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23.06.2025

Drecksarbeit (II)  Berlin billigt mit dem US-Überfall auf Iran erneut einen völkerrechtswidrigen Angriff auf das Land. Der Überfall erfolgte trotz laufender Verhandlungen; er fügt damit der Diplomatie schwere Schäden zu – auch mit Blick auf künftige Konflikte.

german-foreign-policy.com, 23. Juni 2025

BERLIN/WASHINGTON/TEHERAN (Eigener Bericht) – Die Bundesregierung billigt mit dem US-Überfall auf Iran den zweiten völkerrechtswidrigen Angriff auf das Land innerhalb von zehn Tagen. „Unser Ziel bleibt zu verhindern, dass der Iran eine Nuklearwaffe erlangt“, heißt es in einer Erklärung, die Deutschland, Frankreich und Großbritannien am gestrigen Sonntag gemeinsam verabschiedet haben. Teheran müsse nun „Verhandlungen über ein Abkommen“ einleiten, „das alle Bedenken zu seinem Atomprogramm ausräumt“. Iran hatte zunächst Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten geführt, bis sie durch Israels Angriff gegenstandslos wurden, dann Verhandlungen mit den drei größten Staaten Westeuropas, bis der US-Überfall am gestrigen Sonntag ihnen ebenfalls die Grundlage entzog. Tatsächlich haben die Angriffe Israels sowie der USA nicht nur das internationale Recht gebrochen und es damit weiter ausgehöhlt, sondern auch die Diplomatie unglaubwürdig gemacht und ihr schweren Schaden zugefügt. Zudem wird die umfassende Ausschaltung militärischen sowie politischen Führungspersonals per Mord zur gängigen Kriegspraxis. Experten rechnen mit Blick auf die andauernden Angriffe mit der beschleunigten nuklearen Aufrüstung Irans.


Zitat: Der nächste erlogene Kriegsgrund

Nicht neu ist, dass der vorgeschobene Kriegsgrund für die Überfälle sowohl Israels als auch der Vereinigten Staaten auf Iran nicht den Tatsachen entspricht. Israel hatte seinen Angriff am 13. Juni mit der Behauptung zu rechtfertigen versucht, Iran sei nur „Wochen“ vom Besitz einer Atombombe entfernt.[1] US-Präsident Donald Trump hatte das vor dem US-Angriff am gestrigen Sonntag ebenfalls behauptet. Dies widerspricht Aussagen der US-Geheimdienste. So hatte etwa Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard am 25. März erklärt, Auffassung der Dienste sei, „dass Iran keine Nuklearwaffe baut“ und der Oberste Führer Ali Khamenei „das Nuklearwaffenprogramm, das er 2003 suspendierte, nicht autorisiert hat“.[2] Senator Chris Murphy teilte am Sonntag mit, er sei in der vergangenen Woche über die Kenntnisse der US-Dienste informiert worden; demnach sei Iran der Herstellung einsatzfähiger Atomwaffen „nicht nahe“ gewesen.[3] Vielmehr habe in den Verhandlungen zwischen den USA und Iran „Aussicht auf Erfolg“ bestanden. Verteidigungsminister Pete Hegseth beantwortete am Sonntag die Frage, ob es neue Geheimdiensterkenntnisse über etwaige iranische Kernwaffen gebe, nicht.[4] Nur Gabbard änderte ihre Aussage und behauptete am Samstag, sie schließe sich Trumps Auffassung an, zur Fertigstellung einer ersten iranischen Bombe hätten bloß „Wochen“ gefehlt.[5]


Eine neue Methode der Kriegsführung

Sind erlogene Kriegsgründe und ein flexibler Umgang mit den Fakten bei der Legitimation militärischer Überfälle durch westliche Staaten nicht neu, so ist Israel aktuell dabei, in seinen jüngsten Kriegen eine neue Art der Kriegsführung zu etablieren – nach US-Vorbild. Am 3. Januar 2020 hatte die US-Administration – damals ebenfalls unter Trump – den Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden Qassem Soleimani mit einer Drohne in Bagdad ermorden lassen.[6] Der Anschlag ist zum Vorbild für die israelischen Streitkräfte geworden, die etwa Hamas-Politbürochef Ismail Hanija, Hizbollah-Generalsekretär Hassan Nasrallah sowie zahlreiche weitere politische und militärische Anführer der beiden Organisationen umbringen ließen – mit Drohnen, Raketen und Sprengstoffanschlägen. Dieselbe Metode wenden sie zur Zeit massenhaft gegen iranisches Führungspersonal an. Die wissenschaftlichen Dienste des Bundestags waren im Jahr 2022 zu dem Schluss gekommen, es sei zulässig, militärische Anführer zu ermorden; für politisches Führungspersonal gelte das gleichfalls, sofern es – wie Russlands Präsident Wladimir Putin – in die militärische Befehlskette eingebunden sei.[7] Gezielte Morde an militärischem und politischem Führungspersonal werden so zum üblichen Mittel im Krieg, können damit allerdings künftig auch gegen westliche Staaten eingesetzt werden.


Schläge gegen die Diplomatie

Der voranschreitenden Verrohung entspricht der Umgang Israels und der USA mit den diplomatischen Bemühungen, den Konflikt mit Iran zu lösen. So griff Israel Iran an, während dessen Verhandlungen mit den USA noch liefen; der Überfall am 13. Juni erfolgte, obwohl für den 15. Juni konkret Gespräche iranischer und US-amerikanischer Delegationen in Oman anberaumt worden waren. Der US-Überfall am gestrigen Sonntag erfolgte, obgleich die zwei Wochen, die Präsident Trump als Frist für Verhandlungen gesetzt hatte, noch längst nicht abgelaufen waren. Zudem hatte Irans Außenminister Abbas Araghchi erst am Freitag in Genf Verhandlungen mit seinen Amtskollegen aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien geführt, die vom deutschen Außenminister Johann Wadephul als „ernsthaft“ eingestuft worden waren; Iran sei bereit, über „alle grundsätzlichen Fragen“ zu reden, wurde Wadephul zitiert.[8] Dies wurde von der Trump-Administration mit dem Überfall am gestrigen Sonntag verhindert. Damit haben erst Israel und dann die USA demonstriert, dass sie Verhandlungen lediglich zur Ablenkung ihres Feindes nutzen. Das hat die Möglichkeiten, nicht nur den Iran-Krieg, sondern auch künftige Konflikte unter Rückgriff auf diplomatische Mittel zu lösen oder zumindest einzuhegen, dramatisch reduziert.


„Verhandlungen aufnehmen“

Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Sonntag dennoch verlangt, Iran müsse „sofort“ neue Verhandlungen mit den USA und Israel aufnehmen, um „zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts zu kommen“.[9] Merz weiß, dass Iran mit den USA verhandelte, als Israel dies durch seinen Angriff beendete, und dass Iran mit drei EU-Staaten im Gespräch war, als die USA dies mit ihrem Überfall stoppten. Ob sein Vorschlag, Teheran solle sich nun zum dritten Mal über den Tisch ziehen lassen, ernst gemeint oder aber als zynischer Scherz gedacht ist, ist unbekannt. Merz hatte den israelischen Angriffskrieg gegen Iran kürzlich gelobt und erklärt, mit ihm nehme Israel dem Westen die „Drecksarbeit“ ab.[10]


Beschädigt, nicht zerstört

Dabei deuten sich längst weitere US-Angriffe an. Schon gestern wurden Mutmaßungen laut, das Bombardement besonders der weit unter der Erde gelegenen Anreicherungsanlage Fordo habe nicht zu ihrer Zerstörung, sondern bloß zu ihrer Beschädigung geführt. Dies bestätigte am Sonntag ein nicht näher bezeichneter US-Regierungsmitarbeiter der New York Times.[11] US-Vizepräsident JD Vance teilte mit, er sei sehr „zuversichtlich“, man habe die Entwicklung einer iranischen Bombe „erheblich verzögert“; von einem Stopp des Nuklearprogramms mit einer Zerstörung der bestehenden Atomanlagen sprach er nicht.[12] Damit werden weitere Bombardements insbesondere der Anlage in Fordo wahrscheinlich.


Die einzig mögliche Abschreckung

Experten gehen ohnehin von einer weiteren Eskalation des Krieges aus. Die iranische Führung sei sich bewusst, dass sie den Krieg „nicht gewinnen“ könne, konstatiert etwa Ellie Geranmayeh vom European Council on Foreign Relations (ECFR); sie werde jedoch dafür sorgen wollen, „dass auch die USA und Israel verlieren“.[13] Vali Nasr, ein Iran-Experte, der an der Johns Hopkins School of Advanced International Studies lehrt, erläutert wiederum, der Schluss, den Teheran aus den Angriffen Israels und der Vereinigten Staaten ziehen könne, sei, dass Abschreckung mit Hilfe von Raketen und verbündeten Milizen wie der libanesischen Hizbollah nicht funktioniere. Das einzige Mittel, auf das Verlass sei, sei die nukleare Bewaffnung. „Obwohl Trump die nukleare Bedrohung durch Iran hat ausschalten wollen, hat er es nun viel wahrscheinlicher gemacht, dass Iran eine Atommacht wird“, hält Geranmayeh fest.[14]

 

[1] Ibrahim Al-Marashi, Mohammad Eslami: Israel may have just pushed Iran across the nuclear line. aljazeera.com 13.06.2025.

[2] Branko Marcetic: Tulsi said Iran not building nukes. One senator after another ignored her. responsiblestatecraft.org 18.06.2025.

[3], [4] newsticker. nytimes.com 22.06.2025.

[5] Sofia Ferreira Santos: Tulsi Gabbard now says Iran could produce nuclear weapon ‘within weeks’. bbc.co.uk 21.06.2025.

[6] S. dazu Ein Mord und die Folgen.

[7] Kurzinformation: Zur völkerrechtlichen Zulässigkeit einer gezielten Tötung von Staatsoberhäuptern in einem internationalen bewaffneten Konflikt. Deutscher Bundestag, Wissenschaftliche Dienste. Berlin, 10.06.2022.

[8] S. dazu Drecksarbeit.

[9] Sicherheitskabinett der Bundesregierung tagt nach Luftschlägen der USA gegen Irans Nuklearprogramm. Presse- und Informationsamt der Bundesregierung 22.06.2025.

[10] S. dazu Drecksarbeit.

[11] Eric Schmitt. nytimes.com 22.06.2025.

[12] Maggie Haberman: Vance says Iran’s nuclear program has been ‘substantially delayed.’ nytimes.com 22.06.2025.

[13], [14] Steven Erlanger: Will Iran again sip the ‘poison’ of a forced peace, or escalate? nytimes.com 22.06.2025.


Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10026


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

22.06.2025

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22.06.2025

Mylaeus: Stellvertreterkrieg Israels gegen BRICS    (I von II)

seniora.org, 22. Juni 2025, 22.06.2025 Von Dr. Andreas Mylaeus - übernommen von voicefromrussia.ch

Israel trachtet nicht nur danach, Grossisrael zu errichten, sondern setzt gleichzeitig die Gesamtstrategie der angelsächsischen Weltbeherrschung um: die Zerstörung von BRICS und die Verhinderung der Integration Eurasiens.


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Quelle: commondreams.org


Einleitung Dieser Krieg ist die Umsetzung und Fortsetzung einer jahrzehntelangen Strategie des Westens gegen den Iran, deren Verwirklichung einem Drehbuch folgt, das sich in zahlreichen Dokumenten massgeblicher amerikanischer Thinktanks nachvollziehen lässt.

Trotzdem wird weithin über diesen Krieg so berichtet, als handele es sich dabei um die Aktivität eines einzelnen Wahnsinnigen, wenn auch mit westlicher Unterstützung. Israels Ministerpräsident Netanjahu habe im Nahen Osten einen neuen Krieg vom Zaun gebrochen, indem er den Iran angegriffen habe, während dieser mit den USA über sein Atomprogramm verhandelt habe. Es sei an der Zeit, Netanyahu zu stoppen, so etwa der Anti-Spiegel unter der Überschrift „Wer stoppt den Irren endlich?

Auch andere namhafte Beobachter des Weltgeschehens wie M. K. Bhadrakumar, gehen davon aus, Donald Trump sei an einer «konstruktiven Annäherung» an den Iran interessiert und sehe sich durch Natanyahu daran gehindert.

Sogar der deutsche Bundeskanzler spricht davon, dass „Israel die Drecksarbeit für uns macht“ und die deutsche Presse bejubelt ihn dafür.

In diesem Artikel zeigen wir auf, dass dieser Krieg nicht von Israel entgegen den „friedlichen Absichten“ der USA oder gar gegen deren Willen losgetreten worden ist, sondern sich nahtlos in die Strategie der angelsächsischen Politik gegenüber dem Iran seit 1953 einreiht. Dabei ziehen wir Experten zu Rate und haben für Sie Strategiestudien amerikanischer Think Tanks analysiert.

Die aktuellen Vorwände für den Krieg gegen den Iran: Ein alter Hut

Präemtivangriff

Die vom Westen propagierte Version lautet, Israel mache mit diesem Angriff präemptiv von seinem Selbstverteidigungsrecht Gebrauch, weil ein atomar bewaffneter Iran das Existenzrecht Israels in Frage stelle.

Allerdings ist eine solche präemptive Selbstverteidigung völkerrechtlich nur als Gegenmaßnahme bei einem unmittelbar bevorstehenden Angriff zulässig, wenn die Bedrohung klar, konkret und unmittelbar ist („caroline case“-Kriterium: „instant, overwhelming, and leaving no choice of means, and no moment for deliberation“   – „sofort, überwältigend und ohne Wahlmöglichkeit und ohne Zeit zum Nachdenken“).

Wenn diese Voraussetzungen nicht vorliegen, handelt es sich völkerrechtlich im einen Verstoss gegen das Gewaltverbot (Artikel 2 Absatz 4 der UNO-Charta).

Angebliche Verletzung von Atomaufsichtsregeln als fauler Vorwand

Das Narrativ, auf das sich der Westen stützt, lautet wie folgt:

Ein Bericht der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), der am Samstag, den 14. Juni 2025, an die Mitgliedstaaten verschickt wurde, besagt, dass Irans Vorrat an auf bis zu 60 Prozent angereichertem Uran um etwa die Hälfte auf 408,6 kg gestiegen sei. Nach Schätzungen der IAEO reiche diese Menge an Uran, wenn es auf 90 Prozent angereichert werde, für neun Atomwaffen.

Ein zweiter Bericht behauptet, dass der Iran vor Jahrzehnten an drei Orten geheime nukleare Aktivitäten mit Material durchgeführt habe, was der UN-Atomaufsichtsbehörde nicht gemeldet worden sei.

Unter Berufung auf die Ergebnisse dieser Berichte haben die westlichen Mächte mit ihrer Mehrheit bei der Sitzung der IAEO am 12. Juni 2025 eine Resolution verabschiedet, in der Iran offiziell wegen Verstößen gegen seine Safeguards-Pflichten gerügt wurde. Das Abstimmungsergebnis sah wie folgt aus: 19 Stimmen für die westliche Resolution, 3 Stimmen dagegen (Russland, China und Burkina Faso), 11 Enthaltungen, 2 Mitglieder nahmen nicht teil oder stimmten nicht ab.

Die IAEO ist eine vom Westen dominierte Institution mit stark ideologisch geprägten Strukturen. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass der Iran tatsächlich Regeln der IAEO verletzt hat.

Aber selbst wenn diese   – zum Teil nach eigener Aussage der Antragsteller für die Resolution seit Jahren zurückliegenden   – angeblichen Vertragsverstösse bestätigt wären, würde das nie und nimmer ausreichen, von einer unmittelbar bevorstehenden Bedrohung des Iran gegenüber Israel ausreichen, die Israel zu einem Präemptivschlag berechtigen würden.

Netanjahu   – Chef-Hetzer gegen den Iran seit 30 Jahren

Im Auftrag des Westens geht Netanyahu mit der dreißigjährigen Propaganda hausieren, der Iran wolle Israel mit der Atombombe auslöschen. Im Bild, Netanjahu an einer seiner zahllosen Auftritte, hier bei der UN-Generaldebatte im Juni 2025:


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Natanyahu vor der UNO, Quelle: houstonchronicle.com


Dieses Propagandatrommelfeuer ist ein uralter Hut. Seit Jahrzehnten steht dieses Doomsday-Szenario „unmittelbar bevor“.


Hier ist die Liste der wiederholten Behauptungen «Iran ist kurz vor der Atombombe»


Jahr BehauptungPrognostizierter Zeitraum
1984  Deutscher Geheimdienst: Iran könnte innerhalb von 2 Jahren eine  Atombombe bauen

1986
1992Der israelische Abgeordnete Benjamin Netanjahu: Iran wird in 3  –5 Jahren eine Bombe haben

1995  –1997
1995US-Außenminister Warren Christopher: Iran bald mit nuklearer Fähigkeit„Innerhalb von 5 Jahren“ → 2000

1996Israels Premierminister Schimon Peres: Iran wird bis 1999 Atomwaffen besitzen

1999
2003Israelischer Militärgeheimdienst: Iran könnte bis 2005 eine Bombe haben

2005
2006US-Geheimdienstbericht (NIE): Iran ist 5  –10 Jahre von der Bombe entfernt

2011  –2016
2009Israels Premier Netanjahu: Iran ist „ein bis zwei Jahre entfernt“2010  –2011

2010US-Verteidigungsminister Robert Gates: Iran könnte bis 2011 eine Bombe haben

2011
2012Netanjahu vor der UNO: Iran könnte in 6  –12 Monaten eine Bombe bauen

2013
2013Israelische Offizielle: Iran 1  –2 Monate vom „Breakout“ entfernt2013  –2014

2015Gegner des Atomabkommens behaupten, Iran sei 2  –3 Monate von der Bombe entfernt

2015  –2016
2018Nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen: Israel warnt erneut, Iran sei binnen eines Jahres so weit

2019
2021US-Beamte: Irans „Breakout“-Zeit auf 2  –3 Monate gesunken2021

2023IAEA: Iran hat genug Uran für „mehrere Bomben“, wenn es weiter angereichert wird

Implizit: <1 Jahr

Iran hat keine Bombe und baut auch keine

Hier ist ein Auszug aus dem offiziellen Transkript von Tulsi Gabbards (Director of National Intelligence   – DNI) Zeugenaussage vor dem Senatsausschuss für Geheimdienste (Senate Select Committee on Intelligence), gehalten am 25. März 2025 im Rahmen der Annual Threat Assessment der US‑Nachrichtendienste:

“The Intelligence Community continues to assess that Iran is not building a nuclear weapon and Supreme Leader Khamenei has not authorized the nuclear weapons program that he suspended in 2003. We continue to monitor closely if Tehran decides to reauthorize its nuclear weapons program.“

Tulsi Gabbard   – 25. März 2025

Übersetzung:

„Die Intelligence Community geht weiterhin davon aus, dass der Iran keine Atomwaffen baut und dass der Oberste Führer Khamenei das 2003 ausgesetzte Atomwaffenprogramm nicht wieder genehmigt hat. Wir beobachten weiterhin aufmerksam, ob Teheran beschließt, sein Atomwaffenprogramm wieder aufzunehmen.“

Tulsi Gabbard   – 25. März 2025

Die US-Geheimdienstgemeinschaft (Intelligence Community) ist ein Zusammenschluss von 18 separaten Regierungsorganisationen, die sowohl unabhängig als auch gemeinsam Geheimdienstaktivitäten zur Unterstützung der nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten durchführen. Tulsi Gabbard steht dieser Behörde vor.

Das war eine klare, unter Eid abgegebene Aussage jener Person (Tulsi Gabbard), auf welche sich der amerikanische Präsident bei seiner Entscheidfindung verlassen muss. Von einer klaren, konkreten und unmittelbaren Bedrohung kann also keine Rede sein.


Wie vor dem Irakkrieg 2003   – die Geschichte wiederholt sich

Diese Taktik wurde auch 2002/2003 angewendet, um eine Rechtfertigung für den Angriff auf den Irak zu schaffen, von dem die USA behaupteten, er verfüge über Massenvernichtungswaffen.


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Märchenstunde mit Colin Powell   – wird es nochmals funktionieren?

Heute wissen wir, dass dies eine Lüge war, aber die Propaganda war wirksam, um in den USA und Europa Unterstützung für die Invasion des Irak zu gewinnen. Heute erleben wir ähnliche Bemühungen, nur dass diesmal der Iran fälschlicherweise beschuldigt wird, Uran anzureichern, um eine Bombe zu bauen. Die Lüge über die Massenvernichtungswaffen im Irak hat, genau wie die aktuellen Verleumdungen gegen den Iran, nur einen Zweck: militärische Maßnahmen zu rechtfertigen, um einen Regimewechsel zu erreichen.


Wenn jemand zur atomaren Abrüstung gezwungen werden sollte, dann wäre dies Israel

Diese vorbeschriebene Armageddon-Propaganda ist in ihrer Verlogenheit und in ihrer Doppelmoral nicht zu überbieten. Wenn es wirklich darum ginge, die westasiatische Region tatsächlich atomwaffenfrei zu machen   – woran vor allem die Iraner ein überlebenswichtiges Interesse haben   – würde man bei Israel beginnen. Israel hat zwar offiziell nie zugegeben, Atomwaffen zu besitzen, verfolgt aber seit Jahrzehnten eine Politik der «nuklearen Ambiguität» (nuclear opacity), das heisst: Es wird weder bestätigt noch dementiert, dass man Atomwaffen hat. Trotzdem geht die Fachwelt davon aus, dass Israel seit den 1960er Jahren über ein beträchtliches nukleares Arsenal verfügt (geschätzt 80  –90 Sprengköpfe). Wer sich in dieses Thema vertiefen möchte, dem seien diese Bücher empfohlen: Seymour Hersh   – «The Samson Option: Israel’s Nuclear Arsenal and American Foreign Policy» (1991); Avner Cohen   – «Israel and the Bomb» (1998); dies ist wohl der wichtigste und fundierteste wissenschaftliche Überblick über Israels Atomwaffenprogramm. Es dokumentiert die Entwicklung des Programms, die Politik der «nuclear opacity» und Situationen wie 1973, in denen nukleare Einsatzbereitschaft hergestellt wurde. Cohen beschreibt eine «nuclear alert» während des Jom-Kippur-Kriegs, die als Abschreckung gegenüber der Sowjetunion und als Signal an die USA zu verstehen ist.

Dass seitens des Westens nicht einmal angedacht wird, Israel zur atomaren Abrüstung zu zwingen zeigt, dass dieses Argument ein Scheinargument gegenüber einem Land als dem Iran ist, der nach der übereinstimmenden Aussage sämtlicher US Gemeindienste keine Atomwaffen hat oder bauen will bzw. kurzfristig bauen kann.

Hat Netanjahu tatsächlich mit seinem Angriff auf den Iran eine konstruktive Annäherung der USA an den Iran sabotiert?

Verhandlungen der USA mit dem Iran   – eine reine Mafia-Scharade

Wie vorstehend erwähnt, gehen viele dem amerikanischen Propagandamärchen auf den Leim, Netanyahus Israel habe mit seinem Angriff auf den Iran versucht, die von der Trump Administration ins Werk gesetzte „konstruktive Annäherung“ an den Iran zu sabotieren und die USA hätten vor dem Angriff auf den Iran ehrlich versucht, die vorgenannten Probleme der atomaren Bewaffnung des Iran auf dem Verhandlungsweg zu lösen.

Allerdings kann hier kaum von „Verhandlungen“ die Rede sein. Originalton von Donald Trump:

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Übersetzung:

«Ich habe dem Iran wiederholt die Möglichkeit gegeben, eine Einigung zu erzielen. Ich habe ihnen in aller Deutlichkeit mitgeteilt, dass sie „es einfach tun“ sollten, aber egal wie sehr sie sich bemühten, egal wie nah sie dem Ziel kamen, sie konnten es einfach nicht erreichen. Ich habe ihnen erklärt, dass es viel schlimmer werden würde als alles, was sie kennen, erwarten oder gehört haben, dass die Vereinigten Staaten bei weitem die besten und tödlichsten militärischen Ausrüstungen der Welt besitzen und dass Israel über einen großen Teil davon verfügt und noch viel mehr erhalten wird   – und dass sie wissen, wie man sie einsetzt. Einige Iranische Hardliner haben mutige Worte gefunden, aber sie wussten nicht, was auf sie zukommt. Sie sind jetzt alle tot, und es wird nur noch schlimmer werden! Es gab bereits viele Tote und große Zerstörungen, aber es ist noch Zeit, dieses Gemetzel zu beenden, denn die nächsten geplanten Angriffe werden noch brutaler sein. Der Iran muss ein Abkommen schließen, bevor nichts mehr übrig ist, und das retten, was einst als das Iranische Reich bekannt war. Keine Toten mehr, keine Zerstörung mehr, HANDELN SIE, BEVOR ES ZU SPÄT IST. Gott segne Sie alle!»

Donald Trump   – 13. Juni



Das war am 13. Juni und hier ist noch der vollständige Wortlaut des Truth Social-Posts von Donald Trump am 17. Juni 2025:


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Übersetzung:

„Der Iran hätte das „Abkommen“ unterzeichnen sollen, das ich ihm empfohlen habe. Was für eine Schande und Verschwendung von Menschenleben. Ganz einfach gesagt: Der Iran darf keine Atomwaffen haben. Das habe ich immer wieder gesagt! Alle sollten Teheran sofort verlassen!“

Donald Trump   – 17. Juni 2025

Prof. Jeffrey Sachs kommentierte diese Art der „Verhandlungsführung“ bei Judge Napolitano am 13. Juni 2025 wie folgt:

„In unserer heutigen Welt gibt es keine Diplomatie mehr. Es gibt nur noch Krieg und Gewalt, und ich finde das ehrlich gesagt außerordentlich deprimierend. Die Reaktion der USA, Trumps Reaktion macht deutlich, dass dies eine gemeinsame Aktion Israels und der USA war. Trump sagt: ‚Seht ihr, Israel kann euch vernichten. Es wird euch alle töten. Ihr müsst mir zustimmen.‘ Das nennt man Verhandlungen nach US-Art. Das ist eine Art Faschismus. Das ist es, was es ist. Das heißt, wir töten euch, wenn ihr nicht unserer Sichtweise zustimmt.“

Jeffrey Sachs   – 13. Juni 2025

Die Verhandlungen im Mafia-Stil und das ständige Hin- und Her unterschiedlicher Exponenten der Trump-Administration mit widersprüchlichen Aussagen, was in den Verhandlungen erreicht werden müsse, dienten letztlich nur dazu, den Iran von dem bereits geplanten Datum des Kriegsbeginns abzulenken. Offenbar war dies zumindest teilweise erfolgreich.

Bestätigte „Beteiligung“ der USA am Krieg

US‑Außenminister) Marco Rubio hat am 12.  –13. Juni 2025 behauptet, Israel habe die Angriffe auf den Iran unilateral durchgeführt   – also ohne direkte Beteiligung der USA.

„Wir sind nicht an Angriffen gegen den Iran beteiligt, und unsere oberste Priorität ist der Schutz der amerikanischen Streitkräfte in der Region.“

Marco Rubio   – 12. Juni 2025

Weiter warnte er ausdrücklich, Iran sollte keine US‑Interessen oder -Personen ins Visier nehmen.

Die Wahrheit sieht wie folgt aus: Nach einem Bericht der ABC News vom 13. Juni 2025 haben Trump und Netanyahu am Freitag am 13.6.25 telefoniert. Am Vortag hatte Israel mit Dutzenden von Angriffen „Irans Nuklearanlagen“ bombardiert.


Screenshot_2025_06_23_at_09_44_07_Seniora.org_Mylaeus_Stellvertreterkrieg_Israels_gegen_BRICSQuelle: ABC News


Gegenüber dem Reporter von ABC News sagte Donald Trump am 13. Juni folgendes: „Ich finde, es war ausgezeichnet. Wir haben ihnen eine Chance gegeben, und sie haben sie nicht genutzt. Sie wurden hart getroffen, sehr hart. Sie wurden so hart getroffen, wie man nur getroffen werden kann. Und es wird noch mehr kommen, viel mehr.“

Die geopolitische Bedeutung des Iran als Schlüssel für Eurasien

Mackinder und Brzezinski

Dass dieser Stellvertreterkrieg Israels gegen den Iran gleichzeitig ein Krieg gegen die Machtverschiebungen in Eurasien darstellt, gegen die sich die „Einzige Weltmacht“ (Brzezinski) stemmt, zeigt sich bereits an den sattsam bekannten angelsächsischen geopolitischen Interessen.

