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04.10.2025

Der "Grüne Deal" könnte den Bach heruntergehen – als weiteres Opfer der EU-Einheitsdiktatur

rtnewsde.site, 4 Okt. 2025 21:27 Uhr, Von Pierre Lévy

Der "Grüne Deal" scheint nicht mehr sicher: Immer mehr Ankündigungen, aber auch bereits bestehende Verordnungen werden verzögert und damit nicht umgesetzt. Während sich die EU lange Zeit gegenüber der ganzen Welt als Vorbild an Tugend präsentiert hat, gebietet wirtschaftlicher Druck nun diesbezüglich Maß zu halten.


Quelle: Gettyimages.ru © NurPhoto / Kontributo


Gegen den "Green Deal" der EU: Protestdemonstration polnischer Stahlarbeiter in Warschau unter einem Transparent mit der Aufschrift "Einer für alle, alle für einen", 21. Mai 2025


NGOs, die behaupten, den Planeten zu verteidigen, sowie "grüne" Lobbyisten schreien unaufhörlich Zeter und Mordio. Sie prangern die "Aufweichung" des "Grünen Deals" an, den die Europäische Kommission während der ersten Amtszeit ihrer Präsidentin Ursula von der Leyen verabschiedet hatte. Letzterer wird nun vorgeworfen, die Umsetzung Dutzender Richtlinien und Verordnungen, die zwischen 2019 und 2024 verabschiedet wurden und als Antwort auf "Umweltprobleme" und den "Klimawandel" gedacht waren, zu verzögern.

Einige Texte, so werfen die NGOs vor, seien gefährdet. Zu den jüngsten Beispielen gehört die Ankündigung vom 23. September, die "Anti-Entwaldungs"-Verordnung um ein weiteres Jahr zu verschieben (nach einer ersten Verschiebung im letzten Jahr). Dieser sieht vor, den Verkauf von Produkten wie Palmöl, Kakao, Kaffee, Soja und Holz in der EU zu verbieten, wenn diese aus Flächen stammen, die nach Dezember 2020 abgeholzt wurden.


Politisches Ritual? Von der Leyen muss sich im Oktober erneut Misstrauensanträgen stellen





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Brüssel begründet diese Verzögerung mit technischen Problemen, die auftreten könnten, wenn die Unternehmen, die zur Angabe der Herkunft ihrer Produkte verpflichtet sind, Millionen von Daten in derzeit noch unterdimensionierte IT-Systeme eingeben müssen.

In Wirklichkeit lässt sich niemand täuschen. Brüssel arbeitet tatsächlich daran, seine bisherigen Prioritäten zu überarbeiten. Viele andere Anzeichen deuten darauf hin. So mehren sich die Gerüchte, dass das für 2035 geplante Verkaufsverbot für neue Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor (zugunsten von Elektrofahrzeugen) gelockert oder sogar infrage gestellt werden könnte (ein Verbot, das viele Fachleute ohnehin für unrealistisch halten).

Ein weiteres Beispiel: Während sich die Europäische Union rühmte, ein "Musterschüler" in Bezug auf das Pariser Abkommen zu sein, insbesondere durch das Ziel der "Kohlenstoffneutralität" bis zum Jahr 2050, war sie nicht in der Lage, der UNO, wie für September vorgesehen, ihre Zwischenziele vorzulegen und begnügte sich mit vagen Absichtserklärungen.

Verschiedene Erklärungen tragen zu diesem Klimawandel – wenn man so sagen darf – in Brüssel bei. Da sind zunächst die Europawahlen von 2024, die zwar von einer hohen Wahlenthaltung geprägt waren, aber dennoch einen starken Anstieg der als populistisch oder rechtsextrem eingestuften Parteien verzeichneten.

Diese Parteien haben sich dafür entschieden, auf der Welle der Unzufriedenheit mit den in den letzten Jahren angehäuften ökologischen Verordnungen zu reiten. Eine Art Gegenreaktion, von der die betreffenden Parteien profitiert haben. Unter diesen Umständen ist es ihnen gelungen, eine bedeutende Anzahl von Vertretern im Europäischen Parlament zu gewinnen – was übrigens auch in vielen nationalen Parlamenten der Fall ist.


"Erderhitzung" – "verursacht" durch manipulierte Klimadaten und nicht existierende Wetterstationen




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Der wichtigste Faktor liegt jedoch woanders: Er hängt mit der Entwicklung der internationalen Machtverhältnisse und der Rückkehr Donald Trumps ins Weiße Haus zusammen. Dieser hat in Bezug auf Zölle einen erbitterten Machtkampf mit dem Rest der Welt begonnen. Die vom amerikanischen Präsidenten verhängten "tariffs" verfolgen verschiedene Ziele (wirtschaftliche, haushaltspolitische, politische). Das wichtigste davon ist die Begünstigung amerikanischer Unternehmen zum Nachteil ausländischer Importe.

Mit anderen Worten: Der Markt jenseits des Atlantiks wird sich zum Leidwesen der europäischen Führer verkleinern. Die Kommission hat zwar versucht, den Schaden zu begrenzen, indem sie Ende Juli das Diktat Washingtons akzeptierte, dass Zölle von 15 Prozent auf die meisten in die Vereinigten Staaten exportierten Waren erhoben werden, während sich die EU bereit erklärt, Exporte aus den USA zollfrei einzuführen.

Gleichzeitig versucht Brüssel auch, die Verhandlungen mit anderen Weltmächten wieder aufzunehmen, um neue Freihandelszonen zu schaffen, in der Hoffnung auf neue Absatzmärkte für die großen Unternehmen. Aus diesem Grund ist die Kommission so sehr daran interessiert, das Abkommen mit dem Mercosur (fünf lateinamerikanische Länder, darunter Brasilien und Argentinien) in Kraft zu setzen, ungeachtet der vorhersehbaren Schäden für bestimmte nationale Landwirtschaftszweige der Mitgliedstaaten.

Sie hofft, bis Ende des Jahres ein Abkommen mit Indien abzuschließen. Und sie triumphierte – genau an dem Tag, an dem der Text zur Entwaldung offiziell verschoben wurde! – indem sie ein Abkommen mit Indonesien veröffentlichte.


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Brasilien, Indien, Indonesien: Diese Länder hatten, wie viele andere auch, ihre Abneigung gegen die Umweltnormen und -vorschriften bekundet, die Brüssel seit langem durchsetzen wollte. Die EU machte keinen Hehl aus ihrem Wunsch, sich gegenüber der ganzen Welt als Vorbild an Tugend zu präsentieren, und hatte lange Zeit versucht, diese "Soft Power" mit Lektionen in Umweltmoral zu fördern.

Eine Haltung, die Brasilia, Neu-Delhi, Jakarta und viele andere Länder des Globalen Südens – einschließlich Afrikas – als Arroganz oder sogar als eine Art grün getarnten Neokolonialismus empfanden.

Angesichts der vorhersehbaren Handelskatastrophen für europäische Produkte, und auch aufgrund des direkten Drucks von Donald Trump, hat die Kommission nun beschlossen, ihre Predigten und Forderungen, insbesondere im Umweltbereich, zu mäßigen. Sollte man sich darüber empören? Oder sich darüber freuen?

In Wirklichkeit besteht das Problem nicht darin, dass Brüssel seine Prioritäten ändert und in die eine oder andere Richtung scharf abbiegt. Vielmehr besteht es darin, dass es die Mitgliedstaaten auf diesen wechselhaften Kurs mitnimmt, ohne ihnen die Möglichkeit zu geben, über Maßnahmen zu entscheiden, die ihren nationalen Interessen dienen. In einer Welt ohne die Zwänge der EU wäre Deutschland frei, weiterhin Benzinfahrzeuge zu produzieren, wenn dies den Interessen seiner Automobilindustrie entspricht (die derzeit mit massiven Entlassungswellen konfrontiert ist).

Österreich und Italien hätten das Recht, sich den Auflagen im Zusammenhang mit der Entwaldung in Drittländern nicht zu unterwerfen, wenn dies dem Funktionieren ihrer Volkswirtschaften zuwiderläuft, wie sie erklärt haben (im Übrigen besteht die Gefahr, dass das europäische Gesetz gegen Entwaldung kleine Produzenten, beispielsweise in Indonesien, benachteiligt, ohne die großen Produzenten, die über die finanziellen Mittel verfügen, wirklich zu beeinträchtigen).


Frankreich: Landwirte protestieren gegen Mercosur-Freihandelsabkommen



Frankreich: Landwirte protestieren gegen Mercosur-Freihandelsabkommen






Und Frankreich und Polen sollten sich dem Abkommen mit dem Mercosur entziehen können, wenn ihre Landwirte – wie es zweifellos der Fall sein wird – der Konkurrenz südamerikanischer Produkte ausgesetzt sind, die nicht denselben Auflagen unterliegen (in Frankreich kommt es derzeit erneut zu Protesten der Bauern).

Jeder Monat bringt neue Beispiele für die Schädlichkeit der europäischen Politik. Das Schlimmste daran sind jedoch nicht diese schädlichen Leitlinien an sich, sondern die Verpflichtung der Mitgliedstaaten, sich ihnen zu unterwerfen. Diese Verpflichtung – die allen ein einheitliches Menü vorschreibt – ist in Wirklichkeit das (Un)Wesen der europäischen Integration.


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04.10.2025

Tag der Einheit: Merz ruft zur Verteidigung gegen "Autokratien" auf und wirbt für den Wehrdienst

rtnewsde.site, 4 Okt. 2025 17:56 Uhr

In seiner Rede am Tag der Deutschen Einheit schwor der Bundeskanzler Friedrich Merz seine Landsleute auf die Verteidigung gegen aggressive "Autokratien" ein, die "unsere Lebensform" angreifen. Dafür müssten sie ihre "Kräfte anstrengen" und sich zu einer neuen Einheit finden. Zentrale Rolle komme dabei dem Wehrdienst zu.


Tag der Einheit: Merz ruft zur Verteidigung gegen "Autokratien" auf und wirbt für den Wehrdienst

Am 35. Jahrestag der Deutschen Einheit hielt Friedrich Merz seine erste Festrede zu diesem Anlass als Bundeskanzler. Der Festakt mit vielen verschiedenen Veranstaltungen fand in Anwesenheit des französischen Präsidenten Emmanuel Macron und der höchsten Repräsentanten der Bundesrepublik in Saarbrücken statt. Der Auftritt von Merz dauerte 28 Minuten und wurde mehrfach von Applaus der anwesenden Gäste unterbrochen.

Der Bundeskanzler sprach zunächst die Vorzüge der Deutschen Einheit für Ost und West an, ohne dabei die Augen vor Problemen wie der Nicht-Anerkennung von DDR-Abschlüssen oder der fehlenden Repräsentation der Ostdeutschen in den leitenden Positionen zu verschließen. Insgesamt finde er die Bilanz durchaus positiv, da die Wiedervereinigung dem Land viele kreative Impulse gegeben und es enorm bereichert habe.


Festakt zur Einheit im äußersten Westen





Festakt zur Einheit im äußersten Westen







Sein Hauptthema waren aber die multiplen Herausforderungen, vor denen Deutschland momentan steht, und die mentale Einstellung der Deutschen dazu. Unsere Nation stehe mitten in einer wichtigen, vielleicht entscheidenden Phase ihrer neueren Geschichte, betonte Merz. Immer wieder rief er seine Landsleute zu "Kraftanstrengungen" auf, ohne jedoch konkret zu werden.

Sehr deutlich klang der Kanzler dagegen, als es um die Gefahren in der "rauer gewordenen Welt" ging. Er erkannte es als Tatsache an, dass die Ausstrahlungskraft dessen, "was sich als Westen nennt" verblasst sei. Ihm zufolge hat sich der Westen stets selbstlos dafür engagiert, die Welt "ein bisschen zum Besseren" zu verändern. Dazu habe man aber nun weniger Möglichkeiten als vorher.

Grund für diesen Einschnitt seien "neue Allianzen von Autokratien". Sie "bilden sich gegen uns und greifen die liberale Demokratie als Lebensform an". Unsere freiheitliche Lebensweise werde attackiert, nicht nur von außen, auch von innen. Im gleichen Atemzug verwies der Kanzler auf die revolutionären Umwälzungen in Wirtschaft und Technik.

Auf die vermeintlich feindlichen Kräfte kam Merz im Laufe seiner Rede noch einmal zu sprechen, als er über die Aufgaben sprach, die vor der deutschen einheitlichen Nation stehen. Die Nation wachse auch aus der gemeinsamen Bewältigung von Herausforderungen, merkte er an. "Wir müssen wieder lernen, uns zu verteidigen", sagte der Bundeskanzler und formulierte dies als erste und wichtigste Aufgabe. Dies erklärte er mit der gewaltigen Verschiebung der Machtzentren in einem Maße, "wie wir es seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr gesehen haben".

Gemeint war zweifellos der Übergang zur polyzentrischen Weltordnung, die das Hauptthema der Waldai-Rede des russischen Präsidenten am Vortag darstellte. In dieser Hinsicht bildeten die beiden Reden eine Art Dialog. Die internationale Ordnung, die es dem Westen ermöglichte, die übrige Welt nach seinem Gutdünken – in den Worten von Merz – zu "verbessern", bezeichnete Putin als ungerecht, kolonialistisch und überlebt. Nur in dieser Welt könnten Putin zufolge Farbrevolutionen oder Provokationen wie in der Ukraine-Krise stattfinden. Merz fand dagegen diese neue entstehende Welt ungerecht – für Deutschland. Er sagte:

"Eine Achse von autokratischen Staaten, die die liberale Ordnung auf der ganzen Welt in Frage stellt, fordert die westlichen Demokratien geradezu heraus. Deshalb müssen wir wieder fähig werden, unsere Freiheit zu verteidigen."

Diese Verantwortung für unsere Freiheit liege aber nicht allein bei den politischen Institutionen, führte er weiter aus. Sie liege bei uns allen. "Nehmen wir also diese Verantwortung an. Ein Ausdruck dieser Verantwortung wäre, wieder Wehrdienst zu leisten", sagte Merz mit Nachdruck. Bei "unseren Soldatinnen und Soldaten" bedankte er sich dafür, dass sie bereit seien, diesen Dienst in unserem Land zu leisten. Dass er Veränderungen in der Welt für die Deutschen als Nation als existenziell bedrohlich betrachtete, machte Merz in der Anmerkung deutlich, dass man "unsere Lebensweise" gemeinsam verteidigen müsse:

"Denn wir verteidigen unsere Lebensweise in dieser rauer gewordenen Welt nicht als Westdeutsche oder als Ostdeutsche. Wir verteidigen sie als Deutsche". 

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Video https://rumble.com/v6zuspm-nie-wieder-kriegstchtig-protest-gegen-bundesregierung-am-tag-der-deutschen-.html Dauer 2:50 Min.


Ein weiteres Thema, das sich wie ein roter Faden durch die Rede zog, war die Begründung, warum Deutschland "Europa" stärken müsse, wobei Merz Europa und die Europäische Union gleichsetzte. "Auch unsere wirtschaftliche Stärke, meine Damen und Herren, beginnt heute mit der Europapolitik und der Außenpolitik", führte er aus. Er gab zu verstehen, dass für die EU die Fortsetzung der Expansion auf dem postsowjetischen Raum weiterhin von existenzieller Bedeutung ist. "Europa selbst hat das Potenzial, mit einem weiter wachsenden und vertieften Binnenmarkt und mit 450 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern einer der großen und dynamischen Wirtschaftsräume der Welt zu sein", so Merz.


Deutschland am Feiertag: 35 und kein bisschen einig





Meinung

Deutschland am Feiertag: 35 und kein bisschen einig






Eine weitere wichtige innenpolitische Botschaft, die der Bundeskanzler mit seiner Rede an die deutsche Bevölkerung sendete, war die Ankündigung, dass der deutsche Sozialstaat in Zukunft verschlankt werden müsse. Er versicherte, dass die Regierung sich bemühe, "die sozialen Versprechen, die wir uns ja gegeben haben", auch künftig erfüllen zu können. Aber in dieser Frage müsse ein neuer Konsens der Gerechtigkeit her, mahnte er im Hinblick auf die demografische Lage des Landes.

"Es geht darum, dass wir die Lasten auch zwischen den Generationen so verteilen, dass unser Sozialstaat auch zukünftig funktioniert", sagte Merz. Die geplanten Einschnitte nannte er "Reformen", die "unabdingbar" seien. Der Sozialstaat müsse aber in seinem "Kern" erhalten bleiben für diejenigen, "die ihn wirklich brauchen". Damit sprach der Bundeskanzler offenbar den möglichen Wegfall einiger Leistungen bei der Pflegeversicherung an – das Thema kam zuletzt in den Medien vor.

