Musik gegen Feindbilder – Ein deutsch-russisches Friedensprojekt trotzt dem Zeitgeist – 22. Sept
aus e-mail von Helene+Ansgar Klein, 23. September 2025, 18:24 Uhr
Liebe Mitmenschen! - Doppel bitte entschuldigen -
Ein Projekt, das Hoffnung macht! -->> unten!
Friedliche Grüße!
Helene+Ansgar Klen
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"... von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem
vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk
... dieses Grundgesetz gegeben." aus der Präambel unseres Grundgesetzes
Art. 20 (4) GG: "Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu
beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere
Abhilfe nicht möglich ist."
"Meiner Meinung nach ist jeder ein Verräter an der Menschheit, der nicht
seine ganze Kraft dem Versuch widmet, weitere Kriege zu verhindern".
Christopher Morley (*1890, †1957)
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möge diese Mail per 'Antworten' (kommentarlos) zurücksenden.
-----Original-Nachricht-----
Betreff: Musik gegen Feindbilder – Ein deutsch-russisches Friedensprojekt
trotzt dem Zeitgeist – 22. Sept
Datum: 2025-09-23T17:30:17+0200
Von: "Pit Främke" <PeterFraemke@t-online.de>
An: "Pit Främke" <PeterFraemke@t-online.de>
Musik gegen Feindbilder – Ein deutsch-russisches
Friedensprojekt trotzt dem Zeitgeist – 22. Sept.2025
Leo ENSEL zeigt den WEG … und Pit Främke geht mit über [01 Ensel]
- Global-BDIDGE - wagt zu sagen, was die Großen verschweigen -
[https://globalbridge.ch/wp-content/uploads/2025/09/Konzert-in-Izmir.png]
70 internationale, junge Musiker geben in Izmir ein Konzert.
Musik gegen Feindbilder – Ein deutsch-russisches
Friedensprojekt trotzt dem Zeitgeist
22. September 2025 Von: Leo Ensel
<https://globalbridge.ch/author/leo-ensel/> in Allgemein
<https://globalbridge.ch/thema/allgemein/> , Geschichte
<https://globalbridge.ch/thema/geschichte/> , Politik
<https://globalbridge.ch/thema/politik/>
Vier Fragen stellen sich dieser Tage angesichts einer
neuen europäischen Sicherheitsarchitektur dringlicher denn je:
Was ist nachhaltiger – Vertrauen oder Panzer?
Was ist umweltfreundlicher – Vertrauen oder Panzer?
Was ist kostengünstiger – Vertrauen oder Panzer?
Und schließlich:
Was ist zivilisierter – Vertrauen oder Panzer?
Fragen, die angesichts der eskalierenden Rhetorik zwischen dem Westen
und Russland,
der milliardenschweren Aufrüstungspakete und eines Klimas des Misstrauens
beinahe antiquiert wirken.
Dabei liegt die Antwort, so zeigen es die Geschichtsbücher, längst auf dem
Tisch.
Vom Schlachtfeld zur Freundschaft
Über Jahrhunderte standen sich Frankreich und Deutschland erbittert
gegenüber –
von den Scharmützeln des Mittelalters, den deutsch-französischen Kriegen
bis zum
Ersten und Zweiten Weltkrieg. Jahrhundertelang wurden Feindbilder gepflegt.
Frankreich und Deutschland – das waren nicht nur Feinde, sondern
in gesteigerter Form sogar Erzfeinde.
Kein Krieg, der nicht Leid, Verwüstung und Ressentiments in beiden Ländern
hinterlassen hätte.
Und heute? Keine Panzer am Rhein, keine Raketenstellungen zur
Abschreckung.
Der Hass ist Freundschaft gewichen, die einstigen Feinde sind zu Nachbarn
und Partnern geworden.
Deutsche flanieren in Paris und genießen Croissants – ohne
Eroberungsfeldzug.
Franzosen erleben Berlin und seine Kultur – ohne Ressentiments. In Freiburg
im Breisgau
ist gar eine ehemalige französische Kaserne, einst Symbol militärischer
Präsenz,
in das Ökoviertel Vauban verwandelt worden – ein weltoffener
Modellstadtteil, benannt nach dem
Festungsbaumeister von Louis XIV.
