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03.11.2025

Wird die Friedensbewegung endlich die Konsequenzen ziehen?

aus e-mail von Doris Pumphrey, 3. November 2025, 11:50 Uhr


*Wird die Friedensbewegung endlich die Konsequenzen ziehen?


*/Impulsreferat von Doris Pumphrey:

anlässlich der Präsentation des

//Sammelbandes/<https://mediashop.at/buecher/militarisierung-der-gesellschaft/>/„Militarisierung 

der Gesellschaft – von der Glückssüchtigkeit zur Kriegsbereitschaft“ der

Neuen Gesellschaft für Psychologie (//NGfP/<https://www.ngfp.de/>/)

am 24.10.2025 im Sprechsaal Berlin

/

Vorbemerkung: In meinem Beitrag unter dem Titel: „/Die Friedensbewegung

in Deutschland im Spannungsfeld zwischen der alten, vom NATO-Westen

dominierten Welt und der sich entwickelnden neuen multipolaren

Weltordnung“ /behandle ich grundlegende Probleme der Friedensbewegung,

auf die ich auch hier zurückkomme und z.T. auch zitiere. Vorausschicken

möchte ich, dass meine Erfahrungen auf eigenem Engagement in der

Friedensbewegung seit den 80er Jahren basieren.

Ich lasse die Mobilisierung für Palästina außen vor, in der viele Aktive

der Friedensbewegung engagiert sind, die aber im Wesentlichen von

Kräften außerhalb der Strukturen der Friedensbewegung getragen wird.

--------


Die Friedensbewegung ist per se nicht homogen. Mit ihren vielen

Gruppierungen treffen unterschiedliche und zum Teil gegensätzliche

ideologische und politische Positionen aufeinander. Auf diese kann ich

hier nicht eingehen. Es geht mir um die, in der BRD geprägte

„traditionelle“ oder „alte“ Friedensbewegung, _wie sie in ihrer Mehrheit

nach außen_ erscheint.


*40 Jahre zwei deutsche Staaten


*Zur Hochzeit der Friedensbewegung in den 1980ger Jahren bestimmte die

Bipolarität USA/Sowjetunion die geopolitischen Auseinandersetzungen. In

der Friedensbewegung war das Bewusstsein über die politischen und

militärischen Fronten prägend. NATO und Warschauer Vertrag standen sich

gegenüber – und die BRD der DDR.


Dieses Gegenüber von BRD und DDR möchte ich hier besonders betonen, weil

die „traditionelle“ Friedensbewegung durch ihre BRD-Prägung auch nach 35

Jahren Gesamtdeutschland fast ausschließlich westdeutsch denkt und handelt.


Es ist immer wieder auffällig, wie viele - auch linke - „Wessis“ heute

ganz selbstverständlich von „Deutschland“ sprechen, wenn sie die Zeit

der alten BRD meinen. Die 40 Jahre Existenz zweier sehr

unterschiedlicher deutscher Staaten existiert in ihrem Denken nicht,

obwohl dies für die Betrachtung nicht nur der deutschen

Nachkriegsgeschichte wesentlich ist. Das Bewusstsein und die Kenntnis

darüber, dass es 40 Jahre lang einen deutschen Friedensstaat gab, wäre

gerade im Kampf gegen die gegenwärtige Kriegspolitik hilfreich.


Der Staatsapparat der BRD wurde durch Beteiligung hochrangiger Nazis und

SS-Veteranen aufgebaut. Sie hatten Führungspositionen in der Wirtschaft,

Politik und Justiz, in den Geheimdiensten und natürlich auch in der

Bundeswehr, die – ganz im Interesse der NATO – gegen die Sowjetunion

gegründet worden war.


Im Bundestag der alten BRD saßen über viele Jahre ehemalige

NSDAP-Mitglieder. In den 50er Jahren sorgte der Bundestag dafür, dass

selbst ehemalige Angehörige der Waffen-SS rehabilitiert wurden und

uneingeschränkte Rentenversorgung erhielten. Den „/Nachkriegskonsens:

Keine Zusammenarbeit mit extremen Rechten“/, den Olaf Scholz

herbeifantasierte, hat es nie gegeben.


Der Krieg gegen andere Länder und deren Ausplünderung im Interesse der

Konzerne als Hauptmerkmal des deutschen Faschismus wurde in der BRD

beschwiegen. Der Nazi-Faschismus wurde systematisch auf den Völkermord

an Juden reduziert. Der Raub- und Vernichtungskrieg gegen die

Sowjetunion, der 27 Millionen Opfer und verbrannte Erde hinterließ,

wurde nie aufgearbeitet.


Das wirkt sich bis heute aus auf die Politik der Bundesregierung

gegenüber Israel und Russland. Deutsche Staatsraison bedeutet

Unterstützung des israelischen Völkermords an den Palästinensern. Die

geopolitische Hauptstoßrichtung deutscher Außen- und Kriegspolitik,

begleitet von faschistoider Russophobie, richtet sich heute gegen Russland.


Die DDR wurde von antifaschistischen Widerstandskämpfern aufgebaut. Die

Aufklärung über die Wurzeln des Faschismus und welchen Interessen er

diente, war Teil der Bildung in der DDR. In der DDR waren Frieden,

Antifaschismus und anti-imperialistische Solidarität politische

Grundlage und gesellschaftliche Aufgabe. Freundschaft mit der

Sowjetunion wurde von beiden Seiten gefördert und auf vielen Ebenen

gepflegt. Das wirkt bis heute nach: Die Verbrechen des deutschen

Faschismus spielen für die Ostdeutschen aufgrund ihres

Geschichtsbewusstseins eine unvergleichlich höhere Rolle als für die

Westdeutschen. Ihr Widerstand gegen die NATO-Propaganda von der

russischen Bedrohung und Notwendigkeit der Aufrüstung zur

Kriegsfähigkeit ist entsprechend.


*Unipolare Welt und Distanzierungsrituale der Friedensbewegung


*Mit dem Verschwinden des Friedensstaates DDR und der Sowjetunion, bzw.

des Warschauer Vertrages, legte die BRD jede außen- und

militärpolitische Zurückhaltung ab, die ihr die Nachkriegsordnung

auferlegt hatte: Von der Teilnahme an der völkerrechtswidrigen

Aggression gegen Jugoslawien 1999, bis zur Unterstützung des

NATO-Stellvertreter-Krieges in der Ukraine gegen Russland.


Der Verlust der anti-imperialistischen DDR und sozialistischen

Staatengemeinschaft führte zur allgemeinen Schwächung der politischen

Linken. Anti-imperialistische Koordinaten gerieten durcheinander. Der

hegemoniale US-Imperialismus gewann auch ideologisch an Einfluss. Vom

Westen finanzierte und instruierte „Menschenrechts“-NGOs wurden ein

wichtiges Instrument der hybriden Kriegsführung, auch in den sog.

Farbrevolutionen an der Peripherie Russlands.


Zur Vorbereitung der Regime-Change Operationen in Ländern, die sich dem

US-Diktat nicht unterordnen wollten, wurden in groß angelegten

westlichen Medienkampagnen und mit Hilfe von NGOs deren

Staatsoberhäupter dämonisiert. Das blieb nicht ohne Wirkung auf

erhebliche Teile der Friedensbewegung.


Um „glaubwürdig“ zu sein, distanzierten sich viele ihrer Akteure vom

jeweils dämonisierten Staatsoberhaupt. In der Konsequenz blieb die

Mobilisierung gegen die sog. „humanitären Interventionen“ zum „Schutz

der Menschenrechte“ äußerst schwach. Diese Distanzierungsrituale im Sinn

der USA, NATO und EU schwächten die Friedensbewegung nachhaltig.


*Friedensbewegung und der NATO-Krieg gegen Russland


*Mit dem Zerfall der Sowjetunion und dem Zugriff westlicher Konzerne und

russischer Oligarchen auf die Reichtümer Russlands, schien der

Imperialismus am Ziel. Als der neue Präsident Putin begann, das Land aus

dem Chaos der Jelzin-Jahre zu führen, der Plünderung ein Ende zu setzen,

den politischen Einfluss der Oligarchen zurückzudrängen, Wirtschaft und

staatliche Strukturen des Landes wiederaufzurichten und ihm seine Würde

und Bedeutung als Großmacht zurückzugeben, wurde er zur Zielscheibe:

Putin stand den Interessen des Westens im Weg.


Entgegen allen Zusicherungen drang die NATO immer weiter vor Richtung

Russland. Das Ziel war eine hochgerüstete Ukraine als anti-russischer

Rammbock. Diesem Ziel diente der faschistische Maidan-Putsch 2014,

abgesegnet u.a. auch durch den deutschen Außenminister Steinmeier.


Die Eskalation des Ukraine-Konflikts und die systematische Negierung

legitimer russischer Sicherheitsinteressen sollte Russland zum

Einschreiten in den Krieg zwingen, den Kiew seit dem Putsch 2014 gegen

die russischsprachige Bevölkerung im Donbass führte und der über 13.000

Todesopfer gefordert hatte.


Alle russischen Bemühungen für eine friedliche Beilegung des Konflikts

wurden vom Westen torpediert. Kiew hatte die

militärische<https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/ukraine-li.150872>Rückholung 

des Donbass und der Krim angeordnet und zum Jahreswechsel 21/22 seinen

Aggressionskrieg mit seinen Neonazi-Bataillonen gegen Donezk und Lugansk

erheblich ausgeweitet und intensiviert.


Mit konkreten

Vorschlägen<https://anti-spiegel.ru/2021/russland-veroeffentlicht-vertragstexte-fuer-abkommen-ueber-sicherheitsgarantien-mit-den-usa-und-der-nato/?doing_wp_cron=1647901663.5741100311279296875000>für 

Verträge über gegenseitige Sicherheitsgarantien mit den USA und der NATO

versuchte die russische Regierung noch im Dezember 2021 die Situation zu

entschärfen und die Grundlage für ein friedliches Miteinander zu schaffen.


Dazu erklärte NATO-Generalsekretär

Stoltenberg<https://www.nato.int/cps/en/natohq/opinions_218172.htm>wörtlich: 

/„Putin wollte, dass die NATO auf eine Erweiterung verzichtet (…) Das

haben wir natürlich nicht unterschrieben (…) Also zog er in den Krieg,

um die NATO, noch mehr NATO, an seinen Grenzen zu verhindern.“ /


Die Fakten und Einzelheiten der vom Westen bewusst organisierten

Eskalation mit dem Ziel Russland zu schwächen und zu dezimieren, sind

inzwischen in zahllosen Berichten und Aussagen auch westlicher Insider

nachzulesen.


Doch diese Vorgeschichte wurde und wird von Politik und Medien

systematisch verschwiegen. Nur ohne ihre Kenntnis lässt sich die

anti-russische Kriegspolitik aufrechterhalten.


*Friedensbewegung in der Defensive


*Die Friedensbewegung hatte sich 2014 bereits selbst gelähmt, mit ihrem

NATO-kompatiblen Distanzierungsritual von der „völkerrechtswidrigen

Annexion der Krim“, das auf der Ignoranz bzw. dem Umschreiben der

Geschichte basierte. Sie ließ sich vom Anti-Putin-Tsunami, der damals

seinen ersten Höhepunkt erreichte und die Angst als "Putin-Versteher"

gebrandmarkt zu werden, einschüchtern.


Als Russland der NATO am 24. Februar 2022 deutlich machte /„bis hierher

und nicht weiter“,/ versagte die Friedensbewegung. Im Eiltempo und unter

Auslassung wesentlicher Fakten und wichtiger Bestimmungen des

Völkerrechts, verurteilte sie in ihrer Mehrheit den

„völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieg“, oft mit dem Zusatz

„brutal“ oder „durch nichts zu rechtfertigen“.


Die Verurteilung Russlands als Aggressor wurde zum neuen Gesslerhut, den

viele aus der Friedensbewegung und linken Organisationen meinten grüßen

zu müssen, um /„glaubwürdig“/ und nicht /„angreifbar“/ zu sein. Damit

hat sich die Friedensbewegung von Anfang an selbst in die Defensive

gebracht.


Grundlegende Aufgabe der Friedensbewegung ist die Aufklärung der

Bevölkerung gegen die Lügen der Kriegstreiber, d.h. sie muss Ursachen

und Verantwortlichkeiten klar benennen, Forderung deutlich adressieren

und Position beziehen.


Sie hätte die Offensive ergreifen müssen, um der Bevölkerungklar zu

machen, dass die Bundesregierung durch ihre offizielle Absegnung des

faschistischen Maidan-Putsches und durch ihre hinterhältige Sabotage von

Minsk II am Krieg mitschuldig ist und dass die NATO im April 2022 die

Istanbul-Vereinbarung zur sofortigen Beendigung der Kampfhandlungen

verhindert hat.


Eine Friedensbewegung, die sich auf den Antifaschismus beruft, hätte die

Regierung in Erklärungsnot bringen müssen, indem sie in Reden und

Aufrufen immer wieder den Skandal thematisiert, dass ausgerechnet

Deutschland politisch, finanziell und militärisch ein Regime in Kiew

unterstützt, das mit russophoben Neonazis durchsetzt ist, das

SS-Kollaborateure und Massenmörder als Nationalhelden feiertund in deren

Armee Neonazi-Bataillone kämpfen. Bundeskanzler Scholz kannte in seinem

Geschichtsrevisionismus keine Roten Linien und erklärte die

Unterstützung dieser Ukraine im Krieg gegenRussland als „Vermächtnis des

8.

Mai<https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/fernsehansprache-von-bundeskanzler-olaf-scholz-2038050>“.



Während deutsche Politiker mit „Slawa Ukraini!“ dieses Kiewer Regime

beklatschten, mobilisierte die Bundesregierung gemeinsam mit den

Mainstreammedien Hundertausendeauf die Straßen „im Kampf gegen rechts“.

Es ging insbesondere um die Abschreckung von AfD-Sympathisanten und

anderer Kräfte, die sich dem anti-russischen Mainstream widersetzten.

Dem schlossen sich u.a. „Links“-Partei, Gewerkschaften, Kirchen, diverse

Organisationen, die sich als „antifaschistisch“ bezeichnen, an. Es war

eine Warnung an die Friedensbewegung zur Verhinderung einer breiten

Front gegen die russophobe Politik.


Der Vorwurf „rechts-offen“ und die „Kontaktschuld“ diente der

Einschüchterung.

Also errichtete die Friedensbewegung ihre eigene Brandmauer vor allem

gegen jene widerständigen Kräfte, die aus der Bewegung gegen die

anti-demokratischen Corona-Maßnahmen kamen und den Kampf für Frieden

aufgenommen hatten, wie auch gegen viele Ostdeutsche, die monatelang

jeden Montag gegen die anti-russischen Sanktionen und für Frieden mit

Russland demonstrierten.


*Der notwendige Widerstand der „alten“ Friedensbewegung blieb aus


*Mit der Übernahme des NATO-Mantras vom „völkerrechtswidrigen russischen

Angriffskrieg“ hatte die Friedensbewegung – wie Albrecht

Müller<https://www.nachdenkseiten.de/?p=86030>, der Herausgeber der

NachDenkSeiten bereits im Juli 2022 anmerkte – dazu beigetragen

/„Vorurteile und Aggressionen gegen Russland“/ zu verstärken.


Über drei Jahre lang, hat die „alte“ Friedensbewegung – mit wenigen

Ausnahmen – die völlig enthemmte Anti-Russland-Hetze der Regierung

hingenommen, die jede anti-soziale und anti-demokratische Maßnahme mit

„Putin“ rechtfertigt. Politiker und Medien, die jegliches Schuld- und

Schamgefühl über die eigene deutsche Geschichte abgelegt haben,

übertrafen sich gegenseitig in ihrem anti-russischen Fanatismus.


Historische Amnesie und Geschichtsrevisionismus soll das Unternehmen

Barbarossa vergessen machen. „Russland darf nicht siegen“,

verkündetenPolitiker, die Stalingrad nicht verwinden können. Die

Russophobie und der Revanchismus aus den Jahren der alten BRD konnten im

heutigen Großdeutschland problemlos**reaktiviert werden.

Der Mangel an Opposition hat es der Regierung leicht gemacht die

faschistoide anti-russische Hetze bis zur Hysterie, bis zum Wahnsinn zu

treiben.


NATO/EU und Bundesregierung propagierten den Krieg der Ukraine als ihren

eigenen Krieg gegen Russland. Das war praktisch, dienten doch Ukrainer

als Kanonenfutter, während die westlichen Kriegstreiber sie lobend aus

sicherer Distanz anfeuern konnten.


Wieso mit Putin verhandeln, wenn man ihn mit vereinter Kraft des Westens

durch Sanktionen gegen Russland und Waffenlieferungen an Kiew auf die

Knie zwingen könnte. Drei Jahre lang hatten sie täglich den nahen Sieg

Kiews verkündet. Doch er kam und kam nicht. Stattdessen kam Donald Trump

und brachte alle Gewissheiten durcheinander.


Das „Narrativ“ musste neu gesponnen werden. Nach der Eroberung der

Ukraine werde Putin nach Westen weitermarschieren. Deutschland muss

„kriegstüchtig“ werden – vom Kindergarten bis zum Friedhof.


Die selbstverschuldete marode Wirtschaft muss auf Kriegswirtschaft

umgestellt werden. Der soziale Krieg gegen die eigene Bevölkerung

zugunsten der Hochrüstung und zum Profit der Rüstungskonzerne,

Wehrplicht und Militarisierung aller Bereiche benötigen den „äußeren

Feind“: die „russische Bedrohung“


Diese wächst anscheinend stündlich mit der Verkündung immer extremerer

Absurditäten, die Putin zugeschrieben werden und mit der die Bevölkerung

in einen Zustand der Angst versetzt werden soll, um sie gefügig zu machen


Das wurde mit Corona erfolgreich durchexerziert. Diffamierung,

Ausgrenzung und die Gefahr einer strafrechtlichen Verfolgung jener, die

sich der konzertierten anti-russischen Desinformation widersetzen,

dienen der Einschüchterung.


Mit ihren Gleichgesinnten in der EU und NATO bereitet die

Bundesregierung die direkte Militärkonfrontation gegen Russland vor. Die

Bevölkerung muss davon überzeugt werden, dass Hochrüstung und ihre

sozialen Folgen, Wehrpflicht und Militarisierung notwendig sind, um dem

Dämon Putin zu begegnen.


*Wird die Friedensbewegung endlich die Konsequenzen ziehen?


*Mit den sozialen Folgen der „Kriegsertüchtigung“ wachsen die

Bereitschaft zum Kampf gegen den Sozialabbau und die Militarisierung und

die Hoffnung, die früheren Bündnispartner der alten Friedensbewegung

wieder zu gemeinsamen Massenaktionen zusammenzubringen, nach dem Muster

der 80ger Jahre – damals allerdings unter völlig anderen politischen

Bedingungen.


Ein schwieriges Unterfangen, denn erhebliche Teile haben sich in den

letzten Jahren auf die Seite der NATO geschlagen oder tragen aktiv in

der einen oder anderen Form zur anti-russischen Stimmungsmache bei. Um

das alte „breite“ Bündnis wieder herzustellen, gibt es Bestrebungen,

Militarismus, Wehrdienst und die Hochrüstung mit ihren sozialen Folgen

zur gemeinsamen Basis zu machen, *unter Umgehung des zentralen

Knackpunkts: Die anti-russische (anti-Putin) Hetze.

*

Nur: Wie soll die Friedensbewegung die Maßnahmen der Regierung zur

Kriegsfähigkeit gegen Russland effektiv bekämpften, wenn sie ihr deren

*politische Rechtfertigung*nicht entzieht?


*Die Lüge von der russischen Bedrohung durch Putin ist der Treibstoff

für**Hochrüstung und für die Ausrichtung aller gesellschaftlichen

Bereiche auf Kriegsfähigkeit. *Die Friedensbewegung muss diese

Bedrohungslüge entlarven, um die Bevölkerung aufzuklären und zu

mobilisieren.


Sie versucht derzeit mit vergleichender Erbsenzählerei von Waffen,

Truppen und Militärbudgets nachzuweisen, dass Russland wegen seiner

„Unterlegenheit“ kein NATO-Land angreifen würde. Ein unpolitisches und

schwaches Argument gegen die Kriegsreiber.


Nato-Generalsekretär Rutte hatte vor kurzem erklärt, die NATO sei

Russland militärisch „unendlich überlegen“. Folglich fragte Florian

Warweg in der

Bundespressekonferenz<https://www.nachdenkseiten.de/?p=140805>, wie –

angesichts dieser „unendlichen Überlegenheit der NATO“ – die

Bundesregierung ihre massive Aufrüstung rechtfertige. Der Sprecher des

Verteidigungsministeriums erklärte, nicht das strategische

Kräfteverhältnis sei relevant, relevant sei die ständige Bedrohung des

aggressiven Russlands.


Die Friedensbewegung muss die entscheidende Frage stellen: Welches

Interesse hätte das größte Land der Welt mit seinem ungeheuren Reichtum

an Rohstoffen, ein NATO-Land bzw. Deutschland anzugreifen? Warum sollte

Russland einen Krieg mit der NATO riskieren?


Die Friedensbewegung muss endlich den Mut haben, die anti-russische

Aggressionspolitik als zentrales Problem zu benennen und die Bevölkerung

aufklären, wer wen bedrohte und weiterhin bedroht.


Sie muss Zusammenhänge aufzeigen und sich selbst klar werden, wer in den

geopolitischen Auseinandersetzungen welche Interessen verfolgt.


Der Eurozentrismus, der durch die EU noch weiter verengt wird,

beeinflusst auch die Friedensbewegung. Viele scheinen nicht zu erkennen,

dass die Tatsache, dass Putin am 24. Februar 2022 dem kollektiven Westen

die Stirn bot, wie ein Katalysator wirkte und die Dynamik des Kampfes

gegen die US-geführte Hegemonie beschleunigte, die so viel Elend und

Leid über die Welt gebracht hat. Es hat Ländern im globalen Süden,

insbesondere in Afrika, unmittelbar neuen Aufrieb gegeben in ihrem Kampf

gegen den europäischen Neokolonialismus.


Sie hatten schon lange die westlichen Belehrungen und die moralische

Hybris satt. Um es bildlich auszudrücken: Wie Gockel mit geschwellter

Brust krähen EU-Politiker ihre „westlichen Werte“ in die Welt – und

merken nicht, dass die Welt auch den Misthaufen sieht, auf dem sie stehen.


Immer mehr Länder suchen oder vertiefen ihre Kooperation mit Russland,

China und den Bündnissen BRICS und Shanghaier Organisation für

Zusammenarbeit.Die internationale Entwicklung in Richtung einer

multipolaren, demokratischen Weltordnung, auf der Basis der souveränen

Gleichheit aller Nationen, muss noch viele Probleme überwinden*,*aber

kann nicht mehr aufgehalten werden.


Die Friedensbewegung muss sich entscheiden, wo sie stehtund sie muss der

Bevölkerung deutlich machen: Nicht Russland ist unser Feind, sondern die

Lüge, die Geschichtsfälschung, Verantwortungslosigkeit, der Größenwahn

und der völlige Realitätsverlust der NATO/EU und allen voran der

deutschen Regierung.

** * **

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Nachtrag – apropos „Breite“ der Friedensbewegung:

Auf der Friedenskundgebung in Berlin am 3. Oktober 2025, erklärte Jürgen

Grässlin,Rüstungsexperte und Bundessprecher der Deutschen

Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) u.a.

