Milch, sagte ich leise… – Geschichten zum Tag der Bundeswehr (II von II)
Leistung von Literatur? Kommunikationsbarrere ,,, überwinden? Für watt datt denn? Als wenn es für wenigstens einen dervon den o.g. „Dichtern“ ein einziges Werk im Whatsapp-style geben würde. Wo man doch, wenn man. allein hier auf OT nach Absetzen eines Kommentars länger als zwanzig Zeilen im Zugriff stünde, als Autor Gefahr laufen würde erschlagen zu werden,. Spätestens nach zehn Zeilen – mutmaße ich mal – gibt es sowieso von einem beträchtlichen Teil der Leser nur ein verständnisloses Kopfschütteln, gelbe oder gar rote Karten für den Kommentatoren gibt es ja bedauerlicherweise noch nicht.
Kulturgut von unschätzbaren Wert? Dass ich nicht lache! Eher bittere Zähren vergiessend darob, dass (m)eine reichlich gefüllte, breite Wand an Billy-Regalen – neben a bisserl Kunst und aweng Belletristik reichlich (Zeit-)Geschichte, Wissenschaft und Politik – spätestens nach meinem Ableben wenn nicht schon kurz nach dem Einsetzen einer – mir unterstellten wenn nicht unterschobenen – Demenz den Weg alles Irdischen anzutreten hat. Wenigstens wird dann auch der beachtliche, unvorsiichtigerweise einmal übernommene Bestand an Heldenliteratur eines verschwägerten Onkels – seines Zeichens Barbarossa-Teilnehmer – mit entsorgt, wie auch immer verklappt sein.
Schätze, dass bei den Generationen, die von den Miosga’s wie auch Masala’s (der von der Bundeswehrschule, der muß es schließlich genau wissen) ins ‚Fadenkreuz‘ für Barbarossa 2.0 zu nehmen sind, nicht mal welche bei sind, für die zu gelten haben könnte „der Trend geht zum Zweitbuch“. Warum auch, die Buben und die Mädels brauchen- wenn überhaupt – auch nur jeweils ein einziges. Erstere – bildungsorientiert sollten sie aber schon sein – was zu Sportmanagement vielleicht? Und die Mädchen? Da herrscht die Qual der Wahl oder wäre es die Wahl der Qual? Entweder „Wie werde ich schnell Germany’s Next Topmodel“ oder doch „Mein Traum – Influencerin in Dubai“? Wenigstens – ich schliesse messerscharf – für Schützengräben oder auch nur Wolfsschanzen wären solcherlei eingeschlagene Karrieren nicht besonders prädestiniert. Aber auch nicht ganz ohne, oder?
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‚Man muss Carlo Masala dankbar sein für seine Offenheit. „Also wir werden ja in einem militärischen Konflikt das Problem haben“, offenbarte er im April, „dass – ich sag jetzt mal – an die 200 000 Bundeswehrsoldaten da involviert sein werden, und nach sechs Monaten wird ein Drittel von denen gefallen oder verwundet sein‘
Ich befürchte es werden alle 200000 tot oder gefallen sein.
Stalingrad lässt grüßen
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Der Kriegsminister des 4. Reiches Pistorius hat bei seinen britischen Kumpanen verlautbart, das die neue deutsche Wehrmacht wieder bereit sei, Russen abzuschlachten. Offenbar hat er vergessen, wie das schon einmal endete. Ein Land, das solche Monster hervorbringt, hat das noch eine Existenzberechtigung?
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Denkt man an Böll‘ s Kurzgeschichte und
daran, dass die Grüne Partei ihre Stiftung nach Heinrich Böll benannt hat, und an deren aktuelle Politik, kann man denen nur vor die Tür kotzen ……
„Mehr als 60 000 Bundeswehrsoldaten könnten im Kriegsfall bereits innerhalb des ersten halben Jahres getötet oder verwundet werden. “
Finde ich gut, man sollte daher auch das Wehrpflichtigenalter runter auf 12 Jahre setzen.
Ich habe gerade gelesen, dass Roosevelt eigentlich wollte, dass alle Deutschen nach dem 3. Reich kastriert werden, damit sie sich nicht mehr fortpflanzen. Wäre eigentlich notwendig gewesen, wenn wir das heute sehen.
Der Faschismus ist Teil des deutschen Genpools, ist leider nicht zu leugnen. Ein paar Ausnahmen machen da keinen Unterschied – Mutationen gibts immer.