Schwerter zu Pflugscharen: Hier wird es Realität!
Wie war das möglich? Die Antwort beginnt nicht in den Zentralen der
Macht, sondern im Mut Einzelner.
Noch während des Weltkrieges entwarf die französische Gymnasiallehrerin
Marthe-Marie Dortel-Claudot
die Vision einer Aussöhnung mit Deutschland. Sie überzeugte Bischöfe,
Wallfahrten der Versöhnung mit
Zehntausenden Teilnehmern zu organisieren.
Daraus erwuchs die katholische Friedensbewegung „Pax Christi“.
Jahrzehnte später griffen die Staatslenker auf, was diese mutige Frau
zuvor gesät hatte:
1963 unterzeichneten Charles de Gaulle und Konrad Adenauer den
Élysée-Vertrag –
den Grundstein für das Deutsch-Französische Jugendwerk. Millionen junger
Menschen
begegneten sich seither, tauschten Ferienlager gegen Klassenzimmer,
Vorurteile gegen echte Begegnungen.
Das Ergebnis:
Vertrauen statt Waffen, Dialog statt Drohgebärden.
Eine Sicherheitsarchitektur, die keiner Milliardenbudgets bedarf.
Russland – das fehlende Kapitel?
Warum also, so drängt sich die Frage auf, wird dieses Erfolgsmodell
nicht auf die Beziehungen zu Russland übertragen?
Warum beantwortet die Europäische Union Spannungen heute wieder
militärisch?
Warum klammert sich die Politik an alte Kategorien wie „Erzfeind“?
(Außenminister Wadephul nannte es nur wenig anders
.) –
Worte, die an das dunkelste Kapitel deutsch-französischer Feindschaft
erinnern?
Während ganze Staaten nun in den Ton der Aufrüstung einstimmen, gibt
es im äußersten
Südwesten Deutschlands eine leise, aber beharrliche Gegenstimme, die Mut
macht.
Jugendliche gegen den Strom – Musik für den Frieden
Die Initiative nennt sich „Musik für den Frieden – Мyзыка ради Mира“
<https://www.musik-fuer-den-frieden.de/> .
Es sind deutsche Jugendliche, die zusammen mit Jugendlichen aus Russland
sich den Gedanken an Mitmenschlichkeit,
an den friedlichen Umgang miteinander nicht austreiben lassen wollen.
Ihre Vision ist es, sich dem politischen Zeitgeist entgegenzustellen,
um einen Keim zu legen für eine friedliche Zukunft in Europa.
Vielleicht, so wünschen sie es sich, kann aus diesem Keim dereinst ein
deutsch-russisches Jugendwerk entstehen!
Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.
Dafür setzen sie sich ein. Seit 2018 begegnen sich Jugendliche aus
Freiburg und Umgebung und Jugendliche aus Twer in Russland.
Sie machen gemeinsam Musik, überwinden Sprachbarrieren und politische
Feindbilder.
Musik, diese universelle Sprache, spricht ihr Herz und Verstand an, stiftet
Freundschaft, wo Politik polarisiert und tiefe Gräben zieht.
Die Konzerte und Musikfilmproduktionen der Initiative zeigen der
Öffentlichkeit, dass Verständigung möglich ist.
Während viele Partnerschaften nach dem 24. Februar 2022 ihre Zusammenarbeit
einstellten, machte „Musik für den Frieden“ einfach weiter –
unabhängig von staatlichen Stellen, getragen von der Überzeugung, dass
Menschlichkeit und Musik verbinden.
So wurde aus einer kleinen Idee ein handfestes Projekt mit
internationalem Echo:
In diesem Herbst plant die Initiative wieder ihr „Internationales
Musik-Friedens-Camp“ in der Türkei.
Über 60 junge Menschen aus Russland und Deutschland treffen sich, zusammen
mit Jugendlichen aus der Türkei
und anderen Ländern, für eine gute Woche in Çeşme in einem weitläufigen
Resort.
Sie leben dort intensiv zusammen, teilen in Gesprächsrunden ihre
Hoffnungen, Wünsche und Pläne für eine friedliche Zukunft.
