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03.11.2025

Nachricht ICAN zu Atomtests

aus e-mail von Karin Gerlich, 3. November 2025, 9:17 Uhr


Trumps Atomtest-Pläne gefährden globale Sicherheit


Veröffentlicht am 30. Oktober 2025


      PM: Trumps Atomtest-Pläne gefährden globale Sicherheit – ICAN:

      Atomtest-Wettlauf stoppen!


/Berlin, 30. Oktober 2025/ – Heute Morgen hat Donald Trump angekündigt,

dass die USA zum ersten Mal seit 1992 ihr Atomwaffentest-Programm

reaktivieren werden.


„Damit versucht Trump, Massenvernichtungswaffen direkt als politisches

Druckmittel einzusetzen. Das ist ein bedrohlicher Rückschritt in die

dunkelsten Zeiten des Kalten Krieges,“ erklärt Juliane Hauschulz,

Vorstand von ICAN Deutschland.


Zwischen 1945 und 1992 haben die USA über eintausend Atomtests

durchgeführt, viele davon oberirdisch. Mit fatalen Auswirkungen: Der

radioaktive Fallout hat sich nicht nur über das gesamte Gebiet der USA

und des Pazifiks, sondern weltweit ausgebreitet. Bis heute leiden

Menschen an Krebserkrankungen, die durch die kumulative Strahlendosis

verursacht wurden. Allein die von den Atomwaffenstaaten zwischen 1945

bis 1980 durchgeführten oberirdischen Nuklearwaffentests sind Studien

zufolge für etwa 2,4 Millionen Krebstote weltweit verantwortlich.


“Unsere globale Bewegung fordert deshalb: Es darf keinen neuen

Atomtest-Wettlauf geben!“, so Hauschulz.


In seiner Ankündigung bleibt der US-Präsident vage: Es ist unklar, ob

Trump das Testen von nuklearen Trägersystemen, Labortests oder gar

oberirdische Atomtests meint.


„Klar ist, dass Trumps neuester Atombefehl eine der fundamentalsten

Normen der internationalen Sicherheit untergräbt – das Tabu gegen

Atomwaffentests,” erklärt Juliane Hauschulz. “Damit stößt er einen neuen

Atomtest-Wettlauf an. Andere Atomwaffenstaaten wie Russland oder China

könnten nun dank Trump eigene Kernwaffenprogramme und Atomtests als

notwendige Reaktion legitimieren.“


Neue Kernwaffentests wären auch ein Schlag ins Gesicht aller

Überlebenden von nuklearer Gewalt. Die weltweit über 2000 durchgeführten

Atomtests fanden vor allem in ehemaligen Kolonien der Atomwaffenstaaten

statt. Ganze Landstriche wurden zerstört, verseucht und sind zum Teil

noch immer unbewohnbar. Die Betroffenen leiden bis heute unter den

Folgen und kämpfen für Anerkennung und Wiedergutmachung.


„Die Welt musste schon zu viel Leid durch nukleare Explosionen ertragen.

Diese Verbrechen zu wiederholen, wäre unentschuldbar,” so Hauschulz.


„Wir fordern deshalb Bundeskanzler Merz auf, darauf hinzuwirken, dass

die USA keine weiteren Atomwaffentests durchführen. Es ist im Sinne

unserer aller Sicherheit, dass niemals wieder eine Kernwaffe getestet

wird. Die Bundesregierung muss sich unbedingt für Deeskalation und gegen

einen Atomtest-Wettlauf einsetzen.“


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.11.2025

Michael Lüders - Einladung zur Buchvorstellung Drecksarbeit?! 4.11

aus e-mail von friedensglockengesellschaft@web.de,  3. November 2025, 7:33 Uhr


Sehr geehrte Damen und Herren,


wir möchten Sie herzlich zur Vorstellung des neuen Buches:


 


"Drecksarbeit? Israel, Amerika und der imperiale Größenwahn im Nahen Osten"


 


von Dr. Michael Lüders einladen.


 


Einlass 18.00 Uhr


Beginn 18.30 Uhr


 


Im Anschluss an die Veranstaltungen können Bücher erworben und signiert werden.


 


Wir freuen uns auf Sie im:


Willy-Brandt-Saal, Rathaus Berlin - Schöneberg

John-F.-Kennedy-Platz 1, 10825 Berlin

U-Bahn:  U4, Bus 104, M46, S-Bahn Innsbrucker Platz und weiter mit U4


 


Es ist eine Folgeveranstaltung am 08.Dez 2025 geplant, wie konkrete Hilfsmassnahmen aus Berlin koordiniert werden können.


 


Bitte leiten Sie die Einladung an Freunde und Bekannte weiter. Im Anhang finden Sie eine Vorlage für die Sozialen Medien.


 


Die Veranstaltung wird ausgerichtet vom BSW Landesverband Berlin und den BSW - Bezirken. Eine kostenlose Anmeldung kann durch eine einfache Rückmail an diese Adresse bsw-pankow@web.de <mailto:bsw-pankow@web.de>   erfolgen.


 


Wenn Sie keine weiteren Einladungen erhalten möchten, reicht eine kurze Rückmail. Wir nehmen Sie aus dem Verteiler. Ansonsten erhalten Sie zeitnah die nächste Einladung zur Matinee am Sonntag, mit Sevim Dagdelen und Gabriele Gysi am 09. November.


 


Im Hinblick auf einen erkenntnisreichen Abend


 


Ina Darmstädter


Vorsitzende BSW Bezirk Pankow

bsw-pankow@web.de

Tel. 0151 25131916


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.11.2025

George Beebe zur falschen Diagnose des Ukraine-Konflikts

aus e-mail von Doris Pumphrey, 3. November 2025, 11:49 Uhr


*George Beebe*ist Direktor des Bereichs „Grand Strategy“ am Quincy

Institute for Responsible Statecraft.

<https://responsiblestatecraft.org/> Er war mehr als zwei Jahrzehnte

lang als Geheimdienstanalyst, Diplomat und politischer Berater in der

Regierung tätig, unter anderem als Direktor der Russland-Abteilung der

CIA und als Berater für Russland-Angelegenheiten von Vizepräsident

Cheney. Er ist Autor des Buches „The Russia Trap: How Our Shadow War

with Russia Could Spiral into Nuclear Catastrophe” (2019).


Laut MSNBC vom 4. März 2022

<https://www.msnbc.com/opinion/msnbc-opinion/russia-s-ukraine-invasion-may-have-been-preventable-n1290831

erklärte George Beebe:

/"Die Wahl, vor der wir in der Ukraine standen – und ich nutze

absichtlich die Vergangenheitsform – war, ob Russland sein Veto zu einer

NATO-Beteiligung in der Ukraine am Verhandlungstisch oder auf dem

Schlachtfeld ausüben würde. Und wir entschieden uns, dafür zu sorgen,

dass das Veto auf dem Schlachtfeld ausgeübt wird, in der Hoffnung, dass

Putin sich entweder zurückhält oder der Militäreinsatz scheitert."/


Die Berliner Zeitung hat dankenswerterweise heute einen Text von George

Beebe übernommen, der am 27. Oktober in Englisch erschien unter dem Titel:

On Russia-Ukraine, the misdiagnosed patient is flatlining

All along we've been told this was about aggressive expansionism and

applied a strategy of deterrence. That was wrong.

<https://responsiblestatecraft.org/putin-willing-negotiate/>



Berliner Zeitung 3.11.2025

<https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/im-russland-ukraine-konflikt-liegt-der-falsch-diagnostizierte-patient-im-sterben-li.10003708>

Gastbeitrag


*Im Russland-Ukraine-Konflikt liegt der falsch diagnostizierte Patient

im Sterben

*/Von George Beebe


/Mit der Verhängung neuer US-Sanktionen gegen russische Ölproduzenten

und der Abweisung des russischen Gesandten Kirill Dmitriev durch

US-Finanzminister Scott Bessent, der ihn vor etwa einer Woche als

„Propagandisten“ bezeichnete, scheinen die Bemühungen der

Trump-Regierung, den Krieg in der Ukraine zu beenden, am seidenen Faden

zu hängen.


Ihr Erfolg oder Misserfolg hängt von einer einfachen Grundannahme ab:

Man muss ein Problem verstehen, um es lösen zu können. Leider hat der

Westen das Problem, dem er in der Ukraine gegenübersteht, seit mehr als

einem Jahrzehnt falsch diagnostiziert – mit zunehmend tragischen Folgen.

Und die Zeit, in der Präsident Trump diese Fehldiagnose – und die daraus

resultierende falsche Politik – noch korrigieren kann, läuft rasch ab.


Seit spätestens 2014, dem Jahr der Maidan-Revolution in der Ukraine und

Russlands anschließender Entscheidung, die Krim zu annektieren und

Separatisten im Donbass zu unterstützen, betrachten westliche

Außenpolitik-Vertreter Russlands militärische Handlungen gegen die

Ukraine als etwas, das Präsident Putin als frei gewählte,

„unprovozierte“ Ambition ansieht: den Wunsch, Land zu erobern und ein

Imperium wieder aufzubauen – ein Ausdruck autoritärer Impulse Russlands.


*Westen will Putins Kosten für Kriegsführung erhöhen


*Auf Grundlage dieser Diagnose konzentrierte man sich im Westen darauf,

Putins Kosten für die Kriegsführung zu erhöhen – indem man Russlands

Wirtschaft unter Druck setzte, seinem Militär hohe Verluste an Personal

und Ausrüstung zufügte und versuchte, Russland international zu

isolieren. Wenn Putin erkenne, dass sein Griff nach Macht und Prestige

nur Schwäche und Demütigung gebracht habe, so das Kalkül, werde er seine

Invasionsarmee zurückziehen oder sich auf ukrainische Bedingungen für

eine Einigung einlassen.


Diese Sichtweise prägte auch die westlichen Vorstellungen einer

Nachkriegsordnung. Sie bildet die Grundlage der Forderung, die Ukraine

müsse durch eine Nato-Garantie nach Artikel 5 oder eine europäische

„Sicherungstruppe“ auf ukrainischem Boden geschützt werden. Andernfalls,

so die Befürchtung, würde Russland nach einem Abkommen die Gelegenheit

nutzen, um sich zu erholen und erneut einzumarschieren, um seine

imperialistische Eroberung zu vollenden.


Je weniger dieses Vorgehen Früchte trug, desto stärker forderten seine

Befürworter, die wirtschaftlichen, militärischen und diplomatischen

Daumenschrauben gegenüber Moskau weiter anzuziehen. Daher die Rufe nach

verschärften Sanktionen gegen Russland und nach der Aufhebung der

Beschränkungen für Reichweite und Schlagkraft westlicher

Waffenlieferungen an die Ukraine. Daher auch der jüngste Vorschlag, der

Ukraine erneut eine angeblich „spielentscheidende“ Waffe zu liefern –

diesmal Tomahawk-Marschflugkörper –, in der Hoffnung, Putin werde

dadurch endlich zur Vernunft kommen.


*Ukrainekrieg: Problem einer Eskalationsspirale


*Dieses Rezept ist jedoch nicht wegen zu geringer Dosierung gescheitert.

Es ist gescheitert, weil die Hüter der westlichen Außenpolitik das

Problem, das sie zu lösen versuchen, grundlegend missverstanden haben.


Die russische Invasion in der Ukraine ist weniger ein Problem der

Abschreckung – also kein modernes Wiederaufleben des aggressiven

Expansionismus à la Nazi-Deutschland – als vielmehr ein Problem einer

Eskalationsspirale: eine klassische „Sicherheitsdilemma“-Situation, in

der beide Seiten Maßnahmen ergreifen, die sie als Schutz ansehen, die

aber von der Gegenseite als Bedrohung wahrgenommen werden. Das führt zu

einem Kreislauf von Aktion und Reaktion, in dem jede Seite überzeugt

ist, nur defensiv zu handeln – ähnlich wie vor dem Ersten Weltkrieg.


Mit anderen Worten: Putins Hauptgrund für den Einmarsch in die Ukraine

war nicht die Gier nach Territorium oder der Wunsch, ein verlorenes

Imperium wiederherzustellen. Wäre das sein Ziel gewesen, hätte er den

Donbass schon 2014 zusammen mit der Krim annektieren können – zu einem

Zeitpunkt, als die Ukraine militärisch noch weit schwächer war. Doch er

weigerte sich acht weitere Jahre, trotz heftiger Kritik russischer

Nationalisten und Separatisten im Donbass, weil er glaubte, dass der

Verbleib von Donezk und Luhansk innerhalb der Ukraine eine verlässliche

innere Opposition gegen einen Nato-Beitritt garantieren würde.


Putins Hauptmotivation für die Invasion war vielmehr die Überzeugung,

dass die USA und die Nato ihre sicherheitspolitische Präsenz in einer

zunehmend antirussischen Ukraine stetig ausbauten – Maßnahmen, die der

Westen als Abschreckung verstand, Russland aber als Provokation – und

die Ukraine in das verwandelten, was Russland als „unsinkbaren

Flugzeugträger“ betrachtete: eine Basis westlicher Militär- und

Geheimdienstoperationen gegen Moskau.


Vor der Invasion übergaben russische Beamte den USA und der

Nato-Vertragsentwürfe, in denen sie verlangten, dass die Allianz keine

weiteren Erweiterungen vornehmen und ihre militärischen Kräfte von den

russischen Grenzen zurückziehen solle. US- und europäische Vertreter

lehnten dies ab und hielten weiter daran fest, dass die Ukraine eines

Tages der Nato beitreten könne und dass Russland kein Vetorecht über

diese Entscheidung habe.


Auf die Frage, ob er auf Russlands Einwände gegen die Nato-Erweiterung

in der Ukraine eingehen werde, sagte Präsident Biden, er werde

„niemandes rote Linie“ anerkennen. Wenige Wochen später befahl Putin die

Invasion.


Wie wir das Grundproblem des Kriegs in der Ukraine diagnostizieren, ist

von enormer Bedeutung. Kompromisssuche ist tatsächlich kontraproduktiv,

wenn man es mit einem expansiven Schurkenstaat zu tun hat – denn solches

„Beschwichtigen“ signalisiert Schwäche und ermutigt nur zu weiterer

Aggression. Doch eine Verschärfung der Abschreckung verschlimmert ein

Sicherheitsdilemma-Problem – sie verbessert es nicht. Sie verstärkt auf

beiden Seiten die Überzeugung, einem unversöhnlich feindlichen Gegner

gegenüberzustehen, den man nur mit Gewalt stoppen könne, und treibt so

die Eskalationsspirale weiter an.


*Wie könnte ein Ausweg aussehen?


*Wenn der einzige Weg aus dieser Eskalationsspirale ein ausgehandelter

Kompromiss ist – wie könnte dieser aussehen?


Er würde nicht damit beginnen, um strittiges Territorium zu feilschen,

da dieses Thema nicht die Hauptursache des Krieges ist. Stattdessen

müsste er bei den grundlegenden Sicherheitsinteressen beider Seiten

ansetzen – so, dass keine von ihnen sich übermäßig bedroht fühlt. Der

Westen würde zusagen, die Ukraine nicht in die Nato aufzunehmen, keine

westlichen Kampftruppen nach einer Einigung in der Ukraine zu

stationieren und Kiew keine Langstrecken-Angriffswaffen zu liefern.


Im Gegenzug würde Russland den EU-Beitritt der Ukraine akzeptieren, das

Recht der Ukraine auf eine effektive Selbstverteidigung anerkennen und

zustimmen, dass Kiew Waffen, Ausbildung und logistische Unterstützung

vom Westen erhält.


Auch wenn die Details eines solchen Sicherheitsabkommens verhandelt und

verfeinert werden müssten, wäre ein solcher Kompromiss wahrscheinlich

bald erreichbar – sofern das Trump-Team ihn ernsthaft verfolgt. Putin

hat öffentlich erklärt, dass Russland den EU-Beitritt der Ukraine nicht

ablehne. Und beim Gipfel in Alaska sagte er: „Die Sicherheit der Ukraine

sollte ebenso gewährleistet werden wie die Russlands“ und „wir sind

bereit, daran zu arbeiten.“ Ukrainische Vertreter wiederum scheinen

zunehmend zu erkennen, dass eine Nato-Mitgliedschaft unrealistisch ist –

zumal die USA wiederholt gezeigt und erklärt haben, dass sie nicht für

die Ukraine in den Krieg ziehen werden – und dass garantierte

„Rückfall“-Sanktionen sowie westliche Militärhilfe das Beste sind,

worauf sie hoffen können.


Ein solches Rahmenabkommen würde den Krieg zwar nicht sofort beenden,

wäre aber ein bedeutender Fortschritt auf dem Weg zu einer umfassenden

Friedenslösung. Es würde die Einigung über Gebietsfragen,

Waffenstillstand und Friedenssicherung erheblich erleichtern. Und –

vielleicht am wichtigsten, angesichts des extremen Misstrauens zwischen

den Parteien – es würde zeigen, dass alle Beteiligten wirklich an einem

gegenseitig akzeptablen Kompromiss interessiert sind, anstatt ihre

Gegner zur Kapitulation zu zwingen.


Wenig überraschend lehnen die etablierten Meinungsmacher in Regierung

und Medien, die die US-Außenpolitik seit Jahrzehnten dominieren, jede

Art von Kompromiss mit Russland weiterhin ab. Doch gerade ihre

Sichtweise ist ein wesentlicher Grund dafür, dass dieser Konflikt

überhaupt entstanden ist.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.11.2025

Palästinakomitee-Stuttgart Infobl@tt — Oktober 2025

aus e-mail von Attia Rajab, 3. November 2025, 19:55 Uhr


Die vielen israelischen Waffenstillstandsbrüche im Gazastreifen zeigen,

dass der zionistische Kolonialstaat nicht an einem Ende des Krieges

interessiert ist. Bis 28. Oktober hat die israelische Armee mit Schüssen

und Bomben 226 Palästinenser, darunter 97 Kinder, getötet. Entgegen dem

Trump-Abkommen hält der Staat Israel den einzigen Personenübergang bei

Rafah geschlossen, so dass zehntausende Verwundete nicht zur Behandlung

ausreisen können. Die Versorgungsgüter, die die Sperranlagen passieren,

bleiben weit unter der vereinbarten Menge und werden von der

israelischen Seite ständig reduziert. Die Palästinenser sollten vor dem

rassistischen Staat Israel geschützt werden, dem der Trump-Plan

ermöglicht, seine Besatzung aufrecht zu erhalten. Anschuldigungen gegen

die palästinensische Seite, die auch in den deutschen Medien zu hören

sind, verkennen die Wirklichkeit völlig. Im Oktober-Infobl@tt des

Palästinakomitees erweisen wir der palästinensischen Bevölkerung, die

trotz jahrzehntelanger scharfer Unterdrückung durch den

siedlerkolonialen Staat Israel auf ihre Rechte besteht und dem Versuch

der ethnischen Säuberung im genozidalen israelischen Krieg widerstanden

hat, vor allem in den ersten beiden Artikeln über die Gefangenen

Anerkennung. Wichtig für das Verständnis der Situation im Gazastreifen

ist der Artikel über die Banden, die die israelische Besatzungsmacht

aufbaut und bewaffnet. Nicht nur Gaza und Westbank, sondern auch der

Südlibanon ist von der Aggression des Staates Israel extrem bedroht. Bei

einem weiteren Massaker, im Sudan, tragen die westlichen politischen

Kräfte eine wesentliche Mitverantwortung. Ihr enger Verbündeter, die

Vereinigten Arabischen Emirate, rüsten die Rapid Support Forces auf, die

in el-Fasher Tausende ermorden.

Gestohlene Leben: Jeder befreite Palästinenser trägt die Last des

Kampfes seines Volkes mit sich

Soumaya Ghannoushi middleeasteye.net, Übersetzung Pako

Article Image

Li: Ein aus dem israelischen Gefängnis entlassener Gefangerner wird in

Khan Yunis von Familienangehörigen begrüßt.

Re: Der palästinensische Fotojournalist Shadi Abu Sido

wird mit seiner Familie wiedervereint Doaa Albaz, activestills.org


Die Autorin stellt die Momente zusammen, als die palästinensischen

Gefangenen zu ihren Familien kamen, gezeichnet von den grausamen

Bedingungen in israelischen Gefängnissen. Sie sagt: Sie sind der

lebendige Ausdruck eines Kampfes, der älter ist als diese Besatzung –

ein Kampf, den jedes Volk teilt, das jemals einen Stiefel auf seinem

Nacken gespürt und sich zum Aufstand entschlossen hat. Sie tragen in

ihren zerrütteten Körpern das glühende Feuer, das in den Herzen derer

brennt, die gegen Apartheid, Kolonialismus und Diktatur kämpfen. Siehe

auch hier

<https://www.channel4.com/news/freed-palestinian-doctors-describe-torture-in-israeli-prison>.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/gestohlene-leben-jeder-befreite-palaestinenser-traegt-die-last-des-kampfes.pdf



Nader Sadaqa, palästinensischer jüdischer Gefangener von Israel freigelassen

palestinechronicle.com palestinechronicle.com, Übersetzung Pako

Article Image

Nader Sadaqa nach seiner Freilassung

  im Interview <https://www.youtube.com/watch?v=k7fcsOj9bSE> MEE


Nader Sadaqas Freilassung am 13. Oktober 2025 aus lebenslanger Haft im

Austausch gegen israelische Gefangene hat die Kombination von

Identitäten – Palästinenser, Jude und Widerstandskämpfer – auf die

internationale Bühne gebracht. Nader Sadaqa war führend im linken

politischen und militärischen palästinensischen Widerstand und

entsprechend gefürchtet von der israelischen Kolonial- und Besatzungsmacht.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/samariter-des-widerstands-okt-2025.pdf



Deutschlands Rolle im Sudan

Roman Deckert Rosa Luxemburg Stiftung

Article Image

Während die Rapid Support Forces (RSF) ein fürchterliches Massaker im

Sudan verüben, überzieht ein israelischer staatlicher arabisch-X-Account

die sudanesischen staatlichen militärischen Kräfte mit

Anti-Hamas-Propaganda. Bildschirmaufnahme MEE


Während des brutalen Massakers der Rapid Support Forces (RSF) im

sudanesischen el-Fasher werden die Rufe nach einem Embargo gegen die

Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und der mit ihnen verbundenen

Firmen lauter. Die VAE sind eine der RSF-Hauptunterstützer. Die VAE sind

übrigens auch ein arabischer Staat, der militärisch und wirtschaftlich

eng mit dem Staat Israel kooperiert. Wir verlinken hier jedoch zu einem

Artikel der Rosa-Luxemburg-Stiftung vom Juli 2025, der über die deutsche

Verstrickung in Sudan und die Unterstützung der VAE informiert.