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Tja – wenn die unbedingt für Deutschland in den Krieg ziehen wollen?! Zwingt die denn jemand dazu? Hat der Pistolerius irgendwelche Knabenleser ausgesandt, die Eltern ihre Jungen wegnahmen (wenn diese sie nicht herschenkten – das gab’s auch), um sie beschneiden zu lassen und in Litauen zu stationieren? Hatten Struck, GuttiFrutti und Co. die Typen gezwungen nach Afghanistan oder in den Sahel zu fliegen, um Safari zu spielen? Nein! Die taten das freiwillig. Keiner ist antiker oder frühneuzeitlicher Galeerensklave und ein „Opfer der Umstände“.Mehr als 60 000 Bundeswehrsoldaten könnten im Kriegsfall bereits innerhalb des ersten halben Jahres getötet oder verwundet werden.
Und auch morgen muss niemand in den Krieg gegen Russland ziehen. Die Herr-, Frau- und Frauherrschaften könnten ihre Befehle auch einfach verweigern, ihre Waffen auf die Hardthöhe richten oder – noch besser – einfach zerbrechen und nach Hause gehen.
Das liegt nicht in unserer DNA oder lag lange nicht in unserer DNA.
Ich liebe einfach so biologistischen Dreck, gerade von den deutschen Judenmördersöhnen und -enkeln, die immer mit dem Menschenrechtskatalog wedeln und so auf „Sprache“ und „Rassismus“ achten. Nüscht.
Da lag Pazifismus. Wie können wir diesen Code schneller überschreiben?
???? ???? ????
Na klar – die Deutschen, das friedlichste Volk der Welt. Wenn man von zwei von ihnen ausgelösten und bis zum Ende durchgefochtenen Weltkriegen, über einem Dutzend vom Zaun gebrochenen oder unterstützten Völkermorden und den Unmengen deutschen Waffen und deutschen Geldes aussieht, die man seit 1871 in jeden Winkel der Welt geschickt. Kurzum: wenn man ein, mit Verlaub her Exaußenminister, geschichtsblindes Arschloch ist. Dann ja. (PS: Weil ihr es so kollektivistisch und biologisch wollt, habe ich hier das „die“ mal bewusst gesetzt. Geliefert wie bestellt.)
Und wie viel schneller will man denn eigentlich noch „überschreiben“? Seit 30 Jahren wird immer höher gerüstet, hat sich der Wehretat inflationsbereinigt um 40 Prozent erhöht, laufen Jugendoffiziere herum, wird über analoge wie digitale Ballerspiele, geschichtsklitternde Serien und faktenfummelnde Geschichtswerke alles getan, noch mehr Bellizismus und Verrohung in die Gesellschaft zu bringen. Wie wäre es mit einem Wehrunterricht wie bei den Klerikalfaschisten in Polen? Oder der Errichtung eines „Sturmvolks“ (klingt besser als „Volkssturm“)?
Man frage lieber: Wie oft noch? Denn:
Das Kernproblem der Bundeswehr – ich kann mich da nur wiederholen – sind weder das Geld noch die Ausrüstung, sondern a) die endemische Korruption und b) die Uneinigkeit der rivalisierenden Fraktionen der herrschenden Klasse, die sich jahrzehntelang nicht einig waren, ob sie sie als stehendes Heer zur Verteidigung des Zentrums („Bündnisarmee“) oder als koloniale Schutztruppe für Abenteuer in der Peripherie („Interventionsarmee“, „out of area“) einsetzen sollen. Dementsprechend hat man ein ganzes Sammelsurium an Gerätschaften, Plänen und Waffen unterschiedlichster Spezifikation – vom Wiesel über Boxer und Westentaschenpatrouillenboote (F125) bis zum Eurofighter. Oder wie man im Fußball sagen würde: einen aufgeblähten Kader ohne Kurs und Kompass.
Das schrieb ich letztes Jahr schon x-fach und man muss es einfach laufend in die Wiedervorlage geben. ????♂️
Wenn die ZDF-Journalistin direkt sagte, dass das Soldatenleben ein spannendes Abenteuer sei, stieße sie wohl bei vielen Zuschauern auf Widerstand.
Wieso? Die Landserheftchen haben sich doch auch über Jahrzehnte gut verkauft?!