Schon zu Zeiten des Britischen Weltreichs hat Halford John Mackinder, ein britischer Geograph, Politiker und Geostratege, 1904 mit seiner berühmten „Heartland-Theorie“ das strategische Denken großer Weltmächte geprägt   – bis heute. Seine Grundidee war: «Wer das Heartland kontrolliert, beherrscht die Weltinsel (Eurasien), und wer Eurasien kontrolliert, beherrscht die Welt.» Der Iran liege am Südrand des Heartland-Gebiets, genauer: an der „Inner Crescent“, also am Peripheriegürtel rund um das Heartland. Er sei ein Pufferstaat zwischen Russland (Heartland) und dem Indischen Ozean. Entscheidend sei danach der Zugang zur „Weltinsel“ Eurasien: Wer den Iran kontrolliert, kann den russischen Zugang zum Persischen Golf bzw. zum Indischen Ozean blockieren oder ermöglichen.

Diese Denktradition wurde später vor allem von Zbigniew Brzezinski fortgesetzt. In seinem Grundwerk „The Grand Chessboard: American Primacy and Its Geostrategic Imperatives“ (1997   – deutsche Version: „Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft“) bezeichnet er Eurasien als das Zentrum der Weltmacht. Die USA müssten die Kontrolle über die Schlüsselregionen behalten, um ihre globale Vormachtstellung zu sichern. Brzezinski definiert den Iran als Teil des „geostrategischen Bogens“ vom Nahen Osten bis Zentralasien. Der Iran sei ein geopolitisches Drehkreuz (geopolitical pivot), denn er liege an der Nahtstelle zwischen dem Kaspischen Raum (Rohstoffe), dem Nahen Osten (Energie und Islamismus) und Süd- sowie Zentralasien (post-sowjetischer Raum). Er könne entweder als Brückenkopf oder als Hindernis für US-Einfluss dienen.

Strategiepapiere massgeblicher amerikanischer Thinktanks

Diese Denkweise und die Vorschläge für entsprechende Handlungsanweisungen (Drehbücher) schlagen sich auch in den Strategiepapieren massgeblicher amerikanischer Thinktanks nieder. Wir greifen die drei Wichtigsten heraus: «A Clean Break: A New Strategy for Securing the Realm» von 1996; „Rebuilding America’s Defenses: Strategy, Forces and Resources for a New Century“ von 2000; WHICH PATH TO PERSIA? Options for a New American Strategy toward Iran von 2009.

Die ersten beiden neokonservativen Strategiepapiere („A Clean Break“ und „Rebuilding America’s Defenses“) wirkten ideologisch richtungsweisend für viele Akteure der Bush-Regierung und darüber hinaus. Ihre Auswirkungen zeigen sich unter anderem in den US-Interventionen in Afghanistan (2001), Irak (2003), Libyen (2011) und Syrien (ab 2011 und jetzt 2025).

Das dritte Strategiepapier „WHICH PATH TO PERSIA?“ zeigt schon im Jahr 2009 die diskutierten Alternativen für das aktuelle Vorgehen der USA und Israels und deren Rollenverteilung im vorliegenden Krieg gegen den Iran. Man sieht hier deutlich die Handschrift und die Vorherrschaft der USA über die aktuellen Ereignisse, bei denen „Bibi“ eine klar ausführende Rolle zugeteilt ist.

A Clean Break: A New Strategy for Securing the Realm

Dieses Papier vom Juli 1996 wurde für die Israelische Regierung   – insbesondere für Premierminister Benjamin Netanjahu, der kurz zuvor in seiner ersten Wahl zum Israelischen Premierminister gewählt worden war   – verfasst. Es entwirft eine neue außen- und sicherheitspolitische Strategie für Israel. Die Autoren war eine Gruppe neokonservativer US-Strategen unter Leitung von Richard Perle, u. a. auch Douglas Feith, David Wurmser, Meyrav Wurmser vom Institute for Advanced Strategic and Political Studies (IASPS), Jerusalem und Washington D.C.

Ziel und Stoßrichtung des Papiers war ein radikaler Bruch („Clean Break“) mit bisherigen Israelischen Sicherheitsstrategien. Statt auf Kompromisse mit den Palästinensern oder arabischen Nachbarn zu setzen (z. B. Oslo-Friedensprozess), fordert es eine Abkehr von der bisherigen Land-für-Frieden-Politik. Die Oslo-Verträge werden als strategischer Fehler betrachtet. Israel solle keine territorialen Zugeständnisse mehr machen. Es müsse ein «neues strategisches Umfeld» geben. Irak, Syrien und Hisbollah werden als Hauptbedrohungen dargestellt. Ziel ist ein geopolitischer Wandel in der Region zugunsten Israels.

Die Autoren fordern weniger Abhängigkeit Israels von den USA bei der Politikgestaltung und eine offensive Sicherheitspolitik und Präventivschläge. Israels Feinde müssten durch Destabilisierung ihrer Regime zerstört werden. Ein „Regimewechsel“ im Irak wird explizit genannt. Syrien solle durch Druck und Isolation geschwächt werden.

Die Autoren gehörten zur neokonservativen Bewegung in den USA. Viele waren später Mitglieder der Bush-Regierung (2001  –2009) oder deren Umfeld und Verfechter des Irakkriegs 2003.

Rebuilding America’s Defenses: Strategy, Forces and Resources for a New Century

Dieses Dokument, veröffentlicht im September 2000 vom Project for the New American Century (PNAC), ist ein Schlüsseltext der neokonservativen US-Außen- und Sicherheitspolitik kurz vor der Präsidentschaft von George W. Bush. Herausgeber waren Thomas Donnelly (Autor), mit Beteiligung von Neokonservativen wie Paul Wolfowitz, Donald Kagan u. a.

Das Papier entwirft eine Strategie zur Sicherung der globalen Vorherrschaft der USA im 21. Jahrhundert   – durch militärische, technologische und politische Überlegenheit. Die Zentrale Zielsetzung war: „Establishing a Pax Americana“   – eine „Amerikanische Friedensordnung“, gestützt auf unangefochtene militärische Stärke.

Um die globale Dominanz der USA zu sichern, sollten jede Konkurrenz, die regionale oder gar globale Macht erringen könnte, verhindert werden, auch präventiv. Dazu sei eine starke Militärpräsenz in strategischen Regionen (Eurasien, Golfregion, Ostasien) erforderlich. Daraus ergab sich die ausdrückliche Forderung nach der Ausweitung von Militärbasen weltweit.

Um Machtkonkurrenz auszuschalten, werden die Förderung von Regimewechseln und eine Vorwärtsstrategie vorgeschlagen. Der Irak (Saddam Hussein soll entmachtet werden) und der Iran werden mehrfach als Ziele genannt.

Zur Umsetzung dieser Ziele seien eine militärische Aufrüstung, massive Investitionen in neue Technologien wie Raketenabwehr, Cyberwarfare, Weltraumrüstung, insgesamt eine Vervierfachung von Investitionen in „Zukunftskrieg“ erforderlich. Die US-Streitkräfte müssten umgebaut werden, weg von einer „Verteidigungsarmee“ hin zu einer projektionistischen Interventionsarmee, die jederzeit schnell und global militärisch zuschlagen kann, um die Gegner durch einen „katalytischen Schock“ transformieren zu können.

Eine der meistzitierten Passagen aus diesem Papier liest sich wie eine Vorahnung für die Ereignisse von 9/11:

„…the process of transformation is likely to be a long one, absent some catastrophic and catalyzing event — like a new Pearl Harbor.”

„…der Transformationsprozess wird wahrscheinlich langwierig sein, sofern kein katastrophales und katalysierendes Ereignis eintritt   – wie beispielsweise ein neues Pearl Harbor.“

Viele PNAC-Autoren wurden ab 2001 einflussreiche Mitglieder in der Bush-Regierung, die die in diesem Papier dargestellten Strategien und Ziele tatkräftig umgesetzt haben (Paul Wolfowitz wurde Stellvertretender Verteidigungsminister, Donald Rumsfeld wurde US-Verteidigungsminister, Richard Perle wurde Pentagon-Berater und Dick Cheney wurde US-Vizepräsident.

Dass dieses Papier keine reine theoretische Abhandlung war, zeigt sich daran, dass exakt danach verfahren wurde. In einem Interview mit Democracy Now! (2007) berichtete etwa der ehemalige NATO-Oberbefehlshaber General Wesley Clark, dass ihm kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ein Pentagon-Mitarbeiter einen internen Plan gezeigt hat, der vorsah:

„Wir werden sieben Länder in fünf Jahren angreifen   – beginnend mit dem Irak, dann Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan und schließlich Iran.“

Quelle: Democracy Now!, 2. März 2007
(Auch zitiert im seinem Buch von Wesley Clark «A Time to Lead»)

Dass dieser Plan nach und nach tatsächlich umgesetzt wurde ist bekannt (Afghanistan 2001, Irak 2003, Libyen 2011 und Syrien ab 2011 und jetzt 2025)   – und jetzt ist zuletzt endlich auch noch der Iran an der Reihe.

Wichtig ist dabei, sich auch daran zu erinnern, dass sich Mackinders „Weltinsel“ und Brzezinskis „Eurasien als das Zentrum der Weltmacht“ fast parallel zu diesen Kriegsereignissen angeschickt hat, sich selbständig zu machen und sich dem Zugriff der „Einzigen Weltmacht“ zu entziehen. Die erste offizielle Kontaktaufnahme zwischen den ersten vier Ländern Brasilien, Russland, Indien und China fand 2006 am Rande einer UN-Vollversammlung statt. Das erste BRIC-Außenministertreffen gab es 2008. Der erste BRIC-Gipfel wurde am 16. Juni 2009 in Jekaterinburg (Russland) abgehalten   – das war der Beginn des politischen Bündnisses. Südafrika wurde 2010 aufgenommen, seither heißt es BRICS. Anfangs hat der Hegemon diese lose Vereinigung nicht ernst genommen. Inzwischen ist jedoch der Kampf dagegen voll entbrannt, denn das war exakt das, vor dem Macinder und Brzezinski und nach ihnen auch die vorgenannten Strategiepapiere gewarnt haben: Eine Machtverschiebung, Konsolidierung und Integration Eurasiens.

Der Iran war also schon von jeher sozusagen der „Schlussstein“ im Torbogen zur Weltherrschaft. Dieses Tor musste dringend geschlossen werden. Daher wurden verschiedene Strategien durchgedacht, wie man diesem Ziel näher kommen könnte. Das Ergebnis dieser Überlegungen ist dem nachstehenden Strategiepapier zu entnehmen.

WHICH PATH TO PERSIA? Options for a New American Strategy toward Iran

ANALYSIS PAPER Number 20, June 2009

Dieses Dokument schliesst sich nahtlos an die vorgenannten Dokumente und die genannten geopolitischen Theoretiker an. Wer meint, ein „wahnsinniger“ Netanyahu dränge die USA gegen deren eigentlichen Willen und entgegen deren Interessen in einen Krieg gegen den Iran, der möge sich diese Strategieplanung und Analyse der Brookings Institution von 2009 vor Augen halten. Es präsentiert verschiedene Kategorien mit entsprechenden spezifischen Optionen, die sich jedoch nicht gegenseitig ausschliessen, sondern ergänzen:

Zunächst versucht man es mit Diplomatie (obwohl die Methoden dem Wort eigentlich nicht entsprechen). Man spricht von Überzeugung („Persuasion“) und meint ökonomischen Druck, gepaart mit begrenztem diplomatischem Angebot oder von Engagement und tut so, als ob man einen aktiven Dialog meine, etwa einen neuen Nukleardeal.

Aber weil man weiss, dass man auf diesem Weg kaum vorankommt, analysiert man die militärischen Optionen wie eine US-Invasion („Going all the way“) mit Bodentruppen (boots on the ground). Ein vollständiger militärischer Einmarsch der USA in den Iran hat aber erhebliche Nachteile (Verluste an Soldaten und Material) und Kosten. Etwas weniger Nachteile haben Luftschläge („Osiraq Option“), d.h. gezielte Angriffe auf Nuklear- oder militärische Einrichtungen des Iran seitens der US-Luftwaffe. Die vorteilhafteste Methode wäre aber nach diesen Überlegungen, die militärische Option von Israel allein ausführen zu lassen. In dem Papier heisst das „Israel machen lassen (Leave it to Bibi)“. Dabei ermuntern die USA Israel, selbst zuzuschlagen   – eine US-Unterstützung sei möglich, aber ohne direkte Beteiligung   – und bitte immer mit der Möglichkeit, sich gegebenenfalls aus PR-Gründen von der Aktion distanzieren zu können.

Als Ziel der vorgenannten Optionen hat ein Regimewechsel im Iran Priorität. Man versucht, einen Volksaufstand („Velvet revolution“) anzuzetteln bei Unterstützung interner Protestbewegungen. Dabei sollte Hilfe für oppositionelle Gruppen/Minderheiten eingesetzt werden: „Inspiring an insurgency“ bis hin zur Unterstützung eines Militärputsches gegen das Regime (Putsch   – a „The coup“).

Eine letzte Möglichkeit, wenn alles andere scheitert, wäre die Option Eindämmung („Containment“). Dabei würde der Status Quo bewahrt und der Iran würde in Schranken gehalten. Die USA würden aber den Iran selbst nicht aktiv angreifen.

Die Autoren betonen, dass keine dieser Option unproblematisch ist   – jede birgt hohe Risiken und mögliche Seiteneffekte; die klügste Strategie könnte eine Kombination der Ansätze sein.

Zentral bleibt aber für die USA, dass die PR-Nachteile einer direkten Beteiligung der USA am Krieg minimiert werden müssen. Das Papier betont daher, der beste Weg, um internationale Kritik zu minimieren und die Unterstützung der USA im Krieg (wenn auch „widerwillig“ oder verdeckt) zu maximieren, bestehe darin, nur dann zuzuschlagen, wenn die Überzeugung weit verbreitet sei, dass den Iranern ein hervorragendes Angebot gemacht worden sei, das sie jedoch abgelehnt hätten   – ein Angebot, das so gut war, dass nur ein Regime, das entschlossen sei, Atomwaffen zu erwerben, es ablehnen würde. Unter diesen Umständen könnten die Vereinigten Staaten (oder Israel) ihre Operationen als bedauernswert, und nicht als aggressiv darstellen. Man nimmt an, dann würde zumindest ein Teil der internationalen Gemeinschaft zu dem Schluss kommen, dass die Iraner sich das selbst zuzuschreiben hätten, weil sie ein sehr gutes Angebot abgelehnt hätten (by refusing a very good deal).

Siehe da: Donald Trump versucht exakt diese Strategie.

Auch die übrigen Strategievorschläge wurden teilweise in die Tat umgesetzt. Israel fliegt gezielte Luftangriffe weit im Iran   – auf Nuklear- und Militäranlagen. Das entspricht exakt der Osiraq-Strategie. Die USA haben Israel ermutigt und als Stellvertreter vorgeschickt („Leave It to Bibi“). Die USA liefern Luftbetankung, übermitteln Geheimdienstinformationen und positionieren Truppen   – ohne offiziell offen Krieg zu führen. Das entspricht genau dem Modell, bei dem Israel im Vordergrund agiert, die USA aber im Hintergrund unterstützen.

Eine Invasion mit US-Truppen scheint nicht geplant zu sein (obwohl es im US-Kongress laute Stimmen gibt, die genau das fordern). Aber Donald Trump behält sich vor, gegebenenfalls die USA auch offiziell zur Kriegspartei zu machen.

Ein Putsch gegen die iranische Führung war zwar beabsichtigt, hat sich aber nicht erreichen lassen und ist nach den vorliegenden Erkenntnissen ausgeschlossen.

Was hat der Westen bisher in diesem Krieg erreicht?

Der erhoffte „Volksaufstand“ gegen die politische Führung des Iran, die geplante Transformation durch einen „katalytischen Schock“ (vgl. oben im Papier „Rebuilding America’s Defenses“) ist ausgeblieben. Das Gegenteil ist eingetreten: Die Bevölkerung schart sich mehrheitlich um die Fahne und unterstützt die Selbstverteidigung gegen Israel und die USA.

Der geplante „Enthauptungsschlag“ gegen die iranische Führung in Militär und Politik war nicht erfolgreich.

Ja, es sind eine Reihe von Militärführern umgekommen, die sich gemeinsam in einem Bunker befunden haben, in dem sie eine gemeinsame Übung abgehalten hatten. Ja, der Iran war geschockt   – auch weil der Cyberangriff des Mossad (mit Hilfe der kooperierenden Geheimdienste der westlichen Länder) auf die Luftabwehr vorübergehend erfolgreich war. Aber diese Probleme sind in kürzester Zeit gelöst worden   – übrigens mit tatkräftiger Mithilfe russischer IT-Spezialisten.

Der Verrat der USA in den vorgespiegelten Verhandlungen mit dem Iran über die Problematik der Nuklearanreicherung hat die westliche „Diplomatie“ absolut unglaubwürdig gemacht. Nicht nur die BRICS-Partner Russland und China, sondern der gesamte Kollektive Süden und Asien haben endgültig vor Augen geführt bekommen, was „schöne Worte“ des Westens wert sind. Dies führt bereits dazu, dass etwa Pakistan und auch China Waffen an Iran geliefert haben. Russland und China haben klargestellt, dass eine Vernichtung des Iran nicht toleriert wird. Die beiden Länder haben in der UNO den Angriff auf den Iran unmissverständlich verurteilt und als völkerrechtswidrig bezeichnet. Die Worte und die Haltung der betreffenden Diplomaten waren deutlich nachhaltiger und entschlossener als bisher.

Der Iran hat seine bisherige zurückhaltende, deeskalierende Haltung gegenüber den Provokationen Israels und der USA aufgegeben und sieht sich nunmehr vollständig im Kriegszustand. Sein Ziel wird ähnlich wie bei Russland in der Ukraine sein, den Stellvertreter des Westens vollständig zu entwaffnen, wenn sich keine Verhandlungslösung erreichen lässt. Temporäre Waffenstillstandsverhandlungen dürften ausgeschlossen sein. Iran führt einen Selbstverteidigungskrieg zur Erhaltung seiner Existenz   – ohne wenn und aber.

Die Energieversorgung und wesentliche militärische Einrichtungen Israels sind offenkundig schwer getroffen, die Luftabwehr Israels gegen die iranischen Raketen ist weitgehend nutzlos. Die Wasserversorgung der grossen Städte wie Haifa und Tel Aviv ist schutzlos gegen feindliche Raketen. Derzeit verschont der Iran allerdings die israelische Zivilbevölkerung und greift nur strategische militärische Ziele an. Weil Israel eine komplette Nachrichtensperre zu den erlittenen Schäden durchsetzt, bleibt vieles im Nebel des Krieges verborgen. Aber es sieht für Israel nicht gut aus.

Schlussbemerkung

Alles zusammengenommen sieht es wohl doch so aus, dass der Westen insgesamt derzeit noch wild entschlossen ist   – wie schon beim Beispiel der Ukraine   – „bis zum letzten Israeli“ kämpfen zu lassen, um dem verhassten Systemkonkurrenten BRICS so viele Probleme wie möglich zu verursachen und damit seinen eigenen Untergang nach Möglichkeit zu verzögern. Ob die USA tatsächlich offiziell als Kriegspartei auftreten werden, hängt nicht zuletzt von der entschlossenen Reaktion Russlands und Chinas und ihrer Partner ab.


*****

22.06.2025

Mylaeus: Stellvertreterkrieg Israels gegen BRICS    (II von II)

13 Kommentare zu „Stellvertreterkrieg Israels gegen BRICS“

  • TruxDanke für die stichhaltige Argumentation.
    Ergänzend: https://tkp.at/2025/06/20/chinas-neue-seidenstrasse-hat-den-dollar-einfach-ausgebootet/Antworten
    • Viktor HerrmannDanke @Trux für den Link. Ihren Worten schliesse ich mich gerne an.Antworten
    • Sa 21 Jun 2025 um 22:27
  • Sa 21 Jun 2025 um 21:48
  • flyingcowExcellent analysis. Thank you.Antworten
  • Sa 21 Jun 2025 um 21:56
  • johann strempflDanke für diesen Bericht (Doku), ebenso fügt sich der Link von ,,@Trux,, passend ein. /
    Wie von mir bereits in mehreren ,,Comment´s,, (in SaR) erwähnt, das Globale Rad hat sich mit 09/11 richtig zum drehen begonnen. Möchte hier 10-wesentliche Dinge herausgreifen.
    1)- 09/11, dieses Ereignis wurde vom Hegemon benutzt, um sich über eine offizielle UN-Zustimmung (Titel Terror-Bekämpfung) sich zu nahezu allen Länder der Welt zu Behörden Zugang zu verschaffen, dass dabei Informationen vom Hegemon abgesaugt wurden, dies bedarf keine gesonderte Erwähnung.
    2)- Gründung der BRIC (BRICS) ! Dieses Vorhaben wurde zu Beginn vom Westen eher als ,,nebensächlich,, eingeordnet, jedoch im laufe der Zeit trotzdem Beachtung geschenkt bis hin zur Einstufung einer Bedrohung ! !
    3)- PUTSCH IN KIEW, vom Westen inszeniert mit dem ,,STRATEGISCHEM ZIEL,,   –
    RUSSLAND zu zerschlagen und sich Zugang zu den RU-Ressourcen zu machen, natürlich mit dem Sanktions-Tsunami auch in RU einen neuen Frühlung (neue vom Westen eingesetzte Regierung) durch zu setzen,   – wie ja bekannt, dieses Vorhaben ist gescheitert, hier erleidet der Westen garade eine Niederlage !
    4)- Im Zuge des Ukraine-Szenario, RU strategisch vom Schwarem Meer abzuschneiden,
    hier ist jedoch RU mit der Eingliederung (Referendum   – Krim) zuvor gekommen und konnte dies verhindern. / PS. Die US-ARMEE war bereits unterwegs in Richtung Krim mit militärischem Equipment, RU (damals während der Olympiade in Sotschi) konnte dieses Vorhaben jedoch geschickt unterbinden und haben das Referendung/Anerkennung bewerkstelligen können.
    5)- Im Sog des UKRAINE-Vorhaben hat der Hegemon auch EUROPA (insbes. D) geschwächt und die Europäer (bis auf sehr wenige Ausnahmen) soweit abhängig gemacht, dass sie nach der Pfeiffe aus Übersee tanzen ! So scheint es, dieses Vorhaben konnte der Hegemon einigermassen umsetzen. Hier noch zur erwähnen, bin überzeugt, der Hegemon wird die NSII unter US-Regie in Betrieb nehmen und den Europäern das RU-Gas als US-Gas verkaufen, mit Sicherheit nicht zum US-Nachteil ! Dass die Engländer aus der EU raus sind, dieses ist dem Hegemon auch recht, so können sie besser Ihr spiel spielen (die Briten sind auch die Drehbuchschreiber in der Ukraine, und der die Briten kennt, zu Ihrem Vorteil ist Ihnen jedes Mittel recht) ! !
    6)- 23.10.2023   – GAZA: Nochmals, dass der beste Geheimdienst der Welt so eine Aktion nicht bemerkt und unterbunden hat, dies kann ich mir bei besten Willen nicht vorstellen, für mich ,,RIECHT DIES,,. . . . . . . ! / Dass diese Aktion für Israel zum erreichen zu etwas grösserem zum Anlass genommen wurde, kann man jetzt sehen !
    7)- Syrien: Wurde von den Transatl. ja seit Jahren vorbereitet mit RU-Zwischenspiel, jedoch unter Türk. Mithilfe wurden auch in Syrien ,,demokratische Regeln eingeführt,,   –
    nach Vorbild IRAQ / LYBIEN !
    8)- IRAN   – Atomprogramm: Auch hier wiederum nur ein Vorwand, dass Ziel ist hier die BRICS+   – Gruppe nicht nur zu stören, sondern zu ,,zerstören,, ! !
    9)- Nächste Störung, BALTIC SEA: Hier wird den Russen ans Bein ,,gepinkelt,, mit div. Vorwürfen, Beschädigung U-Wasserkabel etc.   – wie man bereits gelesen hat, soll hier eine ,,FALS   – FLAG,,   – Operation angezettelt werden, damit RU diese Benutzung untersagt bzw. nur unter sehr schwierigen Bedingungen gestattet werden wird.
    10)- RESÜMEE: Der Hochverschuldete Westen (nicht nur die AMIS, ebenfalls Ihre Experten in Europa, trotz ,,Sondervermögen,, auch die Deutschen) wird alle Mittel einsetzen, um die zwischenzeitliche BRICS+   – Gruppe, überall wo möglich nicht nur zu stören, sondern auch zu zerschlagen. In dieses Szenario können auch die Ungereimtheiten zwischen den USA-CHINA und Taiwan   – Frage einbezogen werden, wobei durchaus der WE auch hier etwas anzetteln kann, bis hin zur Brandlegung ! ! Wir können nur hoffen, dass die, wie bisher auch getan, die RU / CHIN / IND & Co   – weiterhin so besonnen agieren und Ihr Vorhaben ,,BRICS+,, nicht nur stabilisieren, sondern weiterhin so behutsam ausbauen, dass sie ,,ohne Kriege,, ein ,,MULTIPOLARER AKTEUR WERDEN,,   – inklusive mit Einfluss in die wichtigen Organisationen (UNO / WHO etc. etc.) !!!Antworten
    • J.BlumerIhr letzter Satz Herr Strempfl ist genau was ich befürchte . Es gibt keinen grossen Krieg aber der Kriegsverbrecher USA , Israel und ihre Vasallen , die Europäer werden so allmählich jedes Land angreifen und vernichten . Wenn jetzt China , Russland , Nordkorea , Pakistan und evt. Indien , alles Atommächte , diese Verbrecher nicht stoppen wird ein Land nach dem andern , wie in Gaza , völlig zerstören . Man sollte diese Verbrecher jetzt stoppen , sonst ist es zu spät .Antworten
    • So 22 Jun 2025 um 08:02
  • So 22 Jun 2025 um 00:54
  • J.BlumerHeute morgen hat der Kriegsverbrecher USA den Iran angegriffen . Israel und die IAEA in Wien haben ihr Ziel erreicht .
    China und Russland haben es dazu kommen lassen , das ist unsere Welt . Heuchler und Lügner .Iran wird jetzt genauso entvölkert wie Gaza . Politik ist , auf welchen Seiten auch immer , ein Drecksgeschäft . Es hat mir den Glauben an ehrliche Politiker genommen . Egal wie viele Menschen sterben , die Geschäfte sind wichtiger .Antworten
    • johann strempfl@J.Blumer: Danke für Ihren ,,Comment,,   – möchte Hierzu meine Anmerkungen einbringen und zwar   –
      A)- Das Angriffsdatum fällt (Zufall oder ?) mit dem Datum des Hitler-Überfall auf RU zusammen   – ein echter Zufall !?!?!
      B)- ,,China und Russland haben es dazu kommen lassen,,   – ich denke, die Schachspieler RU+CHI (IND) haben eine direkte Intervention (noch) vermieden, damit der Brandherd (noch) geographisch eingeschränkt bleibt. Für RU wäre im Moment eine 2te Front mehr als unpraktisch, vermutlich haben die ,,Zionis,, dies einkalkuliert, jedoch RU+CHI+IND & Co werden mit Sicherheit auch Ihre Planungen und Gedanken durchspielen, bzgl. Antwort, Art und Weise zur richtigen Zeit dies auch mitteilen. Hier gibt es noch zu bedenken, es muss innerhalb der ,,BRICS+   – GRUPPE,, alles voll auf Schiene gebracht werden, wo sich der Eine auf den Anderen verlassen kann. Dieser Angriff (sorry wenn ich hier dies als Vorteil erwähne) wirkt auf die BRICS+   – GRUPPE durchaus als Augenöffner und wird auch einen Einfluss auf Stärkung der BRICS+ nehmen, dieses wird mit Sicherheit durch neue Mitglieder bestärkt werden. Bin mir sicher, die Entstehung der BRIC(S)   – dies ist auf die Aktion 09/11 zurück zu führen ! ! !
      C)- RESÜMEE: Den globalen Akteuren ist vollkommen klar (habe dies bei SaR bereits mehrmals eingebracht), der ,,Unipolare Akteur und seine Zwangspartner,, können und wollen eine ,,Multipolare-Welt,, nicht akzeptieren, denen ist jedes Mittel recht dies zu verhindern und werden nicht nur diesen Konflikt weiter betreiben, sondern auch noch andere anzetteln. Bisher hat die ,,BRICS+   – Gruppe,, im Hintergrund wirtschaftlich gut agiert, sogar forciert. Dieser Weg (,,Wirtsch.Krieg) wird von der BRICS+ bevorzugt. Neue Mitglieder (ohne Waffengewalt) die als Partner, auf Augenhöhe behandelt und nicht mit zweierlei Mass gemessen werden, bringen einfach mehr ! ! Die nahe Zukunft wird mit Sicherheit ,,SEHR SPANNEND,, ! ! Trotz extremen Schwirigkeiten wird sich die Multipolare-Welt durchsetzen, hauptsächlich Aufgrund Ihrer Ideologie ! !Antworten
    • So 22 Jun 2025 um 10:19
  • So 22 Jun 2025 um 07:13
  • fredy-bgulDanke für den präzise recherchierten Bericht. Solche Artikel vermisst man in den MSM des „Wertewestens“.
    Tatsächlich fasst der Titel des Berichts die Sachlage zusammen. ISR hat einen Stellvertreterkrieg gegen den Iran gestartet. Es scheint, dass dies nur dank spezieller Mithilfe von US Aufklärung und Nachrichtenaufbereitung möglich war. Man vergisst diese zentralen Vorbereitungen immer, genau gleich wie in der UKR. Die gesamte Planung der Operationen basiert auf US Systemen, die UKR haben gar keine.
    Jetzt hat die US-Regierung direkt in diesen Konflikt eingewirkt, einmal mehr mit fadenscheinigen Begründungen. Die US Bevölkerung lässt sich mit Hollywood Dramaturgie zu jeder Völkerrechtsverletzung verführen. DIe Medien helfen dementsprechend mit. Dabei hat die US-Regierung 36‘700 Mrd USD Schulden, wie kann man da in einen Krieg ziehen?
    Auch dieser Konflikt wird nicht so enden, wie er durch die „Denk-Behälter“ verfasst wurde. Aber am Ende wird ein Chaos zurückgelassen. Zu Hause bleibt man im trockenen… Dieses „Spiel“ wiederholt sich jetzt zum x-ten Male. Und niemand kommt auf die Idee, die US-Regierung einmal zu Rügen oder in den Senkel zu stellen, sie machen was sie wollen und die Schafe schauen zu.Antworten
    • J.BlumerSo ist es fredy , die USA haben seit 1861 im eigenen Land keinen Krieg mehr . Fast alle Kriege weltweit wurden aber von den Amis angezettelt oder geführt . Es ist Zeit dass diese Kriege zurück in die USA gebracht werden . Sie müssen selber endlich erleben was Krieg im eigenen Land bedeutet . Auch für die USA wird es aber ein schrecklicher Krieg werden . Denken wir zurück : Die Kriege der USA dauern seit den 50er Jahren von Nordkorea über Vietnam , Irak , Afganisthan , Sudan , Somalia , Ukraine und viele andere bis heute . So ist leicht Krieg zu führen wenn man zu Hause fröhlich grosse Sprüche klopfen kann , wie heute Tramp .Antworten
    • So 22 Jun 2025 um 10:11
  • So 22 Jun 2025 um 08:07
  • Roland Weinert1) Ihre Ausführungen finden meine Zustimmung.3) Gegenüber der Russischen Föderation hat die BRD genau so eine besondere moralische Verpflichtung wie gegenüber Israel.5) Wir erleben seit Jahrzehnten eine Aushebelung der „Charta der Vereinten Nationen“: so auch seit dem 24.02.2022 bzw. seit dem völkerrechtswidrigen Angriff Israels auf den Iran am 13.06.2025. Und ganz vorne dabei mit Doppelmoral: deutsche Parteien, deutsche Medien, deutsche Regierungen, Annalena Baerbock, Hofreiter u. a. mehr.Die „Charta der Vereinten Nationen“ sowie „Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ wären wahre, nachhaltige ‚Gamechanger‘ ( wie ich dieses Wort hasse! ) für die Menschheit. Aber rund 5% derselben, also Macht- / Geld-Eliten haben genau daran gar kein Interesse und blockieren / behindern öffentlichkeitswirksame Diskussionen darüber.8) Die UNO ist organisatorisch eine Fehlkonstruktion.10) Dass die BRD von den USA in die Pflicht genommen wird, ist der Preis des sog. ‚deutschen Wirtschaftswunders‘, also des Investments der USA in das Ost-Bollwerk BRD. Ist doch sehr einfach. Da braucht sich niemand zu wundern.Antworten
    • johann strempfl@Roland Weinert: Wie auch Ihr Bericht darlegt, der eingebrachte ,,SaR   – Bericht,, mit ,,Stellvertreterkrieg Israel gegen BRICS,,   – hat eine Lawine (an ,,Comments,,) ausgelöst, mit nicht minder interessanten Antworten, Stellungnahmen. / Möchte zu Ihrem Pkt. 4   – ,, . . . . . . erinnert mich u. a. die „Tagesschau“ an „Die Deutsche Wochenschau“?,,   –
      zu diesem Kommentar sehr gut passend, das Interview von Fr. Zimmermann (ZDF) mit
      Hrn. Friedrich M.   – wörtlich   – ,,ist es nicht verlockend, dass Israel jetzt die Drecksarbeit machen für ein Regime . . . . . .,,   – Antwort von Hrn. Friedrich M. wörtlich   – ,,Frau Zimmermann, ich bin Ihnen dankbar für den Begriff Drecksarbeit . . . . .,,   –
      RESÜMEE: Ihre Erinnerung aus Pkt. 4, mehr als passend ! ! !Antworten
    • So 22 Jun 2025 um 10:42
  • Wie steht es eigentlich mit Friedensverträgen zwischen BRD-USA/Frankreich/Polen/Russische Föderation/Griechenland/Italien et et et?
  • 9) Langsam, aber stetig, marschieren wir in einen Krieg ‚wie in einen Gottesdienst‘ ( frei nach Dr. Joseph Goebbels ). Das Goebbeln hat in Deutschland in Politikkreisen wieder Hochkonjunktur. In diesem Zusammenhang denke ich nicht nur an Herrn Merz. Für die Weltgeschichte ging von Europa, Berlin ( u. a. wie Paris / London / Washington ) nur Unheil aus! Wer hat vor und während des Ersten Weltkriegs im Nahen und Mittleren Osten destabilisiert? Frankreich im Verbund mit dem Vereinigten Königreich. Nur einmal so zur Erinnerung.
  • 7) Die Tatsache, dass die Großmächte nach Gutdünken Rechtskreise außer Kraft setzen, wird dazu führen, dass wir uns Stück für Stück zivilisatorisch in die Zeit vor Thomas Hobbes bewegen.
  • 6) „Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ wird ebenfalls mit Füßen getreten. Ist halt ein ‚Kollateralschaden‘.   – Pazifismus? Auch hierzu gäbe es viel zu schreiben, z. B. wie dieser wieder einmal verunglimpft wird ganz wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Deutschen Kaiserreich.
  • 4) Warum nur erinnert mich u. a. die „Tagesschau“ an „Die Deutsche Wochenschau“?
  • 2) Dasjenige, was z. B. seit dem 24.02.2022 in Deutschland geschieht, steht absolut in der Tradition der Nationalsozialisten bzw. deren Bild vom „Untermenschen“ ‚Iwan‘.
  • So 22 Jun 2025 um 09:43
  • MR BOB Die Nachrichten der nächsten Jahre :………
    ….die 85 igste Amerikanische Botschaft steht in Flammen
    ….Anschläge auf US Militärische Einrichtungen steigen
    ….US Bürger im Ausland können nur noch in Ghettos leben
    ….Die USA holten sich islamistische Anschläge ins Land ,Blau
    Pause Europa !
    ….Rohstoffpreise explodieren
    ….Die Arabische Welt wendet sich vom Wertewesten ab
    ….China führt Taiwan heim ins Reich
    ….Der Werte Osten wendet sich vom Werte Westen ab .
    ….Der Christliche Glaube wird durch Macht& Mammon er
    setzt.Antworten
    • J.BlumerSo ist es !Antworten
    • So 22 Jun 2025 um 10:14
  • Was nicht in den Mainstream Nachrichten stehen wird kann in der ,,Stimme vom Peter ,, gelesen werten
  • So 22 Jun 2025 um 09:59