Folgendes:

„/Was mich wahnsinnig erschreckt, ist, wenn ich mir anschaue die Herren

Putin, die Herren Trump und Xi Jinping. Das sind die mächtigsten Männer

dieser Welt, aber sie haben keine Visionen, sie haben keine positiven

Vorstellungen mehr. Sie haben jegliche Zielvorstellung von Ethik und

Moral verloren. Sie haben sie aufgegeben. Das ist eine Katastrophe. Aber

es sind nicht nur die Drei. Es sind die Netanjahus, diese Erdogans,

diese Macrons, diese Starmers und auch dieser Merzens, dieser Welt, die

Sozialabbau betreiben, die Rüstungsaufbau betreiben, die eine Politik

betreiben, die die Erde immer mehr in die Gefahr bringt eines Krieges,

auch eines Atomkrieges. Schande über alle diese Politiker, egal ob in

Deutschland, in Europa, in der Welt, die diese Politik betreiben. Ich

würde es gerne in einem Satz sagen: Diese Entwicklung, die

Fehlsteuerungen werden bewusst gemacht, die Fehlentwicklungen werden

bewusst herbeigeführt – und merkts euch bitte für jede Diskussion,

Militär ist nicht die Lösung. Militär ist das Problem.“ (Quelle:

//https://www.youtube.com/watch?v=GhMejUNDAaE/<https://www.youtube.com/watch?v=GhMejUNDAaE>/)


/[Anmerkung D.P.: Abgesehen davon, dass Militär per se nur ein

Instrument ist und die Politik über seinen Einsatz oder Nichteinsatz

bestimmt, erschreckend ist die Hybris, mit der sich hier die völlige

Ignoranz über globale Auseinandersetzungen und internationale

Entwicklungen offenbart.


//


//


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.11.2025

Die (zwiespältige) Bilanz

aus e-mail von  Alexander Schiebel, 3. November 2025, 14:03 Uhr


View this post on the web at https://alexschiebel.substack.com/p/die-zwiespaltige-bilanz


In Teil 1 unserer Lösungs-Serie haben wir direkte politische Aktionen untersucht – die “Symptom-Behandlung”. Wir unterteilten diese politischen Maßnahmen in das Schwert (Verbote), das Geld (Bio-Förderung) und das Licht (Datenerhebung). Wir stießen auf hart erkämpfte Erfolge, wie zum Beispiel auf das Verbot von Neonicotinoiden oder die EU-Transparenzverordnung.

Doch wir stießen auch auf immense Widersprüche: Verbote, die durch Export-Doppelmoral und gescheiterte Reduktionsziele (SUR) konterkariert werden. Und wir stießen auf das “Österreich-Paradox” – ein Land, das “Bio-Europameister” ist, indem aber gleichzeitig die Pestizid-Verkaufszahlen explodieren.

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Diese Widersprüche führen uns nun zwangsläufig zur nächsten, entscheidenderen Ebene. Der Fragen nach den messbaren Auswirkungen.

Wir verlassen die Welt der Gesetze und der Förderprogramme und betreten die Welt der Resultate. Wir stellen die einzige Frage, die wirklich zählt: Bewirken die bisherigen politischen Aktionen eine tatsächliche Lösung der Probleme?

Beschäftigen wir uns nun also damit, was tatsächlich in unserer Nahrung, in unserem Wasser, in unseren Körpern und auf unseren Feldern zu finden ist.

Reduktion der Chemischen Belastung

Wäre die Politik tatsächlich erfolgreich, so müssten die Gifte messbar zurückgehen.

Der Erfolg: Das offizielle “Sicherheits-Siegel”

Die stärkste Erfolgsgeschichte, welche die EU-Bürokratie und die nationalen Behörden erzählen, handelt von der hohen Sicherheit unserer Lebensmittel. Und auf den ersten Blick sind die Zahlen tatsächlich beeindruckend.

Der EFSA-Jahresbericht 2024 (basierend auf Daten von 2022) stellt fest, dass 96,3 % aller Lebensmittelproben in der EU innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte (Rückstandshöchstgehalte, MRLs) lagen.

Im den strenger kontrollierten EU-Programm (EU MACP) waren es sogar 98,4 %.

Die nationalen Berichte aus Deutschland (BVL) und Österreich (AGES) bestätigen dieses Bild.

Die EFSA schlussfolgert 2025 (aus den Daten von 2023) ein “geringes Risiko” für Verbraucher.

Dies scheint ein triumphaler Sieg der Regulierung zu sein. Die Botschaft ist klar: “Es ist alles unter Kontrolle. Es gibt kein Problem.”

Das Problem: Das Cocktail-Gift und der blinde Fleck

Dieser “Erfolg” ist trügerisch. Er basiert auf einer fundamentalen Schwäche des Systems, die wir an anderer Stelle unserer Artikel-Serie als “Cocktail-Problem” bezeichnet haben.

Die Cocktail-Lüge: Die “sicheren” 96,3 % beziehen sich ausschließlich auf die Grenzwerte für Einzelstoffe. Der “tägliche Gift-Cocktail auf dem Teller” wird nicht gemessen. Der deutsche BVL-Bericht 2023 stellt trocken fest: 33,5 % (ein Drittel) aller Proben enthielten Mehrfachrückstände – also mehr als einen Wirkstoff. Ob die Kombination von fünf “sicheren” Einzelstoffen in einer Traube vielleicht doch gefährlich ist, wird schlichtweg ignoriert.

Das Import-Problem: Hohe Überschreitungsquoten findet man auch bei exotischen Früchten aus Nicht-EU-Ländern. Hier schließt sich der “Gift-Kreislauf”: Wir verbieten einen Stoff in der EU, exportieren ihn und konsumieren ihn danach als Rückstand auf importierten Lebensmitteln.

Der neue blinde Fleck (PFAS): Während das System auf alte Gifte starrt, explodiert ein neues Problem. Ein Report von Global 2000 (Feb. 2024) zeigte, dass die Belastung durch PFAS-Pestizide (”Ewigkeits-Chemikalien”) dramatisch zugenommen hat. In Österreich stieg der Anteil belasteter Obstproben von 10,3 % (2011) auf 37,5 % (2021). Das System hat diesen Anstieg nicht verhindert.

Der “tatsächliche Erfolg”: Wir messen den Cocktail im Körper und im Wasser

Der wahre (wenngleich frustrierende) “politische Erfolg” ist, dass wir das jetzt wissen, weil wir dieses Versagen jetzt offiziell messen.

Im Körper: Das EU-Projekt HBM4EU (2017-2022) hat erstmals den “Fußabdruck” der Pestizide in der europäischen Bevölkerung kartiert. Es fand 95 verschiedene Pestizid-Marker in den Körpern. Der “Erfolg” dieser Messung liests ich wie eine Anklageschrift: HBM4EU warnt, dass diese kombinierte Exposition zu einer “signifikanten Unterschätzung der Gesundheitsrisiken” durch die Behörden führt.

Im Wasser: Die Europäische Umweltagentur (EEA) stellt 2024 klar, dass die Landwirtschaft (Pestizide und Nährstoffe) der “signifikanteste Druckfaktor” für Europas Gewässer ist. Das deutsche Umweltbundesamt (UBA) warnt, dass aktuell zugelassene Stoffe das Trinkwasser gefährden.

Ein weiterer “vermeintlicher Erfolg”: Die Verkaufszahlen (Tonnen) sinken

Es gibt jedoch noch eine zweite, rein quantitative Erfolgsmeldung: Die Pestizid-Verkaufszahlen in der EU erreichten 2023 ein relatives Tief (292.000 Tonnen), den niedrigsten Stand seit 2011. Deutschland meldete für 2023 sogar einen Rückgang um 20 %.

Dieser Erfolg ist allerdings täuschend. Er war nicht der (letztlich ohnehin gescheiterte) “Farm-to-Fork”-Politik zu verdanken. Analysten sind sich einig: Es waren die stark gestiegenen Pestizid-Preise infolge des Ukraine-Kriegs. Es war ein ökonomischer Schock, kein politischer Erfolg.

Fazit: Wir feiern die “Sicherheit” von Einzelstoffen, während wir den Cocktail in unserem Essen, Wasser und Körper ignorieren. Ein kurzfristiger, preisgetriebener Rückgang der Verkaufsmenge wird als Erfolg verkauft, während neue Bedrohungen (PFAS) explodieren.

Umkehr der System-Intensität

Aber vergessen wir nicht: Pestizide sind nur ein Symptom. Das wahre Problem ist die Intensität des Systems, angetrieben von der Futtermittelproduktion für 80 Milliarden Nutztiere. Ein echter Erfolg wäre es, diesen “Driver” zu drosseln.

Der (statistische) Erfolg: Der “Driver” schwächt sich ab

Auf dem Papier gibt es hier einen klaren Erfolg zu verzeichnen: Der zentrale “Driver” – die Tierhaltung – ist in Deutschland und Österreich statistisch im Sinkflug.

In Deutschland sind die Schweinebestände auf einem historischen Tiefstand. Innerhalb der letzten 10 Jahre (bis 2024) verschwanden 7,2 Millionen Schweine (–25,2 %).

In Österreich sind die Bestände bei Rindern und Schweinen ebenfalls rückläufig.

Das Problem: Die Ursache ist “Wachse oder weiche”, kein Öko-Umbau

Dieser Rückgang ist allerdings kein politischer Erfolg. Seine Gründe sind mangelnde Rentabilität, fehlende Planungssicherheit und fehlende Hofnachfolge. Landwirte geben auf, weil sich das System nicht mehr rechnet.

Das “Wachse oder weiche”-Prinzip: Die Zahl der Betriebe in Deutschland fiel von 396.581 (2005) auf 255.010 (2023). Die Durchschnittsgröße stieg im Gegenzug auf 65 Hektar. Eine Prognose erwartet nur noch 100.000 Höfe bis 2040.

Politisches Scheitern: Das politische Instrument, das diesen Umbau sozial und ökologisch hätte steuern sollen – die deutsche “Borchert-Kommission” – ist 2023 gescheitert und wurde aufgelöst, weil die Politik die Finanzierung verweigerte.

Der “Erfolg” sinkender Tierzahlen ist in Wahrheit die Folge eines ungesteuerten Strukturwandels. Das System ökologisiert sich nicht, es konsolidiert sich in immer größere, industrialisierte Einheiten.

Der (politische) Erfolg: Kampf der Überdüngung

Einen echten, wenn auch erzwungenen, politischen Erfolg gibt es bei der “Überdüngung”, der direkten Folge der intensiven Tierhaltung.

Deutschland hat nach jahrelangem Druck und einem EU-Vertragsverletzungsverfahren seine Düngegesetzgebung 2020 massiv verschärft.

Die Folge: Die EU-Kommission hat das Verfahren im Juni 2023 eingestellt.

Dies ist ein seltener, klarer Sieg für die Umwelt, errungen durch “externen Zwang”.

Doch auch dieser Erfolg ist relativ: “Nitrat-Hotspots” in Regionen mit hoher Tierdichte (Norddeutschland) bleiben bestehen.

Das Hauptproblem: Der “Driver” bleibt bestehen

Trotz sinkender Tierzahlen: Die Grundlogik “Acker für Futter” (Trog statt Teller) ist ungebrochen.

Die bereits diskutierten “Eiweißstrategien” stellen lediglich einen Erfolg bei der Substitution von importiertem Soja durch heimische Erbsen dar.

Sie ändern nichts daran, dass in Deutschland 51,5 % des Getreides als Futtermittel (WJ 2023/24) genutzt werden und auch in Österreich der Feldfutterbau riesige Flächen bindet.

Fazit

Die Bilanz der “messbaren Auswirkungen” ist zwiespältig.

Die Daten zeigen, dass die “Symptom-Behandlungen” (Verbote, Anreize), die wir im vorigen Artikel diskutiert haben, nicht zu einer wirklich Besserung der realen Belastung geführt haben.

Die vermeintlichen Erfolge in der EU stellen eine “politische Illusion” dar: Wir feiern “sichere” Lebensmittel, ignorieren aber die “Cocktails”. Wir feiern einen preisgetriebenen Rückgang der Pestizid-Menge, ignorieren aber neue Gefahren (PFAS) und massive Widersprüche (Österreich).

Und wir sehen, wie der eigentlich “Driver” (die Tierhaltung) zwar schwächelt, dies aber nicht das Ergebnis einer klugen Öko-Politik ist, sondern eines brutalen Strukturwandels (”Wachse oder weiche”), den die Politik nicht steuert, sondern geschehen lässt.

Die Ergebnisse sind also bestenfalls widersprüchlich und oft das Resultat externer Schocks (Krieg, EU-Klagen) statt kluger Steuerung.

Das wirft die abschließende und entscheidende Frage auf: Warum eigentlich scheitert die Politik konsequent daran, echte, positive Ergebnisse zu erzielen? Warum wird das System nicht fundamental geändert?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns im nächsten Artikel mit den unbedingt nötigen systemischen Reformen beschäftigen – mit der Unabhängigkeit der Wissenschaft, dem Vorsorgeprinzip und dem Verursacherprinzip.

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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.11.2025

Nachricht ICAN zu Atomtests

aus e-mail von Karin Gerlich, 3. November 2025, 9:17 Uhr


Trumps Atomtest-Pläne gefährden globale Sicherheit


Veröffentlicht am 30. Oktober 2025


      PM: Trumps Atomtest-Pläne gefährden globale Sicherheit – ICAN:

      Atomtest-Wettlauf stoppen!


/Berlin, 30. Oktober 2025/ – Heute Morgen hat Donald Trump angekündigt,

dass die USA zum ersten Mal seit 1992 ihr Atomwaffentest-Programm

reaktivieren werden.


„Damit versucht Trump, Massenvernichtungswaffen direkt als politisches

Druckmittel einzusetzen. Das ist ein bedrohlicher Rückschritt in die

dunkelsten Zeiten des Kalten Krieges,“ erklärt Juliane Hauschulz,

Vorstand von ICAN Deutschland.


Zwischen 1945 und 1992 haben die USA über eintausend Atomtests

durchgeführt, viele davon oberirdisch. Mit fatalen Auswirkungen: Der

radioaktive Fallout hat sich nicht nur über das gesamte Gebiet der USA

und des Pazifiks, sondern weltweit ausgebreitet. Bis heute leiden

Menschen an Krebserkrankungen, die durch die kumulative Strahlendosis

verursacht wurden. Allein die von den Atomwaffenstaaten zwischen 1945

bis 1980 durchgeführten oberirdischen Nuklearwaffentests sind Studien

zufolge für etwa 2,4 Millionen Krebstote weltweit verantwortlich.


“Unsere globale Bewegung fordert deshalb: Es darf keinen neuen

Atomtest-Wettlauf geben!“, so Hauschulz.


In seiner Ankündigung bleibt der US-Präsident vage: Es ist unklar, ob

Trump das Testen von nuklearen Trägersystemen, Labortests oder gar

oberirdische Atomtests meint.


„Klar ist, dass Trumps neuester Atombefehl eine der fundamentalsten

Normen der internationalen Sicherheit untergräbt – das Tabu gegen

Atomwaffentests,” erklärt Juliane Hauschulz. “Damit stößt er einen neuen

Atomtest-Wettlauf an. Andere Atomwaffenstaaten wie Russland oder China

könnten nun dank Trump eigene Kernwaffenprogramme und Atomtests als

notwendige Reaktion legitimieren.“


Neue Kernwaffentests wären auch ein Schlag ins Gesicht aller

Überlebenden von nuklearer Gewalt. Die weltweit über 2000 durchgeführten

Atomtests fanden vor allem in ehemaligen Kolonien der Atomwaffenstaaten

statt. Ganze Landstriche wurden zerstört, verseucht und sind zum Teil

noch immer unbewohnbar. Die Betroffenen leiden bis heute unter den

Folgen und kämpfen für Anerkennung und Wiedergutmachung.


„Die Welt musste schon zu viel Leid durch nukleare Explosionen ertragen.

Diese Verbrechen zu wiederholen, wäre unentschuldbar,” so Hauschulz.


„Wir fordern deshalb Bundeskanzler Merz auf, darauf hinzuwirken, dass

die USA keine weiteren Atomwaffentests durchführen. Es ist im Sinne

unserer aller Sicherheit, dass niemals wieder eine Kernwaffe getestet

wird. Die Bundesregierung muss sich unbedingt für Deeskalation und gegen

einen Atomtest-Wettlauf einsetzen.“


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03.11.2025

Michael Lüders - Einladung zur Buchvorstellung Drecksarbeit?! 4.11

aus e-mail von friedensglockengesellschaft@web.de,  3. November 2025, 7:33 Uhr


Sehr geehrte Damen und Herren,


wir möchten Sie herzlich zur Vorstellung des neuen Buches:


 


"Drecksarbeit? Israel, Amerika und der imperiale Größenwahn im Nahen Osten"


 


von Dr. Michael Lüders einladen.


 


Einlass 18.00 Uhr


Beginn 18.30 Uhr


 


Im Anschluss an die Veranstaltungen können Bücher erworben und signiert werden.


 


Wir freuen uns auf Sie im:


Willy-Brandt-Saal, Rathaus Berlin - Schöneberg

John-F.-Kennedy-Platz 1, 10825 Berlin

U-Bahn:  U4, Bus 104, M46, S-Bahn Innsbrucker Platz und weiter mit U4


 


Es ist eine Folgeveranstaltung am 08.Dez 2025 geplant, wie konkrete Hilfsmassnahmen aus Berlin koordiniert werden können.


 


Bitte leiten Sie die Einladung an Freunde und Bekannte weiter. Im Anhang finden Sie eine Vorlage für die Sozialen Medien.


 


Die Veranstaltung wird ausgerichtet vom BSW Landesverband Berlin und den BSW - Bezirken. Eine kostenlose Anmeldung kann durch eine einfache Rückmail an diese Adresse bsw-pankow@web.de <mailto:bsw-pankow@web.de>   erfolgen.


 


Wenn Sie keine weiteren Einladungen erhalten möchten, reicht eine kurze Rückmail. Wir nehmen Sie aus dem Verteiler. Ansonsten erhalten Sie zeitnah die nächste Einladung zur Matinee am Sonntag, mit Sevim Dagdelen und Gabriele Gysi am 09. November.


 


Im Hinblick auf einen erkenntnisreichen Abend


 


Ina Darmstädter


Vorsitzende BSW Bezirk Pankow

bsw-pankow@web.de

Tel. 0151 25131916


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03.11.2025

George Beebe zur falschen Diagnose des Ukraine-Konflikts

aus e-mail von Doris Pumphrey, 3. November 2025, 11:49 Uhr


*George Beebe*ist Direktor des Bereichs „Grand Strategy“ am Quincy

Institute for Responsible Statecraft.

<https://responsiblestatecraft.org/> Er war mehr als zwei Jahrzehnte

lang als Geheimdienstanalyst, Diplomat und politischer Berater in der

Regierung tätig, unter anderem als Direktor der Russland-Abteilung der

CIA und als Berater für Russland-Angelegenheiten von Vizepräsident

Cheney. Er ist Autor des Buches „The Russia Trap: How Our Shadow War

with Russia Could Spiral into Nuclear Catastrophe” (2019).


Laut MSNBC vom 4. März 2022

<https://www.msnbc.com/opinion/msnbc-opinion/russia-s-ukraine-invasion-may-have-been-preventable-n1290831

erklärte George Beebe:

/"Die Wahl, vor der wir in der Ukraine standen – und ich nutze

absichtlich die Vergangenheitsform – war, ob Russland sein Veto zu einer

NATO-Beteiligung in der Ukraine am Verhandlungstisch oder auf dem

Schlachtfeld ausüben würde. Und wir entschieden uns, dafür zu sorgen,

dass das Veto auf dem Schlachtfeld ausgeübt wird, in der Hoffnung, dass

Putin sich entweder zurückhält oder der Militäreinsatz scheitert."/


Die Berliner Zeitung hat dankenswerterweise heute einen Text von George

Beebe übernommen, der am 27. Oktober in Englisch erschien unter dem Titel:

On Russia-Ukraine, the misdiagnosed patient is flatlining

All along we've been told this was about aggressive expansionism and

applied a strategy of deterrence. That was wrong.

<https://responsiblestatecraft.org/putin-willing-negotiate/>



Berliner Zeitung 3.11.2025

<https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/im-russland-ukraine-konflikt-liegt-der-falsch-diagnostizierte-patient-im-sterben-li.10003708>

Gastbeitrag


*Im Russland-Ukraine-Konflikt liegt der falsch diagnostizierte Patient

im Sterben

*/Von George Beebe


/Mit der Verhängung neuer US-Sanktionen gegen russische Ölproduzenten

und der Abweisung des russischen Gesandten Kirill Dmitriev durch

US-Finanzminister Scott Bessent, der ihn vor etwa einer Woche als

„Propagandisten“ bezeichnete, scheinen die Bemühungen der

Trump-Regierung, den Krieg in der Ukraine zu beenden, am seidenen Faden

zu hängen.


Ihr Erfolg oder Misserfolg hängt von einer einfachen Grundannahme ab:

Man muss ein Problem verstehen, um es lösen zu können. Leider hat der

Westen das Problem, dem er in der Ukraine gegenübersteht, seit mehr als

einem Jahrzehnt falsch diagnostiziert – mit zunehmend tragischen Folgen.

Und die Zeit, in der Präsident Trump diese Fehldiagnose – und die daraus

resultierende falsche Politik – noch korrigieren kann, läuft rasch ab.


Seit spätestens 2014, dem Jahr der Maidan-Revolution in der Ukraine und

Russlands anschließender Entscheidung, die Krim zu annektieren und

Separatisten im Donbass zu unterstützen, betrachten westliche

Außenpolitik-Vertreter Russlands militärische Handlungen gegen die

Ukraine als etwas, das Präsident Putin als frei gewählte,

„unprovozierte“ Ambition ansieht: den Wunsch, Land zu erobern und ein

Imperium wieder aufzubauen – ein Ausdruck autoritärer Impulse Russlands.


*Westen will Putins Kosten für Kriegsführung erhöhen


*Auf Grundlage dieser Diagnose konzentrierte man sich im Westen darauf,

Putins Kosten für die Kriegsführung zu erhöhen – indem man Russlands

Wirtschaft unter Druck setzte, seinem Militär hohe Verluste an Personal

und Ausrüstung zufügte und versuchte, Russland international zu

isolieren. Wenn Putin erkenne, dass sein Griff nach Macht und Prestige

nur Schwäche und Demütigung gebracht habe, so das Kalkül, werde er seine

Invasionsarmee zurückziehen oder sich auf ukrainische Bedingungen für

eine Einigung einlassen.


Diese Sichtweise prägte auch die westlichen Vorstellungen einer

Nachkriegsordnung. Sie bildet die Grundlage der Forderung, die Ukraine

müsse durch eine Nato-Garantie nach Artikel 5 oder eine europäische

„Sicherungstruppe“ auf ukrainischem Boden geschützt werden. Andernfalls,

so die Befürchtung, würde Russland nach einem Abkommen die Gelegenheit

nutzen, um sich zu erholen und erneut einzumarschieren, um seine

imperialistische Eroberung zu vollenden.


Je weniger dieses Vorgehen Früchte trug, desto stärker forderten seine

Befürworter, die wirtschaftlichen, militärischen und diplomatischen

Daumenschrauben gegenüber Moskau weiter anzuziehen. Daher die Rufe nach

verschärften Sanktionen gegen Russland und nach der Aufhebung der

Beschränkungen für Reichweite und Schlagkraft westlicher

Waffenlieferungen an die Ukraine. Daher auch der jüngste Vorschlag, der

Ukraine erneut eine angeblich „spielentscheidende“ Waffe zu liefern –

diesmal Tomahawk-Marschflugkörper –, in der Hoffnung, Putin werde

dadurch endlich zur Vernunft kommen.


