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20.07.2025

Mit Trumps Segen: Ukraine plant Offensive, die alles verändern wird

freedert.online, 20 Juli 2025 21:15 Uhr, Von Kirill Strelnikow

Verwirrende Signale kommen derzeit aus Washington: Erst melden große Medien, dass Trump Kiew zu Luftschlägen auf Moskau und Sankt Petersburg ermuntert habe. Darauf folgt ein halbes Dementi, dann spricht sich Trump vehement dagegen aus. Wie ist das zu verstehen? Kommt bald eine ukrainische Offensive, die alles verändern wird?


Quelle: Sputnik © RIA Nowosti


Symbolbild, KI-generiert


In den vergangenen Tagen waren politische Analysten weltweit damit beschäftigt, die Zeichen, Symbole und Gesten zu deuten, die von Washington ausgingen. Befeuert wurde dies durch ein kontrolliertes Leck in den großen westlichen Medien, das besagte, der amerikanische Präsident habe während eines jüngsten Telefongesprächs mit Selenskij offen eine dringende Verlagerung von defensiven zu offensiven Maßnahmen gefordert und die konkrete Möglichkeit von Schlägen mit Langstreckenwaffen gegen Moskau und Sankt Petersburg thematisiert.

Das Pikante daran ist, dass das Weiße Haus diese Informationen nicht wie üblich als Lüge oder Fälschung bezeichnete, sondern erklärte, die Worte des US-Präsidenten seien "aus dem Zusammenhang gerissen": Trump habe Selenskij lediglich aus rein hypothetischer Sicht nach der Möglichkeit von Schlägen auf die größten Städte Russlands gefragt. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte:

"Präsident Trump hat lediglich eine Frage gestellt und nicht weiteres Töten gutgeheißen."

Mit anderen Worten: Es gab ein Gespräch, das Thema wurde diskutiert, aber lediglich der falsche Kontext mache etwas Widerwärtiges daraus.


US-Raketen im Einsatz: Ukraine greift zentrales Viertel in Donezk an



US-Raketen im Einsatz: Ukraine greift zentrales Viertel in Donezk an






Man muss Trump zugutehalten, dass er sich anschließend scharf gegen Angriffe der Ukraine auf Moskau aussprach und beteuerte, dass keine Langstreckenwaffen an Kiew geliefert werden würden.

Wenn tatsächlich der Kontext schuld ist, dann gibt es viele Fragen zum unverständlichen, planlosen Verhalten innerhalb des Trump-Teams selbst, wo viele Dinge dem widersprechen, was er selbst sagt. So behaupten die freimütigsten US-Beamten (denen niemand widersprochen hat), dass Washington erwägt, Kiew den Einsatz von ATACMS-Raketen mit voller Reichweite (300 Kilometer) zu gestatten, und auch das Thema Tomahawk-Marschflugkörper, die von der Ukraine aus Moskau erreichen könnten, sei "auf dem Tisch".

Vor dem Hintergrund dieser "strategischen Ungewissheit" wurden die großen westlichen Medien euphorisch und behaupteten: "Trump hat sich von Putin abgewendet und wieder in Selenskij verliebt. Jetzt ist Russland am Ende, denn mit erhöhter Militärhilfe hat die Ukraine eine ernsthafte Chance, die Situation an der Front zu drehen."

So schrieben zum Beispiel unsere Favoriten vom Atlantic Council, dass "Trumps Erklärung seine Kehrtwende hin zu maximalem Druck auf den Kreml bestätigt", während die Washington Post meinte, der Präsident wisse nun, dass "Russland einem Frieden nicht zustimmen wird, solange die Kosten der Fortsetzung des Krieges nicht untragbar werden".

Einige westliche Militärexperten sind der Meinung, dass die Ukraine in letzter Zeit absichtlich "unnötige" Gebiete abgibt, um eine Pause für die Bildung einer neuen Eingreiftruppe zu gewinnen, die Mobilisierung zu beschleunigen und Waffen und Munition aus dem Westen zu beschaffen. So wurde beispielsweise gerade bekannt, dass Australien 49 amerikanische M1-Abrams-Panzer an die Ukraine geliefert hat. Es stimmt zwar, dass von den bisher vom Westen gelieferten 31 Abrams-Panzern nur vier irgendwo in weiß getünchten Scheunen in der Nähe von Lwow versteckt werden, aber das klingt immer noch beachtlich.


Was bedeuten neue US-Waffenlieferungen für die Ukraine?





Analyse

Was bedeuten neue US-Waffenlieferungen für die Ukraine?





Vor der propagandistisch aufgeblähten ukrainischen "Sommer-Gegenoffensive" im Jahr 2023 haben führende westliche Denkfabriken gejubelt und einhellig baldige himmlische Strafen für den Kreml und die russische Armee vorausgesagt. Umso merkwürdiger ist es, dass jetzt, am Vorabend der virtuellen "Gegenoffensive 2.0", die euphorischen Analysen ein wenig verblasst sind und ihren früheren Glanz verloren haben.

The Spectator:

"Der Ukraine geht die Kampfkraft aus, ihre Soldaten an der Front sind erschöpft, und die militärische Unterstützung der USA wurde auf die Luftabwehr beschränkt. Die Moral der Ukrainer, die während eines Großteils des Krieges ehrenhaft anstieg, bröckelt."

Das Institute for Policy Studies:

"Trump glaubt, er sei eine unaufhaltsame Kraft. Aber Putin ist ein unbewegliches Objekt."

Der Council on Foreign Relations:

"Wir sollten in absehbarer Zeit keine dramatischen Veränderungen auf dem Schlachtfeld oder am Verhandlungstisch erwarten."

Foreign Policy:

"Wir können nicht davon ausgehen, dass Trump an seiner erklärten Position festhalten wird."

Wir danken für diese wertvollen Stellungnahmen, aber viel wichtiger sind die grundlegenden militärischen Kenntnisse und die objektive Realität, wonach eine hypothetische, alles vernichtende Offensive der ukrainischen Streitkräfte nichts weiter als ein Fiebertraum ist. Wenn man einmal davon absieht, dass der Führung der russischen Streitkräfte jede ernstzunehmende Aufstellung von Streitkräften für einen Angriff sofort bekannt wird, dann sind buchstäblich alle Punkte, die für eine "durchschlagende" ukrainische Offensive notwendig sind, eher mit roten Kreuzen als mit grünen Häkchen versehen: Es gibt ernsthafte Probleme mit dem Personal, Mangel an grundlegenden Ressourcen und Kampffahrzeugen, technischer Ausrüstung und Militärtransporten.

Wie das ukrainische Militär selbst sagt:

"Mit Starlinks und Drohnen allein wird man Moskau nicht einnehmen."

Berichten zufolge sind die ukrainischen Streitkräfte bereits gezwungen, ausländische Söldner ohne jegliche Kampferfahrung anzuheuern und sie sofort an die Front zu schicken, was auf eine ernsthafte systemische Überlastung hinweist, die nicht lange durchzuhalten ist. Gestern versuchte sich die New York Times als "Peacemaker" (Friedensstifter), indem sie meldete, dass "die russische Armee im Juni den größten Vormarsch und die größte Gebietsbefreiung seit Jahresbeginn verzeichnen konnte" und dass "der Erfolg der russischen Streitkräfte auf die Überlegenheit bei Personal und Luftstreitkräften zurückzuführen ist".


Waffenkäufe: Kiew bekommt Frankreichs alten Groll gegen die USA zu spüren





Analyse

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Selbst der professionelle Russophobiker, der polnische Außenminister Sikorski, musste zugeben:

"Vor zwei Jahren schien es, als würde die Ukraine gewinnen. Jetzt aber scheint sich die Waage zugunsten Russlands zu neigen."

Moment, und was ist mit der bevorstehenden "Offensive des Jahrhunderts"?

Es besteht kein Zweifel daran, dass das Kiewer Regime in seiner Agonie einen weiteren selbstmörderischen Versuch der "medialen Remobilisierung" unternehmen könnte, aber es liegt auf der Hand, dass das Ergebnis für die ukrainischen Streitkräfte vor dem Hintergrund der garantierten Massenverluste nicht nur katastrophal, sondern tödlich sein wird.

Unsere amerikanischen Gesprächspartner wissen das, und sie investieren nicht in ein aussichtsloses Unterfangen. Waffen an Europa verkaufen? Kein Problem. Wie der deutsche Verteidigungsminister Pistorius neulich sagte:

"Wir alle müssen jetzt unsere Portemonnaies öffnen."

Wir haben von Anfang an gewarnt: Ein Krieg gegen Russland, wenn auch mit fremden Händen geführt, ist sehr schmerzhaft, und vielleicht verschreibt der Arzt bald eine Amputation statt Paracetamol.

Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 20. Juli 2025 auf ria.ru erschienen.


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Video https://rumble.com/v6w80vy-portemonnaies-ffnen-pistorius-untersttzt-trumps-forderung-nach-eufinanzieru.html Dauer 8:40 Min.


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20.07.2025

Albtraum der Grün-"Globalisten": Öl und Gas gehen uns nie aus, solange der Kern der Erde glüht

freedert.online, 20 Juli 2025 19:35 Uhr

Die Endlichkeit von Erdöl und -gas war lange Zeit wissenschaftlicher Mainstream, der die Wende zu erneuerbarer Energie bedingte. Man ging von einer Bildung dieser Bodenschätze auf dem Meeresgrund aus Überresten von Lebewesen aus – doch sie entstehen eben nicht nur dort. Nach heutigem Wissensstand kann man davon ausgehen, dass Öl und Gas im Erdmantel ständig nachgebildet werden.


Albtraum der Grün-"Globalisten": Öl und Gas gehen uns nie aus, solange der Kern der Erde glühtQuelle: Sputnik © RIA Nowosti


Symbolbild, KI-erstellt.


Von Wladimir Litwinenko

"Grenzen des Wachstums", ein programmatischer Bericht des Club of Rome aus dem Jahr 1972, sagte die Erschöpfung der Öl- und Gasreserven bis Mitte des 21. Jahrhunderts voraus. Viele namhafte Experten halten heute noch immer 2050 für das Jahr, ab dem der Energiekollaps eintreten wird. Der wissenschaftliche Wert solcher Prognosen ist fraglich. Zumindest, weil der Streit zwischen zwei grundlegend unterschiedlichen Theorien zur Entstehung von Kohlenwasserstoffen noch nicht beigelegt ist.


Erdgas wird das neue Erdöl – und Zankapfel der Geopolitik





Meinung

Erdgas wird das neue Erdöl – und Zankapfel der Geopolitik






Ein Teil der Wissenschaft vertritt die Ansicht, dass Erdöl und Erdgas durch die thermische Zersetzung von Pflanzen- und Tierüberresten unter hohem Druck in Sedimentgesteinen der Erdkruste entstanden sind. Andere jedoch gehen davon aus, dass Öl und Gas sich aus anorganischen (im biologischen, nicht im chemischen Sinne) Substanzen im Erdmantel bildeten – sprich: in viel größerer Tiefe – und erst später über Verwerfungen und Risse in der Erdkruste so nah an die Oberfläche gelangten, dass ihre Förderung mit dem heutigen Stand der Technik möglich ist.

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts geriet die Theorie der abiogenen (ein präziserer Ausdruck als "anorganischen") Entstehung von Kohlenwasserstoffen ohne ausreichende Gründe ins Abseits der Wissenschaft. Die Situation erinnert vielleicht an die Verfolgung von Genetikern in der Sowjetunion in den 1930er- und 1960er-Jahren: Rationale wissenschaftliche Debatten wichen dem Dogmatismus. Möglicherweise brauchte ja ausgerechnet der Club of Rome eine apokalyptische Prognose der Energieressourcen, um seine Politik der Weltbevölkerungsreduzierung zu rechtfertigen – und bekam sie geliefert. Die heutigen Fortschritte bei Tiefbohrungsforschung stellen die Autorität der abiogenen Theorie wieder her, doch dazu weiter unten mehr.

Den ersten Schritt zum Verständnis der Prozesse der Ölbildung machte wohl der Russe Michail Wassiljewitsch Lomonossow, als er in seinem Werk "Über die Schichten der Erde" (1763) über den "feurigen Kern" im Erdinneren schrieb, unter dessen Einfluss Vulkanausbrüche entstehen. Er schrieb auch:

"Es ist eine große Sache, mit dem Verstand in die Tiefen der Erde vorzudringen, wo die Natur der Hand und dem Auge den Zugang verwehrt."

Es ist inzwischen bewiesen, dass der obere Erdmantel der Hauptlieferant der gesamten Substanz der Erdkruste, Hydrosphäre und Atmosphäre ist – und zudem ein starker Generator geodynamischer Spannungen in der Erdkruste und Lithosphäre insgesamt. Wissenschaftler haben außerdem bestätigt, dass der Erdkern viel mehr Wärme abgibt als bisher angenommen.

Somit müssen bisherige Vorstellungen über die Entstehung von Mineralen überprüft und überdacht werden. Dies gilt insbesondere für Fragen des Ursprungs, der Bildungsbedingungen und der Verteilungsmuster von Kohlenwasserstoffen. Die biogene Theorie kann jedoch immer noch als wissenschaftlicher Mainstream bezeichnet werden – unter dessen Diktat den Öl- und Gasunternehmen traditionelle Modelle zur Suche nach neuen Lagerstätten buchstäblich aufgezwungen werden. Dieses Stereotyp wurde noch nicht überwunden – selbst vor dem Hintergrund der Entdeckung industriell förderfähiger tiefer Ölfelder, die hinsichtlich ihrer Reserven und Fördermengen (200 bis 800 Tonnen pro Tag im Vergleich zu 9 bis 14 Tonnen pro Tag bei konventionellen Feldern) einzigartig sind. Spätestens diese Tatsache hätte die wissenschaftliche Debatte zwischen den Anhängern der biogenen und abiogenen Theorien eigentlich neu beleben sollen, doch dies geschieht nicht: Beide Linien entwickeln sich stattdessen unabhängig voneinander.


Sind Erdbeben in der Vergangenheit die Ursache für die Erwärmung der Arktis?





Sind Erdbeben in der Vergangenheit die Ursache für die Erwärmung der Arktis?






Trotz seiner fundamentalen Bedeutung für die Menschheit ist dieses Thema aus dem Vordergrund der Wissenschaft gedrängt worden: Die Ergebnisse experimenteller Forschung auf diesem Gebiet werden eindeutig nicht ausreichend thematisiert. Leider können wir noch immer nicht in die Tiefen vordringen, in denen sich der riesige "feurige Kern" bildet, und vollständig beweisen können wir alle Hypothesen auch nicht. Alle existierenden wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Ölgenese, selbst die herausragendsten, lösen nur einzelne Fragen und führen nicht zum endgültigen Ergebnis – einer vollständigen wissenschaftlichen Beschreibung des komplexen Entstehungsprozesses der wichtigsten geotektonischen Elemente der Erdkruste und der begleitenden tiefen Verwerfungen, die bis in die Schicht des oberen Erdmantels (Asthenosphäre) reichen.

Dennoch beschäftigen sich alle öl- und gasproduzierenden Länder der Welt mit der Frage nach der Herkunft von Öl und Gas sowie der Identifizierung von Entstehungsmustern und der Lage ihrer industriell ausbeutbaren Lagerstätten. Die bedeutendsten theoretischen Entwicklungen wurden Ende des 20. Jahrhunderts von Wissenschaftlern aus den USA, Frankreich, Rumänien und Italien durchgeführt. Doch das wichtigste Zentrum langfristiger Forschungen zur Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis der geologischen Exploration war wohl die UdSSR.

Sowjetische Forscher – insbesondere Mitarbeiter mehrerer Institute der Akademie der Wissenschaften, des Geologieministeriums der UdSSR und viele Universitätswissenschaftler, darunter Vertreter der Bergbau-Universität Sankt Petersburg – bewiesen die Hypothese der mineralischen Synthese von Öl und Gas in der Asthenosphäre. Es geht hier um eine Tiefe von 50 bis 100 Kilometern. Diese Ergebnisse wurden im Rahmen dreier Hauptbereiche erzielt: Öl- und Gasgeologie (Grigori Nasarowitsch Dolenko), Geochemie (Iona Volkowitsch Grinberg) und Thermobarogeochemie, angewandt auf verschiedene Tiefenschichten der Lithosphäre (Emmanuil Bogdanowitsch Tschekaljuk).

Mithilfe mathematischer Modellierung, theoretischer, experimenteller und naturwissenschaftlicher Ergebnisse wurden drei wichtige Fakten bewiesen. Und hier kommen wir nicht ohne wissenschaftliche Fachausdrücke aus.

Erstens: Die Mehrkomponentenzusammensetzung des natürlichen Erdöls in der Asthenosphäre befindet sich im thermodynamischen Gleichgewicht. Im Sedimentgesteinskomplex, wo niedrigere Drücke und Temperaturen herrschen, fehlt dieses Gleichgewicht.

Zweitens: Die Prozesse der Öl- und Gasmigration an die Oberfläche der Erdkruste (von ihren Entstehungsherden im Erdmantel) sind gut erklärbar durch die Gesetze der Festkörperphysik unter Bedingungen erhöhter Temperaturen und ultrahoher Drücke – sowie durch die Gesetze der Filtration von Gas-Öl-Gemischen in gebrochenen und porösen Medien.

Drittens: Für die Entstehung von Öl- und Gaslagerstätten in Sedimentgesteinskomplexen ist eine Kombination gleich mehrerer günstiger Bedingungen erforderlich: strukturell-tektonische (z. B. das Vorhandensein von Falten oder Verwerfungen, von denen Kohlenwasserstoffe zurückgehalten werden können) und lithologisch-fasziale (die Zusammensetzung des Gesteins muss den Durchtritt von Kohlenwasserstoffen aus der Tiefe zum entstehenden Vorkommen zulassen). Der Entstehungsprozess ist mit der geotektonischen Entwicklung von Vorgebirgs- und Intragebirgsmulden geosynklinaler Regionen an besagte Geosynklinalen angrenzenden Plattformhängen und intraplattformalen riftogenen Senken verbunden, die ebenfalls nach dem geosynklinalen Typ gebildet werden.


China gräbt sein bisher tiefstes Loch





China gräbt sein bisher tiefstes Loch







Die Schlussfolgerungen russischer Wissenschaftler wurden durch die Supertiefbohrung auf der Halbinsel Kola (diese lief in den Jahren von 1970 bis 1991) bestätigt. Die Ergebnisse werden in einer wissenschaftlichen Monographie von Jewgeni Alexandrowitsch Koslowski, dem Geologieminister der UdSSR von 1975 bis 1989, vorgestellt. Darin wurde die abiotische Hypothese praktisch bestätigt und ein umfassendes Modell der Entstehung, Migration und Anreicherung von Öl und Gas in der Erdkruste erstellt. Aus diesem Modell ergibt sich logisch ein rationales Schema zur geologischen Einteilung der Erdkruste gemäß ihren Strukturelementen – einer Einteilung in Zonen, die je nach Beschaffenheit mehr oder weniger wahrscheinlich Erdöl und Erdgas tragen können.

Sprich, die Wissenschaft gab uns fundierte Antworten auf die wichtigste Frage: Wo und bis zu welcher Tiefe soll nach diesen Bodenschätzen gebohrt werden?

Während des allumfassenden Übergangs erst der UdSSR, dann Russlands zur Marktwirtschaft lag die Priorität bekanntlich nicht auf der Lösung wissenschaftlicher Probleme, auch nicht der wichtigsten, sondern auf dem Herausschlagen kurzfristiger Vorteile. Dem Geologieministerium der UdSSR misslang es somit in Ermangelung von Mitteln, diese neuesten Erkenntnisse über die Entstehung von Öl und Gas auch umzusetzen – nämlich in ein Arbeitsmodell für geologische Such- und Förderunternehmen. Auch wurde diese Information in der wissenschaftlichen Literatur nach wie vor nicht ausreichend dargestellt, und die Primärstudien sind praktisch verloren gegangen – auch aufgrund der geschlossenen Natur dieser Studien während der Sowjetzeit. Seitdem wurden die wissenschaftlichen Einrichtungen, die diese Studien durchführten, aufgelöst oder haben ihr Profil geändert. Es gibt nur noch vereinzelte Zentren für theoretische Forschung, und Realexperimente an geologischen Objekten werden nicht mehr durchgeführt.


Was uns im Innersten zusammenhält: Russischer Geologe über Struktur der Erde und Erdbebenvorhersage





Was uns im Innersten zusammenhält: Russischer Geologe über Struktur der Erde und Erdbebenvorhersage





Doch noch ist nicht alles verloren: Ein unschätzbar wertvolles Forschungsobjekt bleibt erhalten – das Kernproben-Material der Kola-Supertiefbohrung. Dank der heute moderneren Instrumente und fortschrittlicheren Forschungsmethoden kann die Untersuchung dieser Proben hochinteressante neue Erkenntnisse liefern.

An der Sankt Petersburger Bergbau-Universität zu Ehren der Zarin Katharina II. wurden sowohl organische (Iwan Michailowitsch Gubkin) als auch anorganische (Nikolai Alexandrowitsch Kudrjawzew) Hypothesen zur Entstehung von Kohlenwasserstoffen entwickelt. Die innovative Arbeit der Universitätswissenschaftler trug maßgeblich zur Entstehung des Begriffs "Russische Schule der Erdöl- und Erdgaswissenschaft" in der Weltwissenschaft bei. Heute hat diese älteste technische Universität des Landes die Forschung zur Entstehung von Kohlenwasserstoffen wiederaufgenommen. Theoretische Forschung wird mit einem praktischen Experiment kombiniert – mit zwei supertiefen Bohrungen bis zu einer Tiefe von 9.000 Metern (bis zu 3.000 Meter unter den devonischen Gesteinen) im nordöstlichen Teil der russischen Plattform, der tiefe Verwerfungen aufweist. Dieses für Russlands Volkswirtschaft überaus bedeutende Experiment wurde von Präsident Wladimir Wladimirowitsch Putin unterstützt. Auf der Grundlage eines diesbezüglichen Gutachtens der Russischen Akademie der Wissenschaften wurde das Projekt denn auch von der russischen Regierung genehmigt. Bis zu 90 Prozent der Finanzierung werden aus außerhaushaltlichen Mitteln der Bergbau-Universität Sankt Petersburg stammen.


Russlands erfolgreiche militärtechnische Revolution, Teil I





Analyse

Russlands erfolgreiche militärtechnische Revolution, Teil I






Im Rahmen des Experiments werden verschiedene wissenschaftliche Studien, darunter auch solche der Grundlagenforschung, durchgeführt, um die wichtigsten Parameter und Muster des Einflusses thermodynamischer Prozesse der Erde auf die Entstehung von Öl- und Gasfeldern zu bestimmen. Basierend auf den Ergebnissen dieser Arbeiten soll eine Methodik zur Vorhersage, Suche und Erschließung tiefer Kohlenwasserstoffvorkommen entwickelt werden – anzuwenden vor allem in Regionen mit traditioneller Ölförderung, aber auch über sie hinaus. Das Projekt ist von strategischer Bedeutung für die Wiederherstellung der Ressourcenbasis der russischen Energiewirtschaft sowie der Öl- und Gasbranche.

Zur Koordinierung der Forschung wird an der Universität das Nationale Zentrum "Tiefenmetageologie" eingerichtet. Es ist vorgesehen, dass sich zahlreiche spezialisierte wissenschaftliche Einrichtungen und Ölkonzerne an der Entwicklung dieses Schwerpunktbereichs beteiligen.

Übersetzt aus dem Russischen. Zuerst erschienen bei RIA Nowosti am 16. Juli 2025

Wladimir Stefanowitsch Litwinenko ist ein sowjetischer und russischer BergbauingenieurRektor der Bergbau-Universität Sankt Petersburg (seit 1994) und Spezialist für Brunnenbohrungen nach der Methode des Gesteinsschmelzens.


Mehr zum Thema – Studie: Der innere Kern der Erde könnte eine innere Struktur haben


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Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/vxpxh4qhtfxcuffx/Der_neue_Brennpunkt_Das_Gro_e_Spiel_in_der_Arktisa6l01.mp3 Dauer 17:06 Min.


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20.07.2025

Chinas Vergeltungsmaßnahmen gegen EU-Handelshindernisse

freedert.online, 20 Juli 2025 21:35 Uhr, Von Rainer Rupp

Nach Chinas Entscheidung der vergangenen Woche, den Import medizinischer Geräte aus der EU zu beschränken, rückt die Handelspolitik erneut in den Fokus. Dieser Artikel analysiert die zunehmenden Reaktionen Pekings auf Handelshemmnisse aus der EU seit Anfang 2023.


Quelle: www.globallookpress.com © Xinhua/Peng Ziyang


Der chinesische Außenminister Wang Yi und die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, führen am 2. Juli 2025 in Brüssel, Belgien, die 13. Runde des hochrangigen strategischen Dialogs zwischen China und der EU.


Seit Januar 2023 hat China auf EU-Handelshindernisse mit gezielten Maßnahmen reagiert, darunter Antidumping-Untersuchungen zu Brandy, Schweinefleisch und Milchprodukten, Einschränkungen bei Medizinprodukten und eine Untersuchung zur EU-Verordnung über ausländische Subventionen (FSR). Diese Aktionen sind Chinas Antwort auf EU-Zölle auf Elektrofahrzeuge, auf Beschaffungsbeschränkungen und andere von Brüssel errichtete Handelshemmnisse.

Zugleich vermitteln die chinesischen Maßnahmen gegen die EU, wie Peking wahrscheinlich auf das Vorgehen der USA reagieren wird. Durch die Fokussierung auf sensible Sektoren in EU-Mitgliedsstaaten versucht China, Verhandlungen zu erzwingen, ohne einen umfassenden Handelskrieg auszulösen. Laufende Gespräche deuten auf Deeskalation hin, doch die Gefahr weiterer Vergeltung bleibt, falls die Spannungen eskalieren.

"Rationaler Handelskrieg": Was bringen Trumps 30-prozentige Zölle auf Waren aus der EU und Mexiko?




Analyse

"Rationaler Handelskrieg": Was bringen Trumps 30-prozentige Zölle auf Waren aus der EU und Mexiko?





Dieser Artikel ist ein Versuch, die wichtigsten Vergeltungsmaßnahmen Pekings gegen EU-Handelshemmnisse, die gezielt gegen China aufgebaut wurden, zu analysieren, ihren Kontext aufzuzeigen und die möglichen strategischen Implikationen zu beleuchten. Die EU untersuchte bereits 2023 chinesischen Biodiesel, Zinnstahl im Mai 2024 und Baumaschinen im April 2025, um EU-Industrien zu schützen. China bezeichnet diese Maßnahmen als protektionistisch und reagierte entsprechend.

