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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
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aus e-mail von , 17. September 2025, 7:15 Uhr
Nachrichten von Pressenza - 17.09.2025
Lía Méndez: „Die Gewaltfreiheit ist die Kraft des Wandels“
Die humanistisch geprägte Vorsitzende Lía Méndez, ehemalige Vorsitzende für institutionelle Beziehungen im Senat und frühere Parlamentsabgeordnete der Hauptstadt Buenos Aires, sprach mit Jorge Pardés in Charlas Trasnochadas (AM 530) und machte auf die „rapide zunehmende Gewalt im Land“ aufmerksam. Diese…
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Das Wettern der Woche: Brüllt doch, brüllt…!
… eiferte der Alt-Nazi Kurt Georg Kiesinger bei Protesten gegen seine Auftritte. Im Gegensatz zu Walter Ulbricht (DDR) war Kiesinger der über freie und geheime Wahlen bestimmte Kanzler einer Republik, in der es von alten Nazis in Parteien, Justiz, Militär…
https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/09/das-wettern-der-woche-bruellt-doch-bruellt/
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Amazonas: Völker und Biodiversität durch Abholzung und Ausbeutung bedroht – Interview mit Christian Puech
Das V. Internationale Kolloquium zum Thema „Der Amazonas angesichts der Klimakrise” fand vom 18. bis 20. Juni 2025 an der Universität Sorbonne in Paris statt. Renommierte Professoren und Forscher verschiedener Universitäten aus Brasilien, Frankreich und Angola hielten rund dreißig Vorträge…
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Russischer GPS-Störangriff auf von der Leyen? Was die Flugdaten wirklich erzählen
Eine Prise Fachwissen hätte genügt, um die Geschichte über die vermeintliche GPS-Attacke auf das Flugzeug der EU-Politikerin sogleich in Zweifel zu ziehen. von Danny Altmann Es war eine Nachricht, die in die aufgeheizte geopolitische Gegenwart passte: Das Flugzeug der EU-Kommissionspräsidentin&hell
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Als Flüchtling geboren und ein ganzes Leben auf der Flucht
Viele Menschen aus Kriegs- und Krisenregionen haben große Teile ihres Lebens auf der Flucht verbracht. Sie durften nie irgendwo ankommen. Etwa zahlreiche Afghan:innen, die schon als Flüchtling geboren wurden. Mo ist einer von ihnen. Seit drei Jahren ist er in…
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Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.
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german-foreign-policy.com, 17. September 2025
NUUK/KOPENHAGEN/BERLIN (Eigener Bericht) – Mit Kriegsübungen bei und auf Grönland demonstrieren mehrere europäische NATO-Staaten, darunter Deutschland, ihren Widerstand gegen die US-Forderung nach einer Annexion der dänischen Insel. US-Präsident Donald Trump hat mehrmals bekräftigt, Grönland den USA einverleiben zu wollen, und den Einsatz militärischer Mittel nicht ausgeschlossen. Mehrere US-Geheimdienste haben erste subversive Aktivitäten initiiert, um auf Grönland Parteigänger sowie Gegner der Vereinigten Staaten zu identifizieren und erste Unruhe zu stiften. Nach einem Besuch von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Mitte Juni in Grönlands Hauptstadt Nuuk traf im Juni mit dem Einsatzgruppenversorger Berlin erstmals ein deutsches Kriegsschiff dort ein; zudem reiste Nils Schmid, Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium, an, um die Botschaft zu übermitteln, für die Bundesrepublik sei „die Sicherheit Grönlands“ kein „Lippenbekenntis“. Mit den Maßnahmen, die Dänemark den künftigen Beistand der EU bei der Abwehr möglicher US-Übergriffe zusichern sollen, gewinnt die Militarisierung der dänischen Insel an Fahrt – auch mit Blick auf den Machtkampf gegen Russland.
Zitat: Erste subversive Schritte
Die Trump-Administration hat längst konkrete Aktivitäten gestartet, die geeignet sind, eine Abspaltung Grönlands von Dänemark und seine Übernahme durch die Vereinigten Staaten in die Wege zu leiten. Bereits Anfang Mai hatte das Wall Street Journal berichtet, mehrere US-Geheimdienste – darunter die CIA und die NSA – hätten begonnen, Informationen über die Unabhängigkeitsbewegung in Grönland zu sammeln; das sei „einer der ersten konkreten Schritte“ auf dem Weg zu dem Ziel, „Grönland zu erwerben“, kommentierte die Zeitung.[1] Ende August meldete dann der öffentlich-rechtliche Dänische Rundfunk (DR), sich dabei auf Regierungs- und Geheimdienstquellen beziehend, erste US-Spionageoperationen hätten inzwischen an Fahrt aufgenommen. Zwei Ex-Mitarbeiter von US-Präsident Donald Trump sowie eine Person aus seinem persönlichen Umfeld hätten erste Listen erstellt – eine, auf der grönländische Anhänger der Vereinigten Staaten verzeichnet seien, sowie eine, die Gegner eines grönländischen Beitritts zu den USA umfasse.[2] Außerdem arbeiteten sie Themen auf, die geeignet seien, in Grönland Stimmung gegen Dänemark zu machen. Ergänzend nähmen sie Kontakt zu Politikern, Geschäftsleuten und potenziellen Aktivisten in Grönland auf.
Erste europäische Staaten haben mittlerweile begonnen, Dänemark gegenüber den USA den Rücken zu stärken und dabei auch auf militärische Gesten zurückzugreifen. Bereits Ende Januar hatte der Vorsitzende des EU-Militärausschusses, der österreichische General Robert Brieger, dafür plädiert, Truppen aus EU-Mitgliedstaaten in Grönland zu stationieren; das „wäre ein starkes Signal“, äußerte Brieger.[3] Bislang ist dies freilich noch nicht geschehen. Am 15. Juni traf – als erster auswärtiger Staatschef – Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zum Besuch in Grönlands Hauptstadt Nuuk ein. Macron begab sich in Begleitung von Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen demonstrativ auf eine im Hafen von Nuuk ankernde dänische Fregatte, bevor er mit Frederiksen und Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen zu einem Gespräch zusammentraf. Anschließend erklärte er, er habe seine Reise angetreten, „um die Solidarität Frankreichs und der Europäischen Union für die Souveränität und die territoriale Integrität dieses Territoriums“ zu bekunden. Alle Grenzen der Region müssten „unantastbar“ sein.[4] Frankreich sei jederzeit bereit, „gemeinsame Manöver“ mit weiteren Ländern der Arktisregion abzuhalten, um der Forderung Nachdruck zu verleihen.
Mitte August zeigte sodann auch Deutschland in Grönland Präsenz. Am 16. August lief mit dem Einsatzgruppenversorger Berlin zum ersten Mal ein deutsches Kriegsschiff in den Hafen von Nuuk ein. Offizieller Hintergrund waren Kriegsübungen im Nordatlantik, bei denen die Verhinderung einer etwaigen Durchfahrt russischer U-Boote durch die sogenannte GIUK-Lücke (Greenland, Iceland, United Kingdom) in den Nordatlantik geprobt wurde; dort wären sie in der Lage, den militärischen Nachschub aus Nordamerika nach Europa zu attackieren. Faktisch ging es auch darum, militärische Präsenz in Grönland zu demonstrieren. Am 18. August traf darüber hinaus Nils Schmid, Parlamentarischer Staatssekretär im Berliner Verteidigungsministerium, in Nuuk ein. Schmid führte an Bord der dort liegenden Triton, eines Patrouillenschiffs der Königlich Dänischen Marine, Gespräche mit Dänemarks Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen sowie mit Grönlands Ministerin für Äußeres und Handel, Vivian Motzfeld. Bei einem gemeinsamen Statement äußerte er, nicht nur die „Stabilität in der Arktis“, sondern auch „die Sicherheit Grönlands“ sowie „die Solidarität mit unseren Verbündeten“ seien „für uns keine Lippenbekenntnisse“.[5] Für September ist noch ein Besuch von Verteidigungsminister Boris Pistorius in Nuuk angekündigt.
Anfang vergangener Woche haben nun mehrere europäische NATO-Staaten Kriegsübungen bei und auf Grönland begonnen, die bis Ende dieser Woche dauern sollen. An den Übungen mit dem Namen Arctic Light, die von Dänemark angeführt werden, beteiligen sich auch Truppen aus Norwegen, Schweden, Frankreich und Deutschland. Insgesamt seien rund 550 Soldaten beteiligt, wird berichtet – dänische Einheiten zu Land, zu Wasser und in der Luft, aus Frankreich ein Kriegsschiff, ein Tankflugzeug sowie eine mit Drohnen ausgestattete Infanterieeinheit, aus Deutschland insbesondere Militärbeobachter. US-Truppen nehmen an dem Manöver nicht teil.[6] Dänemarks Verteidigungsminister Lund Poulsen erklärte am Montag anlässlich eines gemeinsamen Manöverbesuchs mit seinen Amtskollegen aus Dänemark und Island, „die aktuelle Sicherheitslage“ zwinge „uns dazu, die Präsenz von Streitkräften in der Arktis“ deutlich zu stärken.[7] Das Manöver sei „ein gutes Beispiel“ für die gemeinsamen Aktivitäten beim Versuch, „Bedrohungen in der Arktis zu adressieren“.
Während das Manöver die europäische Präsenz in Grönland stärkt und damit gegen die Vereinigten Staaten Stellung bezieht, trägt es gleichzeitig zur Militarisierung der Arktis bei – und dient nicht zuletzt auch der Positionierung gegen Russland. So hat Dänemark bereits im Januar eine Vereinbarung nicht bloß mit Grönland, sondern auch mit den Färöer-Inseln geschlossen, die unter anderem darauf abzielt, „die Überwachungskapazitäten in der Region zu verbessern“.[8] Der dänische Generalmajor Søren Andersen erklärte mit Blick auf das Manöver, Russland habe seine Positionen in der Arktis „in den vergangenen 20 Jahren“ gestärkt. Man gehe davon aus, dass es nach dem Ende des Ukraine-Kriegs seine Stellung andernorts ausbauen werde – eventuell in der Arktis. Dagegen beziehe man schon jetzt Position.
[1] Katherine Long, Alexander Ward: U.S. Orders Intelligence Agencies to Step Up Spying on Greenland. wsj.com 06.05.2025.
[2] Paul Kirby: US tells Denmark to ‘calm down’ over alleged Greenland influence operation. bbc.com 28.08.2025.
[3] S. dazu Der Kampf um Grönland (I).
[4] Au Groenland, Emmanuel Macron exprime la solidarité européenne et critique la volonté d’annexion de Donald Trump. lemonde.fr 15.06.2025.
[5] Ole Henckel: Sicherheit im Hohen Norden: Deutschland beweist Handlungsfähigkeit. bmvg.de 19.08.2025.
[6] Arctic Light 2025: Denmark to Hold Military Exercise in Greenland with NATO Allies. highnorthnews.com 05.09.2025.
[7] Verteidigungsminister nordischer Staaten nehmen an Militärmanöver teil. zeit.de 15.09.2025.
[8] Philipp Jenne: Denmark leads an exercise in Greenland, with Russia in mind at a time of tensions with the US. apnews.com 16.09.2025.
Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10116
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morgenpost.de, vom 11.09.2025, 05:30 Uhr, Von Jan Dörner und Theresa Martus
Berlin.. Grünen-Politiker Anton Hofreiter im Gespräch über Wehrhaftigkeit, Wissenschaft und Momente in der Politik kurz vor der Schlägerei.
Anton Hofreiter (Grüne) ist Vorsitzender des Europa-Ausschusses im Bundestag. © picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt
Grünen-Politiker Anton Hofreiter würde im Ernstfall selbst zur Waffe greifen, um Deutschland gegen eine militärische Bedrohung zu verteidigen. „Wenn es hart auf hart kommt, würde ich natürlich mein Land verteidigen“, sagte Hofreiter im Podcast „Meine schwerste Entscheidung“ dieser Redaktion. Er sei nie Pazifist gewesen und habe auch biografisch eine gewisse Erfahrung mit bewaffneten Auseinandersetzungen, berichtete Hofreiter im Hinblick auf seine Zeit vor der Bundespolitik. Für seine Biologie-Promotion war er damals unter anderem in entlegenen südamerikanischen Bergregenwäldern unterwegs, mit „Rucksack und Machete“. Dort sei er auch überfallen worden – „am Ende haben sie die Kamera nie gekriegt.“
Hofreiter ist seit 2021 Vorsitzender des Europaausschusses im Bundestag und seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine 2022 einer der lautstärksten Unterstützer des angegriffenen Landes. Diskussion darüber, ob man im Falle eines Angriffs kämpft, werden in Deutschland aus einer „sehr privilegierten“ Position herausgeführt, findet der 55-Jährige. „Wenn man sicher überleben will, wenn eine Armee wie Russland kommt, muss man weg. Oder man kämpft und hält sie auf.“ Ein Mensch im Osten der Ukraine habe nicht dieselbe Möglichkeit zu sagen, er kämpfe nicht, sagte Hofreiter. „Der hat eine andere Wahl: fliehen, sterben oder kämpfen.“

Er selbst sei als junger Mann für untauglich erklärt worden, weil ein Bein vier Zentimeter länger ist als das andere. Wäre er nicht ausgemustert worden, hätte er damals vermutlich verweigert, sagte Hofreiter im Podcast. Wie er sich heute in derselben Situation entscheiden würde, wisse er nicht.
Eine gewisse Wehrhaftigkeit war für Hofreiter auch in seinem politischen Leben schon nützlich. Wenn jemand wie der bayerische Ministerpräsident Markus Söder sage, die Grünen gehörten nicht zu Bayern, dann habe das Auswirkungen, sagte Hofreiter. Zwar habe er damals größtenteils Zuspruch erfahren. Aber es habe einige wenige gegeben, die sich durch Söders Aussage ermutigt gefühlt hätten. „Da hatte ich mehrere einfach wirklich sehr gefährliche Situationen, wo ich mir dachte, jetzt kommt's gleich zur Schlägerei“, erinnerte sich Hofreiter. „Und wenn du ein kleines Kind dabei hast, dann ist es halt noch mal unangenehmer.“ Hofreiter hat einen kleinen Sohn. Ein halbes Jahr lang sei Bayern im Landtagswahlkampf 2023 „ein unsicheres Land“ für ihn gewesen, so Hofreiter, der aus dem Münchner Umland stammt. Inzwischen sei das zum Glück wieder anders.
Als seine schwerste biografische Entscheidung nannte Hofreiter im Podcast den Entschluss, die Wissenschaft zugunsten der Politik hinter sich zu lassen. Als er 2005 zum ersten Mal in den Bundestag gewählt wurde, hatte er eigentlich eine wissenschaftliche Stelle im dänischen Aarhus in Aussicht. Die habe er dann absagen müssen mit Verweis auf seine Wahl ins Parlament. „Die haben dann so sinngemäß zurückgeschrieben, ob ich betrunken wäre“, erinnerte sich Hofreiter. Endgültig ließ er die Forschung aber erst zwei Jahre später hinter sich. Bis dahin hatte er parallel zu seinem Mandat auch noch wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht.
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Info: https://bm2yp.r.sp1-brevo.net/mk/mr/sh/1t6AVsd2XFnIGK91hFbpaSBnkZtlOo/6OQKXT1swtS1
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unser weiterer Kommentar: Wenn Protest immer auch Konsum und Unterhaltung sein soll und so Gefahr läuft zur Vergnügungsfalle zu werden.
rtnewsde.site, 16 Sep. 2025 19:52 Uhr, Von Gert Ewen Ungar
Deutschland hat den Juden schweres Leid zugefügt. Im Andenken daran bricht der Kanzler öffentlich in Tränen aus. Glaubwürdig ist das nicht, denn das Leid anderer Völker ist dem Kanzler nicht nur gleichgültig. Unter seiner Kanzlerschaft bleibt der Tod weiterhin ein Meister aus Deutschland.
Quelle: www.globallookpress.com © Andreas Gora
Wenig glaubhaft: Bundeskanzler Friedrich Merz
Anlässlich der Einweihung der Synagoge in München hält Bundeskanzler Friedrich Merz eine Rede. Im Andenken an die Opfer der Shoa bricht der Kanzler in Tränen aus. Ja, der Anlass dazu ist authentisch. "Der Tod ist ein Meister aus Deutschland", heißt es in der Todesfuge von Paul Celan, in der die nationalsozialistische Judenvernichtung thematisiert wird. Die Erinnerung an die historische Tatsache ist bitter. Und dennoch, der Kanzler ist es in diesem Moment nicht. Ich gebe zu, ich halte die Kanzlertränen für eine gekonnte Inszenierung, für aufrichtig halte ich Merz jedoch nicht.
Ich halte ihn deswegen nicht für aufrichtig, weil er nicht die Bereitschaft zeigt, die notwendigen Lehren aus der deutschen Geschichte zu ziehen. Er fokussiert in seiner Rede auf Judentum und Antisemitismus. Für Antisemitismus sei in Deutschland kein Platz. Er werde sich dafür einsetzen, dass jüdisches Leben in Deutschland möglich ist, bekennt der Kanzler. Dagegen ist nichts einzuwenden. Aber es bleibt aus dem Mund desjenigen, der bereit ist, die schwersten Fehler der deutschen Geschichte zu wiederholen, eine wenig glaubwürdige Floskel.
Deutschland trägt die Verantwortung für den Völkermord an den europäischen Juden. Im Dritten Reich wurden in industriellem Maßstab Menschenleben vernichtet. Wer daraus eine ethische Politik ableiten will, muss glaubhaft gegen Völkermord und Unrecht aufstehen. Genau das tun Merz und die Bundesregierung aber nicht. Deutschland ist völkerrechtlich verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, die den Völkermord in Gaza verhindern – nicht ein bisschen, sondern ganz. Merz unternimmt in dieser Richtung herzlich wenig. Die Tränen von Merz sind kalt wie Eis.
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Unabhängige UN-Untersuchungskommission beschuldigt Israel des Völkermords
Eine unabhängige Untersuchungskommission des UNO-Menschenrechtsrats kam zu dem Schluss, dass Israel in Gaza Genozid an den Palästinensern begeht. Vier der fünf UN-Kriterien für Völkermord seien erfüllt. "Gaza brennt" meldet der israelische Verteidigungsminister Katz, und man spürt beim Lesen, dass es ihn mit Stolz erfüllt, den Palästinensern Leid zu bereiten.
Merz verschließt davor nicht nur die Augen, Deutschland verhindert in der EU Sanktionen gegen Israel und liefert weiterhin Waffen. Merz hat die falsche Lehre aus der deutschen Geschichte gezogen. Sie darf nicht lauten: Wir bekennen uns bedingungslos zu Israel. Sie muss lauten: Wir stehen auf gegen Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Deutschland aber ist – im Gegenteil – vor dem IGH aufgrund seiner Waffenlieferung an Israel wegen der Beihilfe zum Völkermord angeklagt. Von Einsicht keine Spur.
Was in Gaza geschieht, wird auch für Deutschland Konsequenzen haben, denn was in Gaza geschieht, wird als Schande der Menschheit in die Geschichte eingehen. Im Gegensatz zu vorherigen Verbrechen ereignet sich dieser Genozid vor den Augen der Weltöffentlichkeit, live, in Echtzeit. Jeder sieht es, jeder weiß, was passiert. Und dennoch wird es nicht verhindert, sondern im Gegenteil relativiert, gedeckt und sogar gefördert. Merz gehört zu den Relativierern und den Förderern. Für Deutschland ist Merz eine Schande.
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Katar fordert von internationaler Gemeinschaft "spürbare Maßnahmen auf allen Ebenen" gegen Israel
Aber noch aus einem anderen Grund ist Merz wenig glaubwürdig. Genauso wie Deutschland in Konzentrationslagern Menschen in industriellem Maßstab vernichtet hat, hat es einen Vernichtungsfeldzug gegen die Sowjetunion geführt. Die Leningrader Blockade war ein Genozid, ebenso wie es die Blockade Gazas ist. Ziel war und ist die Dezimierung der Bevölkerung durch Hunger und Seuchen.
Die deutsche Wehrmacht beging mit ihren Handlangern in der Sowjetunion schwerste Verbrechen und ist für den Tod von 27 Millionen Sowjetbürgern verantwortlich. Ziel war auch, selbst auf dem Rückzug möglichst viele Russen zu töten. Die Lehren, die Merz daraus zieht, lassen sich mit einem Wort zusammenfassen: keine.
Merz will Deutschland zur stärksten Militärmacht in Europa machen, sein Außenminister sieht in Russland den Erzfeind. Das Denken, das zu den Katastrophen des Zwanzigsten Jahrhunderts führte, hat Merz nicht überwunden, er hat es nur ein bisschen verschoben. Zum dritten Mal wiederholt Merz eine politische Strategie, die bereits zweimal ins Desaster geführt hat.
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Christoph Heusgen: "Deutschland könnte wegen Genozid in Gaza verurteilt werden"
Statt sich der Aufgabe zu stellen, die im 2+4-Vertrag völkerrechtlich verbindlich formuliert ist, und sich für Frieden einzusetzen, setzt Merz auf Militarisierung, lehnt Diplomatie ab und tut alles für den Aufbau des Feindbilds "Russland" im Rahmen der Vorbereitung eines Angriffskriegs.
Merz setzt in der Ukraine klar erkennbar auf eine Verlängerung des Krieges. Dort sterben jeden Tag weit über tausend ukrainische Soldaten. Der Kanzler und seine Minister wollen diesen Zustand nicht beenden, sondern verstetigen. Auch in diesem Zusammenhang zeigt der Kanzler deutlich, dass er die falsche Lehre aus der deutschen Geschichte gezogen hat.
Es ist bitter, aber als Deutscher muss man sich eingestehen: Mit Merz als Kanzler bleibt der Tod ein Meister aus Deutschland. Die Tränen des Kanzlers wirken daher angesichts seines außenpolitischen Handelns wie die Verhöhnung der Opfer deutscher Politik.
Mehr zum Thema – UN-Sonderberichterstatterin für Palästina: Wir sollten von 680.000 Todesopfern im Gazastreifen ausgehen

Video https://rumble.com/v6yy6d8-lawrow-in-sotschi-israels-angriff-auf-doha-im-fokus-des-ministertreffens-mi.html Dauer 6:40 Min.
RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Info: https://rtnewsde.site/meinung/256218-eiskalten-traenen-kanzlers/
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consortiumnews.com, vom 15. September 2025
Deutschland sitzt wieder unter den Nationen mit dem Blut derer, die in imperialistischen Kriegen auf den Straßen liegen. Patrik Baab liefert einen Nachruf in Zwölferschließungen oder dem Absturz eines abgesetzten Modells.
Ansichten der Verbrennung Roms, Karl Theodor von Piloty, c. 1861 (Wikimedia, CC ASA 3.0)
Von Patrik Baab
Ter hinterfragt: „Deutschland – wohin gehst du?“ leitet sich ein Roman ab, der 1895 vor 130 Jahren erschienen ist. Es wurde von dem polnischen Autor Henryk Sienkiewicz geschrieben und hat den Titel Quo Vadis.
Die Geschichte spielt im Jahr 64 n. Chr. und befasst sich mit der Verfolgung von Christen in Rom während der Herrschaft von Kaiser Nero. Henryk Sienkiewicz beschreibt, wie Christen lebendig gefoltert und verbannt wurden, als Fackeln.
Rom war damals ein Imperium im Niedergang. Es ist charakteristisch, dass die Zeitgenossen sich ihres Verfalls nicht bewusst waren. Allerdings ist innere und äußere Gewalt offensichtlich ein Merkmal fallender Imperien.
Im heutigen Deutschland gibt es wieder eine Verfolgung von Dissidenten, die politisch und ideologisch von der Linie der Machteliten abweichen, so wie es die frühen Christen damals taten. Die Zurschaustellung öffentlicher Verbrennungen wird auch gefeiert, wenn auch nicht im physischen, sondern im übertragenen Sinne.