*Ukrainekrieg: Problem einer Eskalationsspirale


*Dieses Rezept ist jedoch nicht wegen zu geringer Dosierung gescheitert.

Es ist gescheitert, weil die Hüter der westlichen Außenpolitik das

Problem, das sie zu lösen versuchen, grundlegend missverstanden haben.


Die russische Invasion in der Ukraine ist weniger ein Problem der

Abschreckung – also kein modernes Wiederaufleben des aggressiven

Expansionismus à la Nazi-Deutschland – als vielmehr ein Problem einer

Eskalationsspirale: eine klassische „Sicherheitsdilemma“-Situation, in

der beide Seiten Maßnahmen ergreifen, die sie als Schutz ansehen, die

aber von der Gegenseite als Bedrohung wahrgenommen werden. Das führt zu

einem Kreislauf von Aktion und Reaktion, in dem jede Seite überzeugt

ist, nur defensiv zu handeln – ähnlich wie vor dem Ersten Weltkrieg.


Mit anderen Worten: Putins Hauptgrund für den Einmarsch in die Ukraine

war nicht die Gier nach Territorium oder der Wunsch, ein verlorenes

Imperium wiederherzustellen. Wäre das sein Ziel gewesen, hätte er den

Donbass schon 2014 zusammen mit der Krim annektieren können – zu einem

Zeitpunkt, als die Ukraine militärisch noch weit schwächer war. Doch er

weigerte sich acht weitere Jahre, trotz heftiger Kritik russischer

Nationalisten und Separatisten im Donbass, weil er glaubte, dass der

Verbleib von Donezk und Luhansk innerhalb der Ukraine eine verlässliche

innere Opposition gegen einen Nato-Beitritt garantieren würde.


Putins Hauptmotivation für die Invasion war vielmehr die Überzeugung,

dass die USA und die Nato ihre sicherheitspolitische Präsenz in einer

zunehmend antirussischen Ukraine stetig ausbauten – Maßnahmen, die der

Westen als Abschreckung verstand, Russland aber als Provokation – und

die Ukraine in das verwandelten, was Russland als „unsinkbaren

Flugzeugträger“ betrachtete: eine Basis westlicher Militär- und

Geheimdienstoperationen gegen Moskau.


Vor der Invasion übergaben russische Beamte den USA und der

Nato-Vertragsentwürfe, in denen sie verlangten, dass die Allianz keine

weiteren Erweiterungen vornehmen und ihre militärischen Kräfte von den

russischen Grenzen zurückziehen solle. US- und europäische Vertreter

lehnten dies ab und hielten weiter daran fest, dass die Ukraine eines

Tages der Nato beitreten könne und dass Russland kein Vetorecht über

diese Entscheidung habe.


Auf die Frage, ob er auf Russlands Einwände gegen die Nato-Erweiterung

in der Ukraine eingehen werde, sagte Präsident Biden, er werde

„niemandes rote Linie“ anerkennen. Wenige Wochen später befahl Putin die

Invasion.


Wie wir das Grundproblem des Kriegs in der Ukraine diagnostizieren, ist

von enormer Bedeutung. Kompromisssuche ist tatsächlich kontraproduktiv,

wenn man es mit einem expansiven Schurkenstaat zu tun hat – denn solches

„Beschwichtigen“ signalisiert Schwäche und ermutigt nur zu weiterer

Aggression. Doch eine Verschärfung der Abschreckung verschlimmert ein

Sicherheitsdilemma-Problem – sie verbessert es nicht. Sie verstärkt auf

beiden Seiten die Überzeugung, einem unversöhnlich feindlichen Gegner

gegenüberzustehen, den man nur mit Gewalt stoppen könne, und treibt so

die Eskalationsspirale weiter an.


*Wie könnte ein Ausweg aussehen?


*Wenn der einzige Weg aus dieser Eskalationsspirale ein ausgehandelter

Kompromiss ist – wie könnte dieser aussehen?


Er würde nicht damit beginnen, um strittiges Territorium zu feilschen,

da dieses Thema nicht die Hauptursache des Krieges ist. Stattdessen

müsste er bei den grundlegenden Sicherheitsinteressen beider Seiten

ansetzen – so, dass keine von ihnen sich übermäßig bedroht fühlt. Der

Westen würde zusagen, die Ukraine nicht in die Nato aufzunehmen, keine

westlichen Kampftruppen nach einer Einigung in der Ukraine zu

stationieren und Kiew keine Langstrecken-Angriffswaffen zu liefern.


Im Gegenzug würde Russland den EU-Beitritt der Ukraine akzeptieren, das

Recht der Ukraine auf eine effektive Selbstverteidigung anerkennen und

zustimmen, dass Kiew Waffen, Ausbildung und logistische Unterstützung

vom Westen erhält.


Auch wenn die Details eines solchen Sicherheitsabkommens verhandelt und

verfeinert werden müssten, wäre ein solcher Kompromiss wahrscheinlich

bald erreichbar – sofern das Trump-Team ihn ernsthaft verfolgt. Putin

hat öffentlich erklärt, dass Russland den EU-Beitritt der Ukraine nicht

ablehne. Und beim Gipfel in Alaska sagte er: „Die Sicherheit der Ukraine

sollte ebenso gewährleistet werden wie die Russlands“ und „wir sind

bereit, daran zu arbeiten.“ Ukrainische Vertreter wiederum scheinen

zunehmend zu erkennen, dass eine Nato-Mitgliedschaft unrealistisch ist –

zumal die USA wiederholt gezeigt und erklärt haben, dass sie nicht für

die Ukraine in den Krieg ziehen werden – und dass garantierte

„Rückfall“-Sanktionen sowie westliche Militärhilfe das Beste sind,

worauf sie hoffen können.


Ein solches Rahmenabkommen würde den Krieg zwar nicht sofort beenden,

wäre aber ein bedeutender Fortschritt auf dem Weg zu einer umfassenden

Friedenslösung. Es würde die Einigung über Gebietsfragen,

Waffenstillstand und Friedenssicherung erheblich erleichtern. Und –

vielleicht am wichtigsten, angesichts des extremen Misstrauens zwischen

den Parteien – es würde zeigen, dass alle Beteiligten wirklich an einem

gegenseitig akzeptablen Kompromiss interessiert sind, anstatt ihre

Gegner zur Kapitulation zu zwingen.


Wenig überraschend lehnen die etablierten Meinungsmacher in Regierung

und Medien, die die US-Außenpolitik seit Jahrzehnten dominieren, jede

Art von Kompromiss mit Russland weiterhin ab. Doch gerade ihre

Sichtweise ist ein wesentlicher Grund dafür, dass dieser Konflikt

überhaupt entstanden ist.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.11.2025

Palästinakomitee-Stuttgart Infobl@tt — Oktober 2025

aus e-mail von Attia Rajab, 3. November 2025, 19:55 Uhr


Die vielen israelischen Waffenstillstandsbrüche im Gazastreifen zeigen,

dass der zionistische Kolonialstaat nicht an einem Ende des Krieges

interessiert ist. Bis 28. Oktober hat die israelische Armee mit Schüssen

und Bomben 226 Palästinenser, darunter 97 Kinder, getötet. Entgegen dem

Trump-Abkommen hält der Staat Israel den einzigen Personenübergang bei

Rafah geschlossen, so dass zehntausende Verwundete nicht zur Behandlung

ausreisen können. Die Versorgungsgüter, die die Sperranlagen passieren,

bleiben weit unter der vereinbarten Menge und werden von der

israelischen Seite ständig reduziert. Die Palästinenser sollten vor dem

rassistischen Staat Israel geschützt werden, dem der Trump-Plan

ermöglicht, seine Besatzung aufrecht zu erhalten. Anschuldigungen gegen

die palästinensische Seite, die auch in den deutschen Medien zu hören

sind, verkennen die Wirklichkeit völlig. Im Oktober-Infobl@tt des

Palästinakomitees erweisen wir der palästinensischen Bevölkerung, die

trotz jahrzehntelanger scharfer Unterdrückung durch den

siedlerkolonialen Staat Israel auf ihre Rechte besteht und dem Versuch

der ethnischen Säuberung im genozidalen israelischen Krieg widerstanden

hat, vor allem in den ersten beiden Artikeln über die Gefangenen

Anerkennung. Wichtig für das Verständnis der Situation im Gazastreifen

ist der Artikel über die Banden, die die israelische Besatzungsmacht

aufbaut und bewaffnet. Nicht nur Gaza und Westbank, sondern auch der

Südlibanon ist von der Aggression des Staates Israel extrem bedroht. Bei

einem weiteren Massaker, im Sudan, tragen die westlichen politischen

Kräfte eine wesentliche Mitverantwortung. Ihr enger Verbündeter, die

Vereinigten Arabischen Emirate, rüsten die Rapid Support Forces auf, die

in el-Fasher Tausende ermorden.

Gestohlene Leben: Jeder befreite Palästinenser trägt die Last des

Kampfes seines Volkes mit sich

Soumaya Ghannoushi middleeasteye.net, Übersetzung Pako

Article Image

Li: Ein aus dem israelischen Gefängnis entlassener Gefangerner wird in

Khan Yunis von Familienangehörigen begrüßt.

Re: Der palästinensische Fotojournalist Shadi Abu Sido

wird mit seiner Familie wiedervereint Doaa Albaz, activestills.org


Die Autorin stellt die Momente zusammen, als die palästinensischen

Gefangenen zu ihren Familien kamen, gezeichnet von den grausamen

Bedingungen in israelischen Gefängnissen. Sie sagt: Sie sind der

lebendige Ausdruck eines Kampfes, der älter ist als diese Besatzung –

ein Kampf, den jedes Volk teilt, das jemals einen Stiefel auf seinem

Nacken gespürt und sich zum Aufstand entschlossen hat. Sie tragen in

ihren zerrütteten Körpern das glühende Feuer, das in den Herzen derer

brennt, die gegen Apartheid, Kolonialismus und Diktatur kämpfen. Siehe

auch hier

<https://www.channel4.com/news/freed-palestinian-doctors-describe-torture-in-israeli-prison>.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/gestohlene-leben-jeder-befreite-palaestinenser-traegt-die-last-des-kampfes.pdf



Nader Sadaqa, palästinensischer jüdischer Gefangener von Israel freigelassen

palestinechronicle.com palestinechronicle.com, Übersetzung Pako

Article Image

Nader Sadaqa nach seiner Freilassung

  im Interview <https://www.youtube.com/watch?v=k7fcsOj9bSE> MEE


Nader Sadaqas Freilassung am 13. Oktober 2025 aus lebenslanger Haft im

Austausch gegen israelische Gefangene hat die Kombination von

Identitäten – Palästinenser, Jude und Widerstandskämpfer – auf die

internationale Bühne gebracht. Nader Sadaqa war führend im linken

politischen und militärischen palästinensischen Widerstand und

entsprechend gefürchtet von der israelischen Kolonial- und Besatzungsmacht.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/samariter-des-widerstands-okt-2025.pdf



Deutschlands Rolle im Sudan

Roman Deckert Rosa Luxemburg Stiftung

Article Image

Während die Rapid Support Forces (RSF) ein fürchterliches Massaker im

Sudan verüben, überzieht ein israelischer staatlicher arabisch-X-Account

die sudanesischen staatlichen militärischen Kräfte mit

Anti-Hamas-Propaganda. Bildschirmaufnahme MEE


Während des brutalen Massakers der Rapid Support Forces (RSF) im

sudanesischen el-Fasher werden die Rufe nach einem Embargo gegen die

Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und der mit ihnen verbundenen

Firmen lauter. Die VAE sind eine der RSF-Hauptunterstützer. Die VAE sind

übrigens auch ein arabischer Staat, der militärisch und wirtschaftlich

eng mit dem Staat Israel kooperiert. Wir verlinken hier jedoch zu einem

Artikel der Rosa-Luxemburg-Stiftung vom Juli 2025, der über die deutsche

Verstrickung in Sudan und die Unterstützung der VAE informiert.



Link zum Artikel

<https://www.rosalux.de/news?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=53678&tx_news_pi1%5Bnews_uid%5D=0&cHash=ed374cf034fc419c442fb23b7e66cec6



Denke daran, den 7. Oktober zu vergessen

Abdaljawad Omar mondoweiss.net, Übersetzung Pako

Article Image

Israelische Militäreinsätze, wie hier am 18. Juni 2025 in Nablus, sind

Alltag für Palästinenser:innen

Wahaj Bani Moufleh, activestills.org


Über den Umgang mit dem 7. Oktober 2023 sagen Palästinenser: "Zwei Jahre

später haben wir gelernt, daß unser Feind zerbrechlich ist, empfindlich

bis ins Mark. Auf der einen Seite unvorstellbar mächtig, auf der anderen

Seite seiner eigenen Beständigkeit unsicher. Die Gewalt, die ohne zu

zögern und ohne Reue ausgeübt wird, ist weniger Ausdruck von Gewissheit

als vielmehr von Angst. Es ist die Darstellung einer unhaltbaren

zionistischen Fantasie von totaler Herrschaft, die endlos verteidigt

werden muss, weil sie aus eigener Kraft nicht bestehen kann."



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/erinnere-dich-daran-den-7-oktober-zu-vergessen.pdf



„Vampir-Imperium“ – Israelische Soldaten und Verantwortliche für den Tod

von Hind Rajab entlarvt

Palestine Chronicle Palestine Chronicle, Übersetzung Pako

Article Image

Hind Rajab, im Hintergrund die israelischen Soldaten, die direkt am Mord

des kleinen Mädchens beteiligt waren. Collage von Palestine Chronicle


Die Kriegsverbrecher sind ermittelt. Die Sendung „What’s Hidden is

Greater” (Was verborgen ist, ist größer) des Fernsehsenders Al-Jazeera

hat die Identität der israelischen Soldaten öffentlich gemacht, die an

der Tötung der sechsjährigen Palästinenserin Hind Rajab beteiligt waren.

Hinds Tod wurde zu einem der eindringlichsten Symbole für den

Völkermordkrieg des Staates Israel gegen Gaza. Die Hind Rajab-Foundation

hat eine umfassende Klage gegen die Mörder eingereicht.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/hind-rajabs-moerder-entlavt.pdf



Von Oslo bis Offshore – Politische „Normalisierung“ im östlichen

Mittelmeer mithilfe der Ausbeutung der Energieressource

Hicham Safieddine merip.org, Übersetzung Pako

Article Image

Die Bohrinsel im Erdgasfeld Noa, ganz in der Nähe des Gazastreifens.

wikicommons


Als die erste Regierung von US-Präsident Donald Trump im Januar 2020

ihren Plan „Peace to Prosperity“ (Frieden für Wohlstand) vorstellte,

versprach das Hochglanzdokument den Palästinensern einen Anteil am

regionalen Wachstum. Das Middle East Research and Information Project

analysiert die Ausbeutung der Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer.

Unter dem Druck der USA wurde daraus ein System der Abhängigkeiten, auf

Kosten der Palästinenser und auf Kosten der klimafreundlichen Energie.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/von-oslo-bis-offshore.pdf



Ein Krieg gegen den Wiederaufbau: Die israelische Frontlinie im Südlibanon

Dario Sabaghi newarab.com, Übersetzung Pako

Article Image

Der Südlibanon - ein Opfer ständiger Übergriffe des israelischen

Militärs. Collage The New Arab


Unter dem Vorwand, dass die Hisbollah versuche, ihre Streitkräfte wieder

aufzubauen, unternimmt der Staat Israel eine Militäraktion im Südlibanon

und zwar in einer Weise, die Wiederaufbau des schwer zerstörten

Südlibanon und die Rückkehr der Geflüchteten so gut wie unmöglich machen

- ein klarer Verstoß gegen das Waffenstillstandsabkommen. Ziel ist

vermutlich, eine Einflusszone für die USA und den Staat Israel zu

schaffen. Den Widerstand der Bevölkerung bricht dieses Vorgehen nicht.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/neuer-krieg-in-libanon-okt-2025.pdf



Das militärisch-industrielle Rückgrat der Normalisierung

Tariq Dana merip.org, Übersetzung Pako

Article Image

Unterzeichnung eines Vertrags der Abrahamabkommen mit den Vereinigten

Arabischen Emiraten. wikicommons


Der Staat Israel hat sich durch jahrzehntelange Besatzung und Krieg

weltweit einen Ruf für seine Expertise im Bereich bewaffneter Drohnen

und KI-gesteuerter Systeme erworben. Entsprechend dieser Bilanz ist die

Zerstörung des Gazastreifens der erste KI-unterstützte Völkermord in der

Geschichte. Der Artikel untersucht die Abraham-Verträge des Staates

Israel und arabischer Länder. Hier geht es v.a. um Waffenkäufe, Erwerb

von Überwachungstechnologie sowie Kooperation bei der Unterdrückung.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/militaerindustrie-abrahamabkommen-merip.pdf



Waffen, Kriegsherren und Ödland: Die israelische Strategie für den

Gazastreifen nach dem Krieg


Muhammad Shehada newarab.com, Übersetzung Pako

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Das israelische Militär untergräbt nach wie vor die Versorgung und den

Wiederaufbau im Gazastreifen. Dafür haben sie auch Banden aufgebaut und

bewaffnet. Collage newarab.com


Der Staat Israel hat mehrere Banden im Gazastreifen aufgebaut und

bewaffnet. Das israelische Militär schützt diese Banden in dem Gebiet,

das sie kontrollieren (58%) und das vollständig entvölkert ist. Für den

Staat Israel plündern diese Banden Hilfskonvois, stiften Chaos und

betreiben Lager im Süden, in die der Staat Israel die Bevölkerung

drängen will. Die Banden sind bei der Bevölkerung verhasst, sie stützen

sich allein auf die Waffen der israelischen Besatzung.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/waffen-warlords-oedland-okt-2025.pdf



Wie ein schottisches Schifffahrtsmuseum in Israels 3D-Propagandavideos

landete

Oren Zwi 972mag.com,

Übersetzung für Pako A. Riesch

Article Image

Schottisches Museum (li), rechts der im Video

verwendete Teil Bilschirmaufnahmen


Eine Untersuchung von +972 Magazine und Local Call mit dem

Forschungskollektiv Viewfinder, dem Schweizer Netzwerk SRF und dem

schottischen Medium The Ferret analysierte 43 Animationen, die seit dem

7. Oktober von der israelischen Armee produziert wurden, und stellte

fest, dass vieles nicht aus Geheiminformationen stammt, sondern Mittel

zur Animation sind. Eine Animation wurde z. B. verwendet, um die

Bombardierung des Al-Shifa-Krankenhaus zu rechtfertigen. Die angebliche

Hamas-Kommandozentrale wurde dort nie gefunden.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/wie-ein-schottisches-museum-in-israels-propagandavideo-landete.pdf



Der Widerstand gegen einen Genozid ist nicht kriminell –

Solidaritätsaktionen mit den Ulm5

Pako Pako

Article Image

Protest vor dem Amtsgericht Pako


Am 16., 27. und 29. Oktober 2025, haben wir vom Palästinakomitee uns mit

vielen anderen vor dem Amtsgericht Stuttgart versammelt, um Solidarität

mit den Ulm5 bei 3 Anhörungen zu zeigen. Fünf Genoss:innen sind seit 08.

September 2025 in verschiedenen Haftanstalten in Stuttgart und

Baden-Württemberg gefangen. Der Vorwurf: Eine Attacke auf die

Niederlassung der israelischen Waffenfirma Elbit in Ulm. Elbit beliefert

die israelische Armee zu 80% mit Waffen. Die Unterstützung des

Völkermordes ist kriminell und nicht der Versuch, ihn zu stoppen.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/bericht-wegen-anhoerungen-gesamt-zwei-wochen.pdf



Als die Bomben schwiegen: Israels verborgener Krieg gegen Gazas Land,

Luft und Wasser

Yasmin Abu Shammala qudsnen.co, Übersetzung für Pako,

G. Merz

Article Image

Gaza-Stadt, 6. Oktober 2025 Yousef Zaanoun, activestills.org


"Gaza, früher ein Land mit Oliven und Erdbeeren, liegt jetzt in Asche.

Die Luft stinkt unter dem Dunst von brennendem Plastik und giftiger

Luft, der Boden glüht von Metall, das nicht explodiert ist und die See

ist verdreckt. Nach zwei Jahren mit unaufhörlichem israelischem

Bombardement ist Gaza nicht nur ‚ein wenig verwundet‘; es ist vergiftet.

Was sich hier verbreitet, ist nicht nur eine humanitäre Katastrophe, es

ist ein Umwelt-Genozid."



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/als-die-bomben-schwiegen-okt-2025.pdf



Trotz Waffenstillstand drohen den Palästinensern weiterhin

„Eliminierung, Völkermord“

Ilan Pappe democracynow.org, Übersetzung Pako

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/Israel on the Brink/, von Ilan Pappé:

penguinrandomhouse.ca

<https://www.penguinrandomhouse.ca/books/773897/israel-on-the-brink-by-ilan-pappe/9780807018798>


penguinrandomhouse.ca

MEE/Faiz Abu Rmeleh


Trotz des neu vereinbarten Waffenstillstands im Gazastreifen, so Ilan

Pappé, hätten die politischen Führer Israels ihr politisches Ziel, die

Palästinenser aus ihrem noch vorhandenen Gebiet ethnisch zu säubern,

nicht geändert. „An der Entmenschlichung und der Haltung dieser

israelischen Regierung und ihrer Überzeugung, dass sie die Macht hat,

Palästina als Nation, als Volk und als Land auszulöschen, hat sich

nichts geändert“. Die Verpflichtung von Politikern und Diplomaten

bestehe jetzt darin, die Palästinenser vor diesen Absichten zu schützen.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/ilan-pappe-trotz-des-waffenstillstands-okt-2025.pdf



Palästina in der BRICS-Gruppe: Die zweite Welle der Entkolonialisierung

Ranjan Solomon middleeastmonitor.com, Übersetzung für Pako A. Riesch

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Der indonesische Präsident Sukarno während seiner Eröffnungsrede im

Gedung Merdeka, Bandung-Konferenz, 18. April 1955, Indonesien

/Asian-African Conference Bulletin/, no. 4


Palästina hat einen Beitrittsantrag zur BRICS-Gruppe gestellt. Ranjan

Solomon dazu: "Der Beitritt Palästinas zur BRICS-Gruppe wird die

Vollendung eines Kreises darstellen, der 1955 in Bandung begann, als die

Staats- und Regierungschefs Asiens und Afrikas erklärten, das Zeitalter

des Kolonialismus sei vorbei. War Bandung die erste große Bekundung

der Blockfreiheit, dann wird der Beitritt Palästinas zur BRICS-Gruppe

die Erklärung einer neuen Ära sein: Dekolonisierung in der Praxis..."



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/palaestina-un-der-brics-gruppe.pdf



Kriegsführung über die Narrative: Einblicke in Israels Kampf um Einfluss

in den sozialen Medien

Nadda Osman newarab.com, Übersetzung Pako

Article Image

Bildschirmaufnahmen Instagram


Die israelische Regierung versucht verstärkt, die Darstellung des

Staates in den sozialen Medien zu beeinflussen. Auch im Bereich KI gehen

die Eingriffe weit. Jetzt wurde bekannt, daß die israelische Regierung

eine Firma Clock Tower X beauftragt hat, Inhalte für die Zielgruppe

Generation Z zu produzieren und ChatGPT zu trainieren, eine positivere

Haltung gegenüber dem Staat Israel einzunehmen. Clock Tower soll auch

durch Training die Art und Weise beeinflussen, wie künstliche

Intelligenzsysteme Themen mit großen Datensätzen darstellen.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/israels-einfluss-in-den-sozialen-medien.pdf



Zwei Jahre lang hat Gaza Völkermord ertragen - der Staat Israel verlor

jegliches Ansehen in der Welt

Adnan Hmidan middleeasteye.net, Übersetzung Pako

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4. Okt. 2025, Montreal, Kanada: Demonstration gegen

den Völkermord in Palästina Haidi Motola, activestills.org


Trotz aller Zerstörung endete der israelische Krieg nicht mit einem

Sieg, sondern mit der Bloßstellung eines Staates, der militärisch,

politisch, wirtschaftlich und moralisch versagt hat. Der Staat Israel

hat seine Ziele verfehlt und jegliches internationale Ansehen verloren.