Link zum Artikel

<https://www.rosalux.de/news?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=53678&tx_news_pi1%5Bnews_uid%5D=0&cHash=ed374cf034fc419c442fb23b7e66cec6



Denke daran, den 7. Oktober zu vergessen

Abdaljawad Omar mondoweiss.net, Übersetzung Pako

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Israelische Militäreinsätze, wie hier am 18. Juni 2025 in Nablus, sind

Alltag für Palästinenser:innen

Wahaj Bani Moufleh, activestills.org


Über den Umgang mit dem 7. Oktober 2023 sagen Palästinenser: "Zwei Jahre

später haben wir gelernt, daß unser Feind zerbrechlich ist, empfindlich

bis ins Mark. Auf der einen Seite unvorstellbar mächtig, auf der anderen

Seite seiner eigenen Beständigkeit unsicher. Die Gewalt, die ohne zu

zögern und ohne Reue ausgeübt wird, ist weniger Ausdruck von Gewissheit

als vielmehr von Angst. Es ist die Darstellung einer unhaltbaren

zionistischen Fantasie von totaler Herrschaft, die endlos verteidigt

werden muss, weil sie aus eigener Kraft nicht bestehen kann."



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/erinnere-dich-daran-den-7-oktober-zu-vergessen.pdf



„Vampir-Imperium“ – Israelische Soldaten und Verantwortliche für den Tod

von Hind Rajab entlarvt

Palestine Chronicle Palestine Chronicle, Übersetzung Pako

Article Image

Hind Rajab, im Hintergrund die israelischen Soldaten, die direkt am Mord

des kleinen Mädchens beteiligt waren. Collage von Palestine Chronicle


Die Kriegsverbrecher sind ermittelt. Die Sendung „What’s Hidden is

Greater” (Was verborgen ist, ist größer) des Fernsehsenders Al-Jazeera

hat die Identität der israelischen Soldaten öffentlich gemacht, die an

der Tötung der sechsjährigen Palästinenserin Hind Rajab beteiligt waren.

Hinds Tod wurde zu einem der eindringlichsten Symbole für den

Völkermordkrieg des Staates Israel gegen Gaza. Die Hind Rajab-Foundation

hat eine umfassende Klage gegen die Mörder eingereicht.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/hind-rajabs-moerder-entlavt.pdf



Von Oslo bis Offshore – Politische „Normalisierung“ im östlichen

Mittelmeer mithilfe der Ausbeutung der Energieressource

Hicham Safieddine merip.org, Übersetzung Pako

Article Image

Die Bohrinsel im Erdgasfeld Noa, ganz in der Nähe des Gazastreifens.

wikicommons


Als die erste Regierung von US-Präsident Donald Trump im Januar 2020

ihren Plan „Peace to Prosperity“ (Frieden für Wohlstand) vorstellte,

versprach das Hochglanzdokument den Palästinensern einen Anteil am

regionalen Wachstum. Das Middle East Research and Information Project

analysiert die Ausbeutung der Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer.

Unter dem Druck der USA wurde daraus ein System der Abhängigkeiten, auf

Kosten der Palästinenser und auf Kosten der klimafreundlichen Energie.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/von-oslo-bis-offshore.pdf



Ein Krieg gegen den Wiederaufbau: Die israelische Frontlinie im Südlibanon

Dario Sabaghi newarab.com, Übersetzung Pako

Article Image

Der Südlibanon - ein Opfer ständiger Übergriffe des israelischen

Militärs. Collage The New Arab


Unter dem Vorwand, dass die Hisbollah versuche, ihre Streitkräfte wieder

aufzubauen, unternimmt der Staat Israel eine Militäraktion im Südlibanon

und zwar in einer Weise, die Wiederaufbau des schwer zerstörten

Südlibanon und die Rückkehr der Geflüchteten so gut wie unmöglich machen

- ein klarer Verstoß gegen das Waffenstillstandsabkommen. Ziel ist

vermutlich, eine Einflusszone für die USA und den Staat Israel zu

schaffen. Den Widerstand der Bevölkerung bricht dieses Vorgehen nicht.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/neuer-krieg-in-libanon-okt-2025.pdf



Das militärisch-industrielle Rückgrat der Normalisierung

Tariq Dana merip.org, Übersetzung Pako

Article Image

Unterzeichnung eines Vertrags der Abrahamabkommen mit den Vereinigten

Arabischen Emiraten. wikicommons


Der Staat Israel hat sich durch jahrzehntelange Besatzung und Krieg

weltweit einen Ruf für seine Expertise im Bereich bewaffneter Drohnen

und KI-gesteuerter Systeme erworben. Entsprechend dieser Bilanz ist die

Zerstörung des Gazastreifens der erste KI-unterstützte Völkermord in der

Geschichte. Der Artikel untersucht die Abraham-Verträge des Staates

Israel und arabischer Länder. Hier geht es v.a. um Waffenkäufe, Erwerb

von Überwachungstechnologie sowie Kooperation bei der Unterdrückung.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/militaerindustrie-abrahamabkommen-merip.pdf



Waffen, Kriegsherren und Ödland: Die israelische Strategie für den

Gazastreifen nach dem Krieg


Muhammad Shehada newarab.com, Übersetzung Pako

Article Image

Das israelische Militär untergräbt nach wie vor die Versorgung und den

Wiederaufbau im Gazastreifen. Dafür haben sie auch Banden aufgebaut und

bewaffnet. Collage newarab.com


Der Staat Israel hat mehrere Banden im Gazastreifen aufgebaut und

bewaffnet. Das israelische Militär schützt diese Banden in dem Gebiet,

das sie kontrollieren (58%) und das vollständig entvölkert ist. Für den

Staat Israel plündern diese Banden Hilfskonvois, stiften Chaos und

betreiben Lager im Süden, in die der Staat Israel die Bevölkerung

drängen will. Die Banden sind bei der Bevölkerung verhasst, sie stützen

sich allein auf die Waffen der israelischen Besatzung.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/waffen-warlords-oedland-okt-2025.pdf



Wie ein schottisches Schifffahrtsmuseum in Israels 3D-Propagandavideos

landete

Oren Zwi 972mag.com,

Übersetzung für Pako A. Riesch

Article Image

Schottisches Museum (li), rechts der im Video

verwendete Teil Bilschirmaufnahmen


Eine Untersuchung von +972 Magazine und Local Call mit dem

Forschungskollektiv Viewfinder, dem Schweizer Netzwerk SRF und dem

schottischen Medium The Ferret analysierte 43 Animationen, die seit dem

7. Oktober von der israelischen Armee produziert wurden, und stellte

fest, dass vieles nicht aus Geheiminformationen stammt, sondern Mittel

zur Animation sind. Eine Animation wurde z. B. verwendet, um die

Bombardierung des Al-Shifa-Krankenhaus zu rechtfertigen. Die angebliche

Hamas-Kommandozentrale wurde dort nie gefunden.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/wie-ein-schottisches-museum-in-israels-propagandavideo-landete.pdf



Der Widerstand gegen einen Genozid ist nicht kriminell –

Solidaritätsaktionen mit den Ulm5

Pako Pako

Article Image

Protest vor dem Amtsgericht Pako


Am 16., 27. und 29. Oktober 2025, haben wir vom Palästinakomitee uns mit

vielen anderen vor dem Amtsgericht Stuttgart versammelt, um Solidarität

mit den Ulm5 bei 3 Anhörungen zu zeigen. Fünf Genoss:innen sind seit 08.

September 2025 in verschiedenen Haftanstalten in Stuttgart und

Baden-Württemberg gefangen. Der Vorwurf: Eine Attacke auf die

Niederlassung der israelischen Waffenfirma Elbit in Ulm. Elbit beliefert

die israelische Armee zu 80% mit Waffen. Die Unterstützung des

Völkermordes ist kriminell und nicht der Versuch, ihn zu stoppen.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/bericht-wegen-anhoerungen-gesamt-zwei-wochen.pdf



Als die Bomben schwiegen: Israels verborgener Krieg gegen Gazas Land,

Luft und Wasser

Yasmin Abu Shammala qudsnen.co, Übersetzung für Pako,

G. Merz

Article Image

Gaza-Stadt, 6. Oktober 2025 Yousef Zaanoun, activestills.org


"Gaza, früher ein Land mit Oliven und Erdbeeren, liegt jetzt in Asche.

Die Luft stinkt unter dem Dunst von brennendem Plastik und giftiger

Luft, der Boden glüht von Metall, das nicht explodiert ist und die See

ist verdreckt. Nach zwei Jahren mit unaufhörlichem israelischem

Bombardement ist Gaza nicht nur ‚ein wenig verwundet‘; es ist vergiftet.

Was sich hier verbreitet, ist nicht nur eine humanitäre Katastrophe, es

ist ein Umwelt-Genozid."



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/als-die-bomben-schwiegen-okt-2025.pdf



Trotz Waffenstillstand drohen den Palästinensern weiterhin

„Eliminierung, Völkermord“

Ilan Pappe democracynow.org, Übersetzung Pako

Article Image

/Israel on the Brink/, von Ilan Pappé:

penguinrandomhouse.ca

<https://www.penguinrandomhouse.ca/books/773897/israel-on-the-brink-by-ilan-pappe/9780807018798>


penguinrandomhouse.ca

MEE/Faiz Abu Rmeleh


Trotz des neu vereinbarten Waffenstillstands im Gazastreifen, so Ilan

Pappé, hätten die politischen Führer Israels ihr politisches Ziel, die

Palästinenser aus ihrem noch vorhandenen Gebiet ethnisch zu säubern,

nicht geändert. „An der Entmenschlichung und der Haltung dieser

israelischen Regierung und ihrer Überzeugung, dass sie die Macht hat,

Palästina als Nation, als Volk und als Land auszulöschen, hat sich

nichts geändert“. Die Verpflichtung von Politikern und Diplomaten

bestehe jetzt darin, die Palästinenser vor diesen Absichten zu schützen.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/ilan-pappe-trotz-des-waffenstillstands-okt-2025.pdf



Palästina in der BRICS-Gruppe: Die zweite Welle der Entkolonialisierung

Ranjan Solomon middleeastmonitor.com, Übersetzung für Pako A. Riesch

Article Image

Der indonesische Präsident Sukarno während seiner Eröffnungsrede im

Gedung Merdeka, Bandung-Konferenz, 18. April 1955, Indonesien

/Asian-African Conference Bulletin/, no. 4


Palästina hat einen Beitrittsantrag zur BRICS-Gruppe gestellt. Ranjan

Solomon dazu: "Der Beitritt Palästinas zur BRICS-Gruppe wird die

Vollendung eines Kreises darstellen, der 1955 in Bandung begann, als die

Staats- und Regierungschefs Asiens und Afrikas erklärten, das Zeitalter

des Kolonialismus sei vorbei. War Bandung die erste große Bekundung

der Blockfreiheit, dann wird der Beitritt Palästinas zur BRICS-Gruppe

die Erklärung einer neuen Ära sein: Dekolonisierung in der Praxis..."



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/palaestina-un-der-brics-gruppe.pdf



Kriegsführung über die Narrative: Einblicke in Israels Kampf um Einfluss

in den sozialen Medien

Nadda Osman newarab.com, Übersetzung Pako

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Bildschirmaufnahmen Instagram


Die israelische Regierung versucht verstärkt, die Darstellung des

Staates in den sozialen Medien zu beeinflussen. Auch im Bereich KI gehen

die Eingriffe weit. Jetzt wurde bekannt, daß die israelische Regierung

eine Firma Clock Tower X beauftragt hat, Inhalte für die Zielgruppe

Generation Z zu produzieren und ChatGPT zu trainieren, eine positivere

Haltung gegenüber dem Staat Israel einzunehmen. Clock Tower soll auch

durch Training die Art und Weise beeinflussen, wie künstliche

Intelligenzsysteme Themen mit großen Datensätzen darstellen.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/israels-einfluss-in-den-sozialen-medien.pdf



Zwei Jahre lang hat Gaza Völkermord ertragen - der Staat Israel verlor

jegliches Ansehen in der Welt

Adnan Hmidan middleeasteye.net, Übersetzung Pako

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4. Okt. 2025, Montreal, Kanada: Demonstration gegen

den Völkermord in Palästina Haidi Motola, activestills.org


Trotz aller Zerstörung endete der israelische Krieg nicht mit einem

Sieg, sondern mit der Bloßstellung eines Staates, der militärisch,

politisch, wirtschaftlich und moralisch versagt hat. Der Staat Israel

hat seine Ziele verfehlt und jegliches internationale Ansehen verloren.

Dagegen hat die Bevölkerung von Gaza mit ihrer Standhaftigkeit und ihrem

Durchhaltevermögen wieder einmal bewiesen, dass Kolonialmächte trotz

aller militärischer Überlegenheit auf lange Sicht nicht gewinnen können.



Link zum Artikel

<https://senderfreiespalaestina.de/infoblatt-pdfs/zwei-jahre-genozid-israel-verlor-die-welt.pdf



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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.11.2025

Eindrücke aus Nah-Ost: Interview Jan van Aken, Parteivorsitzender Die Linke

deutschlandfunk.de,  01. November 2025, 07:15 Uhr, Müller, Dirk 


Audio herunterladen https://download.deutschlandfunk.de/file/dradio/2025/11/01/eindruecke_aus_nah_ost_interview_jan_van_aken_dlf_20251101_0715_d21af7d4.mp3



Info: https://www.deutschlandfunk.de/eindruecke-aus-nah-ost-interview-jan-van-aken-parteivorsitzender-die-linke-100.html


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03.11.2025

hörtipp: ilko-sascha kowalczuk

aus e-mail von Michael Ebeling, 3. November 2025, 16:15 Uhr


hallo leute,


wen's interessiert - eine aus meiner sicht sehr hörenswerte rede des

bürgerrechtlers und historikers ilko-sascha kowalczuk im rahmen der

feierlichkeiten "35 jahre thüringer landtag". engagierte knappe 25

minuten lang:


https://www.deutschlandfunk.de/ddr-regime-war-erziehung-zum-hass-festrede-zu-35-jahre-thueringer-landtag-100.html


kann man übrigens auch nachlesen


https://www.thueringer-landtag.de/fileadmin/user_upload/Kowalczuk_Festrede_35_Jahre_Thueringer_Landtag.pdf


oder direkt anschauen (ab ca. 1h03'):


https://live.thltcloud.de/Veranstaltung/Feierstunde_am_25_10_2025


schade: nicht dokumentiert auf dem letztverlinkten video sind die

reaktionen der afd'ler während der rede.



-michael.


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03.11.2025

Bericht | Halloween in Russland


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globalbridge.ch, 31. Oktober 2025 Von: in Allgemein, Geschichte, Medienkritik, Wirtschaft

(Red.) Während auch in der Schweiz aktiv der Russenhass betrieben und gefördert wird – das Schweizer Radio zum Beispiel mit einem Tagesgespräch mit der deutschen Russenhasserin Katja Gloger, die NZZ mit einem weiteren Gastbeitrag von Andrew Chakhoyan oder die Universität Zürich mit einem Vortrag des Putinhassers Andrey Illarionov, um nur drei Beispiele zu erwähnen – versucht Globalbridge als der Unabhängigkeit und der Ehrlichkeit verpflichtetes Medium sowohl auf kulturelle Gemeinsamkeiten als auch auf kulturelle Unterschiede zwischen uns Westlern und Russland hinzuweisen. Unser Vertrauensmann in Russland, Stefano di Lorenzo, hat als Beispiel den Umgang mit Halloween genauer angeschaut. (cm)

Halloween mag vielen als Triviales und Infantiles erscheinen. Aber als kultureller Import und Symbol der von Amerika vorangetriebenen Globalisierung kann Halloween auch ein paar interessante Dinge über eine Gesellschaft erzählen. In der kollektiven Vorstellung ist Halloween ein unverkennbar amerikanisiertes Ritual: Plastikkürbisse auf Veranden, schwarze Kostüme, Kinder, die Süßigkeiten sammeln, Horrorfilme und ein saisonaler Handel, der den Oktober bestimmt. Während sich Halloween langsam in vielen europäischen Ländern fest etabliert hat, ist es kein Fest, das man in Russland erwarten würde. Vor allem nicht in Zeiten des Krieges. Das heutige Russland wird oft als kulturell geschlossenes, national autarkes, ja sogar nationalistisches Staatswesen dargestellt — misstrauisch gegenüber der Soft Power des Westens und bestrebt, seine einzigartigen, traditionellen Werte zu verteidigen. Es ist ein Bild, das viel patriotische Rhetorik in Russland widerspiegelt und verstärkt, insbesondere in den letzten vier Jahren.

Doch in den meisten der drei Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion träumten viele Russen von einer kulturellen Integration mit dem Westen. Russland war einer der Orte, an denen die westliche Popkultur schnell und tiefgreifend Einzug hielt. Halloween wurde in Russland auch zu einem dieser sichtbaren Zeichen. In den letzten Jahren stieß diese Übernahme auf Widerstand von religiösen und politischen Akteuren, die Vorschläge zur Einschränkung oder sogar zum Verbot der Feierlichkeiten vorbrachten. Dieser Kontrast verdeutlicht die Spannungen zwischen Offenheit und Verschlossenheit im postsowjetischen Russland und zwischen Kultur als gelebter Praxis.

Wie Halloween nach Russland kam

Halloween kam nicht als Export von oben nach unten nach Russland, sondern als Konsumphänomen. In den 1990er und frühen 2000er Jahren, als westliche Fernsehsendungen, Filme, Musik und Konsumgüter den russischen Markt überschwemmten, wurden die üblichen Symbole und Rituale westlicher Feiertage in den städtischen Zentren sichtbar: Kostümpartys in Clubs, Themenabende in Bars, Dekorationen in Ladenketten. Diese Verbreitung war Teil einer umfassenderen kulturellen Integration — das russische Publikum konsumierte eifrig Hollywood-Horrorfilme, amerikanische Fernsehserien, Popmusik und westliche Kinderprogramme —, sodass die Bilder und Bräuche von Halloween leicht verständlich und übertragbar waren. Die Motive des Feiertags waren besonders attraktiv für die städtische Jugend und das Nachtleben. 

Auch der Einzelhandel spielte eine wichtige Rolle. Kostümgeschäfte, Partyplaner und später auch Online-Marktplätze lieferten günstige Masken, Schminke und Party-Requisiten. Für Geschäfte in Einkaufszentren und Veranstalter wurde Halloween zu einer weiteren saisonalen Gelegenheit, Tickets, Süßigkeiten und Dekorationen zu verkaufen; für Bars und Clubs war es ein praktischer Themenabend. Wie viele kulturelle Transfers des späten 20. Jahrhunderts wurde Halloween in Russland von Kommerzialisierung und visuellen Medien getragen.

Wer feiert — und wer nicht

Halloween hat sich in Russland doch nicht zur Massenpraxis entwickelt. Umfragen aus dem letzten Jahrzehnt zeigen, dass der Bekanntheitsgrad des Feiertags hoch ist — die meisten Russen haben schon von Halloween gehört —, aber die Teilnahmequote ist nach wie vor gering und konzentriert sich stark auf junge Stadtbewohner. So ergab beispielsweise eine Umfrage des unabhängigen russischen Meinungsforschungsinstituts VTsIOM, dass zwar über 90 % der Befragten Halloween kannten, aber nur ein kleiner Teil vorhatte, es zu feiern, wobei das Interesse bei den 18- bis 24-Jährigen und den Bewohnern größerer Städte am höchsten war. „Ich stelle fest, dass Halloween immer beliebter wird, ich sehe viele Anzeigen für Halloween-Partys“, sagt Lisa, eine junge Übersetzerin aus Moskau. Ihr Freund Roman ist anderer Meinung: „Ich kenne niemanden, der Halloween feiert. Halloween hat nichts mit russischen Traditionen zu tun.“ Eine andere junge Frau, Elena, organisiert hingegen mit ihren Freunden eine Halloween-Party. „Letztes Jahr hatten wir viel Spaß“, sagt sie. Die meisten Russen stehen Halloween jedoch entweder gleichgültig gegenüber oder betrachten es als eine fremde Kuriosität, die für die russische Kultur unpassend ist. 

Die Alters- und geografische Kluft ist wichtig. In einem Moskauer Club kann man aufwendige Kostüme und Themenabende erleben. In regionalen Städten wird der Feiertag eher als Marketingaktion in einem Supermarkt wahrgenommen. Für viele Familien mit kleinen Kindern hat sich die westliche „Süßes oder Saures“-Kultur nie so etabliert wie in einigen europäischen Hauptstädten; die Unterhaltungskalender russischer Kinder sind nach wie vor dicht mit lokalen und christlichen Anlässen gefüllt.

Kirche und Staat

Halloween wird dort politisch, wo Religion, nationale Identität und die jüngste Rhetorik über „traditionelle Werte“ aufeinandertreffen. Die Russisch-Orthodoxe Kirche (ROK) äußert seit langem Bedenken, dass die Symbolik von Halloween — Hexen, satanische Motive und okkulte Ästhetik — im Widerspruch zur christlichen Lehre steht. Verschiedene orthodoxe Geistliche und Medien haben Alternativen gefordert: Gemeindeveranstaltungen, bei denen Kinder eingeladen werden, sich als Heilige zu verkleiden, oder lokale Aufklärungskampagnen, die Eltern vor den angeblichen spirituellen Gefahren des Feiertags warnen. In religiösen Kommentaren wird Halloween als spirituell zerstörerisch und kulturell „fremd“ dargestellt, eine Sichtweise, die bei sozial konservativen Teilen der Bevölkerung Anklang findet.

