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31.08.2025

Jeffrey Sachs: "NATO hätte bereits 1990 aufgelöst werden sollen"  

freedert.online, 31 Aug. 2025 21:12 Uhr

Die Nordatlantische Allianz wurde als Gegengewicht zur UdSSR geschaffen, meint der renommierte US-Ökonom Jeffrey Sachs in einem Interview. Nach der Auflösung des Warschauer Pakts in den frühen 1990er-Jahren hätte das Bündnis aufhören sollen zu existieren.


Quelle: Gettyimages.ru © Jonathan Ernst / Pool


Symbolbild


Professor Jeffrey Sachs, einer der bekanntesten US-amerikanischen Ökonomen, hat der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti ein Interview gegeben. "Die NATO hätte bereits 1990 aufgelöst werden sollen, als Präsident der UdSSR Gorbatschow den Warschauer Pakt auflöste", meinte der Direktor des Zentrums für nachhaltige Entwicklung an der Columbia University in New York.

Sachs führte hierbei aus:

"Schließlich war die NATO ein Vertrag zur Verteidigung gegen die Sowjetunion, die es heute nicht mehr gibt. In diesem Sinne ist die Bestimmung des Bündnisses definitiv überholt. Es ist zu einem Instrument zur Ausweitung der US-amerikanischen Macht geworden, und das ist nicht, was die NATO sein sollte."


Asien erreicht das, was Europa nicht gelungen ist





Analyse

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Das Gespräch mit Sachs fand im Vorfeld des Östlichen Wirtschaftsforums (EEF) statt, das vom 3. bis 6. September in der russischen Hafenstadt Wladiwostok im Fernen Osten durchgeführt wird. Der US-Ökonom wird bei der Großveranstaltung an einer Sitzung zum Thema "UN-Entwicklungsagenda nach 2030" teilnehmen.

Ein Protokoll zur Beendigung des Warschauer Pakts wurde am 1. Juli 1991 von den Teilnehmerstaaten Bulgarien, Ungarn, Polen, Rumänien, der UdSSR und der Tschechoslowakei in Prag unterzeichnet. Die Organisation des Warschauer Pakts wurde im Mai 1955 gegründet. Sie stellte ein militärisch-politisches Bündnis der UdSSR und osteuropäischer Staaten mit defensivem Schwerpunkt dar. 

In der jüngsten Vergangenheit hat Russland beispiellose Aktivitäten der NATO an seinen Westgrenzen beobachtet. Das Bündnis weitet seine militärischen Initiativen stetig aus und begründet das mit der "Eindämmung der russischen Aggression". Moskau hat mehrfach seine Besorgnis über die Aufstockung der NATO-Kräfte in Europa geäußert.

Zuvor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin in einem Interview mit dem US-amerikanischen Journalisten Tucker Carlson erklärt, dass sein Land nicht die Absicht habe, NATO-Mitgliedsstaaten anzugreifen. Dies habe keinen Sinn, betonte Putin.

Zugleich wies der russische Staatschef darauf hin, dass westliche Politiker der Bevölkerung in ihren Ländern regelmäßig mit einer angeblichen russischen Bedrohung Angst einflößten, um die Menschen von innenpolitischen Problemen abzulenken. "Intelligente Menschen verstehen jedoch ganz gut, dass es sich dabei um einen Fake handelt", betonte Putin.


Mehr zum Thema ‒ Jeffrey Sachs warnt: Die Europäische Union könnte auseinanderbrechen


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Video https://rumble.com/v6ya4r6-ehemaliger-rada-sprecher-parubi-in-lwow-erschossen.html

  Dauer 4:50 Min.



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31.08.2025

Kiews Drohnenagriffe auf Russlands Erdölindustrie – Westen probt totalen Infrastruktur-Krieg

freedert.online, 31 Aug. 2025 19:13 Uhr, Von Dmitri Jewstafjew

Kiew wechselt die Strategie: Statt medialer "Siege" zielen systematische Angriffe auf russische Raffinerien mit westlicher Unterstützung nun auf sozial-politische Destabilisierung. Russland muss reagieren – auch um weitere Eskalation zu vermeiden.


Kiews Drohnenagriffe auf Russlands Erdölindustrie – Westen probt totalen Infrastruktur-KriegQuelle: Sputnik © Jewgeni Bija

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Symbolbild: Russische Soldaten bedienen einen Luftabwehrkomplex.


Es ist einzugestehen, dass die gezielte Serie von Angriffen des Kiewer Regimes auf russische Ölraffinerien trotz der Wirksamkeit der russischen Luftabwehr gewisse Ergebnisse erzielt hat. Die Angriffe sind systematisch und konzentriert, in den vergangenen Monaten wurden über zehn russische Raffinerien als Ziele ausgewählt. Die Folgen sind spürbar, unter anderem durch den Verlust wertvoller Erdölprodukte.

Freilich sind solche Aktionen Kiews de facto eine Anerkennung der eigenen Unfähigkeit, den Kampfverlauf auf dem Schlachtfeld zu wenden. Dies hebt die negative Wirkung der Angriffe allerdings nicht auf.

In der Sprache der Geostrategie formuliert, beobachten wir den Versuch eines Übergangs vom politisch-informationellen Krieg gegen Russland zu einer neuen Art der Konfrontation. Im Modell des politisch-informationellen Krieges besteht die Hauptaufgabe darin, mitunter militärisch und politisch sinnlose, aber medienwirksame und aufsehenerregende Ergebnisse zu erzielen. Diese können dann den westlichen Geldgebern als Beweis für die Handlungsfähigkeit der Regierung in Kiew und eine angebliche Möglichkeit verkauft werden, Russland in Zukunft eine entscheidende Niederlage zuzufügen.

Diese Zeiten sind längst vorbei. Kiew geht zu einem sozial-politischen Krieg über, der auf die Destabilisierung der Lage in der Russischen Föderation abzielt. Dabei sollen Elemente sozialer Unzufriedenheit innerhalb der russischen Gesellschaft erzeugt werden, was nach Vorstellung der Ukraine den gesellschaftlichen Zusammenhalt um die Aufgaben der Spezialoperation erschweren soll. Beachten wir, wie das Thema eines angeblichen Treibstoffmangels auf der Krim hochgespielt und ausgerechnet mit den Angriffen auf Raffinerien in Verbindung gebracht wurde. Imageverluste und sogar Kritik westlicher Staaten kümmern Wladimir Selenskij nicht besonders. Das zeigte er mit seiner unverschämten Reaktion auf die Erklärungen der Slowakei und Ungarns anlässlich der Angriffe auf die Druschba-Pipeline.

Ein solcher Strategiewechsel markiert wahrscheinlich eine ernste Wende in der Stimmungslage nicht nur beim Kiewer Regime, sondern auch bei seinen Geldgebern und ist der Einsicht verbunden, dass in der Konfrontation mit Russland kein Sieg zu erreichen ist. Das bedeutet nicht, dass Kiew und seine Gönner zu einem sachlichen Gespräch über die Bedingungen eines Friedensabkommens bereit sind. Vielmehr bedeutet das, dass sie auf die Erzeugung einer sozial-politischen Destabilisierung innerhalb Russlands setzen. Ihrer Vorstellung nach soll dies Russlands Führung dazu zwingen, auf das vollständige Erreichen der Ziele der Militäroperation zu verzichten.


Hat die Ukraine gerade Ungarn den Krieg erklärt?





Meinung

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Das von Kiew eingesetzte Modell der Kriegführung gegen Russland ist nicht neu. Die Ausschaltung von Raffinerien und Objekten der Treibstoffinfrastruktur wurde wiederholt sowohl von sowjetischen als auch von US-amerikanischen Fachleuten als eines der Instrumente der direkten militärischen Konfrontation zwischen Russland und den USA beschrieben, das gleichzeitig eine nukleare Eskalation vermeidet.

Besonders hervorzuheben ist Andrei Afanasjewitsch Kokoschin, der mehrfach auf die Erdölverarbeitung als einen Faktor der strategischen Verwundbarkeit selbst der größten Staaten hingewiesen hat. Die Idee, nicht nur die Logistik des Gegners, sondern auch sein soziales System zu lähmen, ist eine der Grundlagen der US-Strategie des "begrenzten Krieges" aus der Zeit des Kalten Krieges. Dabei wurde sie, entgegen zahlreichen Behauptungen, in ihrer komplexen Form zu jener Zeit niemals angewendet.

Zusammen mit typisch "britischen" Methoden der Sabotage und des Terrors, darunter persönlichen Terrors, beobachten wir einen komplexen Versuch, das Schlachtfeld der Spezialoperation grundsätzlich zu verändern und es auf das gesamte Russland auszudehnen. Das neue Modell wird sich kaum nur auf Angriffe auf Raffinerien oder sogar nur auf Objekte der Energie- und Transportinfrastruktur beschränken. Die Kuratoren des Kiewer Regimes in Washington und London werden sicher versuchen, die Konfrontation zu verschärfen, indem sie bereits zuvor durchaus legitimierte Sabotage- und Terroraktionen hinzufügen. Dennoch sind systematische Angriffe auf Raffinerien und Objekte der Öl- und Gasinfrastruktur das "Herzstück" der neuen Strategie.

Die Bekämpfung dieser Bedrohung muss zur Priorität werden.

An dieser Stelle werden wir zahlreiche Fragen dem Ermessen der Fachleute überlassen und heben drei Hauptrichtungen für die Bekämpfung dieser neuen westlichen Strategie hervor.

Erstens ist es äußerst notwendig, einen neuen Rechtsstatus für kritisch wichtige Objekte festzulegen, vor allem Raffinerien, selbst wenn sie sich formell Privateigentum sind.

Dies ist ein großer Fragenkomplex, der unter anderem ein Verbot der Foto- und Videoaufnahme solcher Objekte, Beschränkungen der Weitergabe von Informationen über die Objekte an "Partner", darunter ausländische Aktieninhaber, sowie die Festlegung des Rechtsstatus von "Sicherheitszonen" um diese Objekte betrifft. Besonders wichtig ist, Verantwortungsbereiche für die Aufrechterhaltung des festgelegten Schutzgrads der Objekte zwischen Staat und den Eigentümern klar abzugrenzen. Im Übrigen ist die Fähigkeit der Wirtschaft, in Sicherheit und Schutz von Objekten wie Raffinerien zu investieren, ohne die gesamte Verantwortung auf den Staat abzuwälzen, ein geeigneter Filter, um staatlich verantwortungsbewusste Unternehmen zu identifizieren.


Kiews Drohnenangriffe bestätigen Moskaus Standpunkt





Analyse

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Zweitens ist es notwendig, ein mehrstufiges Luftabwehrsystem aufzubauen. Unter anderem sollen die Erfahrungen der Kombination von Luftabwehr auf Landes-, Front- und Objektebene, die in der Zeit des Kalten Krieges gesammelt wurden, studiert und an heutige Bedingungen angepasst werden. Sicher sind nicht alle gesammelten Erfahrungen unter den heutigen Bedingungen verwertbar, zumal auch in jener Zeit nicht alle Probleme in diesem Bereich gelöst wurden. Doch viele organisatorische Lösungen sind auch heute durchaus anwendbar.

Offensichtlich ist die Hauptsache: Eine Bekämpfung des neuen gegen uns gerichteten Kriegsmodells ist im Rahmen der alten Struktur, de facto einer Struktur der Friedenszeit und lokaler Kriege, nicht möglich. Strukturelle Entscheidungen aufzuschieben, bedeutet, den Gegner zu einer Intensivierung der Angriffe zu ermutigen.

Drittens ist es notwendig, Möglichkeiten des "Zivilschutzes" zu stärken und dabei in die Abwehr von Angriffen auf gefährdete Objekte Organisationen einzubeziehen, die sich als patriotisch bezeichnen. Selbstverständlich sollen die Mitglieder dieser Organisationen dabei eine Ausbildung und einen bestimmten Rechtsstatus erhalten.

Vergessen wir nicht die berühmte "Örtliche Luftverteidigung" aus der Zeit des Großen Vaterländischen Krieges, in deren Einheiten damals auch berühmte Künstler, Musiker und Schriftsteller Dienst taten. Es scheint, dass die Abwehr von Angriffen des Kiewer Regimes auf Objekte, deren Sicherheit das soziale Wohlbefinden breiter Schichten der russischen Gesellschaft betrifft, eine durchaus würdige Art und Weise ist, den patriotischen Anspruch einiger medienwirksamer Strukturen, die für sich die Rolle einer "Lokalverwaltung" beanspruchen, in der Praxis zu überprüfen. Auch ist dies ein gutes Betätigungsfeld für Erfahrungen von Veteranen der Spezialoperation.

Um das schwierige Thema abzuschließen, sei festgestellt: Die Ukraine ist für den Westen ein Testgelände zur Vorbereitung eines "großen Krieges" gegen Russland und China. Der Westen erprobt neue Methoden, um seine Ziele auf effektive, vor allem aber kostengünstige Weise zu erreichen. Die USA, Großbritannien und eine Reihe anderer Länder bereiten offensichtlich eine neue Generation weitreichender, schwer zu ortender Waffen vor. Die Ukraine ist für sie bereits zu einem "Reißbrett" geworden und könnte in naher Zukunft zu einem "Testgelände" werden. Unter diesen Bedingungen werden Ausarbeitung und Einsatz von Mechanismen zur Bekämpfung neuer Instrumente der westlichen Kriegsführung weitgehend zum Bestandteil der Prävention eines großen europäischen Krieges werden, von dem Euroatlantiker schwärmen.

Übersetzt aus dem Russischen. Dieser Artikel wurde am 28. August speziell für RT verfasst.

Dmitri Jewstafjew ist ein russischer Politologe und Amerikanist. Er ist Doktor der Politikwissenschaften und lehrt am Institut für Medien der Wirtschaftshochschule Moskau. Jewstafjews Spezialgebiete sind militärpolitische Fragen der nationalen Sicherheit Russlands, der Außen- und der Militärpolitik der USA sowie der regionalen Probleme der Kernwaffen-Nichtverbreitung. Er ist Mitverfasser wissenschaftlicher Monografien und zahlreicher Artikel.


Mehr zum Thema: Der Dritte Weltkrieg läuft bereits – Nicht jeder hat es begriffen


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Video https://rumble.com/v6y4670-bundesregierung-schweigt-zu-ukrainischen-angriffen-auf-druschba-pipeline.html Dauer 5:42 Min.


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31.08.2025

Axios: Aus Sicht der USA blockiert die EU einen Frieden in der Ukraine

freedert.online, 31 Aug. 2025 12:32 Uhr

Einige europäische Staatschefs "handeln weiter in einem Märchenland", sagte ein anonymer Mitarbeiter des Weißen Hauses dem Nachrichten-Portal Axios. Ihre Weigerung, die Lage realistisch zu betrachten, werde dazu führen, dass sie sich selbst eine Niederlage bereiten.


Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Aaron Schwartz / Pool via


Treffen von Trump mit Selenskij und EU-Vertretern, 18.08.2025


Das Weiße Haus glaubt, dass gewisse europäische Regierungen still die Bemühungen untergraben, den Ukraine-Konflikt zu beenden, indem sie Kiew ermutigen, weiter auf unrealistischen Forderungen zu beharren, auch wenn sie öffentlich die Friedensinitiative von Präsident Donald Trump zu unterstützen scheinen, berichtete Axios.

Mitarbeiter der Trump-Regierung seien zunehmend frustriert durch das, was sie die "maximalistische" Position der EU nennen, und durch deren Erwartungen, dass Washington die Last schultern solle, während sie selbst wenig beitrügen, schrieb das Portal am Samstag.


Kiew nutzt Staatsgebiet von NATO-Staaten für Drohnenangriffe gegen Russlands tiefes Hinterland




Meinung

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"Die Europäer werden diesen Krieg nicht verlängern und unvernünftige Erwartungen einschmuggeln können, während sie erwarten, dass Amerika die Kosten trägt", sagte ein anonymer US-Beamter. "Wenn Europa diesen Krieg eskalieren will, ist das ihre Sache. Aber sie werden hoffnungslos die Niederlage aus den Klauen des Sieges reißen."

"Einige der Europäer arbeiten weiter in einem Märchenland, das die Tatsache ignoriert, dass es zwei braucht, um Tango zu tanzen", sagte eine andere anonyme Quelle.

Trump traf sich diesen Monat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Alaska und begrüßte später den ukrainischen Regierungschef Wladimir Selenskij in Washington. Er drängte eher auf einen dauerhaften Frieden als auf eine Waffenruhe, und drohte auch, sowohl gegen die Ukraine als auch gegen Russland Zölle und Sanktionen zu verhängen, sollten sie in den Gesprächen keine ernsthaften Fortschritte machen.

Trumps Frustration sowohl mit Kiew als auch mit der EU ist auch nach Bericht des The Atlantic in den letzten Tagen gewachsen, der berichtete, der Präsident sehe nun die Ukraine und ihre europäischen Unterstützer als Hindernisse auf dem Weg eines verhandelten Friedens. In privaten Gesprächen habe Trump wiederholt seine Unzufriedenheit mit Selenskijs Unwillen geäußert, Zugeständnisse zu erwägen, und mit der Weigerung der EU, das zu unterstützen, was für das Weiße Haus ein "realistisches" Ergebnis sei.

"Er will, dass es vorbei ist. Es ist fast unwichtig, wie", sagte ein führender Mitarbeiter zu The Atlantic, und fügte hinzu, Trump habe die Ukraine gedrängt, "etwas Flexibilität zu zeigen".


"Signal gegen Russland" – Merz, Macron und Tusk beim Unabhängigkeitstag Moldawiens





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Moskau besteht schon lange auf einem Friedensabkommen, das die dem Konflikt zugrundeliegenden Ursachen beseitigt. Es hatte die Erhaltung der Neutralität der Ukraine gefordert, ein Fernbleiben aus der NATO und anderen Militärbündnissen, eine Demilitarisierung und Entnazifizierung und die Akzeptanz der neuen territorialen Realität, darunter der Status der Krim, von Donezk, Lugansk, Cherson und Saporoschje als Teil Russlands – Gebiete, die 2014 und 2022 in Referenden beschlossen hatten, sich dem Land anzuschließen.


Mehr zum Thema – Witkoff: USA streben Beendigung des Ukraine-Konflikts bis Jahresende an


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Video https://rumble.com/v6y9p34-worber-soll-man-reden-poljanski-zweifelt-an-einem-treffen-zwischen-putin-un.html Dauer 2:47 Uhr


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31.08.2025

Der Irrtum des Fjodor Lukjanow

freedert.online, 31 Aug. 2025 06:15 Uhr, Von Pierre Lévy

Kürzlich wurde die offizielle Fassung des Handelsabkommens zwischen den USA und der EU veröffentlicht. Auch wenn vielfach Kritik daran geäußert wurde, dass die Brüsseler Verhandlungsführer es versäumt haben, "europäische Interessen" zu verteidigen, liegt das Problem eher darin, dass es keine europäischen Interessen gibt.


Der Irrtum des Fjodor LukjanowQuelle: Legion-media.ru


Vor Kurzem – am 21. August – wurde die schriftliche und offizielle Fassung des am 31. Juli zwischen US-Präsident Donald Trump und der Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen ausgehandelten umfassenden Handelsabkommens veröffentlicht. "Abkommen" ist hier eigentlich der falsche Begriff: Selbst die üblichen Befürworter der EU beklagten, dass es sich bei dem Text in Wirklichkeit um ein Diktat Washingtons handele, ohne dass die EU irgendwelche Gegenleistungen erhalte.

Der Inhalt? Die meisten Waren, die die Mitgliedstaaten in die USA exportieren, werden mit einem Zollsatz von 15 Prozent belegt. Man erinnere sich, dass Brüssel noch zu Beginn des Sommers darauf bestanden hatte, einen niedrigen Zollsatz durchsetzen zu können, der auf jeden Fall unter den vom Vereinigten Königreich ausgehandelten zehn Prozent liegen sollte. Gestärkt durch ihre "450 Millionen Verbraucher", wiederholten die 27 Mitgliedstaaten, dass sie "gemeinsam stärker" seien, und versprachen, zu beweisen, dass der Brexit eine schlechte Entscheidung gewesen sei und sich zum Nachteil entwickelt habe ...


Dunkle Wolken über dem Trump-von der Leyen Jahrhundert-Deal




Analyse

Dunkle Wolken über dem Trump-von der Leyen Jahrhundert-Deal






Unter den zahlreichen betroffenen Branchen berichtete die französische Presse über die Bestürzung der Wein- und Spirituosenhersteller. Diese hatten gehofft, dass die Kommission bei Uncle Sam eine milde Ausnahmeregelung erreichen würde; doch daraus wurde natürlich nichts. In Deutschland fand diese Information hingegen keine besondere Beachtung. Und das aus gutem Grund: Vor allem Bordeaux, Champagner und Cognac werden die Folgen zu spüren bekommen.

Dieses Beispiel ist zwar punktuell, aber keineswegs anekdotisch. Es verdeutlicht perfekt, dass innerhalb der 27 Mitgliedstaaten völlig unterschiedliche, manchmal sogar gegensätzliche Interessen bestehen. Dies zeigt sich auch, in größerem Maßstab, bei den Meinungsverschiedenheiten über das Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur (fünf südamerikanische Länder). Einige Hauptstädte, darunter Berlin, haben sich dafür vehement eingesetzt. Andere, wie Paris, fürchten nun die Auswirkungen. Vereinfacht gesagt: Deutsche Autos können sich Marktanteile in Brasilien oder Argentinien sichern, im Gegenzug werden diese Länder den französischen Landwirten (Fleisch, Getreide, ...) harte Konkurrenz machen.

Zwei Gründe werden angeführt, um die Kapitulation von der Leyens und ihres Teams vor Trump zu erklären. Der erste wird von der Europäischen Kommission selbst vertreten: Ein Abkommen mit 15 Prozent begrenze den Schaden im Vergleich zu einer Situation, in der das Weiße Haus ohne Kompromisse einseitig Zölle in Höhe von 30 Prozent eingeführt hätte. Ein zweiter Grund wird unter den US-hörigsten Ländern hinter vorgehaltener Hand genannt: Es sei wirklich nicht der richtige Zeitpunkt gewesen, "Daddy" Trump zu verärgern (so der Generalsekretär der NATO, der ehemalige niederländische Ministerpräsident Mark Rutte), während Brüssel mehr denn je befürchtet, dass er die Ukraine fallen lassen könnte.


Europa unterwirft sich Washington und bekommt im Gegenzug – nichts




Analyse

Europa unterwirft sich Washington und bekommt im Gegenzug – nichts






Das Wesentliche liegt jedoch woanders: Die Brüsseler Verhandlungsführer – die Kommission hat das Monopol für Handelsverhandlungen, von denen die Mitgliedstaaten ausgeschlossen sind – haben es einfach versäumt, die "europäischen Interessen" zu verteidigen ... Ganz einfach, weil es keine europäischen Interessen gibt. Es gibt deutsche Interessen, französische Interessen, italienische Interessen, polnische Interessen. Aber das Konzept der "europäischen Interessen" ist bedeutungslos.

Das gilt für den Handel, wie bereits erwähnt. Das gilt für die Wirtschaft: Was haben beispielsweise Irland, das sein Modell auf Steuergeschenken an multinationale Technologiekonzerne (Google, Amazon, Microsoft, Apple, ...) aufgebaut hat, und die Slowakei gemeinsam, die von der Zulieferindustrie für die Automobilindustrie lebt?

Das gilt auch für die Außenpolitik und die Verteidigung. Als einziger Mitgliedstaat mit nuklearer Abschreckung hat Frankreich zwangsläufig einen anderen Ansatz als seine Nachbarn. Und was haben die Entscheidungen Polens – bestimmt von einer krankhaften Russophobie, die seine Militärausgaben in die Höhe treibt – mit Slowenien gemeinsam, das sich nicht vor einer "bevorstehenden Aggression" fürchtet und dessen Armee eher unbedeutend ist?

Das Gleiche gilt für die Energiepolitik (der strukturelle "Energiemix" unterscheidet sich von Land zu Land erheblich) oder die Migrationspolitik (die historische Kultur und Demografie variieren stark) und viele andere Bereiche. Angesichts dieser divergierenden, ja sogar widersprüchlichen Interessen glauben die proeuropäischen Ideologen, ein letztes Argument ins Feld führen zu können: Die "europäische Familie" sei durch ihre "Werte" vereint. Die implizite Botschaft lautet: Die anderen sind weniger zivilisiert als wir ...


Französischer Politiker: Brüssel kann nicht im Namen aller EU-Länder mit USA verhandeln





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Die Unmöglichkeit, "europäische Interessen" zu definieren, ist ein grundlegender Punkt. Er verdient eine Debatte, wie beispielsweise eine aktuelle Analyse des renommierten russischen Geopolitologen Fjodor Lukjanow zeigt. Dieser verspottet – zu Recht – die Fähigkeit der europäischen Staats- und Regierungschefs, gegenüber dem US-Präsidenten nachzugeben und sich zu demütigen; er postuliert jedoch die Existenz "europäischer Interessen", die, wie er anmerkt, von den betreffenden europäischen Führern nur schlecht identifiziert und verteidigt würden.

Dieser Ansatz beruht implizit auf einer scheinbaren "Evidenz", die jedoch falsch ist: Die natürliche Entwicklung der Welt führe zwangsläufig zur Bildung großer Blöcke, in denen sich mittelgroße oder kleine Staaten zusammenschließen, deren geografische Nachbarschaft zu Interessenkonvergenzen führten.

Nichts belegt die Stichhaltigkeit einer solchen These. Im Gegenteil, die Geschichte der europäischen Integration hat ihre Wurzeln in Wirklichkeit ganz woanders: im Willen der westlichen Führungskasten, die Völker von den großen politischen Entscheidungen fernzuhalten. Die rechtlich-politische Maschinerie der EU wurde daher mit einem Ziel aufgebaut: dass Entscheidungen auf Ebenen getroffen werden, auf denen die Demokratie – die ihrem Wesen nach nur national sein kann – keinen Einfluss hat. Kurz gesagt, auf dem Raub der Volkssouveränität.

Natürlich und glücklicherweise kann es öfter vorkommen, dass Länder gemeinsame Interessen haben. Eine enge Zusammenarbeit ist dann willkommen. Aber dafür muss man nicht gleich einen Superstaat mit den dazugehörigen Institutionen gründen. Denn diese Kooperationen müssen variabel und flexibel sein und nicht unbedingt auf geografischer Nachbarschaft beruhen.


"Erfolg": Für wen? – Trump und von der Leyen schließen Zoll-Deal



"Erfolg": Für wen? – Trump und von der Leyen schließen Zoll-Deal






Diese Annäherungen können objektive Interessen widerspiegeln, aber auch kulturelle Nähe. Frankreich hat beispielsweise weit weniger mit Estland gemeinsam, das zwar Mitglied der EU ist, für die meisten Franzosen aber fast so exotisch ist wie Papua-Neuguinea, als mit Algerien (das nicht zur EU gehört), zu dem es erhebliche menschliche, historische und sprachliche Verbindungen unterhält.

Anstelle der Bildung großer Blöcke, die die nationale Souveränität einschränken oder sogar auslöschen, liegt die Zukunft – oder sollte sie zumindest liegen – in der Vervielfachung flexibler und umfassender Kooperationen. Und das nicht nur im Interesse von Bordeaux, Cognac und Champagner ...


Mehr zum Thema - Theater und Neurose: USA erniedrigen Europa vor aller Augen


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Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/h79584xfv3zzxdc8/Theater_und_Neurose_USA_erniedrigen_Europa_vor_aller_Augen9xrwb.mp3 Dauer 8:21 Min.


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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31.08.2025

Keine Spur von Einigkeit Streit beim Treffen der EU-Außenminister über die Ukraine und Israel

anti-spiegel.ru, 31. August 2025, 07:00 Uhr,  von Anti-Spiegel

Am Samstag fand ein Treffen der EU-Außenminister statt, bei dem Streitpunkte innerhalb der EU so offen zu Tage getreten sind, wie selten zuvor.

Wer am Samstagabend auf Google Nachrichten über das Treffen der EU-Außenminister in Dänemark suchte, der fand auf Deutsch nur wenige Meldungen. Anscheinend wollen deutsche Medien ihren Lesern und Zuschauern nicht breit berichten, wie sehr die EU bei den Themen Israel und Russland/Ukraine, um die es bei dem Treffen ging, zerstritten ist. Entscheidungen konnten jedenfalls keine getroffen werden.

Israel

In der EU mehren sich Stimmen, die Israel in irgendeiner Form wenigstens symbolisch für seinen Völkermord in Gaza betrafen wollen, der an Brutalität, Zynismus und Kaltblütigkeit inzwischen wohl alles übertrifft, was die Welt seit dem Zweiten Weltkrieg gesehen hat. Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, als symbolische Maßnahme die Beteiligung Israels an einem Forschungsprogramm aussetzen, aber natürlich war die deutsche Regierung dagegen.

Daher war EU-Chefdiplomatin Kallas vor dem Treffen auch pessimistisch und sagte vor dem Treffen, die EU-Länder seien in der Frage gespalten und nicht bereit, wegen der Katastrophe im Gazastreifen auch nur die mildesten Sanktionen gegen Israel zu verhängen:

„Ich bin nicht sehr optimistisch, was Sanktionen gegen Israel angeht, denn selbst bei den sehr sanften Vorschlägen der Europäischen Kommission, wie dem Ausschluss Israels vom EU-Forschungsprogramm Horizon, gibt es keinen Kompromiss. Wir werden heute definitiv keine Entscheidungen treffen. Das signalisiert, dass wir gespalten sind und nicht mit einer Stimme sprechen.“

Und natürlich gab es keine Entscheidung und die EU lässt die israelische Armee weiterhin ungehindert Palästinenser massakrieren. Bei der von Israel angekündigten Eroberung von Gaza-Stadt wird bekanntlich ein Blutbad unter der Zivilbevölkerung erwartet.

Eingefrorene russische Vermögenswerte

Die EU leidet unter Geldnot für die Unterstützung der Ukraine, weshalb die Diskussion über die Enteignung der in der EU eingefrorenen russischen Vermögenswerte weitergeht. Die EU findet seit drei Jahren keinen legalen Weg, die russischen Gelder einzuziehen. Und es illegal zu tun, würde das Vertrauen in den Finanzplatz Europa so sehr erschüttern, dass er wahrscheinlich auf einen Schlag tot wäre. Hinzu kommen weitere Probleme, die vor allem Belgien betreffen würden, das sich daher besonders aktiv gegen eine Konfiszierung der russischen Vermögenswerte sträubt.

Dass die EU-Länder vor einem „enormen Mangel an Mitteln“ zur Finanzierung der Ukraine im Jahr 2026 stehen, gab auch Kallas nach dem Treffen der EU-Außenminister zu. Viele EU-Länder wollten daher die Enteignung russischer Vermögenswerte erreichen, so Kallas:

„Ja, es stimmt, dass viele Minister heute betont haben, dass wir einen enormen Mangel an Mitteln zur Finanzierung der Ukraine haben. Aber wir müssen auch die klare politische Realität sehen: Belgien und eine Reihe anderer EU-Länder wollen nicht über die sofortige Beschlagnahmung der Vermögenswerte sprechen.“

Kallas, die die Idee der Enteignung der Vermögenswerte aktiv unterstützt, fügte hinzu, dass dafür nun einmal eine einstimmige Entscheidung nötig sei uns sie sagte, dass viele EU-Länder Belgien eine Teilung der Risiken zugesagt hätten, denn die russischen Vermögenswerte in Höhe von 210 Milliarden Euro, die auf der Plattform Euroclear liegen, fallen in den Zuständigkeitsbereich Belgiens.

Belgien befürchtet, dass Moskau, sobald die russischen Vermögenswerte illegal enteignet werden, umgehend eine Reihe von Gegenklagen in den Ländern der Welt einleiten wird, die nicht vom Westen kontrolliert werden. In diesem Fall würden die belgischen Vermögenswerte im Ausland zugunsten Russlands beschlagnahmt, da Belgien juristisch für diese Enteignung verantwortlich wäre.

Daher haben EU-Staaten wieder keine Entscheidung über die Enteignung der russischen Vermögenswerte getroffen, sie haben sich aber darauf geeinigt, diese erst zurückzugeben, wenn Moskau der Ukraine den gesamten Schaden für die Ukraine bezahlt habe, fügte Kallas hinzu:

„Es besteht völlige Übereinstimmung darüber, dass die Vermögenswerte erst dann an Russland zurückgegeben werden, wenn der Schaden für die Ukraine vollständig ausgeglichen ist. Wir haben darüber gesprochen, wie wir diese Vermögenswerte aktiver zur Unterstützung der Ukraine einsetzen können.“

Kallas sprach sich erneut für die Beschlagnahmung der russischen Vermögenswerte aus und meinte, die Märkte würden auf die Diskussion über deren Schicksal gelassen reagieren, sodass die finanzielle Stabilität des Euro nicht gefährdet sei, wie Belgien, Italien und andere EU-Länder befürchten. Die Gespräche über die Vermögenswerte würden „im nächsten Monat fortgesetzt“, fügte sie hinzu.

Der belgische Außenminister hatte sich kategorisch gegen deren Enteignung ausgesprochen. Er betonte, dass die Einnahmen aus der Reinvestition dieser Vermögenswerte bereits als Garantien für die schon an die Ukraine vergebenen G7-Kredite mit Rückzahlung im Jahr 2040 zugesagt worden seien. Er betonte, Belgien sei für die Verwendung der Einnahmen aus diesen Vermögenswerten, die Belgien durch eine dafür extra eingeführte Steuer von fast hundert Prozent auf die Einnahmen aus den russischen Vermögenswerten einzieht und an die EU überweist. Er forderte seine Kollegen auf, „nicht die Gans zu schlachten, die goldene Eier legt“.

Ungarn vs. Ukraine

Ungarn blockiert weiterhin die Bereitstellung von sechs Milliarden Euro Militärhilfe für die Ukraine aus der Europäischen Friedensfaszilität. Laut dem ungarischen Außenminister Peter Szijjarto ist die ungarische Regierung dagegen, dass dieser EU-Mechanismus zur Finanzierung der ukrainischen Armee genutzt wird.

Nach dem Treffen sagte er, er sei beim Treffen der EU-Außenminister in Kopenhagen „starkem Druck ausgesetzt gewesen, mehr als sechs Milliarden Euro aus der Europäischen Friedensfaszilität für die Bewaffnung der Ukraine bereitzustellen“. Szijjarto sagte jedoch, die Regierung werde „nicht zulassen, dass das Geld des ungarischen Volkes zur Bewaffnung und Finanzierung der ukrainischen Armee verwendet wird“. Deshalb würde Ungarn die Verwendung von europäischen Steuergeldern aus der Europäischen Friedensfaszilität dafür nicht unterstützen.

Ungarn und die Ukraine liegen schon lange im Streit, worüber ich in den letzten Tagen immer wieder berichtet habe. Daher ist es wenig überraschend, dass Budapest derzeit praktisch alle Beschlüsse der EU zur Ukraine blockiert.

