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23.10.2025

Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien  (I vom II)

aus e-mail von Clemens Ronnefeld, 23. Oktober 2ß25


Liebe Friedensinteressierte,


beiliegend sende ich Artikel zu den

Kriegen in der Ukraine und in Westasien.


1. n tv: "Dafür verlangt er ganz Donezk“  -  Bericht: Putin bot Trump am Telefon Kriegsende an


2. EC: Europäische Kommission -  Stellungnahme


3. Eurotopics: Trump sagt Budapest-Treffen mit Putin ab

4. Reuters: Russland sagt, Putin-Trump-Gipfel sei noch in Vorbereitung


5. AP: Putin leitet Übungen der russischen Atomstreitkräfte, während sein Gipfel mit Trump auf Eis gelegt wird


6. Bremer Friedensforum: Zwischen Krieg und Gewissen – Eine Diskussion über Kriegsdienstverweigerung in Russland in Zeiten des Krieges



7. 3Sat: "Kulturzeit" vom 16.10.2025: Gaza - brüchiger Frieden zwischen Trümmern


8. Die Zeit: Blockade des Gazastreifens: IGH sieht Israel zu Grundversorgung von Menschen in Gaza verpflichtet


9. LMD: Gideon Levy: Verdrängen und leugnen - Der Umgang der israelischen Mehrheitsgesellschaft mit den Verbrechen in Gaza



10. OHCHR: UN-Expert*innen fordern Deutschland auf, die Kriminalisierung und

Polizeigewalt gegen palästinensischen Solidaritätsaktivismus zu stoppen.

11. SZ: Aktion zum Nahost-Konflikt - „Wie schaffen wir es, dass auch hierzulande Menschen sich versöhnen?“


12. Europe Calling - "Palästina und Israel / Palestine and Israel“


13. IPPNW: Deutschlands Rolle im Nahost-Konflikt – Für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel



——


1. n tv: "Dafür verlangt er ganz Donezk“  Bericht: Putin bot Trump am Telefon Kriegsende an



https://www.n-tv.de/politik/Bericht-Putin-bot-Trump-am-Telefon-Kriegsende-an-article26105779.html?utm_source=firefox-newtab-de-de

"Dafür verlangt er ganz Donezk“


Bericht: Putin bot Trump am Telefon Kriegsende an


19.10.2025, 05:37 Uhr


Zwei Stunden telefoniert Trump am Donnerstag mit Putin. Insider

verraten nun, was der Kremlchef für ein Ende des Kriegs in der Ukraine

fordert. Laut "Washington Post" will Moskau die gesamte Region Donezk.

Und würde dafür auf Saporischschja und Cherson verzichten.


Kremlchef Wladimir Putin soll einem Medienbericht zufolge in seinem

Telefonat mit US-Präsident Donald Trump die Abtretung des strategisch

wichtigen Gebiets Donezk von der Ukraine als Bedingung für ein Ende

des russischen Angriffskriegs gefordert haben.


Im Gegenzug soll Moskau bereit sein, Teile von zwei weiteren,

teilweise von Russland eingenommenen Regionen, Saporischschja und

Cherson, aufzugeben, berichtete die "Washington Post" unter Berufung

auf zwei Personen, die über den Inhalt des zweistündigen Telefonats am

Donnerstag informiert seien.


Russland hat im Laufe der vor mehr als dreieinhalb Jahren begonnenen

Invasion die ostukrainische Region Luhansk fast vollständig und die

vom Kreml beanspruchten Gebiete Donezk, Saporischschja und Cherson

teilweise eingenommen. Zuvor hatte Putin für ein Einfrieren der Front

in Saporischschja und Cherson dem Vernehmen nach Kiews vollständige

Aufgabe der Regionen Luhansk und Donezk gefordert.


Einige Beamte im Weißen Haus stellten die neue Forderung nach Donezk

laut dem Zeitungsbericht daher nun als Fortschritt dar, da es nun nur

mehr um Donezk ging. Kiew hat sich bisher nicht öffentlich dazu

geäußert. Die ebenfalls von Moskau beanspruchte Halbinsel Krim

kontrolliert Russland bereits seit 2014.