Chinas wichtigste Vergeltungsmaßnahmen

Antidumping-Untersuchungen gegen EU-Produkte

1. Brandy 

Vor dem Hintergrund der großen EU-Subventionen für die Landwirtschaft leitete China im Januar 2024 eine Antidumping-Untersuchung gegen EU-Brandy ein, die hauptsächlich französische Produkte wie Hennessy betrifft, welche 99,3 Prozent der chinesischen Brandy-Importe (1,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023) ausmachen. Am 9. Oktober 2024 wurden vorläufige Antidumping-Zölle verhängt. Diese Maßnahme war eine direkte Reaktion auf die EU-Antisubventionsuntersuchung zu chinesischen Elektrofahrzeugen (EVs), die im Oktober 2023 begann und im Juli 2024 zu vorläufigen Zöllen von bis zu 37,6 Prozent führte. Frankreich, ein starker Befürworter der EU-Zölle, wurde gezielt ins Visier genommen, zumal die Vertreter der französischen Landwirtschaft eine starke Lobby in Frankreich und bei der EU in Brüssel haben.

2. Schweinefleisch und Nebenprodukte

Die EU-Subventionen für die Landwirtschaft waren ebenfalls der Grund, dass im Juni 2024 China eine Antidumping-Untersuchung zu Schweinefleisch und Nebenprodukten aus der EU startete, die bis Juni 2025 abgeschlossen sein sollte, aber jüngsten Berichten zufolge um sechs Monate verlängert wurde. Die EU exportierte 2023 Schweinefleisch im Wert von 2,5 Milliarden Euro nach China, wobei Spanien (48 Prozent), die Niederlande (18 Prozent), Dänemark (16 Prozent) und Frankreich (11 Prozent) die Hauptlieferanten waren. Besonders Spanien (Schweinefleisch macht 16,1 Prozent der Exporte nach China aus) und Dänemark (7,8 Prozent) sind betroffen. Diese Untersuchung reagiert auf die EU-Zölle auf Elektrofahrzeuge und andere Handelsschutzmaßnahmen. 

3. Milchprodukte und weitere Agrarprodukte

Peking hat gegenüber Brüssel auch Untersuchungen zu EU-Milchprodukten angedeutet, die besonders Länder wie Frankreich und Dänemark treffen würden. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, politisch sensible Sektoren in wichtigen EU-Mitgliedsstaaten unter Druck zu setzen, um Verhandlungen über EV-Zölle zu erzwingen.

Einschränkungen bei EU-Medizinprodukten

Am 7. Juli 2025 kündigte das chinesische Finanzministerium an, staatliche Einkäufe von EU-Medizinprodukten im Wert von über 45 Millionen Yuan (6,3 Millionen US-Dollar) zu beschränken. Zudem wurde der Import von Medizintechnik aus Drittländern verboten, wenn mehr als 50 Prozent der Komponenten aus der EU stammen. Diese Maßnahmen waren eine direkte Antwort auf das Internationale Beschaffungsinstrument der EU (IPI), das chinesischen Unternehmen den Zugang zu EU-Ausschreibungen über 5,7 Millionen Euro einschränkt. Das chinesische Handelsministerium erklärte: "Leider setzt die EU trotz des guten Willens Chinas weiterhin Einschränkungen und protektionistische Barrieren ein", was Peking zu einer Reaktion zwinge.


Diplomatie: Wie Chinas Außenminister Kaja Kallas die geopolitischen Verhältnisse erklärt




Meinung

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Untersuchung zu Handels- und Investitionshemmnissen durch die EU-FSR

Am 9. Januar 2025 stellte das chinesische Handelsministerium (MOFCOM) fest, dass die EU-Verordnung über ausländische Subventionen (FSR), die seit Oktober 2023 in Kraft ist, ein Handels- und Investitionshemmnis darstellt. Die FSR zielt auf Subventionen von Nicht-EU-Ländern ab, die den EU-Markt verzerren, und führte zu über 100 Fusionsprüfungen und 1.000 Ausschreibungen, wobei fünf eingehende Untersuchungen chinesische Unternehmen betrafen. MOFCOM kritisierte die FSR für "De-facto-Diskriminierung" durch selektive Durchsetzung, etwa bei öffentlichen Ausschreibungen und unangekündigten Durchsuchungen. Dies erhöhe Beschaffungskosten, störe Lieferketten und verzögere EU-Projekte im Bereich der grünen Energie. Obwohl keine unmittelbaren Gegenmaßnahmen ergriffen wurden, deutete MOFCOM bilaterale Konsultationen oder Streitbeilegungen an.

Indirekte Maßnahmen im Kontext des US-Handelskriegs

Während China hauptsächlich auf US-Zölle reagierte, beeinflussten diese Gegenmaßnahmen indirekt auch die EU. Am 4. Februar 2025 verhängte China 15 Prozent Zölle auf US-Kohle und Flüssiggas sowie 10 Prozent auf Rohöl und Agrarmaschinen. Am 4. März 2025 folgten Zölle auf US-Agrarprodukte wie Hühnerfleisch, Weizen, Mais und Baumwolle. US-Unternehmen wie PVH Corp. und Illumina wurden auf die "Liste unzuverlässiger Unternehmen" gesetzt, und Exportkontrollen für Metalle wie Wolfram wurden eingeführt. Um der US-Handelsisolierung entgegenzuwirken, strebte China engere Beziehungen zur EU an, etwa durch Gespräche am 10. April 2025 über EV-Preisverpflichtungen und Arbeitsgruppen zu Lieferketten und Agrarprodukten. Gleichzeitig warnte China vor "entschlossenen und reziproken" Maßnahmen, falls die EU die US-geführten Handelsdeals unterstütze, die chinesische Interessen schädigen.

Vermeidung von Vergeltung bei Luxusgütern

Trotz gegenteiliger Befürchtungen hat China noch keine Antidumping-Maßnahmen gegen EU-Luxusgüter wie Hermès oder Dior ergriffen, da solche Maßnahmen schwer im Rahmen des Rechtskodex der Welthandelsorganisation juristisch zu rechtfertigen wären. Denn staatliche Subventionen, zum Beispiel für Hermès oder Dior, gibt es nicht. Der chinesische Luxusmarkt macht 25 Prozent des globalen Marktes aus, was ihn für beide Seiten sensibel macht. Chinas Zurückhaltung zeigt, dass sich Peking strikt an den Rechtsrahmen der WTO hält und eine Eskalation durch illegale Maßnahmen vermeiden will.

China zielt auf politisch sensible Sektoren in der EU. Diese Strategie vermeidet eine umfassende Eskalation, da die EU Chinas zweitgrößter Exportmarkt ist. Deshalb strebt China eine Stärkung der Handelsbeziehungen mit der EU an, um US-Zöllen entgegenzuwirken, wie die Verhandlungen im April 2025 zeigten. Gleichzeitig signalisiert Peking Bereitschaft zu weiteren Vergeltungsmaßnahmen, falls die EU sich zu stark an die USA anlehnt, beziehungsweise mit ihr gemeinsame Sache gegen China machen.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der gegenseitigen Handelshemmnisse halten sich noch in Grenzen. Ein bedeutender Teil der EU-Exporte von Schweinefleisch und Brandy geht zwar nach China. Dessen Abhängigkeit von Schweinefleischimporten liegt bei nur 5 Prozent des Verbrauchs. Das heißt, China setzt die Vergeltung zwar gezielt ein, aber sie ist nicht lähmend und gibt keinen Anlass zur Eskalation. Das schließt jedoch keine zukünftigen Risiken aus. Sollten die EU-Zölle oder -Beschränkungen zunehmen, könnte China weitere Sektoren wie Wein oder Autoteile ins Visier nehmen. Dennoch deuten laufende Verhandlungen auf beiden Seiten auf Deeskalationsbemühungen hin.


Hauptabnehmer chinesischer Exportestatista





























Chinas Außenhandel auf neuem Rekordhoch


CEO der Bank JPMorgan Chase: Europa unterliegt USA und China





CEO der Bank JPMorgan Chase: Europa unterliegt USA und China






Jüngste Nachrichten bestätigen, dass Chinas Gesamtexporte trotz Handelshemmnissen der EU und vor allem der USA im ersten Halbjahr 2025 einen neuen Rekord aufgestellt haben. Laut Asia Times und anderen Medien wuchsen Chinas Exporte im Juni 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Prozent, nach einem Anstieg von 4,8 Prozent im Mai, angetrieben vor allem durch starke Nachfrage aus Nicht-US-Märkten, insbesondere aus Südostasien und Europa. Demnach erreichte Chinas globaler Handel in der ersten Hälfte des Jahres 2025 einen Rekordwert von 2,8 Billionen US-Dollar, mit einem Handelsüberschuss von 586 Milliarden US-Dollar.

Besonders stark stiegen die Exporte nach Südostasien, nämlich um 13 Prozent, mit signifikanten Zuwächsen nach Thailand (22 Prozent), Vietnam (knapp 20 Prozent) und Indien (über 18 Prozent), während der Handel mit Europa um 6,6 Prozent wuchs. Die New York Times stellte fest, dass Chinas Exporte in die USA im Juni ‒ nach einer Mitte Mai vereinbarten Zollpause ‒ leicht anstiegen. Dennoch blieben die Exporte in die USA gedämpft und sanken im Juni 2025 um 16,1 Prozent, während die chinesischen Lieferungen in die südostasiatischen Länder um 16,8 Prozent und in die EU um 7,6 Prozent stiegen. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass Chinas Exportstärke auf der Diversifizierung der Märkte und der Umleitung von Waren über Länder wie Vietnam und Indonesien in die USA beruht.


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Video https://rumble.com/v6v47bb-russland-und-china-haben-sich-stets-fr-alle-vlker-eingesetzt-und-die-unterd.html Dauer 1:51 Min.

Der indonesische Präsident Prabowo Subianto hat am Freitag auf einer Plenarsitzung des Internationalen Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg (SPIEF) erklärt, Russland und China hätten stets prinzipientreue Positionen vertreten und für globale Gerechtigkeit gekämpft.

"In der heutigen Welt, im Globalen Süden – ich denke, viele im Globalen Süden werden mir zustimmen – haben Russland und China nie mit zweierlei Maß gemessen. Russland und China haben immer die Unterdrückten verteidigt, immer an der Seite der Benachteiligten gestanden und sich stets für Gerechtigkeit für alle Völker dieser Welt eingesetzt", sagte der Präsident Indonesiens.

Er fasste die Außenpolitik seines Landes wie folgt zusammen: "Unser Motto lautet: 1.000 Freunde sind zu wenig, ein Feind ist zu viel. Wir wollen mit allen befreundet sein."

Mehr dazu auf unserer Webseite: https://rtde.expert/international/248393-russland-und-indonesien-verabschieden-deklaration/


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20.07.2025

Syrien Israel Trump

aus e-mail von Doris Pumphrey, 20. Juli 2025, 22:14 Uhr


https://www.jungewelt.de/artikel/504401.syrien-al-scharaa-und-netanjahu-einig.html

21.7.2025


*Al-Scharaa und Netanjahu einig

*/Von Karin Leukefeld


/Am Sonnabend ist zum dritten Mal eine Waffenruhe in der südsyrischen

Provinz Suweida verkündet worden, die erneut US-Außenminister Marco

Rubio vermittelt haben soll. Der US-Botschafter in der Türkei, Tom

Barrack, der auch US-Sonderbeauftragter für Syrien und Libanon ist,

teilte mit, der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der

syrische »Interimspräsident« Ahmed Al-Scharaa hätten sich geeinigt, die

Waffen schweigen zu lassen. Bei den einwöchigen Kämpfen sind mehr als

900 Menschen getötet worden. Die Waffenruhe werde von den USA, der

Türkei und Jordanien unterstützt. Auch Paris und London unterstützten

Washingtons Engagement. Barrack rief auf der Plattform X »Drusen,

Beduinen und Sunniten« dazu auf, ihre Waffen niederzulegen und

»gemeinsam mit den anderen Minderheiten eine neue, geeinte syrische

Identität in Frieden und Wohlstand aufzubauen«. Mit »Sunniten« sind

vermutlich arabische Stämme aus Deraa und anderen Landesteilen gemeint,

die am Freitag in die Kämpfe in Suweida eingegriffen hatten.


Letztlich haben sich unter erneuter US-Vermittlung Al-Scharaa und

Netanjahu auf den Plan geeinigt, der im Kern bereits bei dem

Geheimtreffen in Baku eine Woche zuvor mit Israel vereinbart worden war

<https://www.jungewelt.de/artikel/504332.syrien-von-au%C3%9Fen-angeheizt.html?sstr=syrien>.

Vorgesehen ist, dass der Militärrat von Suweida als bewaffnete Gruppe

unter Kontrolle der neuen Machthaber in die Damaskus-Truppen integriert

wird. Anschließend soll der Militärrat in Suweida und ausschließlich

dort als offizielle Ordnungsmacht im Auftrag Al-Scharaas eingesetzt

werden, sowohl unter der Fahne der Drusen als auch der neuen syrischen

Flagge – so können sowohl die Drusen als auch die Machthaber in Damaskus

ihr Gesicht wahren.


Der Aufruf von Barrack an die bewaffneten Gruppen »gemeinsam mit den

anderen Minderheiten eine neue, geeinte syrische Identität« aufzubauen,

bedeutet nichts anderes, als dass Syrien in »Minderheiten« zerteilt und

als souveräner zentral gelenkter Staat geschwächt und zerstört wird. Die

Syrer werden nicht gefragt.


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20.07.2025

Medien: Weißes Haus hält Netanjahu inzwischen für "verrückt"

freedert.online, 20 Juli 2025 21:04 Uhr, 

Washington glaubt, dass Israels Premier Benjamin Netanjahu außer Kontrolle geraten ist und bezeichnete seine Handlungen nach dem Vorfall in Syrien als verrückt, schrieb "Axios". Das Weiße Haus befürchtet, dass dies Donald Trumps Bemühungen um eine diplomatische Lösung behindern könnte.


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(Screenshot)


Quelle: Gettyimages.ru © Andrew Harnik


Israels Premierminister Benjamin Netanjahu


Im Weißen Haus wächst die Verärgerung über das Vorgehen des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu nach den Luftangriffen auf Syrien, schrieb die Nachrichtenagentur Axios unter Berufung auf US-Beamte.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump ist der Ansicht, dass Netanjahu "außer Kontrolle" ist, seine Politik destruktiv wird und die Bemühungen des US-Führers um eine Stabilisierung der Region diskreditieren kann. Ein Beamter des Weißen Hauses sagte:

"Bibi [Benjamin Netanjahu] verhält sich wie ein Verrückter. Er bombardiert ständig alles. Das könnte das untergraben, was Trump zu tun versucht."

Der jüngste israelische Beschuss einer katholischen Kirche in Gaza trug ebenfalls zur Empörung bei. Einem von Axios zitierten Diskussionsteilnehmer zufolge rief Trump Netanjahu danach persönlich an und verlangte eine Erklärung:

"Es scheint, als gäbe es jeden Tag neue Vorfälle. Was zum Teufel ist das?"

Nach Trumps Anruf erklärte Israel den Fehler und drückte sein Bedauern über den Vorfall aus.

Israel begann seine Angriffe in Syrien am 4. Juli inmitten des eskalierenden Konflikts in der arabischen Republik zwischen drusischen Milizen und Beduinen. Die Zusammenstöße finden vor allem in der Stadt as-Suwaida statt. Damaskus beschloss, Truppen in der Stadt zu stationieren, um "Sicherheit und Stabilität" in der Region zu stärken.


Nach brüchiger Waffenruhe: Wiederaufflammen der Gefechte in der drusischen Region in Südsyrien





Nach brüchiger Waffenruhe: Wiederaufflammen der Gefechte in der drusischen Region in Südsyrien





Die Spannungen zwischen der neuen syrischen Regierung und den Drusen sind auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter die Entwaffnung der drusischen Milizen. Die neue syrische Regierung ist bestrebt, die bewaffneten Gruppen unter eine einheitliche Führung zu bringen, doch mit den Drusen wurde keine solche Vereinbarung getroffen: Die Gemeinschaft besteht auf der Beibehaltung ihrer Waffen und unabhängigen Milizen.

Die israelischen Streitkräfte (IDF) begannen am 14. Juli mit Angriffen auf die militärische Infrastruktur der syrischen Armee in as-Suwaida, wobei Stützpunkte, Waffendepots, Panzer und Kampfflugzeuge getroffen wurden. Am nächsten Tag griff die israelische Luftwaffe den Generalstab der syrischen Streitkräfte und die Umgebung des Präsidentenpalastes in Damaskus an. Bei den Angriffen auf die Hauptstadt wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur SANA drei Menschen getötet und 34 weitere verwundet.

Trump hat immer wieder seine Unterstützung für Israel in den dringendsten Situationen zum Ausdruck gebracht. Er hat persönlich den Waffenstillstand zwischen Israel und Iran initiiert und verkündet, indem er sagte, dass beide Seiten an ihn als Vermittler herangetreten seien. Er hat sich auch an der Lösung der Gaza-Krise beteiligt, indem er einen Rahmen für einen Waffenstillstand anbot und Druck auf die Hamas und andere ausübte, um eine Einigung zu erzielen.


Mehr zum Thema – Syrische Regierungstruppen erneut nach Suwaida verlegt: Israel nimmt Beduinenkonvoi ins Visier


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20.07.2025

Condoleezza Rice spricht vom Wendepunkt im Ukraine-Konflikt

freedert.online, 20 Juli 2025 20:06 Uhr

Die ehemalige US-Außenministerin Condoleezza Rice ist der Meinung, dass Donald Trumps Ultimatum ein Wendepunkt in dem Konflikt sei. Es zeige der Ukraine, dass Europa und die USA sich einig darüber seien, Russland aufzuhalten.


Quelle: Gettyimages.ru © Tasos Katopodis/Getty Images


Archivbild: Die ehemalige US-Außenministerin Condoleezza Rice


Das Ultimatum von US-Präsident Donald Trump, die Feindseligkeiten in der Ukraine innerhalb von 50 Tagen einzustellen, sei ein Wendepunkt in dem Konflikt, sagte die ehemalige US-Außenministerin Condoleezza Rice, berichtete The Hill. Sie behauptete:

"Ich denke, die beste Nachricht, die wir dem ukrainischen Volk geben können, ist, dass die Vereinigten Staaten und Europa endlich zu einem Konsens gekommen sind: [Der russische Präsident] Wladimir Putin kann nicht mit Worten gestoppt werden. Er kann nur gestoppt werden, wenn er selbst erkennt, dass er nicht mehr weitermachen kann."

Rice räumte ein, dass China und Indien, denen die USA mit Sekundärsanktionen gedroht haben, sich fragen könnten, "ob sich dieser Rabatt auf russisches Öl wirklich lohnt".


Nicht alle Europäer wollen den US-amerikanischen Militär-Industrie-Komplex finanzieren




Meinung

Nicht alle Europäer wollen den US-amerikanischen Militär-Industrie-Komplex finanzieren






Trump hatte am 14. Juli damit gedroht, innerhalb von 50 Tagen 100-prozentige Zölle gegen Russland und seine Handelspartner zu verhängen, falls es keine Fortschritte bei den Gesprächen zur Beendigung der Feindseligkeiten gebe.

Der Kreml erklärte, er werde Trumps "ernsthafte" Äußerungen prüfen, und betonte, Kiew nehme die in Washington getroffenen Entscheidungen "nicht als Signal für den Frieden, sondern als Signal für die Fortsetzung des Krieges" wahr.

Präsident Wladimir Putin hat wiederholt betont, auch während eines jüngsten Gesprächs mit Trump, dass Russland weiterhin nach Wegen zur Lösung des Konflikts sucht und bereit ist, die Verhandlungen mit der Ukraine fortzusetzen. Gleichzeitig betonte er, dass Russland nicht die Absicht habe, seine Ziele aufzugeben.


Mehr zum Thema – NATO-Oberbefehlshaber: Russland wird auch nach Kriegsende eine "ständige Bedrohung" bleiben


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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

Info: https://freedert.online/international/251196-condoleezza-rice-spricht-vom-wendepunkt/


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20.07.2025

Gekaufte Demonstranten – Das Geschäft mit "Menschenmengen auf Bestellung"

freedert.online, 20 Juli 2025 17:17 Uhr, Von Robert Bridge 

Das Unternehmen "Menschenmengen auf Bestellung" rekrutiert und verkauft Demonstranten. Der Leiter einer Aktivistengruppe berichtet, ihm seien mehrere Millionen Dollar für die Rekrutierung von Anti-Trump-Demonstrationen angeboten worden.


Quelle: www.globallookpress.com © Susan Stava / Keystone Press Agency


"No Kings"-Protest in den USA, New York, 14. Juni 2025


Es ist vielleicht gar nicht so überraschend, aber wenn Sie das nächste Mal einen Protest in einer amerikanischen Stadt sehen, ist dieser möglicherweise nicht so spontan und hausgemacht, wie es scheint. Tatsächlich sind viele der jungen rebellischen Gesichter in der Menge bezahlte Schauspieler. Sie erhalten ihr Gehalt im Auftrag sehr reicher Personen, die das politische System der USA manipulieren wollen.


Proteste in Serbien: Demonstranten blockieren Straßen und Kreuzungen in Belgrad





Proteste in Serbien: Demonstranten blockieren Straßen und Kreuzungen in Belgrad






Hier kommt Adam Swart ins Spiel, der CEO und Gründer von Crowds on Demand (CoD) (Menschenmengen auf Bestellung). Auf seiner Website findet sich eine lange Liste von Dienstleistungen, die jeder politischen Bewegung die nötige Schubkraft verleihen, um an Fahrt zu gewinnen. Dort preist das Unternehmen an: 

"Wenn Sie Demonstranten brauchen, können wir eine Menschenmenge auf die Straße bringen, manchmal innerhalb von 24 Stunden. Sollten Sie Redner für eine Stadtratssitzung benötigen, können wir talentierte und sprachgewandte Personen vermitteln, die sich für die Sache einsetzen. Wir verfügen auch über ein engagiertes Team von Telefonberatern, die in Kongressbüros anrufen und Regierungsvertreter davon überzeugen können, Ihr Anliegen zu unterstützen und Ihnen zu helfen, Widerstände zu überwinden. Falls Sie viele Briefe und E-Mails von Wählern brauchen, verfügen wir über ein Netzwerk von Zehntausenden Personen im ganzen Land, die gut formulierte Wählerbriefe an ihre Abgeordneten schicken können."

"Wir sind die ultimative Guerilla-Lobbying- und Regierungspromotions-Firma", heißt es auf der Website plakativ.

Zuletzt gab Swart bereitwillig Auskunft darüber, dass seiner Öffentlichkeitsarbeitsfirma ein lukrativer Vertrag zur Unterstützung einer von den Demokraten unterstützten Kampagne angeboten wurde. In einem Interview mit Brian Entin von NewsNation erklärte er: "Interessenten, die mit den Organisatoren der Bewegung des 17. Juli verbunden sind, sind an uns herangetreten. Tatsächlich haben wir ein Angebot abgelehnt, das wahrscheinlich etwa 20 Millionen Dollar wert ist."

Am 17. Juli fanden im ganzen Land Proteste gegen die Trump-Regierung statt, die von der linken Organisation Good Trouble Lives On (guter Ärger lebt weiter) organisiert wurden. Am 17. Juli jährte sich zum fünften Mal der Todestag des ehemaligen demokratischen Abgeordneten John Lewis. Er war ein Anführer der Bürgerrechtsbewegung und bezeichnete die Proteste als "good trouble" ("guter Ärger").


40 Prozent der US-Amerikaner rechnen mit Bürgerkrieg im kommenden Jahrzehnt





40 Prozent der US-Amerikaner rechnen mit Bürgerkrieg im kommenden Jahrzehnt






Warum also hat Swart das millionenschwere Angebot für die Ausrichtung der Veranstaltung am 17. Juli abgelehnt? Schließlich vermuten einige Trump-Anhänger, dass CoD eine wichtige Rolle bei den äußerst erfolgreichen "No Kings Day"-Protesten gespielt hat. Daran sollen mehr als fünf Millionen Menschen in mehr als 2.100 US-Städten und -Gemeinden teilgenommen haben. Somit handelte es sich vermutlich um die größte eintägige Demonstration in der Geschichte der USA.

Nach Ansicht rechter Kreise wird die Zahl der Trump-Gegner routinemäßig durch von Swarts Unternehmen angeheuerte Agenten verstärkt. Zwar bestreitet CoD jede Beteiligung an No Kings, doch allein die Vorstellung, dass ein PR-Unternehmen legal als treibende Kraft einer Protestbewegung existieren könnte, ist äußerst beunruhigend (es ist sehr schwierig, genau festzustellen, welche Gruppen CoD unterstützt. Die Mitarbeiter sind gezwungen, zum Schutz der Anonymität der Kunden Geheimhaltungserklärungen zu unterzeichnen).

In Bezug auf den "Good Trouble Lives On"-Protest gibt Swart die Ablehnung des Angebots zu. Die Demonstrationen würden "uns alle in ein schlechtes Licht rücken", da 1.500 geplante Veranstaltungen im ganzen Land das Potenzial hätten, "gewalttätig zu werden". Swart zufolge würde er keine Aktivisten anheuern, wenn "es sich um illegale Aktivitäten handelt … Wir beteiligen uns an keiner Form von illegalen Aktivitäten – natürlich keine Gewalt, kein Vandalismus und kein Blockieren von Straßen ohne Genehmigung."

Während man Swart dafür applaudieren sollte, dass er ein Vermögen abgelehnt hat, um den politischen Prozess in den USA transparent und sicher zu halten, arbeiten andere große Akteure nicht mit einem ähnlichen moralischen Kompass. Nehmen wir zum Beispiel George Soros und seine Open Society Foundation.


Mit Geldern von Soros: ZDF schwingt Nazi-Keule gegen BSW





Mit Geldern von Soros: ZDF schwingt Nazi-Keule gegen BSW






Letzten Sommer erreichten die Anti-Israel-Proteste an den amerikanischen Universitäten ihren Höhepunkt. Zu der Zeit erklärte der US-Anwalt Alan Dershowitz gegenüber Fox News, dass von Soros finanzierte Organisationen und andere die Anti-Israel-Bewegungen mitfinanzieren. Dershowitz sagte:

"Es steht außer Frage, dass es Organisationen gibt, die von George Soros und den Rockefeller-Brüdern finanziert werden. Nehmen Sie zum Beispiel 'Jewish Voice for Peace'. Sie steckt hinter vielen dieser Demonstrationen. Sie sind nicht jüdisch und sie wollen keinen Frieden. Es ist eine falsche Organisation. Es ist eine altmodische Gruppe von Kommunisten und Anarchisten, die die Regierung der Vereinigten Staaten stürzen wollen … Diese Organisationen werden von Soros und anderen Organisationen finanziert, die dabei helfen, diese nützlichen Idioten zu Demonstranten und schließlich zu Terroristen zu machen."

