlangt ein schärferes Vorgehen gegen Mexiko.

6.3.2017         Clinton verteidigt Trump Politik in einer Brandrede vor dem Repräsentantenhaus als „einzig richtige Politik“ und wird darauf hin zur 3. Staatssekretärin im Entwicklungsministerium befördert.

8.3. 2017        Nach einem weiteren IS-Terroranschlag befiehlt Trump die „Bombardierung ganz Arabiens mit der Ausnahme Saudi-Arabien“. Als ihn hochrangige Militärs darauf hinweisen, dass die Region von der Westsahara bis Indonesien reicht und dies weder militärisch machbar noch politisch vertretbar oder gerechtfertigt und die Ausnahme von Saudi Arabien ohnehin kontraproduktiv sei, lässt Trump die Militärs verhaften und ordnet Waterboarding an. Seinen Befehl präzisiert er, dass dann eben im Westen angefangen und kontinuierlich nach Osten weiter gemacht wird. Und zwar solange, bis der „fucking IS-shit has endet!“

9.3. 2017        Nach der Bombardierung der Westsahara meldet die US-Luftwaffe, dass jetzt langsam die Munition knapp würde und ob man mit Atombomben weiter machen solle. Trump  findet das „Great!“ Die Unruhe bei den Republikanern nimmt erkennbar zu, die Tea-Party fordert, Mexiko gleich mit zu bombardieren „wenn man schon dabei sei …“, die Demokraten sind schon länger heftigst auf Krawall gebürstet.

10.03. 2017   Nach dem Einsatz der ersten 5 Atombomben in der algerischen und marokkanischen Sahara tritt der Senat und das Repräsentantenhaus zusammen und setzen Trump einstimmig in einem Amtsenthebungsverfahren ab und wählen Bernie Sanders zu dem neuen US-Präsidenten. Hillary hatte sich – in weißer Voraussicht – am Tag vorher einen Putzfrauen-Job bei George Dubbelju Bush gesichert.


Info: https://andere-politik.de/2017/02/7-wochen-die-die-welt-veraendern-neuauflage


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

05.02.2025

Strack-Zimmermann zum NATO-Einsatz auf Grönland: "Auch Bundeswehr muss es für uns sichern"

freedert.online, 5 Feb. 2025 15:25 Uhr

Nach dem EU-Krisengipfel reden nun viele deutsche Politiker einstimmig über den Bundeswehr-Einsatz auf Grönland – im Rahmen einer NATO-Mission. Dies sollte nicht nur ein "Signal an Washington" senden, sondern die Insel vor allem vor Russland und China schützen.


Quelle: www.globallookpress.com


FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmernann (Symbolbild).


Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des EU-Verteidigungsausschusses, fordert eine Präsenz der NATO mit deutscher Beteiligung in Grönland. "Angesichts der Bedrohungslage, die seitens der Sicherheitspolitiker seit Jahren beobachtet wird und die mehr denn je akut ist – nämlich, dass die natürliche Barriere, das Eis, aufgrund des Klimawandels schmilzt und es dadurch möglich wird, dass russische sowie chinesische Schiffe in den Nordatlantik vordringen können –, ist eine Präsenz der NATO dort unerlässlich", sagte die FDP-Politikerin dem Spiegel. Seit ihrem Wechsel in das EU-Parlament ist Strack-Zimmermann die Vorsitzende des EU-Verteidigungsausschusses.


Trump wurde zum neuen Hitler für Dänemark





Meinung

Trump wurde zum neuen Hitler für Dänemark






Sofern die "Bundeswehr über entsprechendes fachliches Potenzial verfügt, sollte sie sich daran beteiligen, denn es liegt auch in unserem Interesse, dass diese Passage gesichert ist", fügte sie hinzu. Es müssten sich allerdings auch weitere europäische Partner beteiligen, schon allein, "um den USA zu signalisieren, dass sie dort kein alleiniges Hoheitsrecht haben, sondern dass es unserer aller Verantwortung bedarf", so Strack-Zimmermann weiter.

Auch in anderen Parteien gibt es Fürsprecher eines deutschen Einsatzes. Laut dem Grünen-Verteidigungspolitiker Philip Krämer könnte die Bundeswehr einen wichtigen Beitrag leisten. "Gerade zum Monitoring russischer Atom-U-Boote hat Grönland eine zentrale geografische Lage. Hier sind die Marineflieger der Bundeswehr ausgewiesene Experten, von deren Fähigkeiten auch unsere Alliierten USA und Großbritannien lernen", sagte er dem Spiegel.

Die EU-Staats- und Regierungschefs sprachen bei ihrem verteidigungspolitischen Gipfeltreffen am Montag in Brüssel über die Idee einer dauerhaften NATO-Präsenz in Grönland. Hintergrund sind die Ansprüche von US-Präsident Donald Trump auf die Insel. Grönland ist Teil des Königreichs Dänemark, genießt aber weitgehende Autonomie. Die Außen- und Sicherheitspolitik ist davon aber zum Großteil ausgenommen. Grönland ist über Dänemark Mitglied der NATO, aber anders als der europäische Teil des Königreichs nicht der EU. 

Die USA betreiben seit Jahrzehnten Militäreinrichtungen in Grönland, darunter auch die Pituffik Space Base mit Raketenwarnsystemen im Norden der Insel, früher auch bekannt als Thule Air Base. Der für die Außen- und Verteidigungspolitik zuständige Unions-Fraktionsvize Johann Wadephul rät dazu, diese in die NATO-Strukturen aufzunehmen. "Grönland allein wird der geballten Herausforderung aus Russland und China womöglich nicht gewachsen sein. Deswegen kann man überlegen, die bestehenden US-Strukturen in die NATO einzubetten und auch mit Truppen aus weiteren Mitgliedstaaten zu verstärken", so der CDU-Politiker gegenüber dem Spiegel.


Mehr zum Thema - Trump gegen Brüssel – Konfrontation zwischen zwei Kolonialherren


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Info: https://freedert.online/international/235875-strack-zimmermann-zum-nato-einsatz-auch-bundeswehr-sichern


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05.02.2025

Wählen? Aber wen?

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freidenker.org, vom 4. Februar 2025, Von Klaus Hartmann



Wahlaufrufe oder -empfehlungen wird es vom Deutschen Freidenker-Verband nicht geben, auch nicht zu den bevorstehenden Bundestagswahlen. Grund dafür ist nicht, dass es „egal“ ist, für wen gestimmt wird, dass überhaupt nichts Wählbares kandidiert oder einer Nichtbeteiligung an der Wahl das Wort geredet werden soll – der Grund dafür steht in der Satzung: Der Verband ist parteipolitisch unabhängig.

Die satzungsgemäße parteipolitische Unabhängigkeit der Freidenker bedeutet keine „Enthaltsamkeit“ in allen parteipolitischen Fragen oder in Wahlkampfzeiten. Dies sind nun mal Zeiten gesteigerter politischer Aufmerksamkeit, und die sollte man natürlich nutzen, um unsere Argumente an den Mann und die Frau zu bringen. Argumente, die sich ausschließlich von freidenkerischen Inhalten und Positionen leiten lassen. Die können und müssen auch der alleinige Maßstab sein, und Aussagen von Parteien und Politikern zu bewerten, da sollten wir überhaupt keine Zurückhaltung üben. Konzentrieren wir uns hier auf die wichtigste, die Überlebensfrage: Was ist zum Thema Krieg oder Frieden zu erwarten?

Was ist im Angebot?

Selbstverständlich haben die bisher Regierenden und Unterstützer des Banderafaschismus, vom Kriegsertüchtiger Pistorius über Strack-Rheinmetall, dem Wirtschaftsgenie Habeck bis zur Russland-Ruiniererin Baerbock jeden Protest und keine Stimme verdient, und Blackrock-Merz ist in Sachen Krieg und Frieden ein Garant für das „weiter so“. Selbstverständlich soll durch staatliche Repression und regierungsoffiziell geschürte Russophobie nicht zugelassen werden, dass der israelische Genozid gegen die Palästinenser oder der NATO-Krieg gegen Russland in der Ukraine mit jeweils deutscher Mittäterschaft ans Tageslicht gezerrt, dass die Milliardengeschenke für den Krieg in der Ukraine zulasten der Sozialhaushalte des Bundes, der Länder und Gemeinden, die deutschen NATO-Verpflichtungen und das politische Vasallentum gegenüber den USA zum Thema eines gesellschaftlichen Diskurses werden. Doch ist ein Ausweg, eine Befreiung aus diesem Korsett zu erwarten, und von wem?

Wer meint, mit seiner Stimme nicht Einfluss auf künftige Mehrheiten nehmen zu können oder zu wollen, findet das übliche Angebot zwischen Tierschutz- und Partei bibeltreuer Christen, Freie Wähler, Piraten, Gerechtigkeitspartei (Todenhöfer), „Die Partei“, die ÖDP und, sehr interessant, die „Partei für Verjüngungsforschung“. Die EU-Fans von Volt plakatieren „Mit einem starken Europa gegen Trump und Putin“, und wollen eine „viel stärkere finanzielle und militärische Unterstützung der Ukraine“, um „Putin zu stoppen“. Die DKP tritt nicht an, damit ist ihr strikter Antikriegs- und Antikrisenkurs diesmal nicht wählbar.

Zur Wahl steht immerhin „dieBasis“ – zumindest in den meisten Bundesländern. Entstanden in der Zeit der Proteste gegen das „Corona-Regime“, hat sie inzwischen ein umfangreiches Programm vorgelegt. Sie fordert Diplomatie in den internationalen Beziehungen statt „Moralismus, Sendungsbewusstsein, Wertekolonialismus, Angstmacherei vor vermeintlich globalen Katastrophen“ sowie die Abkehr von „einer Souveränitätsaufgabe zu Gunsten der Interessen der US-amerikanischen Außenpolitik“. Die Basis befürwortet eine multipolare Weltordnung, lehnt „alle Sanktionen oder Embargos gegen jegliche Drittstaaten ab“ und fordert, „dass die Bevölkerungen in der EU gehört und nicht länger bevormundet werden“. Außerdem befürwortet sie „die Forderung nach Kündigung des Vertrags über den Aufenthalt ausländischer Streitkräfte in der Bundesrepublik Deutschland (auch Truppenstationierungsvertrag genannt) und den Austritt Deutschlands und der anderen NATO-Mitglieder in Europa aus der NATO!“.

