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06.11.2025

Venezuela: Die erste Verteidigungslinie des Globalen Südens

rtde.online, 6 Nov. 2025 06:00 Uhr, Von Oleg Jassinski 

Worum geht es bei dem offenbar bevorstehenden Überfall der USA auf Venezuela? Um Drogenhandel, Demokratie, Erdöl und Seltene Erden? Lateinamerika-Experte Oleg Jassinski leugnet nicht, dass es wie so oft um Erdöl geht, sieht aber ein weitaus bedeutenderes Ziel, das das US-Imperium verfolgt.


Quelle: Gettyimages.ru © Jesus Vargas/Getty Images


Indigene Venezolaner demonstrieren am 12. Oktober 2025 in Caracas ihre Unterstützung für Nicolas Maduro.


Aus der karibischen Nachbarschaft Venezuelas kommen äußerst beunruhigende Nachrichten. Das Imperium hat die Vorbereitungen für eine Aggression beschleunigt, und verschiedene Beamte sprechen immer offener von einer unvermeidlichen Militäroperation.

Hinter der aktuellen Drohung des US-Imperiums gegen Venezuela stehen mehrere Mythen, die sowohl von der extremen Rechten als auch von Kräften konstruiert wurden, die noch immer die Frechheit besitzen, sich als "links" zu bezeichnen. Das komplizenhafte Schweigen des sogenannten "demokratischen Progressivismus" angesichts der täglichen Schikanen durch US-Streitkräfte in der Karibik ist nach wie vor sehr beeindruckend. Die vielfältigen "Linken", die in den Reagenzgläsern von Soros und seinen Agenten entstanden, waren "so empört" über den "Wahlbetrug" in Venezuela, dass sie angesichts des drohenden neuen Krieges gegen die lateinamerikanischen Völker nicht einmal mit der Wimper zucken.


US-General räumt ein: Die wahren Gründe für den US-Militäraufmarsch vor Venezuela (VIDEO)


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Zunächst einmal sollten wir den Vorwand vom "Kampf gegen den Drogenhandel" verwerfen, an den nicht einmal seine Urheber glauben. Selbst nach Angaben westlicher NGOs werden nur 5 Prozent aller lateinamerikanischen Drogen von der Küste Venezuelas in die Vereinigten Staaten und nach Westeuropa exportiert. Von diesen 5 Prozent werden etwa 70 Prozent von den venezolanischen Behörden beschlagnahmt. Das heißt, wir sprechen hier von 2 oder 3 Prozent des Drogenhandels in den USA. Es ist absurd, dies als Bedrohung für die Vereinigten Staaten zu bezeichnen. Aber da man sich in diesen Zeiten der "Post-Wahrheit" nicht einmal mehr die Mühe macht, ausgefeiltere Lügen zu konstruieren, bemüht sich in Washington niemand mehr, eine ernsthafte Rechtfertigung zu finden.

Geht es wie so oft um Erdöl? Die Macht der USA riecht nicht mehr nach Schwefel, wie Hugo Chávez es einst formulierte: Seit der Pandemie hat einfach niemand mehr einen Geruchssinn. Die Regierung Trump verströmt einen süßlichen Geruch, der die Ruinen von Gaza mit den Savannen Afrikas und den Steppen der Ukraine verbindet.

Es ist bekannt, dass sich die USA derzeit auf einen großen Krieg mit China vorbereiten. Aber es wird nicht immer verstanden, dass dieser Krieg nicht nur gegen China, sondern gegen praktisch alle geführt würde. Die schwerwiegenden weltpolitischen Ereignisse beschleunigen sich schneller als erwartet, und die Gefahr eines großen Krieges wächst exponentiell.

Genau aus diesem Grund ist Washington derzeit so sehr an der vollständigen Kontrolle über die größten Ölreserven der Welt interessiert, über die Venezuela verfügt. Das ist ihr dringendes geostrategisches Ziel für die kommenden weltweiten Entwicklungen.

Um die aktuellen Ereignisse rund um Venezuela zu analysieren, muss man die Situation in ihrem globalen Kontext betrachten. Die Vorbereitung des Angriffs auf Caracas basiert auf der Entscheidung, die Kontrolle der USA über die gesamte Karibik und die südamerikanische Pazifikküste zurückzugewinnen, um jegliche Aktivitäten Chinas in der Region zu verhindern oder zu unterbinden, darunter Investitionen in Infrastruktur, Handel, Transitverkehr usw.

All dies ist Teil eines multidimensionalen Krieges, weshalb Trump die Rückgabe der Kontrolle über den Panamakanal fordert, extrem rechte faschistische Regime in El Salvador und Ecuador installiert werden, wobei in Ecuador die Möglichkeit neuer Militärstützpunkte besteht, einschließlich auf den Galapagosinseln, die Drohungen gegen Kolumbien zunehmen und verschiedene andere Signale zu erkennen sind.


USA mobilisieren 16.000 Soldaten vor der Küste Venezuelas





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Vergessen wir nicht Kuba und Nicaragua, die zusammen mit Venezuela weiterhin ein militärisches Ziel darstellen.

Die Verleihung des Friedensnobelpreises an María Corina Machado war besonders bezeichnend, da sie die Geschichte vom "internen Konflikt" zwischen "traditionellen Konservativen" wie Rubio oder Trump und globalistischen "liberalen Demokraten" wie den meisten politischen Führern der Europäischen Union widerlegt.

Die norwegische Nobelpreis-Kommission verleiht Machado den Preis, um eine neue Phase der Aggression gegen Venezuela einzuleiten, die von den "Konservativen", "Anti-Woken" und "Anti-Globalisten" der aktuellen US-Regierung geplant wurde. Als Trump von dieser Ernennung erfuhr, erklärte er, er wisse nicht, wer sie sei, "aber sie muss ein guter Mensch sein". Glaubt wirklich jemand, dass das stimmt? Und wenn es wahr wäre, wäre es dann nicht noch gefährlicher, dass Entscheidungen über Krieg und Frieden auf dieser Ebene der Unwissenheit getroffen werden? Wie dem auch sei, der Friedensnobelpreis für María Corina Machado ist ein Signal zum Krieg gegen Venezuela, auf den sich der gesamte "Kollektive Westen" über seine tatsächlichen oder vorgetäuschten Spaltungen hinweg einstimmig geeinigt hat.

Während US-Sprecher, Beamte, Journalisten und Militärs immer offener von einer "unvermeidlichen Militäroperation" sprechen, sorgen die zahlreichen Spekulationen und Vorhersagen aller Art von "Experten" nur für Informationslärm und zusätzliche Psychosen. Trumps Äußerungen ernst zu nehmen und daraus Schlussfolgerungen zu ziehen, wäre Wahnsinn. Ebenso verrückt ist es, über "realistische Szenarien" der blutigen Improvisationen der heutigen globalen Unternehmensmacht zu spekulieren.

Sollten die USA diesen neuen Krieg beginnen, kann man Folgendes mit Sicherheit sagen:

1. Venezuela wird sich sehr ernsthaft wehren, und jede territoriale Kontrolle über einen Teil seines Territoriums wird die USA enorme menschliche Opfer kosten, für die Trump letztlich zur Rechenschaft gezogen werden wird.


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2. In ganz Lateinamerika wird dies zu den stärksten antiamerikanischen Stimmungen seit Jahrzehnten führen. Es wird nicht nur zu Angriffen auf Botschaften, Attentaten und Sabotageakten gegen alles kommen, was mit den USA zu tun hat, sondern auch zu etwas, das für den Aggressor weitaus gefährlicher ist: einer Stärkung der kontinentalen Einheit gegen das Imperium und einem realen Anstieg des nationalen und antiimperialistischen Bewusstseins von Millionen Menschen.

3. Unter den Nachbarn Venezuelas ist allen klar, dass ihre Länder als nächste an der Reihe sind. Es geht nicht mehr wie in der Vergangenheit allein darum, korrupte Marionettenregierungen an die Macht zu bringen. Es ist ein Krieg zur Zerstörung jeglicher staatlicher Souveränität vom Rio Grande bis Patagonien.

4. Es geht nicht nur um venezolanisches Öl: Das US-Imperium will dem gesamten Globalen Süden eine terroristische Lektion erteilen, dass niemand allein jemals in der Lage sein wird, sich diesem Monster zu widersetzen.

Die Uhr der Geschichte tickt die letzten Sekunden, um die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen.

Übersetzt aus dem Spanischen.

Oleg Jassinski ist ein aus der Ukraine stammender Journalist. Er schreibt für RT Español sowie unabhängige lateinamerikanische Medien wie Pressenza.com und Desinformemonos.org. Man kann ihm auch auf seinem Telegram-Kanal folgen.


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06.11.2025

NATO erhält Westfälischen Friedenspreis 2026

rtnewsde.site, 6 Nov. 2025 09:39 Uhr

Eine Jury aus Politik und Wirtschaft, federführend dabei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, ehrt das NATO-Militärbündnis mit dem Westfälischen Friedenspreis 2026. Das "Verteidigungsbündnis" stehe laut Begründung für eine "regelbasierte Sicherheitsarchitektur, die Konflikte eindämmt" und "Eskalationen vorbeugt".


Quelle: Gettyimages.ru © Ana








dolu/Kontributor


Das Jury-Mitglied Frank-Walter Steinmeier und der diesjährige Preisträger des Westfälischen Friedenspreises, NATO-Generalsekretär Mark Rutte, bei den Festivitäten zum 70. Jahrestag des Militärbündnisses, Brüssel, 28.04.2025


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Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/z7ks2uycddthf624/NATO_erh_lt_Westf_lischen_Friedenspreis_20267bw7m.mp3 Dauer 4:23 Min.


Die "Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL)" hat sich in Absprache mit der zugehörigen Jury, der "Persönlichkeiten" aus Politik und Wirtschaft angehören, entschieden, den diesjährigen Westfälischen Friedenspreis an das "Verteidigungsbündnis NATO" zu vergeben. Die Ehrung wird alle zwei Jahre verliehen. In der Jury und dem zugehörigen Gremium sitzen neben dem Bundespräsidenten auch der Transatlantiker und Ex-Minister Sigmar Gabriel, Grünen-Politiker Cem Özdemir und Bundeskanzler Friedrich Merz. Laut Mitteilung würdigt die WWL mit der Preisvergabe "die kontinuierliche Friedensarbeit der NATO".

Die WWL vergibt den Preis seit 1998 an Persönlichkeiten und Organisationen, "die sich um den Frieden in Europa verdient gemacht haben". In der Jury beraten sich laut Webseite "hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft" alle zwei Jahre zur Vergabe des Preises und zur Auswahl der Friedenspreisträger. Die Ehrung ist mit 100.000 Euro dotiert, wird aber mit einem zweiten Preisträger geteilt. In diesem Jahr handelt es sich hierbei um die "Jugendorganisation socioMovens", eine kirchennahe Organisation, die in Mittel- und Osteuropa aktiv ist und dort "soziales Engagement von Jugendlichen, europäische Verständigung und werteorientierte Jugendkultur fördert".


Friedenspreis-Träger 2025 Karl Schlögel: "Putin ist ein Meister der Eskalationsdominanz"





Friedenspreis-Träger 2025 Karl Schlögel: "Putin ist ein Meister der Eskalationsdominanz"






In der WWL-Pressemitteilung heißt es zu den Gründen des diesjährigen Preisträgers:

"Die NATO steht seit mehr als sieben Jahrzehnten als Bündnis für eine regelbasierte Sicherheitsarchitektur, die Konflikte eindämmt, Eskalation vorbeugt und Zusammenarbeit stärkt. Die Erweiterung um Finnland und Schweden stärkte die Stabilität Europas und folgte dem Prinzip freiwilliger Partnerschaft souveräner Staaten."

Die WWL will mit dem Preis jedoch nicht nur die NATO ehren, sondern explizit auch deren Generalsekretär Mark Rutte. Er sei "eine Führungspersönlichkeit, die in Zeiten geopolitischer Spannungen Pragmatismus, Geschlossenheit und Maß verkörpert", begründete die WWL ihre Entscheidung. Die NATO habe unter Rutte, der das Amt seit Oktober 2024 innehat, "den Kurs der Geschlossenheit fortgesetzt und neue Akzente in der europäischen Sicherheitsarchitektur gesetzt". 

Wörtlich heißt es dann zu einem weiteren Entscheidungsgrund:

"Verantwortungsvolle Unterstützung der Ukraine: Die NATO koordiniert Hilfe im Rahmen des Völkerrechts – solidarisch, aber ohne selbst Konfliktpartei zu werden."

WWL-Vorsitzender Reinhard Zinkann wird vom WDR mit den Worten zitiert:

"Nur gemeinsam mit unseren Verbündeten können wir in Europa Frieden ermöglichen."

Der Politikwissenschaftler Professor Johannes Varwick kommentierte auf X zur Mitteilung:

"Dass die NATO den Preis des Westfälischen Friedens 2026 bekommt ist nach dem Friedenspreis für Schlögel und Applebaum ein weiterer Tiefpunkt politischer Kultur. What’s next? Rheinmetall?"

Dass die NATO den Preis des Westfälischen Friedens 2026 bekommt ist nach dem Friedenspreis für Schlögel und Applebaum ein weiterer Tiefpunkt politischer Kultur. What’s next? Rheinmetall?

— Johannes Varwick (@JohannesVarwick) November 5, 2025

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Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Václav Havel, Helmut Kohl, Kofi Annan und zuletzt im Jahr 2025 Emmanuel Macron und Margot Friedländer. Die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe kündigt in einer undatierten Mitteilung für die Preisverleihung im kommenden Jahr "eine große Feier im Rathaus des Westfälischen Friedens in Münster" an.


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Video https://rumble.com/v719m40-wir-verlieren-hoheit-ber-diskurs-ndr-journalistin-fordert-zensur-zum-schutz.html Dauer 9:55 Min.


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://rtnewsde.site/podcast/260965-nato-erhaelt-westfaelischen-friedenspreis-2026/


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06.11.2025



Kennzeichen der Waffen-SS
Kennzeichen der Waffen-SS, die im II. Weltkrieg in der Ukraine mit ukrainischen OUN-Kämpfern die Waffen-SS-Division „Galizien“ aufgestellt hat. 


Es sei Unsinn, wenn Moskau davon spricht, dass die Ukraine entnazifiziert werden müsse, heißt es im Westen. Pauschal wird seit Beginn des Krieges nicht oder kaum mehr über rechtsnationalistische Ereignisse, Gruppen und Freiwilligenverbände berichtet. Da Präsident Selenskij doch jüdischer Abstammung sei, wird als Beweis dafür angeführt, dass die russische Behauptung Unsinn sei.

Wie weit das Militär mit den vielen freiwilligen Kampfverbänden, die schon vor dem Krieg pro forma in die Streitkräfte oder die Nationalgarde integriert wurden, auch um deren Finanzierung sicherzustellen, als rechtsextrem, völkisch-nationalistisch oder neonazistisch bezeichnet werden kann, ist schwierig zu sagen. Seit dem Maidan ist bekannt, dass Teile der daraus hervorgegangenen Freiwilligenverbände oder Milizen einen starken Rechtsdrall hatten. Das hat sich mit dem Krieg verstärkt (Heldentag, Verklärung der Nazi-Kollaborateure und Waffenausbildung in den Schulen). Auch hohe Militärs wie der ehemalige Oberbefehlshaber Salsuchnyi („Die Richtlinien von Stepan Bandera sind dem Oberbefehlshaber wohlbekannt“) haben sich als Verehrer des Nationalhelden Bandera geoutet, der mit den Nazis kollaboriert hat und dessen faschistoide Milizen der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN-B) für Pogrome gegen Juden und Polen verantwortlich war.

2023 war Selenskij schon einmal ein symptomatisches Missgeschick passiert, als er in Kanada war. Während des Auftritts im kanadischen Parlament im Beisein des damaligen kanadischen Ministerpräsidenten Trudeau wurde vom Parlamentspräsidenten Anthony Rota als einer der „distinguished guests“ Jaroslaw Hunka, der im Zweiten Weltkrieg Mitglied der berüchtigten SS-Division Galizien (14. Waffen-Grenadier-Division der SS) war, ausdrücklich begrüßt. Rota nannte ihn einen „Helden der Ukraine und einen Helden Kanadas“. Und er dankte ihn für all seine Dienste. Frenetisch wurde der „Held“ gefeiert und beklatscht. Auch Selenkij und Trudeau schlossen sich an, die das gewusst haben mussten. Rota stellte Hunka als einen der „ukrainischen Veteranen“ vor, der im Zweiten Weltkrieg „für die ukrainische Unabhängigkeit gegen die Russen kämpfte und weiter die Truppen bis heute unterstützt“ (Im kanadischen Parlament wurde ein Mitglied der Waffen-SS Galizien frenetisch gefeiert).

Als der Hintergrund des Gefierten öffentlich bekannt wurde, trat Parlamentspräsident zurück, Trudeau will nichts damit zu tun gehabt haben, Selenskij schwieg wohl wissend, wie wichtig die Banderisten in der Ukraine für die Kriegsführung und die im Ausland als Lobbyisten sind. Und die Bundesregierung als Unterstützer der Ukraine – und damit auch der rechtsextremen Freiwilligenverbände – drückt damals wie heute die Augen zu: Bundesregierung interessiert Rechtsextremismus in der Ukraine nicht.


Verleihung von Orden an Soldaten der Rubizh-Brigade. Bild: president.gov.ua/CC BY-NC-ND-4.0


 

Abzeichen der Rubizh-Brigade

Siegrune der SS. Die Verwendung des Symbols ist in Deutschland nach § 86a StGB ebenso wie die Wolfsangel strafbar.



Abzeichen der Rubizh-Brigade





Die ukrainische Regierung stützt sich auf die rechten Kampfverbände wie Asow (siehe den Film von Le Monde über die Nazi-Symbole bei Asow) oder die Ukrainische Freiwilligenarmee (UDA) von Jarosch. Das hat Selenskij gerade wieder deutlich gemacht, als er Richtung Front in Donezk reiste und sich dort u.a. beim 1st Corps von Asow und bei der 4th Rapid Response Brigade (Rubizh) der Nationalgarde bedankte, die bei Dobropillia in der Nähe von Pokrowsk kämpft und deren Kämpfer er Orden verlieh. Dort sollen nach Selenskij und dem Oberbefehlshaber Syrsky die ukrainischen Truppen vorstoßen, obgleich nach Deep State auch hier die Russen vorrücken, während sie in Pokrowsk die Russen angeblich erfolgreich abwehren, obgleich auch von immer mehr ukrainischen Stimmen gesagt wird, dass die Stadt bald vollständig eingekesselt sein werde. Selenskij will aber wie schon früher lieber einen aussichtslosen Kampf führen, um Stäörke und Kampfeswillen zu zeigenauch wenn es dabei hohe Verluste gibt, anstatt eine Niederlage einzuräumen und einen Rückzugbefehl geben. Manche sagen schon länger, Selenskij werde nicht wahrheitsgetreu informiert.

Bei der Verleihung der Orden an Kämpfer der Rubizh-Brigade stellte sich Selenskij sogar neben eine Swastika oder ein Hakenkreuz, das ein Symbol dieser Brigade ist. Es findet sich auch auf dem Abzeichen der Einheit auf der Unform, was niemanden zu stören scheint. Die Asow-Leute scheinen hier etwas vorsichtiger geworden sein. Die ukrainische Historikerin Marta Havryshko, die jetzt am Strassler Center for Holocaust and Genocide Studies der Clark University lehrt, kommentiert sarkastisch: „Selenskyijs PR-Team, die Journalisten der „Rubizh“-Brigade, hochrangige Kommandeure, Berater … Und … niemand – niemand dachte daran, dass SS-Runen vielleicht nicht die beste Art sind, für die Ukraine zu werben. Wie normal sind Nazi-Symbole in Zelenskys Ukraine?“ Oder: „Der Präsidenten Jude und sein ‚Arier‘-Soldat mit SS-Runen. Selbst Mosfilm hätte sich so etwas nicht ausdenken können.“

Ohne die rechten Freiwilligenverbände wäre wahrscheinlich die Verteidigung der Ukraine längst zusammengebrochen. Die kokettieren sich nicht nur mit den Nazi-Symbolen, die sich auch auf vielen Tätowierungen finden. Dass sich Selenskij so deutlich mit diesen Verbänden und ihren Nazi-Abzeichen zeigt, zeugt entweder von Dummheit oder davon, dass Selanskik unter Druck steht und von diesen abhängig ist. Es ist entlarvend, dass die Bundesregierung auch solche Truppen und eine Regierung unterstützt, die diese offen gewähren lässt, während in Deutschland angeblich gegen Nazi-Symbole und -Slogans polizeilich vorgegangen wird. Das sollte man sich schenken.


Florian Rötzer

Florian Rötzer, geboren 1953, hat nach dem Studium der Philosophie als freier Autor und Publizist mit dem Schwerpunkt Medientheorie und -ästhetik in München und als Organisator zahlreicher internationaler Symposien gearbeitet. Von 1996 bis 2020 war er Chefredakteur des Online-Magazins Telepolis. Von ihm erschienen sind u.a. „Denken, das an der Zeit ist“ (Suhrkamp 1988), „Die Telepolis“ (1995), „Vom Wildwerden der Städte“ (Birkhäuser 2006), „Smart Cities im Cyberwar“ (Westend 2015), „Sein und Wohnen“ (Westend 2020) oder „Lesen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ (Bielefeld 2023)
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183 Kommentare

  1. Das ist ja nun nicht das erste mal, das Selensky mneben Soldaten mit Nazisymbolen auftaucht. Der Rechte Sektor garantiert noch seine Macht.

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  2. Der Artikel führt keine konkreten Fälle von „Rechtsextremismus“ in der Ukraine an. Stattdessen konzentriert er sich auf das öffentliche Zeigen eines bestimmten Symbols, das in Deutschland strafbar ist. Daraus wird eine weitreichende Schlussfolgerung über den erheblichen Einfluss von „Rechtsextremisten“ auf die ukrainische Führung gezogen.

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  3. Warum zeigen eigentlich nicht bei uns die einschlägigen Wehrsportgruppen nicht endlich Flagge?
    Worauf warten die eigentlich noch?

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  4. Es ist doch allgemein bekannt,dass die Banderaverehrerfaschisten,die mit dem braunen Strolch im 2. Weltkrieg gekämpft haben,das Sagen haben

    Sollte sich Selensky zu Friedensverhandlungen bereit erklären,dann wird er wohl nicht mehr lange zu leben haben.

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  5. Es ist doch allgemein bekannt,dass die Banderaverehrerfaschisten,die mit dem braunen Strolch im 2. Weltkrieg gekämpft haben,das Sagen haben

    Sollte sich Selensky zu Friedensverhandlungen bereit erklären,dann wird er wohl nicht mehr lange zu leben haben.

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  6. Schon allein Selenskyjs Bemerkung 2022, dass er für den Banderakult Verständnis hat, zeigt, wer in der Ukraine das Sagen hat. Putin hat mit allem Recht, auch wenn sein Einmarsch völkerrechtswidrig und zu verurteilen ist. Die Unterstützung faschistischer Organisationen in der Ukraine dürfte eines der düstersten Kapitel des Wertewestens sein und auch später als solches in den Geschichtsbüchern landen.

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  7. Das einzige was an Selenskiy judisch ist, ist sein Name. Wegen der judischen Vorfahren seines Vaters.
    Selenskiy hat noch nie im Leben eine Synagoge von innen gesehen. Er ist ein Atheist und ist stolz drauf.

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  8. heute im MoMa zeigten sie ein Rehaprogramm für traumatisierte Ostfrontkämpfer. 2m Kerls, Oberame wie Ricardas Schenkel und eine Aura des Todes, die mir sofort einen Schauer verpasste. die AssiFA-schreihälse werden da wohl das ein o. andere böse Erwachen erleben die nächsten Jahre, wenn all die Überlebenden echten Faschos hier wieder ankommen.

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  9. Ich warte schon auf Presseartikel, in denen behauptet wird, das SS-Symbol sei ein demokratisches Freiheitszeichen und habe nichts mit den Nazis zu tun, wenn es von Ukrainern verwendet wird. ????

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  10. Hauptsache, die Kriegssuppe kocht auf moderater Flamme einfach weiter vor sich hin und unsere Rüstungskonzerne erwirtschaften erwartungsgemäß möglichst hohe Renditen für ihre Anteilseigner. Das ist ein Riesengeschäft und weil dabei auch jede Menge hinterzogene Steuerkohle fließt, doppelt lukrativ. Cum-Ex und Big-Pharma waren dagegen Waisenknaben. Die deutsche Antwort lautet Rheinmetall, bis alle Glocken läuten. Zivilisation war gestern. Interessanter klingt dann schon wieder so ein ernüchterter Wadephul nach der Besichtigung von Ground Zero. Guter Mann!

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  11. Ohne Nazisymbolik keinen Russenhass ,,,,

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  12. Die Frage nach Zufällen oder Fehlern stellt sich hier schon seit langer Zeit nicht mehr. Auch der Begriff „Freiwilligen-Verband“ ist absolut perfide!

    Die „Freiwilligen-Verbände“, wo Zuviele zufällig so Nazi-Symbole tragen und auch sonst viele Nazi-Dinge tun und sagen, viel Sold kriegen, moderne Söldner, vom Kriegführen leben, eben Kriegsprofiteure sind, von der NATO bestens ausgerüstet werden, die dafür sorgen als „anti-retreat troops“, dass die vielen UNFREIWILLIGEN, die Zwangsgepressten (Euphemismus: territorial defense units) nicht davon rennen und ganz vorne an der Front statt ihnen selbst verrecken im Fleischwolf.

    Ich schrieb dazu schon einmal, dass ich früher nicht kapierte, warum so Viele in der Wehrmacht mitmachten bei Kriegsverbrechen oder nicht einfach desertierten? Leider konnte ich das damals nicht verstehen, weil das vergessen wurde in deutschen Schulen und auch Universitäten zu unterrichten, aber jetzt gibt es eben Anschauungsunterricht von der ukrainischen Armee. Oder auch die Kesselschlachten schienen ziemlich surreal, wie unglaublich stur die Nazis waren. Jetzt dürfen wir live mitbeobachten wie sich das NAFO-Trolle wegrationalisieren, dass ihre Helden gerade in mehreren Kesselschlachten genauso wie die Nazis damals in Massen verrecken u.v.m.

    Ich habe auch kein Vertrauen mehr in die Bundeswehr, dass die z.B. aus der Vergangenheit gelernt hätte, und nicht mehr Kinder und Alte für einen letzten Volkssturm „mobilisieren“ würden in diesem Ernstfall. Zumal, wenn man noch weiß, dass sie schon 17-Jährige rekrutieren, was sonst kaum eine Armee der Welt macht, nicht einmal die Ukrainer.

    Nein, die haben nichts wirklich gelernt und genau deshalb sind sie mit den Ukrainern verbündet oder eben die BRD mit Israel. Oder der Chef der deutschen Luftwaffe ist ganz stolz, wenn er mit der israelischen Luftwaffe in Israel Manöver machen darf. Da treffen sich dann offensichtlich Brüder im Geiste.

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  13. Ich begreife nicht wieso Angehörige eines Volkes, das die Nazis auszurotten beschlossen hatten, kein Problem mit den Ukrainischen Banderisten haben, die die Nazis darin unterstützen und die auch noch nach Ende der Zweiten Weltkriegs nicht aufhörten Juden und Sowjet-Bürger zu ermorden.

    Und wieso prominente Juden wie Victoria Nuland oder Anne Applebaum für die Ukraine Partei ergreifen, für einen Staat, der sich nicht einmal die Mühe macht seine faschistische Ideologie zu verschleiern.

    Aber weder Kreaturen wie die Juden Nuland oder Applebaum noch die meisten deutschen Politiker wie Merz, Kiesewetter und von der Leyen haben ein Problem damit die ukrainischen Nazis zu unterstützen, ihnen reicht es die weit verbreitete Existenz der Nazis in der Ukraine einfach zu leugnen.

    Sie meinen wohl, dass das Ignorieren von Israels Verbrechen an den Palästinensern ausreicht, um als »Vom Nazismus geheilt« zu gelten.

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  14. Ich finde das ganze Geraune und Empörung über die Nazi-Symbole lächerlich.
    Das Verbot von Nazi-Symbolen, ebenso wie das Verbot von Texten wie „Alles für Deutschland“ ist lächerlich und kindisch – so lächerlich wie das gesamte deutsche Selbstverständnis – und vor allem ist es ein Bruch mit der Meinungsäusserungsfreiheit (welche nur durch gerichtlich festgestellte Beleidigungen eingeschränkt werden kann).
    Wenn einer den Hitlergruss machen will – soll er doch !
    Oder hat jemand hier das Gefühl, das Verbot des Hitlergrusses würde die Gedanken, die Haltung von Nazis im Geiste ändern?
    Ich lehne diese Bevormundung kategorisch ab.
    Wiewohl ich das tue, hängt in meinem Garten keine Hitlerfahne – weil ich mich damit nicht identifiziere. Aber ich bevorzuge es, Leute mit diesme Gedankengut zu erkennen (was übrigens nicht heisst, dass sie in allem schlechte Menschen wären – aber differenzieren ist ja auch nicht mehr in Mode)
    Im Falle der Ukraine, wo – zumindest, und vermutlich nur ausschliesslich diesbezüglich – Meinungsäusserungsfreiheit herrscht, hilft es uns, Geist und Denken der Ukrainer wie auch der unterstützenden westlichen Politiker wie auch vieler Bürger zu erkennen.
    Und das ist doch gut!
    Erkenne Deinen Feind – nach Sim Sum Tsu (oer wie hiess der schon wieder?)

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  15. Backup, Selensky neben Nazi-Symboliken

    https://archive.is/jWmzm

    https://www.president.gov.ua/en/news/na-punkti-upravlinnya-4-yi-brigadi-ngu-rubizh-volodimir-zele-101137

    https://archive.is/pZoTp

    https://x.com/HavryshkoMarta/status/1985815642981712378

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  16. Wie können Juden für die fanatischsten Helfershelfer der Mörder ihres Volkes Partei ergreifen? Begnügen sie sich auch einfach mit dem Bekenntnis von Politikern, dass es keine Nazis in der Ukraine gibt und dass das alles nur russische Propaganda sei?

    Und glauben deutsche Politiker wie Merz, Kiesewetter, von der Leyen und alle anderen, dass es ausreicht die Verbrechen Israels an den Palästinensern zu tolerieren, um als »vom Nazismus geläutert« zu gelten?

    Ich verstehe nicht wieso nicht alle Juden in diesem Konflikt Partei für Russland ergreifen, die Russen hatten ebenso unter den Banderisten zu leiden wie die Juden und die Banderisten hörten auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht auf Juden und Sowjetbürger – unter denen sich auch viele Ukrainer befanden – zu ermorden.

    Ob Merz, Kiesewetter und von der Leyen versucht haben sich vorzustellen, wie das Feiern und das Errichten von Denkmälern von Mördern wie Bandera auf sie wirkt? wohl kaum.

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  17. haben nicht die Nazis (die in D 33-45) sich Juden bedient, wenn es für sie nützlich war ?
    Die Behauptung dass die Ukraine nicht neonazistisch sein kann, da Selensky Jude sei, ist einfach lächerlich.
    Der Bandera-Kult ist erschreckend. und der Westen verschliesst die Augen.
    Es wird sich rausgeredet dass sie Svoboda Partei nur ein paar Prozent habe.
    Die anderen Parteien haben den rechtsradikalismus übernommen, deswegen braucht es die Svoboda nciht mehr.
    Es ist nicht die Svoboda Partei die Strassenbenennungen nach bandera veranlasst.
    Die Ukraine hat ein Neonaziproblem , Da haben die Russen schon recht.

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  18. Das Völkerrecht ist bloss ein Vorwand .Die Ukraine ist nicht in der Nato. Es kann gar kein Bündnisfall eintreten.
    Es geht zuerst darum eine Materialschlacht loszutreten die auf beiden Seiten erhebliche Kosten verursacht.
    Dass die Juden die Frauen und Kinder in Gaza umbringen bringt dieselben Länder nicht dazu irgendeine von den Konventionen der Vereinten Nationen zu erfüllen. Dass es sich um einen Völkermord handelt wird sogar noch angezweifelt. Man müsse vorsichtig sein mit dem was man dazu sagt.
    Die Politiker sagen was und dass wird dann den Bevölkerungen mitgeteilt.
    Eher steht man daheim schlecht da als dass man etwas gegen die Juden tut.
    Ohne dass die Öffentlichkeit das mitgeteilt bekommt transportiert das Militär (Nato und andere Länder) Bomben und Waffen die dann von den Juden gegen die Bevölkerung eingesetzt werden.
    Dass die Juden die Hilfslieferungen der Vereinten Nationen nicht liefern wird nicht kommentiert.

    Die Olivenbäume der Palästinenser werden zu hunderten abgeholzt. Es ist nämlich Ernte. Auch werden diese davon abgehalten die Ernte einzufahren. Sie werden von den Siedlern von den Feldern gejagt.

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  19. Eigentlich nichts wirklich Neues, ist doch schon lange bekannt! Wenn die Ukraine meint, ihren Krieg mit Nazis führen zu müssen, ihren Bandera abzufeiern, bitte, sollen sie! Wenn die ihre Leute in unhaltbaren Stellungen verheizen, bitte, sollen sie! Ich bin es einfach müde, das immer und immer wieder aufs neue zu hören! Geht mir inzwischen am A…. vorbei!
    Was mir allerdings nicht am A….. vorbei geht, ist die Haltung und das Handeln unser Regierung, der EU und der NATO!
    Die Haltung zur Ukraine und zu Israel, das was sie öffentlich und offiziell sagen und handeln, wie sie aufrüsten und den sozialen Kahlschlag durchziehen und nicht aufhören, von unten nach oben umzuverteilen, das ist für mich der Skandal. Ebenso skandalös ist die Haltung unser „Qualitätsmedien“ und des
    ÖRR!
    Aber leider ist das genauso lange bekannt!
    Ich fürchte, wir werden dieses Pack einfach nicht mehr los, zumindest nicht so bald!

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  20. Es ist nur deshalb irritierend, wenn man auch bei den Original-Nazis des 3. Reichs einer Propagandalüge auf den Leim geht.
    Man müsste sich einmal fragen:
    Hat Adolf Hitler tatsächlich deutsche Interessen vertreten?
    Vertritt Selenkski ukrinische Intressen oder jüdische Glaubensintressen?
    In beiden Fällen wird man schnell zum Ergebnis kommen müssen, dass das Gegenteil der Fall ist.
    Wer gewinnt denn bei all dem Wahnsinn?
    Juden, Deutsche, Russen und Ukrainer sind lediglich Etiketten in einem Spiel das Teile und Herrsche heißt und Nazis, Zionisten und Islamisten sind die Auftragnehmer einer skrupelloser Finanzelite mit dem Ziel die Menschen gegen einander zu treiben. Im Grunde ist Israel genauso ein Produkt dieser Finanzelite wie der Krieg in der Ukraine oder das 3. Reich.
    Es ist so einfach. Wie man beim Fußball sehen kann genügen Vereinsfarben und Embleme um Zugehörigkeit zu erzeugen. Ein sehr profitables Geschäft. Menschen sind bereit für ihre Gemeinschaft zu kämpfen und die Eliten nutzen dies um ihre Macht und ihren Mamon zu mehren. Ein scheiß Spiel ist das.
    Und ob Jude oder nicht, Selenski hat die selben Auftraggeber, wie unser ehemals geliebter Führer und bei diesem Spiel ist es auch fürchterlich egal wer gerade besiegt bzw. ausgerottet werden soll. Es geht dabei lediglich um Macht und den Profit dabei.
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=132027

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  21. offtopic: könnte bitte jemand die Texte korrekturlesen, bevor sie hier veröffentlicht werden?

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  22. Pokrovsk holds.

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  23. Im Juni zeigte das ZDF stolz eine Drohnentruppe, die an ihren Uniformen Truppenembleme in schwarz/rot hatten, auf denen ein Adler abgebildet war, dem nur noch das finale Hakenkreuz im Lorbeerkranz fehlte, den er in seinen Krallen hielt, um die Symbolik komplett zu machen:

    https://www.zdf.de/play/magazine/heute-journal-104/heute-journal-vom-21-juni-2025-100

    (ab Minute 6:40)

    Aber gibt ja keine Nazis in der Ukraine…. Alles russische Propaganda!