Um auf die Demokraten zurückzukommen: Allein der Akt des Astroturfing im politischen System der USA deutet stark darauf hin, dass Trumps MAGA eine klare und gegenwärtige Gefahr für die Liberalen darstellt (Anmerkung der Übersetzerin: Beim sogenannten Astroturfing handelt es sich um eine PR-Taktik. Eine politische Bewegung, die so aussehen soll, als sei sie spontan aus der Gesellschaft entstanden, wird in Wirklichkeit von einer Organisation gesteuert und finanziert). An diesem Punkt sind die Demokraten praktisch gezwungen, Leuten einen Mindestlohn zu zahlen, um gegen Trump zu mobilisieren. Noch schlimmer als eine zerrüttete Partei ist eine Partei, der es offensichtlich an Unterstützung von der Basis fehlt und die gezwungen ist, das politische System zu manipulieren.

Robert Bridge ist ein amerikanischer Schriftsteller und Journalist. Er ist der Autor von "Midnight in the American Empire". Darin beschreibt er, wie Konzerne und ihre politischen Diener den amerikanischen Traum zerstören.


Mehr zum Thema - Deutsche NGOs: Zivilgesellschaft? Von wegen!


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Video https://rumble.com/v6wdoem-an-der-realitt-vorbei-merz-zieht-positive-bilanz-experten-widersprechen.html Dauer 6:35 Min.


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20.07.2025

Nachrichten von Pressenza: Illegale Besatzung, Völkermord und wirtschaftliche Überlegungen zur Situation in Palästina (Teil I)

aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 20. Juli 2025, 7:30 Uhr


Nachrichten von Pressenza - 20.07.2025


Illegale Besatzung, Völkermord und wirtschaftliche Überlegungen zur Situation in Palästina (Teil I)


Datum der Veröffentlichung: 9. Juli 2025 Im Januar 2024 bestätigte der IGH die Plausibilität des Völkermords in Gaza. Nach den vorläufigen Maßnahmen des Gerichtshofs bestätigte eine Reihe von Berichten unabhängiger UN-Einrichtungen und führender internationaler Organisationen des Weiteren, dass ein Völkermord&hellip;

https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/07/illegale-besatzung-voelkermord-und-wirtschaftliche-ueberlegungen-zur-situation-in-palaestina-teil-i/


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Raketen so groß wie Busse: Ein Tag im Israel-Iran-Krieg voller Schmerz, Leid und Furcht


Valérie G. Topf liefert einen Bericht aus erster Hand über den Israel-Iran-Krieg. Sie sieht sich als Spielfigur in einem brutalen Spiel von: Wer hat den größeren? 00:21 Uhr Ich werde aus dem Schlaf gerissen, als der Alarm auf meinem Telefon&hellip;

https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/07/raketen-so-gross-wie-busse-ein-tag-im-israel-iran-krieg-voller-schmerz-leid-und-furcht/


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Kurdistan &#8211; Die geplatzte Blase eines Minderheitstraums &#8230;


&#8222;Staaten haben keine Freunde, nur Interessen.&#8220; (Charles de Gaulle zugesprochen) &#8222;Keine Freunde außer den Bergen&#8220; (verbreitete kurdische Redewendung) Das Charles de Gaulle zugeschriebene Zitat gilt es in jegliche Erwägungen einzubeziehen, die das politische Denken und Handeln staatlicher Akteure bewerten. Es&hellip;

https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/07/kurdistan-die-geplatzte-blase-eines-minderheitstraums/


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80 Jahre nach Hiroshima: Für eine Zukunft ohne Atomwaffen


Aktionswoche vom 6. &#8211; 9. August 2025 in Cochem und Büchel Zum Gedenken an den Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki vor 80 Jahren veranstalten Quäker*innen und Mitglieder des Versöhnungsbundes vom 6. &#8211; 9. August 2025 eine Aktionswoche. Angesichts&hellip;

https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/07/80-jahre-nach-hiroshima-fuer-eine-zukunft-ohne-atomwaffen/


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Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


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20.07.2025

Zahltag in Brüssel, Chaostage in Berlin – und Schicksalswochen in Kiew

lostineu.eu, vom 19. Juli 2025

Die Watchlist EUropa vom 19. Juli 2025 – heute mit der Wochenchronik.

In der vergangenen Woche drehte sich in Brüssel alles ums Geld. Erst hat US-Präsident Trump gedroht, einen pauschalen Zoll von 30 Prozent auf alle Exporte aus der EU zu erheben. Das käme einem “Handelsverbot” gleich, hieß es in Brüssel – doch Gegenwehr blieb wieder einmal aus.

Dann wurde bekannt, dass Kanzler Merz und Nato-Generalsekretär Rutte einen “Deal” mit Trump eingefädelt haben: US-Waffen für die Ukraine gegen Geld aus EUropa. “Die Europäer zahlen, zu 100 Prozent”, jubelte der MAGA-Mann. Was das genau bedeutet, blieb offen.

Dänemark, die Niederlande und vielleicht auch Schweden wollen sich an diesem dubiosen Geschäft beteiligen, Frankreich und Italien sagten Nein. Bleibt die Rechnung also an Deutschland hängen? Merz hat offenbar schon zugesagt, zwei “Patriots” für zwei Mrd. Euro anzuschaffen.

Merz öffnet Büchse der Pandora

Wenn nicht alles täuscht, hat Merz damit die Büchse der Pandora geöffnet. Er hat Trump aus der Verantwortung für Europa und die Ukraine entlassen und ein System etabliert, das an Schutzgeld-Erpressung erinnert und EUropa in eine fatale Abhängigkeit führt. Doch niemand protestierte.

Anders sieht das beim Entwurf für das neue Sieben-Jahres-Budget der EU aus. Hier ging sogar Merz auf die Barrikaden, nachdem seine Parteifreundin, Kommissionspräsidentin von der Leyen, zwei Billionen Euro für die Brüsseler Kasse gefordert hatte.

Das ist zwar nicht ganz so viel wie es aussieht – ohne Inflation bleiben noch 1,7 Billionen, ohne Schuldendienst (für den Corona-Aufbaufonds) wird der Haushalt im Vergleich zum aktuellen Budget kaum ansteigen. Nur für Rüstung, Migration und die Ukraine gibt es mehr Geld.

Teuerste Woche der Geschichte

Dennoch dürfen wir uns auf eine harte Budgetschlacht einstellen, denn die Kassen sind leer. Auch daran sind Merz und von der Leyen nicht unschuldig. Sie haben den Weg für eine massive, schuldenfinanzierte Aufrüstung geebnet, die nun zulasten anderer Aufgaben geht.

Als wenn das alles nicht schon genug wäre, hat die EU dann auch noch neue Sanktionen verabschiedet, die den Zugang zu günstigem Gas und Öl aus Russland endgültig abschneiden und Nord Stream ein für alle Mal “ausschalten” werden. Ein teures Eigentor!

Alles in allem war dies die teuerste Woche der EU-Geschichte, die Summe der Belastungen ist noch gar nicht abzusehen. Klar ist nur, dass die exorbitanten Kosten dem Krieg um die Ukraine und der unglaublichen Nachgiebigkeit gegenüber Trump geschuldet sind…

Mehr zum Budgetstreit in der “taz”

Was war noch?

  • Chaostage in Berlin. Institutionelle Krise oder Kulturkampf? Die Hauptstadt-Medien sind sich nicht ganz sicher, wie sie die Chaostage in Berlin bewerten sollen. Fest steht, dass der Streit um die SPD-Kandidatin Brosius-Gersdorf für das Bundesverfassungsgericht die Regierung in ihre erste Krise gestürzt hat. Der Stimmungsaufschwung, den Kanzler Merz zur Sommerpause versprochen hatte, ähnelt eher einer Depression. Europapolitisch hat er auch nicht viel vorzuweisen, sieht man von seinen sündhaft teuren Rüstungsprogrammen ab (siehe oben).
  • Schicksalstage in Kiew. Wie lange hält die Ukraine im Krieg gegen Russland noch durch? Ist Präsident Selenskyj endgültig zum Autokraten mutiert? Und was bringt der Regierungswechsel, den er angeordnet hat? Das sind die Fragen, die sich vor allem angelsächsische Medien stellen. In Deutschland hingegen tut man so, als habe sich die Lage dank deutscher Hilfe verbessert. Wie dem auch sei – das Schicksal der Ukraine dürfte sich in den nächsten Tagen und Wochen entscheiden…
  • Berlin und Paris umwerben London. Neun Jahre nach dem Brexit-Referendum wird Großbritannien von Deutschland und Frankreich umworben. Nach einem Staatsbesuch von Präsident Macron in London gab es auch noch ein Gipfeltreffen mit Kanzler Merz. Dabei wurde ein Vertrag unterzeichnet, der auch gegenseitigen militärischen Beistand zusagt. Hoffentlich muß die Beistandsklausel nie angewendet werden…

Mehr Newsletter hier. Dies ist die letzte Wochenchronik vor der Sommerpause. Weiter geht’s am 23. August. Schöne Ferien!

Die meistgelesenen Beiträge der Woche:

Merz bei Trump
Merz führt EUropa in eine fatale Abhängigkeit von Trump 16. Juli 2025

Der US-Präsident lässt sich Waffen für die Ukraine bezahlen – und Deutschland schreit Hurra. Mit Unabhängigkeit hat das nichts zu tun, umso mehr mit Vasallentum. – Ein Kommentar.

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Gaza before after

Deutschland verhindert erneut Israel-Sanktionen – Spanien schert aus 15. Juli 2025

Die EU kann sich trotz der anhaltenden Massaker in Gaza nicht auf Sanktionen gegen Israel einigen. Erneut steht Deutschland auf der Bremse. Spanien sucht nun andere Wegeaußerhalb EUropas.

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Donald Trump

Kein Deal mit Trump: Statt 20 Prozent Zoll drohen nun 30 13. Juli 2025

Als US-Präsident Trump seinen Handelskrieg im April eröffnet hat, wollte er der EU einen Zoll von 20 Prozent aufbrummen. Nun sind es 30 Prozent – die EUropäer sind auf ganzer Linie gescheitert.

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‹ Nato, EU und UK drohen Russland

3 Comments

  1. Guido B.
    19. Juli 2025 @ 14:25

    Schöne Ferien, ebo!
    Und danke für die kritische und kompetente Berichterstattung!

Antworten

  • ebo
    19. Juli 2025 @ 15:36

    Danke, ebenso!
    Der Blog geht allerdings weiter, wenn auch im Urlaubstempo ????

    Antworten

    • Monika
      19. Juli 2025 @ 22:55

      Mach doch einfach WIRKLICH Urlaub! Die Welt dreht sich weiter und vielleicht gibt es „zur Belohnung“ nach 3 Wochen Abstinenz von der BERICHTERSTATTUNG zur Weltlage ein paar neue Ein- oder Ansichten zum dann vorgefundenen Weltscreenshot.
      Wir bleiben dir eh an der Backe kleben, weil bei Dir noch so etwas wie „Hirn“ zu orten ist….Sei mutig und gib Dir eine echte Auszeit.

Was sagen Sie dazu?

Info: https://lostineu.eu/zahltag-in-bruessel-chaostage-in-berlin-und-schicksalstage-in-kiew/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

20.07.2025

Das Schreckgespenst einer russischen Invasion

freedert.online, 20 Juli 2025 12:38 Uhr, Von Wolfgang Bittner 

Ein Auszug aus dem Buch "Geopolitik im Überblick": die deutsche Politik kompensiert die schrumpfende Wirtschaftsmacht mit Aufrüstung und Erzählungen von der "russischen Gefahr". Fakten, die das begründen, sucht man vergeblich.


Das Schreckgespenst einer russischen Invasion© mit KI erstellt


Deutschland soll "kriegstüchtig" werden, und die Berliner Regierung hat astronomische Ausgaben für die Aufrüstung bereitgestellt. Denn angeblich will Russland nach der Ukraine Westeuropa erobern, auch wenn es dafür keinerlei Belege gibt und Putin solche Absichten niemals geäußert hat. Trotzdem wird in einem Maße hochgerüstet, dass inzwischen ein dritter Weltkrieg nicht mehr auszuschließen ist. Was aber zur gegenwärtigen prekären Lage geführt hat, scheint weder die Politik noch die meisten Medien zu interessieren. Hat Russland durch den Einmarsch in die Ukraine tatsächlich die "friedliche europäische Sicherheitsarchitektur" zerstört? Gab es nicht eine Vorgeschichte, die schlicht verschwiegen wird? Während Deutschland auf den wirtschaftlichen Ruin zusteuert, will Kanzler Friedrich Merz die Führung in der Russland herausfordernden NATO übernehmen. Gegen diese destruktive Politik regt sich kaum Widerstand, ebenso wenig gegen die übermäßige Reglementierung, Digitalisierung und Überwachung, den Weg nicht nur Deutschlands in den Totalitarismus. Wie aber steht es um die deutsche Souveränität? Und welche Folgen wird die sich global abzeichnende Verschiebung der Machtverhältnisse haben, nachdem sich viele Staaten der Dominanz der USA entziehen? Fragen, die auf den Nägeln brennen und die es zu beantworten gilt.

Nachfolgend ein Auszug aus dem Buch Geopolitik im Überblick – Erscheinungsdatum: 28. Juli 2025

Während die Wirtschaft der Exportnation Deutschland ruiniert wird, hat im März 2025 die Mehrheit der im Bundestag vertretenen Parteien der deutschen Bevölkerung eine ungeheure Schuldenlast aufgebürdet. Am 18. März, wenige Wochen vor dem ersten Zusammentritt des neuen Parlaments, also in einer Übergangszeit, beschloss der Deutsche Bundestag nach einer kontroversen Debatte eine Änderung des Grundgesetzes und die Bewilligung einer Kreditaufnahme von etwa einer Billion Euro, verschlüsselt als "Sondervermögen" und "Aussetzung der Schuldenbremse". 

Beispiellose Hochrüstung

Dazu bedurfte es einer Zweidrittelmehrheit, die es im neuen Bundestag nicht mehr gegeben hätte. Die Eile, mit der sich die Befürworter dieser "Kriegskredite" innerhalb weniger Tage verständigten, kann als böses Omen für die Zukunft gelten. Beschlossen wurde ein Sondervermögen von 500 Milliarden Euro für Investitionen in die marode Infrastruktur und zur Erreichung der Klimaneutralität bis zum Jahr 2045. Dafür musste das Grundgesetz geändert werden – neu ins Grundgesetz aufgenommen wurde der Artikel 143h.


Bundespräsident Steinmeier fordert allgemeine Wehrpflicht – Im Krieg braucht man mehr Soldaten





Bundespräsident Steinmeier fordert allgemeine Wehrpflicht – Im Krieg braucht man mehr Soldaten





Angeblich ist diese astronomische Summe vor allem für das Verkehrs- und Energienetz, Bildungseinrichtungen, Krankenhäuser, Digitalisierung sowie den Ausbau und den Betrieb von Schulen und Kindergärten vorgesehen. Dass aber auch die Straßen und Brücken von West nach Ost "panzerfest" für die Durchleitung von schwerem Militärgerät gemacht werden sollen, wird verschwiegen.

Des Weiteren wurde beschlossen, dass die Militärausgaben nicht mehr von der zuvor im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse begrenzt werden, die vorsah, dass im Haushalt der Bundesrepublik Einnahmen und Ausgaben grundsätzlich ohne Kreditaufnahmen auszugleichen seien. Künftig werden also unbegrenzte Ausgaben für die Vorbereitung auf einen Krieg möglich sein. Das ist eine Ungeheuerlichkeit, denn die Bevölkerung wird das bezahlen müssen; inzwischen ist von über 500 Milliarden Euro die Rede. Aber wenn man im Frühjahr 2025 auf der Straße jemanden fragt, bekommt man zur Antwort: "Es wird wohl nötig sein, die Russen wollen uns ja angreifen." Kriegsgeschrei allerorten, es ist zum Weinen.

Der seinerzeit designierte Bundeskanzler Friedrich Merz, der im Wahlkampf versprochen hatte, dass die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse eingehalten werde, und nun sein Versprechen brach, hielt vor der Abstimmung eine bösartige antirussische Rede, in der er faktenwidrig behauptete, Russland führe bereits Krieg gegen Deutschland: "Es ist ein Krieg gegen unser Land, der täglich stattfindet, mit Angriffen auf unsere Datennetze, mit der Zerstörung von Versorgungsleitungen, mit Brandanschlägen, mit Auftragsmorden … Verteidigungsminister Boris Pistorius, bekannt für seine kriegstreiberischen Äußerungen, warnte: "Wir dürfen keine Zeit verlieren … Wer heute zaudert, wer sich heute nicht traut … der verleugnet die Realität."


Kriegsertüchtigung: Berlin will Krankenhäuser auf "Verteidigungsfall" vorbereiten





Kriegsertüchtigung: Berlin will Krankenhäuser auf "Verteidigungsfall" vorbereiten






Nur wenig Beifall erhielt die Co-Vorsitzende des BSW, Sahra Wagenknecht, die den Befürwortern der "Kriegskredite" vorhielt: "Früher war die Bundesrepublik ein wirtschaftspolitischer Riese, der sich außenpolitisch zurückhielt und deshalb internationales Ansehen genoss. Heute ist Deutschland auf dem Weg zum wirtschaftlichen Zwerg, und die dafür verantwortlichen Politiker kompensieren ihre Unfähigkeit durch außenpolitische Großmannssucht und beispiellose Hochrüstung." 512 Abgeordnete von SPD, CDU/CSU und Bündnis 90/Die Grünen stimmten für das Schuldenpaket, 206 der übrigen Parteien dagegen.

Die Aufhebung beziehungsweise Lockerung der Schuldenbremse fand Zustimmung selbst beim Deutschen Gewerkschaftsbund, der wie folgt argumentierte: "Deutschland spart sich kaputt. Ein wesentlicher Grund dafür ist die Schuldenbremse. Sie verhindert Investitionen in die öffentliche Infrastruktur und den Klimaschutz, die für unsere Zukunft wichtig sind. Deshalb ist es gut, dass Union und SPD angekündigt haben, die Schuldenbremse zu lockern und ein Sondervermögen für Investitionen zu schaffen." Kein Wort zu Hochrüstung, Sanktionspolitik und Hetze, was nach den bisherigen Erfahrungen mit der Gewerkschaft auch nicht verwundert.

Ein konstruiertes Bedrohungsszenarium

Dass für das Militär wahnwitzige Milliardenbeträge veranschlagt werden, wird mit angeblichen imperialistischen Bestrebungen Russlands begründet. Unterstellt wird, die baltischen Staaten und Polen seien bedroht und im Übrigen ganz Westeuropa. Russland bereite sich nach seinem "brutalen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine darauf vor, die NATO anzugreifen. An vorderster Front stehen Politiker wie Johann Wadephul (CDU), Roderich Kiesewetter (CDU), Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Lars Klingbeil (SPD) oder Anton Hofreiter (Bündnis 90/Die Grünen).


Kanzler Merz am Ende der Diplomatie





Meinung

Kanzler Merz am Ende der Diplomatie






Aber auch andere in den USA im "Yale World Fellows Program" oder im "Global Young Leaders"-Progamm des Weltwirtschaftsforums als globale Führungskräfte geschulte Politiker warnen gebetsmühlenartig vor der Gefahr einer russischen Invasion, zum Beispiel die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaité, die estnische Ex-Premierministerin Kaja Kallas und der lettische Präsident Edgars Rinkēvičs, der ein Studium an der Dwight D. Eisenhower School for National Security and Resource Strategy, einer militärischen Bildungseinrichtung der USA, absolviert hat.

Litauen hat 2,87, Estland 1,37, Lettland 1,87 Millionen Einwohner, aber ihre Vertreter stehen in der EU in vorderster Propagandafront gegen Russland. Dass in diesen Ländern die russischsprachige Minderheit unterdrückt wird, entwickelt sich zu einem immer größeren Problem. Dass die extrem russophobe Kaja Kallas 2024 EU-Außenbeauftragte und Vizepräsidentin in der EU-Kommission wurde, ist ein Skandal und kann als Beweis für die Einflussnahme antirussischer Kreise in Washington und Brüssel gelten.

Für die Behauptungen, Russland wolle Westeuropa angreifen, gibt es keinerlei Beweise. Es handelt sich um reine Propaganda, mit der ein Bedrohungsszenarium konstruiert wird, unterstützt mit Aussagen von sogenannten Experten und ideologisch vereinnahmten Wissenschaftlern, die in den Nachrichtensendungen und Talkshows das große Wort führen. Der Ukraine-Krieg soll bis zum letzten Ukrainer fortgesetzt werden, um Russland weiter zu schwächen. Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Bruno Kahl, hat die Bedrohungslüge am 8. März 2025 nochmals bekräftigt: "Ein frühes Kriegsende in der Ukraine befähigt die Russen, ihre Energie dort einzusetzen, wo sie sie eigentlich haben wollen, nämlich gegen Europa." Die Hetze nimmt kein Ende.


Pistorius: Deutsche Soldaten wieder zum Töten von Russen bereit





Meinung

Pistorius: Deutsche Soldaten wieder zum Töten von Russen bereit





In seiner Regierungserklärung am 14. Mai 2025, in der Friedrich Merz wiederholt die von Russland ausgehende Gefahr beschwor, versprach er: "Die Bundesregierung wird zukünftig alle finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, die die Bundeswehr braucht, um konventionell zur stärksten Armee Europas zu werden." Anscheinend ist ihm entgangen, dass er sich mit dieser Aussage in Konkurrenz zum polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk befindet, der beabsichtigt, die polnische Armee zur größten Europas aufzurüsten.

Statt abzurüsten, was vernünftig und nötig wäre, wird aufgerüstet und die Ukraine mit Waffen beliefert. Eine von dieser offiziellen deutschen Politik abweichende Ansicht vertrat der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder in einem Interview am 29. Dezember 2024: Man müsse darüber nachdenken, ob "Waffenlieferungen allein und die militärische Unterstützung der Ukraine" das Richtige seien. Denn der Ukraine-Krieg sei militärisch "kaum zu beenden", weil Russland nicht dazu gezwungen werden könne. Außerdem sei der Krieg "durch Europa allein nicht zu beenden", dazu bedürfe es der USA. Schröder plädierte für Friedensverhandlungen und Abrüstung.

Das kam den Ex-Kanzler teuer zu stehen, wie sich schon bald zeigte. Die Sparkasse Hannover blockierte Überweisungen der Nord Stream 2 AG aus der Schweiz, bei der Schröder Vorsitzender des Verwaltungsrates ist. Sie begründete ihre Maßnahme mit der Sorge vor Strafmaßnahmen wegen Verstoßes gegen Sanktionen. Zwar steht Schröder nicht auf einer Sanktionsliste, aber die Nord Stream 2 AG ist eine Tochtergesellschaft des sanktionierten russischen Gaskonzerns Gazprom. Es wird vermutet, dass die Zurückweisung der Zahlungen auf Druck des Hannoverschen Oberbürgermeisters Belit Onay (Bündnis 90/Die Grünen) erfolgt sein könnte, der seit Juni 2025 Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hannover ist. In den Medien wurde der Vorgang allgemein begrüßt. Die Titelzeile in der Bild-Zeitung lautete: "Sparkasse sperrt Schröders Konto für Russen-Geld."

Der Schriftsteller und Publizist Dr. jur. Wolfgang Bittner lebt in Göttingen. Er hat über 80 Bücher veröffentlicht, u.a. "Der neue West-Ost-Konflikt. Inszenierung einer Krise" (2021), "Deutschland – verraten und verkauft" (2021), "Ausnahmezustand. Geopolitische Einsichten und Analysen unter Berücksichtigung des Ukraine-Konflikts" (2023) sowie den Roman "Die Heimat, der Krieg und der Goldene Westen" (2019). Der vorstehende Beitrag ist ein Auszug aus dem Buch "Geopolitik im Überblick. Deutschland-USA-EU-Russland", das am 28. Juli im Verlag Hintergrund in der Reihe WISSEN KOMPAKT erscheint.


Mehr zum Thema - Kreml antwortet auf Pistorius: Deutschland wird wieder gefährlich


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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

20.07.2025

EU-Sanktionen gegen Russland: Indien prangert westliche Doppelmoral an

freedert.online, 20 Juli 2025 07:00 Uhr

Die EU weicht von ihrer bisherigen Praxis ab und verhängt nun auch Sanktionen gegen Drittstaaten. Indien beschwert sich über diese Praktik. Im Fokus der Sanktionen stehen der Transport und die Verarbeitung russischen Rohöls.


EU-Sanktionen gegen Russland: Indien prangert westliche Doppelmoral an© Nayara Energy


Nayara Energy



Indien hat sich entschieden von der jüngsten Sanktionsrunde der EU distanziert. Die Sanktionen richten sich nicht nur gegen Russland, sondern indirekt auch gegen Indiens eigene Interessen.

In einer Erklärung vom Freitag teilte das indische Außenministerium mit, dass Neu-Delhi "keine einseitigen Sanktionsmaßnahmen unterstützt". Weiter heißt es, Indien sei ein "verantwortungsvoller Akteur" im globalen Energiesektor.

"Wir betonen, dass es keine Doppelmoral geben darf, insbesondere nicht im Energiehandel", erklärte der Sprecher des Ministeriums.


EU sanktioniert Indiens zweitgrößte Raffinerie





EU sanktioniert Indiens zweitgrößte Raffinerie







Die Äußerungen beziehen sich auf das gestern verhängte 18. Sanktionspaket Brüssels gegen Russland. Die jüngsten Maßnahmen zielen darauf ab, die Einnahmen Russlands aus dem Ölsektor zu drosseln – unter anderem verhängte die EU ein Importverbot für raffinierte Erdölprodukte aus russischem Rohöl.

Die Maßnahmen richteten sich auch gegen Indiens zweitgrößte private Raffinerie – die Vadinar-Anlage von Nayara Energy in Gujarat.

"Zum ersten Mal benennen wir ein Flaggenregister und die größte Rosneft-Raffinerie in Indien", verkündete die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas auf dem Kurznachrichtendienst X.

Durch die Verhängung von Sanktionen gegen das indische Flaggenregister – die offizielle Liste aller Schiffe, die unter der Flagge eines Landes fahren – kann die EU jedes unter indischer Flagge fahrende Schiff für den Transport russischen Öls bestrafen.

Die von Kallas genannte Raffinerie, die jährlich bis zu 20 Millionen Tonnen verarbeitet, gehört Nayara Energy, einem indisch-russischen Privatunternehmen, an dem Rosneft einen Anteil von 49 Prozent hält.

Das von Rosneft geführte Unternehmenskonsortium hatte die Raffinerie 2017 für 12,9 Milliarden Dollar von der indischen Essar Group erworben. Die Übernahme gilt als die größte ausländische Investition in diesem Sektor aller Zeiten.

Moskau hat sich seit der Eskalation des Ukraine-Konflikts im Februar 2022 zum wichtigsten Öllieferanten Indiens entwickelt. Fast 40 Prozent der indischen Rohölimporte stammen aus Russland. Neu-Delhi ist zudem seit 2023 zu einem bedeutenden Exporteur raffinierter Kraftstoffe nach Europa geworden. Die EU ist ein bedeutender Abnehmer russischen Rohöls, das in der Raffinerie Vadinar verarbeitet wird.

Die EU vertrat bisher die Rechtsauffassung, dass Sanktionen gegen Drittstaaten illegal seien.