Aber welchen Widerstand wird man einem 13-jährigen Jungen entgegenbringen, dessen Kindheitstraum es immer schon war, auf einem Radpanzer Boxer zu fahren, und der dies so spannend findet, dass er seinen Kindheitstraum zum Beruf machen will?
In anderen Gesellschaften könnte man sagen, dass so etwas nach der Pubertät vielleicht abklingt. Eine kurzzeitige Spinnerei ist. Aber der Junge ist vermutlich in einer lebensfeindlichen, bellizistischen, ergo: einer normalen Durchschnittsfamilie aufgewachsen. Kein Kind dagegen, das mit Liebe aufwächst und dessen Selbst statt gebrochen zu werden, geschützt wurde, hat Lust mit einem Mordwerkzeug herumzufahren.
Der Junge hier ist – so nicht gecastet – wahrscheinlich längst (geistig) beschnitten und kann sich am besten mit seinen Eltern zum Dienst in Litauen melden, wenn er nicht für einen Tagesausflug bereits von dort her eintrudelte.
Von der jungen Frau kann der Zuschauer auch lernen, dass sich der Dienst an der Waffe mit dem christlichen Glauben vereinbaren lässt
Stand das mal außer Frage? Seit wann sollte sich das denn nicht vereinbaren lassen? Kann man den Fischer (Fritz) oder Bürger (Peter) herausholen und nachlesen wie gut die Hand in Hand gehen…
„Aber für’s Land einstehen, würde ich auf jeden Fall machen. Das gehört natürlich dazu zum Beruf. Und wenn’s sein muss, muss es halt sein.“
???? ???? ????
Noch so eine völlig entseelte deutsche Kreatur. Wer so was daher schwätzt, der zeigt doch bereits im Kindesalter eine völlige Gleichgültigkeit gegenüber dem Wert menschlichen Lebens. Die ist komplett verroht. Wo sind da eigentlich die AfD- und Unionspolitiker, die immer gewaltbereite Jugendliche wegsperren wollen? Freiheitsstrafe für Achtjährige fordern? Achso? Solche Kinder brauchen „wir“ ja für die Bundeswehr. Na, dann ist alles klar.
Ne, klar ist das nicht – es ist einfach nur ekelhaft. Diesem Kind hat man ofenkundig früh das Ureigene, ja jeden Funken Menschlichkeit ausgetrieben – bis nur noch das Deutsche übrigblieb. Die Ideologie. So läuft es ja: Brechung im Kindesalter durch Eltern, Schule, Medien und sonstige autoritäre Instanzen und die entstehende Leere(n) werden danach durch irgendwelche Surrogate gefüllt. Die eine entdeckt ihren „wahren Glauben“, geht nach Syrien zum „Islamischen Staat“ oder trägt nur noch Burkini. Eine andere entdeckt ihren „Warenglauben“ – bei der ist statt Mohammed Maison Margiela Trumpf und sie kauft mit Daddys Scheckkarte den halben Laden leer, nur um den ganzen Trödel nach zwei Tagen in die Tonne zu kloppen und zu heulen. Und gleich noch mehr zu kaufen. Die dritte identifiziert sich als Fraumann und kloppt in Ungarn statt Klamotten (Grund)Rechte in die Tonne. Menschen, die sie für „Nazis“ hält und die sie wohl „vernichten“ muss – nicht fürs Land, aber für die Menschen. Und die vierte wird eben ein nationalchauvinistisches Arschloch. Die im Töten anderer Menschen ihre natürliche „Berufung“ erblickt. Das ist eine Form von emotionaler Abstumpfung, die einen nur noch ???? ???? ???? lässt. Der fehlt für ihr Alter jegliche Reife. Im besten Fall ist es nur Naivität und Romantik – und dieser „beste Fall“ wäre bereits schlimm genug. Im Normalfall ist es einfach die Folge der heutigen Verhältnisse und einfach – völlig „normal“.
Noch erinnert man sich in Deutschland aber auch an andere Geschichten
Aha? Und wer soll das sein? Ja, hier im Ü65-Forum haben das vielleicht noch einige im Unterricht gehabt, persönlich mit Böll gesoffen oder ihn zumindest gelesen. In meiner Generation liest so was kein Schwein. Oder – doch, Schweine würden es wohl lesen, aber keine Deutschen Anfang / Mitte 30. ????♂️
Im Übrigen will ich an der Stelle mal wieder meine Lieblingsnovelle von Böll empfehlen: Der Zug war pünktlich. Handelt von den die letzten Tagen im Leben eines jungen Manns namens Andreas, der mit anderen Soldaten vom Ruhrpott an die Ostfront rollt und dabei von der Vorahnung geplagt wird bald sterben zu müssen (was am Ende auch geschieht).