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  24. „Wenn bloß dieses verdammte Auschwitz nicht wäre, dann könnten wir uns wenigstens ordentlich verteidigen“ hat Dönitz bei seiner Verhandlung gesagt. Ich interpretiere das mal dahingehend, daß Kriege, selbst „völkerrechtswidrige Angriffskriege“ (was im Prinzip ja jeder Krieg ist) legitimiert werden können, sofern man sich im militärisch üblichen Rahmen von Mord und Totschlag bewegt (selbst gegenüber Zivilisten, die ja prinzipiell der feindlichen Kriegsmaschinerie dienen und damit de facto gar keine Zivilisten sind), es aber durchaus Vorgänge gibt, die ihn delegitimieren. Soll heißen, in jedem Krieg gibt es Vorgänge, die einem später auf die Füße fallen können. Die Nazis in der Ukraine sind ein solcher für unsere noble westliche Moralrettungsgemeinschaft. Und sich mit „wußt‘ ich nich“ rausreden funktioniert auch nicht mehr.

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  25. zu @scm: „offtopic: könnte bitte jemand die Texte korrekturlesen, bevor sie hier veröffentlicht werden?“
    einmal in openai eingeben, um Korrekturlesen bitten. Genügt vollkommen. Selbst getestet

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  26. Die Narrative der heutigen Politiker in Deutschland lassen keine Anerkennung der Tatsache zu, dass es in der Ukraine Rechtsextremismus gibt. Selbst wenn Selenskyj morgen mit einem Hakenkreuz auf dem Ärmel in der Öffentlichkeit auftreten würde, würden unsere Medien schnell eine logische Erklärung dafür finden.
    Erinnern Sie sich an Berbock und ihre Rechtfertigung für Nazi-Symbolik in den Reihen der ukrainischen Streitkräfte.

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  27. Herr „Roman“ sollte sich einmal die Aussagen des „Reichsaußenministers Ribbentrop“ vor dem Nürnberger Tribunal
    sowie die in Bild, Schrift und Ton dokumentierten Tatsachenanhören/nachlesen,
    So tut Ribbentrop kund, dass das „3. Reich“ den „Banderas“ die Aufgabe erteilt hat, polnische Gehöfte niederzubrennen
    und Juden zu erschlagen.
    I.Ü. haben ca 300.000 Ukrainer in/mit der Wehrmacht ihr eigenes Land (UdSSR) und andere
    LLänder/Völker mit Krieg überzogen.

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  28. Listen, Denys, I’m the president of this country. I’m 41 years old. I’m not a loser. I came to you and told you: remove the weapons. Don’t shift the conversation to some protests [..]

    Selensky in Zolote im Oktober 2019 (beide sprechen notabene russisch): https://m.youtube.com/watch?v=LnzEPLg3Km4

    Das war sogar auf seiner offiziellen facebook Seite geposted, damals. Jetzt natürlich längst alles gesäubert, aber man sieht die Artefakte noch in Artikeln von 2019 in Form von toten links.

    Die Neonazis drohten ihm danach, ihn in Kiev an einem Baum aufzuhängen wenn er gegen die Frewilligenverbände vorgehen sollte. Der Rest ist Geschichte, die Neonazis erhalten heute die modernsten Waffen und werden immer weiter aufgebaut (Asov zb startete als Brigade und stellt heute ein Armee-Korps) , genau wie die SS. Das sie derart offen ihre Symbole zur Schau stellen, zeigt, dass sie längst wissen dass sie nichts zu fürchten haben. Besonders nicht von den erbärmlichen Heuchlern in Politik und Medien aus der Wertegemeinschaft.

    Ich weiss, alles bekannt hier, aber ich wollte es festhalten bevor die Vergangenheit ganz ausradiert ist.

    Der US-Saalschutz kann nunmal machen was er will, solange er gegen die „Richtigen“ vorgeht und unterdrückt. Ob das jetzt Todesschwadrone in Südamerika sind, Steinzeitislamisten in Syrien, genozidale Ziofaschisten im Levant oder arische „Übermenschen“ in der Ukraine.

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  29. So gesehen ist es auch nicht erstaunlich dass die faschistoide zionistische Kolonialverwaltung in Palästina nicht wegen sondern trotz des Holocausts in Gaza Genozid an den Palästinensern verübt!

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  30. Um fair zu sein: Selenskij war anfangs durchaus echt und wollte das umsetzn, wofür er 73 Prozent bekommen hatte. Aber Azow und andere haben ihm dann ganz schnell klar gemacht, wer in der Ukraine das sagen hat. Teilweise vor laufender Kamera. Denn Azow hat schlichtweg das Gewaltmonopol. War das alles eine Idee dieses Oligarchen Kolomoiskij? Dieser hat Selenskij auf die Spur gesetzt. Gleichzeitig ist er der größte Spender von Azow. Jetzt ist da ein jüdischer Präsident, der die nur allzu offensichtlichen Anzeichen der Naziherrschaft dementieren hilft. So nämlich tickt dieser Kolomoiskij.

    Jüdischsein ist immer noch ein Schutzschirm gegen den Vorwurf des Antisemitismus. In den USA heißen die übelsten Hetzer Blumenthal und Finkelstein. Die richtig dicken Nazilügen, an denen sie prächtig verdienen.

    War ja schon bei den Nazis beliebt. Seht, der Jude sagt es doch selbst!

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  31. Truppenteile der ukrainischen Armee tragen Nazisymbole auf ihren Uniformen und verehren ukrainische Nazigehilfen um Bandera. Die israelische Armee zerstört auf Befehl ihrer politischen Führung den Gazastreifen und macht ihn unbewohnbar, ein Genozid an der palestinensischen Bevölkerung. Beide Staaten mit ihren Armeen werden von der deutschen Regierung so gut wie uneingeschränkt unterstützt, im Fall Ukraine sogar lebensnotwendig. Die deutsche Regierung macht sich mitschuldig an einem Völkermord und im Fall der Ukraine verlängert sie einen Krieg, der unsagbares Leid jeden Tag von den Menschen abverlangt. Da für die deutsche Regierung Waffenlieferungen an die Ukraine alternativlos sind, verhindert sie dadurch auch eine friedliche Lösung.

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  32. Imperiale Machtpolitik geht immer über die jeweiligen Rechtsextremen, weil das die einzigen sind die Gewalt anwenden. Ob quasi-heilig wie in Israel, als Al-Qaida, der links getarnte Rechtsterrorismus der 70/80er oder jetzt die Wiederauferstehung des Hakenkreuzes in Europa.

    Die ukrainischen Faschisten haben für Auschwitz die Menschen auf Güterzüge geladen. Heute sind sie die Helden des Wertewestens.

    Weiterlesen


Info: https://overton-magazin.de/top-story/der-juedische-praesident-und-sein-arier-soldat-mit-ss-runen/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

06.11.2025

Klimakrise verschärft sich, Klimaziel wird aufgeweicht

lostineu.eu, vom 5. November 2025

Die Welt steuert auf eine Erderwärmung von katastrophalen 2,8 Grad zu, warnt die Uno in einem neuen Bericht. Dennoch weicht die EU ihr Klimaziel für 2040 auf.

Die EU-Umweltminister haben einen ganzen Tag und eine Nacht beraten – und am Ende beschlossen, das von der EU-Kommission vorgegebene Klimaziel von 90 Prozent CO2-Einsparung bis 2040 zumindest nominell einzuhalten.

De facto wird es aber aufgeweicht. Denn bis zu 5 Prozent der einzusparenden Emissionen sollen ins nichteuropäische Ausland verlagert werden. Außerdem gibt es Revisionsklauseln, mit denen die Ambition weiter gesenkt werden kann.

 Außerdem einigten sich die Umweltminister darauf, den Start des neuen Emissionshandelssystems ETS II für Gebäude und Verkehr um ein Jahr auf 2028 zu verschieben. Das System galt bislang als zentrales Instrument im Klimaschutz.

Heruntergefahren wurden auch die Ziele für die Weltklimakonferenz (COP30) in Brasilien. Man einigte sich auf einen Korridor zwischen 66,25 und 72,5 Prozent gegenüber 1990 – eine konkrete Zahl konnten die Minister nicht vereinbaren.

Anpassung wäre nötig

Das ist peinlich – und steht im Widerspruch zu den jüngsten Warnungen der Uno. Demnach steuert die Welt auf bis zu 2,8 Grad Erderwärmung zu. Selbst noch mit nationalen Gegenmaßnahmen (NDC) wären es 2,3 bis 2,5 Grad.

Vor diesem Hintergrund hätten die EUropäer ihre Klimaziele eigentlich deutlich verschärfen müssen – oder aber einräumen, daß die ursprünglich angestrebten 1,5 Grad Erderwärmung nicht mehr zu erreichen sind.

In diesem Fall müsste die EU mindestens ebenso viel für die Anpassung an die Klimakrise tun wie für die Reduzierung der Treibhausgase. Doch das tut sie nicht. Nicht mal die Flut von Valencia hat ein Umdenken bewirkt.

Die Umweltminister wollen wohl nur noch den Schein wahren – aber ihre Politik nicht mehr ändern…

12 Comments

  1. Niko
    6. November 2025 @ 12:37

    wo sind die Klimakleber, war das alles nur tam tam? Sind die Kippunkte für die grünen Umweltschützer plötzlich Makulatur. Stimmt es nicht mehr, dass Kriege maximal die Umwelt zerstören. Ich frage mich jeden Tag mehr, warum ich diesen Leuten geglaubt habe. War das alles nur Schau?
    Bestes Beispiel ist Hofreiter, für den nicht ansatzweise genug Waffen geliefert werden. Mir wird übel vor so viel Verlogenheit und Heuchelei.

Antworten

  • Helmut Hoeft
    6. November 2025 @ 10:32

    “https://lostineu.eu/forum-zur-eu-politik/forum/european-green-deal/” Wir müssen unser heute retten!! Morgen interessiert uns nicht, unsere Kinder, Enkel? Wtf?(!!)

    Antworten

  • Arthur Dent
    6. November 2025 @ 09:54

    Hat das Gates höchstselbst nicht erst gerade ein wenig relativiert? Welche Statistik legt die UNO zugrunde?
    Mehr Energie hebt Wohlstand (vor allem in Entwicklungsländern), kollidiert aber mit dem Klimaschutz. Höherer Wohlstand bedeutet bessere Anpassungsfähigkeiten. Zu fragen bliebe, ob Temperaturberechnungen das Nonplusultra im Kampf zum Klimawandel sind? Kann man nicht CO2-Ausstoss ins Verhältnis zur Wertschöpfung / BIP-Wachstum setzen? Übrigens sind weltweite Getreideernten auf Rekordkurs, die Artenvielfalt am Äquator größer als in der Antarktis. Erwärmung ist nicht immer gleich Krise oder Katastrophe. Es ist eine Frage der Abwägung.

    Antworten

    • ebo
      6. November 2025 @ 10:30

      Richtig, höherer Wohlstand bedeutet bessere Anpassungsmöglichkeiten. Doch statt sich auf die Anpassung zu konzentrieren, jagt die EU immer noch unrealistischen und letztlich symbolischen Klimazielen hinterher. Gleichzeitig werden die größten Dreckschleudern von den Klimaschutz-Maßnahmen ausgenommen – auf der Straße wie in der Industrie, vom Militär ganz zu schweigen.

      Antworten

  • umbhaki
    5. November 2025 @ 22:13

    Jetzt mal unter uns, es liest ja keiner mit: Unsere weisen Weltenlenker können irgendwelche Klimaziele, also Reduktionen von klimaschädlichen Einflüssen, überhaupt nicht bewirken. Es geht einfach nicht!

    Unser ganzes Gesellschafts- und Wirtschaftssystem – weltweit inzwischen – ist auf Kapitalverwertung ausgelegt, und das heißt: auf »Wachstum«. Anders glauben wir nicht wirtschaften und leben zu können. So lange das so bleibt ist die Verringerung klimaschädlicher Einflüsse nicht denkbar und erst recht nicht praktikabel.

    Wie lange schon werden immer wieder hochwohlvermögende Konferenzen auf globalster Ebene abgehalten zum hehren Zwecke der Klimarettung?
    Die ganze „Klimaschonung“, die man uns so anzubieten hat, ist doch nichts anderes als eine Verschiebung des Raubbaus an Gaia („Mutter Erde“). Den Verbrauch fossiler Energie wollen wir reduzieren und aufhören, die ganze Erdkruste auf der Suche nach Kohle, Öl und Gas zu zerfleddern. Dafür zerfleddern wir sie jetzt auf der Suche nach den sogenannten Seltenen Erden und so einem Zeug. Wir schlagen neue Wunden in die Erde ohne mit der Ausweitung der alten Wunden aufzuhören.

    Der Ausstoß von CO₂ steigt anstatt zu sinken. Das hat sogar der Deutschlandfunk gemerkt, und das will was heißen:
    https://www.deutschlandfunk.de/klimawandel-co2-ausstoss-global-cop-30-100.html
    Bitte beachten: Die dramatischen Umweltbelastungen, die durch das Führen von Kriegen entstehen (CO₂, Herstellung stählerner Monstrositäten in irren Größenordnungen, Kontaminierung von Ackerflächen, Zerstörung von Gebäuden, die irgendwann wiederhergestellt werden müssen), sind in diesen Statistiken gar nicht erst enthalten, wie bereits angemerkt wurde.
    Der Bestand an KfZ nimmt seit 1991 (44,9 Mio.) kontinuierlich zu (2025: 61,1 Mio.) Quelle: Umweltbundesamt. Die Dinger werden dabei auch noch immer größer und schwerer (und hässlicher).

    Wir müssen weg von dem ewigen Zwang, immer noch mehr Geld aus Geld machen zu müssen, gemeinhin »Kapitalismus« genannt. Wir müssen auch weg von der Konzentration der Beschäftigungsorte, was immer weitere Arbeitswege mit sich bringt.
    Wir müssen weg davon
    · jeden Tag ein totes Tier zu fressen,
    · pausenlos neue Klamotten zu kaufen,
    · jedes Jahr ein- oder mehrfach in Urlaub zu fahren/fliegen,
    · stets neue („aktuelle“) technische Gimmicks haben zu wollen.

    Man könnte noch vieles anführen, was wir tun sollten. Aber das geht alles nicht, denn es würde das heilige Wachstum be- bzw. verhindern. Also geht es nicht. Kapitalistisches Wirtschaften und Klimaschonung schließen einander aus.

    (Es hat eine kurze Zeit gegeben, da hatte ich gehofft, dass die jungen Leute – Fridays for Future und so – in diese Richtung tendieren könnten. Aber diese Hoffnung hat sich auch zerschlagen.)

    Antworten

    • KK
      5. November 2025 @ 23:14

      (Es hat eine kurze Zeit gegeben, da hatte ich gehofft, dass die jungen Leute – Fridays for Future und so – in diese Richtung tendieren könnten. Aber diese Hoffnung hat sich auch zerschlagen.)

      Die wollen halt auch auf Bali in den Urlaub – und nicht an den Timmendorfer Strand oder gar das Baggerloch um die Ecke!

      Antworten

  • palman
    5. November 2025 @ 17:00

    @ebo – Wertester – nur ein einfaches “JA” oder “NEIN” – bist Du irgendwie in das “Billionen-Geschäfts-Modell” des “ZEH-Oh-ZWEI-Krisen-KLAMAUKs” investiert ??!!?? – so oder so – “kläre” Ich hier eh nicht mehr weiter auf ????

    Antworten

    • ebo
      5. November 2025 @ 17:15

      NEIN, wieso?

      Antworten

      • palman
        5. November 2025 @ 17:42

        @ebo – Bester, den wo Ich kenne – ging ja fix – sorry – wenn Du jetzt NICHT geflunkert hast, dann machst Du “irgendetwas” falsch !?! – denn ALLE anderen verdienen sich wenigstens eine relativ “Goldene Nase” dabei und DU machst die Promotion für “daffke” !?! – na ja – denk mal drüber nach – evtl. hast Du ja noch meinen “Grätschen”-Post zur Hand und /oder guck mal bei “meinem” damaligen “MitBewerber” (im Jahr “2000”), Marco Bülow (Ex-SPD-MdB / aktueller Buchtitel “Korrumpiert” …), vorbei !?! – einen “Emil” darfst Du Mir nat. auch senden ????

  • Erneuerung
    5. November 2025 @ 15:40

    @KK:
    Zustimmung, das habe ich auch schon in verschiedenen Foren kritisiert. Dazu kommen aber noch weitere Fakkten über die “Erneuerbaren”:
    Sie schaden, zumindest in der Form wie sie in Europa in die Landschaft gepflanzt werden, dem Klima mehr als sie nützen. China ist wohl führend beim Ausbau der “Erneuerbaren”, ist aber auch ein sehr großes Land und die Anlagen werden mit großem Abstand, auch in Wüstengebieten, platziert. Hier in Europa wird alle paar Kilometer ein Biotop zerstört, und das, obwohl dies gar nicht nötig wäre. Es gibt z,B. an Autobahnen kilometerlange Schallschutzwönde und aufgeschüttete Schallschutzwälle, die nur für Grafitti und Rasenmäher eine Grundlage darstellen, obwohl sie nach Süden zeigen. Industriegebiete und Parkplätze bleiben ohne PV. Die Schädlichkeit von in den Wald gepflanzten Windrädern incl. der erfoderlichen Fundamente und Erstellungsmaßnahmen erkennen immer mehr Personen. Abrieb, PFAS und Lärm legen noch einen drauf. Es gibt kein schlüssiges Gesamtkonzept. Siehe hierzu auch: https://tkp.at/2025/11/05/windparks-veraendern-das-klima-und-reduzieren-das-pflanzenwachstum/.
    Ja, dieser Herr Meyer wird von der grünen Seite als unseriös dargestellt, allerdings sind mir noch keine Gegenargumente untergekommen, dafür vielfache Diffamierungen.
    Mit dem Verbrennern verhält es sich ähnlich. Ein 2..3 l Benziner dürfte wesentlich umweltverträglicher sein als ein 1,5 mal so schwerer Stromer wenn man alle Randbedingungen mit einrechnet.
    Auch der “grüne”Deal ist lobbbygesteuert und hilft damit der Umwelt nicht bis kaum. Resume’: Europa schafft sich auch mit der angeblichen CO2-Reduzierung selbst ab.

    Antworten

    • KK
      5. November 2025 @ 17:23

      “Ein 2..3 l Benziner dürfte wesentlich umweltverträglicher sein als ein 1,5 mal so schwerer Stromer wenn man alle Randbedingungen mit einrechnet.”

      Vor allem, wenn man die Benziner 20+ Jahre fährt – und die Politik nicht alles tut, um dieses völlig unwirtschaftlich zu machen (zB die geplante jährliche HU für ältere Fahrzeuge). Ein E-Auto muss erst beweisen, dass es länger als die 8-10 Jahre hält un d die Schwachstelle Batterie überleben. kann – deshalb wären Austauschbatteriedsysteme via Swap-Stations wie zB beim chinesischen Hersteller NIO die nachhaltigste Lösung, da man auch immer nur die Batteriegrösse verwenden müsste, die man für die erforderliche Reichweite benötigt und nicht unnötig dauernd viel Gewicht transportiert, nur weil man ein- oder zweimal im Jahr weitere Strecken bewältigen muss. (neben weiteren Vorteilen) Ausserdem nutzt ein E-Auto solange nichts, solange der Strom für dessen Betrieb anderswo CO2 emittiert. Und der ganze Strom für Millionen E-Autos und abermillionen Wärmepumpen braucht entsprechende Infrastruktur, die es schlicht nicht hat und auch nicht in ein paar Jahren hergezaubert werden kann.

      Antworten

  • KK
    5. November 2025 @ 14:27

    Solange das ganze Militär und Kriege, in die jetzt je das allermeisste Geld fliessen soll, rausgerechnet bzw. erst gar nicht reingerechnet werden, ist das doch alles nur noch lächerlich.

    Antworten

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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    06.11.2025

    Brüssel redet Bahn schön, Anklage gegen Reynders – und eine fatale Frage 

    lostineu.eu, 6. November 2025

    Die Watchlist EUropa vom 06. November 2025 – Heute mit News und Updates zur europäischen Verkehrspolitik, zu Affären in der EU-Kommission und im Europaparlament und zu den Grenzen der Pressefreiheit in Brüssel.

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    Alle reden über die Bahn, nur Brüssel nicht: Trotz der ungelösten Probleme im deutschen Fernverkehr verspricht die EU-Kommission schnellere und günstigere Zugverbindungen zwischen den europäischen Metropolen. Ausgerechnet Deutschland soll davon am meisten profitieren. Dabei ist die deutsche Bahn mittlerweile in ganz EUropa in Verruf geraten, weil sie chronisch unpünktlich ist und Züge nach Belgien, Frankreich und die Schweiz ausbremst.

    Doch von solchen lästigen Details lässt sich die EU-Kommission nicht beirren. Dank eines neuen Aktionsplans für Hochgeschwindigkeitszüge sollen sich die Fahrzeiten in Zukunft deutlich verkürzen. Einige Beispiele:

    • Berlin–Kopenhagen: 4 statt 7 Stunden
    • Berlin–Wien (über Prag): 4,5 statt mehr als 8 Stunden
    • München–Rom: 6 statt 9,5 Stunden.

    „Mit schnelleren, besser vernetzten Bahnstrecken und klimafreundlichen Kraftstoffen machen wir Europas Verkehrssystem sauberer, widerstandsfähiger und erschwinglicher”, wirbt Verkehrskommissar Tzitzikostas für seinen Plan, der ca. 550 Mrd. Euro kosten soll.

    Im Bummelzug nach Brüssel

    Wie dieses Wunder auf dem maroden Schienennetz der Bahn möglich werden soll, verrät der eifrige Grieche leider nicht. Bisher klappt ja nicht einmal die Schnellverbindung Köln-Brüssel-London bzw. Amsterdam.

    Dort bleiben regelmäßig EU-Abgeordnete und sogar deutsche Minister hängen, weil der ICE zu spät kommt oder liegenbleibt. Bis in die Brüsseler Behörde hat sich dies offenbar noch nicht herumgesprochen!?

    Daß es auch anders geht, zeigt unser Nachbar Frankreich. Dort reist man seit 20 Jahren mit über 300 km/h von Paris nach Straßburg. Dort fährt auch kein deutscher Bummelzug nach Brüssel, sondern ein TGV…

    Mein Fazit: Brüssel redet die (deutsche) Bahn schön. Statt die real existierenden Problem anzugehen, schmiedet die EU-Kommisssion – ähnlich wie in der Klimapolitik – schöne Pläne, von denen niemand weiß, ob und wie sie umgesetzt werden. Neu ist das übrigens nicht: Schon 1994 hat die EU 14 Prioritätsprojekte für die Schiene definiert. Die Bilanz sieht ernüchternd aus, klagt der CSU-Europaabgeordnete M. Ferber: Lediglich drei Projekte seien 30 Jahre später vollständig umgesetzt worden…

    P. S. Frankreich hat gerade 30 hochmoderne Regionalbahnen für den grenzüberschreitenden Verkehr angeschafft. Doch ausgerechnet in Deutschland dürfen sie nicht fahren, weil eine deutsche Norm geändert wurde. So sieht es wirklich aus in EUropa…

    News & Updates

    Anklage gegen Ex-Kommissar Reynders: Gegen den früheren EU-Justizkommissar Reynders ist in Belgien Anklage wegen Geldwäsche und einer oder mehreren weiteren möglichen Straftaten erhoben worden. Der 67-Jährige soll in Lotto-Annahmestellen „E-Tickets“ – Gutscheine im Wert von 1 bis 100 Euro – gekauft haben, die auf ein bei der belgischen Nationallotterie geführtes Spielkonto überwiesen werden können. Dies habe der Geldwäsche gedient, vermutet die belgische Justiz. – Besonders pikant: Bis 2024 war Reynders als Justizkommissar im Kabinett von Behördenchefin von der Leyen tätig. Doch seine Chefin will nichts gemerkt haben. Auch heute gibt sich die EU-Kommission ahnungslos: „Sollten sich die belgischen Behörden an uns wenden, werden wir selbstverständlich mit ihnen zusammenarbeiten“ – mehr könne man nicht sagen…

    Vetternwirtschaft bei EVP-Chef Weber? Der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei, der CSU-Politiker Weber, plant offenbar, seinen engsten Vertrauten auf einen gut dotierten Posten im EU-Parlament zu heben. Das berichten laut “Euractiv” drei mit dem Vorgang vertraute Personen. Demnach soll Udo Zolleis, ein bayerischer Politikberater und langjähriger Spin-Doktor Webers, Favorit für eine Direktorenstelle im Forschungsdienst des EP sein. – Die neue Direktorenstelle für „Wissenschaft, Forschung und Zukunftsfragen“ wurde am 20. Oktober neu geschaffen – Zufälle gibt’s…

    Umweltminister weichen Klimaziel auf. Die EU-Umweltminister haben einen ganzen Tag und eine Nacht beraten – und am Ende beschlossen, das von der EU-Kommission vorgegebene Klimaziel von 90 Prozent CO2-Einsparung bis 2040 zumindest nominell einzuhalten. De facto wird es aber aufgeweicht. Denn bis zu 5 Prozent der einzusparenden Emissionen sollen ins nichteuropäische Ausland verlagert werden. Außerdem gibt es Revisionsklauseln, mit denen die Ambition weiter gesenkt werden kann. – Mehr im Blog

    Das Letzte

    Eine fatale Frage im Presseraum der EU-Kommission. “Wenn Russland für den Wiederaufbau der Ukraine bezahlen muss, muss Israel dann dasselbe für Gaza tun?” Das fragt der Journalist Gabriele Nunziati, Brüsseler Korrespondent der italienischen Agentur Nova, am 13. Oktober im Pressesaal der EU-Kommission. Die Chefsprecherin nennt die Frage “interessant”, bleibt aber eine Antwort schuldig. Das Video des Schlagabtauschs geht auf “X” und anderen sozialen Medien viral. Endlich stellt einmal ein Journalist die Doppelmoral der EU infrage, kommentieren viele User. Doch wenige Tage später wird der Journalist gefeuert – seine Frage war wohl nicht politisch korrekt. In Italien sorgt dies nun für helle Aufregung, in Brüssel spielt man den Fall herunter: Nein, man habe Nunziati nicht angeschwärzt, erklärt die EU-Kommission. Selbstverständlich dürfe man jede Frage stellen, schließlich verteidige die EU ja die Pressefreiheit…


    ebo

    EU-Korrespondent und Blogger bei Lost in EUrope

    Ich arbeite seit 2004 als fest akkreditierter EU-Korrespondent für deutsche Medien in Brüssel. Mehr als 25 Jahre Erfahrung in Europapolitik, deutsch-französischen Beziehungen und Foreign Affairs. Blogge hier seit 2011 ????

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    3 Comments

    1. Helmut Hoeft
      6. November 2025 @ 11:25

      Zum ÖPV. Naja, es ist ärgerlich, zugegeben, aber warum? Weil den Leuten einerseits zuviel versprochen wurde/wird andererseits weil die Ansprüche (zu?) hoch sind. Wer erinnert sich noch an: “Vorang Bahn!” (Leber-Plan, 1969), “Alle reden vom Wetter. Wir nicht.” (1966) und ” Wir wollen, daß Sie erholt ankommen.” (1974)

      Gut, die Menschen haben’s heute auch schwerer: Mehr Autos & LKWs auf der Straße als Verkehrsfläche = Stau, da kommt dann auch der Flix-Buss nicht durch. Und wenn Bus oder Bahn nicht kommen? Damals: Dann kommen ‘se halt nicht! Heute ist das ein großes Problem: “Wo und gegen wen muss ich jetzt meine Ansprüche geltend machen? Zahlt meine Rechtschutz? Brauch’ ich ‘n Fachanwalt?” Alles schwierig!

      PS.: Dass es geht siehe Schweiz – vor zwei Wochen: Bis Basel Chaos, ab Basel pünklicher als die Uhr ???? – Bahn, Straßenbahn, der Postbus, Bergbahn. Tzja man muss das halt wollen und die Voraussetzungen schaffen!

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    Info: https://lostineu.eu/bruessel-redet-die-bahn-schoen-anklage-gegen-ex-kommissar-eine-fatale-frage/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    06.11.2025

    Update Belgien: Der Russe war’s!?

    lostineu.eu, vom 5. November 2025

    Nach Vorfällen auf mehreren Militärstandorten wurden nun auch Drohnen über dem Flughafen in Brüssel gesichtet, rund 80 Flüge wurden deshalb abgesagt. Allerdings bestand offenbar keine akute Gefahr. Es konnte auch kein Flugobjekt abgeschossen oder identifiziert werden. Dennoch sprechen die belgischen Sicherheitsdienste von einem “staatlichen Akteur, wahrscheinlich Russland”, wie “Le Soir” berichtet. Objektive Gründe oder eindeutige Indizien können sie dafür zwar nicht nennen. Aber wegen des Streits über russisches Vermögen, das bei “Euroclear” in Brüssel stillgelegt wurde, hätten die Russen ein Motiv, schreibt das Blatt. – Zwingend ist das aber auch nicht – schließlich hat es Premier De Wever abgelehnt, das russische Vermögen anzutasten! Genausogut könnte man mutmaßen, es seien die Amis gewesen, weil Belgien “zu wenig” aufrüstet…

    Siehe auch Update Belgien: Armee will Drohnen künftig abschießen

    14 Comments

    1. pittiplatsch
      6. November 2025 @ 10:52

      Es ist in den Genen der Westdeutschen: “Der Russe kommt!” und es wird schamlos genutzt. Im Osten funktioniert das nicht – dort war er…

    Antworten

    • ebo
      6. November 2025 @ 11:14

      Naja, hier geht es um Belgien. Bisher hatten die Belgier dieses Gen nicht. Fast hat man den Eindruck, es solle ihnen “eingeimpft” werden…

      Antworten

      • KK
        6. November 2025 @ 12:21

        Nun, Gene kann man durch Kreuzen übertragen… es ist nicht alles gut an Schengen ????

    Helmut Hoeft
    6. November 2025 @ 10:41

    Drohne? F-45! So ’ne Drohne – die hier in Frage kommt – ist zu klein um mit der 25 mm Bordkanone bekämpft zu werden, aber ’ne mitgeführte „AIM-9 Sidewinder“ mit Infrarotsuchkopf könnte passen. Kostenpunkt … https://de.wikipedia.org/wiki/AIM-9_Sidewinder

    … sprechen die belgischen Sicherheitsdienste von einem “staatlichen Akteur, wahrscheinlich Russland” Das ist sicher keine Propaganda, die haben Beweise, gaaanz sicher, die sind aber * pst * geheim!

    Antworten

    Niko
    6. November 2025 @ 10:23

    bin gespannt, wie lange sich normal denkende Menschen noch von Dauerheztern und deren medialen Helfern verschaukeln lassen sollen.

    Antworten

    • KK
      6. November 2025 @ 12:20

      “normal denkender Mensch” lingt hier wie ein Euphemismus ????

      Antworten

    Thomas Damrau
    6. November 2025 @ 08:50

    Ich persönlich glaube, es waren die Echsenmenschen. Da gibt es keine schlüssige alternative Erklärung für mich. Dieselben Echsenmenschen, die uns mit Lügen über eine Erwärmung des Weltklimas, erfundenen Pandemien, einem tiefen Staat und Ähnlichem in den Wahnsinn treiben.

    Die wollen jetzt auch dafür sorgen, dass wir uns mit den Russen kabbeln.

    Ob ich das beweisen kann? Nee, wozu? Schließlich darf heute ja jeder ohne Beweis Behauptungen in die Welt setzen, solange sie ins eigene Weltbild passen.

    Im Ernst: Nur wenn unsere Regierungen es schaffen, die Bevölkerung mit einem permanenten “der Wolf kommt” unter Adrenalin zu halten, wird zumindest ein Teil der Bevölkerung bereit sein, eine Umschichtung der Staatsausgaben in die Rüstung zu akzeptieren.

    Antworten

    • ebo
      6. November 2025 @ 08:54

      Ich tippe auf amerikanische UFOs. Schließlich wurden die ersten Monster-Drohnen vor einem Jahr in New Jersey gesichtet. Die US-Regierung startete eine Untersuchung – und gab Entwarnung: alles harmlos, keine Russen, sondern unsere eigenen Leute. Jetzt haben sie ihre Flugroute ausgeweitet, um EU und Nato auf Kurs zu bringen ????

      Antworten

    • Helmut Hoeft
      6. November 2025 @ 10:53

      @Thomas
      “Ob ich das beweisen kann? Nee, wozu?” Recht so, Du Jünger von Ortega y Gasset, Zitat: “Das Denken ist für die Menschengattung zu mühsam; sie zieht es vor, zu urteilen, und sei es ohne Beweise.” (aus “Aufstand der Massen”)

      Nix beweisen immer feste glauben und behaupten! Btw.: das Nährfutter der asozialen Medien von Whottsäpp über … gram bis Twitter! (Warum macht da eigentlich fast jeder mit? Hä?)

      Fazit: …[die Menschen sollten] erwachsen und aufgeklärt zu werden: Früher wussten die Menschen wenig bis nichts, aber glaubten feste an irgendwas; glauben aber nicht wissen(!). Heute ist es so: Die Menschen wissen viel, aber glauben nicht an das, was sie wissen! Wohin führt uns das? In Wissenschaftsleugnung, Klimaleugnung, Wahrheit™ & Co. entsprechen dem Bauchgefühl als letzte, einzig wahre Instanz! m(

      Antworten

      • Thomas Damrau
        6. November 2025 @ 16:01

        @Helmut

        Schon seltsam, wenn Medien und Politik auf der einen Seite Fake-News bekämpfen wollen und auf der anderen Seite selbst welche in die Welt setzen.

        Schuld daran ist ein falsches Verständnis, worin die Verbreitung von Unwahrheiten bestehen kann: Im deutschen Strafrecht gibt es neben der Verleumdung (https://de.wikipedia.org/wiki/Verleumdung_(Deutschland) ) auch den Straftatbestand der üblen Nachrede (https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cble_Nachrede_(Deutschland) ). Beides ist Fake-News.

      • KK
        6. November 2025 @ 16:35

        @ Thomas Damrau:
        „Schon seltsam, wenn Medien und Politik auf der einen Seite Fake-News bekämpfen wollen und auf der anderen Seite selbst welche in die Welt setzen.“

        Das ist nicht seltsam, das ist im Grunde genommen sehr gut durchdacht und in deren Sinne absolut perfekt.

    umbhaki
    5. November 2025 @ 21:25

    Es macht einfach nur noch müde …

    Antworten

    KK
    5. November 2025 @ 18:29

    Was für die Nationalsozialisten “der Jude”, das ist für unsere Politikelite heute “der Russe”! An allem schuld, für alles der Sündenbock…

    Antworten

    Erneuerung
    5. November 2025 @ 18:17

    Na wieso wird denn da noch gefragt? Es ist doch zweifelsfrei erwiesen, dass die Russen z.B. ihre eigene Infrastruktur Nordstream gesprengt und auch Westeuropa vertragswidrig das Gas abgestellt haben, oder? Kann sein, dass ich da etwas verwechsele, irgendwas war noch mit Verschleppung der Zulassung, boykottieren der Pumpenwartung (Kanada hatte die Nordstream-Einspeispumpe gewartet) und zu guterletzt wollte man das Gas ohne zu bezahlen, da die Russen aus swift rausgeworfen wurden. Aber mit der Zeitenwende gab es ja auch eine Wende der Wahrheiten die Geschichte wurde und wird umgeschrieben. Auf jeden Fall ist der Russe an allem Schuld, was in Europa nicht klappt das liegt doch auf der Hand. ????