Quelle: Voicefromrussia - Mit freundlicher Genehmigung übernommenhttps://voicefromrussia.ch/stellvertreterkrieg-israels-gegen-brics/


Info: https://seniora.org/politik-wirtschaft/israel/mylaeus-stellvertreterkrieg-israels-gegen-brics


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




Weiteres: 




Chinas neue Seidenstraße hat den Dollar einfach ausgebootet


       Wir

tkp.at, vom 20. Juni 2025, von Wirtschaft

Iran und China haben am 25. Mai eine Güterbahnstrecke in Betrieb genommen, die Zentralasien wie ein Skalpell durchschneidet – direkt von Xi’an nach Teheran in der Hälfte der Zeit, die man auf dem Seeweg benötigen würde. Die neue Strecke ermöglicht den Transport in 15 Tagen von Hafen zu Hafen, ohne dass die US-Marine in Sichtweite ist. Das ist nicht nur eine Eisenbahnlinie – es ist ein Stinkefinger gegenüber dem Petrodollar-Imperium. Israel hat seinen Angriff also offenbar gestartet wie gerade die ersten Lieferungen in Teheran angekommen sind. USA und Israel befürchten, dass diese neue Verbindung dem Iran zu wirtschaftlichen Aufschwung verhelfen wird.


Vertreter aus dem Iran, China, Kasachstan, Turkmenistan, Usbekistan und der Türkei trafen sich Anfang Mai in Teheran, um Zollabkommen und Betriebsstandards zu finalisieren.

Die von den USA sanktionierte Wirtschaft des Iran verfügt nun über eine klare Handelsader, die direkt in den industriellen Rachen Chinas führt. Industriegüter fließen nach Westen. Öl fließt nach Osten. Und anders als in der Straße von Hormus oder im Suezkanal liegen keine amerikanischen Kriegsschiffe entlang der Gleise.


Dieser Schritt ist der Höhepunkt einer jahrzehntelangen Kehrtwende.

Seit 2018, als Khamenei erklärte, der Iran solle sich nach Osten orientieren, ist China zum größten Ölabnehmer des Iran und zu einer Lebensader für sanktionierte Technologie- und Industriegüter geworden. Der 2021 unterzeichnete 25-jährige Wirtschaftspakt im Wert von 400 Milliarden Dollar besiegelte das Abkommen.

Chinas Belt and Road Initiative greift nun auf Europa über – und die Trockenhäfen des Iran sind das Tor dazu. Die Eisenbahnstrecke ist eine physische Ablehnung der Dollar-Dominanz und ein geopolitischer Schlag gegen die Hegemonie der USA.


Unterdessen im Irak… Peking rückt vor

Als ob das noch nicht genug wäre, hat China gerade seinen Griff um die Energieversorgung des Irak verstärkt. Geo-Jade Petroleum hat einen riesigen neuen Vertrag unterzeichnet: eine Raffinerie mit einer Kapazität von 200.000 Barrel pro Tag, zwei Kraftwerke sowie Petrochemie- und Düngemittelfabriken.

Der Irak nennt es einen „großen Sprung“. Was es wirklich ist? Eine Landnahme Chinas im Herzen des OPEC-Territoriums. Peking kontrolliert bereits über ein Drittel der irakischen Öl- und Gasreserven.

Der „Öl für Wiederaufbau”-Pakt von 2019 ermöglicht es China, im Austausch gegen Rohöl Infrastrukturprojekte zu finanzieren. Und es funktioniert. Chinesische Firmen verdrängen westliche Giganten und bauen die Energiezukunft des Irak auf, während US-Unternehmen in Bürokratie und Klimafantasien versinken.


So sieht die Entdollarisierung aus

Diese Route wurde seit 2021 koordiniert und ausgebaut, unmittelbar nachdem der Iran und China im Rahmen der Initiative „One Belt, One Road“ ein strategisches Abkommen im Wert von rund 400 Milliarden Dollar unterzeichnet hatten. Das Projekt ist im Wesentlichen einfach: Industriegüter aus China werden nun auf dem Landweg direkt in den Iran transportiert und umgehen dabei alle Einflusszonen, Militärstützpunkte und Sanktionskontrollen der USA. Der Iran erhält nicht nur Lieferungen, sondern gewinnt auch die Rolle eines wichtigen Transitknotenpunkts, der folgende Verbindungen herstellt:


  • im Süden – den Nord-Süd-Korridor durch Russland, das Kaspische Meer und Indien;

  • im Westen – den Landzugang zum Irak, nach Syrien, in die Türkei und zum Mittelmeer;

  • im Osten – den direkten Zugang zu den chinesischen Lieferketten.



Darüber hinaus untergräbt die Landroute das Monopol des Seeverkehrs, insbesondere unter den gegebenen Umständen, in denen die Straße von Hormus und der Suezkanal entweder von amerikanischen oder proamerikanischen Strukturen kontrolliert werden. Der Iran hat sich nach und nach aus seiner logistischen Isolation befreit und ist zu einem Bindeglied zwischen China, Russland, Indien und dem Nahen Osten geworden.

All dies stellt eine geoökonomische Bedrohung dar, die die USA und ihre Verbündeten sehr gut verstehen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass gleichzeitig mit dem Beginn der tatsächlichen Integration des Iran in die transasiatische Logistik ein Versuch beginnt, diese systematisch zu zerstören. Es geht nicht nur um das Atomprogramm. Es geht darum, den Iran daran zu hindern, zu einem Logistikzentrum für die neue eurasische Architektur zu werden und genügend Stärke zu erlangen.


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Der gesamte Planet wird von einem Todeskult als Geisel gehalten



10 Kommentare

  1. Daisy 21. Juni 2025 um 8:32 Uhr - Antworten

    Ahm, Trump verfolgt angeblich eine „brillante Strategie“….

    „Das Projekt heißt Indien-Naher Osten-Europa-Korridor, kurz IMEC. Die meisten Amerikaner haben noch nie davon gehört. Es wurde 2023 auf dem G20-Gipfel in Neu-Delhi als gemeinsame Initiative der USA, Indiens, Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate und der Europäischen Union ins Leben gerufen. Ihr Ziel? Der Bau einer modernen Infrastrukturverbindung zwischen Südasien und Europa – ohne chinesisches Territorium zu durchqueren oder auf chinesisches Kapital angewiesen zu sein.

    Die Vision des IMEC ist kühn, aber einfach: Indische Waren würden per Bahn und über Häfen durch den Golf, durch Israel und weiter zu europäischen Märkten transportiert. Unterwegs würde der Korridor nicht nur Handelsrouten, sondern auch Energiepipelines, digitale Kabel und Logistikzentren verbinden. Er wäre die erste ernsthafte Alternative zu Chinas Belt and Road Initiative – eine Möglichkeit für die USA und ihre Partner, Einfluss aufzubauen, ohne vor Ort aktiv zu sein.“

    Die HAMAS-Anschläge haben das Projekt gestoppt.

    „Das ist der Hintergrund für Trumps aktuelle Schritte. Für sich genommen wirken sie uneinheitlich. Zusammengenommen folgen sie der Logik, Infrastrukturhindernisse aus dem Weg zu räumen. Trump mag zwar keine Pläne im Lageraum entwerfen, aber sein Instinkt – für Einfluss, Verhandlungen und Unberechenbarkeit – beseitigt genau die Hindernisse, die IMEC überhaupt erst aufgehalten haben.“

    https://www-foxnews-com.translate.goog/opinion/trumps-unpredictable-middle-east-moves-actually-follow-brilliant-master-plan?_x_tr_sl=auto&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_hist=true

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    • Fritz Madersbacher 21. Juni 2025 um 12:59 Uhr - Antworten

      @Daisy
      21. Juni 2025 um 8:32 Uhr
      Der IMEC-(oder IMEEC-)Korridor ist kein Trump-Projekt, sondern Indien, mehrere Staaten des Mittleren Ostens, vor allem aber Israel, die EU (darin insbesondere Italien, Frankreich, Deutschland) und natürlich die USA haben sich am Rand des G20-Gipfels im September 2023 in einer Absichtserklärung auf dieses Konkurrenzprojekt zur „Neuen Seidenstrasse) verständigt.
      „Das Projekt steht im Rahmen der auf dem G7-Gipfel in St Ives 2021 vereinbarten und auf dem G7-Gipfel auf Schloss Elmau 2022 konkretisierten Kooperation („Partnership for Global Infrastructure and Investment“, auch „Build Back Better World“), die als Reaktion auf die Initiative Neue Seidenstraße der Volksrepublik China gesehen wird. Seitens der EU wird das Projekt über die Initiative Global Gateway mit 300 Milliarden Euro teilfinanziert“ (Wikipedia).
      Außer einer Absichtserklärung ist noch kaum etwas geschehen. Die Erfolgsaussichten waren (und sind zunehmend) kaum gegeben, vor allem angesichts der internationalen Entwicklung mit ihrer immer ausgeprägteren Polarisierung zwischen dem „Westen“ und der „globalen Mehrheit“, dem „globalen Süden“. Der Kampf des Westens um seine Hegemonie mit allen Mitteln isoliert ihn immer mehr, auch von früheren Verbündeten in „Westasien“, wirtschaftlich hat er seine frühere Dominanz eingebüßt …

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      • Daisy 21. Juni 2025 um 13:05 Uhr

        Sagte ich nicht, dass er es erfunden hat. Steht alles in meinem Beitrag und unter dem Link.Tipp: Einfach zuerst lesen. Trump aber versucht anscheinend, das Projekt neu zu beleben, nachdem es von der Hamas gestoppt wurde. Ich drücke die Daumen. Sie
        nicht?? ????

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      • Fritz Madersbacher 21. Juni 2025 um 13:51 Uhr

        @Daisy
        21. Juni 2025 um 13:05 Uhr
        „Tipp: Einfach zuerst lesen“
        Gilt auch für Sie. Sie können gerne die Daumen drücken für Israel, die EU und natürlich die USA …

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  2. Nurmalso 20. Juni 2025 um 23:03 Uhr - Antworten

    Und warum tut Russland und China nicht auf die iranische Regierung einwirken, endlich damit aufzuhören sich auf die iranische Fahne zu schreiben, das Land Israel zu vernichten ?
    Die Hisbollah Finanzierung gegen Israel etc.
    Und warum muss für das Land Iran eine Urananreicherung U-235 von 60% her. Brauch man weder für Kernreaktoren noch für Medizin und sonst was. Und 90% Anreicherung ist dann Atomwaffenfähig. Wozu brauch Iran eine Atombombe ?
    Irgend was stimmt hier nicht an der Geschichte und i.welche Falschmeldungen über den Iran sind im Umlauf.
    Erbitte von tkp um mehr Aufklärung, damit die Webseite lesenswerter wird. Danke !

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    • Varus 21. Juni 2025 um 8:29 Uhr - Antworten

      Wozu brauch Iran eine Atombombe ?

      Das ist gerade das Problem, dass Iran meint, keine zu brauchen. Hätte das Land welche, würde Israel nicht wagen, das Land anzugreifen.

      Früher haben etliche muslimische Länder die zionistische Besetzung Palästinas abgelehnt. Einige haben mit Israel Abkommen geschlossen, wofür aber Israel die international bevorzugte Zweistaatenlösung umsetzen sollte – wird es getan? Stattdessen wird das Westjordanland besetzt und unterjocht.

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    • triple-delta 22. Juni 2025 um 19:24 Uhr - Antworten

      Es gibt keine iranische Stgrategie der Vernichtung Israels. Hier werden Zitate aus dem Zusammenhang gerissen und Aussagen interpertiert, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen.

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  3. Jan 20. Juni 2025 um 19:33 Uhr - Antworten

    Das hier abgebildete Dreieck Saudi-Arabien, Iran/Irak, Kaspisches Meer ist das wichtigste Ölfördergebiet der Erde mit zwei- oder dreimal soviel Öl wie unter der saudischen Halbinsel.

    Der Westen hat mit seiner feministischen Außenpolitik hier nicht viel Stand. Nehammer ist zu Putin gefahren und hat ihm gedroht.

    Das Nordseeöl ist weg, Afrika und Südostasien importieren, Venezuela liegt brach, das US-Fracking dürfte bis 2030 einbrechen und Grönland oder kanadische Ölsande sind feuchte Träume.

    Die Europäer haben sich aber gerade für die nächste Zwangsspritzenorgie entschieden. Wie schön, wenn Selbsterkenntnis zu Konsequenzen führt!

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  4. Fritz Madersbacher 20. Juni 2025 um 18:19 Uhr - Antworten

    „Iran und China haben am 25. Mai eine Güterbahnstrecke in Betrieb genommen … All dies stellt eine geoökonomische Bedrohung dar, die die USA und ihre Verbündeten sehr gut verstehen“

    Ja, es ist eine Bedrohung für den Westen, und zugleich zeigt das die Perversion auf, die dem Imperialismus zugrundeliegt und ihn zum Hindernis für jeden Fortschritt der Kooperation der Völker macht. Jeder Fortschritt der Menschheit ist geknüpft an die Zerschlagung dieses kannibalistischen Molochs, der von der Überlegenheit seiner barbarischen Zivilisation über andere Kulturen und jener seines bankrotten „Lebensmodells“ überzeugt ist. Mit Krieg und Zerstörung versucht er sein Leben zu verlängern. Wenn wir das nicht allmählich begreifen und unsere dummen Dünkel überwinden, werden wir aus unserer Misere und aus unseren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Schwierigkeiten nicht mehr hinausfinden …

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  5. Sabine Schoenfelder 20. Juni 2025 um 16:20 Uhr - Antworten

    In ihrem überheblichen und heimtückischen Expansions- und Machtstreben ERSETZT die USA (jetzt auch) im Osten alle eigenständigen Staatschefs, dank militärischer Operationen, bzw. hinterhältiger Bewaffnung terroristischer, muslimischer Gruppierungen, DURCH lenkbare, bestechliche Satelliten-Statthalter. In Afghanistan kämpften wir für die FREIHEIT..???? und etablierten korrupte Steinzeit-Muslime + afghanische Migration. In der Ukraine kämpfen wir für die DEMOKRATIE ..????und stabilisieren ein Fascho-Regime + Ukrainemigration. In Israel kämpfen wir für unsere SICHERHEIT..????und halten Bibi im Amt + Palästinenser- und Iranmigration ‼️
    …und der Chinese macht mit diesen Staaten Geschäfte. Preiswerter und umfangreicher als zuvor…..????????????
    Weiter so, Werte-Westen….bald sind wir kulturell, ethnisch und ökologisch weg…

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Info: https://tkp.at/2025/06/20/chinas-neue-seidenstrasse-hat-den-dollar-einfach-ausgebootet/


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22.06.2025

Karin Kneissl: Die Russen müssen ihre romantische Vorstellung von Westeuropa vergessen

freedert.online, 22 Juni 2025 16:55 Uhr

"Irrationale" Politiker, die Russland hassen, haben laut Kneissl seine Freundlichkeit nicht verdient. Die ehemalige österreichische Außenministerin ist überzeugt, die Wurzeln der heutigen Feindschaft reichen weit in die Geschichte zurück.


Karin Kneissl: Die Russen müssen ihre romantische Vorstellung von Westeuropa vergessenQuelle: Sputnik © Alexandr Krja

schew


Karin Kneissl auf dem SPIEF, 18. Juni 2025.


Westeuropäische Politiker, so die ehemalige österreichische Außenministerin Karin Kneissl am Mittwoch auf dem St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum (SPIEF), seien oft "ahistorisch" und litten unter einem "tief sitzenden Hass" auf Russland. Die Russen sollten jede "romantische" Sicht auf den Westen vergessen, fügte sie hinzu.

Kneissl, die bis 2019 im österreichischen Kabinett saß und während ihrer Amtszeit für engere Verbindungen nach Russland eintrat, forderte die Russen auf, eine realistischere Sicht auf die westliche Feindseligkeit anzunehmen. Sie beschrieb diese als "tief verwurzelt" und von Geschichte und Geografie geformt.


Machen unterschiedliche Geschichtsbilder Freundschaft mit Russland unmöglich?




Meinung

Machen unterschiedliche Geschichtsbilder Freundschaft mit Russland unmöglich?






"Es gibt, würde ich sagen, eine gründliche Missdeutung Europas durch die Russen. Nichts hat 2022 angefangen. Nichts 1945", sagte sie unter Bezug auf die Eskalation des Ukraine-Konflikts und das Ende des Zweiten Weltkriegs, das einst den Weg für den Kalten Krieg bereitete.

"Ich hoffe, dass Russland aufhört, die europäische Geschichte falsch zu lesen. Denn da gibt es zu viel Romantisierung, zu viele Illusionen", erklärte sie.

Im Rückblick auf ihr Heranwachsen in Österreich erinnerte sich Kneissl daran, dass Geschichte durch eine entschieden US-freundliche, antisowjetische Brille gelehrt wurde. Sie sagte, ihr späteres Verständnis für historische Komplexitäten habe sie dazu gebracht, die heutigen Spannungen als Teil eines lang anhaltenden Kampfes um Narrative und historische Interpretationen zu sehen.

Sie verwies auf die Rivalität zwischen den Reichen als Beispiel und führte aus, die Romanows und die Habsburger seien lange Zeit Gegner gewesen, die für entgegengesetzte Zweige des Christentums und konkurrierende Ansprüche auf das Erbe des Römischen Kaiserreiches standen. Kneissl fügte hinzu, die antirussische Propaganda, die während des Ersten Weltkriegs in Österreich veröffentlicht worden sei, erinnere überdeutlich an die Botschaften, die westliche Medien heute verbreiteten.

"Was immer wieder hochkommt, ist instinktiver, geradezu körperlicher (es ist nicht rational) tief verwurzelter Hass auf Russland", sagte sie zum politischen Klima in der EU. Sie rief die Russen dazu auf, "eure Freundlichkeit und eure Liebe zu diesem Europa" zu mäßigen, und beschrieb solche Neigungen als bewundernswert, aber zum jetzigen Augenblick unpassend.

Kneissl wurde für ihre Haltung zu Russland und ihre persönliche Beziehung zu Präsident Wladimir Putin, der 2018 Gast auf ihrer Hochzeit war, im Westen scharf kritisiert. Im Jahr 2020 zog sie nach Russland um und leitet nun das Geopolitische Observatorium für Russlands Kernfragen (G.O.R.K.I).

In der Podiumsdiskussion auf dem SPIEF merkte sie an, sie nenne G.O.R.K.I lieber eine "Mach-Fabrik" als eine Denkfabrik, und betonte ihren Schwerpunkt auf aktivem politischem Engagement.


Mehr zum ThemaDer Westen, Russland und die Krim – der ewige Zankapfel


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Video https://rumble.com/v6u15l5-lawrow-deutschland-wiederholt-den-weg-des-letzten-jahrhunderts-direkt-in-de.html Dauer 1:23 Min. 


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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22.06.2025

Interview mit Klaus von Dohnanyi
„Wenn du Frieden willst, sprich mit deinen Feinden und nicht mit deinen Freunden.“Schlagzeile

thepioneer.de, 07.06.2025, Gabor Steingart

Mit 97 Jahren ist Klaus von Dohnanyi Beobachter eines bewegten Jahrhunderts. Wie blickt er als ehemaliges Mitglied des Bundestages auf die aktuellen Weltgeschehnisse? Mit Gabor Steingart spricht er über die Macht der Diplomatie, Europas Sicherheit im Schatten Russlands und Donald Trump.

 

The Pioneer: Donald Trump sagt, die Gründe für die Gründung der EU seien die Handelsvorteile, die sie sich gegenüber den USA verschaffen konnte. Sind die Amerikaner, die wir als Transatlantiker kennengelernt haben, noch unsere Freunde?

Klaus von Dohnanyi: Das kommt darauf an, welche Amerikaner Sie meinen. Im Großen und Ganzen waren sie es nämlich nie. Sie hatten immer ihre eigenen Interessen. Amerika hat in Europa immer wieder eingegriffen und hat uns eigentlich mehr geschadet als geholfen.

The Pioneer: Aber zunächst einmal hat Amerika uns doch gefördert – man hat uns nicht nur mit dem Marshallplan, sondern später auch mit der Nato enorm geholfen, das Land zu werden, das wir geworden sind. Dieser feindliche Ton ist erst mit Donald Trump in die Szenerie gekommen. Oder würden Sie sagen, dieser Ton befindet sich in der Kontinuität der Interessen?

Dohnanyi: Der ist in der Kontinuität der Interessen, die sich natürlich den Umständen entsprechend gewandelt haben. Im Kalten Krieg und nach dem Fall der Mauer war das anders.

The Pioneer: Wir sollten uns also entweder Gelassenheit auferlegen und uns nicht so aufregen? Oder sollten wir unsere – vielleicht auch europäischen – Interessen erkennen und auf den groben Klotz einen groben Keil setzen?


Autoren

Gabor SteingartGründer & Herausgeber The Pioneer

© Media Pioneer

Info: https://www.thepioneer.de/originals/others/articles/wenn-du-frieden-willst-sprich-mit-deinen-feinden-und-nicht-mit-deinen


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22.06.2025

Medwedew: Mehrere Länder bereit, Iran direkt mit Kernwaffen zu beliefern

freedert.online, 22 Juni 2025 18:35 Uhr

Der Vize-Chef des russischen Sicherheitsrates Dmitri Medwedew kommentierte den nächtlichen Angriff der USA auf die iranische Nuklearinfrastruktur mit einer bemerkenswerten Aussage: Eine Reihe von Ländern wäre bereit, Iran Kernwaffen zur Verfügung zu stellen.


