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07.08.2025

Klingbeil floppt in den USA

freedert.online, vom 6 Aug. 2025 15:40 Uhr, Von Gert Ewen Ungar

Eigentlich wollte Finanzminister Lars Klingbeil mit seinem US-Amtskollegen Scott Bessent in Washington ganz viel besprechen. Doch es kam anders. Klingbeil wurde regelrecht abgefertigt. Nach dem Besuch von Friedrich Merz im Juni wurde zum zweiten Mal deutlich: Die USA halten Deutschland für unbedeutend.


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Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/n2ikezit7w55ppg2/Klingbeil_floppt_in_den_USA8i0wy.mp3 Dauer 4:37 Min.


Quelle: www.globallookpress.com © Thomas Koehler


Mehr als ein gemeinsames Foto war nicht drin. US-Finanzminister Scott Bessent (links) und der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil.


Der Antrittsbesuch von Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) in Washington war seinem Amtskollegen Scott Bessent eine Pressemitteilung von drei Absätzen Länge wert. Bessent hat sich mit Klingbeil getroffen, ist dort zu lesen. Der US-Finanzminister hat dabei die historische Bedeutung des Zoll-Deals mit der EU unterstrichen und dankte Klingbeil für sein Engagement hinsichtlich internationaler Steuerfragen. Bessent erinnerte daran, dass ein Friedensschluss in der Ukraine für Trump höchste Priorität hat, und drängte Klingbeil zu einer weiteren Zusammenarbeit Deutschlands und der USA im Sicherheitsbereich. Das war’s. 

Den Besuch zusammenfassend lässt sich sagen, Deutschland ist für die USA unter Trump vollkommen uninteressant – ein Fliegenschiss auf der Landkarte. So uninteressant, dass das US-Finanzministerium in seiner Pressemitteilung Finanzminister Klingbeil mit dem Verteidigungsminister verwechselt. Klingbeil ist für Sicherheitsfragen nicht zuständig. 

Außer Bessent hat Klingbeil in den USA niemanden von Rang getroffen. Das Interesse an Klingbeils Besuch war ausgesprochen gering. Die Süddeutsche begründet das damit, dass sich die US-Politik in die Sommerpause zurückgezogen hat. Das Interesse war allerdings so gering, dass sich Klingbeils Besuch auch in der US-Berichterstattung nicht niederschlug. Er wird schlicht nicht erwähnt – trotz Sommerloch und Saure-Gurken-Zeit, wo auch Nebensächliches in den Fokus der Nachrichtenmacher gerät. Unter anderem die Süddeutsche führt das in diesen Wochen täglich vor. Klingbeil schafft trotz dieser günstigen Bedingungen dennoch nicht den Sprung über die Aufmerksamkeitsschwelle. 


Korrigierte Daten: Rezession in Deutschland tiefer als bisher angenommen





Korrigierte Daten: Rezession in Deutschland tiefer als bisher angenommen






Es ist das zweite Mal in Folge, dass ein hochrangiger deutscher Politiker von ebenso hochrangigen US-Politikern mit Missachtung bedacht wird. Erst im Juni wurde Bundeskanzler Friedrich Merz von US-Präsident Trump in eine Ecke des Oval Office gesetzt und dort sitzen gelassen.

Während der rund vierzigminütigen Pressekonferenz sprach Merz drei Minuten und fünfzig Sekunden. Er informierte dabei darüber, dass er Englisch gut versteht und sich um einen guten sprachlichen Ausdruck bemüht. Den anwesenden Journalisten waren Fragen an Trump wichtiger – unter anderem zu den gestiegenen Eierpreisen in den USA. Merz wurde eine öffentliche Demütigung zuteil. Es war gleichzeitig eine Demonstration, für wie unbedeutend die USA Deutschland halten.

Beim Besuch Klingbeils hat sich dies wiederholt. Klingbeil blieb lediglich erspart, dass nicht öffentlich vorgeführt wurde, für wie unwichtig man ihn und das Land hält, das er vertritt. Die spärliche Pressemitteilung spricht Bände. Zudem gab es keine gemeinsame Pressekonferenz. Klingbeil lud vor dem Treffen mit Bessent zu einem Pressetermin in Sichtweite des Weißen Hauses. Mehr war nicht drin. Ein gemeinsames Foto gab es – immerhin. 

Die Behandlung, die Deutschland inzwischen regelmäßig von seinem wichtigsten transatlantischen Verbündeten erfährt, steht diametral zur Selbstwahrnehmung. Man will zur größten Militärmacht in Europa werden, wirtschaftlich nicht nur erstarken, sondern wieder zur Weltspitze gehören, dominieren und führen. In der Berliner Blase rund um den Reichstag glaubt man nicht nur daran, dass dies möglich ist, man glaubt sogar, das sei international gewünscht. Nach Kanzler Merz musste nun auch Lars Klingbeil bei seinem Besuch in den USA zur Kenntnis nehmen, dass dies nicht der Fall ist. An einem starken Deutschland hat niemand ein Interesse. 


Mehr zum Thema – "Kein guter Deal, Appeasement, Wohlstandsverlust" – Reaktionen auf EU-Zolleinigung mit den USA


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Video https://rumble.com/v6wz3jq-macgregor-die-eu-ist-zu-allem-bereit-um-die-untersttzung-der-usa-im-ukraine.html Dauer 2:18 Min.


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Info: https://freedert.online/inland/252562-klingbeil-floppt-in-usa/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

07.08.2025

Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien      (I von III)

aus e-mail von Clemens Ronnefeldt, vom 6. August 2025, 16:36 Uhr


Liebe Friedensinteressierte,


nachfolgend sende ich Artikel zu den

Kriegen in der Ukraine und in Westasien.


1. n tv: Ukraine-Krieg im Liveticker

2. Eurotopics: Was hat Witkoff beim Moskau-Besuch im Gepäck?


3. Die Zeit: Ukraine holt mit Amnestie über 29.000 Fahnenflüchtige zurück


4. FR: Omer Bartov: „Ein Land, das Völkermord begangen hat, trägt diesen Makel über Generationen hinweg“


5. Tagesspiegel: „Keine Politik der Vertreibung und Annexion“: Wadephul warnt Israel vor internationaler Isolation


6. ARD: The Bibi Files – Die Akte Netanjahu


7. Berl.Z.: Sehenswert: ARD zeigt sehr kritische Doku über Benjamin Netanjahu

8. NDR: Korruption: Deutsche U-Boote für Israel


9. Der Spiegel: Brutaler Abnutzungskrieg im Gazastreifen -


    Die Palästinenser hungern, und Israel startet eine Propagandaoffensive


10. ZDF: Anti-Kriegs-Proteste in Israel: "Ist es Selbstverteidigung, Kinder zu töten?"


11. The Guardian: Israel-Gaza Krieg


    Hunderte ehemalige israelische Sicherheitsbeamte fordern Trump auf, zur Beendigung des Krieges in Gaza beizutragen


12. WDR: Mehr als 160 weitere Prominente fordern Waffenstopp für Israel


13. Quantara: Hunger in Gaza – Made in Germany


14. Medicol: Riad Othman: Ab jetzt dagegen


15. Medico: Spenden-Aufruf: Stichwort: Nothilfe Gaza



——



https://www.n-tv.de/politik/14-57-Russisches-Militaer-in-Belarus-eingetroffen-Vorbereitung-auf-gemeinsames-Manoever--article23143824.html


Ukraine-Krieg im Liveticker


06.08.205


(…)


13:59 Treffen zwischen Putin und Witkoff dauerte mehrere Stunden


Das Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem

US-Sondergesandten Steve Witkoff ist einer Meldung der staatlichen

russischen Nachrichtenagentur RIA zufolge beendet. Es habe rund drei

Stunden gedauert.


(…)


11:11 Bericht: Kreml erwägt Luft-Waffenstillstand


Der Kreml könnte einem Luft-Waffenstillstand in seinem Krieg gegen die

Ukraine zustimmen, um US-Präsident Donald Trump davon abzuhalten,

weitere Sanktionen gegen Russland zu verhängen, sagen Quellen, die mit

der Angelegenheit vertraut sind, gegenüber Bloomberg.


Während eine Pause bei den Drohnen- und Raketenangriffen auf dem Tisch

in Erwägung gezogen wird, bleibt Russland entschlossen, seinen Krieg

fortzusetzen, so die Quellen gegenüber der Nachrichtenagentur, da die

russischen Streitkräfte weiterhin Fortschritte auf dem Schlachtfeld

machen.


Im Gegenzug sagen drei dem Kreml nahestehende Quellen gegenüber

Reuters, dass es unwahrscheinlich ist, dass Putin sich Trumps

Sanktions-Ultimatum beugt.


(…)


20:41 Bericht: Kreml erwägt Vorschlag für Luftwaffenstillstand - ohne den Krieg zu beenden

 

Russland hat noch drei Tage Zeit, bis die von US-Präsident Donald

Trump gesetzte Frist vom 29. Juli abläuft, um den Krieg in der Ukraine

zu beenden. Nun soll der Kreml erwägen, seine Langstreckenangriffe in

der Ukraine als mögliches Zugeständnis an Trump auszusetzen, aber

weiterhin an der Fortsetzung des Krieges festhalten wollen.


Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit

vertraute, nicht genannte Quellen. Demnach prüfen russische

Regierungsvertreter im Vorfeld des Moskau-Besuchs des US-Gesandten

Steve Witkoff in dieser Woche verschiedene Optionen. Ein mögliches

Angebot sei ein begrenzter "Luftwaffenstillstand", der eine Aussetzung

von Drohnen- und Raketenangriffen vorsieht - allerdings nur, wenn die

Ukraine sich zur Teilnahme bereit erkläre, heißt es.



---------


2. Eurotopics: Was hat Witkoff beim Moskau-Besuch im Gepäck?



https://www.eurotopics.net/de/343073/was-hat-witkoff-fuer-den-moskau-besuch-im-gepaeck


06. August 2025


Was hat Witkoff beim Moskau-Besuch im Gepäck?


Kurz vor Ablauf eines Ultimatums der USA an Russland zur Beendigung

des Ukraine-Krieges ist Trumps Sondergesandter Steve Witkoff am

Mittwoch in Moskau gelandet. Das genaue Programm ist nicht bekannt,

ein Treffen mit Putin wird nicht ausgeschlossen. Europäische

Kommentatoren fragen sich, welche Ergebnisse der Besuch bringen

könnte.


(…)


Olexij Kopytko (UA) / 5. August 2025


Trump braucht Ergebnisse


Der US-Präsident könnte auf ein potenzielles Angebot aus Moskau

eingehen, vorübergehend die Luftangriffe auf die Ukraine einzustellen,

meint Militäranalyst Olexij Kopytko auf Facebook:


„Diese Schritte Moskaus waren absehbar, und in Washington hat man

dieses Szenario mit Sicherheit analysiert. Augenblicklich ist die

Wahrscheinlichkeit, dass Trump auf dieses Angebot eingeht, größer als

null. Denn er braucht greifbare Ergebnisse seiner lautstarken

Drohungen.


Deshalb könnte die Idee als ein 'erster Schritt' in Richtung einer

umfassenden Beendigung des Krieges akzeptiert werden. Das wird jedoch

von der Dynamik in den Beziehungen zu Indien sowie von Entwicklungen

an anderen Schauplätzen abhängen. Sollten sich dort Fortschritte

zeigen, könnten die USA entschlossener agieren und Teillösungen

ablehnen.“


(…)



Radio Kommersant FM (RU)  / 04. August 2025


Sensation nicht ausgeschlossen


Radio Kommersant FM hofft auf Zugeständnisse an Russland, sieht aber

Europa als Unsicherheitsfaktor:


„Es gibt die Annahme, dass der Sonderbeauftragte sehr vorteilhafte

Angebote mitbringt, die schwer abzulehnen sind. Eine Sensation ist

natürlich möglich, wenn auch schwer vorstellbar. Wie könnte so ein

Angebot aussehen?


Es könnte sich darum handeln, dass die Sanktionen gegen Russland

teilweise aufgehoben werden oder dass Amerika bereit ist, die Krim

einseitig [als russisches Gebiet] anzuerkennen. Allerdings lehnt

Europa all dies ab – und seine Meinung muss ebenfalls berücksichtigt

werden.“



(...)


La Stampa (IT) / 5. August 2025


Ein Hoffnungsschimmer


Der Countdown läuft, hofft La Stampa:


„Donald Trumps Ultimatum an den Kreml, das nach den jüngsten

russischen Bombardements ukrainischer Städte von 50 auf zehn Tage

verkürzt wurde, läuft am Freitag aus, und Andrij Jermak, der Stabschef

von Wolodymyr Selenskyj, schreibt in der Washington Post, dass diese

Woche 'die Welt die Chance haben könnte, den Krieg zu beenden'.


Der Gesandte des Weißen Hauses, Steve Witkoff, wird in Moskau

erwartet, dem er seit Monaten fernblieb, seit nämlich Trumps

Optimismus zusammen mit dem Scheitern der russisch-ukrainischen

Verhandlungen in Istanbul verflogen war.“


-------


3. Die Zeit: Ukraine holt mit Amnestie über 29.000 Fahnenflüchtige zurück



https://www.zeit.de/news/2025-08/05/ukraine-holt-mit-amnestie-ueber-29-000-fahnenfluechtige-zurueck


Krieg in der Ukraine

Ukraine holt mit Amnestie über 29.000 Fahnenflüchtige zurück


5. August 2025, 17:10 Uhr Quelle: dpa


Über einen Straferlass hat die sich gegen Russlands Invasion

verteidigende Ukraine Tausende Deserteure wieder zurück in ihre

Streitkräfte gelockt.


"Dank des Gesetzes kehrten zwischen dem 29. November 2024 und August

2025 über 29.000 Kämpfer, die ihre Einheit eigenmächtig verlassen

haben, in den Dienst zurück", sagte der Direktor des Staatlichen

Ermittlungsbüros, Olexij Suchatschow, der Nachrichtenagentur

Interfax-Ukraine.


Das Gesetz garantiert Soldaten, die sich erstmalig unerlaubt von der

Truppe entfernt haben, bei ihrer freiwilligen Rückkehr Straffreiheit.


Die Novelle war Suchatschow zufolge in Zusammenarbeit mit der Armee

ausgearbeitet worden. Der offiziellen Statistik zufolge wurden jedoch

im gleichen Zeitraum über 122.000 neue Fälle von Fahnenflucht

registriert.


Fahnenflucht bleibt Massenphänomen


Desertion und unerlaubtes Fernbleiben von der Truppe sind in der

ukrainischen Armee ein Massenphänomen. Seit Kriegsbeginn bis

einschließlich des ersten Halbjahres 2025 wurden von der

Staatsanwaltschaft knapp 224.000 Fälle erfasst. Die Dunkelziffer soll

dabei wesentlich höher liegen. Nur ein geringer Prozentsatz wird von

den Rechtsschutzorganen verfolgt und vor Gericht gebracht.


Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge rekrutiert die Armee monatlich

bis zu 30.000 neue Soldaten. Nach Schätzungen liegen die monatlichen

Verluste durch Tod, Verwundung, Gefangennahme und Desertion mindestens

in der gleichen Höhe.


Auch bei Zwangsrekrutierungen auf der Straße wird immer wieder

gewaltsam Widerstand geleistet, Passanten solidarisieren sich mit den

Männern. Erst am Sonntag verprügelten laut Polizeiangaben Dorfbewohner

im südukrainischen Gebiet Mykolajiw Militärhäscher mit Knüppeln und

Stahlrohren.


Im westukrainischen Winnyzja versuchte demnach am vergangenen Freitag

eine Menschenmenge Dutzende mobilisierte Männer aus einem

Fußballstadion zu befreien und konnte nur von einem größeren

Polizeiaufgebot daran gehindert werden.


Die Ukraine wehrt sich seit mehr als drei Jahren gegen die russische Invasion.



——



4. FR: Omer Bartov: „Ein Land, das Völkermord begangen hat, trägt diesen Makel über Generationen hinweg“



https://www.fr.de/kultur/gesellschaft/gaza-krieg-genozid-forscher-omer-bartov-im-interview-93867077.html

Omer Bartov: „Ein Land, das Völkermord begangen hat, trägt diesen Makel über Generationen hinweg“


Stand: 05.08.2025, 09:38 Uhr



Von: Michael Hesse


Der Genozid-Forscher Omer Bartov über das Vorgehen Israels gegen die

palästinensische Bevölkerung, die Anerkennung Palästinas als Staat und

Deutschlands Rolle.


Omer Bartov sitzt in seinem Arbeitszimmer während des Interviews.

Hinter seinem Rücken sind Unmengen an Büchern erkennbar.


Professor Bartov, es gibt weltweit große Empörung über Israels

Vorgehen im Gazastreifen. Kommt die Empörung zu spät?


Leider ja. So unvorstellbar die Zerstörung schon jetzt ist – es kann

noch viel schlimmer werden. Zahlreiche humanitäre Helfer und

internationale Expertinnen warnen vor einer Eskalation, die weit über

das hinausgeht, was wir bisher gesehen haben.


Sie müssen sich anschauen, was Alex de Waal, ein Experte für

Hungernsnöte, dazu gesagt hat. Selbst wenn die Kämpfe morgen enden,

wenn Hilfslieferungen zugelassen und medizinische Teams einreisen

dürften – die Katastrophe würde weitergehen. Genau das dokumentiert

auch der Bericht von „Physicians for Human Rights“ in Israel.


Was müsste jetzt geschehen?


Das Dringendste ist, jetzt zu handeln – sofort. Wenn der Druck der

Weltöffentlichkeit dazu führt, dass Regierungen wirklich eingreifen

und nicht nur symbolisch, etwa durch die Anerkennung eines

palästinensischen Staates im September – was richtig wäre, aber den

Menschen vor Ort im Moment nicht hilft –, sondern Israel jetzt zum

Kurswechsel zwingen, dann könnten wir vielleicht noch Schlimmeres

verhindern. Andernfalls werden wir im September auf eine Lage blicken,

die noch unvorstellbar grausamer ist als heute.


Gaza-Krieg: Genozid-Forscher Omer Bartov im Interview


Was würde denn die Anerkennung eines palästinensischen Staates

überhaupt verändern?


Kurzfristig? Nichts. Aber es wäre dennoch ein zentraler Schritt. Denn

so dringend ein Waffenstillstand ist – er wird keine der grundlegenden

Probleme lösen: nicht die katastrophalen Lebensbedingungen in Gaza,

nicht die schleichende ethnische Vertreibung im Westjordanland, und

schon gar nicht die strukturellen Ursachen dieses Konflikts. Was es

braucht, ist ein Paradigmenwechsel – und der beginnt mit der

Erkenntnis, dass die internationale Gemeinschaft sich über Jahre aus

der palästinensischen Frage zurückgezogen hat.


Sie meinen, der Rückzug war politisch gewollt?


Ja – in gewisser Weise hat man die Erzählung übernommen, die Netanjahu

seit Jahren verkauft: Die Besatzung lässt sich „managen“. Man müsse

den Status quo nur administrieren, ohne politische Lösung. Diese

Haltung hat sich verfestigt – in der israelischen Öffentlichkeit, aber

auch international. Und genau das muss sich ändern, wenn man nicht

möchte, dass sich diese Gewaltzyklen immer wiederholen.


Bleiben wir bei der israelischen Gesellschaft. Warum war sie bislang

so gleichgültig gegenüber der politischen Führung der Palästinenser?


Zunächst: Es gibt viel Druck in der israelischen Gesellschaft – die

Wirtschaft leidet, die Armee ist personell am Limit, die Zahl der

Suizide im Militär ist hoch. Aber all das hat nichts mit dem Schicksal

der Palästinenser zu tun. Die Gleichgültigkeit ihnen gegenüber hat

zwei tiefere Ursachen.


Welche?


Erstens: Seit 1967 besetzt Israel große Teile der palästinensischen

Gebiete. Und eine langandauernde Besatzung bringt fast zwangsläufig

eine Dehumanisierung mit sich. Man hört in Israel gern: Wir sind

weltoffen, reisen nach Italien, nach Südamerika, wir sind

kosmopolitisch. Aber Palästinenser gehören nicht zu dieser Kategorie.

Es ist nicht nur ein Gefühl der Überlegenheit – es ist, als wären sie

eine andere Gattung.


Diese Sichtweise hat sich über Generationen hinweg verfestigt. Ich

erinnere mich immer wieder an junge Israelis, die ich im Café treffe,

sie sind weltoffen und kosmopolitisch. Wenn sie eine Uniform anziehen,

ändert sich alles, sie brechen um vier Uhr morgens in die Häuser der

Palästinenser ein, treiben alte Frauen raus und zerstören das

Spielzeug der Kinder. Es ist ein und dieselbe Person, die beides tut.

Aber sie sehen das nicht und verstehen es auch nicht, das ist für sie

natürlich.


Und der zweite Grund?


Der 7. Oktober. Dieser Tag war für viele Israelis ein Schock – auf

vielen Ebenen. Plötzlich schlugen Palästinenser, die man für machtlos

hielt, brutal zu. Sie töteten nicht nur Zivilisten, sondern auch

Hunderte israelische Soldaten. Sie überrannten Armeestützpunkte. Es

dauerte Tage, bis die IDF die Kontrolle zurückgewann. Diese Erfahrung

hat zu einem tiefen Gefühl der Unsicherheit, des Hasses und der Rache

geführt – und zu einer Bereitschaft, extreme Gewalt zu akzeptieren.


Sie sagen: Für viele Israelis ist das Töten inzwischen normal?


Etwa 30 Prozent der Bevölkerung, würde ich sagen, sind offen dafür –

sie sprechen von Zerstörung, Auslöschung, ohne Umschweife. Die

Mehrheit dagegen will einfach nicht genau hinsehen. Wenn sie morgen

hörten, dass die Palästinenser nach Kanada „ausgewandert“ seien,

würden viele nicht einmal fragen, wie das passiert ist. Das ist das

Ergebnis jahrzehntelanger Dehumanisierung.


Ist Dehumanisierung eine Voraussetzung für Genozid?


In gewisser Weise: ja. Wenn man Menschen als Kakerlaken, als

Ungeziefer oder „menschliche Tiere“ bezeichnet, wie es auch

israelische Politiker getan haben, ist man auf diesem Pfad. Das allein

ist noch kein Genozid. Aber um einen Genozid zu begehen, muss man eine

Gruppe aus dem Kreis menschlicher Solidarität ausschließen. Sie gehört

dann nicht mehr dazu – hat keine Rechte, keine Würde, kein

Lebensrecht.


Und das wird irgendwann Teil des eigenen Selbstbilds: Man sieht sich

selbst über das Bild des entmenschlichten Anderen. Die Besatzung hat

genau das bewirkt. Und das ist eine zentrale Voraussetzung für ein

späteres Massaker. Es braucht dann nur noch einen Auslöser.


Sie gelten weltweit als einer der renommiertesten Genozid- und

Holocaust-Forscher. Würden Sie sagen, dass das, was sich derzeit im

Gazastreifen abspielt, ein Genozid ist?


Zunächst einmal müssen wir uns vom Begriff „Krieg“ verabschieden. Alle

sprechen vom Krieg in Gaza – als wäre es ein Krieg. Aber das ist es

nicht. Der Krieg endete spätestens mit dem Einmarsch der IDF in Rafah.

Eine Million Menschen wurden aus der Stadt vertrieben, viele zum

wiederholten Male, und in die Strandregion von Mawassi gedrängt – ohne

Wasser, ohne medizinische Versorgung, ohne Infrastruktur.


Danach wurde Rafah zerstört. Wenn man mit etwas Abstand auf die Zeit

seit dem 7. Oktober blickt, zeigt sich ein klares Muster: Die

israelische Armee verfolgte nicht in erster Linie die erklärten

Kriegsziele – also die Zerschlagung der Hamas oder die Befreiung der

Geiseln. Beides wurde nicht erreicht. Stattdessen wurde Gaza

systematisch zerstört – seine Infrastruktur, seine Lebensgrundlage,

seine Bevölkerung. Ziel war offenbar: Gaza unbewohnbar zu machen.


Das ist ein schwerer Vorwurf. Gibt es Belege dafür?


Ja. Die Aussagen israelischer Politiker und Generäle direkt nach dem

7. Oktober lassen daran keinen Zweifel. Dazu kommt der systematische

Angriff auf die medizinische Infrastruktur. Ärzte ohne Grenzen und

Physicians for Human Rights in Israel berichten von gezielter

Zerstörung von Krankenhäusern, gezielter Tötung von Ärztinnen und

Pflegepersonal – bis hin zur vollständigen Ausschaltung medizinischer

Versorgung.


Gleichzeitig wurde unmittelbar nach dem 7. Oktober eine Politik der

bewussten Aushungerung angekündigt: „Kein Wasser, kein Strom, kein

Essen“ – Zitat israelischer Regierungsmitglieder. Diese Politik wurde

auch umgesetzt. Mal stärker, mal schwächer – aber nie wurde

ausreichend Versorgung zugelassen. Diese gezielte Verweigerung von

Nahrung und medizinischer Hilfe erfüllt bereits für sich die Kriterien

eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit. Und es kann, je nach

Kontext, unter die Definition eines Genozids fallen: als Versuch, eine

Bevölkerungsgruppe als solche zu vernichten.


Man schafft Bedingungen, unter denen das Überleben nicht mehr möglich

ist.


Omer Bartov, Genozid-Forscher Sie sprechen also nicht nur von

Zerstörung, sondern von Vernichtung?


Ja. Und das selbst dann, wenn man die Zahl der Toten – mindestens

60.000 – und Verwundeten – über 140.000 – einmal ausklammert. Was sich

zeigt, ist ein systematisches Muster: Man schafft Bedingungen, unter

denen das Überleben nicht mehr möglich ist. Das reicht von der

Zerstörung von Wasseranlagen über die Bombardierung von Bäckereien bis

hin zu verseuchtem Trinkwasser. Die Botschaft ist: Gaza darf kein Ort

mehr sein, an dem Menschen leben können.


an dem Menschen leben können.


Was es mit dem Begriff „ethnische Säuberung“ völkerrechtlich auf sich

hat


Manche würden das Vorgehen Israels als „ethnische Säuberung“

bezeichnen.


Das Problem: „Ethnische Säuberung“ ist kein klar definierter Begriff

im Völkerrecht. Aber was hier geschieht, geht über Vertreibung hinaus.

Denn: Die Menschen können nicht gehen. Es gibt keinen Fluchtweg.

Premierminister Netanjahu sagte im Mai wörtlich: „Sie werden nicht in

ihre Häuser zurückkehren können. Wir haben ihre Häuser zerstört.

Unsere einzige Herausforderung ist, Länder zu finden, die Sie

aufnehmen.“ Nur: Solche Länder gibt es nicht. Also wird die zweitbeste

Option zur Hauptstrategie: Entweder sie sterben, oder sie verschwinden

auf andere Weise – durch Hunger, Krankheit, völligen Zusammenbruch der

Versorgung.


Israel spricht von „humanitären Zonen“. Zuletzt war die Rede von einer

„humanitären Stadt“ in Rafah. Was halten Sie davon?


Jeder, der über Nazi-Deutschland forscht, weiß: Euphemismen sind ein

zentrales Merkmal jeder genozidalen Rhetorik. Wer einen Genozid plant

oder durchführt, sagt das nicht offen. Man spricht von

„Sicherheitsrisiken“, von „Kooperation mit dem Feind“, von „Transfer“.

Und man verwendet Begriffe wie „humanitär“, um das genaue Gegenteil zu

verschleiern.


Israel hat eine sogenannte „humanitäre Stiftung Gaza“ eingerichtet,

mit vier Verteilungspunkten für Lebensmittel – für zwei Millionen

Menschen. Einer liegt im Zentrum Gazas, die übrigen im Süden. Schon

jetzt wurden über 1200 Menschen beim Versuch getötet, dort Nahrung zu

bekommen – meist junge Männer, denn Alte, Kranke, Schwangere und

Kinder schaffen die bis zu 30 Kilometer langen Fußmärsche gar nicht.

Ziel war ganz offensichtlich, die Bevölkerung aus dem Norden in den

Süden zu ziehen, um sie dort zu konzentrieren.


Die geplante „humanitäre Stadt“ in Rafah, so wie sie vom

Verteidigungsminister beschrieben wurde, wäre de facto ein riesiges

Konzentrationslager für 600.000 Menschen: eingezäunt, bewacht, ohne

Freizügigkeit, mit unklarer Versorgungslage. Der Plan: Die Menschen

dürfen es nur verlassen, wenn sie Gaza ganz verlassen.


Wird dieser Plan umgesetzt?


Noch ist unklar, ob es tatsächlich dazu kommt. Es gibt offenbar

Widerstand innerhalb der Armee – nicht aus humanitären Gründen,

sondern weil man sich nicht zuständig fühlt. Was aber jetzt schon

Realität ist: Die gesamte Bevölkerung Gazas – zwei Millionen Menschen

– wurde auf ein Viertel des ohnehin kleinen Küstenstreifens

zusammengedrängt.


In drei Zonen, die potenziell vollständig von der Armee belagert

werden könnten. Der Gazastreifen war schon vor dem Krieg eines der am

dichtesten besiedelten Gebiete der Welt. Jetzt ist er ein überfülltes,

belagertes Katastrophengebiet – ohne Fluchtweg, ohne Hilfe, ohne

Hoffnung. Die Bevölkerung Gazas lebt inzwischen auf nur noch einem

Viertel des ursprünglichen Territoriums.


Zwei Millionen Menschen sind auf engstem Raum zusammengepfercht – in

drei Zonen, die potenziell belagert werden können. Es gibt Pläne,

diese Gebiete komplett abzuriegeln, niemanden mehr herauszulassen. Und

wir wissen aus früheren Operationen der IDF, etwa am

Nitzanim-Korridor, dass sie sogenannte „Tötungszonen“ einrichten. Ich

erinnere mich dabei an den Begriff der Wüstenzone, wie ihn die

Wehrmacht an der Ostfront verwendete: Wer auch immer sich hineinwagt –

Hund, Esel, Kind, Greis –, wird erschossen. Das ist die Logik solcher

Sperrzonen.


Und die sogenannte „humanitäre Stadt“?


Sie wäre im Grunde nichts anderes als ein riesiges Lager – umzäunt,

bewacht, mit kaum gesicherter Versorgung. Die Menschen aus Rafah

sollen in das zerstörte Rafah zurückgebracht werden – in eine

Trümmerlandschaft. Das Ziel scheint klar: Man will die Bevölkerung

durch Not, Hunger, Seuchen und Verzweiflung zur „freiwilligen“

Ausreise zwingen.


Die Regierung setzt dabei auch auf die Empörung der

Weltöffentlichkeit, um am Ende einen „humanitären Transfer“ zu

rechtfertigen. In Israel wird offen darüber gesprochen, dass Donald

Trump diese Politik implizit gebilligt habe. Während Netanjahus Besuch

sagte er sinngemäß: Wir müssen die Menschen aus Gaza herausbringen und

das Gebiet neu aufbauen. Für israelische Entscheidungsträger war das

ein grünes Licht. Nicht für Hotels, wie Trump vielleicht dachte,

sondern für jüdische Siedlungen. Siedlergruppen fordern bereits die

Besiedlung Nord-Gazas.


Netanjahu verfolgt den Krieg auch aus Angst vor juristischer

Verfolgung, heißt es.


Dieses Argument wird häufig vorgeschoben: Er könne den Krieg nicht

beenden, weil seine rechtsextremen Koalitionspartner ihn unter Druck

setzen würden – Bezalel Smotrich, Itamar Ben-Gvir und andere. Doch das

lenkt ab: Netanjahu ist Premierminister. Er ist verantwortlich. Und es

ist seine Politik.


Man muss verstehen: Für Netanjahu war die Hamas immer nützlich.

Bereits 2015 sprach Smotrich offen darüber. Netanjahu selbst handelte

mit Katar Geldtransfers für die Hamas aus – in bar, in Koffern

übergeben, von Israel genehmigt. Warum? Weil die Hamas aus seiner

Sicht der beste Vorwand war, um jede Lösung zu blockieren.


Mit ihr könne man nicht verhandeln, sie sei international geächtet,

wolle Israel zerstören und einen islamischen Staat in Israel

errichten. Die Palästinensische Autonomiebehörde sei korrupt und

schwach. Also blieb nur: die Besatzung „managen“. Das war Netanjahus

Strategie – bis zum 7. Oktober.


Der 7. Oktober hat alles verändert.


Ja, aber Netanjahu bleibt seiner Linie treu. Er sagt: Wir kämpfen bis

zum vollständigen Sieg. Was das bedeutet, sagt er nicht. Über „den Tag

danach“ spricht er nicht. Das Militär fragt sich seit Monaten: Was ist

unser Ziel? Die militärischen Operationen sind abgeschlossen. Was

jetzt geschieht, ist entweder tägliche Zerstörung oder der Schutz

ziviler Bulldozer, die für jeden abgerissenen Wohnblock bezahlt

werden. Es geht nicht mehr um Hamas. Es geht um die völlige Einebnung

Gazas.


Solange der Krieg andauert, kann Netanjahu sagen: Wir haben Hamas noch

nicht besiegt.


Omer Bartov Dabei gab es doch ein Angebot im Mai: „Alle gegen alle“ –

Gefangene gegen Geiseln, Rückzug der IDF …


Das lag auf dem Tisch. Und im Hintergrund stand der Plan, dass sich

die Hamas-Führung zurückzieht und eine neue palästinensische Regierung

übernimmt. Aber das ist genau der Albtraum Netanjahus – nicht erst für

Smotrich und Ben-Gvir, sondern schon lange zuvor. Denn sobald der

Krieg endet, müsste jemand regieren. Und das könnten nur Palästinenser

sein. Also kann der Krieg nicht enden. Solange der Krieg andauert,

kann Netanjahu sagen: Wir haben Hamas noch nicht besiegt.


Und politisch?


Je länger der Krieg dauert, desto mehr Gesetze werden vorbereitet, die

etwa arabische Israelis aus den Wahlen ausschließen könnten – mit dem

Argument, sie gehörten nicht zu zionistischen Parteien. Das erhöht

Netanjahus Chancen auf einen Wahlsieg. Der Krieg ist für ihn nicht nur

ein Mittel zur Machtsicherung. Er ist das letzte Glied einer langen

Strategie.


Glauben Sie, dass die Regierungen in Europa und anderswo nun Israels

Vorgehen in Gaza als Genozid einordnen? Und dass sie deshalb beginnen,

zu handeln?


Ich weiß nicht, was sie wirklich denken – und ob sie überhaupt bereit

sind, in diesen Kategorien zu denken. Aber die zentrale Frage ist:

Warum ist es überhaupt wichtig, von Genozid zu sprechen? Manche sagen:

Reicht es nicht, wenn wir von Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen

die Menschlichkeit sprechen? Das sei doch schlimm genug.


Omer Bartov über den juristischen Begriff „Genozid“


Und Ihre Antwort?


Genozid ist nicht nur ein moralischer Begriff – es ist ein

juristischer. Er ist völkerrechtlich in der UN-Völkermordkonvention

verankert. Und diese Konvention verpflichtet alle

Unterzeichnerstaaten: Sie müssen eingreifen, wenn sich ein Genozid

abzeichnet. Sie müssen ihn stoppen, wenn er läuft. Und sie müssen die

Verantwortlichen bestrafen. Das ist keine moralische Empfehlung, es

ist Völkerrecht.


Und genau deshalb schrecken viele Staaten davor zurück, ihn zu

benennen?


Historisch gesehen war das oft der Grund. Denken Sie an die USA

während des Genozids in Ruanda. Die Regierung wusste, was geschieht,

aber sie vermied bewusst das Wort „Genozid“. Denn damit hätte eine

Interventionspflicht bestanden – und genau das wollte man vermeiden.

Ähnlich ist es heute: Wenn europäische Regierungen oder die USA den

Genozid anerkennen würden, müssten sie handeln. Deshalb halten sie

sich zurück.


Wie wichtig ist in diesem Zusammenhang ein Urteil des Internationalen

Gerichtshofs?


Der IGH ist Teil der UN-Struktur, ebenso wie die Genozidkonvention.

Derzeit verhandelt er auf Antrag Südafrikas den Vorwurf, Israel begehe

in Gaza einen Genozid. Das Urteil wird kommen – aber vermutlich erst

nach erheblicher Verzögerung. Denn der Gerichtshof muss eine gewaltige

Beweislast prüfen, was Monate oder Jahre dauert.


Und bis dahin?


Staaten sind nicht verpflichtet zu warten. Sie können auch ohne Urteil

zu der Einschätzung kommen, dass ein Genozid geschieht – und müssen

dann entsprechend handeln. Was aber besonders wichtig war: die

vorläufigen Anordnungen des IGH. Diese verpflichteten Israel u. a.

dazu, deutlich mehr humanitäre Hilfe zuzulassen. Selbst der

israelische Richter am Gericht, Aharon Barak, stimmte diesem Punkt zu.


Und doch wurde die Maßnahme nicht umgesetzt.


Nein, Israel hat sie vollständig ignoriert. Das Ergebnis sehen wir

jetzt: eine Hungerkatastrophe in Gaza. Warum konnte Israel das tun?

Weil der IGH keine eigene Exekutivgewalt hat. Die Durchsetzung liegt

beim UN-Sicherheitsrat – und dort verfügen die USA über ein Vetorecht.

Solange das besteht, gibt es keine Durchsetzungskraft.


Was wäre die politische Wirkung eines späteren IGH-Urteils?


Sollte der Gerichtshof zu dem Schluss kommen – was ich für möglich

halte –, dass bestimmte Handlungen in Gaza als Genozid zu

qualifizieren sind, dann wird das eine gewaltige Wirkung haben. Nicht

nur juristisch – etwa im Hinblick auf mögliche Haftbefehle des

Internationalen Strafgerichtshofs.


Sondern auch symbolisch und historisch: Ein Land, das Genozid begangen

hat, trägt diesen Makel über Generationen hinweg. Nicht nur seine

politischen Führer – die gesamte Gesellschaft wird in Mitleidenschaft

gezogen. Ich fürchte, genau das droht Israel: ein Makel, der sich

nicht mehr auslöschen lässt.


Was bedeutet das für die Staaten, die Waffen an Israel liefern – dazu

gehört ja auch Deutschland?


Wenn ein Genozid festgestellt wird – rechtlich oder politisch –, dann

stellt sich auch die Frage nach der Mitverantwortung. Deutschland

liefert Waffen an Israel, darunter Systeme mit hoher Zerstörungskraft.


Sollte sich nachweisen lassen, dass diese Waffen im Kontext eines

Völkermords eingesetzt wurden, wäre das juristisch und moralisch

äußerst problematisch. Zumal Deutschland als Unterzeichnerstaat der

Genozidkonvention nicht nur verpflichtet ist, keinen Genozid zu

begehen, sondern auch, ihn nicht zu ermöglichen.


Die Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland gehören zu den

wichtigsten Waffenlieferanten Israels. Wie bewerten Sie das in

Anbetracht dessen, was sich derzeit in Gaza abspielt?


Es ist eindeutig: Beide Staaten sind involviert – militärisch wie

politisch. Die israelische Marine etwa basiert auf deutschen

Lieferungen. Und auch wenn man in Deutschland gern behauptet, die

Marine sei an den Angriffen nicht beteiligt, sie ist es sehr wohl. Sie

schützt die Blockade, sie operiert direkt vor der Küste Gazas. Das ist

keine Randnotiz, sondern ein zentrales Element dieses Kriegs.