Die Zensur komplex kippt Disidenten öffentlich, ruiniert ihren Ruf, erzwingt Entlassungen und De-facto-Profiverbote, zerstört den Lebensunterhalt. Journalisten und Vertreter von Hilfsorganisationen werden auf Sanktionslisten jenseits des Gesetzes gesetzt.
Diese Prozesse summieren sich zu einer antidemokratischen „Zensurindustrie“, durch die Regierungen mit Hilfe von Geheimdiensten, digitalen Unternehmen, transatlantischen Think Tanks, den sogenannten GONGOS – organisierten Nichtregierungsorganisationen - Medien und Verbände, Kontrolle und Überwachung ihrer Bürger kontrollieren und unerwünschte Meinungen bekämpfen.
Warum zerstört Deutschland die Überreste seiner parlamentarischen Demokratie und, organisiert von der NATO und ihrer führenden Macht, den Vereinigten Staaten, in neue Kriege nach den verheerenden Vernichtungskriegen, die im 20. Jahrhundert auf deutschem Boden begannen?
Man muss nur schauen. Das ist genau die Aufgabe des Journalisten: „sehen und sagen“, wie mein amerikanischer Freund Patrick Lawrence es ausdrückt. Das ist der Status quo. Dies führt zu der Frage, warum, ein Blick zurück im Zorn und zukünftige Handlungsoptionen – quo vadis.
In zwölf Thesen skizziere ich ein Gesamtbild, das Deutschland als Beispiel für den Niedergang des Westens zeigt.
Status Quo
These 1: Wirtschaftsal ist Deutschland am Rande des Zusammenbruchs.
Karte der Explosionen, die an den Nord Stream-Pipelines am Sept. 26, 2022. (FaktenWithBias1, CC-By-SA 4.0, Wikimedia Commons)
Die Sanktionen gegen Russland haben sich als Bumerang erwiesen. Die Abfindung der Energiebeziehungen zu Russland und die Sprengung der Nord Stream-Pipeline, die der Ermittler Seymour Hersh den USA vorwirft, haben die deutsche Wirtschaft wettbewerbsunfähig gemacht.
Die Deindustrialisierung hat den Wendepunkt erreicht, an dem sie unumkehrbar geworden ist. Hunderttausende von Arbeitsplätzen gehen derzeit verloren. Die Inflation ist galoppierend. Die deutsche Wirtschaft schrumpft, während die russische Wirtschaft wächst (+4,5 % im Jahr 2024). Viele Milliarden werden aus dem Konsum und dem Wohlfahrtsstaat zurückgezogen und fließen in die Taschen der US-Waffenindustrie.
Die Vereinbarung, die von der EU getroffen wurde. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und USA Präsident Trump im Zollstreit ist eindeutig zum Nachteil Deutschlands. Der deutsche Freifahrer-Imperialismus ist gescheitert.
These 2: Berlins politische Selbstversklavung an die USA rächt sich nun.
Von links, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der französische Präsident Emmanuel Macron, Großbritannien. Premierminister Keir Starmer und Bundeskanzler Friedrich Merz telefonieren mit den USA Präsident Donald Trump während einer Versammlung für europäische Beamte bei der Versammlung in Tirana, Albanien, am 16. Mai 2025. (Simon Dawson / Nr. 10 Downing Street / Flickr / CC BY-NC-ND 2.0)
Am Aug. 18 saßen Europas Vertreter im Oval Office wie Schuljungen, die nichts nützen – eine Farce der Unterwerfung. Die europäischen Staats- und Regierungschefs baten darum, den Krieg zu verlängern - was für eine zynische Kapitulation in einem Blutmeer!
Deutschland ließ sich in den Krieg in der Ukraine hineinziehen, obwohl von Anfang an klar war, dass die Ukraine diesen Krieg nicht gewinnen konnte. Dennoch versuchte der NATO-Westen, Russland mit einer Kombination aus Waffenhilfe für Kiew in die Knie zu zwingen, den wirtschaftlichen Druck durch Sanktionen (Ausschluss von SWIFT; Ölpreisobergrenze; Diebstahl russischer ausländischer Vermögenswerte im Wert von rund 300 Milliarden Euro) und diplomatischer Isolation.
Diese Strategie ist gescheitert. Russland hat sich wirtschaftlich umstrukturiert und sich politisch und wirtschaftlich an Asien gewandt. Insgesamt 153 von 193 Nationen in den Vereinten Nationen handeln weiterhin mit Russland. Deutschland wird unter der Vormundschaft als Armenhaus Europas umstrukturiert. Die Rechnung wird von abhängigen Mitarbeitern und der Mittelschicht bezahlt.
These 3: Militärisch haben Deutschland und die NATO den Krieg in der Ukraine verloren.
Die Straße von Cherson nach dem russischen Angriff auf das Stadtzentrum am Februar. 2, 2024. (Nationale Polizei der Ukraine, Wikimedia Commons, CC BY 4.0)
Russische Truppen rücken an einer breiten Front vor. Lugansk, Donezk, Zaporozhye und Kherson wurden formell in die Russische Föderation aufgenommen und werden nicht zurückkehren.
Wenn der Krieg verlängert wird, werden vier weitere Oblasten zu gewinnen sein. Ende August 2025 waren mehr als 1,7 Millionen ukrainische Soldaten tot oder vermisst. Die Russen haben derzeit mehr als 700.000 Soldaten in der Ukraine. Sie sind in Bezug auf Artillerie und Raketen überlegen. Es ist eine Frage der Zeit, bis die Front zusammenbricht.
Der Gipfel in der Drohnen-Anchorage zwischen Putin und Trump hat dies gezeigt: Die USA wollen nun die Ukraine als Verlierer-Vorschlag abschreiben und den Krieg europäisch machen. Der Meister lässt seine europäischen Sklaven in der Kälte außen vor und macht sie für eine vernichtende Niederlage verantwortlich.
Die Annäherung zwischen Russland und den USA treibt Europa in die Peripherie und in geopolitische Bedeutungslosigkeit. Europa wird nicht nur zum Hinterhof der USA, sondern auch zum Hinterhof Russlands. Moskaus Hinwendung zu Asien wird mindestens 100 Jahre dauern. In der EU bleibt nichts mehr am Korn.
These 4: Deutschland erlebt einen Prozess des zivilisatorischen Niedergangs und der kulturellen Vernachlässigung.
Die Methode, mit der dieser Krieg geführt wird: Wir liefern die Waffen, Sie liefern die Leichen - ist zynisch und ein Zeichen der moralischen Entshemmung.
Slogans wie: „Die Russen sind nicht wirklich Europäer, haben aber ein anderes Verhältnis zu Blut und Gewalt“, „Die Russen sind Tiere und Schweine“, „Wir führen einen Krieg gegen Russland“, „Diese Sanktionen werden Russland ruinieren“, „Wir müssen für den Krieg fit werden“ dem Friedensgebot des Grundgesetzes widersprechen. Sie schmälern die Menschen nicht für das, was sie getan haben, sondern für das, was sie sind: Russen.
„Deutschland erlebt einen Prozess des zivilisatorischen Niedergangs und der kulturellen
Vernachlässigung. Die Methode, mit der dieser Krieg geführt wird: Wir liefern die Waffen,
Sie liefern die Leichen - ist zynisch und ein Zeichen moralischer Hemmung.“
Im Gegensatz dazu wird das Leid der Bevölkerung in der Ukraine übersehen. Die Ukrainer werden wie Untermenschen behandelt. Dies ist eine Renaissance des Rassismus, die untätig von der Hitler-Diktatur und mitverwandelt vom ukrainischen Faschismus wieder in der Lage ist, die Mehrheit zu gewinnen. Ich sehe dies als einen Rückfall in antidemokratisches Denken und einen zivilisatorischen Rückschritt.
Rückblick im Zorn
Lassen Sie mich einen Blick in die vergessene Geschichte werfen, auf die verborgenen Ursachen, das Wie und Warum.
These 5: Der Niedergang der deutschen Wirtschaft rührt von langen Selbstzerstörungslinien her.
Eine Montage bemerkenswerter Ereignisse in der ersten Dekade der 2000er Jahre, CatJar, 2010. (Wikimedia, CC-BY ASA-3.0)
Die Steuerbefreiung von Kapitalgewinnen durch die Reformen der Schröder-Regierung im Jahr 2002 führte dazu, dass Banken ihre Industriebeteiligungen verkauften. Sie stecken das Geld in giftige Wertpapiere. Das hatte zwei Konsequenzen:
1. US-Finanzinvestoren kauften sich in alle deutschen DAX-Unternehmen ein.
2. Deutschland geriet in den Strudel der Finanzkrise.
Dies hatte wiederum zwei Konsequenzen: 1. Um die Banken zu retten, wurden ihre Schulden vom Staat übernommen und Zentralbankgelder in das System gepumpt, was die Schulden in die Höhe trieb und den Finanzkapitalismus anheizte. Schlechte Bankkredite wurden zu Staatsanleihen. 2. die Banken konnten ihre Bilanzen säubern und die Anleihen landeten im unregulierten Schattenbankensystem. Sie werden von Finanzinvestoren, Zweckgesellschaften und Versicherungen gehalten.
Im Schattenbankensystem werden die Investitionen in der Regel mit derivativen Instrumenten genutzt, um die Gewinne zu maximieren. Die Refinanzierung des deutschen Staates ist daher US-Finanzinvestoren in die Hände gefallen, die Milliarden aus dem Krieg machen.
Heuschrecken wie Blackrock, Vanguard, State Street, JP Morgan und Goldman Sachs spekulieren gegen die Bande jedes Landes, das den Kriegskurs aufgibt. Damit setzen sie auch die staatliche Refinanzierung Deutschlands unter Druck.
These 6: Deutsche Politik folgt dem Primat der Finanzindustrie und zerstört so ihre industriellen Grundlagen.
Die dunkle Wahrheit über Friedrich Merz, September 2025 (YouTube Screenshot)
Studien zeigen, dass die Gewinnrate in allen westlichen Industrienationen sinkt. Die Gewinnrate ist das Verhältnis des genutzten Kapitals zu Gewinnen. Der Tendenz des Gewinnsfallens kann entgegengewirkt werden – durch Lohnsenkungen, Öffnung neuer Märkte, Rationalisierung, billigere Rohstoffe.
Die Ukraine bietet all dies an. Bundeskanzler Friedrich Merz verhält sich wie ein Filialleiter von Blackrock auf deutschem Boden und ganz rational, wenn er den Krieg anheizt und deutsche Truppen in die Ukraine schicken will. Schließlich verdienen Finanzinvestoren nicht nur Geld mit Krieg, sondern auch mit dem Wiederaufbau.
Im Krieg wird das Kapital zerstört und die ursprüngliche Akkumulation kann wieder beginnen. Rosa Luxemburg: „Die Proletarier fallen, die Börsenkurse steigen.“ Der Krieg war eine Börsenwette. Niemand hatte erwartet, dass die Russen gewinnen würden. Deshalb wurde die Börsenwette zu russischem Roulette.
These 7: Die Osterweiterung der NATO ist die Hauptursache des Krieges in der Ukraine. Deutschland hätte es verhindern können.
Ein Marsch von Asow-Veteranen und -Anhängern in Kiew, 2019. (Goo3, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons)
Wie der ehemalige NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg der EU erklärte. Das Parlament am 9. Juli 2023 begann der Krieg in der Ukraine nicht mit der russischen Invasion im Februar 2022, sondern 2014.
Der Krieg begann mit dem Putsch, der vom Westen auf dem Maidan im Februar 2014 organisiert wurde: Während dieses Putsches verhandelten EU-Diplomaten mit ukrainischen Faschisten wie auf einem Basar über die Anzahl der Morde, die notwendig erachtet wurden, um den demokratisch gewählten Präsidenten Janukowitsch aus dem Amt zu zwingen.
Bei rund 100 Attentaten wurde eine Einigung erzielt, die nach Angaben von Augenzeugen von acht Scharfschützengruppen von jeweils etwa zehn Männern aus der Westukraine, Georgien, Polen und Litauen durchgeführt wurde.
Im April 2014 griff die Putschregierung in Kiew die separatistischen Republiken Donezk und Lugansk an, die sich nach dem Vorbild des Kosovo gewaltsam von der Zentralregierung getrennt hatten, die gewaltsam ins Amt gebracht worden war.
Grayzone hat ein Papier des Institute for Statecraft, eines Ablegers von MI6 und der NATO, aus dem Jahr 2014 veröffentlicht. Es beschreibt im Detail, wie Russland in die Ukraine gelockt werden sollte, um Moskau dort eine Niederlage zuzufügen. Auch deutsche Agenturen waren an all diesen Operationen beteiligt.
Das Minsk-II-Friedensabkommen im Donbass kann nun als Versuch der Täuschung angesehen werden, die Einhaltung war nicht beabsichtigt. Moskaus Vertragsangebote vom Dezember 2021 und Januar 2022 wurden abgelehnt. Die Friedensverhandlungen in Istanbul Anfang 2022 wurden vereitelt. Die NATO wollte Krieg, und Deutschland ging mit.
These 8: Der Ukraine-Krieg ist die dreiste dreiste Propagandalüge, die den Deutschen seit 1945 zugeführt wird.
Die deutsche Bevölkerung wird wissentlich und willentlich über die Ursachen des Krieges, die tatsächliche Situation an der Front, den geopolitischen Kontext und den Niedergang ihres eigenen Landes getäuscht.
„Eine transatlantische Comprador-Herrschaft soll mit Waffengewalt gegen die eigene Bevölkerung aufrechterhalten werden.“
Diese kognitive Kriegsführung wird von der NATO orchestriert; sie wird durch den Propaganda- und Zensur-Industriekomplex umgesetzt, der aus der Propagandapresse, GONGOS, Presseämtern, Think Tanks, transatlantischen Organisationen, Stiftungen, Universitäten und Kirchen besteht. Die sozialen Energieträger, die die Meinungsäußerung machen, sind transatlantisch korrumpierte Politiker, Wissenschaftler und Manager sowie das akademische Prekariat.
Einige haben ihre Karrieren an transatlantische Organisationen gebunden; sie stehen wie Washingtons Gouverneure in ihrem eigenen Land. Die anderen hangeln von der freiberuflichen Arbeit zum befristeten Vertrag, von der Projektposition bis zur Projektposition. Dieses akademische Prekariat wird alles für eine Vertragsverlängerung oder eine neue Aufgabe tun. Die US-Hegemonie in Deutschland ist nun durch beide institutionalisiert.
Die transatlantische Kluft ist ein Mythos. Insgesamt wirken diese transatlantischen Netzwerke wie Konsensfabriken im Interesse der US-Hegemonie. Das Ergebnis ist eine mentale Filterblase, in der die intellektuellen Horizonte der Bewohner begrenzt sind, die emotionalen Reflexe auf Russophobie und Blutslust bedingt sind, die Phantasie verkümmert ist und in der das Lenken des Verhaltens nicht als Zwang wahrgenommen wird. All dies vervollständigt den Verlust der deutschen Eliten.
Quo Vadis
In seiner Geschichte schickt Henryk Sienkiewicz den Apostel Petrus nach Rom:
„In der Einfachheit seines Herzens staunte Petrus, dass Gott Satan eine so unverständliche Kraft gegeben hatte, die Erde zu unterdrücken, sie zu pervertieren, sie mit Füßen zu treten, ihr Blut und seine Tränen auszuwischen, es wie ein Wirbelwind wegzufegen, wie ein Hurrikan darüber zu toben.
Sein Herz war verängstigt über diesen Gedanken, und er sagte zu seinem Meister in seinem Geist: "O Herr, wo soll ich in dieser Stadt beginnen, in die du mich gesandt hast? Sie besitzt Meere und Länder, die Tiere des Feldes und alle Geschöpfe des Wassers, sie hat Königreiche und Städte und dreißig Legionen, um sie zu bewachen; aber ich, Herr, bin nur ein Fischer auf einem kleinen See!'
Aber wohin gehen wir dann?
These 9: Wirtschaftsal ist Deutschland – wie Europa – am Rande des Zusammenbruchs.
Die Europäer haben nun viele hundert Milliarden in den Krieg in der Ukraine investiert. Allein Deutschland hat bereits mindestens 50 Milliarden Euro investiert, die massiven Waffenausgaben und die Mittel, die durch die EU geflossen sind, addieren.
Wenn Donald Trump die EU zwingt, die Ukraine zu akzeptieren, werden die Kosten des Krieges und des Wiederaufbaus in der EU kommuniziert. Sie werden auf 800 Milliarden Dollar geschätzt, und der Krieg ist noch nicht vorbei. Mittel aus den Agrar- und Kohäsionsfonds der EU werden dann wahrscheinlich in die Ukraine fließen.
Die fast 300 Milliarden Euro russischer Auslandsvermögen, die bei Euroclear und anderswo in Europa eingefroren wurden, sollten den Russen nach einem Sieg in der Ukraine gestohlen werden. Finanzinvestoren weisen jedoch darauf hin, dass Putin und Trump in Anchorage die Möglichkeit diskutierten, diese fast 300 Milliarden Dollar aus Europa zu entfernen und sie in die USA zu investieren - ein lukratives Abkommen für beide Länder. Die Europäer würden dann verlieren.
Wenn Frieden erreicht ist, werden die Schattenbanken massiv gegen europäische Anleihen spekulieren. Die anschließende Abwertung von Staatsanleihen könnte dazu führen, dass die Refinanzierung Deutschlands zusammenbricht.
These 10: Die meisten europäischen Staats- und Regierungschefs haben keine Chance, als den Krieg militärisch zu verlängern.
Die Gefahr einer Staatsschuldenkrise und ein Zusammenbruch des europäischen Finanzsystems zwingen die Regierungschefs, den Krieg zu verlängern. Sie werden von der verzweifelten Hoffnung getrieben, dass Kiew irgendwie dem letzten Ukrainer durchhalten wird. Sie hoffen, dass die europäischen Truppen in der Ukraine in den nächsten fünf bis zehn Jahren Moskau die Stirn bieten und die Ressourcen der Ukraine rentern können: Schwarzer Erde, Gas, Lithium und Seltene Erden aus Russland.
Die politischen Eliten können nicht zurückgehen: von den Maidan-Tötungen bis zu den fast zwei Millionen Toten in der Ukraine – sie haben zu viel auf dem Teller. Die Niederlage wird unweigerlich zu einer Abrechnung führen. Dann müssten sie entweder zurücktreten oder strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Die Angst vor ihrem eigenen Untergang treibt den Blutstos der deutschen Funktionseliten bis in die Raserei.
Es gibt nur einen Haken: Ohne die USA können die Europäer Russland nicht zu Fall bringen. Deshalb wollen sie die USA um jeden Preis im Krieg halten.
These 11: Der Krieg ist ein Krieg gegen die eigene Bevölkerung und gegen die Demokratie.
Die Bewaffnung in Deutschland hat einen ganz anderen Zweck: die Demokratie abzuschaffen und sie durch eine neue Form der Diktatur zu ersetzen, das Militär zu bewaffnen, damit innere Unruhen niedergeschlagen werden können und das Regierungsparteikartell wie bisher weitergehen kann.
Eine transatlantische Comprador-Regel soll mit Waffengewalt gegen die eigene Bevölkerung aufrechterhalten werden. Dies könnte verfassungsrechtlich organisiert werden, indem man einen Spannungszustand mit einer Zweidrittelmehrheit des Bundestages nach Artikel 80a des Grundgesetzes ausruft.
Ziel des Propagandablutlusts ist es, eine sinnvolle zusammenhängende Kraft in einer EU wiederherzustellen, in der die Zentrifugalkräfte wachsen und die Interessen der Mitgliedsstaaten auseinanderdriften: Nachdem sie als Friedensprojekt gescheitert sind, soll sie nun eine Zombie-Erbe als Kriegsmaschine des pangermanischen Drifts nach Osten führen.
These 12: Deutschland – ein Land ohne Widerstand.
Krieg und Zerstörung der Demokratie gehen in Deutschland Hand in Hand. Das ist möglich, weil die Bevölkerung keinen Widerstand zeigt. Offensichtlich sind ziviler Mut und demokratischer Kampfgeist völlig gelähmt. Die aggressiven Diversitätslehren, die Kriegspropaganda und die Digitalisierung gewöhnen, haben die Menschen ihrer Handlungsfähigkeit und ihrer Fähigkeit, Entscheidungen für sich selbst zu treffen, geduldet.
Der digitale Kapitalismus ermöglicht es, Menschen als Verbraucher durch digitale Werbegeschenke zu beruhigen und sie gleichzeitig im Arbeitsprozess auszunutzen und sie als politische Themen zu überwachen und zu manipulieren. Das Ergebnis ist ein blockierter Konflikt.
Dies blockiert auch den Ödipalkonflikt auf psychologischer Ebene: Es mangelt an kritischem Engagement mit politischen Eliten; Autorität wird grundsätzlich vertraut. Dies öffnet die Tür zur Neugestaltung der Geschichte, einer Neubesetzung im Dienst der vorherrschenden Propaganda und der Umsetzung historischer Lügen.
Insbesondere in Deutschland ist eine Neuinterpretation der Geschichte angesichts der Einzigartigkeit der Nazi-Verbrechen, die nicht nur gegen Juden, sondern auch gegen Sowjetbürger begangen wurden, fatal, da sie eine psychologische Umkehr der Schuld und damit eine Verschiebung der Aggression gegenüber Russland als Feind ermöglicht. Das Ergebnis ist ein Land auf Autopilot, das in einer digitalen Wirtschaft von Affekt, ohne Widerstand, unwiderstehlich ist, in seinem Rückfall in die Barbarei unwiderstehlich.
Abschied
Eine Abkehr vom Kriegsverlauf der deutschen herrschenden Eliten kann nur durch fundamentale Opposition erzwungen werden. Hier müssen wir sehen, ob die kommenden massiven Sozialkürzungen die Menschen dazu bewegen werden, ihren Protest auf die Straße zu bringen. Was wir brauchen, ist ein breites Bündnis für Frieden und den Wohlfahrtsstaat, der den Protest auf die Straße bringt. Aber die Deutschen dösen sich derzeit ins Verhängnis.
Henryk Sienkiewicz once again. It is July, 64 A.D. At dusk, he leaves Peter standing before the backdrop of Rome with the Christian Lygia, in all his despair before this city: “How shall I defeat their wickedness?”
‘The whole city seems to be on fire,’ Lygia interrupted him in these reflections. The sun was just setting in marvelous splendor… and as the sun sank, the glow became redder and redder. ‘The whole city seems to be on fire,’ Lygia repeated. Peter put his hand over his eyes and said, ‘The wrath of God is upon her!'”
So wird es für die westliche Hegemonialmacht und ihre Vasallen sein. Glauben Sie nicht ernsthaft, dass die Menschen im globalen Süden uns jemals den Völkermord in Gaza, den Völkermord im Donbass, den provozierten Krieg in der Ukraine und die mehr als 20.000 Sanktionen gegen Russland verzeihen werden. Nichts wird vergessen.
Germany once again sits sullied among the nations – sullied with the blood of those who lie in the streets in our imperialist wars. Those who cling to toppling empires will be dragged down with them.
The preceding remarks were delivered on Aug. 29 at the annual “Mut zur Ethik” conference in Sirnach, Switzerland.
Patrik Baab ist deutscher Journalist und Autor.
Die geäußerten Ansichten sind ausschließlich die des Autors und mögen die der Consortium News widerspiegeln oder auch nicht.
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5 Kommentare zu „ Quo Vadis Deutschland? Ein Nachruf in Zwölfer Diese ”
Sam F
16. September 2025 um 11:30 Uhr
Trumps einzige Tugend ist Inkompetenz bei der Verschleierung der Amoralität, Gier und Korruption der US-Regierung,
Die zunehmenden US-Sanktionen zeigen, dass es keine „Krache“ mit Russland gibt: nur eine Änderung des Gleichgewichts zwischen den Fraktionen, die US-amerikanische politische Parteien bestechen: die MIC gegen Profiteure, die in der Ukraine keinen Gewinn sehen.