Trump kündigt Treffen mit Putin in Budapest an


Nach dem Telefonat mit Putin hatte der US-Präsident angekündigt, sich

"wahrscheinlich in den nächsten zwei Wochen" mit dem Kremlchef in der

ungarischen Hauptstadt Budapest zu Gesprächen treffen zu wollen.


Der US-Präsident sieht sich als Vermittler im Ukraine-Krieg. Der

ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj dürfte wohl nicht an dem

Treffen teilnehmen. Trump sagte, er wolle mit dem Ukrainer aber

Kontakt halten.


Selenskyj und Trump trafen sich unterdessen am Freitag in Washington,

wo eine Beendigung des Ukraine-Kriegs Thema war. Der US-Sondergesandte

Steve Witkoff soll der ukrainischen Delegation dabei eine Abtretung

von Donezk nahegelegt haben - mit dem Argument, dass die Region

überwiegend russischsprachig sei, heißt es in dem Bericht der

"Washington Post".


Der ukrainische Präsident hatte sich nach eigenen Angaben von dem

Treffen eine Freigabe der Lieferung von US-Marschflugkörpern des Typs

Tomahawk erhofft, aber vorerst keine entsprechende Zusage bekommen.

Beobachter mutmaßten einen Zusammenhang mit dem Telefonat von Trump

und Putin am Vortag.


Quelle: ntv.de, mau/dpa


———


2. EC: Europäische Kommission -  Stellungnahme


https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/statement_25_2454


(übersetzt mit deepl translator)


Europäische Kommission


Stellungnahme


21. Okt. 2025     Brüssel


Wir alle sind vereint in unserem Wunsch nach einem gerechten und

dauerhaften Frieden, den die Menschen in der Ukraine verdienen.


Wir unterstützen nachdrücklich die Position von Präsident Trump, dass

die Kämpfe sofort eingestellt werden sollten und dass die derzeitige

Kontaktlinie der Ausgangspunkt für die Verhandlungen sein sollte. Wir

bleiben dem Grundsatz verpflichtet, dass internationale Grenzen nicht

mit Gewalt verändert werden dürfen.


Russlands Hinhaltetaktik hat immer wieder gezeigt, dass die Ukraine

die einzige Partei ist, die es mit dem Frieden ernst meint. Wir alle

können sehen, dass Putin sich weiterhin für Gewalt und Zerstörung

entscheidet.


Deshalb sind wir uns darüber im Klaren, dass die Ukraine in der

stärkstmöglichen Position sein muss - vor, während und nach einem

Waffenstillstand. Wir müssen den Druck auf die russische Wirtschaft

und seine Rüstungsindustrie erhöhen, bis Putin bereit ist, Frieden zu

schließen. Wir entwickeln Maßnahmen, um den vollen Wert der

stillgelegten Staatsvermögen Russlands zu nutzen, damit die Ukraine

über die Ressourcen verfügt, die sie benötigt.


Die Staats- und Regierungschefs werden im Laufe dieser Woche im Rahmen

des Europäischen Rates und des Formats der Koalition der Willigen

zusammenkommen, um zu erörtern, wie diese Arbeit vorangebracht und die

Ukraine weiter unterstützt werden kann.


* Aktualisiert am 21. Oktober 2025 um 16:28 Uhr MESZ.



——



3. Eurotopics: Trump sagt Budapest-Treffen mit Putin ab



https://www.eurotopics.net/de/


23. Oktober 2025


Trump sagt Budapest-Treffen mit Putin ab


Donald Trump will sich vorerst nicht mit Wladimir Putin treffen. Seine

Gespräche mit ihm seien zwar gut, aber sie führten zu nichts, so der

US-Präsident. Auch haben die USA den Druck auf Russland erhöht.


Erstmals seit Trumps zweitem Amtsantritt wurden neue Sanktionen wegen

des Angriffskriegs in der Ukraine verhängt: Sie gelten den beiden

größten russischen Ölkonzernen Lukoil und Rosneft. Wie beurteilt

Europas Presse die Absage des Budapest-Gipfels?