Das gilt auch für den Beginn der Beitrittsverhandlungen der Ukraine zur EU. Die EU-Kommission möchte diese Gespräche beginnen, aber Ungarn blockiert das bisher. Und auch dieses Mal sagte der ungarische Außenminister, Ungarn werde der EU die Eröffnung der Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine nicht gestatten, um einen übereilten Beitritt zu verhindern.

Er erklärte, er habe bei dem Treffen erneut unter starkem Druck gestanden, Ungarn zur Zustimmung zum beschleunigten Beitritt der Ukraine zur EU zu bewegen. Budapest lehne das jedoch weiterhin ab, da dieser Schritt die europäische Wirtschaft zerstören und zu einem militärischen Konflikt mit Russland führen würde.

Nachdem Ungarn seit Monaten die Beitrittsverhandlungen blockiert, haben Medien diese Woche jedoch unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, US-Präsident Donald Trump habe den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán zu einer Abschwächung seiner Haltung in dieser Frage bewegen können.

Daher waren die Äußerungen des ungarischen Außenministers mit Spannung erwartet worden. Er hat sich gegen die Aufnahme der Gespräche über die Hauptkapitel des Beitrittsprozesses ausgesprochen, was manche Beobachter vermuten lässt, Ungarn könnte zumindest bei den Nebenkapiteln kompromissbereiter sein.

Die EU will einen langen Krieg

Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto sagte nach dem Treffen auch, das Treffen habe gezeigt, dass die meisten EU-Länder auf eine langfristige Fortsetzung des Krieges in der Ukraine setzen:

„Das heutige Treffen der Außenminister hat deutlich gezeigt, dass Brüssel und ein erheblicher Teil der EU-Mitgliedstaaten sich auf eine lange Fortsetzung des Krieges vorbereiten. Brüssel und die meisten EU-Länder sind möglicherweise nicht am Erfolg des Friedensprozesses interessiert. Brüssel und die meisten EU-Mitgliedstaaten sind bereit, der Ukraine weitere zehn Milliarden Euro aus den Mitteln der europäischen Völker für den Kauf von Waffen und den Unterhalt der ukrainischen Armee zu überweisen. Sie wollen Dutzende Milliarden Euro ausgeben, um ukrainische Soldaten zu bezahlen, Drohnen für die Ukrainer zu kaufen und den ukrainischen Staat zu führen.“

Info: https://anti-spiegel.ru/2025/streit-beim-treffen-der-eu-aussenminister-ueber-die-ukraine-und-israel/ 


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

31.08.2025

Jeffrey Sachs: Europa in der Falle - warum ist Russland eigentlich der Feind?

seniora.org, 31. August 2025, Von Jeffrey Sachs 28.08.2025 - übernommen von berliner-zeitung.de (evtl. doppelt vohanden)

Deutschland sollte sich nicht Russland und China zum Feind machen, während die USA Europa attackieren und sogar mit einem Krieg um Grönland drohen.


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Die Europäer warten in einem Nebenraum, während Trump mit Putin telefoniert.IMAGO/DANIEL TOROK


(Red.) Der amerikanische Ökonom Professor Jeffrey Sachs ist nicht irgendwer. Er beriet unmittelbar nach den geopolitischen Veränderungen in Osteuropa Anfang der 1990-er Jahre erfolgreich die polnische Regierung bei der Umstellung der Wirtschaft auf die neuen ökonomischen Verhältnisse. Auch die russische Regierung unter Jelzin wandte sich an ihn, wobei die amerikanische Regierung im Gegensatz zu Polen alles dafür tat, dass ein Erfolg nicht eintreten konnte.
Jeffrey Sachs beriet auch über viele Jahre die UNO bei wirtschaftspolitischen Fragestellungen. Das Wort des Mannes hat also Gewicht in der Welt. 
Im Februar 2025 sprach er auf Einladung des ehemaligen UNO-Beamten Michael von der Schulenburg vor dem Europaparlament. Er analysierte die aktuelle politische Situation in einer sehr emotionalen Rede. Die Textfassung der Rede findet sich hier
Wenn Sachs nun vor wenigen Tagen praktisch als Nachhall zu seiner Februar-Rede konkrete Vorschläge für eine mögliche neue europäische Politik folgen lässt.  so ist das nur konsequent und sehr zu begrüßen. Allerdings geht Sachs nicht darauf ein, dass es zur Umsetzung dieser von ihm detailliert vorgeschlagenen neuen europäischen Politik auch neues politisches Personal braucht. Die an der Macht befindlichen Figuren kommen dafür nicht im Mindesten in Frage. Und da weithin kein anderes Personal in Sicht ist, ist guter Rat teuer. Professor Sachs weiß das auch, er hat es immer wieder in verschiedenen Interviews thematisiert. Es bleibt sehr zu hoffen, dass seine Vorschläge eine breite Resonanz finden und dazu beitragen werden, die Menschen aufzurütteln, bevor es zu spät sein wird. Es ist allerhöchste Zeit.(rbz)

Unter dem Titel „Eine neue Außenpolitik für Europa“ veröffentlichte der Ökonom und Diplomat Jeffrey Sachs im Horizons Magazine, Sommer 2025, Ausgabe 31, eine grundlegende Analyse des geopolitischen Dilemmas, in dem sich Deutschland und Europa befinden. Wir [Berliner-Zeitung] bringen die Analyse mit freundlicher Genehmigung von Professor Sachs auf Deutsch. 

Die Europäische Union braucht eine neue Außenpolitik, die auf den wahren Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen Europas basiert. Europa befindet sich derzeit in einer selbst geschaffenen Wirtschafts- und Sicherheitsfalle, die durch seine gefährliche Feindseligkeit gegenüber Russland, sein gegenseitiges Misstrauen gegenüber China und seine extreme Verwundbarkeit gegenüber den Vereinigten Staaten gekennzeichnet ist.

Die europäische Außenpolitik wird fast vollständig von der Angst vor Russland und China bestimmt   – was zu einer sicherheitspolitischen Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten geführt hat. Die Unterwürfigkeit Europas gegenüber den USA rührt fast ausschließlich von seiner übergeordneten Angst vor Russland her, einer Angst, die durch die russophoben Staaten Osteuropas und eine falsche Darstellung des Ukraine-Krieges noch verstärkt wurde.

Ausgehend von der Überzeugung, dass Russland ihre größte Sicherheitsbedrohung darstellt, ordnet die EU alle anderen außenpolitischen Fragen   – Wirtschaft, Handel, Umwelt, Technologie und Diplomatie   – den Vereinigten Staaten unter.

Ironischerweise hält sie eng an Washington fest, obwohl die Vereinigten Staaten in ihrer eigenen Außenpolitik gegenüber der EU schwächer, instabiler, unberechenbarer, irrationaler und gefährlicher geworden sind   – sogar so weit gehend, die europäische Souveränität in Grönland offen zu bedrohen. Um eine neue Außenpolitik zu gestalten, muss Europa die falsche Annahme seiner extremen Verwundbarkeit gegenüber Russland überwinden.

Das Narrativ von Brüssel, der NATO und Großbritannien besagt, dass Russland von Natur aus expansionistisch ist und Europa überrennen wird, wenn sich die Gelegenheit bietet. Die sowjetische Besetzung Osteuropas von 1945 bis 1991 soll diese Bedrohung heute verdeutlichen. Dieses falsche Narrativ missversteht das russische Verhalten in Vergangenheit und Gegenwart grundlegend.

Der erste Teil dieses Essays zielt darauf ab, die falsche Annahme zu korrigieren, dass Russland eine ernste Bedrohung für Europa darstellt. Der zweite Teil blickt voraus auf eine neue europäische Außenpolitik, sobald Europa seine irrationale Russophobie überwunden hat.

Die falsche Prämisse des russischen Westimperialismus

Die europäische Außenpolitik basiert auf der angeblichen Sicherheitsbedrohung Europas durch Russland. Doch diese Prämisse ist falsch. Russland wurde in den letzten zwei Jahrhunderten wiederholt von den großen westlichen Mächten (insbesondere Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den Vereinigten Staaten) angegriffen und strebt seit langem Sicherheit durch eine Pufferzone zwischen sich und den westlichen Mächten an. Die stark umkämpfte Pufferzone umfasst das heutige Polen, die Ukraine, Finnland und die baltischen Staaten.

Diese Region zwischen den Westmächten und Russland ist für die größten Sicherheitsdilemmata Westeuropas und Russlands verantwortlich.

Kriege des Westens gegen Russland

Zu den wichtigsten westlichen Kriegen gegen Russland seit 1800 zählen: Die französische Invasion Russlands 1812 (Napoleonische Kriege); die britisch-französische Invasion Russlands 1853  –1856 (Krimkrieg); die deutsche Kriegserklärung an Russland am 1. August 1914 (Erster Weltkrieg); die Intervention der Alliierten im Russischen Bürgerkrieg 1918  –1922 (Russischer Bürgerkrieg); die deutsche Invasion Russlands 1941 (Zweiter Weltkrieg). Jeder dieser Kriege stellte eine existenzielle Bedrohung für Russlands Überleben dar.

Aus russischer Sicht stellen die gescheiterte Entmilitarisierung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg, die Gründung der NATO, die Eingliederung Westdeutschlands in die NATO 1955, die NATO-Osterweiterung nach 1991 und der anhaltende Ausbau der US-Militärstützpunkte und Raketensysteme in Osteuropa nahe der russischen Grenze die größten Bedrohungen für Russlands nationale Sicherheit seit dem Zweiten Weltkrieg dar.

Russland ist auch mehrfach nach Westen vorgedrungen: Russlands Angriff auf Ostpreußen 1914; der Ribbentrop-Molotow-Pakt 1939, der Polen zwischen Deutschland und der Sowjetunion aufteilte und 1940 die baltischen Staaten annektierte; die Invasion Finnlands im November 1939 (Winterkrieg); die sowjetische Besetzung Osteuropas von 1945 bis 1989; der russische Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022.

Diese russischen Aktionen werden von Europa als objektiver Beweis für Russlands Expansionismus nach Westen gewertet, doch eine solche Sichtweise ist naiv, unhistorisch und propagandistisch. In allen fünf Fällen handelte Russland zum Schutz seiner nationalen Sicherheit   – so sah es dies   – und betrieb keine Westexpansion um seiner selbst willen.

Diese grundlegende Wahrheit ist der Schlüssel zur Lösung des heutigen Konflikts zwischen Europa und Russland. Russland strebt keine Westexpansion an; Russland strebt seine nationale Sicherheit im Kern an. Doch der Westen erkennt Russlands zentrale nationale Sicherheitsinteressen seit langem nicht an, geschweige denn, sie zu respektieren.

Russlands Kriege gegen den Westen

Betrachten wir diese fünf Fälle von Russlands angeblicher Westexpansion. Der erste Fall, Russlands Angriff auf Ostpreußen 1914, kann sofort beiseite gelegt werden.

Das Deutsche Reich hatte Russland am 1. August 1914 als erstes den Krieg erklärt. Russlands Invasion in Ostpreußen war eine direkte Reaktion auf die deutsche Kriegserklärung.

Der zweite Fall, Sowjetrusslands Abkommen mit Hitlers Drittem Reich zur Teilung Polens im Jahr 1939 und die Annexion der baltischen Staaten 1940, wird im Westen als eindeutiger Beweis russischer Niedertracht angesehen. Auch dies ist eine vereinfachende und falsche Lesart der Geschichte. Wie Historiker wie E. H. Carr, Stephen Kotkin und Michael Jabara Carley sorgfältig dokumentiert haben, schloss Stalin 1939 Kontakt zu Großbritannien und Frankreich, um ein Verteidigungsbündnis gegen Hitler zu bilden, der erklärt hatte, im Osten Krieg gegen Russland führen zu wollen (um Lebensraum, slawische Sklavenarbeit und die Niederlage des Bolschewismus). Stalins Versuch, ein Bündnis mit den Westmächten zu schmieden, wurde entschieden zurückgewiesen. Polen weigerte sich, im Falle eines Krieges mit Deutschland sowjetische Truppen auf polnischem Boden zuzulassen. Der Hass der westlichen Elite auf den sowjetischen Kommunismus war mindestens ebenso groß wie ihre Angst vor Hitler. Tatsächlich lautete ein gängiger Satz unter den britischen rechten Eliten in den späten 1930er Jahren: „Besser Hitlerismus als Kommunismus.“

Da es ihm nicht gelang, ein Verteidigungsbündnis zu schmieden, versuchte Stalin, eine Pufferzone gegen den bevorstehenden deutschen Einmarsch in Russland zu schaffen.

Die Teilung Polens und die Annexion der baltischen Staaten erfolgten aus taktischen Gründen, um Zeit für die bevorstehende Schlacht von Armageddon mit Hitlers Armeen zu gewinnen, die am 22. Juni 1941 mit dem deutschen Einmarsch in die Sowjetunion im Rahmen des Unternehmens Barbarossa eintraf. Die vorangegangene Teilung Polens und die Annexion der baltischen Staaten könnten die Invasion durchaus verzögert und die Sowjetunion vor einer schnellen Niederlage gegen Hitler bewahrt haben.

Finnland und Russland

Der dritte Fall, Russlands Winterkrieg gegen Finnland, wird in Westeuropa (und insbesondere in Finnland) ebenfalls als Beweis für Russlands expansionistischen Charakter angesehen. Doch auch hier war die grundlegende Motivation Russlands defensiv, nicht offensiv. Russland befürchtete, dass die deutsche Invasion teilweise über Finnland erfolgen und Leningrad schnell von Hitler eingenommen werden könnte. Die Sowjetunion schlug Finnland daher einen Gebietstausch mit der Sowjetunion vor (insbesondere die Abtretung der Karelischen Landenge und einiger Inseln im Finnischen Meerbusen im Austausch gegen russische Gebiete), um Russland die Verteidigung Leningrads zu ermöglichen. Finnland lehnte diesen Vorschlag ab und die Sowjetunion marschierte am 30. November 1939 in Finnland ein. Anschließend schloss sich Finnland während des „Fortsetzungskrieges“ von 1941 bis 1944 Hitlers Armeen im Krieg gegen die Sowjetunion an.

Besetzung Osteuropas durch die UdSSR

Der vierte Fall, die sowjetische Besetzung Osteuropas (und die fortgesetzte Annexion der baltischen Staaten) während des Kalten Krieges, wird in Europa als ein weiterer bitterer Beweis für die grundlegende Bedrohung der europäischen Sicherheit durch Russland angesehen. Die sowjetische Besatzung war tatsächlich brutal, aber auch sie hatte defensive Motive, die in der westeuropäischen und amerikanischen Erzählung völlig übersehen werden. Die Sowjetunion trug die Hauptlast des Sieges über Hitler und verlor in dem Krieg unglaubliche 27 Millionen Bürger. Russland hatte nach Kriegsende eine vorrangige Forderung: seine Sicherheitsinteressen sollten durch einen Vertrag abgesichert werden, der es vor künftigen Bedrohungen durch Deutschland und den Westen im Allgemeinen schützte. Der Westen, heute angeführt von den USA, lehnte diese grundlegende Sicherheitsforderung ab. Der Kalte Krieg ist das Ergebnis der Weigerung des Westens, Russlands lebenswichtige Sicherheitsinteressen zu respektieren.

Natürlich ist die Geschichte des Kalten Krieges, wie sie im Westen erzählt wird, genau das Gegenteil: Der Kalte Krieg sei ausschließlich das Ergebnis der kriegerischen Versuche Russlands gewesen, die Welt zu erobern!

Hier ist die wahre Geschichte, die Historikern wohlbekannt, der Öffentlichkeit in den Vereinigten Staaten und Europa jedoch fast völlig unbekannt ist. Am Ende des Krieges strebte die Sowjetunion einen Friedensvertrag an, der ein vereintes, neutrales und entmilitarisiertes Deutschland schaffen sollte.

Westen wollte Teilung Deutschlands, nicht die Entmilitarisierung

Auf der Potsdamer Konferenz im Juli 1945, an der die Staats- und Regierungschefs der Sowjetunion, Großbritanniens und der Vereinigten Staaten teilnahmen, einigten sich die drei Alliierten auf „die vollständige Abrüstung und Entmilitarisierung Deutschlands und die Beseitigung oder Kontrolle der gesamten deutschen Industrie, die für die militärische Produktion genutzt werden könnte“. Deutschland sollte vereint, befriedet und entmilitarisiert werden. All dies sollte durch einen Vertrag zur Beendigung des Krieges abgesichert werden. Tatsächlich arbeiteten die USA und Großbritannien unermüdlich daran, dieses Kernprinzip zu untergraben. Bereits im Mai 1945 beauftragte Winston Churchill seinen militärischen Stabschef mit der Ausarbeitung eines Kriegsplans für einen Überraschungsangriff auf die Sowjetunion Mitte 1945 mit dem Codenamen Operation Unthinkable.

Obwohl die britischen Militärplaner einen solchen Krieg für undurchführbar hielten, setzte sich schnell die Vorstellung durch, dass sich Amerikaner und Briten auf einen bevorstehenden Krieg mit der Sowjetunion vorbereiten sollten. Die Kriegsplaner hielten einen solchen Krieg für wahrscheinlich in den frühen 1950er Jahren. Churchills Ziel war offenbar, zu verhindern, dass Polen und andere osteuropäische Länder in eine sowjetische Einflusssphäre fielen. Auch in den Vereinigten Staaten betrachteten führende Militärplaner die Sowjetunion schon wenige Wochen nach der Kapitulation Deutschlands im Mai 1945 als Amerikas nächsten Feind. Die USA und Großbritannien rekrutierten rasch Nazi-Wissenschaftler und hochrangige Geheimdienstler (wie Reinhard Gehlen, einen Naziführer, der von Washington beim Aufbau des deutschen Nachkriegsgeheimdienstes unterstützt wurde), um mit der Planung des bevorstehenden Krieges gegen die Sowjetunion zu beginnen.

Aufnahme Deutschlands in die Nato

Der Kalte Krieg brach hauptsächlich deshalb aus, weil die Amerikaner und Briten die deutsche Wiedervereinigung und die in Potsdam vereinbarte Entmilitarisierung ablehnten. Stattdessen gaben die Westmächte die deutsche Wiedervereinigung auf und gründeten aus den drei Besatzungszonen der USA, des Vereinigten Königreichs und Frankreichs die Bundesrepublik Deutschland (BRD oder Westdeutschland). Unter amerikanischer Schirmherrschaft sollte die BRD reindustrialisiert und remilitarisiert werden. 1955 wurde Westdeutschland in die NATO aufgenommen.

Während Historiker heftig darüber debattieren, wer die Potsdamer Abkommen eingehalten hat und wer nicht (wobei der Westen beispielsweise auf die Weigerung der Sowjetunion verweist, in Polen eine wirklich repräsentative Regierung zuzulassen, wie in Potsdam vereinbart), besteht kein Zweifel daran, dass die Remilitarisierung der Bundesrepublik Deutschland durch den Westen die Hauptursache des Kalten Krieges war. 1952 schlug Stalin eine Wiedervereinigung Deutschlands auf der Grundlage von Neutralität und Entmilitarisierung vor.

Neutralität Österreichs seit 1955

Dieser Vorschlag wurde von den USA abgelehnt. 1955 vereinbarten die Sowjetunion und Österreich, dass die Sowjetunion ihre Besatzungstruppen aus Österreich abziehen würde, wenn Österreich im Gegenzug dauerhafte Neutralität zusicherte. Der österreichische Staatsvertrag wurde am 15. Mai 1955 von der Sowjetunion, den Vereinigten Staaten, Frankreich und dem Vereinigten Königreich gemeinsam mit Österreich unterzeichnet und führte damit zum Ende der Besatzung. Das Ziel der Sowjetunion bestand nicht nur darin, die Spannungen wegen Österreich beizulegen, sondern den Vereinigten Staaten auch ein erfolgreiches Modell des sowjetischen Rückzugs aus Europa bei gleichzeitiger Neutralität zu zeigen.

Wieder einmal wiesen die Vereinigten Staaten den sowjetischen Appell zurück, den Kalten Krieg auf der Grundlage der Neutralität und Entmilitarisierung Deutschlands zu beenden. Noch 1957 appellierte der amerikanische Doyen in sowjetischen Angelegenheiten, George Kennan, in seiner dritten Reith Lecture für die BBC öffentlich und leidenschaftlich an die Vereinigten Staaten, sich mit der Sowjetunion auf einen gegenseitigen Truppenabzug aus Europa zu einigen. Die Sowjetunion, betonte Kennan, strebe weder eine militärische Invasion Westeuropas an noch sei sie daran interessiert.

Die US-amerikanischen Kalten Krieger unter der Führung von John Foster Dulles wollten davon nichts wissen. Bis zur deutschen Wiedervereinigung 1990 wurde kein Friedensvertrag mit Deutschland zur Beendigung des Zweiten Weltkriegs unterzeichnet.

Es ist hervorzuheben, dass die Sowjetunion nach 1955 die Neutralität Österreichs und auch der anderen neutralen Länder Europas (einschließlich Schwedens, Finnlands, der Schweiz, Irlands, Spaniens und Portugals) respektiert hat. Der finnische Präsident Alexander Stubb erklärte kürzlich, die Ukraine solle aufgrund der negativen Erfahrungen Finnlands die Neutralität ablehnen (die finnische Neutralität endete 2024 mit dem NATO-Beitritt des Landes). Das ist ein bizarrer Gedanke. Finnland blieb unter neutraler Herrschaft friedlich, erreichte bemerkenswerten wirtschaftlichen Wohlstand und erreichte laut World Happiness Report die höchste Zufriedenheitsstufe der Welt.

Ermordung Kennedys, Sturz Nixons

Präsident John F. Kennedy zeigte einen möglichen Weg zur Beendigung des Kalten Krieges auf, der auf gegenseitigem Respekt für die Sicherheitsinteressen aller Seiten beruhte. Kennedy blockierte den Versuch des deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer, Atomwaffen von Frankreich zu erwerben, und beschwichtigte so die sowjetischen Bedenken hinsichtlich eines atomar bewaffneten Deutschlands. Auf dieser Grundlage handelte JFK erfolgreich den Vertrag über das teilweise Verbot von Atomtests mit seinem sowjetischen Amtskollegen Nikita Chruschtschow aus. Kennedy wurde einige Monate später höchstwahrscheinlich aufgrund seiner Friedensinitiative von einer Gruppe CIA-Agenten ermordet. 2025 veröffentlichte Dokumente bestätigen den seit langem bestehenden Verdacht, dass Lee Harvey Oswald direkt von James Angleton, einem hochrangigen CIA-Mitarbeiter, betreut wurde.

Das nächste US-amerikanische Friedensangebot an die Sowjetunion wurde von Richard Nixon angeführt. Er wurde durch die Watergate-Affäre zu Fall gebracht, die ebenfalls Anzeichen einer nie aufgeklärten CIA-Operation aufweist.

Michail Gorbatschow beendete schließlich den Kalten Krieg, indem er den Warschauer Pakt einseitig auflöste und die Demokratisierung Osteuropas aktiv vorantrieb. Ich war an einigen dieser Ereignisse beteiligt und wurde Zeuge von Gorbatschows Friedensstiftung. Im Sommer 1989 beispielsweise forderte Gorbatschow die kommunistische Führung Polens auf, eine Koalitionsregierung mit den von der Solidarność-Bewegung angeführten Oppositionskräften zu bilden.

Wiedervereinigung und Nato-Osterweiterung

Das Ende des Warschauer Pakts und die von Gorbatschow gesteuerte Demokratisierung Osteuropas führten rasch dazu, dass Bundeskanzler Helmut Kohl die deutsche Wiedervereinigung forderte. Dies führte zu den Wiedervereinigungsverträgen von 1990 zwischen der BRD und der DDR sowie zum sogenannten 2+4-Vertrag zwischen den beiden deutschen Staaten und den vier alliierten Mächten USA, Großbritannien, Frankreich und Sowjetunion.

Die Vereinigten Staaten und Deutschland versprachen Gorbatschow im Februar 1990 klar, dass die NATO im Zusammenhang mit der deutschen Wiedervereinigung „keinen Zentimeter nach Osten“ rücken werde. Diese Tatsache wird heute von den Westmächten weitgehend bestritten, lässt sich aber leicht überprüfen. Dieses zentrale Versprechen, die NATO-Erweiterung nicht fortzusetzen, wurde zwar mehrfach abgegeben, fand aber keinen Eingang in den Text des 2+4-Abkommens, da dieses die deutsche Wiedervereinigung und nicht die NATO-Osterweiterung betraf.

Russlands Invasion in der Ukraine

Der fünfte Fall, Russlands Invasion in der Ukraine im Februar 2022, wird im Westen erneut als Beweis für Russlands unverbesserlichen Westimperialismus angesehen. Das Lieblingswort westlicher Medien, Experten und Propagandisten ist, dass Russlands Invasion „unprovoziert“ war und daher ein Beweis für Putins unerbittliches Streben ist, nicht nur das Russische Reich wiederherzustellen, sondern auch weiter nach Westen vorzudringen, was bedeutet, dass sich Europa auf einen Krieg mit Russland vorbereiten sollte. Dies ist eine absurde Lüge, die jedoch von den Mainstream-Medien so oft wiederholt wird, dass sie in Europa weithin geglaubt wird.

Tatsächlich wurde die russische Invasion im Februar 2022 vom Westen so provoziert, dass man vermuten könnte, es handele sich tatsächlich um einen amerikanischen Plan, die Russen in einen Krieg zu locken, um Russland zu besiegen oder zu schwächen. Diese Behauptung ist glaubwürdig, wie zahlreiche Aussagen zahlreicher US-Beamter bestätigen. Nach der Invasion erklärte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin, Washingtons Ziel sei es, „Russland so weit zu schwächen, dass es nicht mehr in der Lage ist, ähnliche Aktionen wie bei der Invasion der Ukraine durchzuführen. Die Ukraine kann gewinnen, wenn sie über die richtige Ausrüstung und die richtige Unterstützung verfügt.“

Die wichtigste Provokation der USA gegenüber Russland bestand darin, entgegen den Versprechen von 1990 die NATO nach Osten zu erweitern.

Russland und China verbündet? No way!

Dabei ging es um ein wichtiges Ziel: Russland mit NATO-Staaten in der Schwarzmeerregion einzukreisen und es Russland so zu unterbinden, seine von der Krim aus stationierte Seemacht im östlichen Mittelmeer und im Nahen Osten einzusetzen. Im Wesentlichen war das Ziel der USA dasselbe wie das Ziel Palmerstons und Napoleons III. im Krimkrieg: die russische Flotte aus dem Schwarzen Meer zu vertreiben. Zu den NATO-Mitgliedern würden die Ukraine, Rumänien, Bulgarien, die Türkei und Georgien gehören, wodurch eine Schlinge gebildet würde, die Russlands Seemacht am Schwarzen Meer erwürgen würde.

Zbigniew Brzezinski beschrieb diese Strategie in seinem 1997 erschienenen Buch „Das große Schachbrett“. Darin behauptete er, Russland werde sich dem Willen des Westens beugen, da es keine andere Wahl habe. Brzezinski wies ausdrücklich die Vorstellung zurück, Russland würde sich jemals mit China gegen Europa verbünden. Die gesamte Zeit nach dem Untergang der Sowjetunion 1991 ist von westlicher Hybris geprägt (so betitelte der Historiker Jonathan Haslam seinen hervorragenden Bericht). In dieser Zeit glaubten die Vereinigten Staaten und Europa, sie könnten NATO- und amerikanische Waffensysteme (wie Aegis-Raketen) ohne Rücksicht auf Russlands nationale Sicherheitsbedenken nach Osten drängen.

Die Liste westlicher Provokationen ist zu lang, um sie hier im Detail wiederzugeben, hier aber eine Zusammenfassung:

Zahlreiche westliche Provokationen

Erstens begannen die Vereinigten Staaten entgegen ihren Versprechen aus dem Jahr 1990 mit der Osterweiterung der NATO, die 1994 mit den Ankündigungen des damaligen Präsidenten Bill Clinton begann. Damals erwog Clintons Verteidigungsminister William Perry angesichts der Rücksichtslosigkeit dieses US-Vorgehens entgegen früheren Versprechen seinen Rücktritt. Die erste Welle der NATO-Erweiterung fand 1999 statt und umfasste Polen, Ungarn und die Tschechische Republik. Im selben Jahr bombardierten NATO-Truppen 78 Tage lang den mit Russland verbündeten Serbien, um das Land zu spalten, und die NATO errichtete rasch einen neuen großen Militärstützpunkt in der abtrünnigen Provinz Kosovo.

Die zweite Welle der NATO-Osterweiterung im Jahr 2004 umfasste sieben Länder, darunter Russlands direkte Nachbarn im Baltikum und zwei Schwarzmeerländer   – Bulgarien und Rumänien. 2008 erkannte der Großteil der EU den Kosovo als unabhängigen Staat an, entgegen den europäischen Beteuerungen, die europäischen Grenzen seien unantastbar.

Zweitens kündigten die USA 2002 einseitig den ABM-Vertrag und damit die nukleare Rüstungskontrolle. 2019 kündigten sie in ähnlicher Weise den INF-Vertrag. Trotz Russlands heftiger Einwände begannen die USA mit der Stationierung von ABM-Systemen in Polen und Rumänien und behielten sich im Januar 2022 das Recht vor, solche Systeme in der Ukraine zu stationieren.

Maidan: Gewaltsamer Putsch

Drittens infiltrierten die USA tief in die ukrainische Innenpolitik und gaben Milliarden von Dollar aus, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen, Medienkanäle aufzubauen und die ukrainische Innenpolitik zu steuern. Die Wahlen in der Ukraine von 2004  –2005 gelten weithin als eine Art amerikanische Farbrevolution, bei der die USA ihren verdeckten und offenen Einfluss sowie ihre Finanzierung nutzten, um die Wahl zugunsten der von den USA unterstützten Kandidaten zu beeinflussen. In den Jahren 2013 und 2014 spielten die USA eine direkte Rolle bei der Finanzierung der Maidan-Proteste und des gewaltsamen Putsches, der den neutralitätsorientierten Präsidenten Viktor Janukowitsch stürzte. Damit ebneten sie den Weg für ein ukrainisches Regime, das die NATO-Mitgliedschaft unterstützt.

Übrigens wurde ich kurz nach dem gewaltsamen Putsch vom 22. Februar 2014, der zu Janukowitschs Sturz führte, zu einem Besuch des Maidan eingeladen. Die Rolle der amerikanischen Finanzierung der Proteste wurde mir von einer US-amerikanischen NGO erklärt, die maßgeblich in die Maidan-Ereignisse involviert war.

„Njet heißt Njet“

Viertens drängten die USA ab 2008 trotz der Einwände mehrerer europäischer Staats- und Regierungschefs die NATO dazu, sich zur Erweiterung um die Ukraine und Georgien zu verpflichten. Der damalige US-Botschafter in Moskau, William J. Burns, telegrafierte ein inzwischen berüchtigtes Memo mit dem Titel „Njet heißt Njet: Russlands rote Linien bei der NATO-Erweiterung“ nach Washington. Darin erklärte er, die gesamte russische politische Klasse sei entschieden gegen eine NATO-Erweiterung um die Ukraine und befürchte, ein solches Vorhaben könne zu Bürgerkriegen in der Ukraine führen.

Fünftens sagten sich nach dem Putsch auf dem Maidan die russischstämmigen Regionen der Ostukraine (Donbass) von der durch den Putsch eingesetzten neuen westukrainischen Regierung los. Russland und Deutschland einigten sich rasch auf die Minsker Abkommen, denen zufolge die beiden abtrünnigen Regionen (Donezk und Lugansk) Teil der Ukraine bleiben sollten, jedoch mit lokaler Autonomie nach dem Vorbild der deutschstämmigen Region Südtirol in Italien. Minsk II, das vom UN-Sicherheitsrat unterstützt wurde, hätte den Konflikt beenden können, doch die Regierung in Kiew entschied sich mit Unterstützung Washingtons gegen die Umsetzung der Autonomie.

Die gescheiterte Umsetzung von Minsk II vergiftete die Diplomatie zwischen Russland und dem Westen.

Sechstens bauten die Vereinigten Staaten die ukrainische Armee (aktive Armee plus Reserve) bis 2020 kontinuierlich auf rund eine Million Soldaten aus. Die Ukraine und ihre rechtsgerichteten paramilitärischen Bataillone (wie das Asow-Bataillon und der Rechte Sektor) führten wiederholt Angriffe auf die beiden abtrünnigen Regionen, wobei im Donbass Tausende Zivilisten durch ukrainischen Artilleriebeschuss starben.

Siebtens legte Russland Ende 2021 den Entwurf eines russisch-amerikanischen Sicherheitsabkommens vor, das vor allem ein Ende der NATO-Osterweiterung forderte. Die USA lehnten Russlands Forderung nach einem Ende der NATO-Osterweiterung ab und bekräftigten ihre „Politik der offenen Tür“, wonach Drittstaaten wie Russland bei der NATO-Erweiterung kein Mitspracherecht haben. Die USA und europäische Länder bekräftigten wiederholt die mögliche NATO-Mitgliedschaft der Ukraine. Berichten zufolge teilte der US-Außenminister dem russischen Außenminister im Januar 2022 mit, dass die USA trotz russischer Einwände das Recht behielten, Mittelstreckenraketen in der Ukraine zu stationieren.

Kein Friede in Istanbul

Achtens stimmte die Ukraine nach der russischen Invasion am 24. Februar 2022 rasch Friedensverhandlungen auf der Grundlage einer Rückkehr zur Neutralität zu. Diese Verhandlungen fanden unter Vermittlung der Türkei in Istanbul statt. Ende März 2022 veröffentlichten Russland und die Ukraine ein gemeinsames Memorandum, in dem sie über die Fortschritte bei einem Friedensabkommen berichteten. Am 15. April wurde ein Dokument vorgelegt, das einer umfassenden Einigung nahe kam. Zu diesem Zeitpunkt griffen die USA ein und teilten den Ukrainern mit, dass sie das Friedensabkommen nicht unterstützen würden, sondern die Ukraine stattdessen bei der Fortsetzung der Kämpfe unterstützen würden.

Die hohen Kosten einer gescheiterten Außenpolitik Russland hat weder irgendwelche Gebietsansprüche gegenüber westeuropäischen Ländern erhoben, noch hat Russland Westeuropa bedroht, abgesehen von seinem Recht auf Vergeltung für vom Westen unterstützte Raketenangriffe in Russland. Bis zum Maidan-Putsch 2014 erhob Russland keinerlei Gebietsansprüche gegenüber der Ukraine. Nach dem Putsch 2014 und bis Ende 2022 war Russlands einzige Gebietsforderung die Krim, um zu verhindern, dass der russische Marinestützpunkt in Sewastopol in westliche Hände fällt.

Erst nach dem Scheitern des Istanbuler Friedensprozesses   – torpediert von den USA   – beanspruchte Russland die Annexion der vier ukrainischen Oblaste (Donezk, Lugansk, Cherson und Saporischschja). Russlands erklärte Kriegsziele sind heute nach wie vor begrenzt und umfassen die Neutralität der Ukraine, eine teilweise Entmilitarisierung, einen dauerhaften Austritt aus der NATO sowie die Übertragung der Krim und ihrer vier Oblaste an Russland, die rund 19 Prozent des ukrainischen Territoriums von 1991 ausmachen.

