28.12.2022

Eine herausragende journalistische Leistung oder eher Rufmord?

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Info: https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_Blome  

Auszug daraus :  Nikolaus Hermann Blome (* 16. September 1963 in Bonn) ist ein deutscher Journalist, Kommentator und Autor. Seit September 2020 ist er Ressortleiter Politik und Gesellschaft in der Zentralredaktion der Mediengruppe RTL Deutschland[1] sowie Online-Kolumnist beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Er war bis Oktober 2019 stellvertretender Chefredakteur der Bild-Zeitung und verantwortlich für das Politik- und Wirtschaftsressort.[2] Zuvor war er von 2013 bis 2015 als Leiter des Hauptstadtbüros Mitglied der Chefredaktion des Spiegel. Von 2011 bis 2013 war er schon einmal stellvertretender Chefredakteur bei Bild.

28.12.2022

25 Jahre Tschernobyl – die Strahlungsbilanz   (III von III)

  1. Grundumsatz Juni 19, 2011

    Und niemand gezwungen im Kohlekraftwerk zu arbeiten, niemand in Feinstaub verseuchten Staedten zu wohnen, niemand bei der Erdgasgewinnung zu arbeiten.

    Bis auf den Feinstaub ist das korrekt. Das eine Risiko wird einem aufgezwungen, das andere geht man freiwillig ein. Ganz einfach zu verstehen.

  2. #69 Georg Hoffmann Juni 19, 2011

    @Grundumsatz
    “Das eine Risiko wird einem aufgezwungen, das andere geht man freiwillig ein. Ganz einfach zu verstehen.”
    So wird”s sein. Und jetzt sprechen wir zwei beide mal mit den chilenischen und chinesischen Minenarbeitern und und beglueckwuenschen sie zu ihrer Freiheit. Selbst Schuld, die Deppen. “Eure Armut kotzt mich an” dixit Grundumsatz.

  3. #70 Beobachter Juni 19, 2011

    @Hoffmann

    Ob dieser Stausee auch zum Segeln benutzt wurde ist voellig irrelevant. Es war ein riesieges Kraftwerk, das einen Unfall hatte.

    Der primäre Grund zum Bau dieser Stauseen war die Hochwasserregulierung. Diese Seen und damit den Unfall hätte es auch gegeben, selbst wenn der Stausee nicht auch für die Wasserkraft genutzt worden wäre.
    Ich frage dich daher jetzt so, nach dem du es anders nicht verstehen willst oder kannst:
    Wieviele Tote und welche Schäden hätte es weniger gegeben, wenn man den gesamten Strom aller Wasserkraftwerke durch 100%ig unfallfreie Kernkraftwerke erzeugt hätte?

    …und darum vergleichen wir jetzt Risiken bei der Energieerzeugung in China. Punkt. […]
    Kohle 11312 Tote […]
    Oel 613 Tote […]
    Nuklear: Beim Anstreichen des Trafogebaeudes ist eine Leiter umgekippt

    Das ist ein “Vergleich”? Keine Quellenangaben, verschiedene Zeiträume, verschieden alte und verschieden viele Anlagen mit einem völlig unterschiedlichem Anteil an der Energieversorgung, unterschiedliche Berücksichtigung der Toten bei der Rohstoffproduktion, etc… in diesem “Vergleich” stecken so viele methodische Fehler drin, dass sich alle verstorbenen Statistiker mit Überschallgeschwindigkeit im Grab drehen…

    Ich kann nur inständig hoffen, dass du in deiner Funktion als Klimawissenschaftler nicht genauso arbeitest, sonst Gute Nacht… nur zur Information: Du blogst hier bei *Science*Blogs. Ein bisschen mehr Niveau in deiner Argumentation wäre also wohl schon zu erwarten.

    Ähnlich “sinnvoller” Vergleich:
    Im Jahr 2008 kamen bei Kletterunfällen in Deutschland 11 Menschen ums Leben. Beim Autofahren kamen dagegen 2368 Menschen ums leben, bei Flugunfällen 73 Menschen.
    Autofahren ist also mehr als 200x so gefährlich wie Klettern und Fliegen etwa 7x so gefährlich wie Klettern. Folglich ist Klettern keine Risikosportart, sondern eines der sichersten Dinge überhaupt. Wer die Fehler in dieser Statistik findet, darf sie behalten oder dem Hoffmann zur Verbesserung seiner Statistikfähigkeiten erklären.

  4. #71 Georg Hoffmann Juni 19, 2011

    @Beoabachter

    Das ist ein “Vergleich”? Keine Quellenangaben, verschiedene Zeiträume, verschieden alte und verschieden viele Anlagen mit einem völlig unterschiedlichem Anteil an der Energieversorgung, unterschiedliche Berücksichtigung der Toten bei der Rohstoffproduktion,

    Ja, das ist schlimm. Taschentuecher!
    Andererseits (da Sie ja selbst auf die Wiki Quelle verwiesen haben) hatte ich gehofft, dass Sie mal einen Blick in die Links geworfen haetten.
    gabe.web.psi.ch/pdfs/PSI_Report/CETP_RA_Report.pdf

    Zeitraeume etc ist alles wurscht. Der Unterschied ist dermaszen flagrant, da muessste man schon sehr fanatisiert sein um da noch was zu maekeln. Oder?

  5. #72 Beobachter Juni 19, 2011

    Zeitraeume etc ist alles wurscht. Der Unterschied ist dermaszen flagrant, da muessste man schon sehr fanatisiert sein um da noch was zu maekeln. Oder?

    Man muss schon sämtlichen gesunden Meschenverstand vorher über Bord werfen, wenn man glaubt, dass es daran nichts zu mäkeln gibt:

    Beim Kohleabbau passieren jedes Jahr viele Unfälle, von denen aber jeder im Verhältnis zu einem Nuklearunfall klein ist. Hier summieren sich die Schäden aus vielen kleinen Ereignissen zusammen. Ein Nuklearunfall passiert vielleicht nur einmal in 50, 100 oder 1000 Jahren und stellt aber dann einen riesigen Schadensfall dar. Hier ist offensichtlich ein gigantischer Unterschied. Die Tatsache dass es *jetzt* noch keinen Nuklearunfall in China gab, ist wohl kaum verwunderlich, nachdem das Land im wesentlichen erst seit 10 Jahren etwa 5 Kraftwerke betrieben werden. Aber nur weil in den ersten 10 Jahren dort noch nichts passiert ist, kannst du doch für einen Risikovergleich nicht annehmen, dass die Zahl der Opfer und die Schäden bei 0 liegen. Das ist doch Idiotie höchsten Grades.

  6. #73 Beobachter Juni 19, 2011

    @Georg:
    BTW, ich warte immer noch auf eine Antwort, um die du dich offensichtlich drücken willst:
    Wieviele Tote und welche Schäden hätte es weniger gegeben, wenn man den gesamten Strom aller Wasserkraftwerke durch 100%ig unfallfreie Kernkraftwerke erzeugt hätte?

  7. #74 Georg Hoffmann Juni 19, 2011

    @Beobachter

    TW, ich warte immer noch auf eine Antwort, um die du dich
    offensichtlich drücken willst:
    Wieviele Tote und welche Schäden hätte es weniger gegeben, wenn man
    den gesamten Strom aller Wasserkraftwerke durch 100%ig unfallfreie
    Kernkraftwerke erzeugt hätte?

    Tschuldigung. Habe ich uebersehen. Darauf gibt es zwei Antworten.
    1a) Auf der Basis der uebliche Kernkraftrestrisiko-Analysen
    1b) Auf Basis der bisherigen zwei groeszeren Unfaelle (Tschernobyl; Fukushima). Nehmen wir mal an (halte ich eigentlich fuer etwas pessimistisch) es dann mindestens einen groesseren Unfall in China gegeben, mit ca 50 direkten Toten, 100 mittelfristigen und 10000 statistisch nicht nachweissbaren aber irgendwie wahrscheinlich ueber die ganze Nordhemisphaere verteilten zusaetzlichen Toten. Na und jetzt muss man nur noch die Differenz bilden. Einen Kernkraftunfall, der mehr Menschen toetet, verletzt und der Heimat beraubt als es der Banqiao gemacht hat, halt ich praktisch fuer unmoeglich. Aber hey, wer bin ich.

    2) Was wuerde ein chinesischer Ministerpraesident GLAUBEN (was natuerlich wichtiger als 1 ist, da er ja die ENtscheidung trifft). Ich glaube da kann es keinen Zweifel geben. Er waere von der 100% Sicherheit seiner chinesischen Anlagen ueberzeugt (weit mehr als Sarko von den frz) und bei gegebenen Mittel haette Kohle durch Kernkraft ersetzt.

    Ist das so ok als Antwort?

  8. #75 Beobachter Juni 20, 2011

    @Georg:
    > Ist das so ok als Antwort?
    Nein, glatte Themaverfehlung. Nochmal die Frage:
    Wieviele Tote und welche Schäden hätte es weniger gegeben, wenn man
    den gesamten Strom aller Wasserkraftwerke durch 100%ig unfallfreie
    Kernkraftwerke erzeugt hätte?

    Darauf antwortest du irgendwas mit Kernkraftwerksunfällen, obwohl ich in der Frage doch schrieb, dass du von 100%ig unfallfreien Kernkraftwerken ausgehen sollst und einfach nur den Unterschied zwischen den beiden Szenarien a) mit Wasserkraft und b) ohne Wasserkraft evaluieren sollst. Du hast das gar nicht getan und völlig am Thema der Frage vorbei geantwortet. Ich warte also noch immer…

    Und BTW:
    Die Toten sind bei einem Atomunfall ja nicht das einzige und wohl nicht mal das schlimmste Problem. Denn wenn es langfristig 10.000 statistisch nachweisbare Tote gibt, dann gibt es zigtausende von Krebserkrankungen die nicht tödlich sind, aber dennoch extrem hohe Folgekosten haben (jahrelange Behandlung, OPs, Arbeitsunfähigkeit oder langer Arbeitsausfall, etc). Genauso gibt es vermehrt Fehl- und Totgeburten, behinderte Kinder usw usf… auch hier viele Kosten. Von den Entschädigungen für auf Jahre oder gar Jahrzehnte nicht mehr benutzbare Grundstücke, Häuser und Fabriken ganz zu schweigen. All das sind Kosten, die es bei einem Unfall mit einem Staudamm so nicht gibt. Das musst du alles auch mal in deine Risikoanalyse miteinfliessen lassen, wenn du beides vergleichen willst.

  9. #76 Grundumsatz Juni 20, 2011

    Das musst du alles auch mal in deine Risikoanalyse miteinfliessen lassen, wenn du beides vergleichen willst.

    Da die Betreiber, Regierungen und die IAEO ständig lügen und vertuschen (ganz “demokratisch” natürlich), wird das sehr schwer. Das machen die ja schon bei vermeintlich harmlosen Zwischenfällen. Da kann sich jeder ausmalen, wie es bei schweren Unfällen aussieht.

  10. #77 adenosine Juni 20, 2011

    Ist denn die Strahlungsquelle Fukushima nun geschlossen, oder mus man noch mit nennenswert weitereren Emissionen rechnen?

  11. #78 Georg Hoffmann Juni 20, 2011

    @adenosine
    Ich hab gehoert, es sei soweit alles dicht. Aber ich bin fast sicher dass irgendwer eine Information hat, demzufolge jeden Tag 100 kg Plutonium heimlich auf die Aecker verteilt werden.

    @Beoabachter
    Aber, Beobachter, wenn Sie gerne sagen moechten: “Ich glaube diese hunderte von Stauseen auf jeden Fall gebaut worden waeren, selbst wenn man ausserdem mit einem einzigen Staudamm 18 GW produzieren konnte, dann duerfen Sie das doch gerne direkt sagen. Ich bin so oder so kein intimer Kenner der chinesischen Hochwasserproblematik in den 60er, so wie Sie es sind, und haette sofort klein bei gegeben. Andererseits sind alleine 18GW schon eine nette Motivation mal so einen Staudamm zu bauen, oder?
    Am Ende dieser etwas ermuedenden Debatte steht doch, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass, so totalitaer die chinesischen Machthaber Ihnen und mir (und ich bin eher der groszuegige Typ) erscheinen moegen, sie zu rationalen Entscheidungen in Energie, Umwelt und Sicherheitsfragen wahrscheinlich in der Lage sind. Angesichts des Vergleichs der Opfer/kWh von oben (den Sie ganz zu recht gerne viel wissenschaftlicher haetten [Paper schon gelesen?]) ist es sicher eine vertretbare Entscheidung in den Energiemix Atomstrom reinzumischen und weniger Kohle, die Sicherheit in den Minen zu verbessern, andere Kohlekraftwerke zu bauen und mal vorsichtig das Potential der Erneuerbaren auszutesten. Na und genau das tun die totalitaeren Chinesen auch.
    Letztlich glaube ich, dass solche Entscheidungen ziemlich unabhaengig vom Regierungssystem getroffen sind. Wenn Erneuerbare konkurenzfaehig (Preis, Leistung etc) dann sind sie es auch in einem totalitaeren System.

    Darauf antwortest du irgendwas mit Kernkraftwerksunfällen, obwohl ich in der Frage doch schrieb, dass du von 100%ig unfallfreien Kernkraftwerken ausgehen sollst

    Und ich dachte das waere ironisch gemeint. Tsss.

    Wenn wenn es langfristig 10.000 statistisch nachweisbare Tote gibt, dann gibt es zigtausende von Krebserkrankungen die nicht tödlich sind, aber dennoch extrem hohe Folgekosten haben (jahrelange Behandlung, OPs, Arbeitsunfähigkeit oder langer Arbeitsausfall, etc).

    Na ob das den chinesischen Gesundheitminister zustaendig fuer 1.3 Milliarden Menschen jetzt so richtig erschrecken wird. Wenn man ganz boese ist, kann man sagen, dass aus seiner Sicht ein Gutteil der Folgekosten eines solchen Unfalls externalisiert und per radiaktiver Strahlung auf die Gesundheitssysteme anderer Laender umgewaelzt worden sind. Anyhow nochmal zur Perspektive (immer wichtig): Die 10000 Tausend moeglichen Toten (ueber 30 Jahre) muessen mit 650 Millionen Krebstoten ueber den gleichen Zeitraum verglichen werden.

    Genauso gibt es vermehrt Fehl- und Totgeburten, behinderte Kinder usw usf… auch hier viele Kosten.

    Ja, das hoert man immer viel. Gerade bei den Faellen, wo nun die Dosen relativ gut bekannt und sehr hoch sind (Hiroshima oder ARS FAelle), sind allerdings die Belege sehr duerftig. Das Thema waere mal eine gruendliche Recherche wert.

    Von den Entschädigungen für auf Jahre oder gar Jahrzehnte nicht mehr benutzbare Grundstücke, Häuser und Fabriken ganz zu schweigen.

    Im Falle Fukushimas denke ich dass in 5 Jahren 80% der Vertriebenen wieder an Ort und Stelle sind oder sein koennten. Die Abbaurate (per vertikaler Diffusion, etc) von 137Cs ist 3-5 mal schneller als die physikalische Halbwertzeit. Relevante Mengen Plutonium oder andere Trans-Urane sind wohl nicht ausgetreten, kaum Strontium. Alles ein bisschen sauber machen, gut vermessen und eventuel Stellen mit hoher STrahlung abtragen.
    Das sollten Ruhrgebietler machen. Wir haben Erfahrung mit dem Leben auf voellig verseuchten Boeden.

    All das sind Kosten, die es bei einem Unfall mit einem Staudamm so nicht gibt.

    Nee, da ist alles voellig zerstoert. Stimmt.

  12. #79 sol1 Juni 20, 2011

    …dass es sehr wahrscheinlich ist, dass, so totalitaer die chinesischen Machthaber Ihnen und mir (und ich bin eher der groszuegige Typ) erscheinen moegen, sie zu rationalen Entscheidungen in Energie, Umwelt und Sicherheitsfragen wahrscheinlich in der Lage sind.

    “Rationale Entscheidungen” sehen für einen Machthaber etwas anders aus, wenn er

    1. jeden, der eine alternative Politik vorschlägt, einsperren kann
    2. im Falle einer Havarie eine halbe Million unzureichend aufgeklärte Soldaten schweren Gesundheitsgefahren aussetzen kann.

    Und damit sind wir wieder bei dem Thema, daß Atomkraft immer mehr zur Energie der totalitären Staaten wird.

  13. #80 Georg Hoffmann Juni 20, 2011

    @sol1

    1. jeden, der eine alternative Politik vorschlägt, einsperren kann
    2. im Falle einer Havarie eine halbe Million unzureichend aufgeklärte Soldaten schweren Gesundheitsgefahren aussetzen kann.
    Und damit sind wir wieder bei dem Thema, daß Atomkraft immer mehr zur Energie der totalitären Staaten wird.”

    Alle Welt kennt Freakonomics nehme ich mal an? Es gibt da ein Kapitel zur Oekonomie einer Crack-Dealer Bande und das eigentlich interessante ist, dass das was so sehr die Aufmerksamkeit fesselt, das Sodom und Gomorrha, die Morde, die Gewalt letztlich nicht so wichtig ist, um das eigentliche Verhalten der Gruppe zu verstehen. Dazu muss man sich eben die Oekonomie der Gruppe anschauen.
    Dass die chinesische Fuehrung Dissidenten in den Knast schmeisst oder Weltfuehrend in Todesstrafen ist, ist nicht soooo wichtig, um zu verstehen, was die energie+umweltpolitischen Konstraints sind. Ausser dass diese Gleichsetzung Kernkraft=Totalitarismus natuerlich nur ein Godwin auf einem hoeheren Niveau ist, ist es eben auch falsch. Letztlich schwurbelt so eine Idee der Kalokagathia da herum, dass letztlich alle richtigen Entscheidungen nur in einem “schoenen”, gerechten, egalitaeren etc etc System getroffen werden koennten und umgekehrt alle schlechten nur in den boesen, brutalen etc Systemen. Die Geschichte ist randvoll mit Gegenbeispielen. Zur politischen Agitation dient das aber immer noch.

  14. #81 Günther Vennecke Juni 21, 2011

    Die Klima-Pseudo-“Skeptiker” haben wieder inemal eine fette Niederlage kassiert.

    Eine weitere ihrer Spinnereien, nämlich die Behauptung, dass es keinen Meeresspiegelanstieg gäbe, ist widerlegt worden. Es konnte sogar gezeigt werden, dass der Meeresspiegel gegenwärtig schneller steigt als jemals zuvor in den zurückliegenden 2000 Jahren:

    https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-06/meeresspiegel-klimawandel-anstieg/seite-1

    Diese Leute müssen sich doch langsam noch dämlicher vorkommen als sie ohnehin schon sind, wenn eine nach der anderen von ihren stupiden Thesen den Bach runtergeht.

    Da kann man es nur mit Einstein halten, der gesagt hat: “Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit – nur beim Universum bin ich mir nicht so sicher.” Er muss wohl damals schon Leute wie die Klima-Pseudo-“Skeptiker” im Sinn gehabt haben, denn der Typus ist ja nicht neu, nur die Themen wechseln.

  15. #82 Krishna Gans Juni 21, 2011

    “Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit – nur beim Universum bin ich mir nicht so sicher.”

    Soviel ist klar, das Vennecke hat der noch nicht gekannt, er hätte sonst von der Venneckes und nicht der menschlichen gesprochen.
    Hier geht es nicht um einen popeligen Küstenabschnitt, der von Hockey-Mann und “die Feile” Rahmstorf als globales Meer in den Alarmistenhimmel gehoben wurde. Rahmstorf ist derweil mal wieder am rumprolen, er wäre der schlauere Bauernfänger, alle andern sind Idioten, womit wir wieder bei Vennecke wären, dem repräsentativsten Vertreter dieser Gattung Verschwörungstheoretiker.

  16. #83 Krishna Gans Juni 21, 2011

    “Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit – nur beim Universum bin ich mir nicht so sicher.”

    Soviel ist klar, das Vennecke hat der noch nicht gekannt, er hätte sonst von der Venneckes und nicht der menschlichen gesprochen.
    Hier geht es nicht um einen popeligen Küstenabschnitt, der von Hockey-Mann und “die Feile” Rahmstorf als globales Meer in den Alarmistenhimmel gehoben wurde. Rahmstorf ist derweil mal wieder am rumprolen, er wäre der schlauere Bauernfänger, alle andern sind Idioten, womit wir wieder bei Vennecke wären, dem repräsentativsten Vertreter dieser Gattung Verschwörungstheoretiker.

  17. #84 Günther Venncke Juni 21, 2011

    Ach Gans,

    auch wenn Sie Ihren Wutausbruch zweimal posten, gewinnt er überhaupt nichts an Überzeugungskraft, weil Sie alles, was Sie sagen, dadurch entwerten, dass Sie als “Beleg” einen der notorischen Lügner aus der Klima-Pseudo-“Skeptiker”-Szene anführen.

    Aber was wollen Sie auch machen, anständige Leute findet man in Ihrem Lager nicht.

    Interessant übrigens, dass Ihr Kumpan Kipp sich in eisiges Schweigen hüllt, seit er mit seinem (vorerst) letzten Unsinn mal wieder total auf die Nase gefallen ist. Ist ihm wahrscheinlich recht peinlich, dass man ihn erneut so leicht mit seinem Quatsch widerlegen konnte. Naja, wenn man wie er keinen Durchblick hat, kommt so etwas halt öfter vor.

  18. #85 Günther Vennecke Juni 21, 2011

    @Gans,

    interessant übrigens, dass Ihr Herr Kipp und der notorische Lügner Goddard etwas gemeinsam haben:

    Beide haben sich in untauglicher Weise am arktischen Eis versucht und sind damit gewaltig auf die Nase gefallen:

    https://thinkprogress.org/romm/2008/08/25/203013/a-new-olympic-record-for-retraction-of-a-denier-talking-point/

    Und Herr Kipp mit seinem kindlich-naiven und grottenfalschen Artikel: “Schmelzen die Polkappen wirklich?”, wo er entgegen aller Vernunft etwa von “Erholung der arktischen Eisbedeckung” faselte. Meines Wissens hat er sich bis heute nicht von diesem Unsinn distanziert.

  19. #86 Krishna Gans Juni 21, 2011

    “Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten”, sollte das Vennecke mal beherzigen.

  20. #87 Günther Vennecke Juni 21, 2011

    Ach Gans,

    “Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten”, sollte das Vennecke mal beherzigen.

    Überaus schwache Reaktion, aber zu mehr hat es bei Ihnen ja noch nie greicht. Im Übrigen zeigt Ihre Wortwahl sehr deutlich, wie schwer meine Beweisführung Sie getroffen hat.

    Amüsiert mich trotzdem, dass Sie in allen Blogs immer wieder den Kürzeren ziehen. :-)))))))))))))

  21. #88 Krishna Gans Juni 21, 2011

    Beweisführung ?
    Von was faselt es ?
    Dreckschleudern wie das Vennecke treffen sich in der Regel selbst, weil sie zu blöd sind, die Windrichtung zu checken.

  22. #89 Wolfgang Flamme Juni 21, 2011

    Beim Spiegel klickt man ins Leere – hier der Link zur Arbeit. Werde ich mir mal zu Gemüte führen.

  23. #90 Wolfgang Flamme Juni 21, 2011

    Sorry, nicht bei ‘Der Spiegel’, bei ‘Die Zeit’ …

  24. #91 Günther Vennecke Juni 21, 2011

    @Gans,

    herrlich, wie Sie sich echauffieren. :-))))))))))))

    Wie sagt doch gleich der Volksmund: “Getroffener Hund bellt.”

    Mit jedem Ausfall zeigen Sie doch nur, wie verzweifelt Sie sich zu wehren versuchen, allerdings – wie immer – ohne etwas Substanzielles in der Hand zu haben.

    Die Klima-Pseudo-“Skeptiker” sind direkt dem Märchen “Des Kaisers neue Kleider” entsprungen: Sie haben nichts an, wollen aber allen weismachen, dass sie überaus prachtvolle Gewänder tragen. Und tatsächlich! Manche Naivlinge fallen drauf rein.

  25. #92 michael Juni 21, 2011

    @Georg
    > Ich hab gehoert, es sei soweit alles dich

    Von Mama oder von Papa ? 100kg Plutonium für Dein Bombenarsenal hab ich nicht zu bieten, nur:

    https://fukushima.grs.de/sites/default/files/Status_KKW_Fukushima_Daiichi_20_06_2011_0500.pdf

  26. #93 Georg Hoffmann Juni 22, 2011

    @michael
    Dicht genug fuer mich. Tatsächlich sind in deiner Tabell ueberhaupt keine Messwerte.

  27. #94 sol1 Juni 22, 2011

    @ Georg Hoffmann

    Alle Welt kennt Freakonomics nehme ich mal an? Es gibt da ein Kapitel zur Oekonomie einer Crack-Dealer Bande und das eigentlich interessante ist, dass das was so sehr die Aufmerksamkeit fesselt, das Sodom und Gomorrha, die Morde, die Gewalt letztlich nicht so wichtig ist, um das eigentliche Verhalten der Gruppe zu verstehen. Dazu muss man sich eben die Oekonomie der Gruppe anschauen.

    Was willst du uns damit beweisen?

    Niemand hier hat bestritten, daß sich ethisch verwerfliche Ziele mit rationalen Mitteln verfolgen lassen.

    Die chinesiche Regierung (von der man getrost sagen kann, daß sie moralisch mit Crack-Dealern auf einer Stufe steht) verfolgt ihr Ziel der Machterhaltung und persönlichen Bereicherung, und in dieser Logik kann es durchaus rational sein, Menschenrechte zu verletzen und den Strahlentod von Zehntausenden zu riskieren.

    Schaut man jetzt umgekehrt nach Deutschland, dann ist der Ausstiegsbeschluß der schwarz-gelben Regierung vollkommen rational. Merkel & Co. wußten von Anfang an, daß sich in Fukushima eine Katastrophe ereignet hat, deren Ausmaße mit Tschernobyl zu vergleichen sind, sie wußten, daß auf Jahre hinaus dort Negativschlagzeilen produziert werden, sie wußten, daß ein praktikabler Ausstiegsplan existiert (nämlich der von Rotgrün), und sie wußten, daß die Opposition mit eben diesem Ausstiegsplan (oder einer verschärften Variante) beim Wahlvolk außerordentlich gut punkten könnte.

    Also blieb der Regierung nichs anderes übrig, als die Kuh wieder vom Eis zu holen, auf das man sie im letzten herbst geschickt hatte – mittels Atommoratorium, Ethikkommission und Rückkehr zum rotgrünen Ausstiegsfahrplan.

  28. #95 michael Juni 22, 2011

    @Georg

    > Dicht genug fuer mich.

    Na klar, Du bist ja auch weit weg von Japan.

    > Tatsächlich sind in deiner Tabelle ueberhaupt keine Messwerte.

    Hab ich das behauptet? Du hast gesagt: “Ich hab gehört,dass sie dicht sind.” In dem Papier steht: “Möglicherweise ist das, was der Herr Hoffman gehört hat, falsch.”

    Und die im PDF angegebene Quelle erscheint mit nicht völlig unglaubwürdig.

    > Tatsächlich sind in deiner Tabelle ueberhaupt keine Messwerte.

    Vielleicht mal unter Umweltauswirkungen schauen?

  29. #96 Georg Hoffmann Juni 23, 2011

    @michael

    Na klar, Du bist ja auch weit weg von Japan.

    Und wenn ich 100km von Fukushima weg wohnen wuerdee, dann haette ich immer noch weniger Strahlung zu “erleiden” als ein durchschnittlicher Hesse oder Bayer.
    Hier kann man taeglich die letzten Werte von einem unabhaengigen Forschungsinstitut anschauen. https://www.riken.go.jp/engn/r-world/topics/110314/monitoring.html Der Tagesmittelwert lag bei 0.07muSv/h.

    Die Frage auf die ich antwortete war

    Ist denn die Strahlungsquelle Fukushima nun geschlossen, oder mus man noch mit nennenswert weitereren Emissionen rechnen?

    Es gibt momentan keine Emissionen. Zumindest kenne ich keinerlei Messungen die das bestaetigten.
    Bereits ganz oben habe ich gesagt, dass das Containment beschaedigt ist. Was genaues haben wir hier durch rumgoogeln nicht rausgekriegt.

  30. #97 Georg Hoffmann Juni 23, 2011

    Und noch ein gute Nachricht. Seit 22 Stunden funktionieren die Pumpen zur Säuberung des Kühlwassers, welches dann hoffentlich in einem geschlossenen Kreislauf wieder zur Kuehlung benutzt werden kann.
    Spiegel online hatte in einen seiner zahlreichen Ueberschriften der Art “Ein weiterer Rückschritt in Fukushima” keine 2 Stunden nach dem ersten Anschmeissen der Pumpen gemeldet, dass der Filterversuch unterbrochen werden musste. Mittlerweile laufen die Pumpen und der Spiegel hat noch nicht wieder darueber berichtet. Komisch.

    Es arbeiten mehrere frz Areva Ingenieure da unten (sie haben Teile des Filtersystems in Rekordzeit aufgebaut). Ihre Arbeitsstelle ist 500 Meter vom Reaktor 4 entfernt. Sie liegen mit den empfangenen Dosen nachwievor innerhalb der frz Sicherheitsnorm von 20mSv pro Jahr.

  31. #98 Karl Mistelberger Juni 23, 2011

    Mittlerweile laufen die Pumpen und der Spiegel hat noch nicht wieder darueber berichtet. Komisch.”

    Gar nicht komisch, denn der Spiegel saugt sich lieber was aus den Fingern als über das zu schreiben, was vorfällt:

    https://fukushima.grs.de/informationen-zur-lage-den-japanischen-kernkraftwerken-fukushima-onagawa-und-tokai

  32. #99 Georg Hoffmann Juni 23, 2011

    @Karl
    Hier wurde ja auch schon mehrmals von einigen gemeldet, dass Fukushima mindestens so schlimm wie Tschernobyl ist. Gerade sehe ich auf der GRS Seite, dass der hoechtse gemessene Luft-Wert ausserhalb der Sicherheitszone 3.2muSv/h ist, also 27mSv/Jahr was also zwei Scanner Aufnahmen oder in Brasilien leben entspricht.

  33. #100 Karl Mistelberger Juni 23, 2011

    Gerade sehe ich auf der GRS Seite, dass der hoechtse gemessene Luft-Wert ausserhalb der Sicherheitszone 3.2muSv/h ist”

    Solche Dinge sind nicht sensationell genug. Darum betreibt z.B. Greenpeace eine Diffamierungskampagne: Vor diesem Hintergrund liegt der Schluss nahe, dass die unbegründete Kritik von Greenpeace im Wesentlichen darauf abzielt, die Glaubwürdigkeit der GRS als gemeinnützige und fachlich unabhängige Sachverständigenorganisation zu beschädigen.

    https://www.grs.de/content/stellungnahme-der-grs-greenpeace-vorwuerfen

  34. #101 Jochen Ebel Juni 24, 2011

    Ich glaube es wäre sinnvoll, auch mal die ausgeworfenen Mengen anzugeben. Bei den bekannten Isotopen wäre das Intensität mal Halbwertszeit und mit den Isotopengewicht ergäbe sich die Menge in Gramm. Das kann man dann mit dem gesamten Inventar des Reaktorkerns vergleichen.

    MfG

  35. #102 Georg Hoffmann Juni 24, 2011

    @Jochen
    Wir hatten mal eine Ueberschlagsrechnung fuer die 137Cs Menge in den Tanks gemacht und kamen auf 200kg bzw 800kg. Das sind so die Groeszenordnungen, denke ich mal.

  36. #103 Jochen Ebel Juni 28, 2011

    Die Mengen kommen mir etwas groß vor.

    Die Zahl Z der Atome ist Aktivität A (Zerfälle/s) * Halbwertszeit H durch ln2:

    Z = A*H/ln2

    1 kmol eines Stoffes hat 6,023*10^26 Atome. Damit komme ich für Tschernobyl auf folgende Tabelle:

    Isotop Atom Aktivität Halbwert Zeiteinh. Atome Masse

    133 Xe 6500 PBq 5,243 d 4,24797E+24 0,94 kg
    129 Te(m) 240 PBq 33,6 d 1,00517E+24 0,22 kg
    132 Te 1150 PBq 3,204 d 4,59281E+23 0,10 kg
    131 J 1760 PBq 8,021 d 1,75966E+24 0,38 kg
    133 J 910 PBq 20,8 h 9,83064E+22 0,02 kg
    89 Sr 115 PBq 50,53 d 7,24328E+23 0,11 kg
    90 Sr 10 PBq 28,79 a 1,31075E+25 1,96 kg
    239 Np 400 PBq 2,355 d 1,17419E+23 0,05 kg

    85 Kr 33 PBq 10,72 a 1,6106E+25 2,27 kg
    134 Cs 47 PBq 2,06 a 4,40802E+24 0,98 kg
    136 Cs 36 PBq 13,1 d 5,87844E+22 0,01 kg
    137 Cs 85 PBq 30 a 1,16096E+26 26,41 kg
    103 Ru 168 PBq 39,3 d 8,22982E+23 0,14 kg
    106 Ru 73 PBq 368 d 3,34857E+24 0,59 kg
    140 Ba 240 PBq 12,7 d 3,7993E+23 0,09 kg
    95 Zr 84 PBq 64 d 6,70112E+23 0,11 kg
    99 Mo 72 PBq 2,75 d 2,46805E+22 0,00 kg
    141 Ce 84 PBq 32,5 d 3,40291E+23 0,08 kg
    144 Ce 50 PBq 284 d 1,77001E+24 0,42 kg
    238 Pu 0,01500 PBq 87,74 a 5,99194E+22 0,02 kg
    239 Pu 0,01300 PBq 24065 a 1,42432E+25 5,65 kg
    240 Pu 0,01800 PBq 6537 a 5,3571E+24 2,13 kg
    241 Pu 2,60000 PBq 14,4 a 1,70457E+24 0,68 kg
    242 Pu 0,00004 PBq 376000 a 6,84741E+23 0,28 kg
    242 Cm 0,40000 PBq 18,1 a 3,29623E+23 0,13 kg

    975 PBq 40,01 kg
    12060 PBq 43,78 kg

    Hier ist die Excel-Tabelle etwas zerfleddert.

    MfG

  37. #104 Carlo Juli 11, 2011

    Hallo Gans, das Vennecke oder was immer es auch ist, ist ein Vertreter totalitärer Regime. Die Vennecke tarnt sich mit pseudomodernem Neusprech und ist in Wahrheit ein Anhänger grünkommunistischer Diktaturen. Es ist es auch völlig egal, wenn die Lebenserhaltungskosten ins Unermessliche steigen. Warum, weil der Vennecke ein ideologischer Fanatiker ist.

  38. #105 Günther Vennecke Juli 13, 2011

    @Carlo,

    das Vennecke oder was immer es auch ist, ist ein Vertreter totalitärer Regime.

    Sind Sie schon mal beim Arzt gewesen und auf haben sich auf psychische Defekte untersuchen lassen?

    Falls nicht, würde ich das dringend empfehlen. Ihre Äußerungen klingen verdächtig nach dem so genannten Monckton-Syndroim.

  39. #106 Treverer August 15, 2011

    zitat gh:

    “Gibt es vielleicht auch eine Messung zur radioaktiven Belastun in Japan oder andere Evidenzen, die das belegen? Ich weiss. Das war gemein.”

    belege habe ich nicht, aber vielleicht ist doch interessant, wie ein japanischer sich aufregen kann ????

    Prof. Kodama zur Kontamination um Fukushima (Teil 1)
    (mit deutschen untertiteln)

    luegen taeuschen tricksen – atommafia eben

  40. #107 Martin Vermeer September 12, 2011

    > Was habe ich übersehen ? Keine Ahnung

    Vielleicht dass man 770 PBq geteilt hat durch 5085 TBq: die Tschernobyl-Summe ohne Xe (als Edelgas harmlos) ?

  41. #108 Georg Hoffmann September 12, 2011

    @Martin Vermeer
    Ja, das ist eine moegliche Erklaerung.
    “Harmlos” gibt es bei einigen Atomkraftgegnern ueberhaupt nicht mehr.
    https://www.guardian.co.uk/environment/georgemonbiot/2011/apr/13/anti-nuclear-lobby-interrogate-beliefs

  42. #109 Krishna Gans September 17, 2011

    @GHoffmann

    Sein milder Strahlungseffekt regt die Zellen an, stimuliert das Immunsystem und aktiviert die Selbstheilungskräfte Ihres Körpers. Und das natürliche Edelgas kann noch mehr: Es lindert Ihre Schmerzen. Vier bis sechs Monate hält dieser Effekt an, insbesondere bei degenerativen Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen und bei entzündlich-rheumatischen Krankheiten wirkt Radon wahre Wunder. Vor allem ausgesprochen schonend für den Organismus – ebenso wirksam wie Rheuma-Medikamente, aber ohne deren negative Nebenwirkungen. Eben ganz natürlich.

    ????nit möööglich

  43. #110 kai Januar 29, 2012

    tschernobyl ist heute eine attraktive ausflugsregion. ich würde das ganze fukushima areal heute aufkaufen, das waere eine fantastische investition in die zukunft


Info: https://scienceblogs.de/primaklima/2011/06/17/25-jahre-tschernobyl-strahlungsbilanz-und-vergleich-mit-fukushima

28.12.2022

25 Jahre Tschernobyl – die Strahlungsbilanz   (I von III)

25 Jahre Tschernobyl – die Strahlungsbilanz

Von von IMAU - University Utrecht / 17. Juni 2011 / 110 Kommentare

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25 Jahre nach Tschernobyl sollte man denken, dass es genügend Informationen und Arbeiten geben, um eine vollständige radiologische und radiomedizinische Bilanz zu ziehen. Doch vieles scheint auch heute noch umstritten. Hier will ich mich mal mit der in Tschernobyl und in Fukushima freigesetzten Radioaktivität beschäftigen. Meine Hauptquellen zu diesem Thema war der letzte grosze UNSCEAR Bericht (Sources and Effects of Ionizing Radiation, Annex D Health Effects due to Radiation from the Chernobyl Accident) und verschiedene Berichten und Graphiken, die ich auf der IRSN (Institut de Radioprotection et de Sûreté Nucléaire, welches auch diese sehr informative Broschüre herausgegeben hat) Webseite zu Fukushima gefunden habe. Insbesondere die UNSCEAR Berichte halte ich für absolut seriös gemachte Zusammenfassungen der wissenschaftlichen Literatur zu Tschernobyl. Ich bin völlig mit George Montbiot (und mit Eduardo) einverstanden, dass das UNSCEAR Project zum Thema Tschernobyl und die Folgen vergleichbar ist mit dem IPCC Bericht zum Klimawandel und ich habe keinerlei Grund gefunden, an der Seriosität dieser UN Arbeitsgruppe zu zweifeln.