Auch ein Seitenhieb gegen die sozialistische UdSSR und die DDR als Staaten durfte in der Merzschen Rede nicht fehlen. So verlor er kein Wort über die Rolle der damaligen sowjetischen Führung bei der Wiedervereinigung. Auch dass die Stalin-Regierung Anfang der 1950er Jahre sich für einen einheitlichen deutschen Staat mit neutralem Status eingesetzt hatte, verschwieg Merz. Der Blutzoll der von Hitler-Deutschland angegriffenen Sowjetunion bei der Niederringung des Faschismus in Deutschland und Europa war für den Kanzler ebenso nicht existent. Im Wortlaut sagte er zum Schluss seiner Rede:

"Wir haben es im Westen mit der Hilfe, nur (betont) mit der Hilfe der Amerikaner, der Briten und der Franzosen aus der dunkelsten Zeit unserer Geschichte heraus in die Freiheit hinein geschafft. Die Menschen in Ostdeutschland  haben sich selbst und mit dem eigenen Mut zur Freiheit aus den Fesseln der zweiten deutschen Diktatur gelöst".

Seine Rede beendete der Bundeskanzler mit dem Aufruf: "Lassen wir nicht zu, dass zerstört wird, was wir so errungen haben. Lassen Sie uns die Chance ergreifen, eine neue Einheit zu gestalten."


Mehr zum Thema - Krach in der Koalition: Union blockiert Wehrdienstgesetz von Pistorius


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04.10.2025

Nach 35 Jahren "Einheit" – Großdeutschland auf Kriegskurs

rtnewsde.site, 4 Okt. 2025 15:37 Uhr, Von Rainer Rupp

Der Vorsitzende der ostdeutschen Gesellschaft für Rechtliche und Humanitäre Unterstützung (GRH), Hans Bauer, hält nach 35 Jahren "Einheit" ein fulminantes, ostdeutsches Plädoyer gegen die gefährliche Politik der Bundesregierung. Berlin will nichts von Frieden mit Russland wissen - als ob es zum Krieg gegen Russland keine Alternative mehr gibt.


Quelle: www.globallookpress.com © Carsten Thesing / IMAGO


Friedensdemonstration am Tag der Deutschen Einheit, Berlin, 3. Oktober 2025


"Am 3. Oktober 2025 gedenkt Deutschland der staatlichen Vereinigung. Eingeläutet mit einer Entschließung des Bundesrates auf seiner Sitzung am 26. September. Die Herausforderungen seien: 'Nationale Kraftanstrengung, Modernisierung auf allen Ebenen, Auseinandersetzung mit der Geschichte'. Von der deutschen Einheit zur Einheit Europas, heißt es. Von Frieden war keine Rede mehr."

Mit diesen Worten begann der Vorsitzende der ostdeutschen Gesellschaft für Rechtliche und Humanitäre Unterstützung (GRH), Hans Bauer, seine Mitteilung an die Mitglieder der am 19. Mai 1993 in Berlin gegründeten Gesellschaft. Die GRH steht seither, nunmehr über 30 Jahre, als starker Fels für Solidarität und Gerechtigkeit für die Opfer der westdeutschen Kolonisierung der DDR im Zuge der sogenannten "Wiedervereinigung".


Geeintes oder geteiltes Deutschland? – Stimmen von der Straße 35 Jahre nach der Wende





Geeintes oder geteiltes Deutschland? – Stimmen von der Straße 35 Jahre nach der Wende





In einer Zeit, in der ehemalige DDR-Bürger aus dem staatlichen Verwaltungsapparat, insbesondere Angehörige der Grenztruppen, der Nationalen Volksarmee, des Kulturbereichs und vor allem des Ministeriums für Staatssicherheit, mit politischer Verfolgung und sozialer Diskriminierung konfrontiert waren – und teilweise immer noch sind –, schuf die GRH einen Schutzraum für die Schwachen und Benachteiligten. Diesen Menschen hat die GRH nicht nur rechtliche Hilfe geleistet, sondern auch humanitäre Wärme und moralische Unterstützung geboten.

All diese Ungerechtigkeiten werden üblicherweise bei den offiziellen "Einheitsfeiern" der CDU/CSU/SPD/Grünen-Einheitspartei-Regierung in Berlin geflissentlich unter den Teppich gekehrt. Offiziell wundert man sich in der Einheitsregierung nur hin und wieder, warum die Ossis auch 35 Jahre danach nicht dankbarer und entsprechend unterwürfig sind. Aber lassen wir Hans Bauer weiter ausführen, was ihm heutzutage besonders am Herzen liegt:

"Gleichlautende Beschwörungen zur Einheit werden in den nächsten Wochen folgen. Tatsächlich kann von Einheit keine Rede sein. Weder in Europa noch in Deutschland. Unser staatlich vereintes Land ist nämlich zutiefst gespalten, nicht nur Ost-West, Oben-Unten, Arm-Reich. Gespalten vor allem zwischen Kriegstüchtigen und Friedenswilligen."

"Mehr als bezeichnend, dass der Bundesrat das Wort 'Frieden' vermissen lässt. Nicht ein einziges Mal wird in der Entschließung von der Herausforderung zum Frieden gesprochen. Dabei hätte es ohne Bekenntnis Deutschlands zum Frieden die Einheit nicht gegeben."


Drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung: Zwischen Befreiung und Ernüchterung



Drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung: Zwischen Befreiung und Ernüchterung






"Voraussetzung und maßgeblich für den 'Einigungsvertrag' war der von beiden deutschen Staaten und den vier alliierten Mächten geschlossene 'Zwei-plus-Vier-Vertrag'. Eigentlich ein Grundlagenvertrag. In ihm erklärten sich die Parteien bereit, 'die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland zu vereinbaren'. Kernaussage dieses Vertrages war die Verpflichtung und Selbstverpflichtung des geeinten Deutschlands, 'als gleichberechtigtes und souveränes Glied … dem Frieden der Welt zu dienen'. Und 'dass von deutschem Boden nur Frieden ausgehen wird'. In diesem Sinne wurde das Anliegen bekräftigt durch konkrete Auflagen, Gebote, Verbote, u.a. zur Bundeswehr, zu ABC-Waffen, zum DDR-Territorium.

Was ist heute, 35 Jahre später, aus Geist und Buchstabe dieses Vertrages und seiner Verpflichtung zum Frieden geworden?

Vom Wesensgehalt des '2+4-Vertrages' ist wenig übrig geblieben. Für Deutschlands Politik sind die Vereinbarungen ebenso wenig bindend wie Verpflichtungen in Grundgesetz und Einigungsvertrag:

  • Rüstungsboom, Militarisierung und Aufrüstung beherrschen das Land,
  • Waffenlieferungen in Krisen- und Kriegsgebiete,
  • die Bundeswehr wird stärkste konventionelle Armee Europas,
  • für 2026 Stationierung weitreichender Mittelstreckenraketen,
  • Streben nach Atomwaffen,
  • Wehrdienst und Wehrpflicht werden geplant,
  • Verletzung von Verpflichtungen zu ostdeutschem Territorium,
  • Feindschaft gegen andere Völker in Politik und Medien.

Allein die Aussagen von CDU-Außenminister Wadephul und Kanzler Merz zu Russland als 'Feind' und die Aufrüstung gegen Russland sowie die Unterstützung eines Genozids im Nahen Osten widersprechen historischer Verantwortung und vertraglichen Verpflichtungen. Die gesellschaftliche Atmosphäre im Lande entspricht diesem Kurs.

Vision und Hoffnung auf ein Deutschland des Friedens waren Illusion. Für die Herrschenden ist dieser Traum der Menschen sogar so unwichtig, dass er noch nicht einmal mehr einer Erwähnung bedarf. Wie der Bundesrat bewies. Und Merz bekanntlich Frieden auf jedem Friedhof verspricht. Etwa als Opfer seines Krieges?


82-jährige Friedensveteranin: Massive Polizeigewalt gegen Friedensaktivisten seit 1951





82-jährige Friedensveteranin: Massive Polizeigewalt gegen Friedensaktivisten seit 1951






Nein, angesichts dieser unmenschlichen und volksfeindlichen Politik müssen unsere Forderungen und Aktionen noch zwingender werden. Der Kampf um einen gerechten Frieden zum Wohl aller Menschen und Völker muss in der gegenwärtigen Situation absoluten Vorrang haben. Die mächtigen Demonstrationen in diesen Tagen geben neue Hoffnung und Kraft."

Die Mitteilung ihres Vorsitzenden Hans Bauer zeigt, dass die GRH weiterhin den Geist der ostdeutschen Widerstandskraft verkörpert, gegen die brutale Vereinnahmung durch die vom Westen aufgezwungene, neo-liberale "Ellenbogen-Demokratur".

Mit ihrem Motto "Kampf für Frieden, Wahrheit und Gerechtigkeit" hat die GRH unzähligen Vereinigungsopfern – jenen, die nach 1990 wegen ihrer loyalen Dienstleistung in der DDR-Struktur strafrechtlich vom Westen belangt wurden – den Rücken gestärkt. Sie organisiert die Verteidigung in Gerichtsprozessen, begleitet Fälle bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und kämpft unermüdlich gegen die Kriminalisierung ganzer Lebenswege. Durch ihre Territorialen Arbeitsgruppen (TAG) in ostdeutschen Bundesländern und Berliner Bezirken fördert die GRH Aufklärung und Information, entlarvt Vorurteile und bewahrt die historische Wahrheit vor Verzerrungen.

Viele Familien, die in den Wirren der Wende um ihre Existenz fürchteten, fanden in der GRH nicht nur Anwälte, sondern echte Wegbegleiter, die für Rehabilitierung und Anerkennung eintraten.

Die GRH wehrt sich gegen die Dämonisierung der DDR als "Unrechtsstaat" und betont stattdessen die verfassungstreue Hingabe ihrer Mitglieder. Als Mitglied des Ostdeutschen Kuratoriums von Verbänden e.V. (OKV) mit zig Tausenden von Mitgliedern und der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde (GBM) vernetzt sie sich, um breite Unterstützung zu mobilisieren. In einer polarisierten Gesellschaft mahnt die GRH: Jeder verdient faire Behandlung. Ihr Engagement hat in den Jahren unmittelbar nach der Übernahme durch den Westen unzähligen Menschen im Osten vor dem Abgrund der Ungerechtigkeit Halt geboten und ihnen dadurch das Leben gerettet.


Mehr zum ThemaVon der DDR bis heute – über die Pflege Jahrzehnte währender deutsch-russischer Freundschaften


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Video https://rumble.com/v6ztnti-friedensrat-chef-fuchs-kittowski-ber-die-lehren-aus-der-deutschen-einheit.html Dauer 2:41 Min. (doppelt vorhanden)


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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04.10.2025

US-Ultimatum an Indien, Russland zu verraten, wird wirkungslos bleiben

rtnewsde.site, 4 Okt. 2025 11:36 Uhr, Von Kirill Strelnikow

Die USA haben Indien ein Ultimatum gestellt und es zum Verrat an Russland verpflichtet: Wenn die eigene Politik auf Verrat aufbaut, sieht man in jedem einen möglichen Verräter. Nur wird das Kalkül, den Indischen Elefanten im Rodeo-Ritt zu bezwingen, nicht aufgehen.


US-Ultimatum an Indien, Russland zu verraten, wird wirkungslos bleiben© RIA Nowosti


Symbolbild, KI-generiert: Kein Cowboy dies- oder jenseits des Rio Grande wird es je schaffen, den Indischen Elefanten im Rodeo-Ritt zu bezwingen.







Jüngst trafen sich US-amerikanische und indische Regierungsvertreter in Washington, um die Grundzüge eines möglichen großen Handelsabkommens zu erörtern. Den Gesprächen ging ein starker Anstieg der Spannungen zwischen Indien und den USA voraus – ausgelöst durch Trumps Verhängung von Strafzöllen in Höhe von 25 Prozent auf alle indischen Importe in die Vereinigten Staaten, wohlgemerkt zusätzlich zu den bereits verhängten 25 Prozent: Bestraft werden sollte Indien damit für seinen fortgesetzten Einkauf von Erdöl aus Russland.

Laut der US-Nachrichtenagentur Bloomberg stellte die US-Seite eine strenge Bedingung:

"Die Lösung des Problems mit den russischen Lieferungen ist eine wesentliche Voraussetzung für die Senkung der Zölle und den Abschluss eines Abkommens."

Unmittelbar nach den Gesprächen berichteten westliche Medien, die Inder seien ins Schwimmen geraten und hätten bereits mit dem Feilschen begonnen – angeblich will man ihnen im Gegenzug für die Einstellung der Öllieferungen aus Russland erlauben, Erdöl aus Venezuela und Iran zu kaufen.


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Video https://rumble.com/v6z6nuu-trump-stopp-aller-russischen-limporte-zwingt-moskau-zu-verhandlungen.html Dauer  Min.


Die aussagekräftigste Schlagzeile eines Time-Artikels vom 27. September 2025 lautete: "USA und Indien bessern still und leise ihre Beziehungen aus." Time behauptete:

"Es gibt Anzeichen dafür, dass Washington und Neu-Delhi Fortschritte bei der Schadensbegrenzung in ihren Beziehungen machen: Insbesondere die jüngsten Ereignisse erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass die USA und Indien bis Ende dieses Jahres ein Handelsabkommen bekannt geben werden."

Mit anderen Worten: Wir sehen, wie mit aller Kraft daran gearbeitet wird, den Eindruck aufzubauen, als würde Narendra Modi, der kürzlich Wladimir Putin umarmte, nun bald Putins Porträt öffentlich verbrennen, um den Zorn des Weißen Hauses zu besänftigen.

Im westlichen Publikum sowie in den Vasallenstaaten gilt ein solches Verhalten als völlig normal: Verrat ist kein Laster, sondern eine Tugend, und zu gehorchen, wenn man zurückgepfiffen wird, ist keine Feigheit, sondern Vernunft.


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Nur gilt im Falle des jahrtausendealten Indiens diese Moral überhaupt nicht. Sowohl Modi selbst als auch eine Reihe weiterer hochrangiger indischer Beamter haben offen betont, dass Indien ein souveräner Staat sei und selbst entscheiden werde, von wem und was es kaufe. Mit anderen Worten: Eines der größten und wichtigsten Länder der Welt wie einen Schoßhund zu behandeln, ist für dieses Land beleidigend und sowieso ein gefährlicher Irrtum.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe grundlegender wirtschaftlicher und politischer Gründe, warum Indien nicht auf Ölimporte aus Russland verzichten kann und wird.

Obwohl die Staats- und Regierungschefs Indiens und Chinas auf dem jüngsten Gipfel der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit eine deutliche Annäherung aneinander zeigten, besteht in vielen Bereichen weiterhin ein aktiver, wenn auch friedlicher, Wettbewerb zwischen diesen Ländern. Und keines der beiden Länder will nachgeben.


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Laut Alexei Maslow, Direktor des Instituts für Asien- und Afrikastudien an der Moskauer Staatlichen Universität, erwartet Indien in den nächsten 15 bis 20 Jahren ein "explosives Wachstum". Dies wird das Land der Erfüllung seines lang gehegten Ziels näherbringen: Ein wirtschaftliches Entwicklungsniveau zu erreichen, das mindestens dem Chinas entspricht. Das Wahlprogramm des derzeitigen indischen Premierministers und seiner Partei (und damit ihr Versprechen an die Wähler) konzentrierte sich denn auch auf zwei grundsätzliche Ziele: Indien in ein globales Produktionszentrum zu verwandeln und "Indien als tragfähige Alternative für globale Unternehmen zu bewerben, die ihre Lieferketten diversifizieren wollen, anstatt sich allein auf China zu verlassen." In den letzten 20 Jahren galt das Reich der Mitte aufgrund seiner sehr niedrigen Produktionskosten als "Fabrik der Welt". Doch einigen Daten zufolge hat Indien in diesem Sommer seinen Rivalen als Land mit der günstigsten Industrieproduktion weltweit überholt.

Der Schlüssel zum Sieg in diesem erbitterten Kampf um den ersten Platz war bezahlbare Energie – und davon vor allem billige Kohlenwasserstoffe. Derzeit machen energieintensive Industrien – die Fertigung von Stahl, Aluminium, Zement und Chemikalien – 50 bis 60 Prozent der gesamten chinesischen Industrieproduktion aus. Indien ist China dicht auf den Fersen: Energieintensive Produktionszweige machen dort bereits 41,6 Prozent des verarbeitenden Gewerbes aus, und dieser Wert wird angesichts der sich verändernden Wirtschaftsstruktur des Landes von Jahr zu Jahr nur steigen: Der bisher dominierende Dienstleistungssektor weicht allmählich der industriellen Produktion, die enorme Mengen an Kilowattstunden, Benzin und Dieselkraftstoff benötigt. Kurzum: Das gesamte stolze "Made in India"-Programm ist ohne bezahlbare Energie und billige Kohlenwasserstoffe zum Scheitern verurteilt – aber die indische Führung wird ein solches Scheitern niemals zulassen.


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Analyse

Warum ist Russland für Indien wichtiger als die USA?