Dies ist kein Beweis für russischen Westimperialismus.

Es handelt sich auch nicht um grundlose Forderungen. Russlands Kriegsziele folgen auf über 30 Jahre russischer Einwände gegen die NATO-Osterweiterung, die Aufrüstung der Ukraine, den amerikanischen Ausstieg aus dem Atomwaffenabkommen und die tiefgreifende Einmischung des Westens in die ukrainische Innenpolitik, einschließlich der Unterstützung eines gewaltsamen Putsches im Jahr 2014, der die NATO und Russland auf direkten Kollisionskurs brachte. Europa interpretiert die Ereignisse der letzten 30 Jahre als Beweis für Russlands unerbittlichen und unverbesserlichen Expansionismus nach Westen   – so wie der Westen darauf beharrte, die Sowjetunion sei allein für den Kalten Krieg verantwortlich, während die Sowjetunion in Wirklichkeit durch die Neutralität, die Wiedervereinigung und die Abrüstung Deutschlands wiederholt den Weg zum Frieden gewiesen hatte.

Gegner reden aneinander vorbei

Wie schon im Kalten Krieg provozierte der Westen Russland lieber, als dessen durchaus verständliche Sicherheitsbedenken anzuerkennen. Jede russische Aktion wurde als Zeichen russischer Niedertracht interpretiert, ohne Russlands Standpunkt in der Debatte zu berücksichtigen.

Dies ist ein anschauliches Beispiel für das klassische Sicherheitsdilemma: Gegner reden aneinander vorbei, gehen vom Schlimmsten aus und handeln aggressiv auf der Grundlage ihrer falschen Annahmen. Europas Entscheidung, den Kalten Krieg und die Nachkriegszeit aus dieser stark voreingenommenen Perspektive zu interpretieren, hat Europa enorme Kosten verursacht, und diese Kosten steigen weiter. Vor allem aber sah sich Europa in seiner Sicherheit völlig von den USA abhängig.

Wenn Russland tatsächlich unverbesserlich expansionistisch ist, dann sind die USA Europas notwendiger Retter. Wäre Russlands Verhalten hingegen tatsächlich Ausdruck seiner Sicherheitsbedenken gewesen, hätte der Kalte Krieg nach dem Vorbild der österreichischen Neutralität höchstwahrscheinlich Jahrzehnte früher enden können, und die Nachkriegszeit hätte eine Zeit des Friedens und wachsenden Vertrauens zwischen Russland und Europa sein können.

Kampf um Rohstoffe

Tatsächlich ergänzen sich die Volkswirtschaften Europas und Russlands: Russland ist reich an Rohstoffen (Landwirtschaft, Mineralien, Kohlenwasserstoffe) und Maschinenbau, während Europa energieintensive Industrien und wichtige Hochtechnologien beherbergt. Die USA lehnen die aus dieser natürlichen Komplementarität resultierenden wachsenden Handelsbeziehungen zwischen Europa und Russland seit langem ab. Sie betrachten die russische Energiewirtschaft als Konkurrenten des US-Energiesektors und sehen die engen deutsch-russischen Handels- und Investitionsbeziehungen generell als Bedrohung der politischen und wirtschaftlichen Vorherrschaft der USA in Westeuropa.

Nord Stream Pipelines

Aus diesen Gründen lehnten die USA die Pipelines Nord Stream 1 und 2 schon lange vor dem Ukraine-Konflikt ab. Biden versprach daher ausdrücklich, Nord Stream 2 im Falle einer russischen Invasion in der Ukraine zu stoppen   – wie es auch geschah. Die US-amerikanische Opposition gegen Nord Stream und die Schließung der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen beruhte auf allgemeinen Grundsätzen: Die EU und Russland sollten auf Distanz gehalten werden, damit die USA ihren Einfluss in Europa nicht verlieren. Der Ukraine-Krieg und die Spaltung Europas mit Russland haben der europäischen Wirtschaft großen Schaden zugefügt. Europas Exporte nach Russland sind drastisch zurückgegangen, von rund 90 Milliarden Euro im Jahr 2021 auf nur noch 30 Milliarden Euro im Jahr 2024. Die Energiekosten sind in die Höhe geschossen, da Europa von billigem russischem Pipeline-Erdgas auf mehrfach teureres Flüssigerdgas aus den USA umgestiegen ist. Die deutsche Industrie ist seit 2020 um rund 10 Prozent geschrumpft und sowohl die deutsche Chemiebranche als auch die Automobilindustrie geraten ins Wanken.

Der //www.imf.org/external/datamapper/NGDP_RPCH@WEO/EU/EURO/EUQ/IDN">IWF prognostiziert für die EU ein Wirtschaftswachstum von lediglich einem Prozent im Jahr 2025 und von etwa 1,5 Prozent für den Rest des Jahrzehnts.

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat ein dauerhaftes Verbot der Wiederherstellung der Nord-Stream-Gaslieferungen gefordert, doch für Deutschland kommt dies beinahe einem wirtschaftlichen Selbstmordpakt gleich. Es basiert auf Merz’ Ansicht, Russland strebe einen Krieg mit Deutschland an, doch Tatsache ist, dass Deutschland durch Kriegstreiberei und massive Aufrüstung einen Krieg mit Russland provoziert.

Was will Friedrich Merz?

Merz zufolge ist „eine realistische Sicht auf Russlands imperialistische Bestrebungen erforderlich“. Er erklärt: „Ein Teil unserer Gesellschaft hat eine tief verwurzelte Angst vor Krieg. Ich teile diese nicht, kann sie aber verstehen.“ Besonders alarmierend ist Merz’ Erklärung, „die Mittel der Diplomatie seien erschöpft“, obwohl er seit seinem Machtantritt offenbar nicht einmal versucht hat, mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu sprechen. Darüber hinaus scheint er den Beinahe-Erfolg der Diplomatie im Istanbul-Prozess im Jahr 2022   – also bevor die USA der Diplomatie ein Ende setzten   – bewusst zu ignorieren.

Der westliche Umgang mit China spiegelt seinen Umgang mit Russland wider. Der Westen unterstellt China oft ruchlose Absichten, die in vielerlei Hinsicht nur Projektionen seiner eigenen feindseligen Absichten gegenüber der Volksrepublik sind. Chinas rasanter Aufstieg zur wirtschaftlichen Vormachtstellung zwischen 1980 und 2010 führte dazu, dass amerikanische Politiker und Strategen Chinas weiteren wirtschaftlichen Aufstieg als den US-Interessen zuwiderlaufend betrachteten.

Im Jahr 2015 erklärten die US-Strategen Robert Blackwill und Ashley Tellis klar, dass die große Strategie der USA die amerikanische Hegemonie sei und dass China aufgrund seiner Größe und seines Erfolgs eine Bedrohung für diese Hegemonie darstelle.

Blackwill und Tellis befürworteten eine Reihe von Maßnahmen der USA und ihrer Verbündeten, um Chinas zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg zu behindern, wie etwa den Ausschluss Chinas aus neuen Handelsblöcken im asiatisch-pazifischen Raum, die Beschränkung des Exports westlicher Hochtechnologiegüter nach China, die Verhängung von Zöllen und anderen Beschränkungen auf chinesische Exporte sowie weitere antichinesische Maßnahmen. Beachten Sie, dass diese Maßnahmen nicht aufgrund konkreter Verfehlungen Chinas empfohlen wurden, sondern weil Chinas anhaltendes Wirtschaftswachstum laut den Autoren der amerikanischen Vorherrschaft zuwiderlief.

China verspotten

Teil der Außenpolitik gegenüber Russland und China ist ein Medienkrieg, um diese vermeintlichen Feinde des Westens zu diskreditieren. Im Falle Chinas hat der Westen es so dargestellt, als würde es in der Provinz Xinjiang einen Völkermord an der uigurischen Bevölkerung begehen.

Dieser absurde und übertriebene Vorwurf wurde ohne ernsthafte Beweise erhoben, während der Westen den tatsächlichen Völkermord an Zehntausenden Palästinensern im Gazastreifen durch seinen Verbündeten Israel generell ignoriert. Darüber hinaus enthält die westliche Propaganda eine Reihe absurder Behauptungen über die chinesische Wirtschaft. Chinas wertvolle Belt and Road Initiative, die Entwicklungsländern den Aufbau moderner Infrastruktur finanziert, wird als „Schuldenfalle“ verspottet.

Chinas bemerkenswerte Fähigkeit, grüne Technologien wie die weltweit dringend benötigten Solarmodule zu produzieren, wird vom Westen als „Überkapazität“ verspottet, die reduziert oder stillgelegt werden sollte. Militärisch wird das Sicherheitsdilemma gegenüber China, genau wie gegenüber Russland, höchst bedrohlich interpretiert.

Die USA proklamieren seit langem ihre Fähigkeit, Chinas lebenswichtige Seewege zu unterbrechen, bezeichnen China aber als militaristisch, wenn es als Reaktion darauf Schritte zum Aufbau eigener Marinekapazitäten unternimmt. Anstatt Chinas militärischen Aufmarsch als klassisches Sicherheitsdilemma zu betrachten, das diplomatisch gelöst werden sollte, erklärt die US-Marine, sie solle sich bis 2027 auf einen Krieg mit China vorbereiten. Die NATO fordert zunehmend ein aktives Engagement in Ostasien, das sich gegen China richtet. Die europäischen Verbündeten der USA unterstützen im Allgemeinen den aggressiven amerikanischen Ansatz gegenüber China, sowohl im Handel als auch militärisch.

10 Punkte für eine neue Außenpolitik für Europa

Europa hat sich selbst in die Enge getrieben, indem es sich den USA unterordnete, direkte diplomatische Beziehungen zu Russland verweigerte, seinen wirtschaftlichen Vorsprung durch Sanktionen und Krieg einbüßte, sich zu massiven und unfinanzierbaren Erhöhungen der Militärausgaben verpflichtete und langfristige Handels- und Investitionsbeziehungen sowohl zu Russland als auch zu China abbrach. Die Folge sind steigende Schulden, wirtschaftliche Stagnation und ein wachsendes Risiko eines großen Krieges, das Merz offenbar nicht schreckt, uns anderen aber Angst machen sollte.

Der wahrscheinlichste Krieg ist vielleicht nicht mit Russland, sondern mit den USA, die unter Trump mit der Besetzung Grönlands drohten, sollte Dänemark Grönland nicht einfach verkaufen oder unter Washingtons Souveränität überführen. Es ist durchaus möglich, dass Europa irgendwann ohne echte Freunde dasteht: weder Russland noch China, aber auch nicht die USA, die arabischen Staaten (die Europas blindes Augensehen gegenüber dem Völkermord Israels übel nehmen), Afrika (das noch immer unter dem europäischen Kolonialismus und Postkolonialismus leidet) und andere. Es gibt natürlich einen anderen Weg   – einen vielversprechenden, wenn europäische Politiker Europas wahre Sicherheitsinteressen und -risiken neu bewerten und die Diplomatie wieder in den Mittelpunkt ihrer Außenpolitik rücken. Ich schlage zehn praktische Schritte für eine Außenpolitik vor, die Europas wahren Bedürfnissen entspricht.

Erstens: Die Aufnahme direkter diplomatischer Kontakte mit Moskau. Europas offensichtliches Versagen, direkte diplomatische Beziehungen zu Russland aufzubauen, ist verheerend. Europa glaubt vielleicht sogar seiner eigenen außenpolitischen Propaganda, da es die zentralen Fragen nicht direkt mit seinem russischen Gegenüber diskutiert.

Zweitens: Vorbereitung eines Verhandlungsfriedens mit Russland in Bezug auf die Ukraine und die Zukunft der europäischen kollektiven Sicherheit. Vor allem sollte Europa mit Russland vereinbaren, dass der Krieg auf der Grundlage einer festen und unwiderruflichen Verpflichtung beendet werden sollte, die NATO nicht auf die Ukraine, Georgien oder andere östliche Gebiete auszuweiten. Darüber hinaus sollte Europa einige pragmatische territoriale Veränderungen in der Ukraine zugunsten Russlands akzeptieren.

Drittens sollte Europa die Militarisierung seiner Beziehungen zu China ablehnen, beispielsweise indem es jede Rolle der NATO in Ostasien ablehnt. China stellt absolut keine Bedrohung für Europas Sicherheit dar, und Europa sollte aufhören, die amerikanischen Hegemonieansprüche in Asien blind zu unterstützen, die auch ohne Europas Unterstützung gefährlich und wahnhaft genug sind. Im Gegenteil, Europa sollte seine Handels-, Investitions- und Klimakooperation mit China verstärken.

Viertens sollte sich Europa für einen vernünftigen institutionellen Diplomatiemodus entscheiden. Der derzeitige Modus ist unbrauchbar. Der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik fungiert hauptsächlich als Sprachrohr der Russophobie, während die tatsächliche hochrangige Diplomatie   – sofern sie überhaupt existiert   – verwirrend und abwechselnd von einzelnen europäischen Staats- und Regierungschefs, dem Hohen Vertreter der EU, dem Präsidenten der Europäischen Kommission, dem Präsidenten des Europäischen Rates oder einer Kombination dieser Personen geführt wird. Kurz gesagt: Niemand spricht klar für Europa, da es überhaupt keine klare EU-Außenpolitik gibt.

Fünftens sollte Europa erkennen, dass die EU-Außenpolitik von der NATO getrennt werden muss. Tatsächlich braucht Europa die NATO nicht, da Russland nicht im Begriff ist, in die EU einzumarschieren. Europa sollte tatsächlich unabhängig von den USA seine eigenen militärischen Kapazitäten aufbauen, allerdings zu weitaus geringeren Kosten als fünf Prozent des BIP   – ein absurdes Zahlenziel, das auf der völlig übertriebenen Einschätzung der russischen Bedrohung basiert. Zudem sollte die europäische Verteidigung nicht mit der europäischen Außenpolitik identisch sein, obwohl beide in der jüngeren Vergangenheit völlig miteinander verwechselt wurden.

Sechstens sollten die EU, Russland, Indien und China bei der grünen, digitalen und verkehrstechnischen Modernisierung des eurasischen Raums zusammenarbeiten. Die nachhaltige Entwicklung Eurasiens ist eine Win-Win-Situation für die EU, Russland, Indien und China und kann nur durch friedliche Zusammenarbeit der vier großen eurasischen Mächte erreicht werden.

Siebtens sollte Europas Global Gateway, der Finanzierungsarm für Infrastruktur in Nicht-EU-Ländern, mit Chinas Belt and Road Initiative (BRI) zusammenarbeiten. Derzeit wird das Global Gateway als Konkurrenz zur BRI dargestellt. Tatsächlich sollten beide ihre Kräfte bündeln, um die grüne Energie-, Digital- und Verkehrsinfrastruktur Eurasiens gemeinsam zu finanzieren.

Achtens sollte die Europäische Union ihre Finanzierung des Europäischen Grünen Deals (EGD) aufstocken und so Europas Transformation in eine kohlenstoffarme Zukunft beschleunigen, anstatt fünf Prozent des BIP für Militärausgaben zu verschwenden, die für Europa weder notwendig noch nützlich sind. Höhere Ausgaben für den EGD haben zwei Vorteile: Erstens werden sie regionale und globale Vorteile im Bereich Klimasicherheit bringen. Zweitens wird dies Europas Wettbewerbsfähigkeit bei den grünen und digitalen Technologien der Zukunft stärken und so ein neues, tragfähiges Wachstumsmodell für Europa schaffen.

Neuntens sollte die EU gemeinsam mit der Afrikanischen Union die Bildung und den Aufbau von Kompetenzen in den AU-Mitgliedsstaaten massiv ausbauen. Afrikas wirtschaftliche Zukunft wird tiefgreifende Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft haben, da seine Bevölkerung von 1,4 Milliarden bis Mitte des Jahrhunderts auf rund 2,5 Milliarden ansteigen wird (im Vergleich zu rund 450 Millionen Einwohnern der EU). Die beste Hoffnung für afrikanischen Wohlstand liegt im raschen Aufbau höherer Bildung und Kompetenzen.

Zehntens sollten die EU und die BRICS-Staaten den USA klar und deutlich vermitteln, dass die künftige Weltordnung nicht auf Hegemonie, sondern auf Rechtsstaatlichkeit im Rahmen der UN-Charta beruht. Nur so kann Europa und die Welt wirklich sicher sein. Die Abhängigkeit von den USA und der NATO ist eine grausame Illusion, insbesondere angesichts der Instabilität der USA selbst. Eine erneute Bestätigung der UN-Charta hingegen kann Kriege beenden (z. B. durch die Beendigung der Straflosigkeit Israels und die Durchsetzung der IGH-Urteile zur Zweistaatenlösung) und künftige Konflikte verhindern.


Jeffrey Sachs OIP 3119363777
Jeffrey D. Sachs
ist Universitätsprofessor und Direktor des Center for Sustainable Development an der Columbia University sowie Präsident des Sustainable Development Solutions Network der UN.

 





Quelle: Berliner-Zeitung

https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/jeffery-sachs-europa-in-der-falle-warum-ist-russland-eigentlich-der-feind-li.2352625




Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=267&userid=3998&mailid=2840


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

31.08.2025

Polizeischikane und Verletzte bei linker Friedensdemonstration in Köln

freedert.online, 31 Aug. 2025 18:31 Uhr, Von Felicitas Rabe

Die Friedensdemonstration zum Antikriegstag in Köln wurde schon auf dem ersten Kilometer massiv von der Polizei gestört. Schließlich wurde der Umzug auf einer engen Straße gewaltsam und unter Einsatz von Tränengas unterbrochen, Teilnehmer wurden festgenommen.


Polizeischikane und Verletzte bei linker Friedensdemonstration in Köln© Felicitas Rabe


Kriegstüchtigkeit stoppen! Friedensdemonstration in Köln, 30. August 2025


Mit einer Kundgebung auf dem Kölner Heumarkt begann am Samstag die gemeinsame Friedensdemonstration des Kölner Friedensforums und des Bündnisses Rheinmetall-Entwaffnen. Anlässlich des Antikriegstags und des Gedenkens an den deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 forderte das Friedensforum in seinem Aufruf unter anderem: "Stopp der Militarisierung der Gesellschaft! Nein zu Wehrpflicht, Nein zu Rüstungsforschung und zu Jugendoffizieren an den Schulen, Ja zur Zivilklausel und zur Friedensbildung!  Internationale Kooperation und Solidarität für Frieden!"

Das Bündnis Rheinmetall-Entwaffnen veranstaltet vom 26. bis zum 31. August ein antimilitaristisches Camp in Köln und beteiligte sich mit über tausend Teilnehmern an der Demonstration. In ihrem Demo-Aufruf kündigten die außerparlamentarischen linken Friedensaktivisten an, dass sie sich der Feindbildpropaganda der herrschenden Eliten verweigern würden. Vom Staat und der Regierung geschürte Kriege seien nicht, wie behauptet, im Interesse der einfachen Bürger:


Stand der Kriegsvorbereitung im Gesundheitswesen – Zivilbevölkerung wird zuletzt behandelt





Stand der Kriegsvorbereitung im Gesundheitswesen – Zivilbevölkerung wird zuletzt behandelt





"Die Interessen der staatlichen Machtkämpfe um Ressourcen und Profitsicherung sind eben nicht unsere und der Mehrheit der Menschen, die hier leben. Wir stellen uns gegen die militärische Doppelmoral, die einhergeht mit Waffenlieferungen in eskalierende Kriege und Konflikte, an Verbündete Akteure und Staaten, die mit deutschem Kriegsgerät vernichtende Kriegsführung gegen Zivilbevölkerungen durchführen. Unser antimilitaristischer Widerstand, unser Eintreten für den Frieden beginnt mit der Verweigerung, uns in diese Logik von Angst, Gewalt und Militarismus hineinziehen zu lassen."


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Wir sterben nicht in euren Kriegen! Friedensdemonstration in Köln, 30. August 2025Felicitas Rabe


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Wir wollen uns lebend! Friedensdemonstration in Köln, 30. August 2025Felicitas Rab


Das Kölner Friedenforum eröffnete die Veranstaltung mit einer Kundgebung auf dem Heumarkt. Dabei sprach auch die Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins Köln-Wolgograd, Eva Aras. Sie stellte den Demonstranten die deutsch-russische Völkerverständigungsarbeit auf kommunaler Ebene vor. Anschließend wurde ein Grußwort des ehemaligen Wolgograder Oberbürgermeisters Jurij Starovatych verlesen, der aktuell der Wolgograder Abteilung der Friedensstiftung vorsteht. Noch im Kalten Krieg, auf dem SPD-Parteitag in Nürnberg unter dem Vorsitz von Willy Brandt im Jahr 1985, hatte Starovatych die Städtepartnerschaft mit initiiert, die im Jahr 1988 vertraglich mit dem damaligen Kölner Oberbürgermeister Norbert Burger beschlossen wurde.

"Liebe Freunde! Ich grüße euch aus Stalingrad", rief der frühere Wolgograder Oberbürgermeister den Friedensaktivisten auf dem Heumarkt zu. In den letzten Jahren habe er sich mit vielen deutschen Bürgern getroffen, erklärte Starovatych. Die Mehrheit der Deutschen glaube nicht, dass Russland plane, seine Nachbarstaaten zu überfallen. Seiner Meinung nach beinhaltet die Volksdiplomatie ein riesiges Potenzial für die Verbesserung der Situation und für gegenseitiges Verständnis zwischen den Menschen unterschiedlicher Länder. Seine Rede beschloss er mit den Worten: "Die Menschheit hat Hoffnung auf eine helle Zukunft! Mit Liebe aus Wolgograd!"


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Die Waffen nieder! Friedensdemonstration in Köln, 30. August 2025Felicitas Rabe


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"Protestpanzer" auf der Friedensdemonstration in Köln, 30. August 2025Felicitas Rabe


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Militär raus! Friedensdemonstration in Köln, 30. August 2025Felicitas Rabe



Weitere Grußbotschaften kamen vom Bürgermeister der Kölner Partnerstadt Bethlehem und den israelischen und palästinensischen Betreibern des Friedenszentrums in Nazareth. Der Bethlehemer Bürgermeister forderte das Ende der kollektiven Bestrafung der Palästinenser und rief auf zu "Frieden, Wahrheit, Gleichheit und Respekt". Die Aktivisten aus Nazareth riefen auf zu Frieden und Versöhnung.

Rund eine Stunde nach Beginn der Kundgebung, deren Redner und Reden hier nur ausschnittsweise vorgestellt wurden, traf auch der große Zug der Rheinmetall-Entwaffnen-Campteilnehmer auf dem Heumarkt ein. Während sich der gemeinsame Umzug aufstellte, wurden seitens des Bündnisses weitere Reden gehalten. Als die Demo gegen 15.30 Uhr losgehen sollte, stellten sich rund 30 Polizisten in voller Kampfmontur an die Spitze des Umzugs, um ihn anzuführen.


Polizei formiert sich vor Demobeginn an der Spitze des Umzugs, Friedensdemonstration in Köln, 30. August 2025Felicitas Rabe



Das Demo-Orgateam forderte mehr Abstand der Polizei zur Demo-Spitze. Die Auseinandersetzung verzögerte den Beginn der Demonstration um mindestens eine halbe Stunde. Offenbar mussten die Friedensaktivisten doch nachgeben, denn die Polizeitruppe führte schließlich die Demonstration mit circa 3.000 Teilnehmern an. Schon ein paar Hundert Meter später wurde der Umzug von der Polizei bereits wieder gestoppt. Laut Demo-Teilnehmern soll die Polizei als Grund für den Stopp angegeben haben, es gebe vermummte Demonstranten. Weiteres war nicht in Erfahrung zu bringen. Dazu muss man feststellen, dass jeder einzelne Polizist eine Gesichtsvermummung trug.

Um es kurz zu machen, auf der kurzen Strecke vom Heumarkt bis zur Rheinuferstraße Höhe Schokoladenmuseum wurde die Demo dreimal gestoppt und brauchte für einen Weg von rund einem Kilometer ungefähr eineinhalb Stunden. Die Polizei soll das Aufhalten des Umzugs mit zusammengebundenen Transparenten und dem Zünden von Rauchraketen begründet haben.

Es gab dann eine Durchsage der Demo-Leitung, nachdem Teilnehmer aus der Demo auf der Rheinuferstraße von der Polizei isoliert worden waren. Gemäß dieser Durchsage wollte man den isolierten Teil nicht alleinlassen. Daher habe man beschlossen, dass der vordere Teil der Demo auf der Rheinuferstraße wieder zurückgehen sollte, um gemeinsam mit dem isolierten Teil in eine schmale Seitenstraße abzubiegen. Der Umzug sollte auf einer abgeänderten Route fortgesetzt werden.

Also marschierten die vorderen Demonstranten wieder zurück, um gemeinsam mit dem von der Polizei zuvor abgespaltenen Teil in die kleine Seitenstraße abzubiegen. Kaum war der Umzug in diese Straße eingebogen, stoppte er auch schon wieder. Den Grund konnte die Berichterstatterin nicht eruieren, weil die Lage dann sehr schnell unübersichtlich wurde und die Straße schmal war.

Für den Zuschauer völlig unvermittelt, stürmten auf einmal rund 60 Polizisten in Kampfmontur in den auf der engen Straße zwischen parkenden Autos dicht gedrängten Demonstrationszug und teilten ihn in der Mitte auf. Angeblich gab es bengalische Feuerwerksraketen auf einem der Demowagen, so der Grund für das martialische Eindringen der Polizei zwischen die zusammengedrängten Demonstranten. Und tatsächlich, nachdem die Polizei sich mitten in der Menschenmenge des Umzugs gewaltsam Platz geschaffen hatte, zerrte sie Friedensaktivisten von dem kleinen Demo-Lkw und fing vor aller Augen an, den Aufbau des Wagens auseinanderzunehmen und das Equipment auf die Straße zu werfen.



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Polizei drängt sich gewaltsam zwischen die Demonstranten, Friedensdemonstration in Köln, 30. August 2025Felicitas Rabe


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Demo-Lkw nach der Verwüstung durch die Polizei, Friedensdemonstration in Köln, 30. August 2025Felicitas Rabe


Bei der "Stürmung" der Demonstration setzte die Polizei Tränengas und Gewalt ein, sodass die Demo-Sanitäter alle Hände voll zu tun hatten, um etliche Verletzte zu versorgen. Gleichzeitig nahm die Polizei auch Teilnehmer fest, sie wurden in Handschellen bzw. mit Kabelbindern abgeführt und weggefahren. Infolgedessen kam eine Durchsage vom Orgateam, wonach man nicht mehr weitergehen werde, bis die Polizei die Festgenommen wieder freigelassen habe bzw. bis sie wieder zur Demonstration zurückgekehrt seien.

Schließlich kesselte die Polizei den größten Teil der noch verbliebenen Demonstranten ein und genehmigte nach Angaben von Beobachtern auch nicht mehr deren Entfernen vom Demozug. Den Grund für diese Maßnahme konnte die Berichterstatterin nicht mehr in Erfahrung bringen. 

So kam es schließlich, dass die Demonstration schon nach rund einem Kilometer vorbei war. Die bereits mit einer Bühne und Technik vorbereitete Zwischenkundgebung mit Reden und Kulturbeiträgen auf dem Chlodwigplatz fiel aus, und auch die vom Bündnis Rheinmetall-Entwaffnen angekündigte "große Parade von der Kölner Innenstadt zur Konrad-Adenauer-Kaserne" bzw. zum dortigen Rekrutierungscenter der Bundeswehr fand nicht statt. Für dort war geplant, "unser Nein zur Wehrpflicht, zum Werben fürs Töten und Sterben und zur militaristischen Propaganda laut kundzutun".

Offen bleibt, ob die ständigen Unterbrechungen und Schikanen des Umzugs vorgesehen waren. Als Außenstehender konnte man nahezu den Eindruck gewinnen, die Demonstration sei generalstabsmäßig als polizeiliche Übung für verschiedenste Maßnahmen im Umgang mit Demonstranten genutzt worden. 


Mehr zum Thema  Protestdemo in Köln: "Wehrpflicht? Nicht mit uns!" – "Schafft Komitees!"

 

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Video https://vkvideo.ru/video-134310637_456286851?ref_domain=freedert.online Dauer 1:45 Min.


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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31.08.2025