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Bild 1: Der Reaktorblock 4 in Tschernobyl am 26. April um 1:23. Das Einwerfen der Stäbe mit ihren Graphitblöcken an der Spitze beim Notaus führte zu einer winzigen und schliesslich fatalen Leistungsspitze. Der letzte in einer Reihe fataler Fehlentscheidungen. Wikipedia beschreibt die Stunden vor der Explosion sehr detailliert.


Eine ganze Reihe von Radioisotopen wurden durch die verschiedenen nuklearen Aktivitäten des Menschen in die Umwelt freigesetzt. Seit Otto Hahn, Liese Meitner, Otto Frisch und Fritz Strassmann das erste Mal künstlich eine Kernspaltung provozierten und erkannten, welche ungeheuren Energiemengen dabei frei werden, werden also vom Menschen “künstlich” Radioisotope produziert und schliesslich freigesetzt. Einige dieser Radioisotope existieren natürlicher Weise, d.h. sie werden etwa in der hohen Stratosphäre durch das Bombardement durch kosmische Strahlung produziert oder existieren seit je her in der Erdkruste wie etwa Uran- oder Thorium-Isotope. Die vom Menschen produzierten Mengen gehen im allgemeinen Hintergrundrauschen da meist unter. Das sind die also Fälle, die uns jetzt nicht zu interessieren brauchen.

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Bild 2: Der Red Forest, der direkt um den Reaktorbereich in Tschernobyl gelegen ist. Etwa 100Gy Gammastrahlung und über Monate hinweg um die 5mGy/h Stunde durch das direkt neben dem Reaktor nieder gekommene Radio-Cäsium waren für die dort vorherrschenden Nadelbäume tödlich.

Im zweiten Fall aber, existieren die entsprechenden Radioisotope durchaus, aber die künstlich vom Menschen erzeugten Mengen an Strahlern übersteigt die natürliche bei weitem. Das war beispielsweise bei den Atomwaffentests in den 50er/60er Jahren der Fall. Amerikaner und Russen bombten in dutzenden oberirdischen Tests mit Nuklearwaffen klassischer Bauart (Uran und Plutonium Bomben) und dann auch mit gigantischen Wasserstoffbomben ganze Gegenden in Grund und Boden. 1963 war dann mit dem schlimmsten Wahnsinn Schluss und nur noch die Chinesen und Franzosen fanden Anlass, das Eine oder Andere auszubrobieren. Unter anderem wurden bei dem ganzen Herumgeteste, dessen Peak auf das Jahr 1961 fällt, grosze Mengen von 14C und Tritium=3H in die obere Troposphäre und Stratosphäre freigesetzt, die somit als deutliche erkennbare Marker in den Kohlenstoffzyklus einerseits (als 14CO2) und in den Wasserzyklus andererseits (HTO) eintraten. Es gibt unzählige Arbeiten, die diese politisch sicher wahnsinnigen und gesundheitsgefährdenden Bombenversuche wissenschaftlich auszunutzen versuchen. Wissenschaftler sind eben Parasiten jedweden menschlichen Unglücks und Wahns.

So konnte man durch die damals sofort durchgeführten atmosphärischen 14C Messungen (liegt immer als CO2 vor) etwa den Austausch zwischen Stratosphäre und Troposphäre berechnen (~3 Jahre) oder versuchen abzuschätzen, wie schnell der Ozean das Kohlendioxid aufnimmt (1/3 des atmosphärischen CO2 für den Ozean, 2/3 für die terrestrische Biosphäre). Mit kontinuierlichen Messungen im Ozean dann wurde die Mischung von Oberflächenwasser in tiefere Schichten bestimmt. Es gibt aber ausser diesen geophysikalischen Anwendungen auch wirklich wichtige Anwendungen: Man kann etwa einen Chateau Lafitte Rothschild 1982 als gepanscht entarnen (hat nichts mit dem radioaktiven Zerfall des 14C zu tun, die klassische 14C Datierungsmethode).

Ähnlich erging es dem Tritium. Während das Bomben 14C mit seiner 5700 Jahren langen Halbwertzeit für die Anwendungen, die ich oben erwähnte, praktisch eine konstante Gesamtmenge darstellt, so zerfällt die Hälfte des Tritiums in 12 Jahren, so dass wir heute praktisch wieder auf dem Vorbomben-Niveau angekommen sind. Und natürlich konnte man durch die HTO Messungen einiges zum Thema Wasserkreislauf lernen.

Als um 1h23 nachts am 26. April 1986 in Tschernobyl der Reaktormantel barst, war dies der Beginn der Freisetzung einer ungeheuren Menge verschiedener Radioisotope. So zynisch es klingen mag: auch hier konnte man so einiges zur Biogeochemie der verschiedenen chemischen Elemente lernen. Zuerst mal die Gesamtbilanz der beim Reaktorunfall 1986 entlassenen Strahlung. Sehr wenig hört man vom 133Xe, das mit 6500 PBq (Peta = 1*10^15) den grössten individuellen Anteil an der Gesamtaktivität hat. Ich vermute mal, dass das Edelgas Xenon so gut wie keine Interaktion mit dem Menschen (wie immer behauptet die ausser Rand und Band geratene Helen Caldicott das Gegenteil) und allgemein der Biosphäre hat und es deshalb so selten erwähnt wird. Dabei hatte gerade das “Neutronengift” 135Xe ganz wesentlichen Anteil am Zustandekommen des eigentlichen Unfalls. Aber das nur am Rande.

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Bild 3: Wieviel Strahlung durch welche Quellen? Mit einem mehrmonatigen Aufenthalt in La Paz vor ein paar Jahren bin ich auch gut dabei.

Die allgemein bekanntesten drei Strahler 131I (1200 PBq), 137Cs (85 PBq) und 90Sr (115PBq) sind in der Atmosphäre in Aerosolen gebunden und werden teilweise sehr weit transportiert. Allein auf Grund der physikalischen Hallbwertzeit verschwand natürlich 131I (8 Tage) sehr schnell aus dem System (nicht ohne einen beachtlichen gesundheitlichen Schaden angerichtet zu haben, davon mehr im zweiten Teil). Mittelfristig bleiben also insbesondere die beiden Isotope 137Cs und 90Sr übrig, beide mit ihrer ganz eigenen Geochemie, die mehr noch als ihre physikalische Halbwertzeit bestimmt, wie lange Menschen der durch sie verursachten ionisierenden Strahlung ausgesetzt sind. Und sind die beiden erstmal in ca. 100-200 Jahren völlig verschwunden, bleiben dann schliesslich nur noch die Transurane 240+239 Plutonium und 241 Americium übrig. Diese Transurane sind grösztenteils im eigentlichen Reaktormaterial gebunden bzw werden darin “erbrütet” ie das Americium. Sie konzentrierten sich nach der Explosion und nach dem anschliessenden Graphit-Feuer in der unmittelbaren Umgebung des Reaktors. Diese so genannten “hot particles” werden mit der Zeit aber eher korrosiv weiter zersetzt und die bis dahin gebundenen Transurane so mobilisiert. Dies ist wohl der entscheidende Grund, dass die 30km Sperrzone rund um den ehemaligen Reaktor es auch für eine effektive Ewigkeit bleiben wird.

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Bild 4: 137 Cs Boden-Deposition in kBq/m2. Der rote Bereich von ca 1500 kBq/m2 an entspricht in etwa einer Belastung von 20 mSv/Jahr. Das kleinskalige Muster kommt durch das komplizierte Zusammenspiel von Emissionen und Niederschlägen zustande.

Kommen wir zurück zu den meist diskutierten Radioisotopen 131Jod, 137Cäsium und 90Strontium. Um zu wissen, wann wo wieviel dieser Radioisotope entweder “trocken” (dry deposition) oder “feucht” (wet deposition, also durch Regen ausgewaschen, was deutlich effektiver ist) niedergekommen ist, ist das ja viel diskutierte 131I leider ein schwieriger Fall. Einmal durch die Nahrung eingenommen, wird es mit praktisch 100% Effektivität vom menschlichen Körper absorbiert. Bei 137Cs ist es etwa nur zu 60%. Das Jod wiederum wird fast vollständig in der Schilddrüse angelagert, weswegen ja auch die Radioisotopen-therapie bei Schilddrüsenerkrankungen mit 131I durchgeführt werden kann, ohne eine wesentliche Schädigung anderer Organe fürchten zu müssen.

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Bild 5: Vorsicht. Die Farbskala ist nicht die zum Bild 4 oben, sondern die zum Bild 8 unten, also zur 137Cs Deposition rund um Fukushima. Die Werte geben einem aber doch einen Eindruck welcher Bq Wert zu welchem mSv Wert so passt. Ausserdem geben die an, wieviele Menschen in welcher Gefährdungszone um Fukushima leben oder gelebt haben.

Die Deposition der Radioisotope ist ja teilweise sehr kleinskalig (siehe Bild 4) und so konnten damals gar nicht genug 131I Messungen gemacht werden, um ein präzises Bild der eigentlichen Einträge in ganz Europa zu rekonstruieren. Um es dann dennoch im Nachhinein zu versuchen, versucht man dann im Wesentlichen drei Methoden, die die fehlenden direkten Messungen ersetzen sollen.1) Man kann entweder die obige Prozesse (dry und wet deposition, Transport) in Klimamodellen modellieren und die damalige Wettersituation nach dem Unfall “nachsimulieren”, oder (2) das langlebige 129J messen, dass – da chemisch gleich – die gleiche Depositionsgeschichte haben sollte und (3) behaupten, dass 131I sich bei der Deposition ungefähr so verhält wie das viel besser vermessene 137Cs. Alles an sich keine schlechte Idee, doch leider sind (1) und (3) sehr unsicher und (2) sehr teuer. Warum aber eine so präzise Kartierung des Radiojods? Es wird verantwortlich gemacht für den ansonsten bei jungen Menschen sehr seltenen Schilddrüsenkrebs. Um also Korrelationen zwischen dessen Auftreten und eventuell auch schwachen Dosen von 131I zu erhalten, benötigt man sehr gute Depositionskarten.

Beim Radio-Cäsium und Radio-Strontium geht das alles viel einfacher. Bild 4 zeigt die Deposition des Cäsium Isotops 137 in der weiteren Umgebung von Tschernobyl. Das heterogene Muster entsteht aus seiner Vielzahl von Faktoren. Während der zwei Wochen, in denen der Reaktor brannte und völlig offen war, waren doch die radioaktiven Emission keineswegs immer gleich. Überraschenderweise waren sie zu Beginn und zum Ende hin besonders hoch. Und in diesen zwei Wochen hat es eben mal in die eine oder andere Richtung geweht und in der einen oder anderen Gegend dann auch geregnet.

Cäsium und Strontium sind ja Langzeit-Probleme, beides mit physikalischen Halbwertzeiten in mehreren Dekaden. Es ist also bei beiden sehr interessant festzustellen, wie lange sie eigentlich in den verschiedenen biologischen Subsystemen bleiben und ob sie sich in einer Form befinden, so dass sie noch von Tieren und Pflanzen aufgenommen werden können. Die Resultate waren dabei für mich zumindest recht erstaunlich. Kaum am Boden angekommen, verhalten sich Cäsium und Strontium sehr unterschiedlich. Während Cäsium auf reichen Böden mit viel organischen Material relativ schnell nach unten aus der Wurzelzone von etwa Gräsern herausdiffundiert, ist es bei Strontium genau umgekehrt. Die biologische Halbwertzeit von 137Cs auf solchen Böden ist also deutlich unter der physikalischen, während auf trockenen Wiesen das 137Cs fast unverändert auch nach 10 Jahren in den oberen 10 cm verharrte.

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Bild 6: Dis 137Cs Belastung von Milch im Raum München. Man beachte den Jahrespeak nach der Verfütterung des Heus des Vorjahres.

Im UNSCEAR Report ist etwa die 137Cs Konzentration in Milch im Münchner Umland zu sehen, einer Region mit relativ reichen Böden. Milch ist in sofern ein gutes Masz, weil in den groszen Molkereien Milch von hunderten von Kühen zusammengeschüttet und somit gemittelt wird. Der 137Cs Gehalt der Milch ging also in 2-3 Monaten um zwei Gröszenordnungen zurück, was eine Idee gibt, wieviel schneller als die physikalische Halbwertzeit das Cäsium auf solchen Böden von der Oberfläche verschwinden kann. Der überraschende Wiederanstieg ein paar Monate später kommt natürlich daher, dass teilweise Heu des Vorjahres verfüttert wurde. In der Region um Tschernobyl sah das nur teilweise ähnlich aus. In der Ukraine und Weissrussland gab es noch zahlreiche Bauern mit nur einer oder zwei Kühen, die auf sehr armen, trockenen Böden grassten (nicht so bei den groszen Kolchosen natürlich). Auf solchen Böden konnte es dann zu wirklich stark überhöhten 137Cs Werten kommen (viele tausende von Bq pro Liter). Das Füttern mit dem Heu vom Vorjahr ist ja nun eine bittere Notwendigkeit (man darf ja in der Diskussion um die Kernkraft nicht mehr mit Notwendigkeiten argumentieren. Bei einer hungrigen Kuh darf man aber), also kam es zum massiven Einsatz (halbes Kilo pro Kuh und Tag!) von “Prussian blue” , was zur verstärkten Ausscheidung von Cäsium führt. Beim Menschen ist das Futtern von einem Pfund Prussian Blue pro Tag vielleicht ein bisschen schwer durchzuhalten.

So einen Memory Effekt wie durch das Heu des Vorjahres bei der Milch gab es übrigens auch bei den atmosphärischen 137Cs Messungen. Bild 7 zeigt zwei atmosphärische Messreihen in der Ukraine/Weissrussland. Nach dem zu erwartenden schnellen Abfall in den ersten zwei/drei Jahren kommt es plötzlich Anfang der Neunziger zu einem erneuten Anstieg. Was war geschehen? Grosze Waldbrände in der Ukraine und Russland haben einen Teil des aufgenommenen Radio-Cäsium wieder aktiviert. Dieser Einäscherungseffekt ist übrigens eine der wenigen Methoden, wie man sich heute noch relevanten Mengen von 137Cs aus Tschernobyl aussetzen kann. Einige Biofuel-Anlagen in Skandinavien sind so wohl auf ganz beachtliche Strahlungswerte in der zurückbleibenden Asche gekommen.
In Wäldern bleibt der vertikale Transport von 137Cs wohl sehr gering und so schaffen es Pilze, Beeren und deren Konsumenten wie Elche und Wildschweine immer wieder zu recht beachtlichen 137Cs Werten. Ernährt sich aber nicht hauptsächlich von diesen, dann kann man sagen, dass beide Radioisotopen im Wesentlichen aus den für den Menschen wichtigen natürlichen Zyklen verschwunden sind.

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Bild 7: 137Cs Messungen in der näheren Umgebund des Tschernobyl Reaktors. Man beachte den Memory-Effekt 5 Jahre nach der Reaktorkatastrophe. 137Cs wurde mobilisiert als es in der Ukraine und Russland zu grossen Waldbränden kam.

Vielleicht zum Abschluss ein vorläufiger Vergleich zwischen der freigesetzten Strahlung in Fukushima. Vor kurzem ging eine erneute Katastrophennachricht zu Fukushima durch die Presse. Die freigesetzte Strahlung betrüge das Doppelte von dem, was bisher so gedacht wurde.

“The nuclear safety agency now says 770,000 terabecquerels escaped into the atmosphere following the 11 March disaster – more than double its earlier estimate of 370,000 terabecquerels.
Although the amount is just 15% of the total released at Chernobyl in Ukraine in 1986 – the world’s worst nuclear disaster – it suggests the contamination of the area around the plant is worse than first thought. ”

Hmmm, 770.000TBqs also. Machen wir das erstmal ein bisschen handlicher und aus ideologischen Gründen kleiner : 770 PBq also = 15% von Tschernobyl ?
Ich habe mal die Werte aus Tabelle A1 des UNSCEAR Reports genommen, und von dort eben nur die wichtigsten Strahler :

133Xe 6500 PBq
129Te 240 PBq
132Te 1150 PBq
131I 1760 PBq
133 I 910 PBq
89/90Sr 125 PBq
239 Np 400 PBq
Der ganze Rest 500 PBq

Summe ~11600 PBq, womit die jetzt doppelt so groszen 770 PBq eigentlich nur noch 6.6% statt 15% betrügen. Was habe ich übersehen ? Keine Ahnung. Der Umwelt-Journalist Axel Weiss vom SWR, der mich darauf gebracht hatte, scheint jedenfalls auch keine Antwort zu wissen. Oder man interessiert sich halt eben bei den Journalisten im heiligen Atomkrieg gar nicht mehr dafür, Zahlen und Fakten richtig hin zu bekommen und 7% sind eben nicht schlimm genug ? Überflüssig zu erwähnen, dass die Anti-Atom Bewegung diese Zahlen irgendwie ganz anders interpretiert und, ja tatsächlich, Fukushima doch tatsächlich mindestens so schlimm findet, wenn nicht schlimmer, als Tschernobyl (etwa hier oder hier, die wie immer völlig losgelöste Helen Caldicott. Ihr Video lohnt sich nochmals getrennt zu besprechen. Hilarious.)

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Bild 8: 137Cs Deposition in direkter Nähe zu den beschädigten Reaktoren in Fukushima. Farbskala siehe auch Bild 5.

Wieviel 137 Cs findet sich rund um Fukushima und wieviel ist das im Vergleich zu Tschernobyl ? Die vom IRSN erstellte Grafik in Bild 8 zeigt, dass dort die Konzentration bis auf 30.000 kBq/m2 raufgehen kann, deutlich mehr als in der entsprechenden Grafik in Bild 4. Bedeutet das nun, dass in Fukushima gar mehr Radio-Cäsium ausgestossen wurde? Sicher nicht. Zwei Gründe sind für die Unterschiede der Maxima in Bild 4 und 8 wahrscheinlich verantwortlich. (1) In Tschernobyl stieg der Ausstoss durch das Feuer deutlich höher hinauf und wurde damit auch weiter verteilt. (2) Ausserdem ist in Bild 8 die räumliche Auflösung viel höher als in Bild 4. In Fukushima drehte während der Emissionsphase nur einmal relativ kurz der Wind , was auch noch mit Regen und Schnee verbunden war. So wurde das meiste relativ nah um den Reaktor deponiert.

Wer mit den kBq/m2 nicht so viel anfangen kann, der beachte die Umrechnung in mSv pro Jahr (Bild 5). Werte die bedenklich sind (rot > 100mSv/a) liegen weitestgehend in der 30km Zone. Schon etwas ausserhalb fallen die Werte unter 20mSv/a , einen Wert den man auch natürlicherweise in einigen Gegenden findet (siehe Bild 3). Sicher wird man in den nächsten Monaten einige Gebäude reinigen müssen und es ist auch besser so einiges an Erdreich zu entsorgen. Im Wesentlichen wird es aber, wie ich oben schon erklärt habe, darauf ankommen wie die Bodenbeschaffenheit ist und wie sich dann die Radioisotope in der Bodenmatrix vertikal verschieben. Und da steht es vielleicht gar nicht mal so schlecht. Der lehmige feuchte Boden (soweit man das in den Fernsehbildern erkennen kann), der relativ reich an organischem Material ist, sollte doch eigentlich einen schnellen vertikalen Transport des 137Cs befördern ? Man wird sehen .
Im zweiten Teil zum Thema Tschernobyl soll es darum gehen, welche gesundheitlichen Schäden der Reaktorunfall verursachte.

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Kommentare (110)

  1. #1 markus

    Juni 17, 2011

das japan dissaster ist 1000x schlimmer und in den medien wird wie immer alles als ganz harmlos dargestellt! In Tschernobyl wurden die Brennstäbe doch nach ein paar Monaten ausgetauscht, da die Anlage für den A-Bomben bau gebaut wurde. In Japan hingegen verbleiben die Brennstäbe einige Jahre im Reaktor und verunreinigen viel stärker! Dadurch ist die radioaktive Belastung auch um einiges höher als damals in der Sowjetunion!

Die wahren Auswirkungen werden wir noch kennenlernen! Die Wirtschaft in Japan steht knapp vor dem Kollaps…viele Ersatzteile für die Auto und Elektroindustrie werden nur in Japan hergestellt, sobald die Lager erschöpft sind wird es auch bei uns in der Wirtschaft spürbar werden. Natürlich ist das nur Geld, die Menschen und anderen Lebewesen die in der Umgebung leben müssen, haben keine Lebensgrundlage mehr!!!!!!! Wann wird der Mensch endlich begreifen sich aus den Klauen einiger weniger zu befreien?

Ein Ausweg wäre die Stromherstellung zu dezentralisieren und jede Ortschaft soll sich mit Windräder oder anderen alternativen selbst mit Strom versorgen!!!!

  • #2 Georg Hoffmann

    Juni 17, 2011

    @markus
    “das japan dissaster ist 1000x schlimmer und in den medien wird wie immer alles als ganz harmlos dargestellt! In Tschernobyl wurden die Brennstäbe doch nach ein paar Monaten ausgetauscht, da die Anlage für den A-Bomben bau gebaut wurde. In Japan hingegen verbleiben die Brennstäbe einige Jahre im Reaktor und verunreinigen viel stärker! Dadurch ist die radioaktive Belastung auch um einiges höher als damals in der Sowjetunion!”

    Gibt es vielleicht auch eine Messung zur radioaktiven Belastun in Japan oder andere Evidenzen, die das belegen? Ich weiss. Das war gemein.

  • #3 Georg Hoffmann

    Juni 17, 2011

    Mir ist noch ein dritter Grund für die hohen Werte in Bild 8 (relativ zu Tschernobyl in Bild 4) eingefallen. Es ist die kombinierte Aktivitaet von 134+137 und das koennte nach der Tabelle A1 wiederrum ca 30% hoeher liegen als 137 allein.

  • #4 Karl Mistelberger

    Juni 17, 2011

    Das außerordentliche Interesse der Öffentlichkeit an den Geschehnissen in Tschernobyl hat die GRS veranlaßt, eine erste Zusammenstellung der bisher verfügbaren Informationen vorzulegen. In diesem Bericht sind vielfältige Einzelinformationen aus Literatur, offiziellen Verlautbarungen, Meldungen und Fachdiskussionen zusammengefügt. Viele Sachverständige unterschiedlicher Fachrichtungen unseres Hauses haben dazu beigetragen. Die Wissensbasis reicht noch nicht, eine abschließende Bewertung durchzuführen. Eine Reihe wichtiger Fragen müssen noch offen bleiben. Eines läßt sich allerdings jetzt schon feststellen: durch den Unfall sind keine Phänomene bekanntgeworden, die bisher unbekannt waren oder das Sicherheitskonzept Kernkraftwerke in der Bundesrepublik Deutschland in Frage stellen könnten.

    https://www.grs.de/sites/default/files/pdf/GRS-S-039.pdf

  • #5 Xeelee

    Juni 17, 2011

    Danke fuer den Artikel. Sehr informativ…

    Aber zur Korrektur: Zwischen Bild 7 und 8 hast du in der Liste und weiterhin BPq statt PBq geschrieben.

    cu Alex

  • #6 Georg Hoffmann

    Juni 17, 2011

    Danke Alex. Korrigiert. Es handelt sich immer um Peta (1*10^15) Bequerel.

  • #7 markus

    Juni 17, 2011

    sicher wird es die geben, aber so wie tschernobyl vor über 20 jahren “nicht” gefährlich war so ist auch heute japan nicht so gefährlich……warten wir es ab was in ein paar jahren für infos alls durchsickern!

  • #8 fred

    Juni 17, 2011

    Diese ganzen Vergleiche zwischen Tschernobyl und Fukushima sind doch eh an den Haaren herbeigezogen. Sicher ist die gesamte emittierte Strahlungsdosis in Fukushima nur ein Bruchteil der des Tschernobyl Unfalls, aber wie aussagekräftig ist diese Zahl? Wichtig ist doch, wie sich diese Strahlung verteilt, wie hoch die Bevölkerungsdichte in den betroffenen Gebieten ist, welche Halbwertszeiten die freigesetzten Radioisotope haben etc. . In jedem Fall sollte man anerkennen, dass es sich um eine folgenschwere atomare Katastrophe handelt, die nicht durch Vergleiche mit Tschernobyl (“nur” 6.6% der Gesamtbelastung) kleingeredet werden darf.

    Was mich in diesem Zusammenhang auch interessiert: Sind denn die gesundheitlich relevanten Effekte der Strahlung überhaupt linear zur Strahlendosis bzw. der Aktivität? Falls nein, welche Aussagekraft (über gesundheitliche Effekte) haben dann Werte auf einer linearen Skala?

  • #9 Georg Hoffmann

    Juni 17, 2011

    @markus
    Mich interessiert jetzt gerade nicht so, wie Sie das Leben sehen und wie das schon immer so war. ich wollte wissen ob Sie die Aussage, dass Fukushima 1000 mal mehr Radioaktivitaet (oder was soll “schlimmer” in diesem Zusammenhang bedeuten?) als Tschernobyl belegen koennen? Wenn nicht, ist auch nicht schlimm. Es wuerd mich halt interessieren.

  • #10 Georg Hoffmann

    Juni 17, 2011

    @fred
    “Diese ganzen Vergleiche zwischen Tschernobyl und Fukushima sind doch eh an den Haaren herbeigezogen.”
    Warum?

    “Wichtig ist doch, wie sich diese Strahlung verteilt, wie hoch die Bevölkerungsdichte in den betroffenen Gebieten ist, welche Halbwertszeiten die freigesetzten Radioisotope haben etc. .”
    Steht alles in diesem Artikel. In der 100mSv Zone etwa wohnen weniger Menschen als in der entsprechenden Zone in Tschernobyl, wo mit Prybjat eine 50.000 Einwohner Stadt liegt.

    “welche Halbwertszeiten die freigesetzten Radioisotope haben etc. ”
    Je heisser der Reaktor beim Freisetzen der Radioisotope ist, umso schlimmer. Erst wird Jod mobilisiert, dann Caesium schliesslisch sogar Strontium. Fukushima ist nach Notabschaltung im Abkuehlprozess kollabiert, Tschernobyl ist wirklich “explodiert” (soweit das bei Reaktoren ueberhaupt geht). Die Temperatur war deutlich hoeher. Ich vermute (muesste mal nach Messungen schauen), dass die Menge an emittierten Strontium deutlich geringer ist als in Tschernobyl.

    “die nicht durch Vergleiche mit Tschernobyl (“nur” 6.6% der Gesamtbelastung) kleingeredet werden darf. ”

    Man darf sie aber anscheinend (bislang hat mir keiner die Diskrepanz erklaeren koennen und es koennte sein, dass ich mich geirrt habe) sogar rein rechnerisch grossreden.

    “Sind denn die gesundheitlich relevanten Effekte der Strahlung überhaupt linear zur Strahlendosis bzw. der Aktivität? Falls nein, welche Aussagekraft (über gesundheitliche Effekte) haben dann Werte auf einer linearen Skala?”

    Das ist das (pessimistische) Linear-no-threshold model.
    https://en.wikipedia.org/wiki/Linear_no-threshold_model

  • #11 fred

    Juni 17, 2011

    @GH
    “Warum?”
    Ok ich habe mich unklar ausgedrückt. “Die meisten” ist wohl zutreffender als “die ganzen”. Weil “die meisten” gehen nicht wirklich ins Detail gehen und berücksichtigen nicht die Randbedingungen (s.o., Halbwertszeit etc.) . Zugegebenermaßen sticht Ihr Artikel als positives Beispiel heraus. Das Problem ist wie so oft, dass der am besten gehört wird, der am lautesten schreit. Leider sind die Schreihälse fast nie auch nur annähernd objektiv.

    “Man darf sie aber anscheinend (bislang hat mir keiner die Diskrepanz erklaeren koennen und es koennte sein, dass ich mich geirrt habe) sogar rein rechnerisch grossreden.”
    Aufbauschen ist natürlich auch nicht förderlich.

    “Das ist das (pessimistische) Linear-no-threshold model.”
    Danke für den Hinweis.

  • #12 kopfkratzer

    Juni 17, 2011

    Also man kann hier keine Äpfel mit Birnen vergleichen.
    1. Sind die Raktortypen unterschiedlich
    2. Gibt es in Fukushima drei Super-GAUs mit durchgeschmolzenen Containments
    3. Wurden tausende Tonnen von nicht genaues weiß man nicht radioktiv verseuchtes Wasser ins Meer gepumpt
    4. Werden vor allem Urane und Transurane mit Halbwertszeiten bei denen unser nächster Stern bereits zum roten Riesen wird den größten Anteil in Fukushima haben (s.o.)
    5. Gibt es keine objektiven verläßlichen Messungen über Fukushima

    Fazit in einigen Monaten oder Jahren werden die eigentlichen Schäden herauskommen und wer steht dann dafür gerade, die TEPCO-Aktionäre ?

    Atomkraft ist einfach nicht rentabel wenn die Endlagerfrage mit eingerechnet wird.

  • #13 roel

    Juni 17, 2011

    @Georg Hoffmann “Gibt es vielleicht auch eine Messung zur radioaktiven Belastun in Japan oder andere Evidenzen, die das belegen? Ich weiss. Das war gemein.” Nein das war nicht gemein, finde ich jedenfalls! Aber es ist auch nicht verwunderlich. Die Informationen, die zu Fukushima veröffentlicht werden, stammen aus einer einzigen Quelle: Tepco.

  • #14 Georg Hoffmann

    Juni 17, 2011

    @kopfkratzer

    “1. Sind die Raktortypen unterschiedlich”

    Ja, und also? Bei Autounfaellen sind auch ganz andere Autotypen beteiligt. Das brauch einen doch nicht davon abhalten die Folgen von Autounfaellen miteinander zu vergleichen.

    “2. Gibt es in Fukushima drei Super-GAUs mit durchgeschmolzenen Containments”

    Haben Sie dafuer mal einen Beleg. Der Inhalt ist sicher zusammengeschmolzen, dh die Staebe sind zerstört. Aber wo steht, dass das containenment zerstört ist?

    “3. Wurden tausende Tonnen von nicht genaues weiß man nicht radioktiv verseuchtes Wasser ins Meer gepumpt”

    Ich denke das kann man ganz gut abschaetzen und Messungen existieren mit Sicherheit.

    “4. Werden vor allem Urane und Transurane mit Halbwertszeiten bei denen unser nächster Stern bereits zum roten Riesen wird den größten Anteil in Fukushima haben (s.o.)”

    Bis jetzt sind nur winzige Spuren von Plutonium in Fukushima gefunden worden. Woher kommt also diese Prognose?

    “5. Gibt es keine objektiven verläßlichen Messungen über Fukushima”

    Mindestens die IRSN hat dort Messungen durchgefuehrt, ich vermute die Amerikaner ebenfalls. Luegen alle?

  • #15 Georg Hoffmann

    Juni 17, 2011

    @roel

    “Die Informationen, die zu Fukushima veröffentlicht werden, stammen aus einer einzigen Quelle: Tepco. ”

    Definitiv falsch. Ich (und ich habe nicht besonders gesucht) kenne ein japanisches Forschungsinstitut https://www.rikenresearch.riken.jp/ das permanent Messungen veroeffentlicht und eben das IRSN.

  • #16 Theres

    Juni 17, 2011

    @ Georg Hoffmann
    zu 2. https://feedproxy.google.com/~r/AllThingsNuclear/~3/uFFBzvtnzh4/5751562346
    Fand ich nur auf die Schnelle in den Lesezeichen, aber dazu gibt es noch mehr.

  • #17 Georg Hoffmann

    Juni 17, 2011

    @Theres
    Ich sitze vielleicht auf der Leitung. Wo steht da, dass das containment geschmolzen oder beschaedigt ist und wie wurde das bestimmt?

  • #18 Theres

    Juni 17, 2011

    @Georg Hoffmann
    Hm? Wenn ich Zeit hätte … Tepco selbst gab Löcher zu, in mindestens einem Reaktor, aber .. wo? Ich hatte gehofft, dass von meinem Link aus Links zu weiterführenden Infos drin wären, weil ich gerade zu wenig Zeit habe um etwas herauszusuchen. Sorry, wenn nicht. Jedenfalls spekuliere ich jetzt nicht, und sobald ich Luft habe, suche ich noch einmal richtig.

  • #19 Karl Mistelberger

    Juni 17, 2011

    “3. Wurden tausende Tonnen von nicht genaues weiß man nicht radioktiv verseuchtes Wasser ins Meer gepumpt”

    Ich denke das kann man ganz gut abschaetzen und Messungen existieren mit Sicherheit.

    Rekordverdächtig ist die Flüssigkeit schon, Block 2:

    The 25,000 tonnes of accumulated water contains 3.0x10E6 becquerels from iodine-131 as well as 1.3x10E7 becquerels from caesium-137 per cubic centimetre.

    https://www.world-nuclear-news.org/RS_Plans_for_fukushima_basement_pumping_.html

  • #20 Wolfgang Flamme

    Juni 17, 2011

    Georg,

    zu den Belastungskarten: Da wäre es sicher hilfreich, wenn man mal Zugriff auf die korrigierten Rohdaten und Metadaten bekommen könnte. Ich denke, daß die Belastung auch kleinräumiger sehr unterschiedlich ausfallen wird (weil Aerosole in Wäldern aufkonzentriert werden, weil der Regen zB Staub in Straßengräben oder Senken spült, wegen unterschiedlicher Bodennutzung ..) und daß diese Karten eher eine Orientierungshilfe für die großflächige Hintergrundbelastung darstellen.

  • #21 Theres

    Juni 17, 2011

    https://online.wsj.com/article/SB10001424052748703509104576325110776621604-search.html?KEYWORDS=Cores+Damaged+&COLLECTION=wsjie/6month
    Die Seite, wo ausgehend von bekannt gegebenen Daten und Messwerten vorgerechnet wurde, mit welcher Wahrscheinlichkeit der Betonboden hinüber ist, finde ich nicht mehr, aber da Wasser verschwand …

  • #22 Georg Hoffmann

    Juni 17, 2011

    @Karl
    Hier mein Vorschlag. 1) Jod: Tee trinken und abwarten. In drei Wochen ist alles klar. 2) Den Rest in ein Schiff pumpen und in den tiefen Pazifik (4000meter) pumpen. Das kommt fruehestens in 500 Jahren wieder hoch. Alles klar.

    PS Beim Steinigen jeder nur einen Stein.

    @Flamme

    Die Messungen sind von Helikoptern aus gemacht worden und zwar ein Teil von den Amerikanern (DoE/NNSA) und ein Teil von den Japanern (MEXT). Fuer detaillierte Messungen (Haus fuer Haus) muss man schon naeher ran.
    Hier der Link in frz
    https://sciences.blogs.liberation.fr/files/irsn_rapport_evaluation_dosimetrique_fukushima_16052011.pdf
    (Habe ich oben vergessen)

  • #23 Georg Hoffmann

    Juni 17, 2011

    @Theres
    Ja, dass etwas undicht, das ist klar. Vielleicht koennen wir uns darauf einigen, dass die Formulierung “durchgeschmolzenes Containment” ein bisschen sportlicher klingt als wirklich belegt.

  • #24 Karl Mistelberger

    Juni 17, 2011

    Den Rest in ein Schiff pumpen und in den tiefen Pazifik (4000meter) pumpen.”

    Statt ins Meer gepumpt soll aufbereitet werden: https://www.world-nuclear-news.org/RS-Tests_to_start_on_Fukushima_water_treatment_plant-1006118.html

  • #25 Wolfgang Flamme

    Juni 17, 2011

    Karl,
    wenn ich das jetzt richtig gerechnet habe, dann wären in den 25 000 Tonnen Wasser insgesamt etwa 100kg 137-Cs und (die Meldung ist ja fast 4 Wochen alt) jetzt noch ein gutes Gramm 131-I enthalten.
    Also eigentlich recht überchaubare Mengen, man könnte sogar sagen, das Hauptroblem ist eigentlich das viel zu viele Wasser drumherum.

  • #26 Theres

    Juni 17, 2011

    @Georg Hoffmann
    Etwas … also https://fukushima.grs.de/content/tepco-analysen-zum-zustand-der-reaktorkerne-den-blöcken-1-3-fukushima-daiichi-und-vorläufige
    Da klingt das weniger nach sportlich. Auf dieser Seite gibt es Links zu den Tepco- Veröffentlichungen.
    Unter … “Ergebnisse der vorläufigen TEPCO-Analyse” steht neben vielem anderen: “Die TEPCO-Analysen ergaben, dass die Kerne in der Mitte zu schmelzen begannen. Nach wenigen Stunden sollen Teile bzw. der größte Teil der Kerne infolge des Schmelzens auf den Boden der RDB gelangt sein. Aufgrund der Füllstände und der Ergebnisse der Analysen geht TEPCO davon aus, dass die RDB am Boden beschädigt sind und Lecks aufweisen. Mit Blick auf die gegenwärtig verfügbaren Messwerte zur Außentemperatur des RDB (ca. 100 – 170 °C) geht TEPCO davon aus, dass sich die Kerne größtenteils noch auf dem Boden der RDB (Bodenkalotte) befinden und dort ausreichend gekühlt werden.”
    Sehr vielsagend folgt, etwas weiter unten:
    “Vorläufige Einschätzung der GRS
    Aufgrund der gegenwärtigen Datenlage und weil Details zu den Berechnungen für die von TEPCO vorgelegten Analyseergebnisse nicht vorliegen, kann derzeit keine definitive Aussage darüber getroffen werden, ob die Analysen von TEPCO den tatsächlichen Anlagenzustand zutreffend wiedergeben. Gleiches gilt für die Beurteilung der Frage, ob die den TEPCO-Analysen zugrunde gelegten Anfangs- und Randbedinungen dem tatsächlichen Zustand in den Reaktoren entsprechen. …”
    (Zitat inklusive Tippfehler ????
    Genauer geht es nicht. Mach mal “Beleg” -Vorschläge, die über Modelle und Berechnungen hinaus gehen können. Ich bin sicher, einige wären froh, wenn es etwas gäbe um genau Bescheid zu wissen.