Wahrscheinliche Aggression wurde in der Tat als „Umkehr von Schuld“ für Nazi-Verbrechen verkauft, um Russland zu einem profitablen Feind zu machen.
Deutsche und US-amerikanische Oligarchie-Profiture des Krieges und des Wiederaufbaus, riskieren eine Staatsschuldenkrise, aus Angst vor dem Untergang, verlängern den Krieg, propagieren und militarisieren gegen die Demokratie, was zu einem „Rückfall in antidemokratisches Denken“ führt.
Paul Citro
16. September 2025 um 10:53 Uhr
Der Kurs des Imperiums: Unverantwortliche Macht – Korruption – Inkompetenz – brechen zusammen.
C. Stephens
16. September 2025 um 08:46 Uhr
Dies ist eine ausgezeichnete Analyse des Prozesses, der überall im Westen stattfindet. Ich würde nur eine wichtige Beobachtung hinzufügen. Die Menschen, die die Zerstörung des Westens orchestrieren, sind buchstäblich die ältesten ständig operierenden, erfolgreichsten und psychopathischsten organisierten Verbrechersyndikatinnen der Welt - Banksters. Sie haben Europa zerstört und mehr als einmal vom Wiederaufbau profitiert, jedes Mal wieder das Wirtschafts- und Regierungssystem, um ihre Plünderung und Kontrolle besser zu ermöglichen. Ich glaube, dass wir, um die Menschheit vor ihrem leidgeprüften Raub zu retten, unseren Feind sehen müssen, für wen und was sie sind - Gangster, die westliche Mafia. Ihre Arbeitsweise ist Bestechung, Erpressung, Erpressung, Einschüchterung, Ermordung, Propaganda und groß angelegte organisierte Gewalt, um die Ungehorsamen zu bestrafen. Gaza und die Ukraine sollten dies inzwischen deutlich machen. Hoffen wir, dass genug von uns rechtzeitig aufwacht, um diese Menschen ein für alle Mal aus unserer Misere zu befreien.
Hansrudolf
16. September 2025 um 03:10 Uhr
Übermäßig breit.
15. September 2025 um 22:13 Uhr
Dies ist ein wunderbar durchdachter und artikulierter Essay oder Satz von Thesen, Patrik. Der Fall stimmt mit den Fakten, meinen Beobachtungen und der Logik überein. Es ist eine Schande, dass Deutschlands Bürgerschaft zu so selbstgefälligen Schafen geworden ist, aber vielleicht gibt es immer noch ein Fenster der Hoffnung, dass in der Verzweiflung der Politiker, sich an ihre Sitze der Macht zu klammern, die Öffentlichkeit noch aufwachen kann, dass sie ausverkauft sind.
Ich hoffe, dass zu diesem Zweck viele Ihrer Landbewohner dies lesen und denken werden. Wenn sie wie die meisten Amerikaner sind, sind die Chancen jedoch nicht gut. Die Washington-Wall Street – Zentrum des Imperiums ist bereits in der gleichen Form.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
consortiumnews.com, 16. September 2025, Von Antony Loewenstein (übersetzt aus dem Englischen mit beta, unkorrigiert)
Deutschland ist zu einem der repressivsten Staaten der Welt geworden, wenn es darum geht, bei legitimen Reden zur Unterstützung Palästinas vorzugehen und dabei die Rechtsextremen zu stärken, sagt Antony Lowenstein in seinem neuesten Dokumentarfilm.

Seit dem 7. Oktober 2023 erlebt der Westen eine Explosion staatlicher Repressionen, Einschüchterungen, Abschiebungen und Gewalt gegen Proteste, weil Palästina einfach unterstützt wurde. Von den USA bis Großbritannien haben westliche Eliten ihre Verachtung für freie Meinungsäußerung, Demokratie, Rechenschaftspflicht und Widerstand gegen Israels Völkermord in Gaza gezeigt. Alles im Dienst ihres Lieblingsvertreters, Israel.
Das Ergebnis? Ein massiver Rückgang der öffentlichen Unterstützung für Israel und die wachsende Unterstützung für die Palästinenser.
Unterdessen annihilationzeigt Israels Vernichtungskampagne in Gaza, im Westjordanland und darüber hinaus keine Anzeichen eines Aufhörens. Tatsächlich ist Israels extremistische Regierung (und viel zu viele israelische Juden) entschlossen, das gesamte historische Palästina ethnisch zu reinigen. Und bisher tut ein Großteil der Welt wenig greifbar, um sie zu stoppen.
Die Auswirkungen werden seit Generationen spürbar.
Deutschland ist eines der bedrückendsten Länder der westlichen Welt in Palästina. Indem sie die Lehren aus der Geschichte grundlegend missverstehen, sollte ein Volk, dessen Vorfahren Völkermord begangen haben, lernen, dass die Unterstützung eines heutigen Völkermords in Gaza ein Makel auf ihrem Namen sein wird.
Als deutscher Jude nehme ich dieses Thema unglaublich ernst und persönlich, aber mein neuer Film, Deutschlands Israel Obsession, geht es nicht nur um mich. Stattdessen ist es eine Untersuchung, wie Deutschland der Staat geworden ist, der er hat, die Stärkung der faschistischen Rechtsextremen und Versuche, palästinensische und arabische Stimmen auszulöschen.
Gedreht in Zusammenarbeit mit der wunderbaren britischen Produktionsfirma Black Leaf Films und Regisseur Dan Davies, bin ich unglaublich stolz auf diesen Dokumentarfilm, der letzte Woche von Al Jazeera English veröffentlicht wurde und bereits eine riesige globale Resonanz erzeugt.
Sehen Sie es jetzt:
Antony Loewenstein ist ein unabhängiger Journalist, Autor und Filmemacher, der für The Guardian, New York Times und viele andere geschrieben hat. Er ist Redakteur und Mitbegründer von Declassified Australia. Sein neuestes Buch ist The Palestine Laboratory: How Israel Exports The Technology Of Occupation Around The World. Zeige alle Beiträge von Antony Loewenstein.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
aus e-mail von Doris Pumphrey, 16. September 2025, 14:53 Uhr
Berliner Zeitung 15.9.2025
*Akkuratesse im ÖRR: Von der Leyen, die GPS-Attacke und andere falsche
Fakten
*/Von Peter Welchering
/Der Sündenfall begann im Jahr 2017. Damals wurde in der Redaktion von
„ARD-aktuell“ das Ressort „Faktenfinder“ aufgebaut. Mit der Leitung wird
ausgerechnet Patrick Gensing beauftragt, ein Gesinnungsjournalist.
Am 21. April 2015 hatte Gensing in einem Interview des Fachjournals
Vocer <https://bildblog.de/64120/spiegel-apple-patrick-gensing/> betont:
„Ich bin ein großer Freund von Journalismus mit Haltung, weil ich mich
daran viel besser abarbeiten kann. Ich glaube, dass man die Leute eher
gewinnen kann, wenn im Journalismus eine Haltung vertreten wird, als
wenn da irgendwie einfach nur Fakten angehäuft werden.“
Der damalige Chefredakteur Kai Gniffke wusste also, wen er auf diese
Stelle ließ. Und Gensing lieferte. Da unterstellte der Faktenfinder
Sahra Wagenknecht in der Ausgabe vom 9. Dezember 2021 folgendes Zitat:
„Da, wo wir eine Impfflicht haben – wie etwa bei den Masern – sagt die
WHO, das Ziel ist die Ausrottung; dieses Ziel ist leider beim
Coronavirus nicht realistisch.“
2021 war eine solche Aussage in politischer Hinsicht hochgefährlich. Nur
hatte Frau Wagenknecht dies gar nicht gesagt. Das Zitat stammte vom
FDP-Politiker Christian Lindner. Erst am 31. Dezember, fast drei Wochen
später, korrigierte die „Tagesschau“ das Falschzitat.
*Postfaktisches Zeitalter in der ARD
*Und das ist beileibe nicht das einzige Mal, dass es im Faktenfinder
offenbar eher um die richtige Meinung oder Gesinnung und weniger um die
Fakten geht. Im Februar 2022 verrutschte Patrick Gensing in einem
Beitrag des Faktenfinders über das Risiko von Covid bei Kindern die
Zuordnung von Zahlen so massiv, dass sich der ansonsten sehr
zurückhaltende Astronom und Physiker Markus Pössel auf spektrum.de
<https://www.spektrum.de/> zu einer deutlichen Klarstellung veranlasst sah.
Gensing wechselte dann 2022 in die Medienabteilung des Fußballclubs St.
Pauli. Nun führen Carla Reveland und Pascal Siggelkow die Arbeit beim
Faktenfinder ganz in Gensings gesinnungsjournalistischer Intention fort.
Warum die freigeklagten und später geleakten RKI-Files nichts
Skandalöses enthalten, wurde dann mit großem Meinungseinsatz, aber
ziemlich faktenarm im März 2024 vorgetragen. Die vorgetragene Meinung,
die neu eingerichteten Meldestellen gegen Hass und Hetze im Internet
könnten die Meinungsfreiheit gefährden, bewerteten die Meinungschecker
des Faktenfinderteams im Oktober desselben Jahres als „mindestens
irreführend“.
Zweifel am guten Gesundheitszustand des amerikanischen Präsidenten Joe
Biden seien „verkürzt oder lassen wichtige Details aus“, beschied der
Faktenfinder im Juni 2024 in faktisch-affirmativer Absicht. Ähnlich
affirmativ im März 2025. Da kritisierten sie, „wie mit dem digitalen
Euro Ängste geschürt werden“.
*Wenn aus „platzierten Sprengstoffen“ „pflanzenförmige Sprengstoffe“ werden
*Dieses Meisterstück eines Meinungschecks fasste der
Wirtschaftsjournalist Norbert Häring so zusammen: „Kurzfassung: Alles,
was öffentliche Stellen über den digitalen Euro sagen, stimmt und ist
die ganze Wahrheit. Wer gegen den digitalen Euro ist, ist ein Antisemit.“
Die „pflanzenförmigen Sprengstoffe“ sind ja inzwischen legendär: Mit
denen wollte der Faktenfinder dem Recherche-Altmeister Seymour Hersh
mittels einer falschen Übersetzung nachweisen, dass dieser sich bei
seinen Überlegungen, ob vielleicht Amerikaner die Ostsee-Pipeline Nord
Stream 2 gesprengt hätten, von völlig falschen Voraussetzungen
ausgegangen ist.
Hersh hatte von „plant shaped C4 charges“ geschrieben, doch das Wort
„plant“ ist in diesem Fall nicht mit „Pflanze“ zu übersetzen, sondern
mit „platzieren“. Siggelkow gilt – auf der Grundlage mangelnder
Sprachkenntnisse – mittlerweile als Begründer dieser neuen Art des
Faktenerfindens.
Weitere Beispiele sind legendär: Der Faktenfinder der „Tagessschau“
<https://www.tagesschau.de/faktenfinder> hat sich mit völlig schrägen
Argumentationen, einseitigen Meinungschecks, Falschbehauptungen und
zahlreichen Logik-Fehlern einen festen Platz in der
Journalistenausbildung, Abteilung Recherche, erobert – und zwar als
abschreckendes Beispiel.
*Meinung, Gesinnung, Spekulation – sie nennen es einfach Fakten
*Im öffentlich-rechtlichen Bereich gibt es aber nicht nur den
Faktenfinder von „ARD-aktuell“. Da tummeln sich auch noch die
Faktenfüchse des Bayerischen Rundfunks, der Faktencheck des SWR, die
„FakeChecker“ des umstrittenen Content-Netzwerks Funk und die
Maischberger-Faktenchecker.
Sie alle leisten eine ähnliche Arbeit wie die Faktenfinder von
„ARD-aktuell“. Teilweise sogar noch grausamer. Das Team von Maischberger
hat es nämlich geschafft, einen Faktencheck vom 20. September 2023 zum
Thema „Stromexporte aus Frankreich“ erst nach der dritten, massiv
vorgetragenen Kritik so zu ändern, dass die falschen Informationen dort
endlich einigermaßen eliminiert waren.
Doch jetzt soll alles besser werden. Am 24. Juni 2025 gab die
ARD-Pressestelle bekannt
dass ein neues, senderübergreifendes Faktencheck-Netzwerk unter
Federführung des Norddeutschen Rundfunks seine Arbeit aufnehmen werde.
Leiter der „AG Faktencheck“ ist der Programmdirektor NDR-Fernsehen,
Frank Beckmann. Er kann auf eine etwas unrühmliche Vergangenheit beim
Kinderkanal in Erfurt zurückblicken. In der Rundfunkratssitzung am 27.
Juni 2025 schilderte er als wichtige Aufgabe: „Begriffsklärung: Also,
was ist genau ein Faktencheck?“. Und die ARD-Hierarchien betonten in
einer Pressemitteilung, Ziel des neuen Faktencheck-Netzwerks sei,
„gemeinsame Standards für faktenbasierte Recherchen zu etablieren“.
Da staunt der recherchierende Journalist, und es wundert sich der
evidenzbasierte Faktenprüfer. Bisher hatte die ARD also keine
gemeinsamen Standards für die faktenbasierte Recherche? Nun, das würde
so manches Missgeschick nicht nur des Faktenfinders erklären. Das würde
weiterhin die nahezu täglichen Falschberichte in der „Tagesschau“
tatsächlich
nachvollziehbar machen.
Dass die ARD-Hierarchen mit dem neuen Netzwerk klären wollen, was ein
Faktencheck überhaupt ist, ist bezeichnend für die dort vorhandenen
Recherchekompetenzen. Das ist keine gute Ausgangsposition für das neu
aufgestellte Faktencheck-Netzwerk.
Das zeigte sich denn auch prompt einen Monat später beim Faktencheck des
völlig verunglückten ARD-Sommerinterviews mit AfD-Chefin Alice Weidel.
Das Interview am 20. Juli 2025 wurde durch einen monotonen, choralartig
vorgetragenen Protestsong aus einem Lautsprecherwagen massiv gestört.
Interviewer und Interviewte konnten sich kaum verstehen. Auch der
Zuschauer hatte nur wenig Chancen auf ein ordentliches Sprachverstehen.
Dieses Interview wurde also von Mitgliedern des neuen
Faltencheck-Netzwerks geprüft.
Mit an Bord des Prüfteams: Alice Echtermann, die vom reputationsmäßig
angeschlagenen Correctiv-Team zu den NDR-Faktcheckern gewechselt ist.
Sowie Carla Reveland, die die gesinnungsjournalistische Tradition des
Faktenfinders der „Tagesschau“ von ihrem Vorbild Patrick Gensing
übernommen hat. Pascal Siggelkow, der sich mit den pflanzenförmigen
Sprengstoffen einen festen Platz als abschreckendes Beispiel in der
Journalistenausbildung erworben hat. Und Sarah Schmidt vom
Deutschlandradio, die früher auch schon mal für die Aktivisten-Truppe
von Correctiv unterwegs war.
*Faktchecking-„Fachkräfte“ mit amtlichem Wahrheitsanspruch
*Es kam mit diesem Faktencheck, wie es kommen musste. Die
Recherche-Azubis prüften nicht etwa den Fakt, wie es zum Beispiel ein
Lautsprecherbus in die Sperrzone am Bundestag schaffen konnte. Sie
kümmerten sich auch nicht um Aufklärung oder um die Tatsache, warum die
Atmo bei der Aufnahme des Interviews nicht heruntergeregelt wurde. Auch
die Frage, warum das Interview nicht in ein ruhiges Studio verlegt
wurde, war den Recherche-Mühen der Journalistendarsteller keinerlei
Anstrengung wert.
Stattdessen wandte sich das Team drängenden Fragen der Political
Correctness zu: Durfte Frau Weidel Herrn Merz vorwerfen, Wahlversprechen
gebrochen zu haben? Nein, befanden die vier von der Check-Nomenklatura.
Dafür sei es noch zu früh in der Legislaturperiode. Merz könne ja noch
etwas von dem Versprochenen umsetzen.
Voller Empörung schrieben die vier von der Checkstelle, dass die Angaben
Weidels zur Ukraine-Hilfe nicht nachvollziehbar seien.
Frau Weidel hatte nämlich kritisiert, dass die Bundesregierung der
Ukraine neun Milliarden Euro gebe und für fünf Milliarden jetzt schon
Rüstungsgüter für den von Russland angegriffenen Staat kaufe. Die
Gesinnungschecker kannten keine Gnade: „Das lässt sich mit offiziellen
Quellen nicht bestätigen, die tatsächlichen Zahlen sind niedriger.“
Einen Absatz später räumen die Faktenjongleure der „Tagesschau“ dann
ein: „Seitdem die schwarz-rote Regierung im Amt ist, hat sie zunächst
Ende Mai militärische Unterstützung für die Ukraine in Höhe von fünf
Milliarden Euro zugesagt.“
Und wenige Wochen später bestätigte Vizekanzler Klingbeil in Sachen
Ukraine-Hilfe anlässlich seines Besuchs in Kiew, was auch Ende Juli in
Berlin schon nicht nur die Spatzen von den Dächern pfiffen: „Wir werden
jährlich mit neun Milliarden unterstützen.“
Peter Welchering, 65, aus Niedersachsen, ist einer der wenigen
Journalisten in diesem Lande, der als langjähriger freier Mitarbeiter
Missstände im öffentlich-rechtlichen Fernsehen beklagt. Er ist
Wissenschafts- und Technik-Autor, hat lange für diverse Medien, unter
anderem das ZDF und den Deutschlandfunk gearbeitet, war im Presserat und
unterrichtet Nachwuchsjournalisten. Zudem hat er 2024 das „Manifest für
einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland“ unterschrieben.
Die Faktchecker der ARD lagen daneben – wieder einmal und auch in neuer
Konstellation. Das lässt für die Zukunft nichts Gutes hoffen. Dabei
könnten sie in der ARD so viel Segensreiches bewirken, wenn sie sich
denn mal seriös um Fakten kümmern würden.
So hätten sie etwa durch einfachste Recherchen verhindern können, dass
sich die „Tagesschau“ am 1. September 2025 massiv blamierte. Die
Nachrichtenredaktion hatte nämlich berichtet, dass der Jet von
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf dem Weg nach
Bulgarien Ziel einer GPS-Attacke
geworden sei.
Deshalb sei der Flieger eine Stunde länger als geplant in der Luft
geblieben. Der Pilot habe „mithilfe analoger Karten“ landen müssen.
Bulgarien vermute eine Attacke Russlands dahinter.
*Flachjournalismus für die Faktenchecks
*Die Geschichte stimmt so nicht. Die Flugzeitverspätung betrug knapp
zehn Minuten. Eine nachhaltige GPS-Störung wurde nicht verifiziert. Der
Dienst Flightradar24 legte eine Auswertung vor, der zufolge das
GPS-Signal im üblichen Maße empfangen worden sei.
Ob es Aussetzer bei der Anzeige im Cockpit gab, konnte bisher nicht
geklärt werden. Der Pilot musste auch nicht nach analogen Karten landen.
In Europa gibt es dafür Landeanflugsysteme. Und auch während des Fluges
weisen Funkfeuer am Boden den Flugzeugen sicher den Weg.
Das alles wusste man in der „Tagesschau“-Redaktion offenbar nicht? Nun,
unter Chefredakteur Kai Gniffke ist dort seit 2013 tatsächlich
fachjournalistische Expertise massiv abgebaut worden. Die „Tagesschau“
hatte einfach einen Bericht der Financial Times übernommen, mit dem auch
die Pressestelle der EU-Kommission hausieren ging – ohne Gegenrecherche.
Ob das Faktchecker-Netzwerk so etwas künftig verhindern kann?
Und da hätten wir noch einen Recherchetipp an die Kollegen der
ARD-Faktchecker: Fragt doch mal, warum ausgerechnet aus Bulgarien so
eine GPS-Störung vermeldet wurde. Und recherchiert doch mal über die
Verteilung von Nato-Forschungsgeldern in Sachen GPS-Resilienz.
Aber Vorsicht: Für so einen Recherche-Job muss man Standards der
faktenbasierten Recherche richtig gut anwenden können, alle Methoden in
diesem Zusammenhang aus dem Effeff beherrschen. Die ARD will die ja noch
etablieren. Hinweis am Rande: An vielen Hochschulen und
Journalistenakademien werde solche Standards seit vielen Jahren gelehrt.
In diesem Buch ist dazu alles aufgeschrieben
<https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-30977-0>.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
nachdenkseiten.de, 16. September 2025 um 11:00 Eine Glosse von: Jens Berger
Nicht nur die russische Seele ist unergründlich, auch der Russe selbst ist voll von Mysterien. Auf der einen Seite stellt er eine Bedrohung für den Westen dar und kann schon morgen das Baltikum und Polen überrollen und übermorgen auch vor Ihrer Haustür stehen! Auf der anderen Seite ist der Russe jedoch so „richtig am Arsch“ und macht mit seinen „Eseln“, „alten Schrott-Ladas“ und „Baumarkt-Drohnen“ im Donbass keine Fortschritte. Munition und Panzer sind ihm eh längst ausgegangen. Welchen Russen hätten Sie gerne? Dies sind die beiden Bilder, die zurzeit in unseren Medien gezeichnet werden und sie widersprechen einander. Schrödingers Russe halt, man sucht sich je nach Argumentationsmuster halt den Russen aus, den man gerade braucht.
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Gut, dass wir die BILD haben! Ganz Deutschland – so würde es die BILD wohl formulieren – fragte sich letzte Woche, was es denn wohl mit dem Drohnenvorfall über Polen auf sich habe. Doch BILD klärt auf! Es handelte sich um „Billig-Drohnen“ aus „Schaumstoff und Holz, so laut wie ein Moped!“ Das ist freilich dramatisch, stellt ein Verstoß gegen die Lärmschutzverordnung doch in Deutschland eine schwere Straftat dar. Aber immerhin – so richtig gefährlich klingt das zumindest nicht. Doch unterschätzen Sie Schrödingers Russen nicht! Nahezu zeitgleich können wir im SPIEGEL schließlich lesen, wie der Westen sich angemessen davor schützen kann – nämlich mit F-35-Kampfjets aus amerikanischer Fertigung. Gut, dass auch die Bundeswehr bereits F-35 im Wert von 8,3 Mrd. Euro bestellt hat! Das klingt nach der richtigen Reaktion auf „Putins Baumarkt-Drohnen“, die laut BILD 8.500 Euro das Stück kosten. Aber ja, wenn die High-Tech-Jets eine Million dieser Drohnen abschießen, passt die Rechnung ja wieder. Schrödingers Russe sollte sich warm anziehen.
Lachen Sie nicht! Im Grunde steht der Russe bereits vor der Tür! Die Gefahr ist real. Der Krieg wird kommen, das ist zu 100 Prozent sicher, so wissen es zumindest die Experten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. „Der Krieg rückt näher“, wusste auch der Tagesspiegel letzte Woche zu warnen – das sollte doch bekannt sein. Selbst höchste deutsche Militärs warnen bereits, Russland könne schon bald einen „großmaßstäblichen konventionellen Krieg“ gegen den Westen starten und uns überrollen.
Doch wie passt das zur täglichen Wochenschau der BILD? Erst im Februar ließ sich die BILD-Sturmhaubitze Julian Röpcke genüsslich darüber aus, dass „Putin“ nun schon zu Eseln und Pferden greifen müsse, um in der Ukraine überhaupt noch irgendwas zu reißen.
„Erst waren es Panzer, dann China-Buggys, dann zivile Ladas und jetzt … Russlands Militär setzt zum Transport von Menschen und Material im Osten der Ukraine zunehmend auf Last- und Reittiere, namentlich Esel und Pferde.“
Julian Röpcke in BILD
Im April wusste Röpcke uns dann sogar von Russlands „krassem Panzermangel“ zu berichten – von „alten Schrott-Ladas“ und „motorisierten Drahteseln“ an der Front, von „verzweifelten Versuchen“ vor einem möglichen Waffenstillstand noch mit „ungeschützten Schrott-Fahrzeugen“ ein paar „unbewohnte, zerstörte Dörfer“ unter Kontrolle zu bringen.