Also tragen die USA und Deutschland eine Mitverantwortung?


Ja. Beide sind beteiligt: durch Waffenlieferungen, durch diplomatische

Rückendeckung, durch politische Legitimierung. Deutschland etwa hat

erklärt, dass es sich im Verfahren vor dem Internationalen Gerichtshof

gegen Südafrikas Völkermordklage auf die Seite Israels stellen will.


Und gleichzeitig wissen alle: Wenn Netanjahu nach Berlin käme, wäre

Deutschland völkerrechtlich verpflichtet, ihn zu verhaften und an den

Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu überstellen.

Stattdessen lädt man ihn ein. Das ist nicht nur ein politisches, das

ist ein rechtliches Problem.


Ein Bruch mit deutschem Recht?


Deutschland hat klare Regeln, die Waffenlieferungen in

Konfliktregionen und an Staaten, denen Kriegsverbrechen oder

Völkermord vorgeworfen werden, untersagen. Diese Regeln gelten, sie

werden nur nicht angewendet. Und das müsste jemand sagen. Es gibt in

Deutschland bislang kaum Stimmen, die das offen tun.


Aus Ihrer Perspektive als Historiker – und als Holocaust-Forscher: Wie

bewerten Sie das?


Es ist ein Paradox von erschütternder Tragweite. 1948, im selben Jahr,

als die UN die Genozidkonvention verabschiedeten, wurde der Staat

Israel gegründet – als Reaktion auf den Holocaust.


Die Idee war: Nie wieder sollten Jüdinnen und Juden wehrlos einer

Vernichtung ausgeliefert sein. Nun steht dieser Staat selbst unter dem

Vorwurf, einen Völkermord zu begehen. Das ist für viele – nicht nur in

jüdischen Gemeinden – kaum denkbar, kaum auszuhalten. Und gerade

deshalb fällt es so schwer, die Realität in Gaza beim Namen zu nennen.


Genozid-Forscher Omer Bartov über die deutsche Staatsräson


Was bedeutet das für Deutschland?


Deutschland hat sich historisch verpflichtet, den Staat Israel zu

schützen, so lautet der berühmte Satz von Angela Merkel: Israels

Sicherheit sei deutsche Staatsräson. Aber was heißt das, wenn dieser

Staat selbst gegen Völkerrecht und gegen die Genozidkonvention

verstößt? Staatsräson darf kein Blankoscheck sein.


Was in Gaza geschieht, ist nicht nur eine Katastrophe für die

Palästinenser – es ist auch eine Katastrophe für Israel selbst.


Omer Bartov Was wäre dann eine angemessene Haltung?


Deutschland muss zweierlei tun. Erstens: Es muss sich zu seiner

historischen Verantwortung gegenüber Israel bekennen, aber nicht

bedingungslos gegenüber jeder Regierung. Und zweitens: Es muss das

internationale Recht verteidigen, das gerade aus der Erfahrung des

Holocausts entstanden ist. Dazu gehört auch, Verbrechen klar zu

benennen, egal, ob sie in Myanmar begangen werden oder in Gaza.


Wer Israel schützen will, darf Netanjahus Regierung nicht

unterstützen?


Genau. Was in Gaza geschieht, ist nicht nur eine Katastrophe für die

Palästinenser – es ist auch eine Katastrophe für Israel selbst. Es ist

Teil eines Prozesses, in dem sich Israel zu einem autoritären

Apartheidregime entwickelt: gegen Palästinenser, gegen arabische

Israelis, zunehmend aber auch gegen jüdische Oppositionelle.


Wer das ernst nimmt, kann diese Regierung nicht weiter stützen.

Deutschland müsste sich klar dagegenstellen, im Interesse Israels,

nicht gegen es.


Interview: Michael Hesse



Zur Person


Omer Bartov (70), der israelische Holocaustforscher, hat Wurzeln in

einem galizischen Städtchen, dessen antisemitische Gewaltgeschichte er

in seinem Buch „Anatomie eines Genozids“ erzählt hat. Bartov ist

Professor an der Brown University im US-Bundesstaat Rhode Island.


Sein neues Buch: „Genozid, Holocaust und Israel, Palästina. Geschichte

im Selbstzeugnis“ ist im Suhrkamp-Verlag erschienen.


————

07.08.2025

Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien      (II von III)


5. Tagesspiegel: „Keine Politik der Vertreibung und Annexion“: Wadephul warnt Israel vor internationaler Isolation


https://www.tagesspiegel.de/internationales/keine-politik-der-vertreibung-und-annexion-wadephul-warnt-israel-vor-internationaler-isolation-14110040.html


„Keine Politik der Vertreibung und Annexion“: Wadephul warnt Israel vor internationaler Isolation


Außenminister Wadephul sieht die Kluft zwischen Israel und seinen

Partnern immer größer werden. Grund ist die katastrophale humanitäre

Lage in Gaza. In Jerusalem weist er deutlich auf das Risiko hin.


Stand: 31.07.2025, 21:38 Uhr


Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat Israel zu einer Absage

an einen Kurs der „Vertreibung“ und „Annexion“ im Gazastreifen

aufgerufen. „Wir brauchen Klarheit auch von Israel, dass keine Politik

der Vertreibung und keine Politik der aktiven Annexion betrieben

wird“, sagte Wadephul am Donnerstagabend vor Journalisten in

Jerusalem.


„Die humanitäre Katastrophe in Gaza übersteigt jede Vorstellung“,

beschrieb Wadephul die Lage in dem Palästinensergebiet.


Wadephul hat die israelische Führung zudem eindringlich vor einer

internationalen Isolierung gewarnt, wenn sie die humanitäre Lage im

Gazastreifen nicht umgehend verbessert. „In vielerlei Hinsicht stehen

der Nahost-Friedensprozess und letztlich die ganze Region an einem

Scheideweg“, sagte der CDU-Politiker nach politischen Gesprächen in

Jerusalem.


Wadephul verwies auf Diskussionen in der Europäischen Union über

Sanktionen gegen Israel und auf die steigende Bereitschaft von

Staaten, einen palästinensischen Staat anzuerkennen. „Israel läuft

Gefahr, international immer weiter isoliert zu werden. Ich sehe es als

Deutschlands Aufgabe an, alles dafür zu tun, das zu verhindern.“ Daher

sei er nach Israel gekommen.


Mit Blick auf die hungernde Bevölkerung im Gazastreifen, sagte

Wadephul: „Das ist ein vollkommen untragbarer Zustand, der sich sofort

ändern muss.“ Nötig sei eine „fundamentale Verbesserung für die

Menschen im Gazastreifen“. Das habe er auch in seinen Gesprächen zum

Ausdruck gebracht.


(…)


Wadephul hat die israelische Führung zudem eindringlich vor einer

internationalen Isolierung gewarnt, wenn sie die humanitäre Lage im

Gazastreifen nicht umgehend verbessert. „In vielerlei Hinsicht stehen

der Nahost-Friedensprozess und letztlich die ganze Region an einem

Scheideweg“, sagte der CDU-Politiker nach politischen Gesprächen in

Jerusalem.


Wadephul verwies auf Diskussionen in der Europäischen Union über

Sanktionen gegen Israel und auf die steigende Bereitschaft von

Staaten, einen palästinensischen Staat anzuerkennen. „Israel läuft

Gefahr, international immer weiter isoliert zu werden. Ich sehe es als

Deutschlands Aufgabe an, alles dafür zu tun, das zu verhindern.“ Daher

sei er nach Israel gekommen.


Mit Blick auf die hungernde Bevölkerung im Gazastreifen, sagte

Wadephul: „Das ist ein vollkommen untragbarer Zustand, der sich sofort

ändern muss.“ Nötig sei eine „fundamentale Verbesserung für die

Menschen im Gazastreifen“. Das habe er auch in seinen Gesprächen zum

Ausdruck gebracht.  (…)


Am Freitag will der Außenminister in das Westjordanland fahren und in

Ramallah mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas reden. Themen dürften

dabei auch die zunehmende Gewalt israelischer Siedler gegen

Palästinenser und Überlegungen in Israel sein, das Westjordanland zu

annektieren. Dies wird von der Bundesregierung strikt abgelehnt. (dpa)



——


6. ARD: The Bibi Files – Die Akte Netanjahu


 

https://www.ardmediathek.de/video/the-bibi-files-die-akte-netanjahu/the-bibi-files-die-akte-netanjahu/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjM3NTcyOV9nYW56ZVNlbmR1bmc


The Bibi Files – Die Akte Netanjahu


10.09.2025 ∙ The Bibi Files – Die Akte Netanjahu <https://www.ardmediathek.de/film/the-bibi-files-die-akte-netanjahu/Y3JpZDovL25kci5kZS80ODc4IHByb3BsYW5fMTk2Mzc1NzI5> ∙ NDR



Als erster amtierender Ministerpräsident Israels steht Benjamin

Netanjahu vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Korruption im

Amt vor. "Die Akte Netanjahu" beleuchtet das Korruptionsverfahren

gegen Israels Premierminister – mit bislang unveröffentlichten

Verhörvideos der wichtigsten Belastungszeugen. (…)


——



7. Berl.Z.: Sehenswert: ARD zeigt sehr kritische Doku über Benjamin Netanjahu


https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/ard-zeigt-die-bibi-files-netanjahu-und-der-kampf-um-die-macht-in-israel-li.2345958


Israel


Sehenswert: ARD zeigt sehr kritische Doku über Benjamin Netanjahu


Die ARD liefert einen bemerkenswerten Einblick in die

Korruptionsaffären von Israels Premier und zeigt erstmals

Ausschnitte aus den Vernehmungen.


Isabelle Birkhäuser


31.07.2025  02.08.2025, 20:04 Uhr


Die ARD hat am Mittwoch den Dokumentarfilm „The Bibi Files“ (Die Akte

Netanjahu) ausgestrahlt. Die Produktion von Alexis Bloom und

Oscarpreisträger Alex Gibney wurde erstmals 2024 beim Toronto

International Film Festival gezeigt – trotz Benjamin Netanjahus

Versuch, die Veröffentlichung gerichtlich zu verhindern.


Das Gericht in Jerusalem wies seine Klage damals ab. Warum der

israelische Premier die Veröffentlichung zu verhindern versuchte, wird

beim Ansehen des Films schnell klar: Die Dokumentation ist ein

schonungsloser Bericht, der nicht spekuliert, sondern Fakten

recherchiert hat.


Obwohl der Film in der Vorauswahl für den Oscar nominiert wurde, fand

sich kaum eine Streamingplattform, die ihn zeigen wollte. Dass sich

die ARD dazu entschlossen hat, ihn ins Programm zu nehmen, ist

bemerkenswert.


Korruptionsprozess gegen Netanjahu


Im Film kommen ehemalige Vertraute Netanjahus und hochrangige

politische Persönlichkeiten wie Ex-Premier Ehud Olmert oder der

ehemalige Chef des Geheimdienstes Shin Beit zu Wort. Aus

Archivmaterial, Interviews und erstmals gezeigten Szenen aus

Polizeiverhören entsteht ein realistisches Bild von Israels

Ministerpräsident.


Benjamin Netanjahu steht wegen Korruptionsvorwürfen vor Gericht. Die

Ermittlungen begannen bereits im Jahr 2016 – Hunderte Zeugen wurden

befragt. Im November 2019 wurde Netanjahu schließlich offiziell

angeklagt. Der Vorwurf: Er und seine Ehefrau Sara sollen teure

Geschenke angenommen haben, darunter Zigarren, Champagner und Schmuck,

im Gegenzug für politische Gefälligkeiten zugunsten wohlhabender

Geschäftspartner.


Trotz der laufenden Gerichtsverhandlungen blieb Netanjahu im Amt –

auch in den gegenwärtigen Kriegszeiten. Sollte er jedoch schuldig

gesprochen werden, drohen ihm bis zu drei Jahre Haft, ein Rücktritt

vom Amt wäre unumgänglich. Bereits zu Beginn der Affäre soll sein

Anwalt ihm geraten haben, zurückzutreten – doch Netanjahu lehnte ab.


Die Dokumentation ist in drei ineinander übergehende Teile gegliedert.

Zunächst werden die Korruptionsvorwürfe und Beweise aufgearbeitet. Es

geht um enge Beziehungen, persönliche Vorteile und politische

Geschäfte. Dann folgt eine Analyse, wie sich Netanjahus Politik nach

der Anklage veränderte. Aus Angst vor dem Gefängnis, so der Vorwurf,

habe er demokratische Prinzipien untergraben, um sich selbst zu

retten. Im letzten Teil geht es um den Terrorangriff der Hamas vom 7.

Oktober 2023 und Netanjahus mutmaßliche Mitverantwortung.


Das Narrativ der Filmemacher ist unmissverständlich: Wiederkehrende

Themen werden von verschiedenen Stimmen untermauert und dramaturgisch

gesteigert. Zu Beginn geht es nur um einen Politikskandal, gegen Ende

wird klar, warum die Lage in Israel innen- und außenpolitisch fast

zwangsläufig explodieren musste.


Netanjahu, der König Israels


Netanjahu wurde 1996 zum ersten Mal Ministerpräsident – jung,

ambitioniert, erfolgreich. Doch nach fast 30 Jahren im Kreis der

Macht, so schildern es Weggefährten, sei ihm der Erfolg zu Kopf

gestiegen. Er glaube, sich alles erlauben zu können. „L’État c’est

moi“ – „Der Staat bin ich“, so beschreibt ihn ein ehemaliger Berater

von Schimon Peres. Andere sagen, Netanjahu halte sich für unantastbar

– beinahe königlich.


Ein zentrales Motiv des Films ist Netanjahus Feindbild: die Medien.

Der investigative Journalist Raviv Drucker, selbst Produzent der

Dokumentation, berichtet, mehrfach von der Familie Netanjahu verklagt

worden zu sein – stets erfolglos. In den Polizeiverhören werfen

Netanjahu, seine Frau Sara und ihr Sohn Jair den Medien vor, eine

Verschwörung gegen die Familie zu betreiben. Jair spricht sogar von

„Hexenjagd“ und „Stasi-Methoden“. Die Arroganz und Überheblichkeit des

Netanjahu-Clans bei den Verhören sind atemberaubend – allein deswegen

ist die Doku ein Must-see.


Besonders brisant sind die Vorwürfe rund um Israels größtes

Nachrichtenportal Walla. Dem Unternehmer, der das Portal besitzt, soll

Netanjahu gesetzliche Vorteile verschafft haben, um im Gegenzug

Einfluss auf die Berichterstattung über sich und seine Familie zu

erhalten. Ein früherer Chefredakteur von Walla berichtet, er habe

regelmäßig Anweisungen zur Darstellung der Netanjahu-Familie erhalten.

Netanjahu bestreitet die Vorwürfe.


Das Familienimperium Netanjahu


Auch Netanjahus Frau Sara und der Sohn Jair stehen im Rampenlicht.

Sara spielt demnach eine große Rolle im Hintergrund. Keine

Entscheidung werde getroffen, ohne dass sie diese abgesegnet hätte.

Darüber hinaus sei sie jähzornig und egozentrisch.


Die 20-jährige Gli Schwartz, die den 7. Oktober direkt miterlebte und

an diesem Tag Dutzende Bekannte aus ihrem Kibbuz verlor, geht mit

Netanjahu hart ins Gericht. Sie kennt viele Familien der Geiseln und

berichtet, dass man Sara schmeicheln müsse, damit sich die Regierung

für ihre Freilassung einsetzt. Die Familien würden sich nicht trauen,

Kritik zu äußern, aus Angst, ihre Angehörigen nicht wiederzusehen.


Der Film stellt die These auf, Netanjahus Angst vor dem Gefängnis

treibe seine politischen Entscheidungen. Ein ehemaliger Berater von

Schimon Peres drückt sich folgendermaßen aus: „Alles, was er in den

vergangenen fünf Jahren getan hat, war einzig, um dem Gefängnis zu

entkommen.“ Selbst der Krieg in Gaza sei Teil seiner politischen

Strategie zur Machterhaltung, sagt Raviv Dunker.


Netanjahus Verantwortung


Der Dokumentarfilm beleuchtet auch Netanjahus Verantwortung dafür,

dass der Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 nicht verhindert

wurde. Er erzählt, wie Netanjahu über Katar die Hamas hat finanzieren

lassen. Olmert und weitere hochrangige Regierungsbeamte geben an,

Netanjahu habe die Hamas finanziert mit dem Ziel, eine einheitliche

Führung der Palästinenser – etwa durch die Autonomiebehörde – zu

untergraben.


Der Film erläutert, warum sich die politische Mitte von ihm abgewendet

hatte, weshalb er die religiösen Extremisten aus Verbündete gewann und

jetzt ihre menschenverachtende, rassistische Politik betreibt.


Die Ultrareligiösen wollen seit jeher die jüdische Vorherrschaft in

einem erträumten Groß-Israel und eine Ausweitung der Siedlungspläne.

Durch die Koalition haben es auch Rechtsextreme wie Ben-Gvir und

Smotrich in die Regierung geschafft.


Dies und andere Vorfälle, wie eine geplante Justizreform, führten zu

massiven Protesten in der Bevölkerung. Der ehemalige Ministerpräsident

Ehud Olmert sagt, Israel sei während dieser Zeit geschwächt worden.

Nicht wegen der Proteste, sondern wegen Netanjahus Politik als

Reaktion darauf. Die Feinde hätten diese Schwäche gerochen und ausgenutzt.


Die ineinander verwobenen Erzählebenen und die Berichte von Personen,

die eng mit der Regierung vertraut sind, sowie die gravierenden

Vorwürfe, die über ein Korruptionsverfahren hinausgehen, machen diesen

Film zu einem wichtigen Beitrag zur Aufklärung. Es ist verdienstvoll,

dass die ARD diesen Beitrag für Deutschland leistet.


——


8. NDR: Korruption: Deutsche U-Boote für Israel



https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama/archiv/2025/korruption-deutsche-u-boote-fuer-israel,israel-uboote-korruption-100.html


Korruption: Deutsche U-Boote für Israel


Stand: 11.07.2025 11:59 Uhr


Ein Gericht in Israel geht dem Verdacht nach, bei dem Geschäft sei

Bestechungsgeld geflossen. Israel machte auch diplomatisch Druck, um

deutsche Widerstände gegen den Deal zu brechen - und forderte offenbar

die Entlassung eines Beraters von Ex-Kanzlerin Merkel.


von Stefan Buchen


(…)


In Kiel wird das sechste Thyssenkrupp-U-Boot für Israel gerade zu

Ende gebaut. Die Erprobungen in der Kieler Förde haben begonnen.

Bundesregierung und Bundestag gewähren einen Zuschuss für die U-Boote,

die Israel bekommt. Es ist als Geste im Rahmen der Entschädigung für

den Massenmord an den Juden durch die Deutschen während des

Nationalsozialismus gedacht.


Beim sechsten U-Boot, für das der Vertrag 2012 unterschrieben wurde,

vereinbarten beide Seiten einen deutschen Anteil von 30 Prozent. Das

entsprach damals 135 Millionen Euro Zuschuss aus dem Bundeshaushalt.

Das bedeutet allerdings, dass Israel den weitaus größeren Teil selbst

bezahlt.


(…)


Zudem müsse man im Auge haben, dass die Instandhaltung und die

Mannschaften für das Hochtechnologiefahrzeug jährlich etwa mit einem

Zehntel des Kaufpreises zu Buche schlügen.


"Das heißt, dass ein U-Boot während seiner Lebensdauer von ca. 30

Jahren mehr als doppelt so viele Kosten produziert wie der

Anschaffungspreis", rechnet Harel vor. Das Geld fehle dann für andere

Dinge, die militärisch vielleicht wichtiger seien. Der Kaufpreis des

sechsten deutschen U-Boots für Israel wurde 2012 auf 450 Millionen

Euro festgelegt.


(…)


Kommission übt Kritik an U-Boot-Beschaffung


Diese Begebenheit und vieles Verdächtige mehr gibt der pensionierte

Militär auch in einer Zeugenaussage vor der richterlichen

Untersuchungskommission zu Protokoll. Unter dem Vorsitz des ehemaligen

Obersten Richters Asher Grunis arbeitet diese Kommission seit 2022

auf, was in Israel als "U-Boot-Affäre" bekannt ist. Im Visier der

Kommission ist kein geringerer als Regierungschef Netanjahu selbst.


Im Juni 2024 veröffentlichte die Kommission ein Zwischenfazit, das

Netanjahu schwer belastet. Mit seiner Beschaffungspolitik in

Deutschland habe der Premierminister unter anderem die Sicherheit und

die wirtschaftlichen Interessen des Staates Israel "gefährdet". Damit

ist etwa gemeint, dass bei der Rüstungsbeschaffung falsche Prioritäten

gesetzt wurden.


(…)


Netanjahu-Anwalt macht Druck


Der Kauf der Korvetten in Deutschland war ein weiterer Vorgang, der

den ehemaligen Generaldirektor des Verteidigungsministeriums, Harel,

hellhörig machte. Netanjahu und seine Leute hätten 2013 und 2014

darauf gedrängt, die Korvetten bei Thyssenkrupp zu bestellen. Das

Angebot von dort sei aber überteuert gewesen. Harel gab im Juli 2014

eine internationale Ausschreibung in Auftrag. Andere Hersteller, von

Südkorea bis Italien, reichten prompt preiswertere Angebote in Tel

Aviv ein.


Harel bekräftigt gegenüber Panorama seine Aussage vor der

Untersuchungskommission, wonach ein Anwalt namens David Shimron im

Verteidigungsministerium angerufen habe mit dem Verlangen, die

internationale Ausschreibung zu stoppen und die Korvetten bei

Thyssenkrupp zu bestellen. So kam es dann auch, nachdem der deutsche

Konzern den Preis gesenkt und die Bundesregierung einen Zuschuss von

27,5 Prozent gewährt hatte.


Anwalt mit Interessenkonflikt


Die telefonische Intervention des Anwalts David Shimron führt in den

kriminologischen Kern der Angelegenheit. Denn als er sich für den

Korvettenkauf bei den Deutschen aussprach, war Shimron gleichzeitig

der Anwalt von Premierminister Netanjahu, um dessen private

Vermögensangelegenheiten er sich seit langem kümmert, und von Michael

Ganor, von 2009 bis 2017 Verkaufsagent von Thyssenkrupp in Israel. Für

welchen seiner beiden Mandanten Anwalt Shimron angerufen hat? "Tja,

diese Frage lässt sich nicht so leicht beantworten", sagt Harel.


Doppelanwalt David Shimron war mehrfach auf der Werft in Kiel und in

der Thyssenkrupp-Zentrale in Essen, wie mehrere Zeugen gegenüber

Panorama bestätigten, darunter auch frühere hochrangige Mitarbeiter

von Thyssenkrupp. Nach Panorama-Recherchen waren sich damalige

Thyssenkrupp-Leute, die für Compliance-Fragen zuständig waren,

bewusst, dass Shimron sowohl den Konzernagenten Ganor als auch den

israelischen Premier vertrat.


Shimron verkörpert die Interessenkollision, welche die U-Boot-Affäre

überschattet.


(…)


Bestechungsprozess gegen Thyssenkrupp-Agenten


Parallel zur Untersuchungskommission läuft in Tel Aviv ein

Strafverfahren wegen Bestechung. "Angeklagter Nr. 1" ist der ehemalige

Thyssenkrupp-Mann Michael Ganor. Er hat laut Anklageschrift 10,4

Millionen Euro Vermittlungsgebühr von Thyssenkrupp erhalten, bevor die

Affäre um die Jahreswende 2016/17 aufflog.


Vertraglich vereinbart zwischen dem deutschen Konzern und Ganor waren

ein Anteil von zwei Prozent am Gesamtpreis des sechsten U-Bootes und

3,7 Prozent für jedes einzelne weitere Geschäft. "Das bedeutet eine

Gebühr von mehreren Millionen Euro je Transaktion", schreibt die

Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage.


Die strafrechtliche Relevanz liegt dabei weniger in der Gebühr vom

Konzern an den Agenten - die könnte für sich genommen sogar legal sein

-, sondern in der Tatsache, dass Ganor laut Anklage mit einem Teil des

Geldes Landschaftspflege im unmittelbaren Umfeld des Premierministers

betrieb - also Bestechungsgelder gezahlt haben soll.


Mutmaßlicher Geldempfänger mit Nähe zum Premierminister


So floss laut Anklage etwa Geld von Ganor an Avriel Bar Yosef, von

2009 bis 2016 stellvertretender Vorsitzender des Nationalen

Sicherheitsrats, eine Schlüsselfigur der Affäre. Wörtlich heißt es in

der Anklageschrift: "Nachdem Ganor seine Vergütung von Thyssenkrupp

erhalten hatte, zahlte er Bestechungsgeld an Bar Yosef." Das Büro von

Bar Yosef befand sich im Amt des Premierministers.


Laut Untersuchungskommission betraute Netanjahu Bar Yosef, ein

ehemaliger Marineoffizier, mit dem Schiffseinkauf in Deutschland,

teilweise unter Umgehung der zuständigen Stellen, vor allem des

Verteidigungsministeriums. Bar Yosef ist unter anderem wegen Annahme

von Bestechungsgeldern und Untreue im Amt angeklagt. (…)


Unstrittig ist, dass Ganor dem deutschen Konzern von Nutzen war. Denn

es hagelte Aufträge an Thyssenkrupp. Vier Korvetten wurden geliefert,

das sechste U-Boot liegt fast fertig in Kiel und die Nummern 7, 8 und

9 sind bestellt. Hat das Kanzleramt Verdacht geschöpft, dass hier

etwas nicht stimmt?


Merkel-Berater: "Aus allen Wolken gefallen"


Erstmals äußert sich Christoph Heusgen, von 2005 bis 2017

außenpolitischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel, und damit

auch zuständig für Rüstungsexporte. Gegenüber Panorama schildert

Heusgen, dass er manchmal das Gefühl gehabt habe, auf der israelischen

Seite wisse "die rechte Hand nicht, was die linke tut." Aber das habe

er auf Kompetenzgerangel zurückgeführt. Welche "Zahlungsströme" es da

gegeben habe, das habe er nicht gewusst. Als Heusgen von den

Korruptionsvorwürfen Ende 2016 gehört habe, sei er "aus allen Wolken

gefallen".


Er habe jedenfalls von Anfang an gemeint, so Heusgen, dass die

historische Verantwortung Deutschlands für Israel als Begründung für

die Marineexporte nicht ausreiche. Denn Netanjahu habe die von

Deutschland favorisierte Beilegung des Konflikts mit den

Palästinensern, die sogenannte Zweistaatenlösung, schon damals

torpediert. Das sei ein Hindernis gewesen.


Bedingungen für das U-Boot-Geschäft


Deshalb habe die Bundesregierung Bedingungen für den aus dem

Bundeshaushalt unterstützten Export von Marineschiffen formuliert. Er,

Heusgen, habe von Netanjahus Regierung "ein Bekenntnis zur

Zweistaatenlösung, einen Stopp des Siedlungsbaus und auch eine

Verbesserung der humanitären Lage der Palästinenser in Gaza, etwa

durch den Bau einer Kläranlage", verlangt, erklärt Merkels ehemaliger

Berater.


"Bitte macht in diesen Bereichen voran, und dann gelingt es uns auch,

den Bundestag davon zu überzeugen, dass wir Steuermittel aufbringen,

um Euch diese U-Boote zu ermöglichen, zu subventionieren."


Diese Verhandlungen werden auch in den Akten der israelischen

Untersuchungskommission festgehalten. Manche israelischen Vertreter

hatten Verständnis für Heusgens Forderungen, etwa der frühere

Planungschef im Verteidigungsministerium Amos Gilad, damals wie heute

ein Kritiker Netanjahus.


"Den Palästinensern in Gaza gebührt eine Kläranlage und sauberes

Wasser, zunächst weil es Menschen sind und auch, weil verschmutztes

Meerwasser je nach Strömung später bei uns in Ashkelon landet",

erklärte Gilad in seiner Zeugenaussage.


Von Netanjahus engem Umfeld wurde Heusgen jedoch als "Dorn im Gesäß"

betrachtet, wie Mikha Friedman es ausdrückt. Netanjahu wollte keine

politischen Bedingungen in Bezug auf die Palästinenser für die U-Boote

und Korvetten erfüllen. Deshalb ließ er nach Panorama-Recherchen seine

Leute auf Heusgen los. "Beseitigung politischer Blockaden" hieß das in

den Unterlagen seiner Regierung.


Zuständig dafür war etwa Yitshak Molho, persönlicher Berater von

Netanjahu (bis 2018) und als Anwalt in einer jahrzehntelangen

Bürogemeinschaft mit seinem Berufskollegen David Shimron. Molho traf

Heusgen laut Akten der Untersuchungskommission mindestens zweimal

persönlich in dieser Sache. "Keinen Jubel" habe es auf der

israelischen Seite über seine Forderungen gegeben, erinnert sich

Heusgen. Molho schloss sich der Erklärung seines Bürokollegen Shimron

an, wonach man sich nichts habe zu Schulden kommen lassen.


Israel strebte Entlassung Heusgens an


Netanjahu griff noch zu anderen Mitteln als sanftem Gesprächsdruck

gegenüber Heusgen. Der Regierungschef schickte Ende 2010 oder Anfang

2011 seinen Vertrauten Ron Dermer, heute Minister, damals nach

Panorama-Recherchen zuständig im Premierministeramt unter anderem für

die guten Kontakte zur Netanjahu-freundlichen "Bild"-Zeitung, zum

deutschen Botschafter in Tel Aviv. Dermer habe gegenüber dem

Botschafter die Entlassung von Heusgen durch die Bundesregierung

verlangt. Heusgen bestätigt diesen ungewöhnlichen Vorgang vor der

Kamera.


Er beruft sich dabei auch auf das Zeugnis des ehemaligen israelischen

Botschafters in Deutschland Yoram Ben Zeev, der sich noch genau an den

Affront erinnert.


Bedingungen aufgeweicht


Merkel entließ Heusgen bekanntlich nicht. Aber seine politischen

Bedingungen kochte sie herunter. Sie blieben unverbindlich, wurden

nicht Bestandteil der Rüstungsverträge. "Das wurde politisch

entschieden", wie sich Heusgen heute diplomatisch ausdrückt. Netanjahu

hatte sein Ziel erreicht. Die "politischen Blockaden", die es in den

Jahren 2009 bis 2014 für die Lieferung der Marineschiffe ansatzweise

gab, waren beseitigt.


Die frühere Bundeskanzlerin scheint Bedingungen zugunsten der

Palästinenser als nicht so wichtig eingestuft zu haben. Ihre Priorität

lag offenbar woanders: Sie wollte Aufträge für Thyssenkrupp. Klar ist,

dass Merkel dem Konzern unter die Arme greifen wollte. "Als wir alle

dachten, dass der Kalte Krieg zu Ende ist", habe die deutsche

Rüstungsindustrie unter einer Flaute gelitten, erklärt Heusgen. Da

kamen die Bestellungen aus Nahost gerade recht. (…)


Angela Merkel möchte zu Detailfragen keine Auskunft geben und verweist

auf das Kanzleramt, wo die Vorgänge "veraktet" seien. Das Kanzleramt

teilte auf Anfrage von Panorama mit, dass der Bundessicherheitsrat

über Rüstungsexporte in jedem Einzelfall nach außen- und

sicherheitspolitischen Erwägungen entscheide.


Die Bundesregierung, Netanjahu und Thyssenkrupp würden die

U-Boot-Affäre am liebsten vergessen und begraben. Aber das geht nicht.

Die Verfahren in Israel laufen, während Netanjahu nach wie vor an der

Macht ist und damit der potentielle Empfänger weiterer deutscher

Waffen.


Die Affäre klebt an dem sechsten U-Boot, das in Kiel zu Ende gebaut

wird. Dessen Auslieferung scheint sich zu verzögern. Schon 13 Jahre

sind seit der Bestellung vergangen. Der Bundessicherheitsrat hat die

Genehmigung für diesen Rüstungsexport Ende Dezember 2023 erteilt, wie

aus einer Mitteilung an den Haushaltsausschuss des Bundestages

hervorgeht.


Aber die Affäre klebt auch an den Aufträgen für die U-Boote Nummer 7,

8 und 9. Heusgen erinnert sich an einen Anruf Ende 2016/Anfang 2017

von Wolfgang Schäuble, damals Bundesfinanzminister. Schäuble habe

gesagt, das sei jetzt doch ein bisschen heikel mit den U-Booten für

Israel angesichts der Korruptionsvorwürfe, man wolle das erstmal ruhen

lassen.


Im Oktober 2017 unterzeichneten Bundesregierung und Israel einen

Ergänzungsvertrag, wonach Marineschiffe nur dann geliefert werden,

wenn Korruption ausgeschlossen ist. Wie hart diese Bedingung ist,

bleibt abzuwarten.

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Hier findet sich das Manuskript der Panorama-Sendung:


https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama/archiv/2025/korruption-deutsche-u-boote-fuer-israel-manuskript,panoramamanuskript-108.html


——

07.08.2025

Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien      (III von III)


9. Der Spiegel: Brutaler Abnutzungskrieg im Gazastreifen -


   Die Palästinenser hungern, und Israel startet eine Propagandaoffensive



https://www.spiegel.de/ausland/gaza-krieg-die-palaestinenser-hungern-und-israel-startet-eine-propagandaoffensive-a-8d5eb96a-0f80-4ef1-9f27-0a4cb5a60b8e

Brutaler Abnutzungskrieg im Gazastreifen -


Die Palästinenser hungern, und Israel startet eine Propagandaoffensive


Israel zerstört das Hilfssystem der Uno, ersetzt es durch die

militarisierte, unprofessionelle Organisation GHF – und beschuldigt

dann die Vereinten Nationen, für den Hunger in Gaza verantwortlich zu

sein. So funktioniert Desinformation.



Eine Analyse von Mathieu von Rohr


29.07.2025, 19.38 Uhr • aus DER SPIEGEL 32/2025



Eine alte Regel der Propaganda lautet: Wiederhole eine große

Unwahrheit oft genug – und niemand wird mehr wissen, was er glauben

soll. Russland hat diese Technik perfektioniert, etwa mit der

Behauptung, die »Grünen Männchen« auf der Krim hätten nichts mit

Moskau zu tun. Auch Israels Regierung nutzt diese Methode – selbst

unter dem Druck weltweiter Proteste gegen das Aushungern der Menschen

in Gaza.


Die Botschaften, die Netanyahus Regierung sendet, sind verwirrend

widersprüchlich: Erstens gebe es gar keinen Hunger in Gaza (das ist

eine Lüge). Zweitens sei in Wahrheit die Uno schuld an der schlechten

Versorgungslage (ebenfalls eine Lüge). Drittens lässt Israel nun wegen

des internationalen Drucks plötzlich wieder mehr Hilfen zu. Es warf

sogar selbst die winzige Menge von sieben Paletten Hilfe aus der Luft

über Gaza ab, was reine Symbolpolitik ist – und ein indirektes

Eingeständnis, dass der Hunger real ist.


Die IPC-Initiative, das international anerkannte und von Uno und WHO

unterstützte Instrument zur Einstufung von Ernährungskrisen, warnte am

Dienstag erneut in drastischen Worten: Gaza erreiche derzeit »das

schlimmste Szenario einer Hungersnot« – eine Bewertung, die sonst etwa

bei Katastrophen wie in Somalia oder im Südsudan vergeben wurde.


Es gibt keinen Zweifel, dass Israel diese Hungerkrise selbst

verursacht hat. Die Aushungerung der Bevölkerung begann bereits im

März, als die Regierung Netanyahu die Einfuhr von Hilfsgütern

monatelang nahezu vollständig blockierte, um die Hamasunter Druck zu

setzen. Netanyahu sagte damals: »Israel hat entschieden, keine Waren

und Hilfsgüter mehr nach Gaza zu lassen.«


Der mächtige, rechtsextreme Finanz- und Siedlungsminister Bezalel

Smotrich drückte es plastischer aus: »Nicht einmal ein Weizenkorn wird

nach Gaza gelangen.« Smotrich hatte schon im vergangenen Jahr gesagt:

»Es wäre gerecht und moralisch richtig, zwei Millionen Menschen in

Gaza auszuhungern, nur wird die Welt uns nicht lassen.«


Ab Mai übertrug die israelische Regierung die Ausgabe von

Hilfslieferungen der Gaza Humanitarian Foundation (GHF) – einer

militarisierten, intransparenten Organisation mit Verbindungen zur

israelischen Armee und US-Unternehmern. Weil die GHF gegen die

humanitären Prinzipien von Neutralität und Unabhängigkeit verstößt,

verweigern Uno und Hilfsorganisationen die Zusammenarbeit: Hilfe dürfe

nicht von einer Kriegspartei kontrolliert werden. Genau das geschieht

hier jedoch faktisch.


Die Mär von der Hamas und den gestohlenen Hilfslieferungen


Doch warum eigentlich zerstörte Israel das funktionierende

Hilfsverteilungssystem der Uno und der mit ihr kooperierenden

internationalen Hilfsorganisationen? Die Begründung, die immer und

immer wieder präsentiert wurde, lautete: Die Hamas stehle systematisch

Hilfsgüter von der Uno, sie finanziere sich so. Belege blieb Israel

schuldig. Die Uno selbst dementierte den Vorwurf stets in aller

Klarheit .


Vergangene Woche wurde nun ein interner Bericht der US-Hilfsagentur

USAID öffentlich: Man habe keinen Beleg dafür, dass die Hamas

systematisch Hilfe abzweige. Die »New York Times« enthüllte sogar ,

gestützt auf israelische Militärkreise, dass die Armee selbst nie

einen Beweis dafür gefunden hatte. Wenn es vereinzelt zu Plünderungen

gekommen sei, dann durch lokale Banden, und in der Regel sei auch

nicht die Uno betroffen gewesen, sondern kleinere Hilfsorganisationen.

Das Uno-System habe sich bei der Verteilung sogar als effizient

erwiesen.


Mit anderen Worten: Die Geschichte vom großen Hilfsgüterklau der Hamas

ist bislang unbelegt – und wird dennoch gezielt als

Propagandainstrument eingesetzt.


Trotzdem wurde sie vielfach aufgegriffen – auch deutsche Politiker wie

Frank-Walter Steinmeier oder Armin Laschet wiederholten sie. In

manchen Medien floss sie in der nachrichtlichen Berichterstattung als

vermeintliche Tatsache ein. Die Behauptung diente der israelischen

Regierung als Vorwand, um das Hilfsverteilsystem der Uno und der mit

ihr kooperierenden Hilfsorganisationen zu ersetzen.


Die GHF übernahm nun die Hilfsverteilung, mit katastrophalen Folgen.

Denn die dubiose Organisation verteilt Hilfe nur an vier militärisch

gesicherten Standorten, zu denen die Menschen teils Stunden zu Fuß

gehen müssen und an denen chaotische Zustände herrschen. Laut Uno

wurden seit Mai in Gaza mehr als 1000 Menschen beim Versuch getötet,

an Nahrung zu gelangen.


Der Beschuss der Hilfesuchenden


Zahlreiche Berichte, auch eigene Recherchen des SPIEGEL , belegen:

Israelische Soldaten und GHF-Söldner schossen auf Hilfesuchende an den

Ausgabestellen. Die israelische Armee gab »Warnschüsse« zu, die

Militärstaatsanwaltschaft hat Untersuchungen eingeleitet. Soldaten

berichteten in »Haaretz« , sie hätten auf Befehl in die Menge gefeuert

– mit tödlichen Folgen. Ein ehemaliger US-Soldat, der für die GHF

arbeitete, berichtete der BBC , Armeeangehörige hätten gezielt auf

Zivilisten geschossen. Er sei Zeuge von Kriegsverbrechen geworden.


