13.08.2023

Experten warnen vor weiterer Nutzung von Google Chrome

freedert.online, vom 12 Aug. 2023 21:56 Uhr

Trotz massiver Kritik sowohl von Entwicklern von Internetsoftware als auch von unabhängigen Sicherheitsexperten prescht Google mit der Einführung von Web Environment Integrity (WEI) vor. Wegen der Risiken für Datensicherheit und die freie Nutzung des Internets empfehlen Experten nun, auf die Nutzung des Google-Browsers Chrome zu verzichten.


Quelle: Gettyimages.ru © Idrees Abbas/SOPA Images/LightRocket


Symbolbild: Die Logos von Google und Chrome


Wer Googles Browser Chrome nutzt, sollte spätestens jetzt über einen Wechsel nachdenken, raten Internetsicherheitsexperten. Google habe damit begonnen, das "Sicherheits"-Feature "WEI" (Web Environment Integrity) zu implementieren, in dem Kenner ein Risiko für Datenintegrität und Persönlichkeitsschutz sehen.


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Meinung

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Google versuche, WEI nun flächendeckend als Webstandard zu etablieren. Die Funktion soll es Website-Betreibern ermöglichen, die Konfiguration eines Browsers detailliert zu ermitteln. Weicht diese von einer gewünschten ab, bekommt der Nutzer die Seite nicht mehr angezeigt.

Experten sehen darin gleich zwei Missbrauchsmöglichkeiten. Erstens wird befürchtet, dass damit vorrangig Browser mit Werbeblockern ausgegrenzt werden können und sollen. Internetnutzer hätten, sollte sich WEI als Standard durchsetzen, keine Möglichkeit mehr, unerwünschte Werbung zu blockieren. Zweitens ermöglicht WEI es, die Nutzer mittels Fingerprinting immer eindeutig zu identifizieren, selbst mit aktiviertem VPN. Anonymes und sicheres Surfen ist dann nicht mehr möglich. Der Blogger "Digitalcourage" resümiert:

"Wenn sich so was als Webstandard durchsetzt, wäre das das Ende des freien Internets."

Schon die Pläne von Google, die Web Environment Integrity API in Chrome einzuführen, waren bei Entwicklern von Internetsoftware auf heftige Kritik gestoßen, da sie die Freiheit der Nutzer einschränken und die Grundprinzipien des offenen Webs untergraben. Mitarbeiter von Vivaldi, Brave und Firefox haben sich vehement gegen den von Google vorgeschlagenen Standard ausgesprochen, und einige sind sogar so weit gegangen, ihn als DRM (Digital Rights Management) für Websites zu bezeichnen.


Mehr zum ThemaSicherheitsbedenken: Indisches Verteidigungsministerium verzichtet auf Dienste von Microsoft


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/international/177725-experten-warnen-vor-weiterer-nutzung-von-google-chrome


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält

13.08.2023

„Most difficult time of the war“: Ukraine must answer serious questions

lostineu.eu, 12. August 2023

More than two months after the start of its counter-offensive, Ukraine still cannot report any successes. President Selensky and his supporters in Germany and the EU are in need of explanations.

For a long time, the situatioan was glossed over. But now the doubts about the success of the Ukrainian counter-offensive have also reached the mainstream, as we have shown with several examples from international media. In recent days, the concerns have become even louder. „Western allies are receiving increasingly ’sobering‘ updates on Ukraine’s counteroffensive,“ CNN reports. „This is the most difficult time of the war“.

Hope is also fading in the German media. Russia expert Alexander Gabuyev, for example, says in Der Spiegel that the Ukrainian offensive will probably not be enough to bring the Russian side to the negotiating table. „It all boils down to a war of attrition that will last for years.“

If this is so – and my sources in Brussels confirm this assessment – then some serious questions are pressing:

  • Why is the counter-offensive failing when, according to Nato Secretary General Stoltenberg, enough Western weapons have been delivered to „take back land“?
  • What happened to the Leopards, the Bradleys and other supposedly superior systems? So far, about 30 per cent have been destroyed – how can this be explained?
  • Why does Ukraine want more weapons, including outlawed ones? What advantage are Taurus cruise missiles supposed to bring where Storm Shadows are already in use?
  • What is the plan to turn the tide? Ukraine has changed tactics again and again but has not achieved an operational breakthrough. Is it because of the strategy?
  • Why are Western red lines being crossed – with attacks on civilian targets in Moscow and on oil shipments in the Black Sea? Can Selensky still be trusted?

Ukraine is in need of an explanation. Last year, it was still able to keep the West in line with its impressive resistance. But now it has failed to prove that Western support is still worthwhile.

Scholz, too, must explain himself

Selenskyj is on the defensive, the image of the radiant victor is fading. He is still trying to shift the blame for his military misery onto others and to talk his way out of it with a lack of help from Germany, for example.

But even the Taurus campaign cannot hide the fact that Kiev is stuck in the „fog of war“ and does not know how to get out of it. It not only lacks weapons, it also lacks soldiers – and an (exit) strategy.

And this is falling more and more on Germany. Not only Selenskyj is in trouble. Scholz, Baerbock & Co. must also explain why they are allowing themselves to be dragged deeper and deeper into the mess – and how long this is to continue…

The original post (in German) is here

3 Comments

  1. Herbert Steffes
    13. August 2023 @ 09:32

    Was soll der Quatsch? Sprich hier niemand mehr Deutsch?

Reply

  • Thomas Damrau
    13. August 2023 @ 07:44

    Explanations?

    Man muss nicht in West Point studiert haben, um einige „Basics“ der Kriegskunst zu verstehen:
    1) Verteidigen ist einfacher als angreifen – das hat schon Clausewitz ausführlich erklärt. Von dieser Regel hat letztes Jahr die Ukraine profitiert, jetzt profitieren die Russen.
    2) Wenn man eine Offensive wochenlang ankündigt, bringt man sich zweifach in die Bredouille
    – a) Der Gegner ist gewarnt.
    – b) Man selbst kommt unter Zugzwang, den Worten Taten folgen zu lassen – auch wenn abwarten eigentlich klüger wäre.
    3) Die Rückeroberungen am rechten Dnepr-Ufer bei Cherson und in der Region Charkiw letztes Jahr wurden überbewertet: Beides waren aus russischer Sicht prekäre Stellungen, die nur aufwendig und unter hohen Verlusten zu verteidigen gewesen wären – deshalb hat Russland wenig Energie aufgewendet, diese Gebiete zu halten.

    Noch Fragen?

    Reply

  • BlueLion
    13. August 2023 @ 07:20

    I like the translation service, your observations deserve to be presented to a larger international audience


  • Info: https://lostineu.eu/most-difficult-time-of-the-war-ukraine-must-answer-serious-questions


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält




    Weiteres:




    Ukraine in Erklärungsnot, der Mainstream zweifelt – und die AfD profitiert

    12. August 2023

    Dies sind die meistgelesenen Beiträge der vergangenen Woche:


    „Schwierigste Zeit des Krieges“: Die Ukraine gerät in Erklärungsnot 10. August 2023

    Mehr als zwei Monate nach dem Beginn ihrer Gegenoffensive kann die Ukraine immer noch keine Erfolge vermelden. Präsident Selenskyj und seine Unterstützer in Deutschland und der EU geraten in Erklärungsnot.

    Mehr


    Die AfD und die Aporien der EU 7. August 2023

    Der frühere EU-Chef Martin Schulz hat die Politik aufgefordert, die Ängste vor einem sozialen Abstieg ernster nehmen. Nur so ließen sich die AfD und andere Populisten stoppen. Doch seine Analyse greift zu kurz.

    Mehr


    Aufgelesen: Der Mainstream zweifelt am Erfolg der Ukraine 6. August 2023

    In Brüssel ist Urlaubszeit. Wir nutzen das „Sommerloch“, um lesenswerte Beiträge anderer Blogs und Medien zu präsentieren. Heute mehrere Beiträge aus dem Mainstream, die am Erfolg der ukrainischen Gegenoffensive zweifeln.

    Mehr


    Und hier noch eine Übersicht über die wichtigsten Themen („Hot in EUrope“):

    Ukraine-Krieg


    Wirtschaftkrieg


    China

    Neues vom Wirtschaftskrieg (221): Biden verbietet Investitionen in China


    Niger


    Info: https://lostineu.eu/ukraine-in-erklaerungsnot-der-mainstream-zweifelt-und-die-afd-profitiert


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    13.08.2023

    Die ethnische Säuberung des Zionismus


    https://linkezeitung.de/2023/08/12/die-ethnische-saeuberung-des-zionismus-wurde-mit-dem-schwert-und-dem-hammer-durchgesetzt/

    12.8.2023


    *Die ethnische Säuberung des Zionismus wurde mit dem Schwert und dem

    Hammer durchgesetzt

    *von Amjad Alqasis –Übersetzung LZ


    *Seit seiner Gründung hat Israel rechtliche Instrumente entwickelt, um

    die ethnische Säuberung Palästinas voranzutreiben. Die derzeitige

    juristische Überarbeitung ist Teil dieses Prozesses und zeigt, dass die

    Kolonisierungspläne des Staates immer schneller voranschreiten.*


    Der politische Zionismus, wie er 1897 auf dem Ersten Zionistenkongress

    in Basel festgelegt wurde, war von Anfang an brutal – eine koloniale,

    rassistische Bewegung, die darauf abzielte, das Land eines anderen für

    die eigene ausschließliche Nutzung zu nehmen. Die einzige Möglichkeit,

    dieses Ziel zu erreichen, war die Zwangsumsiedlung der Bevölkerung.

    Dieses Verbrechen, das so abscheulich ist, dass es als Kriegsverbrechen

    und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gilt, diente als Grundlage des

    Zionismus und Israels, wo die gewaltsame Vertreibung der Palästinenser

    und die Ansiedlung einer eigenen privilegierten Siedlergruppe auf

    demselben Land die Grundlage des Staates bilden.


    Während die zionistischen Kräfte im Laufe der Jahrzehnte militärische

    Macht eingesetzt haben, um dieses Ziel zu erreichen, hat die

    zionistische Bewegung auch versucht, diesen Prozess zu verschleiern,

    indem sie ihre Grausamkeiten unter ein rechtliches Dach stellte. In der

    zionistischen Logik würde nicht nur das mächtige Schwert, sondern auch

    der mächtige Hammer des Richters auf die Rechte und die Existenz der

    Palästinenser einhämmern.


    *Rechtliche Strategien zur Förderung der Kolonisierung*

    Das israelische Narrativ selbst beschreibt seine eigene Gründung durch

    historisches Geburtsrecht und politischen Aufruhr. Der Zionismus wollte

    modern, demokratisch und aufgeklärt erscheinen – und nicht mörderisch,

    suprematistisch und autoritär. Bereits 1948 erließ Israel eine Reihe von

    Militäranordnungen, um seine Verbrechen in ein rechtliches Rahmenwerk zu

    stellen. Die “Absentee Property Military Order”, die später in das

    israelische “Absentee Property Law” umgewandelt wurde, diente der

    weiteren Aneignung palästinensischen Landes und Besitzes durch den

    Anschein eines rechtsstaatlichen Systems. Demnach erklärte Israel alle

    palästinensischen Flüchtlinge und Binnenvertriebenen, die von demselben

    Regime, das ihnen die Rückkehr verbot, aus ihren Häusern vertrieben

    worden waren, zu Abwesenden, deren Land und Eigentum konfisziert und in

    israelisches Staatseigentum überführt werden sollte. Obwohl dies ein

    klarer Verstoß gegen internationales Recht und Grundsätze ist,

    erleichtert das Gesetz die ethnische Säuberung durch legale Wege.


    Ein weiteres Beispiel ist, wie der Staat “legale” Mittel geschaffen hat,

    um allen palästinensischen Dörfern und Stadtvierteln zu verbieten, sich

    zu vergrößern. In der Praxis hat dies dazu geführt, dass diese Orte seit

    1948 nicht mehr wachsen konnten, um ihre Einwohnerzahl, die sich

    vervierfacht hat, aufzunehmen. Eine ähnliche Regelung wurde in dem 1967

    besetzten Gebiet eingeführt, mit dem gleichen verheerenden Ergebnis. Die

    Gesetze und Verordnungen, die Israel erlassen hat, um seine Politik der

    Zwangsumsiedlung voranzutreiben, sind schier endlos. So gibt es in den

    1967 besetzten Städten und Gebieten neben osmanischen, britischen und

    jordanischen Gesetzen mehr als 2.000 israelische Militärbefehle. Israel

    wählt aus, welche Vorschriften es in einer bestimmten Situation

    anwendet, um das maximale Ergebnis zu erzielen. Und wenn es das Gesetz

    nicht gibt, wird eine neue Militärverordnung formuliert. Dieser allen

    internationalen Rechtsgrundsätzen widersprechende Ansatz bildet die

    Grundlage für Israels Rechtswidrigkeit.


    In den letzten Jahren hat Israel Gesetze verabschiedet, um die

    öffentlichen Freiheiten weiter zu beschneiden, alle Formen des

    palästinensischen Widerstands als Terrorismus zu verteufeln und alle

    internationalen Unterstützer der palästinensischen Rechte als

    Antisemiten zu bezeichnen. Das Nationalstaatsgesetz von 2018 ist ein

    herausragendes Beispiel dafür, wie sich das israelische politische

    System weiter in eine mehrheitliche und autoritäre Richtung bewegt.

    Dieses Gesetz kodifizierte einfach die seit langem bestehende

    israelische Praxis, insbesondere, dass das Recht auf nationale

    Selbstbestimmung in Israel ausschließlich dem jüdischen Volk zusteht,

    und machte damit das grundlegende Ungleichgewicht zwischen einem

    demokratischen Staat und einem jüdischen Staat deutlich. Das Gesetz

    erklärt im Wesentlichen, dass im Falle eines Konflikts zwischen dem

    jüdischen und dem demokratischen Charakter des Staates das Judentum

    Vorrang hat. Eine solch schwerwiegende Einschränkung der demokratischen

    Grundsätze offenbart Israels wahre Natur und steht in direktem

    Widerspruch zu dem jahrzehntelangen Mantra, ein “jüdischer und

    demokratischer” Staat zu sein.


    Ein weiteres Beispiel ist die kürzlich verabschiedete Änderung eines der

    zentralen Apartheidgesetze Israels, des “Dorfkomitee-Gesetzes” aus dem

    Jahr 2010, das Nachbarschaften mit bis zu 700 Haushalten das Recht

    einräumt, den Zuzug von Menschen abzulehnen, um “das Gefüge” der

    Gemeinde zu erhalten, was natürlich zu rein jüdischen Gemeinden führt.

    Laut Adalah wird die Gesetzesänderung die Begrenzung der Zahl der

    Haushalte in fünf Jahren aufheben, was den jüdischen

    Zulassungsausschüssen in allen von Israel kontrollierten Gebieten und

    Städten im gesamten historischen Palästina Macht verleihen könnte.


    *Ein sich beschleunigender Prozess*

    Israel hat eine legale Vertreibungsstrategie entwickelt, um seine

    Massendeportationen von 1948 und 1967 zu ergänzen. Der

    Bevölkerungstransfer wird erreicht, indem eine insgesamt unhaltbare

    Lebenssituation geschaffen wird, die den Bewohnern keine andere Wahl

    lässt, als ihre Häuser zu verlassen. Diese Strategie hat die Form des

    “stillen” Transfers angenommen, mit dem Israel versucht, die

    internationale Aufmerksamkeit zu vermeiden, indem es wöchentlich eine

    kleine Anzahl von Menschen vertreibt. Diese Politik wird jedoch von

    Israel und den zionistischen Führern allmählich aufgegeben, um Platz für

    eine aggressivere Vertreibungsstrategie zu schaffen.


    Heute diskutieren israelische Minister ganz offen über die Übernahme

    heiliger Stätten, die Auslöschung ganzer palästinensischer Dörfer und

    die Deportation großer Teile der Bevölkerung. Es scheint, dass Israels

    Führer mehr als 75 Jahre nach der ursprünglichen Errungenschaft des

    Zionismus, der Gründung eines Staates, versuchen, die zionistische

    Vision noch zu ihren Lebzeiten zu vollenden.


    Die derzeitige Überarbeitung des Justizwesens fügt sich in diese

    beschleunigende Denkweise ein. Obwohl darauf hingewiesen werden sollte,

    dass alle zionistischen israelischen Institutionen, einschließlich des

    israelischen Obersten Gerichtshofs und aller Vorgängerregierungen, das

    zionistische Ziel der Kolonisierung des gesamten historischen Palästinas

    vorangetrieben haben, ermöglicht die Ausschaltung der potenziellen

    gerichtlichen Kontrolle der Gerichte eine sehr viel schnellere und

    aggressivere Transferpolitik.


    Israels Unterdrückung und systematische Enteignung der Palästinenser

    erfolgt mit roher Gewalt, die durch ein Netz von Gesetzen und

    Rechtsmechanismen verschleiert wird. Die zionistischen Eliten arbeiten

    derzeit daran, alle möglichen Schlupflöcher in diesem System zu

    schließen, auch wenn dies bedeutet, dass sie dabei ihre eigenen

    Institutionen opfern müssen. So wird Israel nicht in der Lage sein, sich

    selbst aus dem Netz zu befreien, das es gewoben hat, und wenn eine

    tatsächliche gerichtliche Kontrolle stattfindet, ist sein Erbe an

    Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit alles, was

    bleiben wird.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält

    13.08.2023

    Nachrichten von Pressenza: Alexander Kluge: Kriegsfibel 2023

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 12. August 2023, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 13.08.2023


    Alexander Kluge: Kriegsfibel 2023


    Mit der “Kriegsfibel 2023” hat Alexander Kluge ein Werk über die Unwägbarkeiten des Krieges und seine Permanenz vorgelegt. Ja, sie existieren noch. Noch! Menschen, die den großen Krieg im letzten Jahrhundert erlebt haben. Ein Kind dieser Zeit, in der der&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/08/alexander-kluge-kriegsfibel-2023/


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    Stoppt das Töten in der Ukraine – für Waffenstillstand und Verhandlungen!


    Für einen Waffenstillstand und für Verhandlungen soll es vom 18. September über den UN-Weltfriedenstag am 21. September bis zum 24. September 2023 bundesweit Antikriegsaktionen geben – ein Bündnis von mehr als zehn Friedens- und Menschenrechtsorganisationen ruft dazu auf. Der Aufruf&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/08/stoppt-das-toeten-in-der-ukraine-fuer-waffenstillstand-und-verhandlungen/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält




    Weiteres:




    Alexander Kluge: Kriegsfibel 2023

    12.08.23 - Gerhard Mersmann - Neue Debatte

    Mit der “Kriegsfibel 2023” hat Alexander Kluge ein Werk über die Unwägbarkeiten des Krieges und seine Permanenz vorgelegt.

    Ja, sie existieren noch. Noch! Menschen, die den großen Krieg im letzten Jahrhundert erlebt haben. Ein Kind dieser Zeit, in der der Krieg zu Ende ging, in der die Westanbindung eines Teils Deutschlands vollzogen wurde, in der der Kalte Krieg wütete und beendet wurde und die in einen neuen, zunächst kalten und dann heißen Krieg mündete, ist Alexander Kluge.

    Er hat sich früh nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine zu Wort gemeldet.

    Mit der Publikation “Russland Kontainer“ erinnerte er daran, was zwischen Deutschen und Russen an Gemeinsamkeiten wie Grausamkeiten geschah und im Keller des kollektiven Bewusstseins liegt. Mit der “Kriegsfibel 2023” schreibt Kluge ein weiteres Kapitel. Nicht über die Ambivalenz von Nationen, sondern über die Unwägbarkeiten des Krieges und seine Permanenz.

    “Der Krieg ist wieder da!”

    Es beginnt mit einem Déjà-vu. “Der Krieg ist wieder da”, erinnert sich der Autor als Zeitzeuge. Und vieles, was immer noch in seinen Sinnen präsent ist, hat eine eigentümliche Aktualität, um in der Folge aufzuräumen mit den Mythen, die jeder Krieg produziert. Von der Illusion technischer Sicherheit, von den ständig wiederkehrenden Ressentiments und den ebenso oft vorkommenden Zufällen, die gravierende Wenden nach sich ziehen und den vorübergehenden Ausgang des Krieges beeinflussen können.

    Und Kluge stöbert nicht nur in dem nun vor uns liegenden Konflikt zwischen Zentral- und Osteuropa, sondern auch im Amerikanischen Bürgerkrieg, der eiternde Wunden bis ins Heute geschlagen hat und die US-amerikanische Gesellschaft immer wieder zu schmerzhaften Erlebnissen führt. (1) Nein, so Kluge, Kriege verlaufen nie so, wie die, die sie beginnen, sich das vorstellen.

    Wer glaubt, mit der “Kriegsfibel 2023” ein Buch zu erwerben, das den jetzigen Krieg in der Ukraine erklärt und dokumentiert, wird enttäuscht werden. Alexander Kluge ist bekannt dafür, dass er in die tiefen Schichten von Phänomenen eindringt und sehr viel von seiner Leserschaft verlangt. Und die Botschaften, mit denen er sich als guter Didakt sehr zurückhält, haben es in sich. Sie zwingen zu einem gravierenden Perspektivenwechsel, egal auf welcher Seite man steht.

    Die eine Quintessenz, die Kluge preisgibt, ist die Gewissheit, dass die wahren Chronisten des Krieges die Kinder sind. Da ist es unerheblich, was ein Herr Putin, ein Herr Biden, die Schreihälse subalterner Mächte oder die waffenstarrenden Militärbündnisse zum Besten geben. Wie es weiter gehen wird, nach der großen Vernichtungsshow, das werden die bestimmen, die als Kinder Zeugen dieser Material- und Menschenschlacht werden. Auf beiden Seiten!

    Ein flüchtiger Blick

    Und, auch das so ein Aperçu, das nur von einem Menschen kommen kann, der über das hohe Gut der Erfahrung verfügt: “Ist der Krieg ausgebrochen, hört die Herrschaft über ihn auf. Krieg duldet keine Vorgesetzten.” Führen Sie sich das vor Augen. Und versuchen Sie eine Prognose.

    Kluge, ein Grandseigneur philanthropischen Denkens, hält sich auch da zurück. Er will nicht belehren, vielleicht weil er weiß, dass dieses Instrument in unseren Tagen durch häufigen Missbrauch allzu abgenutzt darniederliegt. Alexander Kluge reicht auch da ein Zitat: “Wer auch immer siegt, stürzt ab.” (Homer)

    Informationen zum Buch

    Kriegsfibel 2023

    Autor: Alexander Kluge

    Genre: Sachbuch

    Sprache: Deutsch

    Seiten: 444 Seiten

    Veröffentlichung: 17. April 2023 (1. Edition)

    Herausgeber: Suhrkamp Verlag

    ISBN-13: 978-3-518-43153-5

    Quellen und Anmerkungen

    (1) Der Amerikanische Bürgerkrieg (auch Sezessionskrieg) dauerte von 1861 bis 1865. Es war ein militärischer Konflikt zwischen den aus den Vereinigten Staaten ausgetretenen Südstaaten, die in der Konföderation vereinigt gewesen sind, und den in der Union verbliebenen Nordstaaten (Unionsstaaten). Hauptursache für den Ausbruch des Bürgerkriegs war eine tiefe wirtschaftliche, soziale und politische Spaltung zwischen den Nord- und den Südstaaten.

    Als Reaktion auf die Wahl von Abraham Lincoln, einem gemäßigten Gegner der Sklaverei, zum US-Präsidenten traten im Winter 1860/61 die meisten Südstaaten aus der Union aus. Der Krieg begann am 12. April 1861 mit der Beschießung Fort Sumters durch die Konföderierten und endete im Wesentlichen mit der Kapitulation der konföderierten Nord-Virginia-Armee in Appomattox Court House am 9. April 1865. Im Indianerterritorium, das im heutigen Oklahoma liegt, kapitulierten am 23. Juni 1865 die letzten Einheiten der Konföderierten.

    Nach dem Sieg des Nordens wurden die Südstaaten im Rahmen der Reconstruction wieder in die Union aufgenommen. Die wichtigsten Folgen des Krieges waren die Stärkung der Zentralmacht, die verstärkte Ausrichtung des Landes als Industriestaat und die Abschaffung der Sklaverei in den USA. Ein Blick auf die heutige Gefängnisindustrie zeigt allerdings, dass sich noch immer Aspekte der Sklaverei finden lassen.

     

    Der Originalartikel kann hier besucht werden


    Info:https://www.pressenza.com/de/2023/08/alexander-kluge-kriegsfibel-2023


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    13.08.2023

    Mensch wird Schaf. Die NATO plant den totalen Propagandakrieg

    Screenshot_2023_08_13_at_20_51_58_Mensch_wird_Schaf._Die_NATO_plant_den_totalen_Propagandakrieg


    nachdenkseiten.de, vom 12. August 2023 um 14:00 Ein Artikel von Ralf Wurzbacher

    Die Strategiepapiere der Transatlantiker zur sogenannten kognitiven Kriegsführung fördern Abgründiges zutage. Die NATO arbeitet an der Errichtung einer Meinungs- und Gedankendiktatur, die Aldous Huxleys „schöner neuer Welt“ in nichts nachstehen soll. Freie Meinungsbildung und ein freier Wille haben darin endgültig ausgedient, stattdessen gibt es Weltbild von der Stange und ideologischen Einheitsbrei fürs mähende Volk. Der Amerikanist und Propagandaforscher Jonas Tögel hat ein Buch darüber geschrieben. Ralf Wurzbacher hat es gelesen und stellt es vor.

    Dieses Buch liest man besser von hinten. Auf den letzten Seiten hinterlässt der Autor wenigstens einen Funken Resthoffnung, dass sich der von ihm skizzierte Horrortrip vielleicht doch noch abwenden lässt. Unter den Bedingungen eines weitgehend gleichgeschalteten Medien- und Politikbetriebs haben Rede- und Willensfreiheit, Selbstbestimmung und Demokratie bereits heute einen schweren Stand. Aber gemessen an dem, wie sich die Herrschenden und Mächtigen die Zukunft vorstellen, wirkt die zeitgenössische Meinungsmache wie Kindergeburtstag. Jonas Tögel befasst sich mit der neuesten „Waffengattung“ der Propagandisten, der „kognitiven Kriegsführung“. Bei der geht es nicht mehr nur darum, irgendwie die Sicht der Dinge von Menschen zu formen. Es geht darum, die Menschen selbst zu formen, indem ihre Psyche gekapert, ihre Gefühlswelt erobert und ihre Gedankenwelt annektiert werden. Selbst das physisch Innere wird zum Angriffsziel – von Nanotechnologien, die das Nervensystem wunschgemäß konfigurieren.

    Ganz so weit sind wir noch nicht, aber solche Szenarien werden längst durchdacht, geplant, erforscht. Und nicht erst seit gestern mischt bei all dem als exponierter Akteur die NATO mit, die North Atlantic Treaty Organization, die unter dem Label „Verteidigungsbündnis“ weltweit Kriege führt, anzettelt oder am Laufen hält. Nach diesem Muster holt der Militärpakt nun zum vielleicht finalen Schlag gegen die Köpfe und Herzen der westlichen sowie der gegnerischen Bevölkerungen aus. Wie der Amerikanist und Propagandaforscher Tögel schreibt, begreift die NATO die Cognitive Warfare als die „fortschrittlichste Form der Manipulation“ mit dem Zweck, „unseren Verstand wie einen Computer zu ‚hacken‘“. Aber obwohl die Militärs das Konzept seit 2020 als offizielles Programm vorantreiben würden, wisse die Öffentlichkeit bis dato so gut wie nichts von den Machenschaften.


    Soft Power im Vormarsch

    Das allerdings liegt in der Natur der Sache, und zwar aus zwei Gründen: Wer geht schon damit hausieren, sich zum Gedankenkontrolleur Nr. 1 aufzuschwingen? Und: Die Attacken aufs Hinterstübchen bleiben in der Regel unbemerkt, weil nicht, wie bei konventionellen Schlachten, laut geballert und gestorben, sondern mit sogenannter Soft Power agiert wird. Nach einer Definition des US-Politologen Joseph Nye ist dies die „Fähigkeit, andere zu überzeugen, das zu tun, was Du willst, ohne dass Du Gewalt oder Zwang anwendest“. Dagegen geht Hard Power, also der Einsatz von Kriegsgerät, nicht nur mit Tod, Zerstörung und anhaltendem Leid einher. Bei den Betroffenen löst sie außerdem Verbitterung, Aggression und Hass auf den Angreifer aus, was es schwer macht, die Besiegten dauerhaft zu unterwerfen. Der Vorzug „softer“ Übergriffe besteht umgekehrt darin, weniger oder gar keinen Widerstand zu provozieren, weil sie unterhalb der Wahrnehmungsschwelle bleiben. Laut Tögel zielen die Techniken auf psychische Prozesse, die wie bei einem Eisberg unterhalb der Wasseroberfläche liegen und gegenüber der deutlich beschränkteren bewussten Erfahrungswelt eine riesige Angriffsfläche bieten. Hier beschossen zu werden, nimmt Mensch gar nicht wahr, er weiß also gar nicht, dass er beeinflusst wird, was im „Optimalfall“ so weit führen kann, dass er sein Unterdrücktsein schätzen und lieben lernt.

    Von da ist es zu Aldous Huxleys „schöner, neuer Welt“ nicht mehr weit. Der Brite hatte einst konstatiert, „die Gefahr unter dem neuen Regime ist also, dass die Menschen sogar glücklich sein werden in Situationen, wo sie ganz und gar nicht glücklich sein sollten“. In diesem Sinne sind die NATO-Strategen drauf und dran, mit der „kognitiven Sphäre“ oder der „menschlichen Sphäre“ einen sechsten Kriegsschauplatz zu etablieren – neben denen zu Lande, zu Wasser, in der Luft, im Internet und im Weltraum. Dabei stünden, so Tögel, „entweder der Verstand, die Gedanken und Informationsverarbeitungsprozesse der Menschen im Visier oder eben der Mensch in seiner Gesamtheit“. In diesem Zusammenhang zitiert er den ehemaligen französischen Oberstleutnant François du Cluzel, der heute für den Thinktank NATO Innovation Hub tätig ist. Demnach beziehe „die Human Domain of Operations sich (…) auf das ganze menschliche Umfeld, ob Freund oder Feind“.