„Die Linke“ wendet sich zwar im Wahlprogramm gegen Waffenlieferungen, andererseits verkündet Dietmar Bartsch: „Die Linke kann Waffenlieferungen nicht pauschal ablehnen“. Bodo Ramelow verneint eine Mitschuld der Nato am Ukraine-Krieg, erklärt ein ‚Ja‘ zu Waffenlieferungen für zulässig, unterstützt Sanktionen gegen Russland und im Fall eines Waffenstillstands soll Deutschland Bundeswehrsoldaten mit Blauhelmen in die Ukraine schicken. Der Spitzenkandidat van Aken hat in einem Interview mit der FAZ gefordert, die „rostigen Öltanker“ aus Russland in der Ostsee „an die Kette zu legen“. Damit redet er der NATO und einer unabsehbaren Eskalation des Konflikts mit Russland das Wort.

Wenn einstmals Linke sich von ihren früheren Positionen verabschieden oder ein inhaltliches Vakuum anbieten, muss sich niemand wundern, dass die AfD selbst linke Themen wie demokratische Grundrechte gegen das Corona-Regime und den Frieden mit Russland aufgreifen kann. In dieser Situation erscheint vielen Wählern eine Stimme für die AfD als der schärfstmögliche Protest gegen den Kriegs- und Krisenkurs. Aber ist das begründet? Zugegeben: Die meisten Beiträge in Bundestagsdebatten gegen Waffenlieferungen an die Ukraine, gegen den Wirtschaftskrieg gegen Russland, für eine Verständigung und die Wiederaufnahme des Energiebezugs aus Russland hört man von AfD-Vertretern. Aussagen des AfD-Co-Vorsitzenden Chrupalla – den Ukraine-Krieg nicht weiter durch immer mehr und immer schwerere Waffen zu eskalieren, gegen Kriegsgeilheit und Kriegshysterie, Deutschland dürfe nicht zur Kriegspartei werden, und es sei eine Schande, dass deutsche Panzer wieder gegen Russland fahren – sind zweifelsohne positiv.

Doch als „Friedenspartei“ geht die AfD nicht durch. Sie nennt die Mitgliedschaft in der NATO ein „zentrales Element unserer Sicherheitsstrategie“, fordert die Wiedereinführung der Kriegsdienstpflicht, kritisiert die Aufrüstungsmaßnahmen der Bundesregierung als unzureichend, fast die Hälfte der AfD-Fraktion hat den 100 Milliarden Kriegskrediten der Ampelregierung zugestimmt. Es brauche „Befähigung und Wille unserer Soldaten zum militärischen Kampf“, um aus der Bundeswehr „die kampfstärkste Armee Europas“ zu machen, so ihr Verteidigungsausschussmitglied Lucassen.

Nachdem Kriegsminister Pistorius die Rüstungsausgaben mit 2,1% des Bruttoinlandsprodukts über das „NATO-Ziel“ gehoben hat, fordert Wirtschaftsminister Habeck 3,5% und US-Präsident Trump 5% (was laut Bundeskanzler Scholz über 200 Milliarden Euro bei einem Bundeshaushalt von 500 Milliarden bedeutet). Danach setzte Alice Weidel im ZDF noch einen drauf: „Man muss erst den Bedarf ausrechnen, und dann kann ich Ihnen sagen, dass die Jahresausgaben relativ gesehen zum Bruttoinlandsprodukt sogar möglicherweise höher als 5 Prozent sein können.“

Schließlich darf nicht übersehen werden, dass positive Äußerungen Chrupallas („Wer Merz wählt, wählt den Krieg“) auch Widerspruch in den eigenen Reihen hervorrufen, so wurde er wiederholt für ein „allzu großes Verständnis für die russische Position im Ukraine-Krieg“ kritisiert. Der schon zitierte AfD-Verteidigungsexperte Rüdiger Lucassen warf seinem Parteikollegen Eugen Schmidt „Volksverrat“ vor, weil der im russischen Fernsehsender Rossija 1 aufgetreten war. Der bayerische AfD-Landtagsabgeordnete Ulrich Singer kassierte eine „Abmahnung“ vom Bundesvorstand, weil er sich als Wahlbeobachter bei der russischen Präsidentschaftswahl zur Verfügung stellte. Die Hamburger Bürgerschaftsabgeordnete Olga Petersen wurde aus der Fraktion ausgeschlossen, nachdem sie diese Wahl als frei und fair bezeichnet hatte. Ob die AfD dem Druck der russophoben Medien standhält, scheint eine offene Frage zu sein.

Für viele, die den Krieg und die permanente Eskalation gegenüber Russland und China ablehnen, dürfte das BSW die erste Wahl sein. Im Wahlprogramm wird bekräftigt, dass „alles getan werden muss, dass Deutschland nicht in einen Krieg hineingezogen wird“ und „wir schon deshalb nicht ‚kriegstüchtig‘ werden“ können, „weil wir einen großen europäischen Krieg im Atomzeitalter nicht überleben würden“. Das BSW kritisiert: „Auch die deutsche Außenpolitik spricht seit einigen Jahren die Sprache des Krieges. Sie scheint ihre Aufgabe darin zu sehen, militärische Konflikte durch Waffenlieferungen, Wirtschaftssanktionen und durch das Verbreiten von Feindbildern zu unterstützen. Diplomatie ist im deutschen Außenministerium zum Fremdwort geworden.“

Das BSW lehnt die Wiedereinführung der Wehrpflicht, höhere Militärausgaben, Waffenlieferungen an Israel ebenso wie die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine ab. Doch dann kommt das Zugeständnis an die NATO-Propaganda: „Wir verurteilen den russischen Angriff auf die Ukraine aufs Schärfste“. Die namensgebende Sahra Wagenknecht äußerte widerholt scharfe Kritik an den westlichen Waffenlieferungen an die Ukraine und spricht sich für Verhandlungen mit Russland aus – gefolgt von Bemerkungen wie „Ich halte Politiker, die Kriege beginnen – und das gilt auch für Wladimir Putin – für Verbrecher.“ Und damit keinerlei Zweifel aufkommen, dass dies nicht nur ihre persönliche Meinung sei, bekräftigt die Parteivorsitzende Amira Mohamed Ali: „Selbstverständlich ist Putin ein Kriegsverbrecher“.

Da sind die Worte von Sevim Dagdelen von ganz anderem Kaliber: „Die Vasallentreue deutscher Regierungen gegenüber den USA muss endlich ein Ende finden. Wir wollen einen Schlussstrich ziehen – gegen die Stationierung von US-Angriffswaffen auf deutschem Boden. Wir wollen keinen Krieg gegen Russland vom deutschen Boden aus. Wir wollen Frieden mit Russland! Und wir wollen auch nicht an der Seite der USA Waffen in alle Kriegsgebiete dieser Welt liefern. Deshalb sagen wir: Keinen Cent, keine Waffen und erst recht keine Soldaten für die Ukraine. Und wir sagen auch: Keine deutschen Waffen für den Tod von Palästinensern und die Zerstörung im Gazastreifen. Stoppt die Waffenlieferungen an Israel“. Und: „Wir können uns die 37.000 US-Soldaten in Deutschland schlicht nicht mehr leisten – Ami go home. Es ist Zeit.“

Fortgesetzte und vorsätzliche Rechts-Links-Verwechslung

In Wahlkampfzeiten verschärft sich, was schon längere Zeit als politischer Kulturverfall eingerissen ist: Andere Meinungen, besonders von der Regierungslinie, der bedingungslosen US-Gefolgschaft und der NATO abweichende, werden als „rechts“ oder „Nazi“ diffamiert. Der Vorwurf „Faschist“, ob gegen Trump oder die AfD gerichtet, wird zur zur wohlfeilen kleinen Münze im tagespolitischen Schlagabtausch. Damit wird Faschismus banalisiert, verharmlost, inhalts- und sinnentleert. Wirklicher Antifaschismus verliert den so entwerteten Begriff als scharfe Waffe der gesellschaftlichen Analyse – und das ist nicht nur ein „Kollateralnutzen“ für die Banalisierer, sondern ihre Absicht.

In diesen Zusammenhang gehört, dass man Björn Höcke mit gerichtlichem Segen als „Faschisten“ bezeichnen darf – Marie-Agnes Strack-Zimmermann allerdings auch. Verblüfft es, dass man ersteres jede Woche in der Zeitung lesen kann, letzteres aber praktisch nie? Obwohl Freidenker die Freiheit der Meinungsäußerung verteidigen, entstammen diese Episoden den Niederungen des politischen Schlagabtauschs und haben kein aufklärerisches Potenzial. Aufklärung ist aber geboten „gegen Rechts-Links-Verwechslung“, die den Medien nicht ihre Zuschreibungen und den Parteien nicht ihre Selbstbezeichnungen glaubt.

Gerade angesichts der mit der Banalisierung einhergehenden Verharmlosung des Faschismus hält der Freidenkerverband an den Erkenntnissen der marxistischen Faschismusforschung von Dimitroff, Gramsci, Gossweiler, Opitz, Kühnl u. a. fest, ausgehend von Dimtroffs Formulierung: „Der Faschismus an der Macht ist die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, am meisten chauvinistischen, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals“.

Traditionell waren Links und Rechts untrennbar mit Inhalten verbunden – gegen die unbegrenzte Bereicherung der Reichen und die bodenlose Verarmung der Habenichtse – das war links, und das bleibt links. Gegen Krieg und Waffen ist links, für Krieg ist rechts, und für den Krieg gegen Russland mit deutschen Waffen ist rechtsextrem. Gemessen an Inhalten würde das hierzulande durch Gehirnwäsche vermittelte politische Koordinatensystem arg durcheinandergeraten, das muss man sich nur mal am Beispiel des Verhältnisses von Grünen und AfD in der Frage des Kriegs gegen Russland vor Augen führen.

Doch gerade die AfD scheint das Verwirrspiel genussvoll mitzuspielen. Jetzt kommt ihre „Kanzlerkandidatin“ Weidel daher, und dreht die Verdummungsspirale auf unerreichte Höhen. „Nationalsozialisten, wie das Wort schon sagt, waren Sozialisten“, sie hätten „die gesamte Industrie verstaatlicht“, und „Hitler war ein sozialistisch-kommunistischer Typ.“ Die Verstaatlichung ist eine Lüge, Privateigentum und Kapitalismus waren für die deutschen Faschisten unantastbar – abgesehen vom „jüdischen Vermögen“, das nach „Arisierung“ auch wieder in private Hände kam. Weidels Logik folgend, hat Hitler entgegen unserem bisherigen Kenntnisstand offenbar alle Nazis verhaften, in KZs sperren und ermorden lassen. Danach waren es deutsche Kommunisten, die ihre Genossen in der Sowjetunion überfallen haben. Haben sich die Kommunisten und andere so fundamental getäuscht, als sie Widerstand gegen das Naziregime leisteten?

