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21.06.2025

Israel verwandelt Hilfsgüterverteilungsstellen in Gaza in offene Schlachtfelder

linkezeitung.de, Veröffentlicht von ⋅ 21. Juni 2025 ⋅ Hinterlasse einen KommentarVon Hamza M. Salha und Sharif Abdel Kouddous – www.dropsitenews.com/

Übersetzung LZ


Bild:Palästinenser, die westlich von Gaza-Stadt Hilfe suchen, suchen Schutz, als israelische Streitkräfte das Feuer auf die Menge eröffnen. Juni 2025. (Screenshot aus einem Video von Abdel Qader Sabbah)


Während sich die weltweite Aufmerksamkeit auf den Iran richtet, haben die israelischen Angriffe auf hungernde Palästinenser, die Hilfe suchen, dramatisch zugenommen.

DEIR AL-BALAH, GAZA – Während die Aufmerksamkeit der Welt auf den Iran gerichtet ist, hat Israels Vernichtungskampagne in Gaza ein neues, erschreckendes Ausmaß erreicht. Jeden Tag sind hungernde Palästinenser gezwungen, sich in abgelegene Gebiete zu begeben, um dort nach Nahrung zu suchen, und werden dabei massenhaft angegriffen, wodurch die sogenannten Hilfsgüterverteilungsstellen zu offenen Schlachtfeldern werden.

Die Angriffe auf Palästinenser, die nach Nahrung suchen, haben in der vergangenen Woche dramatisch zugenommen, wobei täglich Dutzende von Menschen erschossen und beschossen werden. Allein die Zahl der Todesopfer der letzten Tage ist schockierend: Mindestens 38 Menschen wurden am Montag getötet, 59 am Dienstag, 22 am Donnerstag und 35 am Freitag. Seit Ende Mai wurden über 400 Menschen getötet und mehr als 3.000 verletzt, in dem, was das Gesundheitsministerium in Gaza als „Hilfsgüter-Massaker“ bezeichnet – ein neuer Begriff, der in das Vokabular des Völkermords in Gaza aufgenommen wurde.

Ahmed Nejm, ein 28-Jähriger, der derzeit mit seiner zehnköpfigen Familie in Deir al-Balah lebt, sitzt im Rollstuhl und kann nicht mehr gehen, seit er bei einem israelischen Angriff auf eine Versammlung von Palästinensern, die in der Nähe von Wadi Gaza (dem Netzarim-Korridor) Hilfe suchten, am 11. Juni verwundet wurde. Er begab sich in voller Kenntnis der Risiken zu diesem Ort.

„Wir versuchen, diese Hungersnot zu überstehen“, sagte Nejm gegenüber Drop Site. „Es gibt kein Brot und kein Mehl. Deshalb haben wir versucht, Hilfe zu finden.“ Er sagte, er sei mit seinen Cousins und Nachbarn vor Tagesanbruch an den Ort gekommen, um dort zusammen mit Hunderten anderen zu warten. Stunden später griffen die Israelis ohne Vorwarnung an und eröffneten das Feuer mit scharfer Munition und Quadcoptern. Dutzende wurden getötet, darunter Nejms 15-jähriger Cousin Abdulrahman. Blutüberströmt gelang es Nejm, wegzukriechen, während die Kugeln weiter flogen. Krankenwagen konnten das Gebiet nicht erreichen, und er wurde schließlich ins Al-Aqsa-Krankenhaus gebracht. „Wir befanden uns in einem Gebiet, das [die Israelis] auf der Karte als grün markiert hatten. Ich weiß nicht, warum sie angefangen haben zu schießen“, sagte er.


Ahmed Nejm wurde bei einem israelischen Angriff auf eine Hilfsgüterverteilungsstelle in Wadi Gaza am 11. Juni verwundet. (Foto: Hamza Salha)

Das schlimmste Massaker an Hilfsgütern ereignete sich am 17. Juni, als mindestens 59 Palästinenser getötet und über 200 verletzt wurden, als sie sich in Khan Younis versammelten, um Mehlrationen zu erhalten. Das Nasser-Krankenhaus war mit den Verletzten überfordert. „Das medizinische Team, das auf den Zustrom von Patienten reagierte, musste die Entbindungsstation räumen, um Platz für die Verwundeten zu schaffen, und verwandelte die Kreißsäle in Notoperationssäle. Viele der Verletzungen erforderten Amputationen, um das Leben der Patienten zu retten“, erklärte Ärzte ohne Grenzen, die in Nasser im Einsatz waren, in einer Stellungnahme. „Jeden Tag werden Palästinenser bei ihren Versuchen, Vorräte aus den unzureichenden Hilfsgütern zu erhalten, die nach Gaza gelangen, mit einem Blutbad konfrontiert.“

„Das Leben der Palästinenser wird so gering geschätzt. Es ist mittlerweile Routine, verzweifelte und hungernde Menschen zu erschießen, während sie versuchen, ein wenig Nahrung von einer Gruppe von Söldnern zu ergattern“, schrieb Philippe Lazzarini, Generalkommissar der UNRWA, am Mittwoch in einem Beitrag in den sozialen Medien. „Hungernde Menschen in den Tod zu treiben, ist ein Kriegsverbrechen. Die Verantwortlichen für dieses System müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Das ist eine Schande und ein Schandfleck für unser kollektives Gewissen.“

Die wenigen Hilfsgüter, deren Einfuhr die Israelis erlaubt haben, haben fast nichts zur Linderung der humanitären Katastrophe in Gaza beigetragen. Zwischen dem 2. März und dem 27. Mai verhängte Israel eine vollständige Blockade, sodass keine Lebensmittel oder Hilfsgüter ins Land gelangen konnten. Am 27. Mai richtete die Gaza Humanitarian Foundation, eine von den USA und Israel unterstützte Gruppe, im Süden einige militarisierte Verteilungszentren ein. Das Projekt wurde von der UNO und internationalen Organisationen als Instrumentalisierung der Hilfe verurteilt. Israel hat auch einer sehr begrenzten Anzahl von UN-Hilfsgüter-Lkw erlaubt, über den Grenzübergang Zikim im Norden nach Gaza einzufahren.

Seit Ende April ist die Zahl der von Gemeinschaftsküchen in Gaza zubereiteten Mahlzeiten um 83 % zurückgegangen. Zwischen März und Mai hat sich die Rate der akuten Unterernährung in Gaza mehr als verdoppelt, und laut UNO leidet die gesamte Bevölkerung Hunger und steht kurz vor einer umfassenden Hungersnot.

„Gaza ist der hungrigste Ort der Welt“, sagte Jens Laerke, Sprecher des Büros der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten, im Mai in einer Fernsehansprache. „Es ist das einzige definierte Gebiet – ein Land oder ein definiertes Gebiet innerhalb eines Landes –, in dem die gesamte Bevölkerung von einer Hungersnot bedroht ist.“ Israel, so sagte er, verhindere absichtlich die Lieferung von Hilfsgütern und setze Lebensmittel als Kriegswaffe ein. „Die Hilfsaktion, die wir bereit haben, wird in eine operative Zwangsjacke gesteckt, die sie zu einer der am stärksten behinderten Hilfsaktionen macht, nicht nur in der heutigen Welt, sondern in der jüngeren Geschichte der globalen humanitären Hilfe überhaupt. Die Blockade und die strenge Kontrolle der Aktion werden von einer Konfliktpartei auferlegt – der Besatzungsmacht Israel in Gaza.“

Die eskalierenden Angriffe finden vor dem Hintergrund schwerwiegender Störungen der Internet- und Telekommunikationsnetze statt. Israelische Angriffe im Juni haben Glasfaserkabel durchtrennt, was zu einem vollständigen Ausfall der Internetverbindung geführt hat, wobei nur ein begrenzter Dienst wiederhergestellt wurde und das Risiko eines vollständigen Zusammenbruchs der Kommunikation in ganz Gaza gestiegen ist. Zusätzlich zu den wenigen Bildern und Berichten, die aus dem Gebiet kommen, ist die humanitäre Koordination innerhalb des Gebiets stark beeinträchtigt, und die Palästinenser haben zunehmend Schwierigkeiten, Zugang zu lebensrettenden Informationen und Notfalldiensten zu erhalten oder Freunde und Familie zu erreichen.

„Die Situation ist derzeit wirklich schwierig“, schrieb Dr. Yahya al-Agha, Arzt am Nasser-Krankenhaus, am Freitag in einer Nachricht an Drop Site. „Die Kommunikation in Khan Younis ist unterbrochen, und wir haben Schwierigkeiten, Zugang zum Internet zu erhalten“, erklärte er und fügte hinzu, dass er nur von bestimmten Orten aus Nachrichten versenden könne, indem er eine eSIM-Karte verwende, um sich mit israelischen Mobilfunknetzen zu verbinden.

UNICEF-Sprecher James Elder, der kürzlich in Gaza war, sagte in einer Erklärung, dass die Kommunikationssperre direkt zu den Massakern beitrage. „Es gab Fälle, in denen Informationen darüber verbreitet wurden, dass eine [Verteilungs-]Stelle geöffnet ist, aber dann wurde in den sozialen Medien kommuniziert, dass sie geschlossen ist. Diese Informationen wurden jedoch verbreitet, als das Internet in Gaza ausgefallen war und die Menschen keinen Zugang dazu hatten“, sagte er.

Unterdessen ist seit mehr als 100 Tagen kein Treibstoff mehr nach Gaza gelangt, was einen vollständigen Stillstand der Feldlazarette, der Lieferungen von Hilfsgütern und der kritischen medizinischen Ausrüstung droht. Die UNO warnt davor, dass die für Geburten und medizinische Notfälle unverzichtbaren Versorgungseinheiten geschlossen werden und Neugeborene, die auf Intensivgeräte angewiesen sind, ersticken werden.

Das israelische Militär erlässt weiterhin Massenvertreibungsbefehle und erweitert sogenannte Kampfzonen, darunter eine Ankündigung vom 13. Juni, die weite Teile aller fünf Gouvernements im Gazastreifen betraf, und eine heutige Ankündigung, die große Teile der Stadt Gaza betrifft. Seit dem 18. März, als Israel seinen groß angelegten Völkermordangriff wieder aufgenommen hat, wurden über 82 % des Gazastreifens zur roten Zone erklärt, und in den letzten drei Monaten wurden mehr als 680.000 Menschen neu vertrieben.

Die vom Gesundheitsministerium bestätigte Zahl der Todesopfer seit Beginn des Völkermords liegt nun bei über 55.700 – davon wurden 5.400 seit dem 18. März getötet –, wobei diese Zahlen als weit unter den tatsächlichen Zahlen liegend anerkannt sind, da viele Tausende unter den Trümmern vermisst werden.

Israelische Angriffe auf Zivilisten, die versuchen, an Lebensmittel zu gelangen, fanden sowohl an GHF-Hilfsgüterverteilungsstellen als auch in Nicht-GHF-Gebieten statt, wo sich Tausende versammelt hatten, um auf die wenigen UN-Hilfsgüterlastwagen zu warten, die nach Gaza einfahren durften.

Ahmed Matar, ein 20-jähriger ehemaliger Informatikstudent der Al-Aqsa-Universität, wurde am 10. Juni getötet, als er in der Nähe des Netzarim-Korridors an der Rashid-Straße, einer Küstenstraße, auf Hilfsgüter wartete. Laut seiner 20-jährigen Cousine Nayfah Matar war er verzweifelt auf der Suche nach Nahrung und kam um 4:30 Uhr morgens dorthin, nachdem er gehört hatte, dass Lastwagen mit Hilfsgütern früh am Morgen eintreffen würden. Um 6:00 Uhr morgens eröffnete das israelische Militär das Feuer und bombardierte die Tausende Menschen, die sich in der Gegend versammelt hatten. Matar wurde am Bein und am Bauch getroffen und starb. Ein Nachbar erkannte ihn und brachte ihn ins Al-Quds-Krankenhaus. „Als sein Vater kam, um ihn zu sehen, brach er vor Entsetzen über den Anblick und dem Schock, seinen Sohn tot und in seinem eigenen Blut liegend zu sehen, auf der Stelle zusammen“, sagte Nayfah. „Bis heute hat sein Vater seinen Tod nicht ganz begreifen können.“


Märtyrerplakat von Ahmed Matar, 20, der am 10. Juni getötet wurde, als er in der Nähe des Netzarim-Korridors in Gaza Hilfe suchte. (Foto mit freundlicher Genehmigung von Hamza Salha)


„Ahmed ist einer von Tausenden, die aufgrund des Krieges und der zionistischen Besatzung ihr Leben verloren haben. Ihre Hoffnungen und Träume wurden zerstört, und sie erlebten die schwierigsten Tage ihres Lebens: Vertreibung, Unterdrückung, Demütigung und Hungersnot“, fügte sie hinzu. „Die Besatzung begeht weiterhin ohne Unterlass endlose Massaker an den Palästinensern.“


https://www.dropsitenews.com/p/gaza-aid-massacres-israeli-attacks-ghf?utm_source=post-email-title&publication_id=2510348&post_id=166406497&utm_campaign=email-post-title&isFreemail=true&r=flp3u&triedRedirect=true&utm_medium=email



Info: https://linkezeitung.de/2025/06/21/israel-verwandelt-hilfsgueterverteilungsstellen-in-gaza-in-offene-schlachtfelder/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

21.06.2025

Israel-Iran-Krieg spaltet die USA

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Am 13. Februar 2025 wurde Tulsi Gabbard von Donald Trump zur Chefin über alle 18 verschiedenen Geheimdienste der USA ernannt. Jetzt allerdings, wo Gabbard den Iran anders beurteilt als Trump und die klare Meinung vertritt, der Iran habe keine heimliche Produktion einer Atombombe betrieben, sagt Donald Trump öffentlich: "... ihre Meinung interessiert mich nicht." (Foto White House via Globallookpress.com))


globalbridge.ch, 20. Juni 2025 Von: in Allgemein, Geschichte, Politik

Als Donald Trump im Situatin Room die Weichen für einen möglichen Krieg gegen den Iran stellt, droht den USA nicht nur ein außenpolitischer Showdown – sondern ein ideologischer Bürgerkrieg. Von progressiven Israelkritikern wie Alexandria Ocasio-Cortez bis zu rechten Isolationisten wie Marjorie Taylor Greene formiert sich eine unerwartete Allianz gegen einen neuen „ewigen Krieg“. Doch während Thierry Meyssan von einer skandalösen Vertuschung spricht und ein Ex-CIA-Analyst vor einem False-Flag-Angriff warnt, steht die Nation vor einer Frage: Kann ein gespaltenes Amerika die Widersprüche seiner Außenpolitik überleben?

Historischer Riss


Als Donald Trump am vergangenen Dienstag im Situation Room des Weißen Hauses die Frage aufwarf, ob die Vereinigten Staaten unmittelbar militärisch in den Krieg zwischen Israel und Iran eingreifen sollen, war es nicht nur ein außenpolitischer Moment der Wahrheit. Es war ein innenpolitischer Wendepunkt für die Vereinigten Staaten – ein Moment, in dem sich die Bruchlinien des amerikanischen Selbstbildes offenbarten. Es explodierte innerhalb der Vereinigten Staaten ein folgenreicher Kampf: Der Krieg gegen Iran wurde zum Katalysator eines ideologischen Bürgerkriegs. Trump veröffentlichte am Dienstag nach seiner Beratung auf seiner Plattform Truth Social eine Botschaft, die an die Rhetorik des Zweiten Weltkriegs erinnerte: „Unbedingte Kapitulation!“ Ein Rückzieher? Undenkbar. Doch hinter dieser martialischen Pose begann sich ein innenpolitisches Szenario zu entrollen, das weit über Fragen militärischer Taktik hinausging. 

Es offenbarte einen historischen Riss und die Erosion jener stillschweigenden Einigkeit, mit der die USA bislang Israel unterstützten. In einem seltenen Schulterschluss stellten die Abgeordneten Thomas Massie (Republikaner, Kentucky) und Ro Khanna (Demokraten, Kalifornien) am Dienstag einen Gesetzentwurf vor, der Präsident Trump untersagen soll, ohne Zustimmung des Kongresses militärisch gegen Iran vorzugehen. Massie erklärte auf X: „Das ist nicht unser Krieg.“ Rashida Tlaib erinnerte an das Desaster von 2003: „Wir wurden über Massenvernichtungswaffen belogen – das darf nie wieder geschehen.“ Auch Alexandria Ocasio-Cortez und andere Mitglieder der linken Squad unterstützten den Vorstoß. Marjorie Taylor Greene, eine der lautesten Trump-Verteidigerinnen im Kongress, hielt sich auffallend zurück: „Ich bete für Frieden. Frieden. Das ist meine offizielle Position.“

Zerreißprobe MAGA

Vizepräsident J.D. Vance, einst ein Verfechter anti-interventionistischer Positionen, steht im Kreuzfeuer. Seine ausweichende Formulierung – „Der Präsident hat sich Vertrauen verdient. Er wird das amerikanische Militär nur für amerikanische Ziele einsetzen“ – wurde von Ro Khanna scharf kritisiert: „Viele Worte, keine Position. Wirst du mit uns gegen einen Krieg ohne Kongressmandat stimmen?“ Vance schweigt – ein Schweigen, das die Zerreißprobe in Trumps Bewegung verdeutlicht.  Andere Republikaner, wie Marco Rubio, versuchen, Distanz zu Israels Angriffen zu wahren („Das waren nicht wir!“), während der Druck auf Trump wächst. Sollte er sich für eine Intervention entscheiden, riskiert er nicht nur eine Eskalation im Nahen Osten, sondern auch die Spaltung seiner Basis – oder deren Neudefinition. MAGA steht vor der Entscheidung zwischen nationaler Zurückhaltung und globalem Eingreifen, zwischen Tucker Carlson und den „Beltway-Neocons“. Carlson gilt als einer der einflussreichsten Stimmen der neuen Rechten und positionierte sich per Textnachricht klar gegen den Krieg – ein Signal, das in der MAGA-Basis Wellen schlägt.

Die politische Szenerie hatte sich damit grundlegend verschoben. Was gestern noch als unvereinbar galt – progressive Israelkritikerinnen wie Alexandria Ocasio-Cortez und rechte Isolationisten wie Marjorie Taylor Greene – fand nun in der Ablehnung eines neuen „ewigen Kriegs“ im Nahen Osten eine fragile, aber reale Allianz. Der neue Konsens: Keine neuen Interventionen, keine weiteren Billionen, keine amerikanischen Söhne für geopolitische Stellvertreterkriege. David Hogg, einst Aktivist gegen Waffengewalt und mittlerweile mediengewandter Vertreter der Gen-Z-Linken, brachte es auf den Punkt: „Jeder Demokrat, der diesen Krieg unterstützt, muss abgewählt werden. Unsere Generation ist durch zwei Multi-Billionen-Kriege gegangen – wir machen das nicht nochmal mit.“

Fragile Allianz

Dabei ist es nicht allein die Kriegsmüdigkeit, die diesen Widerstand antreibt. Es ist auch die ideologische Müdigkeit gegenüber einem Diskurs, der seit Jahrzehnten nur eine Erzählung zuließ: Israel als moralisch unantastbare Demokratie im Nahen Osten. Diese Hegemonie wankt – und mit ihr die Deutungshoheit der transatlantischen Außenpolitik. Warum? Der israelische Krieg gegen Iran trifft nicht nur militärisch ins Zentrum der Islamischen Republik, sondern ideologisch mitten ins Herz des westlichen Liberalismus. Das zeigte sich zuletzt im publizistischen Paukenschlag des amerikanischen Autors Darryl Cooper, dessen Essay „The Psychopathology of Zionism“ vor wenigen Tagen erschien und für viele eine analytische Klammer für die aktuelle Spaltung darstellt. Cooper beschreibt in seiner Analyse eine „paranoide Grundstruktur“ des modernen Zionismus – eine ideologische Identitätsbildung, die nicht durch Werte, sondern durch Bedrohung motiviert ist. Ausgangspunkt ist der Widerspruch, dass viele liberal gesinnte Zionisten Israel gleichzeitig als moderne Demokratie und als Schutzraum für das jüdische Volk verteidigen wollen – ohne anzuerkennen, dass diese beiden Prinzipien in der Realität unvereinbar geworden sind.