    Krieg immer und überall

    Damit werden die Schlachten nicht nur territorial entgrenzt. Zunächst mag die NATO ihre Energien auf die aktuellsten Widersacher Russland oder China richten im Bemühen, deren Bevölkerungen gegen die eigene Regierung in Stellung zu bringen. Weil es aber auch im eigenen Lager Menschen gibt, die mit dem Feind sympathisieren oder die kapitalistische „Verwertungsgemeinschaft“ ablehnen, muss nicht minder an der Heimatfront operiert und in einem möglichen Endstadium die gesamte Weltbevölkerung manipulativ bekriegt werden. Entgrenzt wird der Krieg damit auch zeitlich, er findet immer statt, zwar mit weniger Krach, Bum, Bäng und weitgehend im Verborgenen. Dafür rücken laut Tögel „unsere Gedanken, Gefühle und unsere Handlungen ins Zentrum der Kriegshandlungen“, mit dem erklärten Ziel einer „möglichst vollständigen Kontrolle all dessen, was uns als Menschen ausmacht“. Letztlich soll der Mensch also zu einer Marionette degenerieren, bar jeder Denk- und Urteilsfähigkeit.

    Vorgetragen wird die psycho-ideologische Großoffensive mit allen Mitteln und auf allen Kanälen: über die klassischen Massenmedien, mit Kampagnen nach innen und außen (Maidan-Putsch), natürlich über das Internet, im Speziellen in den sozialen Medien. Beispielsweise will man durch gezielte „Nudges“, also kleine psychologische „Schubser“, Debatten im Cyberspace den nötigen Dreh geben beziehungsweise Meinungstrends vorhersehen können und damit steuerbar machen. Die Technik hat die US-Firma Veriphix entwickelt, die seit Jahren mit Regierungen und Unternehmen kooperiert und schon einmal als Sieger des NATO-Innovationswettbewerbs „Countering Cognitive Warfare“ hervorging.


    „Fenster ins Gehirn“

    Besondere Inspiration schöpften die Psychokrieger nach Tögels Recherchen aus dem „Erfolg“ der britischen Softwareschmiede Cambridge Analytica. Deren Methode, mittels sogenannter Likes auf Facebook die Persönlichkeitsmerkmale von Usern zu entschlüsseln, bildete die Grundlage zweier Kampagnen (Mikro-Targeting) sowohl im US-Wahlkampf 2016 als auch im Vorfeld der Brexit-Abstimmung in Großbritannien. Donald Trump sowie die Brexit-Befürworter um Nigel Farage waren Auftraggeber der Firma, und ihren Triumph sollen sie ebendieser verdanken. Der Skandal flog später auf, gleichwohl tüftelt die NATO laut Tögel an einem eigenen Programm zur digitalen Manipulation. Passend dazu nannte besagter NATO-Vordenker du Cluzel die „Massenüberwachungsmaschinen“ von Cambridge Analytica ein wegweisendes Beispiel dafür, wie eine Technologie „ein Fenster in die Gehirne der Menschen“ öffnen könne.

    Es gibt schönere Aussichten, wobei der Weg dahin durchaus vorgezeichnet war. Laut Tögel steuern wir lediglich auf den Höhepunkt einer Entwicklung zu, die vor über 100 Jahren mit der Geburtsstunde der Public Relation (PR) sowie der modernen Kriegspropaganda ihren Ausgang nahm. Der vielleicht wichtigste Wegbereiter war dabei Edward Bernays, der Begründer der PR, der früh erkannte, „dass Ideen Waffen sind und sogar effektiver als Gewehrkugeln“. Geschossen wurde wegen seiner geistigen Zuarbeit trotzdem, und zwar reichlich. Bernays war eine zentrale Figur in der sogenannten Creel-Kommission, eines durch den damaligen Präsidenten Woodrow Wilson bestellten Expertenzirkels, der die kriegsunlustigen Amerikaner für die Teilnahme am Ersten Weltkrieg begeistern sollte. Das Projekt war ein „Erfolg“ auf ganzer Linie, bei dem erstmals die seinerzeit neuesten Erkenntnisse der Massenpsychologie, der Psychoanalyse und des Behaviorismus in einer konzertierten Kampagne zusammengeführt wurden, um so ein ganzes Volk mental und emotional auf Linie zu bringen. Über 100.000 US-Soldaten sollten dies mit ihrem Leben bezahlen, und mit den später perfektionierten Propagandakniffen wurden zig Millionen Menschen mehr in den Tod geschickt.


    „Verwirrte Herde“ bändigen

    Tögel beleuchtet den Triumphzug der Propaganda anhand einer Reihe historischer Ereignisse, beschreibt das Instrumentarium der Manipulatoren und liefert Erhellendes zu den schillerndsten Protagonisten. Zum Beispiel erklärte einst der Publizist Walter Lippmann, der schon 1922 mit seinem Werk „Die öffentliche Meinung“ so etwas wie den Leitfaden für die permanente Lenkung der Menschen mit Soft Power geliefert hatte: „Die Bevölkerung muss auf ihren Platz verwiesen werden (…), so dass jeder von uns frei von dem Getrampel und Gebrüll der verwirrten Herde leben kann.“ Ein Jahrhundert später erscheint der totale Totalitarismus im Zeichen eines plutokratischen Neoliberalismus und eines komplett vermachteten Mediensystems kaum mehr aufhaltbar. Du Cluzel drückt das so aus: „Die Kognitive Kriegsführung könnte das fehlende Element sein, das den Übergang vom militärischen Sieg auf dem Schlachtfeld zum dauerhaften politischen Erfolg ermöglicht. (Nur) die menschliche Sphäre kann den endgültigen und vollständigen Sieg erringen.“

    Ein zentraler Kampfplatz ist laut Tögel die „kulturelle Manipulation“: Diese dreht sich darum, einen Deutungsrahmen für die Wirklichkeit durchzusetzen, innerhalb dessen die Menschen ihre Welt, ihre Regierungen, Konflikte und Kriege wahrnehmen. Das beinhaltet zum Beispiel „Bildungsarbeit“ in Schulen, Diffamierungskampagnen gegen kritische Geister (Stichwort: „Verschwörungstheorie“) oder die gezielte Beeinflussung sozialer Netzwerke durch modernste Einflusstechniken. Dazu komme die „digitale Manipulation“, die sich den Umstand zunutze macht, dass wir uns durch die Nutzung von Smartphone und Internet gläsern und kontrollierbar machen. Diese Daten würden gesammelt, ausgewertet und zum Ausgangspunkt für individuell zugeschnittene Soft-Power-Techniken. Schließlich kämen noch Zukunftstechnologien ins Spiel, insbesondere Nano- und Biotechnologien, Informationswissenschaft sowie Kognitions- oder Neurowissenschaften (kurz NBIC). Hier geht es beispielsweise um die Schaffung von Supersoldaten oder eben darum, den menschlichen Verstand mit Neuro- oder Biowaffen zu entern.


    Licht ins Dunkel

    Das alles hört sich gruselig an, ist aber in Teilen bereits umgesetzt beziehungsweise auf dem „besten“ Weg dahin. Beängstigend ist überdies, dass es trotz der Monstrosität und Perfidie des Unterfangens offenbar reichlich Vordenker, Profiteure und Mitwisser gibt, die in den Planungs- und Forschungsabteilungen eifrig darauf hinarbeiten, dem Menschen seine Menschlichkeit auszutreiben und geistig-intellektuell ein zweites Mittelalter zu errichten.

    Wie eingangs geschrieben: Für Tögel ist die Lage dennoch nicht ausweglos. So lieferten die zum Thema vorhandenen NATO-Dokumente selbst Anleitungen, wie sich Mensch zur Wehr setzen kann. Geschrieben steht da etwa, dass der größte Verbündete der kognitiven Krieger die Unwissenheit der Bevölkerung ist. Deshalb brauche es ein Bewusstsein darüber, dass der Krieg tagtäglich stattfindet und wir selbst in seinem Zentrum stehen. Nötig wären Aufklärung und eine genaue Kenntnis der Manipulationstechniken, so Tögel, und weiter: „Wenn es uns gelingt, uns mit anderen zu vernetzen und gemeinsam als Licht auch in dunklen Zeiten zu leuchten, dann können wir mit unserem Licht die Propaganda für viele andere Menschen sichtbar entkräften. Das gibt Kraft, macht Mut und hilft auch unseren Mitmenschen, sich der kognitiven Kriegsführung zu entziehen.“ Das klingt fast zu schön, um wahr zu werden.


    Info zum Buch: Jonas Tögel, Amerikanist und Propagandaforscher am Institut für Psychologie der Universität Regensburg. „Kognitive Kriegsführung. Neueste Manipulationstechniken als Waffengattung der NATO“, Westend Verlag, Frankfurt (Main), 2023.


    Rubriken: Überwachung PR Rezensionen Strategien der Meinungsmache

    Schlagwörter:


    Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=102338


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält

    13.08.2023

    Friedensbewegung ....

    aus e-mail von Doris Pumphrey, vom 12. August 2023, 16:52 Uhr


    /Zur Ergänzung und Erinnerung //(Anmerkung von Doris Pumphrey):


    /*/DAMALS/**/….. /*/Die "Montagsmahnwachen" waren 2014 außerhalb und

    unabhängig der traditionellen Strukturen der bundesdeutschen

    Friedensbewegung entstanden. Große Teile der letzteren hatten nur sehr

    langsam auf das reagiert, was sich mit dem vom Westen unterstützten,

    faschistoiden und russophoben Maidan-Putsch in der Ukraine

    zusammenbraute. Mit dem Beitritt der Krim zur Russischen Föderation

    wurde das Kriegsgeschrei im NATO-EU Westen im heftiger. Die massiv

    einsetzende Anti-Putin-Hysterie wirkte einschüchternd und lähmend auf

    jene in der Friedensbewegung, die Angst hatten, als „Putin-Versteher“

    gebrandmarkt zu werden.


    Die Mahnwachen hingegen brachten regelmäßig Tausende auf die Straßen, um

    gegen die Kriegshetze zu protestieren. Die Herrschenden witterten eine

    Gefahr: Wenn die Mobilisierung der neu entstandenen Mahnwachen für den

    Frieden zu gemeinsamen Antikriegsaktionen mit der traditionellen

    Friedensbewegung führen würde, könnte eine neue, mächtigere

    Friedensbewegung entstehen. Das musste unter allen Umständen verhindert

    werden. So wurde mit Hilfe der Mainstream-Medien eine Kampagne in Gang

    gesetzt, um die Mahnwachen – eine politisch unerfahrene Bewegung mit z.

    T. diffusen Vorstellungen – als „rechts“, "antisemitisch" und

    "Querfront" zu diffamieren.


    Leider beteiligten sich auch linke Medien und Viele aus linken und

    friedenspolitischen Reihen an der Hetze gegen die Mahnwachen, statt

    Verstehen und Verständigung zu suchen. Damit wurde eine Chance zur

    Erweiterung, Verjüngung und Stärkung der Friedensbewegung vergeben –

    ganz im Interesse der NATO-Kriegstreiber und im Sinne ihrer

    Ideologen…./*/WIE HEUTE/**/…./*/


    /https://www.neulandrebellen.de/2023/08/die-vierte-gewalt-im-staat/

    11.8.2023


    *Die Vierte Gewalt im Staat */

    Von Gert-Ewen Ungar

    /

    /Wir haben in einem Podcast mit Lars Mährholz über die

    *Montagsmahnwachen *gesprochen. Ich war 2014 regelmäßiger Teilnehmer bei

    den Mahnwachen vor dem Brandenburger Tor und beeindruckt von dem, was

    dort geschah. Dort entstand eine Graswurzelbewegung./


    Lars war von den Entwicklungen in der Ukraine aber auch von der

    Funktionsweise der internationalen Finanzmärkte und des Geldes

    beunruhigt. Er tat das öffentlich kund. Immer montags, immer vorm

    Brandenburger Tor. Obwohl die Mahnwachen von den Medien zunächst

    ignoriert wurden, wuchs die Bewegung schnell. Jede Woche kamen mehr

    Menschen, in immer mehr Städten gab es Mahnwachen. Lars hatte einen

    Punkt getroffen.


    Irgendwann ließ sich die neue Friedensbewegung medial nicht mehr

    ignorieren, die Medien mussten berichten und sie taten es in einer

    einseitigen, unlauteren und würdelosen Weise mit der offenkundigen

    Absicht, die Bewegung zu zersetzen. Die Bewegung wurde als rechts

    geframt, der Wunsch nach Frieden und Verständigung wurde mit Neonazismus

    gleichgesetzt, die Sorge um die Stabilität und die globalen Auswirkungen

    des westlichen Finanzsystems mit Antisemitismus. Die Teilnehmer waren

    Anhänger von kruden Verschwörungstheorien, wurde pauschalisiert.


    Es war für mich das erste Mal, dass ich aus eigener Anschauung

    miterleben konnte, wie Propaganda funktioniert und wie man die Macht der

    Medien für genau das Gegenteil einsetzen konnte, für das man sie in

    einer Demokratie braucht: für die Unterdrückung von Diskussion und die

    Diffamierung von politisch aktiven Bürgern. Das gesamte deutsche

    Medienspektrum drosch unisono und mit den immer gleichen Argumenten auf

    die Mahnwachenbewegung ein.


    *Mahnwachenbewegung und Kampagnenjournalismus


    *Inhaltlich wurde sich nicht auseinandergesetzt. Zum ersten Mal sah ich,

    wie sich die Vierte Gewalt gegen die Bürger richtete. Die gesamte

    Mainstream hatte sich gleichgeschaltet gegen Bürgerprotest, gegen

    Meinungsfreiheit, gegen Frieden. Lars berichtet in unserem Gespräch von

    regelrechten Fallen, die ihm gestellt wurden, um an Bilder zu kommen,

    mit denen er und die Bewegung diskriminiert werden konnte.


    Das, was mit der Mahnwachenbewegung medial veranstaltet wurde, war

    gleichsam der Probelauf für das, was dann in der Corona-Zeit passierte

    und was aktuell hinsichtlich des Kriegs in der Ukraine medial abläuft.

    Die Vierte Gewalt im Staat hat die Seiten gewechselt. Dabei zeigte

    gerade die Corona-Krise, dass sie selbst nicht frei von kruden Theorien

    ist, dass sie aber die Herrschaft über das Narrativ behalten möchte,

    auch wenn es selbst auf Antiwisschenaftlichkeit und eklatanten

    Fehlannahmen beruht. Gegen einen mutierenden Virus macht eine

    Impfpflicht keinen Sinn. Es geht dem deutschen Mainstream nicht um

    Wahrheit und Fakten, es geht um Macht.


    An dem ganzen Vorgang um die Mahnwachen wurde auch deutlich, die

    deutschen Medien sind tatsächlich die Vierte Gewalt im Staat, aber eben

    eine, die sich auf Seiten der politischen und wirtschaftlichen Elite

    gegen die Interessen der Bürger, vor allem aber gegen Demokratie, gegen

    offene Diskussion und freie Meinungsbildung richtet. Die Verhältnisse

    haben sich in Deutschland umgekehrt. In Deutschland dienen die Medien

    nicht mehr durch freie und unabhängige Berichterstattung dem

    öffentlichen Diskurs und der Demokratie. Sie sind im Gegenteil zu einem

    Instrument der Kontrolle, Überwachung und Bestrafung geworden, die sich

    gegen demokratische Bewegungen, gegen aktive Teilhabe an einem

    lebendigen Diskurs und gegen kritische Geister richtet. Es gelang,

    Journalismus in ein Mittel der Repression zu verwandeln. Deutsche Medien

    dienen dem immer autoritärer werdenden Staat.


    *Die Vierte Gewalt richtet sich gegen Demokratie


    *Die Frage, die sich daran anschließt, ist natürlich, ob und wie sich

    dieser Prozess durchbrechen lässt. Über funktionierende

    Selbstheilungskräfte scheinen die großen Medienhäuser und die

    öffentlich-rechtlichen Medien nicht zu verfügen. Sie suchen weiterhin

    Nähe zur Politik, geben sich distanzlos und demonstrieren offen die

    Allianz mit der Staatsmacht, wenn es um die großen politischen Themen

    geht: Klimawandel, Ukraine, Russland, China.


    Kritik daran wird gar nicht erst zugelassen, sondern im Gegenteil als

    Angriff der Bürger auf die Pressefreiheit gewertet, wie man irritiert

    aus dem letzten Bericht

    <https://www.reporter-ohne-grenzen.de/nahaufnahme/2023> über Deutschland

    von Reporter ohne Grenzen erfährt. Dort wird die Umkehrung der

    Verhältnisse dokumentiert. Es ist nicht der Staat, der nach Auffassung

    deutscher Journalisten aufgrund seines natürlichen

    Spannungsverhältnisses zum Journalismus die Pressefreiheit bedroht,

    sondern es sind die Bürger, die mit der gängelnden Berichterstattung

    deutscher Medien unzufrieden sind und dies die Medienschaffenden spüren

    lassen. Das ist ein in der Welt wohl einmaliger Vorgang, der aber

    gleichzeitig zeigt, wie weit sich der deutsche Mainstream inzwischen von

    den zentralen Werten echten Journalismus’ entfernt hat.


    Der deutsche Journalismus ist Teil der Repressionsmaschinerie – das ist

    das zentrale Problem in Deutschland. Aufgrund von umfassender Zensur ist

    dieser Zustand auch nicht einfach zu ändern oder zu durchbrechen.


    Der russische Sender RT, für den ich arbeite, wurde nicht deswegen

    verboten, weil wir so viel Unsinn verbreiten, sondern schlicht, weil RT

    die deutsche Propaganda bei der Arbeit stört, in dem er einen Raum für

    andere Meinungen zur Verfügung stellt, andere, zusätzliche Informationen

    liefert und nicht dem deutschen Narrativ folgt.


    *Autoritärer Journalismus


    *Die deutsche Fehlentwicklung hat natürlich Konsequenzen

    <https://www.neulandrebellen.de/2023/07/deutschland-in-der-krise-der-demokratie/>.

    Im Verlauf der Zeit wird das Problem der Preisgabe des Journalismus

    durch den Journalismus immer schwerwiegender. Wer in Deutschland lebt

    und sich aus den großen deutschen Medien informiert, glaubt zwar von

    sich, über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden zu sein, weiß aber

    faktisch von den Geschehnissen in der Welt und vor allem ihren

    Zusammenhängen nichts. Die Deutschen werden von der Realität gut

    abgeschirmt und leben in einer medial geschaffenen Blase aus Desinformation.


    Die Wahrheit und der gesellschaftliche Konsens wird in Deutschland nicht

    mehr durch öffentliche Diskussion gefunden, sondern festgelegt. Andere

    Meinungen werden offensiv unterdrückt, ebenso Fakten, die nicht ins

    offizielle Narrativ passen. Je länger dieser Zustand dauert, desto

    brutaler wird es, wenn dieses Gebäude aus systematischer, koordinierter

    Desinformation zusammenbricht – was es früher oder später wird.


    Viele Deutsche werden sich dann in einer Welt wiederfinden, die zeigt,

    dass Deutschland in den letzten etwas mehr als einhundert Jahren geistig

    nicht gewachsen ist und nichts aus der Geschichte gelernt hat. Die

    Deutschen werden feststellen, dass sie auch dieses Mal wieder von ihrer

    eigenen Regierung und ihren eigenen Medien getäuscht wurden und

    Deutschland im aktuellen Konflikt mit Russland wieder in die Geschichte

    eingeht wie schon nach 1918 und 1945.

    Info:


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält

    13.08.2023

    Ukraine-Krieg  – Ist der Schwarzmeer-'Krieg' der wahre Krieg?

    seniora.org,  vom 12. August 2023, Judge Napolitano  – Judging Freedom - 10. August 2023 - Transkript Andreas Mylaeus

    Judge Napolitano Interview mit Alastair Crooke, ehemaliger britischer Botschafter


    Das Transkript für Seniora.org besorgte Andreas Mylaeus

    Andrew Napolitano:

    Hallo zusammen. Judge Andrew Napolitano hier für Judging Freedom. Heute ist Donnerstag, der 10. August   – wo ist der Sommer geblieben   – 2023. Alastair Crooke kommt jetzt aus den Hügeln Mittelitaliens zu uns. Alastair, wie immer ein Vergnügen. Danke, dass Sie bei uns sind.

    Sie haben heute Morgen einen sehr interessanten Artikel veröffentlicht oder werden ihn in Kürze veröffentlichen, in dem es um die Frage geht, ob sich der Krieg von der so genannten Frühlings- zur so genannten Sommeroffensive hin zu einem Krieg am Schwarzen Meer verlagert hat.

    Aber bevor wir dazu kommen: Quellen haben uns heute früh berichtet, dass die polnische Regierung die zahlreichen ukrainischen Flaggen, die um das polnische Parlamentsgebäude und andere Regierungsgebäude in Warschau wehten, entfernt hat. Das ist jetzt nur symbolisch. Aber hinter der Symbolik muss sich doch etwas verbergen. Was denken Sie darüber?

    Alastair Crooke:

    Nun, Sie haben völlig Recht. Es hat eine Verschiebung gegeben. Es hat sich etwas verändert, und das ist, dass vor allem in Kiew sehr schlechte Gefühle gegenüber Polen geäußert wurden, und zwar darüber, dass, wenn es ein Engagement mit Polen geben würde, dies nur zeitlich begrenzt wäre, und das kam in Polen nicht gut an. Und so gab es eine Art von „wie du mir, so ich dir“. Die Beziehungen haben sich verschlechtert. Daran gibt es keinen Zweifel.

    Aber es gibt noch eine andere Sache, die sich darauf auswirken könnte, und zwar, dass die Umfragen   – ich meine die Umfragen, die Umfragen unter den Menschen, die Umfragen [Anm. Übersetzer: sprachlich auf Englisch schwer zu unterscheiden: polls   – die Umfragen und Poles   – die Polen]   – in Polen keine wirkliche Unterstützung für die Position der Regierung zeigen, entweder in die Ukraine einzumarschieren oder eine Position in der Ukraine einzunehmen, insbesondere unter den jungen Menschen. Es gibt zwar eine allgemeine Sympathie für die Ukrainer in einem, wenn Sie so wollen, humanitären Sinn, aber es gibt fast keine Unterstützung, wirklich sehr wenig Unterstützung, und in Polen stehen in Kürze Wahlen an. Ich denke, das erklärt, warum es im Moment Spannungen zwischen den beiden Ländern gibt.

    Andrew Napolitano:

    Die polnische Regierung, die   – wie wir im Westen sagen   – einen juckenden Abzugsfinger hat, die 90.000 Soldaten an der polnisch-ukrainischen Grenze hat, die mit 40.000 amerikanischen Soldaten der gepriesenen 101st Airborne verbunden sind und mit ihnen trainieren, die Regierung, die in ihren Worten sehr kriegerisch wirkte, sieht jetzt die Handschrift an der Wand, dass die polnische Öffentlichkeit nicht an ihrer Kriegslust interessiert ist oder sie unterstützt, wenn sie im Amt bleiben will. Ist das eine treffende Zusammenfassung?

    Alastair Crooke:

    Treffende Zusammenfassung. Eine treffende Zusammenfassung. Das ist richtig, und ich glaube nicht, dass es in Europa wirklich Appetit auf ihre Ambitionen gibt.

    Andrew Napolitano:

    Worauf gründet sich die Kriegslüsternheit? Ich meine, nehmen die Polen die Drohung des ehemaligen russischen Präsidenten Medwedew, bis zur polnischen Grenze zu marschieren, ernst?

    Alastair Crooke:

    Ich glaube das eher nicht... Ich meine, sie wissen nicht, was die russischen Absichten sein werden. Da ist sich niemand sicher.

    Aber ich glaube, sie sind vor allem über die innenpolitische Situation besorgt. Wie ich schon sagte, schwindet die Popularität dieser Regierung sehr schnell, und die Ukraine steht im Mittelpunkt, und diese Pläne, die sie haben... Ich glaube nicht, dass es eine große Unterstützung der europäischen NATO für eine Art Sicherheitszone geben wird, die die Polen nach dem Vorbild Libyens in Polen einrichten wollen. Ich glaube nicht, dass die Europäer... Ich meine, sie sehen die Schrift an der Wand: Die Offensive ist gescheitert. Die militärischen Kräfte der Ukraine sind in vielerlei Hinsicht stark dezimiert. Sie sehen das, und sie wollen nicht, dass die Polen das Ganze wieder in Gang bringen, denn wohin würde das führen? Ich meine, es wird keinen plötzlichen Durchbruch geben, weil die Polen eine Initiative starten. Es geht rein um die polnische Politik, und Deutschland ist sehr stark dagegen, weil es eifersüchtig auf Polen ist und nicht möchte, dass Polen... Wenn Polen alle Teile der Ukraine und Weißrusslands einnehmen würde, die es theoretisch gerne einnehmen würde, dann wäre es größer als Deutschland. Sie können sich vorstellen, dass Deutschland das nicht so gerne sieht.

    Andrew Napolitano:

    Und doch schickt Deutschland   – wir werden den Clip gleich abspielen   – Deutschland schickt, glaube ich, 30 weitere dieser riesigen Leopard-Panzer nach Polen. Ich meine, Colonel McGregor könnte sagen, es ist zu wenig und zu spät. Aber 30   – ist das eine bedeutende Zahl oder ist das nur symbolisch?

    Alastair Crooke:

    Nun, ich habe gesehen, dass sie die von einem Waffenhändler kaufen mussten. Es sind alte Leopard-Panzer, und sie versuchen, sie von einem Waffenhändler zu kaufen, der sie eingelagert hatte. Und dann werden sie die überholen und theoretisch auch liefern.

    Sehen Sie, ich meine, die Stimmung in Deutschland ändert sich so schnell. Die Abneigung gegen diesen Konflikt nimmt zu. Ich meine, die Regierung ist jetzt in ernsten Schwierigkeiten, und vier von fünf Deutschen unterstützen diese Regierungskoalition nicht. Die Umfragen ändern sich dramatisch. Scholz versucht immer noch, zwischen Biden auf der einen Seite und Brüssel auf der anderen Seite zu vermitteln und alle zufrieden zu stellen. Aber er hält die deutsche Öffentlichkeit nicht bei Laune, und das wird sehr, sehr deutlich.

    Andrew Napolitano:

    Er könnte Präsident Zelenksy bei Laune halten. Hier ist Präsident Zelensky, der gestern kurz davor war, Bundeskanzler Scholz einen Luftkuss zu geben. Sehen Sie sich das an:

    [eingespieltes Video]

    Wolodymyr Zelensky:

    Heute haben wir gute Nachrichten aus Deutschland. Genau das, was wir mit Olaf Scholz vereinbart haben. Wir haben zusätzliche Patriot-Abschussstationen. Ich danke Deutschland und dem Herrn Bundeskanzler persönlich für die Erfüllung dieser Vereinbarung. Das wird mit Sicherheit Tausende von Leben unserer Menschen retten. Es wird uns definitiv näher an die Schaffung eines vollwertigen Schutzschildes für den Luftraum der Ukraine heranbringen. Wir setzen uns dafür ein, dass unsere Verteidiger des Himmels mehr Luftabwehrsysteme und Raketen bekommen. Unser gesamtes Territorium braucht viel mehr Luftabwehrsysteme als wir jetzt haben. Ich habe keinen Zweifel daran, dass F-16 in unserem Luftraum zu finden sein werden.

    Andrew Napolitano:

    Ich denke, es ist symbolisch, nicht materiell. Diese Dinge liegen seit Jahren im Lager und gehören nicht einmal der deutschen Regierung.

    Alastair Crooke:

    Es geht um Leopard I. Die sind sehr alt und sie sind nicht sehr effektiv und sie müssen in Ordnung gebracht werden, bevor sie wirklich geliefert werden können.

    Schauen Sie! Zelensky spricht zu seinem Publikum. Ich meine, er versucht vor allem, nicht aus dem Amt geworfen zu werden, vermute ich. Ich meine, die Stimmung in der Ukraine ist ziemlich brüchig, denn die Truppen sehen, wie es um sie steht, und sie sehen, dass sie losgeschickt werden, wofür? Um für eine aussichtslose Sache zu sterben, nämlich für den Versuch, die russische Verteidigungslinie zu durchbrechen, was aus ihrer Sicht niemals geschehen wird. Es herrscht also große Unzufriedenheit darüber, dass sogar ganze Brigaden sich weigern, Befehle zu befolgen, obwohl die Konsequenzen schrecklich sind. Ich meine, das war's.

    Und die Sache mit der Luftraumzone ist einfach, wissen Sie... Ich habe gehört, was andere darüber gesagt haben, aber ich verstehe, dass er wirklich von einer Flugverbotszone spricht. Wir hatten schon Flugverbotszonen im Irak. Wir hatten Flugverbotszonen über Syrien. Er will die Flugverbotszone, damit Russland nicht in der Lage ist...

    Andrew Napolitano:

    Wer könnte das denn durchsetzen?

    Alastair Crooke:

    Nur die absolute Beherrschung des Luftraums durch die Vereinigten Staaten und die NATO, und selbst dann ist es problematisch, weil Russland derzeit bei weitem die beste Luftabwehr der Welt hat. Und einer der Gründe, warum wir keine Flugverbotszone über der Ukraine haben, ist, dass es nicht möglich ist, sie durchzusetzen. Sie würde uns in einen Krieg mit Russland führen, aber die Russen wären in Bezug auf die Luftstreitkräfte überlegen. Die Amerikaner könnten das nicht schaffen, sie könnten nicht bis zu einem Punkt der Luftherrschaft eskalieren, wie sie es an anderen Orten versucht haben. Diese Zeiten sind vorbei! Sie sind vorbei! Eine alte Ära, die vorbei ist.

    Andrew Napolitano:

    Glauben Sie, dass die ukrainische Regierung erkannt hat, dass die Frühjahrsoffensive, die in die Sommeroffensive überging, gescheitert ist, völlig gescheitert.

    Alastair Crooke:

    Ja, das tun sie. Und was mir aufgefallen ist, ist, dass sie sich plötzlich gegen die Amerikaner wenden. Genauso wie die Amerikaner sich jetzt gegen Kiew und die Ukrainer wenden, weil die ihre Ausbildung, ihre Botschaft und ihre Doktrin, wie man diesen Krieg gewinnen kann, nicht befolgt haben und sagen, sie hätten es vermasselt. Jetzt schlagen die Ukrainer zurück und sagen: "Nun, ihr habt Dinge versprochen, und wo sind sie? Es ist schön und gut, wenn ihr sagt, dass sie kommen, aber es ist zu spät, wenn ihr sie jetzt nicht vorlegt." Ich meine, an diesem Argument ist etwas dran. Man kann verstehen, dass sie sich so fühlen, wenn sie sehen, wie ihre Truppen dezimiert werden, allein 43.000 nach russischen Angaben seit Beginn dieser Offensive. Erinnern Sie sich daran, dass diejenigen, die für diese Offensive ausgebildet wurden, insgesamt nur sechzigtausend Soldaten waren. Kein Wunder also, dass die Ukrainer deswegen jetzt empfindlich reagieren.