Wie konnten sich die deutschen Industriellen in Hitler und seiner Partei so täuschen, dass seit Anfang der 1920er Jahre der Bayerische Industriellenverband, Fritz Thyssen, Ernst von Borsig, Albert Vögler, Edwin Bechtle u.a. diese „Bewegung“ mit großzügigen Spenden groß machten? Und wieso jubelte der Industrie-Club Düsseldorf Hitlers Rede am 26.01.1932 zu? Warum unterschrieben 19 Industriebarone und Bänker am 19.11.1932 die sogenannte „Industrielleneingabe“ an Reichspräsident von Hindenburg mit der Aufforderung, Hitler zum Reichskanzler zu machen (nachdem die NSDAP bei der Reichstagswahl am 06.11.1932 zwei Millionen Stimmen verloren hatte)? Wenn sie alle gewusst hätten, was Weidel heute weiß, hätten sie die Fehlinvestition unterlassen und uns wäre viel erspart geblieben.

Weidel surft auf der Welle des in Deutschland, der EU und der USA wieder salonfähigen Geschichtsrevisionismus, der den Machtantritt der Faschisten aufgrund der Unterstützung des Finanzkapitals leugnen und als „Verschwörungstheorie“ abtun will. Seit Jahrzehnten werden die Faschisten offiziell von Politikern und Qualitätsmedien nicht mehr bei ihrem Namen genannt, sondern bereitwillig deren demagogischen, marketinggerechten Eigenwerbung „Nationalsozialisten“ genannt – obwohl sie das Gegenteil von sozialistisch und national waren. Frau Weidel segelt in diesem geistigen Windschatten und schließt so nahtlos an die „Altparteien“ an.

Eine weitere Aussage Weidels: „Der Antisemitismus ist links. Es sind Linke, die auf die Straße gehen, ‚Free Palestine‘ rufen und Israelis verfolgen.“ Der Genozid in Gaza und die deutschen Waffenlieferungen sind für sie kein erwähnenswertes Thema, und diese Strategie ist schon länger erkennbar: Die AfD will sich in ihrer prozionistischen Haltung von niemand übertreffen lassen. Im Herbst 2023 forderte sie einen Stopp der Zuwendungen an das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA).

Im Mai 2019 wurde im Bundestag eine Resolution gegen die BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen) verhandelt, die ein Ende der Besatzung des Westjordanlandes, der Golanhöhen und Ostjerusalems, die völlige Gleichberechtigung arabisch-palästinensischer Bürger Israels und ein Recht auf Rückkehr für vertriebene palästinensische Flüchtlinge verlangt. Für den Antrag stimmten Abgeordnete von Union, SPD und große Teile der Grünen, die AfD-Fraktion enthielt sich mehrheitlich: sie wollte ein bundesweites Verbot der Bewegung!

Obwohl das Bundesverwaltungsgericht Maßnahmen zur Umsetzung des Anti-BSD Beschlusses unmissverständlich als verfassungswidrig kassiert hat, wird dieser in einer im November 2024 beschlossenen sogenannten „Antisemitismus-Resolution“ des Bundestages bekräftigt, ein „relativierender Umgang und vermehrt israelbezogenen und links-antiimperialistischen Antisemitismus“ verurteilt und die Bundesregierung aufgefordert, sich „aktiv für die Existenz und die legitimen Sicherheitsinteressen des Staates Israel“ einzusetzen.

Damit wird auch die Kritik von Menschenrechtsorganisationen, Kulturschaffenden, jüdischen antizionistischen Organisationen, Wissenschaftlern und zahlreichen Stimmen aus Israel selbst ignoriert, dass mit der Resolution die Meinungs-, Kunst-, Wissenschafts- und Versammlungsfreiheit eingeschränkt, Zensur gefördert und Kritik an der israelischen Regierungspolitik fälschlicherweise als antisemitisch eingestuft wird. Dies lasse schwerwiegende Verletzungen von Grund- und Menschenrechten und eine erhebliche Rechtsunsicherheit befürchten. Anstelle des Schutzes jüdischen Lebens werde unangemessen in jüdisches Leben und die Vielfalt jüdischer Politik eingegriffen, indem selbst jüdische Israelis delegitimiert werden, die die staatliche Politik kritisieren, zugleich werden palästinensische Perspektiven völlig unsichtbar gemacht. Die skandalöse Resolution wurde mit den Stimmen von Ampel, Union und AfD verabschiedet – nach einer „Brandmauer“ zu rufen, kam dabei niemand in den Sinn – , Die Linke enthielt sich, das BSW stimmte dagegen.

Wer seine Stimme abgeben will, findet hier hoffentlich ein paar Anhaltspunkte für seine Entscheidung, aber in jedem Fall ist es kein Fehler, sich gezielt anhand der jeweiligen programmatischen Aussagen und Praxis zu informieren. Wer sich nicht an der Wahl beteiligen will, sollte aber nicht der Wahlurne fernbleiben, sondern hingehen – jede nicht abgegebene Stimme wird jenen gutgeschrieben, wegen denen man nicht wählen will. Das lässt sich nur vermeiden, wenn man einen Stimmzettel abgibt – mit einem ganz großen Kreuz oder der Aufschrift „Putin“ wird der dann als ungültig gezählt.

Klaus Hartmann ist stellvertretender Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes


Bild oben: Collage von Ralf Lux. Fotos von Ralf Lux, aufgenommen Mitte Januar 2025 in Potsdam
außer AfD-Plakat: Foto: PantheraLeo1359531, CC BY 4.0
Quelle: https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=158808898


Info: https://www.freidenker.org/?p=20898


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




Weiteres:




aus e-mail von Doris Pumphrey, 5. Februar 2025, 12:07 Uhr


**Sevim Dağdelen:

"Mit uns gibt es keine Geldgeschenke an die Ukraine"


*Im Interview mit dem Journalisten Flavio von Witzleben spricht die

außenpolitische Sprecherin des BSW, Sevim Dağdelen, über eine mögliche

Zusammenarbeit mit der AfD sowie über den außenpolitischen Kurs der noch

jungen Partei.

Außerdem geht es in dem Gespräch um die Ausrichtung der Bundeswehr sowie

die Frage, wie Deutschland einen souveränen Umgang mit Donald Trump findet.

/Zum Video (4:55):

/https://odysee.com/@RTDE:e/Da%C4%9Fdelen---Mit-uns-gibt-es-keine-Geldgeschenke-an-die-Ukraine-:f


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

05.02.2025

„Keine Rettung durch Krieg“    Bundestag fordert weitere Aufrüstung der Ukraine zwecks Fortsetzung des Krieges. In der Ukraine selbst nehmen Desertionen und Angriffe auf Rekrutierungszentren zu. Ex-Selenskyj-Sprecherin fordert baldigen Waffenstillstand.

german-foreign-policy.com, 5. Februar 2025

KIEW/WASHINGTON/BERLIN (Eigener Bericht) – Trotz der militärisch deaströsen Lage der Ukraine stellt die Bundesrepublik eine weitere Aufrüstung der ukrainischen Streitkräfte in Aussicht – zwecks Fortsetzung des Krieges. Nach einem Beschluss des Bundestags soll die Bundesregierung bis zu drei Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung stellen, um damit Waffen für Kiew zu beschaffen. Die anhaltende Aufrüstung der Ukraine wird von einer klaren Mehrheit der deutschen Bevölkerung befürwortet. In der ukrainischen Bevölkerung spricht sich inzwischen eine Mehrheit für rasche Verhandlungen über einen Waffenstillstand aus. Wie eine ehemalige Sprecherin von Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt, müsse man mit Blick auf die Zerstörungen im Land und die Massenflucht ins Ausland die Behauptung „in Frage stellen, dass nur eine Fortsetzung des Krieges die Ukraine retten“ könne. Im Land selbst steigt die Zahl der Angriffe auf Rekrutierungszentren ebenso wie die Zahl der Desertionen. Kürzlich ist eine zweite frisch aufgestellte Brigade mit mehreren Tausend Soldaten bereits bei ihrem ersten Fronteinsatz komplett zerfallen: Viele junge Rekruten sind nicht bereit, sich in einem verlorenen Krieg verfeuern zu lassen.


Zitat: Zerfallende Brigaden

In der Ukraine rücken die russischen Streitkräfte immer weiter auf die strategisch wichtige Stadt Pokrowsk vor und suchen sie aktuell offenbar in einer Zangenbewegung einzukesseln. Berichten zufolge sind die ukrainischen Truppen, die die Stadt zu verteidigen versuchen, zu schwach, um noch lange durchzuhalten. Nachschub ist kaum noch möglich, da die russischen Streitkräfte mittlerweile dazu in der Lage sind, die Nachschubrouten unmittelbar anzugreifen, nicht zuletzt mit Drohnen.[1] Die Schwäche der ukrainischen Truppen ist unter anderem dadurch verursacht, dass neu nachrückende Brigaden offenbar gänzlich aus frisch rekrutierten Soldaten zusammengesetzt sind, die zum Teil nicht einmal hinlänglich ausgebildet wurden und entweder schnell hohe Verluste erleiden oder sogar noch vor ihrem ersten Feindkontakt desertieren. Bereits im Dezember 2024 war dies von der 155. Mechanisierten Brigade gemeldet worden, die unter anderem mit deutschen Kampfpanzern des Modells Leopard 2A4 und mit französischen Caesar-Haubitzen ausgerüstet war.[2] Im Januar zerfiel auch die 157. Mechanisierte Brigade, da eine offenbar erhebliche Zahl an Soldaten desertierte und viele unerfahrene Militärs bei den ersten Kämpfen ums Leben kamen.[3]


Widerstand gegen Zwangsrekrutierung

Während frisch ausgebildete, unerfahrene Rekruten an der Front faktisch verfeuert werden, wenn sie nicht rechtzeitig desertieren, bereitet Kiew die Einberufung von 18- bis 25-Jährigen vor. Dies hatte die Biden-Administration gefordert. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hingegen hatte sich dem zunächst verweigert: Die ohnehin recht zahlenschwache Generation gilt als unverzichtbar für den Wiederaufbau der Ukraine nach dem Krieg; wird sie durch Kriegsverluste weiter ausgedünnt, drohen laut Einschätzung von Fachleuten irreparable demographische Schäden.[4] Nun strebt Kiew eine Art Kompromisslösung an, die auf die Anwerbung 18- bis 25-jähriger Freiwilliger zielt; ihnen sollen finanzielle Anreize und klare Garantien für eine umfassende militärische Ausbildung vor ihrem ersten Fronteinsatz geboten werden.[5] Dies geschieht in einer Zeit, in der die Bemühungen, sich einer Rekrutierung zu entziehen, immer drastischere Formen annehmen. So erschoss am Samstag ein Mann in Poltawa einen Rekrutierungsoffizier, um einen Freund zu befreien, der gerade gemeinsam mit einer Gruppe weiterer Männer zum Kriegsdienst eingezogen wurde.[6] Zudem häufen sich die Proteste gegen Zwangsrekrutierung sowie die Angriffe auf Rekrutierungszentren der Streitkräfte.