Mehr zum Thema – EU-Rat enthüllt Details des 18. Sanktionspakets gegen Russland


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


unser weiterer Kommentar: Ein Beispiel dafür sich ohne Not zu schaden. Wenn auch das genetisch bedingt ist, wie Markus Söder unlängst sagte, auch eine logische Form von Rassismus.

20.07.2025

Patriarchen besuchen Gaza nach Angriff auf Kirche - DOMRADIO.D

aus e-mail von Thomas Nauerth, 20. Juli 2025, 12:27 Uhr


https://www.domradio.de/artikel/patriarchen-besuchen-gaza-nach-angriff-auf-kirche


Ein Hoffnungszeichen in wahrlich dunkler Nacht.

Und welche Möglichkeiten Kirche am Staat und an den Staaten vorbei hat, wenn sie ihr Herz in die Hände nimmt. Was wäre erst möglich, wenn der Papst eine Pastoralreise nach Gaza planen würde... zusammen mit dem ÖRK Vorsitzenden und dem Patriarchen von Konstantinopel


pax et bonum


Thomas Nauerth


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.



Weiteres:



domradio.de, vom 19.07.2025, Patriarchen besuchen Gaza nach Angriff auf Kirche

Kirchenführer im Kriegsgebiet

Nach Granateneinschlägen in der einzigen katholischen Kirche im Gazastreifen zeigen der lateinische Patriarch von Jerusalem und sein griechisch-orthodoxer Bruder ihre Solidarität mit den Opfern. An Israel richten sie deutliche Worte.


Nach einem Angriff der israelischen Armee auf Gaza stiegt Rauch auf / © Mahmoud Zaki/XinHua/ (dpa)

Nach dem tödlichen Granateneinschlag in die einzige katholische Kirche in Gaza sind der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, und sein griechisch-orthodoxer Amtsbruder, Patriarch Theophilos III. mit einer kirchlichen Delegation in den Gazastreifen gereist. Wie das Portal Vatican News am Samstag berichtete, haben die beiden Geistlichen unter anderem die katholische Pfarrei besucht, wo am Donnerstag drei Menschen nach israelischen Beschuss getötet wurden. Sie hätten dort mit den notleidenden Menschen gesprochen und die Schäden an der Kirche in Augenschein genommen. 

Vor Ort wollten sie einheimische Christen treffen und sich persönlich ein Bild der humanitären und pastoralen Bedürfnisse der Gemeinde machen, heißt es in einer Mitteilung von Freitagmorgen. Der Besuch sei Ausdruck der "gemeinsamen pastoralen Sorge der Kirchen des Heiligen Landes und ihrer Besorgnis um die Gemeinde in Gaza". Israel habe für die Dauer des Besuchs ein Aussetzen der Militäroperationen in dem Gebiet der Pfarrei garantiert.

Hunderte Tonnen Lebensmittelhilfe

Auch die in der Nähe gelegene griechisch-orthodoxe St. Porphyrios-Kirche haben die beiden Patriarchen dem Bericht zufolge besucht, ebenso das christliche Krankenhaus Al-Ahli. Kardinal Pizzaballa übernachtete in der am Donnerstag beschossenen katholischen Pfarrei und erklärte, er wolle noch bis Sonntag bleiben. Unter anderem wolle er ein Team der Caritas treffen und die Verteilung der mitgebrachten Hilfsgüter garantieren.

Darüber hinaus habe das Lateinische Patriarchat die Evakuierung der bei dem Angriff Verletzten sichergestellt. Sie sollen außerhalb des Gazastreifens medizinische Versorgung erhalten. Sichergestellt wurde laut Mitteilung auch eine Hilfslieferung mit hunderten Tonnen Lebensmittel, medizinischer Ausrüstung und Erste-Hilfe-Sets. Die Lieferung solle neben den Christen möglichst vielen Familien zugutekommen.

Telefonat mit Präsident Abbas

Wie Vatican News weiter berichtete, telefonierte Palästinenser-Präsident Mahmut Abbas mit Pizzaballa. Mit den Worten "Eure Kirche ist auch unsere Kirche" verurteilte er den Beschuss der Kirche und sicherte der christlichen Minderheit sein Beileid und seine Solidarität zu. Es sei "dringend notwendig, die heiligen Stätten zu schützen und die historische Präsenz der Christen im Heiligen Land zu stärken".

Nach Angaben des Lateinischen Patriarchats war das Pfarreigelände am Donnerstagmorgen von einer Granate der israelischen Armee getroffen worden. Dabei wurden drei Menschen getötet und zehn weitere teils schwer verletzt. In der Pfarrei leben derzeit den Angaben zufolge rund 500 Binnenflüchtlinge.

Vorwurf gezielter Tötung

Das Patriarchat sprach von einer durch nichts zu rechtfertigenden "gezielten Tötung unschuldiger Zivilisten". Caritas Jerusalem verurteilte den Angriff als "schwere Verletzung des humanitären Völkerrechts und einen direkten Angriff auf die Menschenwürde". Auch das griechisch-orthodoxe Patriarchat von Jerusalem sprach von einer "offenkundigen Verletzung der Menschenwürde" sowie einem "eklatanten Verstoß gegen die Unantastbarkeit des Lebens und die Heiligkeit religiöser Stätten".

Unterdessen hat der anglikanische Erzbischof in Jerusalem, Hosam Naum, in einer Rede vor der Synode seiner Kirche betont, dass die christliche Minderheit im Nahen Osten sich weiterhin für Frieden und Versöhnung einsetzen werde. Die Anglikaner betreiben das Al-Ahli-Krankenhaus in Gaza, eine der wenigen noch halbwegs funktionsfähigen Kliniken dort. Scharf kritisierte Naum die Schüsse auf Menschen bei der Verteilung von Hilfsgütern im Gazastreifen. Es gebe dort schreckliche Szenen wie in dem Film "Die Tribute von Panem", so der Geistliche.

Israels Armee erklärte unterdessen am Donnerstagabend, dass eine erste Untersuchung des Vorfalls darauf hindeute, dass Fragmente einer Granate "versehentlich die Kirche getroffen haben". Das israelische Außenministerium und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu äußerten Bedauern über die Opfer. Der Kirchendelegation gehörten neben den beiden Patriarchaten auch der Kanzler des Lateinischen Patriarchats, der Sekretär der Apostolischen Delegation des Heiligen Stuhls in Jerusalem und der Sekretär Heilig-Land-Bischofskonferenz an.

Der Artikel wurde am Samstag, dem 19. Juli um 18:30 Uhr aktualisiert.


Info: https://www.domradio.de/artikel/patriarchen-besuchen-gaza-nach-angriff-auf-kirche


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

20.07.2025

20250719_190357_002_Kopie

unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

20.07.2025

LINK to "Times of India" comprehensive Report on Schiller-Institute Conference in Berlin

aus e-mail von Irene Eckert, 20. Juli 2025, 8:21 Uhr


I also reported ( in German) on the beautiful International Meeting in

Berlin Adlershof which took place on mid July. Please do share this

Information widely, it does contain a positive message for humanity.

Warmest regards Irene Eckert


---------- Forwarded message ---------

Von: E.I.R. Nachrichten <nachrichten@7749263.brevosend.com>

Date: Sa., 19. Juli 2025, 13:07

Subject: DAILY (19.07.2025)

To: <irene.eckert@gmail.com>



*Im Browser öffnen*

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/mr/sh/6rqJ8GoudeITQRcRz4DwV3dj7Rf/EbyqBvOJlfaX>

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dINmO1bKUR0tNfKPPc7/ar7K_YUCXLh6>


E.I.R. Nachrichten (eirna.de)

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIPRQTtTykQRJGSL2v9/Z3Bh5LAqoGJy>

vom 19.07.2025

Chefredakteur: Dr. Wolfgang Lillge

So verrückt sind sie doch nicht, oder?


Britische „Think Tanks“, amerikanische Kriegsplaner, NATO-Kommandeure und

Medienexperten behaupten, Russland stelle eine existenzielle Gefahr für

Europa dar und taktische Atomwaffen könnten in einem Krieg gegen diese

vermeintliche Bedrohung nützlich sein.


Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass dies übertrieben ist, ein

bißchen Prahlerei.


Sicherlich, denkt man, können diese Leute nicht ernsthaft beabsichtigen,

Waffen einzusetzen, die eine Kettenreaktion von Gegenschlägen auslösen

würden, welche das gesamte Leben auf diesem Planeten vielleicht für immer

auslöschen würden – so verrückt sind sie doch nicht, oder?


Es wäre jedoch unverantwortlich und gefährlich, sie nicht beim Wort zu

nehmen.


Warum strebt Großbritannien eine erweiterte und unabhängige

Kernwaffenfähigkeit an? Warum haben Großbritannien und Frankreich

beschlossen, ihre Fähigkeiten im Bereich der Nuklearwaffen zu bündeln?

Warum fordern deutsche Politiker, dass ihr Land eigene Atomwaffen

entwickelt?


Dieselben Leute behaupten, dass ein Zusammenstoß zwischen China und dem

Westen unvermeidlich sei und Rußland schnell in Schach gehalten werden

müsse, damit sie sich auf ihren vermeintlichen Langzeitfeind Peking

konzentrieren können. Sie versuchen, Chinas Wirtschaftswachstum und

internationale Reichweite zu behindern – sowohl direkt durch Zölle und

Sanktionen als auch indirekt durch eine Medienkampagne, in der chinesische

Investitionen im Ausland als „Schuldenfalle“ dargestellt werden.


Doch wo ist die moralische Autorität, China anzugreifen, Rußlands Verstoß

gegen das Völkerrecht zu verurteilen und gleichzeitig den Völkermord

Israels zu dulden?


Bei einer kürzlichen Sitzung des UN-Sicherheitsrats hat Rußland Israel und

die Vereinigten Staaten scharf kritisiert, weil sie verfügbare humanitäre

Hilfe zurückhalten und Menschen töten, die um die spärliche Hilfe bitten.

Unterdessen setzt der israelische Ministerpräsident seine Kampagne der

ethnischen Säuberung fort und kündigt eine Politik an, die die territoriale

Integrität Syriens mißachtet.


Nachdem Trump Brasilien mit Sanktionen gedroht hatte, falls die Justiz die

Strafverfolgung des ehemaligen Präsidenten des Landes nicht einstelle,

stellte der Oberste Gerichtshof Brasiliens Jair Bolsonaro unter Hausarrest.

Präsident Lula erinnerte Trump daran, dass er gewählt worden sei, um die

USA zu führen, und nicht, um „Weltherrscher“ zu sein.


Die alten Hebel der Macht funktionieren nicht mehr.


Die Weltgeschichte nähert sich tatsächlich einem Scheideweg, an dem ihre

weitere Entwicklung nicht einfach vorhergesagt werden kann, sondern an dem

sie zwei unterschiedliche Wege einschlagen muß.


Der eine Weg führt zu vergeblichen Bemühungen, die Macht und Vorherrschaft

des transatlantischen Finanzimperiums aufrechtzuerhalten. Der andere Weg

führt zu einer Welt der Win-Win-Kooperation statt zu Nullsummenkonflikten,

zu einer Welt des gemeinsamen Wachstums zum Wohle aller statt zu einer

oligarchischen, hierarchischen Identität, die durch den Aufstieg anderer

bedroht ist.


Wahrlich, eine steigende Flut kann alle Boote anheben, und eine solche

Zukunft liegt in unserer Reichweite. Wir müssen uns gemeinsam anstrengen,

um die Armut weltweit zu beseitigen, die Biosphäre durch noetische

Verbesserungen zu erweitern und wissenschaftliche Durchbrüche zu erzielen,

die es uns ermöglichen, das nächste Kapitel der Menschheitsgeschichte zu

schreiben. Das sollen unsere erstrebenswerten Ziele sein.


Das transatlantische System wird untergehen. Aber wir müssen nicht mit ihm

untergehen.


Auf der Konferenz

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIR6SwBdT3pzEraGgEB/CFqO3kSWIKHN>

des Schiller-Instituts vom 12. bis 13. Juli in Berlin kamen strategische

Denker, politische Führer, Wissenschaftler, Musiker und Aktivisten

zusammen, um über ein neues Paradigma zu beraten und dessen Verwirklichung

zu erörtern.


Ein Artikel über die Konferenz wurde in der Times of India

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dISlVOTmxNFXASiCJXD/XlWSc2fLbx2t>,

der größten englischsprachigen Tageszeitung der Welt, veröffentlicht.


Sehen Sie sich die Konferenz selbst an und teilen Sie ihre Inhalte mit

anderen.

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Inhalt

STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR


   - Russland prangert Israel und die USA im UN-Sicherheitsrat an

   - Arabische und islamische Nationen verurteilen israelische Angriffe auf

   Syrien

   - Das Netanjahu-Regime verschärft die ethnische Säuberungskampagne

   - Orbán: Kein Frieden, solange Trump und Putin keine Einigung finden

   - Die 18. Sanktionsrunde der EU gegen Russland könnte für Europa

   schlimmer sein als die ersten 17


ZUSAMMENBRECHENDES IMPERIALES SYSTEM


   - Netanjahu legt israelische Politik in Südsyrien dar

   - Israel soll der Hamas in den Waffenstillstandsverhandlungen

   Zugeständnisse gemacht haben

   - In einer kämpferischen Fernsehansprache verurteilte Lula Trumps

   „inakzeptable Erpressung“

   - Wie wäre es mit Verhandlungen mit Brasilien, Herr Trump?


WISSENSCHAFT UND TECHNOLOGIE


   - Konferenz über Nuklearmedizin in Bolivien spiegelt wissenschaftliche

   Souveränität wider


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STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR Russland prangert Israel und die USA im

UN-Sicherheitsrat an


18. Juli 2025 (EIRNS) – Der Ständige Vertreter Rußlands bei den Vereinten

Nationen, Wassili Nebensja, verurteilte Israel und die USA in aller

Deutlichkeit für die humanitäre Katastrophe in Gaza und die sich

verschlechternde Lage im Westjordanland.


Seit Ende Mai seien 798 Palästinenser bei dem Versuch, humanitäre Hilfe zu

erhalten, getötet worden. Die „humanitäre“ Stiftung in Gaza sei keine

Lösung für humanitäre Probleme, sondern eine Beleidigung für humanitäre

Bemühungen. Nebensja sagte: „Wir sind sicher, dass das UN-Sekretariat die

richtige und verantwortungsvolle Entscheidung getroffen hat, sich nicht an

dieser Strafaktion zu beteiligen, die unter dem Deckmantel einer

humanitären Operation durchgeführt wird.“


„Eines ist klar: Würde Israel die humanitären Hilfslieferungen der UNO

nicht behindern, sondern erleichtern, gäbe es zumindest einen Funken

Hoffnung, dass die humanitäre Krise gelindert werden könnte“, sagte der

russische Diplomat. „Heute jedoch haben wir keinerlei Hoffnung, und die

massenhafte kollektive Bestrafung der Palästinenser unter Verletzung

grundlegender Normen des humanitären Völkerrechts geht vor unseren Augen

weiter.


Diese Situation erfordert eine entschlossene internationale Reaktion. Der

Schutz und die Versorgung der Zivilbevölkerung in den besetzten

palästinensischen Gebieten ist Pflicht Israels als Besatzungsmacht. Es ist

nicht Sache der israelischen Führung, darüber zu entscheiden, ob dies in

Ordnung ist oder nicht.“


Wer glaubt, dass die Lage nicht noch schlimmer werden kann, irrt sich. Der

Plan, zunächst 600.000 und dann noch mehr Palästinenser in etwas zu

verlegen, das laut Einschätzung des ehemaligen Premierministers Ehud Olmert

im Wesentlichen ein Konzentrationslager ist, ist inakzeptabel.


Wer glaubt, dass die Lage in Gaza nicht schlimmer werden kann, irrt sich

höchstwahrscheinlich. Nach unseren Informationen – darunter auch aus

offiziellen israelischen Quellen – arbeitet Westjerusalem an einem neuen

Plan, 600.000 Palästinenser in eine sogenannte ‚humanitäre Stadt‘ in Rafah

zu verlegen. Das Ziel ist es, letztendlich die gesamte, zwei Millionen

Einwohner zählende Bevölkerung der Enklave dort zu konzentrieren.

UNRWA-Generalkommissar Philippe Lazzarini hat den Plan bereits als ‚de

facto Schaffung eines Massenkonzentrationslagers‘ bezeichnet und auch der

ehemalige israelische Premierminister Ehud Olmert teilt diese Einschätzung.


Dies ist der einzige Weg, um den Teufelskreis der Gewalt zu durchbrechen

und den Nahost-Friedensprozeß auf der Grundlage der Zwei-Staaten-Lösung

wieder in Gang zu bringen. Deren Endziel ist die Schaffung eines

unabhängigen palästinensischen Staates innerhalb der Grenzen von 1967 mit

Ostjerusalem als Hauptstadt, der in Frieden und Sicherheit mit Israel

koexistiert“, sagte er. In diesem Zusammenhang begrüßt Rußland die Absicht

Saudi-Arabiens und Frankreichs, eine hochrangige internationale Konferenz

zur Unterstützung der Zwei-Staaten-Lösung abzuhalten. Diese soll vom 28.

bis 30. Juli in New York stattfinden.

Arabische und islamische Nationen verurteilen israelische Angriffe auf

Syrien


18. Juli 2025 (EIRNS) – Elf arabische und islamische Nationen haben eine

Erklärung veröffentlicht, in der sie die Bombardierung Syriens durch Israel

verurteilen, ihre Unterstützung für die Souveränität Syriens bekunden und

den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu dringenden Maßnahmen

auffordern. Die Erklärung wurde nach zweitägigen intensiven Gesprächen der

Außenminister Ägyptens, des Libanon, Jordaniens, des Iraks, Saudi-Arabiens,

der Vereinigten Arabischen Emirate, Katars, Kuwaits, Bahrains, Omans und

der Türkei veröffentlicht. In der Erklärung betonten die Außenminister,

dass die Sicherheit und Stabilität Syriens von grundlegender Bedeutung für

die regionale Sicherheit sei und eine gemeinsame Priorität darstelle.


Laut der von der ägyptischen Regierung unterstützten Tageszeitung „Al Ahram

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIUQXqlwRgf563q7wqF/YTtx5uwS7JZK>”

fordert die Erklärung gemeinsame internationale Anstrengungen, um die

syrische Regierung beim Wiederaufbau des Landes zu unterstützen. Dies soll

auf einer Grundlage geschehen, die die Sicherheit, Stabilität, Einheit,

Souveränität Syriens sowie die Rechte aller seiner Bürger gewährleistet.

Die Unterzeichner begrüßten auch das Waffenstillstandsabkommen von Sweida

und betonten die Notwendigkeit seiner Umsetzung, um die Einheit und

Souveränität Syriens zu wahren, weiteres Blutvergießen zu verhindern und

den Schutz der Zivilbevölkerung sowie die Rechtsstaatlichkeit zu

gewährleisten. Die Erklärung bekundet Unterstützung für alle Bemühungen zur

Wiederherstellung von Sicherheit, staatlicher Souveränität und

Rechtsstaatlichkeit in Sweida und auf dem gesamten syrischen Territorium.


Die Unterzeichner verurteilten die wiederholten israelischen Angriffe auf

Syrien als eklatante Verstöße gegen das Völkerrecht und als Angriffe auf

die Souveränität Syriens. Diese untergraben die Sicherheit, Stabilität und

territoriale Integrität Syriens sowie die Bemühungen der syrischen

Regierung um den Wiederaufbau des Landes im Einklang mit den Bestrebungen

seines Volkes. Sie forderten den UN-Sicherheitsrat auf, seiner rechtlichen

und moralischen Verantwortung nachzukommen. Ziel ist es, den vollständigen

Rückzug Israels aus den besetzten syrischen Gebieten sicherzustellen, die

feindseligen Handlungen und die Einmischung Israels in Syrien zu beenden

sowie die Resolution 2766 des UN-Sicherheitsrats und das Abkommen über die

Truppenentflechtung zwischen Syrien und Israel von 1974 umzusetzen.

Das Netanjahu-Regime verschärft die ethnische Säuberungskampagne


18. Juli 2025 (EIRNS) – Mit der ausdrücklichen Unterstützung der USA und

der EU verschärft das Regime des Groß-Israel unter Premierminister Benjamin

Netanjahu seine Bemühungen, die palästinensischen Araber in Israel zu

eliminieren. Die betrügerische „humanitäre Hilfe“ für Gaza liefert der IDF

weiterhin Ziele in Form von verzweifelten Einwohnern des Gazastreifens, die

sich für Nothilfe anstellen, um dann von IDF-Angriffen niedergemäht zu

werden. Die Präsenz der IDF in Gaza wird durch verstärkte Aktionen gegen

die palästinensische Zivilgesellschaft in den besetzten Gebieten ergänzt.

Siedler-Terroristen, die sich an Selbstjustiz versuchen und dabei von

IDF-Truppen unterstützt werden, dehnen die Annexion von Land unter

offizieller israelischer Kontrolle und illegalen Siedlungen weiter aus.


Ein Beispiel dafür ist die Übertragung der Verwaltungshoheit über die

Machpela (Grab der Patriarchen) oder Abraham-Moschee in Hebron von der

Palästinensischen Autonomiebehörde an den Religionsrat von Kiryat

Arba-Hebron. Der Befehl dazu kam vom israelischen Verteidigungsminister.

Der Ort ist für Juden und Muslime heilig und war Schauplatz intensiver

Auseinandersetzungen, darunter ein Massaker an muslimischen Gläubigen im

Jahr 1994 durch einen Extremisten der Kach-Bewegung von Meir Kahane, bei

dem 29 Menschen getötet wurden. Der Mörder, Baruch Goldstein, ist ein

persönlicher Held von Itamar Ben-Gvir. Die Machtübergabe wurde von

Fanatikern als „Bekenntnis zur jüdischen Souveränität“ gefeiert. Es gibt

Warnungen, dass dies der Beginn der Schließung der Moschee sein und eine

Eskalation mit dem Ziel der Vertreibung muslimischer Gläubiger aus der

Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem einleiten könnte.


Der Haaretz-Kolumnist Gideon Levy berichtet regelmäßig über Gewalttaten

extremistischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland. Die

israelische Polizei und die IDF stehen bei Angriffen, einschließlich Mord,

entweder tatenlos daneben oder beteiligen sich sogar daran, wenn

Palästinenser versuchen, sich zu verteidigen.


In der Sendung von Piers Morgan vom 17. Juli wurde die Ausweitung der

illegalen Siedlungen im Westjordanland von der einflußreichen Siedlerin

Daniella Weiss, die die Nahala-Bewegung anführt, verteidigt. Weiss sagte,

es gebe „keine andere Wahl“, als alle Palästinenser zu vertreiben, da die

Bewohner Gazas mit dem Angriff vom 7. Oktober 2023 „ihr Kapitel der

Geschichte in Gaza beendet haben“. Die Juden hätten das Recht, „die

riesigen Landstriche, die Gott dem jüdischen Volk gegeben hat“, zu

besiedeln.

Orbán: Kein Frieden, solange Trump und Putin keine Einigung finden


18. Juli 2025 (EIRNS) – Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat

erneut ein persönliches Treffen zwischen dem russischen Präsidenten

Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump gefordert, da er glaubt, dass

Frieden nicht von der Ukraine kommen wird. In einem Interview

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIW5aJ45w04d1ey3a9H/_dD9QXPno2sA>

am vergangenen Donnerstag bezeichnete Orbán Trump als „Mann des Friedens“

mit einer Aufrichtigkeit, die anderen westlichen Regierungen und Beamten in

Kiew fehle.


„Alle sagen, sie wollen Frieden, aber es herrscht immer noch Krieg. Das

bedeutet, dass jemand lügt“, sagte er und fügte hinzu: „Die Lügner wollen,

dass der Krieg weitergeht, egal was sie sagen … Der Konflikt werde nicht

enden, bis sich der russische und der amerikanische Präsident an den

Verhandlungstisch setzten. Orbán fügte hinzu, dass ein solches Treffen die

Grundlage für ein umfassendes Abkommen bilden könnte, das über die

Ukraine-Frage hinausgeht und auch den globalen Handel und die

Rüstungskontrolle umfaßt.

Die 18. Sanktionsrunde der EU gegen Russland könnte für Europa schlimmer

sein als die ersten 17


18. Juli 2025 (EIRNS) – Obwohl sie aus dem Scheitern der vorherigen 17

Sanktionspakete keine Lehren gezogen hat, verhängt die EU eine neue Reihe

von Sanktionen gegen Rußland. Vertreter der Mitgliedstaaten – darunter auch

die Slowakei, die ihr Veto zurückgezogen hat – verabschiedeten gestern das

18. Paket von Strafmaßnahmen. Mit diesen sollen insbesondere die Einnahmen

Rußlands aus dem Export von Öl in Drittländer reduziert und der russische

Finanzsektor getroffen werden.


Darüber hinaus sollen die Sanktionen eine mögliche Wiederinbetriebnahme der

Gaspipeline Nord Stream 1 sowie die Nutzung der Pipeline Nord Stream 2

verhindern. In Deutschland wird tatsächlich über eine Wiederinbetriebnahme

nach dem Ende des Ukraine-Krieges diskutiert. Die Obergrenze für den

russischen Ölpreis wird die Energieversorgung Europas weiter einschränken,

wodurch der Ölfluß nach China und Indien zunehmen wird.


Was die Aufhebung des bisherigen Vetos durch die Slowakei angeht, so

erklärte Ministerpräsident Robert Fico, er habe von der EU-Kommission

Zusicherungen erhalten, dass die Slowakei für die negativen Auswirkungen

des Ölembargos entschädigt werde. Doch selbst wenn diese Zusicherungen

schriftlich vorliegen, sind sie nicht das Papier wert, auf dem sie stehen,

denn die jüngste Geschichte zeigt, dass sich die Kommission nicht um die

Slowakei schert.


Fico begründete seine Entscheidung mit den Worten: „Wer mit Wölfen leben

will, muß mit ihnen heulen.“ Er sagte, Brüssel sei realitätsfern und

arbeite bereits am 19. Paket, das in Russland nichts ändern werde.

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ZUSAMMENBRECHENDES IMPERIALES SYSTEMNetanjahu legt israelische Politik in

Südsyrien dar


18. Juli 2025 (EIRNS) – Der israelische Ministerpräsident Benjamin

Netanjahu gab gestern eine Erklärung

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIXkclMFQJUAxG5zDSJ/LQuxL2p7o_RD>

ab, in der er die Absichten Israels in Südsyrien darlegte.


„Wir haben eine klare Politik festgelegt: Entmilitarisierung der Region

südlich von Damaskus, von den Golanhöhen bis zum Drusengebirge“, sagte er.

„Das ist Regel Nummer eins. Regel Nummer zwei ist der Schutz der Brüder

unserer Brüder, der Drusen im Drusengebirge.