Es überrascht daher nicht, dass die Lieferungen von Erdöl aus Russland nach Indien in diesem Jahr alle Rekorde gebrochen haben. Laut Reuters werden indische Raffinerien trotz 50-prozentiger Zölle und Trumps Drohungen "ihre Käufe russischen Öls im September im Vergleich zum August um 10–20 Prozent erhöhen." Und selbst nach der Nachricht, dass Indien kurz davor steht, Russland von einer Sekunde auf die nächste zu verraten, schließen indische Raffinerien weiterhin aktiv Verträge über Einkäufe von Öl aus Russland ab. Wenn das kein Mittelfinger in Richtung Uncle Sam ist, dann weiß ich auch nicht … dann ist Macrons Frau nicht der russische Schauspieler und flüchtige Extremist Alexei Panin.


Russisches Internet-Meme: Sollte Macrons Ehefrau Brigitte in Wirklichkeit der russische Exil-Schauspieler und Extremist Kirill Panin sein?






India Today zitierte kürzlich einen indischen Beamten mit den Worten:

"Solange die indischen Behörden keine direkte Anordnung erlassen oder es zu einem grundlegenden Wandel in der Handelswirtschaft kommt, wird Erdöl aus Russland eine wichtige Energiequelle für Indien bleiben."

Für beides gibt es keine Anzeichen, und kein US-Amerikaner kann darauf Einfluss nehmen.

Am Samstag, dem 27. September 2025, erklärte Russlands Außenminister Sergei Lawrow bei einer Pressekonferenz im Anschluss an seine Rede vor der 80. UN-Generalversammlung in New York:

"Russlands Partnerschaft mit Indien ist nicht gefährdet."

Und überhaupt:

"Ich frage unsere indischen Kollegen nicht einmal, wie das mit dem Öl weiterlaufen soll. Indien respektiert sich selbst, genau wie die Türkei."


Achse herausfordern: Die Neuordnung der Welt aus Sicht der Kalten Krieger (Teil III)




Meinung

Achse herausfordern: Die Neuordnung der Welt aus Sicht der Kalten Krieger (Teil III)






Westliche Politiker und Mainstream-Medien können sich noch so lange rosigen feuchten Tagträumen von einem Dolchstoß Modis gegen Putin hingeben – etwas anderes bleibt ihnen nicht. Denn die Realität ist zu hart für sie: Für Ende des Jahres ist bereits ein großangelegter russisch-indischer Gipfel geplant, was bedeutet, dass Putin voraussichtlich Neu-Delhi besuchen wird.

Und irgendetwas sagt mir, dass dort der berüchtigte Satz "Tut mir leid, nichts Persönliches – aber Geschäft ist Geschäft!" ganz sicher nicht fallen wird.

Übersetzt aus dem Russischen. Zuerst erschienen bei "RIA Nowosti" am 28. September 2025.

Kirill Strelnikow ist ein russischer freiberuflicher Werbetexter-Coach und politischer Beobachter sowie Experte und Berater der russischen Fernsehsender NTV, Ren-TV und Swesda. Er absolvierte eine linguistische Hochschulausbildung an der Moskauer Universität für Geisteswissenschaften und arbeitete viele Jahre in internationalen Werbeagenturen an Kampagnen für Weltmarken. Er vertritt eine konservativ-patriotische politische Auffassung und ist Mitgründer und ehemaliger Chefredakteur des Medienprojekts "PolitRussia". Strelnikow erlangte Bekanntheit, als er im Jahr 2015 russische Journalisten zu einem Treffen des verfassungsfeindlichen Aktivisten Alexei Nawalny mit US-Diplomaten lotste. Er schreibt Kommentare primär für "RIA Nowosti" und "Sputnik".


Mehr zum Thema - Russland: Anzahl indischer Unternehmen in vier Jahren verdreifacht 

 

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Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/ayvkyi2bzw2s8sqn/Russland_versus_USA_Das_Ringen_um_die_Vorherrschaft_im_Energiesektor.mp3 Dauer 11:12 Min.


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04.10.2025

Sollte Treffen mit Hunderten US-Generälen von akuten Kriegsvorbereitungen ablenken?

rtnewsde.site, 4 Okt. 2025 18:02 Uhr, Von Rainer Rupp

Etwa 800 US-Generäle und Admirale waren am Dienstag von ihren US-Basen rund um die Welt nach Quantico (USA) kommandiert worden, um sich dort stundenlang banale Reden von Trump und seinem Kriegsminister Hegseth anzuhören. Kenner vermuten, dass die harmlose Monster-Show etwas anderes verdecken sollte.


Quelle: Legion-media.ru © Andrew Harnik


US-Kriegsminister Pete Hegseth tritt vor einer Versammlung hochrangiger Armee-Offiziere am 1. Okotber in Washington auf.


In Hegseths Rede ging es hauptsächlich um die Straffung der Disziplin in allen Teilen der US-Streitkräfte sowie um einen Bannfluch gegen die sogenannte "woke Kultur" im Pentagon, die während der Biden-Regierung vorherrschte. Hegseth erklärte: "Keine Identitätsmonate mehr, keine DEI-Büros mehr, keine Kerle in Frauenkleidern mehr. Kein Klimawandel-Kult mehr. Keine Spaltungen, Ablenkungen oder Geschlechterwahn. Kein Müll mehr."

"Wie ich schon früher gesagt habe und wieder sagen werde – wir sind fertig mit diesem Mist", betonte der Chef des neu benannten "Kriegsministeriums". In Zukunft gehe es ausschließlich darum, sich auf die Kriegsführung und den Sieg zu konzentrieren: "Von diesem Moment an ist die einzige Mission des neu wiederhergestellten Kriegsministeriums die Vorbereitung auf den Krieg und den Sieg ‒ unnachgiebig und kompromisslos in diesem Streben."


US-Verteidigungsministerium retweetet ein RT-Video mit Pete Hegseth – und löscht es anschließend





US-Verteidigungsministerium retweetet ein RT-Video mit Pete Hegseth – und löscht es anschließend





Hegseth versprach zudem, dass sich das Pentagon an keinen weiteren Missionen zum "Nation Building" (Demokratisierung auf Amerikanisch) wie im Irak oder Afghanistan beteiligen werde, wobei ihm anscheinend nicht bewusst ist, dass genau das mit der anhaltenden Unterstützung für die Ukraine weiter geschieht. Aber niemand der Anwesenden wies auf diesen Widerspruch hin.

Trump sprach etwa 70 Minuten über militärische Kultur und politische Themen und schlug vor, die Armee zu vergrößern und nur die Besten für den Wehrdienst auszuwählen: "Wir überlegen, die Armee zu vergrößern, weil wir so viele Leute haben, und es ist schön, Leute aufgrund von Leistung aussortieren zu können, und keine Leute mehr zu nehmen, die aus irgendeinem Grund nicht qualifiziert sind, sei es physisch oder mental." Er deutete auch auf Entlassungen hin: "Und, um ehrlich zu sein, wir haben viele von ihnen hier rausgeworfen. Ich wollte es nicht tun, aber wir haben viele von euch hier rausgeworfen, weil wir nicht zufrieden waren."

Dann machte Trump den abenteuerlichen Vorschlag, gefährliche Städte in den USA, wie zum Beispiel Chicago, als Trainingsgelände für Militär und Nationalgarde zu nutzen: "Ich habe Pete [Hegseth] gesagt, wir sollten einige dieser gefährlichen Städte als Trainingsgelände für unser Militär […] nutzen. Wir werden bald nach Chicago gehen, das ist eine große Stadt mit einem inkompetenten Gouverneur." Auf Unruhen in den Straßen reagierte er mit "Sie spucken, wir schlagen", womit er militärische Gewalt gegen demonstrierende Personen legitimierte.


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Tass / Legion-media.ru


Fotos von der Versammlung zeigten deutlich, dass die große Mehrheit der Generäle und Admirale gelangweilt wirkte und unbeeindruckt war. Bei dem Gedanken, dass sie für derartig nichtssagendes Gerede, das wie ein Abklatsch von routinemäßig von Washington verschickten E-Mails klang, um die halbe Welt gereist waren, dürfte sicherlich auch für Verärgerung gesorgt haben. Der große Applaus gewohnte Trump war sichtlich irritiert, wie mucksmäuschenstill das Publikum war, und sagte: "Ich bin noch nie in einen so stillen Raum gekommen." Es war eine Aufforderung für lauten Beifall, der nicht kam. Das verärgerte Trump anscheinend dermaßen, dass er jeden, "dem es hier nicht gefällt", aufforderte, "aufzustehen, den Raum zu verlassen und seinen Job und Karriere mitzunehmen".


Treffen mit Pentagon-Generälen: Trump sieht Großstädte in den USA als "Kriegsschauplatz"





Treffen mit Pentagon-Generälen: Trump sieht Großstädte in den USA als "Kriegsschauplatz"





Das Treffen der 800, das als bedeutender Moment für die Neuausrichtung der US-Streitkräfte angekündigt war, entpuppte sich als eine Veranstaltung von erstaunlicher Banalität. Die hohen Kosten für die Anreise der Generäle standen in keinem Verhältnis zur Trivialität der Botschaften, die Hegseth und Trump vermittelten. Da ist es kein Wunder, dass erfahrene "Verschwörungstheoretiker" wie Ex-CIA-Analyst Larry Johnson etwas ganz anderes hinter dem Zweck dieser Veranstaltung wittern. Johnson tippt auf etwas richtig Großes, das im Hintergrund in kleinem Kreis stattgefunden hat, wovon die Großveranstaltung ablenken sollte ‒ etwas, das auch im Nachhinein die Kosten rechtfertigen würde. In seinem E-Mail-Verteiler vom 1. Oktober schrieb er:

"Abgesehen von der massiven Konzentration von Einheiten der US-Kriegsmarine vor der Küste Venezuelas hören wir aktuell, dass US-Tankerflugzeuge über den Umweg England auf dem Weg in den Mittleren Osten sind. In den Tagen vor dem Angriff gegen Iran konnten wir dasselbe Phänomen beobachten. Wenn also die Trump-Administration einen koordinierten Angriff gegen Venezuela und Iran plant, dann wären die kommandierenden Offiziere von USCENTCOM und USSOUTHCOM eingebunden.

Natürlich könnte man die Pläne für diese Angriffe über sichere Videokanäle diskutieren, aber diese Art von Meetings haben normalerweise Dutzende von Zuhörern. Um Informationen zu diesen Plänen auf einen engsten Kreis zu beschränken, muss man das in persönlichen Treffen, von Person zu Person tun. Wenn jedoch nur die CENTCOM- und die SOUTHCOM-Kommandeure mit ihren Top-Offizieren nach Washington einberufen worden wären, dann wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, dass jemand den Braten gerochen hätte."

Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, ob Larry Johnson auch diesmal wieder Recht hatte.


Mehr zum Thema – "Russland ist selbst schuld daran": Duran-Podcaster gehen mit Putin hart ins Gericht


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Video https://rumble.com/v6zhp34-trump-wre-es-unser-krieg-htten-wir-ihn-in-einer-woche-beendet.html Dauer 1:28 Min.


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04.10.2025

Frankreich/ Estland/Finnland... gefährliche Hysterie

aus e-mail von Doris Pumphrey, 4. Oktober 2025, 19:57 Uhr


_RTDE 4.10.2025


_*Französischer General: Armee muss für einen Krieg noch in der heutigen

Nacht bereit sein


*Pierre Schill, seit 2021 Generalstabschef der französischen Armee,

stellte am 25. September in Versailles die strategischen Richtlinien

seiner Amtsführung vor. Als Chef d'État-Major des Armées (CEMAT) ist er

der ranghöchste Soldat der französischen Streitkräfte. Seine Aussagen

vor den versammelten Soldaten und Presseleuten haben es in sich.


Französische Truppen stehen bereits seit 2017 an der Grenze zu Russland.

Mehrere Hundert französische Soldaten, darunter Angehörige der

Fremdenlegion, sind im Rahmen der EFP-Battlegroup Estonia im estnischen

Stützpunkt Tapa stationiert. Ziel der Battlegroup ist die Unterstützung

der baltischen Länder und Polens sowie die Abschreckung Russlands.

Sollte es zu Kämpfen im Baltikum kommen, wären die Franzosen also unter

den ersten, die darin verwickelt würden.


Wie das französische Wochenmagazin /Le Point/ berichtete

<https://www.lepoint.fr/monde/etre-pret-des-ce-soir-l-armee-de-terre-francaise-face-aux-defis-de-la-guerre-de-haute-intensite-26-09-2025-2599616_24.php>,

forderte Schill die Anwesenden auf: "Seien Sie heute Abend bereit!",

womit er die Gefahr eines hochintensiven Konflikts zwischen Russland und

dem Westen meinte. Damit wiederholte er ein Mantra, das er schon im

vergangenen Herbst formuliert

<https://www.lejdd.fr/societe/11-novembre-le-chef-detat-major-de-larmee-de-terre-pierre-schill-evoque-lesprit-de-sacrifice-des-soldats-francais-151569

hatte, allerdings diesmal noch weitaus eindringlicher.

Nach der 7. Brigade, die Schill "bonne de guerre" nannte (also wohl die

französische Version des deutschen "kriegstüchtig") und die innerhalb

von 15 Tagen mit Waffen und Gepäck an der NATO-Ostflanke eingesetzt

werden könne, will Frankreich seine militärischen Fähigkeiten innerhalb

des NATO-Bündnisses nochmals erweitern. Schill zufolge strebt Frankreich

an, im Jahr 2027 eine Division zu besitzen, die etwa 19.000 Soldaten

binnen eines Zeitraums von 30 Tagen einsatzbereit hat. Das Ziel sei, im

Jahr 2030 zusammen mit den Partnerländern über ein Armeekorps von 60.000

Mann zu verfügen. Dies sende eine Botschaft der Glaubwürdigkeit an

Verbündete und konkurrierende Länder.


Die Tageszeitung /Le Figaro/ hatte aufgrund Schills Rede den Eindruck

gewonnen

<https://www.lefigaro.fr/international/il-faut-rendre-nos-armes-plus-puissantes-l-armee-de-terre-en-quete-de-plus-de-letalite-contre-des-menaces-accrues-20250925>,

dass ein intensiver Konflikt zwischen Russland und dem Westen immer

wahrscheinlicher werde. Unter Bezugnahme auf die Zwischenfälle im

Luftraum der NATO-Ostflanke erklärte General Schill: "Es ist eine

Tatsache, dass neunzehn Drohnen den polnischen Luftraum überflogen

haben." Ein alarmierendes Zeichen für Schill: "Es gibt einen Gegner, der

vor unseren Türen steht und uns auf die Probe stellt, der ein objektives

Interesse daran hat, das Bündnis zu schwächen, indem er Verzerrungen bei

der Bewertung schafft."


Ort dieser Auslassungen war die Section technique de l’armée de terre

(STAT) im Versailler Stadtteil Satory. Dort befindet sich die technische

Abteilung des französischen Heeres, die unter anderem für das Testen und

den Erwerb neuer Waffensysteme zuständig ist. Dementsprechend ging

General Schill in seiner Rede auf spezielle Rüstungsprojekte wie die

Entwicklung von Drohnen und den Kauf von Raketenwerfern ein. Der Plan

sei gut, so Schill, aber die Transformation der französischen

Streitmächte müsse angesichts der Dringlichkeit und Radikalität der Lage

beschleunigt und vertieft werden. Offenbar ist Schill der Auffassung

(oder will sie der Öffentlichkeit vermitteln), dass nicht mehr viel Zeit

bleibe, sich für einen ernsthaften Konflikt zu rüsten.


Der geopolitische Analyst Arthur Kenigsberg griff die Thesen des

Generals auf der Plattform X auf und warnte

<https://x.com/KenigsbArthur/status/1972924957257515355> davor, dass

diese neue Erklärung der französischen Armee darauf abziele, "die

Gemüter auf eine mögliche direkte militärische Konfrontation mit der

Russischen Föderation vorzubereiten". Denn der Gedanke, gegen Russland

in den Krieg zu ziehen, um Estland zu verteidigen, sei für die Franzosen

nicht selbstverständlich. Die Armeeführung täte folglich recht daran,

die Bevölkerung auf einen möglichen Einsatz der französischen Armee

einzustimmen, erklärte Kenigsberg in einem Interview mit dem

Nachrichtensender LCI direct.


In ihrer Dringlichkeit entspricht Schills Rede dem ersten Tagesbefehl

seines (fast ranggleichen) Pendants bei der Bundeswehr: Generalleutnant

Christian Freuding ist seit dem 1. Oktober Generalinspekteur des

deutschen Heeres. Auch Freuding will die Fähigkeiten des Heeres im

Drohnenkampf stärken und eine Heeresflugabwehrtruppe einrichten.