„Die Ukraine verdient eine Zukunft“

Mit Blick auf die desaströse militärische Lage und die desolate Stimmung in der ukrainischen Bevölkerung nehmen die Appelle zu, endlich einen Waffenstillstand zu schließen. Bereits im Herbst hatte eine Umfrage ergeben, dass nur noch 38 Prozent der ukrainischen Bevölkerung sich dafür aussprachen, den Krieg bis zu einem Sieg über Russland fortzusetzen. 52 Prozent plädierten hingegen für Verhandlungen – mit dem Ziel, möglichst bald einen Waffenstillstand zu erreichen.[7] In der vergangenen Woche berichtete eine einstige Sprecherin von Präsident Selenskyj, Iuliia Mendel, im US-Magazin Time, die Zahl der Menschen, die aus der Ukraine flöhen, steige wieder; im vergangenen Jahr habe sie bei mehr als 440.000 gelegen, etwa 3,3 mal so viel wie 2023. Insgesamt hätten inzwischen rund 7,5 Millionen Ukrainer ihr Land verlassen. Die Ukraine blute personell aus; zudem verarme sie immer mehr, und nicht zuletzt leide die Demokratie unter den Kriegsbedingungen.[8] In der Tat äußern nur noch 52 Prozent der Bevölkerung, sie hätten „Vertrauen“ in Präsident Selenskyj.[9] Sie wolle die Ansicht „in Frage stellen, dass nur eine Fortsetzung des Krieges die Ukraine retten“ könne, sagte Mendel mit Blick auf die Lage: „Die Ukraine verdient eine Zukunft jenseits endlosen Krieges.“


Zwei Drittel für Waffenlieferungen

Deutschland hingegen setzt auch weiterhin auf die Aufrüstung der Ukraine, um Kiew die Fortsetzung des Krieges zu ermöglichen. Erst am Freitag verabschiedete der Bundestag einen Antrag, dem zufolge die Bundesregierung dem Haushaltsausschuss „umgehend“ eine Vorlage für eine überplanmäßige Ausgabe in Höhe von bis zu drei Milliarden Euro präsentieren soll. Das Geld soll als „Militärhilfe“ für die weitere Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte genutzt werden.[10] Der Beschluss ist nicht bindend. Dennoch sagte der haushaltspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Otto Fricke, Bundeskanzler Olaf Scholz müsse ihn verwirklichen und dazu „über seinen Schatten springen“ – „im Interesse der Menschen in der Ukraine“.[11] Welchen Teil der ukrainischen Bevölkerung er damit meinte, erklärte Fricke nicht. Allerdings entspricht die Forderung, die Ukraine weiterhin für den Krieg hochzurüsten, aktuell offenbar dem Wunsch der Mehrheit der deutschen Bevölkerung. Laut einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen sprechen sich 40 Prozent dafür aus, die Ukraine weiter zu unterstützen wie bisher; 27 Prozent fordern gar noch stärkere militärische Unterstützung.[12] Lediglich 27 Prozent sprechen sich demnach für eine Reduzierung der Waffenlieferungen aus.


Rohstoffpartnerschaften

Für Unmut sorgt in Berlin und der EU lediglich, dass US-Präsident Donald Trump unmittelbaren Zugriff auf die ukrainischen Rohstoffvorräte verlangt. Die Ukraine verfügt über umfangreiche Vorkommen unter anderem an Kohle, Eisenerz, Erdgas, Lithium, Mangan, Titan und Graphit; ihre Lithiumlagerstätten können zwar nicht annähernd mit denjenigen im sogenannten Lithiumdreieck (Argentinien, Bolivien, Chile) mithalten, zählen aber – nach denjenigen in Serbien – zu den größten in Europa. Ihr Rohstoffreichtum ist der Grund, der die EU 2021 dazu motivierte, eine „strategische Rohstoffpartnerschaft“ mit ihr einzugehen.[13] Präsident Selenskyj hat in seinem „Siegesplan“, den er im Herbst in Washington vorlegte, eine „gemeinsame Nutzung“ der Ressourcen in Aussicht gestellt. Trump äußert nun, er mache künftige „Militärhilfe“ für die Ukraine davon abhängig, dass Kiew den USA im Gegenzug Rohstoffe zukommen lasse. Die Vereinigten Staaten hätten dreistellige Milliardensummen für die Aufrüstung der Ukraine zur Verfügung gestellt, erklärte der US-Präsident am Montag: Dafür wolle er „Sicherheit haben“ – in Form der ukranischen Bodenschätze.[14]

 

[1] Samya Kullab, Vasilisa Stepanenko, Evgeniy Maloletka: Ukrainian troops losing ground to Russia as Trump talks of ending war. apnews.com 03.02.2025.

[2] S. dazu Auf Europas Schultern.

[3] David Axe: Another Ukrainian Brigade Is Disintegrating As It Deploys To Pokrovsk. forbes.com 27.01.2025.

[4] S. dazu „Ein irreversibler demographischer Schock“ und „Europa ist im Krieg“.

[5] Hanna Arhirova: Ukraine is reforming its recruitment efforts to attract younger soldiers and boost forces. apnews.com 24.01.2025.

[6] Stefan Locke: Wenn Ukrainer ukrainische Soldaten töten. Frankfurter Allgemeine Zeitung 04.02.2025.

[7] Benedict Vigers: Half of Ukrainians Want Quick, Negotiated End to War. news.gallup.com 19.11.2024. S. auch Bis zum allerletzten Ukrainer.

[8] Iuliia Mendel: Zelensky’s Former Spokesperson: Ukraine Needs a Cease-Fire Now. time.com 29.01.2025.

[9] Andrew E. Kramer, Kenneth P. Vogel: With Support Dwindling and Trump in Power, Zelensky Could Face Tough Re-election. nytimes.com 23.01.2025.

[10], [11] Bundestag nimmt Antrag zu Ukraine-Hilfen an. Frankfurter Allgemeine Zeitung 01.02.2025.

[12] Umfrage für ZDF-“frontal”: Mehrheit für Waffenlieferungen an die Ukraine. presseportal.zdf.de 04.02.2025.

[13] Stefan Locke: Militärhilfe gegen Rohstoffe. Frankfurter Allgemeine Zeitung 05.02.2025.

[14] Zeke Miller: Trump says he wants Ukraine’s rare earth elements as a condition of further support. apnews.com 03.02.2025.


Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9853


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


unser weiterer Kommentar:  Beispiel für eine öffentliche Infokampagne:


Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz informiert:

Elektromobilität durch Krieg für Lithium" heißt Menschenleben für unsere Energiewende!

04.02.2025

Lawrow: "America First" klingt besorgniserregend wie Hitlers "Deutschland über alles"

freedert.online, 4 Feb. 2025 22:08 Uhr

Eine Außenpolitik, die auf Exzeptionalismus beruht, droht, die globale Ordnung zu untergraben, sagte der russische Außenminister. Die Welt habe sich seit 2017 auf vielerlei Weise verändert. Die USA könnten ihren Platz neben anderen Mächten finden, aber nicht als Hegemon.


Lawrow: "America First" klingt besorgniserregend wie Hitlers "Deutschland über alles"Quelle: Sputnik © Sergei Guneje

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Sergei Lawrow, 04.02.2025


Die "America First"-Politik der Vereinigten Staaten habe verstörende Ähnlichkeit mit der Losung "Deutschland über alles", die die Nazis nutzten, um die nationale Überlegenheit über andere zu verankern, warnte der russische Außenminister Sergei 

Lawrow.


Lawrow: Biden versucht, Beziehungen zu Russland für Trump zu erschweren




Lawrow: Biden versucht, Beziehungen zu Russland für Trump zu erschweren







In einem Kommentar für das Magazin Russia in Global Affairs, der am Dienstag veröffentlicht wurde, schrieb Lawrow, Washingtons Herangehensweise untergrabe die UN-Charta und die globale Nachkriegsordnung, die auf souveräner Gleichheit aufbaut. Er merkte an, dieses Prinzip sei im Abkommen von Jalta und Potsdam festgelegt worden, die die UdSSR, die USA und Großbritannien 1945 unterzeichneten und damit das moderne internationale System formten.

Mit der Rückkehr einer Regierung unter US-Präsident Donald Trump an die Macht habe Washingtons Deutung der internationalen Prozesse seit dem Zweiten Weltkrieg eine neue Dimension entwickelt, erklärte Lawrow.

"Die Losung 'America First' ähnelt beunruhigend der Hitlerschen Losung 'Deutschland über alles'", betonte er und fügte hinzu, eine Herangehensweise, die auf "Frieden durch Stärke" beruhe, könne der Diplomatie den Todesstoß versetzen.

Am 20. Januar, unmittelbar nach seiner Amtseinführung, hatte Trump ein Memorandum veröffentlicht, in dem er seine "America First"-Handelspolitik einen "wichtigen Bestandteil der nationalen Sicherheit" nannte. Das Dokument signalisierte, dass er die Handelspolitik seiner ersten Amtszeit fortsetzen will, die die US-Wirtschaft priorisiert hatte.

"Heute ist jedoch nicht 1991 und nicht einmal 2017, als der amtierende US-Präsident das erste Mal an der Spitze stand", schrieb Lawrow.

Unter Bezug auf russische Analytiker trug er vor, dass eine Rückkehr zur vorhergehenden globalen Ordnung, die nach wie vor von den USA und ihren Alliierten betrieben wird, unmöglich ist, da demografische, wirtschaftliche, soziale und geopolitische Verschiebungen unumkehrbar geworden seien. Er drückte die Hoffnung aus, dass die USA eventuell eine neue Rolle als eine von mehreren Weltmächten anstelle jener des Hegemonen akzeptieren werden.