In den letzten Jahren haben regionale Abgeordnete, konservative Aktivisten und sogar einige Mitglieder der Staatsduma Vorschläge unterbreitet, Halloween einzuschränken oder es mit „satanistischer Propaganda“ gleichzusetzen, mit der Begründung, dass Maßnahmen zum Schutz der Kinder und der öffentlichen Moral erforderlich seien. Die Medienberichterstattung zeigte erneute Vorschläge und Erklärungen in diesem Sinne — darauf ausgerichtet, kulturelle Souveränität und moralische Wachsamkeit zu signalisieren. Diese Erklärungen sorgen für Schlagzeilen, mobilisieren konservative Anhänger und verstärken eine kulturelle Sicherheitsrhetorik, haben bis jetzt jedoch nicht zu einheitlichen landesweiten Verboten geführt.

Wenn russische Politiker Widerstand gegen den Westen signalisieren wollen, wählen sie häufig kulturell sichtbare und emotional resonante Ziele. Die praktische Durchsetzung eines pauschalen Verbots von Halloween wäre jedoch schwierig. Schulen, Unternehmen und Eltern würden unterschiedlich reagieren; die Durchsetzung würde eine Überwachung des täglichen sozialen Lebens erfordern, die zu Reibungen führen würde. Wenn Abgeordnete ein Verbot fordern, klingt das daher oft eher nach kultureller Selbstdarstellung als nach dem Beginn einer kohärenten landesweiten Gesetzgebung.

„Importsubstitution“ für Kultur: slawophile Alternativen

Sollte der Druck wachsen, Halloween einzudämmen, würde ein Teil der kulturellen Reaktion darin bestehen, „einheimische” Ersatzangebote vorzuschlagen. Die Regierung und patriotisch gesinnte Kommentatoren haben alte slawische Erntefeste und Rituale gefördert — neu verpackt als gesunde, patriotische Alternativen zum „westlichen“ Halloween. Seit mindestens Anfang der 2020er Jahre fördern einige Kommunen und Kulturinstitutionen Herbstveranstaltungen mit slawischem Thema: Volksfeste, historische Nachstellungen, sogar Kinderprogramme, die die vorchristliche Mythologie in den Vordergrund stellen. Diese Bemühungen werden als „kulturelle Importsubstitution“ bezeichnet: ausländische saisonale Vergnügungen werden durch kuratierte lokale Programme ersetzt, die sowohl die Menschen unterhalten als auch eine bevorzugte nationale Erzählung verstärken.

Die Taktik der „einheimischen Alternativen“ veranschaulicht die hybride Logik der Kulturpolitik im heutigen Russland: Die Verantwortlichen versuchen nicht unbedingt, festliche Freuden auszulöschen, sondern sie in politisch sicherere Formen zu lenken. Die Substitution koexistiert oft mit den Marktkräften. Das Ergebnis ist ein pluralistisches Kulturfeld, in dem offizielle Narrative und private Wünsche in einer unbehaglichen, aber stabilen Spannung nebeneinander existieren.

Populärkultur

Auch die russische Popkultur hat die Ästhetik des Horrors aufgenommen und für eigene Zwecke umfunktioniert. Russische Filmemacher, DJs und Modedesigner übernehmen manchmal die visuelle Grammatik von Halloween für lokale Zwecke: Horrorfilmreihen, thematische Fotoshootings und Nachtclubprogramme spiegeln globale Genres wider und enthalten gleichzeitig eindeutig russische Bezüge. In den 1990er und 2000er Jahren prägte der Kontakt mit westlichem Horror und Fantasy den Geschmack einer ganzen Generation für das Unheimliche. Dieses Erbe blieb bestehen: Die Sprache des Schreckens, Monster-Metaphern und makabre Spektakel erwiesen sich als anpassungsfähig an russische Themen, sei es im Genrekino, in Musikvideos oder in der Straßenmode. Selbst wenn Halloween also ein Import blieb, mischte sich sein stilistisches Vokabular leicht in die heimische Kunst ein. 

Die Grenzen der Autarkie

Der jüngste Anstieg konservativer Rhetorik spiegelt echte politische Strömungen wider. Aber die russische Gesellschaft ist alles andere als monolithisch: Großstädte, Kulturindustrien und jüngere Generationen haben weiterhin Appetit auf globale Kulturformen. Zweitens widersetzen sich wirtschaftliche Anreize pauschalen Verboten, die saisonale Einnahmen und die Auswahlmöglichkeiten der Verbraucher einschränken würden. Drittens zieht die symbolische Politik oft dramatische Erklärungen der mühsamen Arbeit der Sozialtechnik vor: Es ist einfacher, einen Gesetzesvorschlag oder eine scharf formulierte Erklärung zu verfassen, als jahrzehntelange kulturelle Verflechtungen aufzubrechen. Trotz aller Abschottungsrhetorik bleibt die Kultur in Russland überraschend durchlässig — insbesondere wenn die visuelle Sprache marktfähig und unterhaltsam ist.

Was Halloween über Russland verrät

Die Geschichte von Halloween in Russland ist eine kleine, aber aufschlussreiche Fallstudie zur postsowjetischen Kulturdynamik. Nach 1991 erlebte das Land eine entscheidende Öffnung gegenüber Kultur und Waren aus dem Westen; diese Öffnung veränderte den Geschmack, schuf neue Märkte und brachte hybride Kulturformen hervor. In den 2010er und 2020er Jahren entstand ein eher introspektiver und defensiver Diskurs — angetrieben von der staatlichen Ideologie, der Russisch-Orthodoxen Kirche und konservativen Gruppen — aber dieser Diskurs hat die früheren Integrationsprozesse nicht vollständig umgekehrt. Stattdessen sehen wir ein gemischtes Muster: selektive Eindämmung, episodische moralische Panik aber auch ein anhaltendes Interesse für Moden aus dem Westen. Halloween ist daher weder ein Symptom der totalen Verwestlichung noch das einzige Opfer kultureller Abschottung; es befindet sich in der Mitte, an einer kulturellen Schnittstelle, an der Marktlogik, Jugendgeschmack und politische Symbolik aufeinandertreffen.

Wenn Gesetzgeber und Geistliche Halloween als fremde Bedrohung anprangern, sagt diese Verurteilung manchmal mehr über die politische Haltung als über die soziale Realität aus. Vorschläge, den Feiertag zu verbieten oder ihn rechtlich mit schädlichen ideologischen Einflüssen gleichzusetzen, sind performative Gesten in einer größeren Erzählung über Identität und Souveränität. Vor Ort überlebt Halloween jedoch in Boutiquen, Clubs, Expat-Gemeinden und unter städtischen Jugendlichen — überarbeitet, domestiziert und oft zu Partys und Selfies trivialisiert. Kultur bewegt sich spontan durch Lieder, Märkte, Witze, Erinnerungen und Improvisationen. Halloween zeigt, wie ein Land, das öffentlich kulturelle Selbstversorgung betont, gleichzeitig mit globalisierten Kulturgütern lebt, sie aufnehmen und transformieren kann. Im heutigen Russland gibt’s eben nicht nur Krieg, sondern auch Feste und einfach Spaß.


Info: https://globalbridge.ch/halloween-in-russland/


Für den Frieden: Dialog mit Russland statt Konfrontation


Schlechte Ratgeber aus der Vergangenheit


Ist Deutschland souverän? Kann Deutschland neutral werden? Versuch einer Klärung.


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03.11.2025

Ergebnis der UN-Abstimmung für die Resolution gegen die Blockade Kubas durch die USA

aus e-mail von Karin Gerlich, 3. November 2025, 19:40 Uhr


UN-Kuba Abstimmung erst einmal großartig!



-------- Weitergeleitete Nachricht --------

Betreff: Ergebnis der UN-Abstimmung für die Resolution gegen die

Blockade Kubas durch die USA

Datum: Fri, 31 Oct 2025 15:22:50 +0100




Liebe Kuba-Freunde und Interessierte,


Anbei das Abstimmungsergebnis zur UN-Resolution

gegen die US-Blockade Kubas erhalten.


Die Ja-Stimmen sind etwas geringer ausgefallen, als die

vergangenen Jahre und die NEIN-Stimmen leicht angestiegen.


Bei dem Propagandaaufwand und dem durch die USA bei

verschiedenen Ländern ausgeübten massivem Druck hätte

es auch schlechter ausgehen können.


Wie seit über 30 Jahren ist auch *Israel *wieder unter den

Nein-Stimmen und zeigt damit erneut seine Böshaftigkeit,

wenn es um Menschenrechte geht.


Wenn man sich anschaut, dass dennoch 165 Länder dieser

Erde den Mut haben, sich hinter Kuba zu stellen und die

Blockade trotz der ausgesprochenen Drohungen der USA

ablehnen, ist auch das ein tolles Ergebnis, wenn auch nicht

ganz so, wie die letzten Jahre.


*Da fühlen wir uns erst Recht ermuntert, unsere Fahrraddemo

#UnblockCuba  am 8.11.2025 ab 11 Uhr Bertha-von-Suttner-Platz

durchzuführen.*


Mit Soligrüßen


Jürgen



Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V.

Regionalgruppe Düsseldorf

c/o Jürgen Kelle

Sistenichstr. 3

40597 Düsseldorf

_*duesseldorf@fgbrdkuba.de* <mailto:duesseldorf@fgbrdkuba.de>_

_https://www.fgbrdkuba.de/duesseldorf/index.html 

<https://www.fgbrdkuba.de/duesseldorf/index.html>_

Tel: 0211 7100 4660

Mobil:+49 171 4215151

*Werde Mitglied in der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V.*

*Mitgliedsantrag:

*_https://www.fgbrdkuba.de/fg/download/mitgliedsantrag.pdf 

<https://www.fgbrdkuba.de/fg/download/mitgliedsantrag.pdf>_


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03.11.2025

Aufgelesen: Die Wahrheit über Ukrainer im Krieg

lostineu.eu, vom 2. November 2025

Die Ukraine kämpfe heldenhaft gegen Putin, heißt es. Doch die Realität sieht anders aus. Viele Ukrainer sind des Kämpfens müde, schreibt der Kiew-Korrespondent der “taz”.

Ein Kommentar von Bernhard Clasen

Die Ukraine kämpfe heldenhaft gegen Putin – das bekommen wir immer wieder zu hören. Diese Aussage ist in doppelter Hinsicht eine Halbwahrheit. Die Ukraine kämpft erfolgreicher gegen Russland, als Putin das erwartet hat. Aus einem Blitzkrieg, wie man sich das in Russland vorgestellt hatte, ist inzwischen ein Stellungskrieg geworden, in dem keine Seite wirklich erfolgreich ist. Wer heute an der Front kämpft, tut das meistens nicht, weil er sich freiwillig gemeldet hat, sondern weil er der Wehrbehörde TZK in die Hände gefallen ist, die ihn auf der Straße aufgegriffen und wenig später in einen Schützengraben gesteckt hat.

156.360 Männer haben nach Angaben der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft zwischen Januar und September 2025 unerlaubt die Truppe verlassen oder sind desertiert. Die Dunkelziffer dürfte noch um einiges darüber liegen, wie ukrainische PolitikerInnen und Militärs mutmaßen. Bei meiner letzten Reise von Kyjiw nach Berlin im September waren von 60 Fahrgästen mehr als ein Dutzend Männer im Alter unter 23 Jahren im Bus. Bei meiner Rückfahrt von Deutschland nach Kyjiw war kein einziger junger Mann unter den Fahrgästen.

Wer wie ich von der Ukraine nach Deutschland reist, wundert sich als Erstes über die vielen ukrainischen Männer auf den öffentlichen Plätzen in Deutschland. In der Ukraine sitzen in den Bussen fast nur Frauen, auch in den Geschäften und in den Cafés sind vorwiegend Frauen zu sehen. Viele Männer haben seit dem Beginn des russischen Überfalls ihre Wohnungen nicht mehr verlassen, aus Angst vor der TZK.

Ungefähr 1,5 Millionen Männer geben gesetzwidrig ihre Daten nicht an die Wehrbehörde weiter, entziehen sich somit der Musterung. Kurz gesagt: Wer von einem heldenhaften Kampf der UkrainerInnen gegen Putin spricht, sollte der Ehrlichkeit halber auch sagen, dass sich ein sehr großer Teil der männlichen Bevölkerung diesem Kampf entzieht. Eine Abstimmung mit den Füßen. In die Entscheidungsfindung sollte diese Meinungsäußerung einbezogen werden.

Weiterlesen auf taz.de. Update hier

P.S. Dieser Beitrag ist auch mit Blick auf die Wehrpflicht-Debatte in Deutschland interessant. Während “wir” uns angeblich gegen Russland verteidigen müssen, entscheiden sich immer mehr Ukrainer für die Desertion – und für die Flucht nach Deutschland…

17 Comments

  1. Niko
    3. November 2025 @ 16:23

    niemand sollte andere in einen Krieg schicken dürfen. Leute welche andere in Not und Elend schicken, sind sich selbst in der Regel zu schade dafür. Solchen Zeitgenossen sollte man nie trauen und ihnen auch keine Ämter anvertrauen, sondern schnellstens entziehen.

Antworten

  • Karl
    3. November 2025 @ 12:42

    Realität in der Ukraine:
    “ ‚Von 120 Soldaten sind nur sieben Infanteristen, der Rest sind Kommandeure oder Signalmänner‘, sagte Ruslan Gorbenko, Abgeordneter von der Selenskij-Partei ‚Diener des Volkes‘.
    Gelegentlich würden auf einen Soldaten 13 Offiziere kommen.“ — https://overton-magazin.de/top-story/verklaerung-der-angeblich-kriegswilligen-ukrainer-im-westen/

    Antworten

  • Josef Berchtold
    3. November 2025 @ 10:04

    Der Westen soll endlich mehr und bessere Waffen liefern. Zweitens – man zahle den wehrfähige Ukrainern keine Stütze mehr, dann gehen vermutlich einige zurück in die Ukraine. Putin sieht die Ukraine als Brudervolk. Kürzlich soll Putin gesagt haben, dass Russen ein Kriegsgen hätten. Haben das Kriegsgen dann auch die Ukrainer?

    Antworten

    • Karl
      3. November 2025 @ 11:15

      @Josef Berchtold: Auf Ihrer Gerüchtegrundlage wollen Sie weitere Millionen Ukrainer in Tod und Elend treiben und die Rüstungsindustrie der USA mit Europas Steuergeldern mästen.

      Antworten

  • hg
    3. November 2025 @ 08:29

    Vielleicht wird Ihnen auch zunehmend bewusst, dass sie für westliche Interessen be-ge-nutzt wurden, will heißen für US- Interessen, azf deren Weg, hin zur einzigen Weltmacht, wozu zunächst Russland unterliegen soll, auf dem Weg nach China, das wohl als letztes auf der Agenda steht und zu einer ” generationenübergreifenden” Auseinandersetzung geführt hat, auch mit Kriegen, weltweit. VT? Wohl bei weitem nicht!

    Antworten

  • Arthur Dent
    2. November 2025 @ 23:18

    Meiner Meinung nach führt Russland einen geduldigen Abnutzungs- und Zermürbungskrieg. Die Ukraine wird dabei Stück für Stück verheert. Die Offensivkraft der Russen reicht nicht, um die ganze Ukraine einzunehmen.

    Antworten

    • KK
      3. November 2025 @ 00:13

      Vielleicht wollen die Russen die Ukro-Nazis aus der Westukraine ja gar nicht – ein zweites Tschetschenien in der Russischen Föderation können die sicher gar nicht gebrauchen.

      Antworten

  • european
    2. November 2025 @ 20:54

    Heutiger Kommentar von Alexander Wallasch zum Ukrainekrieg:

    https://www.alexander-wallasch.de/gesellschaft/linnemann-will-ukrainische-jungs-als-kanonenfutter-die-union-treibt-sie-zurueck-an-die-front-zum-verrecken

    „18-Jährige, die vor Blut, Rotz und Scheiße nach Deutschland fliehen, sollen zurück an die Ostfront. Die Eiseskälte der Linnemanns, Söders und Merz‘ ist so überwältigend, das einem übel wird. Sie wollen nicht, dass der Ukrainekrieg endet.“

    und weiter

    „Es braucht ukrainische Soldaten, die ihr Land verteidigen“, sagte CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann dem stern. „Deshalb ist es nicht richtig, dass derzeit vor allem viele junge Männer die Ukraine verlassen.“ Die massive Fluchtbewegung nach Deutschland müsse gestoppt werden: „Wir unterstützen die Ukraine aus Überzeugung – aber der sprunghafte Zuzug nach Deutschland muss gestoppt werden.“

    Das aktuelle Verhältnis russischer zu ukrainischer Truppen beträgt 8:1, wie aktuell das Atlantic Council veröffentlicht hat. Die Ukraine hat diesen Krieg verloren und es ist absolut abstoßend, wie deutsche Politiker diesen Krieg um jeden Preis verlängern wollen, nur um ihre eigene Haut zu retten. Sie brauchen dieses Feindbild, weil sich sonst die ganze Kriegsrhetorik in Luft auflösen wird.

    Sie gehen niemals selbst. Sie schicken immer die Kinder der anderen. Linnemann, dieser professionelle Nachuntentreter und Hofhund von Merz, ist einer der übelsten Kandidaten schlechthin.

    Antworten

    • KK
      3. November 2025 @ 00:11

      “Linnemann, dieser professionelle Nachuntentreter und Hofhund von Merz, ist einer der übelsten Kandidaten schlechthin.”

      Dem ist nichts hinzuzufügen, ausser vielleicht: Die personifizierte Kaltherzigkeit!

      Antworten

  • Michael
    2. November 2025 @ 20:45

    F. Gaub ist doch wohl die ideologisch einseitigste sog Expertin die man im deutschen Infotainment erleben kann! Grauenhafte Erscheinung des Zeitgeistes!

    Antworten

  • european
    2. November 2025 @ 16:55

    Es bewegt sich etwas in den Medien, auch wenn immer noch nicht auf die Hintergründe dieses Krieges eingegangen wird. Das wäre wahrscheinlich zuviel für die TAZ gewesen. Aber das ist immerhin ein Anfang.

    Ehrlich wäre gewesen, wenn man gesagt hätte, dass die Ukraine nie bis heute überlebt hätte, wenn sie nicht so vom Westen mit Waffen und Geld unterstützt worden wäre. Ob Putin überrascht war, wage ich zu bezweifeln, denn dafür war dieser Krieg seitens der Russen viel zu gut vorbereitet. Nichts wurde dem Zufall überlassen, einschließlich der Rückführung der Auslandsverschuldung in Fremdwährung. Ehrlich wäre auch gewesen, auf die NATO-Erweiterung einzugehen, auf Putin’s Brief an Stoltenberg Ende 2021, auf das geopolitische Interesse am größten Land der Welt das mit den meisten Resourcen und endlosen Energievorräten ausgestattet ist, einzugehen. Immerhin wurde schon auf Foreign Affairs darüber diskutiert, wie man nach einem Regime-Change in Russland sich dieses große Land aufteilt, so dass jeder ein großes Stück bekommt und man dann mit prall gefüllten Satteltaschen in den Sonnenuntergang reiten kann. Aber glücklicherweise sprechen die “ungebildeten” Russen doch kein Englisch, nicht wahr. Die haben davon nichts mitbekommen. Ebensowenig wie von “Overextending and unbalancing Russia”. Nein, nein, davon haben die bestimmt nichts mitbekommen ????

    Es ist verständlich, dass die ukrainischen Männer desertieren, ebenso wie es verständlich ist, dass die EU ca 700.000 ukrainische Männer im wehrfähigen Alter von Anfang an als Flüchtlinge beherbergt hat. Nicht mehr verständlich ist nun, dass die erwachsenen Kinder europäischer Familien in diesen Krieg ziehen sollen, der nicht unser Krieg ist. Die Ukraine ist kein Teil der EU und nein, “unsere Freiheit” wird dort nicht verteidigt. Das ist ein propagandistisches Mantra, das den Bürgern alles entlocken soll, um diesen Krieg fortzusetzen. Es ist auch nicht mehr verständlich, dass die EU sich das finanzielle Rückgrat brechen soll, nur um das immer noch korrupteste Land Europas in die EU aufzunehmen. Was ist dran an den 50 Mio die aus dem Umfeld des Präsidenten jeden Monat auf ein Bankkonto in Saudi-Arabien geschickt werden? Fragen, die man stellen sollte, denn immerhin schränkt man gerade in der EU die finanziellen Freiheiten immer weiter ein. Natürlich nur wegen der Terrorbekämpfung. Warum sonst?

    Es wurde Zeit, dass Realismus einzieht. Der Anfang scheint gemacht zu sein. Siehe auch der Neuber-Artikel in der BZ. Andere werden folgen (müssen), weil der politische Wind sich dreht und die finanziellen Mittel schon längst ausgegangen sind.

    Antworten

  • KK
    2. November 2025 @ 16:30

    „Viele Ukrainer sind des Kämpfens müde,“

    Die ganze Ukraine ist des Kämpfens müde. Die ganze Ukraine? Nein! Ein einzelner Präsidentendarsteller hört nicht auf, dem Eindringling an der Propagandafront Widerstand zu leisten.

    Antworten

    • umbhaki
      2. November 2025 @ 22:41

      Wenn’s denn so einfach wäre …

      Selenskyj ist ein Getriebener. Gewählt wurde der ja nicht zuletzt, weil er versprach, den kriegerischen Konflikt mit den „abtrünnigen“ Provinzen endlich zu lösen. Aus meiner Sicht spricht nicht wirklich etwas dagegen, diese Wahlkampfaussage erst mal für ehrlich gemeint zu halten.

      Aber von allem Anfang seiner Regierungszeit an ist der Mann eingeklemmt in die Forderungen und massiven Drohungen seiner faschistischen und fanatisch Russland hassenden hauseigenen Nazis einerseits und den Einflüsterungen und Forderungen (und vielleicht auch Drohungen – wer weiß das schon) des verwertenden Westens. Es ist ja wahrlich ein offenes Geheimnis, dass der verwertende Westen seit Jahrzehnten aktiv in die ukrainische Politik eingemischt ist. Man erinnert sich an die verehrungswürdige Frau Nuland, die schon im Jahr des Herrn 2013 auf einer Konferenz der US-Ukraine-Foundation erzählte, dass die USA seit 1991 bereits fünf Milliarden US-Dollar in die Ukraine-Politik gesteckt hatten. 2014 hat das ja dann auch so richtig gefruchtet.