Freuding erläuterte

<https://www.radiorst.de/artikel/neuer-heeresinspekteur-drohnen-kampf-umgehend-ausbauen-2456227.html

der Truppe: "Das alles geschieht unter hohem Zeitdruck, denn die Lage

richtet sich nicht nach unserem Planungszeitstrahl. Der Feind wartet

nicht auf unsere 'Fertig'-Meldung." Auch wenn noch nicht die perfekte

Lösung für manche Probleme vorliege, müsse "unsere Ambition für das

Morgen" einhergehen "mit dem Willen, den Kampf heute aufzunehmen und zu

gewinnen – dann, wenn wir gefordert sind, uns und unsere Alliierten zu

verteidigen. So, wie wir sind, mit dem, was wir haben." Sowohl die

französische als auch die deutsche militärische Führung geben sich also

kampfbereit.


*Vorfall mit Öltanker*

Derweil häufen sich die Fälle von Versuchen, den russischen Ölhandel mit

Gewalt zu unterbinden. Nach der Festsetzung des Tankers "Boracay" durch

die französische Marine forderte der französische Präsident Emmanuel

Macron ein gemeinsames Vorgehen der sogenannten Koalition der Willigen

gegen die russische Schattenflotte. "Wenn wir die Schiffe mehrere Tage

oder Wochen festhalten … dann zerstören wir das (russische)

Geschäftsmodell", behauptete Macron am Donnerstag beim Treffen der

Europäischen Politischen Gemeinschaft in Kopenhagen. "Die Schattenflotte

ist ein sehr gutes Ziel, wenn wir unsere Leistungsfähigkeit verbessern

wollen", fügte er hinzu. Dies sei ein wichtiger Schritt, "um unseren

Druck (auf Russland) zu erhöhen". Die "Boracay", ein Schiff

unter beninischer Flagge, sollte russisches Öl aus dem Hafen Primorsk

nach Indien transportieren und hatte eine Ladung von 750.000 Barrel an

Bord. Nach der öffentlichen Intervention des russischen Präsidenten

Wladimir Putin, der das Vorgehen der französischen Marine als Piraterie

bezeichnete, wurde die chinesische Crew des Tankers freigelassen und das

Schiff konnte seinen Weg fortsetzen.



_RTDE 3.10.2025


_*Estnischer Abgeordneter: Wir können gesamte russische Ostsee-Flotte im

Alleingang versenken


*Estland sei alleine in der Lage, die gesamte russische Ostseeflotte zu

versenken. Das sagte der estnische Abgeordnete Marko Mihkelson auf dem

Warschauer Sicherheitsforum (Warsaw Security Forum/WSF).


Bei dem Treffen in Polens Hauptstadt, an dem der Ex-NATO-Generalsekretär

als Ehrengast teilnahm, traten auch der ukrainische Präsident Wladimir

Selenskij sowie Verteidigungsminister Boris Pistorius und Außenminister

Johann Wadephul als Redner auf.


Mihkelson, der den Vorsitz des Auswärtigen Ausschusses des estnischen

Parlaments inne hat, nahm an dem Panel teil, das sich mit der wachsenden

Konfrontation mit Russland in der Ostsee beschäftigt. Der blumige Titel

lautete: "Wellen der Sorgen: flache Gewässer und tiefe Gefahren der

Ostsee". Natürlich kam Mihkelson dabei auf den Vorfall vor zwei Wochen

zu sprechen, als drei russische MiG-31-Kampfjets in den estnischen

Luftraum eingedrungen sein sollen, wofür Tallinn aber bislang keinerlei

Belege vorgelegt hat.

"Die NATO-Verbündeten müssen bereit sein, russische Flugzeuge

abzuschießen, wenn sie unseren Luftraum in einer Weise verletzen, die

uns in Gefahr bringt", forderte Mihkelson von den Partnern – Estland

selbst verfügt über keine Luftwaffe. Der russischen "Erpressung", dass

dies Krieg bedeute, dürfe man nicht nachgeben, so der Este.


Mihkelson betonte, dass sein Land die Ukraine "nicht erst seit dem

ersten Tag der großangelegten [russischen] Invasion" unterstütze,

sondern "bereits Ende 2021 mit militärischer Hilfe begonnen" habe. Ein

"gerechter und dauerhafter Frieden in Europa" sei nur

wiederherzustellen, wenn man der Ukraine helfe, "diesen Krieg zu

gewinnen". Mihkelson fügte hinzu: /"Nur die Niederlage der russischen

Aggression gegen die Ukraine wird uns helfen, auch unseren Teil der

Welt, die Ostsee, in Bezug auf Abschreckung, Stabilität und Sicherheit

deutlich zu verbessern."/

Die Zusammenarbeit der Ostsee-Anrainerstaaten sowie die NATO-Mission

"Baltic Sentry" habe sehr dazu beigetragen, "die Spannungen mit Russland

abzubauen", behauptete Mihkelson.

/"Hinzu kommen die Fähigkeiten, über die wir verfügen, und ich verrate

Ihnen hier kein großes Geheimnis: Estland ist alleine in der Lage,

innerhalb einer bestimmten Zeit die gesamte Ostseeflotte [Russlands] zu

versenken", /fuhr der Este fort, laut dem Russland wisse, dass seine

Fähigkeiten in der Ostsee "begrenzt" seien.



Anti-Spiegel 3. Oktober 2025

<https://anti-spiegel.ru/2025/nato-hauptquartier-der-landstreitkraefte-in-finnland-nahe-der-russischen-grenze-eroeffnet/



*NATO-Hauptquartier der Landstreitkräfte in Finnland nahe der russischen

Grenze eröffnet


*STOCKHOLM, 3. Oktober. /TASS/. Am 3. Oktober wurde in Mikkeli, 300

Kilometer von St. Petersburg entfernt, offiziell das NATO-Hauptquartier

der Landstreitkräfte in den nordischen Ländern (MCLCC) eröffnet.


„Im Herbst 2023 haben wir uns als NATO-Mitgliedsstaat als erstes Ziel

gesetzt, ein dem NATO-Hauptquartier [in Finnland] untergeordnetes

Hauptquartier zu errichten. Auf dem Treffen der

NATO-Verteidigungsminister im Juni 2024 wurde unser Ziel bestätigt.

Jetzt, ein Jahr später, eröffnen wir das Hauptquartier in Finnland“,

sagte Verteidigungsminister Antti Häkkänen laut Pressedienst des

Ministeriums bei der Zeremonie.

Häkkänen erklärte, die Arbeit des Hauptquartiers werde „die Sicherheit

der NATO stärken“ und „die Sicherheit Finnlands erhöhen“. Derzeit dienen

im Hauptquartier etwa zehn Soldaten. In Friedenszeiten wird es

voraussichtlich 50 Mann umfassen.


Das finnische Verteidigungsministerium erklärte außerdem, dass das

Hauptquartier die Einsätze der NATO-Landstreitkräfte in Nordeuropa

planen und koordinieren wird. „Unter normalen Umständen“ wird das

Hauptquartier für die Durchführung von NATO-Übungen und anderen

Aktivitäten verantwortlich sein, „im Notfall“ wird es „Landoperationen

und Verteidigung im hohen Norden“ überwachen und planen.


Das NATO-Hauptquartier der Landstreitkräfte in Mikkeli nahm am 1.

September seinen Betrieb auf. Das neue Hauptquartier liegt weniger als

200 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Im September 2024

wurde berichtet, dass das Hauptquartier in Friedenszeiten

NATO-Trainingsaktivitäten in der Region planen und durchführen wird. Das

sogenannte Hochbereitschaftshauptquartierwird rund um die Uhr in

Betrieb sein und dem Hauptquartier in Norfolk an der US-Ostküste

unterstehen.


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04.10.2025

EU-Kommission will Aufrüstung in den Mitgliedstaaten kontrollieren

transition-news.org, 4. Oktober 2025 von WS. 

Zu diesem Zweck wird sie eine jährliche Überprüfung der Rüstungsbeschaffungen in den Mitgliedstaaten einführen. Der EU-Militärstab ist bereits dabei, eine Übersicht über die Bestände und Ziele der nationalen Armeen zu erstellen, die stark von NATO-Vorgaben geprägt sind.


Die Europäische Kommission unter Ursula von der Leyen will auch in Aufrüstungsfragen die Kontrolle über die Mitgliedstaaten übernehmen und unter anderem eine jährliche Überprüfung der Rüstungsbeschaffungen der Mitgliedstaaten einführen. Ziel sei es, «einen Gesamtüberblick über die Aufrüstung der Union» zu erhalten.

Damit das Kriegsgeschäft auf EU-Ebene in Schwung kommt, wird die Kommission «Daten zu den Verteidigungsausgaben und Fortschritten der Mitgliedstaaten beim Schließen von Fähigkeitslücken abfragen» und anschließend einen Bericht veröffentlichen. Dieser «Jahresbericht über den Stand der Verteidigungsbereitschaft» soll jeweils im Oktober an die Staats- und Regierungschefs gehen – als Grundlage für den jährlichen Gipfel in diesem Bereich.

Wie Euractiv berichtet, will von der Leyen damit die «gemeinsam erzielten Fortschritte prüfen und strategische Leitlinien für vorrangige Maßnahmen geben».

Verteidigungskommissar Andrius Kubilius hat laut Euractiv kürzlich sogar ein «verpflichtendes Kapazitätsentwicklungsprogramm» ins Gespräch gebracht, das auf derselben Idee basiert. Von der Leyen wollte zudem «Verteidigungssemester» einführen, mit halbjährlichen Fortschrittsberichten. Dieser Ansatz sei jedoch verworfen und in das Prinzip jährlicher Berichte integriert worden.

Der EU-Militärstab (EUMS) ist bereits dabei, eine Übersicht über die Bestände und Ziele der nationalen Armeen zu erstellen, die stark von den NATO-Vorgaben sowie den Kooperationsmöglichkeiten der Europäischen Verteidigungsagentur (EDA) geprägt sind.

Großprojekte der Aufrüstung

Die EU-Kommission hat bereits vier Schlüsselprojekte im Verteidigungsbereich vorgestellt. Nach einer Reihe von Vorfällen, bei denen in diesem Monat ausländische Drohnen in den Luftraum von EU-Staaten eingedrungen seien, stünden zwei Vorhaben ganz oben auf der Agenda, informiert Euractiv. Dazu gehören die europäische «Anti-Drohnen-Mauer» (Drone Wall) und die Initiative «Überwachung der östlichen Flanke» (Eastern Flank Watch).

Die Anti-Drohnen-Mauer soll laut Kommission «Fähigkeiten zur Erkennung, Verfolgung und Neutralisierung von Drohnen sowie Kapazitäten zum Angriff auf Bodenziele» umfassen. Die Eastern Flank Watch dagegen soll nicht nur gegen Drohnen wirken, sondern auch gegen «hybride Operationen» – also «ein breiteres Spektrum an Bedrohungen wie Desinformation oder gesteuerte Migrationsbewegungen».

Die beiden weiteren vorgeschlagenen Projekte sind ein europäischer Luftverteidigungsschirm sowie ein Weltraumverteidigungsschirm. Details wurden Euractiv zufolge bereits von Kommissar Kubilius thematisiert. Außerdem will von der Leyen die «Wettbewerbs- und Beihilferahmen überarbeiten, insbesondere um eine stärkere industrielle Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich zwischen den Mitgliedstaaten zu fördern».

Dieses Vorhaben sei politisch sensibel, gibt Euractiv zu, «da es bislang an einer Harmonisierung der nationalen Ansätze mangelt». Auf jeden Fall will die Kommission am 16. Oktober schon mal ihre Aufrüstungs-Roadmap veröffentlichen.

Quelle:

  Euractiv: La Commission demandera aux États membres de l’UE un bilan annuel sur leur réarmement   - 30. September 2025


Info: https://transition-news.org/eu-kommission-will-aufrustung-in-den-mitgliedstaaten-kontrollieren


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04.10.2025

Süddeutsche Zeitung

sueddeutsche.de, Seite besucht am, 4. Oktober 2025, 13:25 Uhr

Seit ihrer Gründung 1945 steht die Süddeutsche Zeitung für journalistische Exzellenz. Unsere Werte prägen jede Ausgabe und machen uns zu einer der führenden Tageszeitungen Europas.


Laden Sie die Jubiläumsausgabe als pdf  kostenlos bis zum 20. Oktober 2025 herunter.

 

Info: https://produkte.sueddeutsche.de/wp-content/uploads/2025/10/fernausgabe-04.10.2025-komprimiert.pdf


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04.10.2025

Festakt zur Einheit im äußersten Westen

dert.site, vom 3 Okt. 2025 21:00 Uhr

Die Feier begann mit der Musik eines französischen Komponisten, dirigiert von einem französischen Dirigenten. Nach dem Bundeskanzler spricht der französische Präsident als Ehrengast. Für das Saarland passend, aber für den Anlass etwas eigenartig.


Quelle: www.globallookpress.com


Friedrich Merz und Brigitte Macron


Der diesjährige Festakt zum 3. Oktober fand in Saarbrücken statt, nach Düsseldorf die am weitesten westlich liegende Landeshauptstadt. Grund dafür war der derzeitige Vorsitz der saarländischen Ministerpräsidentin Anke Rehlinger im Bundesrat. Aber selbst die Zeit wunderte sich, dass "in der ersten Reihe der Saarbrücker Messehalle, bei den Ehrengästen und Repräsentanten, kein Ostdeutscher, keine Ostdeutsche zu sehen ist … Man wird den unangenehmen Eindruck nicht los, dass ausgerechnet die Ostdeutschen auf dieser Einheitsfeier an der fernen Saar nur Zaungäste sind." Stattdessen hieß der Gastredner des Tages Emmanuel Macron, obwohl das Thema des Tages nicht die Eingliederung des Saarlands in die Bundesrepublik im Januar 1957 war.

Die saarländische Ministerpräsidentin, die die Veranstaltung eröffnete, erklärte, Deutschland sei "gemeinsam vereint im Wandel". Außerdem kritisierte sie die Perspektive auf die Einheit: "Warum fragen wir eigentlich so selten danach, was Bayern oder Schleswig-Holstein oder das Saarland von ihren Mitbürgern im Osten gelernt haben?" Eine Formulierung, die den Berichterstatter der Zeit zu Spott veranlasst: "Da wüsste man gern, was sie als Saarländerin gelernt hat von den Ostdeutschen. Aber es scheint dann doch nicht genug zu sein, dass sie davon erzählen wollte."


Deutschland am Feiertag: 35 und kein bisschen einig





Meinung

Deutschland am Feiertag: 35 und kein bisschen einig






Bundeskanzler Friedrich Merz hielt eine Rede, die nach vorn gerichtet sein wollte: "Lassen Sie uns eine gemeinsame Kraftanstrengung unternehmen für eine neue Einheit in unserem Land". Er beschwor die Deutschen, "mit Zuversicht und Tatkraft nach vorn" zu blicken. Begleitet wurde das von der Ankündigung einer Reform des Sozialstaats und einer Aufforderung zum freiwilligen Wehrdienst. "Die Verantwortung für unsere Freiheit liegt bei uns allen. Nehmen wir diese Verantwortung an."

Merz hatte, so berichtet die Zeit, für diese Rede auf einen Redenschreiber zurückgegriffen, der zuvor schon für Angela Merkel und Wolfgang Schäuble Reden geschrieben hatte. Merkel übrigens hatte schon vor Beginn der Feier die westlastige Auswahl der Redner moniert: "Vielleicht hätte man auch jemanden aus Osteuropa oder aus Ostdeutschland als Gastredner nehmen können, anlässlich von 35 Jahren Einheit."

Der französische Präsident Emmanuel Macron, der sich im eigenen Land gerade wieder wütenden Demonstrationen gegenübersieht, pries die deutsch-französische Freundschaft, die die Kriege zwischen den beiden Ländern beendet habe, erklärte dann aber gleich, derzeit kehre der Krieg in Gestalt von Cyberattacken und Luftraumverletzungen zurück. Die Demokratie sei von innen bedroht und die öffentliche Debatte sei einer Hassdebatte gegen die Regierenden gewichen. Je nach Umfrage liegt die Zustimmung zu Macron in Frankreich knapp unter oder knapp über 20 Prozent.

Merz' Auftritt fand ein höchst unterschiedliches Echo. Während die Rheinische Post ihm attestiert, den "richtigen Ton" getroffen zu haben, kritisiert das SPD-eigene Presseportal RND die "Ruck-Rede" als wenig glaubwürdig, und t-online kommentiert, Merz habe der Mut gefehlt, Probleme offen anzusprechen. Die Zeit schreibt Merz – oder vielmehr seinem Redenschreiber – "souveräne Menschenfreundlichkeit" zu. Und die Tagesschau hörte eine Grundsatzrede. Der eigentliche Anlass des Feiertags jedoch ist weit in den Hintergrund getreten.


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04.10.2025

Hamsterkäufe wegen Drohnen – die Dänen drehen durch

rtnewsde.site, 4 Okt. 2025 06:30 Uhr

Nach den wiederholten Drohnensichtungen kommt es in Dänemark aus wachsender Sorge vor einem Krieg zu einem Ansturm auf haltbare Lebensmittel, wie die "New York Times" berichtet. Indes versprach der russische Präsident Wladimir Putin, keine Drohnen mehr in das skandinavische Land zu schicken.