Erst vor einigen Wochen „enthüllte“ BILD dann auch noch ein „neues Problem“ des Russen. Russland habe gar keine Panzer und keine Munition mehr! „Die Vorräte der einst so gefürchteten Sowjet-Arsenale sind nahezu erschöpft“, so BILD. „Schon jetzt kämpf[t]en auf den Schlachtfeldern der Ukraine uralte Panzer vom Typ T-54 – Baujahr späte 1940er“. Und auch die Munition sei erschöpft und komme mittlerweile schon aus Nordkorea! Aus Nordkorea!!!
Na dann, so müsste jetzt die ängstliche deutsche Seele ja eigentlich denken, ist ja alles gut. Vor einem Russen auf Eseln, der mit Schrott-Ladas, Drahteseln und Uralt-Panzern, bewaffnet mit Kim Jong-Uns Platzpatronen, vor der Tür steht, muss man ja eigentlich keine Angst haben. Oder? Falsch gedacht! Wir sprechen hier schließlich über Schrödingers Russen! Und der ist gleichzeitig militärisch vollkommen am Ende und stellt für den hochgerüstetsten Militärblock der Welt, die NATO, eine derartige Bedrohung dar, dass wir besser gestern als heute Billionen in die Rüstung stecken, unsere Jugend in Uniformen stecken und kriegstüchtig werden! Denn sonst steht Schrödingers Russe schon morgen mit seinem Esel vor dem Brandenburger Tor!
Titelbild & Bilder: Screenshot BILD.de
Rubriken: Außen- und Sicherheitspolitik Audio-Podcast Aufrüstung Kampagnen/Tarnworte/Neusprech Medienkritik
Schlagwörter: BILDDrohnenGlosseRöpcke, JulianRüstungsausgabenRusslandSpiegel
Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=139078
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
overton-magazin.de, 16. September 2025, Patrik Baab, 72 Kommentare
Die Verschwörung: Der Fortsetzungsroman
Ein Nachruf in 12 Thesen – oder der Absturz eines Auslauf-Modells.
Rede beim Kongress „Mut zur Ethik“ vom 29. bis 31. August in Sirnach.
Die Frage „Deutschland – wohin gehst du?“ leitet sich von einem Roman her, der 1895, vor 130 Jahren, publiziert wurde. Geschrieben hat ihn der polnische Romancier Henryk Sienkiewicz und er trägt den Titel: „Quo Vadis“. Diese Erzählung spielt im Jahre 64 nach Christi Geburt und behandelt die Verfolgung der Christen im Rom zu Zeiten des Kaisers Nero. Henryk Sienkiewicz schildert, wie Christen gefoltert, bei lebendigem Leib als Fackeln verbannt wurden. Rom war damals ein Imperium im Niedergang. Es ist charakteristisch, dass der Zerfall von den Zeitgenossen nicht wahrgenommen wurde. Doch ist Gewalt nach innen und außen offenbar ein Merkmal stürzender Imperien.
Im heutigen Deutschland gibt es wieder eine Verfolgung von Dissidenten, die politisch und weltanschaulich von der Linie der Machteliten abweichen, wie es damals die frühen Christen auch getan haben. Auch die Zurschaustellung öffentlicher Verbrennungen wird zelebriert, wenn auch nicht im physischen, sondern im übertragenen Sinne. Der Zensur-Komplex stellt Dissidenten öffentlich an den Pranger, ruiniert ihren Ruf, setzt Kündigungen und faktische Berufsverbote durch, zerstört Existenzen. Journalisten und Vertreter von Hilfsorganisationen werden jenseits von Recht und Gesetz auf Sanktionslisten gesetzt. Diese Vorgänge fügen sich zusammen zu einer antidemokratischen „Zensur-Industrie“, durch die Regierungen mit Hilfe von Geheimdiensten, Digital-Unternehmen, transatlantischen Denkfabriken, den genannten GONGOS, Medien und Verbänden ihre Bürger gängeln, überwachen und unerwünschte Meinungen bekämpfen.
Warum zerstört Deutschland die Reste seiner parlamentarischen Demokratie und läuft, orchestriert von der NATO und ihrer Führungsmacht USA, in neue Kriege, nach den verheerenden Vernichtungskriegen, die im 20. Jahrhundert von deutschem Boden ausgegangen sind?
Man muss nur hinschauen. Genau das ist die Aufgabe des Journalisten: „Sehen und sagen“, wie es mein amerikanischer Freund Patrick Lawrence ausdrückt. Das ist der Status Quo. Daraus ergibt sich die Frage nach dem Warum, ein Blick zurück im Zorn, und nach den künftigen Handlungsoptionen – quo vadis. In drei mal vier Thesen skizziere ich ein Gesamtbild, das Deutschland als Beispiel für den Niedergang des Westens zeigt.
Die Sanktionen gegen Russland haben sich als Bumerang erwiesen. Der Abbruch der Energie-Beziehungen zu Russland und die Sprengung der Nordstream-Pipeline, die der Rechercheur Seymour Hersh den USA zur Last legt, haben der deutschen Wirtschaft die Wettbewerbsfähigkeit genommen. Die De-Industrialisierung hat den Kipp-Punkt erreicht, an dem sie unumkehrbar geworden ist. Derzeit gehen hunderttausende Arbeitsplätze verloren. Die Teuerung galoppiert. Die deutsche Wirtschaft schrumpft, während die russische wächst (+4,5% in 2024). Viele Milliarden werden dem Konsum und dem Sozialstaat entzogen und fließen in die Taschen der US-Rüstungsindustrie. Der Deal von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Trump im Zollstreit geht eindeutig zu Lasten Deutschlands. Der deutsche Trittbrettfahrer-Imperialismus ist gescheitert
Die Vertreter Europas saßen am 18. August im Oval Office wie Schuljungen, die etwas ausgefressen haben – eine Farce der Unterwerfung. Deutschland hat sich in den Ukraine-Krieg hineinziehen lassen, obwohl von vorneherein klar war, dass die Ukraine diesen Krieg nicht gewinnen kann. Dennoch hat der NATO-Westen versucht, Russland mit einer Kombination aus Waffenhilfe für Kiew, ökonomischem Druck durch Sanktionen (Ausschluss aus SWIFT; Ölpreis-Deckel; Diebstahl russischer Auslandsvermögen im Wert von ca. 300 Mrd. Euro) und diplomatischer Isolierung in die Knie zu zwingen. Diese Strategie ist gescheitert. Russland hat sich ökonomisch restrukturiert und politisch und wirtschaftlich Asien zugewandt. Insgesamt 153 von 193 Nationen in der UN handeln weiter mit Russland. Deutschland wird unter Vormundschaft des Hegemon restrukturiert als Armenhaus Europas. Die Zeche zahlen die abhängig Beschäftigten und der Mittelstand in Deutschland.
Die russischen Truppen rücken auf breiter Front vor. Lugansk, Donezk, Saporoschje und Cherson sind formal in die russische Föderation aufgenommen und kehren nicht mehr zurück. Wird der Krieg verlängert, stehen vier weitere Oblaste zur Disposition. Mehr als 1,7 Mio. Soldaten der Ukraine sind gefallen oder vermisst. Die Russen haben derzeit mehr als 700.000 Mann in der Ukraine. Sie sind überlegen bei Drohnen, Artillerie, Raketen. Es ist eine Frage der Zeit, wann die Front einbricht. Der Gipfel in Anchorage von Putin und Trump hat gezeigt: Die USA möchten nun die Ukraine als Verlustgeschäft abschreiben und den Krieg europäisieren. Der Herr lässt seine europäischen Sklaven im Regen stehen und schiebt ihnen die Verantwortung für eine verheerende Niederlage zu. Die Annäherung von Russland und den USA drängt Europa in die Peripherie und in die geopolitische Bedeutungslosigkeit. Europa wird nicht nur zum Hinterhof der USA, sondern auch zum Hinterhof Russlands.
Das Methode, nach der dieser Krieg geführt wird: Wir liefern die Waffen, ihr liefert die Leichen – ist zynisch und Zeichen moralischer Enthemmung. Sprüche wie: „Die Russen sind ja eigentlich keine Europäer, sondern haben ein anderes Verhältnis zu Blut und Gewalt“, „Die Russen sind Tiere und Schweine“ „Wir führen einen Krieg gegen Russland“, „Diese Sanktionen werden Russland ruinieren“, „Wir müssen kriegstüchtig werden“ widerstreben dem Friedensgebot des Grundgesetzes. Sie machen Menschen nicht für das verächtlich, was sie getan haben, sondern für das, was sie sind: Russen. Demgegenüber wird über das Leid der Bevölkerung in der Ukraine hinweggesehen. Die Ukrainer werden behandelt wie Untermenschen. Dies ist eine Renaissance des Rassismus, der als Untoter aus der Hitler-Diktatur und in Co-Transformation aus dem ukrainischen Faschismus heute wieder mehrheitsfähig ist. Ich sehe darin einen Rückfall in antidemokratisches Denken und einen zivilisatorischen Regress.
Lassen sie mich einen Blick auf die Ursachen, auf das Wie und das Warum werfen.
Die steuerliche Freistellung von Veräußerungsgewinnen durch die Reformen der Regierung Schröder 2002 hat dazu geführt, dass die Banken ihre Industriebeteiligungen verkauft haben. Das Geld haben sie in toxische Wertpapiere gesteckt. Dies hatte zwei Folgen: 1. US-Finanzinvestoren haben sich in alle deutsche DAX-Konzerne eingekauft. 2. Deutschland geriet in den Strudel der Finanzkrise. Dies hatte wiederum zwei Konsequenzen: 1. Um die Banken zu retten, wurden ihre Schulden vom Staat übernommen und Zentralbank-Geld ins System gepumpt, was die Verschuldung in die Höhe trieb und den Finanzkapitalismus anheizte. Aus faulen Bankkrediten wurden Staatsanleihen (Bonds). 2. Die Banken konnten ihre Bilanzen bereinigen, die Bonds landeten im unregulierten Schattenbanken-System. Sie werden gehalten von Finanzinvestoren, Zweckgesellschaften, Versicherungen. Im Schattenbanken-System werden die Anlagen meist durch Derivat-Instrumente gehebelt, um die Profite zu maximieren. Die Refinanzierung des deutschen Staates ist also in die Hände jener US-Finanzinvestoren gefallen, die am Krieg Milliarden verdienen. Heuschrecken wie BlackRock, Vanguard, State Street, JP Morgan oder Goldman Sachs spekulieren gegen die Anleihen jedes Landes, das aus dem Kriegskurs ausschert. Damit bringen sie die staatliche Refinanzierung auch Deutschlands unter erheblichen Druck.
In allen westlichen Industrienationen, das zeigen entsprechende Untersuchungen, fällt die Profitrate. Die Profitrate ist das Verhältnis von eingesetztem Kapital zu den Gewinnen. Dem tendenziellen Fall der Profitrate kann entgegengewirkt werden – durch Lohnsenkung, Erschließung neuer Märkte, Rationalisierung, billigere Rohstoffe. All dies bietet die Ukraine. Bundeskanzler Friedrich Merz agiert wie ein Filialleiter von BlackRock auf deutschem Boden und durchaus zweckrational, wenn er den Krieg anheizt und deutsche Truppen in die Ukraine schicken will. Denn Finanz-Investoren verdienen nicht nur am Krieg, sondern auch am Wiederaufbau. Im Krieg wird Kapital zerstört und die ursprüngliche Akkumulation kann wieder beginnen. Rosa Luxemburg: „Die Proletarier fallen, die Börsenkurse steigen.“ Der Krieg war eine Börsenwette. Niemand hat damit gerechnet, dass die Russen siegen. Deshalb wurde die Börsenwette zum Russischen Roulette.
Wie der frühere NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am 7.9.2023 vor dem EU-Parlament erklärt hat, begann der Ukraine-Krieg nicht mit dem russischen Einmarsch im Februar 2022, sondern bereits 2014. Der Krieg begann mit dem vom Westen organisierten Putsch auf dem Maidan im Februar 2014: Bei diesem Putsch haben EU-Diplomaten wie auf dem Basar mit ukrainischen Faschisten über die Zahl der Morde verhandelt, die man für erforderlich hielt, um den demokratisch gewählten Präsidenten Yanukowitsch aus dem Amt zu drängen. Man einigte sich auf etwa 100. Ausgeführt wurden die Morde von galizischen Nazis sowie acht Scharfschützengruppen von jeweils etwa zehn Mann – aus der Westukraine, Georgien, Polen und Litauen. Im April 2014 griff die Putschregierung in Kiew die separatistischen Republiken Donezk und Lugansk an, die sich nach dem Vorbild des Kosovo von der gewaltsam ins Amt gebrachten Zentralregierung losgesagt hatten. Grayzone hat ein Papier des Instituts for Statecraft, ein Ableger von MI6 und NATO, aus dem Jahr 2014 veröffentlicht. Darin wird detailliert geschildert, wie Russland in die Ukraine gelockt werden sollte, um Moskau dort eine Niederlage zu bereiten. In alle diese Vorgänge waren auch deutsche Stellen eingebunden. Das Abkommen Minsk II zum Frieden im Donbass kann heute als Täuschungsversuch gelten, eine Einhaltung war nicht beabsichtigt. Die Vertragsangebote Moskaus vom Dezember 2021 und Januar 2022 wurden verworfen. Die Friedensverhandlungen in Istanbul im Frühjahr 2022 wurden hintertrieben. Die NATO wollte den Krieg, und Deutschland hat mitgemacht.
Die deutsche Bevölkerung wird über die Ursachen des Krieges, die tatsächliche Lage an der Front, die geopolitischen Zusammenhänge und den Niedergang des eigenen Landes wissentlich und willentlich hinters Licht geführt. Orchestriert wird diese kognitive Kriegsführung von der NATO; umgesetzt wird sie vom Propaganda- und Zensur-industriellen Komplex aus Propaganda-Presse, GONGOS, Pressestellen, Thinktanks, transatlantischen Organisationen, Stiftungen, Universitäten und Kirchen. Sozialer Träger der Meinungsmache sind transtatlantisch korrumpierte Politiker, Wissenschaftler und Manager sowie das akademische Prekariat. Die einen haben ihre Karriere an transatlantische Organisationen geknüpft, sie stehen wie Statthalter Washingtons im eigenen Land. Die anderen hangeln sich von freier Mitarbeit zu Zeitvertrag, von Projektstelle zu Projektstelle. Dieses akademische Prekariat tut alles für eine Vertragsverlängerung oder einen neuen Auftrag. Über beide ist die US-Hegemonie in Deutschland heute institutionalisiert. Der transatlantische Riss ist ein Mythos. Insgesamt wirken diese transatlantischen Netzwerke wie Konsens-Fabriken im Sinne der US-Hegemonie. Das Ergebnis ist eine geistige Filterblase, in welcher der intellektuelle Horizont der Bewohner limitiert ist, die emotionalen Reflexe auf Russenhass und Blutdurst konditioniert sind, die Vorstellungskraft verkümmert, und in dem die Verhaltenslenkung nicht als Zwang empfunden wird. All dies vervollständigt den Realitätsverlust deutscher Eliten.
Henryk Sienkiewicz schickt in seiner Erzählung, den Apostel Petrus nach Rom: „In der Einfalt seines Herzens wunderte sich Petrus, dass Gott dem Satan so unbegreifliche Gewalt gegeben habe, die Erde zu bedrücken, zu verkehren, zu zertreten, ihr Blut und Tränen auszupressen, sie fortzureißen wie ein Wirbelwind, auf ihr zu toben wie ein Orkan. Sein Herz ängstigte sich bei diesem Gedanken, und er sprach im Geiste zu seinem Meister: O, Herr, wo soll ich anfangen in dieser Stadt, in die du mich gesandt hast? Ihr gehören Meere und Länder, die Tiere des Feldes und alle Wesen des Wassers, sie besitzt Königreiche und Städte und dreißig Legionen, die sie bewachen; ich aber, o Herr, bin nur ein Fischer auf einem kleinen See!“ Aber wohin gehen wir dann?
Die Europäer haben inzwischen viele hundert Milliarden in den Ukraine-Krieg investiert. Deutschland alleine schon mindestens 50 Milliarden Euro, die massiven Rüstungsausgaben, die Mittel, die über die EU geflossen sind, kommen noch dazu. Wenn Donald Trump die EU zwingt, die Ukraine aufzunehmen, werden die Kosten des Krieges und des Wiederaufbaus in der EU vergemeinschaftet. Sie werden geschätzt auf 800 Mrd. Dollar, und der Krieg ist noch nicht vorbei. Die Mittel aus dem EU-Agrar- und dem Kohäsionsfonds dürften dann in die Ukraine fließen. Die knapp 300 Mrd. Euro russischer Auslandsvermögen, die bei Euroclear und anderswo in Europa eingefroren sind, sollten dafür nach einem Sieg in der Ukraine den Russen geraubt werden. Finanzinvestoren weisen aber darauf hin, dass Putin und Trump in Anchorage erörtert haben, diese fast 300 Mrd. Dollar aus Europa herauszulösen und in den USA zu investieren – für beide Länder ein lukratives Geschäft. Die Europäer hätten dann das Nachsehen. Wenn es zum Friedensschluss kommt, werden die Schattenbanken massiv gegen europäische Bonds spekulieren. Die dann folgende Entwertung der Staatsanleihen kann die Refinanzierung Deutschlands kollabieren lassen.
Die Gefahr einer Staatsschuldenkrise und eines Zusammenbruchs des europäischen Finanzsystems zwingt die Regierungschefs, den Krieg zu verlängern. Sie sind getragen von der verzweifelten Hoffnung, dass irgendwie Kiew standhält bis zum letzten Ukrainer. Sie hoffen, dass in den kommenden 5 – 10 Jahren europäische Truppen in der Ukraine Moskau die Stirn bieten können und die Ressourcen der Ukraine: Schwarzerde, Gas, Lithium und seltene Erden Russland wieder entreißen. Die politischen Eliten können nicht zurück: Vom Putsch auf dem Maidan bis zu den 1,7 Mio. Toten in der Ukraine – sie haben zu viel auf dem Kerbholz. Eine Niederlage führt unweigerlich dazu, dass abgerechnet wird. Dann müssten sie entweder zurücktreten oder strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Die Angst vor dem eigenen Untergang treibt den Blutdurst deutscher Funktionseliten bis zur Raserei. Die Sache hat nur einen Haken: Ohne die USA können die Europäer Russland nicht niederringen. Deshalb wollen sie die USA unbedingt im Krieg halten.
Die Aufrüstung in Deutschland hat noch einen ganz anderen Zweck: Die Demokratie abzuschaffen und durch eine neue Form der Diktatur zu ersetzen, das Militär so hochzurüsten, dass innere Unruhen niedergeschlagen werden können und das herrschende Parteien-Kartell weitermachen kann wie gehabt. Eine transatlantische Kompradoren-Herrschaft soll mit Waffengewalt gegen die eigene Bevölkerung aufrechterhalten werden. Dies ließe sich verfassungsgemäß organisieren durch die Ausrufung des Spannungsfalls mit Zweidrittel-Mehrheit des Bundestages nach Art 80a des Grundgesetzes. Der Blutrausch der Propaganda hat zum Ziel, einer EU, in der die Zentrifugalkräfte anwachsen und die Interessen der Mitgliedsstaaten auseinanderstreben, eine sinnstiftende Kohäsionskraft zurückzugeben: Als Friedensprojekt gescheitert, soll sie nun als Kriegsmaschine des pangermanischen Drangs nach Osten ein Zombie-Dasein führen.
Krieg und Zerstörung der Demokratie gehen in Deutschland Hand in Hand. Dies wird möglich, weil die Bevölkerung keine Gegenwehr zeigt. Offensichtlich sind Zivilcourage und demokratischer Kampfgeist völlig erlahmt. Die Gewöhnung an staatliche Gängelung in der Corona-Inszenierung, aggressive Diversity-Belehrungen, Kriegspropaganda und Digitalisierung haben den Menschen Handlungsfähigkeit und Selbstverfügungsfähigkeit genommen. Der digitale Kapitalismus macht es möglich, die Menschen als Konsumenten durch digitale Umsonst-Angebote zu sedieren, während sie gleichzeitig im Arbeitsprozess ausgebeutet und als politische Subjekte überwacht und manipuliert werden. Das Ergebnis ist ein blockierter Konflikt. Damit wird auch auf der psychischen Ebene der ödipale Konflikt blockiert: Eine kritische Auseinandersetzung mit politischen Eliten fehlt, Autoritäten wird grundsätzlich vertraut. Dies öffnet der Um-Codierung von Geschichte, einem Re-Framing im Dienst der herrschenden Propaganda, und der Implementierung von Geschichtslügen Tür und Tor. Gerade in Deutschland ist ein Umdeuten der Geschichte angesichts der Singularität der nationalsozialistischen Verbrechen nicht nur an Juden, sondern auch an Sowjetbürgern, fatal, ermöglicht sie doch eine psychologische Schuld-Umkehr und damit eine Aggressionsverschiebung auf Russland als Feind. Das Ergebnis ist ein Land auf Autopilot, gefangen in digitaler Affektökonomie, ohne Opposition, widerstandslos im Rückfall in die Barbarei.
Eine Abkehr vom Kriegskurs der deutschen Funktionseliten kann nur durch Fundamentalopposition erzwungen werden. Hier muss man sehen, ob die kommenden massiven Sozialkürzungen die Menschen dazu bewegen, ihren Protest auf die Straße zu tragen. Erforderlich wäre ein breites Bündnis für Frieden und Sozialstaat, das den Protest auf die Straße trägt. Doch derzeit dösen die Deutschen in den Untergang.
Noch einmal Henryk Sienkiewicz. Wir schreiben den Juli 64 n. Chr. Petrus lässt er bei Einbruch der Dämmerung mit der Christin Lygia vor der Kulisse Roms stehen, in all seiner Verzweiflung vor dieser Stadt: „Wie soll ich ihre Bosheit besiegen?“
‚Die ganze Stadt scheint in Brand zu stehen‘, unterbrach ihn Lygia in diesen Betrachtungen. Die Sonne neigte sich eben in wunderbarer Pracht zum Untergange… und in dem Maße, als die Sonne sank, wurde der Schimmer röter und röter. ‚Die ganze Stadt scheint in Brand zu stehen!‘ wiederholte Lygia. Petrus hielt die Hand vor die Augen und sagte: ‚Der Zorn Gottes ruht auf ihr!“
So wird es der westlichen Hegemonialmacht und ihren Vasallen auch gehen. Sie glauben doch nicht im Ernst, dass uns die Menschen im globalen Süden den Völkermord in Gaza, den Völkermord im Donbass, den herbeiprovozierten Krieg in der Ukraine, die mehr als 20.000 Sanktionen gegen Russland jemals verzeihen werden. Nichts wird vergessen sein. Deutschland sitzt wieder besudelt unter den Völkern – besudelt mit dem Blut derer, die in unseren imperialistischen Kriegen in den Straßen liegen. Wer sich an stürzende Imperien klammert, wird mit in die Tiefe gerissen.
Patrik Baab ist Politikwissenschaftler und Publizist. Seine Reportagen und Recherchen über Geheimdienste und Kriege passen nicht zur Propaganda von Staaten und Konzernmedien. Er berichtete u.a. aus Russland, Großbritannien, dem Balkan, Polen, dem Baltikum und Afghanistan. In Russland machte er mehrfach Bekanntschaft mit dem Inlandsgeheimdienst FSB. Auch die Staatsschutzabteilung des Bundesinnenministeriums führt eine Akte über ihn. Im Westend-Verlag publizierte er „Im Spinnennetz der Geheimdienste. Warum wurden Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby ermordet?“ (2017) und „Recherchieren. Ein Werkzeugkasten zur Kritik der herrschenden Meinung“ (2022). Im Herbst 2023 erscheint „Auf beiden Seiten der Front – Meine Reisen in die Ukraine“. Siehe auch: patrikbaab.de
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Schlagwörter: Deutschland, Niedergang, Standort Deutschland, Westen
72 Kommentare
And so I face the wall
Turn my back against it all
How I wish I’d been unborn
Wish I wasn’t living here
– Lennox-Stewart –
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Ein wirklich herausragender Artikel, vielen Dank an den Autor und Overton.