(…)


——


4. Reuters: Russland sagt, Putin-Trump-Gipfel sei noch in Vorbereitung



https://www.reuters.com/world/russia-says-putin-trump-summit-is-still-under-preparation-2025-10-22/


Russland sagt, Putin-Trump-Gipfel sei noch in Vorbereitung


Von Guy Faulconbridge und Dmitry Antonov


22. Oktober 2025 13:47 GMT+2


MOSKAU, 22. Oktober (Reuters) - Russland sagte am Mittwoch, dass es

sich noch auf ein mögliches Gipfeltreffen zwischen Präsident Wladimir

Putin und den USA vorbereitet. Präsident Donald Trump, obwohl kein

Datum festgelegt worden war und dass Putin - wie Trump - seine Zeit

nicht verschwenden wollte.


Trump sagte letzte Woche nach einem Telefonat mit Putin, dass er ihn

bald in Budapest treffen könnte, um den Krieg in der Ukraine zu

beenden. Der Reuters Daily Briefing Newsletter bietet alle

Neuigkeiten, die Sie benötigen, um Ihren Tag zu beginnen. Melde dich

hier an.


Aber Trump sagte am Dienstag, er wolle kein Treffen abhalten, das

"Zeitverschwendung" wäre, und ein hochrangiger Beamter des Weißen

Hauses sagte Reuters, dass es keine Pläne für ein Trump-Putin-Treffen

"in der unmittelbaren Zukunft" gebe.


Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte am Mittwoch, dass die Termine für

jeden Gipfel "noch nicht festgelegt sind, aber davor ist eine

sorgfältige Vorbereitung notwendig - es braucht Zeit“.


"NIEMAND WILL ZEIT VERSCHWENDEN", SAGT KREML


Auf die Frage nach Trumps Äußerungen, dass er keine Zeit verschwenden

wolle, sagte Peskow: "Niemand will Zeit verschwenden, weder Präsident

Trump noch Präsident Putin."


Der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow sagte

dennoch, dass die Vorbereitungen für einen Gipfel fortgesetzt würden

und dass er keine "großen Hindernisse" sehe. Der ungarische

Ministerpräsident Viktor Orban, der potenzielle Gastgeber, sagte auch,

dass die Vorbereitungen für den Gipfel fortgesetzt würden.


Trump hat lange gesagt, er wolle den Krieg in der Ukraine, Europas

tödlichster seit dem Zweiten Weltkrieg, beenden. Aber seit seinem

Amtsantritt hat er noch keinen Durchbruch erzielt, trotz einer

Ouvertüre nach Russland, die ein Gipfeltreffen mit Putin in Alaska im

August beinhaltete.


Russland kontrolliert mehr als 116.000 Quadratkilometer (44.800

Quadratmeilen) oder mehr als 19% der Ukraine. Die Ukraine und ihre

europäischen Verbündeten haben vor allen Friedensgesprächen einen

sofortigen Waffenstillstand auf den aktuellen Kampflinien gefordert,

eine Position, die Trump am Freitag nach einem Treffen mit dem

ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskiy öffentlich unterstützte.

Moskau hat die Bedingungen für einen Waffenstillstand geschaffen und

die Ukraine aufgefordert, mehr Land abzutreten.


RUSSISCHE POSITION UNVERÄNDERT


Putins Außenminister Sergej Lawrow sagte, Russlands Bedingungen für

den Frieden hätten Seit dem Putin-Trump-Gipfel in Anchorage nicht verändert.


"Die Elemente unserer Position sind allen bekannt", sagte der

Kreml-Chef Peskow. "Sie sind von unserem Präsidenten sehr klar

formuliert und jeder kennt sie gut.“


Am Montag fand ein Treffen für später in dieser Woche zwischen Lawrow

und den USA statt. Außenminister Marco Rubio bereitete sich auf einen

Trump-Putin-Gipfel vor. (…)



——


5. AP: Putin leitet Übungen der russischen Atomstreitkräfte, während sein Gipfel mit Trump auf Eis gelegt wird


(in der angebotenen deutschen Übersetzung)


https://apnews.com/article/russia-putin-nuclear-drills-trump-ukraine-a0de66dbf9d5e7771634c4ad5b4fe83e


Putin leitet Übungen der russischen Atomstreitkräfte, während sein Gipfel mit Trump auf Eis gelegt wird


Aktualisiert 2:48 AM MESZ, 23. Oktober 2025


MOSKAU (dpa) - Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Mittwoch

Übungen der strategischen Nuklearstreitkräfte des Landes mit

Übungsraketenstarts durchgeführt, eine Übung, die als geplanter Gipfel

zur Ukraine mit den USA stattfand. Präsident Donald Trump wurde auf

Eis gelegt.