Kognitive Dissonanz

Cooper verweist unter anderem auf die israelischen Gesetze, die eine Eheschließung zwischen Juden und Nichtjuden bis heute nur im Ausland ermöglichen. Er erinnert an die Praxis, bis 2005 ethnische Zugehörigkeit auf israelischen Ausweisen zu vermerken – ein Relikt aus kolonialer und segregationistischer Bürokratie. Zudem verweist er auf das 2018 verabschiedete Nationalstaatsgesetz, das ausdrücklich den jüdischen Charakter Israels festschreibt und das Selbstbestimmungsrecht exklusiv Juden zusichert – ein Schritt, den u. a. die israelische Menschenrechtsorganisation B’Tselem als „Apartheid-gesetzlich verankert“ kritisierte. Parteien oder Politiker, die einen binationalen Staat oder gleiche Rechte für alle Bürger fordern, sind in Israel nicht nur marginalisiert – sie werden gesetzlich von der Regierungsbildung ausgeschlossen (§7a des Grundgesetzes: Parteiengesetz). Diese Realität steht im fundamentalen Widerspruch zum Selbstverständnis vieler liberaler Zionisten – besonders in den USA –, die Israel gleichzeitig als westliche Demokratie, moralisches Bollwerk und Heimstatt für das jüdische Volk sehen wollen. Cooper nennt das eine „kognitive Dissonanz mit geopolitischer Wirkung“. Um sie zu erhalten, werde jede Kritik an Israel sofort moralisch delegitimiert – als antisemitisch, illoyal oder gar terroristennah. Kritik werde nicht beantwortet, sondern pathologisiert. 

Militärisches Dilemma

In der Psychologie nennt man diese Struktur Warfare Personality: eine Identitätsbildung, die sich ausschließlich über Feindbilder stabilisiert. Wer sich einmal als ewig bedroht definiert, für den wird jede Forderung nach Gleichheit zur Bedrohung – und jede internationale Zurückhaltung zum Verrat. Coopers Analyse hat Sprengkraft. Denn sie erklärt, warum ausgerechnet in diesem Moment die anti-interventionistische Welle in den USA nicht nur von Linken, sondern auch von MAGA-Republikanern getragen wird. Der Widerstand gegen den Krieg ist nicht nur pazifistisch, sondern zunehmend ideologiekritisch. Er richtet sich gegen das moralische Ausnahmeprivileg Israels im außenpolitischen Diskurs – ein Privileg, das nun von links wie rechts gleichermaßen infrage gestellt wird. 

Militärisch steht Israel vor einem Dilemma, wie Analyst Jay Solomon betont: Der unterirdische Atomkomplex Fordow, Herzstück von Irans Atomprogramm, bleibt unbeschädigt. Seine Zerstörung erfordert B-2-Bomber oder 30.000-Pfund-Bunkerbrecher – und damit amerikanische Unterstützung. Doch diese ist hoch umstritten, selbst in Trumps Umfeld. Physiker David Albright, ehemaliger IAEA-Inspektor, diskutiert die Dringlichkeit: Israel behauptet, Teheran verfüge über genug hochangereichertes Uran für neun oder mehr Atombomben. Doch ist die Bedrohung so akut, dass sie eine Eskalation rechtfertigt? Ein „mittelalterlicher Kampf“ mit massiven Kollateralschäden wäre die Folge, warnt Solomon. Die fundamentale Frage bleibt: Darf, muss, soll die USA Raketen abfangen, die auf die 700.000 amerikanischen Staatsbürger in Israel zielen? Oder ist jedes Eingreifen bereits ein Kriegsgrund? Diese Gretchenfrage spaltet nicht nur Politiker, sondern die gesamte Öffentlichkeit.

Geopolitische Illusion

Der Schachgroßmeister und russische Dissident Garry Kasparov liefert in seinem Essay eine zugespitzte Perspektive. Er nennt den Krieg das Ende einer geopolitischen Illusion: Der „Status quo“ im Nahen Osten sei nie Stabilität gewesen, sondern ein Hoffen auf Stillstand, während autoritäre Regime wie Iran aufrüsteten. Israel habe mit dem Schlag gegen Iran die Realität benannt, die andere verweigerten. Kasparov geißelt das Mantra westlicher Diplomaten, es gebe „keine militärische Lösung“, als moralische Feigheit. Er verweist auf Irans Unterstützung für Hamas, Hisbollah, Huthi-Milizen und Russland. „Wer keine militärische Lösung akzeptiert, hat bereits kapituliert“, so Kasparov. Er vergleicht die Zurückhaltung des Westens mit der Appeasement-Politik gegenüber Russland, Nordkorea und China. Seine Kritik richtet sich besonders an Vertreter der Obama-Ära wie Ben Rhodes, deren diplomatischer Pazifismus die Welt nicht sicherer, sondern fragiler gemacht habe. Der israelische Schlag sei ein notwendiger Weckruf – keine Eskalation, sondern eine Korrektur.

Demokratische Zerrissenheit

In diesem Kontext wird auch das Schweigen vieler Demokraten verständlich – oder bezeichnend. Hakeem Jeffries, Fraktionsführer der Demokraten im Repräsentantenhaus, erklärte lediglich: „Israels Existenzrecht ist unantastbar, unsere Bindung an Israel ist eisern.“ Doch weiter wollte er nicht gehen. Ein Parteistratege erklärte anonym: „Viele Abgeordnete haben Angst vor ihren eigenen Mitarbeitern. Die sind jung, links und sagen: ‚Jeder, den ich kenne, hasst Israel.‘“ Diese Schere zwischen Basis und Führung wird zur Zerreißprobe. Torres beklagt die wachsende parteiübergreifende Israelkritik: „Früher war die Unterstützung für Israel bipartisan. Heute ist der Widerstand gegen Israel bipartisan.“ Die wachsende Skepsis gegenüber Israel, besonders in der jungen, linken Wählerschaft, trägt antisemitische Untertöne, wie jüdische Stimmen warnen. Gleichzeitig wächst in jüdischen Kreisen selbst der Wunsch nach Aufrichtigkeit – nicht aus Selbsthass, sondern aus dem Bedürfnis, Widersprüche anzusprechen. Senator Tim Kaine sieht in jedem US-Schritt Richtung Unterstützung ein „rutschiges Gleis Richtung Katastrophe“. Kenneth Baer, ehemaliger Obama-Berater, nennt die Dichotomie zwischen Krieg und Nichtstun „Lunacy“: „Die Vorstellung, unsere einzige Wahl sei zwischen Irakkrieg oder gar nichts, ist analytisch völlig verzerrt.“  

Wachsende Skepsis

Ritchie Torres hingegen findet klare Worte: „Frieden im Nahen Osten hat keinen größeren Freund als Israel und keinen größeren Feind als das Regime in Teheran.“ Doch seine Stimme wird zunehmend übertönt – von jungen Stimmen, die Israel nicht als demokratische Bastion, sondern als militarisierte Ethnokratie wahrnehmen. Allesamt Stimmen, die in jüdischen Kreisen wachsen – nicht aus Selbsthass, sondern aus dem Wunsch nach Aufrichtigkeit. Thomas L. Friedman, der renommierte Kolumnist der New York Times, verstärkte diese Kritik in einem Artikel, zitiert in Die Weltwoche (Schweiz). Er warnte, dass die Politik der israelischen Regierung unter Benjamin Netanjahu nicht nur Israels internationales Ansehen gefährde, sondern auch Antisemitismus weltweit schüre. „Diese israelische Regierung ist eine Gefahr für Juden überall“, schrieb Friedman, gestützt auf offene Briefe ehemaliger israelischer Luftwaffenoffiziere, die die Kriegsführung in Gaza als „Tötungsmaschine“ bezeichneten. Seine Worte spiegeln auch eine wachsende Besorgnis in liberalen Kreisen wider, dass Israels Aktionen die globale Sicherheit von Juden untergraben könnten. Und so entsteht im Schatten dieses Krieges eine neue politische Konstellation: Ein transideologischer Widerstand gegen eine Außenpolitik, die sich seit Jahrzehnten auf Automatismen verlässt.

False-Flag-Gefahr

Eine der alarmierendsten Stimmen in der Debatte ist die des ehemaligen CIA-Analysten Ray McGovern, der in einem X-Post vom 18. Juni 2025 vor einem möglichen israelischen False-Flag-Angriff auf den US-Flugzeugträger USS Nimitz warnte. McGovern, der sich auf seine Erfahrung als hochrangiger CIA-Mitarbeiter beruft, schrieb: „Kapitän der USS Nimitz, rechnen Sie mit einem Angriff – NICHT durch den Iran, sondern durch Israel, mit einem Angriff unter falscher Flagge, für den der Iran verantwortlich gemacht wird.“ Er verwies auf den Angriff auf die USS Liberty 1967, bei dem israelische Kampfflugzeuge und Torpedoboote ein US-Spionageschiff vor der Sinai-Küste attackierten, was offiziell als „Irrtum“ galt, von Überlebenden jedoch als gezielte Aktion bezeichnet wird. 34 US-Seeleute starben damals, und die Wahrheit wurde von den USA und Israel vertuscht. McGoverns Warnung nährt die Sorge, dass ein ähnlicher Vorfall die USA in den Krieg ziehen könnte, und findet in einer Zeit Resonanz, in der das Vertrauen in die US-Israel-Beziehung bröckelt. 

Institutionelle Krise

Während die amerikanische Debatte über den Israel-Iran-Krieg zwischen den unterschiedlichsten Positionen schwankt, bietet der französische Analyst Thierry Meyssan eine provokante Perspektive, die institutionelle Krisen und westliche Narrative entlarvt. In seinem Artikel vom 17. Juni 2025 im Voltaire Netzwerk argumentiert er nicht nur ein koloniales Traumata, dass im britischen Völkermord an Millionen Iranern 1917–1919 und der „Operation Ajax“ 1953 wurzelt. Zentral ist vor allem Meyssans Behauptung, der israelische Angriff auf iranische Atomanlagen am 13. Juni 2025 diente der Vertuschung von Verfehlungen des IAEO-Direktors Rafael Grossi. Am 7. Juni 2025 verkündete Irans Geheimdienstminister Esmail Khatib eine Operation, bei der Tausende von Dokumenten über Israels Atomprogramm aus dem Soreq Nuclear Research Center südlich von Tel Aviv gestohlen wurden. Diese sollen belegen, dass Grossi vertrauliche IAEO-Informationen an Israel weitergab, obwohl Israel kein IAEO-Mitglied ist und nicht den Kontrollen des Atomwaffensperrvertrags unterliegt. Laut IRIB vom 7. Juni 2025 sollten die Dokumente „bald“ veröffentlicht werden. Am 12. Juni verabschiedete die IAEO unter Grossis Leitung eine Resolution, die Irans Verstöße gegen das Sicherungsabkommen an den UN-Sicherheitsrat verwies – ein Schritt, den Meyssan als Ablenkung interpretiert, um Grossis Neutralitätsbruch zu verschleiern. Diese Vorwürfe werden durch die westliche Propaganda seit 2003 verstärkt, die laut Meyssan eine „iranische Atombedrohung“ konstruierte, obwohl Teheran seit 1974 eine atomwaffenfreie Zone im Nahen Osten explizit forderte, erstmals in der UN-Resolution 3263. 

Westliche Doppelmoral

Am 8. Mai 2018 kündigte US-Präsident Trump an, den zum 12. Mai 2018 auslaufenden „Waiver“, betreffend den Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA), nicht zu verlängern. Deshalb sah sich Teheran auch nicht mehr an das Abkommen gebunden, da die USA ihre Sanktionserleichterungen brachen, was Irans Recht auf zivile Urananreicherung unter dem Atomwaffensperrvertrag (NPT) stärkte, das nicht erst zum jetzigen Zeitpunkt die westliche Doppelmoral anmahnte, denn Israel ist bereits im Besitz unkontrollierter nuklearer Kapazitäten. Der Iran nutzte offenbar strategisch – ohne es öffentlich zu bekunden – die Anreicherung auf 60 Prozent, um Verhandlungen mit den USA zu erzwingen und,  ohne Atomwaffen zu produzieren, wie das Institute for Science and International Security betont. Laut dem  Institute for Science and International Security könnte der Iran innerhalb einer Woche genug Uran für eine Bombe anreichern, hat dies aber nicht getan, was auf eine kontrollierte „Eskalation“ hinweist. Die Anreicherung auf 60 Prozent (nahe den waffenfähigen 90 Prozent) signalisiert technische Fähigkeit, ohne die „rote Linie“ zu überschreiten, und fordert die USA und westliche Staaten zu diplomatischen Verhandlungen – oder militärischer Kampagne. Der Iran bot in Verhandlungen regelmäßig an, die Anreicherung zu reduzieren, wenn Sanktionen aufgehoben werden. Doch Trump besteht auf O-Anreicherung. 

Grossis Neutralität

Am 19. Juni 2025 reagierte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei auf X und kritisierte den Chef der Atomaufsichtsbehörde der Vereinten Nationen, Rafael Grossi. Baghaei warf der Internationalen Atomenergie-Organisation vor, Partner eines von Israel initiierten „ungerechten Angriffskriegs“ zu sein, wie Reuters berichtete. Bedeutsam war jedoch folgendes: In einem Beitrag auf X reagierte Baghaei auf ein Interview mit CNN vom 17. Juni 2025, in dem Grossi gesagt hatte, wie Reuters und The Standard vermelden, es gebe keine Beweise für systematische iranische Bemühungen, Atomwaffen zu entwickeln, worauf Esmaeil Baghaei reagierte „Das ist zu spät, Herr Grossi“, und fügte hinzu, eine Resolution der IAEA, in der Iran einen Verstoß gegen seine Verpflichtungen aus dem Atomwaffensperrvertrag erklärt wurde, sei von Israel als Vorwand für einen Angriff auf den Iran benutzt worden, und mahnt, „Irreführende Darstellungen haben verheerende Folgen, Herr Grossi, und verlangen nach Rechenschaft. Sie haben das Nichtverbreitungsregime verraten. Sie haben die IAEA zum Partner dieses ungerechten Angriffskriegs gemacht“, schrieb er. 

Technische Redlichkeit

Rafael Grossis Antworten in seinem Gespräch mit Christiane Amanpour auf CNN bedeuten sehr viel mehr, als es westliche Medien werten. Während Medien, Politiker und Militäranalysten in Szenarien denken, spricht Grossi mit kühler Präzision über das, was ist, und nicht über das, was sein könnte. Seine Worte sind nüchtern, sorgfältig abgewogen und frei von Spekulation – und genau darin liegt ihre Wirkungskraft. Als Amanpour gegen Ende des Interviews eine zentrale Frage stellt – nämlich, ob der Iran, sollte seine Führung den Krieg überleben, sich dann doch zur Entwicklung einer Atombombe entschließen könnte –, antwortet Grossi nicht mit Alarm, sondern mit kontrollierter Offenheit. Ja, sagt er, die Möglichkeit existiere, aber er sehe den Iran nicht auf diesem Weg. Das ist mehr als eine diplomatische Floskel – es ist eine professionelle Einschätzung, die auf konkreter Beobachtung basiert. Grossi verweist dabei nicht auf Verdachtsmomente oder Geheimdienstberichte, sondern auf das, was die IAEA verifizieren kann: Der Iran hat angereichertes Material in ausreichender Menge, um – falls er sich dazu entschlösse – ein nukleares Gerät zu entwickeln. Aber: Dieser Entschluss ist nicht gefallen. Es gibt keine Beweise für ein aktives Waffenprogramm, keine sichtbaren Schritte zur Miniaturisierung, Metallisierung, Entwicklung von Zündsystemen oder Trägersystemen. Auch keine Testvorbereitungen. 

Dies ist der Kern seiner Aussage – und sie ist technisch beruhigend, nicht politisch alarmistisch. Seine Klarstellung, dass zwischen angereichertem Material und einer einsatzfähigen Waffe noch viele technische Schritte liegen, die nicht im Verborgenen ablaufen können, ist ein bedeutsamer Kontrapunkt zur politischen Dramatik. Selbst der oft zitierte „Breakout“-Punkt – also der Moment, ab dem der Iran in der Lage wäre, binnen kurzer Zeit eine Bombe zu bauen – wird von Grossi nicht mit einer konkreten Frist beziffert. Stattdessen sagt er sinngemäß: Wenn etwas existiert, das wir nicht sehen können, dann wissen wir es eben nicht. Aber auf Basis dessen, was wir sehen, gibt es keine systematische Entwicklung eines Waffensystems. Dabei nimmt Grossi sogar den Vergleich mit Nordkorea bewusst nicht auf. Er lehnt es ab, Parallelen zu ziehen, und verweist stattdessen auf die regionale und strategische Besonderheit des Iran. Die Situation sei nicht vergleichbar, sagt er, nicht nur aufgrund der geografischen Lage, sondern wegen der komplexen diplomatischen und geopolitischen Einbettung des Iran. Eine iranische Atombombe wäre kein abgeschottetes Projekt wie in Nordkorea, sondern ein Schritt mit unmittelbaren Rückwirkungen auf Europa, Russland, den Nahen Osten und Asien. 

Diplomatische Rückwirkungen

Was Grossi außerdem betont – und dies wird häufig übersehen – ist die Bedeutung des bestehenden internationalen Konsenses. Er erinnert daran, dass selbst gegensätzliche Akteure wie Trump und Putin einer Meinung waren, dass es keine iranischen Atomwaffen geben darf. Dies als Ausgangspunkt zu benennen ist kein Rückgriff auf die Vergangenheit, sondern eine diplomatische Setzung: Die rote Linie ist gesetzt, und sie ist anerkannt – auch vom Iran selbst. Das ist keine Drohung, sondern ein diplomatischer Bezugsrahmen, innerhalb dessen sich Gespräche auch nach einem Krieg neu organisieren lassen. Entscheidend ist: Grossi sagt nicht, dass der Iran von der Bombe träumt. Er sagt auch nicht, dass Teheran sich nur durch den Besitz einer Atombombe vor künftigen Angriffen sicher fühlen könnte – obwohl CNN-Redakteurin Amanpour diesen Gedanken andeutet. Stattdessen hält er daran fest: Es gibt keinen Hinweis, dass Iran diesen Schritt will oder plant. Diese Antwort ist umso bemerkenswerter, als sie nicht mit der Tonlage westlicher Warnrhetorik übereinstimmt. Sie ist nicht defensiv, sondern sachlich. Nicht beschwichtigend im Sinne eines politischen Kalküls, sondern aus einer Position technischer Redlichkeit formuliert. Darin liegt die Stärke dieses Interviews: Grossi gelingt es, die emotionale Aufladung, die durch Raketenangriffe, Evakuierungsaufrufe und Social-Media-Drohungen erzeugt wird, auf den Boden von Tatsachen zurückzuholen. Seine Rolle ist keine politische, sondern eine auf Evidenz gestützte – und genau darin liegt ihre öffentliche Bedeutung. 

Die Informationen überschlagen sich derzeit minütlich aus den Konfliktgebieten. So ist bei Reuters auch zu lesen, dass der iranische Außenminister Abbas Araqchi voraussichtlich am Samstag (21.Juni 2025) an einem Treffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in Istanbul teilnehmen wird, teilte eine Quelle des türkischen Außenministeriums am Donnerstag mit. Die Quelle sagte, eine Sondersitzung des 51. OIC-Außenministerrates werde sich voraussichtlich auf die jüngsten Schläge Israels gegen den Iran konzentrieren, einschließlich des Angriffs vom Donnerstag auf den Nuklearstandort Khondab in Arak. Interessant ist in diesem Zusammenhang, bei der Eröffnung des zweitägigen Gipfels soll der türkische Außenminister Hakan Fidan die muslimischen Länder auffordern, sich angesichts „destabilisierender Maßnahmen“ in der gesamten Region zusammenzuschließen, teilte die Quelle des Ministeriums mit. Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit, zu der 57 Mitgliedstaaten gehören, ist seit langem ein politisches und diplomatisches Forum für muslimische Länder.