Quelle: www.globallookpress.com © Martin Wagner via www.imago-images.de


Symbolbild


Die Panikmache der dänischen Regierung angesichts der Sichtung von Drohnen unbekannter Herkunft in der Nähe von Flughäfen und Militäranlagen des Landes zahlt sich aus – zumindest für die Hersteller von Reis, Makrelenkonserven und Radios.

Denn wie die New York Times berichtet, kommt es in dem skandinavischen Land zu einem Ansturm auf Lebensmittel und andere Güter, die sich als Notvorräte eignen. So seien die Verkäufe von gefriergetrockneten Campinglebensmitteln des Outdoor-Ausrüsters "Wolf Tactical" um 400 Prozent gestiegen.


Drohnen in Norwegen: Festnahme von drei Deutschen – Medien schweigen





Meinung

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"Wir haben einen wahnsinnigen Anstieg der Verkaufszahlen erlebt", sagte Waldemar Badsted, Verkäufer bei "Wolf Tactical". "Die Menschen machen sich Sorgen wegen eines Krieges", fügte er hinzu.

Die Notrufnummern der Polizei würden "von besorgten Bürgern mit falschen Alarmmeldungen überhäuft, die sich letztlich als kleine Flugzeuge, Industrielichter oder einfach nur Sterne in einer besonders klaren Herbstnacht herausstellten", so die US-Zeitung.

In dem Bericht kommt der Fotograf Henrik Abildgaard zu Wort, der in Vestbjerg lebt, einer kleinen Stadt im Norden Dänemarks in der Nähe einer Militärbasis. Als er abends auf seiner Veranda saß, sah er "etwas über den Himmel sausen und rot und grün blinken". Eine halbe Stunde später entdeckte er ein weiteres Objekt.

"Als er das Video, das er aufgenommen hatte, mit den Fernsehaufnahmen verglich, wurde ihm schnell klar, dass es sich um einen der mysteriösen Drohnenflüge handelte, die Dänemark in den vergangenen zehn Tagen in Aufruhr versetzt hatten", so die NYT, die ihren Lesern jedoch nicht erklärte, warum eine mutmaßlich russische Spionagedrohne mit blinkenden Lichtern auf sich aufmerksam machen sollte.

Stattdessen schreibt die Zeitung, dass "Analysten zufolge" Dänemark ein "logischer Ort" sei, an dem Russland "Feindseligkeiten provozieren" könnte, denn das Land sei einer der lautstärksten Kritiker Moskaus in Europa und einer der stärksten Unterstützer der Ukraine.

Nach dem ersten Vorfall in der Nacht vom 22. auf den 23. September, bei dem zwei oder drei Drohnen gesichtet wurden und infolgedessen der Flughafen in Kopenhagen mehrere Stunden gesperrt wurde, sprach Ministerpräsidentin Mette Frederiksen vom "bislang schwersten Anschlag auf die dänische kritische Infrastruktur". Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen bezeichnete den Vorfall als einen hybriden Angriff, der von Profis durchgeführt worden sei – wobei es sich offenkundig um Panikmache handelte, denn keine der gesichteten Drohnen habe irgendetwas angegriffen.


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"Dänische Beamte haben eingeräumt, dass sie die Drohnen weder beim Einflug in ihren Luftraum noch beim Verlassen desselben verfolgen konnten", heißt es weiter in dem NYT-Artikel. Auch für diese Behauptung, dass die Drohnen von außerhalb in den dänischen Luftraum eingedrungen sind, gibt es keinerlei Belege.

Wie die Hamsterkäufe zeigen, haben die Erklärungen der Regierung zu einer entsprechenden Panik in der Bevölkerung geführt. Diese wird geschürt von Medien wie dem öffentlich-rechtlichen Sender DR, der auf seiner Webseite einen Ratgeber veröffentlichte mit dem Titel: "So sprechen Sie mit Ihrem Kind über Drohnen und hybride Angriffe."

Indes können die Dänen wohl vorerst aufatmen. Als Russlands Präsident auf dem Waldai-Forum gefragt wurde, warum er so viele Drohnen nach Dänemark schickt, versprach er, dies nicht mehr zu tun. "Ich lasse es jetzt. Wo kommen die noch mal überall an? Ist okay, ich lasse es jetzt", scherzte Wladimir Putin. Kein Scherz war hingegen seine Vermutung, dass es sich bei der ganzen Drohnenhysterie um eine Methode der jeweiligen Länder handle, die Konfrontation gegenüber Russland zu verschärfen und die Verteidigungsausgaben zu erhöhen.


Mehr zum Thema – Wie im Drehbuch: Unbekannte Drohnenflüge – EU und NATO planen "einheitliche Antwort" für Russland


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04.10.2025

Der "Große Sumpf" nähert sich den Grenzen Russlands

rtnewsde.site, 4 Okt. 2025 06:15 Uhr, Von Alexander Nossowitsch

Was als absurde Idee begann, wird Realität: Polen, Finnland und die baltischen Staaten wollen ihre Grenzen zu Russland und Belarus "versumpfen", angeblich als Panzersperre. Hinter dem Projekt steckt weniger Verteidigung als der Versuch, EU-Gelder unter dem Vorwand der "russischen Bedrohung" abzugreifen.


Quelle: www.globallookpress.com © Matthias Balk / dpa


Nutria im Sumpfgebiet bei Karlsruhe, 29. März 2025 (Symbolbild)


Der anekdotisch klingende Plan der europäischen Nachbarstaaten, die Grenzen zu Russland und Weißrussland zu versumpfen, damit keine russischen Panzer durchkommen können (noch vor anderthalb Monaten hielten viele dies für einen Scherz), nimmt nun konkrete Formen an. Der gesamte Grenzstreifen zu diesen Ländern soll von Polen bis Finnland ernsthaft in ein undurchdringliches Sumpfgebiet umgewandelt werden. Vorbilder: Venedig, das die antike Zivilisation vor den Barbaren rettete, und die Totensümpfe, die den Weg nach Mordor schützten.

In Warschau und Helsinki hofft man, dass die wiederhergestellten Sümpfe zusätzliche Hindernisse für die Bewegung feindlicher Militärtechnik schaffen und auf diese Weise die Verteidigungsfähigkeit Polens und Finnlands stärken werden. Lettland gab bereits letzte Woche bekannt, dass die Wiederherstellung der Sümpfe eine nationale Priorität sei: Das Verteidigungsministerium dieses Landes nahm dieses Projekt in den Staatsplan zur Militarisierung auf. Auch aus Litauen kam die Meldung, dass dem Land 100 Millionen Euro für die Versumpfung der litauisch-weißrussischen und litauisch-russischen Grenze fehlen.


Estland baut Panzergraben an Grenze zu Russland





Estland baut Panzergraben an Grenze zu Russland







Nun wird dieser Unsinn in die Praxis umgesetzt. Es liegt auf der Hand, dass das "Sumpf"-Thema den lokalen Politikern keineswegs dazu dient, die "Verteidigungsfähigkeit zu stärken". Selbst ihre intellektuellen Fähigkeiten reichen aus, um zu verstehen, dass es keinen Sinn macht, Wälder und Felder zu versumpfen: Panzer fahren ohnehin auf Straßen. Das Ziel besteht darin, Geld von der Europäischen Union zu beschaffen, indem sie ihre erneute Bettelei in die derzeit beliebte Formulierung des Schutzes vor der "russischen Bedrohung" verpacken.

Daher beantragten Polen, Finnland und die baltischen Staaten bereits eine Kofinanzierung ihres "Sumpfprojekts" aus den EU-Strukturfonds, die seinerzeit geschaffen wurden, um die Entwicklung der rückständigen Länder Osteuropas voranzutreiben. Sie werden sich sicherlich fragen: Wie kann die Umwandlung fruchtbarer Böden in Sümpfe als Entwicklung betrachtet werden? Aber die Brüsseler Bürokratie hat ihre eigene Logik, die für normale Menschen nicht nachvollziehbar ist.

Schließlich wurde auch die Schließung des Kernkraftwerks Ignalina in Litauen aus EU-Strukturfonds finanziert. Auch dies galt als Infrastrukturprojekt, das auf die Entwicklung und die Überwindung des Rückstands Litauens abzielte. Wenn der Verzicht auf Kernenergie in Europa Fortschritt bedeutet, dann scheinen Sümpfe die Zukunft der Menschheit zu sein. Übrigens, was das Kernkraftwerk Ignalina betrifft, das von der Sowjetunion in Litauen gebaut und von der Europäischen Union geschlossen wurde: In den aktuellen Ereignissen gibt es zweifellos eine historische Logik und Gerechtigkeit: In den baltischen Republiken wurde die Landgewinnung von der UdSSR durchgeführt.


Deutsche Schule in Litauen eröffnet – 700 Soldatenkinder erwartet





Deutsche Schule in Litauen eröffnet – 700 Soldatenkinder erwartet






Dabei erfolgte die Gewinnung landwirtschaftlich nutzbarer Flächen nach dem Prinzip der "positiven Diskriminierung": Während in Lettland 80 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen trockengelegt wurden, waren es im benachbarten Gebiet Pskow der RSFSR nur drei Prozent. Die Mittel für die Landgewinnung kamen in beiden Fällen aus Moskau.

Aus Sicht der offiziellen Ideologie der baltischen Staaten handelt es sich bei den für wirtschaftliche Zwecke trockengelegten Flächen um ein "Erbe der Okkupation". Es ist ihr gutes Recht, darauf zu verzichten und die ursprünglich "souveränen" Sümpfe zurückzugewinnen – genauso wie sie sich von Fabriken, Konstruktionsbüros, Forschungsinstituten und Atomkraftwerken "befreiten". Dann sollten sie auch auf die Asphaltstraßen verzichten. Denn auch diese wurden von der Sowjetunion gebaut, und nun können sich russische Panzer auf dem von den "Okkupanten" verlegten Asphalt bewegen.

Die aktuellen Entwicklungen an den westlichen Grenzen veranlassen Russland dazu, nicht nur seine Beziehungen zu seinen unmittelbaren Nachbarn, sondern auch seine Haltung gegenüber Europa zu überdenken. Es geht nicht darum, dass Polen und die baltischen Staaten der EU wahnhafte Gesuche um Finanzhilfen vorlegen, wie beispielsweise die Versumpfung von Flächen als Infrastrukturprojekt. Vielmehr geht es darum, dass sie die richtigen Worte für die Eurobürokratie finden, auf deren Grundlage diese Gesuche eine entsprechende Kofinanzierung erhalten.


Szijjártó: Kernenergie hat Potenzial, Ost und West zu vereinen





Szijjártó: Kernenergie hat Potenzial, Ost und West zu vereinen






Was weltweit als Verfall und Niedergang gilt, wird im heutigen Europa als Entwicklung und Fortschritt bezeichnet. Und solche "Entwicklung und Fortschritt" sind dort derzeit überall zu beobachten. Die Kernenergie wurde nicht nur in Litauen, sondern auch in Deutschland abgeschafft. Industriegiganten werden in ganz Westeuropa stillgelegt, so wie es in Osteuropa vor 35 Jahren der Fall war.

Die "russische Bedrohung" – als Schreckgespenst, mit dem die Aufmerksamkeit der Bevölkerung endlos von innenpolitischen Problemen abgelenkt werden kann – ist heute nicht nur in den baltischen Staaten, sondern auch in Skandinavien und Frankreich eine gängige Praxis. Russland sollte sich darauf einstellen, dass es westlich seiner Grenze mit einer zunehmend schwächer werdenden, alternden und zudem in einen "kämpferischen Marasmus" verfallenden Region konfrontiert sein wird. Es wäre daher sinnvoll, eine Schutzmauer zu haben, zumal die Nachbarländer diese freundlicherweise selbst errichten – wenn auch nur aus Sümpfen.

Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 2. Oktober 2025 zuerst bei RIA Nowosti erschienen.


Mehr zum Thema – Warum die Balten an ihren verbliebenen Handelsbeziehungen zu Russland festhalten


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Video https://rumble.com/v6zqcyg-3.tag-des-waldai-forums-strategien-zur-strkung-der-souvernitt.html Dauer 1:57 Min. 


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04.10.2025

"Deutsche Einheit": bizarre Zeremonie....

aus e-mail von Doris Pumphrey, 4. Oktober 2025, 10:19 Uhr


Berliner Zeitung 3.10.2025

<https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/35-jahre-deutsche-einheit-friedrich-merz-haette-die-brd-lieber-mit-frankreich-vereinigt-li.2360544>


*35 Jahre Deutsche Einheit:

Friedrich Merz hätte die BRD lieber mit Frankreich vereinigt


*In einer bizarren Zeremonie mit Präsident Macron als Ehrengast anstelle

von Stimmen aus dem Osten, klammert sich die Staatsspitze an vergangene

Zeiten.


Moritz Eichhorn


Wer die Feier zum 35. Tag der Deutschen Einheit in Saarbrücken

verfolgte, musste auf die Idee kommen, am 3. Oktober 1990 hätten sich

nicht zwei deutsche Staaten, sondern die Bundesrepublik mit Frankreich

vereinigt. Denn Ostdeutschland kam im Saarland kaum vor. Keine Redner,

keine Musiker, nicht mal ein Moderator aus dem Osten. Die Veranstaltung

stand unter dem nichtssagenden Motto: „Zukunft durch Wandel“. Gibt es

irgendeine Zukunft ohne Wandel? Ist Wandel nicht Zukunft, die entsteht?

Wahrscheinlich war gemeint: Nur, wer sich wandelt, hat eine Zukunft.

Aber wie der Osten sich wandelt, das gefällt im Westen auch nicht.

Vielleicht ging der Blick daher westwärts.


Nach der Darbietung eines Satzes aus der vierten Symphonie des weithin

unbekannten französischen Komponisten Théodore Gouvy durch das

saarländische Staatsorchester unter der Leitung eines französischen

Dirigenten begann die Ministerpräsidentin des Saarlands ihre Rede. Sie

verneige sich vor dem Mut der Ostdeutschen, erklärte Anke Rehlinger.

„Ohne Sie wären wir heute nicht hier.“ Stimmt, aber dann wurde trotzdem

nur über Ostdeutsche geredet, sie selbst sprachen nicht. In einem

kuriosen Vergleich behauptete Rehlinger, das Saarland habe die

Wiedervereinigung im Kleinen „exakt schon einmal geprobt“. Sie spielte

wohl auf die Volksabstimmung 1955 an, deren Ergebnis als Ausdruck des

Willens der Region zu einem Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland

angesehen wurde. Naja. Vielleicht hätte sie über einen der

berühmt-berüchtigten Söhne des Saarlands sprechen sollen. Von dort

stammt bekanntermaßen Erich Honecker. Aber so viel Auseinandersetzung

mit deutsch-deutschen Lebenslinien war ihr offenbar nicht möglich.


Lieber packte die SPD-Politikerin, deren Bundesland auf den

wirtschaftlichen Kollaps zusteuert, und in dem ein Vertreter der

ansässigen Automobilbranche sagt: „An der Saar wird nie wieder ein Auto

gebaut werden.“, ihr Schulfranzösisch aus. „Merci beaucoup et bienvenue,

cher Emmanuel“, bedankte Rehlinger sich bei Macron für dessen

Anwesenheit. Bei solchen abgetakelten Ritualen ist Politikern Applaus

sicher. Es wird so getan, als spreche Adenauer de Gaulle nach dem Krieg

erstmalig in dessen Muttersprache an. Verbrauchte Gesten einer

vergangenen Zeit.


In ihrer Rede fabulierte Rehlinger von einem „wichtigen Signal für die

deutsch-französische Freundschaft“, das durch Macrons Besuch von

Saarbrücken ausgehe. Als ob es irgendeine andere Freundschaft zwischen

zwei Ländern in Europa gibt, die derart für politische Zwecke

ausgequetscht wird wie diese und weiterer „Signale“ bedarf.


Zum ersten Mal seit 20 Jahren sprach mit Emmanuel Macron ein

ausländischer Staatsgast bei einer Einheitsfeier. Endlich ist die Mauer

zwischen dem Saarland und dem Elsass gefallen! Zum 35. Jahrestag des

Mauerfalls verlegten Merz, Rehlinger und Co. die deutsch-deutsche Grenze

einfach an den Rhein. Aber Rehlinger sagte auch: „Muss denn der Osten

sich so lange wandeln, bis er ist wie der Westen? Ich halte das für

keine gute Idee.“


Und dann kam Merz. Die Plattitüden hätte er wettmachen können. Eine

Grundsatzrede hatten Beobachter erwartet. Sogar das Gerücht einer

Ruck-Rede ging um.


Nur kurz blickte der Kanzler auf die Ereignisse vor 35 Jahren zurück.

Den 3. Oktober nannte er einen „Festtag“. Er erinnerte aber auch an die

wechselseitigen Missverständnisse und die Erfahrung individueller

Zurücksetzung von Menschen in Ostdeutschland. Doch hier blitzte

Parteilichkeit auf. Merz sprach von „Erfahrungen, die wir zu achten

haben.“ Wer ist dieses Wir? Ostdeutsche selbst achten ihre eigenen

Erfahrungen. Das hörte sich nach einem Wessi-Wir an.