Nur ein kleiner Einwand:
Deutschland hat sich in den Ukraine-Krieg hineinziehen lassen, obwohl von vorneherein klar war, dass die Ukraine diesen Krieg nicht gewinnen kann.
Das ist nicht ganz korrekt.
Vor dem Feb 2022 hatte die Ukraine das grösste und bestbewaffnete stehende Heer Europas, war Russland vor Ort zahlenmässig und evtl. auch bewaffnungsmässig überlegen.
Zwar hätte Russland irgendwann die atomare Karte gezogen, aber davor war es keineswegs ausgemacht, dass die Ukraine unterliegt; mindestens ein Patt inkl. Rückeroberung Donbass/Krim war durchaus im Bereich des Möglichen, denn im Feb 2022 stand eine riesige ukrainische Armee bereit zum Einmarsch in den Donbass – und sie stand vor dem Donbass; der Blitz-Feldzug Russlands Richtung Kiew hat diese einsatzbereite Streitmacht aufgescheucht und aufgespalten.
Dass auch danach die Sache nicht ausgemacht war, zeigen der Rückzug Russlands wie auch die ausgedehnten Verteidigungsanlagen, welche Russland vor der ukrainischen Offensive 2023 gebaut hatten; die Russen hatten, ganz im Gegensatz zum Westen, einen klaren Blick auf die Realitäten und wussten, was kommt, was sie erwarten mussten.
Zum Thema Realitäten: Ich erinnere mich, wie die westlichen Medien sich lustig machten über veraltete russische Panzer; dass diese, stationär hinter Schutzwällen, gepanzerte und automatisch ladende Kurzdistanz-Artillerie bereitstellten, entging unseren überheblichen „Experten“.
Im Prinzip wurde bereits dort, in der aufkommenden und schnell scheiternden Offensive der Ukraine der Krieg entschieden, zuungunsten der Ukraine.
Davon abgesehen: nochmals danke für diesen ausführlichen Artikel.
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Herrlisch! Endlich mal Abwechslung. Normalerweise fühlen sich die „Opfer“ von Staat und Deep-State immer wie verfolgte Juden. Diesmal als Christen. Erfrischend neuer Gedanke.
Danke für den Artikel
dazu noch
https://www.seniorenaufstand.de/klassenkrieg-und-die-begleit-propaganda-gegen-den-sozialstaat/
…und ja die Mietmäuler, die auf der Seite der Klassenkämpfer deren Propaganda gegen die Bevölkerung unterstützen
sollten bevor es zu zu spät für sie ist sagen:
„I′m a fool to do your dirty work, oh yeah“
„I don’t wanna do your dirty work, no more“
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++++++++++
Herrlich zu lesen dieser Volltreffer.
Auch von mir herzlichen Dank an Patrick Baab, der Artikel ist in meiner Sammlung für die Nachkriegsgeneration gespeichert.
Das Problem ist nur: Was können wir dagegen tun? Ja, massenweise Demos wären möglich, aber ändern die wirklich etwas? Wurde der Nachrüstungsbeschluss damals nach der Demo im Bonner Hofgarten mit 300000 Menschen zurückgenommen? Nein. Hört Israel angesichts weltweiter Proteste auf zu morden? Nein.
Es gibt nur den einen Ausweg, der Westen muss in seiner derzeitigen Verfassung an seinen Widersprüchen und in Konkurrenz zu den erstarkenden BRICS wirtschaftlich zugrunde gehen. Die USA winden sich geschickt raus, Europa forciert seinen Absturz. Noch liegt etwas Gold im Keller, auch in Form von Produktivität. Aber es wird hier von oben überall die Axt angelegt. Das Gold wird in der Ukraine und in Gaza mit Menschenblut verpulvert, die Produktivität wird durch miese Zukunftsaussichten abgewürgt.
Wir werden in 10 Jahren der Hinterhof von BRICS sein. Vielleicht ist das ja immer noch besser, als das Schicksal Gazas zu teilen.
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„NATO! Dont waste my fucking Time!“
Donald J. Trump 15.09.2025
Danke Herr Baab!
Welche Rolle die USA für uns spielen, siehe auch hier:
Ja es sieht wirklich mies aus.
Und die Verantwortlichen klopfen sich immer noch gegenseitig auf die Schultern und machen ansonsten einen auf mein Name ist Hase ich weiß von nichts. An Diäten einsacken alles was man tragen kann. Die Firmen verschwinden aber der Staat hat ja noch Geld zum verteilen. Die Extrem Schulden Aufnahme wird mittlerweile zum Stopfen der Löcher verwendet, statt für Infrastruktur. So kann man den Schein noch eine Weile länger aufrechterhalten, dafür am Ende größere Schuldenlast.
Ja, ich stimme hier Wunderlich zu, Massenproteste allein, werden nichts bringen.
Was es braucht, ist eine Revolution mit dem Ziel ein neues System einzuführen und zu etablieren!
Jedoch müssen für den Erfolg einer Revolution im Vorfeld zwei Grundvoraussetzungen erfüllt sein:
1. Es muss ein Konsens darüber bestehen, welches neue System eingeführt werden soll, das zudem auch noch gesamtsystemisch praktikabel sein muss!
2. Für den Einführungs- und Etablierungsprozess braucht es eine neue Elite/Funktionselite (Elite im Sinne von Wissen, Kompetenz und Können!), weil es naiv ist, zu glauben, dass die bestehenden politischen und Machteliten einen solchen revolutionären Prozess umsetzen oder auch nur unterstützen würden!
Und das neue System, das ich für anstrebenswert erachte, ist die Wertstufendemokratie!
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Das Volk der Herrenmenschen richtet sich selber.
Karma is bitch..
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Tigellinus, mein Tränenglas!
Eine ziemliche Dystopie, die Herr Baab da beschreibt. Allein, ich fürchte, er wird recht behalten.
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ES WIRD NUN ZEIT DASS DIE FRAUEN ETWAS FÜR DEN FRIEDEN TUN WENN DIE MÄNNER VERSAGEN UND DAF>ÜR GIBT ES EIN BEISPIEL:
Lysistrata ist eine griechische Komödie von Aristophanes aus dem Jahr 411 v. Chr., die den Peloponnesischen Krieg zwischen Athen und Sparta thematisiert.
Die Komödie dreht sich um die Athenerin Lysistrata, die Frauen aus ganz Griechenland versammelt, um einen Sexstreik gegen den Krieg durchzuführen.
Die Frauen besetzen die Akropolis und weigern sich, ihren Männern sexuelle Zuneigung zu gewähren, bis Friedensverhandlungen stattfinden.
Der Erfolg dieses ungewöhnlichen Plans bringt schließlich den Frieden und die Beendigung des Krieges.
Wichtige Punkte der Handlung:
Der Sexstreik: Die Frauen Athens und Spartas verbünden sich unter Lysistratas Führung, um einen Sexstreik durchzuführen.
Sie weigern sich, sich ihren Männern sexuell zu verweigern, bis diese den Krieg beenden.
Das Ende: Die Frauen gewinnen ihren Kampf für den Frieden, und die Männer, erschöpft von der Abwesenheit ihrer Frauen, willigen in einen Waffenstillstand und die Beendigung des Krieges ein.
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Das Märchen der Christenverfolgung unter Nero hält sich aber hartnäckig. Selbst Wikipedia ruderte schon vor einiger Zeit zurück:Diese Erzählung spielt im Jahre 64 nach Christi Geburt und behandelt die Verfolgung der Christen im Rom zu Zeiten des Kaisers Nero. Henryk Sienkiewicz schildert, wie Christen gefoltert, bei lebendigem Leib als Fackeln verb(r)annt wurden.
„Unter Althistorikern zeigt sich zuletzt verstärkt die Tendenz zu hinterfragen, ob sich die Verfolgung bewusst und gezielt gegen Christen richtete, ob sie wirklich mit dem großen Brand Roms zusammenhing, und ob es sich tatsächlich um eine große Zahl von Opfern handelte. Von einer Minderheit wird die Historizität der Verfolgung sogar insgesamt bestritten.“
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Neronische_Christenverfolgung
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Rom war damals ein Imperium im Niedergang.
Um 64 nach Zeitrechnung?
„Die Blütezeit des Römischen Reiches war die Hohe Kaiserzeit (ca. 1. bis 2. Jahrhundert n. Chr.), besonders die Zeit des 2. Jahrhunderts unter Kaisern wie Trajan und dem Beginn der Herrschaft von Septimius Severus. In dieser Epoche erlebte das Reich seine größte territoriale Ausdehnung, eine beispiellose ökonomische und kulturelle Blüte sowie den Aufbau einer hochentwickelten Infrastruktur wie Straßen und Aquädukte.
Merkmale der römischen Blütezeit
Territoriale Ausdehnung:
Das Reich erstreckte sich über drei Kontinente und erreichte seine größte Größe.
Wirtschaftlicher und kultureller Aufschwung:
Es gab eine enorme ökonomische und kulturelle Blüte in allen Teilen des Imperiums.“
Quelle: xbeliebige KI
Bei solchen Ungenauigkeiten vergeht mir jede Leselust.
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Ich hab die Kriegstrommeln so satt!
Krieg bedeutet Armut, verlorene Menschenleben, Elend und Verbrechen !
Und jetzt sollen uns die Krankenkosten gekürzt werden damit man die 1 Mio. Ukrainer im Land behandeln kann !!
Diplomatie und alles daran setzten, dass wieder Frieden herrscht, das wäre doch endlich dringend erforderlich !!
Zitat Helmut Schmidt: LIEBER TAUSEND STUNDEN VERHANDELN ALS EINEN SCHUSS ABGEBEN !!
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Ach ja, und den eigentlichen Knüller von gestern habe ich ganz vergessen zu erwähnen. Medwedew hat gestern auch „so ganz nebenbei“ getweetet.
https://youtu.be/SW1GG2I5m9s?t=201
2. Sollte die NATO die konfiszierten 300 Milliarden dazu benutzen den Krieg gegen Russland zu finanzieren, befindet sich Russland mit jedem dieser NATO Länder im Krieg.
1. Sollte die NATO „Friedens“-Truppen (mit welchem Hoheitsabzeichen auch immer) in der Ukraine stationieren, gibt es Krieg.
Ende der Durchsage.
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Ein herausragender Artikel!
Er sollte weite Verbreitung finden!
Vielen Dank, Herr Baab!
Ukraine: Rechtsextreme Swoboda profitierte von EU-Politik (Artikel vom 25.05.2014)
Die rechtsextreme Swoboda-Partei ist Nutznießer des Regierungsumsturzes in der Ukraine. Sie profitierte von der Unterstützung der EU für den Umsturz.
Bei der Präsidentschaftswahl spielt sie keine Rolle – doch bei den Parlamentswahlen ist mit den Rechtsextremen zu rechnen.
FAZIT: USA & EU UNTERSTÜTZEN GANZ KLAR DIE UKRA-NAZIS UND SIND DESHALB AUCH NAZIS !!
Die schon bestehenden und noch weiteren, geplanten historisch hohen Schulden von EU, Fr. , De., GB steigen weiter, die Inflation tut bei uns das Übrige und dann sollen irrsinnshohe Zölle die Preise noch mal zusätzlich bis zum geht nicht mehr anheizen um irgendwelche geopolitischen Ziele auf Kosten der Bürger !
Lasst doch endlich die Wirtschaft aus dem Spiel bei dieser verantwortungslosen Kriegstreiberei, besonderes von Seiten dieser fragwürdig agierenden EU Kommission mit ihrer masochistischen Sanktionspolitik !
Vielleicht sollte man endlich einmal die Grundfrage dieser vertrakten Situation in der Ukrine ehrlich und ohne Propaganda beantworten !
Man MUSS der größten Atommacht Russland zugestehen, sich gegen latente Bedrohung durch einen Nachbarstaat / NATO abzusichern, und diesbezügliche Friedens Gespräche umgehend aufnehmen…. andernfalls, gute Nacht !!
FÜR MICH SIND CDU-SPD-GRÜNE DIE AUFERSTEHUNG DER NSDAP…UND DANN GEGEN AfD HETZEN !?
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„Militärisch hat Deutschland mit der NATO den Krieg in der Ukraine verloren“
Wer die rechtsextreme AFD immer noch für eine Friedenspartei hält sollte das hier lesen.
Warum unterstützte AfD-Parteivorsitzende Weidel Russlandhasser im NRW-Wahlkampf?
https://fromrussiawithlove.rtde.world/meinung/256110-warum-unterstuetzte-afd-parteivorsitzende-weidel/
„Deutlich wurde das im NRW-Wahlkampf. Die Parteivorsitzende Alice Weidel tourte durch NRW und ließ sich neben dem jungen Wuppertaler Kandidaten Tim Schramm ablichten. Schramm schrieb auf X zu dem Bild: „Gestern mit @twittschler und @Alice_Weidel auf Wahlkampftour in NRW gewesen. Es gibt viel zu tun.“
Zur Erinnerung: Schramm ist ein gerade mal 22-Jähriger AfDler, der nicht nur Spenden für die ukrainische Armee gesammelt und diese auch eigenhändig an die Front gebracht, sondern der auch für drei Monate aufseiten der regulären ukrainischen Truppen in der Provinz Saporoschje (Raum Guljaipolje) gekämpft hatte. Seit seiner Rückkehr aus seinem Kurzzeittrip in den Ukraine-Krieg geht Schramm auf Werbetour für die ukrainische Sache und wird in den rechtsalternativen Medien als Streiter für die Freiheit Europas herumgereicht.
Die Ukraine ist für den Ukraine-Kämpfer der „ideal-rechte Staat“, von dem „wir als Rechte viel lernen könnten“ (in der Diskussion mit Aron Pielka). Russland hingegen sei ein „imperialistisches Multi-Kulti-Shithole“ (!), das nichts zustande bringe. Auf seinem X-Account fällt Schramm neben seinem maßlosen Russenhass auch mit Beleidigungen gegen die sogenannten „Russenstusser“ und „Boomer“ in der Partei und im Vorfeld auf (also Leute, die gegen einen Konflikt mit Russland sind und/oder sich sogar für Freundschaft mit Russland einsetzen) – RT DE berichtete.
Tatsächlich erreichte Schramm im Wuppertaler Stimmbezirk 51 die Mehrheit der Stimmen, dürfte also bald als Ratsherr die Geschicke der Stadt mitbestimmen. Besonders pikant: Mittlerweile läuft in NRW ein Parteiausschlussverfahren gegen Schramm, weil er Medienberichten zufolge nicht auf seine provokanten öffentlichen Äußerungen zum Ukraine-Konflikt und auf eine Kandidatur für Parteiämter verzichten wollte. Nota bene: Der Grund für das Ausschlussverfahren ist Schramms Weigerung, sich dem von ihm sogenannten „Maulkorberlass“ unterzuordnen, nicht aber sein Russenhass oder die Möglichkeit, dass Schramm im Krieg seinen Hass verwirklicht und Russen getötet haben könnte (eigenen Angaben zufolge hat er als „Mörserschütze gekämpft und als Drohnenpilot Aufklärungsmittel geflogen“).
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
So richtig Auftrieb in Richtung Insolvenz gab schon die Coronakrise, bei der die gleiche Antisolidaritätsgemeinschaft zur Solidarität aufrief und zum gefälligen Impfen möglichst mit Astrazeneca, den zum besten Mittelchen stilisierten Imunitätshelfer, wobei selbst Gerichte feststellten: Astrazeneca-Urteil: „Nutzen für Allgemeinheit überwiegt“. In der EU ist das Vaxzevria nicht mehr zugelassen, dennoch heißt es: „In der EU-Kommission habe es demnach keine Zweifel an Sicherheit oder Wirksamkeit des Impfstoffs gegeben.“
Zur Krönung des Ganzen gab es dann einen EU-Wiederaufbaufonds, um die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in den Mitgliedstaaten einzudämmen und zu mildern. „Erstmals verschuldet sich die EU als Ganzes. Die EU bekommt somit durch die am 21. Juli 2020 vom Europäischen Rat beschlossene Umsetzung ein neues Finanzierungsinstrument. Diese Schulden sollen ab 2027 bis 2058 schrittweise beglichen werden.“
Als Begleitmusik gab es dabei dann die nötigen Anstrengungen, um das Weltklima vor allem mit Geldverteilung an ärmere Länder zu retten und mit deutscher Windkraft und Solartechnik eine zukünftige Wasserstoffwelt zu erschaffen, in der wir offenbar die Kostenweltmeisterschaft erringen.
Dann kam der völlig unprovozierte und nicht absehbare Ukrainekrieg, der zunehmend Wirkung zeigt. Mit den dazu beschlossenen Sanktionen wurden die Energiekosten so hoch getrieben, das die deutsche Wettbewerbsfähigkeit nur noch mit zusätzlichem Steuergeld = Subventionen gegeben ist. …() Nachdem wir nunmehr erkannt haben, dass irgendwann aber ganz gewiss der Russe kommt (vermutlich will er unser Know How für die Wasserstoffwende klauen und dazu unsere Wärmpumpen) müssen wir gezwungener Maßen „kriegstüchtig“ werden, wofür dann unvorstellbare Summen an Sondervermögen alternativlos notwendig sind. Zugleich müssen wir unsere Nachbarn besser beschützen und brauchen jede Menge an Soldaten. Damit das nicht zu einem erhöhten Fachkräftemangel führt, rüstet unser verarbeitendes Gewerbe samt Industrie schon mal ab, um wehrtüchtig anderswo aufzurüsten. Für die freigesetzten Arbeitkräfte findet sich sicher ein gutbezahlter Alternativjob bei der Bundeswehr – aber was produzieren die an verkäuflichen Gütern – und wer bezahlt die teure Glaubenssicherheit? Andererseits braucht das Miliär ja auch Material und das bringt Aufschwung in den Kassen der Kriegs- und Drohnenproduzenten. Ja solche Produkte sind auf jedenfall verkäuflich, wobei einsichtig ist, dass der deutsche Steuerzahler sich solche Drohnen und anderes Mordinstrument natürlich nicht bei Discouter kaufen kann. Was sollte er auch im heimischen Garten damit anfangen, außer vielleicht Mäuse, Ratten oder Maulwürfe zu vertreiben.
Was man nicht fragen darf ist: Woraus besteht denn der Gegenwert des haufenweise für eine vermeintliche Abschreckung und Sicherheit ausgegebenen Gelder.
Vielleicht sind wir auf dem besten Wege den die untergegangene ehemaligen Sowjetunion genommen hat, Die hat sich auch todgerüstet und falsche Prioritäten gesetzt und zwar solange bis sie Pleite war. Daran anknüpfend mag es ja zutreffen, das der Ukrainekrieg Russland ruiniert. Nur könnte es auch anders kommen, indem wir schlicht scheller sind, als das heutige rohstoffreiche Russland – und unserem eigenen Ruin entgegensteuern.
Bemerkenswert ist nur noch das „America first“ Projekt, mit dem Trump seine USA sanieren will und dazu nicht davor zurückschreckt, neue zahlungspflichtige Abhängigkeiten für die Europäer zu schaffen, was die unliebsamen Verbündeten wirtschftlich enorm schwächt, ebenso wir der neue Tribut, der als Zoll fällig wird.
Das alles scheint das Wählervolk hierzulande wenig zu tangieren. In gewohnter Weise wird im Halbschlaf der Kurs der Regierung bestätigt. Man fragt nicht wo das Geld bleibt, das man ihnen aus der Tasche zieht, sondern fordert mehr bei seinen Mitbürgern einzusparen, weil man offenbar nicht in der Lage ist zu erkennen, dass man dabei letztendlich selbst betroffen ist. Wer da anders denkt und sparen beim anderswo, aber nicht am eigenen Wohlergehen zu sparen, ist eben unsolidarisch. Ein Unmensch wer sich vor allem seinem eigenen Land und Volk verpflichtet fühlt. Soche Verpflichtung ist nur dann erlaubt und höchst willkommen, wenn es um die Verteidigung und das herrliche Soldatengemeinschaftsleben geht.
Wer da noch nach quo vadis fragt, hat einiges nicht wirklich begriffen.
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Wenn Deutschland samt Europa – GB und Frankreich – wirtschaftlich absteigt, was werden dann die vielen jungen Zugewanderten und Nachgeborenen machen?
Eigentlich brauchen wir die ja als Arbeiter und Angestellte für die Industrie, das Handwerk, für die Bewältigung der demographischen Veränderungen und ja, auch für unsere neue tolle Bundeswehr. Werden diese Leute bleiben?
Und was werden die ukrainischen Ultranationalisten machen, wenn sie den Krieg verloren haben? Werden sie schön in der Ukraine bleiben und uns nicht belästigen?
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Vor Dekaden schrieb Peter Scholl Latour ein Buch über die ‚7 Geschwister’…
Dann kam die G 7, später auf 8 heraufgestuft, um den abtrünnigen wieder herauszuwerfen.
Wie auch immer die sieben ‚Gesellschaften‘ haben etwas vollzogen, das diese nur noch Zwerge sind im globalen neu zu errichtenden System sind.
Wisst ihr was erstaunlich ist am Niedergang der ehemaligen g7 ist?
Die ehemaligen grossen sieben Geschwüre, hatten einen Brain Drain verursacht, in allen Staaten dieser Welt und heute wird ihr „Brain Drain“ ihren Untergang bedeuten.
Das bezeichne ich als eine langzeitliche klevere Massnahme.
Man benutzt die Idiotie, um sich selber zu vernichten, herzlichen Glückwunsch an Orwell…
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Putin hat ja gewarnt. Aus seiner Ansprache vom 24.Februar 2022 (Tag des Einmarsches)
I would now like to say something very important for those who may be tempted to interfere in these developments from the outside. No matter who tries to stand in our way … they must know … the consequences will be such as you have never seen in your entire history. … I hope that my words will be heard.
http://en.kremlin.ru/events/president/transcripts/statements/67843
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na klar, wir haben falsch gewählt,
wir protestieren und demonstrieren nicht genug. So will man uns wieder eine Kollektivschuld einreden. Ich bin Zeit meines Lebens zur Arbeit gegangen, ich habe auch keine Regenwälder abgeholzt und ich hab auch keine fremden Völker ausgebeutet. Ich war mein Lebtag nicht in diesen Ländern. Ich bin allerdings auch nicht der besorgte Weltbürger, ich bin der biedere Hinterwäldler, der Sorge um sein täglich Brot für sich und seine Sippe hat. Punkt. Ich bin nicht verantwortlich für alles was schiefläuft auf der Welt.
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„Warum zerstört Deutschland die Reste seiner parlamentarischen Demokratie und läuft, orchestriert von der NATO und ihrer Führungsmacht USA, in neue Kriege, nach den verheerenden Vernichtungskriegen, die im 20. Jahrhundert von deutschem Boden ausgegangen sind?“
Darum:
https://themindness.substack.com/p/elite-capture-and-european-self-destruction
Schreibe einen Kommentar
Info: https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/deutschland-quo-vadis/
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
aus e-mail von Doris Pumphrey, 16. September 2025, 14:50 Uhr
_RTDE 16.9.2025
_*Polen muss Grenzsperre zu Weißrussland gegenüber China rechtfertigen
*Polen sperrte offiziell und auf unbestimmte Zeit eine der wichtigsten
Handelsrouten der Welt – die Hauptverkehrsader der chinesischen Neuen
Seidenstraßen-Initiative. Unter welchem Vorwand geschah dies, welche
Folgen hat das für Polen und wie hängt es mit dem Anstieg prorussischer
Stimmungen im Land zusammen?