      Der Präsidentendarsteller ist genau das: ein Präsidentendarsteller. Dessen Spielraum ist darauf beschränkt, immer weiter Forderungen an den Westen zu stellen und ordentlich was für sich privat von der sogenannten „Unterstützung“ für sein Land abzuzweigen. Ansonsten tut der, was er gesagt bekommt.

      Nicht ein einzelner Präsident führt diesen Krieg immer noch weiter. In seinem Land hat der es noch mit genügend gewalttätigen Kriegstreibern zu tun, und er ist mit seinem ganzen Land abhängig vom „Westen“.
      Und da, in diesem gelobten Westen, hat er es mit einer Vielzahl von Machthaber-Kollegen auf allen möglichen nationalen Ebenen und auch der EU-Ebene zu tun, die eine Weiterführung dieses Kriegs von ihm erwarten.

      Nix „Slava Ukraini“, das ist Folklore. „Overextending and unbalancing Russia“ heißt das wahre Ziel, und das gibt nicht der Schauspieler aus Krywyj Rih vor, sondern die (fast) komplette Führungsriege aus dem, was man „den Westen“ nennt.

      Antworten

      • KK
        3. November 2025 @ 00:04

        Schade… ich dachte die Vorlage meiner zynischen Anmerkung wäre allgemein bekannt und würde von allen als eine solche erkannt und nicht an den tatsächlichen Umständen gemessen werden. Denn dieser ganze Krieg und der Umgang vor allem in den westlichen Chefetagen damit ist nur noch mit Zynismus und Humor zu ertragen – wenn überhaupt.

      • umbhaki
        3. November 2025 @ 13:21

        Oh, ‘tschuldigung.

        Mein Fehler, aber manchmal fällt mir der Humor runter und kullert unter’s Sofa. Mitunter brauch ich dann Tage, bis ich den wiederfinde …

  • Erneuerung
    2. November 2025 @ 16:19

    Nehmen wir mal an, nachdem der Ukraine die Soldaten ausgehen und sie auch ihre Staatlichkeit nur noch mit ausländischem Kapital erhalten kann, kommt dann Deutschland in so eine Situation. Das wird uns ja versucht, einzutrichtern, da der Russe 2029 angeblich vor der Tür steht (was er vom rohstoffarmen und überalterten Deutschland mit maroder Infrastruktur zu seinem Vorteil gebrauchen könnte, ist eh fraglich). Der Wunsch, im Schützengraben gegen Russen zu kämpfen, scheint auch hierzulande nicht sonderlich ausgeprägt zu sein, also könnte man auf die bewährten Methoden unserer Banderafreunde zurückgreifen, und Unwillige gegen ihren Willen vor das Artilleriefeuer der Russen werfen. Soweit, sogut, und wer soll die Staatlichkeit der BRD dann mit Geld am Leben halten? Die Pleitestaaten USA und Frankreich? Und wer soll die erwarteten 1000 Verletzten pro Tag heilen? Die verbliebenen Rentner? Oder Frauen, die der zwangsweisen Einberufung entkommen? Wer produziert, bezahlt und verteilt dann Lebensmittel und Medizin? Des Menschen Russenhass erreicht ungeahnte Höhen, bei denen dann aufgrund Sauerstoffmangels dann das Gehirn aussetzt.

    Antworten

    • KK
      2. November 2025 @ 19:04

      “(was er vom rohstoffarmen und überalterten Deutschland mit maroder Infrastruktur zu seinem Vorteil gebrauchen könnte, ist eh fraglich)”

      Von wegen fraglich… eine überbordende Moral bis zur Selbstaufgabe ist hier doch überreichlich vorhanden, davon soll “der Russe” ja ganz andere Vorstellungen haben, wenn man zB einer Florence Gaub folgt (“Wir dürfen nicht vergessen, dass auch wenn Russen europäisch aussehen, dass es keine Europäer sind, jetzt im kulturellen Sinne, einen anderen Bezug zur Gewalt haben, einen anderen Bezug zum Tod haben.”).

      Wenn “der Russe” also tatsächlich mal vor unserer Tür stehen sollte, dann kann es allenfalls nur eine Bildungsreise in europäischer Kultur und Moral sein ????

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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Freihandel mit der Ukraine: Drei Staaten widersetzen sich Brüssel


    lostineu.eu, vom, 31. Oktober 2025

    Am Donnerstag ist ein Freihandelsabkommen mit der Ukraine in Kraft getreten. Drei EU-Staaten leisten dagegen Widerstand – und müssen deshalb mit Strafen rechnen.

    Freihandel mit einem Staat, der sich im Krieg befindet und von EU-Subventionen abhängig ist: Bisher war dies undenkbar. Doch für die Ukraine macht die EU-Kommission auch das Unmögliche möglich.

    Das neue Freihandelsabkommen soll  “langfristige wirtschaftliche Sicherheit und stabile Handelsbeziehungen für beide Parteien fördern” und zur schrittweisen Integration der Ukraine in den EU-Binnenmarkt beitragen.

    Das Ziel ist der EU-Beitritt – dabei sind weder die Ukraine noch die EU auf einen solchen Schritt vorbereitet. Schon jetzt kommt es zu Problemen beim Handel mit den billigen Agrarprodukten aus der Ukraine.

    Ungarn, Polen und die Slowakei haben Importverbote für ukrainische Lebensmittel verhängt, weil sie Dumping und unlautere Konkurrenz fürchten. Sie wollen daran auch künftig festhalten.

    Doch die EU-Kommission will dies nicht dulden. Man plane, mit den drei Ländern Gespräche aufzunehmen, “um sie zur Aufhebung dieser Verbote zu bewegen”, bevor weitere Maßnahmen ergriffen würden, so ein Sprecher.

    Das heißt: Die EU-Behörde, die eigentlich im Namen der Mitgliedsländer agieren soll, schlägt sich auf die Seite der Ukraine – und gegen ihre eigenen Mitglieder. Den drei Aufsässigen drohen nun Strafen.

    Dieses Vorgehen ist Wasser auf die Mühen von V. Orban, der eine Allianz gegen den Ukraine-Beitritt schmieden will…

    8 Comments

    1. Ric
      1. November 2025 @ 12:22

      Dieses Land ist aufgrund seiner andauernden Kriegsführung mit konventionellen Waffen in Teilen so vergiftet, dass sie die Herkunftsdeklarationen ihrer landwirtschaftlichen Produkte fälschen müssen, damit die überhaupt von den Verbrauchern noch gekauft werden. Ich jedenfalls achte schon lange darauf, ukrainische Lebensmittelprodukte, soweit sie erkennbar sind, zu meiden.

    Antworten

  • Niko
    1. November 2025 @ 10:38

    was ist aus dieser EU geworden? Wären da nichtwenigstens ein paar standhafte Politiker, würde die EU von VDL und Weber untergepflügt. Bestünde nicht von vielen Mitgliedsländern die Hoffnung, mehr Geld zu bekommen als einzuzahlen, wäre vermutlich dieses Konstrukt längst zerbrochen. Von den wirklich heeren Zielen ist nicht mehr viel übrig. Vermutlich ist inzwischen auch nur noch der vermeintliche wirtschaftliche Nutzen die Triebkraft für angehende Neumitglieder.

    Antworten

  • Tom
    1. November 2025 @ 10:28

    Das ist doch unglaublich: Freihandel EU mit UA!!?!! Wer soll das bezahlen?

    Antworten

  • Helmut Höft
    1. November 2025 @ 10:10

    Apropos Freihandel, aka wir wissen was wir von Donald John zu halten haben: In der inzwischen berühmt gewordene „Radio Address to the Nation …“ vom leider verstorbenen Wirtschaftsfilosoff RR („Trickle-Down-Economics“ https://www.reddit.com/r/PropagandaPosters/comments/1e8o4kr/the_trickledown_theory_1984/?tl=de und „on trickle down“ hier https://www.hhoeft.de/mythos/index.php/2020/10/30/sind-die-rosse-gut-gefuettert/) kann jeder nachlesen, was der 40. POTUS am 25. April 1987 zu sagen hatte (ausnahmsweise richtig): https://www.reaganlibrary.gov/archives/speech/radio-address-nation-free-and-fair-trade-4

    Bitte beachten: Das wichtigste Wort in der Ansprache von RR ist fair, das ist das Gegenteil des deutschen „Exportismus-Regimes“ aka „Beggar-thy-Neighbor-Politik“! Und dieses Wörtchen gilt auch für den „neoliberalen Globalismus“ wo es leider auch fehlt. Denn da geht’s ja nicht um „fair“ da geht’s um Gewinnmaximierung!

    c.c.: Der Clown muss ignoriert werden – schickt die Amis nach Hause! Diese €U ist aufzulösen und durch eine republikanische EU zu ersetzen! Die Folgen sind vom Bürger zu tragen, so oder so!

    Antworten

  • Michael
    1. November 2025 @ 09:15

    Eine Frage am Rande: was ist dran an den Gerüchten über ein Zerwürfnis zwischen den unerträglichen Personalien UvdL und Kallas!? Wollen die sich an Unerträglichkeit gegenseitig überbieten oder … !?

    Antworten

    • ebo
      1. November 2025 @ 16:51

      Gute Frage. Ich habe diese Gerüchte auch gehört, doch da die beiden kaum je gemeinsam auftreten, lassen sie sich schwer überprüfen!

      Antworten

  • KK
    1. November 2025 @ 01:42

    “Das heißt: Die EU-Behörde, die eigentlich im Namen der Mitgliedsländer agieren soll, schlägt sich auf die Seite der Ukraine – und gegen ihre eigenen Mitglieder. ”

    Stoff für eine Dolchstosslegende…

    Antworten

  • Arthur Dent
    31. Oktober 2025 @ 23:43

    Wenn die Ukraine in die EU kommt, dann dürfte die Landwirtschaft der anderen Mitgliedstaaten weitestgehend erledigt sein. Da dürften auch fast alle anderen Nettozahler werden.

    Der Mindestlohn in der Ukraine liegt bei etwa 1,10 Euro bis 1,20 Euro.

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    Neueste Beiträge

    Soll die EU die Ukraine weiter fi …von KK26. Oktober 2025, 13:29

    endlich Kriegssüchtig!von KK23. Oktober 2025, 17:39

    Weitere Kommentare hier (Forum)


    Info: https://lostineu.eu/freihandel-mit-ukraine-drei-staaten-leisten-widerstand/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    03.11.2025

    Nachrichten von Pressenza: Die Struktur von illegaler Macht auf der Erde


    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 3. November 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 03.11.2025


    Die Struktur von illegaler Macht auf der Erde


    „Illegale Macht ist weder eine Randerscheinung noch ist sie schemenhaft; sie ist ein globales System, das von der offiziellen Politik und Wirtschaft genährt wird“ – angeregt durch Lucia Dammert. Illegale Macht ist weder Zufall noch Ausnahme. Es handelt sich um&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/die-struktur-von-illegaler-macht-auf-der-erde/


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    „Valentina, ich schäme mich für mein Land!“ – Brief an eine 84jährige Babuschka in der russischen Provinz


    80 Jahre nach Kriegsende macht sich Deutschland wieder „kriegstüchtig“. Und wieder soll es gegen Russland gehen. Ich habe dies zum Anlass genommen, an eine befreundete ältere Russin zu schreiben – Namen und Ortsangaben sind anonymisiert –, die wenige Wochen nach&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/valentina-ich-schaeme-mich-fuer-mein-land-brief-an-eine-84jaehrige-babuschka-in-der-russischen-provinz/


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    Daniel Schultz, israelische Wehrdienstverweigererin: „Ich verweigere den Wehrdienst, weil es das Humanste ist, was ich tun kann.“


    Mein Name ist Daniel Schultz, ich bin 19 Jahre alt und bin in einem liberalen Elternhaus in Tel Aviv aufgewachsen. In meiner Jugend engagierte ich mich politisch in der Jugendorganisation der Partei Yesh Atid, wo ich die zentrale Überzeugung verinnerlichte,&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/daniel-schultz-israelische-wehrdienstverweigererin-ich-verweigere-den-wehrdienst-weil-es-das-humanste-ist-was-ich-tun-kann/


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    Der erste Bericht über die weltweite Lage unkontaktierter Völker


    Survival International hat am 26.10.2025 gemeinsam mit indigenen Sprecher*innen und Richard Gere den Bericht „Am Limit: Unkontaktierte Völker im Kampf für Selbstbestimmung” in London vorgestellt – die erste umfassende und ausführliche Studie über in Isolation lebende Völker und Gruppen. Die&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/der-erste-bericht-ueber-die-weltweite-lage-unkontaktierter-voelker/


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    Slowenien: Wenn Angst zur Politik wird


    Wenn Angst zur Politik wird, untergräbt dies die Rechtsstaatlichkeit. Sloweniens Reaktion auf die Ermordung von Aleš Šutar ist eine Warnung für Europa. Wenn Angst zur Politik wird, untergräbt dies die Rechtsstaatlichkeit. Sloweniens Reaktion auf die Ermordung von Aleš Šutar ist&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/slowenien-wenn-angst-zur-politik-wird/


     -----------------------


    Hinrichtungs-Rekord in den USA


    Es ist der Rekordmonat der Hinrichtungen. In Florida wurde erneut ein Häftling hingerichtet. Es war die 15. Hinrichtung in diesem Jahr &#8211; damit hält der Bundesstaat nun einen traurigen Rekord. Von Helmut Ortner  Im Jahr 2014 wurden in Florida acht Menschen hingerichtet.&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/hinrichtungs-rekord-in-den-usa/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    03.11.2025

    „Konstruktive Kräfte“   Nordrhein-Westfalen baut Rüstungskooperation mit den Vereinigten Arabischen Emiraten aus, während diese die genozidale Miliz RSF im Sudan bewaffnen. Die RSF haben soeben Tausende unbewaffnete Zivilisten in Darfur ermordet.

    DÜSSELDORF/ABU DHABI/AL FASHIR (Eigener Bericht) – Das Bundesland Nordrhein-Westfalen baut seine Rüstungsbeziehungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten aus, während diese eine genozidale Miliz im Sudan mit Waffen beliefern. Am gestrigen Sonntag wurde der Minister für Internationales des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, Nathanael Liminski, in Abu Dhabi erwartet, um dort nach eigenen Angaben unter anderem „den engen Austausch … zu hochmodernen Verteidigungssystemen“ zu suchen. Die Emirate gehören schon heute zu den wichtigsten Käufern deutscher Rüstungsgüter. Zugleich beliefern sie die Miliz RSF mit Waffen, die im sudanesischen Bürgerkrieg gegen die regulären Streitkräfte kämpft und beschuldigt wird, in der vergangenen Woche bei der Eroberung der Stadt Al Fashir Tausende schwarzafrikanische Zivilisten ermordet zu haben. Britische Rüstungsgüter sind über die Vereinigten Arabischen Emirate nachweislich an die RSF gelangt; ob auch deutsche Rüstungsgüter den Weg dorthin fanden, ist unbekannt. Die RSF-Massaker werden als genozidal eingestuft. Beobachter urteilen, ohne die Waffenlieferungen des nordrhein-westfälischen Rüstungskooperationspartners Abu Dhabi wäre der Krieg im Sudan längst zu Ende.


    Zitat: Bürgerkrieg im Sudan

    Der aktuelle Bürgerkrieg im Sudan begann am 15. April 2023, als die Miliz der Rapid Support Forces (RSF) die regulären Streitkräfte des Landes (Sudanese Armed Forces, SAF) angriff und große Teil der Hauptstadt Khartoum, die westsudanesische Region Darfur mit Ausnahme der Stadt Al Fashir sowie weitere Teile des Landes unter ihre Kontrolle brachte. Als wichtigster Auslöser des Krieges gilt, dass die RSF nicht bereit waren, sich in die regulären Streitkräfte eingliedern zu lassen, und stattdessen die alleinige Macht anstrebten. Der Krieg wurde – und wird – von beiden Seiten mit äußerster Brutalität geführt; die Zahl der Opfer ist nicht bekannt, wurde aber schon im vergangenen Jahr auf 150.000 geschätzt. Die Kämpfe haben weit über zwölf Millionen Menschen auf die Flucht getrieben und eine humanitäre Katastrophe ausgelöst, die von UN-Repräsentanten als die gegenwärtig größte der Welt eingestuft wird. Im März gelang es den regulären Streitkräften, die Kontrolle über die Hauptstadt Khartum zurückzugewinnen und die RSF in die Defensive zu drängen. Diese kontrollieren jetzt noch gewisse Teile des Südens des heutigen Sudan sowie Darfur, das sie mit der Eroberung von Al Fashir nahezu komplett unter ihre Kontrolle gebracht haben.[1]


    Handlanger der EU

    Die RSF haben ihre Ursprünge in den Janjaweed, einer arabischen Miliz aus Darfur, die im Bürgerkrieg der Jahre ab 2003 Angehörige der schwarzafrikanischen Bevölkerungsgruppen in der Region massakrierte – der Masalit, der Fur sowie der Zaghawa.[2] Ihren Massakern fielen damals laut Schätzungen zwischen 200.000 und 300.000 Menschen zum Opfer. Krieger der Janjaweed organisierten sich ab 2013 unter Führung von Mohamed Hamdan Dagalo, nahmen ihren heutigen Namen Rapid Support Forces an und begannen als Hilfstruppe der Regierung zu operieren. Unter anderem betätigten sie sich bei der Jagd auf Flüchtlinge, die aus Ostafrika – etwa Somalia oder Eritrea – durch den Sudan in Richtung Mittelmeer reisen wollten. Dies taten sie zu einer Zeit, als die EU im Rahmen ihres sogenannten Khartum-Prozesses Mittel an ostafrikanische Staaten vergab, die ihre Bestrebungen unterstützten, die Flüchtlinge so weit wie möglich vom Mittelmeer entfernt zu stoppen. Zwar gibt die EU an, sie habe die RSF nie direkt finanziert. Allerdings gehen Beobachter davon aus, dass die RSF indirekt von den EU-Zahlungen profitierten.[3] Seit dem Sturz der Regierung von Omar al Bashir im Jahr 2019 teilten sich die RSF die Macht in Khartum mit den regulären Streitkräften.


    Waffenlieferant der RSF

    Die RSF werden bis heute vor allem von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt. Die Kooperation zwischen beiden Seiten begann, als Truppen der RSF noch unter Präsident Al Bashir von den Emiraten als Söldner für ihren Krieg im Jemen angeworben wurden. Das brachte den RSF nicht nur Geld, sondern auch Kriegserfahrung ein, die sie bis heute im Bürgerkrieg im Sudan nutzen können. Die Bindungen wurden weiter gefestigt, als es dem Clan von RSF-Anführer Mohamed Hamdan Dagalo („Hemedti“) im Jahr 2017 gelang, im Norden Darfurs attraktive Goldminen unter Kontrolle zu bekommen. Er verkaufte das Gold regelmäßig in die Emirate, die damit gleichfalls ihren Reichtum mehrten. Im Gegenzug unterstützen sie die RSF bis heute insbesondere mit Waffenlieferungen, wenngleich sie dies offiziell kategorisch abstreiten. Medienrecherchen haben jedoch mehrfach belegt, dass die Waffen der RSF zum großen Teil über den Osten des Tschads angeliefert werden, wohin sie von emiratischen Maschinen gebracht werden.[4] Der Weg von dort in die Provinz Darfur, die schon lange weitgehend von den RSF kontrolliert wird, ist nicht weit. Zuletzt sind emiratische Waffen auch über Libyen und Somalia angeliefert worden – verstärkt, seit die RSF aus Khartum vertrieben wurden.[5]


    Genozidale Gewalt

    Die verstärkten Waffenlieferungen haben es den RSF nicht nur erlaubt, ihre Niederlage im Bürgerkrieg zu vermeiden, sondern auch, ihre Angriffe auf Al Fashir zu intensivieren.[6] Die Stadt hatten sie schon im April 2024 umzingelt; zuletzt kamen dort nicht nur durch wiederholten Beschuss, sondern auch durch Hunger immer mehr Menschen ums Leben. Stets herrschte die Furcht, eine Eroberung der Stadt könne in genozidale Gewalt münden wie kurz nach Beginn des Krieges die Einnahme von Al Junaina in West-Darfur, bei der die RSF systematisch Angehörige der schwarzen Bevölkerungsgruppe der Masalit ermordeten. Die Zahl der Todesopfer in Al Junaina wurde auf 10.000 bis 15.000 geschätzt. In der vergangenen Woche hat sich die Furcht bezüglich erneuter Massaker in Al Fashir als begründet erwiesen. Bereits zu Wochenbeginn wurde von weit über 2.000 Todesopfern berichtet – unbewaffnete Zivilisten, die zumeist wegen ihrer Hautfarbe umgebracht worden seien.[7] Laut Angaben der WHO wurden allein in einem Krankenhaus über 460 Zivilisten massakriert. Am gestrigen Sonntag hieß es, der Verbleib von Zehntausenden Einwohnern von Al Fashir sei ungewiss.[8] Die Zahl der Todesopfer könne entsprechend noch erheblich steigen.