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    06.11.2025

    Nachrichten von Pressenza: Das Wettern der Woche: …sagt mir jetzt grad nix

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 6. November 2025, 7:15 Uhr

    Nachrichten von Pressenza - 06.11.2025


    Das Wettern der Woche: …sagt mir jetzt grad nix


    Rund 1,3 Millionen Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren nutzen digitale Medien in riskantem oder krankhaftem Maße, Jungs sind spielsüchtig, Mädchen essen schlecht, alle sind psychisch auffällig, würden also bei der nächsten Musterung bei Breuer durchfallen. Abgesehen davon, dass die&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/das-wettern-der-woche-sagt-mir-jetzt-grad-nix/


     -----------------------


    Festsetzung des Rettungsschiffs von SOS Humanity war rechtswidrig


    SOS Humanity hat ihren ersten Gerichtsprozess gegen die italienische Regierung im Kontext dutzender illegaler und willkürlicher Festsetzungen ziviler Seenotrettungsschiffe gewonnen. Das italienische Berufungsgericht von Catanzaro bestätigte am 17. Juni 2025 die bahnbrechende Entscheidung des Gerichts von Crotone vom vergangenen Jahr&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/festsetzung-des-rettungsschiffs-von-sos-humanity-war-rechtswidrig/


     -----------------------


    Freiheit ist unteilbar: Grundeinkommen und Maximaleinkommen als soziale Instrumente


    Ein bedingungsloses Grundeinkommen in Höhe der Armutsgrenze oder darüber hinaus wäre ein Instrument, um die materielle Existenz zu sichern – eine republikanische Voraussetzung für Freiheit. Das Maximaleinkommen wäre ein Instrument, um zu verhindern, dass große Vermögen die materielle Existenz und&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/freiheit-ist-unteilbar-grundeinkommen-und-maximaleinkommen-als-soziale-instrumente/


     -----------------------


    Klimaschäden: RWE &#038; Heidelberg Materials sollen haften


    Dutzende Bäuer*innen aus der pakistanischen Region Sindh haben heute (am 28.10.2025) gegenüber RWE und Heidelberg Materials Anspruchsforderungen auf Schadenersatz geltend gemacht, nachdem Überschwemmungen im Jahr 2022 zu einer Klimakatastrophe führten. Berlin/Frankfurt a.M./Karatschi – 43 Bäuer*innen aus der pakistanischen Provinz Sindh,&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/klimaschaeden-rwe-heidelberg-materials-sollen-haften/


     -----------------------


    Autonome, der Chaos Computer Club und der Volkszählungsboykott &#8211; Infoläden als sterbende Strukturen emanzipartorischer Bewegungen


    In einigen Städten werden sie noch als Treffpunkte genutzt. Ihre Funktion zur Weitergabe von Informationen, zum Austausch und zur sozialen Begegnung sind – in ihrer ursprünglichen Bedeutung – Geschichte. Wie vieles andere müssten sie neu erfunden werden, was nur gelingen&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/autonome-der-chaos-computer-club-und-der-volkszaehlungsboykott-infolaeden-als-sterbende-strukturen-emanzipartorischer-bewegungen/


     -----------------------


    Jetzt zählt der Beweis


    Das Bundesverwaltungsgericht öffnet einen Weg, gegen die Rundfunkbeitragspflicht zu klagen. Dazu werden Gutachten über das Gesamtprogramm benötigt.  Von Beate Strehlitz und Dieter Korbely Das Urteil und seine Bedeutung Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in Leipzig hat letzte Woche ein Urteil des Bayrischen&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/jetzt-zaehlt-der-beweis/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


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    06.11.2025

    Kampf um die digitale Souveränität  Die Debatte über die „digitale Souveränität“ Deutschlands und der EU wird im Außenpolitik-Establishment kontrovers geführt. Manche halten sie für nicht mehr möglich; andere urteilen, deutsche Rüstungs-Startups kämpften erfolgreich um sie.

    german-foreign-policy.com, 6. November 2025

    BERLIN (Eigener Bericht) – Das deutsche Außenpolitik-Establishment treibt die Debatte über die „digitale Souveränität“ Deutschlands sowie der EU als Grundlage für eine wirkliche Unabhängigkeit von den Vereinigten Staaten voran. Derzeit liege „die strukturelle Macht“ in der Digitaltechnologie „klar außerhalb Europas“, nämlich in den USA und in China, heißt es in einem aktuellen Sonderheft der Zeitschrift Internationale Politik, die von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) herausgegeben wird. „Die Macht der US-Internetkonzerne“ sei so groß, dass „europäische Firmen und Behörden“ wohl „nicht mehr weiterarbeiten könnten“, falls die US-Regierung sich „zu einem Embargo entschlösse“, heißt es in einem weiteren Beitrag. Einigkeit herrscht in der Debatte darüber, dass die bisherigen Bestrebungen der Bundesregierung und der EU-Kommission, der Technologie-Abhängigkeit vor allem von den USA zu entkommen, gescheitert sind. Während ein Autor zu dem Resultat kommt, Berlin und Brüssel hätten sich mittlerweile „mit einer postsouveränen Position abgefunden“, urteilen andere, der Kampf um Tech-Souveränität dauere noch an, beispielsweise bei jungen Rüstungs-Startups in der Bundesrepublik.


    Zitat: Technologie als Schlachtfeld

    Technologie, heißt es in einem aktuellen Sonderheft der Zeitschrift Internationale Politik, sei „zum zentralen Schlachtfeld der neuen geoökonomischen Ordnung geworden“.[1] Dabei liege „die strukturelle Macht … klar außerhalb Europas“, urteilen Katja Muñoz, eine Expertin der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), und Kai Zenner, Mitarbeiter des CDU-Europaabgeordneten Axel Voss. „Bei 5G“ dominierten „chinesische Anbieter wie Huawei und ZTE“, während „der Cloud-Sektor … fast ganz von US-Hyperscalern“ kontrolliert werde. In puncto Halbleiter wiederum sei Europa nahezu komplett „auf asiatische Produzenten angewiesen, vor allem aus Taiwan und Südkorea“. „Noch kritischer“ sei die Lage „bei der Datenhoheit“, schreiben Muñoz und Zenner weiter. China sei in der Lage, „den Zugang zum eigenen digitalen Raum mittels der Great Firewalls“ zu kontrollieren und über „Plattformen wie TikTok“ neuen „Einfluss auf Datenströme westlicher Nutzer zu gewinnen“. Die USA wiederum dominierten „den globalen Datenverkehr über ihre digitalen Plattformen“ und könnten sich mit Hilfe des Cloud Acts Zugriff „auf Daten von US-Tech-Unternehmen“ verschaffen – auch dann, „wenn diese außerhalb der USA operieren“. Europa habe dem nicht viel entgegenzusetzen.


    „Verlängerte Werkbank der USA“

    Ähnlich beurteilt die Lage Hans-Jürgen Jakobs, Senior Editor beim Handelsblatt und zuvor Wirtschaftsredakteur bei der Süddeutschen Zeitung sowie bei Der Spiegel. Gegenwärtig sei „die Macht der US-Internetkonzerne bei Daten und Künstlicher Intelligenz so groß“, dass „europäische Firmen und Behörden nicht mehr weiterarbeiten“ könnten, wenn sich die US-Regierung „in einem Konflikt zu einem Embargo entschlösse“, warnt Jakobs.[2] Im Hinblick auf die Abhängigkeit Europas von US-Rüstungsgütern fürchteten manche sogar, die USA könnten im Konfliktfall ihre in die EU verkauften Waffensysteme „bei Nichtwohlverhalten unbrauchbar machen“. Bleibe Europas Abhängigkeit von auswärtiger Technologie bestehen, dann werde der Kontinent „über die Zeit … zur verlängerten Werkbank Chinas oder der Vereinigten Staaten“, zitiert Jakobs den Ex-Telekom-Chef und heutigen Aufsichtsratschef bei Airbus, René Obermann. Mittlerweile werde es „für Europa zur Conditio sine qua non, sich unabhängiger zu machen“, urteilt der erfahrene Wirtschaftsjournalist; Europa, das „zwischen den Blöcken pulverisiert zu werden“ drohe, müsse „zu einem dritten Block neben den USA und China werden“. Um „mit eigenen starken Wirtschaftsstrukturen möglichst autark“ zu agieren, benötige man „eine Agenda des Aufbruchs“.


    US-Markt „lebenswichtig für Deutschland“

    In der Debatte, wie ein „Aufbruch“ zu erreichen sei, werden unterschiedliche Positionen vertreten. Muñoz und Zenner sprechen sich für „eine übergeordnete Grand Strategy für das digitale Zeitalter“ aus.[3] Die jüngste internationale Digitalstrategie der EU-Kommission erinnere stark „an das europäische Projekt Gaia-X“ zur Vernetzung digitaler Strukturen [4], das zwar „politisch gefeiert“ worden, aber „ökonomisch folgenlos“ geblieben sei. Wer „souverän mitreden“ wolle, der müsse „eigene Kapazitäten aufbauen“ – etwa „im Cloud-Bereich, bei Halbleitern, bei KI-Modellen“; „wer sie nicht besitzt“, bleibe „auf andere angewiesen“, also abhängig. Dem setzt Philipp Staab, Professor an der Berliner Humboldt-Universität, entgegen, dass die bisherige Politik der EU-Kommission – so etwa die Weigerung, „offensive politische Entscheidungen gegen die Interessen außereuropäischer Digitalunternehmen zu treffen“ – durchaus Gründe habe: „Gerade für Deutschland“ sei der US-Exportmarkt „zu wichtig“ gewesen, als dass man sich Konfrontationen habe leisten wollen; insbesondere „für die deutsche Autoindustrie“ sei der privilegierte Zugang zum US-Markt „lebenswichtig“. Staab resümiert kühl: „Die Festtagsreden über europäische oder deutsche Digitalsouveränität klingen längst hohl.“[5]


    „Handlungsspielräume in der Abhängigkeit“

    Wie Staab gleichfalls in dem aktuellen Sonderheft der Zeitschrift Internationale Politik urteilt, sei „digitale Souveränität im Sinne einer signifikanten Autonomie des Staates oder gar der Wirtschaft“ in Europa „längst nicht mehr das verfolgte Ziel“. „Viel eher“ werde schon ein „Ansatz des De-Riskings verfolgt“; dabei würden „Abhängigkeiten von außereuropäischen Anbietern zwar abgebaut und breiter gestreut“, aber nicht aufgehoben.[6] Die Bundesrepublik und die EU hätten sich mittlerweile „mit einer postsouveränen Position abgefunden“, in der „die Handlungsfähigkeit der einen die Vulnerabilität der anderen“ sei, „hier: der Europäer“. Damit wankten aber „nicht nur Konzepte wie jenes der digitalen Souveränität“, sondern auch „die Perspektive einer strategischen Autonomie Europas“, die „unabhängig“ von High-Tech-Mächten wie China und den USA sei. „Statt Souveränität und Strategiefähigkeit rücken Fragen des taktischen Navigierens in einem enger werdenden politischen Raum in den Fokus“, schreibt Staab: „Es geht mittelfristig gar nicht mehr darum, sich unabhängig zu machen“, sondern darum, „Handlungsspielräume in der Abhängigkeit so gut wie möglich zu erhalten, während man gleichzeitig die eigenen Handlungsressourcen und Resilienz stärkt.“


    „Jenseits der großen Öffentlichkeit“

    Deutlich weniger resigniert äußert sich Jakobs. Zwar warnt auch er: „Wenn Europa jetzt nicht reagiert und agiert, wird es bedeutungslos.“[7] Doch fügt er hinzu, „Unterwerfung“ unter eine andere Macht – etwa die USA – sei in Europa „nicht vorgesehen“. Zwar müssten endlich Fortschritte erzielt werden, so etwa bei der Schaffung der Kapitalmarktunion, die erforderlich sei, um „Geld für wichtige Zukunftsinvestitionen nach Europa [zu] holen“. Etwa in puncto KI aber sei „das Rennen … offener, als es die gehypte Dauerberichterstattung rund um ChatGPT aus Silicon Valley vermuten“ lasse. Jakobs verweist etwa auf das Pariser KI-Unternehmen Mistral oder auf deutsche Rüstungs-Startups wie Helsing und Arx Robotics, die bestrebt sind, in ihrer Fertigung auf außereuropäische Bauteile zu verzichten (gerrman-foreign-policy.com berichtete [8]). „Solche innovativen Formen der Verteidigung“ seien „ein Beweis gelebter europäischer Souveränität“, urteilt Jakobs und fährt fort, die Trump’schen Aggressionen nicht zuletzt auch gegen europäische Interessen hätten längst Widerstand geweckt. Der Kampf um „die europäische Souveränität“ sei keinesfalls verloren, auch wenn er gegenwärtig nicht im Zentrum der allgemeinen Aufmerksamkeit stehe: „Jenseits der großen Öffentlichkeit geschieht da viel.“

     

    [1] Katja Muñoz, Kai Zenner: Europas digitale Zeitenwende. In: Internationale Politik Special Nr. 4/2025. S. 53-57.

    [2] Hans-Jürgen Jakobs: Europa, die schöne Unvollendete. In: Internationale Politik Special Nr. 6/2025. S. 6-11.

    [3] Katja Muñoz, Kai Zenner: Europas digitale Zeitenwende. In: Internationale Politik Special Nr. 4/2025. S. 53-57.

    [4] S. dazu Die europäische Cloud und Risse in Europas „digitaler Souveränität“.

    [5], [6] Philipp Staab: Technologischer Imperialismus. In: Internationale Politik Special Nr. 4/2025. S. 28-33.

    [7] Hans-Jürgen Jakobs: Europa, die schöne Unvollendete. In: Internationale Politik Special Nr. 6/2025. S. 6-11.

    [8] S. dazu „Resilience Factories“ und Die Drohnenkrise“ (II).


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10186


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    05.11.2025

    Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung in Deutschland  (I von II)

    aus e-mail von Clemens Ronnefeldt, 5. November 2025, 13:48 Uhr


    Liebe Friedensinteressierte,


    nachfolgend sende ich einige Artikel zu dem Kriegen

    in der Ukraine und in Westasien sowie heute mit

    dem Schwerpunkt Militarisierung in Deutschland.



    1. BR: Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 45 im Rückblick


    2. Connection: Lockerung der Ausreisesperre in der Ukraine:

        Söder und Linnemann  rufen zu völkerrechtswidrigen Handlungen auf


    3. Gewerkschaftsforum: Soziale Verteidigung als Alternative zu militärischen Optionen



    4. Axios: Exklusivbericht: USA fordern UN-Zulassung für Gaza-Sicherheitskräfte mit breitem Zwei-Jahres-Mandat


    5. Soziale Verteidigung: Co-Resistance – Wege solidarischen Handelns zu Israel und Palästina


    7. IPPNW: Rüstungskontrolle statt nuklearer Macho-Rhetorik - IPPNW verurteilt Ankündigung neuer US-Atomwaffentests



    8. Soldat und Technik: Alfons Mais: „Abschreckung heißt siegfähig zu sein!“


    9. Der Spiegel: Bundeswehrverband warnt  - Genügend Freiwillige, aber zu wenige Reservisten


    10. Die Welt: „… An der Ostfront sterben?“ – Schüler nach Meme über Bundeswehr-Offizier angeklagt


    11. Soziale Verteidigung: Friedensauftrag unter Druck –

          Schule zwischen politischem Aufrüstungswillen und pädagogischer Verantwortung



    12. DFG-VK: Aufruf zur Aktionswoche zum Schutz von Verweigerer*innen


    13. Hamburg.Verdi: Arbeitskreis Frieden in ver.di Hamburg



    ——



    1. BR: Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 45 im Rückblick



    https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/ereignisse-im-russland-ukraine-krieg-aus-kw-45-im-rueckblick,V0opvWQ


    05.11.2025, 00:01 Uhr


    Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 45 im Rückblick


    Entwicklungen, Reaktionen und Nachrichten zum Russland-Ukraine-Krieg


    vom 3. bis 9. November im Rückblick.


    (…)


    18.20 Uhr: Russland schickt Reservisten als Schutz für Raffinierien


    Russland reagiert auf wiederholte ukrainische Angriffe auf russische

    Erdölraffinerien und will nun Reservisten einberufen, die die

    Energieinfrastruktur im Land schützen sollen. Ein entsprechendes

    Gesetz, das das Parament bereits verabschiedet hatte, setzte Präsident

    Wladimir Putin heute in Kraft. Die Einberufung kann auf Antrag der

    Regierung erfolgen, die Reservisten sollen finanziell entschädigt

    werden.


    (…)


    13.30 Uhr: Bundesregierung plant drei Milliarden mehr für Ukraine


    Die Koalition will die finanzielle Hilfe für die Ukraine um drei

    Milliarden Euro aufstocken. Die Zahlungen sollen in den Haushalt 2026

    eingebracht werden. Bisher waren 2026 8,5 Milliarden Euro an

    Militärhilfe für die Ukraine eingeplant.


    Sowohl Union als auch SPD unterstützen den Plan. Das Geld sei unter

    anderem für Artillerie, Drohnen, gepanzerte Fahrzeuge, aber auch die

    Wiederbeschaffung zweier Patriot-Flugabwehrraketensysteme.


    (…)


    20.07 Uhr: Selenskyj - Ukraine will Büro für Rüstungsexport in Berlin eröffnen


    Die Ukraine will nach den Worten ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj

    noch in diesem Jahr in Berlin ein Büro für den Export ihrer

    Rüstungsgüter sowie für eine gemeinsame Waffenproduktion eröffnen.

    Auch in Kopenhagen solle ein solches Büro bis Jahresende entstehen,

    sagte Selenskyj vor der Presse.


    Zu den Waffensystemen, die die Ukraine exportieren könne, gehörten

    Marinedrohnen und Artilleriesysteme. Die Ukraine plane zudem, die

    Massenproduktion ihrer im Inland entwickelten Raketen vom Typ Flamingo

    und Ruta bis Ende des Jahres aufzunehmen.


    20.06 Uhr: EU-Kommission - Ukraine sollte mehr für Rechtsstaatlichkeit tun


    Die Ukraine zeigt nach Einschätzung der EU-Kommission ein

    "bemerkenswertes Engagement" für einen Beitritt zur Europäischen

    Union. Sie müsse aber mehr für die Rechtsstaatlichkeit tun, heißt es

    in einem von Reuters eingesehenen Entwurf der EU-Kommission. Die

    Ukraine habe im vergangenen Jahr ihr bemerkenswertes Engagement für

    den EU-Beitrittsprozess fortgesetzt.


    Jüngste negative Entwicklungen in dem Land, darunter der zunehmende

    Druck auf spezialisierte Antikorruptionsbehörden und die

    Zivilgesellschaft, müssten aber entschieden umgekehrt werden Trotz

    einiger Fortschritte bei den grundlegenden Reformen in der Ukraine

    blieben weitere Anstrengungen unerlässlich.


    (…)



    ————————



    2. Connection: Lockerung der Ausreisesperre in der Ukraine:

        Söder und Linnemann  rufen zu völkerrechtswidrigen Handlungen auf


    https://de.connection-ev.org/article-4579


    Lockerung der Ausreisesperre in der Ukraine:

    Söder und Linnemann  rufen zu völkerrechtswidrigen Handlungen auf

    Pressemitteilung


    von Connection e.V.


    (30.10.2025)


    Mit Beginn des russischen Angriffs hat die ukrainische Regierung eine

    Ausreisesperre für alle Männer im Alter von 18 bis 60 Jahren verhängt.

    Eine Ausreise ist seitdem nur mit Sondererlaubnis möglich. Das stellt

    eine Verletzung des Menschenrechts auf Freizügigkeit dar.


    Seit Ende August 2025 dürfen nun 18 bis 22-jährige Männer ausreisen.

    Davon machen viele Gebrauch. Darunter befinden sich vermutlich auch

    viele Kriegsdienstverweigerer. Ihnen wird zwar qua Verfassung das

    Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung garantiert, de facto gibt

    es aber dafür kein Verfahren.


    Anträge werden nicht angenommen, willkürlich abgelehnt und sogar

    ausgesprochene Anerkennungen nicht berücksichtigt. Stattdessen landen

    immer mehr, zwangsrekrutiert, in Gefängnissen oder eben beim Militär.

    Mithin bleibt jungen militärdienstpflichtigen Ukrainern, die sich dem

    Kriegsdienst verweigern wollen, keine andere Möglichkeit, als das Land

    zu verlassen.


    Nun sagt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in Bild:

    Es sei "keinem geholfen, wenn immer mehr junge Männer aus der Ukraine

    nach Deutschland kommen, anstatt ihre eigene Heimat zu verteidigen."

    Es brauche "auch ukrainische Soldaten, die ihr eigenes Land

    verteidigen." Er fordert deswegen die EU und Berlin auf, "auf die

    Ukraine einzuwirken, dass die gelockerten Ausreisebestimmungen wieder

    geändert werden." [1]


    Unterstützung erhält er vom Generalsekretär der CDU, Carsten

    Linnemann, im Stern: "Deshalb ist es nicht richtig, dass vor allem

    viele junge Männer die Ukraine verlassen." [2]


    Die Ausreisefreiheit und das Recht auf Kriegsdienstverweigerung sind

    durch die Europäische Menschenrechtskonvention geschützt (Art. 2 Abs.

    2 4. Protokoll und Art. 9 der EMRK). Es handelt sich dabei um

    bindendes Völkerrecht.


    Connection e.V. vermisst ein Engagement der deutschen und

    EU-Politiker:innen für die Einhaltung der Menschenrechte, nicht nur in

    der Ukraine, sondern auch hier.


    Niemand darf gegen seinen Willen, gegen sein Gewissen, zum

    Kriegsdienst gezwungen werden.


    Die Menschenrechte auf Ausreisefreiheit und Kriegsdienstverweigerung

    dürfen nicht dem Krieg geopfert werden.


    Jugendliche sind kein Kanonenfutter, sie dürfen nicht im Krieg verheizt

    werden – Kriegsdienstverweigerer haben das Recht auf ihrer Seite.



    [1] https://www.bild.de/politik/inland/soeder-will-zuzug-ukrainischer-maenner-begrenzen-68fa5cbbc014c78e37fb78fd

    [2] https://www.stern.de/politik/deutschland/ukraine-krieg--cdu-will-starken-zuzug-von-ukrainischen-maennern-stoppen-36158810.html



    ——


    3. Gewerkschaftsforum: Soziale Verteidigung als Alternative zu militärischen Optionen



    https://gewerkschaftsforum.de/soziale-verteidigung-als-alternative-zu-militaerischen-optionen-4/#more-24543


    Soziale Verteidigung als Alternative zu militärischen Optionen



    13. Oktober 2025


    Von Victoria Kropp


    Im Zusammenhang mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine werden

    hierzulande Waffenlieferungen und Ausbildung an der Waffe oft als

    einzig gangbare Option zur Unterstützung der Ukraine gesehen.


    Dabei wird übersehen, dass diese Waffenlieferungen letztlich dazu

    beitragen, den Krieg zu verlängern und die Zahl der Verletzten und

    Toten zu erhöhen. Eine andere, oft vergessene Alternative ist die

    Soziale Verteidigung, bei der sich eine Gesellschaft gegen gewaltsame

    Angriffe verteidigt, ohne selbst Gewalt anzuwenden.


    (…)


    Beispiele des zivilen Widerstands in der Ukraine


    In der Ukraine gibt es verschiedene Beispiele für gewaltfreien

    Widerstands.[18] Dazu gehören Protestmärsche und Demonstrationen

    innerhalb und außerhalb der angegriffenen Städte, Straßenblockaden, um

    Panzern und anderen Fahrzeugen den Zugang zu Städten und wichtiger

    Infrastruktur zu verwehren, das Entfernen von Straßenschildern,[19]

    direkte verbale Konfrontationen mit russischen Soldat*innen[20] und

    die Beschlagnahmung russischer Militärfahrzeuge.


    Ein solcher Widerstand kann den Vormarsch der Truppen verzögern und

    sie desorientieren, logistische Hindernisse schaffen und die Moral

    schwächen. Die Verzögerung gibt der Zivilbevölkerung Zeit, zu fliehen

    oder humanitäre Hilfe zu koordinieren.[21]


    Eine Besonderheit der Ukraine sind die biografischen und familiären

    Verbindungen zwischen der Ukraine und Russland. Diese Gemeinsamkeiten

    haben dazu beigetragen, die Dämonisierung der Ukraine durch die

    russische Propaganda teilweise zu unterlaufen. Zudem sprechen viele

    Ukrainer*innen Russisch, weshalb sie die russischen Soldat*innen auch

    direkt ansprechen konnten.[22]


    Ein weiteres Beispiel ist die Wehrdienstverweigerung in Russland. Auch

    wenn die genaue Zahl der Kriegsdienstverweigerer nicht bekannt ist,

    stellt der Mangel an Truppen eines der größten Hindernisse für

    Russland in der Ukraine dar. [23]


    Natürlich kann und darf niemand den Menschen in der Ukraine

    vorschreiben, wie sie sich zu verteidigen haben. Gleichzeitig gibt es

    aber auch keine Pflicht zur militärischen Unterstützung, zumal es

    Alternativen zum Griff zur Waffe gibt. Alle, die sich jetzt für

    Waffenlieferungen an die Ukraine aussprechen, damit andere den

    bewaffneten Kampf gegen Russland aufnehmen, sollten die Folgen ihres

    Handelns bedenken, zumal Krieg in einer solchen Situation nicht das

    letzte, sondern das schlechteste Mittel der Selbstverteidigung ist.


    Als Ausblick lässt sich sagen, dass Soziale Verteidigung, wie andere

    Formen des gewaltfreien Widerstands auch, immer unter dem Vorbehalt

    des „Unrealistischen“ steht. Zudem herrscht in weiten Teilen von

    Politik und Gesellschaft die Überzeugung vor, dass nur Gewalt gegen

    Gewalt helfe. Deshalb macht es wenig Sinn, Soziale Verteidigung

    isoliert als Alternative zu propagieren.


    Stattdessen muss Soziale Verteidigung in ein umfassenderes Werte- und

    Handlungskonzept eingebettet sein. Nur wenn die Gesellschaft davon

    überzeugt ist, ihre eigene Lebenswelt ohne Waffen und mit minimaler

    Zerstörung der Lebensgrundlagen verteidigen zu können, kann Soziale

    Verteidigung erfolgreich sein. Denn Soziale Verteidigung kann nicht

    „verordnet“ werden in dem Sinne, dass die Bevölkerung einfach zivile

    Widerstandsformen trainiert.


    Anmerkungen:


    (…)


    [18] <https://www.imi-online.de/2023/03/09/soziale-verteidigung-als-alternative-zu-militaerischen-optionen/#_ednref18> Daza, Felip: Ukrainian Nonviolent Civil Resistance in the face of war: Analysis of trends, impacts and challenges of nonviolent action in Ukraine between February and June 2022, Barcelona, ICIP & Novact, 2022.


    [19] <https://www.imi-online.de/2023/03/09/soziale-verteidigung-als-alternative-zu-militaerischen-optionen/#_ednref19> Doubek, James: Ukrainians are removing and altering road signs to confuse and insult Russian forces, NPR, 1.5.2022.


    [20] <https://www.imi-online.de/2023/03/09/soziale-verteidigung-als-alternative-zu-militaerischen-optionen/#_ednref20> Dreisbach, Sofia: Ziviler Widerstand in Ukraine: „Verpisst Euch! Geht nach Hause!“, FAZ Net, 7. 3.2022.


    [21] <https://www.imi-online.de/2023/03/09/soziale-verteidigung-als-alternative-zu-militaerischen-optionen/#_ednref21> Chenoweth, Erica: People around the world are protesting the Russian invasion. Will their protests work? The Washington Post, 14.3.2022.


    [22] <https://www.imi-online.de/2023/03/09/soziale-verteidigung-als-alternative-zu-militaerischen-optionen/#_ednref22> The Cube: ‚Shoot, we are unarmed‘: Verified videos show Ukrainians confronting Russian soldiers, euronews, 2.3.2022.


    [23] <https://www.imi-online.de/2023/03/09/soziale-verteidigung-als-alternative-zu-militaerischen-optionen/#_ednref23> Sauer, Pjotr: ‘They were furious’: the Russian soldiers refusing to fight in Ukraine, The Guardian, 12.5.2022.



    ————



    6. IPG: Die Neuvermessung der Welt


    Anmerkung von C. Ronnefeldt:


    China ist aktuell Russlands wichtigster Verbündeter im Ukrainekrieg

    und hat ein großes eigenes Interesse, dass Russland diesen Krieg nicht

    verliert - weil China das nächste Land sein könnte, das mit den USA in

    einen militärischen Konflikt gerät. Zur internationalen Bedeutung Chinas

    verweise ich auf den nachfolgenden Artikel.



    https://www.ipg-journal.de/rubriken/demokratie-und-gesellschaft/artikel/die-neuvermessung-der-welt-8648/?utm_campaign=de_40_20251030&utm_medium=email&utm_source=newsletter



    Demokratie und Gesellschaft 30.10.2025 |


    Kaiser Kuo <https://www.ipg-journal.de/ipg/autorinnen-und-autoren/autor/kaiser-kuo/>

    Die Neuvermessung der Welt


    China gibt den Takt unserer Zeit vor.


    Warum wir unser Denken über das Land der Mitte ändern müssen.


    (…)



    Diese Neuorientierung geht die gesamte Menschheit an, aber besonders

    hart trifft es die Vereinigten Staaten, denn dort tritt die Anmaßung,

    etwas Einzigartiges zu sein, am deutlichsten zutage und wird am

    heftigsten geleugnet. Das vertraute Bild von China als „aufstrebendem“

    oder „aufholendem“ Land ist haltlos geworden.


    Inzwischen bestimmt China, wohin die Entwicklung geht, und gibt

    wirtschaftlich, technologisch und institutionell den Takt vor. Der

    tiefere Schock für die Psyche des Westens liegt in der Erkenntnis,

    dass die Moderne inzwischen keine Hervorbringung des Westens mehr ist,

    die andere bloß von ihm übernommen haben.


    Diese Neuorientierung ist keine Kapitulation. Sie ist kein Grund,

    liberale Werte aufzugeben oder eine autoritäre Ordnung zum überlegenen

    System zu erklären. Sie verlangt nach jener ehrlichen und nüchternen

    Lagebeurteilung, welche die Voraussetzung für echtes Selbstvertrauen

    ist – die Bereitschaft, Herausforderungen unumwunden einzugestehen,

    von den Erfolgen anderer auch dann zu lernen, wenn sie die Annahmen,

    von denen wir ausgehen, erschüttern, und unsere eigenen Institutionen

    zu stärken, indem wir mit klarem Blick ihre Defizite erkennen.


    Wenn wir ehrlich sein wollen, müssen wir auch zur Kenntnis nehmen, was

    China für die Menschen geleistet hat und leistet. Seit den frühen

    1980er Jahren hat China fast 800 Millionen Menschen aus extremer Armut

    befreit und bewerkstelligte damit rund drei Viertel der weltweiten

    Armutsreduktion in diesem Zeitraum.


    Die Lebenserwartung, die in China 1960 noch bei 33 Jahren lag, stieg

    bis 2023 auf 78 und ist damit mittlerweile praktisch so hoch wie in

    den USA. Seit etwa zehn Jahren wird fast jeder Haushalt in China mit

    Strom versorgt. Fast alle besuchen inzwischen eine weiterführende

    Schule.


    Um welche schwer fassbare Größenordnung es geht, zeigt sich vielleicht

    am deutlichsten an der Entwicklung im Energiesektor. Mehr als die

    Hälfte der installierten Solar- und Windkraftkapazität, die es auf der

    Welt gibt, entfällt auf China. Rund drei Viertel aller derzeit

    laufenden Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien werden

    entweder in China realisiert oder von chinesischen Firmen

    vorangetrieben.


    China produziert etwa 30 Prozent der weltweiten Emissionen, generiert

    aber auch einen ebenso großen Teil des Wachstums im Bereich der

    Dekarbonisierungstechnologien. China bewirkt große Veränderungen beim

    globalen Umstieg auf erneuerbare Energien, indem es der ganzen Welt

    vormacht, dass diese Energien kostenmäßig konkurrenzfähig sind, wenn

    man sie im ganz großen Stil und zügig zum Einsatz bringt.


    (…)


    Der Geistesgeschichtler Joseph Levenson konstatiert in seinem

    Hauptwerk Confucian China and Its Modern Fate (1958–65), dass China es

    sich zur Aufgabe gemacht habe, einen Weg zu Wohlstand und Macht zu

    finden, der zum einen genuin chinesisch ist und zum anderen objektiv

    Wirkung zeigt.


    (…)


    Levensons Betrachtungsrahmen kann auch hilfreich sein, um zu

    verstehen, in welchem Dilemma die USA gegenwärtig stecken. Nach

    Levensons Definition ist eine Zivilisation dann stabil, wenn das

    Verhältnis zwischen dem Eigenen (meum) und der Wahrheit (verum)

    harmonisch bleibt – wenn also die überkommenen Grundüberzeugungen

    einer Gesellschaft bezüglich der Frage, wie die Welt funktioniert, mit

    der beobachtbaren Wirklichkeit im Einklang stehen. Instabilität

    entsteht laut Levenson dann, wenn dieser Einklang verlorengeht.


    Welche Politik sollte daraus folgen? Ich will nicht so tun, als wüsste

    ich das. Politisch können wir erst ans Werk gehen, wenn wir aufhören,

    uns selbst zu belügen. Bei der Neuorientierung, zu der ich aufrufe,

    geht es um Wahrnehmung und Psychologie, nicht um Programmatik.


    Wir müssen Chinas Erfolge klar erkennen und uns den „Ja, aber“-Reflex

    abgewöhnen, mit dem wir sie sofort kleinreden, bevor wir überhaupt

    eine klare Vorstellung davon haben, was sie für uns bedeuten. Diese

    Art der Problembewältigung ist genau das Problem, das ich zu lösen

    versuche.


    Die Welt hat sich grundlegend verändert. Wir stehen nicht vor der Wahl

    zwischen Widerstand und Kapitulation, sondern zwischen wohlüberlegter

    Anpassung und hartnäckigem Leugnen.


    Wir stehen vor der Wahl, entweder auf der Basis einer ehrlichen

    Selbstbefragung unsere Institutionen zu stärken oder aber zuzusehen,

    wie sie immer schwächer werden, weil wir vor neuen Realitäten

    vorsätzlich die Augen verschließen.


    Dieser Artikel erschien zuerst online bei the ideas letter.


    Aus dem Englischen von Andreas Bredenfeld



    ------



    5. Axios: Exklusivbericht: USA fordern UN-Zulassung für Gaza-Sicherheitskräfte mit breitem Zwei-Jahres-Mandat


    https://www.axios.com/2025/11/03/gaza-security-force-board-of-peace-un-resolution


    Nov 3, 2025 - Welt <https://www.axios.com/world>

    Exklusivbericht: USA fordern UN-Zulassung für Gaza-Sicherheitskräfte mit breitem Zwei-Jahres-Mandat


    Barak Ravid Die USA schickten mehreren UN-Sicherheitsratsmitgliedern

    am Montag einen Resolutionsentwurf für die Einrichtung einer

    internationalen Truppe in Gaza für eine Dauer von mindestens zwei

    Jahren, so eine von Axios erhaltene Kopie.


    Warum es wichtig ist: Der Resolutionsentwurf, der als "SENSITIVE, ABER

    NICHT KLASSIFIZIERT" bezeichnet wurde, würde den USA und anderen

    teilnehmenden Ländern ein breites Mandat geben, Gaza zu regieren und

    bis Ende 2027 Sicherheit zu bieten, mit der Möglichkeit von

    Verlängerungen danach. (…)



    —————



    6. Soziale Verteidigung: Co-Resistance – Wege solidarischen Handelns zu Israel und Palästina


    https://soziale-verteidigung.de/termin/co-resistance-wege-solidarischen-handelns-zu-israel-und-palaestina/


    Co-Resistance – Wege solidarischen Handelns zu Israel und Palästina


    Strategien des Wandels im November


    Am 17. November 2025 von 18:00 bis 19:30 Uhr setzen wir unsere Reihe

    „Strategien des Wandels“ fort – diesmal mit Lucy von Friends of Standing Together.


    Gemeinsam wollen wir darüber sprechen, was wir hier in Deutschland in

    Solidarität mit den Menschen in Palästina und Israel tun können –

    jenseits von reiner Meinungsäußerung, hin zu strategisch wirksamer

    Solidarität. Wir freuen uns dabei besonders auf den Austausch zwischen

    verschiedenen Generationen der Friedensbewegung: Welche Erfahrungen

    gab es in früheren Jahrzehnten, insbesondere der

    Palästina-Solidarität, und was können wir heute daraus lernen?


    Standing Together ist eine israelische Graswurzelbewegung von

    Jüd*innen und Palästinenser*innen, die sich gemeinsam für Frieden,

    soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und ein Ende der Besatzung

    einsetzen. Die deutsche Unterstützungsgruppe Friends of Standing

    Together trägt diese Vision in die hiesige Gesellschaft und sucht

    Wege, solidarisch, reflektiert und handlungsorientiert zu wirken.


    Die Reihe „Strategien des Wandels“ des Bundes für Soziale Verteidigung

    schafft monatlich einen Raum für den Austausch zwischen verschiedenen

    Akteuren sozialer Bewegungen. Im Mittelpunkt stehen strategische

    Fragen, die uns alle beschäftigen und über die wir gemeinsam

    reflektieren können.