Peskow: "Hoffen, dass Trump den 80. Jahrestag des Sieges mit uns feiert"





Peskow: "Hoffen, dass Trump den 80. Jahrestag des Sieges mit uns feiert"






Lawrow fuhr fort, dass die Multipolarität an Schwung gewinne, und schlug vor, die USA könnten in absehbarer Zukunft, statt sich dem entgegenzustellen, neben Russland, China und anderen Ländern des Globalen Südens, Ostens, Nordens und Westens ein "verantwortliches" Machtzentrum werden.

Der Außenminister betonte, dass die UN-Charta den besten Rahmen für die Behandlung globaler Fragen in der multipolaren Ära biete, "wenn jeder – nicht nur in Worten, sondern in Taten – die Prinzipien der souveränen Gleichheit der Staaten, der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten und andere grundlegende Prinzipien beachten muss".

Er warnte vor "dreisten Versuchen, die Welt im eigenen Interesse neu zu ordnen", was die Prinzipien der UNO verletze und Instabilität, Konfrontation und sogar Katastrophen bringen könne.

"Angesichts des gegenwärtigen Niveaus internationaler Spannungen wird eine rücksichtslose Ablehnung des Systems von Jalta/Potsdam, mit den Vereinten Nationen und ihrer Charta in seiner Mitte, unvermeidlich ins Chaos führen", schrieb Lawrow und fügte hinzu, Russland sei bereit für eine ehrliche, gemeinsame Arbeit daran, die Interessen auszugleichen und die rechtlichen Prinzipien internationaler Beziehungen zu stärken.


Mehr zum Thema – Lawrow: Trumps "America First"-Politik zielt auf Zerstörung der Nachkriegsordnung ab


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Info: https://freedert.online/international/235761-lawrow-america-first-klingt-besorgniserregend-wie-hitlers-deutschland-ueber-alles


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04.02.2025

Viktor Orbán: Vom schwarzen Schaf zum Wegbereiter einer neuen politischen Realität

freedert.online, 4 Feb. 2025 18:56 Uhr

Viktor Orbán, Ungarns Ministerpräsident, sieht sich nicht länger als das "schwarze Schaf" Europas, sondern als Vorreiter einer neuen politischen Ära. In einem Gespräch mit der NZZ betont er seine enge Beziehung zu Donald Trump und kritisiert die EU scharf. Orbán setzt auf nationale Souveränität und pragmatische Allianzen, insbesondere mit den USA und Russland.


Viktor Orbán: Vom schwarzen Schaf zum Wegbereiter einer neuen politischen RealitätQuelle: Sputnik © Valeriy Shari

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Wladimir Putin und der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán nehmen am 05.07.2024 an einer Pressekonferenz nach ihrem Treffen im Kreml in Moskau teil.


Viktor Orbán, Europas erfahrenster Regierungschef, bleibt eine polarisierende Figur, die in seinem Gespräch mit der NZZ erneut klare Standpunkte bezieht. Auf die Frage, warum er Wladimir Putin vertraue, erklärt Orbán, dass er die russische Führung als verlässlichen Partner schätzt, besonders in geopolitischen und energiepolitischen Fragen. In einer Welt, die von Instabilität geprägt ist, setzt er auf stabile, pragmatische Beziehungen – auch wenn diese nicht immer im Einklang mit der westlichen Politik stehen.

Zu der Frage, warum er glaubt, dass nur Donald Trump den Ukraine-Krieg beenden könne, betont Orbán, dass er Trump als einen "starken Mann" sieht, der in der Lage ist, den Konflikt diplomatisch zu lösen. In seinen Augen sind schwache Führungspersönlichkeiten der Grund für die Eskalation von Konflikten, während starke Führer in der Lage sind, Frieden zu schaffen. Orbán hebt hervor, dass der Westen bereit sein müsste, auch eigene Truppen zu entsenden, um das militärische Gleichgewicht zu verändern, was seiner Ansicht nach jedoch unrealistisch ist.

Schließlich spricht Orbán auch das Treffen mit AfD-Chefin Alice Weidel an. Er erklärt, dass er grundsätzlich bereit sei, mit allen politischen Kräften zu sprechen, die ähnliche Werte und Prinzipien vertreten, insbesondere in Bezug auf nationale Souveränität und gegen den Brüsseler Bürokratismus. Für Orbán ist der Dialog mit verschiedenen politischen Akteuren eine Möglichkeit, den gemeinsamen Kampf gegen eine als ungerecht empfundene europäische Ordnung zu stärken – auch wenn dies bei vielen in der EU auf Widerstand stößt.

"Die Welt hat sich in zehn Tagen so stark verändert wie sonst in Jahren."

Ein zentraler Punkt in Orbáns Politik ist die Energieversorgung. Ungarn hat sich durch langfristige Verträge stark an russische Gaslieferungen gebunden, doch der Ministerpräsident betont, dass sein Land parallel in neue Pipelines investiert und alternative Energiequellen in Ländern wie Rumänien, Aserbaidschan und der Türkei erschließt. Trotz dieser Diversifikation bleibt Russland ein unverzichtbarer Partner.

Sanktionen gegen Moskau lehnt Orbán weiterhin ab, da sie Ungarn wirtschaftlich stärker belasten als Russland. Ein vollständiger Bruch mit russischer Energieversorgung sei für Ungarn nicht tragbar.


Trump gegen Brüssel – Konfrontation zwischen zwei Kolonialherren





Analyse

Trump gegen Brüssel – Konfrontation zwischen zwei Kolonialherren





Im Ukraine-Krieg verfolgt Orbán eine Haltung, die sich deutlich von jener der EU unterscheidet. Er hält die Sanktionen und Waffenlieferungen für kontraproduktiv und fordert stattdessen sofortige Verhandlungen und einen Waffenstillstand. Orbán ist überzeugt, dass ein ukrainischer Sieg illusorisch sei, solange der Westen nicht bereit ist, eigene Soldaten in den Konflikt zu schicken. Seine Hoffnung liegt auf Trump, den er als starken Führer betrachtet, der durch Diplomatie den Konflikt beenden könnte. 

"Wenn Sie vor einem gordischen Knoten stehen, müssen Sie ihn durchschlagen. Es braucht einen starken Mann mit einem Schwert. Es geht nicht mehr darum, welche Ideen wir haben. Trump muss sich mit Russland und der Ukraine hinsetzen und ihnen sagen: 'Leute, machen wir einen Waffenstillstand. Es ist der einzige Weg.' Schwache Anführer verursachen Kriege, starke schaffen Frieden."

Orbán sieht in der aktuellen geopolitischen Lage eine Bestätigung seines Kurses. Er kritisiert die EU für ihre mangelnde strategische Führung und betont, dass die Zukunft Ungarns nicht nur in Europa, sondern auch in einer verstärkten Zusammenarbeit mit den USA, China und Russland liegt. Die Ukraine könnte sich seiner Ansicht nach zu einem zweiten Afghanistan für die EU entwickeln, wenn die europäischen Staaten nicht ihre Haltung ändern und auf Diplomatie setzen.

Orbán sieht sich als Wegbereiter einer neuen politischen Realität, in der nationale Souveränität und pragmatische Allianzen im Mittelpunkt stehen.

Mit seiner langjährigen Erfahrung und seinem polarisierenden Kurs bleibt Orbán eine Schlüsselfigur in der europäischen Politik. Ob er als Wegbereiter einer neuen Ära in die Geschichte eingeht, wird die Zukunft zeigen.


Mehr zum Thema – Ungarn will ein Wirtschaftsabkommen mit den USA – unter Umgehung der EU


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/schweiz/235742-viktor-orban-vom-schwarzen-schaf-zum-wegbereiter-einer-neuen-politischen-aera


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04.02.2025

"Deutsche und Russen werden nie Freunde sein" – Und was dies mit Weidel zu tun hat

reedert.online, 4 Feb. 2025 20:10 Uhr, Von Alexej Danckwardt

Dass die AfD eine "prorussische Partei" ist, ist natürlich gelogen und nur eine Diffamierung durch den politischen Gegner. Das erwartet in Russland auch niemand. AfD-Chefin Alice Weidel demonstrierte neulich aber darüber hinaus, dass sie auch kaum in der Lage sein wird, ein gutes Verhältnis zu Russland aufzubauen.


Quelle: www.globallookpress.com © HMB Media/Uwe Koch


Alice Weidel am 02.02.25 im Interview mit Caren Miosga


Am vergangenen Sonntag stieß ich auf den Podcast eines ukrainischen, heute im Donbass lebenden Historikers, der sich der Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen widmete. Penibel zählte der heute auch als Militärblogger bekannte Roman Donezki beginnend mit den antinapoleonischen Befreiungskriegen die Phasen einträglichen Handels auf, die immer wieder durch wie aus dem heiteren Himmel auftauchenden Phasen erbitterter Gegnerschaft abgelöst wurden. Fast schon auf Heller und Pfennig rechnete er dem Zuhörer die beidseitigen Vorteile des friedlichen Handels vor, die Kosten der Feindschaft berechnen sich in Millionen Toten.

Am Schluss der Rechnungen standen Zwischenfazit und Fazit. Zwischenfazit: Beiden Völkern ging es am besten, wenn sie friedlich Handel trieben; die Konfrontationsphasen kamen für beide Seiten existenziellen Katastrophen gleich. Überraschend aber das Fazit:

"Russen und Deutsche werden niemals Freunde sein."

Immer wieder komme in Deutschland jemand auf die Idee, dass man gar keinen gegensetig vorteilhaften Handel mit Russland brauche: Stattdessen könne man die benötigten Reichtümer dem "russischen Eingeborenen" schlicht mit Gewalt nehmen, "für lau". So wie es zuvor mit Afrikanern, Indianern und "sonstigen Hottentotten" ja auch klappte.


Warum in Deutschland sogar ein fürchterlicher Terroranschlag kein Mitgefühl für Russen weckt




Meinung

Warum in Deutschland sogar ein fürchterlicher Terroranschlag kein Mitgefühl für Russen weckt





In den Kommentaren fragte jemand (zugegeben, es war ich), ob der Referent diese prinzipielle, schicksalsgleiche Unmöglichkeit deutsch-russischer Freundschaft etwa der Überheblichkeit (Arroganz, Hochnäsigkeit, das Gespräch lief auf Russisch und der russische Begriff lautet "высокомерие" – "Wysokomerije") der Deutschen zurechnet. Donezki pflichtete dem bei: Ja, sie, der Deutschen Überheblichkeit, Arroganz und Hochnäsigkeit sind der tiefere Grund.