    Bedeutender Waffenkunde

    Die Vereinigten Arabischen Emirate, ohne deren Waffenlieferungen die RSF sich weder gegen die regulären Streitkräfte hätten behaupten noch den Sturm auf Al Fashir erfolgreich hätten führen können, werden ihrerseits mit Waffen unter anderem aus NATO-Staaten beliefert. Mit Abstand wichtigster Lieferant von Großwaffensystemen sind laut Angaben des Stockholmer Forschungsinstituts SIPRI die Vereinigten Staaten. Auf diese folgen Frankreich und die Türkei.[9] Auch Deutschland liefert den Emiraten regelmäßig Rüstungsgüter in beträchtlichem Umfang. Im vergangenen Jahr standen sie unter den Empfängern deutscher Rüstungsexporte mit Kriegsgerät im Wert von fast 150 Millionen Euro auf Rang neun knapp hinter Israel und vor Saudi-Arabien. Dokumentiert ist, dass britische Waffen über die Vereinigten Arabischen Emirate in die Bestände der RSF gelangten und von diesen im Krieg auch eingesetzt wurden. Dies betrifft nachweislich Motoren, die für gepanzerte Fahrzeuge benötigt werden, und Zielvorrichtungen für Kleinwaffen.[10] Ob die Emirate auch deutsche Rüstungsgüter nach Erhalt an die RSF weiterleiteten, ist bislang nicht bekannt.


    Kooperationspartner in Sachen Militärtechnologie

    Bekannt ist allerdings, dass am gestrigen Sonntag Nathanael Liminski, Minister für Internationales des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und Chef von dessen Staatskanzlei, zu einem Besuch in der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi erwartet wurde. Offizieller Anlass ist seine Teilnahme an der internationalen Energiekonferenz ADIPEC 2025.[11] Liminski will darüber hinaus aber auch den Tawazun Industriepark am Stadtrand von Abu Dhabi besuchen, der, das bestätigt Liminskis Ministerium, „eines der wichtigsten Zentren der Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie“ in Nah- und Mittelost ist. Ziel sei es, „Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Sicherheitstechnologien und Verteidigung auszuloten“, heißt es weiter; Liminski wird mit der Aussage zitiert: „Um die Zeitenwende voranzutreiben, müssen wir den engen Austauch mit unseren internationalen Partnern zu hochmodernen Verteidigungssystemen suchen.“[12] Es gelte „heute ein funktionsfähiges Ökosystem für die Militärtechnologie von morgen auf[zu]bauen“, erläutert der Minister. Da die Vereinigten Arabischen Emirate eins der Abraham-Abkommen mit Israel unterzeichnet haben, zählt er sie – ungeachtet ihrer Rolle als Hauptrüstungslieferant der genozidalen RSF – „zu den konstruktiven Kräften in der Region“.

     

    [1], [2] S. dazu Die Londoner Sudan-Konferenz.

    [3] S. dazu Nützliche Milizen.

    [4] Oscar Rickett: How the UAE kept the Sudan war raging. middleeasteye.net 25.01.2024.

    [5], [6] Jared Malsin, Benoit Faucon, Robbie Gramer: How U.A.E. Arms Bolstered a Sudanese Militia Accused of Genocide. wsj.com 28.10.2025.

    [7] Carlos Mureithi: Mass killings reported in Sudanese city seized by paramilitary group. theguardian.com 28.10.2025.

    [8] Noha Elhennawy: Fears grow for thousands trapped in Sudan’s el-Fasher as few residents reach safety. pbs.org 02.11.2025.

    [9] Vereinigte Arabische Emirate. Länderinformationen zu den Europäischen Kriterien für Waffenexporte. bicc Common Position Brief. Bonn, August 2025.

    [10] Stop arming the UAE! Stop the Sudanese genocide! caat.org.uk 30.10.2025.

    [11], [12] Minister Liminski reist in die Vereinigten Arabischen Emirate. mbeim.nrw 02.11.2025.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    02.11.2025

    Wahl von Sanae Takaichi: In Japan hat eine konservative Revolution stattgefunden

    rtnewsde.site, 2 Nov. 2025 21:38 Uhr, Von Wladimir Moschegow

    Das japanische Volk applaudiert. Die liberalen Globalisten knirschen mit den Zähnen. Auch die Feministinnen werden offenbar weinen müssen. Die neue Regierungschefin Sanae Takaichi ist eine Verfechterin der traditionellen Rollen von Mann und Frau in Gesellschaft und Familie.


    © Getty Images / Buddhika Weerasinghe


    Der Wahlkampfbus der ersten Premierministerin Japans, Sanae Takaichi, wird mit Botschaften von Unterstützern im "Mahoroba Museum", einem Toyota-Automobilmuseum in Nara, Japan, ausgestellt.


    In Japan wurde zum ersten Mal in der Geschichte eine Frau Premierministerin. Aber es geht hier nicht um Feminismus (den die Japaner nun wohl für lange Zeit, wenn nicht sogar für immer, vergessen müssen), ganz im Gegenteil. Die neue Regierungschefin – die 64-jährige Sanae Takaichi – ist eine leidenschaftliche Nationalistin, Patriotin durch und durch und Anhängerin streng traditioneller Werte. Für das zutiefst traditionalistische Japan, das seit dem Zweiten Weltkrieg unter der aufmerksamen Aufsicht des US-amerikanischen Globalismus ausschließlich von liberalen Politikern geführt wurde, ist das natürlich ein Widerspruch. Und gleichzeitig eine Chance.

    Vor allem eine Chance, sich vom liberal-globalistischen Joch zu befreien. Eine Chance, so zu leben, wie es sich für einen nationalen Organismus eines alten Landes mit einer tausendjährigen Geschichte gehört.

    Takaichi hat bereits einige (für die liberale Welt) sehr ungewöhnliche Vorschläge gemacht: die Traditionen des Buddhismus ins Land zurückzubringen, aber vor allem den heiligen Kult des Kaisers, die Religion der Shintoisten und ihre oberste Göttin Amaterasu – die Urmutter der japanischen Kaiser – wiederzubeleben. Mit anderen Worten: Sie will der vor unseren Augen sterbenden Nation den alten Geist der großen Tradition wieder einhauchen.


    Frau an der Spitze: "Taliban-san" wurde zur ersten japanischen Regierungschefin




    Analyse

    Frau an der Spitze: "Taliban-san" wurde zur ersten japanischen Regierungschefin






    Auf rein politischer Ebene verfolgt Takaichi eine typisch konservative Agenda: die Abschaffung der LGBT-Agenda, gleichgeschlechtlicher Ehen, politischer Korrektheit, aller möglichen Auswüchse von USAID und Sorosismus, der unkontrollierten globalistischen Medien und natürlich der Migration. Wie überall auf der Welt kam Takaichi auf der Welle der Empörung der Bevölkerung über die katastrophale Migrationspolitik der früheren Regierungen an die Macht. Sie konnte sich durchsetzen, indem sie eine Koalition mit der noch rechtskonservativeren Partei "Nippon Ishin no Kai" (Partei der Innovation) gebildet hat. Insgesamt handelt es sich also um einen echten Umsturz, eine echte konservative Revolution.

    Einer der ersten Erlasse Takaichis nach ihrer Vereidigung war die Einrichtung eines Ministeriums für die Abschiebung illegaler Migranten. Aber die Samurai-Frau strebt nach mehr – sie will nicht nur die illegale, sondern auch die legale Migration abschaffen. Das heißt, sie will das Problem radikal lösen: Es soll keine Migranten im Land geben.

    Das japanische Volk applaudiert. Die liberalen Globalisten knirschen mit den Zähnen. Auch Feministinnen werden offenbar zu weinen haben. Takaichi ist eine Verfechterin der traditionellen Rollen von Mann und Frau in Gesellschaft und Familie. Sie möchte beispielsweise das Recht von Frauen abschaffen, nach der Heirat ihren Mädchennamen zu behalten. Auch berufstätigen Frauen steht sie (trotz ihrer eigenen nicht trivialen Erfahrungen) skeptisch gegenüber. Denn die Hauptaufgabe einer Frau sei es, ihren Mann zu lieben, eine angenehme Atmosphäre im Haus zu schaffen und Kinder zu erziehen. 

    Der zentrale Teil von Takaichis Programm besteht jedoch nicht nur darin, traditionelle Werte wieder in das Land zurückzubringen und es von der liberal-globalistischen Ideologie zu befreien, sondern auch darin, Japan die nach dem Zweiten Weltkrieg verlorene Souveränität zurückzugeben. Sowohl wirtschaftlich als auch – und vor allem – politisch. Takaichi beabsichtigt, die Selbstverteidigungskräfte des Landes zu stärken, indem sie die Verteidigungsausgaben bis 2027 verdoppelt. Und langfristig will sie die Verfassung ändern, damit der dem Land aufgezwungene Pazifismus nicht länger über ihm schwebt.

    Vor vier Jahren habe ich bereits über die erstaunliche Situation in Japan geschrieben. Gemäß der Verfassung von 1947 darf Japan keine eigene Armee haben, und seine Selbstverteidigungskräfte sind offiziell eine zivile Organisation. Eigentlich gibt es in Japan gar keine Armee. Die Armee dort ist US-amerikanisch. Gemäß dem "Sicherheitsvertrag" von 1951 haben die USA das ausschließliche Recht, ihre Streitkräfte auf dem japanischen Archipel zu stationieren. Das heißt, wir haben es hier mit einem Land zu tun, das faktisch besetzt ist: nicht nur de facto, sondern auch de jure. Ist das im 21. Jahrhundert noch normal? Genauso wie die Tatsache, dass das Land bis heute keinen Friedensvertrag mit Russland hat?


    Kreml: Russland begrüßt Japans Absicht, einen Friedensvertrag zu unterzeichnen





    Kreml: Russland begrüßt Japans Absicht, einen Friedensvertrag zu unterzeichnen






    Übrigens war eine der ersten Erklärungen Takaichis als Premierministerin der Wunsch, endlich einen Friedensvertrag mit Russland abzuschließen. Eine großartige Initiative! Ein gutes Zeichen ist auch, dass Takaichi, im Gegensatz zu ihren Vorgängern, über die Ukraine und die Verlängerung der antirussischen Sanktionen eisern schweigt.

    Aber schauen wir uns die neue japanische Regierungschefin einmal genauer an. Der Weg dieser leidenschaftlichen Traditionalistin an die Spitze der Macht ist in seiner Art einzigartig. Ihr Vater war ein fleißiger Arbeiter in einer Autofirma, ihre Mutter diente bei der Polizei. Sanae selbst fuhr in ihrer Jugend Motorrad und spielte Schlagzeug in mehreren Heavy-Metal-Bands.

    Ihre politische Karriere begann Sanae in den USA, wo sie im Stab der demokratischen Kongressabgeordneten Patricia Schroeder arbeitete. Danach machte sie eine glänzende Karriere in der regierenden Liberaldemokratischen Partei Japans.

    Aber natürlich interessiert uns alle vor allem, inwieweit all dies konkret für Russland gut oder schlecht ist.

    Nun, erstens bin ich der Meinung, dass, wenn irgendwo das Gute das Böse besiegt, das allgemeine Gute in der Welt zunimmt. Und da es nicht gerade viel Gutes in der Welt gibt, sollte man sich über jeden derartigen Sieg freuen.

    Zweitens hoffe ich, dass wir früher oder später (besser früher) Zeugen der Gründung einer antiglobalistischen Internationale werden. Auch das ist ein kleiner Beitrag.

    Drittens haben wir mit Japan gerade in Bezug auf Traditionen sehr viel gemeinsam. Wir sind beide junge Nationen (etwas mehr als eintausend Jahre alt), beide extrem kultur- und sogar literaturzentriert (übrigens erinnerte mich Takaichi so sehr an einen bekannten japanischen Samurai-Schriftsteller, dass ich sie sogar als "Mishima im Rock" bezeichnen würde).

    Weiter: Sowohl die Russen als auch die Japaner sind unglaublich begabt, insbesondere in ästhetischer Hinsicht. Sowohl wir als auch sie sind von ihrer nationalen Idee besessen und schätzen vor allem Opferbereitschaft im Namen eines hohen Ziels. In der asiatischen Welt sind die Japaner vielleicht das einzige Volk, in dem die Begriffe "Persönlichkeit" und "Ehre" dieselbe Bedeutung haben wie bei uns. Während bei unseren chinesischen Freunden der Mensch nur ein Rädchen im Staatsapparat ist, schätzen und respektieren die Japaner die persönliche Freiheit und geistige Reife des Menschen sehr. Übrigens sind die Japaner unglaublich empfänglich für die hohe russische Kultur.

    Aber wichtig ist, was Takaichi über die Beziehungen zu Russland denkt, wie sie die Rolle Japans in der Welt sieht und wie hoch generell ihre Chancen für Veränderungen sind.

    Beginnen wir mit dem dritten Punkt. Ich denke, dass die Chancen für den Erfolg der Reformen von Takaichi hoch sind. Obwohl die liberalen Globalisten in den letzten siebzig Jahren die japanische Nation zu einer sinnlosen Herde gemacht haben (das zentrale Programm der liberalen Globalisten für alle Nationen der Welt), haben die Japaner ihren Geist bewahrt. Und jetzt haben sie auch noch ihren eigenen Anführer. Laut den letzten Umfragen unterstützen bis zu 65 Prozent der Japaner die neue Regierung.


    Takaichi schenkt Trump Golfschläger – USA und Japan schließen Abkommen zu Seltenen Erden


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    Zweitens hat Takaichi einen großen Verbündeten – Donald Trump. Trump braucht weniger koloniale Besitztümer im Pazifik als vielmehr Verbündete. Das ergibt sich aus der Logik der Trump'schen Geopolitik.

    Im Gegensatz zu den Globalisten, die die Welt als einheitlich und homogen mit einem einzigen Kontrollzentrum betrachten, sieht Trump die Welt als ein System des Kräftegleichgewichts. Sein geopolitisches Prinzip lautet: starke Zentren, die das Kräftegleichgewicht in den Regionen aufrechterhalten können. Genau deshalb ist für ihn ein freieres und stärkeres Russland, mit dem gemeinsame Projekte durchgeführt werden können, von Vorteil. Und deshalb ist für ihn auch ein freieres und stärkeres Japan von Vorteil. Das hat nichts mit Idealismus zu tun, sondern entspricht der Logik des Trump'schen Konservatismus.

    Mit anderen Worten: Trump wird Japan offensichtlich von seinem derzeitigen beschämenden politischen Status befreien und ihm ermöglichen, sich im Einklang mit seiner Tradition und nationalen Kultur zu entwickeln. Politisch gesehen wird das neue Japan China und Russland im pazifischen Raum im Rahmen einer tripolaren Welt ausgleichen.

    Was die Schreckensszenarien von Armeen neuer Samurai vor unseren Toren angeht, überlassen wir das den professionellen Hysterikern. Bis zur Schaffung einer modernen Armee, die Russland oder China auch nur im Entferntesten bedrohen könnte, ist Japan noch weit entfernt. Und um einen Weltkrieg zu entfesseln, brauchen die Globalisten Japan nicht wirklich, denn sie haben auch ohne Japan genügend Möglichkeiten dazu.

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 30. Oktober 2025 zuerst auf der Website der Zeitung "Wsgljad" erschienen.

    Wladimir Moschegow ist ein russischer Publizist.


    Mehr zum Thema – Das Gedeihen der Kurilen-Inseln wird eines Tages zum Frieden zwischen Russland und Japan führen


    Screenshot_2025_11_02_at_22_53_44_Wahl_von_Sanae_Takaichi_In_Japan_hat_eine_konservative_Revolution_stattgefunden_RT_DE

    Video https://rumble.com/v70lcn4-sanae-takaichi-wird-erste-weibliche-regierungschefin-in-der-geschichte-japa.html Dauer 1:50 Min.


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    02.11.2025

    US-Armee bereitet sich darauf vor, in Venezuela interne Probleme der USA zu lösen

    rtnewsde.site, 2 Nov. 2025 20:50 Uhr, Von Andrei Restschikow

    Die USA verstärken ihre Militärpräsenz im karibischen Raum und führen Kampfübungen in der Nähe der venezolanischen Grenze durch. Obwohl US-Präsident Trump bestreitet, dass Angriffe auf Caracas geplant sind, deuten die militärischen Vorbereitungen auf das Gegenteil hin. Experten zufolge ist die Wahrscheinlichkeit eines Konflikts sehr hoch – Washington plant, damit eine Reihe innenpolitischer Probleme zu lösen.


    Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Nikola Vilic


    Symbolbild: Die USS Gerald R. Ford


    Unter dem Vorwand der "Bekämpfung des Drogenhandels" verstärken die USA weiterhin ihre Militärpräsenz in der Karibik und im östlichen Pazifik, indem sie Kriegsschiffe, Militärflugzeuge und Tausende Soldaten vor der Küste Venezuelas stationieren. Nach Angaben von The Washington Post beläuft sich die geschätzte Stärke des US-Militärkontingents auf 16.000 Mann.

    Die eingesetzte US-Militärgruppe besteht aus acht Schiffen, einem Atom-U-Boot und einem Sondertypschiff. Ebenfalls im Einsatz sind Luftfahrzeuge, darunter der strategische Bomber B-52, Aufklärungsflugzeuge und ein Kampfflugzeug F-35 der fünften Generation. In Kürze werden auch der größte Flugzeugträger der US-Marine, die USS Gerald R. Ford, und fünf Begleitschiffe von Europa aus die Küste Venezuelas erreichen.


    USA mobilisieren 16.000 Soldaten vor der Küste Venezuelas





    USA mobilisieren 16.000 Soldaten vor der Küste Venezuelas







    Auch wenn US-Präsident Donald Trump die Absicht eines Angriffs auf Venezuela bestreitet, verstärken das Ausmaß und die Komplexität der Verlegung von US-Streitkräften die Spekulationen darüber, dass Washington tatsächlich Vorbereitungen für mögliche Angriffe trifft. Darüber hinaus ermächtigte der Chef des Weißen Hauses letzte Woche die CIA, Aktivoperationen gegen die venezolanische Regierung durchzuführen.

    Am Freitag beschuldigte der Präsident der lateinamerikanischen Republik, Nicolás Maduro, die USA, eine Lügengeschichte über Drogenkartelle erfunden zu haben, um einen Angriff auf das Land zu rechtfertigen und einen Regimewechsel zu erzwingen. In Caracas wird die Verstärkung der US-Militärpräsenz in der Nähe von Venezuela verurteilt und als Provokation und Vorbereitung von Sabotageakten gegen Nicolás Maduro bezeichnet.

    Wie die offizielle Vertreterin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, auf ihrem Telegram-Kanal schreibt, sind "die Amerikaner etwas zu weit gegangen", um das Problem des Drogenhandels zu lösen. "Denn die Wurzel des Drogenproblems in den USA liegt in den USA selbst", meint die Diplomatin.

    Maria Sacharowa verwies auf Daten der UN-Behörde für Drogen- und Verbrechensbekämpfung, wonach "der Drogenmarkt in den USA in den letzten 16 Jahren zu einem der am schnellsten wachsenden der Welt geworden ist". "An erster Stelle stehen Methamphetamin und Cannabis. Dank der liberalen Ultras sind die Vereinigten Staaten tief in das verstrickt, was allgemein als "Opioid-Epidemie" bezeichnet wird", präzisierte sie.


    US-Drogenbekämpfung: Sacharowa rät zu "Sonderoperation in Manhattan"





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    Ihr zufolge "liegt die Quelle und Hauptursache dieser Epidemie nicht in Caracas, sondern in Washington", da amerikanische Ärzte, "die durch Verträge mit Pharmaunternehmen gebunden sind, es vorziehen, ihren Patienten keine Medikamente, sondern verschreibungspflichtige Schmerzmittel – Opioide – zu verschreiben, wodurch sie die Nation von legalen Drogen abhängig machen". Darüber hinaus wurden im US-Kongress zwei Gesetzesentwürfe eingereicht, die den Zugang der Bevölkerung zu Drogen erleichtern sollen, und "wenn sie verabschiedet werden, wird der Drogenmarkt in den USA genauso frei reguliert werden wie der Alkoholmarkt".

    "Wenn das Pentagon tatsächlich gegen die Drogenproblematik vorgehen möchte, sollte es den Kampf in San Francisco, Los Angeles und New York beginnen, oder – was noch besser wäre – die Lobbyisten und die großen Pharmaunternehmen ins Visier nehmen. Allerdings würden 16.000 Soldaten dafür sicherlich nicht ausreichen", schreibt Maria Sacharowa.

    Nach Ansicht von Experten könnte ein "begrenzter, siegreicher Krieg" gegen Venezuela unter dem Deckmantel der Bekämpfung des Drogenhandels nicht nur Auswirkungen auf die politische Krise in den USA haben, sondern Trump auch ermöglichen, in Caracas ein freundlich gesinntes politisches Regime zu etablieren und die vollständige Kontrolle über die enormen Ölvorkommen dieses Landes zu erlangen.

    Rafael Orduchanjan, Politologe, Amerikanist und Doktor der Politikwissenschaften, ist der Meinung:

    "Für den US-Präsidenten ist der Krieg eine Fortsetzung der innenpolitischen Krise. Trump steht unter enormem Druck vonseiten der US-Opposition. Leider ist er der Meinung, dass ein 'kleiner, siegreicher Krieg' absolut alle Fehltritte und Versäumnisse seiner Regierung ausgleichen kann."


    USA wollten Maduro kidnappen – Anwerbeversuch von Pilot gescheitert





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    Trumps Misserfolg bei seinem Besuch in China habe noch zusätzliches Öl ins Feuer gegossen. Deshalb müsse der Chef des Weißen Hauses "die Aufmerksamkeit von der Sabotage durch Richter, vom beispiellosen Shutdown" und vielen anderen Problemen ablenken. Der Politologe fügt hinzu:

    "Wenn man die außenpolitischen Misserfolge und die völlige Uneinigkeit innerhalb der USA zusammenzählt, ist die Gefahr, dass ein solcher 'kleiner Krieg' ausbricht, sehr hoch."

    Dem Experten zufolge stellen die Äußerungen zur Bekämpfung des Drogenhandels lediglich einen Vorwand dar. Orduchanjan erläutert:

    "Über kriminelle Strukturen in Venezuela werden maximal 8 Prozent der gesamten in die USA eingeführten Drogen geliefert. Der Großteil der Lieferungen erfolgt aus Mexiko und Kolumbien, aber Trump macht Venezuela zum Ziel."

    Nach Ansicht des Amerikanisten geht es Donald Trump nicht nur darum, Nicolás Maduro zu stürzen, sondern er hat auch "die weltweit größten nachgewiesenen Ölvorkommen im Blick, über die Venezuela verfügt und für deren Verarbeitung Dutzende von Ölraffinerien an der amerikanischen Küste ausgerichtet sind". Es gibt jedoch auch andere Meinungen dazu.