Dann wechselte Merz in die Bestandsaufnahme. Und die war so nüchtern wie

zutreffend. „Unsere Nation steht mitten in einer wichtigen, vielleicht

entscheidenden Phase ihrer neueren Geschichte.“ Die Machtverhältnisse

auf dem Globus veränderten sich. „Die Weltwirtschaftsordnung wird gerade

umgeschrieben.“ Der Kanzler erwähnte die „jahrelange ungesteuerte,

irreguläre Migration“ und den wirtschaftlichen Abstieg. „Es versteht

sich nicht mehr von selbst, dass die Welt sich an uns orientiert.“ Mit

„uns“ war der Westen gemeint.


Doch so richtig die Beschreibungen waren, so sehr vermied Merz es,

Ursachen zu benennen. Viele der Autokratien, die das Machtgefüge

verschieben, sind ja nicht neuerdings Gegner des Westens. Ihr enormer

wirtschaftlicher und technologischer Erfolg gibt ihnen nur zusehends die

Mittel, ihre Interessen durchzusetzen. Warum aber florieren sie im

Gegensatz zu uns? „Wir müssen heute begreifen: Vieles muss sich ändern,

damit es so bleiben kann wie es ist“, lehnte Merz seine Lösung an die

altgewordene Formel aus dem Roman „Der Leopard“ von Giuseppe Tomasi di

Lampedusa an. Dort steht: „Alles muss sich ändern, damit alles bleibt,

wie es ist.“


Doch was sich ändern muss, sagt Merz den Deutschen nicht. „Lassen Sie

uns eine gemeinsame Kraftanstrengung unternehmen für eine neue Einheit

in unserem Land.“ Mit Zuversicht solle Deutschland nach vorne schreiten.

Doch Zuversicht auf was und weshalb?


Seine Regierung sei sich der Dimension der Aufgabe bewusst, aber diese

Dimension „muss auch von allen verstanden und angenommen werden“. Das

klingt so, als könne der Regierungschef das Land erst erneuern, wenn die

Bürger ihr Okay gegeben haben. Aber war nicht der Sieg der Union bei der

Bundestagswahl das ultimative Okay? „Die Verantwortung aber liegt bei

uns allen,“ verlautbarte Merz. Sind wir jetzt alle für die

unerlässlichen Reformen zuständig, mit deren Ankündigung er im Februar

gewann, – oder meint er Vizekanzler Lars Klingbeil?


Die Mischung aus nüchterner Bestandsaufnahme und abstrakten Appellen

fügte sich zu nicht zu einer Pointe. Entweder hörten Merz‘ Gedanken zu

früh auf oder beginnen zu spät. Es ist, als kenne der Kanzler die

Ursachen und auch die Abhilfe, doch wolle oder dürfe er die Strecke

dazwischen nicht preisgeben.


Vielleicht muss jeder Bürger, den der Kanzler in die Verantwortung

nimmt, sich bei einfach den Rest denken. Wie bei diesem Satz: „Wir haben

es im Westen nur mit der Hilfe der USA, Großbritanniens und Frankreichs

in die Freiheit hineingeschafft. Die Menschen in Ostdeutschland aber

haben sich mit dem eigenen Mut zur Freiheit aus den Fesseln der zweiten

deutschen Diktatur gelöst.“ Könnte heißen: Den Westen kann nur der

Westen befreien, der Osten nur sich selbst.


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04.10.2025

Der Poet Hans-Eckardt Wenzel über deutsche Einheit, Kriegspropaganda und ideologische Sprache

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Magazin Marx is´Muss






Deutsche Einheit

»Im Zentrum der Macht ist man gefangen«
nd-aktuell.de, 01.10.2025, 17:36 Uhr, 



Foto: imago/VIADATA


Auf der großen Berliner Demonstration am 4. November 1989, fünf Tage vor der Öffnung der DDR-Grenzen und knapp ein Jahr vor der deutschen Vereinigung, haben Sie gemeinsam mit Ihrem Bühnenpartner Steffen Mensching gesungen. Viele Menschen wollten im Herbst 1989 mehr Freiheit – Redefreiheit, freie Wahlen, Reisefreiheit. War es auch das, was Ihnen vorschwebte?

Das Unerträgliche zu ändern, ist doch immer ein Grundimpuls für Aufbegehren. Uns quälten einige Unerträglichkeiten, die wir nicht weiter hinnehmen wollten. Wir wollten die DDR reformieren, auch wenn das viele von damals heute nicht mehr wahrhaben wollen. Konkrete Forderungen sind immer der Hebel, der die Verhältnisse in Bewegung bringen soll.

Viele Hoffnungen, aber auch viele Illusionen?

Wann sich Hoffnungen in Illusionen verwandeln, das wissen wir nie. Wenn man hofft, gibt es die Enttäuschung noch nicht, denn man hofft bedingungslos. Dann kommt unweigerlich der Moment, wo die Bedingungen wieder bedacht werden, und dann muss das, was uns täuscht, entmachtet werden. Eine Revolte ist doch nicht gleichzusetzen mit einer Bestellung im Internet, wo man ordert: Das und das will ich haben. Heute schreibt man die Geschichte dieser Zeit gern so, als wären wir unmündig gewesen, auch in unserem Hoffen, und hätten etwas gefordert, das es gar nicht gibt. Aber man muss doch immer das fordern, was es nicht gibt, damit es das irgendwann einmal geben kann.


Nach dem Zusammenbruch des Staatssozialismus und der deutschen Vereinigung kursierte das Schlagwort vom Ende der Geschichte. Eine Illusion ganz anderer Art.

Die These vom Ende der Geschichte führt die Hybris des westlichen Kapitalismus vor. Der Kapitalismus braucht keine Geschichte; in der Geschichte kann man keine Geschäfte machen, Geschäfte macht man in der Gegenwart. Dass nach dem Zusammenbruch des Ostens der Gedanke aufkam, die Geschichte sei an ihr Ende gelangt, dass es nur noch Gegenwart geben würde, zeigt ja den Unsinn. Wir erleben gerade, wie dieses Denksystem erodiert. Wer sich als Sieger feiert, der trägt in sich bereits das Virus des Verlierens. Das zeigt uns die Geschichte deutlich. Aber der Westen wollte das nicht sehen, weil er glaubte, dass er sich alles nehmen kann. Dass ihm nun alles gehört.


Interview

Frau Müller

Hans-Eckardt Wenzel ist Poet, Kompo­nist und Sänger. Der 70-Jährige tourt mit seinen Liedern unentwegt durch den Osten, solo und mit Band. Auf der Bühne atmen selbst seine bissigen Ansichten und Beob­ach­tungen eine clowneske Leichtigkeit. Im Gespräch ist er freundlich, aber sehr entschieden. Mitte November spielt Wenzel beim nd-Leser­reise­treffen in Swinoujscie.

Weshalb, glauben Sie, berühren die Kriege in der Ukraine und in Gaza die deutsche Gesellschaft viel mehr als vorherige in Libyen, Syrien, Jugoslawien, Afghanistan, Irak?

Krieg ist in den letzten Jahren zur dominanten Form der Politik geworden. Embargos und Kriege, also das Monologische einer Kultur, die sich überlegen glaubt. Krieg ist die Regel geworden, und man hat uns daran gewöhnt; und wir merken, dass alle diese Kriege zu einem großen, ultimativen Krieg führen werden, wenn wir diese Politik nicht unterbrechen. Der Jugoslawien-Krieg stellte noch eine Ausnahme dar, zur Gewöhnung brauchte es die Auschwitz-Drohung. Der vermeintliche Feind wird als das Böse »an sich« hingestellt. Es gibt auch hier keine Geschichte. Nur gut und böse, wie hell und dunkel. Wenn man anderen Völkern nicht mehr die gleiche Menschlichkeit zugesteht wie sich selbst, ist man bereit, alles mit Waffen zu regeln und zu morden.

Kritisieren Sie den Krieg Russlands in der Ukraine genauso wie die Waffenlieferungen des Westens an die Ukraine?

Ich glaube daran, dass sich alle Probleme und Widersprüche gewaltfrei lösen lassen. Wenn man die Widersprüche ohne Panzer und Drohnen lösen könnte, wer sollte da noch was verdienen? Moralische Konstruktionen müssen her: die Freiheit am Hindukusch verteidigen, die Zivilisation vor dem Russen schützen … Kommen dann noch neue Waffen hinzu, besteht quasi ein Abonnement auf den Sieg. Aber niemand hat ein Recht, ein anderes Land zu überfallen.

Führt Russland einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg?

So wie dieser Begriff benutzt wird, hat er die Aufgabe, alle historischen Bedingungen, die dazu führten, dass der Krieg Realität wurde, alle diese Bedingungen auszublenden. Man blendet auch aus, dass es Möglichkeiten gab, ihn zu verhindern. Nehmen wir den Ukraine-Krieg. Scholz und Macron hatten die Gelegenheit, die bestehenden Konflikte diplomatisch zu lösen, die EU hatte die Möglichkeit. Es scheint so, als ob sie höchstes Interesse an diesem Konflikt hatten. Dafür braucht man solche Begriffe. Sie verschleiern. Man muss jeden Krieg in seiner Geschichtlichkeit, in seinem Entstehen betrachten, sonst kann man ihn nicht beenden. Angriffskriege sind immer völkerrechtswidrig, aber warum wird das beim Ukraine-Krieg betont und nicht beim Krieg gegen Jugoslawien? Oder beim Krieg, den die USA in Vietnam geführt haben?

In einem Ihrer bekanntesten Lieder heißt es: »Halte dich von den Siegern fern, halte dich tapfer am Rand.« Was heißt das, sich am Rand zu halten? Sich rauszuhalten?

Vom Rand aus kann man ins Zentrum sehen. Und man kann auch nach »außerhalb« schauen. Es heißt nicht, sich rauszuhalten. Es heißt auch, den Hohn der Zentrierten zu ertragen. Im Zentrum der Macht ist man gefangen und befangen, Loyalität wird eingefordert. Man will dazugehören. Die Verkommenheit deutscher Medien hat nicht damit zu tun, dass Redakteure von irgendeiner Parteileitung instruiert wurden. Sie wollen dazugehören. Das reicht zur Disziplinierung. An den Rändern, im Exzentrischen können Konstruktionsfehler besser erkannt werden.

Seit Jahrzehnten sind Sie fast pausenlos künstlerisch unterwegs, aber im Radio, in den etablierten Medien kommen Sie kaum vor. Ärgert Sie das?

Ja, schon, aber das habe ich bereits in der DDR lernen müssen. Ich passe in keinem System richtig ins Bild. Heute kommt hinzu, dass man das Attribut ostdeutsch meist benutzt, um zu zeigen, dass es sich nicht um wirklich richtige Kunst handelt. Selbst mein Freund Christoph Hein wird immer noch als ostdeutscher Schriftsteller bezeichnet. Wir haben diesen unabwaschbaren Stempel bekommen.

Vor zwei Jahren haben Sie ein Manifest für einen anderen öffentlich-rechtlichen Rundfunk unterschrieben. Was besorgt Sie?

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wurde in den letzten Jahren zunehmend zu einem Ideologie-Apparat »umreformiert«.

Wirklich, vor allem Ideologie?

Ich gucke kein Fernsehen mehr und höre kein Radio mehr, ich ertrage das nicht. Aber das Geld, das dort verbraten wird, zahle ich und zahlen andere Leute. Wir bräuchten dringend eine öffentliche, unabhängige Medienlandschaft, mit hohem journalistischem Standard, gerade in Zeiten der Atomisierung durch soziale Medien, Chatgruppen und das Halbwissen des Internets. Wir brauchen kultivierte Öffentlichkeit. Ich will keine amerikanischen Verhältnisse, wo ein paar Milliardäre die Medien besitzen. Aber es muss sich etwas ändern. Sonst ist das vorbei.


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Sie spielen Ihre Konzerte fast ausschließlich im Osten Deutschlands.

Ich habe mich vor ein paar Jahren entschieden, meine Kräfte nicht mehr dort zu verschwenden, wo man mich nicht wirklich braucht. Der bundesdeutsche Kulturbetrieb hat die ostdeutsche Kulturszene nie ernst genommen. Also spiele ich nur noch im Osten – mit einigen Ausnahmen bei Freunden, die mir geholfen haben und ernsthaft an meinen Arbeiten interessiert sind. Es sind genug Konzerte. Zum anderen geht mir die Ignoranz des Westens auf den Geist. Das ist sicher ungerecht gegenüber vielen Leuten. Aber meine Wahrnehmung ist so.

Auch im Osten sind Sie hier und da nicht mehr erwünscht. Letztes Jahr haben Sie mit einem offenen Brief auf die Konzertabsage eines Kulturprojekts reagiert, die mit Aussagen von Ihnen unter anderem zum Gendern und zum Ukraine-Krieg begründet war.

Ein Vorwurf der Mittzwanziger gegen mich war auch: ein falsches DDR-Bild. Da musste ich schmunzeln, da ich ja mit meinen 70 Jahren jeweils die Hälfte in einem der beiden deutschen Staaten verbracht habe. Jedenfalls gab es großes Geschrei von den »Gesinnungsstalinisten«. Sie leiden meist unter Halbbildung und glauben, dieses Defizit mit moralischer Überheblichkeit wettmachen zu können. Ich unterstelle ihnen a priori keine Bösartigkeit. Sie wollen die Welt verbessern, aber begreifen nicht, dass sie mit ihrem Messianismus das Gegenteil tun, dass sie mit der Wokeness die soziale Frage zum Nebenschauplatz machen. Es geht nicht mehr um Gerechtigkeit für alle, sondern um Gerechtigkeit für bestimmte Gruppen, Geschlechter und gedachte Identitäten.

Stecken in den Fragen von Wokeness und Geschlechtergerechtigkeit nicht überall soziale Fragen von Benachteiligungs- und Unterdrückungsverhältnissen?

Das kann man doch nicht sprachlich lösen. Wenn man Gesellschaften über Sprache verändern will, ist man auf der Ebene der LTI – Victor Klemperers Analyse der faschistischen Sprache des Dritten Reiches. Da wurde versucht, über sprachliche Regelungen die Gesellschaft zu ändern.

Faschistisch? Sie selbst sagten neulich in einem Interview, so inflationär, wie mit dem Faschismus-Vorwurf hantiert werde, entwerte das den Begriff.

Ich ziehe Vergleiche, mehr nicht. Wo wurde Sprache als Instrument genommen, um gesellschaftliche Formen zu verändern? Gendersprache ist ein Traum urbaner Eliten. Eine Sprache, die sich nicht für die Poesie eignet, ist Ideologiesprache. Hinzu kommt das eigentliche Dilemma, das den Diskurs um dieses Phänomen bestimmt: Indem ich es jetzt hier so formuliert habe, bin ich für viele sofort als rechter, sexistischer, rassistischer, alter, weißer usw. Mann »enttarnt«. Und wenn dies feststeht, muss man sich nicht mehr die Mühe machen, sich mit den Argumenten auseinanderzusetzen. Es ist die Form unseres defekten gesellschaftlichen Diskurses. Wird der andere von vorneherein als Unredlicher, Verschwörer, Schwurbler, Impfgegner, Putin-Versteher usw. definiert, so befreit es die Gegenseite davon, sich ernsthaft mit den Auffassungen zu befassen. Wer nicht der eigenen moralischen Gruppe angehört, mit dem muss man nicht reden. Das ist eine Krux, eine gefährliche, die unsere Demokratie aushöhlt.

Fühlen Sie sich richtig verstanden, wenn man aus Ihrer jüngsten CD »Strandgut der Zeiten« Verbitterung heraushört?

Nein, das ist Unsinn! Wenn man ernsthaft am Sinn der Gegenwart zweifelt, ist man doch nicht verbittert. Wäre ich verbittert, würde ich schweigen, würde ich nicht mehr darauf hoffen, dass meine Arbeit etwas verändern könnte. Manche Wahrheiten lassen sich nicht charmant erzählen. Das, was Sie meinen, ist wohl eher Zorn. Zorn ist der Anfang der Kunst. Das erste Wort der »Ilias« heißt Zorn. Wir haben doch nur diese beiden Möglichkeiten: Widerspruch oder Trost. Das Trösten schien mir angesichts unserer Lage nicht angemessen.

Woher nehmen Sie selbst Ermutigung? Was treibt Sie an weiterzumachen?

Ich kann nicht resignieren, diese Freiheit habe ich nicht. Ich habe eine vierjährige Tochter, ich habe ein Publikum, das mich braucht, ich treibe mich selber an, ich treibe mich vor mir her. Auf der letzten CD habe ich eine Interpretation von Brechts Sonett Nummer 19 veröffentlicht. Darin gibt es die Zeile: »Du weißt es: Wer gebraucht wird, ist nicht frei.« Wer gebraucht wird, hat nicht das Recht zu verzweifeln.


