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20.06.2025

Stoppt Netanjahu, bevor er uns alle umbringt!

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U.S. Department of State from United States, Public domain, via Wikimedia Commons


overton-magazin.de, vom 20. Juni 2025 191 Kommentare

Wir könnten schon bald erleben, wie mehrere Atommächte gegeneinander antreten – und die Welt näher an die nukleare Vernichtung bringen.

Seit fast 30 Jahren treibt Israels Premierminister Benjamin Netanjahu den Nahen Osten in Krieg und Zerstörung. Der Mann ist ein Pulverfass der Gewalt. Während all der Kriege, die er angezettelt hat, träumte Netanjahu immer von dem einen großen Krieg: der Niederlage und dem Sturz der iranischen Regierung. Sein lang ersehnter Krieg, der gerade begonnen hat, könnte uns alle in einer nuklearen Apokalypse umbringen, sofern Netanjahu nicht gestoppt wird.

Netanjahus Fixierung auf den Krieg geht auf seine extremistischen Mentoren Ze’ev Jabotinsky, Yitzhak Shamir und Menachem Begin zurück. Die ältere Generation glaubte, dass Zionisten jede Gewalt – Kriege, Attentate, Terror – anwenden sollten, die notwendig ist, um ihr Ziel zu erreichen, nämlich jeglichen Anspruch der Palästinenser auf eine Heimat zu beseitigen.

Vom Fluss zum Meer: Eigentlich ein antipalästinensischer Schlachtruf

Die Gründer von Netanjahus politischer Bewegung, dem Likud, forderten die ausschließliche zionistische Kontrolle über das gesamte Gebiet des ehemaligen britischen Mandatsgebietes Palästina. Zu Beginn des britischen Mandats in den frühen 1920er Jahren machten muslimische und christliche Araber etwa 87 % der Bevölkerung aus und besaßen zehnmal mehr Land als die jüdische Bevölkerung. Auch 1948 waren die Araber den Juden zahlenmäßig noch etwa zwei zu eins überlegen. Dennoch erklärte die Gründungsurkunde des Likud (1977), dass „zwischen dem Meer und dem Jordan nur israelische Souveränität herrschen wird“. Der mittlerweile berüchtigte Slogan „vom Fluss bis zum Meer“, der als antisemitisch charakterisiert wird, entpuppt sich als anti-palästinensischer Schlachtruf des Likud.

Die Herausforderung für den Likud bestand darin, seine maximalistischen Ziele – trotz ihrer offensichtlichen Rechtswidrigkeit nach internationalem Recht und Moral, die beide eine Zwei-Staaten-Lösung fordern – zu verfolgen.

1996 entwickelten Netanjahu und seine amerikanischen Berater eine „Clean Break“-Strategie. Sie befürworteten, dass Israel sich nicht aus den im Krieg von 1967 eroberten palästinensischen Gebieten zurückziehen sollte, um im Gegenzug regionalen Frieden zu erreichen. Stattdessen sollte Israel den Nahen Osten nach seinen Vorstellungen umgestalten. Entscheidend war, dass diese Strategie die USA als Hauptkraft zur Erreichung dieser Ziele vorsah – indem sie Kriege in der Region führten, um Regierungen zu stürzen, die sich der Vorherrschaft Israels über Palästina widersetzten. Und die USA wurden aufgefordert, Kriege im Namen Israels zu führen.

Die „Clean Break“-Strategie wurde nach dem 11. September 2001 von den USA und Israel erfolgreich umgesetzt. Wie der Oberbefehlshaber der NATO, General Wesley Clark, kurz nach dem 11. September 2001 enthüllte, planten die USA, „innerhalb von fünf Jahren die Regierungen in sieben Ländern anzugreifen und zu zerstören – angefangen mit dem Irak, dann Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan und Iran“.

Die Neugestaltung eines „neuen Nahen Ostens“

Der erste dieser Kriege, Anfang 2003, diente dem Sturz der irakischen Regierung. Die Pläne für weitere Kriege wurden verschoben, da die USA im Irak feststeckten. Dennoch unterstützten die USA 2005 die Teilung des Sudan, 2006 die Invasion Israels im Libanon und im selben Jahr den Einmarsch Äthiopiens in Somalia. 2011 startete die Obama-Regierung die CIA-Operation „Timber Sycamore“ gegen Syrien und stürzte zusammen mit Großbritannien und Frankreich durch eine Bombardierungskampagne (auch im Jahr 2011) die libysche Regierung. Heute liegen diese Länder in Trümmern, und viele sind in Bürgerkriege verwickelt.

Netanjahu war ein Befürworter dieser Kriege – sowohl öffentlich als auch hinter den Kulissen. Er befürwortete sie zusammen mit seinen neokonservativen Verbündeten in der US-Regierung, darunter Paul Wolfowitz, Douglas Feith, Victoria Nuland, Hillary Clinton, Joe Biden, Richard Perle, Elliott Abrams und andere.

In seiner Aussage vor dem US-Kongress im Jahr 2002 warb Netanjahu für den katastrophalen Krieg im Irak und erklärte: „Wenn Sie Saddam, Saddams Regime, beseitigen, garantiere ich Ihnen, dass dies enorme positive Auswirkungen auf die Region haben wird.“ Er fuhr fort: „Und ich denke, dass die Menschen direkt nebenan im Iran, junge Menschen und viele andere, sagen werden, dass die Zeit solcher Regime, solcher Despoten vorbei ist.“ Er erklärte dem Kongress fälschlicherweise: „Es steht außer Frage, dass Saddam nach der Entwicklung von Atomwaffen strebt, daran arbeitet und Fortschritte dabei macht.“

Der Slogan zur Neugestaltung eines „neuen Nahen Ostens“ liefert die Devise für diese Kriege. Er wurde erstmals 1996 in „Clean Break“ formuliert und 2006 von Außenministerin Condoleezza Rice populär gemacht. Als Israel den Libanon brutal bombardierte, erklärte Rice:

„Was wir hier in gewisser Weise sehen, ist das Wachstum – die Geburtswehen eines neuen Nahen Ostens, und was auch immer wir tun, wir müssen sicher sein, dass wir den neuen Nahen Osten vorantreiben und nicht zum alten zurückkehren.“

Der Höhepunkt jahrzehntelanger extremistischer zionistischer Manipulation

Im September 2023 präsentierte Netanjahu vor der UN-Generalversammlung eine Karte des „neuen Nahen Ostens“, auf der der palästinensische Staat vollständig ausgelöscht war. Im September 2024 erläuterte er diesen Plan anhand von zwei Karten: Ein Teil des Nahen Ostens sei ein „Segen“, der andere – darunter Libanon, Syrien, Irak und Iran – ein Fluch, da er einen Regimewechsel in den letztgenannten Ländern befürwortete.

Israels Krieg gegen den Iran ist der letzte Schritt einer jahrzehntelangen Strategie. Wir erleben gerade den Höhepunkt jahrzehntelanger extremistischer zionistischer Manipulation der US-Außenpolitik.


Die Prämisse für Israels Angriff auf den Iran ist die Behauptung, dass der Iran kurz davorsteht, Atomwaffen zu erwerben. Diese Behauptung ist absurd, da der Iran wiederholt Verhandlungen gefordert hat, um genau diese nukleare Option im Gegenzug für ein Ende der jahrzehntelangen US-Sanktionen zu beseitigen.

Seit 1992 behaupten Netanjahu und seine Anhänger, dass der Iran „in wenigen Jahren” eine Atommacht werden wird. 1995 verkündeten israelische Regierungsvertreter und ihre US-amerikanischen Unterstützer einen Zeitplan von fünf Jahren. 2003 erklärte der Direktor des israelischen Militärgeheimdienstes, dass der Iran „bis zum Sommer 2004” eine Atommacht sein werde. Im Jahr 2005 sagte der Chef des Mossad, dass der Iran in weniger als drei Jahren eine Bombe bauen könnte. Im Jahr 2012 behauptete Netanjahu vor den Vereinten Nationen, dass „es nur noch wenige Monate, möglicherweise sogar nur wenige Wochen dauern wird, bis sie genug angereichertes Uran für die erste Bombe haben”. Und so weiter und so fort.

Dieses seit über 30 Jahren bestehende Muster der Verschiebung von Fristen ist Ausdruck einer bewussten Strategie und kein Versagen der Prophezeiung. Die Behauptungen sind Propaganda; es gibt immer eine „existenzielle Bedrohung“. Noch wichtiger ist Netanjahus falsche Behauptung, dass Verhandlungen mit dem Iran nutzlos seien.

Religiöses Hindernis für eine iranische Atombombe

Der Iran hat wiederholt erklärt, dass er keine Atomwaffen will und seit langem zu Verhandlungen bereit ist. Im Oktober 2003 erließ der Oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei eine Fatwa, die die Herstellung und den Einsatz von Atomwaffen verbietet – eine Entscheidung, die später vom Iran bei einer IAEO-Sitzung in Wien im August 2005 offiziell zitiert und seitdem als religiöses und rechtliches Hindernis für die Entwicklung von Atomwaffen angeführt wurde.

Selbst für diejenigen, die den Absichten des Iran skeptisch gegenüberstehen, hat sich der Iran konsequent für ein Verhandlungsabkommen eingesetzt, welches durch eine unabhängige internationale Überprüfung unterstützt wird. Im Gegensatz dazu hat sich die zionistische Lobby gegen solche Vereinbarungen ausgesprochen und die USA dazu gedrängt, die Sanktionen aufrechtzuerhalten und Abkommen abzulehnen, die eine strenge Überwachung durch die IAEO im Austausch für die Aufhebung der Sanktionen ermöglichen würden.

Im Jahr 2016 einigte sich die Obama-Regierung zusammen mit Großbritannien, Frankreich, Deutschland, China und Russland mit dem Iran auf den Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (JCPOA) – ein wegweisendes Abkommen zur strengen Überwachung des iranischen Atomprogramms im Austausch für die Aufhebung der Sanktionen. Unter dem unerbittlichen Druck von Netanjahu und der zionistischen Lobby zog sich Präsident Trump jedoch 2018 aus dem Abkommen zurück. Als der Iran daraufhin mit einer Ausweitung seiner Urananreicherung reagierte, wurde er vorhersehbarerweise beschuldigt, gegen ein Abkommen verstoßen zu haben, das die USA selbst aufgekündigt hatten. Die Doppelmoral und Propaganda sind kaum zu übersehen.

Am 11. April 2021 griff der israelische Mossad die iranischen Atomanlagen in Natanz an. Nach dem Angriff kündigte der Iran am 16. April an, seine Urananreicherung als Verhandlungshebel weiter zu verstärken, und forderte gleichzeitig wiederholt die Wiederaufnahme von Verhandlungen über ein Abkommen wie das JCPOA. Die Biden-Regierung lehnte alle derartigen Verhandlungen ab.

Angriff unmittelbar vor Zwei-Staaten-Konferenz

Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit erklärte sich Trump bereit, neue Verhandlungen mit dem Iran aufzunehmen. Der Iran versprach, auf Atomwaffen zu verzichten und sich den Inspektionen der IAEO zu unterwerfen, behielt sich jedoch das Recht vor, Uran für zivile Zwecke anzureichern. Die Trump-Regierung schien diesem Punkt zuzustimmen, machte dann aber eine Kehrtwende. Seitdem gab es fünf Verhandlungsrunden, bei denen beide Seiten jedes Mal Fortschritte vermeldeten.

Die sechste Runde sollte angeblich am Sonntag, dem 15. Juni, stattfinden. Stattdessen startete Israel am 12. Juni einen Präventivkrieg gegen den Iran. Trump bestätigte, dass die USA im Voraus von dem Angriff wussten, obwohl die Regierung öffentlich von den bevorstehenden Verhandlungen sprach.

Der Angriff Israels erfolgte nicht nur mitten in den Verhandlungen, die Fortschritte machten, sondern auch wenige Tage vor einer geplanten UN-Konferenz zu Palästina, die die Zwei-Staaten-Lösung vorangebracht hätte. Diese Konferenz wurde nun verschoben.

Der Angriff Israels auf den Iran droht nun zu einem vollwertigen Krieg zu eskalieren, in den die USA und Europa auf der Seite Israels und Russland und möglicherweise Pakistan auf der Seite des Iran verwickelt werden. Wir könnten bald mehrere Atommächte sehen, die sich gegenseitig bekämpfen und die Welt näher an die nukleare Vernichtung bringen. Die Weltuntergangsuhr steht auf 89 Sekunden vor Mitternacht, so nah am nuklearen Armageddon wie nie zuvor seit ihrer Einführung im Jahr 1947.

In den letzten 30 Jahren haben Netanjahu und seine US-Unterstützer einen 4.000 km langen Streifen von Ländern zerstört oder destabilisiert, der sich über Nordafrika, das Horn von Afrika, den östlichen Mittelmeerraum und Westasien erstreckt. Ihr Ziel war es, einen palästinensischen Staat zu verhindern, indem sie Regierungen stürzten, die die palästinensische Sache unterstützten. Die Welt verdient Besseres als diesen Extremismus.

Dieser Artikel erschien erstmals im englischen Original bei Common Dreams.


Jeffrey Sachs und Sybil FaresJeffrey Sachs und Sybil Fares
Jeffrey Sachs, geboren 1954 in Detroit, Michigan, USA; ist ein renommierter Entwicklungsökonom und Leiter des Zentrums für nachhaltige Entwicklung an der Columbia University. Der breiten Öffentlichkeit wurde er als Direktor des UN-Millenium-Projekts zur globalen Armutsbekämpfung bekannt. Er hat weltweit Regierungen beraten, unter anderem in Lateinamerika oder im postkommunistischen Polen und Russland, wo er half, marktwirtschaftliche Reformen durchzuführen. Sachs ist Präsident des UN Sustainable Development Solutions Network, Co-Vorsitzender des Council of Engineers for the Energy Transition, Akademiemitglied der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften im Vatikan und Kommissar der UN Broadband Commission for Development.

Sybil Fares ist Expertin und Beraterin für Nahostpolitik und nachhaltige Entwicklung bei Sustainable Development Solutions Network. Sie ist außerdem Mitarbeiterin von Jeffrey Sachs und Sonia Sachs.

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191 Kommentare

  1. All die aufrührerischen Appelle: an wen sind sie gerichtet? Die Bevölkerungen der Staaten können ja gar nichts gegen den Wahnsinn tun, der sich vor ihren Augen jeden Tag abspielt. Zu stark haben die Banken und Geheimdienste die Presse und Politik infiltriert. Es ist ja noch nicht einmal mehr möglich, über die zur Verfügung stehenden Wege der ‚Beschwerde‘ eine Kritik an der öffentlichen Desinformation zu üben, die tatsächlich ernsthaft zur Kenntnis genommen wird. Wenn in den Medien unisono behauptet wird, der Iran stünde kurz vor der Entwicklung einer Atomwaffe, haben alle Hinweise auf substanzielle Informationen über das genaue Gegenteil, dass sie nämlich weder eine Bombe bauen wollen, noch dass sie im Kontext des Überwachungsregimes der IAEA die Möglichkeit dazu haben würden, keine Aussicht auf Gehör!

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  • Jeffrey Sachs ist Wissenschaftler und seine Aussage „Stoppt Netanjahu, bevor er uns alle umbringt!“ ist das Ergebnis wissenschaftlicher Forschung.
    Jeffrey Sachs ist ein politisch orientierter Wissenschaftler, und seine wissenschaftliche Forschung bringt nie Aussagen wie „Stoppt Putin, bevor er uns alle umbringt!“ hervor. oder „Stoppt Trump, bevor er uns alle umbringt!“

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  • Ok, wer genau soll Netanjahu „stoppen“ und wie? Netanjahu ist ein Bastard. Aber ich glaube kaum, dass eine langfristige Agenda hinter seinem aktuellen Doing steckt oder innenpolitische Gründe. Es ist die Rache für den 7. Oktober. Einen Irankrieg sagen diese „Propheten“ schon seit 30 Jahren als unmittelbar bevorstehend voraus. Nichts ist passiert. Jetzt gibt es einen Anlass.
    Dem Iran hilft niemand mehr, Israel wird in „zwei Wochen“ (also nie) geholfen werden, den das Orange Hühnchen im Clowhouse ist schwach wie eine Flasche leer.
    Iran und Israel werden es ausfechten. Ob sich dann der Laden beruhigt hängt davon ab, ob das Regime stürzt oder nicht.

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  • Netanjahu ist der 2.Hitler, mit ähnlicher Einstellung. Und sein Kabinett ähnelt auch dem von Hitler, Katz & Co sind wie Goebbels. Das ist wohl seit Jahren klar. Dass diese Leute aber massiv von Deutschland unterstützt werden, war nicht klar. Natürlich war insbesondere die CDU immer auf israelischer Seite, warum, weiß der Teufel, denn auch Christen haben es nicht leicht in Israel. Aber dass alle anderen außer BSW in das „Antisemitismus“- Lied mit einstimmen ist der Gipfel der Perversität und ich hoffe, dass Deutschland mal dafür zur Verantwortung gezogen wird, gerne auch von den Juden weltweit, die gegen Israel protestieren. Dann hat Deutschland wirklich das 2. Antisemitismusproblem. Bis dahin beschränkt sich die Möglichkeit, etwas dagegen zu tun, auf Protest mit dem Risiko der Bestrafung oder Existenzvernichtung.

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  • In einem dieser TV-Schmuddelsender sprach ein deutscher sogenannter Sicherheitsexperte (aus Washington zugeschaltet), nur die USA würden über bunkerbrechende Bomben verfügen, die dann aus US-Bombern „ausgeliefert“ werden müssten.
    Ja, dieser „Sicherheitsexperte“ sprach tatsächlich mehrfach über „ausliefern“.
    Da bleibt einem die Spucke weg…
    Ich wünschte mir in diesem Augenblick tatsächlich, dass über seinem Haus auch mal was „ausgeliefert“ wird. Lieber heute als morgen….
    Dann drückte ich angewidert den Knopf der Fernbedienung…

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  • Kann man diesen Artikel eines Tages bei der ARD oder ZDF lesen?
    Ganz sicher nicht. Eher wird dieses Magazin verboten, wie diverse andere Informationsquellen. Das deutsche Volk muß dumm gehalten werden, darf nicht anfangen selbständig zu denken.
    In einem vergessenen alten Gesetzeswerk steht: eine Zensur findet nicht statt.
    Die deutsche Massenpresse und die Politik betreibt aktiv ZENSUR! Staatsanwälte sind weisungsgebunden und ignorieren Gesetze wenns der Politk genehm ist. Staatsraison.
    Deutschland ist IMMER auf der falschen Seite.

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  • Da wird nichts „gestoppt“ werden. Von wem auch?
    Die öffentliche Meinung ist diesen Kriegstreibern egal. Die Leute werden sowieso manipuliert und dumm gehalten.
    Es sieht nicht gut aus.

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  • https://www.brighteon.com/0cce59b0-922b-4147-affd-5fe0c3f83616
    Wer Zeit hat und etwas Englisch versteht…
    Die „Eliten“ des Westens werden bis zum letzten Bewohner ihrer Staaten und bis zum letzten Steuergroschen gegen die Realität kämpfen. Seit 600 Jahren überziehen sie die Welt mit Mord, Raub, Plünderung und Umweltvernichtung…Und jetzt können sie nicht ertragen, das ihre Dominanz in der Welt vorbei ist! Also Krieg um des Krieges Willen. Wie „unsere“ ehemalige Aussentrampoline sagte: egal was meine „Wähler“/ Untertanen sagen oder wünschen..

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  • Sehe ich hier eine Persilschein-Fabrikation für die USA? Wir wären ja sowas von friedlich gewesen, aber dieser Netanjahu hat uns in die Kriege verwickelt. Nö, Jeffrey, das wird nichts.
    Der Irak-Krieg war ja ein einziges Hornberger Schießen. Saddam hat zu Beginn sein ganzes Arsenal an Scud-Rsketen auf Israel abgefeuert, welche dort mit der Botanisiertrommel abgefangen wurden. Jetzt stehen dort wesentlich gefährlichere Raketen und zwar aus iranischer Fabrikation. Ist das denn Selbstverteidigung? Muss sich der Iran gegen eine Bodenoffensive aus Israel schützen? Es beginnt hier lächerlich zu werden.

    Völlige Ignorirerung der offiziellen Standpunkte. Der Iran droht seit 43 Jahren Israel die Vernichtung an. Hingegen Israel hat immer nur das Interesse bekundet, die ehemals guten Beziehungen wieder herzustellen.

    Den Protagonisten einfach mal zuzuhören, wäre vielleicht mal ein Lösungsansatz.

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  • Wo bleibt eigentlich der Aufschrei von Sahra Wagenknecht und ihrer BSW-Truppe. Sind sie doch vor einigen Monaten noch angetreten als Friedenspartei. Sitzt der Frust immer noch so tief, keinen dieser begehrten warmen und gutbezahlten Bundestagssitze ergattert zu haben? Auch die AfD-Führung unter Weidel, die sich vor kurzem noch als Friedenspartei und Putin-Freundin präsentierte, hat mittlerweile ihren festen Platz im Rektum von Trump gefunden.

    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-aussenpolitik-warum-sich-die-russlandfreunde-jetzt-den-usa-zuwenden-a-cee7f762-ab15-4695-bdd8-23f783aa5f09

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  • An wen geht eigentlich die Aufforderung „Stoppt Netanjahu!“?