Der Kreml sagte, dass im Rahmen der Manöver, die alle Teile des

Moskauer Atomtriadens einbeziehen, eine Interkontinentalrakete in Yars

von der Planieranlage Plesetsk im Nordwesten Russlands aus getestet

wurde und eine Sineva ICBM von einem U-Boot in der Barentssee

gestartet wurde. Die Übungen umfassten auch strategische Tu-95-Bomber,

die Langstrecken-Marschflugkörper abfeuerten.


Die Übung testete die Fähigkeiten der militärischen

Kommandostrukturen, sagte der Kreml in einer Erklärung.


Der Generalstabschef des Militärs, General. Valery Gerasimov

berichtete Putin per Videolink, dass die Übungen "Verfahren zur

Genehmigung des Einsatzes von Atomwaffen durchführen" sollten.


Putin, der allein an einem runden weißen Tisch saß, stand großen

Bildschirmen gegenüber, die Gerasimov und Verteidigungsminister Andrei

Belousov zeigten. Alle drei Männer würden im Konfliktfall an der

Einführung von Atomwaffen beteiligt sein.



Während Putin betonte, dass die Manöver im Voraus geplant worden

seien, kamen sie Stunden, nachdem Präsident Donald Trump am Dienstag

gesagt hatte, dass sein Plan für ein schnelles Treffen mit Putin in

Budapest auf Eis gelegt wurde, weil er nicht wollte, dass es eine

"Zeitverschwendung" ist.


Die Entscheidung über das Treffen in Budapest, Ungarn, die Trump

letzte Woche angekündigt hatte, wurde nach einem Aufruf am Montag

zwischen den USA getroffen. Außenminister Marco Rubio und der

russische Außenminister Sergej Lawrow.


Lawrow machte am Dienstag in den Kommentaren deutlich, dass Russland

gegen einen sofortigen Waffenstillstand in der Ukraine sei. Trump hat

unterdessen die ganze Zeit über seine Haltung zu Schlüsselfragen des

Konflikts verschoben, einschließlich der Frage, ob ein

Waffenstillstand vor längerfristigen Friedensgesprächen erfolgen

sollte und ob die Ukraine das von Russland in fast vier Jahren Kampf

erobertes Land zurückgewinnen könnte.


Kremlsprecher Dmitri Peskow betonte am Mittwoch, dass der geplante

Gipfel Putin-Trump gründlich vorbereitet werden müsse.


"Niemand will Zeit verschwenden: weder Präsident Trump noch Präsident

Putin", sagte Peskow. "Das sind die beiden Präsidenten, die daran

gewöhnt sind, effizient mit hoher Produktivität zu arbeiten. Aber die

Wirksamkeit erfordert immer eine Vorbereitung.“



—————


6. Bremer Friedensforum: Zwischen Krieg und Gewissen – Eine Diskussion über Kriegsdienstverweigerung in Russland in Zeiten des Krieges



https://bremerfriedensforum.de/events/event/zwischen-krieg-und-gewissen-eine-diskussion-ueber-kriegsdienstverweigerung-in-russland-in-zeiten-des-krieges/


Zwischen Krieg und Gewissen – Eine Diskussion über Kriegsdienstverweigerung in Russland in Zeiten des Krieges


Datum: 27.10.2025 19:00 – 21:00

Ort: Bremen, Willehad-Saal (in der alten Post) <https://bremerfriedensforum.de/events/venues/bremen-willehad-saal/>

Terminkategorien: Veranstaltung <https://bremerfriedensforum.de/events/category/veranstaltung/>


Eine Diskussion über Kriegsdienstverweigerung in Russland in Zeiten des Krieges


Der russische Anwalt Artem Klyga und die Juristin und

Menschenrechtsaktivistin Katya Dikovskaia sprechen über die Folgen des

Krieges zwischen Russland und der Ukraine für die pazifistische

Bewegung, die europäische Politik und die Debatte um die Wehrpflicht.