    Der Amerikanist Malek Dudakow sagt dazu:

    "Die Ursache für die Konfrontation geht weit über das Bestreben hinaus, Zugang zu venezolanischem Öl zu gewinnen. Dieser Faktor spielt sicherlich eine Rolle, aber wenn die US-Amerikaner dies wirklich wollten, hätten sie sich mit Nicolás Maduro geeinigt. Bereits zu Zeiten des ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden erhielten US-Unternehmen Lizenzen für die Ölförderung in Venezuela. Daher sind die Gründe hauptsächlich ideologischer Natur. Hinter all dem steht US-Außenminister Marco Rubio, der ein eifriger 'Falke' ist, was Kuba und Venezuela angeht."

    Der Politologe argumentiert:

    "Derzeit befindet sich das Weiße Haus in einer Pattsituation. Einerseits hoffte man dort, dass diese 'psychologische Operation' in Verbindung mit der Verstärkung der Militärressourcen in der Karibik zu einem Machtwechsel in Caracas führen würde, jedoch kam es dort nicht zu einer innenpolitischen Spaltung. Nun muss man entweder zurückweichen oder versuchen, Ziele auf dem Territorium Venezuelas anzugreifen. Wenn es jedoch zu einer Unterbrechung der Ölversorgung auf dem Weltmarkt kommt, wird sich dies auch auf die Preise innerhalb der USA auswirken."

    Dabei weiß niemand genau, wie stabil das militärisch-politische System Venezuelas ist. Dudakow meint:

    Vier Tote bei erneutem US-Angriff auf "Drogenboot" vor Venezuela



    Vier Tote bei erneutem US-Angriff auf "Drogenboot" vor Venezuela






    "Möglicherweise werden die Raketenangriffe zu keinem Ergebnis führen. In diesem Fall würden die USA endgültig ihr Gesicht verlieren, wie im Falle Irans, wo die Raketenangriffe nicht zu einem Machtwechsel und zur Beseitigung des Atomprogramms geführt haben. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass es in Venezuela zu einem ähnlichen Ergebnis kommt. Und für Trumps Rating wäre dies eine ernsthafte Herausforderung."

    Aus Sicht von Rafael Orduchanjan seien lediglich Russland und China in der Lage, Trumps Pläne in Bezug auf Venezuela zu beeinflussen, indem sie ihre Position zur Unzulässigkeit einer militärischen Intervention klar zum Ausdruck bringen. Er betont:

    "Alles deutet darauf hin, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis das militärische Abenteuer gegen Venezuela beginnt. Moskau und Peking sollten eine gemeinsame Taktik und Strategie entwickeln und die USA in ihrem 'Hinterhof' mit politischen und medialen Mitteln bekämpfen."

    Der Politologe erinnerte daran, dass Russland seinerzeit Kuba faktisch "allein mit den USA gelassen" habe und dieser Fehler nicht wiederholt werden dürfe.

    Orduchanjan resümiert:

    "Dies könnte aber nicht nur in gemeinsamen Erklärungen mit Peking zum Ausdruck kommen, sondern auch durch das Auftauchen eines russischen U-Boots in neutralen Gewässern in der Nähe der Küste Venezuelas sowie durch die Präsenz mehrerer chinesischer Kriegsschiffe. Die Flaggendemonstration hätte eine enorme informative und ideologische Wirkung auf ganz Lateinamerika. Darüber hinaus könnte dies die Verhandlungsposition Russlands in der Ukraine-Krise stärken und vor allem einen blutigen Krieg in Venezuela verhindern."

    Übersetzt aus dem Russischen.

    Der Artikel ist am 1. November 2025 zuerst auf der Homepage der Zeitung Wsgljad erschienen.


    Mehr zum Thema -  Venezuela: Die "dämonische Hexe" Machado bietet den USA eine Bestechung für einen neuen Krieg an


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    02.11.2025

    Militäranalyst Bosshard: Das Pulverfass Baltikum kann und muss entschärft werden

    rtnewsde.site, 2 Nov. 2025 19:51 Uhr

    Der Schweizer Historiker und Berufsoffizier Ralph Bosshard schlug bei einem Treffen in Berlin eine Verhandlungslösung zur Deeskalation im Ostbaltikum vor. Die Idee ist nicht ganz neu und wurde 2019 beim deutschen Thinktank SWR diskutiert, wurde aber verworfen.


    Militäranalyst Bosshard: Das Pulverfass Baltikum kann und muss entschärft werdenQuelle: RT © Wladislaw Sankin


    Die Podiumsdiskussion mit Vizeadmiral a. D. Kay-Achim Schönbach, Oberstleutnant a. D. Ralph Bosshard, dem Journalisten Patrik Baab und General a. D. Harald Kujat (von links) in Berlin-Friedrichtsfelde am 31. Oktober 2025


    Der Schweizer Militäranalytiker Ralph Bosshard äußerte sich anlässlich einer Podiumsdiskussion der Modrow-Stiftung in Berlin zu der Möglichkeit einer Deeskalation im Baltikum. Der Bürgerdialog trug den Titel "Europa zwischen Krieg und Frieden – Wird Deutschland zum Schlachtfeld?" Weitere Teilnehmer waren der Journalist Patrik Baab sowie die beiden aus dem aktiven Dienst ausgeschiedenen ranghohen Bundeswehroffiziere Harald Kujat und Kay-Achim Schönbach.

    Auf die Frage eines Journalisten, wie man das Pulverfass Baltikum entschärfen könnte, antwortete Bosshard, dass das Baltikum ein Raum sei, der wie kein zweiter einen Vertrag über konventionelle Streitkräfte benötige, und das rasch. Bosshard zufolge bildet sich gerade eine neue Demarkationslinie zwischen den Mächten. Westlich und östlich davon seien die geografischen Vorbedingungen völlig unterschiedlich.


    Es wird ernst: Moskau wird allen Interessierten Sicherheitsgarantien geben




    Meinung

    Es wird ernst: Moskau wird allen Interessierten Sicherheitsgarantien geben






    Bosshards Empfehlung, um eine drohende Eskalation dieser verfahrenen Situation zu verhindern: eine vertragliche Festlegung zwischen Russland und Weißrussland auf der einen Seite und den Ostseeanrainern auf der anderen Seite, die dazu führt, dass ein militärisches Gleichgewicht erreicht wird. Natürlich mit dem Ziel, dass der Umfang der stationierten Streitkräfte in den kommenden Jahren parallel reduziert wird. Dies wäre laut Bosshard ein Ansatzpunkt, der auf ganz Eurasien ausstrahlen könnte, von Westeuropa bis nach Südostasien. Er rate den westeuropäischen Regierungen, sich an die neuen (multipolaren) Realitäten anzupassen, weil sonst die übrigen eurasischen Staaten den Westen abhängen würden. Die Frage sei ohnehin, ob man den Westen, der seine Bedeutung bereits jetzt verliere, überhaupt noch anhören wolle, selbst wenn er gute Überlegungen einbringe.

    Bosshard ist Oberstleutnant im Generalstab, war in der Vergangenheit Berufsoffizier der Schweizer Armee, u. a. Ausbilder an der Generalstabsschule und Chef der Operationsplanung im Führungsstab der Armee. Nach der Ausbildung an der Generalstabs-Akademie der russischen Armee in den Jahren 2013/14 in Moskau diente er als militärischer Sonderberater des Ständigen Vertreters der Schweiz bei der OSZE, als Senior Planning Officer in der Special Monitoring Mission to Ukraine und als Operationsoffizier in der Hochrangigen Planungsgruppe der OSZE. Zivilberuflich ist Bosshard Historiker mit einem Magister an der Universität Zürich.

    Am Ende seiner Ausführung vor dem Publikum in Berlin sagte der Experte, dass es die Aufgabe eines Generalstabsoffiziers sei, gute Überlegungen in verständlicher Form für die Politik zu präsentieren. Dies sei aber auch in der Schweiz immer seltener der Fall, denn die hohen Militärs sagten nur das, "was die Politiker hören wollen".


    Lawrow offenbart Grundlage für Verhandlungen über Garantien für die Ukraine





    Lawrow offenbart Grundlage für Verhandlungen über Garantien für die Ukraine






    Sein Ansatz erinnert an die Vorschläge von Oberst a. D. Wolfgang Richter, der bereits 2019 ein "subregionales Stabilitätsregime" mit Rüstungskontrolle im Baltikum vorgeschlagen hatte. Ähnlich wie Bosshard hatte Richter damals die Hoffnung gehegt, eine dortige Einigung könnte zum Ansatzpunkt für Sicherheit und Stabilität im gesamten OSZE-Raum werden. Auch Richter hatte in seiner Analyse die geografischen Grundlagen des baltischen Raumes berücksichtigt. Russland habe – so Richter – einerseits einen strategischen Vorteil, weil es im Ernstfall aus der Tiefe des Raumes heraus angreifen könne, andererseits sei es durch die Exklave Kaliningrad sehr exponiert. Die NATO wiederum verfüge zwar über eine konventionelle Überlegenheit in Europa, dafür seien aber ihre Nachschublinien ins Baltikum gefährdet.

    Richter war damals der Auffassung gewesen, dass ein regionaler Konflikt im Baltikum nicht eingegrenzt werden könne, sollte er ausbrechen. Angesichts der militärischen Möglichkeiten beider Lager außerhalb der baltischen Subregion müssten die angezielten Stabilitätsmaßnahmen (also etwa Truppenbeschränkungen) weitere Gebiete als nur diejenigen unmittelbar an der Grenze liegenden umfassen. Die Rede war 2019 von bis zu 600 Kilometern in beide Richtungen gewesen. Richters Vorschläge bezüglich einer konventionellen Rüstungs- und Stationierungskontrolle wurden allerdings nie verwirklicht, stattdessen verschärften sich spätestens mit der Ausweitung des Ukraine-Konflikts 2022 die Spannungen im Baltikum.

    Derzeit allerdings verläuft die Entwicklung im Baltikum weiterhin in Richtung Eskalation. Die baltischen Staaten sowie Finnland und Polen bereiten gerade den Austritt aus der Ottawa-Konvention vor, die den Einsatz von Antipersonenminen verbietet, oder sind bereits teilweise ausgetreten (RT DE berichtete). Und die Stationierung von NATO-Truppen im Baltikum, allen voran die Bundeswehr mit der Panzerbrigade 45 in Litauen, schreitet voran. Die Balten wiederum befürchten, dass die Neuordnung von Russlands Militärbezirken zu einer Stationierung russischer Truppen in grenznahen Gebieten führen könnte.


    Mehr zum Thema – Nach Drohungen gegen Kaliningrad-Transit: Russland warnt Litauen vor "Provokation"


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    02.11.2025

    "Wahlen sind keine innerstaatliche Angelegenheit" – Der Westen sieht sich zur Einmischung berechtigt

    rtnewsde.site, 2 Nov. 2025 17:57 Uhr Von Wassili Piskarjow

    Der Westen missachtet Grundsätze der Staatssouveränität und rechtfertigt seinen Druck auf nationale Demokratien. Auch Versuche, Druck auf die russischen Wähler auszuüben, werden zunehmen.


    Quelle: Sputnik © Wladimir Fedorenko/ RIA Nowosti/


    Wassili Piskarjow, Vorsitzender der Kommission der Staatsduma zur Untersuchung der Einmischung ausländischer Staaten in die inneren Angelegenheiten Russlands.


    Kürzlich wurde in Prag im Rahmen der 29. Konferenz des Forums 2000 eine provokante These geäußert: "Wahlen sind nicht mehr nur eine innerstaatliche Angelegenheit". Die Teilnehmer der in Russland als unerwünscht eingestuften Organisation "Europäische Plattform für demokratische Wahlen" (EPDE) plädierten ganz offen für eine direkte Einmischung in Wahlen in denjenigen Ländern, in denen die Wähler ihrer Meinung nach "falsch" abstimmen, wobei sie natürlich in erster Linie Russland im Sinn hatten.

    Diese Organisation ist uns wohlbekannt. Unter dem Deckmantel der unabhängigen Beobachtung und Überwachung von Wahlverstößen hat sich die EPDE wiederholt in unsere Wahlen eingemischt. Da sie nun nicht mehr in unserem Land zugelassen ist, versucht sie, eine theoretische Grundlage für ihr angeblich legitimes Recht zu schaffen, den Wählern anderer Staaten ihren Willen aufzuzwingen. Grundsätze der Staatssouveränität werden dabei völlig außer Acht gelassen. Und das ist nicht nur Rhetorik – es ist ein Versuch, globalen Druck auf nationale Demokratien zu rechtfertigen.


    "Dreckigste Kampagne in der Geschichte Moldawiens": Opposition erkennt Wahlergebnis nicht an



    "Dreckigste Kampagne in der Geschichte Moldawiens": Opposition erkennt Wahlergebnis nicht an





    Wie das in der Praxis funktioniert, zeigen zum Beispiel die jüngsten Ereignisse in Rumänien: Dort wurden die Wahlergebnisse einfach annulliert, weil die Wähler nicht für den Kandidaten gestimmt hatten, den die EU-Beamten gerne als Sieger gesehen hätten. In Moldawien ging man sogar weiter: Die rechtmäßig gewählte und beim Volk beliebte Politikerin und Leiterin des autonomen Gebiets Gagausien, Evghenia Guțul (Guzul), wurde ins Gefängnis gebracht. Solche Vorgehensweisen sind, gelinde gesagt, rechtswidrig, aber man versucht, sie als "Einhaltung von Standards" darzustellen.

    Westliche "Aktivisten" und die hinter ihnen stehenden Herrschaftskreise scheuen sich nicht mehr, ihre Masken fallen zu lassen. Ihre Mantras über "demokratische Standards" haben keinen Einfluss mehr auf Wähler in anderen Ländern. Diese wollen vielmehr selbst entscheiden und so wählen, wie sie es für richtig halten. Ich möchte darauf hinweisen, dass das angeführte Beispiel nur ein Teil eines umfassenderen Trends ist, bei dem die Globalisierung zur geopolitischen Kontrolle genutzt wird. Historische Analogien – von den "Farbrevolutionen" bis zu den heutigen illegalen Sanktionen – zeigen, dass Länder ohne einen starken Schutz ihrer Souveränität Gefahr laufen, ihre Unabhängigkeit zu verlieren.

    Mit ähnlichen Ansätzen, wie sie die EPDE vorschlägt, wurden wir bereits vor zwei Jahren konfrontiert, als der ehemalige Mitarbeiter des US-Außenministeriums Richard Fontaine in der Zeitschrift Foreign Affairs vorschlug, eine Art "NATO der demokratischen Wahlen" zu schaffen, um Russland und China entgegenzuwirken. Formal ging es darum, der angeblichen Einmischung unserer Länder in die westlichen Wahlen entgegenzuwirken, wobei jedoch niemand Beweise dafür vorlegen konnte. In Wirklichkeit zielte dies jedoch darauf ab, die Möglichkeit zu haben, sich in die Angelegenheiten anderer Länder einzumischen und mit allen Mitteln Druck auszuüben, um die eigenen Ziele zu erreichen.


    Schweiz: Manipuliertes Ja? Gegner fordern Wiederholung der E-ID-Abstimmung





    Schweiz: Manipuliertes Ja? Gegner fordern Wiederholung der E-ID-Abstimmung






    Und welche "Schutzmaßnahmen" wurden vorgeschlagen? Die Ideen reichten von der koordinierten Verhängung neuer Sanktionen gegen natürliche und juristische Personen sowie der Ausweisung von Diplomaten bis zu "offensiven Cyberoperationen". Einige werden natürlich sagen: "Hört nicht auf diese Falken, sie dramatisieren die Lage immer absichtlich". Doch heutzutage, als der Westen von kriegerischen Äußerungen zu einer direkten Unterstützung von Militäraktionen gegen unser Land übergegangen ist, erscheinen solche Äußerungen keineswegs mehr als leere Rhetorik.

    Daher ist es meiner Meinung nach keine Übertreibung, vorauszusagen, dass die Versuche, Druck auf unsere Wähler auszuüben, nur zunehmen werden, je näher der Wahlkampf 2026 rückt. Und all dies bestätigt einmal mehr die Richtigkeit der gesetzgeberischen Maßnahmen, die in Russland in den vergangenen Jahren ergriffen wurden. So haben wir die Möglichkeiten ausländischer Agenten, feindselige Aktivitäten zu betreiben, deutlich eingeschränkt. Des Weiteren wurden die Voraussetzungen für die Ausweisung subversiver ausländischer Organisationen staatlicher wie nicht staatlicher Natur geschaffen sowie die Strafbarkeit extremistischer, auf Sabotage abzielender und terroristischer Delikte in erheblichem Maße verschärft. Diese Tätigkeit zum Schutz der staatlichen Souveränität und zur Gewährleistung der Sicherheit unseres Landes wird sich fortsetzen.

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 29. Oktober 2025 zuerst auf der Homepage der Rossijskaja Gaseta erschienen.


    Mehr zum ThemaParlamentswahl in Moldawien: Wahleinmischung der EU ausdrücklich willkommen


    Screenshot_2025_11_02_at_22_32_17_Wahlen_sind_keine_innerstaatliche_Angelegenheit_Der_Westen_sieht_sich_zur_Einmischung_berechtigt_RT_DE

    Video https://rumble.com/v70je9m-anti-spiegel-tv-der-bericht-eines-osze-wahlbeobachters-ber-die-wahlen-in-mo.html Dauer 16:44 Min.


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    02.11.2025

    Die post-US-amerikanische Welt wird zur Realität

    rtnewsde.site, 2 Nov. 2025 19:02 Uhr, Von Alexander Jakowenko

    Der Kontrast zwischen dem Jahr, in dem die COVID-19-Pandemie ausbrach und Trump in seiner ersten Amtszeit versuchte, China als Quelle der globalen "Ansteckung" zu isolieren, und der aktuellen Pietät gegenüber seinem Gesprächspartner, mit dem er ganz offensichtlich auf Augenhöhe sprach, ist bemerkenswert. Dabei sind nur fünf Jahre vergangen.


    Quelle: AP © Mark Schiefelbei


    Präsident Donald Trump (links) und der chinesische Präsident Xi Jinping geben sich vor ihrem Treffen am Donnerstag, 30. Oktober 2025, am Gimhae International Airport in Busan, Südkorea, die Hand.


    Die Verhandlungen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping in Busan fielen mit nur einer Stunde und 40 Minuten recht kurz aus. Dabei hatten die US-Amerikaner offenbar mehr erwartet – die Liste der auf ihrer Tagesordnung stehenden Themen war ziemlich umfangreich. Wie immer sind diejenigen Themen am wichtigsten, die aufgrund mangelnder Fortschritte bei der Annäherung der Standpunkte nicht diskutiert oder von den Parteien nicht erwähnt wurden. Dazu gehören die Ukraine-Krise, Chinas Erwerb russischer Energieressourcen und die Drohung Washingtons, ab dem 1. November hundertprozentige Zölle auf alle chinesischen Exporte in die USA zu erheben. Was den letzteren Punkt betrifft, so wurde diese Frage bei den Verhandlungen der Parteien in Kuala Lumpur geklärt, nach deren Abschluss US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, dass die Einführung solcher Zölle nicht mehr erforderlich sei. Im Übrigen beschränkte man sich auf geringfügige Kompromisse (bis hin zur Wiederaufnahme der Käufe von US-Sojabohnen durch China) oder Zugeständnisse Trumps.


    Xi-Trump-Treffen: Atempause im Handelskonflikt, aber der große Wurf blieb aus




    Analyse

    Xi-Trump-Treffen: Atempause im Handelskonflikt, aber der große Wurf blieb aus






    In jedem Fall geschah dies nach dem Ende des Plenums des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas am 23. Oktober, dessen Ausgang Trump mit seinem Bluff zu beeinflussen versuchte – schließlich ging es um den Totalabbruch aller Handelsbeziehungen im Wert von mehr als 400 Milliarden US-Dollar mit katastrophalen Folgen für die USA selbst. Aber es hat nichts gebracht: Die Position des chinesischen Führers wurde nur gestärkt; es erfolgte eine Säuberung von Kompradoren-Elementen in der Führung des Landes und im Militär. Schließlich wurde auch die Balance zwischen Markt und zentraler Steuerung in der sozioökonomischen Entwicklung hergestellt.

    Der Kontrast zwischen dem Jahr, in dem die COVID-19-Pandemie ausbrach und Trump in seiner ersten Amtszeit versuchte, China als Quelle der globalen "Ansteckung" zu isolieren, und der aktuellen Pietät gegenüber seinem Gesprächspartner, mit dem er ganz offensichtlich auf Augenhöhe sprach, ist bemerkenswert. Dabei sind nur fünf Jahre vergangen. Woraus resultieren sich diese Veränderungen und welche weiterreichenden geopolitischen Konsequenzen hat die neue Realität (die auch als Normalität bezeichnet werden kann) für die Beziehungen zwischen den USA und China?

    Angesichts der diesjährigen Zollanhebung reagierte Peking mit einer Verschärfung der Exportlizenzen für Seltenerdmetalle und daraus hergestellte Produkte, darunter Magnete, ohne die keine moderne Industrie auskommt – sei es die Automobil- oder die Rüstungsindustrie. Anscheinend konnten die Parteien in Kuala Lumpur ihre Spannungen vorübergehend beilegen – damit sich die beiden Staatschefs überhaupt treffen konnten. Aber es wurde nichts unterzeichnet, und es handelt sich lediglich um vorläufige Vereinbarungen – die Tür für eine Konfrontation bleibt offen, und es ist nicht schwer zu erraten, wer wen in ständiger Spannung hält: natürlich derjenige, der über Ressourcen wie Seltenerdmetalle verfügt.