    Netanjahu kann nur von den USA, von der CIA im Auftrag des Präsidenten gestoppt werden. Israels Bevölkerung selbst ist dazu offensichtlich nicht in der Lage.
    Und wird Trump in die Richtung gehen? Fraglich. Die militante Zionistenfraktion ist in den USA extrem stark und besitzt maximal denkbaren Einfluss. Für Trump kommt auf privater Ebene noch sein Schwiegersohn Jared Kushner dazu.

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  • Interessant ist, dass mit dem neuer Spielwiese Iran schlagartig der Ukrainekrieg aufgehört hat zu existieren. Schlagartig keine Nachrichten mehr und selbst westliche Blogger haben aufgehört zu berichten.

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  • Die einzige Supermacht!

    Genau Leute, dieses ganze „geplänkel“ war nur dazu da zu verhindern das Sie sich etabliert. ES IST DAS HERZLAND.

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  • grad auf focus gelesen.
    „Alle unsere Studien wurden eingestellt“
    Eine iranische Rakete traf das Weizmann-Institut in Israel und zerstörte wichtige Labore. Forschungserfolge von Jahrzehnten sind verloren.

    das war schon am letzten sonntag

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  • Der Verlust menschlichen Lebens, die materiellen Zerstörungen und die unerträglichen Grausamkeiten (die hauptsächlich die Israelis begehen), sind sehr schlimm.
    Viel schlimmer ist allerdings die moralische Leere, die Entwertung aller menschlichen Werte, den dieser neue Krieg verursacht hat. Die Nachrichtensendungen bereiten Gesundheitsprobleme, denn ihre Lügen sind unerträglich geworden. Krieg ist Frieden und Israel macht die Drecksarbeit für Deutschland. Ist das nicht völliger Ausdruck moralischer Verkommenheit?

    Wie ich, glauben immer weniger Leute an die Demokratie. Auch die linken Werte sind völlig heruntergekommen, rechte Werte waren schon immer brutal.

    Es bleibt also eine große Leere, die die Menschen ratlos und apathisch, auch zynisch werden läßt. Das Gute daran ist, mit solchen Menschen kann der Westen keinen Krieg mehr führen. Aber Menschen werden im Krieg immer weniger gebraucht, wenn die KI übernimmt.

    Was sollen wir glauben? Was sollen wir tun?

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  • Was Sachs hier verschweigt ist, dass die US Hegemonie auf der Kontrolle des Öl-Handels beruht. Netanjahu ist ein wahrer Teufel, aber dies alles geschieht im Interesse der US Finanzeliten.
    Es nutzt relativ wenig nur die Person Netanjahu zu stoppen.

    Oder um es mit Merz zu sagen, (hier die korrigierte Fassung):
    Netanjahu ist ein Dreckschein und Mörder, aber wir müssen dabei auch immer im Auge behalten für wen er seine Dreckarbeit tut. Für BlackRock & Co.
    Und damit das mal ein Ende hat, langt es nicht die Hitlers und Netanjahus zu stoppen. Wenn wir was bewirken wollen, müssen wir auch die BlackRocks & Co stoppen.

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  • Schon denkbar, dass unter Ayatollah – später Imam – Khomeini der Iran eine Atombombe gebaut hätte, wenn die technischen Möglichkeiten dafür vorhanden gewesen wären. Der damalige Angriff auf die US-Botschaft mit Geiselnahme der Botschaftsangehörigen zeigt, wie radikalisiert die damalige Führungsschicht der islamischen Revolution im Iran war. Im Vergleich dazu ist Ayatollah Ali Khamenei in seiner heutigen Tonlage geradezu „zivil“. Scott Ritter spart aber nicht mit (berechtigter?) Kritik am Iran: Unter den Bedingungen des Atomwaffensperrvertrags hätte der Iran keine 60%-Anreicherung vornehmen sollen, weil damit eine Schwelle zur Nuklearfähigkeit erreicht worden sei, die Israels Atomwaffenmonopol in der Region bedrohe und Israels latente Angriffsbereitschaft geradezu herausfordere. Er argumentiert damit auf der Ebene von Realpolitik und nicht eines „Wünsch dir was“.

    Die Frage, warum der Iran keine Atomwaffen besitzen darf, Indien und Pakistan aber schon, liegt laut Scott Ritter in dem massiven Einfluss der Pro-Israel-Lobby in den USA begründet, dem AIPAC. Sie setzen mit ihren Wahlkampfspenden die Agenda. Es gibt keine vergleichbare Länder-bezogene Lobby in den USA (und Europa) wie die seitens Israels.

    Sagt Scott Ritter im Gespräch mit einem iranischen Podcaster:
    https://www.youtube.com/@JedaalEnglish

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  • Vor ein paar Tagen habe ich unter einem anderen Artikel hier geschrieben: Wir brauchen eine neue Sprache. Wir brauchen neue Begriffe, neue Werkzeuge. Und wir müssen sie weitergeben. Denn wer „Sapere aude“ ernst nimmt – also den Mut, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen – darf nicht bei der Forderung stehen bleiben. Man muss auch ermöglichen, dass dieser Mut überhaupt geübt werden kann. Deshalb sage ich: Sapere laude – lerne zu verstehen, nicht nur wage es.

    Was sich in vielen Kommentaren wiederholt, ist das resignative Narrativ: „Man weiß es – aber es bringt nichts.“ Das ist der Kern des umgekehrten Totalitarismus. Er lebt nicht von offener Gewalt, sondern davon, dass man denkt, man könne ohnehin nichts mehr tun. Dass Erkenntnis folgenlos bleibt. Dass jede Handlung sofort wieder in Systemlogik verpufft. Und genau das wirkt – nicht durch Zwang, sondern durch verinnerlichte Nutzlosigkeit.

    Wer in dieser Logik gefangen bleibt, reproduziert sie. Selbst wenn er sie kritisiert. Es ist wie ein Spiegelkabinett: Man sieht, dass alles verzerrt ist – aber man findet den Ausgang nicht mehr. Und so wird jede Äußerung über die eigene Ohnmacht zu einer stillen Bestätigung dessen, was eigentlich gebrochen werden müsste.

    Deshalb reicht es nicht, nur weiter aufzuklären. Es braucht Formen, in denen Sprache wieder Boden bekommt. Werkzeuge, die nicht nur analysieren, sondern befähigen. Und ja – manche davon müssen neu erfunden werden. Manche Begriffe, die wir benutzen, tragen schon die Entmutigung in sich. Manche Deutungen blockieren mehr, als sie öffnen. Deshalb: neue Begriffe. Neue Bilder. Neue Pfade.

    Aber das bedeutet auch: kleinteilig arbeiten. Keine Massenstrategie, kein Heldenepos. Sondern Person für Person. Satz für Satz. Nicht als Erzieher, sondern als jemand, der Werkzeuge weiterreicht. Die Sprache gibt, wo Schweigen war. Orientierung gibt, wo Dauerironie herrschte. Nicht überheblich, nicht besserwisserisch – sondern konkret, freundlich, geduldig.

    Denn wer sagt, es sei ohnehin zu spät, unterschätzt, wie schnell sich etwas ändern kann, wenn der Anfang einmal gemacht ist. Veränderung breitet sich nicht linear aus, sondern sprunghaft. Und sie beginnt fast immer leise. Mit einem Einzelnen, der sich nicht mehr zufriedengibt. Mit einem Gespräch, das nicht wieder in Ohnmacht endet. Mit einer Sprache, die mehr will als Wut.

    Man muss nicht alle erreichen – aber man darf niemanden von vornherein aufgeben. Wer aufgegeben wird, bestätigt das System. Wer zurückgeholt wird, bricht es. Schritt für Schritt. Gespräch für Gespräch. Das ist langsam, ja. Aber es ist das Einzige, was trägt.

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  • Tja wer hätte das kommen sehen. Da wird über Jahrzehnte eine offen rassistische, rechtsextreme Kolonialsiedlung mit allen Mitteln durchgepeitscht. Um einer Religion, nicht einem Volk, eine Heimat zu geben die Völkermord in ihren heiligen Schriften vergöttlicht und deren Staatlichkeit genau wegen dieser Unverträglichkeit mit allen zivilisierten Normen schon vor zwei Jahrtausenden beendet wurde.

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  • Soviel Neues enthält der Artikel nicht.

    Dass das Thema der Überschrift nur am Ende des Artikels behandelt wird, ist auch ziemlich schwach.

    Und dass Herr Sachs / Frau Sares das Wort „Präventivkrieg“ verwenden, macht die Sache auch nicht besser.
    Diesen hinterhältigen, terroristischen Angriffskrieg sollten auch Herr Sachs / Frau Sares beim Namen nennen, und keine westlichen euphemistischen Propagandaplattitüden verwenden.

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  • Lächerlich wie Sachs‘ totale Einseitigkeit als irgendwie „wissenschaftlich“ verkauft werden soll. Sachs ist nicht zu trauen, er bemüht sich nicht mal um Objektivität, hat anscheinend keinerlei Ambitionen bezüglich Wissenschaftlichkeit oder journalistischem Ethos. Eine Atombombe in den Händen eines aggressiven, radikalislamischen Mullah Regimes wäre nicht unbedingt friedensfördernd. Überzeugende Argumente bringt Sachs nicht, man hört nur raus, dass er Zionisten nicht abkann. Gähn.

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  • „Stoppt Netanjahu, bevor er uns alle umbringt!“

    Wer soll ihn stoppen? Das wurde hier im Forum schon mehrfach gefragt, ganz zu recht.

    Wenn die „Multipolare Weltordnung“ konsequent eine andere Politik machen will, als die westliche Verbrecherbande, dann ist das gut und lobenswert.
    Aber wenn ein Staat nach dem anderen dieser neuen Weltordnung von der sich in Agonie befindlichen westlichen Verbrecherbande plattgebombt wird, könnte es sein, dass von der „Multipolarität“ nicht viel übrig bleibt und
    der Verbrecherwesten eine Renaissance erlebt.

    Insofern sollten sich die „Multipolaristen“ mal überlegen, ob es in ihrem Interesse ist, wenn der Iran fällt, oder nicht.
    Nur mit „Erklärungen“, „Aufforderungen“ und „Protestnoten“ wird das nichts werden…..

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  • Netanjahus feministische Außenpolitik ist nur dem Zwang geschuldet, dass Israel nur durch einen präkognitiven Gegenschlag vor der iranischen Weltverschwörung gerettet werden kann
    (Der Mossad besitzt geheime Videoaufnahmen, die die Mullahs bei einer Polonaise quer durch Teheran steppend zeigen und dazu singend „Heute gehört uns der Iran und morgen die ganze Welt“)

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  • Vielleicht blöde Frage: Woher weiß man eigentlich, dass Israel tatsächlich Atomwaffen hat?

    Wenn Israel z.B. keine Atomwaffen hätte, dann wäre es blöd, sich der IAEO zu unterwerfen, weil die ja feststellen würden, dass man keine hat.

    Wo führt Israel eigentlich Atomtests durch? Ich habe davon noch nie was gehört, was an mir liegen kann, was aber auch daran liegen kann, dass Israel keine Atomtests durchführt. Warum nicht, wenn das alle anderen Atomstaaten tun bzw. getan haben?

    Ja, okay, da war 1985 dieser angebliche Spionage-Skandal, in dem das Atomprogramm Israels offengelegt wurde.

    Wurde es das denn? Wirklich?

    Und was, wenn das eine Psy-Op war?

    Frage: Würde ein Typ wie z.B. Netajahu es sich denn nehmen lassen, sich seine dicken Eier öffentlich zu kraulen (die militärische Analogie zum Eier-Kraulen sind ja Militärparaden) und stattdessen immer nur zu behaupten, er hätte welche?

    Aber keiner hätte diese ach so dicken Dinger je gesehen?

    Und wo versteckt man soviele Atomsprengköpfe (angeblich ja über 100) in diesem winzigen Land? Und keiner hat je entsprechende Transporte bemerkt? Echt jetzt?

    These: Israel hat überhaupt keine Atomwaffen und auch Artikel wie der obige sind nur dazu da, der ganzen Welt einzureden, es hätte welche.

    Ich würde jetzt gerne die Karten sehen. Die sollen ihre Atomwaffen zeigen, wenn sie welche haben.

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  • Interessant finde ich in diesem Kontext auch die Spielsteine, welche die Russen und Chinesen positionieren. Die machten mir immer den Eindruck, als seien sie in der Auseinandersetzung mit der US-Hegemonie besonders bemüht, einen großen globalen Konflikt zu vermeiden, was auch in vielen Fällen die im Westen meist als „Schwäche“ interpretierte Zurückhaltung erklärt.

    Für die russischen Ingenieure im AKW Buschehr gibt es wohl mittlerweile eine Sicherheitsgarantie seitens Israel. Dieses Ziel ist also effektiv aus dem Spiel genommen worden.

    Zudem gibt es Berichte, dass sich anscheinend zwei chinesische „Type 815“ Aufklärungsschiffe im Persischen Golf befinden. Man darf wohl nur wenig Zweifel haben, dass solche Schiffe den Iranern im Ernstfall Echtzeitinformationen über Luftbewegungen in der Region zur Verfügung stellen würden. Auch gibt es diplomatische Kommunikation der Chinesen mit Oman (Telefongespräch von Wang Yi gestern). Man kann durchaus vermuten, dass die Chinesen das Land dazu bewegen wollen, seinen Luftraum nicht für eine US-Offensive zur Verfügung zu stellen. Zusammen mit Pakistan, dass sich bereits in Unterstützung Irans geäußert hat und wo die Chinesen durch dessen Unterstützung im Konflikt mit Indien „noch was gut“ haben könnten, ergäbe sich eine Konstellation, die den US-Angriff deutlich erschweren könnte. Die Iraner werden in südlicher Richtung sehr vermutlich alles andere als „blind“ sein und die mögliche Angriffsrichtung von US-Flugzeugträgern aus wäre eventuell recht eingeschränkt und gut vorhersehbar.

    Zugegeben, davon ist vieles spekulativ, aber solche Strategien werden auch nicht von Regierungssprechern auf Pressekonferenzen veröffentlicht. Da bleibt meist nicht viel anderes übrig, als sowas aus einzelnen Informationsfetzen herzuleiten.

    Ich denke man sollte jedenfalls die Schwierigkeit dieser geplanten US-Operation nicht unterschätzen, zumal ich auch israelischen berichten über „Lufthoheit“ nicht wirklich über den Weg traue. Auch schätze ich die Wahrscheinlichkeit als hoch ein, dass den Einstieg der USA eingeplant hat und eventuell eine Menge Material „zurückhält“.

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  • Deutschland ist neben der USA, UK, Kanada und Italien der größte Waffenlieferant Israels.

    Wir können also eine Menge für den Iran und auch die Palästinenserinnen und Palästinenser tun indem wir uns dagegen auflehnen das deutsche Steuermittel an die Firmen fließen die Israel mit Waffen beliefern oder Israelische Waffen eingekauft werden..

    https://www.workersinpalestine.org/who-arms-israel

    z.B hier..
    https://www.defenseadvancement.com/news/spike-missiles-and-launchers-to-be-supplied-to-german-army/
    oder hier
    https://breakingdefense.com/2023/09/trophy-protection-system-to-be-used-on-new-leopard-2-tanks-in-norway-germany-rafael/

    Mfg Makrovir

    P.S Hat eigentlich sonst noch wer mitbekommen das Christine Lagarde grade dazu aufgefordert hat das Veto Recht für Europäische Nationen in der EU abzuschaffen ? Ein weiterer Schritt in zu einer Diktatur in Europa!

    https://www.centralbanking.com/central-banks/economics/7972642/take-foreign-policy-veto-away-from-eu-members-says-lagarde

    Antworten

  • /*#contentNachrichtenLink_366707{ display:none; } #SIMtxtBoxtext_366707:hover > #c

  • 20.06.2025

    Im Iran droht der Irakkrieg 2.0 – und wieder versagt EUropa

    lostineu.eu, 19. Juni 2025

    Angebliche Massenvernichtungswaffen, “präventive” Militärschläge und Aufrufe zum Regime Change: Der Krieg, den Israel im Iran vom Zaun gebrochen hat, ähnelt immer mehr dem Irakkrieg. Nun könnten auch noch die USA eingreifen – und EUropa schaut zu.

    Der Irakkrieg 2003 wurde von den USA, Großbritannien und einer “Koalition der Willigen” geführt, der u.a. Polen und die Ukraine (!) angehört haben. Deutschland und Frankreich waren dagegen.

    Der Irankrieg wird offiziell noch allein von Israel geführt, de facto aber auch von den USA und Großbritannien unterstützt. US-Präsident Trump bereitet alles für ein direktes Eingreifen seines Landes vor.

    Diesmal stellt sich ihm niemand in den Weg – nicht einmal Berlin und Paris. Im Gegenteil: Kanzler Merz hat Israels Vorgehen gebilligt (“macht die Drecksarbeit für uns”) und Verständnis für Trump gezeigt.

    Präsident Macron hat zwar eine diplomatische Initiative angekündigt und vor einem Regimewechsel in Iran gewarnt. Doch anders als sein Amtsvorgänger Chirac stellt er sich Trump nicht wirklich entgegen.

    Die EU-Spitze ist ein Totalausfall. Beim G-7-Gipfel haben sich von der Leyen und Costa noch dafür gefeiert, Trump zu einer gemeinsamen Iran-Erklärung bewegt zu haben, in der von einer Verhandlungslösung die Rede war.

    Nun, da der US-Präsident die “Kapitulation” des Iran fordert und mit einer Bombardierung Teherans droht, ducken sich die EU-Granden weg. In Brüssel wagt es niemand, Trump laut und deutlich zu widersprechen.

    Die EU-Granden sind nicht einmal in der Lage, Israel zu verurteilen. Dabei wäre genau das nötig. “Europe needs to oppose Israel’s aggression”, heißt es in einer Erklärung des “European Council on Foreign Relations”.

    In Brüssel sitzt der feige Westen

    Nicht einmal Gaza lockt die EU aus der Reserve. 110 Organisationen – darunter Amnesty International und Human Rights Watch – fordern die Aussetzung des EU-Assoziationsabkommens mit Israel.

    Doch Brüssel will nichts tun. Um sich ein gutes Gewissen zu machen, wird die EU-Außenbeauftragte Kallas am Montag das Morden in Gaza verurteilen – doch Sanktionen verhängen will sie nicht.

    EUropa versagt auf der ganzen Linie. Dabei tun Merz, Macron & Co. doch seit Trumps Machtübernahme so, als seien sie die letzten Vertreter des freien Westens. In Wahrheit stehen sie und Brüssel für den feigen Westen…

    Siehe auch Zieht Trump in den Krieg? Erstmal verhöhnt er die EUropäer. Mehr zum Krieg gegen Iran hier

    P.S. Am Freitag treffen sich die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens sowie die EU-Außenbeauftragte Kallas in Genf, um mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi über das iranische Atomprogramm zu verhandeln. Ein Hoffnungsschimmer! Allerdings reden sie die Erfolgschancen schon vorab klein. Und weder Israel noch die USA kümmern sich darum, was die Europäer treiben

    ‹ EU-Sanktionen: Krieg gegen Russlands Schattenflotte?

    9 Comments

    1. palman
      19. Juni 2025 @ 20:24

      . . . und Ich wußte gar nicht, daß die quasi “älteste” >ZIVILISATION< (Persien – ab ca. “3.200” vor Chr. !!!) auf “meinem” >SOLARI-Fahr-I-Um<, sich unbedingt “meine ganz speziellen” >anglo-armeeri-khasarischen< ZomBIOTen* und “Freunde der Nacht” als “Allein-Erziehungs-Berechtigte” a u s g e s u c h t hätten !!??!! :-///

      = – von Mir sog. “Ver-IRREN-Anstalter” von >ZOMBIADEN< (KaPuTt-Macher- und T0T-Schläger-Events / Antonym zu OLYMPIADEN) mit Ihren “unsäglich-verdrehten” >MIT-Reisenden*-ver-Teufelungs-Luegen-Propaganda< aka “ZomBIOten-hirn-Eiter” !?!
      = – auf ebs. “meinem” >(T)RAUM-Vehikel< um die SONNE !?! ????

      P. S.: – LeseTipp mit Titel > ISRAEL – IRAN: die Konfrontation < just von Th. Meyssan auf “voltairenet.org” – mit “höchst-interessanten” Einblicken ab “Großer Weltkrieg” !?!

    Antworten

  • Erneuerung
    19. Juni 2025 @ 19:01

    Ich hätte mir 1989 auf der Straße in Ostdeutschland niemals vorstellen können, dass ein neues III. Reich mal von Lissabon bis Kiew und vom Nordkap bis zur Sinaihalbinsel reichen könnte, und das mit ausdrücklicher Unterstützung der 3 Westalliierten. Hätte ich das geahnt, hätte ich zeitlebens lieber auf Bananen verzichtet. Ich möchte nicht behaupten, dass es uns schlecht geht, aber es sind schon gravierende Einschränkungen der Lebensqualität vorhanden:
    – Die Familie ist räumlich auseinandergerissen,
    – Die Straßen und Grünanlagen sind vielfach voller Müll,
    – Man kann kein Fernsehen mehr schauen, ohne dass sich der Magen umdreht, weil alles Barbarische nun als notwendig verkauft wird,
    – Die Zukunft ist ungewisser denn je, täglich ändert sich die Weltlage, der Scheinfrieden in Mitteleuropa ist nur deshalb noch vorhanden, weil nicht ausreichend Kriegsgerät produziert werden kann.
    30 +X % der Deutschen finden das in Ordnung, Krankenhäuser in Gaza dürfen zu 90% zerstört werden, aber eines in Israel auf dem Gelände des Geheimdienstes nicht, das rechtfertigt dann die Auslöschung einer weiteren Ethnie. Ich kann nur hoffen, dass dies keine Zukunft hat und es mal ein neues Kriegsverbrechertribunal geben wird.