Rundbrief Friedensarbeit Korruptes Ukraine-Regime

aus e-mail von Karin Gerlich, 31. August 2025, 10:49 Uhr


Rundbrief Friedensarbeit Korruptes Ukraine-Regime
Liebe Mitmenschen
wir senden einen Sonderrundbrief in die Runde, weil die folgende sehr wichtige Info über das, was
sich in der ukrainischen Regierung und deren Umfeld bezüglich Korruption abspielt, nicht im
alltäglichen Nachrichten-Wust untergehen soll. Die bewiesene Tatsache über massive Korruption
durch das Ukraine-Regime könnte einige Hardliner, die den EU-Beitritt der Ukraine unterstützen,
vielleicht zum Aufwachen und einer Änderung ihrer Meinung bringen.
Diese Information muss auch schnellstens sehr breit geteilt werden, um die sehr mutige
Whistleblowerin zu schützen. Ihr Leben ist in großer Gefahr. Mit dem Verbrecher-Regime und dem
brutalen ukrainischen Geheimdienst, der vor nichts zurückschreckt, ist nicht zu spaßen und auch all
diejenigen, die an der Fortführung des Krieges interessiert sind, werden versuchen, die
Veröffentlichung der Beweise zu verhindern. Wem sich die Frau anvertraut hat und was bisher von
ihren Beweisen veröffentlicht wurde, konnten wir noch nicht herausfinden. Die Info sollte auch in
die USA sowie alle Länder, die die Ukraine finanziell unterstützen, gelangen.
Wieder werden Recherchen sog. VerschwörungstheoretikerInnen bestätigt. Schon vor fast 2 Jahren
wurde von MitstreiterInnen ein Großteil hiervon aufgedeckt, hauptsächlich Selenskij betreffend
Video
Eine ehemalige Ermittlerin des Nationalen Antikorruptionsbüros der Ukraine (NABU) floh nach
Europa und nahm nach eigenen Angaben Tausende von Seiten interner Dokumente mit, die ein
Korruptionssystem auf den höchsten Ebenen der Führung in Kiew aufdecken. (…)
Zur Untermauerung ihrer Behauptungen legte K. Kaufverträge und Banküberweisungen vor, die
den Kreis um Selenskyj mit Vermögenswerten in ganz Europa verbinden: 26 Immobilien in
Spanien (darunter Villen in Marbella und Penthäuser in Barcelona), 14 im Vereinigten Königreich
(darunter das Anwesen Chelsea Riverside), 21 an der Côte d’Azur in Frankreich, 8 in Italien und 34
Wohnungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten.“
https://x.com/vladi_the_gr8/status/1961039716603531670
oder
https://www.eva-herman.net/offiziell/?beitrag=202744
Weitere andere aktuelle Meldungen und Beiträge
Kriegspropaganda, Militarisierung und Repression – Wie umgehen mit dem Krieg?
Podiumsdiskussion des Friedensbündnis NRW anlässlich des Antikriegstags mit
Thomas Geisel (MdEP, ehem. Oberbürgermeister von Düsseldorf)
Andrej Hunko (ehem. MdB und gesundheitspolitischer Sprecher des BSW)
Wa’el Jaber (Palästinensische Allianz NRW)
Dr. Mona Aranea (Soziologin, Friedensbündnis NRW, Moderation)
Sonntag, 31. August 2025
18:00 Uhr Brauhaus am Dreieck, Blücherstraße 6, 40477 Düsseldorf
Quelle: Friedensbündnis NRW
Kundgebung: Stern zurück auf das Mahnmal
Friedenswillen zeigen – ein Zeichen setzen für den Frieden mit Russland! Auf dem Ehrenfriedhof
für Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge in Hannover wurde in den 50er-Jahren vonseiten der Stadt
der Sowjetstern vom Gedenkstein entfernt. Der Steinbildhauer Steffen Friedrich hat diesen Stern
nach Originalfotos rekonstruiert und verfolgt mit Unterstützung der Initiative Frieden mit Russland
und der BSW-Ratsfraktion Hannover das Ziel, den Originalzustand des Denkmals durch dessen
Reinstallation wiederherzustellen. Gemeinsam wollen wir am Antikriegstag mit der “Aktion Stern
zurück auf das Denkmal!” ein Zeichen setzen gegen Russophobie, Geschichtsklitterung und
Kriegshetze – und für Frieden und Zusammenarbeit mit Russland demonstrieren!
Veranstaltet durch: Initiative Frieden mit Russland / BSW Hannover
16:45 Uhr
Wiese neben dem Ehrenfriedhof am Maschsee-Nordufer, Hannover
Kreuzung Culemannstraße/ Arthur-Menge-Ufer
30169 Hannover
Weitere Infos: frieden-mit-russland.com
Quelle: junge Welt
Kriegsvorbereitung: Sagt nein!
Bundesregierung bringt Wehrdienst und Nationalen Sicherheitsrat auf den Weg. Rheinmetall
eröffnet Europas größtes Munitionswerk.
Deutschlands Kriegsführungsrolle
Kabinett: Stillgestanden! – Warum waren jetzt hohe NATO-Vertreter bei wichtigen
deutschen Regierungsgesprächen dabei?
Mit dem NATO-Generalsekretär Mark Rutte und dem militärischen NATO-Oberbefehlshaber in
Europa (Saceur), dem US-General Alexus G. Grynkewich, waren in den letzten Tagen höchste
NATO-Vertreter bei deutschen Regierungsgesprächen anwesend. Ein sehr bemerkenswerter
Vorgang!
Das Bundesverteidigungsministerium teilt auf der Homepage mit (Heraushebungen von mir):
„Verteidigungsminister Boris Pistorius hat seine Kolleginnen und Kollegen aus dem Kabinett am
27. August 2025 im Berliner Bendlerblock empfangen. Um verteidigungspolitische
Grundsatzthemen und die aktuelle Bedrohungslage zu diskutieren, trafen sich die
Kabinettsmitglieder im sogenannten U-Boot – einem abhörsicheren Konferenzraum im
Verteidigungsministerium. (…) Mit im „U-Boot“ waren neben Bundeskanzler Friedrich Merz
und seinen Kabinettsmitgliedern auch der Alliierte Oberkommandierende in Europa
(SACEUR Supreme Allied Commander Europe), General Alexus G. Grynkewich, und der
Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer – beide mit Redebeiträgen zur
internationalen beziehungsweise nationalen Sicherheitslage.“
Unter diesem Link findet sich ein Ausschnitt des WDR, in dem die Zusammenkunft von Kanzler
Merz, Ministern und Anderen mit dem NATO-US-General Alexus G. Grynkewich zu sehen ist. Das
Titelbild ist ein Screenshot aus diesem Bericht, es zeigt Grynkewich links neben Kanzler Merz.
Außerdem berichtet die „Tagesschau“ darüber, dass NATO-Generalsekretär Mark Rutte bei der
gemeinsamen Klausur der Fraktionsspitzen von SPD und CDU in Würzburg zugegen war:
usw
Video
Italien über Deutschlands Herrschsucht: Merz will größte Armee Europas – und hetzt dafür gegen
Russland
Der angesehene italienische Historiker Luciano Canfora von der Universität Bari warnte im Radio
„Cusano Campus“, dass Kanzler Friedrich Merz die größte Gefahr für den Frieden in Europa sei.
Merz habe offen erklärt, die größte Armee Europas in Deutschland aufbauen zu wollen. Um das
durchzusetzen, brauche er das Schreckgespenst einer angeblichen „russischen Bedrohung“. Dabei,
so Canfora, habe Russland in seiner Geschichte nie Europa überfallen – im Gegenteil: Es war stets
Ziel von Invasionen, zuletzt durch Deutschland.
@ostnews_faktencheck!
https://www.eva-herman.net/offiziell/?beitrag=202751
Kriegstüchtig im Schattenamt
Der „Operationsplan Deutschland“ regelt die Aufgaben der verschiedenen staatlichen Ebenen, wenn
der große Krieg gegen Russland beginnt. Den Kommunen kommt eine Schlüsselrolle bei der
Unterstützung der militärischen Logistik zu. Um darauf einzuschwören, kamen Ende Juni zwei
Offiziere der Bundeswehr in den Stadtrat von Regensburg (Bayern). Im UZ-Interview spricht
Irmgard Freihoffer (BSW), Mitglied des Rates der Stadt Regensburg, über den Vortrag, die
Konsequenzen und den notwendigen Widerstand.
Quelle: unsere zeit
Merz: Bedrohung durch Russland ist real
Antrittsbesuch bei der Marine: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kommt per Hubschrauber auf
die Fregatte «Bayern». (…)
„Wir sehen tägliche Aktionen der russischen Armee. Sie testen unsere Verteidigungsbereitschaft
und unsere Verteidigungsfähigkeit. Und deshalb will ich sagen, wir werden in den nächsten
Monaten und in den nächsten Jahren alles tun, die Freiheit, den Frieden und die territoriale
Integrität des Bündnisgebietes zu schützen» (…)
Merz machte klar, dass auch in den nächsten Jahren viel in die Ausrüstung der Streitkräfte investiert
werden müssen. «Wir sind bereit, das zu tun, aber das ist nicht nur eine materielle Frage. Es ist auch
und vor allem eine personelle Frage.“ …“
https://de.nachrichten.yahoo.com/merz-fregatte-bayern-gelandet-082835841.html
Rüstungsland Niedersachsen: Weg vom Auto, hin zum Panzer – mit tatkräftiger
Unterstützung der SPD
Als am Mittwoch die neue Artilleriemunitions-Produktionsline des Rheinmetall-Werks im
niedersächsischen Unterlüß in Betrieb genommen wurde, war viel Prominenz angereist. Neben dem
NATO-Generalsekretär Mark Rutte stellten sich auch zwei niedersächsische SPD-Granden dem
Blitzlichtgewitter: Parteichef und Vizekanzler Lars Klingbeil und Verteidigungsminister Boris
Pistorius. Niedersachsen steht wie wohl kaum ein anderes Bundesland für die von Olaf Scholz
ausgerufene „Zeitenwende“: Das einstige „Autoland“ soll nun, da es mit den Autos nicht mehr so
gut läuft, zum „Rüstungsland“ werden – wenn es das nicht ohnehin schon ist. Diese Strategie ist
brandgefährlich, kann sie doch nur aufgehen, wenn Deutschland dauerhaft gigantische Mengen an
Rüstungsgütern abnimmt und dabei noch gigantischere Mengen von Steuergeldern in die
Rüstungsindustrie fließen. Es ist zu befürchten, dass dies das neue Standortkonzept der SPD ist.
Armes Niedersachsen, armes Deutschland
Kilometerlange Militärkolonnen auf Autobahnen erwartet: Bundeswehr rollt Richtung
Ostsee
Militärkonvois rollen 2025 durch Deutschland: Die Übung Quadriga zeigt, wie die Bundeswehr und
Partner den Ostseeraum in Krisen verteidigen wollen.
Deutsche Truppen in die Ukraine? Ein No-go!
Die Debatte über mögliche Sicherheitsgarantien für die Ukraine treibt merkwürdige Blüten.
Während Washington, London und Paris abwinken, diskutiert Berlin über deutsche Truppen und
Nahkampf gegen die Russen.
Bundesregierung: Korruption und Beteiligung an Nord Stream-Sprengung hat keinen
Einfluss auf Ukraine-Hilfe
Bei seinem Besuch Anfang dieser Woche in Kiew hatte Finanzminister Lars Klingbeil erklärt: „Wir
werden die Ukraine jährlich mit 9 Milliarden Euro unterstützen“. Vor dem Hintergrund, dass die
Ukraine zu einem der korruptesten Länder Europas zählt, wollten die NachDenkSeiten wissen, was
für konkrete Maßnahmen die Bundesregierung geplant hat, um zu verhindern, dass diese jährliche
Milliarden-Summe an bundesdeutschem Steuergeld teilweise in Korruptionsnetzwerke abfließt.
Handelsblatt: „Doch die Welt ist, wie sie ist, und sie verlangt nach Kriegsgerät“
Neue Munitionsfabriken, Zwangs-Wehrdienst, Sozialkürzungen: Selbstherbeigeführte Krisen
werden aktuell von Journalisten und Politikern zu höheren Gewalten erklärt, denen man sich zu
ergeben habe. Diese Masche soll die Verantwortlichen für Militarisierung, Sozialabbau,
Kriegsgefahr und Verteuerung entlasten – schließlich sei die Welt eben so, „wie sie ist“. Aber das
stimmt nicht: Diese Verantwortlichen haben die Welt so gestaltet, wie sie nun ist – und man könnte
diesen Zustand auch ändern!
Die Grünen,,,,
Grüne fordern von Merz mehr Druck auf Russland
Angesichts der jüngsten russischen Luftangriffe auf die Ukraine haben die Grünen Bundeskanzler
Friedrich Merz (CDU) aufgefordert, gemeinsam mit anderen europäischen Partnern den Druck auf
Russlands Präsident Wladimir Putin zu erhöhen. "In der vergangenen Nacht hat Russland die
Ukraine erneut mit hunderten Drohnen und dutzenden Raketen angegriffen", sagte Grünen-Chefin
Franziska Brantner der "Rheinischen Post
Grüne fordern Zugriff der Ukraine auf russisches Staatsvermögen
Die sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Sara Nanni, hat die Hilfszusagen
von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) bei seinem Besuch in der Ukraine als unzureichend
kritisiert
Gerold Otten: Deutschlands Sicherheit wahren, statt fremde Kriege finanzieren
Zum Besuch von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil in der Ukraine erklärt der AfD-
Bundestagsabgeordnete Gerold Otten, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss: „Der Auftritt von
Minister Klingbeil in Kiew ist nichts weiter als eine politische Inszenierung. Deutschland ist weder
personell noch materiell in der Lage, glaubwürdige Sicherheitsgarantien für die Ukraine
abzugeben."
Ukraine – und es ist wieder England
Der folgende Standpunkt wurde von Peter Haisenko geschrieben: "Englands Hass auf Russland ist
offensichtlich unstillbar. Nachdem Boris Johnson schon im Frühjahr 2022 einen Friedensschluss
verhindert, verboten hat, fordert jetzt die Times einen ewigen Krieg gegen Russland. Pistorius und
Merz haben das erreicht, was Hitler versagt blieb. Sie haben Abkommen mit London unterzeichnet,
gemeinsam gegen Russland vorzugehen. Die britische Zeitung The Times erklärte in einem
scharfen Leitartikel: Der Westen müsse sich auf einen langanhaltenden Widerstand gegen Russland
einstellen, bis Wladimir Putin seine Niederlage im Kalten Krieg anerkennt.
NATO und Co.
Er spielte eine Schlüsselrolle beim Maidan-Putsch
Ehemaliger Parlaments-Präsident der Ukraine erschossen
https://www.youtube.com/watch?v=_lQ8Z5znlKk
Vor wenigen Minuten wurden Andrij Parubij – der ehemalige Präsident des ukrainischen
Parlamentes auf offener Strasse erschossen! Selensky ist extrem geschockt und die Hintergründe
sind äusserst brisant!
Der ukrainische Politiker Andrij Parubij ist in Lwiw auf offener Straße getötet worden. Die
Hintergründe sind unklar.
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2025-08/andrij-parubij-mord-anschlag-ukraine
Trump befürwortet ukrainische Angriffe in Russland und revidiert damit seine
frühere Kritik an derartigen Aktionen. Er bezeichnete die neuen Angriffsfähigkeiten als notwendige
Komponente der ukrainischen Landesverteidigung. Dieser Kurswechsel erzeugt eine komplexe
diplomatische Dynamik, nur wenige Tage nachdem Trump lange private
Die EU-Verteidigungsminister haben sich für eine Ausweitung der militärischen
Ausbildungsmission auf die Ukraine ausgesprochen, sollte es zu einer Waffenruhe kommen. Es
gebe "breite Unterstützung" für den Schritt, sagt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nach einem
Treffen der Minister in Kopenhagen. Für eine Änderung des Mandats ist Diplomaten zufolge die
Zustimmung aller 27 EU-Staaten erforderlich.“
https://www.n-tv.de/politik/16-03-EU-Minister-fuer-Militaerausbildung-in-Ukraine-nach-
Waffenruhe--article23143824.html
Ehemalige Chefin von USAID: USA haben in Moldawien "Dutzende Millionen" ausgegeben
Die US-Agentur für internationale Entwicklung (USAID) investierte Dutzende Millionen US-
Dollar in Moldawien, um die Pro-EU-Präsidentin Maia Sandu zu unterstützen. Das gab die
ehemalige USAID-Chefin Samantha Power in einem Gespräch mit den russischen Komikern
Wowan und Lexus zu.
In dem Gespräch, in dem sich das berüchtigte Duo Wowan und Lexus als westliche Beamte
ausgaben, erinnerte sich Power daran, dass USAID unter ihrer Führung "nie dagewesene
Investitionen" in Moldawien getätigt habe und seine Präsenz in dem Land "massiv" ausbaute.
Sie erwähnte, dass in den Budgets, die bei USAID für die Ukraine bestimmt waren, immer
"Dutzende Millionen Dollar" für Moldawien vorgesehen waren, und merkte an, diese Beträge
"brachten in Moldawien viel mehr als in der Ukraine", angesichts der Größe des Landes.
Jetzt aber müsse Europa die Lücke füllen, die USAID hinterlassen habe..."
https://dert.online/international/254554-ehemalige-chefin-von-usaid-usa/
Ungarn verklagt EU: Gericht soll illegale Ukraine-Zahlungen stoppen
Ungarn hat laut dem Portal „Portfolio“ Klage gegen den #EU-Rat und die Europäische
Friedensfazilität beim Gericht der Europäischen Union eingereicht – aus gutem Grund.
Die EU-Bürokraten hatten im Mai 2024 beschlossen, 99,7% der Nettoerträge aus eingefrorenen
Geldern der russischen Zentralbank ohne Zustimmung aller Mitgliedstaaten an die #Ukraine zu
überweisen. Ein klarer Verstoß gegen das Einstimmigkeitsprinzip.
Während Brüssel sich über demokratische Grundsätze hinwegsetzt, finanziert es damit
Waffenlieferungen in einen Konflikt, der immer weiter eskaliert. Fragt sich nur: Wenn die EU ihre
eigenen Regeln bricht, wer kontrolliert dann noch die Kontrolleure?“
@ostnews_faktencheck!
https://www.eva-herman.net/offiziell/?beitrag=202658
Teil 1/2 Lawrow im „NBC“ Interview komplett, Moskau, 24 August 2025
Übersetzte Reden müssen nicht zwangsläufig die Meinung der Redaktion sein. Sie dienen lediglich
zur Information unserer Zuschauer. Aus finanziellen Gründen sind wir auf die Unterstützung von
KI angewiesen, da wir sämtliche Arbeit persönlich finanzieren. Darum bitten wir etwaige
Übersetzungsfehler und Aussetzer zu entschuldigen.
Mehr Videos und aktuelle News online unter [LINK]
Quelle: russland.RU, 25.08.2025
Teil 2/2 Lawrow im „NBC“ Interview komplett, Moskau, 24 August 2025
Quelle: russland.RU, 25.08.2025
Russland verhängt Embargo gegen Armenien wegen Sangesur-Korridor – Hunderte Lkw an
der Grenze gestoppt
Nach der armenischen Zustimmung zum Sangesur-Korridor verhängt Russland ein Importverbot.
Lkw mit Obst und Baumaterialien kehren um – offiziell aus «hygienischen Gründen».
Merz, Macron und Tusk als Wahlhelfer in Moldau
Moldau ist seit dem Zerfall der Sowjetunion zwischen Europa und Russland gespalten. Zum
Unabhängigkeitstag lädt Präsidentin Sandu mehrere Staatschefs ein, um für die EU zu werben.
Sie sind in Europas ärmstes Land gekommen, nach Moldau als Wahlkämpfer: Friedrich Merz,
Emmanuel Macron und Donald Tusk. Dort geht es um viel. Die Präsidentin von Moldau nennt es
die “letzte Schlacht”. Wenn die Parlamentswahl am 28. September nicht pro Europa ausgehe, dann
sei Moldaus Zukunft düster.
Quelle: ZDF heute
Anmerkung unseres Lesers O.B.: Merz, Macron und Tusk “machen Wahlkampf in Moldawien”
(O-Ton ZDF!!!) und beklagen sich zugleich über “russische Einmischung”. Finde den Fehler!
Unterirdische biochemische Anlagen in der Ukraine (MW - Deutsch)
https://www.youtube.com/watch?v=Nqw0Nun80_A
Die Übernahme und Betrieb ukrainischer biochemischer Labore in der Ukraine durch US-Pentagon-
Unterorganisationen.
Frankreich fordert Krankenhäuser auf, bis März 2026 kriegsbereit zu sein
FRIEDEN UND WOHLSTAND: US-Ölgigant Exxon trifft sich heimlich mit Rosneft, um
über eine Rückkehr nach Russland zu verhandeln
https://www.thegatewaypundit.com/2025/08/peace-prosperity-us-oil-giant-exxon-met-secret/
Palästina Nahost
Israel stoppen!!
Die Proteste beim Konzern Microsoft gegen seine mögliche Beteiligung an den
Kriegsverbrechen Israels reißen nicht ab
Die Protestgruppe „No Azure for Apartheid“, bestehend aus ehemaligen und gegenwärtigen
Microsoft-Mitarbeitern, hat am Dienstag das Büro des Microsoft-Präsidenten Brad Smith kurzzeitig
besetzt, um gegen die mögliche Beteiligung an israelischen Kriegsverbrechen ihres Arbeitgebers zu
protestieren. Dies führte zu Festnahmen und Kündigunge
Genozid in Gaza: »Israel versucht, die Welt an der Nase herumzuführen«
Journalisten schließen sich für Petition gegen Zensur und für Zugang nach Gaza zusammen. Ein
Gespräch mit André Liohn
von Dieter Reinisch
--> [Debatte] https://www.jungewelt.de/artikel/507191.genozid-in-gaza-israel-versucht-die-welt-
an-der-nase-herumzuführen.html
Barcelona ernennt Gaza und Palästina zum 11. Bezirk der Stadt
Rücktritt wegen Gaza
Am Freitag verkündete der niederländische Außenminister Caspar Veldkamp seinen Rücktritt aus
der Regierung. Kurz darauf folgten ihm die anderen vier Minister seiner Partei, darunter auch die
Innenministerin. Grund war sein Scheitern, die Rumpfkoalition (Rechtspopulist Geert Wilders
verließ die Koalition schon im Mai) zu einem härteren Vorgehen gegen Israel zu bewegen. Wann
sehen wir eine solche Konsequenz endlich bei deutschen linken Politikern?
Unfassbar!
Israel betrachtet Sykes-Picot-Grenzen als „bedeutungslos“ und „wird gehen, wohin sie
wollen“
Israel ist nicht daran interessiert, sich an die im Sykes-Picot-Abkommen des Ersten Weltkriegs
festgelegten Grenzen des Nahen Ostens zu halten und hat laut US-Sondergesandtem Tom Barrack
die „Kapazität oder den Wunsch“, den Libanon und Syrien zu übernehmen. Barrack machte...
Israels Medien über eine „Phase der Barbarei“ und den „neuen gewalttätigen Zionismus“
Israel erlebt immer schärfere Gegensätze im Inneren. Umgekehrt will man offenbar in Gaza absolut
Tabula rasa machen. Gleichzeitig befindet man sich mit Syrien, Libanon und Jemen im offenen
Kriegszustand und dem Iran in einem latenten. Hier einige Stimmen aus dem Inneren dazu und
neueste Entwicklungen.
Das Conflicts Forum von Alastair Crooke sammelt bemerkenswerte Artikel und Zitate aus Israel.
Diese Zusammenstellungen stammen aus Analysen und Kommentaren führender israelischer
Politik- und Sicherheitskommentatoren, die überwiegend auf Hebräisch veröffentlicht wurden – da
Berichte auf Hebräisch oft einen anderen Einblick in den internen Diskurs Israels bieten.
Usw
Gaza: Schockierende Zahl ziviler Todesopfer enthüllt
In diesem Video, das exklusiv auf unserem Kanal in deutscher Sprache veröffentlicht wurde,
diskutiert der mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Journalist Glenn Greenwald die jüngsten
Behauptungen des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu über das Verhältnis zwischen
zivilen und militärischen Opfern in Gaza. Greenwald stellt Netanjahus Aussagen Daten aus einer
internen Datenbank des israelischen Militärs gegenüber, über die das +972 Magazine und The
Guardian berichtet haben und die darauf hindeuten, dass über 80 % der Getöteten in Gaza Zivilisten
waren. Er stellt diese Zahlen in den größeren Kontext moderner Konflikte, hebt ihre Ausmaße
hervor und hinterfragt die offiziellen Darstellungen Israels.
ENG: To view the English version [LINK]
Quelle: acTVism Munich, 27.08.2025
Vorbereitung auf nächsten Krieg gegen den Iran: E3 lösen „Snapback“-Sanktionen gegen den
Iran aus
Großbritannien, Frankreich und Deutschland haben den Prozess zur Wiedereinführung der
Sanktionen des UN-Sicherheitsrats gegen den Iran im Rahmen des „Snapback“-Mechanismus des
Atomabkommens von 2015, bekannt als JCPOA, eingeleitet – ein Schritt, der einen weiteren Krieg
der USA und Israels gegen den Iran vorbereitet. Die als E3 bekannten europäischen Länder haben
dem UN-Sicherheitsrat in einem Schreiben mitgeteilt, dass sie die Sanktionen
Aktion von Merz, Macron und Starmer führt zum Austritt des Iran aus
Atomwaffensperrvertrag
Das iranische Parlament hat einen Antrag zum vollständigen Austritt aus dem
Atomwaffensperrvertrag vorgelegt, als Reaktion auf die Entscheidung der E3, den Snapback-
Mechanismus auszulösen. Nach der Ankündigung der E3 (Frankreich, Deutschland und
Großbritannien), den Snapback-Mechanismus für Sanktionen gegen Teheran auszulösen, hat das
iranische Parlament einen Dringlichkeitsantrag ausgearbeitet und vorgelegt, der einen vollständigen
Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag (NPT) vorsieht. Hossein-Ali Haji-Deligani,
stellvertretender
Atomverhandlungen: Europäer erneuern Sanktionen gegen Iran
Teheran setzt weiter auf Diplomatie. Zusammenarbeit mit Atombehörde kommt auf Prüfstand
von Jörg Tiedjen
--> [Debatte] https://www.jungewelt.de/artikel/507156.atomverhandlungen-europäer-erneuern-
sanktionen-gegen-iran.html
Westjordanland unter Feuer: Entwurzeln und vertreiben
Westjordanland: Israelische Armee fällt in Nablus, Hebron und Ramallah ein. Siedler bauen illegale
Gemeinden aus
von Jakob Reimann
--> [Debatte] https://www.jungewelt.de/artikel/507179.westjordanland-unter-feuer-entwurzeln-
und-vertreiben.html
Nahostkonflikt: Den Tempelberg im Visier
Brief aus Jerusalem:Israels Minister wollen islamisches durch jüdisches Heiligtum ersetzen
von Helga Baumgarten, Jerusalem
[Debatte] https://www.jungewelt.de/artikel/507185.nahostkonflikt-den-tempelberg-im-visier.html
Mehr als 1.000 Gebäude in Gaza zerstört, Zivilisten bei jüngstem israelischen Angriff
lebendig begraben.
Israel zerstört systematisch Stadtviertel in Gaza, begräbt Familien unter unerbittlichem Beschuss
und blockiert Rettungsmaßnahmen. Ganze Stadtteile wie Zeitoun und Sabra wurden dem Erdboden
gleichgemacht, wodurch fast eine Million Palästinenser unter dem Deckmantel von... in
Haaretz 29. 8.
https://us18.campaign-archive.com/?
e=e401c2f615&u=d3bceadb340d6af4daf1de00d&id=b599edce4f
GEISELN/WAFFENSTILLSTAND: Die IDF gab bekannt, dass sie die Leiche von Ilan Weiss , der
während eines Hamas-Angriffs am 7. Oktober 2023 ermordet und nach Gaza gebracht wurde, aus
Gaza geborgen und hinzugefügt habe, dass sie auch „Funde“ im Zusammenhang mit einer weiteren
verstorbenen Geisel sichergestellt habe , deren Identifizierung noch im Gange sei.
Der 56-jährige Weiss leitete den Sicherheitsdienst des Kibbuz Be'eri und verließ am 7. Oktober
frühmorgens sein Haus, um zum Waffenlager der Gemeinde zu gehen. Er galt bis zum 1. Januar
2024 als vermisst. Dann teilte die israelische Armee seiner Familie mit, dass er aufgrund
forensischer Beweise auf israelischem Gebiet wahrscheinlich während des Angriffs ermordet
worden sei. Ilans Frau und Tochter Shiri und Noga wurden ebenfalls von der Hamas entführt und
im November 2023 im Rahmen eines Geiselhandels freigelassen.
Einav Zangauker, die Mutter des Geisels Matan, sagte, sie werde ihre Demonstrationen vor dem
Hauptquartier des Verteidigungsministeriums in Tel Aviv am Samstagabend beenden. Mehreren
Quellen zufolge ist der Hauptgrund für die Absage, sich mit anderen Protestbewegungen
zusammenzuschließen, um in den kommenden Wochen Massenkundgebungen zu organisieren.
■ EUROPA: Der türkische Außenminister Hakan Fidan kündigte an , Ankara werde alle
Wirtschaftsbeziehungen zu Israel abbrechen, seinen Luftraum für israelische Flugzeuge
sperren und türkischen Schiffen das Anlegen in israelischen Häfen untersagen . „Israel begeht seit
zwei Jahren vor den Augen der Welt einen Völkermord im Gazastreifen. Kein Land hat bisher einen
bedeutsameren Schritt unternommen, der Sanktionen gegen Israel beinhaltet“, sagte Fidan.
Die Außenminister Spaniens, Irlands, Norwegens, Sloweniens, Islands und Luxemburgs
veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung, in der sie Israels Plan zur Eroberung von Gaza-Stadt
„aufs Schärfste“ verurteilten . Sie erklärten, dieser Plan würde das Leben der Geiseln gefährden,
„die sich noch immer grausam in der Gewalt der Hamas befinden“, und würde den „unerträglichen
Tod unschuldiger palästinensischer Zivilisten“ zur Folge haben, was sie als „eklatante Verletzung
des Völkerrechts“ bezeichneten.
■ GAZA: Die IDF sagte, sie werde ihre täglichen zehnstündigen „humanitären Pausen“ in Gaza-
Stadt vor ihrem Plan, die Stadt zu besetzen, aufheben.
Die Hamas erklärte, Israels Plan, Gaza-Stadt zu erobern, werde für ihre politische und militärische
Führung eine „Katastrophe“ bedeuten. Sie werde alles in ihrer Macht Stehende tun, „um die Geiseln
festzuhalten, doch sie würden zusammen mit unseren Kämpfern festgehalten“. Sie fügte hinzu, sie
werde den Namen und das Bild jeder Geisel veröffentlichen, die durch israelische Angriffe getötet
wurde, sowie Beweise für ihren Tod.
„Yair Lapid, der Oppositionsführer, erhielt diese Woche einen Anruf von einem ägyptischen
Beamten aus dem Umfeld von Präsident Abdel-Fattah al-Sissi. ‚Können Sie mir erklären, was dort
vor sich geht?‘, fragte der Beamte. Wovon reden Sie, fragte Lapid. ‚Was Sie den ‚Witkoff-Plan‘
nennen und was wir den ‚Netanjahu-Plan‘ nennen, weil es von Anfang an seine Idee war – die
ganze Idee eines Teilabkommens, die Rückgabe von 10 lebenden und 18 toten Geiseln und die 60
Tage dauernden Verhandlungen über den Rest, das alles wurde von Netanjahu diktiert‘, antwortete
der Ägypter. ‚Witkoff hat es präsentiert, damit es nicht so aussieht, als würde die Hamas Netanjahus
Forderungen akzeptieren.‘ „Okay“, sagte Lapid, „und? ‚Also gingen wir damit zur Hamas, ließen
sie es unterschreiben und seitdem ist Netanjahu verschwunden. Es sind bereits zwei Wochen
vergangen und wir konnten sein Büro nicht erreichen. Und jetzt lesen wir in den Medien, dass Ihr
Premierminister ein stufenweises Abkommen ablehnt und auf einem umfassenden besteht. Also
fragen wir uns: Ist Ihnen bewusst, dass Netanjahu beschlossen hat, seinen eigenen Plan zunichte zu
machen? ‘“ – Yossi Verter
■ PALÄSTINENSISCHER STAAT: Im Vorfeld der für September angesetzten UN-
Generalversammlung, bei der mehrere Länder die Anerkennung eines palästinensischen Staates
ankündigten, sagte das US-Außenministerium, es „ verweigere und widerrufe Visa“ von
Mitgliedern und Beamten der Palästinensischen Befreiungsorganisation und der Palästinensischen
Autonomiebehörde und fügte hinzu, dass die Mission der PA bei den Vereinten Nationen gemäß
dem UN-Hauptquartierabkommen Ausnahmegenehmigungen erhalten würde.
In der Erklärung heißt es: „Bevor die PLO und die PA als Partner für den Frieden betrachtet werden
können, müssen sie den Terrorismus – einschließlich des Massakers vom 7. Oktober – konsequent
ablehnen und die Anstiftung zum Terrorismus im Bildungswesen beenden.“ Außerdem müsse die
PA ihre „ internationalen Lawfare-Kampagnen “, einschließlich ihrer Berufungen vor
internationalen Gerichten, einstellen und ihre „Bemühungen um die einseitige Anerkennung eines
mutmaßlichen palästinensischen Staates“ beenden .
Die New York Post, die als der Trump-Regierung nahestehend gilt, berichtete, dass der
palästinensische Präsident Mahmud Abbas auf der Liste der Beamten steht, die nicht in die USA
einreisen dürfen.
Das palästinensische Außenministerium äußerte sich „verwundert“ über die Entscheidung und
bezeichnete sie als „Verstoß“ gegen die UN-Hauptquartier-Konvention von 1947. Das Ministerium
forderte sowohl UN-Generalsekretär António Guterres als auch den UN-Sicherheitsrat auf, „ihre
Pflichten zu erfüllen“, und fügte hinzu: „Die Entscheidung Washingtons wird die internationale
Anerkennung eines palästinensischen Staates nicht verhindern.“
LIBANON: Der UN- Sicherheitsrat hat am Donnerstag einstimmig für die Auflösung der
Friedenstruppe im Südlibanon (UNIFIL) zum Ende des Jahres 2026 gestimmt. Ziel sei es, die
libanesische Regierung zum „ alleinigen Garanten für Sicherheit “ im Südlibanon zu machen. Die
Resolution forderte die israelischen Streitkräfte außerdem auf , ihre nördlich der von der UNO
gezogenen Grenze zu Israel stationierten Truppen , die als „Blaue Linie“ bekannt sind, abzuziehen .
Der französische Präsident Macron lobte in einem Beitrag auf X die einjährige Verlängerung des
UNIFIL-Mandats und lobte den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und Premierminister Nawaf
Salam für ihre „mutigen Entscheidungen zur Wiederherstellung des staatlichen Gewaltmonopols“.
Macron forderte außerdem „den vollständigen Abzug der israelischen Streitkräfte aus dem
Südlibanon und ein Ende aller Verletzungen der libanesischen Souveränität“. Dies seien
wesentliche Voraussetzungen für die Entwaffnung der Hisbollah.
Das mit der Hisbollah verbundene Nachrichtenportal Al Akhbar berichtete, der libanesische
Militärkommandeur Rudolf Haikal habe gegenüber libanesischen Behörden erklärt, er würde
„vorzugsweise zurücktreten, wenn dafür libanesisches Blut durch die Armee vergossen werden
müsste“, um die Entscheidung zur Entwaffnung der Hisbollah umzusetzen. Dem Bericht
zufolge boten US-Beamte der libanesischen Armee an, Informationen über die Standorte der
Hisbollah zu liefern und sogar israelische Drohnen für Angriffe auf Ziele einzusetzen.
Die israelischen Streitkräfte (IDF) gaben eine Erklärung heraus, in der sie ihr Bedauern darüber
ausdrückten, libanesischen Soldaten „Schaden“ zugefügt zu haben , nachdem am Donnerstag im
Süden des Landes zwei Militärangehörige durch die Explosion einer Drohne der IDF getötet
worden waren. Sie erklärten, die Drohne hätte ein Pionierfahrzeug angreifen sollen, „aufgrund einer
technischen Störung sei die Munition jedoch nicht explodiert und zu Boden gefallen“.
■ HOUTHIS: Der Houthi-Premierminister Ahmed al-Rahawi wurde am Donnerstagabend bei
Israels Angriffen auf Sanaa getötet , die sich gegen ein Treffen hochrangiger Houthi-Vertreter
richteten, berichteten jemenitische Medien, die der Opposition gegen das Houthi-Regime
nahestehen. Die Houthis haben al-Rahawis Tod noch nicht bestätigt.
Israelische Verteidigungsbeamte gehen davon aus, dass die Houthis auf die jüngsten Angriffe
Israels reagieren werden , teilten Quellen Haaretz mit. Diese Schätzungen basieren jedoch nicht auf
konkreten Geheimdienstinformationen
Israels wachsende Präsenz in Syrien läutet eine neue Ära des Konflikts und der Diplomatie
ein.
Israel hat die dauerhafte Besetzung syrischen Territoriums, einschließlich des Hermongebirges und
Teilen der Golanhöhen, erklärt und damit das von den Vereinten Nationen vermittelte
Truppenabzugsabkommen von 1974 verletzt. Jüngste Übergriffe führten zu zivilen Opfern und
Landnahmen.
Houthis bestätigen Tod ihres Premierministers und hochrangiger Beamter bei massivem
israelischen Angriff
Die jemenitische Houthi-Regierung hat verspätet bestätigt, dass bei einem israelischen Angriff vor
einigen Tagen ihr Premierminister Ahmed al-Rahawi getötet wurde. Er war der ranghöchste
Houthi-Beamte, der bisher im anhaltenden Konflikt getötet wurde. In der offiziellen Erklärung der
Houthis wurde weiter anerkannt...
Amerikas lange Geschichte mit Dschihadisten als Verbündete
Seyed Mohammad Marandi ist Professor an der Universität Teheran und ehemaliger Berater des
iranischen Nuklearverhandlungsteams. Prof. Marandi erläutert die lange Geschichte der US-
amerikanischen Zusammenarbeit mit dschihadistischen Stellvertretern und die anhaltende
Zerstörung Syriens.
Prof. Glenn Diesen auf X [LINK]
Original Video [LINK]
Original Transcript [LINK]
Translated Transcript [LINK]
Produced by: Glenn Diesen; Originally Published on: 2025-08-24; Translations by: www.video-
translations.org; Disclaimer: Read by A.I. Voices. Auto-translated.
Quelle: Glenn Diesen Deutsch, 25.08.2025
«Teuflischer Kreislauf»
Der Staat Israel wurde am 14. Mai 1948 gegründet durch eine Proklamation von Ben Gurion, dem
Präsidenten des Jüdischen Nationalrats. Einen Tag vor Ablauf des britischen Mandats über
Palästina. Die UN-Generalversammlung war von Grossbritannien mit der Lösung der Palästinafrage
beauftragt worden. Mit einer Zweidrittelmehrheit hat sie am 29. November 1947 zugestimmt,
Westpalästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat aufzuteilen. Eine Entscheidung, die die
arabische Seite ablehnte.
Zugleich brachte die 1945 verabschiedete Charta der Vereinten Nationen den Willen zum
Ausdruck, die Kolonialherrschaften zu beenden. Ein Widerspruch.
Quelle: Jean Ziegler auf work
Speziell Deutschland
Auswärtiges Amt fordert Deutsche zum Verlassen des Iran auf
Deutschland, Frankreich und Großbritannien entscheiden, ausgesetzte Sanktionen gegen den Iran
reaktivieren zu können. Kurz danach ruft das Auswärtige Amt alle Deutschen dazu auf, das Land zu
verlassen. Hintergrund ist die Eskalation im Streit um das Atomabkommen.
Andere Konflikte
Im Schatten der Monroe-Doktrin: Neue Frontlinien in der Karibik
Wie die US-Streitkräfte jüngst bestätigten, haben die USA erneut drei Kriegsschiffe sowie 4.000
Marinesoldaten in die südliche Karibik entsandt.[1] Bereits Anfang des Monats hatte US-
Justizministerin Pamela Jo Bondi die Verdopplung des Kopfgeldes auf Venezuelas Präsident
Nicolás Maduro bekannt gegeben. 50 Millionen Dollar setzt Washington nun auf dessen Ergreifung
aus – eine beispiellose Maßnahme gegen ein amtierendes Staatsoberhaupt.[2]
Bosnien-Herzegowina: Wie der Vertreter der Vereinten Nationen das Land in eine
Staatskrise stürzte
Bosnien-Herzegowina ist in einer schweren Staatskrise. Ausgelöst wurde sie durch das unheilvolle
Wirken des Hohen Repräsentanten Christian Schmidt. Ein Kommentar.
Die Staatskrise in Bosnien-Herzegowina begann mit dem Abgang von Valentin Inzko. In den
letzten Tagen seiner Amtszeit, im Juli 2021, erließ der Hohe Repräsentant der Vereinten Nationen
(UN) ein Gesetz. Dieses bedroht das Leugnen des Massenmords von Srebrenica, in Den Haag von
zwei internationalen Gerichten als Genozid verurteilt, mit einer Haftstrafe. Der Hohe Repräsentant
kann das. Er kann ganz alleine Gesetze erlassen, ohne dass das Parlament in Sarajevo zustimmen
müsste. Der sogenannte Friedensimplementierungsrat aus 50 Ländern und Organisationen, der den
Repräsentanten wählt, hat ihm diese Macht gegeben.
Quelle: Berliner Zeitung
Dänemark : Spionage in Grönland
USA sollen an der Beeinflussung von Politik und öffentlicher Meinung arbeiten. Das Ziel: die
Einverleibung der Insel
von Jörg Kronauer
--> [Debatte] https://www.jungewelt.de/artikel/507184.dänemark-nbsp-spionage-in-grönland.html
Libyen: UN-Sondergesandte unterrichtet den UN-Sicherheitsrat
Am 23. August unterrichtete die UN-Sondergesandte Hannah Tetteh den UN-Sicherheitsrat über die
aktuelle Situation in Libyen und stellte ihren neuen politischen Fahrplan vor. Geplant ist, innerhalb
von zwei Monaten eine neue, einheitliche Regierung zu bilden und innerhalb von 18 Monaten
Parlaments- und Präsidialwahlen abzuhalten. So sähe die Theorie aus. Ob sich der Plan allerdings
angesichts der realen Situation vor Ort und gegen die zu erwartenden enormen Widerstände
umsetzen lässt, bleibt fraglich. Der UN-Sicherheitsrat wurde aufgefordert, die „Sehnsucht des
Volkes nach nationalen Wahlen“ zu unterstützen. Die große Frage dabei wird sein, ob es gelingen
wird, die Parteien in einen politischen Prozess einzubinden, der zu ihrer eigenen Abdankung führen
würde. Dies betrifft den Premier der Tripolis-‚Regierung‘, Abdulhamid Dabaiba, ebenso wie den
Premier der Parallelregierung in Bengasi, und den Staatsrat ebenso wie das Parlament. Und über
allem hängt drohend das Schwert der Dignity-Streitkräfte von Khalifa Haftar im Osten und
verschiedener Milizen im Westen.
Quelle: Gela-News
Abschließend teilen wir noch die sehr wichtigen Recherchen von Candice Owens rund um den Fall
Epstein. Sehr erhellend.
Zionistische Israelis hatten und haben überall ihre Finger drin
Hervorragende Recherchearbeit. Danke für die Überserzung
Die Epstein-Files: Tote erzählen keine Geschichten | Eine Einführung (Candace Owens -
Deutsch)
https://www.youtube.com/watch?v=Jm94Sxnfxic
"Jeffrey Epstein… wo soll man anfangen? So viel Gerede im Hintergrund, so wenig Fakten. Von
mysteriösen Todesfällen bis hin zu Verbindungen zum Mossad – willkommen zur ersten Folge von
„The Epstein Files“." Für Dich von Qlobal Change übersetzt und von Video Translate Projects
vertont, der Candace Owens Beitrag vom 17. Juli 2025 00:00 – Beginn. 01:04 – Vorstellung von
Robert Maxwell. 11:18 – Ehemaliger Mossad-Agent spricht. 14:39 – Robert Maxwell und
Erpressung durch den Mossad. 21:45 – Vorstellung von Ghislaine Maxwell. 25:15 – Die
„Exklusivberichte” der NY Post. 34:21 – Wie Ghislaine Jeffrey Epstein kennenlernte. 47:01 –
Trump bezeichnet Epstein als demokratischen Schwindel. 51:16 – Thomas Massie drängt auf
Abstimmung über die Veröffentlichung der Epstein-Akten. 52:41 – Kommentare.
Wen schützt Trump?
Die Epstein-Files Ep. 01: Die Midas-Hand (Candace Owens - Deutsch)
https://www.youtube.com/watch?v=TZqj_azhzYU
Die Ursprünge von Jeffrey Epstein und sein Aufstieg zum Reichtum. Willkommen zurück zu den
Epstein-Files." Für Dich von Qlobal Change übersetzt und von Video Translate Projects vertont, der
Candace Owens Beitrag vom 18. Juli 2025 00:14 – Beginn 00:59 – Ja, wir sprechen immer noch
über Jeffrey Epstein 04:04 – Die Zeitachse von Jeffrey Epstein 29:50 – Die Kushners 45:11 – Wen
schützt Trump? 48:37 – Kommentare
Was sie über Elie Wiesel recherchiert hat, ist unglaublich. Warum wurde das nie öffentlich
gemacht?
Die Epstein-Files Ep. 02: Das Haus Maxwell (Candace Owens - Deutsch)
https://www.youtube.com/watch?v=QQ15D1N0K10
"Die Serie „Die Epstein-Akten” geht weiter mit einem tieferen Einblick in die Familie Maxwell und
Ghislaine Maxwells Mutter Elisabeth Maxwell. Außerdem veröffentlicht Trump die MLK-Akten,
und in Washington D.C. spitzt sich die Dramatik um Epstein weiter zu." Für Dich von Qlobal
Change übersetzt und von Video Translate Projects vertont, der Candace Owens Beitrag vom 22.
Juli 2025 00:14 – Start 01:25 – Elie Wiesel & Nikolaus Grüner 12:46 – Die Verbindung zu
Elisabeth Maxwell 18:40 – Elisabeth Maxwell nach Roberts Tod 26:36 – Xavier Poussard wird von
Brigitte Macron verklagt 33:24 – Stellvertretender Generalstaatsanwalt trifft sich mit Ghislaine &
MLK-Akten veröffentlicht 36:10 – Kommentare
FRIEDE SEI MIT EUCH
FRIEDE AUF UNSERER ERDE!!!


