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20.07.2025

Gekaufte Demonstranten – Das Geschäft mit "Menschenmengen auf Bestellung"

freedert.online, 20 Juli 2025 17:17 Uhr, Von Robert Bridge 

Das Unternehmen "Menschenmengen auf Bestellung" rekrutiert und verkauft Demonstranten. Der Leiter einer Aktivistengruppe berichtet, ihm seien mehrere Millionen Dollar für die Rekrutierung von Anti-Trump-Demonstrationen angeboten worden.


Quelle: www.globallookpress.com © Susan Stava / Keystone Press Agency


"No Kings"-Protest in den USA, New York, 14. Juni 2025


Es ist vielleicht gar nicht so überraschend, aber wenn Sie das nächste Mal einen Protest in einer amerikanischen Stadt sehen, ist dieser möglicherweise nicht so spontan und hausgemacht, wie es scheint. Tatsächlich sind viele der jungen rebellischen Gesichter in der Menge bezahlte Schauspieler. Sie erhalten ihr Gehalt im Auftrag sehr reicher Personen, die das politische System der USA manipulieren wollen.


Proteste in Serbien: Demonstranten blockieren Straßen und Kreuzungen in Belgrad





Proteste in Serbien: Demonstranten blockieren Straßen und Kreuzungen in Belgrad






Hier kommt Adam Swart ins Spiel, der CEO und Gründer von Crowds on Demand (CoD) (Menschenmengen auf Bestellung). Auf seiner Website findet sich eine lange Liste von Dienstleistungen, die jeder politischen Bewegung die nötige Schubkraft verleihen, um an Fahrt zu gewinnen. Dort preist das Unternehmen an: 

"Wenn Sie Demonstranten brauchen, können wir eine Menschenmenge auf die Straße bringen, manchmal innerhalb von 24 Stunden. Sollten Sie Redner für eine Stadtratssitzung benötigen, können wir talentierte und sprachgewandte Personen vermitteln, die sich für die Sache einsetzen. Wir verfügen auch über ein engagiertes Team von Telefonberatern, die in Kongressbüros anrufen und Regierungsvertreter davon überzeugen können, Ihr Anliegen zu unterstützen und Ihnen zu helfen, Widerstände zu überwinden. Falls Sie viele Briefe und E-Mails von Wählern brauchen, verfügen wir über ein Netzwerk von Zehntausenden Personen im ganzen Land, die gut formulierte Wählerbriefe an ihre Abgeordneten schicken können."

"Wir sind die ultimative Guerilla-Lobbying- und Regierungspromotions-Firma", heißt es auf der Website plakativ.

Zuletzt gab Swart bereitwillig Auskunft darüber, dass seiner Öffentlichkeitsarbeitsfirma ein lukrativer Vertrag zur Unterstützung einer von den Demokraten unterstützten Kampagne angeboten wurde. In einem Interview mit Brian Entin von NewsNation erklärte er: "Interessenten, die mit den Organisatoren der Bewegung des 17. Juli verbunden sind, sind an uns herangetreten. Tatsächlich haben wir ein Angebot abgelehnt, das wahrscheinlich etwa 20 Millionen Dollar wert ist."

Am 17. Juli fanden im ganzen Land Proteste gegen die Trump-Regierung statt, die von der linken Organisation Good Trouble Lives On (guter Ärger lebt weiter) organisiert wurden. Am 17. Juli jährte sich zum fünften Mal der Todestag des ehemaligen demokratischen Abgeordneten John Lewis. Er war ein Anführer der Bürgerrechtsbewegung und bezeichnete die Proteste als "good trouble" ("guter Ärger").


40 Prozent der US-Amerikaner rechnen mit Bürgerkrieg im kommenden Jahrzehnt





40 Prozent der US-Amerikaner rechnen mit Bürgerkrieg im kommenden Jahrzehnt






Warum also hat Swart das millionenschwere Angebot für die Ausrichtung der Veranstaltung am 17. Juli abgelehnt? Schließlich vermuten einige Trump-Anhänger, dass CoD eine wichtige Rolle bei den äußerst erfolgreichen "No Kings Day"-Protesten gespielt hat. Daran sollen mehr als fünf Millionen Menschen in mehr als 2.100 US-Städten und -Gemeinden teilgenommen haben. Somit handelte es sich vermutlich um die größte eintägige Demonstration in der Geschichte der USA.

Nach Ansicht rechter Kreise wird die Zahl der Trump-Gegner routinemäßig durch von Swarts Unternehmen angeheuerte Agenten verstärkt. Zwar bestreitet CoD jede Beteiligung an No Kings, doch allein die Vorstellung, dass ein PR-Unternehmen legal als treibende Kraft einer Protestbewegung existieren könnte, ist äußerst beunruhigend (es ist sehr schwierig, genau festzustellen, welche Gruppen CoD unterstützt. Die Mitarbeiter sind gezwungen, zum Schutz der Anonymität der Kunden Geheimhaltungserklärungen zu unterzeichnen).

In Bezug auf den "Good Trouble Lives On"-Protest gibt Swart die Ablehnung des Angebots zu. Die Demonstrationen würden "uns alle in ein schlechtes Licht rücken", da 1.500 geplante Veranstaltungen im ganzen Land das Potenzial hätten, "gewalttätig zu werden". Swart zufolge würde er keine Aktivisten anheuern, wenn "es sich um illegale Aktivitäten handelt … Wir beteiligen uns an keiner Form von illegalen Aktivitäten – natürlich keine Gewalt, kein Vandalismus und kein Blockieren von Straßen ohne Genehmigung."

Während man Swart dafür applaudieren sollte, dass er ein Vermögen abgelehnt hat, um den politischen Prozess in den USA transparent und sicher zu halten, arbeiten andere große Akteure nicht mit einem ähnlichen moralischen Kompass. Nehmen wir zum Beispiel George Soros und seine Open Society Foundation.


Mit Geldern von Soros: ZDF schwingt Nazi-Keule gegen BSW





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Letzten Sommer erreichten die Anti-Israel-Proteste an den amerikanischen Universitäten ihren Höhepunkt. Zu der Zeit erklärte der US-Anwalt Alan Dershowitz gegenüber Fox News, dass von Soros finanzierte Organisationen und andere die Anti-Israel-Bewegungen mitfinanzieren. Dershowitz sagte:

"Es steht außer Frage, dass es Organisationen gibt, die von George Soros und den Rockefeller-Brüdern finanziert werden. Nehmen Sie zum Beispiel 'Jewish Voice for Peace'. Sie steckt hinter vielen dieser Demonstrationen. Sie sind nicht jüdisch und sie wollen keinen Frieden. Es ist eine falsche Organisation. Es ist eine altmodische Gruppe von Kommunisten und Anarchisten, die die Regierung der Vereinigten Staaten stürzen wollen … Diese Organisationen werden von Soros und anderen Organisationen finanziert, die dabei helfen, diese nützlichen Idioten zu Demonstranten und schließlich zu Terroristen zu machen."

Um auf die Demokraten zurückzukommen: Allein der Akt des Astroturfing im politischen System der USA deutet stark darauf hin, dass Trumps MAGA eine klare und gegenwärtige Gefahr für die Liberalen darstellt (Anmerkung der Übersetzerin: Beim sogenannten Astroturfing handelt es sich um eine PR-Taktik. Eine politische Bewegung, die so aussehen soll, als sei sie spontan aus der Gesellschaft entstanden, wird in Wirklichkeit von einer Organisation gesteuert und finanziert). An diesem Punkt sind die Demokraten praktisch gezwungen, Leuten einen Mindestlohn zu zahlen, um gegen Trump zu mobilisieren. Noch schlimmer als eine zerrüttete Partei ist eine Partei, der es offensichtlich an Unterstützung von der Basis fehlt und die gezwungen ist, das politische System zu manipulieren.

Robert Bridge ist ein amerikanischer Schriftsteller und Journalist. Er ist der Autor von "Midnight in the American Empire". Darin beschreibt er, wie Konzerne und ihre politischen Diener den amerikanischen Traum zerstören.


Mehr zum Thema - Deutsche NGOs: Zivilgesellschaft? Von wegen!


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Video https://rumble.com/v6wdoem-an-der-realitt-vorbei-merz-zieht-positive-bilanz-experten-widersprechen.html Dauer 6:35 Min.


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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20.07.2025

Nachrichten von Pressenza: Illegale Besatzung, Völkermord und wirtschaftliche Überlegungen zur Situation in Palästina (Teil I)

aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 20. Juli 2025, 7:30 Uhr


Nachrichten von Pressenza - 20.07.2025


Illegale Besatzung, Völkermord und wirtschaftliche Überlegungen zur Situation in Palästina (Teil I)


Datum der Veröffentlichung: 9. Juli 2025 Im Januar 2024 bestätigte der IGH die Plausibilität des Völkermords in Gaza. Nach den vorläufigen Maßnahmen des Gerichtshofs bestätigte eine Reihe von Berichten unabhängiger UN-Einrichtungen und führender internationaler Organisationen des Weiteren, dass ein Völkermord&hellip;

https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/07/illegale-besatzung-voelkermord-und-wirtschaftliche-ueberlegungen-zur-situation-in-palaestina-teil-i/


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Raketen so groß wie Busse: Ein Tag im Israel-Iran-Krieg voller Schmerz, Leid und Furcht


Valérie G. Topf liefert einen Bericht aus erster Hand über den Israel-Iran-Krieg. Sie sieht sich als Spielfigur in einem brutalen Spiel von: Wer hat den größeren? 00:21 Uhr Ich werde aus dem Schlaf gerissen, als der Alarm auf meinem Telefon&hellip;

https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/07/raketen-so-gross-wie-busse-ein-tag-im-israel-iran-krieg-voller-schmerz-leid-und-furcht/


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Kurdistan &#8211; Die geplatzte Blase eines Minderheitstraums &#8230;


&#8222;Staaten haben keine Freunde, nur Interessen.&#8220; (Charles de Gaulle zugesprochen) &#8222;Keine Freunde außer den Bergen&#8220; (verbreitete kurdische Redewendung) Das Charles de Gaulle zugeschriebene Zitat gilt es in jegliche Erwägungen einzubeziehen, die das politische Denken und Handeln staatlicher Akteure bewerten. Es&hellip;

https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/07/kurdistan-die-geplatzte-blase-eines-minderheitstraums/


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80 Jahre nach Hiroshima: Für eine Zukunft ohne Atomwaffen


Aktionswoche vom 6. &#8211; 9. August 2025 in Cochem und Büchel Zum Gedenken an den Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki vor 80 Jahren veranstalten Quäker*innen und Mitglieder des Versöhnungsbundes vom 6. &#8211; 9. August 2025 eine Aktionswoche. Angesichts&hellip;

https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/07/80-jahre-nach-hiroshima-fuer-eine-zukunft-ohne-atomwaffen/


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Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


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20.07.2025

Zahltag in Brüssel, Chaostage in Berlin – und Schicksalswochen in Kiew

lostineu.eu, vom 19. Juli 2025

Die Watchlist EUropa vom 19. Juli 2025 – heute mit der Wochenchronik.

In der vergangenen Woche drehte sich in Brüssel alles ums Geld. Erst hat US-Präsident Trump gedroht, einen pauschalen Zoll von 30 Prozent auf alle Exporte aus der EU zu erheben. Das käme einem “Handelsverbot” gleich, hieß es in Brüssel – doch Gegenwehr blieb wieder einmal aus.

Dann wurde bekannt, dass Kanzler Merz und Nato-Generalsekretär Rutte einen “Deal” mit Trump eingefädelt haben: US-Waffen für die Ukraine gegen Geld aus EUropa. “Die Europäer zahlen, zu 100 Prozent”, jubelte der MAGA-Mann. Was das genau bedeutet, blieb offen.

Dänemark, die Niederlande und vielleicht auch Schweden wollen sich an diesem dubiosen Geschäft beteiligen, Frankreich und Italien sagten Nein. Bleibt die Rechnung also an Deutschland hängen? Merz hat offenbar schon zugesagt, zwei “Patriots” für zwei Mrd. Euro anzuschaffen.

Merz öffnet Büchse der Pandora

Wenn nicht alles täuscht, hat Merz damit die Büchse der Pandora geöffnet. Er hat Trump aus der Verantwortung für Europa und die Ukraine entlassen und ein System etabliert, das an Schutzgeld-Erpressung erinnert und EUropa in eine fatale Abhängigkeit führt. Doch niemand protestierte.

Anders sieht das beim Entwurf für das neue Sieben-Jahres-Budget der EU aus. Hier ging sogar Merz auf die Barrikaden, nachdem seine Parteifreundin, Kommissionspräsidentin von der Leyen, zwei Billionen Euro für die Brüsseler Kasse gefordert hatte.

Das ist zwar nicht ganz so viel wie es aussieht – ohne Inflation bleiben noch 1,7 Billionen, ohne Schuldendienst (für den Corona-Aufbaufonds) wird der Haushalt im Vergleich zum aktuellen Budget kaum ansteigen. Nur für Rüstung, Migration und die Ukraine gibt es mehr Geld.

Teuerste Woche der Geschichte

Dennoch dürfen wir uns auf eine harte Budgetschlacht einstellen, denn die Kassen sind leer. Auch daran sind Merz und von der Leyen nicht unschuldig. Sie haben den Weg für eine massive, schuldenfinanzierte Aufrüstung geebnet, die nun zulasten anderer Aufgaben geht.

Als wenn das alles nicht schon genug wäre, hat die EU dann auch noch neue Sanktionen verabschiedet, die den Zugang zu günstigem Gas und Öl aus Russland endgültig abschneiden und Nord Stream ein für alle Mal “ausschalten” werden. Ein teures Eigentor!

Alles in allem war dies die teuerste Woche der EU-Geschichte, die Summe der Belastungen ist noch gar nicht abzusehen. Klar ist nur, dass die exorbitanten Kosten dem Krieg um die Ukraine und der unglaublichen Nachgiebigkeit gegenüber Trump geschuldet sind…

Mehr zum Budgetstreit in der “taz”

Was war noch?

  • Chaostage in Berlin. Institutionelle Krise oder Kulturkampf? Die Hauptstadt-Medien sind sich nicht ganz sicher, wie sie die Chaostage in Berlin bewerten sollen. Fest steht, dass der Streit um die SPD-Kandidatin Brosius-Gersdorf für das Bundesverfassungsgericht die Regierung in ihre erste Krise gestürzt hat. Der Stimmungsaufschwung, den Kanzler Merz zur Sommerpause versprochen hatte, ähnelt eher einer Depression. Europapolitisch hat er auch nicht viel vorzuweisen, sieht man von seinen sündhaft teuren Rüstungsprogrammen ab (siehe oben).
  • Schicksalstage in Kiew. Wie lange hält die Ukraine im Krieg gegen Russland noch durch? Ist Präsident Selenskyj endgültig zum Autokraten mutiert? Und was bringt der Regierungswechsel, den er angeordnet hat? Das sind die Fragen, die sich vor allem angelsächsische Medien stellen. In Deutschland hingegen tut man so, als habe sich die Lage dank deutscher Hilfe verbessert. Wie dem auch sei – das Schicksal der Ukraine dürfte sich in den nächsten Tagen und Wochen entscheiden…
  • Berlin und Paris umwerben London. Neun Jahre nach dem Brexit-Referendum wird Großbritannien von Deutschland und Frankreich umworben. Nach einem Staatsbesuch von Präsident Macron in London gab es auch noch ein Gipfeltreffen mit Kanzler Merz. Dabei wurde ein Vertrag unterzeichnet, der auch gegenseitigen militärischen Beistand zusagt. Hoffentlich muß die Beistandsklausel nie angewendet werden…

Mehr Newsletter hier. Dies ist die letzte Wochenchronik vor der Sommerpause. Weiter geht’s am 23. August. Schöne Ferien!

Die meistgelesenen Beiträge der Woche:

Merz bei Trump
Merz führt EUropa in eine fatale Abhängigkeit von Trump 16. Juli 2025

Der US-Präsident lässt sich Waffen für die Ukraine bezahlen – und Deutschland schreit Hurra. Mit Unabhängigkeit hat das nichts zu tun, umso mehr mit Vasallentum. – Ein Kommentar.

Mehr

Gaza before after

Deutschland verhindert erneut Israel-Sanktionen – Spanien schert aus 15. Juli 2025

Die EU kann sich trotz der anhaltenden Massaker in Gaza nicht auf Sanktionen gegen Israel einigen. Erneut steht Deutschland auf der Bremse. Spanien sucht nun andere Wegeaußerhalb EUropas.

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Donald Trump

Kein Deal mit Trump: Statt 20 Prozent Zoll drohen nun 30 13. Juli 2025

Als US-Präsident Trump seinen Handelskrieg im April eröffnet hat, wollte er der EU einen Zoll von 20 Prozent aufbrummen. Nun sind es 30 Prozent – die EUropäer sind auf ganzer Linie gescheitert.

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‹ Nato, EU und UK drohen Russland

3 Comments

  1. Guido B.
    19. Juli 2025 @ 14:25

    Schöne Ferien, ebo!
    Und danke für die kritische und kompetente Berichterstattung!

Antworten

  • ebo
    19. Juli 2025 @ 15:36

    Danke, ebenso!
    Der Blog geht allerdings weiter, wenn auch im Urlaubstempo ????

    Antworten

    • Monika
      19. Juli 2025 @ 22:55

      Mach doch einfach WIRKLICH Urlaub! Die Welt dreht sich weiter und vielleicht gibt es „zur Belohnung“ nach 3 Wochen Abstinenz von der BERICHTERSTATTUNG zur Weltlage ein paar neue Ein- oder Ansichten zum dann vorgefundenen Weltscreenshot.
      Wir bleiben dir eh an der Backe kleben, weil bei Dir noch so etwas wie „Hirn“ zu orten ist….Sei mutig und gib Dir eine echte Auszeit.

Was sagen Sie dazu?

Info: https://lostineu.eu/zahltag-in-bruessel-chaostage-in-berlin-und-schicksalstage-in-kiew/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

20.07.2025

Das Schreckgespenst einer russischen Invasion

freedert.online, 20 Juli 2025 12:38 Uhr, Von Wolfgang Bittner 

Ein Auszug aus dem Buch "Geopolitik im Überblick": die deutsche Politik kompensiert die schrumpfende Wirtschaftsmacht mit Aufrüstung und Erzählungen von der "russischen Gefahr". Fakten, die das begründen, sucht man vergeblich.


Das Schreckgespenst einer russischen Invasion© mit KI erstellt


Deutschland soll "kriegstüchtig" werden, und die Berliner Regierung hat astronomische Ausgaben für die Aufrüstung bereitgestellt. Denn angeblich will Russland nach der Ukraine Westeuropa erobern, auch wenn es dafür keinerlei Belege gibt und Putin solche Absichten niemals geäußert hat. Trotzdem wird in einem Maße hochgerüstet, dass inzwischen ein dritter Weltkrieg nicht mehr auszuschließen ist. Was aber zur gegenwärtigen prekären Lage geführt hat, scheint weder die Politik noch die meisten Medien zu interessieren. Hat Russland durch den Einmarsch in die Ukraine tatsächlich die "friedliche europäische Sicherheitsarchitektur" zerstört? Gab es nicht eine Vorgeschichte, die schlicht verschwiegen wird? Während Deutschland auf den wirtschaftlichen Ruin zusteuert, will Kanzler Friedrich Merz die Führung in der Russland herausfordernden NATO übernehmen. Gegen diese destruktive Politik regt sich kaum Widerstand, ebenso wenig gegen die übermäßige Reglementierung, Digitalisierung und Überwachung, den Weg nicht nur Deutschlands in den Totalitarismus. Wie aber steht es um die deutsche Souveränität? Und welche Folgen wird die sich global abzeichnende Verschiebung der Machtverhältnisse haben, nachdem sich viele Staaten der Dominanz der USA entziehen? Fragen, die auf den Nägeln brennen und die es zu beantworten gilt.

Nachfolgend ein Auszug aus dem Buch Geopolitik im Überblick – Erscheinungsdatum: 28. Juli 2025

Während die Wirtschaft der Exportnation Deutschland ruiniert wird, hat im März 2025 die Mehrheit der im Bundestag vertretenen Parteien der deutschen Bevölkerung eine ungeheure Schuldenlast aufgebürdet. Am 18. März, wenige Wochen vor dem ersten Zusammentritt des neuen Parlaments, also in einer Übergangszeit, beschloss der Deutsche Bundestag nach einer kontroversen Debatte eine Änderung des Grundgesetzes und die Bewilligung einer Kreditaufnahme von etwa einer Billion Euro, verschlüsselt als "Sondervermögen" und "Aussetzung der Schuldenbremse". 

Beispiellose Hochrüstung

Dazu bedurfte es einer Zweidrittelmehrheit, die es im neuen Bundestag nicht mehr gegeben hätte. Die Eile, mit der sich die Befürworter dieser "Kriegskredite" innerhalb weniger Tage verständigten, kann als böses Omen für die Zukunft gelten. Beschlossen wurde ein Sondervermögen von 500 Milliarden Euro für Investitionen in die marode Infrastruktur und zur Erreichung der Klimaneutralität bis zum Jahr 2045. Dafür musste das Grundgesetz geändert werden – neu ins Grundgesetz aufgenommen wurde der Artikel 143h.


Bundespräsident Steinmeier fordert allgemeine Wehrpflicht – Im Krieg braucht man mehr Soldaten





Bundespräsident Steinmeier fordert allgemeine Wehrpflicht – Im Krieg braucht man mehr Soldaten





Angeblich ist diese astronomische Summe vor allem für das Verkehrs- und Energienetz, Bildungseinrichtungen, Krankenhäuser, Digitalisierung sowie den Ausbau und den Betrieb von Schulen und Kindergärten vorgesehen. Dass aber auch die Straßen und Brücken von West nach Ost "panzerfest" für die Durchleitung von schwerem Militärgerät gemacht werden sollen, wird verschwiegen.

Des Weiteren wurde beschlossen, dass die Militärausgaben nicht mehr von der zuvor im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse begrenzt werden, die vorsah, dass im Haushalt der Bundesrepublik Einnahmen und Ausgaben grundsätzlich ohne Kreditaufnahmen auszugleichen seien. Künftig werden also unbegrenzte Ausgaben für die Vorbereitung auf einen Krieg möglich sein. Das ist eine Ungeheuerlichkeit, denn die Bevölkerung wird das bezahlen müssen; inzwischen ist von über 500 Milliarden Euro die Rede. Aber wenn man im Frühjahr 2025 auf der Straße jemanden fragt, bekommt man zur Antwort: "Es wird wohl nötig sein, die Russen wollen uns ja angreifen." Kriegsgeschrei allerorten, es ist zum Weinen.

Der seinerzeit designierte Bundeskanzler Friedrich Merz, der im Wahlkampf versprochen hatte, dass die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse eingehalten werde, und nun sein Versprechen brach, hielt vor der Abstimmung eine bösartige antirussische Rede, in der er faktenwidrig behauptete, Russland führe bereits Krieg gegen Deutschland: "Es ist ein Krieg gegen unser Land, der täglich stattfindet, mit Angriffen auf unsere Datennetze, mit der Zerstörung von Versorgungsleitungen, mit Brandanschlägen, mit Auftragsmorden … Verteidigungsminister Boris Pistorius, bekannt für seine kriegstreiberischen Äußerungen, warnte: "Wir dürfen keine Zeit verlieren … Wer heute zaudert, wer sich heute nicht traut … der verleugnet die Realität."


Kriegsertüchtigung: Berlin will Krankenhäuser auf "Verteidigungsfall" vorbereiten





Kriegsertüchtigung: Berlin will Krankenhäuser auf "Verteidigungsfall" vorbereiten






Nur wenig Beifall erhielt die Co-Vorsitzende des BSW, Sahra Wagenknecht, die den Befürwortern der "Kriegskredite" vorhielt: "Früher war die Bundesrepublik ein wirtschaftspolitischer Riese, der sich außenpolitisch zurückhielt und deshalb internationales Ansehen genoss. Heute ist Deutschland auf dem Weg zum wirtschaftlichen Zwerg, und die dafür verantwortlichen Politiker kompensieren ihre Unfähigkeit durch außenpolitische Großmannssucht und beispiellose Hochrüstung." 512 Abgeordnete von SPD, CDU/CSU und Bündnis 90/Die Grünen stimmten für das Schuldenpaket, 206 der übrigen Parteien dagegen.

Die Aufhebung beziehungsweise Lockerung der Schuldenbremse fand Zustimmung selbst beim Deutschen Gewerkschaftsbund, der wie folgt argumentierte: "Deutschland spart sich kaputt. Ein wesentlicher Grund dafür ist die Schuldenbremse. Sie verhindert Investitionen in die öffentliche Infrastruktur und den Klimaschutz, die für unsere Zukunft wichtig sind. Deshalb ist es gut, dass Union und SPD angekündigt haben, die Schuldenbremse zu lockern und ein Sondervermögen für Investitionen zu schaffen." Kein Wort zu Hochrüstung, Sanktionspolitik und Hetze, was nach den bisherigen Erfahrungen mit der Gewerkschaft auch nicht verwundert.

Ein konstruiertes Bedrohungsszenarium

Dass für das Militär wahnwitzige Milliardenbeträge veranschlagt werden, wird mit angeblichen imperialistischen Bestrebungen Russlands begründet. Unterstellt wird, die baltischen Staaten und Polen seien bedroht und im Übrigen ganz Westeuropa. Russland bereite sich nach seinem "brutalen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine darauf vor, die NATO anzugreifen. An vorderster Front stehen Politiker wie Johann Wadephul (CDU), Roderich Kiesewetter (CDU), Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Lars Klingbeil (SPD) oder Anton Hofreiter (Bündnis 90/Die Grünen).


Kanzler Merz am Ende der Diplomatie





Meinung

Kanzler Merz am Ende der Diplomatie






Aber auch andere in den USA im "Yale World Fellows Program" oder im "Global Young Leaders"-Progamm des Weltwirtschaftsforums als globale Führungskräfte geschulte Politiker warnen gebetsmühlenartig vor der Gefahr einer russischen Invasion, zum Beispiel die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaité, die estnische Ex-Premierministerin Kaja Kallas und der lettische Präsident Edgars Rinkēvičs, der ein Studium an der Dwight D. Eisenhower School for National Security and Resource Strategy, einer militärischen Bildungseinrichtung der USA, absolviert hat.

Litauen hat 2,87, Estland 1,37, Lettland 1,87 Millionen Einwohner, aber ihre Vertreter stehen in der EU in vorderster Propagandafront gegen Russland. Dass in diesen Ländern die russischsprachige Minderheit unterdrückt wird, entwickelt sich zu einem immer größeren Problem. Dass die extrem russophobe Kaja Kallas 2024 EU-Außenbeauftragte und Vizepräsidentin in der EU-Kommission wurde, ist ein Skandal und kann als Beweis für die Einflussnahme antirussischer Kreise in Washington und Brüssel gelten.

Für die Behauptungen, Russland wolle Westeuropa angreifen, gibt es keinerlei Beweise. Es handelt sich um reine Propaganda, mit der ein Bedrohungsszenarium konstruiert wird, unterstützt mit Aussagen von sogenannten Experten und ideologisch vereinnahmten Wissenschaftlern, die in den Nachrichtensendungen und Talkshows das große Wort führen. Der Ukraine-Krieg soll bis zum letzten Ukrainer fortgesetzt werden, um Russland weiter zu schwächen. Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Bruno Kahl, hat die Bedrohungslüge am 8. März 2025 nochmals bekräftigt: "Ein frühes Kriegsende in der Ukraine befähigt die Russen, ihre Energie dort einzusetzen, wo sie sie eigentlich haben wollen, nämlich gegen Europa." Die Hetze nimmt kein Ende.


Pistorius: Deutsche Soldaten wieder zum Töten von Russen bereit





Meinung

Pistorius: Deutsche Soldaten wieder zum Töten von Russen bereit





In seiner Regierungserklärung am 14. Mai 2025, in der Friedrich Merz wiederholt die von Russland ausgehende Gefahr beschwor, versprach er: "Die Bundesregierung wird zukünftig alle finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, die die Bundeswehr braucht, um konventionell zur stärksten Armee Europas zu werden." Anscheinend ist ihm entgangen, dass er sich mit dieser Aussage in Konkurrenz zum polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk befindet, der beabsichtigt, die polnische Armee zur größten Europas aufzurüsten.

Statt abzurüsten, was vernünftig und nötig wäre, wird aufgerüstet und die Ukraine mit Waffen beliefert. Eine von dieser offiziellen deutschen Politik abweichende Ansicht vertrat der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder in einem Interview am 29. Dezember 2024: Man müsse darüber nachdenken, ob "Waffenlieferungen allein und die militärische Unterstützung der Ukraine" das Richtige seien. Denn der Ukraine-Krieg sei militärisch "kaum zu beenden", weil Russland nicht dazu gezwungen werden könne. Außerdem sei der Krieg "durch Europa allein nicht zu beenden", dazu bedürfe es der USA. Schröder plädierte für Friedensverhandlungen und Abrüstung.

Das kam den Ex-Kanzler teuer zu stehen, wie sich schon bald zeigte. Die Sparkasse Hannover blockierte Überweisungen der Nord Stream 2 AG aus der Schweiz, bei der Schröder Vorsitzender des Verwaltungsrates ist. Sie begründete ihre Maßnahme mit der Sorge vor Strafmaßnahmen wegen Verstoßes gegen Sanktionen. Zwar steht Schröder nicht auf einer Sanktionsliste, aber die Nord Stream 2 AG ist eine Tochtergesellschaft des sanktionierten russischen Gaskonzerns Gazprom. Es wird vermutet, dass die Zurückweisung der Zahlungen auf Druck des Hannoverschen Oberbürgermeisters Belit Onay (Bündnis 90/Die Grünen) erfolgt sein könnte, der seit Juni 2025 Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hannover ist. In den Medien wurde der Vorgang allgemein begrüßt. Die Titelzeile in der Bild-Zeitung lautete: "Sparkasse sperrt Schröders Konto für Russen-Geld."

Der Schriftsteller und Publizist Dr. jur. Wolfgang Bittner lebt in Göttingen. Er hat über 80 Bücher veröffentlicht, u.a. "Der neue West-Ost-Konflikt. Inszenierung einer Krise" (2021), "Deutschland – verraten und verkauft" (2021), "Ausnahmezustand. Geopolitische Einsichten und Analysen unter Berücksichtigung des Ukraine-Konflikts" (2023) sowie den Roman "Die Heimat, der Krieg und der Goldene Westen" (2019). Der vorstehende Beitrag ist ein Auszug aus dem Buch "Geopolitik im Überblick. Deutschland-USA-EU-Russland", das am 28. Juli im Verlag Hintergrund in der Reihe WISSEN KOMPAKT erscheint.


Mehr zum Thema - Kreml antwortet auf Pistorius: Deutschland wird wieder gefährlich


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20.07.2025

EU-Sanktionen gegen Russland: Indien prangert westliche Doppelmoral an

freedert.online, 20 Juli 2025 07:00 Uhr

Die EU weicht von ihrer bisherigen Praxis ab und verhängt nun auch Sanktionen gegen Drittstaaten. Indien beschwert sich über diese Praktik. Im Fokus der Sanktionen stehen der Transport und die Verarbeitung russischen Rohöls.


EU-Sanktionen gegen Russland: Indien prangert westliche Doppelmoral an© Nayara Energy


Nayara Energy



Indien hat sich entschieden von der jüngsten Sanktionsrunde der EU distanziert. Die Sanktionen richten sich nicht nur gegen Russland, sondern indirekt auch gegen Indiens eigene Interessen.

In einer Erklärung vom Freitag teilte das indische Außenministerium mit, dass Neu-Delhi "keine einseitigen Sanktionsmaßnahmen unterstützt". Weiter heißt es, Indien sei ein "verantwortungsvoller Akteur" im globalen Energiesektor.

"Wir betonen, dass es keine Doppelmoral geben darf, insbesondere nicht im Energiehandel", erklärte der Sprecher des Ministeriums.


EU sanktioniert Indiens zweitgrößte Raffinerie





EU sanktioniert Indiens zweitgrößte Raffinerie







Die Äußerungen beziehen sich auf das gestern verhängte 18. Sanktionspaket Brüssels gegen Russland. Die jüngsten Maßnahmen zielen darauf ab, die Einnahmen Russlands aus dem Ölsektor zu drosseln – unter anderem verhängte die EU ein Importverbot für raffinierte Erdölprodukte aus russischem Rohöl.

Die Maßnahmen richteten sich auch gegen Indiens zweitgrößte private Raffinerie – die Vadinar-Anlage von Nayara Energy in Gujarat.

"Zum ersten Mal benennen wir ein Flaggenregister und die größte Rosneft-Raffinerie in Indien", verkündete die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas auf dem Kurznachrichtendienst X.

Durch die Verhängung von Sanktionen gegen das indische Flaggenregister – die offizielle Liste aller Schiffe, die unter der Flagge eines Landes fahren – kann die EU jedes unter indischer Flagge fahrende Schiff für den Transport russischen Öls bestrafen.

Die von Kallas genannte Raffinerie, die jährlich bis zu 20 Millionen Tonnen verarbeitet, gehört Nayara Energy, einem indisch-russischen Privatunternehmen, an dem Rosneft einen Anteil von 49 Prozent hält.

Das von Rosneft geführte Unternehmenskonsortium hatte die Raffinerie 2017 für 12,9 Milliarden Dollar von der indischen Essar Group erworben. Die Übernahme gilt als die größte ausländische Investition in diesem Sektor aller Zeiten.

Moskau hat sich seit der Eskalation des Ukraine-Konflikts im Februar 2022 zum wichtigsten Öllieferanten Indiens entwickelt. Fast 40 Prozent der indischen Rohölimporte stammen aus Russland. Neu-Delhi ist zudem seit 2023 zu einem bedeutenden Exporteur raffinierter Kraftstoffe nach Europa geworden. Die EU ist ein bedeutender Abnehmer russischen Rohöls, das in der Raffinerie Vadinar verarbeitet wird.

Die EU vertrat bisher die Rechtsauffassung, dass Sanktionen gegen Drittstaaten illegal seien.


Mehr zum Thema – EU-Rat enthüllt Details des 18. Sanktionspakets gegen Russland


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/international/251123-eu-sanktionen-gegen-russland-indien-prangert-westliche-doppelmoral-an/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


unser weiterer Kommentar: Ein Beispiel dafür sich ohne Not zu schaden. Wenn auch das genetisch bedingt ist, wie Markus Söder unlängst sagte, auch eine logische Form von Rassismus.

20.07.2025

Patriarchen besuchen Gaza nach Angriff auf Kirche - DOMRADIO.D

aus e-mail von Thomas Nauerth, 20. Juli 2025, 12:27 Uhr


https://www.domradio.de/artikel/patriarchen-besuchen-gaza-nach-angriff-auf-kirche


Ein Hoffnungszeichen in wahrlich dunkler Nacht.