Beide Regeln wurden vom Regime in Damaskus gebrochen. Es hat Truppen in die

entmilitarisierte Zone südlich von Damaskus geschickt und mit der Ermordung

der Drusen begonnen. Das konnten wir in keiner Weise akzeptieren. Deshalb

habe ich die IDF angewiesen, entschiedene Maßnahmen zu ergreifen. … Infolge

dieser Maßnahmen trat ein Waffenstillstand in Kraft und die syrischen

Streitkräfte zogen sich nach Damaskus zurück.Das ist wichtig“, fuhr

Netanjahu fort und verwendete dabei eine Sprache, die offensichtlich für

Washington bestimmt war. „Dieser Waffenstillstand wurde durch Stärke

erreicht. Nicht durch Bitten, nicht durch Flehen – sondern durch Stärke.

Wir erreichen Frieden durch Stärke, Ruhe durch Stärke, Sicherheit durch

Stärke – an sieben Fronten.


Das wird auch unsere Politik in Zukunft sein. Wir werden nicht zulassen,

dass syrische Streitkräfte in die Region südlich von Damaskus

einmarschieren. Und wir werden nicht zulassen, dass den Drusen im

Drusengebirge Schaden zugefügt wird“, schloss er.


In Ankara sieht der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan durch die

israelische Intervention in Syrien nichts als Ärger. „Wir haben gestern

nicht der Zerstückelung Syriens zugestimmt, und wir werden ihr heute oder

morgen ganz sicher nicht zustimmen“, sagte er nach einer Kabinettssitzung.

Dies berichtete die Anadolu Agency

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIZPfDeOuctisrDuqlL/-yJ-UXPSKHrw>.

„Israel nutzt die Drusen seit zwei Tagen als Vorwand, um sein Banditentum

in das benachbarte Syrien zu verlagern“, sagte Erdogan weiter. Er warnte,

dass diejenigen, die sich auf Israel verließen, früher oder später erkennen

würden, dass sie sich schwer getäuscht hätten – offenbar in Anspielung auf

drusische Führer in Sweida, die Israel um Schutz gebeten hatten. „Israel

ist ein gesetzloser, regelwidriger, prinzipienloser, arroganter, verwöhnter

und blutrünstiger Terrorstaat“, betonte er. „Diejenigen, die durch

Unterdrückung und Massaker eine sichere Zukunft anstreben, sollten niemals

vergessen: Sie sind nur Passanten, wir sind die Gastwirte. Wir sind

diejenigen, die wirklich zu diesem Land gehören.“


Vor Ort scheint der am Mittwoch verkündete Waffenstillstand in Gefahr zu

sein. In der Nacht kam es erneut zu Zusammenstößen zwischen bewaffneten

Drusen-Gruppen und Mitgliedern von Beduinen-Clans im Süden Syriens. Zudem

bereiteten sich Regierungstruppen darauf vor, am Freitag erneut in das

Gebiet vorzurücken. Sie hatten sich im Rahmen eines

Waffenstillstandsabkommens, das Anfang dieser Woche die mehrtägige Gewalt

beendet hatte, zurückgezogen, wie AP

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIb4hfwYOwJGoSLqU4N/kVKhGrmyBUeD>

heute Morgen unter Berufung auf zwei namentlich nicht genannte syrische

Beamte berichtete.

Israel soll der Hamas in den Waffenstillstandsverhandlungen Zugeständnisse

gemacht haben


18. Juli 2025 (EIRNS) – Zwei Quellen, die an den Vermittlungsbemühungen

zwischen Israel und der Hamas beteiligt sind, teilten der Zeitung „Times of

Israel

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIcjk8EhtFiok3Tm7NP/kU7zYVtp1pU5>“

heute Morgen mit, dass Israel seine Forderung nach militärischer Kontrolle

über das Gebiet des Gazastreifens zurückgezogen habe, sodass in etwa einer

Woche ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen werden könne. Israel habe

Anfang dieser Woche eine neue Reihe von Karten vorgelegt, auf denen die

Truppenverlegungen dargestellt sind, die es während der Waffenruhe

vorsieht. Die Karten zeigen, dass Israel seine Forderungen nach der

Beibehaltung großer Gebiete innerhalb des Gazastreifens, die es seit dem

letzten Waffenstillstand im Januar besetzt hält, zurückgenommen hat.


Nachdem Israel wochenlang gefordert hatte, im Morag-Korridor – der die

südlichen Gazastädte Rafah und Khan Younis trennt – zu bleiben, um eine 5

km nördlich der ägyptischen Grenze gelegene Pufferzone zu erhalten, zeigen

die neuen Karten, dass Israel nun dem Abzug seiner Truppen aus diesem 12 km

breiten Streifen zugestimmt hat.


Stattdessen hat Israel seine Forderung nach einer Pufferzone in Rafah

Berichten zufolge auf etwas mehr als einen Kilometer reduziert. Dies

neutralisiert laut einem arabischen Diplomaten die früheren Pläne

Jerusalems, eine umstrittene „humanitäre Stadt“ zu errichten, in die die

Bevölkerung des Gazastreifens umgesiedelt werden sollte. Israel hat

außerdem zugestimmt, seine Truppen in einem ebenfalls einen Kilometer

breiten Streifen um den Rest des Gazastreifens zu belassen, nachdem es

zunächst auf einem zwei bis drei Kilometer breiten Streifen bestanden hatte.


Als weiteres Zeichen des Fortschritts hob die Hamas nach Erhalt der

aktualisierten israelischen Karten ihr Veto gegen Verhandlungen über die

Bedingungen für den Geisel-Gefangenen-Austausch auf. Sie fügten hinzu, dass

sich die Gruppe bereit erklärt habe, über das Verhältnis der

Sicherheitsgefangenen zu verhandeln, die sie im Austausch für jede Geisel

akzeptieren würde. Der aktuelle Vorschlag sieht die Freilassung von zehn

lebenden und acht getöteten Geiseln in fünf Gruppen während der

zweimonatigen Waffenruhe vor.


Frühere Vorschläge sahen die Freilassung von 125 Palästinensern vor, die

wegen Beteiligung an Anschlägen mit israelischen Opfern zu lebenslanger

Haft verurteilt worden waren, sowie von 1.111 Palästinensern, die seit dem

Angriff vom 7. Oktober 2023 von der IDF im Gazastreifen festgenommen worden

waren. Die überwiegende Mehrheit der Letzteren ist nicht wegen einer

Straftat angeklagt.


Zwar hat die Hamas Israel noch keine Liste der Gefangenen vorgelegt, deren

Freilassung sie im Rahmen des Abkommens fordert, doch laut Quellen dürfte

Marwan Barghouti, der als potenzieller Nachfolger von Mahmud Abbas als

palästinensischer Präsident gilt, sowie Ahmad Saadat, der Generalsekretär

der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP), darauf stehen. Die

Quellen gehen jedoch davon aus, dass Israel die Frage der Freilassung von

Barghouti und Saadat bis zu den anschließenden Verhandlungen über die

Bedingungen des danach in Kraft tretenden dauerhaften Waffenstillstands

verschieben wird, die während der 60-tägigen Waffenruhe stattfinden sollen.

Sobald dieser dauerhafte Waffenstillstand erreicht ist, werden die

verbleibenden 22 Geiseln gemäß den Bedingungen des derzeit diskutierten

Abkommens freigelassen.


Den Quellen zufolge werden noch mehrere Tage benötigt, um die Verhandlungen

über den Austausch von Geiseln und Gefangenen abzuschließen.

In einer kämpferischen Fernsehansprache verurteilte Lula Trumps

„inakzeptable Erpressung“


18. Juli 2025 (EIRNS) – In einer kurzen, aber energischen, landesweit im

Fernsehen übertragenen Rede an das brasilianische Volk am 17. Juli, die auf

der Website des Präsidenten unter dem Titel „Rede von Präsident Lula:

Souveränes Brasilien“ veröffentlicht wurde, verurteilte Präsident Luiz

Inácio Lula da Silva die Zollandrohungen von Donald Trump gegen sein Land

als „inakzeptable Erpressung“. In Anbetracht der nationalistischen

Stimmung, die infolge der unerhörten Drohungen Trumps gegen das Land

aufgekommen ist, erinnerte der brasilianische Präsident den US-Präsidenten

daran, dass „es in Zollkriegen keine Gewinner gibt“. Brasilien sei ein

friedliches Land, das an Multilateralismus und Zusammenarbeit zwischen den

Nationen glaube. „Wir waren immer offen für den Dialog“, sagte er, aber man

dürfe vor allem nicht vergessen, dass „Brasilien nur einen Eigentümer hat –

das brasilianische Volk“.


Er erinnerte Trump daran, dass Brasilien über eine unabhängige Justiz

verfügt, die die Rechtsstaatlichkeit, die Unschuldsvermutung sowie das

Recht auf Anhörung und eine „umfassende Verteidigung“ achtet. Mit Blick auf

Trumps Äußerungen zur „beschämenden“ Behandlung des ehemaligen Präsidenten

Jair Bolsonaro durch die brasilianische Justiz, die gegen ihn wegen der

Planung eines Staatsstreichs gegen Lula im Januar 2023 ermittelt, warnte

Lula: „Der Versuch, sich in die brasilianische Justiz einzumischen, stellt

einen schweren Angriff auf die nationale Souveränität dar.“ Er fügte hinzu:

„Meine Empörung ist umso größer, als ich weiß, dass dieser Angriff auf

Brasilien von einigen brasilianischen Politikern unterstützt wird – dem

Bolsonaro-Clan und seinen Verbündeten. Das sind wahre Verräter des Landes.

Ihnen ist die Wirtschaft des Landes und der Schaden, der unserem Volk

zugefügt wird, egal.“ Er erinnerte die brasilianische Bevölkerung daran,

dass „niemand über dem Gesetz steht“.


Lula befaßte sich mit den miteinander verflochtenen Themen Zölle, „Big

Tech“ und zuletzt den Angriffen der Trump-Regierung auf das in Brasilien

äußerst beliebte „Pix“-Verfahren für persönliche Einkäufe und Zahlungen.

Dieses basiert auf einem Verfahren der brasilianischen Zentralbank, das

Visa, Mastercard usw. ausschließt und sofortige Geldüberweisungen und

Einkäufe ohne die hohen Gebühren der Kreditkarten ermöglicht. „Pix gehört

Brasilien“, sagte er. „Wir akzeptieren keine Angriffe auf Pix, das das Erbe

unseres Volkes ist.“ Er berichtete, dass er und andere Beamte derzeit mit

Vertretern aller Sektoren Brasiliens – Produktionssektoren,

Zivilgesellschaft, Gewerkschaften usw. – zusammentreffen. „Dies ist eine

große gemeinsame Aktion, an der Industrie, Handel, Dienstleistungssektor,

Landwirtschaft und Arbeitswelt beteiligt sind. Wir stehen gemeinsam für die

Verteidigung Brasiliens ein und werden diese Angelegenheit mit erhobenem

Haupt angehen …“ Der Präsident versprach, alle verfügbaren rechtlichen

Mittel einzusetzen, um Brasilien zu verteidigen. In einem separaten

Interview mit Christiane Amanpour von CNN ging er jedoch näher darauf ein,

auf welcher Grundlage Verhandlungen mit den USA stattfinden könnten (siehe

separaten Bericht).

Wie wäre es mit Verhandlungen mit Brasilien, Herr Trump?


18. Juli 2025 (EIRNS) – In seinem halbstündigen Interview

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/SMK1E8tHeFuYwWIky8daHJSMJdKx/9avhjB_bjkf1>

mit Christiane Amanpour von CNN am 17. Juli bezeichnete der brasilianische

Präsident Lula da Silva den von Donald Trump vorgeschlagenen Zoll von 50

Prozent als „unlogisch“, fügte jedoch hinzu, dass er keine echte Krise in

den bilateralen Beziehungen sehe. Verhandlungen seien der bevorzugte Weg,

um dieses Problem zu lösen, und Brasilien sei dafür offen, werde aber

„nichts akzeptieren, was ihm aufgezwungen wird. Wir akzeptieren

Verhandlungen, aber keine Zwangsmaßnahmen.“ Trump solle nicht vergessen,

dass er „gewählt wurde, um die USA zu regieren, und nicht, um der Kaiser

der Welt zu sein“.


Zu den Verhandlungen sagte er: „Ich bin kein progressiver Präsident. Ich

bin der Präsident Brasiliens. Ich sehe Präsident Trump nicht als

rechtsextremen Präsidenten. Ich sehe ihn als den Präsidenten der USA – er

wurde vom amerikanischen Volk gewählt. Das Beste, was wir tun können, ist,

uns an einen Tisch zu setzen und zu reden. Wenn Präsident Trump bereit ist,

die laufenden Verhandlungen zwischen Brasilien und den USA ernst zu nehmen,

dann bin ich offen für Verhandlungen über alles, was notwendig ist. Wichtig

ist jedoch, dass die Beziehungen zwischen den beiden Ländern nicht so

weitergehen können.“


Er erinnerte den US-Präsidenten an etwas, das er bereits in früheren

Interviews und Erklärungen erwähnt hatte: Wenn Trump Brasilianer wäre und

in Brasilien das getan hätte, was er am 6. Januar 2021 in Washington getan

hat, „würde er auch in Brasilien vor Gericht stehen“.

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WISSENSCHAFT UND TECHNOLOGIEKonferenz über Nuklearmedizin in Bolivien

spiegelt wissenschaftliche Souveränität wider


18. Juli 2025 (EIRNS) – Nuklearmediziner und Experten aus fünf

iberoamerikanischen Ländern – Argentinien, Uruguay, Brasilien, Kolumbien

und Bolivien – trafen sich am 10. Juli in La Paz, Bolivien, zur „Ersten

Internationalen Konferenz für Nuklearmedizin“. Diese wurde gemeinsam von

der bolivianischen Atomenergiebehörde (ABEN) und der Plurinationalen Schule

für öffentliche Verwaltung (EGPP) veranstaltet, wie Xinhua

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/SMK1E8tHeG1QOf7i9In4N8l6HvvD/nVEVF0r1isSm>

am selben Tag berichtete. Bolivien hat in diesem Bereich außerordentliche

Fortschritte erzielt und verfügt über ein nationales Netzwerk von drei

Zentren für Nuklearmedizin in La Paz, El Alto und Santa Cruz. Diese wurden

gemeinsam von der ABEN und dem renommierten argentinischen

Hightech-Unternehmen INVAP aufgebaut. Alle sind mit modernster Technologie

ausgestattet, verfügen über hochqualifiziertes Personal und bieten ihre

Dienste kostenlos an. Der Minister für Mineralische Ressourcen und Energie,

Alejandro Gallardo, erklärte auf der Konferenz: „Was einst ein Luxus war,

der nur wenigen vorbehalten war, ist heute ein Recht, das allen garantiert

wird.“


Laut Xinhua betonte er den „historischen Moment“, den Bolivien „bei der

Umgestaltung seines Gesundheitssystems“ durchlebt. Die Konferenz fand im

Rahmen der Feierlichkeiten zum 200. Jahrestag der Befreiung Boliviens von

Spanien statt und hob die Fortschritte des Landes auf dem Weg zur

wissenschaftlichen Souveränität hervor. Die Direktorin von ABEN, Hortensia

Jiménez, sagte zu den Teilnehmern: „Heute feiern wir nicht nur zwei

Jahrhunderte Kampf gegen Kolonialismus und soziale Ungleichheiten, sondern

wir machen auch einen Schritt vorwärts in Richtung einer zweiten und

endgültigen Unabhängigkeit: der wissenschaftlichen und technologischen

Befreiung unserer Nation.“


Jiménez betonte, dass „die Nuklearmedizin kein Privileg, sondern ein Recht

der Bevölkerung ist. Der Kampf gegen Krebs und chronische Krankheiten ist

nicht nur eine medizinische, sondern auch eine politische und soziale

Herausforderung.“ Ziel der Konferenz war es, Informationen über einige der

jüngsten Durchbrüche bei der Verwendung von Radiopharmaka zu diagnostischen

Zwecken vorzustellen. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der

Versorgung und Nachsorge von Patienten in den Bereichen Onkologie,

Kardiologie und Neurologie. Acht Experten für Nuklearmedizin aus den

teilnehmenden Ländern hielten Vorträge über ihre Erfahrungen auf diesem

Gebiet, während bolivianische Ärzte, die in den Zentren für Nuklearmedizin

und Strahlentherapie arbeiten, ihre Erfahrungen austauschten. Weitere

Wissenschaftler, Forscher und Studenten nahmen ebenfalls teil.



Herausgeber: E.I.R., Bahnstraße 4, 65205 Wiesbaden (Deutschland)


Alle Nachrichten auch auf eirna.de

<https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/SMK1E8tHeG8HqnwfKSwYSy3qGEVT/rHHng50VCTQg>


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.07.2025

Nicht alle Europäer wollen den US-amerikanischen Militär-Industrie-Komplex finanzieren

19 Juli 2025 20:08 Uhr, 

Russland hat bereits eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber den Sanktionen bewiesen, und der Globale Süden wird den Handel mit Moskau nicht aufgeben. Unter dem Deckmantel der antirussischen Rhetorik kommt es Donald Trump hingegen sehr gelegen, Europa auszunehmen und ihm milliardenschwere Waffenverträge aufzuschwatzen.


© Getty Images / Trifonenko


Symbolbild


Die von Trump vorgeschlagene neue Konfiguration der Hilfe für Kiew – "Wir werden Waffen liefern, und Europa wird dafür bezahlen" – wurde von NATO-Generalsekretär Mark Rutte als "ausgezeichnete Nachricht für die Ukraine" bezeichnet. In Wirklichkeit ist dies jedoch eine ausgezeichnete Nachricht für den US-amerikanischen Militär-Industrie-Komplex – und nur für ihn. Die US-Rüstungsindustrie wird nun für mehrere Jahre mit "fetten" Aufträgen ausgelastet sein und ihre europäischen Konkurrenten auf ihrem eigenen Absatzmarkt praktisch verdrängen.


Neues Pariser Strategiepapier: "Offener Krieg im Herzen Europas" bis 2030





Analyse

Neues Pariser Strategiepapier: "Offener Krieg im Herzen Europas" bis 2030





Allerdings nur, wenn die EU bereit ist, die vorgeschlagene Formel zu akzeptieren. Bislang haben nur zwei Länder ihre Bereitschaft bekundet, die Produktion von Patriot-Raketen für die Ukraine zu finanzieren – Deutschland (zwei Batterien) und Norwegen (eine Batterie). Andere europäische Länder zeigen keine Bereitschaft. So hat Ungarn bereits erklärt, dass es keine US-amerikanischen Waffen für das Regime in Kiew finanzieren werde.

Auch Frankreich ist laut der Zeitung Politico nicht bereit, US-amerikanische Waffen für die Ukraine zu kaufen. Möglicherweise liegt das daran, dass Paris lieber Verträge für die eigene Rüstungsindustrie abschließen möchte. Andere Länder halten sich bislang bedeckt. Und schließlich bleibt die Frage offen, woher die 40 bis 50 Milliarden US-Dollar pro Jahr für den Kauf von Waffen kommen sollen, wenn die EU nicht einmal die in der Ukraine für das nächste Jahr benötigten 20 Milliarden aufbringen kann.

Dabei muss man sich dessen bewusst sein, dass der Vertrag und das Geld die unmittelbare Perspektive sind, während die Herstellung und Lieferung der Waffen mehrere Jahre dauern kann. Dies gilt insbesondere angesichts der Tatsache, dass die US-Amerikaner vorrangig den Mangel in ihrem eigenen Arsenal ausgleichen wollen, der durch die Hilfe für Kiew sowie durch den Krieg gegen die Huthis und die Beteiligung am zwölftägigen Konflikt zwischen Iran und Israel entstanden ist.

Die Unternehmen Raytheon und Lockheed Martin produzieren derzeit nur etwa zehn Raketen pro Woche für das Patriot-System, versprechen jedoch, die Produktion bis 2027 auf 600 Raketen pro Jahr zu steigern. Das Problem ist nicht, dass die US-amerikanische Industrie nicht in der Lage ist, auf Rüstungsproduktion umzustellen und die Produktion zu intensivieren. Vielmehr ist es für den US-Rüstungsindustriekomplex unrentabel, große Mengen billiger Waffen herzustellen – er bevorzugt kleine Chargen sehr teurer Waffen, die (oft unnötigerweise) mit Hightech vollgestopft sind.

Deshalb hat sich Joe Bidens Idee zur Belieferung der Ukraine als nicht mehr praktikabel erwiesen. Übrigens war sie gar nicht so altruistisch, wie Trump behauptet – ein Großteil der Waffen, die an Kiew geliefert wurden, war eigentlich schon ausgemustert und wurde deshalb aus dem Bestand der US-Streitkräfte entfernt oder kam aus dem Lager. Im Gegenzug wurden jedoch für die US-amerikanischen Truppen mit Geldern aus der "Ukrainehilfe" neue Waffen gekauft.

Das Problem ist jedoch, dass die ukrainischen Streitkräfte viel mehr Waffen benötigten, als diese Kombination liefern konnte. Eine Produktion von Grund auf bloß für die Ukrainer auszubauen, wäre zu teuer und zu zeitaufwendig. Washington ist jedoch nicht bereit, die Funktionsweise seines Militär-Industrie-Komplexes radikal zu ändern.


"Portemonnaies öffnen": Pistorius unterstützt Trumps Forderung nach EU‑Finanzierung von US‑Waffen



"Portemonnaies öffnen": Pistorius unterstützt Trumps Forderung nach EU‑Finanzierung von US‑Waffen





Aufgrund systemischer Beschränkungen sowohl der militärischen Produktion als auch der militärischen Logistik der USA können diese nicht mehrere Konflikte gleichzeitig bewältigen. Ein umfassender Krieg in der Ukraine, selbst wenn er als Stellvertreterkrieg geführt wird, stellt für sie eine zu große Herausforderung dar. Und wenn nicht Trump, sondern Harris an die Macht gekommen wäre, hätte sie mit denselben Problemen zu kämpfen gehabt.

Ein Beweis dafür ist das "durchgesickerte" Memorandum des stellvertretenden US-Verteidigungsministers Elbridge Colby, das an den Chef des Pentagon, Pete Hegseth, gerichtet war und vom Wall Street Journal veröffentlicht wurde. Darin weist der stellvertretende Minister auf die Unmöglichkeit hin, drei Kriegsgebiete gleichzeitig zu "bewältigen" – die Ukraine, den Nahen Osten und China –, und fordert, sich auf die vorrangige Richtung Fernost zu konzentrieren. Europa und der Nahe Osten werden von ihm als zweitrangige Schauplätze dargestellt, die man notfalls "aufgeben" könne, um den entscheidenden Vorteil im asiatisch-pazifischen Raum zu behalten. Colby hat diesen Ansatz bereits zuvor offen vertreten und erklärt, dass "man andere Regionen opfern muss, wenn es dazu kommt, dass eine Wahl getroffen werden muss", was die Echtheit des "durchgesickerten" Dokuments bestätigt.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass die Aussetzung der Lieferungen an die Ukraine keineswegs "Druck auf Selenskij" ausüben sollte, sondern vielmehr dem Bestreben dient, lebenswichtige Ressourcen zu schonen, die die US-Amerikaner in anderen Bereichen selbst benötigen. Die Ukraine hat die Hoffnungen Washingtons nicht erfüllt und wird nun zu einer ernsthaften Belastung. Die US-amerikanische Hilfe für sie ist nicht mehr strategischer Natur, und wenn sie fortgesetzt wird, wird sie situativ und punktuell sein, abhängig von der politischen Lage.

Aber Trump will die Ukraine nicht im Stich lassen, wie Biden Afghanistan im Stich gelassen hat, nicht nur, weil er befürchtet, "das Gesicht zu verlieren", sondern auch, weil er weiß, wie er daran verdienen kann.

Wenn Deutschland und Norwegen Patriot-Raketen aus den USA kaufen, bedeutet dies in erster Linie Einnahmen in Milliardenhöhe für die US-amerikanische Rüstungsindustrie. Die Europäer erleiden direkte finanzielle Verluste, ihre Haushalte sind überlastet, sie riskieren, in einen bewaffneten Konflikt mit Russland verwickelt zu werden, während die US-amerikanischen Rüstungsunternehmen neue Aufträge erhalten und ihre Position auf dem Weltmarkt stärken. Die USA bleiben dabei sozusagen außen vor, da sie durch die "Membranen" EU und NATO geschützt sind, die die direkten Lieferungen nach Kiew durchführen.

Trumps 50-tägige Fristverlängerung für die Einführung von Sekundärsanktionen gegen Russlands Handelspartner hängt mit seinem Bestreben zusammen, sich politischen Handlungsspielraum zu bewahren. Er ist sich bereits bewusst, dass Ultimaten gegenüber Russland keine Wirkung zeigen werden, und seine Drohungen mit der Einführung von 100-prozentigen Zöllen bleiben, im Gegensatz zu den bereits umgesetzten Beschränkungen gegenüber der EU, weitgehend ein Element seiner Verhandlungstaktik. Russland hat bereits eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Sanktionen bewiesen, und der Globale Süden wird den Handel mit Moskau nicht aufgeben. Unter dem Deckmantel der antirussischen Rhetorik ist es für die USA hingegen sehr bequem, Europa auszunehmen und ihm milliardenschwere Waffenverträge aufzuschwatzen.

Allerdings könnte Trumps "geniale Kombination" auch fehlschlagen. So möchte beispielsweise die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas, dass die USA gemeinsam mit den Europäern für die Waffen für die Ukraine aufkommen. Kallas sagte nach dem Treffen der Außenminister der EU-Mitgliedstaaten in Brüssel und fasste somit die dortige Diskussion mit den Worten zusammen:

"Wir begrüßen die Erklärung von Präsident Trump über die Lieferung großer Mengen an Waffen in die Ukraine, obwohl wir uns wünschen würden, dass die USA diese Last teilen."


Ukraine bietet USA "Mega-Deal" mit Drohnen und Waffen an





Ukraine bietet USA "Mega-Deal" mit Drohnen und Waffen an






Der Widerstand gegen Trumps Ideen wächst nicht nur in der EU, sondern auch in den USA selbst. Eine der aktivsten "Trumpisten" und begeisterte Anhängerin der "Make America Great Again"-Bewegung, die US-Kongressabgeordnete aus Georgia Marjorie Taylor Greene, kritisierte Donald Trump für seine Absicht, die Waffenlieferungen an die Ukraine wiederaufzunehmen, und wies darauf hin, dass dies nicht mit seinen Wahlversprechen vereinbar sei. Sie betonte:

"Die MAGA-Bewegung hat neue Waffenlieferungen an die Ukraine nicht unterstützt und für den Rückzug der USA aus ausländischen Konflikten gestimmt."

Trump riskiert also, durch die Förderung der Interessen des US-amerikanischen Militär-Industrie-Komplexes in Europa auch die Unterstützung im eigenen Land zu verlieren.

Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 17. Juli 2025 zuerst auf der Website der Zeitung Wsgljad erschienen.

Boris Dscherelijewski ist ein russischer Militärexperte.