    Antworten

  • Guido B.
    19. Juni 2025 @ 18:22

    Die drei EU-Bestattungsminister aus D, F und UK und die EU-Totengräberin Kallas werden sich in Genf mit Abbas Araghchi treffen, um mit dem Iran dieselbe Diplomatie zu applizieren wie mit Russland. Es werden folgende Forderungen überbracht:

    1) Sofortiger einseitiger bedingungsloser Waffenstilstand!
    2) Bedingungslose Kapitulation nach spätestens 30 Tagen!
    3) Auslieferung aller Machthaber an die USA (Guantanamo)!
    4) Bildung einer neuen Regierung mit prowestlichen Statthaltern!
    5) Zerstörung aller Atomkraftwerke!
    6) Übergabe aller Ölquellen an US/US-Ölkonzerne!
    7) Abschaffung des Islam und Einführung der woken Demokratie innerhalb von 3 Monaten!!
    8) Vollständiger Schadenersatz an Israel für die im Verteidigungskrieg verursachten Schäden!

    Wenn der Iran diese Forderungen nicht erfüllt, folgen genickbrechende Sanktionen!

    Antworten

    • ebo
      19. Juni 2025 @ 18:26

      Mich würde eher interessieren, wie lange Aragchi noch zu leben hat. Bestimmt findet sich bald ein israelischer Minister, der seine sofortige Vernichtung fordert. Und unsere Medien werden es genauso berichten, ohne Kommentar…

      Antworten

      • Guido B.
        19. Juni 2025 @ 18:35

        Genau. Die israelischen Serienkiller und Exekutionskommandos wüten ja überall auf der Welt, wieso nicht auch mitten in Genf, dem Mekka der multilateralen Diplomatie? Den Segen des Wertewestens haben sie ja.

      • ebo
        19. Juni 2025 @ 18:53

        Um eine Verhandlungslösung geht es Israel jedenfalls nicht:
        Carl BILDT: The reality is that Netanyahu attacked Iran not primarily to prevent a nuclear weapon but to prevent a nuclear agreement between and . He was key in driving Trump to leave the original JCPOA deal, and now wanted to prevent a new one.

      • KK
        19. Juni 2025 @ 18:46

        Er sollte als erste Vorsichtsmassnahme jedenfalls nicht mit einer Boeing fliegen… ????

    • KK
      19. Juni 2025 @ 18:47

      “Wenn der Iran diese Forderungen nicht erfüllt, folgen genickbrechende Sanktionen!”

      In wievielen Paketen?



  • Info: https://lostineu.eu/im-iran-droht-der-irakkrieg-2-0-und-wieder-versagt-europa/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 






    EU-Sanktionen: Krieg gegen Russlands Schattenflotte?


    lostineu.eu, 19. Juni 2025

    Die EU will russische Ölexporte erschweren und dazu ihren Kampf gegen die sog. Schattenflotte in der Ostsee ausweiten. Damit riskiere sie einen  “gefährlichen Krieg”, warnt der britische Sicherheitsexperte A. Lieven auf “Responsible Statescraft”. Denn Länder wie Dänemark und Schweden haben angekündigt, suspekte Schiffe künftig nicht nur beobachten, sondern auch inspizieren und möglicherweise auch konfiszieren wollen. Deutschland hat dies bereits einmal vorgeführt. Mit den neuen, nochmals verschärften EU-Sanktionen könnte es allerdings zu einer Art Blockade der Ostsee führen, so Lieven. “This is the kind of action that has traditionally led to war.”

    ‹ Risse in der Nato, Zweifel an Merz – und mehr EU-Geld für Parteien › Im Iran droht der Irakkrieg 2.0 – und wieder versagt EUropa

    2 Comments

    1. MaritimerJurist
      19. Juni 2025 @ 17:12

      Ein paar kurze Randbemerkungen:

      In der Debatte wird bewußt vermischt die Gefahr, die durch Sabotage von Schiffen an Untersee-Infrastruktur angerichtet werden könnte, und die Frage einer sog. Schattenflotte an Tankern zur Umgehung von Sanktionen. Wenn die erstgenannte Gefahr begründen soll, warum man spezifisch Tanker der Schattenflotte boarden und inspizieren will, dann will man sich nur den Anschein eines rechtfertigenden Grundes verschaffen. Es liegt ja auf der Hand, dass zu Sabotagezwecken jedes Schiff jeden Typs und jeder Nationalität genutzt werden könnte, aber Russland dafür möglichst natürlich nicht wertvolle Tanker verwendet.

      Die UN-Seerechtskonvention stellt im Grunde einen einzigen großen Kompromiss dar, weil die dort damals geregelte Ausweitung der Territorialgewässer und der Wirtschaftszonen im Gegenzug einherging mit einer Stärkung des Rechts der freien Durchfahrt/Transit sowie generell der Freiheit der Schiffahrt. Die erklärte Absicht, nach UNCLOS gewährte Rechte in Territorialgewässern oder Wirtschaftszonen nutzen zu wollen, um russischen Handel mit Öl einzuschränken, wäre daher rechtsmissbräuchlich. Eine diskriminierende Vollzugspraxis hinsichtlich der nach UNCLOS gewährten Rechte mit dem erklärten Ziel Handel eines bestimmten Landes zu unterbinden, steht mit UNCLOS von vorneherein nicht in Einklang (Art. 24 (1) b. UNCLOS). Das wift einmal mehr die Frage auf, inwiefern sich die EU (-Staaten) an Völkerrecht gebunden fühlen wollen.

      Die EU hat bisher das vermieden, was die EU selbst gerne den USA zum Vorwurf macht: nämlich uferlose Sanktionsregime, die extraterritorial Wirksamkeit beanspruchen. Deswegen sanktioniert die EU (bisher) im Handel mit Öl die der EU unterworfenen Rechtssubjekte, z.B. Anbieter von maritimen Services und Finanzdienstleistungen in der EU. Wenn Tanker unter fremder Flagge und ausländischer Bereederung russisches Öl transportieren, dann sind sie den Sanktionen der EU insoweit überhaupt nicht unterworfen. Wenn man jetzt aber diese Konsequenz zu ziehen nicht bereit ist und über eine Vollzugspraxis ausweitet, dann würde die EU ja doch – entgegen der eigenen Position gegenüber den USA – eine faktisch etraterritoriale Wirkung der Sanktionen anstreben.

      Schlussbemerkung: Die rechtliche Begründung und die Einziehungsverfügung, mit der die Eventin und ihre Ladung in deutschen Gewässern konfisziert worden sind, sind m.W.n. gar nicht öffentlich gemacht worden, auch nicht im Grundsätzlichen. Mir ist bis dato unklar, auf welcher Basis diese Maßnahme rechtens gewesen sein sollte. Das Finanzgericht in Greifswald hat es scheinbar ebenso gesehen. Die Sache hängt jetzt beim Bundesfinanzhof. Jedenfalls wirft es die Frage auf, ob im Interesse der ‚guten Sache‘ auch das eigene nationale Recht über Bord gehen muss.

    Antworten

  • KK
    19. Juni 2025 @ 14:45

    Die EU tut alles, um den Dritten Weltkrieg vom Zaun zu brechen.
    Offenbar ist der Kapitalismus wieder einmal an einen Punkt gekommen, so dass man nur noch Wachstum generieren zu können glaubt, wenn man vorher alles in Schutt und Asche gelegt hat…

    Antworten

  • Was sagen Sie dazu?


    Info: https://lostineu.eu/eu-sanktionen-krieg-gegen-russlands-schattenflotte/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    20.06.2025

    Nachrichten von Pressenza: MAHA-Bericht: US-Kinder leiden – aber Fußnoten sind wichtiger

    aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 20. Juni 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 20.06.2025


    MAHA-Bericht: US-Kinder leiden – aber Fußnoten sind wichtiger


    Kennedys Bericht wurde wegen weniger falscher Quellenangaben verrissen. Was darin steht, berichteten kritisierende Medien kaum. Albrecht Kieser für die Online-Zeitung INFOsperber Am 29. Mai legte der von US-Präsident Trump berufene Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. den «MAHA»-Bericht vor, der ein&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/06/maha-bericht-us-kinder-leiden-aber-fussnoten-sind-wichtiger/


     -----------------------


    Das Aufrüsten ist kurzsichtig und birgt erhebliche Risiken


    Erst 2 Prozent, jetzt 5 Prozent fürs Militär – kaum jemand hinterfragt die Priorität. Es droht ein Kontrollverlust anderer Krisen. Urs P. Gasche für die Online-Zeitung INFOsperber Was in der Corona-Pandemie begann, setzt sich beim Thema Aufrüstung fort: Erstaunlich einmütig&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/06/das-aufruesten-ist-kurzsichtig-und-birgt-erhebliche-risiken/


     -----------------------


    Humanitäre Krise: Millionen auf der Flucht – Rekordzahlen treffen auf Finanzierungsengpass


    Die Zahl der Menschen, die weltweit durch Krieg und Verfolgung zur Flucht gezwungen wurden, ist erneut angestiegen. Wie das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) in seinem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht „Global Trends“ mitteilt, waren Ende April 2024 weltweit 122,1 Millionen&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/06/humanitaere-krise-millionen-auf-der-flucht-rekordzahlen-treffen-auf-finanzierungsengpass/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    20.06.2025

    DrecksarbeitDeutschland, Frankreich und Großbritannien kündigen für Freitag Verhandlungen mit Iran an. Merz lobt Israel für den Angriffskrieg und spricht von „Drecksarbeit“, die das Land „uns“ abgenommen habe. Scharfe Kritik kommt aus Mittelost.

    german-foreign-policy.com, 20. Juni 2025

    TEHERAN/TEL AVIV/BERLIN (Eigener Bericht) – Die drei Mächte Westeuropas – Deutschland, Frankreich und Großbritannien – kündigen für den heutigen Freitag in Genf ein Treffen mit dem Außenminister Irans, Abbas Araghchi, an. Hintergrund ist das Bestreben, im Konflikt um das iranische Atomprogramm eine eigenständige, von den USA unabhängige Position zu entwickeln. Unter den drei Mächten Westeuropas hat sich die Bundesrepublik am deutlichsten auf Israels Seite geschlagen und erklärt, der Angriffskrieg gegen Iran sei vom „Recht auf Selbstverteidigung“ gedeckt. Bundeskanzler Merz hat sogar erklärt, Israel übernehme mit dem Krieg, der schon bis gestern weit mehr als 500 Todesopfer forderte, „die Drecksarbeit für uns alle“. In der EU teilen eine ganze Reihe von Staaten die deutsche Position nicht; EU-Kommissonspräsidentin Ursula von der Leyen hat sie sich gegen ihren Willen zu Eigen gemacht – nicht zu ersten Mal. Die Staaten des Nahen und Mittleren Ostens kritisieren den israelischen Angriffskrieg hingegen scharf – in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht. Auch aus der bislang prowestlichen Opposition in Iran kommt massiver Protest gegen Israels mörderische Bombenangriffe.


    Zitat: Ablehnung in Nah- und Mittelost

    Anders als in Teilen Europas und in Nordamerika wird Israels Angriffskrieg gegen Iran im Nahen und im Mittleren Osten – also in der unmittelbar betroffenen Region – scharf kritisiert. Schon am vergangenen Freitag, dem ersten Kriegstag, verurteilten dort beinahe alle Staaten die Angriffe; die einzige Ausnahme war Syrien, dessen islamistisches Regime aktuell alles unternimmt, um die US-amerikanischen und europäischen Sanktionen abzuschütteln und zum Kooperationspartner der transatlantischen Welt zu werden.[1] Saudi-Arabien etwa stellte fest, die israelische Aggression verletze Irans Souveränität und stelle „einen eklatanten Verstoß gegen internationale Gesetze und Normen“ dar.[2] Ein Sprecher des Außenministeriums von Qatar konstatierte am Dienstag, die Länder der Region hätten die Bemühungen unterstützt, eine Einigung zwischen den USA und Iran auf ein Atomabkommen zu erzielen. Der Versuch habe sich „zum ersten Mal seit mehr als sieben Jahren in eine positive Richtung“ entwickelt. Während aber fast „alle Länder der Region“ bestrebt seien, „Spannungen bei diversen Themen abzubauen“, gebe es „einen Player in der Region, der darauf besteht, eine Quelle der Eskalation zu sein“ – und der insbesondere „darauf besteht, dass sämtliche Anstrengungen, Frieden in der Region zu erreichen, scheitern“.[3] Gemeint war Israel.


    Ablehnung bei der iranischen Opposition

    Berichte deuten darauf hin, dass auch bei der prowestlichen iranischen Opposition, die zuletzt immer wieder energisch gegen die Regierung in Teheran protestierte, die Wut auf die israelischen Angriffe und auf deren Befürwortung durch die westlichen Staaten zunimmt. Das ist von erheblicher Bedeutung, da zumindest Israel ganz offen auf einen Umsturz in Teheran setzt; Premierminister Benjamin Netanyahu hat dazu bereits am ersten Kriegstag in einer auch auf Farsi verbreiteten Ansprache aufgerufen.[4] Die Trump-Administration wiederum hat die Mitarbeiter des farsisprachigen Dienstes von Voice of America, dem staatsfinanzierten Auslandssender der USA, aus dem Zwangsurlaub zurückgerufen, in den sie vorher versetzt worden waren, um den Sender stillzulegen. Das wiedergestartete Programm sei bereits in Iran zu empfangen, heißt es.[5] Eine in Iran gut vernetzte Journalistin berichtet nun allerdings, selbst Frauenrechtlerinnen, die in erbitterter Opposition zur Regierung stünden, seien über die Angriffe auf zivile Ziele „geschockt“.[6] Die im Westen verbreiteten Phrasen von „Israels Recht auf Selbstverteidigung“, die einen brutalen Angriffskrieg mit bislang mindestens 585 Todesopfern – mindestens 239 davon Zivilisten [7] – legitimieren sollen, rufen demnach auch bei Irans bislang prowestlicher Opposition Empörung hervor.


    „Größter Respekt“

    Auf die Behauptung, der Angriffskrieg gegen Iran geschehe in Umsetzung von „Israels Recht auf Selbstverteidigung“, hat sich die Bundesregierung sofort festgelegt (german-foreign-policy.com berichtete [8]). Bundeskanzler Friedrich Merz hat dies inzwischen mehrfach bestätigt; alle Hinweise, der Angriffskrieg verstoße flagrant gegen internationales Recht, lässt Merz nicht gelten. Vielmehr hat er am Dienstag am Rande des G7-Gipfels im kanadischen Kananaskis in einem prominent platzierten Fernsehinterview geäußert, er habe „größten Respekt davor, dass die israelische Armee“, auch „die israelische Staatsführung den Mut dazu gehabt“ habe, „das zu machen“.[9] „Wir sind von diesem Regime auch betroffen“, erklärte der Bundeskanzler; Israel habe mit seiner Kriegsführung gegen Iran „die Drecksarbeit“ übernommen – und zwar „für uns alle“. Mit „Drecksarbeit“ ist ein Krieg mit hunderten, wenn nicht tausenden zivilen Todesopfern und umfassender Zerstörung gemeint.


    Innereuropäische Differenzen

    Die Berliner Position stimmt mit derjenigen der Vereinigten Staaten und Israels überein; der israelische Botschafter in der Bundesrepublik, Ron Prosor, hat sogar Merz‘ Vokabular („Drecksarbeit“) ausdrücklich verteidigt: Der Bundeskanzler habe „die Realitäten im Nahen Osten mit seiner Wortwahl klar beschrieben“, erklärte Prosor.[10] Allerdings stimmen eine ganze Reihe EU-Staaten der Auffassung, Israel dürfe Iran bombardieren, im Einklang mit der unter Völkerrechtlern dominierenden Ansicht [11] nicht zu. So wird berichtet, am Samstag habe es in der EU heftige Diskussionen gegeben, ob Israels Angriffskrieg gegen Iran in einer Erklärung des Staatenbundes mit einem „Recht, sich selbst zu verteidigen“, gerechtfertigt werden könne. Rund 15 Staaten hätten dies befürwortet, außer Deutschland etwa Frankreich, Italien, Österreich, Ungarn und die Niederlande.[12] Andere dagegen hätten es explizit zurückgewiesen. Die Differenzen waren Gegenstand eines Treffens der 27 EU-Botschafter am gestrigen Donnerstag in Brüssel und sollen auch beim EU-Gipfel in der kommenden Woche diskutiert werden.


    Von der Leyens Alleingänge

    Ernsten Unmut hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ausgelöst, als sie sich über den Diskussionsstand der EU hinwegsetzte und am vergangenen Samstag, unmittelbar nach der erwähnten Debatte in der EU, eigenmächtig mitteilte, sie habe mit Israels Präsident Isaac Herzog gesprochen und dabei „Israels Recht, sich selbst zu verteidigen und seine Bevölkerung zu schützen, wiederholt“.[13] Es sei „entmutigend“, zu sehen, wie die Kommissionspräsidentin ihre persönliche Position vertrete, ohne auf den Konsens in der Union auch nur die geringste Rücksicht zu nehmen, wird ein namentlich nicht genannter Diplomat zitiert. Von der Leyen hatte allerdings bereits im Jahr 2023 mit ihrer Positionierung zum Gaza-Krieg die Beschlusslage in der EU ignoriert und eine Haltung eingenommen, die der Position der deutschen Regierung entsprach (german-foreign-policy.com berichtete [14]). Dies ist heute wieder der Fall. Damit entwickeln sich politische Alleingänge der deutschen Kommissionspräsidentin in Übereinstimmung mit der Position Deutschlands zum neuen Standard in der EU.


    Europas Stellung

    Während die EU zerstritten ist, treibt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron den Versuch voran, Iran zu einem neuen Nuklearabkommen zu bewegen. Für den heutigen Freitag hat Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot ein Treffen in Genf anberaumt, an dem neben seinen Amtskollegen aus Deutschland, Johann Wadephul, und aus Großbritannien, David Lammy, auch Irans Außenminister Abbas Araghchi teilnehmen soll.[15] Zudem ist die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas geladen. Wadephul hat sich bislang der politischen Position, aber noch nicht der Wortwahl („Drecksarbeit“) des Bundeskanzlers angeschlossen. Mit dem Genfer Treffen suchen die drei Hauptmächte Westeuropas eine eigenständige Stellung im Konflikt um das iranische Atomprogramm zu entwickeln; zuletzt hatten die USA Gespräche mit Iran alleine geführt. Allerdings könnte die Position der drei westeuropäischen Mächte binnen kürzester Zeit wertlos werden: dann, wenn die USA zu eigenständigen Angriffen auf Iran übergehen oder wenn die israelisch-US-amerikanischen Bemühungen um den Sturz der Regierung in Teheran erfolgreich sind.

     

    [1] Christina Goldbaum: As Other Arab States Condemn Israeli Attacks on Iran, Syria Is Notably Silent. nytimes.com 17.06.2025.

    [2] How the world is reacting to Israel attacks on Iran nuclear, military sites. aljazeera.com 13.06.2025.

    [3] Israeli attack on Iran is an uncalculated escalation: MoFA Spokesperson. thepeninsulaqatar.com 17.06.2025.

    [4] ‘Stand up and let your voices be heard’: Netanyahu urges Iranians to stand against regime. jpost.com 14.06.2025.

    [5] Brian Stelter: Trump wanted these Persian-language journalists fired. Now they’re ‘rising to the occasion’ amid Israel-Iran conflict. edition.cnn.com 16.06.2025.

    [6] Friederike Böge: Wer kann, verlässt Teheran. Frankfurter Allgemeine Zeitung 17.06.2025.

    [7] Israeli strikes have killed nearly 600 in Iran, rights group says. timesofisrael.com 18.06.2025.

    [8] S. dazu Vom Recht auf Angriffskrieg.

    [9] Merz: Israel macht in Iran Drecksarbeit für uns. zdfheute.de 17.06.2025.

    [10] Kanzleramtsminister und israelischer Botschafter nehmen Merz in Schutz. zeit.de 19.06.2025.

    [11] S. dazu Vom Recht auf Angriffskrieg.

    [12], [13] Shona Murray, Eleonora Vasquez: EU divided over Israel‘s right to bomb Iran. euronews.com 19.06.2025.

    [14] S. dazu Vor der humanitären Katastrophe und Die Glaubwürdigkeit des Westens.