Die Jugendlichen proben engagiert viele Stunden am Tag, um dann ein
musikalisches und choreografisches Programm
auf die Bühne zu bringen. Dabei werden die Songs auf Russisch, Deutsch,
Englisch und Türkisch von allen in
wechselnden Besetzungen performt. Die meisten Songs sind selbst komponiert,
getextet und arrangiert.
Höhepunkt werden große Konzerte in Izmir und Bursa sein –
Friedensbotschaften, die direkt von Herz zu Herz transportiert werden.
Begleitet von Social-Media-Kanälen und einem eigenen YouTube-Auftritt
<https://www.youtube.com/@musikfurdenfrieden-m8333> , trägt sich die
Botschaft weit über die Konzertsäle hinaus.
Naivität oder Gegenmacht?
Ist das alles nicht naiv? Eine Handvoll Studenten gegen
Rüstungsbudgets in dreistelliger Milliardenhöhe?
Ein David gegen Goliath, dessen Schleuder kaum die Panzerketten erreichen
könnte?
Nein, meint der Regensburger Propagandaforscher Dr. Jonas Tögel. In
seinen Studien zur „Kognitiven Kriegsführung“
<https://westendverlag.de/Kognitive-Kriegsfuehrung/1634>
kommt er zu einem klaren Schluss:
Kein Krieg ist ohne die Zustimmung der Bevölkerung möglich. Manipulierte
Wahrnehmungen, gezielte Feindbilder und
dauerhafte Propaganda bereiten den Boden für Eskalation.
Historisch betrachtet sei die öffentliche Ablehnung von Krieg, der
wichtigste Schutzmechanismus vor bewaffneten Konflikten gewesen.
Die Jugendlichen in Çeşme immunisieren sich – bewusst oder unbewusst –
gegen diese Manipulationen, kriegstüchtig zu werden.
Indem sie einander begegnen, entziehen sie sich Feindbildern und pauschalem
Hass. Wer ein Gesicht, einen Freund,
eine gemeinsame Erinnerung aus dem anderen Land kennt –
das ist die subversive Kraft von Freundschaft und Liebe! –, schießt nicht.
Vom Keim zur Blaupause
Vielleicht werden ihre Konzerte keine Rüstungspläne stoppen.
Vielleicht aber sind diese Begegnungen jenes unscheinbare Samenkorn, aus
dem einst auch die deutsch-französische Freundschaft erwuchs.
Der Weg von den Schlachtfeldern zu Partnerschaften begann damals ebenso
leise – mit einer Pädagogin, die an Versöhnung glaubte.
Heute sind es Jugendliche mit Instrumenten in der Hand.
Sie werden so selbst zur lebendigen Antwort auf die eingangs
gestellten Fragen:
Vertrauen ist nachhaltiger. Vertrauen ist kostengünstiger. Vertrauen ist
umweltfreundlicher.
Und Vertrauen ist, ohne Zweifel, die zivilisiertere Form von Sicherheit.
PS:
Das Friedenscamp in der Türkei kostet viel Geld für Flüge, Unterkunft und
Verpflegung.
Wer möchte, kann das Projekt finanziell unterstützen. Spenden an den
Verein Musik für den Frieden e.V.
Sparkasse Markgräflerland
IBAN DE24 6835 1865 0108 7211 43
BIC SOLADES1MGL
Eine Spendenbescheinigung kann vom Verein MUSIK FÜR DEN FRIEDEN e.V.
ausgestellt werden.
Bitte Mail- oder Postadresse angeben.
Infos: www.musik-fuer-den-frieden.de
<https://www.musik-fuer-den-frieden.de>
Siehe zum Thema «Musik für den Frieden» auch hier
und hier
und hier
und hier
<https://globalbridge.ch/frieden-ist-moeglich-ein-deutsch-russisches-filmprojekt-in-der-tuerkei/>
und hier
<https://globalbridge.ch/das-samenkorn-legen-fuer-ein-zukuenftig-friedliches-zusammenleben-in-europa/>
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[03 Ensel][04 Ensel]
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.