Das Problem ist aber nicht nur die Gewalt an den Verteilstellen: Die

GHF bringt auch schlicht viel zu wenig Hilfe nach Gaza. Viel zu wenig

Nahrung – und keinerlei Medikamente, Zelte und was sonst noch nötig

wäre.


Die Daten der zuständigen israelischen Behörde zeigen einen massiven

Einbruch der Essenslieferungen , seit die GHF die Verantwortung

übernommen hat. Davor gelangte wochenlang gar nichts nach Gaza.

Internationale Organisationen warnen seit Monaten eindringlich. Laut

Welternährungsprogramm hatte vergangene Woche ein Drittel der Menschen

tagelang nichts zu essen – es gab erste Tote.


Trotz aller Zahlen bestreitet Israels Regierung weiterhin, dass in

Gaza gehungert wird.


Die »Pallywood«-Verschwörungstheorie


In sozialen Netzwerken läuft gleichzeitig eine anscheinend

orchestrierte Desinformationskampagne: Bilder ausgehungerter Kinder

oder verzweifelt an Suppenküchen anstehender Menschen werden

grundsätzlich als Fälschungen bezeichnet, als angeblich KI-generiert

oder aus anderen Ländern stammend; verbunden mit menschenverachtender

Häme. Influencer behaupten, die Hamas kontrolliere ohnehin alles, man

dürfe gar nichts glauben, als sei die Hamas allmächtig und steuere

jedes Bild, jeden Bericht.


Und natürlich nutzt die Hamas die Bilder des Hungers für sich, was

aber nur möglich ist, weil Israel diesen Hunger erzeugt hat und der

Hamas damit diese Bilder liefert.


Gaza wird fälschlicherweise seit Beginn des Kriegs immer wieder als

Ort dargestellt, aus dem angeblich keine glaubwürdigen Informationen

kommen – obwohl es verifizierbare Berichte und Bilder gibt. Doch die

Botschaft aus dem propagandistischen Paralleluniversum lautet: In Gaza

gibt es keine Opfer, nur Terroristen. In sozialen Netzwerken kursiert

die »Pallywood«-Verschwörung: Jedes Bild aus Gaza sei inszeniert, jede

Szene manipuliert. Es ist absichtliche Entmenschlichung – mit dem

Ziel, jegliches Leid zu leugnen.


Dabei werden immer wieder Fotos von Kindern thematisiert, die bereits

gesundheitlich beeinträchtigt waren, und von denen deshalb besonders

krasse Fotos entstehen. Doch auch diese Kinder müssen, mit

vernünftiger Nahrung, Spezialmilch und Medikamenten, nicht hungern.


Die Frage, ob sie bereits Krankheiten hatten, ist deshalb eine reine

Ablenkung: Sie müssen nicht sterben, wenn Israel eine ordentliche

Versorgung der Bevölkerung zulassen würde. Zudem wurde die

medizinische Versorgung in Gaza weitgehend zerstört . Die Uno wie

Hilfsorganisationen kategorisieren Tausende Kinder als mangelernährt.

Die Strategie geht so: Zweifel säen, Bilder diskreditieren, Zahlen

infrage stellen – auch wenn die Fakten eindeutig sind.


Dazu passt die Diskreditierung der Uno als unabhängige

Hilfsdienstleisterin, Beobachterin und Warnerin. Die Uno genießt in

Krisenregionen weltweit hohes Ansehen bei der Katastrophenhilfe. Doch

Israels Regierung beschuldigt sie faktisch, mit Terroristen unter

einer Decke zu stecken.


Israels Kampagne gegen die Uno


Es begann mit der Kampagne gegen die UNRWA, das

Uno-Palästinenserhilfswerk. Israel warf einem Dutzend Mitarbeiter

Beteiligung am Terror des 7. Oktober vor. Die Organisation

suspendierte die Betroffenen zwar umgehend. Doch die Regierung weitete

die Vorwürfe immer weiter aus, behauptete, ein großer Teil der

UNRWA-Mitarbeiter habe Hamas-Verbindungen – ohne wirkliche Beweise

vorzulegen. Einige unabhängige Untersuchungen fanden zwar

»Neutralitätsprobleme«, aber keine Hinweise auf systematische

Verbindungen zur Hamas. Trotzdem wurde UNRWA international diffamiert,

ihre Arbeit in Israel verboten.


Viele Staaten, auch Deutschland, stellten vorübergehend ihre Zahlungen

ein, um sie dann später teilweise wiederaufzunehmen. Auch in

Deutschland wird seither regelmäßig behauptet, UNRWA sei quasi

identisch mit der Hamas. Es ist eine  Verleumdung, die keine Belege

mehr braucht, weil die Propaganda längst ihre Wirkung getan hat.


Nach dem Ausschalten der UNRWA, der erfahrensten Hilfsorganisation in

Gaza, übernahmen andere Uno-Organisationen selbst – bis auch sie im

Mai durch die GHF verdrängt wurden.


Inzwischen geht Israel auch gegen OCHA vor, das Katastrophenhilfsbüro

der Uno. Dessen Leiter soll kein neues Visum erhalten – weil er

öffentlich kritisiert hatte, dass Menschen beim Anstehen für Hilfe an

GHF-Verteilstationen erschossen wurden.


Vergangene Woche folgte die nächste absurde Wendung: Die Regierung

machte ausgerechnet die entmachtete Uno für fehlende Hilfe

verantwortlich: Sie verbreitete Drohnenvideos von Hilfspaletten an

Grenzübergängen, die die Uno nicht abgeholt habe. Dabei hatte die Uno

schon davor immer wieder darüber geklagt, dass sie ihre Arbeit wegen

massiver israelischer Einschränkungen nur beschränkt machen könne.


Etwa die Hälfte aller Transportanfragen für Güter innerhalb von Gaza

seien von der Armee abgelehnt worden, es gebe komplizierte

Genehmigungsprozesse. Viele Lieferungen würden zudem aus Verzweiflung

geplündert – teils unter den Augen israelischer Soldaten. Für die

Sicherheit wäre laut Völkerrecht wohl Israel als Besatzungsmacht

verantwortlich. Die GHF und Israels Regierung versorgen die Menschen

offenkundig nicht ausreichend.


Die versuchte Verantwortungsverschiebung


Dennoch versuchte Israels Regierung nicht nur der Uno die Schuld für

den Hunger zuzuschieben – sie behauptet bis heute immer noch: Es gebe

in Gaza gar keinen Hunger. Nicht einmal Donald Trump wollte

Premierminister Benjamin Netanyahus grotesker Verzerrung der Realität

am Montag noch zustimmen. Auf die Frage, ob er mit Netanyahu darin

übereinstimme, dass es keinen Hunger in Gaza gebe, antwortete der

US-Präsident: »Ich weiß nicht. Wenn man sich das im Fernsehen

anschaut, würde ich sagen: nicht unbedingt. Die Kinder sehen sehr

hungrig aus.« Später fügte er hinzu: »Das ist schon ein echtes

Verhungern.«


Am Sonntag hatte Israels Regierung bereits eine Kehrtwende

eingeleitet, Israels Armee kündigte tägliche Feuerpausen in drei

Regionen an, um Hilfe zuzulassen. Die Regierung erlaubte zugleich,

dass die Uno verstärkt Hilfsgüter auf dem Landweg aus Ägypten nach

Gaza bringt. Der Aktionismus demonstrierte: Israel hatte selbst die

Hilfe blockiert, den Hunger verursacht – und gab unter internationalem

Druck nun teilweise nach.


Ein paar Tage verbesserter Hilfe werden das Problem nicht lösen. Das

GHF-System bleibt unzuverlässig, ineffizient – und gefährlich. Es muss

beendet werden. Auch Hilfslieferungen aus der Luft sind unzureichend,

teuer, ineffizient, darin sind sich die Hilfsorganisationen einig: Die

israelische Regierung muss der Uno und den renommierten

internationalen Hilfsorganisationen wieder erlauben, zuverlässig Hilfe

über den Landweg einzuführen.


Und natürlich braucht es einen dauerhaften Waffenstillstand und einen

Geiseldeal – um den verheerenden Krieg zu beenden, durch den es nach

Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde bereits

mehr als 60.000 Tote gibt und der fast den ganzen Gazastreifen

zerstört hat.


Stattdessen hat Netanyahu gerade einen Plan in seinem Kabinett

vorgeschlagen, der vorsieht, Gaza in Teilen zu annektieren – um seine

Koalition mit Rechtsextremen aufrechtzuerhalten. Laut israelischen

Medienberichten könnte dieser Plan von einer erneuten Totalblockade

Gazas begleitet werden.


Diese Wahrheiten sind leicht recherchierbar, sie sind auch nicht

kompliziert – und doch setzen sie sich nicht immer durch. Am Sonntag

sagte im »Presseclub« die Chefkorrespondentin der Deutschen Welle, es

stehe in Bezug auf die Frage, wer am Hunger schuld sei, »Aussage gegen

Aussage«. Wenn selbst erfahrene Journalisten glauben, es stehe

»Aussage gegen Aussage«, war die Propaganda erfolgreich. Was bleibt,

ist eine Kampagne der Schuldverschiebung – auf Uno, Helfer, Hungernde.



——


10. ZDF: Anti-Kriegs-Proteste in Israel: "Ist es Selbstverteidigung, Kinder zu töten?"



https://www.zdfheute.de/politik/ausland/israel-gaza-protest-demos-krieg-nahost-standing-together-100.html?at_medium=Social%20Media&at_campaign=ZDFheuteApp&at_specific=ZDFheute&at_content=iOS

Anti-Kriegs-Proteste in Israel: "Ist es Selbstverteidigung, Kinder zu töten?"



von Ninve Ermagan


05.08.2025 | 19:43


Mit Bildern getöteter Kinder aus Gaza ziehen Aktivisten von "Standing Together" durch Israel,


um gegen den Krieg zu mobilisieren. Die Kritik am Vorgehen der Regierung wächst. (…)



———



11. The Guardian: Israel-Gaza Krieg


Hunderte ehemalige israelische Sicherheitsbeamte fordern Trump auf, zur Beendigung des Krieges in Gaza beizutragen



https://www.theguardian.com/world/2025/aug/04/hundreds-of-ex-israeli-security-officials-urge-trump-to-help-end-war-in-gaza


Israel-Gaza Krieg


Hunderte ehemalige israelische Sicherheitsbeamte fordern Trump auf, zur Beendigung des Krieges in Gaza beizutragen



In einem offenen Brief wird der US-Präsident aufgefordert, Druck auf

Israel auszuüben, um den Konflikt zu beenden, während Netanjahu über

eine Ausweitung der Offensive nachdenkt.


William Christou in Jerusalem


Mon 4 August 2025 16.39 CEST


Etwa 600 ehemalige israelische Sicherheitsbeamte, darunter ehemalige

Leiter des Mossad und des Militärs, haben Donald Trump aufgefordert,

Israel zu drängen, den Krieg im Gazastreifen zu beenden, da der

israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine Ausweitung des

Konflikts in Betracht zieht.


In einem offenen Brief erklärten die ehemaligen Beamten, dass ein Ende

des Krieges der einzige Weg sei, um die noch von der Hamas

festgehaltenen Geiseln zu retten.


„Ihre Glaubwürdigkeit bei der überwiegenden Mehrheit der Israelis

erhöht Ihre Fähigkeit, Premierminister Netanjahu und seine Regierung

in die richtige Richtung zu lenken: Beenden Sie den Krieg, bringen Sie

die Geiseln zurück, beenden Sie das Leiden“, schrieben sie.


Sie fügten hinzu, dass sie der Meinung seien, dass die Hamas keine

strategische Bedrohung mehr für Israel darstelle.


Der Brief kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Druck auf die

israelische Regierung wächst, den Krieg zu beenden, obwohl Netanjahu

eine Intensivierung der Offensive in Betracht zieht. Tausende

Demonstranten gingen am Wochenende in Israel auf die Straße, nachdem

zwei Videos von abgemagerten Geiseln in Gaza veröffentlicht worden

waren. (…)


Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)



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12. WDR: Mehr als 160 weitere Prominente fordern Waffenstopp für Israel



https://www1.wdr.de/kultur/kulturnachrichten/mehr-als-einhundertsechzig-weitere-prominente-fordern-waffenstopp-fuer-israel-100.html


Mehr als 160 weitere Prominente fordern Waffenstopp für Israel


Stand: 06.08.2025, 07:40 Uhr



Mehr als 160 weitere Prominente haben sich einer Forderung des Stopps

deutscher Waffenlieferungen an Israel angeschlossen.


Die Sängerin Nina Chuba, der Musiker Clueso, Regisseur Fatih Akin und

Schauspielerin Sandra Hüller stimmen mit über 200 Prominenten überein,

die bereits in der vergangenen Woche den offenen Brief an Friedrich

Merz unterzeichnet hatten.


Darin fordern sie Sanktionen gegen Israel. Die Verbrechen der Hamas

seien zwar zu verurteilen – doch sie rechtfertigten keine kollektive

Bestrafung der Zivilbevölkerung. Hintergrund ist unter anderem die

Ankündigung der israelischen Regierung, den Gazastreifen vollständig

zu besetzen.



——


13. Quantara: Hunger in Gaza – Made in Germany



https://qantara.de/artikel/deutsche-nahostpolitik-hunger-gaza-%E2%80%93-made-germany



Deutsche Nahostpolitik



28.07.2025

Hunger in Gaza – Made in Germany


Verhungernde Kinder im Gazastreifen, wachsende Kritik in Deutschland –

und ein politischer Hebel, der ungenutzt bleibt. Berlin darf dieser

menschenunwürdigen Katastrophe nicht weiter untätig zusehen.


Kommentar von Jannis Hagmann


lötzlich sind sie da: die Bilder abgemagerter Kinder, mit leeren

Blicken und eingefallenen Gesichtern. Endlich finden die Fotos aus dem

Gazastreifen ihren Weg in die breite deutsche Öffentlichkeit – nicht

nur auf Twitter, sondern in große Tageszeitungen und

Nachrichtensendungen.


Der Hunger in Gaza ist katastrophal. Nur: Das ist alles andere als

neu. Seit Monaten, ja seit über eineinhalb Jahren schlagen die UN und

Hilfsorganisationen Alarm. Schon Anfang 2024 litten Hunderttausende in

Gaza unter „katastrophalem Hunger“. Das ist die höchste Warnstufe auf

dem IPC-Index für Ernährungsunsicherheit. Bereits damals kam es zu

tödlichen Massenanstürmen verzweifelter Menschen auf Hilfskonvois.


Ernstgenommen wurde das in Deutschland nicht. Stattdessen unterstützte

die Bundesregierung die israelische Politik des Aushungerns, indem sie

weiter Waffen lieferte und klarmachte: Wirkliche Konsequenzen zieht

sie nicht. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Hunger in Gaza –

made in Germany: Dafür ist Deutschland in der Welt mittlerweile so

bekannt wie für BMW und Bayern München.


In Deutschland wird gestritten


International weniger bekannt ist: In Deutschland wird gestritten –

und die kritischen Stimmen werden lauter. Die Bundestagsfraktion der

SPD, Juniorpartner in der Regierungskoalition, hat vergangene Woche

ein Ende des Krieges und eine Aussetzung des EU-Assoziierungsabkommens

mit Israel gefordert. Es gebe keinen „politischen

Interpretationsspielraum“ mehr.


Auch im CDU-geführten Außenministerium formiert sich Protest: Rund 130

vor allem jüngere Diplomatinnen und Diplomaten haben sich

zusammengetan, um ihren Chef, Außenminister Johann Wadephul, zu einem

härteren Kurs zu bewegen – ein ungewöhnlicher Vorgang. „Aufstand im

Auswärtigen Amt“, schrieb das Magazin Spiegel.


Großen Teilen der deutschen Öffentlichkeit ist spätestens mit Trumps

grotesker Ansage, Gaza in eine „Riviera des Nahen Ostens“ verwandeln

zu wollen, und der fast dreimonatigen Totalblockade Gazas zwischen

Februar und Mai klargeworden, mit wem man es beim US-Präsidenten und

seinem Verbündeten Netanjahu zu tun hat.


In diesem Krieg geht es längst nicht mehr um Verteidigung. Oder glaubt

irgendwer, dass die eigentlichen Kriegsziele – Vernichtung der Hamas

und Befreiung der israelischen Geiseln – auf diese Weise noch erreicht

werden?


Doch greifbare Folgen hat das Umdenken in Deutschland bislang nicht

gehabt. Wie die Scholz'sche Vorgängerregierung wirkt auch die aktuelle

Bundesregierung wie ein Hund, der nicht weiß, ob er Herrchen oder

Frauchen hinterherrennen soll: auf der einen Seite eine als blinde

Solidarität falsch verstandene Staatsräson, auf der anderen Seite ein

zielloser Krieg mit zehntausenden Toten und einer absichtlich

herbeigeführten Hungerkrise.


Dabei haben Kanzler Friedrich Merz und Außenminister Wadephul selbst

schon erstaunlich kritische Worte gefunden. Merz nannte das

israelische Vorgehen mehrfach „inakzeptabel“. Wadephul legte letzte

Woche nach; das „Sterben“ sei „unerträglich“.


Eine Regierung, die zu dieser Einschätzung kommt, muss handeln. Dass

die israelische Armee ab sofort humanitäre Pausen in Teilen des

Küstengebiets einlegen will, ist gut, muss aber der Anfang des

endgültigen Endes der Politik des Aushungerns sein.


Ein Hebel, der bewegt werden muss


Die Bundesregierung muss, solange das Aushungern und sinnlose Töten

nicht aufhören, einen Stopp von Waffenlieferungen verhängen. In Israel

machen Rüstungsimporte aus Deutschland rund 30 Prozent der

eingeführten Rüstungsgüter aus; Deutschland ist zweitgrößter

Waffenlieferant der rechtsextremen Regierung in Jerusalem. Der Hebel

ist also nicht ganz kurz.


Verbinden sollte Berlin diesen überfälligen Schritt mit klaren und

schnell umsetzbaren Forderungen, vor allem nach langfristig

ungehindertem Zugang humanitärer Hilfe in Gaza. Es ist zu hoffen, dass

es der konservativen, CDU-geführten Regierung leichter fällt, endlich

konkret zu werden, als der Mitte-Links-Vorgängerregierung. Auch

Deutschlands Atomausstieg wurde schließlich von einer CDU-Kanzlerin

durchgesetzt.


Es braucht einen Exit aus diesem Krieg – und Druck, damit alle

Beteiligten die Ausgangstür finden. Das wäre auch der einzige Weg, die

noch lebenden israelischen Geiseln doch noch aus den Fängen der Hamas

zu retten. Der Nahostkonflikt ist komplex, aber die Einsicht, dass

verhungernde Kinder – direkt vor Europas Haustür – kein

Kollateralschaden sind, ist simpel. Was in Gaza passiert, ist eine

menschengemachte humanitäre Katastrophe, für die Deutschland ein

großes Maß an Mitverantwortung trägt.



14. Medico International: Riad Othman: Ab jetzt dagegen



https://www.medico.de/blog/ab-jetzt-dagegen-20129


Der Leitartikel


Ab jetzt dagegen



30.06.2025


Die Unterstützung für Israels Krieg in Gaza schwindet. Doch mehr Hilfe

allein reicht nicht. Der Leitartikel des medico-Rundschreibens 2/2025


Von Riad Othman


Gaza wird ausgehungert. Das scheint mittlerweile endlich auch in

größeren Teilen des Deutschen Bundestages, der Regierung sowie in den

Medien zur Gewissheit zu werden.


Wer hätte wissen wollen, dass dies nicht erst seit dem 2. März 2025

der Fall war – dem Beginn einer erneuten vollständigen Abriegelung

Gazas –, hätte sich nur die Zahlen der obersten israelischen

Besatzungsbehörde COGAT in den 15 Monaten nach dem 7. Oktober 2023

ansehen müssen.


Bis Ende 2024 veröffentlichte sie regelmäßig mit großer

Selbstsicherheit die Anzahl der Lastwagen, die sie in die größtenteils

zerstörte Enklave ließ. Sie wollte damit beweisen, dass der Vorwurf

des Kriegsverbrechens, der palästinensischen Bevölkerung dort

überlebensnotwendige humanitäre Hilfe vorzuenthalten, haltlos sei.


Dabei zeigen ihre Zahlen vor allen Dingen eines: Die israelische

Regierung hat selbst nach ihren eigenen Angaben im genannten Zeitraum

ein knappes Viertel dessen an Hilfsgütern nach Gaza gelassen, was auch

die Vereinten Nationen als das absolute Minimum definiert hatten. (…)


Viele Tausende Menschen haben bei medico in den vergangenen Wochen

Zehntausende Postkarten und Poster bestellt, auf denen steht: „Eines

Tages werden alle immer schon dagegen gewesen sein.“


Das ist der Titel eines kürzlich erschienenen Buches des

Schriftstellers Omar El Akkad. Für die kommenden Wochen sind Proteste

in zahlreichen deutschen Städten angekündigt.


Es ist höchste Zeit, dass die 80 Prozent, die sich jüngst erst wieder

in einer Umfrage des ZDF gegen den Krieg geäußert haben, auch Gesicht

zeigen, auf die Straße gehen und sich in ihrem Umfeld für die Haltung

einsetzen, dass alle Menschen auch wie solche behandelt werden.

—————



15. Medico:  Spenden-Aufruf: Stichwort: Nothilfe Gaza



Spenden-Aufruf:


https://www.medico.de/kampagnen/nothilfe-gaza



IBAN: DE69 4306 0967 1018 8350 02


BIC: GENODEM1GLS


Stichwort: Nothilfe Gaza



medico international e.V. ist als gemeinnütziger Verein anerkannt und


von der Körperschaftssteuer unter der Steuernummer 014255 94151 befreit.


——



Mit freundlichen Grüßen


Clemens Ronnefeldt

Referent für Friedensfragen beim deutschen

Zweig des internationalen Versöhnungsbundes


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

07.08.2025

Palästinakomitee Stuttgart Infobl@tt Juli 2025

aus e-mail von Pal. Komitee Stuttgart, vom 6. August 2025, 14:03 Uhr


Das Juli Infobl@tt des Palästinakomitee Stuttgart macht nochmals auf die

unerträglichen Bedingungen, den von der israelischen Regierung

herbeigeführten Hunger und Mangel an Trinkwasser im Gazastreifen

aufmerksam und darauf, dass es der "demokratische Westen" (hier v.a.

Deutschland) ist, der dies ermöglicht. In einem Artikel weisen wir auch

auf das ungeheuerliche Projekt "Humanitäre Stadt" bzw.

Konzentrationslager oder Terminal für die ethnische Säuberung hin, das

der israelische Kriegsminister Katz diesen Monat öffentlich ankündigte.


Trotz aller von vielen Menschenrechtsorganisationen gut belegten

Kriegsverbrechen und Genozid (zuletzt in diesem Juli von den

israelischen Menschenrechts-NGOs B'Tselem und Physicians for Human

Rights) weigern sich die führenden deutschen Politiker das effektive

Druckmittel von Sanktionen einzusetzen, die den genozidalen Krieg der

Netanjahu-Regierung rasch beenden könnten.


Wo die Regierungen versagen, gibt es großartige Initiativen in der

Zivilgesellschaft. Die Palästinenser im Gazastreifen organisieren mit

all ihren Möglichkeiten selbst die Versorgung mit Trinkwasser und

Nahrung - to exist is to resist. Zusammen mit der Schirmfrau unserer

Palästina-Nakbatage und Mitbegründerin der Jüdischen Stimme für

gerechten Frieden, Prof. em. Fanny-Michaela Reisin wollen wir die

Grassroot-Initiativen im Gazastreifen unterstützen und bitten die Leser,

uns dabei mit Spenden zu helfen.


Im Mittelmeerraum haben sich Transportarbeiter zu einem solidarischen

Netzwerk mit Antimilitaristen zusammengefunden, dem es immer wieder

gelingt, Waffenlieferungen an die israelische Armee auszubremsen. Und in

England stößt der Versuch von Premier Keir Starmer, Palestine Action als

terroristische Organisation zu verbieten und auszuschalten, auf massiven

Widerstand, die Engländer schützen so auch ihr Recht auf zivilen

Ungehorsam und wenden sich gegen eine Gesetzgebung, die die Grundrechte

gefährdet.


Ein weiterer politischer Sieg gegen die antipalästinensische Repression

ist die Freilassung des libanesischen politischen Aktivisten und

ehemaligen Militanten George Abdallah aus dem französischen Gefängnis.

Auf Druck der USA blieb er 41 Jahre in Haft, obwohl er längst hätte

freigelassen werden können. Wirklich nachgewiesen werden konnte ihm

übrigens nur der Besitz eines falschen Passes und im Zusammenhang mit

dem Prozess der ihm eine lebenslange Haft einbrachte, gab es viele

Ungereimtheiten.

Zwei Artikel setzen sich mit dem christlichen Zionismus auseinander. Der

christliche Zionismus ist älter als der jüdische und heute sind diese

weit rechts stehenden Kräfte eine der Hauptstützen des Staates Israel

und seiner rassistischen Unterdrückungspolitik der Palästinenser und

anderer geworden. Nicht nur in den USA, auch in der Bundesrepublik haben

die christlichen Zionisten einen erheblichen Einfluss auf die Politik

gegenüber dem Staat Israel, ein Beispiel dafür ist das ICEJ - das

International Christian Embassy Jerusalem mit Sitz in Stuttgart.


Und wir weisen auch auf hervorragende Analyse der

UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese hin, die in ihrem Bericht

die Profiteure des genozidalen Krieges in Gaza benannte und so

gleichzeitig Material lieferte, um die Verantwortlichen für

Kriegsverbrechen zur Verantwortung zu ziehen.

Mindestens 67 Kinder (inzwischen 90) sind in Gaza verhungert - Staat

Israel setzt Angriffe fort

newarab.comnewarab.com, Übersetzung f. Pako, G. Merz

Article Image

Die Leiche des drei Monate alten Fadi Al-Najjar im Nasser Medical

Complex in Khan Yunis, im Gazastreifen. Fadi starb am 19. Juli 2025 an

den Folgen von Unterernährung, die vermeidbar gewesen wäre. Doaa Albaz,

activestills.org


Etwa 90 palästinensische Kinder starben seit dem 7. Oktober 2023 in Gaza

(aktualisiert gegenüber dem Datum des Artikels) während ständiger

israelischer Luftangriffe durch Verhungern und einer lähmenden Blockade

für humanitäre Hilfe. Vergangenen Monat berichtete Tedros Adhanom

Ghebreyesus, der Generaldirektor der Welt-Gesundheitsorganisation; dass

täglich rund 112 Kinder wegen einer Behandlung von Unterernährung in die

Krankenhäuser von Gaza eingeliefert werden. Der Artikel fasst die

Anklage von Hilfsorganisationen angesichts der immer katastrophaleren

Ernährungssituation, während die israelische Armee ständig weiter

bombardiert. Besonders bemerkenswert: Die Hungersituation im

Gazastreifen ist bereits seit Anfang 2024 von den Hilfsorganisationen

beschrieben worden.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/mindestens-67-kinder-sind-in-gaza-verhungert.pdf



WASSER-TANKS NACH GAZA statt Panzer nach Israel

Prof. em. Dr. Fanny-Michaela ReisinProfessorin em. Reisin

Article Image

Zum Video

<https://senderfreiespalaestina.de/videos/VID-20250731-WA0044.mp4> Zum

zweiten Video

<https://senderfreiespalaestina.de/videos/VID-20250803-WA0043-wasser-projekt-gaza.mp4

Screenshot


Das Palästinakomitee Stuttgart finanziert seine Aktivitäten im

Wesentlichen über den Verkauf von Falafeln und anderen Speisen auf

Festen und Veranstaltungen. Dieses Jahr waren wir wieder beim

Sommerfestival der Kulturen des Forums der Kulturen in Stuttgart mit

einem Stand und vielen engagierten Helfer:innen dabei. Angesichts der

Situation in Gaza, wo die gesamte Bevölkerung unter Hunger und schwerem

Mangel an Trinkwasser leidet, haben wir uns dazu entschlossen, einen

guten Teil des Gewinns vom Verkauf beim Festival der Selbsthilfe der

Bewohner:innen von Gaza zu spenden. Grassrootinitiativen der

Bewohner:innen in verschiedenen Bereichen des Gazastreifens verteilen

kostenlos Trinkwasser unter der Bevölkerung, das mit Spenden finanziert

wird. Die Spender:innen bekommen jedes Mal einen kurzen Film von der

Verteilaktion, wo die Helfer:innen mit Westen zu sehen sind, die das

Logo der Spender:innen tragen und in denen erklärt wird, wo gerade

Wasser verteilt wird - eine gute soziale Kontrolle, dass das Geld auch

wirklich bei den Menschen angekommen ist und gleichzeitig ein Ansporn

weiter zu helfen. Wie auf den Filmen zu sehen ist, stellt diese

Selbstorganisation einen wichtigen Beitrag zum Überleben und zur

Versorgung dar. Die Selbsthilfeinitiativen haben auch einen sehr guten

Ruf bei allen, die Verwandte und Freund:innen in Gaza haben. Die

Pako-Vereinsmitglieder und Professor Fanny-Michaela Reisin, seit vielen

Jahren Schirmfrau bei unseren Palästina-Nakba-Tagen im Stuttgarter

Zentrum und Mitbegründerin der Jüdischen Stimme, waren begeistert von

der Initiative. Wir werden gemeinsam mit unserer Schirmfrau weiter

Spenden sammeln für Trinkwasser, Nahrung und die Lebensgrundlagen der

Bevölkerung von Gaza, über den Verkauf auf weiteren Festen, aber auch

über unser Spendenkonto.

Gaza wird  nicht untergehen - Gaza wird leben!

Bitte unterstützen


Spendenkonto:

Palästinakomitee Stuttgart e. V.

BW Bank

IBAN: DE70600501017005892278

BIC/SWIFT: SOLADEST600

Stichwort: Wasser statt Waffen



Link zum Aufruf von Fanny Reisin

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/wasser-statt-waffen-d.pdf>


Neues Filmmaterial zeigt, dass US-Söldner auf Hilfesuchende im

Gazastreifen schießen

Max Blumenthal, Wyatt Reedthegrayzone.com/Übers. Pako

Article Image

Roter Kreis: Einer der Söldner zielt auf Hilfesuchendethegrayzone.com,

Übersetzung Pako


Associated Press (AP) hat auf der Grundlage einer von ihr erstellten

Untersuchung eine US-Firma beschuldigt, auf verzweifelte Hilfesuchende

im Gazastreifen geschossen zu haben. In einem Versuch der

Schadensbegrenzung hat diese umfangreiches neues Filmmaterial

veröffentlicht. Doch das Video belastet die skandalgeschüttelte

Organisation [Gaza Humanitarian Foundation, GHF] und die US-Firma nur

noch mehr. Der Artikel von grayzone analysiert das Filmmaterial.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/us-soeldner-schiessen-auf-hilfesuchende.pdf



Die Wurzeln des zionistischen Terrorismus

Maher Charifpalestine-studies.org, Übersetzung Pako

Article Image

Fahndungsplakat der Palästinensischen Polizei während der britischen

Mandatszeit für Irgun-Mitglieder: Menachem Begin (oben links) und

Yitzhak Shamir (unten rechts). Beide waren später Ministerpräsidenten

des Staates Israel.wikimedia.org


Der Terrorismus, der heute von zionistischen Banden wie Lahava (die

Flamme), Paying the Price, Youths upon the Hills und der Jewish Fighting

Organization praktiziert wird, kann nicht von dem Terrorismus getrennt

werden, der während des britischen Mandats über Palästina von

zionistischen Banden ausgeübt wurde, die sich Anfang der zwanziger Jahre

des letzten Jahrhunderts zu bilden begannen und vor allem in den

dreißiger und vierziger Jahren sehr aktiv wurden. Terror wurde übrigens

nicht nur von rechts stehenden Revisionisten verübt, sondern auch von

der Haganah, die von so genannten "Arbeiterzionisten" begründet wurde.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/die-wurzeln-des-zionistischen-terrorismus.pdf



Der Staat Israel kapert die Freedom Flotilla – italienische

Hafenarbeiter blockieren die Waffenlieferungen für die israelische Armee

contropiano.orgcontropiano.org,Übersetzung Pako

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Frachtschiff von Cosco Shipping mit Containerncontropiano


Während die israelische Armee vor kurzem ein weiteres Schiff der Freedom

Flottila mit Hilfsgütern für Gaza in internationalen Gewässern gekapert

hat, schaffen es Transportarbeiter in Mittelmeerhäfen und auch in

Flughäften immer wieder, sich der brutalen israelischen Kriegführung

entgegen zu stellen. Von Marokko bis Athen, Marseille, Genua und La

Spezia reicht ein solidarisches Netzwerk von Arbeitern und

Antimilitäristen, die vor kurzem zum wiederholten Male den Transport von

Waffen in Containern an die israelische Armee verhindern konnten.

Vergangene Woche entschied sich das große Unternehmen Cisco angesichts

von Streiks in Athen, La Spezia und Genua die Container mit Waffen

wieder an den Ausgangsort zurückzuschicken.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/containerstreik-und-freedom-flotilla.pdf



Die Annexion der Westbank liegt in der Luft und die Siedler genießen

ihre Straffreiheit

Oren Ziv, Shatha Yaish972mag.com, Übersetzung Pako

Article Image

Von Siedlern als Drohung gegrabene „Scheingräber für Kinder“ vor einer

Schule, 23. Januar 2024Foto Avishay Mohar, activestills.org


Israelische Siedler haben in den letzten Wochen in palästinensischen

Städten gewütet und auf einem Militärstützpunkt randaliert, weil sie

wussten, dass die Regierungsvertreter hinter ihnen stehen. Innerhalb von

zwei Tagen wurde eine der letzten verbliebenen palästinensischen

Gemeinden zwischen Ramallah und Jericho von ihrem Land vertrieben. Auch

diesen Siedlern geht es um die Vertreibung der Palästinenser aus einem

möglichst großen Gebiet.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/straflosigkeit-der-siedler-2025.pdf



Widerstand und Revolution: Ghassan Kanafani

Farah Silvana Kanaanthemarkaz.org, Übersetzung Pako

Article Image

Ghassan KanafaniBildschirmaufnahmen


In einer Zeit, in der Palästina einen neuen Höhepunkt der Nakba, der

ethnischen Säuberung erleidet, sind in zwei neuen Büchern Schriften des

berühmten Revolutionärs Ghassan Kanafani in englischer Sprache

erschienen. Farah Silvana Kanann rezensiert die neuen Übersetzungen

seiner ausgewählten politischen Schriften. Die Inhalte sind heute

genauso aktuell wie vor Jahrzehnten und bleiben eine unverzichtbare

Lektüre, die jetzt auch für Leser, die die arabische Sprache nicht

beherrschen, zugänglich ist. Ghassan Kanafani wurde am 8. Juli 1972

zusammen mit seiner 17-jährigen Nichte vom Mossad in Beirut mit einer

Autobombe getötet.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/widerstand-und-revolution-kanafani.pdf



Warum hassen evangelikale Protestanten die Palästinenser?

Joseph Massadmiddleeasteye.net, Übersetzung Pako

Article Image

Die Siedlung Ariel wurde auf geraubtem Land der Palästinenser erbaut und

blockiert die Entwicklung der benachbarten palästinensischen Stadt

Salfit. Für die Palästinenser der Umgebung ist die Universität von Ariel

nicht zugänglich. Siehe auch diesen Bericht.

<http://israeli-academics-for-peace.org.il/en/the-truth-about-the-ariel-university/>Screenshot 

eines Films des deutschen christlich zionistischen Zweigs der ICEJ, die

die Westbank- Siedlung Ariel und ihre Universität als "Friedensprojekt"

anpreist


Nicht nur in den USA, auch in Deutschland unterstützen evangelikale

christliche Zionisten aus ideologischen Gründen die weitere Vertreibung

und Diskriminierung der Palästinenser durch den Staat Israel. Zu diesen

christlichen Zionisten gehört zum Beispiel die Stuttgarter Niederlassung

des ICEJ (International Christian Embassy of Jerusalem). Unsere

Illustration zum Artikel von Joseph Massad ist ein Screenshot aus einem

Film, in dem das ICEJ Deutschland die Uni der Westbank-Siedlung Ariel

als „Friedensprojekt“ bewirbt und gleichzeitig mit religiöser

Legendenbildung das historische Erbe des palästinensischen Landes den

europäischen Siedlern zuschreibt. Der Autor Joseph Massad beleuchtet in

seinem Artikel die historischen Wurzeln des christlichen Zionismus und

sein Zusammenspiel mit dem Kolonialismus in Europa von der Reformation

über das 19. Jahrhundert bis heute. Sein Schwerpunkt bei der heutigen

Situation ist die USA.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/warum-hassen-evangelikale-die-palaestinenser.pdf



Die Stiftung „Israel Allies Foundation“: Wie christliche Zionisten die

Unterstützung für die israelische Apartheid organisieren

Ana Maria Monjardino newarab.com, Übersetzung f. Pako A. Riesch

Article Image

Zur Website <https://www.fosna.org/counter-cufi-toolkit> fosna


Christlich-zionistische Gruppen wie die Israel Allies Foundation nutzen

die Theologie als Waffe zur Rechtfertigung der israelischen Politik der

Apartheid und der Auslöschung der Palästinenser. Der Artikel analysiert,

wie solche Kräfte derzeit in Süd- und Mittelamerika sowie auf dem

afrikanischen Kontinent unmenschliche politische Positionen zu

verbreiten versuchen.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/stiftung-israel-allies-foundation.pdf



Der Staat Israel treibt die Pläne für ein „Konzentrationslager“ im

Gazastreifen trotz Kritik weiter voran

Simon Speakman Cordallaljazeera.com, Übersetzung Pako

Article Image

Das zerstörte Rafah im Süden des GazastreifensBirdEye


Der israelische Kriegsminister Katz hat es geschafft einen Plan für ein

regelrechtes „Konzentrationslager“ vorzulegen, das zum Terminal für eine

ethnische Säuberung des Gazastreifens werden soll. Katz nennt es

"Humanitäre Stadt", dort soll es Nahrung und Hilfeleistungen geben.