    [15] Wadephul und europäische Kollegen wollen morgen Irans Außenminister Araghtschi treffen. deutschlandfunk.de 19.06.2025.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10024


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    19.06.2025

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    19.06.2025

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    19.06.2025

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    19.06.2025

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    19.06.2025

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    19.06.2025

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    19.06.2025

    Chas Freeman: Iran greift an – Wendepunkt für Russland & die Welt

    Screenshot_2025_06_20_at_08_42_22_Chas_Freeman_Iran_greift_an_Wendepunkt_f_r_Russland_die_Welt_YouTube


    youtube.com, 18.06.2025, Glenn Diesen Deutsch

    Chas Freeman argumentiert, dass Washington mit dem Angriff auf den Iran einen Großteil seiner Glaubwürdigkeit verspielt hat und der Vertrauensverlust aufgrund der Täuschung weitreichende Folgen haben wird. Botschafter Freeman ist ein pensionierter Karrierediplomat, der von 1993 bis 1994 als Assistant Secretary of Defense for International Security Affairs tätig war und für seine Rolle bei der Gestaltung eines NATO-zentrierten europäischen Sicherheitssystems nach dem Kalten Krieg sowie bei der Wiederaufnahme der Verteidigungs- und Militärbeziehungen zu China die höchsten Auszeichnungen des Verteidigungsministeriums für öffentlichen Dienst erhielt. Er diente als US-Botschafter in Saudi-Arabien (während der Operationen Desert Shield und Desert Storm). Zudem war er Principal Deputy Assistant Secretary of State for African Affairs während der historischen US-Vermittlung der namibischen Unabhängigkeit von Südafrika und des Abzugs der kubanischen Truppen aus Angola.


    Info: https://www.youtube.com/watch?v=8pXFScCqZyI


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    ".. nun, das ist interessant, Frankreich, Großbritannien und Deutschland scheinen in dieser Angelegenheit voll und ganz hinter Israel zu stehen, und das erinnert die Menschen in der Region daran, wer die Kreuzzüge geführt hat," sagt Chas Freeman, "das sieht aus wie christliche Unterstützung des Zionismus" (ab 7:47 von 49:20 Min. )

    19.06.2025

    Gescheiterter G7-Gipfel Und die Verlierer sind… Macron und Selensky

    anti-spiegel.ru, 19. Juni 2025, 15:22 Uhr, von Anti-Spiegel

    Der G7-Gipfel in Kanada ist auf ganzer Linie gescheitert. Die Ziele der Europäer, Trump zu mehr Unterstützung der Ukraine und zu mehr Sanktionen gegen Russland zu bewegen, waren erfolglos. Besonders peinlich war der Gipfel jedoch für Macron und Selensky.


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    Dass der G7-Gipfel in Kanada auf ganzer Linie gescheitert ist und dass Trump Macron danach sogar noch öffentlich erniedrigt hat, habe ich schon berichtet. Hier übersetze ich eine Analyse eines Experten der russischen Nachrichtenagentur TASS über den Gipfel die ich ausgesprochen treffend finde.

    Beginn der Übersetzung:

    „Ob absichtlich oder nicht“: Warum Macron und Selensky die größten Verlierer des G7-Gipfels sind

    Andrej Nisamutdinow über die Ergebnisse des „repräsentativen“ Gipfels und das Schicksal der „Großen Sieben“

    Wenn sich die Vertreter einer Vereinigung, die den Anspruch erhebt, in weltpolitischen Angelegenheiten eine Führungsrolle zu übernehmen, versammeln, aber statt über globale Themen zu diskutieren, hinter den Kulissen intrigieren, wird allen klar: Es geht dieser Vereinigung, gelinde gesagt, nicht besonders gut. Zu diesem Schluss lassen einen jedenfalls die bescheidenen Ergebnisse des jährlichen G7-Gipfels in Kananaskis, Kanada, kommen. Die Teilnehmer verbrachten den größten Teil ihrer Zeit damit, um Donald Trump herumzutanzen und zu versuchen, den amerikanischen Präsidenten dazu zu bewegen, Kiew weiterhin zu unterstützen und die Sanktionen gegen Russland zu verschärfen.

    Beides ist nicht besonders gut gelungen. Und da sich der französische Präsident Emmanuel Macron und sein ukrainischer Kollege Wladimir Selensky am aktivsten gezeigt haben, sind sie meiner Meinung nach am Ende die ersten auf der Liste der Verlierer.

    „Herzlichen Glückwunsch, Sie Lügner!“

    Tatsächlich stand in den letzten Jahren gerade die Aufgabe der „finanziellen und militärischen Unterstützung der Ukraine und der Bestrafung Russlands“ im Mittelpunkt der Gipfeltreffen und Ministertreffen der G7. Unter US-Präsident Joe Biden war sie auch noch ein verbindendes Element, aber nach der Rückkehr Trumps ins Weiße Haus hat sich alles geändert. Es zeigte sich, dass er seine eigenen Ansichten zur Beilegung des Konflikts um die Ukraine hat und nicht besonders geneigt ist, die Meinung seiner Partner zu berücksichtigen.

    Die Teilnehmer der G7 hofften, dass persönliche Treffen mit Trump in Kananaskis es ihnen ermöglichen würden, den amerikanischen Präsidenten doch noch auf ihre Seite zu ziehen. Eine besondere Mission wurde Macron übertragen, der angeblich ein besseres Verhältnis zu Trump hat als die meisten anderen europäischen Staats- und Regierungschefs und die Führung der EU. Der französische Präsident sollte seinem amerikanischen Kollegen das neue Sanktionspaket, das in der EU vorbereitet worden war, in seiner ganzen Pracht präsentieren. Es umfasst ein vollständiges Verbot des Kaufs von russischem Gas, eine Senkung der Preisobergrenze für Öl, den Verzicht auf russische Brennstoffe für Kernkraftwerke, Beschränkungen für die Aktivitäten der Schattenflotte, die russisches Öl und Gas transportiert, und andere Restriktionen.

    Macron meisterte die Aufgabe der öffentlichen Präsentation erfolgreich. „Wenn wir uns wirklich in Richtung Frieden bewegen wollen, müssen wir unsere Entschlossenheit und unsere Fähigkeit zeigen, in der Frage der Sanktionen viel weiter zu gehen“, erklärte er am Rande des Gipfels gegenüber Journalisten. Seinen Worten zufolge „könnte sich die Situation radikal ändern, wenn die Europäer und Amerikaner neue Sanktionen verhängen“: „Die Widerstandsfähigkeit der russischen Wirtschaft wäre dann wirklich in Frage gestellt, und vor allem würden viele Partner, die heute in gewisser Weise von dieser Situation profitieren oder Russland bei seinen militärischen Bemühungen durch Finanztransfers unterstützen, mit viel größeren Einschränkungen konfrontiert sein.“

    Allerdings gelang es Macron nicht, Trump zu überzeugen. Der französische Präsident räumte selbst ein, dass der US-Präsident auf seine Frage nach einer möglichen Verschärfung der Sanktionen sehr zurückhaltend reagiert habe: „Er antwortete relativ positiv, was für mich eine gute Nachricht ist.“ Dabei haben Macrons unstillbares Verlangen nach Öffentlichkeit und sein Wunsch, seine enge Beziehung zum US-Präsidenten erneut zu demonstrieren, ihm einen bösen Streich gespielt. Aus irgendeinem Grund begann er Journalisten zu erklären, dass Trumps Entscheidung, den Gipfel vorzeitig zu verlassen, durch sein Bestreben motiviert sei, sich mit Fragen eines Waffenstillstands zwischen Israel und dem Iran zu befassen.

    Die Antwort des amerikanischen Präsidenten folgte unverzüglich: „Der Publicity suchende französische Präsident Emmanuel Macron sagte fälschlicherweise, ich hätte den G7-Gipfel in Kanada verlassen, um nach Washington zurückzukehren und dort an einem Waffenstillstand zwischen Israel und dem Iran zu arbeiten. Falsch! Er hat keine Ahnung, warum ich jetzt auf dem Weg nach Washington bin, aber mit einem Waffenstillstand hat das ganz sicher nichts zu tun. Es ist viel größer als das. Ob absichtlich oder nicht, Emmanuel liegt immer falsch.“

    Und obwohl er das nur über den Grund für seine Abreise gesagt hat, lässt die Formulierung „Emmanuel liegt immer falsch“ vermuten, dass auch Macrons Worte über die „relativ positive“ Reaktion Trumps auf die Verschärfung der Sanktionen gegen Russland zumindest zweigeteilt betrachtet werden sollten.

    Umso mehr, als der amerikanische Präsident selbst am Rande desselben Gipfels ganz unmissverständlich erklärte, dass er keine Sanktionen gegen Moskau verhängen wolle, weil er auf eine politische Lösung des Konflikts hoffe. Er fügte hinzu, dass Sanktionen „nicht einfach eine Einbahnstraße sind“, dass sie „die USA viel Geld kosten, enorm viel Geld“, dass „es um Milliarden und Milliarden von Dollar geht“. Hinter dieser Einschätzung verbirgt sich wohl nicht nur die Meinung des Geschäftsmanns Trump, sondern auch die intensive Arbeit der russischen Unterhändler, die den Amerikanern im Rahmen ihrer Treffen die negativen Auswirkungen der Sanktionen auf die amerikanische Wirtschaft selbst verdeutlicht haben.

    Die britische Financial Times hat eine weitere Erklärung dafür vorgeschlagen, warum der US-Präsident seinen französischen Kollegen faktisch der Lüge bezichtigt hat. Nach Ansicht der Zeitung war Trumps Verärgerung darauf zurückzuführen, dass Macron auf dem Weg nach Kanada einen Zwischenstopp in Grönland gemacht hatte, wo er Gespräche mit der lokalen Regierung geführt und sogar seine Absicht bekundet hat, auf der Insel ein französisches Generalkonsulat zu eröffnen. Trump hatte zuvor wiederholt seine Absicht bekundet, Grönland zu erwerben.

    Wie dem auch sei, Trumps öffentliche Zurechtweisung brachte Macron jedenfalls in eine äußerst unangenehme Lage. Und seine Versuche, sich zu rechtfertigen – Trump würde ständig widersprüchliche Aussagen machen, zuerst das eine sagen und dann das genaue Gegenteil –, verstärkten diese Unannehmlichkeit nur noch.

    Eine vergebliche Reise

    Dem zweiten Verlierer, Selensky, ging es in Kanada noch schlechter. Nach der unvergesslichen Zurechtweisung im Oval Office durch Trump und US-Vizepräsident JD Vance versucht der Führer des Kiewer Regimes jede Gelegenheit zu nutzen, um die frühere Gunst des Weißen Hauses zurückzuerobern. Er ist vor allem in der Hoffnung auf ein bilaterales Treffen mit Trump nach Kananaskis gereist.

    Der verließ Kanada jedoch vorzeitig, sodass Selensky sich darauf beschränken musste, in seiner gewohnten Rolle als Bettler aufzutreten. „Es ist wichtig, 40 Milliarden Dollar an jährlicher Budgethilfe für die Ukraine sicherzustellen – für unsere Stabilität, dafür, dass unser Land weiter bestehen kann. Und das muss eine gemeinsame Entscheidung der Staats- und Regierungschefs der G7 sein, einschließlich der USA“, sagte er in seiner Rede auf der Sondersitzung des Gipfels. Gleichzeitig bat Selensky um die Lieferung von Luftabwehrsystemen und um die Finanzierung der Produktion von Abfangdrohnen, an deren Entwicklung Kiew seiner Aussage nach arbeitet. Danach sagte er die abschließende Pressekonferenz ab und kehrte unverrichteter Dinge nach Hause zurück, ohne das Ende des Gipfels abzuwarten.

    Eigentlich hat er das richtig gemacht: Es zeigte sich, dass die übrigen Teilnehmer der G7 in Abwesenheit von Trump nicht bereit waren, über Hilfe für die Ukraine und neue Sanktionen gegen Russland zu reden. Das heißt, es wurden zwar die üblichen Worte über die Fortsetzung der Unterstützung für Kiew und die Forderung an Russland, „an den Verhandlungstisch zurückzukehren“, ausgesprochen (was besonders lächerlich war, da die Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew bereits laufen und gerade auf Initiative Russlands wieder aufgenommen wurden), aber das war auch schon alles. Es gelang den Teilnehmern des Treffens nicht, wie geplant eine gemeinsame Erklärung zur Ukraine zu vereinbaren, sodass der kanadische Premierminister Mark Carney als Gastgeber des Gipfels eine eigene Erklärung abgeben musste.

    Darin wurden natürlich die üblichen Thesen über die Verstärkung des Drucks auf Russland, unter anderem durch Finanzsanktionen, wiederholt, aber es gab auch Verbeugungen in Richtung Washington: „Die Staats- und Regierungschefs der G7 haben ihre Unterstützung für die Bemühungen von Präsident Trump um einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine zum Ausdruck gebracht.“ Im Großen und Ganzen war das Dokument jedoch, wie man so schön sagt, nichtssagend.

    Der Patient ist eher tot als lebendig

    Man könnte sich fragen: Warum sollte man so ausführlich über die kanadischen Abenteuer von Macron und Selensky sprechen, schließlich ist der G7-Gipfel doch kein gewöhnliches Ereignis? Genau deshalb, weil genau diese Themen beim Gipfel im Mittelpunkt standen. Auf jeden Fall werden sie von den europäischen und amerikanischen Medien, Experten, Politikern und einfachen Bürgern am lebhaftesten diskutiert: wie Trump Macron abgeblockt hat und warum er das getan hat, welche Aussichten Selensky erwarten, der es nicht geschafft hat, sich in Kananaskis mit Trump zu treffen und der nun möglicherweise den bevorstehenden NATO-Gipfel in Den Haag „verpassen“ wird, und ob Europa genug Kraft hat, Kiew selbstständig zu unterstützen, wenn Trump sich ganz klar von der Hilfe für die Ukraine distanziert.

    Das Fehlen einer gemeinsamen Erklärung zur Ukraine war auffälliger als die sechs Erklärungen, die auf dem Gipfel verabschiedet wurden (zu seltenen Erden, künstlicher Intelligenz, Quantencomputern, illegaler Migration, Bekämpfung von Waldbränden und transnationaler Repression). Und dabei geht es nicht einmal darum, dass diese Dokumente größtenteils aus einer Reihe von Standardformulierungen bestehen, sondern um die Rolle und den Platz der G7 auf der internationalen Bühne.

    Diese Haltung formulierte der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva bei seiner Ankunft in Kananaskis ohne Wenn und Aber: „Nach der [Gründung] der G20 besteht keine Notwendigkeit mehr für die Existenz der G7. Die G20 ist repräsentativer.“ Er fügte hinzu, dass er die Rolle der G20 in internationalen Angelegenheiten für viel wichtiger und bedeutender halte und nur deshalb zu den Gipfeltreffen der G7 reise, um nicht den Eindruck zu erwecken, Brasilien lehne eine Zusammenarbeit ab. Mit anderen Worten: aus reiner Höflichkeit.

    Es fällt schwer, dieser Meinung nicht zuzustimmen. Ja, einst hatten die G7-Länder tatsächlich großes politisches und wirtschaftliches Gewicht, aber das ist längst vorbei. Die G20, die aus der G7 herausgewachsen sind, sind per Definition repräsentativer. Noch repräsentativer ist jedoch die Vereinigung der BRICS-Staaten, zu der Vietnam gerade am Vorabend des G7-Gipfels als Partnerland hinzukam – eine der sich am dynamischsten entwickelnden Volkswirtschaften der Welt. Gerade die BRICS, die die Länder des globalen Südens vereinen, werden in den kommenden Jahren die Hauptvektoren der internationalen Entwicklung bestimmen. Die G7 hingegen sind zum stillen Aussterben verurteilt. Zwar werden ihre Staats- und Regierungschefs wohl noch eine Zeit lang abwechselnd in dem einen oder anderen Land zusammenkommen, doch werden diese Treffen eher Stoff für politische Anekdoten als für ernsthafte Analysen liefern.

    Ende der Übersetzung


    Info: https://anti-spiegel.ru/2025/und-die-verlierer-sind-macron-und-selensky/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    19.06.2025

    Blutiges Brot

    aus e-mail von Ingrid Rumpf, 19. Juni 2025, 18:10 Uhr


    Gaza wird vergessen (2 Artikel):




    Katastrophale Lage in Gaza "Es ist sicher, dass sie uns vergessen haben"

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    tagesschau.de, Stand: 19.06.2025 13:49 Uhr, Von Jan-Christoph Kitzler, ARD Tel Aviv

    Während sich alle Blicke auf den Krieg zwischen Israel und dem Iran richten, gerät der Gazastreifen in Vergessenheit. Doch die humanitäre Lage bleibt dramatisch. Und die Menschen fühlen sich von der Welt im Stich gelassen.


    Während die Welt auf diesen neuen Krieg schaut, auf die Raketen und Drohnen, die auf Israel abgefeuert werden und die schweren israelischen Luftangriffe im Iran, ist das, was im Gazastreifen passiert, fast in Vergessenheit geraten. Darauf weisen unter anderem auch israelische Menschenrechtsorganisationen hin.

    Shai Parnes, Sprecher der israelischen Nichtregierungsorganisation B'Tselem, sagt gegenüber dem ARD-Studio Tel Aviv: "Israel nutzt es aus, dass die gesamte Welt auf den neuen Krieg zwischen Israel und Iran schaut und dass sich die öffentliche und mediale Aufmerksamkeit auf die Front verlagert hat. Nur um die Kriegsverbrechen fortzusetzen, die Israel an den Menschen in Gaza begeht."


    Weiterhin Geiseln im Gazastreifen

    Auch Vicky Cohen, ebenfalls Israelin, hält es für einen Skandal, dass der Krieg in Gaza weitergeht. Schon seit über 620 Tagen ist ihr Sohn Nimrod nicht bei ihr. Er war als Soldat auf einem Panzer, als ihn Terroristen am 7. Oktober 2023 aus dem Gazastreifen verschleppt haben. Damals war er 19, im Juli wird er 21 Jahre alt. Seine Mutter hofft, dass er noch am Leben ist: "Der andauernde Krieg riskiert das Leben meines Sohnes Nimrod und anderer Geiseln." Für beide Seiten wäre es besser, diesen Alptraum zu beenden, findet Cohen.

    53 Geiseln des 7. Oktober sind noch im Gazastreifen, davon noch rund 20 lebende - auch sie sind in Vergessenheit geraten, sagt Vicky Cohen.


    Tote, Verletzte und Hungernde

    Ganz zu schweigen von der humanitären Lage - den vielen Toten und Verletzten, den Hungernden im Gazastreifen. Mehr als 300 Tote gab es nach palästinensischen Angaben bereits seit Freitag, als der Krieg zwischen Israel und dem Iran begann.

    Mohammed Abu Silmiyah hat damit jeden Tag zu tun. Er ist der Direktor des Al-Schifa-Krankenhauses, das die israelische Armee mehrmals angegriffen hat, weil von dort aus Terroristen operiert haben sollen. Täglich gebe es Tote und Verletzte, berichtet der Direktor einem ARD-Team. "Und die Welt bekommt das nicht mit - als ob der Krieg in Gaza vorbei wäre. Man muss sich daran erinnern, dass der Krieg weiter geht, der Genozid und das Aushungern des Gazastreifens."


    Menschen müssen wieder fliehen

    Auch in den letzten Tagen mussten Menschen in Gaza weitere Gebiete verlassen. Die Bevölkerung soll offenbar in kleinen Bereichen konzentriert werden. Nur dort soll es dann Hilfsgüter geben. Fast 700 Lkw-Ladungen sind in den letzten sechs Tagen nach Gaza gekommen. Vor dem 7. Oktober waren es rund 500 Lkw - an einem Tag.

    Menschenrechtsorganisationen kritisieren, dass Israel nicht die humanitäre Lage in Gaza im Blick hat, sondern nur seine Kriegsziele. Hunger werde als Kriegswaffe eingesetzt, so lautet der Vorwurf. An den wenigen Verteilstellen gibt es immer wieder Schießereien, Massenpaniken, Tote - wenn verzweifelte Menschen versuchen, an etwas Essen zu kommen.


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    Seit dem 7. Oktober 2023 kommt nur noch ein Bruchteil der Hilfslieferungen im Gazastreifen an.


    Besonders wenig Hilfslieferungen im Norden

    Im Norden, wo Sahad Ahmad lebt, kommt besonders wenig Hilfe an. Ihr Mann und ihre Brüder sind tot. "Es ist sicher, dass sie uns vergessen haben, angesichts des Kriegs zwischen Israel und dem Iran. Alle schauen nun dorthin, um uns kümmern sie sich nicht." Sie fordere alle Länder auf, Mitgefühl zu haben, denn der Krieg sei noch heftiger geworden.

    Abu Ahmad Shamala war mal ein Bauer, doch sein Land gibt es nicht mehr, sein Haus wurde zerstört: "Dieser Krieg zwischen dem Iran und Israel hat die Welt vergessen lassen, was hier passiert. Trotz der täglichen Toten, den Tausenden Verletzten. Niemand schaut hier hin. Es scheint, sie haben Gaza vergessen."

    Israel jedenfalls hat den Gazastreifen nicht vergessen. Soldaten rücken dort weiter vor. Jeden Tag gibt es Angriffe und weitere Tote. Die humanitäre Lage dort ist eine einzige Katastrophe.


    Info: https://www.tagesschau.de/ausland/asien/lage-gazastreifen-104.html


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    Gaza: Gegen Totschweigen und Vergessen!