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Info: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1194448.deutsche-einheit-im-zentrum-der-macht-ist-man-gefangen.html?sfnsn=scwspmo&fbclid=IwdGRjcANNosFjbGNrA02h1WV4dG4DYWVtAjExAAEeC6V6DxKpAmzpmvmilrXo9IbYGQK2_m7B1YQKf7FB4fQi_LuYXpSk60GEOLM_aem_cFYuifD9BnVAo63IAUoeHg


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

04.10.2025

Vijay Prashad: Völkermord markiert zwei Jahre

consortiumnews.com, vom Oktober 3, 2025 (übersetzt aus dem Englischen mit beta, unkorrigiert)

Der 7. Oktober wird den zweiten Jahrestag des anhaltenden Völkermords Israels in Gaza feiern. Mindestens 66.000 Palästinenser wurden in dieser Zeit in Gaza getötet – 30 von 1.000 Menschen.


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Von Vijay Prashad
Tricontinental: Institut für Sozialforschung

NAm vergangenen Dienstag wird der zweite Jahrestag des anhaltenden Völkermords in Israel in Gaza gefeiert.

Die Datenseite der Weltgesundheitsorganisation über palästinensische Opfer, die regelmäßig mit Zahlen des palästinensischen Gesundheitsministeriums und der UN-Organisationen aktualisiert wird, zeigt, dass in den letzten zwei Jahren rund 66.000 Palästinenser in Gaza getötet wurden - 30 von 1.000 Menschen, die in Gaza lebten.

(Diese Zahlen können jedoch zu niedrig sein, da das Ministerium oft zugegeben hat, dass es nicht in der Lage ist, mit dem Todesfluss Schritt zu halten und nicht weiß, wie viele Menschen unter den Tonnen von Trümmern begraben sind).

Die UN-Kinderhilfsorganisation UNICEF rechnet damit, dass 50.000 palästinensische Kinder getötet oder verletzt wurden. Wie Edouard Beigbeder, Regionaldirektor der UNICEF für den Nahen Osten und Nordafrika und ein zwanzigjähriger Veteran bei UNICEF, erklärte::

"Diese Kinder - Leben, die niemals auf Zahlen reduziert werden sollten - sind jetzt Teil einer langen, erschütternden Liste unvorstellbarer Schrecken: die schweren Verletzungen gegen Kinder, die Blockade der Hilfe, der Hunger, die ständige Zwangsvertreibung und die Zerstörung von Krankenhäusern, Wassersystemen, Schulen und Häusern. Im Wesentlichen die Zerstörung des Lebens selbst im Gazastreifen.“

Die Aussage von Beigbeder beruhte auf einer Bewertung der Fakten der letzten zwei Jahre. Tatsächlich sagte der Generalkommissar der palästinensischen UN-Agentur (UNRWA) Philippe Lazzarini im Jahr zuvor, dass jeden Tag zehn Kinder ein oder beide Beine durch Israels Bombardement verloren hätten.

Ein paar Monate später sagte Lisa Doughten vom Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten der Vereinten Nationen Der Sicherheitsrat: „Gaza ist die Heimat der größten Kohorte von Kinderamputierten in der modernen Geschichte.“

Diese Geschichten erhielten wenig bis gar keine Aufmerksamkeit in den Mainstream-Medien.


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Halima Aziz, Palästina, Mutterland, 2023. (Über Trikontinental: Institut für Sozialforschung)

Am 16. September ist die UNO Die Unabhängige Internationale Untersuchungskommission für das besetzte palästinensische Gebiet veröffentlichte einen zweiundsiebzigseitigen Bericht mit Fakten, der „aus vernünftigen Gründen“ zu dem Schluss kam, dass die israelische Regierung, ihre hohen Beamten und das Militär Handlungen (Actus reus) des Völkermords begangen haben und weiterhin begehen, mit der Absicht, diese Handlungen zu begehen (Männer.

Dieses Urteil ist weitaus umfassender als die Feststellung des Internationalen Gerichtshofs vom Januar 2025 für „plausible“ Beweise für Völkermord. Die Kommission wird von Navi Pillay geleitet, einem ehemaligen Richter am South African High Court und am Internationalen Strafgerichtshof, der von 2008 bis 2014 als UN-Hochkommissar für Menschenrechte tätig war. Sie war klar und direkt in ihrer Presseerklärung nach der Veröffentlichung des Berichts:

„Die Kommission stellt fest, dass Israel für die Volksmordkommission in Gaza zuständig ist. Es ist klar, dass es die Absicht gibt, die Palästinenser in Gaza durch Handlungen zu zerstören, die die Kriterien erfüllen, die in der Völkermordkonvention festgelegt sind.“

Es besteht keine Notwendigkeit, den Fall weiter zu argumentieren. Das sind die stärksten Worte, die es möglich ist.


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Mitte September besuchte ich palästinensische Flüchtlingslager im Libanon, wo die Stimmung zwischen Mutlosigkeit und Widerstandsfähigkeit schwankt. Mindestens vier Generationen von Palästinensern leben in drei der größten palästinensischen Lager des Libanon: Ain al-Hilweh, 1948 in Saida vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz oder IKRK gegründet; Shatila, 1949 in Beirut vom IKRK gegründet; und Mar Elias, 1952 in Beirut von der Kongregation der St. Elias.

  • Die Nakba-Generation (Katastrophe), die als Kinder oder junge Erwachsene hauptsächlich aus dem heutigen Nordisrael in den Libanon im Jahr 1948 kam.
  • Die zweite Generation palästinensischer Flüchtlinge, die erste, die in den Lagern geboren wurde. Sie bildeten den Kern des bewaffneten Widerstands als Fedayeen (Kämpfer) durch verschiedene neue palästinensische politische Organisationen wie die Fatah (gegründet 1957), die Palästinensische Befreiungsorganisation (gegründet 1964) und die Volksfront für die Befreiung Palästinas (gegründet 1967).
  • Die dritte Generation, geboren in den 1970er und 1980er Jahren, die während der israelischen Besetzung des Libanon (1982-2000) erwachsen wurde und in der ersten Intifada (1987–1993) und der zweiten Intifada (2000–2005) ihre politischen Zähne schneiden ließ. Viele von ihnen drifteten von den Organisationen der vorherigen Generation ab und gingen in den Palästinensischen Islamischen Dschihad (gegründet 1981) und die Hamas (gegründet 1987).
  • Die vierte Generation, geboren in den 1990er Jahren und danach, die in einer Zeit schrumpfender Möglichkeiten in den Lagern und mit einem wachsenden Gefühl von Sinn und Wut aufwuchs.

Vier Generationen leben seit 1948 in diesen Lagern, weit entfernt von ihren Häusern in Palästina. Sie schauen nach Süden und fragen sich, wann sie ihr Rückkehrrecht ausüben können, ein Recht, das in den Vereinten Nationen garantiert wurde im Dezember 1948.

Ob im Westjordanland, im Jordanien oder im Libanon, das Gefühl von absoluter Wut und Hoffnungslosigkeit in den Lagern ist überwältigend. Die Palästinenser, die dort leben, sehen die Bilder aus Gaza, die absolute Zerstörung und den unerbittlichen Völkermord. Es fühlt sich an, als könnten sie nichts tun. Der Drang, die Waffe aufzuheben und zu kämpfen, um die Menschen in Gaza zu verteidigen, ist überwältigend, aber unmöglich.

Sie fühlen sich von den Israelis verspottet, deren kaltblütiger Mord an palästinensischen Kindern Wut bis zum Siedepunkt bringt. Einige dieser jungen Leute nahmen mich bei Shatila zur Seite und zeigten mir ein virales Video von einem chinesischen Professor, Dr. Yan Xuetong von der Tsinghua-Universität, mit einem israelischen Militärvertreter, Oberst Elad Shoshan, auf dem Xiangshan Forum in Peking im September 2025.

Als Oberst Shoshan versuchte, den Völkermord zu verteidigen, Dr. Yan unterbrach und sagte: "Ihre Regierung hat keine Legitimität [oder] das Recht zu entscheiden oder zu definieren, was Tatsache ist." Dr. Yan schnitt Shoshans Murren über den Terrorismus mit der direkten Aussage ab, dass es einfach „zu viel Propaganda“ gibt, und „niemand glaubt es außer ein paar Israelis“.

Dr. Yans Wut erfreute die jungen Palästinenser, die ihre eigenen Gefühle in seinen Worten und seiner Überzeugung widerspiegelten. Sie haben keine Zeit, Haare zu spalten. Sie wollen, dass die Gewalt endet und Palästina frei ist.


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In der Zwischenzeit, im Midan al-Jundi al-Majhool (Platz des unbekannten Soldaten) von Gaza-Stadt, weht der Klang der Musik durch die Luft. Ahmed Abu Amsha, ein Musiklehrer am Edward Said National Conservatory of Music, der während des Völkermords mindestens zwölf Mal vertrieben wurde, versammelt Kinder, um eine Gruppe namens Gaza Birds Singing zu bilden.

Umgeben von den Klängen von Drohnen, nutzten sie ihre Umgebungsstimmung, um ihre eigenen Harmonien zu bauen – die klangliche Leinwand aus Gitarre und Gesang, die um die Drohne herum gebaut wurde.

Gaza Birds Singing führt Sheel Sheel ya Jamali zum Geräusch von Drohnen im August 2025:

Eines ihrer beliebtesten Lieder ist Sheel Sheel ya Jamali (Carry, Carry, O My Camel), ein vertrauter palästinensischer Gesang:


Carry, trage, o mein Kamel,
Tragen Sie die Last in Gottes Namen.
Das Blut des Märtyrers ist mit Kardamom parfümiert,
O Nacht, geh der Morgendämmerung.

Wehe dem Tyrannen, wehe,
Gottes eigenes Gericht wird fallen.
Kein Schatten kann die Sterne der Nacht verbergen –
Ich schreie nach ihm.

Wir müssen den Tyrannen zu Fall bringen.


Vijay Prashad ist ein indischer Historiker, Redakteur und Journalist. Er ist ein Schreibkollege und Chefkorrespondent bei Globetrotter. Er ist Herausgeber von LeftWord Books und Direktor von Tricontinental: Institute for Social Research. Er ist Senior Non-Resident Fellow am Chongyang Institute for Financial Studies, Renmin University of China. Er hat mehr als 20 Bücher geschrieben, darunter The Darker Nations und The Poorer Nations. Seine neuesten Bücher sind Struggle Makes Us Human: Learning from Movements for Socialism and, with Noam Chomsky, The Withdrawal: Iraq, Libya, Afghanistan and the Fragility of U.S. Macht.

Dieser Artikel stammt von Tricontinental: Institut für Sozialforschung.

Die geäußerten Ansichten sind ausschließlich die des Autors und können die von Consortium News widerspiegeln oder auch nicht.


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1 Kommentar zu “ Vijay Prashad: Völkermord markiert zwei Jahre ”

  1. Ray Peterson (Politiker)

    3. Oktober 2025 um 18:19 Uhr

    Als dankbarer Leser von Ihnen, vor allem der Kunst
    Arbeit, die Sie in Ihre Schriften aufnehmen; Ich möchte anbieten
    Einige andere Stimmen über den Zwang der Ermordeten
    Palästinenser durch das israelische zionistische Militär (ein echtes
    Jüdische Person würde solche Taten niemals begehen).
    Vor vielen Monaten über ein halbes Jahr, Ralph Nader
    sagte, die Zählung sei viel höher, weil keines der beiden
    Die Hamas und die Israelis wollten die
    menschliches Schlachten. Und die hochgelobten Briten
    Die akademische Zeitschrift Lancet hat die Zahl auf 180.000 beziffert.
    Und das ist lange her. Inzwischen eine halbe Million ermordet
    Die Palästinenser wären der schändlichen Wahrheit näher.


Info: https://consortiumnews.com/2025/10/03/vijay-prashad-genocide-marks-two-years/?eType=EmailBlastContent&eId=47fa12b0-2bf0-49b0-9b20-7168a4a67237


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04.10.2025

Verheugen: Die Lage ist gefährlicher als in der Kubakrise

lostineu.eu, vom 3. Oktober 2025

Der frühere EU-Kommissar Verheugen war zu Gast im Europaparlament – auf Einladung des BSW-Abgeordneten De Masi. Was er zum Krieg um die Ukraine sagte, macht Angst – und Hoffnung.

“Die Lage heute ist gefährlicher als zur Zeit der Kubakrise”, sagte Verheugen. Denn anders als damals sei heute niemand mehr bereit, die Krise um die Ukraine und Russland zu entschärfen.

Es sei beunruhigend, mit welcher “Selbstverständlichkeit darüber gesprochen wird, Krieg vorzubereiten”, so Verheugen weiter. Schließlich seien Deutschland und die EU dem UN-Friedensgebot verpflichtet.

Auch von US-Präsident Trump sei keine Lösung mehr zu erwarten, so der frühere Erweiterungskommissar. Seine Politik sei nicht mehr berechenbar, und: “Trump hat uns die Ukraine vor die Füße geschmissen”.

“Einer muß den ersten Schritt tun”

Die Europäer sollten nun selbst die Chancen für eine Verhandlungslösung ausloten, fordert Verheugen. “Einer muß den ersten Schritt tun – ich würde mir wünschen, daß wir es sind.”

Große Hoffnungen auf eine Kursänderung von Merz, von der Leyen & Co. macht er sich aber nicht. Deshalb nutzte er seinen Besuch in Brüssel auch nicht zu Gesprächen in der EU-Kommission.

Dort herrsche heute ein ganz anderer Geist als zu seiner Zeit – vor 20 Jahren. Damals verstand ich die EU noch als “Soft Power”, die durch die Erweiterung einen “Ring von Freunden” schaffen wollte. Heute plant die Kommission den “European Way of War”.

Von der Leyen grenzt Russland aus

Von der Leyen bezeichnet die Ukraine “erste Verteidigungslinie Europas” – doch damit schließe sie Russland aus Europa aus, so Verheugen. Aus seiner Sicht ein fataler Fehler – Russland gehöre dazu.

Völlig hoffnungslos ist der ehemalige SPD-Politiker aber doch nicht. Die Mehrheit der Europäer sei gegen den Kriegskurs, ist er überzeugt. Dies zeigten alle Umfragen, aber auch das Echo auf sein letztes Buch.

Es hieß “Der lange Weg zum Krieg: Russland, die Ukraine und der Westen” und wurde zum Bestseller. Aber keine große Zeitung und kein öffentlich-rechtlicher Sender wollte mit ihm darüber sprechen.

Dies sei das eigentliche Problem, so Verheugen: Der mediale Mainstream, der eine offene Debatte ablehne und es der Politik damit allzu leicht mache, ihre eigenen, zunehmend kriegerischen Ziele zu verfolgen…

9 Comments

  1. Dr. Rolf Lindner
    4. Oktober 2025 @ 11:20

    Russlands Schätze

    Würden zu gern an Russlands Schätzen
    die Gierigen der Welt sich mästen,
    doch eines dürft ihr nicht vergessen,
    die ihr seid von Machtgier zerfressen,
    wenn ihr im Kopf den Wunsch auch hegt,
    den Russenbär keiner erlegt.
    Lasst ab von dem Gedanken,
    denn dieser Bär hat Pranken,
    verliert ihr vielleicht Kopf und Kragen,
    sollten die ‘mal richtig zuschlagen.

Antworten

  • Erneuerung
    3. Oktober 2025 @ 20:11

    „Von der Leyen bezeichnet die Ukraine “erste Verteidigungslinie Europas” „;
    Trotz akademischen Graden ist es angebracht, an der Bildung von vdL und Kallas zu zweifeln, die haben das mehrfach selbst zur Schau gestellt.
    Grad der Humanität, Demokratieverständnis und wirtschaftliches Verständnis dürften auch diskussionswürdig sein, nur wird genau das weggebügelt, warum wohl?

    Antworten

    • hg
      4. Oktober 2025 @ 08:40

      Sie wissen wohl nicht, was sie tun!? Kriege dieser Tage, vor allem der in der Ukraine, könnte völlig ausser Kontrolle geraten und dann? Politik ist nicht in der Kahe den Menschen klar zu machen – oder sie will es nicht – was auf sie zukommen könnte, dagegen wäre eine Verhandlungslöung – wenn auch schmerzhafte – für alle Seiten die einzige Alternative, betrachtet man das ungeheure Leid, das kommen könnte oder würde. Die Zivilgesellschaft darf das nicht zulassen und muss sich notfalls verweigern, der Menschen, der Demokratie des gesellschaftlichen Friedens willen!