Mehr zum Thema – Frankreich: Milliarden fürs Militär - aber Feiertagsstreichung und Sozialkürzungen


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Video https://rumble.com/v6wb9c8-us-senator-lindsey-graham-droht-moskau-mit-angriff-nach-iranischem-vorbild.html Dauer 6:01 Min.


hier Screenshots daraus

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19.07.2025

Simone Weil  – ein freier Geist und Sozialistin im schönsten Sinne des Wortes

freedert.online, vom 18. Juli 2025, von Friedrich Liebling alias Polybios  – erschienen 1952 in Rote Revue sozialistische Monatsschrift


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Friedrich Liebling* (1893 - 1982) Gründer und Leiter der Zürcher Schule für Psychotherapie


(Red.) Der Ausnahme-Psychologe Friedrich Liebling, der als jüdischer Flüchtling vor den Nazis Aufnahme und Schutz in der Schweiz gefunden hatte, schrieb in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts unter dem Pseudonym Polybios seine Gedanken in Anbetracht der Verheerungen des zweiten Weltkrieges in diversen Essays nieder. Unseren Lesern legen wir diese in unregelmässigen Abständen vor, weil sie uns in der heute wieder so kriegerisch aufgeheizten Zeit Orientierung und Ausweg bieten können.(ww)


Bisher erschienen: 


Unter den neueren französischen Autoren gibt es nur wenige Erscheinungen von derart eindrucksvollen Konturen wie Simone Weil, die während des Krieges in London verstorbene Verfasserin einer ganzen Reihe von Werken, deren philosophisch-soziologische Bedeutung immer mehr anerkannt wird. 

In der Verborgenheit des heimlichen Asyls entstanden, treten diese Werke nach und nach ans Tageslicht, herausgegeben von jenen, die die ständig unter Lebensgefahr lebende Philosophieprofessorin (sie war jüdischer Herkunft) versteckt gehalten haben, und auch von andern, wie Camus, die sich gesinnungsmäßig mit Simone Weil verwandt fühlen. So abenteuerlich wie ihre Schriften, in denen der Gedanke pulsierendes Leben verkündet, ist auch ihr Lebenslauf, der Simone Weil aus bürgerlichem Milieu in die Kreise der Arbeiterschaft, der republikanischen Armee Spaniens und in ihr Londoner Exil geführt hat.

Auf der Seite der Enterbten und Entrechteten

Schon sehr früh hat sie sich der revolutionären Bewegung zugewendet. Die soziale Ungerechtigkeit hatte sie auf die Seite der Enterbten und Entrechteten gestellt, und ihr ganzes Leben galt dem Kampfe um gesellschaftliche Erneuerung. Der Bolschewismus war zunächst auch für sie eine große Hoffnung, aber sie erkannte bald, daß man in Rußland Industrialisierung mit Sozialismus verwechselt. Ihr ging es vor allem auch um die Freiheit des Einzelnen; sie war nicht gewillt, die individuelle Freiheit preiszugeben für ein illusionäres Freiheitsparadies, das für Kind und Kindeskinder versprochen wurde. 

Nach ihrer Abkehr vom Stalinismus näherte sich Simone Weil den übrigen revolutionären Gruppen. Sie bewegte sich in den Kreisen der Anarchisten, revolutionären Syndikalisten und Trotzkisten, wahrte aber immer die Unabhängigkeit ihres Denkens, das sich nie voll und ganz mit einer bestimmten Doktrin deckte. Die Kreise um die Zeitschrift «Révolution prolétarienne» nahmen sie auf, und sie empfing die stärksten Eindrücke von diesen kommunistischen Syndikalisten, die auch dem Anarchismus nahestanden.

Im Jahre 1931 wurde Simone Weil Professorin am Lyzeum von Puy. Sofort wandte sie sich an die syndikalistische Gruppe dieses Bezirkes und begann an Aktionen und Studienzirkeln mitzuarbeiten. Sie studierte die sozialistischen Theoretiker und bemühte sich um ein vertieftes Verständnis der Lage der Arbeiterklasse. Im Umgang mit den Arbeitern suchte sie sich ihnen anzugleichen; sie nahm an ihrem Leben teil, sie ging in ihre Wohnungen, sie arbeitete und vergnügte sich mit ihnen. Ihre Kleider waren gewöhnlich einfacher als diejenigen der Arbeiterfrauen.Die ungeheure Gelehrsamkeit und die Kultur ihres Geistes wußte sie im Zusammensein mit dem arbeitenden Menschen zurückzustellen, und sie gab sich dabei so natürlich, daß niemals der geringste Verdacht von Herablassung hätte entstehen können.

Die Teilnahme am Leiden der andern war für sie ein Entrinnen von ihrem eigenen Leid. Wir wissen von ihr selbst, daß sie ständig an Kopfschmerzen litt, die ihr das Leben zur Qual machten und sie nur selten zur Ruhe kommen ließen. Darüber hinaus litt sie an den moralischen Übeln der Zeit, an der Ungerechtigkeit der Welt — die Melancholie begleitete sie auf ihrem Lebensweg, eine tiefe Trauer über «das Unglück dieses Jahrhunderts und aller vergangenen Jahrhunderte». Es mag vielleicht an dieser Stelle auch erwähnt werden, daß Simone Weil häßlich war, und die Häßlichkeit hat ihr — wie es im Leben einer Frau begreiflich ist — manches Leid gebracht; denn es war nicht jedermanns Sache, das große Herz zu erkennen, das dieser wenig schöne und schwächliche Körper in sich verbarg.

Gedanken zu einer "Proletarischen Revolution"

Einen Großteil ihres Salärs übergab sie in Puy der Arbeiterklasse zum Ankauf von Büchern usw. Sie entschloß sich, mit fünf Franken im Tag zu leben: dies war die Summe der Arbeitslosenunterstützung, und sie erachtete es für ein unerträgliches Privileg, mehr zu verbrauchen als jene, die ihres Arbeitsplatzes beraubt waren. Sie stellte sich an die Spitze einer Arbeitslosenkampagne. Im August 1933 veröffentlichte sie in der «Révolution prolétarienne» einen Aufsatz «Perspektiven — Gehen wir einer proletarischen Revolution entgegen?», worin sie sich mit den Möglichkeiten einer Revolution auseinandersetzt.

Die proletarische Lebensweise schien ihr unvereinbar mit der Menschenwürde. Aus ihrem Mitgefühl mit dem arbeitenden Menschen erwuchs ihr schließlich der Gedanke, die Beziehung zwischen Arbeit und Arbeiter durch eigenes Erlebnis zu erfahren: Sie entschloß sich, selber Lohnarbeiterin zu werden. In großbürgerlichem Milieu aufgewachsen, durch Philosophie und Geisteswissenschaften in einem bewundernswürdigen Grade geschult, trat Simone Weil trotz ihrer mangelhaften Gesundheit in eine Fabrik ein, um die Tragik der Arbeiterexistenz im Kapitalismus am eigenen Leibe zu verspüren. Die Fabrikpraxis bedeutete für sie kein «Experiment», denn sie war sich bewußt, daß der Gedanke an ein bloßes «Experimentieren» ihre Erfahrung verfälschen würde. Das Schicksal des Arbeiters wurde zu dem ihrigen, und es gibt keine Nuance im Beruf des gelernten und ungelernten Arbeiters, die sie nicht beobachtet und verstanden hätte.

Das Leben des Arbeiters

Sie vergaß die «Professorin» und nahm das Leben als Lohnarbeiterin so, als ob es für sie keinen Ausweg und keine Veränderung geben könnte. Und da trat ihr die Unmenschlichkeit in den Lebensbedingungen der Arbeiterklasse erschreckend vor Augen. Bis zu ihrem Tode litt sie an dem, was sie als Fabrikarbeiterin erfahren hatte. Diese Erfahrung läßt sich schwerlich in wenigen Worten andeuten; sie ist niedergelegt in dem Buche «La condition ouvrière» (Das Leben des Arbeiters), dem Aufschrei einer humanen Seele, die die Ungerechtigkeit in den Lebensbedingungen des Proletariers zutiefst mitgefühlt hat. Nicht nur als Opfer der materiellen Ungleichheit erkannte Simone Weil den arbeitenden Menschen; sie sah die erschöpfende Arbeit für ein Minimum an Lohn, und sie sah die moralische Ungleichheit, das seelische Manko, das daraus erwächst, daß dem Arbeiter das Interesse an seiner Arbeit fehlt. Indem man den Arbeiter immer denselben Bestandteil produzieren läßt, entzieht man ihm durch diesen menschenunwürdigen Mechanismus die wahre Schöpferfreude, die Lust am Schaffen, die durch die Teilnahme an einem sinnvollen Werk entsteht. Die Menschheit ist jahrhundertelang durch die Waffen und das Geld unterdrückt worden; Simone Weil zeigt nun auf, daß die Funktionalisierung des Menschen eine ebenso verheerende Unterdrückung ist — der Mensch zum Werkzeug degradiert: das ist die Bedingung des proletarischen Lebens.

In «La condition ouvrière» findet sich auch das «Fabriktagebuch», worin Simone Weil ihre Erlebnisse in umfassender Weise dargestellt hat. Aber auch an andern Orten hat sie sich über ihre erschütternden Einsichten ausgesprochen. So schreibt sie zum Beispiel:

«Ich wußte wohl, daß es viel Unglück in der Welt gibt, ja ich war von dieser Tatsache geradezu besessen, aber ich war mit diesem Unglück nie in einen andauernden Kontakt getreten. Aber in der Fabrik, wo ich ganz in der anonymen Masse der arbeitenden Menschen aufging, ist das Unglück der andern in meinen Körper und in meine Seele eingetreten. Nichts trennte mich davon ab, denn ich hatte wirklich meine Vergangenheit vergessen und erwartete nichts mehr von der Zukunft, denn ich konnte mir schwerlich vorstellen, daß ich diese physischen und psychischen Beanspruchungen sollte überleben können. Was ich dabei erlebt habe, hat mein Leben für immer gezeichnet; ich stehe noch immer derart unter dem Einfluß dieser Leiden, daß jedes Wort, das ohne Brutalität zu mir gesprochen wird, mir immer den Eindruck eines Irrtums erweckt, einer Sinnestäuschung, die sich früher oder später verflüchtigen muß. Ich habe in der Fabrik den Stempel der Sklaverei erhalten, ähnlich wie die römischen Sklaven, die auf der Stirne mit glühendem Eisen gezeichnet wurden. Seit dieser Zeit habe ich nicht aufgehört, mich als Sklave zu betrachten...»

Kampf auf Seite der Republikaner gegen den Faschismus in Spanien

Nach 1934 begab sich Simone Weil nach Spanien, um auf der Seite der Republikaner gegen den Faschismus zu kämpfen. Das Leben als Arbeiterin hatte die Schlagkraft dieses freiheitsliebenden Herzens nicht erschöpfen können; als es galt, die Freiheit gegen die Diktatur zu verteidigen, gewann dieser schwächliche Körper neue Spannkraft, und der niemals erlahmende Wille trieb zu neuen Leistungen der Selbstaufopferung und der Selbsthingabe. Der Einmarsch der Deutschen in Frankreich zwang sie «unterzutauchen»; sie wurde eine Zeitlang von Geistlichen verborgen gehalten und konnte im Jahre 1942 Frankreich verlassen, von wo aus sie — über Amerika — nach England reiste. Die Nachrichten über diese Zeit ihres Lebens sind spärlich; wir wissen, daß sie sich auf die knappe Lebensmittelration der Franzosen einschränkte und dabei Hunger litt; sie starb am 24. August 1943, «gebrochen durch den Hunger und die Schwindsucht».

Ihre Werke sind erst nach dem Kriege erschienen; sie wurden posthum herausgegeben und haben den Namen der Verfasserin rasch berühmt gemacht. In jedem dieser Bücher tritt uns Simone Weil entgegen als ein wahrhaft «existentieller Denker», eine Philosophin, die von der Not der Zeit ausgeht und deren Denken immer wieder darum bemüht ist, einen Ausweg aus dem gegenwärtigen Chaos zu finden. Ihre Größe besteht darin, daß sie das soziale Problem in seinem ganzen Umfang erfaßt und Metaphysik und Ethik in den Dienst der gesellschaftlichen Erneuerung gestellt hat. Wir müssen allerdings feststellen, daß nicht alle Werke Simone Weils von gleichem Gewicht sind — die im Vichy-Frankreich sich Verbergende geriet unter den Einfluß von katholischen Geistlichen und neigte in den letzten Jahren ihres Lebens zu einem Mystizismus, in dessen Bereich wir ihr nicht folgen können. Dies zeigt sich besonders ausdrücklich in dem Buche «Die Gnade und die Schwerkraft» sowie in dem aus Notizen und flüchtigen Entwürfen zusammengestellten «La connaissance surnaturelle» (Die übernatürliche Erkenntnis). Es wäre jedoch verfehlt, Simone Weil in ihrer späteren Entwicklung dem kirchlichen Denken zuzurechnen; ihr Mystizismus hat eine durchaus persönliche Prägung, und ihre Religiosität führt sie oft genug zu einer scharfen Kritik an den Religionen.

Mit "Die Entwurzelung" lenkt Weil den Blick auf die grosse Zeitkrankheit

Vier Bücher von Simone Weil sind von Albert Camus in seiner Sammlung «Espoir» herausgegeben worden; es sind dies die bereits erwähnten «Condition ouvrière» und «Connaissance surnaturelle» wie auch «Lettre à un religieux » (Brief an einen Religiösen) und «L‘ enracinement» (Die Einwurzelung), alle erschienen im Verlag Gallimard, Paris. Von allen diesen Arbeiten ist wohl «L'enracinement» die bedeutendste; sie trägt den Untertitel «Präludium zu einer Erklärung der Pflichten gegenüber dem menschlichen Wesen» und ist in der Tat die Leistung einer Gesetzgeberin, die alle Pflichten und Rechte des Menschen einander gegenüberstellt. Von ungewöhnlicher Aktualität sind die sorgfältigen Analysen der «Bedürfnisse des Menschen», in denen die Probleme der Ordnung, Freiheit, Verantwortlichkeit, Ehre, Sicherheit, Wahrheit usw. erörtert werden. Nach diesem Katalog dessen, was die menschliche Natur bedarf, um sich entfalten zu können, zeigt Simone Weil die große Zeitkrankheit der Entwurzelung auf — ihre Hauptformen sind die Entwurzelung des Arbeiters und diejenige des Bauern: das soziale Problem ist wesentlich ein Problem der Arbeiterschaft und des Bauerntums, bzw. deren Lage im gegenwärtigen Entwicklungszustand des Kapitalismus. In der Einleitung zu «Déracinement ouvrier» lesen wir:

«Es gibt eine gesellschaftliche Lebensbedingung, die gänzlich und ständig vom Geld abhängt, und dies ist die Lohnarbeit, besonders seit dem Zeitpunkt, wo die Stückentlöhnung den Arbeiter zu zwingen begann, ständig mit dem Geld zu rechnen. Unter dieser Bedingung ist die Krankheit der Entwurzelung besonders schwer… Obwohl sie (die Arbeiter) geographisch auf ihrem Platze bleiben, sind sie moralisch entwurzelt, exiliert und zurückgerufen wie aus Toleranz, aber immer als bloße ‚Arbeitskraft‘. Die Arbeitslosigkeit ist, wohlverstanden, eine Entwurzelung in der zweiten Potenz. Die Arbeiter sind weder bei sich noch in der Fabrik zu Hause, weder in ihren Wohnungen noch in ihren Syndikaten, weder an ihren Vergnügungsstätten noch in der intellektuellen Kultur, die sie sich anzueignen versuchen...»

Als Heilmittel für die Krankheit der Entwurzelung erscheint Simone Weil eine durchgreifende soziale Neugestaltung. Ihr kurzes, unruhvolles Leben hat ihr nicht Zeit gelassen, ihre Auffassungen über dieses Problem in einer abschließenden Weise zu formulieren. Aus ihrem Leben wie aus ihren Büchern ist zu entnehmen, daß sie ihren Weg auf der Seite der Arbeiterschaft gesucht hat. Sie war ein freier Geist, und sie war Sozialistin im schönsten Sinne des Wortes; wir mögen nur bedauern, daß dieser hellsichtige Geist sich schließlich im Netzwerk des Mystizismus verfangen und die Erkenntnis zuletzt dem Glauben aufgeopfert hat. Wenn uns Simone Weil heute noch und in Zukunft etwas zu sagen hat, so ist es vor allem deshalb, weil in ihr ein Herold der Gerechtigkeit erschienen ist, durch dessen Wort das Verantwortungsbewußtsein der Menschen geschärft wird für die Tatsache, daß jeder Mensch für alle andern Menschen verantwortlich ist.

Quelle: Friedrich Liebling alias Polybios in Zeitschrift Rote Revue: sozialistische Monatsschrift Band (Jahr): 31 (1952) Heft 11-12


  • Titel/Bild/Überschriften eingefügt von seniora.org



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19.07.2025

Seymour Hersh: Selenskij kann sich nicht mehr lange halten

freedert.online, 19 Juli 2025 18:00 Uhr

Der ehemalige General Waleri Saluschny könnte, so der Journalist, wegen der schwindenden Unterstützung für den ukrainischen Staatschef an dessen Stelle treten. Schon seine Versetzung an die Londoner Botschaft 2024 zielte darauf ab, den Konkurrenten loszuwerden.


Quelle: www.globallookpress.com © Angelo Carconi


Wladimir Selenskij am 10.07.2025 in Rom


Die politische Zukunft Wladimir Selenskijs erscheint zunehmend ungewiss, so Regierungsvertreter in Washington, die der legendäre Journalist Seymour Hersh zitiert. Die Aussicht, dass der Politiker durch den ehemaligen Kommandeur der Streitkräfte Waleri Saluschny ersetzt wird, steigt zunehmend, während seine heimische Unterstützung ab- und die Frustration in Washington zunimmt.

Selenskij blockierte nationale Wahlen durch das Kriegsrecht und entschied sich, als seine Amtszeit 2024 offiziell endete, nicht abzutreten. Sein ehemaliger Spitzenkommandeur, der Anfang vergangenen Jahres entlassen und später zum Botschafter in Großbritannien ernannt wurde, soll schon lange als möglicher Nachfolger gehandelt werden.


Wegen Razzien zur Korruptionsbekämpfung: Selenskij beschuldigt, in Autoritarismus abzugleiten





Wegen Razzien zur Korruptionsbekämpfung: Selenskij beschuldigt, in Autoritarismus abzugleiten





"Selenskij steht auf der Auswahlliste fürs Exil, wenn Präsident Donald Trump sich entscheidet, den Anruf zu machen", schrieb die Reporterlegende am Freitag.

Ein US-Vertreter, der die internen Debatten kennen soll, meinte, solle Selenskij sich weigern, abzutreten – was sie für das wahrscheinlichste Szenario hielten –, könne er letztlich gewaltsam entfernt werden.

Saluschny wird derzeit als der glaubwürdigste Nachfolger des ukrainischen Staatschefs gesehen, so "eingeweihte" Vertreter in Washington, die Hersh zitierte. Er fügte hinzu, dieser "Job könnte binnen Monaten seiner sein".

Selenskijs Popularität, die in den ersten Monaten nach Eskalation des Ukraine-Konflikts im Februar 2022 Spitzenwerte von 90 Prozent erreicht hatte, ist seitdem durch Rückschläge auf dem Schlachtfeld und fortgesetzte wirtschaftliche Probleme stetig zurückgegangen. Neueste Umfragen deuten an, dass ihm nur noch 52 Prozent der Ukrainer vertrauen, während 60 Prozent es vorzögen, wenn er sich nicht um eine weitere Amtszeit bemühte.

Jüngst haben auch westliche Medien ihren Tonfall geändert, und einige zeichnen Selenskij als zunehmend autoritär. Andere berichteten, Vertreter in Washington glaubten, "es ist Zeit für eine Wahl und eine neue Führung".

Russische Vertreter haben Zweifel an Selenskijs Legitimität geäußert und erklärt, jede internationale Übereinkunft, die unter seiner Führung unterzeichnet würde, wäre rechtlich anfechtbar. Während Moskau seine Bereitschaft bekundet hat, mit Selenskij zu verhandeln, bleibt es skeptisch bezüglich seiner Autorität, tatsächlich ein dauerhaftes Abkommen abzuschließen.


Mehr zum Thema – Selenskij und Saluschny: Nicht das Finale, nur das Staffelende


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Video https://rumble.com/v6w7rzu-kiew-bildet-regierung-um-korruptionsskandal-spaltet-ukrainische-fhrung.html Dauer 3:34 Min.


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Info: https://freedert.online/international/251120-seymour-hersh-selenskij-kann-sich/


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19.07.2025

Propaganda 
Ein RAND-Artikel zeigt, wie die EU den Kaukasus beeinflussen soll

anti-spiegel.ru, 18. Juli 2025     15:00 Uhr, von Anti-Spiegel

Nachdem Trump USAID und die US-Propagandasender Voice of America geschlossen hat, versuchen die Transatlantiker, diese mit europäischem Geld zu ersetzen. Ein RAND-Artikel zeigt das beispielhaft auf.

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Wenn ich über Papiere der RAND-Corporation berichte, dann sind das meistens komplexe Analysen, die der US-Regierung den außenpolitischen Kurs vorgeben sollen. Wer diese Analysen liest, der konnte immer sehr genau vorhersagen, in welchen Regionen der Welt in den kommenden zwei Jahren entscheidende Ereignisse eintreten würden.

Aber die meisten Veröffentlichungen von RAND sind Experten-Artikel, die den Zweck haben, die öffentliche Meinung und vor allem die Meinung führender Politiker zu beeinflussen. 

Die RAND-Corporation macht sich beispielsweise Sorgen um den Kaukasus, der eine geopolitisch wichtige Region ist, in der bisher USAID und die staatlichen US-Propaganda-Sender Radio Liberty und Voice of America für die Beeinflussung der öffentlichen Meinung in die von den Transatlantikern gewollte Richtung zuständig waren. Nachdem Trump diese Propaganda-Instrumente geschlossen hat, haben die im Kaukasus tätigen pro-westlichen NGOs ihre Finanzquellen verloren.

Daher wird derzeit versucht, diese Gelder durch Zahlungen der EU zu ersetzen, wozu die EU jedoch nicht das Geld hat, da USAID ein hohes zweistelliges Milliardenbudget zur Verfügung hatte, das die EU nicht hat. 

Aus diesem Grund wird hinter den Kulissen nun Überzeugungsarbeit geleistet, um die nötigen Gelder bei der EU locker zu machen. Zu diesem Zweck veröffentlichen transatlantische Thinktanks Artikel und Analysen, die wiederum die Berater der führenden Politiker auf den Tisch bekommen. 

Ein Beispiel dafür habe ich bei der RAND-Corporation gefunden. Der Artikel wirkt wie eine Analyse der Lage im Kaukasus, konkret geht es um Georgien und Armenien, und auch in Moldawien. Dass es sich dabei nicht um einen Analyse, sondern um Propaganda mit dem Ziel handelt, EU-Gelder für Meinungsmache in den genannten Ländern zu erhalten, sieht man daran, wie offen RAND in dem Artikel Unwahrheiten verbreitet. Diese Propaganda-Lügen sollen als Argumente dafür herhalten, EU-Gelder zu bekommen. Das wird ganz am Ende des Artikels auch offen gesagt. 

Der Artikel zeigt, wie offen die Transatlantiker um Einfluss im Kaukasus kämpfen, wobei es wieder gegen Russland geht, und er zeigt, wie dreist dabei zur Beeinflussung der westlichen Politiker, die ja die Zielgruppe solcher Artikel sind, gelogen wird. Um zu zeigen, wie solche Dinge ablaufen, habe ich den RAND-Artikel (https://www.rand.org/pubs/commentary/2025/07/countering-russian-influence-support-for-armenia-georgia.html) übersetzt und bei den dreistesten Propaganda-Lügen mit eigenen Anmerkungen versehen.


Beginn der Übersetzung:

Russlands Einfluss entgegenwirken: Unterstützung für Armenien, Georgien und Moldawien im „Warteraum des Westens“

von John Kennedy und William Dunbar | RAND

Während Europa sich bemüht, die Verteidigung der Ukraine zu stärken und die eigene Sicherheit zu festigen, bleiben drei andere postsowjetische Staaten – Armenien, Georgien und Moldawien – gefährlich anfällig für russische Einflussnahme. Alle drei haben ihren Wunsch geäußert, sich dem Westen anzunähern: Moldawien und Georgien sind offizielle EU-Beitrittskandidaten, und alle drei nehmen am Programm der Östlichen Partnerschaft der EU teil. 

Doch trotz dieser Ambitionen sind ihre kurzfristigen Aussichten auf eine EU-Mitgliedschaft gering. In dieser „Position des Abwartens“ befinden sie sich in einer prekären Lage: Gerade ihre pro-europäische und NATO-orientierte Haltung erhöht ihre Anfälligkeit gegenüber russischem Druck, Subversion und – in manchen Fällen – militärischer Aggression.

Auch wenn eine groß angelegte Invasion wie in der Ukraine derzeit unwahrscheinlich erscheint, sind russische Maßnahmen zur Destabilisierung bereits in vollem Gange. In Georgien, einst ein regionales Vorbild für Reformen, hat sich der pro-russische Kurs unter einer zunehmend autoritären Regierung trotz einer überwältigenden öffentlichen Unterstützung für den Beitritt zur EU beschleunigt. In Moldawien machen fragile demokratische Institutionen und der ungelöste Transnistrien-Konflikt das Land anfällig für Desinformation und Manipulation von Wahlen. In Armenien hat die Krise um Bergkarabach 2023 ein günstiges Umfeld für pro-russische politische Kräfte geschaffen, die auf Unsicherheit setzen, um die Westorientierung des Landes zu untergraben.

Diese Einflussnahme stellt eine erhebliche Herausforderung für die europäischen Entscheidungsträger dar. Wenn es Europa ernst meint mit dem Ziel, weitere strategische Zugewinne Russlands in der Region zu verhindern, müssen neue Maßnahmen ergriffen werden, um diesen Ländern zu helfen, pro-russische Kampagnen der Desinformation zu überwinden und populistischen politischen Kräften zu widerstehen, die sie zurück in Moskaus Einflussbereich ziehen wollen. Auch ohne formelle Mitgliedschaft in der EU gibt es mehrere materielle Möglichkeiten, die Staaten in ihrem Warteraum zu unterstützen. 

„Auch wenn eine Invasion wie in der Ukraine derzeit nicht bevorsteht, sind russische Versuche der Destabilisierung in Armenien, Georgien und Moldawien bereits im Gange.“

Seit 2022 hat Russland Moldawien direkter bedroht als jedes andere Land außer der Ukraine. Im Jahr darauf erklärte Präsidentin Maia Sandu, sie habe Informationen vom ukrainischen Geheimdienst erhalten, die einen Plan zur Destabilisierung der moldawischen Regierung mit dem Ziel aufdecken, den EU-Beitritt zu verhindern und das Land in den Krieg gegen die Ukraine hineinzuziehen.