Explosive Innenpolitik

Es gilt als wahrscheinlich, dass nicht nur Thierry Meyssans These die US-Debatte in den nächsten Tagen herausfordert, Narrative wie die „iranische Bedrohung“ zu hinterfragen. Die Entscheidung über eine Intervention liegt bei Donald Trump (oder Kongress), der laut New York Times noch keine finale Entscheidung getroffen hat und öffentlich bekundete, die Tür für Verhandlungen offenzuhalten. Doch die innenpolitische Lage ist explosiv: Umfragen zeigen, dass insbesondere Trump-Wähler einen Krieg ablehnen, und Medienmacher Tucker Carlson sowie MAGA-Mitbegründer Steve Bannon könnten einen Widerstand entfachen, der den Vietnam-Protesten Konkurrenz macht. Die Koalition aus Alexandria Ocasio-Cortez, Marjorie Taylor Greene und Thomas Massie, wie Savodnik beschreibt, wäre vor einem Jahr noch als Satire durchgegangen, ist heute Realität. Der Iran-Krieg wird damit zur Prüfung – nicht nur militärisch, sondern vor allem zivilisatorisch. Denn er zwingt den Westen zu einer Frage, die lange als beantwortet galt: Wie viele Widersprüche kann ein Bündnis tragen, bevor es unter sich selbst zusammenbricht?


Quellen und Anmerkungen: 
1.) https://exportmanager-online.de/nachrichten/auswirkungen-der-aufkuendigung-des-jcpoa-9947/
2.) https://www.voltairenet.org/article222464.html
3.) https://das-blaettchen.de/2004/06/liberty-24159.html
4.) https://weltwoche.ch/daily/israels-regierung-ist-eine-gefahr-fuer-juden-weltweit-pulitzer-preistraeger-warnt-in-new-york-times-vor-eskalation-in-nahost/
5.) https://de.wikipedia.org/wiki/Iranisches_Atomprogramm
6.) https://www.reuters.com/world/israel-iran-conflict-live-trump-leaves-g7-summit-early-says-should-evacuate-2025-06-17/
7.) https://www.reuters.com/world/israel-iran-conflict-live-trump-leaves-g7-summit-early-says-should-evacuate-2025-06-17/?arena_mid=pmRpsKSXaPELXcqbInVV
8.) https://edition.cnn.com/audio/podcasts/amanpour
9.) https://www.timesofisrael.com/iaea-chief-says-information-stolen-by-iran-refers-to-israeli-nuclear-research-site/
10.) https://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Abkommen_%C3%BCber_das_iranische_Atomprogramm
11.) https://www.cfr.org/backgrounder/what-iran-nuclear-deal
12.) https://edition.cnn.com/audio/podcasts/amanpour/episodes/80c4ab02-2993-11ef-9655-030f02bc3771
13.) https://www.reuters.com/world/israel-iran-conflict-live-trump-leaves-g7-summit-early-says-should-evacuate-2025-06-17/
14.) https://isis-online.org/
15.) https://www.washingtonpost.com/world/2025/06/19/israel-iran-strikes-live-us-trump/
16.) https://www.iaea.org/newscenter/statements/director-general-grossis-statement-to-unsc-on-situation-in-iran-13-june-2025
17.) https://www.iaea.org/newscenter/statements/statement-on-the-situation-in-iran-13-june-2025
18.) https://www.npr.org/2025/06/12/nx-s1-5431395/iran-nuclear-enrichment-un-compliance
19.) https://subscribe.martyrmade.com/p/the-psychopathology-of-zionism
20.) https://www.thefp.com/p/garry-kasparov-israel-iran-russia?ref=upstract.com
21.) https://www.thefp.com/p/what-unites-aoc-and-marjorie-taylor-greene
22.) https://x.com/raymcgovern/status/1934834737408811328
23.) https://www.msn.com/de-de/nachrichten/other/donald-trump-irritiert-seine-anh%C3%A4nger-wie-der-iran-krieg-die-maga-bewegung-spaltet/ar-AA1H0I1n
24.) https://apolut.net/droht-trumps-rechtes-lager-am-israel-kurs-zu-zerbrechen/
25.) https://www.nytimes.com/live/2025/06/18/world/israel-iran-trump


Russland sucht seinen Platz in der globalen Wirtschaft


Sagen, wo es lang geht – mit dem deutschen Bundeskanzler


Es geht um alles – nicht nur für den Iran


Info: https://globalbridge.ch/israel-iran-krieg-spaltet-die-usa/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

21.06.2025

Deutschland, deine ewige Drecksarbeit

freedert.online, 21 Juni 2025 12:03 Uhr, Von Wladislaw Sankin

Bei aller Empörung über die "Drecksarbeit"-Aussage des Kanzlers wird außer Acht gelassen, dass es der öffentlich-rechtliche Sender ZDF war, der Merz diese Formulierung servierte. Nun weiß die Welt Bescheid, wo Deutschland 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs steht.


Deutschland, deine ewige Drecksarbeit

Das ZDF wirbt für das Zitat mit dem passenden Thumbnail.


"Worte sind wie Federn, die vom Wind fortgetragen werden: Sie sind nie wieder einzufangen!" Die russische Variante dieser Redewendung kennt in Russland jedes Kind – "Слово не воробей, вылетит не поймаешь". Friedrich Merz äußerte seinen inzwischen berühmt-berüchtigten Spruch äußerst medienwirksam und vor einer schönen kanadischen Bergkulisse. In Windeseile landete das Gesagte, in Dutzende Sprachen übersetzt, auf Millionen Bildschirmen weltweit.


Sacharowa weist Merz wegen Lobrede für Israel zurecht: "Das sagt ein Nachkomme der Nazis"





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Nun ist er in der Welt und fester Teil der diplomatischen Zeitgeschichte. So etwas vergisst man nie und sollte nicht vergessen werden, zumal es seit Freitag, als Merz für seine Äußerung angezeigt wurde, schon eine juristische Akte dazu gibt. Aber der Spruch war keine Erfindung von Merz, sondern Resultat der Zusammenarbeit zwischen seinem Amt und einem öffentlich-rechtlichen Sender. Wir geben den Dialog hier noch einmal in voller Länge wieder.

Die Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios, Diane Zimmermann, sagte zu Beginn der dritten Minute des Gesprächs"Ist es nicht verlockend, dass Israelis jetzt die Drecksarbeit machen für ein Regime, das viele in der Welt als ein großer Störfaktor wahrnehmen?

Bundeskanzler Merz: "Frau Zimmermann, ich bin Ihnen dankbar für den Begriff 'Drecksarbeit'. Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht für uns alle. Wir sind von diesem Regime auch betroffen. Dieses Mullah-Regime hat Tod und Zerstörung über die Welt gebracht, mit Anschlägen, mit Mord und Totschlag. Mit Hisbollah, mit Hamas am 7. Oktober 2023 in Israel, das wäre ohne das Regime in Teheran niemals möglich gewesen. Die Belieferung Russlands mit Drohnen aus Teheran. Ja, Drecksarbeit, die da Israel gemacht hat. Ich kann nur sagen, dass die israelische Armee den Mut dazu gehabt hat, die israelische Staatsführung, das zu machen, wir hätten sonst möglicherweise Monate und Jahre weiter Terror dieses Regimes gesehen und dann möglicherweise mit einer Atomwaffe in der Hand."

Lassen wir die Unterstellungen und unbelegten Vorwürfe des Kanzlers gegen Iran beiseite. Die Kernaussage hier lautet: Iran bedroht uns alle. Die Unterstellung einer von Iran ausgehenden Bedrohung macht die "Drecksarbeit"-Aussage aber argumentativ erst möglich – wie hart sie auch klingen mag.


"Drecksarbeit": Jubel für Völkerrechtsverbrechen und Merzschen Nazijargon





Meinung

"Drecksarbeit": Jubel für Völkerrechtsverbrechen und Merzschen Nazijargon





Im vergangenen Jahr führte die Körber-Stiftung eine Studie durch, die "herausfand", dass 60 Prozent der Deutschen Iran als Bedrohung wahrnehmen. Als noch "bedrohlicher" wurde nur Russland mit 82 Prozent eingestuft. Warum das Umfrage-Institut die Befragten nur zwischen Russland, Iran und China wählen ließ, wurde in der Pressemitteilung der Stiftung nicht ausgeführt. Die Studie wurde zudem in den USA durchgeführt.

Wie und warum Iran deutsche und US-amerikanische Sicherheitsinteressen bedrohen sollte, erklärte die Stiftung nicht. Schließlich sind nicht die USA durch iranische Militärbasen umstellt, sondern umgekehrt. Das seit Jahrzehnten gepflegte Feindbild der verrückten religiösen Fanatiker, die nur Böses im Schilde haben gegen uns Demokraten, muss als Erklärung reichen. Die Iraner haben im Zuge der Islamischen Revolution 1979 die US-Marionette, den Schah Mohammad Reza Pahlavi, und die US-Amerikaner selbst aus ihrem Land hinausgeworfen. Diese fürchterliche "Todsünde" war Grund genug dafür, dass Iran seitdem in der Liste der sogenannten Schurkenstaaten stets Spitzenplätze belegt – solange kein rückwirkender Regime-Wechsel stattfindet.

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Bebilderung der Umfrage-ErgebnisseKörber-Stiftung


Damit verkörperten die ZDF-Studioleiterin und der Bundeskanzler in der kanadischen Szenerie des Gesprächs nur zwei gleichdenkende Vertreter der deutschen politischen Oberschicht, die, solange der Propaganda-Begriff "Mullah-Regime" fällt, reflexartige Wutanfälle erleidet.

Dass der Begriff "Drecksarbeit" Nazijargon ist, ist hinreichend belegt. Ich zitiere an dieser Stelle daher nur einen der Vorwürfe gegen Friedrich Merz, der diesen wegen der Verwendung von Nazi-Vokabular verurteilt:

"Anfang 1942 hatte SS-Obersturmführer August Häfner die Massenerschießung von 34.000 jüdischen Menschen innerhalb von 48 Stunden in Babi Jar mit eben derselben zynischen Wortwahl als 'Drecksarbeit' gerechtfertigt."

In diesem Sinne kritisieren zahlreiche weitere Kommentare die Aussage des Bundeskanzlers. 


German Angst total – Wie eine Studie gezielt die Angst vor Russland, China und Iran schürt




Analyse

German Angst total – Wie eine Studie gezielt die Angst vor Russland, China und Iran schürt





Aber auch auf der Ebene der Argumente legt Merz das gleiche Denkmuster wie Adolf Hitler an den Tag, als er die Wehrmacht am 22. Juni 1941 die Sowjetunion überfallen ließ. Der faschistische Diktator behauptete damals, seit über zwei Jahrzehnten habe "die jüdisch-bolschewistische Machthaberschaft von Moskau aus versucht, nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa in Brand zu stecken. Nicht Deutschland hat seine nationalsozialistische Weltanschauung nach Russland getragen, sondern die jüdisch-bolschewistischen Machthaber in Moskau haben unentwegt versucht, unserem und den anderen europäischen Völkern ihre Herrschaft aufzuoktroyieren, und dies nicht nur geistig, sondern vor allem auch machtmäßig."

Die gesamte Rechtfertigungspropaganda operierte mit der angeblichen Bösartigkeit der jüdisch-bolschewistischen Machthaber und den ideologischen Gegensätzen. Das zentrale machtpolitische Ziel der deutschen Führung wurde dagegen natürlich nicht erwähnt. Dieses bestand in der Eroberung von "Lebensraum im Osten", seiner Ausbeutung und Germanisierung, also Besiedelung. Die "überflüssige" Bevölkerung von mindestens 30 Millionen Menschen musste mit unterschiedlichen Mitteln beseitigt werden. An der Front druckte sich dieses Programm in der einfachen Formel aus: "Der Russe muss sterben, damit wir leben."

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Auch aus der Sicht eines Merz kann es nur eines von beiden geben: Entweder gibt es nur uns in der Welt, oder "die". Seine Hasstirade mit all ihren infamen Unterstellungen lässt die Zuhörer zu dem Schluss kommen: Eine Welt ohne dieses "Mullah-Regime" ist eine bessere Welt. Na also Israel, bombe ruhig weiter!


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Und ja, richtig erkannt! Denn genauso redet auch Selenskij, der die Russen Bestien nennt und sich vor einem Bild des brennenden Kreml ablichten lässt. Er ist ein weiterer "Drecksarbeiter" von Merz, der an anderer Stelle zugibt, dass er mit dem "Ausbluten" Russlands rechnet. Natürlich mit dem alten Argument aus der Nazi-Zeit, russische Leben zählen für ihre Herrscher sowieso nicht. Man könnte durchaus meinen, dass Merz es nicht übel fände, wenn es weniger Russen auf dem Planeten gäbe. Ist doch gut für uns Deutsche, nicht wahr? Denn sonst würde sich die Frage stellen, warum ein direkter Nachfahre eines hochrangigen Hitler-Statthalters überhaupt darüber redet. Wäre es angesichts des deutschen Genozids an Russen 1941–1945 nicht angebrachter, lieber darüber zu schweigen oder sich um einen Frieden mit Russland zu bemühen – mit Respekt und auf Augenhöhe, wie dies nur unter ebenbürtigen Partnern möglich ist? 


Warnung nach Seelow-Hetze: Wenn deutsche Medien so weitermachen, endet das Land im Krieg




Meinung

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Warum ist das so, warum kehrt das Konfrontations-Denken nach Deutschland zurück? Der Zweite Weltkrieg wurde in der Bundesrepublik nicht wirklich verstanden, meint der Historiker Prof. Wolfgang Wette (Jahrgang 1940). Ihn schmerzt der wieder angefachte Antirussismus der Deutschen zutiefst. Er spricht aus der Perspektive der Westdeutschen, und ich kann an dieser Stelle hinzufügen, dass die früheren DDR- und heutigen ostdeutschen Sichtweisen in der öffentlichen Wahrnehmung heute ohnehin nicht vorkommen.

Der nicht richtig verstandene Weltkrieg gebärt somit weitere Kriege. Dass Russland uns ernsthaft bedrohe, hören wir schon seit Jahrzehnten, spätestens seit der mahnenden Rede Putins in München im Jahr 2007. Inzwischen heißt es von Vertretern der Bundeswehr gar, Russland bedrohe uns "existenziell". Gleichzeitig schreiben sogar Lokalblätter wie die NOZ, die Ostsee sei wegen Russland schon längst zum Kriegsschauplatz geworden. Am Freitag meldete die dts:

"Die neue Militärstrategie der Bundeswehr warnt in drastischen Worten vor der Gefahr durch Russland. In dem Grundsatzpapier, über das der 'Spiegel' berichtet, werden die russischen Streitkräfte als 'existenzielles Risiko' für Deutschland und Europa bezeichnet."

"Existenziell" – endlich ist auch dieses Wort gefallen. Das ist eine deutliche Zuspitzung. Denn "existenziell" heißt ja, die Russen wollen uns oder unseren Staat vernichten; so wie es Iran in Bezug auf Israel vorgeworfen wird. Die logische Schlussfolgerung daraus lautet, dass man mit Russland ebenso verfahren muss wie Israel mit Iran. In dieser Hinsicht erledigt derzeit die Ukraine noch die "Drecksarbeit" für uns; aber irgendwann müssen auch wir ran.

Der deutsche Bundeskanzler hat diese Woche mit Unterstützung der Systemmedien Mord und Totschlag als ehrenwürdige Drecksarbeit gelobt. Auch hat er Irans Militärhilfe an Russland als einen der Gründe für den Krieg gegen Iran genannt. Damit hat er die Aussage eines russischen Militärexperten höchstpersönlich bestätigt, dass Deutschland sich zumindest mental und völlig freiwillig (denn dieser Kanzler wurde erst vor Kurzem von den Deutschen gewählt) in den Sommer 1941 zurückkatapultiert.


Mehr zum Thema - Machen unterschiedliche Geschichtsbilder Freundschaft mit Russland unmöglich?


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Video https://rumble.com/v6v25wb-richtig-und-im-deutschen-interesse-journalist-fragt-nach-merz-drecksarbeit-.html Dauer 4:46 Min


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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Info: https://freedert.online/meinung/248451-deutschland-deine-ewige-drecksarbeit/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

21.06.2025

Frankreichs Stromversorgung in Gefahr: Niger verstaatlicht Uran-Vorkommen
Zeitenwende in Afrika

berliner-zeitung.de, vom 20.06.2025 , 19:02 Uhr, 20.06.2025 , 19:02 Uhr, Raphael Schmeller

Frankreichs Stromversorgung in Gefahr: Niger verstaatlicht Uran-Vorkommen

Niger übernimmt die Kontrolle über seine Uranvorkommen und entzieht damit dem französischen Konzern Orano die Macht – mit Folgen für die Stromversorgung Frankreichs und Europas.


Ein Arbeiter auf der Reststoffdeponie der Cominak-Mine in Niger.Olympia de Maismont/AFP


Der Niger verstaatlicht den Abbau seiner Uranvorkommen. Wie der französische Sender RFI am Freitag berichtete, kündigte die Regierung am Donnerstag die Übernahme des Unternehmens Somaïr an – einer Tochtergesellschaft des französischen Uranunternehmens Orano. Die Regierung begründete die Maßnahme mit einem „unverantwortlichen, illegalen und unfairen Verhalten“ Oranos, wie die Nachrichtenseite ActuNiger berichtet.

Niger deckt mehr als 20 Prozent des französischen Uranbedarfs

Ein Großteil des Urans aus Niger wird für den Betrieb französischer Atomkraftwerke verwendet. Bereits vor mehreren Monaten entzog die Regierung Orano die operative Kontrolle über Somaïr. Der französische Konzern, der weiterhin über 60 Prozent der Anteile an der nigrischen Tochtergesellschaft hält, leitete daraufhin mehrere internationale Schiedsverfahren gegen den Niger ein.

In seiner gesamten Unternehmensgeschichte hat Somaïr laut ActuNiger 81.861 Tonnen Uran gefördert, von denen rund 86 Prozent an Orano gingen. Der Konzern ist seit über 50 Jahren der zentrale Akteur im Uranabbau in Niger. Die meisten Vorkommen befinden sich in der Region Agadez.

Trumps erster Vermittlungserfolg: Friedensvertrag zwischen DR Kongo und Ruanda

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News

19.06.2025


Zeitenwende in Afrika: Frankreichs Armee verlässt letzten Stützpunkt im Tschad

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Russland

30.01.2025


Die Verdrängung von Orano aus Niger birgt Risiken für die französische Stromversorgung, die zu 65 Prozent auf Kernenergie basiert. Für den Betrieb seiner 56 Atomreaktoren benötigt der staatliche Betreiber EDF etwa 8.000 Tonnen Uran pro Jahr. Nachdem der Uranabbau in Frankreich Anfang der 2000er-Jahre eingestellt wurde, suchte das Land neue Bezugsquellen im Ausland.

Niger deckt mehr als 20 Prozent des französischen Uranbedarfs und ist damit nach Kasachstan (27 Prozent) der zweitwichtigste Lieferant Frankreichs. Es folgen Kanada (15 Prozent), Namibia (elf Prozent) und Australien (acht Prozent).

Auf EU-Ebene deckt die nigrische Uranproduktion etwa ein Viertel des Bedarfs aller Mitgliedstaaten. Ein möglicher Ausfall dieser Lieferungen hätte somit auch deutliche Auswirkungen auf die europäische Energieversorgung.