Trotz Kritik von vielen Seiten treibt die israelische Regierung dieses

Projekt vorwärts, wie die Journalisten von Al Jazeera festgestellt

haben. Der Norden und das Gebiet von Rafah im Gazastreifen sind bereits

bis auf das letzte Haus zerstört. Das von Kriegsminister vorgeschlagene

Konzept sieht vor, 600.000 Palästinenser Schritt für Schritt die gesamte

Bevölkerung von Gaza - 2,2 Mio. - in einem Gebiet auf den Ruinen von

Rafah festzuhalten und ihnen nicht zu erlauben, es zu verlassen, außer

ins Ausland.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/der-staat-israel-treibt-die-plaene-voran.pdf



UN-Kommissar für Menschenrechte: Großbritanniens Verbot von Palestine

Action verstößt gegen internationales Recht

middleeassteye.netmiddleeassteye.net,Übersetzung Pako

Article Image

Demonstration in London zur Unterstützung von Palestine

ActionBildschirmaufnahme SkyNews


Das Verbot von Palestine Action mit dem Instrument eines neuen

englischen Terrorismusgesetzes stößt auf scharfe Kritik, denn sowohl die

Formulierung des Gesetzes als auch das Vorgehen des Innenministeriums

sind offensichtlich unbegründet und lassen befürchten, dass zukünftig

ziviler Ungehorsam als Protest gegen Missstände generell kriminalisiert

wird. Jetzt hat sich auch der UN-Menschenrechtsbeauftragte Volker Türk

zu Wort gemeldet und klargestellt, dass Gesetz und Verbot gegen das

Völkerrecht verstoßen.„Es missbraucht die Schwere und die Auswirkungen

des Terrorismus, wenn die Bezeichnung über diese klaren Grenzen hinaus

ausgedehnt wird, um weitere Handlungen zu erfassen, die nach dem Gesetz

bereits strafbar sind.“ Die Engländer stellen sich auch ganz praktisch

gegen das Verbot. Die Protestierenden, die sich seit dem Verbot

öffentlich mit Palestine Action solidarisierten und bewusst eine

Verhaftung in Kauf nahmen, gehen bereits in die Hunderte.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/volker-tuerk-gegen-verbot-von-palestine-action.pdf



Der Libanese George Abdallah kehrt nach 41 Jahren in französischer Haft

nach Hause zurück

newarab.comÜbersetzung Pako

Article Image

George Abdallah nach seiner Ankunft im LibanonBildschirmaufnahme almayadeen


Obwohl George Abdallah, ein libanesischer Widerstandskämpfer, seit 1999

aus dem französischen Gefängnis entlassen werden konnte, wurden seine

früheren Anträge abgelehnt, da die Vereinigten Staaten sich ständig

gegen seine Freilassung stellten. Zunächst hatte Abdallah eine

Haftstrafe von wenigen Jahren erhalten. Ihm konnte nie mehr als der

Besitz eines falschen Passes nachgewiesen werden. Doch die USA drängten

auf einen weiteren Prozess, der vor einem Sondertribunal stattfand. In

ihm wurde er 1987 zu lebenslanger Haft verurteilt. Trotz allem äußerte

George Abdallah immer deutlich seine politischen Positionen. Mit seiner

klaren Haltung und einer starken Solidaritätsbewegung haben Abdallah und

seine Unterstützer vor kurzem seine Freilassung erreicht - ein

politischer Sieg.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/der-libanese-George-Abdallah-kehrt-nach-40-Jahren-in-franzoesischer-haft-nach-hause-zurueck.pdf



Von den Killing Fields in Gaza zu den Moshpits (=Element aus der

Metalszene) von Glastonbury: Wie die Palästina-Solidarität zur

Hauptattraktion der britischen Sommerfestivals wurde

Omar Aziznewarab.com, Übersetzung f. Pako, A. Riesch

Article Image

Die Fahnen Palästina auf dem Festival in GlastonburyBildschirmaufnahme

youtube.com


"Die Geschichte zeigt uns, dass vage Rufe nach „Freiheit“ niemals

ausreichen. Unterdrückung muss beim Namen genannt, isoliert und abgebaut

werden – und das erfordert die Identifizierung des Täters. In Südafrika

lautete die Forderung, die Apartheid zu beenden. Das System wurde beim

Namen genannt, was es unmöglich machte, Mitschuld zu ignorieren. Das

Gleiche muss auch für Palästina gelten", Omar Aziz plädiert für Mut zur

Klarheit und zu menschlichen Gefühlen, was eine kommerzialisierte

Kulturszene in den Hintergrund drängt.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/von-den-killing-fields-in-gaza.pdf>


Die Geschichte wird nicht verzeihen: Ilan Pappé über Gaza, das Ende des

Zionismus und die Mitschuld des Westens

Jakob Reimanetosmedia.de, Übersetzung Pako

Article Image

Pako-Grafik


Der renommierte israelische Historiker Ilan Pappé spricht mit etos.media

über den Völkermord in Gaza, den Apartheidcharakter des israelischen

Staates und die zunehmende internationale Isolierung des Zionismus. In

diesem ausführlichen Interview spricht Pappé über die systematische

Auslöschung der Palästinenser…innen, den moralischen Zusammenbruch der

westlichen Regierungen und warum er glaubt, dass wir den Anfang vom Ende

des zionistischen Projekts erleben.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/die-geschichte-wird-nicht 

vergeben.pdf>


Raumfahrtbehörde fliegt mit Hilfe eines Völkermord­profiteurs zur Venus

David Croninelectronicintifada.net, Übersetzung Pako

Article Image

Zum Bericht

<https://www.ohchr.org/sites/default/files/documents/hrbodies/hrcouncil/sessions-regular/session59/advance-version/a-hrc-59-23-aev.pdf 

 > Pako-Grafik


Manche Leute verdienen mit der Zerstörung Gazas viel Geld. Die

Waffenhersteller Elbit Systems und Israel Aerospace Industries spielen

eine wichtige Rolle in einem neuen Bericht über die „Ökonomie des

Völkermords“. Erstellt wurde er von Francesca Albanese, der

UN-Sonderberichterstatterin für Menschenrechte in den seit 1967

besetzten palästinensischen Gebieten. David Cronin zeigt, wie sich OIP,

eine Tochtergesellschaft von Elbit, als belgische Firma darstellt, um

einem Rufschaden zu entgehen. Das gelingt jedoch nicht ganz.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/profiteure-des-genozids.pdf>


Albaneses Paukenschlag: Die großen Unternehmen die Israels

Kriegsmaschine in Palästina antreiben

Ramzy Baroudpalestinechronicle.com, Übersetzung Pako

Article Image

Einige der Firmen die am Unrecht an den Palästinenser:innen gut

verdienenAl Jazeera


Francesca Albanese, die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen

für die Lage der Menschenrechte im besetzten Palästina, hat mit ihrem

Bericht From Economy of Occupation to Economy of Genocide (Von der

Ökonomie der Besatzung zur Ökonomie des Völkermords) im Juli dieses

Jahres eine sehr genaue Analyse darüber vorgelegt, welche Firmen sich am

Genozid in Gaza bereichern. Dazu gehören nicht nur Alphabet, Amazon und

Google, sondern auch der Multi Palantir, dessen Software derzeit in

Deutschland bei der Polizei eingeführt wird, was bei Fachleuten auf

massive Bedenken und Kritik stößt. Der Bericht ist nicht nur eine

moralische Anklage, sondern stellt auch Material für die Aufdeckung von

Verantwortlichkeit für Kriegsverbrechen zur Verfügung.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/pdfs/albaneses-paukenschlag.pdf>


  * Wenn Sie dieses Infoblatt nicht per Email bekommen möchten, bitte

    hier klicken: Stornieren

    <mailto:info@senderfreiespalaestina.de?Subject=PAKO-Stuttgart-Infoblatt%20stornieren&Body=Bitte%20entfernen%20Sie%20meine%20Emailadresse%20von%20der%20Mailingliste%20des%20PAKO-Stuttgart-Infoblatts.>

  * Falls Sie das Infobl@tt dennoch weiterhin erhalten, prüfen Sie, ob

    Sie es von jemand anderem erhalten haben und wenden Sie sich bitte

    an ihn/sie.

  * Zum Webversion dieses infobl@tts

    <https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-archiv/PAKO-Stuttgart-Infoblatt-06.2025.htm>.

       Hier finden Sie unser Infobl@tt-Archiv

    <https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-archiv/>.


Machen Sie mit! <https://senderfreiespalaestina.de>


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




Weiteres:




From economy of occupation to economy of genocide


Report of the Special Rapporteur on the situation of human rights in the Palestinian territories occupied since 1967,


Francesca Albanese*, *


Info: https://www.ohchr.org/sites/default/files/documents/hrbodies/hrcouncil/sessions-regular/session59/advance-version/a-hrc-59-23-aev.pdf


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

07.08.2025

Der "Geist von Helsinki" – was ist nach 50 Jahren davon übrig geblieben?

freedert.online, vom 6 Aug. 2025 06:00 Uhr, Von Fjodor Lukjanow

Der Begriff "europäische Sicherheit", der dem Helsinki-Prozess zugrunde lag, existiert nicht mehr. Während die USA sich gen Asien wenden, ist Europa nur noch sich selbst wichtig. Einen neuen Platz, nicht länger im Mittelpunkt, muss es erst finden.


Quelle: Gettyimages.ru © Getty Images.


Heutzutage wird die OSZE in vielen internationalen Angelegenheiten dazu genutzt, einen Anschein von Legitimität zu vermitteln


Am 1. August jährte sich zum 50. Mal ein bedeutendes Ereignis in der Geschichte Europas. Damals versammelten sich die Staatsoberhäupter von 35 europäischen Staaten, der USA und Kanadas in Helsinki, um die Schlussakte der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) zu unterzeichnen. Im Dokument kulminierten jahrelange Verhandlungen über die friedliche Koexistenz zweier ideologischer Systeme, deren Kampf die geopolitische Landschaft der Alten Welt und des gesamten Planeten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geprägt hatte. Diese Schlussakte legte – so glaubte man damals – endgültig den Status quo nach dem Zweiten Weltkrieg fest: die Staatsgrenzen (vor allem die der beiden deutschen Staaten, Polens und der UdSSR) und die Einflussbereiche der Supermächte durch die Teilung Europas.


Russland ein Totengräber der OSZE? Die Fakten sprechen eine andere Sprache, aber urteilen Sie selbst




Meinung

Russland ein Totengräber der OSZE? Die Fakten sprechen eine andere Sprache, aber urteilen Sie selbst





50 Jahre später erweist sich die Erbschaft von Helsinki als paradox. Einerseits appelliert man trotz aller veränderten Umstände weiterhin an diese Vereinbarungen als Grundlage des europäischen Zusammenlebens, als Sammlung universeller Prinzipien. Tatsächlich wurde in der Schlussakte ein Idealmodell für die zwischenstaatliche Koexistenz beschrieben: gegenseitige Achtung, Verzicht auf Gewalt, Lösung von Konflikten ausschließlich mit diplomatischen Mitteln, Verzicht auf Grenzänderungen, Zusammenarbeit zum Wohle aller. Wer würde dem widersprechen?

Andererseits sollten die beschriebenen Prinzipien nicht in einem Vakuum umgesetzt werden: Ihre relative Einhaltung wurde durch gegenseitige Beschränkungen und das Kräftegleichgewicht zwischen den Militärblöcken gewährleistet. Eigentlich entstand der Kalte Krieg als Folge des Zweiten Weltkriegs, dessen Lehren 1975 noch frisch und aktuell waren. Die heutige OSZE als Nachfolgerin dieser Konferenz stützt sich nominell auf die nach 1945 geschaffene und 1975 erneut bekräftigte Weltordnung. Tatsächlich existiert diese jedoch nicht mehr. Über die ganze Welt schwappt eine Welle des Umdenkens über die Folgen des Zweiten Weltkriegs (auf unterschiedliche Weise, aber überall). Dies erschüttert die bisherigen Fundamente noch mehr.

Gibt es noch Bedarf für eine europaweite Sicherheitsorganisation? Betrachtet man die OSZE rein theoretisch, ausgehend von ihren erklärten Funktionsaufgaben, könnte eine solche Struktur durchaus sinnvoll sein. Es besteht nach wie vor ein Bedarf an paneuropäischer Zusammenarbeit. Aufgrund der rasanten Veränderungen auf der Weltbühne, die das "klassische" Europa in eine zunehmend komplexe, gefährliche und verwundbare Lage bringen, ist dieser Bedarf sogar noch gestiegen.

Doch diese Relevanz der OSZE besteht nur in der Theorie. Das Ziel des Helsinki-Prozesses war die Stabilisierung der Systemkonfrontation und deren Strukturierung. Derzeit existiert ein solches System nicht und wird es auch nicht geben – die Prozesse sind ungeordnet, gehen in verschiedene Richtungen, es gibt zahlreiche Gegner, die sich nicht im Gleichgewicht befinden. Dieses Gleichgewicht wurde 1991 zerstört, ohne dass ein Raum mit allgemein anerkannten Regeln geschaffen wurde. Nach 1990 (Charta von Paris für ein neues Europa) wurde eine Zeit lang versucht, einen solchen Raum zu imitieren, aber ohne Erfolg. Die OSZE spielte eine Rolle als Instrument zur Durchsetzung der westlichen Ordnung gegenüber anderen Ländern, jedoch nur für einen kurzen Zeitraum am Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Aus heutiger Sicht ist es seltsam, von etwas Gemeineuropäischem zu sprechen, es sei denn, man setzt Europa mit den euroatlantischen Institutionen gleich, was viele nach wie vor gerne tun. Die Situation dieser Institutionen ist jedoch längst nicht mehr so klar wie noch vor 15 oder 20 Jahren.


Helsinki: "Weltfrieden-Monument" eines sowjetischen Bildhauers entfernt





Helsinki: "Weltfrieden-Monument" eines sowjetischen Bildhauers entfernt






Anlässlich des Jubiläums wird viel über die Notwendigkeit diskutiert werden, der OSZE ihre Funktion als Vermittlerin in politischen Konflikten erneut zu übertragen. Aber ist eine Reform dieser Organisation und ihre Anpassung an die neuen Bedingungen überhaupt möglich? Aktuelle Erfahrungen mit Institutionen, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gegründet wurden, lassen dies bezweifeln. In einem veränderten Umfeld verlieren sie an Wirksamkeit und Bedeutung. Dies betrifft derzeit sogar so unerschütterliche Säulen der westlichen Gemeinschaft wie die NATO und die Europäische Union, auch wenn diese das Gegenteil behaupten. Möglicherweise werden sie mit der Zeit durch andere Institutionen ersetzt, doch dies stellt sich noch als ungewiss dar. Ebenso ungewiss ist, ob künftige Strukturen wirklich allumfassend sein werden – oder ob die Zeit für kompaktere und flexiblere Zusammenschlüsse kommt.

Wichtig ist jedoch, dass der Begriff "europäische Sicherheit" als wertvolles Fundament des Helsinki-Prozesses nicht mehr existiert. Denn Europa stellt nicht mehr das Weltzentrum dar, das es vor einem halben Jahrhundert noch war. Für die USA beispielsweise spielt die Europa-Thematik vor allem im Rahmen ihrer strategischen Konfrontation mit China eine Rolle, das heißt, sie ist eher von untergeordneter Bedeutung. Die Maßnahmen der US-Regierung unter Präsident Donald Trump zielen darauf ab, die Weltwirtschaft in eine für die USA vorteilhafte Richtung umzugestalten. Selbst die gegen Russland angekündigten Sanktionsmaßnahmen zielen direkt auf China und eine Reihe großer Staaten der Weltmehrheit ab, um sie zu einem bestimmten Verhalten zu zwingen – und das hat mit dem Ukraine-Konflikt wenig zu tun. Europa selbst wird von den USA lediglich als Absatzmarkt und Investitionsquelle betrachtet.

Was die Konflikte betrifft, deren Beilegung der OSZE übertragen werden sollte, gibt es ein anschauliches Beispiel: Der von mehreren US-Vertretern geäußerte Vorschlag eines extraterritorialen Korridors durch Armenien, der von einer privaten US-Militärfirma bewacht werden sollte, lässt sich wohl kaum in dieser Form umsetzen. Er ist jedoch aussagekräftig dafür, wie man in Washington derzeit die Lösung solcher Probleme sieht. Und wie man die Lage aus Washington betrachtet, ist von großer Bedeutung. Die OSZE braucht man hier höchstens, um einen Anschein von Legitimität zu vermitteln, aber auch ohne sie kann man leicht auskommen.

Die Schlussakte von Helsinki war in gewisser Weise der Höhepunkt der geopolitischen Anerkennung Europas – zwar nicht mehr als Akteur, aber noch als zentrale Arena. Nun ist auch das vorbei. Die neuen Realitäten erfordern andere Vereinbarungen mit anderen Beteiligten. Ob solche Vereinbarungen überhaupt zustande kommen, bleibt jedoch abzuwarten.

Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 30. Juli 2025 zuerst auf der Homepage der Zeitung Rossijskaja Gazeta erschienen.

Fjodor Lukjanow ist Chefredakteur von Russia in Global Affairs, Vorsitzender des Präsidiums des Rates für Außen- und Verteidigungspolitik und Forschungsdirektor des Internationalen Diskussionsklubs Waldai.


Mehr zum ThemaDas Vorgehen der USA in Nordeuropa bedroht die Sicherheit in der Region


Screenshot_2025_08_07_at_13_37_09_Der_Geist_von_Helsinki_was_ist_nach_50_Jahren_davon_brig_geblieben_RT_DE

Video https://rumble.com/v5wm94n-whrend-lawrows-rede-ukrainischer-und-polnischer-auenminister-verlassen-den-.html Dauer 0:46 Min.


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Info: https://freedert.online/meinung/252495-der-geist-von-helsinki-was-ist-nach-50-jahren-davon-uebrig-geblieben/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

07.08.2025

Mittäterschaft am Genozid in Palästina  – der jüngste Tag wird kommen! (I von II)

seniora.org, 4. August 2025, Von Andreas Mylaeus / Peter Hänseler Sa. 02 Aug 2025 - übernommen von forumgeopolitica.com

Kriegsverbrecherische Methoden der Nazis werden von Israel kopiert


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Michelangelo Buonarroti: Das Jüngste Gericht  – Fresko der Sixtinischen Kapelle im Vatikan, 1536-1541


Tatbeteiligt am Genozid in Palästina sind auch die westlichen Politiker, Propagandisten, Medienknechte und andere. Sie fühlen sich noch sicher, weil sie bislang straffrei ausgegangen sind. Das währt nicht ewig.

Einleitung Die angelsächsischen selbsternannten Weltbeherrscher haben den „Staat“ Israel installiert, um den Nahen Osten zu beherrschen. Chaos und Zerstörung für alle umliegenden, potenziellen anderen Machtzentren war von Anfang an Plan und Programm. Die zionistische Siedlerkolonie auf dem Gebiet von Palästina war und ist ihr Werkzeug.

Seit etwa achtzig Jahren praktiziert Israel ethnische Säuberungen gegen die palästinensische Bevölkerung und versucht, Grossisrael palästinenserfrei zu machen. Seit Jahrzehnten handelt Israel gegen das Völkerrecht   – in totaler Straflosigkeit und mit Billigung der Angelsachsen und Europas. Israel kann sich solche Grässlichkeiten nur erlauben weil wir applaudieren, als ob diese Situation selbstverständlich wäre. Die westlichen Politiker, Propagandisten, Medienknechte und andere alimentieren Aggression, Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und damit gegen die Menschheit. Sie beteiligen sich letztlich dabei auch am Völkermord. Dies kann auf Dauer nicht straflos bleiben.

Unterdessen geben sich die Weltmächte großspurig. Frankreich spielt zaghaft mit der symbolischen Anerkennung eines palästinensischen Staates. Die EU gibt feigenblattartig halbherzige Warnungen vor möglichen politischen Konsequenzen von sich. Großbritannien, der Meister der Zweideutigkeit, gibt Israel Ratschläge, wie es „seinen“ Krieg „human“ führen und die Siedlermobs, die die Westbank terrorisieren, „an die Leine nehmen“ solle. Das sind keine ernsthaften Drohungen, sondern leere, wirkungslose Gesten, die darauf abzielen, den Anschein von Engagement zu wahren und Israel gleichzeitig vor seiner Verantwortung zu schützen.

Dieses kollektive Nichthandeln   – die choreografierte Empörung ohne wirkliche Verurteilung   – ist nicht einfach Gleichgültigkeit. Es ist billigende Duldung. Es ist die Wiederauferstehung der Nazi-Ideologie, nur mit einer anderen Flagge und Uniform. Es ist nicht nur die Nachahmung der Mechanismen der Vernichtung, sondern auch die gleiche moralische Barbarei, die solche Gräueltaten möglich gemacht hat.

Dieser Artikel ist als Folgeartikel unseres Artikels "Völkermord als «Selbstverteidigung» - Westliche Medien als Mittäter beim Genozid in Gaza   – Wir stehen auf!" vom 15. Juli zu sehen, denn wir bleiben dran.

Deutschland setzt seine schändliche Geschichte fort.

Das Flaggschiff der deutschen, gekauften Propagandamaschinerie ist die „Bild“-Zeitung. Am 21.07.2025 titelte sie:

„25 Länder fordern Israel zum Beenden des Gaza-Kriegs auf.   – Gut, dass Deutschland diesmal nicht dabei ist!“ 25 Staaten, darunter Großbritannien und Frankreich, hatten in einer lauwarmen Erklärung Israel aufgefordert, der Krieg im Gazastreifen müsse „jetzt beendet werden“. Israel müsse das Völkerrecht einhalten.

Deutschland hat diese Erklärung nicht unterzeichnet. Die Außenminister der 25 anderen Länder haben „die Verteilung von Hilfsgütern am Tropf und die unmenschliche Tötung von Zivilisten“ verurteilt. Am 22.07.2025 legte Bild nach: „Brisante Wutschrift! SPD wendet sich gegen Israel. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung zu einem Kurswechsel in der Israel-Politik auf   – ohne die Hamas, die jede Chance auf Frieden platzen lässt und seit fast zwei Jahren israelische (und deutsche) Geiseln hält, auch nur zu erwähnen.“

Wie gesagt, sind die leeren Sprüche der 25 europäischen Staaten nicht ernst gemeint, sondern sie zielen lediglich darauf ab, den Anschein von Engagement zu wahren, um die Weltöffentlichkeit und die eigenen Bevölkerungen einzulullen. Aber nicht einmal zu einer solchen „Geste“ will sich Deutschland hergeben   – nicht, weil es dieses miese Treiben nicht billigen würde, sondern weil es das zionistische Propagandanarrativ voll unterstützt.

Wohl gemerkt, es geht hier um dieses Vorgehen: Bezalel Smotrich (israelischer Finanzminister) sagt Anfang Mai 2025, Gaza werde vollständig zerstört werden. Derselbe Herr Minister hatte bereits im August 2024 erklärt, es sei „gerechtfertigt und moralisch vertretbar“, durch Israel „2 Millionen Zivilisten verhungern zu lassen“, bis „die Geiseln zurückgegeben werden“. Sein Amtskollege Itamar Ben‑Gvir (Innen- und/Sicherheitsminister) äussert sich wie folgt: „Die Lebensmittel- und Hilfsdepots sollten bombardiert werden, um militärischen und politischen Druck auszuüben.“ Im Januar 2024 teilte er mit: „Die einzige humane Lösung für Gaza ist die Massen‑Deportation.“ Das waren keine leeren Worte oder Propagandasprüche. Die Weltöffentlichkeit beobachtet täglich, wie diese Pläne barbarisch umgesetzt werden (statt vieler hier, hier und hier).


Eine Frau in den Trümmern zerstörter Gebäude nach israelischen Luftangriffen, Gaza, Oktober 2023. Copyright: Mustafa Hassona Anadulu via Getty Images


Das erinnert an das Schreiben des Chefs des SS-Sicherheitsdienstes Reinhard Heydrich vom 20. Oktober 1941 an Heinrich Himmler, in dem er sich über die mangelnde Effizienz des deutschen Beschusses auf die Städte Warschau und Leningrad beschwerte und den Reichsführer SS an eine Weisung Adolf Hitlers zur „Auslöschung“ der Städte erinnerte:

„Ich bitte gehorsamst darauf hinweisen zu dürfen, dass die ergangenen strikten Weisungen hinsichtlich der Städte Leningrad und Moskau dann wieder nicht in die Tat umgesetzt werden können, wenn nicht von vorneherein brutal durchgegriffen wird. Der Chef der Einsatzgruppe A, SS-Brif. Dr. Stahlecker, berichtet mir z.B., dass eingesetzte Vertrauensleute, die über die Linie wechseln, von Leningrad zurückgekehrt erzählen, dass die Zerstörungen in der Stadt noch durchaus unbedeutend sind. Das Beispiel der ehemaligen polnischen Hauptstadt (Warschau) hat auch gezeigt, dass selbst intensivster Beschuss nicht diejenigen Zerstörungen hervorrufen kann, die erwartet worden sind. Meines Erachtens muss in solchen Fällen massenhaft mit Brand- und Sprengbomben gearbeitet werden. Ich bitte daher gehorsamst, anregen zu dürfen, den Führer nochmals darauf hinzuweisen, dass   – wenn nicht absolut eindeutige und strikte Befehle an die Wehrmacht gegeben werden, die beiden Städte kaum ausgelöscht werden können.“
Rolf-Dieter Müller: Hitlers Ostkrieg und die deutsche Siedlungspolitik. Frankfurt am Main 1991, S. 161.

Das Warschauer Ghetto

Nach der Besetzung Polens 1939 zwangen die deutschen Besatzer die jüdische Bevölkerung Warschaus   – etwa 400.000 Menschen, fast ein Drittel der Stadtbevölkerung   – auf ein enges, von Mauern umschlossenes Gebiet. Die Lebensbedingungen waren katastrophal: Überfüllung, Hunger, Krankheiten wie Typhus und fehlende medizinische Versorgung führten zu einer extrem hohen Sterblichkeitsrate.

Screenshot_2025_08_07_at_12_54_25_Seniora.org_Mitt_terschaft_am_Genozid_in_Pal_stina_der_j_ngste_Tag_wird_kommen_Quelle: https://encyclopedia.ushmm.org/content/en/photo/a-destitute-child-in-the-warsaw-ghettoScreenshot_2025_08_07_at_12_55_46_Seniora.org_Mitt_terschaft_am_Genozid_in_Pal_stina_der_j_ngste_Tag_wird_kommen_Quelle: https://encyclopedia.ushmm.org/content/en/photo/children-eating-in-the-ghetto-streets-warsaw-poland-between-1940-and-1943

Die meisten Ghettobewohner wurden zwischen 1942 und 1943 in die Vernichtungslager, vor allem nach Treblinka, deportiert und dort ermordet.

Screenshot_2025_08_07_at_12_56_49_Seniora.org_Mitt_terschaft_am_Genozid_in_Pal_stina_der_j_ngste_Tag_wird_kommen_Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Warschauer_Ghetto#/media/Datei:Stroop_Report_-_Warsaw_Ghetto_Uprising_BW.jpg

Von den über 400.000 Menschen, die im Warschauer Ghetto eingesperrt waren, überlebten nur wenige Tausend.

Nach dem Aufstand im Warschauer Ghetto im April  –Mai 1943 befahl Heinrich Himmler die vollständige Zerstörung des Ghettos. Ziel war es, das Ghetto als Ort jüdischen Widerstands auszulöschen und zugleich ein Exempel zu statuieren (Dokumentiert in: Nazi Conspiracy and Aggression (Nürnberger Dokumente, „Red Series“)   – z. B. Dokument NO-2753).

Zuständig für die Ausführung waren diese Herrschaften:

Screenshot_2025_08_07_at_12_57_26_Seniora.org_Mitt_terschaft_am_Genozid_in_Pal_stina_der_j_ngste_Tag_wird_kommen_SS-Brigadeführer Jürgen Stroop (Mitte) begutachtet die Zerstörung des Warschauer Ghettos; Quelle: picture alliance /United Archiv


Dies haben sie angerichtet:

Screenshot_2025_08_07_at_12_58_24_Seniora.org_Mitt_terschaft_am_Genozid_in_Pal_stina_der_j_ngste_Tag_wird_kommen_Das Warschauer Ghetto nach seiner Zerstörung: https://de.wikipedia.org/wiki/Warschauer_Ghetto#/media/Datei:Warsaw_Ghetto_destroyed_by_Germans,_1945.jpg

Und so sieht heute Rafah in Gaza aus:

Screenshot_2025_08_07_at_12_59_21_Seniora.org_Mitt_terschaft_am_Genozid_in_Pal_stina_der_j_ngste_Tag_wird_kommen_Rafah heute   – Quelle: AFP News Agency (Screenshot)


Stroop hat das Ergebnis der Niederschlagung des Aufstands und die systematische Zerstörung des Ghettos in einem offiziellen Bericht mit dem Titel „Es gibt keinen jüdischen Wohnbezirk in Warschau mehr!“ an Himmler dokumentiert.

Screenshot_2025_08_07_at_13_00_28_Seniora.org_Mitt_terschaft_am_Genozid_in_Pal_stina_der_j_ngste_Tag_wird_kommen_https://collections.ushmm.org/search/catalog/pa5223


Der Stroop-Bericht ist im Nürnberger Prozess als Beweisstück vorgelegt worden (IMT Dokument 1061-PS). Er beschreibt ausdrücklich, dass das Ghetto „Schritt für Schritt vernichtet“ und „bis auf die Grundmauern zerstört“ werden sollte. In den Einsatzberichten der SS und Polizei im Generalgouvernement finden sich konkrete Befehle zur Brandschatzung, Sprengung und „Säuberung“ der Ruinen (Teilweise enthalten in: Dokumente zur Judenpolitik des Dritten Reiches (Hrsg. Eberhard Jäckel, Peter Longerich). „Durch den Einsatz der Spreng- und Brandkommandos wurden insgesamt 631 Bunker gesprengt und über 2.000 Gebäude vernichtet. [...] Ziel war die vollständige Vernichtung des jüdischen Wohnbezirks.“ (Tagesbericht, Mai 1943) „Es war beabsichtigt, den Wohnbezirk Haus für Haus zu durchkämmen und zu vernichten, um jeden Restwiderstand zu brechen und kein Versteck zu belassen.“ (Tagesbericht, 24. April 1943)

Das Ende eines Kriegsverbrechers

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Stroop zunächst von den Amerikanern gefasst. 1947 wurde er im „Dachauer Prozess“ für seine Verbrechen gegen alliierte Kriegsgefangene (er war auch Inspekteur in Griechenland und führte dort brutale Repressionen durch) zum Tode verurteilt, jedoch später an Polen ausgeliefert.

In Polen fand 1951  –1952 ein weiterer Prozess statt, in dem Stroop wegen der Verbrechen beim Warschauer Ghetto-Aufstand angeklagt wurde. Das polnische Gericht verurteilte ihn ebenfalls zum Tode. Am 6. März 1952 wurde Jürgen Stroop in Warschau im Gefängnis Mokotów durch den Strang hingerichtet.

Die Belagerung von Leningrad (heute Sankt Petersburg)

Die Wehrmacht hat Leningrad (die zweitgrößte Stadt der Sowjetunion, wichtiges Industrie- und Kulturzentrum) ab dem 8. September 1941 bis zur Befreiung am 27. Januar 1944 für knapp 872 Tage von der Versorgung abgeschnitten, um die Stadt zur Kapitulation zu zwingen. Hitler plante, die Bevölkerung aushungern zu lassen, statt die Stadt direkt einzunehmen   – um Truppen zu schonen. Die Stadt war aus Norden und Süden von deutschen und finnischen Truppen eingeschlossen.

Die schlimmste Folge der Belagerung war der Hunger. Die Lebensmittelrationen sanken im Winter 1941/42 zeitweise auf 125 Gramm Brot pro Person und Tag. Teilweise wurde Brot mit Holzmehl und anderen Ersatzstoffen gestreckt.

Screenshot_2025_08_07_at_13_01_22_Seniora.org_Mitt_terschaft_am_Genozid_in_Pal_stina_der_j_ngste_Tag_wird_kommen_Patientin mit Dystrophie, 1941, aus einer Ausstellung des Leningrader Museums. https://de.wikipedia.org/wiki/Leningrader_Blockade#cite_ref-10


Schätzungen zufolge starben 600.000 bis 1,2 Millionen Menschen, hauptsächlich Zivilisten, meist an Hunger und Kälte.

Screenshot_2025_08_07_at_13_02_36_Seniora.org_Mitt_terschaft_am_Genozid_in_Pal_stina_der_j_ngste_Tag_wird_kommen_Drei Männer begraben Hungertote auf dem Wolkowo-Friedhof in den Tagen des Massensterbens, Oktober 1942; https://de.wikipedia.org/wiki/Leningrader_Blockade#cite_ref-10


Die Stadt wurde auch durch Luftangriffe und Artilleriebeschuss massiv zerstört, viele Gebäude lagen in Trümmern.

Screenshot_2025_08_07_at_13_03_16_Seniora.org_Mitt_terschaft_am_Genozid_in_Pal_stina_der_j_ngste_Tag_wird_kommen_Leningrader Einwohner verlassen ihre zerbombten Häuser, Dezember 1942; https://de.wikipedia.org/wiki/Leningrader_Blockade#/media/Datei:RIAN_archive_2153_After_bombing.jpg

Das Ende weiterer Kriegsverbrecher

Auch die Belagerung Leningrads spielte in den Urteilen der Nürnberger Prozesse (IMT   – Internationaler Militärgerichtshof) eine wichtige Rolle. So wurde etwa Wilhelm Keitel, Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, u. a. für den Hungerkrieg gegen Leningrad verantwortlich gemacht. Im Urteil heißt es:

„Keitel hat den Kommissarbefehl unterzeichnet und verbreitet. Er erließ Befehle, die die Aushungerung von Leningrad und Moskau vorsahen, um die Bevölkerung zu vernichten.“
IMT Urteil, Bd. I, S. 294 (engl. Ausgabe)

Im allgemeinen Teil (über Kriegsverbrechen im Osten) erwähnt das Gericht ausdrücklich den geplanten Hunger:

„Der Plan der Nazis, die Bevölkerung der großen russischen Städte auszuhungern, ist durch zahlreiche Beweise belegt. So war vorgesehen, Leningrad und Moskau einzukesseln und die Bevölkerung dem Hungertod preiszugeben.“
IMT Urteil, Bd. I, S. 228  –229 (engl. Ausgabe)

Die Anklage führte den „Hungerplan“ mehrfach als Beweis für einen Vernichtungskrieg an:

„Millionen Menschen sollten im Osten verhungern. Ganze Städte wie Leningrad sollten nicht erobert, sondern dem Hungertod überlassen werden.“
sinngemäße Zusammenfassung aus der Anklage   – die wörtlichen Zitate sind meist in den Beweisstücken zu finden, z. B. OKW-Dokumente.

Diese Passagen finden sich z. B. im offiziellen „Trial of the Major War Criminals before the International Military Tribunal“ (Nürnberg, 1947   – die sog. „Blauen Bände“. Sie sind im Internet frei zugänglich, z. B. über das Avalon Project (Yale) oder das Nuremberg Trials Project (Harvard).

Am 1. Oktober 1946 hat das Internationale Militärtribunal in Nürnberg das Urteil gegen 22 Hauptangeklagten verkündet. Keitel wurde in allen vier Anklagepunkten (Verschwörung, Verbrechen gegen den Frieden, Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit) schuldig gesprochen. Die Blockade von Leningrad war Teil der sowjetischen Anklage gegen die verbrecherische Kriegsführung im Osten gewesen und war Teil der Urteilsbegründung als Beleg für die Brutalität des Angriffskrieges und den Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion insgesamt.

In der Nacht vom 15. auf den 16. Oktober 1946 wurde Keitel zusammen mit zehn weiteren zum Tode Verurteilten (u. a. Jodl, Ribbentrop, Kaltenbrunner) im Nürnberger Justizgefängnis hingerichtet. Er hatte wie Göring darum gebeten, als Soldat erschossen zu werden. Dieser Antrag wurde abgelehnt   – er wurde wie ein gewöhnlicher Verbrecher gehängt.

Weitere kriegsverbrecherische Methoden der Nazis werden von Israel kopiert

Das aktuelle Vorgehen Israels gegen die Bevölkerung in Gaza und der Westbank mutet wie eine fast perfekte Kopie des vorstehend geschilderten Vorgehens Nazideutschlands gegen die Bevölkerungen in Warschau und Leningrad an.

Screenshot_2025_08_07_at_13_03_55_Seniora.org_Mitt_terschaft_am_Genozid_in_Pal_stina_der_j_ngste_Tag_wird_kommen_Screenshot aus CBS Video vom 15. Juli 2025


Damit erschöpfen sich die Parallelen aber keineswegs. In Palästina wendet Israel neben der Zerstörung der zivilen Gebäude, der Vertreibung und Auslöschung der jeweiligen Bevölkerungen die in den Nürnberger Prozessen als Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingeordnete Hungerpolitik an.

Hungerwaffe als Mittel des Genozids

Nachdem die Bevölkerung von Gaza mehrheitlich der Hamas das Vertrauen ausgesprochen hatte, regiert sie dort seit 2007 praktisch allein. Seither hat Israel eine Blockade über den Gazastreifen verhängt. Diese betrifft den Personen- und Warenverkehr, einschließlich Lebensmittel, medizinische Güter, Treibstoff und Baumaterialien. Offiziell wurde die Blockade als Sicherheitsmaßnahme gerechtfertigt, um Waffenlieferungen an die Hamas zu verhindern.

Seit dem Angriff der von der Hamas angeführten Kämpfer auf Israel am 7. Oktober 2023 haben hochrangige israelische Beamte, darunter Verteidigungsminister Yoav Gallant („Wir werden eine vollständige Belagerung verhängen. Kein Strom, kein Essen, kein Wasser, kein Treibstoff — alles ist geschlossen“), Nationaler Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir („Solange die Hamas die von ihr festgehaltenen Geiseln nicht freilässt, müssen lediglich Hunderte Tonnen Sprengstoff der Luftwaffe in den Gazastreifen gebracht werden, nicht aber ein Gramm humanitäre Hilfe.“) und Energieminister Israel Katz („Aus humanitären Gründen [im Ernst!!] lehne ich die Aufhebung der Blockade und die Einfuhr von Gütern nach Gaza entschieden ab.“), öffentlich erklärt, dass sie die Zivilbevölkerung in Gaza von Nahrungsmitteln, Wasser, medizinischen Hilfsgütern und Treibstoff abschneiden wollen   – Aussagen, die die Politik der israelischen Streitkräfte widerspiegeln. Andere israelische Beamte haben öffentlich erklärt, dass humanitäre Hilfe für Gaza entweder von der Freilassung der von der Hamas rechtswidrig festgehaltenen Geiseln oder von der Zerstörung der Hamas abhängig gemacht werde.

Screenshot_2025_08_07_at_13_04_31_Seniora.org_Mitt_terschaft_am_Genozid_in_Pal_stina_der_j_ngste_Tag_wird_kommen_Osama al-Raqab, 5, in der Unterernährungsklinik des Nasser-Krankenhauses in Khan Younis, Gaza, am Donnerstag, 1. Mai 2025 [Abdel Kareem Hana/AP Photo]


Unterdessen wurden bereits im Mai 2025 in Gaza 57 Todesfälle durch Verhungern bestätigt, und die Zahlen steigen täglich. Tausende sehen dem Hungertod ins Auge. Dabei berichtet die UNRWA, dass sie genug Lebensmittel hat, um die gesamte Bevölkerung Gazas lange zu ernähren. Doch Israel, das Hilfe als Waffe einsetzt und von den USA geschützt wird, lässt sie nicht ins Land.

Screenshot_2025_08_07_at_13_05_22_Seniora.org_Mitt_terschaft_am_Genozid_in_Pal_stina_der_j_ngste_Tag_wird_kommen_Der zweijährige Yazan Abu Foul wird von seiner Mutter Naima versorgt, da er aufgrund der schweren Nahrungsmittelknappheit in Gaza unter schwerer Unterernährung leidet. Photograph: Haitham Imad/EPA


Und gerade als man dachte, dies könnte nicht noch zynischer werden, hat sich USrael einen weiteren listigen Plan ausgedacht: die Gaza Humanitarian Foundation (GHF), eine private, von den USA und Israel unterstützte Stiftung, die im Februar 2025 gegründet wurde. Sie ist in Delaware (USA) und Genf (Schweiz) registriert. Ihr Ziel ist es offiziell, Hilfsgüter wie Essen, Wasser, Medizin und Notunterkünfte direkt in Gaza zu verteilen   – außerhalb der Strukturen von UN-Organisationen oder internationalen NGOs, die Israel als zu „Hamas-nah“ ansieht.