    ???? Termin: Montag, 17. November 2025, 18:00–19:30 Uhr


    ???? Bitt HIER <https://eu01web.zoom.us/meeting/register/TBsvMyuqToSf89FIO88PNw> anmelden, um den Zoom-Link zu erhalten.



    ———



    7. IPPNW: Rüstungskontrolle statt nuklearer Macho-Rhetorik - IPPNW verurteilt Ankündigung neuer US-Atomwaffentests


    https://www.ippnw.de/atomwaffen/artikel/de/ruestungskontrolle-statt-nuklearer-ma.html


    30.10.2025


    Rüstungskontrolle statt nuklearer Macho-Rhetorik


    IPPNW verurteilt Ankündigung neuer US-Atomwaffentests


    Die Friedensorganisation IPPNW (Internationale Ärzt*innen zur

    Verhütung des Atomkriegs) verurteilt die Ankündigung von

    Atomwaffentests durch US-Präsident Trump.


    “Die Vernichtungsdrohung durch die Atomwaffenarsenale verbietet eine

    nukleare Macho-Rhetorik. Der gesunde Menschenverstand verlangt nicht

    weitere Eskalation, sondern den Wiedereinstieg in Rüstungskontroll-

    und Abrüstungsverhandlungen, um die Menschheitsbedrohung durch

    Atombomben zu begrenzen, erklärt Dr. Lars Pohlmeier, Vorsitzender der

    deutschen IPPNW. “Das inzwischen seit Jahrzehnten bestehende

    Atomtestmoratorium aller großen Atomwaffenstaaten ist eine

    zivilisatorische Errungenschaft, die unbedingt verteidigt werden muss.“


    Die Wiederaufnahme von Atomwaffenexplosionen zu Testzwecken ist ein

    klarer Tabubruch und könnte unter den anderen Atomwaffenstaaten

    Nachahmer provozieren. Die IPPNW fordert deshalb von der

    Bundesregierung, bereits die Ankündigung scharf zu kritisieren. Auch

    wenn noch eine Reihe von Fragen offenbleiben, die einer kurzfristigen

    Wiederaufnahme von US-Atomtests im Wege stehen, muss jetzt schnell der

    Weg der Deeskalation eingeschlagen werden.


    Dr. Lars Pohlmeier betont: „Für den Zerfall der Rüstungskontrollregime

    tragen die USA und NATO wesentliche Mitverantwortung. Daraus folgt

    aber auch die Möglichkeit positiver Einflussnahme. Anstatt mit

    Atomwaffentests zu drohen, muss die USA endlich dem Umfassenden

    Atomteststoppvertrag (CTBT) beitreten und alle anderen Annex-2-Staaten

    des Vertrags auffordern, das gleiche zu tun. Zudem sollten die

    russischen und US-amerikanischen Statements für eine Weiterbefolgung

    der New-START-Regeln in eine förmliche Verlängerung des Vertrags münden.“


    Weltweite Proteste von zivilgesellschaftlichen Organisationen trugen

    1996 zum Zustandekommen des umfassenden Atomteststoppvertrags (CTBT)

    bei, der jegliche Atomtests verbietet. Auch wenn er nie in Kraft trat,

    wurden mit Ausnahme Nordkoreas seitdem keine Atomtests mehr

    durchgeführt. Zurecht, denn IPPNW-Studien zeigen, dass es allein etwa

    2,4 Millionen zusätzliche Krebstote weltweit infolge der bisherigen

    über 2000 Atomwaffentests gab. Die vielen Betroffenen in den

    Testgebieten, die bis heute unter den humanitären Folgen leiden,

    werden noch immer nicht ausreichend unterstützt.


    ——


    8. Soldat und Technik: Alfons Mais: „Abschreckung heißt siegfähig zu sein!“


    Anmerkung von C. Ronnefeldt:


    Alfons Mais war von Februar 2020 bis 1. Oktober 2025 Inspekteur des

    Heeres der Bundeswehr. Der Dienstposten des Inspekteurs des Heeres

    wurde am 1. Oktober 2025 an Generalleutnant Christian Freuding übergeben

    und Alfons Mais zum Ende des Jahres 2025 in den Ruhestand versetzt:


    https://www.dbwv.de/aktuelle-themen/blickpunkt/beitrag/das-heer-unter-neuer-fuehrung-generalmajor-dr-christian-freuding-folgt-auf-generalleutnant-alfons-mais


    ——


    „Abschreckung heißt siegfähig zu sein!“



    https://soldat-und-technik.de/2024/04/streitkraefte/37818/abschreckung-heisst-siegfaehig-zu-sein/


    Streitkräfte <https://soldat-und-technik.de/category/streitkraefte/>

    „Abschreckung heißt siegfähig zu sein!“


    Alfons Mais


    23. April 2024


    Heute beginnt das zweitägige Frühjahrs-Symposium des Förderkreis Heer

    e.V. bei der RENK Group in Augsburg. Der Mittler Report Verlag hat

    dafür einen Wehrtechnischen Report mit dem Titel „Zukünftige

    Mobilitätskonzepte für Landstreitkräfte im Wandel“ erstellt.


    Lesen Sie hier das Grußwort des Inspekteurs des Heeres,

    Generalleutnant Alfons Mais.



    Die Welt ist unsicherer geworden.

    Noch immer tobt ein erbitterter Krieg im Osten Europas.


    In der Ukraine zeigt sich, was Krieg heute bedeutet und welche

    Anforderungen er an Landstreitkräfte stellt. Für unsere eigene

    Sicherheit und die unserer Bündnispartner müssen wir Russland von

    weiteren Aggressionen abschrecken.


    Abschreckung heißt siegfähig zu sein. Dazu müssen Landstreitkräfte

    kaltstartfähig und technologisch auf der Höhe der Zeit agieren können.


    Es muss daher gelingen, Zukunftstrends zu erkennen, kontinuierlich die

    Ressourcen für deren Implementierung bereitgestellt zu bekommen und

    die Bereitschaft zu haben, sich auf neue Technologien einzulassen.

    „Masse“ spielt dabei eine unübersehbare Rolle.


    Die Ressourcen bleiben aber begrenzt. Das gilt für Materialien und

    Antriebstoffe genauso wie für Finanzmittel und Soldatinnen und

    Soldaten. „Masse“ und „Klasse“ müssen daher ausbalanciert werden.


    „Siegfähig“ kann am Ende nur derjenige sein, der länger durchhalten

    kann. Zur Durchhaltfähigkeit gehört ausgebildetes und motiviertes

    Personal sowie Vollausstattung an Material und Munition genauso wie

    Personal- und Materialersatz.


    Dazu kommt die Fähigkeit, zur richtigen Zeit, das richtige Material

    ressourcenschonend an den richtigen Ort zu bringen – und mit weniger

    Personal mehr zu bewegen und mit weniger Kraftstoff weiter zu fahren

    und wo möglich die eigene Abhängigkeit von Versorgung, etwa durch die

    Nutzung alternativer Energiequellen, zu reduzieren. (…)


    Ihr Alfons Mais



    ——


    9. Der Spiegel: Bundeswehrverband warnt  - Genügend Freiwillige, aber zu wenige Reservisten



    https://www.spiegel.de/politik/bundeswehr-wehrpflicht-genuegend-freiwillige-aber-zu-wenige-reservisten-a-374a6caf-ec84-49bf-9098-126d71e53730



    Bundeswehrverband warnt  - Genügend Freiwillige, aber zu wenige Reservisten


    Der Präsident des Reservistenverbandes der Bundeswehr hält die

    Wehrpflicht für nötig, um Deutschland verteidigungsfähig zu machen. Im

    Fall eines Krieges müssten geschätzt 1000 getötete oder verwundete

    Soldaten pro Tag ersetzt werden.


    22.10.2025, 16.36 Uhr



    Der Präsident des Reservistenverbandes der Bundeswehr, Patrick

    Sensburg, erwartet einen starken Zustrom von Freiwilligen zur

    Bundeswehr – hält aber eine Wiedereinsetzung der Wehrpflicht dennoch

    für nötig.


    »Ich rechne damit, dass wir viel mehr freiwillige Bewerbungen kriegen

    werden, als wir glauben«, sagte Sensburg dem Redaktionsnetzwerk

    Deutschland (RND)


    . Die Rede sei von bis zu rund 40.000 Freiwilligen, die aus mehr als

    600.000 Männern und Frauen eines Jahrgangs gewonnen werden müssten.

    »Ich wette, die kriegen wir«, so der Präsident des

    Reservistenverbands.


    Aber: »Nur für die Reserve, also eine wehrhafte Zivilbevölkerung, wird

    es dauerhaft nicht reichen«, so der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete

    weiter. »Deshalb wird es auf Dauer ohne Wiedereinsetzung der

    Wehrpflicht nicht gehen.«


    1000 Tote und Verwundete pro Tag


    Sensburg verwies in diesem Zusammenhang auf mögliche Verluste im Fall

    eines Krieges: »Das klingt jetzt brutal, ich weiß:


    Aber nach Berechnungen der Bundeswehr werden im Kriegsfall pro Tag

    1000 Soldaten an der Front sterben oder so schwer verwundet sein, dass

    sie nicht mehr kämpfen können. Die müssen ersetzt werden, und zwar auch

    maßgeblich durch Reservistinnen und Reservisten.«


    ———

    05.11.2025

    Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung in Deutschland  (II von II)


    10. Die Welt: „… An der Ostfront sterben?“ – Schüler nach Meme über Bundeswehr-Offizier angeklagt



    https://www.welt.de/vermischtes/article6905d087857e4a3f45da3a70/schueler-nach-meme-ueber-bundeswehr-offizier-angeklagt-satire-oder-straftat.html?wtrid=socialmedia.socialflow....socialflow_twitter


    Satire oder Straftat?

    „… An der Ostfront sterben?“ – Schüler nach Meme über Bundeswehr-Offizier angeklagt


    Stand: 04.11.2025


    Ein Bundeswehrsoldat warb vor Schülern für die Armee, nun droht wohl

    ein gerichtliches Nachspiel. Weil einer der Gymnasiasten anschließend

    ein provokantes Internet-Meme zu dem Besuch bastelte, wurde der

    Freiburger angezeigt.


    Der Fall „Bentik“ zieht im Internet Kreise: Es gibt einen

    Spendenaufruf bei „Go Fund Me“, eine Website von Unterstützern für den

    Schüler und einen strafrechtlichen Vorgang: Die Staatsanwaltschaft

    Freiburg hat demnach Anklage gegen einen Schüler des Angell-Gymnasiums

    erhoben. Dem Oberstufenschüler wird die Beleidigung eines

    Jugendoffiziers der Bundeswehr vorgeworfen. Darüber berichtet aktuell

    auch die „Berliner Zeitung“.


    Der Vorfall liegt dem Blatt zufolge schon einige Monate zurück, die

    Anzeige sei zudem nicht von der Bundeswehr selbst, sondern von einem

    der Offiziere ergangen, der in der Klasse für die Bundeswehr warb.


    Anschließend habe, so lässt sich der Vorgang im Internet

    rekonstruieren, der Schüler, der im Internet als „Bentik“ benannt

    wird, mindestens ein satirisches Internet-Meme erstellt.


    Zu sehen (etwa bei Instagram) ist beispielsweise eine Art Cartoon von

    einem Klassenraum. Vor der Tafel mit der Aufschrift: „Demokratie

    verteidigen, aber wie?“ steht ein Bundeswehrangehöriger, der eine

    Waffe quer im Arm trägt. Darüber wurde der Schriftzug gelegt: „Also

    Kinder, wer von Euch würde gerne an der Ostfront sterben?“


    Dafür – oder womöglich auch für andere Darstellungen – muss sich der

    Schüler nun offenbar verantworten. Eine für ihn gestartete

    Spendensammelaktion auf der Plattform „Go Fund Me“ ist mittlerweile

    beendet, laut den Initiatoren wurde das Spendenziel mit über 1500 Euro

    sogar überschritten.


    Die Gerichtskosten seien demnach gedeckt, heißt es dort. Ob es

    überhaupt zu einer Verhandlung kommt, soll in den kommenden Wochen

    entschieden werden, heißt es bei dem Portal „Nius“, das ebenfalls über

    den Fall berichtet.


    Unterstützer des Schülers – laut „Nius“ ist er 18 Jahre alt – werden

    auf den eigens errichteten Instagram-Account verwiesen, mit dem

    Hinweis: „(...) Wir werden auch weiterhin auf der Straße, in unseren

    Schulen und vor Gericht gegen die voranschreitende Militarisierung

    aktiv sein.“


    Der Account „Kein Verfahren für Bentik“ – Untertitel: „Die Bundeswehr

    kommt an unsere Schulen – und die Schüler vor Gericht“ – wird unter

    anderem von der Linksjugend Freiburg unterstützt. Unter den namentlich

    einsehbaren Spendern im Internet findet sich zudem ein weiterer

    Politiker der Partei die Linke, schreibt die „Berliner Zeitung“, und

    benennt den Bundestagsabgeordneten Vinzenz Glaser.


    Zuständig ist das Amtsgericht Freiburg


    Über den persönlichen Hintergrund des Schülers ist aktuell nichts

    weiter bekannt, wohl aber über die Art der Strafverfolgung.


    Laut „Berliner Zeitung“ wurde die Anzeige nicht von der Bundeswehr,

    sondern von dem betroffenen Offizier persönlich gestellt. Dies habe

    eine Anfrage direkt beim Bundesverteidigungsministerium ergeben,

    schreibt die Zeitung.


    Vorgeworfen wird „Bentik“ demnach, dass er nach der Veranstaltung des

    Offiziers an der Schule zwei Fotos bearbeitet und verbreitet haben

    soll. „Diese Darstellungen, so die Staatsanwaltschaft, unterstellten

    dem Offizier ‚persönliche Verbindungen zur nationalsozialistischen

    Organisation SS‘ sowie eine ‚verfassungswidrige, menschenverachtende

    Grundeinstellung‘“, schreibt die Zeitung. Eine Anklage sei bereits

    erhoben worden, und zwar am 28. August 2025 vor dem Amtsgericht

    Freiburg.


    Nun stelle sich die Frage, ob diese Abbildungen vor Gericht als Satire

    oder Straftat eingestuft werden. Offen ist allerdings auch, ob das –

    aktuell bei X vielfach geteilte -Bild vom „Ostfront“-Klassenzimmer

    überhaupt Teil der Anklage ist, und was sich hinter dem im

    Zeitungsbericht erwähnten Anklagepunkt der angeblichen „persönlichen

    Verbindungen zur nationalsozialistischen Organisation SS“ verbirgt.


    Die Unterstützer von „Bentik“ interpretieren die Kritik offenbar als

    ironische Überspitzung der aktuellen Rekrutierungsstrategie der

    Bundeswehr an Schulen. Und sie nutzen den Vorgang auch, um auf ihre

    jeweils eigenen politischen Ziele aufmerksam zu machen. Verbreitet

    wurde der Fall auf dem Nachrichtendienst X unter anderem von dem

    Bündnis „Rheinmetall entwaffnen“.


    „Bentik“ macht Schule und Ermittlern schwere Vorwürfe


    „Bentik“ selbst äußerte sich in einem Interview im Online-Magazin

    „Perspektive“. Demnach habe der Vortrag im Februar 2025 stattgefunden,

    zu Gast gewesen sei ein Jugendoffizier der Bundeswehr. In der

    Schülerzeitung der Montessori-Schule sei vorab schon kritisch

    berichtet worden, erzählt „Bentik“, der Besuch selbst sei dann ohne

    Störungen verlaufen. Anschließend aber sei ein Meme in der

    Schülerzeitung veröffentlicht worden, auf das dann strafrechtlich

    reagiert worden sei.


    Ein paar Wochen später (lag) „ein gelber Brief in meinem Briefkasten

    und ich wurde zur Polizei vorgeladen. Durch Akteneinsicht wissen wir

    inzwischen, dass versucht wurde, den Standort des Handys zu ermitteln,

    von dem aus das Meme gepostet wurde und sogar mein Vater zur

    Zeugenaussage eingeladen wurde“, kritisiert der Schüler, der anonym

    bleiben will.


    Die anschließende Anzeige habe ihn „überrascht“, so „Bentik“. „Ich

    glaube, niemand hätte erwartet, dass die Bundeswehr wegen eines Memes

    tatsächlich Anzeige erstattet und das Verfahren sogar vor Gericht

    landet. Ein Meme fällt doch wohl in den Schutzbereich der

    Meinungsfreiheit.“


    Von seiner Schule – die er mittlerweile nicht mehr besuche – habe er

    wenig Unterstützung erhalten, so der junge Mann weiter. Die

    Schulleitung selbst habe ihm zufolge das kritische Meme

    weitergeleitet, er sei dann aus dem Unterricht genommen und

    „eingeschüchtert“ worden. Sein – nun ehemaliger – Schulleiter werde

    wohl in dem Verfahren auch gegen ihn aussagen.



    Er selbst, so „Bentik“ in „Perspektive“ weiter, finde den ganzen

    Vorgang „absurd“, sehe darin aber auch System: „Es zeigt auch, zu

    welchen Mitteln Bundeswehr und Staat greifen, wenn jemand es wagt, den

    Kurs der Bundesregierung – also Aufrüstung und Militarisierung –

    öffentlich zu kritisieren“, wird er zitiert.


    Seit dem Angriffskrieg Russlands in der Ukraine und der seitdem

    angespannten Sicherheitslage werden in der deutschen Politik und in

    der schwarz-roten Koalition eine Wiedereinführung der Wehrpflicht oder

    auch neue Wehrdienstmodelle diskutiert.


    Aktuell verfügt die Bundeswehr über 180.000 Kräfte. Als Zielgröße

    werden seitens des Verteidigungsministeriums rund 203.000 Soldaten bis

    etwa 2031 genannt.



    -----

    siehe auch:


    https://perspektive-online.net/2025/10/anzeige-wegen-meme-es-zeigt-zu-welchen-mitteln-staat-und-bundeswehr-greifen/



    Anzeige wegen Meme: „Es zeigt, zu welchen Mitteln Staat und Bundeswehr greifen“


    31.10.2025 um 13:30


    von Perspektive Online <https://perspektive-online.net/author/perspektive/>


    Ein Jugendoffizier der Bundeswehr in einer Freiburger Schule, ein Meme

    auf Instagram, ein Schüler vor Gericht. Wir haben mit Bentik

    gesprochen, der wegen eines bundeswehrkritischen Memes vor Gericht

    zitiert wird.


    (…)


    Wie hat sich denn die Schulleitung bei dem Ganzen verhalten?


    Die Schulleitung hat sich gegenüber der Bundeswehr sehr kooperativ

    gezeigt. Nachdem in der Schüler:innenzeitung zum Protest gegen den

    Besuch der Bundeswehr aufgerufen worden war, hat die Schulleitung

    diese Information direkt an die Bundeswehr weitergeleitet. Wie ich aus

    der Strafakte erfahren habe, hieß es sogar in einer E-Mail vom

    Jugendoffizier an einen Major der Bundeswehr: „Die mitdurchführende

    Lehrerin und Schulleitung stehen 100% hinter mir.“


    Außerdem hat mich eine Lehrerin aus dem Unterricht geholt und mit

    Verweisen gedroht, um mich einzuschüchtern. Mein Schulleiter wird auch

    vor Gericht als Zeuge aussagen – glücklicherweise bin ich ja nicht

    mehr in der Schule, sonst wäre das schon sehr komisch.


    Das heißt, die Bundeswehr wusste davon, dass zu Protest aufgerufen

    worden war. Gab es irgendwelche Reaktionen der Bundeswehr darauf, von

    denen du weißt?


    Ja, tatsächlich hat sich die Bundeswehr auf den Besuch an meiner

    Schule deutlich intensiver vorbereitet, als ich es erwartet hätte. Wie

    aus den Akten hervorgeht, wurde die Angelegenheit als „mögliche

    Störaktion“ an die Abteilung MilSich – was, so vermute ich, für

    militärische Sicherheit steht – weitergeleitet.


    Außerdem wurden „Handlungsempfehlungen“ an den zuständigen

    Jugendoffizier gegeben, und es wurde sogar entschieden, dass das

    Dienstfahrzeug auf dem Schulgelände und nicht im öffentlichen Raum

    geparkt werden soll. Es scheint der Bundeswehr also wirklich wichtig

    zu sein, dass an Schulen keine Störaktionen stattfinden.


    Auch an anderen Städten wird sich gegen die Bundeswehr an Schulen

    gewehrt. Hast du davon etwas mitbekommen?


    Ja, in Leipzig gab es gerade einen prominenten Fall: Dort haben

    Schüler:innen an der Humboldt-Schule gegen einen Bundeswehr-Auftritt

    protestiert – mit Aktionen wie einem ‚Die-in‘ auf dem Schulhof und

    Flugblattaktionen. Ein 16-jähriger Schüler wurde daraufhin sogar mit

    einem Schulverweis bedroht. Die Solidarität unter den Mitschüler:innen

    war allerdings groß, viele unterstützen die Proteste. Dieser Fall –

    zumindest gehe ich davon aus, dass es darum ging – wurde tatsächlich

    auch von der Bundeswehr in einer Mail als Referenz genannt.



    ———



    11. Soziale Verteidigung: Friedensauftrag unter Druck –

          Schule zwischen politischem Aufrüstungswillen und pädagogischer Verantwortung



    https://soziale-verteidigung.de/termin/friedensauftrag-unter-druck-schule-zwischen-gesellschaftlichem-aufruestungswillen-und-paedagogischer-verantwortung/


    Friedensauftrag unter Druck – Schule zwischen politischem

    Aufrüstungswillen und pädagogischer Verantwortung


    Online-Fachtag für Lehrkräfte


    26.11.2025 – 09:30 – 13:00 Uhr


    Die sicherheitspolitische Lage in Europa und weltweit hat sich spürbar

    verändert. Begriffe wie „Zeitenwende“ und kriegstüchtig“ prägen die

    öffentliche Diskussion. Auch Schulen geraten dabei verstärkt in den

    Blick: Die Kooperation mit der Bundeswehr, Forderungen nach

    Wehrdienst-Rückkehr und die politische Erwartung, die Gesellschaft

    „wehrfähig“ zu machen, werfen grundlegende pädagogische Fragen auf.


    Schulen tragen laut Schulgesetz einen klaren Friedensauftrag. Wie

    können Lehrkräfte diesen in Zeiten zunehmender Militarisierung gerecht

    werden? Wie können junge Menschen dabei unterstützt werden,

    Gewissensentscheidungen zu treffen und friedenspolitische Perspektiven

    kennenzulernen?


    Der Online-Fachtag bietet Raum für Orientierung, Austausch und

    praktische Impulse für die schulische Friedensbildung. In drei

    parallel stattfindenden Workshops können Lehrkräfte verschiedene

    Aspekte des Diskurses kennenlernen – von der Präsenz der Bundeswehr an

    Schulen über die Bedeutung von Gewissensbildung bis hin zu

    nicht-militärischen Konfliktlösungsansätzen im Unterricht.


    Eingeleitet wird der Fachtag mit einem Grußwort des Referatsleiters

    des Referats für Kirchen und Religionsgemeinschaften beim Ministerium

    für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen und einem anschließenden

    Redebeitrag von Andreas Weinhold (Bildungspartner NRW).


    (…)



    Für die Anmeldung bitte hier <https://eu01web.zoom.us/meeting/register/4Eh9asD8RcGU5y6IKcidcg> registrieren. Kurz vor der Veranstaltung erhalten Sie dann den Link.


    Rückfragen per Telefon 02064 4974 oder per Mail an bildungswerk@friedensdorf.de


    Weitere Informationen zum Netzwerk Friedensbildung NRW unter: www.friedensbildung-nrw.de



    Mitglieder des Netzwerks:


    Bund für Soziale Verteidigung

    Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen

    Hackhauser Hof

    Freiwilligendienste EKiR

    Evangelische Schüler*- und Schülerinnen*arbeit im Rheinland e.V.

    Pädagogische Institut Villigst (PI)

    Gewalt Akademie Villigst

    Friedensdorf Bildungswerk



    --------


    siehe auch:


    https://www.greenpeace.de/publikationen/Rechtsgutachten_zum_neuen_Wehrpflichtgesetz.pdf


    Rechtsgutachten zum neuen Wehrpflichtgesetz


    Rechtsgutachten im Auftrag von Greenpeace e.V.


    Hamburg, September 2025


    Autoren: Rechtsanwalt David Werdermann und Rechtsassessor Lennart Armbrust


    ——


    12. DFG-VK: Aufruf zur Aktionswoche zum Schutz von Verweigerer*innen



    https://dfg-vk.de/aufruf-zur-aktionswoche-zum-schutz-von-kriegsdienstverweigererinnen/


    17.10.2025


    Aufruf zur Aktionswoche zum Schutz von Verweigerer*innen



    Schutz und Asyl für alle Kriegsdienstverweigerer*innen – weltweit!


    Aktionswoche zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2025 –


    Aufruf zu dezentralen Aktionen vom 8. bis zum 14. Dezember 2025.



    Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Weltweit toben bewaffnete

    Konflikte, die unermessliches Leid verursachen – mit hunderttausenden

    Toten, Verwundeten und Millionen Geflüchteten.


    In vielen Ländern stehen Menschen unter massivem Druck, sich an

    Kriegen zu beteiligen, obwohl sie den Kriegsdienst ablehnen. Sie

    wollen nicht töten – und nicht für politische Interessen sterben. Doch

    statt Schutz zu erhalten, droht ihnen Repression, Gefängnis oder sogar

    die Todesstrafe.


    Kriegsdienstverweigerung ist ein international anerkanntes

    Menschenrecht! Es darf nicht sein, dass dieses Grundrecht durch

    autoritäre Staaten, militarisierte Regime oder auch demokratische

    Länder missachtet wird.


    Wir fordern von allen Regierungen weltweit:


    Beenden Sie die Verfolgung von Kriegsdienstverweigerer*innen und

    Deserteur*innen sofort!


    Wir fordern von der Europäischen Union und der Bundesregierung:


    Öffnen Sie die Grenzen für alle, die sich dem Kriegsdienst aus

    Gewissensgründen entziehen! Gewähren Sie ihnen Schutz, Aufenthalt und

    Asyl – unabhängig davon, aus welchem Land sie fliehen!


    Dafür organisieren wir in der Woche vor dem „Internationalen Tag der

    Menschenrechte“ – vom 8. bis zum 14. Dezember 2025 – Kundgebungen,

    Demonstrationen, Mahnwachen und kreative Aktionen an verschiedenen

    Orten: vor Regierungseinrichtungen, vor EU-Vertretungen, an Denkmälern

    für Deserteure oder an symbolischen Orten des Widerstands.


    Wir zeigen: Kriegsdienstverweigerung ist kein Verbrechen – sondern ein

    Akt der Menschlichkeit!


    #ObjectWarCampaign #StandWithObjectors        


    Wer wir sind


    Wir sind ein Bündnis zivilgesellschaftlicher

    Organisationen, das sich mit allen Menschen solidarisiert, die sich

    gegen Krieg, Militarisierung und Gewalt einsetzen. Unsere Aktionen

    stehen allen offen, die für Menschenrechte, Frieden und Gerechtigkeit

    eintreten. Nationalistische und antidemokratische Gruppen haben bei

    uns keinen Platz.


    Initiiert von: Connection e.V., Deutsche Friedensgesellschaft –

    Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Pax Christi Deutschland,

    Bund für Soziale Verteidigung.



    ———


    13. Hamburg.Verdi: Arbeitskreis Frieden in ver.di Hamburg


    Anmerkung von C. Ronnefeldt:


    Ähnliche Arbeitskreise gibt es auch in anderen Regionen -

    und können von wenigen Personen gegründet werden,

    die sich zusammen schließen:



    https://hamburg.verdi.de/gruppen/arbeitskreis-frieden

    Arbeitskreis Frieden in ver.di Hamburg


    Wir treffen uns als ver.di-Mitglieder, die aktiv an einer Gesellschaft

    ohne Kriege mitwirken möchten. Für uns darf das Engagement für ein

    friedliches Zusammenleben nicht am Werkstor, am Bürohauseingang oder

    an der Landesgrenze enden.


    Unsere Treffen sind offen für alle Interessierten.


    Wir bündeln unsere Arbeit auch mit den Kolleg*innen unserer

    Schwestergewerkschaften im Arbeitskreis Demokratie und Frieden beim DGB.



    Wir sehen uns der Grundsatzerklärung unserer Gewerkschaft ver.di verpflichtet:


    "Mit den Werten Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und

    Solidarität korrespondieren unsere Leitbilder guter Arbeit, guten

    Lebens, nachhaltigen Wirtschaftens in einer gerechten Gesellschaft und

    einer friedlichen Welt.


    In der Verantwortung für das Überleben der Menschheit stellen wir uns

    den ökologischen Herausforderungen. Wir setzen uns ein für die

    Bewahrung der natürlichen Ressourcen, für Frieden und Abrüstung sowie

    das Verbot von Massenvernichtungswaffen.


    Wir setzen uns für eine gerechte Weltordnung ein. Sie muss das Recht

    auf Nahrung, Wasser, ein gesundes Leben, auf körperliche

    Unversehrtheit, auf Selbstbestimmung und sozialen Zusammenhalt und

    alle anderen Menschenrechte durchsetzen. Sie muss das Forum für einen

    gerechten Ausgleich der Interessen, aber auch für die gerechte

    Verteilung der Reichtümer ebenso wie für den Schutz von Umwelt und

    Natur sein.



    Eine Welt ohne Konflikte wird es niemals geben. Aber eine Welt ist

    möglich, in der Konflikte friedlich geregelt werden. Allgemeine

    Abrüstung und eine durch die Völkergemeinschaft legitimierte

    Weltpolitik sorgen für Frieden. Wir setzen uns für eine Welt ohne

    Atomwaffen ein.



    Wir engagieren uns für das friedliche Zusammenleben in der

    Gesellschaft und die gegenseitige Anerkennung von Kulturen und

    Religionen auf der Basis der universellen Menschenrechte.



    Wir laden dazu ein, sich mit uns gemeinsam für diese Werte und

    Leitbilder einzusetzen und die Zukunft zu gestalten.“





    Mit freundlichen Grüßen


    Clemens Ronnefeldt

    Referent für Friedensfragen beim deutschen

    Zweig des internationalen Versöhnungsbundes



    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    05.11.2025

    kann man in GAZA überhaupt noch leben - Stimmen des Zorns

    aus e-mail von Karin Gerlich, 5. November 2025, 15:20 Uhr


    Liebe Kolleginnen und Kollegen,


      wieder sende ich heute viel Artikel aus dem Gazastreifen, es gibt

    keine Ruhe in diesem Land, auch wenn es immer wieder so verbreitet wird.

    Wir müssen weiter Öffentlichkeitsarbeit machen und weiter auf die Straße

    gehen.


      Ich habe einmal den Versuch gemacht, die weltweiten Demonstrationen

    zusammenzufassen, es ist  - wenn man im Netz sucht, gewaltig und das ist

    schön, soviel Solidarität mit den Palästinensern und Palästinenserinnen

    zu erleben. Mein Beitrag ist ein sehr, sehr kleiner Ausschnitt aus

    dieser geballten Straßenmacht in den ausgesuchten Ländern. Gleichzeitig

    hat die FAZ eine Reportage gemacht, die die sogenannte danach - Zeit

    sein soll, die allerdings mehr als fragil ist,  und die junge Welt einen

    Beitrag Stille Enteignung, alles ist bedrückend anzusehen.


      In Düsseldorf wird am 22.11.2025 an gewohnter Stelle 14.00 Uhr am DGB

    Haus, Nähe Bahnhof stattfinden.  Das letzte mal haben wir auf dem Wagen

    Musikbegleitung gehabt, die wir alle mitsingen konnten gleichzeitig wird

    ja jedesmal die natationalhymne Palästine vor beginn der demo gespielt

    und auch die läßt sich mitsingen.


    Kommt weiterhin, es ist jetzt wichtiger denn je,  dass wir Viele

    bleiben, Palästina darf nicht vergessen werden!



      Grüße Karin Gerlich


    und siehe Anlagen -durch den Großverteiler kann es möglich sein, dass

    ihr es doppelt erhaltet, drückt die Löschtaste!


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.





    Weiteres: 




    Brief aus Jerusalem


    Wer das Sagen hat



    jungewelt.de, vom 01.11.2025Von Helga Baumgarten

    Brief aus Jerusalem. In Israel und den USA ist eine Kontroverse um das wechselseitige Verhältnis entbrannt



    Nathan Howard/Pool via REUTERS

    Beleidigte Mienen: Trumps Stellvertreter und Berater fühlen sich von Israel zurückgesetzt (Kirjat Gat, 21.10.2025)


    Helga Baumgarten ist emeritierte Professorin für Politik der Universität Birzeit und schreibt an dieser Stelle wöchentlich ihre Kolumne »Brief aus Jerusalem«.

    Nehemia Schtrasler, Kolumnist der liberalen israelischen Zeitung Haaretz, hat Israels Premier Benjamin Netanjahu am Montag scharf angegriffen: Er habe Israel zu einem Vasallen der USA gemacht. Die wichtigen Entscheidungen würden inzwischen in Washington gefällt. Israel habe sie lediglich umzusetzen. Zuvor waren umgekehrt Stimmen aus dem MAGA-Lager in den USA laut geworden, die behaupten, dass Israel die USA seit langem zwinge, eine Politik im Interesse Israels und nicht der USA zu verfolgen. Die Antwort der Agitatoren von »Make America Great Again«: Israel ist ein US-Protektorat. Netanjahu traf das unvorbereitet. Er war entsetzt. In mehreren Reden auf englisch wie auf hebräisch bestand er darauf, dass Israel kein US-Protektorat sei, sondern enger Verbündeter von Donald Trumps USA. Seitdem betont Netanjahu regelmäßig, dass allein Israel Entscheidungen zur Verteidigung seiner »Sicherheit« treffe und umsetze.

    Die Angriffe auf »Bibi« mehren sich inzwischen aber nicht nur in der Opposition, sondern selbst im rechten Lager. Ihm wird vorgeworfen, unter US-Präsident Joe Biden die Unterstützung Israels von der Demokratischen Partei verloren oder schlicht arrogant verspielt zu haben. Und jetzt geschehe dasselbe mit den Republikanern. Nicht zuletzt Schtrasler verweist darauf, dass bisher jede israelische Regierung seit dem ersten Ministerpräsidenten David Ben-Gurion eine Strategie verfolgt habe, mit beiden US-Parteien eng zusammenzuarbeiten. Netanjahu habe es sich mit beiden gründlich verscherzt.

    Interessant in diesem Zusammenhang sind mehrere direkte israelisch-US-amerikanische Zusammenstöße in den vergangenen Tagen. Als die Knesset das geplante Gesetz zur Annexion der Westbank mit großer Mehrheit voranbrachte, reagierte US-Vizepräsident James D. Vance, der zum selben Zeitpunkt in Israel war, mit beißender Kritik. Unterstützt wurde er von den ebenfalls anwesenden Trump-Beratern Steve Witkoff und Jared Kushner. Netanjahu musste sich anhören, dass es die USA seien, »who call the shots« (die das Sagen haben). Sie machten ihm klar, dass die Knesset-Abstimmung eine Beleidigung für sie gewesen sei. Und sie wiesen darauf hin, dass Trump unmissverständlich vorgegeben habe: Die Westbank darf nicht annektiert werden.

    Nach einem angeblichen Angriff der Hamas im Süden Gazas bei Rafah tagte das israelische Sicherheitskabinett zunächst, ohne eine Entscheidung zu fällen. Der Beschluss zur Bombardierung kam offensichtlich erst, nachdem Netanjahu grünes Licht aus den USA bekommen hatte. Trumps Kommentar: Israel darf sich verteidigen – aber der Waffenstillstand bleibt. Die israelischen Kritiker betonen, dass inzwischen in Kirjat Gat im Süden Israels ein US-Militärstützpunkt mit dem schönen Namen »Civil-Military Coordination Center« (Zentrum für zivil-militärische Zusammenarbeit) errichtet wurde. Ebendort würden jetzt militärische Beschlüsse gefasst.


    Am Donnerstag wurde außerdem von einem Telefongespräch zwischen dem israelischen Premier, Katars Regierungschef und dem US-Außenminister berichtet. Katar bestand wohl darauf, dass sich auch Israel an den Trump-Plan halten müsse. Die Übergänge nach Gaza müssten geöffnet werden, damit endlich ungehindert Nahrung geliefert werden könne. Schließlich ist der Besuch eines hochrangigen US-Generals geplant, der in Israel dafür sorgen soll, dass der Waffenstillstand hält und der Übergang zur zweiten Verhandlungsphase erfolgt. All das wird von den USA auf sehr diplomatische Weise angekündigt. Der Inhalt ist jedoch klar und deutlich.