Ähnlich wie in den Nachbarländern Mali und Burkina Faso strebt die Militärregierung in Niger seit dem Putsch im Juli 2023 eine Abkehr von der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich an. Dazu gehört auch eine verstärkte Kontrolle über die Rohstoffvorkommen. Der Fall Somaïr ist zu einem Symbol der angespannten Beziehungen zwischen beiden Ländern geworden. Die Regierung betonte laut ActuNiger, die Verstaatlichung solle eine nachhaltige und gerechte Nutzung der Bodenschätze zugunsten der Bevölkerung ermöglichen.


Zeitenwende in Afrika: „Wir haben die Spielregeln mit dem Westen neu definiert“

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Berlin

31.05.2025


Bonaventure Ndikung: China mag keine moralischen Standards vor sich hertragen, Europa hatte sie nie

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Debatte

27.05.2025


Frankreich verliert auf dem afrikanischen Kontinent zunehmend an Einfluss. Seit 2020 kam es in der Sahelzone zu mehreren Staatsstreichen – unter anderem in Mali, Guinea, Tschad, Sudan, Burkina Faso, Niger und Gabun. Die Militärs warfen den gestürzten Regimen übermäßige Rücksichtnahme auf die Interessen Frankreichs und des Westens vor und veranlassten den Abzug der französischen Streitkräfte.

Der forcierte Rückzug Frankreichs aus Afrika hat dazu geführt, dass sich viele Länder nach neuen Partnern wie China oder Russland umsehen. Während beispielsweise in Niger, Mali und Burkina Faso alle französischen Soldaten abgezogen wurden, liefert Russland nun Waffen und entsendet Militärpersonal, um diese Länder im Kampf gegen islamistische Terrorgruppen zu unterstützen.

China und Russland verdrängen Frankreich aus Afrika

Als zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt ist China zudem längst zum wichtigsten Handelspartner vieler afrikanischer Länder geworden. Allein im ersten Halbjahr 2024 betrug das Handelsvolumen zwischen China und dem afrikanischen Kontinent nach chinesischen Angaben rund 152 Milliarden Euro. Afrikanische Länder exportieren vor allem Rohstoffe, Mineralien und Agrarprodukte wie Avocados – im Gegenzug liefert China Maschinen, Elektronik und Textilien.


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Grafik: BLZ. Quelle: OEC, Weltbank und Statista


Im Jahr 2000 war China nur für wenige afrikanische Länder der wichtigste Handelspartner – darunter Sudan, Gambia, Benin und Dschibuti. Laut Weltbank war China 20 Jahre später bereits für über 30 afrikanische Staaten der wichtigste Warenlieferant.


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Info: https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/niger-verstaatlicht-uran-frankreich-li.2335317


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

21.06.2025

Interview US-Professor Jeffrey Sachs: „Wir stehen kurz vor einem Weltkrieg“

berliner-zeitung.de, 20.06.2025, 16:54 Uhr, Michael Maier
Der Columbia-Professor sieht die Gefahr der Eskalation in Nahost. Seymour Hersh sagt, ein massiver US-Schlag soll schon an diesem Wochenende erfolgen.


Jeffrey Sachs während der Sitzung des UN-Sicherheitsrats zum Angriff Israels auf den Iran, am 13. Juni in New York.www.imago-images.de


In ungewohnte Deutlichkeit warnt der US-amerikanische Ökonom und Spitzendiplomat Jeffrey Sachs vor einer akuten Weltkriegsgefahr. Er fordert von Deutschland, keine markigen Sprüche zu klopfen sondern diplomatische Initiativen anzustoßen, so lange das noch geht. Am Freitag wollen sich EU-Politiker mit dem iranischen Außenminister treffen. Ob sie noch etwas ausrichten können - offen. Der US-Journalist Seymour Hersh erwartet einen gewaltigen US-Schlag inklusive Umsturz-Szenario bereits am kommenden Wochenende (Text in Übersetzung unter dem Interview mit Jeffrey Sachs). US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran zwei Wochen gegeben, um zu verhandeln - doch das bedeutet nichts. Der israelische Angriff auf den Iran erfolgte zwei Tage vor einer Verhandlungsrunde mit den Amerikanern.


Berliner Zeitung: Wer bestimmt aktuell die US-Außenpolitik?
Jeffrey Sachs:
Die US-Außenpolitik im Nahen Osten - und oft auch darüber hinaus - wird typischerweise von der engen Zusammenarbeit von CIA und Mossad bestimmt. Das ist wahrscheinlich auch heute noch so.


Trump zuzuhören ist ziemlich beängstigend – verliert er die Kontrolle, spricht er im Namen anderer oder bellt er nur?
Das liegt zum Teil an Trumps Stil. Doch die jüngste Hinwendung zu Netanjahu und gegen Trumps eigene Basis spiegelt den US-amerikanischen „Deep State“ – der CIA und andere Geheimdienste - plus Mossad wider.

Im Grunde sagen die Amerikaner: Tut, was wir wollen, oder wir bringen euch um. Ist das eine neue diplomatische Vorgehensweise oder nur eine Episode?

Der Mossad ist eine Mordmaschine. Das ist der israelische Ansatz. Netanjahus Ansatz besteht seit dreißig Jahren darin, gegen jeden Staat Krieg zu führen, der die palästinensische Sache unterstützt. Die Kriege im Irak, Libanon, Syrien, Afghanistan, Libyen, Somalia, Sudan, Palästina und jetzt im Iran sind alle – wenn auch nicht vollständig verursacht – durch die Kombination von Mossad, CIA, Netanjahu und den neokonservativen US-Politikern miteinander verbunden.


Kann man eine Weltmacht im Mafia-Stil regieren?
Einige Verrückte haben es sicherlich versucht. Meistens hat es einen Weltkrieg heraufbeschworen. Wir stehen kurz vor einem Weltkrieg.

Es ist nicht nur Trump – wenn man Lindsey Graham oder Ted Cruz zuhört, klingt die Tonart ziemlich ähnlich. Bewegen wir uns auf ein faschistisches Regime in Washington zu?

Die USA sind bereits ein Militär- und Sicherheitsstaat, wenn es um Außen- und Militärpolitik geht. Außen- und Militärpolitik werden im Geheimen betrieben; Diplomatie existiert nicht; und die öffentliche Meinung spielt keine Rolle. Regimewechsel ist die grundlegende Strategie und Taktik der USA und das schon seit Jahrzehnten.


Jeffrey Sachs im Interview: „Baerbock war im Grunde Kriegsministerin, keine Diplomatin“

Video

Jeffrey Sachs: „Baerbock war im Grunde Kriegsministerin, keine Diplomatin“


Der US-Ökonom Jeffrey Sachs ruft die Bundesregierung auf, sich für Verhandlungen in der Ukraine einzusetzen. Ein Interview.

Von Simon Zeise

Politik

03.02.2025


Sieht niemand in der US-Regierung die Folgen eines US-Kriegseintritts?
Viele Insider sind tatsächlich zutiefst alarmiert und bestürzt über die Ereignisse der letzten Tage. Echte Insider der Regierung sind verärgert und überrascht.


Was ist mit Tulsi Gabbard? Ist sie auch eine Kriegstreiberin?
Nein, im Gegenteil. Sie ist für Frieden und Diplomatie. Aber Trump sagte kürzlich, dass ihm ihre Meinung egal sei!


Gibt es aus US-Sicht einen Zusammenhang zwischen dem Iran und der Ukraine?
Höchstwahrscheinlich waren sowohl der jüngste ukrainische Angriff auf Russlands strategische Bomber als auch der neue israelische Angriff auf Irans strategische Anlagen mit Operationen des Mossad verbunden.

Ich glaube, Trump will den Krieg in der Ukraine beenden, indem er Russlands legitime Sicherheitsbedenken anerkennt – insbesondere das Ende der NATO-Erweiterung. Ob Trump sich aus dem Griff des Mossad und der CIA befreien kann, um einen Staat Palästina anzuerkennen und einen Krieg mit dem Iran zu vermeiden, ist nun die große Frage.

Wer treibt den Konflikt im Nahen Osten voran – Bibi Netanjahu oder die Neokonservativen, die die globale Agenda gegen China verfolgen?

Bibi und seine neokonservativen US-Kollegen bestimmen die politische Agenda bereits seit 30 Jahren. Der Krieg gegen den Iran wurde von Netanjahu seit 30 Jahren wiederholt vorgeschlagen. Alle anderen von Netanjahu vorgeschlagenen Kriege – Libanon, Syrien, Irak, Libyen, Sudan, Somalia, Palästina – wurden bereits geführt, sodass der Iran auf der Liste ganz unten steht. Natürlich haben Bibis Kriege ins Unglück geführt, nicht zu Lösungen.


Netanjahu: Darum will der Iran Donald Trump töten

Netanjahu: Darum will der Iran Trump töten

Laut Israels Ministerpräsident ist US-Präsident Donald Trump Irans „Feind Nummer eins“. Benjamin Netanjahu kündigt zudem einen „Wendepunkt im gesamten Feldzug“ an.

Von Alexander Schmalz

Internationales

16.06.2025


Nur wenige Tage vor dem israelischen Angriff eröffnete China eine neue Zugstrecke nach Teheran – war der Zeitpunkt des Angriffs ein Zufall?
Wahrscheinlich ein Zufall.


Welche Rolle spielt es, dass Bibi nach den Massenprotesten vor einigen Jahren sein eigenes Volk hasst? Ist er bereit, das israelische Volk zu opfern?
Er ist ein Fanatiker, sowohl in Bezug auf seine persönliche Macht als auch in seinem Selbstbild als Retter Israels. Fanatismus ist kein Erfolgsrezept, nicht einmal zum Überleben. Netanjahu hat eine miserable Bilanz und hat dem Nahen Osten immensen Schaden zugefügt.


Wohin könnte eine Eskalation zwischen Israel und dem Iran führen?
Sie könnte zum Dritten Weltkrieg führen.


Pakistan – eine Atommacht – hat mit Vergeltungsschlägen gegen Israel gedroht. Könnte das passieren?
Natürlich ist alles möglich. Es hängt alles vom Lauf der Dinge ab. Wir wissen, dass Länder im Laufe der Geschichte selbstzerstörerische Kriege geführt haben. Der Unterschied liegt heute in der allgegenwärtigen Präsenz von Atomwaffen. Es wäre besser, keine Kriege zu führen.


Können Russland, China und die BRICS-Staaten abwarten und dann versuchen, die Weltordnung neu zu gestalten?
Niemand sollte warten. Jeder sollte jetzt dringend Diplomatie einsetzen, um eine Katastrophe zu verhindern.

Erstens: Die USA, nicht der Iran, haben das JCPOA (das Abkommen, mit dem der Iran sich auf den Verzicht von Atomwaffen verpflichtet, Anm. d. Red.) gekündigt. 


Zweitens versprachen die USA (und Deutschland) der sowjetischen und russischen Führung im Gegenzug für die deutsche Wiedervereinigung keine NATO-Erweiterung. Dann brachen die USA und Deutschland vorsätzlich ihr Versprechen. 


Drittens wusste Deutschland (insbesondere Bundeskanzlerin Merkel) auf dem NATO-Gipfel 2008 in Bukarest, dass die Einladung der Ukraine und Georgiens in die NATO rücksichtslos und destabilisierend wäre, fügte sich aber stillschweigend der US-Forderung. 

Viertens verschworen sich die USA im Februar 2014 zum Sturz von Präsident Wiktor Janukowitsch und lösten damit den Ukraine-Krieg aus. 


Fünftens gab Deutschland seine Verantwortung zur Verteidigung des Minsk-II-Abkommens im Normandie-Rahmen auf, als die USA Deutschland aufforderten, Minsk II zu ignorieren. 


Sechstens sprengten die USA die Nord Stream-Pipeline, nachdem sie wiederholt versprochen hatten, die Pipeline zu beenden, unter anderem durch Biden in einer Pressekonferenz am 7. Februar 2022 in Anwesenheit von Bundeskanzler Scholz. 


Siebtens veranlassten die USA im April 2022 den Abbruch eines fast abgeschlossenen Friedensabkommens zwischen Russland und der Ukraine. 


Achtens begehen Israel und die USA in Gaza einen regelrechten Völkermord. 


Neuntens: Israel und die USA erledigen nicht die „Drecksarbeit“ Deutschlands, sondern bringen die Welt in Wahrheit einem Atomkrieg näher – ein eklatanter und vulgärer Verstoß gegen die UN-Charta.


Wo sehen Sie die deutschen Optionen heute? Könnte Deutschland noch als ehrlicher Makler auftreten?
Deutschland ist kein Makler. Es ist Teil der NATO. Aber es kann und sollte ehrlich sein. Ehrlichkeit würde bedeuten, dass Bundeskanzler Merz zum Telefon greift, Präsident Putin anruft und über eine echte, ehrliche und von gegenseitigem Respekt geprägte Sicherheitsvereinbarung in Europa spricht, die ein Ende der NATO-Erweiterung, ein Ende der NATO-Truppen und -Operationen (einschließlich der Taurus-Raketen) in der Ukraine sowie die Rückkehr zu einem Rahmen für nukleare Rüstungskontrolle umfasst.


Merz‘ neuer Außenminister hat gesagt: „Russland war schon immer der Feind Deutschlands.“ Was sagen Sie dazu?
Das klingt wie eine Aussage aus der schrecklichen Vergangenheit.


Was steht für Deutschland und Europa auf dem Spiel? Politisch und wirtschaftlich?
Entweder lernt Europa Diplomatie neu, oder Europas Zukunft wird düster sein.


Was ist der Grund dafür, dass alle EU-Staats- und Regierungschefs im Grunde oft abhängig sind und oftmals nicht im Interesse ihrer Wähler handeln?
Die USA und die Geheimdienste haben die politischen Systeme Europas lange Zeit geprägt. „Inakzeptable“ Kandidaten wurden blockiert. US-freundliche Politiker wurden mit Geld, Zuschüssen, Stipendien und Beförderungen unterstützt. Dennoch ist alles in den letzten Jahren viel schlimmer geworden. Deutschland hatte in der Vergangenheit viele hervorragende Kanzler, die auch über die USA ehrlich sprechen konnten und wollten und sich nach Frieden auf dem Kontinent sehnten.


Kann diese Entwicklung die EU in die Luft sprengen?
Die Europäische Kommission ist in einem desolaten Zustand. Von der Leyen und ihre Kollegen haben dazu beigetragen, die EU-Kommission auf einen bemerkenswerten Tiefpunkt zu bringen, doch leider haben Scholz, Macron und andere nichts getan, um den Niedergang der EU in der öffentlichen Wahrnehmung aufzuhalten.


Wenn ich Sie in den letzten Tagen beobachte, scheinen Sie äußerst besorgt über die Situation zu sein. Sehen Sie überhaupt eine Chance auf eine friedliche Lösung oder ist die Diplomatie tot?
Diplomatie ist immer möglich, selbst in dunklen Zeiten wie diesen. Dies erfordert praktische Weisheit. Erinnern Sie sich an die Worte von Präsident John F. Kennedy in seiner großen Friedensrede vom 10. Juni 1963:

„Lassen Sie uns unsere Haltung zum Frieden selbst überprüfen. Zu viele von uns halten ihn für unmöglich. Zu viele halten ihn für unrealistisch. Doch das ist ein gefährlicher, defätistischer Glaube. Er führt zu dem Schluss, dass Krieg unvermeidlich ist – dass die Menschheit dem Untergang geweiht ist – dass wir von Kräften beherrscht werden, die wir nicht kontrollieren können. Wir müssen diese Ansicht nicht akzeptieren. Unsere Probleme sind menschengemacht – daher können sie auch vom Menschen gelöst werden. Und der Mensch kann so groß sein, wie er will. Kein Problem des menschlichen Schicksals übersteigt die menschliche Beherrschung. Die menschliche Vernunft und der menschliche Geist haben schon oft scheinbar Unlösbares gelöst – und wir glauben, dass sie es wieder tun können.“


Jeffrey Sachs, geboren 1954 in Detroit, Michigan, USA; ist ein renommierter Entwicklungsökonom und Leiter des Zentrums für nachhaltige Entwicklung an der Columbia University. Der breiten Öffentlichkeit wurde er als Direktor des UN-Millenium-Projekts zur globalen Armutsbekämpfung bekannt. Er hat weltweit Regierungen beraten, unter anderem in Lateinamerika oder im postkommunistischen Polen und Russland, wo er half, marktwirtschaftliche Reformen durchzuführen. Sachs ist Präsident des UN Sustainable Development Solutions Network, Co-Vorsitzender des Council of Engineers for the Energy Transition, Akademiemitglied der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften im Vatikan und Kommissar der UN Broadband Commission for Development.

Im Westend-Verlag ist sein Buch erschienen: Diplomatie oder Disaster - Zeitenwende in den USA; hier zu bestellen.




Bericht Seymour Hersh zu den US-Angriffsplänen (via Substack):

Dies ist ein Bericht darüber, was laut israelischen Insidern und amerikanischen Beamten, auf die ich mich seit Jahrzehnten verlasse, höchstwahrscheinlich bereits an diesem Wochenende im Iran passieren wird. Es wird schwere amerikanische Bombenangriffe geben. Ich habe diesen Bericht mit einem langjährigen US-Beamten in Washington geprüft, der mir sagte, alles werde „unter Kontrolle“ sein, wenn der iranische Oberste Führer Ali Khamenei „abtritt“. Wie das – abgesehen von seiner Ermordung – geschehen könnte, ist unklar. Es wurde viel über amerikanische Feuerkraft und Ziele im Iran gesprochen, aber meines Wissens nach gibt es wenig praktische Überlegungen darüber, wie man einen verehrten religiösen Führer mit einer enormen Anhängerschaft stürzen könnte.

Ich berichte seit Jahrzehnten aus der Ferne über die Atom- und Außenpolitik Israels. In meinem 1991 erschienenen Buch „Die Samson-Option“ beschreibe ich die Geschichte der Herstellung der israelischen Atombombe und das amerikanische Bestreben, das Projekt geheim zu halten. Die wichtigste unbeantwortete Frage zur aktuellen Lage wird die Reaktion der Welt sein, einschließlich der von Wladimir Putin, dem russischen Präsidenten, der ein Verbündeter der iranischen Führung war. Die Vereinigten Staaten bleiben Israels wichtigster Verbündeter, obwohl viele in den USA und weltweit Israels anhaltenden mörderischen Krieg im Gazastreifen verabscheuen. Die Trump-Regierung unterstützt Israels aktuellen Plan, den Iran von allen Spuren eines Atomwaffenprogramms zu befreien, voll und ganz, und hofft gleichzeitig auf den Sturz der Ayatollah-geführten Regierung in Teheran.

Mir wurde mitgeteilt, dass das Weiße Haus einen umfassenden Bombenangriff auf den Iran genehmigt hat, doch die endgültigen Ziele, die mindestens achtzig Meter unter der Oberfläche vergrabenen Zentrifugen in Fordow, sollen, so der Stand zum Zeitpunkt dieses Schreibens, erst am Wochenende angegriffen. Die Verzögerung erfolgte auf Trumps Drängen, da der Präsident den Schock des Bombenangriffs bis zur Eröffnung des Wall-Street-Handels am Montag so weit wie möglich abmildern möchte. (Trump kritisierte heute Morgen in den sozialen Medien einen Bericht des Wall Street Journal, in dem es hieß, er habe sich für den Angriff auf den Iran entschieden. Er schrieb, er habe sich noch nicht auf ein weiteres Vorgehen festgelegt.)

In Fordow befindet sich die verbleibende Mehrheit der modernsten Zentrifugen des Iran. Diese haben laut jüngsten Berichten der Internationalen Atomenergiebehörde, deren Vertragsstaat der Iran ist, 400 Kilogramm auf 60 Prozent angereichertes Uran produziert, was nur knapp von waffenfähigem Niveau entfernt ist.