  • #27 Wolfgang Flamme

    Juni 17, 2011

    Ach Käse, blöder … 8 Wochen alt, die Meldung. Also nix Iodproblem. Ich Dösbattel!

  • #28 Döö

    Juni 17, 2011

    @fred: Was mich in diesem Zusammenhang auch interessiert: Sind denn die gesundheitlich relevanten Effekte der Strahlung überhaupt linear zur Strahlendosis bzw. der Aktivität?

    Es gibt zwei Arten von Schäden:
    Einmal die Strahlenkrankheit – die tritt ab einer bestimmten Schwellendosis auf und verläuft durchschnittlich umso schlimmer, je mehr Strahlung man abbekommen hat.

    Zum Zweiten gibt es Schäden an der DNA, die zu Krebs oder Schäden am Erbgut führen können. Für diese Schäden ist meines Wissens kein Schwellenwert bekannt und die Wahrscheinlichkeit auf eine Erkrankung ist proportional zur Äquivalentdosis, die man abbekommen hat.

  • #29 Bleyfuss

    Juni 17, 2011

    In Fukushima und in Tschernobyl war auch eine Menge Glück im Spiel: In Fu wehte der Wind stets auf Meer und nicht auf die nahe gelegene Metropole.

    In Tschnobyl fraß sich die Schmelze nicht bis zu den Grundwasseradern und weitere Explosionen blieben in der Folge aus. Das gibt eigentlich Grund zum Optimismus ähem.

  • #30 Wolfgang Flamme

    Juni 17, 2011

    Georg,

    “Ministry of Education, Culture, Sports, Science and Technology » (MEXT) du Japon”

    .. kurz M-42 (SCNR) …

    “Ces cartes dosimétriques étaient en cohérence et du même ordre de grandeur (écart
    d’un facteur inférieur à 2,5) que la première évaluation dosimétrique de l’IRSN.”

    Dein Französisch ist ganz sicher besser als mein Eingerostetess: Wie ist dieser Faktor zu verstehen? Standardabweichung, Maximum der Differenz oder wie sonst?

    “Les doses efficaces totales (externe + interne) pourraient être augmentées notablement selon le type de dépôt (sec ou humide), le régime alimentaire et la provenance des aliments.”

    Etwas, was ich einfach nicht verstehe: Wieso stattet man nicht einfach ein paar hundert bis tausend Menschen in den betroffenen Regionen mit einem simplen Filmdosimeter-Armband aus? Wir treiben deutlich mehr Aufwand um herauszufinden, welches Fernsehprogramm die Leute wann gucken und wie häufig sie außerehelichen Geschlechtsverkehr haben. Nur für Sinnvolles scheint in unserem Leben kein Platz mehr zu sein.

  • #31 Biologe

    Juni 17, 2011

    @Döö
    Ahh, endlich kann ich als Stralenbiologe auch mal habwissen ablassen ????
    Die Strahlenkrankheit ist letzendlich auch auf DNA-Schäden zurückzuführen. Bei zu vielen Schäden leiten Zellen Apoptose ein oder werden nekrotisch. Das ist der hinter der Strahlenkrankheit liegende Grund.
    Weiter oben wurde schon auf LNT-Modell verweisen, das ist zur zeit das was “verwendet” wird, in der Risikoanalyse/Risikobewertung. Ein Problem haben die Wissenschaflter, ist es leider nicht einfach experimentelle Daten im Niedrigdosisbereich zu generieren, die z.b. verlässliche Aussagen über extrem niedrige Strahlenbelastungen machen. Es gibt Hinweise darauf das geringen Strahlendosen eher “positiv” wirken (Stichwort Adaptive Respone/Hormesis) als auch besonders schädlich (Stichwort Hypersensitivity)

  • #32 TheK

    Juni 17, 2011

    Bei Strahlendosen >100 mSv lassen sich direkt und kurzfristig Folgen messen. Bei niedrigeren hat man dann nur noch die Langzeitfolgen. Und diese gehen sehr schnell in unzähligen anderen Risikofaktoren unter, die zudem nicht hinreichend exakt erfassbar sind. Im Falle Tschernobyl gibt es allerdings so extrem viele Betroffene, dass schon eine minimal erhöhte (unter 1%) Wahrscheinlichkeit von tödlichen Erkrankungen zu Opferzahlen durchaus im Millionen-Bereich führen kann. Entsprechend wird man wohl nie exakt sagen können, wie viele Opfer es nun gab.


  • Info: https://scienceblogs.de/primaklima/2011/06/17/25-jahre-tschernobyl-strahlungsbilanz-und-vergleich-mit-fukushima
  • 28.12.2022

    25 Jahre Tschernobyl – die Strahlungsbilanz   (II von III)

    1. Wurgl

      Juni 17, 2011

    Erstmal: Jedes Opfer ist zu bedauern. Aber bei langfristigen Schäden ist in der Statistik eine Erkrankung/ein Todesfall nach 30 Jahren wohl anders zu bewerten als eine Erkrankung/ein Todesfall unmittelbar nach dem Vorfall. Um Opferzahlen zu vergleichen müsste man die Summe der vermissten gesunden Lebensjahre aller Opfer in Relation setzen. Und die kann man aus Statistiken wohl einfacher herauslesen.

    Kernkraft ist so eine Sache die mir selbst nicht gerade besonders gefällt, aber der Hunger nach Energie ist da und was nicht aus Kernkraft gestillt wird, wird eben durch Verbrennen von fossilem Kohlenstoff ersetzt. Und das ist auch nicht ganz so gesund, nur kann man jetzt darüber nur spekulieren oder vielleicht schätzen. Fakt ist jedenfalls die Eismasse die am Südpol und in Grönland lagert, aus der Eismasse und der Wärmeausdehnung der Ozeane kann man den Verlust an Land berechnen (übrigens war der Meeresspiegel schon mal ca. 100 Meter höher, das Wasser ist also vorhanden). Das tritt zwar nicht heute ein und nicht morgen, aber in ein paar 100 Jahren ist es soweit. Das relativiert die Evakuierungszonen um die beiden Reaktoren — okay, in diesen paar 100 Jahren werden wohl noch ein paar Evakuierungszonen hinzukommen, leider.

    Wasserkraft ist auch so eine Sache. In Deutschland ist wohl nicht mehr viel zu holen. Die gigantischen Dämme wie in China werden möglicherweise lokale geologische Auswirkungen haben. Und wenn ein Damm bricht, so wie die “Kettenreaktion” um den Banqiao-Staudamm im Jahre 1975, dann ist die Opferzahl auch verflixt hoch (bei diesem Rekordunglück 6-stellig).

    Kernkraft durch CO2-Schleudern zu ersetzen ist kurzsichtig. Auf beides kann man nicht verzichten. Wasserkraft ist in Europa wohl weitgehend ausgebaut, Desertec ist nett und eine tolle Idee, aber bei der momentanen Situation in Nordafrika IMHO einfach zu unsicher. Wind ist auch schön, aber ohne Speichermöglichkeit wohl auch zu unsicher.

    Unbeabsichtigt ist auch der Effekt mit Solarzellen am Dach. Im Falle eines Feuers hat die Feuerwehr ein Problem, die Dinger erzeugen dann nämlich auch Strom und mit Wasser löschen ist keine besonders schlaue Idee (destilliertes Wasser gibts in der Menge bei keinem Brand).

    Es ist einfach teuflisch.

    Also was machen? Wohin soll die Reise der Erzeugung nutzbarer Energie gehen?

  • #34 axel Juni 17, 2011

    @ Georg und Karl

    Bin ich der einzige, der hier mal mitdenkt und mitrechnet?

    Karl schrieb:

    “Rekordverdächtig ist die Flüssigkeit schon, Block 2:
    The 25,000 tonnes of accumulated water contains 3.0x10E6 becquerels from iodine-131 as well as 1.3x10E7 becquerels from caesium-137 per cubic centimetre.

    Hm, das sind alleine schon 400 PBq, ihr könnt gerne nachrechnen.

    @ Karl
    Karl, worum handelt es sich bei den 25.000 t Wasser? Das Wasser, das man nachträglich in den Tanks auffangen konnte oder das, was ins Meer gespült wurde?

    @ Georg
    Dein Beitrag ist lesenswert, auch wenn ich Primaklima doch mehr schätze als Primashima. Allerdings könnte es sein, dass du eine Sache unterschätzt:
    Mich würde es nicht überraschen, wenn der Hauptteil der Aktivität nicht in die Atmosphäre entlassen wurde wie bei Tschernobyl, sondern ins Meer. Oder was meinst du, wie es sich auswirkt, wenn man wochenlang die Reaktorkerne mit Meerwasser spült?

    Deine verlinkte Karte erinnert mich ein wenig an den Oil Spill von BP im Golf von Mexiko. Die Bilder der Strände sahen damals auch relativ erträglich aus, der größte Teil des Drecks und des Dramas spielte sich unterhalb des Meeresspiegels ab.

  • #35 Christian Juni 18, 2011

    Hmm, auch ein interessanter Blog !

    Ziehe mir sonst nur den von Florian Freist. rein.
    Muß ich wohl öfter vorbeischauen.

    Und den Physiker sieht man auch deutlich, alles nüchtern (verharmlosend ?) betrachtend :-). Bissal Häuschen putzen da, bisschen Erde abtragen dort, und schon ist alles palleti.

    Vielleicht ein Verbesserungsvorschlag, gut ich kenne noch nicht viele deiner beiträge, aber könnte man versuchen, wenn vorhanden, die Grafiken als anklickbare größere Version zur Verfügung zu stellen.

    So jetzt bin ich schon auf den weiteren Teil gespannt.

  • #36 Christian Juni 18, 2011

    @ Georg Hoffmann· 17.06.11 · 14:01 Uhr

    Ad meer, finde ich das hier interessant.
    https://fukushima.grs.de/content/meerwasserkontamination

    @Georg Hoffmann· 17.06.11 · 16:33 Uhr

    Weiß nicht ob du das ernst meinst, aber falls es mit dem Nobelpreis nicht klappt,
    könntest mit sicherheit toll als berater für staaten, bzw. akw-konzerne abchashen, da du scheinbar das atommüllproblem gelöst hast ???? !!

  • #37 Karl Mistelberger Juni 18, 2011

    @axel

    Tokyo Electric Power Company (Tepco) has released details of the arrangements for dealing with the mass 25,000 tonnes of water that has accumulated in the basement of the turbine building of unit 2 at the damaged nuclear power plant.

  • #38 Georg Hoffmann Juni 18, 2011

    @Wolfgang
    Ich komm auf 800kg 137Cs, aber hab mir jetzt auch nicht die Muehe gemacht alle Zahlen auf mehrere Stellen einzugeben etc. Die Groeswenordnung stimmt auf jeden Fall.

    “”Ces cartes dosimétriques étaient en cohérence et du même ordre de grandeur (écart
    d’un facteur inférieur à 2,5) que la première évaluation dosimétrique de l’IRSN.””
    Der Satz ist in der Tat lustig. Diese Messung stimmt mit der vorherigen um einen FAKTOR kleiner als 2.5 ueberein, was bei der Abschaetzung von Sternenparalaxen nicht schlecht sein mag, bei 137Cs Messungen in einem kontaminierten Gebiet wuerde man sich etwas mehr Konstanz in den Messungen wuenschen. Sie scheinen aber superzufrieden.

    “”Les doses efficaces totales (externe + interne) pourraient être augmentées notablement selon le type de dépôt (sec ou humide), le régime alimentaire et la provenance des aliments.””
    regime alimentaire ist klar. Nix aus der Gegend essen fuer die naechsten 1-2 Jahre. Das mit den Boeden erwaehnte ich ja oben. Je feuchter, je reicher an organischen Material, umso schneller wandert das Caesium nach unten aus der Wurzelzone vieler Pflanzen raus. Die Messungen zu Tschernobyl zeigen dass das Caesium 3-4 mal schneller aus den oberen Bodenschichten verschwindet als es die physikalische Halbwertzeit angibt.

    Ansonsten bin ich vooellig mit dir einverstanden. Mit dem Aufwand einer RTL Vorabendshow hat man das Gebiet praezise vermessen.

    @Christian

    “Weiß nicht ob du das ernst meinst, aber falls es mit dem Nobelpreis nicht klappt,
    könntest mit sicherheit toll als berater für staaten, bzw. akw-konzerne abchashen, da du scheinbar das atommüllproblem gelöst hast ”

    Neee, eigentlich nicht so ernst. Der Grund ist aber eher, dass ich vermute, dass in dieser Suppe noch einige langsamer zerfallende Isotope sind (?), obwohl ich nach den ersten Meldungen, man haette irgendwo Plutonium gemessen, nichts mehr davon gehoert habe. Aber nehmen wir mal an, in den 25000 Liter ist NUR und AUSSCHLIESSLICH 137Cs und nehmen wir mal an das korrekte Treatment (also die ca 800 kg Cs rausholen etc) waere technisch nur sehr schwierig machbar, dann faende ich das jetzt wirklich nicht sooo schlimm. Pazifisches Bodenwasser ist das aelteste Wasser, was wir so kennen (das ist durch 14C zb bestimmt). Vor 300 Jahren (eher mehr) kommt das nicht in Kontakt mit der Biologie (also von dem Gekroetz am Meeresboden mal abgesehen) und mit einer Halbwertzeit von 28 Jahren ist die Sache bis dahin gegessen.

  • #39 Grundumsatz Juni 18, 2011

    @Wurgl

    Wasserkraft ist auch so eine Sache. Und wenn ein Damm bricht, so wie die “Kettenreaktion” um den Banqiao-Staudamm im Jahre 1975, dann ist die Opferzahl auch verflixt hoch (bei diesem Rekordunglück 6-stellig).

    Diese Staudämme wurde angelegt, um die Menschen vor Überschwemmungen zu schützen. Siehe Wikipedia:

    Der Banqiao-Staudamm wurde in den 1950er Jahren während des Großen Sprungs nach vorn am Fluss Ru (einem Zufluss des Gelben Flusses) als Teil eines Projektes zur Überschwemmungskontrolle erbaut. Er hatte ein Fassungsvermögen von 492 Millionen m³, mit einer Reserve von 375 Millionen m³, um Überschwemmungen zu vermeiden.

    Die Gefährlichkeit der Wasserkraft ist eine Erfindung der Atomsekte. Wenn es überhaupt größere Zwischenfälle gab, dann waren das irgendwelche uralten Anlagen, meist auch noch in unterentwickelten Ländern. Kein Vergleich mit Harrisburg, Fukushima oder Tschernobyl.

    Das heißt natürlich nicht, dass alle Wasserkraftwerke sicher sind. Nur isses eben so, dass man sich dem Einfluss eines möglicherweise havarierenden Wasserkraftwerks entziehen kann. Wenn man ähnliches bei Kernkraftwerken versuchen würde, müsste man den Kontinent verlassen.

    Also was machen? Wohin soll die Reise der Erzeugung nutzbarer Energie gehen?

    Das Problem an der Kernkraft ist (neben der Nichtbeherrschbarkeit, dem Endlagerproblem*, der dualen Nutzung als Waffe und den enorm hohen realen Kosten) vor allem, dass sie schlicht und einfach die Entwicklung von Alternativen hemmt oder sogar unmöglich macht. Anders gesagt: Zuerst braucht man verlässliche politische Rahmenbedinungen.

    *In Asse hat man gerade ein paar Kilogramm Plutonium und ein paar tausend Kilogramm Uran “entdeckt”. Die wissen schon nach 30 Jahren nicht mehr, was sie da eigentlich lagern!

  • #40 Karl Mistelberger Juni 18, 2011

    Die Gefährlichkeit der Wasserkraft ist eine Erfindung der Atomsekte.

    Wohl kaum: https://de.wikipedia.org/wiki/Vajont-Staumauer#Die_Katastrophe

  • #41 Günther Vennecke Juni 18, 2011

    @Wurgl,

    was nicht aus Kernkraft gestillt wird, wird eben durch Verbrennen von fossilem Kohlenstoff ersetzt.

    Das ist überhaupt nicht die Alternative. Man kann Atomkraft auf viele Arten ersetzen.

    Zudem ist Atomkraft global betrachtet eine eher zu vernachlässigende Größe – was den Nutzen anbelangt, aber nicht die Gefährdung!

    Heute werden weniger als 2,5% der Nutzenergie in Atomkraftwerkenproduziert, selbst beim Strom sind es lediglich knapp 13% mit weiter abnehmender Tendenz.

    Die Energieversorgung der Zukunft kann, muss und wird mit immer weniger Atomkraft auskommen, jeder weitere Atomunfall wird den unvermeidichen Niedergang, der ja schon vor mehreren Jahren eingesetzt hat, beschleunigen.

    Jedes Gaskraftwerk in KWK-Technik erzeugt weniger CO2 als ein gleich großes Atomkraftwerk, speist man SNG ein, verbessert das die CO2-Bilanz weiter.

    Unbeabsichtigt ist auch der Effekt mit Solarzellen am Dach. Im Falle eines Feuers hat die Feuerwehr ein Problem, die Dinger erzeugen dann nämlich auch Strom und mit Wasser löschen ist keine besonders schlaue Idee (destilliertes Wasser gibts in der Menge bei keinem Brand).

    Es ist einfach teuflisch.

    Das ist Unsinn. Für dieses “Problem” gibt es längst eine einfache technische Lösung. War zum Beispiel auf der letzten Industriemesse in Hannover zu besichtigen.

    Allein mit dem gezielten Ausbau der Erneuerbaren kann man das Problem der weltweiten Energieversorgung in den Griff bekommen. Dazu gibt es keine Alternative, auch wenn es ein paar Leuten nicht ins Konzept passt.

  • #42 Karl Mistelberger Juni 18, 2011

    https://de.wikipedia.org/wiki/Lac_des_Dix#Bruch_des_Druckstollens

  • #43 Guido Juni 18, 2011

    Tschernobyl und jetzt Fukushima sollten endgültig klarmachen, dass moderne Wissenschaft untrennbar mit Tod, Siechtum und Verderben verknüpft ist.
    Es ist höchste Zeit dieser Tatsache gerecht zu werden und die Wissenschaft an die Kandare zu nehmen. Die Justiz sollte sich um diese Mörder kümmern und die Förderungen müssen drastisch gekürzt werden. Es darf nicht sein, dass wir für unser Verderben auch noch bezahlen sollen. Die vollmundigen Versprechungen solten als das erkannt werden was sie sind, gewissenslose Propaganda.
    Es ist einzigartig in der Menschheitsgeschichte dass durch sie Auswirkungen wissenschaftlicher Technologie ganze Landstriche für Jahrzehnte unbewohnbar gemacht werden und Tausende ihr Leben und zig tausend Weitere ihre Heimat und Lebensgrundlage verlieren.

  • #44 Georg Hoffmann Juni 18, 2011

    @Guido
    “Tschernobyl und jetzt Fukushima sollten endgültig klarmachen, dass moderne Wissenschaft untrennbar mit Tod, Siechtum und Verderben verknüpft ist.”

    Aber auch mit Spass, Freibier und netten Maedels. Da muss man dann eben abwaegen.

    “Es ist höchste Zeit dieser Tatsache gerecht zu werden und die Wissenschaft an die Kandare zu nehmen.”

    Yep. Ask my wife.

    “Die Justiz sollte sich um diese Mörder kümmern und die Förderungen müssen drastisch gekürzt werden. ”

    Das ist doch voellig illusorisch. Die haben doch anderes zu tun.
    Oh Moment, wer klopft denn da an die Tuer? Bin gleich wieder da.

    “Es ist einzigartig in der Menschheitsgeschichte dass durch sie Auswirkungen wissenschaftlicher Technologie ganze Landstriche für Jahrzehnte unbewohnbar gemacht werden ”

    Na ja, andererseits die ostdeutschen Plattenbauten?

  • #45 Karl Mistelberger Juni 18, 2011

    Von 1960 bis 1965 dauerten die Bauarbeiten des Staudammes. Am 30. August 1965 wurden durch einen Gletscherabsturz des Allalingletschers 88 Bauarbeiter unter 500’000 m³ Eis begraben und fanden so ihren Tod.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Mattmarksee

  • #46 Günther Vennecke Juni 18, 2011

    @Guido,

    Tschernobyl und jetzt Fukushima sollten endgültig klarmachen, dass moderne Wissenschaft untrennbar mit Tod, Siechtum und Verderben verknüpft ist.

    Das kann man so nicht stehen lassen. Nur durch die moderne, seit rund 250 Jahren betriebene Wissenschaft war es überhaupt möglich, dass auf dieser Erde eine so große Zahl von Menschen leben kann, ob das ein Fluch oder Segen ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

    Wir sollten nicht die skrupellose militärisch-technische Anwendung der Atomkraft mit der gesamten anderen Wissenschaft in einen Topf werfen.

    Die “friedliche” Nutzung der Atomtechnik wurde hauptsächlich deshalb entwickelt, um zumindest einen Teil der gigantischen Kosten, die man für die Entwicklung der militärischen Anwenungen ausgegeben hatte, durch eine technisch-wirtschaftliche Anwendung wieder herein zu bekommen. Dass diese Rechung trotzdem nicht aufgeht, ist weniger von Belang, da es wir Steuerzahler sind, die für diesen Wahnsinn geradestehen müssen.

    Die Probleme, denen sich die Menschheit heute gegenübersieht, sind zum großen Teil nur noch durch weitere wissenschaftliche Forschung in den Griff zu bekommen, ich denke da zum Beispiel an eine weitere Verbesserung der Anwendungen Erneuerbarer Energien und die Vervollkommnung der Speichertechnik (Redo-Flow-Batterien u. a.). Aber auch auf vielen anderen Gebieten wird die Wissenschaft Lösungen anbieten, die unser aller Leben verbessern können, so, wie es in der Vergangenheit auch der Fall war.

    Was allerdings überwunden werden muss, ist das krankhafte Wachstumsdenken und das Gewinnstreben um jeden Preis, nämlich auch um den Preis der Vernichtung menschlichen Lebens, wie es z. >B. bei der Atomtechnik von vornherein mit einkalkuliert ist.

  • #47 Karl Mistelberger Juni 18, 2011

    Am 2. Dezember 1959 wurde Fréjus von einer Katastrophe heimgesucht, als der Staudamm von Malpasset brach. Die Überschwemmung forderte über 400 Tote.

  • #48 Georg Hoffmann Juni 18, 2011

    @Karl
    “Am 2. Dezember 1959 wurde Fréjus von einer Katastrophe heimgesucht, als der Staudamm von Malpasset brach. Die Überschwemmung forderte über 400 Tote.”

    Das ist eine Luege der Atomindustrie. Ausserdem wurde der Staudamm nur gebaut um ein Atomkraftwerk zu kuehlen. Es gibt auf der ganzen Nordhemisphaere eigentlich nur eine moegliche Art zu sterben und die benutzt Radioaktivitaet.

  • #49 Beobachter Juni 18, 2011

    @Karl Mistelberger
    Dass Staudämme brechen können, ist doch wohl klar. Genauso können Windräder umfallen, Gaspipelines explodieren usw… aber das sind doch völlig andere Dimensionen. Die Schäden die durch Tschernobyl verursacht wurden belaufen sich auf 235 Milliarden US$ allein in Weißrussland, in der Ukraine dürften sie ähnlich hoch sein – in jedem Fall sind es insgesamt einige hundert Milliarden Euro. Die Ukraine und auch Weißrussland geben noch heute rund 5% ihres Staatshaushalts zur Bewältigung der Folgekosten aus – und das 25 Jahre nach dem Unglück!
    https://www.iaea.org/Publications/Booklets/Chernobyl/chernobyl.pdf

    In Fukushima sieht das nicht anders aus. Allein für das Auffangen der Stromproduktion und der direkten Kosten am Reaktor hat Tepco 9 Mrd EUR Verlust gemacht, die japanische Regierung baut einen Fonds von 43 Mrd EUR zur Entschädigung von Opfern auf. Und man kann wohl davon ausgehen, dass es nicht bei diese Summen bleiben wird, v.a. nicht wenn man das über die nächsten Jahrzehnte betrachtet. Und dabei sind wesentliche Kosten wie z.B. die um 15% landesweit eingebrochene Industrieproduktion noch gar nicht berücksichtigt. Wenn man das alles zusammennimmt, dann kostet auch Fukushima die Japaner einen dreistelligen Milliardenbetrag.

    Da kannst du jetzt alle deine Wasserkraft-Unfälle zusammennehmen, da wirst du nicht mal ansatzweise in diese Größenordnung kommen. Es erkennt doch ein blinder mit Krückstock, dass die Gefahren hier nicht gleich hoch sind, wie bei der Kernenergie.

  • #50 Wurgl Juni 18, 2011

    @Grundumsatz:

    ## Diese Staudämme wurde angelegt, um die Menschen vor Überschwemmungen zu schützen. Siehe Wikipedia: ##

    Hat ja toll geklappt, der Schutz

    ## Die Gefährlichkeit der Wasserkraft ist eine Erfindung der Atomsekte. ##

    Mag sein, mag nicht sein.

    Tote durch Staudämme, und dazu zählen solche zum Schutz vor Hochwasser genauso wie solche die der Erzeugung nutzbarer Energie dienen, sind recht simpel zu zählen.

    ## Wenn es überhaupt größere Zwischenfälle gab, dann waren das irgendwelche uralten Anlagen, meist auch noch in unterentwickelten Ländern. Kein Vergleich mit Harrisburg, Fukushima oder Tschernobyl. ##

    Das ist so ähnlich wie die Bildung eines Integrals. Auch hier summiert man verdammt viele, dafür aber klitzekleine Zahlen und am Ende steht dann eine Zahl.

    Sind ja schon einige Links gepostet worden.
    Eine Aufstellung gibt es hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Talsperren-Katastrophen
    Interpretieren kann man diese Aufstellung, wie man Lust hat — sie ist ja unvollständig.

    ## Das heißt natürlich nicht, dass alle Wasserkraftwerke sicher sind. Nur isses eben so, dass man sich dem Einfluss eines möglicherweise havarierenden Wasserkraftwerks entziehen kann. Wenn man ähnliches bei Kernkraftwerken versuchen würde, müsste man den Kontinent verlassen. ##

    Nein. Einspruch. Wenn so ein Ding bricht, dann bricht es und eine oder zwei Stunden später ist der Spuk vorbei und man kann nur noch Leichen bergen. Die Vorwarnzeit ist verdammt kurz, da kann man kaum ausbüchsen. Im Gegensatz dazu ist ein Kernkraftwerksunfall ein langanhaltender Prozess bei dem man noch während des Vorfalls ausbüchsen kann.

    ## Das Problem an der Kernkraft ist (neben der Nichtbeherrschbarkeit, dem Endlagerproblem*, der dualen Nutzung als Waffe und den enorm hohen realen Kosten) ##

    Also einen Staudamm kann man ebenfalls als Waffe benutzen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Möhnetalsperre#Zerst.C3.B6rung_im_Zweiten_Weltkrieg

    ## vor allem, dass sie schlicht und einfach die Entwicklung von Alternativen hemmt oder sogar unmöglich macht. ##

    Das ist eine Behauptung. Nicht die Atomkraft an sich hemmt, das was hemmt sind marktbeherrschende Unternehmen.

    @Günther Vennecke

    ## Das ist überhaupt nicht die Alternative. Man kann Atomkraft auf viele Arten ersetzen. ##

    Ja, man kann.

    ## Zudem ist Atomkraft global betrachtet eine eher zu vernachlässigende Größe – was den Nutzen anbelangt, aber nicht die Gefährdung!

    Heute werden weniger als 2,5% der Nutzenergie in Atomkraftwerkenproduziert, selbst beim Strom sind es lediglich knapp 13% mit weiter abnehmender Tendenz. ##

    Sag das mal den Franzosen — oder anders ausgedrückt: Was hilft es, wenn an manchen Gebieten lokal ein extrem hoher Anteil an nutzbarer Energie aus Atomkraftwerken erzeugt wird, und an anderer Stelle Atomkraft nicht vorhanden ist. Das ist ein Transportproblem oder ein Problem der Umstellung.

    ## Die Energieversorgung der Zukunft kann, muss und wird mit immer weniger Atomkraft auskommen, jeder weitere Atomunfall wird den unvermeidichen Niedergang, der ja schon vor mehreren Jahren eingesetzt hat, beschleunigen. ##

    Teilweise Einverstanden. Dieser Niedergang mag in Deutschland tatsächlich der Fall sein. Aber ich sehe diesen Niedergang in dieser Liste nicht so recht:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kernkraftwerke
    65 befinden sich in Bau … wenn das ein Niedergang ist?

    ## Jedes Gaskraftwerk in KWK-Technik erzeugt weniger CO2 als ein gleich großes Atomkraftwerk, speist man SNG ein, verbessert das die CO2-Bilanz weiter. ##

    Ich bin mir nicht sicher, ob du dich da nicht selbst anlügst. Verheizen von fossilen Brennstoffen (und dazu gehört auch Gas) ist langfristig ein genau so ein Eigentor wie die Abfallprodukte bei Kernenergie.

    Aber mir ging es nicht darum, die Kernenergie schön zu reden. Die hat einige Nachteile, sogar gewaltige Nachteile. Mir ging es darum, so manche vorschnelle Aktionen ins rechte Licht zu rücken. Keine der Alternativen ist gänzlich frei von Risiken und es bringt doch nichts, wenn ein Risiko ausgeschalten wird, dafür aber andere hinzukommen.

    Windenergie ist sicher eine nette Sache, momentan pustet der Wind hier ganz toll (richtiges Aprilwetter). Problem ist halt nur, dass der morgen vielleicht nicht mehr pustet. Also braucht man erstens Pufferspeicher und zweitens Transportmöglichkeiten. Zu den Transportmöglichkeiten ist hier ein aktuelles Interview:
    https://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/313493
    Ich will da nur einen Satz zitieren:
    ##
    Gebaut wurden in den letzten fünf Jahren nur 90 Kilometer neue Stromfernleitungen, …
    ##

    Das klingt nicht gerade ermutigend, oder?

    Zum Thema Pufferspeicher gibts ja auch nette Artikel:
    https://www.heise.de/tp/artikel/34/34475/5.html

    Auch nur ein Satz:
    ##
    Die in Abbildung 12 dargestellte Anlage hätte einen Durchmesser von 11,4 Kilometer und eine Ringwallhöhe von 215 Meter.
    ##
    11 Kilometer (die 400 Meter schenk ich mir) … wo in Deutschland gibt es einen “Kreis” von 11 Kilometern ohne Ortschaft? Schauen wir mal Garzweiler II an, Planungsbeginn war 1987, Betriebsbeginn 2006, siehe hier: https://www.netzeitung.de/wirtschaft/unternehmen/407359.html Die Fläche ist mit 66 km² vergleichbar (okay, halbe Fläche nur). Nur von diesen Ringwallspeichern braucht Deutschland nicht nur einen … in 30 Jahren ist das eine Alternative.

  • #51 Beobachter Juni 18, 2011

    @Georg

    Das ist eine Luege der Atomindustrie. Ausserdem wurde der Staudamm nur gebaut um ein Atomkraftwerk zu kuehlen. Es gibt auf der ganzen Nordhemisphaere eigentlich nur eine moegliche Art zu sterben und die benutzt Radioaktivitaet.

    Kann es sein dass deine Polemik hier das Fehlen von vernünftigen Argumenten kaschieren soll? Dass man auch durch Unfälle von Wasserkraftwerken sterben kann, bestreitet doch kein vernünftiger Menschen. Genauso kannst du von einem umfallenden Windrad erschlagen werden oder durch das heiße Wasser einer Geothermie-Anlage verbrüht werden. Die Frage ist, wie hoch ist das Risiko und wie hoch sind auch die wirtschaftlichen Schäden solcher Unfälle. Und zur Beantwortung dieser Frage hilft dir deine Polemik leider in keinster Weise weiter. Aber als Einstieg zum Nachdenken: Vergleiche doch mal einfach die wirtschaftlichen Schäden aller Wasserkraft-Unfälle und die der großen Nuklearunfälle (Tschernobyl, Fukushima, Majak, Harrisburg). Na, was war wohl schlimmer?

  • #52 Grundumsatz Juni 18, 2011

    Das ist eine Luege der Atomindustrie. Ausserdem wurde der Staudamm nur gebaut um ein Atomkraftwerk zu kuehlen.

    Tatsächlich wurde er zur Wasserversorgung gebaut.
  • #53 Grundumsatz Juni 18, 2011

    Wohl kaum: https://de.wikipedia.org/wiki/Vajont-Staumauer#Die_Katastrophe

    Beim nächsten mal einfach den ganzen Text lesen und vor allem auch verstehen. Die “Gefährlichkeit” von Wasserkraftwerken besteht darin, dass man die Leute nicht umsiedelt, obwohl das problemlos möglich wäre. Man baut quasi ein Schwimmbad ins Abklingbecken.
  • #54 axel Juni 18, 2011

    @ Karl

    “Tokyo Electric Power Company (Tepco) has released details of the arrangements for dealing with the mass 25,000 tonnes of water that has accumulated in the basement of the turbine building of unit 2 at the damaged nuclear power plant.”

    Heißt das, dass die darin enthaltenen 400 PBq nicht als freigesetzte Radioaktivität zählen?
    Falls doch, dann wären Georgs Zahlen zur freigesetzten Aktivität Makulatur.
    Selbst wenn: Ich habe das Gefühl, dass Georgs genannten 700 PBq nur den atmosphärisch “entsorgten” Anteil beschreibt und befürchte, dass weitaus größere Mengen ins Meer gelangten.

  • #55 roel Juni 18, 2011

    @Georg Hoffmann ” https://www.rikenresearch.riken.jp/ ” wo auf dieser Seite finde ich die Meßdaten?

  • #56 Georg Hoffmann Juni 18, 2011

    @roel
    Ich hatte die Daten von RIKEN schon ein paar mal gepostet (siehe den Keinohrhasen). Am Anfang war der Link immer auf der Startseite, jetzt muss man doch arg suchen.

    Hier: https://www.riken.go.jp/engn/r-world/topics/110314/monitoring.html

    @axel
    Ich habe die Fukushima Zahlen nur aus einem Presseartikel genommen, der sagt; Alles noch viel schlimmer als gedacht (Ueberraschung). Mein Eindruck war, die sprechen vom Gesamtausstoss mit Meer. Stimme dir aber zu, das dann das Wasser in den Behaeltern anscheinend nicht dabei sein kann. Ich such mal.

    @grundumsatz
    Sie sind ja bei den chinesischen Stauseen (auch nach meiner letzten Linksammlung zu Banquiao, die beweisst, dass es sich bei natuerlich um ein riesiges Wasserkraftwerk handelt) beratungsresistent. Dann sollte man es auch dabei dann belassen. Wir einigen uns darauf, uns nicht einigen zu koennen.
    Ich bleibe dabei. Es starben weltweit mehr Menschen an fuer Energieerzeugung genutzten Stauseen, an Kohlekraftwerken (von der Foerderung bis zu den Nebenschaeden), ja selbst an Gaskraftwerken (und zwar jedes einzelne dieser Energiesysteme) als an Tschernobyl+TMI+Fukushima zusammen undzwar inklusive Langzeitschaeden. Soweit dann mal.

    @beobachter
    “In Fukushima sieht das nicht anders aus. Allein für das Auffangen der Stromproduktion und der direkten Kosten am Reaktor hat Tepco 9 Mrd EUR Verlust gemacht, die japanische Regierung baut einen Fonds von 43 Mrd EUR zur Entschädigung von Opfern auf. ”

    Alles wie immer vor dem Kontext dieses Erdbebens. Sicher ist es schlimm dass momentan 3000 Menschen evakuiert wurden und noch mehr evakuiert werden. Das Erdbeben hat insgesamt 500.000 Menschen obdachtlos gemacht. Die koennen doch zurueckkehren? Theoretisch schon. Es wird nur aus allerlei Gruenden nicht bei allen passieren. ZB hat New Orleans ca 30% seiner Bevoelkerung verloren.

    “ergleiche doch mal einfach die wirtschaftlichen Schäden aller Wasserkraft-Unfälle und die der großen Nuklearunfälle (Tschernobyl, Fukushima, Majak, Harrisburg). Na, was war wohl schlimmer?”

    Gerne. In der Oekonomie (frag mich nicht warum) wird ein ?enschenleben auf 2 Millionen Dollar angelegt (Ich bin ein Fan von Freakonomics, da steht dazu was drin). Banquiao hat 26000 Menschen direkt getoetet und 110.000 durch Hunger und Seuchen. Sagen wir unter Freunden 140.000 Tote. Macht 280.000 Millionen Dollar = 280 Milliarden. Auch nicht schlecht. Allerdings ist Freakonomics amerikanisch und es kann natuerlich sein, dass Chinesen billiger sind.

  • #57 Beobachter Juni 18, 2011

    @Wurgl

    Aber ich sehe diesen Niedergang in dieser Liste nicht so recht:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kernkraftwerke
    65 befinden sich in Bau … wenn das ein Niedergang ist?

    Der Anteil der Kernkraft an der Stromerzeugung sinkt seit Jahren beständig, d.h. sie verliert immer mehr an Bedeutung. Auch die Gesamtmenge des durch Kernenergie erzeugten Stroms sinkt seit 2006 und das wird 2011 nochmals einen richtigen Knick nach unten kriegen. Siehe:
    https://img198.imageshack.us/img198/4747/nuclearpowerdevelopment.png

    Deweiteren: Nicht alles ist Gold was glänzt. Schau dir doch mal die Liste der Reaktoren die sich in Bau befinden genauer an. Davon sind 13 seit rund 30 Jahren “im Bau”, das sind Bauruinen. Wirklich gebaut wird an etwa 50 Reaktoren und diese werden über einen Zeitraum der nächsten etwa 10 Jahre ans Netz gehen.
    Das sagt aber erst mal gar nichts aus, denn in den nächsten Jahren werden ja auch diverse alte Reaktoren vom Netz gehen. Wenn man eine Laufzeit von 50 Jahren annimmt (wie die Schweiz z.B.) dann gehen in den nächsten 15 Jahren allein knapp 100 Reaktoren altersbedingt vom Netz. Und die “geburtenstarken” KKW-Jahrgänge der 80er Jahre kommen dann ja erst, d.h. die Situation wird danach nicht besser, sondern der Baubedarf wird sich drastisch erhöhen. Selbst unter Berücksichtigung der ganzen Bauvorhaben und einem ähnlichen Ausbau in Zukunft wird die Anzahl der Reaktoren deshalb abnehmen.