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

31.08.2025

Geburtsstätte des Nazismus ehrt "Opfer des Kommunismus"

freedert.online, 30 Aug. 2025 15:33 Uhr, Von Oleg Zarjow

Mit dem geplanten Denkmal für die "Opfer des Kommunismus" in der ehemaligen Hauptstadt des Dritten Reiches machen Deutschland und Europa einen weiteren Schritt zur öffentlichen Rehabilitierung des Nationalsozialismus.


Quelle: Gettyimages.ru © Sean Gallup


Symbolbild: Abgebrochener Kopf des Berliner Lenin-Denkmals.


Im Stadtzentrum von Berlin, unweit des Gebäudes des Kanzleramts, soll ein Denkmal für die Opfer des Kommunismus in Deutschland errichtet werden. Ursprünglich wurde dieses Vorhaben noch im Jahr 2019 unter der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel vom Bundestag bewilligt. Unter der Regierung Scholz wurde es eingefroren, doch nach dem Regierungsantritt von Merkels Parteigenossen reanimiert. Inzwischen hat Bundeskanzler Merz vor, die Mittel für den Bau dieses Memorials in den Haushaltsplan aufzunehmen. Bemerkenswerterweise fand sich das Geld dafür gleich nachdem er behauptet hatte, dass Deutschland den Sozialstaat nicht mehr finanzieren könne.

Dabei existieren bereits etwa 900 solcher Denkmäler im recht kleinen Gebiet der ehemaligen DDR. Doch Deutschland benötigt anscheinend noch ein nationales Hauptdenkmal, das im Grunde einen symbolischen Schlussstrich unter die seit 25 Jahren laufende faktische Rehabilitierung des Nazismus in Europa ziehen wird.


Der Auschwitz-Prozess und die kurze Öffnung der BRD





Meinung

Der Auschwitz-Prozess und die kurze Öffnung der BRD






Nein, formal ist der Nazismus noch nicht rehabilitiert. Doch auf staatlicher Ebene, darunter auf Ebene von EU-Richtlinien, wird bereits das Narrativ von "Verbrechen von zwei totalitären Regimes" verbreitet, die angeblich gemeinsam durch den Molotow-Ribbentrop-Pakt den Zweiten Weltkrieg entfacht haben. Hitlers Münchner Abkommen mit europäischen Demokratien, das den Prolog zur Aggression bildete, wird dabei selbstverständlich ausgelassen. Indessen ist die Behauptung von "zwei totalitären Regimes" im Grunde ein Feigenblatt, das den Prozess der Revision der Geschichte kaum noch decken kann.

Nehmen wir als Beispiel die 2011 gegründete "Plattform des europäischen Gedenkens und Gewissens", die staatliche Strukturen wie Institute des nationalen Gedenkens sowie gesellschaftliche Organisationen verbindet. Unter anderem gehört ihr seit 2012 das ukrainische Forschungszentrum der Befreiungsbewegung, das die Heroisierung von Bandera und Schuchewitsch betreibt, an. Die Plattform wurde vom EU-Rat gegründet und gilt offiziell als "Bildungsprojekt" der Europäischen Union. Ihr erklärtes Ziel ist die Sensibilisierung für "Verbrechen zweier totalitärer Regimes". Ein Blick auf die Webseite der Plattform genügt allerdings, um zu erkennen, dass kaum eine ihrer zahlreichen Veranstaltungen den Verbrechen der Nazis gewidmet ist. Ein solches Missverhältnis konstruiert ein Geschichtsbild, in dem Verbrechen der Nazis wie eine unbedeutende Erscheinung wirken. Niemand erinnert sich daran, wie Handschuhe aus Menschenhaut angefertigt wurden und wie die Asche verbrannter Juden zum Düngen deutscher Gärten genutzt wurde.

Gleichzeitig mobilisiert ein solches Bild die Gesellschaft gegen das heutige Russland, weil es in Europa üblich ist, Russland mit der Sowjetunion gleichzusetzen. Nur Ungarns Ministerpräsident Orban vermeidet das mit Verweis auf die nationale Geschichte.


Moskau empört: OSZE duldet Wiederaufleben des Nazismus in Europa





Moskau empört: OSZE duldet Wiederaufleben des Nazismus in Europa






Die Errichtung eines Denkmals für Opfer des Kommunismus in der ehemaligen Hauptstadt der Nazis, Berlin, wirkt schon regelrecht blasphemisch. Schließlich ist es allgemein bekannt, dass Deutschlands Kommunisten den Nazismus seit dessen Entstehung bekämpften und zu seinen ersten Opfern wurden. So wurden schon in den ersten Wochen von Hitlers Regierungszeit 7.500 Mitglieder der Kommunistischen Partei Deutschlands verhaftet. Auch später stellten die Kommunisten den größten Anteil unter den Hunderttausenden von politischen Gefangenen. Gerade mit der Bekämpfung des Kommunismus begründete Hitler sowohl seine Angriffskriege als auch den Holocaust, denn Juden waren ihm zufolge angeblich die Hauptträger des Bolschewismus.

Sicher gab es in der DDR wie auch in der UdSSR unbegründete Repressionen. Doch sie müssen im breiten Kontext der deutschen Nachkriegsgeschichte betrachtet werden. Und hierbei werden wir ein mehr als nachsichtiges Verhalten zu den Nazis im demokratischen Westdeutschland beobachten, wo der Verfasser der Rassengesetze Hans Globke zum nächsten Berater von Adenauer wurde, der vor 70 Jahren deutsche Kriegsverbrecher aus der UdSSR heimbrachte. Doch daran erinnert man sich im heutigen Deutschland ungern, daher wird das geplante Denkmal zu einem Schritt zur Rehabilitierung des Nazismus. Man wird sagen: Wie gut, dass die Nazis den Kommunismus bekämpft haben, schade nur, dass sie es mit der Judenvernichtung etwas übertrieben.

Übersetzt aus dem Russischen. Verfasst speziell für RT am 26. August.

Oleg Zarjow ist ein ehemaliger ukrainischer Rada-Abgeordneter. Von 2002 bis 2014 vertrat er seinen Einzelwahlkreis im ukrainischen Parlament und stieg zu einer der Führungspersönlichkeiten der ukrainischen Partei der Regionen auf. Nachdem er gewaltsam gezwungen wurde, seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen im Mai 2014 zurückzuziehen, musste er auf die Krim fliehen, engagierte sich für Neurussland und lebt seitdem im russischen Exil. Im Oktober 2023 überlebte er nur knapp einen Mordanschlag des ukrainischen Geheimdienstes.


Mehr zum Thema – Woke Sprechblasen, braune Realität: Wie deutsche "Werte-Politiker" Faschisten hofieren


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Video https://rumble.com/v6wcm02-us-analyst-merz-ist-der-gefhrlichste-deutsche-politiker-seit-hitler.html Dauer 4:59 Min.


Im Interview mit "Judging Freedom" äußert sich der unabhängige Geostratege Gilbert Doctorow zu den umfangreichen Aufrüstungsplänen der Europäischen Union. Im Rahmen eines milliardenschweren Investitionsplans solle Deutschland unter der Führung von Bundeskanzler Friedrich Merz dabei eine Führungsrolle übernehmen.

Diese Entwicklung löse bei einigen Analysten aktuell Spekulationen über die Entstehung eines "Vierten Reichs" aus. Doctorow selbst bleibt in Bezug auf diese Darstellung zurückhaltend, bezeichnet Merz aber dennoch als "den gefährlichsten deutschen Politiker seit Hitler".


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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Info: https://freedert.online/meinung/254428-geburtsstaette-nazismus-ehrt-opfer-kommunismus/


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31.08.2025

Nakba-Ausstellung in Unibibliothek Konstanz

aus e-mail von Karin Gerlich, 30. August, 14:25 Uhr


und Grüße Karin gerlich



-------- Weitergeleitete Nachricht --------

Betreff: Nakba-Ausstellung in Unibibliothek Konstanz

Datum: Tue, 19 Aug 2025 10:55:11 +0200

Von:

Antwort an: irumpf@lib-hilfe.de



Liebe Nahost-Interessierte,


die Nakba-Ausstellung ist zur Zeit in der Uni-Bibliothek in Konstanz zu

sehen (für alle, die Urlaub am Bodensee machen!):


https://www.uni-konstanz.de/universitaet/aktuelles-und-medien/oeffentliche-veranstaltungen/veranstaltungen/veranstaltungsdetails/termin/ausstellung-zur-nakba/


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31.08.2025

Pepe Escobar: Der mythische Trump: der aufrührerische Narziss

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© Photo: SCF


seniora.org, 30. August 2025, Von Pepe Escobar 27.08.2025  – übernommen von strategic-culture.su

Der mythische Narziss kann, je nach seiner Stimmung, wenn er sein Spiegelbild im Teich betrachtet, jederzeit den Befehl geben, Moskau und St. Petersburg mit Langstreckenraketen anzugreifen.

Alastair Crookes bemerkenswerte Analyse von Trump im Kontext des Mythos als Geopolitik gibt uns viel zu denken. Es gibt kein Entkommen vor Trumps „außergewöhnlicher Fähigkeit, den Diskurs zu dominieren“, sowohl global als auch in Bezug auf seine Fähigkeit, „Menschen seinem Willen zu unterwerfen“   – und damit Chaos auf dem geopolitischen Schachbrett anzurichten.

Alastair betont, wie geschickt Trump „mythische Bilder“   – eigentlich grobe Archetypen   – einsetzt, um immer der Welt sein (Hervorhebung von PE) Narrativ aufzudrücken. Das einzige Narrativ.

Doch Trump ist vielleicht nicht ganz so dionysisch wie der apollinische Putin; er ähnelt eher einem ertrunkenen Narziss (in einem Pool, den er selbst geschaffen hat). Und was die Pop-Ikonografie angeht, ist er sicherlich nicht der Godfather of Soul James Brown, sondern eher die Village People   – die selbst eine Parodie waren.

Der beunruhigendste Aspekt des selbstgeschaffenen Mythos Trump ist der Einfluss, den der Todeskult in Westasien auf seine Vorstellungskraft hat. Trumps absolute Normalisierung des Völkermords hat die gesamte   – wilde   – westliche Zivilisation mitschuldig gemacht. Alastair erinnert uns einmal mehr daran, dass „die Blutgier in Gaza“, geweckt durch die Thora, den „messianischen, extremen Zionismus“ bis hin zur „Barbarei“ treibt. Das ist der Punkt, an dem wir jetzt stehen   – mit einer Lizenz zum Töten, ausgestellt von einem bösartigen, intoleranten Gott: Jahwe.

Weit unterhalb der mythischen Sphären, in die sich Trump ohne Scheu begibt, haben Schurken, die sich als europäische politische „Elite“ ausgeben, einen weiteren Mythos geschaffen: Putin als „Kannibale, der essen muss“ (Copyright Le Petit Roi). Er ist „das Biest vor der Tür“, wobei Russland als anti-europäisch und anti-westlich dargestellt wird, als existenzielle Bedrohung: Putin und Russland werden zum Antichristen.

Nun, diese intellektuellen Zwerge sind sich offensichtlich nicht bewusst, dass es das Byzantinische Reich war, das das Römische Reich im Westen nicht weniger als tausend Jahre überdauerte. Byzanz widerstand allem: Goten, Awaren, Arabern, Bulgaren   – bis es den Osmanen nicht mehr widerstehen konnte. Dennoch gelang es ihnen, die Bulgaren und die Kiewer Rus zu evangelisieren und sogar den Osmanen ein Staatsmodell zu liefern.

Wenn wir eine Linie von Danzig nach Triest ziehen, die durch Wien verläuft, können wir sehen, wie Westeuropa im Mittelalter tatsächlich vor den regelmäßigen Angriffen der Nomaden „geschützt” war (die Ausnahme bilden die ungarischen Ebenen, die letzte Station für die Nomadenwellen aus Asien).

Und das erklärt, warum Europa so gut wie nichts über Russland, Zentralasien, Eurasien und das Kernland weiß. Europa musste sich nie der Herrschaft der Mongolen oder Osmanen stellen. Es hätte vielleicht das eine oder andere lernen können   – von der Pax Mongolica und der Inklusivität der Osmanen. Und das hätte vielleicht auch seinen Überlegenheitskomplex   – den zivilisatorischen   – gezügelt, der aus seiner großartigen Isolation entstanden war.

Ich liebe Männer in Uniform

Ein grauenvoller Ariadnefaden verbindet die derzeitigen, erschreckend mittelmäßigen politischen Eliten Europas   – aufstrebende Mini-Minotauren, die sich in ihrem eigenen Labyrinth verirrt haben. Der BlackRock-Kanzler in Deutschland stammt aus der britischen Besatzungszone Deutschlands und ist der Enkel eines Nazis. Die Nazis wurden von Großbritannien erfolgreich aufgebaut, um Deutschland als Stellvertreter in einem fortwährenden Krieg gegen Russland zu positionieren.

Die entsetzliche giftige Medusa in Brüssel stammt ebenfalls aus der britischen Besatzungszone Deutschlands: eine Adelsfamilie mit Nazi-Hintergrund. Ihr „adliger” Ehemann ist noch schlimmer, er stammt von Kriegsverbrechern ab.

Le Petit Roi in Frankreich, der allgemein verachtet wird, ist ein niedriger Bote der Banque Rothschild, die seit dem 18. Jahrhundert die britischen Könige und Königinnen finanziert.

Das Intermarium   – Polen, die baltischen Zwerge, die Ukraine   – hatte immer Regierungen, die von Großbritannien besetzt und kontrolliert wurden.

Was die Opposition gegen den Krieg gegen Russland in Rumänien betrifft, so wurde sie durch einen Staatsstreich beseitigt.

Unter dem Strich führen die Briten einen totalen Krieg gegen Russland, mit aller Macht, um sich ungehindert den großen Preis zu sichern: die totale Kontrolle über Europa oder, abfällig ausgedrückt, „die Kontinentalen“. Ihre imperialistisch-feudalen Planer mit einer Denkweise aus dem 18. Jahrhundert blicken weit über die Restukraine hinaus auf einen ewigen Krieg, um ein zerrüttetes Europa zu schwächen und ihre totale Kontrolle darüber zu festigen.

Die einzige Gegenmacht kommt aus den ehemaligen Staaten des Österreichisch-Ungarischen Reiches sowie aus Serbien: Sie lehnen diesen ewigen Krieg ab, der Europa zum dritten Mal (Hervorhebung von PE) in etwas mehr als einem Jahrhundert unweigerlich zerstören wird. Sie müssen dringend zusammenarbeiten und eine Koalition gegen einen neuen Balkankrieg bilden.

Die derzeitige Absurdität, die von der Front des ewigen Krieges verbreitet wird, besteht darin, dass europäische Truppen vor einem vielbeschworenen Waffenstillstand und nicht danach in die Ukraine entsandt werden müssen, damit der Antichrist Putin „unter Druck“ gesetzt wird zu kapitulieren, während er noch am Gewinnen ist.

Übersetzung: Die Europäer wollen keine Friedenstruppe. Sie wollen eine Abschreckungstruppe, die vorrücken kann, wann immer sie es für richtig halten   – wie bei einer False-Flag-Operation, die beweist, dass die bösen Russen den Waffenstillstand gebrochen hätten.

Diese Dummheit spiegelt sich im europäischen „Denken“ wider   – wie zum Beispiel in der Veröffentlichung eines neuen strategischen Handbuchs mit Vorschlägen zur „Entmachtung“ Russlands durch das Institut der Europäischen Union für Sicherheitsstudien (EUISS).

Das EUISS gibt sich als analytischer Experte für Russlands „hybride Kriegsführung“ aus: Das ist lächerlich, denn hybride Kriegsführung ist ein amerikanisches Konzept. Dennoch setzt das EUISS alles daran, die Vorherrschaft in fünf strategisch wichtigen Regionen zu etablieren: China, Asien-Pazifik, südliches Mittelmeer, Südosteuropa und Subsahara-Afrika. Zusammengefasst: das gleiche alte Spiel, die NATO als globaler Robocop auf Crack.

Apollo gegen Dionysos, neu gemischt

Alastair behauptet, Putin habe beim Gipfeltreffen in Anchorage „die Psychologie Trumps verstanden“. Trump „scheint Putin als einen Kollegen im Pantheon vermeintlicher mythischer Führer anzuerkennen“. Auch hier entspricht der Abstand zwischen dem apollinischen Putin und dem nicht ganz so dionysischen Trump dem zwischen Timur und einem unscheinbaren MMA-Kämpfer.

Es ist Gegenstand weitreichender Spekulationen, ob Trump in Alaska mit Putin vereinbart haben könnte, den geplanten Diebstahl russischer Auslandsvermögen durch die EU umzukehren   – und stattdessen die Investition der Gelder in den USA zu erzwingen. Das wäre dann ein erstklassiges „Angebot, das man nicht ablehnen kann“.

Bislang wissen wir mit Sicherheit, dass Steve Witkoff   – dieser Immobilien-Bismarck   – nichts von dem verstanden hat, was er direkt von Putin gehört hat, und damit die Bühne für Alaska bereitet hat.

Witkoff ging mit voller Kraft auf die US-Sender los und plapperte, dass Putin am 15. August seine ultimative rote Linie, keine NATO für die Ukraine, umgekehrt habe. Und es sieht so aus, als hätte Trump den massiven Fake News des Immobilien-Bismarcks Glauben geschenkt   – denn Witkoff selbst behauptete, die Russen hätten „fast sofort“ in Alaska Zugeständnisse gemacht.

Nun, Witkoff muss wohl etwas geraucht haben. Oder auch nicht. Denn sein „Lost in Translation“-Trick war in Wirklichkeit die Voraussetzung für das ganze nachfolgende kitschige Spektakel um die „Friedenstruppen“.

Nun behauptet Mythic Narcissus also, dass das Imperium des Chaos keine Truppen in die Ukraine entsenden werde, sondern eine „Sicherheitsgarantie“ unterstützen werde, angeblich mit Spionageflugzeugen (die ohnehin bereits im Einsatz sind) und „Unterstützung“ in Form von ISR, Luftverteidigung und Luftschutz. In der Praxis wird es keine imperialen „Sicherheitsgarantien“ für die ukrainische schwarze Leere geben. Aber der Mythos, dass Zehntausende EU-/NATO-Truppen in die Ukraine einmarschieren, wird weiterbestehen.

Nächste Woche bietet das Östliche Wirtschaftsforum in Wladiwostok die verlockende Möglichkeit, dass Vereinbarungen zwischen den USA und Russland diskutiert werden. Zum Beispiel, dass ExxonMobil vielleicht zum Mega-Gasprojekt Sachalin-1 zurückkehrt (es gab bereits geheime Gespräche mit Rosneft); dass amerikanische Ausrüstung für LNG-Projekte an Russland verkauft wird, darunter Arctic LNG-2; und dass die USA russische Atom-Eisbrecher kaufen. Das wird spannend zu beobachten sein.

Unterdessen gibt es in Moskau keine Illusionen   – wie es sein muss. Der mythische Narziss könnte, je nach seiner Stimmung, wenn er sein Spiegelbild im Teich betrachtet, jederzeit Kiew ermächtigen, Moskau und St. Petersburg mit Langstreckenraketen anzugreifen. Warum auch nicht? „Ich habe das Recht, ALLES zu tun, was ich will   – ich bin der Präsident der Vereinigten Staaten.“

Narziss glaubt tatsächlich, er sei Theseus   – der jeden Minotaurus tötet, den er sieht, und doch nie in der Lage ist, das Labyrinth zu verlassen. Kein Wunder, dass Moskau rund um die Uhr auf irgendeine Art von irrationalem Gemetzel vorbereitet sein muss.

Quelle: Strategic-Cuture - Mit freundlicher Genehmigung übernommen - Die Übersetzung besorgte Andreas Mylaeus

https://strategic-culture.su/news/2025/08/27/mythic-trump-the-incendiary-narcissus/




Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=266&userid=3998&mailid=2839


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31.08.2025

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nachdenkseiten.de, 30. August 2025 um 12:00 Ein Artikel von: Von Lucía Blanco Gracia. Redaktion

Karten prägen die Vorstellungskraft. Wenn Kinder ihre Schulbücher aufschlagen und sehen, dass Afrika kleiner dargestellt ist als Europa, verinnerlichen sie eine Botschaft der Marginalität. „Es ist inakzeptabel, dass Generationen weiterhin mit Karten aufwachsen, die die Größe Afrikas und damit auch seine Bedeutung herabsetzen. Die Karte zu korrigieren bedeutet, die Wahrheit und Würde in der Wahrnehmung Afrikas und in der Wahrnehmung der Afrikaner von sich selbst wiederherzustellen”, sagt Fara Ndiaye, Mitbegründerin von Speak Up Africa. Ihre Organisation hat zusammen mit Africa No Filter die Kampagne „Correct the Map“ (Korrigiert die Karte) ins Leben gerufen.

Afrika ist 14-mal so groß wie Grönland. Fast alle europäischen Länder, die USA, Japan, Mexiko und China passen hinein. Die seit dem 16. Jahrhundert am häufigsten verwendete Weltkarte spiegelt dies jedoch nicht wider. Eine von der Afrikanischen Union unterstützte Kampagne will nun diese historische Anomalie ändern.

Die Initiative „Correct the Map”, die von zwei zivilgesellschaftlichen Organisationen – Africa No Filter und Speak Up Africa – ins Leben gerufen wurde, hat eine seit Jahrzehnten anhaltende Debatte wieder auf den Tisch gebracht. Diese hat im August dieses Jahres an Dynamik gewonnen, nachdem die panafrikanische Organisation öffentlich ihre Position zugunsten einer Weltkarte zum Ausdruck gebracht hatte, die die tatsächliche Größe des Kontinents und anderer Teile der Welt, wie beispielsweise Südamerika, widerspiegelt.

Es ist inakzeptabel, dass Generationen weiterhin mit Karten aufwachsen, die die Größe Afrikas und damit auch seine Bedeutung herabsetzen. Die Karte zu korrigieren bedeutet, die Wahrheit und Würde in der Wahrnehmung Afrikas und in der Wahrnehmung der Afrikaner von sich selbst wiederherzustellen”, sagt Fara Ndiaye, Mitbegründerin von Speak Up Africa.

Eine verzerrte Karte

Die Mercator-Projektion, die derzeit fast alle Karten bestimmt, wurde 1569 vom flämischen Kartografen Gerardus Mercator entwickelt, um die Navigation auf der Ost-West-Achse zu erleichtern und zu verhindern, dass Schiffe vom Kurs abkommen.

Zwar sollte diese Karte die Arbeit der Seefahrer auf der Erde mit ihrer Kugeloberfläche vereinfachen, doch verzerrt sie auch die Größe der Territorien gewaltig.

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Foto 1: Quelle: Shutterstock / VectorIcon2003

So erscheint Afrika, der – nach Asien – flächenmäßig zweitgrößte Kontinent der Welt und Heimat von mehr als 1,5 Milliarden Menschen und den 55 Mitgliedsländern der Afrikanischen Union, auf den meisten Karten nur wenig größer als Grönland. Diese Insel hat weniger als 2,5 Millionen Quadratkilometer und etwa 57.000 Einwohner.

Die Kampagne entstand aus einer einfachen, aber unbestreitbaren Feststellung: Seit mehr als 450 Jahren vermittelt die Mercator-Karte ein verzerrtes Bild unserer Welt“, erklärt Ndiaye.

Deshalb schlägt die Initiative als Alternative die Verwendung der kartografischen Projektion Equal Earth Ma (Karte einer gleichberechtigten Erde[1]) vor, die 2018 von Tom Patterson, Bernhard Jenny und Bojan Šavrič entwickelt wurde und versucht, die Verzerrungen in den Formen und Entfernungen zwischen den Kontinenten zu vermeiden.

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Quelle: Equal Earth


Lehrpläne

Einer der Bereiche, in denen die Mercator-Projektion weiterhin verwendet wird, sind die Lehrpläne, sowohl in Afrika als auch im Rest der Welt.

Sekou Otondi ist Sozialkundelehrer an der International School of Kenya, die von Schülern aus verschiedenen Teilen der Welt besucht wird, die in Nairobi leben.

Um seinen Schülern die historische Verzerrung des Kontinents, auf dem sie leben, zu vermitteln, brachte der Lehrer mehrere gedruckte Karten mit in den Unterricht, darunter die Mercator-Projektion und andere Alternativen.

Ich glaube, viele Schüler waren überrascht, als sie sahen, dass das, was sie als Darstellung der Karte Afrikas betrachteten, in Wirklichkeit keine wahrheitsgetreue Darstellung der Größe des Kontinents ist“, berichtet der Lehrer.

Die Erkenntnis wurde noch deutlicher, als die Schüler Ausschnitte verschiedener Gebiete der Welt verwendeten und sahen, wie viele davon tatsächlich in Afrika Platz finden.

Für Ndiaye ist klar:

„Karten prägen die Vorstellungskraft. Wenn Kinder ihre Schulbücher aufschlagen und sehen, dass Afrika kleiner dargestellt ist als Europa, verinnerlichen sie eine Botschaft der Marginalität.“

Geopolitische Auswirkungen

Die Mercator-Karte wird nicht nur in Schulbüchern, sondern auch in den meisten Institutionen und Unternehmen weiterhin verwendet, obwohl in den letzten Jahren Fortschritte erzielt wurden.

So hat Google Maps sie 2018 in seiner Desktop-Version durch einen dreidimensionalen Globus ersetzt, obwohl die klassische Projektion weiterhin die Standardeinstellung in der mobilen Anwendung ist. Auch Institutionen wie die NASA beginnen, andere Karten zu verwenden.

Die Kampagne „Correct the Map“ reiht sich ein in Forderungen nach einer stärkeren Vertretung Afrikas in globalen Institutionen wie dem UN-Sicherheitsrat und einer gerechteren Finanzarchitektur für den Kontinent durch Reformen des Internationalen Währungsfonds oder der Weltbank.

Die Art und Weise, wie Afrika visuell dargestellt wird, hängt mit der institutionellen Behandlung zusammen, die es erfährt. So, wie wir eine gerechtere Vertretung in der UNO, in den globalen Finanzinstitutionen oder bei den Klimaverhandlungen fordern, müssen wir auch Gerechtigkeit bei der Darstellung von Wissen und Geografie fordern”, argumentiert die Mitbegründerin von Speak Up Africa.

Diese Verzerrung kann die globale Wahrnehmung, die Diplomatie und sogar Investitionsentscheidungen beeinflussen”, schlussfolgert sie.

Der Beitrag ist auf Spanisch bei Naiz erschienen und wurde von Marta Andujo übersetzt.


Titelbild: Equal Earth


[«1] Die Equal Earth Map kann man in verschiedenen Sprachen und Formaten herunterladen (https://equal-earth.com/)


Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=138149


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

31.08.2025

Warum sich VdL von Trump abzocken läßt – und was sie an der “Front” macht

lostineu.eu, vom 30. August 2025

Die Watchlist EUropa vom 30. August 2025 – heute mit der Wochenchronik.

Am Ende war es nur noch eine Randnotiz: Die EU-Kommission hat mit der Umsetzung des Trump-Deals begonnen und die Abschaffung der EU-Zölle für Industriegüter aus den USA eingeleitet. Und das, obwohl Trump schon wieder neue Zoll- und Sanktions-Drohungen ausstößt.

Jede “normale” Regierung würde die Umsetzung sofort aufschieben und ihrerseits mit Vergeltung drohen. Nicht so die EU-Kommission. Sie lässt sich immer wieder von Trump erpressen und abzocken – doch warum nur? Zumindest im Handel ist Europa den USA überlegen.

Warum man sich trotzdem unterwirft, hat nun die deutsche Kommissionsbeamte S. Weyand ausgeplaudert. Die Generaldirektorin für “Handel und wirtschaftliche Sicherheit” (sic) räumt ein, dass es gar keine echten Verhandlungen mit der US-Administration gegeben hat.

„Es gab keinen Austausch von Forderungen oder Angeboten“, sagte Weyand. “Die europäische Seite stand unter massivem Druck, eine schnelle Lösung zu finden, um die transatlantischen Beziehungen zu stabilisieren – vor allem im Hinblick auf die Sicherheitsgarantien“.

Der Handel wurde geopfert

Damit bestätigt Weyand, was wir von Anfang an vermutet haben: Der Handel und die angeblich heiligen WTO-Regeln wurden geopfert, um die USA um jeden Preis an der Seite der Ukraine und der EU zu halten – also aus Angst vor Russland und vor allem vor Trump.

Politik und Medien nehmen dies einfach so hin. Wegen ihrer militärischen Schwäche hätten die Europäer keine andere Wahl, als sich Trump zu fügen – auch wenn dies die “wirtschaftliche Sicherheit” untergräbt, behauptet M. Weber, Chef der größten Parlamentsfraktion.

Doch das ist grundfalsch. Erstmal haben Verteidigung und Handel nichts miteinander zu tun. Die EU-Kommission macht Handelspolitik, keine Sicherheitspolitik. Kommissionschefin von der Leyen hat alles miteinander vermengt und offensichtlich ihren Job verfehlt.

Der eigenen Paranoia erlegen

Zweitens ist es die Ukraine nicht wert, dafür die europäische Wirtschaft zu opfern. Und die These, ohne Trump und die USA würde Russland in die EU einfallen, entbehrt jeder sachlichen Begründung. Die EU-Spitzen sind Opfer ihrer eigenen Paranoia geworden!

Wenn man aber schon alles miteinander verquickt und die Ukraine bzw. “die Sicherheit” über den Handel und die Wirtschaft stellt – warum macht man es dann nicht richtig? Erst Sicherheitsgarantien, dann ein Handelsdeal – das wäre durchaus möglich gewesen.

Doch dafür hätte man “Hardball” spielen müssen. Die EUropäer hingegen sind als Bittsteller aufgetreten. Damit haben sie Trumps Abzocke überhaupt erst möglich gemacht. Nun macht er weiter Druck – und könnte sich dennoch aus der Ukraine zurückziehen…

Siehe auch Cruel Summer – Wie die EU von Trump erniedrigt wurde

Was war noch?