Bei den jüngsten israelischen Bombenangriffen auf den Iran wurden keine Versuche unternommen, die Zentrifugen in Fordow zu zerstören, die mindestens 80 Meter unter der Erde gelagert sind. Seit Mittwoch ist vereinbart, dass US-Bomber mit Bunkerbomben, die bis zu dieser Tiefe vordringen können, an diesem Wochenende mit dem Angriff auf die Anlage in Fordow beginnen werden.

Die Verzögerung gibt US-Militäreinheiten im gesamten Nahen Osten und im östlichen Mittelmeerraum – es gibt mehr als zwei Dutzend US-Luftwaffenstützpunkte und Marinehäfen in der Region – die Möglichkeit, sich auf mögliche iranische Vergeltungsschläge vorzubereiten. Es wird davon ausgegangen, dass der Iran noch über Raketen- und Luftwaffenkapazitäten verfügt, die auf den US-Bombenlisten stehen werden. „Dies ist eine Chance, dieses Regime ein für alle Mal zu beseitigen“, sagte mir heute ein informierter Beamter, „also können wir auch gleich groß vorgehen.“ Er sagte jedoch, „dass es kein Flächenbombardement sein wird.“

Die geplanten Bombenangriffe am Wochenende werden auch neue Ziele haben: die Stützpunkte der Republikanischen Garde, die seit dem gewaltsamen Sturz des Schahs von Iran Anfang 1979 jenen Widerstand gegen die revolutionäre Führung geleistet haben.

Die israelische Führung unter Premierminister Benjamin Netanjahu hofft, dass die Bombenangriffe „die Mittel für einen Aufstand“ gegen das derzeitige iranische Regime liefern, das wenig Toleranz gegenüber denen gezeigt hat, die sich der religiösen Führung und ihren Erlassen widersetzen. Iranische Polizeistationen werden angegriffen. Auch Regierungsbüros, die Akten über mutmaßliche Dissidenten im Iran führen, werden angegriffen.

Die Israelis hoffen offenbar auch, so nehme ich an, dass Khamenei aus dem Land fliehen und nicht bis zum Ende Widerstand leisten wird. Mir wurde gesagt, dass sein Privatflugzeug am frühen Mittwochmorgen den Teheraner Flughafen in Richtung Oman verließ, begleitet von zwei Kampfflugzeugen, aber es ist nicht bekannt, ob er an Bord war.

Nur zwei Drittel der 90 Millionen Einwohner des Iran sind Perser. Zu den größten Minderheitengruppen gehören Aserbaidschaner, von denen viele langjährige verdeckte Verbindungen zur CIA haben, sowie Kurden, Araber und Belutschen. Auch Juden stellen dort eine kleine Minderheit dar. (In Aserbaidschan befindet sich ein großer geheimer CIA-Stützpunkt für Operationen im Iran.)

Die Rückführung des Sohnes des Schahs, der jetzt im Exil in der Nähe von Washington lebt, wurde von den amerikanischen und israelischen Planern nie in Betracht gezogen, wurde mir gesagt. Aber in der Planungsgruppe des Weißen Hauses, zu der auch Vizepräsident J.D. Vance gehört, gab es Gespräche darüber, einen gemäßigten religiösen Führer an die Spitze des Landes zu setzen, falls Khamenei abgesetzt wird. Die Israelis lehnten diese Idee entschieden ab. „Die religiöse Frage ist ihnen scheißegal, aber sie fordern eine politische Marionette zur Kontrolle“, sagte der langjährige US-Beamte. „Wir sind in dieser Hinsicht geteilter Meinung mit den Israeliten. Die Folge wären permanente Feindseligkeit und ewige Konflikte. Bibi würde verzweifelt versuchen, die USA als Verbündeten gegen alles Muslimische zu gewinnen und die Notlage der Bürger als Propagandaköder nutzen.“

In den amerikanischen und israelischen Geheimdiensten besteht die Hoffnung, so wurde mir gesagt, dass sich Teile der aserbaidschanischen Gemeinschaft einem Volksaufstand gegen das herrschende Regime anschließen werden, sollte es während der anhaltenden israelischen Bombardierungen zu einem solchen kommen. Es besteht auch die Vorstellung, dass sich einige Mitglieder der Revolutionsgarde einem „demokratischen Aufstand gegen die Ayatollahs“ anschließen könnten – ein lang gehegter Wunsch der US-Regierung. Der plötzliche und erfolgreiche Sturz von Baschar al-Assad in Syrien wurde als mögliches Modell genannt, obwohl Assads Abgang nach einem langen Bürgerkrieg erfolgte.

Es ist möglich, dass die massiven Bombenangriffe Israels und der USA den Iran in einen Zustand des dauerhaften Scheiterns versetzen könnten, wie es nach der westlichen Intervention in Libyen 2011 der Fall war. Dieser Aufstand führte zur brutalen Ermordung von Muammar Gaddafi, der die verstreuten Stämme dort unter Kontrolle gehalten hatte. Die Zukunft Syriens, des Iraks und des Libanon, allesamt Opfer wiederholter Angriffe von außen, ist alles andere als sicher.

Donald Trump strebt eindeutig einen internationalen Erfolg an, den er vermarkten kann. Um dies zu erreichen, führen er und Netanjahu Amerika an Orte, an denen es noch nie zuvor gewesen ist.

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Info: https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/us-professor-jeffrey-sachs-wir-stehen-kurz-vor-einem-weltkrieg-li.2335038


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

21.06.2025

Krieg gegen Iran: Einige geopolitische Implikationen

lostineu.eu, vom 20. Juni 2025

Seit einer Woche greift Israel den Iran an – bisher ohne durchgreifenden Erfolg. Was sagt das über Israel und die USA, und welche Folgen hat es für die anderen Großmächte?

Wenn wir uns strikt an die Chronologie halten, so ist Israels Angriffskrieg eine Klatsche für US-Präsident Trump. Schließlich begann er kurz vor neuen, US-geführten Verhandlungen über Irans Atomprogramm.

Netanjahu habe Trump nicht nur vorgeführt, sondern sogar in der Hand, meinen einige Experten. Andere behaupten, Trump spiele ein doppeltes Spiel – er habe den Iran getäuscht, um Israel den Angriff zu erleichtern.

Doch nun läuft der Krieg nicht wie erwartet. Weder wurden alle iranischen Nuklearanlagen zerstört, noch ist das Mullah-Regime gestürzt. Zudem fügt das iranische Militär Israel empfindliche Schäden zu.

Daraus lässt sich ableiten, dass Israel sich übernommen hat und auf US-Hilfe angewiesen ist. Allerdings sind die Kriegsziele von Netanjahu und Trump immer noch unklar; jeden Tag kommen neue Claims.

Ziemlich schwach sieht auch Russland aus. Kremlchef Putin sieht tatenlos zu, wie sein Alliierter Iran angegriffen wird. Moskau und Teheran haben zwar keinen Beistandspakt, doch Putin braucht Waffen aus Iran.

Fast sieht es so aus, als werde hier das alte Programm der Neocons umgesetzt. Neben Irak und Syrien hatten sie von Anfang an auch Iran auf ihrer Abschussliste. So gesehen, wird Russland in die Enge getrieben.

Andererseits gerät durch Israels Angriff der Krieg um die Ukraine in den Hintergrund, was Russland zu neuen, härteren Attacken nutzt. Putin kann also zumindest einen taktischen Vorteil verbuchen.

Auf dem Weg zum 3. Weltkrieg?

Unklar ist die Rolle Chinas. Peking hat zwei Schiffe zur Aufklärung in die Region geschickt, hält sich ansonsten aber raus. Doch wie lange noch? Auch China, das auf billiges Öl aus Iran angewiesen ist, fühlt sich von den USA herausgefordert…

Ob sich aus dieser explosiven Gemengelage der 3. Weltkrieg entwickelt, wie J. Sachs fürchtet, bleibt abzuwarten. Trump könnte auch einen Rückzieher machen; im Idealfall könnte er sogar Netanjahu zurückpfeifen.

Klar ist nur, dass die EU ein weiteres Mal an den Rand gedrängt wird. Die Verhandlungen, die die EUropäer in letzter Minute mit Iran führen, sind zum Scheitern verurteilt, sie sollen wohl vor allem als Alibi dienen…

Siehe auch Im Iran droht der Irakkrieg 2.0 – und wieder versagt EUropa

‹ Schengen adé: Nun führt auch Belgien wieder Grenzkontrollen ein › Merz und die “Drecksarbeit”, Risse in der Nato – und “Omnibus” in den Krieg

5 Comments

  1. Michael Conrad
    21. Juni 2025 @ 12:57

    Russland braucht keine Drohnen aus dem Iran mehr. Die Shahed Drohne wird schon seit längerem in Russland in technisch verbesserten Versionen und in großen Stückzahlen produziert. Putin profitiert zudem von steigenden Öl- und Gaspreisen und kann die iranischen Lieferungen an China übernehmen. Die Weltöffentlichkeit ist abgelenkt und Russland hat jetzt weitgehend freie Hand in der Ukraine.
    Für Russland bietet der israelische Angriffskrieg gegen den Iran auch politisch erhebliche Vorteile, da die doppelte Moral des Westens jetzt für den Rest der Welt noch deutlicher wird.
    Sollte Trump den Fehler machen und sich von Netanyahu in ein militärisches Abenteuer hinein manipulieren lassen, dann werden die Vorteile für Russland noch größer, da dieser Fehler die USA über lange Zeit politisch und militärisch blockieren würde.

Antworten

  • Guido B.
    21. Juni 2025 @ 08:55

    Im Interview mit der Berliner Zeitung fasst Prof. Jeffrey Sachs das serielle diplomatische Versagen des Westens zusammen. Er nennt 9 Punkte:

    Erstens: Die USA, nicht der Iran, haben das JCPOA (das Abkommen, mit dem der Iran sich auf den Verzicht von Atomwaffen verpflichtet, Anm. d. Red.) gekündigt.

    Zweitens versprachen die USA (und Deutschland) der sowjetischen und russischen Führung im Gegenzug für die deutsche Wiedervereinigung keine NATO-Erweiterung. Dann brachen die USA und Deutschland vorsätzlich ihr Versprechen.

    Drittens wusste Deutschland (insbesondere Bundeskanzlerin Merkel) auf dem NATO-Gipfel 2008 in Bukarest, dass die Einladung der Ukraine und Georgiens in die NATO rücksichtslos und destabilisierend wäre, fügte sich aber stillschweigend der US-Forderung.

    Viertens verschworen sich die USA im Februar 2014 zum Sturz von Präsident Wiktor Janukowitsch und lösten damit den Ukraine-Krieg aus.

    Fünftens gab Deutschland seine Verantwortung zur Verteidigung des Minsk-II-Abkommens im Normandie-Rahmen auf, als die USA Deutschland aufforderten, Minsk II zu ignorieren.

    Sechstens sprengten die USA die Nord Stream-Pipeline, nachdem sie wiederholt versprochen hatten, die Pipeline zu beenden, unter anderem durch Biden in einer Pressekonferenz am 7. Februar 2022 in Anwesenheit von Bundeskanzler Scholz.

    Siebtens veranlassten die USA im April 2022 den Abbruch eines fast abgeschlossenen Friedensabkommens zwischen Russland und der Ukraine.

    Achtens begehen Israel und die USA in Gaza einen regelrechten Völkermord.

    Neuntens: Israel und die USA erledigen nicht die „Drecksarbeit“ Deutschlands, sondern bringen die Welt in Wahrheit einem Atomkrieg näher – ein eklatanter und vulgärer Verstoß gegen die UN-Charta.

    Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/us-professor-jeffrey-sachs-wir-stehen-kurz-vor-einem-weltkrieg-li.2335038

    Antworten

  • Helmut Höft
    21. Juni 2025 @ 07:40

    Tzja, man fragt sich auch, wo das kleine Land Israel diese Mengen an Treibstoff und Kriegsmaterial herholt. Vermutlich wird das alles im Negev auf Plantagen gezüchtet?

    Und es ist wieder mal soweit: In den Krieg hinein: “Hurrra!!” Welches Ziel: “Naja, plattmachen und so!” Wie dann wieder aus dem Krieg heraus wenn plattmachen nicht so richtig funzioniert? “Öhh! Woher soll man das wissen? Vllt. geht da irgendwas mit Friedensnobelpreis oder so?” (siehe z. B. Kissinger, Obama, die €U …)

    Antworten

  • Guido B.
    20. Juni 2025 @ 19:04

    Wir befinden uns bereits im dritten Weltkrieg. Westliche Sanktionen und Sekundärsanktionen sind ein Kriegsmittel, um die Machtansprüche des Westens mit Gewalt durchzusetzen. Sie wirken sich immer schädlicher auf den Welthandel aus.

    Auch der Informationskrieg ist inzwischen global.

    Es braucht auch nicht mehr viel, bis Atommächte zu Kriegshandlungen übergehen. Sowohl die Ukraine als auch Israel arbeiten seit Jahren beharrlich auf einen massiven Kriegseinsatz der USA hin. Netanjahu und Selenski gehören zu den ganz großen Brandstiftern, interessanterweise beide jüdischer Abstammung (was natürlich Zufall sein kann).

    Wir haben es überall mit Fanatikern zu tun. Auch die Medien sind mittlerweile durchsetzt mit Fanatikern. Die besonnenen Kräfte wurden zum Schweigen gebracht.

    Um Lindsey Graham zu zitieren: “Game on.” Dabei sollten wir aber nicht nur für Israel beten, sondern für die vielen Milliarden von Menschen, die noch nicht vollends fanatisiert sind.

    Graham ist der Inbegriff für eine völlig fanatisierte Elite. Dazu gehören auch Exemplare wie von der Leyen, Kiesewetter, Merz, Kallas usw. Wenn solche Fanatiker über Krieg und Frieden entscheiden, hat der Frieden keine Chance.

    Antworten

  • Was sagen Sie dazu?



    Info: https://lostineu.eu/krieg-gegen-iran-einige-geopolitische-implikationen/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält. 




    Weiteres: 




    Krieg gegen Iran: Einige geopolitische Implikationen


    lostineu.eu, vom 20. Juni 2025

    Seit einer Woche greift Israel den Iran an – bisher ohne durchgreifenden Erfolg. Was sagt das über Israel und die USA, und welche Folgen hat es für die anderen Großmächte?

    Wenn wir uns strikt an die Chronologie halten, so ist Israels Angriffskrieg eine Klatsche für US-Präsident Trump. Schließlich begann er kurz vor neuen, US-geführten Verhandlungen über Irans Atomprogramm.

    Netanjahu habe Trump nicht nur vorgeführt, sondern sogar in der Hand, meinen einige Experten. Andere behaupten, Trump spiele ein doppeltes Spiel – er habe den Iran getäuscht, um Israel den Angriff zu erleichtern.

    Doch nun läuft der Krieg nicht wie erwartet. Weder wurden alle iranischen Nuklearanlagen zerstört, noch ist das Mullah-Regime gestürzt. Zudem fügt das iranische Militär Israel empfindliche Schäden zu.

    Daraus lässt sich ableiten, dass Israel sich übernommen hat und auf US-Hilfe angewiesen ist. Allerdings sind die Kriegsziele von Netanjahu und Trump immer noch unklar; jeden Tag kommen neue Claims.

    Ziemlich schwach sieht auch Russland aus. Kremlchef Putin sieht tatenlos zu, wie sein Alliierter Iran angegriffen wird. Moskau und Teheran haben zwar keinen Beistandspakt, doch Putin braucht Waffen aus Iran.

    Fast sieht es so aus, als werde hier das alte Programm der Neocons umgesetzt. Neben Irak und Syrien hatten sie von Anfang an auch Iran auf ihrer Abschussliste. So gesehen, wird Russland in die Enge getrieben.

    Andererseits gerät durch Israels Angriff der Krieg um die Ukraine in den Hintergrund, was Russland zu neuen, härteren Attacken nutzt. Putin kann also zumindest einen taktischen Vorteil verbuchen.

    Auf dem Weg zum 3. Weltkrieg?

    Unklar ist die Rolle Chinas. Peking hat zwei Schiffe zur Aufklärung in die Region geschickt, hält sich ansonsten aber raus. Doch wie lange noch? Auch China, das auf billiges Öl aus Iran angewiesen ist, fühlt sich von den USA herausgefordert…

    Ob sich aus dieser explosiven Gemengelage der 3. Weltkrieg entwickelt, wie J. Sachs fürchtet, bleibt abzuwarten. Trump könnte auch einen Rückzieher machen; im Idealfall könnte er sogar Netanjahu zurückpfeifen.

    Klar ist nur, dass die EU ein weiteres Mal an den Rand gedrängt wird. Die Verhandlungen, die die EUropäer in letzter Minute mit Iran führen, sind zum Scheitern verurteilt, sie sollen wohl vor allem als Alibi dienen…

    Siehe auch Im Iran droht der Irakkrieg 2.0 – und wieder versagt EUropa

    ‹ Schengen adé: Nun führt auch Belgien wieder Grenzkontrollen ein › Merz und die “Drecksarbeit”, Risse in der Nato – und “Omnibus” in den Krieg

    5 Comments

    1. Michael Conrad
      21. Juni 2025 @ 12:57

      Russland braucht keine Drohnen aus dem Iran mehr. Die Shahed Drohne wird schon seit längerem in Russland in technisch verbesserten Versionen und in großen Stückzahlen produziert. Putin profitiert zudem von steigenden Öl- und Gaspreisen und kann die iranischen Lieferungen an China übernehmen. Die Weltöffentlichkeit ist abgelenkt und Russland hat jetzt weitgehend freie Hand in der Ukraine.
      Für Russland bietet der israelische Angriffskrieg gegen den Iran auch politisch erhebliche Vorteile, da die doppelte Moral des Westens jetzt für den Rest der Welt noch deutlicher wird.
      Sollte Trump den Fehler machen und sich von Netanyahu in ein militärisches Abenteuer hinein manipulieren lassen, dann werden die Vorteile für Russland noch größer, da dieser Fehler die USA über lange Zeit politisch und militärisch blockieren würde.

    Antworten

  • Guido B.
    21. Juni 2025 @ 08:55

    Im Interview mit der Berliner Zeitung fasst Prof. Jeffrey Sachs das serielle diplomatische Versagen des Westens zusammen. Er nennt 9 Punkte:

    Erstens: Die USA, nicht der Iran, haben das JCPOA (das Abkommen, mit dem der Iran sich auf den Verzicht von Atomwaffen verpflichtet, Anm. d. Red.) gekündigt.

    Zweitens versprachen die USA (und Deutschland) der sowjetischen und russischen Führung im Gegenzug für die deutsche Wiedervereinigung keine NATO-Erweiterung. Dann brachen die USA und Deutschland vorsätzlich ihr Versprechen.

    Drittens wusste Deutschland (insbesondere Bundeskanzlerin Merkel) auf dem NATO-Gipfel 2008 in Bukarest, dass die Einladung der Ukraine und Georgiens in die NATO rücksichtslos und destabilisierend wäre, fügte sich aber stillschweigend der US-Forderung.

    Viertens verschworen sich die USA im Februar 2014 zum Sturz von Präsident Wiktor Janukowitsch und lösten damit den Ukraine-Krieg aus.

    Fünftens gab Deutschland seine Verantwortung zur Verteidigung des Minsk-II-Abkommens im Normandie-Rahmen auf, als die USA Deutschland aufforderten, Minsk II zu ignorieren.

    Sechstens sprengten die USA die Nord Stream-Pipeline, nachdem sie wiederholt versprochen hatten, die Pipeline zu beenden, unter anderem durch Biden in einer Pressekonferenz am 7. Februar 2022 in Anwesenheit von Bundeskanzler Scholz.

    Siebtens veranlassten die USA im April 2022 den Abbruch eines fast abgeschlossenen Friedensabkommens zwischen Russland und der Ukraine.

    Achtens begehen Israel und die USA in Gaza einen regelrechten Völkermord.

    Neuntens: Israel und die USA erledigen nicht die „Drecksarbeit“ Deutschlands, sondern bringen die Welt in Wahrheit einem Atomkrieg näher – ein eklatanter und vulgärer Verstoß gegen die UN-Charta.

    Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/us-professor-jeffrey-sachs-wir-stehen-kurz-vor-einem-weltkrieg-li.2335038

    Antworten

  • Helmut Höft
    21. Juni 2025 @ 07:40

    Tzja, man fragt sich auch, wo das kleine Land Israel diese Mengen an Treibstoff und Kriegsmaterial herholt. Vermutlich wird das alles im Negev auf Plantagen gezüchtet?

    Und es ist wieder mal soweit: In den Krieg hinein: “Hurrra!!” Welches Ziel: “Naja, plattmachen und so!” Wie dann wieder aus dem Krieg heraus wenn plattmachen nicht so richtig funzioniert? “Öhh! Woher soll man das wissen? Vllt. geht da irgendwas mit Friedensnobelpreis oder so?” (siehe z. B. Kissinger, Obama, die €U …)

    Antworten

  • Guido B.
    20. Juni 2025 @ 19:04

    Wir befinden uns bereits im dritten Weltkrieg. Westliche Sanktionen und Sekundärsanktionen sind ein Kriegsmittel, um die Machtansprüche des Westens mit Gewalt durchzusetzen. Sie wirken sich immer schädlicher auf den Welthandel aus.

    Auch der Informationskrieg ist inzwischen global.

    Es braucht auch nicht mehr viel, bis Atommächte zu Kriegshandlungen übergehen. Sowohl die Ukraine als auch Israel arbeiten seit Jahren beharrlich auf einen massiven Kriegseinsatz der USA hin. Netanjahu und Selenski gehören zu den ganz großen Brandstiftern, interessanterweise beide jüdischer Abstammung (was natürlich Zufall sein kann).

    Wir haben es überall mit Fanatikern zu tun. Auch die Medien sind mittlerweile durchsetzt mit Fanatikern. Die besonnenen Kräfte wurden zum Schweigen gebracht.

    Um Lindsey Graham zu zitieren: “Game on.” Dabei sollten wir aber nicht nur für Israel beten, sondern für die vielen Milliarden von Menschen, die noch nicht vollends fanatisiert sind.

    Graham ist der Inbegriff für eine völlig fanatisierte Elite. Dazu gehören auch Exemplare wie von der Leyen, Kiesewetter, Merz, Kallas usw. Wenn solche Fanatiker über Krieg und Frieden entscheiden, hat der Frieden keine Chance.

    Antworten

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    Info: https://lostineu.eu/krieg-gegen-iran-einige-geopolitische-implikationen/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält. 




    Weiteres: 




    Brüssel verhängt Sanktionen gegen China


    lostineu.eu, 20. Juni 2025

    Erst hat EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen gelobt, Australien im Indopazifik zu verteidigen – gegen China. Nun kommen auch noch Sanktionen. Chinesische Unternehmen werden von bestimmten öffentlichen Aufträgen ausgeschlossen. Zunächst geht es zwar nur um Medizinprodukte im Wert von 5 Mill. Euro. Doch das könnte bald mehr werden. Die EU-Kommission nutzt ein 2022 in Kraft getretenes Sanktionsinstrument. Damit können Staaten bestraft werden, die europäische Unternehmen bei Ausschreibungen diskriminieren. Es soll dafür sorgen, dass sie ihre Märkte öffnen. Erstmal führt es nun aber dazu, dass der Markt für Medizinprodukte eingeschränkt wird – ausgerechnet. In der Coronakrise war die EU auf Produkte aus dem Reich der Mitte dringend angewiesen…

    ‹ Im Iran droht der Irakkrieg 2.0 – und wieder versagt EUropa › Schengen adé: Nun führt auch Belgien wieder Grenzkontrollen ein

    5 Comments

    1. Dr. Rolf Lindner
      21. Juni 2025 @ 09:46

      Von der Leyen verteidigt westliche Werte (Korruption, Lügen, Aggression, Meinungs- und Gesundheitsdiktatur) jetzt auch noch in Südostasien, weil die Australier zu dusslig dafür sind. Und wer verteidigt Europa und speziell Deutschland vor von der Leyen und Konsorten?

    Antworten

  • KK
    20. Juni 2025 @ 17:25

    Hurra – eine studierte Medizinerin sorgt dafür, dass in EUropa bald neben Medikamenten auch Medizinprodukte knapp werden könnten… in wessen Interesse handelt diese Frau eigentlich? In dem von uns Bürgern ganz sicher nicht!

    Antworten

  • Arthur Dent
    20. Juni 2025 @ 15:54

    Weiß die Euco-Prä was Samarium ist, wo es herkommt und wofür es verwendet wird?

    Antworten

  • Erneuerung
    20. Juni 2025 @ 11:16

    Die EU wird demnächst aus der Klasse der Wirtschafts- und Humantätsschüler ausgeschlossen, darf sich zunächst in die Ecke stellen und bleibt dann mehrfach sitzen. Auch den Vätern und Müttern der EU geht das Geld für Bestechung aus, es bleibt nur eine Zukunft: Als Schulhofschläger und dann später als Junkie auf der Straße, die Verachtung derAnderen genießend.

    Antworten

  • WBD
    20. Juni 2025 @ 09:05

    …früher hat man für die Marktöffnung mit Kanonenbooten gearbeitet – ein Fortschritt?

    Antworten

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    Info: https://lostineu.eu/nun-auch-noch-sanktionen-gegen-china/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält. 

    21.06.2025

    Nachrichten von Pressenza: Europas Linke muss sich vereinen – gegen NATO-Aufrüstung und Austerität

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 21. Juni 2025, 7:30 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 21.06.2025


    Europas Linke muss sich vereinen – gegen NATO-Aufrüstung und Austerität


    Jetzt, wo der NATO-Gipfel vom 24. bis 25. Juni in Den Haag näher rückt, stehen Europas 750 Millionen Menschen vor einer entscheidenden strategischen Entscheidung, die ihr Leben in den kommenden Jahren beeinflussen wird – und die weitreichende globale Auswirkungen haben&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/06/europas-linke-muss-sich-vereinen-gegen-nato-aufruestung-und-austeritaet/


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    Brief an den Generalsekretär Mark Rutte


    Sehr geehrter Herr Generalsekretär Mark Rutte, in Kopie an Mark Carney, Premierminister von Kanada Büro des Premierministers 80 Wellington Street Ottawa, ON K1A 0A2 Als NATO-Generalsekretär führen Sie eine regelrechte Militärkampagne, allerdings nicht auf dem Schlachtfeld, sondern in der Politik.&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/06/brief-an-den-generalsekretaer-mark-rutte/


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    Familie erhebt schwere Vorwürfe &#8211; Staatsanwaltschaft Halle ignoriert neue Beweise im Fall Rose und lehnt Wiederaufnahme der Ermittlungen ab


    Die Staatsanwaltschaft Halle hat eine Wiederaufnahme der Ermittlungen im Fall Jürgen Rose abgelehnt. Der 36-jährige Ingenieur war im Dezember 1997 nach einem Aufenthalt im Polizeirevier Dessau verstorben. Obwohl neue Beweismittel vorliegen, sieht die Behörde nach eigenen Angaben „keine Anknüpfungstatsachen, die&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/06/familie-erhebt-schwere-vorwuerfe-staatsanwaltschaft-halle-ignoriert-neue-beweise-im-fall-rose-und-lehnt-wiederaufnahme-der-ermittlungen-ab/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    21.06.2025

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    21.06.2025

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    20.06.2025

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    20.06.2025

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    20.06.2025

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    20.06.2025

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    20.06.2025

    The Putin-Netanyahu Friendship: Military Alliances and Cross-Cutting Coalitions. “Putin Offers to Broker a Deal be…

    michelchossudovsky.substack.com, 20. Juni 2025,  Michel Chossudovsky,  (aus dem englischen übersetzt mit DeepL., unkorrigiert)

    Die Putin-Netanyahu-Freundschaft: Militärallianzen und Cross-Cutting-Koalitionen. „Putin bietet einen Deal zwischen dem Iran und Israel an“


    [Dieser Artikel wurde ursprünglich von Global Research veröffentlicht. Sie können es hier lesen.]


    Die Mainstream-Medien berichteten am 19. Juni 2025: „Putin sagt, dass Russland einen Deal zwischen dem Iran und Israel helfen könnte“. (Siehe Ames Jordan und Harriet Morris, AP News)

    Der russische Präsident Wladimir Putin bot am Mittwoch an, bei der Vermittlung eines Endes des Konflikts zwischen Israel und dem Iran zu helfen, und schlug vor, dass Moskau helfen könnte, eine Einigung auszuhandeln, die es Teheran ermöglichen könnte, ein friedliches Atomprogramm zu verfolgen und gleichzeitig israelische Sicherheitsbedenken zu beschwichtigen.

    Im Gespräch mit hochrangigen Nachrichtenführern internationaler Nachrichtenagenturen stellte Putin fest, dass

    "Es ist ein heikles Thema", fügte aber hinzu, dass „meiner Ansicht nach eine Lösung gefunden werden könnte“.

    Auf die Frage, wie Russland reagieren würde, wenn Israel den Obersten Führer des Iran, tötet, weigerte sich Putin zu antworten und sagte, dass

    „Ich will nicht einmal über eine solche Möglichkeit sprechen.“

    Khamenei hat US-Aufrufe zur Kapitulation angesichts weiterer israelischer Angriffe zurückgewiesen und davor gewarnt, dass jede militärische Beteiligung der Amerikaner ihnen „irreparablen Schaden zufügen“ würde. (AP News)

    Welche Bedeutung hat diese Aktion von Wladimir Putin?

    Zunächst einmal hat Putin eine langjährige persönliche Beziehung (Freundschaft) mit Netanjahu.

    Zweitens sind der Iran und Russland Verbündete aus militärischer Sicht.

    Die Russische Föderation ist sich bewusst, dass Netanjahu ein US-Stellvertreter ist und dass die Bedrohung, die gegen den Iran gerichtet wird, vom US-Militär- und Geheimdienstapparat ausgeht.

    Wer hat in den USA das Sagen? Ist es Trump oder ist es die sogenannte „Schattenregierung“, die den Demokraten angeschlossen ist und wiederum Verbindungen zu ihren „Partnern“ in EU-NATO hat, einschließlich Großbritannien (Starmer), Deutschland (Merz) und Frankreich (Macron).


    Was auf dem Spiel steht, ist ein komplexes System von Bündnissen und Querschnittskoalitionen.

    Der Kreml sagt, dass sich Russland-US-Israel "sehr wichtig" trifft - Israel News ...

    Russland ist ein Verbündeter des Iran. Während Russland kein formelles Militärbündnis mit Israel hat, spielt diese langjährige persönliche Beziehung zwischen Netanjahu und Putin sicherlich eine wichtige strategische Rolle.







    „Während seiner 12 Jahre als Ministerpräsident hatte Netanjahu enge Beziehungen zu Putin, sprach alle paar Wochen mit dem russischen Präsidenten und traf sich alle paar Monate persönlich.“ (Axios)

    In seinem Buch schreibt Netanjahu positiv über Putin und beschreibt ihn als „intelligent, anspruchsvoll und konzentriert auf ein Ziel – Russland zu seiner historischen Größe zurückzubringen“. (Ibid)

    Was entfaltet sich?

    Der Präsident der Russischen Föderation nutzt seine Freundschaft mit Netanjahu als Mittel, um die "Allianz" zwischen den USA und der NATO-Israel zu schwächen und zu verhindern, dass Israels IDF den Iran im Namen des Pentagons weiter bombardiert.

    Unterdessen befindet sich die persönliche Beziehung zwischen Präsident Trump und Premierminister Netanjahu in der Krise.


    Die jüngsten Angriffe auf den Iran wurden von der US-NATO-Israel sorgfältig geplant.

    Seit 2005 ist Israel nach dem Irak-Krieg 2003 aktiv an der US-NATO-Allianz beteiligt.

    Wie Dick Cheney im Jahr 2005 vermittelte, braucht Amerika Israel, um „die Drecksarbeit für uns zu erledigen“, und das deutet darauf hin, dass Washington einen Würgegriff über Premierminister Netanjahu hat.

    Laut Cheney (2005):

    „Die Israelis könnten sich gut entscheiden, zuerst zu handeln und den Rest der Welt sich Sorgen machen zu lassen, das diplomatische Chaos danach zu beseitigen“



    Wir sind jenseits der Drohung eines „diplomatischen Chaos“. Und Trump hat geschickt ein weiteres „diplomatisches Durcheinander“ geschaffen.

    Israel ist eine nicht deklarierte Atomkraft, die im Auftrag von Washington handelt.

    Und es gibt „Volk“ innerhalb der US-Regierung und des US-Kongresses, die fest dem Einsatz taktischer Atomwaffen gegen den Iran verpflichtet sind.

    Darüber hinaus sind mehrere der europäischen Verbündeten Amerikas – die nicht-nukleare Staaten sind – im Auftrag des Pentagons an der Stationierung von US-amerikanischen taktischen nuklearen B61 (11 und 12) Waffen beteiligt. Diese Militärbasen sind darauf bedacht, taktische Atomwaffen gegen den Iran einzusetzen.




     












     

      -     






    Triple Entente, Triple Alliance. Erinnern Sie sich an den Ersten Weltkrieg I. Die heutige Struktur von Bündnissen und schneidenden Koalitionen ist weitaus komplexer als die, die im Ersten Weltkrieg herrscht.

    Denken Sie daran, 15% der Bevölkerung Israels (1,3 Millionen) sind russischer Abstammung. Israelische Russen (von denen viele die doppelte Staatsbürgerschaft haben) wurden routinemäßig von Israels Defense Forice (IDF) rekrutiert.

    Die Freundschaft zwischen Putin und Netanjahu ist geopolitischer Natur. In Bezug auf Russland ist es dennoch strategisch.

    Es könnte dazu führen, dass die von den USA gesponserte Struktur politischer Allianzen, nämlich US-NATO-Israel, geschwächt wird.

    Wird es den Lauf der Geschichte verändern?

    Was jetzt mehr als klar ist, ist, dass das ukrainisch-russische Kriegstheater und das des Nahen Ostens integriert sind.


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    Für Frieden, Wahrheit und Gerechtigkeit. In einer Ära der Mediendeinformation konzentrierten wir uns darauf, uns auf die "unbeschäftigte Wahrheit" mit sorgfältig dokumentierter Analyse zu konzentrieren.


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    20.06.2025

    Scheitert das Trump-Projekt?

    seniora.org, 20. Juni 2025, von Alastair Crooke 17.06.2025  – übernommen von strategic-culture.su


    Screenshot_2025_06_21_at_17_51_04_Seniora.org_Scheitert_das_Trump_Projekt

    (Red.) Neben einer treffenden Charakterisierung der kruden Gedankenwelt von Big-Tech-Oligarchen der USA benennt Alastair Crooke in diesem Aufsatz das Hauptproblem der „Einzigen Weltmacht“ im Niedergang: Wie der Name „Fiat Money“ schon sagt, ist Vertrauen das eigentliche Kapital der Finanzwelt. Donald Trump wurde gerade deshalb für eine zweite Amtszeit eingesetzt, um die Hegemonie des King Dollar als finanzielle Grundlage für die geopolitische Hegemonie des anglo-zionistischen Imperiums zu erhalten. Dieses Projekt scheitert gerade krachend. (am)


    Vertrauen ist alles. Und dieses „Kapital“ schwindet rapide.

    Die Auseinandersetzung zwischen Musk und Trump (zumindest vorerst) hat eindeutig den Charakter einer Inszenierung für das Fernsehen. Aber lassen Sie sich von dem Unterhaltungswert nicht täuschen. Der Streit verdeutlicht einen grundlegenden Widerspruch im Kern der MAGA-Koalition. Es ist durchaus möglich, dass dieser Widerspruch zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufbrechen und möglicherweise den langsamen Niedergang des Projekts Trump einläuten wird.

    Ein entscheidender Moment in den letzten US-Wahlen war der Wechsel der ultrareichen Tech-Oligarchen aus dem Silicon Valley von ihrer Unterstützung für die Demokraten zu Trump. Dies brachte sowohl Geld als auch den potenziellen glänzenden Preis, dass Amerika ein Monopol auf die globale Datenspeicherung, KI und das, was Yanis Varoufakis als „Cloud-Kapital” bezeichnet, erlangen könnte   – die angebliche Fähigkeit, Gebühren für den Zugang zu Amerikas mutmaßlich riesigen Datenbeständen und den damit verbundenen Plattformen der Big Tech zu erheben. Ein solches Datenmonopol würde den USA dann die Möglichkeit geben, das Denken der Welt zu manipulieren   – und die Produkte und Plattformen zu definieren, die als „cool” gelten.

    Man ging auch davon aus, dass ein Monopol auf Rechenzentren potenziell genauso lukrativ sein könnte wie das Monopol der USA auf den Dollar als wichtigste Handelswährung   – was zu erheblichen Kapitalzuflüssen führen könnte, um Schulden auszugleichen.

    Die explosive Qualität einer Koalition aus Tech-Oligarchen und MAGA-Populisten liegt jedoch darin, dass beide Fraktionen unvereinbare Visionen haben   – sowohl für den Umgang mit der strukturellen Schuldenkrise Amerikas als auch für die kulturelle Zukunft des Landes.

    Die Vision der „Tech Bros“ ist äußerst radikal: Es handelt sich um einen „autoritären Libertarismus“. Peter Thiel beispielsweise argumentiert, dass eine kleine Gruppe von Oligarchen das Imperium regieren sollte, ohne durch demokratische Beschränkungen eingeschränkt zu sein, dass die Zukunft auf „disruptiven Technologien“ basieren sollte, dass sie robotisiert und KI-gesteuert sein sollte und dass die Bevölkerung durch KI-Kontrolle streng „verwaltet“ werden sollte.

    Die Vision des Trump-Wirtschaftsteams sieht ganz anders aus: Trumps eigentliches Ziel   – dem die Geopolitik untergeordnet ist   – ist es, den Dollar als weltweit wichtigste Handelswährung zu stützen. Dieses Ziel kann jedoch nur erreicht werden, wenn Amerikas untragbare Schuldenlast angegangen wird.

    Der Überhang spiegelt das Ungleichgewicht wider, das sich seit 1970 aufgebaut hat, als die US-Handelsbilanz ins Defizit rutschte: Einerseits haben die USA eine übertrieben große globale Dollarverschuldung ermöglicht, um weltweit Geld auszugeben; gleichzeitig ruht diese massive umgekehrte Schuldenpyramide auf einer winzigen und schrumpfenden amerikanischen Produktionsbasis.

    Mit anderen Worten: Während Amerika enorm von diesen Kapitalzuflüssen profitiert hat, kann es nicht mehr davon ausgehen, sich aus seiner selbst geschaffenen Schuldenfalle herauswachsen zu können.

    Das Trump-Team schlägt vor, dieses Ungleichgewicht durch eine Abwertung des Dollars (möglicherweise um bis zu 30 %), durch Unternehmenssteuersenkungen (um eine Rückkehr der Produktion aus dem Ausland in die USA zu fördern) und damit durch eine kontrollierte Verringerung der Offshore-Dollar-Schulden im Verhältnis zur Produktionskapazität der USA zu beseitigen.

    Um es klar zu sagen: Das löst das Schuldenproblem nicht   – es verschafft nur Zeit.

    Die Strategie der „Schock- und Einschüchterungstaktik“ mit Zöllen sollte die Welt dazu bringen, unkluge Vereinbarungen zu treffen, um diesem Schema zu entsprechen. Der Druck der USA auf die Staaten, ihre NATO-Verteidigungsausgaben zu erhöhen, folgt ebenfalls der „Best Practice“ der USA im Bereich der Insolvenz, nämlich der Umstrukturierung bestehender Gläubiger.