/Von Stanislaw Leschtschenko/
Ursprünglich gab es an der polnisch-weißrussischen Grenze sechs
Grenzübergänge. Vor fünf Jahren jedoch schloss die polnische Seite
einseitig ihre Grenzübergänge Sławatycze-Domatschewo und
Połowce-Pestschatka unter dem Vorwand der damals weit verbreiteten
COVID-19-Pandemie.
Anschließend begann Warschau, unter verschiedenen Vorwänden (Kampf gegen
die Migration aus Drittländern, "Sicherheitsinteressen des Staates",
Forderung nach Freilassung der in Weißrussland festgenommenen polnischen
Staatsbürger usw.) auch andere Grenzübergänge zu schließen. Mit anderen
Worten: Es war offensichtlich, dass die polnischen Behörden all diese
Ereignisse nur als Vorwand nutzten, während sie in Wirklichkeit
lediglich den Personen- und Warenverkehr aus Weißrussland reduzieren
wollten.
Im vergangenen Sommer forderten Abgeordnete der polnischen Woiwodschaft
Podlachien (polnisch: Województwo podlaskie) von den Staatsbehörden,
mindestens einen zusätzlichen Grenzübergang zu Weißrussland wieder zu
öffnen. Wie polnische Medien berichten, sei den Abgeordneten plötzlich
klar geworden, dass die Grenzschließung die lokale Wirtschaft
beeinträchtige und die Entwicklung der Region behindere, da polnische
Unternehmer mit logistischen Problemen konfrontiert seien und Kunden aus
Weißrussland verlieren würden. Dies wird auch von Vertretern der
einflussreichen polnischen Partei "Konföderation" bekräftigt, die auf
die Wiederaufnahme des Betriebs der Grenzübergänge Bobrowniki und
Kuźnica Białostocka bestehen.
Dazu äußerte sich Zbigniew Kasperczyk, Vertreter der Partei
"Konföderation": "Diese Grenzübergänge sind von großer Bedeutung für
unsere Unternehmer, die von ihrer Schließung betroffen sind. Wir stehen
diesen Unternehmern heute zur Seite, da sie sich in einer sehr
schwierigen Lage befinden. Die Regierung hat sie im Stich gelassen,
führt keinen Dialog mit ihnen und bietet ihnen keine Lösungen
an." Kasperczyk fügte hinzu, dass die Schließung beider Grenzübergänge
in der Woiwodschaft Podlachien zu einem Verlust von 970 Millionen Złoty
geführt habe, die "aus den Taschen der Unternehmer in Podlachien
verschwunden sind" – diese Summe entspricht 52 Prozent des Budgets der
Woiwodschaft für das Jahr 2025.
Die polnischen Behörden ließen jedoch die Erwartungen der Bewohner der
Grenzgebiete unberücksichtigt. Im Gegenteil: Am 12. September wurde
bekannt, dass die Grenze zu Weißrussland endgültig gesperrt wurde. Der
polnische Innenminister Marcin Kierwiński erklärte, dass diese
Entscheidung unbefristet sei und regelmäßig überprüft werde. Anlass
dafür war der Beginn der russisch-weißrussischen Militärmanöver
"Sapad-2025".
Von den polnischen Behörden wurden alle bis zuletzt noch verbliebenen
Grenzübergänge physisch gesperrt. Der Personen- und Güterverkehr wurde
blockiert. An einem der Grenzübergänge spannten polnische Militärs
Stacheldraht direkt vor einem Passagierbus auf.
Dabei gelang es nicht allen polnischen Spediteuren, aus dem
weißrussischen Gebiet nach Hause zurückzukehren. Marcin Kierwiński
reagierte auf diese Beschwerden jedoch mit der Begründung, dass die
Entscheidung über die Schließung zweieinhalb Tage vor dem Ereignis
bekannt gegeben worden sei, sodass genug Zeit für eine Anpassung der
Pläne zur Verfügung gestanden habe. "Wir schließen die Grenze bis auf
Weiteres. Bis wann? Bis wir zu dem Schluss kommen, dass es sicher ist",
erklärte der Minister vage.
Dieser Schritt Warschaus war ein "Todesstoß" für polnische Unternehmen
im grenzüberschreitenden Handel. Der in der Woiwodschaft Podlachien
ansässige Geschäftsmann Mateusz Grigoruk vom Unternehmerverband
"Einheitlicher Osten" erklärt:
/"Diese Maßnahmen richten sich nicht nur gegen die weißrussische
Bevölkerung, sondern auch gegen uns, da dieser Handel für uns die
Lebensgrundlage darstellt."/
Laut Mateusz Grigoruk wäre eine mehr als mehrtägige Schließung der
Grenze für eine Reihe polnischer Unternehmen gleichbedeutend mit dem
"Hungertod". Grigoruk weist darauf hin, dass er bereits im letzten Jahr
aufgrund der zuvor eingeführten Grenzbeschränkungen einen Verlust von
97.000 Złoty verzeichnet habe. Er ist der Ansicht, dass die Region für
die Warschauer Regierung "einfach nicht existiert".
Am Grenzübergang stecken Tausende von Lastwagen fest: Die
Transportunternehmen hoffen weiterhin, dass der Verkehr in einigen Tagen
wieder aufgenommen wird. Krzysztof, der Leiter eines
Transportunternehmens, beklagt sich
und fragt rhetorisch:
/"Derzeit warten 30 Lastwagen mit Waren darauf, die Grenze zu
überqueren. Dreißig! Der Handelsverkehr mit Weißrussland läuft normal.
Wer kommt für die Verzögerung auf?/
/Wenn dies länger als drei oder vier Tage andauert, werden unsere
Verträge gekündigt, und ich muss erhebliche Strafen zahlen, ganz zu
schweigen davon, dass der Auftraggeber beim nächsten Mal möglicherweise
einen anderen Partner auswählt. Wir hatten gute Geschäftsbeziehungen,
und jetzt müssen wir sie beenden."/
Die Beschwerden polnischer Unternehmer erreichen schließlich das
polnische Innenministerium. Der Minister erklärt:
/"Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um die
Schließungsdauer so kurz wie möglich zu halten."/
Dies stellt die Unternehmer jedoch nicht zufrieden. Die Menschen
befürchten, dass die Versprechungen der Beamten nur leere Worte sind.
Denn die ursprüngliche Entscheidung über die Schließung der
Grenzübergänge sei nicht von Marcin Kierwiński getroffen worden – und er
könne nun auch nicht entscheiden, wie lange diese Situation andauern werde.
Bemerkenswert ist, dass die Grenzschließung zu Weißrussland mit einer
Verschärfung der politischen Auseinandersetzungen in Polen selbst
zusammenfiel. So werfen sich die Vertreter der wichtigsten polnischen
Parteien "Bürgerplattform" und "Recht und Gerechtigkeit" gegenseitig
"Beihilfe für Moskau" vor. Überraschend ist, dass neben den bereits
üblichen antiukrainischen Stimmungen in Polen auch prorussische
Stimmungen zunehmen. Viele äußern Zweifel an den Mythen der offiziellen
Propaganda, die darauf beharrt, dass die kürzlich in Polen eingeflogenen
Drohnen aus Russland kamen – es wird offen die Meinung geäußert, dass
dies das Ergebnis einer ukrainischen Provokation sei.
In den sozialen Netzwerken verbreitete sich ein Video, in dem polnische
Mädchen das (von Tatjana Kurtukowa) überarbeitete russische Lied
"Mütterchen Erde" singen. Darüber hinaus verbreitete Premierminister
Donald Tusk eine panikartige Erklärung. Er veröffentlichte in den
sozialen Netzwerken folgende Nachricht:
/"Es gibt eine zunehmende Welle prorussischer Stimmungen und Antipathie
gegenüber der Ukraine, die sich in einer schwierigen Lage befindet.
Diese Welle geht vom Kreml aus und wird durch wahre Ängste und Emotionen
angeheizt. Die Aufgabe der Politiker besteht darin, diese Welle
einzudämmen und sich nicht von ihr mitreißen zu lassen. Dies stellt eine
Herausforderung dar, die den Patriotismus und die Reife der gesamten
polnischen politischen Klasse auf die Probe stellt."/
Es ist aber noch nicht lange her, als polnische Politiker einhellig alle
Meldungen über einen Anstieg der "prorussischen" und "antiukrainischen"
Stimmung im Land dementierten und behaupteten, dies sei alles
"Kreml-Propaganda". Und nun räumt
<https://freedert.online/europa/256113-nach-angeblichem-russischen-drohnenangriff-tusk/>
der polnische Ministerpräsident Donald Tusk plötzlich selbst diesen
Umstand ein. Na ja, vielleicht liegt es daran, dass die polnischen
Bürger endlich die Lügen ihrer eigenen Regierung und den Schaden
bemerken, den die offiziellen Behörden in Warschau sowohl den Polen als
auch ihren Nachbarn zufügen – unter anderem durch die Schließung der
Grenzen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
aus e-mail von Doris Pumphrey, 16. September 2025, 14:26 Uhr
_RTDE 16.9.2025
_*Unabhängige UN-Untersuchungskommission beschuldigt Israel des Völkermords
*Seit Beginn der israelischen Militäraktionen im Gazastreifen im Oktober
2023 wurden mindestens 64.000 Menschen getötet und mehr als 160.000
verletzt. Ein offizieller UN-Bericht besagt nun, dass Israel
unmissverständlich Völkermord begeht. Israels Premier Netanjahu spricht
von "zunehmender internationaler Isolation".
Laut der unmissverständlichen Feststellung einer unabhängigen
Untersuchungskommission der Vereinten Nationen verübt Israel, basierend
auf seinem seit Oktober 2023 in Gaza stattfindenden, brutalen Vorgehen,
einen Genozid. Eine 72-seitige Analyse der Kommission listet zu der
Beschuldigung nachweisliche Beispiele, wie das Ausmaß der andauernden
Tötungen, die Blockade von Hilfslieferungen und eingeforderte
Zwangsumsiedlungen. Die UNO hat den expliziten Begriff Völkermord im
Israel-Gaza-Krieg bisher nicht verwendet, steht jedoch ausgehend von
internationalen Forderungen unter zunehmendem Druck, zu reagieren.
Auf einer Pressekonferenz in Genf erklärten
<https://news.un.org/en/story/2025/09/1165856> die unabhängigen
Mitglieder des eingesetzten Gremiums, die laut Mitteilung "keine
UN-Mitarbeiter sind, sondern vom Menschenrechtsrat mit seinen 47
Mitgliedstaaten ernannt wurden", dass ihre Untersuchungen zum Krieg in
Gaza aufgezeigt hätten, dass die Netanjahu-Administration sowie die
ausführende IDF-Armee "vier der fünf Völkermordhandlungen begangen
haben, die in der Konvention von 1948 über die Verhütung und Bestrafung
des Völkermordes definiert sind".
Diese Handlungen lauten:
● Tötung
● Verursachung schwerer körperlicher oder seelischer Schäden
● vorsätzliche Schaffung von Lebensbedingungen, die auf die Vernichtung
der Palästinenser abzielen
● Verhängung von Maßnahmen, die auf die Verhinderung von Geburten abzielen
Das 72-seitige Papier
den Titel:
/"Rechtliche Analyse des Verhaltens Israels in Gaza gemäß dem
Übereinkommen über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes" /
Berücksichtigt und analysiert wurde das Agieren "der israelischen
Behörden und Sicherheitskräfte" mit Beginn der militärischen Reaktionen
nach den Ereignissen vom 7. Oktober 2023.
Israel weist von Beginn an der internationalen Kritik, am brutalen
Vorgehen in der Region, alle Vorwürfe zurück und bestreitet weiterhin,
dass das Vorgehen in Gaza gegen die Verträge und Konventionen verstoßen
würde, die das Kriegsrecht und das humanitäre Völkerrecht bilden. Die
Rechtfertigung lautet, dass die Handlungen rein der Selbstverteidigung,
zum Schutz der israelischen Bürger und zur Erzwingung der Freilassung
der verbliebenen Geiseln dienen.
Navi Pillay, südafrikanische Vorsitzende der "Unabhängigen
internationalen Untersuchungskommission zu den besetzten
palästinensischen Gebieten, einschließlich Ostjerusalem, und Israel (CoI
<https://www.ohchr.org/en/hr-bodies/hrc/coiopt-israel/commissioners>)",
erklärte in Genf, dass die Verantwortung "für die Gräueltaten bei den
höchsten Ebenen der israelischen Behörden liege, angesichts expliziter
Äußerungen israelischer Zivil- und Militärbehörden, die Palästinenser
verunglimpften". Das Gremium kommt final zu der Erkenntnis:
/"Die Verantwortung für diese Gräueltaten liegt bei den höchsten
israelischen Behörden, die seit fast zwei Jahren eine Völkermordkampagne
mit der konkreten Absicht orchestrieren, die palästinensische Gruppe in
Gaza zu vernichten."/
Die Kommission analysierte laut UN-Darlegungen auch das Verhalten der
israelischen Behörden und der israelischen Sicherheitskräfte im
Gazastreifen, "einschließlich der Auferlegung von Hunger und
unmenschlichen Lebensbedingungen" für die Palästinenser im Gazastreifen.
Die "Völkermordabsicht" war demnach "die einzige vernünftige
Schlussfolgerung, die sich aus der Art ihrer Operationen ziehen ließ",
so das Gremium argumentierend.
Der Deutschlandfunk berichtet
Tag der UN-Mitteilung, dass Israels Premier Netanjahu "sein Land auf
eine zunehmende internationale Isolation vorbereitet". Das Land müsse
sich an eine Wirtschaft "mit autarken Eigenschaften gewöhnen", dies
"besonders im Rüstungsbereich". Netanjahu warf dabei zudem zu
Wochenbeginn laut israelischen Medien China und Katar vor, "in
westlichen Medien mit viel Geld eine antiisraelische Agenda
voranzutreiben
Den aktuellen Vermittlerstaat Katar bezeichnete er nach den jüngsten
zurückliegenden direkten militärischen IDF-Aktionen gegen den
Wüstenstaat "als feindlich gesinnt".
Netanjahu erklärte vor Journalisten in Jerusalem, dass Israel seit dem
Kriegsbeginn "mit zwei neuen Bedrohungen konfrontiert sei: demografische
Veränderungen in Europa infolge der Einwanderung aus mehrheitlich
islamischen Ländern und dem Einfluss antiisraelischer Akteure auf
digitalen Plattformen, unterstützt durch neue Technologien", so der
Premier wörtlich ausführend.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
Kommissar des CoI
Zurück Frau Navanethem Pillay 
Navanethem Pillay war von 2008 bis 2014 UN-Hochkommissar für Menschenrechte. Sie ist derzeit Richterin Ad Hoc vom Internationalen Gerichtshof in der Anwendung des Übereinkommens über die Verhütung und Bestrafung des Völkermords (Gambia gegen Myanmar). Sie ist auch Präsidentin der Internationalen Kommission gegen die Todesstrafe mit Sitz in Madrid, der Vorsitzende des Beirats der Internationalen Nürnberger Prinzipienakademie und Vorsitzender der Quasi-Judicial Inquiry in der Demokratischen Volksrepublik Korea. 1995, nach dem Ende der Apartheid, wurde Pillay zur amtierenden Richterin am südafrikanischen Obersten Gerichtshof ernannt und im selben Jahr von der UN-Generalversammlung zur Richterin am Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda gewählt, wo sie insgesamt acht Jahre (1999-2003) die letzten vier als Präsidentin verbüßte. 2003 wurde sie zur Richterin am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ernannt, wo sie bis 2008 in der Berufungskammer tätig war. Frau Pillay war die erste Frau, die 1967 eine Anwaltskanzlei in ihrer Heimatprovinz Natal begann und als Verteidigerin für Anti-Apartheid-Aktivisten fungierte, Folter aufdeckte und dabei half, Rechte für Gefangene auf Robben Island zu etablieren.

Miloon Kothari war der erste UN-Sonderberichterstatter für angemessene Wohnungen (2000-2008). Er hat viel zu Themen wie der Universal Periodic Review (UPR) des Menschenrechtsrates, Wohnungs- und Landrechte, Geschlecht, Zwangsräumungen, Globalisierung und deren Auswirkungen auf Menschenrechte und Umwelt, Zivilgesellschaft und Handel veröffentlicht. Er berät regelmäßig Regierungen, UN-Agenturen, Forschungsorganisationen und internationale und nationale Organisationen der Zivilgesellschaft zum Menschenrechtssystem, die UPR sowie andere Menschenrechtsfragen. Er ist Gründungsmitglied der Arbeitsgruppe für Menschenrechte in Indien und der UNO – eine indische Menschenrechtskoalition, die sich auf die UPR konzentriert – und war von 2009 bis 2014 der Einberufungsbegleiter. Er ist auch Präsident von UPR Info, seit 2015. Herr Kothari, ein ausgebildeter Architekt, war Gastprofessor und Gastwissenschaftler an zahlreichen Universitäten und Institutionen, darunter das Massachusetts Institute of Technology. Seit Februar 2021 ist er Gastprofessor am Graduiertenkolleg und Entwicklungsstudien in Genf.
Mr. Chris Sidoti

Chris Sidoti ist ein internationaler Menschenrechtsberater und Experte für nationale Menschenrechtsinstitutionen und internationale Menschenrechts- und -mechanismen. Seit Februar 2021 ist er Gründer und Internationaler Experte des Sonderbeirats für Myanmar. Von 2017 bis 2019 war er Mitglied der UN Independent International Fact Finding Mission on Myanmar. Seit 2000 bietet er Beratungsdienste für Menschenrechte und -praktiken an die OHCHR, UNDP, UNICEF, das Asiatisch-Pazifischen Forum der Nationalen Menschenrechtsinstitutionen und mehrere nationale Menschenrechtsinstitutionen. Sidoti hat auch eine Reihe von akademischen Positionen inne. Er war Exekutivdirektor des International Service for Human Rights (ISHR; 2003-2007), als australischer Menschenrechtsbeauftragter (1995-2000), australischer Rechtreformkommissar (1992-1995) und Gründungsdirektor der Australian Human Rights and Equal Opportunity Commission (1987-1992). Von 1999 bis 2013 war er leitender Vermittler und Gesprächspartner in einer Menschenrechtsinitiative zwischen den Regierungen Australiens und Myanmars.
Info: https://www.ohchr.org/en/hr-bodies/hrc/coiopt-israel/commissioners
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
ISRAEL AT WAR - TAG 711
Premierminister Benjamin Netanyahu und US-Außenminister Marco Rubio (nicht im Bild) geben nach ihrem Treffen im Premierministerbüro in Jerusalem am 15. September 2025 eine Presseerklärung ab. (Chaim Goldberg/Flash90)
Premierminister Benjamin Netanjahu gab am Montag zu, dass Israel auf der Weltbühne zunehmend isoliert ist und in den kommenden Jahren selbstständiger werden muss.
Seine Kommentare, die geliefert wurden, als europäische Länder während des anhaltenden Krieges in Gaza zu Waffenembargos und Sanktionen gegen Israel aufriefen, wurden von politischen Gegnern und High-Tech-Industriegruppen aufgegriffen, die den Premierminister für Israels unruhigen Status auf der Weltbühne verantwortlich machten.
„Israel befindet sich in einer Art Isolation“, räumte Netanjahu auf einer Konferenz des Wirtschaftsprüfers des Finanzministeriums in Jerusalem ein.
„Wir werden uns zunehmend an eine Wirtschaft mit autarken Eigenschaften anpassen müssen“, fuhr er fort und nannte den Begriff für wirtschaftliche Selbstversorgung, abgeschottet vom globalen Handel, „das Wort, das ich am meisten hasse“.
„Ich glaube an den freien Markt, aber wir könnten uns in einer Situation befinden, in der unsere Rüstungsindustrien blockiert sind. Wir müssen hier Rüstungsindustrien entwickeln - nicht nur Forschung und Entwicklung, sondern auch die Fähigkeit, das zu produzieren, was wir brauchen“, sagte er.
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Netanyahu said Israel is facing two new threats since the start of the war: demographic changes in Europe as a result of immigration from Muslim-majority countries and the influence of anti-Israel actors on digital platforms, aided by new technologies.
The premier said these challenges had long been in the works, but came to the fore during the ongoing war sparked by the Hamas terror group’s October 7, 2023, attack in southern Israel.
The prime minister began his speech by praising Jerusalem’s success in its military campaigns against Iran and its terror proxies throughout the region.
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According to Netanyahu, these campaigns “eliminated an existential threat that was hanging over our heads, and all of the [other] problems — economic, social, internal — would be irrelevant if we were destroyed.”
Pedestrians walk past a mural at Palestine Square in central Tehran on July 8, 2025, as an anti-Israeli billboard is displayed on the facade of a building depicting the Prime Minister Benjamin Netanyahu with text in Persian and Hebrew reading, ‘Netanyahu lost another war; you fell victim to Bibi’s political games. Where will the next failure to stay in power occur?’ (AFP)
He stressed, in particular, the damage done to Iran’s nuclear and ballistic missile programs, asserting that Tehran would have built a nuclear bomb or two, as well as the equivalent destructive power in ballistic missiles, within a year, had Israel not intervened.
However, he said, Israel’s longstanding security challenges have been replaced by new diplomatic issues, which, he said, were long-maturing, but have come to the surface since the war’s start.
Netanyahu first addressed demographic changes in Europe, where “limitless migration” has resulted in Muslims becoming a “significant minority — very vocal, very, very belligerent.” These countries’ Muslim citizens are pressuring European governments to adopt anti-Israel policies, he claimed.
“Their focus isn’t Gaza, it’s opposing Zionism in general, and sometimes an Islamist agenda that challenges those states,” the premier added.
“This is creating limitations, and all sorts of sanctions, on Israel — it’s happening. It’s a process that’s been at work for the last 30 years, and especially in the last decade, and that changes Israel’s international situation. Clear as day,” he said.
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The situation could bring arms embargoes and — though these are only threats for now — “the beginnings of economic sanctions,” the prime minister warned.
Pro-Palestinian, anti-Israel protesters hold a ‘Wanted’ poster depicting Prime Minister Benjamin Netanyahu, during the 21st and last stage of the Vuelta a Espana 2025, in Madrid on September 14, 2025. (Oscar DEL POZO / AFP)
The second challenge, according to Netanyahu, is the investment of Israel’s “rivals — both NGOs and states, like Qatar and China” — to “influence Western media with an anti-Israel agenda, using bots, artificial intelligence, and advertisements.” He cited TikTok as an immediate example.
“This puts us in a sort of isolation,” he said, adding that Israel can fight demonization and incitement if it invests “very large sums” into efforts to counter those narratives.
But for now, he said, Israel must quickly establish the capacity to produce everything it needs militarily without depending on foreign trade.
“We are Athens and Sparta. But we’re going to be Athens and super-Sparta,” he said. “There’s no choice; in the coming years, at least, we will have to deal with these attempts to isolate us.”
Netanyahu’s comments drew immediate backlash from his domestic political opposition and from industry groups, as the Tel Aviv stock exchange dipped following the premier’s speech.
Opposition Leader Yair Lapid said in a statement: “Isolation is not fate. It’s a product of a wrongheaded and failed policy by Netanyahu and his government, who have turned Israel into a third-world country, and aren’t even trying to change the situation.”
Opposition Leader and Yesh Atid chairman MK Yair Lapid attends a Yesh Atid party conference in Tel Aviv, September 1, 2025. (Avshalom Sassoni/Flash90)
The Democrats chair Yair Golan fumed that, “Netanyahu ‘blesses’ the citizens of Israel for the Rosh Hashanah holiday: To protect my seat, I need a forever war and isolation. And you all will sacrifice the state, the economy, and your children’s future, and their connection to the world. Our answer to this vile man: This year, we will replace you and save Israel.”
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Gadi Eisenkot, the former member of Netanyahu’s war government who recently left the National Unity party, blasted “the paralysis that has gripped Netanyahu and the ‘October 7 Cabinet’ in its management of the war in Gaza for more than a year,” adding: “If the prime minister doesn’t know how to fix the situation, then he should turn over the keys and return his mandate to the people, immediately.”