    Und währenddessen die Strommenge aus Kernenergie in den nächsten Jahren und Jahrzehnten so im besten Fall stagnieren wird, wächst der weltweite Strombedarf ja weiter. Der Anteil der Kernenergie wird immer weiter sinken und ihre Rolle im Energiemix so immer mehr an Bedeutung verlieren. Dieses Mär von der Renaissance der Atomkraft ist schlicht völlig an der Realität vorbei.

    vg,
    d.

  • #58 Grundumsatz Juni 18, 2011


    @grundumsatz
    Sie sind ja bei den chinesischen Stauseen (auch nach meiner letzten Linksammlung zu Banquiao, die beweisst, dass es sich bei natuerlich um ein riesiges Wasserkraftwerk handelt) beratungsresistent.

    Moi? Ich kann mich nicht daran erinnern, dich in dieser Hinsicht nochmal angesprochen zu haben. Eben weil _du_ beratungsresistent bist. Argumentativ hast du demzufolge auch jetzt nur einen Strohmann zu bieten, denn dass dort Strom aus Wasserkraft gewonnen wurde, bestreite ich nicht.

    Ich bestreite aber sehr wohl, dass der Staudamm zu diesem Zweck errichtet wurde. Denn das wurde er ganz eindeutig nicht. Er wurde in Folge der schweren Überschwemmungen 1949/1950 errichtet; eben um diese in Zukunft zu kontrollieren. Wer also die Opfer des Unglücks per se der Wasserkraft zurechnet, handelt bestenfalls unredlich.

    Ich bleibe dabei. Es starben weltweit mehr Menschen an fuer Energieerzeugung genutzten Stauseen[…]

    Warum ich diese Aufrechnung bei Wasserkraft für falsch halte, schrub ich schon mehrmals: Niemand wird gezwungen, im Einflussbereich eines möglicherweise havarierenden Wasserkraftwerks zu wohnen.
    Genau das ist der Unterschied zur Kernkraft und genau deswegen macht die Atomsekte diese Rechnung auf.

  • #59 Beobachter Juni 18, 2011

    @Georg

    Alles wie immer vor dem Kontext dieses Erdbebens. Sicher ist es schlimm dass momentan 3000 Menschen evakuiert wurden und noch mehr evakuiert werden.

    a) Die Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe sind wegen Fukushima, nicht wegen dem Erdbeben. Ich rede oben nur von den Kosten des Nuklearunfalls. Die hätte es mit einem Gaskraftwerk oder Regenerativen Energien in dieser Höhe nicht gegeben.

    b) 3000 Menschen evakuiert? Hallo? Die 20km Zone ist jetzt Sperrzone und komplett evaukuiert. Allein dort lebten 78.000 Menschen, hinzu kommen noch die tausenden die in der 30km Zone zwangsevakuiert worden oder der Aufforderung nach freiwilliger Evakuierung nachgekommen sind. Insgesamt sind daher weit mehr als 100.000 Menschen derzeit nur wegen des Atomunfalls evakuiert.
    https://www.nytimes.com/2011/05/02/world/asia/02japan.html?pagewanted=2&_r=1

    Banquiao hat 26000 Menschen direkt getoetet und 110.000 durch Hunger und Seuchen. Sagen wir unter Freunden 140.000 Tote. Macht 280.000 Millionen Dollar = 280 Milliarden.

    Ich redete von **Wasserkraft**. Der Banquiao-Staudämme waren – wenn du dich mal vernünftig informieren würdest – in erster Linie für die Hochwasserregulierung gebaut worden. Diese Dämme gäbe es also so oder so, selbst wenn du 100% deines Stroms aus Kernkraftwerken erzeugen würdest. Kernkraftwerke gäbe es aber nicht, wenn man den Strom anderweitig erzeugen würde. Deine Antwort ist also völlig an meiner Frage vorbei, nämlich wieviele Tote durch **Wasserkraft** verursacht wurden.

  • #60 Georg Hoffmann Juni 18, 2011

    @beobachter
    “Warum ich diese Aufrechnung bei Wasserkraft für falsch halte, schrub ich schon mehrmals: Niemand wird gezwungen, im Einflussbereich eines möglicherweise havarierenden Wasserkraftwerks zu wohnen. ”

    Und niemand gezwungen im Kohlekraftwerk zu arbeiten, niemand in Feinstaub verseuchten Staedten zu wohnen, niemand bei der Erdgasgewinnung zu arbeiten, niemand in diesem bloeden Tal zu wohnen und niemand Kohle bei offenen Feuern in Indien zu nutzen.

    Und daher sind diese 100.000ende von Toten irgendwie keine Konsequenz unseres Bemuehens, Energie zur Verfuegung zu stellen und die einzigen Opfer, die es jemals in der Energiebranche gegeben hat, sind die 7 Millionen Toten von Tschernobyl.

  • #61 Georg Hoffmann Juni 18, 2011

    @beobachter
    “Ich redete von **Wasserkraft**. Der Banquiao-Staudämme waren – wenn du dich mal vernünftig informieren würdest – in erster Linie für die Hochwasserregulierung gebaut worden.”
    Ach sicher doch. Der Staudamm wurde gebaut, um darauf Segelregatten abzuhalten. Und en passant wurden 18 GW Leistung produziert. Es handelt sich also um den groesten Segelunfall der Geschichte.

    Hier https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_hydroelectric_power_station_failures
    Das muss noch korrigiert werden.

  • #62 Georg Hoffmann Juni 18, 2011

    Ich hatte mal gelesen es waeren 30000 (eine Null fehlte so oder so). Anyhow, Fukushima ist fuer mich eine Konsequenz eines Erdbebens bei dem 35000 Menschen starben und 500000 ihre Haueser verloren. Und Fukushima ist (wenn alles so gut ausgeht wie es jetzt aussieht) bei weitem nicht die schlimmste Konsequenz. Das ist der Punkt.

  • #63 Beobachter Juni 19, 2011

    @Georg

    Dass der Damm auch zur Stromerzeugung genutzt wurde, bestreitet doch kein Mensch. Trotzdem wurde er in erster Linie zur Hochwasserregulierung gebaut:

    The Banqiao dam was begun in April 1951 on the Ru River with the help of Soviet consultants as part of a project to **control flooding** and to generate electricity. It was a **response to severe flooding** in the Huai River Basin in 1949 and 1950 [4].
    https://en.wikipedia.org/wiki/Banqiao_Dam

    Die Markierung der entsprechenden Stellen (**) im Text stammen von mir. Den Damm hätte man auch gebaut, selbst wenn man dort keine Elektrizität erzeugt hätte. Die Schäden durch Überschwemmungen waren einfach so immens, dass man einen Damm brauchte, um diese kontrollieren zu können. In den Fluten am Huai River 1931 und 1949/50 starben mehrere hunderttausend Menschen, manche Zahlen gehen sogar in die Millionen. Genau um solche immensen Fluten zu verhindern, wurde der Damm gebaut.

    Dass man – wenn man so einen Damm zwecks Hochwasserregulierung schon gebaut hat – dort noch den schönen Nebeneffekt der Stromerzeugung mitnimmt, ist wohl logisch. Aber auch wenn man dessen Elektrizität stattdessen mit AKWs erzeugt hätte, auch dann hätte es den Damm gegeben und auch das Unglück. Ein AKW gibt es jedoch ausschließlich zur Stromerzeugung, d.h. wenn man diesen Strom anderweitig erzeugt, *kann* es auch nicht zu einem Nuklearunfall kommen.

    Die Logik, die hinter diesem “bei-Staudämmen-gibts-auch-Unfälle” Zeugs steht, ist doch scheinbar, dass es bei einer Stromerzeugung durch AKW keine solchen Unfälle gäbe. Das ist aber ganz offensichtlich quatsch, denn die meisten Staudämme werden ohnehin zur Trinkwasserversorgung, Bewässerung oder Hochwasserregulierung benötigt. Man hat kein zusätzliches Risiko, wenn man diese Dämme dann auch zur Stromerzeugung nutzt. Würde man stattdessen AKWs errichten, dann hat man ein *zusätzliches* Risiko, und zwar wie man jetzt sieht kein unerhebliches.

    Wenn du das nicht nachvollziehen kannst, dann kann ich leider auch nichts mehr machen.

  • #64 Beobachter Juni 19, 2011

    Ich hatte mal gelesen es waeren 30000 (eine Null fehlte so oder so). Anyhow, Fukushima ist fuer mich eine Konsequenz eines Erdbebens bei dem 35000 Menschen starben und 500000 ihre Haueser verloren.

    Tolle Logik, dann ist ja alles in Butter. Wenn uns wegen einem Erdbeben oder einer Überflutung ein AKW um die Ohren fliegt, dann ist das halt so? Nein, ist es eben nicht, denn wenn man keine AKWs baut, können einem bei solchen Ereignissen auch keine um die Ohren fliegen. Genau dieses Risiko will eben in vielen Ländern der Großteil der Bevölkerung nicht mehr eingehen. In totalitären Staaten wird die Bevölkerung aber gar nicht gefragt, und deshalb ist dort ein Ausbau der Atomkraft auch viel einfacher. Aber das hast du ja schon vorhin in dem SZ-Artikel nicht verstanden.
  • #65 Günther Vennecke Juni 19, 2011

    @Wurgl,

    Aber ich sehe diesen Niedergang in dieser Liste nicht so recht:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kernkraftwerke
    65 befinden sich in Bau … wenn das ein Niedergang ist?

    Es ist in der Tat ein Niedergang. Bei 40 Jahren Laufzeit und rund 10 Jahren Bauzeit müssten ständig ca. 110 Anlagen im Bau sein, nur um den Bestand von ca. 440 AKWs zu halten. Sind es weniger, ist der Niedergang unausweichlich.

    Auf die übrigen Punkte hat Beobachter schon hingewiesen.

    Einfach mal hier informieren.

    Dann zeigt sich auch sehr eindrucksvoll, wie gering der Zubau in den letzten 20 Jahren gewesen ist: 4 – 5 Reaktoren pro Jahr und nur durchschnittlich 3 – 4 in den letzten 10 Jahren.

    Dabei quatschen die Atomfetischisten seit sehr langer Zeit von einer “Renaissance der Kernenergie”. Die lügen sich selbst was in die Tasche.

    Anderes Thema:

    Ich bin mir nicht sicher, ob du dich da nicht selbst anlügst. Verheizen von fossilen Brennstoffen (und dazu gehört auch Gas) ist langfristig ein genau so ein Eigentor wie die Abfallprodukte bei Kernenergie.

    Ein Gaskraftwerk in KWK-Technik spart anderenorts Heizwärme ein, die sonst durch Öl oder Gas, verienzelt auch Kohle erzeugt werden würde. Das verbessert die CO2-Bilanz enorm. Mittel- bis langfristig kann in solchen Gaskraftwerken natürlich SNG (synthetic natural gas) verwendet werden, das aus den Überschüssen bei Solar- und WIndstrom gewonnen wird. Dann tendiert der CO2-Ausstoß gegen null, während er bei den Atomkraftwerken wegen der Ausbeutung immer ärmerer Uranerze notwendigerweise ansteigt.

  • #66 Georg Hoffmann Juni 19, 2011

    @Beobachter
    “Wenn du das nicht nachvollziehen kannst, dann kann ich leider auch nichts mehr machen.”
    Nein, das kannst du nicht.
    Ob dieser Stausee auch zum Segeln benutzt wurde ist voellig irrelevant. Es war ein riesieges Kraftwerk, das einen Unfall hatte.
    Ein Kernkraftwerk wird ja vielleicht auch noch dazu benutzt waffenfaehiges Plutonium herzustellen. Trotzdem handelt es sich nicht um einen Unfall in einer Waffenfabrik sondern um einen in einem Kraftwerk und darum vergleichen wir jetzt Risiken bei der ENergieerzeugung in China. Punkt.

    Kohle
    1990-1995
    816 schwere Unfaelle mit 11321 Tote
    geschaetzte 6000 Tote pro Jahr in kleineren Unfaellen in den Minen
    jeder dritte Industrieunfall in China hat mit Kohle zu tun

    Oel
    1969-1999
    32 schwere Unfaelle, 613 Tote

    Hydro Power
    1950-1990
    3241 Unfaelle mit 9937 Toten ohne Banqiao
    riesige Dunkelziffer

    Nuclear Power
    Beim Anstreichen des Trafogebaeudes ist eine Leiter umgekippt

    Sie haben die Summe X zur Verfuegung und sind chinesischer Ministerpraesident
    Wo wuerde sie zuerst Verbesserungen durchfuehren?

    Klar, die Kernkraftwerke muessen durch Kohle ersetzt werden. Das liegt doch auf der Hand.

  • #67 Dr. Webbaer Juni 19, 2011

    Na!, wenn diese Aufrechnung von Opferzahlen nicht mal zynisch ist und das Böse in Ihnen belegt! – Wie kann ein Mensch mit so klaren, verständlichen und explizit nicht totalitären Ansichten zum Klimaschutz anderweitig, also beim Thema Atom, nur so zynisch unterwegs sein!

    MFG
    Dr. Webbaer


  • Info: https://scienceblogs.de/primaklima/2011/06/17/25-jahre-tschernobyl-strahlungsbilanz-und-vergleich-mit-fukushima

    27.12.2022

    RNZ-Forum: Gabriele Krone-Schmalz im Gespräch über die Ukraine und Russland

    youtube.com, vom 15.12.2022 HEIDELBERG

    Gabriele Krone-Schmalz ist eine profunde Russland-Expertin, lebte viele Jahre in Moskau, von wo aus sie für die ARD berichtete, und steht auch in Zeiten des Ukraine-Krieges für unbequeme Positionen. Beim RNZ-Forum im Heidelberger Theater am 14. Dezember 2022 sprach sie mit RNZ(Rhein-Neckar-Zeitung)-Chefredakteur Klaus Welzel über ihr Leben, ihre Arbeit und natürlich über Russland und dessen Angriff auf die Ukraine. Ihre Analyse umfasst dabei auch die Rolle von USA und Nato.


    Video https://www.youtube.com/watch?v=d8c_kWsRBJA Dauer 1:34:58 h


    00:00 Intro

    00:58 Protest gegen das Forum

    01:47 Rechtfertigung der Veranstaltung

    05:20 Vita von Gabriela Krone-Schmalz

    05:40 Jugend am "Eisernen Vorhang"

    07:13 Geprägt durch den Vater, den Konzertmeister

    08:10 Osteuropäische Kultur in der Kindheit

    10:00 Auf dem Mädchengymnasium in Köln

    11:23 Engagiert gegen Unrecht in der 68er-Zeit

    13:21 Erste Zeit in der UdSSR

    16:25 Dissertation über "Widersprüche" und Klischeebildung

    19:47 Erste Erfahrungen und Volontariat beim WDR

    23:22 Titelgeschichte in der "Hör Zu"

    23:43 Korrespondentin in Moskau

    24:37 Zusammenarbeit mit Gerd Ruge

    27:29 Erstes "West"-Interview mit Gorbatschow

    28:50 Gorbatschow zur Frage der NATO-Osterweiterung

    30:00 Sollen Journalisten Politik machen?

    32:52 Journalistische "Haltung": Menschen auf den richtigen Weg führen

    35:04 Arbeit in New York

    37:31 Arbeit in Moskau

    39:04 Klage gegen WDR wegen schlechterer Bezahlung als Frau

    40:23 Woher kommt ihre Frisur?

    42:12 Begegnungen mit Wladimir Putin beim Petersburger Dialog

    44:31 Wie privat dürfen Journalisten und Politiker werden?

    46:10 Journalisten sollten keine Parteimitglieder sein

    48:06 Auf Putins Ablösung zu warten ist "naiv"

    50:05 Werden ihre alten Bücher aktualisiert?

    52:06 (Keine) Annexion der Krim

    55:26 Würden Sie Ihre Bücher heute nochmal so schreiben?

    57:27 Putin und die "Föderalisierung" der Ukraine

    58:35 "Dezentralisierung hätte Krieg verhindert" / Verhandlungen

    59:42 Alle Kriege sind barbarisch

    1:00:40 Heuchelei über Kriege / Messen mit zweierlei Maß

    1:02:48 Will Putin die Vernichtung der Ukraine?

    1:04:28 Politische Kunst vs. Waffen liefern

    1:05:23 Was meint Putin wirklich?

    1:06:26 Westen wies Putins Avancen zurück

    1:09:17 Ein "Hilferuf" Putins? / Was war der Kriegsgrund?

    1:11:01 Was war der Beitrag des Westens zum Krieg? Wie kann es Frieden geben?

    1:13:02 Russlands Zivilgesellschaft stärken

    1:14:29 Schwacher Anti-Kriegs-Protest in Russland

    1:15:29 Wie schwach ist Putin?

    1:17:25 Wann kommen Friedensverhandlungen?

    1:20:01 Heißer Draht zwischen Moskau und Washington?

    1:20:51 Ukrainische Informationsquellen hinterfragen

    1:22:07 Mehr Berichte aus der Ost-Ukraine

    1:24:13 "Es rechtfertigt nichts" vs. Krieg beenden

    1:24:54 Waffenstillstand / neutrale Ukraine / Autonomie / Krim

    1:27:26 Anderer Umgang - Russland und China

    1:29:09 Russland, der Underdog

    1:30:04 Russlands Fehler kommen überall vor, nur die andere Seite nicht

    1:30:58 Wie gehen Sie mit der Kritik um?

    1:32:18 Schreiben Sie ein neues Buch?

    1:32:32 Machen Sie bald einen Youtube-Kanal?

    1:33:36 Danksagung


    Info:  https://www.youtube.com/watch?v=d8c_kWsRBJA


    unser Kommentar: Gabriele Krone-Schmalz ist eher noch zurückhaltend beim Einbeziehen notwendiger Kritik am Westen, deren Anerkennung als Voraussetzungen für Lösung des Konflikts gelten müssen.

    27.12.2022

    Hollywood und seine nützlichen Idioten: Propaganda für den Krieg in der Ukraine, Big Pharma und jede andere globalistische Agenda

    globalresearch.ca, 27. Dezember 2022, Von Timothy Alexander Guzman


    Region:

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    Alistair Cooke, ein in Großbritannien geborener Schriftsteller, der zu Beginn seiner Karriere BBC-Filmkritiker wurde und hauptsächlich in den Vereinigten Staaten als Journalist, Fernsehpersönlichkeit und Radiosender arbeitete, hatte seine ehrliche Sichtweise auf Hollywoods Filmindustrie zum Ausdruck gebracht, als er das sagte

    „Ich glaube, dass Hollywood die effektivste und katastrophalste Propagandafabrik ist, die es je in der Geschichte der Menschheit gegeben hat.“


    Seit dem Zweiten Weltkrieg ist Hollywood eines der wichtigsten Propagandainstrumente für globalistische Agenden. Es begann mit US-Präsident Franklin D. Roosevelt, der von Juni 1942 bis September 1945 das US Office of War Information (OWI) gründete, dessen Aufgabe es war, Zeitungen, Radiosendungen, Hollywood-Filme und alle anderen Formen von Medien zu regulieren, um die Öffentlichkeit in dem Bemühen, Unterstützung für Amerikas Beteiligung am Krieg zu gewinnen.


    Das OWI startete eine globale Propagandakampagne, die Überarbeitungen in Zusammenarbeit mit Hollywood-Produzenten beaufsichtigte, und zeitweise sogar Drehbücher ablehnte, die die USA als negative Kraft auf der Weltbühne darstellten. Die Hauptaufgabe des OWI bestand darin, jeden Film mit Antikriegsmaterial abzulehnen.


    Es gab auch das Bureau of Motion Pictures (BMP), eine Abteilung des OWI, die mit Hollywood-Führungskräften zusammenarbeitete, um zu entscheiden, welche Filme den Kriegsanstrengungen zugute kommen könnten, zum Beispiel genehmigte es mehrere Filme mit antijapanischer Propaganda, so ähnlich Heutige Anti-Russland-Propaganda findet man in vielen Hollywood-Filmen. In den letzten 20 Jahren ist die Hollywood-Propaganda mit Hilfe ihrer Hollywood-Prominenten, die zu Sprachrohren globalistischer Agenden geworden sind, sogar noch schlimmer geworden. Nennen wir sie also als das, was sie wirklich sind: „Nützliche Idioten“.


    Es ist erstaunlich, dass viele Hollywood-Prominente in den letzten Jahrzehnten zu selbsternannten Experten und Sprechern für US-Kriege, Big Pharma, Klimawandel und andere globalistische Agenden geworden sind.


    Hollywood-Prominente verdienen ihren Lebensunterhalt mit Schauspielern und Singen, tragen teure Markenkleidung und nutzen in einigen Fällen ihre Kinder aus, um Teil der neuen Wachkultur zu werden.


    Die sogenannten „Hollywood-Aktivisten“ wie George Clooney , U2-Leadsänger Bono und der Rest von ihnen sind falsch, wie sie nur sein können.


    Fairerweise muss jedoch gesagt werden, dass es eine Handvoll Prominenter gibt, die in keiner Weise in diese Kategorie fallen, darunter Mel Gibson, der unverblümte Kritiker in Hollywood, der Komiker und Schauspieler George Carlin (RIP), Marlon Brando, John Lennon (RIP) und eine Handvoll andere.


    Wenn es um die israelische Besatzung und den Völkermord an den Palästinensern geht, kommen einem Javier Bardem, Penelope Cruz , der Singer-Songwriter und Komponist Roger Waters, Natalie Portman und die Schauspielerin Vanessa Redgrave in den Sinn. 1978 gewann Vanessa Redgrave einen Oscar als beste Nebendarstellerin in dem Film „Julia“, der bei den 50. Academy Awards eine Dankesrede hielt, in der sie Israels Krieg gegen die Palästinenser anprangerte. Redgrave sagte, dass „ein kleiner Haufen zionistischer Ganoven, deren Verhalten eine Beleidigung des Ansehens der Juden auf der ganzen Welt darstellt“.  Die britische Schauspielerin hatte in der Vergangenheit behauptet, dass die rechtsextreme Jewish Defence League sie wegen der Produktion des Dokumentarfilms  „The Palästinenser“ von 1977 ins Visier genommen habe.


    Die meisten Hollywood-Prominenten, die sich an die Linie halten, werden alles tun und sagen, um in der Film- und Fernsehbranche relevant zu bleiben, also folgen sie auch den Erzählungen der Mainstream-Medien oder hören auf ihre Hollywood-Chefs, oder vielleicht sind sie nur dumme Individuen, fragen Sie einfach offen Schauspieler und Komiker Ricky Gervais , der 2020 einen ikonischen Eröffnungsmonolog bei der Golden Globe-Preisverleihung hatte, der für die Ewigkeit in Erinnerung bleiben wird:


    Wenn Sie also heute Abend einen Preis gewinnen, nutzen Sie ihn nicht als Plattform für eine politische Rede. Sie sind nicht in der Position, die Öffentlichkeit über irgendetwas zu belehren. Sie wissen nichts über die reale Welt. Die meisten von Ihnen haben weniger Zeit in der Schule verbracht als Greta Thunberg.


    Also, wenn du gewinnst, komm hoch, nimm deinen kleinen Preis entgegen, danke deinem Agenten und deinem Gott und verpiss dich, OK? Es ist schon drei Stunden lang. Richtig, machen wir den ersten Award

    Kulturimperialismus und Wahrnehmungsmanagement: Wie Hollywood US-Kriegsverbrechen verbirgt


    Sean Penn und Ben Stiller: Krieg gegen Russland

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    Obwohl talentiert, sind Sean Penn und Ben Stiller zwei der „idiotischsten“ Schauspieler Hollywoods, wenn es um den Krieg in der Ukraine geht. Letzten Monat besuchte Sean Penn kürzlich den ukrainischen Präsidenten Volodymyr Selenskyj und verlieh ihm seinen Oscar, während Zelensky Penn den Verdienstorden verlieh, weil er „alles tut, um uns zu helfen, internationale Unterstützung zu sammeln“ , so Reuters .


    In dem Artikel „Sean Penn besucht Selenskyj in der Ukraine, verleiht ihm einen Oscar“ heißt es: „Hollywood-Schauspieler und -Regisseur Sean Penn, der von Russland sanktioniert wurde, weil er den Krieg in der Ukraine kritisierte, verlieh seine Oscar-Statuette dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj während eines Besuchs in Kiew am Dienstag .“


    Der andere Schauspieler ist Ben Stiller, der in Zoolander und vielen anderen Filmen ein Model spielte und Zelensky seinen Helden nannte. Laut NBC News „trifft sich Ben Stiller mit Selenskyj in Kiew und sagt dem ukrainischen Führer : „Du bist mein Held“ hat das gesagt


    „Der Comedy-Star lobte den  ukrainischen Präsidenten  – selbst ein ehemaliger Komiker und Schauspieler – während des Treffens als Helden und sagte zu ihm: „Du bist unglaublich“ und „es ist eine große Ehre für mich“, Stiller, der zum UNHCR ernannt wurde Goodwill-Botschafter im Juli 2018, sagte in einer Videoaufzeichnung des Treffens. „Es ist wirklich wunderbar, du bist mein Held. Du bist wunderbar."  Also springt Stiller wie die meisten seiner Hollywood-Freunde auf den Zelensky-Zug auf, um dem westlichen Narrativ zu helfen, dass es beim Krieg in der Ukraine um „Freiheit und Demokratie“ geht.


    Aber ich möchte auf Sean Penn und seine unglaubliche Heuchelei zurückkommen, wenn es um US-Kriege und Regimewechsel geht. Im Jahr 2011 gaben US-Präsident Barack Obama und Hillary Clinton den US-Streitkräften und der NATO grünes Licht, um den libyschen Präsidenten Muammar Gaddafi von der Macht zu entfernen, wodurch Libyen zerstört wurde. Hier ist das Interview mit Sean Penn auf CNN über seine Behauptung, es sei alles Gaddafis Schuld:


    Offensichtlich wurde der Krieg gegen Libyen von der Demokratischen Partei geführt, also war er für Penn gerechtfertigt. Hier ist Sean Penn, der am 15. Dezember 2002 die Bush-Administration zu Massenvernichtungswaffen im Irak befragt. Der Krieg gegen den Irak war im Grunde eine Angelegenheit der Republikanischen Partei unter den Bush-Neokonservativen (klicken Sie auf das Bild unten, um das Video anzusehen):

     

    Sean Penns Heuchelei ist eindeutig umwerfend. Er ist ein totaler Propagandist für die US-Kriegsmaschinerie. Obwohl Sean Penn Venezuelas Revolution und andere Ursachen wie das Erdbeben in Haiti im Jahr 2010 unterstützt hat, wo er die J/P Haitian Relief Organization  gründete , die ein Zeltlager mit 55.000 Personen für die Opfer des Erdbebens betrieb, ist er immer noch ein Sprachrohr der Demokratischen Partei und jede Regimewechseloperation, die sie für notwendig halten, also ist es fair zu sagen, dass sowohl Sean Penn als auch Ben Stiller nützliche Idioten sind.


    Prominente, die stolz ihre Covid-19-Impfstoffe erhalten haben

    Ich werde mich nicht mit dem globalen Lockdown und den Gefahren des Covid-19-Impfstoffs und der lächerlichen Durchsetzung des Tragens von Gesichtsmasken oder sozialen Distanzierungsregeln befassen. Hier sind also, was mehrere Prominente auf Instagram und Twitter gepostet haben, nachdem sie ihre Impfungen erhalten hatten:

    Lady Gaga:


    „Doppelt geimpft + geboostet … trage nicht immer noch eine Maske, das ist ansteckend ,

    Amerika Ferrara:


    „Gestärkt für die Feiertage! Dankbar für das Wunder der Wissenschaft und Medizin, das es mir ermöglicht, dieses Jahr sicher bei meinen Lieben zu sein

    Bernstein gehört:


     „Hat jemand ‚Impfkönigin‘ gesagt?!


    Sean Penn (Keine Überraschung hier!):


    "Ich bin ein glücklicher Mann. Ich habe das Glück, mit dem @LAFD und unseren großartigen @CoreResponse-Mitarbeitern an vorderster Front zusammenzuarbeiten, unseren Partnern bei Carbon Health, USC und Curative Lab“, twitterte er. „Wir testen und impfen Tausende pro Tag. Wir brauchen Ihre Unterstützung, um mehr Menschen glücklich zu machen. Senden Sie eine SMS an CORE an 707070, um zu spenden.“


    *Anmerkung: Sean Penn wurde von Yahoo Entertainment interviewt und sagte, dass „ich persönlich fest davon überzeugt bin, dass diese [Impfstoffe] nichts anderes sind, als dass jeder in der Lage ist, 100 Meilen pro Stunde in einem Auto zu fahren“ , fuhr er fort: „ Das ist einer davon die Dinge, die obligatorisch sein sollten. Das bekommen wir alle mit der Ausnahme – den sehr wenigen Ausnahmen – für die Menschen, die es aus welchen medizinischen Gründen auch immer ausgleichen könnten, aber ich denke, dass Impfungen obligatorisch sein müssen, und ich denke, dass dieses Geschäft – alle Unternehmen, der Film Unternehmen, alle Unternehmen – müssen vorangehen und im Umgang mit ihren Tarifvertragspartnern nicht so zaghaft sein.“

    Arnold Schwarzenegger:


    „In Ordnung, ich habe gerade meinen Impfstoff bekommen, und ich würde ihn jedem und jedem empfehlen, kommen Sie mit mir, wenn Sie leben wollen.“


    Trotz aller Beweise, dass die Covid-19-Impfstoffe gefährlich sind und das Tragen einer Gesichtsmaske oder sozialer Distanzierung nicht funktionieren, komme ich zu dem Schluss, dass diese Hollywood-Prominenten entweder von den Mainstream-Medien einer Gehirnwäsche unterzogen werden oder nur den Lügen von Anthony folgen Fauci, der während der Covid-19-„Pandemie“ zum Promi-Status erhoben wurde.


    Diese Leute sind keine Vorbilder, sie folgen nur dem, was das medizinische Establishment der Öffentlichkeit verordnet hat. Sie propagieren die Öffentlichkeit, um Covid-19-Killerschüsse zu machen, was zeigt, dass niemand auf diese Leute hören sollte. Sobald Sie die MRNA-Technologie in Ihren Körper injizieren, ist sie für immer, dauerhaft und Sie können sie nicht entgiften, um sie loszuwerden. Mit anderen Worten: Hören Sie nicht auf diese Dummköpfe.


    Die Wahrheit über Hollywood

    Es besteht kein Zweifel, dass Hollywood in der Vergangenheit gute Filme produziert hat, aber das Hollywood von heute sollte sich darauf konzentrieren, bessere Filme und Fernsehsendungen zu produzieren, da die meisten ihrer Filme nur zu Propagandazwecken gemacht werden. Tatsächlich haben viele Filme heute keine Originalität, besser noch, es sollte ein alternatives Hollywood geben, das Filme ohne jede Form von Propaganda produziert, die es wert sind, gesehen zu werden.


    Sie können Filme produzieren, die uns wahre Geschichten aus der ganzen Welt erzählen, wie Geschichten, die aus dem palästinensischen Kampf stammen oder was in bestimmten Teilen Afrikas passiert, wie in dem Hollywood-Film „Blood Diamond“ mit Leonardo DiCaprio und Djimon Hounsou, der erzählt Geschichte über die Diamantindustrie und ihre Auswirkungen auf die afrikanische Bevölkerung. Stattdessen produzieren sie Propagandafilme über den Kampf des US-Militärs  für die Demokratie oder zahlreiche Filme über den jüdischen Holocaust. Wann haben Sie das letzte Mal einen Film gesehen, der auf dem Völkermord an einem Indianerstamm auf dem nordamerikanischen Kontinent basiert?


    Hollywood ist jedoch ziemlich gut darin, Filme zu produzieren, die verschiedene Nationalitäten und Kulturen verletzen. Wie wir alle wissen , wer Hollywood wirklich leitet , heißt ein Dokumentarfilm, der einige der anstößigsten Filme zeigt, die auf der muslimischen Welt basieren

    „Reel Bad Arabs: Wie Hollywood ein Volk diffamiert“ von Dr. Jack Shaheen.


    Hollywood und seine nützlichen idiotischen Prominenten sind Propagandisten, die den Krieg in der Ukraine, die Covid-19-Impfstoffe und andere globalistische Agenden unterstützen, einschließlich des vom Weltwirtschaftsforum empfohlenen Konzepts , Käfer zu essen . Die Quintessenz ist, dass Hollywood und seine nützlichen idiotischen Prominenten ein Haufen Clowns sind, die nicht ernst genommen werden sollten, also warum Menschen auf der ganzen Welt diese Leute überhaupt vergöttern, ist mir schleierhaft.

    *

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    Timothy Alexander Guzman schreibt auf seiner eigenen Blogseite Silent Crow News, wo dieser Artikel ursprünglich veröffentlicht wurde . Er schreibt regelmäßig Beiträge für Global Research.

    Alle Bilder in diesem Artikel stammen von SCN


    Die ursprüngliche Quelle dieses Artikels ist Global Research

    Copyright © Timothy Alexander Guzman , Global Research, 2022


    Info: https://www.globalresearch.ca/hollywood-its-useful-idiots-propaganda-war-ukraine-big-pharma-every-other-globalist-agenda/5803138


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    27.12.2022

    Ehemaliger Reagan-Berater kritisiert Russlands Umsicht: "Putin muss entschlossen handeln"

      meinungsfreiheit.rtde.life, 27 Dez. 2022 15:42 Uhr

      Einer der wichtigsten US-amerikanischen Strategen der Endphase des Kalten Krieges und langjähriger Reagan-Berater, Paul C. Roberts, zeigt sich in seinen neuesten Publikationen besorgt über die Gefahr eines Atomkrieges. Die russische Zurückhaltung in der Ukraine locke den Westen zu einer abenteuerlichen Überschreitung russischer roter Linien

      .

    Ehemaliger Reagan-Berater kritisiert Russlands Umsicht: "Putin muss entschlossen handeln"


    Quelle: AFP © MIKE SARGENT / AF


    Damals gelang es, einen nuklearen Krieg zu verhindern: Michail Gorbatschow, Ronald Reagan und George Bush (von links nach rechts) am 7.12.1988





    Russland muss in der Ukraine siegen, um einen Atomkrieg zu vermeiden. Diese Auffassung vertritt Paul Craig Roberts, ein ehemaliger Mitarbeiter des Weißen Hauses während der Präsidentschaft von Ronald Reagan.

    "Ja, mir ist es lieber, Russland gewinnt den Krieg, als dass der Konflikt zu einem Atomkrieg eskaliert. Bis vor kurzem war die Ukraine jahrhundertelang ein Teil Russlands. Im 20. Jahrhundert schloss die sowjetische Führung Teile Russlands an ihre ukrainische Provinz an. Diese Russen litten unter dem von Washington 2014 errichteten Neonazi-Regime, gründeten unabhängige Republiken und baten um ihre Rückkehr nach Russland. Diese legitime Forderung ist kein Grund für einen Atomkrieg", schrieb Roberts auf seiner Webseite.

    Wenn die USA und die NATO Putin weiterhin in die Enge treiben, müsse er handeln. Diese Auffassung wiederholte Roberts auch in mehreren im Dezember in US-amerikanischen Medien veröffentlichten Interviews. In einem Interview für die Plattform The UNZ-Review antwortete er auf die Frage, ob er tatsächlich der Meinung sei, dass der russische Präsident Wladimir Putin aktiver und massiver in dem Krieg in der Ukraine hätte vorgehen müssen: 

    "Ja, Sie haben meinen Standpunkt richtig wiedergegeben. (...) In meinen Artikeln verteidige ich die Wahrheit, nicht Putin, obwohl Putin meiner Meinung nach der ehrlichste und vielleicht naivste Spieler in dem derzeitigen Spiel ist, das in einem nuklearen Armageddon enden könnte. Mein Ziel ist es, ein nukleares Armageddon zu verhindern, und nicht, Partei zu ergreifen. (...) Putin ist ein guter Führer, ein Mensch, vielleicht zu menschlich für das Böse, dem er gegenübersteht. (...) Putin nimmt Provokationen in Kauf, obwohl er rote Linien erklärt hat, setzt er sie nicht durch. Folglich werden seine roten Linien nicht geglaubt. (...) Irgendwann wird es eine Provokation geben, die zu viel ist."

    Eine Wolke trägt Regen: Der Kapitalismus wird sich Russland schnappen oder untergehen




    Meinung

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    Putins Ziel, zeigt sich Robert in dem Interview überzeugt, war es, einen Krieg zu vermeiden. Sein begrenztes militärisches Ziel in der Ukraine sei es gewesen, die ukrainischen Streitkräfte aus dem Donbass zu vertreiben. Die so in den Zielen begrenzte Operation habe die ukrainische Kriegsinfrastruktur intakt gelassen, so dass die Ukraine bald in der Lage war, moderne Waffen aus dem Westen zu erhalten und einzusetzen und so den russischen Rückzug auf leichter zu verteidigende Linien zu erzwingen. Die ukrainischen Offensiven hätten, fährt Roberts fort, den Westen davon überzeugt, dass Russland besiegt werden kann. Die britische Presse verkündete bereits, dass die ukrainische Armee bis Weihnachten auf der Krim sein würde.


    Was Russland eigentlich brauchte, war ein schneller Sieg, um der unmissverständlich klar zu machen, dass Russland durchsetzbare rote Linien hatte. Roberts ist sicher: Eine Demonstration russischer Militärgewalt hätte alle Provokationen gestoppt:

    "Der dekadente Westen hätte (in einem solchen Fall) gelernt, dass er den Bären in Ruhe lassen muss. Stattdessen verschwendete der Kreml, der den Westen falsch einschätzte, acht Jahre mit dem Minsker Abkommen, das die frühere deutsche Bundeskanzlerin Merkel als Täuschungsmanöver bezeichnete, das Russland vom Handeln abzuhalten bezweckte. (...) Putin stimmt mir jetzt zu, dass es sein Fehler war, nicht im Donbass zu intervenieren, bevor die USA eine (effektive) ukrainische Armee aufstellten."