Dagegen hat die Bevölkerung von Gaza mit ihrer Standhaftigkeit und ihrem

Durchhaltevermögen wieder einmal bewiesen, dass Kolonialmächte trotz

aller militärischer Überlegenheit auf lange Sicht nicht gewinnen können.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/zwei-jahre-genozid-israel-verlor-die-welt.pdf



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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.11.2025

Eindrücke aus Nah-Ost: Interview Jan van Aken, Parteivorsitzender Die Linke

deutschlandfunk.de,  01. November 2025, 07:15 Uhr, Müller, Dirk 


Audio herunterladen https://download.deutschlandfunk.de/file/dradio/2025/11/01/eindruecke_aus_nah_ost_interview_jan_van_aken_dlf_20251101_0715_d21af7d4.mp3



Info: https://www.deutschlandfunk.de/eindruecke-aus-nah-ost-interview-jan-van-aken-parteivorsitzender-die-linke-100.html


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03.11.2025

hörtipp: ilko-sascha kowalczuk

aus e-mail von Michael Ebeling, 3. November 2025, 16:15 Uhr


hallo leute,


wen's interessiert - eine aus meiner sicht sehr hörenswerte rede des

bürgerrechtlers und historikers ilko-sascha kowalczuk im rahmen der

feierlichkeiten "35 jahre thüringer landtag". engagierte knappe 25

minuten lang:


https://www.deutschlandfunk.de/ddr-regime-war-erziehung-zum-hass-festrede-zu-35-jahre-thueringer-landtag-100.html


kann man übrigens auch nachlesen


https://www.thueringer-landtag.de/fileadmin/user_upload/Kowalczuk_Festrede_35_Jahre_Thueringer_Landtag.pdf


oder direkt anschauen (ab ca. 1h03'):


https://live.thltcloud.de/Veranstaltung/Feierstunde_am_25_10_2025


schade: nicht dokumentiert auf dem letztverlinkten video sind die

reaktionen der afd'ler während der rede.



-michael.


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03.11.2025

Bericht | Halloween in Russland


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globalbridge.ch, 31. Oktober 2025 Von: in Allgemein, Geschichte, Medienkritik, Wirtschaft

(Red.) Während auch in der Schweiz aktiv der Russenhass betrieben und gefördert wird – das Schweizer Radio zum Beispiel mit einem Tagesgespräch mit der deutschen Russenhasserin Katja Gloger, die NZZ mit einem weiteren Gastbeitrag von Andrew Chakhoyan oder die Universität Zürich mit einem Vortrag des Putinhassers Andrey Illarionov, um nur drei Beispiele zu erwähnen – versucht Globalbridge als der Unabhängigkeit und der Ehrlichkeit verpflichtetes Medium sowohl auf kulturelle Gemeinsamkeiten als auch auf kulturelle Unterschiede zwischen uns Westlern und Russland hinzuweisen. Unser Vertrauensmann in Russland, Stefano di Lorenzo, hat als Beispiel den Umgang mit Halloween genauer angeschaut. (cm)

Halloween mag vielen als Triviales und Infantiles erscheinen. Aber als kultureller Import und Symbol der von Amerika vorangetriebenen Globalisierung kann Halloween auch ein paar interessante Dinge über eine Gesellschaft erzählen. In der kollektiven Vorstellung ist Halloween ein unverkennbar amerikanisiertes Ritual: Plastikkürbisse auf Veranden, schwarze Kostüme, Kinder, die Süßigkeiten sammeln, Horrorfilme und ein saisonaler Handel, der den Oktober bestimmt. Während sich Halloween langsam in vielen europäischen Ländern fest etabliert hat, ist es kein Fest, das man in Russland erwarten würde. Vor allem nicht in Zeiten des Krieges. Das heutige Russland wird oft als kulturell geschlossenes, national autarkes, ja sogar nationalistisches Staatswesen dargestellt — misstrauisch gegenüber der Soft Power des Westens und bestrebt, seine einzigartigen, traditionellen Werte zu verteidigen. Es ist ein Bild, das viel patriotische Rhetorik in Russland widerspiegelt und verstärkt, insbesondere in den letzten vier Jahren.

Doch in den meisten der drei Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion träumten viele Russen von einer kulturellen Integration mit dem Westen. Russland war einer der Orte, an denen die westliche Popkultur schnell und tiefgreifend Einzug hielt. Halloween wurde in Russland auch zu einem dieser sichtbaren Zeichen. In den letzten Jahren stieß diese Übernahme auf Widerstand von religiösen und politischen Akteuren, die Vorschläge zur Einschränkung oder sogar zum Verbot der Feierlichkeiten vorbrachten. Dieser Kontrast verdeutlicht die Spannungen zwischen Offenheit und Verschlossenheit im postsowjetischen Russland und zwischen Kultur als gelebter Praxis.

Wie Halloween nach Russland kam

Halloween kam nicht als Export von oben nach unten nach Russland, sondern als Konsumphänomen. In den 1990er und frühen 2000er Jahren, als westliche Fernsehsendungen, Filme, Musik und Konsumgüter den russischen Markt überschwemmten, wurden die üblichen Symbole und Rituale westlicher Feiertage in den städtischen Zentren sichtbar: Kostümpartys in Clubs, Themenabende in Bars, Dekorationen in Ladenketten. Diese Verbreitung war Teil einer umfassenderen kulturellen Integration — das russische Publikum konsumierte eifrig Hollywood-Horrorfilme, amerikanische Fernsehserien, Popmusik und westliche Kinderprogramme —, sodass die Bilder und Bräuche von Halloween leicht verständlich und übertragbar waren. Die Motive des Feiertags waren besonders attraktiv für die städtische Jugend und das Nachtleben. 

Auch der Einzelhandel spielte eine wichtige Rolle. Kostümgeschäfte, Partyplaner und später auch Online-Marktplätze lieferten günstige Masken, Schminke und Party-Requisiten. Für Geschäfte in Einkaufszentren und Veranstalter wurde Halloween zu einer weiteren saisonalen Gelegenheit, Tickets, Süßigkeiten und Dekorationen zu verkaufen; für Bars und Clubs war es ein praktischer Themenabend. Wie viele kulturelle Transfers des späten 20. Jahrhunderts wurde Halloween in Russland von Kommerzialisierung und visuellen Medien getragen.

Wer feiert — und wer nicht

Halloween hat sich in Russland doch nicht zur Massenpraxis entwickelt. Umfragen aus dem letzten Jahrzehnt zeigen, dass der Bekanntheitsgrad des Feiertags hoch ist — die meisten Russen haben schon von Halloween gehört —, aber die Teilnahmequote ist nach wie vor gering und konzentriert sich stark auf junge Stadtbewohner. So ergab beispielsweise eine Umfrage des unabhängigen russischen Meinungsforschungsinstituts VTsIOM, dass zwar über 90 % der Befragten Halloween kannten, aber nur ein kleiner Teil vorhatte, es zu feiern, wobei das Interesse bei den 18- bis 24-Jährigen und den Bewohnern größerer Städte am höchsten war. „Ich stelle fest, dass Halloween immer beliebter wird, ich sehe viele Anzeigen für Halloween-Partys“, sagt Lisa, eine junge Übersetzerin aus Moskau. Ihr Freund Roman ist anderer Meinung: „Ich kenne niemanden, der Halloween feiert. Halloween hat nichts mit russischen Traditionen zu tun.“ Eine andere junge Frau, Elena, organisiert hingegen mit ihren Freunden eine Halloween-Party. „Letztes Jahr hatten wir viel Spaß“, sagt sie. Die meisten Russen stehen Halloween jedoch entweder gleichgültig gegenüber oder betrachten es als eine fremde Kuriosität, die für die russische Kultur unpassend ist. 

Die Alters- und geografische Kluft ist wichtig. In einem Moskauer Club kann man aufwendige Kostüme und Themenabende erleben. In regionalen Städten wird der Feiertag eher als Marketingaktion in einem Supermarkt wahrgenommen. Für viele Familien mit kleinen Kindern hat sich die westliche „Süßes oder Saures“-Kultur nie so etabliert wie in einigen europäischen Hauptstädten; die Unterhaltungskalender russischer Kinder sind nach wie vor dicht mit lokalen und christlichen Anlässen gefüllt.

Kirche und Staat

Halloween wird dort politisch, wo Religion, nationale Identität und die jüngste Rhetorik über „traditionelle Werte“ aufeinandertreffen. Die Russisch-Orthodoxe Kirche (ROK) äußert seit langem Bedenken, dass die Symbolik von Halloween — Hexen, satanische Motive und okkulte Ästhetik — im Widerspruch zur christlichen Lehre steht. Verschiedene orthodoxe Geistliche und Medien haben Alternativen gefordert: Gemeindeveranstaltungen, bei denen Kinder eingeladen werden, sich als Heilige zu verkleiden, oder lokale Aufklärungskampagnen, die Eltern vor den angeblichen spirituellen Gefahren des Feiertags warnen. In religiösen Kommentaren wird Halloween als spirituell zerstörerisch und kulturell „fremd“ dargestellt, eine Sichtweise, die bei sozial konservativen Teilen der Bevölkerung Anklang findet.

In den letzten Jahren haben regionale Abgeordnete, konservative Aktivisten und sogar einige Mitglieder der Staatsduma Vorschläge unterbreitet, Halloween einzuschränken oder es mit „satanistischer Propaganda“ gleichzusetzen, mit der Begründung, dass Maßnahmen zum Schutz der Kinder und der öffentlichen Moral erforderlich seien. Die Medienberichterstattung zeigte erneute Vorschläge und Erklärungen in diesem Sinne — darauf ausgerichtet, kulturelle Souveränität und moralische Wachsamkeit zu signalisieren. Diese Erklärungen sorgen für Schlagzeilen, mobilisieren konservative Anhänger und verstärken eine kulturelle Sicherheitsrhetorik, haben bis jetzt jedoch nicht zu einheitlichen landesweiten Verboten geführt.

Wenn russische Politiker Widerstand gegen den Westen signalisieren wollen, wählen sie häufig kulturell sichtbare und emotional resonante Ziele. Die praktische Durchsetzung eines pauschalen Verbots von Halloween wäre jedoch schwierig. Schulen, Unternehmen und Eltern würden unterschiedlich reagieren; die Durchsetzung würde eine Überwachung des täglichen sozialen Lebens erfordern, die zu Reibungen führen würde. Wenn Abgeordnete ein Verbot fordern, klingt das daher oft eher nach kultureller Selbstdarstellung als nach dem Beginn einer kohärenten landesweiten Gesetzgebung.

„Importsubstitution“ für Kultur: slawophile Alternativen

Sollte der Druck wachsen, Halloween einzudämmen, würde ein Teil der kulturellen Reaktion darin bestehen, „einheimische” Ersatzangebote vorzuschlagen. Die Regierung und patriotisch gesinnte Kommentatoren haben alte slawische Erntefeste und Rituale gefördert — neu verpackt als gesunde, patriotische Alternativen zum „westlichen“ Halloween. Seit mindestens Anfang der 2020er Jahre fördern einige Kommunen und Kulturinstitutionen Herbstveranstaltungen mit slawischem Thema: Volksfeste, historische Nachstellungen, sogar Kinderprogramme, die die vorchristliche Mythologie in den Vordergrund stellen. Diese Bemühungen werden als „kulturelle Importsubstitution“ bezeichnet: ausländische saisonale Vergnügungen werden durch kuratierte lokale Programme ersetzt, die sowohl die Menschen unterhalten als auch eine bevorzugte nationale Erzählung verstärken.

Die Taktik der „einheimischen Alternativen“ veranschaulicht die hybride Logik der Kulturpolitik im heutigen Russland: Die Verantwortlichen versuchen nicht unbedingt, festliche Freuden auszulöschen, sondern sie in politisch sicherere Formen zu lenken. Die Substitution koexistiert oft mit den Marktkräften. Das Ergebnis ist ein pluralistisches Kulturfeld, in dem offizielle Narrative und private Wünsche in einer unbehaglichen, aber stabilen Spannung nebeneinander existieren.

Populärkultur

Auch die russische Popkultur hat die Ästhetik des Horrors aufgenommen und für eigene Zwecke umfunktioniert. Russische Filmemacher, DJs und Modedesigner übernehmen manchmal die visuelle Grammatik von Halloween für lokale Zwecke: Horrorfilmreihen, thematische Fotoshootings und Nachtclubprogramme spiegeln globale Genres wider und enthalten gleichzeitig eindeutig russische Bezüge. In den 1990er und 2000er Jahren prägte der Kontakt mit westlichem Horror und Fantasy den Geschmack einer ganzen Generation für das Unheimliche. Dieses Erbe blieb bestehen: Die Sprache des Schreckens, Monster-Metaphern und makabre Spektakel erwiesen sich als anpassungsfähig an russische Themen, sei es im Genrekino, in Musikvideos oder in der Straßenmode. Selbst wenn Halloween also ein Import blieb, mischte sich sein stilistisches Vokabular leicht in die heimische Kunst ein. 

Die Grenzen der Autarkie

Der jüngste Anstieg konservativer Rhetorik spiegelt echte politische Strömungen wider. Aber die russische Gesellschaft ist alles andere als monolithisch: Großstädte, Kulturindustrien und jüngere Generationen haben weiterhin Appetit auf globale Kulturformen. Zweitens widersetzen sich wirtschaftliche Anreize pauschalen Verboten, die saisonale Einnahmen und die Auswahlmöglichkeiten der Verbraucher einschränken würden. Drittens zieht die symbolische Politik oft dramatische Erklärungen der mühsamen Arbeit der Sozialtechnik vor: Es ist einfacher, einen Gesetzesvorschlag oder eine scharf formulierte Erklärung zu verfassen, als jahrzehntelange kulturelle Verflechtungen aufzubrechen. Trotz aller Abschottungsrhetorik bleibt die Kultur in Russland überraschend durchlässig — insbesondere wenn die visuelle Sprache marktfähig und unterhaltsam ist.

Was Halloween über Russland verrät

Die Geschichte von Halloween in Russland ist eine kleine, aber aufschlussreiche Fallstudie zur postsowjetischen Kulturdynamik. Nach 1991 erlebte das Land eine entscheidende Öffnung gegenüber Kultur und Waren aus dem Westen; diese Öffnung veränderte den Geschmack, schuf neue Märkte und brachte hybride Kulturformen hervor. In den 2010er und 2020er Jahren entstand ein eher introspektiver und defensiver Diskurs — angetrieben von der staatlichen Ideologie, der Russisch-Orthodoxen Kirche und konservativen Gruppen — aber dieser Diskurs hat die früheren Integrationsprozesse nicht vollständig umgekehrt. Stattdessen sehen wir ein gemischtes Muster: selektive Eindämmung, episodische moralische Panik aber auch ein anhaltendes Interesse für Moden aus dem Westen. Halloween ist daher weder ein Symptom der totalen Verwestlichung noch das einzige Opfer kultureller Abschottung; es befindet sich in der Mitte, an einer kulturellen Schnittstelle, an der Marktlogik, Jugendgeschmack und politische Symbolik aufeinandertreffen.

Wenn Gesetzgeber und Geistliche Halloween als fremde Bedrohung anprangern, sagt diese Verurteilung manchmal mehr über die politische Haltung als über die soziale Realität aus. Vorschläge, den Feiertag zu verbieten oder ihn rechtlich mit schädlichen ideologischen Einflüssen gleichzusetzen, sind performative Gesten in einer größeren Erzählung über Identität und Souveränität. Vor Ort überlebt Halloween jedoch in Boutiquen, Clubs, Expat-Gemeinden und unter städtischen Jugendlichen — überarbeitet, domestiziert und oft zu Partys und Selfies trivialisiert. Kultur bewegt sich spontan durch Lieder, Märkte, Witze, Erinnerungen und Improvisationen. Halloween zeigt, wie ein Land, das öffentlich kulturelle Selbstversorgung betont, gleichzeitig mit globalisierten Kulturgütern lebt, sie aufnehmen und transformieren kann. Im heutigen Russland gibt’s eben nicht nur Krieg, sondern auch Feste und einfach Spaß.


Info: https://globalbridge.ch/halloween-in-russland/


Für den Frieden: Dialog mit Russland statt Konfrontation


Schlechte Ratgeber aus der Vergangenheit


Ist Deutschland souverän? Kann Deutschland neutral werden? Versuch einer Klärung.


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03.11.2025

Ergebnis der UN-Abstimmung für die Resolution gegen die Blockade Kubas durch die USA

aus e-mail von Karin Gerlich, 3. November 2025, 19:40 Uhr


UN-Kuba Abstimmung erst einmal großartig!



-------- Weitergeleitete Nachricht --------

Betreff: Ergebnis der UN-Abstimmung für die Resolution gegen die

Blockade Kubas durch die USA

Datum: Fri, 31 Oct 2025 15:22:50 +0100




Liebe Kuba-Freunde und Interessierte,


Anbei das Abstimmungsergebnis zur UN-Resolution

gegen die US-Blockade Kubas erhalten.


Die Ja-Stimmen sind etwas geringer ausgefallen, als die

vergangenen Jahre und die NEIN-Stimmen leicht angestiegen.


Bei dem Propagandaaufwand und dem durch die USA bei

verschiedenen Ländern ausgeübten massivem Druck hätte

es auch schlechter ausgehen können.


Wie seit über 30 Jahren ist auch *Israel *wieder unter den

Nein-Stimmen und zeigt damit erneut seine Böshaftigkeit,

wenn es um Menschenrechte geht.


Wenn man sich anschaut, dass dennoch 165 Länder dieser

Erde den Mut haben, sich hinter Kuba zu stellen und die

Blockade trotz der ausgesprochenen Drohungen der USA

ablehnen, ist auch das ein tolles Ergebnis, wenn auch nicht

ganz so, wie die letzten Jahre.


*Da fühlen wir uns erst Recht ermuntert, unsere Fahrraddemo

#UnblockCuba  am 8.11.2025 ab 11 Uhr Bertha-von-Suttner-Platz

durchzuführen.*


Mit Soligrüßen


Jürgen



Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V.

Regionalgruppe Düsseldorf

c/o Jürgen Kelle

Sistenichstr. 3

40597 Düsseldorf

_*duesseldorf@fgbrdkuba.de* <mailto:duesseldorf@fgbrdkuba.de>_

_https://www.fgbrdkuba.de/duesseldorf/index.html 

<https://www.fgbrdkuba.de/duesseldorf/index.html>_

Tel: 0211 7100 4660

Mobil:+49 171 4215151

*Werde Mitglied in der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V.*

*Mitgliedsantrag:

*_https://www.fgbrdkuba.de/fg/download/mitgliedsantrag.pdf 

<https://www.fgbrdkuba.de/fg/download/mitgliedsantrag.pdf>_


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03.11.2025

Aufgelesen: Die Wahrheit über Ukrainer im Krieg

lostineu.eu, vom 2. November 2025

Die Ukraine kämpfe heldenhaft gegen Putin, heißt es. Doch die Realität sieht anders aus. Viele Ukrainer sind des Kämpfens müde, schreibt der Kiew-Korrespondent der “taz”.

Ein Kommentar von Bernhard Clasen

Die Ukraine kämpfe heldenhaft gegen Putin – das bekommen wir immer wieder zu hören. Diese Aussage ist in doppelter Hinsicht eine Halbwahrheit. Die Ukraine kämpft erfolgreicher gegen Russland, als Putin das erwartet hat. Aus einem Blitzkrieg, wie man sich das in Russland vorgestellt hatte, ist inzwischen ein Stellungskrieg geworden, in dem keine Seite wirklich erfolgreich ist. Wer heute an der Front kämpft, tut das meistens nicht, weil er sich freiwillig gemeldet hat, sondern weil er der Wehrbehörde TZK in die Hände gefallen ist, die ihn auf der Straße aufgegriffen und wenig später in einen Schützengraben gesteckt hat.

156.360 Männer haben nach Angaben der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft zwischen Januar und September 2025 unerlaubt die Truppe verlassen oder sind desertiert. Die Dunkelziffer dürfte noch um einiges darüber liegen, wie ukrainische PolitikerInnen und Militärs mutmaßen. Bei meiner letzten Reise von Kyjiw nach Berlin im September waren von 60 Fahrgästen mehr als ein Dutzend Männer im Alter unter 23 Jahren im Bus. Bei meiner Rückfahrt von Deutschland nach Kyjiw war kein einziger junger Mann unter den Fahrgästen.

Wer wie ich von der Ukraine nach Deutschland reist, wundert sich als Erstes über die vielen ukrainischen Männer auf den öffentlichen Plätzen in Deutschland. In der Ukraine sitzen in den Bussen fast nur Frauen, auch in den Geschäften und in den Cafés sind vorwiegend Frauen zu sehen. Viele Männer haben seit dem Beginn des russischen Überfalls ihre Wohnungen nicht mehr verlassen, aus Angst vor der TZK.

Ungefähr 1,5 Millionen Männer geben gesetzwidrig ihre Daten nicht an die Wehrbehörde weiter, entziehen sich somit der Musterung. Kurz gesagt: Wer von einem heldenhaften Kampf der UkrainerInnen gegen Putin spricht, sollte der Ehrlichkeit halber auch sagen, dass sich ein sehr großer Teil der männlichen Bevölkerung diesem Kampf entzieht. Eine Abstimmung mit den Füßen. In die Entscheidungsfindung sollte diese Meinungsäußerung einbezogen werden.

Weiterlesen auf taz.de. Update hier

P.S. Dieser Beitrag ist auch mit Blick auf die Wehrpflicht-Debatte in Deutschland interessant. Während “wir” uns angeblich gegen Russland verteidigen müssen, entscheiden sich immer mehr Ukrainer für die Desertion – und für die Flucht nach Deutschland…

17 Comments

  1. Niko
    3. November 2025 @ 16:23

    niemand sollte andere in einen Krieg schicken dürfen. Leute welche andere in Not und Elend schicken, sind sich selbst in der Regel zu schade dafür. Solchen Zeitgenossen sollte man nie trauen und ihnen auch keine Ämter anvertrauen, sondern schnellstens entziehen.

Antworten

  • Karl
    3. November 2025 @ 12:42

    Realität in der Ukraine:
    “ ‚Von 120 Soldaten sind nur sieben Infanteristen, der Rest sind Kommandeure oder Signalmänner‘, sagte Ruslan Gorbenko, Abgeordneter von der Selenskij-Partei ‚Diener des Volkes‘.
    Gelegentlich würden auf einen Soldaten 13 Offiziere kommen.“ — https://overton-magazin.de/top-story/verklaerung-der-angeblich-kriegswilligen-ukrainer-im-westen/

    Antworten

  • Josef Berchtold
    3. November 2025 @ 10:04

    Der Westen soll endlich mehr und bessere Waffen liefern. Zweitens – man zahle den wehrfähige Ukrainern keine Stütze mehr, dann gehen vermutlich einige zurück in die Ukraine. Putin sieht die Ukraine als Brudervolk. Kürzlich soll Putin gesagt haben, dass Russen ein Kriegsgen hätten. Haben das Kriegsgen dann auch die Ukrainer?