Nach Monaten von Hunger und Bombardierungen war die GHF eine weitere Ablenkungsmaßnahme   – konzipiert von Israel, bezahlt erneut von den USA, nicht um den Hunger zu beenden, sondern um den internationalen Druck zu neutralisieren. Sie hat sich inzwischen als weiterer tödlicher Verrat Israels erwiesen. Anstatt als Rettungsleine zu dienen, haben sich diese „Leitungen“ der GHF in eine regelrechte Todesfalle verwandelt. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden fast 900 Palästinenser, d.h. in den letzten drei Monaten 300 pro Monat, verzweifelte Mütter, Väter und Kinder, auf der Suche nach Hilfe ermordet.


Screenshot_2025_08_07_at_13_06_12_Seniora.org_Mitt_terschaft_am_Genozid_in_Pal_stina_der_j_ngste_Tag_wird_kommen_Bilder von in Gaza sterbenden Kindern sind um die Welt gegangen. Dies ist das, was Unterernährung in den ersten 1.000 Tagen des Lebens anrichtet. Quelle: The Conversation


Zu Hause erwartete sie der Hungertod, in den Verteilungszentren trafen sie nach der israelischen Tageszeitung Haaretz vom 27. Juni 2025 auf israelische Kugeln. Das gleiche Militär, das die Hungersnot verursacht, erschießt die Opfer vor den Toren der sogenannten Rettung.

Die von den USA finanzierte GHF übergab Israel die Kontrolle über die Nahrungsmittelhilfe   – und nun werden junge Mädchen an Wasserentnahmestellen ins Visier genommen. Alle grundlegenden Lebensnotwendigkeiten   – Nahrung, Wasser, Medikamente   – sind nicht mehr ein Recht, sondern eine Waffe Israels. Eine Waffe, um auszuhungern, Wasser zu verweigern und Medikamente vorzuenthalten   – entwickelt, um Palästinenser einzusperren und um die Voraussetzungen für eine „freiwillige“ ethnische Säuberung zu schaffen.

Selbstverständlich ist das gezielte Aushungern der Zivilbevölkerung nach dem Völkerrecht ein Kriegsverbrechen. Auch wenn Israel das Zusatzprotokoll I vom 8. Juni 1977 („Protokoll I vom 8. Juni 1977 zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über den Schutz der Opfer internationaler bewaffneter Konflikte“) nur unterschrieben aber nie ratifiziert hat, gilt dieses auch für Israel gleichwohl als Völkergewohnheitsrecht.

Aber unsere Politiker wie Bundeskanzler Friedrich Merz und ihre Palastpropagandisten faseln in diesem Zusammenhang vom Recht Israels auf Selbstverteidigung.

Neue Konzentrationslager der Zionazis

In der Vergangenheit hatten bekanntlich zahlreiche durchaus respektable Personen und Organisationen immer wieder Gaza als „größtes Freiluftgefängnis der Welt“ bezeichnet: Jimmy Carter (ehem. US-Präsident: „Gaza is now the world’s largest open air prison.“); David Cameron (ehem. britischer Premierminister: „We do not want people in Gaza living in a prison camp.“; Desmond Tutu (Friedensnobelpreisträger, südafrikanischer Erzbischof   – Tutu verglich die Blockade wiederholt mit Apartheidbedingungen und sprach von Gaza als „Gefängnis“); Organisationen wie Human Rights Watch, Amnesty International oder UN-Vertreter verwenden oft Begriffe wie „open air prison“ oder „prison camp“ (Beispiel: UNRWA-Direktor John Ging (2008): „Gaza is a prison — it’s an open-air prison.“

Screenshot_2025_08_07_at_13_07_08_Seniora.org_Mitt_terschaft_am_Genozid_in_Pal_stina_der_j_ngste_Tag_wird_kommen_Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu während eines bilateralen Abendessens mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus in Washington, DC, USA, am 7. Juli.   – Reuters (Screenshot)


Nun übertreffen USrael auch noch die oxymoronische „Humanitäre GHF-Stiftung“ und präsentieren einen neuen Orwellschen Plan: eine „humanitäre Stadt“, in der 600.000 Palästinenser aus dem Norden Gazas in einem ummauerten Gelände im Süden untergebracht werden sollen   – wo man einchecken, aber nicht auschecken kann. Das neue israelische Konzentrationslager, in dem mehr als ein Viertel der Bevölkerung Gazas interniert werden soll, stellt viele der Nazi-Lager des Zweiten Weltkriegs in den Schatten.

Ein Konzentrationslager als „humanitäre Stadt“ zu bezeichnen, ist Teil der Sprachkriegsführung Israels. In diesem Zusammenhang hat Israel die Instrumentalisierung der Sprache perfektioniert. Israel hungert die Palästinenser nicht aus, es verhängt „Kalorienbeschränkungen“. Es errichtet keine Ghettos, sondern „Sicherheitszonen“. Es führt keine ethnischen Säuberungen durch, sondern bietet die Möglichkeit zur „freiwilligen“ Auswanderung. Und jetzt begeht es keine Massenvertreibungen, sondern schlägt eine „humanitäre Stadt“ vor.

Demgegenüber weist Gideon Levi auf folgendes hin:

Der jüdische Staat errichtet ein Ghetto. Was für ein schrecklicher Satz. Es ist schon schlimm genug, dass der Plan so präsentiert wurde, als könnte er in irgendeiner Weise legitim sein   – wer ist für ein Konzentrationslager und wer dagegen?   –, aber von dort ist es nur noch ein kleiner Schritt zu einer noch schrecklicheren Idee: Als Nächstes könnte jemand vorschlagen, ein Vernichtungslager für diejenigen einzurichten, die die Überprüfung am Eingang des Ghettos nicht bestehen. Israel tötet ohnehin massenhaft die Bewohner Gazas, warum also nicht den Prozess rationalisierenJemand könnte auch ein kompaktes Krematorium auf den Ruinen von Khan Yunis vorschlagen, dessen Zutritt, wie im nahe gelegenen Ghetto in Rafah, rein freiwillig wäre. Natürlich freiwillig, wie in der „humanitären Stadt“. Nur das Verlassen der beiden Lager wäre nicht mehr freiwillig. Das hat der Minister vorgeschlagen …
Gideon Levy, Haaretz, 10. Juli 2025

Billigung von Völkermord und Kriegsverbrechen ist nach dem deutschen StGB strafbar

Volksverhetzung (§ 130 StGB)

Strafbar ist vor allem Volksverhetzung (§ 130 StGB). Darunter fällt auch das Billigen, Leugnen oder Verharmlosen des Holocaust oder von Völkermordhandlungen in einer Weise, die den öffentlichen Frieden stört (§ 130 Abs. 3 StGB), das Aufstacheln zum Hass gegen Teile der Bevölkerung oder das Auffordern zu Gewalt und Willkürmaßnahmen (§ 130 Abs. 1 StGB) oder die öffentliche Aufforderung zu Straftaten (§ 111 StGB). Wer öffentlich zu einem Angriffskrieg, zu Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit aufruft, macht sich strafbar. Auch die Billigung solcher Taten kann unter bestimmten Umständen darunterfallen.

  •  130 Abs. 3 bezieht sich nur auf NS-Verbrechen. Seit Oktober 2022 gibt es aber auch § 130 Abs. 5 StGB, der die Strafbarkeit auf das Leugnen oder gröbliche Verharmlosen aller Völkermorde, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit ausweitet — nicht mehr nur auf NS-Verbrechen.

Der genaue Wortlaut (§ 130 Abs. 5 StGB) lautet:

„Ebenso wird bestraft, wer eine in § 6 Abs. 1 des Völkerstrafgesetzbuches bezeichnete Handlung, die in einer gegenwärtigen oder früheren tatsächlichen Handlung begangen wurde, öffentlich oder in einer Versammlung in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, leugnet, gröblich verharmlost oder billigt.“
(§ 130 Abs. 5 StGB)

Belohnung und Billigung von Straftaten (§ 140 StGB)

Zu beachten ist auch die Belohnung und Billigung von Straftaten (§ 140 StGB): „Wer eine rechtswidrige Tat nach den §§ 138, 126, 129a, 129b, 211 bis 218b, 226a, 306 bis 306c oder 316a bis 316c öffentlich (…) belohnt oder billigt, wird bestraft.“ Zwar stehen Kriegsverbrechen nicht direkt in dieser Liste   – aber Mord (§ 211 StGB) ist enthalten. Viele Kriegsverbrechen sind zugleich Mord. Also kann auch hier § 140 StGB greifen.

Grund für die Strafbarkeit

Die Strafbarkeit ergibt sich aus dem Schutz des öffentlichen Friedens, der Menschenwürde und des Rechtsfriedens. Wenn jemand öffentlich Kriegsverbrechen billigt, bedeutet das, dass er schwerste Völkerrechtsverbrechen als gerechtfertigt darstellt. Er verletzt damit die Würde nicht nur der Opfer. Er kann Hass oder Gewalt gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen schüren. Er kann Nachahmung fördern oder bestehende Feindbilder befeuern.

Die Rechtsordnung soll verhindern, dass so etwas in der Gesellschaft normalisiert wird. Deshalb wird das Billigen solcher Taten unter Strafe gestellt — genau wie das Billigen terroristischer Anschläge.

Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit (Art. 5 GG) endet dort, wo sie in den Kernbereich der Menschenwürde eingreift — also etwa, wenn man schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit rechtfertigt.

Die Ausflucht mit dem angeblichen Selbstverteidigungsrecht Israels

Wie war das gleich mit dem Sender Gleiwitz?

„Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen! Und von jetzt ab wird Bombe mit Bombe vergolten!“
Adolf Hitler vor dem Reichstag am 1.9.1939

Das sagte Adolf Hitler in seiner Rede vor dem Reichstag am 1. September 1939, um den deutschen Angriff auf Polen zu rechtfertigen. Der Satz sollte den Überfall auf den Sender Gleiwitz und andere fingierte Grenzüberfälle (false flag Operation Himmler) als polnische Aggression hinstellen   – so wollte man den deutschen Angriff als „notwendige Selbstverteidigung“ darstellen.

Das typische westliche Narrativ (etwa Friedrich Merz am 26. Mai 2025 bei einer WDR-Interviewveranstaltung) lautet heute so, dass das israelische Vorgehen in Gaza mit Selbstverteidigung nur dann nicht zu rechtfertigen sei … wenn Grenzen überschritten würden. Merz betonte weiter, dass Deutschland sprechen müsse, wenn das humanitäre Völkerrecht verletzt werde. Diese Konditionalsätze unterschlagen völlig, dass diese Grenzen längst überschritten sind und von daher Gegenaktionen von Merz & Co. am Platze wären   – die aber natürlich ausser lauwarmen Worten nicht kommen.

In Wahrheit unterschlägt dieses Narrativ aber die glasklare völkerrechtliche Situation. Prof. Dr. iur. et phil. Alfred de Zayas, Völkerrechtler, Historiker und ehemaliger Uno-Mandatsträger bringt die Sache auf den Punkt:

„In diesem Zusammenhang muss daran erinnert werden, dass die Palästinenser nicht erst seit 2023, sondern bereits seit 1947 Vertreibung und Besetzung erleiden. Hinzu kommt, dass die Palästinenser gemäss der Uno-Charta und Artikel 1 des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte das Recht auf Selbstbestimmung haben und ein im Völkerrecht anerkanntes Recht auf Widerstand gegen die Besatzungsmacht.
Wenn ein Staat ein fremdes Territorium besetzt, die Bevölkerung unterdrückt, durch illegale Siedlungen massiv ihren Lebensraum einschränkt, Krankenhäuser und Schulen bombardiert   – also das Völkerrecht mit Füssen tritt   – käme doch kein Mensch auf die Idee, dem unterdrückenden Staat ein Selbstverteidigungsrecht zuzugestehen und ihn bei der Unterdrückung zu unterstützen, wenn sich die Unterdrückten wehren, auch wenn ihr Vorgehen gewalttätig ist.“
(Prof. Dr. iur. et phil. Alfred de Zayas)

Er nimmt dabei Bezug auf eine einschlägige UNO-Resolution.

„Widerstandsrecht der Palästinenser und aller, die unter Okkupation leben, Artikel 7 der Uno-Resolution 29/3314: Definition von Aggression
Diese Definition [von Aggression], insbesondere Artikel 3, beeinträchtigt in keiner Weise das aus der Charta abgeleitete Recht auf Selbstbestimmung, Freiheit und Unabhängigkeit von Völkern, denen dieses Recht gewaltsam entzogen wurde und die in der Erklärung über die Grundsätze des Völkerrechts betreffend die freundschaftlichen Beziehungen und die Zusammenarbeit zwischen den Staaten in Übereinstimmung mit der Charta der Vereinten Nationen genannt werden, insbesondere von Völkern, die unter kolonialen und rassistischen Regimen oder anderen Formen der Fremdherrschaft stehen: noch das Recht dieser Völker, in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Charta und in Übereinstimmung mit der obengenannten Erklärung für dieses Ziel zu kämpfen und Unterstützung zu suchen und zu erhalten.“
(Quelle: Resolution adopted by the General Assembly 29/3314 : Definition of Aggression www.un-documents.net/a29r3314.htm)
07.08.2025

Mittäterschaft am Genozid in Palästina  – der jüngste Tag wird kommen! (II von II)

Mittäterschaft am Genozid 


Begehen mehrere Täter eine Straftat gemeinschaftlich, wird nach dem deutschen StGB jeder bestraft, der aufgrund eines gemeinsamen Tatplans einen wesentlichen Tatbeitrag leistet.

USrael könnte die vorbeschriebenen Monströsitäten nie und nimmer in die Tat umsetzen, wenn die westlichen Politiker, Propagandisten, Medienknechte und andere nicht tatkräftig dafür sorgen würden, dass USrael straffrei ausgeht und niemand ernsthaft dagegen Einspruch erhebt. Die ständige Propaganda sorgt dafür. Diese ist von Anfang an Teil des gemeinsamen diabolischen Tatplans.

Die Methoden der Desensibilisierung, der Täuschung und des Betruges werden wissenschaftlich und systematisch eingesetzt. Über systematische Massenverbrechen wird über Monate oder Jahre so berichtet, dass der Völkermord mit der Zeit „nur noch eine Meldung unter vielen“ ist. Der Schockeffekt verpufft, die Zuschauer gewöhnen sich daran. Tägliche Tote werden in abstrakte Statistiken gepackt. „10.000 Tote“ klingt für viele gleich weit weg wie „100.000 Tote“. Ohne Namen, Geschichten, Bilder von Einzelschicksalen fehlt die emotionale Verbindung. Neue „Krisen“ verdrängen alte. Der Genozid rückt in den Hintergrund, wenn ein anderes Großereignis Schlagzeilen macht.

Die Reizüberflutung bei ständiger Konfrontation mit Gewalt, Katastrophen, Leid oder Extremen (z. B. in Nachrichten, Serien, Videospielen) führt zur Desensibilisierung gegenüber dem menschlichen Leid. Die Aufmerksamkeit wandert weiter und Täter können weitermachen, fast ungestört. Daran arbeiten unsere Qualitätsmedien Tag für Tag.

Vom Unrechtsstaat zum Rechtsstaat und wieder zurück in die Barbarei

Unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und den Gräueltaten des NS-Regimes war den Müttern und Vätern des Grundgesetzes klar, dass es eine absolute, unbedingte Grenze gibt, die der Staat niemals überschreiten darf: die Würde jedes einzelnen Menschen.

Die Formulierung „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ in Artikel 1 Absatz 1 des deutschen Grundgesetzes ist kein Zufall, sondern Ausdruck einer bewussten, historischen Entscheidung. „Ist unantastbar“ ist eine Seinsbehauptung. Sie erklärt die Würde zum absolut geschützten Wesenskern eines jeden Menschen, der schon an sich unberührbar ist, egal was jemand will oder Schreckliches tut. „Ist unantastbar“ ist metaphysisch, existenziell. Der Staat kann sie gar nicht antasten, ohne sich selbst zu delegitimieren.

Darum folgt direkt danach die Formulierung: „Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Die Unantastbarkeit führt zur unmittelbaren Schutzpflicht.

Nach dem totalitären Regime wurde also klargestellt, dass sich die Menschenwürde jeder Verfügungsmacht entzieht. Es ist eine unaufhebbare Grundlage, die auch Verfassungsänderungen nicht antasten dürfen (vgl. Ewigkeitsgarantie in Art. 79 Abs. 3 GG).

Damit war die Grundlage geschaffen, dass sich Deutschland vom Unrechtsstaat zum Rechtsstaat wandeln konnte. Die gegenwärtige Kumpanei mit den Völkermördern in Nahost führt jedoch geradewegs wieder zurück in die Barbarei und das darf nicht straflos bleiben.

Wir brauchen einen neuen Nürnberger Prozess

General Emerson Curtis LeMay war ein hochrangiger US-General der United States Air Force und ist bekannt für seine zentrale Rolle bei der Entwicklung und Durchführung strategischer Bombenangriffe während des Zweiten Weltkriegs und des Kalten Kriegs. Er war verantwortlich für die Brandbombardierungen japanischer Städte, u. a. den verheerenden Angriff auf Tokio im März 1945, bei dem über 100.000 Menschen starben. Im Kalten Krieg war er Chef des Strategic Air Command (1948  –1957) und machte dieses zu einem zentralen Bestandteil der US-Atomstreitkräfte. Im Vietnamkrieg war er ein lauter Befürworter der von Präsident Lyndon B. Johnson und US-Verteidigungsminister Robert McNamara befohlenen Bombenoffensiven wie Operation Rolling Thunder gegen Nordvietnam.

Robert McNamara zitiert LeMay in dem Dokumentarfilm „The Fog of War“ (2003) von Errol Morris wie folgt:

„LeMay sagte, wenn wir den Krieg verloren hätten, wären wir alle wegen Kriegsverbrechen angeklagt worden. Und ich denke, er hat Recht. Er und ich, würde ich sagen, haben uns wie Kriegsverbrecher verhalten. LeMay hat das erkannt.“
Robert McNamara

Robert H. Jackson war der Hauptankläger der Vereinigten Staaten beim Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher nach dem Zweiten Weltkrieg. In seiner Eröffnungsrede vom 21. 11. 1945 hielt er folgendes fest:

«Wir dürfen nie vergessen, dass die Bilanz, nach der wir diese Angeklagten heute beurteilen, die Norm ist, nach der uns die Geschichte morgen richten wird.»
(Robert H. Jackson - IMT, Bd. 2, S. 101)

und weiter:

«Dieses Gesetz wird zwar zunächst gegen die deutschen Aggressoren angewandt, es schliesst aber mit ein, dass es   – wenn es einem nützlichen Zweck dienen soll   – auch die Aggression aller anderen Nationen verurteilen muss, einschliesslich derer, die jetzt hier zu Gericht sitzen.»
(Robert H. Jackson - IMT, Bd. 2, S. 154) Video

Fazit

Unsere westliche Justiz entspricht nicht nur dem Zeitgeist, sondern hängt auch von den jeweiligen Machtverhältnissen ab. Klare Rechtssätze können je nach dem mentalen Zustand der Gesellschaft verschwimmen. Was auf dem Papier (und nach dem Willen der Völkergemeinschaft) glasklar ist, wird in der Praxis oft in sein Gegenteil verkehrt.

Das ändert aber nichts daran, dass die ursprünglichen Rechtssätze des Völkerrechts, insbesondere hinsichtlich der Menschenrechte, der Ausdruck der natürlichen Moralität der Menschheit sind. Sie haben von daher eine natürliche Geltungskraft, die auch nicht mit noch so viel Rechtsverdreherei und Propagandagetöse ausser Kraft gesetzt werden können. Die Verantwortlichen dürfen ihrer verdienten Strafe nicht entgehen.

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22 Kommentare zu
«Mittäterschaft am Genozid in Palästina   – der jüngste Tag wird kommen!»

Peter Schweizer

Sa. 02 Aug 2025, 17:42

Sarkastische Betrachtungen zu Gaza
Kein Völkermord in Gaza? Experten sind sich noch nicht einig, ob das Geschehen in Gaza als Völkermord einzustufen ist. Vom Ausmass her ist es nicht mit den ganz grossen Ereignissen vergleichbar. In Gaza geht es lediglich um 2.5 Mio. Menschen und nach offiziellen Statistiken wurden bis jetzt „erst“ 60‘000 davon getötet. Demgegenüber ist es während dem 1. Weltkrieg im Iran der Besatzungsmacht Grossbritannien gelungen durch die Konfiszierung einer Missernte und gleichzeitiger Verhinderung der Einfuhr von Lebensmitteln ca. 8 Mio. Hungertote (40% der Bevölkerung) zu erzeugen. In Belgisch Kongo (1885   – 1908 persönlicher Besitz des Königs Leopold II) müssten gar 50% der Einwohner daran glauben (ca. 15. Mio. Tote).
Natürlich gibt es auch in Israel   – der einzigen Demokratie im Nahen Osten   – Kritik am Vorgehen der Regierung. Und viele Feiglinge, die für ihr Land nicht kämpfen wollen, sind ins Ausland desertiert. Zum Glück hat die gegenwärtige Regierung aber noch genügend gewichtige Unterstützer. Zum Beispiel Donald Trump: Er möchte den Gazastreifen ganz platt machen und dort dann die „Riviera des Nahen Ostens“ mit Luxushotels entwickeln. Die USA können dazu auf eigene Erfahrungen zurückblicken. Den früheren Siedlern aus Europa ist es einst gelungen die Ureinwohner bis auf einen kleinen Rest auszurotten (ca. 50 Mio. Tote) und darauf God‘s Own Country zu errichten.
Führende Mitglieder der israelischen Regierung wollen heute das ganze ihnen von Gott versprochen Land   – vom Nil bis zum Euphrat   – mit Gewalt erobern. Und sie haben viele Unterstützer. Laut einer im März 2025 durchgeführten Umfrage des Jewish People Policy Institute (JPPI), die von der israelischen Zeitung Haaretz publiziert wurde, wollen 82 % der Israelis die Bewohner des Gazastreifens vertreiben, und 47 % befürworten die Tötung aller Palästinenser im Gazastreifen.
Netanjahus Regierung ist gegenwärtig etwas angeschlagen. Aber sie wird wohl noch genügend lange an der Macht bleiben, dass es ihr gelingen könnte mit einer vollständigen Blockierung der Lebensmittelzufuhr den Gazastreifen in Kürze ganz palästinenserfrei zu gestalten.
Falls es Ihnen lieber Leser schwer fällt die aktuellen Ereignisse emotional zu bewältigen, konzentrieren Sie sich auf die Situation im besetzten Westjordanland. Dort ist es noch nicht so schlimm. Weiter empfehle ich Ihnen in der Religion Trost zu suchen. Studieren Sie dazu wieder einmal das Alte Testament. Unser gerechter Gott, den wir Christen von den Juden übernommen haben, fordert darin von seinem auserwählten Volk, dass es das ihm verheissene Land erobert und seine Gegner tötet. Zum Beispiel 2. Moses 23: Gebot zur Ausrottung der Kanaaniter   – Verheissungen für Gehorsam: …“ Denn mein Engel wird vor dir hergehen und wird dich bringen zu den Amonitern, Hetitern, Perisitern, Kanaanitern, Hewitern und Jebusitern; und ich werde sie austilgen. …. Studieren Sie die Bibel! Sie werden noch auf weitere ähnlich Aussagen stossen. Die Im Gazastreifen aktiven Killerkommandos „handeln nur nach Befehl“   – nicht einmal von einem weltlichen Führer, sondern direkt im Auftrag Gottes. Und falls Sie auch in der Religion keinen Trost finden sollten, versuchen Sie es doch einfach mit Sarkasmus.

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J.Blumer

So. 03 Aug 2025, 12:31

Ich würde Ihrer Darstellung zustimmen , aber : Religion ist keine Garantie für Frieden .
Vor allem das Christentum hat weltweit unseliges Leid über die Menschen gebracht .
Mit Ihrem zweitletzten Satz bestätigen Sie genau mein Misstrauen was Religionen betrifft . Religionen sind reine Machtinstrumente ! Kein einziges Gebet hat im Gaza auch nur ein Mensch gerettet , davon bin ich überzeugt . Auch im Gaza schaut die Kirche zu .
Als die Papstwahl stattfand habe ich geschrieben : Die vielen Männer in ihren Roben , etwa 200 , sollten nach Gaza fahren und sich zwischen die Terrororganisation israelische Armee und die Paletinänser aufstellen ! Das wäre ein starkes Zeichen für die Welt .

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Robert Vogel

So. 03 Aug 2025, 13:43

Subversiver Gedanke:
@Peter SchweizerAntworten der KI,s
Alle ihre Fragen werden ohne Sarkasmus eindeutig beantwortet. Hier ein Beispiel.
Da ich weder eine KI noch Gott bin, kenne ich leider die Wahrheit auch nicht.
Aber lesen sie was die KI-Antworten über Gaza sind.Gibt es Gasvorkommen in Gaza?
Ja, im Gazastreifen gibt es tatsächlich Erdgasvorkommen. Das bekannteste Feld ist das "Marine"-Gasfeld, das etwa 30 Kilometer vor der Küste im Mittelmeer liegt. Schätzungen zufolge enthält es rund 1 Billion Kubikfuß Erdgas (etwa 28,3 Milliarden Kubikmeter)...Gibt einen Vertrag mit Palästina und Ägypten zur Erschliessung der Vorkommen in Gaza?
Aktuell gibt es keine öffentlich bekannten oder bestätigten Verträge zwischen Palästina und Ägypten, die speziell die Erschließung von Vorkommen im Gazastreifen regeln...Mir ist bekannt das unmittelbar vor dem 7.10.2023 so ein Abkommen geplant war. Stimmt das?
Ja, das stimmt. Unmittelbar vor dem 7. Oktober 2023 gab es tatsächlich ein Abkommen, das geplatzt ist..was ist der Wert von 28,3 Milliarden Kubikmeter Gas?
...Der Wert von 28,3 Milliarden Kubikmetern Gas hängt von mehreren Faktoren ab, wie dem aktuellen Marktpreis für Gas, der Qualität des Gases und den regionalen Gegebenheiten. Zum Zeitpunkt meiner Kenntnis (Stand Oktober 2023) liegt der Preis für Erdgas in Europa beispielsweise bei etwa 30 bis 50 Euro pro Megawattstunde (MWh).
Das bedeutet, dass 28,3 Milliarden Kubikmeter Gas bei diesen Annahmen einen Wert von
etwa 11,9 Milliarden Euro hätten...===>> Wieviel hätte Israel erhalten? ...Israel hätte also formal keinen Anteil an den Erträgen oder Förderrechten gehabt, sondern die Rahmenbedingungen und Sicherheitsaspekte kontrolliert und abgesegnet. Israel blieb jedoch in einer Genehmigungs- und Kontrollrolle sowie als Vermittlungsinstanz beteiligt, insbesondere um seine Sicherheitsinteressen zu wahren. Manche Berichterstattungen betonen zudem, israelische Behörden hätten durch indirekte Abgaben, Gebühren oder ihre Rolle als Gatekeeper am Grenzübertritt, am Export oder der Stromversorgung Einnahmen erzielen können, dies war aber offiziell kein Bestandteil der Verteilungsstruktur
.
Ein expliziter und transparenter finanzieller Anteil Israels am Gasfeld ist in den bekannten Vertragsstrukturen nicht dokumentiert.---------------------------------
PS:
Zusazufrage:In der aktuellen Weltlage scheint mir der Besitz von Geld über dem Völkerrecht steht. Stimmt das so.*** Deine Beobachtung spiegelt leider eine traurige Realität wider, die viele Menschen in der heutigen Welt teilen. Es gibt tatsächlich Fälle, in denen wirtschaftliche Interessen und Machtstrukturen den Eindruck erwecken, dass Geld oder wirtschaftlicher Einfluss über dem Völkerrecht stehen.***

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johann strempfl

Sa. 02 Aug 2025, 19:26

Danke an die Herren ,,Andreas Mylaeus / Peter Hänseler,, für diesen sehr schwer zu verdauenten Bericht. / Habe nachst. Satz -
,,Seit dem Angriff der von der Hamas angeführten Kämpfer auf Israel am 7. Oktober 2023,, - herausgegriffen. Hierzu mein Kommentar, Meinung:
Der Sektor Gaza, ein kleines Landstück, umgeben und 24/7, 365 Tage/Jahr vom besten Geheimdienst der Welt überwacht kann so einen Angriff starten bzw. durchführen ohne . . . . . . . . merkt.,, - eher einzuordnen, eine ideale Gelegenheit eine lang ersähnte Antwort darauf zu geben und die Sache ,,GAZA,, zu regeln (wenn, gleich RICHTIG) !
Hierzu noch passend das Sprichwort, es gibt keine Zufälle und zwar,- ,,vorm 07.10.2023 haben mehrere Medien berichtet, direkt vor ,,Sektor Gaza,, gibt es im unmittelbar davor liegenden Meeresabschnitt sehr grosse ÖL- und Gasvorkommen (Zufall oder ? ?) !
Bzgl. Verträge noch zu erwähnen: In der Balfour Erklärung aus dem Jahre 1917 steht festgeschrieben, - ,,das Palästina ein Heimatland für das jüdische Volk werden soll,, (Art. 95 Vertrag von Se´vres). In diesem Artikel ist unmissverständlich festgehalten - ,,dass die nicht jüdische Bevölkerung alle Bürgerechte, religiösen Rechte innehaben solle und aus diesem Umstand, dass Palästina zum Heimatland der jüdischen Bevölkerung werden soll, - KEIN NACHTEIL ERWACHSEN DÜRFE,, ! !
RESÜMEE: Was sind Verträge Wert (insbesonders mit westl.
Beteiligung) ! ? !
In Bezugnahme auf die Aktuelle Situation ,,Ukraine / Russland,, - Russland kann und muss FAKTEN SCHAFFEN, mit Beteiligung westlicher Akteure sind Verträge nur solange Wasserdicht, solange es dem Westen ins Konzept passt. Wie die Geschichte zeigt, Russland wurde vom Westen in sehr kurzer Zeit ,,mehrmals über den Tisch gezogen,, - Beispiele gefällig - NATO-OSTERWEITERUNG / MINSK II etc. etc. ! !

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J.Blumer

So. 03 Aug 2025, 12:42

Ich stimme Ihnen total zu . Vor allem mit Amis keine Verträge mehr . Wenn man sieht wie jetzt Tramp den Iran zwingen will einem Atomvertrag zu zustimmen , genau dieser Tramp der die Verträge mit Iran gekündigt hat , auch die Verträge mit Russland über Raketen gebrochen hat . Genau dieser Mann spielt heute den grossen " Friedensstifter !

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Ruth

So. 03 Aug 2025, 11:24

Der jüngste Tag wird kommen... Und wie? Politik sind „Wirtschaftsinteressen“. Für die läßt „das Kapital“, dem nach der Auflösung des sozialistischen Blocks Tür und Tor geöffnet wurden, ohne mit der Wimper zu zucken locker Millionen verrecken. Wenn's sein muß noch mehr.
Verträge, Gesetze hats für diese Leute daher auch nur auf dem Papier. So wie Herr Strempfl schon schrieb. Aber gut, um der Masse Sand in die Augen zu streuen.
Völkerrecht   – netter Versuch, damals. Nur war da ja noch das Gleiche wie vor '45. Und wie gesagt: Für die zählen keine Gesetze, Verträge. Auch vor 80 Jahren kam dieser jüngste Tag für so viele der schlimmsten Verbrecher daher nicht! In den zu der Zeit sozialistischen Ländern ja, wenn man ihrer habhaft wurde, ansonsten - super Renten in Kanada, schicke Posten im Westen... Wurden halt noch gebraucht. Die Sowjetunion stand ja noch immer auf dem Programm, denn dafür hatte „das Kapital“ Hitler damals auch erst unterstützt. Dann lieferten die Sowjets ihnen das dort sogar von selber auf dem Tablett, die anderen sozialistischen Länder dazu, nur eben doch noch nicht zur Gänze. Das Programm läuft noch immer.Die Rolle Israels von Anfang an   – da hatten Sie darauf hingewiesen. Menschen in Not lassen sich für so etwas gut verwenden. Der jüngste Tag wird kommen. Auch ich bin mir da ziemlich sicher, aber anders. Ganz anders.

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CPL Antero Rokka

So. 03 Aug 2025, 16:12

The complicity of the US Government in this horror will be a continuing stain on its national honor, or what is left of it in tatters.Meagre efforts by myself to email my (ahem) federal representatives in that miasmic swamp called "Congress," to STOP THIS GENOCIDE! has resulted in zero responses.This lack of response and my hope of preserving some shred of humanity in American federal government's foreign policy is indirectly proportional to the HUGE SUMS OF MONEY (in one case to my US Senator of $440,000.00 USD) of bribes paid to him by a foreign agent , AIPAC. Any wonder that the civilized and rational world despises America?

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Lettow

So. 03 Aug 2025, 16:41

Man könnte annehmen, Ntanjahu sei Adolfs bester Schüler.

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Bruno

So. 03 Aug 2025, 16:53

Einfach nur erschütternd, dieser Bericht! Auch wenn alles jedem schon bekannt sein sollte...
Weder Christen noch Muslime, die glaubhaft gegen die heutigen Scheusslichkeiten vorgehen. Und damit meine ich mit Gewalt. Doch - da gibt es noch die Huthis in Jemen, und teilweise der Iran.

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Petra Wilhelmi

So. 03 Aug 2025, 17:38

Was mich in Deutschland bei diesem Thema abstößt, ist die Propaganda gegen den Völkermord. Es mag ja sein, dass nicht alle dort hungern. Aber auch in der alternativen Medienlandschaft, die sich so frei, konservativ und wahrheitsliebend und auch christlich darstellt, ist das palästinensische Volk auch für den Abschuss freigegeben. Es mag ja sein, dass Bilder von hungernden Kindern nicht unbedingt echt sind und mehr als Symbol zu verstehen sind. Abzuleugnen, dass es es keine Hungernden in Gaza gibt, ist in meinen Augen eine furchtbare Lüge. Man erzählt uns, dass es alles zu kaufen gäbe. Das mag ja so sein, auf den Schwarzmarkt sicherlich, unter der Ladentheke mit Vitamin "B", für diejenigen, die sich das leisten können und wir wissen alle, dass das nur ein kleiner Teil sein kann. Und der Rest? Der balgt sich dann um die angeblich von Deutschland abgeworfenen Lebensmittel? Man zeigt uns Bilder, wo Palästinenser Mehl aus Säcken auf die Straße schütten. Das mag vielleicht sein, ich weiß es nicht, aber es zeigt nicht die gesamt Situation der Menschen dort, derjenigen, die in den Zelten hocken müssen und alles verloren haben und nur ihr nacktes Leben retten konnten. Und wer sagt uns, dass nicht die mehlausschüttenden Menschen wirklich in Gaza leben oder für dieses Bild bezahlt worden sind? Die Wahrheit stirbt in einem Krieg zuerst. Dafür bekommen wir Bilder und Geschichten frei Haus von einem Deutschen, der in Geiselhaft ist und abgemagert ist. Und woher soll er das Essen bekommen, wenn der Gazastreifen abgeriegelt ist, wenn auf Palästinenser geschossen wird, die sich Nahrungsmittel abholen wollen? Er ist auch ein Opfer der israelischen Politik. Das wird bei unserer Propaganda pro Israel immer vergessen. Ich verabscheue dafür die gängigen Medien, die sich alternativ nennen und auch zwischen den Menschen selektieren. Man kann zu dem Islam stehen, wie man will oder zu Religionen insgesamt. Aber diese Situation, wie sie jetzt in Gaza ist, kennen wir aus unserer Geschichte gegen andere Völker, wie Juden, Slawen, cigane Völker oder Farbige. Wer darüber wegsieht, macht sich mit schuldig am Völkermord.

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Ruth

So. 03 Aug 2025, 20:09

Das Böse hat es eben und in dem steckt auch im verborgensten Winkel nichts Gutes.
Vielleicht kennen Sie den DEFA-Film, produziert 1984, „Das Haus am Fluss“, nach der Novelle „Der Russenpelz“ von Friedrich Wolf aus dem Jahre 1942? Sehr zu empfehlen, falls nicht.
Darin hat es u.a. die Szene, in der der Industriellen-Sohn, glühender Anhänger der Nazis, den Bericht eines Mitglieds der Protagonisten-Familie, der ein eigenes Erlebnis an der Front in Rußland schildert (und wo es auch um diesen Pelz geht), wütend als gelogene Propaganda bezeichnet. Interessant, wie es weitergeht. Gerechtigkeit bahnt sich manchmal ganz anders als erwartet den Weg.

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Adrian Mai

So. 03 Aug 2025, 18:16

Der "Jüngste Tage" wird - hoffentlich - für die kommen, die die Propaganda und Lügen der Terroristen (nicht nur der Hamas, sondern auch des Terrorregimes des Iran) weiterverbreiten, und so deren "Geschäft des Terrors mitbetreiben", sich zum Büttel von Terroristen (von Mördern, denn mehr sind Terroristen nicht) machen, einer Terrororganisation in deren Gründungscharta der Genozid an den Juden das Ziel der Organisation formuliert ist. In zivilisierten Staaten sollte die Wiederholung der Propaganda und Lüge von Terroristen als "Unterstützung (ausländischer) Terrororganisationen" strafbar sein. Zu wiederholen, dass es in Gaza einen Genozid dann der dortigen Bevölkerung, die seit Jahrzehnten von den Terroristen terrorisier, ausgeplündert und als "Schutzschilde" für den feigen Terrorismus der Hamas, gäbe, ist eine Propaganda (Agitation und Desinformation) und Lüge der Terroristen, es ist Ausdruck eines widerwärtigen, niederträchtigen, kulturlosen und primitiven Anti-Semitismus, der auch von den westlichen Aktivisten in den Medien orchestriert wird. Schämen sollten sich alle, die sich an der Propaganda und Lügen der Terroristen beteiligten.

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Schnider

So. 03 Aug 2025, 21:40

Starke Worte des Hasses, die Sie hier von sich geben! George Orwell hat seinerzeit wohl die Dinge richtig vorausgesehen: Weiss ist schwarz und schwarz ist weiss; Krieg ist Frieden und Frieden ist Krieg.
Wundert es da noch, dass Neonazis höchste Sympathien für das heutige Israel hegen? Sie scheinen der beste Beweis dafür zu sein! Banderas Jünger in Lwow und Kiev brauchen Leute mit emotionalem Dynamit wie Sie. Allez-hopp und ab an die Front!

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johann strempfl

So. 03 Aug 2025, 21:53

@Schnider: Danke für die passende Antwort !