    Aber jetzt gibt es einen Konflikt mit den Amerikanern... die Dinge ändern sich und die Amerikaner verlagern ihre Position. Es ist zuerst subtil gewesen, aber es gibt jetzt eine sehr klare Linie, die in den Mainstream-Medien in den Vereinigten Staaten auftaucht und sich in Europa widerspiegelt: "Es ist zuende! Es ist vorbei! Sie wird nicht funktionieren   – die Offensive." Das wird nun als Realität akzeptiert, und daraus ergibt sich nun der zweite Teil, nämlich das Gefühl: "Nun, was ist der Sinn von Verhandlungen?" Denn die ganze Idee dahinter war, dass es sich um eine Offensive handeln würde, bei der Putin in die Defensive gerät, und dann würden sie sagen, lasst uns uns hinsetzen und aus einer Position der ukrainischen Stärke heraus verhandeln, während Russland praktisch kapituliert. Und das hat nicht funktioniert und deshalb funktioniert diese Strategie nicht mehr.

    Andrew Napolitano:

    Gary, können Sie den Clip von Präsident Zelenksy einspielen, wo er so tut, als ob die Rückkehr der Krim eine ausgemachte Sache sei.

    Schauen Sie sich das an, Alastair. Das ist so unrealistisch, wie man es sich nur vorstellen kann.

    [eingespieltes Video]

    Wolodymyr Zelensky:

    Heute habe ich eine Sitzung über den Inhalt unserer Politik nach der Rückeroberung abgehalten, insbesondere in Bezug auf die Krim und ihre Wiedereingliederung. Es liegt auf der Hand, dass nach der Befreiung der Krim von der Besatzung wirtschaftliche Möglichkeiten, persönliche Sicherheit für die Menschen und ein Gefühl echter Freiheit, das es seit 2014 nicht mehr gegeben hat, dorthin zurückkehren werden. Aber all dies sollte nicht nur abstrakt sein. Jedes Detail der De-Okkupation der Krim sollte eine konkrete Bedeutung haben: Wie genau das normale Leben zurückkehrt, was genau das für die Krim und für unser ganzes Volk bedeutet. Das sollte für jeden klar sein. Schritt für Schritt machen wir die De-Okkupation der Krim immer greifbarer und durchdachter.

    Andrew Napolitano:

    Schlimmer als ein unehrliches Versprechen ist ein Versprechen, das nicht gehalten werden kann.

    Alastair Crooke:

    Ja, aber darum geht es nicht. Er weiß es ganz genau, jeder weiß es. Und genau das ist das Problem. Als das Dschidda-Treffen stattfand, als die Vertreter des globalen Südens zusammenkamen und Jake Sullivan und andere vor ein paar Tagen zu ihnen sprachen, war immer geplant, dass dies auf eine erfolgreiche Offensive folgen würde und dies der Zeitpunkt sein würde, an dem sie den globalen Süden dazu bringen würden, sich Washington anzunähern und den ukrainischen 10-Punkte-Friedenspfad zu unterstützen. Aber so ist es nicht gelaufen. Der globale Süden reagierte dagegen und sagte: "Hört zu, dieser Friedensprozess, dieser 10-Punkte-Plan ist für die Katz! Er hat keine Aussicht auf Erfolg. Außerdem werden wir zu keinem eurer Treffen mehr kommen, wenn Russland nicht dabei ist und hört diesem Zeug auf."

    Und so... Ein Teil dieses 10-Punkte-Plans dreht sich natürlich ausschließlich um die Krim, und was wir gerade gesehen haben, ist, dass Zelensky versucht, den wiederzubeleben und zu sagen: "Schaut, mein Plan ist nicht... das ist immer noch der Plan." Denn der Vertreter Kiews bei der Dschidda-Vereinbarung, dem -Treffen, der -Konferenz, sagte praktisch: "Nun, ja, es wird nicht funktionieren." Und dann, als er zurückkam, sagte Kiew: "Ja, es gibt keine Änderung des 10-Punkte-Plans. Das ist der Plan: totaler Rückzug Russlands, totaler Abzug der Truppen, totale Wiederherstellung, die russische Führung wird vor Gericht gestellt, ein Nürnberger Prozess, in dem auch Putin verurteilt wird, Russland zahlt volle Reparationen für alle Schäden, die während des Krieges verursacht wurden."

    Und Sie wissen, dass der globale Süden gesagt hat: "Kommt schon, das wird nicht funktionieren." Und so versucht er wirklich, den Plan zu rechtfertigen und zu sagen: "Nein, wir halten an diesem Plan fest.“ Obwohl jeder sehen kann, dass er nicht funktioniert.

    Andrew Napolitano:

    Wurde die Frühjahrsoffensive, die gescheiterte Frühjahrsoffensive, auf das Schwarze Meer übertragen, was Sie kürzlich geschrieben haben?

    Alastair Crooke:

    Ja. Ich meine, das wirft wirklich wichtige Fragen auf, denn es hat ein   – weitgehend unsichtbarer   – Krieg stattgefunden: Die Bombardierung bestimmter Donauhäfen, die ukrainische Häfen sind, die aber gegenüber von NATO-Rumänien liegen. Ich meine, die NATO-Macht, buchstäblich ein paar Meter auf der anderen Seite des Flusses, ist ein NATO-Staat. Aber die Ukraine hat ein paar Häfen.

    Russland hat sich aus dem Getreidehandel zurückgezogen, und um deutlich zu machen, dass es in dieser Sache entschlossen ist, hat es einen dieser Donauhäfen bombardiert. Und dann gab es eine Art von „wie Du mir, so ich Dir“, die schließlich in dem Angriff endete, den, wie ich glaube, jeder gesehen oder davon gelesen hat, aber es gab noch andere in der Zwischenzeit, aber einen auf Novorossiysk, das ein wichtiger russischer Handelshafen ist. Große Mengen an Öl werden dort umgeschlagen. Waren werden dort umgeschlagen. 400 Millionen Tonnen pro Jahr. Das ist ein wichtiger Hafen, und das ist er schon seit langem, und deshalb ist der Angriff auf ein Tankschiff, das zivile Tankschiff und das Landungsboot der Marine in diesen Häfen...

    Die Frage ist: War das die NATO? Steckt die NATO dahinter? Wurde dies nicht nur gefördert, sondern mit NATO-Informationen ausgestattet und unterstützt, von der NATO vorgeschlagen?

    Andrew Napolitano:

    Ist dies eine weitere Nordstream-Pipeline?

    Alastair Crooke:

    Nun, wenn es außer Kontrolle gerät, genau. Es ist gefährlich, denn ein solcher Angriff auf Russlands wichtigsten Handelshafen im Schwarzen Meer ist keine Kleinigkeit.

    Diese Angriffe durch so genannte maritime Drohnen... Das sind hoch entwickelte Drohnen. Meines Erachtens ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Ukraine über diese Drohnen verfügt oder mit ihnen umgehen kann, ohne dass die Amerikaner oder die Briten direkt daran beteiligt sind und vielleicht die Anleitung dazu geben. Denn, wie Sie gesehen haben, gab es ein Video vom eigentlichen Angriffsmoment und die Drohnen   – bitte sehr [der Videoclip wird eingefügt]   – ein bisschen Korrektur hier und ein bisschen Korrektur dort, was darauf hindeutet, dass entweder jemand ganz in der Nähe ist, der diese Richtungen vorgibt, oder dass jemand in einem Flugzeug darüber ist, der diese Anweisungen gibt.

    Andrew Napolitano:

    Wenn dies also... die NATO hat dafür bezahlt, die NATO hat es ermöglicht und vielleicht hat die NATO es durchgeführt: Wüsste der russische Geheimdienst das nicht?

    Alastair Crooke:

    Ja, ich denke, das ist es, was hier vor sich geht. Es gibt eine... Ich meine, sie untersuchen es: Woher kam das? Woher kamen diese Dinger, die Sie gerade [in dem eingefügten Video] gezeigt haben, wo wurden sie abgeschossen? Aus Rumänien? Denn die ukrainischen Häfen wurden in dieser Zeit von Russland schwer beschädigt. Woher kamen sie? Wo war der Ursprung? Gab es dort ein Mutterschiff? Wie viele? Wer kontrollierte dieses Ding und wo?

    Diese Waffen sind nicht einfach zu benutzen. Es gibt wirklich nur sehr wenige Staaten, die über diese Expertise verfügen. Also: Was bedeutet das für Russland?

    Bedeutet das   – und das ist die Frage   –, dass der Westen angesichts des Scheiterns des Krieges in der Ukraine zu einer neuen Form der längerfristigen Zermürbung Russlands übergeht, indem er seine Seegüter, seine Fähigkeit, im Handel zu funktionieren, angreift? Und sehen wir hier einen neuen Krieg, bei dem auch Marschflugkörper mit größerer Reichweite eingesetzt werden könnten? Zelensky fordert diesen deutschen Marschflugkörper, den Taurus, der eine Reichweite von 500 Kilometern hat, im Gegensatz zu den 300 Kilometern der Storm Shadows, der britischen Storm Shadows, oder der französischen Scalp, die also wirklich fast bis nach Moskau reichen.

    Sehen wir hier eine andere Art von Krieg? Eine, die zurückgedrängt wird, eine, die beendet wird: der Landkrieg in der Ukraine, und stattdessen eine neue Form der Zermürbung, die beginnt? Ich denke, das ist die Frage.

    Was also tut Russland? Schlägt es hart zurück, sowohl vor Ort in der Ukraine als auch gegen die NATO, um der NATO die Botschaft zu übermitteln: "Nein! Wir werden dieses Spiel nicht spielen! Wenn ihr dieses Spiel spielen wollt, riskiert ihr einen echten Krieg, und für diesen Fall: Wer ist verwundbarer: unsere Versorgungslinien oder eure Versorgungslinien? Denn es wären auch eure Tanker, die angegriffen würden, eure Nachschublinien, und denkt daran, was das für die Inflationsrate in den Vereinigten Staaten in einem Wahljahr bedeuten würde!"

    Andrew Napolitano:

    Soweit ich weiß, wird das ukrainische Getreide in die Türkei verschifft, wo es zu Mehl gemahlen wird, das in hoher Qualität und in großen Mengen in ganz Europa verkauft wird, und dennoch hat Wladimir Putin als Reaktion auf den Angriff auf das russische Schiff, den wir gerade gezeigt haben, die ukrainischen Getreidelager in den Häfen platt gemacht.

    Alastair Crooke:

    Richtig. Und das hat er getan, weil er wollte   – er hat die ganze Zeit über gesagt, und die Botschaft kommt nie an   –, dass Europa den anderen Teil der Abmachung nicht einhält, nämlich dass, wenn wir den Export von ukrainischem Getreide erlauben, auch der Export von russischem Getreide und russischem Dünger erlaubt werden muss. Sonst ist das nicht zu halten. Und die Europäer haben ihren Teil dieser Abmachung nicht eingehalten, und er hat genug davon. Zumal er der Meinung ist, dass es auch für den Waffenschmuggel in die Ukraine missbraucht wurde. Also sagte er: "Ich beende das!" Und nur damit Sie es verstehen, er hat die Getreidesilos in einem Hafen an der Donau zum Einsturz gebracht und dann später den zweiten, in Ismail, wo ein noch größerer Hafen war.

    Andrew Napolitano:

    Nur um kurz das Thema zu wechseln: Niger. Was ist dort los und was sind das russische Verhalten und die russischen Ziele in Afrika?

    Alastair Crooke:

    Nun, die Russen haben das Ziel, nicht in diese Sache verwickelt zu werden. Sie haben sehr darauf geachtet, sich aus der Sache herauszuhalten. Vergessen Sie nicht: Sie haben den Putsch verurteilt. Ich meine, sie unterstützen den Putsch, der dort stattgefunden hat, nicht und sie versuchen, ihn durch Diplomatie zu stoppen. Die westliche Sichtweise ist, dass sie dies in einen Sieg im Kalten Krieg verwandeln und der Westen sagt: "Ah, gut, Russland mischt sich ein. Russland kommt. Und deshalb ist dies eine weitere Front im Kalten Krieg."

    Sehen Sie: Es gibt ein halbes Tausend französische Soldaten dort, es gibt eintausend amerikanische Soldaten in Niger. Es gibt keine Russen. Es gibt keine russischen Wagner-Truppen. Der Westen hat eine große Geschichte daraus gemacht, dass ein lljuschin-Transportflugzeug ankam, das Wagner-Truppen nach Niger brachte, und es stellte sich heraus, dass das Video von 2006 war. Es war eine Fälschung! Es gibt also überhaupt keine Anzeichen dafür.

    Aber ich glaube, dass es einen großen Wunsch gibt, weil wir immer wieder hören: Wagner! Wagner! Wagner! Als ob sie sich daran beteiligen würden, aber es gibt noch nichts Derartiges.

    Aber es könnte bald explodieren und es wird sehr schwierig werden, weil die westafrikanischen Staaten gespalten sind, wirklich in der Mitte, und es könnte ein Kampf werden. Und wer weiß, was in Paris passieren wird, wenn Frankreich anfängt, denn Premierministerin Borne hat angedeutet, dass sie einige Luftangriffe auf Niger fliegen werden.

    Andrew Napolitano:

    Sie haben den Finger am Puls der europäischen Öffentlichkeit, vielleicht auch der italienischen Öffentlichkeit, da Sie gerade in Italien sind, was die Unterstützung der NATO für die Ukraine angeht. Lässt sie nach oder ist sie nur etwas, das in der Ferne stattfindet und an das man nicht denken will?

    Alastair Crooke:

    Nein, es ist plötzlich... Ich meine, viele Dinge berühren plötzlich das europäische Bewusstsein. Ich sage nicht, dass es einen Wandel gibt, und ich denke, dass er in den Vereinigten Staaten in vielerlei Hinsicht tiefer ist als in Europa, weil unsere Presse paradoxerweise stärker kontrolliert wird als in den USA. Aber nein, es ist... die Ukraine hat Einfluss darauf.

    Aber vor allem: die Preise. Die Inflation. Die Lebensweise bricht für viele zusammen. Ich meine, viele Italiener leben an der Armutsgrenze. Ich glaube, sieben Millionen Italiener sind jetzt an der Armutsgrenze, weil sie sich die Lebensmittel nicht mehr leisten können. Ich meine, in den Geschäften sind die Preise   – egal wie die Statistiken aussehen, vergessen Sie die! Die Preise sind wirklich sehr hoch, und sie schauen auf die Vereinigten Staaten und sehen die Vereinigten Staaten in gewissem Sinne in einer Art Auflösungserscheinung, einer politischen Auflösungserscheinung, wo sie in gewisser Hinsicht in einer Sackgasse zwischen allen Parteien stecken und sich fragen und fürchten, wie sich dies auf Europa auswirken wird, sowohl politisch als auch im Hinblick auf die allgemeinen Veränderungen, die stattfinden.

    Aber gleichzeitig   – und das möchte ich Ihnen sagen   – sehe ich nicht die Mittel, um in Europa einen solchen Wandel herbeizuführen. Ich denke, die Menschen schauen nach Amerika, um einige Trends in Amerika zu erkennen, damit Amerika Europa aus dem Loch holt, das es sich selbst gegraben hat.

    Andrew Napolitano:

    Letzte Frage oder letztes Thema. Sehen Sie einen Ausweg für Joe Biden? Wäre es etwas so Extremes wie Atomwaffen oder eine andere Möglichkeit, aus dieser Sache herauszukommen?

    Alastair Crooke:

    Ich denke, ich sollte Ihnen diese Frage stellen.

    Andrew Napolitano:

    Es wird sehr schwer für ihn sein, vor November 2024 aus diesem Schlamassel herauszukommen.

    Alastair Crooke:

    Ich denke, es wird sehr schwer für ihn sein, aus diesem Schlamassel herauszukommen, ohne sich zu blamieren, und deshalb denke ich, dass diese Schwarzmeer-Sache es verdient, beobachtet zu werden. Denn sie könnten versuchen, die Sache zu verschieben und zu sagen: Nun, wir werden Russland schwächen durch diese regelmäßigen Angriffe auf seine Schifffahrt und die Flugzeuge, die Marschflugkörper auf Brücken fliegen, die die Franzosen ihnen bald geben werden, die wieder eine Brücke nahe der Krim getroffen haben. Diese Art von entferntem Kalten Krieg.

    Zunächst einmal: Ich glaube nicht, dass das funktionieren wird. Die Russen werden Vergeltung üben. Und die Russen werden eskalieren, wenn das kommt. Und ich denke, das ist das Wichtigste, was wir beobachten müssen, sowohl in Bezug auf die Situation vor Ort in der Ukraine als auch in Bezug auf das, was mit diesen Marschflugkörpern und im Schwarzen Meer passiert. All dies wirft eine Frage an Russland auf: Hören wir dieses Mal auf, vorsichtig zu sein und schrittweise vorzugehen, und gehen wir zu etwas viel Direkterem über und senden eine Botschaft an den Westen: Wenn ihr noch weiter geht, bedeutet das echten Krieg.

    Andrew Napolitano:

    Alastair Crooke   – immer wieder eine Freude, mein lieber Freund. Ich danke Ihnen für Ihre großartige Arbeit. Vielen Dank für die Zeit, die Sie mit uns teilen. Sie werden schnell zu einem Publikumsliebling bei Judging Freedom. Alles Gute für Sie!

    Alastair Crooke:

    Vielen Dank.


    Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=9qiPMp09DtE
    Das Interview wurde transkribiert von Andreas Mylaeus


    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acymailing&ctrl=url&subid=3998&urlid=4346&mailid=1867


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält

    12.08.2023

    Der Wunsch nach Konsens gefährdet die Freiheit der Wissenschaft (teilw. doppelt vorh.)

    seniora.org, 12. August 2023

    Die Forschung ist bei wichtigen Themen wie dem Klima unter politische Kontrolle geraten. Wer ausschert, wird geächtet. Die Suche nach der Wahrheit gerät aus dem Blick.

    Judith A. Curry 26.07.2023 - übernommen von weltwoche.ch


    Wir müssen Widerspruch und Kritik ermöglichen: Autorin Curry*. (Bild)


    Im 21. Jahrhundert ist die Menschheit mit einer Vielzahl komplexer sozialer Probleme konfrontiert, die von Ungewissheiten, systemischen Risiken und divergierenden Wertvorstellungen geprägt sind. Der Klimawandel und die Corona-Pandemie sind gute Beispiele. Die Wissenschaft ist immer mehr zu einer Art Rechtsstreit geworden, bei dem die Suche nach der Wahrheit zweitrangig ist und der Parteinahme für eine bestimmte politische Lösung untergeordnet wird.


    Wie beeinflusst die Politik die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Fragen? Politische Voreingenommenheit hat einen Einfluss darauf, welche Forschungsprojekte vorrangig finanziert, welche Fragen gestellt, wie die Erkenntnisse interpretiert werden, was zitiert und was in den Kanon übernommen wird. Faktische Darstellungen werden in Gutachten und von den Medien mit Blick auf spätere politische Verwendung gefiltert.


    Angst vor Sanktionen

    Wie beeinflusst die Politik das Verhalten von Wissenschaftlern? Wissenschaftler werden gedrängt, für konsensfähige Positionen, moralische Ziele und bestimmte politische Entscheidungen einzutreten. Dieser Druck kommt von Universitäten und Fachverbänden, von Kollegen, die zugleich Aktivisten sind, von Journalisten und von all den Gremien, die Gelder für Forschungsprojekte bewilligen. Da Peer-Reviews überaus wichtig sind für akademischen Erfolg, schrecken viele Wissenschaftler aus Angst vor Sanktionen davor zurück, Gedanken zu formulieren, die weithin unpopulär sind.

    Wissenschaftsaktivisten nutzen ihre privilegierte Position, um moralische und politische Ziele zu verfolgen. Dieser politische Aktivismus erstreckt sich auch auf die Berufsverbände, die Fachjournale herausgeben und Konferenzen veranstalten. Diese Aktivisten entscheiden im Grunde, was veröffentlicht wird, wer zu Konferenzen eingeladen wird und wer berufliche Anerkennung geniesst. Praktisch alle Berufsverbände, deren Mitglieder in der Klimaforschung involviert sind, haben Stellungnahmen publiziert, in denen dringend ein Ende der Treibhausgasemissionen gefordert wird.

    Eine besonders ungute Erscheinungsform einer politisierten Wissenschaft ist immer dann zu beobachten, wenn Politiker, Unterstützergruppen, Journalisten und Aktivisten solche Wissenschaftler, deren Arbeit ihnen unvereinbar mit ihrer moralischen und politischen Agenda erscheint, unter Druck setzen oder versuchen, sie mundtot zu machen.

    Wenn wir Ungewissheiten anerkennen, wird die Menschheit eine gedeihliche Zukunft haben.


    Ultimative Form von Ketzerei

    Eine wesentliche Strategie bei der Politisierung von Wissenschaft ist die gezielte Herbeiführung eines wissenschaftlichen Konsenses zu politisch wichtigen Fragen   – beispielsweise zu Klimawandel oder Corona. Unter Verweis auf den Uno-Klimakonsens werden wissenschaftliche Erkenntnisse als Basis für dringende politische Entscheidungen ausgegeben. Tatsächlich vertritt die Uno eine Position, die Ungewissheit und Widerspruch als problematisch ansieht und konsenshaft aufzulösen versucht. Diese Praxis ist Ausdruck einer Vorstellung, wie Politik mit wissenschaftlichen Ungewissheiten umzugehen habe.

    Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen «wissenschaftlichem Konsens» und «Konsens unter Wissenschaftlern». Wo es eindeutige wissenschaftliche Gewissheiten gibt   – etwa die Tatsache, dass sich die Erde um die Sonne dreht   –, muss über Konsens nicht geredet werden. Dagegen steht «Konsens unter Wissenschaftlern» für ein kollektives Urteil einer Gruppe von Wissenschaftlern, das oft von staatlicher Seite offiziell angefordert wird.

    Jede institutionalisierte Konsensbildung fördert Gruppendenken, das den Konsens verstärkt. Der Uno-Weltklimarat (IPCC) bemüht sich seit vierzig Jahren, zu einem wissenschaftlichen Konsens hinsichtlich des menschengemachten Klimawandels zu kommen. Insofern ist der IPCC-Konsens ein «herbeigeführter Konsens», also das Ergebnis eines gezielten Prozesses. Der IPCC-Konsens ist durch eine politische Vorgehensweise gesellschaftlich kanonisiert worden, unter Umgehung des langen und komplexen Prozesses wissenschaftlicher Validierung, der feststellen würde, ob die Schlussfolgerungen tatsächlich korrekt sind. Die Kehrseite eines herbeigeführten Konsenses ist «Leugnung». Das Narrativ vom Klimawandel in Frage zu stellen, ist die ultimative Form von Ketzerei im 21. Jahrhundert. Praktisch alle Klimawissenschaftler bewegen sich innerhalb des sogenannten 97-Prozent-Konsenses hinsichtlich der Einwirkung menschlichen Handelns auf die Erderwärmung.


    Etikett eines Leugners

    Welche Wissenschaftler werden als Leugner bezeichnet und geächtet? Verdächtig sind unabhängige Denker, die den IPCC-Konsens nicht teilen. Jede Kritik am IPCC-Konsens kann Ausgrenzung zur Folge haben. Wer politische Massnahmen zur Senkung des Kohlendioxidausstosses nicht billigt, weckt Misstrauen. Wer Atomkraft für sinnvoller als Wind- und Sonnenenergie hält, gilt als Klimaleugner. Am zuverlässigsten handelt sich das Etikett eines Leugners ein, wer den sogenannten Feinden des Klimakonsenses nahesteht   – Erdölunternehmen, konservativen Denkfabriken oder gar der «falschen» Partei.


    Der Umstieg auf neue Energieträger ist noch viel herausfordernder als die Corona-Pandemie.

    Corona ist ein interessantes Beispiel eines fabrizierten Konsenses. Die Auffassung, dass Covid-19 natürlichen Ursprungs sei, wurde Anfang 2020 von zwei Stellungnahmen etabliert   – die eine in The Lancet im Februar, die andere in Nature Medicine im März. Im Lancet hiess es: «Wir verurteilen nachdrücklich Verschwörungstheorien, denen zufolge Covid-19 nicht natürlichen Ursprungs ist.» Dies führte dazu, dass die Möglichkeit eines Lecks in einem Labor in Wuhan praktisch nicht mehr verfolgt wurde. In den Mainstream-Medien wurde wiederholt erklärt, dass nach Experten-Konsens ein Entweichen des Erregers aus einem Labor auszuschliessen oder höchst unwahrscheinlich sei.

    Die Kluft zwischen dem damaligen Kenntnisstand und der Selbstgewissheit der beiden Artikel hätte jedem Virologen und überhaupt jedem aufmerksamen Beobachter auffallen müssen. Einige Wissenschaftler aus anderen Disziplinen haben auch darauf hingewiesen. Erst im Mai 2021, nach der Veröffentlichung eines Artikels im Bulletin of the Atomic Scientists, der aufdeckte, dass die Autoren des Lancet-Artikels ihre Kontakte zum Labor in Wuhan verschwiegen hatten, wurde der Konsens brüchig. Es folgte darauf eine Kaskade von Absetzbewegungen   – der falsche Konsens war nicht mehr haltbar.

    Beunruhigend an dieser Geschichte ist allerdings nicht die Aufkündigung eines Konsenses, sondern dass ein falscher Konsens über mehr als ein Jahr aufrechterhalten werden konnte. Einige Wissenschaftler protestierten zwar, wurden in den sozialen Medien aber wüst angegangen. Die allermeisten Wissenschaftler, denen klar war, dass der Ursprung des Virus keineswegs erwiesen war, schwiegen.

    Jeder Virologe, der die akzeptierte Position der Kollegenschaft in Frage stellte, lief Gefahr, als Häretiker zu gelten und in den sozialen Medien fertiggemacht zu werden. Er musste überdies damit rechnen, dass sein nächster Antrag auf Bewilligung von Forschungsgeldern abgelehnt würde. Die hässliche Seite dieses falschen Konsenses wird erst jetzt allmählich bekannt.


    Mehr Ehrlichkeit

    Politische und moralische Vorurteile können zu weithin akzeptierten Thesen führen, die eher die blinden Flecken der Wissenschaft verraten, als dass es fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse wären. Ein fabrizierter Konsens behindert den wissenschaftlichen Fortschritt, weil bestimmte Fragen nicht gestellt und bearbeitet werden. Ein solcher Konsens greift darüber hinaus in die Selbstkorrekturmechanismen skeptischer Wissenschaft ein, die Grundlage des wissenschaftlichen Fortschritts sind.


    Der Klimawandel ist eine säkulare Religion geworden   – mit Dogmen, Häretikern und Stammesdenken.

    Ein solcher Konsens verschleiert Ungewissheiten, Ambivalenzen, Dissens und Unkenntnis. Grössere Ehrlichkeit in Bezug auf Unwägbarkeiten und Unwissenheit und mehr Transparenz in Sachen Dissens und Kritik würde politischen Entscheidern ein vollständigeres Bild einer relevanten Wissenschaft und ihrer Grenzen vermitteln.

    Ein fabrizierter Konsens erwächst aus einer Vereinfachung von Problemen, so dass der Spielraum der Politik am Ende eingeengt wird und sich die irrige Annahme ergibt, das Problem könne gelöst werden. Bei komplexen Problemen wie dem Klimawandel oder Corona führt ein solcher Konsens zu der naiven und zugleich anmassenden Vorstellung, man habe es mit simplen und handhabbaren Risiken zu tun. Es braucht mehr Realismus bei der Lösung komplexer sozialer Probleme.


    Autorität in Frage stellen

    Die Pandemie hat gezeigt, dass die Instrumente, die uns bei der Konfrontation mit einem komplexen globalen Problem zur Verfügung stehen   – Experten, präzise wissenschaftliche Untersuchungen, Computermodelle, staatliche Vorschriften   –, keineswegs zu der angestrebten Qualität von Kontrolle geführt haben. Der weltweite Umstieg auf neue Energieträger und Nachhaltigkeit ist noch viel herausfordernder als die Corona-Pandemie. Das hergebrachte Paradigma von Beherrschung, Planung und Optimierung ist für die Probleme des 21. Jahrhunderts nicht mehr geeignet.

    Aufgrund des übersteigerten Bewusstseins von Wissen und Kontrolle, das in der Klima- und der Corona-Politik zu beobachten ist, werden einige Fragen, über die offen diskutiert werden sollte, von der Politik ignoriert. Jedes vorschnelle In-Abrede-Stellen von Ungewissheiten und Ambivalenzen bei komplexen Problemen wie Klimawandel und Pandemien führt zu einer unsichtbaren Form von Unterdrückung, die mögliche Lösungen verhindert.

    Punkto Klimawandel ist heutzutage nicht bloss die Durchsetzung eines politisch motivierten Konsenses mitsamt Cancel-Culture zu beobachten. Der Klimawandel ist eine säkulare Religion geworden   – inklusive Dogmen, Häretikern und moralischen Stammesdenkens. Die säkulare Religion des Klimawandels wirft Fragen auf, die viel grundlegender sind als die Risiken schlechter Politik. Gefährdet sind die fundamentalen Werte der wissenschaftlichen Revolution und die Freiheit, Autorität in Frage zu stellen.

    Wir müssen wegkommen von einer konsensorientierten Haltung, die Debatten über komplexe soziale Fragen wie den Klimawandel einschränkt. Wir müssen Widerspruch und Kritik ermöglichen. Wenn wir mit Blick auf Risikomanagement und Entscheidungsprozesse wissenschaftliche Ungewissheiten anerkennen, wird die Menschheit im 21. Jahrhundert eine gedeihliche Zukunft haben.


    *Judith A. Curry ist emeritierte Professorin am Georgia Institute of Technology und Präsidentin des Climate Forecast Applications Network.

    Dieser Artikel enthält Auszüge aus Currys neuem Buch «Climate Uncertainty and Risk. Rethinking Our Response».