Und welche Möglichkeiten Kirche am Staat und an den Staaten vorbei hat, wenn sie ihr Herz in die Hände nimmt. Was wäre erst möglich, wenn der Papst eine Pastoralreise nach Gaza planen würde... zusammen mit dem ÖRK Vorsitzenden und dem Patriarchen von Konstantinopel


pax et bonum


Thomas Nauerth


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.



Weiteres:



domradio.de, vom 19.07.2025, Patriarchen besuchen Gaza nach Angriff auf Kirche

Kirchenführer im Kriegsgebiet

Nach Granateneinschlägen in der einzigen katholischen Kirche im Gazastreifen zeigen der lateinische Patriarch von Jerusalem und sein griechisch-orthodoxer Bruder ihre Solidarität mit den Opfern. An Israel richten sie deutliche Worte.


Nach einem Angriff der israelischen Armee auf Gaza stiegt Rauch auf / © Mahmoud Zaki/XinHua/ (dpa)

Nach dem tödlichen Granateneinschlag in die einzige katholische Kirche in Gaza sind der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, und sein griechisch-orthodoxer Amtsbruder, Patriarch Theophilos III. mit einer kirchlichen Delegation in den Gazastreifen gereist. Wie das Portal Vatican News am Samstag berichtete, haben die beiden Geistlichen unter anderem die katholische Pfarrei besucht, wo am Donnerstag drei Menschen nach israelischen Beschuss getötet wurden. Sie hätten dort mit den notleidenden Menschen gesprochen und die Schäden an der Kirche in Augenschein genommen. 

Vor Ort wollten sie einheimische Christen treffen und sich persönlich ein Bild der humanitären und pastoralen Bedürfnisse der Gemeinde machen, heißt es in einer Mitteilung von Freitagmorgen. Der Besuch sei Ausdruck der "gemeinsamen pastoralen Sorge der Kirchen des Heiligen Landes und ihrer Besorgnis um die Gemeinde in Gaza". Israel habe für die Dauer des Besuchs ein Aussetzen der Militäroperationen in dem Gebiet der Pfarrei garantiert.

Hunderte Tonnen Lebensmittelhilfe

Auch die in der Nähe gelegene griechisch-orthodoxe St. Porphyrios-Kirche haben die beiden Patriarchen dem Bericht zufolge besucht, ebenso das christliche Krankenhaus Al-Ahli. Kardinal Pizzaballa übernachtete in der am Donnerstag beschossenen katholischen Pfarrei und erklärte, er wolle noch bis Sonntag bleiben. Unter anderem wolle er ein Team der Caritas treffen und die Verteilung der mitgebrachten Hilfsgüter garantieren.

Darüber hinaus habe das Lateinische Patriarchat die Evakuierung der bei dem Angriff Verletzten sichergestellt. Sie sollen außerhalb des Gazastreifens medizinische Versorgung erhalten. Sichergestellt wurde laut Mitteilung auch eine Hilfslieferung mit hunderten Tonnen Lebensmittel, medizinischer Ausrüstung und Erste-Hilfe-Sets. Die Lieferung solle neben den Christen möglichst vielen Familien zugutekommen.

Telefonat mit Präsident Abbas

Wie Vatican News weiter berichtete, telefonierte Palästinenser-Präsident Mahmut Abbas mit Pizzaballa. Mit den Worten "Eure Kirche ist auch unsere Kirche" verurteilte er den Beschuss der Kirche und sicherte der christlichen Minderheit sein Beileid und seine Solidarität zu. Es sei "dringend notwendig, die heiligen Stätten zu schützen und die historische Präsenz der Christen im Heiligen Land zu stärken".

Nach Angaben des Lateinischen Patriarchats war das Pfarreigelände am Donnerstagmorgen von einer Granate der israelischen Armee getroffen worden. Dabei wurden drei Menschen getötet und zehn weitere teils schwer verletzt. In der Pfarrei leben derzeit den Angaben zufolge rund 500 Binnenflüchtlinge.

Vorwurf gezielter Tötung

Das Patriarchat sprach von einer durch nichts zu rechtfertigenden "gezielten Tötung unschuldiger Zivilisten". Caritas Jerusalem verurteilte den Angriff als "schwere Verletzung des humanitären Völkerrechts und einen direkten Angriff auf die Menschenwürde". Auch das griechisch-orthodoxe Patriarchat von Jerusalem sprach von einer "offenkundigen Verletzung der Menschenwürde" sowie einem "eklatanten Verstoß gegen die Unantastbarkeit des Lebens und die Heiligkeit religiöser Stätten".

Unterdessen hat der anglikanische Erzbischof in Jerusalem, Hosam Naum, in einer Rede vor der Synode seiner Kirche betont, dass die christliche Minderheit im Nahen Osten sich weiterhin für Frieden und Versöhnung einsetzen werde. Die Anglikaner betreiben das Al-Ahli-Krankenhaus in Gaza, eine der wenigen noch halbwegs funktionsfähigen Kliniken dort. Scharf kritisierte Naum die Schüsse auf Menschen bei der Verteilung von Hilfsgütern im Gazastreifen. Es gebe dort schreckliche Szenen wie in dem Film "Die Tribute von Panem", so der Geistliche.

Israels Armee erklärte unterdessen am Donnerstagabend, dass eine erste Untersuchung des Vorfalls darauf hindeute, dass Fragmente einer Granate "versehentlich die Kirche getroffen haben". Das israelische Außenministerium und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu äußerten Bedauern über die Opfer. Der Kirchendelegation gehörten neben den beiden Patriarchaten auch der Kanzler des Lateinischen Patriarchats, der Sekretär der Apostolischen Delegation des Heiligen Stuhls in Jerusalem und der Sekretär Heilig-Land-Bischofskonferenz an.

Der Artikel wurde am Samstag, dem 19. Juli um 18:30 Uhr aktualisiert.


Info: https://www.domradio.de/artikel/patriarchen-besuchen-gaza-nach-angriff-auf-kirche


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

20.07.2025

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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

20.07.2025

LINK to "Times of India" comprehensive Report on Schiller-Institute Conference in Berlin

aus e-mail von Irene Eckert, 20. Juli 2025, 8:21 Uhr


I also reported ( in German) on the beautiful International Meeting in

Berlin Adlershof which took place on mid July. Please do share this

Information widely, it does contain a positive message for humanity.

Warmest regards Irene Eckert


---------- Forwarded message ---------

Von: E.I.R. Nachrichten <nachrichten@7749263.brevosend.com>

Date: Sa., 19. Juli 2025, 13:07

Subject: DAILY (19.07.2025)

To: <irene.eckert@gmail.com>



*Im Browser öffnen*

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/mr/sh/6rqJ8GoudeITQRcRz4DwV3dj7Rf/EbyqBvOJlfaX>

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dINmO1bKUR0tNfKPPc7/ar7K_YUCXLh6>


E.I.R. Nachrichten (eirna.de)

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIPRQTtTykQRJGSL2v9/Z3Bh5LAqoGJy>

vom 19.07.2025

Chefredakteur: Dr. Wolfgang Lillge

So verrückt sind sie doch nicht, oder?


Britische „Think Tanks“, amerikanische Kriegsplaner, NATO-Kommandeure und

Medienexperten behaupten, Russland stelle eine existenzielle Gefahr für

Europa dar und taktische Atomwaffen könnten in einem Krieg gegen diese

vermeintliche Bedrohung nützlich sein.


Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass dies übertrieben ist, ein

bißchen Prahlerei.


Sicherlich, denkt man, können diese Leute nicht ernsthaft beabsichtigen,

Waffen einzusetzen, die eine Kettenreaktion von Gegenschlägen auslösen

würden, welche das gesamte Leben auf diesem Planeten vielleicht für immer

auslöschen würden – so verrückt sind sie doch nicht, oder?


Es wäre jedoch unverantwortlich und gefährlich, sie nicht beim Wort zu

nehmen.


Warum strebt Großbritannien eine erweiterte und unabhängige

Kernwaffenfähigkeit an? Warum haben Großbritannien und Frankreich

beschlossen, ihre Fähigkeiten im Bereich der Nuklearwaffen zu bündeln?

Warum fordern deutsche Politiker, dass ihr Land eigene Atomwaffen

entwickelt?


Dieselben Leute behaupten, dass ein Zusammenstoß zwischen China und dem

Westen unvermeidlich sei und Rußland schnell in Schach gehalten werden

müsse, damit sie sich auf ihren vermeintlichen Langzeitfeind Peking

konzentrieren können. Sie versuchen, Chinas Wirtschaftswachstum und

internationale Reichweite zu behindern – sowohl direkt durch Zölle und

Sanktionen als auch indirekt durch eine Medienkampagne, in der chinesische

Investitionen im Ausland als „Schuldenfalle“ dargestellt werden.


Doch wo ist die moralische Autorität, China anzugreifen, Rußlands Verstoß

gegen das Völkerrecht zu verurteilen und gleichzeitig den Völkermord

Israels zu dulden?


Bei einer kürzlichen Sitzung des UN-Sicherheitsrats hat Rußland Israel und

die Vereinigten Staaten scharf kritisiert, weil sie verfügbare humanitäre

Hilfe zurückhalten und Menschen töten, die um die spärliche Hilfe bitten.

Unterdessen setzt der israelische Ministerpräsident seine Kampagne der

ethnischen Säuberung fort und kündigt eine Politik an, die die territoriale

Integrität Syriens mißachtet.


Nachdem Trump Brasilien mit Sanktionen gedroht hatte, falls die Justiz die

Strafverfolgung des ehemaligen Präsidenten des Landes nicht einstelle,

stellte der Oberste Gerichtshof Brasiliens Jair Bolsonaro unter Hausarrest.

Präsident Lula erinnerte Trump daran, dass er gewählt worden sei, um die

USA zu führen, und nicht, um „Weltherrscher“ zu sein.


Die alten Hebel der Macht funktionieren nicht mehr.


Die Weltgeschichte nähert sich tatsächlich einem Scheideweg, an dem ihre

weitere Entwicklung nicht einfach vorhergesagt werden kann, sondern an dem

sie zwei unterschiedliche Wege einschlagen muß.


Der eine Weg führt zu vergeblichen Bemühungen, die Macht und Vorherrschaft

des transatlantischen Finanzimperiums aufrechtzuerhalten. Der andere Weg

führt zu einer Welt der Win-Win-Kooperation statt zu Nullsummenkonflikten,

zu einer Welt des gemeinsamen Wachstums zum Wohle aller statt zu einer

oligarchischen, hierarchischen Identität, die durch den Aufstieg anderer

bedroht ist.


Wahrlich, eine steigende Flut kann alle Boote anheben, und eine solche

Zukunft liegt in unserer Reichweite. Wir müssen uns gemeinsam anstrengen,

um die Armut weltweit zu beseitigen, die Biosphäre durch noetische

Verbesserungen zu erweitern und wissenschaftliche Durchbrüche zu erzielen,

die es uns ermöglichen, das nächste Kapitel der Menschheitsgeschichte zu

schreiben. Das sollen unsere erstrebenswerten Ziele sein.


Das transatlantische System wird untergehen. Aber wir müssen nicht mit ihm

untergehen.


Auf der Konferenz

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIR6SwBdT3pzEraGgEB/CFqO3kSWIKHN>

des Schiller-Instituts vom 12. bis 13. Juli in Berlin kamen strategische

Denker, politische Führer, Wissenschaftler, Musiker und Aktivisten

zusammen, um über ein neues Paradigma zu beraten und dessen Verwirklichung

zu erörtern.


Ein Artikel über die Konferenz wurde in der Times of India

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dISlVOTmxNFXASiCJXD/XlWSc2fLbx2t>,

der größten englischsprachigen Tageszeitung der Welt, veröffentlicht.


Sehen Sie sich die Konferenz selbst an und teilen Sie ihre Inhalte mit

anderen.

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Inhalt

STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR


   - Russland prangert Israel und die USA im UN-Sicherheitsrat an

   - Arabische und islamische Nationen verurteilen israelische Angriffe auf

   Syrien

   - Das Netanjahu-Regime verschärft die ethnische Säuberungskampagne

   - Orbán: Kein Frieden, solange Trump und Putin keine Einigung finden

   - Die 18. Sanktionsrunde der EU gegen Russland könnte für Europa

   schlimmer sein als die ersten 17


ZUSAMMENBRECHENDES IMPERIALES SYSTEM


   - Netanjahu legt israelische Politik in Südsyrien dar

   - Israel soll der Hamas in den Waffenstillstandsverhandlungen

   Zugeständnisse gemacht haben

   - In einer kämpferischen Fernsehansprache verurteilte Lula Trumps

   „inakzeptable Erpressung“

   - Wie wäre es mit Verhandlungen mit Brasilien, Herr Trump?


WISSENSCHAFT UND TECHNOLOGIE


   - Konferenz über Nuklearmedizin in Bolivien spiegelt wissenschaftliche

   Souveränität wider


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STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR Russland prangert Israel und die USA im

UN-Sicherheitsrat an


18. Juli 2025 (EIRNS) – Der Ständige Vertreter Rußlands bei den Vereinten

Nationen, Wassili Nebensja, verurteilte Israel und die USA in aller

Deutlichkeit für die humanitäre Katastrophe in Gaza und die sich

verschlechternde Lage im Westjordanland.


Seit Ende Mai seien 798 Palästinenser bei dem Versuch, humanitäre Hilfe zu

erhalten, getötet worden. Die „humanitäre“ Stiftung in Gaza sei keine

Lösung für humanitäre Probleme, sondern eine Beleidigung für humanitäre

Bemühungen. Nebensja sagte: „Wir sind sicher, dass das UN-Sekretariat die

richtige und verantwortungsvolle Entscheidung getroffen hat, sich nicht an

dieser Strafaktion zu beteiligen, die unter dem Deckmantel einer

humanitären Operation durchgeführt wird.“


„Eines ist klar: Würde Israel die humanitären Hilfslieferungen der UNO

nicht behindern, sondern erleichtern, gäbe es zumindest einen Funken

Hoffnung, dass die humanitäre Krise gelindert werden könnte“, sagte der

russische Diplomat. „Heute jedoch haben wir keinerlei Hoffnung, und die

massenhafte kollektive Bestrafung der Palästinenser unter Verletzung

grundlegender Normen des humanitären Völkerrechts geht vor unseren Augen

weiter.


Diese Situation erfordert eine entschlossene internationale Reaktion. Der

Schutz und die Versorgung der Zivilbevölkerung in den besetzten

palästinensischen Gebieten ist Pflicht Israels als Besatzungsmacht. Es ist

nicht Sache der israelischen Führung, darüber zu entscheiden, ob dies in

Ordnung ist oder nicht.“


Wer glaubt, dass die Lage nicht noch schlimmer werden kann, irrt sich. Der

Plan, zunächst 600.000 und dann noch mehr Palästinenser in etwas zu

verlegen, das laut Einschätzung des ehemaligen Premierministers Ehud Olmert

im Wesentlichen ein Konzentrationslager ist, ist inakzeptabel.


Wer glaubt, dass die Lage in Gaza nicht schlimmer werden kann, irrt sich

höchstwahrscheinlich. Nach unseren Informationen – darunter auch aus

offiziellen israelischen Quellen – arbeitet Westjerusalem an einem neuen

Plan, 600.000 Palästinenser in eine sogenannte ‚humanitäre Stadt‘ in Rafah

zu verlegen. Das Ziel ist es, letztendlich die gesamte, zwei Millionen

Einwohner zählende Bevölkerung der Enklave dort zu konzentrieren.

UNRWA-Generalkommissar Philippe Lazzarini hat den Plan bereits als ‚de

facto Schaffung eines Massenkonzentrationslagers‘ bezeichnet und auch der

ehemalige israelische Premierminister Ehud Olmert teilt diese Einschätzung.


Dies ist der einzige Weg, um den Teufelskreis der Gewalt zu durchbrechen

und den Nahost-Friedensprozeß auf der Grundlage der Zwei-Staaten-Lösung

wieder in Gang zu bringen. Deren Endziel ist die Schaffung eines

unabhängigen palästinensischen Staates innerhalb der Grenzen von 1967 mit

Ostjerusalem als Hauptstadt, der in Frieden und Sicherheit mit Israel

koexistiert“, sagte er. In diesem Zusammenhang begrüßt Rußland die Absicht

Saudi-Arabiens und Frankreichs, eine hochrangige internationale Konferenz

zur Unterstützung der Zwei-Staaten-Lösung abzuhalten. Diese soll vom 28.

bis 30. Juli in New York stattfinden.

Arabische und islamische Nationen verurteilen israelische Angriffe auf

Syrien


18. Juli 2025 (EIRNS) – Elf arabische und islamische Nationen haben eine

Erklärung veröffentlicht, in der sie die Bombardierung Syriens durch Israel

verurteilen, ihre Unterstützung für die Souveränität Syriens bekunden und

den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu dringenden Maßnahmen

auffordern. Die Erklärung wurde nach zweitägigen intensiven Gesprächen der

Außenminister Ägyptens, des Libanon, Jordaniens, des Iraks, Saudi-Arabiens,

der Vereinigten Arabischen Emirate, Katars, Kuwaits, Bahrains, Omans und

der Türkei veröffentlicht. In der Erklärung betonten die Außenminister,

dass die Sicherheit und Stabilität Syriens von grundlegender Bedeutung für

die regionale Sicherheit sei und eine gemeinsame Priorität darstelle.


Laut der von der ägyptischen Regierung unterstützten Tageszeitung „Al Ahram

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIUQXqlwRgf563q7wqF/YTtx5uwS7JZK>”

fordert die Erklärung gemeinsame internationale Anstrengungen, um die

syrische Regierung beim Wiederaufbau des Landes zu unterstützen. Dies soll

auf einer Grundlage geschehen, die die Sicherheit, Stabilität, Einheit,

Souveränität Syriens sowie die Rechte aller seiner Bürger gewährleistet.

Die Unterzeichner begrüßten auch das Waffenstillstandsabkommen von Sweida

und betonten die Notwendigkeit seiner Umsetzung, um die Einheit und

Souveränität Syriens zu wahren, weiteres Blutvergießen zu verhindern und

den Schutz der Zivilbevölkerung sowie die Rechtsstaatlichkeit zu

gewährleisten. Die Erklärung bekundet Unterstützung für alle Bemühungen zur

Wiederherstellung von Sicherheit, staatlicher Souveränität und

Rechtsstaatlichkeit in Sweida und auf dem gesamten syrischen Territorium.


Die Unterzeichner verurteilten die wiederholten israelischen Angriffe auf

Syrien als eklatante Verstöße gegen das Völkerrecht und als Angriffe auf

die Souveränität Syriens. Diese untergraben die Sicherheit, Stabilität und

territoriale Integrität Syriens sowie die Bemühungen der syrischen

Regierung um den Wiederaufbau des Landes im Einklang mit den Bestrebungen

seines Volkes. Sie forderten den UN-Sicherheitsrat auf, seiner rechtlichen

und moralischen Verantwortung nachzukommen. Ziel ist es, den vollständigen

Rückzug Israels aus den besetzten syrischen Gebieten sicherzustellen, die

feindseligen Handlungen und die Einmischung Israels in Syrien zu beenden

sowie die Resolution 2766 des UN-Sicherheitsrats und das Abkommen über die

Truppenentflechtung zwischen Syrien und Israel von 1974 umzusetzen.

Das Netanjahu-Regime verschärft die ethnische Säuberungskampagne


18. Juli 2025 (EIRNS) – Mit der ausdrücklichen Unterstützung der USA und

der EU verschärft das Regime des Groß-Israel unter Premierminister Benjamin

Netanjahu seine Bemühungen, die palästinensischen Araber in Israel zu

eliminieren. Die betrügerische „humanitäre Hilfe“ für Gaza liefert der IDF

weiterhin Ziele in Form von verzweifelten Einwohnern des Gazastreifens, die

sich für Nothilfe anstellen, um dann von IDF-Angriffen niedergemäht zu

werden. Die Präsenz der IDF in Gaza wird durch verstärkte Aktionen gegen

die palästinensische Zivilgesellschaft in den besetzten Gebieten ergänzt.

Siedler-Terroristen, die sich an Selbstjustiz versuchen und dabei von

IDF-Truppen unterstützt werden, dehnen die Annexion von Land unter

offizieller israelischer Kontrolle und illegalen Siedlungen weiter aus.


Ein Beispiel dafür ist die Übertragung der Verwaltungshoheit über die

Machpela (Grab der Patriarchen) oder Abraham-Moschee in Hebron von der

Palästinensischen Autonomiebehörde an den Religionsrat von Kiryat

Arba-Hebron. Der Befehl dazu kam vom israelischen Verteidigungsminister.

Der Ort ist für Juden und Muslime heilig und war Schauplatz intensiver

Auseinandersetzungen, darunter ein Massaker an muslimischen Gläubigen im

Jahr 1994 durch einen Extremisten der Kach-Bewegung von Meir Kahane, bei

dem 29 Menschen getötet wurden. Der Mörder, Baruch Goldstein, ist ein

persönlicher Held von Itamar Ben-Gvir. Die Machtübergabe wurde von

Fanatikern als „Bekenntnis zur jüdischen Souveränität“ gefeiert. Es gibt

Warnungen, dass dies der Beginn der Schließung der Moschee sein und eine

Eskalation mit dem Ziel der Vertreibung muslimischer Gläubiger aus der

Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem einleiten könnte.


Der Haaretz-Kolumnist Gideon Levy berichtet regelmäßig über Gewalttaten

extremistischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland. Die

israelische Polizei und die IDF stehen bei Angriffen, einschließlich Mord,

entweder tatenlos daneben oder beteiligen sich sogar daran, wenn

Palästinenser versuchen, sich zu verteidigen.


In der Sendung von Piers Morgan vom 17. Juli wurde die Ausweitung der

illegalen Siedlungen im Westjordanland von der einflußreichen Siedlerin

Daniella Weiss, die die Nahala-Bewegung anführt, verteidigt. Weiss sagte,

es gebe „keine andere Wahl“, als alle Palästinenser zu vertreiben, da die

Bewohner Gazas mit dem Angriff vom 7. Oktober 2023 „ihr Kapitel der

Geschichte in Gaza beendet haben“. Die Juden hätten das Recht, „die

riesigen Landstriche, die Gott dem jüdischen Volk gegeben hat“, zu

besiedeln.

Orbán: Kein Frieden, solange Trump und Putin keine Einigung finden


18. Juli 2025 (EIRNS) – Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat

erneut ein persönliches Treffen zwischen dem russischen Präsidenten

Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump gefordert, da er glaubt, dass

Frieden nicht von der Ukraine kommen wird. In einem Interview

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIW5aJ45w04d1ey3a9H/_dD9QXPno2sA>

am vergangenen Donnerstag bezeichnete Orbán Trump als „Mann des Friedens“

mit einer Aufrichtigkeit, die anderen westlichen Regierungen und Beamten in

Kiew fehle.


„Alle sagen, sie wollen Frieden, aber es herrscht immer noch Krieg. Das

bedeutet, dass jemand lügt“, sagte er und fügte hinzu: „Die Lügner wollen,

dass der Krieg weitergeht, egal was sie sagen … Der Konflikt werde nicht

enden, bis sich der russische und der amerikanische Präsident an den

Verhandlungstisch setzten. Orbán fügte hinzu, dass ein solches Treffen die

Grundlage für ein umfassendes Abkommen bilden könnte, das über die

Ukraine-Frage hinausgeht und auch den globalen Handel und die

Rüstungskontrolle umfaßt.

Die 18. Sanktionsrunde der EU gegen Russland könnte für Europa schlimmer

sein als die ersten 17


18. Juli 2025 (EIRNS) – Obwohl sie aus dem Scheitern der vorherigen 17

Sanktionspakete keine Lehren gezogen hat, verhängt die EU eine neue Reihe

von Sanktionen gegen Rußland. Vertreter der Mitgliedstaaten – darunter auch

die Slowakei, die ihr Veto zurückgezogen hat – verabschiedeten gestern das

18. Paket von Strafmaßnahmen. Mit diesen sollen insbesondere die Einnahmen

Rußlands aus dem Export von Öl in Drittländer reduziert und der russische

Finanzsektor getroffen werden.


Darüber hinaus sollen die Sanktionen eine mögliche Wiederinbetriebnahme der

Gaspipeline Nord Stream 1 sowie die Nutzung der Pipeline Nord Stream 2

verhindern. In Deutschland wird tatsächlich über eine Wiederinbetriebnahme

nach dem Ende des Ukraine-Krieges diskutiert. Die Obergrenze für den

russischen Ölpreis wird die Energieversorgung Europas weiter einschränken,

wodurch der Ölfluß nach China und Indien zunehmen wird.


Was die Aufhebung des bisherigen Vetos durch die Slowakei angeht, so

erklärte Ministerpräsident Robert Fico, er habe von der EU-Kommission

Zusicherungen erhalten, dass die Slowakei für die negativen Auswirkungen

des Ölembargos entschädigt werde. Doch selbst wenn diese Zusicherungen

schriftlich vorliegen, sind sie nicht das Papier wert, auf dem sie stehen,

denn die jüngste Geschichte zeigt, dass sich die Kommission nicht um die

Slowakei schert.


Fico begründete seine Entscheidung mit den Worten: „Wer mit Wölfen leben

will, muß mit ihnen heulen.“ Er sagte, Brüssel sei realitätsfern und

arbeite bereits am 19. Paket, das in Russland nichts ändern werde.

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ZUSAMMENBRECHENDES IMPERIALES SYSTEMNetanjahu legt israelische Politik in

Südsyrien dar


18. Juli 2025 (EIRNS) – Der israelische Ministerpräsident Benjamin

Netanjahu gab gestern eine Erklärung

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIXkclMFQJUAxG5zDSJ/LQuxL2p7o_RD>

ab, in der er die Absichten Israels in Südsyrien darlegte.


„Wir haben eine klare Politik festgelegt: Entmilitarisierung der Region

südlich von Damaskus, von den Golanhöhen bis zum Drusengebirge“, sagte er.

„Das ist Regel Nummer eins. Regel Nummer zwei ist der Schutz der Brüder

unserer Brüder, der Drusen im Drusengebirge.


Beide Regeln wurden vom Regime in Damaskus gebrochen. Es hat Truppen in die

entmilitarisierte Zone südlich von Damaskus geschickt und mit der Ermordung

der Drusen begonnen. Das konnten wir in keiner Weise akzeptieren. Deshalb

habe ich die IDF angewiesen, entschiedene Maßnahmen zu ergreifen. … Infolge

dieser Maßnahmen trat ein Waffenstillstand in Kraft und die syrischen

Streitkräfte zogen sich nach Damaskus zurück.Das ist wichtig“, fuhr

Netanjahu fort und verwendete dabei eine Sprache, die offensichtlich für

Washington bestimmt war. „Dieser Waffenstillstand wurde durch Stärke

erreicht. Nicht durch Bitten, nicht durch Flehen – sondern durch Stärke.

Wir erreichen Frieden durch Stärke, Ruhe durch Stärke, Sicherheit durch

Stärke – an sieben Fronten.


Das wird auch unsere Politik in Zukunft sein. Wir werden nicht zulassen,

dass syrische Streitkräfte in die Region südlich von Damaskus

einmarschieren. Und wir werden nicht zulassen, dass den Drusen im

Drusengebirge Schaden zugefügt wird“, schloss er.


In Ankara sieht der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan durch die

israelische Intervention in Syrien nichts als Ärger. „Wir haben gestern

nicht der Zerstückelung Syriens zugestimmt, und wir werden ihr heute oder

morgen ganz sicher nicht zustimmen“, sagte er nach einer Kabinettssitzung.

Dies berichtete die Anadolu Agency

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIZPfDeOuctisrDuqlL/-yJ-UXPSKHrw>.

„Israel nutzt die Drusen seit zwei Tagen als Vorwand, um sein Banditentum

in das benachbarte Syrien zu verlagern“, sagte Erdogan weiter. Er warnte,

dass diejenigen, die sich auf Israel verließen, früher oder später erkennen

würden, dass sie sich schwer getäuscht hätten – offenbar in Anspielung auf

drusische Führer in Sweida, die Israel um Schutz gebeten hatten. „Israel

ist ein gesetzloser, regelwidriger, prinzipienloser, arroganter, verwöhnter

und blutrünstiger Terrorstaat“, betonte er. „Diejenigen, die durch

Unterdrückung und Massaker eine sichere Zukunft anstreben, sollten niemals

vergessen: Sie sind nur Passanten, wir sind die Gastwirte. Wir sind

diejenigen, die wirklich zu diesem Land gehören.“


Vor Ort scheint der am Mittwoch verkündete Waffenstillstand in Gefahr zu

sein. In der Nacht kam es erneut zu Zusammenstößen zwischen bewaffneten

Drusen-Gruppen und Mitgliedern von Beduinen-Clans im Süden Syriens. Zudem

bereiteten sich Regierungstruppen darauf vor, am Freitag erneut in das

Gebiet vorzurücken. Sie hatten sich im Rahmen eines

Waffenstillstandsabkommens, das Anfang dieser Woche die mehrtägige Gewalt

beendet hatte, zurückgezogen, wie AP

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIb4hfwYOwJGoSLqU4N/kVKhGrmyBUeD>

heute Morgen unter Berufung auf zwei namentlich nicht genannte syrische

Beamte berichtete.

Israel soll der Hamas in den Waffenstillstandsverhandlungen Zugeständnisse

gemacht haben


18. Juli 2025 (EIRNS) – Zwei Quellen, die an den Vermittlungsbemühungen

zwischen Israel und der Hamas beteiligt sind, teilten der Zeitung „Times of

Israel

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIcjk8EhtFiok3Tm7NP/kU7zYVtp1pU5>“

heute Morgen mit, dass Israel seine Forderung nach militärischer Kontrolle

über das Gebiet des Gazastreifens zurückgezogen habe, sodass in etwa einer

Woche ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen werden könne. Israel habe

Anfang dieser Woche eine neue Reihe von Karten vorgelegt, auf denen die

Truppenverlegungen dargestellt sind, die es während der Waffenruhe

vorsieht. Die Karten zeigen, dass Israel seine Forderungen nach der

Beibehaltung großer Gebiete innerhalb des Gazastreifens, die es seit dem

letzten Waffenstillstand im Januar besetzt hält, zurückgenommen hat.


Nachdem Israel wochenlang gefordert hatte, im Morag-Korridor – der die

südlichen Gazastädte Rafah und Khan Younis trennt – zu bleiben, um eine 5

km nördlich der ägyptischen Grenze gelegene Pufferzone zu erhalten, zeigen

die neuen Karten, dass Israel nun dem Abzug seiner Truppen aus diesem 12 km

breiten Streifen zugestimmt hat.


Stattdessen hat Israel seine Forderung nach einer Pufferzone in Rafah

Berichten zufolge auf etwas mehr als einen Kilometer reduziert. Dies

neutralisiert laut einem arabischen Diplomaten die früheren Pläne

Jerusalems, eine umstrittene „humanitäre Stadt“ zu errichten, in die die

Bevölkerung des Gazastreifens umgesiedelt werden sollte. Israel hat

außerdem zugestimmt, seine Truppen in einem ebenfalls einen Kilometer

breiten Streifen um den Rest des Gazastreifens zu belassen, nachdem es

zunächst auf einem zwei bis drei Kilometer breiten Streifen bestanden hatte.


Als weiteres Zeichen des Fortschritts hob die Hamas nach Erhalt der

aktualisierten israelischen Karten ihr Veto gegen Verhandlungen über die

Bedingungen für den Geisel-Gefangenen-Austausch auf. Sie fügten hinzu, dass

sich die Gruppe bereit erklärt habe, über das Verhältnis der

Sicherheitsgefangenen zu verhandeln, die sie im Austausch für jede Geisel

akzeptieren würde. Der aktuelle Vorschlag sieht die Freilassung von zehn

lebenden und acht getöteten Geiseln in fünf Gruppen während der

zweimonatigen Waffenruhe vor.


Frühere Vorschläge sahen die Freilassung von 125 Palästinensern vor, die

wegen Beteiligung an Anschlägen mit israelischen Opfern zu lebenslanger

Haft verurteilt worden waren, sowie von 1.111 Palästinensern, die seit dem

Angriff vom 7. Oktober 2023 von der IDF im Gazastreifen festgenommen worden

waren. Die überwiegende Mehrheit der Letzteren ist nicht wegen einer

Straftat angeklagt.


Zwar hat die Hamas Israel noch keine Liste der Gefangenen vorgelegt, deren

Freilassung sie im Rahmen des Abkommens fordert, doch laut Quellen dürfte

Marwan Barghouti, der als potenzieller Nachfolger von Mahmud Abbas als

palästinensischer Präsident gilt, sowie Ahmad Saadat, der Generalsekretär

der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP), darauf stehen. Die

Quellen gehen jedoch davon aus, dass Israel die Frage der Freilassung von

Barghouti und Saadat bis zu den anschließenden Verhandlungen über die

Bedingungen des danach in Kraft tretenden dauerhaften Waffenstillstands

verschieben wird, die während der 60-tägigen Waffenruhe stattfinden sollen.

Sobald dieser dauerhafte Waffenstillstand erreicht ist, werden die

verbleibenden 22 Geiseln gemäß den Bedingungen des derzeit diskutierten

Abkommens freigelassen.


Den Quellen zufolge werden noch mehrere Tage benötigt, um die Verhandlungen

über den Austausch von Geiseln und Gefangenen abzuschließen.

In einer kämpferischen Fernsehansprache verurteilte Lula Trumps

„inakzeptable Erpressung“


18. Juli 2025 (EIRNS) – In einer kurzen, aber energischen, landesweit im

Fernsehen übertragenen Rede an das brasilianische Volk am 17. Juli, die auf

der Website des Präsidenten unter dem Titel „Rede von Präsident Lula:

Souveränes Brasilien“ veröffentlicht wurde, verurteilte Präsident Luiz

Inácio Lula da Silva die Zollandrohungen von Donald Trump gegen sein Land

als „inakzeptable Erpressung“. In Anbetracht der nationalistischen

Stimmung, die infolge der unerhörten Drohungen Trumps gegen das Land

aufgekommen ist, erinnerte der brasilianische Präsident den US-Präsidenten

daran, dass „es in Zollkriegen keine Gewinner gibt“. Brasilien sei ein

friedliches Land, das an Multilateralismus und Zusammenarbeit zwischen den

Nationen glaube. „Wir waren immer offen für den Dialog“, sagte er, aber man

dürfe vor allem nicht vergessen, dass „Brasilien nur einen Eigentümer hat –

das brasilianische Volk“.