    Wie aber sieht die Realität aus? Ist Israel tatsächlich zum Vasallen der USA geworden, oder sind beide Staaten nach wie vor regelrecht zusammengewachsene Zwillinge, wie der US-Politologe John Mearsheimer immer wieder hervorhebt? Sein Fachkollege Joseph Massad hat am Mittwoch auf der Infoseite Middle East Eye sowohl für die Gegenwart und voraussehbare Zukunft als auch in einer historischen Analyse aufzuzeigen versucht, dass die Interessen Israels und der USA absolut identisch seien. Die Kritik Trumps an Israel sei nur verbal. In Realität lasse er Israel alle Freiheit. Das demonstriert Massad vor allem für die Westbank. Auch ­Haaretz schreibt, dass sie unter Netanjahu und Finanzminister Bezalel Smotrich längst annektiert sei. Ob der De-facto-Annexion nun unbedingt eine Annexion de jure folgen müsse, sei letztlich irrelevant.

    Tatsächlich hat die Gewalt von Siedlern, Armee und Geheimdienst ungeahnte Ausmaße angenommen. Laut UN-Nothilfebüro OCHA wurden in der Westbank seit Jahresbeginn 183 Palästinenser umgebracht, davon waren 40 Kinder. Seit dem Beginn der Olivenernte Anfang Oktober gibt es täglich brutale Siedlerangriffe. OCHA verzeichnet 86 Angriffe auf 50 Dörfer mit vielen Verletzten. Tausende Olivenbäume wurden von den Siedlern entwurzelt und verbrannt.

    In Gaza herrscht nach wie vor Hunger. Israel bricht fast täglich den Waffenstillstand und hat Anfang der Woche in einer einzigen Nacht 104 Menschen in den Tod gebombt. Nur 96 Schwerkranke konnten zur Behandlung ins Ausland gebracht werden. Die Frage stellt sich deshalb: »Who is calling the shots?«


    Info: https://www.jungewelt.de/artikel/511523.brief-aus-jerusalem-wer-das-sagen-hat.html


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.





    Weiteres: 





    Kann man in GAZA überhaupt noch leben?


    4.11.2025 Quelle: FAZ (Bezahlschranke)
    Mit dem Waffenruhe-Abkommen zwischen Israel und der Hamas vom 10. Oktober ist der
    Krieg, der mit den Terrorangriffen der Hamas am 7. Oktober 2023 ausgelöst wurde, vorerst
    weitgehend zum Ruhen gekommen. Doch in den vergangenen zwei Jahren hat die israelische
    Armee Gaza aus der Luft und zu Boden angegriffen, immer wieder Evakuierungen
    angeordnet und die Bevölkerung wiederholt vertrieben. Mehr als 68.000 Menschen wurden
    nach Angaben des Hamas-geführten Gesundheitsministeriums getötet, doch nach
    Schätzungen von Forschern könnte die Opferzahl signifikant höher sein.
    MapLibre
    Etwa 90 Prozent der Bevölkerung, schätzungsweise 1,9 Millionen Menschen, waren auf der
    Flucht, manche wurden bis zu einem Dutzend Mal vertrieben.
    Palästinenser flüchten aus Gaza-Stadt Richtung Süden. Foto: AFP
    Viele leben teilweise bis heute unter prekärsten Bedingungen in Zeltstädten.
    Zeltstadt am Strand in Gaza-Stadt. Foto: Reuters
    Der Großteil wurde in ein von Israel als „humanitäre Zone“ bezeichnetes Gebiet von etwa 55
    Quadratkilometern in der Mitte des Küstenstreifens konzentriert. Auch dort gab es immer
    wieder Bombenangriffe.
    Die israelische Armee marschierte in die weitgehend geräumten Zonen ein. Vor allem in den
    großen Städten im Süden und Norden hinterließ sie flächendeckende Schäden. Noch immer
    kontrolliert die IDF mehr als die Hälfte der Region hinter der „Gelben Linie“.
    Gebiete innerhalb der israelischen Militärzone oder unter Evakuierungsanordnungen
    Wie weite Teile der Region wurden Khan Yunis und Rafah im Süden schon in den ersten
    Tagen des Krieges bombardiert.
    Mit dem Bodeneinmarsch der israelischen Armee im Mai 2024 wurde Rafah auch durch
    Bodentruppen großflächig zerstört. Der Grenzübergang zu Ägypten, vor dem Krieg neben
    Kerem Shalom und Eres der wichtigste, wurde im Juli 2024 stark beschädigt und bleibt
    weiterhin geschlossen.
    Gläubige Palästinenser beten in den Überresten der A-Farooq-Moschee das letzte
    Freitagsgebet vor Ramadan. Foto: Picture Alliance
    Nicht nur Gebäude, auch öffentliche Plätze und ganze Straßenzüge liegen in Trümmern, so
    auch der Al-Najma-Kreisverkehr, der eine Hauptverkehrsachse der Stadt war.
    In Shejaiya lieferten sich IDF und Hamas heftige Gefechte. Neben Wohnblöcken und Straßen
    wurde auch jahrhundertealtes Kulturerbe in der Altstadt unwiederbringlich zerstört.
    Jüngste Auswertungen des gemeinsam von den Vereinten Nationen und der Europäischen
    Gesellschaft für Kernforschung (CERN) betriebenen Satellitenbeobachtungsprogramms
    UNOSAT zeigen, dass 83 Prozent der Strukturen in Gaza-Stadt beschädigt sein könnten, das
    Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen UNDP spricht von Schäden bis zu 92
    Prozent.
    Der größere Teil der Bevölkerung, etwa zwei Drittel, lebte zuvor in den Ballungsräumen um
    Dschabalia, Beit Lahia und Beit Hanoun sowie Gaza-Stadt im Norden. Dort hat die israelische
    Armee vor der Waffenruhe eine ihrer größten Militäroperationen durchgeführt.
    Seit Inkrafttreten der Waffenruhe versuchen viele Menschen, zurückzukehren. Eine halbe
    Million haben die Vereinten Nationen allein in den ersten zwei Wochen registriert. Die
    meisten davon ziehen in Richtung Norden. Doch viele Rückkehrer finden dort, wo ihre
    Häuser standen, nur noch Schutt und Asche vor. Häuserblöcke sind zu Trümmerwüsten
    geworden, Straßen zu Sandpisten, viele Stadtviertel kaum wiederzuerkennen.
    Ein Junge schaut auf ein im Mai 2025
    zerstörtes Haus im Norden Gazas, westlich des Flüchtlingslagers Dschabalia. Foto: AFP
    UNOSAT hat anhand von Satellitenbildern vor und während des Krieges das
    Zerstörungsausmaß sämtlicher Gebäude im Gazastreifen klassifiziert.
    Im gesamten Gazastreifen wird der Anteil der wahrscheinlich beschädigten Gebäude auf bis
    zu 78 Prozent bemessen.
    Doch Satellitenbilder erfassen vor allem die Oberfläche. Wie lange die vollständige
    Schadenserfassung dauern wird, ist derzeit nicht absehbar. Aber Mitarbeitende internationaler
    Organisationen, die seit Jahrzehnten in Kriegsgebieten arbeiten, erzählen übereinstimmend
    von beispiellos dystopischen Bildern in der gesamten Küstenenklave. Das trifft auf eine
    ohnehin geschwächte Region.
    Seit 2014 warnten internationale Organisationen vor einer humanitären Krise im Gazastreifen.
    Gaza gilt als eine der am dichtesten besiedelten Regionen der Welt. Auf einer Fläche von 365
    Quadratkilometern, wenig größer als Bremen, lebten 2,2 Millionen Menschen schon vor dem
    7. Oktober unter prekären wirtschaftlichen Bedingungen. Mit der gewaltsamen
    Machtübernahme der Hamas 2007 hat Israel eine weitgehende Blockade des Gazastreifens
    verhängt. „Diese Blockade hat die wirtschaftliche Entwicklung stark behindert und zu einem
    Kreislauf von chronischem Mangel für die Bevölkerung geführt“, sagt Tania Hary von der
    israelischen NGO Gisha, die sich seit 2005 mit der rechtlichen Lage Gazas befasst. In einer
    Gerichtsanhörung 2012 haben Vertreter der israelischen Regierung den Umgang mit Gaza als
    berechtigte „wirtschaftliche Kriegsführung“ gegen die Hamas verteidigt.
    Rechtsextreme israelische Demonstranten blockieren die Straße am Grenzübergang Kerem
    Shalom, um Hilfslieferungen in den Gazastreifen zu verhindern. Foto: EPA
    Die israelische Besatzungsbehörde COGAT reglementierte sämtlichen Warenverkehr – für
    humanitäre Hilfe ebenso wie für den privaten Sektor. In besagter Anhörung 2012 wurde
    bekannt, dass die israelische Armee einen zum Überleben notwendigen Mindestwert von
    Kalorien kalkuliert und vermutlich danach die Einfuhr von Lebensmitteln ausgerichtet hat.
    Materialien, die potentiell militärisch genutzt werden können – darunter für die Bauindustrie
    notwendige Dinge wie Kabel, Rohre und chemische Konstruktionsstoffe sowie medizinisches
    Material –, wurden als „dual-use materials“ klassifiert und konnten nur streng von der Armee
    kontrolliert über internationale Organisationen eingeführt werden. Und vieles davon wird
    dringend für die Aufräumarbeiten und Reparaturen benötigt.
    Bezogen vor dem Krieg etwa zwei Drittel der Bevölkerung in Teilen humanitäre Hilfe, ist es
    seit Kriegsausbruch die gesamte Bevölkerung. Die bestehende Blockade wurde verschärft,
    zeitweise kam gar keine humanitäre Hilfe an. Über zwei Jahre lebte die Bevölkerung unter
    ständigem Kampfgeschehen weitgehend in Zelten ohne Zugang zu fließendem Wasser,
    Elektrizität, genug Nahrung und grundlegender Gesundheitsversorgung.
    Palästinenser tragen Säcke voller Hilfsgüter über den Netzarim-Korridor im Zentrum des
    Gazastreifens. Foto: AFP
    Angesichts der flächendeckenden Zerstörung muss der Schaden erst vollständig erfasst und
    das Gebiet weitgehend aufgeräumt werden, bevor an wirklichen Wiederaufbau gedacht
    werden kann.
    60 Millionen Tonnen Schutt, so schätzt UNDP, müssen beseitigt werden.
    Zwei Wochen nach Inkrafttreten der Waffenruhe hat das Entwicklungsprogramm der
    Vereinten Nationen (UNDP) mit der ersten Schuttbeseitigung begonnen. Neben der
    UNOSAT-Auswertung gibt es Schätzungen von Nothelfenden, die vor Ort waren. Laut dem
    UNDP-Sonderbeauftragten Jaco Cilliers, der im Oktober die Aufräumarbeiten in Gaza
    einleitete, könnten 84 Prozent des Gazastreifens beschädigt oder zerstört sein, in
    Ballungsräumen wie Gaza-Stadt bis zu 92 Prozent. Laut UNOSAT-Auswertungen vom
    August sind 282.904 Wohneinheiten betroffen. Die Zahlen stammen aus der Zeit vor der
    letzten großen Gaza-Stadt-Offensive. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen schätzt den Anteil
    an Wohneinheiten, die beschädigt und potentiell nicht mehr bewohnbar sind, auf 92 Prozent.
    Zudem ist der Grund durch die teilweise zerstörten Tunnel der Hamas instabil geworden,
    viele Orte sind einsturzgefährdet. Auf absehbare Zeit wird ein Großteil der Bevölkerung also
    weiterhin in notdürftigen Unterkünften wohnen müssen. „Wir hören bereits jetzt von
    Menschen, die sich nach ihrer Rückkehr wieder zu den Zeltlagern in der Mitte bewegen, weil
    sie in ihrem einstigen Zuhause nichts mehr vorfinden“, berichtet Tania Hary.
    Rückkehr ist für viele unmöglich: Zerstörte Wohngebäude in Gaza-Stadt. Foto: Reuters
    Neben Asbest, Elektroschrott und chemischen Verunreinigungen verkomplizieren zwei
    wesentliche Faktoren den Aufräumprozess: Zum einen befinden sich im Schutt noch Leichen,
    die geborgen werden müssen. Zum anderen ist davon auszugehen, dass die Art der
    Kriegsführung zu einer flächendeckenden Kontaminierung mit Sprengstoffen geführt hat. Wie
    viele Waffen die israelische Armee eingesetzt hat, ist unbekannt. Kurz nach Inkrafttreten der
    Waffenruhe verkündete Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Israel habe als
    Reaktion auf Angriffe der Hamas allein in der ersten Woche seit Inkrafttreten der Waffenruhe
    153 Tonnen Bomben auf den Gazastreifen abgeworfen. Nachdem nach Angaben der
    israelischen Armee ein Soldat von Hamas-Feuer getötet wurde, wurden in dieser Woche
    abermals Teile des Gazastreifens bombardiert; über 100 Menschen wurden dabei nach
    Angaben des Hamas-geführten Gesundheitsministeriums getötet. Die Hamas dementierte die
    Angriffe auf die israelischen Soldaten.
    Experten gehen davon aus, dass die israelische Armee Mengen an Waffen benutzt hat, die die
    Sprengkraft der Waffen im Zweiten Weltkrieg und der Atombomben auf Japan übersteigen.
    Der Erfahrungswert aus anderen Kriegen: 10 bis 15 Prozent bleiben als Blindgänger
    gefährlich.
    Was liegt unter dem Geröll? Kinder spielen in den Ruinen außerhalb des Zeltlagers in Al-
    Mawasi. Foto: Reuters
    „Selbst unter idealen Bedingungen wird es Jahre dauern, eine grundlegende Räumung von
    Blindgängern zu erreichen“, sagt Greg Crowther, Programmdirektor der gemeinnützigen
    Minenräumorganisation Mines Advisory Group (MAG). Er war zwischen 2008 und 2010 in
    Koordination mit den Vereinten Nationen an der Beseitigung von Blindgängern in Gaza
    beteiligt. Nach jenem Krieg, der nur wenige Wochen andauerte und in dem deutlich weniger
    Waffen eingesetzt wurden, dauerte es zwei Jahre, um etwa 300 Blindgänger zu beseitigen.
    Erfahrungsgemäß bleiben, wie in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, auch Jahrzehnte
    danach noch unentdeckte Sprengkörper zurück.
    Auch während dieses Krieges war MAG mehrmals im Gazastreifen und hat bereits Tausende
    Blindgänger gesichtet. Laut dem Dienst der Vereinten Nationen für den
    Minenräumungsdienst (UNMAS) sind bereits Dutzende Menschen dadurch getötet worden.
    Die Räumung sei essenziell, um den sicheren Zugang für Aufräumarbeiten und humanitäre
    Hilfsmaßnahmen zu gewährleisten. „Gleichzeitig muss sie mit den Bemühungen zur Deckung
    der unmittelbaren humanitären Bedürfnisse erfolgen – es muss ganzheitlich gesehen werden“,
    so Crowther. Erst im August hatten die Vereinten Nationen eine Hungersnot erklärt, nachdem
    nahezu die gesamte Bevölkerung bereits zwei Jahre lang an Mangelernährung litt. Die
    humanitäre Situation hält an, alltäglich benötigte Infrastruktur ist noch immer nicht
    vorhanden.
    Eine Familie macht Feuer auf dem Dach ihres zerstörten Hauses in Khan Yunis. Foto: EPA
    Mit Ausbruch des Kriegs kündigte der israelische Verteidigungsminister Joav Gallant an: „Es
    wird keinen Strom, keine Lebensmittel und keinen Treibstoff geben.“ Die israelische
    Regierung ließ die Zufuhr essenzieller Ressourcen abschalten, und das blieb die Linie im
    Verlauf des Krieges.
    Mehr als 60 Prozent des Stroms kamen über zehn Zugangsstränge aus Israel, etwa ein Drittel
    von der Gaza Power Plant, dem einzigen Kraftwerk. Ein geringer Anteil wurde von privaten
    Generatoren und Solarpaneelen geliefert.
    Palästinenser laden ihre Mobiltelefone an einem Solargenerator. Foto: EPA
    Bereits in den ersten Wochen gab es Berichte über Schäden an den Leitungen. Die Gaza
    Power Plant musste am 11. Oktober abgeschaltet werden, da kein Treibstoff mehr in den
    Gazastreifen geliefert wurde.
    Notoperation während eines Stromausfalls im Shifa-Krankenhaus. Als Lichtquelle dienen
    zwei Handy-Taschenlampen. Foto: dpa
    Die Gaza Power Plant ist noch immer nicht in Betrieb, die Schäden an den Stromleitungen
    bislang nicht erfasst. Über den Import von Strom gibt es bislang keine Einigung mit den
    israelischen Behörden. Stand März 2024 waren 65 Prozent der Solarpaneele zerstört. Für die
    Generatoren wird wiederum Treibstoff benötigt, der noch längst nicht in ausreichenden
    Mengen in den Gazastreifen gelangt. Was überhaupt noch intakt ist, ist noch nicht vollständig
    erfasst. Dabei braucht es nicht nur für den alltäglichen Bedarf Elektrizität, sondern auch für
    andere vitale Infrastruktur wie Wasserpumpen, Meerwasserentsalzungsanlagen, Abwasser-
    und Kläranlagen und den Betrieb von medizinischen Einrichtungen.
    Vollkommen ohne Strom müssen auch diese Verwundeten im November 2023 im
    „Indonesian Hospital“ behandelt werden. Foto: Reuters
    Auch die Wasserversorgung war bereits vor dem Krieg unzureichend. Ein großer Teil des
    Wassers wurde durch Pumpen und Brunnen vom Küstenaquifer bezogen. Trinkwasser wurde
    von Desalinierungsanlagen und aus Israel importiertem Wasser geliefert. Doch ein großer Teil
    davon wurde beschädigt oder kann aufgrund fehlenden Treibstoffs nicht betrieben werden.
    Zeitweilig lebte ein großer Teil der Bevölkerung laut internationalen Organisationen mit nur
    drei bis fünf Litern am Tag.
    Ein Mädchen holt Wasser außerhalb seines Flüchtlingscamps in Deir al-Balah. Foto: AFP
    Laut dem WASH Cluster der vor Ort agierenden Hilfsorganisationen konnte die
    Wasserversorgung, inklusive Trinkwasser, seit der Waffenruhe auf zehn Liter pro Tag erhöht
    werden – noch immer weit entfernt von den 80 bis 100 Litern, die als Mindestwert empfohlen
    werden.
    Nach Angaben von UNICEF wurden mehr als 80 Prozent der Wasserquellen und sanitären
    Anlagen beschädigt, ebenso alle sechs Klärwerke. 85 Prozent der Bevölkerung leben in
    unmittelbarer Nähe zu Abwasser.
    Ein Palästinenser steht neben seinem Zelt in einem Flüchtlingscamp an einem
    Regenwasserreservoir, das infolge des Krieges mit Abwasser und Müll kontaminiert wurde.
    Foto: AFP
    Auch wenn erste Reparaturen eingeleitet wurden, wird der nahende Winter die Situation für
    die Zivilbevölkerung vorerst wohl noch prekärer machen. Fehlende Behausung, desaströse
    sanitäre Bedingungen und Wind und Regen erhöhen das Risiko für die Ausbreitung von
    Krankheiten – in einer Situation, in der das Gesundheitssystem längst überlastet und die
    Bevölkerung von Vertreibung und Hunger geschwächt ist.
    Die städtische Infrastruktur ist nicht mehr funktionstüchtig: Abwasser und Müll säumen eine
    Straße in Deir al-Balah. Foto: AFP
    Vor dem Krieg konnte das Gesundheitssystem gerade die grundlegendsten medizinischen
    Bedürfnisse decken. 4000 Krankenhausbetten gab es für eine Bevölkerung von 2,2 Millionen
    Menschen. Für viele Maßnahmen mussten Patienten mit Sondergenehmigungen in
    Krankenhäuser in Israel, Ost-Jerusalem oder ins Ausland reisen.
    Von den 36 Krankenhäusern sind nur noch 14 teilweise funktionsfähig. Zwei Drittel der
    medizinischen Einrichtungen zur Grundversorgung sind ebenfalls außer Betrieb.
    Das Shifa-Krankenhaus war mit mehr als 700 Betten und Spezialisten das größte in Gaza. Die
    IDF stürmten es mehrfach mit der Begründung, die Hamas habe es genutzt. Dabei wurde das
    Krankenhaus stark beschädigt und arbeitet nur noch mit eingeschränkter Kapazität.
    Das Chirurgiegebäude des Shifa-Krankenhauses im November 2023. Foto: Reuters
    Das Chirurgiegebäude des Shifa-Krankenhauses im Juli 2025. Foto: Reuters
    Nierenpatienten warten auf dem zerstörten Gelände des Shifa-Krankenhauses auf ihre
    Abholung, nachdem die Dialysedienste aufgrund von Treibstoffmangel für die
    Stromversorgung der Generatoren eingestellt wurden. Foto: dpa
    Was nicht zerstört ist, ist nur noch in Teilen funktionsfähig. In der gesamten Region gibt es
    weniger als 2000 Betten, und medizinische Evakuierungen werden nur eingeschränkt von den
    israelischen Behörden genehmigt – bei schätzungsweise 170.000 Kriegsverletzten, die
    zusätzlich versorgt werden müssten. Zudem wurden nach Schätzungen von UNICEF
    mehreren Tausend Kindern Körperteile amputiert, mehr als 50.000 Kinder sind wegen
    Unterernährung in Behandlung. Und die Nahrungsmittelsicherheit ist noch längst nicht
    garantiert.
    Erst im August hatten die Vereinten Nationen – nach zwei Jahren weitgehender
    Mangelernährung – eine Hungersnot erklärt. Schon im November 2023, kurz nach Ausbruch
    des Krieges, befanden sich laut internationaler Skala zur Einstufung der Ernährungssicherheit
    (IPC) 93 Prozent der Bevölkerung in einer „akuten Lebensmittelkrise“, 59 Prozent lebten
    sogar mit extremen Nahrungsmittellücken, die zu einem sehr hohen Maß an akuter
    Unterernährung und überhöhter Sterblichkeit führen können. Mit der Waffenruhe gilt es, den
    Auswirkungen der Hungersnot entgegenzuwirken – und das fast ausschließlich durch
    humanitäre Hilfe.
    Ringen um das gespendete Essen: Palästinenser im Handgemenge vor einer
    Gemeinschaftsküche in Gaza-Stadt. Foto: AP
    Vor dem Krieg konnten etwa 40 Prozent der Versorgung mit frischen Lebensmitteln durch
    Eigenproduktion abgedeckt, ein Teil konnte sogar exportiert werden.
    Doch nach Schätzungen der Welthandels- und Entwicklungskonferenz UNCTAD wurden 80
    bis 96 Prozent der landwirtschaftlichen Infrastruktur zerstört.
    Durch Vertreibung und anhaltende Bombardements konnten viele Nutzflächen nicht bestellt
    werden, Felder lagen brach, Ernten verrotteten. Im Zuge der Kampfhandlungen wurde zudem
    ein großer Teil der landwirtschaftlichen Infrastruktur beschädigt, Bäume wurden entwurzelt,
    Nutzflächen wurden von Panzern niedergewalzt und durch Sprengstoffe kontaminiert.
    Als verwüstet klassifiziertes Ackerland (UNOSAT-Analyse vom 30.08.2024)
    Laut Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) sind, Stand
    Juli 2025, nur 1,5 Prozent der Felder zugänglich und nicht beschädigt; ebenfalls sind wichtige
    Segmente wie Schaf- und Bienenzucht fast komplett verschwunden.
    Ein Bauer trotzt dem Krieg und arbeitet auf seinem Feld im Juli 2024. Foto: EPA
    Zentral für die Selbstversorgung war vor dem Krieg auch die Fischerei. Trotz
    Beschränkungen der israelischen Armee konnten Fischer Nahrung für über 100.000
    Menschen liefern. Etwa 2000 Fischerboote gab es vor dem Krieg. Laut FAO sind 86 Prozent
    davon nicht mehr nutzbar.
    Die meisten Fischerboote ankerten im Port of Gaza. Satellitenbilder zeigen auch dort massive
    Schäden.
    Das minimiert die Mittel zur Selbstversorgung in Gaza auch auf absehbare Zukunft. Die
    Bevölkerung bleibt nahezu komplett von humanitärer Hilfe abhängig.
    Nach Inkrafttreten der Waffenruhe haben die Vereinten Nationen einen 60-Tage-Plan
    vorgestellt, um die Bevölkerung mit dem Allernötigsten zu versorgen. Doch der scheint
    angesichts der anhaltenden Beschränkungen unrealistisch. Laut Waffenruhe-Abkommen
    sollten 600 Lastwagen pro Tag zugelassen und der Grenzübergang in Rafah geöffnet werden.
    Die Lieferungen enthalten ein Mindestmaß an Nahrung, um die Hungersnot abzuwenden,
    ebenso Zelte für den Winter, medizinische Notversorgung, Treibstoff und essenzielles Gerät
    zur Instandsetzung notdürftiger Wasser-, Sanitär- und Hygiene-Infrastruktur. Derzeit
    erreichen etwa 300 Lastwagen am Tag Gaza, der Grenzübergang in Rafah bleibt bis auf
    Weiteres geschlossen. „Die Lage ist instabil, und es ist sehr schwer abzuschätzen, wie lange
    es überhaupt dauern wird, die Bevölkerung mit dem Notwendigsten zu versorgen“, sagt Sarah
    Davies, Sprecherin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Jerusalem.
    Nach der Waffenruhe: Ein Lastwagen mit humanitärer Hilfe in Khan Yunis.Foto: dpa
    Die große Herausforderung, das sagen sämtliche Gesprächspartner der F.A.Z., sei nicht nur
    das beispiellose Ausmaß der Zerstörung, sondern auch die anhaltende humanitäre Katastrophe
    in Gaza. Alles müsse gleichzeitig adressiert werden. Der Wiederaufbau der Wirtschaft und
    des Bildungssektors liegt noch in weiter Ferne. Was in Gaza passiert, hänge nicht nur von
    internationalen Organisationen und der internationalen Gemeinschaft ab, sondern vor allem
    vom Zugang und dem politischen Willen der Konfliktparteien.
    Bis auf Donald Trumps 20-Punkte-Plan, der vieles im Unklaren lässt und dessen Realisierung
    viele Experten anzweifeln, gibt es jedoch derzeit keinen Plan für Gaza. Es ist nicht klar, wie
    weit Teile der Hamas integriert werden können oder müssen, welche Rolle die
    Palästinensische Autonomiebehörde und andere lokale Parteien spielen. Aus anderen
    Konflikten ist bekannt, dass ohne die Einbindung lokaler Akteure keine nachhaltige
    Entwicklung gewährleistet werden kann.
    Die Palästinensische Autonomiebehörde hat Mitte Oktober Diplomaten in Ramallah einen
    von der Europäischen Union, den Vereinten Nationen und der Weltbank unterstützten
    Fünfjahresplan zum Wiederaufbau Gazas vorgestellt. Die Behörde wird zwar von der
    internationalen Gemeinschaft und den arabischen Nachbarländern unterstützt, ist jedoch in der
    palästinensischen Bevölkerung äußerst unbeliebt, wie sich in Umfragen immer wieder zeigt.
    Ägypten, die Türkei und die Golfstaaten haben eine Beteiligung signalisiert, ebenso die
    Europäische Union. Die US-Amerikaner haben zunächst das Zivil-Militärischen
    Koordinationszentrum (Civil Military Coordination Centre - CMCC) etabliert, um die
    internationale Beteiligung auszuarbeiten und die Waffenruhe zu beobachten. Langfristig soll
    es sich auch mit Fragen der Stabilisierung, der Verwaltung und des Wiederaufbaus
    beschäftigen. Zudem sollen weitere, drängende Punkte bei Konferenzen in Ägypten und
    Europa im November geklärt werden.
    Nach ersten Schätzungen der Vereinten Nationen wird der Wiederaufbau über die nächsten
    fünf Jahre mindestens 70 bis 80 Milliarden Dollar kosten. Währenddessen bleibt die Situation
    im Gazastreifen volatil. In manchen Gebieten zeigt sich die Hamas wieder und liefert sich
    Gefechte mit lokalen, teils von Israel bewaffneten Milizen. Für die Zivilbevölkerung bleibt
    ein Zustand ohne Recht und Ordnung. Bereits in der ersten Woche nach dem
    Waffenstillstandsabkommen warfen sich die Hamas und Israel gegenseitige Brüche vor, Teile
    Gazas werden weiterhin bombardiert. Viele der im Abkommen vereinbarten Punkte, etwa die
    Öffnung Rafahs, wurden bislang nicht erfüllt, die Rückführung aller getöteten Geiseln bislang
    nicht abgeschlossen. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag forderte Israel gerade erst
    dazu auf, die grundlegende Versorgung der Zivilbevölkerung in Gaza zu gewährleisten.
    Quellen und Methodik
    Seit dem 7. Oktober 2023 dürfen Journalisten den Gazastreifen nicht betreten. Die F.A.Z. hat
    mit mehreren Nothilfeorganisationen vor Ort gesprochen, um sich ein Bild zu machen.
    Für die Karten wurden Dutzende Quellen herangezogen.
    Die Satellitenbilder stammen von Planet Labs und wurden im Zeitraum von 3. bis 16. Oktober
    2025 aufgenommen. Die Vergleichsbilder wurden vor dem 7. Oktober 2023 aufgenommen.
    Die Sperrgebiete ergeben sich aus den wöchentlichen Reported Impact Snapshots von den
    Vereinten Nationen (OCHA) und wurden vervollständigt durch offizielle
    Evakuierungsanordnungen der IDF auf der Plattform X (Stand 7. Oktober 2025).
    Die Karte der zerstörten Gebiete zeigt den Anteil der Gebäude, die mit hoher
    Wahrscheinlichkeit zerstört oder schwer beschädigt wurden. Sie basiert auf zwei
    Auswertungen von UNOSAT vom 7. Oktober 2025 (Bezirk Gaza-Stadt) und 5. August 2025
    (gesamter Gazastreifen).
    Die Karte der Schuttmengen basiert auf einer Auswertung des United Nations Environment
    Programme vom 8. Juli 2025. Sie ist ergänzt durch Informationen der UNDP und Ärzte ohne
    Grenzen.
    Die Daten für Elektrizität und WASH kommen von diplomatischen Vertretungen in
    Jerusalem, dem WASH Cluster der UN sowie der israelischen Organisation Gisha.
    Die Daten zu den medizinischen Einrichtungen stammen aus dem Health Service Points
    Dashboard der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und wurden durch Recherchen der
    F.A.Z. vervollständigt (Stand 28.10.2025).
    Die Karte der verwüsteten Agrarflächen basiert auf einer Auswertung von UNOSAT vom 29.
    September 2024. Weitere Informationen zur Landwirtschaft stammen von FOA, UNCTAD
    und Gisha.
    „Nirgendwo in Gaza ist es sicher“
    Begeht Israel einen Völkermord?


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.





    Weiteres: 




    Aus: Ausgabe vom 01.11.2025, Seite 4 (Beilage) / Wochenendbeilage

    Bildreportage

    Die stille Enteignung

    Unter Israels Besatzung wird die Fragmentierung palästinensischen Territoriums vorangetrieben

    Von Anne Paq

    1. von 7 Fotos

    »Unsere Augen können nicht aufhören zu weinen. In Muarradschat hatten wir alles, was wir brauchten. Jetzt ist es eine Wüste.«

    Alia Mlihat, Vertriebene aus Muarradschat

    »Jeden Tag kommen die Siedler, um uns anzugreifen. Aber ich werde nicht weggehen. Ich kann nirgendwo anders hingehen, und ich bin hier geboren.«

    Kadri Daragmeh, Einwohner aus Ein Al-Helwa

    Während die internationale Aufmerksamkeit weiterhin auf Gaza gerichtet ist, findet in der Westbank eine faktische Annexion statt. Siedler, die vom israelischen Staatsapparat unterstützt werden, eignen sich immer mehr Land an, und Tausende Palästinenser werden in dem besetzten Gebiet zwangsumgesiedelt. Seit Januar wurden mehr als 40.000 Menschen vertrieben, hauptsächlich aus befestigten Flüchtlingslagern im Norden der Westbank. Dies ist die größte Bevölkerungsumsiedlung seit 1967. Die meisten von ihnen konnten noch immer nicht in ihre Häuser zurückkehren und leben unter prekären Bedingungen.

    Nach Angaben der israelischen NGO Kerem Navot wurden seit Dezember 2022, als die extremistischste Regierung in der Geschichte Israels an die Macht kam, mehr als 70 Gemeinden zwangsweise vertrieben. Minister wie Itamar Ben-Gvir und Bezalel Smotrich treten offen für eine Politik der Vorherrschaft und für »ethnische Säuberungen« ein. Gleichzeitig wird die Kolonisierung intensiviert. Nach dem 7. Oktober 2023 wurden etwa 70 pastorale Außenposten errichtet, eine Strategie, die es ermöglicht, Land mit wenigen Wohnwagen und Vieh zu enteignen.


    Der Fotobericht dokumentiert diese wenig bekannte Realität: entvölkerte Dörfer, von Vertreibung bedrohte Gemeinden, abgelegene Weideplätze, aber auch Formen des täglichen Widerstands. Er verdeutlicht die Dynamik der Fragmentierung des palästinensischen Territoriums, das durch Barrieren, Kontrollpunkte und Gräben geprägt ist, die den Raum teilen und jede geographische Kontinuität verhindern. Durch diesen Prozess werden die Palästinenser in städtische Enklaven zurückgedrängt, die von Hilfe abhängig sind, während israelische Siedler rasch Land an sich reißen. Diese Hindernisse verhindern effektiv die Entstehung eines zusammenhängenden Territoriums und lassen die symbolische Anerkennung eines palästinensischen Staates völlig losgelöst von der erschreckenden Realität vor Ort erscheinen.


    Info: https://www.jungewelt.de/artikel/511557.bildreportage-die-stille-enteignung.html


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    05.11.2025

    „Kein Grund für Asyl“Die Unionsparteien dringen auf eine beschleunigte Abschiebung syrischer Flüchtlinge. In Syrien herrschen bittere Armut und mörderische Gewalt gegen Minderheiten – auch aufgrund der Politik der Bundesrepublik.

    german-foreign-policy.com, 5. November 2025

    BERLIN/DAMASKUS (Eigener Bericht) – Die Unionsparteien verschärfen ihre Kampagne zur Abschiebung syrischer Flüchtlinge. Auch am gestrigen Dienstag hielt die wütende Kritik an dem Einwand von Außenminister Johann Wadephul an, Abschiebungen seien zur Zeit im Hinblick auf die Verhältnisse in Syrien „nur sehr eingeschränkt möglich“. Die Äußerung beschädige das Bild der Regierungskoalition, äußerte der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Jens Spahn. Zuvor hatte Bundeskanzler Friedrich Merz erklärt, es gebe „keinerlei Gründe mehr für Asyl in Deutschland“. In Syrien herrscht aufgrund der umfassenden Zerstörungen bittere Armut. Die eskalierenden Spannungen zwischen der islamistischen Regierung und den Minderheiten haben mehrmals zu Massakern mit tausenden Todesopfern geführt; die Gewalt dauert auch im Alltag bis heute an. Deutschland ist mitverantwortlich – Berlin hatte den Aufstand gegen Bashar al Assad geschürt, die heute herrschenden Islamisten unterstützt und mit brutalen Sanktionen dazu beigetragen, Syriens Wirtschaft zu ruinieren. Syrische Flüchtlinge trugen in den vergangenen Jahren dazu bei, die marode deutsche Wirtschaft am Laufen zu halten. Nun werden sie rassistisch attackiert.