    Aus dem Englischen von Matthias Fienbork

    Quelle: https://weltwoche.ch/story/der-wunsch-nach-konsens-gefaehrdet-die-freiheit-der-wissenschaft/

     Mit freundlicher Genehmigung von WELTWOCHE.ch

     ___


    4 Kommentare zu “Der Wunsch nach Konsens gefährdet die Freiheit der Wissenschaft”

    • othmarstef

      29. Juli 2023 um 12:06 Uhr

      Dieser Artikel ist Balsam für meine Akademiker-Seele. Ich habe das Vertrauen in die Universität verloren. Sie war die unvoreingenommene Gralshüterin des Wissens, sowie der Ort, wo Probleme unserer Gesellschaft diskutiert und nach Lösungen gesucht werden konnten. Klimakrise und Corona-Pandemie haben nun aber gezeigt, dass sich die Universität den Mainstream-Ideologien unterordnet. Der ideologisch geprägte Konsens in der Wissenschaft barrikadiert die freie Forschung und verhindert den Fortschritt.


    Antworten

    • fmj

      27. Juli 2023 um 18:37 Uhr

      Wissenschaft bedeutet Forschung zur Erweiterung der vorhandenen Erkenntnis.
      Sie dient nicht einer einmaligen Feststellung, wer recht hat.
      Wissenschaft ist fliessend, sie entwickelt sich fortlaufend. Nicht immer steht eine abschliessende Erkenntnis am Ende.
      Stellt sich Wissenschaft nicht selbst kritisch in Frage, indem sie auch Fehler miteinbezieht, kann sie nicht Grundlage neuer Erkenntnis werden und ist dann nicht mehr wissenschaftlich.

       


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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält

    12.08.2023

    Bundesregierung veröffentlicht die genaue Liste der militärischen Unterstützungsleistungen beim Krieg in der Ukraine

    Die Bundesregierung hat die genaue Liste der militärischen Unterstützungsleistungen beim Krieg in der Ukraine offengelegt:


    bundesregierung.de, Heruntergeladen am 12. August 2023, um 11:55 Uhr


    Krieg in der Ukraine


    Liste der militärischen Unterstützungsleistungen

    Krieg in der Ukraine Liste der militärischen Unterstützungsleistungen Deutschland unterstützt die Ukraine mit Ausrüstungs- und Waffenlieferungen – aus Beständen der Bundeswehr und durch Lieferungen der Industrie, die aus Mitteln der Ertüchtigungshilfe der Bundesregierung finanziert werden. Eine Übersicht.


    Diese Aufstellung gibt eine Übersicht über von der Bundesrepublik Deutschland erbrachte militärische Unterstützungsleistungen für die Ukraine. Sie umfasst Abgaben aus Beständen der Bundeswehr, solche der Industrie und Lieferungen gemeinsam mit Partnern, die unter anderem aus Mitteln der Ertüchtigungsinitiative der Bundesregierung finanziert werden.


    Die Mittel des Ertüchtigungstitels belaufen sich auf insgesamt rund 5,4 Milliarden Euro für das Jahr 2023 (nach 2 Milliarden Euro im Jahr 2022) zzgl. Verpflichtungsermächtigungen für die Folgejahre in Höhe von rund 10,5 Milliarden Euro. Diese Mittel sollen vornehmlich für militärischen Unterstützung der Ukraine eingesetzt werden. Zugleich werden sie zur Finanzierung der Wiederbeschaffung von an die Ukraine aus Beständen der Bundeswehr abgegebenen militärischem Material für die Bundeswehr sowie der deutschen Beiträge an die Europäische Friedensfazilität (EPF) eingesetzt, aus der wiederum Kosten der EU-Mitgliedstaaten für Unterstützungsleistungen an die Ukraine erstattet werden können.


    Mehr Informationen zum finanziellen Umfang der gesamten bilateralen Unterstützungsleistungen Deutschlands für die Ukraine finden Sie hier PDF, 373 KB, nicht barrierefrei 

    ( https://www.bundesregierung.de/resource/blob/2008726/2201464/a94d8b3bf3e77798c926c1649612ddf6/2023-07-11-liste-ukr-bilaterale-hilfe-data.pdf?download=1).


    Gelieferte militärische Unterstützungsleistungen:

    (Änderungen im Vergleich zur Vorwoche in fett)

    • 28 Mehrzweckfahrzeuge mit Kette Bandvagn 206 (BV206)* (zuvor: 18)
    • 10 Kampfpanzer LEOPARD 1 A5*
    • 138 MG3 für LEOPARD 2, MARDER und DACHS
    • Munition für Kampfpanzer LEOPARD 1*
    • 18 Kampfpanzer LEOPARD 2 A6 mit Munition (deutscher Anteil am gemeinsamem Projekt mit weiteren LEOPARD 2 Nutzerstaaten)
    • 40 Schützenpanzer MARDER mit Munition (aus Bundeswehr- und Industriebeständen*)
    • 50 Allschutz-Transport-Fahrzeuge DINGO
    • 54 M113 gepanzerte Truppentransporter mit je 2 MG* (Systeme aus Dänemark, Umrüstung durch Deutschland finanziert)
    • Ersatzteile für LEOPARD 2 und MARDER


    Luftverteidigung

    • 2 PATRIOT Startgeräte
    • 46 Flakpanzer GEPARD inkl. 21.042 Schuss Flakpanzermunition*
    • 2 Luftraumüberwachungsradare TRML-4D*
    • 2 Luftverteidigungssysteme Iris-T SLM*
    • Flugkörper IRIS-T SLM*
    • Luftverteidigungssystem PATRIOT mit Flugkörpern
    • 55.000 Schuss Flakpanzermunition GEPARD
    • 4.000 Schuss Flakpanzerübungsmunition
    • 500 Fliegerabwehrraketen STINGER
    • 2.700 Fliegerfäuste STRELA 


    Artillerie

    • 12.641 Schuss 155mm Nebelmunition (zuvor 5.936)
    • 2 Radhaubitzen Zuzana 2* (Projekt gemeinsam finanziert mit Dänemark und Norwegen)
    • 15.510 Schuss 155 mm Artilleriemunition
    • 155mm Präzisionsmunition* (SMArt, VULCANO)
    • 5 Mehrfachraketenwerfer MARS II mit Munition (deutscher Anteil am gemeinsamem Projekt mit den USA und Großbritannien)
    • Munition für Mehrfachraketenwerfer MARS II
    • 14 Panzerhaubitzen 2000 (deutscher Anteil am gemeinsamen Projekt mit den Niederlanden)
    • 20 Raketenwerfer 70mm auf Pick-up trucks mit Raketen*
    • Artillerieortungsradar COBRA*
    • 10 Laserzielbeleuchter und tragbare Feuerleitmodule für VULCANO Artilleriemunition*


    Pionierfähigkeiten

    • Material für Kampfmittelbeseitigung*
    • 6 Minenräumpanzer WISENT 1*
    • 11 Minenräumpflüge für T-72*
    • 18 schwere und mittlere Brückensysteme und 12 Spezialanhänger
    • 5 Brücken für Brückenlegepanzer BIBER
    • 10 Brückenlegepanzer BIBER*
    • 15 Bergepanzer 2*
    • 2 Bergepanzer 3
    • 5 Pionierpanzer DACHS*
    • 3 mobile, ferngesteuerte und geschützte Minenräumgeräte*
    • 6 Paletten Material für Kampfmittelbeseitigung
    • 12 mobile und geschützte Minenräumgeräte Ahlmann*  


    Schutz- und Spezialausrüstung

    • 182 Grenzschutzfahrzeuge* (zuvor: 177)
    • 88 Aufklärungsdrohnen VECTOR* (zuvor: 84)
    • 1.288 Doppelfernrohre (zuvor: 125)
    • 20.600 Schießbrillen (aus Bundeswehr- und Industriebeständen*) (zuvor: 600)
    • 5 mobile Aufklärungssysteme SurveilSPIRE*
    • 47 mobile Antennenträgersysteme*
    • 20 Aufklärungsdrohnen RQ-35 HEIDRUN*
    • 18 Bodenüberwachungsradare GO12*
    • 10 Störsender*
    • 57 Drohnenabwehrsensoren und -jammer*
    • 2 Ersatzteilpakete für VECTOR Drohnen
    • 93 Drohnensensoren*
    • 40 Bandbreitenerweiterungen für elektronische Drohnenabwehrgeräte*
    • 1 Frequenzscanner/Frequenzjammer*
    • 32 Aufklärungsdrohnen*
    • 40 Laserzielbeleuchter*
    • 10 Überwasserdrohnen*
    • 10 Antidrohnenkanonen* 
    • 28.000 Gefechtshelme
    • 1 Radiofrequenzsystem
    • 3.000 Feldfernsprecher mit 5.000 Rollen Feldkabel und Trageausstattung
    • 353 Nachtsichtbrillen* 
    • 12 elektronische Drohnenabwehrgeräte* 
    • 165 Ferngläser* 
    • 38 Laserentfernungsmesser* 
    • 6 Lkw Fahrzeugdekontaminationspunkt HEP 70 inklusive Material zur
    • Dekontaminierung 
    • 10 Fahrzeuge HMMWV (8x Bodenradarträger, 2x Jammer/Drohnenträger)*
    • 1 Hochfrequenzgerät inkl. Ausstattung*


    Logistik

    • 38 Schwerlastsattelzüge 8x8 HX81 und 33 Auflieger* (zuvor: 32/27)
    • 6 LKW 8x6 mit Wechselladesystem mit 21 Abrollplattformen* (zuvor: 4/20)
    • 14 ferngesteuerte Kettenfahrzeuge THeMIS*
    • 140 LKW Zetros*
    • 288 Kraftfahrzeuge (Lkw, Kleinbusse, Geländewagen)
    • 179 Pick-up*
    • 12 Schwerlastsattelzüge M1070 Oshkosh*
    • 26 Wechselladesysteme 15t*
    • 35 LKW 8x8 mit Wechselladesystem
    • 30 sondergeschützte Fahrzeuge*
    • 10 Abrollplattformen


    Durchhaltefähigkeit

    • 100 Maschinengewehre MG5*
    • 300.000 Erste-Hilfe Kits* (260.000)
    • 44 Krankenkraftwagen*
    • 8 Sterilisatoren Zahnmedizin
    • 107.712 Schuss Munition 40mm*
    • 11.000 Einheiten Gruppenverpflegung
    • 103.000 Tourniquet
    • 500 Pistolen SFP9*
    • 2 Hangar-Zelte*
    • 8 Gabelstapler*
    • 295 Stromerzeuger
    • 10 Wintertarnnetze
    • 168 Feldheizgeräte*
    • 36.400 Wolldecken
    • 14.000 Schlafsäcke
    • Mi-24 Ersatzteile*
    • Ersatzteile schweres Maschinengewehr M2
    • 200 Zelte
    • 116.000 Kälteschutzjacken
    • 80.000 Kälteschutzhosen
    • 240.000 Wintermützen
    • 405.000 Rationen Einpersonenpackungen (EPa)
    • 67 Kühlschränke für Sanitätsmaterial*
    • 3.000 Patronen „Panzerfaust 3“ zuzüglich 900 Griffstücke
    • 14.900 Panzerabwehrminen (davon 9300* aus Ertüchtigungsinitiative)
    • 22 Millionen Schuss Handwaffenmunition
    • 50 Bunkerfäuste zuzüglich 15 Griffstücke
    • 100 Maschinengewehre MG3 mit 500 Ersatzrohren und Verschlüssen
    • 100.000 Handgranaten
    • 5.300 Sprengladungen
    • 100.000 Meter Sprengschnur und 100.000 Sprengkapseln   
    • 350.000 Zünder
    • 100 Auto-Injektoren
    • 15 Paletten Bekleidung
    • 1.200 Krankenhausbetten
    • 18 Paletten Sanitätsmaterial, 60 OP-Leuchten
    • Schutzbekleidung, OP-Masken
    • 1 Feldlazarett (Projekt gemeinsam finanziert mit Estland)*
    • Sanitätsmaterial (unter anderem Rucksäcke, Verbandspäckchen)
    • Kraftstoff Diesel und Benzin*
    • 10 Tonnen AdBlue*
    • 500 Stück Wundauflagen zur Blutstillung* 
    • MiG-29 Ersatzteile*
    • 7.944 Panzerabwehrhandwaffen RGW 90 Matador*


    Militärische Unterstützungsleistungen in Vorbereitung/Durchführung:

    (Aus Sicherheitserwägungen sieht die Bundesregierung bis zur erfolgten Übergabe von weiteren Details insbesondere zu Modalitäten und Zeitpunkten der Lieferungen ab.)


    Gepanzerte Gefechtsfahrzeuge

    • 60 Schützenpanzer MARDER*
    • 36 Mehrzweckfahrzeuge mit Kette Bandvagn 206 (BV206)*
    • 66 Armoured Personnel Carriers (APC)*
    • 100 Kampfpanzer LEOPARD 1 A5* (Projekt gemeinsam finanziert mit Dänemark)
    • Munition für Kampfpanzer LEOPARD 1*
    • Munition für Schützenpanzer MARDER*


    Luftverteidigung

    • Flugkörper PATRIOT
    • 6 Luftverteidigungssysteme IRIS-T SLM*
    • Flugkörper Iris-T SLM*
    • 12 Startgeräte Iris-T SLS*
    • Flugkörper Iris-T SLS (aus Bundeswehr- und Industriebeständen*)
    • 6 Luftraumüberwachungsradare TRML-4D*
    • 6 Flakpanzer GEPARD*
    • 300.000 Schuss Gepard Munition*


    Artillerie

    • 4.359 Schuss Nebelmunition 155 mm
    • 25.500 Schuss Artilleriemunition 155 mm*
    • 18 Radhaubitzen RCH 155*
    • 14 Radhaubitzen Zuzana 2* (Projekt gemeinsam finanziert mit Dänemark und Norwegen)


    Pionierfähigkeiten

    • Material für Kampfmittelbeseitigung*
    • 6 Bergepanzer 2*
    • 7 mobile, ferngesteuerte und geschützte Minenräumgeräte*
    • 16 Brückenlegepanzer BIBER*
    • 2 mobile und geschützte Minenräumgeräte Ahlmann*
    • 36 Minenräumpanzer WISENT 1*
    • 2 schwere und mittlere Brückensysteme*


    Schutz- und Spezialausrüstung

    • 80.000 Schießbrillen*
    • 10 mobile Aufklärungssysteme SurveilSPIRE*
    • 80 Aufklärungsdrohnen RQ-35 HEIDRUN*
    • 340 Aufklärungsdrohnen VECTOR*
    • 121 Aufklärungsdrohnen*
    • 10 Überwasserdrohnen*
    • 30 Bodenüberwachungsradare GO12*
    • 1 Satcom Überwachungssystem*
    • 2.000 portable Lichtsysteme*
    • 3 mobile Antennenträgersysteme*
    • 329 Grenzschutzfahrzeuge*
    • Fahrzeugdekontaminationspunkt
    • 11 Frequenzscanner/Frequenzjammer*


    Logistik

    • 12 Schwerlastsattelzüge M1070 Oshkosh*
    • 30 Tankfahrzeuge (Wasser/Kraftstoff)*
    • 1 LKW 8x6 mit Wechselladesystem mit 7 Abrollplattformen*
    • 52 Schwerlastsattelzüge 8x8 HX81 und 57 Auflieger*
    • 2 Zugmaschinen und 4 Auflieger* 
    • 10 geschützte Kfz*
    • 52 LKW Zetros*


    Durchhaltefähigkeit

    • 18.000 Panzerabwehrhandwaffen*
    • 5 Krankenkraftwagen*
    • 8 Sterilisatoren Zahnmedizin
    • 108.288 Schuss Munition 40mm Granatwerfer*
    • kontinuierliche Lieferung von Sanitätsmaterial*
    • 100 Granatmaschinenwaffe MGW*
    • 200.000 Erste-Hilfe Kits*
    • 17 Feldheizgeräte*
    • Feldlazarett (Rolle 2)*


    * Es handelt sich um eine aus Mitteln der Ertüchtigungsinitiative finanzierte Lieferungen der Industrie. Mit den Lieferungen sind teilweise Instandsetzungsmaßnahmen verbunden oder die Produktion dauert noch an; zudem erfolgen teilweise noch Ausbildungsleistungen.

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    © 2023 Presse- und Informationsamt der Bundesregierung


    Info: https://www.bundesregierung.de/breg-de/schwerpunkte/krieg-in-der-ukraine/lieferungen-ukraine-2054514


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält


    unser weiterer Kommentar: Dann stehen darin als Unterstützungsleistungen zur Luftverteidigiung in Vorbereitung und vom Wahn umjubelt, bald auch die Marschflugkörper Taurus.




    Weiteres:




    aus e-mail von Davide Brocchi, 12, August 2023, 11,36 Uhr


    Guten Tag zusammen,


    die Bundesregierung hat die genaue Liste der militärischen Unterstützungsleistungen beim Krieg in der Ukraine offengelegt:

    https://www.bundesregierung.de/breg-de/schwerpunkte/krieg-in-der-ukraine/lieferungen-ukraine-2054514


    Vermutlich wird dies hier auch als Werbung für die eigene Politik begriffen: „Wir tun etwas für die Ukraine“.

    Die Leitmedien üben eben viel Druck aus.


    Die Liste ist sehr lang. Ich zitiere nur zwei Posten:


      *   100.000 Handgranaten

      *   22.000.000 Schuss Handwaffenmunition


    Wie viele Menschenleben sollen damit gerettet werden?

    Hilft das der ukrainischen Bevölkerung? Welche Seite davon?

    Geht der Krieg damit schneller zu Ende?


    Übrigens…

    In den letzten Tagen hat Zelenskyj alle regionalen Verantwortlichen für die Rekrutierung von Soldaten entlassen, das berichtet die italienische Tageszeitung „Fatto Quotidiano“.

    Der Grund? Sie haben sich bereichert. Wer Geld zahlte, wurde nämlich vom Wehrdienst befreit und durfte das Land verlassen.

    Das erklärt, warum man in Städten wie Wien relativ viele Männer am Steuer von SUVs mit ukrainischem Kennzeichen sieht.

    Denn eigentlich dürfen keine Männer die Ukraine verlassen, sie müssen eben an die Front.

    Die Ukraine ist wie Russland ein relativ armes Land – und die Armen müssen nun gegeneinander kämpfen.


    Warum hat Zelenskyj jetzt diese Entscheidung getroffen?

    Weil nach der gescheiterten Gegenoffensive Russland wieder die Überhand bekommt.

    So kommt zur nächsten Eskalation: Nun wird Moskau öfter angegriffen. Was wird man mit den Taurus-Raketen tun?


    Doch Kriege gewinnt man nicht nur mit Waffen, sondern auch mit Soldaten.

    Die ukrainische Bevölkerung zählt 40 Millionen Menschen (ein Viertel davon orientiert sich an Russland, ein weiterer Teil steht dazwischen).

    Die russische Bevölkerung zählt 143 Millionen Menschen.


    Das heißt, die Ukraine kann den Krieg vermutlich nur dann gewinnen, wenn der Westen mit eigenen Soldaten stärker mitmischt.

    Das passiert zum Teil bereits (Yavoriv Military Base, https://en.wikipedia.org/wiki/Yavoriv_military_base).

    Für einen größeren Einsatz bräuchte es aber einen guten Vorwand.

    Wie weit will man also gehen, um den Sieg zu erringen?

    Denn über Exit-Strategien redet keiner.


    Mit besten Grüßen

    Davide


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält

    12.08.2023

    Wie eine umfassende Circular Economy in Deutschland umgesetzt werden könnte

    makronom.de, vom 9. August 2023, Ein Beitrag von Rebecca Tauer, Energie & Umwelt

    Um seinen Rohstoffbedarf zu senken und das Wirtschaften innerhalb planetarer Grenzen zu ermöglichen, muss Deutschland die Potenziale einer umfassenden Circular Economy realisieren. Eine neue Studie liefert einen Plan mit konkreten Maßnahmen, Instrumenten und Folgeabschätzungen.


    Foto: Pavel Neznanov via Unsplash


    In der Serie „Circular Economy und Nachhaltige Soziale Marktwirtschaft” werden die vielfältigen Chancen, Risiken und Handlungsbedarfe des Konzepts einer Circular Economy (CE) für das Erreichen einer Nachhaltigen Sozialen Marktwirtschaft beleuchtet. Die Serie entsteht in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung und wird in unregelmäßigen Abständen im Makronom erscheinen. Im Fokus liegen dabei vor allem die möglichen Zielkonflikte, die mit der zirkulären Transformation verbunden sein können. Hier finden Sie alle Beiträge, die bisher im Rahmen der Serie erschienen sind.


    Der Rohstoffkonsum hat sich seit 1970 weltweit verdreifacht. Deutschland nimmt dabei im Ländervergleich einen Platz an der Spitze ein. Der übermäßige Verbrauch von Rohstoffen und Ressourcen unter Missachtung der planetaren Grenzen macht den Mammutanteil der Dreifachkrise aus Erderhitzung, Artensterben und Umweltverschmutzung aus. Zudem gibt es schwerwiegende soziale und menschenrechtliche Folgen im Zusammenhang mit dem Abbau von Rohstoffen. Insgesamt steht nicht weniger auf dem Spiel als die Zukunft unserer und nachfolgender Generationen – ökologisch, ökonomisch und gesamtgesellschaftlich.


    Die Ursache für den hohen Primär-Rohstoffverbrauch mit all seinen negativen Folgen liegt in unserem linearen Wirtschaftsmodell. Was es stattdessen bräuchte, ist eine ganzheitliche Circular Economy (CE), in deren Umsetzung alle zirkulären Strategien aktiv genutzt werden.


    Die bisherigen deutschen politischen Programme und Strategien sind jedoch zu unverbindlich, untereinander inkongruent und insgesamt bei weitem nicht ambitioniert genug. Deutschland hängt dabei anderen europäischen Ländern stark hinterher. Dies möchte die Bundesregierung mit der Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS), die aktuell in Entwicklung ist, beheben.


    Das „Modell Deutschland Circular Economy“

    Um die dafür notwendige Transformation zu beschreiben, hat der WWF Deutschland das „Modell Deutschland Circular Economy“ (MDCE) gemeinsam mit Öko-Institut, Fraunhofer ISI und FU Berlin ausgearbeitet.

    Im Rahmen der Modellierung wurden die ökologischen und ökonomischen Folgen von CE-Maßnahmen für acht Sektoren berechnet, deren Produkte mit hohen Umweltbelastungen verbunden sind und die entsprechend hohe Potenziale für die notwendige Transformation aufweisen. Zu den Sektoren gehören Hoch- und Tiefbau, Fahrzeuge und Batterien, Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sowie Haushaltsgeräte, Lebensmittel und Ernährung, Textilien, Verpackungen, Möbel sowie Beleuchtung. Die Analysen erfolgten im Hinblick auf die ökologischen Wirkungsfelder Treibhausgasemissionen (THG), Rohstoffkonsum (RMC), Gesamtmaterialverbrauch (TMC), Landnutzung und teilweise Biodiversität sowie die sozio-ökonomischen Indikatoren Bruttowertschöpfung, Versorgungssicherheit und Arbeitskräftebedarf.


    Als erstes umfassendes CE-Modell, das je für Deutschland erarbeitet wurde, liefert das MDCE fundierte, wissenschaftliche Grundlagen, um quantifizierbare Ziele abzuleiten und Prioritäten festzulegen. Dazu wurden vier Szenarien modelliert. Diese machen deutlich, welche Ergebnisse je nach qualitativer und quantitativer Ausprägung der umgesetzten Maßnahmen für das Zieljahr 2045 erreichbar sind. In der Auswahl der betrachteten CE-Maßnahmen wurde besonderes Augenmerk auf die Breite der R-Strategien und auf die höheren R-Strategien (z. B. Refuse, Rethink, Reuse, Repair) gelegt, welche Ressourceneinsatz vermeiden. Die dahinterliegende Logik ist einfach: Produkte, die nicht hergestellt oder die langfristig erhalten werden, reduzieren Ressourcen- und Energiebedarf.


    Eindeutige Ergebnisse

    Der Übergang zu einer CE ist mit substanziell positiven ökologischen Wirkungen in allen untersuchten Wirkungsfeldern verbunden. Zudem gewinnen unser Land und unsere Wirtschaft erheblich an Versorgungssicherheit und reduzieren ihre Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen nachhaltig. Entscheidende sozio-ökonomische Vorteile ergeben sich, weil immense Folgekosten von Umweltzerstörung, Biodiversitätsverlust und Klimawandel eingedämmt werden. Nicht zuletzt bietet die notwendige (und mögliche) Transformation Deutschlands hin zu einer ganzheitlichen CE auch Chancen für mehr Lebensqualität und Gesundheit.


    Die sechs Schlüsselergebnisse der Studie ergeben sich, wenn wir das MDCE dem Weiter-so-Szenario 2045 gegenüberstellen. Das Weiter-so-Szenario berücksichtigt nur technologische und politische Entwicklungspfade, die aktuell bereits angestoßen oder zumindest beschlossen wurden.


    1. Eine umfassende Circular Economy in 2045 unterstützt den Klimaschutz. Konkret reduziert sie global zusätzlich 186 Millionentonnen CO2-Äuqivalente, das entspricht einer Reduktion von 26 Prozent. Darunter fallen auch 10 Prozent an schwer vermeidbaren Prozessemissionen der Stahl-, Zement- und Ethylen-Produktion.
    2. Eine umfassende Circular Economy schützt und bewahrt Ressourcen. Die Einsparungen belaufen sich auf 179 Millionentonnen weniger Rohstoffkonsum (RMC) und 329 Millionentonne weniger Gesamtmaterialverbrauch (TMC), eine Reduzierung von jeweils 27 und 26 Prozent gegenüber dem Weiter-so. Großes Potential liegt dafür in den Sektoren Hochbau, Fahrzeuge und Batterien sowie Lebensmittel.
    3. Eine umfassende Circular Economy rettet Natur und Biodiversität. Die Landnutzung wird beim MDCE um zusätzlich 8,5 Millionen Hektar Fläche entlastet. Das sind 25 Prozent der Gesamtfläche Deutschlands. Der Bereich Lebensmittel und Ernährung hat dabei das größte Potential. Dort liegt allein die Reduzierung des Verlustpotential bei 32 Prozent.
    4. Eine umfassende Circular Economy erhöht die Resilienz der deutschen Wirtschaft gegen über Versorgungsrisiken. Bei kritischen Rohstoffen entspannt sie die Versorgungssituation von 29 der 36 analysierten Rohstoffen. Dazu gehören etwa Palladium, Kobalt und Kupfer. Neben Fahrzeugen und Batterien liegt großes Potential bei Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Haushaltsgeräten.
    5. Die umfassende Circular Economy leitet einen Strukturwandel in der Wirtschaft ein. Die Produktion von Sekundärrohstoffen steigt beispielsweise um 16 Prozent – ein Wachstum von 860 Milliarden Euro.
    6. Die umfassende Circular Economy hat einen hohen sozialen Nutzen. Neben des gesteigerten Arbeitskräftebedarfs in der Produktion von Sekundärrohstoffen um 23 Prozent gibt es zwei große Pluspunkte: den Anstieg des Anteils weiblicher Arbeitnehmerinnen durch einen Anstieg der Arbeit im Dienstleistungssektor und eine Steigerung der Gesundheit durch Reduktion von Luft- und Naturverschmutzung.


    Die umfassende Circular Economy politisch umsetzen

    Der MDCE-Politik Blueprint schließt an die Modellierungsstudie an, zeichnet den Weg der Transformation hin zu einer CE und beschreibt dabei verschiedene, sich gegenseitig stützende Kernelemente: Vision und Leitprinzipien, Ziele und Indikatoren, Governance, sowie Politik-Instrumente zur Umsetzung von CE-Maßnahmen.


    Zur Vision gehören fünf Handlungsstrategien, die zu den übergeordneten Umweltzielen wie Klima- und Biodiversitätsschutz beitragen sollen: Ressourcenströme verringern, Material substituieren, Ressourcenflüsse verlangsamen, Produktnutzungen intensivieren und Ressourcenkreisläufe schließen.


    Die zehn Leitprinzipien stützen die Vision und zeigt Handlungsbedarf auf verschiedenen Ebenen auf:

    1. Absolute Reduktion des Ressourcenverbrauchs in Deutschland als oberstes Ziel setzen
    2. Verbindliche Ressourcenziele nach dem Vorbild von Klimazielen festlegen
    3. Den durch CE ausgelösten Strukturwandel mit konkreten politischen Instrumenten gestalten
    4. In gesellschaftlichen Allianzen Überzeugung für eine umfassende CE schaffen
    5. Bildung und Wissensvermittlung als Schlüssel für die Transformation begreifen
    6. Anreize für einen Wertewandel in Unternehmen setzen
    7. Vorbildfunktion des Staates in der Beschaffung ausbauen
    8. Regionale Wertschöpfungsketten in Deutschland stärken
    9. Finanzierung und Forschung & Entwicklung für die Transformation in eine Circular Economy bereitstellen, und
    10. Internationale Verantwortung Deutschlands stärker wahrnehmen


    Die Vision und die Leitprinzipien greifen bewusst mehrere Ebenen des Handlungsbedarfes auf. Diese müssten gleichzeitig bearbeitet werden, um das Gesamtziel, die Absenkung des absoluten Rohstoffkonsums, zu erreichen.

    Um den nötigen Wandel zu einer CE innerhalb planetarer Grenzen zu erreichen, schlägt der MDCE-Politik Blueprint folgende Ziele und Indikatoren für das Zieljahr 2045 vor:


    • Rohstoffkonsum (RMC) pro Kopf von 7 Tonnen pro Jahr, davon 2 Tonnen biotisch und 5 Tonnen abiotisch
    • Senkung des absoluten Rohstoffkonsums (RMC) auf etwa 500 Millionen Tonnen


    Für Sekundärrohstoffe wird das Ziel der Verdoppelung der Circular Material Use Rate bis 2030 gemäß dem Ziel der EU-Kommission vorgeschlagen, mindestens aber eine Steigerung auf 18 Prozent.


    Um Verbindlichkeit für die Umsetzung einer ganzheitlichen CE in Deutschland zu ermöglichen, empfiehlt der WWF eine Governance-Struktur analog zum Klimaschutzgesetz: ein Ressourcenschutzgesetz mit entsprechenden Ressortzielen.


    Im Kern gibt der MDCE-Politik Blueprint Hinweise für die Bildung eines neuen gesellschaftlichen Narrativ der CE in Deutschland. Das Narrativ soll deutlich machen, dass technologische Innovationen zwar einen wichtigen Beitrag für die Ziele einer CE leisten können, aber der strukturelle und verhaltensbedingte Wandel dabei eine größere Rolle spielen muss. In anderen Worten: Es wird ein grundsätzlicher Wandel unserer aktuellen Konsummuster und eine Abkehr von einem Wirtschaftsmodell, das auf einem überproportionalen Verbrauch an natürlichen Ressourcen beruht, angeregt.