Katya Dikovskaia gibt einen Einblick in die aktuelle Lage in Russland

und Artem Klyga berichtet über die Situation in Deutschland und

Europa. Gemeinsam diskutieren sie Fragen zu Kriegsdienstverweigerung,

Desertion und Asyl im Jahr 2025


Welche Perspektiven haben Kriegsdienstverweiger*innen derzeit und nach

dem Ende des russisch-ukrainischen Krieges?


Wie hat sich die Gesetzgebung in Russland verändert?


Wie geht Europa mit geflüchteten Verweiger*innen um?


Steuern wir auf eine Militarisierung zu – und was bedeutet das für die

Freiheit der europäischen Bürger*innen?



Ort: Willehad-Saal | Altes Postamt | Dechanatstraße 9 | Bremen


Veranstalter: Stiftung die schwelle | Quäker Bremen | Connection e.V.



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7. 3Sat: "Kulturzeit" vom 16.10.2025: Gaza - brüchiger Frieden zwischen Trümmern



https://www.3sat.de/kultur/kulturzeit/die-lage-in-gaza-nach-dem-waffenstillstand-sendung-vom-16-10-2025-100.html


Kultur


"Kulturzeit" vom 16.10.2025: Gaza - brüchiger Frieden zwischen Trümmern



(Min. 00.00 bis 07.03)


(mit aktuellen Bildern aus dem Gazastreifen nach dem Waffenstillstand)



——


8. Die Zeit: Blockade des Gazastreifens: IGH sieht Israel zu Grundversorgung von Menschen in Gaza verpflichtet



https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-10/igh-sieht-israel-zu-grundversorgung-von-menschen-in-gaza-verpflichtet


Blockade des Gazastreifens: IGH sieht Israel zu Grundversorgung von Menschen in Gaza verpflichtet



Israel muss laut IGH die Bevölkerung des Gazastreifens versorgen.

Belege für eine Unterwanderung des UN-Hilfswerks durch die Hamas habe

das Land nicht vorgelegt.


22. Oktober 2025, 16:34 Uhr


Der Internationale Gerichtshof (IGH) hat Israel dazu aufgerufen, die

grundlegende Versorgung der Zivilbevölkerung im Gazastreifen zu

gewährleisten. Israel sei verpflichtet, Hilfsmaßnahmen der Vereinten

Nationen und ihrer Einrichtungen zuzulassen und zu erleichtern, sagte

IGH-Präsident Yuji Iwasawa. Zudem habe Israel kein Recht, Hunger als

Kriegswaffe einzusetzen. Das Gutachten ist kein Urteil und rechtlich

nicht bindend.


Das aus elf Richtern bestehende Gremium des IGH teilte weiter mit,

Israel habe keine Belege dafür vorgelegt, dass ein bedeutender Teil

der Mitarbeiter des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge

(UNRWA) Mitglieder der Hamasseien. Bereits im Januar hatte Israel die

Zusammenarbeit mit dem UNRWA beendet und ihm faktisch untersagt, in

dem Küstengebiet tätig zu sein.


Auch zahlreiche westliche Staaten hatten daraufhin zeitweise die

Finanzierung des Hilfswerks gestoppt, darunter Deutschland. Im Juli

dieses Jahres berichtete die New York Times unter Berufung auf

israelische Sicherheitskreise, dass das israelische Militär nie Belege

für die Behauptungen gefunden hat, die als Rechtfertigung für die

Blockade dienten.


Das israelische Außenministerium teilte auf X mit, dass Israel die

Rechtsauffassung des Gerichts kategorisch ablehne. Weiter hieß es,

Israel halte sich uneingeschränkt an seine Verpflichtungen nach dem

Völkerrecht. An den Anhörungen im April nahm keine israelische

Delegation teil, die Regierung von Ministerpräsident Benjamin

Netanjahu ließ jedoch eine 38-seitige Stellungnahme vorlegen. (…)


Seit dem 10. Oktober gilt im Gazastreifen erneut eine Waffenruhe

zwischen Israel und der militant-islamistischen Hamas. Beide Seiten

haben sich wiederholt vorgeworfen, gegen das Abkommen verstoßen zu

haben. Seit Beginn der Waffenruhe wurden nach Angaben des

palästinensischen Gesundheitsministeriums in Gaza mindestens 88

Palästinenser durch israelischen Beschuss getötet. Die Zahlen des

Ministeriums, das faktisch der Hamas untersteht, haben sich in

vergangenen Konflikten als zuverlässig erwiesen. Auch die Vereinten

Nationen halten sie für plausibel.