Sie begegnet einem überall und immer wieder, ganz unabhängig von "Rechts", "Links" oder "demokratischer Mitte", Osten oder Westen, Bevölkerungsschicht, Klasse, Bildungsgrad. Selbst derjenige Deutsche, der es "eigentlich gut meint mit Russland und den Russen", ist redlich überzeugt, dass er zu allem besser informiert ist und besser Bescheid weiß. Mit erhobenem Zeigefinger werden Russen über russische und sowjetische Geschichte belehrt, über die "richtige" Gesellschaftsordnung, über Demokratie, Wirtschaft, Krieg, Frieden und Kochrezepte. Immer wenn der Deutsche einem Russen begegnet, wähnt er sich als Träger des höheren Wissens, der wertvolleren Kultur, der fortschrittlicheren Weltanschauung. Als Herrenmensch. Es mag nicht jeder im russischen Gegenüber einen "Untermenschen" sehen, sehr wohl aber sieht nahezu jeder Deutsche in ihm den Zurückgebliebenen, der an die Zivilisation erst herangeführt werden müsse. Die "Bürde des weißen Mannes" auf Germanisch.

Natürlich ist auf dieser Grundlage keine Freundschaft möglich: Sie gibt es nur unter Ebenbürtigen, und als solchen betrachtet der durchschnittliche Deutsche "den Russen" eben nicht. Von einem Minderwertigen kann man sich zwar Waren (handgefertigten Nippes, Gewürze, Teppiche, Erdgas und sonstige Kolonialwaren) liefern lassen, vor allem wenn er sie unter Preis feil bietet, aber Freundschaft? So mit allem drum und dran, mit gegenseitiger Empathie, Beistand, Ernstnehmen vitaler Interessen, gleichberechtigten Unternehmungen, interessiertem Austausch? Dafür hat der Deutsche Franzosen, Briten, Amerikaner und neuerdings Israelis. Ebenbürtige halt. Bei Italienern sind die Auffassungen bereits gespalten.

Den jüngsten Beleg für all das gab es wie auf Bestellung gleich am darauffolgenden Tag, am Montag. Alice Weidel gab Caren Miosga ein Interview. Die Kommentare der RT-Leser sind überschwänglich, mir aber blieb etwa ab Minute 8 der Kloß im Hals stecken. Miosga erinnerte an eine frühere Äußerung Weidels, sie werde eine hypothetische Einladung der russischen Botschaft zu einem Empfang am Tag des Sieges über den Hitlerfaschismus ausschlagen. Miosga zitierte aus einem Interview in der NZZ im Januar 2025:

"Die Niederlage meiner Heimat mit einer ehemaligen Besatzungsmacht zu feiern, ist nicht mein Ding. Zudem passen solche Gedenkfeiern ganz zum Schuldkult der Deutschen."

Das Zitat stammte, wie sich im Weiteren aufklärte, aus einem früheren Interview Weidels.

Als Antwort gab die AfD-Spitzenkandidatin das Folgende zu Protokoll:

"Das stimmt, das habe ich gesagt im Sommerinterview, dass ich nicht in die russische Botschaft gehe, um den 8. Mai hier zu feiern. Warum auch? Das mache ich nicht. Ja warum sollte ich das machen? Da wurden so viele auch nicht aufgearbeitete Verbrechen an der deutschen Bevölkerung begangen, ich glaube nicht, an der Zivilbevölkerung, und ich finde, da sollten wir auch mal Gedenktage einführen. Und das werde ich nicht feiern, das werde ich auch in Zukunft nicht feiern."

Werte Frau Weidel, liebe AfD-Anhänger in den Kommentaren ... Da müssen wir wohl etwas weiter ausholen.


Kanzlerkandidatin Alice Weidel – für die "proisraelischste Partei in Deutschland"



Kanzlerkandidatin Alice Weidel – für die "proisraelischste Partei in Deutschland"






Erstens: Wenn ein Volk gezwungen ist, eine vier Millionen Mann starke Armee zu sammeln, um einen Angreifer, der bereits über zwanzig Millionen Menschen dieses erstgenannten Volkes vorsätzlich und systematisch gemeuchelt hat, in dessen Hauptstadt zu verfolgen, werden zwangsläufig einige Zehntausend Kriminelle darunter sein. Es gelingt in Kriegszeiten nicht, sie von der Frontlinie fernzuhalten, zumal die kriminelle Neigung kaum jemandem auf die Stirn geschrieben steht. Jedes Volk hat einen gewissen – bei allen Völkern mehr oder weniger gleichen – Prozentsatz kriminell Veranlagter in seinen Reihen, da geht es Deutschen nicht anders als Russen, Russen nicht anders als Deutschen. Immer wieder fliegen Deutsche nach Thailand, um dort mit zehnjährigen Buben für geringes Entgelt perverse sexuelle Phantasien auszuleben. Sind jetzt alle deutschen Urlauber, alle Deutschen gar, deshalb pädophile Monster?

99 Prozent der Rotarmisten haben sich 1945 gegenüber dem deutschen Volk nichts zuschulden kommen lassen. Mehr noch: Sie haben die besetzten deutschen Städte monatelang durchgefüttert und die Berliner U-Bahn mit sowjetischem Panzerstahl in Gang gebracht. Vielleicht erinnert ihr euch, werte Frau Weidel, liebe AfD-Anhänger in den Kommentaren, zur Abwechslung auch einmal daran? Daran, dass in der durch die Westpropaganda aufgeblähten "Erinnerung" der Kriegsgeneration alles mögliche vorkommt, aber kein Hungertod in Berlin? Zur gleichen Zeit hungerten in Russland ihre Familien, das Murren unter den Soldaten war groß, aber sie verteilten weiterhin Brei und Suppen aus ihren Gulaschkanonen ...

Das, obwohl die Versuchung, Rache zu üben, gigantisch war nach 27 Millionen Toten, Leid in nahezu jeder Familie, Tausenden durch den deutschen Angreifer dem Erdboden gleichgemachter sowjetischer Städte und Dörfer. Für den Deutschen sind dies nur Zahlen. Im Gegensatz zu seiner Verantwortung für sechs Millionen ermordete Juden hat sich der durchschnittliche Deutsche nie die Mühe gemacht, das Leid der sowjetischen Opfer wirklich nachzufühlen. Ein nahezu pathologischer Empathiemangel.


Russische Öffentlichkeit fordert Entschuldigung von Alice Weidel





Russische Öffentlichkeit fordert Entschuldigung von Alice Weidel






Dass der gigantische Rachedurst im Zaum gehalten wurde, ist eine gewaltige zivilisatorische Leistung des russischen Volkes und seiner sowjetischen Führung gewesen, eine größere Leistung als alles, was das "Volk der Dichter und Denker" in der Summe seiner tausendjährigen Geschichte jemals vollbracht hat.

Und wenn ihr diesen 27 Millionen Toten eure ausdrücklich "Zehntausenden" deutschen Zivilisten entgegenhaltet, wirkt das nicht nur für Russen armselig und unwürdig. Denkt ihr wirklich, damit etwas aufwiegen oder mildern zu können? Das eine war eine systemastische und zielstrebige Vernichtung, das andere waren schlimmstenfalls Exzesse eines kleinen Prozentsatzes der Rotarmisten. Unvermeidbares Übel in größeren Kriegen, weshalb man es lieber gar nicht erst zu Kriegen kommen lässt.

Natürlich darf das deutsche Volk auch seiner Toten gedenken, wenn sie aber ausdrücklich oder implizit als Gegenargument zur Schuld Deutschlands dargeboten werden, wirkt es im Verhältnis von Schuld und erlittenem Unrecht so, als würde sich ein hundertfacher Kindermörder vor Gericht beschweren, bei seiner Verhaftung von einem Polizisten geschlagen worden zu sein. Natürlich darf ein Polizist einen Verdächtigen nicht schlagen, auch das ist Unrecht. Es wiegt aber die 100 vergewaltigten und ermordeten Kinder um kein Gramm weit auf und ist als Verteidigungsargument höchstens vom Verteidiger auszusprechen, ohne dass es irgendwas an der zu erwartenden Höchststrafe zu mildern vermag. Übrigens bestrafte der sowjetische Staat, anders, als deutsche Geschichtsrevisionisten meinen, durchaus für Verbrechen an der deutschen Zivilbevölkerung: Über 5.000 sowjetische Offiziere und Zehntausende Soldaten wurden nach entsprechenden Urteilen dafür erschossen. Es gab eben keine zielgerichtete Politik der Vernichtung des deutschen Volkes, es gab aber sehr wohl eine staatliche Vernichtungsabsicht des Hitlerstaates gegenüber dem russischen Volk.


Auschwitz und Leningrad gehören untrennbar zusammen





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Zweitens. "Die Niederlage meiner Heimat"? 1945 erlitt nicht irgendeine abstrakte Heimat ihre Niederlage, sondern ein ganz konkretes von Hitler geführtes Deutschland, das "Dritte Reich". Wer dessen Niederlage nicht feiern will, demonstriert damit, dass er dessen Sieg, den Sieg des deutschen Faschismus seiner Niederlage vorgezogen hätte. Inklusive der endgültigen Vernichtung der Juden, der Russen, anderer slawischer Völker, der Roma und Sinti. Dieses wäre bei Ausbleiben der "Niederlage meiner Heimat" so sicher eingetreten wie das Amen in der Kirche. Hätten Sie das der "Niederlage meiner Heimat" vorgezogen, werte Frau Weidel, liebe AfD-Anhänger in den Kommentaren?

Nein, es ist klar, dass kein Deutscher, selbst der kommunistischste Kommunist nicht, an einem 8. oder 9. Mai dasselbe wird fühlen können wie ein Russe. Für den Letzteren ist es ein Triumph voller Stolz auf die siegreichen Vorfahren und Trauer um den gezahlten Preis. Für Ersteren ist es ein fremder Sieg, in dessen Notwendigkeit er Einsicht hat. Eine Einladung der russischen Botschaft zu solch einem Empfang ist für einen Deutschen immer die zur Freundschaft und Versöhnung ausgestreckte Hand des russischen Volkes, keine Demütigungsgeste. Wer sie ausschlägt, wird nie eine tragfähige Beziehung zu Russland aufbauen können.