Das ist ein unglaublich bewegendes Stück Literatur, das ganz einfach und simpel zeigt wie Krieg wirklich ist: Sinnlos, psychisch wie physisch zerstörend, ein Mahlstrom, der Menschen verschluckt und verheizt, gerade junge Menschen, gerade Männer. Und der Zugtitel passt perfekt – die ganze Handlung ist ein Zug, der auf den Abgrund zurast und einen mitschleift. Die Chronik eines angekündigten Todes. Eine Mahnung, dass Krieg eben gerade keine „Berufung“ ist, werte 17jährige „Christin“, sondern einfach nur widerlich. Grauenhaft, wie die Autorin ja auch im weiteren Verlauf des Artikels schreibt. Es sollte gelten: Frieden ist der Ernstfall – nicht Krieg!
Das Buch ist übrigens nicht mal lang – eben eine Novelle. Aber für die im Artikel geschilderten Kinder ist ja bereits alles was länger als ein Fresszettel ist, geistig-moralisch überfordernd; also brauchte man denen Böll-Texte gar nicht erstvorlegen. Verstehen würden sie sie wahrscheinlich eh nicht oder sie fänden sie „langweilig“. Nun – ich habe irgendwann ein Alternativende verfassen müssen, weil mich Der Zug war pünktlich so umgetrieben hat. Und während ich das alles gerade schreibe, fliegen über meinem Kopf zwei AWACS aus Geilenkirchen. Darauf gleich nochmals: ???? ???? ????
Heute sei das doch anders, wird gesagt, es gehe darum, das Land zu verteidigen. Was aber als Verteidigung gilt, darüber entscheiden nicht die Soldaten.
Erstens: Das hat man denen vor hundertelf Jahren auch schon gesagt. Und vor tausendeinhundertelf auch. Der ganze Erste Weltkrieg wurde damit begründet, dass man das Land vor dem pösen Russen, dem perfiden Engländer und den mordbrennenden Welschen beschützen müsse. Der Kaiser hat es explizit so gesagt und die Rechte plärrt es bis heute nach: „Mitten im Frieden überfiel uns der Feind!“
???? ???? ????
Einfach nur dreckige Lügen. Dreckige, deutsche Lügen.
Zweitens: Die Soldaten sind keine willenlosen Lämmer, die mal eben zur Schlachtbank geführt werden. Ich kann mich da nur wiederholen. Und auch wer zwangsrekrutiert wird, muss nicht schießen. Überhaupt muss niemand schießen, ich bleibe da bei Olga Misař:
Das Volk selbst ist ja der Faktor, der die Kriege wirklich führt, und daher hat es auch die Macht in der Hand, diesen Dienst zu verweigern. Die Diplomaten können nur Kriege beschließen, die militärischen Machthaber können Marschbefehle erteilen – wenn aber das Volk den Gehorsam versagt so wird nicht gekämpft und die Diplomaten hätten höchstens die Möglichkeit, ihre Kriege untereinander auszukämpfen.
Viel Spaß dabei den Sündenpfuhls und Pistoloeriussen.
Abschließend aus aktuellem Anlass noch das Folgende. Nämlich ein kurzer Vergleich. Zum einen:
Die Strategie deutscher Entscheidungsträger anno 1914.
Die lautete:
To keep the Britons out, the Austrians in, and the Russians down (in blame).
Für das Projekt „Erbfeind Frankreich und Erzfeind Russland endgültig ausschalten“ wurde ein passender Anlass gesucht. Irgendein Konflikt, an dem Berlin (scheinbar) nicht beteiligt war, Wien aber zwangsläufig mitgehen musste. Bei dem man London draußen halten und die ganze Schuld am „Kladderadatsch“ Petersburg in die Schuhe schieben konnte. Es „müßte eine Situation sein, in der man nicht anders kann als ,losgehen‘“ wie es der damalige deutsche Botschafter in Wien gegenüber dem österreichischen Militärgenie Conard von Hötzendorf am 16.03.1914 äußerte. Worauf letzterer beruhigend erklärte, „daß am Balkan stets Verwicklungen drohen, die eine solche Lage schaffen könnten“. Wie gesagt – März 1914.