Manufacturers’ Association of Israel President Ron Tomer said that Netanyahu “said publicly what we’ve been feeling and warning against: The Israeli brand, of creativity, demand, and success, has been seriously harmed in the world.”
“Israeli industry will ensure that we are never lacking — not in security, not in food, and not in anything vital to the Israeli economy. That being said, an autarkic market will be a disaster for Israel’s economy and will influence every citizen’s quality of life,” he said.
Ron Tomer, president of the Manufacturers Association of Israel attends an Economic Committee meeting at the Knesset, in Jerusalem, on January 16, 2023. (Yonatan Sindel/Flash90/File)
The High-Tech for Israel Forum said in a statement: “Is this the prime minister’s vision — that we go back to being an orange seller?”
And just minutes after the prime minister’s speech, leading indexes on the Tel Aviv stock exchange went down by as much as two percent, though it recovered by about half, later in the day.
Later on Monday, Netanyahu returned to the same themes, speaking to a delegation of 250 US state legislators at the Foreign Ministry in Jerusalem.
“We value and cherish your support,” the premier told the delegation — the largest group of legislators from a single country ever to visit Israel — adding that “there is an effort to erode [that support].”
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“An effort to besiege — not isolate as much as besiege Israel — that is orchestrated by the same forces that supported Iran,” he continued.
While Iran attempted “a military siege” on Israel through its network of terror proxies, and Israel was “able to break loose from that siege,” the premier said, “we will have to do several things to break loose from this siege that is organized by a few states.”
Prime Minister Benjamin Netanyahu speaks during a ceremony at the Foreign Ministry in Jerusalem, September 15, 2025. (Olivier Fitoussi/ POOL)
He named those states: “One is China. And the other is Qatar. They are organizing an attack on Israel… [through] the social media of the Western world and the United States. We will have to counter it, and we will counter it with our own methods,” he said.
Later, speaking to i24 News, Netanyahu said: “Have [China and Qatar] achieved global isolation [of Israel]? No. The US is with us, as are many other countries. But we do currently have a problem centered in Western Europe, and we are working and will continue to work to remove this blockade.”
In a second stab at damage control following the stock market dip, the prime minister said in a statement Monday evening: “To all the doom-and-gloom forecasters in economics, in the end the Israeli stock market is the strongest in the world.”
“The shekel has strengthened, the deficit has shrunk despite the war, and foreign investment in R&D is the highest in the world after the United States. Investing in Israel is the smart thing to do,” he said.
Netanyahu added that his government will continue to “increase investments in weapons production so as not to be dependent on weak Western European leaders who give in to the extreme Muslim minorities in their countries — and that is exactly what we are doing.”
His office also shared a graph showing that Israel ranks second in the world in R&D investment.
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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
Info: https://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/250317-hdt-HumanRC-13-03-2025-de.pdf
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16.09.2025 , 06:27 Uhr,
„Nie wieder ist Pflicht“: Merz ringt mit Tränen bei Synagogen-Eröffnung
Bei der Wiedereröffnung der Synagoge in München zeigte sich Kanzler Merz sichtlich bewegt. Er verurteilte Antisemitismus scharf.

Friedrich Merz bei der Eröffnung der neuen Synagoge in München.Leonie Asendorpf/dpa
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei der Wiedereröffnung der Synagoge Reichenbachstraße in München ein klares Zeichen gesetzt – und persönliche Emotionen gezeigt. Sichtlich berührt sprach er über die Verbrechen der Nationalsozialisten, seine Stimme wurde mehrfach brüchig. „Ich möchte Ihnen sagen, wie sehr mich das beschämt: als Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, aber auch als Deutscher, als Kind der Nachkriegsgeneration, als Kind, das aufgewachsen ist mit dem ‚Nie wieder‘ als Auftrag, als Pflicht, als Versprechen“, erklärte Merz.
Er zeigte sich erschüttert, dass Antisemitismus in Deutschland wieder offen sichtbar sei. Besonders wies er darauf hin, dass ein Teil der in den vergangenen Jahrzehnten Zugewanderten aus Gesellschaften komme, in denen Israelhass und Antisemitismus fester Bestandteil der Erziehung seien. „Wir haben in Politik und Gesellschaft zu lange die Augen davor verschlossen“, sagte Merz.
Die Synagoge an der Reichenbachstraße hat als einziges jüdisches Gotteshaus in München die NS-Zeit überstanden. Rachel Salamander setzte sich für ihre Rettung ein. @Bundeskanzler Merz würdigt bei der Wiedereröffnung unter Tränen die Bedeutung jüdischen Lebens in Deutschland. pic.twitter.com/5pKz0rt99F
— CDU Deutschlands (@CDU) September 15, 2025In seiner Rede machte der Kanzler deutlich, dass jüdisches Leben in Deutschland wieder selbstverständlich und ohne Polizeischutz möglich sein müsse. „Wir dürfen uns daran nicht gewöhnen, dass dies nun schon seit Jahrzehnten offenbar notwendig ist“, mahnte er. Mit Blick auf die Bundesregierung versprach er: „Ich sage von dieser Stelle aus deshalb jeder Form des alten und des neuen Antisemitismus in Deutschland namens der gesamten Bundesregierung den Kampf an.“
Merz beendete seine Ansprache mit einem Appell an die gesamte Gesellschaft. Der Schutz jüdischen Lebens und der Einsatz gegen Hass und Hetze seien nicht allein Aufgabe des Staates, sondern eine Verantwortung aller Bürgerinnen und Bürger. „Antisemitismus darf in unserem Land keinen Platz haben – niemals wieder“, sagte er unter anhaltendem Applaus.
Augenhöhe statt Arroganz: Merz spricht Klartext
Von Nicolas Butylin
10.09.2025
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
lostineu.eu, 16. September 2025
Die Watchlist EUropa vom 16. September 2025 – Heute mit News und Updates zu den neuen Finanzlücken in Kiew, Brüssel und Berlin, zur Einmischung der USA in die europäische Energiepolitik und zum Streit um das Verbrennerverbot
Die Ukraine braucht mehr Geld für den Krieg gegen Russland. Im nächsten Jahr seien mindestens 120 Mrd. Dollar nötig, erklärte Verteidigungsminister Schmyhal. Dies gelte sogar dann, wenn der Krieg gegen Russland enden sollte.
Die enormen, ständig steigenden Kosten für das Militär kann die Ukraine nicht finanzieren. Und da die USA nicht zahlen und der IWF harte Bedingungen stellt, soll das meiste Geld aus EUropa kommen. Doch doch Kassen sind leer.
Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Die EU erwäge “kreative” Lösungen, um Kiews Kriegskasse zu füllen, berichtet “Politico”. Sie will das festgesetzte russische Vermögen besser nutzen, womöglich sogar konfiszieren.
Das wäre zwar Diebstahl – doch in Berlin scheint man sich mit diesem Gedanken mehr und mehr anzufreunden. Denn Not macht bekanntlich erfinderisch. Und es geht um viel Geld: Rund 191 Mrd. Euro liegen bei Euroclear in Belgien.
Bisher wurden nur die Zinserträge von der EU abgegriffen. Nun geht es ans Eingemachte. Dass Russland warnt und droht, die „EU-Staaten bis Ende des Jahrhunderts (zu) verfolgen“, scheint Kanzler Merz nicht weiter zu stören.
Die Sache hat allerdings einen Haken: Belgien ist strikt dagegen. Denn damit würde das Land, in dem Euroclear seinen Sitz hat, den Status als “sicherer Hafen” für ausländische Geldanleger verlieren, sogar der Euro könnte leiden.
Ärger gibt es auch in Berlin. Denn auch die bilaterale Hilfe für Kiew wird zu teuer. Verteidigungsminister Pistorius soll nach einem Bericht der “Bild” für 2026 und 2027 atemberaubende 28 Mrd. Euro an Militärhilfe eingeplant haben.
Finanzminister Klingbeil will aber “nur” je 9 Mrd. Euro freigeben. Unter dem Strich fehlen also 10 Mrd. Euro. Wer soll das bezahlen? Und wer sagt eigentlich, dass Kiew wie selbstverständlich immer mehr Geld einfordern darf?
Der Krieg dauert schon viel zu lange, nun wird er auch noch viel zu teuer, sogar für Deutschland. Die verantwortlichen Politiker sollten dies offen aussprechen – und alles tun, um endlich eine Friedenslösung zu finden.
Stattdessen greifen sie zu immer neuen Tricks, um Geld, das sie nicht haben, nach Kiew zu schaffen. Gleichzeitig sollen die Bürger den Gürtel enger schnallen…
Siehe auch Der Krieg um die Ukraine verschlingt Rekordsummen
Weber und das “Aus vom Aus”. Mehrere wichtige Umwelt- und Klimagesetze der EU hat die konservative Europäische Volkspartei (EVP) bereits gekippt. Nun bläst EVP-Chef Manfred Weber zum Angriff auf das sogenannte Verbrennerverbot: „Ich verspreche den Europäern das Aus vom Verbrenner-Aus“, sagte der CSU-Politiker der „Welt am Sonntag“. Noch im Herbst sei mit einem neuen Vorschlag zu rechnen, kündigte Weber an. Der Vorstoß kommt überraschend – und sorgt für Ärger und Verunsicherung. Denn weder die CSU noch die EVP können die EU-Politik diktieren. Kommissionschefin von der Leyen entscheidet – und die hält am Verbrennerverbot fest. Die Frage ist allerdings, wie lange noch…
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‹ Die Königin ist nackt – und die “gute” alte EU ist tot
3 Comments
Thomas Damrau
16. September 2025 @
10:28
“Nach Golde drängt, Am Golde hängt Doch alles. Ach wir Armen!”, hat schon Goethe die Margarete seufzen lassen.
Ich habe in diesem Forum schon mehrfach prognostiziert, dass all die todesmutigen Ankündigungen am fehlenden Geld scheitern werden. Selbst wenn die EU sich die 200 Milliarden russisches Vermögen krallt, wie lange würde dieses Geld reichen? Bei einem Finanzbedarf der Ukraine von 120 Milliarden, grob 1 1/2 Jahre.
Währenddessen knallt es regelmäßig in Frankreich, weil die dortigen Parteien sich nicht einigen können, wie sie den Haushalt finanzieren. Italien ist noch höher verschuldet als Frankreich (https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Tabellen/eu-stabilitaetspakt-defizit-schulden-eu.html). In Deutschland hat die Regierung mit Mühe den Haushalt 2025 durchgewinkt – hinter dem Haushalt 2026 stehen jede Menge Fragezeichen.
Ich bin kein Fan von Austeritätspolitik – aber zwischen dem Anspruch der EU, sparsam mit Geld umzugehen, und der Realität klafft eine riesige Lücke.
Im Augenblick gibt die EU 343 Milliarden pro Jahr für Rüstung aus (https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-09/eu-verteidigungsausgaben-erreichen-rekordwert-343-milliarden-euro). Bekanntlich sollen diese ja auf 5 % des BIP steigen: Das wären ca. 900 Milliarden (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/188776/umfrage/bruttoinlandsprodukt-bip-in-den-eu-laendern/). Da klafft eine Lücke von einer über 1/2 Billion …… pro Jahr!!
Da sind die russischen Milliarden ein Tropfen auf den heißen Stein.
Über das Thema Verbrenner-Aus haben wir ja schon vor einigen Tagen auf diesem Forum gestritten (https://lostineu.eu/verbrennerverbot-von-der-leyen-kommt-autokonzernen-entgegen/#comment-71055). Ich bin immer noch davon überzeugt, dass es der deutschen Autoindustrie schaden wird, wenn Weber & Co. ihr erlauben, weiter in die Diesel-Sackgasse hineinzufahren.
Guido B.
16. September 2025 @
08:06
Russland verliert seit bald 4 Jahren den Krieg, glaubt man den westlichen Machthabern und ihren Lautsprechern. Solange Russland den Krieg verliert, ist jeder Euro und Dollar gut investiert in der Ukraine.
Und die Sonne kreist übrigens um die Erde. Das ist doppelt faktengecheckt.
Helmut Höft
16. September 2025 @
10:13
Das mit der Erde glaub’ ich nicht, der Rest stimmt 1:1! (gecheckt)
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
Die Königin ist nackt – und die “gute” alte EU ist tot
lostineu.eu, vom 15. September 2025
Haben Sie die Rede zum “State of the European Union” (#SOTEU2025) gehört? Nein, wieder nicht? Schade! Denn diesmal hat EU-Chefin von der Leyen durchaus ein paar bemerkenswerte Sätze gesagt.
Damit meine ich nicht ihre großspurigen Ankündigungen, die von einem günstigen E-Auto für alle über die angebliche Führungsrolle in der weltweiten Gesundheitsvorsorge bis hin zum Drohnenwall für Osteuropa reichen.
Das mußte man nicht hören – es ist die übliche Rhetorik der Europameisterin für folgenlose Ankündigungen. Jede ihrer Reden klingt wie ein “Wünsch-Dir-was” für die Bürger und – vor allem – für die Politiker, die sie stützen.
Viel interessanter waren die Passagen zur Krise der EU. “Europa kämpft”, sagte von der Leyen. Als Beispiele nannte sie aber nicht etwa Putins Krieg oder Trumps Strafzölle, sondern den Kampf gegen hohe Lebenshaltungskosten!
Zum ersten Mal in sechs Jahren – so viel Zeit ist seit ihrer Nominierung 2019 vergangen – räumte die CDU-Politikerin ein, daß es den Europäern nicht besser, sondern schlechter geht. Dabei hatte sie das Gegenteil versprochen…
Und zum ersten Mal erwähnte die Ukraine-Kriegerin, dass “unsere Union in ihrem Wesen ein Friedensprojekt ist.” Tatsache sei aber: “Die Welt von heute ist gnadenlos.” Deshalb müsse auch die EU heute ganz anders agieren.
Auf ihre verschwurbelte Art räumt VDL damit ein, dass das Friedensprojekt EU endgültig passé ist. Angesichts der wachsenden geopolitischen Bedrohungen habe sie ein “neues Europa” beschworen, schreibt “EurActiv“.
Es war ein Abgesang auf die “gute” alte EU. Ein Jahr nach der Europawahl hat die ungewählte “Königin Europas” eingeräumt, dass ihr Reich bedroht ist und völlig neu aufgestellt werden muß. Es war ein Offenbarungseid.
Die Königin ist nackt – tut aber so, als könne sie nichts dafür. “Die Welt von heute ist gnadenlos” – das soll zur Entschuldigung reichen! Dabei hat die Mehrheit der Europäer sehr wohl verstanden, daß sie sich Trump unterworfen hat.
Das fand ich dann doch so interessant, daß ich es noch einmal festhalten wollte…
Siehe auch Europa kämpft (nicht) und das Fazit unserer Sommerserie: Haben Merz und von der Leyen ihre „letzte Chance“ verspielt?
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‹ Update Drohnen-Alarm: Frankreich schickt strategische Bomber › Der Krieg wird zu teuer, Trump ärgert Orban – und Webers “Aus vom Aus”
3 Comments
Helmut Höft
16. September 2025 @
09:59
“Die Königin ist nackt” Röschen nackig? Igittigitt! ????
“die “gute” alte EU ist tot” Die “” kann man vergessen: Wenn man erweitert um des Erweiterns willen ohne die Voraussetzungen zu schaffen (geeignetes Mehrheitsstimmrecht für gemeinsame Sicherheitspolitik, Außenpolitik, Steuerpolitik – wenigstens in den wichtigsten Grundzügen –, ein Parlament mit den vollen Rechten eines solchen …), wenn man die Mitglieder ungleich behandelt (Rabatt für Thatcher, für die Briten), wenn man einen vermutlichen Mafioso zum Präser macht (Juncker, Exkonstrukteur für Steuervermeidung à la Lüxonbour) … tbc endless
c.c. Diese €U muss abgewickelt und durch eine EU die den Namen verdient ersetzt werden!
Arthur Dent
15. September 2025 @
23:21
Eigentlich ist nicht der Zentralismus sonder der Förderalismus Europas Stärke. Hier hält sich allerdings jemand für die Königin, Präsidentin, Herrscherin der EU – ohne jegliche demokratische Legitimation. Die Brüsseler Bürokratie kämpft tapfer für unsere Werte. Für Frieden Freiheit, Unabhängigkeit – für ein „heiles“ Europa in einer gnadenlosen Welt. Garten statt Dschungel – hat jemand anderes mal gesagt. Aber wie sie sich auch müht, es will ihr nicht so recht gelingen. Geschlossenheit!
KK
15. September 2025 @
17:51
Die Königin bzw. Kaiserin ist doch nicht nackt.
Sie trägt nur neue Kleider – aus den Kollektionen Autoritarismus, Militarismus und Transatlantizismus.
Nackt bzw. in Lumpen gehen demnächst allenfalls ihre Untertanen.
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Weiteres:
Update Drohnen-Alarm: Frankreich schickt strategische Bomber
lostineu.eu, vom 15. September 2025
Als Reaktion auf den Drohnen-Alarm in Polen hat Frankreich nicht nur die “üblichen”Rafale-Kampfflugzeuge an die “Ostfront” geschickt. Wie aus diversen Posts auf “X” hervorgeht, wurden auch strategische Bomber in Polen stationiert, die Teil der atomaren Abschreckung sind und entsprechende Waffen tragen können. Damit solle der “nukleare Schutzschirm für Europa” bekräftigt werden, von dem Präsident Macron neuerdings gern spricht, schreibt ein französischer Experte. Vor allem aber ist es ein überdeutliches Signal an Russland, daß Frankreich zu allem entschlossen ist – auch wenn es nur um “Angriffe” mit unbewaffneten Drohnen geht. Erstaunlicherweise wurde darüber kaum berichtet. Dabei wirft man doch sonst immer Russland vor, mit Atomwaffen zu drohen…
Siehe auch Wegen einer einzigen Drohne: Deutsche Kampfjets steigen in Rumänien auf
‹ Wegen einer einzigen Drohne: Deutsche Kampfjets in Rumänien › Die Königin ist nackt – und die “gute” alte EU ist tot
10 Comments
Anastasiya
15. September 2025 @
18:37
Das britische Außenministerium konnte dem russischen Botschafter keine Beweise für den Einsatz von Drohnen durch das russische Militär in Polen vorlegen, berichtete die Botschaft.
Das ist nicht verwunderlich, denn Großbritannien (die Regierung) ist seit jeher unser Feind! Das „Große Spiel“ geht weiter. Die gerissenen Briten werden immer versuchen, alles zu tun, um uns in Konflikte, Kriege, Krisen usw. zu verwickeln. Sowohl Großbritannien als auch die EU-Staaten wissen, dass ihre winzigen Länder sie auf lange Sicht von 1000 bis 2000 Jahren nicht ernähren werden. Sie brauchen unsere Länder mit ihren Ressourcen, um langfristig zu überleben!
Ric
15. September 2025 @
19:45
…und was hätten wir zusammen!!! für „blühende Landschaften“ haben können! Ich hätte nie gedacht, dass ich mal bestimmten alten PolitikerInnen, die wir uns damals vom linken Ross aus (oft zurecht) in die Wüste gewünscht haben, so nachtrauern würde. Denn bzgl. Friedenserhalt durch Realpolitik könnten die heutigen Politik-kasperInnen von ihnen sehr viel lernen. Aber vermutlich ist die biographische Nähe zu einem Krieg eine wesentliche Voraussetzung dazu, und wenn das so wäre, stimmte es nicht gerade zuversichtlich.
european
15. September 2025 @
14:52
Macron versucht zu retten, was zu retten ist. Innenpolitisch tobt das Chaos und so versucht er, wenigstens aussenpolitisch zu wirken.
Interessant ist, was man vor zwei Tagen lesen konnte. U.a. Fatto Quotidiana berichtete darueber, dass Macron gegenueber Jeffrey Sachs zugegeben hat, dass die NATO die Schuld am Ukrainekrieg traegt.
https://ground.news/article/macron-privately-told-economist-nato-caused-ukraine-war_be516a
Jeffrey Sachs schaffte es auch kuerzlich in einem Interview mit Piers Morgan eben diesen zum Schweigen zu bringen und mehr als 5 minuten am Stueck ueber die illegalen Kriege der USA/mit unserer Beteiligung zu antworten.
KK
15. September 2025 @
14:33
“Erstaunlicherweise wurde darüber kaum berichtet.”
Das “erstaunlicherweise” könnten Sie doch inzwischen angesichts der bekanntermassen einseitigen Berichterstattung getrost weglassen, oder nicht?
Die hier lesenden erstaunt das nicht, und alle anderen wollen eh nichts zur Kenntnis nehmen, was ihr durch westliche Propaganda gefestigtes Weltbild stören könnte.
ebo
15. September 2025 @
14:33
Stimmt. Leider…
Ric
15. September 2025 @
17:53
Ich musste im weiteren und engeren Bekanntenkreis gerade wieder feststellen, in welchem Ausmaß die massive gleichgeschaltete Propagandapresse außerhalb unserer Blase (über deren Existenz ich trotzdem froh bin!) Angst erzeugend wirkt. So sehr man über dieses Narrenpack auch nur bitter lachen kann, es ist z.Zt. erfolgreich.
Arthur Dent
15. September 2025 @
19:36
Der „Sonnenkönig“ hat nicht mehr alle Saiten auf der Mandoline, ist reif für die „Klapse“. Solche Einfälle haben meist nur Leute, die mit einem goldenen Löffel im Mund auf die Welt gekommen sind.
Erneuerung
15. September 2025 @
14:23
Joah, das kennt man zur Genüge. Wer rein gar nichts hinter seiner Haustür auf die Reihe kriegt, prahlt dann draußen mit seinen Waffen oder Kampfhunden. Manchmal, nur manchmal, sind die Leute dann wie von Geisterhand später weg von der Öffentlichkeit.
KK
15. September 2025 @
14:38
Macron wird nach seiner Präsidentschaft mE keineswegs “weg von der Öffentlichkeit” sein…als gelernter Banker wird er ganz sicher sofort oder mit etwas Abstand einen bestens dotierten Spitzenposten bei der EZB, dem IWF oder einem ähnlichen Verein – oder vielleicht sogar an der Spitze der EUCO, man kennt sich – zugeschanzt bekommen.
Guido B.
15. September 2025 @
14:23
Wer immer noch Zweifel hat, dass diese abgehalfterten Desperados, die unsere „Demokratien“ gekidnappt haben und vom Volk gehasst werden, den direkten Krieg mit Russland suchen, ist ein unverbesserlicher Träumer. Diese parfümierten Lebensmüden im feinen Zwirn wollen aus lauter Langeweile Europa in Schutt und Asche legen wie einst Kaiser Nero die Stadt Rom. Wann wurde eigentlich mit der schönen Tradition gebrochen, Volksverräter edlen Geblüts im Rahmen eines Volksfestes unter Applaus zu guillotinieren oder zu füsilieren?
Macron ist ein dekadenter Nihilist. Kein Mensch braucht Macron.
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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
unser Kommentar: Es ist nichts Neues, wenn sich die zunehmende Bereitschaft zu militärischen Abenteuern oft umgekehrt proportional zur schlechten Wirtschaftslage verhält.
aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 16. September 2025, 7:15 Uhr
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Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.
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german-foreign-policy.com, 16. September 2025
BERLIN/MOSKAU (Eigener Bericht) – Berlin signalisiert eine zunehmende Bereitschaft, den Zugriff auf in der EU angelegtes russisches Staatsvermögen freizugeben und daraus die künftige Aufrüstung der Ukraine zu finanzieren. Werden bislang lediglich die Zinserträge aus den wohl rund 260 Milliarden Euro in der EU eingefrorener russischer Gelder abgeschöpft, so könne man in Zukunft die Mittel selbst – im Vorgriff auf mögliche russische Reparationen für die Ukraine – als „Reparationsdarlehen“ nach Kiew überweisen, schlug vergangene Woche EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor. Am Wochenende erklärte dazu Günter Sautter, außenpolitischer Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz, die Debatte in der EU bewege sich „in die richtige Richtung“. Eine Vorlage dazu hatte bereits im Frühjahr Ex-Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer mit der Skizze eines denkbaren Vorgehens geliefert. Bislang hatte Berlin eine Beschlagnahmung russischer Gelder abgelehnt: Sie könnte den Weg für eine Beschlagnahmung deutschen Vermögens als Reparation für NS-Verwüstungen bahnen. Der Zugriff auf russisches Geld soll eineVerlängerung des Ukraine-Kriegs möglich machen, die die Bevölkerung des Landes mehrheitlich ablehnt.