    Antworten

    • Karl
      3. November 2025 @ 11:15

      @Josef Berchtold: Auf Ihrer Gerüchtegrundlage wollen Sie weitere Millionen Ukrainer in Tod und Elend treiben und die Rüstungsindustrie der USA mit Europas Steuergeldern mästen.

      Antworten

  • hg
    3. November 2025 @ 08:29

    Vielleicht wird Ihnen auch zunehmend bewusst, dass sie für westliche Interessen be-ge-nutzt wurden, will heißen für US- Interessen, azf deren Weg, hin zur einzigen Weltmacht, wozu zunächst Russland unterliegen soll, auf dem Weg nach China, das wohl als letztes auf der Agenda steht und zu einer ” generationenübergreifenden” Auseinandersetzung geführt hat, auch mit Kriegen, weltweit. VT? Wohl bei weitem nicht!

    Antworten

  • Arthur Dent
    2. November 2025 @ 23:18

    Meiner Meinung nach führt Russland einen geduldigen Abnutzungs- und Zermürbungskrieg. Die Ukraine wird dabei Stück für Stück verheert. Die Offensivkraft der Russen reicht nicht, um die ganze Ukraine einzunehmen.

    Antworten

    • KK
      3. November 2025 @ 00:13

      Vielleicht wollen die Russen die Ukro-Nazis aus der Westukraine ja gar nicht – ein zweites Tschetschenien in der Russischen Föderation können die sicher gar nicht gebrauchen.

      Antworten

  • european
    2. November 2025 @ 20:54

    Heutiger Kommentar von Alexander Wallasch zum Ukrainekrieg:

    https://www.alexander-wallasch.de/gesellschaft/linnemann-will-ukrainische-jungs-als-kanonenfutter-die-union-treibt-sie-zurueck-an-die-front-zum-verrecken

    „18-Jährige, die vor Blut, Rotz und Scheiße nach Deutschland fliehen, sollen zurück an die Ostfront. Die Eiseskälte der Linnemanns, Söders und Merz‘ ist so überwältigend, das einem übel wird. Sie wollen nicht, dass der Ukrainekrieg endet.“

    und weiter

    „Es braucht ukrainische Soldaten, die ihr Land verteidigen“, sagte CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann dem stern. „Deshalb ist es nicht richtig, dass derzeit vor allem viele junge Männer die Ukraine verlassen.“ Die massive Fluchtbewegung nach Deutschland müsse gestoppt werden: „Wir unterstützen die Ukraine aus Überzeugung – aber der sprunghafte Zuzug nach Deutschland muss gestoppt werden.“

    Das aktuelle Verhältnis russischer zu ukrainischer Truppen beträgt 8:1, wie aktuell das Atlantic Council veröffentlicht hat. Die Ukraine hat diesen Krieg verloren und es ist absolut abstoßend, wie deutsche Politiker diesen Krieg um jeden Preis verlängern wollen, nur um ihre eigene Haut zu retten. Sie brauchen dieses Feindbild, weil sich sonst die ganze Kriegsrhetorik in Luft auflösen wird.

    Sie gehen niemals selbst. Sie schicken immer die Kinder der anderen. Linnemann, dieser professionelle Nachuntentreter und Hofhund von Merz, ist einer der übelsten Kandidaten schlechthin.

    Antworten

    • KK
      3. November 2025 @ 00:11

      “Linnemann, dieser professionelle Nachuntentreter und Hofhund von Merz, ist einer der übelsten Kandidaten schlechthin.”

      Dem ist nichts hinzuzufügen, ausser vielleicht: Die personifizierte Kaltherzigkeit!

      Antworten

  • Michael
    2. November 2025 @ 20:45

    F. Gaub ist doch wohl die ideologisch einseitigste sog Expertin die man im deutschen Infotainment erleben kann! Grauenhafte Erscheinung des Zeitgeistes!

    Antworten

  • european
    2. November 2025 @ 16:55

    Es bewegt sich etwas in den Medien, auch wenn immer noch nicht auf die Hintergründe dieses Krieges eingegangen wird. Das wäre wahrscheinlich zuviel für die TAZ gewesen. Aber das ist immerhin ein Anfang.

    Ehrlich wäre gewesen, wenn man gesagt hätte, dass die Ukraine nie bis heute überlebt hätte, wenn sie nicht so vom Westen mit Waffen und Geld unterstützt worden wäre. Ob Putin überrascht war, wage ich zu bezweifeln, denn dafür war dieser Krieg seitens der Russen viel zu gut vorbereitet. Nichts wurde dem Zufall überlassen, einschließlich der Rückführung der Auslandsverschuldung in Fremdwährung. Ehrlich wäre auch gewesen, auf die NATO-Erweiterung einzugehen, auf Putin’s Brief an Stoltenberg Ende 2021, auf das geopolitische Interesse am größten Land der Welt das mit den meisten Resourcen und endlosen Energievorräten ausgestattet ist, einzugehen. Immerhin wurde schon auf Foreign Affairs darüber diskutiert, wie man nach einem Regime-Change in Russland sich dieses große Land aufteilt, so dass jeder ein großes Stück bekommt und man dann mit prall gefüllten Satteltaschen in den Sonnenuntergang reiten kann. Aber glücklicherweise sprechen die “ungebildeten” Russen doch kein Englisch, nicht wahr. Die haben davon nichts mitbekommen. Ebensowenig wie von “Overextending and unbalancing Russia”. Nein, nein, davon haben die bestimmt nichts mitbekommen ????

    Es ist verständlich, dass die ukrainischen Männer desertieren, ebenso wie es verständlich ist, dass die EU ca 700.000 ukrainische Männer im wehrfähigen Alter von Anfang an als Flüchtlinge beherbergt hat. Nicht mehr verständlich ist nun, dass die erwachsenen Kinder europäischer Familien in diesen Krieg ziehen sollen, der nicht unser Krieg ist. Die Ukraine ist kein Teil der EU und nein, “unsere Freiheit” wird dort nicht verteidigt. Das ist ein propagandistisches Mantra, das den Bürgern alles entlocken soll, um diesen Krieg fortzusetzen. Es ist auch nicht mehr verständlich, dass die EU sich das finanzielle Rückgrat brechen soll, nur um das immer noch korrupteste Land Europas in die EU aufzunehmen. Was ist dran an den 50 Mio die aus dem Umfeld des Präsidenten jeden Monat auf ein Bankkonto in Saudi-Arabien geschickt werden? Fragen, die man stellen sollte, denn immerhin schränkt man gerade in der EU die finanziellen Freiheiten immer weiter ein. Natürlich nur wegen der Terrorbekämpfung. Warum sonst?

    Es wurde Zeit, dass Realismus einzieht. Der Anfang scheint gemacht zu sein. Siehe auch der Neuber-Artikel in der BZ. Andere werden folgen (müssen), weil der politische Wind sich dreht und die finanziellen Mittel schon längst ausgegangen sind.

    Antworten

  • KK
    2. November 2025 @ 16:30

    „Viele Ukrainer sind des Kämpfens müde,“

    Die ganze Ukraine ist des Kämpfens müde. Die ganze Ukraine? Nein! Ein einzelner Präsidentendarsteller hört nicht auf, dem Eindringling an der Propagandafront Widerstand zu leisten.

    Antworten

    • umbhaki
      2. November 2025 @ 22:41

      Wenn’s denn so einfach wäre …

      Selenskyj ist ein Getriebener. Gewählt wurde der ja nicht zuletzt, weil er versprach, den kriegerischen Konflikt mit den „abtrünnigen“ Provinzen endlich zu lösen. Aus meiner Sicht spricht nicht wirklich etwas dagegen, diese Wahlkampfaussage erst mal für ehrlich gemeint zu halten.

      Aber von allem Anfang seiner Regierungszeit an ist der Mann eingeklemmt in die Forderungen und massiven Drohungen seiner faschistischen und fanatisch Russland hassenden hauseigenen Nazis einerseits und den Einflüsterungen und Forderungen (und vielleicht auch Drohungen – wer weiß das schon) des verwertenden Westens. Es ist ja wahrlich ein offenes Geheimnis, dass der verwertende Westen seit Jahrzehnten aktiv in die ukrainische Politik eingemischt ist. Man erinnert sich an die verehrungswürdige Frau Nuland, die schon im Jahr des Herrn 2013 auf einer Konferenz der US-Ukraine-Foundation erzählte, dass die USA seit 1991 bereits fünf Milliarden US-Dollar in die Ukraine-Politik gesteckt hatten. 2014 hat das ja dann auch so richtig gefruchtet.

      Der Präsidentendarsteller ist genau das: ein Präsidentendarsteller. Dessen Spielraum ist darauf beschränkt, immer weiter Forderungen an den Westen zu stellen und ordentlich was für sich privat von der sogenannten „Unterstützung“ für sein Land abzuzweigen. Ansonsten tut der, was er gesagt bekommt.

      Nicht ein einzelner Präsident führt diesen Krieg immer noch weiter. In seinem Land hat der es noch mit genügend gewalttätigen Kriegstreibern zu tun, und er ist mit seinem ganzen Land abhängig vom „Westen“.
      Und da, in diesem gelobten Westen, hat er es mit einer Vielzahl von Machthaber-Kollegen auf allen möglichen nationalen Ebenen und auch der EU-Ebene zu tun, die eine Weiterführung dieses Kriegs von ihm erwarten.

      Nix „Slava Ukraini“, das ist Folklore. „Overextending and unbalancing Russia“ heißt das wahre Ziel, und das gibt nicht der Schauspieler aus Krywyj Rih vor, sondern die (fast) komplette Führungsriege aus dem, was man „den Westen“ nennt.

      Antworten

      • KK
        3. November 2025 @ 00:04

        Schade… ich dachte die Vorlage meiner zynischen Anmerkung wäre allgemein bekannt und würde von allen als eine solche erkannt und nicht an den tatsächlichen Umständen gemessen werden. Denn dieser ganze Krieg und der Umgang vor allem in den westlichen Chefetagen damit ist nur noch mit Zynismus und Humor zu ertragen – wenn überhaupt.

      • umbhaki
        3. November 2025 @ 13:21

        Oh, ‘tschuldigung.

        Mein Fehler, aber manchmal fällt mir der Humor runter und kullert unter’s Sofa. Mitunter brauch ich dann Tage, bis ich den wiederfinde …

  • Erneuerung
    2. November 2025 @ 16:19

    Nehmen wir mal an, nachdem der Ukraine die Soldaten ausgehen und sie auch ihre Staatlichkeit nur noch mit ausländischem Kapital erhalten kann, kommt dann Deutschland in so eine Situation. Das wird uns ja versucht, einzutrichtern, da der Russe 2029 angeblich vor der Tür steht (was er vom rohstoffarmen und überalterten Deutschland mit maroder Infrastruktur zu seinem Vorteil gebrauchen könnte, ist eh fraglich). Der Wunsch, im Schützengraben gegen Russen zu kämpfen, scheint auch hierzulande nicht sonderlich ausgeprägt zu sein, also könnte man auf die bewährten Methoden unserer Banderafreunde zurückgreifen, und Unwillige gegen ihren Willen vor das Artilleriefeuer der Russen werfen. Soweit, sogut, und wer soll die Staatlichkeit der BRD dann mit Geld am Leben halten? Die Pleitestaaten USA und Frankreich? Und wer soll die erwarteten 1000 Verletzten pro Tag heilen? Die verbliebenen Rentner? Oder Frauen, die der zwangsweisen Einberufung entkommen? Wer produziert, bezahlt und verteilt dann Lebensmittel und Medizin? Des Menschen Russenhass erreicht ungeahnte Höhen, bei denen dann aufgrund Sauerstoffmangels dann das Gehirn aussetzt.

    Antworten

    • KK
      2. November 2025 @ 19:04

      “(was er vom rohstoffarmen und überalterten Deutschland mit maroder Infrastruktur zu seinem Vorteil gebrauchen könnte, ist eh fraglich)”

      Von wegen fraglich… eine überbordende Moral bis zur Selbstaufgabe ist hier doch überreichlich vorhanden, davon soll “der Russe” ja ganz andere Vorstellungen haben, wenn man zB einer Florence Gaub folgt (“Wir dürfen nicht vergessen, dass auch wenn Russen europäisch aussehen, dass es keine Europäer sind, jetzt im kulturellen Sinne, einen anderen Bezug zur Gewalt haben, einen anderen Bezug zum Tod haben.”).

      Wenn “der Russe” also tatsächlich mal vor unserer Tür stehen sollte, dann kann es allenfalls nur eine Bildungsreise in europäischer Kultur und Moral sein ????

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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Freihandel mit der Ukraine: Drei Staaten widersetzen sich Brüssel


    lostineu.eu, vom, 31. Oktober 2025

    Am Donnerstag ist ein Freihandelsabkommen mit der Ukraine in Kraft getreten. Drei EU-Staaten leisten dagegen Widerstand – und müssen deshalb mit Strafen rechnen.

    Freihandel mit einem Staat, der sich im Krieg befindet und von EU-Subventionen abhängig ist: Bisher war dies undenkbar. Doch für die Ukraine macht die EU-Kommission auch das Unmögliche möglich.

    Das neue Freihandelsabkommen soll  “langfristige wirtschaftliche Sicherheit und stabile Handelsbeziehungen für beide Parteien fördern” und zur schrittweisen Integration der Ukraine in den EU-Binnenmarkt beitragen.

    Das Ziel ist der EU-Beitritt – dabei sind weder die Ukraine noch die EU auf einen solchen Schritt vorbereitet. Schon jetzt kommt es zu Problemen beim Handel mit den billigen Agrarprodukten aus der Ukraine.

    Ungarn, Polen und die Slowakei haben Importverbote für ukrainische Lebensmittel verhängt, weil sie Dumping und unlautere Konkurrenz fürchten. Sie wollen daran auch künftig festhalten.

    Doch die EU-Kommission will dies nicht dulden. Man plane, mit den drei Ländern Gespräche aufzunehmen, “um sie zur Aufhebung dieser Verbote zu bewegen”, bevor weitere Maßnahmen ergriffen würden, so ein Sprecher.

    Das heißt: Die EU-Behörde, die eigentlich im Namen der Mitgliedsländer agieren soll, schlägt sich auf die Seite der Ukraine – und gegen ihre eigenen Mitglieder. Den drei Aufsässigen drohen nun Strafen.

    Dieses Vorgehen ist Wasser auf die Mühen von V. Orban, der eine Allianz gegen den Ukraine-Beitritt schmieden will…

    8 Comments

    1. Ric
      1. November 2025 @ 12:22

      Dieses Land ist aufgrund seiner andauernden Kriegsführung mit konventionellen Waffen in Teilen so vergiftet, dass sie die Herkunftsdeklarationen ihrer landwirtschaftlichen Produkte fälschen müssen, damit die überhaupt von den Verbrauchern noch gekauft werden. Ich jedenfalls achte schon lange darauf, ukrainische Lebensmittelprodukte, soweit sie erkennbar sind, zu meiden.

    Antworten

  • Niko
    1. November 2025 @ 10:38

    was ist aus dieser EU geworden? Wären da nichtwenigstens ein paar standhafte Politiker, würde die EU von VDL und Weber untergepflügt. Bestünde nicht von vielen Mitgliedsländern die Hoffnung, mehr Geld zu bekommen als einzuzahlen, wäre vermutlich dieses Konstrukt längst zerbrochen. Von den wirklich heeren Zielen ist nicht mehr viel übrig. Vermutlich ist inzwischen auch nur noch der vermeintliche wirtschaftliche Nutzen die Triebkraft für angehende Neumitglieder.

    Antworten

  • Tom
    1. November 2025 @ 10:28

    Das ist doch unglaublich: Freihandel EU mit UA!!?!! Wer soll das bezahlen?

    Antworten

  • Helmut Höft
    1. November 2025 @ 10:10

    Apropos Freihandel, aka wir wissen was wir von Donald John zu halten haben: In der inzwischen berühmt gewordene „Radio Address to the Nation …“ vom leider verstorbenen Wirtschaftsfilosoff RR („Trickle-Down-Economics“ https://www.reddit.com/r/PropagandaPosters/comments/1e8o4kr/the_trickledown_theory_1984/?tl=de und „on trickle down“ hier https://www.hhoeft.de/mythos/index.php/2020/10/30/sind-die-rosse-gut-gefuettert/) kann jeder nachlesen, was der 40. POTUS am 25. April 1987 zu sagen hatte (ausnahmsweise richtig): https://www.reaganlibrary.gov/archives/speech/radio-address-nation-free-and-fair-trade-4

    Bitte beachten: Das wichtigste Wort in der Ansprache von RR ist fair, das ist das Gegenteil des deutschen „Exportismus-Regimes“ aka „Beggar-thy-Neighbor-Politik“! Und dieses Wörtchen gilt auch für den „neoliberalen Globalismus“ wo es leider auch fehlt. Denn da geht’s ja nicht um „fair“ da geht’s um Gewinnmaximierung!

    c.c.: Der Clown muss ignoriert werden – schickt die Amis nach Hause! Diese €U ist aufzulösen und durch eine republikanische EU zu ersetzen! Die Folgen sind vom Bürger zu tragen, so oder so!

    Antworten

  • Michael
    1. November 2025 @ 09:15

    Eine Frage am Rande: was ist dran an den Gerüchten über ein Zerwürfnis zwischen den unerträglichen Personalien UvdL und Kallas!? Wollen die sich an Unerträglichkeit gegenseitig überbieten oder … !?

    Antworten

    • ebo
      1. November 2025 @ 16:51

      Gute Frage. Ich habe diese Gerüchte auch gehört, doch da die beiden kaum je gemeinsam auftreten, lassen sie sich schwer überprüfen!

      Antworten

  • KK
    1. November 2025 @ 01:42

    “Das heißt: Die EU-Behörde, die eigentlich im Namen der Mitgliedsländer agieren soll, schlägt sich auf die Seite der Ukraine – und gegen ihre eigenen Mitglieder. ”

    Stoff für eine Dolchstosslegende…

    Antworten

  • Arthur Dent
    31. Oktober 2025 @ 23:43

    Wenn die Ukraine in die EU kommt, dann dürfte die Landwirtschaft der anderen Mitgliedstaaten weitestgehend erledigt sein. Da dürften auch fast alle anderen Nettozahler werden.

    Der Mindestlohn in der Ukraine liegt bei etwa 1,10 Euro bis 1,20 Euro.

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    Neueste Beiträge

    Soll die EU die Ukraine weiter fi …von KK26. Oktober 2025, 13:29

    endlich Kriegssüchtig!von KK23. Oktober 2025, 17:39

    Weitere Kommentare hier (Forum)


    Info: https://lostineu.eu/freihandel-mit-ukraine-drei-staaten-leisten-widerstand/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    03.11.2025

    Nachrichten von Pressenza: Die Struktur von illegaler Macht auf der Erde


    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 3. November 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 03.11.2025


    Die Struktur von illegaler Macht auf der Erde


    „Illegale Macht ist weder eine Randerscheinung noch ist sie schemenhaft; sie ist ein globales System, das von der offiziellen Politik und Wirtschaft genährt wird“ – angeregt durch Lucia Dammert. Illegale Macht ist weder Zufall noch Ausnahme. Es handelt sich um&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/die-struktur-von-illegaler-macht-auf-der-erde/


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    „Valentina, ich schäme mich für mein Land!“ – Brief an eine 84jährige Babuschka in der russischen Provinz


    80 Jahre nach Kriegsende macht sich Deutschland wieder „kriegstüchtig“. Und wieder soll es gegen Russland gehen. Ich habe dies zum Anlass genommen, an eine befreundete ältere Russin zu schreiben – Namen und Ortsangaben sind anonymisiert –, die wenige Wochen nach&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/valentina-ich-schaeme-mich-fuer-mein-land-brief-an-eine-84jaehrige-babuschka-in-der-russischen-provinz/


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    Daniel Schultz, israelische Wehrdienstverweigererin: „Ich verweigere den Wehrdienst, weil es das Humanste ist, was ich tun kann.“


    Mein Name ist Daniel Schultz, ich bin 19 Jahre alt und bin in einem liberalen Elternhaus in Tel Aviv aufgewachsen. In meiner Jugend engagierte ich mich politisch in der Jugendorganisation der Partei Yesh Atid, wo ich die zentrale Überzeugung verinnerlichte,&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/daniel-schultz-israelische-wehrdienstverweigererin-ich-verweigere-den-wehrdienst-weil-es-das-humanste-ist-was-ich-tun-kann/


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    Der erste Bericht über die weltweite Lage unkontaktierter Völker


    Survival International hat am 26.10.2025 gemeinsam mit indigenen Sprecher*innen und Richard Gere den Bericht „Am Limit: Unkontaktierte Völker im Kampf für Selbstbestimmung” in London vorgestellt – die erste umfassende und ausführliche Studie über in Isolation lebende Völker und Gruppen. Die&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/der-erste-bericht-ueber-die-weltweite-lage-unkontaktierter-voelker/


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    Slowenien: Wenn Angst zur Politik wird


    Wenn Angst zur Politik wird, untergräbt dies die Rechtsstaatlichkeit. Sloweniens Reaktion auf die Ermordung von Aleš Šutar ist eine Warnung für Europa. Wenn Angst zur Politik wird, untergräbt dies die Rechtsstaatlichkeit. Sloweniens Reaktion auf die Ermordung von Aleš Šutar ist&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/slowenien-wenn-angst-zur-politik-wird/


     -----------------------


    Hinrichtungs-Rekord in den USA


    Es ist der Rekordmonat der Hinrichtungen. In Florida wurde erneut ein Häftling hingerichtet. Es war die 15. Hinrichtung in diesem Jahr &#8211; damit hält der Bundesstaat nun einen traurigen Rekord. Von Helmut Ortner  Im Jahr 2014 wurden in Florida acht Menschen hingerichtet.&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/hinrichtungs-rekord-in-den-usa/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    03.11.2025

    „Konstruktive Kräfte“   Nordrhein-Westfalen baut Rüstungskooperation mit den Vereinigten Arabischen Emiraten aus, während diese die genozidale Miliz RSF im Sudan bewaffnen. Die RSF haben soeben Tausende unbewaffnete Zivilisten in Darfur ermordet.

    DÜSSELDORF/ABU DHABI/AL FASHIR (Eigener Bericht) – Das Bundesland Nordrhein-Westfalen baut seine Rüstungsbeziehungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten aus, während diese eine genozidale Miliz im Sudan mit Waffen beliefern. Am gestrigen Sonntag wurde der Minister für Internationales des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, Nathanael Liminski, in Abu Dhabi erwartet, um dort nach eigenen Angaben unter anderem „den engen Austausch … zu hochmodernen Verteidigungssystemen“ zu suchen. Die Emirate gehören schon heute zu den wichtigsten Käufern deutscher Rüstungsgüter. Zugleich beliefern sie die Miliz RSF mit Waffen, die im sudanesischen Bürgerkrieg gegen die regulären Streitkräfte kämpft und beschuldigt wird, in der vergangenen Woche bei der Eroberung der Stadt Al Fashir Tausende schwarzafrikanische Zivilisten ermordet zu haben. Britische Rüstungsgüter sind über die Vereinigten Arabischen Emirate nachweislich an die RSF gelangt; ob auch deutsche Rüstungsgüter den Weg dorthin fanden, ist unbekannt. Die RSF-Massaker werden als genozidal eingestuft. Beobachter urteilen, ohne die Waffenlieferungen des nordrhein-westfälischen Rüstungskooperationspartners Abu Dhabi wäre der Krieg im Sudan längst zu Ende.