Er erinnerte Trump daran, dass Brasilien über eine unabhängige Justiz

verfügt, die die Rechtsstaatlichkeit, die Unschuldsvermutung sowie das

Recht auf Anhörung und eine „umfassende Verteidigung“ achtet. Mit Blick auf

Trumps Äußerungen zur „beschämenden“ Behandlung des ehemaligen Präsidenten

Jair Bolsonaro durch die brasilianische Justiz, die gegen ihn wegen der

Planung eines Staatsstreichs gegen Lula im Januar 2023 ermittelt, warnte

Lula: „Der Versuch, sich in die brasilianische Justiz einzumischen, stellt

einen schweren Angriff auf die nationale Souveränität dar.“ Er fügte hinzu:

„Meine Empörung ist umso größer, als ich weiß, dass dieser Angriff auf

Brasilien von einigen brasilianischen Politikern unterstützt wird – dem

Bolsonaro-Clan und seinen Verbündeten. Das sind wahre Verräter des Landes.

Ihnen ist die Wirtschaft des Landes und der Schaden, der unserem Volk

zugefügt wird, egal.“ Er erinnerte die brasilianische Bevölkerung daran,

dass „niemand über dem Gesetz steht“.


Lula befaßte sich mit den miteinander verflochtenen Themen Zölle, „Big

Tech“ und zuletzt den Angriffen der Trump-Regierung auf das in Brasilien

äußerst beliebte „Pix“-Verfahren für persönliche Einkäufe und Zahlungen.

Dieses basiert auf einem Verfahren der brasilianischen Zentralbank, das

Visa, Mastercard usw. ausschließt und sofortige Geldüberweisungen und

Einkäufe ohne die hohen Gebühren der Kreditkarten ermöglicht. „Pix gehört

Brasilien“, sagte er. „Wir akzeptieren keine Angriffe auf Pix, das das Erbe

unseres Volkes ist.“ Er berichtete, dass er und andere Beamte derzeit mit

Vertretern aller Sektoren Brasiliens – Produktionssektoren,

Zivilgesellschaft, Gewerkschaften usw. – zusammentreffen. „Dies ist eine

große gemeinsame Aktion, an der Industrie, Handel, Dienstleistungssektor,

Landwirtschaft und Arbeitswelt beteiligt sind. Wir stehen gemeinsam für die

Verteidigung Brasiliens ein und werden diese Angelegenheit mit erhobenem

Haupt angehen …“ Der Präsident versprach, alle verfügbaren rechtlichen

Mittel einzusetzen, um Brasilien zu verteidigen. In einem separaten

Interview mit Christiane Amanpour von CNN ging er jedoch näher darauf ein,

auf welcher Grundlage Verhandlungen mit den USA stattfinden könnten (siehe

separaten Bericht).

Wie wäre es mit Verhandlungen mit Brasilien, Herr Trump?


18. Juli 2025 (EIRNS) – In seinem halbstündigen Interview

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/SMK1E8tHeFuYwWIky8daHJSMJdKx/9avhjB_bjkf1>

mit Christiane Amanpour von CNN am 17. Juli bezeichnete der brasilianische

Präsident Lula da Silva den von Donald Trump vorgeschlagenen Zoll von 50

Prozent als „unlogisch“, fügte jedoch hinzu, dass er keine echte Krise in

den bilateralen Beziehungen sehe. Verhandlungen seien der bevorzugte Weg,

um dieses Problem zu lösen, und Brasilien sei dafür offen, werde aber

„nichts akzeptieren, was ihm aufgezwungen wird. Wir akzeptieren

Verhandlungen, aber keine Zwangsmaßnahmen.“ Trump solle nicht vergessen,

dass er „gewählt wurde, um die USA zu regieren, und nicht, um der Kaiser

der Welt zu sein“.


Zu den Verhandlungen sagte er: „Ich bin kein progressiver Präsident. Ich

bin der Präsident Brasiliens. Ich sehe Präsident Trump nicht als

rechtsextremen Präsidenten. Ich sehe ihn als den Präsidenten der USA – er

wurde vom amerikanischen Volk gewählt. Das Beste, was wir tun können, ist,

uns an einen Tisch zu setzen und zu reden. Wenn Präsident Trump bereit ist,

die laufenden Verhandlungen zwischen Brasilien und den USA ernst zu nehmen,

dann bin ich offen für Verhandlungen über alles, was notwendig ist. Wichtig

ist jedoch, dass die Beziehungen zwischen den beiden Ländern nicht so

weitergehen können.“


Er erinnerte den US-Präsidenten an etwas, das er bereits in früheren

Interviews und Erklärungen erwähnt hatte: Wenn Trump Brasilianer wäre und

in Brasilien das getan hätte, was er am 6. Januar 2021 in Washington getan

hat, „würde er auch in Brasilien vor Gericht stehen“.

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WISSENSCHAFT UND TECHNOLOGIEKonferenz über Nuklearmedizin in Bolivien

spiegelt wissenschaftliche Souveränität wider


18. Juli 2025 (EIRNS) – Nuklearmediziner und Experten aus fünf

iberoamerikanischen Ländern – Argentinien, Uruguay, Brasilien, Kolumbien

und Bolivien – trafen sich am 10. Juli in La Paz, Bolivien, zur „Ersten

Internationalen Konferenz für Nuklearmedizin“. Diese wurde gemeinsam von

der bolivianischen Atomenergiebehörde (ABEN) und der Plurinationalen Schule

für öffentliche Verwaltung (EGPP) veranstaltet, wie Xinhua

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/SMK1E8tHeG1QOf7i9In4N8l6HvvD/nVEVF0r1isSm>

am selben Tag berichtete. Bolivien hat in diesem Bereich außerordentliche

Fortschritte erzielt und verfügt über ein nationales Netzwerk von drei

Zentren für Nuklearmedizin in La Paz, El Alto und Santa Cruz. Diese wurden

gemeinsam von der ABEN und dem renommierten argentinischen

Hightech-Unternehmen INVAP aufgebaut. Alle sind mit modernster Technologie

ausgestattet, verfügen über hochqualifiziertes Personal und bieten ihre

Dienste kostenlos an. Der Minister für Mineralische Ressourcen und Energie,

Alejandro Gallardo, erklärte auf der Konferenz: „Was einst ein Luxus war,

der nur wenigen vorbehalten war, ist heute ein Recht, das allen garantiert

wird.“


Laut Xinhua betonte er den „historischen Moment“, den Bolivien „bei der

Umgestaltung seines Gesundheitssystems“ durchlebt. Die Konferenz fand im

Rahmen der Feierlichkeiten zum 200. Jahrestag der Befreiung Boliviens von

Spanien statt und hob die Fortschritte des Landes auf dem Weg zur

wissenschaftlichen Souveränität hervor. Die Direktorin von ABEN, Hortensia

Jiménez, sagte zu den Teilnehmern: „Heute feiern wir nicht nur zwei

Jahrhunderte Kampf gegen Kolonialismus und soziale Ungleichheiten, sondern

wir machen auch einen Schritt vorwärts in Richtung einer zweiten und

endgültigen Unabhängigkeit: der wissenschaftlichen und technologischen

Befreiung unserer Nation.“


Jiménez betonte, dass „die Nuklearmedizin kein Privileg, sondern ein Recht

der Bevölkerung ist. Der Kampf gegen Krebs und chronische Krankheiten ist

nicht nur eine medizinische, sondern auch eine politische und soziale

Herausforderung.“ Ziel der Konferenz war es, Informationen über einige der

jüngsten Durchbrüche bei der Verwendung von Radiopharmaka zu diagnostischen

Zwecken vorzustellen. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der

Versorgung und Nachsorge von Patienten in den Bereichen Onkologie,

Kardiologie und Neurologie. Acht Experten für Nuklearmedizin aus den

teilnehmenden Ländern hielten Vorträge über ihre Erfahrungen auf diesem

Gebiet, während bolivianische Ärzte, die in den Zentren für Nuklearmedizin

und Strahlentherapie arbeiten, ihre Erfahrungen austauschten. Weitere

Wissenschaftler, Forscher und Studenten nahmen ebenfalls teil.



Herausgeber: E.I.R., Bahnstraße 4, 65205 Wiesbaden (Deutschland)


Alle Nachrichten auch auf eirna.de

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/SMK1E8tHeG8HqnwfKSwYSy3qGEVT/rHHng50VCTQg>


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.07.2025

Nicht alle Europäer wollen den US-amerikanischen Militär-Industrie-Komplex finanzieren

19 Juli 2025 20:08 Uhr, 

Russland hat bereits eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber den Sanktionen bewiesen, und der Globale Süden wird den Handel mit Moskau nicht aufgeben. Unter dem Deckmantel der antirussischen Rhetorik kommt es Donald Trump hingegen sehr gelegen, Europa auszunehmen und ihm milliardenschwere Waffenverträge aufzuschwatzen.


© Getty Images / Trifonenko


Symbolbild


Die von Trump vorgeschlagene neue Konfiguration der Hilfe für Kiew – "Wir werden Waffen liefern, und Europa wird dafür bezahlen" – wurde von NATO-Generalsekretär Mark Rutte als "ausgezeichnete Nachricht für die Ukraine" bezeichnet. In Wirklichkeit ist dies jedoch eine ausgezeichnete Nachricht für den US-amerikanischen Militär-Industrie-Komplex – und nur für ihn. Die US-Rüstungsindustrie wird nun für mehrere Jahre mit "fetten" Aufträgen ausgelastet sein und ihre europäischen Konkurrenten auf ihrem eigenen Absatzmarkt praktisch verdrängen.


Neues Pariser Strategiepapier: "Offener Krieg im Herzen Europas" bis 2030





Analyse

Neues Pariser Strategiepapier: "Offener Krieg im Herzen Europas" bis 2030





Allerdings nur, wenn die EU bereit ist, die vorgeschlagene Formel zu akzeptieren. Bislang haben nur zwei Länder ihre Bereitschaft bekundet, die Produktion von Patriot-Raketen für die Ukraine zu finanzieren – Deutschland (zwei Batterien) und Norwegen (eine Batterie). Andere europäische Länder zeigen keine Bereitschaft. So hat Ungarn bereits erklärt, dass es keine US-amerikanischen Waffen für das Regime in Kiew finanzieren werde.

Auch Frankreich ist laut der Zeitung Politico nicht bereit, US-amerikanische Waffen für die Ukraine zu kaufen. Möglicherweise liegt das daran, dass Paris lieber Verträge für die eigene Rüstungsindustrie abschließen möchte. Andere Länder halten sich bislang bedeckt. Und schließlich bleibt die Frage offen, woher die 40 bis 50 Milliarden US-Dollar pro Jahr für den Kauf von Waffen kommen sollen, wenn die EU nicht einmal die in der Ukraine für das nächste Jahr benötigten 20 Milliarden aufbringen kann.

Dabei muss man sich dessen bewusst sein, dass der Vertrag und das Geld die unmittelbare Perspektive sind, während die Herstellung und Lieferung der Waffen mehrere Jahre dauern kann. Dies gilt insbesondere angesichts der Tatsache, dass die US-Amerikaner vorrangig den Mangel in ihrem eigenen Arsenal ausgleichen wollen, der durch die Hilfe für Kiew sowie durch den Krieg gegen die Huthis und die Beteiligung am zwölftägigen Konflikt zwischen Iran und Israel entstanden ist.

Die Unternehmen Raytheon und Lockheed Martin produzieren derzeit nur etwa zehn Raketen pro Woche für das Patriot-System, versprechen jedoch, die Produktion bis 2027 auf 600 Raketen pro Jahr zu steigern. Das Problem ist nicht, dass die US-amerikanische Industrie nicht in der Lage ist, auf Rüstungsproduktion umzustellen und die Produktion zu intensivieren. Vielmehr ist es für den US-Rüstungsindustriekomplex unrentabel, große Mengen billiger Waffen herzustellen – er bevorzugt kleine Chargen sehr teurer Waffen, die (oft unnötigerweise) mit Hightech vollgestopft sind.

Deshalb hat sich Joe Bidens Idee zur Belieferung der Ukraine als nicht mehr praktikabel erwiesen. Übrigens war sie gar nicht so altruistisch, wie Trump behauptet – ein Großteil der Waffen, die an Kiew geliefert wurden, war eigentlich schon ausgemustert und wurde deshalb aus dem Bestand der US-Streitkräfte entfernt oder kam aus dem Lager. Im Gegenzug wurden jedoch für die US-amerikanischen Truppen mit Geldern aus der "Ukrainehilfe" neue Waffen gekauft.

Das Problem ist jedoch, dass die ukrainischen Streitkräfte viel mehr Waffen benötigten, als diese Kombination liefern konnte. Eine Produktion von Grund auf bloß für die Ukrainer auszubauen, wäre zu teuer und zu zeitaufwendig. Washington ist jedoch nicht bereit, die Funktionsweise seines Militär-Industrie-Komplexes radikal zu ändern.


"Portemonnaies öffnen": Pistorius unterstützt Trumps Forderung nach EU‑Finanzierung von US‑Waffen



"Portemonnaies öffnen": Pistorius unterstützt Trumps Forderung nach EU‑Finanzierung von US‑Waffen





Aufgrund systemischer Beschränkungen sowohl der militärischen Produktion als auch der militärischen Logistik der USA können diese nicht mehrere Konflikte gleichzeitig bewältigen. Ein umfassender Krieg in der Ukraine, selbst wenn er als Stellvertreterkrieg geführt wird, stellt für sie eine zu große Herausforderung dar. Und wenn nicht Trump, sondern Harris an die Macht gekommen wäre, hätte sie mit denselben Problemen zu kämpfen gehabt.

Ein Beweis dafür ist das "durchgesickerte" Memorandum des stellvertretenden US-Verteidigungsministers Elbridge Colby, das an den Chef des Pentagon, Pete Hegseth, gerichtet war und vom Wall Street Journal veröffentlicht wurde. Darin weist der stellvertretende Minister auf die Unmöglichkeit hin, drei Kriegsgebiete gleichzeitig zu "bewältigen" – die Ukraine, den Nahen Osten und China –, und fordert, sich auf die vorrangige Richtung Fernost zu konzentrieren. Europa und der Nahe Osten werden von ihm als zweitrangige Schauplätze dargestellt, die man notfalls "aufgeben" könne, um den entscheidenden Vorteil im asiatisch-pazifischen Raum zu behalten. Colby hat diesen Ansatz bereits zuvor offen vertreten und erklärt, dass "man andere Regionen opfern muss, wenn es dazu kommt, dass eine Wahl getroffen werden muss", was die Echtheit des "durchgesickerten" Dokuments bestätigt.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass die Aussetzung der Lieferungen an die Ukraine keineswegs "Druck auf Selenskij" ausüben sollte, sondern vielmehr dem Bestreben dient, lebenswichtige Ressourcen zu schonen, die die US-Amerikaner in anderen Bereichen selbst benötigen. Die Ukraine hat die Hoffnungen Washingtons nicht erfüllt und wird nun zu einer ernsthaften Belastung. Die US-amerikanische Hilfe für sie ist nicht mehr strategischer Natur, und wenn sie fortgesetzt wird, wird sie situativ und punktuell sein, abhängig von der politischen Lage.

Aber Trump will die Ukraine nicht im Stich lassen, wie Biden Afghanistan im Stich gelassen hat, nicht nur, weil er befürchtet, "das Gesicht zu verlieren", sondern auch, weil er weiß, wie er daran verdienen kann.

Wenn Deutschland und Norwegen Patriot-Raketen aus den USA kaufen, bedeutet dies in erster Linie Einnahmen in Milliardenhöhe für die US-amerikanische Rüstungsindustrie. Die Europäer erleiden direkte finanzielle Verluste, ihre Haushalte sind überlastet, sie riskieren, in einen bewaffneten Konflikt mit Russland verwickelt zu werden, während die US-amerikanischen Rüstungsunternehmen neue Aufträge erhalten und ihre Position auf dem Weltmarkt stärken. Die USA bleiben dabei sozusagen außen vor, da sie durch die "Membranen" EU und NATO geschützt sind, die die direkten Lieferungen nach Kiew durchführen.

Trumps 50-tägige Fristverlängerung für die Einführung von Sekundärsanktionen gegen Russlands Handelspartner hängt mit seinem Bestreben zusammen, sich politischen Handlungsspielraum zu bewahren. Er ist sich bereits bewusst, dass Ultimaten gegenüber Russland keine Wirkung zeigen werden, und seine Drohungen mit der Einführung von 100-prozentigen Zöllen bleiben, im Gegensatz zu den bereits umgesetzten Beschränkungen gegenüber der EU, weitgehend ein Element seiner Verhandlungstaktik. Russland hat bereits eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Sanktionen bewiesen, und der Globale Süden wird den Handel mit Moskau nicht aufgeben. Unter dem Deckmantel der antirussischen Rhetorik ist es für die USA hingegen sehr bequem, Europa auszunehmen und ihm milliardenschwere Waffenverträge aufzuschwatzen.

Allerdings könnte Trumps "geniale Kombination" auch fehlschlagen. So möchte beispielsweise die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas, dass die USA gemeinsam mit den Europäern für die Waffen für die Ukraine aufkommen. Kallas sagte nach dem Treffen der Außenminister der EU-Mitgliedstaaten in Brüssel und fasste somit die dortige Diskussion mit den Worten zusammen:

"Wir begrüßen die Erklärung von Präsident Trump über die Lieferung großer Mengen an Waffen in die Ukraine, obwohl wir uns wünschen würden, dass die USA diese Last teilen."


Ukraine bietet USA "Mega-Deal" mit Drohnen und Waffen an





Ukraine bietet USA "Mega-Deal" mit Drohnen und Waffen an






Der Widerstand gegen Trumps Ideen wächst nicht nur in der EU, sondern auch in den USA selbst. Eine der aktivsten "Trumpisten" und begeisterte Anhängerin der "Make America Great Again"-Bewegung, die US-Kongressabgeordnete aus Georgia Marjorie Taylor Greene, kritisierte Donald Trump für seine Absicht, die Waffenlieferungen an die Ukraine wiederaufzunehmen, und wies darauf hin, dass dies nicht mit seinen Wahlversprechen vereinbar sei. Sie betonte:

"Die MAGA-Bewegung hat neue Waffenlieferungen an die Ukraine nicht unterstützt und für den Rückzug der USA aus ausländischen Konflikten gestimmt."

Trump riskiert also, durch die Förderung der Interessen des US-amerikanischen Militär-Industrie-Komplexes in Europa auch die Unterstützung im eigenen Land zu verlieren.

Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 17. Juli 2025 zuerst auf der Website der Zeitung Wsgljad erschienen.

Boris Dscherelijewski ist ein russischer Militärexperte.


Mehr zum Thema – Frankreich: Milliarden fürs Militär - aber Feiertagsstreichung und Sozialkürzungen


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Video https://rumble.com/v6wb9c8-us-senator-lindsey-graham-droht-moskau-mit-angriff-nach-iranischem-vorbild.html Dauer 6:01 Min.


hier Screenshots daraus

Screenshot_2025_07_20_at_15_35_34_US_Senator_Lindsey_Graham_droht_Moskau_mit_Angriff_nach_iranischem_Vorbild

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Info: https://freedert.online/meinung/251005-nicht-alle-europaeer-wollen-us/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.07.2025

Simone Weil  – ein freier Geist und Sozialistin im schönsten Sinne des Wortes

freedert.online, vom 18. Juli 2025, von Friedrich Liebling alias Polybios  – erschienen 1952 in Rote Revue sozialistische Monatsschrift


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Friedrich Liebling* (1893 - 1982) Gründer und Leiter der Zürcher Schule für Psychotherapie


(Red.) Der Ausnahme-Psychologe Friedrich Liebling, der als jüdischer Flüchtling vor den Nazis Aufnahme und Schutz in der Schweiz gefunden hatte, schrieb in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts unter dem Pseudonym Polybios seine Gedanken in Anbetracht der Verheerungen des zweiten Weltkrieges in diversen Essays nieder. Unseren Lesern legen wir diese in unregelmässigen Abständen vor, weil sie uns in der heute wieder so kriegerisch aufgeheizten Zeit Orientierung und Ausweg bieten können.(ww)


Bisher erschienen: 


Unter den neueren französischen Autoren gibt es nur wenige Erscheinungen von derart eindrucksvollen Konturen wie Simone Weil, die während des Krieges in London verstorbene Verfasserin einer ganzen Reihe von Werken, deren philosophisch-soziologische Bedeutung immer mehr anerkannt wird. 

In der Verborgenheit des heimlichen Asyls entstanden, treten diese Werke nach und nach ans Tageslicht, herausgegeben von jenen, die die ständig unter Lebensgefahr lebende Philosophieprofessorin (sie war jüdischer Herkunft) versteckt gehalten haben, und auch von andern, wie Camus, die sich gesinnungsmäßig mit Simone Weil verwandt fühlen. So abenteuerlich wie ihre Schriften, in denen der Gedanke pulsierendes Leben verkündet, ist auch ihr Lebenslauf, der Simone Weil aus bürgerlichem Milieu in die Kreise der Arbeiterschaft, der republikanischen Armee Spaniens und in ihr Londoner Exil geführt hat.

Auf der Seite der Enterbten und Entrechteten

Schon sehr früh hat sie sich der revolutionären Bewegung zugewendet. Die soziale Ungerechtigkeit hatte sie auf die Seite der Enterbten und Entrechteten gestellt, und ihr ganzes Leben galt dem Kampfe um gesellschaftliche Erneuerung. Der Bolschewismus war zunächst auch für sie eine große Hoffnung, aber sie erkannte bald, daß man in Rußland Industrialisierung mit Sozialismus verwechselt. Ihr ging es vor allem auch um die Freiheit des Einzelnen; sie war nicht gewillt, die individuelle Freiheit preiszugeben für ein illusionäres Freiheitsparadies, das für Kind und Kindeskinder versprochen wurde. 

Nach ihrer Abkehr vom Stalinismus näherte sich Simone Weil den übrigen revolutionären Gruppen. Sie bewegte sich in den Kreisen der Anarchisten, revolutionären Syndikalisten und Trotzkisten, wahrte aber immer die Unabhängigkeit ihres Denkens, das sich nie voll und ganz mit einer bestimmten Doktrin deckte. Die Kreise um die Zeitschrift «Révolution prolétarienne» nahmen sie auf, und sie empfing die stärksten Eindrücke von diesen kommunistischen Syndikalisten, die auch dem Anarchismus nahestanden.

Im Jahre 1931 wurde Simone Weil Professorin am Lyzeum von Puy. Sofort wandte sie sich an die syndikalistische Gruppe dieses Bezirkes und begann an Aktionen und Studienzirkeln mitzuarbeiten. Sie studierte die sozialistischen Theoretiker und bemühte sich um ein vertieftes Verständnis der Lage der Arbeiterklasse. Im Umgang mit den Arbeitern suchte sie sich ihnen anzugleichen; sie nahm an ihrem Leben teil, sie ging in ihre Wohnungen, sie arbeitete und vergnügte sich mit ihnen. Ihre Kleider waren gewöhnlich einfacher als diejenigen der Arbeiterfrauen.Die ungeheure Gelehrsamkeit und die Kultur ihres Geistes wußte sie im Zusammensein mit dem arbeitenden Menschen zurückzustellen, und sie gab sich dabei so natürlich, daß niemals der geringste Verdacht von Herablassung hätte entstehen können.

Die Teilnahme am Leiden der andern war für sie ein Entrinnen von ihrem eigenen Leid. Wir wissen von ihr selbst, daß sie ständig an Kopfschmerzen litt, die ihr das Leben zur Qual machten und sie nur selten zur Ruhe kommen ließen. Darüber hinaus litt sie an den moralischen Übeln der Zeit, an der Ungerechtigkeit der Welt — die Melancholie begleitete sie auf ihrem Lebensweg, eine tiefe Trauer über «das Unglück dieses Jahrhunderts und aller vergangenen Jahrhunderte». Es mag vielleicht an dieser Stelle auch erwähnt werden, daß Simone Weil häßlich war, und die Häßlichkeit hat ihr — wie es im Leben einer Frau begreiflich ist — manches Leid gebracht; denn es war nicht jedermanns Sache, das große Herz zu erkennen, das dieser wenig schöne und schwächliche Körper in sich verbarg.

Gedanken zu einer "Proletarischen Revolution"

Einen Großteil ihres Salärs übergab sie in Puy der Arbeiterklasse zum Ankauf von Büchern usw. Sie entschloß sich, mit fünf Franken im Tag zu leben: dies war die Summe der Arbeitslosenunterstützung, und sie erachtete es für ein unerträgliches Privileg, mehr zu verbrauchen als jene, die ihres Arbeitsplatzes beraubt waren. Sie stellte sich an die Spitze einer Arbeitslosenkampagne. Im August 1933 veröffentlichte sie in der «Révolution prolétarienne» einen Aufsatz «Perspektiven — Gehen wir einer proletarischen Revolution entgegen?», worin sie sich mit den Möglichkeiten einer Revolution auseinandersetzt.

Die proletarische Lebensweise schien ihr unvereinbar mit der Menschenwürde. Aus ihrem Mitgefühl mit dem arbeitenden Menschen erwuchs ihr schließlich der Gedanke, die Beziehung zwischen Arbeit und Arbeiter durch eigenes Erlebnis zu erfahren: Sie entschloß sich, selber Lohnarbeiterin zu werden. In großbürgerlichem Milieu aufgewachsen, durch Philosophie und Geisteswissenschaften in einem bewundernswürdigen Grade geschult, trat Simone Weil trotz ihrer mangelhaften Gesundheit in eine Fabrik ein, um die Tragik der Arbeiterexistenz im Kapitalismus am eigenen Leibe zu verspüren. Die Fabrikpraxis bedeutete für sie kein «Experiment», denn sie war sich bewußt, daß der Gedanke an ein bloßes «Experimentieren» ihre Erfahrung verfälschen würde. Das Schicksal des Arbeiters wurde zu dem ihrigen, und es gibt keine Nuance im Beruf des gelernten und ungelernten Arbeiters, die sie nicht beobachtet und verstanden hätte.

Das Leben des Arbeiters

Sie vergaß die «Professorin» und nahm das Leben als Lohnarbeiterin so, als ob es für sie keinen Ausweg und keine Veränderung geben könnte. Und da trat ihr die Unmenschlichkeit in den Lebensbedingungen der Arbeiterklasse erschreckend vor Augen. Bis zu ihrem Tode litt sie an dem, was sie als Fabrikarbeiterin erfahren hatte. Diese Erfahrung läßt sich schwerlich in wenigen Worten andeuten; sie ist niedergelegt in dem Buche «La condition ouvrière» (Das Leben des Arbeiters), dem Aufschrei einer humanen Seele, die die Ungerechtigkeit in den Lebensbedingungen des Proletariers zutiefst mitgefühlt hat. Nicht nur als Opfer der materiellen Ungleichheit erkannte Simone Weil den arbeitenden Menschen; sie sah die erschöpfende Arbeit für ein Minimum an Lohn, und sie sah die moralische Ungleichheit, das seelische Manko, das daraus erwächst, daß dem Arbeiter das Interesse an seiner Arbeit fehlt. Indem man den Arbeiter immer denselben Bestandteil produzieren läßt, entzieht man ihm durch diesen menschenunwürdigen Mechanismus die wahre Schöpferfreude, die Lust am Schaffen, die durch die Teilnahme an einem sinnvollen Werk entsteht. Die Menschheit ist jahrhundertelang durch die Waffen und das Geld unterdrückt worden; Simone Weil zeigt nun auf, daß die Funktionalisierung des Menschen eine ebenso verheerende Unterdrückung ist — der Mensch zum Werkzeug degradiert: das ist die Bedingung des proletarischen Lebens.

In «La condition ouvrière» findet sich auch das «Fabriktagebuch», worin Simone Weil ihre Erlebnisse in umfassender Weise dargestellt hat. Aber auch an andern Orten hat sie sich über ihre erschütternden Einsichten ausgesprochen. So schreibt sie zum Beispiel:

«Ich wußte wohl, daß es viel Unglück in der Welt gibt, ja ich war von dieser Tatsache geradezu besessen, aber ich war mit diesem Unglück nie in einen andauernden Kontakt getreten. Aber in der Fabrik, wo ich ganz in der anonymen Masse der arbeitenden Menschen aufging, ist das Unglück der andern in meinen Körper und in meine Seele eingetreten. Nichts trennte mich davon ab, denn ich hatte wirklich meine Vergangenheit vergessen und erwartete nichts mehr von der Zukunft, denn ich konnte mir schwerlich vorstellen, daß ich diese physischen und psychischen Beanspruchungen sollte überleben können. Was ich dabei erlebt habe, hat mein Leben für immer gezeichnet; ich stehe noch immer derart unter dem Einfluß dieser Leiden, daß jedes Wort, das ohne Brutalität zu mir gesprochen wird, mir immer den Eindruck eines Irrtums erweckt, einer Sinnestäuschung, die sich früher oder später verflüchtigen muß. Ich habe in der Fabrik den Stempel der Sklaverei erhalten, ähnlich wie die römischen Sklaven, die auf der Stirne mit glühendem Eisen gezeichnet wurden. Seit dieser Zeit habe ich nicht aufgehört, mich als Sklave zu betrachten...»

Kampf auf Seite der Republikaner gegen den Faschismus in Spanien

Nach 1934 begab sich Simone Weil nach Spanien, um auf der Seite der Republikaner gegen den Faschismus zu kämpfen. Das Leben als Arbeiterin hatte die Schlagkraft dieses freiheitsliebenden Herzens nicht erschöpfen können; als es galt, die Freiheit gegen die Diktatur zu verteidigen, gewann dieser schwächliche Körper neue Spannkraft, und der niemals erlahmende Wille trieb zu neuen Leistungen der Selbstaufopferung und der Selbsthingabe. Der Einmarsch der Deutschen in Frankreich zwang sie «unterzutauchen»; sie wurde eine Zeitlang von Geistlichen verborgen gehalten und konnte im Jahre 1942 Frankreich verlassen, von wo aus sie — über Amerika — nach England reiste. Die Nachrichten über diese Zeit ihres Lebens sind spärlich; wir wissen, daß sie sich auf die knappe Lebensmittelration der Franzosen einschränkte und dabei Hunger litt; sie starb am 24. August 1943, «gebrochen durch den Hunger und die Schwindsucht».

Ihre Werke sind erst nach dem Kriege erschienen; sie wurden posthum herausgegeben und haben den Namen der Verfasserin rasch berühmt gemacht. In jedem dieser Bücher tritt uns Simone Weil entgegen als ein wahrhaft «existentieller Denker», eine Philosophin, die von der Not der Zeit ausgeht und deren Denken immer wieder darum bemüht ist, einen Ausweg aus dem gegenwärtigen Chaos zu finden. Ihre Größe besteht darin, daß sie das soziale Problem in seinem ganzen Umfang erfaßt und Metaphysik und Ethik in den Dienst der gesellschaftlichen Erneuerung gestellt hat. Wir müssen allerdings feststellen, daß nicht alle Werke Simone Weils von gleichem Gewicht sind — die im Vichy-Frankreich sich Verbergende geriet unter den Einfluß von katholischen Geistlichen und neigte in den letzten Jahren ihres Lebens zu einem Mystizismus, in dessen Bereich wir ihr nicht folgen können. Dies zeigt sich besonders ausdrücklich in dem Buche «Die Gnade und die Schwerkraft» sowie in dem aus Notizen und flüchtigen Entwürfen zusammengestellten «La connaissance surnaturelle» (Die übernatürliche Erkenntnis). Es wäre jedoch verfehlt, Simone Weil in ihrer späteren Entwicklung dem kirchlichen Denken zuzurechnen; ihr Mystizismus hat eine durchaus persönliche Prägung, und ihre Religiosität führt sie oft genug zu einer scharfen Kritik an den Religionen.

Mit "Die Entwurzelung" lenkt Weil den Blick auf die grosse Zeitkrankheit

Vier Bücher von Simone Weil sind von Albert Camus in seiner Sammlung «Espoir» herausgegeben worden; es sind dies die bereits erwähnten «Condition ouvrière» und «Connaissance surnaturelle» wie auch «Lettre à un religieux » (Brief an einen Religiösen) und «L‘ enracinement» (Die Einwurzelung), alle erschienen im Verlag Gallimard, Paris. Von allen diesen Arbeiten ist wohl «L'enracinement» die bedeutendste; sie trägt den Untertitel «Präludium zu einer Erklärung der Pflichten gegenüber dem menschlichen Wesen» und ist in der Tat die Leistung einer Gesetzgeberin, die alle Pflichten und Rechte des Menschen einander gegenüberstellt. Von ungewöhnlicher Aktualität sind die sorgfältigen Analysen der «Bedürfnisse des Menschen», in denen die Probleme der Ordnung, Freiheit, Verantwortlichkeit, Ehre, Sicherheit, Wahrheit usw. erörtert werden. Nach diesem Katalog dessen, was die menschliche Natur bedarf, um sich entfalten zu können, zeigt Simone Weil die große Zeitkrankheit der Entwurzelung auf — ihre Hauptformen sind die Entwurzelung des Arbeiters und diejenige des Bauern: das soziale Problem ist wesentlich ein Problem der Arbeiterschaft und des Bauerntums, bzw. deren Lage im gegenwärtigen Entwicklungszustand des Kapitalismus. In der Einleitung zu «Déracinement ouvrier» lesen wir:

«Es gibt eine gesellschaftliche Lebensbedingung, die gänzlich und ständig vom Geld abhängt, und dies ist die Lohnarbeit, besonders seit dem Zeitpunkt, wo die Stückentlöhnung den Arbeiter zu zwingen begann, ständig mit dem Geld zu rechnen. Unter dieser Bedingung ist die Krankheit der Entwurzelung besonders schwer… Obwohl sie (die Arbeiter) geographisch auf ihrem Platze bleiben, sind sie moralisch entwurzelt, exiliert und zurückgerufen wie aus Toleranz, aber immer als bloße ‚Arbeitskraft‘. Die Arbeitslosigkeit ist, wohlverstanden, eine Entwurzelung in der zweiten Potenz. Die Arbeiter sind weder bei sich noch in der Fabrik zu Hause, weder in ihren Wohnungen noch in ihren Syndikaten, weder an ihren Vergnügungsstätten noch in der intellektuellen Kultur, die sie sich anzueignen versuchen...»

Als Heilmittel für die Krankheit der Entwurzelung erscheint Simone Weil eine durchgreifende soziale Neugestaltung. Ihr kurzes, unruhvolles Leben hat ihr nicht Zeit gelassen, ihre Auffassungen über dieses Problem in einer abschließenden Weise zu formulieren. Aus ihrem Leben wie aus ihren Büchern ist zu entnehmen, daß sie ihren Weg auf der Seite der Arbeiterschaft gesucht hat. Sie war ein freier Geist, und sie war Sozialistin im schönsten Sinne des Wortes; wir mögen nur bedauern, daß dieser hellsichtige Geist sich schließlich im Netzwerk des Mystizismus verfangen und die Erkenntnis zuletzt dem Glauben aufgeopfert hat. Wenn uns Simone Weil heute noch und in Zukunft etwas zu sagen hat, so ist es vor allem deshalb, weil in ihr ein Herold der Gerechtigkeit erschienen ist, durch dessen Wort das Verantwortungsbewußtsein der Menschen geschärft wird für die Tatsache, daß jeder Mensch für alle andern Menschen verantwortlich ist.