    Blutiges Brot


    wordpress.comJun 19, 2025, by Maria Reicher-Marek , in

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    Bild: Khan Younis, 17. Juni 2025. Ärzte im Nasser-Krankenhaus im Süden des Gaza-Streifens versorgen unter schwierigsten Bedingungen überlebende Opfer des israelischen Massakers vom Dienstag. [AFP] Quelle: https://www.aljazeera.com/news/2025/6/17/israeli-soldiers-shoot-dozens-in-latest-massacre-at-gaza-aid-sites


    Der vergangene Dienstag war der bislang blutigste Tag in der noch jungen Geschichte der sogenannten Gaza Humanitarian Foundation (GHF): Mehr als 70 Menschen, die in der Hoffnung auf einen Sack Mehl oder einen Karton mit Nudeln und Keksen gekommen waren, wurden ermordet, Hunderte wurden verletzt. Israelische Soldaten schossen auf sie mit Panzergeschoßen, Maschinengewehren und Drohnen. Ein Zeuge berichtet, das sich tausende Menschen vor dem GHF-Verteilpunkt versammelt hatten, als zwei israelische Bomben direkt über der dicht gedrängten Menge abgeworfen wurden. Die Soldaten schossen auch auf Flüchtende. Mediziner aus dem Nasser-Krankenhaus sagten, viele der Todesopfer seien nicht mehr identifizierbar gewesen, weil sie in Stücke zerfetzt worden seien.

    Am Tag davor, am Montag, dem 16. Juni, waren es 39 Menschen gewesen, die ihren Mut der Verzweiflung mit dem Leben bezahlten. Am Tag danach, am 18. Juni, wurden 38 Tote und mehr als 100 Verletzte gezählt.

    Inzwischen beläuft sich die Bilanz der „humanitären Tätigkeit“ des GHF auf mehr als 300 Tote und mehr als 2.000 Verwundete.

    Die israelische Armee ist inzwischen von der Strategie des Leugnens zur Strategie der Pseudo-Rechtfertigung übergegangen: Sie bestreitet jetzt nicht mehr, dass ihre Soldaten geschossen haben, behauptet dafür nun, dies sei notwendig gewesen, weil ein „Sicherheitsrisiko“ bestanden habe. Menschen hätten sich den Soldaten „auf verdächtige Weise“ genähert.

    Ein Mitarbeiter der GHF berichtet:

    Eine Episode ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Wir überwachten den ganzen Tag ein leeres Gelände; irgendwann nach Einbruch der Dunkelheit brachten Dutzende von Pritschenwagen schließlich Hilfsgüter. Bald darauf meldete das israelische Militär über Funk, dass sich 200 bis 300 Zivilist*innen ein paar Kilometer nördlich näherten. Wir beobachteten dann, wie eine israelische Drohne dorthin flog.

    Kurz darauf wurde das Gebiet mit Artillerie beschossen.

    Die wohlwollendste Interpretation? Vielleicht haben die Israelis zwischen unserer Position und den Menschen geschossen, um sie am Weiterkommen zu hindern.

    Ich glaube jedoch nicht, dass das der Fall ist. Schließlich feuern die Panzer den ganzen Tag lang in der Nähe dieser Hilfseinrichtungen. Scharfschützen feuern von einem ehemaligen Krankenhaus aus. Bomben und Kugeln fliegen den ganzen Tag in eine Richtung – auf die Palästinenser*innen.

    ***

    In einer Pressekonferenz am 4. Juni erklärten Vertreter des Auswärtigen Amtes (also des Außenministeriums) Deutschlands, man sehe bisher keine Verletzung des Völkerrechts durch Israel in Gaza. Man habe dazu bislang keine „eigenen Erkenntnisse vorliegen“ und müsse die Frage daher noch weiter prüfen. Damit widersprachen die Vertreter des Auswärtigen Amtes sogar ihrem obersten Chef, nämlich dem gewiss nicht der Israelfeindlichkeit verdächtigen Bundeskanzler Merz.

    Vielleicht haben die Herren in der Zwischenzeit ja neue Erkenntnisse gewonnen. Wenn nicht, dann frage ich mich, welche Beweise eigentlich vorliegen müssten, damit die Gestalter deutscher Außenpolitik zu dem Schluss gelangen, dass Israel sich nicht hundertprozentig ans Völkerrecht hält.


    Aber vielleicht kann es solche Beweise überhaupt nicht geben? Ich versuche jetzt, mich in die Denkweise dieser Spitzenbeamten hineinzuversetzen und ein Argument zu rekonstruieren, das ihre Aussagen verständlich machen würde – ohne dass ich annehmen muss, dass sie einfach lügen:

    1. Die Aussage, dass Israel das Völkerrecht bricht, könnte als Infragestellen des Existenzrechts Israels interpretiert werden.
    2. Das Existenzrecht Israels in Frage zu stellen, ist antisemitisch.
    3. Jede Aussage, die als antisemitisch interpretiert werden könnte, ist antisemitisch.
    4. Also: Die Aussage, dass Israel Völkerrecht bricht, ist antisemitisch. (Folgt aus 1, 2 und 3)
    5. Eine antisemitische Aussage kann niemals wahr sein.
    6. Also: Es kann nicht wahr sein, dass Israel das Völkerrecht bricht. (Folgt aus 4 und 5)


    Dieses Argument ist logisch schlüssig, das heißt: Die Konklusion (dass es nicht wahr sein kann, dass Israel Völkerrecht bricht) folgt logisch aus den Prämissen (1 bis 5). Dies bedeutet, dass die Konklusion zwingend wahr ist, sofern alle Prämissen wahr sind.

    Ich weiß nicht, ob die Herren vom Auswärtigen Amt so denken. Aber falls Sie so denken, ist zu befürchten, dass keine wie auch immer geartete empirische Evidenz ihre Meinung ändern kann: keine Zeugenaussagen, keine Fotos und Videos, keine naturwissenschaftliche Untersuchung. Wenn die Prämissen des obigen Arguments als unumstößlich angenommen werden, dann müssen Zeugenaussagen, die zu einem anderen Ergebnis führen, unwahr sein, Fotos und Videos, die etwas anderes zeigen, gefälscht, inszeniert oder aus dem Zusammenhang gerissen; gerichtsmedizinische Untersuchungen fehlerhaft usw. In der philosophischen Ideologiekritik nennt man so etwas eine Immunisierungsstrategie.


    Es gibt aber einen Weg, das Immunisierungs-Bollwerk zu durchbrechen. Denn wenn auch nur eine einzige der Prämissen des obigen Arguments falsch ist, bricht das Argument zusammen. Man muss daher das Argument vom Kopf auf die Füße stellen. Das geht ganz einfach, nämlich so:

    1. Dass Israel das Völkerrecht bricht, ist empirisch so gut bestätigt, dass kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist.
    2. Die Konklusion des Arguments ist also falsch.
    3. Daher muss mindestens eine der verwendeten Prämissen falsch sein.


    Meiner Meinung nach sind mindestens zwei der Prämissen als falsch zurückzuweisen: Erstens ist nicht jede Aussage, die als antisemitisch interpretiert werden könnte, auch tatsächlich antisemitisch. Zweitens ist es nicht von vornherein ausgeschlossen, dass eine antisemitische Aussage der Wahrheit entspricht.


    Quellen:

    (Video) https://www.aljazeera.com/video/newsfeed/2025/6/17/israel-massacres-palestinians-on-deadliest-day-at-gaza-aid-sites#flips-6374481900112:0

    https://www.aljazeera.com/news/2025/6/17/israeli-soldiers-shoot-dozens-in-latest-massacre-at-gaza-aid-sites

    https://www.aljazeera.com/news/liveblog/2025/6/18/live-israel-iran-attacks-continue-trump-demands-unconditional-surrender (08.45, 13.00)

    Aussendung 41/2025 von Martha Tonsern, Vertretung des Staates Palästina in Wien. [Englischer Originalbeitrag: https://zeteo.com/p/exclusive-american-security-contractor]



    https://www.nachdenkseiten.de/?p=134283


    ***


    „Nicht für euch!“


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    Bild: Israelis suchen in einer U-Bahn-Station Schutz vor iranischen Angriffen. Ramat Gan (in der Nähe von Tel Aviv). 17. Juni 2025 [Oded Balilty/AP] Quelle: https://www.aljazeera.com/news/liveblog/2025/6/18/live-israel-iran-attacks-continue-trump-demands-unconditional-surrender (05.40)


    Gegenwärtig erfahren auch die Menschen in Israel, wie es ist, im Krieg zu leben. Die iranischen Raketen auf Israel richten zwar bei weitem nicht so viel Schaden an wie die israelischen Raketen auf den Iran, aber das Alltagsleben in Israel ist empfindlich gestört. Schulen sind geschlossen. Mehr als 1.300 Israelis haben ihr Zuhause durch die iranischen Vergeltungsschläge verloren. Mehr als 18.000 Anträge auf Schadenersatz wurden von Israelis an ihre Verwaltung gestellt, aufgrund der durch iranische Schläge erlittenen Schäden. Raketenalarm treibt die Menschen in Schutzräume. Doch die Schutzräume sind nicht für alle da.

    Laut Gesetz stehen zwar Schutzräume allen israelischen Staatsbürgern zur Verfügung. Doch die Realität ist eine andere. Einer alleinerziehenden palästinensischen Frau mit israelischer Staatsbürgerschaft und ihrer fünfjährigen Tochter wurde während eines iranischen Luftangriffs von ihren Nachbarn der Zugang zum Schutzraum ihres Wohnhauses verwehrt. Die Frau spricht fließend Hebräisch. Sie wohnt in einer überwiegend von jüdischen Israelis bewohnten Siedlung. Die Nachbarn bemerkten ihre arabische Herkunft, weil sie beruhigende Worte auf Arabisch an ihre kleine Tochter richtete, während die beiden, zusammen mit anderen Hausbewohnern, die Treppe zum Schutzraum hinuntereilten. Ein Nachbar versperrte ihnen den Weg, sagte „Für euch nicht“ und schlug ihnen die Türe vor der Nase zu.

    Das ist kein Einzelfall. Es gibt viele Berichte über Palästinenser mit israelischer Staatsbürgerschaft, denen der Zugang zu Schutzräumen verweigert wurde. Zudem gibt es in überwiegend palästinensischen Ortschaften oder Stadtvierteln von Haus aus weniger Schutzräume. Es kommt auch vor, dass jüdische Bewohner/innen ärmerer Stadtviertel, die anderswo Schutz suchen, vor verschlossenen Schutzraum-Türen um ihr Leben fürchten müssen.

    Quellen:

    https://www.aljazeera.com/news/liveblog/2025/6/18/live-israel-iran-attacks-continue-trump-demands-unconditional-surrender (02.40)

    https://www.aljazeera.com/news/2025/6/17/not-for-you-israeli-shelters-exclude-palestinians-as-bombs-rain-down

    ***


    Buchtipp:

    Johannes Zang, Kein Land in Sicht? Gaza zwischen Besatzung, Blockade und Krieg (PapyRossa 2024), 279 Seiten, 19.90 Euro (https://shop.papyrossa.de/Zang-Johannes-Kein-Land-in-Sicht)

    Johannes Zang lebte und arbeitete viele Jahre in Israel und Palästina – als Erntehelfer in einem Kibbuz, als Altenpfleger, Musiklehrer, Reiseleiter und Journalist. Gaza besuchte er ca. 30 Mal. Er ist Autor mehrerer Bücher über Palästina und Israel. Kein Land in Sicht? ist sein neuestes Werk.

    Das Buch ist in sieben große Kapitel gegliedert: I. Von der frühesten Zeit bis 1967; II. Die israelische Militärbesatzung 1967 bis heute; III. Die Blockade bzw. die Verschärfung der Blockade; IV. Die Hamas; V. Vom widerständigen Alltag in Gaza; VI. Der 7. Oktober 2023; VIII. Der Krieg ab dem 7. Oktober 2023 und seine Folgen.

    Eine formale Besonderheit ist, dass jedes Kapitel in zahlreiche kleine Abschnitte gegliedert ist, die jeweils nur 1 bis 2 Seiten lang sind. Das macht das Buch, trotz der in vielerlei Hinsicht schwierigen Thematik, leicht lesbar. Um einen kleinen Einblick in die Vielfalt der behandelten Themen zu geben, hier ein paar Beispiele für Abschnittstitel:


    • Wann fuhr der letzte Zug nach Gaza?
    • Wie ist das Leben in einem Flüchtlingslager?
    • Warum sollte jemand aus Jerusalem nicht nach Gaza heiraten?
    • Was bedeutet Administrativhaft?
    • Welche Nebenwirkungen hat der dauernde Stromausfall in Gaza?
    • Was bedeutet Armut in Gaza?
    • Wann griff die Hamas erstmals zur Gewalt?
    • Wann schrieb die Hamas US-Präsident Obama einen Brief?
    • Bekommt man in Gaza Bier oder Wein?
    • Hatten Israelis Kontakt zu Menschen in Gaza?
    • Was genau geschah am 7. Oktober?
    • Wer traf sich zur „Vertreibungskonferenz“?


    Das Buch enthält mehr als 500 Quellenverweise in Form von Endnoten am Ende des Buches. Auch das ist sehr leserfreundlich. Es stören keine Fußnoten den Lesefluss, aber man hat die Möglichkeit, die Quellen selber zu sichten.

    Zusätzlich zu den Quellenverweisen gibt es noch eine 10 Seiten lange Liste mit kommentierten Literaturempfehlungen sowie Filmempfehlungen. Das Buch schließt mit einer Zeittafel über „Kriege, militärische Operationen und tödliche Auseinandersetzungen in bzw. gegen Gaza“, von 1917 bis 2024. Die Darstellung der gegenwärtigen „militärischen Operation“ in Gaza geht bis zum Sommer 2024.

    Das Buch bietet eine unglaubliche Menge an Daten und Fakten. Doch mindestens ebenso stark sind die Schilderungen persönlicher Begegnungen mit Menschen in Gaza, und wie diese ihr Leben unter Besatzung beschreiben.

    Viele der erzählten Geschichten haben mich sehr berührt. Zum Beispiel diese: Johannes Zang und seine Frau erhalten bei einem Besuch in Gaza von einem Bauern drei Kilo Erdbeeren als Geschenk. Sie nehmen es nur zögernd an, wissen sie doch, wie wertvoll diese Erdbeeren sind, zumal im Vorjahr die israelische Armee die Anbauflächen zerstört hatte. An der Grenze müssen sie, wie üblich, ihr Gepäck zur Kontrolle abgeben. Auf der anderen Seite der Kontrollstation sind die Erdbeeren nicht mehr dabei. Auf Nachfrage gibt ihnen der israelische Grenzsoldat den Bescheid, dass die Ausfuhr von Nahrungsmitteln aus Gaza verboten sei. Die Erdbeeren seien daher vorschriftsgemäß vernichtet worden. (Die Geschichte geht noch weiter und endet mit einem kleinen Sieg.)

    Oder die Geschichte von dem falschen Zebra: Bei einem israelischen Angriff wurden viele Tiere des Zoos in Gaza getötet, unter anderem die Zebras. Neue Zebras zu importieren war wegen der Blockade nicht möglich. Da kam der Zoodirektor auf die Idee, zwei Esel glatt zu scheren und ihnen schwarze und weiße Streifen aufzumalen. Die Kinder bemerkten den Betrug nicht und waren begeistert.

    Dieses Buch ist für Menschen ohne Vorkenntnisse ebenso zu empfehlen wie für jene, die schon einiges wissen. Es sollte unbedingt weite Verbreitung finden. Um dem ein wenig nachzuhelfen, habe ich inzwischen ein paar zusätzliche Exemplare nachbestellt, die ich in öffentlich zugängliche Bücherboxen zur freien Entnahme einstellen werde.


    Info: https://dienichtvergisst.wordpress.com/2025/06/19/blutiges-brot/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    19.06.2025

    Tudeh Partei Irans und KP Israels, Stoppt das Töten! Beenden Sie den Krieg!

    solidnet.org, vom 18.08.14, 15:18 Uhr, Iran, Tudeh Partei Iran Israel, Kommunistische Partei Israels Ar En Asien Kommunistische und Arbeiterparteien

    Tudeh Partei Iran und Kommunistische Partei Israels:

    Stoppen Sie den Töten! Beenden Sie den Krieg!

     

    Die Tudeh-Partei des Iran und die Kommunistische Partei Israels verurteilen die anhaltende israelische Aggression in der Region und ihren jüngsten Angriff auf den Iran, der direkt gegen das Völkerrecht verstößt. Wir fordern einen sofortigen Stopp aller militärischen Aktionen, die zu erheblichen zivilen Opfern auf beiden Seiten führen.

    Die Verbrechen, die von der rechten reaktionären Regierung von Benjamin Netanyahu in Gaza und dem Westufer mit Unterstützung des US-Imperialismus, des Vereinigten Königreichs und der Verbündeten in der EU begangen wurden, haben nicht nur dazu geführt, dass mehr als 55.000 Palästinenser ihr Leben verloren und über 18.000 Kinder getötet wurden, sondern auch der israelischen Regierung grünes Licht für weitere Aggressionen gegen die Länder der Region gegeben hat, mit dem Ziel, die Ukrainer neu zu rächen. Dies ist eine Regierung, deren Führer zu Recht Verbrechen gegen die Menschlichkeit vom Internationalen Strafgerichtshof beschuldigt wurden.

    Während wir Krieg und Zerstörung im Iran und Israel erleben, warnen wir auch vor der Ausbeutung der Situation, um das unmenschliche Leiden und die Unterdrückung des palästinensischen Volkes in Gaza und dem besetzten Westjordanland zu verstärken und fortzusetzen. Wir fordern die internationale Gemeinschaft auf, echte und konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um weitere Katastrophen für das palästinensische Volk und die Völker der Region zu verhindern.


    Erkenne jetzt einen palästinensischen Staat an! Beenden Sie den Völkermord in Gaza


    Nur der Imperialismus, seine Klientkräfte, Reaktionäre und die herrschende Diktatur profitieren von Spannungen und Krieg.

    Israel und die USA - nach dem Irak, Libyen und Syrien - sind nun entschlossen, die iranische Souveränität zu untergraben und werden nicht aufhören, bis alle Regime in der Region unter demselben Projekt des Imperialismus und der Hegemonie im Nahen Osten gezwungen werden, der den Willen des Volkes und sein Recht auf Selbstbestimmung unterwerfen will.

    Wir äußern unseren grundlegenden Widerstand gegen alle nuklearen Rüstungsprogramme im Nahen Osten und weltweit. Der Weg, das nukleare Wette im Nahen Osten zu stoppen, führt nicht durch einen aggressiven Krieg gegen den Iran, sondern geht vielmehr über die Entmilitarisierung der gesamten Region der Atomwaffen und die Unterzeichnung aller seiner Länder, einschließlich Israel, zu einer Nichtverbreitung des Atomwaffenvertrags.

    Wir rufen alle fortschrittlichen und freiheitsliebenden Kräfte in Israel, dem Iran und der Welt auf, sich zusammenzuschließen, um diese eklatante und brutale Verletzung des Völkerrechts zu verurteilen und alle Bemühungen auf die Prävention eines weitreichenden, zerstörerischen militärischen Konflikts und der Errichtung des Friedens im Nahen Osten zu konzentrieren.

    Die globale Öffentlichkeit muss über die bloße Besorgnis hinausgehen, die der UN-Generalsekretär über Israels Angriff auf den Iran geäußert hat. Alle internationalen Mechanismen, die über die Vereinten Nationen und ihren Sicherheitsrat verfügbar sind, müssen genutzt werden, um die Region daran zu hindern, in einen katastrophalen, weitreichenden Krieg zu stürzen.

    STOP jetzt den Krieg und die militärische Eskalation im Nahen Osten!

    Beenden Sie den Krieg gegen Gaza, erkennen Sie einen palästinensischen Staat an!

     

    ZK der Kommunistischen Partei Israels CC der Tudeh Partei Irans


    Info: http://www.solidnet.org/article/Tudeh-Party-of-Iran-and-CP-of-Israel-Stop-the-Killing-End-the-War-Now/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    19.06.2025

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    nachdenkseiten.de, vom 18. Juni 2025 um 10:00 Ein Kommentar von Marcus Klöckner

    „Alle Maßnahmen müssen ein Hauptziel haben: das schnellstmögliche Erlangen von Kampfkraft bis 2029“, sagt der Chef des Bundeswehrverbandes, André Wüstner, in einem aktuellen Welt-Interview. Von Kriegstüchtigkeit zur Kampfkraft: Worte, die früher allenfalls in abseitigen Militaria-Foren ausgetauscht wurden, werden heute mit hoher Geschwindigkeit in die Gesellschaft gepresst. An der Sprache lässt sich ablesen, mit welch einem politischen Druck Deutschland den Weg des Militärischen beschreitet. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.


    Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

    Podcast: Play in new window | Download


    Ein Oberst des deutschen Heeres verkündet in einer der größten Tageszeitungen der Republik, dass „schnellstmöglich“ „Kampfkraft“ erreicht werden müsse. In dem Interview mit André Wüstner, Chef des Bundeswehrverbands, geht es um die Bundeswehr im Zeichen der sogenannten „Zeitenwende“. Wie bekannt ist: Die NATO und ihre Mitgliedsstaaten wollen sich auf einen Krieg mit Russland vorbereiten, weil – angeblich – ein Angriff aus dem Osten alles andere als unrealistisch sei. Auf dieser Grundannahme bewegt sich das Welt-Gespräch mit dem hochrangigen Vertreter der Bundeswehr.