Medwedew: Mehrere Länder bereit, Iran direkt mit Kernwaffen zu beliefernQuelle: Sputnik


Dmitri Medwedew bei der Gedenkzeremonie am "Tag der Erinnerung und der Trauer" an der Kreml-Mauer, 22. Juni 2025


"Was haben die Amerikaner mit ihrem nächtlichen Angriff auf drei Ziele in Iran erreicht?" Diese Frage stellte der Stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates Dmitri Medwedew am Sonntag auf Telegram. Dazu lieferte er selbst die Antwort.   

Seiner Einschätzung nach wurde offenbar die kritische Infrastruktur des Nuklearzyklus nicht oder nur geringfügig beschädigt. Zudem zeigte er sich sicher, dass die Anreicherung von Kernmaterial und, wie man nun direkt sagen könne, auch die künftige Produktion von Kernwaffen fortgesetzt werde.


Medwedew warnt vor neuem Tschernobyl






Medwedew warnt vor neuem Tschernobyl






Doch solange Iran noch nicht in den Besitz von Kernwaffen gekommen ist, könnte Medwedew zufolge ein Drittland Abhilfe leisten. "Eine Reihe von Ländern ist bereit, Iran direkt mit Kernwaffen zu beliefern", schrieb der Sicherheitsrats-Vize, der in den Jahren 2008 bis 2012 den Posten des Präsidenten der Russischen Föderation bekleidete. Welche Länder dies sein könnten, sagte der Politiker nicht. 

Darüber hinaus merkte der ehemalige Präsident und Premierminister an, dass die Mehrheit der Länder die USA und Israel für ihren Angriff auf Iran verurteilten. Die politische Führung Irans sei trotz Spekulationen über einen möglichen Regimewechsel erhalten geblieben und mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar gestärkt worden. "Das Volk schart sich um seine geistliche Führung, sogar diejenigen, die ihr zuvor nicht wohlgesonnen waren", stellte Medwedew fest, während die Menschen in Israel unter Beschuss stünden und in Panik seien. 

Unklar bleibt bislang, ob Medwedews Hinweis auf eine mögliche Leihgabe von Kernwaffen an Iran auf tatsächlichen Geheimdienstinformationen basiert – oder lediglich als gezielte Provokation zu verstehen ist. Dies wäre zumindest nicht auszuschließen. Medwedews Vorgesetzter im Sicherheitsrat, Sergei Schoigu, besuchte in den vergangenen Wochen mehrfach die DVRK. Beide Länder demonstrieren derzeit eine außergewöhnlich enge und tiefgreifende militärische Zusammenarbeit.

Nach dem nächtlichen US-amerikanischen Angriff auf iranische Urananreicherungsanlagen beschloss das iranische Parlament einstimmig den Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag. Nun muss die geistliche Führung des Landes den Vorstoß genehmigen. Überdies droht Iran, die Meerenge Straße von Hormus zu sperren. Dies wäre vor allem ein Druckmittel gegenüber den USA. Iran fordert Israel und nun auch die USA auf allen internationalen Plattformen dazu auf, die Aggression gegen Iran zu stoppen. 


Mehr zum Thema ‒ LiveTicker Iran/Israel-Krieg: Pentagon bestätigt Einsatz von B-2-Tarnkappenbombern in Iran


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Video https://rumble.com/v6v5pft-lawrow-westen-hat-sich-komplett-diskreditiert-dritter-weltkrieg-knnte-bevor.html Dauer 2:56 Min.


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/international/248671-medwedew-mehrere-laender-sind-bereit-iran-mit-kernwaffen-beliefern/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

22.06.2025

Weltkriegs-Chemiewaffen: In der Ostsee geht etwas furchtbar schief

freedert.online, 22 Juni 2025 20:04 Uhr, Von Christina Sisowa

Am Meeresboden rosten chemische Waffen - und Berlins Plan, sie ohne Russlands Hilfe zu entfernen, könnte eine unwiderrufliche Umweltkrise auslösen. Eine Gefahr, die alle Anrainer gemeinsam bedroht, kann nicht mehr gemeinsam bekämpft werden.


Weltkriegs-Chemiewaffen: In der Ostsee geht etwas furchtbar schiefQuelle: RT


Unter den Wogen der Ostsee liegt eine stumme, aber wachsende Gefahr – die verrottenden Überreste chemischer Munition, die dort nach dem Zweiten Weltkrieg versenkt wurde. Jahrelang lagen diese Waffen dort weitgehend unberührt und blieben eine bekannte Gefahr für Meeresfauna und Küstenanwohner. Das Thema erlangte im 21. Jahrhundert größere Aufmerksamkeit, als Wissenschaftler vor steigenden Umweltgefahren warnten. Jahrzehntealte Geschosse rosten vor sich hin und beschwören das Gespenst giftiger Leckagen herauf, die eine ausgewachsene Umweltkatastrophe auslösen könnten.

Jetzt macht sich Deutschland daran, diese Lager unter Wasser zu heben und zu entsorgen. Aber das Berliner Projekt, das als Umweltreinigung deklariert wird, könnte in Wirklichkeit das ökologische Gleichgewicht in der Ostsee verschlechtern.

Russland hat wiederholt betont, wie wichtig es sei, an diesem Prozess beteiligt zu werden, und sich auf seinen Status als direkt betroffenes Land mit relevanten Erfahrungen berufen. Aber bei angespannten internationalen Beziehungen scheint ernsthafte Zusammenarbeit unmöglich. Doch was passiert, wenn diese Aufgabe ohne russische Beteiligung begonnen wird? RT blickt einmal genauer hin.

Die giftigen Waffen der Vergangenheit – und eine heranwachsende zukünftige Krise

Nach Schätzungen liegen etwa 1,6 Millionen Tonnen Kriegsmunition, viele davon mit chemischen Waffen wie Senfgas, Lewisit, Sarin und Tabun geladen, auf dem Boden der Nord- und Ostsee. Sie wurden in den chaotischen Zeiten unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg sowohl von den Alliierten als auch von der Sowjetunion dort versenkt – die Sowjets haben Berichten zufolge die Granaten einzeln versenkt, während die westlichen Mächte ganze Schiffe auf einmal versenkten.

Heute ist nicht genau bekannt, wo sich diese Unterwasserarsenale befinden. Viele liegen bei der Insel Bornholm und vor der lettischen Küste bei Liepāja. Aber die Bedrohung ist keinesfalls eingehegt. Gelegentlich werden beschädigte Granaten in Fischernetzen hochgezogen. Und mit jedem verstreichenden Jahr rosten die stählernen Hüllen weiter und erlauben es den giftigen Chemikalien, ins Wasser zu sickern.

Laut Wladimir Pinajew, außerordentlicher Professor für Umweltsicherheit und Produktqualität an der RUDN-Universität, ist "die Anwesenheit chemischer Munition in jedem Gewässer eine tickende Zeitbombe". Nach Jahrzehnten unter Wasser sind die Granaten massiv verrostet und möglicherweise instabil.

"Die wirkliche Gefahr beginnt, wenn die Hüllen ihre Integrität verlieren", erläutert Pinajew. "Derzeit verstehen wir noch ganz, wie die giftigen Stoffe sich in der Meeresumwelt verhalten werden – wie gefährlich sie bleiben, wie weit sie sich verbreiten oder wie ernst ihre Wirkung auf das Ökosystem sein wird."

Die Liste der gefährdeten Organismen ist lang. "Das betrifft nicht nur das Wasser", sagte er. "Diese Substanzen können Algen vergiften, Meeressäuger, Fisch, Seevögel und Mikroorganismen. Und zuletzt, Menschen. Wir stehen am Ende der Nahrungskette."

Die langfristige Gefahr? Eine vergiftete Nahrungsquelle, zerstörte Fischerei und ein unwiderruflicher Zusammenbruch der Umwelt.


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Jüngere Studien bestätigen, dass die Gifte bereits ins Meer sickern. Nach Forschungen des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Meeresforschung wurden in der südwestlichen Ostsee, insbesondere rund um die Kieler und die Lübecker Bucht, etwa 3.000 Kilogramm gelöster Chemikalien gefunden.

Obwohl die aktuellen Werte unter den offiziellen gesundheitlichen Grenzwerten liegen, ist der Trend beängstigend. Der Klimawandel beschleunigt die Korrosion – durch höhere Temperaturen und stärkere Stürme – und bewegt die Verschmutzung weiter fort von den Stellen, an denen die Munition ursprünglich versenkt wurde. Eine Studie der polnischen Akademie der Wissenschaften fand heraus, dass allein Senfgas ein maritimes Ökosystem in einem Umkreis von 70 Metern steril machen kann.

Eine "Reinigung", die womöglich eine Katastrophe auslöst

Das deutsche Umweltministerium startete 2023 ein Pilotprojekt zur Bergung, mit Anfang in der Lübecker Bucht. 27 Experten für Munitionsbeseitigung, Umweltwissenschaften und der Regierung wurden zu Rat gezogen und die Stellen für die anfängliche Säuberung wurden gewählt. Die Pilotphase endete im April 2025.

Die Behörden sagten, die Technologie funktioniere gut, auch wenn sie für Gebiete mit hoher Belastung angepasst werden müsste. Die meiste geborgene Munition besaß keinen Zünder und wurde mit mechanischen Mitteln sicher geborgen. Für den Teil, der gesprengt werden musste, setzt Deutschland Unterwasserbarrieren ein, um das Meeresleben zu schützen. Dennoch warnen Experten, selbst gut kontrollierte Zündungen könnten sowohl für die Sicherheit sowohl der Umwelt als auch der Menschen ein großes Risiko darstellen.

Die deutschen Behörden erklären, es sei in der Nähe der Bergungszonen keine zusätzliche Belastung entdeckt worden. Aber Kritiker mahnen zur Vorsicht. Wie Pinajew betonte: "Ehe irgendeine Munition geborgen oder vor Ort zerstört wird, muss die Sicherheit von Fischen, Meeressäugern und die der Navigation sichergestellt werden. Diese Handlungen sind von Natur aus gefährlich."


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Er glaubt, die Säuberungsarbeiten sollten internationalen Organisationen mit entsprechender Erfahrung anvertraut werden - insbesondere der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW). Auch wenn die OPCW sich vor allem mit Arsenalen an Land befasst, glaubt Pinajew, dass ihre Beteiligung an den Unterwassereinsätzen so nötig wie überfällig ist.

Er betonte außerdem die Notwendigkeit umfassender Umweltbeobachtung. "Wir brauchen fortlaufende Forschungen in den Munitionslagerstätten – über Fernsensoren und andere Methoden – und eine vollständige Bewertung der Langzeitwirkung dieser Chemikalien auf maritime Ökosysteme", sagte er.

Die Sicherheit des Personals, das an diesen Einsätzen beteiligt ist, sei ebenfalls ein Problem. "Sie brauchen mehr als die Standard-Schutzanzüge", warnte er. "Wir reden von vollen Chemieschutzanzügen – mindestens von militärischen Chemieschutzanzügen."

Russlands Rolle: Vom Partner zum Zuschauer

Russland hat sich lange für eine multilaterale Herangehensweise im Umgang mit dem toxischen Erbe der Ostsee eingesetzt. 2023 warnte Sergei Beljajew, Direktor der zweiten europäischen Abteilung des russischen Außenministeriums, davon, dass die Einbeziehung der NATO in die Säuberung die ganze Region destabilisieren könne.

"Wir sind zunehmend alarmiert durch die westlichen Versuche, versunkene Chemiewaffen aus dem Zweiten Weltkrieg ohne Beteiligung wichtiger Betroffener zu bergen", sagte Belajew. "Diese Diskussionen müssen über etablierte Strukturen wie HELCOM [Umweltschutzkommission der Ostseeanrainer, 2000 gegründet] laufen, und Russlands Stimme kann nicht ausgeschlossen werden."


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Er verwies außerdem auf eine politische Sackgasse: Die Tätigkeit von HELCOM wurde durch die Spannungen mit den westlichen Ländern so gut wie gelähmt. Versuche, sie zu umgehen, indem über die NATO oder den Rat der Ostseestaaten gegangen wird, vertiefen die Kluft nur.

Der Militäranalytiker Wladimir Jewsejew unterstrich, wie dringend die Frage ist. "Russland muss Teil dieses Prozesses sein" sagte er. "Selbst wenn das jetzt politisch unrealistisch wirkt, können wir die Gefahren nicht ignorieren. Umfassende Bewertungen sind nötig, und hastig zu handeln, wäre ein ernster Fehler."

Wenn die Umwelt zum politischen Schlachtfeld wird

In einer anderen Zeit hätte dieses Thema vielleicht eher vereinigt als getrennt. Keine Nation will, dass Toxine aus einer anderen Zeit in ihren Gewässern wieder auftauchen – wörtlich. Aber im heutigen geopolitischen Klima wurde selbst der Umweltschutz zum Gebiet internationaler Rivalitäten.

Sergei Osnobischtschew, Direktor des Instituts für strategische Bewertungen, äußerte Zweifel, dass unter den jetzigen Bedingungen gemeinsame Bestrebungen mit Deutschland möglich wären:

"Deutschlands Feindseligkeit macht eine Koordination extrem schwierig. Dennoch sind die Einsätze zu hoch, um sie zu ignorieren. Auf die eine oder andere Weise muss ein Gespräch stattfinden."

"Es wird nicht leicht sein, Kontakte herzustellen, und auf beiden Seiten gibt es kaum politischen Willen", sagte er. "Aber die Bedeutung dieses Themas kann nicht übertrieben werden. Ein Dialog wird eventuell nötig sein, so schwierig das auch sein mag."

Währenddessen tickt die Uhr weiter – nicht nur für diese rostenden Granaten, sondern für das gemeinsame Meer, das sie zu vergiften drohen.

Christina Sisowa ist eine Moskauer Reporterin, die über Politik, Soziologie und internationale Beziehungen berichtet


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Video https://rumble.com/v6utacp-versenken-war-die-einfachste-lsung-ex-nva-offizier-zu-weltkriegs-altlasten.html Dauer 3:17 Min.


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Info: https://freedert.online/meinung/248489-weltkriegs-chemiewaffen-in-der-ostsee-geht-etwas-furchtbar-schief/


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22.06.2025

Trumps Wunsch wird erfüllt: NATO-Mitgliedsländer einigen sich auf Fünf-Prozent-Ziel

freedert.online, 22 Juni 2025 18:46 Uhr

Beim NATO-Gipfeltreffen am 24. und 25. Juni in Den Haag wird vor allem ein Thema auf der ansonsten übersichtlichen Tagesordnung stehen: die Verpflichtung der NATO-Verbündeten, jährlich fünf Prozent der Wirtschaftsleistung ihrer Länder für Rüstung und Militär auszugeben, wie US-Präsident Donald Trump fordert.


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(Screenshot)



Quelle: Gettyimages.ru © Dan Kitwood/Getty Images


NATO-Generalsekretär Mark Rutte (hier am 9. Juni 2025 in London) hat derzeit gut lachen: Seine Taktik für den NATO-Gipfel in Den Haag scheint aufzugehen – dem Militärbündnis steht ein milliardenschwerer Geldregen ins Haus.


Wie mehrere Nachrichtenagenturen und Medien am Sonntagabend berichten, haben sich die NATO-Mitgliedsländer im Vorfeld des am Dienstag beginnenden NATO-Gipfels in Den Haag darauf verständigt, Ausgaben für militärische Zwecke in Höhe von fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) des jeweiligen Landes verbindlich zu vereinbaren. Die Einigung zeichnete sich bereits ab, zuletzt hatte nur Spanien noch Bedenken geäußert. Mehrere internationale Medien hatten am Freitag berichtet, dass so gut wie entschieden sei, dass das Fünf-Prozent-Ziel bei dem Gipfeltreffen kommende Woche beschlossen wird. 


Spanischer Regierungschef: Fünf-Prozent-Ziel kann negative Folgen für spanische Wirtschaft haben



Spanischer Regierungschef: Fünf-Prozent-Ziel kann negative Folgen für spanische Wirtschaft haben





Unter anderem behauptete der Spiegel in einer Reportage am Freitag, Einblick in die schon fertige Abschlusserklärung des Gipfels bekommen zu haben. Die vereinbarten fünf Prozent seien darin in zwei ungleiche Blöcke aufgeteilt: 3,5 Prozent des BIP sollen unmittelbar für Rüstung und Militär ausgegeben werden, weitere 1,5 Prozent sollen der strategisch wichtigen Infrastruktur wie Straßen und Brücken sowie der Cybersicherheit zugutekommen.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte das Fünf-Prozent-Ziel am Donnerstag in einem Brief an den NATO-Generalsekretär Mark Rutte als "unvernünftig" und "kontraproduktiv" bezeichnet. Der Einspruch aus Madrid sorgte bei den Bündnispartnern für Irritation, die den monatelang vorbereiteten Kompromiss für den Gipfel gefährdet sahen. Wie sich aus den nun eingehenden Meldungen ergibt, dürfte auch der Widerstand Spaniens nun ausgeräumt sein, sodass der Siegesmeldung auf dem Gipfel, auf die insbesondere US-Präsident Donald Trump hofft, nichts mehr im Wege steht.

Weiterhin unklar ist, bis wann sich die NATO-Mitgliedsstaaten verpflichten, die neuen Haushaltsverpflichtungen zu erfüllen. Nach Angaben deutscher Journalisten schlug NATO-Generalsekretär Rutte das Jahr 2032 als Zielmarke vor. Nach Ansicht der baltischen Staaten und Polens sei dies jedoch "zu spät". Sie fordern, dass das Jahr 2030 in die Abschlusserklärung aufgenommen wird und drohen damit, dass andernfalls "jeder anfangen muss, Russisch zu lernen" (so die litauische Verteidigungsministerin Dovile Sakaliene). Italien hingegen fordert, den Mitgliedsländern eine Übergangsfrist bis 2035 einzuräumen. Allerdings werden solche "Details" den Gipfel nicht beeinträchtigen, meinte der Spiegel in seiner schon erwähnten Reportage.

Dem Ziel, fünf Prozent seiner Wirtschaftsleistung für Rüstung und Militär auszugeben, kommt bislang Polen am nächsten. Im Jahr 2024 hatte Warschau 4,1 Prozent des polnischen BIP für "Verteidigung" ausgegeben, womit es selbst die USA übertraf (3,4 Prozent). Alle anderen NATO-Mitglieder hatten Mühe, die vorherige Zwei-Prozent-Zielvorgabe zu erreichen. Vier Länder gaben sogar gerade einmal 1,3 Prozent des BIP für das Militär aus: Belgien, Slowenien, Luxemburg und das bereits erwähnte Spanien.


Mehr zum Thema - NATO muss Russisch lernen? Britischer Admiral antwortet auf Ruttes Drohung mit "njet"


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Video https://rumble.com/v6umcx1-nato-generalsekretr-fordert-bndnispartner-sollen-verteidigungsausgaben-auf-.html Dauer 4:26 Min.


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22.06.2025

Presse-Erklärung der DKP zum Angriff der USA gegen Iran

22. Juni 2025


US-Präsident Donald Trump hat heute Nacht militärische Angriffe auf iranische Nuklearanlagen in Fordow, Natanz und Isfahan durchführen lassen und weitere Angriffe angedroht.


„Dieser Überfall der USA ist völkerrechtswidrig. Er bringt die Gefahr der radioaktiven Verseuchung von Landstrichen und Menschen mit sich“, warnt Patrik Köbele, Vorsitzender der DKP.


Die Aggressoren und Atommächte USA und Israel behaupten, mit ihren Angriffen die Fertigstellung einer iranischen Atombombe zu verhindern. Für diese Behauptung gibt es keine Beweise. Die Internationale Atomenergiebehörde hat erklärt, dass ihr keinerlei Hinweise dafür vorliegen, dass der Iran Uran militärisch nutzt.


Der militärische Angriff auf iranische Atomanlagen stellt eine besondere Verletzung des Völkerrechts dar. Das Zusatzprotokoll der Genfer Konvention bestimmt, dass Atomkraftwerke nicht angegriffen werden dürfen. Trotz dieser Verstöße wird der am 13. Juni begonnene Krieg Israels gegen den Iran von den USA und den europäischen Verbündeten Deutschland, Frankreich und Großbritannien unterstützt.


Im Jahr 2015 wurde der Iran mit Wirtschaftssanktionen zu einem Atomabkommen gedrängt, welches in Donald Trumps erster Amtszeit gekündigt wurde. Im Juni dieses Jahres drängte der Iran auf neue Verhandlungen mit den USA, die durch die israelischen Angriffe beendet wurden. Am Freitag haben sich Vertreter des Irans in Genf mit den Außenministern der drei genannten europäischen Länder zu Verhandlungen getroffen. Die Angriffe von heute Nacht zeigen jedoch: Die USA und ihre europäischen Verbündeten geben nur vor, mit dem Iran verhandeln zu wollen.


„Mit diesem Angriff am Jahrestag des Überfalls Nazideutschlands auf die Sowjetunion soll ein Signal an Russland und die Volksrepublik China gesendet werden. Die Gefahr einer weiteren Eskalation ist riesig“, so Köbele. „Die Friedenskräfte müssen auf die Straße! Wir brauchen höchsten Druck auf die Bundesregierung. Sie muss mit der Unterstützung dieser Kriegstreiberei aufhören. Wir müssen sie mit aller Macht zu einer Politik der Deeskalation drängen.“


Die DKP fordert die Bundesregierung auf, die politische und militärische Unterstützung Israels zu beenden und sich für einen Waffenstillstand und diplomatische Klärung im Rahmen der Vereinten Nationen einzusetzen.


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22.06.2025

 Sacharowa zu Gesprächen mit Kiew: "Wir bewegen uns in die richtige Richtung"

freedert.online, 22 Juni 2025 16:04 Uhr

Bei Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine wurden konkrete Absprachen im humanitären Bereich getroffen, erklärte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa. Es gehe auch um den Gefangenenaustausch. Die Gespräche mit Kiew seien auf dem richtigen Weg. Bei Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine wurden konkrete Absprachen im humanitären Bereich getroffen, erklärte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa. Es gehe auch um den Gefangenenaustausch. Die Gespräche mit Kiew seien auf dem richtigen Weg.


Sacharowa zu Gesprächen mit Kiew: "Wir bewegen uns in die richtige Richtung"Quelle: Sputnik © Pelagija Ticho

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Archivbild: Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa


In einem Interview mit der französischen Zeitung Le Journal du Dimanche hat sich die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, zu mehreren Themen mit Bezug zum Ukraine-Konflikt geäußert. Die von Kiew 2022 einseitig abgebrochenen Verhandlungen in der Türkei wurden jetzt auf Initiative des russischen Präsidenten Wladimir Putin ohne Vorbedingungen wiederaufgenommen, erklärt sie.

Bisher fanden zwei Gesprächsrunden im türkischen Istanbul statt. Zuletzt trafen die Unterhändler am 2. Juni zusammen. Laut Sacharowa wurden im humanitären Bereich konkrete Vereinbarungen getroffen und umgesetzt.

Hierbei führte sie aus:

"Dazu gehört der umfangreiche Austausch von Kriegsgefangenen und inhaftierten Zivilisten, wodurch mehr als 1.000 Menschen in ihre Heimat zurückkehren konnten."

Als Zeichen des guten Willens habe Russland der Ukraine zudem 6.000 Leichen gefallener ukrainischer Soldaten übergeben, wobei das Kiewer Regime deren Annahme zunächst verweigert habe. "Dies ist der Gipfel des Zynismus und der Respektlosigkeit gegenüber den eigenen Soldaten und Offizieren", betonte die russische Außenamtssprecherin.

Bei dem Treffen Anfang Juni tauschten Moskau und Kiew auch Memoranden mit konkreten Vorschlägen zur Beilegung des Konflikts aus.

Angesprochen auf den Stand der Gespräche mit Kiew, sagte Sacharowa wörtlich:

"Ich glaube, wir bewegen uns in die richtige Richtung."


Putin im Gespräch mit "Sky News Arabia": "Die Ukraine verdient ein besseres Schicksal"




Putin im Gespräch mit "Sky News Arabia": "Die Ukraine verdient ein besseres Schicksal"





Im Hinblick auf die Voraussetzungen für die Konfliktlösung gab die Diplomatin an, dass dafür die Ursachen, die der Krise zugrunde liegen, beseitigt werden müssten. Vor allem sei es für Moskau wichtig, klare Garantien zu erhalten, dass es keine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine geben werde. Außerdem müsse sichergestellt werden, dass "die Grundrechte und Freiheiten in der Ukraine unabhängig von Sprache, Nationalität oder Religion geachtet werden".

Eine zwingende Voraussetzung sei, dass die Krim, die Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie die Gebiete Cherson und Saporoschje international als Teile Russlands anerkannt würden, stellte die Außenamtssprecherin klar.

Die Tatsache, dass Kiew einen konstruktiven Dialog mit Moskau ablehne, mache die Situation nur schwieriger und habe ungünstigere Bedingungen für die Ukraine geschaffen. Russland sei bereit, seine Ziele sowohl mit politischen als auch mit militärischen Mitteln zu erreichen, erklärte Sacharowa.


Mehr zum Thema ‒ Putin: "Russen und Ukrainer sind ein Volk – in diesem Sinne ist die ganze Ukraine unser"


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Video https://rumble.com/v6v5eg3-polit-blogger-niemand-nennt-den-wahren-grund-fr-israels-angriff-auf-iran.html Dauer 9:44 Min. 


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22.06.2025

LiveTicker Iran/Israel-Krieg: Pentagon bestätigt Einsatz von B-2-Tarnkappenbombern in Iran

freedert.online, 22 Juni 2025 11:50 Uhr

Israel hat in der Nacht auf Freitag Iran angegriffen. Nach israelischen Angaben griffen Kampfflugzeuge mehrere Ziele in der Islamischen Republik an. Dabei seien Militäreinrichtungen und Atomanlagen getroffen worden. Zudem wurden mehrere iranische Atomwissenschaftler sowie hochrangige Angehörige des Militärs und der Revolutionswächter getötet. Teheran bewertet den Angriff als Kriegserklärung und kündigte Vergeltung an.


Verteidigungsminister Pete Hegseth während einer Pressekonferenz im Pentagon in Washington am Sonntag, dem 22. Juni 2025

LiveTicker Iran/Israel-Krieg: Pentagon bestätigt Einsatz von B-2-Tarnkappenbombern in IranQuelle: AP © Alex Brandon

  • 22.06.2025 20:55 Uhr

20:55 Uhr

Peseschkian verurteilt Angriff der USA auf sein Land

Irans Präsident Massud Peseschkian hat in einer Erklärung am Sonntagabend die nächtlichen US-Angriffe auf die Nuklearanlagen des Landes verurteilt und erklärt, die Angriffe entlarvten Washington als Hauptverantwortlichen für die israelischen Aggressionsakte gegen Iran.

  • 15:36 Uhr

    Iran: Angriffe auf Nuklearanlagen "nichts Neues", Ausbau des zivilen Nuklearsektors wird fortgesetzt

    Nach den US-Angriffen auf iranische Nuklearanlagen erklärte Behrouz Kamalvandi, der Sprecher der Atomenergieorganisation Irans, dass die Bemühungen zum Ausbau des zivilen Nuklearsektors fortgesetzt würden.

    "Dies ist nicht das erste Mal, dass unsere Anlagen angegriffen werden", sagte Kamalvandi gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur YJC. "Angesichts unserer Fähigkeiten muss die Nuklearindustrie weiterbestehen."

    Die Organisation bestätigte, dass ihre Standorte in Fordo, Isfahan und Natans angegriffen wurden. Iran erklärte, dass es an den drei Standorten keine Anzeichen für eine radioaktive Kontamination gebe.

    Weiterhin unterstrich Iran, dass sein Atomprogramm ausschließlich friedlichen Zwecken diene. US-Geheimdienste gehen davon aus, dass Teheran nicht aktiv den Bau einer Atombombe anstrebt.

  • 14:57 Uhr

    Nach US-Angriffen: Iranische Raketen schlagen in Tel Aviv und Haifa ein

    Am Sonntagmorgen haben iranische Streitkräfte laut israelischen Angaben mehr als 30 ballistische Raketen in zwei Wellen auf zentrale und nördliche Regionen Israels abgefeuert. Getroffen wurden unter anderem Tel Aviv, Haifa, Nes Ziona und Be’er Ja'akow. Über Jerusalem wurden Raketenflüge beobachtet, Einschläge dort wurden jedoch nicht gemeldet. Nach Angaben der israelischen Gesundheitsbehörden wurden mindestens 86 Menschen verletzt, vier von ihnen schwer.