    China-USA-Treffen: Trump verkündet Beilegung des Streits um Seltene Erden





    China-USA-Treffen: Trump verkündet Beilegung des Streits um Seltene Erden






    Ein weiterer Punkt: China konnte in nur einem Jahr enorme Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz und der Herstellung von Mikrochips für entsprechende Geräte erzielen. Dabei erfolgte dieser Sprung nicht nur rasant (dazu trug die Anhäufung einer kritischen Masse an technologischen Durchbrüchen bei, darunter die Rückkehr chinesischer Wissenschaftler und Ingenieure aus den USA, die dort als Agenten chinesischen Einflusses und sogar als Spione verfolgt wurden), sondern auch qualitativ, was die Vielfalt und Offenheit der chinesischen Entwicklungen (DeepSeek usw.) betrifft. Letzteres führt zu einer Schwächung dieses Sektors in den USA, wo Jahre und enorme Mittel investiert wurden, um die Dominanz in dieser neuen Entwicklungsphase der Welttechnologie zu sichern.

    Die Frage ist jedoch noch umfassender und fundamentaler. Wie der jüngste Bericht der RAND Corporation mit dem Titel "Stabilisierung der Rivalität zwischen den USA und China" zeigt, ist es an der Zeit, sich zwischen einer Konfrontation mit ihren unvorhersehbaren Folgen (die Perspektive für Russland, über einer solchen Konfrontation zu stehen, wurde in der Studie nicht berücksichtigt) und einem Übergang zur Entspannung analog zur sowjetisch-US-amerikanischen – und sogar zum "Europäischen Konzert", das das Ergebnis des Sieges über Napoleon Bonaparte und der entscheidenden Rolle des russischen Zaren Alexanders I. auf dem Wiener Kongress 1815 war. Auch hier wird der letzte Aspekt außer Acht gelassen, obwohl er nicht zuletzt auf die zivilisatorische Besonderheit der russischen Diplomatie hinweist, die das besiegte Frankreich als gleichberechtigten Partner der Siegermächte an den Tisch der europäischen Politik gebracht hat. Man denke nur daran, wie Russland nach dem Ende des Kalten Krieges behandelt wurde, obwohl es diesen Krieg nicht verloren, sondern lediglich den Austritt daraus erklärt hatte (zudem kam es in Russland zu einem Regimewechsel): Wir wurden mit der NATO-Erweiterung "bestraft" – eine Entscheidung, die der weitsichtige George Kennan als "die fatalste" bezeichnete, was wir derzeit live miterleben.

    Die Berichterstatter loben die sowjetischen Innovationen im Bereich der "friedlichen Koexistenz", sei es in den 1920er- oder 1950er-Jahren. Genau darum geht es derzeit. Interessanterweise wird dabei nicht verschwiegen (um diese Idee dem US-Establishment "schmackhaft zu machen"!), dass die "Entspannungspolitik" zum Zusammenbruch der Sowjetunion beitrug, deren Führung kein positives Programm für eine interne Transformation hatte. Der Unterschied zu damaliger "Entspannung" besteht jedoch darin, dass China bereits eine ähnliche Transformation hinter sich hat. Man kann also sagen, dass Chinas "friedlicher Aufstieg" im Rahmen der vierzigjährigen Globalisierung für das Land bereits eine solche "Entspannung" war.


    Trump vor Treffen mit Xi: Handelsabkommen viel besser als Streit





    Trump vor Treffen mit Xi: Handelsabkommen viel besser als Streit






    Nun wird vorgeschlagen, eine weitere Verschärfung der Beziehungen zu China zu vermeiden, sei es in Bezug auf Taiwan, die Probleme im Südchinesischen Meer oder den technologischen Wettbewerb. Ohne Lösungen für die angehäuften Probleme zu finden, sollen vielmehr Kontakte auf verschiedenen Ebenen geknüpft werden, um das Verhalten Pekings berechenbar zu machen. Aber bisher zeigt die chinesische Seite ein klares Verständnis dafür, dass gerade Unsicherheit in der US-amerikanischen Politikkultur nicht toleriert wird und als Element der Zurückhaltung in den Beziehungen zu Washington wirken kann. Am deutlichsten lässt sich diese Taktik in den Kontakten auf militärischer Ebene beobachten. Daher ist es schwer vorstellbar, dass China, das sich seiner Macht und der Schwächen der USA durchaus bewusst ist, sich in ein "Entspannungsnetz" verstricken lässt, zumal man in Peking weiterhin die Erfahrungen der Sowjetunion sorgfältig analysiert.

    Wenn man Parallelen zieht, so befinden sich die USA – trotz Trumps Forschheit – gegenüber China derzeit in einer ähnlichen Position wie die UdSSR/Russland gegenüber den USA in den 80er- und 90er-Jahren. Strategisch wird die Lage Washingtons dadurch erschwert, dass Russland mit einem enormen Vorsprung im Bereich der nuklearen Abschreckung auf dem Vormarsch ist. Im Grunde genommen handelt es sich um einen Dritten Weltkrieg, in dem die US-Amerikaner an zwei Fronten kämpfen. Ja, es ist richtig, dass Russland wie im August 1914 mit seiner Sonderoperation in der Ukraine China (wie damals den Entente-Alliierten) einen womöglich entscheidenden Zeitvorteil bescherte und gleichzeitig den Weg für die Lösung des Taiwan-Problems ebnete, das nach dem Krieg von 1895 erstmals Japan angegliedert worden war.

    Die Aufzählung der Unterschiede zur Situation "Entspannung 1.0" ist damit noch nicht abgeschlossen. Der "historische Westen" zerfällt in seine geografischen Segmente, die unweigerlich in ihren eigenen Regionalstrukturen versinken. Wie für die Länder des Globalen Südens und Ostens, so stehen auch für Japan und Südkorea die Interessen der eigenen Entwicklung im Vordergrund, und damit die Aufrechterhaltung der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu Russland und China, mit denen jeder einen Handelsumsatz von mehr als 300 Milliarden US-Dollar erzielt (und dieser ist ausgeglichen!). Anstatt zehn Milliarden US-Dollar in die Produktion in den USA zu investieren, verhandelt das Unternehmen Toyota über eine Rückkehr nach Russland. Und Trump musste die Bedeutung der Energiebeziehungen Tokios und Pekings zu Russland anerkennen. Die Forderungen an Japan und Südkorea, 500 bzw. 350 Milliarden US-Dollar in die USA zu investieren, darunter auch in den Schiffbau, lösen in beiden Ländern negative Emotionen aus – als würde eine mittelalterliche Tributzahlung erhoben.

    Betrachtet man die Länder Südostasiens (die "Top Ten" der Vereinigung südostasiatischer Staaten, ASEAN), so entfällt auf sie etwa eine Billion US-Dollar von Chinas Außenhandelsvolumen in Höhe von insgesamt sechs Billionen US-Dollar. Doch die wirtschaftliche Verflechtung dieser Region mit China geht noch viel tiefer: Auf sie und sechs Länder des Nahen Ostens erstreckt sich das von Peking initiierte System der sofortigen digitalen Zahlungen, das erhebliche Kosteneinsparungen ermöglicht, aber vor allem langfristig 38 Prozent des weltweiten Handels aus dem US-Dollar-Umsatz herausnimmt. Medienberichten zufolge scheint die neue japanische Premierministerin Sanae Takaichi bereit zu sein, gemeinsam mit Seoul ein ähnliches Abrechnungssystem mit Peking in einem trilateralen Format einzuführen. All dies kommt zu den Maßnahmen hinzu, die in diesem Bereich von der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) und der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) ergriffen werden.


    Trumps Versuch, Chinas Beziehungen mit Russland zu untergraben, wird diese nur festigen





    Meinung

    Trumps Versuch, Chinas Beziehungen mit Russland zu untergraben, wird diese nur festigen





    Möglicherweise ist das der Grund, warum Trump nicht am Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) teilgenommen hat – an diesem " Fest", bei dem sich die US-Amerikaner plötzlich fremd fühlten, bei dem trotz der Herzlichkeit und des Scheinmutes der verbündeten Beziehungen längst alles "in trockenen Tüchern" ist. Wie der ehemalige US-Präsident Bill Clinton sagte: "It's the economy, stupid!", nur jetzt auf regionaler und globaler Ebene. So kommt es zu einer beschleunigten Abkopplung ganz Ostasiens und einer noch viel größeren Region von der Pax Americana (Australien ist keine Ausnahme), während in den USA selbst ein wirtschaftlicher Zusammenbruch bevorsteht, der durch den Einbruch des Aktienmarktes ausgelöst wird und eine echte Reindustrialisierung des Landes in Gang setzen wird. Und niemand möchte davon betroffen sein.

    Dass Trump nach dem Treffen mit Xi einigermaßen still wirkte, kann nur eines bedeuten: Dort, in Ostasien, begegnete er nicht dem Phantom (das schon seit Langem über den USA schwebt), sondern der Realität der post-US-amerikanischen Welt. Dort wurde er zwar noch nicht gefragt, wer er eigentlich ist und was die USA bedeuten, aber auch das steht kurz bevor.

    Die Haltung dort ähnelt einer Karawane, die an den USA und den geopolitischen Fantasien ihrer Eliten vorbeizieht. Daraus resultiert auch die Haltung zum Ukraine-Konflikt: "Lasst sie kämpfen", das heißt, man solle alles dem natürlichen Lauf der Dinge überlassen, damit der Stärkere siegt. Und dann stellen gute Beziehungen zum Kreml keinen Luxus dar, sondern sind fast schon ein kategorischer Imperativ im Sinne Immanuel Kants ("Das Thema Kaliningrad ist für die NATO vom Tisch"). Und wenn das Gespräch mit Xi nicht ausreichte, dann sollten die Berichte über unsere beiden strategischen Drohnensysteme Trump klarmachen, dass sich die Welt unwiderruflich verändert hat und dass Eintrittspreis dafür die Achtung der Rechte und Interessen anderer, nicht weniger starker und nicht weniger souveräner Mächte ist. Man muss auch etwas zu bieten haben und nicht versuchen, wie in alten Zeiten geopolitische Vorteile zu erzielen.

    Auf der anderen Seite entwickelt die RAND Corporation weiterhin Strategien, die den Eindruck erwecken sollen, dass – abgesehen von einer drastischen Kursänderung  – noch etwas unternommen werden kann, obwohl im Grunde genommen alles bereits entschieden ist. Es bleibt zu hoffen, dass China gegenüber den Vereinigten Staaten nicht ebenso unerbittlich sein wird, wie die Briten gegenüber China während der Opiumkriege auftraten. Früher oder später werden die USA erkennen müssen, dass die eigentliche Ressource der Außenpolitik die innere Verfassung des eigenen Landes ist, und genau damit muss man beginnen. Darin besteht wahrscheinlich die Mission von "Trump, dem Zerstörer" (Anthony Scaramucci). Bereits 2014 räumte Francis Fukuyama ein, dass die USA ohne institutionelle Umwälzungen nicht zu heilen seien. Wir wissen das aus eigener Erfahrung. So funktioniert die Welt. Und darin liegt auch der Preis für die fatale Entscheidung von 1994 zur NATO-Erweiterung, die die Transformation der USA auf die lange Bank geschoben hat, ohne die sie die Realität ihres Landes, das seit Jahrzehnten in der Hyperrealität der Finanzialisierung existiert, nicht finden können.


    Mehr zum Thema - Trump in Japan: Gespräche über Seltene Erden

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 1. November 2025 zuerst bei RIA Nowosti erschienen.


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    02.11.2025

    Bericht: Der syrische Staatschef al-Scharaa wird Washington besuchen

    rtnewsde.site, 2 Nov. 2025 11:22 Uhr

    Seit er im vergangenen Dezember al-Assad die Macht entrissen hat, unternahm al-Scharaa eine Reihe von Auslandsreisen. Seine Übergangsregierung ist bestrebt, die Beziehungen Syriens zu den westlichen Mächten wiederherzustellen, die Damaskus während der Assad-Zeit gemieden hatten.


    Bericht: Der syrische Staatschef al-Scharaa wird Washington besuchenQuelle: AP © Bandar Aljaloud


    Auf diesem vom saudischen Königspalast zur Verfügung gestellten Foto schüttelt der amtierende Präsident Syriens, Ahmed al-Scharaa, US-Präsident Donald Trump in Riad, Saudi-Arabien, am Mittwoch, 14. Mai 2025, die Hand. Im Vordergrund rechts steht der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman.


    Der Sonderbeauftragte der Vereinigten Staaten für Syrien, Tom Barrack, erklärte am Samstag, dass der selbst ernannte Präsident Syriens, Ahmed al-Scharaa, voraussichtlich Washington besuchen werde.

    Während dieses Besuchs werde Syrien "hoffentlich" der von den USA geführten "Koalition zum Kampf gegen den Islamischen Staat" beitreten. Dies teilte Barrack Reportern am Rande des jährlich stattfindenden Manama-Dialogs in Bahrain mit. Bei dieser internationalen Konferenz geht es um Sicherheit und Geopolitik.


    Nahost-Strategie: Kann der Irak Syrien für Russland ersetzen?





    Meinung

    Nahost-Strategie: Kann der Irak Syrien für Russland ersetzen?





    Es wäre al-Scharaas zweiter Besuch in den Vereinigten Staaten nach seiner Rede vor der UN-Generalversammlung in New York im September.

    Seit er im vergangenen Dezember Baschar al-Assad die Macht entrissen hat, unternahm al-Scharaa eine Reihe von Auslandsreisen, da seine Übergangsregierung bestrebt ist, die Beziehungen Syriens zu den westlichen Mächten wiederherzustellen, die Damaskus während der Assad-Zeit gemieden hatten.

    Syrien ist kein Mitglied der im Jahr 2014 gegründeten, von den USA angeführten "Koalition zur Bekämpfung der militanten Gruppe Islamischer Staat". Die USA hatten damals unter dem Deckmantel der Bekämpfung des IS Ölfelder in Syrien besetzt und gegen den ehemaligen Präsidenten Assad agiert, der mithilfe Irans und Russlands gegen Islamisten in Syrien gekämpft hatte.

    Auf dem Höhepunkt seiner Macht zwischen den Jahren 2014 und 2017 kontrollierte der Islamische Staat etwa ein Drittel von Syrien und dem Irak, wo er seine extreme Auslegung der islamischen Scharia durchsetzte und für seine schockierende Brutalität bekannt wurde.

    Im Juni berichteten die Medien in der Region, die IS habe versucht, den Sturz Assads auszunutzen, um ein Comeback in Syrien und im benachbarten Irak zu inszenieren.


    Mehr zum Thema – Syrischer Staatschef fordert "Neudefinition" der Beziehungen zwischen Russland und Syrien


    Screenshot_2025_11_02_at_22_16_53_Bericht_Der_syrische_Staatschef_al_Scharaa_wird_Washington_besuchen_RT_DE

    Video https://rumble.com/v70de06-moskau-damaskus-erstes-spitzentreffen-seit-dem-machtwechsel-in-syrien.html Dauer 1:31 Min.


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    02.11.2025

    Wegen der "Tötung von Christen": Trump droht Nigeria mit US-Militärschlägen

    rtnewsde.site, 2 Nov. 2025 09:39 Uhr

    Mit seinen Drohgebärden gegen Venezuela treibt Trump Südamerika bereits in eine gefährliche Lage. Nun hat er auch Nigeria mit einem Militäreinsatz gedroht. Als Grund nannte er die "Tötung von Christen".


    Quelle: AP © Manuel Balce Ceneta


    Präsident Donald Trump spricht zu den Medien, nachdem er am Freitag, dem 31. Oktober 2025, auf dem Weg nach Florida an Bord der Air Force One auf der Joint Base Andrews in Maryland gegangen ist.


    US-Präsident Donald Trump erklärte am Samstag, er habe das Verteidigungsministerium gebeten, sich auf mögliche "rasche" Militäraktionen in Nigeria vorzubereiten, falls das westafrikanische Land nicht gegen "die Ermordung von Christen" vorgeht.

    Die US-Regierung werde außerdem unverzüglich alle Hilfsleistungen und Unterstützung für Nigeria, das bevölkerungsreichste Land Afrikas und führender Ölproduzent, einstellen, erklärte Trump in einem Beitrag auf Truth Social.

    Sollten die Vereinigten Staaten Streitkräfte entsenden, würden diese "mit gezückten Waffen" vorgehen, um die islamistischen Terroristen, die diese schrecklichen Gräueltaten begehen, vollständig auszurotten, schrieb Trump, ohne konkrete Beweise für die schlechte Behandlung von Christen in Nigeria vorzulegen.

    Trump bezeichnete Nigeria als "in Ungnade gefallenes Land" und warnte dessen Regierung, sie müsse schnell handeln. "Wenn wir angreifen, wird es schnell, brutal und süß sein, genau wie die Terroristen unsere GELIEBTEN Christen angreifen!", schrieb er.

    Abuja reagierte nicht sofort auf Trumps Drohung mit militärischen Maßnahmen. Auch das Weiße Haus äußerte sich zunächst nicht zum möglichen Zeitpunkt einer möglichen US-Militäraktion. Worauf sich das Wort "süß" bezog, wurde nicht ganz klar. Vermutlich bezieht sich der Republikaner damit aber auf den erhofften Erfolg der Militäraktion.

    Obwohl das US-Verteidigungsministerium Reuters für eine Stellungnahme zu Trumps Drohung an das Weiße Haus verwies, veröffentlichte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth einen eigenen Beitrag in den sozialen Medien.


    US-Medien: Washington bereitet präzise Militärschläge gegen Venezuela vor





    US-Medien: Washington bereitet präzise Militärschläge gegen Venezuela vor






    "Das Kriegsministerium bereitet sich auf Maßnahmen vor", schrieb Hegseth auf X. "Entweder schützt die nigerianische Regierung die Christen, oder wir töten die islamistischen Terroristen, die diese schrecklichen Gräueltaten begehen."

    Trumps Beitrag zu Nigeria erschien einen Tag, nachdem die US-Regierung das Land wieder auf die Liste der "Länder von besonderer Bedeutung" gesetzt hatte. Auf dieser Liste stehen Länder, die nach Ansicht der USA die Religionsfreiheit verletzen. Auf dieser Liste stehen außerdem China, Myanmar, Nordkorea, Russland und Pakistan.

    Vor der Veröffentlichung von Trumps Drohung hatte der nigerianische Präsident Bola Ahmed Tinubu am Samstag zuvor Behauptungen über religiöse Intoleranz zurückgewiesen und die Bemühungen seines Landes zum Schutz der Religionsfreiheit verteidigt.

    "Die Charakterisierung Nigerias als religiös intolerant spiegelt weder unsere nationale Realität wider, noch berücksichtigt sie die konsequenten und aufrichtigen Bemühungen der Regierung, die Religions- und Glaubensfreiheit aller Nigerianer zu schützen", sagte Tinubu in einer Erklärung und verwies dabei auf "verfassungsrechtliche Garantien zum Schutz der Bürger aller Glaubensrichtungen".

    Die Präsenz des US-Militärs in Westafrika wurde erheblich reduziert, als im vergangenen Jahr etwa 1.000 Soldaten aus Niger abgezogen wurden. Zwar sind manchmal kleine Truppengruppen der USA in der Region stationiert, um an Manövern teilzunehmen, doch die größte US-Militärbasis auf dem Kontinent befindet sich in Ostafrika in Dschibuti, wo über 5.000 Soldaten stationiert sind und von wo aus Operationen in der Region durchgeführt werden.

    Ohne Belege zu nennen, hatte Trump schon am Freitag in seinem Onlinedienst behauptet, Christen stünden in Nigeria einer "existenziellen Bedrohung" gegenüber. "Tausende Christen" würden in dem Land getötet, und "radikale Islamisten" seien "für dieses Massenabschlachten verantwortlich".

    Nigeria, in dem 200 ethnische Gruppen leben, die das Christentum, den Islam und traditionelle Religionen praktizieren, blickt auf eine lange Geschichte friedlicher Koexistenz zurück, hat jedoch auch immer wieder Gewaltausbrüche zwischen den Gruppen erlebt, die oft durch ethnische Spaltungen oder Konflikte um knappe Ressourcen verschärft wurden.

    Die extremistische islamistische bewaffnete Gruppe Boko Haram hat auch den Nordosten Nigerias terrorisiert, eine Rebellion, die in den letzten 15 Jahren Zehntausende Menschen das Leben gekostet hat. Menschenrechtsexperten sagen, dass die meisten Opfer von Boko Haram Muslime waren.


    Mehr zum Thema – Washington Post: Venezuela bittet Russland, China und Iran um militärische Hilfe


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    Video https://rumble.com/v70oe7a-maduro-zu-us-drohungen-niemand-sollte-sich-mit-uns-anlegen.html Dauer 2:24 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://rtnewsde.site/international/260608-wegen-toetung-von-christen-trump/


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    02.11.2025

    Worauf basiert der Kotau der Japaner gegenüber den USA?

    rtnewsde.site, 2 Nov. 2025 10:04 Uhr, Von Geworg Mirsajan

    Der Besuch von US-Präsident Donald Trump in Japan war geprägt von zahlreichen Zeichen dafür, wie sehr Tokio bereit ist, allen Launen Washingtons entgegenzukommen. Es wurde der Beginn eines "goldenen Zeitalters" in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern angekündigt.


    Worauf basiert der Kotau der Japaner gegenüber den USA?© Andrew Harnik/Getty Images


    US-Präsident Donald Trump und die japanische Premierministerin Sanae Takaichi während eines Treffens am 28. Oktober 2025 im Akasaka-Palast in Tokio, Japan.


    Am 28. Oktober 2025 traf sich US-Präsident Donald Trump in Tokio mit der neuen japanischen Premierministerin Sanae Takaichi. Und dieser Besuch war eine einzige Demonstration.

    Vor allem eine Demonstration der treuen Gefühle, die Sanae Takaichi gegenüber Donald Trump und den USA insgesamt hegt. So lobte sie beispielsweise den US-amerikanischen Präsidenten in den höchsten Tönen. Sie erklärte:

    "In so kurzer Zeit ist die Welt friedlicher geworden. Ich war sehr beeindruckt und inspiriert von Ihnen, Herr Präsident."

    Takaichi fügte hinzu, dass sie Trump für den Friedensnobelpreis nominieren werde.