Quelle: Friedrich Liebling alias Polybios in Zeitschrift Rote Revue: sozialistische Monatsschrift Band (Jahr): 31 (1952) Heft 11-12


  • Titel/Bild/Überschriften eingefügt von seniora.org



Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=228&userid=3998&mailid=2805


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.07.2025

Seymour Hersh: Selenskij kann sich nicht mehr lange halten

freedert.online, 19 Juli 2025 18:00 Uhr

Der ehemalige General Waleri Saluschny könnte, so der Journalist, wegen der schwindenden Unterstützung für den ukrainischen Staatschef an dessen Stelle treten. Schon seine Versetzung an die Londoner Botschaft 2024 zielte darauf ab, den Konkurrenten loszuwerden.


Quelle: www.globallookpress.com © Angelo Carconi


Wladimir Selenskij am 10.07.2025 in Rom


Die politische Zukunft Wladimir Selenskijs erscheint zunehmend ungewiss, so Regierungsvertreter in Washington, die der legendäre Journalist Seymour Hersh zitiert. Die Aussicht, dass der Politiker durch den ehemaligen Kommandeur der Streitkräfte Waleri Saluschny ersetzt wird, steigt zunehmend, während seine heimische Unterstützung ab- und die Frustration in Washington zunimmt.

Selenskij blockierte nationale Wahlen durch das Kriegsrecht und entschied sich, als seine Amtszeit 2024 offiziell endete, nicht abzutreten. Sein ehemaliger Spitzenkommandeur, der Anfang vergangenen Jahres entlassen und später zum Botschafter in Großbritannien ernannt wurde, soll schon lange als möglicher Nachfolger gehandelt werden.


Wegen Razzien zur Korruptionsbekämpfung: Selenskij beschuldigt, in Autoritarismus abzugleiten





Wegen Razzien zur Korruptionsbekämpfung: Selenskij beschuldigt, in Autoritarismus abzugleiten





"Selenskij steht auf der Auswahlliste fürs Exil, wenn Präsident Donald Trump sich entscheidet, den Anruf zu machen", schrieb die Reporterlegende am Freitag.

Ein US-Vertreter, der die internen Debatten kennen soll, meinte, solle Selenskij sich weigern, abzutreten – was sie für das wahrscheinlichste Szenario hielten –, könne er letztlich gewaltsam entfernt werden.

Saluschny wird derzeit als der glaubwürdigste Nachfolger des ukrainischen Staatschefs gesehen, so "eingeweihte" Vertreter in Washington, die Hersh zitierte. Er fügte hinzu, dieser "Job könnte binnen Monaten seiner sein".

Selenskijs Popularität, die in den ersten Monaten nach Eskalation des Ukraine-Konflikts im Februar 2022 Spitzenwerte von 90 Prozent erreicht hatte, ist seitdem durch Rückschläge auf dem Schlachtfeld und fortgesetzte wirtschaftliche Probleme stetig zurückgegangen. Neueste Umfragen deuten an, dass ihm nur noch 52 Prozent der Ukrainer vertrauen, während 60 Prozent es vorzögen, wenn er sich nicht um eine weitere Amtszeit bemühte.

Jüngst haben auch westliche Medien ihren Tonfall geändert, und einige zeichnen Selenskij als zunehmend autoritär. Andere berichteten, Vertreter in Washington glaubten, "es ist Zeit für eine Wahl und eine neue Führung".

Russische Vertreter haben Zweifel an Selenskijs Legitimität geäußert und erklärt, jede internationale Übereinkunft, die unter seiner Führung unterzeichnet würde, wäre rechtlich anfechtbar. Während Moskau seine Bereitschaft bekundet hat, mit Selenskij zu verhandeln, bleibt es skeptisch bezüglich seiner Autorität, tatsächlich ein dauerhaftes Abkommen abzuschließen.


Mehr zum Thema – Selenskij und Saluschny: Nicht das Finale, nur das Staffelende


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Video https://rumble.com/v6w7rzu-kiew-bildet-regierung-um-korruptionsskandal-spaltet-ukrainische-fhrung.html Dauer 3:34 Min.


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/international/251120-seymour-hersh-selenskij-kann-sich/


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19.07.2025

Propaganda 
Ein RAND-Artikel zeigt, wie die EU den Kaukasus beeinflussen soll

anti-spiegel.ru, 18. Juli 2025     15:00 Uhr, von Anti-Spiegel

Nachdem Trump USAID und die US-Propagandasender Voice of America geschlossen hat, versuchen die Transatlantiker, diese mit europäischem Geld zu ersetzen. Ein RAND-Artikel zeigt das beispielhaft auf.

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Wenn ich über Papiere der RAND-Corporation berichte, dann sind das meistens komplexe Analysen, die der US-Regierung den außenpolitischen Kurs vorgeben sollen. Wer diese Analysen liest, der konnte immer sehr genau vorhersagen, in welchen Regionen der Welt in den kommenden zwei Jahren entscheidende Ereignisse eintreten würden.

Aber die meisten Veröffentlichungen von RAND sind Experten-Artikel, die den Zweck haben, die öffentliche Meinung und vor allem die Meinung führender Politiker zu beeinflussen. 

Die RAND-Corporation macht sich beispielsweise Sorgen um den Kaukasus, der eine geopolitisch wichtige Region ist, in der bisher USAID und die staatlichen US-Propaganda-Sender Radio Liberty und Voice of America für die Beeinflussung der öffentlichen Meinung in die von den Transatlantikern gewollte Richtung zuständig waren. Nachdem Trump diese Propaganda-Instrumente geschlossen hat, haben die im Kaukasus tätigen pro-westlichen NGOs ihre Finanzquellen verloren.

Daher wird derzeit versucht, diese Gelder durch Zahlungen der EU zu ersetzen, wozu die EU jedoch nicht das Geld hat, da USAID ein hohes zweistelliges Milliardenbudget zur Verfügung hatte, das die EU nicht hat. 

Aus diesem Grund wird hinter den Kulissen nun Überzeugungsarbeit geleistet, um die nötigen Gelder bei der EU locker zu machen. Zu diesem Zweck veröffentlichen transatlantische Thinktanks Artikel und Analysen, die wiederum die Berater der führenden Politiker auf den Tisch bekommen. 

Ein Beispiel dafür habe ich bei der RAND-Corporation gefunden. Der Artikel wirkt wie eine Analyse der Lage im Kaukasus, konkret geht es um Georgien und Armenien, und auch in Moldawien. Dass es sich dabei nicht um einen Analyse, sondern um Propaganda mit dem Ziel handelt, EU-Gelder für Meinungsmache in den genannten Ländern zu erhalten, sieht man daran, wie offen RAND in dem Artikel Unwahrheiten verbreitet. Diese Propaganda-Lügen sollen als Argumente dafür herhalten, EU-Gelder zu bekommen. Das wird ganz am Ende des Artikels auch offen gesagt. 

Der Artikel zeigt, wie offen die Transatlantiker um Einfluss im Kaukasus kämpfen, wobei es wieder gegen Russland geht, und er zeigt, wie dreist dabei zur Beeinflussung der westlichen Politiker, die ja die Zielgruppe solcher Artikel sind, gelogen wird. Um zu zeigen, wie solche Dinge ablaufen, habe ich den RAND-Artikel (https://www.rand.org/pubs/commentary/2025/07/countering-russian-influence-support-for-armenia-georgia.html) übersetzt und bei den dreistesten Propaganda-Lügen mit eigenen Anmerkungen versehen.


Beginn der Übersetzung:

Russlands Einfluss entgegenwirken: Unterstützung für Armenien, Georgien und Moldawien im „Warteraum des Westens“

von John Kennedy und William Dunbar | RAND

Während Europa sich bemüht, die Verteidigung der Ukraine zu stärken und die eigene Sicherheit zu festigen, bleiben drei andere postsowjetische Staaten – Armenien, Georgien und Moldawien – gefährlich anfällig für russische Einflussnahme. Alle drei haben ihren Wunsch geäußert, sich dem Westen anzunähern: Moldawien und Georgien sind offizielle EU-Beitrittskandidaten, und alle drei nehmen am Programm der Östlichen Partnerschaft der EU teil. 

Doch trotz dieser Ambitionen sind ihre kurzfristigen Aussichten auf eine EU-Mitgliedschaft gering. In dieser „Position des Abwartens“ befinden sie sich in einer prekären Lage: Gerade ihre pro-europäische und NATO-orientierte Haltung erhöht ihre Anfälligkeit gegenüber russischem Druck, Subversion und – in manchen Fällen – militärischer Aggression.

Auch wenn eine groß angelegte Invasion wie in der Ukraine derzeit unwahrscheinlich erscheint, sind russische Maßnahmen zur Destabilisierung bereits in vollem Gange. In Georgien, einst ein regionales Vorbild für Reformen, hat sich der pro-russische Kurs unter einer zunehmend autoritären Regierung trotz einer überwältigenden öffentlichen Unterstützung für den Beitritt zur EU beschleunigt. In Moldawien machen fragile demokratische Institutionen und der ungelöste Transnistrien-Konflikt das Land anfällig für Desinformation und Manipulation von Wahlen. In Armenien hat die Krise um Bergkarabach 2023 ein günstiges Umfeld für pro-russische politische Kräfte geschaffen, die auf Unsicherheit setzen, um die Westorientierung des Landes zu untergraben.

Diese Einflussnahme stellt eine erhebliche Herausforderung für die europäischen Entscheidungsträger dar. Wenn es Europa ernst meint mit dem Ziel, weitere strategische Zugewinne Russlands in der Region zu verhindern, müssen neue Maßnahmen ergriffen werden, um diesen Ländern zu helfen, pro-russische Kampagnen der Desinformation zu überwinden und populistischen politischen Kräften zu widerstehen, die sie zurück in Moskaus Einflussbereich ziehen wollen. Auch ohne formelle Mitgliedschaft in der EU gibt es mehrere materielle Möglichkeiten, die Staaten in ihrem Warteraum zu unterstützen. 

„Auch wenn eine Invasion wie in der Ukraine derzeit nicht bevorsteht, sind russische Versuche der Destabilisierung in Armenien, Georgien und Moldawien bereits im Gange.“

Seit 2022 hat Russland Moldawien direkter bedroht als jedes andere Land außer der Ukraine. Im Jahr darauf erklärte Präsidentin Maia Sandu, sie habe Informationen vom ukrainischen Geheimdienst erhalten, die einen Plan zur Destabilisierung der moldawischen Regierung mit dem Ziel aufdecken, den EU-Beitritt zu verhindern und das Land in den Krieg gegen die Ukraine hineinzuziehen.

Vor der Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr intensivierte Russland seine Manipulation von Informationen und seine Einmischung. Ein aktueller Bericht des moldawischen Sicherheits- und Geheimdienstes beschreibt russische Bemühungen, das Land zu destabilisieren, die Demokratie zu untergraben und die europäische Integration zu verhindern. Moldawiens Vizepremier Mihail Popșoi betonte kürzlich, dass die Parlamentswahlen in diesem Jahr besonders riskant seien: Neben der Bestechung von Wählern werde die öffentliche Debatte durch Desinformation verzerrt, die von russlandnahen Fake-Medien verbreitet werde. Die Opposition verbreitet zudem über russische Medien gezielt Zweifel an der Integrität der rumänischen Präsidentschaftswahl und behauptet, der Westen plane Ähnliches bei den kommenden moldawischen Wahlen im September. (Anm. d. Übers.: Daran, dass die Präsidentschaftswahl manipuliert war, gibt es keinen Zweifel. Das geschah, indem für die etwa 500.000 Exil-Moldawier, die im Westen leben und mehrheitlich für Sandu stimmen, über 200 Wahlbüros im Ausland organisiert wurden, während für die 500.000 Exil-Moldawier, die in Russland leben und mehrheitlich für die Opposition stimmen, nur zwei Wahlbüros mit nur 10.000 Wahlzetteln eröffnet wurden. Das war bei dem knappen Ergebnis wahlentscheidend. Hinzu kam Einschüchterung der Opposition unmittelbar vor der Wahl.)

Auch im abtrünnigen Transnistrien, das wirtschaftlich von Russland abhängig ist und als Rückzugsort für die organisierte Kriminalität gilt, schürt Moskau Spannungen. Jüngst versuchte Russland, dort eine Energiekrise herbeizuführen – und dafür der Regierung in Chișinău die Schuld zu geben. (Anm. d. Übers.: Das ist eine Verdrehung der Tatsachen, es war die moldawische Regierung, die die Energiekrise verursacht hat und sich sogar gegen den russischen Vorschlag gestellt hat, kostenlos Gas nach Transnistrien zu liefern, wo es zu Kältetoten kam, weil die Heizungen im ganzen Januar nicht funktioniert haben.)

In Georgien wiederum nutzt ein zunehmend repressives Regime die Schwächen des Warteraums zu seinem Vorteil – zum Nutzen des Kremls. Der Staat wurde vollständig von einer oligarchischen Clique vereinnahmt und gleicht inzwischen einer autoritären Herrschaft russischer Prägung, die die eine Integration in die EU aufgegeben hat. Dies geschieht, obwohl die Regierungspartei im Wahlkampf 2024 noch mit dem Slogan „Mit Würde nach Europa“ angetreten war und rund drei Viertel der Bevölkerung einen Beitritt zur EU befürworten. In Tiflis sind pro-westliche Parteien nicht nur von der Macht ausgeschlossen, sie könnten sogar verboten werden. Die unabhängige Zivilgesellschaft, die drei Jahrzehnte lang gedeihen konnte, wird durch repressive Gesetze zerschlagen. (Anm. d. Übers.: Auch das ist nicht wahr, denn es war die EU, die die Beitrittsgespräche mit Georgien auf Eis gelegt (https://web.archive.org/web/20241202152754/https://anti-spiegel.ru/2024/unruhen-in-tiflis-nach-dem-die-georgische-regierung-eu-beitritt-auf-eis-legt/) hat, nachdem die georgische Regierung gegen ausländische Einflussnahme vorgegangen ist (https://web.archive.org/web/20240917173520/https://anti-spiegel.ru/2024/wie-die-usa-mit-hilfe-armeniens-das-neue-georgische-gesetz-umgehen-wollen/) und Medien und NGOs verpflichtet hat, ihre Finanzierung aus dem Ausland offenzulegen.)

In Armenien haben die Ereignisse des Krieges im Jahr 2020 gegen Aserbaidschan die sicherheitspolitischen Beziehungen zu Moskau grundlegend erschüttert. Zwar entsandte Russland nach Beilegung der Kampfhandlungen Friedenstruppen nach Bergkarabach, um die dortige armenische Bevölkerung zu schützen, doch 2023 taten sie nichts, um die Eroberung des gesamten Gebiets durch Aserbaidschan zu verhindern. Dies führte zur Vertreibung von über 100.000 Menschen, ein Vorgang, den der Europarat, Freedom House und das Europäische Parlament als ethnische Säuberung einstufen. (Anm. d. Übers.: Auch das wird falsch dargestellt, denn der armenische Premierminister hatte Bergkarabach als Teil Aserbaidschans anerkannt und die russischen Friedenstruppen hatten nicht die Aufgabe, dort einzuschreiten, sondern bestimmte Grenzpunkte zu überwachen. Hinzu kommt, dass auch der Westen damals weder politisch noch diplomatisch irgendetwas unternommen hat, denn das Kalkül dahinter war, dass die Tragödie das Verhältnis zwischen Armenien und Russland schädigt. Daran wird gearbeitet, wie auch diese Formulierungen von RAND zeigen.)

In der Folge wurde Russlands Ansehen in Armenien stark beschädigt: Heute betrachten mehr Armenier Russland als Bedrohung denn als Partner – ein drastischer Wandel im Vergleich zu vor fünf Jahren. Auch die Regierung hält Moskau inzwischen für einen unzuverlässigen Partner. Zwar ist Armenien weiterhin Mitglied der Eurasischen Wirtschaftsunion, doch das Parlament stimmte Anfang 2024 dafür, Beitrittsgespräche mit der EU aufzunehmen. Rund 60 Prozent der Armenier würden bei einem Referendum sofort für den EU-Beitritt stimmen. 

Im selben Jahr kündigte die EU neue Wirtschaftshilfen an. Außerdem betreibt sie eine unbewaffnete Beobachtermission an der armenisch-aserbaidschanischen Grenze, die regelmäßig über aserbaidschanischen Beschuss von ziviler Infrastruktur berichtet, was in Baku für großen Ärger sorgt.

Trotz dieser Entwicklungen bleibt der Westkurs den Armenien eingeschlagen hat äußerst gefährlich. Zwar wurden russische Grenzbeamte vom Flughafen Jerewan abgezogen, doch sie stehen weiterhin an der iranischen Grenze, zudem unterhält Russland eine Militärbasis in Gjumri. Da Armenien von geschlossenen Grenzen zu Aserbaidschan und zur Türkei umgeben ist, bleibt es wirtschaftlich von Russland abhängig. Angesichts der vom Kreml befeuerten Angst vor einem erneuten Angriff Aserbaidschans ist das größte Risiko, dass Moskau einen solchen Angriff duldet, um eine pro-russische Führung in Jerewan zu installieren.

„Trotz Besorgnis erregender Entwicklungen bestehen weiterhin Möglichkeiten, russischer Einflussnahme und Expansion in der Region entgegenzuwirken.“

Dazu zählt eine Wiederbelebung der Kampagnen strategischer Kommunikation zur Förderung liberaler Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Russlands Strategien der Desinformation – auf Patriotismus getrimmte Narrative, Verschwörungstheorien über Identität und verdeckte Drohungen – sind gut dokumentiert.

Doch der Informationskrieg ist nicht verloren: In der Vergangenheit stützte sich Europa  zur Unterstützung unabhängiger Medien und der Zivilgesellschaft stark auf US-finanzierte Organisationen wie USAID, NED oder RFE/R. Ohne diese sind die Länder anfälliger für russische Narrative. Da die USAID-Programme derzeit ausgesetzt sind und die Zukunft von NED und RFE/RL ungewiss ist, müssen europäische Akteure eigene Initiativen ergreifen, vor allem im Bereich Medienförderung und strategische Kommunikation.

Auch politische und wirtschaftliche Unterstützung ist zur Stärkung der Resilienz und zur Reduzierung russischer Abhängigkeitenentscheidend . Im Fall Armeniens könnte die EU die Westanbindung durch eine offizielle Kandidatur stärken, ihre Beobachtermission fortsetzen und eine deutlichere Haltung gegenüber Aserbaidschans Provokationen einnehmen. Auch Länder wie Großbritannien könnten Initiativen zur strategischen Kommunikation unterstützen, um Desinformation zu begegnen und den Kurs der Westanbindung zu festigen.

In Moldawien hat die EU ihre Hilfe seit 2022 verstärkt, etwa durch die „Moldova Support Platform“, die unter anderem die Energiesicherheit verbessert und die Stromkosten gesenkt hat. Großbritannien unterstützt Moldawien im Rahmen seines Strategischen Dialogs auch bei der Abwehr hybrider Bedrohungen. Doch angesichts des Potentials russischer Bedrohung müssen finanzielle und politische Zusagen deutlich ausgebaut werden, um den Wert westlicher Partnerschaft greifbar zu machen. (Anm. d. Übers.: Die Stromkosten in Moldawien sind heute um ein Mehrfaches höher als vor dem Amtsantritt der pro-westlichen Sandu-Regierung im Jahr 2020. Dass Maßnahmen der EU, die meist auch noch als Kredite erfolgen, die Stromkosten merklich gesenkt hätten, ist unwahr.)

Im Fall Georgiens könnten härtere Mittel wie Sanktionen bis hin zur Aussetzung des Kandidatenstatus, sollte die Regierung sich weiter an autoritären Modellen orientieren, eingesetzt werden, um demokratischen Rückschritten entgegenzuwirken. Da EU-weite Sanktionen oft an Ungarn und der Slowakei scheitern, müssten Einzelstaaten wie Großbritannien vorangehen. Georgien unterhält enge wirtschaftliche Beziehungen zu westlichen Banken, Energiekonzernen und Medienunternehmen – gezielte Sanktionen könnten hier wirksam sein.

Die Geschichte zeigt: Kompromisse, Beschwichtigung oder Untätigkeit gegenüber Putins Ambitionen führen nur zu weiteren Aggressionen. Polen hat sich für seine Ratspräsidentschaft das Ziel gesetzt, Europa zur sichersten und stabilsten Region der Welt zu machen. Dies bietet der EU und ihren Partnern die Gelegenheit, erneut auf die Hoffnungen jener ehemaligen Sowjetstaaten einzugehen, die sich ebenfalls diese Zukunft wünschen.

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John Kennedy ist Forschungsleiter für Verteidigung, Sicherheit und Justiz bei RAND Europe. William Dunbar ist Mitarbeiter von RAND Europe.

Ende der Übersetzung


Info: /https://anti-spiegel.ru/2025/ein-rand-artikel-zeigt-wie-die-eu-den-kaukasus-beeinflussen-soll/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




Weiteres: 




Gegen den russischen Einfluss: Unterstützung Armeniens, Georgiens und Moldawiens im "Wartenbau des Westens"

rand.org, vom Juli 1, 2025, Kommentar, Von John Kennedy und William Dunbar, (Übersetzt aus dem Englischen mit beta, unkorrigiert)


Illustration von PeterHermesFurian/Getty Images


Während Europa sich versammelt, um die Verteidigung der Ukraine zu unterstützen und ihre eigene Sicherheit zu stärken, bleiben drei weitere postsowjetische Staaten - Armenien, Georgien und Moldawien - gefährlich dem russischen Zwang ausgesetzt. Jeder hat den Wunsch geäußert, sich dem Westen anzunähern: Moldawien und Georgien sind offizielle EU-Kandidaten, und alle drei nehmen an der Östlichen Partnerschaft der Europäischen Union teil. Doch trotz dieser Bestrebungen sind ihre Chancen, kurzfristig der Europäischen Union beizutreten, gering. In dieser Haltung des „Warnraums“ ist ihre Lage prekär: Gerade ihre Ausrichtung auf Europa und die NATO erhöht ihre Anfälligkeit für russischen Druck, Subversion und in einigen Fällen militärische Aggression.

Während eine umfassende Invasion wie diese in der Ukraine möglicherweise nicht unmittelbar bevorsteht, sind die russischen Bemühungen, diese Staaten zu destabilisieren, bereits im Gange. In Georgien, einst ein regionaler Reformführer, hat sich ein pro-russischer Abgleiten unter einer zunehmend autoritären Regierung beschleunigt, trotz der überwältigenden öffentlichen Unterstützung für die EU-Mitgliedschaft. In Moldawien lassen fragile demokratische Institutionen und der ungelöste Transnistrien-Konflikt das Land Desinformation und Wahleinmischungen aussetzen. In Armenien haben die Nachwirkungen der Krise in Berg-Karabach 2023 einen fruchtbaren Boden für prorussische politische Akteure geschaffen, die versuchen, aus der Unsicherheit Kapital zu schlagen und die westliche Verschiebung des Landes zu vereiteln.

Diese Einmischung wirft eine große Herausforderung für die europäischen Entscheidungsträger auf. Wenn es ihnen ernst damit ist, weitere russische strategische Gewinne in der gesamten Region zu verhindern, müssen neue Maßnahmen gefunden werden, um diesen Ländern zu helfen, prorussische Desinformationskampagnen zu überwinden und populistischen politischen Kräften zu widerstehen, die sie zurück in den Moskauer Orbit ziehen würden. Ohne den formellen Beitritt zur Europäischen Union gibt es mehrere materielle Möglichkeiten, die im Wartezimmer zu unterstützen.

Während eine solche umfassende Invasion in der Ukraine möglicherweise nicht unmittelbar bevorsteht, sind die russischen Bemühungen, Armenien, Georgien und Moldawien zu destabilisieren, bereits im Gange.

Russland hat Moldawien direkter bedroht als jedes andere Land, außer der Ukraine seit 2022. Im Jahr 2023 sagte Präsidentin Maia Sandu, sie habe Informationen von den ukrainischen Sicherheitsdiensten erhalten, die ein Komplott detailliert beschreiben, um die Führung des Landes zu stürzen, sie daran zu hindern, der Europäischen Union beizutreten, und das Land im Krieg gegen die Ukraine zu nutzen. In der Zeit vor den Präsidentschaftswahlen im letzten Jahr hat Russland seine Informationsmanipulations- und Einmischungskampagne intensiviert. Ein aktueller Bericht (PDF) des Sicherheits- und Nachrichtendienstes Moldawien besagt, dass Russland versucht, das Land zu destabilisieren und die Demokratie und die europäische Integration zu untergraben. Darüber hinaus, wie der stellvertretende moldauische Premierminister Mihail Popicoi kürzlich erklärte, werden die Parlamentswahlen in diesem Jahr mit Risiken behaftet sein, da die öffentliche Debatte nicht nur durch Desinformation verzerrt wird, die von gefälschten Online-Medienkonten in Verbindung mit Russland verbreitet wird. Tatsächlich verdreht die Opposition aktiv die Wahrheit, indem sie die Integrität der jüngsten rumänischen Präsidentschaftswahlen in der russischen Presse in Frage stellt und behauptet, dass der Westen versuchen wird, dasselbe bei den bevorstehenden Parlamentswahlen in Moldawien im September zu tun.

Russland versucht auch, die Spannungen im separatistischen Transnistrien zu verschärfen, das wirtschaftlich auf Russland angewiesen ist und ein Zufluchtsort für das organisierte Verbrechen ist. Moskau hat kürzlich versucht, eine Energiekrise in der Enklave auszulösen und sie der moldauischen Regierung in Chicinsu anzulasten.

In Georgien wurde die Verletzlichkeit des Warteraums von inländischen antiwestlichen, antiliberalen Kräften rücksichtslos ausgenutzt, immer zugunsten des Kremls. Das Land wurde einer totalen oligarchischen Staatswahl unterzogen und wird jetzt von einer autoritären Regierung im russischen Stil geführt, die die EU-Integration aufgegeben hat. Dies trotz der Tatsache, dass die Regierungspartei bei einer Wahl 2024 auf einer Plattform „Europa mit Würde“ Wahlkampf machte und etwa drei Viertel der Georgier dem Block beitreten wollen. In Tiflis sind prowestliche politische Parteien nicht nur nicht nur aus der Regierung, sondern könnten noch von einem immer repressiveren Regime verboten werden. Die unabhängige Zivilgesellschaft, die seit dreißig Jahren floriert, wird durch repressive Gesetze zerschlagen.

In Armenien wurden langjährige Sicherheitsbeziehungen zu Moskau durch die Ereignisse des Krieges 2020 gegen Aserbaidschan in Bergkarabach auf den Kopf gestellt. Der Krieg endete mit der Entsendung russischer Friedenstruppen in Karabach, angeblich um die ethnisch-armenische Bevölkerung zu schützen, aber sie taten nichts, um Aserbaidschan daran zu hindern, das gesamte umstrittene Gebiet im Jahr 2023 zu erobern, was zur Zwangsvertreibung von mehr als 100.000 Zivilisten führte - eine VertreibungCouncil on Foreign RelationsFreedom House, die als ethnische Säuberung des Europäischen Parlaments beschrieben wurde.

Als Ergebnis dieser Ereignisse ist Russlands Ruf in Armenien in Trümmern, und mehr Menschen sehen das Land jetzt als Bedrohung (PDF) als als Partner, eine seismische Verschiebung von vor fünf Jahren. Die Regierung sieht Russland auch als unzuverlässigen Partner, und obwohl das Land immer noch Mitglied der Eurasischen Wirtschaftsunion auf dem Papier bleibt, stimmte das armenische Parlament Anfang dieses Jahres für die Aufnahme von EU-Beitrittsgesprächen. Tatsächlich würden morgen etwa 60 Prozent der Armenier (PDF) für den Beitritt zur Europäischen Union stimmen. Dies wurde 2024 von neuen EU-Zuschüssen zur Unterstützung der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit begleitet. Die Europäische Union unterhält auch eine unbewaffnete Überwachungsmission an der Grenze Armeniens zu Aserbaidschan. Diese Mission, zum Zorn Bakus, berichtet regelmäßig über die Angriffe Aserbaidschans auf die armenische zivile Infrastruktur.

Dennoch ist Armeniens westlicher Kurs äußerst gefährlich. Jerewan bleibt in Russlands Umlaufbahn, obwohl die politischen Beziehungen zurückgegangen sind. Da die Grenzen sowohl zur Türkei als auch mit Aserbaidschan fest geschlossen sind, bleiben ihre Handelsbeziehungen mit Russland äußerst wichtig. Und obwohl Armenien russische Grenzposten vom Flughafen Jerewan entfernt hat, bleiben sie an seiner Grenze zum Iran, zusätzlich zu einem großen russischen Stützpunkt in Gyumri. Angesichts der Tatsache, dass Armenien mit der existenziellen Bedrohung einer weiteren Invasion durch Aserbaidschan konfrontiert ist, eine Bedrohung, die vom Kreml unerbittlich diskutiert wird, besteht die große Gefahr, dass Moskau einem aserbaidschanischen Angriff als Mittel zur Einrichtung einer pro-russischen Figur in Jerewan zustimmen wird.

Trotz dieser besorgniserregenden Bahnen gibt es noch mehrere Maßnahmen, die europäische Verbündete ergreifen könnten, um dem russischen Einfluss und der Expansion in der Region entgegenzuwirken. Eine davon ist die Wiederbelebung strategischer Kommunikationskampagnen, die die liberale Demokratie und Rechtsstaatlichkeit fördern. Viel ist über Russlands Desinformations-Spielbuch geschrieben, das auf falschen Appellen (PDF) zu Patriotismus, Verschwörungstheorien über Identitätsfragen und verschleierten Aggressionsdrohungen basiert, aber der Informationskrieg ist eminent gewinnbar. In der Vergangenheit hat sich Europa stark auf von den USA finanzierte Organisationen verlassen, darunter USAID, National Endowment for Democracy (NED) und Radio Free Europe/Radio Liberty (RFE/RL), um die Zivilgesellschaft und die unabhängigen Medien zu unterstützen, und jedes Land ist offener für die Verschwörungstheorien und Desinformation, die von Russland ohne sie verbreitet werden. Da die USAID-Programme in der gesamten Region ausgesetzt sind und die Zukunft von NED und RFE/RL im Zweifel steht, müssen europäische Kollegen proaktiv darüber nachdenken, wie sie die Lücke in wichtigen Bereichen wie Medienentwicklung und strategische Kommunikation füllen können.

Trotz der unterschiedlichen Bahnen gibt es noch mehrere Maßnahmen, die europäische Verbündete ergreifen könnten, um dem russischen Einfluss und der Expansion in der Region entgegenzuwirken.

Länder im Wartezimmer des Westens brauchen auch weitere politische und wirtschaftliche Unterstützung - Unterstützung, die die Anfälligkeit anerkennt, mit der sie bei der Suche nach westlicher Integration konfrontiert sind, und dazu beitragen, verbleibende Abhängigkeiten und Verbindungen mit Russland zu reduzieren. In Armenien könnte die Europäische Union den westlichen Dreh- und Angelpunkt des Landes stärken, indem sie den Status einer Kandidatur anbietet, ihre Grenzüberwachungsmission fortsetzt und eine festere Linie zu den militärischen Provokationen und der kriegerischen Rhetorik Aserbaidschans einschlägt. Europäische Länder, einschließlich des Vereinigten Königreichs, könnten ihre Unterstützung für die strategischen Kommunikationsbemühungen der Regierung erhöhen, um Desinformation entgegenzuwirken und die Neuausrichtung des Landes zu verankern.

In Moldawien hat die Europäische Union ihre Unterstützung seit 2022 erhöht, unter anderem über die Unterstützungsplattform Moldawiens. Dies hat die Bemühungen zur Verbesserung der Energiesicherheit Moldawiens und zur Senkung der Stromkosten finanziert. Das Vereinigte Königreich bietet Moldawien auch Unterstützung in einer Reihe von Themen durch seinen jährlichen strategischen Dialog (PDF), einschließlich der Bemühungen, hybriden Bedrohungen entgegenzuwirken. Das Ausmaß der westlichen Unterstützung – einschließlich finanzieller Ressourcen und Verpflichtungen – sollte jedoch entsprechend der Bedeutung der Bedrohung durch Russland (PDF) stehen; die Pattsituation in der Ukraine könnte den Kreml dazu bringen, anderswo nach opportunistischen Gewinnen zu suchen. Russland hat den Moldauern wenig zu bieten, und der Westen sollte sich darauf konzentrieren, die materiellen Aspekte Integration und Partnerschaft zu beschleunigen und zu vertiefen, was seine relative Attraktivität noch weiter erhöht.

Festere Hebel, einschließlich Sanktionen, könnten angewendet werden, um dem demokratischen Rückfall in Georgien entgegenzuwirken, und der Kandidatenstatus des Landes könnte formell ausgesetzt werden, wenn die Regierung das Land weiterhin in Richtung eines russischen Modells führt. Da die EU-weiten Sanktionen aufgrund de facto Vetos aus Ungarn und der Slowakei kompliziert sind, müssen die Bemühungen, die Verantwortlichen für Korruption und Menschenrechtsverletzungen zur Rechenschaft zu ziehen, den einzelnen Staaten zuwiderlaufen. Länder wie Großbritannien können hier eine bedeutende Rolle spielen: Georgien hat entscheidende Geschäftsbeziehungen im Bankwesen, Kohlenwasserstoffe und den Medien, und eine robustere Haltung in Bezug auf Sanktionen könnte die Kosten für diejenigen, die Georgien von seinem westlichen Kurs abbringen wollen, erheblich erhöhen.

Die Geschichte hat auch gezeigt, dass jeder Kompromiss, Beschwichtigung oder Apathie in der Reaktion auf Wladimir Putins strategische Ambitionen auf dem Kontinent nur weitere Aggressionen fördert. Mit seiner Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union hat sich Polen verpflichtet, die Mitglieder davon zu überzeugen, dass „Europa weiterhin der sicherste und stabilste Ort der Erde sein kann“. Daraus folgt, dass der Block und seine Partner wieder einmal die Chance haben, die Wünsche jener ehemaligen sowjetischen Länder zu erfüllen, die auch diese Zukunft anstreben.