  • 14:51 Uhr

    Hegseth: Umfang des Angriffs auf Iran ist "absichtlich begrenzt" gewesen

    Der US-Verteidigungsminister hofft weiterhin, dass Iran an den Verhandlungstisch zurückkehrt, wo "genau bekannt ist, welche Schritte unternommen werden können", um den Forderungen der USA nachzukommen.

    "Ich kann nur bestätigen, dass sowohl öffentliche als auch private Botschaften über verschiedene Kanäle an die Iraner übermittelt werden, um ihnen jede Möglichkeit zu geben, an den Verhandlungstisch zurückzukehren", sagte er gegenüber Reportern.

    Vor dem Überraschungsangriff Israels auf Iran – der öffentlich von den USA unterstützt wurde – hatten die USA und Iran Anfang dieses Monats Atomgespräche geführt.

    Hegseth betonte auch, dass der Umfang der US-Angriffe "absichtlich begrenzt" gewesen sei – "das ist die Botschaft, die wir senden". Er sagte jedoch, dass die Fähigkeiten des US-Militärs "nahezu unbegrenzt" seien.

  • 14:18 Uhr

    Pentagon-Chef: US-Angriffe haben Irans Atomwaffenprogramm "zerstört"

    Der US-Verteidigungsminister bezeichnete die Angriffe auf Irans Atomanlagen als einen "unglaublichen und überwältigenden Erfolg", ohne jedoch Einzelheiten zu nennen.

    "Der Befehl, den wir von unserem Oberbefehlshaber [Trump] erhalten haben, war klar, eindringlich und eindeutig. Wir haben das iranische Atomprogramm zerstört", erklärte er gegenüber Reportern im Pentagon. Hegseth sagte, die US-Angriffe seien "monatelang" geplant worden. 

    Der US-General Dan Caine, Generalstabschef der USA, sagte, der Angriff auf Iran sei "über mehrere Bereiche" des Militärs hinweg geplant und durchgeführt worden. Er bestätigte, dass am Freitag B-2-Bomber aus den USA zu einem 18-stündigen Flug zu ihren Zielen für den "Einsatz" gestartet seien.

    Wie Generalstabschef Caine mitteilte, seien bei der Operation "Midnight Hammer" 14 massive, bunkerbrechende Bomben des Typs GBU-57 mithilfe von sieben B-2-Kampfjets eingesetzt worden. Insgesamt habe man rund 75 Präzisionswaffen verwendet. Im Einsatz waren mehr als 125 Luftfahrzeuge.

    Die Operation umfasste mehrere Täuschungs- und Ablenkungsmanöver. Zum Schutz der B-2-Bomber wurde Schnellfeuer eingesetzt. Caine sagte außerdem, es gebe keine Anzeichen dafür, dass die iranische Luftabwehr "Schüsse abgegeben" habe.

    "Die iranischen Kampfflugzeuge sind nicht geflogen, und es scheint, dass die iranischen Raketensysteme uns nicht gesehen haben", sagte Caine auf einer Pressekonferenz im Pentagon.

    Auf die Frage, ob ein Regimewechsel in Iran als politisches Ziel der USA vom Tisch sei, antwortete Hegseth: "Bei dieser Mission ging es nicht und geht es auch jetzt nicht um einen Regimewechsel." Er beschrieb den Angriff als "Präzisionsoperation zur Neutralisierung der Bedrohungen für unsere nationalen Interessen, die vom iranischen Atomprogramm ausgehen".

    Auf die Frage, ob Iran nach dem Angriff noch über nukleare Kapazitäten verfüge, antwortete US-General Dan Caine, es sei verfrüht, sich dazu zu äußern, bevor die Schadensbewertung abgeschlossen sei.

  • 13:55 Uhr

    Russland verurteilt US-Angriff auf Iran

    Russland bezeichnet die US-Angriffe auf iranische Nuklearanlagen als "offenkundigen" Verstoß gegen das Völkerrecht.

    "Die unverantwortliche Entscheidung, das Territorium eines souveränen Staates Raketen- und Bombenangriffen auszusetzen, verstößt ungeachtet der vorgebrachten Argumente eklatant gegen das Völkerrecht, die Charta der Vereinten Nationen und die Resolutionen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen", erklärte das russische Außenministerium in einer Stellungnahme.

    "Wir fordern ein Ende der Aggression und verstärkte Bemühungen, um die Voraussetzungen für eine Rückkehr zur politischen und diplomatischen Lösung zu schaffen."

    Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi plant, morgen nach Moskau zu reisen, um sich mit Präsident Putin zu treffen.

  • 13:10 Uhr

    Satellitenbilder zeigen ungewöhnliche Aktivitäten in Fordo wenige Tage vor US-Angriff

    Hochauflösende Satellitenbilder, die am 19. und 20. Juni aufgenommen wurden, zeigen eine ungewöhnliche Ansammlung von Lastwagen und Fahrzeugen in der Nähe des Eingangs zur unterirdischen Brennstoffanreicherungsanlage in Fordo.

    Die von Maxar Technologies erstellten Aufnahmen zeigen eine Gruppe von 16 Lastwagen, die entlang der Zufahrtsstraße zum Tunneleingang der Anlage positioniert sind. Die meisten dieser Lastwagen wurden später etwa einen Kilometer nordwestlich der Straße, die zur Anlage führt, umgestellt.

    Auf den Bildern sind zudem weitere Lastwagen und mehrere Bulldozer in der Nähe des Haupteingangs der Anlage zu sehen, darunter ein Lastwagen, der direkt neben dem Haupteingang des Tunnels positioniert ist.

    Laut einem Bericht der in Teheran gut vernetzten Nahost-Webseite Amwaj informierte Washington Teheran vorab über den Angriff. Vorräte an hochangereichertem Uran seien an sichere Orte verbracht worden.

  • 12:08 Uhr

    Iranischer Außenminister reist zu "ernsthaften Konsultationen" mit Putin nach Russland

    Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi kündigte an, heute nach Moskau zu fliegen, um sich am Montag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen.

    "Russland ist ein Freund Irans, und wir pflegen eine strategische Partnerschaft", sagte er auf der Pressekonferenz in Istanbul. "Wir beraten uns immer miteinander und stimmen unsere Positionen ab", sagte Araghtschi und wies darauf hin, dass Russland einer der Unterzeichner des JCPoA (Wiener Abkommen über das iranische Atomprogramm) ist.

    "Ich werde morgen ernsthafte Konsultationen mit dem russischen Präsidenten führen, und wir werden weiterhin zusammenarbeiten."

  • 12:00 Uhr

    Iranischer Außenminister verurteilt US-Angriff und schwört Vergeltung

    Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat die "brutale militärische Aggression" der USA gegen das friedliche Atomprogramm Irans verurteilt.

    Er sagte, die "kriegstreiberische und gesetzlose" US-Regierung in Washington werde "allein und vollständig für die gefährlichen Folgen und die praktischen Auswirkungen ihres Angriffs verantwortlich sein".

    "Der militärische Angriff der USA auf die territoriale Integrität und nationale Souveränität eines UN-Mitgliedsstaates, der in Zusammenarbeit mit dem völkermörderischen israelischen Regime durchgeführt wurde, hat einmal mehr das Ausmaß der Feindseligkeit der Vereinigten Staaten gegenüber dem friedliebenden Volk Irans offenbart", fügte er hinzu.

    Auf die Frage, ob nach dem Angriff der USA noch Raum für Diplomatie bestehe, antwortete Araghtschi: "Derzeit nicht."

    "Die Tür für Diplomatie sollte immer offen bleiben, aber das ist derzeit nicht der Fall", sagte er. "Mein Land wurde angegriffen und wir müssen auf der Grundlage unseres legitimen Rechts auf Selbstverteidigung reagieren."

  • 11:30 Uhr

    IRGC warnt USA vor schwerwiegenden Folgen nach Angriff auf Iran

    In einer Erklärung verurteilte die iranische Revolutionsgarde (IRGC) den Militärschlag der Vereinigten Staaten gegen die friedlichen Nuklearanlagen Irans und bezeichnete ihn als beispielloses Verbrechen, das gegen das Völkerrecht und die Charta der Vereinten Nationen verstößt.

    Die IRGC warf den USA vor, bei dieser illegalen Handlung mit Israel zusammengearbeitet zu haben, und erklärte, dies zeige die Unfähigkeit der Angreifer, die Dynamik auf dem Schlachtfeld zu beeinflussen. In der Erklärung wurde betont, dass die USA weiterhin Fehler der Vergangenheit wiederholen und damit strategische Inkompetenz und Missachtung der regionalen Realitäten zeigen.

    Die IRGC versicherte, dass die friedliche Nukleartechnologie Irans durch solche Angriffe nicht zerstört würde, sondern vielmehr die Entschlossenheit der iranischen Wissenschaftler stärken würde, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln.

    Sie warnte, dass die USA und ihre Verbündeten mit schwerwiegenden Folgen für ihre Handlungen rechnen müssten, und bekräftigte ihre Entschlossenheit, die Würde und Sicherheit Irans zu verteidigen.

    ‼️ In a statement, Iran's IRGC condemned a military attack by the United States on Iran's peaceful nuclear facilities, describing it as an unprecedented crime that violates international law and the United Nations Charter. pic.twitter.com/ZdhAwAv5Fg

    — Press TV ???? (@PressTV) June 22, 2025

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    22.06.2025

    Donald Trump lässt den Iran bombardieren. Proteste weltweit „Verbrecherisch und verantwortungslos“

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    Trump feiert sich selbst. (Foto: Gage Skidmore / flickr.com / CC BY-SA 2.0 / Bearb.: UZ)


    unsere-zeit.de22.06.2025 10:12, Categories Blog, Internationales

    Der Krieg gegen den Iran eskaliert. In der Nacht zum Sonntag haben die USA iranische Atomanlagen in Fordow, Natanz und Isfahan bombardiert. Medienberichten zufolge wurde die Aggression durch sechs Bomber vom Typ „Northrop B-2 Spirit“ ausgeführt, die ohne Zwischenlandung von einer Luftwaffenbasis in Missouri (USA) die Ziele im Iran anflogen. Alleine auf die Anlage in Fordow seien zwölf bunkerbrechende Bomben des Typs „GBU-57A/B MOP“ abgeworfen worden. Zudem seien von U-Booten aus 30 „Tomahawk“-Raketen auf Natanz und Isfahan abgefeuert worden.

    Aus Teheran hieß es, man habe sich auf die Aggression vorbereitet und die Anlage rechtzeitig evakuiert. Es sei keine Radioaktivität ausgetreten. Über Opfer der Bombenangriffe wurde zunächst nichts bekannt.

    In einer ersten Stellungnahme verurteilte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi die Aggression als schweren Verstoß gegen die UN-Charta, das Völkerrecht und den Atomwaffensperrvertrag. „Die Ereignisse des heutigen Morgens machen wütend und werden lange andauernde Konsequenzen haben. Jedes Mitglied der Vereinten Nationen muss angesichts dieses gefährlichen, unrechtmäßigen und verbrecherischen Verhaltens alarmiert sein.“ Iran habe in Übereinstimmung mit der UN-Charta das Recht zur Selbstverteidigung und behalte sich alle Optionen zur Verteidigung seiner Souveränität vor. Teheran beantragte eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates.

    Auch in den USA selbst wurde schnell Kritik an der Aggression laut. Die Kongressabgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez und Sean Casten forderten die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Donald Trump. Die republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene, normalerweise eine eifrige Unterstützerin Trumps, schrieb auf X: „Es würden keine Bomben auf das israelische Volk fallen, wenn Netanjahu nicht zuerst Bomben auf das iranische Volk geworfen hätte. Israel ist eine atomar bewaffnete Nation. Dies ist nicht unser Kampf. Frieden ist die Antwort.“ Ihr Parteifreund und Kollege im Repräsentantenhaus Thomas Massie kritisierte den Angriff als „nicht verfassungsgemäß“, weil es das Vorrecht des Parlaments sei, einem anderen Land den Krieg zu erklären. Trump habe seine Befugnisse überschritten.

    Während sich die Bundesregierung bislang offiziell in Schweigen hüllt, wurde die US-Aggression gegen den Iran international scharf verurteilt. Russland erinnerte daran, dass der Angriff auf den Iran mit dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion 1941 zusammenfalle. „Die Feinde der Menschheit haben ein manisches Bedürfnis, ihre Opfer immer in der Morgendämmerung des 22. Juni anzugreifen“, schrieb etwa der Publizist Oleg Jassinski. „Die heutige Nacht ist eine wichtige Erinnerung daran, wie treu die USA zu ihrem Wort stehen und wieviel Vertrauen sie und ihre Verbündeten in jeder Verhandlung verdienen.“

    Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel verurteilte die Bombenangriffe der USA auf den Iran als gefährliche Eskalation des Konflikts im Mittleren Osten. Dieser Verstoß gegen internationale Gesetze stoße die Menschheit in eine Krise mit möglicherweise unumkehrbaren Konsequenzen. Kubas Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla schrieb auf X, die Aggression sei „verbrecherisch und verantwortungslos“ und bringe das internationale System zur Sicherheit atomarer Anlagen in Gefahr.

    Die Regierung Venezuelas erklärte in einer offiziellen Stellungnahme, die Bombardierung von Nuklearanlagen mit all ihren Risiken für Menschenleben und das ökologische Gleichgewicht der Region sei eine „unverantwortliche Eskalation, die unabsehbare Folgen für die globale Stabilität nach sich ziehen könnte“. Sie sei eine direkte Bedrohung des Weltfriedens.


    Info: https://www.unsere-zeit.de/brandgefaehrliche-eskalation-4804653/email/


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    22.06.2025

    Pressegespräch: Putin im O-Ton über den Unterschied zwischen den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten

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    Der russische Präsident Putin stellt sich während des Petersburger Wirtschaftsforums traditionell den Fragen der internationalen Nachrichtenagenturen. Dabei wurde er von der Nachrichtenagentur AP gefragt, warum Russland den israelischen Krieg verurteilt, aber selbst in der Ukraine Krieg führt.

    /Red.) Das St. Petersburger Forum war vor dem Krieg in der Ukraine ein "Fenster für die Welt" und ein Treffpunkt für Diplomatie und Wirtschaft auch für den Westen. Leider hat sich Europa im Auftrag der USA diese konstruktive Möglichkeit selbst amputiert - welch eine Dummheit. Man vergleiche den ruhigen, sachlichen und konzentrierten Stil Präsident Putins in dieser Antwort mit dem hysterischen Gekreische unserer westlichen Politiker und man sieht deutlich den Kulturunterschied.(am)


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    Es ist eine jahrelange Tradition, dass sich der russische Präsident Putin während des Petersburger Wirtschaftsforums stundenlang den Fragen der weltweit wichtigsten Nachrichtenagenturen stellt. Ich werde in mehreren Artikeln die interessantesten Fragen und Putins Antworten übersetzen.

    Hier übersetze ich eine Frage der amerikanischen Nachrichtenagentur AP, warum Russland den israelischen Krieg verurteilt, aber selbst in der Ukraine Krieg führt.

    Beginn der Übersetzung:

    Jordan:

    Ich danke Ihnen, Herr Präsident, für die Möglichkeit, Ihnen diese Fragen direkt zu stellen. Ich weiß das sehr zu schätzen.

    Was die Konfrontation zwischen Iran und Israel betrifft: Am 13. Juni verurteilte das russische Außenministerium die israelischen Angriffe auf Iran. Es wurde gesagt, dass sie unprovoziert seien, dass es sich um Militärschläge gegen ein souveränes Mitglied der Vereinten Nationen, gegen seine Bürger, friedliche Städte und kritische Infrastruktur handele. „Das ist absolut inakzeptabel“, erklärte das Außenministerium.

    Eine einfache Frage: Wie lässt sich das mit der anhaltenden russischen Aggression in der Ukraine vereinbaren? Gestern wurden in Kiew 28 Zivilisten getötet. Unsere Journalisten haben gesehen, wie eine russische Rakete ein ganzes Stadtviertel zerstört hat. Wie lassen sich diese beiden Positionen miteinander vereinbaren?

    Und weiter: Gibt es Pläne für ein Treffen mit Präsident Trump oder vielleicht Pläne für ein Telefongespräch mit ihm?

    Vielen Dank.

    Putin:

    Was unsere Aktionen in der Ukraine angeht, habe ich Ihrem Kollegen aus der Türkei gerade ziemlich ausführlich darauf geantwortet, als ich seine Frage beantwortet habe, deshalb finde ich es sinnlos, mich zu wiederholen. Wir sind der Meinung, dass wir in der Ukraine keine Kampfhandlungen begonnen haben, sondern versuchen, sie zu beenden.

    Die heutige ukrainische Regierung hat den Krieg auf ihrem eigenen Gebiet selbst begonnen, indem sie   – nach dem Staatsstreich in Kiew   – gegen die Zivilbevölkerung im Südosten, dem damaligen Südosten der Ukraine, gegen den Donbass, gegen Lugansk und Donezk, Streitkräfte einschließlich schwerer Waffen und die Luftwaffe eingesetzt hat.

    Sie haben direkt Wohngebiete angegriffen. Aus irgendeinem Grund will sich heute niemand mehr daran erinnern, aber genau diese Politik hat zum heutigen bewaffneten Konflikt zwischen Russland und der Ukraine geführt. Das ist das Erste.

    Zweitens. Wenn Ihre Journalisten gesehen hätten, wie ganze Wohnviertel durch unsere Raketen zerstört wurden, könnten sie Ihnen darüber wohl kaum etwas erzählen, denn sie wären nicht am Leben geblieben. Wenn sie etwas gesehen haben, dann nur von weitem. Und die Angriffe richteten sich nicht gegen Wohnviertel, sondern gegen Objekte der Rüstungsindustrie, gegen Fabriken, die Militärtechnik herstellen. Das tun wir, und daraus machen wir kein Geheimnis.

    Eines der Ziele der Militäroperation ist die Entmilitarisierung der Ukraine, das heißt ihre Entwaffnung, damit sie keine Streitkräfte mehr hat, die uns bedrohen könnten. Dazu müssen wir mit ihnen verhandeln. Und das haben wir im Rahmen der Istanbuler Vereinbarungen von 2022 getan. Wir haben uns auf die Größe der Streitkräfte geeinigt, die die Ukraine haben darf, wir haben uns auf die Waffen geeinigt, auf die Truppenstärke, wir hatten uns auf alles geeinigt. Aber dann haben sie dank der Bemühungen der westlichen Verbündeten der Ukraine diese Vereinbarungen, wie ich bereits sagte, in den Papierkorb geworfen und beschlossen, bis zum letzten Ukrainer und bis zum vollständigen strategischen Sieg gegen uns zu kämpfen.

    Das funktioniert nicht, und deshalb sind wir gezwungen, anstelle von Friedensvereinbarungen mit Hilfe der Streitkräfte eine Lösung für dieses Problem zu finden, für die Entmilitarisierung. Wir werden nicht zulassen, dass es in der Ukraine Streitkräfte gibt, die in Zukunft eine Bedrohung für die Russische Föderation und ihr Volk darstellen.

    Diese Schläge haben Ihre Journalisten gesehen. Und wenn wir uns nicht auf friedlichem Wege einigen können, werden wir unsere Ziele natürlich mit militärischen Mitteln erreichen. Das ist also nichts Ungewöhnliches. Ich hoffe, dass ich damit Ihre Frage beantwortet habe.

    Was die Erklärung des Außenministeriums angeht, so ist sie meiner Meinung nach ebenfalls verständlich und sehr transparent und verweist auf das Völkerrecht. Was unsere Maßnahmen in der Ukraine und die Übereinstimmung mit dem Völkerrecht angeht, so habe ich unsere Logik gerade dargelegt: von einem Schritt zum anderen. Wir sind der Ansicht, dass das vollständig im Einklang mit der Charta der Vereinten Nationen steht.

    Was die Einschätzungen unseres Außenministeriums angeht, so können Sie selbst beurteilen, was Ihrer Meinung nach objektiv und was erfunden ist. Ich habe dort nichts Erfundenes festgestellt. Ich hoffe, ich habe Sie in diesem Punkt zufrieden gestellt und Ihre Frage beantwortet.

    Was mögliche Treffen mit Herrn Trump angeht: Das wäre natürlich äußerst nützlich. Ich stimme dem US-Präsidenten zu: Das muss natürlich vorbereitet werden und zu positiven Ergebnissen führen.

    Wir haben einen guten Weg gewählt und mehrfach mit Präsident Trump telefoniert. Wir haben großen Respekt vor seiner Absicht, die Beziehungen zu Russland in vielen Bereichen wiederherzustellen: sowohl im Bereich der Sicherheit als auch im Bereich der Wirtschaft.

    Sehen Sie, unsere Importe in die USA sind auf ein Zehntel zurückgegangen, und die Importe aus den USA nach Russland sind auf weniger als ein Viertel zurückgegangen. Zugegeben, sie waren ohnehin gering, sie beliefen sich auf 27 Milliarden [Dollar] und sind nun auf ein paar wenige Milliarden gesunken. Aber tatsächlich ist der Warenumsatz mit den USA im letzten Jahr gestiegen. Mit vielen europäischen Ländern ist er gesunken, mit den USA ist er jedoch gestiegen.

    Deshalb hoffe ich, und Sie wissen, dass Herr Trump nicht nur ein Politiker ist, nicht nur ein Mann, dem das amerikanische Volk das Schicksal seines Landes anvertraut hat, sondern auch ein Geschäftsmann. Und darin sehe ich einen großen Vorteil, darin, dass er alles durchrechnet, und da er ein reicher Mann geworden ist, rechnet er offenbar gut. Das heißt, er überlegt, wohin bestimmte Schritte in Bezug auf Russland führen werden, wie viel sie die Steuerzahler kosten werden, wie viel sie die US-Wirtschaft kosten werden, ob sie durch diese oder jene Schritte einen Vorteil erzielen oder im Gegenteil einen Nachteil erleiden wird.

    Wir sehen derzeit das Interesse der amerikanischen Wirtschaft am Aufbau von Beziehungen zu Russland. Es gibt bereits Kontakte zwischen unseren großen Unternehmen und amerikanischen, die auf unseren Markt zurückkehren und zusammenarbeiten wollen. Das weckt insgesamt einen gewissen verhaltenen Optimismus. Und ich hoffe, dass sowohl der US-Präsident als auch sein engstes Umfeld das sehen und hören und gemeinsam mit Vertretern der Wirtschaft Entscheidungen treffen werden, die auf die Wiederherstellung der russisch-amerikanischen Beziehungen abzielen.

    Wir haben Kontakte sowohl zu Herrn Rubio, dem Außenminister, als auch zum Vizepräsidenten Herrn Vance. Insgesamt verbessern sich die Beziehungen allmählich, Schritt für Schritt. Auf jeden Fall werden die Voraussetzungen für eine Wiederherstellung der Beziehungen geschaffen. Wir hoffen, dass dieser Trend anhält. Wir sind dazu bereit.

    Ende der Übersetzung


    Quelle: Anti-Spiegel - Mit freundlicher Genehmigung übernommen


    https://anti-spiegel.ru/2025/putin-im-o-ton-ueber-den-unterschied-zwischen-den-kriegen-in-der-ukraine-und-im-nahen-osten/



    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=188&userid=3998&mailid=2767


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.06.2025

    Doctorow: Trump bombardiert den Iran

    seniora.org, 22. Juni 2025, Von Gilbert Doctorow 22.06.2025 - übernommen von gilbertdoctorow.com

    Die wichtigste Nachricht aller großen Medien heute Morgen ist das US-Bombardement der wichtigsten iranischen Atomanlagen in Fordow, Natanz und Esfahan.


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    seniora.org, 22.06.2025 Die USA haben mit der Bombardierung dreier Atomanlagen direkt in den Krieg eingegriffen.


    (Red.) Hoffen wir, dass Doctorow recht behält, dass diese Bombenkampagne nicht zu einem Dritten Weltkrieg führt. In der Tat sind die eigentlichen Ziele des Krieges gegen den Iran (Regimeänderung, Volksaufstand gegen die bestehende Regierung und Übernahme der Macht durch ein Marionettenregime) auf diesem Weg nicht zu erreichen. Es scheint eher, dass diese Kraftmeierei wie ein Potemkinsches Dorf aussieht: Israel verliert den Krieg und die USA lenken davon ab, indem sie so tun, als hätten sie irgendeinen "Hebel". Gleichzeitig findet das St. Petersburger Forum statt und die restliche Welt mit Ausnahme des Kollektiven Westens baut emsig und nachhaltig an einer friedlichen Welt - das ist der Ausblick.(am)


    In einer Fernsehansprache aus dem Weißen Haus gestern nach Abschluss der Mission behauptete Präsident Trump, die Anlagen seien „ausgelöscht“ worden. Was die wertvollste Anlage in Fordow betrifft, die tief in einem felsigen Berghang 100 km südlich von Teheran liegt, ist diese Behauptung angesichts der ausgeklügelten Vorsichtsmaßnahmen der iranischen Bauherren, die in den letzten Tagen von Militärexperten ausführlich erläutert wurden, schwer zu glauben. Dennoch können wir davon ausgehen, dass auch dort Schäden entstanden sind.

    Bislang reagierte der Iran mit neuen Salven ballistischer Raketen auf Jerusalem, Tel Aviv, Haifa und andere israelische Städte, wobei einige seiner schwersten und zerstörerischsten Waffen zum Einsatz kamen. Ungeachtet ihrer redaktionellen Politik, israelische Propaganda zu verbreiten, berichtete sogar die BBC heute Morgen über Berichte von Journalisten vor Ort in Haifa, wonach das Raketenwarnsystem nicht ausgelöst wurde und es in der Stadt erhebliche Opfer gab, als die Raketen auf den Boden aufschlugen und Zivilisten außerhalb ihrer Notbunker trafen. Angesichts der eindeutigen Beweise, dass das Raketenabwehrsystem „Iron Dome” und andere israelische Luftabwehrsysteme die iranischen Geschosse nicht mehr abfangen können, dominiert diese Seite der Geschichte nicht mehr die Berichterstattung der BBC. Die geringere Anzahl iranischer Angriffsraketen wird nicht mehr als Hinweis auf geringere Bestände im Iran oder die Unfähigkeit zum Abschuss gewertet, sondern spiegelt die viel höheren Erfolgsaussichten der auf Israel abgefeuerten Raketen wider.

    Bislang gab es noch keine iranischen Vergeltungsmaßnahmen gegen amerikanische Einrichtungen, aber das ist durchaus möglich. Es wäre jedoch klüger, wenn Teheran seine derzeitige Strategie fortsetzen und Israel „auslöschen“ würde, während es die Amerikaner in Ruhe lässt.

    Ich glaube sogar, dass der Grund für Trumps Entscheidung, jetzt in den Krieg einzutreten, anstatt zwei Wochen auf die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit Teheran zu warten, wie er noch vor einem Tag vorgeschlagen hatte, darin liegt, dass man in Washington davon ausgeht, dass in zwei Wochen die israelische Luftabwehr vollständig ausgeschaltet und ein Großteil der kritischen Infrastruktur Israels durch iranische Raketenangriffe zerstört sein wird. Trotz der sehr strengen israelischen Militärzensur gibt es Berichte, dass bereits mehr als 250.000 Israelis das Land verlassen haben. In Tel Aviv wurden viele Wohnviertel zerstört.

    Wenn sie in Teheran wirklich klug sind, könnte das Szenario fortgesetzter, immer verheerenderer Raketenangriffe auf Israel nun bis zum Ende fortgesetzt werden. Wenn dies der Fall ist, wird die Beendigung des iranischen Atomprogramms durch Israel als Pyrrhussieg angesehen werden, der es ist. Darüber hinaus haben die Iraner immer noch das Druckmittel der Wirtschaftskriegsführung gegen die Vereinigten Staaten und den kollektiven Westen, indem sie die Straße von Hormus sperren.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Trump intervenierte, weil klar war, dass Israel den Krieg verloren hatte und amerikanische Luftangriffe als Vorwand dienen würden, um davon abzulenken.

    *****

    Aber diese Vertuschung des Debakels Israels wird Donald Trump und die Vereinigten Staaten teuer zu stehen kommen, selbst wenn es zu keinen Vergeltungsschlägen des Iran gegen US-Militärstützpunkte im Nahen Osten kommt. Trumps Außenpolitik liegt nun in Trümmern.