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Petra Wilhelmi

Mo. 04 Aug 2025, 0:06

Herr Mai, vielleicht hätten Sie mal Israel besuchen müssen, besser, das Westjordanland. Dort hätten Sie von Christen die bittere Wahrheit erfahren können, wie sie von Israel behandelt werden. Christen verwehrte man z.B. nach Lust und Laune auch an religiösen Tagen nach Jerusalem zu fahren. Es sind Christen! Sie hätten vielleicht auch mal über den Oktober in Haaretz lesen sollen. Diese Version des schlimmen Terrortages hat nicht einmal Israel geleugnet. Die westliche Welt aber schon. Aus Ihren Zeilen sprechen nur Hass, Verachtung und Textbausteine der westlichen Propaganda. Man mag zum Islam stehen wie man will. Niemand hat das Recht Frauen, Kinder, alte Leute zu massakrieren und Zielschießen auf sie zu machen und ein ganzes Gebiet in ein Trümmerfeld zu verwandeln und das nur, weil man das Land haben will und das Öl für sich benutzen will, was dort schlummert. Wenn Sie gehört hätten, wie unser Reiseleiter voller Verachtung und Überheblichkeit von den Orten im Westjordanland gesprochen hätte, dann würden Sie sich vielleicht auch Gedanken darüber machen, dass dieser beiderseitige Hass aufeinander tiefere Wurzeln hat. Es gibt Vorgeschichten dafür. Es wäre vielleicht auch mal wichtig, dass Sie sich Reden oder Zitate von Ben Gurion und anderen Israel-Staatsgründern zu Gemüte führen. Wie abschätzig dort von Muslimen und nicht nur über diese gesprochen wird. Die Gehässigkeiten gegenüber anderen Völkern auch gegenüber uns, war für mich erschreckend. In dieser Beziehung sind sich Islam und Judaismus ganz nah. Auch auf dieser Website kann man nachschlagen, wie Zionisten über Palästinenser denken. Übrigens, die Mehrzahl der Israelis sind keine Semiten, sondern stammen aus Osteuropa, die mal vor langen Zeiten den jüdischen Glauben angenommen haben und Rabbis aus Nahost haben kommen lassen. Sie sind schlicht und ergreifend Europäer. Übrigens, in Israel, genauer in Jerusalem, habe ich auch die Apartheid zu spüren bekommen. Unser Hotel war streng getrennt nach ausländischen Touristen und Juden, obwohl wir auch koscher essen mussten. Also war es nicht wegen des Essens. Auf unserer Seite wurde kein Wert auf Ordnung und Sauberkeit gelegt, wie in Hotels in aller Welt. Es war ein 4-Sterne-Hotel, wo der Boden des Fahrstuhles vor Dreck klebte. Es war einfach nur ekelig. Am Toten Meer habe ich auch im Hotel Einiges erlebt, was gängige Vorurteile zu meiner Verwunderung bestätigte. Die dortige Bevölkerung ist ursächlich die arabische Bevölkerung und nicht die jüdische. Wenn alle Länder der Welt wieder ihre einstigen Gebiete (und es war nicht mal mehrheitlich ihre Heimat) zurückfordern und erobern würden, wo lebten wir dann. Zu Deutschland würde dann eigentlich noch Sizilien gehören, ganz zu schweigen von anderen Gebieten. Aber dort, wo ich wohne, würden dann Slawen ihre Gebiete wieder zurückfordern. Wo kommen wir denn da hin? Man kann kein bewohntes Gebiet wieder beanspruchen. Geschichte ist Geschichte. Oder denken Sie an die Römer oder gar die Griechen. Wo wäre denn dann die heutige Türkei, wenn die Griechen ihre Gebiete wieder haben wollten. Und würden sich das die Türken gefallen lassen? Ich denke nein. Ich stehe auf keiner Seite, aber als humanistisch erzogener Mensch ist es für mich furchtbar ihren Hasskommentar zu lesen. Nun, zeigen Sie mich an, weil ich nicht so denke wie Sie, sondern mir meine Menschlichkeit bewahrt habe.

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Antwort auf Adrian Mai

Kurt

Mo. 04 Aug 2025, 8:36

Lass, Rass, Hass, dass, Mass, Fass.
Du ass

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Antwort auf Adrian Mai

J.Blumer

Mo. 04 Aug 2025, 8:55

Ja , ich weiss wohl dass es noch Personen gibt die , ohne die Geschichte zu kennen , andere beschuldigen aber die Ursache verschweigen . Das geschieht momentan auch in der Ukraine wo Leute wie Sie sich unwissend stellen warum Russland 2014 in die Krim einmarschiert ist und 2022 in die Ostukraine .
Was Sie nicht wissen wollen :
1. Israel versucht seit 1948 das Palestinänsische Volk auszurotten .
2. Seit 1967 gibt es eine UN-Resolution welche von Israel einen sofortigen Rückzug
aus dem Gazastreifen , dem Westjordanland und von den Golanhöhen verlangt , alles
Gebiete von Palestina !
3. Die " Terrororganisation " Hamas besteht erst seit 1980 .
Die " Terrororganisation" Hisbollah besteht erst seit 1984 .
Was glauben Sie warum solche Organisationen entstanden sind ?
4. Die Terrororganisation israeelische Armee besteht seit 1948 , eine gewaltige Armee ,
im Besitz von Atomwaffen , die , wie wir heute sehen , es als normal ansieht , mit
Kampfflugzeugen und Panzern gegen Zivilisten zu " kämpfen ".
Inzwischen mit 55 000 Zivilisten , davon 30 000 Kinder , ohne Skrupel und ohne Sinn
und Verstand ermordet .

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Antwort auf Adrian Mai

Schnider

Mo. 04 Aug 2025, 15:11

@AM
Ihr Zauberwort "antisemitisch" wirkt heute nicht mehr. Lange genug seit Ende der Shoa vor rund 80 Jahren wurde jegliche Ablehnung der israelischen Aggression gegenüber seiner Nachbarschaft und der Unterdrückung des palästinensischen Volkes mit diesem "Hammer" weggeschlagen. Dabei muss klar festgehalten werden, dass der Zionismus nur eine Teilmenge des Judentums bildet, dass also eine nicht unbeträchtliche Zahl der Juden in und ausserhalb Israels den bösartigen Kurs der Zionisten nicht mitträgt.
Es wäre nämlich tragisch, wenn dieser Unterschied nach aussen nicht mehr sichtbar gemacht wird.
Palästina muss leben!

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Paul Hollenstein

So. 03 Aug 2025, 19:38

Wie ist der Wille eines Staates oder einer Gruppe zu beurteilen, sich gegen die Bevölkerung abzugrenzen, deren Territorium sie beanspruchen?
Fragen Sie die KI Ihrer Wahl.

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Ryszard DANIEL

So. 03 Aug 2025, 21:29

I sincerely hope that you are right and that the Western politicians and their media will one day be brought to justice for their complicity in the genocide in Gaza.

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Paula Fortin

Mo. 04 Aug 2025, 5:46

It is worth mentioning that this author, though a proponent of international law, seems to fault most heavily, if not exclusively, "the west" when all signatories to the Genocide Convention are obligated to do absolutely everything in their power to stop a genocide or otherwise be criminally responsible for abetting that same genocide, as I understand the law, which is as clear as the Ten Commandments. My take is that the authors of the law, seeing what had happened, saw how it happened to at least a certain extent, and knew that unless they drew back the curtain, saying come out, come out, it would happen again. And it has.Personally, I am more of the last judgment church than the legal institutions. But truth is helped at least for each of us trying to find it, by taking little discrepancies seriously (like who is also not obeying the law and maybe why we didn't see that for so long) and seeing whether they matter to us or to those we must love. And if even the law says what we all know if there is a natural morality, that anyone who sees this shame owes it our attention and prayers or whatever else we have to offer until we know our way and walk it, then that same law says not just the west has really fallen short. Truth is difficult to find. I mean, it really can hurt. Words, like love and justice, seem to me to require a revelation more than a dictionary or an institution or a hangman's noose. Justice is one I have not yet met.

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S. Meyer

Mo. 04 Aug 2025, 13:09

Danke an das Team von FORUM GEOPOLITICA für das klare, wenn auch schwer verdauliche Statement! Habe mit Interesse, aber auch z.T. mit Grausen die Kommentare gelesen. Möchte die Diskussion um folgende kleine Geschichte ergänzen, die sich um die Frage entspann, warum es im Weltall nicht mehr SO INTELLIGENTE UND LIEBE ZIVILISATIONEN wie uns gäbe und warum die nicht längst Kontakt zu uns aufgenommen haben? Frank Drake sagte dazu:
… Und das ist der Haken. Wir sind so intelligent, dass wir Waffen erfunden haben, die die Biosphäre nur ein paar Stunden zerstören könnten, und unsere energiehungrigen Zivilisationen beschädigen offenbar die Biosphäre und die Klimasysteme, von denen wir abhängen. Könnte es sein, dass planetenverändernde Arten, wie die unsere nie die erste Phase überschreiten? Stoßen Sie alle an ihre Grenzen, sobald sie ihre eigenes Anthropozän erreicht haben? Wenn dem so sein sollte, würde eine solche Lebensform, ein paar Jahrhunderte oder ein Jahrtausend oder zwei überdauern und dann vergehen, vielleicht, mit dem sie sich ihren ausgelaugt Nischen zurückgezogen hat, wo sie ein klägliches Dasein fristet, bevor sie schließlich ausstirbt. Das würde wiederum folgendes bedeuten: selbst wenn planetenverändernde Lebensformen im Weltraum üblich wären   – solche, die Geschichten und Witze erzählen, malen und tanzen sowie Pyramiden und Raumschiffe bauen   –, würden Sie sich alle samt selbst zerstören.
Ich persönlich würde noch ergänzen, dass die menschliche Spezies die Gabe eines denkfähigen Gehirns leider zu Mord und Massenmord verwendet. Schade. Mal schaue, was danach kommt?

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Quelle: Forum Geopolitica - Mit freundlicher Genehmigung übernommen

https://forumgeopolitica.com/de/artikel/mittaeterschaft-am-genozid-in-palstina-der-jngste-tag-wird-kommen



Info: https://seniora.org/politik-wirtschaft/israel/mittaeterschaft-am-genozid-in-palaestina-der-juengste-tag-wird-kommen


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

07.08.2025

Treffen Wladimir Putin und Donald Trump

aus e-mail von Doris Pumphrey, 7. August 2025, 16:46 Uhr


Berliner Zeitung 7.8.2025

<https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/trump-und-putin-bewegung-in-verhandlungen-kommt-jetzt-ein-rascher-deal-li.2347642>


*Trump und Putin:

Bewegung in Verhandlungen – kommt jetzt ein rascher Deal?


*v/on Nicolas Butylin, Michael Maier/


Der amerikanische Präsident Donald Trump sagte am Mittwoch zu

Journalisten in Washington, er wolle noch nicht von einem Durchbruch

sprechen. Doch seien die Gespräche seines Sondergesandten Steve Wikoff

mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin unerwartet gut verlaufen,

so Trump in einem Telefonat mit den Regierungschefs von Großbritannien,

Frankreich und Deutschland. Der Berater Putins, Juri Uschakow, sagte dem

staatlichen russischen Sender Rossija am Donnerstag, „die Amerikaner“

hätten ein Angebot unterbreitet, das „wir als durchaus annehmbar

bewerten“. Laut Uschakow ist das Treffen für voraussichtlich nächste

Woche angedacht. Dies hatte auch Trump angekündigt. Laut der staatlichen

russischen Nachrichtenagentur Tass laufen die Vorbereitungen zur Planung

eines solchen Treffens bereits.


Das Treffen soll in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden, der

Präsident des Landes, Scheich Sheikh Mohamed bin Zayed Al Nahyan, weilte

am Donnerstag  in Moskau bei Putin. So schlug der Kremlchef vor, das

Treffen in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden zu lassen:

„Wir haben viele Freunde, die uns bei der Organisation solcher

Veranstaltungen unterstützen. Einer von ihnen ist der Präsident der

Vereinigten Arabischen Emirate“, so Putin laut der Financial Times.


*Dass Bewegung in die Sache kommen könnte, bestätigt indirekt eine

Analyse der New York Times*.

Die Zeitung schreibt: „Analysten, die sich mit Putin beschäftigen, sowie

Leute, die ihn kennen, sagen seit den ersten Tagen des Krieges, dass das

übergeordnete Ziel des russischen Führers in erster Linie darin besteht,

einen Friedensvertrag abzuschließen, der seine geopolitischen Ziele

erreicht – und nicht unbedingt darin, ein bestimmtes Gebiet auf dem

Schlachtfeld zu erobern.“ Bisher hatten sich maßgebliche Teile der

US-Außenpolitik auf den Standpunkt zurückgezogen, dass Putin ein

Imperialist sei, dem es um eine Art Neuauflage der Sowjetunion gehe. Er

sei „der Präsident, so heißt es, der am besten in der Lage ist, diese

Ziele zu erreichen – zu denen auch gehört, die Ukraine aus der Nato

herauszuhalten und eine künftige Ausweitung des Bündnisses zu

verhindern“, so die Times. (…)


https://t.me/RusBotschaft/13953

/Weitergeleitet aus Russische Botschaft Wien

/*Kommentar des Beraters des Präsidenten Russlands, Jurij Uschakow, zum

Treffen von Wladimir Putin mit dem Sondergesandten des US-Präsidenten,

Steve Witkoff

*(7. August 2025):


Das Treffen war sachlich und konstruktiv, und beide Seiten können mit

dem Ergebnis des Gesprächs zufrieden sein. Es wurden Überlegungen zur

weiteren Zusammenarbeit im Kontext der Lösung der Ukraine-Krise

erörtert. Es wurde erneut betont, dass die russisch-amerikanischen

Beziehungen nach einem völlig anderen, für beide Seiten vorteilhaften

Szenario aufgebaut werden können, das sich wesentlich von der

Entwicklung der letzten Jahre unterscheidet.


Was die Ukraine-Frage selbst betrifft, so wurde auf Vorschlag der

amerikanischen Seite grundsätzlich eine Einigung über ein bilaterales

Gipfeltreffen in den kommenden Tagen erzielt – also ein Treffen zwischen

den Präsidenten Wladimir Putin und Donald Trump. Gemeinsam mit den

amerikanischen Kollegen beginnen wir nun mit der konkreten Ausarbeitung

der Parameter und des Ortes dieses Treffens. Der Ort wurde ebenfalls

grundsätzlich vereinbart, und wir werden darüber zu gegebener Zeit

informieren.


Was die gestern in Washington plötzlich ins Gespräch gebrachte Option

eines trilateralen Treffens betrifft, so wurde diese Möglichkeit

lediglich vom amerikanischen Vertreter während des Treffens im Kreml

erwähnt. Eine konkrete Erörterung dieses Formats fand jedoch nicht

statt. Die russische Seite hat diese Option völlig unkommentiert

gelassen. Wir schlagen vor, uns zunächst auf die Vorbereitung des

bilateralen Treffens mit Donald Trump zu konzentrieren und halten es für

vorrangig, dass dieses Treffen erfolgreich und ergebnisorientiert verläuft.


Es ist auch allgemein bekannt, dass Donald Trump gestern unmittelbar

nach dem Bericht von Steve Witkoff mehrere führende europäische Partner

kontaktierte und mit ihnen über dieses Thema sprach. Ich möchte betonen,

dass auch wir bereits über die entsprechenden Kanäle damit begonnen

haben, unsere engsten Partner und Freunde über die im Gespräch mit Steve

Witkoff behandelten Themen zu informieren.


Als Orientierung für den Zeitpunkt des Treffens wurde die nächste Woche

ins Auge gefasst. Die Seiten haben jedoch mit der konkreten Vorbereitung

dieses wichtigen Treffens begonnen, und wie viele Tage diese

Vorbereitung in Anspruch nehmen wird, lässt sich derzeit schwer sagen.

Die Möglichkeit, das Treffen in der kommenden Woche abzuhalten, wurde

jedoch in Betracht gezogen, und wir stehen dieser Option durchaus

positiv gegenüber.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

07.08.2025

Lehrstück: Wie Zionisten den US-Kongress kontrollieren

freedert.online, vom 6 Aug. 2025 20:28 Uhr, Von Rainer Rupp

Zionistische US-Milliardäre haben mit Unterstützung von Präsident Trump eine Organisation gegründet, um die Wiederwahl des US-Kongressabgeordneten Thomas Massie zu verhindern, ein prominenter Kritiker von Trumps Unterstützung der Kriege Israels.


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Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/g6pnbgiiun6fjrrs/Lehrstu_ck_Wie_Zionisten_den_US-Kongress_kontrollieren8giyw.mp3 Dauer  Min.


Quelle: Gettyimages.ru © Chip Somodevilla/Getty Images


Der damalige US-Außenminister Antony Blinken (l.) wird am 05. Juni 2023 vom Präsidenten des American Israel Public Affairs Committee (AIPAC), Michael Tuchin, auf der Bühne des Grand Hyatt in Washington, D.C., begrüßt.


Trump sagte kürzlich gegenüber einem prominenten jüdisch-amerikanischen Spender: "Meine Leute (MAGA-Wähler) fangen an, Israel zu hassen." Als Verantwortlichen für diesen Stimmungsumschwung unter den republikanischen Wählern sieht Trump nicht seinen Intimfreund, den wegen Genozids vom internationalen Strafgerichtshof gesuchten israelischen Rassisten Netanjahu, sondern vor allem seinen Hauptkritiker aus den eigenen republikanischen Reihen im Abgeordnetenhaus des Kongresses – nämlich Thomas Massie.

Denn Massie hat Trumps zahlreiche 180-Grad-Kehrtwenden nicht mitgemacht, egal ob es sich um die Ausweitung der Staatschulden handelt, die Trump in stratosphärische Höhen treiben will, oder um die Ausweitung der Kriege im Mittleren Osten oder in der Ukraine. Tatsächlich tut Trump heute all das, was er vor der Wahl resolut verurteilt und abzuschaffen versprochen hatte.


US-Kongressabgeordneter: Mit Sanktionen gegen Russland schießen sich die USA ins eigene Knie


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Schauen wir uns jetzt an, was der böse Thomas Massie alles angestellt hat, sodass Trump nicht einmal vor hinterhältigen Methoden zurückschreckt, um Massies Wiederwahl in seinem Wahlkreis in Kentucky im Herbst 2026 zu verhindern. In der am 22. Juni dieses Jahres von Trump persönlich gestarteten Attacke gegen Massie wird dieser als "anti-MAGA" beschimpft und die MAGA-Anhänger werden von Trump aufgefordert, ihn "wie die Pest zu meiden".

Massie, der vor der Präsidentschaftswahl ein starker Unterstützer Trumps war, ist seither zu einem seiner entschiedensten politischen Gegner im republikanisch dominierten US-Kongress geworden. So hat er sich etwa entschlossen gegen Trumps "großes und schönes Haushaltsgesetz" ("Big and Beautiful Bill") eingesetzt. Da Trumps Vorhaben nur mit 2 Billionen (2.000 Milliarden) US-Dollar neuer Schuldenaufnahme finanziert werden könnte, hat Massie in öffentlichen Rededuellen im Kongress Trump vorgehalten, sein Wahlversprechen gebrochen zu haben, nämlich Schluss zu machen mit dem unverantwortlichen Schuldenmachen der Biden-Vorgängerregierung. Da Trump auf sein "großes und schönes Haushaltsgesetz" außerordentlich stolz ist, stellt der Widerspruch Massies für den Narzissten im Weißen Haus eine unentschuldbare Beleidigung dar.

Ebenso unentschuldbar für Trump ist die Tatsache, dass Massie nicht in die allgemeine Euphorie eingestimmt hatte, die nach dem unprovozierten, völkerrechtswidrigen brutalen Angriffskrieg Trumps und dessen zionistischer Waffenbrüder gegen Iran am 21. Juni in Washington ausgebrochen war. Stattdessen hatte Massie Trumps und Netanjahus ruchlosen Angriffskrieg scharf verurteilt, weshalb er von Trump und dessen Speichelleckern öffentlich beschuldigt wird, mit den iranischen Ajatollahs "gemeinsame Sache" zu machen. Außerdem zeige Massie keinen Respekt vor den wundervollen Taten des einzigartigen US-Militärs in Iran, so Trump.

In einem Text auf Truth Social verfasst von Donald J. Trump persönlich unter @realDonaldTrump vom 22. Juni 2025 um 12:58 Uhr, also einen Tag nach der US-Bombardierung Irans, startete Trump seinen gehässigen und diffamatorischen Angriff gegen seinen republikanischen "Parteifreund" Massie aus Kentucky. Trump beschreibt Massie darin als "einfältigen Selbstdarsteller, der es für gute Politik hält, wenn Iran hochmoderne Nuklearwaffen besitzt, obwohl das Land laut Trump regelmäßig 'Tod für Amerika' schreit". Massie gehöre nicht zur MAGA-Bewegung (Make America Great Again). Er sei eine "negative Kraft, die fast immer mit 'Nein' stimme, unabhängig von der Qualität der Anliegen".


Scott Ritter: "Gesamte US-Regierung gehört Israel"





Scott Ritter: "Gesamte US-Regierung gehört Israel"







Ein zentraler Punkt von Trumps Kritik ist, dass Massie an "dem spektakulären militärischen Erfolg" gegen Iran nicht teilhaben wollte, was als weiterer Beweis für seine Unzulänglichkeit gewertet wird. Massie als schwach, unwirksam und respektlos gegenüber der Armee, "deren Brillanz und Tapferkeit er in diesem Zusammenhang nicht anerkennt". Massie stimme konsequent gegen alle Vorschläge, egal wie positiv die für das Land wären. Trump forderte Massie auf, seine "falsche Show" aufzugeben und sich für Amerika einzusetzen, wozu dieser jedoch unfähig sei usw. und so fort. Zum Ende seiner Schmähschrift verspricht Trump, selbst hart in den kommenden Vorwahlkampf in Kentucky einzugreifen, um Massies Gegenkandidaten zu unterstützen.

Der ganze Text dieses gehässigen Werkes, das die Psyche des verletzten Narzissten Trump widerspiegelt, ist im englischen Original und in meiner deutschen Übersetzung im Anhang zu finden.

Kurze Zeit nach diesem Erguss auf X beauftragte Trump seine Top-Politstrategen Tony Fabrizio und Chris LaCivita, einen Super-PAC zu gründen und zu leiten, um MAGA gegen Massie zu mobilisieren, damit er nicht wiedergewählt wird. Gegenüber dem US-Nachrichtenorgan Axios erklärte LaCivita, die Organisation werde "alles tun, was nötig ist", um Massie aus dem Kongress zu verdrängen. Und jetzt folgt ein exemplarisches Beispiel, wie die Wahlen in der großen amerikanischen Muster-Demokratie funktionieren, wozu auch der starke zionistische Einfluss auf allen Ebenen der Politik gehört.


Ein neuer Krieg zwischen Israel und Iran ist unvermeidlich





Analyse

Ein neuer Krieg zwischen Israel und Iran ist unvermeidlich






Zuerst sollte kurz erklärt werden, was ein Super-PAC ist. Das ist ein einzigartiges amerikanisches Gebilde, das garantiert, dass nur die Leute in den Kongress kommen, die man für Geld kaufen kann. Und das geht so: Super-PAC (Political Action Committee) steht für ein "Übergeordnetes Politisches Aktionskomitee", das unbegrenzte Geldbeträge sammeln und ausgeben darf, um Wahlen zu beeinflussen, solange es nicht direkt mit Kandidaten oder Kampagnen zusammenarbeitet. Super-PACs finanzieren oft Werbung, Kundgebungen oder andere politische Aktivitäten, um Kandidaten zu unterstützen oder zu bekämpfen. Super-PACs wurden durch die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, Citizens United v. Federal Election Commission, von 2010 ermöglicht, die die Beschränkungen für Wahlkampffinanzierung lockerte.

Das Super-PAC gegen Massie bekam den Namen "MAGA-Kentucky". Gegründet wurde es nur wenige Tage nach Präsident Trumps Ausfällen gegen Massie in den "sozialen" Medien, denn Massie hatte Trumps Einsatz von US-Truppen für Israels Krieg gegen Iran heftig verurteilt. Man sieht, hier wurden Kerninteressen der israelischen Zionisten und der von ihnen bezahlten oder erpressten US-Politiker berührt. Aber Massie hatte noch weitere Missstände kritisiert, was vor allem die Zionisten gegen ihn aufgebracht hat.

Neben der Ablehnung von militärischen und finanziellen Hilfen zur Unterstützung von Israels Genozid in Gaza stimmte Massie im Kongress auch gegen eine neue Gesetzesvorlage zur Zensur von Meinungsäußerungen, wodurch Kritik an Israel zu einem kriminellen Akt gemacht und unter Strafe gestellt würde.

Dabei handelt es sich um das "Anti-Semitism Awareness"-Gesetz, das eine weitreichende Gummi-Definition von Antisemitismus verwendet, um Universitäten mit Strafen zu drohen, wenn Studenten die politische Ideologie des Zionismus kritisieren oder die Handlungen der israelischen Regierung in Gaza mit denen Nazi-Deutschlands vergleichen.


US-Repräsentantenhaus stimmt für umstrittene Antisemitismus-Definition





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Zu allem Überfluss führte Querdenker Massie im April dieses Jahres das "Dual Loyalty Disclosure"-Gesetz im Kongress ein, das alle Kandidaten für Bundesämter verpflichten würde, ihre nichtamerikanischen doppelten Staatsbürgerschaften offenzulegen. Die amerikanischen Zionisten gingen sofort auf die Barrikaden und warfen Massie – was auch sonst – Antisemitismus vor, doch Massie betonte, sein Gesetz ziele auf kein bestimmtes Land ab. In einem Interview mit Fox News stellte er die Frage:

"Wir schwören einen Eid auf die Verfassung, und die Frage ist: Wenn du Bürger von zwei Ländern bist, welchen Eid nimmst du ernster, oder kannst du beide gleich ernst nehmen?"

Derweil machte sich das Anti-Massie-Super-PAC mit dem Namen "MAGA-Kentucky" daran, Spenden einzutreiben. Der Name sollte den Eindruck vermitteln, dass das Super-PAC von MAGA-Unterstützern in Kentucky getragen und gefördert wird. Aber bei der am Donnerstag voriger Woche stattgefundenen Offenlegung der Unterlagen der Super-PACs zeigte sich, dass der Name ein Etikettenschwindel ist, denn in dem Super-PAC waren weder Kentucky noch MAGA drin. Das "MAGA-Kentucky"-Super-PAC wird nämlich vollständig von drei jüdisch-amerikanischen Multimilliardären aus Nevada, New York und Florida finanziert. Alle drei sind tatkräftige Unterstützer der rassistischen Gewaltextremisten der Netanjahu-Regierung und zugleich sind sie auch die finanziellen Unterstützer Dutzender zionistischer NGOs in den USA und Israel, von denen sich viele extremistischen Zielen verschrieben haben.

Laut der ersten Finanzierungsmitteilung, die am Donnerstag bei der Federal Election Commission eingereicht wurde, gab es nur drei Geldgeber für das "MAGA-Kentucky"-Super-PAC:

  • Eine Million US-Dollar kam von dem New Yorker Hedgefonds-Manager Paul Singer, der auch einen Israel-freundlichen US-Think-Tank und andere prozionistische Organisationen finanziert und Trump bereits in dessen erster Amtszeit erfolgreich gedrängt hatte, sich aus dem Iran-Atomabkommen zurückzuziehen.
  • 250.000 US-Dollar waren von einem Hedgefonds-Manager aus Florida, John Paulson.
  • 750.000 US-Dollar wurden von dem "Preserve America"-Super-PAC beigesteuert, der ebenfalls von Trumps Polit-Manager LaCivita geleitet wird und hauptsächlich von Miriam Adelson und zuvor von ihrem verstorbenen Ehemann Sheldon Adelson finanziert wurde.

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Wenn man sich die Mäzenen dieses "MAGA-Kentucky"-Super-PAC genauer ansieht, dann kann einem bei mindestens zweien das Grausen kommen:

Paul Singer ist ein jüdisch-amerikanischer Hedgefonds-Manager, glühender Zionist und Unterstützer des rechtsradikalen, rassistischen Netanjahu-Regimes in Israel. Jährlich gibt er zig Millionen Dollar aus seinem privaten Vermögen von geschätzten 6,1 Milliarden US-Dollar (Quelle Forbes 2024) für acht politisch aktive, prozionistische US-Thinktanks und US-Super-PACs aus, sowie weitere Millionen für in Israel beheimatete international orientierte zionistische Organisationen. Er verwaltet mit seinem Hedgefonds Vermögenswerte von rund 65 Milliarden US-Dollar, wobei sein starkes Engagement für strategische Interessen der Zionisten in Israel sicherlich nicht zu kurz kommt.

Auch der Hedgefonds-Manager John Paulson aus Florida ist jüdischer Herkunft und ist in einem stark von jüdischer Kultur und Religion geprägten Umfeld in New York aufgewachsen. Im Gegensatz zu Paul Singer, der fast ausnahmslos prozionistische, politisch aktive Thinktanks und Projekte finanziert, sind Paulsons Spenden vorrangig auf die Bereiche Bildung und Kultur in Israel fokussiert. Allerdings machte er bei Wahlkämpfen in den USA stets eine Ausnahme und unterstützte mit seinen nicht unerheblichen Spenden prozionistische Kandidaten – darunter waren z. B. eine Million US-Dollar an Mitt Romneys Super-PAC "Restore Our Future" im Jahr 2011 – sowie wiederholt an Donald Trump im Wahlkampf und aktuell 250.000 US-Dollar an das "MAGA-Kentucky"-Super-PAC zur Abwahl des lokal beliebten Republikaners und Trump-Kritikers Massie.

Die 1945 in Israel geborene Miriam Adelson entstammt der jüdischen Familie Farbstein aus Polen. Sie ist Witwe des jüngst verstorbenen Las-Vegas-Spielhöllen-Milliardärs Sheldon Adelson. Ihr Vermögen wird auf 29,5 Milliarden US-Dollar geschätzt (Forbes), was sie zur reichsten Israelin und der 58. reichsten Person weltweit macht. Sie hat die doppelte israelisch-amerikanische Staatsbürgerschaft und ist eine glühende Zionistin, die ihr Vermögen unverhohlen für die kriminellen und völkermörderischen Ziele des Netanjahu-Regimes einsetzt.


Joe Biden, Antony Blinken, William Burns – und ihre kriminelle Rolle beim Massaker in Gaza





Meinung

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So ist Adelson Großspenderin für rabiat-zionistische Gruppen in den USA wie die "Zionist Organization of America" (ZOA), eine Extremisten-Gruppe, die den Genozid im Gazastreifen unterstützt und Antizionismus in den USA als "Antisemitismus" bekämpft. Finanziell stark engagiert ist sie auch bei der "US-Foundation for Defense of Democracies" (FDD/"Stiftung zur Verteidigung der Demokratien"), einem neokonservativen Thinktank, der aggressive Iran-Politik und starke USA-Israel-Bindungen "fördert". FDD arbeitet eng mit israelischen Regierungsbeamten zusammen.

Unter den über zehn weiteren extremistisch-zionistischen Organisationen, die Adelson mit großen Summen unterstützt, ist auch "HaShomer HaChadash" in Israel. Es handelt sich dabei um eine bewaffnete, sogenannte zionistische "Freiwilligenmiliz", die auf dem Papier angeblich Siedlerfarmen im Westjordanland unterstützt. Aus deren Reihen kommen jedoch die brandgefährlichen Fanatiker und Landräuber, die palästinensische Familien von Haus und Hof vertreiben und bei Widerstand auch vor Mord nicht zurückschrecken, denn sie wissen, dass sie von den israelischen Sicherheitskräften, Polizei und Militär, geschützt werden und Miriam Adelson ihre mächtige, finanzstarke Hand über sie hält.

Adelson spendete allein zwischen 2019 und 2022 etwa 6 Millionen US-Dollar für die Unterstützung der Siedlungsexpansion im Westjordanland. Mit ihrer Zeitung Israel Hayom, Israels größtem und auflagenstärkstem Blatt, unterstützt sie die kriminellen Ziele des Netanjahu-Regimes im Allgemeinen und speziell die der illegalen Siedler.

Diese drei Multimilliardäre haben sich im "MAGA-Kentucky"-Super-PAC verbündet. Allein der Name ist in zweierlei Hinsicht irreführend: Nicht nur, dass von den Geldgebern keiner aus Kentucky kommt, sondern auch, weil ihr Hauptmotiv, Massie wegen seines Widerstands gegen die US-Finanzierung von Israels Kriegen und die US-Teilnahme an dessen Kriegen zu stürzen, alles andere als ein MAGA-Ziel ist.

Die Sorge der Zionisten ist jedoch berechtigt, dass Massie zum Vorbild für eine echte "America-First"-Bewegung werden könnte. Zum Beispiel hat die republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene aus Georgia kürzlich einen Änderungsantrag eingebracht, um militärische Hilfe für Israel aus dem neuen Haushaltsgesetz für das US-Militär zu streichen, und Israel des Völkermordes in Gaza beschuldigt. Daher wäre es nicht überraschend, wenn bald eine "MAGA-Georgia"-Super-PAC auftauchen würde, womit auch sie von den Zionisten aus dem Amt gedrängt werden könnte – finanziert von einer "Israel-First"-Gruppe.


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Video https://rumble.com/v6v97dz-trump-ber-iran-und-israel-beide-lnder-wissen-nicht-mehr-was-zur-hlle-sie-tu.html Dauer 1:06 Min. 


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Info: https://freedert.online/meinung/252487-lehrstueck-wie-kontrollieren-zionisten-us-parlament/


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Dokumentiert: Trump greift auf Truth Social Thomas Massie an (Original und Übersetzung)


freedert.online, vom 6 Aug. 2025 14:08 Uhr

Für alle Leser, die keinen direkten Zugang zum Netzwerk Truth Social haben, zitiert RT hier den Original-Post von US-Präsident Donald Trump. Die Übersetzung lieferte Rainer Rupp, der diesen Post zum Anlass für seinen Artikel "Lehrstück: Wie kontrollieren Zionisten den US-Kongress?" nahm.


Quelle: Gettyimages.ru © Nic Antaya/Getty Images


MAGA-Anhänger während einer Wahlkampf-Kundgebung am 1. Mai 2024 bei Avflight Saginaw in Freeland, Michigan


Am 22. Juni 2025 attackierte US-Präsident Donald Trump auf seinem Truth-Social-Account @realDonaldTrump den republikanischen Kongressabgeordneten Thomas Massie schwer. Wörtlich schrieb er:

"Congressman Thomas Massie of Kentucky is not MAGA, even though he likes to say he is. Actually, MAGA doesn’t want him, doesn’t know him, and doesn’t respect him. He is a negative force who almost always Votes “NO,” no matter how good something may be. He’s a simple minded “grandstander” who thinks it’s good politics for Iran to have the highest level Nuclear weapon, while at the same time yelling “DEATH TO AMERICA” at every chance they get. Iran has killed and maimed thousands of Americans, and even took over the American Embassy in Tehran under the Carter Administration. We had a spectacular military success yesterday, taking the “bomb” right out of their hands (and they would use it if they could!) but, as usual, and despite all of the praise and accolades received, this “lightweight” Congressman is against what was so brilliantly achieved last night in Iran. Massie is weak, ineffective, and votes “NO” on virtually everything put before him (Rand Paul, Jr.), no matter how good something may be. He is disrespectful to our great military, and all that they stand for, not even acknowledging their brilliance and bravery in yesterday’s attack, which was a total and complete WIN. Massie should drop his fake act and start putting America First, but he doesn’t know how to get there — he doesn’t have a clue! He’ll undoubtedly vote against the Great, Big, Beautiful Bill, even though non-passage means a 68% Tax Increase for everybody, and many things far worse than that. MAGA should drop this pathetic LOSER, Tom Massie, like the plague! The good news is that we will have a wonderful American Patriot running against him in the Republican Primary, and I’ll be out in Kentucky campaigning really hard. MAGA is not about lazy, grandstanding, nonproductive politicians, of which Thomas Massie is definitely one. Thank you to our incredible military for the AMAZING job they did last night. It was really SPECIAL!!! MAKE AMERICA GREAT AGAIN."


Die deutsche Übersetzung lieferte Rainer Rupp im Zusammenhang mit seinem Artikel "Lehrstück: Wie kontrollieren Zionisten den US-Kongress?", in dem er die Machenschaften der US-amerikanischen Super PACs und ihrer Sponsoren beschreibt. Hier Trumps Beitrag in Deutsch: 

"Der Kongressabgeordnete Thomas Massie aus Kentucky ist kein MAGA, obwohl er das gerne behauptet. Tatsächlich will ihn MAGA nicht, kennt ihn nicht und respektiert ihn nicht. Er ist eine negative Kraft, die fast immer mit "NEIN" stimmt, egal wie gut etwas sein mag. Er ist ein einfältiger "Selbstdarsteller", der glaubt, es sei gute Politik, wenn Iran die fortschrittlichsten Nuklearwaffen hat, während sie gleichzeitig bei jeder Gelegenheit "TOD AMERIKA" schreien. Iran hat Tausende von Amerikanern getötet und verletzt und sogar die amerikanische Botschaft in Teheran unter der Carter-Administration übernommen. Gestern hatten wir einen spektakulären militärischen Erfolg und haben die "Bombe" direkt aus ihren Händen genommen (und sie würden sie benutzen, wenn sie könnten!), aber wie üblich und trotz aller Lobpreisungen ist dieses Leichtgewicht von Kongressabgeordnetem gegen das, was letzte Nacht in Iran so brillant erreicht wurde.

Massie ist schwach, unwirksam und stimmt bei fast allem mit "NEIN" (von Rand Paul, Jr.), egal wie gut etwas sein mag. Er zeigt Respektlosigkeit gegenüber unserer großartigen Armee und allem, wofür sie steht, und würdigt nicht einmal ihren brillanten Mut bei dem Angriff gestern, der ein totaler und kompletter Sieg war. Massie sollte seine falsche Show aufgeben und anfangen, Amerika an die erste Stelle zu setzen, aber er weiß nicht, wie er dorthin kommt – er hat keinen Plan! Er wird zweifellos gegen das Große, Schöne Gesetz stimmen, obwohl die Nichtannahme eine Steuererhöhung um 68 Prozent für alle bedeutet und viele noch schlimmere Dinge. MAGA sollte diesen erbärmlichen Verlierer, Tom Massie, wie die Pest fallen lassen! Die gute Nachricht ist, dass wir einen wunderbaren amerikanischen Patrioten haben, der gegen ihn im republikanischen Vorwahlkampf antreten wird, und ich werde hart in Kentucky Wahlkampf machen. MAGA will keinen faulen, sich selbst inszenierenden, unproduktiven Politiker, zu denen Thomas Massie definitiv gehört. Vielen Dank an unsere unglaubliche Armee für die WUNDERVOLLE Arbeit, die sie letzte Nacht geleistet hat. Es war wirklich BESONDERS!! MACHT AMERIKA WIEDER GROSS."


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Screenshot_2025_08_08_at_17_07_29_Dokumentiert_Trump_greift_auf_Truth_Social_Thomas_Massie_an_Original_und_bersetzung_RT_DE

Video https://rumble.com/v6x7hxu-trump-ich-habe-in-den-letzten-fnf-monaten-fnf-kriege-beendet.html Dauer 1:58 Min.


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Info: https://freedert.online/international/252503-dokumentiert-trump-greift-auf-truth/


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Scott Ritter: "Gesamte US-Regierung gehört Israel"


freedert.online, vom 3 Dez. 2023 18:42 Uhr

Scott Ritter, ehemaliger Offizier des US Marine Corps und einstiger UN-Waffeninspektor, erklärte in einem Gespräch mit Judge Napolitano, dass Israel jeden einzelnen Angehörigen der Biden-Regierung besitzt. "Sie geben es zu. Gehen Sie auf die AIPAC-Webseite. Sie werden sehen, wie viel Geld sie wofür ausgeben haben", so Ritter und behauptete, dass Israel sich über das American Israel Public Affairs Committee (AIPAC) in die US-Wahlen eingemischt haben soll.