    Putin habe, fasst Roberts zusammen, den Westen falsch verstanden. Er glaube immer noch, der Westen habe in seiner "Führung" vernünftige Leute, mit denen er verhandeln kann. Putin, rät der Reagen-Berater, "sollte mal die Wolfowitz-Doktrin lesen". Wache Putin nicht bald auf, stehe das Armageddon vor der Tür, es sei denn, Russland ergibt sich.


    Pepe Escobar: Artjomowsk – der NATO-verordnete "Fleischwolf"





    Meinung

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    Bei Annäherung an einen Krieg sei Vorsicht geboten und richtig, fährt Roberts mit seiner Kritik fort. Wenn der Krieg aber begonnen hat, muss er schnell gewonnen werden, entschlossenes und schnelles Handeln habe dann Priorität. Putins Vorsicht verzögerte die russische Rettung des Donbass um acht Jahre, in denen Washington die ukrainische Armee aufbaute, schulte und ausrüstete. Dadurch verwandelte sich das, was 2014 "wie im Falle der Krim eine einfache Rettung gewesen wäre", in den aktuellen Krieg, der bereits fast ein Jahr dauert. Putins Zurückhaltung bei der Kriegsführung habe Washington und den westlichen Medien "reichlich Zeit gegeben, ein für Putin ungünstiges Narrativ zu schaffen und zu kontrollieren und den Krieg unter direkter Beteiligung der USA und der NATO auszuweiten". Der Krieg hat sich zu direkten Angriffen auf Russland selbst ausgeweitet.


    Infolge des zögerlichen und zurückhaltenden Vorgehens verliere Russland auch seine potentiellen Verbündeten, so Robert: 

    "China und Indien, die beiden bevölkerungsreichsten Länder, haben Washingtons wahllose Gewaltanwendung miterlebt, ohne dass dies innenpolitische oder internationale Konsequenzen für Washington gehabt hätte. Sie wollen sich nicht mit einem schwachbrüstigen Russland verbünden."

    Putin brauche keine Raketen auf Polen, Deutschland, das Vereinigte Königreich oder die USA zu schicken. Alles, was Putin tun müsse, sei, die ukrainische Infrastruktur lahmzulegen, damit die Ukraine trotz westlicher Hilfe den Krieg nicht fortsetzen kann. Putin fange zwar an, dies zu tun, gehe aber dabei nach wie vor viel zu vorsichtig und umsichtig vor. Ob Russland jetzt noch einen Sieg erzielen könne, wisse er nicht, sagt Roberts: 

    "Wir wissen nicht, ob es einen russischen Sieg geben wird. Die vorsichtige Art und Weise, in der Putin argumentiert und handelt, wird Russland wahrscheinlich einen Sieg verwehren. Stattdessen könnte es eine ausgehandelte entmilitarisierte Zone geben, und der Konflikt wird (jahrzehntelang) auf kleiner Flamme köcheln, so wie der ungelöste Konflikt in Korea."

    Chinas Außenamt: USA müssen aufhören, NATO für Aufrechterhaltung ihrer Hegemonie einzusetzen




    Chinas Außenamt: USA müssen aufhören, NATO für Aufrechterhaltung ihrer Hegemonie einzusetzen






    Der 1939 geborene Paul Craig Roberts gilt als einer der renommiertesten amerikanischen Strategen des Kalten Krieges. Er hat an der Ausarbeitung der Strategie der USA auf vielfache Weise mitgewirkt: Als Redakteur des Wall Street Journal, als Inhaber eines Stiftungslehrstuhls im Center for Strategic and International Studies an der Georgetown University war, wo er unter anderem mit Henry Kissinger, Zbigniew Brzezinski und James Schlesinger, Verteidigungsminister und CIA-Direktor, zusammenarbeitete. Roberts war langjähriges Mitglied des Cold War Committee und Mitglied eines geheimen Beratergremiums, zu dessen Befugnissen gehörte, den Widerstand der CIA gegen den Plan von Präsident Reagan zur Beendigung des Kalten Krieges zu untersuchen. Heute sagt er: 

    "Ich war am Kalten Krieg des 20. Jahrhunderts beteiligt. Ich habe Präsident Reagan geholfen, ihn zu beenden. Die Situation war noch nie so gefährlich wie jetzt."

    Mehr zum Thema - Jetzt hat Putin verstanden, was der Westen wirklich will


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
    Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
    Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

    Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/157240-ehemaliger-reagan-berater-kritisiert-russlands


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    27.12.2022

    Russlands Operation : minimale zivile Opfer

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 27. Dezember 2022, 18:57 Uhr


    http://infobrics.org/post/37402

    26.12.2022


    *Russland führt Operation mit minimalen zivilen Opfern durch


    */Von Lucas Leiroz, Sozialwissenschaftler an der Universidad Federal

    Rural von Rio de Janeiro.


    /Westlichen Medien zufolge ist der Konflikt in der Ukraine durch

    wahllose Gewalt seitens der russischen Streitkräfte gegen ukrainische

    Bürger gekennzeichnet, bei der sowohl Soldaten als auch Zivilisten zu

    Tode kommen. Konkrete Daten kommen jedoch zu einem ganz anderen Schluss.

    Eine kürzlich durchgeführte Untersuchung ergab, dass der

    Ukraine-Konflikt seit Februar zu jenen Konflikten gehört, die die

    niedrigsten zivilen Opferzahlen in der Geschichte der Kriege aufweisen.

    Diese wichtigen Daten zeigen, wie die russischen Streitkräfte ihre

    Spezialoperation tatsächlich durchgeführt haben.


    Die Daten wurden am 21. Dezember von der Agentur Statista

    veröffentlicht. Das Institut analysierte Informationen des Büros des

    Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) und

    stellte fest, dass bis zum 18. Dezember 6.826 Zivilisten in der Ukraine

    starben, davon 428 Kinder. Darüber hinaus wurden 10.769 Zivilisten

    verletzt, davon 790 Kinder. Die Agentur verzichtete auf eine Analyse der

    Daten zu den militärischen Opfern, da sie es für unmöglich hielt, in

    dieser Zeit intensiver Kämpfe und stark widersprüchlicher Darstellungen

    schlüssige Informationen zu ermitteln.


    Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass sich die Angaben auf das

    beziehen, was der Westen gemeinhin als "Ukraine-Krieg" bezeichnet, der

    angeblich am 24. Februar 2022 begonnen hat. Diese zeitliche Abgrenzung

    ist schlichtweg falsch, da in der Ukraine bereits seit 2014 ein

    Bürgerkrieg herrschte und der Februar 2022 lediglich das Datum der

    russischen Intervention in den Konflikt und nicht der "Beginn" eines

    neuen Krieges ist. Zuvor waren bereits Zehntausende Menschen bei den

    intensiven ukrainischen Bombardierungen im Donbass ums Leben gekommen,

    und diese Daten wurden in der aktuellen Untersuchung nicht analysiert.


    Zuvor hatte die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen

    öffentlich erklärt, dass bisher 100 000 Ukrainer in dem Konflikt ums

    Leben gekommen seien. Diese Zahlen werden von einigen Experten

    bestritten, die glauben, dass mehr Ukrainer – vor allem

    Militärangehörige – getötet wurden. Folgt man jedoch von der Leyens

    Angaben und ergänzt sie mit den Daten des OHCHR, so beträgt der Anteil

    der in dem Konflikt getöteten Zivilisten derzeit 6,8 %, was eine

    erstaunlich niedrige Zahl ist.


    Offenbar sind von 100 Ukrainern, die bei russischen Operationen ums

    Leben kommen, nur 6-7 Zivilisten. Selbst mit den intensiven russischen

    Angriffen mit schwerer Artillerie auf die ukrainische Infrastruktur

    steigt die Zahl der zivilen Opfer nicht an, was zeigt, dass die Russen

    in diesem Konflikt sehr darauf bedacht sind, keine unnötigen Opfer zu

    verursachen. Bei den betroffenen Zielen handelt es sich immer entweder

    um militärische oder unbewohnte zivile Einrichtungen, wie im Fall der

    Energieinfrastruktur, ohne dass wahllos ganze Städte bombardiert werden,

    wie es Kiew im Donbass tut.


    Die Taktik Kiews, wahllos zivile Ziele anzugreifen, ist in der Tat mit

    der westlichen Militärpraxis vergleichbar, die insbesondere durch die

    Bombardierung von Regionen gekennzeichnet ist, in denen sich die

    Zivilbevölkerung befindet, also einer Vorgehensweise vergleichbar mit

    der eines vorsätzlichen Massakers.


    Vergleicht man die Daten der russischen Intervention in der Ukraine mit

    Statistiken aus anderen Konflikten, lässt sich der Unterschied zwischen

    der militärischen Vorgehensweise Moskaus und derjenigen des Westens

    deutlich erkennen. So betrug beispielsweise die Zahl der zivilen Opfer

    in Korea 74 %, in Vietnam 46 % und in Jugoslawien 56 %. Außer der

    Ukraine töten auch andere Verbündete des Westens Zivilisten in

    schockierendem Ausmaß - wie z. B. Israel. Dort lag die Zahl der Opfer

    unter der palästinensischen Zivilbevölkerung bei 69 % zwischen 2000 und 2007


    Die Tatsache, dass Russland in der Ukraine einen militärischen Sieg

    erringt, ohne eine große Zahl von Menschenleben zu opfern, zeigt, dass

    es tatsächlich möglich ist, Operationen mit hoher Intensität

    durchzuführen und gleichzeitig die Zivilbevölkerung zu schützen. Dies

    wirft die Frage auf, warum die NATO und ihre Verbündeten bei ihren

    Einsätzen in der ganzen Welt stets eine erschreckend hohe Zahl ziviler

    Opfer hinterlassen. In der westlichen Propaganda werden diese Opfer

    häufig als "Kollateralschäden" bezeichnet, was allerdings keinen Sinn macht.


    Russland führt einen Kampf mit höchster Intensität und setzt dabei in

    großem Umfang schwere Waffen ein – und dennoch gibt es im Vergleich zu

    westlichen Einsätzen mit geringerer Intensität viel weniger

    Kollateralschäden.


    Die einzig mögliche Erklärung dafür ist, dass Moskau neben den

    strategischen und taktischen Aspekten auch ein echtes Interesse daran zu

    haben scheint, die Operation auf humane Weise durchzuführen.

    Wünschenswert wäre, dass Russlands Feinde genauso denken und die

    Bombardierung entmilitarisierter Gebiete im Donbass einstellen. Doch

    stattdessen scheinen sich die ukrainischen Streitkräfte mehr und mehr

    auf terroristische Taktiken und wahlloses Töten zu konzentrieren.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    27.12.2022

    Das britische Imperium hat 165 Millionen Inder in 40 Jahren getötet: Wie der Kolonialismus den Faschismus inspirierte

    nachdenkseiten.de, 27. Dezember 2022 um 9:30 Ein Artikel von: Redaktion

    Eine wissenschaftliche Studie hat ergeben, dass der britische Kolonialismus zwischen 1880 und 1920 circa 165 Millionen Todesopfer in Indien gefordert hat und ein Vermögen im Wert von zig Billionen Dollar aus dem Land gestohlen hat. Das weltweite kapitalistische System basiert auf europäischen imperialen Völkermorden, die Adolf Hitler inspirierten und zum Faschismus führten, schreibt der US-Journalist Ben Norton.


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    Der britische Kolonialismus ist laut einer Studie für mindestens hundert Millionen Tote in rund 40 Jahren verantwortlich. Im Laufe seiner 200-jährigen Kolonialgeschichte habe das britische Weltreich ein Vermögen im Wert von mindestens 45 Billionen US-Dollar aus Indien gestohlen, rechnet ein prominenter Ökonom vor.


    Die völkermörderischen Verbrechen, die europäische Imperien anderswo in der Welt begingen, inspirierten Adolf Hitler und Benito Mussolini, was zum Aufstieg faschistischer Regime führte, die ähnliche Völkermords-Verbrechen innerhalb ihrer Landesgrenzen begingen.


    Der Wirtschaftsanthropologe Jason Hickel und sein Co-Autor Dylan Sullivan haben einen Artikel in der angesehenen wissenschaftlichen Zeitschrift World Development veröffentlicht, der die Überschrift trägt: „Kapitalismus und extreme Armut: eine weltweite Analyse von Reallöhnen, Körpergröße und Sterblichkeit seit dem langen 16. Jahrhundert“. In dem Bericht schätzten die Wissenschaftler, dass Indien eine Übersterblichkeit von 165 Millionen Menschen aufgrund des britischen Kolonialismus zwischen 1880 und 1920 erlitten hat.


    „Diese Zahl ist größer als die Anzahl der Toten aus beiden Weltkriegen zusammengenommen, inklusive des Nazi-Holocausts“, schreiben sie. Und fügen an: „Die Lebenserwartung in Indien erreichte das Niveau des frühen modernen England (also des 16./17. Jahrhunderts, Anmerkung der Übersetzerin) von 35,8 Jahren erst nach 1950, also nach der Entkolonialisierung.“


    Hickel und Sullivan fassen ihre Recherche in einem Artikel bei Al Jazeera unter dem Titel „Wie der britische Kolonialismus 100 Millionen Inder in 40 Jahren tötete“ zusammen. Sie erklären:

    Laut Recherchen des Wirtschaftshistorikers Robert C. Allen stieg die extreme Armut in Indien unter der britischen Herrschaft von 23 Prozent im Jahr 1810 auf mehr als 50 Prozent Mitte des 20. Jahrhunderts. Reallöhne sanken während der britischen Kolonialherrschaft und erreichten im 19. Jahrhundert einen Tiefpunkt, während Hungersnöte zunahmen und zu immer mehr Todesfällen führten. Die Inder profitierten also keineswegs vom Kolonialismus, vielmehr stellte er eine menschliche Tragödie dar, die ihresgleichen in der Geschichte sucht.


    Experten stimmen darin überein, dass die Phase zwischen 1880 und 1920 – also der Höhepunkt der imperialen Macht Großbritanniens – für Indien ganz besonders verheerend war. Umfassende Volkszählungen, welche die Kolonialmacht ab den 1880er Jahren durchgeführt hat, zeigen, dass die Todesrate während dieser Zeit beträchtlich in die Höhe gegangen ist. Betrug sie zunächst 37,2 Todesfälle pro 1.000 Menschen, stieg sie in den 1910er Jahren dann auf 44,2 Todesfälle pro 1.000 Menschen. Die Lebenserwartung sank von 26,7 Jahren auf 21,9 Jahre.


    In einer kürzlich erschienenen Veröffentlichung in der Zeitschrift World Development nehmen wir mithilfe von Daten aus Volkszählungen eine Schätzung der Anzahl der durch die imperiale britische Politik getöteten Menschen während dieser vier brutalen Jahrzehnte vor. Verlässliche Zahlen zu Sterblichkeitsraten in Indien liegen nur ab den 1880er Jahre vor. Nimmt man diese als Ausgangspunkt für die „normale“ Sterblichkeit, so sehen wir, dass unter der Ägide des britischen Kolonialismus während der Zeit zwischen 1891 und 1920 circa 50 Millionen Menschen zusätzlich gestorben sind.


    50 Millionen Tote sind eine erschütternde Zahl und doch nur eine konservative Schätzung. Zahlen zu den Reallöhnen zeigen, dass der Lebensstandard im kolonialen Indien bis zum Jahr 1880 bereits dramatisch von seinem früheren Niveau gesunken war. Allen und andere Wissenschaftler sind der Ansicht, dass der indische Lebensstandard vor dem Kolonialismus wohl „auf vergleichbarem Niveau mit den fortschrittlicheren Teilen West-Europas“ gewesen sei.


    Wir wissen nicht genau, wie hoch Indiens vorkoloniale Sterblichkeitsrate war. Wenn wir jedoch annehmen, dass sie der von England im 16. und 17. Jahrhundert ähnelte – die betrug 27,18 Todesfälle pro 1.000 Menschen – dann kommen wir zu dem Schluss, dass in Indien zwischen 1881 und 1920 eine Übersterblichkeit von 165 Millionen Menschen auftrat.

    Wenngleich die genaue Anzahl der überzähligen Todesfälle von den Ausgangswerten abhängt, ist doch klar, dass auf dem Höhepunkt des britischen Kolonialismus um die 100 Millionen Menschen vorzeitig gestorben sind. Es handelt sich also um eine der größten politisch verursachten Sterblichkeitskrisen der Menschheitsgeschichte. Sie ist größer als all die Hungersnöte in der Sowjetunion, in Maos China, in Nordkorea, in Pol Pots Kambodscha und Mengistus Äthiopien.

    Diese erschütternde Zahl enthält noch nicht einmal die zig Millionen Inder, die in menschengemachten Hungersnöten starben, welche das britische Imperium verursachte. In der berüchtigten Hungersnot in Bengalen 1943 verhungerten schätzungsweise drei Millionen Inder. Währenddessen exportierte die britische Regierung Lebensmittel und verbot Getreideeinfuhren.


    Wissenschaftler fanden heraus, dass diese Hungersnot nicht auf natürliche Ursachen zurückzuführen war; vielmehr war sie das Ergebnis der Politik von Premierminister Winston Churchill. Churchill selbst war ein notorischer Rassist, der sagte: „Ich hasse Inder. Sie sind ein garstiges Volk mit einer garstigen Religion.“


    In den frühen 1930er Jahren bewunderte Churchill den Nazi-Führer Adolf Hitler und den italienischen Diktator Benito Mussolini, der den Faschismus begründete. Churchill gewogene Wissenschaftler räumten ein, dass er „Bewunderung für Mussolini hegte“ und „dass er, wäre er gezwungen, zwischen dem italienischen Faschismus und dem italienischen Kommunismus zu wählen, ohne zu zögern Ersteren wählen würde“.


    Der indische Politiker Shashi Tharoor, ehemaliger stellvertretender UN-Generalsekretär, hat die Verbrechen des britischen Imperiums insbesondere unter Churchill ausführlich dokumentiert.

    „Churchill hat genauso viel Blut an den Händen wie Hitler“, betonte Tharoor. Er verwies auf „die Entscheidungen, die er [Churchill] persönlich während der Hungersnot in Bengali absegnete – 4,3 Millionen Menschen starben darin aufgrund seiner Entscheidungen“. Die preisgekrönte indische Ökonomin Utsa Patnaik schätzt, dass das britische Imperium 45 Billionen US-Dollar aus dem indischen Subkontinent abgesaugt hat.


    In einem Interview mit der indischen Website Mint erklärte sie 2018:

    Zwischen 1765 und 1938 flossen 9,2 Billionen Pfund bzw. 45 Billionen US-Dollar ab, wobei Indiens Exportüberschüsse als Maß genommen und mit fünf Prozent verzinst wurden. Den Indern wurden nie ihre eigenen Gold- und Deviseneinnahmen gutgeschrieben. Stattdessen wurde den lokalen Produzenten hier der Rupie-Gegenwert aus dem Staatshaushalt „bezahlt“ – etwas, was man in keinem unabhängigen Land finden würde.


    Der „Abfluss“ schwankte zwischen 26 und 36 Prozent des indischen Staatshaushalts. Natürlich hätte es einen riesigen Unterschied ausgemacht, wären Indiens enorme internationale Einkünfte im Land verblieben. Indien hätte sich weit besser entwickelt und könnte viel bessere soziale Indikatoren vorweisen. Zwischen 1900 und 1946 hat sich das Pro-Kopf-Einkommen praktisch nicht erhöht, obwohl Indien vor 1929 drei Jahrzehnte lang den zweitgrößten Exportüberschuss der Welt verzeichnete.


    Da Großbritannien alle Einkünfte für sich reklamierte, ist diese Stagnation nicht überraschend. Die normalen Menschen starben wie die Fliegen aufgrund von Unterernährung und Krankheiten. Es ist schockierend, dass die indische Lebenserwartung für Neugeborene im Jahr 1911 lediglich 22 Jahre betrug.


    Die aussagekräftigste Kennziffer ist jedoch die Verfügbarkeit von Getreide. Da die Kaufkraft der einfachen Inder aufgrund von hohen Steuern eingeschränkt wurde, ging der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Getreide von 200 kg im Jahr 1900 auf 157 kg am Vorabend des Zweiten Weltkriegs zurück und brach bis 1946 weiter auf 137 kg ein. Kein Land der Welt, nicht einmal das am wenigsten entwickelte, ist heute auch nur annähernd so tief gesunken wie Indien im Jahr 1946.

    Patnaik hob hervor:

    Die moderne kapitalistische Welt würde ohne den Kolonialismus und den Abfluss von Reichtum aus den Kolonien nicht existieren. Während Großbritanniens Übergangszeit zur Industriegesellschaft zwischen 1780 und 1820 machte der Zufluss aus Asien und den Karibischen Inseln ungefähr sechs Prozent des britischen BIP aus, was ungefähr der britischen Sparquote entspricht. Nach der Mitte des 19. Jahrhunderts verzeichnete Großbritannien Leistungsbilanzdefizite mit Kontinentaleuropa und Nordamerika und investierte zugleich massiv in diese Regionen, was auch Kapitalbilanzdefizite bedeutete. Die beiden Defizite summierten sich zu großen und steigenden Zahlungsbilanzdefiziten mit diesen Regionen.


    Wie war es möglich, dass Großbritannien so viel Kapital exportieren konnte, das in den Bau von Eisenbahnstrecken, Straßen und Fabriken in den USA und in Kontinentaleuropa floss? Sein Zahlungsbilanzdefizit gegenüber diesen Regionen wurde durch die Aneignung von Gold und Devisen ausgeglichen, welche die Kolonien, insbesondere Indien, verdienten. Jede außerordentliche Ausgabe wie ein Krieg fiel ebenfalls dem indischen Staatshaushalt zur Last, und alles, was Indien nicht durch seine jährlichen Deviseneinnahmen decken konnte, wurde zu seinen Staatsschulden addiert, auf die Zinsen anfielen.

    Rubriken:

    Audio-Podcast Länderberichte Ungleichheit, Armut, Reichtum

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    Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=91937


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    27.12.2022

    ...geheuchelt und geblendet

    aus e-mail vom Friedensforum Lahr, 27.12.22, 12:55 Uhr


    Liebe Freundinnen und Freunde des Friedensforums Lahr!


    Pünktlich zum "Fest der Liebe" hat Staatssekretär Sven Giegold die

    aktuellen Rüstungsexportzahlen und Empfängerländer deutscher

    Kriegswaffen und Rüstungsgüter für 2022 bekannt gegeben. Selbst bei

    Abzug des Waffen-Transfers in die Ukraine in Höhe von 2,2 Milliarden

    Euro liegen "wir" mit mit einem  Gesamtwert der Einzelausfuhren in Höhe

    von 8,3 Milliarden Euro höher als der Gesamtwert des Jahres 2020 im

    Volumen von 5,8 Milliarden Euro. Hier eine heute veröffentlichte

    Stellungnahme von Jürgen Grässlin - siehe unten


    Einen herzlichen Gruß

        Klaus Schramm

        für das

        Friedensforum Lahr


        www.friedensforum-lahr.de



    +++

    Liebe Friedesfreundinnen und Friedensfreunde, sehr geehrte Damen und Herren,


    das Rüstungsexportdesaster der Ampelkoalition nimmt weiterhin ungebremst

    seinen Lauf. Siehe hierzu die topaktuelle Pressemitteilung der DFG-VK

    anbei. Um sogleich mit der Ausflucht der Gegenseite aufzuräumen, alles

    läge am Ukraine-Krieg (mit Waffentransfers im Volumen von 2,2 Mrd.

    Euro): Selbst wenn man diese Rüstungslieferungen abzieht, liegt der

    Gesamtwert der Einzelausfuhren der Ampelkoalition mit 6,1 Mrd. Euro 2022

    höher als der Gesamtwert 2020 in der Ära der Bundeskanzlerin Merkel im

    Volumen von 5,8 Mrd. Euro!


    Klar ist: Mit der Vorbereitung und der drohenden Umsetzung des

    Rüstungsexport-Förderungsgesetzes (offiziell:

    Rüstungsexportkontrollgesetzes) wird 2023 friedenspolitisch ein extrem

    heißes Jahr.


    Herzlichst

    Jürgen Grässlin


    --


    Pressemitteilung der DFG-VK, Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte

    KriegsdienstgegnerInnen


    Dienstag, den 27. Dezember 2022


    DFG-VK fordert scharfes Rüstungsexport-Kontrollgesetz statt eines

    Rüstungsexport-Förderungsgesetzes!


    Verbandsklagerecht zur möglichen gerichtlichen Kontrolle dringend vonnöten!


    Direkt vor Weihnachten wurden die aktuellen Rüstungsexportzahlen und

    Empfängerländer deutscher Kriegswaffen und Rüstungsgüter für 2022

    bekannt gegeben. Laut Auskunft des Staatssekretärs Sven Giegold im

    Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) beträgt der

    Anteil der Einzelausfuhrgenehmigungen 2022 unglaublich hohe 8,35

    Milliarden Euro.


    Dies ist der zweithöchste Wert seit Publikation von

    Rüstungsexportberichten. Schlimmer noch: Mehr als ein Drittel der

    Kriegswaffen und Rüstungsgüter wurde seitens der Bundesregierung für

    sogenannte „Drittländer“ genehmigt: neben der Ukraine u.a. auch in die

    Krisenregion Südkorea und an Singapur, trotz der dortigen schweren

    Menschenrechtsverletzungen.


    „Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern eine Vorwegnahme der

    Stoßrichtung des sich in Arbeit befindlichen neuen

    ‚Rüstungsexportkontrollgesetzes‘“, kritisiert Jürgen Grässlin,

    Bundessprecher der DFG-VK. „Hemmungslos hat die Bundesregierung 2022

    Rüstungsexporte für die im Jemen kriegführenden Länder Saudi-Arabien,

    Vereinigte Arabische Emirate und Ägypten genehmigt.“


    Saudi-Arabien erhält seither wieder Zulieferungen für Ausrüstung und

    Bewaffnung sowie Munition für seine Eurofighter und Tornado. Ungeachtet

    dessen, dass mit genau diesen Kampfflugzeugen in den vergangenen Jahren

    zivile Ziele im Jemen aus der Luft bombardiert und immens viele

    Zivilisten ermordet wurden. „Das Morden auch mit deutschen Waffen und

    Munition kann ungehemmt fortgesetzt werden!“, so Grässlin, der 2022 an

    allen drei Fachgesprächen auf Einladung des BMWK zum neuen

    ‚Rüstungsexportkontrollgesetz‘teilgenommen hat.


    „Angesichts dieser Exportpraxis wird auch offenbar, weshalb die

    Ampelkoalition eine demokratische gerichtliche Überprüfung der

    Exportgenehmigungen scheut wie der Teufel das Weihwasser. Was im Umwelt-

    und Behindertenrecht längst Standard ist, wird durch das BMWK und die

    Bundesregierung bei Kriegswaffenexporten aktiv verhindert: die Schaffung

    eines Verbandsklagerechts, das eine demokratisch notwendige gerichtliche

    Kontrolle erfolgter Genehmigungen ermöglichen würde.“


    Die Rüstungsexportpraxis 2022 – dem Jahr 1 der Ampelkoalition – beweist

    laut Grässlin: „In keinem anderen Politikbereich wird seitens der

    Bundesregierung von SPD, GRÜNEN und FDP mehr geheuchelt und geblendet

    als bei Waffenexporten. Während sie von mehr Restriktionen,

    Menschenrechten und Kontrolle spricht, genehmigt sie zugleich

    Kriegswaffentransfers an menschenrechtsverletzende und kriegführende

    Regierungen. Die Lösung liegt laut DFG-VK in einem scharfen

    Rüstungsexport-Kontrollgesetz,statt dem sich abzeichnenden

    Rüstungsexport-Förderungsgesetz, wie es das BMWK vorgelegt hat und 2023

    seitens der Ampelkoalition verabschieden will!“


    Jürgen Grässlin ist Bundessprecher der DFG-VK, Sprecher der Kampagne

    „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ und Vorsitzender des

    RüstungsInformationsBüros (RIB e.V.)

    27.12.2022

    Der Plan. Zehn Jahre Infektionskrankheiten der WHO (2020 bis 2030), die zu einer weltweiten Tyrannei führen

    globalresearch.ca, vom 26. Dezember 2022,  Von Peter König

    Übersterblichkeit wird aus Norwegen gemeldet – und aus der ganzen westlichen Welt oder dem globalen Norden. Noch nie gehörte Exzesse. In den Bereichen zwischen 15 % und 25 %. In manchen Ländern sogar noch höher. Beunruhigend. Es sind keine eindeutigen Ursachen erkennbar.

    Siehe das. ( https://petersweden.substack.com/p/funeral-homes-alarm?utm_source=post-email-title&publication_id=547128&post_id=91937966&isFreemail=true&utm_medium=email)


    Bereits vor mehr als einem Jahr warnte Dr. Michael Yeadon , ehemaliger Vizepräsident von Pfizer und Chief of Science bei Pfizer, dass es in den nächsten 3-5 und sogar bis zu zehn Jahren zu übermäßigen Todesfällen kommen wird , wegen der falschen und kriminellen, ungetesteten mRNA-Vaxxes .


    Er führt aus. Nach all den Boostern – 3 bis 4 Spritzen – hat das Immunsystem bis zu 80 % seiner Abwehrkräfte verloren. Daher sind die Menschen anfälliger für jede Art von Krankheit. Außerdem nehmen Herzmuskelentzündungen und plötzliche Todesfälle zu – auch bei jungen Menschen, insbesondere bei Sportlern oder Sportprofis.


    Darüber hinaus verursachen Graphenoxid-Injektionen und andere injizierte Zubereitungen alle Arten von Krebs, hauptsächlich in den Fortpflanzungssystemen von Männern und Frauen, sowie verschiedene Arten von Blutkrebs, Augenkrebs, der Blindheit verursacht … Leber- und Nierenerkrankungen … und viel mehr.


    Darüber hinaus verursachen diese Injektionen, die als Impfstoffe bezeichnet werden, auch massive Unfruchtbarkeit. In einigen Ländern ging die Zahl der lebenslangen Geburten im Jahr 2022 um bis zu 40 % zurück.


    Dr. Yeadon warnte davor, dass es sehr schwierig sein wird, die Krankheiten auf die Vaxxes zurückzuverfolgen, aber dort liegt der Ursprung.


    Eine klare Eugenik-Agenda, Massenentvölkerung, beispiellos.


    Völkermord ist ein Wort, das nicht dem Ausmaß der Gräuel entspricht, die hinter dem stehen, was wir durchleben – was die Kabale ausführt.


    Die UN-Agenda 2030 , alias Klaus Schwabs (WEF) Great Reset und die ruchlose, alles digitalisierende 4. Industrielle Revolution , beinhalten auch einen Plan zur Vermögensabschöpfung, der noch nie zuvor in der Menschheitsgeschichte gesehen und erlebt wurde. Vermögenswerte von durch Covid-Mandate verursachten Konkursen werden nach oben in die Tresore der Finanzoligarchen und der Dark Invisible Financial Cabal gesaugt – die das WEF finanzieren und orchestrieren und die über 90 % der Mainstream-Medien der Welt kontrollieren. Siehe das .


    Die Agenda 2030 (ursprünglich Agenda 21 genannt) wurde von einer sehr langen Hand vorbereitet, die 60 bis 100 Jahre zurückreicht. Seien Sie sich bewusst, dass die Dark Invisible Financial Cabal als Kult fungiert. Um erfolgreich zu sein, muss sie den Menschen sagen, was sie vorhat.

    In der Tat haben wir in den letzten Jahrzehnten viele Warnungen vor dem erhalten, was zu erwarten ist – nämlich eine Gesundheitstyrannei, verstärkt durch eine gefälschte Agenda der globalen Erwärmung und der Biodiversität .


    Das Neue Grüne ist eine faschistisch-neoliberale Schein-Umweltschutzfarse. In Wirklichkeit – weit entfernt vom Umweltschutz. Im Gegenteil. Dennoch fallen Menschen auf der ganzen Welt darauf herein. Propaganda ist tödlich. Wir müssen es stoppen.

    *

    Die Ausführung des Plans begann im Januar 2020. Zuerst mit einer Scheinkrankheit namens Covid-19 – deren Sterblichkeit etwa gleich oder geringer ist als die der gewöhnlichen Grippe, etwa 0,03 % bis 0,07 %. Und unglaublich – die Covid-19-Pandemie, oder besser gesagt die Plandemie , traf alle 193 UN-Mitgliedsländer gleichzeitig, am selben Tag. Die überwiegende Mehrheit der Menschen glaubte daran.


    Allerdings führte eine intensive, von den Medien getriebene Angstkampagne, mit streng totalitär durchgesetzten Anordnungen von Lockdowns und Gesichtsmasken, dazu, Menschen voneinander zu distanzieren, ihre Moral noch weiter zu senken, dh ihr Selbstwertgefühl, ihre Abwehrkräfte, Unsicherheit, diktatorische Maßnahmen zur Welttyrannei.


    Es klingt wie ein Projekt, an dem das  Tavistock Institute on Social Engineering of the Masses mitgearbeitet hat. ( Siehe auch das gleichnamige Buch von Daniel Estulin (Copyright 2015)). Tavistock in enger Zusammenarbeit mit DARPA, der geheimen Denkfabrik des Pentagon, die sich auf Gedankenkontrolle, MK-Ultra und gesellschaftliche Manipulation durch die Massenmedien und oft tödliche Ereignisse unter falscher Flagge spezialisiert hat.


    Der globale Westen hat in den meisten Ländern stillschweigend ihre Verfassungen ausgesetzt, entweder durch stillschweigende Dekrete oder durch parlamentarische Abstimmungen, bei denen Parlamentarier kooptiert wurden, um Teil des Verbrechens zu sein. Aber die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung hat keine Ahnung. Sie beziehen sich immer noch auf  Demokratie  – wenn „Demokratie“ wir in den letzten 2000 Jahren und darüber hinaus nie hatten.


    Und nur um sicherzugehen, dass wir alle verstehen, was der griechische Begriff „Demokratie“ wirklich bedeutet – angeblich in Delphi, Griechenland, etwa 800 Jahre v. Chr. geboren und erstmals 507 Jahre v. Das bedeutete: Eine Person eine Stimme –  aber nur für gebildete Männer, die für gesellschaftspolitische Entscheidungen qualifiziert waren .


    Nur ein Wort zu unserem Slogan und stark überstrapazierten Begriff Demokratie. Das sagt Google :


    Die athenische Demokratie war ein Regierungssystem, in dem alle männlichen Bürger [ab 20 Jahren] an der Versammlung teilnehmen und teilnehmen konnten, die den Stadtstaat regierte. Dies war eine demokratische Regierungsform, in der das Volk oder die „Demos“ wirkliche politische Macht hatten. Athen hatte also eine direkte Demokratie.


    Vielleicht möchten Sie sich das notieren, bevor Sie den irreführenden Begriff „Demokratie“ wieder frei verwenden. Lassen Sie uns zuerst sehen, was wir mit „Demokratie“ meinen und wie wir gelernt haben, sie im Dienste der Mächtigen zu manipulieren.


    Diese kurze Bemerkung zur Demokratie kann wichtig sein, wenn wir jemals in einer neuen Gesellschaft zur „Demokratie“ zurückkehren. Sorgen wir dafür, dass der Begriff in jeder Verfassung jedes souveränen Landes klar definiert wird.


    Zurück zu den überzähligen Todesfällen.


    Was können wir tun?


    Für den Großteil der geimpften Bevölkerung ist es zu spät. Sie können nur hoffen, dass ihr Schuss nicht tödlich war, oder dass es vielleicht ein Placebo war. In jedem Prozess – der dieses ganze Vaxx-Verbrechen war und ist – gibt es Placebos.


    Wir sollten so viele Menschen wie möglich über diese schrecklichen Umstände informieren – über die übermäßigen Todesfälle und die Gründe –, damit die Menschen aufwachen und nicht mehr ins Impfen hineingezogen werden, und damit sie anderen beim Aufwachen helfen.


    Wir sollten Strafverfahren gegen alle Regierungen einleiten, die sich wissentlich an diesem Verbrechen beteiligt haben, insbesondere die Gesundheitsminister und das Management der WHO, des UN-Systems, des WEF – und der eugenistischen Oligarchen, die wir alle kennen. Und in der Tat, gehen Sie der Kabale auf den Grund.


    Ein Grand Jury-Prozess hat bereits die Schuldigen ermittelt – mit Beweisaussagen von Zeugen der Schlüsselorganisationen hinter diesem Magnum-Verbrechen. Sehen Sie sich alle Unterlinks im Video „Stop World Control“ unten an.


    Wir müssen alle Aktivitäten, die mit der berüchtigten UN-Agenda 2030 und dem Great Reset des WEF in Verbindung stehen, sofort stoppen und ihnen widerstehen ; Mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, den Digitalisierungsprozess der 4. Industriellen Revolution zum Scheitern zu bringen, beginnend mit der Rückgängigmachung aller Fortschritte, die mit digitalem Geld, körperimplantierten Chips – deren Zweck es ist, die Menschheit zu versklaven – und im weiteren Sinne mit der Transhumanisierung der Menschheit rückgängig gemacht wurden.


    Wir müssen dieses monströse Verbrechen biblischen Ausmaßes JETZT stoppen.


    Kurz gesagt, wir sollten uns auf ein massives Nürnberg 2.0 vorbereiten.


    Unverzüglich.