Gut – das mit dem Tommy hat dann letztlich nicht geklappt, der hat das mit dem Blankoscheck, der Verschleppung seiner Vermittlungsbemühung und allem irgendwie durchschaut. Und hatte einfach – bis heute unverständlich wieso – keinen Bock auf einen deutschen Kontinentalblock vor seiner Nase. Die Sammelbewegung zur ProletarierDemütigung (SPD) aber hat die Mär vom angreifenden russischen Bären, der mitten im Frieden das arme hilflose Reich überfallen habe, natürlich brav geschluckt. Gerade für die hat Bethmann inszeniert, dass es darum gehe, das Land zu verteidigen. Und weit über die völlig verrohte Rechte und die völlig verbildete Sozialdemokratie hinaus, ist es ja bis heute Allgemeingut in Schandland zu glauben, die Russen seien „schuld“ an jenem Krieg gewesen, weil sie zuerst mobil gemacht hätten. ????♂️
Dann:
Die Strategie deutscher Entscheidungsträger anno 2025.
Die lautet:
To keep China out, the Trumpists in, and the Russians down (in blame)
Für das Projekt „Erzfeind Russland endgültig ausschalten“ wird noch ein passender Anlass gesucht. China soll dazu gebracht werden sich rauszuhalten und am besten keine Güter mehr in Moskau zu kaufen beziehungsweise an dieses zu liefern. Die Regierung Trump und die hinter ihr stehenden Macht- und Kapitalgruppen sind zwar Rivalen der deutschen Fraktionen (beziehungsweise deren innerwestlichen Verbündeten) – sollen aber in irgendeiner Form weiter mitmischen und – wenn sie schon nicht selbst liefern und sich beteiligen wollen – sich zumindest Waffen von den Mitgliedern der Deutsch-EU abkaufen lassen, welche dann über die Versorgungszentren Deutschland an Polen direkt an Kiew weitergeleitet werden. Das neuste Geschwätz von Kriegsminister Pistolerius hier unterstreicht das:
Das [die Europäer bezahlen] ist uns aber schon seit Längerem klar. Aber mir ist es lieber, die Vereinigten Staaten sind drinnen als draußen, weil sie einfach Produktionskapazitäten haben und Systeme liefern können, die wir nicht haben. Deswegen ist das Signal richtig.
Und für jegliche Aggression, die entsteht, soll natürlich das finstere Moskau die Alleinschuld zugeschoben bekommen. Zitat Röper hier:
Daher hätte es für Russland und die Russen eine ganz besondere Qualität, wenn deutsche Waffen wieder in Russland einschlagen würden. Die russische Regierung hätte in dem Fall aufgrund der Stimmung im eigenen Land gar keine andere Wahl, als als Antwort Ziele in Deutschland anzugreifen.
Die Idee der Merz-Regierung, die deutsche Beteiligung an diesen Angriffen mit solchen Tricks zu verschleiern, funktioniert daher schicht nicht.
Und das weiß die Bundesregierung auch, aber ihr geht es nur darum, Russland auf eine Weise anzugreifen, die für die Öffentlichkeit unsichtbar bleibt, damit die Regierung im Falle der russischen Antwort wieder von einem „unprovozierten russischen Angriff“ sprechen kann. „Seht her, wir haben ja immer gesagt, dass die Russen aggressiv sind“, wird es dann aus Berlin heißen – und die durchschnittlichen Deutschen werden das glauben, weil die deutschen Medien das, was ich hier erklärt habe, konsequent verschweigen.
Das liegt freilich nicht nur daran, dass die Medien das verschwiegen (sollen die Leute eben andere lesen) – sondern auch an einem Reigen weiterer Faktoren von Verbildung und Verrohung wie bei den Panzerkindern oben, über Generationen hinweg kultiviertem rassistischem Russlandhass und gelebter Verantwortungslosigkeit bis hin zu Gewohnheit und anerzogenem Mitläufertum. Schlichtem Mangel sich mit anderen Meinungen und Quellen auseinanderzusetzen, weil die schmerzen. Aber das soll den Rest des Röperschen Punkts nicht schmälern. Und wie auf’s Stichwort kommt dann auch der Osnabrücker Noske wieder um die Ecke und brunzt im Interview hier:
Doch wären Deutschlands Soldaten bereit, im Falle eines Angriffs Moskaus auf einen NATO-Mitgliedstaat russische Soldaten zu töten? „Wenn die Abschreckung nicht funktioniert und Russland angreift, wird es dann passieren? Ja!“, antwortet Pistorius knallhart.