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Video https://odysee.com/@RTDE:e/Scott-Ritter---Gesamte-US-Regierung-geh%C3%B6rt-Israel-:e?src=embed&t=1.394376  Dauer 0:42 Min.


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Info: https://freedert.online/kurzclips/video/188860-scott-ritter-gesamte-us-regierung/


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07.08.2025

Bilaterale Beziehungen Silicon Valley in Kuba

jungewelt.de, 07.08.2025Von Volker Hermsdorf

Inselrepublik und Russland planen Technologiepark gegen US-Blockadepolitik. Kubanische Kontras hetzen



Alexander Zemlianichenko/Pool via REUTERS

Kooperationspartner: Russlands Präsident Wladimir Putin und Kubas Staatschef Miguel Díaz-Canel (Moskau, 7.5.2025)


Kuba und Russland wollen der US-Blockade eine Hightechoffensive entgegensetzen. Die Vision eines kubanischen Silicon Valley klingt zwar wie Zukunftsmusik, doch schon die Ankündigung veranlasste westliche Medien zu heftigen Reaktionen. Auf der vor Kubas Südküste im Karibischen Meer gelegenen Isla de la Juventud soll ein Technologiepark entstehen, der die Insel zu einem digitalen Hub in der Region und darüber hinaus machen könnte. Das von Russland vorangetriebene Vorhaben mit dem Namen »Cayo Digital« sieht die Ansiedlung von Unternehmen aus BRICS-Staaten und der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) vor, die gemeinsam »digitale Souveränität« gegen die Vorherrschaft westlicher Techkonzerne entwickeln sollen.

Rund 100 Kilometer südlich von Havanna soll auf der bislang wenig entwickelten Insel bis 2032 ein modernes Entwicklungszentrum mit Fokus auf künstliche Intelligenz, virtuelle Realität, digitale Kunst und nachhaltige Technologien entstehen – konzipiert als Gegenmodell zum US-dominierten Silicon Valley. Geplant ist ein eigener urbaner Raum mit Wohnanlagen, Forschungseinrichtungen, Produktionsbetrieben für Hard- und Software, Versorgungssystemen und Bildungsstätten, ausgelegt für bis zu 15.000 Menschen, darunter 12.000 Fachkräfte und 3.000 Studierende. Die ersten Wohnbauten sollen zwischen 2026 und 2028 entstehen, einige Forschungszentren noch vor 2030 den Betrieb aufnehmen. Koordiniert wird das Projekt unter anderem von mehreren russischen Ministerien, wirtschaftlichen Institutionen und dem in Moskau ansässigen Unternehmen GenIT, das seit 2023 in Kuba präsent ist und auf Softwareentwicklung sowie Automatisierung spezialisiert ist.

Bei der kürzlich in Russland erfolgten Präsentation des Vorhabens erklärte GenIT-Direktor Alexander Wolkow, dass es in Lateinamerika und der Karibik eine »hohe Nachfrage« nach russischen IT-Lösungen gebe. Das Interesse werde durch eine Zunahme des regionalen Misstrauens gegenüber westlichen Technologieangeboten angeheizt, »da diese häufig absichtlich hinzugefügte Schwachstellen – sogenannte ›Backdoors‹ – enthalten, etwa zur Entwendung persönlicher Daten oder zur Beeinflussung elektronischer Geräte«. Russland setze dagegen auf On-Premise-Modelle – also Systeme, die nicht über globale Cloudanbieter laufen, sondern lokal gesichert sind.


Der Partner für das ambitionierte Projekt wurde nicht zufällig gewählt. Laut Wolkow wurde Kuba als Standort für das künftige Technologiezentrum wegen seiner »historischen und kulturellen Nähe« zu Russland und seiner Kooperationsbereitschaft mit russischen Unternehmen vorgeschlagen. Die »gegenüber westlichem Sanktionsdruck unbeugsame Inselrepublik« sei zudem technologisch ausbaufähig und verfüge über ein hohes Potential an ausgezeichneten Fachkräften. Obwohl die US-Blockade seit über 60 Jahren jede Form wirtschaftlicher Eigenständigkeit zu ersticken versucht, bilden die Universität Havanna und die Technische Hochschule Cujae seit Jahren IT-Experten aus, teils sogar mit russischsprachigen Studiengängen. In Kooperation mit dem russischen Projekt »Escuela 21« sollen kubanische Jugendliche künftig verstärkt in Programmiersprachen, Cybersicherheit und künstlicher Intelligenz ausgebildet werden. Außerdem verfüge Kuba über gute Verbindungen zu vielen anderen Ländern der Region, »die den Zugang zu benachbarten Märkten erleichtern«, so Alexander Wolkow. Aus Sicht Havannas ist Cayo Digital – sollten die Pläne dazu realisiert werden – weit mehr als ein Technologiepark, es ist ein Projekt gegen die Blockade.

Wie zu erwarten war, ließen die westlichen Reaktionen nicht lange auf sich warten. US-Medien erklärten »Cayo Digital« wahlweise zur »Fata Morgana«, zum »technologischen Romantizismus« oder zum »dystopischen Wahnwitz auf der Insel der Stromausfälle«. Das Contraportal »Cubacute« warnte verschwörungstheoretisch vor einem »russischen Geheimplan«, während die BBC sich über die Pläne für ein »Silicon Valley auf der Blackout-Insel« lustig machte. Ob das Vorhaben gelingt, ist in der Tat offen. Der Erfolg wird auch davon abhängen, ob weitere BRICS-Staaten wie China oder Indien sich beteiligen. Dennoch zeigen die Reaktionen im Westen bereits jetzt: Cayo Digital ist nicht nur ein weiteres Projekt mit ungewissem Ausgang, sondern eine Kampfansage an die US-Vorherrschaft im digitalen Raum.


Info: https://www.jungewelt.de/artikel/505655.bilaterale-beziehungen-silicon-valley-in-kuba.html


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

07.08.2025

Der Präsident des Europäischen Rates rief, ohne die USA zu erwähnen, dazu auf, „sich an die Schrecken von Hiroshima zu erinnern“


anti-spiegel.ru, vom 6. August 2025, 11:05 Uhr, von Anti-Spiegel

Die Erklärung betraf den 80. Jahrestag des Bombenabwurfs.

BRÜSSEL, 6. August. /TASS/. Der Präsident des Europäischen Rates Antonio Costa rief dazu auf, „sich an die Schrecken von Hiroshima zu erinnern“, ohne zu erwähnen, dass die USA die Bombe 1945 auf Japan abgeworfen haben.

„80 Jahre nach Hiroshima darf die Welt die Schrecken des Einsatzes von Atomwaffen nie vergessen. Die Menschheit trägt bis heute die Narben“, schrieb er anlässlich des 80. Jahrestages des Bombenabwurfs auf Hiroshima auf X.

Costa verkündete außerdem das angeblich „unerschütterliche Engagement der EU für Frieden und Abrüstung“.

Die Erklärung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die EU-Kommission versucht, EU-Länder für ein 150-Milliarden-Euro-Kreditprogramm zur massiven Ausweitung der Rüstungsproduktion in Europa zu gewinnen.

Die Atombombenabwürfe auf zwei Städte wurden von den USA am Ende des Zweiten Weltkriegs mit dem erklärten Ziel durchgeführt, die Kapitulation Japans zu beschleunigen. Dies sind in der Menschheitsgeschichte die einzigen Beispiele für den Kampfeinsatz von Atomwaffen. Durch die Explosion der auf Hiroshima abgeworfenen Bombe starben Schätzungen zufolge an einem Tag zwischen 70.000 und 100.000 Menschen. Bis Ende 1945 stieg die Zahl der Todesopfer auf 140.000, da Opfer in Krankenhäusern Verwundungen und Strahlung starben. Die Gesamtzahl der Opfer der Bombenangriffe liegt derzeit bei über 350.000.

Die USA erkennen ihre moralische Verantwortung für die Atombombenabwürfe noch immer nicht an und rechtfertigen ihr Vorgehen mit „militärischer Notwendigkeit“.


Info: <https://anti-spiegel.ru/2025/der-praesident-des-europaeischen-rates-rief-ohne-die-usa-zu-erwaehnen-dazu-auf-sich-an-die-schrecken-von-hiroshima-zu-erinnern/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

07.08.2025

Deutschland gibt im Umgang mit Netanjahu seine Prinzipien auf (SZ 6. 8. 2025)

aus e-mail von Ingrid Rumpf, 7. August 2025, 12: 07 Uhr


Süddeutsche Zeitung, 6.8.

      2025:https://www.sueddeutsche.de/meinung/deutschland-netanjahu-prinzipien-konflikt-gaza-kommentar-li.3294536?reduced=true



  Gaza: Deutschland gibt im Umgang mit Netanjahu seine Prinzipien auf


      Sonja Zekri


------------------------------------------------------------------------


      Gelten die Menschenrechte und das Völkerrecht etwa nicht für

      Palästinenser?


      Mit der Rücksichtnahme auf den israelischen Premier verspielt die

      Bundesrepublik ihr moralisches Gewicht in der Welt.


Wenn vom Leid der Palästinenser in Gaza die Rede ist, fällt irgendwann

sehr zuverlässig der Satz: „Die Bilder sind unerträglich.“ Es ist eine

Formulierung, die seltsam unausbalanciert klingt. Als ginge es

vornehmlich um die Gefühle des Betrachters und nicht um den Schmerz der

Hungernden.


Und doch spiegelt dieser Satz das deutsche Sentiment gegenüber der

Situation im Gazastreifen

<https://www.sueddeutsche.de/thema/Gazastreifen> ziemlich genau wider.

Seit 22 Monaten sterben Palästinenser in großer Zahl, zu Beginn des

Krieges in noch größerer als jetzt. Aber das Wissen darum, dass Menschen

verhungern, während Tausende Lastwagen mit Lebensmitteln und

Medikamenten vor der Grenze warten, verstört die deutsche Öffentlichkeit

auf eine Weise, dass sonst nicht kampagnenfreudige Prominente wie das

Show-Duo Joko und Klaas Briefe an den Bundeskanzler schreiben.


Friedrich Merz wiederum, man kann es nicht anders sagen, spielt auf

Zeit. Richtet mit enormem finanziellen und logistischen Aufwand eine

Luftbrücke ein, die die meisten Hilfsorganisationen als politische

Kosmetik betrachten. Schickt seinen Außenminister nach Tel Aviv, der −

neuerdings etwas entschiedener als früher − eine Verbesserung der Lage

in Gaza fordert. Aber kurz darauf melden israelische Medien, dass

Israels Premier Netanjahu den gesamten Gazastreifen besetzen möchte.

Seine rechtsextremen Koalitionspartner propagieren dies seit Langem.


      Diese verkrampfte Verzerrung der deutschen Verantwortung


Jetzt rächt sich, dass fast die gesamte deutsche Politik – und weite

Teil der deutschen Publizistik − sehr lange nicht unterschied zwischen

Netanjahu, der den Krieg als innenpolitisches Instrument braucht, Israel

<https://www.sueddeutsche.de/thema/Israel> und der israelischen

Bevölkerung sowie jüdischen Menschen weltweit. Es rächt sich, dass unter

dem Schock der Terrortat vom 7. Oktober 2023 die damalige

Bundesregierung und mit ihr fast die gesamte Parteienlandschaft die

Verantwortung aus der Geschichte einzig als Verpflichtung zur Sicherheit

Israels als deutscher „Staatsräson“ interpretierte, mehr noch: als

bedingungslose Solidarität zu einer israelischen Regierung, deren

Mitglieder mal mehr, mal weniger offen den Landraub, die Vertreibung und

das Aushungern von Menschen propagieren.


Diese anfangs hilflose, dann verkrampfte Verzerrung der deutschen

Verantwortung ist inzwischen selbst für einige Politikerinnen und

Politiker in Merz’ Koalition fragwürdig geworden. Nun fordern sie

Einreiseverbote für rechtsextreme israelische Minister; was vor Kurzem

noch undenkbar war. Und die zur „Staatsräson“ erstarrte Israel-Politik

steht in einem unauflösbaren Spannungsverhältnis zu fundamentalen

Prinzipien Deutschlands nach den Verbrechen des Nationalsozialismus: der

globalen Geltung der Menschenrechte, dem Völkerrecht, der Stärkung der

internationalen Justiz.


      Der Schutz palästinensischen Lebens gilt hier nicht als Wert an sich


Die Menschen in Gaza, gleich welchen Alters und welcher politischen

Überzeugung, waren von diesen Prinzipien aber lange offenbar

ausgenommen. Als gäbe es nach dem 7. Oktober keine unschuldigen

Palästinenser. Als seien die Menschen in Gaza ausnahmslos auf die eine

oder andere Weise doch mit der Hamas verbunden. Dieser unmenschlichen

und historisch bizarr falschen Logik entspricht beispielsweise das

Verbot der Bundesregierung, in Hannover, Düsseldorf oder Freiburg schwer

verletzte Kinder aus Gaza aufzunehmen, weil ihre Begleitpersonen ein

„Sicherheitsrisiko“ darstellen könnten.


Dass palästinensische Zivilisten selbst im Kriegsfall Rechte haben, dass

ihr Leben und ihre Gesundheit so schützenswert sind wie die aller

anderen Menschen, ist eine ebenso banale wie folgenlose Feststellung.

Wenn hierzulande über den Schutz palästinensischen Lebens diskutiert

wird, dann nicht als Wert an sich, sondern als Variable des israelischen

Sicherheitsbedürfnisses.



      Kein Krieg, kein Konflikt mobilisiert weltweit so wie dieser


Nach dem Holocaust hat Israel einem uneinsichtigen, selbstmitleidigen

Deutschland den Weg zurück in die Völkergemeinschaft geöffnet. Heute

aber isoliert sich nicht nur Israel auf beispiellose Weise − sondern

Berlins bedingungslose Unterstützung der Netanjahu-Regierung ist für den

Rest der Welt kaum noch nachvollziehbar. Zwei Drittel aller Länder in

der UN haben Palästina

<https://www.sueddeutsche.de/thema/Pal%C3%A4stina> als Staat anerkannt,

bald auch Frankreich, Großbritannien droht zumindest damit. Deutschland

aber rettet sich in die Position des Vermittlers, mag sein Einfluss auch

noch so gering sein.


Das ist politischer Eskapismus. Kein Krieg, kein Konflikt mobilisiert

weltweit so wie der in Gaza. Manche Aktionen sind abstoßend, auch

antisemitisch, und man mag die globale Identifikation mit der Sache der

Palästinenser für naiv oder dumm halten. Aber sie entwickelt eine Wucht,

die weit über den Nahen Osten hinausgeht. Über Jahrzehnte hat

Deutschland sein moralisches Gewicht in der Welt aus seinem Umgang mit

der Vergangenheit bezogen. Ob es will oder nicht: Deutschland wird

künftig auch an seiner Haltung zu Gaza gemessen werden.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

07.08.2025

„Nicht vermittelbar"?
Warum die Kritik am Volumen des EU-Haushalts zu kurzgreift

makronom.de, vom 6. August 2025,  GEORG MCCUTCHEON & MARIA SKÓRA, Europa

Der Vorschlag der EU-Kommission für eine Ausweitung des EU-Haushalts wurde aus Deutschland reflexhaft diskreditiert. Dabei ist die Stimmung in der Bevölkerung deutlich differenzierter als die Bundesregierung offenbar annimmt.


Bild: Sean Zielinski via Unsplash


Die Europäische Kommission hat kürzlich ihren Vorschlag für das EU-Budget für die Jahre 2028-34 – den sogenannten Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) – präsentiert. Viele Details sind noch unklar und der Vorschlag markiert vorerst nur den Beginn eines intensiven und langwierigen Verhandlungsprozesses.

Dennoch lassen sich drei deutliche Trends in Bezug auf das Volumen, die Priorisierung der Ausgabenbereiche und die Finanzierungsquellen erkennen: Erstens sieht der Vorschlag ein höheres Gesamtbudget von maximal 1,26% des EU-weiten Bruttonationaleinkommens (BNE) vor – für den laufenden Haushaltszyklus lag es bei 1,12% des BNE. Zur Einordnung dieser Anhebung um 0,14 Prozentpunkte gehört, dass ca. 8% des neuen Budgets in die Tilgung der während der Covid-19-Pandemie für die Aufbau- und Resilienzfazilität (ARF) aufgenommenen Kredite fließen sollen. Damit beliefe sich die reale Vergrößerung des Haushalts gemessen am EU-BNE nur auf ca. 0,04 Prozentpunkte.

Zweitens geht aus dem Vorschlag eine Neuausrichtung der Prioritäten hervor. So sind für Investitionen in die Bereiche Forschung, Dekarbonisierung der Industrie und Verteidigung mehr Mittel vorgesehen, während die Töpfe für Landwirt*innen und Kohäsionspolitik sowie die Gelder für Klima- und Umweltmaßnahmen schrumpfen könnten.

Drittens schlägt die Kommission zur Finanzierung neue EU-Eigenmittel vor und berechnet, dass unter anderem durch Abgaben auf Emissionen, Tabak, Elektroschrott und Umsätze von Großkonzernen, aber auch durch Anpassungen bereits existierender Eigenmittel, jährlich etwa 58 Milliarden Euro – also rund 23% des EU-Budgets – in den Haushalt fließen könnten.

Kaum waren die ersten Details öffentlich, folgte prompt die Kritik aus Berlin. Ein „umfassender Aufwuchs des EU-Haushalts” sei „nicht vermittelbar”, hieß es in einer Erklärung der Bundesregierung. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ergänzte, dass er vieles an dem Vorschlag für nicht zustimmungsfähig halte. Diese Reaktion ist mindestens so kurzssichtig wie erwartbar.

Darauf lassen auch die Daten der Langzeitstudie „Selbstverständlich europäisch!?” schließen, die im siebten Jahr in Folge von der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Progressiven Zentrum herausgegeben wurde. Anhand einer jährlich durchgeführten, repräsentativen Online-Erhebung untersucht die Studie, wie die Bevölkerung die Rolle Deutschlands in der EU bewertet und welche Erwartungen sie an die deutsche Europapolitik hat.

Unter anderem liegt ein besonderer Fokus auf der Kosten-Nutzen Abwägung der EU-Mitgliedschaft aus politischer und wirtschaftlicher Sicht, den Prioritäten für zusätzliche Investitionen und einer Bewertung des deutschen Beitrags zum EU-Haushalt. Damit ermöglichen die Daten der Studie einen wertvollen Einblick in die Meinungen der Bürger*innen zu finanzpolitischen Fragen in der EU. Auf dieser Basis lassen sich drei Gründe identifizieren, weshalb die kritische Reaktion der Bundesregierung nicht ratsam ist.

1.

Öffentliche Unterstützung für Zukunftsinvestitionen nicht ignorieren: Auf den ersten Blick unterstützen die Ergebnisse der Studie die Stoßrichtung der Bundesregierung. So hält eine Mehrheit (58,6%) den finanziellen Beitrag Deutschlands zur EU für zu hoch, im Vergleich zu etwa einem Drittel (34,9%), das ihn als angemessen einschätzt und 4,5%, für die er zu niedrig ist. Hinzu kommt, dass für eine knappe relative Mehrheit der Befragten – rein wirtschaftlich gesehen – die Kosten (47,9%) den Nutzen (46,9%) der EU-Mitgliedschaft übersteigen.

Auch wenn sich die Werte diesbezüglich in diesem Jahr etwas stabilisiert haben, lässt sich seit Studienbeginn 2019 beobachten, dass der Anteil derer, die den finanziellen Beitrag für angemessen halten und vom wirtschaftlichen Nutzen überzeugt sind, in der Tendenz kontinuierlich abnimmt.

Doch das ist nur eine Seite der Medaille. Abgesehen von der Tatsache, dass der EU-Binnenmarkt Deutschland jährlich über 1.000 Euro pro Kopf an Wohlstandsgewinnen einbringt, zeigen die Studienergebnisse seit Jahren eine hohe Zustimmung für gemeinsame Investitionen der EU-Mitgliedstaaten. In der aktuellen Befragung befürworten die Befragten mehr Ausgaben in Bereiche wie Verteidigung (52,1%), innere Sicherheit (45,5%), Forschung, Bildung und Innovationen (36,8%) und Wirtschaft (35,5%). Nur 6,4% sehen keinen Bedarf für zusätzliche gemeinsame Investitionen.

Die Ergebnisse zeigen also zum einen, dass das Narrativ, Deutschland sei „Zahlmeister Europas” und würde zum eigenen wirtschaftlichen Nachteil für andere Länder der EU zahlen, eine fest im kollektiven Gedächtnis verankerte Erzählung ist. Es wird zum anderen aber auch deutlich, dass dieser Glaubenssatz primär auf abstrakter Ebene besteht und höhere Ausgaben in Verbindung mit konkreten Zielen befürwortet werden.

2.

Übereinstimmung mit Investitionsprioritäten – aber nicht auf Kosten der Zukunft: Der Aufwuchs des Budgets soll laut den Plänen der Kommission vor allem den Bereichen Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit und Verteidigung sowie Forschung und Innovationen zugutekommen. Wie oben erwähnt, zeigt die diesjährige Umfrage, dass das in erster Linie auch die Bereiche sind, in denen die Befragten mehr gemeinsame Ausgaben befürworten.

Auch bei der Frage nach den wichtigsten europapolitischen Prioritäten für die neue Bundesregierung gehören Sicherheit und Verteidigung (55,3%) sowie eine wettbewerbsfähige Wirtschaft/Industrie (46,1%) zu den drei meistgenannten Antworten. Nebenbei sei bemerkt, dass EU-Investitionen in diesen Bereichen besonders oft an deutsche Standorte fließen. Insbesondere der verstärkte Fokus des MFR-Vorschlags auf Forschung, z.B. durch die Aufstockung des Horizon Europe-Programms, dürfte deshalb zu höheren Rückflüssen nach Deutschland führen. Der Vorschlag der Kommission deckt sich somit weitgehend mit den in der Umfrage geäußerten Prioritäten der Befragten und dürfte nicht nur anschlussfähig, sondern auch in vielerlei Hinsicht vorteilhaft für Deutschland sein.

Klar ist aber auch: Ziele wie Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit dürfen nicht auf Kosten anderer relevanter Politikfelder wie Klima- und Sozialpolitik erreicht werden. Denn diese Politikbereiche bedingen sich gegenseitig und sollten daher nicht gegeneinander ausgespielt, sondern vernetzt gedacht werden. So ist die Bewältigung der Klimakrise der Garant für Europas wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit. Wettbewerb und Innovation brauchen grüne Technologien und können auch nur durch diese sichergestellt werden.

Jüngere Menschen in Ausbildung scheinen dafür aufgeschlossener: 48,7% von ihnen fordern mehr Investitionen in den Klima- und Umweltschutz – in etwa doppelt so viel wie der Durchschnitt aller Befragten. Über die Verteilung der Mittel entscheiden aber vor allem diejenigen, die selbst nicht mehr von den langfristigen Wirkungen ausbleibender Investitionen in Klima- und Sozialpolitik betroffen sind. Entsprechend ist eine adäquate Finanzierung dieser Bereiche – auch im Sinne zukünftiger Generationen – unumgänglich.

Quelle: Heinrich-Böll-Stiftung

3.

Europäisches Handeln erfordert europäische Finanzierung: Die EU steht vor immensen Herausforderungen, deren Bewältigung europäisch gedacht werden muss. Entsprechend sind auch europäische Finanzierungsinstrumente notwendig – und dafür braucht es einen angemessen ausgestatteten EU-Haushalt.

Die Ergebnisse der Umfrage belegen eine unverändert positive Grundhaltung der Bürger*innen gegenüber der deutschen EU-Mitgliedschaft. So überwiegen für eine Mehrheit der Befragten (58,5%) allgemein die Vorteile der EU-Mitgliedschaft. Zudem bestätigen 60%, dass Deutschland seine politischen Ziele eher mit der EU erreichen kann. Wie bereits erwähnt, besteht unter den Befragten eine breite Unterstützung für mehr gemeinsame Investitionen.

Auch beim Thema Verteidigung werden europäische Lösungen gefordert: Als Antwort auf die Frage, wie sich die EU im Bereich Verteidigung entwickeln soll, wünscht sich mehr als die Hälfte der Befragten (56,5%), dass europäische Verteidigung in erster Linie zur gemeinsamen Aufgabe wird. Hier zeigen sich vergleichsweise geringe Unterschiede zwischen West- (58,5%) und Ostdeutschland (48,7%).

Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag den Anspruch formuliert, in der EU eine starke Führungsrolle übernehmen zu wollen. Etwa zwei Drittel der Befragten (65,3%) bewerten das als eher positiv (26,9%) oder als sehr positiv (38,4%). Eine große Mehrheit der Befragten (68%) wünscht sich in Zukunft auch ein kooperatives Auftreten der Bundesregierung in Brüssel. Entsprechend ist es im Interesse der Bürger*innen, dass Deutschland die Anliegen der anderen EU-Mitgliedstaaten nicht außer Acht lässt und in den Verhandlungen über den MFR eine konstruktiv-kooperative Rolle einnimmt.

Nationalen Reflexen widerstehen

Die Bundesregierung täte daher gut daran, nicht aus nationalem Reflex die Vermittelbarkeit des Vorschlags in Frage zu stellen, sondern die pro-europäische Haltung in der Bevölkerung zu nutzen und daraus für sich einen Vermittlungsauftrag gegenüber der deutschen Öffentlichkeit zu formulieren. Eine ehrliche und evidenzbasierte Debatte über konkrete europäische Lösungsansätze kann mehr Verständnis dafür schaffen, dass hohe Erwartungen an die EU, vor allem in solchen Politikbereichen wie Verteidigung, Wirtschaft und Sicherheit, unweigerlich mit höheren finanziellen Ausgaben verbunden sind. Im Gegenzug sind solche Investitionen wiederum mit positiven wirtschaftlichen Effekten verbunden.

Die von den Befragten auch in vorangegangenen Ausgaben dieser Studie bestätigte Fähigkeit der EU, Krisen zu lösen, erhöht den Finanzbedarf der Union erheblich. Um diese Notwendigkeit in Deutschland zu vermitteln, sollte sich die neue Regierung darauf konzentrieren, die Bürger*innen davon zu überzeugen, dass Deutschland von der EU-Mitgliedschaft wesentlich stärker profitiert, als es finanziell beiträgt.

 

Zu den AutorInnen:

Georg McCutcheon ist Politökonom und als Referent Europäische Union in der Heinrich-Böll-Stiftung tätig.

Maria Skóra arbeitet als Politikberaterin in Berlin und Brüssel und ist Policy Fellow bei Das Progressive Zentrum.


Kommentare

Kommentare zu

Warum die Kritik am Volumen des EU-Haushalts zu kurz greift

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07.08.2025

Neues vom Wirtschaftskrieg (276): Trump droht der EU – schon wieder

lostineu.eu,7. August 2025

Indien kritisiert Abhängigkeit der EU von russischem LNG. USA verhängen Sekundärsanktionen gegen Indien. Und Trump droht der EU – schon wieder.

  • Trump droht der EU – schon wieder. US-Präsident Trump droht mit Zöllen in Höhe von 35 Prozent, sollte die EU sich nicht an die mit den USA getroffene Vereinbarung im Zollstreit halten. (…) Die versprochenen Investitionen in Höhe von 600 Milliarden Dollar stünden den USA zur freien Verfügung, behauptete Trump: »Sie haben uns 600 Milliarden Dollar gegeben, die wir in alles, was wir wollen, investieren können.« Trump bezeichnete die Summe als »Geschenk«, das kein Darlehen sei und damit nicht etwa in drei Jahren zurückgezahlt werden müsse. (Der Spiegel). In Brüssel hofft man nun auf den 7. August – dann soll alles in trockenen Tüchern sein. Eigentlich fällige Gegenmaßnahmen wurden erneut ausgesetzt. Das zeigt, dass sich die EU weiter an der Nase herumführen lässt…
  • Sekundärsanktionen gegen Indien. Im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg verdoppelt Trump die Zölle für Indien auf 50 Prozent. Grund für diese sogenannten Sekundärsanktionen seien die anhaltenden Käufe russischen Öls durch Indien, erklärte das Weiße Haus. Die Regierung in Neu Delhi verurteilte den Schritt als “unfair, ungerechtfertigt und unangemessen” (AFP). – Sekundärsanktionen wurden von der EU bisher stets als illegal verurteilt. Doch da es gegen Russland geht, sagte Brüssel – nichts!
  • Indien kritisiert Abhängigkeit der EU von russischem LNG. Despite the Russia-Ukraine war, the European Union’s reliance on Russian LNG has grown. Imports increased by 9% since 2022, costing the EU billions. This contrasts with sanctions imposed on an Indian refinery with Russian ties. Trade between Europe and Russia extends beyond energy, encompassing various goods. India’s trade with Russia is significantly less than Europe’s. (India Times) Ein weiterer Beleg für die Heuchelei der EUropäer – diesmal aus Neu Delhi.

Mehr zum Wirtschaftskrieg hier

‹ Letzte Chance für die Ukraine – EU rüstet sich für Krieg › Gaza: Der Aufstand erreicht Kommission und Parlament

8 Comments

  1. european
    7. August 2025 @ 13:48

    Gleichzeitig liest man vom Erfolg der Witkoff-Gespräche mit der russischen Delegation und einem angekündigten Treffen von Trump, Putin und Zelensky anfang der kommenden Woche

    https://www.euronews.com/2025/08/06/russia-now-appears-more-inclined-towards-a-ceasefire-zelenskyy-says-in-nightly-address

    Darin heisst es auch: “The meetings would include only those three presidents and will not include any European representatives.”

    Warum auch. Es steht schon fest, wer den Deckel zahlt, die EU. Damit brauchen die Europäer weder auf der Gästeliste noch auf der Agenda zu stehen. Die Claims sind abgesteckt.

Antworten

  • Arthur Dent
    7. August 2025 @ 23:28

    @european
    ich glaub nicht, dass es bei den Gesprächen um die Ukraine ging – es dürfte um Rohstoffe gegangen sein, die die USA brauchen, um sich nicht zu sehr von China abhängig zu machen

    Antworten

  • Arthur Dent
    7. August 2025 @ 13:02

    Einfach die USA leerkaufen, Je mehr Gas die exportieren (müssen), desto teurer wird die Energie im eigenen Land.

    Antworten

  • KK
    7. August 2025 @ 11:52

    “Schurkenstaat” als Bezeichnung für die USA sind inzwischen weit untertrieben. Gegen das, was Trump hier veranstaltet, sind die sogenannten “Schurkenstaaten” Waisenknaben, die sich von ihm noch eine Scheibe abschneiden können. Denn er beschränkt sich ja auch nicht auf die Wirtschaft, sondern hat auch überhaupt keine Skrupel, andere Länder wie zB den Iran völkerrechtswidriig bombardieren zu lassen (wie so viele US-Präsidenten vor ihm ja auch nicht).

    Als EU sollte man erst wieder mit den USA reden, wenn diese sich nicht mehr wie die Mafia geriert – und solange Zölle mit Gegenzöllen beantworten, und sich ansonsten anderen Partnern zuwenden. Aber bezüglich der EUropäischen Führung möchte man eigentlich nur noch Oliver Kahn zitieren: “Eier! Wir brauchen Eier!”

    Antworten

  • Thomas Damrau
    7. August 2025 @ 10:21

    „Sie haben uns 600 Milliarden Dollar gegeben, die wir in alles, was wir wollen, investieren können.“ Wow, da hat Frau Von den Laien wohl doch ein wenig zu unterwürfig „Whatever you want!“ gesagt.

    Andererseits ist das Ganze nicht weiter verwunderlich:
    — 600 Milliarden Investitionen kann Frau VdL nicht versprechen, da sie dieses Geld ja gar nicht hat. Europäische Konzerne – aber nicht die Kommission – können beschließen, in den USA zu investieren. Das weiß natürlich auch Trump: Deshalb hat er die 600 Milliarden der Kommission als abzugsfähige Spende interpretiert …
    — Trump wacht jeden Morgen mit einem neuen Hirnfurz auf. Deshalb haben Vereinbarungen mit Trump eine extrem kurze Halbwertszeit.

    Umso peinlicher für die EU-Politiker und die EU-Medien, die voreilig „Frieden Trump und der EU“ verkündet haben.

    Antworten

  • Lucki
    7. August 2025 @ 10:17

    Wer sich so vorführen lässt wie unlängst, der lädt zum Nachtreten ein. Vasallen haben eben Tribut zu leisten. Was früher verschleiert war (u.a. Pfizergate), das
    wird nun immer offensichtlicher.

    Antworten

  • Erneuerung
    7. August 2025 @ 07:32

    Ob Trump wirklich glaubt, damit den Absturz der USA aufhalten zu können? Ich denke eher, je mehr Sand ins Getriebe der Weltwirtschaft gestreut wird, umso schlechter wird es der USA am Ende gehen. Und ich glaube auch, dass die BRICS demnächst auch ohne den Wertwesten wirtschaften können. Ob das umgedreht für die USA und Europa auch gilt? Ich habe da meine Zeweifel.

    Antworten

    • Michael
      7. August 2025 @ 11:27

      2024 – und jetzt wieder prognostiziert für 2025 – hatten die BRICS+ und der Globale Süden gemeinsam ein höheres GDP als die USA und EU zusammen, gemessen an Kaufkraftparität.

      Antworten

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    Neueste Beiträge

    Das Ende der „grünen Revolution”?von KK6. August 2025, 13:31

    Naturgesetze: Klima vs. europäisc …von Helmut Hoeft5. August 2025, 22:35

    Weitere Kommentare hier (Forum)


    Info: https://lostineu.eu/neues-vom-wirtschaftskrieg-276-trump-droht-der-eu-schon-wieder/utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    Letzte Chance für die Ukraine – EU rüstet sich für Krieg


    lostineu,eu, vom 6. August 2025

    Wie nutzen Deutschland und die EU ihre “letzte Chance”? – In der Ukraine-Politik haben sich die EUropäer kaum bewegt. Sie versuchen, US-Präsident Trump bei der Stange zu halten – und richten sich zugleich auf Krieg mit Russland ein. Teil 3 von 10 der Sommerserie

    Beginnen wir mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse bis Ende 2024:

    • Seit mehr als tausend Tagen tobt der Krieg um die Ukraine, doch die EU hat keinen einzigen Tag versucht, den Konflikt aus eigener Kraft und mit eigenen Ideen zu lösen; Diplomatie fehlt.
    • Der mittlerweile ausgeschiedene EU-Außenbeauftragte Borrell forderte “nicht weniger, sondern mehr Krieg” und gab die Devise aus “Feuer frei” für die Ukraine  – ohne Auflagen oder Grenzen.
    • Die neue EU-Führungsspitze reiste nach der Europawahl als erste Amtshandlung nach Kiew, anstatt sich um die Anliegen der EU-Bürger zu kümmern. Das zeigt, wo die Prioritäten liegen.
    • Die neue EU-Außenbeauftragte Kallas erklärte: “The European Union wants Ukraine to win this war” und “We will do whatever it takes for that”. Sie spricht von Sieg – nicht von Frieden.
    • Die EU hatte bis zur Amtsübernahme von US-Präsident Trump keinen eigenen Plan für die Ukraine – sieht man vom EU-Beitritt ab, der unter den aktuellen Umständen eine “Mission impossible” ist.

    Soweit der Befund aus dem E-Book “Die Kommission der letzten Chance” von Anfang 2025. Sechs Monate später hat sich nicht viel verändert. Einen Plan zur Beilegung des Konfliktes haben die EUropäer immer noch nicht.

    Nach dem Machtwechsel in Washington hat sich Brüssel eingeigelt und versucht, die unbeholfenen Friedensinitiativen von Trump zu unterlaufen. So scheiterte ein Plan zur Befriedung des Schwarzen Meers am Widerstand der EU.

    An den ersten Friedensgesprächen in Istanbul war kein einziger EU-Vertreter beteiligt. Es gab auch keinen Versuch aus Brüssel, selbst in Kontakt mit Moskau zu treten und einen eigenen diplomatischen Vorstoß zu unternehmen.

    Statt Trumps Vermittlungs-Bemühungen als Chance zu begreifen, sahen die EUropäer sie als Bedrohung und beschlossen, ihr auf zwei Wegen zu begegnen: Durch eine massive Aufrüstung der bis dato zivilen EU – und durch die “Umarmung” Trumps in der Nato.

    Dies führte zu zwei paradoxen Ergebnissen: Gleich zu Beginn der Friedensgespräche beschloss die EU die “Wiederbewaffnung EUropas”. Wenn es zu einem Frieden kommen sollte, würde die Gefahr eines russischen Angriffs nicht etwa sinken, sondern ansteigen, hieß es.

    Wenige Wochen später segneten dieselben EU-Politiker, angeführt von Kanzler Merz, die Hochrüstung der Nato ab. Sie folgten damit dem erklärten Ziel Trumps, die EUropäer für den Krieg zahlen zu lassen – in der Hoffnung, ihn so zu besänftigen und im Boot zu halten.

    Mit beiden Beschlüssen endet in EUropa die Nachkriegsordnung, die nach dem 2. Weltkrieg etabliert wurde. Die EU richtet sich, genau wie die Nato, auf Krieg mit Russland ein – Frieden in der Ukraine, gar eine neue europäische Friedensordnung, ist kein Thema mehr.

    Dabei kann nicht einmal Nato-Generalsekretär Rutte schlüssig darlegen, warum und wann Russland angreifen sollte…

    Siehe auch „Gefahr aus Russland: Viele Behauptungen, keine Beweise. Die nächste Folge der Sommerserie kommt am Freitag. Alle Folgen hier

    ‹ Von der Leyens Deal schafft neue Unsicherheit › Neues vom Wirtschaftskrieg (276): Trump droht der EU – schon wieder

    21 Comments

    1. hg
      7. August 2025 @ 08:07

      „Leute, die keinen Krieg erlebt haben, wohl aber selbst Krieg führen oder provozieren, wissen nicht, was sie Furchtbares
      anrichten.“
      HELMUT SCHMIDT

    Antworten

  • Arthur Dent
    6. August 2025 @ 15:21

    Sobald Russland Odessa einnimmt, hat sich die Sache für den Westen erledigt.

    Antworten

  • KK
    6. August 2025 @ 13:28

    „…die EU hat keinen einzigen Tag versucht, den Konflikt aus eigener Kraft und mit eigenen Ideen zu lösen; Diplomatie fehlt.“

    Eigentlich ein klares Indiz, dass die weitere Eskalation bis zum Krieg mit Russland vom 24.02.2022 – und mutmasslich bereits seit 2013 mit der Unterstützung des Putsches in Kiew – geplant war. Es sei denn, Russland würde sich vorher kampflos dem Westen unterwerfen und in seine Bestandteile auflösen , was ganz sicher nicht geschehen wird.

    Aber statt sich für ein friedliches Miteinander ALLER EUropäer einschliesslich der Russen einzusetzen begeht die EU lieber einen erweiterten Suizid…

    Antworten

    • Helmut Hoeft
      7. August 2025 @ 10:25

      @KK
      … mutmasslich bereits seit 2013 mit der Unterstützung des Putsches in Kiew – geplant war. * uiuiui * starker Tobak, Kollege!

      Sagen wir mal so: Die Ukraine (Schwarzerdeböden, Rohstoffe …) rüberzuziehen? Ist klar!(!! klassisches, kapitalistisches “immer_mehr_haben_wollen_als_man_fressen_selber_kann”) Aber gleich Stalingrad zurückholen, seit ’13 geplant? Kann man als Vermutung/Meinung (VT?) dranhängen. Mehr gibt’s leider nicht außer “gut informierte Kreise” und “zuverlässige Geheimdienstberichte” m( Oder bleibt’s beim Geraune aka mutmaßlich?