Info: https://www.rand.org/pubs/commentary/2025/07/countering-russian-influence-support-for-armenia-georgia.html


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.07.2025

Trump droht Iran mit Zerstörung neuer Atomanlagen

freedert.online,19 Juli 2025 21:21 Uhr

Donald Trump erklärte, dass alle iranischen Nuklearanlagen vollständig zerstört worden seien und es Jahre dauern würde, sie wieder in Betrieb zu nehmen, sodass es rentabler sei, neu anzufangen. Zugleich drohte er damit, dass die neuen Anlagen ebenfalls zerstört würden.


Quelle: Gettyimages.ru © Anna Moneymaker


Archivbild: Donald Trump


US-Präsident Donald Trump hat versichert, dass die neuen iranischen Atomanlagen im Falle ihres Baus auf dem Territorium der Republik zerstört würden. Er schrieb darüber in seinem sozialen Netzwerk Truth Social:

"Alle drei Nuklearanlagen im Iran sind vollständig zerstört und/oder vernichtet worden. Es würde Jahre dauern, sie wieder in Betrieb zu nehmen, und wenn der Iran das möchte, wäre es für ihn weitaus günstiger, an drei verschiedenen Orten neu anzufangen, bevor diese Anlagen zerstört werden, sollte er sich dafür entscheiden."

Kurz vor Trumps Meldung hatte Ebrahim Rezaei, ein Sprecher des Ausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik des Madschlis, erklärt, der Iran könne aus dem Atomwaffensperrvertrag austreten und mit der Anreicherung von Uran auf über 60 Prozent beginnen. Laut Rezaei werde Teheran zu einem solchen Schritt gezwungen sein, wenn der Druck von außen zunehme. Rezaei wies darauf hin, dass der Iran sein Potenzial bisher nicht voll genutzt habe, sondern möglicherweise auf "andere strategische Maßnahmen" zurückgreife, darunter die Herstellung moderner Zentrifugen und die Ausweitung der nuklearen Zusammenarbeit.


Bericht: US-Luftangriffe zerstörten nur eine von drei iranischen Atomanlagen






Bericht: US-Luftangriffe zerstörten nur eine von drei iranischen Atomanlagen





In der Nacht zum 22. Juni griffen die USA in den israelisch-iranischen Konflikt ein und attackierten drei iranische Atomanlagen – Isfahan, Fordo und Natanz. Als Vergeltung griff der Iran die größte US-Militäreinrichtung im Nahen Osten an, den Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid in Katar. Der Konflikt endete mit einem Waffenstillstand zwischen Israel und dem Iran, nachdem zwölf Tage lang massive Schläge ausgetauscht worden waren.

Trump behauptete, die Angriffe hätten das iranische Atomprogramm vernichtet. Die US-Geheimdienste widersprachen ihm jedoch. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) erklärte, das iranische Atomprogramm sei zwar schwer beschädigt worden, aber der Iran habe seine Produktions- und Technologiekapazitäten beibehalten und könne die Urananreicherung innerhalb weniger Monate wiederaufnehmen. Israel glaubt, dass Teherans Atomprogramm um mehrere Jahre zurückgeworfen wurde.


Mehr zum ThemaAnalyse: Waren die iranischen Raketenangriffe auf Israel doch viel wirkungsvoller?


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Video https://rumble.com/v6wayn4-chamenei-israel-und-usa-mssen-zur-verantwortung-gezogen-werden.html Dauer  Min.


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/international/251138-trump-droht-iran-mit-zerstoerung-neuer-atomanlagen/


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Weiteres: 





Analyse: Waren die iranischen Raketenangriffe auf Israel doch viel wirkungsvoller?


freedert.online, 19 Juli 2025 15:07 Uhr, Von Rainer Rupp

Daten der Oregon State University zeigen: Die iranischen Raketen waren offensichtlich viel treffsicherer und ihre Zerstörungskraft viel größer als die Regime der Angriffskrieger in Washington und Jerusalem erwartet hatten, während der berühmte "Eiserne Dom" über Israel nicht hielt, was er versprach.


Quelle: www.globallookpress.com © Ilia Yefimovich / dpa


Israelische Rettungskräfte nach dem Einschlag einer iranischen Rakete in Rishon LeZion, Israel, 14. Juni 2025


Wissenschaftler der Oregon State University in den USA, die sich auf die Analyse von Satellitenradardaten zur Erkennung von Bombenschäden in Kriegsgebieten spezialisiert haben, teilten jüngst ihre Daten und Erkenntnisse mit der britischen Tageszeitung The Telegraph. Daraus geht hervor, dass während des sogenannten "Zwöftage-Krieges" im vergangenen Juni 2025 iranische ballistische Raketen unter anderem fünf – bisher öffentlich nicht erwähnte – israelische Militärbasen schwer beschädigt haben.


Iron Dome zittert: Iranischer Sender präsentiert Raketenarsenal und Drohnen



Iron Dome zittert: Iranischer Sender präsentiert Raketenarsenal und Drohnen






Nachfolgender Text basiert zum Teil auf dem Bericht des britischen Telegraph als auch auf einer KI-Recherche israelischer, iranischer und anderer internationaler Medien, sowie auf Verlautbarungen offizieller Quellen auf X, vormals Twitter. Dabei ist zu beachten, dass offizielle Stellen in Israel die Auswirkungen iranischer Angriffe herunterspielen oder ganz ignorieren, während iranische Berichte sicherlich eine gegenteilige Schlagseite haben. Unabhängige Analysen von Satellitendaten zeichnen dabei sicherlich ein deutlicheres Bild.

Die Daten der Oregon State University zeigen laut Telegraph angeblich das ganze Ausmaß der iranischen Vergeltungsangriffe auf Israels militärische Infrastruktur. Dies durfte jedoch aufgrund der strengen Zensurgesetze Israels nicht öffentlich bekannt gegeben werden – angeblich, um die Bevölkerung nicht zu beunruhigen. Der eigentliche Grund der strikten Geheimhaltung dürfte jedoch gewesen sein, dass diese Blamage Israels Nimbus als unbesiegbaren Staat erschüttern und, was noch schwerer wiegt, massive finanzielle Einbußen zur Folge haben würde.

Wenn nämlich die beiden Kriegsverbrecherregime in Washington und Israel das ganze Ausmaß des Versagens ihrer Raketenabwehrtechnologien eingestehen würden, hätte das einen ungeheuren kommerziellen Schaden zur Folge. Denn bisher wurden die israelischen und amerikanischen Flugabwehrsysteme – fälschlicherweise, aber dennoch sehr erfolgreich – als die besten der Welt verkauft. Ein Eingeständnis, dass die von Iran in Eigenregie entwickelten und produzierten Raketen die israelisch-amerikanische Abwehr in maßgeblicher Zahl überwinden konnten, könnte für die beiden Länder das Ende eines wichtigen Teils ihrer lukrativen, zig Milliarden Dollar schweren Waffenexporte bedeuten.

Zur Erinnerung ein kurzer Rückblick

Der völkerrechtswidrige, unprovozierte israelische Angriffskrieg gegen Iran, der am 13. Juni 2025 begann, zielte darauf ab, iranische Nuklearanlagen zu zerstören, was laut internationalem Recht ein weiteres Kriegsverbrechen darstellt. Dies hatte eine Reihe von iranischen Vergeltungsschlägen zufolge, die für Israel offensichtlich viel schmerzhafter waren, als bisher eingestanden wurde. Ein Anzeichen dafür gab es schon vor dem Waffenstillstand, als US-Medien berichteten, Netanjahu habe Trump gegenüber seine Bereitschaft zu einer sofortigen Waffenruhe erklärt, wenn die Initiative dazu von Teheran ausginge.


Schweizer Militärexperte: Donald Trump hat Kriegsverbrechen begangen





Schweizer Militärexperte: Donald Trump hat Kriegsverbrechen begangen






Offensichtlich musste das zionistische Regime zu diesem Zeitpunkt bereits mit zunehmender Hilflosigkeit die iranischen Raketenangriffe über sich ergehen lassen. Das hatte dann in einschlägigen Kreisen zu der Befürchtung geführt, dass die Zionisten bei Fortsetzung der iranischen Angriffe in ihrer wachsenden Verzweiflung womöglich zu Nuklearwaffen greifen würden. Diese teils öffentlich geführte Diskussion dürfte mit ein Beweggrund dafür gewesen sein, dass die Amerikaner umgehend einen Waffenstillstand mit Teheran ausgehandelt hatten.

Die Kampfhandlungen begannen am 13. Juni 2025 mit israelischen Luftschlägen auf iranische Nuklearanlagen, Raketenstellungen und der gezielten Ermordung iranischer Atomwissenschaftler und Top-Militärs. Ziel dieser Operationen war es laut israelischer Darstellung, das iranische Atomprogramm zu stoppen oder zumindest entscheidend zu verzögern – ein Vorwurf, den Teheran kategorisch zurückweist. Im Verlauf des Konflikts beteiligte sich auch die US-Luftwaffe mit gezielten Angriffen auf iranische Nuklearstandorte im Rahmen der Operation "Midnight Hammer", bei der B-2-Bomber bunkerbrechende Bomben auf Fordo, Natanz und Isfahan abwarfen.

Als Reaktion startete Iran eine massive Welle von Raketen- und Drohnenangriffen auf israelische Militär- und Zivilziele wie z. B. den verheerenden Angriff auf den Hafen von Haifa sowie einen Raketenangriff auf den US-Stützpunkt Al Udeid in Katar. Die Kämpfe endeten schließlich am 24. Juni 2025 in einem brüchigen Waffenstillstand.

Satellitendaten: Schlüssel zur Aufdeckung der Schäden in Israel

Die entscheidenden neuen Erkenntnisse stammen von einem Forschungsteam der Oregon State University. Diese Gruppe nutzt Radarsatellitendaten, um Veränderungen in der bebauten Umwelt zu erkennen und so Bombenschäden in Kriegsgebieten zu identifizieren. Das Team unter Leitung von Corey Scher konnte eindeutige Explosionsmuster in fünf wichtigen Militärbasen im Norden, in der Mitte und im Süden Israels nachweisen, die bis jetzt von israelischer Seite geheim gehalten werden.


Zu den identifizierten Zielen zählen:

  • Tel Nof Luftwaffenbasis in Zentralisrael, ein bedeutendes Drehkreuz für Tankflugzeuge und schwere Hubschrauber
  • Glilot Intelligence Zentrum nahe Tel Aviv, ein zentrales Zentrum für militärische Aufklärung
  • Zipporit Basis in der Nähe von Nazareth, eine Produktionsstätte für Panzer- und Waffensysteme
  • eine weitere nicht namentlich spezifizierte Basis der israelischen Aufklärung und
  • ein namentlich nicht identifizierter, aber anscheinend wichtiger Logistikstützpunkt

Die Satellitenradardaten zeigten klare Einschlagmuster, die auf direkte Treffer hindeuten. Da jedoch das Team von Corey Scher bisher keinen Zugang zu hochauflösenden Bildern hatte und Vor-Ort-Untersuchungen aufgrund israelischer Zensur und Geheimhaltung nicht möglich sind, ist auch eine genaue Einschätzung der angerichteten Schäden eingeschränkt. Das Forschungsteam kündigte jedoch eine noch detailliertere Auswertung an, die im Laufe dieses Monats erscheinen soll.

Umfang und Einsatztaktik der iranischen Drohnen- und Raketenangriffe

Die iranische Strategie war darauf ausgelegt, die israelische Luftabwehr zu überlasten. Dabei kombinierte Teheran ballistische Raketen mit langsamen Einweg-Drohnen, wobei letztere vor allem die israelische und die US-amerikanische Luftabwehr verwirren und die Abwehrsysteme übersättigen sollten.


"Der große Verlierer" – Kriegstreiber Netanjahu hat keines seiner Ziele erreicht





Analyse

"Der große Verlierer" – Kriegstreiber Netanjahu hat keines seiner Ziele erreicht





Laut der bekannten Daten feuerte Iran während des zwölftägigen Krieges über 500 ballistische Raketen und rund 1.100 Drohnen gegen Israel ab. Von diesen Raketen durchbrachen Dutzende das israelisch-amerikanische Abwehrsystem und verursachten schwere Schäden an militärischer und ziviler Infrastruktur. Dabei wurden 240 Gebäude, davon zwei Universitäten, getroffen.

Auch das Krankenhaus "Soroka Medical Center" am Yitzhack I. Rager Blvd 151 im Stadtteil "Be'er Sheva" wurde beschädigt, was zu einer besonderen Kontroverse führte. Laut iranischer Erklärung war das die Sekundärwirkung eines Raketenangriffs, mit dem das Hauptquartier der israelischen Militäraufklärung (IDF C4I Headquarters) im "Gav-Yam Negev Advanced Technologies Park", ebenfalls in Stadtteil "Be'er Scheva" zerstört wurde. Das Krankenhaus liegt nur etwas mehr als einen Kilometer Luftlinie vom Explosionsort entfernt.

Durch die Druckwelle dieses schweren Treffers auf die IDF C4I Hauptquartiere wurden im Medical Center alle Fensterscheiben zertrümmert und viele Patienten wurden durch herumfliegende Glassplitter verletzt. Daraus hat dann die zionistische Propaganda einen "gezielten barbarischen Angriff" Irans auf ein Krankenhaus gemacht, während Israel zugleich alle 36 im Gazastreifen existierenden Krankenhäuser entweder komplett zerbombt oder weitergehend funktionsunfähig geschossen hat.

Über 13.000 Menschen wurden im Rahmen der iranischen Angriffe obdachlos, wobei viele Schäden an zivilen Wohnhäusern durch Israels eigene Luftabwehraktivitäten entstanden sind, etwa durch herabstürzende Trümmer abgeschossener iranischer Raketen oder durch eigene Abfangraketen, die ihr Ziele nicht getroffen hatten und beim Aufprall auf den Boden explodierten, wobei insgesamt 28 Israelis zu Tode kamen; trotz gut funktionierender Warnsysteme und Schutzräume.

Steigende Penetrationsrate iranischer Raketen

Eine besonders brisante Erkenntnis der Analysen betrifft die stetig wachsende Durchdringungsrate iranischer Raketen. Zu Beginn des Krieges schätzte man die Rate der erfolgreichen Einschläge auf nur 2 Prozent. Bereits bis zum siebten Tag stieg diese Zahl jedoch auf etwa 16 Prozent. Und in den Nächten des 22. und 23. Juni konnte man auf Live-Videos aus Israel beobachten, wie die iranischen Raketen und Drohnen geradezu auf Haifa und andere Städte niederregneten, ohne noch auf eine nennenswerte Luftabwehr zu stoßen. Experten führen dies auf folgende Faktoren zurück:

  • Die Vorräte an Abfangraketen auf israelischer und amerikanischer Seite waren erschöpft.
  • Es gibt eine verbesserte iranische Raketentechnologie, darunter präzisere Systeme wie die "Fattah"-Rakete.
  • Die taktischen Weiterentwicklungen, insbesondere die geschickte iranische Koordinierung der langsameren Drohnen mit der simultanen Ankunft der superschnellen ballistischen Raketen über den jeweiligen israelischen Zielen, überforderten die Luftabwehr 

Diese Entwicklung wirft ein Schlaglicht auf mögliche Schwächen des israelischen Luftabwehrsystems, einschließlich des als nahezu unüberwindlich geltenden "Iron Dome" und der US-unterstützten THAAD- und Patriot-Systeme.

Strategische Implikationen

Die Fähigkeit Irans, einen wachsenden Anteil seiner Raketen durch israelische Abwehrsysteme zu schleusen, unterstreicht die Fortschritte in der iranischen Raketentechnik. Mit einem Arsenal von geschätzten 2.000 bis 2.500 ballistischen Raketen und laufender Massenproduktion und zigtausenden Drohnen stellt dies eine wachsende Abschreckung gegen neue Angriffsabsichten vonseiten Israels und der USA dar.


Wall Street Journal: Drohnenangriff auf Iran monatelang vorbereitet





Wall Street Journal: Drohnenangriff auf Iran monatelang vorbereitet






Die Konfliktdynamik bleibt jedoch höchst volatil. Trotz des am 24. Juni ausgehandelten Waffenstillstands werfen sich beide Seiten seither gegenseitig Verstöße vor. Iran drohte mit weiteren Vergeltungsschlägen gegen US-Truppen in der Region, während Israel erklärte, weiterhin militärische Kapazitäten Irans gezielt schwächen zu wollen.

Wie sind vor diesem Hintergrund die Folgen für die gesamte Region des Mittleren und Nahen Osten zu bewerten? Wer wird in der Region als der Aggressor angesehen und welche Folgen hat das für die Glaubwürdigkeit der Sicherheitsgarantien der USA? Wie passen die Golfstaaten ihre militärischen und diplomatischen Strategien an die neuen Risiken an, darunter die Aktivitäten von Stellvertretergruppen wie den Huthi? Was sagt diese Krise über die Zukunft des iranischen Atomprogramms aus?

Bleibt Iran – was viele in Ost und West befürchten – jetzt nur noch der Weg der DVRK, was bedeutet, selbst Atomwaffen zu bauen, um die Bedrohung durch US/Israel zu neutralisieren? Gibt es überhaupt noch andere mögliche Wege für einen dauerhaften Waffenstillstand und die Wiederbelebung eines Atomabkommens? Welche politischen, strategischen und regionalen Herausforderungen stehen solchen Bemühungen im Weg? Diese und weiter Fragen werden uns noch viele Jahre beschäftigen.


Mehr zum ThemaGeht es nur um Iran? Auf dem Spiel steht die globale Vorherrschaft des Westens


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19.07.2025

USA haben Europa bezwungen: Unbeugsame Gallier nuckeln nuklearen Energy-Drink und leisten Widerstand

freedert.online, 19 Juli 2025 18:30 Uhr, Von Sergei Sawtschuk

Über die Abhängigkeit Europas von den USA in Sachen sowohl militärische Bewaffnung als auch Energieträger wird viel geschrieben. Ebenso über die Erosion der Industrie, die aus dem Letzteren folgt und Ersteres mitbedingt. Auf eine Ausnahme sollte man jedoch hinweisen: Frankreich macht vor, wie eine funktionelle Nuklearindustrie die Souveränität eines Landes in allen drei Bereichen sichern kann.


USA haben Europa bezwungen: Unbeugsame Gallier nuckeln nuklearen Energy-Drink und leisten Widerstand© SND Groupe M6


Screenshot aus dem Animationsfilm Asterix im Land der Götter, 2014 (Symbolbild)


Im Westen sind zunehmend unverhohlen Äußerungen zu hören, die die ach so zersetzenden "Narrative" der pöhsen russischen "Propaganda" buchstäblich wiederholen. Das ist umso trauriger für die aktuelle Polit-Elite Europas, da derlei Äußerungen nicht wie früher von bloß ehemaligen Beamten und pensionierten Militärangehörigen, sondern von aktiven hochrangigen Funktionären in die Medien getragen werden:

EU-Energiekommissar Dan Jorgensen gab beispielsweise in einem Interview an das italienische Blatt La Repubblica zu, dass die Europäische Union im vergangenen Jahr trotz allen gegenteiligen Bemühungen um ein Vielfaches mehr Geld für den Kauf von Erdgas aus Russland ausgegeben hat, als sie der Ukraine für die Fortsetzung ihres selbstzerstörerischen Krieges zur Verfügung stellen konnte. Herr Jorgensen genierte sich allerdings, alle Details preiszugeben. 


Trotz Sanktionen: Russland vor Norwegen drittgrößter Gaslieferant in die EU





Trotz Sanktionen: Russland vor Norwegen drittgrößter Gaslieferant in die EU






Russische Medien schrieben kurz zuvor, dass Russland im vergangenen Jahr umgerechnet 276 Milliarden US-Dollar durch den Export von Kohle, Öl, Pipeline- und Flüssigerdgas erwirtschaftet hat. Seit Beginn der militärischen Sonderoperation gegen das Kiewer Regime liegt diese Zahl bei fast einer Billion US-Dollar. Besonders deprimierend für die europäischen Politiker ist, dass Moskau nicht bettelt, ihm doch bitte, bitte seine Energieträger abzukaufen, sondern stattdessen seine Exportwege schrittweise nach Osten verlagert.

Dreieinhalb Jahre danach importieren die Euroländer proaktiv diese ganzen Kubikmeter mit "Molekülen des Totalitarismus", da sie über die vergangene (schon geraume) Zeit keine Rohstoff-Bezugsquellen mit vergleichbarem Mengenpotenzial finden konnten.

Doch dies ist, wie das alte Lied sagt, noch gar nicht die Geschichte selbst. Die eigentliche Geschichte steht der Europäischen Union noch bevor – und das Drehbuch dafür stammt keineswegs von den Russen.

Jorgensen, der sich und das Publikum irgendwie trösten wollte, bekräftigte die Absicht, den Import von Erdgas aus Russland bis 2027 endgültig einzustellen – hat sich aber wieder verplappert. Es sei nämlich so, dass die Inbetriebnahme neuer Stromerzeugungskapazitäten auf Basis alternativer, erneuerbarer Energien (EE) einerseits sowie von Kernkraftwerken andererseits deutlich hinter den erforderlichen Mindestwerten zurückbleibt – und das erlaubt nicht, den Teufelskreis der Abhängigkeit von externen Lieferanten zu durchbrechen.

Der EU-Kommissar wagte es nicht, sich dazu direkt zu äußern, aber wir wollen ein wenig Klarheit in seine mit Andeutungen gespickte Aussage bringen:


Europäische Firmen liebäugeln wieder mit russischem Gas – als Rettung vor den USA





Analyse

Europäische Firmen liebäugeln wieder mit russischem Gas – als Rettung vor den USA





Unter dem Druck der Realität erkannte Europa plötzlich, dass die Energieträger-Importe aus Übersee, die jene aus Russland ersetzten, in just jenem Augenblick, als die Abhängigkeit von Lieferungen aus Russland mehr schlecht als recht reduziert wurde, genauso lebenswichtig wurden wie die letzteren es waren. Lieferungen von außerhalb Europas sind somit lebenswichtig geblieben und bestimmen nach wie vor die Möglichkeit, die bloße Lebensfähigkeit der einzelnen Volkswirtschaften der EU-Länder überhaupt aufrechtzuerhalten.

Europäische Politiker sind anerkannte Meister der alternativen Wahrheit. Und sie hätten ja ihren Wählern auch weiterhin in selbstloser Aufopferung Seemannsgarn um die Ohren gehauen und wie Käpt’n Blaubär der ganzen Welt weiterhin den allerfeinsten Käse vom unglaublichen Erfolg ihres politischen, wirtschaftlichen und energiepolitischen Kurses vertickt. Doch dann betrat Donald Trump ohne Vorwarnung die Bühne und legte das ultimative Paket von einem Handelsabkommen auf den Tisch.

In einer jüngsten Rede verkündete der US-Präsident, die Vereinigten Staaten organisierten bereits neue Waffenlieferungen an das Selenskij-Regime – Waffenlieferungen, die allerdings ausschließlich aus den Taschen der EU und ihren Mitgliedsländern bezahlt werden müssen. Trump betonte zudem seine helle Freude darüber, Europas Regierungen zum Erhöhen ihrer Militärausgaben auf je fünf Prozent ihres nationalen Bruttoinlandsproduktes gezwungen zu haben. Das entspricht, zur Erinnerung, umgerechnet einer Billion US-Dollar pro Jahr.


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Falls es bei jemandem noch nicht geklickt hat: Ein gewisser Teil dieser kolossalen Summe wird neben direkten "ukrainischen" Aufträgen auch an den US-amerikanischen militärisch-industriellen Komplex gehen. Denn die Altbestände an Gerät, Waffen, Munition und Material aus europäischen Zeughäusern, Lagern, Depots und Arsenalen liegen längst auf den ukrainischen Feldern – während die heimische Produktion derselben Güter aufgrund der Energiekrise um viele Prozent, wenn nicht in manchen Fällen gar um ein Vielfaches teurer geworden ist. Zudem sind die Armeen der Staaten der Europäischen Union – der EU27, wie sie sich selbst nennen (woran erinnert uns das bloß? Böse Zungen würden an dieser Stelle vielleicht "MS13" sagen; Anm. d. Red.) – weitgehend auf den Import von Waffen, Munition, Ausrüstung und Technologie aus den USA angewiesen.

Während es im russischen Informationsraum seit Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus üblich geworden ist, über seine oft paradoxen Aussagen mit täglich sich stark veränderndem Inhalt zu ironisieren, herrscht in Europa seit der Bekanntgabe der Wahlergebnisse in Übersee die düsterste Stimmung. Vielleicht weil die Westeuropäer im Gegensatz zu den Slawen die wahre Natur der US-Amerikaner als prominenteste Vertreter der westlichen politischen und wirtschaftlichen Doktrin genau verstehen. Kurzum: Während Russland scherzte, erwartete der Rest-Westen eine aggressive US-amerikanische Expansion und eine völlige Neugestaltung des Systems des gegenseitigen Handels und der Beziehungen zwischen Europa und Washington. Europas Erwartungen entpuppten sich als völlig berechtigt.


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Dennoch dreht man auf dem Alten Kontinent weiter munter am Rad der antirussischen Militärhysterie: Erst kürzlich rief Emmanuel Macron vom Podium dazu auf, sich auf eine direkte Konfrontation mit Russland vorzubereiten – auch in der Arktis. Und das alles wäre ja gut, aber im Rahmen dieser Vorbereitung müsste Europa noch mehr Waffen von den Amerikanern kaufen. Der Guardian berechnete die Abhängigkeit der europäischen Armeen von Produkten des US-amerikanischen militärisch-industriellen Komplexes wie folgt: Düsenflugzeuge 46 Prozent, Raketensysteme (vor allem die der Luftabwehr) 42 Prozent, Panzer und gepanzerte Fahrzeuge 24 Prozent, Artilleriesysteme 23 Prozent.

Allein in den vergangenen fünf Jahren haben die Länder der EU27 samt Großbritannien, Norwegen und der Schweiz mehr als 20.000 Raketengeschosse und Lenkflugkörper verschiedener Typen und Arten, 2.500 Panzer und gepanzerte Fahrzeuge sowie 340 Kampfflugzeuge aus US-Fertigung beschafft. Die größten Käufer, gemessen am Volumen der Finanzinvestitionen, sind Großbritannien, Deutschland und Italien. Die Brisanz liegt darin, dass die Kauf- und Verkaufsvolumina von Rüstungsgütern aus europäischer Produktion zwischen den EU27-Ländern zurückgehen. Der Guardian berechnete hierzu, dass nur zehn Prozent des Gesamtvolumens der gekauften Raketensysteme auf Europas eigene Produktion entfallen – und dieses Ungleichgewicht nimmt weiter zu. Beispielsweise verdrängt der Mehrzweckjäger F-35 Lightning II derzeit aktiv europäische Pendants aus den Streitkräften Europas – womit faktisch ein Monopol entsteht.

Und wir sprechen hier nur von der Lieferung fertiger Militärprodukte. Die US-amerikanische Marktpräsenz als Zulieferer für Europas eigenen militärisch-industriellen Komplex, beispielsweise bei der gemeinsamen Produktion von Einbauaggregaten und elektronischen Systemen für Panzer und Ähnliches, ist hier noch gar nicht berücksichtigt.

Und nun zur Hauptsache: Das einzige Land Europas, das den Bedarf seines Militärs mehr schlecht als recht eigenhändig deckt, den Großteil seiner importierten Militärgüter aber aus Europa importiert, ist Frankreich. Seine Abhängigkeit von in den USA produziertem Kriegsgerät beträgt nur etwa 30 Prozent, während sie für Großbritannien über 90 Prozent und für Deutschland und Italien jeweils über 70 Prozent beträgt.


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Die Gründe für derartige Verhältnisse? Nun, die hat doch der oben erwähnte Dan Jorgensen ja soeben in Bezug auf den Rest Europas erläutert. Und das Geheimnis der Franzosen liegt in ihrer auf 56 Kernreaktoren gründenden Energiewirtschaft. Denn obwohl das Durchschnittsalter der Meiler Frankreichs fast 40 Jahre beträgt und es Fragen zur Wartung gibt, kann das Land mit einem so leistungsstarken Kraftwerkspark Strom für 22,50 Euro pro Megawattstunde (nach dem TICFE-System, also vor Steuerabzug) an die französischen Industriegiganten liefern. Französische Mittelstandsunternehmen kaufen ihre Energie im Durchschnitt für 26,20 Euro ein.

Im Vergleich dazu liegen diese Preise zum Beispiel in Deutschland, das seine eigene Atomindustrie fröhlich über den Jordan geworfen hat, zwischen 51 und sagenhaften 170 Euro pro Megawattstunde. Das Einzige, was Berlin in diesem Fall unternehmen kann, wäre eine Senkung der Bundessteuern – oder gleich deren Streichung. Sprich: Der Staat würde dann de facto die unbezahlbaren Stromkosten privater Unternehmen auf Kosten seines Haushalts tragen.

Betrachtet man die Lage als Ganzes, dann kann man den US-Amerikanern eigentlich nur zur erfolgreichen Umsetzung eines zehnjährigen strategischen Plans gratulieren. Im Laufe der Jahre haben sie nicht nur Europa von ihren Energieressourcen abhängig gemacht, sondern auch Bedingungen geschaffen, unter denen die Alte Welt brav Geld aus ihrer Tasche in die von Uncle Sam schiebt – und weiterhin schieben wird.

Übersetzt aus dem RussischenDer Artikel ist zuerst am 16. Juli 2025 auf ria.ru erschienen. 

Sergei Sawtschuk ist Kolumnist bei mehreren russischen Tageszeitungen mit Energiewirtschaft als einem Schwerpunkt.


Mehr zum Thema – Deutschland jenseits des Kipppunkts? – Teil 2: Staatshandeln und politische Veränderung


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RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.07.2025

Liveticker Ukraine-Krieg – Umfrage: Jeder zweite Deutsche sieht keine Bedrohung durch Russland

freedert.online, 19 Juli 2025 15:33 Uhr

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.


Symbolbild  Quelle: Legion-media.ru © Bihlmmayerfotografie  

Liveticker Ukraine-Krieg – Umfrage: Jeder zweite Deutsche sieht keine Bedrohung durch Russland







  • 19.07.2025 19:15 Uhr

19:15 Uhr

Luftabwehr schießt 27 ukrainische Drohnen über russischen Regionen ab

Luftabwehrsysteme haben innerhalb von vier Stunden 27 ukrainische Drohnen über russischen Regionen zerstört und abgefangen, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. In dem Bericht auf dem Telegram-Kanal der Behörde heißt es:

"Zwischen 15 Uhr Moskauer Zeit und 19 Uhr Moskauer Zeit haben diensthabende Luftabwehrmittel 27 ukrainische unbemannte Luftfahrzeuge vom Typ Flugzeug abgefangen und zerstört:

  • 15 Drohnen über dem Territorium des Gebiets Brjansk,
  • sechs Drohnen über dem Territorium des Gebiets Kaluga,
  • vier Drohnen über dem Territorium der Region Moskau, darunter drei Drohnen, die in Richtung Moskau fliegen,
  • zwei Drohnen über dem Territorium des Gebiets Tula."
  • 18:34 Uhr

    Donezk: Wohngebäude durch ukrainischen Beschuss erheblich beschädigt

    Bei einem Angriff der ukrainischen Streitkräfte auf das Zentrum von Donezk ist ein Wohnhaus schwer beschädigt worden, wie ein Korrespondent von RIA Nowosti berichtet.

    Der Angriff traf ein dicht besiedeltes Viertel. Die Explosion ereignete sich in der Nähe der stark befahrenen Uniwersitetskaja-Straße.

    Neben dem Wohnhaus wurden auch die darin befindlichen Geschäfte erheblich beschädigt. Den Splittern nach zu urteilen, die am Ort des Beschusses gefunden wurden, haben die ukrainischen Kämpfer einen US-amerikanischen HIMARS-Mehrfachraketenwerfer eingesetzt.

    Am Samstag meldete die Abteilung der DVR-Regierung für die Dokumentation ukrainischer Kriegsverbrechen, dass der Feind um 14:50 Uhr Ortszeit (13:50 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit) zwei Raketen aus Mehrfachraketenwerfern auf den Donezker Stadtteil Kiewski abgefeuert hat.


    • 17:51 Uhr

      Hersh: USA könnten Selenskij in den kommenden Monaten durch Saluschny ersetzen

      Der ehemalige Oberkommandierende der ukrainischen Streitkräfte und ukrainische Botschafter in London, Waleri Saluschny, könnte in einigen Monaten Wladimir Selenskij ablösen. Dies prognostizierte der mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete amerikanische Enthüllungsjournalist Seymour Hersh unter Berufung auf Quellen. In der Publikation heißt es:

      "Saluschny wird derzeit als der glaubwürdigste Nachfolger von Selenskij angesehen. Involvierte Beamte in Washington haben mir gesagt, dass er den Job innerhalb weniger Monate bekommen könnte."

      Wenn der Chef des Kiewer Regimes sich weigere zu gehen, was sehr wahrscheinlich sei, werde man ihn dazu zwingen. Wie der Journalist anmerkte, gibt es sowohl in den USA als auch in der Ukraine viele Menschen, die der Meinung sind, dass die Eskalation des Konflikts gestoppt werden sollte, solange es noch eine Chance gibt, Vereinbarungen mit Wladimir Putin zu treffen.

    • 17:04 Uhr

      Weitere 14 ukrainische Drohnen über russischen Regionen zerstört

      Wie das russische Verteidigungsministerium mitteilt, haben die Luftabwehrkräfte innerhalb weniger Stunden 14 ukrainische Drohnen über russischem Hoheitsgebiet abgeschossen. In dem Bericht auf dem Telegram-Kanal der Behörde heißt es:

      "Zwischen 11.30 Uhr und 15.00 Uhr Moskauer Zeit haben die diensthabenden Luftverteidigungskräfte 14 ukrainische unbemannte Luftfahrzeuge vom Typ Flugzeug abgefangen und zerstört:

      • acht Drohnen über dem Territorium des Gebiets Brjansk,
      • vier Drohnen über dem Territorium der Region Moskau,
      • eine Drohne über dem Territorium des Gebiets Twer,
      • eine Drohne über dem Territorium des Gebiets Kaluga."
    • 16:30 Uhr

      Gouverneur: Keine Truppenverstärkung der Ukraine im Raum Cherson

      Der Gouverneur des Gebiets Cherson, Wladimir Saldo, sagt, es sei keine wesentliche Verstärkung der ukrainischen Streitkräfte an der Frontlinie Cherson zu verzeichnen. Die Umverteilung der gegnerischen Kräfte auf andere Bezirke sei spürbar. Er erklärt:

      "Wir verzeichnen keine wesentliche Verstärkung an unserem Frontabschnitt ‒ im Gegenteil, die Umverteilung der ukrainischen Kräfte in andere Bezirke ist spürbar."