    Die japanische Regierungschefin versuchte, auf Donald Trumps menschliche Sympathien zu setzen. Es ist kein Geheimnis, dass der Chef des Weißen Hauses ein sehr gutes Verhältnis zu Frau Takaichis politischem Mentor, dem ehemaligen japanischen Premierminister Shinzō Abe (der 2020 aus dem Amt schied und 2022 ermordet wurde), hatte. Da Sanae Takaichi dies wusste, sprach sie mit Trump nicht nur über Abe, sondern setzte in den Verhandlungen auch denselben Dolmetscher ein, der zuvor bei den Verhandlungen zwischen dem US-amerikanischen Präsidenten und dem japanischen Premierminister zugegen gewesen war.


    Takaichi schenkt Trump Golfschläger – USA und Japan schließen Abkommen zu Seltenen Erden




    Takaichi schenkt Trump Golfschläger – USA und Japan schließen Abkommen zu Seltenen Erden






    Sie versuchte, auf seine wirtschaftlichen Präferenzen einzugehen. Im Rahmen des im Juli unterzeichneten Handelsabkommens verpflichtete sich Japan, 550 Milliarden US-Dollar in die US-amerikanische Wirtschaft zu investieren: in die Herstellung von Halbleitern, den Abbau von Bodenschätzen und so weiter. Bislang ist jedoch unklar, wie diese Verpflichtung erfüllt werden soll.

    Ja, Toyota beabsichtigt, Geld in die US-amerikanische Autoindustrie zu investieren – aber das sind nur etwa zehn Milliarden US-Dollar. Hitachi hat mit dem US-Handelsministerium einen Vertrag über die Förderung von Investitionen in die Modernisierung der US-amerikanischen Netze unterzeichnet – aber das sind vorläufig nur eine Milliarde US-Dollar. Woher der Rest kommen soll, ist noch unklar.

    Deshalb versuchte Takaichi, anzudeuten, dass Japan bereit sei, die Importe US-amerikanischer Waren zu erhöhen. So wurden der japanischen Premierministerin und dem US-Präsidenten zum Mittagessen beispielsweise US-amerikanischer Reis und US-amerikanisches Rindfleisch serviert – also genau das, was die Japaner laut Trump mehr aus den Vereinigten Staaten kaufen sollten.

    Unweit des Akasaka-Palasts, wo sich die beiden Politiker trafen, stand ein Ford F-150, den die japanischen Behörden von den USA für Straßen- und Landwirtschaftsarbeiten kaufen wollen. Die Behörden, wohlgemerkt, denn auf die normalen Bürger kann man hier nicht hoffen. Der ehemalige japanische Premierminister Shigeru Ishiba sagt:

    "US-amerikanische Autos verkaufen sich in Japan schlecht, weil man dort nicht versteht, wie unsere Straßenverhältnisse, Wohnverhältnisse und Energieeinsparungen aussehen."

    Einfach gesagt ist der Grund dafür die Tatsache, dass die Japaner rechts gelenkte, kompakte (wegen der schmalen Straßen) und sparsame Autos brauchen.

    Innerhalb Japans wird Takaichis Kurs gegenüber den USA nicht nur unterstützt, sondern als alternativlos angesehen. Dmitri Suslow, stellvertretender Direktor des Zentrums für integrierte europäische und internationale Studien der Nationalen Forschungsuniversität Wirtschaftshochschule Moskau, erklärt gegenüber der Zeitung Wsgljad:

    "Wer auch immer in Japan an die Macht kommt, wird die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten allein schon aus pathologischer Angst vor China stärken. Angst und Feindseligkeit gegenüber Peking sind die wichtigsten Imperative der japanischen Außenpolitik."

    Aus Angst vor China sind die Japaner also bereit, alle Bedingungen der USA zu akzeptieren.


    Trump zum Atombombenabwurf auf Japan: "Kleiner Konflikt"





    Trump zum Atombombenabwurf auf Japan: "Kleiner Konflikt"






    Zum Beispiel einen starken Anstieg der Verteidigungsausgaben. Bis zum Frühjahr 2026 will Japan seine Verteidigungsausgaben von derzeit knapp 1,5 Prozent auf 2 Prozent des BIP erhöhen. Mehr als die Hälfte der Japaner unterstützt diesen Schritt. Darüber hinaus will Takaichi die bestehenden Beschränkungen des Landes für den Export von Waffen aufheben, um seinen Verbündeten in der Region zu helfen. Der ehemalige US-Botschafter in Japan, Rahm Emanuel, sagt:

    "Bei allen Prozessen, die in Ostasien stattfinden, steht Japan auf der Seite der Vereinigten Staaten."

    Und dabei geht es nicht nur um gegenseitige Verteidigung – japanische Beamte haben bereits erklärt, dass ihr Land im Falle eines Kriegsausbruchs in Taiwan bereit sei, auf der Seite der USA in den Krieg einzutreten.

    Interessanterweise begegnet Trump dieser Unterwürfigkeit keineswegs mit Verachtung. Er spricht mit großem Respekt von Sanae Takaichi (und Japan insgesamt). Ein Respekt, der in seiner Rhetorik gegenüber den europäischen NATO-Verbündeten nicht einmal ansatzweise zu spüren ist. Und das alles, weil Trump den Wert Japans für seine Pläne versteht. Dmitri Suslow meint:

    "Japan nimmt eine zentrale Stellung in der US-amerikanischen Strategie zur Bekämpfung Chinas ein. Es ist derzeit nicht nur der wichtigste Verbündete der Vereinigten Staaten im Pazifikraum, sondern überhaupt der wichtigste Verbündete insgesamt. Deshalb befindet sich Japan in einer privilegierten Position."

    Suslow zufolge können die USA den Konflikt mit China nicht allein bewältigen, sondern nur mithilfe ihrer Verbündeten – vor allem Südkorea und Japan – gewinnen. Während Seoul nicht besonders bestrebt sei, sich in die US-amerikanisch-chinesische Konfrontation einzumischen, sei Tokio voll und ganz darin involviert, fasst der Experte zusammen. Deshalb bezeichnete Trump Japan auch als "Verbündeten auf höchster Ebene" und versprach,dem Land "jede erforderliche Hilfe" zu leisten.

    Die Seiten erklärten, dass sie in ein "goldenes Zeitalter" der bilateralen Beziehungen eingetreten seien. Und die ganze Atmosphäre des Besuchs, die Herzlichkeit der gegenseitigen Beziehungen, die gemeinsamen Besuche von Baseballspielen, die Beschleunigung der militärisch-technischen Zusammenarbeit (während des Besuchs des US-amerikanischen Präsidenten in Tokio kauften die Japaner Raketen für die F-35-Kampfflugzeuge, die die japanische Armee nutzt) – all dies war ein starkes Signal an China. Xi Jinping, mit dem Trump am 30. Oktober zusammentrifft, sollte die unzerbrechliche US-amerikanisch-japanische Allianz sehen.


    Kreml: Russland begrüßt Japans Absicht, einen Friedensvertrag zu unterzeichnen





    Kreml: Russland begrüßt Japans Absicht, einen Friedensvertrag zu unterzeichnen






    Eine Allianz, die bereit ist, China militärisch die Stirn zu bieten. Dmitri Suslow sagt:

    "Der US-amerikanische Schiffbau hat in letzter Zeit stark nachgelassen. Japan hingegen ist einer der regionalen Marktführer in diesem Bereich. Deshalb versucht Washington, die Japaner in die Wiederbelebung des nationalen Schiffbaus und damit in die Modernisierung der US-amerikanischen Flotte einzubeziehen."

    Auch wirtschaftlich soll China entgegengewirkt werden, und zwar mit dem Versuch, die chinesischen Druckmittel zu neutralisieren. Aus diesem Grund wurde während Trumps Besuch ein Abkommen über die "Sicherung der Nachhaltigkeit und Sicherheit der Lieferketten für kritische Mineralien und Seltenerdmetalle" unterzeichnet. Einfach ausgedrückt geht es um die Koordinierung der Politik beider Länder im Bereich der Investitionen in die Gewinnung und Verarbeitung von Seltenerdmetallen, wo die Chinesen derzeit eine Monopolstellung innehaben.

    Dabei ist offensichtlich, dass die Allianz zwischen Japan, das eine pathologische Angst vor China hat, und den Vereinigten Staaten, die pathologisch nicht bereit sind, Peking die Weltführerschaft zu überlassen, ihren Nachbarn nicht zugutekommt – zumindest nicht denen, die die pathologischen Ängste Tokios und Washingtons nicht teilen. Die Allianz führt zur Militarisierung der asiatisch-pazifischen Region, in der es eine Vielzahl von Territorialkonflikten und regionalen Streitigkeiten gibt. Das bedeutet, dass Japans Ängste vor China zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung werden.

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 29. Oktober 2025 zuerst auf der Webseite der Zeitung "Wsgljad" erschienen.

    Geworg Mirsajan ist außerordentlicher Professor an der Finanzuniversität der Regierung der Russischen Föderation, Politikwissenschaftler und eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Geboren im Jahr 1984 in Taschkent, erwarb er seinen Abschluss an der Staatlichen Universität des Kubangebiets und promovierte in Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt USA. Er war in der Zeit von 2005 bis 2016 Forscher am Institut für die Vereinigten Staaten und Kanada an der Russischen Akademie der Wissenschaften.


    Mehr zum Thema - Frau an der Spitze: "Taliban-san" wurde zur ersten japanischen Regierungschefin


    Screenshot_2025_11_02_at_21_56_16_Worauf_basiert_der_Kotau_der_Japaner_gegen_ber_den_USA_RT_DE

    Video https://rumble.com/v70x05c-trump-in-japan-gesprche-ber-seltene-erden.html Dauer 9:44 Min.


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    02.11.2025

    Aufruf zum Widerstand gegen "BlackRock-Drecksarbeiter" Friedrich Merz

    rtnewsde.site, 1 Nov. 2025 20:58 Uhr, Von Rainer Rupp

    Hat Bundeskanzler Friedrich Merz die Agenda der größten US-amerikanischen Vermögensverwaltungs- und -vermehrungsgesellschaft "BlackRock" in die Regierungsinstitutionen Berlins getragen? Der Journalist und Sachbuchautor Werner Rügemer hat jetzt mit einer provokanten Rede diese Frage beantwortet.


    Quelle: www.globallookpress.com © via www.imago-images.de/www.imago-images.de


    Friedrich Merz (Archivbild)


    Der Titel von Rügemers Rede lautete "Breiter Widerstand gegen den BlackRock-Drecksarbeiter Friedrich Merz". Ort der Veranstaltung am Abend des 25.10.2025 zum Thema "Kunst und Wissenschaft für den Frieden" war dasSeidenweberhaus in Krefeld. In diesem Haus war 1980 der "Krefelder Appell" gegen die damals von den USA geplante Aufstellung von Atomraketen in Deutschland gegen die UdSSR verkündet worden, der mit vier Millionen Unterschriften unterstützt wurde. Daran knüpft jetzt der "Berliner Appell" an, der sich gegen die für 2026 abermals von den USA beschlossene und vom vormaligen Kanzler Scholz akzeptierte Aufstellung von neuen Atomraketen in Deutschland wendet. Das neue Bündnis "Vom Krefelder zum Berliner Appell" hatte Rügemer zu dem Vortrag am 25. Oktober eingeladen.

    Vor dem Hintergrund einer auf den Kopf gestellten Gesellschaft, in der der Börsenindex DAX Rekordhöhen über 20.000 Punkte erreicht, während Handwerksbetriebe und Mittelständler massenhaft in den Insolvenzstrudel geraten. Werner Rügemer, Autor des neuen Buches "BlackRock Germany", warf in seiner Rede ein grelles Licht auf das altbekannte Thema der Verflechtungen zwischen Finanzmacht und Politik. Inzwischen allerdings präsentiert sich das alte Problem in den neuen Schläuchen der transnationalen Vermögensvermehrungsgesellschaften, die im Dienst der Superreichen die Politiker und ihre Regierungen tanzen lassen.


    Deutschland ist die BlackRock-Speerspitze in Europa






    Deutschland ist die BlackRock-Speerspitze in Europa






    Im Zentrum von Rügemers Rede stand natürlich Bundeskanzler Friedrich Merz, der Ex-Deutschlandchef von Black Rock. Laut dem Autor ist Merz der Mann mit dem Hang zu doppelten Gehältern und Privatjets, der nun als erster Regierungschef im "freien Westen" aus den Reihen des weltgrößten Vermögensverwalters BlackRock aufgestiegen ist. In einem Interview mit der investigativen Journalistin Éva Péli, veröffentlicht auf den Nachdenkseiten, sezierte Rügemer die Laufbahn von Merz und charakterisierte ihn als "Drecksarbeiter" für US-Kapitalinteressen – ein Titel, den der Kanzler selbst kürzlich an Israel vergeben hatte. "Merz kennt sich da aus", sagt Rügemer trocken. "Er ist selbst einer."

    Der Funke zündet im Juni 2025 auf dem G7-Gipfel in Kanada. Merz, frisch im Amt, lobt Israels Luftschläge gegen den Iran als "Drecksarbeit für uns alle, für den freien Westen". Zigtausende von Zivilisten sind von der israelischen Soldateska getötet worden, darunter an die 20.000 Kinder, doch für Merz ist das der Preis für Stabilität im Nahen Osten. Rügemer sieht darin mehr als Rhetorik: Es sei die Blaupause einer geopolitischen Agenda, in der Israel seit Jahrzehnten als US-Stellvertreter handelt.

    "Israel gestaltet den Nahen Osten US-freundlich um – völkerrechtswidrig, jetzt mit Völkermord",

    erklärt Rügemer. Von der geplanten "Riviera des Nahen Ostens" im Gazastreifen bis hin zu Trumps Visionen für die Westbank und Einflusssphären in Golfstaaten: Alles dient der Neugestaltung eines "Groß-Israel", das Ressourcen und Märkte sichert. An dieser Stelle greift BlackRock ein, der über zehn Billionen Dollar (10.000 Milliarden beziehungsweise 10.000.000.000.000 Dollar) verwaltende Gigant. Als führender Aktionär in US-Rüstungskonzernen wie Lockheed Martin, Boeing und Raytheon – alle mit Niederlassungen in Israel – profitiert das Unternehmen massiv von der Aufrüstung.


    Interview mit Werner Rügemer: Trumps "America First" – ein Strategiewandel der USA?




    Analyse

    Interview mit Werner Rügemer: Trumps "America First" – ein Strategiewandel der USA?






    In diesem Zusammenhang verwies Rügemer auf das UN-Gutachten der Sonderbeauftragten Francesca Albanese, "From Economy of Occupation to Economy of Genocide" (Von der Besatzungsökonomie zur Ökonomie des Völkermords). Darin werden die US-Firmen aufgelistet, die Israel zur "führenden Exportmacht für digitale Überwachungs- und Tötungstechnologien" gemacht haben – vom Pegasus-Spyware-Skandal bis zu Drohnen, die am "lebenden Objekt" der besetzten Palästinenser getestet werden.

    BlackRock, das im Jahr 2017 eine Niederlassung in Tel Aviv eröffnete, berät Superreiche und die israelische Börse bei ihrer Expansion. "Das Geschäft boomt, solange der Konflikt andauert", sagte Rügemer. "Zerstörung maximiert Gewinne beim Wiederaufbau." Diese Logik erstreckt sich nahtlos auf die Ukraine. BlackRock koordinierte bis vor Kurzem den "Wiederaufbau" – ein Euphemismus für Profite aus Trümmern. "Trump und BlackRock sind sich einig: Je länger der Stellvertreterkrieg dauert, desto höher die Rendite", notiert Rügemer. Kanzler Merz, der eifrige Atlantik-Brücken-Vorsitzende, passt dort nahtlos hinein.

    Als Kanzler treibt er die Aufrüstung voran, subventioniert Rüstungsgüter aus den USA und definiert Militärausgaben als Ausweg aus der Deindustrialisierung. Die NATO, für Rügemer "die gefährlichste Organisation der Welt", wird zum Vehikel: Sie greift nach Asien und bereitet Konflikte mit Russland, Iran und Venezuela vor – alles im Dienst einer Rhetorik, die an die Vorbereitung der beiden Weltkriege erinnert. Merz' Ökonomie ist geopolitisch verwurzelt. Seine "Drecksarbeit" begann 2005, als er nach dem Ausscheiden aus der CDU-Führung zu Mayer Brown LLP in Düsseldorf wechselte – einer US-Kanzlei, die Vermögensvermehrungsgesellschaften wie KKR, Black Stone und Carlyle beriet.

    Die rot-grüne Agenda 2010 hatte den Standort Deutschland geöffnet: Steuererleichterungen lockten "Heuschrecken" an, die Mittelständler aufkauften, verschuldeten, zerlegten und weiterverkauften. Lohnstopps, Jobabbau, Entfernung von Betriebsräten – das war der Plan. Merz, der Mittelstand-Kenner, wurde Miteigentümer und Lobbyist. "Er verdiente dreifach: bei Mayer Brown, in Aufsichtsräten und durch Mandatsträger-Einnahmen", erinnert Rügemer. Bis 2021, also 16 Jahre lang, pumpte er den Ausverkauf des deutschen Mittelstands an.


    BlackRock wird Kanzler





    Meinung

    BlackRock wird Kanzler







    In seinem 2008er Buch "Mehr Kapitalismus wagen" feierte Merz die Heuschrecken: "Wir haben jetzt auch in Deutschland welche." Er forderte die Privatisierung der Sozialsysteme, private Renten, Steuersenkungen für die "Leistungselite" und 132 Euro monatlich für Arbeitslose. Arbeiter sollten keine Löhne fordern, sondern Aktien kaufen. Der Erfolg? Merz wurde Multimillionär, ausgestattet mit zwei Privatjets und einer Tegernsee-Residenz. Sarkastisch fügt Rügemer hinzu: "Der Kanzler, der mehr Kapitalismus wagte, wagte es am meisten für sich selbst."

    Ab 2016 eskalierte die Liaison mit BlackRock. Merz übernahm den Aufsichtsrat der BlackRock Asset Management Deutschland AG – wieder doppelt entlohnt, durch Gehalt und Beratervertrag. Er vermittelte Treffen mit Ministern wie Schäuble, Scholz und Braun. Das Ergebnis: BlackRock wurde stiller Mehrheitsaktionär in 40 DAX-Konzernen – von Adidas über Bayer und die Deutsche Bank bis zu Siemens, VW und Zalando. "Geräuschlos, von Merkel beschwiegen", sagt Rügemer.

    Diese Monopolbildung – BlackRock plus dessen Konkurrenten "Vanguard" und "State Street" – dominiert die westliche Rüstungsindustrie: BAE Systems, Leonardo, Rheinmetall. "Je instabiler die Welt, desto höher die Rendite", analysiert er. Die aktuelle Krise unterstreicht die Entkopplung: Während Zulieferer bankrottgehen, klettert der DAX. Die Gewinne von BlackRock explodieren, die Wirtschaft schrumpft. Der Normalbürger spürt es am eigenen Leib.

    Im Wohnungsmarkt hält BlackRock die Fäden: Als größter Eigentümer in Vonovia, Deutsche Wohnen und LEG – letztere, einst NRW-Wohnungsgesellschaft, von Heuschrecken verwertet – treibt es Mieten und Preise in die Höhe. Der Staat subventioniert via Wohngeld, das direkt bei BlackRock landet. Es folgt die Überschuldung: die Infrastruktur verkommt, Mieter opfern Essen und Medizin für die Hälfte ihres Einkommens. Merz' Regierung kürzt Bürgergeld – "Der Sozialstaat ist nicht finanzierbar", dozierte er – und verschuldet unser Land für Bundeswehr und US-Waffenlieferungen an die Ukraine bis zum Hals.


    Warum empfängt Merz BlackRock im Kanzleramt?



    Warum empfängt Merz BlackRock im Kanzleramt?







    Merz' Re-Industrialisierungspläne laufen über Amazon, Apple, Microsoft – BlackRock-Eigentum pur. Rechenzentren in Braunkohlegebieten, subventioniert vom Staat, fressen Wasser und Strom aus fossilen Quellen. Merz, Verfechter von Verbrennern und Fracking-Gas-Importen aus den USA, verspricht Trump mehr Käufe. Die Aufträge fließen: Staaten digitalisieren sich bei US-Firmen, Daten wandern via Patriot Act nach Washington. "Überwachung als Herrschaftsinstrument", warnt Rügemer. "Das schädigt die Demokratie fundamental."

    "Niedriglöhne runden das ab. Merz' alte Forderungen – kein Mindestlohn, Gewerkschaften raus, 42-Stunden-Woche, Kündigungsschutz weg – leben fort. Produktionsverlagerungen in den USA und China, Millionen Mindestlohnverstöße bei Zulieferern, Aussetzung des Lieferkettengesetzes: alles unter dem Etikett der "Entbürokratisierung".

    Doch Rügemer sieht Auswege. Die Verarmten – Beschäftigte, Rentner, Mieter, Frauen – müssen sich organisieren. Genossenschaften entstehen in Dörfern, bei Ökobauern, Pflegegruppen. Mittelständler knüpfen BRICS-Kontakte, linksorientierte Netzwerke EU-weit. Neutralitätsinitiativen laden aus der Schweiz und Österreich ein, das alternative Medienspektrum vernetzt sich global – von Indien bis zur Türkei. "Raus aus der NATO! Raus aus dem US-geführten Kapitalismus!" Den neoliberalen Eliten, die ihre 120-Jahre-Lebenspläne schmieden und zum Mars flüchten wollen, wenn sie unsere Erde zerstört haben, müssen wir mit Frieden und Solidarität kontern, schließt Rügemer.


    Mehr zum Thema - Made for Big Capital: Kanzler "BlackRock" verspricht Lobbyisten ein Steuerparadies


    Screenshot_2025_11_02_at_21_25_57_Aufruf_zum_Widerstand_gegen_BlackRock_Drecksarbeiter_Friedrich_Merz_RT_DE

    Video https://rumble.com/v6jkula-rt-de-interview-mit-werner-rgemer-wessen-interessen-vertritt-friedrich-merz.html Dauer 12:24 Min.


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    Info: https://rtnewsde.site/meinung/260085-aufruf-zum-widerstand-gegen-black/


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