    Zitat: Bürgerkrieg im Sudan

    Der aktuelle Bürgerkrieg im Sudan begann am 15. April 2023, als die Miliz der Rapid Support Forces (RSF) die regulären Streitkräfte des Landes (Sudanese Armed Forces, SAF) angriff und große Teil der Hauptstadt Khartoum, die westsudanesische Region Darfur mit Ausnahme der Stadt Al Fashir sowie weitere Teile des Landes unter ihre Kontrolle brachte. Als wichtigster Auslöser des Krieges gilt, dass die RSF nicht bereit waren, sich in die regulären Streitkräfte eingliedern zu lassen, und stattdessen die alleinige Macht anstrebten. Der Krieg wurde – und wird – von beiden Seiten mit äußerster Brutalität geführt; die Zahl der Opfer ist nicht bekannt, wurde aber schon im vergangenen Jahr auf 150.000 geschätzt. Die Kämpfe haben weit über zwölf Millionen Menschen auf die Flucht getrieben und eine humanitäre Katastrophe ausgelöst, die von UN-Repräsentanten als die gegenwärtig größte der Welt eingestuft wird. Im März gelang es den regulären Streitkräften, die Kontrolle über die Hauptstadt Khartum zurückzugewinnen und die RSF in die Defensive zu drängen. Diese kontrollieren jetzt noch gewisse Teile des Südens des heutigen Sudan sowie Darfur, das sie mit der Eroberung von Al Fashir nahezu komplett unter ihre Kontrolle gebracht haben.[1]


    Handlanger der EU

    Die RSF haben ihre Ursprünge in den Janjaweed, einer arabischen Miliz aus Darfur, die im Bürgerkrieg der Jahre ab 2003 Angehörige der schwarzafrikanischen Bevölkerungsgruppen in der Region massakrierte – der Masalit, der Fur sowie der Zaghawa.[2] Ihren Massakern fielen damals laut Schätzungen zwischen 200.000 und 300.000 Menschen zum Opfer. Krieger der Janjaweed organisierten sich ab 2013 unter Führung von Mohamed Hamdan Dagalo, nahmen ihren heutigen Namen Rapid Support Forces an und begannen als Hilfstruppe der Regierung zu operieren. Unter anderem betätigten sie sich bei der Jagd auf Flüchtlinge, die aus Ostafrika – etwa Somalia oder Eritrea – durch den Sudan in Richtung Mittelmeer reisen wollten. Dies taten sie zu einer Zeit, als die EU im Rahmen ihres sogenannten Khartum-Prozesses Mittel an ostafrikanische Staaten vergab, die ihre Bestrebungen unterstützten, die Flüchtlinge so weit wie möglich vom Mittelmeer entfernt zu stoppen. Zwar gibt die EU an, sie habe die RSF nie direkt finanziert. Allerdings gehen Beobachter davon aus, dass die RSF indirekt von den EU-Zahlungen profitierten.[3] Seit dem Sturz der Regierung von Omar al Bashir im Jahr 2019 teilten sich die RSF die Macht in Khartum mit den regulären Streitkräften.


    Waffenlieferant der RSF

    Die RSF werden bis heute vor allem von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt. Die Kooperation zwischen beiden Seiten begann, als Truppen der RSF noch unter Präsident Al Bashir von den Emiraten als Söldner für ihren Krieg im Jemen angeworben wurden. Das brachte den RSF nicht nur Geld, sondern auch Kriegserfahrung ein, die sie bis heute im Bürgerkrieg im Sudan nutzen können. Die Bindungen wurden weiter gefestigt, als es dem Clan von RSF-Anführer Mohamed Hamdan Dagalo („Hemedti“) im Jahr 2017 gelang, im Norden Darfurs attraktive Goldminen unter Kontrolle zu bekommen. Er verkaufte das Gold regelmäßig in die Emirate, die damit gleichfalls ihren Reichtum mehrten. Im Gegenzug unterstützen sie die RSF bis heute insbesondere mit Waffenlieferungen, wenngleich sie dies offiziell kategorisch abstreiten. Medienrecherchen haben jedoch mehrfach belegt, dass die Waffen der RSF zum großen Teil über den Osten des Tschads angeliefert werden, wohin sie von emiratischen Maschinen gebracht werden.[4] Der Weg von dort in die Provinz Darfur, die schon lange weitgehend von den RSF kontrolliert wird, ist nicht weit. Zuletzt sind emiratische Waffen auch über Libyen und Somalia angeliefert worden – verstärkt, seit die RSF aus Khartum vertrieben wurden.[5]


    Genozidale Gewalt

    Die verstärkten Waffenlieferungen haben es den RSF nicht nur erlaubt, ihre Niederlage im Bürgerkrieg zu vermeiden, sondern auch, ihre Angriffe auf Al Fashir zu intensivieren.[6] Die Stadt hatten sie schon im April 2024 umzingelt; zuletzt kamen dort nicht nur durch wiederholten Beschuss, sondern auch durch Hunger immer mehr Menschen ums Leben. Stets herrschte die Furcht, eine Eroberung der Stadt könne in genozidale Gewalt münden wie kurz nach Beginn des Krieges die Einnahme von Al Junaina in West-Darfur, bei der die RSF systematisch Angehörige der schwarzen Bevölkerungsgruppe der Masalit ermordeten. Die Zahl der Todesopfer in Al Junaina wurde auf 10.000 bis 15.000 geschätzt. In der vergangenen Woche hat sich die Furcht bezüglich erneuter Massaker in Al Fashir als begründet erwiesen. Bereits zu Wochenbeginn wurde von weit über 2.000 Todesopfern berichtet – unbewaffnete Zivilisten, die zumeist wegen ihrer Hautfarbe umgebracht worden seien.[7] Laut Angaben der WHO wurden allein in einem Krankenhaus über 460 Zivilisten massakriert. Am gestrigen Sonntag hieß es, der Verbleib von Zehntausenden Einwohnern von Al Fashir sei ungewiss.[8] Die Zahl der Todesopfer könne entsprechend noch erheblich steigen.


    Bedeutender Waffenkunde

    Die Vereinigten Arabischen Emirate, ohne deren Waffenlieferungen die RSF sich weder gegen die regulären Streitkräfte hätten behaupten noch den Sturm auf Al Fashir erfolgreich hätten führen können, werden ihrerseits mit Waffen unter anderem aus NATO-Staaten beliefert. Mit Abstand wichtigster Lieferant von Großwaffensystemen sind laut Angaben des Stockholmer Forschungsinstituts SIPRI die Vereinigten Staaten. Auf diese folgen Frankreich und die Türkei.[9] Auch Deutschland liefert den Emiraten regelmäßig Rüstungsgüter in beträchtlichem Umfang. Im vergangenen Jahr standen sie unter den Empfängern deutscher Rüstungsexporte mit Kriegsgerät im Wert von fast 150 Millionen Euro auf Rang neun knapp hinter Israel und vor Saudi-Arabien. Dokumentiert ist, dass britische Waffen über die Vereinigten Arabischen Emirate in die Bestände der RSF gelangten und von diesen im Krieg auch eingesetzt wurden. Dies betrifft nachweislich Motoren, die für gepanzerte Fahrzeuge benötigt werden, und Zielvorrichtungen für Kleinwaffen.[10] Ob die Emirate auch deutsche Rüstungsgüter nach Erhalt an die RSF weiterleiteten, ist bislang nicht bekannt.


    Kooperationspartner in Sachen Militärtechnologie

    Bekannt ist allerdings, dass am gestrigen Sonntag Nathanael Liminski, Minister für Internationales des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und Chef von dessen Staatskanzlei, zu einem Besuch in der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi erwartet wurde. Offizieller Anlass ist seine Teilnahme an der internationalen Energiekonferenz ADIPEC 2025.[11] Liminski will darüber hinaus aber auch den Tawazun Industriepark am Stadtrand von Abu Dhabi besuchen, der, das bestätigt Liminskis Ministerium, „eines der wichtigsten Zentren der Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie“ in Nah- und Mittelost ist. Ziel sei es, „Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Sicherheitstechnologien und Verteidigung auszuloten“, heißt es weiter; Liminski wird mit der Aussage zitiert: „Um die Zeitenwende voranzutreiben, müssen wir den engen Austauch mit unseren internationalen Partnern zu hochmodernen Verteidigungssystemen suchen.“[12] Es gelte „heute ein funktionsfähiges Ökosystem für die Militärtechnologie von morgen auf[zu]bauen“, erläutert der Minister. Da die Vereinigten Arabischen Emirate eins der Abraham-Abkommen mit Israel unterzeichnet haben, zählt er sie – ungeachtet ihrer Rolle als Hauptrüstungslieferant der genozidalen RSF – „zu den konstruktiven Kräften in der Region“.

     

    [1], [2] S. dazu Die Londoner Sudan-Konferenz.

    [3] S. dazu Nützliche Milizen.

    [4] Oscar Rickett: How the UAE kept the Sudan war raging. middleeasteye.net 25.01.2024.

    [5], [6] Jared Malsin, Benoit Faucon, Robbie Gramer: How U.A.E. Arms Bolstered a Sudanese Militia Accused of Genocide. wsj.com 28.10.2025.

    [7] Carlos Mureithi: Mass killings reported in Sudanese city seized by paramilitary group. theguardian.com 28.10.2025.

    [8] Noha Elhennawy: Fears grow for thousands trapped in Sudan’s el-Fasher as few residents reach safety. pbs.org 02.11.2025.

    [9] Vereinigte Arabische Emirate. Länderinformationen zu den Europäischen Kriterien für Waffenexporte. bicc Common Position Brief. Bonn, August 2025.

    [10] Stop arming the UAE! Stop the Sudanese genocide! caat.org.uk 30.10.2025.

    [11], [12] Minister Liminski reist in die Vereinigten Arabischen Emirate. mbeim.nrw 02.11.2025.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    02.11.2025

    Wahl von Sanae Takaichi: In Japan hat eine konservative Revolution stattgefunden

    rtnewsde.site, 2 Nov. 2025 21:38 Uhr, Von Wladimir Moschegow

    Das japanische Volk applaudiert. Die liberalen Globalisten knirschen mit den Zähnen. Auch die Feministinnen werden offenbar weinen müssen. Die neue Regierungschefin Sanae Takaichi ist eine Verfechterin der traditionellen Rollen von Mann und Frau in Gesellschaft und Familie.


    © Getty Images / Buddhika Weerasinghe


    Der Wahlkampfbus der ersten Premierministerin Japans, Sanae Takaichi, wird mit Botschaften von Unterstützern im "Mahoroba Museum", einem Toyota-Automobilmuseum in Nara, Japan, ausgestellt.


    In Japan wurde zum ersten Mal in der Geschichte eine Frau Premierministerin. Aber es geht hier nicht um Feminismus (den die Japaner nun wohl für lange Zeit, wenn nicht sogar für immer, vergessen müssen), ganz im Gegenteil. Die neue Regierungschefin – die 64-jährige Sanae Takaichi – ist eine leidenschaftliche Nationalistin, Patriotin durch und durch und Anhängerin streng traditioneller Werte. Für das zutiefst traditionalistische Japan, das seit dem Zweiten Weltkrieg unter der aufmerksamen Aufsicht des US-amerikanischen Globalismus ausschließlich von liberalen Politikern geführt wurde, ist das natürlich ein Widerspruch. Und gleichzeitig eine Chance.

    Vor allem eine Chance, sich vom liberal-globalistischen Joch zu befreien. Eine Chance, so zu leben, wie es sich für einen nationalen Organismus eines alten Landes mit einer tausendjährigen Geschichte gehört.

    Takaichi hat bereits einige (für die liberale Welt) sehr ungewöhnliche Vorschläge gemacht: die Traditionen des Buddhismus ins Land zurückzubringen, aber vor allem den heiligen Kult des Kaisers, die Religion der Shintoisten und ihre oberste Göttin Amaterasu – die Urmutter der japanischen Kaiser – wiederzubeleben. Mit anderen Worten: Sie will der vor unseren Augen sterbenden Nation den alten Geist der großen Tradition wieder einhauchen.


    Frau an der Spitze: "Taliban-san" wurde zur ersten japanischen Regierungschefin




    Analyse

    Frau an der Spitze: "Taliban-san" wurde zur ersten japanischen Regierungschefin






    Auf rein politischer Ebene verfolgt Takaichi eine typisch konservative Agenda: die Abschaffung der LGBT-Agenda, gleichgeschlechtlicher Ehen, politischer Korrektheit, aller möglichen Auswüchse von USAID und Sorosismus, der unkontrollierten globalistischen Medien und natürlich der Migration. Wie überall auf der Welt kam Takaichi auf der Welle der Empörung der Bevölkerung über die katastrophale Migrationspolitik der früheren Regierungen an die Macht. Sie konnte sich durchsetzen, indem sie eine Koalition mit der noch rechtskonservativeren Partei "Nippon Ishin no Kai" (Partei der Innovation) gebildet hat. Insgesamt handelt es sich also um einen echten Umsturz, eine echte konservative Revolution.

    Einer der ersten Erlasse Takaichis nach ihrer Vereidigung war die Einrichtung eines Ministeriums für die Abschiebung illegaler Migranten. Aber die Samurai-Frau strebt nach mehr – sie will nicht nur die illegale, sondern auch die legale Migration abschaffen. Das heißt, sie will das Problem radikal lösen: Es soll keine Migranten im Land geben.

    Das japanische Volk applaudiert. Die liberalen Globalisten knirschen mit den Zähnen. Auch Feministinnen werden offenbar zu weinen haben. Takaichi ist eine Verfechterin der traditionellen Rollen von Mann und Frau in Gesellschaft und Familie. Sie möchte beispielsweise das Recht von Frauen abschaffen, nach der Heirat ihren Mädchennamen zu behalten. Auch berufstätigen Frauen steht sie (trotz ihrer eigenen nicht trivialen Erfahrungen) skeptisch gegenüber. Denn die Hauptaufgabe einer Frau sei es, ihren Mann zu lieben, eine angenehme Atmosphäre im Haus zu schaffen und Kinder zu erziehen. 

    Der zentrale Teil von Takaichis Programm besteht jedoch nicht nur darin, traditionelle Werte wieder in das Land zurückzubringen und es von der liberal-globalistischen Ideologie zu befreien, sondern auch darin, Japan die nach dem Zweiten Weltkrieg verlorene Souveränität zurückzugeben. Sowohl wirtschaftlich als auch – und vor allem – politisch. Takaichi beabsichtigt, die Selbstverteidigungskräfte des Landes zu stärken, indem sie die Verteidigungsausgaben bis 2027 verdoppelt. Und langfristig will sie die Verfassung ändern, damit der dem Land aufgezwungene Pazifismus nicht länger über ihm schwebt.

    Vor vier Jahren habe ich bereits über die erstaunliche Situation in Japan geschrieben. Gemäß der Verfassung von 1947 darf Japan keine eigene Armee haben, und seine Selbstverteidigungskräfte sind offiziell eine zivile Organisation. Eigentlich gibt es in Japan gar keine Armee. Die Armee dort ist US-amerikanisch. Gemäß dem "Sicherheitsvertrag" von 1951 haben die USA das ausschließliche Recht, ihre Streitkräfte auf dem japanischen Archipel zu stationieren. Das heißt, wir haben es hier mit einem Land zu tun, das faktisch besetzt ist: nicht nur de facto, sondern auch de jure. Ist das im 21. Jahrhundert noch normal? Genauso wie die Tatsache, dass das Land bis heute keinen Friedensvertrag mit Russland hat?


    Kreml: Russland begrüßt Japans Absicht, einen Friedensvertrag zu unterzeichnen





    Kreml: Russland begrüßt Japans Absicht, einen Friedensvertrag zu unterzeichnen






    Übrigens war eine der ersten Erklärungen Takaichis als Premierministerin der Wunsch, endlich einen Friedensvertrag mit Russland abzuschließen. Eine großartige Initiative! Ein gutes Zeichen ist auch, dass Takaichi, im Gegensatz zu ihren Vorgängern, über die Ukraine und die Verlängerung der antirussischen Sanktionen eisern schweigt.

    Aber schauen wir uns die neue japanische Regierungschefin einmal genauer an. Der Weg dieser leidenschaftlichen Traditionalistin an die Spitze der Macht ist in seiner Art einzigartig. Ihr Vater war ein fleißiger Arbeiter in einer Autofirma, ihre Mutter diente bei der Polizei. Sanae selbst fuhr in ihrer Jugend Motorrad und spielte Schlagzeug in mehreren Heavy-Metal-Bands.

    Ihre politische Karriere begann Sanae in den USA, wo sie im Stab der demokratischen Kongressabgeordneten Patricia Schroeder arbeitete. Danach machte sie eine glänzende Karriere in der regierenden Liberaldemokratischen Partei Japans.

    Aber natürlich interessiert uns alle vor allem, inwieweit all dies konkret für Russland gut oder schlecht ist.

    Nun, erstens bin ich der Meinung, dass, wenn irgendwo das Gute das Böse besiegt, das allgemeine Gute in der Welt zunimmt. Und da es nicht gerade viel Gutes in der Welt gibt, sollte man sich über jeden derartigen Sieg freuen.

    Zweitens hoffe ich, dass wir früher oder später (besser früher) Zeugen der Gründung einer antiglobalistischen Internationale werden. Auch das ist ein kleiner Beitrag.

    Drittens haben wir mit Japan gerade in Bezug auf Traditionen sehr viel gemeinsam. Wir sind beide junge Nationen (etwas mehr als eintausend Jahre alt), beide extrem kultur- und sogar literaturzentriert (übrigens erinnerte mich Takaichi so sehr an einen bekannten japanischen Samurai-Schriftsteller, dass ich sie sogar als "Mishima im Rock" bezeichnen würde).

    Weiter: Sowohl die Russen als auch die Japaner sind unglaublich begabt, insbesondere in ästhetischer Hinsicht. Sowohl wir als auch sie sind von ihrer nationalen Idee besessen und schätzen vor allem Opferbereitschaft im Namen eines hohen Ziels. In der asiatischen Welt sind die Japaner vielleicht das einzige Volk, in dem die Begriffe "Persönlichkeit" und "Ehre" dieselbe Bedeutung haben wie bei uns. Während bei unseren chinesischen Freunden der Mensch nur ein Rädchen im Staatsapparat ist, schätzen und respektieren die Japaner die persönliche Freiheit und geistige Reife des Menschen sehr. Übrigens sind die Japaner unglaublich empfänglich für die hohe russische Kultur.

    Aber wichtig ist, was Takaichi über die Beziehungen zu Russland denkt, wie sie die Rolle Japans in der Welt sieht und wie hoch generell ihre Chancen für Veränderungen sind.

    Beginnen wir mit dem dritten Punkt. Ich denke, dass die Chancen für den Erfolg der Reformen von Takaichi hoch sind. Obwohl die liberalen Globalisten in den letzten siebzig Jahren die japanische Nation zu einer sinnlosen Herde gemacht haben (das zentrale Programm der liberalen Globalisten für alle Nationen der Welt), haben die Japaner ihren Geist bewahrt. Und jetzt haben sie auch noch ihren eigenen Anführer. Laut den letzten Umfragen unterstützen bis zu 65 Prozent der Japaner die neue Regierung.


    Takaichi schenkt Trump Golfschläger – USA und Japan schließen Abkommen zu Seltenen Erden


    Takaichi schenkt Trump Golfschläger – USA und Japan schließen Abkommen zu Seltenen Erden






    Zweitens hat Takaichi einen großen Verbündeten – Donald Trump. Trump braucht weniger koloniale Besitztümer im Pazifik als vielmehr Verbündete. Das ergibt sich aus der Logik der Trump'schen Geopolitik.

    Im Gegensatz zu den Globalisten, die die Welt als einheitlich und homogen mit einem einzigen Kontrollzentrum betrachten, sieht Trump die Welt als ein System des Kräftegleichgewichts. Sein geopolitisches Prinzip lautet: starke Zentren, die das Kräftegleichgewicht in den Regionen aufrechterhalten können. Genau deshalb ist für ihn ein freieres und stärkeres Russland, mit dem gemeinsame Projekte durchgeführt werden können, von Vorteil. Und deshalb ist für ihn auch ein freieres und stärkeres Japan von Vorteil. Das hat nichts mit Idealismus zu tun, sondern entspricht der Logik des Trump'schen Konservatismus.

    Mit anderen Worten: Trump wird Japan offensichtlich von seinem derzeitigen beschämenden politischen Status befreien und ihm ermöglichen, sich im Einklang mit seiner Tradition und nationalen Kultur zu entwickeln. Politisch gesehen wird das neue Japan China und Russland im pazifischen Raum im Rahmen einer tripolaren Welt ausgleichen.

    Was die Schreckensszenarien von Armeen neuer Samurai vor unseren Toren angeht, überlassen wir das den professionellen Hysterikern. Bis zur Schaffung einer modernen Armee, die Russland oder China auch nur im Entferntesten bedrohen könnte, ist Japan noch weit entfernt. Und um einen Weltkrieg zu entfesseln, brauchen die Globalisten Japan nicht wirklich, denn sie haben auch ohne Japan genügend Möglichkeiten dazu.

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 30. Oktober 2025 zuerst auf der Website der Zeitung "Wsgljad" erschienen.

    Wladimir Moschegow ist ein russischer Publizist.


    Mehr zum Thema – Das Gedeihen der Kurilen-Inseln wird eines Tages zum Frieden zwischen Russland und Japan führen


    Screenshot_2025_11_02_at_22_53_44_Wahl_von_Sanae_Takaichi_In_Japan_hat_eine_konservative_Revolution_stattgefunden_RT_DE

    Video https://rumble.com/v70lcn4-sanae-takaichi-wird-erste-weibliche-regierungschefin-in-der-geschichte-japa.html Dauer 1:50 Min.


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    02.11.2025

    US-Armee bereitet sich darauf vor, in Venezuela interne Probleme der USA zu lösen

    rtnewsde.site, 2 Nov. 2025 20:50 Uhr, Von Andrei Restschikow

    Die USA verstärken ihre Militärpräsenz im karibischen Raum und führen Kampfübungen in der Nähe der venezolanischen Grenze durch. Obwohl US-Präsident Trump bestreitet, dass Angriffe auf Caracas geplant sind, deuten die militärischen Vorbereitungen auf das Gegenteil hin. Experten zufolge ist die Wahrscheinlichkeit eines Konflikts sehr hoch – Washington plant, damit eine Reihe innenpolitischer Probleme zu lösen.


    Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Nikola Vilic


    Symbolbild: Die USS Gerald R. Ford


    Unter dem Vorwand der "Bekämpfung des Drogenhandels" verstärken die USA weiterhin ihre Militärpräsenz in der Karibik und im östlichen Pazifik, indem sie Kriegsschiffe, Militärflugzeuge und Tausende Soldaten vor der Küste Venezuelas stationieren. Nach Angaben von The Washington Post beläuft sich die geschätzte Stärke des US-Militärkontingents auf 16.000 Mann.

    Die eingesetzte US-Militärgruppe besteht aus acht Schiffen, einem Atom-U-Boot und einem Sondertypschiff. Ebenfalls im Einsatz sind Luftfahrzeuge, darunter der strategische Bomber B-52, Aufklärungsflugzeuge und ein Kampfflugzeug F-35 der fünften Generation. In Kürze werden auch der größte Flugzeugträger der US-Marine, die USS Gerald R. Ford, und fünf Begleitschiffe von Europa aus die Küste Venezuelas erreichen.