Verfahren vor dem IGH


Israel behauptet, mit dem Beschuss auf einen Angriff durch die Hamas

zu reagieren. So hätten Kämpfer der Hamas im Süden von Gaza Einheiten

des israelischen Militärs angegriffen. Die Hamas behauptet, keinen

Kontakt zu Hamas-Mitgliedern im Süden zu haben. Weiter sieht Israel

einen Vertragsbruch durch die schleppende Überstellung der getöteten

israelischen Geiseln aus dem Gazastreifen. Die Hamas hatte bereits vor

der Zustimmung zum Abkommen betont, nicht den Aufenthaltsort aller

Leichen zu kennen. Derzeit befinden sich noch 13 von ihnen im

Gazastreifen.


Wegen des Vorwurfs des Völkermords ist beim IGH seit Dezember 2023

zudem ein Verfahren gegen Israel anhängig. Im April verlängerte der

IGH die Frist für Israels Klageerwiderung auf Ende Januar 2026. Der

Tatbestand setzt nach der Völkermordkonvention unter anderem die

Tötung von Mitgliedern einer Gruppe oder die vorsätzliche Auferlegung

von Lebensbedingungen für die Gruppe voraus, welche geeignet sind, die

körperliche Zerstörung ganz oder teilweise herbeizuführen.


Hinzukommen muss die Absicht, "eine nationale, ethnische, rassische

oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören".

Zahlreiche Menschenrechtsorganisationen, Völkerrechtler und

Genozidforscher gehen inzwischen von einem Genozid in Gaza aus. Erst

im vergangenen Monat kam eine Kommission des UN-Menschenrechtsrats zu

dem Schluss, dass vier der fünf in der Völkermordkonvention von 1948

genannten Tatbestände erfüllt seien.


Haftbefehl gegen Netanjahu


Unabhängig vom IGH hat der Chefankläger des Internationalen

Strafgerichtshofs (IStGH) bereits im Mai des vergangenen Jahres

Haftbefehle gegen den israelischen Premier Benjamin Netanjahu sowie

den früheren Verteidigungsminister Joav Galant beantragt. Eine

Vorverfahrenskammer des Gerichts folgte dem Antrag überwiegend und

erließ ein halbes Jahr später die Haftbefehle. Den Politikern werden

Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen im Gazakrieg

vorgeworfen.


Ein zentraler Vorwurf ist dabei das vorsätzliche Aushungern von

Zivilpersonen als Methode der Kriegsführung. Das Strafgericht sah

hinreichende Gründe für die Annahme, dass Netanjahu und Galant

Zivilbevölkerung im Gazastreifen "absichtlich und wissentlich"

wesentliche Dinge für ihr Überleben, einschließlich Nahrung, Wasser

sowie Medikamente und medizinische Hilfsmittel sowie Brennstoffe und

Strom, vorenthalten haben.



——



9. LMD: Gideon Levy: Verdrängen und leugnen - Der Umgang der israelischen Mehrheitsgesellschaft mit den Verbrechen in Gaza



https://monde-diplomatique.de/artikel/!6117136


09.10.2025

Verdrängen und leugnen


Der Umgang der israelischen Mehrheitsgesellschaft mit den Verbrechen in Gaza


von Gideon Levy


Das Massaker vom 7. Oktober 2023 hat dem Gazastreifen den Tod

gebracht. Falls er überhaupt wieder ins Leben zurückkehrt, wird dieser

Prozess Jahre dauern. Aber der Angriff der Hamas und die anschließende

israelische Offensive haben auch jede Hoffnung auf ein anderes Israel

zunichtegemacht.