    Für die Umsetzung der modellierten CE-Maßnahmen und als Handlungsoptionen, wie ein Ressourcenziel sowie Ressortziele zu erreichen sein können, werden im MDCE-Politik Blueprint sechs rahmensetzende Instrumente definiert:


    1. Finanzierung von CE-Maßnahmen
    2. Daten-Governance
    3. Umweltsteuern und Subventionen
    4. Zirkuläre öffentliche Beschaffung
    5. Konsequente Herstellerverantwortung (EPR)
    6. Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR)


    Für jeden Sektor werden spezifische Instrumente weiter konkretisiert und detailliert beschrieben. Außerdem wird auf die sektorspezifischen Charakteristika (z. B. Chancen und Herausforderungen) bei der Umsetzung von rahmensetzenden Instrumenten eingegangen sowie Möglichkeitsfenster aufgezeigt.


    Um seinen Rohstoffbedarf zu senken und das Wirtschaften innerhalb planetarer Grenzen zu ermöglichen, muss Deutschland die Potenziale einer umfassenden CE realisieren und dafür eine ambitionierte und konkrete NKWS entwickeln. Das MDCE bietet dafür einen Plan mit konkreten Maßnahmen, Instrumenten und Folgeabschätzungen.

     

    Zur Autorin:

    Rebecca Tauer leitet das Programm Circular Economy beim WWF Deutschland.


    Info: https://makronom.de/wie-eine-umfassende-circular-economy-in-deutschland-umgesetzt-werden-koennte-44627?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wie-eine-umfassende-circular-economy-in-deutschland-umgesetzt-werden-koennte

    12.08.2023

    Niger: Kommt es zum Krieg?

    lostineu.eu, vom 11. August 2023

    Gut zwei Wochen nach dem Militärputsch im Niger hat die westafrikanische Staatengemeinschaft ECOWAS ihre militärische Eingreiftruppe aktiviert. Kommt es zum Krieg in Afrika?

    Wer französische Nachrichten hört, kann diesen Eindruck gewinnen. Präsident Macron hielt am Donnerstagabend eine Krisensitzung in Paris ab und kündigte „volle Unterstützung“ für ECOWAS an.

    Auch US-Außenminister Antony Blinken betonte die Führungsrolle der ECOWAS bei der Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung im Niger, ohne direkt mit einer Intervention zu drohen.

    Die Staatengemeinschaft selbst laviert. Einerseits bereitet sie einen möglichen Militär-Einsatz im Niger vor. Andererseits heißt es, Priorität habe eine Wiederherstellung der Ordnung mit friedlichen Mitteln.


    Auch die EU laviert

    Auch die EU bezieht nicht klar Stellung. Der Außenbeauftragte Borrell äußerte sich besorgt über die Lage von Präsident Bazoum, dem von der Junta der Zugang zu Nahrung und Strom verweigert werde.

    Die für die Sahel-Zone zuständige EU-Gesandte Del Re hingegen erklärte, dass die Sanktionen gegen Niger bereits Wirkung zeigten. Angeblich äußerte sich sich zufrieden, dass Nahrung und Strom knapp werden – also genau das, was Borrell beklagt.

    Zu einer möglichen Militärintervention wollte sich niemand in Brüssel äußern. Sollte Macron grünes Licht geben und ECOWAS eingreifen, dürften sich die EU-Staaten jedoch hinter den Einsatz stellen.

    Auf einen Wirtschaftskrieg gegen eines der ärmsten Länder Afrikas haben sie sich bereits eingelassen…

    Siehe auch Niger: Frankreich scheitert, EUropa verliert

    6 Comments

    1. Karl
      12. August 2023 @ 09:17

      WBD – prima!
      Vielleicht als Tabelle, kumulativ, sortiert nach Regionen und Ländern.
      1 x die Woche (oder im Monat?) wird ein Newsletter der neuen Einträge erzeugt?
      Vielleicht wären sogar welche bereit, dafür ein extra Steady-Abonnement abzuschließen?

    Reply

    • ebo
      12. August 2023 @ 09:27

      Sorry, da komme ich nicht ganz mit – worum geht es?

      Reply

  • Katla
    11. August 2023 @ 20:11

    @WBD: diese Rubrik hätte ich auch gern!

    Wenn ich mir auch etwas wünschen darf (zu einem anderen Thema): bitte noch eine wöchentliche Statistik, wieviele Leben in der laufenden Woche durch Waffenlieferungen aus Deutschland gerettet werden konnten (bitte am besten gleich nach Waffengattungen spezifizieren).

    Reply

  • KK
    11. August 2023 @ 18:34

    @ WBD:
    „Ich hätte gerne mal eine ehrliche und klare Aussage: ist das Eingreifen ausländischer Staaten im Niger nun völkerrechtswidrig oder nicht?“

    „Radio Eriwan“ würde darauf antworten: „Im Prinzip ja.“
    „Radio Free Europe/Radio Liberty“ würde darauf antworten: „Wenn wir damit das, was wir hier unter Demokratie verstehen, retten, uns genehme Personen wieder dort die Staatsgeschicke lenken und wir nebenbei das entsprechende Land und seine Bevölkerung weiter ausbeuten können, eigentlich eher nicht. God save America!“

    Reply

  • WBD
    11. August 2023 @ 14:24

    Ich hätte gerne mal eine ehrliche und klare Aussage: ist das Eingreifen ausländischer Staaten im Niger nun völkerrechtswidrig oder nicht? Sie, lieber EBo, kennen doch bestimmt jemand ‚aus dem Völkerrecht‘, der (oder die?) das konkret sagen kann, oder?
    Ich meine, seit Jahren wird uns das Völkerrecht als Maß aller Dinge dargestellt, ständig wird einem das Adjektiv ‚völkerrechtswidrig‘ eingebläut (wenn es um Russland geht), aber an alle sonstigen Geschehnisse in der Welt wird dieser Bezugspunkt ‚Völkerrecht‘ nicht standardmässig angelegt…
    Am liebsten hätte ich eine wöchentliche Rubrik ‚Was war völkerrechtswidrig diese Woche?‘ damit ich nicht die Orientierung verliere ????

    Reply

  • KK
    11. August 2023 @ 13:21

    „…die Lage von Präsident Bazoum, dem von der Junta der Zugang zu Nahrung und Strom verweigert werde.“

    Durch die Nichteinhaltung der dem Westen obliegenden Pflichten aus dem Getreideabkommen, aus der die Nichtverlängerung durch Russland resultiert, verweigert der Westen den ärmsten Ländern auf gleich mehreren Kontinenten den Zugang zu Nahrung – und vor allem zu russischem Dünger, um selbst Nahrung ertragreich anzubauen.
    Diese Bigotterie des ach so werteorientierten Westens ist einfach nur noch unerträglich! Ich schäme mich, qua Geburt dazugehören zu müssen!


  • Info: https://lostineu.eu/niger-ecowas-aktiviert-eingreiftruppe


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält

    12.08.2023

    Nachrichten von Pressenza: Als erste im Krieg

    aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 12. August 2023, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 12.08.2023


    Als erste im Krieg


    Die deutsche Luftwaffe übt schnelles Verlegen in die strategisch bedeutende Arktisregion – und untermauert den Anspruch Berlins, in einem etwaigen Großmächtekrieg an vorderster Front dabei zu sein. Die Bundeswehr bildet zurzeit über Island deutsche Piloten aus, um im Kriegsfall an&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/08/als-erste-im-krieg/


     -----------------------


    Europa nicht dem EU-Twitter-Verbotskommissar Breton überlassen


    Martin Sonneborn, Satiriker und Mitglied des EU-Parlaments, mokiert sich über den EU-Kommissar für Technologie Thierry Breton. Wenn Social Media Gewaltaufrufe nicht sofort löschen, können wir sie für ganz Europa sperren. Das sagte EU-Kommissar Thierry Breton.  Original-Beitrag im Video hören und&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/08/europa-nicht-dem-eu-twitter-verbotskommissar-breton-ueberlassen/


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    Schweiz: St. Imier und der Krieg


    Auch ich war unlängst am „Ursprungsort des globalen Anarchismus“, im beschaulichen schweizerischen Saint-Imier. Dort trafen sich Ende Juni, in einem in der Tat global wohl einzigartigen Mischungsverhältnis, exakt ebenso viele Anarchist*innen aus verschiedensten Weltregionen, wie dieser Ort an Wohnbevölkerung zählt.Erst&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/08/schweiz-st-imier-und-der-krieg/


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    Belgien: Alles, was Sie schon immer wissen wollten über … die Antworten der Landwirte auf die Intensivlandwirtschaft


    Am 29. und 30. Juli fand die 10. Ausgabe der „Kleinen Messe“ auf dem Gelände von Buffl’Ardenne in Semel statt. Sie ist die Alternative zur berühmten Landwirtschaftsmesse in Libramont in der belgischen Provinz Luxemburg, die mit jährlich etwa 200 000&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/08/belgien-alles-was-sie-schon-immer-wissen-wollten-ueber-die-antworten-der-landwirte-auf-die-intensivlandwirtschaft/


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    BRICS Staaten bereiten Treffen in Südafrika vor, um Dialog, Konsultation, Solidarität und Zusammenarbeit zu stärken


    Vertreter der BRICS-Staaten kamen vergangene Woche zusammen, um sich für ihr nächstes Treffen in Johannesburg, Südafrika, vorzubereiten und Ansichten zu aktuellen Herausforderungen in strategischen Bereichen wie Lebensmittel- und Wasserversorgung, Energieversorgung, Terrorismusbekämpfung und Cybersicherheit auszutauschen und kamen dabei zu einem breiten&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/08/brics-staaten-bereiten-treffen-in-suedafrika-vor-um-dialog-konsultation-solidaritaet-und-zusammenarbeit-zu-staerken/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält

    12.08.2023

    Forscher über Zustand der Gesellschaft: „Die Bevölkerung ist erschöpft“

    taz.de, vom 3. 8. 2023, 18:4 Uhr

    Pandemie, Krieg, Klima: Laut Forscher Hurrelmann zeigt die Gesellschaft Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung. Wie kann das überwunden werden?


    Mit der Klimakrise folgt die „nächste Überforderung“: Stark­regen in Berlin im Frühjahr Foto: Andreas Friedrichs/imago


    taz: Herr Hurrelmann, Sie kritisieren, dass die Bundesregierung die mentale Verfasstheit der Bevölkerung viel zu wenig berücksichtigt – auch dadurch habe die AfD derzeit leichtes Spiel. Was meinen Sie damit?

    Klaus Hurrelmann: Die Bundesregierung nimmt die medizinischen Langzeitfolgen der Coronapandemie ernst, aber nicht die psychischen und sozialen. Dabei sind diese immens, wie die Ergebnisse unserer Studie „Jugend in Deutschland“ zeigen, in der wir nicht nur die Jugend bis 30, sondern auch die Altersgruppen 30 bis 50 und 50 bis 70 Jahre einbezogen haben.


    Was sind die Ergebnisse?

    Die Coronapandemie hat bei allen Altersgruppen zu schweren Einschnitten des normalen Lebensrhythmus geführt. Viele Menschen haben das Gefühl, aus dem Tritt geraten zu sein, die Kontrolle verloren zu haben, sie sind erschöpft. Man kann eine Analogie zum Krankheitsbild der posttraumatischen Belastungsstörung ziehen.


    Heißt?

    Da weiß man, dass das wahre Ausmaß einer Belastung sich erst zeigt, wenn man die akute Krise eigentlich schon hinter sich hat. Einen solchen Effekt beobachten wir in allen Altersgruppen, bei jungen Leuten besonders stark. Wir haben es mit einer psychisch sehr belasteten, sehr erschöpften Bevölkerung zu tun. Die bräuchte jetzt eigentlich Ruhe. Aber stattdessen stehen wir vor den nächsten Krisen: Klima, Krieg, Inflation, vielleicht auch noch eine Fluchtbewegung. Auch diese Krisen können von einem Individuum nicht mit eigenen Ressourcen bewältigt werden. Es ist die nächste Überforderung.


    Bei der posttraumatischen Belastungsstörung handelt es sich um ein klar definiertes Krankheitsbild aus der Psychiatrie – kann man das so einfach auf die Gesellschaft übertragen?

    Nein, eins zu eins geht das natürlich nicht. Ich nutze es als Analogie, als Metapher, damit die Mechanismen und das Ausmaß dessen klar werden, womit wir es gerade zu tun haben.


    Woran machen Sie die Traumatisierung der Gesellschaft fest?

    Traumatisierung ist eine Befindlichkeitsstörung, die sich darin äußert, dass Menschen unter sehr hohem Stress, unter Hilflosigkeit und starker Belastung leiden. Sie kommen mit ihren Lebensherausforderungen nicht zurecht, weil sie aus dem Rhythmus geraten sind. Es ist ein Gefühl von Ohnmacht. Die Belastungssymptome gehen in drei Richtungen.


    In welche?

    Zum einen nach innen. Deswegen haben wir so eine starke Zunahme von psychischen Störungen, von Angst- und Essstörungen und Depressionen. Dann gibt es Druck nach draußen, eine Zunahme von Aggressivität, auch von politisch extremen Haltungen. Und drittens gibt es Sucht als Ausweichstrategie, um sich Entlastung zu verschaffen: die Zunahme bei einigen legalen und illegalen Drogen, aber auch bei Videospielen oder überhaupt der Nutzung von digitalen Geräten.


    im Interview: Klaus Hurrelmann79, ist Sozialwissenschaftler. Nach langer Tätigkeit an der Universität Bielefeld ist er aktuell Senior Professor of Public Health and Education an der Berliner Hertie School


    Was schon in der Pandemiezeit zu beobachten war. Aber es verschwindet nicht. Und jetzt kommen die Klimakatastrophe, die wir während der Pandemie etwas verdrängt haben, und all die anderen Krisen hinzu. Sie erinnern daran, dass man erst vor Kurzem Ohnmachtsgefühle hatte. Das schafft Unsicherheit und Pessimismus und große Erschöpfung. Was ist die gesellschaftliche Folge, wenn die Bevölkerung derart erschöpft ist? Das Gefühl, wir können unser eigenes Leben selbst in die Hand nehmen, wir schaffen das, kommt abhanden. Wir verstehen nicht mehr, was eigentlich los ist, weil es über die eigenen Kräfte hinausgeht. Und dann sucht man nach Unterstützung und Entlastung – und eine Verschwörungstheorie zum Beispiel leistet das. Die gibt mir Sicherheit, weil ich weiß, woran es liegt. Ich habe die Ursache gefunden. Die CIA hat das Coronavirus erfunden, ich kenne den Schuldigen. Der Klimawandel ist nicht menschengemacht, ich kann also nichts tun. Was natürlich alles Unsinn ist … … aber es sind befreiende Mechanismen, weil sie entlasten. Solche Mechanismen aktiviert jeder von uns in unterschiedlichen Situationen – dann, wenn das Gefühl überhand nimmt, dass ich keine Kontrolle mehr über mich und mein Leben habe. Nach dem Konzept der Salutogenese des Soziologen Aaron Antonovsky braucht der Mensch aber dieses Kohärenzgefühl. Dieses Kohärenzgefühl? Das heißt, dass drei Dinge wichtig sind. Dass ich als Mensch erstens das Gefühl brauche, ich kann die Welt verstehen, dass zweitens die Herausforderungen, die vor mir liegen, machbar sind, und dass drittens das Ganze auch Sinn macht, es sich also lohnt, in die Zukunft zu investieren. Wenn dieses Gefühl Schaden nimmt, dann werde ich pessimistisch, glaube weder an mich noch an die Gesellschaft und suche nach rettenden Strohalmen. Sie sagen, von dieser Situation profitiert die AfD. Wie funktioniert das aus Ihrer Sicht? Das ist eine Ausgangssituation, die von der Politik aufgenommen werden muss. Und man muss bisherigen und den jetzigen Regierungsparteien zugute halten, dass sie daran gearbeitet haben, an der Pandemie, am Krieg und an der Klimakrise. Klein-klein und rational. Aber es gelingt ihnen nicht, die Bevölkerung auch emotional mitzunehmen. Das liegt auch an den ständigen internen Debatten. Deshalb gelingt es nicht, in der Bevölkerung den Eindruck zu erwecken: Wir wissen, wo’s langgeht, es gibt Licht am Horizont. Und davon profitiert eine Partei … Die AfD, die in Umfragen gerade ein Hoch erlebt. Ja, ihr Höhenflug hängt auch damit zusammen. In einer solchen Situation sind einfache Antworten auch für Menschen interessant, die nicht zur rechtsextremen Stammklientel gehören. Weil diese einfachen Antworten entlastend sind. Und die AfD bietet solche Antworten, die natürlich zugleich oft untauglich sind. Entlassen Sie mit einer solchen Pathologisierung die AfD-Wähler*innen nicht aus ihrer Verantwortung? Man muss mit der Metapher der posttraumatischen Belastungsstörung vorsichtig sein, das sehe ich auch. Aber meine Idee ist ja nicht, diese Menschen zu pathologisieren, sondern zu zeigen, dass Politik mit dieser nachvollziehbaren Verunsicherung und der Orientierungslosigkeit der Menschen umgehen muss. Und das nicht nur rational. Das bedeutet auch, es mit neuen Herausforderungen nicht zu übertreiben. Was würden Sie der Bundesregierung empfehlen? Was kann sie tun? Notwendig ist eine ermutigende und ermächtigende Politik, das, was im Englischen so schön Empowerment heißt. Olaf Scholz sollte mit seiner Regierung der Bevölkerung endlich anbieten, was sie dringend braucht: ein Gefühl der Machbarkeit, Verstehbarkeit und Sinnhaftigkeit. Haben Sie eine konkrete Idee? In der Klimapolitik könnte ich mir zum Beispiel eine Meinungsumfrage vorstellen, mit der die Bundesregierung die Mehrheitsverhältnisse in der Bevölkerung vermisst und in der die Bevölkerung sich äußern kann, in welchem Ausmaß Klimapolitik gemacht werden soll. Das wäre ein Signal vonseiten der Regierung, dass sie die Ohnmachtsgefühle der Bevölkerung ernst nimmt und Angebote macht, sie zu überwinden. Aber besteht bei einer solchen Befragung nicht die Gefahr, dass die Menschen das Gefühl bekommen, es wird ihnen noch mehr Verantwortung aufgebürdet – Verantwortung, die sie nicht tragen können? Dass diese also eine verstärkende und keine entlastende Funktion hat? Das wäre kontraproduktiv, das dürfte nicht passieren. Man müsste das also sehr sorgfältig konzipieren. Der Kanzler versucht ja in der Regel, Optimismus zu verbreiten. Warum funktioniert das nicht? Weil es nicht glaubwürdig rüberkommt. Weil alle sehen, wie die Regierung streitet. Das war bei Angela Merkel anders. Sie hat lange abgewartet und abgewogen und dann entschieden und dann war es so. Jetzt haben wir eine Regierung von drei Parteien, die alle ihre eigenen Pläne haben. Welche Rolle spielt die Opposition, also die Union? Weil sie so lange in Regierungsverantwortung war, wird sie weiter als Bestandteil der Regierung wahrgenommen, quasi als Regierungspartei. Auch das macht es der AfD leicht. Wenn wir Ihre Analogie der posttraumatischen Belastungsstörung noch einmal aufnehmen: Wie kann man eine solche Störung – medizinisch gesehen – eigentlich überwinden? Alle Erfahrungen aus der Psychiatrie sagen, dass eine posttraumatische Belastungsstörung heilbar ist. Das braucht Zeit, der wichtigste Schritt ist, wieder die Kontrolle über das eigene Leben zu gewinnen. Dazu muss ich das Trauma, was mich umgeworfen hat, verstehen. Ich muss anerkennen, dass es jetzt Bestandteil meines Lebens ist und ich damit leben muss. Wichtig ist dabei, dass ich nicht ständig an das Ohnmachtsgefühl erinnert werde. Deswegen ist es bei den großen politischen Herausforderungen jetzt so wichtig, dass die Regierung mit der Bevölkerung einen Minimalkonsens herstellt. Also kein Vorpreschen der Grünen mehr wie beim Heizungsgesetz und zugleich mehr Zugeständnisse von der FDP? Alle müssen Zugeständnisse machen. Sie müssten zeigen, dass sie in der Lage sind, eine große Herausforderung gemeinsam zu lösen. Auf keinen Fall getroffene Vereinbarungen wieder infrage stellen, das unterhöhlt jede Glaubwürdigkeit und jede Verlässlichkeit. Ich glaube, das ist das Schlimmste, was der Ampel passiert ist.


    Info: https://taz.de/Forscher-ueber-Zustand-der-Gesellschaft/!5951963


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält

    12.08.2023

    Kiesewetter zu Marschflugkörpern : "Das kann Taurus besser als alles andere"

    zdf.de, 11.08.2023 19:55 Uhr

    Die Ukraine will deutsche Taurus-Marschflugkörper, die Kanzler-Partei zögert jedoch. CDU-Politiker Kiesewetter fordert Lieferungen und bekräftigt: Taurus schützt Menschenleben.

    Laut Roderich Kieswetter, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, CDU sollten Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine geliefert werden. Es sei "eine Frage des Vertrauens in die Ukraine".


    Laut Roderich Kieswetter, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, CDU sollten Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine geliefert werden. Es sei "eine Frage des Vertrauens in die Ukraine".  Beitragslänge: 5 min Datum: 11.08.2023 (Video)


    "Bunkerbrecher" werden die Taurus-Marschflugkörper auch genannt, die Deutschland laut Auffassung mehrerer Politiker verschiedener Parteien an die angegriffene Ukraine liefern soll. Diese können per GPS Ziele in bis zu 500 Kilometer Entfernung erreichen.

    Aus der Ukraine abgefeuert wäre also auch ein Angriff auf russisches Staatsgebiet theoretisch denkbar. Das ist auch der Grund, warum Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) Bedenken hegen, die Waffe an Kiew zu liefern. Sie befürchten eine weitere Eskalationsstufe im Ukraine-Krieg und betonen:

    Wir sind nicht die Einzigen, die nicht liefern, (…) auch unsere amerikanischen Verbündeten liefern diese Marschflugkörper nicht.
    Boris Pistorius, Verteidigungsminister

    Ukraine: Taurus nicht gegen russisches Territorium

    Die Ukraine sichert zu, die erbetenen Marschflugkörper nicht gegen russisches Territorium einzusetzen, wie Außenminister Dmytro Kuleba versicherte. Die Waffen mit ihrer großen Reichweite seien dringend nötig, schrieb Kuleba am Freitag im sozialen Netzwerk X, früher Twitter.

    Er fügte hinzu: "Je größer die Reichweite, desto kürzer der Krieg." Der russische Angriffskrieg gegen das Nachbarland Ukraine dauert bereits fast anderthalb Jahre.


    twitter

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    Auch wenn laut Medienberichten bereits Gespräche zwischen Kanzleramt und Rüstungsindustrie über die technische Machbarkeit einer Limitierung für die Ziel-Programmierung laufen, hieß es gestern noch aus dem Bendlerblock: Die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern habe "keine Priorität."


    Soll Deutschland Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine liefern? Nicht nur Kanzler und Verteidigungsminister sehen dabei die Gefahr einer Eskalation des Krieges.

    Beitragslänge: 1 min Datum: 11.08.2023 (Video)

    Kiesewetter: "Ungeheurer Zeitdruck da"

    Von einer "falschen Einschätzung" spricht Außenpolitiker Roderich Kiesewetter (CDU). Im ZDF Morgenmagazin betont er: "Es ist ein ungeheurer Zeitdruck da. Die Ukraine hat keine Luftüberlegenheit", so Kiesewetter. Hingegen der Annahme einer Eskalation im Krieg verhindere die Lieferung der Taurus-Flugkörper eine Ausweitung des Krieges.

    Notwendig seien die Marschflugkörper etwa für ein Abschneiden der russischen Versorgungslinien von der russisch besetzten Halbinsel Krim. "Das kann Taurus viel besser als alles andere - und vor allem schützt es Menschenleben", erklärt der Außenpolitiker.

    Es ist eine Frage des Vertrauens in die Ukraine, dass sie die Ziele bekämpft, die nötig sind.
    Roderich Kiesewetter, CDU

    Kiew bittet um neue Waffen - Was können die Taurus-Marschflugkörper?  Die Ukraine bittet Deutschland um Marschflugkörper vom Typ Taurus. Bisher ist die Bundesregierung aber nicht bereit, diese an Kiew zu liefern. Doch was könnten die Waffen bringen?

    von Jan Schneider und Petra Riffel

    Kiesewetter wirft Scholz "Scheinargumente" vor

    Die Sorge des Kanzlers, dass der Krieg durch die Abgabe eskaliere, teilt Kiesewetter nicht. Er wirft Scholz vor, die Eskalation als Argument vorzuschieben und spricht von einem "Scheinargument" des Kanzlers.

    Denn: Für die andauernde Eskalation sei Russland verantwortlich, das hätte Kremlchef Wladimir Putin die vergangenen Wochen und Monate gezeigt.

    In der Zeit, wo wir keine Kampf- und Schützenpanzer geliefert haben, hat Russland über 40.000 zivile Ziele bekämpft.
    Roderich Kiesewetter, CDU

    Und "jetzt, wo die Diskussion über Taurus beginnt und läuft, eskaliert Russland weiter", sagt Kiesewetter weiter.

    Die Ukraine will Marschflugkörper - lenkbare Raketen, die große Reichweiten haben. Großbritannien und Frankreich haben schon geliefert, Deutschland ist bisher zurückhaltend.


    Soll Deutschland Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine liefern? Nicht nur Kanzler und Verteidigungsminister sehen dabei die Gefahr einer Eskalation des Krieges


    Die Ukraine will Marschflugkörper - lenkbare Raketen, die große Reichweiten haben. Großbritannien und Frankreich haben schon geliefert, Deutschland ist bisher zurückhaltend.

    Beitragslänge: 2 min Datum: 10.08.2023 (Video)

    "Selbstverständlich" Versorgungslinien auf russischem Gebiet abschneiden

    Für Kiesewetter bedeutet das: "Wenn wir wirklich dieser Eskalation Russlands Einhalt gebieten wollen, müssen wir mit allem reingehen, was der Ausweitung des Krieges entgegensteht." Details über etwaige Begrenzungen von Zielen könnten mit der ukrainischen Regierung "ausverhandelt" werden. Deswegen habe er "keine Sorge".

    Zudem habe "selbst der Verteidigungsminister Pistorius am 20. April deutlich gesagt, dass natürlich auch Versorgungslinien auf russischem Gebiet bekämpft werden können und müssen, weil es strategisch geboten ist".

    Aber russische Versorgungslinien auf russischem Gebiet bekämpfen? Ja, "selbstverständlich" müsse das sein, damit die russischen Soldaten aufgeben müssen, so Kiesewetter.


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    Medien: SPD will in Kürze Taurus-Lieferung verkünden

    Die Ukraine hat bereits mehrmals zugesichert, westliche Waffen nicht für Angriffe auf russisches Gebiet einzusetzen. Großbritannien hatte im Mai als erstes westliches Land die Lieferung von Marschflugkörpern vom Typ Storm Shadow an die Ukraine angekündigt, die weniger weit reichen als Taurus-Flugkörper.


    Kiew hatte bereits im Mai Taurus-Marschflugkörper von Deutschland gefordert:

    Beitragslänge: 1 min Datum: 27.05.2023 (Video)

    Mehrere Medien hatten am Donnerstag unter Berufung auf SPD-Kreise berichtet, die Regierung wolle "in Kürze" die Lieferung von Taurus-Marschflugkörper verkünden. Nach ZDF-Informationen ist die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern für die Bundesregierung aktuell dagegen kein Thema.

    Die Linken-Politikerin Gesine Lötzsch forderte im ZDF, "die Eskalation" zu beenden. "Jede Woche wird ein neues Waffensystem vorgeschlagen, dann preschen Abgeordnete der Koalition vor, der Kanzler täuscht Bedenken vor, um dann zuzustimmen". Sie finde das "verantwortungslos".


    Aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog:


    Info: https://www.zdf.de/nachrichten/politik/taurus-lieferung-ukraine-kiesewetter-scholz-100.html?utm_source=pocket-newtab-de-de


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält


    unser weiterer Kommentar: Vom eigenen Wahn umjubelt.

    11.08.2023

    Bombe: Wurde Nord Stream mit Atomwaffen zerstört?

    globalresearch.ca, 11. August 2023, Von Peter König


    Region: , ,

    Thema:

    Ausführlicher Bericht:


    Die Geschichte der Nord-Stream-Explosion ist verwirrend und verwirrend mit zahlreichen Berichten darüber, wer es getan hat und wer es nicht getan hat, wer ein Interesse daran hatte, über die Motive und wer am meisten unter der Explosion gelitten hat. Es scheint, als würde die Saga niemals enden.

    Vielleicht sollte es nicht enden, bevor die Wahrheit herausgefunden ist – und bevor die Schuldigen vor Gericht gestellt werden, denn es handelt sich um ein Verbrechen ungeheuren Ausmaßes.

    Anfang Februar 2023 veröffentlichte der US-Enthüllungsjournalist Seymour Hersh einen Bericht, der auf geheimen, aber seiner Aussage nach sehr zuverlässigen Quellen beruhte und Einzelheiten darüber lieferte, wie die US-Geheimdienste die von US-Präsident Joe Biden angeordnete Sabotage planten (bestätigt auf der Pressekonferenz am 7. Februar 2022). . 

    Präsident Joe Biden:  „Wenn Russland einmarschiert, bedeutet das, dass Panzer und Truppen erneut die Grenze zur Ukraine überqueren, dann  „wird es Nord Stream 2 nicht mehr geben“ 

    Reporter : „Aber wie wollen Sie das genau machen, da das Projekt unter der Kontrolle Deutschlands steht?“

    Biden: „Das werden wir, das verspreche ich Ihnen, wir werden das schaffen.“  (Betonung hinzugefügt)

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    Seymour Hersh enthüllte, wie die US-Marine den Bombenanschlag in Zusammenarbeit mit norwegischen Streitkräften durchführte. Nachdem der Bericht veröffentlicht worden war, dementierte Washington ihn schnell.


    Das Schuldspiel. Wer war es?

    Dies war der Beginn des Schuldspiels: Wer hat es getan, wie wurde es getan und was waren die Motive? Diese spekulative Debatte ist noch nicht beendet – und ein Ende ist nicht in Sicht.


    Ein taktisches Unterwasser-Atomgerät?

    Vor etwa einem Monat tauchten jedoch Bombshell News auf, die als Beweise für das „Wie“ zu gelten scheinen. Laut dem Mathematiker, Physiker und Geowissenschaftler Professor Hans Benjamin Braun wurden die Pipelines durch einen taktischen Unterwasser-Atombomber zerstört.