    • 16:11 Uhr

      Russisches Militär meldet hohe Verluste ukrainischer Technik auf Nachschubstraße in DVR

      Ein Zugführer des 68. separaten Aufklärungsbataillons des südlichen Militärbezirks mit dem Rufzeichen Sawa sagte, dass russische Kämpfer die Versorgung der ukrainischen Streitkräfte entlang der Autobahn Konstantinowka-Nowaja Poltawka in der DVR vollständig unterbrochen haben und bis zu 30 feindliche Geräteeinheiten pro Tag getroffen haben. Er berichtete:

      "In dem Moment, als wir in diese Richtung [Konstantinowka] fuhren, brachte der Feind Munition und Personal nach. Einfach, na ja, in Kolonnen. Zwei Wochen lang wurde hart gearbeitet, und der Feind hörte auf zu fahren. Was zum Beginn des Vormarsches [der russischen Streitkräfte] in diesem Bezirk beigetragen hat, war das Abschneiden der Rückseite [der ukrainischen Streitkräfte]. Vor allem die Straße Konstantinowka-Nowaja Poltawka [in der DVR] war eine sehr belebte Straße, als wir mit unserer Arbeit begannen. Es gab bis zu 30 Einheiten [zerstörter] Ausrüstung pro Tag. Wir haben den Nachschub komplett unterbrochen und die Kontrolle über diese Straße übernommen."

      Der Kämpfer wies auch darauf hin, dass die systematische Unterbrechung der feindlichen Nachschubwege im rückwärtigen Bereich zum Vormarsch der russischen Truppen an der Kontaktlinie beiträgt.

    • 15:32 Uhr

      Neue Details zu Drohnenangriff auf Rostow – neun Häuser beschädigt 

      Nach der massiven nächtlichen Drohnenattacke auf das südrussische Gebiet Rostow beheben die örtlichen Behörden allmählich die verursachten Schäden. Wie Gouverneur Juri Sljussar auf Telegram schreibt, habe man mittlerweile die Stromversorgung an der Eisenbahnstation Lichaja und in den anderen vom Stromausfall betroffenen Ortschaften wiederhergestellt. Auch der Zugverkehr werde allmählich normalisiert. Die bei der Attacke verletzte Mitarbeiterin sei in ein Krankenhaus in der Gebietshauptstadt Rostow am Don verlegt worden.

      Der Politiker präzisiert im Telegram-Eintrag die Zahl der in der Stadt Kamensk beschädigten Wohngebäude: Bei der dortigen Attacke seien neun Einfamilienhäuser zu Schaden gekommen. Sljussar spricht zudem von fünf beschädigten Autos.

    • 14:57 Uhr

      Der Dritte Weltkrieg läuft bereits: Nicht jeder hat es begriffen

      Viele sprechen heute davon, dass die Menschheit auf einen "Dritten Weltkrieg" zusteuert, und meinen damit, dass etwas Ähnliches wie im 20. Jahrhundert vor uns liegt. Der Krieg ändert jedoch ständig sein Aussehen. Er wird weder wie im Juni 1941 (eine groß angelegte militärische Invasion) noch wie im Oktober 1962 während der Kubakrise in Form eines massiven Atomschlags befürchtet über uns kommen.

      Mehr dazu in diesem Meinungsartikel (https://freedert.online/meinung/250978-dritter-weltkrieg-laeuft-bereits/) von Dmitri Trenin auf unserer Webseite.

    • 14:39 Uhr

      Ukrainische Drohnen greifen Markt in Welikije Kopani an ‒ zwei Verletzte 

      Gouverneur Wladimir Saldo berichtet auf Telegram über einen ukrainischen Angriff auf die Siedlung Welikije Kopani am linken Dnjepr-Ufer im Gebiet Cherson. Ihm zufolge ist ein Agrarmarkt von FPV-Drohnen attackiert worden. Dabei haben zwei Zivilisten Verletzungen erlitten. Bei ihnen handelt es sich um einen Mann, der schwere Verletzungen erlitt, und eine Verkäuferin. Zwei Trucks mit Lebensmitteln und mehrere Autos sind beschädigt worden. Der Politiker zeigt in seinem Beitrag Fotos vom Ort des Geschehens.

    • 14:06 Uhr

      Lebensmittel und Munition per Schlitten: Unbemannte Fahrzeuge beliefern Frontsoldaten


      Die vorderen Stellungen an der Front werden aufgrund der großen Anzahl von FPV-Drohnen für Bewegungen im offenen Gelände immer gefährlicher. Um die sichere Versorgung der Soldaten an der Front zu gewährleisten, erweitert die russische Armee ihren Drohnenpark kontinuierlich.

      Bislang wurden Verpflegung und Munition an die Frontpositionen hauptsächlich entweder von Soldaten zu Fuß oder mit Kraftfahrzeugen transportiert, was natürlich eine gewisse Gefahr für die Kurier-Soldaten selbst darstellt. Mit Hilfe von Flugdrohnen ist es jedoch nicht möglich, große Nutzlasten auf einmal zu transportieren. Eine der Lösungen war die Entwicklung eines ferngesteuerten Landtransportmittels, das an den gefährlichsten Abschnitten der Front eingesetzt werden kann.

      Ein solcher Motorschlitten kann bis zu 150 Kilogramm Nutzlast mit einer Geschwindigkeit von bis zu 25 Kilometern pro Stunde transportieren. Darüber hinaus ist es in der Lage, einen verwundeten Soldaten von der Front in einen sicheren Bereich im Hinterland zu bringen.


    • Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen. 



    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
    Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
    Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

    Info: https://freedert.online/international/131481-liveticker-ukraine-krieg/


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    19.07.2025

    Made for Big Capital: Kanzler "BlackRock" verspricht Lobbyisten ein Steuerparadies

    freedert.online, 19 Juli 2025 13:24 Uhr, Von Susan Bonath

    Friedrich Merz macht Reiche reicher: Mit gigantischen Steuergeschenken will der Bundeskanzler internationales Großkapital nach Deutschland locken, um die selbst gemachte Krise zu wuppen. Dafür warb er bei einem Lobbyistentreffen mit Vertretern mächtiger Finanzkonzerne.

     

    Quelle: Gettyimages.ru © Leon Neal - WPA Pool /Getty Images


    Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz während seines Treffens mit dem britischen Premierminister Keir Starmer am 17. Juli 2025 in London.


    Privates Großkapital soll ins marode Deutschland investieren. Das tut es freilich nur, wenn es ordentlich daran verdienen kann. Das weiß auch Bundeskanzler Friedrich Merz, der unter anderem auf eine lukrative Karriere bei dem 12,5 Billionen US-Dollar schweren Vermögensverwalter BlackRock zurückblickt. Geht es nach ihm, soll Deutschland zur Profitoase für "Großinvestoren" werden. Die Konditionen besprach er nicht etwa mit der Bevölkerung – sondern mit den Profiteuren selbst am "runden Tisch". Ihr Dank ist ihm gewiss.

    Merz’ Vision: Steueroase EU

    So winkte Merz am Dienstag bei einem Treffen mit Vertretern mächtiger Finanzkonzerne nicht nur mit einem Anteil aus dem Sondervermögen von 500 Milliarden Euro zum Dank für ein paar Investitionen und vielleicht den einen oder anderen neuen Arbeitsplatz. Er sprach sich außerdem dafür aus, die sogenannte "globale Mindeststeuer" für große Konzerne in Deutschland und der ganzen EU auszusetzen, wie Medien berichteten


    Stromsteuerbremse nur fürs Kapital – und Propaganda fürs Volk





    Meinung

    Stromsteuerbremse nur fürs Kapital – und Propaganda fürs Volk





    Danach müssen Großunternehmen ab einem Jahresumsatz von mehr als 750 Millionen Euro mindestens 15 Prozent Steuern zahlen, egal, wo sie über ihren Hauptsitz hinaus tätig sind. Rund 140 Staaten hatten sich dieser globalen Richtlinie angeschlossen, darunter die Ampel-Regierung Ende 2023. Sie wollte damit etwa "Gewinnverschiebungen in Steueroasen verhindern". Merz hingegen will die Steueroase selbst nach Deutschland holen. Dabei liegt er mit US-Präsident Donald Trump auf einer Wellenlänge.

    Sein Anliegen hatte der Bundeskanzler zunächst mit der Bayerischen Landesregierung besprochen. Der dortige Finanzminister Albert Füracker (CSU) hatte bereits erklärt, die Mindestbesteuerung ad acta legen zu wollen, "weil die Amerikaner ausgestiegen sind und dieses Konzept ohnehin keine Zukunft hat". Nun will Merz seinen Wunsch, der Milliardärsherzen höher schlagen lässt, im Kabinett einbringen.

    Noch stellt sich die mitregierende SPD in Gestalt von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil dagegen. Angeblich sei er sich mit Merz stets einig gewesen, "dass wir alles auch dafür tun, dass dieses Vorhaben weiterverfolgt wird", behauptete Klingbeil gegenüber der Presse. Doch das Ergebnis ist offen, denn fürs Einknicken sind die Sozialdemokraten hinlänglich bekannt.

    Mit Lobbyisten am "Runden Tisch"

    Über die Lobbyistenrunde am Dienstag hält sich die Regierung derweil bedeckt. Bei der Bundespressekonferenz am Mittwoch musste der Journalist Tilo Jung mehrfach nachhaken, um Vize-Regierungssprecher Steffen Meyer die Namen einiger Konzerne zu entlocken, deren Vertreter daran teilnahmen. Heraus kam schließlich: Neben Merz´ ehemaligem Arbeitgeber BlackRock saßen etwa die Deutsche Bank, die Deutsche Börse, Apollo Global Management und andere Giganten am "Round Table", wie Meyer es nannte.

    Die Runde diente offenbar der Vorbereitung eines für kommenden Montag geplanten "Investitionsgipfels" mit Vertretern großer nationaler und internationaler Konzerne. Laut eines Regierungssprechers sollen dort deutsche Unternehmen über ihre Initiative "Made for Germany" und geplante Investitionen informieren – und Finanziers anwerben.


    BlackRock: EU fördert Vorteile und Steuerschlupflöcher für Investoren



    BlackRock: EU fördert Vorteile und Steuerschlupflöcher für Investoren






    Hinter dieser regierungsnahen Lobbygruppe stehen laut Handelsblatt Dutzende Großunternehmen mit Sitz in Deutschland. Die Initiative sei vor allem von Siemens, der Deutschen Bank, der Kommunikationsberatung FGS Global und weiteren ausgegangen. Sie alle schielen auf das 500-Milliarden-Paket – bezahlen werden die Lohnabhängigen.

    Made for big Capital

    Während nun also Oligarchen am Lobbytisch um möglichst große Happen aus dem Sondervermögen und lukrative Steuergeschenke buhlen und dabei auf offene Ohren in der GroKo stoßen, wird die lohnarbeitende Mehrheit ihre Gürtel wieder enger schnallen müssen, um die Schulden abzutragen. Und mehr ackern soll sie auch: Die Regierung will sogar eine 78-Stundenwoche möglich machen. 

    Allein die Arbeitslosen sollen Merz zufolge ein Milliardenloch stopfen. Dabei konkurrieren in vielen Großstädten schon heute Obdachlose um Plätze unter Brücken.

    Anders ausgedrückt: Seit Jahrzehnten lassen Deutschlands Regierende die öffentliche und soziale Infrastruktur verfallen. Sie kürzten Renten, Sozial- und Gesundheitsleistungen. 2022 sanktionierten sie günstige Energieimporte aus Russland, was zu horrenden Strom- und Heizkosten führte. So treibt die Regierung die privaten Haushalte in finanzielle Nöte, den Mittelstand in die Pleite und das Großkapital in billigere Länder.

    Um Großkonzernen den Standort Deutschland nun wieder schmackhaft zu machen, wirft die GroKo ihnen jene Milliarden aus Steuern und Schulden nach, die für die Ärmeren nicht drin sind – angeblich um zu sanieren, was ihre Vorgängerregierungen selbst verrotten ließen. Dafür bluten soll die Normalbevölkerung.

    Man kann mit einiger Evidenz vermuten: Merz und seinen neoliberalen "Mitgestaltern" geht es nicht um das Gemeinwohl in Deutschland, sondern einzig um das Wohl der westlichen Oligarchen. Entsprechend irreführend ist auch der Name der Lobbyinitiative, der ehrlicherweise lauten müsste: Made for big Capital – schneller strampeln für die Pfründe des Großkapitals, um den Preis des totalen Ausverkaufs und wachsender Armut.


    Mehr zum ThemaFriedrich Merz – Ein Möchtergern-GröFaZ als Deutschlands Abrissbirne


    Screenshot_2025_07_19_at_19_19_37_Made_for_Big_Capital_Kanzler_BlackRock_verspricht_Lobbyisten_ein_Steuerparadies_RT_DE

    Video https://rumble.com/v6wanj4-warum-empfngt-merz-blackrock-im-kanzleramt.html Dauer 2:09 Min.


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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    19.07.2025

    [Politikpanel Deutschland] 
    Auswertung Politikpanel Deutschland Juli 2025

    Sehr geehrte Teilnehmerin, sehr geehrter Teilnehmer des Politikpanel

    Deutschland, wir haben die Befragung, die wir vom 04. bis 13. Juli durchgeführt

    haben, nun ausgewertet. Hier einige der Hauptergebnisse:


    • Hitzewelle: 80 % befürworten einen nationalen Hitzeschutzplan.

    Maßnahmen wie Poolverbote oder Hitzeschutzpflichten für Vermieter

    finden deutliche Zustimmung.

    • Militärische Konflikte & Dienstpflicht: Nur 8 % halten den russischen

    Angriff auf die Ukraine für eher oder vollkommen gerechtfertigt. Beim

    Einsatz Israels gegen den Iran sind dies etwa 40 %.  Eine allgemeine

    Dienstpflicht stößt v. a. bei Jüngeren auf Ablehnung.

    • Aktuelle Themen: 63 % wünschen sich stärkere Kritik am israelischen

    Gaza-Einsatz. 57 % sind für mehr Militärhilfe an die Ukraine. 84 %

    fordern niedrigere Strompreise auch für KMU und Haushalte.

    • Pflege: Der Pflegemindestlohn wird mehrheitlich als zu niedrig

    empfunden. 82 % befürworten die Anwerbung von Pflegekräften aus dem

    EU-Ausland.

    • Gesundheit: Das geplante Hausarztmodell (z. B. Überweisungen nur über

    Hausarzt) stößt bei Älteren auf mehr Zustimmung. Jüngere lehnen dies

    häufiger ab. • Digitale Spiele: Wer Games spielt sieht weniger Gefahren

    (Suchtpotential/Realitätsverlust) und gleichzeitig eher positive

    Effekte bei digitalen Spielen (z.B. Hilfe beim Lernen)


    Eine ausführlichere Auswertung finden Sie unter: https://www.politikpanel.uni-freiburg.de/docs/Auswertung_PPD_Juli_2025.pdf


    hier ausgewählter Auszug:

    Screenshot_2025_07_19_at_18_07_00_Auswertung_PPD_Juli_2025.pdf


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    19.07.2025

    Eine Wolke trägt Regen: Der Kapitalismus wird sich Russland schnappen oder untergehen

    freedert.online, 26 Juli 2022 17:00 Uhrvon Anton Gentzen

    Führt der Ukraine-Konflikt uns in den Dritten Weltkrieg? Und: Wer ist bei all dem eigentlich der Aggressor? Nicht automatisch ist es die Partei, die den ersten Schlag führt.


    Quelle: Gettyimages.ru © Bulgac

    Symbolbild


    Screenshot_2025_07_19_at_12_06_28_Eine_Wolke_tr_gt_Regen_Der_Kapitalismus_wird_sich_Russland_schnappen_oder_untergehen_RT_DE

    Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/dqcxqn/Eine_Wolke_tr_gt_Regenbug0b.mp3

     Dauer 13:14 Min.


    Die NATO habe sich bereits seit dem Jahr 2014 auf eine Konfrontation mit Russland vorbereitet, sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg auf einer Pressekonferenz auf dem Gipfeltreffen des Militärblocks in Madrid:

    "Die NATO hat sich seit langem darauf vorbereitet, nicht dass wir am 24. Februar erkannt hätten, dass Russland gefährlich ist. Die Realität ist, dass wir uns seit 2014 darauf vorbereitet haben, also haben wir unsere militärische Präsenz im Osten des Bündnisses verstärkt und die NATO hat begonnen, mehr Geld in die Verteidigung zu investieren."

    Stoltenberg sagt hier die Wahrheit, aber nicht die ganze Wahrheit. Einmal abgesehen davon, dass die NATO sich seit ihrer Gründung auf die Konfrontation mit Russland (seinerzeit in Gestalt der Sowjetunion) vorbereitet und überhaupt nur zu diesem Zweck gegründet wurde, datieren die westlichen Aggressionspläne gegen das Riesenland spätestens auf das Ende der Neunzigerjahre.


    Wie BlackRock die Arbeitsausbeutung perfektioniert und von der neuen Privatrente profitiert




    Meinung

    Wie BlackRock die Arbeitsausbeutung perfektioniert und von der neuen Privatrente profitiert





    Um zu gedeihen, muss das Kapital expandieren. Das permanente und nicht zu zügelnde Expansionsstreben ist in seinem Genom angelegt. Das Kapital muss Rendite bringen und wachsen, sonst wird es von anderen geschluckt, sobald es schwächelt. Die Profitgier ist die Triebfeder des Kapitalismus. 

    Doch auf einem räumlich beschränkten Planeten gibt es keine grenzenlose Expansionsmöglichkeit. In seinen ersten Jahrhunderten schien es noch anders zu sein: Außer den heimischen Gefilden lockten die Weiten der "nicht zivilisierten" Kontinente, die erobert, kolonialisiert und entwickelt werden mussten – scheinbar unerschöpfliche Räume für die Expansion. Aber nur scheinbar. Schon am Ende des 19. Jahrhunderts war die Welt weitgehend aufgeteilt. Und es pochten inzwischen Länder, die mit der kapitalistischen Entwicklung etwas in den Rückstand geraten waren (Deutschland und Japan) auf ihren Anteil am nicht mehr ganz so großen "Weltkuchen". Der daraus erwachsende Konflikt führte zum Ersten Weltkrieg, dem wenige Jahre später aus ähnlichen Motiven der Zweite Weltkrieg folgte.

    Warum der Kapitalismus 1917 noch lange nicht am Ende war (und es heute ist)

    Wer im Rausch der Russischen Oktoberrevolution meinte, die natürlichen Grenzen der kapitalistischen Expansion seien bereits erreicht und das kapitalistische System in seiner Endkrise, erlag einer Illusion. Aufgeteilt worden war im 19. Jahrhundert nämlich nur der Raum durch die Kolonialmächte, die damit "ihrem" Kapital die künftigen Expansionsmöglichkeiten sicherten. Die kapitalistische Expansion selbst war weder abgeschlossen noch hatte sie so richtig begonnen. Mit wenigen Ausnahmen waren alle Kolonien der damaligen Zeit unterentwickelte Agrarländer, bitterarm und gewiss keine gesättigten Märkte.  

    Nach dem Zweiten Weltkrieg brachen die USA – mit Unterstützung der Sowjetunion – das an den Nationalstaat gebundene überkommene Kolonialsystem auf. Das ermöglichte es dem amerikanischen Kapital, mehr oder weniger gleichberechtigt mit dem Kapital aller Länder der "goldenen Milliarde", sich auf der gesamten Weltkugel "auszutoben".  


    Umbruch: Die amerikanische Weltordnung neigt sich dem Ende zu





    Umbruch: Die amerikanische Weltordnung neigt sich dem Ende zu






    Das war die "Pax Americana": Das Kapital der "Ersten Welt" beutet – unter sich befriedet – die "Dritte Welt" aus. Die Regeln setzen die USA, die mit ihrer Militärmacht für das Funktionieren des Systems sorgen und Privilegien in Anspruch nehmen, etwa durch die Sonderstellung des Dollars als Weltreservewährung von ihren Verbündeten Kontributionen kassieren.

    Daneben steht die "Zweite Welt", angeführt von der Sowjetunion, die die Ambitionen einer Weltrevolution aufgegeben hat, sich in "friedlicher Koexistenz" übt und sogar für die Stabilität des Systems sorgt: Militärisch und politisch, indem sie grundlegende Ordnungsregeln mitträgt. Ökonomisch, indem das sozialistische System die Funktion eines "externen Konsumenten" für die kapitalistische Welt übernimmt.

    Ende der Siebzigerjahre war das Stabilitätspotenzial dieses Systems ausgeschöpft. Die Profitraten sanken rapide und die Lösung der "Reagonomics" – Wachstum auf Pump – konnte die Krise nur aufschieben, nicht aufheben. Effekte der digitalen Revolution waren von kurzer Dauer. Wirtschaftlich näherte sich der Kapitalismus westlicher Prägung in den 1980er Jahren seinem Scheitern und jähen Ende. 

    Der Zerfall der Sowjetunion war daher nicht nur im militärischen und politischen Sinn ein unverhoffter Glücksfall für "die goldene Milliarde". Es ist nahezu unmöglich, den wirtschaftlichen Preis, den die ehemalige "Zweite Welt" der Ersten zahlte, exakt zu berechnen. Allein die legalen Kapitalausfuhren aus Russland in Form von Dividenden, direkten Profiten und Handelserlösen schwankten in den letzten dreißig Jahren zwischen 20 und 80 Milliarden Dollar jährlich. Hinzu kommt illegal ausgeführtes Vermögen, dessen Bestand allein in Großbritannien auf über 200 Milliarden Dollar geschätzt wird. Und schließlich sind da noch die "klassischen" Instrumente postkolonialer Ausbeutung, die nach 1991 auch auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion zum Einsatz kamen: der Handel in Dollar, die Inflation des Dollars, die zu niedrigen Preise auf die gehandelten Ressourcen, sonstige künstliche Disbalancen. 


    In 22 Schritten zum Russland-Korrespondenten für westliche Medien





    Meinung

    In 22 Schritten zum Russland-Korrespondenten für westliche Medien





    Um die genaue Umrechnung der den ehemals sowjetischen Völkern geraubten Werte in Euro oder Dollar werden sich Habilitationsschriften zu kümmern haben. Dass sie den entscheidenden Beitrag zum relativen Wohlstand der letzten zwei Jahrzehnte in Europa und Nordamerika leisteten, ist offensichtlich.

    Nachdem die Profite aus dem Zerfall der Sowjetunion verdaut waren, sollte der Zerfall Russlands dem westlichen Kapital den unmittelbaren Zugriff auf die russischen Ressourcen ermöglichen. Die Rohstoffkosten sollten auf die reinen Arbeitskosten der Förderung und des Transports gedrückt werden, um dem westlichen Kapitalismus einige weitere Jahrzehnte gedeihlicher Existenz zu sichern. Russland lag bereits auf dem Präsentierteller und die Messer für seine Zerteilung waren gewetzt.

    Der letzte Expansionsraum

    Exakt in diesem Moment kam Putin. Er war und ist der Ausdruck des Überlebenswillens der russischen Bourgeoisie, die sich und das, was sie selbst auszubeuten gedenkt, nicht verspeisen lassen will. Diese Fraktion des russischen Kapitals – nennen wir sie die nationale – gewann in den internen Kämpfen und Russland rettete sich praktisch in letzter Minute. 

    Die Pläne des Westens waren damit natürlich nicht ad acta gelegt. Schon die so gut wie auf null gesunkenen Profitraten verbaten jede Kompromisslösung. Aus westlicher Sicht musste Russland besiegt, zerteilt und verspeist werden. Und so kam die Ukraine, etwa im Jahr 2004, als antirussisches Instrument ins Spiel.


    Versuch einer Prognose: Wo wird die russische Armee in der Ukraine stoppen?





    Meinung

    Versuch einer Prognose: Wo wird die russische Armee in der Ukraine stoppen?




    Paradox dabei ist, dass der Westen das eigene Instrument beinahe selbst verspeist hätte: So drängend wurden die ökonomischen Probleme in der EU inzwischen, dass das gewohnte Lebensniveau der Masse der Europäer ohne kurzfristig aufzutreibendes zusätzliches Raubgut nicht mehr zu halten war. Das erklärt, warum die EU sich mit ihrem einseitig vorteilhaften Assoziierungsabkommen im Jahr 2013 gleich einem hungrigen Vampir auf die Ukraine stürzte. Warum sie unter Zurückstellung allen Anstandes und aller diplomatischen Formalitäten das Abkommen mittels eines faschistischen Staatsstreiches durchsetzte. Auch die Illusion, über die ukrainischen Zugänge zum russischen Markt sich diesen zu unterwerfen, hat eine Rolle gespielt. Dem hat Russland jedoch im Jahr 2013 – kurz vor dem Maidan – einen Riegel vorgeschoben, indem es demonstrierte, dass die Ukraine aus den postsowjetischen Märkten schneller fliegen kann, als die Tinte der Unterschriften auf dem Euroassoziierungsabkommen trocknet. 

    Damit erst geriet die EU in einen unauflösbaren Widerspruch zu den Plänen der Falken. Darum das berühmte "F**k the EU". Die Zeit der Handelskriege und der diplomatischen Spitzfindigkeiten war endgültig vorbei, die Weltkriegspläne lagen von nun an auf dem Tisch. Es benötigte nur noch etwas Zeit, die Widerspenstigeren der Europäer durch treuere Marionetten zu ersetzen. 


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    Jean Jaurés (undatiertes Archivfoto)AFP


    Hatte der Kreml dies alles sofort durchschaut? Es sieht nicht danach aus. Russland setzte aus einer gestärkten Position heraus auf Kooperation und Kompromiss, bot sich als Helfer an, übertrieb es nicht mit dem Preis. Sogar dann, wenn scheinbar starke Worte markiert wurden (man erinnere sich an Putins Münchner Rede), blieb die Hand ausgestreckt. Der Westen wiederum täuschte, beschwatzte die russische Elite und trickste sie aus. 


    Lawrow: EU und NATO bilden Koalition für Krieg mit Russland





    Lawrow: EU und NATO bilden Koalition für Krieg mit Russland






    Es ist eine unabwendbare Gesetzmäßigkeit der historischen Entwicklung, dass der westliche Kapitalismus in seinem Überlebenskampf versuchen muss, Russland zu überfallen. Dem Versuch, die Ukraine die Drecksarbeit erledigen zu lassen, kam Russland im Februar mit seiner "Sonderoperation" zuvor, buchstäblich in letzter Minute, mit dem Rücken an die Wand gedrückt. Putin hatte sich sieben Jahre lang um diese Entscheidung gedrückt, dass er sie dennoch traf, zeigt, wie unausweichlich sie inzwischen geworden war.

    Die Westmächte müssen jetzt doch selbst zur Tat schreiten.

    Was schreckt den durstigen Vampir?

    Doch was ist mit den Abschreckungsmechanismen, die im Atomzeitalter einen Krieg zwischen Nuklearmächten praktisch ausgeschlossen haben? Im Zeitalter der Vernunft vielleicht, dieses ist vorbei. 

    Leider hat der bisherige Verlauf der "Sonderoperation" keine überzeugend abschreckende Wirkung auf die Aggressoren aus dem Westen. Die russischen Streitkräfte sind zwar kein Papiertiger, haben sich aber auch nicht als eine Macht präsentiert, die es mit der gesamten NATO aufnehmen kann. Das langsame Vorrücken, die zwischenzeitlichen Rückzüge, die unabhängig von allen Erklärungen als Zeichen der Schwäche wahrgenommen werden, die Unfähigkeit auch im fünften Monat der "Sonderoperation" den täglichen Artilleriebeschuss von Donezk und anderen Städten des Donbass zu unterbinden. Wer kann es vor diesem Hintergrund den westlichen Militäranalytikern verübeln, dass sie die russische Armee immer weniger für unbesiegbar halten?  

    Darum richtet sich das derzeitige Handeln der USA und ihrer Allianz darauf, die Ukraine so weit zu stärken, dass sie die russischen Streitkräfte maximal erschöpft, während das westliche Bündnis gleichzeitig Kräfte an den russischen Grenzen anhäuft, die Produktion der neuesten Waffen erhöht und das Personal seiner Streitkräfte aufstockt. Das alles sind unübersehbare Kriegsvorbereitungen. 


    Meinung

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    Gleichzeitig schließen die westlichen Strategen nicht einmal die Möglichkeit aus, dass Russland im Ernstfall Atomwaffen einsetzen wird, aber sie fürchten sich nicht davor. Aus unbekannten Gründen rechnet man nur mit dem Einsatz taktischer Waffen, an einen Einsatz des gesamten strategischen Waffenarsenals durch Russland glauben die Entscheidungsträger im Westen nicht. Ein beschränkter russischer Atomwaffeneinsatz könnte sogar Teil des Kriegsszenarios sein: Nach einem solchen, medial in bekannter Art begleitet, wird sich kaum ein Europäer noch gegen den militärischen Angriff auf Russland aussprechen. Und konventionell, da sind sich fast alle einig, kann die NATO nicht verlieren. 

    Kurzum, der Westen ist überzeugt, dass er dieses Mal gewinnen wird. Die USA und ihre europäischen Satelliten bringen große Opfer und gehen sogar so weit, ihre eigene Bevölkerung vorübergehend gegen sich aufzubringen – allerdings in der Erwartung, dass sich der Erfolg auszahlen wird.

    Irrationalität oder Berechnung eines Verzweifelten?

    Dafür, dass die Würfel gefallen und die Weichen auf Krieg gestellt sind, sprechen Indizien. Um einige zu nennen, wäre da unter anderem der vorauseilende Gehorsam, mit dem das westliche Kapital die Flucht aus Russland angetreten hat, ohne Rücksicht auf Verluste, offenbar ohne Bedauern um die zurückgelassenen Werte. Das ist für das profitorientierte Kapital doch ein außergewöhnliches Verhalten. Warum geben internationale Konzerne einen lukrativen Markt, in dessen Eroberung sie drei Jahrzehnte lang investierten, ohne echten Druck auf? Rechnen die Vorstände dieser Konzerne damit, ohnehin alle Aktiva in Russland zu verlieren, oder wurde ihnen eine lukrativere Kompensation zugesagt? 

    Ähnlich der völlig irrationale und präzedenzlose Sanktionskrieg, den die Regierungen des Westens – weniger gegen Russland, als gegen die eigene Bevölkerung – führen. Sicherlich, das COVID-Experiment hat die Macht der Propaganda eindrucksvoll bewiesen: Von einem zustimmenden Medienchor begleitet, ist eine erschreckend große Mehrheit des Volkes nicht nur bereit, Einschränkungen der gewohnten Lebensart hinzunehmen, die in keinem Bezug zum eigenen Erleben und der eigenen Lebenserfahrung stehen, sondern sie setzt sich auch noch emotional und engagiert für die eigene Unfreiheit ein.


    Analyse

    Die USA verbergen plötzlich ihre Ausgaben für die Ukraine – Was soll versteckt werden?

    Doch so mächtig Polittechnologien und Gehirnwäschemethoden auch sein mögen, ihre Wirkung ist niemals langfristig. Früher oder später siegt der sprichwörtliche Kühlschrank über den sprichwörtlichen Fernseher. Das wissen auch die Eliten. Sie haben also offensichtlich die Hoffnung, in der überschaubaren Zeit, in der der Unmut der eigenen Bevölkerung noch kontrollierbar bleibt, zum Erfolg zu kommen. Zum Erfolg und zu dessen Früchten, von denen ein paar Krümel auch wieder für den darbenden Normalverbraucher abfallen werden. Schließlich ist Nord Stream 2 gebaut und kann auch dem Transport des geraubten russischen Gases dienen.

    Zugegeben, mit dieser Prognose gehöre ich einer Minderheit an. Doch die gesamte Logik der kapitalistischen Entwicklung läuft auf Krieg hinaus. Die wenigen, die kurz vor dem Ersten Weltkrieg gegen denselben protestierten, wurden bekanntlich noch wegen "groben Unfugs" verhaftet. 

    Damals gab es diesen Protest wenigstens noch und einer der Führer der französischen Sozialisten, Jean Jaurès, musste zunächst ermordet werden, bevor das Massenschlachten beginnen konnte. Heute gibt es nicht einmal mehr jemanden wie Jaurès, der sich vor den rollenden Zug der Kriegsvorbereitungen stellt und aufbegehrt: "Nur über meine Leiche."

    Jean Jaurès war es auch, der damals den Satz sagte: "Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen." Er behielt damit Recht und ich sehe nicht, warum es heute anders sein sollte. Der Kapitalismus wird Russland angreifen müssen. Meine Hoffnung ist eine andere und so erlaube ich mir den Titel dieses Artikels etwas abzuwandeln: Der Kapitalismus wird Russland angreifen und er wird dabei untergehen. 


    Mehr zum ThemaDas Recht und der Krieg


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    Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/9mpyz7/Podcast_Meinung_Die_US-Regierung_sucht_nach_Wegen_Vladi_VOaf4x6.mp3 Dauer 12:22 Min.


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    Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
    Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
    Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

    Info: https://freedert.online/meinung/142724-wolke-tragt-regen-kapitalismus-wird/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Umbruch: Die amerikanische Weltordnung neigt sich dem Ende zu


    freedert.online, 12 Mär. 2018 06:45 Uhr, von Zlatko Percinic

    Es geht zu Ende mit der amerikanisch dominierten Weltordnung. Auch Europa beginnt, erste Schritte auf dem Weg einer eigenständigen Politik zu machen. Da besonders Deutschland für die "Pax Americana" von großer Bedeutung ist, wollen die USA das unbedingt verhindern.


    Quelle: Reuters


    Symbolbild


    Es ist unbestritten, dass wir in Europa und insbesondere in Deutschland in einer Weltordnung leben, die von den Vereinigten Staaten von Amerika dominiert wird. Zwar haben unsere Nationalstaaten viele souveräne Rechte, Rechte, für die unsere Vorväter gekämpft und oft mit ihrem Blut bezahlt haben, an die Idee und Institution der Europäischen Union abgegeben, was die globale Ordnung unter US-Dominanz bis jetzt aber nicht erschüttert hat. Die "Pax Americana" (amerikanischer Friede/Anm.) erweiterte ihren Einflussbereich weit über Nordamerika hinaus. Ob Gebiete oder Länder unmittelbar besetzt und dem "amerikanischen Frieden" unterworfen (Hawaii, Costa Rica, Panama, Philippinen, Japan, Deutschland, Grenada) oder durch Stellvertreterkriege militärisch und finanziell "befriedet" wurden, spielte am Ende keine Rolle.