Genau – und wann das ist, das definieren eben „wir“. Oder versuchen es zu provozieren. Wie 1914!
Russland muss eben immer schuld sein. 1914 hat es mobil gemacht (Kontext interessiert eh nicht), 1941 war es ein „Präventivkrieg“, 1949 bis 1989 war es sowieso das Reich des Bösen, dann kamen Tschetschenien, die Münchner Rede, Georgien, der „Überfall auf die Krim“, die „Föderalisierung des Donbass“, der Abschuss von MH17, die „Invasion von Sommer 2014“ (die heute nicht mehr unter „Invasion“ läuft sondern unter „Hybrider Krieg“ und irgendwie medial total vergessen ist), die Nichtumsetzung von Minsk I und II und natürlich der ganze aktuelle Krieg, der zwar schon acht lange Jahre lief, aber erst am Donnertag, den 24. Februar 2022 irgendwo „ausgebrochen“ sein soll. Wenn er keine „Zinsjuden“, „Neger“, „Zigeuner“ oder „Musel“ zur Hand hat, greift der Mehrheitsdeutsche immer auf den „Russen“ zurück. Den einen da, der zum Glück immer vor der Tür steht.
Tja. Oben fragte eine Forist, ob Deutschland noch eine Existenzberichtigung habe. Nein – kein Staat hat eine Existenzberichtigung. Die Existenz des imperialistisch-kolonialistischen deutschen Mordbrennerstaats ist aber freilich noch schwerer zu rechtfertigen als die von Barbados. Das war vielleicht mal eine Piratenhöhle, hat aber Menschen nicht fabrikmäßig ermordet und gegenwärtig meiner Kenntnislage auch nicht vor, wieder einen Großkrieg anzuzetteln. ????♂️
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Der Schriftsteller Franz Werfel schrieb in seinem Roman „Stern der Ungeborenen“ noch während (!!) des Zweiten Weltkrieges Folgendes:
„Zwischen Weltkrieg Zwei und Drei drängten sich die Deutschen an die Spitze der Humanität und Allgüte. Der Gebrauch des Wortes ‚Humanitätsduselei‘ kostete achtundvierzig Stunden Arrest oder eine entsprechend hohe Geldsumme. Die meisten der Deutschen nahmen auch, was sie unter Humanität und Güte verstanden, äußerst ernst. Sie hatten doch seit Jahrhunderten danach gelechzt, beliebt zu sein. Humanität und Güte erschien ihnen jetzt der beste Weg zu diesem Ziel. Sie fanden ihn sogar weit bequemer als Heroismus und Rassenlehre. […] Sie waren die Erfinder der undankbaren Ethik der ‚selbstlosen Zudringlichkeit‘. Zur Erholung hielten die Gebildeten unter den Heinzelmännchen philosophische Vorträge an Volkshochschulen, in protestantischen Kirchen und sogar in Reformsynagogen, wobei ihr eintöniges Thema stets der brüderlichen Pflicht des Menschen gewidmet war. Ohne Pflicht ging’s nicht, wie ja die deutsche Grundauffassung vom Leben in der ‚Anbetung des Unangenehmen‘ bestand. Sie waren, mit einem Wort, echte Schafe im Schafspelz. Da sie aber selbst dies krampfhaft waren, glaubte es ihnen niemand, und man hielt sie für Wölfe.“
Interessant daß er sich in Letzterem, m.E., nichtmal wirklich geirrt hat. Die Deutschen sind gar solche großen Schafe, daß sie in den nächsten Weltkrieg ziehen, nur um als „Gut“ zu gelten und beliebt zu sein.
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Ach Kinder, wie schnell die Zeit doch vergeht. 37 Jahre ist das nun schon her, als auf solchen Verunstaltungen ausnahmsweise mal demonstriert wurde, was es für große Teile der Weltbevölkerung tagtäglich bedeutet, wenn unsere westlichen Freiheitshelden den Weltfrieden und ihre Länder verteidigen.
Wird wohl nicht klappen. Dem 13-jährigen Bub wird jetzt empfohlen, den Boxer nicht zu besteigen und stattdessen Böll zu lesen. Macht er nicht. Denn Militärtechnik hat nun mal eine Faszination, der sich Männer und Buben nur schwer entziehen können. Seit Arminius war das niemals anders.