    Dies berichtete der Schweizer Journalist Christoph Pfluger  während seiner wöchentlichen Schweizer Nachrichtensendung „Transition TV“ bzw. TTV. Siehe Screenshot der Zusammenfassung (unten) des Berichts von Professor Braun. Scrollen Sie nach unten für den Link zum vollständigen Bericht von Professor Hans Benjamin Braun

    Ersten Angaben zufolge war für die Zerstörung ein mäßiger Sprengsatz von einigen hundert Kilogramm TNT verantwortlich. Das entspräche einer seismischen Reaktion der Stärke 2,3.

    Nach einer Durchsicht öffentlich verfügbarer seismischer Daten in ganz Nordeuropa könnte dies jedoch nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein.

    Seismische Spuren wurden bis zum Nordcap (1.800 km von der Detonation entfernt) und Grönland gemeldet, was die Nordstream-Explosion als teleseismisches Ereignis charakterisiert.“ Eine Analyse der Wellenformen, die an seismischen Stationen rund um die Ostsee und das Bottnische Meer festgestellt wurden, charakterisiert dieses Ereignis als …. mit einer Detonationsenergie von 200 Tonnen TNT-Äquivalent oder mehr, statt der in der Presse behaupteten 500 kg“, sagt Professor Braun in seinem Bericht.

    Das ist eine Sprengkraft, die mindestens 400-mal größer ist als behauptet. Die resultierenden Wellenformen haben gemeinsame Merkmale mit bekannten unterirdischen Atomexplosionen. Professor Braun kommt zu dem Schluss, dass nur eine nukleare Explosion diese Auswirkungen hervorrufen könnte, zu denen auch die extreme Erwärmung des Meeresbodens, starke Unterwasserströmungen und der selbst in der Schweiz messbare radioaktive Niederschlag gehören.

    Den vollständigen Schweizer TTV-Bericht über die mutmaßliche nukleare Zerstörung durch Nord Stream finden Sie hier . Der Nachrichtenbeitrag ist auf Deutsch. Der Abschnitt zur Pipeline-Explosion beginnt bei min. 9:45. Der Bericht von Professor Braun, von dem Sie oben einen Screenshot der Zusammenfassung sehen, ist auf Englisch. Um den TV-Beitrag auf Deutsch anzusehen, klicken Sie auf den Bildschirm unten


















    Ins Englische übersetzt, klicken Sie unten auf den Bildschirm:  (beginnt bei 5'27, im Anschluss an die Präsentation auf Deutsch)

    Nachdem Professor Braun seine Studie abgeschlossen hatte, übergab er sie mehreren Kollegen zur Begutachtung, darunter drei Physik-Nobelpreisträgern. Im April 2023 wurde der Abschlussbericht den betroffenen Regierungen, darunter Schweden, Finnland, Polen, sowie dem NATO-Generalsekretär, dem russischen Botschafter in der Schweiz sowie dem UN-Sicherheitsrat unter dem damaligen Vorsitz Russlands übergeben .

    Link zum vollständigen Bericht von Professor Hans Benjamin Braun (Englisch)  mit dem Titel: Nordstream - Anatomy of Dante's Explosion   ( https://drive.proton.me/urls/HYVJAJ3P5W#D2jSuEOYk3nn), den Sie herunterladen können

    Was ist passiert? Großes Schweigen.

    Keines der betroffenen Länder, nicht einmal Russland und natürlich auch nicht die NATO, scheint ein Interesse daran zu haben, den Fall zu eskalieren, was der Welt zeigt, dass vermutlich Washington/NATO nicht davor zurückschreckt, eine Atombombe zur Zerstörung der Energieversorgung einzusetzen treibt die deutsche und europäische Wirtschaft an. Und dass wir uns tatsächlich bereits in einem Atomkrieg befinden.


    Motive für die „Sabotage“

    Offiziell bestand das Motiv darin, sicherzustellen, dass die „Sanktionen“ gegen Russland wegen des Ukraine-Krieges Bestand haben und von Deutschland nicht unter dem Druck der deutschen Wirtschaft und Industrie gebrochen werden können. Ohne billiges russisches Gas würde die deutsche Wirtschaft enorm leiden.

    Inoffiziell gibt es einen geheimen Plan der Finanzkabale der Konzerne, der vollständig in die UN-Agenda 2030 und den „Great Reset“ des WEF integriert ist und darauf abzielt, die westlichen Volkswirtschaften, insbesondere die Europas und die USA, zu Fall zu bringen, möglicherweise bis zum völligen Stillstand. gesprengte Ruine. Das wichtigste Instrument ist, den Volkswirtschaften Energie zu entziehen.

    Dies geht Hand in Hand mit der Entvölkerungsagenda der Kabale – auch ein integraler Bestandteil des Great Reset und der Agenda 2030. Das Erreichen dieser beiden Ziele würde es einfacher machen, eine neue Weltordnung zu initiieren und umzusetzen, die auf vollständiger Digitalisierung und künstlicher Intelligenz (KI) basiert. . Die überlebenden Menschen würden zu elektronisch manipulierbaren Transhumanen, die je nach Bedarf sozusagen „ein- und ausgeschaltet“ werden könnten.

    Das gesamte UN-System wird an den namentlich nicht genannten Konzernfinanzriesen verkauft. Die UN-Agenda 2030 umfasst nicht nur die 17 hehren Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG). Es geht viel weiter. Um zu verstehen, was diese SDGs wirklich bedeuten, lesen Sie hier .

    Was die „ungenannte Finanzkabale“ betrifft, so ist BlackRock der größte Finanzier und Unterstützer des Weltwirtschaftsforums (WEF). Das WEF ist eine der wichtigsten Durchführungsorganisationen des Great Reset und der Agenda 2030.

    Die Kabale ist noch nicht da und mit der Stärke und spirituellen Kraft der Menschheit werden diese dunklen Mächte ihr Ziel nicht erreichen.

    Die Kabale weiß genau, dass die Weltwirtschaft auf Kohlenwasserstoffen basiert und dass diese auf absehbare Zeit die Hauptenergiequelle bleiben werden.

    Die Propaganda und die Hybris, die vom „ Klimawandel “ reden, nehmen kein Ende, obwohl die echte Wissenschaft weiß, dass es in den letzten 4,5 Milliarden Jahren, seit Mutter Erde existiert, ständig zu einem echten  Klimawandel kommt. Der Haupteinflussfaktor ist die Sonne – über 97 % – und hat nichts mit dem CO2 zu tun, das durch menschliche Aktivitäten und Wirtschaftsweisen erzeugt wird. Der fortlaufende natürliche Prozess ist langsam, sodass sich die Natur und die Lebewesen anpassen können.

    Die brutalen Wetter- und Klimaveränderungen, die wir in den letzten zehn Jahren zunehmend erleben, sind mutwillig vom Menschen verursacht, was bedeutet, dass sie Teil von Umweltmodifikationstechnologien (ENMOD) sind, die Geoengineering genannt werden. Dazu gehören zahlreiche hochentwickelte und wissenschaftlich untersuchte Technologien, die in der Lage sind, die Zusammensetzung der höheren Atmosphäre zu verändern und so schnelle Wetter-/Klimaänderungen herbeizuführen – Hitze, Kälte, Dürre, Überschwemmungen.

    Dürre und Überschwemmungen in schneller Folge können lebenswichtige Nahrungspflanzen, fruchtbare Agrarflächen, Infrastruktur, Wohnraum und das Wohlergehen der Menschen zerstören und tun dies auch. Es verursacht Hungersnot, Elend und Tod – und eine düstere Zukunft.

    Geoengineering kann auf bestimmte Gesellschaften, Länder oder Regionen der Welt ausgerichtet sein. Es gibt viele Ähnlichkeiten mit einem möglichen Atomkrieg. Siehe auch dies .

    Die im Geoengineering eingesetzten Chemikalien und Methoden – sogar Satelliten werden eingesetzt – sind durch Hunderte von Patenten geschützt, von denen die breite Öffentlichkeit keine Ahnung hat. Und natürlich werden die Mainstream-Medien großzügig dafür bezahlt, darüber zu schweigen.

    Um dieses massive Verbrechen an der Menschheit zu bekämpfen, müssen Wir, das Volk, aufwachen und die Dinge JETZT unter UNSERE, Wir, Das Volk-Kontrolle stellen.

    Mit jedem Tag, an dem wir uns weigern aufzuwachen, rücken wir dem Abgrund ohne Wiederkehr einen Schritt näher. Wir sind Sekunden vor Mitternacht und müssen JETZT handeln.

    *

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    Peter Koenig  ist ein geopolitischer Analyst und ehemaliger leitender Ökonom bei der Weltbank und der Weltgesundheitsorganisation (WHO), wo er über 30 Jahre lang weltweit tätig war. Er lehrt an Universitäten in den USA, Europa und Südamerika. Er schreibt regelmäßig für Online-Zeitschriften und ist Autor von „  Implosion – An Economic Thriller about War, Environmental Destruction and Corporate Greed“; und  Co-Autorin von Cynthia McKinneys Buch „When China Sneezes: From the Coronavirus Lockdown to the Global Politico-Economic Crisis“ (Clarity Press – 1. November 2020).

    Peter ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Center for Research on Globalization (CRG). Er ist außerdem nicht ansässiger Senior Fellow des Chongyang-Instituts der Renmin-Universität in Peking.

    Das vorgestellte Bild stammt von Freenations

    Die Originalquelle dieses Artikels ist Global Research

    Copyright © Peter Koenig , Global Research, 2023


    Info:  https://www.globalresearch.ca/bombshell-was-nord-stream-nuked/5828491


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.08.2023

    Frankreich: Bis 2030 rund 4,8 Millionen Wohnungen in Gefahr – wegen "Klima"

    freedert.online, 11 Aug. 2023 11:22 Uhr, Von Dagmar Henn

    Nicht nur in Deutschland wird unter dem Vorwand "Klimaschutz" Schritt für Schritt das an sozialer Sicherheit zerschlagen, was 30 Jahre neoliberaler Politik noch übrig gelassen haben. Wenn es um Eingriffe ins Wohnen geht, ist Frankreich sogar voraus.

    Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Vincent Isore


    Bobigny, nördlicher Vorort von Paris


    In Deutschland kommt es erst noch, das Gebäudeenergiegesetz, und die Brüsseler Vorgaben, Wohnungen der untersten Kategorien, also mit dem höchsten Heizenergieverbrauch pro Quadratmeter, zu verbieten, drohen erst in der Zukunft. In Frankreich kann man diesen Teil des "Klimaschutzes" bereits umgesetzt sehen; seit dem ersten Januar dieses Jahres ist es verboten, Wohnungen oder Gebäude neu zu vermieten, deren Einstufung schlechter als G ist; ab 2025 soll das Gleiche dann auch für die Kategorie G gelten. Die EU-Richtlinie, die in diesem Bereich unterwegs ist, sieht vor, dass ab 2030 nur noch Energieeffizienzstufe D oder besser vermietet werden darf. Damit würden die bisherigen französischen Regelungen, die das erst 2034 vorsehen, noch weiter verschärft.


    Keine Sondersitzung in der Sommerpause: Heizungsgesetz kommt erst im September in den Bundestag





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    Nun sehen diese Kategorien in den verschiedenen Ländern völlig unterschiedlich aus. Was aber allen europäischen Ländern gemein ist: Diese Vorschriften verringern das Angebot an Wohnungen weiter, und sie tun es wieder einmal vor allem im Sektor der günstigen Wohnungen.

    Schätzungen besagen, dass in Frankreich 140.000 Wohnungen und zusätzlich noch 51.000 Sozialwohnungen betroffen sind, die damit dem Markt entzogen wurden. Das Ergebnis: Die Eigentümer jetzt oder demnächst betroffener Immobilien versuchen, sie zu verkaufen. Gleichzeitig fallen die Preise.


    Wenn man in Frankreich alle Wohnungen und Häuser zusammenrechnet, die bis 2030 für "unvermietbar" erklärt würden, kommt man insgesamt auf 4,8 Millionen. Das entspricht etwa der Anzahl der Wohnungen, die in Deutschland 1945 zerstört oder schwer beschädigt waren. Ein solcher Eingriff in die Wohnungsversorgung ist eine soziale Gewalttat.

    Die Probleme in der Bauwirtschaft sind in Frankreich die gleichen wie in Deutschland: Baumaterial ist deutlich teurer geworden in den letzten Jahren, die Zinsen steigen und die erforderlichen Handwerker sind knapp. Die Vorgabe, die Wohnungen auf eine bessere Effizienzstufe zu sanieren, ist also schwer zu erfüllen. Noch schwerer wird es dadurch, dass die Preise für die Immobilien deutlich fallen. "Immobilien mit niedrigen Energienoten werden mittlerweile zwischen drei und 25 Prozent heruntergehandelt," schreibt das Handelsblatt, aber damit könnte es die Wirkung unterschätzt haben. Für Deutschland bescheinigt der Immobilieninvestor JLL für Immobilien der Kategorien G und H für das erste Quartal 2023 einen Abschlag von 28,1 Prozent, also deutlich mehr, als das Handelsblatt vermutet.


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    Das Problem dabei: Mit Ausnahme großer Immobilienbesitzer erschwert dieser Preisverfall auch die Möglichkeit, überhaupt an Kredite zu kommen, um energetisch zu sanieren; abgesehen davon, dass wie in Deutschland ältere Bürger ohnehin sehr schlechte Chancen bei den Banken haben. Und dank der Marktlage ist eine Sanierung selbst beim besten Willen oft nicht machbar.

    Nun will die französische Regierung die Daumenschrauben noch ein wenig enger ziehen und den Verkauf nicht sanierter Wohnungen weitgehend untersagen. Wobei in Frankreich die Mieterquote im Vergleich zu Deutschland niedrig liegt, nur 35 Prozent wohnen dort nicht in eigenem Wohnraum. Aber das heißt gleichzeitig, dass die Zahl der Wohnungs- oder Hausbesitzer, die sich bisher nur dank der eigenen Immobilie über Wasser halten konnten, noch deutlich höher ist als in Deutschland.

    Als die Gebäudeenergiestufen eingeführt wurden, lautete das Argument dafür, Mieter und Käufer würden dadurch besser informiert, welche Heizkosten auf sie zukämen. Das wirkte erst einmal vernünftig; nur hat man es nie wirklich hinbekommen, die Bestimmung dieser Stufen wirklich verlässlich zu gestalten. "Ein Haus in Brüssel, das auf der Energieeffizienzskala mit G bewertet wird, kann in Flandern mit F, E oder sogar D bewertet werden", bestätigte noch 2021 ein Mitarbeiter von Agora Energiewende. Bei solchen Unterschieden, die sich über eine technisch nicht normierte Einstufung ergeben, eröffnet sich ein entsprechender Markt für Korruption – eine Nebenwirkung, die den Brüsselern öfter mal so passiert.

    Die Einstufung ist also nicht nur von Land zu Land extrem unterschiedlich, sie ist auch innerhalb der Länder selbst alles andere als eine zuverlässige Aussage, selbst wenn man die Tatsache völlig ignoriert, dass der ganze Zirkus auf der Klimaideologie beruht, also streng genommen in etwa einem Versuch gleichkommt, Wohnungen wegen Poltergeistbefalls vom Markt zu nehmen oder wegen eines schweren Verstoßes gegen die Regeln des Feng Shui.


    Wenn der Habecksche Heizhammer überlebt ist, kommt die Dampfwalze der EU





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    Kleine Wohnungen sind in Frankreich übrigens weit häufiger unter den schlecht isolierten zu finden. Wohnungen mit weniger als 30 Quadratmetern finden sich zu einem Drittel in den Kategorien F und G, aber nur 13 Prozent der Wohnungen mit mehr als 100 Quadratmetern.

    Schon am 1. Juli vergangenen Jahres trat in Frankreich ein Verbot für den Verkauf neuer Öl- oder Kohleheizungen in Kraft. Der Wahn, für den das deutsche Gebäudeenergiegesetz steht, ist also bei Weitem nicht auf Deutschland beschränkt.

    Manche Immobilienbesitzer versuchen, den Hals aus der Schlinge zu ziehen, indem sie ihre Wohnungen zu Ferienwohnungen erklären und nur noch über Air B&B anbieten. Bisher sind solche Wohnungen von der Regel ausgenommen. Aber auch das steht auf der Kippe; und wer die Regierung Macron in den letzten Jahren beobachtet hat, weiß auch, dass sie selbst große soziale Proteste erst niederknüppelt und dann ignoriert. Es wird also nicht einfach werden, dieser Falle zu entrinnen.

    Deutlich sichtbar dürften die Folgen im Herbst werden, wenn an den Universitäten das Wintersemester beginnt. "Studenten und Geringverdiener sind von den neuen Schwierigkeiten auf dem Wohnungsmarkt besonders betroffen, weil kleine Wohnungen oft unter dem Dach liegen und wenig isoliert sind", schreibt das Handelsblatt. Gleichzeitig stehen die Wohnungen, die nicht mehr vermietet werden dürfen, oft leer, weil sich kein Käufer findet. Überhaupt führt das Bündel an Regelungen derzeit zu einer derart hohen Verunsicherung selbst bei jenen, die sich eine Wohnung kaufen könnten, dass der Anteil der Mieter in Frankreich steigt.


    Habecks Heizgesetz: 15 Verbände warnen in Brandbrief vor den Folgen





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    Diese politischen Beschlüsse ließen sich vielleicht, aber nur vielleicht kompensieren, wenn die Lage auf dem Wohnungs- wie dem Immobilienmarkt entspannt wäre. Aber die Baukosten sind im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent gestiegen, die Nachfrage nach neuen Häusern ist um ein Drittel gefallen. Die Zinspolitik der EZB dürfte diese Lage weiter verschärfen – wer lässt sich schon darauf ein, eine Immobilie auf Kredit zu erwerben, wenn die Zinsen tendenziell steigen, der Wert dieser Immobilie aber tendenziell nach unten geht?

    Die Anspannung auf dem Mietwohnungsmarkt, die in Frankreich über das Verhältnis zwischen abgeschlossenen Verträgen und inserierten Wohnungen gemessen wird, ist im gesamten Land um 68 Prozent gestiegen, wobei sie im französischen Baskenland mit 28 Prozent am wenigsten zunahm, in Provence/Côte d'Azur mit 106 Prozent am stärksten. "Eine explosive Krise", meinte dazu die Finanzzeitung Les Echos schon im Juni.

    Das Ganze hat etwas von einer Operation am offenen Herzen oder von einem sozialen Großversuch, wie viel Unsicherheit und Verarmung man im Leben der Bürger künstlich erzeugen kann. Zusammen mit all den anderen Problemen, wie der durch die Sanktionen ausgelösten Wirtschaftskrise und der Migrationskrise, ist es schon fast nicht mehr vorstellbar, dass diese Mischung ohne einen gesellschaftlichen Kollaps überstanden werden kann.


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    Info: https://freedert.online/meinung/177544-frankreich-bis-2030-48-millionen


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    11.08.2023

    Hintermänner der deutschen Energiewende

    aus e-mail von Poris Pumphrey, 11. August 2023, 19:04 Uhr


    https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/705400/die-auslaendischen-hintermaenner-der-deutschen-energiewende?src=undefined

    11.8.2023


    *Die ausländischen Hintermänner der deutschen Energiewende


    *Eine Lobby-Organisation hat die Durchführung der Energiewende in der

    Hand. Wer finanziert ihre Aktivitäten?


    Von Hans-Günter Appel

    /Prof. Dr. Ing. Hans-Günter Appel, Pressesprecher des NAEB e.V.

    Stromverbraucherschutz, zu den Financiers der Energiewende:/


    Es ist inzwischen bekannt, dass die Denkfabrik und Lobbyorganisation

    Agora Energiewende (Wikipedia) die Energiepolitik der Bundesrepublik

    maßgeblich gestaltet. Ihr langjähriger Direktor, der Politologe und

    Volkswirtschaftler Dr. Patrik Graichen, wurde von Robert Habeck zum

    beamteten Staatssekretär für Energiepolitik berufen.


    Damit konnte die Lobbyorganisation, die keine ausgewiesenen Experten der

    Energieversorgung hat, direkt ihre „grünen“ Vorstellungen in Gesetze

    fassen. Diese Situation ändert sich auch nicht durch die Entlassung von

    Patrik Graichen wegen Begünstigung seines Trauzeugen. Sein Schwager,

    Michael Kellner, hält die Verbindungen als Parlamentarischer

    Staatssekretär im Habeck-Ministerium.


    *Die Forderungen des Heizungsgesetzes sind nicht finanzierbar


    *Der Entwurf des Gebäude-Energien-Gesetz (GEG), besser bekannt als

    Heizungsgesetz, ist bei der Agora Energiewende entstanden und wurde von

    Graichen in eine Gesetzesvorlage von 168 Seiten umgesetzt. Dieses Gesetz

    sollte noch vor der Sommerpause vom Bundestag verabschiedet werden.

    Wegen zahlreicher offener Fragen ohne Antwort hat das

    Bundesverfassungsgericht in einem Eilverfahren das Durchpeitschen dieses

    Gesetzes untersagt.


    Die Umstellung der Heizungen auf 65 % „grüne“ Energie fordert hohe

    Investitionen, die viele Haus- und Wohnungseigentümer nicht stemmen

    können. Sie würden insolvent oder müssten ihr Eigentum verkaufen. Bei

    dem dann riesigen Angebot werden die Immobilienpreise ins Bodenlose

    fallen. Die Hausbesitzer, die jahrelang sich für ihr Eigentum krumm

    gelegt haben, werden zu Sozialfällen. Sollen die Immobilienbesitzer so

    enteignet werden?


    Das will angeblich der Gesetzgeber vermeiden. So sollen je nach

    Einkommen staatliche Zuschüsse die Umstellung „sozial abfedern“. Doch

    die Regierung hat keine Vorstellungen über die Kosten. Sicher sind es

    viele Milliarden Euro. Es könnte aber auch mehr als eine Billion werden.

    Das Geld für die Zuschüsse müsste vom Steuerzahler kommen, denn der

    Staat hat keine anderen Einnahmen. Das heißt: Höhere Steuern für

    Heizungszuschüsse, die von den Empfängern gezahlt werden müssen. Davon

    bleiben bei der Umverteilung nach Schätzungen bis zu 30 % in der

    Verwaltung hängen.


    *USA-Stiftungen finanzieren die Agora Energiewende


    *Wer finanziert die Agora Energiewende, den Lobbyverein für dieses

    unsoziale Heizungsgesetz? Die Homepage von Agora Energiewende gibt

    darüber Auskunft. Hauptgeldgeber sind amerikanische Stiftungen mit

    zurzeit 15 Millionen Euro im Jahr. Dazu kommen noch 3 Millionen von

    verschiedenen Bundesministerien.


    Koordinator ist Rainer Baake, der Gründer von Agora Energiewende und

    langjähriger Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe. Heute ist er

    Direktor der Stiftung Klimaneutralität, die von der US-amerikanischen

    Climate Imperative Foundation finanziert wird. Hier stellt sich die

    Frage, warum finanzieren amerikanischer Stiftungen massiv deutsche

    Lobbyorganisationen für die Energiewende?


    Die Anhänger des Club of Rome haben großen Einfluss auf die Verwendung

    der Stiftungsausschüttungen. Sie wollen die Welt retten durch Schonung

    der Ressourcen. Dazu finanzieren sie Befürworter der Energiewende, um

    die endlichen Vorräte an fossilen Brennstoffen zu strecken. Die

    Weltklimarettung durch Beendigung der CO2-Emissionen aus fossilen

    Brennstoffen ist für sie eine stützenswerte Aktion.


    Die Finanzwelt will darüber hinaus mehr Macht und Einfluss. Sie setzt

    auf hohe Gewinne durch die Energiewende. Da Finanzkonzerne wie BlackRock

    (der größte Vermögensverwalter der Welt) direkten Einfluss auf die

    großen Stiftungen haben, stützen sie über die Stiftungen

    Lobbyorganisationen und „Umweltaktivisten“.


    Die Straßenkleber haben inzwischen über eine Million Euro für ihre

    kriminellen Aktionen erhalten. Viele der großen Finanzkonzerne und

    Banken geben darüber hinaus keine Kredite mehr für Anlagen zur Nutzung

    fossiler Brennstoffe, um die Energiewende zu erzwingen. Wenn das

    Heizungsgesetz in Kraft treten sollte, können die Finanzkonzerne ihren

    Immobilienbesitz zu Ramschpreisen vergrößern und anschließend an hohen

    Mieten klotzig verdienen.


    Nach dieser Darstellung wird die deutsche Energiepolitik von der

    US-amerikanischen Hochfinanz gesteuert. Akteur ist auch der

    CDU-Vorsitzende, Friedrich Merz. Als Aufsichtsratsvorsitzender

    <https://de.wikipedia.org/wiki/Aufsichtsrat> und Lobbyist

    <https://de.wikipedia.org/wiki/Lobbyist> für BlackRock

    <https://de.wikipedia.org/wiki/BlackRock> in Deutschland hat er für die

    Energiewende geworben. Den Vorsitz der CDU hat er dann genutzt, im

    Parteiprogramm die Fortsetzung der Energiewende zur „Klimarettung“ zu

    fordern. Merz bleibt damit Lobbyist für BlackRock.


    Die einzige Bundestagspartei, die das Heizungsgesetz und die Fortführung

    der Energiewende konsequent ablehnt, ist die AfD. Inzwischen erkennen

    immer mehr Wähler, dass die übrigen Parteien die Energiewende weiter

    befürworten. Das Heizungsgesetz hat dies deutlich gemacht. Wenn es nach

    der Sommerpause doch verabschiedet wird, werden sich noch viel mehr

    Wähler von den Blockparteien verabschieden und sich der AfD zuwenden.

    Die AfD braucht nur in ihr Wahlprogramm die Aussage aufzunehmen: Wenn

    wir Regierungsverantwortung übernehmen, wird das Heizungsgesetz sofort

    abgeschafft.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.08.2023

    Geheimoperation Partei-Neugründung: Plant das Lager von Sahra Wagenknecht einen Verein?

    berliner-zeitung.de, 11.08.2023 | aktualisiert am 11.08.2023 - 22:21 Uhr, Harald Neuber

    Geheimoperation Partei-Neugründung: Plant das Lager von Wagenknecht einen Verein?Die Anzeichen für eine Spaltung der Linken und eine neue Partei verdichten sich. Was sind die nächsten Schritte von Sahra Wagenknecht? Eine Spurensuche.


    Sahra Wagenknecht: Wann gibt es die „großen Neuigkeiten“?Markus Wächter/Berliner Zeitung

    Der Niedergang der Linkspartei hat lange gedauert, nun steht ihr Ende offenbar kurz bevor. Mehrfach haben prominente Vertreter der beiden verfeindeten Lager in jüngster Zeit deutlich gemacht, dass es keine gemeinsame Zukunft mehr gibt. Niemand glaubt mehr an ein Überleben der Partei in ihrer jetzigen Form. Nach der Sommerpause dürften sich die Wege trennen. Auch wenn die Akteure im Lager von Sahra Wagenknecht bis September Stillschweigen vereinbart haben, verdichtet sich das Bild: Die Geheimoperation Parteineugründung ist in vollem Gange.

    Wer zum Thema recherchiert, stößt auf ein Geflecht aus Schweigen, Verwirrungstaktik und erstaunlich offenen Worten. Doch trotz des Stillhalteabkommens verdichten sich die Hinweise auf eine bevorstehende Trennung.

    Offen äußert sich die Abgeordnete Wagenknecht selbst. Schon vor knapp einem halben Jahr hatte sie im ZDF angekündigt, „bis Ende des Jahres“ müsse klar sein, wie es weitergeht. Ihr Wort gilt: Im Herbst sollen nun die ersten Schritte zur Trennung eingeleitet werden.


    Der lange Abschied der Sahra Wagenknecht von der Linken

    Mitte 07.08.2023


    Abiturientin bringt Kanzler Scholz ins Schwimmen: „Da haben Sie in ein Wespennest gestoßen“

    News gestern


    Dafür spricht, dass beide Seiten ihre Positionen unumkehrbar geklärt haben. Der von Wagenknecht-Gegnern dominierte Parteivorstand hatte die prominente Politikerin Anfang Juni in einem parteipolitisch einmaligen und verfassungsrechtlich fragwürdigen Beschluss aufgefordert, ihr Mandat „zurückzugeben“. Das Papier basierte auf dem immer wiederkehrenden Trugschluss, das Mandat sei Eigentum der Partei, der Mandatsträgerin sozusagen geliehen.


    Vor wenigen Tagen dann der nächste Akt im Trennungsdrama: Die Fraktionsvorsitzende Amira Mohamed Ali kündigte mit Verweis auf das Vorgehen und die Politik der Wagenknecht-Gegner an, im September nicht mehr für den Posten zu kandidieren.


    Amira Mohamed Ali bei einem Pressestatement am 20. Juni 2023Bernd Elmenthaler/imago

    Doch was sind die nächsten konkreten Schritte auf dem Weg zur Trennung? „Große Neuigkeiten“ werde es nach der Sommerpause geben, heißt es in Gesprächen mit Akteuren aus dem Umfeld Wagenknechts. Die Gründung einer eigenen Partei noch in diesem Jahr muss das aber nicht unbedingt bedeuten.


    Die neue Linke – vereint im Verein?

    Im Gespräch ist ein Vereinsmodell. Die Abgeordneten des Wagenknecht-Lagers könnten noch in diesem Jahr einen solchen Verband gründen und damit eine erste Struktur für eine neue linke Partei schaffen. Das käme einer Kaderpartei am nächsten: einer geschlossenen, zunächst auf Gefolgsleute beschränkten Struktur, die so lange bestehen könnte, wie es das Parteiengesetz erlaubt.

    Dies hätte aus Sicht der Neugründer mehrere Vorteile. Zunächst würde man sich vor politischer Einflussnahme schützen. Zugleich würde man den Wagenknecht-Gegnern in Partei und vor allem Fraktion keinen unmittelbaren Anlass für Sanktionen gegen die Leute in den noch eigenen Reihen geben. Es wäre schließlich noch keine Gegenpartei.


    Denn während die Mitarbeiter in den Abgeordnetenbüros nur ihren Arbeitgebern verpflichtet sind, sind die Fachreferenten und anderen Funktionsträger bei der Fraktion angestellt. Diejenigen unter ihnen, die dem Wagenknecht-Lager zuzurechnen sind, müssten im Falle einer Parteigründung mit ihrer sofortigen Freistellung rechnen.