Vor der Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr intensivierte Russland seine Manipulation von Informationen und seine Einmischung. Ein aktueller Bericht des moldawischen Sicherheits- und Geheimdienstes beschreibt russische Bemühungen, das Land zu destabilisieren, die Demokratie zu untergraben und die europäische Integration zu verhindern. Moldawiens Vizepremier Mihail Popșoi betonte kürzlich, dass die Parlamentswahlen in diesem Jahr besonders riskant seien: Neben der Bestechung von Wählern werde die öffentliche Debatte durch Desinformation verzerrt, die von russlandnahen Fake-Medien verbreitet werde. Die Opposition verbreitet zudem über russische Medien gezielt Zweifel an der Integrität der rumänischen Präsidentschaftswahl und behauptet, der Westen plane Ähnliches bei den kommenden moldawischen Wahlen im September. (Anm. d. Übers.: Daran, dass die Präsidentschaftswahl manipuliert war, gibt es keinen Zweifel. Das geschah, indem für die etwa 500.000 Exil-Moldawier, die im Westen leben und mehrheitlich für Sandu stimmen, über 200 Wahlbüros im Ausland organisiert wurden, während für die 500.000 Exil-Moldawier, die in Russland leben und mehrheitlich für die Opposition stimmen, nur zwei Wahlbüros mit nur 10.000 Wahlzetteln eröffnet wurden. Das war bei dem knappen Ergebnis wahlentscheidend. Hinzu kam Einschüchterung der Opposition unmittelbar vor der Wahl.)

Auch im abtrünnigen Transnistrien, das wirtschaftlich von Russland abhängig ist und als Rückzugsort für die organisierte Kriminalität gilt, schürt Moskau Spannungen. Jüngst versuchte Russland, dort eine Energiekrise herbeizuführen – und dafür der Regierung in Chișinău die Schuld zu geben. (Anm. d. Übers.: Das ist eine Verdrehung der Tatsachen, es war die moldawische Regierung, die die Energiekrise verursacht hat und sich sogar gegen den russischen Vorschlag gestellt hat, kostenlos Gas nach Transnistrien zu liefern, wo es zu Kältetoten kam, weil die Heizungen im ganzen Januar nicht funktioniert haben.)

In Georgien wiederum nutzt ein zunehmend repressives Regime die Schwächen des Warteraums zu seinem Vorteil – zum Nutzen des Kremls. Der Staat wurde vollständig von einer oligarchischen Clique vereinnahmt und gleicht inzwischen einer autoritären Herrschaft russischer Prägung, die die eine Integration in die EU aufgegeben hat. Dies geschieht, obwohl die Regierungspartei im Wahlkampf 2024 noch mit dem Slogan „Mit Würde nach Europa“ angetreten war und rund drei Viertel der Bevölkerung einen Beitritt zur EU befürworten. In Tiflis sind pro-westliche Parteien nicht nur von der Macht ausgeschlossen, sie könnten sogar verboten werden. Die unabhängige Zivilgesellschaft, die drei Jahrzehnte lang gedeihen konnte, wird durch repressive Gesetze zerschlagen. (Anm. d. Übers.: Auch das ist nicht wahr, denn es war die EU, die die Beitrittsgespräche mit Georgien auf Eis gelegt (https://web.archive.org/web/20241202152754/https://anti-spiegel.ru/2024/unruhen-in-tiflis-nach-dem-die-georgische-regierung-eu-beitritt-auf-eis-legt/) hat, nachdem die georgische Regierung gegen ausländische Einflussnahme vorgegangen ist (https://web.archive.org/web/20240917173520/https://anti-spiegel.ru/2024/wie-die-usa-mit-hilfe-armeniens-das-neue-georgische-gesetz-umgehen-wollen/) und Medien und NGOs verpflichtet hat, ihre Finanzierung aus dem Ausland offenzulegen.)

In Armenien haben die Ereignisse des Krieges im Jahr 2020 gegen Aserbaidschan die sicherheitspolitischen Beziehungen zu Moskau grundlegend erschüttert. Zwar entsandte Russland nach Beilegung der Kampfhandlungen Friedenstruppen nach Bergkarabach, um die dortige armenische Bevölkerung zu schützen, doch 2023 taten sie nichts, um die Eroberung des gesamten Gebiets durch Aserbaidschan zu verhindern. Dies führte zur Vertreibung von über 100.000 Menschen, ein Vorgang, den der Europarat, Freedom House und das Europäische Parlament als ethnische Säuberung einstufen. (Anm. d. Übers.: Auch das wird falsch dargestellt, denn der armenische Premierminister hatte Bergkarabach als Teil Aserbaidschans anerkannt und die russischen Friedenstruppen hatten nicht die Aufgabe, dort einzuschreiten, sondern bestimmte Grenzpunkte zu überwachen. Hinzu kommt, dass auch der Westen damals weder politisch noch diplomatisch irgendetwas unternommen hat, denn das Kalkül dahinter war, dass die Tragödie das Verhältnis zwischen Armenien und Russland schädigt. Daran wird gearbeitet, wie auch diese Formulierungen von RAND zeigen.)

In der Folge wurde Russlands Ansehen in Armenien stark beschädigt: Heute betrachten mehr Armenier Russland als Bedrohung denn als Partner – ein drastischer Wandel im Vergleich zu vor fünf Jahren. Auch die Regierung hält Moskau inzwischen für einen unzuverlässigen Partner. Zwar ist Armenien weiterhin Mitglied der Eurasischen Wirtschaftsunion, doch das Parlament stimmte Anfang 2024 dafür, Beitrittsgespräche mit der EU aufzunehmen. Rund 60 Prozent der Armenier würden bei einem Referendum sofort für den EU-Beitritt stimmen. 

Im selben Jahr kündigte die EU neue Wirtschaftshilfen an. Außerdem betreibt sie eine unbewaffnete Beobachtermission an der armenisch-aserbaidschanischen Grenze, die regelmäßig über aserbaidschanischen Beschuss von ziviler Infrastruktur berichtet, was in Baku für großen Ärger sorgt.

Trotz dieser Entwicklungen bleibt der Westkurs den Armenien eingeschlagen hat äußerst gefährlich. Zwar wurden russische Grenzbeamte vom Flughafen Jerewan abgezogen, doch sie stehen weiterhin an der iranischen Grenze, zudem unterhält Russland eine Militärbasis in Gjumri. Da Armenien von geschlossenen Grenzen zu Aserbaidschan und zur Türkei umgeben ist, bleibt es wirtschaftlich von Russland abhängig. Angesichts der vom Kreml befeuerten Angst vor einem erneuten Angriff Aserbaidschans ist das größte Risiko, dass Moskau einen solchen Angriff duldet, um eine pro-russische Führung in Jerewan zu installieren.

„Trotz Besorgnis erregender Entwicklungen bestehen weiterhin Möglichkeiten, russischer Einflussnahme und Expansion in der Region entgegenzuwirken.“

Dazu zählt eine Wiederbelebung der Kampagnen strategischer Kommunikation zur Förderung liberaler Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Russlands Strategien der Desinformation – auf Patriotismus getrimmte Narrative, Verschwörungstheorien über Identität und verdeckte Drohungen – sind gut dokumentiert.

Doch der Informationskrieg ist nicht verloren: In der Vergangenheit stützte sich Europa  zur Unterstützung unabhängiger Medien und der Zivilgesellschaft stark auf US-finanzierte Organisationen wie USAID, NED oder RFE/R. Ohne diese sind die Länder anfälliger für russische Narrative. Da die USAID-Programme derzeit ausgesetzt sind und die Zukunft von NED und RFE/RL ungewiss ist, müssen europäische Akteure eigene Initiativen ergreifen, vor allem im Bereich Medienförderung und strategische Kommunikation.

Auch politische und wirtschaftliche Unterstützung ist zur Stärkung der Resilienz und zur Reduzierung russischer Abhängigkeitenentscheidend . Im Fall Armeniens könnte die EU die Westanbindung durch eine offizielle Kandidatur stärken, ihre Beobachtermission fortsetzen und eine deutlichere Haltung gegenüber Aserbaidschans Provokationen einnehmen. Auch Länder wie Großbritannien könnten Initiativen zur strategischen Kommunikation unterstützen, um Desinformation zu begegnen und den Kurs der Westanbindung zu festigen.

In Moldawien hat die EU ihre Hilfe seit 2022 verstärkt, etwa durch die „Moldova Support Platform“, die unter anderem die Energiesicherheit verbessert und die Stromkosten gesenkt hat. Großbritannien unterstützt Moldawien im Rahmen seines Strategischen Dialogs auch bei der Abwehr hybrider Bedrohungen. Doch angesichts des Potentials russischer Bedrohung müssen finanzielle und politische Zusagen deutlich ausgebaut werden, um den Wert westlicher Partnerschaft greifbar zu machen. (Anm. d. Übers.: Die Stromkosten in Moldawien sind heute um ein Mehrfaches höher als vor dem Amtsantritt der pro-westlichen Sandu-Regierung im Jahr 2020. Dass Maßnahmen der EU, die meist auch noch als Kredite erfolgen, die Stromkosten merklich gesenkt hätten, ist unwahr.)

Im Fall Georgiens könnten härtere Mittel wie Sanktionen bis hin zur Aussetzung des Kandidatenstatus, sollte die Regierung sich weiter an autoritären Modellen orientieren, eingesetzt werden, um demokratischen Rückschritten entgegenzuwirken. Da EU-weite Sanktionen oft an Ungarn und der Slowakei scheitern, müssten Einzelstaaten wie Großbritannien vorangehen. Georgien unterhält enge wirtschaftliche Beziehungen zu westlichen Banken, Energiekonzernen und Medienunternehmen – gezielte Sanktionen könnten hier wirksam sein.

Die Geschichte zeigt: Kompromisse, Beschwichtigung oder Untätigkeit gegenüber Putins Ambitionen führen nur zu weiteren Aggressionen. Polen hat sich für seine Ratspräsidentschaft das Ziel gesetzt, Europa zur sichersten und stabilsten Region der Welt zu machen. Dies bietet der EU und ihren Partnern die Gelegenheit, erneut auf die Hoffnungen jener ehemaligen Sowjetstaaten einzugehen, die sich ebenfalls diese Zukunft wünschen.

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John Kennedy ist Forschungsleiter für Verteidigung, Sicherheit und Justiz bei RAND Europe. William Dunbar ist Mitarbeiter von RAND Europe.

Ende der Übersetzung


Info: /https://anti-spiegel.ru/2025/ein-rand-artikel-zeigt-wie-die-eu-den-kaukasus-beeinflussen-soll/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




Weiteres: 




Gegen den russischen Einfluss: Unterstützung Armeniens, Georgiens und Moldawiens im "Wartenbau des Westens"

rand.org, vom Juli 1, 2025, Kommentar, Von John Kennedy und William Dunbar, (Übersetzt aus dem Englischen mit beta, unkorrigiert)


Illustration von PeterHermesFurian/Getty Images


Während Europa sich versammelt, um die Verteidigung der Ukraine zu unterstützen und ihre eigene Sicherheit zu stärken, bleiben drei weitere postsowjetische Staaten - Armenien, Georgien und Moldawien - gefährlich dem russischen Zwang ausgesetzt. Jeder hat den Wunsch geäußert, sich dem Westen anzunähern: Moldawien und Georgien sind offizielle EU-Kandidaten, und alle drei nehmen an der Östlichen Partnerschaft der Europäischen Union teil. Doch trotz dieser Bestrebungen sind ihre Chancen, kurzfristig der Europäischen Union beizutreten, gering. In dieser Haltung des „Warnraums“ ist ihre Lage prekär: Gerade ihre Ausrichtung auf Europa und die NATO erhöht ihre Anfälligkeit für russischen Druck, Subversion und in einigen Fällen militärische Aggression.

Während eine umfassende Invasion wie diese in der Ukraine möglicherweise nicht unmittelbar bevorsteht, sind die russischen Bemühungen, diese Staaten zu destabilisieren, bereits im Gange. In Georgien, einst ein regionaler Reformführer, hat sich ein pro-russischer Abgleiten unter einer zunehmend autoritären Regierung beschleunigt, trotz der überwältigenden öffentlichen Unterstützung für die EU-Mitgliedschaft. In Moldawien lassen fragile demokratische Institutionen und der ungelöste Transnistrien-Konflikt das Land Desinformation und Wahleinmischungen aussetzen. In Armenien haben die Nachwirkungen der Krise in Berg-Karabach 2023 einen fruchtbaren Boden für prorussische politische Akteure geschaffen, die versuchen, aus der Unsicherheit Kapital zu schlagen und die westliche Verschiebung des Landes zu vereiteln.

Diese Einmischung wirft eine große Herausforderung für die europäischen Entscheidungsträger auf. Wenn es ihnen ernst damit ist, weitere russische strategische Gewinne in der gesamten Region zu verhindern, müssen neue Maßnahmen gefunden werden, um diesen Ländern zu helfen, prorussische Desinformationskampagnen zu überwinden und populistischen politischen Kräften zu widerstehen, die sie zurück in den Moskauer Orbit ziehen würden. Ohne den formellen Beitritt zur Europäischen Union gibt es mehrere materielle Möglichkeiten, die im Wartezimmer zu unterstützen.

Während eine solche umfassende Invasion in der Ukraine möglicherweise nicht unmittelbar bevorsteht, sind die russischen Bemühungen, Armenien, Georgien und Moldawien zu destabilisieren, bereits im Gange.

Russland hat Moldawien direkter bedroht als jedes andere Land, außer der Ukraine seit 2022. Im Jahr 2023 sagte Präsidentin Maia Sandu, sie habe Informationen von den ukrainischen Sicherheitsdiensten erhalten, die ein Komplott detailliert beschreiben, um die Führung des Landes zu stürzen, sie daran zu hindern, der Europäischen Union beizutreten, und das Land im Krieg gegen die Ukraine zu nutzen. In der Zeit vor den Präsidentschaftswahlen im letzten Jahr hat Russland seine Informationsmanipulations- und Einmischungskampagne intensiviert. Ein aktueller Bericht (PDF) des Sicherheits- und Nachrichtendienstes Moldawien besagt, dass Russland versucht, das Land zu destabilisieren und die Demokratie und die europäische Integration zu untergraben. Darüber hinaus, wie der stellvertretende moldauische Premierminister Mihail Popicoi kürzlich erklärte, werden die Parlamentswahlen in diesem Jahr mit Risiken behaftet sein, da die öffentliche Debatte nicht nur durch Desinformation verzerrt wird, die von gefälschten Online-Medienkonten in Verbindung mit Russland verbreitet wird. Tatsächlich verdreht die Opposition aktiv die Wahrheit, indem sie die Integrität der jüngsten rumänischen Präsidentschaftswahlen in der russischen Presse in Frage stellt und behauptet, dass der Westen versuchen wird, dasselbe bei den bevorstehenden Parlamentswahlen in Moldawien im September zu tun.

Russland versucht auch, die Spannungen im separatistischen Transnistrien zu verschärfen, das wirtschaftlich auf Russland angewiesen ist und ein Zufluchtsort für das organisierte Verbrechen ist. Moskau hat kürzlich versucht, eine Energiekrise in der Enklave auszulösen und sie der moldauischen Regierung in Chicinsu anzulasten.

In Georgien wurde die Verletzlichkeit des Warteraums von inländischen antiwestlichen, antiliberalen Kräften rücksichtslos ausgenutzt, immer zugunsten des Kremls. Das Land wurde einer totalen oligarchischen Staatswahl unterzogen und wird jetzt von einer autoritären Regierung im russischen Stil geführt, die die EU-Integration aufgegeben hat. Dies trotz der Tatsache, dass die Regierungspartei bei einer Wahl 2024 auf einer Plattform „Europa mit Würde“ Wahlkampf machte und etwa drei Viertel der Georgier dem Block beitreten wollen. In Tiflis sind prowestliche politische Parteien nicht nur nicht nur aus der Regierung, sondern könnten noch von einem immer repressiveren Regime verboten werden. Die unabhängige Zivilgesellschaft, die seit dreißig Jahren floriert, wird durch repressive Gesetze zerschlagen.

In Armenien wurden langjährige Sicherheitsbeziehungen zu Moskau durch die Ereignisse des Krieges 2020 gegen Aserbaidschan in Bergkarabach auf den Kopf gestellt. Der Krieg endete mit der Entsendung russischer Friedenstruppen in Karabach, angeblich um die ethnisch-armenische Bevölkerung zu schützen, aber sie taten nichts, um Aserbaidschan daran zu hindern, das gesamte umstrittene Gebiet im Jahr 2023 zu erobern, was zur Zwangsvertreibung von mehr als 100.000 Zivilisten führte - eine VertreibungCouncil on Foreign RelationsFreedom House, die als ethnische Säuberung des Europäischen Parlaments beschrieben wurde.

Als Ergebnis dieser Ereignisse ist Russlands Ruf in Armenien in Trümmern, und mehr Menschen sehen das Land jetzt als Bedrohung (PDF) als als Partner, eine seismische Verschiebung von vor fünf Jahren. Die Regierung sieht Russland auch als unzuverlässigen Partner, und obwohl das Land immer noch Mitglied der Eurasischen Wirtschaftsunion auf dem Papier bleibt, stimmte das armenische Parlament Anfang dieses Jahres für die Aufnahme von EU-Beitrittsgesprächen. Tatsächlich würden morgen etwa 60 Prozent der Armenier (PDF) für den Beitritt zur Europäischen Union stimmen. Dies wurde 2024 von neuen EU-Zuschüssen zur Unterstützung der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit begleitet. Die Europäische Union unterhält auch eine unbewaffnete Überwachungsmission an der Grenze Armeniens zu Aserbaidschan. Diese Mission, zum Zorn Bakus, berichtet regelmäßig über die Angriffe Aserbaidschans auf die armenische zivile Infrastruktur.

Dennoch ist Armeniens westlicher Kurs äußerst gefährlich. Jerewan bleibt in Russlands Umlaufbahn, obwohl die politischen Beziehungen zurückgegangen sind. Da die Grenzen sowohl zur Türkei als auch mit Aserbaidschan fest geschlossen sind, bleiben ihre Handelsbeziehungen mit Russland äußerst wichtig. Und obwohl Armenien russische Grenzposten vom Flughafen Jerewan entfernt hat, bleiben sie an seiner Grenze zum Iran, zusätzlich zu einem großen russischen Stützpunkt in Gyumri. Angesichts der Tatsache, dass Armenien mit der existenziellen Bedrohung einer weiteren Invasion durch Aserbaidschan konfrontiert ist, eine Bedrohung, die vom Kreml unerbittlich diskutiert wird, besteht die große Gefahr, dass Moskau einem aserbaidschanischen Angriff als Mittel zur Einrichtung einer pro-russischen Figur in Jerewan zustimmen wird.

Trotz dieser besorgniserregenden Bahnen gibt es noch mehrere Maßnahmen, die europäische Verbündete ergreifen könnten, um dem russischen Einfluss und der Expansion in der Region entgegenzuwirken. Eine davon ist die Wiederbelebung strategischer Kommunikationskampagnen, die die liberale Demokratie und Rechtsstaatlichkeit fördern. Viel ist über Russlands Desinformations-Spielbuch geschrieben, das auf falschen Appellen (PDF) zu Patriotismus, Verschwörungstheorien über Identitätsfragen und verschleierten Aggressionsdrohungen basiert, aber der Informationskrieg ist eminent gewinnbar. In der Vergangenheit hat sich Europa stark auf von den USA finanzierte Organisationen verlassen, darunter USAID, National Endowment for Democracy (NED) und Radio Free Europe/Radio Liberty (RFE/RL), um die Zivilgesellschaft und die unabhängigen Medien zu unterstützen, und jedes Land ist offener für die Verschwörungstheorien und Desinformation, die von Russland ohne sie verbreitet werden. Da die USAID-Programme in der gesamten Region ausgesetzt sind und die Zukunft von NED und RFE/RL im Zweifel steht, müssen europäische Kollegen proaktiv darüber nachdenken, wie sie die Lücke in wichtigen Bereichen wie Medienentwicklung und strategische Kommunikation füllen können.

Trotz der unterschiedlichen Bahnen gibt es noch mehrere Maßnahmen, die europäische Verbündete ergreifen könnten, um dem russischen Einfluss und der Expansion in der Region entgegenzuwirken.

Länder im Wartezimmer des Westens brauchen auch weitere politische und wirtschaftliche Unterstützung - Unterstützung, die die Anfälligkeit anerkennt, mit der sie bei der Suche nach westlicher Integration konfrontiert sind, und dazu beitragen, verbleibende Abhängigkeiten und Verbindungen mit Russland zu reduzieren. In Armenien könnte die Europäische Union den westlichen Dreh- und Angelpunkt des Landes stärken, indem sie den Status einer Kandidatur anbietet, ihre Grenzüberwachungsmission fortsetzt und eine festere Linie zu den militärischen Provokationen und der kriegerischen Rhetorik Aserbaidschans einschlägt. Europäische Länder, einschließlich des Vereinigten Königreichs, könnten ihre Unterstützung für die strategischen Kommunikationsbemühungen der Regierung erhöhen, um Desinformation entgegenzuwirken und die Neuausrichtung des Landes zu verankern.

In Moldawien hat die Europäische Union ihre Unterstützung seit 2022 erhöht, unter anderem über die Unterstützungsplattform Moldawiens. Dies hat die Bemühungen zur Verbesserung der Energiesicherheit Moldawiens und zur Senkung der Stromkosten finanziert. Das Vereinigte Königreich bietet Moldawien auch Unterstützung in einer Reihe von Themen durch seinen jährlichen strategischen Dialog (PDF), einschließlich der Bemühungen, hybriden Bedrohungen entgegenzuwirken. Das Ausmaß der westlichen Unterstützung – einschließlich finanzieller Ressourcen und Verpflichtungen – sollte jedoch entsprechend der Bedeutung der Bedrohung durch Russland (PDF) stehen; die Pattsituation in der Ukraine könnte den Kreml dazu bringen, anderswo nach opportunistischen Gewinnen zu suchen. Russland hat den Moldauern wenig zu bieten, und der Westen sollte sich darauf konzentrieren, die materiellen Aspekte Integration und Partnerschaft zu beschleunigen und zu vertiefen, was seine relative Attraktivität noch weiter erhöht.

Festere Hebel, einschließlich Sanktionen, könnten angewendet werden, um dem demokratischen Rückfall in Georgien entgegenzuwirken, und der Kandidatenstatus des Landes könnte formell ausgesetzt werden, wenn die Regierung das Land weiterhin in Richtung eines russischen Modells führt. Da die EU-weiten Sanktionen aufgrund de facto Vetos aus Ungarn und der Slowakei kompliziert sind, müssen die Bemühungen, die Verantwortlichen für Korruption und Menschenrechtsverletzungen zur Rechenschaft zu ziehen, den einzelnen Staaten zuwiderlaufen. Länder wie Großbritannien können hier eine bedeutende Rolle spielen: Georgien hat entscheidende Geschäftsbeziehungen im Bankwesen, Kohlenwasserstoffe und den Medien, und eine robustere Haltung in Bezug auf Sanktionen könnte die Kosten für diejenigen, die Georgien von seinem westlichen Kurs abbringen wollen, erheblich erhöhen.

Die Geschichte hat auch gezeigt, dass jeder Kompromiss, Beschwichtigung oder Apathie in der Reaktion auf Wladimir Putins strategische Ambitionen auf dem Kontinent nur weitere Aggressionen fördert. Mit seiner Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union hat sich Polen verpflichtet, die Mitglieder davon zu überzeugen, dass „Europa weiterhin der sicherste und stabilste Ort der Erde sein kann“. Daraus folgt, dass der Block und seine Partner wieder einmal die Chance haben, die Wünsche jener ehemaligen sowjetischen Länder zu erfüllen, die auch diese Zukunft anstreben.


Info: https://www.rand.org/pubs/commentary/2025/07/countering-russian-influence-support-for-armenia-georgia.html


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.07.2025

Trump droht Iran mit Zerstörung neuer Atomanlagen

freedert.online,19 Juli 2025 21:21 Uhr

Donald Trump erklärte, dass alle iranischen Nuklearanlagen vollständig zerstört worden seien und es Jahre dauern würde, sie wieder in Betrieb zu nehmen, sodass es rentabler sei, neu anzufangen. Zugleich drohte er damit, dass die neuen Anlagen ebenfalls zerstört würden.


Quelle: Gettyimages.ru © Anna Moneymaker


Archivbild: Donald Trump


US-Präsident Donald Trump hat versichert, dass die neuen iranischen Atomanlagen im Falle ihres Baus auf dem Territorium der Republik zerstört würden. Er schrieb darüber in seinem sozialen Netzwerk Truth Social:

"Alle drei Nuklearanlagen im Iran sind vollständig zerstört und/oder vernichtet worden. Es würde Jahre dauern, sie wieder in Betrieb zu nehmen, und wenn der Iran das möchte, wäre es für ihn weitaus günstiger, an drei verschiedenen Orten neu anzufangen, bevor diese Anlagen zerstört werden, sollte er sich dafür entscheiden."

Kurz vor Trumps Meldung hatte Ebrahim Rezaei, ein Sprecher des Ausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik des Madschlis, erklärt, der Iran könne aus dem Atomwaffensperrvertrag austreten und mit der Anreicherung von Uran auf über 60 Prozent beginnen. Laut Rezaei werde Teheran zu einem solchen Schritt gezwungen sein, wenn der Druck von außen zunehme. Rezaei wies darauf hin, dass der Iran sein Potenzial bisher nicht voll genutzt habe, sondern möglicherweise auf "andere strategische Maßnahmen" zurückgreife, darunter die Herstellung moderner Zentrifugen und die Ausweitung der nuklearen Zusammenarbeit.


Bericht: US-Luftangriffe zerstörten nur eine von drei iranischen Atomanlagen






Bericht: US-Luftangriffe zerstörten nur eine von drei iranischen Atomanlagen





In der Nacht zum 22. Juni griffen die USA in den israelisch-iranischen Konflikt ein und attackierten drei iranische Atomanlagen – Isfahan, Fordo und Natanz. Als Vergeltung griff der Iran die größte US-Militäreinrichtung im Nahen Osten an, den Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid in Katar. Der Konflikt endete mit einem Waffenstillstand zwischen Israel und dem Iran, nachdem zwölf Tage lang massive Schläge ausgetauscht worden waren.

Trump behauptete, die Angriffe hätten das iranische Atomprogramm vernichtet. Die US-Geheimdienste widersprachen ihm jedoch. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) erklärte, das iranische Atomprogramm sei zwar schwer beschädigt worden, aber der Iran habe seine Produktions- und Technologiekapazitäten beibehalten und könne die Urananreicherung innerhalb weniger Monate wiederaufnehmen. Israel glaubt, dass Teherans Atomprogramm um mehrere Jahre zurückgeworfen wurde.


Mehr zum ThemaAnalyse: Waren die iranischen Raketenangriffe auf Israel doch viel wirkungsvoller?