    USA mobilisieren 16.000 Soldaten vor der Küste Venezuelas





    USA mobilisieren 16.000 Soldaten vor der Küste Venezuelas







    Auch wenn US-Präsident Donald Trump die Absicht eines Angriffs auf Venezuela bestreitet, verstärken das Ausmaß und die Komplexität der Verlegung von US-Streitkräften die Spekulationen darüber, dass Washington tatsächlich Vorbereitungen für mögliche Angriffe trifft. Darüber hinaus ermächtigte der Chef des Weißen Hauses letzte Woche die CIA, Aktivoperationen gegen die venezolanische Regierung durchzuführen.

    Am Freitag beschuldigte der Präsident der lateinamerikanischen Republik, Nicolás Maduro, die USA, eine Lügengeschichte über Drogenkartelle erfunden zu haben, um einen Angriff auf das Land zu rechtfertigen und einen Regimewechsel zu erzwingen. In Caracas wird die Verstärkung der US-Militärpräsenz in der Nähe von Venezuela verurteilt und als Provokation und Vorbereitung von Sabotageakten gegen Nicolás Maduro bezeichnet.

    Wie die offizielle Vertreterin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, auf ihrem Telegram-Kanal schreibt, sind "die Amerikaner etwas zu weit gegangen", um das Problem des Drogenhandels zu lösen. "Denn die Wurzel des Drogenproblems in den USA liegt in den USA selbst", meint die Diplomatin.

    Maria Sacharowa verwies auf Daten der UN-Behörde für Drogen- und Verbrechensbekämpfung, wonach "der Drogenmarkt in den USA in den letzten 16 Jahren zu einem der am schnellsten wachsenden der Welt geworden ist". "An erster Stelle stehen Methamphetamin und Cannabis. Dank der liberalen Ultras sind die Vereinigten Staaten tief in das verstrickt, was allgemein als "Opioid-Epidemie" bezeichnet wird", präzisierte sie.


    US-Drogenbekämpfung: Sacharowa rät zu "Sonderoperation in Manhattan"





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    Ihr zufolge "liegt die Quelle und Hauptursache dieser Epidemie nicht in Caracas, sondern in Washington", da amerikanische Ärzte, "die durch Verträge mit Pharmaunternehmen gebunden sind, es vorziehen, ihren Patienten keine Medikamente, sondern verschreibungspflichtige Schmerzmittel – Opioide – zu verschreiben, wodurch sie die Nation von legalen Drogen abhängig machen". Darüber hinaus wurden im US-Kongress zwei Gesetzesentwürfe eingereicht, die den Zugang der Bevölkerung zu Drogen erleichtern sollen, und "wenn sie verabschiedet werden, wird der Drogenmarkt in den USA genauso frei reguliert werden wie der Alkoholmarkt".

    "Wenn das Pentagon tatsächlich gegen die Drogenproblematik vorgehen möchte, sollte es den Kampf in San Francisco, Los Angeles und New York beginnen, oder – was noch besser wäre – die Lobbyisten und die großen Pharmaunternehmen ins Visier nehmen. Allerdings würden 16.000 Soldaten dafür sicherlich nicht ausreichen", schreibt Maria Sacharowa.

    Nach Ansicht von Experten könnte ein "begrenzter, siegreicher Krieg" gegen Venezuela unter dem Deckmantel der Bekämpfung des Drogenhandels nicht nur Auswirkungen auf die politische Krise in den USA haben, sondern Trump auch ermöglichen, in Caracas ein freundlich gesinntes politisches Regime zu etablieren und die vollständige Kontrolle über die enormen Ölvorkommen dieses Landes zu erlangen.

    Rafael Orduchanjan, Politologe, Amerikanist und Doktor der Politikwissenschaften, ist der Meinung:

    "Für den US-Präsidenten ist der Krieg eine Fortsetzung der innenpolitischen Krise. Trump steht unter enormem Druck vonseiten der US-Opposition. Leider ist er der Meinung, dass ein 'kleiner, siegreicher Krieg' absolut alle Fehltritte und Versäumnisse seiner Regierung ausgleichen kann."


    USA wollten Maduro kidnappen – Anwerbeversuch von Pilot gescheitert





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    Trumps Misserfolg bei seinem Besuch in China habe noch zusätzliches Öl ins Feuer gegossen. Deshalb müsse der Chef des Weißen Hauses "die Aufmerksamkeit von der Sabotage durch Richter, vom beispiellosen Shutdown" und vielen anderen Problemen ablenken. Der Politologe fügt hinzu:

    "Wenn man die außenpolitischen Misserfolge und die völlige Uneinigkeit innerhalb der USA zusammenzählt, ist die Gefahr, dass ein solcher 'kleiner Krieg' ausbricht, sehr hoch."

    Dem Experten zufolge stellen die Äußerungen zur Bekämpfung des Drogenhandels lediglich einen Vorwand dar. Orduchanjan erläutert:

    "Über kriminelle Strukturen in Venezuela werden maximal 8 Prozent der gesamten in die USA eingeführten Drogen geliefert. Der Großteil der Lieferungen erfolgt aus Mexiko und Kolumbien, aber Trump macht Venezuela zum Ziel."

    Nach Ansicht des Amerikanisten geht es Donald Trump nicht nur darum, Nicolás Maduro zu stürzen, sondern er hat auch "die weltweit größten nachgewiesenen Ölvorkommen im Blick, über die Venezuela verfügt und für deren Verarbeitung Dutzende von Ölraffinerien an der amerikanischen Küste ausgerichtet sind". Es gibt jedoch auch andere Meinungen dazu.

    Der Amerikanist Malek Dudakow sagt dazu:

    "Die Ursache für die Konfrontation geht weit über das Bestreben hinaus, Zugang zu venezolanischem Öl zu gewinnen. Dieser Faktor spielt sicherlich eine Rolle, aber wenn die US-Amerikaner dies wirklich wollten, hätten sie sich mit Nicolás Maduro geeinigt. Bereits zu Zeiten des ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden erhielten US-Unternehmen Lizenzen für die Ölförderung in Venezuela. Daher sind die Gründe hauptsächlich ideologischer Natur. Hinter all dem steht US-Außenminister Marco Rubio, der ein eifriger 'Falke' ist, was Kuba und Venezuela angeht."

    Der Politologe argumentiert:

    "Derzeit befindet sich das Weiße Haus in einer Pattsituation. Einerseits hoffte man dort, dass diese 'psychologische Operation' in Verbindung mit der Verstärkung der Militärressourcen in der Karibik zu einem Machtwechsel in Caracas führen würde, jedoch kam es dort nicht zu einer innenpolitischen Spaltung. Nun muss man entweder zurückweichen oder versuchen, Ziele auf dem Territorium Venezuelas anzugreifen. Wenn es jedoch zu einer Unterbrechung der Ölversorgung auf dem Weltmarkt kommt, wird sich dies auch auf die Preise innerhalb der USA auswirken."

    Dabei weiß niemand genau, wie stabil das militärisch-politische System Venezuelas ist. Dudakow meint:

    Vier Tote bei erneutem US-Angriff auf "Drogenboot" vor Venezuela



    Vier Tote bei erneutem US-Angriff auf "Drogenboot" vor Venezuela






    "Möglicherweise werden die Raketenangriffe zu keinem Ergebnis führen. In diesem Fall würden die USA endgültig ihr Gesicht verlieren, wie im Falle Irans, wo die Raketenangriffe nicht zu einem Machtwechsel und zur Beseitigung des Atomprogramms geführt haben. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass es in Venezuela zu einem ähnlichen Ergebnis kommt. Und für Trumps Rating wäre dies eine ernsthafte Herausforderung."

    Aus Sicht von Rafael Orduchanjan seien lediglich Russland und China in der Lage, Trumps Pläne in Bezug auf Venezuela zu beeinflussen, indem sie ihre Position zur Unzulässigkeit einer militärischen Intervention klar zum Ausdruck bringen. Er betont:

    "Alles deutet darauf hin, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis das militärische Abenteuer gegen Venezuela beginnt. Moskau und Peking sollten eine gemeinsame Taktik und Strategie entwickeln und die USA in ihrem 'Hinterhof' mit politischen und medialen Mitteln bekämpfen."

    Der Politologe erinnerte daran, dass Russland seinerzeit Kuba faktisch "allein mit den USA gelassen" habe und dieser Fehler nicht wiederholt werden dürfe.

    Orduchanjan resümiert:

    "Dies könnte aber nicht nur in gemeinsamen Erklärungen mit Peking zum Ausdruck kommen, sondern auch durch das Auftauchen eines russischen U-Boots in neutralen Gewässern in der Nähe der Küste Venezuelas sowie durch die Präsenz mehrerer chinesischer Kriegsschiffe. Die Flaggendemonstration hätte eine enorme informative und ideologische Wirkung auf ganz Lateinamerika. Darüber hinaus könnte dies die Verhandlungsposition Russlands in der Ukraine-Krise stärken und vor allem einen blutigen Krieg in Venezuela verhindern."

    Übersetzt aus dem Russischen.

    Der Artikel ist am 1. November 2025 zuerst auf der Homepage der Zeitung Wsgljad erschienen.


    Mehr zum Thema -  Venezuela: Die "dämonische Hexe" Machado bietet den USA eine Bestechung für einen neuen Krieg an


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    02.11.2025

    Militäranalyst Bosshard: Das Pulverfass Baltikum kann und muss entschärft werden

    rtnewsde.site, 2 Nov. 2025 19:51 Uhr

    Der Schweizer Historiker und Berufsoffizier Ralph Bosshard schlug bei einem Treffen in Berlin eine Verhandlungslösung zur Deeskalation im Ostbaltikum vor. Die Idee ist nicht ganz neu und wurde 2019 beim deutschen Thinktank SWR diskutiert, wurde aber verworfen.


    Militäranalyst Bosshard: Das Pulverfass Baltikum kann und muss entschärft werdenQuelle: RT © Wladislaw Sankin


    Die Podiumsdiskussion mit Vizeadmiral a. D. Kay-Achim Schönbach, Oberstleutnant a. D. Ralph Bosshard, dem Journalisten Patrik Baab und General a. D. Harald Kujat (von links) in Berlin-Friedrichtsfelde am 31. Oktober 2025


    Der Schweizer Militäranalytiker Ralph Bosshard äußerte sich anlässlich einer Podiumsdiskussion der Modrow-Stiftung in Berlin zu der Möglichkeit einer Deeskalation im Baltikum. Der Bürgerdialog trug den Titel "Europa zwischen Krieg und Frieden – Wird Deutschland zum Schlachtfeld?" Weitere Teilnehmer waren der Journalist Patrik Baab sowie die beiden aus dem aktiven Dienst ausgeschiedenen ranghohen Bundeswehroffiziere Harald Kujat und Kay-Achim Schönbach.

    Auf die Frage eines Journalisten, wie man das Pulverfass Baltikum entschärfen könnte, antwortete Bosshard, dass das Baltikum ein Raum sei, der wie kein zweiter einen Vertrag über konventionelle Streitkräfte benötige, und das rasch. Bosshard zufolge bildet sich gerade eine neue Demarkationslinie zwischen den Mächten. Westlich und östlich davon seien die geografischen Vorbedingungen völlig unterschiedlich.


    Es wird ernst: Moskau wird allen Interessierten Sicherheitsgarantien geben




    Meinung

    Es wird ernst: Moskau wird allen Interessierten Sicherheitsgarantien geben






    Bosshards Empfehlung, um eine drohende Eskalation dieser verfahrenen Situation zu verhindern: eine vertragliche Festlegung zwischen Russland und Weißrussland auf der einen Seite und den Ostseeanrainern auf der anderen Seite, die dazu führt, dass ein militärisches Gleichgewicht erreicht wird. Natürlich mit dem Ziel, dass der Umfang der stationierten Streitkräfte in den kommenden Jahren parallel reduziert wird. Dies wäre laut Bosshard ein Ansatzpunkt, der auf ganz Eurasien ausstrahlen könnte, von Westeuropa bis nach Südostasien. Er rate den westeuropäischen Regierungen, sich an die neuen (multipolaren) Realitäten anzupassen, weil sonst die übrigen eurasischen Staaten den Westen abhängen würden. Die Frage sei ohnehin, ob man den Westen, der seine Bedeutung bereits jetzt verliere, überhaupt noch anhören wolle, selbst wenn er gute Überlegungen einbringe.

    Bosshard ist Oberstleutnant im Generalstab, war in der Vergangenheit Berufsoffizier der Schweizer Armee, u. a. Ausbilder an der Generalstabsschule und Chef der Operationsplanung im Führungsstab der Armee. Nach der Ausbildung an der Generalstabs-Akademie der russischen Armee in den Jahren 2013/14 in Moskau diente er als militärischer Sonderberater des Ständigen Vertreters der Schweiz bei der OSZE, als Senior Planning Officer in der Special Monitoring Mission to Ukraine und als Operationsoffizier in der Hochrangigen Planungsgruppe der OSZE. Zivilberuflich ist Bosshard Historiker mit einem Magister an der Universität Zürich.

    Am Ende seiner Ausführung vor dem Publikum in Berlin sagte der Experte, dass es die Aufgabe eines Generalstabsoffiziers sei, gute Überlegungen in verständlicher Form für die Politik zu präsentieren. Dies sei aber auch in der Schweiz immer seltener der Fall, denn die hohen Militärs sagten nur das, "was die Politiker hören wollen".


    Lawrow offenbart Grundlage für Verhandlungen über Garantien für die Ukraine





    Lawrow offenbart Grundlage für Verhandlungen über Garantien für die Ukraine






    Sein Ansatz erinnert an die Vorschläge von Oberst a. D. Wolfgang Richter, der bereits 2019 ein "subregionales Stabilitätsregime" mit Rüstungskontrolle im Baltikum vorgeschlagen hatte. Ähnlich wie Bosshard hatte Richter damals die Hoffnung gehegt, eine dortige Einigung könnte zum Ansatzpunkt für Sicherheit und Stabilität im gesamten OSZE-Raum werden. Auch Richter hatte in seiner Analyse die geografischen Grundlagen des baltischen Raumes berücksichtigt. Russland habe – so Richter – einerseits einen strategischen Vorteil, weil es im Ernstfall aus der Tiefe des Raumes heraus angreifen könne, andererseits sei es durch die Exklave Kaliningrad sehr exponiert. Die NATO wiederum verfüge zwar über eine konventionelle Überlegenheit in Europa, dafür seien aber ihre Nachschublinien ins Baltikum gefährdet.

    Richter war damals der Auffassung gewesen, dass ein regionaler Konflikt im Baltikum nicht eingegrenzt werden könne, sollte er ausbrechen. Angesichts der militärischen Möglichkeiten beider Lager außerhalb der baltischen Subregion müssten die angezielten Stabilitätsmaßnahmen (also etwa Truppenbeschränkungen) weitere Gebiete als nur diejenigen unmittelbar an der Grenze liegenden umfassen. Die Rede war 2019 von bis zu 600 Kilometern in beide Richtungen gewesen. Richters Vorschläge bezüglich einer konventionellen Rüstungs- und Stationierungskontrolle wurden allerdings nie verwirklicht, stattdessen verschärften sich spätestens mit der Ausweitung des Ukraine-Konflikts 2022 die Spannungen im Baltikum.

    Derzeit allerdings verläuft die Entwicklung im Baltikum weiterhin in Richtung Eskalation. Die baltischen Staaten sowie Finnland und Polen bereiten gerade den Austritt aus der Ottawa-Konvention vor, die den Einsatz von Antipersonenminen verbietet, oder sind bereits teilweise ausgetreten (RT DE berichtete). Und die Stationierung von NATO-Truppen im Baltikum, allen voran die Bundeswehr mit der Panzerbrigade 45 in Litauen, schreitet voran. Die Balten wiederum befürchten, dass die Neuordnung von Russlands Militärbezirken zu einer Stationierung russischer Truppen in grenznahen Gebieten führen könnte.


    Mehr zum Thema – Nach Drohungen gegen Kaliningrad-Transit: Russland warnt Litauen vor "Provokation"


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    02.11.2025

    "Wahlen sind keine innerstaatliche Angelegenheit" – Der Westen sieht sich zur Einmischung berechtigt

    rtnewsde.site, 2 Nov. 2025 17:57 Uhr Von Wassili Piskarjow

    Der Westen missachtet Grundsätze der Staatssouveränität und rechtfertigt seinen Druck auf nationale Demokratien. Auch Versuche, Druck auf die russischen Wähler auszuüben, werden zunehmen.


    Quelle: Sputnik © Wladimir Fedorenko/ RIA Nowosti/


    Wassili Piskarjow, Vorsitzender der Kommission der Staatsduma zur Untersuchung der Einmischung ausländischer Staaten in die inneren Angelegenheiten Russlands.


    Kürzlich wurde in Prag im Rahmen der 29. Konferenz des Forums 2000 eine provokante These geäußert: "Wahlen sind nicht mehr nur eine innerstaatliche Angelegenheit". Die Teilnehmer der in Russland als unerwünscht eingestuften Organisation "Europäische Plattform für demokratische Wahlen" (EPDE) plädierten ganz offen für eine direkte Einmischung in Wahlen in denjenigen Ländern, in denen die Wähler ihrer Meinung nach "falsch" abstimmen, wobei sie natürlich in erster Linie Russland im Sinn hatten.

    Diese Organisation ist uns wohlbekannt. Unter dem Deckmantel der unabhängigen Beobachtung und Überwachung von Wahlverstößen hat sich die EPDE wiederholt in unsere Wahlen eingemischt. Da sie nun nicht mehr in unserem Land zugelassen ist, versucht sie, eine theoretische Grundlage für ihr angeblich legitimes Recht zu schaffen, den Wählern anderer Staaten ihren Willen aufzuzwingen. Grundsätze der Staatssouveränität werden dabei völlig außer Acht gelassen. Und das ist nicht nur Rhetorik – es ist ein Versuch, globalen Druck auf nationale Demokratien zu rechtfertigen.


    "Dreckigste Kampagne in der Geschichte Moldawiens": Opposition erkennt Wahlergebnis nicht an



    "Dreckigste Kampagne in der Geschichte Moldawiens": Opposition erkennt Wahlergebnis nicht an





    Wie das in der Praxis funktioniert, zeigen zum Beispiel die jüngsten Ereignisse in Rumänien: Dort wurden die Wahlergebnisse einfach annulliert, weil die Wähler nicht für den Kandidaten gestimmt hatten, den die EU-Beamten gerne als Sieger gesehen hätten. In Moldawien ging man sogar weiter: Die rechtmäßig gewählte und beim Volk beliebte Politikerin und Leiterin des autonomen Gebiets Gagausien, Evghenia Guțul (Guzul), wurde ins Gefängnis gebracht. Solche Vorgehensweisen sind, gelinde gesagt, rechtswidrig, aber man versucht, sie als "Einhaltung von Standards" darzustellen.

    Westliche "Aktivisten" und die hinter ihnen stehenden Herrschaftskreise scheuen sich nicht mehr, ihre Masken fallen zu lassen. Ihre Mantras über "demokratische Standards" haben keinen Einfluss mehr auf Wähler in anderen Ländern. Diese wollen vielmehr selbst entscheiden und so wählen, wie sie es für richtig halten. Ich möchte darauf hinweisen, dass das angeführte Beispiel nur ein Teil eines umfassenderen Trends ist, bei dem die Globalisierung zur geopolitischen Kontrolle genutzt wird. Historische Analogien – von den "Farbrevolutionen" bis zu den heutigen illegalen Sanktionen – zeigen, dass Länder ohne einen starken Schutz ihrer Souveränität Gefahr laufen, ihre Unabhängigkeit zu verlieren.

    Mit ähnlichen Ansätzen, wie sie die EPDE vorschlägt, wurden wir bereits vor zwei Jahren konfrontiert, als der ehemalige Mitarbeiter des US-Außenministeriums Richard Fontaine in der Zeitschrift Foreign Affairs vorschlug, eine Art "NATO der demokratischen Wahlen" zu schaffen, um Russland und China entgegenzuwirken. Formal ging es darum, der angeblichen Einmischung unserer Länder in die westlichen Wahlen entgegenzuwirken, wobei jedoch niemand Beweise dafür vorlegen konnte. In Wirklichkeit zielte dies jedoch darauf ab, die Möglichkeit zu haben, sich in die Angelegenheiten anderer Länder einzumischen und mit allen Mitteln Druck auszuüben, um die eigenen Ziele zu erreichen.


    Schweiz: Manipuliertes Ja? Gegner fordern Wiederholung der E-ID-Abstimmung





    Schweiz: Manipuliertes Ja? Gegner fordern Wiederholung der E-ID-Abstimmung






    Und welche "Schutzmaßnahmen" wurden vorgeschlagen? Die Ideen reichten von der koordinierten Verhängung neuer Sanktionen gegen natürliche und juristische Personen sowie der Ausweisung von Diplomaten bis zu "offensiven Cyberoperationen". Einige werden natürlich sagen: "Hört nicht auf diese Falken, sie dramatisieren die Lage immer absichtlich". Doch heutzutage, als der Westen von kriegerischen Äußerungen zu einer direkten Unterstützung von Militäraktionen gegen unser Land übergegangen ist, erscheinen solche Äußerungen keineswegs mehr als leere Rhetorik.

    Daher ist es meiner Meinung nach keine Übertreibung, vorauszusagen, dass die Versuche, Druck auf unsere Wähler auszuüben, nur zunehmen werden, je näher der Wahlkampf 2026 rückt. Und all dies bestätigt einmal mehr die Richtigkeit der gesetzgeberischen Maßnahmen, die in Russland in den vergangenen Jahren ergriffen wurden. So haben wir die Möglichkeiten ausländischer Agenten, feindselige Aktivitäten zu betreiben, deutlich eingeschränkt. Des Weiteren wurden die Voraussetzungen für die Ausweisung subversiver ausländischer Organisationen staatlicher wie nicht staatlicher Natur geschaffen sowie die Strafbarkeit extremistischer, auf Sabotage abzielender und terroristischer Delikte in erheblichem Maße verschärft. Diese Tätigkeit zum Schutz der staatlichen Souveränität und zur Gewährleistung der Sicherheit unseres Landes wird sich fortsetzen.

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 29. Oktober 2025 zuerst auf der Homepage der Rossijskaja Gaseta erschienen.


    Mehr zum ThemaParlamentswahl in Moldawien: Wahleinmischung der EU ausdrücklich willkommen


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    Video https://rumble.com/v70je9m-anti-spiegel-tv-der-bericht-eines-osze-wahlbeobachters-ber-die-wahlen-in-mo.html Dauer 16:44 Min.


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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    02.11.2025

    Die post-US-amerikanische Welt wird zur Realität

    rtnewsde.site, 2 Nov. 2025 19:02 Uhr, Von Alexander Jakowenko

    Der Kontrast zwischen dem Jahr, in dem die COVID-19-Pandemie ausbrach und Trump in seiner ersten Amtszeit versuchte, China als Quelle der globalen "Ansteckung" zu isolieren, und der aktuellen Pietät gegenüber seinem Gesprächspartner, mit dem er ganz offensichtlich auf Augenhöhe sprach, ist bemerkenswert. Dabei sind nur fünf Jahre vergangen.


    Quelle: AP © Mark Schiefelbei


    Präsident Donald Trump (links) und der chinesische Präsident Xi Jinping geben sich vor ihrem Treffen am Donnerstag, 30. Oktober 2025, am Gimhae International Airport in Busan, Südkorea, die Hand.