Welchen Schaden dieser Krieg in der israelischen Gesellschaft und im

israelischen Staat angerichtet hat, lässt sich noch nicht abschätzen.

Klar ist aber schon jetzt, dass sich beide durch den Krieg radikal

verändert haben. Auch in Israel werden Trümmerbeseitigung und

Wiederaufbau Jahre dauern, sofern es überhaupt dazu kommt.


Sowohl Gaza als auch Israel wurden zerstört – jedes auf seine Weise

und möglicherweise irreparabel. Die Zerstörung des Gazastreifens ist

mit bloßem Auge sichtbar; die Zerstörung Israels ist noch unter der

Oberfläche verborgen.


Der 7. Oktober und das Blutbad der Hamas markieren einen historischen

Wendepunkt. An diesem Tag hat Israel sein Gesicht verändert.

Vielleicht war dieses Gesicht bis zum 7. Oktober unter einer Maske

verborgen und wartete nur darauf, sich offen zeigen zu können.

Vielleicht ist der Wandel aber auch tiefgreifender.


Auf jeden Fall sind die bösen Geister erwacht, und sie werden nicht so

bald wieder verschwinden. Der Gaza­strei­fen ist inzwischen

unbewohnbar. Für alle, die sich nach einem Leben in Freiheit und

Demokratie sehnen, ist aber auch Israel zu einem feindseligen Ort

geworden.


Sofort nach dem 7. Oktober setzte sich dort eine bestimmte

Interpreta­tion der Geschehnisse durch, die das politische und

existenzielle Bewusstsein des Landes verändert hat. Regierung, Medien

und Kommentatoren bezeichneten den Angriff der Hamas sogleich als

„größte Katastrophe, die dem jüdischen Volk seit dem Holocaust

widerfahren ist“.1


Den Holocaust und den 7. Oktober in einem Atemzug zu nennen, als wären

sie vergleichbar, als hätte es zwei Ausrottungen gegeben, war eine

absurde Übertreibung, die jeder Grundlage entbehrt – weder die

Größenordnung noch das Ziel oder die Mittel sind vergleichbar. Aber

die gebetsmühlenartig wiederholte Übertreibung eignet sich perfekt für

die Propagandazwecke der Regierung.


Der Vergleich ist nicht zufällig gewählt. Er speist sich aus der

Opferrolle, die Israel begleitet, seit es auf den Trümmern des

Genozids am jüdischen Volk gegründet wurde. Viele Israelis sind

überzeugt, dass dieser Opferstatus dem Land das Recht gibt, Dinge zu

tun, die kein anderes Land tun darf (siehe den Beitrag von Peter

Beinart auf Seite 3). Mit dieser Analogie, die in der öffentlichen

Diskussion sofort zur Selbstverständlichkeit wurde, gab Israel sich

selbst grünes Licht für seinen Krieg gegen Gaza: Wenn der 7. Oktober

ein Holocaust war, ist der anschließende Genozid legitim.


Dadurch änderte sich das israelische Mindset oder offenbarte sich

zumindest ungefiltert und schüttelte alles politisch Korrekte ab.

Viele oder wohl die meisten Israelis sind inzwischen der Meinung, es

gebe „in Gaza keine Unschuldigen“. Laut einer Umfrage des an die

Hebräische Universität Jerusalem angegliederten aChord Center von

August 2025 teilen 62 Prozent der Israelis diese Meinung; bei den

jüdischen Israelis beträgt der Anteil sogar 76 Prozent.


Diese Behauptung wird der Bevölkerung seit zwei Jahren in allen

Varianten eingehämmert. Inzwischen ist häufig auch die Aussage „Es

gibt keine unschuldigen Palästinenser“ zu hören – was bedeutet, dass

auch die Palästinenser im Westjordanland Strafe verdient haben. Diese

Ideologie bereitet den Boden für die Realisierung des alten Traums der

israelischen Rechten: ein ethnisch bereinigtes jüdisches Land vom

Fluss bis zum Meer.2


Das Massaker, das die Hamas am 7. Oktober verübte, wurde in Israel als

Beweis dafür gewertet, dass die Palästinenser von Natur aus

blutrünstig sind. Jeder Ansatz, den geschichtlichen, politischen oder

sozialen Kontext dieses Angriffs zur Sprache zu bringen, wurde als

Rechtfertigungsversuch und somit als Verrat gewertet.