    Daher werden derzeit intern auch arbeitsrechtliche Fragen diskutiert, die sich aus diesen Verträgen mit der Fraktion ergeben: Wie lange würden die tatsächlichen oder vermeintlichen Anhänger der neuen Partei noch bezahlt, wenn das Projekt unmittelbar nach der Sommerpause bekannt gegeben wird? Wie lange könnte man die Ressourcen der bestehenden Struktur noch nutzen, wenn die Gründung in den Wochen vor dem Jahreswechsel erfolgt?

    Die treibenden Kräfte hinter dem möglichen Projekt haben die Erfahrungen von Parteineugründungen der letzten Jahre, darunter „Die Basis“ und „Team Todenhöfer“, genau beobachtet.


    Martin Schirdewan und Janine Wissler (Co-Vorsitzende der Partei Die Linke) während einer BundespressekonferenzIPON/imago

    Das betrifft auch die Frage der Finanzen. Denn sollte es einer möglichen neuen Partei gelingen, bis zur Europawahl Mitte nächsten Jahres arbeitsfähige Strukturen aufzubauen und Kandidaten ins Rennen zu schicken, wird es auf den Kontostand ankommen: Einen Euro staatliche Wahlkampfkostenerstattung erhoffen sich die Befürworter einer Parteigründung für jede Stimme. Das gilt aber nur in dem Maße, wie man zum Zeitpunkt der Wahl hat Geld aufbringen können.


    Eine Geheimsache, von der alle wissen

    All das und noch viel mehr erfährt man in Gesprächen mit direkt Beteiligten und Akteuren aus Wagenknechts Umfeld. Offiziell aber spricht niemand über das Projekt. Eine Abgeordnete, die Wagenknecht nähersteht als jedes andere Fraktionsmitglied, antwortete auf die konkrete SMS-Anfrage nach einer Neugründung im Oktober noch in derselben Minute, sie wisse „von nichts“. Das ist nicht nur wegen der Pawlow’schen Antwortgeschwindigkeit bezeichnend, sondern auch, weil andere Angefragte die gleiche Ich-weiß-von-nichts-Formulierung wählten. Irgendwo und irgendwann scheint das Wording abgestimmt worden zu sein.

    In Berlin treffen sich informierte Genossinnen und Genossen nur zu Hintergrundgesprächen „unter 3“, also ohne Zitate. Die Gründungspläne für eine neue linke Partei sind eine Geheimsache, von der alle wissen, über die aber niemand so richtig reden will.


    Der Grund dafür liegt sicherlich in der gegenseitigen Belagerung von Anhängern und Gegnern Wagenknechts. Darin, dass keiner der Getreuen die inzwischen eher wahrscheinliche als mögliche Parteigründerin brüskieren will. Weil es darum geht, die Ressourcen der noch gemeinsamen Fraktion und Partei möglichst effektiv zu nutzen. Weil man das publizistische Moment optimal nutzen will.

    Und natürlich sind viele der Beteiligten vorsichtig geworden wegen eines prominenten Vorgängerprojekts: Wagenknechts Bewegung „Aufstehen“, die sich trotz ihres erhebenden Namens nach ihrer Gründung im Frühjahr 2019 schnell als kniekrank und lauffaul entpuppte. Wagenknecht und ihre Mitstreiter hatten zwar das richtige Gespür für die Stimmung in Teilen der Bevölkerung. Sie waren aber in einem ebenso erstaunlichen wie verheerenden Maße unfähig, aus ihrer politischen Analyse Kapital zu schlagen.

    Inzwischen sind die Krisen zahlreicher, der Handlungsdruck größer geworden. Dass Wagenknecht und die Ihrigen nichts tun – das kann sich niemand vorstellen, am wenigsten sie selbst. Zumal ein zweites Scheitern das politische Ende der prominenten Sozialistin wäre.


    Dietmar Bartsch spricht im Bundestag.Felix Zahn/imago


    Gysi, Bartsch und die tragischen Figuren am Rande

    Dabei gerät leicht aus dem Blick, dass der Bruch der Linken bereits das Schicksal anderer prominenter Vertreter besiegelt hat, die weder in der jetzigen Partei noch in einer wahrscheinlichen künftigen Struktur unter der Ägide von Wagenknecht und ihren Führungssprechern einen Platz haben. Das betrifft den nach dem Rückzug Mohamed Alis verbliebenen Fraktionsvorsitzenden Dietmar Bartsch. Das gilt aber vor allem für Gregor Gysi.

    Das Scheitern der Linken als gemeinsames Projekt der ostdeutschen PDS und der westdeutschen WASG nach 16 Jahren ist für Gysi auch eine persönliche Niederlage. Seit Wochen und Monaten appelliert er an beide Seiten, doch noch zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. Doch im Berliner Karl-Liebknecht-Haus, der Parteizentrale, wie im Wagenknecht-Lager werden diese Versuche abgelehnt, fast belächelt. So steht Gysi isoliert am Rande und sieht sein Lebenswerk – eine gesamtdeutsche, demokratisch-sozialistische Partei – in Trümmern liegen. Die Tragik der politischen Figur Gysi, das wird in den Gesprächen deutlich, ist beiden Seiten durchaus bewusst.


    Dabei hatte er alles versucht, um das Ruder herumzureißen. In Erinnerung bleibt vor allem seine Wutrede auf dem Göttinger Parteitag 2012, als er mit deutlichen Worten die Flügelkämpfe in seiner Partei anprangerte. „Auch in unserer Bundestagsfraktion herrscht Hass“, sagte er. Seit Jahren versuche er, die Strömungen zusammenzuführen, so die damalige Selbsteinschätzung, der er anfügte, man laufe Gefahr, „zerrieben“ zu werden.

    Nicht nur diese Aussage erwies sich als selbsterfüllende Prophezeiung, sondern auch eine andere, die sich angesichts der bevorstehenden Ereignisse bemerkenswert aktuell liest. Gysi, 2012: Wenn es nicht gelinge, sich zwischen den unterschiedlichen Fraktionen der Linken zu einigen, dann bleibe als letzte Option nur die Spaltung. „Dann wäre es sogar besser, sich fair zu trennen, als weiterhin unfair, mit Hass, mit Tricksereien, mit üblem Nachtreten und Denunziation eine in jeder Hinsicht verkorkste Ehe zu führen.“


    Gregor Gysi im BundestagMetodi Popow/imago


    Medien als Sterbehelfer der Linken

    Gysis Wutrede liest sich heute in Teilen wie eine vorahnende Grabrede auf seine eigene politische Karriere, die vor allem im ostdeutschen Bewusstsein 1989 auf dem Berliner Alexanderplatz begonnen hatte.

    Doch es wäre ungerecht, die Schuld allein bei ihm und Bartsch zu suchen. Die Linke hat viele Totengräber. Dazu gehören auch die wechselnden Mandatsträger, die über die Jahre ihre Konflikte über die Presse ausgetragen haben. Das Bild der zerstrittenen Linken – es wurde in den eigenen Reihen gehegt und gepflegt.

    Viele der Verantwortlichen kennt heute niemand mehr. Ein Beispiel: 539 Treffer verzeichnet Google für Halina Wawzyniak auf der Website des Nachrichtenmagazins Der Spiegel. Die Berliner Juristin gehörte bis 2017 der Linksfraktion an und unterhielt bis dahin eine gefühlte Standleitung in die Hamburger Redaktion. Egal, was der damals noch aktive Oskar Lafontaine oder später Sahra Wagenknecht taten – Wawzyniak kommentierte es im Spiegel, manchmal aus Fraktionssitzungen heraus, oft in hölzernen Kurzinterviews mit Gefälligkeitsfragen.


    Vertraute von Wagenknecht: Linke-Fraktionschefin Mohamed Ali gibt Amt ab

    Politik 06.08.2023


    Nun ist es ausgerechnet der Axel-Springer-Verlag, der die Spaltung der Linken publizistisch vorantreibt. SPD und Linke „zittern vor der ‚Liste Sahra Wagenknecht‘“, hieß es im Flaggschiff Bild schon 2018. In diesem Sommer nun prognostizierte das Blatt einer Wagenknecht-Partei satte Wahlerfolge. Was seltsam sympathisierend anmutet, basiert wohl auf politischem Kalkül: Ist die Linke erst einmal gespalten, dürfte sich auch der Ton gegenüber der Abspaltung ändern. Der Streit und die Spaltung der Linken: Sie sind auch das Produkt einer fragwürdigen politischen Einflussnahme großer Verlagshäuser.

    Klar, dass die Kleinen da mitspielen wollen. An die „lieben Genoss*innen“ wandte sich die grün-nahe tageszeitung Ende Juni in einer E-Mail. Man sei auf der Suche nach „Gesprächspartner*innen“, die früher Linke, SPD oder Grüne gewählt, sich von diesen Parteien entfremdet hätten und nun bei Wagenknecht andocken könnten: „Kennen Sie jemanden, auf den das zutrifft, der oder die bereit wäre, mit uns zu sprechen?


    Infobox image

    www.telepolis.de

    Dies ist ein Text, der in Kooperation mit Telepolis publiziert wurde.




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    Ein Milliarden-Rüstungsdeal mit vielen Fragezeichen

    Politik gestern


    Info: https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/spaltung-der-linken-geheimoperation-partei-neugruendung-plant-das-lager-von-sahra-wagenknecht-einen-verein-li.377790


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.08.2023

    PolitikTop-Klimaforscherin: Krise einer “globalen Erwärmung” ist eine Erfindung

    tkp.at, 11. August 2023 von

    Eine der einflussreichsten Klimawissenschaftlerin der Welt hat mit einem brisanten Geständnis aufhorchen lassen und die Öffentlichkeit gewarnt, dass die Behauptungen über eine “Krise” im Zusammenhang mit der so genannten “globalen Erwärmung” “erfunden” sind. Judith A. Curry ist eine amerikanische Klimatologin und ehemalige Vorsitzende der School of Earth and Atmospheric Sciences am Georgia Institute of Technology. Seit Jahren gehört Curry zu den führenden Stimmen, die davor warnen, dass die Erde aufgrund des angeblich “vom Menschen verursachten Klimawandels” vor einem “Notfall” steht. In den letzten Monaten haben die apokalyptischen Warnungen der Konzernmedien vor einer “Klimakrise” dramatisch zugenommen.


    Uns wird gesagt, dass der “Klimawandel” eine “Krise” ist, dass es einen “überwältigenden wissenschaftlichen Konsens” gibt und dass jeder, der es wagt, das in Frage zu stellen, ein “Verschwörungstheoretiker” und Klimaleugner ist.

    Dr. Curry erklärte in einem Gespräch mit der New York Post, dass die “Wissenschaft” fabriziert wurde, um der Öffentlichkeit Angst einzujagen, damit sie glaubt, wir müssten einen “Klimanotstand” bekämpfen.

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    Es ist ein fabrizierter Konsens“, sagte Curry gegenüber der New York Post.

    Sie enthüllt, dass Wissenschaftler Anreize von “Ruhm und Reichtum” verfolgen, die sie dazu bringen, die angeblichen Risiken zu übertreiben oder sogar zu fabrizieren. Laut Curry besteht eine der einfachsten und effektivsten Möglichkeiten für Klima-“Wissenschaftler”, “Ruhm und Reichtum” zu erlangen, darin, falsche Behauptungen aufzustellen, die das Wetter mit der “globalen Erwärmung” in Verbindung bringen.

    Curry weiß genau, wie die “Klimawissenschafts”-Industrie funktioniert, da sie selbst eine “globale Erwärmungs”-Hysterie verbreitet hat. Sie war früher der Liebling der Konzernmedien, nachdem sie eine Studie veröffentlicht hatte, die eine dramatische Zunahme der Intensität von Hurrikans zu belegen schien.

    Wir fanden heraus, dass sich der Prozentsatz der Hurrikane der Kategorien 4 und 5 verdoppelt hatte”, sagt Curry. „Das wurde von den Medien aufgegriffen, und dann erkannten die Klimaalarmisten: Oh, so kann man es machen‘.

    Die “intensiveren” Hurrikane, über die sie in ihren Ergebnissen berichtete, gaben den Panikmachern schnell Auftrieb. Als ihre Arbeit jedoch weltweite Anerkennung fand, nachdem sie mit dem “Klimawandel” in Verbindung gebracht wurde, gab Curry zu, dass sie den Ritt auf der grünen Agenda genoss.

    Ich wurde von den Umweltverbänden und den Panikmachern adoptiert und wie ein Rockstar behandelt”, erzählt Curry. „Ich wurde überallhin geflogen, um mich mit Politikern zu treffen”.

    Doch dann wiesen einige Forscher auf Lücken in ihrer Forschung hin, indem sie die Jahre mit wenig Hurrikans hervorhoben. „Wie eine gute Wissenschaftlerin habe ich nachgeforscht”, sagt Curry. Und sie erkannte, dass die Kritiker Recht hatten.

    Ein Teil davon waren schlechte Daten“, gab sie zu. „Ein Teil davon ist natürliche Klimavariabilität.”

    Curry war die ungewöhnliche Forscherin, die sich die Kritik an ihrer Arbeit ansah und tatsächlich zu dem Schluss kam: “They had a point.”

    Dann lehrte sie der Climategate-Skandal, dass andere Klimaforscher nicht so aufgeschlossen waren. Die aggressiven Versuche alarmistischer Wissenschaftler, Daten zu verbergen, die darauf hindeuten, dass der Klimawandel keine Krise ist, wurden in durchgesickerten E-Mails enthüllt.

    Hässliche Dinge”, sagt Curry. „Die Umgehung von Anfragen nach dem Freedom of Information Act. Versuche, Redakteure von Zeitschriften zu feuern.“ Dadurch wurde Curry klar, dass es eine “Klimawandel-Industrie” gibt, die Alarmismus belohnt.

    Die Ursprünge gehen zurück auf das… UN-Umweltprogramm“, sagt Curry. Einige Beamte der Vereinten Nationen waren durch “Antikapitalismus” motiviert, verriet sie. „Sie hassten die Ölfirmen und griffen das Thema Klimawandel auf, um ihre Politik voranzutreiben“, erklärt Curry.

    Wie TKP berichtete, erklärte UN-Generaldirektor Antonio Guterres kürzlich, dass “die Ära der globalen Erwärmung zu Ende ist” und “die Ära des globalen Kochens angebrochen ist”.

    1988 gründete die UNO den Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC). „Der IPCC sollte sich nicht auf die Vorteile der Erwärmung konzentrieren”, erklärt Curry. „Der Auftrag des IPCC war es, nach gefährlichen, vom Menschen verursachten Klimaveränderungen zu suchen. Dahinleiteteen die nationalen Förderorganisationen die gesamte Finanzierung in der Annahme, dass es gefährliche Auswirkungen gibt.

    Die Forscher fanden schnell heraus, dass man nur dann Geld bekommt, wenn man alarmierende Behauptungen über den “menschengemachten Klimawandel” aufstellt. Auf diese Weise entsteht ein “künstlicher Konsens”. Selbst wenn ein Skeptiker eine Finanzierung erhält, ist es schwieriger zu veröffentlichen, weil die Herausgeber der Zeitschriften Alarmisten sind.

    Wenn man in seiner Karriere vorankommen wollte, z. B. an einer angesehenen Universität, mit einem hohen Gehalt, großen Laborräumen, vielen Zuschüssen und der Leitung eines Instituts, dann gab es nur einen Weg.

    Genau das haben wir jetzt: einen massiven, staatlich finanzierten Klima-Alarmismus-Komplex. Behauptungen über eine “Klimakrise” werden von Regierungen und ihren Medienkomplizen rund um den Globus verbreitet, um die Ziele der grünen Agenda des Weltwirtschaftsforums (WEF), der Vereinten Nationen (UN), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und anderer nicht gewählter globalistischer Organisationen zu erfüllen. Um diese Ziele zu erreichen, ist in der Regel geplant, die Lebensqualität der meisten Menschen drastisch zu verringern und gleichzeitig die Steuern zu erhöhen, um “den Planeten zu retten”.

    Curry ist jedoch nicht der erste renommierte Wissenschaftler, der sich in letzter Zeit zu Wort meldet. Wie TKP berichtete, hat sich auch Dr. John Clauser, der Mitpreisträger des Physiknobelpreises 2022 und eine der weltweit führenden Autoritäten auf dem Gebiet der Quantenmechanik, zu Wort gemeldet, um die Öffentlichkeit zu warnen, dass die von der globalen Elite und ihren Verbündeten in den Konzernmedien verbreitete Darstellung der “Klimakrise” ein Schwindel ist.



    25 Kommentare

    1. Jurgen 11. August 2023 at 19:11Antworten

      Es ist immer wieder lustig, wie die politischen Eierköpfe das Klima wandeln wollen. Das ist eine grottenfalsche Denkhaltung, da sich der Mensch dem Klima anpasst und nicht das Klima dem Menschen. Das Fach Logik ist anscheinend in politischen Kreisen unbekannt und Ursache-Wirkung-Szenarien werden auch nicht verstanden. Stattdessen macht man diese politisch gewollten Szenarien durch falsche Zahlen und Darstellungen zu einem Propaganda-Glaubens-Nebel, der emotional unter die Haut gebracht werden soll…
      Aber: Wahrheit ist Wahrheit und durch nichts unterdrückbar, schon garnicht durch Fuckdenchecker und noch soviel Propaganda und Steuergeldgier oder Möchtegern die Welt besitzen Kapitalisten.

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      • Hasdrubal 12. August 2023 at 5:13Antworten

        Dennoch ist der Westen wild entschlossen, im Klima-Namen eine totalitäre Diktatur einzurichten. Dass die „Eliten“ von einer Weltregierung träumen, hört man seit Jahrzehnten, das wird nicht mal besonders verheimlicht. Jetzt wird es stark beschleunigt – vermutlich weil die Chancen schwinden.

        Als Vorwand wird Klima dienen, neue Plandemie oder Beides zusammen – von WHO mit der Ideologie „One Health“ verknüpft. Ich wünschte, TKP schreibt oft über diese Gefahr, was Framing um das Projekt wenigstens etwas entkraften würde.

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    2. Georg Uttenthaler 11. August 2023 at 17:12Antworten

      In den Systemmedien wird ständig die These vom angeblich menschengemachten Klimawandel verbreitet. Darauf aufbauend wird dann die Forderung erhoben, die Staaten müssten Maßnahmen zur Reduktion des CO2-Ausstoßes ergreifen, weil dadurch die Erwärmung der Erde verringert bzw. gestoppt würde. Der Physiker Dr. Bernhard Strehl legt wissenschaftlich dar, dass weder der Mensch das Klima beeinflussen, kann noch die Temperatur in unseren Breiten stetig steigt.

      Die “KLIMAHYSTERIE” die derzeit in den Medien “INSZENIERT wird und noch kommen wird, dient nur den Spekulanten um Billionen Euro Gewinne zu lukrieren. (natürlich auf Kosten der Bürger eines Landes!!!)

      Eine österreichweite Vortragsreihe räumt nun mit dem verbreiteten “KLIMA- SCHWACHSINN” auf. Dort wird mit qualifiziertem Datenmaterial (keine Modellierungen!) nachgewiesen, dass wir derzeit eher in einer Kaltzeit leben. Für alle Klimazweifler ein MUSS….!!!

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    3. Georg Uttenthaler 11. August 2023 at 15:53Antworten

      Das pfeifen doch die Spatzen von den Dächern, je höher die Bestechungs Gelder FLIESSEN, um so dramatischer werden die Prognosen von den Medien “heraus gelogen”. Die Welt ist doch schon zig-mal untergegangen, die Abstände verkürzen sich immer mehr, je dringender die Spekulanten mit dem Zertifikaten- Handel ihre Billionen Gewinne machen wollen und die Staaten wie Österreich, die den Bürgern mit der HÖCHSTEN INFLATION und den Energiepreisen das Geld aus der Tasche ziehen wollen…!

      Wir müssen doch endlich einmal begreifen, dass sich das Klima und die Unwetter- Ereignisse gottseidank durch den Menschen nicht beeinflussen lassen. Einzig und allein macht das die Sonne und die Achsneigung der Erde, dass es Warm und Kaltzeiten gibt.

      Was der Mensch kann: Den Wolfgangsee mit “Micro- Plastick und Sonnen- Öl” VERDRECKEN, zu dem ist nur der Mensch fähig. Der Klima Demonstrant ist sogar fähig, seinen Mist neben den Abfall- Behälter zu werfen…!! Das kann nur der Aktivist!!

      Besonders grotesk ist, dass die ÖL und PETRO- CHEMIE- Erzeuger, d.s. die Reichsten der Welt, jene sind, die weltweit die Klima Aktivisten wie Neubauer und die “Gretl aus Schweden” oder Klima- Kleber nachweislich bezahlen. Damit wollen die sich wahrscheinlich aus der Verantwortung stehlen. Es wäre daher höchst an der Zeit, diese Kaste für die VERDRECKUNG der Erde zur Kasse zu bitten, allerdings in zig Billionen Bereich. Dann wäre mir wohler, denn das wäre “GERECHTIGKEIT”.

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      • rudi&maria fluegl 11. August 2023 at 20:33Antworten

        Kann?
        Atombomben hätte er genug dafür.
        Einflüsse hat er seit Jahrtausenden bei Mikroklimas gesetzt.
        Das die Fähigkeit fehlt die ungeheure Anzahl von Daten richtig zu deuten und die Gelegenheit genutzt wird die Menschheit wie seit langen geübt bis auf letzte auszubeuten, steht auf einem anderem Blatt.
        Das immer wieder oder immer mehr Einflussfaktoren auftauchen oder nie beachtet wurden, steht auf einem weiteren.
        Am letzten Blatt steht dann, dass es wahrscheinlich nicht “wurscht” ist was unbedingt im Mittelpunkt stehende Psychopathen mittels Geoengineering so anstellen wollen.
        Wenn das auch wurscht ist soll`s mir allerdings recht sein!

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    4. Karl 11. August 2023 at 14:31Antworten

      Man sollte aber doch erwähnen, dass sich Curry 2017 aus der aktiven Forschung zurückgezogen hat. LG

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      • rudi&maria fluegl 11. August 2023 at 14:47Antworten

        Das ist ja wohl das Grundprinzip bei kritischen Wissenschaftern seit mehreren Jahren. Ausgenommen sind wenige “Helden”!
        “Dorn”! Interessant, interessant.
        Jedenfalls dürften es Typen sein, die ihr Wissen gekonnt mit der Öffentlichkeit teilen.
        Mit der kann man so vieles teilen.
        Auch den Willen zur Destruktion, der in Form von “Evolution” raffinierter und raffinierter wird!

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      • Fritz Madersbacher 11. August 2023 at 14:52Antworten

        @Karl
        11. August 2023 at 14:31
        Aber ihre Selbstkritik (so etwas ist ja kaum mehr anzutreffen), ihre Aussagen zum ‘massive government-funded climate alarmism complex’ (mit den entsprechenden Lobbyisten im Hintergrund) und zum ‘manufactured consensus’ machen höchst stutzig, denn mit solchen Aussagen ist wahrscheinlich keine goldene Nase zu verdienen, im Gegenteil, wie sie klar macht …

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    5. Dorn 11. August 2023 at 14:21Antworten

      Welche Instant entscheidet darüber, wer als Top-Klimaforcher beschrieben wird. Wer solche Aussagen als Klimaforcherin behauptet und keine Garantie vorlegen kann (was unmöglich ist, was bei allem dahergesagten Behauptungen gilt). Natürlich lieben Menschen die Lügen, weil sie dann weniger Sorgen machen müssen. Die Wahrheit tut immer nur dann weh, wenn man sie lange ignoriert hat.

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    6. Charly1 11. August 2023 at 14:17Antworten

      Corona-Plandemie ist vorbei, Ukraine-Krieg langweilt, Migration ist Realität, Gender ist unwichtig aber Klimawandel versetzt uns in Angst und Bange!

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    7. rudi&maria fluegl 11. August 2023 at 13:47Antworten

      Danke!
      Das entscheidente an diesem Artikel ist, dass hier schlüssig dargestellt wurde, wie es zu einem Konsens, auch wenn er auf wackeligen Beinen steht, in der Wissenschaft kommen kann.
      Ich kann mich noch zu gut erinnern, bezüglich Umweltschutz, den fange ich gerade an gesondert von der “klimakrise” zu sehen, wie sich vor allem Konzerne anfangs quergestellt haben.
      Dass sie die Möglichkeit gefunden haben sollen, (z.B. Black Rock) Zeitgeistströmungen aller Art zu lenken und in bare Münze um zu wandeln, einschließlich der alten traditionellen Wissenschaft, war mir eigentlich supekt.
      Mit dem völligen Versagen der 4 Säule, ergibt sich auch für mein Bauchgefühl ein schlüssiges Bild!

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      • Lines 11. August 2023 at 15:48Antworten

        Der gleich geformte Konsens wie in der angeblichen Coronakrise. Sie beschreibt sehr treffend die Mechnismen in der Wissenschaft. Dass die Medien über ähnlich gelagerter Finanzierung gelenkt werden wissen wir seit Corona; Hirschhausen, Spiegel und und und alles willfährige Geldempfänger.

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    8. Christian 11. August 2023 at 13:37Antworten

      Wie man sieht, sind die genannten Wissenschaftler alle im letzten Jahr hunderte Male zitiert worden – einige sogar über eintausend mal. Auch die besten Experten sind nicht unfehlbar. Vielleicht gefällt Menschen ja einfach nur, was Judith A. Curry sagt.
      Während Wissenschaftler nicht mit Sicherheit sagen können wann, aber sie garantieren jedoch, dass er kommen wird. Da kann eine Klimatologin nicht von Lügen sprechen, denn das Eichhörnchen ist der Teufel, wie will sie mir das Gegenteil beweisen.
      So verläuft viele Dinge die Menschen gern verleugnen. Während ihre Forschungsinteressen nur auf andere Gebiete liegen als die von Wissenschaftler zeigt wie schnell das in die falsche Richtung gehen kann.

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    9. federkiel 11. August 2023 at 13:36Antworten

      Mittlerweile gibt es ja schon Klagen gegen CO2 Emittenten, wie z.B: RWE durch einen peruanischen Bauer:
      Zitat: “Lliuya wirft RWE vor, mit dessen CO2-Emissionen eine vom Klimawandel beschleunigte Gletscherschmelze auszulösen, die zu einem Ansteigen des Gletschersees und aufgrund eines möglichen Dammbruchs auch zur Überflutung des Hauses des Klägers führen könne. Das mache hohe Investitionen notwendig, und dafür soll RWE einen bestimmten Anteil beitragen.”
      Oder eine Klage gegen den Schweizer Zementhersteller Holcim durch indonesische Bürger.

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      • Hasdrubal 11. August 2023 at 13:46Antworten

        Mittlerweile gibt es ja schon Klagen gegen CO2 Emittenten, wie z.B: RWE durch einen peruanischen Bauer:

        Für gewöhnlich stehen hinter solchen Klagen die üblichen Lobby-NGOs, die die altbekannte Lobby-Agenda verfolgen. Nach einer BlackRock-Schätzung sollten alleine mit Green Tech 50-100 Billionen zu holen sein – 1000mal mehr, als die Corona-Impfstoffe brachten.

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      • Veron 11. August 2023 at 15:01Antworten

        Ich meine auch mal wo gelesen zu haben, dass afrikanische Staaten Geld von Europa bekommen als Entschädigung, weil die Europäer ja von sich selbst behaupten, sie hätten die Erwärmung verursacht. Wäre es nur die Sonne, wäre es halt einfach so. Irgendwie absurd .. ..

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        • Hasdrubal 11. August 2023 at 15:55

          Die Länder des Westens haben dafür 100 Milliarden jährlich versprochen, von den tatsächlich kaum etwas kommt – auf dem letzten Klima-Gipfel haben die Länder des Globalen Südens 1,3 Billionen jährlich gefordert, die der Westen sicherlich nicht mal hat.

          Klar – wenn Kohle winkt, tun im Globalen Süden manche Politiker so, als ob sie an die CO2-Theorie glauben würden – wieso sollten sie integrer sein als westliche Politiker, Mainstream-Journalisten oder Wissenschaftler?

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    10. Veron 11. August 2023 at 13:30Antworten

      Die Öffentlichkeit will das aber nicht wissen. Dazu müsste man seine Überzeugung über Bord werfen, die man dank jahre- bzw. jahrzehntelanger Gehirnwäsche hat, das ist verdammt schwer und noch gibt es dazu keinen Anlass. Es wird immer noch wärmer (zumindest in manchen Gegenden, und wenn nicht, dann liegt es an den Windrichtungen). Es ist doch wunderbar, wenn es eine Gefahr gibt und man gesagt bekommt, was man tun muss um sie abzuwenden. Wenn man mittun kann, selbst wenn es Einschränkungen bedeutet. Und dann soll das alles nicht wahr sein? Nö, kommt nicht in Frage.

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      • P. H. 11. August 2023 at 13:47Antworten

        Veron
        11. August 2023 at 13:30

        ….selbst wenn es Einschränkungen bedeutet.

        Einschränkungen sind es nicht. Diese sind nur dann wenn das Klima zuschlägt und viele Urlaubsorte nicht mehr bereist werden können. Vieles hängt von unsere Lebensweise ab, wenn wir nicht schnell handeln. Fakt ist, die Natur braucht uns nicht. Wir brauchen sie schon.
        Es muss nicht bis zum äußersten kommen damit Menschen aufwachen. Leider sehe ich da keine Chance mehr für ein besseres Leben, so sehr das schmerzt.

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        • Hasdrubal 11. August 2023 at 14:56

          Wenn man TKP-Artikel aufmerksam liest, weiß man, dass das Klima nicht von CO2, sondern vorwiegend von der Sonne abhängt. Wie sollte man schnell handeln und die Lebensweise ändern, um die Sonne zu bewegen? Den letzten Cent an BlackRock, Gates und Soros aushändigen?

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    11. G. Kanten 11. August 2023 at 13:05Antworten

      Das Denken sollte sich nicht anmaßen, darüber zu urteilen. So viel zu Klimawissenschaftlerin Curry.

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    12. Auerbach 11. August 2023 at 12:27Antworten

      Wenn die globalen Erwärmung eine Erfindung sein sollte, dann stimmt was nicht mit dieser Frau. Wie will sie die ganzen Katastrophen die fast täglich uns heimsuchen? Angeblich einflussreichsten Klimawissenschaftlerin der Welt ist auch nur ein Mensch. Und Menschen unterliegen oft falsche Wahrnehmungen. Das hatten wir schon mit der Pandemie und so viele andere Dinge die doch später eintrafen. Pünktlich kurz vor Weihnachen ist die Märschenstunde wieder da. Wie Amerikaner ticken sollte man bereits wissen.