  • Von der Leyen an der Ostfront. Die Kommissionspräsidentin spricht neuerdings von “europäischen Frontstaaten” (EU’s frontline states) und beginnt, militärische Einrichtungen an der Grenze zu Russland zu inspizieren. Beim ersten Besuch in Lettland nannte sie Kremlchef Putin ein “Raubtier”, das Europa mit einem “hybriden Krieg” bedrohe. Zudem verkündete sie, dass 19 EU-Staaten am neuen, schuldenfinanzierten Aufrüstungsprogramm SAFE Interesse zeigen – der Kreditrahmen von 150 Mrd. Euro sei ausgeschöpft. – Dass das EU-Parlament gegen SAFE klagt, weil es übergangen wurde, sagte sie nicht…
  • Deutschland, Frankreich und UK drohen Iran. Obwohl Israel und die USA die iranischen Atomanlagen zerbombt haben, fordern die EUropäer weitere Inspektionen. Um Druck zu machen, haben Deutschland, Frankreich und das UK einen Sanktions-Mechanismus ausgelöst – mit womöglich fatalen Folgen. – Mehr im Blog
  • Merz und Macron beschwören Neustart. “Der deutsch-französische Motor ist wieder angesprungen”, sagte Kanzler Merz nach einem Treffen bei Toulon. Auch Frankreichs Präsident Macron betonte eine neue Nähe. In wichtigen Fragen wie Gaza liegen beide jedoch weiter über kreuz. Und dann ist da noch die Krise in Paris…
  • Außenminister kämpfen gegen Uneinigkeit und Irrelevanz. Ob Sicherheitsgarantien für die Ukraine oder Sanktionsforderungen gegen Israel – vor einem Treffen der Außenminister bleibt die Europäische Union Antworten schuldig. – Mein Bericht für die “taz” (https://taz.de/Israel-und-Ukraine/!6106638&s=bonse/)

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11 Comments

  1. Helmut Höft
    31. August 2025 @ 11:18

    „Es gab keinen Austausch von Forderungen oder Angeboten“, sagte Weyand. “Die europäische Seite stand unter massivem Druck, eine schnelle Lösung zu finden, um die transatlantischen Beziehungen zu stabilisieren – vor allem im Hinblick auf die Sicherheitsgarantien“. Das kommt von der Paranoia „Ohne die USA steht Putin morgen in Lissabon!“ (in der Ukraine … ungeheure Verluste … egal!). Das kann man nus als trumpesk bezeichnen.

    c.c.: Der Clown muss ignoriert werden – schickt die Amis nach Hause!

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  • Guido B.
    31. August 2025 @ 07:20

    „Zweitens ist es die Ukraine nicht wert, dafür die europäische Wirtschaft zu opfern.“

    Unsere machthabenden Psychopathen opfern für die Ukraine noch ganz andere Dinge als die Wirtschaft: die Meinungsfreiheit, die Demokratie, den Frieden und in naher Zukunft auch ihre Bürger und deren Söhne.

    Antworten

  • Karl
    31. August 2025 @ 06:32

    Das Bild zum Tage: „Suizidplan“ — https://www.instagram.com/p/DNoknhmsavs/

    Antworten

  • Michael
    30. August 2025 @ 22:05

    Merkwürdig: vor Russland hatte ich immer Achtung und nie Angst, wohl aber vor den USA

    Antworten

    • KK
      31. August 2025 @ 00:04

      Ja, bei einigen hat die Propaganda offensichtlich versagt ????

      Antworten

  • KK
    30. August 2025 @ 19:41

    Ich lach mir einen Ast:
    Wadephul hat beim EU-Aussenministertreffen die deutsche Weigerung, Israel wegen der „katastrophalen Lage in Gaza“ [O-Ton tagesschau.de] zu sankionieren, damit begründet, dass die geplanten Massnahmen keinen Einfluss auf das Kriegsgeschehen hätten.
    Also so wie die bislang 18 (in Worten: eineinhalb Dutzend!) Sanktionspakete gegen Russland, wo Deutschland gerade das 19. mit schnürt!

    Herr, lass Hirn regnen – wenigstens gerade so viel, damit die Damen und Herren Regierenden das, was sie sagen, als den Stuss erkennen, der er ist!

    Antworten

  • KK
    30. August 2025 @ 19:21

    Ginge vdL doch an die heisse Ostfront in das von ihr so heiss geliebte „Grenzland“; dort bestünde wenigstens die Chance, dass sie nicht mehr zurück käme…

    Antworten

  • Stef
    30. August 2025 @ 15:40

    “Die europäische Seite stand unter massivem Druck, eine schnelle Lösung zu finden, um die transatlantischen Beziehungen zu stabilisieren – vor allem im Hinblick auf die Sicherheitsgarantien“

    Im Ernst? Die Sicherheitsgarantien, die man der Ukraine im Fall eines Waffenstillstandes angedeihen lassen will? Sollte das gemeint sein, ist die Kommission noch deutlich dümmer als gedacht. Denn weder einen Waffenstillstand noch Sicherheitsgarantien von Nato-Staaten dürfte Russland akzeptieren, ist deren Verhinderung (in Form des Nato-Beitritts) doch der maßgebliche Kriegsgrund. Damit hätte am Ende die EU dem „Handelsdiktat“ zugestimmt, damit der Krieg auch garantiert weitergeht.

    Antworten

    • umbhaki
      30. August 2025 @ 21:26

      „Damit hätte am Ende die EU dem „Handelsdiktat“ zugestimmt, damit der Krieg auch garantiert weitergeht.“

      Ja.

      Antworten

  • Arthur Dent
    30. August 2025 @ 13:20

    In einer echten Demokratie hat man immer Alternativen, Herr Weber.

    Die EU hat aus Angst vor dem Tod Selbstmord begangen. Als Wirtschaftsgemeinschaft ist sie vollkommen überflüssig. Jedes einzelne Land kann bessere bilaterale Abkommen abschließen. (Die EU erinnert mich an die Piraten, die immer selbst ihr Schiff versenken, sobald sie die Gallier erblicken).

    Antworten

    • KK
      30. August 2025 @ 19:30

      „(Die EU erinnert mich an die Piraten, die immer selbst ihr Schiff versenken, sobald sie die Gallier erblicken)“

      Nur bei der EU ist es so, dass die Kapitänin selbst nicht mit untergehen wird – die hat ihre Schäfchen längst im Trockenen… und letztlich wurde sie ja auch erst durch einen Schrumpfgallier überhaupt zur Kapitänin gemacht, denn sonst müsste kein Mensch heute auch nur einen Gedanken an ihr Regime verschwenden.

      Antworten

  • Was sagen Sie dazu?


    Info: https://lostineu.eu/warum-sich-die-eu-von-trump-abzocken-laesst-und-was-vdl-an-der-front-macht/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    Israel und Ukraine

    Die EU sucht nach ihrer Linie


    taz.de, vom 29. August 2025, 7:38 Uhr, Von Eric Bonse



    Ob Sicherheitsgarantien für die Ukraine oder Sanktionsforderungen gegen Israel – vor einem Treffen der Außenminister bleibt die Europäische Union Antworten schuldig.



    Viele Kö­ch*in­nen verderben den Brei, viele EU-Außenminister*innen ergeben keine Haltung Foto: Fabrice Coffrini/Keystone Pool afp/dpa


    Brüssel taz | Haben die Europäer in der Außenpolitik noch etwas zu melden? Oder sind sie nach der Niederlage im Handelsstreit mit US-Präsident Donald Trump außenpolitisch irrelevant geworden? Um diese Fragen geht es bei einem informellen Treffen der EU-Außenminister am Freitag in Kopenhagen.

    Zwei ebenso dringende wie kontroverse Themen stehen auf der Tagesordnung: Sicherheitsgarantien für eine Friedenslösung in der Ukraine – und Sanktionen gegen Israel wegen der humanitären Katastrophe in Gaza. Bei beiden Themen sind die 27 Chefdiplomaten um Antworten verlegen.

    Dabei steigt der Druck. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für europäische Sicherheitsgarantien eine Frist von zehn Tagen gesetzt; sie läuft am Wochenende aus. Und in der Gaza-Frage fordern mehr als 200 ehemalige EU-Diplomaten, dass Europa endlich aktiv werden soll

    „Die EU hat keine substanziellen Maßnahmen ergriffen, um Israel zur Beendigung seines brutalen Krieges zu drängen“, heißt es in dem Appell. „Wenn die EU nicht handelt, werden die Mitgliedstaaten einzeln oder in Gruppen gleichgesinnter Länder handeln“, warnen die Unterzeichner.

    Zu den Unterstützern zählen Klaus Regling, der frühere Chef des Euro-Rettungsschirms ESM, aber auch der britische Diplomat Robert Cooper und Carlo Trojan, Ex-Generalsekretär der Kommission. Sie fordern einen Stopp der Waffenlieferungen an Israel und Sanktionen.

    Selbst eine symbolische Strafe scheiterte

    Die EU-Kommission hatte im Juli vorgeschlagen, die Forschungszusammenarbeit mit Israel teilweise auszusetzen. Doch selbst diese symbolische Strafe scheiterte am Widerstand von Deutschland, Österreich und anderen proisraelischen Staaten.

    Nicht nur Außenminister Johann Wadephul (CDU) muss sich für die zögerliche deutsche Haltung rechtfertigen. In den Niederlanden ist Außenminister Caspar Veldkamp zurückgetreten, weil er keine Mehrheit für härtere Sanktionen gegen Israel fand. In Belgien steht wegen Gaza sogar die Föderal-Regierung auf der Kippe.

    Ob es die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas vor diesem Hintergrund eine Initiative wagt, ist offen. „Wir sind an einem Wendepunkt angekommen, die EU muss endlich ihrem internationalen Renommee gerecht werden und handeln“, fordert ihre belgische Kollegin Hadja Lahbib.

    Doch Kallas zögert. Die estnische Politikerin interessiert sich mehr für Maßnahmen gegen Russland. Der Druck auf Kremlchef Wladimir Putin müsse erhöht werden. Dazu dürfe die Ukraine auch Flugplätze und Munitionsdepots Hunderte Kilometer hinter der Front angreifen.

    Zum von US-Präsident Donald Trump angestoßenen Friedensprozess hat die als Hardlinerin bekannte Kallas noch nichts beigetragen. Für die Sicherheitsgarantien fühlt sich vor allem Frankreich zuständig; doch vor dem Außenministertreffen zeichnete sich kein Durchbruch ab.


    Info: https://taz.de/Israel-und-Ukraine/!6106638&s=bonse/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    31.08.2025

    Nachrichten von Pressenza: Die so andere Geschichte der Halbinsel Krim

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 31. August 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 31.08.2025


    Die so andere Geschichte der Halbinsel Krim


    Es war die Ukraine und nicht Russland, welche sich die Krim gegen den Willen der dortigen Bevölkerung angeeignet hatte. Urs P. Gasche für die Online-Zeitung INFOsperber Präsident Donald Trump wolle die Ukraine zum Abtreten von Gebieten zwingen, melden Medien. Was&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/08/die-so-andere-geschichte-der-halbinsel-krim/


     -----------------------


    »Afghanistan ist für mich ein kaputter Traum. Deutschland ist meine zweite Heimat«


    Hemat floh als 15-Jähriger aus Afghanistan nach Deutschland. Trotz abgelehntem Asylantrag schaffte er es, sich hier ein Leben aufzubauen. Wir haben seinen nachdenklichen Blick auf die vergangenen zehn Jahre protokolliert. In meiner Erinnerung ist Afghanistan ein Gefühl, das unbeschreiblich ist.&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/08/afghanistan-ist-fuer-mich-ein-kaputter-traum-deutschland-ist-meine-zweite-heimat/


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    US-Schiffe vor der Küste Venezuelas


    Venezuela steht wieder im Mittelpunkt. Nicht wegen einer Wahl oder Verhandlungen, sondern wegen US-Kriegsschiffen vor seiner Küste. Das Weiße Haus behauptet, es handele sich um eine Operation zur Bekämpfung des Drogenhandels. Doch in der Region ist allen klar, dass es&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/08/us-schiffe-vor-der-kueste-venezuelas/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    30.08.2025

    Die Feigheit westlicher Journalisten angesichts des israelischen Völkermordes

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    Bild: Transition News/Midjourney


    transition-news.org, 30. August 2025 von TG.

    Westliche Doppelmoral im Zusammenhang mit dem israelischen Völkermord im Gazastreifen zeigt sich auch im Journalismus. Darauf macht der Journalist David Cronin aufmerksam. Er wirft westlichen Journalisten Feigheit gegenüber Israel vor, das unterdessen Reporter in Palästina ermordet.


    Die Deutsche Welle gehört zu den vielen Medien, die Israel nicht zur Rechenschaft ziehen. Darauf macht der US-Journalist David Cronin in einem aktuellen Beitrag auf dem Onlineportal The Electronic Intifada (TEI) aufmerksam, dessen Mitherausgeber er ist.

    Cronin weist auf das Beispiel des Journalisten Jack Parrock hin, der kürzlich mit anderen gegen die Tötung von Reportern und Fotografen in Gaza durch Israel protestiert hat. Seine Glaubwürdigkeit als Protestler werde dadurch beeinträchtigt, dass er für die Hersteller von Waffen wirbt, die höchstwahrscheinlich bei den von ihm beanstandeten Morden eingesetzt wurden.

    Parrock ist ein Mitarbeiter des deutschen Senders Deutsche Welle und verschiedener anderer Medien. Zugleich tritt er laut Cronin als Moderator bei Firmenveranstaltungen in Brüssel wie beispielsweise bei Konferenzen auf, die von der Aerospace, Security and Defence Industries Association of Europe (ASD) veranstaltet werden. Diese Dachorganisation vertritt Giganten des Waffenhandels wie BAE Systems und Leonardo.

    Beide Unternehmen hätten eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung oder Ausrüstung des US-Kampfflugzeugs F-35 gespielt, so Cronin. Der kürzlich von Francesca Albanese, der UN-Sonderberichterstatterin für das besetzte Westjordanland und den Gazastreifen, veröffentlichte Bericht «Economy of Genocide» (Wirtschaft des Völkermords) habe festgestellt, dass die F-35 und ihr Vorgängermodell, die F-16, «wesentlich dazu beigetragen haben, Israel mit einer beispiellosen Luftwaffe auszustatten», die zur Zerstörung des Gazastreifens eingesetzt wurde.

    «Das Verhalten von Parrock ist unethisch. Die Regeln der Internationalen Journalisten-Föderation legen fest, dass ein Reporter ‹jede Verwechslung zwischen seiner Tätigkeit und der von Werbung oder Propaganda vermeiden muss›.»

    Die Konferenzen, die Parrock moderiert, seien reine Propaganda, stellt Cronin fest. Sie würden höhere Militärausgaben als etwas Erstrebenswertes darstellen, ohne zu erwähnen, dass die Hauptnutznießer die Vorstände und die Aktionäre der Rüstungsunternehmen sein werden.

    Parrock habe auf eine Bitte um Stellungnahme nicht reagiert, so der Mitherausgeber von The Electronic Intifada. Der DW-Journalist komme mit seinem unethischen Verhalten davon, weil es unangefochten bleibe.

    «Journalisten im Westen neigen dazu, sich als Teil eines Clubs zu sehen. Mit wenigen Ausnahmen kritisieren sie sich nicht öffentlich gegenseitig.»

    Es sei daher kein Zufall, dass die beste Beobachtung der Berichterstattung der Mainstream-Presse über Palästina nicht in der Mainstream-Presse selbst zu finden sei, sondern auf den Online-Plattformen und den unabhängigen Medien. So nutze der Historiker Assal Rad beispielsweise X ständig, um Fälle zu identifizieren, in denen Medienüberschriften die unehrlichen Ausreden Israels wiederkäuen. Rad kritisiert besonders scharf Berichte, die in die Kategorie «Israel sagt» fallen.

    Feigheit macht Cronin als wichtigen Faktor dafür aus, dass viele Journalisten im Westen Israel mit Samthandschuhen anfassen. Greg Philo und Mike Berry hätten in ihrem 2011 erschienenen Buch «More Bad News from Israel» dokumentiert, wie die Angst vor feindseligen Anrufen israelischer Diplomaten dazu geführt habe, dass Redakteure und Reporter der BBC Selbstzensur betreiben.

    Das Buch sei leider immer noch aktuell: So habe David Collier, ein pro-israelischer Lobbyist, der sich als erfolgreicher Journalist ausgebe, sowohl die BBC als auch die US-Zeitung New York Times dazu gebracht, Inhalte über die Massaker und die Aushungerung der Palästinenser durch Israel während des aktuellen Krieges gegen Gaza zu entfernen oder zu ändern. Selbst in Irland, einem Land, in dem die öffentliche Meinung Israel gegenüber äußerst kritisch sei und die Regierung offiziell anerkannt habe, dass die Gewalt gegen Gaza einen Völkermord darstellt, würden es Mainstream-Journalisten als Pflicht ansehen, Israel mit Samthandschuhen anzufassen.

    So schließe sich RTE, der irische nationale Rundfunk, der pro-israelischen Lobby an, indem er das Gesundheitsministerium von Gaza routinemäßig als «von der Hamas geführt» bezeichne. Eine solche Darstellung vermittelt aus Sicht von Cronin den Eindruck, dass die Krankenhäuser legitime militärische Ziele sind und dass die vom Ministerium zusammengestellten Opferstatistiken zweifelhaft sind, obwohl sie eher vorsichtig sind und ihre Richtigkeit von renommierten Menschenrechtsorganisationen bestätigt worden seien.

    Auch die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Irland und Israel seien anscheinend in den irischen Medien ein Tabuthema. So habe der bekannte Journalist Mick Clifford kürzlich in einem Kommentar für die Zeitung Irish Examiner gefordert, Rockstar Bono wegen seiner Äußerungen zu Gaza etwas Nachsicht entgegenzubringen.

    Cronin schreibt dazu, er habe Clifford auf X darauf hingewiesen, dass Bono und sein U2-Bandkollege The Edge von einem Immobiliengeschäft im Wert von mehr als 45 Millionen Dollar profitiert hätten, an dem die israelische Bank Leumi beteiligt war. Diese Bank sei in einer UN-Datenbank von Unternehmen aufgeführt, die von der Kolonisierung palästinensischen Landes profitieren.

    Der Deal – der den Verkauf des Dubliner Hotels The Clarence betrifft – sei im Oktober 2023 bekannt gegeben worden. Er habe als erster Journalist darauf aufmerksam gemacht, dass daran eine Bank beteiligt war, die Israels Siedlungsaktivitäten im Westjordanland finanziert, so Cronin. Seines Wissens nach hat nur eine einzige irische Publikation – The Phoenix – später in ihrer Berichterstattung über den Verkauf des Clarence erwähnt, dass die Bank Leumi eine israelische Bank ist.

    Clifford, den er seit dem gemeinsamen Journalismusstudium in den 1990er Jahren kenne, habe spöttisch und abweisend auf die Hinweise geantwortet, schreibt Corin und zitiert den Kollegen:

    «Aber wenn die übrigen Medien das Thema nicht aufgegriffen haben, glauben sie entweder, dass es nicht wichtig ist, oder sie sind Teil einer zionistischen oder von der Regierung inspirierten Verschwörung. Wer weiß das schon?»

    In den letzten 700 Tagen wurden fast 250 Journalisten von Israel getötet, so der TEI-Mitherausgeber, der feststellt:

    «Die Tapferkeit, mit der unsere palästinensischen Kollegen dafür sorgen, dass die Welt ihre Augen nicht vor den Verbrechen Israels verschließen kann, ist das genaue Gegenteil der feigen Stenografie, die im Westen allzu oft als Journalismus durchgeht.»

    Quelle:

    The Electronic Intifada: Gaza’s journalists get massacred, Western press mollycoddles Israel - 29. August 2025



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    Kommentare

    30. August, 11:50, von Conrad F. Stäheli

    Bei Apolut findet sich noch ein erhellender Beitrag von Jochen Mitschka, welchen ich hier verlinke:
    "Zurück ins Zeitalter der Auslöschung"
    https://apolut.net/zuruck-ins-zeitalter-der-ausloschung-von-jochen-mitschka/
    Ich hatte schon seit vielen Jahren davor gewarnt, dass wir weltweit eine ähnliche Entwicklung sehen, wie im Mittelalter in Europa mit der Inquisition, oder um 1900 mit der Verbreitung des Faschismus. Was als Aufklärung und Liberalismus nach dem Krieg Furore machte, hatte sich nach der Selbstauflösung der Sowjetunion zu einer Doktrin des Absolutismus entwickelt, wie er in der dunkelsten Zeit vor der Aufklärung und während der Phase der Hexenverbrennungen zu beobachten war. Absurderweise oft gerade im Namen von Toleranz und Vielfalt. Oder geopolitisch im Namen von "Demokratie" und "Freiheit", die mit Kriegen durchgesetzt werden sollten. Alles was nicht "tolerant" war, musste "ausgelöscht" werden. Nun war das aber nichts Neues. Es war nur durch den "Wettbewerb der Systeme" nach dem 2. Weltkrieg übertüncht gewesen. In Wahrheit hatte sich nie was an "der Sieger bekommt alles" und "Der Stärkere nimmt sich was er will", geändert.

    Info: https://transition-news.org/die-feigheit-westlicher-journalisten-angesichts-des-israelischen-volkermordes


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Zurück ins Zeitalter der Auslöschung | Von Jochen Mitschka


    Screenshot_2025_08_31_at_17_48_58_Zur_ck_ins_Zeitalter_der_Ausl_schung_Von_Jochen_Mitschka


    apolut.net, 28. August 2025, Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

    Ich hatte schon seit vielen Jahren davor gewarnt, dass wir weltweit eine ähnliche Entwicklung sehen, wie im Mittelalter in Europa mit der Inquisition, oder um 1900 mit der Verbreitung des Faschismus. Was als Aufklärung und Liberalismus nach dem Krieg Furore machte, hatte sich nach der Selbstauflösung der Sowjetunion zu einer Doktrin des Absolutismus entwickelt, wie er in der dunkelsten Zeit vor der Aufklärung und während der Phase der Hexenverbrennungen zu beobachten war. Absurderweise oft gerade im Namen von Toleranz und Vielfalt. Oder geopolitisch im Namen von "Demokratie" und "Freiheit", die mit Kriegen durchgesetzt werden sollten. Alles was nicht "tolerant" war, musste "ausgelöscht" werden. Nun war das aber nichts Neues. Es war nur durch den "Wettbewerb der Systeme" nach dem 2. Weltkrieg übertüncht gewesen. In Wahrheit hatte sich nie was an "der Sieger bekommt alles" und "Der Stärkere nimmt sich was er will", geändert.

    Dan Steinbock hatte schon eine bemerkenswerte Analyse der Geschichte Israels mit seinem Buch "The Fall of Israel" oder in Deutsch "Der Untergang Israels (1)" abgeliefert, meldete sich aber nun mit einer noch deutlicheren Warnung an die Welt mit seinem Buch "The Obliteration Doctrine", oder in Deutsch demnächst "Die Auslöschungsdoktrin".

    Selten war ich bei der Übersetzung eines Buches, (seit Tim Andersons "Dirty war on Syria") so fasziniert von der Arbeit, dass ich mich kaum davon losreißen konnte. Ich dachte, ich hatte eine komplette Sicht auf die Entwicklung in Palästina und den Nahen Osten. Aber Dan Steinbock zeigte mir, dass die Sichtweise eines Wissenschaftlers noch einige weitere, sehr spannende Zusammenhänge aufdeckt. Eine Sichtweise, die viele Erklärungen aus geschichtlichen Fakten zieht. Viel nüchterner, und doch radikal die offiziellen Narrative zerstörend, Heuchelei entlarvend, und Mittäterschaft, sogar mit den eigenen Worten der Täter, begründend.

    Und immer lernt man Details der Gegenwart, die auch mir in der Tiefe gar nicht bewusst waren. Zum Beispiel hatten tausende US-"Beamte" den Dienst wegen des Völkermords in Gaza quittiert. Zwar kann man den Status eines US-"Beamten" nicht mit dem formalen Status eines deutschen Beamten vergleichen. Aber wer nach 20 Jahren Dienst in der Regierung seinen Job aufgibt, und weiß, dass durch die mächtige Israel-Lobby so schnell auch kein neuer Job in Sicht ist, zeigt Mut und Widerstand, den man in Deutschland nicht erkennen kann.

    Bevor ich zum Vorwort von Dan Steinbock komme, nur ganz kurz noch ein zweiter Punkt, der frappierend für mich war. Die Erkenntnis, wie wenig sich heutige Diskussionen über Menschenrechte und Völkermord in Bezug auf Gaza, von den Diskussionen unterscheiden, die in der Debatte in Valladolid (2) im Jahr 1550 geführt wurden. Wie das Fazit von Dan Steinbock darüber erklärt:

    "Der letztendliche Gewinner der Debatte um Valladolid dürfte die spanische Krone gewesen sein. Sie profitierte von der fortgesetzten Ausbeutung natürlicher Ressourcen und stellte die Monarchie als leidenschaftlichen Unterstützer der Ureinwohner und des Christentums dar. Las Casas gelang es nicht, die spanischen Eroberungen in der Neuen Welt zu beenden, während de Sepúlveda es nicht schaffte, die Neuen Gesetze zu kippen, die angeblich die Macht der Kolonisten einschränkten, es aber nicht taten."(3)

    Vorwort von Dan Steinbock

    Jahrzehnte nach Auschwitz und Treblinka galt die gängige Meinung, dass sich solche völkermörderischen Gräueltaten nicht wiederholen könnten. Schließlich sind die Menschen besser informiert und gebildet, menschlicher und bewusster und rund um den Globus vernetzt.

    Und doch ist das Schreckliche wieder passiert, in Ruanda und im ehemaligen Jugoslawien und dann im Gazastreifen. Aber Gaza war anders. Beim Völkermord in Ruanda brach 1994 innerhalb von nur drei Monaten die Hölle los. Beim Völkermord an den bosnischen Völkern fanden diese Massengräueltaten in nur wenigen Tagen im Juli 1995 statt. Aber ab dem 7. Oktober 2023 wurden die völkermörderischen Gräueltaten in Gaza über viele Monate hinweg verübt, Tag für Tag, Nacht für Nacht, und sie geschahen in Echtzeit, während "die Welt zuschaute". Drei Monate später, am 5. Januar 2024, nannte der UN-Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten, Martin Griffiths, Gaza "einen Ort des Todes und der Verzweiflung". (4)

    Als ich dies Anfang 2025, also über ein Jahr später, schrieb, waren diese völkermörderischen Gräueltaten noch immer weit verbreitet. Wie Blinne Ní Ghrálaigh, die irische Beraterin des südafrikanischen Rechtsteams, Ende Januar 2024 in Den Haag warnte, handelt es sich bei Gaza um "den ersten Völkermord in der Geschichte, bei dem die Opfer ihre eigene Zerstörung in Echtzeit übertragen, in der verzweifelten, bislang vergeblichen Hoffnung, dass die Welt etwas unternehmen könnte." (5)

    Und dennoch, nach diesen eloquenten Appellen zu Waffenstillstand, Diplomatie und Gesprächen, wurde es immer schlimmer: Über 51.000 Tote und fast 120.000 Verletzte im April 2025 nach offiziellen Statistiken, Notoperationen ohne Betäubung, Hungersnot, Ökozid – während die Welt zusah und hörte, aber wenig tat, um etwas daran zu ändern.

    Was machte eine solche Gleichgültigkeit möglich?

    Die Auslöschungsdoktrin befasst sich mit dem tödlichsten Kanon der Kriegsführung des 21. Jahrhunderts. Sie zeigt die verheerende Zerstörung, die diese Militärdoktrin angerichtet hat, wie sie geschah und wer dahintersteckte. Die surreale Verwüstung in Gaza spiegelt eine für vergangene Völkermorde typische Abfolge wider, die sich jedoch viel schneller, effizienter und mit größerer Dezimierung vollzog und einen Höhepunkt im langjährigen Kampf des Westens gegen Völkermord-Verhinderung darstellt. Sie zeigt auch, wie diese Verwüstung trotz der Völkermordkonvention möglich wurde, die geschaffen wurde, um künftige Massengräueltaten zu verhindern.

    Dieses Buch zeigt, wie der Aufstieg der Auslöschungsdoktrin und die damit verbundene Profitgier des Völkermords durch Waffen und Finanzierung hauptsächlich durch die Vereinigten Staaten mit strategischen Partnern wie Deutschland, Großbritannien, Italien und Kanada erleichtert wurde. In Gaza drückte Israel ab, aber die Munition und Waffen kamen aus dem Westen. Daher die Komplizenschaft des US-geführten Westens bei dem tödlichen Gemetzel, vermutlich um die amerikanischen Bemühungen zu erleichtern, ihre globale Hegemonie in einer Ära zu verlängern, die durch den Aufstieg des Globalen Südens und eine zunehmend multipolare Weltwirtschaft gekennzeichnet ist.

    Die Massengräueltaten, die mit der Auslöschungsdoktrin verbunden sind, umfassen eine Vielzahl abscheulicher Praktiken und werden in der Regel durch rechtliche Rahmenbedingungen des "Ausnahmezustands" gerechtfertigt, die vorgeben, eine Lizenz für unaufhörliche Massentötungen zu erteilen. Das Streben nach Völkermordprävention durch Raphael Lemkin, den "Gründer der Völkermordkonvention", beinhaltete Elemente von "vorbereitenden Angriffen" und Frühwarnsignalen. Zusammen mit institutionellen Rahmenbedingungen sollten diese eine rechtliche Grundlage schaffen, um Massengräueltaten zuvorzukommen, bevor sie stattfinden könnten. Doch die Bemühungen ehemaliger Kolonialmächte, die Völkermordprävention zu untergraben, überschatteten die Ausarbeitung der Konvention und schlossen diese Maßnahmen aus.

    Das wirklich Erstaunliche an der Auslöschungsdoktrin ist, dass sie zwar auf alten militärischen Taktiken und modernen Bombardierungen aufbaut, aber etwa zwei Jahrzehnte vor dem 7. Oktober 2023 weitgehend perfektioniert worden war. Dennoch gab es in dieser Zeit keine wirksame Intervention der internationalen Gemeinschaft, um der Umsetzung der tödlichen Doktrin zuvorzukommen, die ihre Befürworter offen versprachen, in ihrem "nächsten Krieg" einzusetzen.

    Aber in diesem Buch geht es nicht nur um Gaza und seine historischen Vorläufer. Es geht auch nicht nur um die finanziellen Erwägungen, die mit dem Völkermord und der Komplizenschaft des Westens einhergehen und seinen schrecklichen politischen, wirtschaftlichen und moralischen Zusammenbruch belegen. Es zeigt auch, wie die Auslöschungsdoktrin tödliche Formen der Kriegsführung – einschließlich der Zerstörung verbrannter Erde, kollektiver Bestrafung und ziviler Viktimisierung – mit massiven und wahllosen Flächenbombardements und Operationen zur Aufstandsbekämpfung kombiniert. Neu daran ist die erschreckende Mischung aus Künstlicher Intelligenz und völkermörderischen Gräueltaten, die gegen alle humanitären Prinzipien der Kriegsführung verstößt.

    Die Auslöschung des Gazastreifens spiegelt die tragische Unfähigkeit der Völkermordkonvention wider, Völkermorde zu verhindern, zu deren Prävention sie geschaffen wurde. Dieses Defizit zeigte sich erneut im Ausschluss zentraler Elemente aus Südafrikas Klage gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof. Hinzu kam die Verwässerung der verbleibenden Klauseln und eine Aushöhlung der Durchsetzungskraft, die die Verhinderung von Völkermord, das ursprüngliche Ziel der Konvention, untergruben. Anstatt neuen Massenverbrechen vorzubeugen, besteht das Ziel nun lediglich darin, Völkermorde benennen, verurteilen und dokumentieren zu können, sobald sie (nach einem langwierigen Prozess) bestätigt wurden.

    Die Auslöschung spielt seit langem eine große Rolle in den westlichen Kolonial- und Militärunternehmungen und in dem anschließenden Kampf um die Verhinderung und Beschneidung der zunehmenden internationalen Bemühungen um ein wirksames gesetzliches Verbot von Völkermord und Regress, zur Abwehr solcher Angriffe durchzusetzen. Dieses Buch befasst sich daher nicht nur damit, wie die Völkermordkonvention von westlichen Mächten geschickt verwässert und angepasst wurde, um Maßnahmen zur Völkermordprävention auszuhöhlen. Darüber hinaus wurde die Konvention durch die definitorische Unsicherheit darüber, ob tatsächlich ein Völkermord stattgefunden hat, behindert, da dieser erst nach dem tatsächlichen Völkermord festgestellt werden kann. Das Buch geht auch der Frage nach, wie die Herausforderungen des Westens bei der Völkermordprävention bewältigt werden können. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts kommt dabei nicht mehr nur dem Westen eine Schlüsselrolle zu, sondern auch dem Globalen Süden und seinen zunehmenden Bemühungen, die Verantwortlichen für die größten Völkermorde unserer Zeit gerichtlich zu verfolgen.

    Die Reaktion der internationalen Zivilgesellschaft ist dringender denn je. Die Auslöschungsdoktrin verstößt gegen das Völkerrecht, ja gegen die Grundfesten der internationalen Gesellschaft und allen menschlichen Lebens. In Ermangelung wirksamer Gegenkräfte schafft sie einen grausamen Präzedenzfall und könnte als brutale Vorlage für noch Schlimmeres dienen – nicht nur im Nahen Osten, sondern auch in Eurasien, Asien oder Afrika – praktisch keine Weltregion dürfte vor solchen Katastrophen gefeit sein – für neue „Endlösungen“, die den Weg für konventionelle oder gar nukleare Holocausts ganzer Nationen ebnen.

    Es war diese Sorge, die zu den quälenden Fragen führte: Warum war die Welt nicht in der Lage, dem Völkermord ein Ende zu setzen? Was wird dagegen unternommen? Und was könnte man dagegen tun?