    Die globale Supermacht Großbritannien, die nach dem Ersten Weltkrieg ihren Glanz verlor und nach dem Zweiten Weltkrieg sang- und klanglos unterging, musste ihren Führungsanspruch an die aufstrebende Nation und Wirtschaftsmacht Amerika abgeben. Die Übergabe des globalen Zepters an Washington beinhaltete auch die Kontrolle über die maritimen Handelswege, welche mit Stützpunkten wie beispielsweise Diego Garcia im Pazifik abgesichert wurden, wofür die einheimische Bevölkerung deportiert werden musste. Jede Supermacht in der Geschichte wuchs durch Eroberungen und Zusammenarbeit mit Vasallen, die später selbst zum Bestandteil des Reiches wurden. Und immer mussten die Herrschaftsgebiete durch militärische Stützpunkte abgesichert werden. Das hat sich bis in die Moderne nicht geändert, nur die Methoden sind entsprechend angepasst worden. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges herrschte Washington über

    30 000 Installationen, untergebracht in 2.000 Basen, welche in ungefähr 100 Ländern und Gebieten verteilt waren, vom Nordpol bis zur Antarktis.

    Deutschland ist Dreh- und Angelpunkt für US-Dominanz in Europa

    Kein Land in Europa ist für die Amerikaner so wichtig wie Deutschland. Hier fing die US-Dominanz auf dem alten Kontinent an, hier wird sie auch ihr Ende finden, sofern sich Berlin eines Tages gegen Washington durchsetzt. Um Deutschland zu kontrollieren, teilte man die Gebiete des Dritten Reiches auf und stülpte dem übrig gebliebenen Westdeutschland die europäische Zwangsjacke über. Damit nichts schief lief, behielt die US Army bis zum heutigen Tage riesige Militärbasen, die im Laufe der Jahre noch zusätzlich in die Strukturen des nordatlantischen Bündnisses NATO eingebunden wurden. Das Wall Street Journal brachte es ziemlich gut auf den Punkt:

    Beide, NATO und EU, wurden um Deutschland herum von den Alliierten gebaut, die Europas stärkstes Land in eine multilaterale Struktur einbetten wollten.

    Mehr zum Thema - "Das Ende der Zivilisation": Moskau warnt nach neuer US-Doktrin vor Atomkrieg in Europa

    Es ist auch immer wieder wichtig hervorzuheben, wie Washington über die "Partnerschaft" innerhalb der NATO und der EU wirklich denkt:

    Es ist deshalb von fundamentaler Bedeutung, die NATO als primäres Instrument der westlichen Verteidigung und Sicherheit zu bewahren, aber auch als Kanal für US-Einfluss und Teilhabee in europäischen Sicherheitsfragen. Während die Vereinigten Staaten das Ziel der europäischen Integration unterstützen, müssen wir dafür Sorge tragen, dass kein ausschließlich europäisches Sicherheitsarrangement entsteht, welches die NATO (und dabei) insbesondere die integrierte Kommandostruktur der Allianz untergraben könnte.

    Kein Wunder also, dass in Washington die Alarmglocken schrillten, als im vergangenen November die Gründung eines rein europäischen Verteidigungsbündnisses (PESCO) beschlossen wurde. Man beeilte sich zwar, zu betonen, dass "keine zweite NATO" aufgebaut werde, aber ganz offensichtlich glaubt man diesen Beteuerungen in Amerika nicht. So forderte US-Verteidigungsminister James "Mad Dog" Mattis von den Europäern eine schriftliche Garantie, dass sie keine Konkurrenz zum NATO-Bündnis planen. Die "gemeinsame Verteidigung ist Aufgabe der NATO und nur der NATO", meinte Mattis nach einem Besuch im Brüsseler Hauptquartier im Februar.

    Obwohl im Gründungsakt von PESCO klar festgehalten wurde, dass die Grundlage der Vertrag von Lissabon bildet und die NATO als Verteidigungsbündnis auch weiterhin die europäische Sicherheitsstruktur garantieren soll, gibt es dennoch Überschneidungen. Insbesondere beim Thema Rüstungsindustrie prallen die zwei Organisationen aufeinander. Im EU-NATO Cooperation Fact Sheet vom 5. März 2018 wird festgehalten, dass dieser Punkt einer von sieben Punkten ist, in denen man gemeinsam zusammenarbeiten möchte. Gleichzeitig ist die Rüstungsindustrie ein zentraler Punkt von PESCO, demzufolge die über 130 verschiedenen Rüstungssysteme der europäischen Armeen auf ein erträgliches Minimum zusammengeführt werden sollen, was enorme Einsparungen verspricht und somit sehr viel Geld für gemeinsame europäische Rüstungsprojekte flüssig machen würde.

    Und wieder ist es Deutschland, das dabei eine zentrale Rolle einnimmt. Als europäische Wirtschaftsmacht und finanziell gut dastehend, weigert sich Berlin aus innenpolitischen Gründen bisher mit Händen und Füßen, die von den Amerikanern so vehement geforderten zwei Prozent des Bruttoinlandproduktes für die NATO auszugeben. Dieses Geld soll nun aber stattdessen in die PESCO fließen. Es macht schon einen Unterschied, ob ein kleines Land wie Litauen mit einem BIP von 46,7 Milliarden US-Dollar das von Washington verlangte Soll von zwei Prozent (934.000 US-Dollar) für die NATO überweist, oder ob Deutschland tatsächlich bei einem BIP von 3,263 Billionen Euro mal eben jährlich rund 65,26 Milliarden Euro an ein Bündnis abliefern soll, in dem Berlin nicht wirklich viel mitzureden hat.

    Die Europäische Verteidigungsunion als verlängerter Arm der NATO?

    Mit Angela Merkel als Bundeskanzlerin muss Washington keine großartigen Befürchtungen hegen, dass sich Deutschland von der NATO, dem wichtigsten amerikanischen Instrument zur Einflussnahme in Europa, entfernen könnte. Ganz im Gegenteil. Es wird fleißig geplant und gebaut, irgendwo im "Westen Deutschlands" soll ein komplett neues Logistik-HUB und entsprechendes NATO-Kommando für Logistik und Transport entstehen. Dafür setzt sich Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen stark ein, die als Nachfolgerin für den Posten von NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg im Gespräch ist. Dieser wiederum beschwört die NATO-Mitgliedsstaaten, welche sich auch für die europäische Variante PESCO entschieden haben, sich nicht von dem Bündnis zu "entfremden". Es steht viel auf dem Spiel für die transatlantische Allianz, die in der Tat obsolet geworden ist, wie es US-Präsident Trump noch im Wahlkampf gesagt hatte. Um am Leben zu bleiben, braucht sie ein Feindbild und muss dafür auch immer wieder die Ängste der Menschen schüren, selbst wenn es eine Gefahr herbeireden muss.

    Mehr zum ThemaNATO-Gipfel in Brüssel: Stoltenberg verkündet globale Kriegsagenda

    Frankreich war für die Amerikaner schon immer das Sorgenkind in Europa. Als ehemalige Groß- und gegenwärtige Nuklearmacht zeigte sich Paris in der Vergangenheit immer wieder widerspenstig und fuhr unter Präsident Charles de Gaulle auch die Krallen aus, als er die NATO aus dem Land werfen ließ und dem Bündnis die französischen Truppen entzog. De Gaulle begründete diese Entscheidung mit Worten, die schon damals für Furore sorgten, aber auch heute ihre Gültigkeit nicht verloren haben: "Die Schlacht der NATO in Deutschland interessiert uns nicht." Frankreich könne keine Mitverantwortung für die den Europäern von Amerika auferlegte Strategie der abgestuften Abschreckung übernehmen.

    Die Forderung de Gaulles, Frankreich solle ein "Europa der Europäer, nicht der Amerikaner" anführen, hallt heute auch bei Emmanuel Macron nach, wenn auch in abgeschwächter Form. Der gegenwärtige französische Präsident will eine rein europäische Interventionsarmee aufbauen, die "abseits von EU und NATO" stehen soll, weil beide Organisationen zu eng miteinander verflochten und in unterschiedlichem Maße von Amerika abhängig seien. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses Norbert Röttgen (CDU) sieht das ganz ähnlich und begrüßte deshalb diese französische Initiative, die sich auch an Großbritannien, Dänemark und die Niederlande richtete, mit den Worten:

    Europa muss hier auch gegenüber den USA selbständiger werden.

     Was zunächst nach einer Konkurrenz für die europäische PESCO aussieht, ist in Wirklichkeit nur eine Ergänzung, um sich aus der amerikanischen Umklammerung zu lösen. PESCO kann die Forschung und Entwicklung betreiben, europäische Systeme einführen und die Rüstungsindustrien homogenisieren, wird aber am Ende dieser "Interventionsarmee" das politische Mandat erteilen, sofern es einer militärischen Intervention bedarf. Es versteht sich dabei von selbst, dass das Kommando ebenfalls in europäischer Hand bleiben muss beziehungsweise wird, da es ansonsten gar keinen Sinn machen würde.

    Die Grünen als treue Anhänger der "Pax Americana"

    Ob es auch das ist, was dem Bundestagsabgeordneten der Grünen und Mitglied im Ausschuss für Verteidigung Omid Nouripour vorschwebt, ist eher unwahrscheinlich. Die Grünen, die sich seit Joschka Fischers Zeiten zu einer recht kriegerischen Rhetorik hinreißen haben lassen und den anfänglichen Pazifismus schon längst irgendwo auf dem Weg verloren haben, sind mittlerweile zu einem Garanten für Einsätze der Bundeswehr im Ausland geworden. In seinem Meinungsartikel in der Frankfurter Rundschau beklagt Nouripour das Ende der "Pax Americana" und unterstellt Russland und China, "ihre globalen Ordnungsvorstellungen mit Waffengewalt, Entwicklungsmitteln oder Desinformationskampagnen" durchzusetzen. Dabei soll das "Militär die Ultima Ratio der Außenpolitik", also das letzte Mittel darstellen. Dennoch fordert der Bundestagsabgeordnete der Grünen:

    Auch in der Außenpolitik müssen wir öffentlich viel öfter dahin, wo es knirscht und wehtut.

    Selbst wird Omid Nouripour vermutlich kaum dort hingehen, "wo es knirscht und wehtut", aber dafür eben die Bundeswehr zu solchen Einsätzen beauftragen. Das hat dann nicht mehr viel mit der Ultima Ratio zu tun, die er eben noch erwähnt hatte. Das klingt vielmehr nach einem neuen deutschen Selbstverständnis, einer neuen deutschen Rolle in einer untergehenden amerikanischen Weltordnung. Doch auch für ihn muss Russland (und China) die Rolle des Bösen übernehmen, muss den Menschen in Deutschland eine Bedrohung "im Falle eines russischen Angriffes" suggeriert werden, um die benötigten Mehrausgaben für diese neue Rolle zu rechtfertigen.

    Mehr zum ThemaIran, Russland, China: Gibt es eine Achse des Widerstandes?

    Dass das herzlich wenig mit einer multipolaren Weltordnung zu tun hat, in der kein Staat gegen einen anderen hetzt, um eigene Interessen durchzusetzen, wird vermutlich den meisten klar sein. Stattdessen versuchen solche Politiker wie Omid Nouripour weiterhin, an einer gescheiterten unipolaren Weltordnung festzuhalten, und sei es nur in einem Block mit starken Regionalmächten. Der sich anbahnende Wirtschaftskrieg zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika ist nur ein Symptom dieser gescheiterten Weltordnung. Russlands Präsident Wladimir Putin identifizierte dieses gefährliche Streben bereits 1999, damals noch als Direktor des russischen Geheimdienstes, und er richtet die russische Außenpolitik konsequent entsprechend dieser Bedrohungslage aus:

    Die Tragödie ist meines Erachtens eine andere. Sie ist viel größer. Sie liegt darin, dass eine Gruppe von Regierungen aktiv versucht, die internationale Weltordnung zu ändern, die nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen wurde. In der Praxis bedeutet das, all die internationalen Abkommen zu annullieren, die von den Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg getroffen wurden. Es waren diese Abkommen, wie wir wissen, die den Grundstein für die Vereinten Nationen legten.

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    Info: https://freedert.online/international/66392-amerikanische-weltordnung-neigt-sich-dem-ende-zu/


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    Wie BlackRock die Arbeitsausbeutung perfektioniert und von der neuen Privatrente profitiert


    freedert.online, 3 Juli 2022 17:13 Uhr

    Die Kapitalorganisation BlackRock ist eines der vielfach unbekannten Finanzinstitute, mit deren Hilfe anonyme Superreiche exponentiell noch reicher werden, während alles Leben dem Diktat der Profiteure unterworfen wird. Ein Interview mit Dr. Werner Rügemer über die BlackRock-Konferenz in Berlin.


    Quelle: www.globallookpress.com © Emmanuele Contini / www.imago-images.de


    Demonstration gegen Spekulation mit Wohnraum im Juni 2020 in Berlin / Symbolbild


    Am 16. und 17. September findet im Audimax der Universität Potsdam die diesjährige BlackRock-Konferenz "Der Schwarze Fels – Wie Blackrock & Co. Umwelt, Arbeit und Rente bedrohen" statt. Dabei tragen Referenten aus dem Wissenschaftsbetrieb, Gewerkschaftsvertreter und Repräsentanten der Umweltorganisationen BUND und Greenpeace ihre kritischen Perspektiven auf die Macht und den Einfluss des Finanzriesen BlackRock auf die Arbeits- und Wirtschaftswelt unserer Zeit vor. Der Philosoph und Publizist Dr. Werner Rügemer ist Mitinitiator der Konferenz. Mit RT DE spricht er über Hintergründe und Ziele der Konferenz und stellt die inhaltlichen Schwerpunkte vor.

    RT DE: Herr Rügemer, an der Universität Potsdam führen Sie zusammen mit der Universitätsgesellschaft Potsdam im September zum zweiten Mal eine BlackRock-Konferenz durch. Diesmal wird es vor allem um zwei Themen gehen, erstens die Arbeitsverhältnisse im BlackRock-Kapitalismus und zweitens das BlackRock-Konzept für die private Aktienrente. Können Sie anhand eines Beispiels erklären, was mit BlackRock-Arbeitsverhältnissen gemeint ist?

    Werner Rügemer: "Auf der Konferenz befassen wir uns mit den Praktiken der Kapitalorganisation BlackRock, weil sie unter einigen hundert ähnlichen Kapitalorganisatoren des US-geführten Westens die größte ist. BlackRock & Co. erzielen ihre hohen Gewinne mithilfe verschiedener Methoden, etwa durch die Fusion von Unternehmen, – ein bekanntes Beispiel: Bayer kauft Monsanto, BlackRock ist Aktionär in beiden Unternehmen –, durch globale Steuerflucht oder durch roboterisierte Aktienspekulation.

    Eine wichtige Gewinnquelle ist die Ausbeutung von abhängig Beschäftigten. Als Beispiel nenne ich den multinationalen Amazon-Konzern, bei dem BlackRock zu den führenden Aktionären gehört. Amazon hasst Gewerkschaften und Tarifverträge und bekämpft sie – in den USA genauso wie in Europa – mithilfe modernisierter Methoden des Union Busting. Beschäftigte, die eine Gewerkschaft gründen wollen, werden entweder gleich gekündigt oder sie werden zu Einzelgesprächen beim Vorgesetzten bestellt. Die Belegschaften werden je Abteilung zu Versammlungen verpflichtet, in denen die Manager vor den Gewerkschaften warnen, weil dies "fremde Dritte" mit Fremdinteressen seien.


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    Nicht nur während ihrer Arbeit werden die Beschäftigten bei Amazon durch Scanner, App und Kameras ständig verfolgt und zur Schnelligkeit angetrieben, sie werden auch in den Pausenräumen und Toiletten überwacht. Ein großer Teil der Beschäftigten sind Leiharbeiter, die je nach Bestellanfall und Verkaufsspitzen schnell geholt und schnell wieder weggeschickt werden können. Einen anderen unsichereren Status haben die (solo-)selbständigen Kuriere, deren Arbeitszeit, Telefonate und Fahrverhalten durch die Mentor-App ebenfalls überwacht und gesteuert wird. Außerdem gibt es für die Paketauslieferung bei Amazon noch die Subunternehmerketten. Es werden gezielt migrantische Beschäftigte angeworben, die billiger und williger sind und kaum gegen die Verletzung von Arbeitsgesetzen protestieren, etwa wenn Überstunden nicht bezahlt werden."

    RT DE: Als weiteren Themenschwerpunkt wird auf der Konferenz das BlackRock-Konzept für die private Aktienrente behandelt werden. Würden Sie uns schon mal einen Einblick geben, was man sich unter diesem Konzept verstellen darf, welche Akteure dieses Rentenmodell auf den Weg gebracht haben und zu wessen Nutzen?

    Werner Rügemer: "Seit gut drei Jahrzehnten werden bei den meisten abhängig Beschäftigten die Arbeitseinkommen gesenkt, bei den vielen Teilzeitbeschäftigten, Leih- und Werkvertragsarbeitern sowie bei den Scheinselbständigen wie gig und crowdworker und bei den Essensauslieferern sowieso. Auch das hat mit dem Vordringen von BlackRock & Co. zu tun. Diese Kapitalorganisationen sind mittlerweile nicht nur in den USA, sondern auch in Europa, etwa in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und auch der Schweiz die führenden Aktionäre der wichtigsten Unternehmen und Banken. Aufgrund der gesenkten Arbeitseinkommen sinken natürlich auch die Renten.

    Deshalb hat BlackRock, – Mitverursacher und Profiteur der Lohnsenkungen –, das Konzept einer zusätzlichen privaten Aktienrente entwickelt. Es handelt sich um eine geschicktere Neuauflage der in Deutschland gescheiterten privaten "Riester-Rente". BlackRock vertreibt dafür in großem Stil das Finanzprodukt Exchanged Traded Funds (ETF). Das ist eine Art Sammelaktie, die auf einen ganzen Aktienindex ausgegeben wird. Damit ist man als Käufer zum Beispiel gleichzeitig Miteigentümer an allen 40 DAX-Konzernen. Diese mutmaßliche "Volksaktie" kann man schon in kleinen Mengen kaufen. Dabei profitiere man, so die Werbung, vom angeblich stetigen Anstieg der DAX-Werte, trotz mancher Krisen, in denen die Werte sänken. Die ETFs, heißt es weiter, könne man bei Bedarf auch schnell verkaufen, zum Beispiel beim Renteneintritt. Geworben wird dafür auch mit extrem niedrigen Gebühren zwischen 0,1 und 0,2 Prozent. Dies ist möglich, weil diese ETFs ja keinen Aufwand bei der Auswahl von Aktien erfordern, sie werden von BlackRock roboterisiert verwaltet.


    Meinung

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    Bei der Sache gibt es aber ein großes Problem: BlackRock bleibt Vertreter der Exchanged Traded Funds in den Unternehmen, erweitert damit seinen Einfluss und kann also auch von sinkenden Löhnen profitieren. Dabei werden an ETF-Käufer keine Gewinne ausgeschüttet. BlackRock fordert zudem, dass die Rente mit ETF steuerlich gefördert wird. Der Staat subventioniert – wie in den USA schon üblich – diese private Rente mit Steuergeldern und wird dadurch noch ärmer. Die Regierung in Frankreich unter dem Ex-Banker Macron hat die BlackRock-Rente schon gesetzlich verankert.

    BlackRock hat durch seinen EU-Lobbyisten George Osborne, Ex-Finanzminister Großbritanniens, erreicht, dass auch das Europäische Parlament auf Vorschlag der Europäischen Kommission das BlackRock-Rentenkonzept beschlossen hat: Pan European Personal Pension Product (PEPP) heißt die Verordnung aus dem Jahr 2019. So sollen die Menschen unabhängig von staatlichen und betrieblichen Renten eine eigene Altersvorsorge finanzieren – neben den Angestellten auch die Selbstständigen, die Landwirte, die Erwerbslosen und die Studierenden.

    Der langjährige BlackRock-Lobbyist in Deutschland, der jetzige CDU-Vorsitzende Friedrich Merz, hat diese BlackRock-Rente propagiert. Und die jetzige deutsche Ampel-Regierung hat die private Aktienrente schon in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen."


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    RT DE: Im Jahr 2020 haben Sie gegen BlackRock ein "Tribunal" durchgeführt, bei dem BlackRock auf der Anklagebank saß und eine Jury über die Kapitalorganisation urteilte. 2021 konnte wegen der Coronamaßnahmen keine BlackRock-kritische Veranstaltung durchgeführt werden. Können Sie bewerten, wie BlackRock & Co. und ihre anonymen Aktionäre von der Corona-Politik profitiert haben?

    Werner Rügemer: "Als Aktionär bei den meisten Pharmakonzernen, die die Impfstoffe herstellen, hat BlackRock mit den Corona-Impfungen riesige Gewinne gemacht. BlackRock ist auch Aktionär in allen großen Digital-Konzernen wie Google, Amazon, Facebook, Apple, Microsoft, die aufgrund der Corona-Maßnahmenpolitik große Aufträge zur Digitalisierung des Gesundheitswesens, der Schulen, der Hochschulen, der öffentlichen Verwaltung, der Unternehmen, des Militärs usw. bekommen. Amazon Web Services (AWS), die Cloud (Speicheranlage) ist inzwischen der größte Gewinnbringer im Amazon-Konzern.

    Auch Amazon hat wie andere Plattform-Lieferdienste mithilfe der Pandemie-Politik sein Geschäft enorm ausgeweitet. Und BlackRock ist übrigens auch führender Aktionär in der umweltschädlichen und auch tödlichen US-Fracking-Industrie und großer Gewinner der US-geführten Sanktionen gegen Russland."

    RT DE: Könnten Sie erläutern, warum die wesentlichen "Influencer" und die eigentlichen Profiteure der westlichen Wirtschaft anonym bleiben? Oder anders gefragt: Warum wissen wir Otto-Normalverbraucher überhaupt nicht, wer über uns entscheidet, und mit uns und unserer Arbeit die Mega-Profite macht?


    Meinung

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    Werner Rügemer: "Wir leben in der Phase des Kapitalismus, in der die wichtigsten Eigentümer der Unternehmen und Banken so unbekannt sind wie noch nie. BlackRock & Co. arbeiten möglichst "diskret" außerhalb der Öffentlichkeit. BlackRock ist Aktionär in etwa 18.000 Konzernen, Banken undFinanzdienstleistern gleichzeitig in den USA, England, in der EU, in Singapur, Mexiko, auch in China. Aber BlackRock-Chef Laurence Fink geht in keine Talkshow, lässt sich nur in den Finanz-Postillen wie Wall Street Journal und Handelsblatt interviewen. BlackRock hält außerhalb der Öffentlichkeit engen Kontakt mit Regierungs- und Unternehmenschefs. Darüber schweigen die Massenmedien, auch die staatlichen, wie auf Befehl.

    Es handelt sich sogar um eine doppelte Anonymität: Den Namen BlackRock hat man vielleicht schon mal gehört. Aber schon die Namen der nächstgrößten Kapitalorganisatoren, die gleichzeitig mit BlackRock auch zu den führenden Aktionären im DAX gehören, sind der allgemeinen Öffentlichkeit unbekannt: Vanguard, State Street, Capital Research, T Rowe Price, Wellington, Fidelity ... Kennen Sie diese Namen? Wissen Sie, was diese heutigen Großkapitalisten genau machen?

    Und diese großen Unbekannten sind die führenden Aktionäre, – ich nenne jetzt als Beispiel nur mal ein paar Unternehmen in Deutschland –, bei Deutsche Post, Adidas, Deutsche Bank, bei den beiden größten Wohnungskonzernen Vonovia und Deutsche Wohnen, bei RWE, Eon, Bayer, BASF, Rheinmetall, Deutsche Telekom und so weiter. Dabei sind diese Kapitalorganisationen aber nur die rechtlichen Vertreter der eigentlichen Eigentümer dieser Großkonzerne: superreiche Multimillionäre und Multimilliardäre. Diese geben ihr Kapital an BlackRock & Co., die für sie eine jährliche Rendite zwischen 6 und 10 Prozent herausholen sollen.

    Die superreichen Kapitalgeber werden mithilfe von BlackRock & Co anonymisiert. Das Kapital in Gestalt der Aktienanteile wird in Briefkastenfirmen in den wichtigsten Finanzoasen zwischen dem winzigen US-Bundesstaat Delaware, den Cayman Islands, Luxemburg und Singapur versteckt. Die Gewinne fließen auf die Konten von anonymen Superreichen in diesen sogenannten Finanzoasen.

    BlackRock behält zwar "nur" eine Verwaltungsgebühr ein, aber aufgrund des Gesamtvolumens führt dies bei der Kapitalorganisation auch selbst zu  Milliardengewinnen, während die „demokratischen“ Staaten verarmen und die öffentliche Infrastruktur verkommt."


    Erste Amazon-Gewerkschaft in USA: Mitarbeiter in New York schreiben Geschichte


    RT DE: Mit welcher öffentlichen Resonanz rechnen Sie in der akademischen und in der Medienwelt? Wurden die Themen des ersten BlackRock-Tribunals öffentlich aufgegriffen? Und mit wie vielen Teilnehmern rechnen Sie in diesem Jahr?

    Werner Rügemer: "In der akademischen und in der Medienwelt ist BlackRock immer noch kein Thema, außer sehr intensiv in den elitären Finanz- und Unternehmer-Medien, wie schon erwähnt. Über die Kapitalorganisation kann man im Handelsblatt, im Wall Street Journal, im Wirtschaftsteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung oder im Manager-Magazin lesen. Doch die akademischen Ökonomen reden diesbezüglich von "der Wirtschaft", der "Finanzwelt", "den Investoren". Gelegentlich reden die besonders kritischen Ökonomen schon mal vom "Kapitalismus", so etwa der millionenfache Erfolgsökonom Piketty, – aber die Namen der wichtigsten Kapitalisten wie BlackRock nennt er nie.

    Wir setzen bei unserer Öffentlichkeitsarbeit auf neue und kritische Blogs, kleine Zeitschriften und Verlage. Außerdem sind wir mit antikapitalistischen Initiativen oder auch mit aktiven Teilen der Gewerkschaften in Kontakt. Wobei man feststellen muss, dass die Gewerkschaften in Deutschland, aber auch in den USA und in der Schweiz, sich vielfach komplizenhaft mit dem Kapital gebärden.

    Die eigentlich notwendige "Zeitenwende" gegen die Pandemie-, Rüstungs- und Inflationsgewinner wie BlackRock besteht im aktuell anschwellenden und notwendigen Massenprotest gegen die hohe Inflation bei Nahrungsmitteln und Energie und für mehr Personal in Kindergärten, Schulen, öffentlicher Verwaltung, Krankenhäusern, Altenheimen. Die Erforschung unseres Gegners, wozu auch die BlackRock-Konferenz im September in Berlin dient, ist dabei eine notwendige Maßnahme, um den Protest besser zu begründen, ihn strategisch zu festigen und auszuweiten."

    Dr. Werner Rügemer ist Autor einiger Kapitalismus-kritischer Bücher. Zu seinen aktuellen Veröffentlichungen gehören:

    • Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts, Dritte Auflage, Köln 2021;
    • BlackRock & Co. enteignen! Frankfurt/Main 2021


    Mehr zum Thema - BlackRock: Ein Blick auf den aktuellen Arbeitgeber von Friedrich Merz


    Screenshot_2025_07_19_at_12_32_12_Wie_BlackRock_die_Arbeitsausbeutung_perfektioniert_und_von_der_neuen_Privatrente_profitiert_RT_DE

    Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/jvjuih/Vom_Ende_der_westlichen_Dominanz_Putins_Petersburger_Rede7q30x.mp3 Dauer 11:23 Min.


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/meinung/142218-wie-blackrock-arbeitsausbeutung-perfektioniert-und/

    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    19.07.2025

    Der Dritte Weltkrieg läuft bereits – Nicht jeder hat es begriffen

    freedert.online, 19 Juli 2025 11:00 Uhr, Von Dmitri Trenin

    Dmitri Trenin galt als ein Vertreter der "prowestlichen Kräfte" in Russland, die auf Kooperation, Ausgleich und Zusammenarbeit in Europa setzten. Nun verfasste er einen Grundsatzartikel, mit dem er den Zustand der Welt und die Perspektiven Russlands und Europas zur Überraschung vieler ganz anders zeichnet.


    Der Dritte Weltkrieg läuft bereits – Nicht jeder hat es begriffenQuelle: TASS © Jewgeni Chaldej


    Der Zweite Weltkrieg hatte ein deutliches Wahrzeichen eines klaren Sieges: Auf dem Foto der Reichstag in Berlin im Mai 1945. Der Dritte Weltkrieg hat keine Ähnlichkeiten mit dem Zweiten und wird keinen klaren Endpunkt haben.




    Viele sprechen heute davon, dass die Menschheit auf einen "Dritten Weltkrieg" zusteuert, und meinen damit, dass etwas Ähnliches wie im 20. Jahrhundert vor uns liegt. Der Krieg ändert jedoch ständig sein Aussehen. Er wird weder wie im Juni 1941 (eine groß angelegte militärische Invasion) noch wie im Oktober 1962 während der Kubakrise in Form eines massiven Atomschlags befürchtet über uns kommen.

    In Wirklichkeit ist der Weltkrieg schon da, auch wenn es nicht jeder begriffen hat. Die Vorkriegszeit endete für Russland im Jahr 2014, für China im Jahr 2017 und für den Iran im Jahr 2023. Seitdem sind die Ausbreitung und die Intensität des modernen Krieges im Wachsen begriffen.

    Was wir erleben, ist kein "zweiter kalter Krieg". Ab 2022 hat der Krieg des Westens gegen Russland einen entschlossenen Charakter angenommen, und der Übergang des heißen, aber indirekten Konflikts in der Ukraine in einen frontalen nuklearen Zusammenstoß mit NATO-Ländern wird immer wahrscheinlicher.


    Lawrow: "Europäische Aggression" hinter allen globalen Tragödien






    Lawrow: "Europäische Aggression" hinter allen globalen Tragödien





    Die Rückkehr Donald Trumps ins Weiße Haus eröffnete die Möglichkeit, ihn zu vermeiden, doch Mitte des Jahres rückte die Aussicht auf einen großen Krieg dank der Bemühungen Europas und der US-Falken wieder gefährlich nahe. Der derzeitige Weltkrieg ist eine Kombination aus mehreren Konflikten, an denen die führenden Mächte beteiligt sind – die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten, China und Russland.

    Trotz seiner sich wandelnden Erscheinung ist die Ursache dieses Weltkriegs traditionell: die Verschiebung des Kräftegleichgewichts auf der Welt. Der Westen spürt, dass der Aufstieg neuer Machtzentren (vor allem Chinas) und die Wiedererstehung Russlands als Großmacht seine Vorherrschaft bedrohen, und hat eine Gegenoffensive gestartet.

    Für USA und Europa ist dies nicht die letzte Schlacht, aber definitiv eine entschlossene. Der Westen ist nicht in der Lage, sich mit dem Verlust der globalen Hegemonie abzufinden. Dabei geht es nicht nur um Geopolitik. Die westliche Ideologie (politisch-ökonomisch ist es der Globalismus, soziokulturell der Posthumanismus) lehnt Vielfalt, nationale oder zivilisatorische Identität und Tradition organisch ab. Das Ende des Universalismus bedeutet für den modernen Westen eine Katastrophe – für nur regionalen Status ist er nicht bereit. Deshalb versucht er, seine beträchtlichen Ressourcen zu bündeln und sich auf seine erschütterte, aber immer noch vorhandene technologische Überlegenheit zu stützen, um diejenigen zu vernichten, die er zu Rivalen erklärt hat.

    Von Vernichtungsabsicht zu sprechen ist keine Übertreibung. Als der frühere US-Präsident Joe Biden dieses Wort ("destroy") in einem Gespräch mit dem brasilianischen Präsidenten Lula da Silva benutzte, war er offener als sein Verteidigungsminister Lloyd Austin, der davon sprach, "Russland eine strategische Niederlage zuzufügen".

    Was ein Vernichtungskrieg ist, hat das vom Westen unterstützte Israel zuerst im Gazastreifen, dann im Libanon und schließlich im Iran demonstriert. Es ist kein Zufall, dass bei der Zerstörung von Zielen auf dem Gebiet der Islamischen Republik dasselbe Schema angewandt wurde wie bei dem Angriff auf russische Militärflugplätze am 1. Juni. Es ist folgerichtig, dass die USA und das Vereinigte Königreich offenbar an beiden Aktionen beteiligt waren – Russland gilt in Washington und London ebenso wie der Iran, China und Nordkorea als unversöhnlicher Gegner des Westens. Das bedeutet, dass Kompromisse im laufenden Krieg unmöglich sind, nur vorübergehende Ruhepausen.

    Zwei Brandherde des Weltkriegs lodern bereits: Osteuropa und der Nahe Osten. Ein dritter ist längst ausgemacht: Ostasien (Taiwan, die koreanische Halbinsel, das Süd- und Ostchinesische Meer). Russland ist direkt in den Krieg in Europa verwickelt, seine Interessen sind im Iran betroffen, und es könnte auf die eine oder andere Weise im Fernen Osten involviert sein. Aber mit drei Krisenherden erschöpft es sich nicht. Es könnten neue entstehen, von der Arktis bis Afghanistan, und zwar nicht nur entlang der Landesgrenzen Russlands, sondern auch in seinem Inneren. Im Gegensatz zu den alten Strategien der Kriegsführung, die neben der Brechung des Willens des Gegners und seiner Widerstandsfähigkeit auch die Kontrolle über sein Territorium vorsahen, konzentrieren sich die modernen Strategien nicht auf die Besetzung des gegnerischen Territoriums, sondern auf innere Destabilisierung und Provokation von Chaos.


    Eine Wolke trägt Regen: Der Kapitalismus wird sich Russland schnappen oder untergehen





    Meinung

    Eine Wolke trägt Regen: Der Kapitalismus wird sich Russland schnappen oder untergehen




    Die Strategie des Westens gegenüber Russland – nach dem Scheitern der "strategischen Niederlage" – besteht darin, es im Krieg wirtschaftlich und psychologisch zu zermürben, unsere Gesellschaft zu erschüttern, das Vertrauen in die Führung des Landes und seine Politik zu untergraben und einen neuen Aufruhr zu verursachen. Der Feind geht davon aus, dass seine Bemühungen in der Phase eines bevorstehenden Machtwechsels gipfeln müssen.

    Was die dafür eingesetzten Methoden anbelangt, so sind dem Westen und seinen Handlangern fast keine Grenzen gesetzt. Absolut alles ist erlaubt. Der Krieg hat einen vieldimensionalen Charakter angenommen. Dank des weit verbreiteten Einsatzes immer raffinierterer Drohnen sind das gesamte Territorium eines Landes, alle seine Einrichtungen und alle seine Bürger gezielt angreifbar geworden. Die Angriffe richten sich gegen strategische Infrastruktur und Nuklearstreitkräfte, nukleare Einrichtungen und Kernkraftwerke, Politiker, Wissenschaftler, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Diplomaten (einschließlich offizieller Unterhändler), Journalisten und sogar deren Familien. Terroristische Anschläge werden organisiert, Wohnviertel werden ins Visier genommen, Schulen und Krankenhäuser. Ein totaler Krieg im wahrsten Sinne des Wortes.