    Gleich zu Beginn geht Wüstner auf neue, wie es heißt, „Fähigkeitsziele“ ein, die die NATO auf ihrem Bündnistreffen Ende Juni beschließen wird. Laut Wüstner, der mit seinem Verband die Interessen von über 200.000 Bundeswehrsoldaten vertritt, sei die Neujustierung der NATO „die logische Konsequenz der aktuellen Bedrohungsanalyse“. Und dann kommt die entscheidende Aussage: „Spätestens nach dem NATO-Gipfel sollten alle verstanden haben, dass die Bundeswehr nun in allen Dimensionen substanzieller und schneller verteidigungsfähig werden muss. (…) Alle Maßnahmen müssen ein Hauptziel haben: das schnellstmögliche Erlangen von Kampfkraft bis 2029 und gleichzeitig das Erreichen der zugesagten Fähigkeitsziele in den Jahren danach. Das Zauberwort lautet: Adaptionsfähigkeit.“

    Kampfkraft – dieser Begriff klingt martialisch. Und das ist er auch. Wir alle wissen: Bei der veranschlagten Politik des Krieges geht es um eine unfassbare Aufrüstung. Gigantische Summen – auf Kosten der Steuerzahler – wollen deutsche Politiker in die Bundeswehr pumpen. Wie Wüstner sagt: Es geht um den „Aufbau einer Flugabwehr, Stationierung und Entwicklung von Marsch- oder gar Hyperschallflugkörpern, Logistik und kampfkräftige Verbände von der Brigade über die Division bis zur Korpsebene“.

    Der Begriff Kampfkraft baut reibungsfrei auf den Ausdruck „Kriegstüchtigkeit“ auf – der Kabarettist Dieter Hallervorden bezeichnete den Begriff Kriegstüchtigkeit übrigens als „Lieblingswort von Goebbels“. Sowohl in dem Wort Kampfkraft als auch in dem Begriff Kriegstüchtigkeit ist Eskalation angelegt. Wo Kriegstüchtigkeit gewollt und alles darangesetzt wird, Kampfkraft zu erreichen, ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass ein realer Krieg immer näher rücken wird – trotz aller Beteuerungen, es gehe nur um „Abschreckungsfähigkeit“.

    Auf einer einfachen, unkritischen Ebene mag man nachvollziehen können, dass Vertreter einer Armee einen Begriff wie Kampffähigkeit benutzen. Schließlich: Die Armeen der Länder fokussieren immer auf theoretischer und praktischer Ebene auf einen wie auch immer gearteten „Kampf“. Doch normalerweise bewegen sich Gedanken und Worte aus dem Militärischen dort, wo sie hingehören, nämlich: zum Militär und nicht in die Gesellschaft. Wenn plötzlich große Medien der militärischen Sprache Raum geben, ist zu spüren, dass sich eine tektonische Verschiebung innerhalb der Politik vollzieht. Längst ist das für jeden offen zu sehen: Das Bewusstsein für das Militärische soll in der Gesellschaft verankert werden. Aussagen wie etwa von Pistorius, der Platz der Bundeswehr sei „in der Mitte der Gesellschaft“, lassen keinen Zweifel, worum es der Politik geht.

    Wenn große Medienvertreter der Bundeswehr eine Bühne bieten, um distanzlos über Kampfkraft, Kriegstüchtigkeit und Aufwuchsfähigkeit zu sprechen, wird deutlich: Gewisse Kräfte schieben die Republik in eine Richtung, die großes Unheil bringen wird. Dem Militärischen wird immer weiter der Raum geöffnet – wohin soll das noch führen?

    Wüstner redet und redet und redet, aber die grundlegende Prämisse von der ‚Gefahr aus dem Osten‘: Die Welt hinterfragt sie nicht! An keiner Stelle des Interviews hakt das Blatt auch nur einmal ansatzweise kritisch nach. Stattdessen die Frage an Wüstner: „Haben Sie den Eindruck, dass Regierung und Parlament die Dimension der Aufgabe verstanden haben?“

    Das Interview in seiner Kritiklosigkeit hätte auch von einem Presseoffizier der Bundeswehr geführt werden können. Das Ziel des Interviews ist klar: Die Gesellschaft soll verstehen, dass „Kampfkraft“ schnellstmöglich erreicht werden muss – kritische Fragen, die der feilgebotenen Realitätskonstruktion die Luft ablassen, wären bei diesem Vorhaben sicherlich ein Störfaktor.


    Titelbild: Screenshot ZDF Moma


    Rubriken: Audio-Podcast Aufrüstung Kampagnen/Tarnworte/Neusprech Medienkritik


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    Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=134646


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    19.06.2025

    Es geht um alles  – nicht nur für den Iran

    seniora.org, 19. Juni 2025, von René Zittlau 18.06.2025  – übernommen von voicefromrussia.ch

    Die Welt rast auf einen Abgrund zu. Die USA scheinen unter Trump noch stärker als unter Biden ihre eigenen Probleme nicht unter Kontrolle zu bekommen. Ein friedliches Zusammenleben mit anderen scheint zum entrückten Weltbild zu werden.


    (Red.) René Zittlau analysiert den Stellvertreter-Krieg Israels auf den Iran punktgenau: Gewalttätiger Griff zur Weltherrschaft. „Als Europa dieses Prinzip der Macht des Stärkeren einst überwand, schrieb man das Jahr 1648. Nach 30 Jahren Krieg kam man endlich zur Einsicht. Der Westen, der sich aus dem Europa des Westfälischen Friedens entwickelte, befindet sich angesichts der Realitäten des Jahres 2025 in einer Phase der politischen und kulturellen Degeneration, also des Verfalls, der Zurückbildung, der Entartung. Wenn das Faustrecht, die Macht des Stärkeren wieder zur bestimmenden politischen Agenda zu werden scheint, dann befinden wir uns erneut auf dem Niveau des späten Mittelalters. Was erwartet uns dann als Nächstes?“ Besser kann man das nicht sagen. (am)


    Einleitung Sollte die Menschheit die Krise überleben, die mit dem Überfall Israels und der USA auf den Iran angebrochen ist und die weit über den Iran und Israel hinaus das Geschehen in der Welt zu beeinflussen droht, so werden dereinst Historiker und Lehrer ihren Studenten und Schülern erklären, dass am Freitag, dem 13. Juni 2025 die nach dem zweiten Weltkrieg geschaffene internationale Nachkriegsordnung   – das vielzitierte sogenannte Völkerrecht   – endgültig aufhörte zu existieren.

    Diese durch die Charta der Vereinten Nationen begründete und in der Folge durch eine Unzahl von internationalen Verträgen schriftlich definierte Ordnung basiert auf einem mühsam errungenen Mindestmaß an Vertrauen zwischen den Staaten. Durch Rechtsbrüche und Kriege wurde sie immer wieder auf die Probe gestellt. Doch wohl nie zuvor seit 1945 wurde die Welt so demonstrativ, arrogant und so vorsätzlich belogen, wie es Israel in Person seines Ministerpräsidenten Netanjahu und die USA in Person ihres Präsidenten Trump am 13. Juni 2025 taten. Als „Staatsmänner“ erklärten sie der Weltöffentlichkeit allen Ernstes, sie mussten den Iran präventiv angreifen, um Israel zu schützen. Iran, ein Land, das seit Ewigkeiten kein anderes Land angegriffen hat und auf eine offensive Kriegsführung überhaupt nicht ausgerichtet ist.

    Außerhalb der G7 sowie der zu ihrem Dunstkreis gehörenden abhängigen Staaten haben die USA mit diesem Vorgehen sämtlichen politischen Kredit verspielt, allen voran beim Iran, China und Russland, aber auch zum Beispiel bei Pakistan oder großen Teilen Afrikas. Es ist nicht absehbar, wie massiv die politischen Verwerfungen weltweit ausfallen werden durch diese Demaskierung der hegemonialen Interessen der USA und seiner Vasallen live und in Echtzeit.  

    Der Krieg Israels gegen den Iran kann lange dauern. Er wird die Welt in einer Weise spalten, die wir uns heute nicht einzugestehen vermögen.

    Das Weiße Haus ist politisch nackt

    Von Israel ist die Weltöffentlichkeit inzwischen seit Jahren auf die bewusste Verdrehung von Tatsachen beruhende Lügen gewohnt. Die unverhohlenen Lügen des amerikanischen Präsidenten im Zusammenhang mit dem durch Israel begonnenen Krieg gegen den Iran haben allerdings eine bisher so nicht gekannte Qualität. Seine Verhöhnung der vorsätzlichen Morden zum Opfer gefallenen iranischen Wissenschaftler und Politiker wird das politische Zusammenleben der Völker verändern. Seine narzisstische Persönlichkeit ließ den US-Präsidenten einfach nicht abseits stehen, als der israelische Ministerpräsident seine vermeintlichen Siegesmeldungen am 13. Juni 2025 verkündete. Er konnte einfach nicht anders, als der Welt mitzuteilen: Ja, aber ohne uns war das nicht möglich.

    Der Westen gegen den Iran

    Damit war der allen aufmerksamen Beobachtern seit langem und sattsam bekannte Geist aus der Flasche   – die USA waren direkt an der Planung und Durchführung des israelischen Angriffs auf den Iran beteiligt.

    Sie lieferten Tage vor dem Angriff die Hellfire-Raketen, mit denen die iranischen Wissenschaftler exekutiert wurden.


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    Hellfire Rakete   – links: Ergebnis; rechts: Hellfire Rakete


    Sie lieferten Geheimdienstinformationen. Sie betankten die israelischen Bomber über Syrien, was für sich allein eine massive Verletzung des Völkerrechts darstellt. Wie man hört, ist inzwischen auch der deutsche Kriegsgeist erwacht, so dass die deutsche Regierung ebenfalls seine Flugzeuge schickt.

    Die USA waren und sind auch maßgeblich an der Detektierung und Identifizierung der vom Iran als Antwort auf Israel abgefeuerten Raketen und Drohnen beteiligt.

    Die folgende Karte zeigt die unter US-Kontrolle stehenden Radarstützpunkte im Nahen Osten. Israel ist ohne die USA überhaupt nicht in der Lage ist, den Iran „zu sehen“.


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    Doch die Beteiligung der USA endet hier nicht. US-Kampfflugzeuge sind aktiv beteiligt an der Bekämpfung von iranischen Drohnen und Raketen. Das erfolgt nicht im israelischen Luftraum, sondern am Himmel vom Irak, Syrien und Jordanien. Dabei helfen ihnen nach Kräften ihre NATO-Kollegen aus Großbritannien und Frankreich.

    Vor der Küste Israels nimmt sich dieser Aufgabe der US-Zerstörer USS Thomas Hudner an, der zu diesem Zweck kurzfristig aus dem westlichen Mittelmeer dorthin beordert wurde.

    Die offene Unterstützung des Krieges Israels gegen den Iran durch den Westen geht also weit über das in der Ukraine „übliche“ Maß hinaus.

    Auch an der diplomatischen Front fällt auf, dass die NATO-Staaten abgestimmt auftreten. Frankreich, Großbritannien und Deutschland veröffentlichten eine praktisch wortgleiche Verurteilung   – nicht des israelischen Angriffs auf Iran, sondern der Verteidigung des Iran gegen den Angriff.

    Der Westen hilft Israel auch auf andere Weise. In Erwartung heftiger iranischer Reaktionen verlegte Israel seine zivilen Flugzeuge nach Zypern und Militärflugzeuge auf einen britischen Luftwaffenstützpunkt auf Zypern.

    Die genaue Beobachtung von Einzelheiten bei der Unterstützung Israels offenbart jedoch auch für den Ukraine-Konflikt bedeutsame Tatsachen.

    Der in den letzten Tagen öffentlich gemachte Abzug von US-Luftabwehrsystemen vom Typ „Patriot“ aus der Ukraine nach Israel belegt auf seine Weise, dass die Ukraine für die USA nur ein Mittel zum Zweck im unerklärten Krieg gegen Russland darstellt. Er zeigt auch, dass die Ukraine ganz offensichtlich keinerlei Souveränität über ihr vom Westen gelieferte Waffen besitzt. Nur der, der die Kontrolle hat, der die Fäden in den Händen hält, kann nach Belieben für das Kriegsgeschehen relevante Waffensysteme abziehen.

    Die IAEA   – eine Außenstelle von NATO, CIA und MI-6

    Die Internationale Atomenergie Organisation (IAEA) ist eine Spezialorganisation der UNO. Sie setzt sich laut Statut für eine friedliche und sichere Nutzung der Kernenergie ein und schuf dafür die international gültigen Standards. Leider hat sie wie so gut wie alle UNO-Unterorganisationen und auch die internationalen Sportorganisationen   – zum Beispiel IOC, FIFA   – wie Organisationen wie die OSZE auch eine andere, dunkle Seite. Denn alle diese Organisationen wurden vom Westen unterwandert und so zu einem Spielball desselben in seinem unstillbaren Bestreben nach unipolarer Weltherrschaft.

    Das Wirken der IAEA in Bezug auf den Iran erinnert eher an die Mafia als an eine einst seriöse internationale Organisation. Seine Offenheit ihr gegenüber und gegenüber ihren Inspektoren musste der Iran erneut sehr teuer bezahlen.

    Im Lichte der Ereignisse stellt sich die Iran-Resolution der IAEA vom 12. Juni 2025 dar wie ein von der NATO und Israel bestelltes Dokument. Es bezichtigt den Iran, vorsätzlich gegen Vereinbarungen mit der IAEA verstoßen zu haben. Praktisch hatte der Iran nicht einmal Zeit, auf die Vorhaltungen in einer angemessenen Zeit zu reagieren. Hinzu kommt, dass sich der Iran in der Atomfrage einen entscheidenden Durchbruch bei den für den 15. Juni 2025 mit den USA im Oman geplanten Verhandlungen versprach.  Dazu erklärte er vorab öffentlich seine Bereitschaft, auf praktisch alle an ihn gestellten Forderungen einzugehen.

    Doch diese geplanten Verhandlungen nutzten die USA als Tarnung für ihre mit Israel für den 12. Juni 2025 gegen den Iran losgetretene Aggression.

    Und noch ein Detail ist erschreckend: Der iranische Geheimdienst machte wenige Tage vor dem Angriff öffentlich, dass er brisante Dokumente zum israelischen Atomprogramm erbeutet hatte. In den Dokumenten fanden die Iraner die persönlichen Daten der iranischen Atomwissenschaftler, die am 12. Juni 2025 von Israel mit z.B. Hellfire-Raketen ermordet wurden und die Teilnehmer der iranischen Delegation am 15. Juni 2025 in Oman sein sollten.

    In den erbeuteten Dokumenten ist festgehalten, dass Israel diese Daten von der IAEA erhalten hatte   – Daten, die zum unmittelbaren Tod der Wissenschaftler führten. https://www.youtube.com/watch?v=9L-A8bx8-X0 (ab Minute 16.50)

    Warum eskalieren Israel und die USA gerade jetzt?

    Die Vorbereitungen des Überfalls auf den Iran waren langfristig, wie die israelischen Offiziellen bereitwillig zugaben. Der Angriffstermin war somit nicht zufällig.

    Angesichts der geplanten Atom-Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran im Oman waren die Iraner offenbar vom guten Willen der Amerikaner überzeugt. Sie rechneten zwar mit einem möglichen israelischen militärischen Angriff, doch NACH den Verhandlungen. Und sie rechneten vor allem nicht mit einem Angriff aus dem Innern des eigenen Landes.

    Eines der großen Ziele Israels war und ist es, die USA in den Krieg mit dem Iran hineinzuziehen. Denn ohne die USA ist Israel nicht in der Lage, den Iran konventionell zu besiegen.

    Die folgenden Fakten machen deutlich, dass die USA tief in die Planung des Angriffs eingebunden sein mussten. Denn um den Iran bezüglich seiner Atomforschung „zur Verantwortung zu ziehen“, musste ein Konflikt bis zum Oktober 2025 provoziert werden. Denn im Oktober 2025 läuft der Vertrag zwischen der IAEA und dem Iran aus. Nach dem Auslaufen ist der Iran frei zu tun, was immer er für richtig hält.

    Ein weiterer für den Kriegstermin wichtiger Punkt ist die Tatsache, dass die USA bereits im September 2025 entsprechend eines Vertrages mit der irakischen Regierung die Kontrolle über den irakischen Luftraum verlieren. Ohne diese Kontrolle hätte Israel völlig anders planen müssen.

    Doch das sind taktische Überlegungen vor dem großen strategischen Ziel.

    Der Iran ist ein Schlüsselstaat der BRICS. Und BRICS selbst stellt für den gesamten Westen ökonomisch, gesellschaftlich und politisch eine gewaltige Herausforderung dar. In praktisch allen Schlüsselparametern ist diese Staatengruppe dem Westen überlegen. Hinzu kommt die enge Verflechtung der BRICS mit der OPEC und auch den afrikanischen und asiatischen Staaten.

    In den letzten Monaten gab es seitens des Westens immer wieder Bestrebungen, das eine oder andere BRICS-Mitglied zu umgarnen oder unter Druck zu setzen. Der kürzliche Konflikt zwischen Pakistan und Indien weist ebenfalls diesbezügliche Aspekte auf.

    Israel und die USA wollen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ein Regimechange würde die gewünschte westliche Ordnung im Nahen Osten wiederherstellen einschließlich des langgehegten Zugangs zu den iranischen Bodenschätzen. Gleichzeitig wäre das ein empfindlicher Schlag gegen die BRICS-Gruppe.

    Eine Lehre für Russland

    Die Art und Weise des Verrats der USA gegenüber dem Iran dürfte Russland äußerst aufmerksam verfolgt haben. Dieses Vorgehen wird auch dem letzten Zweifler in der russischen Politik die Augen geöffnet haben über Donald Trump und das Wesen der amerikanischen Avancen gegenüber Russland.

    Ein Herausbrechen des Iran aus BRICS würde Russland vor erhebliche Probleme stellen. Der angestrebte Nord-Süd-Transportkorridor vom Norden Russlands über Aserbaidschan, Iran nach Indien ist ohne den Iran nicht realisierbar.

    China verliert ohne den Iran seinen derzeit größten Erdgaslieferanten. Es dürfte kein Zufall gewesen sein, dass Israel im Iran gerade das weltweit größte Gasfeld in Brand setzte.

    Ohne den Iran verliert BRICS seine innere Statik.

    Das eigentliche Ziel des Angriffs ist also nicht der Iran, es ist BRICS. Das wird auch in Moskau und Peking zu entsprechenden Überlegungen und Entscheidungen führen.

    Es wird ein Ringen der Giganten   – der Westen gegen BRICS einschließlich des globalen Südens. Die ökonomischen Kennziffern sprechen für BRICS, was einen waidwunden Westen durchaus zum letzten Mittel greifen lassen könnte   – zur Atombombe.

    Wie wird der Iran reagieren?

    Die Geschichte der Beziehungen mit dem Westen ist für den Iran lang und schmerzvoll. Nicht nur einmal haben Großbritannien und die USA gewaltsam den Lauf der Geschichte des rohstoffreichen Landes geändert oder dies versucht. Der westliche Putsch gegen die demokratisch gewählte Regierung Mossadegh im Jahre 1953 hat Auswirkungen bis in die Gegenwart.

    Iran hat also guten Grund, den Angeboten des Westens zu misstrauen, zumal die Wahl zwischen Pest und Cholera zu treffen ist, zwischen Kapitulation mit Regimechange oder ökonomischer Unterwerfung.  Wobei letztere Möglichkeit den Regimechange impliziert.

    Die Ereignisse der letzten Stunden und Tage werden den Iran möglicherweise dazu motivieren, nun doch eine Atombombe zu bauen. Das ist keine Bestätigung des Westens, sondern eine schmerzliche Lehre. Denn angesichts einer iranischen Atombombe hätten Israel und die USA den Angriff auf den Iran nicht gewagt. 

    Professor Marandi von der Teheraner Universität verweist in einem Interview auf die iranische Geschichte. Iran war in schwierigen Etappen seiner Geschichte nicht abhängig von einzelnen Personen. Es gab immer wieder Anschläge von außen auf führende Politiker und Militärkommandeure mit dem Ziel, die Entwicklung des Landes zu ändern. Im Irak-Krieg wurde der Präsident getötet, dann der Ministerpräsident und viele Militärkommandeure, ohne dass die mit den Morden verbundenen Ziele erreicht wurden.

    Nach seiner Wahrnehmung stellen sich die Iraner trotz aller Probleme klar hinter die Führung des Landes. „Das Land ist geeint in einer Weise, wie ich es nie zuvor gesehen habe.“

    Und so kommt er zu dem Schluss:

    „Wir müssen sicherstellen, dass dies ein Fehler war und dass so etwas nie wieder geschieht. Die Beziehungen des Iran zum Westen werden sich grundlegend ändern.“

    Ausblick

    Die Zerstörung der internationalen Ordnung, die Zerstörung des Völkerrechts ist in vollem Gange. Wenn es kein Vertrauen mehr gibt, wenn Verträge, Recht und Gesetz nichts mehr gelten, dann kommt das einer Rückkehr zum Faustrecht gleich. Einer Rückkehr der Macht des Stärkeren.

    Als Europa dieses Prinzip der Macht des Stärkeren einst überwand, schrieb man das Jahr 1648. Nach 30 Jahren Krieg kam man endlich zur Einsicht.