Zu sehen bei den Kriegsdienstverweigerern, die bislang immer Abscheu vor dem Militärischen hatten. Aber jetzt plötzlich sind sie der Faszination erlegen und wechseln begeistert in das Lager der Bellizisten.
Ich selbst nehme mich da nicht aus. Ich will immer wissen, was der neue Kampfjet der Chinesen so kann oder aber, was die Hyperschallrakete für Fähigkeiten hat. Na und? Bis dahin ist noch nichts passiert. Aber ich kann mich mit diesem Wissen für Abrüstung aussprechen.
Mache ich auch. Dazu liegt seit Herbst 2021 ein russischer Vorschlag auf dem Tisch, der unter anderem ein atomwaffenfreies Europa vorsieht. Aber es gibt keine einzige Partei, die diesen Vorschlag ernst nimmt. Das BSW? Eine schnell wieder begrabene Hoffnung.
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Die Jungen gehen zu hundertausenden zu Raveparties und zu Demos gegen Rechts im Gleichklang mit ihrer meinungsdiktatorischen, militaristischen und russophoben Regierung. Die Alten gehen zu einigen Tausend ohne ihre Kinder zu Friedensdemos. Langsam ist es mir scheißegal, wie diese dämliche Jugend ihre Zukunft und die meiner Enkel versaut. Ich muss keine Uniform mehr anziehen.
Ich bin wütend und enttäuscht, weil ich gegen die Gehirnwäsche der bürgerlichen Medien und die Geschichtslehrer in der Schule offensichtlich verloren habe.
Die Jungen sagen mir auch, dass sie Geschichte nicht interessiert, nur das Hier und Heute.
Heinrich Heine: Der heutige Tag ist ein Resultat des gestrigen. Was dieser gewollt hat, müssen wir erforschen, wenn wir zu wissen wünschen, was jener will.
Sei es drum. Anscheinend muss jede zweite oder dritte Generation nach einem großen Krieg wieder selbst die Erfahrung machen. Wie die Lemminge…
Oha! Jetzt geht’s aber lohos! Frei nach dem Grundsatz „Und willst du nicht mein Bruder sein … „.
Ja doch, die Lage ist hoffnungslos aber irgendwie – zumindest für mich – nicht ernst, nicht mehr und auch noch nie. Dass sich die Sohnemänner wie auch die Gören von den einstigen HJ-Pimpfen wieder besonders bewähren wollen, mache lehn, sie werden schon erleben oder eher nicht, was sie sich und anderen – von Hirnamputierten – haben einbrocken lassen. Dass sich jetzt aber auch noch bald so manche den Schädel (oder das ‚arschgesicht‘) gegenseitig spalten wollen, Leute, das geht gar nicht. Meine Ausführungen (zu Palantir) am Wochenende bzgl. Jingdiziwa, der story vom Frosch im Brunnen, waren so unberechtigt auch wieder nicht, immerhin hat ganz Vorder- und Hinterasien über Jahrtausende gar die Fabel, das Gleichnis gepflegt und ergänzt. Vielleicht doch mal zu verstehen versuchen?
Auch ich habe so meine allergischen Reaktionen, Beispiel: der AlteRebell. So gegenläufige ‚Einstellungen‘ haben wir doch gar nicht. Ja, und auch ich stänkere gelegentlich als Ü65er auch gegen die U35er. Nur weil sich aber der deutsche Michel (um nicht Arsch zu sagen) immer wieder als – gelinde gesagt -Stinkstiefel erweist – von anno 1914 spätestens bis … ohne Unterlass bis heute, vorallem in WK1, WK2 und sich demnächst bzw. bald auch in WK3 seine skills zum Einsatz bringt, bedeutet das noch lange nicht, dass die Angelsachsen (in Gänze) wie übrigens auch die Franzmänner keinen Dreck am Stecken hätten.