    Bislang hat dies jedoch nicht wie geplant funktioniert, was zum großen Teil auf den Widerstand Chinas zurückzuführen ist. Infolgedessen bleibt der US-Anleihemarkt (Schuldenmarkt) heute in Atem gehalten, und jede Auktion ist eine Zitterpartie.

    Vereinfacht man die Dinge, kann man erkennen, dass die populistische MAGA-Basis auf eine Rückkehr zu einer echten menschlichen Wirtschaft und gut bezahlten Beschäftigungsaussichten besteht, im Gegensatz zur dystopischen Sichtweise der Tech-Bros, die nur eine (nicht-menschliche) disruptive Zukunft mit Robotern und KI sehen. Diese Visionen stehen in völligem Widerspruch zueinander.

    Vor diesem Hintergrund lässt sich vielleicht erklären, warum Steve Bannon (ein Anhänger der MAGA-Populisten) Elon Musk so vehement ablehnt, ihn als Abtrünnigen und „illegalen Migranten” bezeichnet und seine Ausweisung fordert.

    Die Frage ist, wie solche widersprüchlichen Visionen zu einer einzigen Koalition zusammenfinden konnten.

    Nun, zunächst einmal war Trump gezwungen, einen Deal zu machen, um gewählt zu werden. Er musste einen Deal mit dem „Geldzirkus“ der USA (den Ultrareichen) machen, nicht nur darüber, wie die US-Wirtschaft gerettet werden kann, sondern er musste dies dann auch noch mit den Bonzen des „dunklen“ Establishments „abstimmen“, die einen Großteil des politischen „Lebens“ Amerikas kontrollieren.

    Diese Bonzen fungieren als „Götter“, die eine „heilige“ Sicherheitsarchitektur schützen: die bedingungslose, parteiübergreifende Unterstützung der USA für Israel und die alte, tiefsitzende Phobie gegenüber Russland. Sie hegen jedoch auch tiefe Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der amerikanischen Finanzfestung   – was sich in der Aussage „China darf den Krieg um die Zukunft der globalen Finanzen nicht gewinnen“ äußert.

    Was hat also so unterschiedliche Teile zusammengebracht?

    In seinem neuen Buch „The Haves and the Have-Yachts“ beschreibt Evan Osnos, wie ein Mann, Lee Hanley, die amerikanische Rechtspolitik in den letzten Jahrzehnten maßgeblich geprägt hat. Steve Bannon, der ursprüngliche Architekt von Trumps MAGA-Plattform, bezeichnete Osnos als einen der „unbesungenen Helden“ der amerikanischen Geschichte. „Er hatte eine echte Liebe zu den Hobbits, den Verachteten“, sagte Bannon, „und er ließ seinen Worten Taten folgen“.

    Wessie du Toit schreibt, dass Hanley zu den Superreichen gehörte. Er zitiert Osnos, der darlegt, dass die Superreichen Amerikas nicht in einer einzigen Fraktion vereint sind. Sie sind gespalten: Forbes berichtete am Vorabend der Wahl 2024, dass Kamala Harris mehr milliardenschwere Spender hatte als Trump (83 gegenüber 52), jedoch „über zwei Drittel (70 %) der Spenden von Milliardärsfamilien an republikanische Kandidaten und konservative Anliegen gingen“. Forbes berichtet auch, dass die politischen Ausgaben von Milliardären heute um das 160-Fache höher sind als 2010.

    Was ist hier los? Du Toit zitiert Osnos, der darlegt, wie Hanley „auf unheimliche Weise Trumps Wahlkampfstrategie vorweggenommen hat“, indem er „eine Koalition aus konservativen Eliten und der weißen Arbeiterklasse“ zusammenbrachte. Kurz gesagt akzeptierten die Mitglieder der amerikanischen Elite die Bedingungen des Trumpismus als den Preis, den sie zahlen mussten, um ihre Machtperspektiven zu wahren.

    „Nach der Niederlage von Mitt Romney im Jahr 2012 beauftragte Hanley einen Meinungsforscher, die Grundstimmung in den USA genauer zu untersuchen. Er erfuhr, dass „die Unzufriedenheit in diesem Land jenseits aller Messbarkeit“ sei. Hanley gelangte zu der Überzeugung, dass Trump der einzige Politiker war, der diese Energie in eine günstige Richtung lenken konnte, und machte sich daran, andere wohlhabende Spender für seine Sache zu gewinnen. Es war eine kluge Investition. Auch wenn Trump der Wut von Bannons ‚Hobbits‘ Ausdruck verlieh, brachte seine Präsidentschaft [diesen reichen Oligarchen] immense materielle Vorteile.“

    „Trump ist ein Kind der Geldwelt und insbesondere einer Ära, in der in den USA über Gier, Fairness, Freiheit und Dominanz nachgedacht wurde.“ Dies war die „andere Revolution“ neben der der MAGA-Populisten, betont Osnos.

    Im Laufe der Jahre hat „ein Teil der amerikanischen Elite zunehmend Beschränkungen ihrer Möglichkeiten zum Vermögensaufbau abgelehnt und sich von der Vorstellung distanziert, dass ihre großen Ressourcen eine besondere Verantwortung gegenüber ihren Mitbürgern mit sich bringen. Sie haben sich einer radikalen libertären Ethik verschrieben, die sie einfach als Privatpersonen darstellt, die für ihr eigenes Schicksal verantwortlich sind und das Recht haben, ihren Reichtum zu genießen   – so wie sie es für richtig halten.“

    Dies bringt uns zu dem Trump-Rätsel, das Osnos zu Beginn seines Buches aufwirft: „Um zu verstehen, warum ein Wähler ‚die Elite‘ verachten und [trotzdem] den milliardenschweren Spross einer New Yorker Immobiliendynastie verehren kann.“ Osnos mag mit seiner Antwort auf dieses Rätsel Recht haben, dass der von Hanley 2012 festgestellte „Grad der Unzufriedenheit“ die Eliten dazu gezwungen habe, sich unvorhersehbaren Formen des Populismus zuzuwenden, um ihren Reichtum und ihre Oligarchien zu erhalten.“

    Das Problem dabei ist offensichtlich: Die Werte der populistischen Revolutionäre stehen im Widerspruch zu denen der venture-kapitalistischen Unterstützer Trumps   – wie Peter Thiel, David Sachs, Elon Musk oder Marc Andreessen.

    Wie könnte dies gelöst werden? Die MAGA-Anhänger befürchten, dass sich die Oligarchen aus dem Silicon Valley rechtzeitig vor den Kongresswahlen wieder den Demokraten anschließen könnten. Oder sogar, dass Musk eine gemäßigte dritte Partei gründen könnte (eine Idee, die er bereits in den sozialen Medien geäußert hat).

    Was diese Widersprüche potenziell brisant macht, ist, dass keiner der wichtigsten außenpolitischen Punkte von Trump   – der Umgang mit China, die Normalisierung der Beziehungen zwischen dem Iran und Westasien mit Israel und der Aufbau einer Beziehung zu Russland   – wie geplant voranschreitet. Dennoch braucht Trump schnelle Zollabkommen, weil die Verschuldung und die Haushaltslage der USA dies erfordern.

    Diese wichtigsten geopolitischen Vereinbarungen basierten darauf, dass Amerika eine dominante Verhandlungsposition innehätte (die „Trümpfe in der Hand hielte“). Die Ereignisse haben jedoch gezeigt, dass Trump nicht die besseren Karten hat. China bleibt „sehr schwer zu handhaben“, ebenso wie der Iran und Russland.

    Tatsächlich liegen die Trümpfe weniger bei Trump als vielmehr beim US-Senat, der die Zustimmung zu Trumps „Big Beautiful Bill“ als Geisel nehmen kann, um Forderungen einer Mehrheit der Senatoren durchzusetzen, die offenbar eine Eskalation gegenüber Russland und ein „Verbot der Anreicherung“ für den Iran befürworten.

    Die Annahme des Trump-Teams, dass der versuchte Angriff auf Russlands nukleare Abschreckung Putin dazu zwingen würde, einen Waffenstillstand zu den Bedingungen der USA zu akzeptieren, ist gründlich fehlgeschlagen.

    Trotz seiner (nicht sehr überzeugenden) Behauptungen, dass er, Trump, nichts von dem Angriff der Ukraine auf russische strategische Bomber gewusst habe, nimmt Russland die Situation sehr ernst: Larry Johnson berichtet aus Moskau, dass der pensionierte General Evgeny Buzhinsky (der im Hauptdirektorat für internationale militärische Zusammenarbeit des russischen Verteidigungsministeriums tätig war) ihm gesagt habe, dass „Putin wütend“ sei. Der General warnte weiter, dass dies der Moment sei, in dem die USA und Russland seit der Kubakrise am nächsten an den Rand eines Atomkrieges geraten seien.

    In Moskau hat diese Episode die Frage aufgeworfen, ob Trumps wahres Ziel   – von Anfang an   – darin bestand, Putin zu einem Waffenstillstand zu zwingen, der ihn politisch schwächen und Russland in einen endlosen Konflikt mit der Ukraine verwickeln würde   – ein Szenario, das es Trump ermöglichen würde, sich direkt gegen China zu positionieren (ein Ziel, das bereits seit 2016 verfolgt wird und von allen Machtzentren der USA unterstützt würde).

    Erstens muss Trump damit gerechnet haben, dass der US-Senat und der dunkle permanente Staat sich entschieden gegen eine echte Transformation der Beziehungen zu Russland stellen würden   – eine Transformation, die den russischen Staat stärken würde. Und zweitens (und noch aussagekräftiger) hat Trump keinen Finger gerührt, um eine neue „Finding“ (Verordnung des Präsidenten) zu erlassen, die die frühere Verordnung der Biden-Regierung aufhebt, mit der die CIA ermächtigt wurde, die strategische Niederlage Russlands zu verfolgen. Warum nicht? Wo sind Trumps schrittweise Maßnahmen zur Normalisierung der Beziehungen?

    Wir wissen es nicht.

    Aber die Fehleinschätzung seines Teams hinsichtlich der russischen Mentalität hat Russland und viele andere in ihrer Entschlossenheit bestärkt, sich den Versuchen Washingtons zu widersetzen, Ergebnisse zu erzwingen, die ihren eigenen Interessen zuwiderlaufen. Trumps Strategie, den Dollar als primäre Handelswährung zu erhalten, hängt jedoch vom Vertrauen anderer in die USA ab.

    Vertrauen ist alles.

    Und dieses „Kapital“ schwindet rapide.


    Quelle: Strategic Culture

    https://strategic-culture.su/news/2025/06/17/is-trump-project-unravelling/?utm_source=substack&utm_medium=email

    Mit freundlicher Genehmigung übernommenDie Übersetzung besorgte Andreas Mylaeus



    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=184&userid=3998&mailid=2764


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    20.06.2025

    Der Krieg mit dem Iran lenkt die Aufmerksamkeit von dem anhaltenden Töten im Gazastreifen ab

    aus e-mail von Ingrid Rumpf, 20. Juni 2025, 15:05 Uhr


    Aktueller Bericht der israelischen Menschenrechtsorganisation B`Tselem:


    _Auszug:_


    *_Tödliches Feuer in Gaza-Hilfszentren geht weiter_*


    Von der Nacht vom 13. auf den 14. Juni, als Israel seinen Angriff auf

    den Iran begann, bis zum 19. Juni *tötete das israelische Militär

    mindestens 601 Menschen* im Gazastreifen, die meisten von ihnen bei

    Luftangriffen. Etwa *195 Menschen wurden getötet, als sie versuchten,

    Hilfspakete zu erhalten*. Wie die Vereinten Nationen warnten, sind die

    Hilfszentren "ein Feigenblatt für weitere Gewalt und Vertreibung der

    Palästinenser... Es ist ein zynisches Nebenschauplatz. Eine absichtliche

    Ablenkung".


    Die Kombination aus vorsätzlichem Massenhunger und einer manipulativen

    Strategie, die darauf abzielt, die Bevölkerung gemäß den

    Besatzungsplänen der Armee umzusiedeln, erweist sich als Todesfalle für

    die Bewohner des Gazastreifens, denn jeden Tag tötet das israelische

    Militär massenhaft hungernde, verzweifelte Menschen.


    13.6: Mindestens 35 Tote, darunter 3 in Hilfszentren.


    14.6.: mindestens 109 Tote, davon 22 in Hilfszentren.


    15.6.: mindestens 87 Tote, davon 16 in Hilfszentren.


    16.6 : mindestens 59 Tote, davon 33 in Hilfszentren.


    17.6 : mindestens 111 Tote, davon 68 in Hilfszentren.


    18.6 : mindestens 88 Tote, davon 31 in Hilfszentren.


    19.6 : mindestens 112 Tote, davon 22 in Hilfszentren.


    _Vollständiger Text:_


    *The war with Iran shifts focus away from the ongoing killing in the

    Gaza Strip *



    Dear friends,


    For a week now, the entire world has witnessed another sad, frightening,

    and infuriating escalation in the wake of Israel’s decision to attack

    Iran and open another front. This decision has already cost hundreds of

    lives in Iran and Israel and threatens to drag the world into another

    devastating war with unforeseeable consequences.


    Israel’s regime of apartheid and occupation, which inherently involves

    human rights abuses, proves time and again that it speaks only the

    language of violence and force. Israel is exploiting the fog of war and

    the international community’s focus on Iran to continue, even escalate,

    its war crimes in Gaza and the West Bank.


    *Deadly fire continues in Gaza aid distribution centers*


     From the night between 13 and 14 June, when Israel launched its attack

    on Iran, until 19 June, *the Israeli military killed at least 601 people

    in the Gaza Strip, most of them in air strikes. Roughly 195 were killed

    as they tried to receive aid packages*. Just as the

    <humanitarian" rel="noopener">https://btselem.us5.list-manage.com/track/click?u=920751e31402107695c00c26f&id=13744da9f3&e=f2030234dd>humanitarian 

    community cautioned

    <https://btselem.us5.list-manage.com/track/click?u=920751e31402107695c00c26f&id=351985b114&e=f2030234dd>,

    the aid centers are “a fig leaf for further violence and displacement of

    Palestinians… It is a cynical sideshow. A deliberate distraction".


    The combination of deliberate mass starvation and a manipulative

    strategy meant to move the population according to the army’s occupation

    plans is proving to be a death trap for Gaza’s residents, as every day,

    the Israeli military kills masses of starving, desperate people.


    *13.6 : *at least 35 killed, including 3 at aid centers.


    *14.6 : *at least 109 killed, including 22 at aid centers.


    *15.6 : *at least 87 killed, including 16 at aid centers.


    *16.6 : *at least 59 killed, including 33 at aid centers.


    *17.6 : *at least 111 killed, including 68 at aid centers.


    *18.6 : *at least 88 killed, including 31 at aid centers.


    *19.6 : *at least 112 killed, including 22 at aid centers.


    *Military and settler attacks in the West Bank continue*


    As Israel attacked Iran, the military imposed a full closure in the West

    Bank, Most of which has remained in place until now, and blocked all

    access points to major traffic arteries in Palestinian villages, towns,

    and cities. It has also begun implementing a tactic of removing

    Palestinians from their homes and installing soldiers in them for

    several days, as has been the case in Ramallah, Jenin, Hebron, as well

    as the al-Jalazun and Balatah refugee camps.


    Under the cover of war, settlers continue their rampage through

    Palestinian communities, designed to force them out and take over the

    land. On the very first day of the war, a large group of settlers

    invaded the community of al-Maghazi-Jaba’

    <(al-Khdeirat" rel="noopener">https://btselem.us5.list-manage.com/track/click?u=920751e31402107695c00c26f&id=ae2bdb7777&e=f2030234dd>(al-Khdeirat),

    broke into homes, and vandalized and torched property. As usual, when

    the Palestinian residents called the police, soldiers and police

    officers arrived and fired rubber-coated metal bullets at the residents

    themselves, injuring several and arresting three.


    *The Israeli apartheid regime abandons the safety of all Palestinians -

    citizens of Israel, permanent residents in East Jerusalem, and residents

    of the Gaza Strip and of the West Bank. *


    Israel has no regard for the lives of its Palestinian citizens. The city

    of Tamra, where four members of the Khatib family were killed by a

    missile fired from Iran (pictured), is home to about 37,000 people but

    does not have a single public shelter!


    This is just one example of a longstanding policy that has left around

    50% of Palestinian citizens of Israel without civil defense

    infrastructure. In southern Israel, around 85,000 Bedouin citizens live

    in villages unrecognized by the state. Some of these areas are

    designated by the Israeli military as “open terrain” - and receive no

    protection from missile interception systems or even siren alerts. Many

    of the villages have no safe spaces, and authorities, backed by the High

    Court of Justice, have even opposed placing portable shelters.


    In the Occupied Territories, the situation is worse. In East Jerusalem,

    only a fraction of the 400,000 residents have access to a shelter or

    fortified room, in Gaza Strip, and in the rest of the West Bank,

    residents have no protection whatsoever, whether from missiles fired by

    a foreign country or Israel’s daily attacks.The lives of Palestinians

    between the River and the Sea are completely abandoned.


    *The past few days have been extremely difficult for everyone in our

    region, but B’Tselem remains true to its mission and continues to

    document and expose the human rights violations committed by the Israeli

    occupation regime. We know that true security for everyone living on

    this land can only be achieved through full liberty, justice, and

    equality for all. There is no other way. *



    Dear partners, Your support enables us to continue documenting,

    exposing, and raising awareness of human rights violations in the

    Occupied Territories. We invite you to donate through our website and

    take part in the struggle for justice and equality.


    May we see better days,*The B’Tselem team*


    Donate

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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    20.06.2025

    Staatsrechtler: EU-Finanzierung von NGOs "eine Ungeheuerlichkeit"

    freedert.online, 20 Juni 2025 06:30 Uhr

    Brüssel hat wohl, so legen es die Förderungen diverser NGOs nahe, deutsche Steuergelder eingesetzt, um durch Klagen die deutsche Politik auf Brüsseler Linie zu zwingen. Die Debatte darüber fängt gerade erst an, aber im Thema NGOs und Demokratie sind viele Fragen offen.


    Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Jochen Tack


    Ziel EU-finanzierter Proteste: Kohlekraftwerke; Kraftwerk Walsum, 09.04.2025


    Die EU, so hatte die Welt vor einiger Zeit ermittelt, hat Verträge mit verschiedenen NGOs geschlossen, um die politischen Vorstellungen der EU-Kommission auch gegen die nationalen Regierungen durchzusetzen. So soll eine Umweltorganisation namens ClientEarth 350.000 Euro Fördermittel erhalten haben, um Proteste gegen Kohlekraft in Deutschland zu organisieren. Auch Klagen von Umweltorganisationen wurden finanziert.

    Die EU-Kommission reagierte verschlossen: Es gebe keine "geheimen Verträge" mit NGOs. Die Liste der geförderten Organisationen ist tatsächlich einsehbar. Allerdings gibt es Arbeitsprogramme, die genau angeben, was für diese Gelder getan werden soll; die unterliegen jedoch strenger Geheimhaltung.


    "Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse vor" - Der NGO-Sumpf und die Verfassung





    Meinung

    "Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse vor" - Der NGO-Sumpf und die Verfassung





    Selbst EU-Abgeordnete dürfen die Dokumente nur an ihren Rechnern einsehen, müssen aber unterschreiben, nichts davon preiszugeben; zuvor waren ihnen die Unterlagen sogar nur im Geheimschutzraum zugänglich. In der Erklärung, die sie unterzeichnen müssen, werden "disziplinarische Maßnahmen" im Falle eines Verstoßes angekündigt, so die Welt.

    Der Marburger Staatsrechtler Sebastian Müller-Franken hält dieses Vorgehen der Kommission, um ihre Politik auch gegen die Mitgliedsstaaten durchzusetzen, für höchst problematisch:

    "Die Schädigung der wirtschaftlichen Basis eines Mitgliedstaates zwecks Durchsetzung der eigenen Politik im Wege der Finanzierung von Prozessen gegen Unternehmen der Schlüsselindustrien dieses Staates – noch dazu aus Mitteln, die dieser Staat ihr zu einem großen Teil zur Verfügung gestellt hat – ist nun offenbar Realität und eine Ungeheuerlichkeit."