    In naher Zukunft werden seine Annäherungsversuche an Russland um eine Entspannung unbeantwortet bleiben. Russland wird sich nicht direkt in die Verteidigung des Iran einmischen, keine amerikanischen Jets bei ihren Bombenangriffen abschießen oder amerikanische Flugzeugträger versenken, da dies nicht in dem umfassenden Kooperationsabkommen vorgesehen ist, das beide Länder Ende letzten Jahres geschlossen haben. Dies wurde auf Drängen der iranischen Seite nicht vorgesehen, die törichterweise davon ausgegangen war, dass sie mit den Amerikanern eine einvernehmliche Lösung der Atomfrage aushandeln könne, damit die Sanktionen gegen ihr Land aufgehoben würden. Ein gegenseitiges Verteidigungsbündnis mit Russland hätte dem im Wege gestanden. Aber es ist unmöglich, dass Präsident Putin in dieser Situation als jemand wahrgenommen wird, der enge Beziehungen zu Washington unterhält.

    Das Gleiche gilt für die Beziehungen zu China. China mag zwar Einwände gegen die Sperrung der Straße von Hormus haben, aber wenn die Iraner klug sind, könnten sie Peking vorschlagen, dass dies nicht notwendig wäre, wenn die Chinesen nun eine zweite Front gegen die Amerikaner eröffnen würden, indem sie Taiwan belagern.

    Was die Golfstaaten betrifft, um die Trump sowohl in seiner ersten Amtszeit als auch derzeit wirbt, so sind auch die Beziehungen dorthin auf absehbare Zeit eingefroren.

    So sehr sich die Könige und Scheichs auch darüber freuen mögen, dass der Iran in ihrer Nachbarschaft keine nukleare Bedrohung mehr darstellt, halten sie sich aufgrund der Arroganz und der Schikanen der USA derzeit alle von Washington fern.

    Ich erwähne dies nur, um darauf hinzuweisen, dass es in dem bevorstehenden Spiel viele Variablen gibt. Nur wenige davon bringen uns dem Dritten Weltkrieg näher. Die meisten sind eher „milde”, können aber dennoch dazu beitragen, den Konflikt in einer Pattsituation zu beenden.


    Quelle: Gilbert Doctorow - Mit freundlicher Genehmigung übernommen - Die Überswetzung besorgte Andreas Mylaeus

    https://gilbertdoctorow.substack.com/p/trump-bombs-iran?utm_source=post-email-title&publication_id=1203055&post_id=166508640&utm_campaign=email-post-title&isFreemail=false&r=1y536l&triedRedirect=true&utm_medium=email



    Info: https://www.seniora.org/politik-wirtschaft/politik/doctorow-trump-bombardiert-den-iran


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.06.2025

    Bodo Schiffmann: "Warum Deutschland seine Geschichte nicht aufarbeitet"

    freedert.online, 22 Juni 2025 09:14 Uhr, Von Gert Ewen Ungar

    Während der Corona-Zeit wurde Bodo Schiffmann aufgrund seiner kritischen Haltung zu den Corona-Maßnahmen bekannt. Nun widmete er sich in einem Buch einem anderen Thema: den Kontinuitäten im Übergang von NS-Diktatur zur Adenauer-Demokratie. Er weist nach, dass es eine Stunde Null nie gegeben hat.


    Quelle: www.globallookpress.com © Hauke-Christian Dittrich


    Maßnahmenkritiker Bodo Schiffmann auf einer Demonstration in Hannover im Jahr 2020


    Bodo Schiffmann ist Arzt. Bis 2020 war seine berufliche Karriere unauffällig. Abitur, Zivildienst, Studium, Promotion, schließlich praktizierender Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Dann kam Corona. Seine maßnahmenkritische Haltung bescherte Schiffmann einen recht langen Eintrag auf Wikipedia, dem jedes Bemühen um Objektivität fehlt. Schiffmann sei Verschwörungstheoretiker, Querdenker, Corona-Leugner und Holocaust-Verharmloser. Es werden die ganzen Attribute aneinandergereiht, mit denen der Mainstream und die etablierten Parteien im Jahr 2020 und 2021 Kritiker der Maßnahmen gegen Corona verunglimpft haben.

    Das deutet an, wer die Verfasser des Beitrags sind, sie sitzen in den Denunziationsstuben der großen deutschen Medien. Der Beitrag ist schlecht gealtert. Viel von dem, was damals offiziell als Desinformation gebrandmarkt wurde, erwies sich im Nachhinein als richtig. Der Eintrag über Schiffmann sagt daher viel über Wikipedia und ihre mangelnde Qualität als Enzyklopädie aus, über Bodo Schiffmanns intellektuelle Kompetenz sagt sie dagegen nichts.


    Regierungen ohne Volk: Westeuropa driftet in den Autoritarismus





    Meinung

    Regierungen ohne Volk: Westeuropa driftet in den Autoritarismus





    Schiffmann ist ein kritischer Geist, der sich aktiv um Fakten und das Erkennen von Zusammenhängen bemüht. Mit "Warum Deutschland seine Geschichte nicht aufarbeitet" hat er ein Buch vorgelegt, das mit dem Mythos aufräumt, mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hätte es in Westdeutschland eine Stunde Null und einen Neuanfang gegeben.

    Schiffmann weist nach, dass es in Westdeutschland unter Adenauer personelle Kontinuitäten vor allem in den Bereichen Überwachung und Kontrolle gab. Reinhard Gehlen zum Beispiel, einst Chef der NS-Aufklärung "Fremde Heere Ost", gründete unmittelbar nach dem Krieg unter Aufsicht der CIA die "Organisation Gehlen", die schließlich in Bundesnachrichtendienst, BND, umbenannt wurde. Der Chef-Spion der Bundesrepublik war ein gestandener Nazi. Aus der Organisation Gehlen ging zudem der Think-Tank Wissenschaft und Politik hervor, der aus Haushaltsmitteln finanziert wird und die deutsche Politik berät. Das bekannteste Gesicht des Think-Tanks ist die Talkshow-affine russophobe Hetzerin Claudia Major. Na, wenn das mal kein Zufall ist.

    Gehlen war der erste Präsident des BND. Ebenso gab es beim Aufbau der Exekutive personelle Kontinuitäten. Besonders erschreckend aber ist, dass auch in der Judikative kein großer Bruch zwischen NS-Diktatur und Adenauer-Demokratie zu erkennen ist. Dadurch wurde eine konsequente Entnazifizierung und ein tatsächlicher Neuanfang verhindert. NS-Verbrecher wurden vom System gedeckt, ist Schiffmanns These, nicht versehentlich, sondern mit voller Absicht und mit Rückendeckung der USA. Die Kontinuität war gewollt.  


    Einsam im Sessel – Wie sich im Oval Office Deutschlands Stellung in der Welt offenbarte




    Meinung

    Einsam im Sessel – Wie sich im Oval Office Deutschlands Stellung in der Welt offenbarte






    Auch medial gab es keinen wirklichen Neuanfang, weist Schiffmann nach. Die Verbindung von Politik und Medien blieb erhalten, den deutschen Medien fiel weiterhin die Aufgabe zu, die deutsche Gesellschaft zu steuern und zu kontrollieren. Auch das ist kein Versehen, geht aus dem hervor, was der Autor zusammengetragen hat. Die offene Diffamierung von Maßnahmenkritikern während der Coronazeit war kein Ausrutscher, kein journalistischer Patzer. Der deutsche Journalismus zeigte sich im Gegenteil auf ganz authentische Weise und setzte die ihm anvertraute Aufgabe bestmöglich um: Kontrolle und Manipulation der deutschen Gesellschaft.

    Es ist Schiffmann wichtig, immer wieder darauf hinzuweisen, dass die Enkel jener Kader, die zur NS-Zeit Führungsverantwortung trugen, auch heute wieder auf hohen und einflussreichen Posten sitzen. Das gilt für Bundeskanzler Merz, das gilt für die ehemalige Außenministerin Annalena Baerbock, das gilt für EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Das gilt aber auch für die Führungsriege der größten Oppositionspartei im Deutschen Bundestag.

    Schiffmanns Buch skizziert eine Entwicklung in Deutschland und der EU hin zu einem "Faschismus light", der ohne Aufmärsche, ohne Armbinden und Symbolik auskommt, der aber an autoritärem Charakter und am Willen zum Totalitarismus und zur Herrschaft dem Nationalsozialismus in nichts nachsteht. Es ist insofern ein düsteres Buch, wenn da nicht die Hoffnung bestünde, dass es der Aufklärung der Zusammenhänge bedarf, um genau diese Dunkelheit schließlich doch zu überwinden.


    Mehr zum Thema – Die Zeit der Ablasshändler - Tetzel sitzt heute blond und toupiert in der EU-Kommission


    Screenshot_2025_06_22_at_10_39_12_Bodo_Schiffmann_Warum_Deutschland_seine_Geschichte_nicht_aufarbeitet_RT_DE

    Video https://rumble.com/v6uv2gr-zustand-der-deutsch-russischen-beziehungen-spd-manifest-eu-sanktionen-and-n.html Dauer 28:09 Min.


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/inland/248232-bodo-schiffmann-warum-deutschland-seine/


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    22.06.2025

    USA im Krieg mit Iran: US-Luftwaffe bombardiert in der Nacht nukleare Anlagen

    freedert.online, 22 Juni 2025 06:08 Uhr

    Die USA haben in der Nacht zum Sonntag nukleare Anlagen in Iran angegriffen. Nach iranischer Darstellung trat dabei keine Radioaktivität aus. In der Welt mehren sich Stimmen, die Washington für den völkerrechtswidrigen Angriff verurteilen.


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    (Screenshot)





    Quelle: AP © Carlos Barria


    US-Präsident Donald Trump am 21. Juni 2025


    Die USA haben in der Nacht iranische nukleare Anlagen in Fordow, Natanz und Isfahan bombardiert. Nachdem in offiziellen Darstellungen aus Teheran zunächst unbestimmt von "Angriffen des Gegners" die Rede war, bestätigt inzwischen auch die iranische Führung, dass es sich um einen Angriff der US-Luftwaffe gehandelt hat.

    Nach derzeitigem Kenntnisstand ist der Angriff um 2.30 Uhr Ortszeit erfolgt, was 1.00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit entspricht. In Kreisen von Militärexperten wird von sechs Bombern Northrop B-2 Spirit berichtet, die nonstop von der Whiteman Air Force Base in Missouri die Zielobjekte in Iran anflogen und zwölf GBU-57A/B MOP Bomben allein auf die Fordow-Anlage abwarfen. U-Boote der US-Marine sollen 30 Tomahawk-Raketen auf Natanz und Isfahan abgefeuert haben.


    Geht es nur um Iran?  Auf dem Spiel steht die globale Vorherrschaft des Westens





    Analyse

    Geht es nur um Iran? Auf dem Spiel steht die globale Vorherrschaft des Westens





    Über Tote und Verletzte infolge des Luftangriffs wird zur Stunde nicht berichtet.

    US-Präsident Donald Trump verkündete den Angriff wie gewohnt in seinem sozialen Netzwerk Truth Social. Er postete: 

    "Wir haben unseren sehr erfolgreichen Angriff auf drei nukleare Anlagen in Iran vollendet, einschließlich Fordow, Natanz und Isfahan. Alle Flugzeuge haben den iranischen Luftraum wieder verlassen."


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    Nach iranischen Angaben ist keine radioaktive Verschmutzung festgestellt worden, die Schäden an den Anlagen seien "oberflächlich". 

    "Nach dem verbrecherischen Angriff der USA auf die Nuklearstandorte Fordow, Natanz und Isfahan, der unter Verletzung des Völkerrechts und der Normen für nukleare Sicherheit durchgeführt wurde, (...) hat das Zentrum eine Analyse der radioaktiven Kontamination dieser Anlagen durchgeführt", so das Zentrum in einer von der Atomenergie-Organisation Irans (AEOI) zitierten Erklärung.


    LiveTicker Iran/Israel-Krieg – Trump bereitet sich auf Vergeltungsschlag Irans gegen USA vor





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    Das Zentrum teilte mit, dass "keine Anzeichen für eine Kontamination festgestellt wurden", da "die erforderlichen Maßnahmen" im Vorfeld ergriffen worden seien. Es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung in der Nähe dieser kerntechnischen Anlagen.

    Auch die IAEO erklärte am Sonntagmorgen, sie habe bisher keinen Anstieg der Strahlungswerte außerhalb der iranischen Atomanlagen festgestellt.

    Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti zitiert Quellen im iranischen Parlament, die erklärten, Teheran habe mit einem Angriff auf die Atomanlage Fordow gerechnet und deshalb eine Evakuierung durchgeführt, die Anlage sei nicht irreversibel beschädigt worden. Die Atomenergie-Organisation des Landes betonte, Teheran beabsichtige nicht, die Entwicklung der Atomindustrie nach den Angriffen einzustellen.

    Der US-Angriff hat bereits negative Reaktionen auf internationaler Ebene hervorgerufen. UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete ihn als gefährliche Eskalation in der Region und als direkte Bedrohung für den internationalen Frieden und die Sicherheit. 

    Der kubanische Außenminister Bruno Rodriguez Parrilla verurteilte die US-Aggression gegen Iran und bezeichnete sie als kriminellen, unverantwortlichen Akt, der gegen das Völkerrecht verstoße und unvorhersehbare Folgen habe.

    Der republikanische Kongressabgeordnete Thomas Massie bezeichnete die US-Schläge gegen Iran als verfassungswidrig, und die demokratische Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez aus dem Bundesstaat New York sagte, dass das Geschehene ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump rechtfertige. Der US-Präsident habe die nach der US-Verfassung erforderliche Zustimmung des Kongresses für den Kriegseintritt nicht eingeholt.


    Schützt Iran! Von europäischer Arroganz und vergessenen linken Tugenden





    Meinung

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    In ersten Reaktionen in Russland wird darauf hingewiesen, dass Trump den Angriff am Jahrestag des Überfalls Hitler-Deutschlands auf die Sowjetunion befohlen habe. Beispielsweise schrieb RT-Gastautor Oleg Jassinski auf seinem Telegram-Kanal: 

    "Die Feinde der Menschheit haben ein manisches Bedürfnis, ihre Opfer immer in der Morgendämmerung des 22. Juni anzugreifen. Trump trägt ungeachtet seiner eigenen geistigen Beschränkungen und der zahlreichen Intrigen anderer, die ihn in einen Krieg und ein Amtsenthebungsverfahren ziehen wollen, die persönliche Verantwortung nicht nur für den Angriff auf ein Land, mit dem er erfolgreich eine friedliche Streitbeilegung ausgehandelt hat, sondern auch für einen Militärschlag gegen Atomanlagen, der Iran in eine große Tschernobyl-Zone zu verwandeln droht. Die heutige Nacht ist eine wichtige Erinnerung an die Treue zu ihrem Wort und das Maß an Vertrauen, das die USA und ihre Verbündeten in jeder Verhandlung verdienen. Verhandlungen werden von ihnen seit Langem als Ablenkungsmanöver und als Mittel zur Desorientierung des Feindes eingesetzt."

    Iran hat inzwischen eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates beantragt. Der iranische Außenminister Sejjed Abbas Araghtschi veröffentlichte am Morgen eine Erklärung, in der es unter anderem heißt, sein Land behalte sich alle Handlungsoptionen zur Verteidigung seiner Souveränität, seines Volkes und seiner Interessen vor. 


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    Mehr zum Thema – Trump vor der Entscheidung: Einen Krieg beenden, einen anderen starten?


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    Video https://rumble.com/v6v44ht-kehrtwende-gabbard-warnt-nun-doch-vor-iranischer-atombombe-mossad-liefert-b.html Dauer 2:18 Min.


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    Info: https://freedert.online/international/248599-usa-im-krieg-mit-iran/


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    Weiteres: 




    LiveTicker Iran/Israel-Krieg – Trump bereitet sich auf Vergeltungsschlag Irans gegen USA vor


    freedert.online, 21 Juni 2025 21:15 Uhr

    Israel hat in der Nacht auf Freitag Iran angegriffen. Nach israelischen Angaben griffen Kampfflugzeuge mehrere Ziele in der Islamischen Republik an. Dabei seien Militäreinrichtungen und Atomanlagen getroffen worden. Zudem wurden mehrere iranische Atomwissenschaftler sowie hochrangige Angehörige des Militärs und der Revolutionswächter getötet. Teheran bewertet den Angriff als Kriegserklärung und kündigte Vergeltung an.


    Präsident Donald Trump spricht am Samstag, dem 21. Juni 2025, im East Room des Weißen Hauses in Washington, nachdem das US-Militär drei iranische Nuklear- und Militärstandorte angegriffen hat.

    Quelle: AP © Carlos Barria

    • 22.06.2025 10:05 Uhr

    10:05 Uhr

    Massive Schäden durch den jüngsten Raketenangriff des Iran auf Haifa und Tel Aviv

  • 09:40 Uhr

    Dringlichkeitssitzung des IAEA-Gouverneursrats am Montag

    Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi, beruft für morgen eine Dringlichkeitssitzung des IAEA-Gouverneursrats ein. Die Lage in Iran gebiete dies, erklärt Grossi auf X. 

    "Angesichts der dringenden Lage in Iran berufe ich für Montag eine Dringlichkeitssitzung des IAEO-Gouverneursrats ein", schrieb er in den sozialen Medien.

  • 09:24 Uhr

    Eilig verlassen Öltanker die Straße von Hormus

    Große Öltanker versuchen derzeit, die Straße von Hormus zu verlassen, berichtet Tehran Times.

    Die Ölindustrie geht offenbar davon aus, dass diese lebenswichtige Wasserstraße in naher Zukunft von Iran blockiert werden könnte, nachdem die USA Iran angegriffen haben.

    Folglich ist mit einem Anstieg der Ölpreise zu rechnen – ein Rückschlag für die Trump-Regierung.


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    • 09:15 Uhr

      Wusste Iran vorab vom Angriff?

      Laut einem Bericht der in Teheran gut vernetzten Nahost-Website Amwaj informierte Washington Teheran vorab über den Angriff. Vorräte an hochangereichertem Uran seien an sichere Orte verbracht worden.

    • 09:03 Uhr

      Trump bereitet sich auf Vergeltungsschlag Irans gegen USA vor

      Laut zwei Verteidigungsbeamten und einem hochrangigen Beamten des Weißen Hauses sind die nächsten 48 Stunden dabei besonders besorgniserregend.

      Es ist unklar, ob sich die möglichen Vergeltungsmaßnahmen gegen Ziele im Ausland, im Inland oder gegen beide richten würden, so die Beamten.

      Anfang der Woche sagten zwei mit der militärischen Planung vertraute Beamte, Iran habe bereits Pläne, bei Bedarf US-Stützpunkte und -Interessen im Nahen Osten anzugreifen. Sie wiesen jedoch darauf hin, dass es keine Anzeichen für eine bevorstehende Umsetzung dieser Pläne gebe.

      Die US-Stützpunkte befinden sich seit Monaten in höchster Alarmbereitschaft. Nachdem Israel jedoch am 13. Juni den Krieg mit Iran begonnen hatte, sagten die Beamten, die Anfang der Woche sprachen, dass die Besorgnis über mögliche Angriffe auf US-Interessen durch Iran oder seine Stellvertreter in der Region noch weiter zugenommen habe.

    • 08:57 Uhr

      Was über den US-Angriff auf Iran bekannt ist

      Laut Medienberichten hat das US-Militär bei den Angriffen rund 30 Marschflugkörper von U-Booten aus abgefeuert. Diese seien gegen Ziele in den Städten Isfahan und Natans eingesetzt worden, berichtet unter anderem die New York Times. Die unterirdische Atomanlage Fordo wurde demnach mit Tarnkappenbombern vom Typ B-2 angegriffen. Dabei sollen sechs der jeweils mehr als 13 Tonnen schweren Bunkerbrecherbomben vom Typ GBU-57 abgeworfen worden sein.

      Trump behauptete, die Angriffe seien "sehr erfolgreich" gewesen. Dabei seien die wichtigsten nuklearen Anreicherungsanlagen Irans "vollständig und total zerstört worden". 

    • 08:55 Uhr

      Während iranische Raketen den Flughafen Ben Gurion ins Visier nehmen, stellen israelische Fluggesellschaften Flüge ein

      Die größten israelischen Fluggesellschaften El Al, Israel Airlines, Arkia und Israir haben bekannt gegeben, dass sie bis auf Weiteres alle Flüge einstellen, mit denen Menschen nach Israel zurückkehren können.

      El Al kündigte zudem an, die Streichung aller Linienflüge bis zum 27. Juni zu verlängern.

      Laut der Flugverfolgungswebsite FlightRadar24 meiden Fluggesellschaften nach den US-Angriffen auf iranische Nuklearanlagen weiterhin große Teile des Nahen Ostens.

      Aufgrund der jüngsten Raketenangriffe zwischen Israel und Iran wurde der Luftraum in der Region bereits zuvor umflogen.

    • 08:52 Uhr

      Iran: Die Anreicherungsanlage in Fordow sei nicht substanziell beschädigt

      Laut US-Präsident Donald Trump waren die Angriffe auf iranische Atomanlagen "sehr erfolgreich". Ein iranischer Abgeordneter nannte Trump hingegen Medienberichten zufolge einen "lügenden Präsidenten". Die Anreicherungsanlage in Fordow sei demnach nicht substanziell beschädigt.

    • 08:34 Uhr

      Iran soll einen israelischen Flughafen und Stützpunkte angegriffen haben

      Laut der Nachrichtenagentur Tasnim hat die Islamische Revolutionsgarde erklärt, dass die jüngsten Raketenangriffe Irans auf den israelischen Flughafen Ben Gurion sowie auf Forschungseinrichtungen und "Stützpunkte und verschiedene Ebenen von Kontroll- und Kommandozentralen" gerichtet waren.

      In der Erklärung hieß es, dass bei dem Angriff sowohl Langstreckenraketen mit Flüssigkeits- als auch mit Feststoffantrieb zum Einsatz gekommen seien.

    • 08:29 Uhr

      Demokraten: Trump zieht die USA in einen totalen Krieg hinein

      Führende Demokraten haben die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Ziele in Iran anzugreifen, scharf kritisiert und die Rechtmäßigkeit der Militäroperation infrage gestellt. "Kein Präsident sollte das Recht haben, dieses Land auf eigene Faust und ohne klare Strategie in den Krieg zu führen", erklärte der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer. 

      Genauso wie Schumer forderte der Minderheitsführer im US-Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, eine sofortige Unterrichtung des US-Kongresses durch die Trump-Regierung. "Präsident Trump hat das Land in Bezug auf seine Absichten getäuscht, hat es versäumt, eine Ermächtigung des Kongresses für den Militäreinsatz einzuholen, und er geht das Risiko einer amerikanischen Verstrickung in einen potenziell desaströsen Krieg im Nahen Osten ein", sagte Jeffries. Die Gefahr, dass die USA in einen Krieg verwickelt würden, habe "dramatisch zugenommen".

      Der US-Senator Chris Murphy hat sich der Kritik an Trumps Entscheidung, Iran anzugreifen, angeschlossen. "Ich wurde letzte Woche über die Geheimdienstinformationen informiert. Iran stellte keine unmittelbare Bedrohung für die Vereinigten Staaten dar", schrieb Murphy in einem Beitrag in den sozialen Medien.

    • 08:06 Uhr

      Luftalarm in ganz Israel ausgelöst – Iran greift Tel Aviv und Haifa an

      Wenige Stunden nach den US-Bombardierungen in Iran hat Teheran erneut Raketen auf Israel abgefeuert. In Israel heulten die Sirenen, wie die israelischen Streitkräfte auf der Plattform X mitteilten.

      Bei dem Angriff wurden etwa 30 Raketen eingesetzt, wie der iranische Staatsrundfunk berichtete. Die Revolutionsgarden hatten zuletzt am Freitag ballistische Raketen auf Israel abgefeuert und dabei Ziele in der Mittelmeerstadt Haifa getroffen.

      Über Jerusalem und Tel Aviv waren heute Morgen Explosionen zu hören, und in weiten Teilen Israels wurden Alarmmeldungen ausgelöst.

      Unterdessen teilte die jordanische Behörde für öffentliche Sicherheit mit, dass in allen Provinzen des Landes Luftschutzsirenen ausgelöst worden seien.

    • 08:00 Uhr

      Iran beruhigt seine Bevölkerung hinsichtlich der Strahlengefahr

      Reza Kardan, stellvertretender Direktor der iranischen Atomenergieorganisation und Leiter des Nationalen Zentrums für nukleare Sicherheit, erklärte, dass "außerhalb" der von US-Luftangriffen getroffenen Standorte und Einrichtungen "keine Strahlenbelastung oder nukleare Strahlung festgestellt wurde".

      "Es wurden vorläufige Pläne erstellt und Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit und Gesundheit der Menschen des Landes zu schützen. Trotz der kriminellen Handlungen bei dem Angriff auf Nuklearanlagen heute Morgen wurde aufgrund der zuvor geplanten und ergriffenen Maßnahmen keine Strahlenbelastung oder nukleare Strahlung außerhalb dieser Standorte und Einrichtungen festgestellt", sagte Kardan laut der Nachrichtenagentur IRNA.

    • 07:59 Uhr

      Trump schickte Bomber nach Iran

      In der Nacht haben die USA Atomanlagen in Iran angegriffen: die unterirdische Uran-Anreicherungsanlage in Fordo sowie Einrichtungen in Natans und Isfahan. US-Präsident Donald Trump sprach von einer vollständigen Zerstörung der Anlagen und drohte mit noch größeren Attacken, sollte die iranische Seite keinen Weg des Friedens einschlagen. Unterdessen erklärte die iranische Atomorganisation, dass das Nuklearprogramm des Landes trotz der "bösartigen Verschwörungen der Feinde" nicht gestoppt werde.

    • 21.06.2025 20:56 Uhr

      20:56 Uhr

      ARD: Deutsches Botschaftspersonal aus Teheran in Nachbarländer verlegt


      Im Zusammenhang mit dem Ausbruch des iranisch-israelischen Krieges hat das Auswärtige Amt das in Teheran eingesetzte Botschaftspersonal vorübergehend abgezogen, wie das ARD-Hauptstadtstudio aus dem Ministerium erfahren haben will. Das entsandte Personal sei in andere Länder verlegt worden. Zuvor seien bereits die Familienangehörigen ausgereist.

      Man ergreife damit ähnliche Maßnahmen wie Partnerländer, mit denen man sich eng abstimme, hieß es. Die Botschaft in Teheran sei aber weiter mobil arbeitsfähig und für die noch im Iran verbleibenden Deutschen rund um die Uhr erreichbar. 

      Dagegen hieß es am Abend in einem Beitrag des Bayrischen Rundfunks, die Deutsche Botschaft in Teheran sei bis auf Weiteres für den Besucherverkehr geschlossen. Auf der Homepage der Botschaft sind mit Stand von Samstagabend keine aktuellen Informationen dazu verfügbar.

      Am Freitag hatten Großbritannien und die Schweiz verkündet, ihre Botschaften im Iran zu schließen.

    • 20:08 Uhr

      Wladimir Putin: Keine Beweise für Atomwaffenbestrebungen Teherans

      Russlands Präsident Wladimir Putin wurde am Sonnabend vom Fernsehsender Sky News Arabia unter anderem zum iranisch-israelischen Konflikt und der Lage im Nahen Osten befragt. Darin unterstrich er, dass es keine Anhaltspunkte dafür gebe, dass Teheran sich Atomwaffen beschaffen will:

      "Ich muss sagen, dass sowohl Russland als auch die IAEA keine Beweise dafür haben, dass der Iran den Erwerb von Atomwaffen vorbereitet."

      Moskau habe Tel Aviv wiederholt davon in Kenntnis gesetzt. Wenn Israel dennoch Bedenken habe, sagte Putin, müssten diese angesprochen und im Rahmen vorhandener Formate ausgeräumt werden.

    • 20:04 Uhr

      Huthi-Rebellen drohen USA mit Angriffen im Roten Meer

      Der Sprecher der jemenitischen Ansarallah Yahya Saree hat am Samstag angekündigt, dass der Jemen alle US-Marine- und -Handelsschiffe im Roten Meer und Bab Al-Mandab angreifen wird, falls die USA in einen Krieg mit dem Iran eintreten. Das melden mehrere arabische Medien und der Sender Euronews.

    • 17:16 Uhr

      Grossi bestätigt israelischen Angriff auf Produktionsstätte der iranischen Atomenergiewirtschaft

      IAEO-Generaldirektor Rafael Grossi hat am Sonnabendnachmittag einen israelischen Angriff auf eine Anlage zur Herstellung von Zentrifugen für Atomkraftwerke im iranischen Isfahan bestätigt.

      "Eine Zentrifugenproduktionsstätte in der iranischen Stadt Isfahan wurde getroffen, die dritte derartige Einrichtung, die in der vergangenen Woche von israelischen Angriffen auf iranische Atomanlagen betroffen war", sagte Grossi unter Berufung auf der IAEO vorliegende Informationen.

      "Wir kennen diese Anlage gut. Sie lagert kein Kernmaterial, sodass ein Angriff auf sie keine radiologischen Folgen hätte", fügte Grossi hinzu.