    Sehen Sie sich dieses 31- minütige Must-See -Video auf THE PLAN mit mehreren Links zu verwandten Videos an, darunter das der Großen Jury  und ihrer Ergebnisse – plus leicht verständlichen, bodenständigen Text in Großdruck, der erklärt, was wir leben und was wir tun wie wir da rauskommen. Siehe das . ( https://stopworldcontrol.com/proof/?inf_contact_key=86b7f3781d5a09db143620b56ba54a01680f8914173f9191b1c0223e68310bb1 )


    Hier einige Schlüsselzitate aus dem Text von Stop World Control :

    „Die Tyrannei ist zu 100 % abhängig von der Unwissenheit der Öffentlichkeit. Die Lösung ist daher, die Menschen um uns herum zu informieren.“


    „Sobald die Menschen wissen, was wirklich passiert, werden sie aufhören, sich zu fügen, und anfangen, sich zu widersetzen.“


    „Wir bieten Ihnen ein leistungsstarkes Tool , um Ihren Freunden, Ihrer Familie und Ihrer Community die Augen zu öffnen.“


    „Hochrangige Experten der WHO, der Vereinten Nationen, des US- und britischen Militärs, der britischen Geheimdienste, der CDC, Pfizer und der britischen Regierung enthüllen die Beweise dafür, dass die Pandemie dazu benutzt wird, eine Weltdiktatur zu errichten.“


    „Sie präsentierten ihre Beweise der Welt während des Grand Jury-Verfahrens mit 11 internationalen Anwälten und einem Richter.“


    „Die Experten identifizieren die mächtigen Einheiten, die in der Lage sind, diese mächtige Diktatur zu installieren. Sie erklären, wie sie es orchestrieren und umsetzen und was ihre ultimative Agenda für die Menschheit ist.“


    „Die höchste Stufe der Gehirnwäsche ist, wenn eine ganze Bevölkerung die Menschheitsgeschichte als Verschwörungstheorie bezeichnet.“


    „All diese Informationen werden in den Beweisen der Grand Jury offenbart. Sie können es hier herunterladen: StopWorldControl.com/jury


    „Dieses kraftvolle Dokument kann die Welt aufwecken. Bitte teilen Sie es weit und breit.“

    *

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    Peter Koenig  ist geopolitischer Analyst und ehemaliger Senior Economist bei der Weltbank und der Weltgesundheitsorganisation (WHO), wo er über 30 Jahre auf der ganzen Welt gearbeitet hat. Er lehrt an Universitäten in den USA, Europa und Südamerika. Er schreibt regelmäßig für Online-Journale und ist Autor von  Implosion – An Economic Thriller about War, Environmental Destruction and Corporate Greed; und  Co-Autorin von Cynthia McKinneys Buch „When China Sneezes:  From the Coronavirus Lockdown to the Global Politico-Economic Crisis“ ( Clarity Press – 1. November 2020).


    Peter ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Center for Research on Globalization (CRG). Er ist außerdem nichtansässiger Senior Fellow des Chongyang Institute of Renmin University, Peking.


    Die weltweite Corona-Krise, globaler Staatsstreich gegen die Menschheit von Michel Chossudovsky

    Michel Chossudovsky berichtet ausführlich, wie dieses heimtückische Projekt „das Leben der Menschen zerstört“. Er bietet eine umfassende Analyse von allem, was Sie über die „Pandemie“ wissen müssen – von den medizinischen Dimensionen über die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen, die politischen Grundlagen bis hin zu den mentalen und psychologischen Auswirkungen.


    „Mein Ziel als Autor ist es, Menschen weltweit zu informieren und das offizielle Narrativ zu widerlegen, das als Rechtfertigung dafür verwendet wurde, das wirtschaftliche und soziale Gefüge ganzer Länder zu destabilisieren, gefolgt von der Einführung des „tödlichen“ COVID-19-„Impfstoffs“. Diese Krise betrifft die gesamte Menschheit: fast 8 Milliarden Menschen. Wir stehen solidarisch mit unseren Mitmenschen und unseren Kindern weltweit. Die Wahrheit ist ein mächtiges Instrument.“


    Video: COVID-Impfung erhöht das Risiko, tot umzufallen: „84 % Anstieg der relativen Inzidenz herzbedingter Todesfälle bei Männern im Alter von 18 bis 39 Jahren innerhalb von 28 Tagen nach der mRNA-Impfung.“


    ISBN:  978-0-9879389-3-0,   Jahr: 2022, PDF Ebook,   Seiten : 164, 15 Kapitel

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    Thema: ,


    Die ursprüngliche Quelle dieses Artikels ist Global Research

    Copyright © Peter Koenig , Global Research, 2022


    Info: https://www.globalresearch.ca/plan-who-ten-years-infectious-diseases-2020-2030-leading-world-tyranny/5803048

    26.12.2022

    Lawyers present evidence to Grand Jury that pandemic is being used for world dictatorship

    Lawyers present evidence to Grand Jury that pandemic is being used for world dictatorship


    A group of international lawyers, top level experts, and renowned scientists present the evidence before a Grand Jury that the COVID-19 pandemic is a criminal operation, with the purpose of installing a world dictatorship. Among the expert witnesses are World Health Organization advisors, a United Nations official, members of British Intelligence Services, former officers from the U.S. and U.K. military, an expert from the Center for Disease Control, a former vice-president from Pfizer, a Nobel prize winner for medicine, and many other high-level witnesses.


    PSYCHOLOGICAL MANIPULATION


    The experts show how mind control, psychological manipulation and hypnosis techniques are used to control the opinions and behavior of the public worldwide. The information is backed up with official documents issued by the governments and the named organizations. Below is one example of an official document from the British Government, revealing an official strategy to psychologically manipulate the public:


















    Attorneys & Judge

    Human Rights Defenders

    allegation


    The allegation is that the world’s governments have come under the controlling influence of corrupt and criminal power structures, who colluded to stage a pandemic that they had been planning for years. To this end, they deliberately created mass panic through false statements of fact and a socially engineered psychological operation whose messages they conveyed through the corporate media. The purpose of this mass panic was to persuade the population to agree to experimental so-called “vaccinations" (which they are not). These have been proven to be neither effective nor safe, but extremely dangerous and even lethal.

    Grand Jury Investigation


    The purpose of the investigation is twofold: 1) It serves as a model proceeding to secure indictments against some of the criminally and civilly responsible figureheads of these Crimes Against Humanity. 2) By presenting a complete picture of what we are facing, including the geopolitical and historical backdrop, our aim is to create awareness about the factual collapse of the current hijacked system and its institutions, and, as a consequence, awareness of 


    • the necessity of the people themselves retaking their sovereignty, 
    • the necessity of first stopping the measures by refusing to comply,
    • and the necessity of jump-starting the people's own new systems of health care, education, economics and judiciary, so that democracy and the rule of law on the basis of our Constitutions will be re-established.


    The purpose is to secure indictments against the figureheads, and to create awareness about the necessity to stop complying with the criminal system.

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    The evidence is presented during six Grand Jury legal proceedings, that each last about six hours. The length of these proceedings make it hard for the majority of the public to receive this information. That’s why Stop World Control is creating easy-to-read summaries of each six-hour session, so these extremely important revelations can reach a greater audience. The first summary is now available and can be downloaded for free below.

    +

    Download GRAND JURY EVIDENCE 1  

    https://stopworldcontrol.com/downloads/GrandJurySummary1.pdf

    If you are not able to download the PDF,  you can email us,
    and we will send it to you.


    DAY 1


    Opening Statements


    During the opening statements Dr. Reiner Fuellmich explains the four sets of facts concerning these crimes against humanity, and introduces the experts who will be presenting the evidence.


    The Four Sets of Facts


    There is no corona pandemic - only a PCR-test plandemic, fueled by an elaborate psychological operation designed to create a constant state of panic among the world population. This agenda has been long planned - its ultimately unsuccessful precursor was the swine flu 12 years ago - and it was cooked up by a group of super rich psychopathic and sociopathic people who hate and fear people at the same time, have no empathy and are driven by the desire to gain full control over all of us, the people of the world.


    They are using our governments and the mainstream media - both of which they literally own - to convey their panic propaganda 24/7.

    The virus itself can be treated safely and effectively with vitamins C, D, zinc, etc., and also with off-label use of ivermectin, hydroxychloroquine, etc. But all of these (not 'alternative' methods of treatment - but real methods of treatment) were banned by those using the guise of this plandemic to push their ultimate goal, which is to get everyone to get the (as we will show in this proceeding) not only ineffective but highly dangerous - yes, lethal - experimental injections.


    The same people who made the swine flu, which ultimately turned out to be a mild flu, into a pandemic twelve years ago (by first changing the definition of what a pandemic is and then creating panic) created this Corona pandemic. The swine flu was their first real attempt at creating a pandemic. And just as one of its purposes then was to divert our attention from the blatantly fraudulent activities of their financial industry (more aptly to be called the financial mafia), which had become visible through the Lehman crisis - this is also one of their major purposes of this corona pandemic now.


    Had we taken a closer look then during the Lehman crisis, instead of blindly believing our government's promises that the perpetrators of those financial crimes would be held liable, we would have seen then that they had been looting and plundering our public coffers for decades, and we would have seen that our governments are not our governments anymore. Rather, they have been taken over by the other side through their main platform, the World Economic Forum, which had started to create their own global leaders through their Young Global Leaders Program, as early as 1992; two of the first graduates being Angela Merkel and Bill Gates. And we would have understood already then, what we will show you now through this proceeding.

    These financial crimes went unchallenged by our politicians because they are aiding and abetting those who commit them - and are profiting from these crimes.

    Ultimately, however, we will show to you, the jury, that the other side's main purpose is to gain full and complete control over all of us. This involves the finalization of their looting and plundering by deliberately destroying our small and medium sized businesses, retail businesses, hotels and restaurants, so that platforms such as Amazon can take over.


    Governments have been taken over by the World Economic Forum. Their goal is to gain complete control over all of us.

    This involves population control, which, in their view, requires both a massive reduction of the population and manipulating the DNA of the remaining population with the help, for example, of mRNA experimental injections. But it also requires, in their view, the deliberate destruction of democracy, of the rule of law, and of our Constitutions through chaos, so that ultimately we will agree to 1) losing our national and cultural identities and instead accepting a one world government under the UN (United Nations), which is now under the full control of these players and their World Economic Forum; 2) digital passports, under which each and every move is monitored and controlled; and 3) one digital currency, which we will only be able to receive from a one world bank - theirs, of course.

    At the conclusion of the case, and after you have heard all the evidence, we are confident that you will recommend indictments against all six putative figurehead defendants: 


    Christian Drosten of Germany, Anthony Fauci of the United States, Tedros of the World Health Organization, Bill Gates, BlackRock and Pfizer.

    Ladies and gentlemen, this case is about a long-planned agenda of a group of ultra-rich people and their financial mafia based in the city of London and on Wall Street, to use a pseudo-pandemic as the guise behind which - while our attention is on the pandemic - they seek to complete their decades-long efforts to gain full and complete control over all of us.

    There are numerous platforms on which this group has been meeting and discussing this agenda. But the most important one is that of the World Economic Forum, which was invented in 1971 by then 33-year-old Klaus Schwab. Its members are 1000 global corporations with at least $5 billion in annual sales, as well as politicians, media representatives, scientists, and other so-called high-profile personalities. They meet once a year in Davos, but there are other such meetings, for example, in China. 


    Since 1992, they have created and presented to us their own group of political leaders for the world.  

    Among the first graduates, as I mentioned before, were Angela Merkel and Bill Gates in 1992. Others are Sebastian Kurz, (until recently) Chancellor of Austria; Justin Trudeau, Prime Minister of Canada; Jacinda Ardern, Prime Minister of New Zealand; Emmanuel Macron, President of France, and many, many more.

    This group, which is now called the Davos Clique, is openly (the publication 'The Great Reset' by Klaus Schwab is one of the most important sources for this information) promoting the shifting of the world's assets to this group of super rich people, so that in 2030, ordinary people will ‘own nothing and be happy’, as it explicitly states there, under the One World Government, with a digital currency given to us by their One World Bank.


    The Davos Clique promotes the shifting of the world's assets to this group of super rich people, so that in 2030 ordinary people will 'own nothing and be happy'. They also promote reduction of the world population and manipulation of the human DNA. Ultimately they want the introduction of a world government under the UN.

    They're also openly promoting, in close cooperation with people like the putative defendant Bill Gates, the Rockefellers and others, the drastic reduction of the world's population and the manipulation of the remaining population's DNA all the way into transhumanism.

    Their most important goal is, however, the controlled (by them, of course) implosion of the completely looted financial system and simultaneous introduction of a digital currency issued by a one world bank (controlled by them), and just as important, the introduction of a world government under the UN, which came under their full control in 2019.

    For this purpose, they have made concrete plans for this corona pandemic since at least the spring of 2001 - with Operation Dark Winter, followed by another such rehearsal, the Lockstep exercise by the Rockefeller Foundation in 2010. And finally, Event 201 in October of 2019 in New York, sponsored by the Johns Hopkins Centre for Health Security, the Rockefeller Foundation, the World Economic Forum and the Bill and Melinda Gates Foundation.


    Members of the jury, we will call a number of different highly renowned expert witnesses from all walks of science, but also witnesses who will testify to the damage that they suffered as a result of getting the experimental injections in this trial.

    After our opening statements, we will start off, in a week from now, by calling:

    • a former member of the US military, James Bush, who participated in Operation Dark Winter in 2001 
    • former members of the British Intelligence Services Brian Gerrish and Alex Thompson 
    • investigative journalists Whitney Webb and Matthew Ehret 
    • former World Health Organization employees and advisors, Dr. Sylvia Behrend and Dr. Astrid Stuckelberger


    They will explain to us the historical and geopolitical background of what we are confronted with.  And they will show us how this agenda has been planned for at least 20 years, starting with Operation Dark Winter in 2001 and some ten years later, the Lockstep scenario by the Rockefeller Foundation, ending with the dress rehearsal, Event 201, in October of 2019. 

    In the end, they will explain how, when there were no cases in which they needed to declare a public health emergency of international concern, they created cases by having defendant Drosten invent the story of asymptomatic infections (which don't exist) and how this PCR test can detect, through mass screening of perfectly healthy people, those who are infected.  This is a lie, as we will show.


    They falsely claimed how this PCR test can detect those who are infected - through mass screening of perfectly healthy people.

    We will continue with the next group of witnesses:

    • Dr Wolfgang Wodarg, an experienced lung specialist and former member of the German Bundestag and the Council of Europe, who managed to expose the other side's first attempt at a pandemic - the swine flu of twelve years ago - as a mild flu 
    • Professor Ulrike Kammerer, biologist from Wurzburg University 
    • Dr. Mike Yeadon, former Vice President of Pfizer 
    • Dr. Sylvia Behrend, Dr. Astrid Stuckelberger, Professor Dolores Cahill of Dublin University, Professor Antonietta Gatti from Italy, and Professor Berkholtz from Germany 

    These experts will explain to us what is behind the legend of the Wuhan wet market outbreak. They will show that the virus is no more dangerous than the common flu; that the PCR test cannot tell us anything about infections - but is the only basis for all anti-corona measures, including the ultimate measure, the so-called "vaccines"; and that the so-called vaccines are not only ineffective but extremely dangerous.


    There was no excess mortality anywhere until the experimental injections started.

    Regardless of the natural or manmade origin of the virus, our immune system is perfectly well capable of dealing with the virus, as evidenced by an infection fatality rate of between 0.14 and 0.15, or even less, percent. There was no excess mortality anywhere until the experimental injections started. There were not even any cases in early 2020.

    However, they needed cases in order to declare a public health emergency of international concern, as this was the only basis on which it would be possible (according to their own made-up rules, which all governments of the member States of the World Health Organization had agreed to) to use untested new drugs - the experimental injections - on people.  After a first failed attempt at announcing this public health emergency of international concern because there were no cases, they tried again in late January of 2020 after they had created cases with the help of that now infamous Drosten PCR test and announced this public health emergency of international concern two weeks later.


    We will hear from these experts that these cases were almost all false positive test results, nothing else.

    The next group of experts are Dr. Thomas Binder from Switzerland, Dr. Brian Ardis from Texas, Dr. Shankara Chetty from South Africa, Dr. Wolfgang Wordarg from Germany, and John O'Looney, undertaker from England.

    These experts will tell us how, right from the start, we were witnessing a deliberate, completely senseless banning of normal, effective and safe methods of treatment of respiratory diseases.  And instead, a mandate of treatments that must now be considered serious medical malpractice: intubation, remdesivir, and midazolam.  

    John O'Looney will explain how he, first believing the other side's allegations about a pandemic, even helped the BBC in pushing their panic propaganda until he realized how, under the guise of the pandemic, people were intentionally being killed. 

    Mass Murder by Government


    Watch the shocking eye-witness account of funeral director O'Looney who observed mass murder and fraud committed by the British government. 

    Download video


    We will then call the next group of experts, including:

    • Professor Alexandra Henrion-Caude from France
    • Dr. Mike Yeadon, former Pfizer vice president
    • Professor Sucharit Bhakdi from Germany
    • Dr. Vanessa Schmidt-Kruger from Germany
    • Dr. Robert Malone, inventor of the mRNA vaccine technique from the US 
    • Professor Arne Burkhardt, pathologist from Germany

    They will show us that, while the virus did not cause any excess mortality, and has a survival rate of 99.97%, the shots are now killing people and have been causing excess mortality of up to 40% since September as a result of poisoning with a spike protein and of shutting off our immune system.


    Dr. Mike Yeadon will tell us how a group of scientists has even found concrete evidence that the makers of the vaccines are experimenting with lethal dosages, to see how the lethal side effects can be manipulated in such a way that the population will not immediately understand what is happening. 


    The next group of experts will explain to us how it could have come to this. This group includes Professor Mattias Desmet from Belgium, Dr. Ariane Bilheran from France, Meredith Miller from the US, Professor Harald Walach from Germany, and Stefan Cohen, employee of the German Department of the Interior.


    These experts will walk us through how the other side, after having established the public health emergency of international concern, in quick succession introduced us to the lockdown, the nonsensical and dangerous mask mandates and the very harmful, both physically and psychologically, social distancing, until they arrived at their ultimate goal - the ineffective, dangerous, and even lethal injections.


    All this was possible through a gigantic psychological operation through the mainstream media and our politicians - both owned by the other side. And they will explain to us in detail how our acquiescence to all of this was made possible through a gigantic psychological operation whose panic message we kept receiving through the mainstream media and our politicians, both owned by the other side. Relentless propaganda.

    The next group of experts includes Leslie Manukian, former investment banker from the US; Naomi Wolfe, journalist and author from the US; Ernst Wolff, German economist; Professor Christian Kreiss, German economist; Professor Holger Reichel, German economist; and Marcus Kroll, German economist.


    This part of the proceedings will have these experts explain to us in great detail about the intentional destruction of our economies and how the other side is working on a controlled crash of the financial system, both to get away with the crimes that they have already committed over the past decades - looting and plundering our public coffers until there's nothing left - and to introduce a one world bank and digital currency plus digital passport.

    The final group of experts include Matthew Ehret, an investigative journalist from Canada, Vera Sharav, a Holocaust survivor, Ilana Rachel Daniel from Israel, Rabbi Smith from New York, Patrick Wood, an expert on technocracy from the US, and Avital Livny, a journalist from Israel.

    An important part of the agenda has to do with reducing the world's population.

    This final part of the investigation will have these experts tell us how an important part of the other side's agenda has to do with population control - or rather, eugenics. After World War II, eugenics had a bad name, according to Julian Huxley, who founded the UNESCO. But he and the very large group of people who supported the idea of eugenics would soon be able to continue with their efforts in this direction, he openly explained.  The parallels between what happened then - 80 years ago - and what is happening now shall not be ignored. Vera Sharaf will remind us of this.


    After you have heard all the evidence, we have no doubt that you will recommend indictments against all our putative defendants for crimes against humanity.


    DAY 1

    Opening Statements by the Lawyers


    DAY 2

    Historical and Geopolitical Backdrop


    DAY 2 SUMMARY


    the agenda for World Domination

    Former officer of British Intelligence Services Alex Thompson explains how the City of London is the greatest financial power in the world, whose goal has always been world domination. These British elite extend their hand of influence and control into the governments, health agencies, media and industries of every nation in the world.


    Their main strategy is mind control, as they aim to completely dominate what the world population thinks, believes and does.

    Former advisors to the World Health Organization and the United Nations reveal how the WHO has been set up as an effective one world government. All they need to do is declare a public health emergency of international concern, and they can seize all rights and freedoms from the entire world population. Such an emergency can easily be fabricated using fraudulent diagnostics, like the completely unreliable PCR test which replaces true medical diagnosis.


    The WHO is entirely run by private entities, meaning that private persons are now able to rule the whole world, through the WHO, effectively abolishing every and all principles of democracy.

    A former officer from the British Royal Navy and a former government advisor at the Department of Health for the UK government reveal documents that show how psychological techniques are used to hypnotize the population and create fear, in order to change their behavior. They also show how financial entities from the City of London send 'change agents' into governments, media, education, and health agencies around the world, to establish their rule, through the psychological manipulation. 

    All this is part of a plan for world domination, which has always been at the heart of the City of London, or the British elite. They collaborate with other elite groups, from Germany, Italy, etc. to accomplish their goals.

    Ultimately the agenda is to use the imposed injections to change the human DNA and create a new model of humans, that will obey perfectly.


    Download a written transcript & summary of the Day 2 session. This greatly helps to better absorb the important information, and also allows for a more efficient distribution of these critical facts. Not many people can watch a six hour video, but everyone can glance at a PDF and understand the essence of the presented information.


    Info: https://stopworldcontrol.com/jury

    26.12.2022

    Warum will die radikale rechte Opposition in Venezuela Juan Guaidó loswerden?

    meinungsfreiheit.rtde.life, 26 Dez. 2022 10:42 Uhr, Von Ociel Alí López

    Ist es das Ende der schillernden Polit-Karriere des Juan Guaidó? Unbeachtet vom Großteil der Westmedien haben seine Oppositionsfreunde den selbst ernannten "Interimspräsidenten" Venezuelas aus ihrer imaginären Parallelregierung entfernt. Welche Rolle spielen die USA dabei?


    Warum will die radikale rechte Opposition in Venezuela Juan Guaidó loswerden?Quelle: AFP © Federico PARRA /

     


    AFP



    Da stand er noch auf der großen Bühne, der selbsternannte "Interimspräsident" Juan Guaidó (Caracas, 12. August 2022)





    Der 22. Dezember war ein schlechter Tag für Juan Guaidó. Seine eigenen Oppositionsfreunde entfernten ihn aus dem "Präsidentenamt" einer imaginären Parallelregierung. In dieser Rolle hatten ihn die USA bisher dafür ausersehen, Venezuelas beträchtliche Vermögenswerte im Ausland zu kontrollieren.

    Macron trifft sich am Rande der Klimakonferenz mit Maduro und nennt ihn "Präsident"





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    Die Oppositionsparteien, die Guaidó im Jahr 2019 als selbstproklamierten "Interimspräsidenten" unterstützt hatten, fällten nun ein vorläufiges Urteil gegen ihn. Das Votum der Parteikollegen sagt viel über die Schwäche seiner Position aus: 72 Ja-Stimmen für seine "Abwahl" und knapp 23 Nein-Stimmen, dazu neun Enthaltungen.


    Die getroffene Entscheidung hat auch Konsequenzen für die im Dezember 2015 gewählte, von der Opposition dominierte Nationalversammlung. Sie musste sich seitdem wegen angeblicher Wahlfälschungen gegen ein zweites, mehrheitlich chavistisches Parlament verteidigen. Die verfassungsmäßige Amtszeit endete im Januar 2021.


    Das Schattenparlament war in den vergangenen Jahren nur noch "in Kraft", um der Beschlagnahme des venezolanischen Vermögens vorwiegend in den USA und in Großbritannien ein rechtliches Alibi zu bieten. Als Teil von Guaidós Scheinregierung erfüllte es die Rolle des "wahren Besitzers" der venezolanischen Milliarden und legitimierte somit, dass sie der Bevölkerung des Landes sogar für humanitäre Zwecke vorenthalten wurden.


    Noch immer hat dieser Organismus, der seitdem keine Wahlen mehr erlebte, das Kontrollrecht über die Citgo-Ölgesellschaft in den USA und die Zentralbank Venezuelas. Die rechten Oppositionsparteien Un Nuevo Tiempo (UNT), Primero Justifica (PJ) und Acción Democrática (AD) stellen sich nun gegen Juan Guaidó. Ihr Sprecher Alfonso Marquina erklärte:

    "Die Entscheidung bedeutet für die Partei von Leopoldo López, Voluntad Popular, einen Schlag gegen ihre ineffektive Aufstandspolitik, die die Opposition in ihre schwerste politische Niederlage gezerrt hat."

    Das endgültige Schicksal des Juan Guaidó wird in einer zweiten Abstimmungsrunde am 5. Januar entschieden werden. Es gab keine konkreten Informationen über die Debatte. Lediglich ein kurzes Video drang an die Öffentlichkeit, worin der bisherige "Interimspräsident" es immer noch für möglich hält, die Konfliktthemen für die nächste Diskussion zu überwinden:


    Venezuelas koloniale Erpressung: Wie man ein Land dazu bringt, auf seine Bodenschätze zu verzichten




    Analyse

    Venezuelas koloniale Erpressung: Wie man ein Land dazu bringt, auf seine Bodenschätze zu verzichten





    "Lasst uns Fortschritte bei den heute zum Ausdruck gebrachten klaren Differenzen machen", sagte Guaidó darin. Die Entscheidung zeigt eine Änderung in der Strategie der Opposition und beschleunigt die Wende, die ihre Eingliederung in demokratische Institutionen begünstigen würde. Seit Jahren haben sich diese rechtsradikalen Parteien geweigert, an Wahlen jeder Art teilzunehmen. Nicht zu vergessen, dass sie Tod und Verwüstung auf die Straßen brachten, um die Regierung Maduro gewaltsam zu stürzen. Ein gescheiterter Militärputsch, eine militärische Invasion von US-Söldnern an der Karibikküste – das alles wird nicht einfach zu vergessen sein.


    Obwohl sich der "interne Parteienaufstand" gegen Guaidó als eine vollendete Tatsache darstellt, ist der Fall immer noch nicht abgeschlossen. Man muss abwarten, wie sich die USA dazu verhalten. Die Vereinigten Staaten sind eines der wenigen Länder, die Guaidó noch anerkennen. Ab Januar 2021 bezeichnet man ihn in Europa als "politischen Akteur" oder "politischen Repräsentanten", aber nicht mehr als "Präsidenten Venezuelas".


    Vorerst entledigen sich die Oppositionsparteien der Last, eine Parallelregierung unterstützen zu müssen. Sie wollen an den kommenden Wahlen teilnehmen. Gleichzeitig müssen sie in dieser Kampagne für die Enteignung von Venezuelas Besitztümer im Ausland geradestehen. Sie haben die öffentliche Verantwortung für Vermögenswerte zu übernehmen, deren Verwaltung undurchsichtig und umstritten ist. Die brutalen Wirtschaftssanktionen Nordamerikas und Europas wurden von ihnen mitgetragen. Sie handelten gegen die elementarsten Lebensbedürfnisse der Bevölkerung.


    Die USA sind die wichtigsten Verbündeten des Juan Guaidó. Wenn die Staaten ihre Unterstützung aufrechterhalten, reicht das aus, um die Kontrolle über Citgo fortzusetzen und die Botschaft in Washington offenzuhalten. Der nächste 5. Januar wird das entscheidende Datum sein, um die Zukunft der Opposition und des "Interims" zu erfahren.


    Übersetzung aus dem Spanischen.


    Mehr zum ThemaPräsident Maduro über Opposition: "Da sitzt die US-Regierung am Tisch"


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    26.12.2022

    Diplomatische Vertretung in Palästina? Chile plant Eröffnung einer Botschaft im Westjordanland

    meinungsfreiheit.rtde.life, 26 Dez. 2022 07:16 Uhr

    Nicht nur auf Landkarten existiert der Staat Palästina nicht wirklich, auch durch Taten wird das palästinensische Volk entrechtet. Laut dem chilenischen Präsidenten Gabriel Boric reiche es nicht mehr aus, "Lippenbekenntnisse abzugeben."


    Diplomatische Vertretung in Palästina? Chile plant Eröffnung einer Botschaft im WestjordanlandQuelle: www.globallookBasaure


    press.com © Cristobal

    Araya/Keystone Press Agency /Global Look Pres



    Symbolbild: Präsident Gabriel Boric, 6. November 2022, Chile.





    Das palästinensische Außenministerium hat die Pläne Chiles begrüßt, in den besetzten Gebieten eine Botschaft zu eröffnen. Der chilenische Präsident Gabriel Boric hatte erklärt, dieser Schritt sei ein Zeichen dafür, dass "das Völkerrecht respektiert" werde. Anlässlich einer Weihnachtsveranstaltung im Palästina-Club kündigte der linke Präsident in Santiago de Chile am Mittwochabend (Ortszeit) an, noch in seiner Amtszeit eine "angemessene Vertretung" in Palästina zu eröffnen.


    Bislang war das südamerikanische Land nur durch einen Geschäftsträger in den palästinensischen Gebieten vertreten. Die meisten Länder unterhalten diplomatische Vertretungsbüros in Ramallah.

    "Wir können eine Gruppe nicht vergessen, die unter einer illegalen Besatzung leidet, eine Gruppe, die Widerstand leistet, eine Gruppe, die jeden Tag ihre Rechte und ihre Würde verletzt sieht", zitierte der Radiosender Cooperativa Boric.

    16‑jährige Palästinenserin von israelischer Armee ermordet – Wo bleibt der Aufschrei des Westens?




    16‑jährige Palästinenserin von israelischer Armee ermordet – Wo bleibt der Aufschrei des Westens?






    In Chile lebt beinahe eine halbe Million palästinensisch-stämmiger Menschen. Im Jahr 1998 eröffnete das Land eine Vertretung der Palästinensischen Autonomiebehörde in der Stadt Ramallah im Westjordanland. 2011 erkannte das südamerikanische Land Palästina als Staat an und unterstützte seine Aufnahme in die UNESCO.


    "Ich gehe ein Risiko ein, wenn ich dies sage", so Boric bei der Zeremonie. "Wir werden unsere offizielle Vertretung in Palästina von einem Geschäftsträger aufstocken. Jetzt werden wir eine Botschaft eröffnen". Den genauen Standort der Botschaft nannte er nicht. Er führte aus, dass der Blick auf die Weltkarte ihn jedes Mal ärgere:

    "Es macht mich immer sehr wütend, wenn ich den Nahen Osten betrachte und Palästina nicht auf der Karte sehe. … Auch wenn man Google Earth benutzt, ist es nicht da, und doch es ist ein Volk, das existiert, das Widerstand leistet, das eine Geschichte hat".

    Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund angespannter Beziehungen zu Israel, nachdem im vergangenen September der Empfang des Beglaubigungsschreibens des israelischen Botschafters Gli Artzyeli nach dem Tod eines palästinensischen Teenagers ausgesetzt wurde. Berichten zufolge hatte die chilenische Regierung den Termin zur Übergabe des Akkreditierungsschreibens aus Empörung über einen israelischen Militäreinsatz im Westjordanland kurzfristig abgesagt. In den USA machten Abgeordnete in diesem Jahr ein Risiko für die Legitimität Israels in Chile aus.


    Die Folgen des "Jahrhundert-Deals" – Mord, Zerstörung, Vertreibung?




    Meinung

    Die Folgen des "Jahrhundert-Deals" – Mord, Zerstörung, Vertreibung?






    Die chilenische Außenministerin Antonia Urrejola bestätigte den Plan des Landes bezüglich der Eröffnung einer Vertretung in Palästina am Donnerstag und betonte, dass Chile weiterhin sowohl Palästina als auch Israel als rechtmäßige Staaten anerkenne. Das palästinensische Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Expatriates "begrüßte den Schritt nachdrücklich", wie die offizielle palästinensische Nachrichtenagentur WAFA am Donnerstag berichtete. Laut dem palästinensischen Außenministerium bestätige der Schritt die "prinzipielle Position Chiles und seines Präsidenten zur Unterstützung des internationalen Rechts und des Rechts des palästinensischen Volkes auf die Errichtung eines unabhängigen Staates".


    Seit dem "Sechstagekrieg" von 1967 hält Israel den Gazastreifen und das Westjordanland besetzt – einschließlich Ostjerusalem, das es später einseitig annektierte, wobei die Palästinensische Autonomiebehörde es als Hauptstadt eines künftigen palästinensischen Staates vorsieht. Die Uno hat mehrfach bestätigt, dass die israelische Besetzung palästinensischer Gebiete, nicht zuletzt aufgrund ihrer Dauer und der De-facto-Annexionspolitik der israelischen Regierung, völkerrechtswidrig ist. Die Besetzung von Gebieten in Kriegszeiten ist nach dem humanitären Völkerrecht eine vorübergehende Situation und beraube die besetzte Macht weder ihrer Staatlichkeit noch ihrer Souveränität, so das Urteil einer von den Vereinten Nationen eingesetzten Untersuchungskommission in ihrem im Oktober veröffentlichten ersten Bericht.


    Die zuständige Kommission forderte die Generalversammlung auf, den Internationalen Gerichtshof dringend um ein Gutachten zu den rechtlichen Folgen der anhaltenden Weigerung Israels zu bitten, seine Besetzung der palästinensischen Gebiete zu beenden.


    Mehr zum Thema - Unter altem Vorwand: Israelisches Militär attackiert palästinensische Menschenrechtsgruppen


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/158141-chile-eroeffnet-im-westjordanland-botschaft


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.12.2022

    KPRF: Russland braucht eine Resowjetisierung

    aus e-mail vom Doris Pumphrey, 26. Dezember 2022, 20:34 Uhr


    https://www.jungewelt.de/artikel/441508.100-jahre-sowjetunion-r%C3%BCckkehr-des-sozialistischen-modells.html

    27.12.2022


    100 Jahre Sowjetunion

    *Rückkehr des sozialistischen Modells


    *Dokumentiert. Rede von Juri Afonin. Der globale Kapitalismus ist

    gescheitert, in Russland wird eine Resowjetisierung erforderlich


    /Von Juri Afonin


    /*Der erste Stellvertreter des Vorsitzenden der Kommunistischen Partei

    der Russischen Föderation (KPRF) und Dumaabgeordnete Juri Afonin sprach

    am 9. Dezember in Nischni Nowgorod auf einer wissenschaftlichen

    Konferenz, die dem 100. Jahrestag der Bildung der UdSSR gewidmet war.

    Die Konferenz wurde von der Russischen Akademie der Wissenschaften, der

    Bezirksregierung des Gebietes Nischni Nowgorod, der Russischen

    Politologengesellschaft, der Russischen Assoziation der Europa­forscher

    sowie der Nowgoroder Abteilung der Versammlung der Völker Russlands

    organisiert. Ihr Titel lautete: »Die UdSSR: eine vergangene Zukunft?«. *


    Unser Parteiplenum, das Mitte November stattfand, hat die wichtigsten

    Merkmale und Aufgaben unserer Zeit eingehend analysiert und

    nachgewiesen: den Bankrott des neoliberalen globalistischen

    Entwicklungsmodells; den Wunsch seiner Anhänger, das gescheiterte

    räuberische Modell der kapitalistischen Weltregierung mit allen Mitteln

    – auch militärischen – aufrechtzuerhalten; die Relevanz des

    sozialistischen Erbes und die dringende Notwendigkeit, unter den

    heutigen schwierigen Bedingungen zu ihm zurückzukehren.


    Die einzigartige Erfahrung der Sowjetunion, deren hundertsten Jahrestag

    wir am 30. Dezember begehen, ist in diesen schwierigen Zeiten wichtiger

    und aktueller denn je. Einer der überzeugendsten Beweise dafür ist die

    in soziologischen Umfragen ermittelte Massenstimmung. Es zeigt sich,

    dass sie von Jahr zu Jahr immer prosowjetischer wird.


    Nach jüngsten, großangelegten Meinungsumfragen über die Einstellung

    unserer Gesellschaft zur Sowjetära halten drei Viertel der Bevölkerung

    sie für die beste in der russischen Geschichte. Nur 18 Prozent sind mit

    dieser Einschätzung überhaupt nicht einverstanden. 65 Prozent der

    Befragten bedauern den Zusammenbruch der UdSSR vorbehaltlos. Genauso

    viele sind davon überzeugt, dass die Katastrophe hätte vermieden werden

    können.


    Diejenigen, die solche Gefühle kategorisch ablehnen, versuchen sie

    ausschließlich auf die Nostalgie von Menschen zurückzuführen, die in der

    Sowjetunion aufgewachsen sind und sich an die Zeiten ihrer Kindheit und

    Jugend erinnern. Das ist jedoch eine oberflächliche und tendenziöse

    Interpretation. Sie wird allein schon durch die Tatsache widerlegt, dass

    das Interesse an der sowjetischen Geschichte und ihre positive Bewertung

    bei jungen Menschen zunimmt, d. h. denjenigen, die am Ende des 20. und

    zu Beginn des 21. Jahrhunderts geboren wurden und im postsowjetischen,

    kapitalistischen Russland aufgewachsen und ausgebildet worden sind. Die

    Analyse der Urteile der älteren Generation führt zu dem Schluss, dass

    das sowjetische Entwicklungsmodell von ihnen nicht nur aus subjektiven

    Gründen, die mit nostalgischen Gefühlen zusammenhängen, als am besten

    geeignet angesehen wird.


    Wenn wir darüber sprechen, wie die Bürger des heutigen Russlands über

    die Sowjetzeit denken, sollten wir betonen, dass die wichtigsten

    Errungenschaften meist im sozialen Bereich genannt werden. Fast 60

    Prozent der Befragten sehen die Fürsorge für die einfachen Menschen an

    erster Stelle. Mehr als 40 Prozent nennen wirtschaftliche Erfolge und

    keine Arbeitslosigkeit. Mehr als ein Drittel verweist auf die ständige

    Verbesserung des Lebens der Menschen und die Tatsache, dass die

    Sowjetunion die fortschrittlichste Wissenschaft und Kultur vorweisen

    konnte. Dies ist nicht nur und nicht so sehr Nostalgie als Ergebnis

    eines direkten Vergleichs der sowjetischen und postsowjetischen

    sozialen, wirtschaftlichen und moralischen Erfahrungen. Ein Vergleich,

    der zu einer sicheren Schlussfolgerung über die objektiven

    Systemvorteile der damaligen Zeit führt.


    Jeder, der in der Lage ist, grundlegende Fakten und Daten zu vergleichen

    und zu analysieren, kann nicht umhin, zu dem Schluss zu kommen, dass die

    sowjetische Geschichte die Vorzüge sozialistischer Regierungsprinzipien

    und einer gerechten Verteilung des nationalen Reichtums überzeugend belegt.


    In den letzten zehn Jahren wuchs unsere Wirtschaft mit einer

    durchschnittlichen jährlichen Rate von nicht mehr als einem Prozent. Die

    Wirtschaft der UdSSR wuchs dagegen in den ersten drei Jahrzehnten ihres

    Bestehens, als ihre finanziellen und produktiven Grundlagen geschaffen

    wurden, im Durchschnitt um fast 14 Prozent jährlich. Das ist ein

    Ergebnis, das kein anderer Staat auf der Welt wiederholen konnte.