    Zitat: Syrer in Deutschland

    Offiziellen Angaben zufolge lebten Ende 2023 beinahe 972.500 Personen mit syrischer Staatsangehörigkeit in Deutschland; damit stellten Syrer die drittgrößte Gruppe von Bürgern fremder Staaten in der Bundesrepublik – nach Bürgern der Türkei (fast 1.550.000 Personen) und der Ukraine (fast 1.240.000 Personen).[1] Hinzu kamen rund 160.000 Syrer, die bis Ende 2023 eingebürgert worden waren und heute Deutsche sind. Im vergangenen Jahr erhielten weitere 83.150 Syrer einen deutschen Pass. Ohne Duldungsstatus und damit ausreisepflichtig sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums gegenwärtig lediglich 920 Syrer.[2] Die Zahl derjenigen, die aus freien Stücken nach Syrien zurückkehren, ist weiterhin recht niedrig; sie lag im März bei 186, im Mai bei gerade einmal fünf, im September bei 529, im Oktober bei 476. Der überwiegende Teil der syrischen Staatsangehörigen in Deutschland hat in der Bundesrepublik Schutzrechte erhalten; allerdings wurden diese in 90 Prozent der Fälle bloß befristet gewährt. Über Asylanträge wird nach einem vorläufigen Stopp Ende 2024 wieder entschieden. Ende 2024 lagen alles in allem 47.270 Anträge vor.[3] Von denen, die sich nicht aus formalen Gründen erledigten, wurde fast die Hälfte genehmigt – 46,4 Prozent.

    Engpassberufe und Fachkräftepotenzial

    Jenseits sämtlicher humanitärer oder menschenrechtlicher Erwägungen weisen Experten auf die Bedeutung syrischer Arbeitskräfte für den deutschen Arbeitsmarkt hin. Demnach steigt die Erwerbstätigenquote unter syrischen Männern im erwerbsfähigen Alter mit der Dauer des Aufenthalts in Deutschland kontinuierlich an und erreicht bei Syrern, die sich seit mindestens sieben Jahren in der Bundesrepublik aufhalten, 71 Prozent. Die Erwerbstätigenquote in der deutschen Bevölkerung liegt mit 77 Prozent nur wenig höher.[4] Es kommt hinzu, dass mehr als ein Drittel aller abhängig beschäftigten Syrer in sogenannten Engpassberufen tätig sind; das sind Berufe, in denen, wie es in einem Fachbeitrag heißt, „Stellen aktuell besonders schwierig zu besetzen sind“.[5] Dazu zählten, heißt es, „Sozial- und Gesundheitsberufe“; so seien rund 5.300 Syrer „als angestellte Ärztinnen und Ärzte tätig“. Syrer arbeiteten außerdem häufig in Berufsfeldern wie der Logistik oder der Bauelektrik, in denen Fachkräfte fehlten. Zu bedenken sei auch, heißt es weiter, dass Einwohner mit syrischer Staatsangehörigkeit weit überdurchschnittlich jung seien; sie bildeten – auch mit Blick auf das Altern der deutschen Bevölkerung – für die Zukunft „ein großes Fachkräftepotenzial“.[6]


    Armut und Zerstörung

    In Syrien selbst herrschen nach wie vor katastrophale Lebensbedingungen. Die aktuellsten verfügbaren Daten der EU beziffern die Zahl der Syrer, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, auf 16,5 Millionen – bei einer Gesamtbevölkerung von wohl rund 25 Millionen. 14,5 Millionen leiden demnach unter Nahrungsunsicherheit.[7] Gut die Hälfte der Bevölkerung ist außerdem immer noch auf der Flucht – mehrheitlich innerhalb Syriens, Millionen aber nach wie vor auch außerhalb des Landes, darunter in Deutschland. Mehr als zwei Millionen der im Inland lebenden Flüchtlinge haben in Lagern oder in informellen Siedlungen Unterschlupf gefunden; 85 Prozent von ihnen sind nicht in der Lage, ihre grundlegendsten Bedürfnisse zu stillen.[8] Der von 2011 bis Ende 2024 tobende Krieg hat nicht nur zahlreiche Gebäude, sondern ganze Stadtviertel und Ortschaften zerstört zurückgelassen. Die vom Westen – auch von der EU – verhängten Sanktionen haben das Wirtschaftsleben nachhaltig geschädigt; so hat etwa die Landwirtschaft bleibende Verwüstungen erlitten.[9] Flüchtlinge, die in ihre Heimat zurückkehren, stehen oftmals vor völlig zerstörten Häusern sowie weithin entvölkerten Stadtvierteln und damit vor dem Nichts.[10]


    Blutige Massaker

    Es kommt hinzu, dass in Syrien heftige Spannungen zwischen der islamistischen Regierung, ihren Unterstützern und den Minderheiten des Landes andauern. Im März etwa kamen bei Massakern, die die neuen syrischen Repressionsapparate sowie ihnen nahe stehende Milizen an Alawiten vor allem an der syrischen Mittelmeerküste verübten, vermutlich rund 1.400 Menschen zu Tode, vor allem Angehörige der alawitischen Minderheit.[11] Bis heute werden immer wieder Gewalttaten bis hin zu Morden an Alawiten gemeldet, vorwiegend ebenfalls nahe der syrischen Küste.[12] Im Juli erschütterte erneut Massengewalt das Land, als es in Suweida im Süden Syriens zunächst zu Kämpfen zwischen den dort ansässigen Drusen sowie Beduinen gekommen war. Anschließend misshandelten und töteten die Repressionsapparate zahlreiche Drusen.[13] Insgesamt waren rund 1.650 Todesopfer zu beklagen. In der Region um Suweida kommt es gegenwärtig zu neuen Unruhen; in der vergangenen Woche kamen bei einem Anschlag auf einen Reisebus zwei Menschen zu Tode.[14] Zudem wird immer wieder von Gewalttaten syrischer Jihadisten berichtet; der IS ist nach wie vor im Land aktiv. Anfang Oktober kam es im nordsyrischen Aleppo wiederum zu Kämpfen zwischen den syrischen Repressionskräften und Einheiten der syrischen Kurden.[15]


    Mitverantwortlich

    Für die katastrophalen Verhältnisse in Syrien ist die Bundesrepublik mitverantwortlich. Die Bundesregierung unterstützte bereits 2011 den Aufstand gegen Präsident Bashar al Assad – und trug damit dazu bei, den Bürgerkrieg zu schüren, der Syrien verwüstete.[16] Ab 2017 stärkte sie den Jihadisten der Organisation Hayat Tahrir al Sham (HTS) unter dem heutigen Präsidenten Ahmed al Sharaa in ihrem Rückzugsort Idlib den Rücken (german-foreign-policy.com berichtete [17]) und trug damit dazu bei, den HTS-Feldzug vom Herbst 2024 zu ermöglichen, der Islamisten – erbitterten Gegnern der zahlreichen syrischen Minderheiten – den gewaltsamen Weg an die Macht in Damaskus bahnte. Berlin hat darüber hinaus die Sanktionen gegen Syrien stets aktiv unterstützt, die der Wirtschaft des Landes dramatische Schäden zufügten und eine gewichtige Ursache der heutigen bitteren Armut im Land sind.[18] Die Armut, die Verwüstungen und die Bedrohung insbesondere der Minderheiten durch die Islamisten lassen eine sichere Rückkehr von Flüchtlingen nicht zu.


    „Mit Rückführungen beginnen“

    Die Mehrheit insbesondere in der Kanzlerpartei stört sich nicht daran. Außenminister Johann Wadephul hatte in der vergangenen Woche bei einem Besuch in Damaskus geurteilt, im Hinblick auf die verheerende Lage in Syrien sei eine Rückkehr von Flüchtlingen derzeit „nur sehr eingeschränkt möglich“.[19] Die trockene Feststellung hat wütende Reaktionen entfacht. Bundeskanzler Friedrich Merz behauptete, es gebe „jetzt keinerlei Gründe mehr für Asyl in Deutschland“, weshalb man „mit Rückführungen beginnen“ könne“.[20] Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, warf Wadephul vor, mit seiner Äußerung habe er das Bild der Regierungskoalition in der Öffentlichkeit „beschädigt“.[21] Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, Alexander Hoffmann, kündigte an, man „wolle“ und „werde“ nun zu Abschiebungen von Syrern übergehen. Zudem hält der rassistische Druck auch auf die syrischen Flüchtlinge („Stadtbild“) an.[22]

     

    [1] Anika Jansen, Sarah Pierenkemper, Fabian Semsarha: Syrerinnen und Syrer auf dem deutschen Arbeitsmarkt. bpb.de 06.06.2025.

    [2] Debatte um Syrer in Deutschland: Worum es geht. handelsblatt.com 04.11.2025.

    [3] Alle Verfahren ausgesetzt – Bamf stoppt Entscheidung über Asylanträge von Syrern. spiegel.de 09.12.2025.

    [4] Syrische Arbeitskräfte in Deutschland. iab.de.

    [5], [6] Anika Jansen, Sarah Pierenkemper, Fabian Semsarha: Syrerinnen und Syrer auf dem deutschen Arbeitsmarkt. bpb.de 06.06.2025.

    [7], [8] Syria. civil-protection-humanitarian-aid.ec.europa.eu.

    [9] S. dazu Hoffen auf die Hungerrevolte und Sanktionen gegen Nothilfe.

    [10] Keine Sicherheit in Syrien. Positionspapier von Pro Asyl zur Lage in Syrien. Frankfurt am Main, 04.11.2025.

    [11] S. dazu Massaker in Syrien.

    [12] Amberin Zaman: Syria’s sole Christian lawmaker says she trusts Sharaa – other minorities are less sure. al-monitor.com 27.10.2025.

    [13] Befehlskette bis nach Damaskus.

    [14] Adam Lucente: Bus attack in Syria’s Suwayda kills 2 as violence flares: What to know. al-monitor.com 28.10.2025.

    [15] Heavy clashes break out between Syrian and Kurdish forces in Aleppo. english.alarabiya.net 07.10.2025.

    [16] S. dazu Syriens westliche Freunde.

    [17] S. dazu Wettlauf um Syrien.

    [18] S. auch Massenmord per Sanktionspolitik.

    [19] Christoph Ehrhardt, Mona Jaeger: Gedämpfte Erwartungen. Frankfurter Allgemeine Zeitung 01.11.2025.

    [20] Spahn wirft Wadephul vor, Bild der Koalition zu beschädigen. Frankfurter Allgemeine Zeitung 05.11.2025.

    [21] Weiter Kritik an Wadephuls Syrien-Äußerung. Frankfurter Allgemeine Zeitung 05.11.2025.

    [22] S. dazu Die ultrarechte Renaissance des Westens.





    Info:


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    05.11.2025

    Merz will der Ukraine noch mehr Geld hinterherwerfen

    lostineu.eu, 5. November 2025

    Der Plan von Kanzler Merz, das in Belgien festgesetzte (“eingefrorene”) russische Zentralbankvermögen zu nutzen und davon noch mehr Waffen für die Ukraine zu kaufen, ist beim letzten EU-Gipfel krachend gescheitert. Nun muß doch wieder der deutsche Steuerzahler ran – dabei steht die Ukraine nach Angaben des IWF kurz vor der Pleite. Dies berichtet das “Handelsblatt”. Demnach werden der Ukraine 3 Mrd. Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt. Das Geld sei unter anderem für Artillerie, Drohnen, gepanzerte Fahrzeuge, aber auch die Wiederbeschaffung zweier Patriot-Systeme vorgesehen. Im Haushalt 2026 waren bisher 8,5 Mrd. Euro für die Ukraine eingeplant. Nun soll die deutsche Hilfe erhöht werden – während Merz in den Sozialsystemen kürzen will…

    2 Comments

    1. Michael
      5. November 2025 @ 07:30

      Tja, Merz hält das für Führung, dabei taugt er nicht einmal als Handlanger ehrenwerter Klempner!

    Antworten

  • G. Biland
    5. November 2025 @ 07:12

    Nach der Eroberung der DDR und des EU-HQ steht nun die Eroberung der Ukraine und danach Russlands an.
    Die imperialen Ambitionen der deutschen Eliten kosten den deutschen Steuerzahler halt etwas. Ohne Fleiss kein Preis.

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    Soll die EU die Ukraine weiter fi …von KK26. Oktober 2025, 13:29

    endlich Kriegssüchtig!von KK23. Oktober 2025, 17:39

    Weitere Kommentare hier (Forum)


    Info: https://lostineu.eu/merz-will-der-ukraine-noch-mehr-geld-hinterherwerfen/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.





    Weiteres:



    Selmayrs (Un-)Geist treibt Brüssel wieder um


    lostineu.eu, vom 4. November 2025

    Neulich fragte ein Leser dieses Blogs, was an dem Gerücht sei, daß sich EU-Chefin von der Leyen und ihre Außenbeauftragte Kallas zerstritten hätten. Wir haben nachgefragt – und sind auf einen unerwarteten Grund gestoßen: Kallas plant offenbar, den früheren Generalsekretär der EU-Kommission, M. Selmayr, zurück nach Brüssel zu holen. Von der Leyen will dies mit aller Macht verhindern. Schließlich war sie es, die Selmayr gleich nach ihrem Wechsel nach Brüssel aus dem Berlaymont (dem Kommissionsgebäude) verstoßen und nach Wien versetzt hatte. Der Mann, einst rechte Hand von Ex-Kommissionschef Juncker, wußte zu viel und hätte sich der Newcomerin aus Berlin widersetzen können. – Wenn überhaupt, dann soll Selmayr nur auf einen peripheren Posten zurückkehren – als Sonderbeauftragter für religiöse Freiheit…

    Dieser Beitrag stand zuerst in unserem Newsletter. Mehr Newsletter hier. Abonnement hier (via STEADY)

    Mehr zu Selmayr hier

    2 Comments

    1. Michael
      4. November 2025 @ 19:01

      Interessant.
      Erlaube mir noch eine Frage: weiß man wer die Befürworter oder Förderer von Selmayer in der deutschen Politik sind? Söder? Merz? Weber (als CSU‘ler)? Oder … ? Ich kann mir nicht vorstellen dass einer wie Selmayer ohne Hintermänner arbeitet (Kallas hin oder her!) und Juncker dürfte inzwischen zu sehr im Abseits stehen?

    Antworten

  • Erneuerung
    4. November 2025 @ 18:28

    Es ist ein gutes Zeichen, wenn sich zwei Krähen gegenseitig beharken, hoffentlich eskaliert der Streit und schadet beiden, damit Europa etwas gewinnt.

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    Soll die EU die Ukraine weiter fi …von KK26. Oktober 2025, 13:29

    endlich Kriegssüchtig!von KK23. Oktober 2025, 17:39

    Weitere Kommentare hier (Forum)


    Info: https://lostineu.eu/selmayrs-un-geist-laesst-bruessel-nicht-in-ruhe/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    EU-Erweiterung: Die Schwierigsten wollen (und sollen) die Ersten sein


    lostineu.eu, vom 4. November 2025

    Die EU-Kommission legt neue “Fortschrittsberichte” zur Erweiterung vor. Am besten schneiden Montenegro und Albanien ab – doch ganz andere, schwierige Kandidaten drängen sich nach vorn. Sie werden hofiert und subventioniert – im Namen der Geopolitik.

    Am weitesten fortgeschritten auf dem Weg in die EU ist Montenegro. Dem Land wird bescheinigt, die Beitrittsverhandlungen bis Ende 2026 abschließen zu können, wenn es das aktuelle Reformtempo beibehält.

    Auch Albanien bekommt gute Noten. Hier wird ein Abschluss der Beitrittsverhandlungen bis Ende 2027 für möglich gehalten. Für einen Beitritt müssen dann aber noch alle EU-Staaten zustimmen. Das kann dauern.

    Der westliche Balkan dürfte daher bis auf Weiteres ein Wartesaal für die EU bleiben. Daran haben alle Vorstöße aus Deutschland und Österreich, die einen schnellen Beitritt befürworten, nichts geändert.

    Armenhaus auf der Überholspur

    Mit einer Vorzugsbehandlung können dagegen die schwierigsten Kandidaten rechnen. Die Türkei, die seit 25 Jahren auf den Beitritt wartet, wird neuerdings wieder von Brüssel und Berlin hofiert – und mit Geld bei Laune gehalten.

    Dasselbe gilt für die Ukraine und Moldau. Das Armenhaus EUropas befindet sich auf der Überholspur und wird mit Milliarden aus Brüssel gepampert. Kanzler Merz griff sogar in den Wahlkamp in Moldau ein.

    Der Ukraine bescheinigt die EU-Kommission zwar mangelndes Tempo bei Reformen. Doch Präsident Selenskyj und EU-Chefin von der Leyen lassen keinen Zweifel daran, das das kriegsgeplagte Land so schnell wie möglich beitreten soll.

    Die Schwierigsten wollen (und sollen) die Ersten sein – damit werden alle Prinzipien und Werte der EU auf den Kopf gestellt. Aber machen wir uns nichts vor: Dies ist nicht mehr die gute alte EU, die ganz Europa einen wollte.

    Dies ist eine geopolitische Union auf dem Weg zum waffenstarrenden, anti-russischen Imperium…

    Mehr zur Erweiterung hier

    P.S. Die Kommission hat die Mitgliedstaaten aufgefordert, in ihren Bemühungen um einen Beitritt der Ukraine nicht nachzulassen. Das Land habe trotz des Kriegs sein “Bekenntnis zum EU-Kurs unter Beweis gestellt und wichtige Reformen vorangetrieben”, sagte die zuständige Kommissarin Kos. – Seit wann müssen die EU-Mitglieder für den Beitritt eines Kandidaten kämpfen?

    7 Comments

    1. KK
      5. November 2025 @ 01:18

      “Dies ist eine geopolitische Union auf dem Weg zum waffenstarrenden, anti-russischen Imperium…”

      Muahahahaha…. “auf dem Weg zum Möchtegern-Imperium” meinten Sie wohl ????

    Antworten

  • Arthur Dent
    4. November 2025 @ 23:14

    „Das kriegsgeplagte Land soll so schnell wie möglich beitreten“ … – solange jedenfalls noch ein bisschen übrig ist.

    Antworten

  • european
    4. November 2025 @ 16:24

    Ein Blick auf die Lohnstruktur der Neuzugänge erklärt den Ambitionismus.

    Eigentlich sollten Neuzugänge ein eigenes ökonomisches Modell mitbringen. So werden nur noch mehr Abhängigkeiten geschaffen.

    Antworten

  • Michael
    4. November 2025 @ 16:10

    Je mehr Mitglieder desto teurer und schwieriger wird es die EU zu reformieren. M. E. wird die EU an sich selbst scheitern. Nicht nur weil sie nie demokratisch legitimiert war, sondern sich außerdem völlig von der Gründungsidee entfernt hat, zweckentfremdet wurde und jetzt zwischen den USA und Eurasien zerrieben wird. Ich hoffe sehr so wird es kommen. Die Zukunft liegt jetzt in Eurasien und der Kooperation mit BRICS+ et al!

    Antworten

  • Arthur Dent
    4. November 2025 @ 15:44

    Korruption hochhalten, Opposition ausschalten – wenn das neuerdings die europäischen Werte sein sollen, wer will die verteidigen oder dafür kämpfen.

    Antworten

    • KK
      5. November 2025 @ 01:22

      DAS sind die neuen EUropäischen Werte… ein Blick nach Rumänien genügt!

      Antworten

  • Erneuerung
    4. November 2025 @ 14:03

    Die Schwierigsten werden gegen alle bisherigen Regeln hereingeholt, nur damit der Wahn der Eliten befriedigt wird. Europa hat auch so schon zu kämpfen, nicht allzuweit hinter BRICS zurückzufallen, mit den wirtschaftsschwachen, korrupten und demokratiefeindlichen Anwärtern wird die EU den Anschluss ganz verpassen. Deren Niveau wird nicht steigen, aber das Europas weiter sinken. Es scheint, als brauche Europa einen kompletten Neuanfang.

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    Info: https://lostineu.eu/eu-erweiterung-die-schwierigsten-wollen-und-sollen-die-ersten-sein/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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    05.11.2025

    Nachrichten von Pressenza: Der Tropical Forest Forever Fund: eine Falle für den globalen Süden

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 5. November 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 05.11.2025


    Der Tropical Forest Forever Fund: eine Falle für den globalen Süden


    Zwei Wochen vor Beginn der UN-Klimakonferenz (COP30) in der brasilianischen Stadt Belém im Amazonasgebiet wirbt eine Gruppe von Regierungen aus Industrieländern und NGOs mit Unternehmensprofil für einen neuen internationalen Investitionsfonds, der Hunderte von Milliarden Dollar mobilisieren soll, um den Erhalt&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/der-tropical-forest-forever-fund-eine-falle-fuer-den-globalen-sueden/


     -----------------------


    Ein Werkzeugkasten für die Selbstverwaltung


    Endlich ein Sachbuch ohne hohle Wirtschaftssprache, vielmehr aus dem Wunsch geboren, gemeinsam etwas anders zu machen. Das „Praxishandbuch Selbstverwaltung“ von Elisabeth Voss spricht diejenigen an, die denken, „wir könnten ja auch anders arbeiten/wohnen“. Kollektivbetrieb, Hausprojekt – schon in der Überschrift steckt&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/ein-werkzeugkasten-fuer-die-selbstverwaltung/


     -----------------------


    Neue Blogserie zu Wärmepumpen beantwortet „brennende Fragen“ zur Wärmewende


    Unter dem Titel „Wärmepumpen – Antworten auf Ihre brennendsten Fragen“ startet heute eine neue Blogserie des langjährigen Fraunhofer-Mitarbeiters Marek Miara, unterstützt von der Stiftung Klimaneutralität. Adressaten des Angebots sind sowohl private Haushalte als auch Handwerk, Medien und politische Entscheider*innen. Ziel&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/neue-blogserie-zu-waermepumpen-beantwortet-brennende-fragen-zur-waermewende/


     -----------------------


    UN-Sozialausschuss rügt Menschenrechtsverletzung in Deutschland – PRO ASYL und Flüchtlingsrat Thüringen fordern sofortiges Ende der Leistungsstreichungen für Geflüchtete


    Die Bundesrepublik Deutschland ist vom UN-Sozialausschuss aufgefordert worden, einen 20-jährigen Geflüchteten im „Dublin-Verfahren“, der von den Behörden im Thüringer Ilm-Kreis auf die Straße gesetzt worden war, wieder unterzubringen und mit dem Lebensnotwendigen zu versorgen. Zum ersten Mal hat damit der&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/un-sozialausschuss-ruegt-menschenrechtsverletzung-in-deutschland-pro-asyl-und-fluechtlingsrat-thueringen-fordern-sofortiges-ende-der-leistungsstreichungen-fuer-gefluechtete/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    05.11.2025

    Ablenkungsdebatten

    overton-magazin.de, 5. November 2025 76 Kommentare



    Lupus in Saxonia, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Common


    Milliarden für die Ukraine, aber bröckelnde Brücken zu Hause. Während Union und Regierung mit neuen Forderungen und Debatten ablenken, wächst der Frust im Land. Statt Lösungen gibt es Symbolpolitik – in der Ukraine-Frage wie in der Industrie.

    Der Haushaltsausschuss des Bundestages will jetzt mit den Stimmen der Koalition zusätzlich drei Milliarden Euro für die Ukraine genehmigen. Davon sollen neue Waffensysteme beschafft werden. Deutschland ist dabei, nach der finanziellen Zurückhaltung unter US-Präsident Donald Trump, zum größten Unterstützer der Ukraine zu avancieren – gerade wenn man den deutschen Anteil an den EU-Hilfen für das Land mit in Betracht zieht. Deutschland war mit Abstand der größte Einzahler in den EU-Haushalt. 2024 wurden über 27 Milliarden Euro an die EU überwiesen, fast ein Viertel des Brüsseler Budgets.

    Wenn es nach der Union geht, soll Deutschland aber auch noch einen ganz anderen Beitrag zum Krieg in der Ukraine leisten. In den letzten Wochen haben sich weitere Hunderttausende Ukrainer dem Kriegsdienst entzogen und sind gerade auch nach Deutschland geflüchtet. Seit August 2025 ist es für 18- bis 22-jährige Männer legal möglich, die Ukraine zu verlassen. Viele haben diese Möglichkeit genutzt. Der Obmann der Union im Auswärtigen Ausschuss, Friederich Kiesewetter, fordert deshalb, die etwa 200.000 in Deutschland lebenden kriegspflichtigen Ukrainer zurück ins Kriegsgebiet zu schicken. Sekundiert wird ihm dabei vom deutschen Außenminister Johann Wadephul. Um Druck für eine Rückkehr zu machen, sollen die sozialen Leistungen gekürzt werden.

    Die Stahlindustrie als Selbstbedienungsladen für die kriselnde SPD

    Doch das zynische Kalkül der Union geht bisher nicht auf – auch, weil sich die Beschäftigungsquote für Ukrainer in Deutschland massiv erhöht hat. Wie bei der von Kanzler Friedrich Merz losgetretenen Stadtbilddebatte ist auch die Debatte zur Rücksendung ukrainischer Männer vor allem eine Ablenkungsdebatte von den Folgen der eigenen miserablen Politik. Während das Land zerbröselt und es trotz gigantischer Schuldenaufnahme an Geld für die Infrastruktur mangelt, werden für den Krieg in der Ukraine stets neue Milliarden von Seiten der Bundesregierung bereitgestellt.

    In Berlin kann man sich auf der A100, wo jetzt die nächste Brücke gesperrt wurde, tagtäglich ein Bild von der wachsenden Misere machen. Union und SPD aber scheint dies völlig gleichgültig. Hauptsache, man plündert die Kasse und schreit dann: Haltet den Dieb.

    Ablenkungspolitik scheint mitunter das Einzige zu sein, was die Bundesregierung noch zu bieten hat. Das zeigt sich auch bei der Stahlindustrie. Während man über die Sanktionen gegen Russland und die hohen Energiepreise in der Folge sowie über Preissteigerungen durch die CO₂-Steuer die deutsche Stahlindustrie an die Wand gefahren hat, versucht man jetzt, über die Forderung nach neuen Sanktionen – etwa gegen den Import russischer Stahlprodukte – und Importbeschränkungen für Stahl aus Asien den Beschäftigten und der Öffentlichkeit Aktivität zur Rettung der von einem selbst in Gefahr gebrachten Industrie vorzugaukeln.

    Im Schatten dieser Ablenkungsdebatte entwickelt sich die deutsche Stahlindustrie zum Selbstbedienungsladen für die kriselnde SPD, die scheinbar nicht mehr so viele Jobs zu vergeben hat. Seit September 2025 ist der Stahlfachmann Heiko Maas Aufsichtsratsvorsitzender der beiden saarländischen Stahlkonzerne Dillinger Hütte und Saarstahl. Sein ehemaliger Büroleiter im saarländischen Wirtschaftsministerium, Stefan Rauber, ist Vorstandsvorsitzender. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

    Sevim Dagdelen

    Sevim Dagdelen war von 2005 bis 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages. Die Politikerin ist außenpolitische Sprecherin der Gruppe „Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit“ (BSW) und war Obfrau im Auswärtigen Ausschuss. Die Abgeordnete war Mitglied in der Parlamentariergruppe USA, in der Deutsch-Chinesischen sowie Deutsch-Indischen Parlamentariergruppe. Sevim Dagdelen war viele Jahre Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der NATO, in der Abgeordnete aus den Mitgliedsländern des Militärpakts über sicherheits- und verteidigungspolitische Themen beraten.


    Mehr Beiträge von Sevim Dagdelen →

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    76 Kommentare

    1. Hach, wenn wir doch jetzt wenigstens *eine* glaubwürdige Oppositionspartei hätten!

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      13 Antworten auf diesen Kommentar anzeigen ▼

    2. Der Aufschwung kommt, man muss nur dran glauben ????
      Wohlgemerkt zu den bereits 8,5 Milliarden Euro
      „Haushalt für 2026: Bundesregierung will Ukrainehilfe aufstocken“
      „Konkret geht es um eine Aufstockung um drei Milliarden Euro. “
      https://www.spiegel.de/politik/ukraine-hilfen-bundesregierung-plant-aufstockung-um-drei-milliarden-euro-a-9a2fb323-b7f0-4d4a-bda0-901c1bdc0422

      Stilllegung durch die Hintertür ohne Klagemöglichkeit – Bleibt die Heizung bald kalt?
      „Reiche legt Plan zur Stilllegung der Gasnetze vor“
      https://www.t-online.de/heim-garten/aktuelles/id_100985398/gasnetze-reiche-ministerium-will-stilllegung-ermoeglichen.html

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      12 Antworten auf diesen Kommentar anzeigen ▼

    3. Liebe Sevim,
      ich kann dir nur raten im Dezember für einen wichtigen Posten im Parteivorstand zu kandidieren, zusammen mit Andrej Hunko. Denn ihr seid im BSW, neben Sahra, das Licht.
      Von den anderen Mitläufern im derzeitigen Vorstand höre ich wenig bis nichts! Wieso sind die eigentlich nicht in den alternativen Medien unterwegs?
      Und da habe ich von den unsäglichen Seilschaften der Linke 2.0 in Thüringen oder schlimmer noch in Bayern noch gar nicht gesprochen.

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    4. Ich weiß gar nicht wann und wie oft ich geschrieben habe, dass sie alles tun werden, um die ukrainischen Jungs, deren Verstand ausreichend groß ist, sich dem Kriegsdienst zu entziehen, zurück und in den Tod zu schicken.
      Es sind Besessene und wahrscheinlich ist auch eine Mehrheit unserer Bevölkerung besessen.
      Wahrscheinlich versucht die Menschheit nichtmenschliche Intelligenz im Universum zu finden, da die Suche nach menschlicher Intelligenz auf Erden erfolglos blieb.

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    5. Die Politik dieses Landes wird seit der Gründung von „Manchurian candidates“ für die Interessen der USA durchgeführt.
      State Department und die diversen Dienste und die zahllosen Organisationen und Thinktanks, Atlantikbrücke, German Marshall-Plan, Brookings, Rand, Soros, aber auch die Bertelsmann Stiftung und wie sie alle heißen, geben den Rahmen vor, in dem gedacht und gehandelt werden kann.
      Wer in Deutschland etwas werden will, kann ohne diese Gehirnwäsche nicht aufsteigen, wer diese Wahrheiten nicht verkündet, wird mundtot gemacht.

      Das Ziel ist, Deutschland so lange auszunutzen, bis es völlig zerstört ist.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Botschafter_der_Angst, das ist der Film von 1962, hier gelingt es dem „umgedrehten“ Agenten, allerdings in letzter Minute die Programmierung zu überwinden. In Deutschland war das noch nie der Fall.

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    6. Deutschland btäuchte eine Befreiungsbewegung wie in Afrika, die dann die USA samt (N)GOs bzw inklusive der gesamten US-amerikanisch geprägten Verfilzungen rausschmeißt.

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      3 Antworten auf diesen Kommentar anzeigen ▼

    7. Tja, wenn man nicht den Top3% ans Säckel gehen will und als US-Vasall agiert, bleibt wenig außer Ressentiments, Symbolik und anderer vollmundigen Ablenkung der 97%.

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    8. Inzwischen ist ja die BRD, zumindestens nach den Kriterien eines der es Wissen musste, ein Faschistischer Staat. Nachdem die Berliner Generalstaatsanwaltschaft die Bestechung von Abgeordneten des BW Beschaffungsausschußes im Reichstag für legal erklärt hat, ist die BRD ein Faschistischer Staat nach der Definition von eines der Schöpfer des Faschismus.
      Faschismus, das ist die Einheit von Kapital und Staat ! Benito Mussolini
      Und diese Einheit haben wir jetzt, da inzwischen die Terrorbehörden, Staatsanwaltschaft kann man die ja nicht mehr nennen, das Volk zu terrorisieren für diese Gesinnungs- und Unterschichtenjustiz die Hauptaufgabe zu sein scheint.
      Dazu passt auch die Aktion mit dem Schüler, wo bis heute nicht klar ist wie der Staatsanwalt auf die Idee mit der SS gekommen ist.
      Jedenfalls ist die deutsche Justiz wie immer eine Stütze, egal wie mörderisch das zu Grunde liegende Regime ist. Die Übernahme der zu 100% Nationalsozialistisch geeichten Justiz in die BRD hat sich also für den deutschen Faschismus, dessen Träger diese Juristen waren, ausgezahlt.
      Und, natürlich wie bei faschistischen Regimes, vor allem in Deutschland, wird gleich der nächste Krieg angesteuert. Sogar gegen den größten Atomwaffenbesitzer dieser Welt. Irgendwie neigt der deutsche Faschismus in seiner Überheblichkeit immer zur Selbstvernichtung.

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    9. Infrastruktur!
      Hat einer der Forenten schon mal im Pott ne Autobahn befahren?
      A 3 oder A 42 z.B. ?
      Hier zumindest stellt sich die Frage nach einer Geschwindigkeitsbegrenzung nicht!
      Da fährt man stellenweise 40, kommt Brücke 80 und Stauwarnung fungiert als Dauerbeleuchtung.
      Auf der A 40 gibt es Baustellen, die seit Jahrzehnten in Arbeit sind!
      Falls Militärtransporte von West nach Ost geplant sind, den Pott zwingend umfahren ????

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      5 Antworten auf diesen Kommentar anzeigen ▼

    10. DER LÜGNER & KRIEGSTREIBER MERZ & FREUNDE MÜSSEN WEG !!

      https://openpetition.de/!ruecktrittmerz

      SEIN AMTSEID: Ich schwöre, dass ich meine ganze Kraft dem ukrainischen Präsidenten widmen, seinen Reichtum mehren und den deutsche Sozialstaat ruinieren werde, egal was ich meinen deutschen Wählern zuvor versprochen habe.

      SO WAHR MIR BLACKROCK HELFE

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      1 Antwort auf diesen Kommentar anzeigen ▼

    11. Welch heuchlerische Gesellschaft der europäischen Regierungen.

      Sie erklären, daß „internationale Grenzen nicht durch Gewalt verändert werden können“. Was ist denn im ehemaligen Jugoslawien geschehen?

      Die Regionen Lugansk und Donezk haben sich in einem demokratischen Referendum für unabhängig erklärt. Was ist daran Gewalt?

      Und die Bürger der Krim haben sich ebenso in einer demokratischen Abstimmung für die Zugehörigkeit zu Russland entschieden.

      Wer hier die Grenzen mit Gewalt ändern will sind die Ukraine und deren europäischen Freunde.

      Antworten

    12. Hallo ihr Leser, wir älteren Bürger einer Nation, die sich ständig beschweren, über ideologischen Schwachsinn,seit unserer Geburt, wollen eines nicht erkennen : Der vorgeführte Schwachsinn, ist das unsrige Problem.
      Da wie partout nicht erkennen möchten, das die gelebte Ideologie, eben Schwachsinn ist.
      Diese Welt mit ca 9 Mrd Bewohner, besitzt einen einzigen Stempel auf jeder Stirn : Geld oder als Kapital bezeichnet!
      Diese +-9 Mrd Bürger werden von ihren Herdenführer geführt, im Namen das das Kapital oder Geld eine besseres Dasein für die Menschen generiert…
      Alles Nihilismus, denn jede Währungreform, wurde kontrolliert durchgeführt.
      Warum? Weil das Kapital die Kontrolle über alles besitzt, Namens St Korona.
      Wenn der Mensch tatsächlich ausbrechen möchte aus diesem System, kann er das nur für sich machen.
      Stelle aber niemals das System in Frage.

      Antworten

      2 Antworten auf diesen Kommentar anzeigen ▼

    13. Hierzu gibt es auch einen wieder perfekt den Punkt treffenden Artikel bei anti-spiegel von Herrn Röper.
      Schlussatz:
      „Hurra, jetzt sind sie völlig irre“, möchte man entgeistert ausrufen – wenn es nicht so traurig wäre!

      Steuersubventionen gegen viel zu hohe Stromkosten bei der Stahlindustrie und Sanktionen gegen die Einfuhr russischen, günstigen Stahls. Die Schildbürger waren da noch wahre Genies im Vergleich!

      Warum, fragt man sich da verwundert am Kopf kratzend, würde der überwiegende Teil der Deutschen ihre Berliner Hampel-Regierung am liebsten zum Teufel jagen? Wie kann eine Regierunstruppe derart abgrundtief schwachsinnig sein?

      Antworten

    14. Äußerungen von Sevim Dagdelen altern ziemlich schlecht:

      https://x.com/OddyOddjob1234/status/1777809390998798615

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      1 Antwort auf diesen Kommentar anzeigen ▼

    15. „Der Obmann der Union im Auswärtigen Ausschuss, Friederich Kiesewetter, fordert deshalb, die etwa 200.000 in Deutschland lebenden kriegspflichtigen Ukrainer zurück ins Kriegsgebiet zu schicken. Sekundiert wird ihm dabei vom deutschen Außenminister Johann Wadephul. Um Druck für eine Rückkehr zu machen, sollen die sozialen Leistungen gekürzt werden.“

      Allein dafür gehören die beiden umgehend verhaftet und vor Gericht gestellt! Klarer kann ein Politiker nicht gegen geltendes Recht verstoßen!