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      • Hasdrubal 11. August 2023 at 12:49Antworten

        Katastrophen wie die „Kochende Erde“, während es die letzten Wochen für den Sommer ungewöhnlich kalt und verregnet war? Es gibt so viele nüchterne Berichte, dass Extremwetter nicht häufiger wurde – nur Alarmismus in den Medien hysterischer.

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    13. Hasdrubal 11. August 2023 at 12:22Antworten

      „Wie TKP berichtete, erklärte UN-Generaldirektor Antonio Guterres kürzlich, dass “die Ära der globalen Erwärmung zu Ende ist” und “die Ära des globalen Kochens angebrochen ist”.“

      Die Hysterie wird noch einmal angeheizt, damit bald eine Klima-Weltregierung eingerichtet wird – die entscheidende Phase des Kampfes um die Zukunft des Planeten. Sollte das Vorhaben gelingen, könnte es Generationen dauern, bis die Menschheit sich davon befreien kann.

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    14. P. H. 11. August 2023 at 12:14Antworten

      Wer gern an Menschenmärchen glaubt und wegschaut ist nicht mehr zu helfen. Menschen irren sich aber die Natur nicht. Frage mich wann die Curry ihre Brillenstärke zuletzt untersuchen ließ. Typisch Amis, die gern alles unter dem Tisch kehren.

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    Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe, keine (Ab-)Wertungen. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.


    Info: https://tkp.at/2023/08/11/top-klimaforscherin-krise-einer-globalen-erwaermung-ist-eine-erfindung



    Weiteres:



    aus e-mail von Doris Pumphrey
    , 11. August 2023, 19:04 Uhr

    Die Weltwoche vom 08.08.2023

    <https://weltwoche.ch/daily/der-wunsch-nach-konsens-gefaehrdet-die-freiheit-der-wissenschaft-die-forschung-ist-bei-wichtigen-themen-wie-dem-klima-unter-politische-kontrolle-geraten-wer-ausschert-wird-geaechtet-die-suche-nach/>


    *Der Wunsch nach Konsens gefährdet die Freiheit der Wissenschaft:

    */*von Judith A. Curry*

    (emeritierte Professorin am Georgia Institute of Technology und

    Präsidentin des Climate Forecast Applications Network

    <https://www.cfanclimate.net/>/)/.

    /*

    Die Forschung ist bei wichtigen Themen wie dem Klima unter politische

    Kontrolle geraten. Wer ausschert, wird geächtet. Die Suche nach der

    Wahrheit gerät aus dem Blick

    *

    Im 21. Jahrhundert ist die Menschheit mit einer Vielzahl komplexer

    sozialer Probleme konfrontiert, die von Ungewissheiten, systemischen

    Risiken und divergierenden Wertvorstellungen geprägt sind. Der

    Klimawandel und die Corona-Pandemie sind gute Beispiele. Die

    Wissenschaft ist immer mehr zu einer Art Rechtsstreit geworden, bei dem

    die Suche nach der Wahrheit zweitrangig ist und der Parteinahme für eine

    bestimmte politische Lösung untergeordnet wird.


    Wie beeinflusst die Politik die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit

    gesellschaftlich relevanten Fragen? Politische Voreingenommenheit hat

    einen Einfluss darauf, welche Forschungsprojekte vorrangig finanziert,

    welche Fragen gestellt, wie die Erkenntnisse interpretiert werden, was

    zitiert und was in den Kanon übernommen wird. Faktische Darstellungen

    werden in Gutachten und von den Medien mit Blick auf spätere politische

    Verwendung gefiltert.


    *Angst vor Sanktionen


    *Wie beeinflusst die Politik das Verhalten von Wissenschaftlern?

    Wissenschaftler werden gedrängt, für konsensfähige Positionen,

    moralische Ziele und bestimmte politische Entscheidungen einzutreten.

    Dieser Druck kommt von Universitäten und Fachverbänden, von Kollegen,

    die zugleich Aktivisten sind, von Journalisten und von all den Gremien,

    die Gelder für Forschungsprojekte bewilligen. Da Peer-Reviews überaus

    wichtig sind für akademischen Erfolg, schrecken viele Wissenschaftler

    aus Angst vor Sanktionen davor zurück, Gedanken zu formulieren, die

    weithin unpopulär sind.


    Wissenschaftsaktivisten nutzen ihre privilegierte Position, um

    moralische und politische Ziele zu verfolgen. Dieser politische

    Aktivismus erstreckt sich auch auf die Berufsverbände, die Fachjournale

    herausgeben und Konferenzen veranstalten. Diese Aktivisten entscheiden

    im Grunde, was veröffentlicht wird, wer zu Konferenzen eingeladen wird

    und wer berufliche Anerkennung geniesst. Praktisch alle Berufsverbände,

    deren Mitglieder in der Klimaforschung involviert sind, haben

    Stellungnahmen publiziert, in denen dringend ein Ende der

    Treibhausgasemissionen gefordert wird.


    Eine besonders ungute Erscheinungsform einer politisierten Wissenschaft

    ist immer dann zu beobachten, wenn Politiker, Unterstützergruppen,

    Journalisten und Aktivisten solche Wissenschaftler, deren Arbeit ihnen

    unvereinbar mit ihrer moralischen und politischen Agenda erscheint,

    unter Druck setzen oder versuchen, sie mundtot zu machen.


    Wenn wir Ungewissheiten anerkennen, wird die Menschheit eine gedeihliche

    Zukunft haben.


    *Ultimative Form von Ketzerei


    *Eine wesentliche Strategie bei der Politisierung von Wissenschaft ist

    die gezielte Herbeiführung eines wissenschaftlichen Konsenses zu

    politisch wichtigen Fragen – beispielsweise zu Klimawandel oder Corona.

    Unter Verweis auf den Uno-Klimakonsens werden wissenschaftliche

    Erkenntnisse als Basis für dringende politische Entscheidungen

    ausgegeben. Tatsächlich vertritt die Uno eine Position, die Ungewissheit

    und Widerspruch als problematisch ansieht und konsenshaft aufzulösen

    versucht. Diese Praxis ist Ausdruck einer Vorstellung, wie Politik mit

    wissenschaftlichen Ungewissheiten umzugehen habe.


    Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen «wissenschaftlichem

    Konsens» und «Konsens unter Wissenschaftlern». Wo es eindeutige

    wissenschaftliche Gewissheiten gibt – etwa die Tatsache, dass sich die

    Erde um die Sonne dreht –, muss über Konsens nicht geredet werden.

    Dagegen steht «Konsens unter Wissenschaftlern» für ein kollektives

    Urteil einer Gruppe von Wissenschaftlern, das oft von staatlicher Seite

    offiziell angefordert wird.


    Jede institutionalisierte Konsensbildung fördert Gruppendenken, das den

    Konsens verstärkt. Der Uno-Weltklimarat (IPCC) bemüht sich seit vierzig

    Jahren, zu einem wissenschaftlichen Konsens hinsichtlich des

    menschengemachten Klimawandels zu kommen. Insofern ist der IPCC-Konsens

    ein «herbeigeführter Konsens», also das Ergebnis eines gezielten

    Prozesses. Der IPCC-Konsens ist durch eine politische Vorgehensweise

    gesellschaftlich kanonisiert worden, unter Umgehung des langen und

    komplexen Prozesses wissenschaftlicher Validierung, der feststellen

    würde, ob die Schlussfolgerungen tatsächlich korrekt sind. Die Kehrseite

    eines herbeigeführten Konsenses ist «Leugnung». Das Narrativ vom

    Klimawandel in Frage zu stellen, ist die ultimative Form von Ketzerei im

    21. Jahrhundert. Praktisch alle Klimawissenschaftler bewegen sich

    innerhalb des sogenannten 97-Prozent-Konsenses hinsichtlich der

    Einwirkung menschlichen Handelns auf die Erderwärmung.


    *Etikett eines Leugners


    *Welche Wissenschaftler werden als Leugner bezeichnet und geächtet?

    Verdächtig sind unabhängige Denker, die den IPCC-Konsens nicht teilen.

    Jede Kritik am IPCC-Konsens kann Ausgrenzung zur Folge haben. Wer

    politische Massnahmen zur Senkung des Kohlendioxidausstosses nicht

    billigt, weckt Misstrauen. Wer Atomkraft für sinnvoller als Wind- und

    Sonnenenergie hält, gilt als Klimaleugner. Am zuverlässigsten handelt

    sich das Etikett eines Leugners ein, wer den sogenannten Feinden des

    Klimakonsenses nahesteht – Erdölunternehmen, konservativen Denkfabriken

    oder gar der «falschen» Partei.


    Der Umstieg auf neue Energieträger ist noch viel herausfordernder als

    die Corona-Pandemie.


    Corona ist ein interessantes Beispiel eines fabrizierten Konsenses. Die

    Auffassung, dass Covid-19 natürlichen Ursprungs sei, wurde Anfang 2020

    von zwei Stellungnahmen etabliert – die eine in The Lancet im Februar,

    die andere in Nature Medicine im März. Im Lancet hiess es: «Wir

    verurteilen nachdrücklich Verschwörungstheorien, denen zufolge Covid-19

    nicht natürlichen Ursprungs ist.» Dies führte dazu, dass die Möglichkeit

    eines Lecks in einem Labor in Wuhan praktisch nicht mehr verfolgt wurde.

    In den Mainstream-Medien wurde wiederholt erklärt, dass nach

    Experten-Konsens ein Entweichen des Erregers aus einem Labor

    auszuschliessen oder höchst unwahrscheinlich sei.


    Die Kluft zwischen dem damaligen Kenntnisstand und der Selbstgewissheit

    der beiden Artikel hätte jedem Virologen und überhaupt jedem

    aufmerksamen Beobachter auffallen müssen. Einige Wissenschaftler aus

    anderen Disziplinen haben auch darauf hingewiesen. Erst im Mai 2021,

    nach der Veröffentlichung eines Artikels im Bulletin of the Atomic

    Scientists, der aufdeckte, dass die Autoren des Lancet-Artikels ihre

    Kontakte zum Labor in Wuhan verschwiegen hatten, wurde der Konsens

    brüchig. Es folgte darauf eine Kaskade von Absetzbewegungen – der

    falsche Konsens war nicht mehr haltbar.


    Beunruhigend an dieser Geschichte ist allerdings nicht die Aufkündigung

    eines Konsenses, sondern dass ein falscher Konsens über mehr als ein

    Jahr aufrechterhalten werden konnte. Einige Wissenschaftler

    protestierten zwar, wurden in den sozialen Medien aber wüst angegangen.

    Die allermeisten Wissenschaftler, denen klar war, dass der Ursprung des

    Virus keineswegs erwiesen war, schwiegen.


    Jeder Virologe, der die akzeptierte Position der Kollegenschaft in Frage

    stellte, lief Gefahr, als Häretiker zu gelten und in den sozialen Medien

    fertiggemacht zu werden. Er musste überdies damit rechnen, dass sein

    nächster Antrag auf Bewilligung von Forschungsgeldern abgelehnt würde.

    Die hässliche Seite dieses falschen Konsenses wird erst jetzt allmählich

    bekannt.


    *Mehr Ehrlichkeit


    *Politische und moralische Vorurteile können zu weithin akzeptierten

    Thesen führen, die eher die blinden Flecken der Wissenschaft verraten,

    als dass es fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse wären. Ein

    fabrizierter Konsens behindert den wissenschaftlichen Fortschritt, weil

    bestimmte Fragen nicht gestellt und bearbeitet werden. Ein solcher

    Konsens greift darüber hinaus in die Selbstkorrekturmechanismen

    skeptischer Wissenschaft ein, die Grundlage des wissenschaftlichen

    Fortschritts sind.


    Der Klimawandel ist eine säkulare Religion geworden – mit Dogmen,

    Häretikern und Stammesdenken.


    Ein solcher Konsens verschleiert Ungewissheiten, Ambivalenzen, Dissens

    und Unkenntnis. Grössere Ehrlichkeit in Bezug auf Unwägbarkeiten und

    Unwissenheit und mehr Transparenz in Sachen Dissens und Kritik würde

    politischen Entscheidern ein vollständigeres Bild einer relevanten

    Wissenschaft und ihrer Grenzen vermitteln.


    Ein fabrizierter Konsens erwächst aus einer Vereinfachung von Problemen,

    so dass der Spielraum der Politik am Ende eingeengt wird und sich die

    irrige Annahme ergibt, das Problem könne gelöst werden. Bei komplexen

    Problemen wie dem Klimawandel oder Corona führt ein solcher Konsens zu

    der naiven und zugleich anmassenden Vorstellung, man habe es mit simplen

    und handhabbaren Risiken zu tun. Es braucht mehr Realismus bei der

    Lösung komplexer sozialer Probleme.


    *Autorität in Frage stellen


    *Die Pandemie hat gezeigt, dass die Instrumente, die uns bei der

    Konfrontation mit einem komplexen globalen Problem zur Verfügung stehen

    – Experten, präzise wissenschaftliche Untersuchungen, Computermodelle,

    staatliche Vorschriften –, keineswegs zu der angestrebten Qualität von

    Kontrolle geführt haben. Der weltweite Umstieg auf neue Energieträger

    und Nachhaltigkeit ist noch viel herausfordernder als die

    Corona-Pandemie. Das hergebrachte Paradigma von Beherrschung, Planung

    und Optimierung ist für die Probleme des 21. Jahrhunderts nicht mehr

    geeignet.


    Aufgrund des übersteigerten Bewusstseins von Wissen und Kontrolle, das

    in der Klima- und der Corona-Politik zu beobachten ist, werden einige

    Fragen, über die offen diskutiert werden sollte, von der Politik

    ignoriert. Jedes vorschnelle In-Abrede-Stellen von Ungewissheiten und

    Ambivalenzen bei komplexen Problemen wie Klimawandel und Pandemien führt

    zu einer unsichtbaren Form von Unterdrückung, die mögliche Lösungen

    verhindert.


    Punkto Klimawandel ist heutzutage nicht bloss die Durchsetzung eines

    politisch motivierten Konsenses mitsamt Cancel-Culture zu beobachten.

    Der Klimawandel ist eine säkulare Religion geworden – inklusive Dogmen,

    Häretikern und moralischen Stammesdenkens. Die säkulare Religion des

    Klimawandels wirft Fragen auf, die viel grundlegender sind als die

    Risiken schlechter Politik. Gefährdet sind die fundamentalen Werte der

    wissenschaftlichen Revolution und die Freiheit, Autorität in Frage zu

    stellen.


    Wir müssen wegkommen von einer konsensorientierten Haltung, die Debatten

    über komplexe soziale Fragen wie den Klimawandel einschränkt. Wir müssen

    Widerspruch und Kritik ermöglichen. Wenn wir mit Blick auf

    Risikomanagement und Entscheidungsprozesse wissenschaftliche

    Ungewissheiten anerkennen, wird die Menschheit im 21. Jahrhundert eine

    gedeihliche Zukunft haben.


    /Dieser Artikel enthält Auszüge aus Currys neuem Buch «Climate

    Uncertainty and Risk. Rethinking Our Response». Aus dem Englischen von

    Matthias Fienbork


    /

    11.08.2023

    Auch kritische Köpfe sind längst glattgebügelt

    freedert.online, 5 Aug. 2023 19:50 Uhr, Von Tom J. Wellbrock

    Wollen wir über die Corona-Politik sprechen? Über den Klimawandel? Oder gleich über den Ukraine-Krieg? Das wirkliche und grundlegende Hinterfragen und Infragestellen der uns täglich aufgetischten Erzählungen ist faktisch nicht mehr möglich. Auch nicht in den Köpfen

    .

    Auch kritische Köpfe sind längst glattgebügeltQuelle: AFP © XAVIER GALIANA /

    AFP


    Symbolbild: Kopf einer Puppe in einem verschmutzten Fluss in Indien








    Noam Chomsky hat das Problem, dem wir ausgesetzt sind, auf einen prägnanten Punkt gebracht:

    "Der schlaueste Weg, Menschen passiv und gehorsam zu halten, ist, das Spektrum an akzeptabler Meinung streng zu beschränken, aber eine sehr lebhafte Debatte innerhalb dieses Spektrums zu ermöglichen – sogar die kritischeren und die Ansichten der Dissidenten zu fördern. Das gibt den Menschen ein Gefühl, dass es ein freies Denken gibt, während die Voraussetzungen des Systems durch die Grenzen der Diskussion gestärkt werden."

    Tatsächlich sind wir mittendrin in diesem Dilemma. Denn auch kritische Köpfe beginnen ihre Argumentation meist nach folgendem Muster:

    "Natürlich war Corona eine gefährliche Krankheit, aber …"

    Oder:

    "Ich bezweifle nicht, dass es den menschengemachten Klimawandel gibt, aber …"

    Oder:

    "Selbstverständlich handelt es sich um einen brutalen, völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf die Ukraine, aber …"

    Mit solchen und ähnlichen Formulierungen beginnt die Schere im Kopf, ihre Arbeit zu verrichten. Bestimmte Prämissen zweifeln selbst die progressiven und fortschrittlichen Menschen einfach nicht mehr an.

    Dabei sollte uns bewusst sein, dass die Narrative alles andere als in Stein gemeißelt sind. Nehmen wir doch die genannten Eingangssätze und erwidern etwa:

    "Wie gefährlich Corona war, ist nach wie vor kaum erforscht. Es deutet aber vieles darauf hin, dass insbesondere ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen wirklich gefährdet waren. Die Behauptung, es handele sich um eine weltweite und für alle Menschen tödliche Krankheit, muss hinterfragt werden."

    Und:

    "Es gibt zahlreiche Stimmen, denen man eine hohe Kompetenz zusprechen kann, die nicht davon ausgehen, dass der Klimawandel menschengemacht ist. Viele Daten, die teils sehr weit zurückreichen – etwa Eisbohrkerne – und die auch andere Schlüsse zulassen als die weit verbreitet geäußerten, sollten genau analysiert werden."

    Und:

    "Man kann aus völkerrechtlicher Sicht den Einmarsch der Russen in die Ukraine auch als Verteidigungsmaßnahme bezeichnen, da erstens der Donbass seit 2014 durch die West-Ukraine massiv angegriffen wurde, und zweitens, weil aus Moskau über viele Jahre die vehemente Bitte vorgetragen wurde, für die Ukraine eine für alle Beteiligten zufriedenstellende friedliche Lösung zu finden. Diese Hintergründe sollten in die Gesamtbewertung einfließen."

    Dank der wiederholten Erzählungen bestimmter Prämissen sind diese beschriebenen Perspektiven faktisch nicht zugelassen, verboten auch nur gedacht, geschweige denn ausgesprochen zu werden. Unterstellt wird so etwas wie die absolute Wahrheit, die indiskutabel ist. Man darf sich zwar getreu dem Gedanken von Noam Chomsky – über bestimmte Dinge kritisch austauschen, doch die Debatte beginnt nicht bei null, sondern ein paar Stufen darüber. Dadurch entsteht ein Denkverbot von gewissen Richtungen und Anschauungsversuchen, das die gesamte Diskussion vergiftet.


    Es ist noch schlimmer

    Nun sind wir aber längst an einem Punkt, an dem das Spektrum akzeptabler Meinungen immer weiter eingeschränkt wird. Womöglich sind wir über das Niveau hinaus, das Chomsky meinte, denn insbesondere am Streit um den Ukraine-Krieg lässt sich ablesen, dass das Spektrum unterschiedlicher Meinungen in erheblichem Maße eingeschränkt wurde.


    Ganz ohne Lkw: Wie der Staat das Land überrollt





    Meinung

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    Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: Jeder Versuch, eine friedliche Lösung in der Ukraine ins Spiel zu bringen, erfährt so heftigen Gegenwind, dass der eine oder andere wahrscheinlich sogar gegen seine eigene Überzeugung vorgegebene Narrative vertritt, um überhaupt noch zu Wort zu kommen. Nur hilft ihm diese Art der Diplomatie auch nicht weiter, denn die Grenzen dessen, was gesagt werden kann, werden immer enger gesteckt. All die Diplomatie führt also nicht weiter.

    Ein Grundproblem ist dabei, dass viele Geschichten nicht von Anfang an erzählt werden. Wir das heißt die Politik und die Medien – steigen erst in das Geschehen ein, wenn ein bestimmter Punkt auf der Zeitschiene erreicht wird. Beim Ukraine-Krieg war das der 24. Februar 2022. Jede (neue) Erzählung begann mit diesem Datum. Auch Informationen aus der Zeit davor, die offen zugänglich waren und die ein anderes als das aktuelle Bild der Ukraine und ihrer geopolitischen Rolle zeichneten, wurden faktisch bedeutungslos.

    Wie absurd diese Herangehensweise ist, zeigt unter anderem Georg Restle, der vor 2022 zusammen mit seinem Team einige faschistoide bis faschistische Vorkommnisse in der Ukraine recherchiert und aufgedeckt hatte, von denen er nun aber nicht nur nichts mehr wissen will, er tut so, als habe es diese Recherchen und deren Ergebnisse nie gegeben. Er erzählt die "neue" Geschichte mit voller Überzeugung, und man kratzt sich verwundert am Kopf, wenn man die Zeitdokumente aus der Feder Restle miteinander vergleicht.

    Restles Verhalten lässt sich aber erklären. Er hat sich eingereiht in die Gruppe der Hardliner, der russophoben Propagandisten und der Kriegsverlängerer. Die Frage, wie er diese 180-Grad-Wandlung mit seinem Gewissen vereinbaren kann, lasse ich an dieser Stelle aus, nur er selbst kann sie beantworten.

    Doch Restle muss sich nicht nur sich selbst gegenüber verantworten. Denn seine gedankliche Umkehr vom investigativen Journalismus zum Verbreiter kriegerischer Propaganda hat gesellschaftliche Auswirkungen. Er unterstützt die Meinungsmache der Mächtigen und blockiert die Möglichkeit, ergebnisoffen zu diskutieren. Restle ist ein wichtiges Zahnrad in der Maschinerie der Propaganda.


    Das Problem in der Praxis

    Es ist ernst, denn wir sind an einem Punkt, an dem gewisse Diskussionsstufen nicht mehr zugelassen werden und Prämissen als unhinterfragbar gelten, die zu hinterfragen so wichtig wäre. Wenn man sich mit bestimmten "Wahrheiten" einfach abfindet, läuft man Gefahr, die daraus entstehenden Schlüsse falsch zu interpretieren.

    Konkret: Wir gehen davon aus, dass der Klimawandel menschengemacht ist. Diese Annahme wird als absolut gesetzt und darf nicht bezweifelt werden. Daraus folgen im Falle Deutschlands Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegenwirken sollen. Doch die wiederum daraus entstehenden Konsequenzen blenden wir aus. Entgegen dieser Praxis stellen sich einige Fragen, die zielführend für die Lösung des Grundproblems sind:

    1. Ist es denkbar, dass der Anteil des Menschen am Klimawandel geringer ist als angenommen?

    2. Ist es denkbar, dass sich das Klima völlig losgelöst vom menschlichen Zutun verändert?

    3. Ist es denkbar, dass die Erhöhung der Temperaturen auch positive Folgen haben kann?

    4. Ist es denkbar, dass als bewiesen dargestellte Fakten nach einer erneuten Prüfung zu anderen Ergebnissen führen?

    5. Ist es denkbar, dass die Maßnahmen, die ergriffen werden, negativere Auswirkungen haben als die befürchtete Gefahr, die vom Klimawandel ausgeht?

    6. Ist es denkbar, dass die Gefahren des Klimawandels aufgrund der Interessenlagen bestimmter Gruppen und/oder Institutionen dramatisiert werden?

    7. Ist es denkbar, dass schon den Grundannahmen Fehler zugrunde liegen?

    8. Ist es denkbar, dass die gewählten Maßnahmen durch andere ersetzt werden können?

    9. Ist es denkbar, den Klimawandel durch entsprechend angepasstes Verhalten und angepasste Technologien positiv zu nutzen, um Verbesserungen herzustellen?

    Diese Fragen werden im öffentlichen Diskurs nicht mehr zugelassen, weil die geltenden Annahmen als bewiesen dargestellt werden. Fügen wir an dieser Stelle eine These hinzu, die naturgemäß nicht bewiesen, aber diskussionswürdig ist:

    Der Klimawandel passiert völlig unabhängig vom Verhalten des Menschen. Er lässt sich nur in einem Maße beeinflussen, das keinerlei konkrete Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Temperaturentwicklung hat.

    Man muss es so nüchtern sagen: Wir können nicht sagen, ob es so ist oder nicht. Zwar wird uns täglich das absolute Wissen vorgegaukelt, doch die Teilnehmer dieser Erzählungen sind immer dieselben Politiker und Wissenschaftler, ergänzt durch Aktivisten, die in der Regel von der Thematik fast nichts verstehen und sich ihrerseits auf Wissenschaftler und Politiker berufen, die wiederum selbst entweder nicht vom Fach sind oder für ihre Haltung bezahlt werden.

    Ähnlich wie bei Corona wird auf militante Art und Weise eine Wahrheit postuliert, die es so nicht gibt, nicht geben kann, wenn man die viel zitierte Wissenschaft ernst nimmt. Der Unterschied zwischen zum Beispiel Corona und dem Klimawandel ist der, dass die Erzählung viel länger aufrechterhalten bleiben kann, ohne als Lüge entlarvt oder als Irrtum nachgewiesen zu werden. Daher ist davon auszugehen, dass auch künftig Narrative gewählt werden, die sich erst nach einem langen Zeitraum überprüfen lassen. Bis es so weit ist, bleibt die "Wahrheit" in Stein gemeißelt.

    Wir befinden uns in einem Käfig des Denkbaren, dessen erste Eigenschaft darin besteht, durch die Akzeptanz dieses Käfigs unseren Bewegungsspielraum selbst einzuschränken. Es führt zu nichts, bringt uns nicht weiter, sondern lässt uns stagnieren und sogar rückwärtsgewandt denken und handeln. Durch das mit der inneren Schere im Kopf ausgesprochene Denkverbot und die Weigerung, uns dargebotene Erzählungen von Grund auf kritisch zu hinterfragen, behindern wir unsere Entwicklungsfähigkeit und unterstellen etwas Gleichbleibendes, Verlässliches, das nicht existiert.


    Deutschland: Entweder die AfD wählen oder gar nicht





    Meinung

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    Die allgemeine Prämisse müsste sein, dass es keine Behauptung gibt, die nicht hinterfragt werden darf. Ohne diese Prämisse schrumpfen wir unser Denken, wir zerstören aber auch unsere Fantasie und berauben uns der gedanklichen Freiheit, die so wichtig ist, um sich weiterzuentwickeln. Wer diese Voraussetzungen des freien und ergebnisoffenen Denkens zu unterdrücken versucht, hat keine guten Absichten, er will lediglich seine durch vermeintliches Wissen aufgebaute Macht ausbauen.

    Dies gelingt am besten, wenn es Dinge gibt, die nicht hinterfragt, die nicht diskutiert, die nicht widerlegt werden dürfen. Doch die Widerlegung ist das Prinzip der Wissenschaft, sie führt zum Erfolg des Denkens. Die Widerlegung muss der menschliche Wunsch sein, um Irrtümer zu erkennen und eingeschlagene Wege zu verlassen, wenn sie in eine falsche Richtung führen. Die ewige Bestätigung der eigenen Annahmen führt nicht nur zur geistigen Bewegungslosigkeit, sie verstetigt Fehler, die zu erkennen man sich weigert.


    Der kluge Kopf denkt weiter

    Für die (vermeintlich) kritischen Köpfe beginnt die Arbeit mit der eigenen Erlaubnis von Zweifeln an den als unverrückbar geltenden Prämissen. Wer sich beispielsweise beim Thema des Ukraine-Krieges darauf einlässt, die Zeit vor dem russischen Einmarsch aus seinen Überlegungen und (nicht weniger wichtig) seinen Argumenten herauszulassen, kann nur oberflächlich argumentieren.

    Der Wunsch, die Forderung nach Frieden, Waffenstillstand und Verhandlungen erzeugt einen faden Beigeschmack, wenn der Weg, der zur aktuellen Situation geführt hat, unterschlagen wird. Das ist bedeutsam, denn die Aussage "Putins Krieg" funktioniert nur, wenn man die Geschichte dahinter weglässt. Findet sie dagegen Berücksichtigung, kann die Behauptung, es sei "Putins Krieg" in dieser Form nicht mehr funktionieren. Ein Blick auf die historische Entwicklung, die in diesem Krieg mündete, verbietet die pauschale Einordnung des Kriegsgrundes auf eine Partei oder gar Person. Diese Oberflächlichkeit kann nur aufrechterhalten werden, wenn die Geschichte verkürzt und verfälscht wird.

    Das Prinzip gilt für andere Themen ebenso. Es war gerade die Einäugigkeit, die in der Coronazeit dazu geführt hat, bestimmte Aspekte als "hinterfragungsverboten" bezeichnen zu können, was dann zu den fatalen Auswirkungen der politischen Maßnahmen geführt hat. Bei Corona ging es weniger um historische Zusammenhänge (wenngleich auch die zu wenig Raum bekommen haben) als um den eingeschränkt zugelassenen wissenschaftlichen Raum, der zur Begrenzung der denkbaren Optionen geführt hat. Die wenigen, denen dieser Raum zu klein war, die die Perspektive erweitern wollten, wurden auf aggressive Weise mundtot gemacht, diffamiert, beleidigt, entwürdigt und/oder gefeuert.

    Die Einengung des Debattenraums und das ausgesprochene oder unausgesprochene Verbot unerwünschter Gedanken und Ansätze, wird immer dazu führen, destruktiv zu agieren, es ist gar nicht anders möglich. Es zeugt zudem von einer unfassbaren Ignoranz und Arroganz, ungesichertes Wissen als eine Art gesellschaftliches und politisches Axiom zu verkaufen.

    Es ist nicht einmal das, was geschehen ist und versäumt wurde, was so besorgniserregend ist, es ist vielmehr die Tendenz, diese Versäumnisse auch künftig zu wiederholen und sogar zu steigern. Für den Debattenraum gilt also, dass er stetig enger wird. Das ist der Weg in den Totalitarismus, und zwar nicht in der abgeschwächten Form wie jetzt, sondern auf ganzer Linie.

    Am Ende wird durch diese Entwicklung jeder betroffen sein, auch die, die sich jetzt in Sicherheit wähnen. Wir müssen uns fragen, ob wir das wirklich zulassen wollen.

    Tom J. Wellbrock ist Journalist, Sprecher, Texter, Podcaster, Moderator und Mitherausgeber des Blogs neulandrebellen.


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    Info: https://freedert.online/meinung/176988-auch-kritische-koepfe-sind-laengst


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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