      Antworten

      • Bogie
        4. Oktober 2025 @ 09:47

        @hg
        Ich gehe davon aus, dass „sie“ sehr wohl wissen, was sie tun.
        Sie bereiten die Bevölkerung auf den Krieg gegen Russland vor indem sie täglich Angst verbreiten – vor dem bösen Russen, versteht sich.
        Und es scheint zu wirken. In den Meinungsumfragen, selbst wenn sie geschönt und manipuliert sein sollten, wächst der Anteil derer in Deutschland, die ein härteres Vorgehen gegen „den Russen“ fordern und dass, obwohl die Regierung so unbeliebt ist, wie kaum eine vor dieser.
        Und auch bei mir wirkt es: Ich habe Angst um meine Kinder und Enkelkinder und zwar vor diesen furchtbaren Menschen, die hier im Westen gerade das Sagen haben. Nicht Putin, der auch in meinen Augen verbrecherisch handelt, wird uns ins Verderben stürzen, sondern unsere eigenen „Eliten“ werden dies erledigen und ich habe kaum noch Hoffnung, dass das irgendwie zu verhindern sein wird. Zu weit ist die Hysterie bereits fortgeschritten.

  • KK
    3. Oktober 2025 @ 16:36

    “Der mediale Mainstream, der eine offene Debatte ablehne und es der Politik damit allzu leicht mache, ihre eigenen, zunehmend kriegerischen Ziele zu verfolgen…”

    Er lehnt die offene Debatte ja nicht nur ab – er diskreditiert regierungskritische Meinungen und wirft sie aus dem Korridor des überhaupt Sagbaren! Bestenfalls lässt er gelegentlich mal eine einzelne Stimme in Talkshows des ÖRR von einem ganzen Chor niedersingen.

    Antworten

    • Michael
      3. Oktober 2025 @ 20:34

      Naja, wenn „Talkshow“ kein Euphemismus für „Infotainment“ wäre und wenn „Infotainment“ kein Euphemismus für „Volksverdummung“ wäre dann wären Gaus/Arendt vielleicht noch am Leben!?

      Antworten

  • Michael
    3. Oktober 2025 @ 16:12

    Das Gespann Erler/Verheugen hat mit „ Der lange Weg zum Krieg: Russland, die Ukraine und der Westen“ in der Tat ein sehr sehr lesenswertes Buch geschrieben! Es ist umso lesenswerter als es von den Mainstream Medien praktisch totgeschwiegen wird! Ich kann diese Lektüre nur sehr empfehlen und hoffe das Gespann Erler/Verheugen wird sich noch aufraffen und eine Fortsetzung zu schreiben: schließlich ist nicht der Weg das Ziel sondern sein Ende! Bedauerlich bleibt dass dieses Buch bisher nicht auch elektronische Verbreitung und damit auch eine größere Leserschaft findet!
    Apropos Petra Erler: Sie betreibt die Webseite: „Nachrichten einer Leutturmwärterin“ die ebenso lesenswert ist wie das Buch, äußerst professionell betrieben! Siehe dazu: https://petraerler.substack.com/

    Antworten

    • Karl
      4. Oktober 2025 @ 08:28

      Einige Videos mit den beiden (Erler/Verheugen) stehen auf Youtube, die die Inhalte ihres Buchs zugespitzt wiedergeben. Beide sind hellwach im Thema drin, und die Rhetorik des einstigen EU-Erweiterungskommissars und zuvor Generalsekretärs der sozialliberalen FDP ist nach wie vor mit allen Wassern gewaschen: hörenswert!

      Antworten

    • Helmut Hoeft
      4. Oktober 2025 @ 09:46

      @Michael
      Erler/Verheugen – Danke für den Hinweis!
      Auf die Schnelle nur eine Reuension aus der SZ gefundenhttps://www.perlentaucher.de/buch/petra-ehrler-guenter-verheugen/der-lange-weg-zum-krieg.html
      Ja, wie die Rezesentin bemerkt: „Das Deutschland, das die Autoren zeichnen, kann Sasse nicht erkennen.“ Na, mit Brille wär das nicht passiert!

      Und dann Herbert Prantl: https://www.friedenskooperative.de/friedensforum/artikel/buchbesprechung-der-lange-weg-zum-krieg
      „Heribert Prantl urteilt über das Werk: „Das Buch von Verheugen und Erler ist akribisch und furios. Es zeigt die Fehler der amerikanischen und der europäischen Anti-Russland-Politik in furchterregender Klarheit. Es entlarvt die Kriegslügen aller Seiten. Es beklagt, wie bereitwillig sich auch Deutschland in den Ukraine-Krieg hineingeworfen hat.““

      NmM: Wer hingeguckt hat liegt nah bei Prantl.

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    FAQ zum Krieg um die Ukraine

    Info: https://lostineu.eu/verheugen-die-lage-ist-gefaehrlicher-als-in-der-kubakrise/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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    Weiteres: 




    USA kaufen weiter Uran in Russland – Putin lobt und warnt Trump


    lostineu.eu, vom 3. Oktober 2025

    US-Präsident Trump hat die EUropäer aufgefordert, kein Öl und Gas mehr in Russland zu kaufen. Doch die USA beziehen weiter in großem Stil Uran aus dem Reich Putins. Dies sagte der Kremlchef beim Waldai-Forum in Sotschi am Schwarzen Meer.  Allein in diesem Jahr hätten die USA dafür 1,2 Mrd. Dollar ausgegeben, so Putin. „Die Amerikaner kaufen unser Uran, weil es günstig ist.“ Russland bleibe ein stabiler Lieferant, der mit 25 Prozent Marktanteil zweitgrößte in den USA. Er rechne auch im kommenden Jahr mit Einnahmen von 800 Mill. Dollar, so Putin. Lobend äußerte er sich über Trump. Natürlich liebe es Trump, „ein wenig zu provozieren“, das sehe die ganze Welt. „Aber im Grunde ist er ein Mensch,  der zuhören kann. Seltsamerweise hört er zu, hört und reagiert.“

    Mehr zum Wirtschaftskrieg hier

    P.S. Putin hat Trump vor der Weitergabe von Tomahawk-Raketen an die Ukraine gewarnt. Zwar werde sich das Kräfteverhältnis auf dem Schlachtfeld im Ukraine-Krieg nicht verändern. Die Waffen könnten die Beziehungen zwischen Russland und den USA beschädigen und zu einer „absolut neuen, qualitativ neuen Etappe der Eskalation“ führen.

    1 Comment

    1. KK
      3. Oktober 2025 @ 15:31

      Trump geht es nur ums Geschäft Öl und Gas kann er EUropa zu horrenden Preisen selbst liefern, er selbst kauft beim Uran allerdings billigst ein. So ein richtig widerlicher Hotelier, der sich auf Parkstrasse und Schlossallee breitgemacht hat…

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    Info: https://lostineu.eu/usa-kaufen-weiter-uran-in-russland-putin-lobt-trump/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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    04.10.2025

    Nachrichten von Pressenza: Generalstreik für Gaza in ganz Italien: Millionen auf der Straße – Die Bilder

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 4. Oktober 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 04.10.2025


    Generalstreik für Gaza in ganz Italien: Millionen auf der Straße – Die Bilder


    Heute fand in ganz Italien der Generalstreik für Gaza statt, der von USB, CUB, COBAS und CGIL ausgerufen worden war. Große Demonstrationen gab es in Cagliari, Florenz, Mailand, Rom, Turin, Sassari, Triest, Bologna, Bergamo, Varese, Salerno, Neapel, Catanzaro, Verona&#8230; An&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/10/generalstreik-fuer-gaza-italien-millionen/


     -----------------------


    „Nie wieder kriegstüchtig!  Stehen wir auf für Frieden“ – Demonstrationen in Berlin und Stuttgart


    Friedensbewegung setzt deutliches Zeichen gegen die zunehmende Kriegsgefahr und Militarisierung der Gesellschaft Vereint gegen Völkermord, soziale Verrohung und Sozialabbau und für das Ende von Kriegen und Hass. 20.000 Menschen in Berlin und 15.000 in Stuttgart haben heute ihr Bekenntnis für&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/10/nie-wieder-kriegstuechtig-stehen-wir-auf-fuer-frieden-demonstrationen-in-berlin-und-stuttgart/


     -----------------------


    Abrüstungsappell gestartet – Initiativen sammeln Unterschriften für einen Politikwechsel


    Unter dem Titel „Immer mehr Milliarden fürs Militär? Nicht mit mir!“ sammeln Friedensorganisationen Unterschriften gegen die geplante massive Aufrüstung Deutschlands. Der Abrüstungsappell, der von den Organisationen DFG-VK, IPPNW, Netzwerk Friedenskooperative, Ohne Rüstung Leben und pax christi initiiert wurde, startet am&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/10/abruestungsappell-gestartet-initiativen-sammeln-unterschriften-fuer-einen-politikwechsel/


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    Blick auf COP30: Studie benennt Geldgeber für Extraktivismus in Lateinamerika


    Urgewald nennt Banken und Investoren hinter neuen Öl- und Gasprojekten. 138,5 Milliarden Dollar Kredite seit 2022. 92 Prozent aus dem Ausland. Banco Santander vorn, Deutsche Bank mit 3,4 Milliarden. Von Sven Hanfstängl Reuss Fünf Wochen vor dem UN-Klimagipfel in Belém&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/10/blick-auf-cop30-studie-benennt-geldgeber-fuer-extraktivismus-in-lateinamerika/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    Newsletter abmelden: https://www.pressenza.net/unsub.php?t=c4a2807c11f9123a1ca928b9c5587766


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    04.10.2025

    Gazakrieg 
    Italien macht ernst

    jungewelt.de04.10.2025Von Mawuena Martens

    Hunderttausende protestieren gegen gewaltsamen Stopp der Gaza-Hilfsflotte durch israelische Soldaten


    Als Reaktion auf die gewaltsame Kaperung der Gaza-Hilfsflotte »Global Sumud Flotilla« durch das israelische Militär sind am Freitag überall in Italien Hunderttausende auf die Straßen gegangen. Allein in der Hauptstadt Rom waren es nach Angaben der Organisatoren 300.000 Menschen. In mehreren Städten blockierten Demonstranten Bahnhöfe und Autobahnen – und stießen dabei auf Zustimmung. So etwa in Brescia, wo Autofahrer in Solidarität hupten und applaudierten.

    Auch ein landesweiter Streik, ausgerufen vom Gewerkschaftsverband CGIL sowie von der Basisgewerkschaft USB, führte zu Einschränkungen im Nah- und Fernverkehr. In Genua und Neapel wurden die Zugänge der Häfen blockiert. »Zehntausende Menschen auf der Straße für den Generalstreik für Palästina – das ist ein riesiger Erfolg. Und der Beweis, dass ein Großteil der Bevölkerung das tut, was unsere Regierung seit zwei Jahren nicht wagt – nämlich gegen den Völkermord zu kämpfen«, zeigte sich Giuliano Granato, Sprecher der linken Partei Potere al Popolo, bei einer Demonstration erfreut. Doch nicht nur in Italien auch weltweit kam es nach Bekanntwerden der Ereignisse zu Protesten. In Spanien berief die Regierung den israelischen Geschäftsträger ein.

    Am Mittwoch abend hatte das israelische Militär begonnen, Boote der Hilfsflotte zu entern und deren Besatzung völkerrechtswidrig nach Israel zu entführen. Am Freitag morgen wurde auch das letzte Boot, die »Marinette«, etwa 80 Kilometer vor der Küste des Gazastreifens von israelischen Soldaten gestoppt. Der israelische Armeerundfunk berichtete, die Marine habe die Kontrolle über das Schiff übernommen und die Menschen an Bord festgenommen. Das Schiff sei in den israelischen Hafen Aschdod gebracht worden. Laut Aussagen des israelischen Außenministeriums seien vier Aktivisten bereits abgeschoben, die Abschiebung der übrigen sei eingeleitet worden. Insgesamt 461 Aktivisten aus 47 verschiedenen Ländern waren im August in See gestochen, um die Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen. An Bord der 42 Boote: Lebensmittel, Medikamente und medizinische Ausrüstung für die hungernde Zivilbevölkerung Gazas.


    Die Organisatoren der Hilfsflotte erklärten in einer Pressemitteilung am Donnerstag, die Boote seien »mit Wasserwerfern angegriffen, mit stinkendem Wasser bespritzt und ihre Kommunikationswege systematisch gestört worden – ein weiterer Akt der Aggression gegen unbewaffnete Zivilisten«. Anwälte, die die Teilnehmer vertreten, seien unzureichend von den israelischen Behörden informiert worden. Und weiter: »Dies ist eine rechtswidrige Entführung, die einen direkten Verstoß gegen das Völkerrecht und die grundlegenden Menschenrechte darstellt. Das Abfangen humanitärer Schiffe in internationalen Gewässern ist ein Kriegsverbrechen; die Verweigerung von Rechtsbeistand und die Verschleierung des Schicksals der Festgenommenen verschärfen dieses Verbrechen.«

    Israel hält seit 2007 eine Seeblockade des Küstenstreifens aufrecht. Bei einem Versuch, diese zu durchbrechen, waren im Jahr 2010 neun Aktivisten durch israelische Soldaten getötet worden. Bereits im Juni dieses Jahres hatten israelische Marineeinheiten zwölf Besatzungsmitglieder eines Schiffes festgenommen, als diese sich dem Gazastreifen näherten.


    Info: https://www.jungewelt.de/artikel/509615.gazakrieg-italien-macht-ernst.html


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    04.10.2025

    [NWO] der verstorbene Georg Otto in Aktion

    aus e-mail von Tristan Abromeit, vom 1. Oktober 2025, 14:00 Uhr


    Hallo Freunde der NWO,


    Ich habe mal im Netz gesucht, ob das Wirken unseres verstorbenen

    NWO-Freundes Georg Otto und Gründer der Grünen Liste Umweltschutz, aus

    der heraus die Grünen und DIE GRÜNEN gegründet wurden, Spuren

    hinterlassen hat, besonders auch die von ihm herausgegebenen Zeitschrift

    "Alternativen". Ich habe nicht viel gefunden. In dem Youtube-Beitrag,

    ist ein Ausschnitt seines Beitrages auf einen Geldkongress der Piraten

    zu sehen. Er berichtet über einen Antrag zur Geld- und Bodenreform bei

    den Grünen.


    Gruß Tristan Abromeit


    Treff der Piraten zum Geldkongress: Georg Otto (Grüne ...


    https://www.youtube.com/watch?v=2Ck4rym4TLQ


    https://www.youtube.com/watch?v=2Ck4rym4TLQ



    Gründungsmitglied der Grünen: Eberholzener Georg Otto ist tot


    <https://www.hildesheimer-allgemeine.de/meldung/gruendungsmitglied-der-gruenen-eberholzener-georg-otto-ist-tot.html>


    Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 7. Jan. 2022, hier Screenshot daraus

    Screenshot_2025_10_05_at_13_26_49_Gr_ndungsmitglied_der_Gr_nen_Eberholzener_Georg_Otto_ist_tot


      Gründungsmitglied der Grünen: Eberholzener Georg Otto ist tot

      <https://www.hildesheimer-allgemeine.de/meldung/gruendungsmitglied-der-gruenen-eberholzener-georg-otto-ist-tot.html>


    <https://www.hildesheimer-allgemeine.de/meldung/gruendungsmitglied-der-gruenen-eberholzener-georg-otto-ist-tot.html>


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    www.Tristan-Abromeit.de


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    03.10.2025

    Schlagzeile







    Info:


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    03.10.2025

    [Degrowth-DACH] Okt./Nov. | Hinweis auf kostenlose Webinar-Reihe "Boden als öffentliche Infrastruktur"

    aus e-mail von Andreas Bangemann, 3. Oktober. 2025, 15:54 Uhr


    Liebe Interessierte,

    diese Einladung könnte für die eine oder den anderen  interessant sein:


    Viele Grüße

    Andreas Bangemann


    Anfang der weitergeleiteten Nachricht:


    Von: David Petersen <dpetersen@econ4future.de>

    Betreff: [Degrowth-DACH] Okt./Nov. | Webinar-Reihe "Boden als öffentliche Infrastruktur"

    Datum: 3. Oktober 2025 um 12:00:03 MESZ

    An: "degrowth-dach@lists.posteo.de" <degrowth-dach@lists.posteo.de>


    Moin zusammen,


    wir laden für Oktober und November herzlich zur Auseinandersetzung rund um "Boden als öffentliche Infrastruktur" ein. Die vierteilige Online-Vortragsreihe beleuchtet den Zusammenhang zwischen Bodenpolitik, bezahlbarem Wohnraum und nachhaltiger Nutzung – und zeigt auf, wie Boden gerechter, zukunftsfähig und gemeinwohlorientiert gestaltet werden könnte. Es geht um Fragen von Boden als Gemeingut, innovative Modelle nachhaltiger Bodenpolitik, Wege hin zu einer Flächenkreislaufwirtschaft und suffizienzorientierte Stadtentwicklung.


    Mehr Infos & kostenfreie Anmeldung unter https://www.econ4future.de/bodenpolitik

    Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit dem Norbert Elias Center for Transformation Design & Research (NEC) der Europa-Universität Flensburg, dem Forschungsbereich Finanzwissenschaft & Infrastrukturpolitik (IFIP) der TU Wien, dem Kompetenzzentrum für Alltagsökonomie und Economists for Future.


    Sonnige Grüße


    David




    --

    David J. Petersen

    Economists for Future e.V.

    in Deutschland, Österreich und der Schweiz


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