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    16. Wenn Putin hier anrückt, müssen die Brücken sowieso alle gesprengt werden und da niemand gerne nagelneue Brücken sprengt, liegt doch der Vorteil auf der Hand, dass sie von selbst einstürzen, sobald die ersten Panzer darüber rollen. So könnten unsere maroden Brücken dem Aggressor zur Todesfalle gereichen. Insofern besteht gar kein Anlass, irgendwelche Brücken teuer zu sanieren. Viel dringender ist ein kompletter, atombombensicherer Neubau des Ostflügels des Bundestages mit 50 Untergeschossen und einem gewaltigen Ballsaal darüber, nebst Kolosseum, Philharmonie, Theater und Opernhaus.

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    17. Gefangen zwischen Direktiven aus Washington und Brüssel und der eigenen Unfähigkeit und Ahnungslosigkeit, vernebelt von Parolen aus Opas Kriegskiste taumelt die ganze Bagage, verfolgt von Drohnen, wer weiß woher, vielleicht vom dem MAD, auf den Abgrund zu..
      Und zwar unaufhaltsam.

      Antworten

    18. Heißt der Kieseh…..äh …wetter nicht Roderich statt Friederich? Ich finde Roderich passt super zu dem!
      Auch WhatAFool trägt den richtigen Namen!

      Antworten

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    Patrik Baab über sog. "Grüne", die A-Partei und das BSW: (ab Minute 37)

  • GBU-57 vor 21 Minuten zu:Ukrainischer Anwalt zu Anschlägen auf Nord Stream: „Deutschland entstand kein Schaden“ 25 Wo kein Schaden, dort kein Kläger. Pokrovsk Holds!
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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    05.11.2025

    aus e-mail von  Palästina Initiative, 15:25 Uhr


    Liebe Palästina- und Israel-Interessierte, liebe Aktive,


    hier vom 1./2. November aus der Tageszeitung /junge welt/ zwei sehr

    aktuelle und sehr wichtige Artikel zur Lage im besetzten Palästina, über

    das Westjodanland und, besonders berührend, der über Gaza. Die /junge

    welt/ berichtet kontinuierlich über die Region:


    jungewelt.de, vom 01.11.2025

    »Sie konnte nur dicht bei ihrer Mutter sitzen oder schreien«


    Für Ärzte ohne Grenzen arbeitet sie als Kinderpsychologin: in Ägypten, Moria, in der Westbank. Zuletzt war sie in Gaza. Ein Gespräch mit Katrin Glatz Brubakk

    Interview: Dieter Reinisch
    1.JPG

    Ebrahim Hajjaj/REUTERS

    Die Kinder von Gaza tragen im Krieg schwerste Traumata davon (Gaza-Stadt, 26.9.2025)






    Katrin Glatz Brubakk ist deutsch-norwegische Kinderpsychologin, die sich auf Traumata spezialisiert hat, und eine Verfechterin der Rechte von Flüchtlingen. Sie arbeitet seit mehreren Jahren für Ärzte ohne Grenze und lebt mit ihrer Familie in Trondheim. Zuletzt erschien von ihr »Tagebuch aus Gaza« (Westend, 2025). Gemeinsam mit Guro Kulset Merakerås und Daniela Stilzebach schrieb sie »Inside Moria« (Westend, 2024). In den kommenden Monaten beabsichtigt sie, ein drittes Mal nach Gaza zu reisen, um dort als Kinderpsychologin zu arbeiten



    Derzeit herrscht in Gaza ein fragiler Waffenstillstand, der regelmäßig verletzt wird. Wie schätzen Sie die Lage derzeit ein?

    Es ist sehr schwer einzuschätzen, in welche Richtung es gehen wird. Ich möchte nur, dass meine palästinensischen Kollegen, die völlig erschöpft sind, die nur noch hoffen, dass sie abends ins Bett gehen können, ohne dass eine Bombe einschlägt, die hoffen, dass sie in die Klinik gehen können, ohne die Unsicherheit, ob sie ihre Kinder danach am Nachmittag noch lebend sehen werden, eine ruhigere Zeit haben. Es ist die Hoffnung, die durch diesen Waffenstillstand etwas stärker wird. Aber es gibt auch eine große, große Sorge. Alle versuchen in diesen ruhigeren Tagen etwas Luft zu holen, aber gleichzeitig halten sie die Luft an, da sie schon verunsichert sind und fürchten, dass der Krieg wieder zurückkommt. Bis jetzt war es sowieso nur die Hälfte von Gaza, wo derzeit keine Bomben fallen. Die Unruhe ist sehr groß, und das ist eine große Belastung für die, die dort leben müssen. Neuanfang und Wiederaufbau sind derzeit nicht möglich. Zurück nach Nordgaza zu gehen, um zu schauen, ob man etwas retten kann, ist auch gefährlich. Die Leute schwanken sehr, aber sie hoffen natürlich, dass irgendwann etwas entsteht, das wieder einem normalen Leben ähnelt.

    Sie waren selbst zweimal in Gaza, haben ein Buch über Ihren Aufenthalt geschrieben.

    Ja, im August und im September des vergangenen Jahres und abermals im Januar und Februar dieses Jahres. Mein Buch handelt von meinem ersten Aufenthalt im Jahr 2024.

    Ihr Buch beginnt damit, dass Sie Briefe an Ihre Familienangehörigen schreiben, für den Fall, dass Sie nicht zurückkommen. Wieso entscheidet man sich dafür, sich in eine derartige Lage zu bringen?

    Ich bin mit Geschichten über den Krieg aufgewachsen. Meine Mutter wurde 1942 in Deutschland geboren. Sie war ein Kriegskind. Das hat mich geprägt, aber am meisten hat mich die Frage umgetrieben: Wie konnten wir? Wie konnte eine Gesellschaft zulassen, dass Nachbarn zuerst interniert wurden und dann verschwanden? Man wusste damals nicht so genau wie heute, was geschieht: Heute wissen alle Bescheid. Dann wurde mein Bruder 1974 aus Vietnam adoptiert, also während des Vietnamkrieges. Er war vom Krieg sehr geschädigt. Damals gab es die Analyse »posttraumatische Belastungsstörung« noch nicht. Wir haben verstanden, dass er viel Angst hatte, aber was das mit ihm macht, haben wir damals nicht verstanden. Jetzt als Traumatherapeutin verstehe ich natürlich viel mehr. Für mich fühlt es sich wie eine Verpflichtung an, Menschen in ähnlicher Lage zu helfen. Ich selbst aber bin ein Glückspilz. Ich bin aufgewachsen und lebe in einem Land, in dem es Frieden gibt. Ich habe eine Ausbildung bekommen, mit der ich weiß, dass ich helfen kann, und seit zehn Jahren arbeite ich nun für Ärzte ohne Grenzen. Ich weiß also, wie man in Krisengebieten arbeitet, halte es zum Glück auch aus. Das heißt aber nicht, dass ich nicht ab und zu Angst habe.

    Sie hatten bereits Erfahrungen mit Einsätzen in Moria und im Westjordanland gemacht, aber beim Lesen des ersten Kapitels Ihres Buchs, vor allem die Passage über die Fahrt durch den Grenzkontrollpunkt nach Gaza hinein, gewinnt man den Eindruck, dass Sie von dem, was Sie gesehen haben, erschüttert waren.

    Es war auf jeden Fall ganz anders, als ich erwartet hatte. Ich befand mich zum ersten Mal in einem richtigen Krieg. Im Westjordanland, in Dschenin war es schon schlimm, viele Militärfahrzeuge auf den Straßen, vor allem nachts, aber das hat mich nicht direkt betroffen. Ganz anders war Gaza: Die komplette Zerstörung am Grenzposten, und dann auf dem ersten Kilometer, als wir nach Khan Junis hineingefahren sind, hatte ich nicht so eine völlige Zerstörung erwartet. Überall, wo man sonst auf der Welt ist, ist immer irgend etwas, das sich bewegt: ein Blatt, ein Gras. Aber dort ist es einfach ganz tot; es ist nichts mehr da. Das hatte ich nicht erwartet. Ich hatte Trümmer erwartet, wie man sie im Fernsehen sieht. Aber der Umfang dieser Zerstörung ist enorm. Ich war nun das zweite Mal dort und man gewöhnt sich an die Zerstörung, man ist nicht mehr so erschüttert davon. Aber dennoch: Dass tatsächlich 80 Prozent eines ganzen Landstrichs zerstört sind, das geht einfach nicht in meinen Kopf rein. Es ist immer noch unfassbar für mich.

    Interfilm Festival

    Wie wird man von Ärzte ohne Grenzen auf so eine Situation vorbereitet?

    Ich würde niemandem, der nicht viel Erfahrung hat, empfehlen dort hinzufahren. Neue Angestellte dürfen auch gar nicht nach Gaza. Man muss sich sicher sein, dass man das, man dort erfährt, auch verkraften kann. Man muss vor allem ertragen können, dem Leid so nahezukommen. Man muss aber gleichzeitig auch die Sicherheitsroutinen uneingeschränkt akzeptieren. Als ich in Ägypten arbeitete, konnte ich am Wochenende die Pyramiden besuchen oder ans Rote Meer fahren, aber in Gaza geht so etwas nicht. Was die Vorbereitung angeht: Zu Beginn ist es ein Dialog mit Ärzte ohne Grenzen. Sie fragen dich, wenn sie der Meinung sind, dass du genügend Erfahrung hat. Dann muss jeder für sich entscheiden, ob er das will oder nicht. Wenn man es will, gibt es anschließend sehr viele Briefings. Ärzte ohne Grenzen schickt Menschen seit 50 Jahren in Kriegs- und Krisengebiete. Es gibt feste und bewährte Sicherheitsroutinen. Es wird einem klargemacht, dass man sich möglicherweise in Lebensgefahr begibt, da Sicherheit nie vollständig garantiert werden kann. Zwei Kollegen, darunter ein Orthopäde, der mir sehr nahestand, sind erst vor ein paar Wochen gestorben. Sie standen mit Ärzte-ohne-Grenzen-Westen an einer Bushaltestelle und haben auf den Transport in die Klinik gewartet. Sie wurden von einer Rakete getroffen und beide getötet. Wenn man sich dafür entscheidet, dort hinzufahren, darf man an solche Situationen nicht denken. Man muss bereit sein, die Gefahr auf sich zu nehmen.



    Dora Vangi/MSF (Bild)


    Es gibt also keine Schutzgarantie?

    Es gibt keinen sicheren Ort in Gaza. Wir haben in der sogenannten humanitären Zone gelebt. Die Leute werden aufgefordert, dorthin zu flüchten. Aber auch dort fallen Bomben ohne Vorwarnung. Die letzte Nacht, bevor ich nach Hause fuhr, schlug eine Bombe nur ein paar hundert Meter weit weg ein. Es trifft die palästinensische Bevölkerung und meine palästinensischen Kollegen viel härter. Über 1.700 medizinische Kollegen sind bisher umgekommen. Es macht ein schlechtes Gefühl, dass wir als Internationale dennoch ein wenig mehr Schutz haben. Wir informieren alle kämpfenden Kräfte, IDF, Hamas und alle anderen, wo wir wohnen, wo wir arbeiten, in welche Kliniken wir fahren. Die israelische Seite weiß zu jedem Zeitpunkt genau, wo wir sind. Es scheint, dass wir einen größeren Schutz genießen, denn es sind, soweit ich weiß, sieben internationale Helfer getötet worden; alle anderen Helfer waren Palästinenser. Es ist ein ziemlich ungutes Gefühl zu wissen, dass unser Leben geschützter und mehr wert ist als das unserer Kollegen. Ich wünschte, es wäre nicht so und wir alle würden denselben Schutz genießen. Und nach dem Völkerrecht sollte das auch so sein.

    Wie funktioniert die Arbeit in Gaza?

    In meinem Fall gibt es ein Team von 18 Sozialpsychologen und Sozialarbeitern. Derzeit haben wir 1.000 palästinensische und 30 internationale Angestellte in Gaza. Die Kontinuität, die der wichtigste Teil unserer Arbeit ist, wird von den lokalen Mitarbeitern sichergestellt. Wir kommen, um diese Teams zu unterstützen. Die Arbeit in Gaza verläuft ganz anders als in anderen Regionen. Es gilt, das Team psychologisch zu unterstützen; denn auch die einheimischen Kollegen sind Opfer dieses Krieges. Auch sie mussten fliehen. Auch sie haben alles verloren. Auch sie gehen nachts ins Bett und wissen nicht, ob sie am Morgen noch am Leben sind. Das ist extrem belastend. Daher ist es an uns, die von außen kommen und nur für einen begrenzten Zeitraum dort sind, diese Teams zu unterstützen und ihnen einen Teil der Last zu nehmen, damit sie wieder zu Kräften kommen. Ärzte ohne Grenzen hat es seit Kriegsbeginn so gemacht, dass alle Angestellten ihr Gehalt bekommen, egal, ob sie zur Arbeit kommen oder nicht. Sie könnten also zu Hause bleiben, aber sie tun es nicht. Ich bewundere ihre Stärke. Ich habe eine unterstützende Funktion, mache Pläne: Was brauchen wir weiter? Wie kann das Team unter den herrschenden Bedingungen so gut wie möglich fachlich arbeiten? Aber ich arbeite auch mit Kindern. Was die Kinder vor allem brauchen, ist Frieden, damit sie nicht jede Minute an jedem Tag Todesangst haben müssen. Dazu bräuchten sie eine viele umfassendere Traumatherapie, aber das können wir nicht bieten, weil die Lage zu instabil ist.

    Was können Sie dann bieten?

    Ein Kind, das stark traumatisiert ist, hat ein Nervensystem, das auf Hochspannung läuft und immer überaktiviert ist. Dadurch kann sich das Kind schlecht entspannen, es schläft schlecht. Diese Kinder können nicht mit dem Rücken zur Tür stehen, weil sie immer darauf achten müssen, wegrennen zu können, da sie nicht wissen, was als nächstes passiert. Dadurch wird die Normalentwicklung der Kinder gebremst. Der letzte Teil, der sich im Gehirn eines Kindes entwickelt, ist der präfrontale Cortex, also der für das Gedächtnis zuständige Teil. Bei Mädchen ist er mit 18, bei Jungen mit 20 voll entwickelt. Wenn man ständig in Lebensgefahr ist, entwickelt sich dieser Teil des Gehirns nicht normal. Dadurch entstehen kognitive Kriegsschäden. Die Kinder verlieren die Fähigkeit, einen Tag zu planen, eine komplizierte Aufgabe so zu lösen, lernen nicht, Impulsen zu widerstehen. Wenn wir den Kindern Pausen ermöglichen, in denen sich das Nervensystem entspannen kann, können wir eine normale Entwicklung unterstützen. Spielen, Lächeln, Seifenblasen machen – das sieht vor dem Hintergrund der Kriegszerstörungen irritierend aus, es ist aber sehr wichtig für die Kinder, um eine Pause von ihrem Leid zu bekommen, was für ihre spätere Entwicklung wichtig ist. Ich fahre nirgendwo mehr ohne meine Seifenblasen hin. Es ist bei Kindern wie bei Erwachsenen: Wenn man Seifenblasen bläst, fangen die Leute an zu lächeln. Das Nervensystem ist mit inneren Organen verbunden: Wenn ich ein Lächeln sehe, beruhigt sich mein Herz, es schlägt langsamer, die Verdauung verbessert sich, der Blutstrom normalisiert sich, man atmet langsamer. Durch die Seifenblasen verbessert sich vor allem die Atmung. Wenn man gestresst ist, atmet man viel durch die Brust. Der Körper weiß, dass Gefahr da ist; es ist eine Fluchtvorbereitung und man kann sich nicht entspannen. Aber wenn man tief durch den Bauch atmet, entspannt man sich; das kann man messen. Um richtig gute, große Seifenblasen machen zu können, muss man richtig tief durchatmen. Bei gestressten Kindern ist das sehr schwierig, aber wenn man das spielerisch angeht mittels Seifenblasen, dann atmen sie besser. Es geht also darum, wie man Kinder dazu bringen kann, besser zu atmen und nicht nur Angst zu haben, nur Stress zu haben, nur zu schreien. Die Kinder können in diesen Momenten wieder Kinder sein.

    Die Seifenblasen sind der rote Faden Ihres Buchs. Aber was kann Ihre Arbeit angesichts der kurzen Zeit des Aufenthalts tatsächlich bewirken?

    Was wir anbieten, ist viel mehr als nichts. Die kleine Maria, die ich beim zweiten Aufenthalt kennengelernt habe, hatte an den Beinen überall Brandwunden durch die Hitzeentwicklung beim Einschlag einer Bombe. Sie hat die ganze Zeit nur geschrien. Die Brandwunden sind sehr schmerzhaft. Sie hat jedes Mal geschrien, wenn sie jemanden vom Krankenhauspersonal gesehen hat. Sie konnte nicht schlafen oder spielen. Sie konnte nur dicht bei ihrer Mutter sitzen oder schreien. Ich habe mehrmals am Tag den Kopf durch die Tür in ihr Zimmer gesteckt und leise gesprochen, damit sie merkt, dass sie keine Angst vor mir haben muss. Nach einer Woche durfte ich ins Zimmer kommen und nach langer Zeit hat sie die Seifenblasen angenommen und gepustet. Das war das erste Mal in vier Monaten, dass sie gelächelt hat und sich wieder entspannen konnte. Aber die meisten Patienten sind nach einer Woche wieder weg. Wir wissen nicht, was mit ihnen geschieht. Viele müssen wieder flüchten. Wir arbeiten sehr kurzfristig. Aber wir arbeiten auch mit den Eltern zusammen, und die lernen, wie sie ihre Kinder in Zukunft beruhigen können. Ich hatte nach der Behandlung noch einige Zeit Kontakt mit der Mutter von Maria und sie sagte mir, Maria spielt wieder, sie schläft wieder, sie schreit nicht die ganze Zeit. Das sagt wahnsinnig viel über ihre Zukunft aus. Obwohl sie immer noch Brandwunden hat und im Krieg lebt, ist ihre Aussicht auf eine Entwicklung und eine bessere Zukunft durchaus da. Es muss in jeder Situation Hoffnung geben, und ich habe immer Hoffnung, dass sich die Lage zum Besseren verändert.

    Wie geht Ihre Familie mit Ihrer Arbeit um?

    Für meine Familie ist es sehr schwer. Sie ist meine Arbeit gewohnt, und mein Mann hat ähnliche Erfahrungen, da er humanitäre Arbeit im Libanon leistet. Meine Kinder sind zum Glück schon erwachsen, aber dennoch ist es nicht einfach. Das Leben mit mir ist sehr schwierig, denn auch zu Hause in Norwegen vergleiche ich nun alles mit Gaza. Egal was wir machen und unternehmen, ich vergleiche es mit dem Leben, das die Menschen in Gaza haben.

    junge Welt

    https://www.jungewelt.de› artikel › 511554.gaza-krieg...

    <https://www.jungewelt.de/artikel/511554.gaza-krieg-sie-konnte-nur-dicht-bei-ihrer-mutter-sitzen-oder-schreien.html


      — »/Sie konnte nur dicht/ bei /ihrer Mutter sitzen/ oder /schreien/«.

    Für Ärzte ohne Grenzen arbeitet /sie/ als Kinderpsychologin: in Ägypten,

    Moria, in ...



          Bildreportage: Die stille Enteignung



    junge Welt

    https://www.jungewelt.de› artikel › 511557.bildreporta...

    <https://www.jungewelt.de/artikel/511557.bildreportage-die-stille-enteignung.html


      — Während die internationale Aufmerksamkeit weiterhin auf Gaza

    gerichtet ist, findet in der Westbank eine faktische Annexion statt.



    und hier ein aktualisierter Überblick über unsere nächsten

    Veranstaltungen (FORUM, Konzert im November und weitere im

    Dezember/Januar):


    *1) Montag, 10. November 2025 - 19.00 Uhr

    Referent: Brian K. Barber (Washinton DC)

    Thema*: *Gaza - nur der Weg nach vorn - drei Familiengeschichten**

    **Ort: Freizeitheim Linden**, WindheimStr. 4, 30451 Hannover Raum 18,

    Linie 10, Haltestelle Freizeitheim Linden*


    Unter dem o.g. Titel**wird der US-amerikanische Autor Brian K. Barber an

    Hand der Vorstellung seiner Studie aus einer Langzeitbeobachtung zeigen,

    wie die Menschen in Gaza es über Jahrzehnte schaffen, zu (über)leben.

    Brian K. Barber, PhD, emeritierter Professor an der University of

    Tennessee, Mitarbeit am Middle East Policy Council und am Institute for

    Palestine Studies, lebt in Washington, DC.

    Im Rahmen seiner Forschungsprojekte hat er in den vergangenen 30 Jahren

    mehr als zehntausend palästinensische Familien im Westjordanland, in

    Ostjerusalem und im Gazastreifen untersucht.

    Ausgangspunkt seiner Studien ist die Frage, wie der Kontext – von der

    Erziehung bis hin zu politischen Systemen – die individuelle und soziale

    Entwicklung beeinflusst.

    Aus seinen Begegnungen im Gazastreifen ist sein jüngstes gerade auf

    Deutsch erschienenes Buch entstanden. Darin beschreibt er Stationen aus

    dem Leben und der Entwicklung von Hamman, Khalil und Hussam, drei

    Jungen, geboren in den frühen 70er Jahren im Gazastreifen bis in die

    Gegenwart.

    Den Kontakt vom 07. Oktober 2023 bis zum 07. Oktober 2024 dokumentiert

    der Autor mit den WhatsApp Messages, die er in diesem Zeitraum mit ihnen

    ausgetauscht hat.

    *Weitere Informationen s. unsere Webseite und den _Anhang (auch gern zum

    Weiterleiten)

    Das Buch des Autors (s. Cover im Anhang) kann an dem Abend gekauft

    werden, Preis 24,99 €_*


    *2)Unsere Konzertveranstaltungim Rahmen des Menschenrechtsbündnisses:

    „ **Kanjiru – Palästinensisch-Syrische Musik**– Palästinensisch-Syrische

    Musik** trifft auf Jazz und Weltmusik“*


    *Sa 22.11.2025| Freizeitheim Stöcken, Beginn 19:00 Uhr / Einlass ab

    18:00 Uhr

    Näheres s. unsere Webseite unter

    *https://www.palaestina-initiative.de*/Aktuelles und

    _im Flyer im Anhang (auch gern zum Weiterleiten)_*


    *3) Donnerstag, 4. Dezember 2025 - 19 Uhr

    Referentin: Bettina Marx (Berlin)

    Thema (Arbeitstitel): Gaza - Geschichte und Überlebenskampf**

    **Ort: Freizeitheim Linden, WindheimStr. 4, 30451 Hannover Raum 18,

    Linie 10, Haltestelle Freizeitheim Linden**

    *Nähere Informationen folgen


    *4) Donnerstag, 18. Dezember 2025 - 19 Uhr

    Referent: Dr. Raif Hussein (Hannover)

    Thema (Arbeitstitel/Kurzbeschreibung):Einschätzung der Lage in der

    Region nach der Phase 2 der "Feuerpause" - wie geht es weiter? *u.a.

    hält sich die Regierung Netanjahu?/Rolle der arabischen Staaten, der EU,

    Politik der USA..

    *Ort: Freizeitheim Linden, WindheimStr. 4, 30451 Hannover Raum 18, Linie

    10, Haltestelle Freizeitheim Linden**

    *Nähere Beschreibung folgt


    *5) Vorankündigung

    Montag, 12. Januar 2026 - 19:30 Uhr

    Referentin: Nida Younis (Ramallah)

    Thema: Deutsch-arabische Lyriklesung mit Nida Younis

    Ort: Stadtbibliothek Hannover, Hildesheimer Str. 12, 30169 Hannover,

    U-Bhf. Aegidientorplatz

    *Nähere Beschreibung folgt

    *

    6)Auch im November und Dezember finden unsere Mahnwachen**statt (seit

    Januar *(!) *2024): Mittwochs, 15 bis 17 Uhr in Hannover am

    Blätterbrunnen. Jede*r ist herzlich eigeladen mitzumachen. Näheres und

    Fotos aus den letzten Monaten auf unserer Webseite.*


    *7) Das hannoversche Bündnis für Menschenrechte**, in dem auch die

    Palästina Initiative mitarbeitet und mit einer Veranstaltung vertreten

    ist hat einen Flyer (s. unten im Anhang) mit allen Veranstaltungen

    (darunter auch unser Konzert am 22.11.) herausgebracht - bitte hingehen

    und ggf. mitmachen!*


    8) Intifada Hannover ruft auf zu einerDemonstration am Samstag, 8.11. um

    14: 00 in Hamburg vor dem Hauptbahnhof.


    Herzlichen Gruß https://www.palaestina-initiative.de  Hans Norden


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    05.11.2025

    Hawkisch und riskant: Takaichis Kurs, die USA und Japans Zukunft

    Screenshot_2025_11_06_at_20_42_29_Hawkisch_und_riskant_Takaichis_Kurs_die_USA_und_Japans_Zukunft

    forumgeopolitica.com, Mi. 05 Nov 2025

    Mit Sanae Takaichi als erster Premierministerin steuert Japan auf eine deutlich hawkische Außenpolitik zu. Mehr militärische Schlagkraft und eine engere Kollaboration mit den USA könnten die Spannungen in Ostasien verschärfen und Japans wirtschaftliche Stabilität ernsthaft gefährden.


    Von der Friedensverfassung zur aggressiven AufrüstungJapans Nachkriegsverfassung von 1947 – die sogenannte Friedensverfassung – legt in Artikel 9 fest:

    „Land-, See- und Luftstreitkräfte sowie sonstiges Kriegspotenzial werden niemals unterhalten.“

    Trotz dieses Grundsatzes wählte die regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) Takaichi zu ihrer Vorsitzenden, was sie zur ersten Premierministerin des Landes machte. Bekannt für ihre hawkische Haltung gegenüber China und Taiwan, entfernt sie sich zunehmend von Japans pazifistischer Nachkriegs-Tradition und setzt auf offensivere militärische Fähigkeiten.

    Japans strategische Einbindung in die US-Ordnung

    Seit der US-Besatzung 1945 gilt Japan de facto als Vasallenstaat der Vereinigten Staaten. Takaichi bekräftigt diesen Status nachdrücklich und arbeitet eng mit weiteren US-“Verbündeten” wie Südkorea, den Philippinen und Australien zusammen, um ein militärisches Bündnis gegen China aufzubauen.

    Sie hat außerdem ihre Bereitschaft signalisiert, Indien auf Initiative Washingtons in dieses Rahmenwerk zu integrieren und damit effektiv einen weiteren potenziellen Gegner zu mobilisieren, um „China einzudämmen“.

    Taiwan als Sicherheitsfrage – und als Risiko

    Einerseits betont Takaichi den friedlichen Dialog und hält an der Ein-China-Politik fest, nach der Taiwan als chinesisches Territorium anerkannt wird. Andererseits argumentiert sie wiederholt, dass eine Krise in Taiwan Japans Sicherheit unmittelbar bedrohen könnte – was den Einsatz der Selbstverteidigungsstreitkräfte im Rahmen kollektiver Selbstverteidigung rechtfertigen würde.

    Sie strebt eine enge Koordination mit den USA für jede Taiwan-Kontingenz an und hat dargestellt, dass eine chinesische Blockade Taiwans eine existenzielle Bedrohung für Japan darstellen könnte – eine Einschätzung, die als überzogen gilt und ihre hawkische Rhetorik verdeutlicht.

    Gleichzeitig schließt sie den Dialog nicht völlig aus:

    „Die Führungen Japans und Chinas werden weiterhin einen offenen Dialog führen und umfassend eine ‚für beide Seiten vorteilhafte Beziehung auf der Grundlage gemeinsamer strategischer Interessen‘ fördern.“

    Ökonomische Verflechtung und geopolitische Abhängigkeit

    China ist Japans größter Handelspartner und steht für rund ein Viertel des gesamten Außenhandels. Viele japanische Industrien sind stark von chinesischen Lieferketten abhängig – insbesondere bei Elektronik, seltenen Erden und Zwischenprodukten. China könnte seinen Außenhandel mit Japan deutlich schneller reduzieren, ohne selbst schwerwiegende Schäden zu erleiden.

    Ein wirtschaftlicher Bruch mit China wäre daher nicht nur kostspielig, sondern potenziell existenzbedrohend für Japans industrielle Basis.

    Der bedrohte Ostasien-Rahmen

    Während der kurzen Amtszeit von Premierminister Fumio Kishida, dem Vorgänger von Sanae Takaichi, wurde ein trilaterales Rahmenwerk zur Verbindung von Yen, Won und Yuan diskutiert, um Japans Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen zu stärken – ein Vorstoß, der in Washington auf Ablehnung stieß.

    Unter Takaichi, die stark auf enge Abstimmung mit der US-Politik setzt, droht diese Initiative nun jedoch vollständig auf Eis gelegt zu werden – ein Signal für Japans eingeschränkte wirtschaftliche Autonomie.

    Stattdessen wird Japan voraussichtlich das umstrittene Memorandum of Understanding (MOU) umsetzen, das am 5. September 2025 unter starkem US-Druck unterzeichnet wurde und Japan zu Verpflichtungen über 550 Milliarden US-Dollar bindet. Das Abkommen erlaubt Washington, Investitionsprojekte innerhalb eines US-geführten Rahmens zu bestimmen, und enthält eine „Bumerang-Klausel“, die hohe Strafzölle androht, falls Japan seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.

    Das Plaza-Abkommen: Lektion verlorener Souveränität

    Ein prägnantes Beispiel für Japans eingeschränkte wirtschaftliche Souveränität war das Plaza-Abkommen von 1985. Damals steuerte die USA gezielt gegen Japans wirtschaftliche Dominanz. Die daraus resultierende Yen-Aufwertung zerstörte Japans Exportvorteile, löste eine Spekulationsblase aus und leitete die „Verlorene Dekade“ – eine Ära stagnierender Löhne, Deflation und wirtschaftlicher Lethargie – ein.

    Politische Instabilität als Dauerzustand

    Zwischen 2010 und 2025 hatte Japan rund zehn Premierminister – ein deutliches Zeichen chronischer politischer Instabilität. Unter Takaichi steht das Land erneut unter starkem externem Einfluss, der die nationale Politik zugunsten amerikanischer Interessen formt. Ihr hawkischer Kurs wirkt kaum nachhaltig, sodass ein weiterer Regierungswechsel in absehbarer Zeit wahrscheinlich ist.

    Fazit: Japans Dilemma zwischen kostspieliger Bündnistreue und Selbstbestimmung

    Japans Erfahrung zeigt, wie äußerer Druck, eingeschränkte Souveränität, wirtschaftliche Abhängigkeit und politische Instabilität zusammenwirken, um eine dauerhafte Stagnation zu erzeugen. Solange diese strukturellen Faktoren bestehen, wird Japan in einem Zyklus reaktiver Politik und unerfüllter Potenziale gefangen bleiben.


    Originalzitate von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi

    • 「我が国周辺では、いずれも隣国である、中国、北朝鮮、ロシアの軍事的動向等が深刻な懸念となっています。」
      „Es gibt ernsthafte Bedenken hinsichtlich der militärischen Entwicklung unserer Nachbarländer China, Nordkorea und Russland.“

    • 「日米同盟は日本の外交・安全保障政策の基軸です。日米両国が直面する課題に対し、しっかりと連携し、日米同盟の抑止力・対処力を高めていきます。」
      „Das japanisch-amerikanische Bündnis ist der Eckpfeiler der japanischen Außen- und Sicherheitspolitik. Wir werden eng zusammenarbeiten, um die Herausforderungen zu bewältigen, vor denen unsere beiden Länder stehen, und die Abschreckungs- und Reaktionsfähigkeit des Bündnisses stärken.“

    • 「中国は、日本にとって重要な隣国であり、建設的かつ安定的な関係を構築していく必要があります。他方、日中間には、経済安全保障を含む安全保障上の懸念事項が存在することも事実です。日中首脳同士で率直に対話を重ね、『戦略的互恵関係』を包括的に推進していきます。」
      „China ist ein wichtiges Nachbarland für Japan und es ist notwendig, eine konstruktive und stabile Beziehung zu ihm aufzubauen. Gleichzeitig besteht jedoch auch die Wahrheit, dass zwischen Japan und China Sicherheitsbedenken, auch hinsichtlich der wirtschaftlichen Sicherheit, bestehen. Die Führungen Japans und Chinas werden weiterhin einen offenen Dialog führen und umfassend eine ‚für beide Seiten vorteilhafte Beziehung auf der Grundlage gemeinsamer strategischer Interessen‘ fördern.“

    Takaichi, Sanae Japan Australien China Indien Philippinen Südkorea USA Kishida, Fumio Russland Analyse


    4 Kommentare zu
    «Hawkisch und riskant: Takaichis Kurs, die USA und Japans Zukunft»


    Alexander Mi. 05 Nov 2025, 23:57

    Man scheint sich heute mit Kommentaren schwerer zu tun. Ich auch.
    Japan liegt auf der anderen Seite, obwohl als ebenso Kapitulierende beim WK II ein Adoptions-Kind im Geiste der USA wie Deutschland.
    Die Unterschiede sind ein paar verblichene Papiere, bzw. Fehlende.
    Immerhin gibt es einen Friedensvertrag mit Japan, für Deutschland, typisch, versemmelt, und für beide den Mahnfinger ja keine neue Armee aufzubauen!.
    Egal, beide taten, tun es.

    Deutschland setzt nach Blackrock-Merz/Boris Pistolius (stramm bei Umfragen Nr. 1 als beliebtester Politiker Deutschlands) nochmals (#3) darauf die stärkste Armee in Europa aufzubauen. Bezahlt mit „Sondervermögen“, die Seifenblase aus dem Fenster von Frau Holle.

    Beide Staaten haben gaza-ähnliche Genodize, Massenopfer verübt/verschuldet, jene in China, „unsere“ eben europäisch näher mit einigen Millionen mehr auf eigenem Boden, in Polen, Griechenland, an weiteren EUropäern, an Juden (tu Anderen nicht an, was man dir antat), und viel viel viel mehr in Russland.

    Takaichi gehört nun zur weiteren Generation Adoptivtöchter der USA wie Merkel, von der Leyen, jene Kallas, jener/jene…
    Die verhungern nicht, dank Dracula-Gelagen:
    “Es soll persönlich nicht ihr Schaden sein“ als Kapitulationstöchter wenigstens die Prämien aus Gefolgschaft zu mehren“. Es sind Viele, viel mehr als die Zitierten, an den Zitzen der unehelichen EU-Filialen der USA und??

    Die erwähnten säugenden Mächte dahinter. Die „Familie“ will schliesslich endlos weiter bestehen, will weitergeben von Denen die es nicht mit hinüber nehmen können. Dynastien mit beliebigen geografischen Zentren, Club Worldwide. Habe verstanden.
    Wir lesen, bilden uns hier weiter.

    Bisher verdrängte ich Real-Erfahrungen: ja es gibt von Natur aus böse Menschen.

    Und die Erkenntnis: Demokratie ist ebenso Democrazy, wenn oben keine Guten, sondern epochal die real existierenden Bösen aus Inzest die Fäden der Marionetten ziehen.

    Längst beeindruckt mich das relativ kleine Volk Russlands (kaum doppelt als Deutschland, kaum halb zu USA, je 10x weniger als China und Indien) im grössten Flächenstaat der Welt. Spätestens seit Gagarin und Sputnik schafft Russland innovativ (und zwangsläufig militärisch) die Augenhöhe mit USA und allen Grösseren (inkl. der Fingerfertigkeit Japans).
    Die Beschädigungen aus dem UA-Krieg gegen effektiv 30 Nationen gehen allerdings hart an die Substanz und fordern die gelernte Leidensfähigkeit im Volk wohl mehr den je.
    10% Leerlauf und Verlust geht in Krisenzeiten noch. Jetzt ist es mehr. In Zentral-Europa möglicherweise mehr, aber dort/hier kaum Leidensfähigkeit?

    Es erinnert an die Familienfehde: 2 Söhne erben die Firma der Familie (nennen wir diese „Europa“). Sie bekämpfen sich im Geschäft bis aufs Blut. Beide sagen: „egal ob es mir schadet, wichtig nur, dass es meinem Bruder schadet“.

    Und über den Tellerrand: die weltweit reichsten Menschen sind doch in Indien? Echtwerte?
    Aber bei den Billionen-Fiatgeld-IT-Firmen sind ja die Taschen leer, wenn man sie auf den Kopf stellt. Was sagt die 4-dimensionale Glaskugel dazu?
    Man gestatte hier diese Frage. Streitoffen.