    Nicht anders als das vorrevolutionäre kapitalistische Russland und auch

    das heutige steigerte die UdSSR ihre Industrieproduktion in denselben 30

    Jahren um das 13fache. Während die USA sie nur verdoppelten, erhöhte

    Großbritannien sie um 60 Prozent.


    Bereits während des ersten sowjetischen Fünfjahresplans wurden über

    1.500 Industriebetriebe errichtet. Darunter befanden sich solche

    Giganten wie Dneproges, das Ural-Kusnezker Metallurgiekombinat, die

    Stalingrader und Charkower Traktorenwerke, die Moskauer und die

    Gorki-Autofabriken. Im gleichen Zeitraum wurde der Bau der

    Turkestan-Sibirischen Eisenbahn abgeschlossen. Die Schwerindustrie in

    der UdSSR wuchs fast um das Dreifache, der Maschinenbau um das

    Vierfache. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der

    Industrieproduktion betrug 15 Prozent, die Arbeitsproduktivität stieg um

    fast ein Drittel.


    In den Fünfjahrplänen der Vorkriegszeit wurden 9.000 große

    Industrieunternehmen gegründet. Die Bruttoproduktion stieg im Vergleich

    zu 1913 fast um das Achtfache. Neue Industrien wurden buchstäblich aus

    dem Nichts geschaffen – Werkzeugmaschinenbau, Traktorenbau, chemische

    Industrie und Flugzeugbau.


    Hunderte von neuen Städten entstanden – Komsomolsk am Amur,

    Magnitogorsk, Elektrostal und viele andere. Allein das

    Dnjepr-Wasserkraftwerk erzeugte mehr Energie als alle Kraftwerke im

    zaristischen Russland. Die drei Werke in Magnitogorsk, Kusnezk und

    Makejewka produzierten so viel Eisen wie die gesamte Industrie des

    Zarenreichs.


    Trotz der enormen Verluste, die unser Land im Kampf gegen den Faschismus

    erlitten hatte, erholte sich die Volkswirtschaft nach dem Sieg nicht nur

    rasch, sondern verzeichnete auch ein enormes Wachstum. In den ersten

    fünf Nachkriegsjahren nahm die Sowjetunion mehr als 6.000 Industrie- und

    Energieanlagen in Betrieb. Die UdSSR stellte selbstbewusst die

    wirtschaftliche Überlegenheit der Vereinigten Staaten in Frage. Dort

    betrug die Wachstumsrate des Volkseinkommens weniger als drei Prozent

    pro Jahr, in unserem Land lag sie bei über vier Prozent. In den USA

    wuchs die Industrieproduktion um weniger als drei Prozent jährlich, in

    der Sowjetunion um mehr als fünf Prozent. In den 1960er Jahren war einer

    von vier Wissenschaftlern der Welt ein Bürger der UdSSR.


    Die kolossalen wirtschaftlichen Erfolge zogen ebenso überzeugende

    soziale Ergebnisse nach sich. Die sowjetische Wirtschaft ermöglichte es

    nicht nur, die Arbeitslosigkeit vollständig zu beseitigen, sondern auch,

    jedem einen Arbeitsplatz in seinem Beruf zu garantieren. Diese

    historische Leistung beruhte vor allem auf dem raschen Wachstum der Zahl

    der neuen Unternehmen und der ständigen Steigerung ihrer

    Produktionskapazität.


    In den letzten 30 Jahren ist die mittlere Lebenserwartung nach Angaben

    von Demographen nur um 1,5 Jahre gestiegen. In den letzten Jahren

    verwandelte sich der langsame Anstieg sogar in einen Rückgang, d. h. in

    den letzten drei Jahren wurde das symbolische Bevölkerungswachstum durch

    Aussterben ersetzt. In dieser Zeit ist die Zahl der indigenen Einwohner

    Russlands um zwei Millionen zurückgegangen. Die UdSSR lag bei der

    Lebenserwartung Anfang der 1970er Jahre nicht nur vor den USA, sondern

    auch vor den meisten führenden europäischen Ländern. Dabei ist zu

    berücksichtigen, dass man in Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts im

    Durchschnitt 17 Jahre weniger lebte als in Amerika.


    Mit Ausnahme der Kriegsjahre, in denen 27 Millionen Sowjetbürger ums

    Leben kamen, verzeichnete das Russland der Sowjetzeit ein konstantes und

    schnelles Bevölkerungswachstum. Vor dem Großen Vaterländischen Krieg

    lebten 111 Millionen Menschen innerhalb der Grenzen der RSFSR. Und diese

    Zahl wurde schon zehn Jahre nach dem Sieg wieder erreicht. Bis Anfang

    der 1980er Jahre wuchs die russische Bevölkerung im Vergleich zur

    Vorkriegszeit um fast 40 Millionen, das sind doppelt so viele wie in den

    ersten Jahren des 20. Jahrhunderts.


    Es ist einfach nicht fair, die Schlussfolgerungen derjenigen, die diese

    Errungenschaften mit den Ergebnissen der drei postsowjetischen

    Jahrzehnte vergleichen, auf rein nostalgische Gefühle zu reduzieren.


    Jeder vernünftige Mensch kann nicht umhin, sich zu fragen, warum in der

    zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf die RSFSR ein Zehntel der

    Weltproduktion, auf die UdSSR ein Fünftel, auf die Länder der

    sozialistischen Gemeinschaft zusammen 40 Prozent entfielen, aber auf das

    heutige Russland weniger als zwei Prozent. Warum haben wir es in den

    letzten drei Jahrzehnten nicht geschafft, die Folgen des Niedergangs

    unserer Binnenwirtschaft zu überwinden, die seit Anfang der 1990er Jahre

    in eine chronische Krise geraten ist? Warum ist sie nach wie vor

    unterfinanziert, technologisch rückständig und unproduktiv? Warum kann

    sie nicht mit den Problemen fertig werden, die bereits in den ersten

    Tagen der Sowjetmacht überwunden wurden? Die unvermeidlichen Antworten

    auf diese Fragen ergeben sich nicht aus nostalgischen Gefühlen, sondern

    aus elementarer Logik.


    Sie führt auch zu einer enttäuschenden, aber ebenso unausweichlichen

    Schlussfolgerung: Das Wirtschaftssystem, das sich in unserem Land nach

    der Absage an die sozialistische Entwicklung etabliert hat, ist

    prinzipiell nicht in der Lage, das Wohlergehen der Bürger zu

    gewährleisten. Heute leben mehr als 20 Millionen unterhalb der

    Armutsgrenze, beim Mindestlohn liegen wir im sechsten Dezil

    (Zehnergruppen) der Staaten.


    Wir können nicht akzeptieren, dass fast ein Viertel der Familien mit

    Kindern in Armut lebt und mehr als die Hälfte der Familien mit vielen

    Kindern, dass die Verarmung Dutzende von Millionen Menschen in die

    Schuldenfalle treibt, so dass die Gesamtverschuldung der russischen

    Kreditnehmer bei den Banken bereits fast den Umfang des föderalen

    Haushalts erreicht. Denn unser Land steht weltweit an erster Stelle, was

    das Verhältnis zwischen dem Bruttoinlandsprodukt und dem Gesamtvermögen

    der Milliardäre betrifft, das 36 Prozent des BIP beträgt. Wir können

    nicht akzeptieren, dass im 21. Jahrhundert Russland das einzige Land der

    Welt ist, in dem das Gesamtkapital von Hunderten von Dollarmillionären

    die gesamten Bankeinlagen aller anderen Bürger übersteigt.


    All dies deutet nicht nur auf eine weitverbreitete Armut, eine höchst

    ungleiche Verteilung des nationalen Reichtums und die Ergebnisse seiner

    Verwendung hin. Das schafft jene Art von sozialer Spaltung, die in der

    heutigen Zeit, in der die Gesellschaft soweit wie möglich geeint sein

    muss, um äußeren Bedrohungen zu begegnen, doppelt gefährlich ist.


    Es ist unmöglich, teilnahmslos zur Kenntnis zu nehmen, dass Russland,

    das reichste Land der Erde, das im 20. Jahrhundert die größten

    Durchbrüche in Wissenschaft, Bildung, Medizin und im Kampf gegen die

    gefährlichsten Infektionen erzielt hat, in diesem Jahrhundert auf Platz

    96 in der Welt bei der Lebenserwartung und auf Platz 52 beim materiellen

    Lebensstandard zurückgefallen ist.


    Es ist nicht zu übersehen, dass in einem Land, in dem zu Sowjetzeiten,

    selbst in den schwierigsten Kriegsjahren, bis zu 17 Prozent der gesamten

    staatlichen Haushaltsausgaben für die Bildung aufgewendet wurden, diese

    Ausgaben heute nicht mehr als vier Prozent der gesamten

    Haushaltsausgaben betragen und nicht einmal ein Prozent des BIP erreichen.


    Natürlich kann die russische Führung nicht umhin, die wachsenden

    Systemprobleme zu erkennen. Es ist kein Zufall, dass in den Dekreten und

    Ansprachen des Präsidenten in den letzten zehn Jahren immer wieder

    strategische Ziele wie die Überwindung des Bevölkerungsrückgangs und der

    Massenarmut, ein technologischer Durchbruch, das Erreichen von

    Wirtschaftswachstumsraten über dem Weltdurchschnitt und der Aufstieg zu

    einer der fünf größten Volkswirtschaften der Welt genannt wurden. Um

    diese Ziele nicht nur zu formulieren, sondern auch in der Praxis zu

    verwirklichen, bedarf es jedoch eines grundlegenden Kurswechsels, einer

    kategorischen Ablehnung des Marktfundamentalismus, einer Rückbesinnung

    auf ein vollwertiges Programm unabhängiger Entwicklung und einer

    Rückbesinnung auf die besten Erfahrungen der sowjetischen Verwaltung und

    des sozialen und wirtschaftlichen Aufbaus. Die herausragenden

    Errungenschaften der Sowjetzeit beweisen dies ebenso wie die

    Misserfolge, die wir in den letzten Jahrzehnten in diesen Bereichen

    erlitten haben.


    Das Thema der wichtigsten Plenarsitzung der Konferenz, an der wir

    teilnehmen, lautet »Die Erfindung des Sowjetischen: Praktiken,

    Paradoxien und Perspektiven der Resowjetisierung«. Aber die Sowjetunion

    als ein System von Werten und Prinzipien, als ein soziales und

    wirtschaftliches System, muss in keiner Weise neu erfunden und

    umgestaltet werden. Die genannten Leistungen dieses Systems sprechen für

    sich, wie leider die Fehler und Misserfolge der dreißig postsowjetischen

    Jahre selbst für sich sprechen. Dies ist die Grundlage für die

    Überzeugung der Kommunisten, dass die Perspektiven der Resowjetisierung

    für unser Land nicht nur vielversprechend sind, sondern auch die einzig

    möglichen angesichts der bedeutsamen Aufgaben des Wiederaufbaus, vor

    denen es heute steht.


    Leider kann man von einer Resowjetisierung auf staatlicher Ebene noch

    nicht sprechen. Aber wir glauben, dass sie für Russland lebenswichtig

    ist. Und eines der wichtigsten Anzeichen dafür ist die rasche

    Resowjetisierung des Massenbewusstseins, das für die Verbindung zwischen

    den bewährten historischen Errungenschaften des Sowjetsystems und dem

    Bild einer Zukunft sensibilisiert ist, in der wir auf den Weg der vollen

    Entwicklung und der wahren Souveränität zurückkehren können. Diese

    Souveränität, deren einzige Voraussetzung die untrennbare Verbindung

    zwischen politischer und wirtschaftlicher Unabhängigkeit ist, wurde von

    unserem Land erst in der Sowjetära, nur auf der Grundlage des

    Sozialismus, vollständig erreicht.


    Aber das bittere Paradoxon der Resowjetisierung – kein echtes, sondern

    ein fiktives Surrogat, das sie uns oft aufzuzwingen versuchen – kann man

    heute getrost als Realität bezeichnen. Dieses Paradox besteht darin,

    dass man zwar die Größe der Errungenschaften der Sowjetzeit anerkennt,

    sie aber aus dem Kontext des Sozialismus herauslösen will, ohne den sie

    nicht verwirklicht werden konnten. Und ohne ihn können sie nicht

    reproduziert werden.


    Wir können keine Renaissance und keine erfolgreiche Entwicklung

    erwarten, wenn wir weiterhin an den Grundsätzen des

    Marktfundamentalismus festhalten, an den Einstellungen, die das System

    des transnationalen Kapitals hervorbringt. Dessen Ziel, das durch nichts

    mehr verdeckt wird, ist die Zerstörung unseres Landes, die Beseitigung

    unserer Staatlichkeit. Und wer sich weiterhin auf eine solche

    Möglichkeit verlässt, begeht nicht nur einen gefährlichen, sondern einen

    kriminellen Fehler.


    Unsere Konferenz findet in einer der größten wissenschaftlichen

    Einrichtungen in Zentralrussland statt. Und heute ist es besonders

    angebracht, sich auf die Erkenntnisse von Wissenschaftlern zu beziehen,

    die einen direkten Bezug zu dem von uns behandelten Thema haben.


    Kürzlich wurde in der Zeitschrift »Fragen der politischen Ökonomie«

    (»Вопросы политической экономии«) der Artikel »Der gebrochene

    Entwicklungsvektor der russischen Wirtschaft« veröffentlicht. Er basiert

    auf Forschungsarbeiten von Fachleuten der Abteilung für politische

    Ökonomie der Staatlichen Universität Moskau. Die in diesem

    Analysematerial dargelegten Schlussfolgerungen und Vorschläge stimmen

    fast vollständig mit den Positionen, Programmthesen und Forderungen

    unserer Partei überein.


    Die Autoren beschreiben das Wirtschaftsmodell, das in Russland nach dem

    Zusammenbruch der UdSSR eingeführt wurde, als kategorisch ineffizient

    und im Widerspruch zu den Entwicklungszielen. Als wichtigsten Beleg für

    diese Schlussfolgerung führen sie die folgenden Daten an: Das reale BIP

    Russlands ist derzeit um 20 bis 25 Prozent höher als im Jahr 1990,

    während sich der Umfang der Weltwirtschaft seit 1990 fast verdreifacht

    hat. So war das durchschnittliche Wirtschaftswachstum in den letzten

    drei Jahrzehnten weltweit mindestens zwölfmal so hoch wie das Russlands.


    Als Hauptgrund dafür wird die ineffiziente und unverantwortliche

    Verwaltung der Wirtschaft infolge der Privatisierung genannt. Aufgrund

    der praktisch illegalen Privatisierungsgeschäfte sind die meisten

    russischen Unternehmen in den Händen von Eigentümern gelandet, die über

    keine ernsthaften Managementfähigkeiten verfügen. Gleichzeitig sind sie

    nicht bereit, die für die Entwicklung erforderlichen Mittel zu

    investieren, sondern sind nur auf ihren persönlichen Profit bedacht und

    ziehen unbegrenzte finanzielle Mittel ins Ausland ab. Nur 15 Prozent der

    strategisch wichtigen Vermögenswerte verbleiben in den Händen des

    Staates. Diese beklagenswerten Ergebnisse der Privatisierung wirken sich

    bis heute auf die heimische Wirtschaft aus und bestimmen fast

    vollständig deren Charakter und Zukunftsperspektiven.


    Den einzig wirksamen Ausweg aus dieser Situation sehen die

    Wissenschaftler in der Überführung strategisch wichtiger

    Wirtschaftsbereiche in die Hände des Staates. Mit anderen Worten:

    Verstaatlichung von Schlüsselunternehmen und Entfernung der derzeitigen

    Oligarchie aus der Verwaltung der Wirtschaft des Landes.


    Die Experten fordern auch eine Wiederbelebung der sowjetischen Praxis

    der Fünfjahrpläne. In erster Linie sollten sie die vollständige

    Wiederherstellung bestehender Einrichtungen und die Schaffung neuer

    Einrichtungen für bahnbrechende technologische Entwicklungen umfassen.


    Es liegt auf der Hand, dass ein solcher Wandel nur auf der Grundlage

    eines kohärenten staatlichen Programms erfolgen kann, das eine

    grundlegende Überarbeitung des wirtschaftlichen und sozialen

    Entwicklungsmodells des Landes beinhaltet. Nach unserer Überzeugung kann

    ein solches Programm nur sozialistisch sein und das Beste aus der

    sowjetischen Praxis und den jüngsten technologischen Fortschritten vereinen.


    Es war die KPRF, die der Gesellschaft ein solches Programm vorschlug,

    das aus den Bemühungen der besten Spezialisten hervorging und von

    Wissenschaftlern, Industriellen, Vertretern des Bildungswesens und der

    Medizin aktiv unterstützt wurde.


    Wir haben eine Reihe von Maßnahmen zur Wiederbelebung des russischen

    ländlichen Raums und zur grundlegenden Verbesserung der Produktivität

    des Agrarsektors entwickelt. Die wichtigsten davon spiegeln sich in

    unseren Programmen »Neues Neuland« und »Nachhaltige Ländliche

    Entwicklung« wider.


    Wir haben ein überzeugendes Programm für die Wiederbelebung der

    heimischen Wissenschaft und Bildung vorgelegt, auf dem unser

    Gesetzentwurf »Bildung für alle« basiert.


    Als wir einer Flut von feindlichen Sanktionen ausgesetzt waren, als der

    Westen offen erklärte, dass es sein Ziel sei, unsere Wirtschaft und

    damit unser Land selbst zu zerstören, waren wir es, die »Zwanzig

    Sofortmaßnahmen für die Umgestaltung Russlands« vorschlugen.


    Sie enthalten einen klaren Plan zur Verstaatlichung von

    Schlüsselbereichen der Wirtschaft und des Bankensystems.

    Wiederherstellung der staatlichen Planung. Gewährleistung der

    Ernährungssicherheit und Schutz der Interessen der heimischen

    Agrarindustrie. Erleichterung des Finanzsystems des Landes zur Förderung

    der wirtschaftlichen Entwicklung. Begrenzung der Ausfuhr von

    Finanzmitteln ins Ausland. Starker Schutz der Arbeitnehmer vor

    Arbeitslosigkeit und Elend. Eine Verdoppelung des existenzsichernden

    Lohns und des Mindestlohns.


    Im Titel dieser wissenschaftlichen Konferenz »Die UdSSR: Eine vergangene

    Zukunft?« (»СССР: прошедшее будущее?«) steht ein Fragezeichen. Aber für

    uns gibt es kein Fragezeichen. Für uns steht anstelle des Fragezeichens

    ein festes und selbstbewusstes Ausrufezeichen.


    Die immer stärkere Hinwendung des Massenbewusstseins zu sozialistischen

    Prioritäten ist nicht mehr nur ein russischer, sondern ein weltweiter

    Trend. Und so sehr sich die »Eliten« auch bemühen, dies zu verschleiern,

    es fällt ihnen immer schwerer.


    Die beiden dramatischen Ereignisse, die die ganze Welt erschüttert haben

    – die globale Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008 und 2009 sowie die

    Coronavirus-Pandemie – haben die Erschöpfung und Sinnlosigkeit des

    kapitalistischen Systems in aller Deutlichkeit vor Augen geführt. Und

    sie waren ein deutliches Zeichen dafür, dass die Menschheit mit dem

    neuen Jahrtausend in eine Periode des endgültigen Zusammenbruchs

    eingetreten ist.


    Im Westen selbst, dem Zentrum des globalen Kapitalismus, haben führende

    akademische Wirtschaftswissenschaftler noch nie so häufig und

    selbstbewusst von dessen Bankrott gesprochen wie in den letzten Jahren.


    Der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz hat wiederholt darauf hingewiesen,

    dass der Kapitalismus unzureichend ist und den Bedürfnissen der

    Menschheit nicht gerecht wird. Stiglitz beharrt darauf: »Handlungen, die

    die Ungleichheit verstärken – das ist es, was die Politik der

    Regierenden in den letzten 30 Jahren ausgemacht hat«.


    Thomas Piketty, einer der bedeutendsten Wirtschaftswissenschaftler in

    Europa, fordert eine gesetzliche Begrenzung des Vermögens von

    Privatpersonen und Beschlagnahme des Großteils der Vermögen von

    Milliardären, um es den Bedürfnissen der Gesellschaft zuzuführen.

    Andernfalls, davon ist er überzeugt, wird die Welt unweigerlich in Chaos

    und Aufruhr versinken.


    Der renommierte Wirtschaftswissenschaftler und Historiker Niall Ferguson

    redet vom Scheitern und dem perversen Charakter des Neoliberalismus. Er

    zählt die zerstörerischen Merkmale des modernen Kapitalismus auf, die

    durch seine Ideologie hervorgerufen werden: stark wachsende

    Staatsverschuldung, unaufhaltsamer Rückgang der Gesamtnachfrage, Zunahme

    der versteckten Arbeitslosigkeit sowie Verschärfung der sozialen

    Ungerechtigkeit.


    Selbst die weitsichtigsten Mitglieder des Großkapitals müssen dies

    akzeptieren, da sie wissen, dass eine systembedingte Katastrophe auch

    sie in den Abgrund reißen wird. Ein Beispiel dafür ist der Milliardär

    Ray Dalio, der als der reichste amerikanische Investor gilt. Im

    Fernsehen und auf Wirtschaftsforen spricht er Klartext: Der

    Kapitalismus, wie wir ihn kennen, ist nicht lebensfähig. Ohne einen

    grundlegenden Wandel des Weltwirtschaftssystems hin zu echter sozialer

    Gerechtigkeit ist eine Krise unvermeidlich, die zu Revolutionen und

    Bürgerkriegen auf dem gesamten Planeten führen wird.


    Die eklatante und hässliche Ungerechtigkeit eines Systems, das im

    Interesse des globalen Kapitals aufgebaut wurde, wird von der

    internationalen Forschungsorganisation Oxfam anschaulich dargestellt. In

    diesem Jahr veröffentlichte sie den Bericht »Von der Krise zur

    Katastrophe«. Dort heißt es: Das Gesamtvermögen der zehn reichsten

    Menschen der Welt übersteigt das Vermögen von 40 Prozent der

    Weltbevölkerung. Während der Coronavirus-Pandemie hat sich das

    Gesamtvermögen der zehn Reichsten auf 1,5 Billionen Dollar mehr als

    verdoppelt. Und das Kapital aller Dollarmilliardäre der Welt entspricht

    55 Prozent des US-BIP. Gleichzeitig stieg die Zahl der Menschen, die

    unterhalb der Armutsgrenze leben, um 163 Millionen. Die Realeinkommen

    von 500 Millionen Menschen sind gesunken, das sind dreieinhalbmal so

    viele wie in Russland. Heute gibt es mehr als 800 Millionen Menschen auf

    der Welt, die mit zwei Dollar pro Tag auskommen müssen.


    Die unvermeidliche Folge der sich verschlechternden sozialen Lage ist

    das Anwachsen der Proteststimmung in der ganzen Welt, begleitet von

    einer offensichtlichen Flucht breiter Massen. Dieser Prozess wird in

    Europa und den Vereinigten Staaten immer deutlicher, in den Ländern, die

    einst als sicherste Häfen des Kapitalismus galten. Zunächst erschien

    dieser Protest vor dem Hintergrund einer epidemischen Krise. Jetzt

    befindet sich unser Land in einer neuen Krisenspirale, die aus den

    Versuchen des Westens resultiert, wirtschaftliches Engagement in

    Russland zu untergraben. Dabei wird die linke, sozialistische Komponente

    der Proteste immer deutlicher.


    Der Linksruck im öffentlichen Bewusstsein spiegelt sich auch in

    Meinungsumfragen in der ganzen Welt wider. Internationalen Umfragen

    zufolge sind 60 Prozent der Weltbevölkerung mit dem kapitalistischen

    System unzufrieden. Soziologen stellen fest, dass selbst in den USA, die

    seit jeher die Hauptbastion des Antikommunismus und Neoliberalismus

    sind, die sozialistische Stimmung stetig zunimmt. Heute bekennt sich

    mehr als die Hälfte der dort befragten jungen Menschen zum Sozialismus.


    Vor diesem Hintergrund hoffen die Globalisierer weiterhin auf einen

    Sieg, indem sie einen Kreuzzug gegen diejenigen ausrufen, die eine

    Alternative zu ihrem unipolaren Weltkonzentrationslager darstellen.


    In der Mitte des letzten Jahrhunderts erklärte Friedrich Hayek, der

    Begründer der Ideologie des modernen Neoliberalismus, mit unverhohlenem

    Zynismus: »Das Proletariat ist eine zusätzliche Bevölkerung.« Diese

    Worte brachten die kriminelle und unmenschliche Haltung gegenüber den

    Arbeitern als »minderwertige Rasse« zum Ausdruck, die es nicht verdient,

    in Würde zu leben. Diese Haltung ist charakteristisch für die

    Neoliberalen, die der Welt das sozioökonomische Äquivalent des

    Nationalsozialismus aufzwingen. Heute müssen wir erkennen, dass für das

    globale Kapital und seine Agenten die gesamte Menschheit – mit Ausnahme

    der »Auserwählten«, die auf ihr schmarotzen – die gleiche »zusätzliche

    Bevölkerung« ist, entbehrliches Material.


    Heute befinden wir uns in einer Situation der direkten Konfrontation mit

    den Trägern dieser verbrecherischen Ideologie. Sie sind es, die heute

    hinter dem Naziregime in Kiew stehen. Wir müssen sie bekämpfen, um den

    Donbass, Russland und die russische Welt zu verteidigen.


    Wir können den Kampf um unsere Zukunft nur gewinnen, wenn wir das

    Wirtschaftsmodell, das die Träger der gleichen Ideologie Russland Ende

    des letzten Jahrhunderts aufgezwungen haben, bedingungslos ablehnen. Ein

    Modell, das auf der Seite des Feindes gegen uns Krieg führt.


    Es zu einem gerechten und wirksamen Modell des Sieges und der

    Regeneration zu machen, ist unsere historische Aufgabe. Das ist es, was

    eine echte Resowjetisierung für uns bedeutet, das ist ihre wichtigste

    Bedeutung.



    /(Übersetzung aus dem Russischen: Jutta Schölzel)


    /

    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.12.2022

    In Kissingers Analyse ist eine realistische Einschätzung der Lage abhandengekommen

      meinungsfreiheit.rtde.life, 26 Dez. 2022 15:58 Uhr, Ein Kommentar von Scott Ritter


    Henry Kissinger, ehemaliger Außenminister der USA unter Richard Nixon und graue Eminenz der US-Außenpolitik, enthüllte, dass die Politik des Westens die Auflösung der Russischen Föderation verfolgt. Diplomatie scheint dabei keine Option zu sein.


    In Kissingers Analyse ist eine realistische Einschätzung der Lage abhandengekommen


    Quelle: Gettyimages.ru © Photo by Zhang Shuo/China News Service


    Henry Kissinger, am 24. Februar 2022 zu einer Festveranstaltung aus Anlass von 50 Jahre Nixons historischer China-Reise zugeschaltet.




    Man kann ihn lieben oder hassen, aber man muss die Erfahrung und Standhaftigkeit von Amerikas führendem Praktiker der Realpolitik, Henry Kissinger, respektieren. In einem kürzlich erschienenen Meinungsbeitrag, den er für das Magazin The Spectator verfasst hat, plädiert Kissinger für eine diplomatische Lösung des Ukraine-Konflikts. Es überrascht niemanden, dass das amerikanische Urgestein der Geopolitik von der ukrainischen Regierung und ihren Stellvertretern und Unterstützern wutentbrannt angeprangert wurde, weil Kissinger es wagte anzudeuten, dass der Ukraine mehr gedient wäre, wenn sie eine diplomatische Lösung des Konflikts suchen würde, anstatt vergeblich eine Entscheidung auf dem Schlachtfeld zu suchen, die höchstwahrscheinlich nie eintreten wird.


    Kissinger skizziert erneut Friedensvorschlag für die Ukraine






    Kissinger skizziert erneut Friedensvorschlag für die Ukraine






    So überzeugend und pragmatisch der Ansatz von Kissinger auf den ersten Blick zu sein scheint, die Substanz seiner Argumentation täuscht über bestimmte Tatsachen hinweg, mit denen die Realität entblößt wird, dass das, was Kissinger als Verhandlungsfrieden vorschlägt, eine russische Niederlage bedeuten würde. Kurz gesagt, der von Kissinger vorgeschlagene Plan hat keine Chance sich zu verwirklichen.

    Kissingers Voreingenommenheit, die sich deutlich auf die Seite der NATO und der Ukraine schlägt, offenbart sich schon am Beginn seines Meinungsbeitrags. Er schreibt: "Ich habe wiederholt meine Unterstützung für die militärischen Bemühungen des Westens zum Ausdruck gebracht, Russlands Aggression in der Ukraine zu vereiteln." Mit diesem Paukenschlag stellt der Meister der Diplomatie das geltende Narrativ in Frage und zeigt auf, dass weder die Ukraine noch Deutschland in gutem Glauben gehandelt haben, als man sich auf die Minsker Abkommen von 2014 und 2015 geeinigt hatte. Vielmehr wurden die Abkommen als kaum mehr als ein Mittel missbraucht, um Zeit für die Ukraine zu gewinnen, das ukrainische Militär aufzurüsten und auszubilden und sich anschließend im Donbass und auf der Krim gegen Russland durchzusetzen. Frieden war nie eine Option, ein Krieg war der Plan.


    Kissinger hat seine Position, dass Russland der Aggressor in diesem Konflikt ist, nicht revidiert. Wofür er jedoch einsteht, ist die Einsicht, dass Russland militärisch nicht besiegt werden kann und dass die Ukraine jetzt ein Friedensabkommen akzeptieren sollte, um dadurch weitere Gebietsverluste abzuwenden. Kissinger stellt fest:

    "Die Zeit naht, um auf den bereits erreichten strategischen Veränderungen aufzubauen und sie in eine neue Struktur zu integrieren, um dadurch einen Verhandlungsfrieden zu erreichen."

    Kissinger untergräbt zudem jegliches Gewicht in seiner Argumentation, indem er sich auf eine Art phantasievollen Optimismus einlässt, der normalerweise nur in der extremistischen ukrainischen Propaganda zu finden ist:

    "Die Ukraine ist zum ersten Mal in der modernen Geschichte zu einem bedeutenden Staat in Mitteleuropa geworden."

    Tatsache ist, die Ukraine war bereits vor dem Konflikt mit Russland eine Nation, die man mit einem Zugunglück vergleichen konnte – und zehn Monate Krieg haben diese Nation noch weiter an den Abgrund gebracht.

    Die Fantasievorstellungen Kissingers gehen in seinem Text dann weiter:

    "Mithilfe ihrer Verbündeten und inspiriert von ihrem Präsidenten Wladimir Selenskij hat die Ukraine die russischen konventionellen Streitkräfte, die erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg Europa überfallen haben, aufgehalten."

    Schleichender Einsatz der NATO in der Ukraine – oder: Russland ist nicht Nordvietnam




    Meinung

    Schleichender Einsatz der NATO in der Ukraine – oder: Russland ist nicht Nordvietnam





    Tatsache ist, dass die Ukraine, wenn sie sich selbst überlassen worden wäre, bereits im Sommer 2022 von Russland militärisch besiegt worden wäre. Die Infusion von unzähligen Milliarden an US-Dollar und modernen Waffen aus den Arsenalen der NATO, zusammen mit Tausenden hoch qualifizierten westlichen Söldnern, unterstützt durch westliche Geheimdienste und Experten der Kommunikations- und der Operationsplanung, hat es dem ukrainischen Militär ermöglicht, die eigene Lebensdauer zu verlängern, während es dem russischen Militär einige erhebliche Rückschläge zugefügt hat. Aber Russland hat dank der Mobilisierung von rund 300.000 Reservisten, von denen 150.000 bereits in die Strukturen der russischen Streitkräfte integriert wurden, die Lage an der Front stabilisiert und alle ukrainischen offensiven Operationen im Süden und im Norden abgestumpft, während die ukrainische Verteidigung entlang der Donezk-Front zermalmt wird. Weit davon entfernt, aufgehalten zu werden, ist Russland dabei, eine Kampfstärke von zehn bis 15 Divisionen ins Einsatzgebiet zu verlegen, eine offensive Fähigkeit, die von der Ukraine derzeit nicht beantwortet werden kann.


    Kissingers Wahnvorstellungen der tatsächlichen Lage auf dem Schlachtfeld haben seinen Sinn für die geopolitische Einschätzung der Ukraine getrübt. Laut Kissinger hat die Tapferkeit der Ukraine auf dem Schlachtfeld "die ursprünglichen Zweifel in Bezug auf eine Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO beseitigt". Die Ukraine, so Kissinger, habe eine der größten und effektivsten Landarmeen in Europa aufgebaut, ausgerüstet von den USA und ihren Verbündeten. Daher sollte die Ukraine einen Friedensprozess mit der Mitgliedschaft in der NATO verknüpfen. Die Alternative einer Neutralität ist nicht mehr sinnvoll, insbesondere nicht, nachdem Finnland und Schweden der NATO beitreten wollen."


    Jetzt hat Putin verstanden, was der Westen wirklich will





    Meinung

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    Kissingers Artikel wurde nach dem Interview des ukrainischen Generalstabschefs Saluschni mit dem Magazin The Economist verfasst, in dem dieser auf die harte Realität hinwies, dass das ukrainische Militär ohne eine zusätzliche Lieferung von etwa 300 Kampfpanzern, 500 Infanterie-Kampffahrzeugen und 500 Artilleriegeschützen plus Munition nicht in der Lage sein wird, wirksame Offensivoperationen gegen die sich versammelnden russischen Streitkräfte durchzuführen oder sich angemessen gegen sie zu verteidigen. Der Titel "größte und effektivste Landarmee in Europa" gilt somit für die ukrainische Armee nicht mehr – falls dies überhaupt jemals der Fall war. Ihre Mannschaftsstärke wurde dezimiert und ihre Kampfausrüstung ausgeweidet, seit sie Ende August eine großangelegte Gegenoffensive gegen Russland antrat. Darüber hinaus hat die ukrainische Armee diesen Zustand erreicht, indem sie sich in Kampfhandlungen hat verwickeln lassen, in denen eine überwältigende Menge an Waffen und Ausrüstung, die von der NATO zur Verfügung gestellt wurde, auf dem Schlachtfeld von den russischen Streitkräften zerstört wurde.

    Während Kissinger nicht zugeben will, dass Russland die Oberhand in den Kämpfen haben könnte, räumt er ein, dass es tatsächlich die Ukraine ist, die sich in die Ecke getrieben sieht und somit einen tragfähigen Ausweg aus dem aktuellen Konflikt benötigt:

    "Wenn die Vorkriegsgrenzen zwischen der Ukraine und Russland nicht durch Kampf oder Verhandlungen erreicht werden können, so könnte der Rückgriff auf das Prinzip der Selbstbestimmung geprüft werden. International überwachte Referenden über die Selbstbestimmung könnten in besonders gespaltenen Gebieten durchgeführt werden, die im Laufe der Jahrhunderte immer wieder den Besitzer gewechselt haben."

    Scott Ritter: Deutschland ist nur eine Prostituierte der USA, genauso wie die anderen EU-Staaten




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    Das Hauptproblem dieser Denkweise besteht darin, dass sie möglicherweise die Vorstellung postuliert, dass Russland bereit wäre, die Souveränität über einige oder alle Gebiete, die seit Beginn dieses Konflikts in die Russische Föderation eingegliedert wurden, freiwillig aufzugeben. Geradeaus gesagt: Das wird nicht passieren, weil es rechtlich gesehen nicht passieren kann. Die russische Verfassung verbietet dies.

    Zum Schluss spielt Kissinger spielt dann den wohlwollenden Friedensstifter und listet alle Rücksichten auf, die ein siegreicher Westen Russland entgegenbringen sollte, wenn es darum geht, eine Niederlage zu bewältigen. "Russlands historische Rolle sollte nicht herabgewürdigt werden", erklärt Kissinger und möchte dies nicht als Ausdruck der Barmherzigkeit, sondern des Eigennutzes verstanden wissen, der sich angesichts des Status Russlands als großer Nuklearmacht aufdringt:

    "Russlands militärische Rückschläge haben seine globale nukleare Macht nicht beseitigt, sodass es in der Ukraine jederzeit mit einer Eskalation drohen kann. Selbst wenn diese Fähigkeit eingeschränkt wird, könnte die Auflösung Russlands oder die Zerstörung seiner Fähigkeit zur strategischen Politik, sein elf Zeitzonen umfassendes Territorium in ein umkämpftes Vakuum verwandeln. Die konkurrierenden Gesellschaften könnten beschließen, ihre Streitigkeiten gewaltsam auszutragen. Andere Länder könnten versuchen, ihre Ansprüche mit Gewalt geltend zu machen. All diese Gefahren würden durch das Vorhandensein Tausender Atomwaffen verschärft, die Russland zu einer der beiden größten Atommächte der Welt machen."

    Kissinger enthüllte damit schlagartig die absolute Gefahr, die vom Westen ausgeht, wenn es um seine kollektive Politik gegenüber Russland geht – die Tatsache, wozu die Politik des Westens führen könnte und worauf sie tatsächlich ausgerichtet ist: auf die Auflösung Russlands. Kurz gesagt: Die westliche Unterstützung der Ukraine ist für Russland ein existenzielles Problem, und weil das nationale Überleben auf dem Spiel steht, ist eine Niederlage keine Option. Aber auch Diplomatie scheint keine zu sein.

    "Der Weg der Diplomatie mag kompliziert und frustrierend erscheinen", bemerkt Kissinger in seinem Text. "Aber der Weg dorthin erfordert sowohl die Vision als auch den Mut, sich auf den Weg zu machen."

    Es erfordert aber auch eine realistische Einschätzung der Situation, die Kissinger in seiner Analyse insgesamt abhandenkommt.


    Aus dem Englischen


    Scott Ritter ist ein ehemaliger Geheimdienstoffizier des US Marine Corps. Er diente in der Sowjetunion als Inspektor bei der Umsetzung des INF-Vertrags, im Stab von General Schwarzkopf während des Golfkriegs und von 1991 bis 1998 als UN-Waffeninspektor. Man kann ihm auf Telegram folgen.