Und damit wäre ich auch schon bei Arthur Cäsar, unserem Quoten-Schwaben – ‚tschuldigung. So verquere Ansichten hat er doch in der Angelegenheit A gar nicht. Nur in der anderen, Plan B, da setzt wohl immer irgendwas in den Vorderlappen aus, Hamas oder Hamas nicht? Frei nach Goethe: „Mein Vater, mein Vater, jetzt fasst er mich an! Erlkönig hat mir ein Leids getan!“. Habe mal selbst KI gespielt und sämtliche Israel-Protagonisten – vom Präsideenten, über den MP, den Außen-, wie auch Vertei…äh…Kriegsminister – gegoogelt. Irgendwann habe ich aufgehört., Ein einziger aus dem Land mit der ewigen Schuld, alle anderen aus Ländern hinter der heutigen Oder-Neisse-Grenze, wenn nicht sie selbst oder ihre Altvorderen nicht schon kurz nach Sykes-Picots Linienziehung nach Palästina geflüchtet wären oder – fast genauso oft – ins wahre god’s own land, so wie später ein gewisser Mileikowsky, später auch als Papa Benzion Netanjahu bekannt, in Warschau geboren anno 1910, Russisch-Polen zugehörig seinerzeit. Wiki ergänzt: Er war Sekretär von Zeʾev Jabotinsky, dem „Vater des revisionistischen Zionismus“, und nach dessen Tod von 1940 bis 1948 Geschäftsführer der New Zionist Organization. Dessen Chefe also – „Gründer der Jüdischen Legion im Ersten Weltkrieg sowie der Begründer des nationalistischen und insbesondere des revisionistischen Zionismus stammte übrigens ebenfalls aus Russland ehem., genau Odessa.“ Bei was genau hat damals die Hamas ihren Beitrag geleistet? Nur mal so’ne Frage. Halt, und was ist mit denen aus good old Germany. Es hält sich das Gerücht, dass Chjaim Weizmann einer sei. Einspruch, auch er kam von dort wie die anderen auch, aus Weißrussland. Nur studiert hat er in Darmstadt und anderswo, bevor er seine Berufung entdeckte. Als Präsident der Zionistischen Weltorganisation, israelischer Politiker und zionistischer Führer sowie von 1949 bis zu seinem Tod erster israelischer Staatspräsident.
Kann mich ja irren, aber mir ist nur ein ehemaliger Deutscher, ein gewisser Helmut Ostermann, bekannt, der es auch nur kurz in die Knesset geschafft hat, Der später als Avnery (Adler), Vorname Uri bekannte, 1933 als Zehnjähriger gerade noch Entkommener und von den Eltern nach Palästina verbrachte – das wird Arthur C. hoffentlich wissen – war von 1938 bi 1942 sogar aktives Mitglied in der Irgun, der jüdischen Terrororganisation. Im Unabhängigkeitskrieg 1948 war Avnery Soldat der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte. Das und sein weiterer Werdegang, seine politischen und journalistischen Aktivitäten – Wiki weiß da einiges zu berichten, auch über sein im Geburtsland zugestandenes Ansehen und Ehrenpreise – da hätte er doch auch heutzutage nach seinem Ableben 2018 noch Ruhm und Ehre verdient, oder? Aber nix da. Erinnere mich noch gut an seine letzten ‚Verlautbarungen‘ vor seinem Tod kurz vor dem 90sten. Thema: Gaza, vornehmlich zum „Bloody Monday“ . Ja, auch zu Hamas – zumindest zu dem ihm bekannten Flügel – hatte er was zu sagen. So böse, wie Arthur C. immer die Hamas zur Minna werden lässt,, war sie für uns’Uri aber wohl nicht. Würde mich aber auch interessieren, was er zu TenSeven zu vermelden hätte. Seit dem 20.8.2018 und ein paar Nachrufen ist es aber arg still hierzulande und selbst everywhere – zumindest google-seitig – geworden, seltsam aber auch. Doch, etwas gab es. dann doch noch. Einmal von einer deutschen Interviewerin gefragt, was er denn von der deutschen Position ggü. Israel halten würde, setzte es eine Watsch’n: ihm seien die deutschen Philosemiten genauso unheimlich wie die deutschen Antisemiten. Eine letzte Frage an uns’Arthur: Reicht die ganze Hasbara nicht, müssen Sie immer noch eine Schippe drauf legen.?
So, jetzt habe ich mich doch noch einmal auskotzen können. Danke für Eure Geduld!
über diese „emilie böhm“ findet man auch gar nichts im netz.
Info: https://overton-magazin.de/top-story/milch-sagte-ich-leise-geschichten-zum-tag-der-bundeswehr/
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.







Quelle: Gettyimages.ru © Win McNamee/Getty Images (Screenshot)