    Er fordert eine völlige Offenlegung; seiner Überzeugung nach "verträgt sich diese Geheimniskrämerei nicht mit dem sonst von der EU immer hochgehaltenen Gebot der Transparenz".

    Der Wirtschaftsrat der CDU, in dem einige Opfer solcher Kampagnen und Klagen vertreten sein dürften, verlangt ebenfalls Aufklärung; Generalsekretär Wolfgang Steiger erklärt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen als "persönlich verantwortlich für die vollständige Aufklärung dieser Vorwürfe, die in ihre erste Amtszeit fallen."

    Noch etwas schärfer reagierte der ehemalige Mecklenburger Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD), der das Vorgehen der EU mit den Vorwürfen verglich, die Brüssel gegen Viktor Orbán erhebe:

    "Dass sich eine Institution mit derart vielen Demokratiedefiziten auch noch anmaßt, tief in die demokratischen Verhältnisse der europäischen Mitgliedstaaten einzugreifen, macht die Sache nicht besser, sondern umso schlimmer."


    Regierungen ohne Volk: Westeuropa driftet in den Autoritarismus





    Meinung

    Regierungen ohne Volk: Westeuropa driftet in den Autoritarismus





    Der Umweltschutzbereich ist allerdings nicht der einzige, in dem Brüssel über die Förderung von NGOs Kontrolle auszuüben versucht – die verschiedenen "Faktenchecker" und NGOs zur "Bekämpfung von Desinformation" erfüllen dieselbe Funktion, nur in einem anderen Bereich.

    Etwa ein Drittel des gesamten Brüsseler Budgets wird aus deutschen Steuermitteln finanziert. Die EU-Kommission ist eine ungewählte Exekutive, die bis heute, da das EU-Parlament nur Teile parlamentarischer Rechte besitzt, keiner wirklichen Kontrolle unterliegt.


    Mehr zum Thema – EU-Kommission finanziert Proteste von Klima-NGOs


    Screenshot_2025_06_21_at_17_32_45_Staatsrechtler_EU_Finanzierung_von_NGOs_eine_Ungeheuerlichkeit_RT_DE

    Video https://rumble.com/v6qzrj6-wieso-hat-die-bundesregierung-gelogen-warweg-zur-parteienwerbung-durch-ngo-.html Dauer 4:07 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/europa/248358-eu-finanzierung-von-ngos-ungeheuerlichkeit/


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    20.06.2025

    Putin zu „russische Bedrohung“ / Aufrüstung/ deutsche Politik

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 20. Juni 2025, 13:30 Uhr


    *Putin beantwortet Fragen ausländischer Journalisten

    *(Übersetzung Thomas Röper – Anti-Spiegel)

    Es ist eine jahrelange Tradition, dass sich der russische Präsident

    Putin während des Petersburger Wirtschaftsforums stundenlang den Fragen

    der weltweit wichtigsten Nachrichtenagenturen stellt

    <http://kremlin.ru/events/president/news/77208>.


    *Putin im O-Ton über die „russische Bedrohung“ für Europa, Aufrüstung

    und die deutsche Politik*

    <*" rel="noopener">https://anti-spiegel.ru/2025/putin-im-o-ton-ueber-die-russische-bedrohung-fuer-europa-aufruestung-und-die-deutsche-politik/>*

    *Frage der spanischen Nachrichtenagentur EFE:

    *Sanz Mingote:* Zunächst möchte ich mich meinen Kollegen anschließen und

    meine Dankbarkeit dafür aussprechen, dass ich die Möglichkeit habe, hier

    anwesend zu sein, wo Sie direkt den Nachrichtenagenturen zuhören, und

    ich möchte der Agentur TASS für ihre Gastfreundschaft danken.

    Wie Sie wissen, findet in wenigen Tagen der NATO-Gipfel statt, zu dem

    verschiedene Staaten kommen werden, und eines der Themen, über die sie

    sprechen werden, ist, dass Europa über Aufrüstung nachdenkt und plant,

    mehr Rüstungsausgaben zu tätigen.

    Meine Frage ist ganz direkt. Wenn Sie die Möglichkeit hätten, mit den

    Mitgliedern dieser Organisation zu sprechen oder vor ihnen zu sprechen,

    was würden Sie ihnen sagen, was wäre Ihre Botschaft und worin würde die

    Aufgabe bestehen? Und halten Sie diese Aufrüstung der NATO für eine

    Bedrohung für Russland?


    *Putin:* Wir betrachten keine Aufrüstung der NATO als Bedrohung für die

    Russische Föderation, da wir in Bezug auf unsere Sicherheit autark sind

    und unsere Streitkräfte und unsere Verteidigungsfähigkeiten ständig

    verbessern.


    Was auch immer die NATO tut, natürlich bringt das gewisse Gefahren mit

    sich, aber wir werden alle diese Gefahren, die entstehen, abwehren.

    Daran besteht kein Zweifel. In diesem Sinne sind jegliche Aufrüstung und

    die Erhöhung der Budgets auf 5 Prozent des BIP der NATO-Länder völlig

    sinnlos. Das ist das Erste.


    Zweitens. Sie wissen, dass das leider seit Jahrhunderten so ist, das

    kann ich mit voller Überzeugung sagen, einfach seit Jahrhunderten taucht

    im Westen von Zeit zu Zeit, über einen langen Zeitraum hinweg, immer

    wieder die Frage nach der Bedrohung durch Russland auf. Das war für die

    westlichen Eliten sehr praktisch, um ihre Innenpolitik zu gestalten,

    denn auf der Grundlage einer imaginären Bedrohung aus dem Osten konnte

    man von den Steuerzahlern ständig Geld abschöpfen und die eigenen Fehler

    in der Wirtschaft mit der Bedrohung aus dem Osten erklären. Wenn Sie

    sich, wenn wir uns Geschichtsbücher ansehen, werden wir zu dem Schluss

    kommen, dass dieses Thema immer wieder aufgegriffen wurde.


    Es ist klar, dass die heutige Krise in den Beziehungen zwischen Russland

    und Westeuropa sozusagen 2014 begann. Aber das Problem ist nicht, dass

    Russland sich mit der Krim vereinigt hat, sondern dass die westlichen

    Länder den Staatsstreich in der Ukraine unterstützt haben.


    Verstehen Sie, wir haben früher immer gehört: Man muss sich an die

    Regeln halten. Welche Regeln? Was sind das für Regeln, wenn drei Staaten

    – Frankreich, Deutschland und Polen – nach Kiew gekommen sind und als

    Garanten ein Abkommen zwischen der Opposition und der Regierung unter

    Präsident Janukowitsch unterzeichnet haben? Drei Staaten, die

    Außenminister, haben es unterzeichnet, oder? Der Kollege aus Deutschland

    schaut mich an. Herr Steinmeier, er war damals Außenminister, hat es mit

    seiner Unterschrift bestätigt, und wenige Tage später hat die Opposition

    einen Staatsstreich durchgeführt, und niemand hat auch nur reagiert, als

    wäre nichts passiert, verstehen Sie? Und dann hören wir: Man muss sich

    an die Regeln halten. An welche Regeln denn? Was denken Sie sich da aus?

    Sie schreiben Regeln für andere, aber selbst haben Sie nicht vor, sich

    daran zu halten, oder wie? Aber wer wird denn nach solchen Regeln leben?


    Damit begann die Krise. Aber nicht, weil Russland aus einer Position der

    Stärke agierte. Nein, aus einer Position der Stärke begannen diejenigen

    zu agieren, die wir bis vor kurzem noch als Partner bezeichnet haben.

    Und die ehemalige stellvertretende Außenministerin, Frau Nuland, sagte

    meiner Erinnerung nach ganz offen: „Wir haben fünf Milliarden Dollar

    ausgegeben. Nun, jetzt wir haben nicht vor, von dort abzuziehen.“ Fünf

    Milliarden Dollar wurden für den Umsturz ausgegeben. Was für eine

    Offenheit! Na also!


    Unsere westlichen Partner haben seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion

    immer mindestens aus einer Position der Stärke agiert. Es ist klar,

    warum, ich habe darüber geschrieben. Weil die Weltordnung nach dem

    Zweiten Weltkrieg auf dem Gleichgewicht der Kräfte der Sieger beruhte.

    Und jetzt ist einer der Sieger weg, die Sowjetunion ist zerfallen. Und

    schon haben die Westler begonnen, all diese Regeln für sich neu zu

    schreiben. Welche Regeln?


    Nach der Krim begannen die Ereignisse im Südosten der Ukraine. Was wurde

    getan? Im Südosten haben die Menschen den Putsch nicht anerkannt.

    Anstatt mit ihnen zu verhandeln, begann man, die Armee gegen sie

    einzusetzen. Wir haben zugeschaut, wir haben versucht, eine Einigung zu

    erzielen – acht Jahre lang, verstehen Sie? Das sind nicht fünf Tage.

    Acht Jahre lang haben wir versucht, eine Einigung zwischen der Kiewer

    Regierung, deren erste Quelle der Macht der Staatsstreich war, und dem

    damaligen Südosten der Ukraine, also dem Donbass, zu erzielen. Aber am

    Ende erklärte die derzeitige Regierung: „Uns gefällt nichts am Minsker

    Abkommen, das heißt, wir werden es nicht umsetzen.“ Acht Jahre lang

    haben wir geduldig gewartet, verstehen Sie?


    Aber die Menschen tun mir leid, acht Jahre lang wurden sie dort gequält.

    Schließlich wird auch die russisch-orthodoxe Kirche bis heute

    schikaniert, die russischsprachige Bevölkerung wird schikaniert. Alle

    tun so, als würden sie nichts bemerken.


    Am Ende haben wir beschlossen, diesem Konflikt ein Ende zu setzen – ja,

    unter Einsatz unserer Streitkräfte. Was bedeutet das? Dass wir Osteuropa

    angreifen wollen, oder was?


    Ein einst bekannter Propagandist von Hitler sagte einmal: „Je

    unglaubwürdiger eine Lüge ist, desto schneller wird man sie glauben.“

    Diese Legende, dass Russland vorhabe, Europa und die NATO-Länder

    anzugreifen, ist genau diese unglaubwürdige Lüge, die man der

    Bevölkerung der westeuropäischen Länder einzureden versucht. Wir

    verstehen, dass das Unsinn ist, verstehen Sie? Diejenigen, die das

    sagen, glauben selbst nicht daran. Nun, und Sie selbst wahrscheinlich

    auch nicht. Glaubt wenigstens einer von Ihnen, dass Russland einen

    Angriff auf die NATO vorbereitet? Was soll das?


    Wissen Sie, dass die NATO-Länder derzeit 1,4 Billionen Dollar für

    Aufrüstung ausgeben? Das ist mehr als alle Länder der Welt zusammen,

    einschließlich Russland und China. Und die Bevölkerung dort, in den

    NATO-Ländern – wie viele sind das? – über 300 Millionen, 340 Millionen?

    Russland hat bekanntlich 145, fast 150 Millionen Einwohner. Und wir

    geben unvergleichlich wenig Geld, einfach unvergleichlich wenig Geld für

    Rüstung aus. Aber wir wollen die NATO angreifen, ja? Was ist das denn

    für ein Unsinn?


    Und alle verstehen, dass das Unsinn ist. Und sie täuschen ihre

    Bevölkerung, um Geld aus den Haushalten zu pressen, fünf Prozent – 3,5

    plus 1,5 – und damit die Misserfolge in der Wirtschaft und im sozialen

    Bereich zu erklären. Natürlich, denn die Bundesrepublik Deutschland, die

    führende Wirtschaftsmacht der EU, balanciert am Rande der Rezession.


    Warum, das kann ich übrigens bis heute nicht verstehen, warum hat die

    Bundesrepublik auf die Nutzung russischer Energieträger verzichtet? Wir

    haben über die Ukraine andere europäische Länder beliefert, die Ukraine

    hat von uns jährlich 400 Millionen für den Transit erhalten, aber

    Deutschland hat aus irgendeinem Grund beschlossen, kein russisches Gas

    mehr zu importieren. Warum? Nein, es gibt einfach keine rationale

    Erklärung dafür. Wozu das?


    Volkswagen stirbt, Porsche stirbt, die Glasindustrie stirbt, die

    Düngemittelbranche stirbt. Wofür? Nach dem Motto „Um den Schaffner zu

    ärgern, kaufe ich eine Fahrkarte und steige dann nicht in den Zug”? So

    in etwa? Das ist doch Unsinn.


    Wenn die NATO-Staaten also ihr Budget noch weiter aufstocken wollen, ist

    das ihre Sache. Aber das wird niemandem nützen. Es werden natürlich

    zusätzliche Risiken entstehen, ja, das werden sie. Nun, das ist nicht

    unsere Entscheidung, sondern die Entscheidung der NATO-Staaten. Ich

    halte das für völlig irrational und sinnlos, und natürlich geht von

    Russland keine Gefahr aus, das ist einfach Unsinn.


    Dr. Goebbels sagte, ich wiederhole es noch einmal: „Je unglaubwürdiger

    eine Lüge ist, desto schneller wird man sie glauben.“ Und wahrscheinlich

    glaubt das irgendjemand in Europa. Es wäre besser, sich um die Rettung

    der eigenen Autoindustrie und die Erhöhung der Löhne zu kümmern.



    *Putin im O-Ton darüber, ob eine deutsche Vermittlung im

    Ukraine-Konflikt möglich ist*

    <*" rel="noopener">https://anti-spiegel.ru/2025/putin-im-o-ton-darueber-ob-eine-deutsche-vermittlung-im-ukraine-konflikt-moeglich-ist/>*

    **

    *Frage der deutschen DPA

    *Romantschik:* Guten Abend, Herr Präsident! Vielen Dank für die

    Einladung und die Möglichkeit, hier zu sein. Der neue Bundeskanzler

    Friedrich Merz sagte kürzlich, er könne sich vorstellen, mit Ihnen zu

    telefonieren. Wäre das Ihrer Meinung nach sinnvoll? Möchten Sie Kontakt

    zum neuen Bundeskanzler haben? Und glauben Sie, dass Friedrich Merz ein

    erfolgreicherer Vermittler zwischen Russland und der Ukraine sein könnte

    als Donald Trump? Vielen Dank.


    *Putin:* Wenn der Herr Bundeskanzler mich anrufen und mit mir sprechen

    möchte, dazu habe ich bereits mehrfach gesagt, dass wir keine Kontakte

    ablehnen und dafür immer offen sind. Vor anderthalb Jahren, oder wann

    auch immer, zwei Jahren, fanden solche Gespräche mit Bundeskanzler

    Scholz und anderen europäischen Staats- und Regierungschefs regelmäßig

    statt. Aber an einem bestimmten Punkt, als unsere europäischen Partner

    beschlossen haben, uns auf dem Schlachtfeld eine strategische Niederlage

    zuzufügen, haben sie selbst diese Kontakte abgebrochen. Sie haben sie

    abgebrochen, nun gut, dann sollen sie sie wieder aufnehmen. Wir sind

    offen, das habe ich schon oft gesagt.


    Ob Deutschland als Vermittler in unseren Verhandlungen mit der Ukraine

    einen größeren Beitrag leisten kann als die USA? Ich bezweifle das. Ein

    Vermittler muss neutral sein. Und wenn wir auf dem Schlachtfeld deutsche

    Leopard-Panzer sehen und jetzt darüber sprechen und feststellen, dass

    die Bundesrepublik erwägt, Taurus-Raketen für Angriffe auf russisches

    Territorium zu liefern, und zwar nicht nur die Technik selbst, sondern

    mit Bedienung durch Offiziere der Bundeswehr, dann kommen natürlich

    große Fragen auf. Jeder weiß sehr gut, dass das, wenn es passiert, zwar

    keinen Einfluss auf den Verlauf der Kampfhandlungen haben wird, das ist

    ausgeschlossen, aber dass unsere Beziehungen völlig zerstören werden.


    Deshalb betrachten wir die Bundesrepublik heute, ebenso wie viele andere

    europäische Länder, nicht als neutralen Staat, sondern als eine Seite,

    die die Ukraine unterstützt, und in einigen Fällen wohl sogar als

    Beteiligten an diesen Kampfhandlungen.

    Wenn es jedoch darum geht, über dieses Thema zu sprechen und Ideen dazu

    vorzubringen, wiederhole ich noch einmal: Wir sind jederzeit dazu bereit

    und offen, bitte sehr.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    20.06.2025

    Niveau Steinmeier / Merz

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 20 Juni, 2025, 13:30 Uhr


    Der Spiegel 19.6.2025

    <https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundespraesident-und-das-diplomatische-corps-botschafter-ausflug-ohne-iranischen-vertreter-a-e359e6aa-0d6b-4250-8b28-ff2b3d6e3f5a>


    *Zum Botschafterausflug nimmt Steinmeier den iranischen Vertreter nicht mit

    *Von Florian Gathmann


    Wenn der Bundespräsident am nächsten Dienstag zu seinem alljährlichen

    Tagesausflug mit den in Deutschland akkreditierten Botschaftern

    aufbricht, wird der Vertreter Irans nicht dabei sein. Der Botschafter

    der Islamischen Republik habe keine Einladung zur Reise mit Frank-Walter

    Steinmeier nach Mecklenburg-Vorpommern erhalten, heißt es aus dem

    Bundespräsidialamt. Iran befindet sich seit einigen Tagen in einer

    militärischen Auseinandersetzung mit Israel.


    Das deutsche Staatsoberhaupt bereist seit 1996 mit dem sogenannten

    diplomatischen Korps einmal im Jahr eines der 16 Bundesländer.

    Hintergrund des Ausflugs sei es, »den ausländischen Diplomatinnen und

    Diplomaten Deutschland und die Vielfalt seiner Regionen zu

    präsentieren«, heißt es dazu aus dem Bundespräsidialamt. Im vergangenen

    Jahr ging der Tagesausflug nach Brandenburg.


    Neben dem Vertreter Irans, der schon damals nicht eingeladen war, dürfen

    auch andere Botschafter nicht mit zu dem Ausflug nach

    Mecklenburg-Vorpommern, wo Stopps in Waren an der Müritz, Schwinkendorf

    und Warnemünde geplant sind. Das gilt unter anderem für die obersten

    Diplomaten von Russland, Belarus und Nordkorea in Deutschland.

    Bundespräsident Steinmeier und die eingeladenen Botschafter werden in

    Mecklenburg-Vorpommern von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD)

    begleitet



    *Sagen, wo es lang geht –

    mit dem deutschen Bundeskanzler

    *von Karin Leukefeld

    /Zum Artikel:

    /https://globalbridge.ch/sagen-wo-es-lang-geht-mit-dem-deutschen-bundeskanzler/



    *"Richtig und im deutschen Interesse?" –

    Journalist fragt nach Merz' "Drecksarbeit"-Aussage

    *Im Mittelpunkt der Pressekonferenz der Bundesregierung am Mittwoch

    stand die Lage im Nahen Osten. Der Journalist Hans Jessen bat in diesem

    Zusammenhang um Erläuterungen zu den jüngsten Äußerungen von

    Bundeskanzler Friedrich Merz, in denen dieser "großen Respekt" für das

    Vorgehen Israels gegen Iran geäußert und damit für eine Kontroverse

    gesorgt hatte.

    "Das ist die Drecksarbeit, die Israel für uns alle macht", sagte Merz in

    einem Interview für das ZDF am Rande des G7-Gipfels in Kanada.

    Regierungssprecher Steffen Meyer bezog zwar Stellung zur

    uneingeschränkten Unterstützung der Bundesregierung für Israel, ging

    jedoch nicht auf die Wortwahl des Bundeskanzlers ein.

    /Zum

    Video:/https://rumble.com/v6v25wb-richtig-und-im-deutschen-interesse-journalist-fragt-nach-merz-drecksarbeit-.html


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