    Die Methoden der totalen Kriegsführung beruhen auf der Entmenschlichung des Feindes. Opfer selbst auch unter den eigenen Verbündeten, ganz zu schweigen von Handlangern, zählen nichts. Die Lebenskraft und die Bevölkerung des Gegners sind Biomasse. Nur die eigenen Verluste spielen eine Rolle, da sie sich auf die Wahlergebnisse der Regierung auswirken können. Der Feind dagegen ist ein absolutes Übel, das zerschlagen und vernichtet werden muss. Die Einstellung zum Bösen ist keine Frage der Politik, sondern der Moral. Daher gibt es nicht einmal mehr äußerlichen Respekt vor dem Feind, wie es im Kalten Krieg der Fall war. Stattdessen wird der Hass gefördert. Die Führung der feindlichen Länder ist per definitionem kriminell, und ihre Bevölkerungen sind kollektiv für die von ihnen geduldeten Führer verantwortlich. Die vom Westen gekaperten internationalen Strukturen (Organisationen, Agenturen, Tribunale) sind Teil eines Repressionsapparates geworden, der darauf abzielt, zu verfolgen und zu bestrafen.

    Die Entmenschlichung basiert auf der totalen Kontrolle von Informationen und einer systematischen und hochtechnologischen Gehirnwäsche. Die Umschreibung der Geschichte, einschließlich derjenigen des Zweiten Weltkriegs und des Kalten Krieges, glatte Lügen über den aktuellen Stand der Dinge, das Verbot jeglicher Informationen, die vom Feind stammen, Repression gegen eigene Bürger, wenn sie die Richtigkeit des vorgegebenen Narrativs anzweifeln, einschließlich ihrer Brandmarkung als feindliche Agenten, machen die westlichen Gesellschaften anfällig für Manipulation durch die herrschenden Eliten. Gleichzeitig rekrutieren der Westen und seine Stellvertreter unter Ausnutzung des oft weicheren Regimes im gegnerischen Lager Agenten, um interne (soziale, politische, ideologische, ethnische) Konflikte zu schüren.


    Vier Jahre bis zum europäischen Bürgerkrieg: Russland muss seine Freunde unterstützen




    Meinung

    Vier Jahre bis zum europäischen Bürgerkrieg: Russland muss seine Freunde unterstützen





    Die Stärke des Gegners liegt im Zusammenhalt der globalistischen (bereits postnationalen) Weltelite und der erfolgreichen ideologischen Manipulation der Bevölkerung.

    Die Spaltung zwischen den USA und dem Rest des Westens unter Trump sollte nicht übertrieben werden. Es hat eine Spaltung im "Trump-Lager" selbst stattgefunden, und Trump nähert sich seinen vormaligen Kritikern an. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass viele entscheidende Schritte vom "Tiefen Staat" unter Umgehung des amtierenden Präsidenten vorgenommen werden. Dies ist ein ernsthafter Risikofaktor. Der Westen verfügt nach wie vor über eine beeindruckende militärische Macht und über die Mittel, diese weltweit einzusetzen. Er ist nach wie vor technologisch führend, hat die finanzielle Vorherrschaft inne und dominiert die Weltmedien. Sein Kriegsschauplatz umfasst alles von Sanktionen bis zum Cyberspace, von der Biotechnologie bis zum menschlichen Denken. Seine Strategie ist es, seine Feinde einen nach dem anderen zu schlagen. Das hat der Westen an Jugoslawien, dem Irak und Libyen geübt, für die niemand interveniert hat. Jetzt befindet er sich in einem Stellvertreterkrieg mit Russland. Das vom Westen unterstützte Israel hat den Iran angegriffen. Nordkorea und China stehen auf der Liste.

    Der heiße Krieg in der Ukraine entwickelt sich zu einem direkten Krieg Europas gegen Russland.

    In der Tat sind die Europäer seit Langem tief in den Konflikt verwickelt. Britische und französische Raketen greifen Ziele in Russland an, Geheimdienstinformationen aus NATO-Ländern werden nach Kiew übermittelt, Europäer beteiligen sich an der Kampfausbildung der ukrainischen Streitkräfte und an der gemeinsamen Planung von militärischen, sabotierenden und terroristischen Operationen. Viele EU-Länder beliefern Kiew mit Waffen und Munition. Die Ukraine ist für Europa ein Werkzeug, Wegwerfmaterial.


    US-Analyst: "Merz ist der gefährlichste deutsche Politiker seit Hitler"





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    Der Krieg ist nicht auf die Ukraine beschränkt und wird auch nicht dort enden. In dem Maße, wie die ukrainischen Kräfte schwinden, werden NATO/EU auf die Ressourcen anderer osteuropäischer Länder zurückgreifen, insbesondere auf die des Balkans. Dies dürfte Europa Zeit geben, sich mittelfristig auf einen Krieg mit Russland vorzubereiten.

    Die berechtigte Frage ist: Ist dies eine Vorbereitung auf Verteidigung oder auf Angriff? Vielleicht sind einige der europäischen Eliten ihrer eigenen Propaganda über die "russische Bedrohung" zum Opfer gefallen, aber für die Mehrheit geht es um Machterhalt unter Bedingungen einer Vorkriegshysterie.

    Dennoch müssen die Gefahren, die vom Westen ausgehen, ernst genommen werden. Natürlich sollten wir nicht mit einer exakten Wiederholung des 24. Juni 1812 oder des 22. Juni 1941 rechnen. Provokationen von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer sind möglich (und werden sicher auch kommen). Versuche, eine "zweite Front" in Transnistrien, Transkaukasien oder anderswo zu eröffnen, sind wahrscheinlich. Besonders gefährlich könnten sein:

    - die Übergabe mächtiger Waffen durch die Europäer an Kiew, von denen behauptet wird, die Ukraine habe sie selbst hergestellt;

    - Versuche, den Ausgang des Finnischen Meerbusens oder Kaliningrads zu blockieren;

    - neue Sabotageakte gegen strategische Einrichtungen Russlands.

    Die europäischen Eliten haben wieder einmal ein Ziel – die "russische Frage" auf die eine oder andere Weise zu lösen.

    Man sollte die Europäer auf keinen Fall unterschätzen oder herablassend auf sie blicken. Weil Europa an vielen Fronten versagt hat, sind seine Spitzenkräfte nervös und mobilisiert. Der Verlust der Fähigkeit zum strategischen Denken, fehlende Besonnenheit und sogar Mangel an gesundem Menschenverstand bei den Regierenden machen Europa umso gefährlicher.


    "Deutschland ist bereits das Vierte Reich" – Scott Ritter warnt vor Merz-Regierung





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    Die Feindseligkeit der herrschenden Kreise Europas gegenüber Russland ist keine Konstellation, die bald einer "unternehmerischen Denkweise" weichen wird. Es geht nicht nur darum, dass das Feindbild Russland den Eliten hilft, die EU zu einen und interne Rivalen zu bekämpfen. Es geht auch nicht lediglich um uralte Phobien und Ressentiments. Viel wichtiger ist, dass Russland nicht nur ein "bedeutender Andersartiger" ist, sondern die Wiederherstellung der westlichen (auch europäischen) Hegemonie behindert und eine zivilisatorische Alternative darstellt, die die einfachen Europäer verwirrt und die Möglichkeiten der europäischen Eliten einschränkt, den Rest der Welt auszubeuten.

    Deshalb ist das vereinte Europa ernsthaft bestrebt, Russland zu vernichten. Deshalb haben wir einen langen Krieg vor uns. Einen Sieg wie 1945 wird es in der Ukraine nicht geben. Die Konfrontation wird sich in anderen Formen fortsetzen, auch militärisch. Es wird keine stabile Konfrontation (sprich friedliche Koexistenz) wie im Kalten Krieg geben. Im Gegenteil, die nächsten Jahrzehnte werden sehr dynamisch sein. Wir werden den Kampf um den ehrenvollen Platz Russlands in der entstehenden neuen Ordnung fortsetzen müssen.

    Was ist zu tun?

    Es gibt kein Zurück mehr. Es ist Zeit für Entscheidungen, für Taten. Dies ist nicht die Zeit für Halbheiten – Halbheiten führen in die Katastrophe.

    Das Wichtigste für uns ist, das Hinterland zu stärken, ohne die Front zu schwächen. Wir brauchen eine Mobilisierung der Kräfte, aber nicht nach alten Rezepturen, sondern intelligent. Wenn wir nur halbherzig kämpfen, werden wir definitiv verlieren. Unser strategischer Vorteil – die selbstbewusste politische Führung – muss erhalten bleiben und, was entscheidend ist, nahtlos Nachfolger produzieren.

    Wir müssen uns darüber im Klaren sein, wohin und wie wir uns entwickeln. Unsere Wirtschafts-, Finanz- und Technologiepolitik muss voll und ganz auf die harten Realitäten einer langfristigen Konfrontation ausgerichtet sein, und unsere demografische Politik (von der Geburtenrate bis zur Migration) muss gefährliche Trends stoppen und umkehren. Der patriotische Zusammenhalt der Bevölkerung, die praktische Solidarität aller gesellschaftlichen Gruppen und die Stärkung des Rechtsbewusstseins müssen Hauptanliegen der Behörden und der Gesellschaft sein.

    Wir müssen externe Bündnisse und Partnerschaften stärken. Die Verbündeten im Westen (Weißrussland) und im Osten (DVRK) haben sich bewährt. Aber wir haben keinen vergleichbaren Verbündeten im Süden. Wir müssen an der Stärkung der südlichen Richtung unserer Geopolitik arbeiten. Wir sind verpflichtet, den Ausgang und die Folgen des Krieges zwischen Israel und dem Iran auf der anderen Seite nüchtern und sorgfältig zu analysieren. Der Gegner, der als einheitlicher Block auftritt, ist darauf angewiesen, seine Feinde einzeln zu vernichten. Daraus müssen wir und unsere Partner die offensichtliche Schlussfolgerung ziehen, engere Koordinierung und effektive Zusammenarbeit anzustreben.


    Die deutsche Linke und das pinkelnde Kind auf ihrem Grab





    Meinung

    Die deutsche Linke und das pinkelnde Kind auf ihrem Grab

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    Es ist möglich und notwendig, ein taktisches Spiel mit der Trump-Administration zu spielen, und es hat bereits einige taktische Ergebnisse gebracht (zum Beispiel hat es dazu beigetragen, die Beteiligung der USA am Ukraine-Konflikt zu verringern). Zugleich sollten wir bedenken, dass Taktik keine Strategie ist. Die Bereitschaft zum Dialog entspannt viele Menschen und lässt sie von einer baldigen Rückkehr in die "glückliche Vergangenheit" träumen. Die politische Elite der USA hingegen bleibt Russland gegenüber generell feindlich eingestellt. Es wird keine neue Entspannungspolitik mit den Vereinigten Staaten geben, und die vorherige endete schlecht. Ja, der Prozess der Umformatierung der US-Außenpolitik von einer "imperialen" zu einer "Großmacht"-Strategie wird wahrscheinlich auch nach Trumps Abgang weitergehen. Wir sollten dies im Hinterkopf behalten und in der praktischen Politik nutzen.

    Den europäischen Staats- und Regierungschefs im Kampf gegen Russland sollte (nicht nur verbal) zu verstehen gegeben werden, dass sie verwundbar sind und im Falle einer erneuten Eskalation des Ukraine-Konflikts nicht ungeschoren bleiben können. Die gleiche Botschaft sollte an die "Aktivisten der ersten Stunde" des antirussischen Krieges (Finnen, Polen und die baltischen Staaten) gerichtet werden. Provokationen ihrerseits müssen auf sofortige und energische Antworten stoßen. Unser Ziel ist es, dem Feind Angst einzujagen, seine Arroganz zu brechen, ihn zum Nachdenken zu bringen und zu stoppen.

    Im Allgemeinen sollte man nach seiner eigenen Logik handeln, mutig, nicht unbedingt spiegelnd, nicht immer nur reagierend. Wenn ein Zusammenstoß unvermeidlich ist, müssen Präventivschläge geführt werden. Zunächst mit konventionellen Mitteln. Wenn nötig, nach sorgfältiger Abwägung, mit besonderen, auch nuklearen Mitteln.


    Nukleare Abschreckung: In Russland sucht man nach Wegen, sie wieder glaubhaft werden zu lassen




    Meinung

    Nukleare Abschreckung: In Russland sucht man nach Wegen, sie wieder glaubhaft werden zu lassen





    Die nukleare Abschreckung muss nicht passiv, sie kann auch aktiv sein, einschließlich des begrenzten Einsatzes von Kernwaffen. Die Erfahrung des Krieges in der Ukraine zeigt, dass die Entscheidungszentren keine Immunität genießen sollten. Dort haben wir uns mit Schlägen stark zurückgehalten, was dem Feind einen falschen Eindruck von unserer Entschlossenheit vermittelte. Im Kampf, der uns auferlegt wurde, müssen wir uns auf den Sieg konzentrieren, auf die vollständige Durchkreuzung der Pläne des Feindes.

    Wir müssen nicht nur die Luftabwehr des Gegners in der Ukraine (und notfalls auch anderswo) durchdringen, sondern auch die Informationskuppel durchbrechen, unter die sich der Westen abgeschottet hat. Das postsowjetische Russland hat sich geweigert, sich in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einzumischen. In Kriegszeiten ist dies ein inakzeptabler Luxus. Wir sollten nicht erwarten, dass traditionelle rechte oder "klassische" linke Kräfte irgendwo an die Macht kommen und sich alles von selbst regeln wird. Wir müssen die Einheitsfront unserer Gegner von innen heraus untergraben, mit den Widersprüchen der Interessen und Ambitionen verschiedener Staaten, Kräfte und Personen spielen.

    Europa ist heterogen. Neben der führenden Gruppe (Großbritannien, Frankreich, Deutschland) und einer Gruppe russophober Provokateure (Finnland, Polen, die baltischen Staaten) gibt es Dissidenten (Ungarn und die Slowakei, solange die derzeitigen Regierungen dort an der Macht sind), deren Zahl steigen kann (z. B. auf die Größe des ehemaligen Österreich-Ungarns), sowie "passive" Länder Südeuropas (Italien, Spanien, Griechenland, Zypern). Generell ist das Feld für die informationspolitische Arbeit groß.

    NATO und EU sind für uns feindliche Organisationen, die OSZE ist weitgehend nutzlos, aber wir müssen allen nüchtern denkenden Kräften in Europa aktiv den Dialog anbieten, um Koalitionen für das Leben, für den Frieden, für die Menschlichkeit zu schaffen. Russland wird Europa nicht "rauben", aber wir werden es befrieden müssen.

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel wurde für die Zeitschrift "Profil" verfasst.

    Dmitri Trenin ist Direktor des Instituts für militärische Weltwirtschaft und Strategie an der Higher School of Economics Research University.


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    Video https://rumble.com/v6w93dk-pistorius-deutsche-soldaten-wieder-zum-tten-von-russen-bereit.html Dauer 7:56 Min.


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/meinung/250978-dritter-weltkrieg-laeuft-bereits/


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    Die deutsche Linke und das pinkelnde Kind auf ihrem Grab


    freedert.online, 1 Feb. 2025 16:29 UhrVon Alexej Danckwardt

    Warum stellen sich deutsche Linke in beträchtlicher Zahl auf die Seite der NATO-Kriegstreiber und des westlichen Imperialismus? Einen Erklärungsversuch formulierte diese Woche Leo Ensel, unser Autor aber meint: Die Linken sind intellektuell verwahrlost, denn für all das muss man schon sehr dumm sein.


    Quelle: www.globallookpress.com © Sebastian Christoph Gollnow/dpa


    Carola Rackete, Spitzenkandidatin der Linkspartei für die Europawahl 2024, spricht zum Auftakt der Wahlkampfphase, 26. April 2024, Berlin


    Manchmal spülen einem Leserzuschriften doch Interessantes in den Briefkasten. So fand sich diese Woche darin der Link zu einem Artikel auf der Schweizer Plattform Globalbridge, der sich, wie ich auch, über den derzeitigen Zustand der deutschen Linken verwundert die Augen reibt.

    Unter dem Titel "Wie man die Linke in den Krieg lockt" versucht da Leo Ensel eine Erklärung, warum sich große Teile dieser Partei den Kiewer Faschisten und NATO-Kriegstreibern anschlossen, für Waffenlieferungen und Aufrüstung werben und einem Hass auf Russen und Russland frönen, der dem von Goebbels und Himmler in nichts nachsteht.

    Intellektuelle Verwahrlosung: Wenn sich Kriegstreiber für Liebknechts halten 

    Ensel erklärt es damit, dass die Mainstream-Propaganda geschickt klassisch linke Denkmuster nutzte, indem sie Russland als ein imperiales Monster zeichnete, das kleinere Völker im Inneren unterdrückt und im Äußeren zu unterwerfen versucht. Dies ermögliche es jenen Kriegstreiber-"Linken", sich in der antimilitaristischen Tradition von Karl Liebknecht und in den Fußstapfen antikolonialer Freiheitskämpfer wie Ernesto Che Guevara zu wähnen.


    Wo ist ein Karl Liebknecht, wenn man ihn braucht?





    Meinung

    Wo ist ein Karl Liebknecht, wenn man ihn braucht?






    Natürlich ist dieser kolossale Irrtum überhaupt nur möglich – dieser Aspekt gerät bei Ensel leider zu kurz – durch das fast vollständige Zusammenbrechen marxistischer politischer Bildung und durch intellektuelle Verwahrlosung der Linken. Bürgerliche Propaganda kann nur wirken, wenn Mainstream-Narrative völlig kritiklos konsumiert werden, wenn ihr Konsument nicht einmal in der Lage ist, sie auf elementare Logik und Widerspruchsfreiheit zu überprüfen.

    So liegt es eigentlich auf der Hand, dass die historische Leistung von Karl Liebknecht darin bestand, sich gegen den Imperialismus des eigenen Staates, den deutschen Imperialismus also, zu wenden. Gegen tatsächlichen oder vermeintlichen fremden Imperialismus – den russischen, französischen, britischen – war ja gerade die Mehrheit der deutschen Sozialdemokraten, die sich auf den "Burgfrieden" mit dem Kaiser einließ und damit den sinnlosesten Krieg der Menschheitsgeschichte, jenen Ersten Weltkrieg mit seinen Millionen Kriegstoten, überhaupt erst möglich machte. Deshalb schimpfte Lenin sie auch "Landesverteidiger".

    Die Idee Lenins, Liebknechts und der 37 Verfasser des Zimmerwalder Manifests bestand dagegen darin, dass der Weltkrieg dann unmöglich wird, wenn das Proletariat eines jeden Landes gegen seine eigenen Kriegstreiber kämpft, nicht an deren Seite gegen fremde.

    Sie sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht

    Was haben also deutsche Linke, die gegen einen angeblichen "russischen Imperialismus" kämpfen wollen, mit Karl Liebknecht gemeinsam? Nichts! Sie sind die Ideennachfolger und geistigen Nachfahren der "Landesverteidiger" und "Burgfriedler" von 1914. Und ich meine nicht, dass dies so schwierige Gedankengänge sind, dass sie ein durchschnittlich intelligenter Mensch nicht in Eigenleistung schafft.


    Der Wagner-Marsch auf Moskau zeigt, warum Russland die NATO in der Ukraine nicht dulden kann





    Meinung

    Der Wagner-Marsch auf Moskau zeigt, warum Russland die NATO in der Ukraine nicht dulden kann




    Es ist auch nicht so, dass der "Feind im eigenen Land" dieses Mal schwieriger zu erkennen wäre als vor 110 Jahren. Trotz aller EU-Imagewerbung müsste ein Linker, dem eine grundsätzliche Skepsis gegenüber dem Wirken des Kapitals ja in die Wiege gelegt sein sollte, erkennen, dass das Expansionsstreben von EU und NATO imperialistischen Charakter hat. Was bitte sonst wollen beide in der Ukraine, außer sich ihre Ressourcen und Märkte sowie die Arbeitskraft ihrer Bewohner anzueignen? Die EU – ein Wohltätigkeitsverein? Wenn man letzterer Meinung ist, hat man in einer kapitalismusskeptischen Partei nichts zu suchen. 

    Aber wenigstens am Expansionsstreben der NATO sollte auch dem letzten EU-Verblendeten mit unterdurchschnittlichem IQ klar werden: Es gibt schlicht keine andere logisch stimmige Erklärung für das sture und erbarmungslose Vorrücken der NATO in den Osten, als dass da ein Eroberungsfeldzug gegen Russland vorbereitet wird. Mindestens, dass sich die NATO in eine Ausgangsstellung bringen will, von der Hitler 1941 nur träumen konnte: In eine strategische Konstellation, in der Russland nicht mehr zu verteidigen ist und gezwungen, seine Reichtümer gänzlich (und nicht wie bisher nur anteilig) dem westlichen Kapital zu überlassen.

    "Imperialistisches Russland": Sie lesen Lenin und begreifen nichts

    Eine Antwort auf die Frage, ob Russland selbst ein imperialistischer Akteur ist, bedarf gewisser Kenntnisse der Imperialismus-Theorie. Man muss zumindest Lenins Grundlagenwerk "Der Imperialismus als höchstes (letztes) Stadium des Kapitalismus" gelesen haben und intellektuell in der Lage sein, von den auf die damalige Zeit bezogenen Schlussfolgerungen zu abstrahieren. Keine Ahnung übrigens, wie Leo Ensel bei der Erwähnung von Uljanow-Lenin auf die Idee kommt, dieser hätte seine Zustimmung zu einem Weltkrieg nicht verweigert, wenn er von Antiimperialisten angestoßen worden wäre. Wenn es nicht sarkastisch gemeint ist, ist es ein Tiefpunkt und eine Verleumdung. Lenin war Kriegsgegner und überzeugt, dass jede Nation bei sich zu Hause mit den Kriegstreibern aufräumen sollte – dazu war das Proletariat aufgerufen. 


    Geisterfahrer Habeck versteht immer noch nicht, warum in der Ukraine Krieg ist





    Meinung

    Geisterfahrer Habeck versteht immer noch nicht, warum in der Ukraine Krieg ist





    Nur weil Lenin das Russland des Jahres 1913 im Imperialismus angekommen sah (überaus fragwürdig und eher der politischen Agenda des ansonsten großen Theoretikers geschuldet), heißt es nicht, dass sich das automatisch auf die heutige Zeit übertragen lässt. Das Gesetz "einmal imperialistisch – immer imperialistisch" gibt es nicht, zumal im Fall Russlands auch noch 70 Jahre sozialistischer Entwicklung und anschließenden Verspeisens durch das westliche Kapital Zäsuren bilden.

    Imperialistisch ist ein Land im Sinne der marxistischen Lehre nicht deshalb, weil es groß (dann wäre Indien imperialistisch) oder ein Vielvölkerstaat (dann wäre es die Schweiz) ist, sondern wenn das nationale Kapital eine Entwicklungsstufe erreicht hat, auf der es sich weniger auf Produktion im eigenen Land konzentriert, sondern auf Anlage in fremden, kolonialen und halbkolonial abhängigen Ländern, aus denen es dann seinen Profit schröpft.

    Das Kriterium des "Schröpfens" ist hier entscheidend und so müsste der in der Theorie Bewanderte fragen:

    "Wer schröpft eigentlich im Falle Russlands wen?"

    Einfachste Recherche im Internet ergibt, dass 26 Prozent der Anteile des wichtigsten russischen Unternehmens Gazprom einer New Yorker Bank gehören und fast die Hälfte von Russlands größter Bank Sber ausländischen Anteilseignern. Bis einschließlich 2021 wurden aus Russland jährlich bis zu 200 Milliarden US-Dollar an Profiten ausländischer Unternehmen ins Ausland, vorrangig in den Westen, ausgeführt. Rekordjahr war das Jahr 2022 mit 243 Milliarden US-Dollar, 13,5 Prozent des russischen BIP. Koloniale Kontribution zahlte Russland auch, indem ein erheblicher Teil des Einzelhandels und der Hotellerie ausländischen Unternehmen gehörte. Was ist das, wenn nicht "Schröpfen" eines ganzen Landes? 


    Der Versuch, die Ukraine von Russland zu reißen – ein  großes Verbrechen der Menschheitsgeschichte




    Meinung

    Der Versuch, die Ukraine von Russland zu reißen – ein großes Verbrechen der Menschheitsgeschichte





    Und wo und in welchem Umfang "schröpft" bitte das russische Kapital? Auf Anhieb fallen einem nur Investitionen in die Energiebranche und die Eisenbahnen Armeniens ein, die nur Verluste einbrachten, sowie Immobilien in Montenegro und auf Zypern. Ohne Ironie: Peanuts.

    Dabei ist auch noch zu fragen, ob das "russische" Kapital überhaupt nationales Kapital Russlands ist: Welche "russischen" Oligarchen haben ihren Hauptwohnsitz eigentlich nicht in London und nur einen russischen Pass? Ein Kapitalismus, der mit dem Verscherbeln unverarbeiteter Bodenschätze sein Hauptgeschäft macht, mindestens zu einem Viertel aus dem Ausland kontrolliert wird und dessen Bourgeoisie überdeutlich Komprador-Charakter hat, befindet sich in seinem imperialistischen Stadium? Ist das ernst gemeint, ihr deutschen "Linksintellektuellen"? In allen anderen Fällen nennt man so etwas "Halbkolonie".

    Das pinkelnde Kind auf der Linken Grab 

    Ein besonders schillerndes Beispiel der intellektuellen Verwahrlosung deutscher Linker bringt Leo Ensel: die "linke" EU-Abgeordnete Carola Rackete. Wir erinnern uns, die Aufstellung der "Fluchthelferin" auf Platz 2 der Kandidatenliste der Partei "Die Linke" zur Europawahl des Jahres 2024 war der "große Coup" der inzwischen abgewählten Parteiführung. 2,7 Prozent der Stimmen brachte er letztlich ein. Ensel nennt die Dame ein "Trojanisches Pferd", denn im EU-Parlament ist Rackete mit nichts anderem als dem Abriss traditioneller Positionen der Linken beschäftigt. So stimmte sie für die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine. 

    Und so begründete Rackete dies: 

    "Links zu sein bedeutet, an der Seite der Unterdrückten zu sein, sei es in Palästina, Kurdistan oder der Ukraine. Wenn wir uns darüber einig sind, wer Recht und wer Unrecht hat, können wir nur in diese Richtung handeln. Ich war immer kritisch gegenüber der NATO, aber in diesem Fall ist die Situation ganz klar: Es war Russland, das nach Georgien zum zweiten Mal in die Ukraine einmarschiert ist. Putin erkennt die Souveränität der Ukraine nicht an und will sie zerstören. Es gibt ein eindeutig unterdrücktes Volk und es ist unsere Pflicht, ihm bei der Verteidigung zu helfen."

    Ich weiß nicht, wie es anderen beim Lesen dieser Zeilen geht. Ich sehe da ein für sein mentales Alter zu groß geratenes Kleinkind: Es ist Infantilismus pur. Rackete kennt offenbar nur Widersprüche auf der Ebene der in ihrem Schulatlas eingezeichneten Länder, unterhalb und oberhalb gibt es in ihrer Vorstellungswelt keine Unterdrückungsverhältnisse... Donbass, Südossetien, Abchasien – nie gehört. Ukraine als antirussischer Rammbock des Westens – Verschwörungstheorie. Acht Jahre ukrainischen Bombardements von Donezk, Lugansk und Gorlowka – stand nicht in meiner Zeitung.

    Natürlich muss im Zusammenhang mit Russland auch der Kampfbegriff "Imperialismus" fallen: 

    "Es ist keine Frage von Ost oder West, von Russland oder der NATO. Es ist eine Frage des Imperialismus. Wir müssen den Schwächeren helfen, sich gegen die Missbräuche der Stärkeren zu verteidigen, und Russland ist eindeutig stärker als die Ukraine. Aus diesem Grund muss die EU weiterhin Waffen an Kiew liefern und zulassen, dass es auf russischem Territorium angreift."

    Linken-Chef Jan van Aken – Kriegstreiber gegen Russland





    Meinung

    Linken-Chef Jan van Aken – Kriegstreiber gegen Russland






    Und die Ukraine ist stärker als der Donbass, der Westen stärker als Russland. Aber was ficht das unsere "Seenotretterin" an? Das Feindbild ist klar und weder NATO noch der Donbass sind im Schulatlas eingezeichnet. Deutschland des Jahres 1941 hat sich im Ergebnis übrigens auch als schwächer erwiesen als die Antihitlerkoalition. Mit wem Frau Rackete damals wohl marschiert wäre? Bedenken, sich auf die Seite derjenigen zu schlagen, die das Andenken der Roten Armee tilgen und dasjenige von Hitlers Kollaborateuren, die 1944 in den Rücken sowjetischer Soldaten schossen, mit Denkmälern und Straßennamen ehren, hat sie jedenfalls nicht.

    Deutschlands Linke ist am Ende, Rackete ist das auf ihr Grab pinkelnde Kind. Liebknechts Erben sind so sehr verwahrlost, dass sie zu seinem Gegenteil verkommen sind. Die Frage des Dritten Weltkriegs wird sich hoffentlich ganz ohne sie entscheiden, denn sie würden heute für Kriegskredite stimmen.

    Und den Aufrichtigen unter den Linken ist zu raten: Fangt wieder bei null an! Bei Urschleim und Allgemeinbildung. 


    Mehr zum Thema ‒ Deutsche Linke – Mitschuld an Krieg und Faschismus


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    Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/7qyggig9i86yq5x9/Pal_stinensischer_Aktivistbn69h.mp3 Dauer 9:30 Min.


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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    19.07.2025


    © Alex Brandon/AP/dpa



    Auf mindestens zehn Milliarden Dollar: Donald Trump verklagt „Wall Street Journal“ wegen Epstein-Berichts

    Erst gestern war der Artikel, der Trump in Verbindung mit Epstein brachte, veröffentlicht worden. Nun klagt der US-Präsident dagegen – und fordert sehr viel Geld.

    Heute, 07:36 Uhr


    US-Präsident Donald Trump will wegen eines Berichts im „Wall Street Journal“ (WSJ) über seine angeblichen Verbindungen zum berüchtigten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein Milliarden Dollar einklagen. Trump bekräftigte in seiner in Florida eingereichten Klage, dass er nicht der Autor eines ihm zugeschriebenen Glückwunsch-Briefs zu Epsteins 50. Geburtstag sei.

    Der Artikel sei falsch und verleumderisch, so Trump. Bei den zwei Klagepunkten nennt Trump jeweils einen Betrag von mindestens zehn Milliarden Dollar, die er als Wiedergutmachung haben will.

    Trump klagt unter anderem gegen Medienmogul Rupert Murdoch, die WSJ-Herausgeberfirma Dow Jones sowie die beiden Reporter, die den Artikel geschrieben hatten. Der Präsident argumentiert, dass er finanziellen Schaden nehme und sein Ansehen leide. Trump betonte, dass die Zeitung keinen Brief veröffentlichte - und keine Belege für seine Beteiligung an dem Brief geliefert habe. Trump schrieb über die Zeitung auf Truth Social, sie sei „nutzlos“. Die dpa fragte bei der Zeitung um ein Statement an.


    Brief mit schlüpfrigem Inhalt

    Am Vortag hatte das „Wall Street Journal“ exklusiv über einen Glückwunschbrief an Epstein zu dessen Geburtstag im Jahr 2003 berichtet, der den Namen Trumps tragen soll. In dem Brief mit schlüpfrigem Inhalt sollen mit einem Marker die Umrisse eines Frauenkörpers mit Brüsten gezeichnet worden sein - die Zeitung beruft sich auf Einblick in Dokumente.


    Trump nennt Epstein-Akten "Hoax"

    Video Dauer 00:37 Min









    © AFP/Alex Wroblewski


    Eine Projektion zeigt ein Foto von Jeffrey Epstein und Donald Trump.


    Der Bericht der Zeitung stellt so eine Verbindung Trumps zu Epstein her. Der Präsident bestreitet, Urheber gewesen zu sein - und er habe dies vor der Veröffentlichung auch dem „Wall Street Journal“ mitgeteilt. Trump hatte sofort Klage gegen die Zeitung angekündigt.

    Die Verhaftung Epsteins, der über viele Jahre systematisch Minderjährige missbraucht hatte, sorgte weltweit für Aufsehen. 2019 beging er mit 66 Jahren in seiner Gefängniszelle nach offiziellen Angaben Suizid. In Teilen der US-Gesellschaft sorgte Epsteins Tod für wilde Spekulationen, weil er beste Kontakte in die amerikanische High Society hatte. Prominente und Milliardäre gingen bei ihm ein und aus – auch Donald Trump verbrachte Zeit mit Epstein, wie mehrere Party-Videos belegen.

    Der US-Präsident steht unter zunehmendem Druck. Kritiker fordern von ihm, Akten aus dem Epstein-Fall veröffentlichen zu lassen. Das war eines seiner Wahlversprechen.

    Freigabe von Protokollen zu Epstein-Anklage

    US-Generalstaatsanwältin Pam Bondi beantragte unterdessen wie von Trump angewiesen die Freigabe von Unterlagen zur Anklage gegen Epstein im Jahr 2019. Es geht um die Protokolle der sogenannten Grand Jury. Das ist eine Gruppe von Geschworenen, die nach Vorlage von Beweismitteln durch die Staatsanwaltschaft entscheidet, ob Anklage erhoben wird. Epstein war im Juli 2019 angeklagt worden und starb gut einen Monat später. 

    Wie aus Bondis Antrag bei einem Gericht in New York hervorgeht, sollen vor der Veröffentlichung Angaben zu den Opfern sowie „andere persönliche identifizierende Informationen“ geschwärzt werden.


    Die Protokolle der Grand Jury dürften Informationen enthalten, die die konkreten Anklagepunkte gegen Epstein untermauern. Es ist aber nicht die Veröffentlichung aller Ermittlungserkenntnisse zu Epstein, die von einigen Trump-Anhängern gefordert wird. In den vergangenen Jahren schürten Republikaner rund um Trump immer wieder Verschwörungstheorien, wonach US-Eliten an Epsteins Verbrechen teilgehabt und ihn gedeckten hätten. 

    Es ist nicht absehbar, wie schnell die Unterlagen der Grand Jury nach einer Freigabe durch das Gericht veröffentlicht werden könnten. Auch ist unklar, welche Tragweite diese haben. Der unter Druck geratene Präsident hatte die Anordnung zeitlich unmittelbar nach Erscheinen des WSJ-Berichts platziert. (dpa)



    Trumps Ultimatum an Putin „Es könnte zur Verschärfung der russischen Angriffe führen“


    Info: https://www.tagesspiegel.de/internationales/auf-mindestens-zehn-milliarden-dollar-donald-trump-verklagt-wall-street-journal-wegen-epstein-berichts-14051090.html?utm_source=firefox-newtab-de-de


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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