      Der Angriff auf Isfahan erfolgte wenige Tage nach den Angriffen auf das Teheraner Forschungs- und Entwicklungszentrum am 18. Juni. Die Anlage in der iranischen Hauptstadt diente der Herstellung und Erprobung der Rotoren moderner Zentrifugen.
      Einige Tage zuvor war auch eine Werkstatt in der Stadt Karadsch getroffen worden. Dort waren andere Zentrifugenkomponenten hergestellt worden.

    • 15:25 Uhr

      Iranische Behörden: Deutscher Spion gefasst

      Iranischen Medienangaben zufolge wurde der Doppelstaatler Marek Kaufmann am Freitag in der Nähe einer militärischen Anlage festgenommen.

      Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtete am Freitag von der Verhaftung des Deutschen Marek Kaufmann durch die Islamische Revolutionsgarde. Er soll sich verbotenerweise in der Nähe von Militärstützpunkten und Nuklearanlagen aufgehalten und dort fotografiert haben. Die Festnahme fand in der Provinz Markazi im Nordwesten Irans statt.

      Ein Video der Mehr-Agentur zeigt einen jungen rothaarigen Radfahrer, der Englisch mit deutschem Akzent spricht. Mehr berichtete, es handle sich bei Kaufmann um einen Deutschen jüdischen Glaubens. Welche Staatsangehörigkeit der junge Deutsche zusätzlich besitzen soll, ist bislang unklar.

      Während Kaufmann sich damit rechtfertigt, seine Smartwatch habe ihn auf einen Abstecher in das verbotene Gebiet geführt und er habe die unerlaubten Fotos lediglich einem Freund zugesandt, bezichtigen ihn iranische Offizielle, seine Befehle von "US-amerikanischen und jüdischen" Stellen erhalten zu haben.

    • 14:50 Uhr

      Erdoğan: Israel wollte Atomgespräche zwischen USA und Iran untergraben

      Bei einem Treffen mit den Vertretern muslimischer Staaten in Istanbul hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan Israel scharf kritisiert. Die israelischen Angriffe auf Iran zielten darauf ab, die Atomverhandlungen zwischen Washington und Teheran zu untergraben, sagte er. 

      "Dieser Vorfall zeigt auch, dass Netanjahu [und seine Regierung] keine Probleme oder Angelegenheiten diplomatisch lösen wollen", so Erdoğan. "Netanjahus zionistische Ambitionen haben keinen anderen Zweck, als unsere Region und […] die ganze Welt in eine große Katastrophe zu stürzen."

      Er forderte außerdem die muslimischen Länder auf, ihre Bemühungen zu verstärken, um auf der Grundlage des Völkerrechts und der Resolutionen der Vereinten Nationen Strafmaßnahmen gegen Israel zu verhängen.

    • 14:15 Uhr

      "Der Nahe Osten steht vor einem Israel-Problem" ‒ Türkischer Außenminister Fidan ruft muslimische Länder zu Unterstützung Irans auf


      Bei einem Treffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit in Istanbul rief Hakan Fidan die muslimischen Länder dazu auf, sich gemeinsam hinter Iran gegen Israel zu stellen. Dies berichtet Al Jazeera.

      Er teilte seinen Kollegen mit, dass Israel durch seine Angriffe auf Iran die Region in eine "totale Katastrophe" stürze, und forderte die Weltmächte auf, einzugreifen, um eine weitere Eskalation des Konflikts zu verhindern.

      Angesichts der Angriffe auf Gaza, den Libanon, Syrien, den Jemen und nun auch Iran stehe die Region vor einem "Israel-Problem", so der türkische Außenminister.

      "Leider findet dieses Treffen zu einer Zeit statt, in der die islamische Welt schwer leidet. Israel, das den Gazastreifen mit Blut befleckt hat, greift nun Iran an. Wir müssen gemeinsame Schritte diskutieren, um dieses Leiden zu beenden", sagte Fidan.

    • 13:45 Uhr

      Bürgermeister von Haifa fordert sofortigen Frieden mit dem Iran

      Gegenüber dem US-amerikanischen Nachrichtensender CNN äußerte sich die Bürgermeister der israelischen Küstenstadt Haifa kritisch gegenüber den schleppenden Verhandlungen.

      Am Freitag war Haifa Opfer eines starken Raketenbeschusses aus dem Iran geworden. Mindestens ein iranisches Geschoss konnte von der israelischen Luftabwehr nicht mehr abgefangen werden. 19 Menschen wurden dabei verletzt. Auch eine Moschee wurde getroffen.

      Diesen Angriff nahm der Bürgermeister von Haifa, Jona Jahaw von der Kadima-Partei, zum Anlass, in einem CNN-Interview ein schnelles Ende des Krieges mit dem Iran zu fordern. Sein Wunsch sei Frieden. Das von US-Präsident Trump angekündigte zweiwöchige Zeitfenster dauere zu lange. Beide Seiten müssten so schnell wie möglich zu Verhandlungen finden, um einen Friedensvertrag zu unterzeichnen.

      Mittlerweile versuchen zahlreiche israelische Bürger auf der Flucht vor iranischen Raketen das rettende Ausland zu erreichen. Videoaufnahmen zeigen eine lange Schlange von Israelis vor einem Schiff, das nach Zypern auslaufen soll.

    • 13:25 Uhr

      Ein weiterer iranischer Atomwissenschaftler mit Ehefrau von Israelis getötet

      Das israelische Militär nahm erneut iranische Nuklearexperten ins Visier. Bei einer gezielten Attacke kam am Samstagmorgen in Teheran Dr Seyed Esar Tabatabaei Qomsheh samt seiner Ehefrau ums Leben.

      Tabatabaei war Professor für Physik an der Sharif-Universität für Technologie in Teheran und arbeitete mit der Iranischen Atomenergieorganisation AEOI zusammen. Er galt als einer der führenden Experten des Landes in Reaktorphysik.

      Der israelische Angriff traf den Wissenschaftler und seine Frau Mansoureh Haji Salem der Nachrichtenagentur Maher zufolge am Samstagmorgen in ihrer Privatwohnung. Wie der Angriff vonstatten ging, ist noch unbekannt, iranische Regierungsvertreter bestätigten jedoch den Tod des Ehepaars.

      Die israelischen Behörden haben zu dem Vorfall noch nicht offiziell Stellung genommen. Israel verfolgt seit dem Beginn der Angriffe auf dem Iran mit der Sonderoperation "Narnia" das Ziel der Beseitigung iranischer Atomanlagen und wissenschaftlicher Experten.

      Mit dem Attentat auf Tabatabaei ist die Zahl der von Israel in diesem Krieg ermordeten iranischen Wissenschaftler auf zehn gestiegen.

    • 13:00 Uhr

      Opferbilanz: Mindestens 430 iranische Zivilisten bei israelischen Luftangriffen getötet


      Seitdem Israel am 13. Juni seinen Überraschungsangriff gestartet hat, sind in Iran mindestens 430 Zivilisten getötet und 3.500 verletzt worden, berichtet die staatliche iranische Nachrichtenagentur Nour News unter Berufung auf das Gesundheitsministerium des Landes.

      Laut der Human Rights Activists News Agency (HRANA), einer in den USA ansässigen Menschenrechtsorganisation, die das Geschehen im Nahen Osten beobachtet, haben israelische Luftangriffe 639 Menschen in Iran getötet. Unter den Toten befinden sich viele hochrangige Militärs und Atomwissenschaftler.

      In Israel wurden laut israelischen Behörden 24 Zivilisten bei iranischen Raketenangriffen getötet.

    • 12:15 Uhr

      Analyse: "Technologievorsprung" bei Israel – strategischer Vorteil bei Iran

      Im Gespräch mit dem katarischen Sender Al Jazeera wies ein Nahost-Experte auf die Stärken und Schwächen der verfeindeten Konfliktparteien hin. "Israel hat zwar in diesem Krieg einen technologischen Vorsprung", aber Iran hätte in einem langwierigen Krieg die Oberhand, sagte Muhanad Seloom, Assistenz-Professor am Doha Institute for Graduate Studies. 

      Israel hat seit Ausbruch des Konflikts fast die vollständige Kontrolle über den iranischen Luftraum, aber Iran ist 70 Mal so groß wie Israel, erklärte er.

      "[Die Iraner] können viel einstecken, aber sie verfügen über eigene Waffen, die Israel tatsächlich Schaden zufügen können, und Israel hat nicht die Kapazitäten, diesen Krieg fortzusetzen, sodass es einen entscheidenden Sieg braucht oder seine strategischen Ziele so schnell wie möglich erreichen muss", sagte Seloom dem Sender.

      "Wir befinden uns in einer kritischen Phase dieses Konflikts, weil beide Seiten noch keinen vollständigen Krieg erklärt haben, aber beide Seiten die Geschwindigkeit ihrer Waffen erhöhen", so der Experte. 

      "Wenn sich [der Krieg] hinzieht, ist das nicht im Interesse Israels. Israel kann diesen Krieg nicht sehr lange führen, da sich die meisten Israelis in Bunkern befinden und ihre Wirtschaft darunter leidet."

      Iran hingegen befinde sich seit mindestens 40 Jahren nach dem Iran-Irak-Krieg in einer "Notstandsstimmung", habe aktive Milizen im Libanon und in Syrien, unterliege strengen Sanktionen und habe eine andere Wirtschaft als Israel, sagte Seloom. "Wir haben es also mit zwei Ländern zu tun, die sich voneinander unterscheiden und sich gegenseitig an die Gurgel gehen."

    • 11:45 Uhr

      Expertin: Iran und seine Verbündeten können US-Stützpunkte "massiv" angreifen 


      Die Verbündeten Irans könnten US-Einrichtungen in der Region "mit massivem Feuer" angreifen. Das sagte Zohreh Kharazmi, Professorin an der Universität Teheran, dem Sender Al Jazeera.

      Der US-Präsident sei sich bewusst ist, dass Iran über "Tausende von Raketen unterschiedlicher Reichweite" verfügt und dass seine regionalen Verbündeten "amerikanische Stützpunkte mit massivem Feuer" angreifen können.

      "Trump selbst schwankt hin und her und scheint zu zögern, direkt einzugreifen", sagte die Expertin. "Selbst heute denken acht von zehn Menschen in den Vereinigten Staaten über diplomatische Lösungen nach und sind nicht damit einverstanden, dass die USA direkt in den Krieg eintreten", so Kharazmi.

      Die befragte Expertin meint auch, dass der Westen, China, Russland und die arabischen Staaten zusammen mit anderen Ländern eine diplomatische Lösung erreichen können, wenn sie "viel mehr Verantwortung und Rechenschaft für die Situation übernehmen".

    • 11:25 Uhr

      Israel: Kommandeur der Al-Kuds-Brigaden getötet

      Die israelische Armee hat nach Angaben von Verteidigungsminister Israel Katz einen Kommandeur der Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden in der iranischen Stadt Ghom getötet. Es handele sich dabei um den Anführer des Palästina-Korps der Auslandseinheit der Elitestreitmacht des Irans, Said Izadi, hieß es in einer Mitteilung von Katz.

      Izadi soll demnach die islamistische Hamas während des Massakers in Israel am 7. Oktober 2023 finanziert und bewaffnet haben. Katz bezeichnete den Angriff als "großen Erfolg für den israelischen Geheimdienst und die Luftwaffe". Laut Katz sei Izadis Wohnung mitten in Ghom angegriffen worden.

      "Der lange Arm Israels wird alle seine Feinde erreichen", fügte Katz an.

      Die Al-Kuds-Brigaden der Revolutionsgarden sind dem obersten iranischen Führer, Ajatollah Ali Chamenei, unterstellt, dem die Verfassung in allen strategischen Belangen das letzte Wort gibt. Ihre offizielle Aufgabe ist es, die Iran nahestehenden politische Gruppen im Ausland zu unterstützen und dort verdeckte Operationen im Auftrag der Revolutionsgarden auszuführen.
      Staatsnahe Medien im Iran meldeten zuvor einen israelischen Angriff auf Ghom. Dabei seien mindestens eine 16-jährige Person getötet und zwei Menschen verletzt worden, berichtete "Iran Nuances". Ein Wohngebäude sei getroffen worden.

    • 11:05 Uhr

      Iranischer Außenminister Araghtschi: Einstieg der USA in Israels Aggression sehr gefährlich

      Am Samstag nahm der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Treffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit in Istanbul teil. Dies meldet der TV-Sender Al Jazeera. Am Rande des Treffens sagte Araghtschi vor Reportern: 

      "Wir sind leider zu dem Schluss gekommen, dass die Vereinigten Staaten von Anfang an an dieser Aggression beteiligt waren. Damit wir zur Diplomatie zurückkehren können, muss die Aggression gestoppt werden. Es ist offensichtlich, dass ich nicht zu Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten gehen kann, wenn unser Volk unter Bombardement steht, das von den Vereinigten Staaten unterstützt wird.

      Leider haben wir gehört, dass sich die USA dieser Aggression anschließen könnten. Das wäre sehr bedauerlich und meiner Meinung nach für alle sehr gefährlich."

    • 09:52 Uhr

      Wadephul: Weitere Gespräche mit Iran sinnvoll

      Nach einem Treffen mit seinem iranischen Amtskollegen in Genf hält Deutschlands Außenminister Wadephul die Fortsetzung der Gespräche für sinnvoll. 

      Gestern kamen die Außenminister Frankreichs, Deutschlands und Großbritanniens mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi zusammen. Das Gespräch dauerte rund vier Stunden. Wadephul beschrieb die Atmosphäre als "ernsthaft". 

      Der deutsche Außenminister betonte die Wichtigkeit, an den Gesprächen beteiligt zu sein. Deutschland und die Länder der EU spielen bei den Verhandlungen zur Regulierung des Ukraine-Konflikts keine Rolle. Wadephul hob hervor, dass die Sicherheit des Staates Israel für Deutschland von herausragender Bedeutung sei. In Deutschland wird behauptet, Iran wolle Israel als Staat auslöschen. 

      Irans Außenminister Abbas Araghtschi zeigte sich grundsätzlich zu weiteren Gesprächen bereit, forderte aber einen Waffenstillstand vor konkreten Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. 

      "Der Aggressor muss zur Rechenschaft gezogen werden", sagte Araghtschi. Er beklagte zudem die westlichen Doppelstandards. Wadephul und seine westeuropäischen Kollegen haben den Überfall Israels auf Iran ebenso wenig verurteilt wie die Angriffe Israels auf Atomanlagen. 

    • 09:23 Uhr

      Iran antwortet erneut auf israelische Angriffe

      Bei einem Angriff auf die Stadt Haifa wurden nach israelischen Angaben 31 Personen verletzt, drei davon schwer, eine Person starb. Demnach sind am späten Freitagabend zwischen 20 und 25 ballistische Raketen Irans auf die Stadt niedergegangen. 

      Zudem wurde die Stadt Cholon südlich von Tel Aviv unter Beschuss genommen. Dort fing ein Wohngebäude Feuer. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht. 

      Zuvor hatte Israel weitere Schläge gegen Iran durchgeführt. Unter anderem war ein Atomforschungszentrum in der Stadt Isfahan angegriffen worden. Die internationale Atomenergiebehörde IAEA hat wiederholt darauf hingewiesen, dass Angriffe auf Atomanlagen gegen die Genfer Konvention verstoßen. 

    • 09:08 Uhr

      Putin: Russland hat Israel wiederholt mitgeteilt, dass Iran nicht nach Atomwaffen strebt

      Russland habe Israel kontinuierlich darüber informiert, dass Iran nicht beabsichtigt, sich nuklear zu bewaffnen, sagte Wladimir Putin nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti

      Die Länder des Kollektiven Westens schließen sich dagegen der Behauptung Israels an. Israel hat wiederholt unterstellt, Iran strebe nach der Atombombe und reichere zu diesem Zweck Uran an. Israel begründet seinen Überfall auf Iran am 13. Juni mit seinem Recht auf Selbstverteidigung. Kriegsziel ist, die iranischen Atomanlagen zu zerstören. 

      Der Überfall Israels auf Iran wird außerhalb des Westens als Bruch des Völkerrechts und als Angriffskrieg eingeordnet. Eine unmittelbare Gefahr für Israel, die das Land zum Einsatz militärischer Mittel legitimiert hätte, bestand nicht. 

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/der-nahe-osten/247599-liveticker-zum-iranisrael-krieg-medienbericht/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.06.2025

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    Los Desastres de la Guerra / Schrecken des Krieges von Francisco de Goya)




    Kriegslied (Matthias Claudius)


    de.wikipedia.org

    Das Kriegslied mit den berühmten Anfangsworten „’s ist Krieg!“ ist ein Gedicht von Matthias Claudius aus dem Jahr 1778. Es erschien auch – um die letzte Strophe gekürzt – 1783 im vierten Band des ASMUS omnia sua SECUM portans.



    Entstehung

    Das Gedicht entstand 1778, zu Beginn des Bayerischen Erbfolgekrieges zwischen Österreich und dem mit Sachsen und Russland verbündeten Preussen, der am 3. Juli 1778 erklärt wurde. Am 5. Juli 1778 marschierten die Preussen in Böhmen ein; am 13. Mai 1779 wurde der Krieg diplomatisch mit dem Frieden von Teschen beendet. Im Juli 1778 war das glimpfliche Ende noch nicht abzusehen. Aus aktuellem Anlass wurden deshalb nach Beginn der Druckarbeiten 1778 zwei Seiten mit dem „Kriegslied“ als Ersatz für zwei andere Gedichte in den Voßischen Musenalmanach für das Jahr 1779 eingefügt. In der später, nach dem Bayerischen Erbfolgekrieg, kaum mehr mitgedruckten Schlussstrophe der Erstausgabe appelliert der Autor an die „Fürsten“, „Friede zu schaffen“.[1]

    Matthias Claudius wirkte zu diesem Zeitpunkt als Publizist (Wandsbecker Bothe) in Wandsbek. In seiner Zeit hatten die preußisch-friederizianischen Kriege die Landkarte Mitteleuropas verändert.


    Inhalt


    ’s ist Krieg! ’s ist Krieg! O Gottes Engel wehre,
    Und rede Du darein!
    ’s ist leider Krieg – und ich begehre,
    Nicht schuld daran zu sein!

    Was sollt ich machen, wenn im Schlaf mit Grämen
    Und blutig, bleich und blaß,
    Die Geister der Erschlagnen zu mir kämen,
    Und vor mir weinten, was?

    Wenn wackre Männer, die sich Ehre suchten,
    Verstümmelt und halb tot
    Im Staub sich vor mir wälzten und mir fluchten
    In ihrer Todesnot?

    Wenn tausend tausend Väter, Mütter, Bräute,
    So glücklich vor dem Krieg,
    Nun alle elend, alle arme Leute,
    Wehklagten über mich?

    Wenn Hunger, böse Seuch und ihre Nöten
    Freund, Freund und Feind ins Grab
    Versammelten, und mir zu Ehren krähten
    Von einer Leich' herab?

    Was hülf mir Kron' und Land und Gold und Ehre?
    Die könnten mich nicht freun!
    ’s ist leider Krieg – und ich begehre,
    Nicht schuld daran zu sein!

    [Schlussstrophe des Erstdrucks:]
    Doch Friede schaffen, Fried' im Land' und Meere:
    Das wäre Freude nun!
    Ihr Fürsten, ach! wenn's irgend möglich wäre!!
    Was könnt Ihr Größers thun?


    Interpretation

    Matthias Claudius glorifiziert den Krieg nicht, sondern schildert ihn als grausam und leidvoll. Er benutzt dabei eine nüchterne Sprache und Wendungen aus der Alltagssprache. Die Wendung „'s ist leider Krieg“ wird dabei nicht als Floskel, sondern als Ausdruck echten Kummers gesehen. Karl Kraus nannte dieses leider den „tiefsten Komparativ von Leid, vor dem alle Leidenslyrik vergeht“.[2]

    Mit seiner Aussage „ich begehre nicht schuld daran zu sein“ bezieht Claudius eindeutig Stellung gegen den Krieg. Dieser Satz steht am Schluss der beiden Randstrophen und bezieht sich auf den vorhergehenden Ausruf „'s ist leider Krieg“.

    In der sechsten Strophe klingt zudem eine Kritik am absolutistischen Bellizismus der Epoche an. Mit dem Vers „Was hülf mir Kron und Land und Gold und Ehre?“ nennt das lyrische Ich die Kriegsgründe, die in den Augen der Aufklärer seit Montesquieu maßgeblich mit der Herrschsucht und Ehrbegierde der europäischen Monarchen zusammenhingen („Gold und Ehre“).


    Sonstiges

    „’s ist Krieg!“[3] ist auch der Titel eines Gedichts von Kurt Tucholsky, das während des Ersten Weltkriegs verboten war. Es beginnt mit der folgenden Strophe:


    Die fetten Hände behaglich verschränkt
    vorn über der bauchigen Weste,
    steht einer am Lager und lächelt und denkt:
    „’s ist Krieg! Das ist doch das beste!
    Das Leder geräumt, und der Friede ist weit.
    Jetzt mach in anderen Chosen –
    Noch ist die blühende, goldene Zeit!
    Noch sind die Tage der Rosen!“


    Anhang

    Quellen

    1. Transkription auf Wikisource

    Literatur

    • Reinhard Görisch: „’s ist leider Krieg“. Das „Kriegslied“ von Matthias Claudius in Kriegs- und anderen Zeiten. Stationen einer Wirkungsgeschichte. In: Dirk Kemper (Hrsg.): Weltseitigkeit. FS für Jörg-Ulrich Fechner. Wilhelm Fink, Paderborn 2014, ISBN 978-3-7705-5578-9, S. 177–201.
    • Ulrich Joost: Matthias Claudius: „Kriegslied“. Über seinen Anlass, seine Entstehung und Wirkung, und dabei etwas zum „Brandgesang“. In: Lichtenberg-Jahrbuch 2021. Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2022, S. 49–62, ISBN 978-3-8253-4962-2. (Überarbeitete und erweiterte Version der Publikation von 2014.)
    • Ulrich Joost: Der wahre Erstdruck von Matthias Claudius' Gedicht „Brandgesang von den Gebrüdern Quarz“ und etwas zu Entstehung und Wirkung vom „Kriegslied“. In: Jahresschriften der Claudius-Gesellschaft, Hamburg 2014, ISSN 0942-864X.
    • Eckhardt Momber: ’s ist Krieg! ’s ist Krieg! Versuch zur dt. Literatur über den Krieg 1914–1933. Das Arsenal, Berlin 1981, ISBN 3-921810-50-7.
    • Karl Hotz (Hrsg.): Gedichte aus sieben Jahrhunderten. Interpretationen. Buchner, Bamberg 1993, ISBN 3-7661-4311-5.
    • Reiner Andreas Neuschäfer: Von allen Seiten umgibst du mich. Anthropologie. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2009, ISBN 978-3-525-77620-9.
    • Reiner Andreas Neuschäfer: Dietrich Bonhoeffer und Matthias Claudius. Spuren des Wandsbecker Boten bei Bonhoeffer. In: Dietrich Bonhoeffer Jahrbuch 5 (2011/2012), ISBN 978-3-579-01895-9, S. 167–187.
    • Reiner Andreas Neuschäfer: Leider Leid – Friedensverantwortung und Kriegsgrausamkeiten. Zu Matthias Claudius’ „Kriegslied“. In: Reinhard Görisch (Hrsg.): Helle reine Kieselsteine. Gedichte und Prosa von Matthias Claudius mit Interpretationen. Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2015, ISBN 978-3-89876-797-2, S. 115–128.
    • Albert Stolpe: Verstehensschwierigkeiten mit Matthias Claudius’ „Kriegslied“. In: Jahresschriften der Claudius-Gesellschaft 1 (1992), S. 34–35.

    CD

    • Ritter und Raben (Balladen); Otto Sander und das Oakmusic Ensemble, 2007, Patmos Verlag

    Weblinks

    Wikisource: Kriegslied (Matthias Claudius) – Quellen und Volltexte

    Kategorien:

  • Ausführlich belegt in: Ulrich Joost: Matthias Claudius: „Kriegslied“. In: Lichtenberg-Jahrbuch 2021.
  • Karl Kraus, Franz Werfel, Aufsätze zur Sprach

  • Info: https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegslied_(Matthias_Claudius)


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.06.2025

    Artikel zum Krieg in Westasien   (I von II)

    aus e-mail von Clemens Ronnefeldt, 22. Juni 2025, 8:33 Uhr


    Liebe Friedensinteressierte,


    nachfolgend sende ich Artikel zum Krieg in Westasien.


    1. Der Spiegel: USA zerstören laut Trump wichtigste Atomanlagen Irans


    2. Berl.Z.: US-Professor Jeffrey Sachs: „Wir stehen kurz vor einem Weltkrieg“


    3. Seymour Hersh: Was mir gesagt wurde, kommt im Iran - Der erste Kampfplan für einen neuen Krieg


    4. CNN: Israel sagt, der Iran sei auf dem Weg zu einer Atomwaffe. US-Geheimdienste sagen, dass es noch Jahre entfernt war

    5. Tagesspiegel: Keine Drohnen mehr aus Teheran: Verliert Putin seinen wichtigsten Verbündeten im Nahen Osten?


    6. Die Zeit: Iran und China: Zweckgemeinschaft mit Grenzen


    7. Der Spiegel: Historische Machtverschiebung in Nahost - Warum Saudi-Arabien und Iran plötzlich gemeinsame Sache machen


    8. The Pioneer Coverstory - WIRTSCHAFTSFAKTOR KRIEG - Wie Israel mit und von der ständigen Bedrohung lebt

    9. n tv: Verwirrung um Flightradar-Bilder - Bundeswehr weist Spekulationen um Hilfe für Israel bei Iran-Krieg zurück


    10. Missilematters: Operation Rising Lion: Erste Bewertung und Auswirkungen


          Israelische Luftüberlegenheit, das Versagen der iranischen Großstrategie und strategisches Targeting



    11. msn: Markus Lanz glaubt nicht, was Gast über Iran-Israel-Krieg sagt: „Das ist Propaganda“


    12. NZZ: Die deutsche Regierung genehmigt Rüstungsexporte für Israel im Wert von knapp vier Millionen Euro


    13. Aufschrei: Angriff ist keine Verteidigung!  Rüstungsexporte nach Israel stoppen!


    14. IPG: Gefährlicher Irrweg - Die Illusion vom Regimewechsel im Iran droht zum geopolitischen Albtraum zu werden  


          – mit unkalkulierbaren Folgen für die ganze Region.


    15. SZ: Omri Boehm bei „München redet“


       „Eine Welt, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit erlaubt, erlaubt sie auch gegen Juden“


    16. Freie-Radios: Die Feigheit des scheinbaren Freundes: Israel, Iran und der Westen, Interview mit Andreas Zumach



    17. IPPNW: Frankfurter Erklärung (1982)


    18. Berl. Z.: Nato-Gipfel 2025: August Pradetto: Europas gefährlicher Marsch in den Rüstungsrausch



    19. Berühmte Zitate von Martin Luther King Jr. über mehr Mut



    -----


    1. Der Spiegel: USA zerstören laut Trump wichtigste Atomanlagen Irans



    https://www.spiegel.de/ausland/israel-iran-news-donald-trump-kehrt-fuer-treffen-mit-sicherheitsberatern-nach-washington-zurueck-a-4b0024b9-b9bf-41d1-b49c-149d79a77075



    USA zerstören laut Trump wichtigste Atomanlagen Irans



    US-Militärflugzeuge haben drei atomare Anlagen in Iran angegriffen,

    darunter auch die Atomfestung Fordo. US-Präsident Donald Trump spricht

    von einem »spektakulären Erfolg« und warnt Teheran. Alle Entwicklungen

    im Newsblog.


    Das Wichtigste in Kürze:


    Donald Trump hat den US-Angriff auf iranische Atomanlagen als

    »spektakulären militärischen Erfolg« bezeichnet. Irans wichtigste

    Atomanlagen seien dabei »vollständig zerstört« worden. Die Angriffe

    galten den Anlagen in Fordo, Isfahan und Natans.


    Der US-Präsident hat die Zusammenarbeit mit Israels Premier Benjamin

    Netanyahu gelobt: »Wir haben als Team gearbeitet, wie es vielleicht

    noch nie ein Team zuvor getan hat.«


    Irans Machthaber Ali Khamenei trifft offenbar Vorkehrungen für seinen

    Tod und hat drei potenzielle Nachfolger nominiert, das berichtet die

    »New York Times«.


    Deutschland hat seine Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran

    nach Informationen des SPIEGEL vorübergehend ins benachbarte Ausland

    verlegt.