    Der Westen, der sich aus dem Europa des Westfälischen Friedens entwickelte, befindet sich angesichts der Realitäten des Jahres 2025 in einer Phase der politischen und kulturellen Degeneration, also des Verfalls, der Zurückbildung, der Entartung. Wenn das Faustrecht, die Macht des Stärkeren wieder zur bestimmenden politischen Agenda zu werden scheint, dann befinden wir uns erneut auf dem Niveau des späten Mittelalters. Was erwartet uns dann als Nächstes?


    Quelle: Stimme aus Russland

    https://voicefromrussia.ch/es-geht-um-alles-nicht-nur-fur-den-iran/

    Mit freundlicher Genehmigung übernommen.



    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=183&userid=3998&mailid=2763


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    19.06.2025

    Sie wollten etwas Mehl - Israel tötet über 50 Palästinenser bei Ausgabestelle

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 19. Juni 2025, 7:45 Uhr


    *Sie standen bloß Schlange für etwas Mehl: Israel tötet über 50

    Palästinenser bei Ausgabestelle


    *Am Dienstag hat Israels Militär das Feuer auf eine

    Hilfsgüterverteilstelle in Chan Yunis im Gazastreifen eröffnet. In dem

    Gebiet hatten sich Tausende Palästinenser versammelt, in der Hoffnung,

    Mehl von dem Standort des Welternährungsprogramms (WFP) zu erhalten, zu

    dem auch eine Gemeinschaftsküche in der Nähe gehört. Ein örtlicher

    Journalist und Augenzeugen berichteten, dass Drohnen zwei Raketen

    abfeuerten. Kurz darauf soll eine Granate aus einem israelischen Panzer

    abgefeuert worden sein, der etwa 500 Meter von der Menschenmenge

    entfernt stand.


    Mindestens 51 Palästinenser sollen getötet und über 200 weitere verletzt

    worden sein. Laut "BBC" stehen fast alle Todesopfer der letzten Tage in

    Gaza im Zusammenhang mit der Verteilung von Hilfsgütern und nicht mit

    israelischen Angriffen auf die Hamas. Das israelische Militär erklärte,

    dass es den Vorfall prüfe. Israel lässt keine internationalen

    Nachrichtenorganisationen in den Gazastreifen, um die Geschehnisse vor

    Ort zu überprüfen.


    /Siehe

    Screenshot_2025_06_19_at_10_42_07_Sie_standen_blo_Schlange_f_r_etwas_Mehl_Israel_t_tet_ber_50_Pal_stinenser_bei_Ausgabestelle

    hier aus Quelle hinzugefügter Screenshot


    Video:/https://rumble.com/v6uzad5-sie-standen-blo-schlange-fr-etwas-mehl-israel-ttet-ber-50-palstinenser-bei-.html Dauer 1:14 min


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    19.06.2025

    Risse in der Nato, Zweifel an Merz – und mehr EU-Geld für Parteien

    lostineu.eu, 19. Juni 2025

    Die Watchlist EUropa vom 19. Juni 2025 – Heute mit News und Updates zur Aufrüstung gegen Russland, zur Außenpolitik des Kanzlers und zur Parteienfinanzierung durch Brüssel.

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    Die EU-Außenbeauftragte Kallas nutzt jede Gelegenheit, Russland eins auszuwischen. So auch bei der Debatte über den kommenden Nato-Gipfel, die am Mittwoch im Europaparlament in Straßburg stattfand.

    Russland hat gegen die Nato und die EU keine Chance, sagte Kallas. “Ich glaube nicht, dass es eine Bedrohung gibt, die wir nicht überwinden können, wenn wir gemeinsam und mit unseren Nato-Verbündeten handeln”.

    Das klang fast so, als hinge sie immer noch dem irrwitzigen Ziel an, die Atommacht Russland zu “besiegen”. Allerdings machte Kallas, die als Hardlinerin bekannt ist, eine wichtige Einschränkung: “Aber wir müssen zusammenhalten“.

    Belgien und Spanien scheren aus

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    Und genau hier gibt es ein Problem. Denn je näher der Nato-Gipfel rückt, desto größer werden die Risse in der US-geführten Militärallianz. Zwei wichtige EU-Länder sind schon öffentlich ausgeschert.

    So hat Belgiens Premier De Wever erklärt, dass er nicht wisse, ob Belgien das neue 5-Prozent-Ziel erreichen könne, das US-Präsident Trump vorgegeben hat. In diesem Jahr schafft Belgien mit Ach und Krach 2 Prozent!

    Ähnliche Töne kommen aus Spanien. “Spain pushes back against mooted 5% NATO spending goal”, berichtet AFP. Der sozialistische Regierungschef Sanchez könnte beim Nato-Gipfel in Den Haag sogar Nein sagen!

    Slowakei liebäugelt mit Neutralität

    Außerdem wäre da noch die Slowakei. Premier Fico erklärte, sei “absolut absurd, so viel für Verteidigung auszugeben”. Die Slowakei habe dafür nicht die Mittel. Im Zweifel sei “Neutralität” die bessere Wahl.

    Ob er damit den Nato-Austritt ins Spiel bringt, wie der “Spiegel” behauptet, ist unklar. Auf jeden Fall rütteln schon drei EU-Länder an den neuen Vorgaben zur Aufrüstung – und setzen sich auch von Kanzler Merz ab, der Trump brav folgt.

    Und dann wären da noch die USA. Beim G-7-Gipfel hat sich Trump nicht zur Ukraine bekannt. Wenn er sich nun – wie mehrfach angedroht – aus der Ukraine-Hilfe zurückziehen sollte, stünden die EUropäer allein gegen Russland.

    Deutschland, das laut Merz “führen” will, müsste dann wohl den Kopf hinhalten und die Zeche zahlen...

    News & Updates

    • Zweifel an Israel-Freund Merz. Beherrscht der Kanzler das Thema, dem er sich am liebsten widmet – die Außenpolitik? Das fragen sich viele in Brüssel, nachdem Merz erklärt hat, dass Israel den Europäern “die Drecksarbeit” im Nahen Osten abgenommen habe. Außerdem hat er “größten Respekt” für Israels offenbar völkerrechtswidrigen Angriff auf Iran geäußert. Damit rückt Merz von der offiziellen EU-Linie ab, die auf eine diplomatische Lösung setzt. – Man darf gespannt sein, wie er sich bei seinem ersten EU-Gipfel in der kommenden Woche aus der Affäre zieht. Noch so ein Lapsus, und mit der deutschen “Führung” in Europa ist es “over”…
    • Verhandlungen mit Australien. Nachdem sich die EU bereits gegen Russland in Stellung gebracht hat, will sie sich nun auch noch mit China anlegen. Zu diesem Zweck – und zur gemeinsamen Aufrüstung – wurden Verhandlungen mit Australien aufgenommenDie geplante Verteidigungspartnerschaft werde “die Tür zu gemeinsamen Beschaffungsmöglichkeiten für Verteidigungsgüter öffnen”, kündigte Australiens Premier Albanese an. – Mehr im Blog
    • Noch ein Rüstungsprogramm. Die Mitgliedsstaaten haben sich auf ein 1,5 Mrd. Euro schweres Programm zur Finanzierung von Verteidigungsausgaben geeinigt. Das teilten Diplomaten am Mittwoch mit. Es werde erwartet, dass die Botschafter der 27 EU-Länder dem Abkommen am Montag zustimmen werden. – Kritiker sagen, das Programm verstoße gegen den EU-Vertrag, der Rüstungsfinanzierung aus dem Gemeinschaftshaushalt ausschließt…

    Das Letzte

    Mehr EU-Geld für Parteien. Die europäischen Parteienfamilien und Stiftungen haben sich einen kräftigen Schluck aus der Pulle des EU-Budgets gesichert. Statt wie bisher 90 sollen konservative EVP, sozialdemokratische S&D und liberale Renew künftig bis zu 95 Prozent ihrer Finanzierung aus dem EU-Budget sichern. Dafür müssen sie einige neue Transparenz- und Gender-Auflagen erfüllen. Das Europaparlament und der polnische EU-Vorsitz feiern dies als Fortschritt für die europäische Demokratie. Dabei haben sie den wichtigsten Schritt – die Schaffung von EU-weiten Listen für die Europawahl – immer noch nicht gewagt. Sie haben sich selbst geholfen, nicht dem Wähler…

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    3 Comments

    1. Kleopatra
      19. Juni 2025 @ 08:25

      Die “Schaffung von EU-weiten Listen für die Europawahl” ist dem Europaparlament aus eigener Kraft nicht möglich, da länderübergreifende Listen eine Änderung des Direktwahlaktes voraussetzen würden, wie Ihnen doch bekannt sein sollte. Und der Direktwahlakt kann nur mit Zustimmung aller Mitgliedstaaten geändert werden. Mehr als Wünsche äußern kann das Parlament nicht, und Vorwürfe an seine Adresse sind deshalb unangemessen (das Parlament äußert mW. diesen Wunsch immer wieder). Länderübergreifende Listen würden übrigens insofern technische Schwierigkeiten bereiten, als mit ihnen die “degressive Proportionalität”, dh. der Grundsatz, dass große Länder zwar mehr Abgeordnete entsenden als kleine, dafür jedoch bei großen Ländern ein Abgeordneter (teils deutlich) mehr Wähler vertritt als bei kleinen, kaum durchführbar wäre – diese Regelung zur Begünstigung kleiner Mitgliedstaaten funktioniert mE. nur, wenn nach Mitgliedstaaten getrennt gewählt wird.
      Listen, die nur für einen Teil des Wahlgebietes gelten, sind übrigens nichts ungewöhnliches, sondern in größeren oder föderal strukturierten Ländern eher die Regel. Z.B. wird der deutsche Bundestag mit Landeslisten gewählt.

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    • ebo
      19. Juni 2025 @ 08:59

      Es ging um Verhandlungen mit dem Rat, also den 27 EU-Ländern. Da hätte man durchaus mehr rausholen können, auch zu den EU-weiten Listen.

      Antworten

  • Guido B.
    19. Juni 2025 @ 07:31

    Ja, Herr Merz muss sich rhetorisch etwas mäßigen, wenn er mit seiner braunen Gesinnung in der EU den Ton angeben will. Die europäische Öffentlichkeit ist noch nicht bereit für offenen Rassismus. Autoritarismus und Angriffskriegverherrlichung. Er muss seine abartige Gesinnung vorerst noch in Watte packen.
    Nö, das war kein „Lapsus“. Das war einfach zu ungefiltert authentisch.

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    Info: https://lostineu.eu/risse-in-der-nato-zweifel-an-merz-und-kriegsgefahr-in-der-ostsee/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.



    Weiteres:



    Aufgelesen: Europas doppelte Standards


    lostineu.eu, vom 18. Juni 2025

    Die EU verurteilt Russlands Angriffskrieg, zeigt aber Verständnis für Israels Attacke auf den Iran. Damit entlarvt sie die “regelbasierte Ordnung” als Farce.

    Von Eldar Mamedov*

    Als israelische Kampfflugzeuge vergangene Woche den Iran angriffen – eine eklatante Verletzung der iranischen Souveränität, bei der neben hochrangigen Militärkommandanten und Nuklearwissenschaftlern zahlreiche Zivilisten getötet wurden und der Iran zu ebenso wahllosen Vergeltungsschlägen ermutigt wurde –, verurteilten die europäischen Anführer den Angriff nicht.

    Stattdessen unterstützten sie ihn perverserweise und verurteilten den Iran für die Angriffe auf sein eigenes Territorium.

    Der französische Präsident Emmanuel Macron gab den Ton an, indem er das “laufende Atomprogramm” des Iran verurteilte und das “Recht Israels auf Selbstverteidigung und Sicherung seiner Sicherheit” bekräftigte. Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, schien aus dem gleichen Drehbuch zu sprechen, indem sie Israels “Recht auf Selbstverteidigung” wiederholte und dies mit einigen allgemeinen Floskeln über die Notwendigkeit von Zurückhaltung und Deeskalation ergänzte.

    Das deutsche Auswärtige Amt ging sogar noch einen Schritt weiter und “verurteilte” den Iran “nachdrücklich” für einen “wahllosen Angriff auf israelisches Territorium”, obwohl Teheran seine Raketen erst als Antwort auf einen Angriff Israels auf sein Gebiet gestartet hatte. Damit unterstützte es Israels Handlungen voll und ganz.

    Diese orwellsche Rhetorik ist nicht nur Inkompetenz oder Ignoranz. Sie ist der Höhepunkt jahrelanger europäischer diplomatischer Misswirtschaft, die zu dieser Krise beitrug und die “regelbasierte Ordnung” als Farce entlarvte. Die Doppelmoral Europas hat seine Glaubwürdigkeit zerstört.

    Weiterlesen auf “telepolis”. Siehe auch EUropäer decken Israel

    *Eldar Mamedov ist ein in Brüssel ansässiger Experte für Außenpolitik und Non-Resident Fellow am Quincy Institute

    ‹ Nun will sich die EU auch noch mit China anlegen › Risse in der Nato, Zweifel an Merz – und mehr EU-Geld für Parteien

    2 Comments

    1. Michael
      18. Juni 2025 @ 18:44

      Soll damit behauptet werden dass, wenn der sog. Westen den israelischen Angriff auf Iran als Völkerrechtswidrig kritisieren würde, die russische Intervention gegen die Ukraine ebenfalls völkerrechtswidrig sei!? Dem könnte ich nicht zustimmen!

    Antworten

  • Guido B.
    18. Juni 2025 @ 18:33

    Der deutsche Bundeskanzler bedankte sich beim Aggressor für die „Drecksarbeit“, die er für uns alle leiste.

    Man muss ihm für diese Offenheit dankbar sein. Die ganze Welt ist nun informiert, welche Sorte Kanzler dieses Deutschland gewählt hat. Es fehlt nur noch die stramm sitzende Uniform. Die Gesinnung sitzt bereits perfekt.

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    Info: https://lostineu.eu/aufgelesen-europas-doppelte-standards/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.



    Weiteres:



    Nun will sich die EU auch noch mit China anlegen


    lostineu.eu, vom 18. Juni 2025

    Das hat gerade noch gefehlt: Nachdem sich die EU bereits gegen Russland in Stellung gebracht hat, will sie sich nun auch noch mit China anlegen. Zu diesem Zweck – und zur gemeinsamen Aufrüstung – wurden Verhandlungen mit Australien aufgenommen. Die geplante “Verteidigungspartnerschaft” werde “die Tür zu gemeinsamen Beschaffungsmöglichkeiten für Verteidigungsgüter öffnen”, kündigte Australiens Premier Albanese an. Er betonte, die Sicherheit Europas und die Indo-Pazifik-Region seien eng miteinander verbunden. Bereits im Mai hatten er und Kommissionschefin von der Leyen ein Verteidigungsabkommen in Aussicht gestellt. Die deutsche CDU-Politikerin bezeichnete Australien damals als strategischen Partner.

    ‹ LNG aus Russland: Ausstieg mit der Brechstange › Aufgelesen: Europas doppelte Standards

    4 Comments

    1. hg
      19. Juni 2025 @ 08:27

      …strategische Partnerschaft “; ja, man sollte bei alle den Verwerfungen dieser Zeit die Strategie der USA, hin zur ” einzigen Weltmacht” im Auge behalten, wie sie einst u.A. Z. Brczinski – u.a. im gleinamigen Titel seine Buches niedergelegt – verfasst hatte. Dazu gehört auch der “Generationen übergreifende Krieg”, wie er eigentlich seit Korea bereits anhält, nur mit unterschiedlichen Motivationen wie Gegnern.

    Antworten

  • Guido B.
    18. Juni 2025 @ 15:04

    Hier eine Kurzlaudatio von Martin Sonneborn:
    https://www.youtube.com/watch?v=0dnC31Wy0eU

    Antworten

  • Guido B.
    18. Juni 2025 @ 15:00

    Im Ernst: Frau von der Leyen taugt bestenfalls noch als Schreibtisch-Kaktus oder stählernes Stachelschwein im Büro des NATO-Generalsekretärs Mark Rutte. Bitte erlöst EUropa von Ursula von der Leyen!

    Antworten

  • Erneuerung
    18. Juni 2025 @ 14:46

    Wann ist es soweit, dass die BRICS+ soviel Einigkeit zeigen, das sie sich komplett vom westlichen Einfluss abkoppeln? Sie haben genügend Rohstoffe, genügend Humankapital und genügend technisches Knowhow. Weshalb subventionieren sie ihren eigenen geplanten Untergang durch den Westen?

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    Info: https://lostineu.eu/nun-will-die-eu-auch-noch-im-indopazifik-fuer-sicherheit-sorgen/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    19.06.2025

    Ein sauberes Durcheinander: Eine neue Strategie zur Sicherung des Reiches  (I von II)


    en.wikipedia.org, Seite besucht am 19. Juni 2025, 9:30 Uhr


    https://en.wikipedia.org/wiki/A_Clean_Break:_A_New_Strategy_for_Securing_the_Realm


    A Clean Break: A New Strategy foraving the Realm (allgemein bekannt als "Clean Break " Bericht) ist ein politisches Dokument, das 1996 von einer Studiengruppe unter der Leitung von Richard Perle für Benjamin Netanyahu, den damaligen Premierminister Israels, erstellt wurde.[1] Der Bericht erläuterte einen neuen Ansatz zur Lösung der israelischen Sicherheitsprobleme im Nahen Osten mit einem Schwerpunkt auf "westlichen Werten". Sie wurde seitdem dafür kritisiert, dass sie eine aggressive neue Politik befürwortete, einschließlich der Entfernung Saddam Husseins aus der Macht im Irak und der Eindämmung SyriensSyria, indem sie Stellvertreterkriege einleite und ihren Besitz von "Massenvernichtungswaffen" hervorhob. Bestimmte Teile der Politik, die in dem Papier dargelegt wurden, wurden von Netanjahu abgelehnt.[2][3]

    Bericht

    Laut der Präambel des Berichts[[1] wurde es von der Studiengruppe über eine neue israelische Strategie auf dem Weg nach 2000 geschrieben, die Teil des Institute for Advanced Strategic and Political Studies war.

    Der ehemalige stellvertretende Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten Richard Perle war der "Study Group Leader", aber der Abschlussbericht enthielt Ideen von Douglas Feith, James Colbert, Charles Fairbanks Jr., Jonathan Torop, David Wurmser, Meyrav Wurmser und IASPS-Präsident Robert Loewenberg.[ 4]

    Inhalt

    Der Inhalt des Berichts ist in eine Einführung von sechs Sektionen unterteilt. Der Bericht verfliegt sich in seinem Hauptkommentartext eine Reihe von "Schlüsselpassagen einer möglichen Rede:"

    Während es diejenigen gibt, die Kontinuität raten werden, Israel hat die Möglichkeit, einen sauberen Bruch zu machen; es kann einen Friedensprozess und eine Strategie auf der Grundlage einer völlig neuen intellektuellen Grundlage schmieden, die strategische Initiative wiederherstellt und der Nation den Raum gibt, jede mögliche Energie auf den Wiederaufbau des Zionismus zu investieren, der Ausgangspunkt muss Wirtschaftsreform sein.[1]

    Die Einführung schlägt konkret drei neue Richtlinien vor:

    1. Anstatt einen "umfassenden Frieden" mit der gesamten arabischen Welt zu verfolgen, sollte Israel gemeinsam mit Jordanien und der Türkei zusammenarbeiten, um jene Einheiten, die alle drei bedroht, "eindämmen, destabilisieren und zurückführen".
    2. Die Art der Beziehungen zu den Palästinensern ändern, insbesondere das Recht auf "heiße Verfolgung" überall im palästinensischen Gebiet vorbehalten und versuchen, Alternativen zu Arafats Führung zu fördern.
    3. Ändern der Beziehungen zu den Vereinigten Staaten, die Eigenständigkeit und strategische Zusammenarbeit betonen.