    Die Verhandlungen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping in Busan fielen mit nur einer Stunde und 40 Minuten recht kurz aus. Dabei hatten die US-Amerikaner offenbar mehr erwartet – die Liste der auf ihrer Tagesordnung stehenden Themen war ziemlich umfangreich. Wie immer sind diejenigen Themen am wichtigsten, die aufgrund mangelnder Fortschritte bei der Annäherung der Standpunkte nicht diskutiert oder von den Parteien nicht erwähnt wurden. Dazu gehören die Ukraine-Krise, Chinas Erwerb russischer Energieressourcen und die Drohung Washingtons, ab dem 1. November hundertprozentige Zölle auf alle chinesischen Exporte in die USA zu erheben. Was den letzteren Punkt betrifft, so wurde diese Frage bei den Verhandlungen der Parteien in Kuala Lumpur geklärt, nach deren Abschluss US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, dass die Einführung solcher Zölle nicht mehr erforderlich sei. Im Übrigen beschränkte man sich auf geringfügige Kompromisse (bis hin zur Wiederaufnahme der Käufe von US-Sojabohnen durch China) oder Zugeständnisse Trumps.


    Xi-Trump-Treffen: Atempause im Handelskonflikt, aber der große Wurf blieb aus




    Analyse

    Xi-Trump-Treffen: Atempause im Handelskonflikt, aber der große Wurf blieb aus






    In jedem Fall geschah dies nach dem Ende des Plenums des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas am 23. Oktober, dessen Ausgang Trump mit seinem Bluff zu beeinflussen versuchte – schließlich ging es um den Totalabbruch aller Handelsbeziehungen im Wert von mehr als 400 Milliarden US-Dollar mit katastrophalen Folgen für die USA selbst. Aber es hat nichts gebracht: Die Position des chinesischen Führers wurde nur gestärkt; es erfolgte eine Säuberung von Kompradoren-Elementen in der Führung des Landes und im Militär. Schließlich wurde auch die Balance zwischen Markt und zentraler Steuerung in der sozioökonomischen Entwicklung hergestellt.

    Der Kontrast zwischen dem Jahr, in dem die COVID-19-Pandemie ausbrach und Trump in seiner ersten Amtszeit versuchte, China als Quelle der globalen "Ansteckung" zu isolieren, und der aktuellen Pietät gegenüber seinem Gesprächspartner, mit dem er ganz offensichtlich auf Augenhöhe sprach, ist bemerkenswert. Dabei sind nur fünf Jahre vergangen. Woraus resultieren sich diese Veränderungen und welche weiterreichenden geopolitischen Konsequenzen hat die neue Realität (die auch als Normalität bezeichnet werden kann) für die Beziehungen zwischen den USA und China?

    Angesichts der diesjährigen Zollanhebung reagierte Peking mit einer Verschärfung der Exportlizenzen für Seltenerdmetalle und daraus hergestellte Produkte, darunter Magnete, ohne die keine moderne Industrie auskommt – sei es die Automobil- oder die Rüstungsindustrie. Anscheinend konnten die Parteien in Kuala Lumpur ihre Spannungen vorübergehend beilegen – damit sich die beiden Staatschefs überhaupt treffen konnten. Aber es wurde nichts unterzeichnet, und es handelt sich lediglich um vorläufige Vereinbarungen – die Tür für eine Konfrontation bleibt offen, und es ist nicht schwer zu erraten, wer wen in ständiger Spannung hält: natürlich derjenige, der über Ressourcen wie Seltenerdmetalle verfügt.


    China-USA-Treffen: Trump verkündet Beilegung des Streits um Seltene Erden





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    Ein weiterer Punkt: China konnte in nur einem Jahr enorme Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz und der Herstellung von Mikrochips für entsprechende Geräte erzielen. Dabei erfolgte dieser Sprung nicht nur rasant (dazu trug die Anhäufung einer kritischen Masse an technologischen Durchbrüchen bei, darunter die Rückkehr chinesischer Wissenschaftler und Ingenieure aus den USA, die dort als Agenten chinesischen Einflusses und sogar als Spione verfolgt wurden), sondern auch qualitativ, was die Vielfalt und Offenheit der chinesischen Entwicklungen (DeepSeek usw.) betrifft. Letzteres führt zu einer Schwächung dieses Sektors in den USA, wo Jahre und enorme Mittel investiert wurden, um die Dominanz in dieser neuen Entwicklungsphase der Welttechnologie zu sichern.

    Die Frage ist jedoch noch umfassender und fundamentaler. Wie der jüngste Bericht der RAND Corporation mit dem Titel "Stabilisierung der Rivalität zwischen den USA und China" zeigt, ist es an der Zeit, sich zwischen einer Konfrontation mit ihren unvorhersehbaren Folgen (die Perspektive für Russland, über einer solchen Konfrontation zu stehen, wurde in der Studie nicht berücksichtigt) und einem Übergang zur Entspannung analog zur sowjetisch-US-amerikanischen – und sogar zum "Europäischen Konzert", das das Ergebnis des Sieges über Napoleon Bonaparte und der entscheidenden Rolle des russischen Zaren Alexanders I. auf dem Wiener Kongress 1815 war. Auch hier wird der letzte Aspekt außer Acht gelassen, obwohl er nicht zuletzt auf die zivilisatorische Besonderheit der russischen Diplomatie hinweist, die das besiegte Frankreich als gleichberechtigten Partner der Siegermächte an den Tisch der europäischen Politik gebracht hat. Man denke nur daran, wie Russland nach dem Ende des Kalten Krieges behandelt wurde, obwohl es diesen Krieg nicht verloren, sondern lediglich den Austritt daraus erklärt hatte (zudem kam es in Russland zu einem Regimewechsel): Wir wurden mit der NATO-Erweiterung "bestraft" – eine Entscheidung, die der weitsichtige George Kennan als "die fatalste" bezeichnete, was wir derzeit live miterleben.

    Die Berichterstatter loben die sowjetischen Innovationen im Bereich der "friedlichen Koexistenz", sei es in den 1920er- oder 1950er-Jahren. Genau darum geht es derzeit. Interessanterweise wird dabei nicht verschwiegen (um diese Idee dem US-Establishment "schmackhaft zu machen"!), dass die "Entspannungspolitik" zum Zusammenbruch der Sowjetunion beitrug, deren Führung kein positives Programm für eine interne Transformation hatte. Der Unterschied zu damaliger "Entspannung" besteht jedoch darin, dass China bereits eine ähnliche Transformation hinter sich hat. Man kann also sagen, dass Chinas "friedlicher Aufstieg" im Rahmen der vierzigjährigen Globalisierung für das Land bereits eine solche "Entspannung" war.


    Trump vor Treffen mit Xi: Handelsabkommen viel besser als Streit





    Trump vor Treffen mit Xi: Handelsabkommen viel besser als Streit






    Nun wird vorgeschlagen, eine weitere Verschärfung der Beziehungen zu China zu vermeiden, sei es in Bezug auf Taiwan, die Probleme im Südchinesischen Meer oder den technologischen Wettbewerb. Ohne Lösungen für die angehäuften Probleme zu finden, sollen vielmehr Kontakte auf verschiedenen Ebenen geknüpft werden, um das Verhalten Pekings berechenbar zu machen. Aber bisher zeigt die chinesische Seite ein klares Verständnis dafür, dass gerade Unsicherheit in der US-amerikanischen Politikkultur nicht toleriert wird und als Element der Zurückhaltung in den Beziehungen zu Washington wirken kann. Am deutlichsten lässt sich diese Taktik in den Kontakten auf militärischer Ebene beobachten. Daher ist es schwer vorstellbar, dass China, das sich seiner Macht und der Schwächen der USA durchaus bewusst ist, sich in ein "Entspannungsnetz" verstricken lässt, zumal man in Peking weiterhin die Erfahrungen der Sowjetunion sorgfältig analysiert.

    Wenn man Parallelen zieht, so befinden sich die USA – trotz Trumps Forschheit – gegenüber China derzeit in einer ähnlichen Position wie die UdSSR/Russland gegenüber den USA in den 80er- und 90er-Jahren. Strategisch wird die Lage Washingtons dadurch erschwert, dass Russland mit einem enormen Vorsprung im Bereich der nuklearen Abschreckung auf dem Vormarsch ist. Im Grunde genommen handelt es sich um einen Dritten Weltkrieg, in dem die US-Amerikaner an zwei Fronten kämpfen. Ja, es ist richtig, dass Russland wie im August 1914 mit seiner Sonderoperation in der Ukraine China (wie damals den Entente-Alliierten) einen womöglich entscheidenden Zeitvorteil bescherte und gleichzeitig den Weg für die Lösung des Taiwan-Problems ebnete, das nach dem Krieg von 1895 erstmals Japan angegliedert worden war.

    Die Aufzählung der Unterschiede zur Situation "Entspannung 1.0" ist damit noch nicht abgeschlossen. Der "historische Westen" zerfällt in seine geografischen Segmente, die unweigerlich in ihren eigenen Regionalstrukturen versinken. Wie für die Länder des Globalen Südens und Ostens, so stehen auch für Japan und Südkorea die Interessen der eigenen Entwicklung im Vordergrund, und damit die Aufrechterhaltung der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu Russland und China, mit denen jeder einen Handelsumsatz von mehr als 300 Milliarden US-Dollar erzielt (und dieser ist ausgeglichen!). Anstatt zehn Milliarden US-Dollar in die Produktion in den USA zu investieren, verhandelt das Unternehmen Toyota über eine Rückkehr nach Russland. Und Trump musste die Bedeutung der Energiebeziehungen Tokios und Pekings zu Russland anerkennen. Die Forderungen an Japan und Südkorea, 500 bzw. 350 Milliarden US-Dollar in die USA zu investieren, darunter auch in den Schiffbau, lösen in beiden Ländern negative Emotionen aus – als würde eine mittelalterliche Tributzahlung erhoben.

    Betrachtet man die Länder Südostasiens (die "Top Ten" der Vereinigung südostasiatischer Staaten, ASEAN), so entfällt auf sie etwa eine Billion US-Dollar von Chinas Außenhandelsvolumen in Höhe von insgesamt sechs Billionen US-Dollar. Doch die wirtschaftliche Verflechtung dieser Region mit China geht noch viel tiefer: Auf sie und sechs Länder des Nahen Ostens erstreckt sich das von Peking initiierte System der sofortigen digitalen Zahlungen, das erhebliche Kosteneinsparungen ermöglicht, aber vor allem langfristig 38 Prozent des weltweiten Handels aus dem US-Dollar-Umsatz herausnimmt. Medienberichten zufolge scheint die neue japanische Premierministerin Sanae Takaichi bereit zu sein, gemeinsam mit Seoul ein ähnliches Abrechnungssystem mit Peking in einem trilateralen Format einzuführen. All dies kommt zu den Maßnahmen hinzu, die in diesem Bereich von der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) und der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) ergriffen werden.


    Trumps Versuch, Chinas Beziehungen mit Russland zu untergraben, wird diese nur festigen





    Meinung

    Trumps Versuch, Chinas Beziehungen mit Russland zu untergraben, wird diese nur festigen





    Möglicherweise ist das der Grund, warum Trump nicht am Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) teilgenommen hat – an diesem " Fest", bei dem sich die US-Amerikaner plötzlich fremd fühlten, bei dem trotz der Herzlichkeit und des Scheinmutes der verbündeten Beziehungen längst alles "in trockenen Tüchern" ist. Wie der ehemalige US-Präsident Bill Clinton sagte: "It's the economy, stupid!", nur jetzt auf regionaler und globaler Ebene. So kommt es zu einer beschleunigten Abkopplung ganz Ostasiens und einer noch viel größeren Region von der Pax Americana (Australien ist keine Ausnahme), während in den USA selbst ein wirtschaftlicher Zusammenbruch bevorsteht, der durch den Einbruch des Aktienmarktes ausgelöst wird und eine echte Reindustrialisierung des Landes in Gang setzen wird. Und niemand möchte davon betroffen sein.

    Dass Trump nach dem Treffen mit Xi einigermaßen still wirkte, kann nur eines bedeuten: Dort, in Ostasien, begegnete er nicht dem Phantom (das schon seit Langem über den USA schwebt), sondern der Realität der post-US-amerikanischen Welt. Dort wurde er zwar noch nicht gefragt, wer er eigentlich ist und was die USA bedeuten, aber auch das steht kurz bevor.

    Die Haltung dort ähnelt einer Karawane, die an den USA und den geopolitischen Fantasien ihrer Eliten vorbeizieht. Daraus resultiert auch die Haltung zum Ukraine-Konflikt: "Lasst sie kämpfen", das heißt, man solle alles dem natürlichen Lauf der Dinge überlassen, damit der Stärkere siegt. Und dann stellen gute Beziehungen zum Kreml keinen Luxus dar, sondern sind fast schon ein kategorischer Imperativ im Sinne Immanuel Kants ("Das Thema Kaliningrad ist für die NATO vom Tisch"). Und wenn das Gespräch mit Xi nicht ausreichte, dann sollten die Berichte über unsere beiden strategischen Drohnensysteme Trump klarmachen, dass sich die Welt unwiderruflich verändert hat und dass Eintrittspreis dafür die Achtung der Rechte und Interessen anderer, nicht weniger starker und nicht weniger souveräner Mächte ist. Man muss auch etwas zu bieten haben und nicht versuchen, wie in alten Zeiten geopolitische Vorteile zu erzielen.

    Auf der anderen Seite entwickelt die RAND Corporation weiterhin Strategien, die den Eindruck erwecken sollen, dass – abgesehen von einer drastischen Kursänderung  – noch etwas unternommen werden kann, obwohl im Grunde genommen alles bereits entschieden ist. Es bleibt zu hoffen, dass China gegenüber den Vereinigten Staaten nicht ebenso unerbittlich sein wird, wie die Briten gegenüber China während der Opiumkriege auftraten. Früher oder später werden die USA erkennen müssen, dass die eigentliche Ressource der Außenpolitik die innere Verfassung des eigenen Landes ist, und genau damit muss man beginnen. Darin besteht wahrscheinlich die Mission von "Trump, dem Zerstörer" (Anthony Scaramucci). Bereits 2014 räumte Francis Fukuyama ein, dass die USA ohne institutionelle Umwälzungen nicht zu heilen seien. Wir wissen das aus eigener Erfahrung. So funktioniert die Welt. Und darin liegt auch der Preis für die fatale Entscheidung von 1994 zur NATO-Erweiterung, die die Transformation der USA auf die lange Bank geschoben hat, ohne die sie die Realität ihres Landes, das seit Jahrzehnten in der Hyperrealität der Finanzialisierung existiert, nicht finden können.


    Mehr zum Thema - Trump in Japan: Gespräche über Seltene Erden

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 1. November 2025 zuerst bei RIA Nowosti erschienen.


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    02.11.2025

    Bericht: Der syrische Staatschef al-Scharaa wird Washington besuchen

    rtnewsde.site, 2 Nov. 2025 11:22 Uhr

    Seit er im vergangenen Dezember al-Assad die Macht entrissen hat, unternahm al-Scharaa eine Reihe von Auslandsreisen. Seine Übergangsregierung ist bestrebt, die Beziehungen Syriens zu den westlichen Mächten wiederherzustellen, die Damaskus während der Assad-Zeit gemieden hatten.


    Bericht: Der syrische Staatschef al-Scharaa wird Washington besuchenQuelle: AP © Bandar Aljaloud


    Auf diesem vom saudischen Königspalast zur Verfügung gestellten Foto schüttelt der amtierende Präsident Syriens, Ahmed al-Scharaa, US-Präsident Donald Trump in Riad, Saudi-Arabien, am Mittwoch, 14. Mai 2025, die Hand. Im Vordergrund rechts steht der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman.


    Der Sonderbeauftragte der Vereinigten Staaten für Syrien, Tom Barrack, erklärte am Samstag, dass der selbst ernannte Präsident Syriens, Ahmed al-Scharaa, voraussichtlich Washington besuchen werde.

    Während dieses Besuchs werde Syrien "hoffentlich" der von den USA geführten "Koalition zum Kampf gegen den Islamischen Staat" beitreten. Dies teilte Barrack Reportern am Rande des jährlich stattfindenden Manama-Dialogs in Bahrain mit. Bei dieser internationalen Konferenz geht es um Sicherheit und Geopolitik.


    Nahost-Strategie: Kann der Irak Syrien für Russland ersetzen?





    Meinung

    Nahost-Strategie: Kann der Irak Syrien für Russland ersetzen?





    Es wäre al-Scharaas zweiter Besuch in den Vereinigten Staaten nach seiner Rede vor der UN-Generalversammlung in New York im September.

    Seit er im vergangenen Dezember Baschar al-Assad die Macht entrissen hat, unternahm al-Scharaa eine Reihe von Auslandsreisen, da seine Übergangsregierung bestrebt ist, die Beziehungen Syriens zu den westlichen Mächten wiederherzustellen, die Damaskus während der Assad-Zeit gemieden hatten.

    Syrien ist kein Mitglied der im Jahr 2014 gegründeten, von den USA angeführten "Koalition zur Bekämpfung der militanten Gruppe Islamischer Staat". Die USA hatten damals unter dem Deckmantel der Bekämpfung des IS Ölfelder in Syrien besetzt und gegen den ehemaligen Präsidenten Assad agiert, der mithilfe Irans und Russlands gegen Islamisten in Syrien gekämpft hatte.

    Auf dem Höhepunkt seiner Macht zwischen den Jahren 2014 und 2017 kontrollierte der Islamische Staat etwa ein Drittel von Syrien und dem Irak, wo er seine extreme Auslegung der islamischen Scharia durchsetzte und für seine schockierende Brutalität bekannt wurde.

    Im Juni berichteten die Medien in der Region, die IS habe versucht, den Sturz Assads auszunutzen, um ein Comeback in Syrien und im benachbarten Irak zu inszenieren.


    Mehr zum Thema – Syrischer Staatschef fordert "Neudefinition" der Beziehungen zwischen Russland und Syrien


    Screenshot_2025_11_02_at_22_16_53_Bericht_Der_syrische_Staatschef_al_Scharaa_wird_Washington_besuchen_RT_DE

    Video https://rumble.com/v70de06-moskau-damaskus-erstes-spitzentreffen-seit-dem-machtwechsel-in-syrien.html Dauer 1:31 Min.


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    02.11.2025

    Wegen der "Tötung von Christen": Trump droht Nigeria mit US-Militärschlägen

    rtnewsde.site, 2 Nov. 2025 09:39 Uhr

    Mit seinen Drohgebärden gegen Venezuela treibt Trump Südamerika bereits in eine gefährliche Lage. Nun hat er auch Nigeria mit einem Militäreinsatz gedroht. Als Grund nannte er die "Tötung von Christen".


    Quelle: AP © Manuel Balce Ceneta


    Präsident Donald Trump spricht zu den Medien, nachdem er am Freitag, dem 31. Oktober 2025, auf dem Weg nach Florida an Bord der Air Force One auf der Joint Base Andrews in Maryland gegangen ist.


    US-Präsident Donald Trump erklärte am Samstag, er habe das Verteidigungsministerium gebeten, sich auf mögliche "rasche" Militäraktionen in Nigeria vorzubereiten, falls das westafrikanische Land nicht gegen "die Ermordung von Christen" vorgeht.

    Die US-Regierung werde außerdem unverzüglich alle Hilfsleistungen und Unterstützung für Nigeria, das bevölkerungsreichste Land Afrikas und führender Ölproduzent, einstellen, erklärte Trump in einem Beitrag auf Truth Social.

    Sollten die Vereinigten Staaten Streitkräfte entsenden, würden diese "mit gezückten Waffen" vorgehen, um die islamistischen Terroristen, die diese schrecklichen Gräueltaten begehen, vollständig auszurotten, schrieb Trump, ohne konkrete Beweise für die schlechte Behandlung von Christen in Nigeria vorzulegen.

    Trump bezeichnete Nigeria als "in Ungnade gefallenes Land" und warnte dessen Regierung, sie müsse schnell handeln. "Wenn wir angreifen, wird es schnell, brutal und süß sein, genau wie die Terroristen unsere GELIEBTEN Christen angreifen!", schrieb er.

    Abuja reagierte nicht sofort auf Trumps Drohung mit militärischen Maßnahmen. Auch das Weiße Haus äußerte sich zunächst nicht zum möglichen Zeitpunkt einer möglichen US-Militäraktion. Worauf sich das Wort "süß" bezog, wurde nicht ganz klar. Vermutlich bezieht sich der Republikaner damit aber auf den erhofften Erfolg der Militäraktion.

    Obwohl das US-Verteidigungsministerium Reuters für eine Stellungnahme zu Trumps Drohung an das Weiße Haus verwies, veröffentlichte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth einen eigenen Beitrag in den sozialen Medien.


    US-Medien: Washington bereitet präzise Militärschläge gegen Venezuela vor





    US-Medien: Washington bereitet präzise Militärschläge gegen Venezuela vor






    "Das Kriegsministerium bereitet sich auf Maßnahmen vor", schrieb Hegseth auf X. "Entweder schützt die nigerianische Regierung die Christen, oder wir töten die islamistischen Terroristen, die diese schrecklichen Gräueltaten begehen."

    Trumps Beitrag zu Nigeria erschien einen Tag, nachdem die US-Regierung das Land wieder auf die Liste der "Länder von besonderer Bedeutung" gesetzt hatte. Auf dieser Liste stehen Länder, die nach Ansicht der USA die Religionsfreiheit verletzen. Auf dieser Liste stehen außerdem China, Myanmar, Nordkorea, Russland und Pakistan.

    Vor der Veröffentlichung von Trumps Drohung hatte der nigerianische Präsident Bola Ahmed Tinubu am Samstag zuvor Behauptungen über religiöse Intoleranz zurückgewiesen und die Bemühungen seines Landes zum Schutz der Religionsfreiheit verteidigt.

    "Die Charakterisierung Nigerias als religiös intolerant spiegelt weder unsere nationale Realität wider, noch berücksichtigt sie die konsequenten und aufrichtigen Bemühungen der Regierung, die Religions- und Glaubensfreiheit aller Nigerianer zu schützen", sagte Tinubu in einer Erklärung und verwies dabei auf "verfassungsrechtliche Garantien zum Schutz der Bürger aller Glaubensrichtungen".

    Die Präsenz des US-Militärs in Westafrika wurde erheblich reduziert, als im vergangenen Jahr etwa 1.000 Soldaten aus Niger abgezogen wurden. Zwar sind manchmal kleine Truppengruppen der USA in der Region stationiert, um an Manövern teilzunehmen, doch die größte US-Militärbasis auf dem Kontinent befindet sich in Ostafrika in Dschibuti, wo über 5.000 Soldaten stationiert sind und von wo aus Operationen in der Region durchgeführt werden.

    Ohne Belege zu nennen, hatte Trump schon am Freitag in seinem Onlinedienst behauptet, Christen stünden in Nigeria einer "existenziellen Bedrohung" gegenüber. "Tausende Christen" würden in dem Land getötet, und "radikale Islamisten" seien "für dieses Massenabschlachten verantwortlich".

    Nigeria, in dem 200 ethnische Gruppen leben, die das Christentum, den Islam und traditionelle Religionen praktizieren, blickt auf eine lange Geschichte friedlicher Koexistenz zurück, hat jedoch auch immer wieder Gewaltausbrüche zwischen den Gruppen erlebt, die oft durch ethnische Spaltungen oder Konflikte um knappe Ressourcen verschärft wurden.

    Die extremistische islamistische bewaffnete Gruppe Boko Haram hat auch den Nordosten Nigerias terrorisiert, eine Rebellion, die in den letzten 15 Jahren Zehntausende Menschen das Leben gekostet hat. Menschenrechtsexperten sagen, dass die meisten Opfer von Boko Haram Muslime waren.


    Mehr zum Thema – Washington Post: Venezuela bittet Russland, China und Iran um militärische Hilfe


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    Video https://rumble.com/v70oe7a-maduro-zu-us-drohungen-niemand-sollte-sich-mit-uns-anlegen.html Dauer 2:24 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://rtnewsde.site/international/260608-wegen-toetung-von-christen-trump/


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