Drittens: Nichts davon ist eine Frage des "Schuldkults". Alles, was heute im deutsch-russischen Verhältnis geschieht – der neue deutsche "Drang nach Osten" mit der Ukraine als Räuberbeute, die deutschen Waffen, die wieder russische Soldaten und Zivilisten töten, der offen ausgelebte Russenhass in Politik und Medien –, wurde überhaupt nur möglich, weil Deutschland nie wirklich begriffen hat, was es zwischen 1941 und 1945 den sowjetischen Völkern, in erster Linie dem russischen, angetan hat. Paradoxerweise – Doppelmoral auf ihrem Höhepunkt – räumt auch die AfD der historischen Verantwortung im Falle der sechs Millionen ermordeten Juden einen großen Stellenwert in ihrer Tagespolitik ein, was die ständigen Unterwerfungsgesten vor Israel und Bekenntnisse zur Absolutheit seiner Rechte belegen. Woher kommt die so gegensätzliche Bewertung der Bedeutung historischer Erinnerung und nationaler Verantwortung im einen (Israel) und dem anderen (Russland) Fall, wenn nicht aus der eingangs besprochenen Überheblichkeit, Wysokomerije, der Deutschen gegenüber Russen?


Kiesewetter und Generalbundesanwalt: Die Räuber genieren sich nicht mehr




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Ob Alice Weidel eine Einladung der israelischen Botschaft genauso brüsk ausschlagen würde? Nicht, dass sie bald mit einer zu rechnen hat.

Natürlich trägt kein heute lebender Deutscher persönliche Schuld an den Kriegsverbrechen seiner Vorfahren. Er hat aber weiterhin die Pflicht zur Erinnerung und – was bislang fehlte – zur richtigen Bewertung und zur Empathie. Wird diese Pflicht vernachlässigt, wiederholen sich Fehler und Verbrechen. Womit wir wieder bei Donezki wären: mit üblen Folgen für beide Völker.

Es gab nur eine historisch betrachtet kurze Zeit, in der die Mehrheit des deutschen Volkes seine Überheblichkeit dem russischen Volk gegenüber hat aufgeben müssen: Eben nach der "Niederlage" des Jahres 1945. Nur so waren dann auch schnelle Versöhnung und für beide Seiten einträgliches Handeltreiben möglich. Ist dafür, dass die Deutschen sich wie gute, bescheidene Menschen benehmen, dass sie einsehen, ein normales Volk wie jedes andere zu sein, den Russen in gar nichts überlegen, tatsächlich ein für alle verheerender Krieg erforderlich? Geht es nicht auch mit einem selbstkritischen Blick auf die eigene Fratze, liebe Deutschen? Den Spiegel habe ich euch vorgehalten.


Mehr zum Thema – Das verratene Wunder: Was die Geschichte Deutschland nach 1945 lehren wollte    


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04.02.2025

Ungarn will ein Wirtschaftsabkommen mit den USA – unter Umgehung der EU

freedert.online, 4 Feb. 2025 17:15 Uhr

Um seine Wirtschaftsbeziehungen zu den USA zu erhalten, beabsichtige Ungarn mit dem neuen US-Präsidenten Donald Trump ein Abkommen zu schließen, erklärte der ungarische Premier Viktor Orbán. Ein "Trump-Tornado" ziehe nach Europa, dem Bürokraten in Brüssel wohl kaum entkommen würden.


Ungarn will ein Wirtschaftsabkommen mit den USA – unter Umgehung der EUQuelle: AP © Evan Vucci


Archivbild: Viktor Orbán und Donald Trump im Mai 2019 im Weißen Haus


Ungarn wird in Kürze ein Abkommen mit den Vereinigten Staaten schließen, um die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Staaten zu erhalten. Der Ministerpräsident des Landes, Viktor Orbán, hat diese Entscheidung unter Umgehung der Europäischen Union getroffen. In einer Erklärung vom Dienstag warnte Orbán, dass die EU und Bürokraten in Brüssel vor schwierigen Zeiten stehen.


Trump gegen Brüssel – Konfrontation zwischen zwei Kolonialherren





Analyse

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Während des EU-Gipfels am Montag habe ein seltsames Gefühl geherrscht, erzählte der ungarische Regierungschef. Der "Trump-Tornado" komme, auch wenn manche noch glauben möchten, dass sie der neuen US-Politik entrinnen würden. Das würde ihnen nicht gelingen, zeigte sich Orbán sicher. Nur die Staaten, "die sich kennen", würden in der Lage sein, Kontakte miteinander zu knüpfen.

Kürzlich stellte Donald Trump die Welt auf den Kopf, fügte der Ungar hinzu. In nur 14 Tagen, mit einer Handvoll Maßnahmen, habe er den Gender-Wahnsinn, die Finanzierung der globalistischen Organisationen, die illegale Migration und die Finanzierung des russisch-ukrainischen Krieges beendet:

"Das bedeutet, dass alles, was die Brüsseler Bürokraten in den letzten Jahren versucht haben, uns aufzudrängen, vorbei ist."

Man solle sich auch darauf vorbereiten, dass die bisher gewohnten Regeln des Welthandels der Vergangenheit angehören. Trump würde sich für die Interessen Amerikas einsetzen, wenn auch zuungunsten Europas. Um seine wirtschaftlichen Beziehungen mit Washington zu schützen, benötige Budapest ein entsprechendes Abkommen, meinte Orbán:

"Wir müssen ein Abkommen, einen Deal schließen, damit wir unsere wirtschaftlichen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten erhalten können. Gute Deals können nur diejenigen schließen, die sich nicht nur kennen, sondern einander auch respektieren."

Kurz nach seiner Amtseinführung am 20. Januar erklärte Trump, dass die USA derzeit nur zwei Geschlechter anerkennen. Er stellte die internationale US-Hilfe für ausländische Länder und Organisationen ein, darunter auch die Militärhilfe für die Ukraine, und drohte darüber hinaus den Staatschefs Mexikos, Kanadas und Chinas erhöhte Zölle an.


Mehr zum Thema – China antwortet Trump: Mit Zöllen auf Öl, Kohle und Flüssigerdgas


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04.02.2025

Medienbericht: Iran will Produktion von Atomwaffen beschleunigen

freedert.online, 4 Feb. 2025 12:25 Uhr

Wissenschaftler im Iran arbeiten an einem schnelleren Weg zum Bau von Atomwaffen, wie die Zeitung New York Times mitteilt. Wie es heißt, forsche man dort an Technologien, die die Dauer der Herstellung von Atomwaffen auf einige Monate verkürzen sollen.


© Morteza Nikoubazl/NurPhoto via Getty Images


Symbolbild


Laut Angaben der US-Geheimdienste arbeitet eine Gruppe iranischer Wissenschaftler im Geheimen an einem beschleunigten Verfahren zum Bau von Atomwaffen, berichtete die Zeitung New York Times mit Bezugnahme auf amtierende und pensionierte US-Beamte, die anonym bleiben wollten. Diese Erkenntnisse seien in den letzten Monaten der Biden-Regierung gesammelt und dann an die Regierung des neuen Präsidenten Donald Trump weitergegeben worden, so die Zeitung.

Die Wissenschaftler suchten nach Wegen, die es ermöglichen sollen, den Kernbrennstoff in nur wenigen Monaten in eine Waffe umzuwandeln, statt in einem Jahr oder darüber hinaus.

Nachdem die USA unter der ersten Präsidentschaft von Donald Trump im Jahr 2018 aus der Atomvereinbarung mit dem Iran ausgestiegen ist, hat Teheran die Uranproduktion wieder aufgenommen. Mit der Vereinbarung aus dem Jahr 2015 war sichergestellt worden, dass Irans Atomprogramm ausschließlich friedlichen Zwecken dient.


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Trotz stetig wachsender Vorräte an Kernbrennstoff verfüge der Iran aber nicht über genügend Material, um eine Waffe zu bauen. Daten der US-Aufklärung hätten Belege dafür geliefert, dass sich die iranischen Wissenschaftler auf die letzten Schritte konzentrierten, um den Brennstoff in eine vollwertige Waffe zu verwandeln.

Nach seiner Amtseinführung hat Trump angedeutet, er wolle nicht in einen direkten Konflikt mit dem Iran geraten und sich für Verhandlungen offen erklärt. Auch Irans Präsident Masoud Pezeshkian hat sich wiederholt bereiterklärt, über eine neue Vereinbarung zu verhandeln.

Sollte sich Teheran dazu entschließen, seine Politik zu ändern und eine Atomwaffe zu bauen, würde dies nur wenige Tage in Anspruch nehmen, um Uran auf 90 Prozent anzureichern, so die Zeitung. Dieser Reinheitsgrad sei für die Herstellung einer Bombe erforderlich. Iran verfüge bereits über genügend Uran mit einer Anreicherung von 60 Prozent.

Weiter wies die Zeitung darauf hin, dass es 12 bis 18 Monate dauern würde, um aus dem hochangereicherten Uran einen brauchbaren Sprengkopf zu bauen, der auf eine ballistische Rakete montiert werden könne.

Vertretern der US-Regierung zufolge verfüge der Iran jedoch über die Technologe zur Herstellung einer Atomwaffe älteren Typs. Diese könnte viel schneller gebaut werden als hoch entwickelte Waffen, die Teheran ursprünglich in Betracht gezogen hätte. Iran könnte diese Waffe testen und der Welt erklären, dass er eine Atommacht geworden sei.

Wegen ihrer Größe könne diese Waffe nicht auf eine ballistische Rakete montiert werden und daher keine unmittelbare Bedrohung darstellen, berichtete das Blatt.

Obwohl es schwierig wäre, eine solche Waffe gegen Israel einzusetzen, könnte sie trotzdem eine abschreckende Wirkung haben. Die Waffe könnte Staaten, die einen Angriff auf den Iran erwägten, "zum Nachdenken bringen", so die Zeitung.


Mehr zum Thema – Russland-Iran-Vertrag: Verteidigung, Energie und mehr Unabhängigkeit vom Dollar


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04.02.2025

Betreutes Demonstrieren – Rechte Koalition für Demos gegen Rechts

freedert.online, 4 Feb. 2025 11:02 Uhr, Von Uli Gellermann

Das jüngste Kapitel von "Brot und Spiele", von sehr vielen Menschen im Land unter dem Begriff "gelebte Demokratie" als lebens- und unterstützenswert wahrgenommen, fand sich dieser Tage mal wieder laut Autor Uli Gellermann in den "betreuten Demonstrationen". Die Kurzformel gegen "Hass und Hetze" lautet: Compact böse, Campact gut. 


Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Achille Abboud  (Screenshot)


Betreutes Demonstrieren" mit steuergeldfinanzierten Bannern. "Campact-Demonstranten" bei der Großveranstaltung gegen CDU und AfD in Berlin unter dem Motto: "Aufstand der Anständigen", 02. Februar 2025.


Es hat eine gewisse Komik: Die "Demos gegen Rechts" finden in den Mehrheitsmedien und den Regierungskreis-Sprechern eine total positive Resonanz. Diese Einheitsfront kannte man zuletzt während des Corona-Regimes, die auch von einer überwältigenden öffentlichen Einheitsmeinung bestimmt war. Und diese Einheitsmeinung diffamierte die vielstimmige Opposition unisono auch als "Rechts".

"Campact" für Corona-Regime

Die öffentlich bekannte Zentral-Organisation der Demos ist der Verein "Campact". Von diesem Verein ist bekannt, dass er während der Fake-Pandemie seine 2,3 Millionen Unterstützer per Mail dazu aufrief, sich nur ja nicht an den Protesten gegen die damaligen "Corona-Maßnahmen" zu beteiligen. So wie "Campact" sich heftig für die amtlichen Einschränkungen der Demokratie engagierte, kämpfte der Verein auch für die nicht validierten, gefährlichen "Spritzstoffe".

Corona-Betrüger immer noch an der Macht


AfD-Verbotsgutachten: Ein Steinhagel beim Glaser





Meinung

AfD-Verbotsgutachten: Ein Steinhagel beim Glaser






Das Budget der dubiosen Organisation betrug im Jahr 2011 rund zwei Millionen Euro aus Spenden und Förderbeiträgen, 2018 verfügte die Organisation über einen Etat von 10,1 Millionen Euro. Die Regierungsmedienmacht auf ihrer Seite lässt sich nur in Milliarden beziffern. Zu den halbwegs bekannten Spendern für "Campact" gehört die DGB/SPD-Stiftung Hans-Böckler. Zu den aktuellen Unterstützern der Demonstrationen gehören also wesentlich Gruppierungen und Medien einer übergroßen Parlamentskoalition, die seit Jahrzehnten das Land beherrscht und die spätestens seit der Veröffentlichung der RKI-Files, die den riesigen Corona-Betrug entlarvt hat, hätte kollektiv zurücktreten und sich entschuldigen müssen.

Was ist Rechts, was ist Links?

Die deutsche Nazi-Vergangenheit eignet sich bestens für Rechts-Links-Tricksereien. Redliche Bürger haben die Nazis in ihrem politischen Bewusstsein gespeichert und daher eine allergische Reaktion, wenn ihnen von "Rechten" erzählt wird. Aber jene Mehrheit, die zurzeit das Land beherrscht, ist selbst "Rechts": Die Herrschenden sind für Waffenlieferungen in einen NATO-Krieg, die Herrschenden begünstigen die Reichen gegen die Armen, die Herrschenden haben die Corona-Pharma-Diktatur gegen die Gesundheit der Bevölkerung unterstützt. Das ist eindeutig "Rechts".

Aber, abgesehen von der CDU und den ihr nahestehenden Apparaten, sie alle firmieren als "Links". Doch eine linke Haltung war und ist gegen die NATO und ihre Kriege; Links ist sozial, gegen die Konzerne. Links ist gegen die Macht der Medienmaschinen. Das alles trifft weder auf die Grüne-SPD-Koalition zu noch auf die gefügigen Massenmedien, ohne die jene Koalition schon länger zu Ende gewesen wäre.

Krieg gegen Russland – Ende Deutschlands


Deutschland: Hunderttausende Demonstranten gegen AfD und CDU auf der Straße





Deutschland: Hunderttausende Demonstranten gegen AfD und CDU auf der Straße 






Offiziell soll im Wesentlichen die AfD mit dieser Kampagne gegen Rechts getroffen werden. Die arme AfD, wo sie sich doch auch brav zur NATO und zum Kapitalismus bekennt. Das hilft ihr nichts, in der Corona-Kampagne war sie nicht exakt auf Kurs! Doch viel wichtiger als die AfD ist eine kriegsunwillige Bevölkerung: Gut die Hälfte der Deutschen ist gegen die Waffenlieferungen in die Ukraine. Aber wer Krieg will, der braucht ein komplett williges Volk. Eine solch geringe Kriegsbereitschaft schreit geradezu nach Formierung – dazu ist ein behaupteter Kampf gegen Rechts unbedingt nützlich. Können doch die Vorreiter einer solchen Kampagne nur reinen Herzen sein, und wer reinen Herzens ist, dessen Anliegen ist immer redlich, auch wenn ein Krieg gegen Russland das Ende Deutschlands herbeiführen würde.

Wählerstimmen für die Urne

Statt einer Brandmauer gegen die Kriegsgefahr ist landauf landab von einer Brandmauer gegen die AfD die Rede. Dieses wohlfeile Geschwätz lenkt von der latenten Kriegsgefahr ab und spült dem herrschenden Parteien-Block Wählerstimmen in die Urne. Leichtfertig wurde und wird die Erinnerung an den Holocaust für tagespolitische Vorteile verbraucht. Ein banalisiertes "Nie wieder" wird in die Medienwelt geschrien, ohne daran zu erinnern, dass die entscheidende Lehre aus dem Ende der Nazi-Zeit und der Niederlage Deutschlands eindeutig hieß "Nie wieder Krieg".

Um diese Fälschung des historischen Erbes mehrheitsfähig zu machen, fördern die Herrschenden betreute Demonstrationen, organisieren sie sich Zustimmungen auf der Straße, um ihrer demokratischen Fassade ein bombensicheres Alibi zu geben. Das rettet natürlich nur die Fassade, keine Menschen.

Uli Gellermann ist Filmemacher und Journalist. Seine Erfahrungen mit den öffentlich-rechtlichen Sendern begründen seine Medienkritik. Er ist Betreiber der Internetseite www.rationalgalerie.de.

Der Beitrag wurde zuerst am 3. Februar 2025 auf www.rationalgalerie.de veröffentlicht.


Mehr zum Thema – Gedanken des Balkonisten: Gratismut "gegen rechts" – eine merkwürdige Fabel


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Video https://rumble.com/v6ghcsm-ganz-berlin-hasst-die-cdu-demo-gegen-den-faschismus.html

 Dauer 1:02 min


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04.02.2025

Lawrow: Trumps "America First"-Politik zielt auf Zerstörung der Nachkriegsordnung ab

freedert.online, 4 Feb. 2025 13:40 Uhr

Sergei Lawrows Äußerungen fielen vor dem Hintergrund, dass der neue US-Außenminister Marco Rubio die UN-basierte Ordnung öffentlich als "obsolet" und "unerwünscht" für Washingtons Interessen kritisiert hat.


Lawrow: Trumps "America First"-Politik zielt auf Zerstörung der Nachkriegsordnung ab© Kirill Zykow/RIA Nowosti


Der russische Außenminister Sergei Lawrow bei einer Pressekonferenz seines Ministeriums in Moskau am 14. Januar 2025


Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hält sowohl das auf den Vereinten Nationen basierende internationale System als auch die sogenannte "regelbasierte Ordnung" für unerwünscht und wird wahrscheinlich deren Grenzen austesten, so der russische Außenminister Sergei Lawrow.


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Die USA und ihre Verbündeten hätten sich nie an die in der UN-Charta verankerten Grundsätze der Gleichheit der Staaten gehalten und seien der Meinung, dass die Vereinbarungen von Jalta und Potsdam ihren Interessen zuwiderliefen, schrieb Lawrow in einem am Dienstag in der Zeitschrift Russia in Global Affairs veröffentlichten Gastbeitrag.

Die Abkommen wurden 1945 von den Führern der Sieger des Zweiten Weltkriegs – der Sowjetunion, der USA und Großbritanniens – unterzeichnet und prägten die Nachkriegswelt.

"Der Westen hat sich diesen Prinzipien offensichtlich mit Hintergedanken angeschlossen und sie dann in Jugoslawien, im Irak, in Libyen und der Ukraine grob verletzt", betonte Lawrow. Dennoch dürfe die UN-Charta nicht aufgegeben werden, damit die Welt nicht ihre gemeinsamen Leitwerte verliere, fügte er hinzu.

Trotz all ihrer Unzulänglichkeiten und Stärken hat "die Jalta-Potsdam-Ordnung acht Jahrzehnte lang den normativ-rechtlichen Rahmen für das internationale System gebildet", hob Lawrow hervor. "Die auf den Vereinten Nationen basierende Weltordnung erfüllt ihre Hauptaufgabe – sie bewahrt alle vor einem neuen Weltkrieg", betonte der Spitzendiplomat.

Die neue Trump-Regierung habe jedoch offen erklärt, dass der Rahmen sowohl veraltet als auch "unerwünscht" sei und angeblich gegen die Interessen der USA verstoße, so Lawrow.

"Mit anderen Worten: Nicht nur die Jalta-Potsdam-Ordnung ist unerwünscht, sondern auch die 'regelbasierte Ordnung', die den Egoismus und die Arroganz des von den USA geführten Westens nach dem Kalten Krieg zu verkörpern schien", fügte der Diplomat hinzu.

Während sich die Welt in Richtung Multipolarität bewegt, werden die USA die Nachkriegsordnung in den kommenden Jahren wahrscheinlich auf die Probe stellen, prognostizierte Lawrow.

"Es scheint, dass die neue US-Regierung Cowboy-Aktionen starten wird, um die Grenzen und die Beständigkeit des bestehenden UN-zentrierten Systems gegenüber US-Interessen zu testen."

Ende der "Soft Power"? Zentrale von USAID geschlossen





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Letzten Monat hatte US-Außenminister Marco Rubio erklärt, dass "die globale Nachkriegsordnung nicht nur veraltet ist, sondern jetzt auch als Waffe gegen uns eingesetzt wird". Diktatoren säen Chaos und "verstecken sich hinter ihrer Vetomacht im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen", hatte er behauptet.

Lawrow betonte, dass das Vetorecht im UN-Sicherheitsrat, das die ständigen Mitglieder Russland, China, die USA, Großbritannien und Frankreich innehaben, eine Verantwortung und kein Privileg sei und dass der Rat auf diese Weise sicherstellen könne, dass die westlichen Staaten die Interessen aller Länder berücksichtigten.

Letztes Jahr hatte der Spitzendiplomat erklärt, dass Russland es begrüßen würde, wenn Brasilien, Indien und afrikanische Vertreter dem UN-Sicherheitsrat als ständige Mitglieder mit Vetorecht beiträten, da sie Teil der globalen Mehrheit sind.


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