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Video https://rumble.com/v6wayn4-chamenei-israel-und-usa-mssen-zur-verantwortung-gezogen-werden.html Dauer  Min.


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://freedert.online/international/251138-trump-droht-iran-mit-zerstoerung-neuer-atomanlagen/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




Weiteres: 





Analyse: Waren die iranischen Raketenangriffe auf Israel doch viel wirkungsvoller?


freedert.online, 19 Juli 2025 15:07 Uhr, Von Rainer Rupp

Daten der Oregon State University zeigen: Die iranischen Raketen waren offensichtlich viel treffsicherer und ihre Zerstörungskraft viel größer als die Regime der Angriffskrieger in Washington und Jerusalem erwartet hatten, während der berühmte "Eiserne Dom" über Israel nicht hielt, was er versprach.


Quelle: www.globallookpress.com © Ilia Yefimovich / dpa


Israelische Rettungskräfte nach dem Einschlag einer iranischen Rakete in Rishon LeZion, Israel, 14. Juni 2025


Wissenschaftler der Oregon State University in den USA, die sich auf die Analyse von Satellitenradardaten zur Erkennung von Bombenschäden in Kriegsgebieten spezialisiert haben, teilten jüngst ihre Daten und Erkenntnisse mit der britischen Tageszeitung The Telegraph. Daraus geht hervor, dass während des sogenannten "Zwöftage-Krieges" im vergangenen Juni 2025 iranische ballistische Raketen unter anderem fünf – bisher öffentlich nicht erwähnte – israelische Militärbasen schwer beschädigt haben.


Iron Dome zittert: Iranischer Sender präsentiert Raketenarsenal und Drohnen



Iron Dome zittert: Iranischer Sender präsentiert Raketenarsenal und Drohnen






Nachfolgender Text basiert zum Teil auf dem Bericht des britischen Telegraph als auch auf einer KI-Recherche israelischer, iranischer und anderer internationaler Medien, sowie auf Verlautbarungen offizieller Quellen auf X, vormals Twitter. Dabei ist zu beachten, dass offizielle Stellen in Israel die Auswirkungen iranischer Angriffe herunterspielen oder ganz ignorieren, während iranische Berichte sicherlich eine gegenteilige Schlagseite haben. Unabhängige Analysen von Satellitendaten zeichnen dabei sicherlich ein deutlicheres Bild.

Die Daten der Oregon State University zeigen laut Telegraph angeblich das ganze Ausmaß der iranischen Vergeltungsangriffe auf Israels militärische Infrastruktur. Dies durfte jedoch aufgrund der strengen Zensurgesetze Israels nicht öffentlich bekannt gegeben werden – angeblich, um die Bevölkerung nicht zu beunruhigen. Der eigentliche Grund der strikten Geheimhaltung dürfte jedoch gewesen sein, dass diese Blamage Israels Nimbus als unbesiegbaren Staat erschüttern und, was noch schwerer wiegt, massive finanzielle Einbußen zur Folge haben würde.

Wenn nämlich die beiden Kriegsverbrecherregime in Washington und Israel das ganze Ausmaß des Versagens ihrer Raketenabwehrtechnologien eingestehen würden, hätte das einen ungeheuren kommerziellen Schaden zur Folge. Denn bisher wurden die israelischen und amerikanischen Flugabwehrsysteme – fälschlicherweise, aber dennoch sehr erfolgreich – als die besten der Welt verkauft. Ein Eingeständnis, dass die von Iran in Eigenregie entwickelten und produzierten Raketen die israelisch-amerikanische Abwehr in maßgeblicher Zahl überwinden konnten, könnte für die beiden Länder das Ende eines wichtigen Teils ihrer lukrativen, zig Milliarden Dollar schweren Waffenexporte bedeuten.

Zur Erinnerung ein kurzer Rückblick

Der völkerrechtswidrige, unprovozierte israelische Angriffskrieg gegen Iran, der am 13. Juni 2025 begann, zielte darauf ab, iranische Nuklearanlagen zu zerstören, was laut internationalem Recht ein weiteres Kriegsverbrechen darstellt. Dies hatte eine Reihe von iranischen Vergeltungsschlägen zufolge, die für Israel offensichtlich viel schmerzhafter waren, als bisher eingestanden wurde. Ein Anzeichen dafür gab es schon vor dem Waffenstillstand, als US-Medien berichteten, Netanjahu habe Trump gegenüber seine Bereitschaft zu einer sofortigen Waffenruhe erklärt, wenn die Initiative dazu von Teheran ausginge.


Schweizer Militärexperte: Donald Trump hat Kriegsverbrechen begangen





Schweizer Militärexperte: Donald Trump hat Kriegsverbrechen begangen






Offensichtlich musste das zionistische Regime zu diesem Zeitpunkt bereits mit zunehmender Hilflosigkeit die iranischen Raketenangriffe über sich ergehen lassen. Das hatte dann in einschlägigen Kreisen zu der Befürchtung geführt, dass die Zionisten bei Fortsetzung der iranischen Angriffe in ihrer wachsenden Verzweiflung womöglich zu Nuklearwaffen greifen würden. Diese teils öffentlich geführte Diskussion dürfte mit ein Beweggrund dafür gewesen sein, dass die Amerikaner umgehend einen Waffenstillstand mit Teheran ausgehandelt hatten.

Die Kampfhandlungen begannen am 13. Juni 2025 mit israelischen Luftschlägen auf iranische Nuklearanlagen, Raketenstellungen und der gezielten Ermordung iranischer Atomwissenschaftler und Top-Militärs. Ziel dieser Operationen war es laut israelischer Darstellung, das iranische Atomprogramm zu stoppen oder zumindest entscheidend zu verzögern – ein Vorwurf, den Teheran kategorisch zurückweist. Im Verlauf des Konflikts beteiligte sich auch die US-Luftwaffe mit gezielten Angriffen auf iranische Nuklearstandorte im Rahmen der Operation "Midnight Hammer", bei der B-2-Bomber bunkerbrechende Bomben auf Fordo, Natanz und Isfahan abwarfen.

Als Reaktion startete Iran eine massive Welle von Raketen- und Drohnenangriffen auf israelische Militär- und Zivilziele wie z. B. den verheerenden Angriff auf den Hafen von Haifa sowie einen Raketenangriff auf den US-Stützpunkt Al Udeid in Katar. Die Kämpfe endeten schließlich am 24. Juni 2025 in einem brüchigen Waffenstillstand.

Satellitendaten: Schlüssel zur Aufdeckung der Schäden in Israel

Die entscheidenden neuen Erkenntnisse stammen von einem Forschungsteam der Oregon State University. Diese Gruppe nutzt Radarsatellitendaten, um Veränderungen in der bebauten Umwelt zu erkennen und so Bombenschäden in Kriegsgebieten zu identifizieren. Das Team unter Leitung von Corey Scher konnte eindeutige Explosionsmuster in fünf wichtigen Militärbasen im Norden, in der Mitte und im Süden Israels nachweisen, die bis jetzt von israelischer Seite geheim gehalten werden.


Zu den identifizierten Zielen zählen:

  • Tel Nof Luftwaffenbasis in Zentralisrael, ein bedeutendes Drehkreuz für Tankflugzeuge und schwere Hubschrauber
  • Glilot Intelligence Zentrum nahe Tel Aviv, ein zentrales Zentrum für militärische Aufklärung
  • Zipporit Basis in der Nähe von Nazareth, eine Produktionsstätte für Panzer- und Waffensysteme
  • eine weitere nicht namentlich spezifizierte Basis der israelischen Aufklärung und
  • ein namentlich nicht identifizierter, aber anscheinend wichtiger Logistikstützpunkt

Die Satellitenradardaten zeigten klare Einschlagmuster, die auf direkte Treffer hindeuten. Da jedoch das Team von Corey Scher bisher keinen Zugang zu hochauflösenden Bildern hatte und Vor-Ort-Untersuchungen aufgrund israelischer Zensur und Geheimhaltung nicht möglich sind, ist auch eine genaue Einschätzung der angerichteten Schäden eingeschränkt. Das Forschungsteam kündigte jedoch eine noch detailliertere Auswertung an, die im Laufe dieses Monats erscheinen soll.

Umfang und Einsatztaktik der iranischen Drohnen- und Raketenangriffe

Die iranische Strategie war darauf ausgelegt, die israelische Luftabwehr zu überlasten. Dabei kombinierte Teheran ballistische Raketen mit langsamen Einweg-Drohnen, wobei letztere vor allem die israelische und die US-amerikanische Luftabwehr verwirren und die Abwehrsysteme übersättigen sollten.


"Der große Verlierer" – Kriegstreiber Netanjahu hat keines seiner Ziele erreicht





Analyse

"Der große Verlierer" – Kriegstreiber Netanjahu hat keines seiner Ziele erreicht





Laut der bekannten Daten feuerte Iran während des zwölftägigen Krieges über 500 ballistische Raketen und rund 1.100 Drohnen gegen Israel ab. Von diesen Raketen durchbrachen Dutzende das israelisch-amerikanische Abwehrsystem und verursachten schwere Schäden an militärischer und ziviler Infrastruktur. Dabei wurden 240 Gebäude, davon zwei Universitäten, getroffen.

Auch das Krankenhaus "Soroka Medical Center" am Yitzhack I. Rager Blvd 151 im Stadtteil "Be'er Sheva" wurde beschädigt, was zu einer besonderen Kontroverse führte. Laut iranischer Erklärung war das die Sekundärwirkung eines Raketenangriffs, mit dem das Hauptquartier der israelischen Militäraufklärung (IDF C4I Headquarters) im "Gav-Yam Negev Advanced Technologies Park", ebenfalls in Stadtteil "Be'er Scheva" zerstört wurde. Das Krankenhaus liegt nur etwas mehr als einen Kilometer Luftlinie vom Explosionsort entfernt.

Durch die Druckwelle dieses schweren Treffers auf die IDF C4I Hauptquartiere wurden im Medical Center alle Fensterscheiben zertrümmert und viele Patienten wurden durch herumfliegende Glassplitter verletzt. Daraus hat dann die zionistische Propaganda einen "gezielten barbarischen Angriff" Irans auf ein Krankenhaus gemacht, während Israel zugleich alle 36 im Gazastreifen existierenden Krankenhäuser entweder komplett zerbombt oder weitergehend funktionsunfähig geschossen hat.

Über 13.000 Menschen wurden im Rahmen der iranischen Angriffe obdachlos, wobei viele Schäden an zivilen Wohnhäusern durch Israels eigene Luftabwehraktivitäten entstanden sind, etwa durch herabstürzende Trümmer abgeschossener iranischer Raketen oder durch eigene Abfangraketen, die ihr Ziele nicht getroffen hatten und beim Aufprall auf den Boden explodierten, wobei insgesamt 28 Israelis zu Tode kamen; trotz gut funktionierender Warnsysteme und Schutzräume.

Steigende Penetrationsrate iranischer Raketen

Eine besonders brisante Erkenntnis der Analysen betrifft die stetig wachsende Durchdringungsrate iranischer Raketen. Zu Beginn des Krieges schätzte man die Rate der erfolgreichen Einschläge auf nur 2 Prozent. Bereits bis zum siebten Tag stieg diese Zahl jedoch auf etwa 16 Prozent. Und in den Nächten des 22. und 23. Juni konnte man auf Live-Videos aus Israel beobachten, wie die iranischen Raketen und Drohnen geradezu auf Haifa und andere Städte niederregneten, ohne noch auf eine nennenswerte Luftabwehr zu stoßen. Experten führen dies auf folgende Faktoren zurück:

  • Die Vorräte an Abfangraketen auf israelischer und amerikanischer Seite waren erschöpft.
  • Es gibt eine verbesserte iranische Raketentechnologie, darunter präzisere Systeme wie die "Fattah"-Rakete.
  • Die taktischen Weiterentwicklungen, insbesondere die geschickte iranische Koordinierung der langsameren Drohnen mit der simultanen Ankunft der superschnellen ballistischen Raketen über den jeweiligen israelischen Zielen, überforderten die Luftabwehr 

Diese Entwicklung wirft ein Schlaglicht auf mögliche Schwächen des israelischen Luftabwehrsystems, einschließlich des als nahezu unüberwindlich geltenden "Iron Dome" und der US-unterstützten THAAD- und Patriot-Systeme.

Strategische Implikationen

Die Fähigkeit Irans, einen wachsenden Anteil seiner Raketen durch israelische Abwehrsysteme zu schleusen, unterstreicht die Fortschritte in der iranischen Raketentechnik. Mit einem Arsenal von geschätzten 2.000 bis 2.500 ballistischen Raketen und laufender Massenproduktion und zigtausenden Drohnen stellt dies eine wachsende Abschreckung gegen neue Angriffsabsichten vonseiten Israels und der USA dar.


Wall Street Journal: Drohnenangriff auf Iran monatelang vorbereitet





Wall Street Journal: Drohnenangriff auf Iran monatelang vorbereitet






Die Konfliktdynamik bleibt jedoch höchst volatil. Trotz des am 24. Juni ausgehandelten Waffenstillstands werfen sich beide Seiten seither gegenseitig Verstöße vor. Iran drohte mit weiteren Vergeltungsschlägen gegen US-Truppen in der Region, während Israel erklärte, weiterhin militärische Kapazitäten Irans gezielt schwächen zu wollen.

Wie sind vor diesem Hintergrund die Folgen für die gesamte Region des Mittleren und Nahen Osten zu bewerten? Wer wird in der Region als der Aggressor angesehen und welche Folgen hat das für die Glaubwürdigkeit der Sicherheitsgarantien der USA? Wie passen die Golfstaaten ihre militärischen und diplomatischen Strategien an die neuen Risiken an, darunter die Aktivitäten von Stellvertretergruppen wie den Huthi? Was sagt diese Krise über die Zukunft des iranischen Atomprogramms aus?

Bleibt Iran – was viele in Ost und West befürchten – jetzt nur noch der Weg der DVRK, was bedeutet, selbst Atomwaffen zu bauen, um die Bedrohung durch US/Israel zu neutralisieren? Gibt es überhaupt noch andere mögliche Wege für einen dauerhaften Waffenstillstand und die Wiederbelebung eines Atomabkommens? Welche politischen, strategischen und regionalen Herausforderungen stehen solchen Bemühungen im Weg? Diese und weiter Fragen werden uns noch viele Jahre beschäftigen.


Mehr zum ThemaGeht es nur um Iran? Auf dem Spiel steht die globale Vorherrschaft des Westens


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Info: https://freedert.online/der-nahe-osten/250730-analyse-waren-iranischen-raketenangriffe-auf/


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19.07.2025

USA haben Europa bezwungen: Unbeugsame Gallier nuckeln nuklearen Energy-Drink und leisten Widerstand

freedert.online, 19 Juli 2025 18:30 Uhr, Von Sergei Sawtschuk

Über die Abhängigkeit Europas von den USA in Sachen sowohl militärische Bewaffnung als auch Energieträger wird viel geschrieben. Ebenso über die Erosion der Industrie, die aus dem Letzteren folgt und Ersteres mitbedingt. Auf eine Ausnahme sollte man jedoch hinweisen: Frankreich macht vor, wie eine funktionelle Nuklearindustrie die Souveränität eines Landes in allen drei Bereichen sichern kann.


USA haben Europa bezwungen: Unbeugsame Gallier nuckeln nuklearen Energy-Drink und leisten Widerstand© SND Groupe M6


Screenshot aus dem Animationsfilm Asterix im Land der Götter, 2014 (Symbolbild)


Im Westen sind zunehmend unverhohlen Äußerungen zu hören, die die ach so zersetzenden "Narrative" der pöhsen russischen "Propaganda" buchstäblich wiederholen. Das ist umso trauriger für die aktuelle Polit-Elite Europas, da derlei Äußerungen nicht wie früher von bloß ehemaligen Beamten und pensionierten Militärangehörigen, sondern von aktiven hochrangigen Funktionären in die Medien getragen werden:

EU-Energiekommissar Dan Jorgensen gab beispielsweise in einem Interview an das italienische Blatt La Repubblica zu, dass die Europäische Union im vergangenen Jahr trotz allen gegenteiligen Bemühungen um ein Vielfaches mehr Geld für den Kauf von Erdgas aus Russland ausgegeben hat, als sie der Ukraine für die Fortsetzung ihres selbstzerstörerischen Krieges zur Verfügung stellen konnte. Herr Jorgensen genierte sich allerdings, alle Details preiszugeben. 


Trotz Sanktionen: Russland vor Norwegen drittgrößter Gaslieferant in die EU





Trotz Sanktionen: Russland vor Norwegen drittgrößter Gaslieferant in die EU






Russische Medien schrieben kurz zuvor, dass Russland im vergangenen Jahr umgerechnet 276 Milliarden US-Dollar durch den Export von Kohle, Öl, Pipeline- und Flüssigerdgas erwirtschaftet hat. Seit Beginn der militärischen Sonderoperation gegen das Kiewer Regime liegt diese Zahl bei fast einer Billion US-Dollar. Besonders deprimierend für die europäischen Politiker ist, dass Moskau nicht bettelt, ihm doch bitte, bitte seine Energieträger abzukaufen, sondern stattdessen seine Exportwege schrittweise nach Osten verlagert.

Dreieinhalb Jahre danach importieren die Euroländer proaktiv diese ganzen Kubikmeter mit "Molekülen des Totalitarismus", da sie über die vergangene (schon geraume) Zeit keine Rohstoff-Bezugsquellen mit vergleichbarem Mengenpotenzial finden konnten.

Doch dies ist, wie das alte Lied sagt, noch gar nicht die Geschichte selbst. Die eigentliche Geschichte steht der Europäischen Union noch bevor – und das Drehbuch dafür stammt keineswegs von den Russen.

Jorgensen, der sich und das Publikum irgendwie trösten wollte, bekräftigte die Absicht, den Import von Erdgas aus Russland bis 2027 endgültig einzustellen – hat sich aber wieder verplappert. Es sei nämlich so, dass die Inbetriebnahme neuer Stromerzeugungskapazitäten auf Basis alternativer, erneuerbarer Energien (EE) einerseits sowie von Kernkraftwerken andererseits deutlich hinter den erforderlichen Mindestwerten zurückbleibt – und das erlaubt nicht, den Teufelskreis der Abhängigkeit von externen Lieferanten zu durchbrechen.

Der EU-Kommissar wagte es nicht, sich dazu direkt zu äußern, aber wir wollen ein wenig Klarheit in seine mit Andeutungen gespickte Aussage bringen:


Europäische Firmen liebäugeln wieder mit russischem Gas – als Rettung vor den USA





Analyse

Europäische Firmen liebäugeln wieder mit russischem Gas – als Rettung vor den USA





Unter dem Druck der Realität erkannte Europa plötzlich, dass die Energieträger-Importe aus Übersee, die jene aus Russland ersetzten, in just jenem Augenblick, als die Abhängigkeit von Lieferungen aus Russland mehr schlecht als recht reduziert wurde, genauso lebenswichtig wurden wie die letzteren es waren. Lieferungen von außerhalb Europas sind somit lebenswichtig geblieben und bestimmen nach wie vor die Möglichkeit, die bloße Lebensfähigkeit der einzelnen Volkswirtschaften der EU-Länder überhaupt aufrechtzuerhalten.

Europäische Politiker sind anerkannte Meister der alternativen Wahrheit. Und sie hätten ja ihren Wählern auch weiterhin in selbstloser Aufopferung Seemannsgarn um die Ohren gehauen und wie Käpt’n Blaubär der ganzen Welt weiterhin den allerfeinsten Käse vom unglaublichen Erfolg ihres politischen, wirtschaftlichen und energiepolitischen Kurses vertickt. Doch dann betrat Donald Trump ohne Vorwarnung die Bühne und legte das ultimative Paket von einem Handelsabkommen auf den Tisch.

In einer jüngsten Rede verkündete der US-Präsident, die Vereinigten Staaten organisierten bereits neue Waffenlieferungen an das Selenskij-Regime – Waffenlieferungen, die allerdings ausschließlich aus den Taschen der EU und ihren Mitgliedsländern bezahlt werden müssen. Trump betonte zudem seine helle Freude darüber, Europas Regierungen zum Erhöhen ihrer Militärausgaben auf je fünf Prozent ihres nationalen Bruttoinlandsproduktes gezwungen zu haben. Das entspricht, zur Erinnerung, umgerechnet einer Billion US-Dollar pro Jahr.


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Falls es bei jemandem noch nicht geklickt hat: Ein gewisser Teil dieser kolossalen Summe wird neben direkten "ukrainischen" Aufträgen auch an den US-amerikanischen militärisch-industriellen Komplex gehen. Denn die Altbestände an Gerät, Waffen, Munition und Material aus europäischen Zeughäusern, Lagern, Depots und Arsenalen liegen längst auf den ukrainischen Feldern – während die heimische Produktion derselben Güter aufgrund der Energiekrise um viele Prozent, wenn nicht in manchen Fällen gar um ein Vielfaches teurer geworden ist. Zudem sind die Armeen der Staaten der Europäischen Union – der EU27, wie sie sich selbst nennen (woran erinnert uns das bloß? Böse Zungen würden an dieser Stelle vielleicht "MS13" sagen; Anm. d. Red.) – weitgehend auf den Import von Waffen, Munition, Ausrüstung und Technologie aus den USA angewiesen.

Während es im russischen Informationsraum seit Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus üblich geworden ist, über seine oft paradoxen Aussagen mit täglich sich stark veränderndem Inhalt zu ironisieren, herrscht in Europa seit der Bekanntgabe der Wahlergebnisse in Übersee die düsterste Stimmung. Vielleicht weil die Westeuropäer im Gegensatz zu den Slawen die wahre Natur der US-Amerikaner als prominenteste Vertreter der westlichen politischen und wirtschaftlichen Doktrin genau verstehen. Kurzum: Während Russland scherzte, erwartete der Rest-Westen eine aggressive US-amerikanische Expansion und eine völlige Neugestaltung des Systems des gegenseitigen Handels und der Beziehungen zwischen Europa und Washington. Europas Erwartungen entpuppten sich als völlig berechtigt.


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Dennoch dreht man auf dem Alten Kontinent weiter munter am Rad der antirussischen Militärhysterie: Erst kürzlich rief Emmanuel Macron vom Podium dazu auf, sich auf eine direkte Konfrontation mit Russland vorzubereiten – auch in der Arktis. Und das alles wäre ja gut, aber im Rahmen dieser Vorbereitung müsste Europa noch mehr Waffen von den Amerikanern kaufen. Der Guardian berechnete die Abhängigkeit der europäischen Armeen von Produkten des US-amerikanischen militärisch-industriellen Komplexes wie folgt: Düsenflugzeuge 46 Prozent, Raketensysteme (vor allem die der Luftabwehr) 42 Prozent, Panzer und gepanzerte Fahrzeuge 24 Prozent, Artilleriesysteme 23 Prozent.

Allein in den vergangenen fünf Jahren haben die Länder der EU27 samt Großbritannien, Norwegen und der Schweiz mehr als 20.000 Raketengeschosse und Lenkflugkörper verschiedener Typen und Arten, 2.500 Panzer und gepanzerte Fahrzeuge sowie 340 Kampfflugzeuge aus US-Fertigung beschafft. Die größten Käufer, gemessen am Volumen der Finanzinvestitionen, sind Großbritannien, Deutschland und Italien. Die Brisanz liegt darin, dass die Kauf- und Verkaufsvolumina von Rüstungsgütern aus europäischer Produktion zwischen den EU27-Ländern zurückgehen. Der Guardian berechnete hierzu, dass nur zehn Prozent des Gesamtvolumens der gekauften Raketensysteme auf Europas eigene Produktion entfallen – und dieses Ungleichgewicht nimmt weiter zu. Beispielsweise verdrängt der Mehrzweckjäger F-35 Lightning II derzeit aktiv europäische Pendants aus den Streitkräften Europas – womit faktisch ein Monopol entsteht.

Und wir sprechen hier nur von der Lieferung fertiger Militärprodukte. Die US-amerikanische Marktpräsenz als Zulieferer für Europas eigenen militärisch-industriellen Komplex, beispielsweise bei der gemeinsamen Produktion von Einbauaggregaten und elektronischen Systemen für Panzer und Ähnliches, ist hier noch gar nicht berücksichtigt.

Und nun zur Hauptsache: Das einzige Land Europas, das den Bedarf seines Militärs mehr schlecht als recht eigenhändig deckt, den Großteil seiner importierten Militärgüter aber aus Europa importiert, ist Frankreich. Seine Abhängigkeit von in den USA produziertem Kriegsgerät beträgt nur etwa 30 Prozent, während sie für Großbritannien über 90 Prozent und für Deutschland und Italien jeweils über 70 Prozent beträgt.


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Die Gründe für derartige Verhältnisse? Nun, die hat doch der oben erwähnte Dan Jorgensen ja soeben in Bezug auf den Rest Europas erläutert. Und das Geheimnis der Franzosen liegt in ihrer auf 56 Kernreaktoren gründenden Energiewirtschaft. Denn obwohl das Durchschnittsalter der Meiler Frankreichs fast 40 Jahre beträgt und es Fragen zur Wartung gibt, kann das Land mit einem so leistungsstarken Kraftwerkspark Strom für 22,50 Euro pro Megawattstunde (nach dem TICFE-System, also vor Steuerabzug) an die französischen Industriegiganten liefern. Französische Mittelstandsunternehmen kaufen ihre Energie im Durchschnitt für 26,20 Euro ein.

Im Vergleich dazu liegen diese Preise zum Beispiel in Deutschland, das seine eigene Atomindustrie fröhlich über den Jordan geworfen hat, zwischen 51 und sagenhaften 170 Euro pro Megawattstunde. Das Einzige, was Berlin in diesem Fall unternehmen kann, wäre eine Senkung der Bundessteuern – oder gleich deren Streichung. Sprich: Der Staat würde dann de facto die unbezahlbaren Stromkosten privater Unternehmen auf Kosten seines Haushalts tragen.

Betrachtet man die Lage als Ganzes, dann kann man den US-Amerikanern eigentlich nur zur erfolgreichen Umsetzung eines zehnjährigen strategischen Plans gratulieren. Im Laufe der Jahre haben sie nicht nur Europa von ihren Energieressourcen abhängig gemacht, sondern auch Bedingungen geschaffen, unter denen die Alte Welt brav Geld aus ihrer Tasche in die von Uncle Sam schiebt – und weiterhin schieben wird.

Übersetzt aus dem RussischenDer Artikel ist zuerst am 16. Juli 2025 auf ria.ru erschienen. 

Sergei Sawtschuk ist Kolumnist bei mehreren russischen Tageszeitungen mit Energiewirtschaft als einem Schwerpunkt.


Mehr zum Thema – Deutschland jenseits des Kipppunkts? – Teil 2: Staatshandeln und politische Veränderung


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Video https://rumble.com/v6rtda5-sie-mssen-unsere-energie-kaufen-trump-lehnt-eu-vorschlag-zur-abschaffung-vo.html Dauer 2:30 Min. 


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