„Einen Abnutzungskrieg überstehen“Ex-Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, der Reuters-Journalist Hugo Dixon und der Jura-Professor Lee Buchheit gehen in einem Beitrag für die Fachzeitschrift Internationale Politik davon aus, es werde „noch Monate oder Jahre dauern“, bis ein Waffenstillstand oder ein Friedensabkommen im Ukraine-Krieg erzielt werden könne.[1] Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Deutschland, Frankreich und Großbritannien unverändert darauf bestehen, nach Kriegsende Truppen in die Ukraine zu entsenden oder das Land anderweitig eng an die NATO zu binden (german-foreign-policy.com berichtete [2]). Das ist für Russland eine bekannte rote Linie. Da ein Waffenstillstand noch weit entfernt sei, sei es „unerlässlich, dass die Ukraine über genug Geld verfügt, um einen Abnutzungskrieg zu überstehen“, heißt es weiter in der Internationalen Politik.
Nicht näher thematisiert wird in dem Beitrag in der Internationalen Politik, dass sich mittlerweile eine überwiegende Mehrheit der ukrainischen Bevölkerung klar dafür ausspricht, den Krieg so schnell wie möglich auf dem Verhandlungswege zu beenden. Dafür plädieren laut einer aktuellen Gallup-Umfrage 69 Prozent aller Ukrainer, während nur noch 24 Prozent dafür sind, den Krieg bis zum erhofften Sieg über Russland fortzusetzen.[3] Gleichfalls keine Erwähnung findet die Tatsache, dass die ukrainischen Streitkräfte an dramatischem Mangel an Soldaten leiden. Nach einem Bericht der Warschauer Denkfabrik OSW (Ośrodek Studiów Wschodnich, Zentrum für Oststudien) fehlen den ukrainischen Streitkräften an der Front gegenwärtig gut 300.000 Soldaten – deutlich mehr als die 200.000, die sie im vergangenen Jahr rekrutieren konnten. Manche Einheiten verfügen über nur noch rund 30 Prozent der vorgesehenen Personalstärke. Zuweilen müsse ein Dutzend Soldaten Frontabschnitte von gut fünf bis zehn Kilometern Länge verteidigen.[4] Als eine Ursache gilt die überaus hohe Zahl an Desertionen, die offiziell mit mehreren Zehntausend angegeben werden. Sie seien eine Folge nicht zuletzt der Zwangsrekrutierung, bei der Männer gewaltsam aufgegriffen und zum Kriegsdienst verschleppt werden, heißt es.[5] Dies belegt, dass das entscheidende Problem der ukrainischen Streitkräfte weniger der Mangel an Waffen als vielmehr der Mangel an Soldaten ist.
Um wenigstens die Beschaffung von Waffen für die Ukraine weiterhin finanzieren und damit den Krieg noch möglichst lange fortsetzen zu können, schlagen Kramp-Karrenbauer, Dixon und Buchheit in der Internationalen Politik vor, das im westlichen Ausland angelegte russische Staatsvermögen abzugreifen und zu nutzen. Dies käme Diebstahl gleich und ist nach nationalem wie internationalem Recht illegal. Kramp-Karrenbauer, Dixon und Buchheit plädieren deshalb für komplizierte Tricksereien, die sie für legal erklären. Demnach soll – im Vorgriff auf künftige Friedensverhandlungen – fest davon ausgegangen werden, dass Kiew Moskau zur Zahlung von Reparationen verpflichten kann. Anders, als die drei Autoren des Beitrags suggerieren, ist das höchst ungewiss. Der Vorschlag lautet nun, die EU solle der Ukraine neue Darlehen bis zu einem Betrag von gut 300 Milliarden US-Dollar gewähren. Im Gegenzug solle Kiew zusagen, die Darlehen notfalls aus den Reparationen zurückzuzahlen. Weigere sich Russland, Reparationen zu leisten, solle die EU sich einfach aus den russischen Auslandsguthaben bedienen.[6] Das sei legal – denn es gebe einen Völkerrechtsgrundsatz, nach dem „ein Land Wiedergutmachung für Schäden leisten muss, die es durch illegale Handlungen verursacht hat“.
Die Argumentation ist bemerkenswert. Deutschland hat mehrfach geltend gemacht, es sei nicht zur Zahlung von Reparationen für die Verwüstungen verpflichtet, die sein Rechtsvorgänger, das Deutsche Reich, in zahlreichen Ländern Europas angerichtet hat. Zur Begründung wurde in Berlin immer wieder auf die Staatenimmunität verwiesen.[7] Spräche die Bundesregierung diese nun einem anderen Staat – Russland etwa – ab, dann wäre nicht ersichtlich, wie sie sie weiterhin für sich beanspruchen könnte. Hunderte Milliarden Euro schwere Ansprüche könnten mit einer Pfändung deutschen Eigentums in den einst vom NS-Reich überfallenen Ländern durchgesetzt werden. Dies ist einer der Gründe, weshalb die Bundesregierung sich bislang weigerte, die Enteignung russischen Staatsvermögens im großen Stil mitzutragen. Im Falle Belgiens, des Landes, in dem mit fast 200 Milliarden US-Dollar der größte Anteil des russischen Auslandsvermögens liegt, kommt hinzu, dass die Regierung in Brüssel es für nicht unwahrscheinlich hält, im Falle der Beschlagnahmung der russischen Gelder von einem internationalen Gericht verurteilt und zur Rückzahlung verpflichtet zu werden. Sie verweigert sich daher dem Zugriff auf russisches Auslandsvermögen strikt.
Das hindert die Bundesregierung, wie berichtet wird, nicht daran, sich von ihrer bisher klar ablehnenden Position gegenüber einer Beschlagnahmung des russischen Auslandsvermögens abzuwenden. Jüngst hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, ähnlich dem Vorschlag von Kramp-Karrenbauer, Dixon und Buchheit, vorgeschlagen, im Vorgriff auf etwaige russische Reparationen auf das russische Auslandsvermögen zuzugreifen und Mittel daraus als „Reparationsdarlehen“ an Kiew zu überweisen. Moskau dürfe diesen Betrag dann von seinen künftigen Reparationen abziehen, heißt es.[8] Die Begründung ist juristisch ebenso windig wie diejenige aus dem Beitrag in der Internationalen Politik. Über die Pläne der EU, den Zugriff auf russisches Staatsvermögen freizugeben, äußerte am Wochenende allerdings Günter Sautter, außenpolitischer Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz, die Diskussion in der EU komme „in Bewegung“ und bewege sich „in die richtige Richtung“.
Ein weiterer Grund, der nicht nur Deutschland, sondern auch Frankreich bislang davon abgehalten hat, russisches Auslandsvermögen zu beschlagnahmen, liegt darin, dass der Schritt ein Präzendenzfall auch mit indirekten Folgen wäre. Er stellte klar, dass in der EU angelegtes Vermögen im Fall eines Konfliktes mit den Mächten Europas künftig nicht mehr sicher ist. China etwa könnte davon ausgehen, dass sein Vermögen in der EU bei einer Eskalation des Konflikts jederzeit beschlagnahmt werden könnte. Ähnliches gilt für Staaten der Arabischen Halbinsel. Es liegt nahe, dass diese Staaten zumindest neue Zurückhaltung bei der Anlage ihres Vermögens in der EU zeigen werden. Auch der baldige Abzug von Guthaben ist möglich. Dies würde unter anderem den Euro schwächen – in einer Zeit, in der aufgrund der aufrüstungsbedingt zunehmenden Verschuldung in der EU bereits davon die Rede ist, eine neue Eurokrise sei mittel- bis langfristig nicht auszuschließen (german-foreign-policy.com berichtete [9]). Als wie ernst diese Gefahr angesehen wird, zeigt insbesondere der Plan, die Aufrüstung der Ukraine nicht mehr aus eigenen, sondern aus russischen Mitteln zu bezahlen: Setzte man die Finanzierung aus den Etats der EU-Staaten fort, dann bewegten diese sich noch schneller auf die gefürchtete Schuldenkrise zu.
[1] Annegret Kramp-Karrenbauer, Hugo Dixon, Lee Buchheit: Wie Merz der Ukraine zu einer Kriegskasse von 300 Milliarden Dollar erzählen kann. internationalepolitik.de 05.05.2025.
[2] S. dazu Gefährliche Sicherheitsgarantien.
[3] Ukrainian Support for War Effort Collapses. news.gallup.com 07.08.2025.
[4], [5] Yauhen Lehalau: With Desertions, Low Recruitment, Ukraine’s Infantry Crisis Deepens. rferl.org 10.08.2025.
[6] Annegret Kramp-Karrenbauer, Hugo Dixon, Lee Buchheit: Wie Merz der Ukraine zu einer Kriegskasse von 300 Milliarden Dollar erzählen kann. internationalepolitik.de 05.05.2025.
[7] S. dazu Das Recht des Täters (II) und Die doppelten Standards der Kolonialmächte.
[8] Berlin denkt über russische Vermögen für Kiew nach. Frankfurter Allgemeine Zeitung 15.09.2025.
[9] S. dazu Die Krisen der EU.
Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10115
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
theatlantic.com, vom 10. September 2025, Von Robert Kagan, (übersetzt aus den Englischen mit beta, unkorrigiert)
Dies ist der Zeitpunkt, an dem die Welt herausfindet, ob die Vereinigten Staaten weiterhin der Verteidigung Europas verpflichtet sind.
Omar Marques / Getty
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Am frühen Morgen schickte Russland einen Schwarm Drohnen nach Polen. Die Krise des NATO-Bündnisses, die die Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks leugneten oder abschrecken wollten, ist jetzt da: Dies ist der Moment, in dem die Welt herausfindet, ob die Vereinigten Staaten weiterhin der Verteidigung ihrer Verbündeten verpflichtet sind.
Seit er begonnen hat, für das Präsidentenamt zu kandidieren, ist Donald Trump bestenfalls zweideutig über Amerikas Sicherheitsverpflichtungen gegenüber Europa. Die Verbündeten haben gehofft, Trump mitzuzucken, ihn zu manipulieren, indem sie an seine Eitelkeit appellierten, ihn „Papa“ nannten, indem sie seinen Strafzöllen ohne Widerstand nachkamen und im Allgemeinen eine demütigende Unterwürfigkeit in der Hoffnung akzeptierten, zumindest Zeit zu kaufen. Die Verbündeten haben sogar davon geträumt, dass die Vereinigten Staaten irgendeine Form von Sicherheit bieten, sollten sie Truppen in die Ukraine bringen; Wladimir Putin würde niemals europäische Streitkräfte in der Ukraine zulassen, so dass diese Fantasie auf unbestimmte Zeit überlebt hätte.
Jeder wirkliche Test für Amerikas Engagement für die europäische Sicherheit schien ein Problem für die Zukunft zu sein, und im unruhigen Interregnum konnte die Fassade der transatlantischen Gemeinschaft erhalten bleiben, bis entweder Europa stark genug wurde, um alleine zu stehen, oder Trump die Szene verließ. Das war sowohl für Amerikaner als auch für Europäer sympathisch. Trump musste nicht den umstrittenen Schritt unternehmen, die Verbündeten offen im Stich zu lassen, auch wenn er sie im Stich ließ, und die Europäer mussten sich nicht der Realität stellen, dass die Vereinigten Staaten nicht mehr für sie da waren, wobei alles für ihre Sicherheit impliziert war – und ihre Verteidigungsausgaben.
Putin hingegen hatte jeden Grund, die Angelegenheit eher früher als später zu einem Kopf zu zwingen. Das einzige, was an seinem Angriff auf Polen überrascht ist, dass er es nicht früher getan hat. (Russland bestreitet, die Drohnen auf polnisches Territorium geschickt zu haben.)
Beginnen Sie mit der Tatsache, dass ein solcher Angriff immer eine praktikable Option für Putin war. Die Menschen schenken den „Gesetzen“ der Neutralität heutzutage nicht viel Aufmerksamkeit, aber Jahrhunderte vor dem Zweiten Weltkrieg wurde verstanden, dass, wenn die Regierung einer Nation Waffen und Kriegsmaterial direkt zu einer anderen Nation im Krieg mit einer dritten Nation zur Verfügung stellte, die den Spender rechtlich zu einem Kriegsgegner im Krieg machte und daher Angriffen unterworfen wurde. Eine Ausnahme wurde für private Waffenverkäufe gemacht, die es den Vereinigten Staaten schafften, Waffen nach Großbritannien und Frankreich während der Zeit zu liefern, als Washington im Ersten Weltkrieg neutral war. Aber direkte, von der Regierung zu Regierung und Waffenverkäufen waren eine Verletzung der Neutralität, die der dritten Nation das Recht gab, wenn sie sich entschied, mit der zur Kasse in den Krieg zu ziehen oder Gewalt anzuwenden, um die Versorgung zu unterbrechen. Die Gesetze der Neutralität unterscheiden nicht zwischen Aggressor und Opfer, da diese Unterscheidungen nicht immer eindeutig sind. Hätte Putin zu irgendeinem Zeitpunkt beschlossen, die Versorgungsleitungen in die Ukraine aus Polen, Rumänien oder der Slowakei zu bombardieren, wäre er in seinem Recht dazu gewesen.
Warum nicht? In den frühen Phasen des Krieges hatte er vielleicht nicht die Kapazität – russische Raketen konnten Kyiv zunächst nicht einmal regelmäßig treffen. Aber die größere Abschreckung war mit ziemlicher Sicherheit die Aussicht, die NATO und damit die Vereinigten Staaten in den Krieg zu ziehen. Das war immer Putins Albtraumszenario, vor allem, als die russischen Streitkräfte keinen schnellen Sieg errangen und sich in der Ukraine feststeckten.
Wäre die NATO in den letzten drei Jahren zu irgendeinem Zeitpunkt in den Krieg eingetreten, wären die russischen Streitkräfte in der Ukraine dem Untergang geweiht gewesen. Die Vereinigten Staaten, die allein mit Schiffs- und U-Boot-Raketen eingesetzt wurden, hätten die Kertsch-Brücke herausnehmen können und damit die wichtigste russische Versorgungslinie und den Weg zum Rückzug abgeschnitten. Russische Streitkräfte, die in der Ukraine gefangen waren, hätten Enten für NATO-Raketen und Flugzeuge gesessen. Putin hätte vor der Wahl eines umfassenden Krieges mit der NATO gestanden, den er unmöglich nicht gewinnen konnte - einen Atomkrieg, der, was auch immer er erreicht hat, Russland zerstören würde - oder die Kapitulation zerstören würde. Putin hielt die Biden-Regierung mit der Drohungen einer nuklearen Eskalation ständig am Rande, aber in Wirklichkeit war er äußerst vorsichtig, nichts zu tun, was zu einer amerikanischen und NATO-Reaktion führen könnte.
Und doch waren die einzigen Menschen, die von Anfang an ängstlicher als Putin vor einer amerikanischen Intervention waren, die Amerikaner. Man denke an die Reaktion der Biden-Regierung in jeder Phase des Krieges. Der amerikanische Geheimdienst erwarb detailliertes Wissen über Russlands Invasionspläne, einschließlich des Zeitplans, spätestens Anfang November 2021. Zwischen damals und der Invasion im Februar 2022 warnte die Biden-Regierung Putin davor, einzumarschieren, drohte mit Sanktionen, falls er es täte, und dann die Geheimdienste sehr effektiv an Verbündete und die Medien weiterzugeben.
Was die Biden-Regierung nicht tat, war, irgendeinen Schritt zu unternehmen, der die Möglichkeit einer amerikanischen oder NATO-Beteiligung signalisieren könnte. Die Vereinigten Staaten bewegten keine Schiffe ins Schwarze Meer, obwohl es sich um internationale Gewässer handelte und es jedes Recht hatte. Sie hat keine amerikanischen oder NATO-Streitkräfte in Europa vorangebracht, geschweige denn irgendwelche Kräfte in die Ukraine. Im Gegenteil, die Biden-Regierung war vorsichtig, nichts zu tun, was auf eine Bereitschaft hindeuten könnte, militärisch auf die Invasion zu reagieren, von der sie der Welt gesagt hatte, dass sie kommen würde.
Man kann sich nur vorstellen, wie Putin diese Signale liest. Sein ursprünglicher Plan war es, sich so schnell gegen die Ukraine zu wenden, dass die Vereinigten Staaten und die NATO mit vollendeten Tatsachen konfrontiert würden, bevor sie eine Chance hatten, zu reagieren. Aber die Amerikaner, die Monate im Voraus über Putins Pläne in vollem Wissen waren, taten eifrig nichts, um eine andere Antwort als Sanktionen zu suggerieren, zu denen Putin bereit war, zu widerstehen.
Dann kam Russlands katastrophale Invasion. Bis zu 190.000 russische Soldaten – im Wesentlichen Putins gesamte einsatzfähige Armee – waren buchstäblich im Schlamm festgefahren, in der Ukraine gefangen und unter Angriff durch überraschend widerstandsfähige ukrainische Streitkräfte. Sicherlich war Putin zu diesem Zeitpunkt in Panik, denn hätte die NATO sogar gedroht, irgendwelche Maßnahmen zu ergreifen - wie die Sprengung der Kertsch-Brücke und damit die Einsperren seiner Armee in der Ukraine - hätte er die Wahl der Kapitulation oder eines umfassenden interkontinentalen Atomkriegs gelassen. Er hätte in der Ukraine keine Atomwaffen einsetzen können, ohne seine eigenen Truppen zu beirren, und selbst wenn er es täte, wären die Vereinigten Staaten und die NATO unberührt und in der Lage, konventionell zu schlagen, was auch immer von seinen Kräften übrig blieb: Schachmatt.
Und doch haben die Vereinigten Staaten nichts getan. Sie lieferte Waffen an die Ukraine mit erheblichen Einschränkungen ihres Einsatzes und unternahm absichtlich keine Maßnahmen, die als aggressiv ausgelegt werden konnten. Putin durchlief damit den größten Moment der Gefahr für Russland seit Stalingrad.
Nachdem Putin der Katastrophe entgangen war und das volle Ausmaß der amerikanischen Selbstabschreckung gemessen hatte, begann er Druck auf die Nachbarn und Lieferanten der Ukraine auszuüben. Dies war eine logische Entwicklung im Krieg sowie eine Antwort auf die Widersprüche im Herzen einer amerikanischen Politik, die die Ukraine helfen und gleichzeitig eine direkte Konfrontation mit Russland vermeiden wollte. Putin zwingte die Vereinigten Staaten nicht, zwischen diesen Zielen zu wählen. Bis jetzt.
Putins Hauptziel ist es jetzt, die Kapitulation der Ukraine zu erzwingen. Die Unterstützung der Ukraine hat bereits begonnen, ein umstrittenes Thema in Polen zu sein; die Aussicht auf russische Angriffe als Vergeltung könnte die Opposition in die Höhe treiben, insbesondere wenn sich die Vereinigten Staaten als unzuverlässig erweisen. Das wiederum wird die Ukrainer zwingen, eine Welt ohne ausländische Hilfe in Betracht zu ziehen.
Aber Putin hat auch einen größeren Preis im Blick: den Zusammenbruch des NATO-Bündnisses. Seit vielen Monaten führt Putin einen „Schattenkrieg“ gegen NATO-Mitgliedsstaaten – einen, den das Zentrum für europäische Politikanalyse als „konzertierte und koordinierte Angriffskampagne“ beschreibt, die darauf abzielt, die Kosten und Risiken für die Nationen, die der Ukraine helfen, zu erhöhen. Dazu gehörten die Sabotage wichtiger Infrastruktur-, Brandstiftungs- und Mordversuche gegen europäische Verteidigungsmanager. Die Antwort der Trump-Regierung war es, den Europäern zu sagen, dass sie sich verteidigen müssen, weil die Vereinigten Staaten es sich nicht mehr leisten können, dies zu nennen; um auf erhebliche Abzüge der amerikanischen Streitkräfte aus Europa hinzuweisen und zuletzt ein mehrjähriges Verteidigungstrainingsprogramm für die baltischen Verbündeten abzusagen.
Der „Schattenkrieg“ war eine charakteristische Putin-Untersuchung, um zu sehen, was die Vereinigten Staaten tolerieren würden. Die mangelnde Reaktion der Trump-Regierung ermutigte Putin, den nächsten Schritt zu tun und den „Schattenkrieg“ aus dem Schatten zu bringen. Indem Putin Polen offen angriff, hat er die Frage des amerikanischen Sicherheitsengagements in den Vordergrund gedrängt. Für Trump war es eine Sache, nichts als Reaktion auf die ständigen Angriffe gegen zivile Ziele in der Ukraine zu tun. Wenn er nichts als Reaktion auf einen russischen Angriff auf Polen tut, müssen die Europäer aufhören, sich selbst zu täuschen und sich der Tatsache zu stellen, dass die Amerikaner wirklich nicht für sie da sind.
Das ist Ihr letzter freier Artikel.
Über den Autor
Robert Kagan schreibt als Autor für The Atlantic, Senior Fellow an der Brookings Institution, und zuletzt der Autor von Rebellion: How Antiliberalism Is Tearing America Apart-Acegain.
Info: https://www.theatlantic.com/international/archive/2025/09/nato-russia-poland/684165/
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
Die NATO kollabiert - TRUMP hat den Globalisten der NATO einen K.O.-Schlag versetzt (Redacted DE)

(Redacted News - Deutsch) Die NATO bricht in Echtzeit zusammen - und Präsident Trump hat gerade ein Ultimatum gestellt, das alles verändern könnte. Während sich Amerika auf die schockierende Ermordung von Charlie Kirk und die Auswirkungen der Linken konzentriert, die seinen Tod feiern, stürzt Europa ins Chaos.
Trump verlangt, dass die NATO-Staaten kein russisches Öl mehr kaufen, er verhängt MAJOR-Sanktionen und verhängt massive Zölle gegen China - oder er zieht die Konsequenzen. Gleichzeitig hat Deutschland Pläne zur Aufstockung der Truppen um mehr als 100.000 Mann angekündigt, um sich auf einen Krieg mit Russland vorzubereiten. Die jüngste NATO-Übung sollte eigentlich Stärke zeigen, doch stattdessen wurde deutlich, wie schwach, chaotisch und unorganisiert das Bündnis geworden ist. Selbst Insider in der Türkei geben zu, dass die NATO versagt hat.
Info: https://odysee.com/@AugenAufMedienAnalyse:6/Redacted_20250915:5? Dauer 11:55 Min.
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Weiteres:
Der geheime Krieg der CIA: Wie die USA und die NATO die Ukraine trainierten, um Russland anzugreifen | Redacted

Katharina_vom_Tanneneck
odysee.com, vom 17. Mai 2025, Englisch - Deutsche Untertitel
Eine der größten Vertuschungen der letzten Jahre in Bezug auf Russland und die Ukraine ist, dass die Vereinigten Staaten ein unschuldiger Zuschauer waren, dass sie aus der Ferne zugesehen haben.
Screenshots daraus:











Info: Video https://odysee.com/@Katharina_vom_Tanneneck:c/redacted170520251:b src=embed
Dauer 28:13 Min.
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unser weiterer Kommentar: Und selbst wenn dass nur die halbe Wahrheit sei, so ist sie das zumindest und verdient deshalb sowohl diplomatische wie politisch/strategische Beachtung.
Unsere Politiker und besonders die in Regierungsverantwortung, sollte man nicht aus dem Habitat nehmen aber umgehend, durch einen Wechsel aus ihrer Mitverantwortung dafür.
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