    Soweit das Vorwort von Dan Steinbock. Ich möchte nun an dieser Stelle noch auf etwas hinweisen, was viele offensichtlich nicht verstehen, wenn sie Unverständnis über den Begriff "Kindermörder" in Bezug auf die israelische Besatzungsmacht äußern. In diesem Zusammenhang sei ein Unterkapitel aus dem genannten Buch von Dan Steinbock hier zur Erklärung angefügt:

    "Maßnahmen zur Verhinderung von Geburten" … Krieg gegen Kinder und Frauen

    "Geburten zu verhindern ... " Die vierte verbotene Handlung [der Völkermordkonvention] betrifft Maßnahmen zur Verhinderung der Fortpflanzung in der geschützten Gruppe, darin enthalten Handlungen, die die Fortpflanzung und intime Beziehungen betreffen, einschließlich unfreiwilliger Sterilisation, Zwangsabtreibung, des Eheverbots und der dauerhaften Trennung von Männern und Frauen, die die Fortpflanzung verhindern sollen. Aufbauend auf den Beweisen des Holocaust sieht dieser Zustand eine ziemlich lange Dauer vor, die von Apartheid und rassistischen Handlungen bis hin zum Massenaussterben reicht. Heute ist die Wirksamkeit zerstörerischer Waffen so groß, dass die Auslöschung einer Nation schneller und effizienter erfolgen kann als durch die langsame Strangulierung von Geburtenverhütung und Entwicklungsverzögerung. Nichtsdestotrotz hat sich die Umsetzung der Maßnahme in den gezielten Angriffen auf Krankenhäuser und andere derartige Dienste widergespiegelt, wobei die Weltgesundheitsorganisation (WHO) davor warnte, dass Frauen und Neugeborene die Hauptlast der Eskalation der Feindseligkeiten tragen würden, insbesondere die 50.000 schwangeren Frauen. (6)

    Anfang Januar 2024 veröffentlichte der Nothilfekoordinator der Vereinten Nationen, Martin Griffiths, eine persönliche Erklärung. Er ahnte, was auf ihn zukommen würde, und hoffte, die internationale Gemeinschaft zu mobilisieren – wenn nicht gegen den Krieg, so doch für die Kinder:

    "Vor allem für Kinder waren die letzten 12 Wochen traumatisch: Kein Essen. Kein Wasser. Keine Schule. Nichts als die schrecklichen Geräusche des Krieges, Tag für Tag. Gaza ist einfach unbewohnbar geworden. Die Menschen werden täglich Zeugen von Bedrohungen ihrer Existenz – während die Welt zuschaut." (7)

    Wie zuvor wurde die Warnung ignoriert. Im Juni 2024, ein halbes Jahr später, fügte UN-Generalsekretär António Guterres das israelische Militär einer globalen Liste von Straftätern hinzu, die Verstöße gegen Kinder begangen hatten. In einem Video drückte Israels UN-Repräsentant Gilad Erdan seine Empörung über die UN-Entscheidung aus und nannte die IDF "die moralischste Armee der Welt", wie er es schon so oft zuvor getan hatte, nachdem es immer wieder neue Beweise für Völkermord gegeben hatte. In einem surrealen Schritt übertrug Erdan die Verantwortung auf Guterres selbst. "Der Einzige, der heute auf der schwarzen Liste steht, ist der Generalsekretär, dessen Entscheidungen seit Beginn des Krieges und sogar schon davor Terroristen belohnen und sie dazu anregen, Kinder für Terrorakte zu benutzen. Schande über ihn!" (8)

    Es war ein klassisches Ablenkungsmanöver. Nur einen Monat zuvor waren in den Krankenhäusern Nasser und Al-Shifa in Gaza fast 400 Leichen entdeckt worden, darunter vor allem Frauen und Kinder, von denen viele Berichten zufolge Anzeichen von Folter und summarischen Hinrichtungen aufwiesen und möglicherweise Menschen lebendig begraben wurden. Zu dieser Zeit wurden täglich etwa 63 Frauen, darunter 37 Mütter, getötet, und es wurde angenommen, dass 17.000 palästinensische Kinder seit Beginn des Krieges gegen Gaza zu Waisen geworden sind. Durch die direkte Bombardierung von Krankenhäusern und die absichtliche Verweigerung des Zugangs zu Gesundheitseinrichtungen durch israelische Scharfschützen, setzte das Fehlen von Betten und medizinischen Ressourcen 50.000 schwangere palästinensische Frauen und 20.000 Neugeborene einem unvorstellbaren Risiko aus. Über 180 Frauen pro Tag brachten ohne Schmerzmittel ein Kind zur Welt, während Hunderte von Babys starben, weil es an Strom für die Brutkästen fehlte. Infolgedessen stieg die Zahl der Fehlgeburten um bis zu 300 Prozent, während 95 Prozent der schwangeren und stillenden Frauen von schwerem Ernährungsmangel betroffen waren. (9)

    In der Vergangenheit war Israel nicht unter den weltweiten Vergewaltigern von Kindern aufgeführt. Doch eine solche Brutalität war weder einzigartig noch neu in Israel. Die Gewalt im Gewahrsam ihrer Sicherheitskräfte und ihres Militärs war praktisch so alt wie die israelische Besatzung selbst, obwohl sie sich in ihrer dokumentierten Form während der Zweiten Intifada, zwei Jahrzehnte vor dem 7. Oktober, verschärft hatte. Zwischen 2000 und 2004 wurden über 1.400 palästinensische Kinder von den israelischen Militärbehörden verhaftet. Schlimmer noch, eidesstattliche Erklärungen von palästinensischen Kinderhäftlingen deuten darauf hin, dass die meisten während ihrer Festnahme und ihres Verhörs einer oder mehreren Formen der Misshandlung ausgesetzt waren, einschließlich sexueller Belästigung und physischer und psychischer Drohungen. (10)

    Die Kinder von Gaza waren die Kinder der Auslöschungsdoktrin. Alles, was sie seit ihrer Geburt gesehen hatten, war Gewalt, Krieg und Zerstörung. Die grundlegenden Lebensbedingungen im Gazastreifen stellten Lehrbuch-Risikofaktoren für dauerhafte psychische Schäden dar, die sich in Symptomen schwerer emotionaler Belastung und Traumata manifestierten, darunter Angst, Angstzustände, Essstörungen, Bettnässen, Hypervigilanz und Schlafprobleme. Zu den berichteten Verhaltensänderungen gehörten Introversion, Trennungsangst oder Veränderungen im Bindungsstil mit den Eltern, Regression und Aggression. (11)

    Wenn das Leid der Kinder die Herzen ihrer Betreuer brach, so war das Schicksal der Kinder ohne Stimme noch schlimmer. Im Juli 2024 wurden bis zu 21.000 Kinder im Chaos von Gaza vermisst, viele unter den Trümmern eingeschlossen, eingesperrt, in nicht gekennzeichneten Gräbern begraben oder von ihren Familien verloren. Andere waren "gewaltsam verschwunden", darunter eine unbekannte Zahl von Inhaftierten und solchen, die gewaltsam aus Gaza überstellt wurden, deren Verbleib ihren Familien angesichts von Berichten über Misshandlungen und Folter unbekannt war. (12) Darüber hinaus gab es schon früh zahlreiche Berichte über vermeidbare Todesfälle aufgrund von Sauerstoffmangel und Beatmungsgeräten sowie über 1.000 Kinder, die laut UNICEF in Gaza Beinamputationen erlitten hatten, einige davon ohne Betäubung. (13) Im Juni 2024 setzten die Vereinten Nationen Israel auf ihre schwarze Liste der Länder, die Kinder in bewaffneten Konflikten missbraucht haben. Laut einem Bericht von Children in Armed Conflict wurden in Gaza, im Westjordanland und in Israel mehr schwere Menschenrechtsverletzungen gegen Kinder begangen als irgendwo sonst auf der Welt, einschließlich der DR Kongo, Myanmar, Somalia, Nigeria und Sudan.

    Ende 2024 deuteten die Zeugenaussagen von Gesundheitsexperten vor Ort darauf hin, dass der Tod vieler Kinder in Gaza nicht nur ein Kollateralschaden war, sondern das Ergebnis gezielter Aktionen. Was Dutzende von Ärzten, Krankenschwestern und Sanitätern in Gaza sahen, waren mehrere Fälle von Kindern im Teenageralter, die in den Kopf oder in die Brust geschossen wurden. Das Zeugnis von Dr. Feroze Sidhwa, einem Unfall- und Allgemeinchirurgen, der am Europäischen Krankenhaus in Khan Younis gearbeitet hatte, war besonders überzeugend: "Ich habe Gewalt gesehen und in Konfliktgebieten gearbeitet. Aber von den vielen Dingen, die bei der Arbeit in einem Krankenhaus in Gaza besonders auffielen, ging mir eines nahe: Fast jeden Tag, an dem ich dort war, sah ich ein neues kleines Kind, das in den Kopf oder in die Brust geschossen worden war, und das praktisch allein starb."(14)

    Im März 2025 beschrieb eine unabhängige Untersuchung des UN-Menschenrechtsrats auf der Grundlage vernichtender Beweise die "Zerstörung der Palästinenser durch reproduktive Gewalt und Schäden, die sich aus den vorsätzlichen Angriffen der israelischen Sicherheitskräfte auf Einrichtungen der sexuellen und reproduktiven Gesundheitsversorgung und die zusammengebrochene Gesundheitsinfrastruktur in Gaza ergeben". Darin wurde eine "starke Zunahme sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt nachgewiesen, die von Mitgliedern der israelischen Sicherheitskräfte und Siedlern online und persönlich in den besetzten palästinensischen Gebieten verübt wird, einschließlich Vergewaltigung und anderer Formen sexueller Gewalt". (15)

    Hier endet das Format des Podcast für diese Woche wieder. Als Anhang gibt es noch ein Interview mit Dan Steinbock über sein neues Buch.

    Quellen und Anmerkungen

    1 https://der-politikchronist.blogspot.com/p/der-untergang-israels-von-dan-steinbock.html

    2 https://de.wikipedia.org/wiki/Disput_von_Valladolid

    3 On the ongoing debate regarding the purported and actual function of Encomienda, see Yeager, Timothy J. 1995. “Encomienda or Slavery? The Spanish Crown’s Choice of Labor Organization in Sixteenth-Century Spanish America.” The Journal of Economic History 55, no. 4: 842–859. For the wider context, see Castro, Daniel. 2007. Another Face of Empire: Bartolomé de Las Casas, Indigenous Rights, and Ecclesiastical Imperialism (Duke University Press).

    4 "The war in Gaza must end." Statement by Martin Griffiths, Under-Secretary- General for Humanitarian Affairs and Emergency Relief Coordinator, Jan. 5, 2024.

    5 "World has failed Gaza in ‘livestreamed genocide,’ South Africa’s delegation says at ICJ." Guardian News, Jan. 12, 2024. https://www.youtube.com/watch?v=y0t4aFLYry4

    6 Ibid. See also “Women and newborns bearing the brunt of the conflict in Gaza, UN agencies warn.” Statement, World Health Organization, Nov. 3. 2023.

    7 “The war in Gaza must end.” Statement by Martin Griffiths, Under-Secretary- General for Humanitarian Affairs and Emergency Relief Coordinator, UN OCHA, Jan. 5, 2024.

    8 “UN adds Israel to global list of offenders that harm children.” CNN, June 7, 2024.

    9 “Onslaught of violence against women and children in Gaza unacceptable: UN experts.” UNHRO, May 6, 2024.

    10 Defense for Children International (2003). Kids Behind Bars: A Study on Children in Conflict with the Law (Amsterdam: Defense for Children International), p. 2.

    11 Ibid., pp. 2–3.

    12 “Gaza’s Missing Children.” Save the Children, June 24, 2024.

    13 Ibid. See also Qiblawi, Tamara, et al. “Anesthetics, crutches, dates. Inside Israel’s ghost list of items arbitrarily denied entry into Gaza.” CNN, March 2, 2024.

    14 Sidhwa, Feroze. “65 Doctors, Nurses and Paramedics: What We Saw in Gaza.” New York Times, October 9, 2024.

    15 “‘More than a human can bear’: Israel’s systematic use of sexual, reproductive and other forms of gender-based violence since 7 October 2023.” Independent International Commission of Inquiry on the Occupied Palestinian Territory, including East Jerusalem, and Israel. UN Human Rights Council, A/HRC/58/CRP.6, March 13, 2025.

    16 https://www.claritypress.com/product/the-obliteration-doctrine-genocide-prevention-israel-gaza-and-the-west/ Anfang September in Deutsch unter https://der-politikchronist.blogspot.com/

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    ANHANG

    Der Autor kommentiert tagesaktuelle Ereignisse unter https://x.com/jochen_mitschka

    Auslöschung und die Komplizenschaft des Westens

    Ein Q&A zu Dr. Steinbocks "Die Auslöschungsdoktrin"

    Dr. Steinbocks hochaktuelles neues Buch "Die Auslöschungsdoktrin" handelt vom Völkermord in Gaza, der Komplizenschaft des Westens und dem langen Kampf gegen die Verhinderung von Völkermord.

    Beim Völkermord an den bosnischen Völkern fanden im Juli 1995 innerhalb weniger Tage Massengräueltaten statt. Beim Völkermord in Ruanda brach 1994 innerhalb von nur drei Monaten die Hölle los. Gaza ist eine Klasse für sich. Seit Oktober 2023 werden Israels völkermörderische Gräueltaten in Gaza – die auf Waffenlieferungen durch den US-geführten Westen beruhen – 22 Monate lang verübt, Tag für Tag, Nacht für Nacht, und sie geschahen in Echtzeit, während "die Welt zuschaut".

    Wie ist eine solche Gleichgültigkeit möglich?

    Frage (F): Das ist die zentrale Frage, mit der sich Ihr neues Buch befasst.

    Dr. Dan Steinbock (DS): Ja. In meinem vorherigen Buch "The Fall of Israel" (2024) habe ich Israels wirtschaftlichen, politischen, militärischen und regionalen Weg zur Gaza-Katastrophe untersucht. In "The Obliteration Doctrine"(16) untersuche ich die Militärdoktrin und die Komplizenschaft des US-geführten Westens bei der Verwüstung Gazas und das lange Versagen des Westens bei der Verhinderung von Völkermord – und versuche, den Ausweg aufzuzeigen.

    Nach Auschwitz und Hiroshima ist eine Gleichgültigkeit gegenüber dem Völkermord nicht möglich. Es verstößt gegen alles, was ich am jüdischen Erbe der sozialen Gerechtigkeit verehre. Beim Völkermord ist Schweigen keine Option.

    Auslöschung als bewusste staatliche Politik

    In seinem schmerzvollen Vorwort zu "Die Auslöschungsdoktrin" warnt Dr. Mahathir Bin Mohamad, der am längsten amtierende Premierminister Malaysias, davor, dass das Wort Völkermord möglicherweise nicht angemessen sei, um "die vorsätzliche Massentötung der Palästinenser im Gazastreifen durch Israel" zu beschreiben.

    Ahmet Davuto?lu, ehemaliger Ministerpräsident der Türkiye und prominenter Wissenschaftler für internationale Beziehungen, sagte: "Die Auslöschungsdoktrin ist ein zeitgemäßer theoretischer Rahmen, der vor den aufkommenden zerstörerischen Kriegen im 21. Jahrhundert warnt."

    Die Vorstellung, dass die Dezimierung Gazas wahrscheinlich ein Vorbote für viel Schlimmeres sein wird, zieht sich durch das Buch. "Der Westen ist nicht in die Komplizenschaft des Völkermords geraten, er hat sich absichtlich in ihn gestürzt", wie es der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis ausdrückt.

    Professor William Schabas, vielleicht der führende Wissenschaftler auf dem Gebiet des Völkermords und des Völkerrechts, glaubt, dass das Buch mit dem Begriff der Auslöschungsdoktrin "dem Lexikon über Völkermord einen neuen Begriff hinzufügt".

    Diese Befürwortungen werden von Richard A. Falk, dem ehemaligen UN-Sonderberichterstatter für Palästina, unterstützt; Alfred de Zayas, ehemaliger UN- und internationaler Experte für Menschenrechte und ethnische Vertreibungen; Alex de Waal, eine international anerkannte Autorität für Hungersnöte an der Tufts University; Edgar Morin, der französische Philosoph, der seit dem Spanischen Bürgerkrieg gegen den Faschismus kämpft; Curtis F.J. Doebbler, der hoch angesehene internationale Menschenrechtsanwalt; Scott Horton, Direktor des Libertarian Institute und des Antiwar.com; und Dr. Feroze Sidhwa, der Unfallchirurg, der sich ausgiebig ehrenamtlich in Gaza und anderswo engagiert hat.              

    Völkermord im Gazastreifen und Hunger als Waffe               

    F: Wann begann die Waffe des Hungers in Gaza?

    DS: Israel hat die Hungersnot in Gaza vor fast zwei Jahrzehnten zum ersten Mal als Waffe eingesetzt. Als die Hamas die palästinensischen Wahlen gewann, blockierte Israel mit Unterstützung des US-geführten Westens den Gazastreifen. Nach der Hamas-Offensive vom 7. Oktober und dem israelischen Bodenangriff im Herbst 2024 gab es bereits im Frühjahr 2024 Hungertote. Im Westen wurden diese Bilder jedoch weitgehend unterdrückt. Die derzeitige Medienberichterstattung ist ein verspäteter Versuch einer Absolution – aber erst nach dem Völkermord und der Dezimierung von Gaza.

    F: Die Auslöschungsdoktrin zeigt, dass Hungersnöte oft als Auftakt zum Völkermord dienten und dass Hunger gelegentlich absichtlich als Waffe eingesetzt wurde.

    DS: Wie der Pionier des Völkermords, Raphael Lemkin, 1945 betonte, ist Mord die direkteste Technik des Völkermords, aber nicht die einzige. Völkermord könne auch "der langsame und wissenschaftliche Mord durch Massenhunger oder der schnelle, aber nicht minder wissenschaftliche Mord durch Massenvernichtung in Gaskammern sein". Im Falle des Gazastreifens gibt es zahlreiche Beweise für eine Massenhungersnot, die überwältigend und unmöglich zu leugnen sind.

    F: Sie verwenden unter anderem Daten zur täglichen Kalorienzufuhr in einer vergleichenden historischen Analyse.

    DS: Das ist ein grobes Maß, aber besser als nichts. Der Kaloriengehalt in bestimmten Teilen des Gazastreifens lag unter der täglichen Aufnahme, die zum Überleben benötigt wird, aber auch unter dem Niveau, das während der Menschenversuche des imperialen Großbritanniens im Indien des späten 19. Jahrhunderts beobachtet wurde, die den Tod von Millionen verursachten. In bestimmten Gebieten des Gazastreifens war sie auch niedriger als in den deutschen Konzentrationslagern 1940 und am Ende des Zweiten Weltkriegs.

    Völkermordkonvention und akzessorische Haftung               

    F: Artikel 2 der Konvention definiert Völkermord. Artikel 3 definiert die Verbrechen, die nach der Konvention bestraft werden können, einschließlich der "Komplizenschaft beim Völkermord". Wann kamen Sie zum ersten Mal zu dem Schluss, dass Israel in Gaza Völkermord begangen hat?

    DS: Gegen Ende 2023. Zu diesem Zeitpunkt begann ich, den Begriff "völkermörderische Gräueltaten" zu verwenden. Im Frühjahr 2024, als ich in "Der Fall Israels" zu dem Schluss kam, erfüllten diese Gräueltaten bereits die meisten Bedingungen für legalen Völkermord, wie sie in der UN-Völkermordkonvention definiert sind...

    F: ... was das Problem der Komplizenschaft hervorhebt. Die Auslöschungsdoktrin fragt, wie Komplizenschaft definiert werden sollte: Wer ist für Gaza verantwortlich?

    DS: In den Jahren 1945/46 verurteilte das Nürnberger Tribunal 22 der wichtigsten überlebenden Nazi-Führer für ihre Massengräueltaten. In den Jahren 1946-48 stellte das Tokioter Tribunal 28 wichtige Führer des kaiserlichen Japans wegen ihrer Massengräueltaten vor Gericht. Im Gegensatz dazu hat sich der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) hauptsächlich auf die operativen Anführer der Völkermordgräuel konzentriert. Im Frühjahr 2024 nahm der IStGH den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und seinen ehemaligen Verteidigungsminister Yoav Gallant ins Visier.

    F: Was ist mit den anderen?

    DS: Bisher wurden sie ignoriert.

    Der israelische Fall

    F: Wer sind sie?

    DS: Hinter Netanjahu und Gallant gab es mindestens ein halbes Dutzend anderer israelischer Kabinettsmitglieder, darunter der rechtsextreme Itamar Ben-Gvir, der selbsternannte Faschist Bezazel Smotrich, Verteidigungsminister Israel Katz mit seiner Schlüsselrolle bei der Verwüstung von Gaza und seiner Infrastruktur, der rechtsextreme Kahanit Amihai Eliyahu, der die "Atombombe gegen Gaza" befürwortet und so weiter. Sie alle trugen direkt zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit bei, wobei einige auf zerstörerischeren Maßnahmen bestanden. Und viele wurden von Isaac Herzog, dem israelischen Präsidenten, und Ron Demer, Netanjahus in den USA geborenem Berater, unterstützt.

    Es gibt auch eine andere Gruppe von Kabinettsmitgliedern, die international weniger bekannt ist, aber eine wichtige Rolle bei den langwierigen Völkermord-Gräueltaten gespielt haben. Dazu gehören Miri Regev, die selbsternannte "glückliche Faschistin", die die Folter im berüchtigten Gefangenenlager Sde Teiman unterstützt; Galit-Distel Atbaryan twittert für die "Auslöschung von Gaza"; May Golan, der offen auf eine "weitere Nakba" drängt, um die Palästinenser aus Gaza zu säubern; Und so weiter.

    Schließlich hat das Kabinett Netanjahu mit militärischen Führern zu tun gehabt – dem nicht ganz so moderaten Benny Gantz; und Gadi Eisenkot, der Architekt der Auslöschungsdoktrin, dessen Rolle auch nach dem 7. Oktober eine entscheidende Rolle spielte.

    F: Wollen Sie damit sagen, dass der IStGH sie alle anklagen sollte?

    DS: Wenn der IStGH sein Versprechen einlösen soll, sollte er nach den Artikeln 2 und 3 der Völkermordkonvention vorgehen, die auch bei Völkermord – wo immer sie stattfinden – durchgesetzt werden sollten.

    Die Komplizenschaft des von den USA angeführten Westens               

    F: Gilt die Nebenhaftung auch für die Biden-Regierung und bestimmte europäische Staats- und Regierungschefs aufgrund ihrer Waffentransfers und -finanzierungen?

    DS: Laut der Völkermordkonvention ja. Artikel 3 bezieht sich ausdrücklich auf Verbrechen, die nach der Konvention bestraft werden können, einschließlich der "Komplizenschaft beim Völkermord".

    DS: In den USA scheint die akzessorische Haftung auf der höchsten Ebene der Entscheidungsträger zu beginnen, einschließlich Präsident Biden, Außenminister Antony Blinken und Verteidigungsminister Lloyd J. Austin und einer langen Liste ihrer Untergebenen, die es versäumt haben, Alarm zu schlagen, was den Einsatz von Waffenlieferungen an Israel unter eklatanter Missachtung der US-Außenpolitik betrifft. Aber das breitere Netz ist umfangreicher. Darin warb Vizepräsidentin Kamala Harris für die fortgesetzte Militärhilfe für Israel inmitten der Gräueltaten; Finanzministerin Janet Yellen, die gleichzeitig den unaufhörlichen Waffenfluss sowohl im Gazastreifen als auch in der Ukraine ermöglicht; Und so weiter.

    F: Was ist mit der Trump-Regierung?

    DS: Mit ihren fortgesetzten Waffenlieferungen, ihrer nachrichtendienstlichen und diplomatischen Unterstützung, gepaart mit der offenen Unterstützung ethnischer Säuberungen und der direkten Beteiligung an der regionalen Eskalation, hat es die Trump-Regierung geschafft, die Schrecken der Komplizenschaft auf eine völlig andere, tiefere und weitaus zerstörerischere Ebene zu heben.

    Die Nutznießer der Auslöschung

    F: Hat die Kriegsprofitgier die humanitäre Katastrophe überwunden?

    DS: Ja, natürlich. Schlimmer noch, es herrschen Drehtüren zwischen der US-Regierung, dem Pentagon und der „Großen Verteidigung“ und ihren bevorzugten Denkfabriken, wie die Auslöschungsdoktrin zeigt. Dies führt zu enormen moralischen Risiken und Interessenkonflikten. Waffentransfers mästen die Margen der Rüstungsunternehmen; Frieden tut es nicht.

    F: Wer sind die Nutznießer des Völkermords in Gaza?

    DS: Zwei Drittel der Waffenlieferungen nach Israel entfallen auf die USA, aber Europa – Deutschland und Italien, Großbritannien und viele kleinere Akteure – liefern den Rest. Israel ist bei Waffen auf die USA angewiesen und beim Handel auf Europa.

    In Gaza drückte Israel ab, aber die Versorgung mit Munition und Waffen, Finanzierung und Geheimdienstinformationen kommt aus dem Westen. Die Komplizenschaft bereitete den Boden für einen Völkermord.

    Teil 2 des Interviews kann man auf TKP lesen: https://tkp.at/2025/08/24/der-kampf-des-westens-gegen-verhinderung-von-voelkermord-qa-mit-dr-steinbock-ueber-die-ausloeschungsdoktrin-teil-2/

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    Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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    Bild: Menschen in der zerstörten Gaza-Stadt
    Bildquelle: Gaza - Survival Journey / shutterstock


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    Info: https://apolut.net/zuruck-ins-zeitalter-der-ausloschung-von-jochen-mitschka/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    30.08.2025

    Die letzten Brücken

    jungewelt.de, Aus: Ausgabe vom 30.08.2025, Seite 3 / Schwerpunkt, Von Carmela Negrete

    Druschba Narodow

    Das Russische Haus in Berlin setzt sich trotz Schließungsrufen weiter für die Vermittlung der russischen Sprache und Kultur ein. Ein Besuch in der Friedrichstraße



    Schöning/IMAGO

    Steht Interessierten an russischer Sprache und Kultur offen: Eingang des Russischen Hauses in der Berliner Friedrichstraße


    Ausgerechnet das, was man in der »freien Welt« gerne Diktatoren vorwirft, nämlich Medien den Betrieb zu untersagen oder Kultur zu lenken, scheint sich nun in bezug auf alles mit russischem Ursprung abzuzeichnen. Doch wie sollen sich die Menschen nach dem Krieg in der Ukraine wieder verständigen, wenn schon jetzt alle Kanäle abgebrochen und gekappt werden? Und wie soll verhindert werden, dass sich neue Feindschaften zwischen den Bevölkerungen in Europa entwickeln, wenn Kulturzentren in den politischen Streit hineingezogen werden und sie nicht mehr als Vermittler von Sprache, Geschichte und Kultur wirken dürfen? Diese Fragen werden auch in den kommenden Jahren von Bedeutung sein, nicht zuletzt im Hinblick auf das Russische Haus der Kultur und Wissenschaft in Berlin.

    Für jemanden, der das Russische Haus in der Friedrichstraße noch nie betreten hat, wirkt es überwältigend: sieben Stockwerke mit insgesamt 29.000 Quadratmetern Nutzfläche. Das damalige »Haus der sowjetischen Wissenschaft und Kultur« wurde 1984 als Geschenk der DDR an die Sowjetunion eröffnet. Schon allein das Design durch den damaligen Stararchitekten Karl-Ernst Swora rechtfertigt einen Besuch. Man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt, etwa im großen Kinosaal mit alten Kinematographen und Filmrollen oder im Theatersaal, wo klassische wie moderne russische Stücke aufgeführt werden. Weder für das Kino noch für das Theater oder Konzerte wird hier übrigens Eintritt verlangt.

    Rund 500 Schülerinnen und Schüler nehmen hier gleichzeitig Russischunterricht. Rechts neben dem Eingang werben Plakate für Mal- und Töpferkurse. Auch der Kunstunterricht findet in russischer Sprache statt und erleichtert so den Spracherwerb. Jeden Mittwoch um 19 Uhr gibt es außerdem einen kostenlosen Sprachklub für Russischlernende. Dort treffen sich Menschen aus ganz unterschiedlichen Ländern, die Russisch lernen wollen oder es bereits beherrschen –, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

    Der Unterhalt des Hauses, von der Instandsetzung bis zur Reinigung und zum Personal, wird von Russland getragen, so wie auch der deutsche Staat seine Goethe-Institute im Ausland finanziert. Einzige Ausnahme: Die Grundsteuer muss das Russische Haus nicht entrichten, da das Grundstück der Bundesrepublik gehört. So ist es im Abkommen geregelt. In den vergangenen Monaten wurden in der Berliner Politik Stimmen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen laut, die forderten, das Kulturzentrum zu schließen, da dort angeblich russische Propaganda betrieben werde. Auch Politiker der Linkspartei blasen in dieses Horn. So erklärte der stellvertretende Berliner Parteichef Maximilian Schirmer Ende Juni gegenüber der Berliner Zeitung, man müsse prüfen, »ob der Betrieb einer russischen Propagandainstitution in Deutschland geduldet werden muss«. Gerne hätten wir mit ihm gesprochen, um genauer zu erfahren, was er damit meinte, doch eine Anfrage von jW blieb unbeantwortet.

    Der Leiter der Institution, Pawel Iswolski, zeigte sich zuversichtlich, dass die Debatte um das Haus »wahrscheinlich lediglich eine Polemik in den Medien« sei. »Das Russische Haus in Berlin funktioniert auf Grundlage des Abkommens zwischen beiden Regierungen«, erklärte er gegenüber dieser Zeitung. »Von der Bundesregierung haben wir keinerlei Informationen erhalten, dass man mit uns unzufrieden wäre«, betonte er. Auch sein Ansprechpartner, das Auswärtige Amt, habe sich »nie zu unserer Tätigkeit oder unserem Programm geäußert oder gesagt, dass irgend etwas nicht stimmt«. Alles andere seien, so Iswolski, »politische Spekulationen«. Er vermutete, dass »manche Journalisten, Abgeordnete und Politiker versuchen, sich mit diesem Thema Pluspunkte zu verschaffen und es eher für ihre eigenen Zwecke nutzen«.


    Dass eine Schließung des Hauses grundsätzlich möglich wäre, lässt sich aus Antworten deutscher Behörden herauslesen. jW wollte vom Kulturstaatsminister Wolfram Weimer wissen, wie seine Institution die aktuelle Diskussion über eine mögliche Schließung des Russischen Hauses in Berlin bewertet, welche Rolle dieses in den Kulturbeziehungen mit Russland spielt und welchen Stellenwert der kulturelle Austausch zwischen Russland und Deutschland heute hat. Überraschenderweise kam jedoch keine Antwort aus dem Kultusministerium. Statt dessen wurde unsere E-Mail an das Auswärtige Amt weitergeleitet, das über den Krieg in der Ukraine und über Sanktionen schrieb – also Themen, die wir in unserer Anfrage gar nicht erwähnt hatten.

    Sanktionen versus Kultur

    »Russland führt seit mehr als drei Jahren einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die gesamte Ukraine«, so das Auswärtige Amt. »Bei den brutalen russischen Angriffen kommt es immer wieder zu vielen Opfern und schweren Schäden an der zivilen Infrastruktur«, zusätzlich verstoße Russland »klar gegen das Gewaltverbot der Charta der Vereinten Nationen und das humanitäre Völkerrecht«. Und weiter erklärte das Auswärtige Amt, dass die Stiftung für die Unterstützung und den Schutz der Rechte von im Ausland lebenden Landsleuten (Prawfond) von der Föderalagentur für Angelegenheiten der GUS, für Fragen der im Ausland lebenden Mitbürger und für internationale humanitäre Zusammenarbeit (Rossotrudnitschestwo) gemeinsam mit dem russischen Außenministerium gegründet worden sei. Ziel sei es gewesen, »neben der Rechtshilfe für im Ausland lebende Personen auch Narrative der russischen Regierung unter diesen zu verbreiten«. Die Stiftung diene »ebenso wie auch Rossotrudnitschestwo selbst, welches das Russische Haus in Berlin betreibt, der Verbreitung von Propaganda und Desinformation«. Das Ministerium verweist zudem darauf, dass die Europäische Union gemäß der EU-Verordnung 269/2014 restriktive Maßnahmen gegen die »Stiftung für die Unterstützung und den Schutz der Rechte von im Ausland lebenden Landsleuten« und Rossotrudnitschestwo verhängt habe, »um die Verbreitung entsprechender Propaganda durch russische staatliche Stellen zu verhindern«.

    Doch das Russische Haus gibt es seit 41 Jahren. Es wurde lange vor dem Ukraine-Krieg eröffnet, als die Ukraine noch Teil der Sowjetunion gewesen ist. »Unsere Hauptmission hat sich seit unserer Gründung eigentlich kaum geändert, denn wir sind vor allem Botschafter der russischen Sprache, der russischen Kultur und der russischen Wissenschaft«, erklärte Leiter Iswolski gegenüber jW. »Wir ermöglichen, dass die Berliner sich mit der russischen Sprache, der russischen Kultur und der russischen Wissenschaft vertraut machen können.«

    In der Antwort des Auswärtiges Amtes findet sich noch eine Bemerkung zu historischen Themen, die im Russischen Haus behandelt werden: »Die Bundesregierung lehnt jede propagandistische Instrumentalisierung des Zweiten Weltkriegs durch Russland als Rechtfertigung des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine klar ab und stellt sich gegen geschichtsrevisionistische Verfälschungen, die von russischer Propaganda ausgehen«. Was für ein Verständnis vom Gedenken an den Zweiten Weltkrieg, bei dem die meisten Opfer Sowjetbürger waren, beim Auswärtigen Amt herrscht, hat sich gerade in diesem 80. Jahr des Kriegsendes und Sieges über den Nazifaschismus beispielhaft gezeigt.

    Wann und wo angeblich revisionistische Diskurse, die den Krieg in der Ukraine rechtfertigen würden, im Russischen Haus stattgefunden hätten, wird nicht näher erwähnt. Dagegen erklärt Iswolski: »Man kann auf unserer Webseite und auf unseren Social-Media-Kanälen unser Programm anschauen und sehen, was wir hier so tun.« Für September stehen ein Konzert der Neuen Philharmonie, die auch in den Räumlichkeiten des Gebäudes gewöhnlich übt, eine Reihe über den Dichter Alexander Puschkin in Originalsprache mit Untertitel sowie eine Ausstellung über russische moderne Kunst auf dem Programm. Im Oktober wird eine Ausstellung über Russen im Widerstand gegen die Nazis eröffnet. Alles eintrittsfrei. »Je lauter ein Politiker gegen das Russische Haus schreit, desto weniger weiß er über unsere Arbeit«, versicherte Iswolski während unseres Gesprächs in seinem Büro in der Friedrichstraße 176–179. Beste Lage, weshalb das Haus fraglos auch auf dem Immobilienmarkt auf großes Interesse stößt.

    Bärendienst für den Frieden

    Der einzige Teil der Antwort, der etwas mit dem eigentlich erfragten kulturellen Austausch zu tun hat, wird von der deutschen Regierung so beantwortet: »Die kultur- und gesellschaftspolitische Tätigkeit in Russland ist seit dem Beginn der russischen Vollinvasion in die Ukraine für Deutschland sehr schwierig, da Deutschland von russischen Behörden als ›unfreundlicher Staat‹ behandelt wird und russische Gesetze die Zusammenarbeit mit sogenannten ›ausländischen Agenten‹ massiv einschränken.« Doch über die drei deutschen Goethe-Institute in Moskau, St. Petersburg und Nowosibirsk, die ähnlich wie das Russische Haus in Berlin als Vermittler von Sprache und Kultur fungieren, hat man bislang keine derartigen Beschwerden vernommen. Das Russische Haus arbeitet zudem nach einem Abkommen, das seine Arbeit und die dieser drei Goethe-Institute in Russland regelt.