    "Dies kann nur geschehen, wenn Israel ernsthafte Schritte unternimmt, um die Hilfe zu beenden, was Wirtschaftsreformen verhindert."[1]

    "Ein neuer Ansatz für den Frieden"

    Während die vorherige Regierung und viele im Ausland Land für den Frieden betonen können - was Israel in die Position des kulturellen, wirtschaftlichen, politischen, diplomatischen und militärischen Rückzugs versetzte - kann die neue Regierung westliche Werte und Traditionen fördern. Ein solcher Ansatz, der in den Vereinigten Staaten gut aufgenommen wird, beinhaltet Frieden für Frieden, Frieden durch Stärke und Selbstvertrauen: das Gleichgewicht der Macht.[1]

    "Die Nordgrenze heilen"

    Syrien fordert Israel auf libanesischem Boden heraus. Ein wirksamer Ansatz, mit dem die Amerikaner sympathisieren können, wäre, wenn Israel die strategische Initiative entlang seiner nördlichen Grenzen ergreifen würde, indem es die Hisbollah, Syrien und den Iran als Hauptakteure der Aggression im Libanon einbezieht, einschließlich:

    1. Syriens Drogengeld- und Fälschungsinfrastruktur im Libanon zu treffen, die sich alle auf Razi Qanan konzentriert.
    1. Parallel zum Verhalten Syriens, indem der Präzedenzfall geschaffen wird, dass syrisches Territorium nicht immun gegen Angriffe ist, die vom Libanon aus dem Libanon durch israelische Stellvertreterkräfte ausgehen...[ 1]

    Israel kann diese Gelegenheit auch nutzen, um die Welt an das Wesen des syrischen Regimes zu erinnern. Syrien bricht wiederholt sein Wort. Sie verletzte zahlreiche Abkommen mit den Türken und hat die Vereinigten Staaten verraten, indem sie den Libanon weiterhin unter Verletzung des Taef-Abkommens im Jahr 1989 besetzte. Stattdessen veranstaltete Syrien eine Scheinwahl, installierte ein Quisling-Regime und zwang den Libanon 1991, ein "Bruderschaftsabkommen" zu unterzeichnen, das die libanesische Souveränität beendete. Und Syrien hat begonnen, den Libanon mit Hunderttausenden Syrern zu kolonisieren, während Zehntausende seiner eigenen Bürger gleichzeitig getötet wurden, wie es in nur drei Tagen 1983 in Hama der Fall war. Angesichts der Natur des Regimes in Damaskus ist es sowohl natürlich als auch moralisch, dass Israel die Losung des umfassenden Friedens und des Weges zur Eindämmung Syriens aufgibt, die Aufmerksamkeit auf seine weapons of mass destructionMassenvernichtungswaffenprogramme lenkt und Land für Friedensabkommen auf den Golanhöhen ablehnt.[1]

    "Auf eine traditionelle Balance der Machtstrategie"

    Israel kann sein strategisches Umfeld in Zusammenarbeit mit der Türkei und Jordanien gestalten, indem es Syrien schwächt, eindämmt und sogar zurückdrängt. Diese Bemühungen können sich darauf konzentrieren, Saddam Hussein von der Macht im Irak zu entfernen - ein wichtiges israelisches strategisches Ziel für sich - als Mittel zur Vereitelung der regionalen Ambitionen Syriens.[1]

    Da die Zukunft des Irak das strategische Gleichgewicht im Nahen Osten tiefgreifend beeinflussen könnte, wäre es verständlich, dass Israel ein Interesse daran hat, die Hashemites bei ihren Bemühungen zu unterstützen, den Irak neu zu definieren, einschließlich solcher Maßnahmen wie: den Besuch Jordaniens als ersten offiziellen Staatsbesuch, sogar vor einem Besuch in den Vereinigten Staaten, an der neuen Netanjahu-Regierung; die Unterstützung von König Hussein durch die Unterstützung der jordanischen Sicherheit durch die jordanische Regierung. Wären die Haschemiten, um den Irak zu kontrollieren, könnten sie ihren Einfluss auf Najf nutzen, um Israel zu helfen, die südlibanesischen Schiiten von der Hisbollah, dem Iran und Syrien wegzuschmäht. Schiiten haben starke Verbindungen zu den Haschemiten: die schiitische Verehrung ist die Familie des Propheten, deren direkte Nachkommen - und in deren Adern das Blut des Propheten fließt - König Hussein. 1]

    Am wichtigsten ist, dass es verständlich ist, dass Israel ein Interesse daran hat, die Aktionen der Türkei und Jordaniens gegen Syrien diplomatisch, militärisch und operativ zu unterstützen, wie die Sicherung von Stammesbündnissen mit arabischen Stämmen, die syrisches Territorium betreten und der syrischen herrschenden Elite feindlich gegenüberstehen.[1]

    "Die Natur der Beziehungen zu den Palästinensern verändern"

    Israel hat die Chance, eine neue Beziehung zwischen sich und den Palästinensern zu schmieden. In erster Linie könnten Israels Bemühungen, seine Straßen zu sichern, eine heiße Verfolgung in palästinensisch kontrollierte Gebiete erfordern, eine berechtigte Praxis, mit der die Amerikaner sympathisieren können.[1]

    Um den Punkt zu betonen, dass Israel die Handlungen der PLO, aber nicht das arabische Volk, betrachtet, möchte Israel vielleicht in Erwägung ziehen, besondere Anstrengungen zu unternehmen, um Freunde zu belohnen und die Menschenrechte unter den Arabern zu fördern.[1]

    "Ein neues US-israelisches Verhältnis zu fressen"

    Israel kann einen sauberen Bruch mit der Vergangenheit machen und eine neue Vision für die US-israelische Partnerschaft auf der Grundlage von Eigenständigkeit, Reife und Gegenseitigkeit entwickeln - nicht eine, die sich eng auf territoriale Streitigkeiten konzentriert. Israels neue Strategie - basierend auf einer gemeinsamen Friedensphilosophie durch Stärke - spiegelt die Kontinuität mit westlichen Werten wider, indem sie betont, dass Israel selbstständig ist, keine US-Truppen in irgendeiner Eigenschaft benötigt, um sie zu verteidigen, einschließlich auf den Golanhöhen, und kann ihre eigenen Angelegenheiten verwalten.[1]

    Um diesen Punkt zu verstärken, kann der Premierminister seinen bevorstehenden Besuch nutzen, um anzukündigen, dass Israel jetzt reif genug ist, um sich mindestens von den US-Wirtschaftshilfen und Kreditgarantien zu befreien, die wirtschaftliche Reformen verhindern.[1]

    "Schlussfolgerungen - Überwindung des arabisch-israelischen Konflikts"

    Israels neue Agenda kann einen sauberen Bruch signalisieren, indem sie eine Politik aufgibt, die Erschöpfung annahm und einen strategischen Rückzug ermöglichte, indem sie das Prinzip der Vorwegnahme wiederherstellte, anstatt Vergeltung zu vergelten und indem sie aufhörte, Schläge gegen die Nation ohne Antwort zu absorbieren."[ 1]

    "Israels neue strategische Agenda kann das regionale Umfeld so gestalten, dass es Israel den Raum gibt, seine Energien wieder auf das zu konzentrieren, wo sie am dringendsten benötigt werden: seine nationale Idee zu verjüngen, die nur durch die Ersetzung der sozialistischen Grundlagen Israels durch eine solidere Grundlage entstehen kann; und um seine Erschöpfung zu überwinden, die das Überleben bedroht

    Letztendlich kann Israel mehr tun, als nur den arabisch-israelischen Konflikt zu bewältigen. Keine Menge an Waffen oder Siegen wird Israel den Frieden gewähren, den es sucht. Wenn Israel auf einer soliden wirtschaftlichen Basis ist und innerlich frei, mächtig und gesund ist, wird es nicht mehr einfach den arabisch-israelischen Konflikt bewältigen, sondern es wird ihn überwinden. Wie ein hochrangiger irakischer Oppositionsführer kürzlich sagte: Israel muss seine moralische und intellektuelle Führung verjüngen und beleben. Es ist ein wichtiges - wenn nicht das wichtigste Element in der Geschichte des Nahen Ostens. Israels stolz, wohlhabend, solide und stark – wäre die Grundlage eines wirklich neuen und friedlichen Nahen Ostens.[1]

    Einfluss

    Einige Aspekte der Politik, die im Bericht "Clean Break" dargelegt wurde, wurden von Netanjahu abgelehnt.[2][3]

    Brian Whitaker berichtete in einem Artikel vom September 2002 [[5], der in The Guardian veröffentlicht wurde, dass "mit mehreren Autoren des Clean Break-Papiers, die jetzt Schlüsselpositionen in Washington innehaben, der Plan für Israel, seine Feinde zu überwinden, durch die Umgestaltung des Nahen Ostens heute ein gutes Stück mehr zu erreichen scheint als 1996. Die Amerikaner könnten sogar dazu überredet werden, ihr Leben aufzugeben, um es zu erreichen."

    Im März 2003 Patrick J. Buchanan, der sich auf die Invasion des Irak 2003 und des Berichts bezieht, schrieb: "Ihr Plan, der Israel dazu drängte, 'das Prinzip der Vorwegnahme' wiederherzustellen, wurde nun von Perle, Feith, Wurmser & Co. über die Vereinigten Staaten auferlegt."[ 6]

    Ian Buruma schrieb im August 2003 in der New York Times:[[7]

    Douglas Feith und Richard Perle rieten Netanjahu, der 1996 Premierminister war, einen "sauberen Bruch" mit den Oslo-Abkommen mit den Palästinensern zu machen. Sie argumentierten auch, dass der israelischen Sicherheit am besten durch einen Regimewechsel in den umliegenden Ländern gedient würde. Trotz des aktuellen Schlamassels im Irak ist dies in Washington immer noch üblich. In den Worten von Paul Wolfowitz: "Der Weg zum Frieden im Nahen Osten geht durch Bagdad." Es ist in der Tat zu einem Glaubensartikel (buchstäblich in einigen Fällen) in Washington geworden, dass amerikanische und israelische Interessen identisch sind, aber das war nicht immer so, und "jüdische Interessen" sind jetzt nicht der Hauptgrund dafür.

    Buruma fährt fort:[[7]

    Was wir also sehen, ist keine jüdische Verschwörung, sondern eine eigentümliche Allianz evangelikaler Christen, außenpolitischer Hardliner, Lobbyisten für die israelische Regierung und Neokonservativen, von denen einige zufällig jüdisch sind. Aber die Juden unter ihnen - Perle, Wolfowitz, William Kristol, Herausgeber von The Weekly Standard, et al. - sprechen eher über Freiheit und Demokratie als über Halakha (Jüdisches Recht). Was dieses Kanonische Bündnis eint, ist eine gemeinsame Vision des amerikanischen Schicksals und die Überzeugung, dass amerikanische Macht und eine harte israelische Linie gegenüber den Arabern die besten Möglichkeiten sind, die Vereinigten Staaten stark, Israel sicher und die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

    Im Jahr 2005 sagte David Martin, ein CBS News National Security Correspondent, in Bezug auf den Entscheidungsprozess, der zum Krieg im Irak führte, dass er "nie Beweise dafür sah, dass Richard Perle eine entscheidende Wirkung auf die US-Politik hatte. Er war einfach nicht in der Lage, dies zu tun."[ 8]

    George Packer erläutert in seiner 2005 Sachbuchanalyse des Irak-Krieges The Assassins' Gate den Clean Break-Bericht "durch die Linse von Wurmsers nachfolgendem AEI veröffentlichtem Volumen, der (1999) argumentierte, dass Amerikas Abzug Saddams strategische Probleme lösen und die Palästinenser im Wesentlichen hilflos machen würde.[9]

    Im Jahr 2006 wies die Kommentatorin Karen Kwiatkowski auf die Ähnlichkeiten zwischen den vorgeschlagenen Aktionen im Clean Break-Dokument und der anschließenden Invasion des Irak 2003 hin. Bald nach Phyllis deutete Bennis auf die Ähnlichkeiten zwischen den Vorschlägen im Clean Break-Dokument und dem anschließenden Libanonkrieg 2006 hin.[ 11]

    Im Jahr 2006 bemerkte Sidney Blumenthal die Relevanz der Zeitung für die mögliche israelische Bombardierung von Syrien und dem Iran und schrieb: "Um zu versuchen, den neokonservativen Fahrplan zu verstehen, haben führende nationale Sicherheitsexperten begonnen, unter sich das Clean Break "Neocon-Manifest" zu zirkulieren. Bald nach "Taki" von The American Conservative schrieb:

    Kürzlich deutete Netanjahu an, dass Präsident Bush ihm versichert habe, dass der Iran daran gehindert werde, in die Atomindustrie zu gehen. Ich nehme ihn beim Wort. Netanjahu scheint der Hauptbeweger in Amerikas offizieller Annahme des Weißbuchs A Clean Break von 1996 zu sein, das von ihm und amerikanischen Neokonservativen verfasst wurde und darauf abzielte, die strategischen Umgebungen des Irak, Palästinas, Libanons, Syriens und des Iran aggressiv umzugestalten. Wie sie in Boxkreisen sagen, drei nach unten, zwei zu gehen.[ 13]

    Analyse

    Jason Vest schrieb, dass der Bericht "eine Art von US-israelisch-israelischem neokonservativem manifestoManifest" sei und dass er "einen Mini-Kaltenkrieg im Nahen Osten" vorschlug, der den Einsatz von Stellvertreterarmeen für Regimewechsel, Destabilisierung und Eindämmung befürwortete. In der Tat geht es sogar so weit, einen Weg zu artikulieren, um den rechten Zionismus voranzubringen, indem man ihn mit Raketenabwehr verbindet." Er schrieb, dass der Bericht aufgrund der gemeinsamen organisatorischen Mitgliedschaft der Autoren des Papiers "vielleicht das aufschlussreichste Fenster" in die "politische Weltsicht" des Jüdischen Instituts für nationale Sicherheitsangelegenheiten und des Zentrums für Sicherheitspolitik, zwei in den Vereinigten Staaten ansässigen Thinktanks, bietet.[14]

    Ein Leitartikel in The Nation vom Oktober 2003 kritisierte den Syria Accountability Act und verband ihn mit dem Clean Break-Bericht und den Autoren:

    Um den Syria Accountability Act richtig zu verstehen, muss man auf ein Dokument von 1996 zurückgehen, "A Clean Break: A New Strategy for Securing the Realm", das von einem Team von Beratern von Benjamin Netanjahu in seiner Kandidatur für den israelischen Ministerpräsidenten entworfen wurde. Zu den Autoren gehörten die derzeitigen Bush-Berater Richard Perle und Douglas Feith. "Syrien fordert Israel auf libanesischem Boden heraus", schrieben sie und forderten "das Aufschrein syrischer Militärziele im Libanon, und sollte sich das als unzureichend erweisen und ausgewählte Ziele in Syrien treffen." Kein Wunder, dass Perle vom israelischen Angriff begeistert war. "Es wird dem Friedensprozess helfen", sagte er der Washington Post und fügte später hinzu, dass die Vereinigten Staaten selbst möglicherweise Syrien angreifen müssten.

    Aber was Perle bedeutet, indem sie "den Friedensprozess unterstützt", ist nicht die Lösung des Konflikts, indem sie einen lebensfähigen, souveränen palästinensischen Staat hervorbringt, sondern, wie in A Clean Break unterstrichen wurde, "den arabisch-israelischen Konflikt ganz durchquert", indem sie die Araber zwingen, die meisten, wenn nicht sogar alle territorialen Eroberungen Israels und seine nukleare Hegemonie zu akzeptieren. 15]

    John Dizard behauptete, dass es Beweise in dem Clean Break-Dokument von Ahmed Chalabis Beteiligung gibt. (Chalabi, ein irakischer Politiker, war ein glühender Gegner Saddam Husseins.):

    Im Abschnitt über den Irak und die Notwendigkeit, Saddam Hussein zu entfernen, gab es eine verräterische "Geheimdienst" von Chalabi und seinem alten jordanischen hasschmilschenitischen Gönner Prinz Hassan: "Die überwiegend schiitische Bevölkerung des Südlibanon ist seit Jahrhunderten mit der schiitischen Führung in Nadschaf, Irak, und nicht mit dem Iran verbunden. Sollten die Haschemiten den Irak kontrollieren, könnten sie ihren Einfluss auf Najaf nutzen, um Israel zu helfen, die südlibanesischen Schiiten von der Hisbollah, dem Iran und Syrien weg zu entwöhnen. Shi'a hat starke Verbindungen zu den Hashemiten." Natürlich war die Schiiten mit "starken Verbindungen zu den Haschemiten" die Familie von Ahmed Chalabi. Perle, Feith und andere Mitwirkende an der "Clean Break" schienen sich nicht an die 15-jährige Fatwa zu erinnern, die die Kleriker von Najaf gegen die irakischen Haschemiten ausriefen. Oder die noch eklatantere Tatsache, die von Rashid Khalidi in seinem neuen Buch Resurreding Empire hervorgehoben wurde, dass die Schiiten nur den Nachkommen des Schwiegersohns des Propheten Muhammad, Ali, treu sind und alle anderen Linien, einschließlich der Haschemititen, ablehnen. Wie Khalidi kausal bemerkt: "Perle und seine Kollegen schlugen hier die komplette Umstrukturierung einer Region vor, deren Geschichte und Religion ihre Vorschläge offenbaren, dass sie kaum etwas darüber wissen." Kurz gesagt, die irakische Komponente der "neuen Strategie" der Neocons basierte auf einer ignoranten Fantasie der zukünftigen schiitischen Unterstützung für Verbindungen mit Israel.[16]

    Die Professoren John Mearsheimer und Stephen Walt schrieben in ihrem umstrittenen und kritischen "The Israel Lobby " Artikel vom März 2006, der in der London Review of Books veröffentlicht wurde, dass das Clean Break Paper

    rief Israel dazu auf, Schritte zu unternehmen, um den gesamten Nahen Osten neu zu ordnen. Netanjahu folgte nicht ihrem Rat, aber Feith, Perle und Wurmser drängten bald die Bush-Administration, dieselben Ziele zu verfolgen. Der Ha’aretzHa’aretz-Kolumnist Akiva Eldar warnte, dass Feith und Perle "einen schmalen Grat zwischen ihrer Loyalität zu den amerikanischen Regierungen ... und den israelischen Interessen gehen".[17]

    Sidney Blumenthal kritisierte den Bericht und schrieb:

    Anstatt Land für den Frieden zu tauschen, plädierten die Neokonservativen dafür, die Oslo-Abkommen beiseite zu werfen, die Verhandlungen führten, und forderten die bedingungslose palästinensische Akzeptanz der Begriffe des Likud, des Friedensfriedens. Anstatt Verhandlungen mit Syrien zu führen, schlugen sie vor, Syrien zu schwächen, einzudämmen und sogar zurückzudrängen. Sie haben auch ein wildes Szenario vorangetrieben, um den Irak neu zu definieren. Dann würde König Hussein von Jordanien irgendwie sein Herrscher werden; und irgendwie würde dieser sunnitische Monarch die Kontrolle über die irakischen Schiiten gewinnen und durch sie die südlibanesischen Schiiten von der Hisbollah, dem Iran und Syrien entwöhnen.[12]

    Weitere Lektüre


    19.06.2025

    Ein sauberes Durcheinander: Eine neue Strategie zur Sicherung des Reiches  (II von II)


    Referenzen


    1. Die Israel-Lobby von John Mearsheimer und Stephen Walt, London Review of Books, 23. März 2006

    Benjamin Netanjahu

    Premiership Wahlen
    Likud-Führung
    KnessetFamilieIn Verbindung Kategorie

    Kategorien :

  • A Clean Break: Eine neue Strategie zur Sicherung des Reiches archiviert 25. Januar 2014, am Wayback Machine, Institut für fortgeschrittene strategische und politische Studien, Juli 2006

  • Hollings, Ernest (2009). Regierungsarbeit leisten. University of South Carolina Presse. 299. ISBN 978-1570038839.

  • Cashman, Greg (2007). Einführung in die Ursachen des Krieges: Muster des Interstate-Konflikts vom Ersten Weltkrieg bis zum Irak. Rowman & Littlefield. 331. ISBN 978-0742555105.

  • "A Clean Break: A New Strategy zur Sicherung des Realm Archiviert 25. Januar 2014 auf der Wayback Machine " Text: "Die wichtigsten inhaltlichen Ideen in diesem Papier ergeben sich aus einer Diskussion, an der prominente Meinungsmacher, darunter Richard Perle, James Colbert, Charles Fairbanks, Jr., Douglas Feith, Robert Loewenberg, David Wurmser und Meywur.
  • Brian Whitaker, Kegel mit Saddam, The Guardian, 3. September 2002.
  • J. Buchanan, Wessen Krieg? Archiviert 2009-01-05 an der Wayback Machine, The American Conservative, 24. März 2003
  • Ian Buruma, wie man über Israel spricht, The New York Times, 31. August 2003
  • Börjesson, Kristina (2005). Füße zum Feuer: Die Medien nach 9/11: Top-Journalisten melden sich zu Wort. Prometheus Bücher. S. 256. ISBN 1591023432.
  • Scott McConnell, The Worst and the Dullest Archiviert 2008-10-06 an der Wayback Machine, The American Conservative, 19. Dezember 2005
  • Karen Kwiatkowski, Israel macht seine "Clean Break", LewRockwell.com, 15. Juli 2006.
  • Phyllis Bennis, Washingtons jüngster Naher Osten-Krieg, archiviert am 5. Dezember 2006, an der Wayback Machine, Common Dreams, 25. Juli 2006
  • Sidney Blumenthal, The Neocons' nächster Krieg archiviert am 17. Mai 2008, bei der Wayback Machine, Salon.com, 3. August 2006 (Reprint Archived 2006-08-31 at the Wayback Machine)
  • Taki, Not So Clean Break, The American Conservative, 11. September 2006.
  • Jason Vest, The Men From JINSA und CSP Archived 2005-04-17 an der Wayback Machine, The Nation, 2. September 2002
  • "Ist Syrien als Nächstes?", The Nation, 3. November 2003. Archiviert vom Original, 5. Dezember 2006.
  • John Dizard, wie Ahmed Chalabi die Neocons unterwarf, die 2007-05-14 auf der Wayback Machine, Salon.com, 4. Mai 2004 archiviert wurden

    1. Die Israel-Lobby von John Mearsheimer und Stephen Walt, London Review of Books, 23. März 2006

    Benjamin Netanjahu
    Premiership
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  • John Dizard, wie Ahmed Chalabi die Neocons unterwarf, die 2007-05-14 auf der Wayback Machine, Salon.com, 4. Mai 2004 archiviert wurden


    Info: https://en.wikipedia.org/wiki/A_Clean_Break:_A_New_Strategy_for_Securing_the_Realm


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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