    Der Krieg zwischen Israel und Iran geht weiter mit Angriffen auf

    beiden Seiten. Israel verkündet, einen hochrangigen iranischen

    Kommandeur getötet zu haben. Zudem hat Israels Militär ein wichtiges

    Atomforschungszentrum in Isfahan angegriffen und weitere Angriffe

    geflogen.


    Weitere deutsche Staatsbürger, die in Israel festsaßen, sind von Amman

    aus per Sonderflug nach Deutschland ausgeflogen worden.


    (…)



    ----


    22.06.2025.   07.44 Uhr


    Blitzanalyse: Welche Folgen hat Trumps Angriff für die weitere US-Außenpolitik?



    Eigentlich wollte sich Donald Trump – wie die demokratischen

    Präsidenten Biden und Obama vor ihm – auf den Indopazifik und die

    Bedrohung durch China konzentrieren. Jetzt involviert der Republikaner

    die USA in einen weiteren Konflikt im Nahen Osten.


    Kriege sind unvorhersehbar. Niemand kann derzeit seriös voraussagen,

    ob dies ein kurzer Konflikt wird (wie Trump zu glauben scheint) oder

    ob sich hier ein neuer amerikanischer »forever war« anbahnt: ein nicht

    enden wollender Krieg wie jene nach den US-Invasionen in Afghanistan

    2001 und Irak 2003.


    Sollte es so kommen, hat Trump heute Nacht womöglich eine folgenreiche

    Weichenstellung vorgenommen. Der seit Obama propagierte »pivot to

    Asia«, der »Schwenk nach Asien«, wäre einmal mehr ausgebremst durch

    eine militärische Verstrickung in Nahost. Die US-Alliierten und

    -Partner im Pazifik – von Südkorea und Japan über Taiwan und die

    Philippinen bis Australien – werden sehr genau hinsehen.


    ---


    Heute 04:43 Uhr


    Trump lobt Zusammenarbeit mit Netanyahu



    Er und Benjamin Netanyahu hätten »als Team zusammengearbeitet«, sagte

    Donald Trump in seiner Rede kurz nach den Luftschlägen. Der

    israelische Premier dankte dem US-Präsidenten seinerseits in einer

    Videobotschaft. Die amerikanischen Luftangriffe seien in »in voller

    Koordination« mit Israels Streitkräften durchgeführt worden.


    Tatsächlich hatten israelische Kampfpiloten am gestrigen Samstag

    Luftangriffe auf eine Nuklearanlage, Raketenstellungen und ein

    Munitionslager geflogen. Sie nahmen dabei den Süden Irans ins Visier:

    ebenjene Region also, durch die mutmaßlich die Flugroute von

    US-Flugzeugen auf dem Weg nach Fordo geführt haben könnte.




    Heute 04:33 Uhr



    US-Präsident droht Iran mit weiteren Angriffen – »Frieden oder eine Tragödie«



    Nach den US-Luftangriffen auf die iranischen Atomanlagen hat Präsident

    Donald Trump dem Land mit weiteren Angriffen gedroht. »Es wird

    entweder Frieden geben oder eine Tragödie für den Iran«, sagte Trump

    in einer Fernsehansprache an die Nation.


    Das Ziel der USA sei die Zerstörung der iranischen Kapazitäten zur

    Urananreicherung gewesen und die Beendigung der nuklearen Bedrohung

    durch den »weltweit größten staatlichen Sponsor des Terrors«, erklärte

    Trump. Er könne der Welt nun berichten, dass die Angriffe ein

    »spektakulärer militärischer Erfolg« gewesen seien.


    Es seien in Iran noch viele Ziele übrig, die die USA angreifen

    könnten. »Wenn der Frieden nicht schnell kommt, werden wir die anderen

    Ziele mit Präzision, Schnelligkeit und Geschick angreifen, die meisten

    von ihnen können in wenigen Minuten ausgeschaltet werden.«


    Der US-Präsident dankte den »Patrioten, die diese wunderbaren

    Maschinen geflogen haben« – diese Worte galten den US-Piloten, die die

    Luftangriffe gegen Iran ausgeführt hatten.


    ---------



    2. Berl.Z.: US-Professor Jeffrey Sachs: „Wir stehen kurz vor einem Weltkrieg“


    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/us-professor-jeffrey-sachs-wir-stehen-kurz-vor-einem-weltkrieg-li.2335038


    US-Professor Jeffrey Sachs: „Wir stehen kurz vor einem Weltkrieg“


    Der Columbia-Professor sieht die Gefahr der Eskalation in Nahost.


    Seymour Hersh sagt, ein massiver US-Schlag soll schon an diesem Wochenende erfolgen.


    Michael Maier <https://www.berliner-zeitung.de/autoren/michael-maier--li.76196>


    19.06.2025    20.06.2025, 13:52 Uhr


    In ungewohnte Deutlichkeit warnt der US-amerikanische Ökonom und

    Spitzendiplomat Jeffrey Sachs vor einer akuten Weltkriegsgefahr.


    Er fordert von Deutschland, keine markigen Sprüche zu klopfen sondern

    diplomatische Initiativen anzustoßen, so lange das noch geht.


    Am Freitag wollen sich EU-Politiker mit dem iranischen Außenminister

    treffen. Ob sie noch etwas ausrichten können - offen.


    Der US-Journalist Seymour Hersh erwartet einen gewaltigen US-Schlag. (…)


    ——



    3. Seymour Hersh: Was mir gesagt wurde, kommt im Iran - Der erste Kampfplan für einen neuen Krieg


    https://seymourhersh.substack.com/p/what-i-have-been-told-is-coming-in


    Was mir gesagt wurde, kommt im Iran


    Der erste Kampfplan für einen neuen Krieg


     <https://substack.com/@seymourhersh>

    Seymour Hersh <https://substack.com/@seymourhersh>


    19. Juni 2025


    Dies ist ein Bericht darüber, was am ehesten im Iran passieren wird,

    bereits an diesem Wochenende, laut israelischen Insidern und

    amerikanischen Beamten, auf die ich mich seit Jahrzehnten verlassen habe.


    Es wird schwere amerikanische Bombardements nach sich ziehen. Ich habe

    diesen Bericht mit einem langjährigen US-Beamten in Washington

    überprüft, der mir sagte, dass alles „unter Kontrolle“ sein wird, wenn

    der oberste iranische Führer Ali Khamenei „departs“ („weggeht“.

    Wie das passieren könnte, kurz vor seiner Ermordung, ist nicht bekannt.


    Es wurde viel über amerikanische Feuerkraft und Ziele im Iran

    gesprochen, aber wenig praktisches Denken, soweit ich sagen kann, wie

    man einen verehrten religiösen Führer mit einer enormen Anhängerschaft

    entfernen kann.


    Ich habe seit Jahrzehnten aus der Ferne über die Atom- und

    Außenpolitik Israels berichtet. Mein 1991 erschienenes BuchThe Samson

    Option erzählte die Geschichte der Herstellung der israelischen

    Atombombe und Amerikas Bereitschaft, das Projekt geheim zu halten.


    Die wichtigste unbeantwortete Frage über die aktuelle Situation wird

    die Antwort der Welt sein, einschließlich der von Wladimir Putin, dem

    russischen Präsidenten, der ein Verbündeter der iranischen Führung war.


    Die Vereinigten Staaten bleiben Israels wichtigster Verbündeter,

    obwohl viele hier und auf der ganzen Welt Israels anhaltenden

    mörderischen Krieg in Gaza verabscheuen.


    Die Trump-Regierung unterstützt Israels aktuellen Plan, den Iran von

    jeder Spur eines Atomwaffenprogramms zu befreien, während sie hofft,

    dass die von Ayatollah geführte Regierung in Teheran gestürzt wird.



    ——



    4. CNN: Israel sagt, der Iran sei auf dem Weg zu einer Atomwaffe. US-Geheimdienste sagen, dass es noch Jahre entfernt war


    https://edition.cnn.com/2025/06/17/politics/israel-iran-nuclear-bomb-us-intelligence-years-away?iid=cnn_buildContentRecirc_end_recirc



    Israel sagt, der Iran sei auf dem Weg zu einer Atomwaffe.


    US-Geheimdienste sagen, dass es noch Jahre entfernt war


    Von Katie Bo Lillis und Zachary Cohen, CNN


    Aktualisiert 11:03 AM EDT, Di 17. Juni 2025



    Als Israel letzte Woche seine Serie von Angriffen gegen den Iran

    startete, gab es auch eine Reihe düsterer Warnungen vor dem

    Atomprogramm des Landes heraus, die darauf hindeuteten, dass der Iran

    sich in seinem Bestreben, Atomwaffen zu erlangen, schnell einem Punkt

    nähere, an dem es kein Zurück mehr gebe, und dass die Angriffe

    notwendig seien, um diesem Ergebnis zuvorzukommen.


    Aber die Einschätzungen der US-Geheimdienste waren zu einem anderen

    Schluss gekommen: Der Iran strebte nicht nur nicht aktiv nach einer

    Atomwaffe, sondern war auch bis zu drei Jahre davon entfernt, eine

    Atomwaffe herstellen und an ein Ziel seiner Wahl liefern zu können, so

    vier mit der Bewertung vertraute Personen.


    Ein anderer hochrangiger US-Beamter sagte gegenüber CNN, der Iran sei

    "so nah wie möglich, bevor man (eine Atomwaffe) baut. Wenn der Iran

    eine haben will, hat er alles, was er braucht." (…)



    ———



    5. Tagesspiegel: Keine Drohnen mehr aus Teheran: Verliert Putin seinen wichtigsten Verbündeten im Nahen Osten?



    https://www.tagesspiegel.de/internationales/keine-drohnen-mehr-aus-teheran-verliert-putin-seinen-wichtigsten-verbundeten-im-nahen-osten-13863316.html


    Keine Drohnen mehr aus Teheran: Verliert Putin seinen wichtigsten Verbündeten im Nahen Osten?



    Bislang unterstützte der Iran Russland im Ukraine-Krieg. Nun aber ist

    die Islamische Republik massiv geschwächt. Eine Sicherheitsexpertin

    erklärt, wie heikel die Lage für den Kreml ist.


    Von Hannah Wagner


    17.06.2025, 10:10 Uhr



    Der Ölpreis steigt – zumindest das ist aus Sicht von Wladimir Putin

    eine erfreuliche Nachricht. Schließlich finanziert Russlands Präsident

    seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine seit Jahren maßgeblich durch

    die Einnahmen aus Rohstoffverkäufen.



    ------


    6. Die Zeit: Iran und China: Zweckgemeinschaft mit Grenzen


    https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-06/iran-china-oel-beziehung-krieg/komplettansicht


    Iran und China: Zweckgemeinschaft mit Grenzen



    Das Islamisten-Regime in Teheran ist antiamerikanisch und verkauft

    günstiges Öl. Damit ist es für China ein interessanter Partner.

    Viel mehr aber wohl auch nicht.


    Eine Analyse von  Steffen Richter


    20. Juni 2025, 18:28 Uhr


    Das fundamentalistische Regime im Iran hat über die letzten Jahrzehnte

    gute Beziehungen zu zwei großen Atomstaaten aufbauen können: zu

    Russland und zu China. (…)


    Deswegen haben die beiden Staatschefs Wladimir Putin und Xi Jinping am

    Donnerstag telefoniert, angeblich eine Stunde lang. Auffällig ist:

    Beide machen Israel zwar für die Eskalation verantwortlich, sind in

    ihrer Tonlage aber recht zurückhaltend.


    Xi blieb nach chinesischen Angaben auch im Gespräch mit Putin

    insgesamt eher wolkig: "Die aktuelle Lage im Nahen Osten ist äußerst

    kritisch und bestätigt erneut, dass die Welt in eine neue Phase der

    Turbulenzen und des Wandels eintritt.“ (…)


    China hat politisch in den Iran investiert


    China hatte unter Xi Jinpings Führung politisch eine Menge in das

    iranische Regime investiert. 2023 führte Xi den Iran in die Shanghai

    Cooperation Organization (SCO), ein Treffen eurasischer Staaten, die

    in Sicherheitsfragen politisch enger zusammenarbeiten wollen.


    China hat auf die Teilnahme Irans an der Runde der BRICS-Staaten

    gedrängt, wo sich die aufstrebenden Schwellenländer Brasilien,

    Russland, Indien, China und Südafrika zusammentun. China ist in beiden

    Runden das Zentrum und sieht sie als Gegengewicht zum US-dominierten

    Westen.


    Beide Regierungen haben dazu 2021 ein auf 25 Jahre angelegtes

    Kooperationsabkommen unterzeichnet, das chinesische Investitionen in

    die iranische Energie- und Infrastruktur vorsieht. Und die Staaten

    haben damit begonnen, ihre militärischen Beziehungen zu vertiefen.


    Dafür bezieht China im Gegenzug günstiges Öl. Der Iran ist durch

    internationale Wirtschaftssanktionen wegen seines Atom- und

    Raketenprogramms zunehmend verarmt, obwohl er unter den OPEC-Ländern

    viertwichtigster Ölproduzent ist. Die USA wollen beispielsweise

    weltweit Raffinerieunternehmen sanktionieren, die iranisches Öl kaufen.


    Viele Länder und Unternehmen schreckt das vom Kauf iranischen Öls ab.

    Nicht so China, das rund 90 Prozent der iranischen Ölexporte über

    Umwege aufkauft – vergünstigt wegen der US-Sanktionen. Schon deswegen

    ist China der größte Handelspartner des Iran. Die USA haben inzwischen

    chinesische Unternehmen sanktioniert, die sie im Verdacht haben,

    iranisches Öl aufzukaufen.


    (…)


    China will nicht, dass das Regime im Iran stürzt


    Die dezidierte Gegnerschaft des iranischen Regimes zu den Vereinigten

    Staaten und deren Rolle im Nahen und Mittleren Osten hatte den Iran

    attraktiv für Chinas Führung gemacht, die ihren geopolitischen

    Einfluss weltweit ausbauen möchte. Ost- und Südostasien sehen Chinas

    Außenpolitiker als ihren Hinterhof; sie wollen die dort präsenten

    Amerikaner mit ihren Marinebasen nicht haben.


    Im Nahen und Mittleren Osten hingegen will man die USA schwächen –

    aber nicht ersetzen. So beschrieb es der China-Analyst Yun Sun in der

    Zeitschrift Foreign Policy kurz nach dem Ausbruch des Krieges Israels

    gegen die Hamas.


    Die Beziehungen zu Israel sind schlecht


    China pflegt auch mit anderen Staaten der Region gute Verbindungen, so

    ist Saudi-Arabien beispielsweise heute nach Russland Chinas

    zweitgrößter Öllieferant. Rund die Hälfte der chinesischen Ölimporte

    stammt heute aus Ländern am Persischen Golf. Insofern spielt am Ende

    das iranische Regime für Chinas Interessen in der Region keine

    hervorgehobene Rolle.


    Was Xi und Putin natürlich nicht wollen, ist, dass die Regierung in

    Teheran – wie in Syrien geschehen – einfach so zusammenbricht. Beide

    setzen darauf, weiter mit den Klerikern zusammenzuarbeiten. China wird

    zudem weiterhin günstiges Öl aus dem Iran kaufen wollen – eine neue

    Regierung im Iran, die womöglich nicht mehr unter internationalen

    Atomsanktionen stünde, könnte dagegen höhere Preise verlangen oder

    sich politisch neu ausrichten.


    Sollten die Iraner allerdings ihre Drohung wahr machen, die Straße von

    Hormus zu blockieren und damit Öl- und Gastransporte aus den

    Golfstaaten zu gefährden, dürfte China spürbar Druck auf die Führung

    in Teheran ausüben. (…)


    ———


    7. Der Spiegel: Historische Machtverschiebung in Nahost


        Warum Saudi-Arabien und Iran plötzlich gemeinsame Sache machen



    https://www.spiegel.de/ausland/saudi-arabien-und-iran-warum-riad-und-teheran-ploetzlich-gemeinsame-sache-machen-a-c8616de5-db51-47ae-aad4-43b25bd58fce


    Historische Machtverschiebung in Nahost


    Warum Saudi-Arabien und Iran plötzlich gemeinsame Sache machen



    Saudi-Arabien und Iran ringen um die Vorherrschaft im Nahen Osten.

    Doch nun lassen Israels Kriege in Gaza und im Libanon die beiden

    Rivalen enger zusammenrücken. Für die Region liegt in der Annäherung

    eine unerwartete Chance.


    Eine Analyse von Susanne Koelbl und Maximilian Popp


    24.10.2024, 17.29 Uhr


    (…)


    ——



    8. The Pioneer Coverstory - WIRTSCHAFTSFAKTOR KRIEG  - Wie Israel mit und von der ständigen Bedrohung lebt



    https://www.thepioneer.de/originals/hauptstadt-das-briefing/briefings



    The Pioneer Briefing


    21.6.2025



    The Pioneer Coverstory - WIRTSCHAFTSFAKTOR KRIEG  - Wie Israel mit und von der ständigen Bedrohung lebt



    Von Claudia Scholz, Luisa Nuhr und Michael Bassewitz



    Vor acht Tagen hat Israel seine Operation „Rising Lion“ gegen das

    iranische Atomprogramm gestartet. Seitdem herrscht Ausnahmezustand in

    einer Region, in der es ohnehin nie Normalität gab.


    Der anhaltende Krieg in Gaza und nun auch der gegen den Iran kosten

    unzählige Menschenleben.


    Doch, und auch das gehört nun einmal zu den Spielregeln dieser Welt,

    das Ganze hat auch wirtschaftliche Implikationen.


    Mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar kostet der Krieg Israel –

    täglich. Der Staatshaushalt des Zehn-Millionen-Einwohner-Landes kommt

    an seine Grenzen. Hunderttausende Reservisten fehlten zum Teil über

    Monate auf dem Arbeitsmarkt.


    Der Krieg ist – so hart das klingen mag – auch ein Wirtschaftsfaktor.

    Seit Beginn des Gazakriegs im Oktober 2023 sind die Kurse mancher

    israelischer Rüstungsunternehmen um über 100 Prozent gestiegen. Die

    Startup-Szene boomt. „Solange die Hightech-Industrie voll ausgelastet

    ist, ist die Wirtschaft insgesamt stabil“, erklärt der israelische

    Ökonom und ehemalige Zentralbanker Zvi Eckstein The Pioneer.


    Wie schafft es Israel, im Mehrfronten-Krieg ökonomisch zu überleben

    und sogar zu gedeihen? Nun, der Krieg ist für den Erfolg des Landes

    Bedrohung und Elixier zugleich.


    The Pioneer war vor Ort in Tel Aviv, hat mit Angestellten gesprochen,

    mit Firmen, der israelischen Armee und Ökonomen, um zu verstehen, wie

    die Israelis im Kriegsalltag leben und arbeiten, wie das Land sich den

    Krieg leisten kann und welche wirtschaftlichen Auswirkungen er auf das

    kleine, aber einflussreiche Land hat.


    Auf der anderen Seite Israels steht der Iran. Und mit dem Iran nicht

    nur der politische und religiöse Führer des Landes, Ali Chamenei,

    sondern auch 90 Millionen Menschen.


    "Es herrschte blanke Angst, die Leute flohen in Panik. “


    So beschreibt die deutsch-iranische Journalistin Natalie Amiri den Tag

    des israelischen Angriffs. „Im Iran hast du ein Regime, das dir nicht

    sagt, wo du hin musst. Du hast keine Schutzbunker, keine Schutzzonen,

    keine Warn-Apps. Die Menschen sind komplett auf sich allein gestellt.“

    (…)


    ----


    siehe auch:


    https://www.thepioneer.de/originals/others/articles/israel-wirtschaftsfaktor-krieg?utm_source=thepioneer-briefing-economy-edition&utm_campaign=20250621&utm_content=image&utm_medium=newsletter&mid=83428&cid=5489014&kid=Ati1pSBZnm9gjSh2#accesscontrol



    ——



    9. n tv: Verwirrung um Flightradar-Bilder - Bundeswehr weist Spekulationen um Hilfe für Israel bei Iran-Krieg zurück



    https://www.n-tv.de/politik/Bundeswehr-weist-Spekulationen-um-Hilfe-fuer-Israel-bei-Iran-Krieg-zurueck-article25835565.html

    Verwirrung um Flightradar-Bilder


    Bundeswehr weist Spekulationen um Hilfe für Israel bei Iran-Krieg zurück


    15.06.2025, 15:39 Uhr



    Der Flugverlauf eines deutschen Bundeswehr-Airbus zur Luftbetankung

    von Kampfjets löst Spekulationen über deutsche Hilfe für Israel bei

    den Angriffen gegen den Iran aus. Eine solche Hilfe gibt es nicht,

    sagt das Verteidigungsministerium in Berlin.



    siehe dazu auch:


    https://augengeradeaus.net/2025/06/bislang-keine-militaerische-unterstuezung-der-bundeswehr-fuer-israelische-angriffe-auf-iran/



    ——



    10. Missilematters: Operation Rising Lion: Erste Bewertung und Auswirkungen


          Israelische Luftüberlegenheit, das Versagen der iranischen Großstrategie und strategisches Targeting



    https://missilematters.substack.com/p/operation-rising-lion-initial-assessment?publication_id=2971612&post_id=165932187&triggerShare=true&isFreemail=true&r=4ckbij&triedRedirect=true



    Operation Rising Lion: Erste Bewertung und Auswirkungen


    Israelische Luftüberlegenheit, das Versagen der iranischen Großstrategie und strategisches Targeting


     <https://substack.com/@frhoffmann>

    Fabian Hoffmann <https://substack.com/@frhoffmann>


    15 Jun 2025


    (…)


    Laut Berichten der New York Times plante der Iran zunächst, sich mit

    einer massiven Salve von bis zu 1.000 ballistischen Raketen zu rächen,

    ein Volumen, das die israelische Raketenabwehr mit ziemlicher

    Sicherheit überwältigt hätte. Ich bin etwas skeptisch gegenüber dieser

    Zahl, da das iranische MRBM-Arsenal auf etwa 1.000 Raketen geschätzt

    wurde, wahrscheinlich ein bisschen mehr.


    Dennoch besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Iran zunächst

    entschlossener war, sowohl massiv als schneller als letztlich

    eingetretene Vergeltung zu üben.


    Der Vergeltungsplan des Iran wurde wahrscheinlich durch Israels groß

    angelegte und effektive Luftverbotskampagne gestört, die

    Schlüsselelemente der iranischen ballistischen Raketentruppen

    verzögerte, degradierte und zerstörte, was die Entstehung des Angriffs

    verhinderte. (…)



    ——



    11. msn: Markus Lanz glaubt nicht, was Gast über Iran-Israel-Krieg sagt: „Das ist Propaganda“



    https://www.msn.com/de-de/nachrichten/other/markus-lanz-glaubt-nicht-was-gast-%C3%BCber-iran-israel-krieg-sagt-das-ist-propaganda/ar-AA1GWQER?cvid=61202451ed384691817f1b023578b68c&ei=4



    Markus Lanz glaubt nicht, was Gast über Iran-Israel-Krieg sagt: „Das ist Propaganda“


    18.6.2025


    (…)


    Lanz kann Aussage von Gast nicht glauben: „Woher wissen Sie das?“


    Mit Blick auf die Rechtmäßigkeit der israelischen Angriffe gegen den

    Iran stellte CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen derweil fest: „Iran

    ist ein sehr bedeutsamer Wafffen-, Drohnen, Raketenausrüster für

    Russland in seinem Krieg gegen die Ukraine. Das hat auch eine

    internationale Dimension.“


    Gerade aus diesem Grund gehe es laut Röttgen im aktuellen Konflikt

    auch um „eine Friedensfrage“, denn: „Der Schaden einer Atommacht Iran

    wäre enorm und die Eintrittswahrscheinlichkeit ist relativ hoch.“ Sich

    „dagegen zu wehren“, halte Röttgen „für legitim“.


    Dies sah Journalist Philipp Peyman Engel ähnlich. Der Chefredakteur

    der „Jüdischen Allgemeinen“ stellte klar: „Iran ist dasjenige Regime,

    das den Weltfrieden gefährdet. Das iranische Regime ist (...)

    diejenige politische Kraft im Nahen Osten, die sagt: Wir werden Israel

    auslöschen!“


    Laut Engel dürfe es „kein Iran (...) mit Atombombe“ geben, da dies

    „hochriskant für Israel“ sei: „Es bedeutet auf kurz oder lang die

    Auslöschung des jüdischen Staates. Es ist auch eine Gefahr für den

    gesamten Westen und auch für die USA.“ Norbert Röttgen nickte

    zustimmend: „Ich habe keinen Zweifel daran, dass das iranische Regime

    unumkehrbar entschlossen ist, Atommacht zu werden.“


    Kritik an den Angriffen Israels konnte Philipp Peyman Engel daher

    nicht nachvollziehen. Er merkte an: „Es gibt keine zivilen Opfer

    bislang - (...) im Gegensatz zu Tel Aviv.“ Markus Lanz hakte

    überrascht nach: „Sie sagen das so absolut. Woher wissen Sie das?“

    Engel antwortete: „Das sind Zahlen der israelischen Regierung.“


    Der ZDF-Moderator fragte erneut: „Sie schließen aus, dass es in Iran

    zivile Opfer gibt?“ Der Journalist blieb bei seiner Aussage: „Es gibt

    keine gegenteiligen Aussagen des iranischen Regimes bis jetzt. Das

    sind zwei sehr valide Aussagen und da muss man diese beiden

    Regierungen auch beim Wort nehmen.“


    Ein Argument, das Lanz nicht unkommentiert ließ. Mit Blick auf die

    iranische Situation stellte er klar: „Das ist Propaganda. (...) Wenn

    du so schwach bist, wenn du so erwischt wirst, wenn du so dermaßen

    verwundbar bist, dann hast du kein Interesse daran, zu zeigen, wie

    viele Tote du schon hast.“


    Journalist Engel fassungslos nach Aussagen zum Iran: „Es fällt mir

    schwer, ruhig zu bleiben“


    Während Philipp Peyman Engel immer wieder nach Beweisen fragte, „dass

    es zivile Opfer in Iran gibt“, erklärte Iran-Expertin Azadeh

    Zamirirad, dass der Staat bereits „von zivilen Opfern gesprochen“

    habe, „von Frauen und Kindern, die ums Leben gekommen sind“.


    Auch Journalist Daniel Gerlach vom Nahost-Magazin „zenith“ hielt

    entschieden dagegen und äußerte Kritik an der israelischen Regierung,

    da der Iran jüngst eher „auf Deeskalation“ gesetzt habe. Eine Aussage,

    die Philipp Peyman Engel sichtlich schockierte. Er hakte fassungslos

    nach: „Der Iran hat auf Deeskalation gesetzt? Das ist mitnichten so!“

    Laut Engel habe der Iran „in den letzten 20 Jahren systematisch

    gelogen, betrogen und das Atomprogramm sabotiert“.


    Während Gerlach Benjamin Netanjahu „Erlöser-Fantasien“ vorwarf,

    konterte Engel energisch: „Es fällt mir schwer, ruhig zu bleiben!“ Er

    fügte hinzu: „Ich empfinde es als unerträglich, (...) welche Gründe

    alle angeführt werden, warum Israel diesen Akt der Selbstverteidigung

    (...) nicht durchführen darf.“


    Laut Engel habe Jerusalem „die Pistole auf der Brust und wir

    diskutieren darüber, dass es innenpolitische Gründe dafür gebe, dass

    Israel jetzt diesen Akt der Existenzsicherung unternehmen musste“. Wie

    der Journalist weiter erklärte, habe das Regime in Teheran Israel

    „spätestens am 7. Oktober 2023“ den „Krieg erklärt“. Jetzt „Jerusalem

    zu belehren“ sei daher der völlig falsche Ansatz: „Das nervt mich!“



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    12. NZZ: Die deutsche Regierung genehmigt Rüstungsexporte für Israel im Wert von knapp vier Millionen Euro



    https://www.nzz.ch/international/die-deutsche-regierung-genehmigt-ruestungsexporte-fuer-israel-von-knapp-vier-millionen-euro-ld.1889695



    Die deutsche Regierung genehmigt Rüstungsexporte für Israel im Wert von knapp vier Millionen Euro


    Die Linkspartei wirft der Bundesregierung angesichts des eskalierenden

    Konflikts im Nahen Osten sicherheitspolitisch unverantwortliches

    Handeln vor.


    Malte Fischer, Düsseldorf  


    19.06.2025, 12.04 Uhr


    Die deutsche Bundesregierung gerät wegen ihrer proisraelischen Politik

    weiter ins Kreuzfeuer der Kritik.


    Nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz mit seiner Aussage, Israel

    erledige mit dem Angriff auf Iran die «Drecksarbeit» für den Westen,

    massive Kritik vor allem aus dem linken Parteienspektrum auf sich

    gezogen hat, sorgt nun die Lieferung von Rüstungsgütern aus

    Deutschland nach Israel für Aufregung.


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