    Das Gegenteil von hawkish ist dovish, hart zu locker. Also bitte hawkish gegen das Böse!

    Auf diesen Kommentar antworten

    Antwort auf johann strempfl Do. 06 Nov 2025, 7:51

    @Alexander, danke an Ihren Kommentar, der ja doch einiges an Aussagekraft hat. /
    Zu Ihrem 2 - Absatz, mir kommt vor, -
    a) - die Eliten verfolgen eine Agenda
    oder
    b) - sind bereits soweit im ,,Dreck,, - So-Vermögen, Aussichtslosigkeit, jemals die angehäuften Schulden bedienen zu können, Migrationssituation, Deindustriealisierung etc. - das
    c) - nur mehr ein etwas grösserer Konflikt helfen kann, die Situation mit einen ,,RESET,,
    zu lösen ! !

    RESÜMEE: In naher Zukunft können Sie (insbes. Europa / D) von RU keine günstige Energie mehr erwarten, der RU ist zwar nicht nachtragend, aber hat die Fähigkeit, nicht so schnell zu vergessen ! ! !

    Auf diesen Kommentar antworten

    Antwort auf Heiko Do. 06 Nov 2025, 11:24

    Dazu passend der aktuelle Text von Thierry Meyssan:
    https://www.voltairenet.org/article223112.html

    Auf diesen Kommentar antworten

    johann strempfl Do. 06 Nov 2025, 7:37

    Danke für diesen Bericht an ,,FG,, ! / Was soll man sagen, ein D. Trump hat gemeint, der in der Vergangenheit ,,KLEINE KONFLIKT (waren ja nur 2 -etwas wirksamere Bomben),, hat unserer Beziehung nicht geschadet, im Gegenteil !
    RESÜMEE: Man soll sich nicht mit einem in´s Bett legen, der die WIN - WIN-Situation nur so versteht, wenn´s zu seinem Vorteil ist - somit die Einleitung von ,,@Alexander,, treffend ! ! !

    Auf diesen Kommentar antworten



    Info: https://forumgeopolitica.com/de/artikel/hawkisch-und-riskant-takaichis-kurs-die-usa-und-japans-zukunft


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    04.11.2025

    ???? Krank durch Radioaktivität? ☢ Webinar HEUTE 19 Uhr + ☮️ Nuclearban: Mehrheit für eine atomwaffenfreie Welt ????????

    aus e-mail von  Ralf Boecker, 4. November 2025, 17:13 Uhr


    Hallo,

    nicht zuletzt mit der Ankündigung erneuter Kernwaffentests durch

    US-Präsident Trump, erlebt die Propaganda der Nuklearwaffen-Befürworter

    jüngst ein gefährliches Comeback und mache fragen sich:

    *»Muss Deutschland Atommacht werden...?« *

    ℹ️ https://u-g-l.de/ein-atomares-armageddon-droht

    ➡️

    https://umweltfairaendern.de/2025/06/29/deutsche-atombombe-cdu-spahn-als-einpeitscher-urananreicherung-made-in-gronau-urenco


    Für eine von Nuklearwaffen befreite Welt gibt es jedoch eine klare Mehrheit

    von Staaten und Menschen, die leider viel zu wenig Gehör findet...

     + + +  Detail-Infos ➯ siehe Fwd: unten...  + + +



    Mit dem Manhattan-Projekt zum Bau von Atombomben begann vor rund 85 Jahren

    das atomare Zeitalter.

    Seither sind wir durch massenhaften Abbau von Uran, Nuklearwaffen-Tests,

    Uran-Munition sowie zivile Nutzung von Kernenergie, aber auch bei

    Flugreisen immer mehr den Auswirkungen von Strahlung und ibs. radioaktiven

    Substanzen ausgesetzt, deren schädliche Wirkung von vielen unterschätzt

    wird...


    ???? *HEUTE *nicht verpassen…

    *???? Di. 04.11.25  ⏰ 19~20:30 Uhr* Zoom Webinar

    *Studienergebnisse zu Niedrigstrahlenschäden* bei Menschen rund um

    Kerntechnische Anlagen, Uranminen, Nuklearwaffen-Testgebiete, Fukushima &

    Tschernobyl

    Auftakt der Webinar-Reihe

    »*Niedrigstrahlung und deren Auswirkungen: Welche Folgen hat Radioaktivität

    für unsere Gesundheit?*«

    *ℹ️ + Anmeldung* (kostenfrei) ➭ https://ippnw.de/atomenergie.html

    <https://ippnw.de/atomenergie.html#:~:text=November%202025,Gesundheit>

    ➡️

    https://ippnw.de/atomenergie/gesundheit/artikel/de/niedrigstrahlung-und-ihre-auswirkung.html

    <https://www.ippnw.de/atomenergie/gesundheit/artikel/de/niedrigstrahlung-und-ihre-auswirkung.html>



    *???? Tipp: *Bei Interesse am besten auch gleich anmelden für die folgenden

    Webinar-Termine...

    *???? Di. 18.11.25  ⏰ 19~20:30 Uhr *

    »Biologische Grundlagen von Gesundheitsschäden durch Niedrigstrahlung«

    *ℹ️ + Anmeldung* (kostenfrei) ➭ http://ippnw.de/bit/2


    *???? Di. 25.11.25  ⏰ 19~20:30 Uhr *

    »Epidemiologie der Gesundheitsrisiken durch niedrige Strahlendosen«

    *ℹ️ + Anmeldung* (kostenfrei)  ➭ http://ippnw.de/bit/3



    ???? siehe auch...  ????

    »*Radioaktive Strahlung schadet schon in geringen Dosen*«

    ➡️

    https://www.energiezukunft.eu/politik/radioaktive-strahlung-schadet-auch-in-geringen-dosen

    ℹ️

    https://umweltinstitut.org/radioaktivitaet/gesundheitsgefahren-durch-radioaktivitaet


    *+ Faktecheck:* »Gefahren ionisierender Strahlung«

    ℹ️ https://ippnw.de/atomenergie/themen-projekte.html

    <https://ippnw.de/atomenergie/themen-projekte.html#:~:text=Die%20Gefahren%20ionisierender%20Strahlung>

    ➡️

    https://ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/IPPNW-Information_Nuklearia.pdf

    ➡️

    https://ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/Ulmer_Expertentreffen_-_Gefahren_ionisierender_Strahlung.pdf


    + Schriften der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.

    ℹ️ https://strahlenschutz-gesellschaft.de/Schriften-von-Mitgliedern


    ???? Atomenergie-Newsletter der IPPNW *???? *

    ℹ️ https://www.ippnw.de/aktiv-werden/newsletter-abonnieren.html

    ➡️ https://news.ippnw.de/index.php?id=2721



    ???? *Petitionen bitte unterstützen + weitersagen: *

    »*Nein zur Finanzierung von Atomkraft!*

    <https://www.change.org/p/nein-zur-finanzierung-von-atomkraft-weltbank-und-adb-bleibt-auf-dem-richtigen-weg>

    «  ⚛️  ????????????  ????

    ➡️

    https://www.change.org/p/nein-zur-finanzierung-von-atomkraft-weltbank-und-adb-bleibt-auf-dem-richtigen-weg

    ℹ️

    https://www.energiezukunft.eu/politik/nur-finanzierbar-wenn-der-staat-dahintersteht

    *Gefährliche Atommüll-Transporte in Zwischenlager stoppen!

    <https://www.ausgestrahlt.de/aktiv-werden/aktionen/atommuell-transporte-stoppen>

    *

     ???? ☢️ ????

    ➡️

    https://www.ausgestrahlt.de/aktiv-werden/aktionen/atommuell-transporte-stoppen


    ℹ️

    https://www.ausgestrahlt.de/themen/atommuell/hochradioaktiv/zwischenlagerung/castortransporte-vom-zwischenlager-julich-nach-ahaus


    *Abschalten!

    <https://weact.campact.de/petitions/atom-gefahr-beenden-schweizer-akw-abschalten>

     *

    ???????? ⚠️ ☢  ????????

    Die ältesten Kernkraftwerke der Welt in der Schweiz drohen ganz Deutschland

    zu verstrahlen...

    ➡️

    https://weact.campact.de/petitions/atom-gefahr-beenden-schweizer-akw-abschalten

    ℹ️ https://www.ausgestrahlt.de/themen/schweizer-akw-abschalten/studie

    ➡️ https://www.ausgestrahlt.de/themen/atomstandorte/akw-beznau-II



    *⚛️ Irrweg in der Klimakrise: *

    Warum *Kernenergie **& Fusionsforschung* den Klimaschutz ausbremsen... ???? ????

    ℹ️ https://www.ausgestrahlt.de/themen/klima-und-atom/15-gute-gruende

    ➡️ https://www.ausgestrahlt.de/blog/2024/02/06/atomkraft-schadet-dem-klima


    ???? *Bessere Alternative: *

    *Agri-PV-Anlagen mit Drahtseilaufhängung* + Faltmechanismus zum Schutz

    gegen Schnee- & Windlast...

    ℹ️

    https://www.swn-neuwied.de/blogartikel-faltbare-pv-anlage-liefert-wie-geplant

    ➡️

    https://rotenburg.bund.net/fileadmin/rotenburg/Energiewende/fh_erfurt_solar_oder_agrar.pdf#page=16


    In unseren Breiten muss zudem noch *sehr viel mehr Windkraft* ausgebaut

    werden – vor allem für den im Winter steigenden Strombedarf von Wärmepumpen:


    *Solarenergie  =  Sommer-EnergieWindenergie  =  Winter-Energie*



    ???? Aktion »*Energiewende jetzt!*

    <https://www.duh.de/mitmachen#:~:text=Energiewende%20jetzt!,macht%21>«  ???? ⚡

     ????

    Offener Brief an Energie- & Wirtschaftsministerin *Katherina Reiche*:

    für eine dezentrale, nachhaltige & gerechte Energiewende, die uns in

    Zukunft unabhängig macht...

    ℹ️ https://www.duh.de/mitmachen#:~:text=Energiewende%20jetzt,macht%21


    *➯ Wichtigste Forderungen:

    <https://mitmachen.duh.de/dezentrale-energiewende#:~:text=Jetzt%20unterschreiben%3A>*

    ❑ Förderung für PV-Dachanlagen erhalten + netzdienlich kombinieren mit

    Heimspeichern & SmartMeter-Rollout

    ❑ Mieterstrom entbürokratisieren + Energy Sharing ermöglichen

    ❑ Solarpflicht für Neubau & Dachsanierungen bundesweit durchsetzen

    ❑ Netzentgelt-Reform mit Leistungsgrundpreis zur Entlastung beim

    Arbeitspreis

    (ibs. für netzdienlich gesteuerten Stromverbrauch bzw. Einspeisung)

    ➡️

    https://mitmachen.duh.de/dezentrale-energiewende#:~:text=Jetzt%20unterschreiben%3A



    *+ + +  Save the Dates: **Heiße Webinar-Tipps**...  + + + *

    ???? https://www.klimaschutz-niedersachsen.de/veranstaltungen

    ???? https://aktionskreis-energie.de/veranstaltungen

    ???? https://www.bauinfo-berlin.de/veranstaltungen

    ℹ️ https://zebau.de/fortbildungen


    *Kostenfreie Anmeldung gewährt Zugriff auf die Präsentationen!*


    *???? Di. 04.11.25  ⏰ 18~19:30 Uhr* Online-Fachgespräch

    »Entspannt ankommen: Wie die Bahn wieder verlässlich wird«

    *ℹ️ + Anmeldung*  (kostenfrei) ➭

    https://www.gruene-bundestag.de/veranstaltungen/veranstaltung/entspannt-ankommen-wie-die-bahn-wieder-verlaesslich-wird



    *???? Mi. 05.11.25  ⏰ 10~12:00 Uhr* Webinar

    *Flexibilität im Energiesystem *

    *ℹ️ + Anmeldung* (kostenfrei) ➭

    https://www.klimaschutz-niedersachsen.de/veranstaltungen/Flexibilitaet-im-Energiesystem-4664



    *???? Mi. 05.11.25  ⏰ 18:45~20 Uhr* Online-Fachgespräch

    »Klimawende statt Klimakollaps – Europas Chance bei der COP30«

    *ℹ️ + Anmeldung* (kostenfrei) ➭

    https://www.gruene-bundestag.de/veranstaltungen/veranstaltung/klimawende-statt-klimakollaps-europas-chance-bei-der-cop30



    *???? Sa. 15.11.25* »*Tag des offenen Heizungskellers*«

    *ℹ️ *https://localzero.net/mitmachen/offener-heizungskeller

    https://greenwire.greenpeace.de/themengruppe-energie-klimaschutz/veranstaltung/tag-des-offenen-heizungskellers-am-15112025

    *???? Jetzt Aktionspaket bestellen* (kostenfrei) ➭

    https://campaigns.greenpeace.de/aktionspaket-offener-heizungskeller


    Mit freundlichen Grüßen & Hoffen auf Frieden ????


    ????????  ☮  ???????? ⚖️ ????????  ????️  ⛱ ???? ????

    + eine schwungvolle Politik- & Wirtschaftswende, damit wir noch die Kurve

    kriegen...

    ???? *Ralf Boecker* <RBo.Scientist@gmail.com>  ☎ (+49)551/6338463  ???? ????


    ℹ️ https://goettingen.scientists4future.org/linksammlung



    ???? Scientists4Future Wissenszentrum ????


    ℹ️ https://at.scientists4future.org/wissen


    ℹ️ https://de.scientists4future.org/category/publikationen

    ➡️ https://info-de.scientists4future.org/themenuebersicht/wachstum



    ???? Klimakrise & Energiewende – Wandel für eine stabile Zukunft  ☀️  ????

    ▶️

    https://youtu.be/jeJqtYWJStw?t=322&list=PL1AaRUJkKoUHiMYjh1cdCmmvgrdLNJcwC

    ℹ️

    https://de.scientists4future.org/klimakrise-und-energiewende-wandel-fuer-eine-stabile-zukunft

    ➡️

    https://de.scientists4future.org/wp-content/uploads/sites/3/2025/01/KlimawandelEnergiewende2025_01-17.pdf#page=2



    ---------- Forwarded message ---------

    Von: Nuclearban-Newsletter <hauschulz@ippnw.de>

    Date: Mo., 27. Okt. 2025 um 18:05 Uhr

    Subject: Nuclearban-Newsletter 24

    -------------------------------------------------------------

    ----------------

    * VORBEREITEN EINES ATOMKRIEGS TROTZ WELTWEITER MEHRHEIT FÜR EINE

    ATOMWAFFENFREIE WELT*

    ----------------------------------------------------------------------------

    Vor einem Monat war der *Internationale Tag zur Abschaffung von Atomwaffen* –

    und dieser Monat zeigte deutlich die globalen Unterschiede

    zwischen nuklearer Abrüstung und nuklearer Abschreckung!

    Während die NATO den Atomkrieg übte, erreichte der Atomwaffenverbotsvertrag

    eine Mehrheit der Staaten dieser Welt.

    Während die einen Drohgebärden und Vernichtung trainieren, stehen die

    anderen für eine lebenswerte und sichere Welt für alle Menschen ein.


    ----------------------------------------------------------------------------

    MEHRHEIT DER STAATEN FÜR EIN ATOMWAFFENVERBOT

    ----------------------------------------------------------------------------

    *Zunächst die frohe Nachricht: *zum Internationalen Tag zur Abschaffung von

    Atomwaffen sind gleich zwei Staaten dem Atomwaffenverbotsvertrag

    (AVV) beigetreten.

    *Kirgistan *unterzeichnete den Vertrag, *Ghana *ratifizierte ihn

    https://www.icanw.org/global_majority_now_signed_onto_nuclear_ban_treaty


    Damit haben *99 Staaten *den Vertrag unterschrieben, ratifiziert oder sind

    beigetreten – das sind *mehr als die Hälfte aller UN-Staaten!*

    Nun ist es also offiziell, dass die Forderung nach nuklearer Abrüstung und

    für eine atomwaffenfreie Welt eine Mehrheit hat und die Befürworter*innen

    der nuklearen Abschreckung in der Minderheit sind.

    Und die Gruppe der Unterstützenden wächst kontinuierlich, auch dank der

    Arbeit von zivilgesellschaftlichen Organisationen wie der IPPNW.

    https://www.icanw.de/offizielle-positionen


    ----------------------------------------------------------------------------

    TRAINIEREN FÜR DIE MASSENVERNICHTUNG

    ----------------------------------------------------------------------------

    Dennoch ist es noch ein weiter Weg bis Global Zero.

    Das zeigte die jährliche und groß angelegte Atomkriegsübung der NATO,

    Steadfast Noon, die trotz aller politischen Spannungen vom 13. bis

    24.Oktober stattfand.

    Auch die deutsche Bundeswehr nahm an dem Manöver teil.

    Insgesamt trainierten hier 71 Flugzeuge aus 14 Staaten den Transport und

    den Einsatz von Atomwaffen, um die „nukleare Abschreckung glaubwürdig,

    sicher und so effektiv wie möglich“ (Statement der NATO (Link:

    https://www.nato.int/cps/en/natohq/news_238367.htm )) zu gestalten.


    Was das Statement der NATO nicht behandelt: mit dem Manöver übt das

    Militär völkerrechtswidrige Angriffe, das Auslöschen von Millionen Leben

    und den Beginn eines nuklearen Winters.

    Um dagegen ein Zeichen zu setzen, protestierten Hunderte Menschen

    am 11.Oktober in Nörvenich (Link:

    https://www.atomwaffenfrei.de/eindruecke-von-der-demo-nato-atomkriegsmanoever-2025-stoppen/

    ) – dem derzeitigen Standort der deutschen Atombomber – gegen Steadfast

    Noon und für eine atomwaffenfreie Welt.

    Auch die IPPNW war dabei:

    Unser Vorstandsmitglied Uwe Trieschmann sprach auf der Bühne darüber, was

    es für medizinisches Personal bedeuten würde, wenn die Übung Realität wird.


    ----------------------------------------------------------------------------

    MILLIARDEN FÜR DIE NUKLEARE TEILHABE

    ----------------------------------------------------------------------------

    Dieses Jahr nehmen noch Tornados an Steadfast Noon teil, doch

    künftig sollen *F35-Bomber* die nukleare Teilhabe zementieren.

    Technische Probleme mit den Bombern und die mitgekaufte Abhängigkeit von

    den USA werden dabei nicht groß beachtet.

    https://www.ohne-ruestung-leben.de/nachrichten/article/milliardenkosten-abhaengigkeiten-f-35-atombomber-werfen-immer-mehr-fragen-auf-739.html


    35 dieser Kampfflugzeuge wurden bereits gekauft; nun berichtete „Der

    Spiegel“, dass die Anschaffung *weiterer 15* F35-Kampfjets geplant sei.

    Das Verteidigungsministerium dementierte zwar, doch bereits jetzt

    verschlingt die Aufrechterhaltung der nuklearen Teilhabe Milliarden:

    Die ersten 35 Jets kosteten knapp 10 Milliarden Euro, hinzu kommen bis zu 2

    Milliarden für die Modernisierung des Luftwaffenstützpunktes in Büchel.

    Geld, das anderswo dringend gebraucht wird.


    ----------------------------------------------------------------------------

    ONLINE-FORTBILDUNGSREIHE:

    NIEDRIGSTRAHLUNG UND IHRE AUSWIRKUNGEN AUF DIE MENSCHLICHE GESUNDHEIT

    ----------------------------------------------------------------------------

    Welche Folgen hat Radioaktivität für den menschlichen Körper und

    unsere Gesundheit?

    Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich zu der Online-Fortbildungsreihe

    der IPPNW anmelden!

    Die Teilnahme an den Online-Veranstaltungen ist *kostenlos*.

    Die Fortbildung ist akkreditiert bei der Landesärztekammer Hamburg mit

    jeweils zwei Fortbildungspunkten.

    *auch Nichtärzt*innen können sich anmelden und mitmachen. *

    Informationen und Anmeldung:

    https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Termine/2025-11_Onlinereihe_Niedrigstrahlung.pdf


    ----------------------------------------------------------------------------

    IPPNW  https://www.ippnw.de   Impressum:

    https://www.ippnw.de/system1/metanavigation/impressum.html


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    04.11.2025

    Vier Jahre danach: Triage-Regelung des Infektionsschutzgesetzes unvereinbar mit Grundgesetz

    rtnewsde.site, 4 Nov. 2025 20:14 UhrVon Bernhard Loyen

    In welcher Reihenfolge sollen Ärzte Patienten behandeln, wenn die Intensivbetten in einer Notlage knapp werden? So lautete der eingeforderte Prüfauftrag an die Richter des Bundesverfassungsgerichts. Aufgearbeitet wurden die Triage-Regelungen des Infektionsschutzgesetzes aus dem Dezember 2021.


    Quelle: www.globallookpress.com © ronaldbonss.com via www.imago-im


    Deutschland 2021: Ein bekannter und saisonaler Virus wird seitens der Politik und Medien willkürlich zum "Killervirus" in einer "Corona-Krise" deklariert (Symbolbild)


    Geltende Triage-Regelungen des Infektionsschutzgesetzes "sind mit dem Grundgesetz unvereinbar und nichtig", so der jüngste Beschluss der Richter des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts (1 BvR 2284/23, 1 BvR 2285/23) zu den "Triage-Regelungen des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz − IfSG)". Geklagt hatten Fachärzte aus dem Bereich der Notfall- und Intensivmedizin. Die aktuell gültigen und nun neu bewerteten Vorgaben stammen aus dem Zeitraum der IfSG-Neuerungen vom 16. Dezember 2021. Mit der Neuregelung von § 5c IfSG hatte der Gesetzgeber erstmals ein Verfahren sowie ein Priorisierungskriterium und weitere Kriterien im Falle einer Triage geregelt.

    "Corona-Pandemie: Ohne Lockdown droht Triage", so eine exemplarische Zeit-Überschrift aus dem Dezember 2021, dem Zeitpunkt der zweiten Hochphase einer gesellschaftspolitischen Hysterie in der willkürlich deklarierten Corona-Krise seitens der Politik und zuarbeitenden Medien.


    Corona-Impfschäden: Bundesgerichtshof urteilt zugunsten der Ärzte





    Corona-Impfschäden: Bundesgerichtshof urteilt zugunsten der Ärzte






    Das Wort Triage stammt vom französischen Verb "trier", das "sortieren" oder "aussuchen" bedeutet. Es beschreibt die belastende Situation, in der Ärzte entscheiden müssen, welcher Patient lebenserhaltend weiterbetreut wird und welcher nicht. Im Jahr 2021 intensivierte sich die diesbezügliche Diskussion, angesichts der Situation "vieler schwerstkranker Corona-Patienten in den Krankenhäusern" und der vermeintlich nicht ausreichenden Anzahl von Intensivbetten in Deutschland.

    Rückblickend erklärt die aktuelle Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 4. November:

    "Mit der Neuregelung von § 5c IfSG hat der Gesetzgeber erstmals ein Verfahren sowie ein (positives) Priorisierungskriterium und zahlreiche nicht anzuwendende Kriterien im Falle einer Triage geregelt. Er hat damit auf den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 16. Dezember 2021 reagiert. Der Erste Senat hatte darin festgestellt, dass der Gesetzgeber Art. 3 Abs. 3 Satz 2 Grundgesetz (GG) verletzt habe, weil er es unterlassen habe, Vorkehrungen zu treffen, damit niemand wegen einer Behinderung bei der Zuteilung überlebenswichtiger, nicht für alle zur Verfügung stehender intensivmedizinischer Ressourcen benachteiligt werde. Das Gericht hatte den Gesetzgeber verpflichtet, unverzüglich geeignete Vorkehrungen zu treffen."

    Dazu heißt es auf der Webseite des Deutschen Bundestags vor drei Jahren, unter federführender Forderungshaltung des damaligen Gesundheitsministers Karl Lauterbach:

    "Mit der Mehrheit beinahe aller Stimmen aus den Reihen der Koalitionsfraktionen hat der Bundestag am Donnerstag, 10. November 2022, das Infektionsschutzgesetz (IfSG) angepasst, um der sogenannten 'Triage-Entscheidung' des Bundesverfassungsgerichts Rechnung zu tragen."

    Zum abgeschlossenen Verfahren samt verkündetem Beschluss heißt es nun, dass sich die Beschwerdeführer gegen die erfolgten "Regelungen des § 5c IfSG wenden" und diese "rügen", da sich die Mediziner "in ihrer Berufsfreiheit verletzt" sehen. Es geht dabei um eine Klage, die bereits Ende 2023 von 18 Intensiv- und Notfallmedizinern eingereicht worden war und vom Ärzteverband Marburger Bund unterstützt wurde. 


    "Vollzugsmöglichkeiten oder Bußgeld" – Interne Emails der "AG Impfpflicht" freigeklagt




    Analyse

    "Vollzugsmöglichkeiten oder Bußgeld" – Interne Emails der "AG Impfpflicht" freigeklagt






    Im Beschluss wird dazu weiter erläutert:

    "Bis zum Inkrafttreten des neuen § 5c IfSG hatte es keine ausdrücklichen gesetzlichen Regelungen mit Entscheidungskriterien oder -verfahren für eine Triage-Situation gegeben, weder für den Fall einer pandemiebedingten Überlastung des Gesundheitssystems noch für Großschadensereignisse oder den notfallmedizinischen Regelbetrieb."

    Bereits im Dezember 2020 schaffte es das "Triage-Thema" bis in die ZDF-Plauderrunde von Markus Lanz. Dazu heißt es in einem Artikel:

    "In der ZDF-Talkshow mit Markus Lanz wurde [...] über die Triage diskutiert. Würden sich die Menschen strenger an die Corona-Regeln halten, wenn mehr junge Erkrankte an COVID-19 sterben würden?" 

    Im April 2021 erklärte dann der unantastbare Karl Lauterbach noch als "SPD-Gesundheitsexperte" zum Thema:

    "Auch Macrons Versuch, einen weiteren harten Lockdown zu verhindern, ist gescheitert. In Paris startet die Triage, eine menschliche Tragödie. Wir haben in dieser Woche noch die Chance, das durch ein gutes Gesetz abzuwenden..."

    Der Berliner Tagesspiegel berichtete am 29. Oktober 2021 zur damaligen Haltung der kontrovers wahrgenommenen Ex-Ethikrat-Vorsitzenden Alena Buyx (von 2020 bis 2024) und der generellen Stimmungslage im Land:

    "Aus Sicht der Vorsitzenden des Deutschen Ethikrates kann es keine Triage für Ungeimpfte geben. Staatliches 2G aber könnte 'sinnvoll und wichtig sein', so Buyx." 

    Die dabei geltenden Beschlüsse aus diesem Zeitraum hätten laut aktueller BVerfG-Ansicht in die Berufsfreiheit der Ärzte eingegriffen, die ‒ im Rahmen therapeutischer Verantwortung ‒ auch deren Entscheidung über das "Ob" und "Wie" einer Heilbehandlung schütze. Dieser Eingriff sei jedoch "verfassungsrechtlich nicht gerechtfertigt". Die nun erfolgte Aktualisierung der Gesetzeslage vom 23. September 2025 erklärt:

    "Mit heute veröffentlichtem Beschluss hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts die Triage-Regelungen des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz − IfSG) wegen fehlender Bundeskompetenz für die konkreten Regelungen für nichtig erklärt [...] Die Verfassungsbeschwerden haben Erfolg [...] Es besteht keine Gesetzgebungskompetenz des Bundes für die angegriffenen Regelungen des § 5c IfSG."

    Wenig überraschend hat sich der vormalige verantwortliche BMG-Chef Lauterbach auf X zum Beschluss des Bundesverfassungsgerichts noch nicht geäußert. Die ARD-Tagesschau erklärt, dass nun die Bundesländer gefordert wären, "die nach Auffassung des Verfassungsgerichts die Verantwortung für Regelungen dieser Art tragen müssen" und daher verpflichtet sind, eigene Landesregelungen zur Triage auf den Weg zu bringen.

    Der BVerfG-Beschluss belegt damit eine weitere Korrektur des willkürlich manipulativen Ausnahmenzustands namens "Corona-Krise", im Rahmen einer weiterhin schleppenden Aufarbeitung dreier dunkler Jahre. 

    Das Portal Multipolar präsentiert ebenfalls am 4. November einen erkenntnisreichen neuen Beleg für den zurückliegenden Irrsinn unter dem Titel: "Das ist nicht hinnehmbar". 

    Zwei deutsche Forscher haben laut dem Artikelinterview "auf der Grundlage amtlicher Daten erstmals nachgewiesen, dass in der Corona-Zeit nur jeder siebte positive PCR-Test tatsächlich mit einer Corona-Infektion einherging".

    Die Corona-Aufarbeitung nimmt damit gerade erhofften neuen Schwung auf.


    Mehr zum Thema ‒ Halbzeit: Petition fordert Amnestie für Opfer staatlichen Corona-Zwangs – Frist endet im November


    Screenshot_2025_11_05_at_00_34_09_Vier_Jahre_danach_Triage_Regelung_des_Infektionsschutzgesetzes_unvereinbar_mit_Grundgesetz_RT_DE

    Video  https://rumble.com/v717pgq-sie-waren-fr-impfzwang-ex-ethikratschefin-buyx-gert-bei-corona-kommission-u.html Dauer 112:38 Min.


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    04.11.2025

    Medien: Bundesregierung soll 2024 IGH-Aussage mit Israel abgestimmt haben

    rtnewsde.site, 4 Nov. 2025 19:24 Uhr

    Nicaragua hat im Vorjahr Deutschland vor dem Internationalen Gerichtshof vorgeworfen, durch Waffenlieferungen Israels Genozid im Gazastreifen zu unterstützen. Medien berichten nun über Absprachen zwischen Tel Aviv und Berlin. So soll in Teilen "im Einvernehmen" entschieden worden sein, was im IGH-Verfahren offengelegt wird.


    Quelle: Gettyimages.ru © picture alliance / Kontributor


    Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz empfängt von Israels Premier Netanjahu Empfehlungen der "Staatsräson"-Richtlinien für den Bund, Tel Aviv, 17.03.24


    Der Internationale Gerichtshof in Den Haag (IGH) lehnte es am 30. April 2024 ab, vorläufige Maßnahmen gegen Deutschland wegen der militärischen Unterstützung Israels im eskalierenden Gaza-Krieg zu erlassen (RT DE berichtete). Nicaragua hatte zuvor dem politischen Berlin vorgeworfen, unter anderem durch andauernde Waffenlieferungen an Israel "Beihilfe zum Völkermord" an den Palästinensern zu leisten. Das Boulevardmagazin Stern und das US-Nachrichtenportal Drop Site News berichten in einer kooperativen Recherche, dass die damalige Ampelregierung womöglich ihre IGH-Aussage mit der Netanjahu-Administration abgestimmt habe, "wie aus internen Dokumenten des Bundesverteidigungsministeriums hervorgeht". 

    In der deutschen Politik gilt seit Jahrzehnten die nicht in Gesetzen formulierte "Staatsräson", dies als allgemeingültiges politisches Konzept gegenüber Israel, was wiederum regelmäßig zur Begründung außenpolitischer Entscheidungen argumentativ herangezogen wird. Das politische Berlin ist nachweislich einer der treuesten Verbündeten Israels und nach den Vereinigten Staaten zweitgrößter Waffenexporteur Richtung Tel Aviv.


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    Meinung

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    Die Ex-Ampelregierung musste sich im Vorjahr vor dem IGH, dem höchsten Gericht der Vereinten Nationen, verantworten, nachdem Nicaragua eine Klage eingereicht hatte. Erinnernd fasst der DSN-Artikel zusammen:

    "Deutschland erklärte, dass im Jahr 2023 keine Kriegswaffen der Bundeswehr an Israel geliefert worden seien. Die offiziellen Dokumente, die im Rahmen einer Klage unter Berufung auf das Recht auf Information nach deutschem Presserecht vorgelegt wurden, werfen Fragen hinsichtlich der Vollständigkeit dieser Aussagen vor dem IGH auf." 

    Am 2. Juni dieses Jahres heißt es themenbezogen auf der Webseite des Deutschen Bundestags:

    "Im Zeitraum vom 7. Oktober 2023 bis zum 13. Mai 2025 sind Einzelausfuhrgenehmigungen für die endgültige Ausfuhr von Rüstungsgütern nach Israel im Gesamtwert von 485.103.796 Euro erteilt worden."

    Bezugnehmend auf die Realität von rund 500 Millionen Euro militärischer Unterstützung im Gaza-Krieg wird in dem Stern-Artikel berichtet:

    "Während kommerzielle Exportgenehmigungen von Rüstungsgütern in den Zuständigkeitsbereich des Wirtschaftsministeriums fallen, unterstehen direkte Lieferungen aus den Beständen der Bundeswehr – sogenannte Länderabgaben – dem Verteidigungsministerium."

    Bei der IGH-Anhörung im Vorjahr, nach der Kritik seitens des Vertreters aus Nicaragua zur "mutmaßlichen Lieferung von 10.000 Schuss 120-Millimeter-Präzisionsmunition für israelische Panzer aus Bundeswehrbeständen", erklärte demnach eine deutsche Vertreterin vor Gericht, dass diese angesprochene Lieferung "noch geprüft werde" und demnach "keine Genehmigung erteilt wurde". Weiter erklärte die ungenannte Prozessbeteiligte wörtlich:

    "Die einzigen Gegenstände, die die deutsche Bundeswehr an Israel liefert, sind medizinische Hilfsgüter und Helme."


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    Den beiden Redaktionen liegt diesbezüglicher Aussagen eine Stellungnahme des Verteidigungsministeriums an das Verwaltungsgericht Köln vom 29. Januar 2025 vor, dies in Verbindung mit Inhalten aus dem "halbjährlich vom Wirtschaftsministerium erstellten 'Rüstungsexportbericht'". Dazu heißt es beim Stern:

    "Eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln vom 26. Mai 2025 bestätigt […], dass die Aussage Deutschlands, es seien nur 'Sanitätsmaterial und Helme' aus Bundeswehrbeständen geliefert worden, 'nach Angaben der Antragsgegnerin [des Bundesverteidigungsministeriums] im Einvernehmen mit dem Staat Israel' erfolgte."

    Der DSN-Artikel ergänzt zudem:

    "In einem weiteren Schreiben desselben Ministeriums vom 15. Januar 2025 heißt es, dass die in der Klage angeforderten 'differenzierten Informationen zu Exporten der Bundeswehr im Verfahren vor dem IGH nicht offengelegt wurden'."

    Ein weiteres Schreiben des Verteidigungsministeriums vom 23. Juli 2025 bezieht sich demnach auf "eine 'Vertraulichkeitsvereinbarung' mit Israel".

    Angaben zu Länderabgaben an Israel, so das Verteidigungsministerium, könnten dabei aus "Gründen der vertraglich vereinbarten Vertraulichkeit" nicht offenbart werden. Die Offenlegung solcher Informationen könne "das Vertrauen zwischen Deutschland und Israel erheblich beeinträchtigen".

    Das "Europäische Zentrum für Verfassungs- und Menschenrechte (ECCHR)" äußerte sich demnach besorgt über das nachweisliche Vorgehen Berlins. Dazu heißt es:

    "Wenn die deutsche Regierung erklärt, dass 'Informationen über Lieferungen der Bundeswehr nur in Absprache mit Israel an den IGH weitergegeben wurden', so das ECCHR in einer Stellungnahme gegenüber Drop Site und Stern, scheint es 'möglich, dass die genannten Güter letztlich nicht die einzigen waren, die verschickt wurden, sondern nur die einzigen, die offengelegt wurden'." 

    Für Matthias Goldmann, Professor für Internationales Recht an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht, wäre dies laut den Artikeln ein "politischer Skandal" und "ein Affront gegen ein internationales Gericht". Goldmann erklärte in einem Antwortschreiben:

    "Sollte Deutschland vor dem IGH tatsächlich 'unvollständige oder falsche Angaben gemacht haben', würde dies 'die deutschen Doppelstandards in aller Deutlichkeit offenbaren und damit die Glaubwürdigkeit Deutschlands und den Einsatz für die regelbasierte Weltordnung infrage stellen‘."

    Das Auswärtige Amt lehnte auf Anfrage der beiden Redaktionen eine Stellungnahme zu den in Den Haag gemachten Angaben ab.


    Mehr zum Thema  Rüstungskooperation: Lässt Rheinmetall Drohnen in Gaza testen?


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    Info: https://rtnewsde.site/inland/260767-medien-hat-bundesregierung-2024-vor/


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