    Mehr zum Thema - Kissinger bringt Realismus in die Ukraine-Debatte – und bestätigt eine "Verschwörungstheorie"


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    26.12.2022

    Das postsowjetische Russland ist tot – Eine Transformation mit offenem Ausgang

    meinungsfreiheit.rtde.life, 26 Dez. 2022 13:54 Uhr, Eine Analyse von Dmitri Trenin

    Russland ist im auslaufenden Jahr in eine neue Phase der Turbulenzen eingetreten und hat sich dadurch bis fast zur Unkenntlichkeit verändert. Aber wir müssen erst noch genau verstehen lernen, welche Veränderungen tatsächlich stattgefunden haben.


    Das postsowjetische Russland ist tot – Eine Transformation mit offenem AusgangQuelle: Sputnik © Mikhail Kli


    mentyev / SPUTNIK / AF


    Der russische Präsident Wladimir Putin am 18. März 2022 bei einem Konzert zum achten Jahrestag der Wiedervereinigung der Krim mit Russland.





    Um mit einem Wort zu beschreiben, wie sich das Jahr 2022 für Russland gestaltete? Ich würde sagen: Transformativ.


    Das tragische Schicksal des russischen Volkes. Teil 1: Auf den Straßen von Paris




    Meinung

    Das tragische Schicksal des russischen Volkes. Teil 1: Auf den Straßen von Paris






    Das ist an sich nichts Neues. Kriege rekonstruieren ausnahmslos die Grundlagen derer, die sie führen. Der Konflikt in der Ukraine ist keine nebensächliche Angelegenheit. Bereits nach zehn Monaten scheint seine Wirkung weitaus größer zu sein als jene des Krimkriegs Mitte des 19. Jahrhunderts oder des russisch-japanischen Krieges Anfang des 20. Jahrhunderts. Die passendste Analogie, die man dazu in der russischen Geschichte finden kann, ist der Erste Weltkrieg, und das nicht nur aufgrund der Dominanz der Artillerie und der Realität der Kriegsführung in den Schützengräben.


    Dieser Krieg in der Ukraine ist für Russland der erste Konflikt seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion, der eine – wenn auch noch begrenzte – Mobilisierung erforderte. Und er wird sicherlich auch der größte Krieg in Bezug auf die erlittenen Verluste sein.


    Dieser Krieg ist jedoch nur ein gewaltsames Element in einem umfassenderen hybriden Konflikt zwischen Russland und dem kollektiven Westen. Dementsprechend wurden die sogenannten "Sanktionen aus der Hölle" verhängt und anschließend viele noch strengere Maßnahmen, die sich nur wenige Menschen noch vor einem Jahr hätten vorstellen konnten. In der Folge wurde Russland praktisch vollständig vom westlich dominierten globalen Finanzsystem ausgeschlossen. Dabei wurde der Handel mit Westeuropa, dem Hort von Moskaus traditionellen Hauptwirtschaftspartnern, stark eingeschränkt und die Beziehungen im Energiebereich zwischen der EU und Russland, die wichtigste materielle Säule der Beziehungen zu Westeuropa, wurden umgehend niedergerissen. Die Hälfte der Währungsreserven Russlands im Ausland wurden eingefroren und die Privatvermögen einiger Bürger des Landes beschlagnahmt.


    Auf der politischen Seite wurde Russland nicht nur gezwungen, den Europarat zu verlassen. Außenminister Lawrow wurde von der Teilnahme an der Jahrestagung der OSZE ausgeschlossen und durfte erst im letzten Moment an der Sitzung der UN-Generalversammlung teilnehmen. Etwa zwei Drittel der UN-Mitgliedsstaaten haben Russlands Vorgehen in der Ukraine verurteilt; das Europäische Parlament hat Russland als staatlichen Sponsor des Terrorismus gebrandmarkt, und der Deutsche Bundestag hat Moskau die alleinige Schuld für die Hungersnot der frühen 1930er-Jahre in der Sowjetunion aufgebürdet, was in Bezug auf die damals betroffenen ukrainischen Gebiete heute als "Völkermord" bezeichnet wird. Die deutsch-russische Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg, eines der Wunder der Geschichte, erodierte umgehend.


    Das tragische Schicksal des russischen Volkes. Teil 2: Die Unseren werden nicht kommen




    Meinung

    Das tragische Schicksal des russischen Volkes. Teil 2: Die Unseren werden nicht kommen





    Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, arbeiteten viele im Westen daran, so etwas wie eine moralische Hinrichtung Russlands herbeizuführen und das Land zu einer modernen Version eines Deutschland nach 1945 zu machen. Man verbietet die russische Kultur, schließt russische Sportler von internationalen Wettbewerben aus – einschließlich von der Fußballweltmeisterschaft und den Olympischen Spielen – und verbannt sogar russische Kleintiere aus Schönheitswettbewerben für Hunde und Katzen.


    Das Ausmaß und die Heftigkeit dieser Breitseiten wurden von der Widerstandsfähigkeit der russischen Wirtschaft, seiner Gesellschaft und der Politik mehr als bloß aufgefangen. Das BIP des Landes ist zwar geschrumpft, aber im vergangenen Jahr um weniger als drei Prozent bei einer Inflation von etwa 12 Prozent – das ist niedriger als in vielen EU-Mitgliedstaaten. Der Bevölkerung ist es im Großen und Ganzen gelungen, sich an die neuen Umstände anzupassen, einschließlich an den völlig unerwarteten Schock der militärischen Mobilisierung.


    Da viele Exporte nach Russland verboten wurden, hat das Land erneut gelernt, Produkte in großem Umfang selbst herzustellen, von Kleidung bis hin zu Passagierflugzeugen. Technologische Souveränität ist kein Schlagwort mehr, sondern Politik geworden. Die finanzielle Souveränität wird durch ein nationales Zahlungssystem und der Außenhandel unter Verwendung von binationalen Währungen, einschließlich des Rubels, gestärkt.


    Westliche Restriktionen und die allgemeine Russlandfeindlichkeit haben dazu beigetragen, Restillusionen über Westeuropa und Nordamerika zu beseitigen und der längst überfälligen Neuausrichtung der russischen Außenhandelspolitik auf Asien, auf den Nahen Osten, auf Afrika und Lateinamerika kräftigen Auftrieb zu geben. Russische Eliten, die mit einer binären Wahl konfrontiert waren, haben einen Prozess der Selbstreflexion durchlaufen: Einige sind in Russland geblieben, während andere näher an ihr Vermögen im Ausland gezogen sind. Pro-westliche Bewegungen innerhalb Russlands haben die meisten ihrer wichtigsten Vorkämpfer und Anhänger verloren, von denen die meisten ausgewandert sind, während der russische Patriotismus bei vielen Bürgern gestärkt wurde. In Bezug auf Werte und Ideen wird die Kultur des Konsums von der Kultur des Gemeinwohls herausgefordert.


    Kann es sein, dass die schlimmsten Zeiten auch die besten Zeiten sein können und dass das, was man derzeit in Russland erlebt, einer schöpferischen Zerstörung gleichkommt? Das mag sein, aber an der Schwelle zum Jahr 2023 stehen wir erst ganz am Anfang eines Prozesses, der verspricht, so weltbewegend zu werden wie der Untergang der Sowjetunion, aber in die entgegengesetzte Richtung geht. Es stimmt, es herrscht immer noch viel Unsicherheit. Schlechte Dinge können die guten Entwicklungen immer noch verdrängen. Ein Teil der Elite träumt immer noch davon, sich mit dem Westen zu versöhnen, selbst um den Preis einer Kapitulation, und die Geduld der einfachen Leute könnte angesichts neuer außergewöhnlicher Härten jederzeit zu Ende gehen. Es ist jedoch einfach unmöglich, die Uhr auf den 22. Februar 2022 zurückzudrehen, geschweige denn auf 2013. Das wird einfach nicht passieren.


    Wie Neurussland entstand – und sich der Fehler der kommunistischen Revolutionäre heute selbst behebt




    Meinung

    Wie Neurussland entstand – und sich der Fehler der kommunistischen Revolutionäre heute selbst behebt





    Russland ist keine Nation, die sich an Versuch und Irrtum orientiert. Historisch gesehen bewegte sich Russland von einer Krise zur nächsten, mit Phasen des Friedens und der Ruhe – und dazwischen des unvermeidlichen Verfalls. Nach dem Ende des Krieges in Tschetschenien genoss Russland zwei Jahrzehnte Frieden, relative Stabilität und ein gewisses Maß an Wohlstand. Jetzt ist es an der Zeit, sich einer großen neuen Krise zu stellen, die gerade erst begonnen hat, nachdem die erste Ausgabe des postsowjetischen Russlands ihr Potenzial nachweislich erschöpft hat.


    Die Konturen der Russischen Föderation 2.0 sind noch nicht ganz klar. Man kann nur auf eine lebensfähigere und sich selbst tragende Wirtschaft hoffen, mit unabhängigeren und solideren Finanzen; einer leistungsfähigeren technologischen und wissenschaftlichen Basis; einem gerechteren Gesellschaftsvertrag; einem politischen System, das den Bürgern gegenüber rechenschaftspflichtiger ist; einer leistungsorientierten Elite, die eher dem Allgemeinwohl als dem Individuum dient; einem Militär, das auf der nicht nuklearen Seite stärker ist; einer Außenpolitik, die sich eng mit der wachsenden globalen Mehrheit nicht westlicher Länder verbindet und – schließlich – eine zufriedenstellende Grundlage für neue Beziehungen zu Westeuropa und Nordamerika findet.

    Das ist eine lange Wunschliste. Klar ist jedoch: Der Weg in eine bessere Zukunft für Russland muss in der Ukraine gelegt werden, – wenn auch zweifellos zu einem hohen Preis.


    Aus dem Englischen


    Dmitri Trenin ist Professor an der Hochschule für Wirtschaft und Senior im Kollegium für Forschung am Institut für globale Ökonomie und internationale Beziehungen. Er ist zudem Mitglied des russischen Rates für internationale Beziehungen.


    Mehr zum ThemaNichts wird die Russen dazu bringen, eine Trennung von der Ukraine zu akzeptieren


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    Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/russland/158170-postsowjetische-russland-ist-tot


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    26.12.2022

    Washington versucht, islamistische Milizen in Nordsyrien wiederzubeleben

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 26. Dezember 2022, 17:04 Uhr


    https://linkezeitung.de/2022/12/26/washington-versucht-islamistische-milizen-in-nordsyrien-wiederzubeleben/

    26.12.2022


    *Washington versucht, islamistische Milizen in Nordsyrien wiederzubeleben


    Die USA hoffen, dass die Präsenz von Liwa Thuwwar al-Raqqah an der

    syrisch-türkischen Grenze dazu beitragen könnte, die Türkei zu

    besänftigen und möglicherweise eine Bodenoffensive gegen die Kurden zu

    verhindern*


    Einem Bericht der libanesischen Zeitung Al-Akhbar vom 20. Dezember

    zufolge versuchen die USA derzeit, die Liwa Thuwwar al-Raqqa

    (Revolutionäre Brigade von Raqqa) – eine ehemalige islamistische Miliz,

    die sich gegen Damaskus stellt – wiederaufzubauen.


    Dem Bericht zufolge zielen die Bemühungen der USA darauf ab, die Türkei

    zu besänftigen, indem sie den von Ankara geforderten Rückzug der

    Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) von der Grenze erleichtern und sie

    durch eine wiederbelebte Version der ehemaligen Oppositionsgruppe

    ersetzen, die als Pufferzone an der syrisch-türkischen Grenze dienen soll.


    Um dies zu erreichen, forderten US-Offiziere den Anführer der Gruppe bei

    einem kürzlichen Treffen auf, eine schlagkräftige Truppe von bis zu

    3.000 Kämpfern zusammenzustellen, und versicherten ihm, dass Washington

    ihre monatlichen Gehaltsschecks sicherstellen würde.


    Gleichzeitig zielt der Plan darauf ab, die russischen

    Vermittlungsbemühungen zwischen den SDF und der Türkei zu

    kompromittieren, indem er Moskaus Vorschlag an Ankara „den Boden unter

    den Füßen wegzieht“. Russlands Vorschlag sieht einen Rückzug der

    kurdischen Milizen und den Einsatz der Syrischen Arabischen Armee (SAA)

    entlang der syrisch-türkischen Grenze vor.


    Im Wesentlichen dient der Wiederaufbau der in Raqqa ansässigen

    militanten Gruppe dem Wunsch der USA, „jeden Versuch der russischen oder

    syrischen Regierung zu verhindern, sich den Hochburgen des

    amerikanischen Einflusses zu nähern“, so Al-Akhbar in einem neueren

    Bericht vom 22. Dezember.


    Diesem Bericht zufolge hofft Washington auch, dass die SDF und die

    Raqqa-Brigade trotz der Spannungen zwischen ihnen schließlich

    verschmelzen könnten – wie sie es einst taten – und so den SDF eine Form

    von „Legitimität“ verleihen, die es Ankara möglicherweise ermöglichen

    könnte, „sich ihr in Zukunft zu öffnen.“


    Die Gruppe Liwa Thuwwar al-Raqqa wurde 2012 in der nordsyrischen Stadt

    Raqqa gegründet und kämpfte an der Seite von Jabhat al-Nusra, dem

    Al-Qaida-nahen Vorläufer der in Idlib ansässigen Extremistengruppe Hayat

    Tahrir al-Sham (HTS), gegen die Kräfte der syrischen Regierung. Ein Jahr

    später fiel die Stadt an ISIS, und Liwa Thuwwar al-Raqqa lieferte sich

    weiterhin Gefechte mit ihnen, bis sie sich schließlich 2015 mit den SDF

    zusammenschloss und offiziell der Anti-ISIS-Operation der US-Koalition

    beitrat.


    Im Jahr 2018 lösten die SDF nach einem Streit zwischen den beiden

    Gruppen Liwa Thuwwar al-Raqqa auf, indem sie ihr Hauptquartier

    übernahmen und ihren Anführer verhafteten.


    Washingtons Plan, die Gruppe wiederzubeleben, kommt zu einem Zeitpunkt,

    an dem die USA kontinuierlich versuchen, die Position ihrer Besatzung in

    Syrien zu stärken, insbesondere in der Stadt Raqqa, wo sie den Bau einer

    neuen Militärbasis geplant haben.


    Am 15. Dezember brachten US-Gesetzgeber den Countering Assad’s

    Proliferation Trafficking And Garnering Of Narcotics Act (CAPTAGON Act)

    ein, der darauf abzielt, Washingtons drakonische Sanktionspolitik nach

    dem Caesar Act gegen Damaskus auszuweiten, diesmal allerdings unter dem

    Vorwand, den Drogenhandel des Landes zu bekämpfen.


    Die USA haben außerdem kürzlich bestätigt, dass sie keine Pläne haben,

    Syrien zu verlassen oder die Sanktionen zu beenden.


    https://thecradle.co/Article/news/19767?utm_campaign=The%20Cradle%20&utm_medium=email&utm_source=Revue%20newsletter 

    <https://thecradle.co/Article/news/19767?utm_campaign=The%20Cradle%20&utm_medium=email&utm_source=Revue%20newsletter>


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.12.2022

    Krieg gegen die Ukraine
    Zehn schnelle Argumente für die Feiertagsgespräche

    n-tv.de, vom 24.12.2022, 09:13 Uhr, Ein Gastbeitrag von Nico Lange Krieg gegen die Ukraine Zehn schnelle Argumente für die Feiertagsgespräche Ein Gastbeitrag von Nico Lange


    Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine wird über die Feiertage und zum Jahreswechsel in vielen Familien diskutiert werden. Für Debatten unter dem Weihnachtsbaum finden Sie hier einige der gängigen Fragen und Mythen - und gute Argumente, um die Diskussion zu führen.


    "Immer dieser Krieg und diese Gewalt, das ist so schlimm, das muss doch mal aufhören."

    Ja, es ist schlimm. Putin hat die Ukraine brutal angegriffen und die Ukraine ist gezwungen, sich zu verteidigen. Leider lässt Putin von seinem Ziel der Vernichtung der Ukraine nicht ab. Putin hat diesen Krieg angefangen, er könnte ihn jederzeit beenden, wenn er wollte.

     
    Politik 22.12.22 Nobelpreisträgerin im Interview "Grausamkeit ist Teil der russischen Kultur"

    Wir in Deutschland würden sicher auch nicht Bayern und Baden-Württemberg weggeben, damit ein Angreifer endlich Ruhe gibt, schon gar nicht an ein Regime, das foltert, vergewaltigt, entführt. Wir sollten so etwas nicht von den Ukrainern erwarten.

    Krieg und Gewalt werden erst aufhören, wenn Putins Truppen aus der Ukraine vertrieben sind. Nur wenn die Ukraine stark genug ist, kann sie für den Frieden sorgen, den wir uns wünschen. Dabei müssen wir helfen.


    "Aber noch nie hat jemand gegen Russland gewonnen - weder Napoleon noch Hitler. Man kann gegen Russland gar nicht gewinnen."

    Niemand hat Russland angegriffen. Niemand will nach Moskau marschieren. Niemand will Russland etwas Böses.

     
    Politik 08.12.22 Thomas Jäger im Interview "Russland braucht keine Sicherheitsgarantien"

    "Gewinnen" heißt hier nur, die russischen Truppen vom Gebiet der Ukraine zurückzudrängen. Man sieht ja, dass Russland schon jetzt mehr als die Hälfte des eroberten Gebiets wieder verloren hat. Es ist also möglich.


    "Naja, die Leute sollen alle für die Ukraine spenden und diese Frau von dem Selenskyj, die geht in Paris für 40.000 Euro luxuriös einkaufen!"

    Olena Selenska war vom 12. bis zum 14. Dezember gemeinsam mit drei ukrainischen Ministern in Paris für eine Konferenz zur Soforthilfe für den Winter. Am 12. Dezember verbreiteten Accounts in sozialen Netzwerken die Information, sie habe für 42.000 Dollar eingekauft. Diese Accounts hatten zuvor beispielsweise auch homophobe Meldungen über Präsident Emmanuel Macron oder Infos von Covid-Leugnern verbreitet. Der erste Post stammte von einem "Oliver de Fabron" aus St. Petersburg in Florida in den USA. Einige unseriöse Internetseiten haben auf der Grundlage dieser Posts berichtet. Es gibt keinerlei Belege für so eine Shoppingtour. In seriösen Medien findet sich dazu nichts.

     

    Politik 22.12.22 02:27 min Holocaust-Forscher untersucht Folter "Es gibt eine Strategie des FSB in der Ukraine"


    "Man muss bei dem Krieg auch die Vorgeschichte anschauen, die Ukrainer sind auch nicht unschuldig."

    Die Ukrainerinnen und Ukrainer wollen seit einem Referendum mit 90 Prozent Zustimmung im Dezember 1991 eigenständig und unabhängig von Russland leben. Russland hat seitdem immer wieder versucht, die Unabhängigkeit der Ukraine einzuschränken.

    Im Jahr 2004 setzte Putin sich für die Wahl des russlandfreundlichen Politikers Wiktor Janukowytsch ein, der versuchte, sich mit Wahlfälschungen durchzusetzen. Dies führte zur "Orangen Revolution".

    Janukowytsch wurde 2010 doch noch zum Präsidenten gewählt und lehnte es im Herbst 2013 plötzlich ab, ein fertig verhandeltes Assoziierungsabkommen der Ukraine mit der EU zu unterschreiben, offenbar, weil er von Putin viel Geld versprochen bekam. Daraufhin begannen die Proteste des "Euromaidan".

     
    Politik 04.12.22 Unscharfer politischer Begriff Ist der Krieg gegen die Ukraine ein Stellvertreterkrieg?

    Nachdem Janukowytsch 100 Demonstranten erschießen ließ, floh er aus dem Land. Russland verlor den politischen Einfluss auf die Ukraine und griff zu militärischen Mitteln, mit der Annexion der Krim und der militärischen Intervention im Donbass. Das ist die Vorgeschichte.


    "Die Amerikaner und die NATO haben sich doch da eingemischt und Aufstände unterstützt und so. Der Putin hatte doch gar keine Wahl als sich zu wehren."

    Die Orange Revolution und der Euromaidan wurden von der ukrainischen Zivilgesellschaft getragen. Die Ukrainerinnen und Ukrainer wollen leben wie wir, frei sein und ein Teil Europas. Dafür haben sie demonstriert und dafür kämpfen sie auch jetzt.

    Eigentlich wollen die Ukrainer nur selbst entscheiden, wie sie in ihrem eigenen Land leben wollen. Für Russland war das zu keiner Zeit eine Bedrohung. Offenbar sind Demokratie und Wohlstand direkt an der Grenze zu Russland aber eine Gefahr für das System Putin.


    "Die Ukrainer haben doch selbst seit 2014 im Donbass die Städte beschossen, da den Strom abgeschaltet und Zivilisten umgebracht."

    Solche Anschuldigungen kommen aus Russland, von unabhängigen Quellen werden sie nicht gestützt. Weder die OSZE-Beobachtermission, die mit russischem Einverständnis seit 2014 die Lage beobachtet, noch der Bericht des UNHCR vom September 2021 sehen Anzeichen für einen Genozid.

     
    Politik 03.12.22 Holodomor als Genozid anerkannt Der lange vergessene Völkermord

    Der größte Teil der Opfer des Kriegs im Donbass kam in den Jahren 2014 und 2015 ums Leben. Danach wurde die Zahl der Opfer immer geringer. Gemäß dem letzten Bericht der OSZE kamen vom 1. Januar 2017 bis Mitte September 2020 insgesamt 161 Zivilisten ums Leben - etwa gleich viele auf beiden Seiten. Etwa die Hälfte der Opfer starben durch Unfälle mit Minen und Blindgängern.


    "Viele der Waffen, die wir an die Ukrainer liefern, sind schon auf dem Schwarzmarkt aufgetaucht!"

    Es stimmt, dass Europol und andere Sicherheitsbehörden vor dem möglichen Schmuggel vor allem von Kleinwaffen gewarnt haben. Gleichzeitig sind angebliche Angebote im Darknet, zum Beispiel von Stinger-Raketen in Bremen, einem Auto eines angeblichen Albaners mit Javelin-Panzerabwehrwaffen und vermeintlich gestohlene französische Caesar-Haubitzen, ganz klar als Fakes und gezielte Desinformation aufgedeckt worden. Bisher liegen keine konkreten Beweise für Schmuggel westlicher Waffen aus der Ukraine vor.


    "Die Ukraine ist aber total korrupt! Und wir sollen da helfen?"

    Ja, die Ukraine hat seit vielen Jahren große Probleme mit Korruption. Seit 2004 wurde jedoch bereits sehr viel dagegen unternommen. Insbesondere mit den Reformen seit 2015 wird Korruption besser bekämpft und eine starke staatliche Struktur zur Bekämpfung der Korruption aufgebaut. Die ukrainische Zivilgesellschaft und die ukrainische Öffentlichkeit machen enormen Druck, um die Korruption einzudämmen.

    Obwohl die Korruption in Russland nach allen Indizes deutlich höher ist als in der Ukraine, versucht Russland immer wieder das Bild von der "korrupten" und "gescheiterten" Ukraine zu verbreiten.

     
    Wieduwilts Woche 23.12.22 Wieduwilts Woche Wenn Selenskyj bei mir Rat sucht, werfe ich meinen Job hin

    Für die völkerrechtliche Bewertung eines Angriffskrieges und unsere Pflicht zur Unterstützung des Angegriffenen macht die Höhe der Korruption im Übrigen keinen Unterschied.


    "Von wegen - Selenskyj war an der Front. Das ist doch alles mit einem Greenscreen produziert! Man darf doch nicht alles glauben!"

    In den ersten Wochen des Krieges, als russische Mordkommandos versuchten, Präsident Selenskyj umzubringen und die russischen Truppen bereits direkt bei Kiew waren, nahm Selenskyj einige seiner Videos mit einem Greenscreen-Verfahren auf. Er verfügt über ein entsprechendes Studio und natürlich existieren davon Fotos. Auch hielt Selenskyj einmal eine Ansprache vor einem Greenscreen, damit sie als Hologramm in mehrere Städte der Ukraine gleichzeitig übertragen werden konnte.

    Der Besuch in Bachmut an der Front im Dezember wie auch weitere Truppenbesuche und Termine in der ganzen Ukraine waren physische Besuche des Präsidenten. Das ist mit zahllosen Fotos und Videos, Handybildern, begleitenden Journalisten und vielem mehr ganz einfach zu belegen. Die Behauptungen, alles sei "Greenscreen", sind haltlos.

     

    Politik 08.10.22 Elon Musk hat Unrecht Der Osten der Ukraine ist prorussisch? Falsch.


    "Naja, die Krim und auch die Ukraine, die Kiewer Rus und so, das ist doch alles irgendwie schon immer Russland gewesen. Wir sollten uns da einfach raushalten!"

    Die Kiewer Rus des 9. Jahrhunderts war ein multiethnisches Reich und ist nicht der Ursprung eines nationalrussischen Staates. Moskau stieg als Fürstentum erst im 14. und 15. Jahrhundert zur Vormacht im Gebiet der ehemaligen Rus' auf. Putins Russland deutet die Geschichte gezielt um und instrumentalisiert sie. Putin behauptet, Moskau habe die Aufgabe, die durch "Zufälle der Geschichte" abgespaltenen Teile der "russischen Welt" wieder einzusammeln. Damit rechtfertigt er das imperiale Streben Russlands.

    Die Krim war ein islamisch geprägter Vasallenstaat des Osmanischen Reiches und wurde Ende des 18. Jahrhunderts vom russischen Kaiserreich annektiert. Ab 1921 war die Krim eine autonome Republik innerhalb der Sowjetunion und wurde ab 1954 als Oblast Krim an die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik angeschlossen. Ab 1992 war die Krim wieder eine "Republik Krim", ab 1994 autonome Republik innerhalb der Ukraine.

     
    Panorama 17.12.22 Trauer, Leid, Zerstörung Ukrainerin begräbt ihren Sohn und sucht ihren Mann

    Das Völkerrecht geht davon aus, dass Menschen innerhalb eines Staates selbst bestimmen können sollen, wie sie leben wollen. Die Ukraine ist ein souveräner Staat und die Menschen in der Ukraine können selbst entscheiden, wie sie leben wollen und welchen Bündnissen sie angehören. Diese Grundsätze müssen wir verteidigen.


    Bonus: "Ach, dieser Selenskyj, das ist doch ein Schauspieler mit einer Koksnase. Die betrügen uns doch alle!"

    "Onkel Heiner, du liest eindeutig zu viel Müll im Internet. Trink lieber deinen Eierpunsch!"

    Nico Lange ist Senior Fellow der Zeitenwende-Initiative der Münchner Sicherheitskonferenz. Er lebte und arbeitete lange in der Ukraine und in Russland.

    24.12.2022, 09:13 Uhr


       

    Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine wird über die Feiertage und zum Jahreswechsel in vielen Familien diskutiert werden. Für Debatten unter dem Weihnachtsbaum finden Sie hier einige der gängigen Fragen und Mythen - und gute Argumente, um die Diskussion zu führen.


    "Immer dieser Krieg und diese Gewalt, das ist so schlimm, das muss doch mal aufhören."

    Ja, es ist schlimm. Putin hat die Ukraine brutal angegriffen und die Ukraine ist gezwungen, sich zu verteidigen. Leider lässt Putin von seinem Ziel der Vernichtung der Ukraine nicht ab. Putin hat diesen Krieg angefangen, er könnte ihn jederzeit beenden, wenn er wollte.

     
    Politik 22.12.22 Nobelpreisträgerin im Interview "Grausamkeit ist Teil der russischen Kultur"

    Wir in Deutschland würden sicher auch nicht Bayern und Baden-Württemberg weggeben, damit ein Angreifer endlich Ruhe gibt, schon gar nicht an ein Regime, das foltert, vergewaltigt, entführt. Wir sollten so etwas nicht von den Ukrainern erwarten.

    Krieg und Gewalt werden erst aufhören, wenn Putins Truppen aus der Ukraine vertrieben sind. Nur wenn die Ukraine stark genug ist, kann sie für den Frieden sorgen, den wir uns wünschen. Dabei müssen wir helfen.


    "Aber noch nie hat jemand gegen Russland gewonnen - weder Napoleon noch Hitler. Man kann gegen Russland gar nicht gewinnen."

    Niemand hat Russland angegriffen. Niemand will nach Moskau marschieren. Niemand will Russland etwas Böses.

     
    Politik 08.12.22 Thomas Jäger im Interview "Russland braucht keine Sicherheitsgarantien"

    "Gewinnen" heißt hier nur, die russischen Truppen vom Gebiet der Ukraine zurückzudrängen. Man sieht ja, dass Russland schon jetzt mehr als die Hälfte des eroberten Gebiets wieder verloren hat. Es ist also möglich.


    "Naja, die Leute sollen alle für die Ukraine spenden und diese Frau von dem Selenskyj, die geht in Paris für 40.000 Euro luxuriös einkaufen!"

    Olena Selenska war vom 12. bis zum 14. Dezember gemeinsam mit drei ukrainischen Ministern in Paris für eine Konferenz zur Soforthilfe für den Winter. Am 12. Dezember verbreiteten Accounts in sozialen Netzwerken die Information, sie habe für 42.000 Dollar eingekauft. Diese Accounts hatten zuvor beispielsweise auch homophobe Meldungen über Präsident Emmanuel Macron oder Infos von Covid-Leugnern verbreitet. Der erste Post stammte von einem "Oliver de Fabron" aus St. Petersburg in Florida in den USA. Einige unseriöse Internetseiten haben auf der Grundlage dieser Posts berichtet. Es gibt keinerlei Belege für so eine Shoppingtour. In seriösen Medien findet sich dazu nichts.

     

    Politik 22.12.22 02:27 min Holocaust-Forscher untersucht Folter "Es gibt eine Strategie des FSB in der Ukraine"


    "Man muss bei dem Krieg auch die Vorgeschichte anschauen, die Ukrainer sind auch nicht unschuldig."

    Die Ukrainerinnen und Ukrainer wollen seit einem Referendum mit 90 Prozent Zustimmung im Dezember 1991 eigenständig und unabhängig von Russland leben. Russland hat seitdem immer wieder versucht, die Unabhängigkeit der Ukraine einzuschränken.

    Im Jahr 2004 setzte Putin sich für die Wahl des russlandfreundlichen Politikers Wiktor Janukowytsch ein, der versuchte, sich mit Wahlfälschungen durchzusetzen. Dies führte zur "Orangen Revolution".

    Janukowytsch wurde 2010 doch noch zum Präsidenten gewählt und lehnte es im Herbst 2013 plötzlich ab, ein fertig verhandeltes Assoziierungsabkommen der Ukraine mit der EU zu unterschreiben, offenbar, weil er von Putin viel Geld versprochen bekam. Daraufhin begannen die Proteste des "Euromaidan".

     
    Politik 04.12.22 Unscharfer politischer Begriff Ist der Krieg gegen die Ukraine ein Stellvertreterkrieg?

    Nachdem Janukowytsch 100 Demonstranten erschießen ließ, floh er aus dem Land. Russland verlor den politischen Einfluss auf die Ukraine und griff zu militärischen Mitteln, mit der Annexion der Krim und der militärischen Intervention im Donbass. Das ist die Vorgeschichte.


    "Die Amerikaner und die NATO haben sich doch da eingemischt und Aufstände unterstützt und so. Der Putin hatte doch gar keine Wahl als sich zu wehren."

    Die Orange Revolution und der Euromaidan wurden von der ukrainischen Zivilgesellschaft getragen. Die Ukrainerinnen und Ukrainer wollen leben wie wir, frei sein und ein Teil Europas. Dafür haben sie demonstriert und dafür kämpfen sie auch jetzt.

    Eigentlich wollen die Ukrainer nur selbst entscheiden, wie sie in ihrem eigenen Land leben wollen. Für Russland war das zu keiner Zeit eine Bedrohung. Offenbar sind Demokratie und Wohlstand direkt an der Grenze zu Russland aber eine Gefahr für das System Putin.


    "Die Ukrainer haben doch selbst seit 2014 im Donbass die Städte beschossen, da den Strom abgeschaltet und Zivilisten umgebracht."

    Solche Anschuldigungen kommen aus Russland, von unabhängigen Quellen werden sie nicht gestützt. Weder die OSZE-Beobachtermission, die mit russischem Einverständnis seit 2014 die Lage beobachtet, noch der Bericht des UNHCR vom September 2021 sehen Anzeichen für einen Genozid.

     
    Politik 03.12.22 Holodomor als Genozid anerkannt Der lange vergessene Völkermord

    Der größte Teil der Opfer des Kriegs im Donbass kam in den Jahren 2014 und 2015 ums Leben. Danach wurde die Zahl der Opfer immer geringer. Gemäß dem letzten Bericht der OSZE kamen vom 1. Januar 2017 bis Mitte September 2020 insgesamt 161 Zivilisten ums Leben - etwa gleich viele auf beiden Seiten. Etwa die Hälfte der Opfer starben durch Unfälle mit Minen und Blindgängern.


    "Viele der Waffen, die wir an die Ukrainer liefern, sind schon auf dem Schwarzmarkt aufgetaucht!"

    Es stimmt, dass Europol und andere Sicherheitsbehörden vor dem möglichen Schmuggel vor allem von Kleinwaffen gewarnt haben. Gleichzeitig sind angebliche Angebote im Darknet, zum Beispiel von Stinger-Raketen in Bremen, einem Auto eines angeblichen Albaners mit Javelin-Panzerabwehrwaffen und vermeintlich gestohlene französische Caesar-Haubitzen, ganz klar als Fakes und gezielte Desinformation aufgedeckt worden. Bisher liegen keine konkreten Beweise für Schmuggel westlicher Waffen aus der Ukraine vor.


    "Die Ukraine ist aber total korrupt! Und wir sollen da helfen?"

    Ja, die Ukraine hat seit vielen Jahren große Probleme mit Korruption. Seit 2004 wurde jedoch bereits sehr viel dagegen unternommen. Insbesondere mit den Reformen seit 2015 wird Korruption besser bekämpft und eine starke staatliche Struktur zur Bekämpfung der Korruption aufgebaut. Die ukrainische Zivilgesellschaft und die ukrainische Öffentlichkeit machen enormen Druck, um die Korruption einzudämmen.

    Obwohl die Korruption in Russland nach allen Indizes deutlich höher ist als in der Ukraine, versucht Russland immer wieder das Bild von der "korrupten" und "gescheiterten" Ukraine zu verbreiten.

     
    Wieduwilts Woche 23.12.22 Wieduwilts Woche Wenn Selenskyj bei mir Rat sucht, werfe ich meinen Job hin

    Für die völkerrechtliche Bewertung eines Angriffskrieges und unsere Pflicht zur Unterstützung des Angegriffenen macht die Höhe der Korruption im Übrigen keinen Unterschied.


    "Von wegen - Selenskyj war an der Front. Das ist doch alles mit einem Greenscreen produziert! Man darf doch nicht alles glauben!"

    In den ersten Wochen des Krieges, als russische Mordkommandos versuchten, Präsident Selenskyj umzubringen und die russischen Truppen bereits direkt bei Kiew waren, nahm Selenskyj einige seiner Videos mit einem Greenscreen-Verfahren auf. Er verfügt über ein entsprechendes Studio und natürlich existieren davon Fotos. Auch hielt Selenskyj einmal eine Ansprache vor einem Greenscreen, damit sie als Hologramm in mehrere Städte der Ukraine gleichzeitig übertragen werden konnte.

    Der Besuch in Bachmut an der Front im Dezember wie auch weitere Truppenbesuche und Termine in der ganzen Ukraine waren physische Besuche des Präsidenten. Das ist mit zahllosen Fotos und Videos, Handybildern, begleitenden Journalisten und vielem mehr ganz einfach zu belegen. Die Behauptungen, alles sei "Greenscreen", sind haltlos.

     

    Politik 08.10.22 Elon Musk hat Unrecht Der Osten der Ukraine ist prorussisch? Falsch.


    "Naja, die Krim und auch die Ukraine, die Kiewer Rus und so, das ist doch alles irgendwie schon immer Russland gewesen. Wir sollten uns da einfach raushalten!"

    Die Kiewer Rus des 9. Jahrhunderts war ein multiethnisches Reich und ist nicht der Ursprung eines nationalrussischen Staates. Moskau stieg als Fürstentum erst im 14. und 15. Jahrhundert zur Vormacht im Gebiet der ehemaligen Rus' auf. Putins Russland deutet die Geschichte gezielt um und instrumentalisiert sie. Putin behauptet, Moskau habe die Aufgabe, die durch "Zufälle der Geschichte" abgespaltenen Teile der "russischen Welt" wieder einzusammeln. Damit rechtfertigt er das imperiale Streben Russlands.

    Die Krim war ein islamisch geprägter Vasallenstaat des Osmanischen Reiches und wurde Ende des 18. Jahrhunderts vom russischen Kaiserreich annektiert. Ab 1921 war die Krim eine autonome Republik innerhalb der Sowjetunion und wurde ab 1954 als Oblast Krim an die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik angeschlossen. Ab 1992 war die Krim wieder eine "Republik Krim", ab 1994 autonome Republik innerhalb der Ukraine.

     
    Panorama 17.12.22 Trauer, Leid, Zerstörung Ukrainerin begräbt ihren Sohn und sucht ihren Mann

    Das Völkerrecht geht davon aus, dass Menschen innerhalb eines Staates selbst bestimmen können sollen, wie sie leben wollen. Die Ukraine ist ein souveräner Staat und die Menschen in der Ukraine können selbst entscheiden, wie sie leben wollen und welchen Bündnissen sie angehören. Diese Grundsätze müssen wir verteidigen.


    Bonus: "Ach, dieser Selenskyj, das ist doch ein Schauspieler mit einer Koksnase. Die betrügen uns doch alle!"

    "Onkel Heiner, du liest eindeutig zu viel Müll im Internet. Trink lieber deinen Eierpunsch!"


    Nico Lange ist Senior Fellow der Zeitenwende-Initiative der Münchner Sicherheitskonferenz. Er lebte und arbeitete lange in der Ukraine und in Russland.


    Info:  https://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Russlands-Krieg-gegen-die-Ukraine-Zehn-schnelle-Argumente-fuer-die-Feiertagsgespraeche-article23803990.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE


    unser Kommentar:  Argumente für Feiertagsgespräche statt für welche danach.



    Weiterer Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.12.2022

    Heißt Kollektivverantwortung keiner ist schuld?

    Heißt Kollektivverantwortung keiner ist schuld?

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