    Journalisten und Politiker, die das Haus kritisiert und seine Schließung gefordert haben, würden die dort geleistete Arbeit nicht kennen und seien meisten gar nicht vor Ort gewesen, erklärte Pawel Iswolski. Anders der Berliner BSW-Abgeordnete Alexander King, der Anfang Juli das Haus besuchte. »Das BSW hat hier eine ganz klare gegenteilige Position, denn wir wollen nicht, dass auch noch der letzte Gesprächsfaden nach Russland abgerissen wird«, schrieb er in einer Erklärung. Er betonte außerdem: »Wir werden immer mit Russland leben müssen und wollen. Auch nach dem Krieg wird es unser Nachbar und das größte Land Europas sein.« Das Bestreben, jede Verbindung zu kappen, nach den wirtschaftlichen nun auch die kulturellen, lehne das BSW ab. King setze sich dafür ein, dass das Russische Haus weiterarbeiten kann und nicht permanent in Frage gestellt werde. Sein Besuch im Russischen Haus und das Erkunden des kulturellen Angebots hätten ihm vor Augen geführt, »wie wichtig der zivilgesellschaftliche und kulturelle Austausch ist, den das Haus ermöglicht«. Wenn dieser aber beendet werde, so King, »wird das keinerlei Auswirkung auf den Krieg in der Ukraine haben und schon gar nicht zu seinem Ende beitragen«. Vielmehr wäre es, so der Berliner Politiker, »ganz sicher keine Maßnahme, die dem Frieden dient«.

    Leiter Iswolski sieht es ähnlich: »Wenn man die Sprache, aber auch nicht nur die Sprache, sondern auch die Kultur der anderen Menschen kennt, dann ist es viel einfacher, mit ihnen zu kommunizieren.« Man habe dann »weniger Angst, weniger Vorurteile und Mythen, und es ist viel einfacher, Kontakte aufzubauen«. Andersherum gelte: »Wenn man wenig kennt, beginnt man, Angst zu haben.« Man müsse nur auf die Weltkarte schauen, wo Deutschland und Russland liegen: »Sie werden immer fast Nachbarn sein, sie werden immer da sein … und auch alle Verbindungen werden irgendwann wiederhergestellt.« Dafür brauche es »Menschen in Russland, die Deutsch lernen, sowie Deutsche, die auch in Deutschland Russisch lernen«.


    Info: https://www.jungewelt.de/artikel/507240.druschba-narodow-die-letzten-br%C3%BCcken.html


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    30.08.2025

    Europäer treiben Iran aus dem Atomabkommen

    lostineu.eu, vom 29. August 2025

    Obwohl Israel und die USA die iranischen Atomanlagen zerbombt haben, fordern die EUropäer weitere Inspektionen. Um Druck zu machen, haben Deutschland, Frankreich und das UK einen Sanktions-Mechanismus ausgelöst – mit womöglich fatalen Folgen.

    Nach der von den Europäern angestoßenen möglichen Wiedereinführung von UN-Sanktionen gegen den Iran plant das Parlament der Islamischen Republik ein Gesetz, das den Austritt des Landes aus dem Atomwaffensperrvertrag vorsieht. 

    Weitere Atomverhandlungen würden keinen Sinn mehr machen, sagte ein Abgeordneter laut dpa. Die einzige Option sei daher, den Kontakt mit der E3 – Deutschland, Großbritannien und Frankreich – komplett abzubrechen. 

    Irans Außenminister Araghtschi hatte die Auslösung des sogenannten Snapback-Mechanismus, also der Rückkehr zu früher geltenden UN-Sanktionen, durch die drei Länder am Donnerstag als „haltlos und unrechtmäßig“ kritisiert.

    Sie erfolgte nach den völkerrechtswidrigen Bombenangriffen auf die iranischen Atomanlagen, aber auch auf die Hauptstadt Teheran, durch Israel und die USA. Das Atomprogramm wurde dabei zerstört oder um Jahre zurückgeworfen.

    Doch in der Erklärung der E3 ist weder von den Angriffen noch von seinen Folgen die Rede. Die Europäer tun einfach so, als sei nichts geschehen – und als sei das JCPOA genannte Atomabkommen von 2015 davon unberührt!

    Sie spielen sich als “global Player” auf, die die (von ihnen selbst gesetzten) Regeln durchsetzen – und riskieren damit das Ende des Atomabkommens und der Diplomatie. Die Kriegsgefahr wächst nun wieder

    P.S. Israel hat Deutschland und den E3 gratuliert, Russland und China haben die Sanktions-Drohung scharf kritisiert.

    ‹ Deutsche Truppen in die Ukraine? Ein No-go!

    4 Comments

    1. Mezzo Mate
      29. August 2025 @ 14:58

      Würde die EU keine Steuergelder an die jeweiligen Mitgliedsländer verteilen, würde sie sofort aufhören zu existieren. Womöglich die einzige Möglichkeit um Drohungen, Erpressungen, Bestrafungen usw. zu stoppen.

    Antworten

  • KK
    29. August 2025 @ 14:09

    Ja, hier werden nicht die völkerrechtswidrigen Aggressoren sanktioniert, sondern deren Opfer.

    Wirklich nur noch zum Fremdschämen…

    Antworten

  • Guido B.
    29. August 2025 @ 12:58

    Druck machen, fordern, drohen, sanktionieren, Druck machen, bombardieren, sanktionieren, Druck machen, fordern, erpressen, fordern, strafen, drohen, Druck machen, drohen usw. usf.

    Wenn man nüchtern zusammenfasst, wie der Westen heute immer noch gegenüber dem Rest der Welt auftritt, kommt einem die Beziehung des Ku-Klux-Klan-Mobs zu den Schwarzen in den Sinn. Das sind alles Psychopathen. Die können sich nur groß fühlen, wenn sie andere erniedrigen. Eine marodierende Bande von seelisch verkrüppelten Sadisten und Vandalen!

    Möge sich der kollektive Zorn der Ausgebeuteten und Erniedrigten bald gegen ihre Peiniger richten!

    Antworten



  • Info: https://lostineu.eu/europaeer-treiben-iran-aus-dem-atomabkommen/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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    30.08.2025

    Nachrichten von Pressenza: Die Rohstoffe der Erde, die Länder, die bestimmen, und die Völker, die darauf warten

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 30. August 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 30.08.2025


    Die Rohstoffe der Erde, die Länder, die bestimmen, und die Völker, die darauf warten


    «Eine Landkarte ohne Markierungen, aber in Besitz von jemandem» Die Welt besteht aus Rohstoffen Die Macht liegt nicht in gehaltenen Reden, sondern in der Erde. Nicht in Bannern, sondern in Lagerstätten. Jedes Wirtschaftsmodell, jede Militärmacht, jeder Traum von Entwicklung hängt&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/08/die-rohstoffe-der-erde-die-laender-die-bestimmen-und-die-voelker-die-darauf-warten/


     -----------------------


    Wo keimt die Hoffnung im Land zwischen Fluss und Meer? Teil 2


    Yuli Novak, die Geschäftsführerin der israelischen Nichtregierungsorganisation B’Tselem, die kürzlich in vielen Zeitungen für die Veröffentlichung des Berichts „Unser Völkermord“ zitiert wurde, schrieb: „Völkermord findet nicht ohne die Beteiligung der Massen statt, ohne eine Bevölkerung, die ihn unterstützt, zulässt oder&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/08/wo-keimt-die-hoffnung-im-land-zwischen-fluss-und-meer-teil-2/


     -----------------------


    Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit (WILPF) &#038; Frauenpower gegen Krieg.


    Im Jahr 2015 feierte die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit (WILPF) ihr 100-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses bedeutenden Ereignisses gab die WILPF der Bewegung, für die sie sich seit 100 Jahren einsetzt, einen eigenen Namen: „Women’s Power to Stop War”&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/08/internationale-frauenliga-fuer-frieden-und-freiheit-wilpf-frauenpower-gegen-krieg/


     -----------------------


    Aufruf zum Antikriegstag in München am 1. September


    Ständig ist von „Kriegstüchtigkeit“ und „Verteidigungslücken“ die Rede, wenig von diplomatischen Wegen, um Kriege zu beenden und militärisch abzurüsten. Am 1. September jährt sich der Überfall der Hitler-Faschisten auf Polen. Seit Jahrzehnten wird dieser Tag als „Antikriegstag“ begangen. Mit einer&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/08/aufruf-zum-antikriegstag-in-muenchen-am-1-september/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    30.08.2025

    Kapitalismus Wachstum Rüstung

    aus e-mail von Karin Gerlich, 30. August 2025, 4:48 Uhr


    01.09.2025

    Düsseldorf + online: Wirtschaftsfaktor Rüstung - Handelsblatt Konferenz

    <https://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=16238>


    01.09.2025

    Online: Krankenhaus im Kriegsfall - Wie das Gesundheitssystem schon

    heute militarisiert

    <https://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=16379>



      Klagen über Mehrausgaben für die Renten bis 2040 von 200 Mrd. Aber

      Gejubel über Mehrausgaben für Kriegstüchtigkeit bis 2029 von 899,1

      Milliarden € siehe Anhang


                                 _ ___ _


    Anhang:


    Klagen über Mehrausgaben für die Renten bis 2040
    von 200 Mrd. Aber Gejubel über Mehrausgaben für
    Kriegstüchtigkeit bis 2029 von 899,1 Milliarden €


    27.08.2025 - von Hanne Schweitzer Altersdiskriminierung


    Der Sozialstaat sei nicht mehr finanzierbar, behauptet Kanzler Merz, attestiert von Herrn
    Linnemann. Das Lamento Berliner Politiker und ihrer treuen Posaunisten in den Instituten und
    Medien über die ach so hohen Sozialausgaben ist seit dem NATO-Gipfel im Juni in Den Haag
    und den Trump-Schmeicheltouren nach Washington immer lauter geworden. Man hat dort der
    Forderung von US-Präsident Trump entsprochen und die Ausgaben für Militär und Co. auf
    fünf Prozent des jährlichen Bruttoinlandsprodukts hochgesetzt.
    Attacken auf das Sozialsystem hat es immer gegeben, aber das Gerüst der Sozialstaatlichkeit
    hat in der Nachkriegszeit noch nie so geschwankt, wie derzeit. Vom Zusammenbruch ist die
    Rede. Statt zu stützen wird kräftigst mit dem Rotstift hantiert, Leistungen werden noch mehr
    gekürzt, gestrichen oder abgeschafft. "Für Rente 200 Milliarden Euro Mehrausgaben bis 2040
    / SPD setzt sich durch", titelt die FAZ am 7.8.2025. 200 Milliarden Euro für die Rente,
    Jesses! Freilich wurden die Mehrausgaben bis zum Jahr 2040 berechnet, also für die nächsten
    15 Jahre. Dadurch wird das Ergebnis opulenter, radikale Kürzungen lassen sich dringlicher
    fordern, damit die Rentner, die Bürgergeldempfänger und die Grundsicherungsbezieher den
    Reichen nicht die Haare vom Kopf fressen!
    Die schwarz/rote Bundesregierung hat vor der Sommerpause ein "Rentenpaket 2025"
    beschlossen. Gegen systemische Altersdiskriminierung durch das Sozialsystem wird es nicht
    helfen. Die geplante Absicherung des Nettorentenniveaus von 48 Prozent bis zum Jahr 2031
    (!) ändert weder etwas für die 20 Prozent der ArmutsrentnerInnen (1.380 Euro netto im
    Monat), noch für die Rentner der Zukunft, die keine gut dotierten Jobs haben. Selbst die von
    der CSU endlich durchgesetzte Angleichung der Mütterrente für alle Frauen, unabhängig
    davon, wann sie ihre Kinder geboren haben, bringt den schlecht gestellten Rentnerinnen
    keinen Cent. Die Erhöhung von ca. 20 Euro pro Kind werden die Kommunen von der
    Grundsicherung abziehen und damit die klammen kommunalen Kassen ein bißchen entlasten.
    Was die Herstellung der Kriegstüchtigkeit kostet
    Der sozialdemokratische Verteidigungsministers Pristorius, der sich gerne mit Uniformierten
    oder Produzenten von kriegstauglicher Hard- oder Software fotografieren lässt, zeigt sich vom
    staatsruinösen Anstieg des sogenannten Verteidigungshaushalts unbeeindruckt. Die Zahlen
    aus dem 2.Haushaltsentwurf 2025 des Bundesfinanzministeriums, dessen
    sozialdemokratischer Chef Lars Klingbeil ist, dürften Pistorius bekannt sein. Dazu muss man
    wissen: Im Gegensatz zur Vorhersage der Mehrausgaben für die Rentenversicherung, die vom
    Bund ja lediglich bezuschusst wird, bezieht sich die Vorhersage der Kosten zur Herstellung
    der Kriegstüchtigkeit nicht auf die kommenden 15 Jahre sondern nur auf die fünf Jahre von
    2025 bis 2029.
    Geplante Mehrausgaben für die Herstellung von Kriegstüchtigkeit bis zum Jahr 2029:
    1. Ausgaben, die mehr als 1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmachen:
    2025: 75,1 Milliarden Euro
    2026: 97,0 Milliarden Euro
    2027: 108,4 Milliarden Euro
    2028: 151,7 Milliarden Euro
    2029: 167,8 Milliarden Euro
    2. Mehrausgaben aus dem "Sondervermögen" Bundeswehr bis 2027* :
    2025: 24,1 Milliarden Euro
    2026: 25,5 Milliarden Euro
    2027: 27,5 Milliarden Euro
    2028: -
    2029: -
    3. Mehrausgaben, die weniger als 1 Prozent des BIP ausmachen und nicht unter die
    Schuldenbremse fallen bis zum Jahr 2029:
    2025: 43,1 Milliarden Euro
    2026: 43,1 Milliarden Euro
    2027: 43,9 Milliarden Euro
    2028: 45,3 Milliarden Euro
    2029: 46,6 Milliarden Euro
    Addiert man diese Mehrausgaben pro Jahr, ergeben sich folgende Summen:
    2025: = 142,3 Mrd. €
    2026: = 165,6 Mrd. €
    2027: = 179,8 Mrd. €
    2028: = 197,0 Mrd. €
    2029: = 214,4 Mrd. €
    Die Gesamtsumme der geplanten Mehrausgaben zwecks Herstellung von
    Kriegstüchtigkeit in den Jahren 2025–2029 beträgt 899,1 Milliarden Euro.
    Zu den 899,1 Milliarden Euro Mehrausgaben kommen noch die "normalen"
    Verteidigungsausgaben der Jahre 2025-2029:
    2025: 62,4 Milliarden Euro
    2026: 82,7 Milliarden Euro
    2027: 93,3 Milliarden Euro
    2028: 136,5 Milliarden Euro
    2029: 152,8 Milliarden Euro
    Damit liegt die Gesamtsumme der "offiziellen" Verteidigungsausgaben bis 2029 bei
    527,7 Milliarden Euro.
    Addiert man die "offiziellen" Verteidigungsausgaben mit den Mehrausgaben für die
    Herstellung von Kriegstüchtigkeit, ergibt sich für die Jahre 2025-2029 eine Summe von
    1.426,8 Milliarden Euro oder 1,4268 Billionen Euro.
    Am 7. August hatte die FAZ geschrieben: "Für Rente 200 Milliarden Euro Mehrausgaben bis
    2040 / SPD setzt sich durch". Denkbar ist auch die Überschrift:
    Für Rüstung 1,4 Billlionen / SPD setzt sich durch.
    Hinweis: In dieser Rechnung sind Kriegstüchtigkeit fördernde Ausgaben aus dem
    "Sondervermögen für Investitionen in die Infrastruktur" in Höhe von 500 Milliarden Euro
    nicht enthalten. Kommende Preissteigerungen und Mehrausgaben wurden nicht
    berücksichtigt, und es fehlen die zu zahlenden Zinsen für die aufgenommenen Megakredite.
    * Sondervermögen Bundeswehr:
    Im Juni 2022, (Scholz, SPD, war Kanzler, Lindner, FDP, Finanzminister, Christine
    Lambrecht, SPD, Verteidigungsministerin), änderten Bundestag und Bundesrat Art. 87a des
    Grundgesetzes. Der neue Art. 87a Abs. 1a GG nennt sich "Finanzierungsinstrument" des
    Bundes für die Bundeswehr mit eigener Kreditermächtigung in Höhe von insgesamt bis zu
    100 Milliarden Euro. Der "schuldenfinanzierte Schattenhaushalt" oder auf orwellisch das
    "Sondervermögen" soll in den fünf nächsten Jahren, also bis 2027 dazu dienen, zwei Prozent
    des BIP für Verteidigung nach NATO-kritereien auszugeben.
    25.8.2025: Bildzeitung, Titel:
    KANZLER SCHLÄGT ALARM
    Sozialstaat so nicht mehr bezahlbar!
    Politiker und Experten sagen, was JETZT passieren muss. S.2
    Quelle: ES&T, IMI


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    30.08.2025

    Bitte einen Cooling Point für die aufgeheizte Klima-Diskussion!

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 30. August 2025, 14:41 Uhr


    Berliner Zeitung 5.8.2025

    <https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/tv-medien/cooling-point-fuer-die-aufgeheizte-klima-diskussion-li.2346599>


    *Bitte einen Cooling Point für die aufgeheizte Klima-Diskussion!


    *Trotz Dauerregens wird ständig vor großer Hitze, Dürre und dem

    Klimawandel gewarnt. Unsere Autorin wünscht sich Abkühlung für die

    aufgeheizte Debatte – auch in den Medien.


    Von Annekatrin Mücke


    Unser Urlaub an der Ostsee steht bevor. Ich packe optimistisch die

    Badesachen ein, aber auch den dicken Pulli und die Regenjacke. So wie

    jeden Sommer. Dann schalte ich das Radio an und höre, dass Berlin den

    ersten Cooling Point eingerichtet hat

    <https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlins-erster-cooling-point-wird-eroeffnet-li.2340197>,

    zum Schutz vor großer Hitze. Im Mauerpark in Prenzlauer Berg, für

    schlappe 45.000 Euro. Ich kenne Handwerker, die hätten die paar

    Holzsitzmöbel und -beete für ein Zehntel des Geldes hingestellt. Und

    zwar unter Bäume, den besten Cooling Point überhaupt. Dann hätte man das

    Dach als Berliner Beitrag auf der nächsten Documenta ausstellen können.


    Die Evangelische Kirche vermeldet stolz, dass die Gotteshäuser in den

    heißen Sommermonaten auch außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten

    Menschen eine kühle Zuflucht bieten. Ein befreundeter Pfarrer erzählt

    mir allerdings, dass es kein zusätzliches Geld gibt, um die Kirchen in

    diesen Zeiten vor Vandalismus zu schützen.

    Und bei einem Filmfestival erklärt eine junge Klimaaktivistin, dass sie

    rund um die Welt sogenannte Klimakipppunkte besucht hätte, um auf den

    Klimawandel und dessen furchtbare Folgen aufmerksam zu machen. Mit dem

    Flugzeug natürlich, und immer das Handy im Anschlag, um Fotos und Videos

    zu posten.


    *Das Klima ist wie früher Maggi, jedes Thema wird damit gewürzt


    *Ich seufze und wünsche mir einen medialen Cooling Point für

    Klima-Ideologen jeglicher Couleur, vor allem aber für

    öffentlichkeitswirksame Aktivisten und aktivistische Journalisten. Denn

    in Bezug auf Klimatisches ist gefühlt jeder am Start, der irgendwas mit

    Medien macht. Klima ist wie früher Maggi, fast jedes Thema wird damit

    gewürzt, um den Grundgeschmack zu verstärken: Wir sind kurz vorm

    Kollaps! Immer seltener melden sich Fachjournalisten zu Wort, die

    komplexe Sachverhalte erklären, profunde Analysen erstellen oder

    tiefergehende Interviews mit verschiedensten Experten führen.


    Das zeigt auch die Analyse des langjährigen Wissenschaftsjournalisten

    Axel Bojanowski. Er hat bereits 2019 in einem Artikel für die

    Bundeszentrale für politische Bildung in der Klimadiskussion ein

    „Gut-gegen-Böse-Narrativ“ konstatiert. Wobei die Mehrheit der

    Journalisten hierzulande sehr darauf bedacht ist, auf der „richtigen“

    Seite zu stehen, und deshalb weder die komplexen Zusammenhänge des

    Klimawandels benennt noch dessen viel beschworene Risiken hinterfragt.

    Und schon gar nicht mit „umstrittenen“ Experten spricht. Laut einer

    Studie des Publizistikprofessors Mike Schäfer und seiner Hamburger

    Kollegin Irene Nerverla kommen in der Schweiz nur etwa vier Prozent der

    Wissenschaftler in den Medien zu Wort, und zwar immer wieder.


    Das dürfte in der Bundesrepublik nicht viel anders aussehen. Bojanowski

    bezeichnet diese medial omnipräsenten Wissenschaftler als eine Art

    Spindoktoren, auf die Journalisten gern zurückgreifen, um nicht selbst

    in die Kritik zu geraten. Obwohl diese Spindoktoren auch mit unlauteren

    Mitteln arbeiten, so wie die 97 Klimaforscher, die bereits 2014

    behaupteten, 97 Prozent aller Wissenschaftler seien sich einig: Der

    Klimawandel ist menschengemacht und gefährlich. Bojanowski schrieb

    damals einen kritischen Artikel dazu – im Spiegel! Heute kommen Forscher

    mit vom Mainstream abweichenden Meinungen in den sogenannten

    Qualitätsmedien kaum noch zu Wort, werden vielfach diskreditiert.


    Bojanowskis Fazit zu diesem journalistischen Vorgehen: „Moralisierung

    wissenschaftlicher Konflikte bietet den Vorteil, dass sie die

    Auseinandersetzung erspart – mit dem Bösen redet man nicht, über das

    Gute lässt sich nicht verhandeln.“

    Dieses Prinzip der journalistischen Fahrlässigkeit setzt sich

    mittlerweile bei vielen strittigen Themen durch: Kritik an der

    Corona-Politik, Ursachen für die Kriege in der Ukraine und in Gaza oder

    der Umgang mit Migranten. Hier wie da geizen zumindest die

    Mainstream-Medien mit differenzierten Perspektiven auf die Dinge, setzen

    stattdessen klickwirksam auf Panikmache und Aktionismus.


    *KiKA sorgt bei Kindern für ein Klima der Angst


    *In Bezug auf klimatische Veränderungen sorgt bereits der KiKA für ein

    Klima der Angst – was für ein Wortspiel. Er präsentiert Kindern Videos

    mit Titeln wie „Klimagefühle“, „Klimaangst“, „Klimaschuld“ oder

    „Klimatrauer“. Nur beim Gang in den Supermarkt wird uns gleich wieder

    wohler. Denn auf immer mehr Plasteverpackungen prangt die Aufschrift

    „klimaneutral“

    <https://www.duh.de/informieren/verbraucherschutz/klimaneutral/>. Wenn

    wir also vegane Wurst in einer derart umweltfreundlichen Pelle kaufen,

    schützen wir das Klima! Denn bei der Herstellung, dem Vertrieb und der

    Entsorgung dieser Waren entstehen keinesfalls „klimaschädliche“ Gase wie

    das böse CO₂ – und das rettet die Welt.


    Dieses Glücksgefühl hält aber nur bis zu den neuesten Nachrichten an:

    wenn beispielsweise für das Zugunglück in Baden-Württemberg am 27. Juli

    reflexhaft der Klimawandel als Ursache ausgemacht wird, weil es durch

    die globale Erwärmung häufiger zu Starkregen kommt. Dann ist sie wieder

    da, die Klimaangst. Und überschattet die Berichte, die ein paar Tage

    später die wirkliche Ursache für das Unglück benennen: Ja, es hat an

    diesem Tag in der Region sehr stark geregnet, aber wahrscheinlich wäre

    nichts passiert, wenn nicht ein Abwasserschacht durch Verstopfung

    übergelaufen wäre.


    Heftige Gewitter und Regenfälle gab es schon in meiner Kindheit, also

    vor rund 50 Jahren. Erdrutsche und Überschwemmungen auch. Bin ich jetzt

    eine sogenannte Klimaleugnerin – was auch immer das bedeuten soll?

    Zugegeben, auch ich bin keine Expertin, habe aber zumindest ein paar

    Jahre redaktionell für das Wissenschaftsmagazin „Die Profis“ auf

    Radioeins/RBB gearbeitet. Das ist einige Zeit her, damals war es noch

    üblich, widerstreitende Meinungen und Thesen der Wissenschaft

    aufzuzeigen und zu hinterfragen. Denn genau das ist ein wichtiger Aspekt

    der Wissenschaft. Auch damals ging es schon um Fragen des Klimas.


    Und ich streite natürlich nicht ab, dass es sich verändert. Das wäre

    auch bescheuert, denn diesen steten Wechsel von Eiszeitaltern und

    Warmklima gibt es, seit die Erde existiert, also seit mehr als vier

    Milliarden Jahren. Das ist (oder war zumindest früher mal) Schulwissen.

    Der Mensch, der Homo sapiens, ist blutjung, existiert seit gerade mal

    300.000 Jahren und kennt folglich nur das gegenwärtige Eiszeitalter, das

    seit circa 2,6 Millionen Jahren anhält. Innerhalb dieser Periode gab und

    gibt es Kaltzeiten, in denen sich die Gletscher vor allem an den beiden

    Polen ausbreiten, und es gibt Warmzeiten, in denen sie abschmelzen.

    Dieses klimatische System ist sehr komplex und viele Faktoren

    beeinflussen es: Intensität und Dauer der Sonneneinstrahlung,

    Beschaffenheit von Landoberflächen, Vulkanaktivitäten, Windströmungen –

    und natürlich auch die atmosphärische Konzentration von Treibhausgasen.


    Nun ist der Ausstoß von Gasen wie CO₂ oder auch Methan seit Beginn der

    Industrialisierung vor rund 150 Jahren unzweifelhaft, weil messbar,

    angestiegen – und das hat Auswirkungen auf die Atmosphäre der Erde. Doch

    in welchem Ausmaß? Erklärungen wie diese, ebenfalls auf einer Seite der

    Bundeszentrale für politische Bildung zum Thema „Klima und Wetter“, sind

    selbst bei Anwendung der sogenannten Einfachen Sprache einfach nur

    falsch: „… es hat sich am Zustand der Atmosphäre etwas verändert. Es

    sind zu viele Schadstoffe wie Kohlendioxid hineingelangt, die Luft ist

    wärmer geworden.“


    *Es bleibt kompliziert. Und komplex.


    *Erstens: Am Zustand der Atmosphäre ändert sich ständig und stetig

    etwas. Die Formulierung „… es hat sich etwas verändert“ impliziert

    „Stillstand – Veränderung – Stillstand“ und außerdem die Vorstellung,

    früher war alles besser und jetzt ist alles furchtbar. Zweitens: CO₂ ist

    kein Schadstoff, sondern ein elementarer Bestandteil des Lebens, ohne

    den weder Fauna noch Flora und somit auch wir Menschen nicht existieren

    können. Drittens: Die Erwärmung der Erde allein auf erhöhte CO₂-Werte

    zurückzuführen, ist ungefähr so, als würde man behaupten, vom Rauchen

    würde man automatisch schlanker.


    Die Vorstellung, dass man allein durch die Reduzierung eines Gases,

    nämlich des CO₂, dieses System grundlegend beeinflussen und in

    irgendeinen früheren Zustand zurückbringen könnte, erscheint mir doch

    reichlich naiv. Vor allem, wenn das von ein paar Millionen Deutschen

    zustandegebracht werden soll. Zumal mich die Orientierung Berlins am

    Jahr 1990 für seine angestrebte „Klimaneutralität“ beunruhigt. In meiner

    Erinnerung war der Winter 1989/90 von heftigen Smogwolken umnebelt,

    aufgestiegen aus unzähligen Kohleöfen, stinkenden Zweitaktern (Trabi)

    und veralteten Industrieanlagen der sterbenden DDR.


    Außerdem: Wie überheblich ist die Meinung mancher Menschen, nur unsere

    gottgleiche Spezies wäre in der Lage, dem erhöhten Ausstoß von CO₂ etwas

    entgegenzusetzen? Die Natur hat schon lange reagiert und speichert mehr

    CO₂ in den Ozeanen. Und die haben laut Helmholtz-Institut durchaus noch

    Kapazitäten, wenn auch theoretisch die Gefahr besteht, sie könnten

    dadurch „versauern“. Ob das der Fall sein wird und welche Konsequenzen

    das haben könnte, weiß man schlicht noch nicht. Neben diesen ozeanischen

    gibt es auch Landsenken, in denen CO₂ gespeichert wird. Das können vor

    allem Bäume, am ehesten die jungen, die für ihr Wachstum besonders viel

    CO₂ benötigen. Schon wird ein „Kollaps der Landsenken“ beschworen, weil

    diese angeblich nicht mehr so viel CO₂ speichern wie früher. Diese

    Aussage könnte allerdings auf unterschiedlichen Messtechniken beruhen.


    Es bleibt kompliziert. Und komplex. Das Klima ist keine Einbahnstraße,

    weder im Negativen noch im Positiven. Und vor allem nicht zu verwechseln

    mit dem Wetter und dessen regionalen Eskapaden. Wer sich für den

    Unterschied zwischen Klima und Wetter interessiert und außerdem für

    ideologiefreie Wissenschaft, dem sei an dieser Stelle der Newsletter der

    klimakritischen Website www.klimanachrichten.de

    <http://www.klimanachrichten.de/> empfohlen. Panik, Angst oder Wut

    helfen nicht, mit den sowohl systemimmanenten als auch menschengemachten

    Veränderungen des Klimas umzugehen.


    Kartoffelbrei auf Gemälden und auf Straßen festgeklebte Hände und

    Hintern im Übrigen auch nicht. Und wer immer noch glaubt, „grüne

    Energie“ von Bruder Wind und Schwester Sonne seien „kostenlos“,

    „sauber“ und die einzig akzeptable Zukunftstechnologie, der sollte sich

    schon mal eine behagliche Höhle suchen, den Umgang mit Feuersteinen üben

    und Tierfelle gerben. Der Mathematiker und Kernphysiker Wolfgang Pöschl

    warnt in diesem Zusammenhang vor ideologischer Blauäugigkeit. Unser

    Verbrauch an Energie wird seiner Aussage nach bereits in den nächsten

    paar Jahren enorm wachsen, und zwar allein durch die nicht mehr

    aufzuhaltende Entwicklung von KI.


    *Stromverbrauch deutscher Rechenzentren wird steigen und steigen


    *Seit 2015, als Open AI die erste Version von ChatGPT entwickelte, ist

    dessen Bedarf an Rechenleistung um mehr als das Tausendfache gestiegen –

    und damit auch der Verbrauch an Strom für die dazugehörigen

    Rechenzentren

    <https://www.frankfurt-university.de/fileadmin/standard/BueroN/VisibleN/VisibleN_Green_Coding_Poster_red.pdf>.

    Laut einer Anfrage der Union an die Bundesregierung lag der

    Stromverbrauch deutscher Rechenzentren 2023 bei rund 20 Terawattstunden.

    Der europäische Wachstumstrend liegt bei rund 17 Prozent, demnach würde

    der Stromverbrauch allein durch KI bis 2030 auf 60 Terawattstunden steigen.


    Und auch in anderen Bereichen wie Verkehr, Industrie und Bau wächst der

    Hunger nach Energie. Diesen allein mit Wind- und Solarenergie zu

    stillen, ist Pöschls Meinung nach nicht möglich. Und damit ist er

    keineswegs allein. Zumal dann noch mehr Bäume und Grünflächen –

    CO₂-Speicher! – weichen müssten. So wie für den geplanten größten

    Windpark Deutschlands in einem Landschaftsschutzgebiet südlich von

    Berlin, wo 55 Windkrafträder gebaut werden sollen, 270 Meter hoch

    <https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/windraeder-stossen-auf-widerstand-milliarden-im-wald-von-teupitz-unter-dem-deckmantel-des-klimaschutzes-li.2333075>.

    Ob das hilfreich fürs Klima ist? Oder doch eher für diejenigen, denen

    die „Klima-Geschäfte“ Milliarden in die Kassen spülen?


    Wie wäre es denn mal mit einer positiven Sicht auf den Klimawandel? Wenn

    es wärmer und feuchter wird, profitiert die Vegetation. So wie zu Zeiten

    der Dinosaurier. Gut, für uns Menschen könnte es irgendwann ungemütlich

    werden, aber vorher hätte ich noch ein paar Jahre ungetrübten

    Sonnenschein an der Ostsee. Das stimmt mich jetzt doch irgendwie

    versöhnlich.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:





    Wetter

    Zwei Hitzewellen, ein nasser Juli: So war der Sommer 2025


    berliner-zeitung.de, vom 29.08.2025 , 14:49 Uhr

    Der Sommer 2025 war warm, trocken und sonnig – doch der Juli brachte Abkühlung und Regen. Der Deutsche Wetterdienst zieht eine gemischte Bilanz.

    dpa owe



    Die Berliner bekamen einen wechselhaften Sommer 2025 zu Gesicht.Christoph Soeder/dpa


    Hitze, Sonne, Trockenheit und ein ungewöhnlich nasser Juli: Der Sommer 2025 hat in Deutschland die ganze Bandbreite des Wetters gezeigt. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner Sommerbilanz mitteilte, war es im Mittel deutlich zu warm und sehr sonnig – gleichzeitig sorgte der Juli für die dringend benötigte Abkühlung und milderte die Trockenheit. Vor und nach dieser Phase prägten jedoch gleich zwei markante Hitzewellen den Sommer.

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    Die Temperaturen lagen im Durchschnitt der Monate Juni bis August bei 18,3 Grad. Das sind zwei Grad mehr als im Referenzzeitraum 1961 bis 1990 und 0,7 Grad mehr als im Vergleich mit 1991 bis 2020. Besonders heiß war der Juni, der zu den wärmsten seit Beginn der Messungen zählt. Den bundesweiten Spitzenwert meldete Andernach am Mittelrhein am 2. Juli mit 39,3 Grad. Doch auch extreme Gegensätze prägten die Saison: In Deutschneudorf im Erzgebirge sank das Thermometer am 24. August auf nur 0,6 Grad.

    Juli brachte Abkühlung und Regen

    Während Juni und August zu trocken ausfielen, war der Juli überdurchschnittlich nass. Besonders im Süden fielen enorme Regenmengen: An den Alpen kamen regional über 700 Liter pro Quadratmeter zusammen. Den höchsten Tageswert meldete Todtmoos im Schwarzwald mit mehr als 111 Litern am 20. August. Insgesamt lag die bundesweite Regenmenge mit 227 Litern pro Quadratmeter etwas unter dem langjährigen Mittel.

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    Dafür zeigte sich die Sonne 2025 besonders häufig. Mit durchschnittlich 720 Sonnenstunden lag der Wert deutlich über dem Soll. Das Saarland war nicht nur das wärmste, sondern auch das sonnigste Bundesland – hier schien die Sonne über 800 Stunden. Weniger Glück hatte Bremen mit nur 630 Sonnenstunden.

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    NewsDWDHitzewelle


    Info: https://www.berliner-zeitung.de/news/zwei-hitzewellen-ein-nasser-juli-so-war-der-sommer-2025-li.2352852


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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