      Antworten

  • Erneuerung
    6. August 2025 @ 12:46

    @Kleopatra: In einem Punkt stimme ich Ihnen zu: Russland betrachtet die EU nicht als vertrauenswürdigen Verhandlungspartner.
    So, nun gehen Sie mal in sich und legen ihren Russenhass beiseite, dann werden Sie früher oder später darauf kommen, weshalb dies so ist.

    Antworten

    • KK
      6. August 2025 @ 13:30

      „…Russland betrachtet die EU nicht als vertrauenswürdigen Verhandlungspartner.“

      Spätestens seit Minsk absolut nachvollziehbar!

      Antworten

      • Kleopatra
        7. August 2025 @ 07:05

        Minsk war als Abkommen schon deshalb nicht seriös, weil eine Konfliktpartei, nämlich Russland, sich hinter ihren „separatistischen Bewegungen“ versteckt hat, anstatt sich dazu zu bekennen, dass sie involviert waren. Diese Unehrlichkeit kann nicht dem Westen zur Last gelegt werden.

      • Karl
        7. August 2025 @ 08:44

        @Kleopatra: Sie meinen, Russland lügt, hat als erster Streit angefangen. Alle anderen waren und sind immer ehrlich. – Und deshalb spielen die Kinder seit 3 Jahren nicht mehr miteinander?

      • Helmut Hoeft
        7. August 2025 @ 10:13

        @Kleopatra
        Du sagst leider nur die halbe Wahrheit; der vollständigkeithalber: Dass Merkel und Hollande inzwischen zu Protokoll gegeben haben, dass Minsk nur ein Fake war um Zeit zu gewinnen, für die Aufrüstung der Ukraine, unterschlägst Du. Warum?

        https://www.wsws.org/de/articles/2022/12/20/merk-d20.html und
        https://tkp.at/2023/01/02/nach-merkel-auch-hollande-minsk-abkommen-sollte-ukraine-nur-zeit-verschaffen/

        Jetzt gilt es nur noch das Henne-Ei-Problem zu lösen: “Die haben zuerst geschossen!”, “Nein, die!” Das ist wie bei der (Nach-)Rüstung: “Iss für die Sischerheid, gell!”

  • Michael Conrad
    6. August 2025 @ 12:19

    Wir kommen in den nächsten Monaten in eine zunehmend gefährliche Situation.
    Die militärische Lage der Ukraine wird immer kritischer und es sieht nicht danach aus, als ob die Sekundärsanktionen gegen die Partner Russlands erfolgreich sein werden. Als Folge dieser Lage würde dann für den Rest der Welt sichtbar, dass das US Imperium seine Stellung als globale Super Macht langfristig verlieren wird.
    Die gewaltige Verschuldung der USA kann aber nur weiter auf den Rest der Welt übertragen werden, wenn militärische Stärke und die Herrschaft des Dollars über das internationale Finanzsystem erhalten bleiben. Vor allem deshalb setzt Trump die Zölle zunehmend als politisches Druckmittel ein. Dieses inflationär benutzte Instrument verliert aber zunehmend an Wirksamkeit, wenn man von den europäischen Vasallen absieht. Die USA werden dann, wie im Falle des Iran, eine direkte militärische Aktion gegen Russland in Erwägung ziehen . Da Russland nicht mit dem Iran vergleichbar ist, könnte sich daraus eine unkontrollierte militärische Eskalation ergeben.

    Antworten

  • Kleopatra
    6. August 2025 @ 11:26

    Die EU ist nicht nur eine Friedensgemeinschaft, sondern – wie explizit in den Vertragen festgelegt ist – auch eine Verteidigungsgemeinschaft; und ohnehin waren stets die meisten, wenn nicht (lange Zeit) alle, EU-Mitglieder auch NATO-Mitglieder. Insofern war die EU gegenüber militärischen Bedrohungen immer auch auf Abschreckung ausgelegt.
    Was die „Verhandlungen“ betrifft: Russland sieht die ganze Chose als Gegensatz zwischen sich und den USA. Deshalb sind für Putin weder die Ukrainer noch die EU gleichrangige potenzielle Verhandlungspartner (er sieht beide als Vasallen der USA an), was er will, ist eine Einigung mit den USA über Interessensphären (wie der Hitler-Stalin-Pakt), bei der Russland den Großteil Europas als Interessensphären bekäme. Deshalb sind Verhandlungen zwischen Russland und der EU wenig sinnvoll, zumal die EU nach ihrem Selbstverständnis Russland gar keine Angebote machen kann.
    Die von Ihnen zitierten Trumpschen Vorstellungen über mögliche Friedensschlüsse gehen von der falschen Vorstellung aus, dass es Russland um konkrete, aber auch begrenzte territoriale Interessen und Sicherheitsprobleme geht. Gegenwärtig scheint er mindestens teilweise zu kapieren, dass das mit Russland nicht funktioniert.

    Antworten

    • Karl
      7. August 2025 @ 07:05

      @Kleopatra, Sie verdrehen die Basics:
      Seitdem die EU sich selber als Friedensgemeinschaft aufgegeben hat, ist sie bedeutungslos geworden. Das ist momentan sehr deutlich zu sehen: Trump spielt Golf, wenn sein Vasall etwas will.
      Die einstige EU des Friedens, der Zusammmenarbeit (KSZE, OSZE) und DIPLOMATIE vollbrachte sehr erfolgreich ihre Osterweiterung. Bei Günter Verheugen in seinem neuen Buch nochmals nachzulesen.
      Heute hat sich die EU eindeutig der NATO untergeordnet. Sie ist nur noch Kasse für den Militärisch-Industriellen Komplex (einen anderen als den der USA kann es nicht geben: siehe Golfspiel) und Kasse, um die Fassade der Ukraine vorm Einsturz zu bewahren.

      Mehr als die Hälfte des Etats des Ukrainischen Staates, mit dem dieser u. a. 50.000 Straßen umbenannt hat, kommen von der EU. Allein aus Deutschland 73 Milliarden. Aber 3/4 der Ukrainer sprechen sich seit Anfang 2024 kontinuierlich für Frieden und Friedensverhandlungen aus. Über all das herrscht bei uns Nachrichtensperre.

      Bild dazu: https://www.instagram.com/p/DNAdWGGsBJa/

      Antworten

  • Guido B.
    6. August 2025 @ 09:25

    Alles richtig. Und was folgern wir daraus?

    Wir müssen uns von der Illusion verabschieden, dass der Westen mit Russland in Frieden leben will. Wahr ist: Der Krieg gegen Russland hat mit der NATO-Osterweiterung begonnen. Das Ziel der NATO-Nationen war immer Konflikt mit Russland. Die NATO hat keinen anderen Daseinszweck als Krieg mit Russland.

    Auch ich glaubte lange, dass die Pax Americana eine Kooperation mit Russland einschliesst oder zumindest nicht ausschliesst. Doch das war ein Irrtum. Die NATO will keinen Frieden, weder in Europa noch auf der Welt.

    Alles, was wir heute sehen, ist das Werk der NATO. Der Krieg ist gewollt und findet statt. Definitiv. Offen ist nur, wie weit er eskaliert und wann er unser Leben zerstört. Das Unheil ist durch nichts mehr abzuwenden.

    Antworten

    • Kleopatra
      6. August 2025 @ 11:32

      @Guido B.: Das genaue Gegenteil ist richtig. Wäre die NATO auf einen Krieg mit Russland ausgegangen, hätte es nie eine Vereinbarung über Nord Stream 2 gegeben, und es wären nie Teile der deutschen Gasinfrastruktur an Gazprom verkauft worden. Es ist vielmehr Russland, das nicht verwinden konnte, dass durch den Zerfall der Sowjetunion und die Auflösung des Warschauer Pakts Russland in keinem Staat außerhalb seines eigenen Territoriums mehr etwas zu sagen hatte. Die NATO hat sich nicht „erweitert“, sondern die ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten haben mit aller Macht auf ihre Aufnahme gedrängt, weil sie die Russen kannten. Aber niemand wollte und will einen Teil von Russland erobern.

      Antworten

      • Michael
        6. August 2025 @ 12:10

        Was für ein Unsinn: Kallas wollte und will Russland besiegen und aufteilen, Baerbock wollte Russland ruinieren, etc., etc.!

  • Michael
    6. August 2025 @ 08:27

    Alles richtig. Stimme zu. Erinnert z. B. an; Wolfgang Bittner: Geopolitik im Überblick. Was mir fehlt sind Durchbrüche statt Zusammenfassungen und Wiederholungen! Z. B. hätte ich gerne überzeugende Belege zur Sprengung der N1, Nordstream Pipeline und den politischen Konsequenzen!?

    Antworten

    • S. Meyer
      6. August 2025 @ 10:33

      Gut formuliert. Stimme 100% zu. Ergänze noch: ein zutiefst ungerechtes und unsoziales kapitalistisches Regime braucht einen ewigen Feind!

      Antworten

    • Bogie
      6. August 2025 @ 10:40

      Was die Sprengung der Nordstream-Pipeline angeht, werden Sie vermutlich ewig warten müssen.
      Das war mit hoher Wahrscheinlichkeit eine geheimdienstlich begleitete Militäraktion.
      Vorgelegte Beweise, selbst wenn sie sehr überzeugend scheinen, werden immer unter der Gefahr leiden, dass sie ihrerseits geheimdienstlich veranlasst sein könnten.
      Auch die bereits bekannten Informationen oder Mutmaßungen werden geheimdienstlichen Quellen entsprungen sein und können damit Teil einer Propagandashow sein.
      Das klingt Ihnen zu sehr nach Verschwörung?
      Verschwörung (oder meinetwegen Desinformation) ist ein Großteil dessen, was geheimdienstliche Tätigkeit ausmacht, einfach weil es Teil der Aufgabe von Geheimdiensten ist.

      Antworten

      • KK
        6. August 2025 @ 13:21

        @ Bogie:
        Nun, die Sprengung von NS wurde doch öffentlich im Beisein des damaligen Bundeskanzlers Scholz vom damaligen US-Präsidenten Biden angekündigt.
        Was braucht es denn noch, ium die Urheberschaft und Verantwortung dafür festzumachen? Wer es letztlich im Auftrag der US-Regierung ausgeführt hat ist doch nebensächlich – vergleiche § 26 StGB.

    • Michael
      6. August 2025 @ 10:55

      @S. Meyer
      @Bogie
      Vielleicht bin ich in der Tat naiv! Aber ich habe immer noch ein gewisses Vertrauen in oder die Hoffnung auf die potentielle Willensstärke von investigativem Journalismus und Whistleblower!

      Antworten

      • Bogie
        6. August 2025 @ 11:48

        @Michael
        Bewahren Sie sich das Vertrauen und die Hoffnung!
        Das Gefühl, sie verloren zu haben, ist keineswegs erstrebenswert.

  • Was sagen Sie dazu?


    Info: https://lostineu.eu/letzte-chance-fuer-die-ukraine-bruessel-mauert-sich-ein/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.08.2025

    Nachrichten von Pressenza: „Nie wieder Krieg!“ – Bundesweite Großdemonstration am 3. Oktober in Berlin und Stuttgart

    aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 7. August 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 07.08.2025


    „Nie wieder Krieg!“ – Bundesweite Großdemonstration am 3. Oktober in Berlin und Stuttgart


    Für Abrüstung, soziale Gerechtigkeit und ein friedliches Miteinander weltweit Am 3. Oktober, dem sogenannten „Tag der Deutschen Einheit“, gehen in Berlin und Stuttgart Menschen auf die Straße – für eine Einheit, die nicht auf Waffen, Drohungen und Ausgrenzung basiert, sondern&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/08/nie-wieder-krieg-bundesweite-grossdemonstration-am-3-oktober-in-berlin-und-stuttgart/


     -----------------------


    Kinder, Solidarität und Widerstand – Antonio Mazzeo über die Freedom Flotilla


    Die Freedom Flotilla ist eine internationale Koalition aus ganz normalen Menschen, Aktivist:innen und humanitären Helfer:innen, die Druck auf die israelische Regierung ausüben will, um die verheerende Belagerung des palästinensischen Volkes zu beenden – eine Belagerung, die seit 1948 andauert und&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/08/kinder-solidaritaet-und-widerstand-antonio-mazzeo-ueber-die-freedom-flotilla/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.08.2025

    Warum v.d.Leyen jetzt zurücktreten müsste

    aus e-mail von Doris Pumphrey, vom 6. August 2025, 18:32 Uhr


    Berliner Zeitung 6.8.2025

    <https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/pfizergate-zollblamage-und-kriegswahn-wie-von-der-leyen-die-eu-in-die-krise-stuerzt-li.2347347>


    *Neue Enthüllung im „Pfizergate“:

    Warum Ursula von der Leyen jetzt zurücktreten müsste


    *Raphael Schmeller


    Das sogenannte „Pfizergate“ ist um ein weiteres Skandalkapitel reicher.

    Wie nun bekannt wurde, hat die EU-Kommission die Nachrichten, die Ursula

    von der Leyen

    <https://www.berliner-zeitung.de/topics/ursula-von-der-leyen> Anfang

    2021 mit dem Pfizer-Chef Albert Bourla austauschte, einfach verschwinden

    lassen.


    Dabei geht es nicht um Nebensächlichkeiten: Damals einigten sich Brüssel

    und der US-Pharmakonzern auf die Lieferung von bis zu 1,8 Milliarden

    Dosen Corona-Impfstoff, das Vertragsvolumen wird auf etwa 35 Milliarden

    Euro geschätzt. Laut der New York Times war der direkte Draht zwischen

    von der Leyen und Bourla für den Deal entscheidend.


    *Entscheidende Fragen bleiben unbeantwortet


    *Im Raum steht deshalb der Vorwurf, die Kommissionschefin habe zu viel

    und zu teuren Impfstoff eingekauft. Die New York Times fordert seit 2022

    Zugang zu den Nachrichten und klagte – mit Erfolg. Im Mai urteilte das

    EU-Gericht, die Kommission müsse „glaubhafte Erklärungen“ liefern, damit

    nachvollziehbar werde, warum die SMS nicht auffindbar seien.


    Doch statt für Transparenz zu sorgen, mauerte die Kommission nun weiter

    und behauptete, die SMS seien längst gelöscht worden. Bereits im Mai

    2021 hatte der Journalist Alexander Fanta Einsicht beantragt. Trotzdem

    entschied Kabinettschef Björn Seibert, die SMS nicht zu sichern, wie

    jetzt aus einem Schreiben der Kommission an die New York Times

    <https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/pfizergate-eu-kommission-hat-brisante-sms-zwischen-von-der-leyen-und-pfizer-chef-geloescht-li.2346403

    hervorgeht. Seibert habe die Nachrichten gelesen, sie jedoch für reine

    Terminabsprachen und grundsätzlich für nichts Wichtiges gehalten und sie

    daher nicht archiviert. Nach mehreren Handywechseln seien sie endgültig

    verloren, spätestens seit Juli 2023.


    Die Kommission argumentiert, dass gemäß den europäischen

    Informationsfreiheitsregeln nur Dokumente archiviert werden müssen, die

    wichtige, nicht flüchtige Informationen enthalten. Diese Kriterien

    hätten die SMS nicht erfüllt. Angesichts der politischen Tragweite –

    immerhin handelt es sich um den größten Vertrag in der Geschichte der EU

    <https://www.berliner-zeitung.de/topics/eu> – wirkt dieses Vorgehen wie

    ein schlechter Witz. Es werden auch Erinnerungen an das Jahr 2019 wach,

    als bekannt wurde, dass auf zwei Diensthandys von der Leyens während

    ihrer Zeit als Bundesverteidigungsministerin SMS-Nachrichten gelöscht

    worden waren. Der CDU-Politikerin brachte das eine Strafanzeige und

    Ärger mit einem Untersuchungsausschuss des Bundestags ein, der die

    Nachrichten als Beweismittel in der sogenannten Berateraffäre

    angefordert hatte.


    Auch jetzt bleiben im „Pfizergate” entscheidende Fragen unbeantwortet:

    Warum wurde die Existenz der Nachrichten nicht eingeräumt, nachdem

    Seibert sie 2021 gelesen hatte? Warum hielt die Kommission an der

    Version fest, sie existierten nicht? Und warum verschwanden sie, nachdem

    ihre Herausgabe beantragt worden war?


    Wer glaubt, die Pfizer-Affäre sei ein einmaliger Ausrutscher im

    Ausnahmezustand der Pandemie, irrt sich. Das gleiche Muster zeigt sich

    bei der geplanten EU-weiten Aufrüstung: Bis 2030 sollen rund 800

    Milliarden Euro in die Verteidigungsindustrie fließen – für

    Munitionskäufe, den Bau neuer Fabriken und Direktverträge. Auch hier

    fehlen Einblicke, parlamentarische Kontrolle und eine öffentliche

    Debatte. Wer entscheidet, welche Prioritäten gesetzt werden? Auf welcher

    rechtlichen Grundlage werden solche Summen vergeben? Und warum werden

    dafür Regeln wie die Schuldenbremse über Bord geworfen, die bei Sozial-

    und Gesundheitsinvestitionen stets als unantastbar galten?


    Wenn bei den Impfstoffverhandlungen der Eindruck entstand, von der Leyen

    habe Pfizer durch geheime Absprachen ein Quasi-Monopol verschafft, dann

    stellt sich dringlich die Frage, ob sich dieses Vorgehen in der

    Rüstungsindustrie wiederholen wird.


    *Mafiöses Netzwerk nicht gewählter Technokraten


    *Die ehemalige EU-Ombudsfrau Emily O’Reilly sagte zu Jahresbeginn, von

    der Leyen habe ein mafiöses Netzwerk nicht gewählter Technokraten

    etabliert, das die EU lenke. Treffender lässt es sich kaum formulieren.

    Hinzufügen muss man: Von der Leyen ist dabei auch noch äußerst

    erfolglos. Bei den Zollverhandlungen mit den USA wurde sie kürzlich von

    Donald Trump vorgeführt, und überhaupt spielt Brüssel in der

    Außenpolitik kaum noch eine Rolle. In der Ukraine

    <https://www.berliner-zeitung.de/topics/ukraine>-Politik sitzt die EU

    nicht mit am Verhandlungstisch und fokussiert sich seit drei Jahren

    allein auf Waffenlieferungen – ohne erkennbare Strategie. Im

    Nahostkonflikt scheitert von der Leyen daran, Israels Krieg in Gaza zu

    sanktionieren. Der frühere EU-Außenbeauftragte Josep Borrell warf ihr

    deshalb nun „Mitschuld am Völkermord” vor.


    Im Dezember 2019 kehrte Ursula von der Leyen nach Brüssel zurück, in die

    Stadt ihrer Kindheit. Sie hatte den Anspruch, die EU als Visionärin zu

    führen. Heute, etwas mehr als fünf Jahre später, steht fest: Sie hat die

    EU in den Abgrund gesteuert. Wenn sie noch einen Funken Anstand hätte,

    würde sie nach den jüngsten Enthüllungen im „Pfizergate“ zurücktreten.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    06.08.2025

    Verhindert China die US-Kriege der Zukunft?

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 6. August 2025, 12:23 Uhr


    Berliner Zeitung 6.8.2025

    <https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/wie-peking-die-us-ruestungsindustrie-in-schach-haelt-china-schaerft-sein-skalpell-li.2346989>


    *Exportverbot für Seltene Erden:

    Verhindert China die US-Kriege der Zukunft


    *China kontrolliert den Export von Seltenen Erden.

    Der Rohstoff ist existenziell für die amerikanische Waffenindustrie.


    /Von Simon Zeise


    /Es ist ein Treppenwitz der Geschichte: Die USA haben China als ihren

    Hauptgegner auserkoren, ihre Rüstungsindustrie ist aber abhängig von

    Rohstoffen aus der Volksrepublik.


    Schon vor zwei Jahren warnte der CEO der US-Rüstungsschmiede Raytheon,

    Greg Hayes, dass Peking die Lieferkette der amerikanischen

    Waffenindustrie praktisch in der Hand habe. Die Vereinigten Staaten

    seien schließlich auf Seltene Erden und andere Materialien angewiesen,

    die entweder aus China stammen oder dort verarbeitet würden. „Mehr als

    95 Prozent der Seltenen Erden oder Metalle kommen aus China oder werden

    dort verarbeitet“, sagte er. „Es gibt keine Alternative.“


    *Chinas Exportkontrollen als Waffe im Handelskrieg


    *Nun hat die chinesische Regierung ihren Joker gezogen. Peking zögert

    Exportgenehmigungen für Seltene Erden für westliche Firmen hinaus.

    Einkäufer müssen einen Nachweis erbringen, dass die Rohstoffe nicht für

    die Rüstungsproduktion genutzt werden. China hat den USA seit Dezember

    auch den Verkauf von Germanium, Gallium und Antimon verboten. Diese drei

    Metalle sind für die Härtung von Geschossen, Nachtsichtgeräte und andere

    militärische Anwendungen unverzichtbar.


    Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums betonte, die Kontrollen

    seien „nicht diskriminierend“ und richteten sich gegen kein Land. Das

    Handelsministerium gab im Juni bekannt, dass es bereits eine Reihe von

    Exportlizenzen an Käufer erteilt habe, die kooperieren würden.


    Die chinesische Regierung bezeichnet die Exportrestriktionen offiziell

    nicht als Machtinstrument, durch das geopolitische Ziele verfolgt und

    die Armeen des Westens geschwächt werden sollen. Mit dem Staat

    verbundene Kommentatoren äußern sich jedoch offener zu den umfassenderen

    geopolitischen Absichten. Ein Leitartikel auf Sina Finance vom Juni

    beschrieb die Lizenzierung von Seltenen Erden als Gegenmaßnahme im

    Handelskrieg, eine Nachahmung der US-Exportkontrolltaktiken gegen China.

    Dieser Meinung schloss sich auch Tu Xinquan an, Dekan des China WTO

    Research Institute der University of International Business and

    Economics. Er bezeichnete das Lizenzsystem als eine gezielte Eskalation,

    die Peking mehr Einfluss auf die US-Verteidigungslieferkette verschaffen

    soll.


    Unterdessen warnen europäische und amerikanische Unternehmer, dass das

    neue Exportkontrollsystem China, selbst wenn es künftig schneller

    Exportgenehmigungen erteilen sollte, einen beispiellosen Einblick in die

    globale Lieferkette für Seltene Erden verschaffen werde. Dies gelte auch

    für die Art und Weise, wie Unternehmen weltweit die von ihnen

    verarbeiteten Seltenen Erden einsetzen. Aufgrund der Komplexität der

    Lieferketten ist dieser Einblick für andere Regierungen nicht verfügbar.


    „China schärft sein Skalpell“, sagte ein leitender Angestellter eines

    US-Unternehmens, der anonym bleiben wollte, gegenüber Reuters „Das ist

    kein Weg, Magnetexporte zu überwachen, sondern ein Weg, Einfluss und

    Vorteile gegenüber den USA auszuüben.“


    *China drosselt Produktion der amerikanischen Rüstungsindustrie


    *Die chinesischen Exportkontrollen beeinträchtigen schon jetzt die

    Fähigkeiten von US-Waffenunternehmen. Eine ranghohe Quelle aus der

    Rüstungsindustrie sagte der britischen Zeitung The Telegraph, dass die

    Ampel von Gelb auf Rot umschalte, wenn es um die Fähigkeit

    amerikanischer Unternehmen gehe, die Materialien zu beschaffen, die für

    Kampfjets und Drohnen bis hin zu Raketenziel- und

    Verteidigungssatelliten benötigt werden.


    Ein Sprecher des Sonderausschusses für China im US-Kongress bezeichnete

    die Situation laut The Telegraph als „Weckruf“, der „unterstreicht, wie

    gefährlich unsere derzeitigen Abhängigkeiten sind“. Die Vereinigten

    Staaten könnten es sich nicht leisten, ihre

    Verteidigungsversorgungskettender Kommunistischen Partei Chinas

    ausgeliefert zu lassen, erklärten sie. „Kongress und Regierung müssen

    jetzt dringend zusammenarbeiten, um diese Schwachstellen zu

    identifizieren und zu beheben, bevor sie amerikanische Leben kosten.“


    Michal Sobolick, Experte für sino-amerikanische Beziehungen am

    konservativen amerikanischen Thinktank Hudson Institute sagte: „Wir

    haben mit diesem autoritären, marxistischen Regime Handel getrieben und

    jetzt haben sie unsere Fähigkeit, Kampfjets zu bauen, im Würgegriff. Das

    ist gefährlich und es gibt keine schnelle und einfache Lösung dafür.“

    Die USA seien „schlafwandelnd in diese Situation geraten“, so Sobolick.

    Chinas Dominanz in der Lieferkette für seltene Metalle werde Peking in

    den Handelsverhandlungen der nächsten Jahre die Oberhand verschaffen.


    *USA suchen nach Alternativen zu Chinas Seltenen Erden


    *Washington reagiert bereits. Das Pentagon investiert in den Ausbau der

    Inlandsproduktion, unter anderem mit einem Zuschuss von 14 Millionen

    Dollar im vergangenen Jahr an eine kanadische Firma, die

    Germaniumsubstrate für Verteidigungssatelliten herstellt. Zudem

    beteiligt sich das Verteidigungsministerium mit 400 Millionen Dollar an

    MP Materials, Betreiber der größten Seltenerdmine Amerikas. In einer

    Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen bezeichnete Lockheed Martin-CEO

    James Taiclet den MP-Materials-Deal als „bahnbrechend“ für die Sicherung

    von Rohstoffen, die in F-35-Kampfflugzeugen und Marschflugkörpern

    benötigt werden.


    Die amerikanische Regierung hat außerdem ein Abkommen mit der Ukraine

    geschlossen, das die USA ermächtigen soll, Rohstoffe wie Seltene Erden

    im Wert von bis zu 500 Milliarden Dollar aus der Ukraine auszubeuten.

    Theoretisch könnte hierdurch die Abhängigkeit von China reduziert

    werden. Praktisch sieht es aber anders aus: Noch tobt ein Krieg in der

    Ukraine, die rohstoffreichen Gebiete drohen Russland anheimzufallen, und

    die Schätzungen über die Vorkommen stammen noch aus Sowjetzeiten.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    06.08.2025

    Deutschland / Gaza-Genozid / „Existenzrecht“

    aus e-mail von Doris Pumhrey, 6. August 2025, 12:14 Uhr


    *UN zur Luftbrücke: Kostspielig, kaum Wirkung –

    täglich 28 tote Kinder in Gaza


    *Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, die Vereinigten Arabischen

    Emirate und Jordanien haben ihre gemeinsamen Luftabwürfe von Hilfsgütern

    über dem Zentrum des Gazastreifens fortgesetzt. Die Vereinten Nationen

    kritisieren die Aktion als teuer und ineffizient: Ein Teil der Pakete

    lande im Meer oder in von Israel geräumten "roten Zonen", deutlich

    weniger Hilfe erreiche die Bedürftigen als über Kontrollpunkte am Land.

    Die humanitäre Lage bleibt laut UNICEF "katastrophal"; im Schnitt

    sterben täglich 28 Kinder durch Luftangriffe oder Unterernährung.

    Krankenhäuser berichten von Versorgungsengpässen und schwierigen

    Triage-Entscheidungen. Hilfsorganisationen fordern offene Grenz- und

    Kontrollpunkte statt weiterer Abwürfe.

    /Siehe

    hier:/https://odysee.com/@RTDE:e/UN-zur-Luftbr%C3%BCcke--Kostspielig,-kaum-Wirkung-%E2%80%93-t%C3%A4glich-28-tote-Kinder-in-Gaza:9



    *Schon gehört? Deutschland hilft Gaza …

    */Von Renate Dillmann/.

    Seit Kurzem demonstriert die Bundesregierung eine veränderte Haltung in

    der Nahostpolitik. Der deutsche Außenminister Wadephul soll die

    israelische Regierung bei einem Besuch in Tel Aviv „ernsthaft ermahnt“

    haben, sie müsse in ihrem eigenen Interesse angesichts weltweiter

    Isolation ihre Politik „fundamental

    <https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-08/johann-wadephul-israel-palaestina-gaza-hamas-geiseln>“ 

    ändern, und verurteilt „Pläne von Annexionen“. Die Bundeswehr hat

    parallel dazu eine „Luftbrücke“ aufgemacht und wirft symbolträchtig

    Lebensmittel über Gaza ab. Kanzler Merz „ringe“ derweil noch um seine

    Aussage zu Israel. So die Nachrichtenlage der letzten Tage in Kurzform.

    /Hier weiterlesen: /https://www.nachdenkseiten.de/?p=136965



    *Mittäterschaft am Genozid in Palästina –

    der jüngste Tag wird kommen! *

    Kriegsverbrecherische Methoden der Nazis werden von Israel kopiert

    Tatbeteiligt am Genozid in Palästina sind auch die westlichen Politiker,

    Propagandisten, Medienknechte und andere. Sie fühlen sich noch sicher,

    weil sie bislang straffrei ausgegangen sind. Das währt nicht ewig.

    /Hier weiterlesen:/

    https://www.seniora.org/politik-wirtschaft/israel/mittaeterschaft-am-genozid-in-palaestina-der-juengste-tag-wird-kommen 

    <https://www.seniora.org/politik-wirtschaft/israel/mittaeterschaft-am-genozid-in-palaestina-der-juengste-tag-wird-kommen>



    *Die Parole „From the River to the Sea” entzweit die Gemüter

    Völkerrechtsargument oder Propagandatrick:

    Der Streit um Israels „Existenzrecht“

    */von Arn Strohmeyer/

    Wenn bei Demonstrationen gegen Israels genozidale Politik im

    Gazastreifen oder die Vertreibungen im Westjordanland die Parole „From

    the River to the Sea“ gerufen oder auf Transparenten gezeigt wird, kommt

    oft der Vorwurf, dass damit Israels Existenz in Frage gestellt würde,

    weil die Palästinenser dann ja das ganze Land für sich beanspruchen

    würden. Der deutsche Staat nimmt die Parole sogar zum Anlass, gegen

    Demonstranten vorzugehen und sie rechtlich zu belangen. Damit erkennt er

    aber ganz offensichtlich umgekehrt an, dass das Land vom Fluss zum Meer

    Israel gehört, was aber natürlich gegen das Völkerrecht verstößt, denn

    das Westjordanland, der Gazastreifen, Ost-Jerusalem und die Golanhöhen

    liegen zwischen Meer und Fluss, sind aber besetzte Gebiete und gehören

    nicht zu Israel – auch wenn Israel das mit sehr zweifelhaften Argumenten

    (Palästina sei die „Urheimat des jüdischen Volkes“) behauptet.

    /Hier weiterlesen:/ https://www.freidenker.org/?p=22508 1.8.2025


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    06.08.2025

    Moldawien auf dem Weg zur EU-konformen Autokratie

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 6. August 2025, 12:01 Uhr


    (…) Was in Moldawien, einem EU-Beitrittskandidaten, passiert, ist daher

    nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Der eingeschlagene politische

    Kurs soll in dem Sinne "demokratiefest" gemacht werden, dass Wahlen

    an diesem nichts ändern können. Die Demokratie-Simulation dient

    lediglich dazu, den demokratischen Anschein zu wahren. Für Moldawien

    heißt das: Der Kurs in Richtung EU darf ebenso wenig infrage gestellt

    werden wie der Konfrontationskurs gegenüber Russland. (…)


    _RTDE 6.8.2025


    _*Oppositionspolitikerin verurteilt – Moldawien auf dem Weg zur

    EU-konformen Autokratie


    *Heute wurde die moldawische Oppositionspolitikerin Jewgenija Guzul zu

    sieben Jahren Haft verurteilt. Am Beispiel des EU-Beitrittskandidaten

    Moldawien zeigt sich wie in einem Brennglas, auf welchem Kurs die EU

    ist. Nicht zu Unrecht spricht man in Russland inzwischen häufig vom

    "faschistischen Europa".


    /Von Gert Ewen Ungar/


    Wenn in Russland über Westeuropa gesprochen wird, wird der geografischen

    Bezeichnung auch in den ganz offiziellen Statements in letzter Zeit

    vermehrt das Attribut "faschistisch" vorangestellt. "Das faschistische

    Europa" ist in Russland inzwischen ganz regelmäßig zu hören, wenn es um

    die westeuropäische Politik geht. Das ist nicht aus der Luft gegriffen.


    Westeuropa verfolgt klar erkennbar eine Politik, die an die deutsche

    Politik anschlussfähig ist, die im Mai 1945 durch eine internationale

    Staatenallianz beendet wurde. In der EU herrschen Zensur, Repression,

    die politische Opposition ist unter massivem Druck. Die Europäische

    Union unterscheidet sich lediglich insofern, als heute durch Simulakren

    die Illusion einer demokratischen Verfassung erweckt wird. Faktisch aber

    sind tatsächlich demokratische Prozesse in der EU weitgehend

    ausgeschaltet. Sie existieren pro forma, entfalten aber keine steuernde

    Wirkung. Die Parlamente in den EU-Ländern haben immer weniger zu sagen,

    die EU-Bürger haben auf Brüssel überhaupt keinen Einfluss.


    Diese Politik der Machtergreifung der Autokratie zeigt sich derzeit wie

    in einem Brennglas in Moldawien. Heute wurde die Gouverneurin der

    autonomen Region Gagausien, Jewgenija Guzul, zu sieben Jahren Haft

    verurteilt. Ihr wird illegale Parteien- und Wahlkampffinanzierung

    vorgeworfen. Die Oppositionspartei Șor ist bereits seit längerem

    verboten, ein neues Parteienbündnis der Opposition, "Pobeda", wurde zu

    den Parlamentswahlen im kommenden September nicht zugelassen.


    Damit reiht sich Moldawien in die Länder ein, in denen die Opposition

    unter recht fadenscheinigen Begründungen von Wahlen ausgeschlossen wird.

    In Rumänien wurden die Präsidentschaftswahlen annulliert, weil dem

    Sieger des ersten Wahldurchgangs Călin Georgescu illegale Wahlkampagnen

    vorgeworfen wurden. In Frankreich wurde Marine Le Pen, Vorsitzende der

    Partei Rassemblement National, wegen der Veruntreuung von EU-Geldern das

    passive Wahlrecht entzogen. Die aussichtsreiche Gegenkandidatin zu

    Amtsinhaber Emmanuel Macron kann damit 2027 nicht zu den

    Präsidentschaftswahlen in Frankreich antreten. In Deutschland wird ein

    AfD-Verbot wegen angeblicher verfassungsfeindlicher Bestrebungen der

    Partei angestrebt. An konkreten Beweisen mangelt es, der öffentlich

    ausgetragene Diskurs zwischen Vertretern der etablierten Medien und den

    etablierten Parteien hat den Charakter einer öffentlichen Verschwörung.

    Was es an Beweisen nicht gibt, soll durch Lautstärke und die

    Wiederholung von Anschuldigungen übertüncht werden.


    Was in Moldawien, einem EU-Beitrittskandidaten, passiert, ist daher

    nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Der eingeschlagene politische

    Kurs soll in dem Sinne "demokratiefest" gemacht werden, dass Wahlen

    an diesem nichts ändern können. Die Demokratie-Simulation dient

    lediglich dazu, den demokratischen Anschein zu wahren. Für Moldawien

    heißt das: Der Kurs in Richtung EU darf ebenso wenig infrage gestellt

    werden wie der Konfrontationskurs gegenüber Russland. Infrage gestellt

    wird dieser Kurs vom Oppositionsblock "Pobeda", der sich nach dem Verbot

    der Partei Șor gegründet hat. Guzul gehörte sowohl Pobeda als auch Șor

    an. Das heutige Urteil ist ebenso politisch motiviert, wie es die

    Urteile gegen Le Pen und Georgescu waren.


    Die Moldawier haben genauso wenig eine Wahl wie die Bürger der EU.

    Massive Verschuldung zum Zwecke der Aufrüstung, Vorbereitungen auf einen

    Krieg mit Russland bei Ablehnung von Diplomatie, wirtschaftlicher

    Niedergang durch ein völlig aus dem Ruder laufendes Sanktionsregime sind

    für die Bürger der EU nicht abwählbar, genauso wie für die Bürger

    Moldawiens der Eingliederungsprozess in die Europäische Union nicht

    abwählbar ist.


    Bei einem Referendum zum EU-Beitritt im Oktober 2024 wurde massiv

    getrickst und getäuscht. Die in Russland lebende moldawische Diaspora

    wurde klar benachteiligt, die Exil-Moldawier in der EU bevorzugt. Doch

    trotz aller Trickserei unterstützte nur eine hauchdünne Mehrheit von

    50,46 Prozent die Verfassungsänderung, mit der Moldawiens Weg in die EU

    geebnet wurde.


    Auch die EU-Bürger heißen die immer weitergehenden Machtergreifungen aus

    Brüssel nicht gut. Sie können nur nichts dagegen tun. Wer die

    etablierten Parteien in Deutschland wählt, wählt die Unterstützung der

    EU-Kommission automatisch mit. Gegen die Politik der EU-Kommission und

    damit die Aushöhlung der Souveränität der EU-Staaten durch Brüssel

    können sich die Wähler nicht entscheiden. Weder in Deutschland, noch in

    Frankreich, in Rumänien oder in einem anderen Land der Europäischen

    Union. Droht eine EU-kritische Opposition in einer Weise zu erstarken,

    dass sie für die EU-Institutionen ein Problem darstellt, wird sie von

    Wahlen ausgeschlossen. Die Brüsseler Machtergreifung ist gewollt.


    Konformes Verhalten belohnt die EU mit Zuwendungen. So wurde der

    umstrittenen moldawischen Präsidentin Maia Sandu im Vorfeld der

    Parlamentswahlen ein Scheck von 1,9 Milliarden Euro überreicht, um den

    weiteren "Reformprozess" in Richtung EU zu unterstützen. Das ist mehr

    als Einmischung. Das hat den Charakter der Bestechung. Die Leiterin der

    Wahlkommission hat mit dieser Form der offenen Parteinahme indessen kein

    Problem – so lange sie aus der EU kommt.


    Die Europäische Union ist keine Demokratie. Überall wo sie eingreift,

    wird Demokratie zur Simulation umgebaut, zeigen all diese Vorgänge

    deutlich. Die EU ist eine Autokratie, in der in einigen Bereichen

    Demokratie vorgetäuscht wird. Im September dürfen die Moldawier wählen,

    aber nur in der Weise, dass der eingeschlagene Kurs in Richtung EU

    bestätigt wird. Wie in der Europäischen Union ist auch in Moldawien

    sichergestellt, dass die demokratischen Simulakren keinerlei Einfluss

    auf die Interessen der EU und den Integrationsprozess des Landes haben.


    Der EU-Kurs wird beibehalten: Aufrüstung, eine immer weitergehende

    Verschmelzung von Politik und Wirtschaft, strenge Zensur, das Streben

    sich andere Länder und Regionen unterzuordnen, der Wille zur

    Konfrontation und zum Krieg mit Russland. Woran erinnert all das? Nun

    ja, Russland hat mit seinem Attribut ganz recht. Für die moldawischen

    Parlamentswahlen im September bedeutet der heutige Tag: Faktisch gibt es

    nichts zu wählen. Für die Demokratie in Moldawien war heute ein

    schwarzer Tag. Vermutlich der letzte demokratische Tag des

    Landes. Willkommen in der EU!


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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