Nachdem UN-Generalsekretär António Guterres als einer der ersten

internationalen Stimmen diesen Kontext ansprach, prangerte Israel ihn

sofort als Antisemiten an. Für das heftige Sperrfeuer gibt es eine

einfache Erklärung: Jede Kontextualisierung untergräbt die

Legitimation des israelischen „Gegenschlags“. Deshalb muss

ausgeblendet werden, dass den Menschen in Gaza ein Leben ohne Hoffnung

im Belagerungszustand zugemutet wird und die Palästinenser von der

internationalen Gemeinschaft im Stich gelassen werden – auch von den

arabischen Ländern.


Noch eine weitere Behauptung ist nach dem 7. Oktober zur

Selbstverständlichkeit geworden: die Behauptung, dass Israel sich

alles erlauben darf. „Was sollen wir denn Ihrer Meinung nach machen?“,

hört man auf Schritt und Tritt, als wäre ein Genozid die einzige

mögliche Option.


Der Angriff auf Gaza wird einhellig als rechtmäßiger, vom Völkerrecht

gedeckter Akt der Selbstverteidigung dargestellt. Die regierende

Rechte, die nie an ein Zusammenleben mit den Palästinensern geglaubt

und sie nie als gleichberechtigte menschliche Wesen anerkannt hat,

konnte sich in ihr Irrsinnsprojekt einer ethnischen Säuberung des

Gazastreifens stürzen, ohne Widerstand von links oder aus der

politischen Mitte fürchten zu müssen.


Vorstellungen vom Frieden, einer politischen Lösung, der Diplomatie

und der „Zweistaatenlösung“ sind aus dem politischen Diskurs

verschwunden. Die verschiedenen Parteien sind nahezu geschlossen der

Meinung, es gebe keinen „palästinensischen Partner“ mehr – denn es

gibt ja keine Unschuldigen – und somit auch nichts mehr zu besprechen

außer der Befreiung der israelischen Geiseln.


Doch damit nicht genug. Israel ging noch einen fatalen Schritt weiter

und ächtete jede Solidaritätsbekundung mit den Palästinensern. Jede

Äußerung von Empathie oder Besorgnis und erst recht jeder Versuch,

Gaza zu helfen, sind in dem Land inzwischen suspekt und in manchen

Fällen sogar strafbar.


Die israelischen Araber (20 Prozent der Bevölkerung) wurden mundtot

gemacht. Schon nach kurzer Zeit wurden einige von ihnen verhaftet,

weil sie in den sozialen Netzwerken Mitgefühl geäußert hatten; andere

verloren ihren Arbeitsplatz. Seither halten die arabischen Israelis

sich bedeckt.


Der rechtsextreme Minister für öffentliche Sicherheit, Itamar

Ben-Gvir, sorgt dafür, dass das Eintreten für den Frieden geahndet

wird. Auch die jüdische Bevölkerung bleibt davon nicht verschont:

Zahlreiche linke Ak­ti­vis­t:in­nen wurden wegen ihrer Solidarität mit

Gaza verhaftet.3 Ein Mantel des Schweigens hat sich über das Land

gelegt.


Fast alle privaten und öffentlich-rechtlichen Medien in Israel haben

sich dieser Linie freiwillig und teilweise mit Begeisterung

angeschlossen. Ohne dass es eine Zensur gibt – von der Selbstzensur

abgesehen –, beschlossen sie vor zwei Jahren, nicht über die in Gaza

verübten Gräuel zu berichten.4


Hungersnot, Zerstörung, Massaker an der Zivilbevölkerung werden

tagtäglich totgeschwiegen oder ans hinterste Ende des Nachrichtenteils

verbannt – als eine Art symbolisches Zugeständnis an die Wahrheit.5

Über die Geiseln und die getöteten israelischen Soldaten gibt es

hingegen unzählige Berichte. Noch der uninformierteste Franzose oder

Brite bekommt vermutlich mehr Bilder des Leidens in Gaza zu sehen als

ein Durchschnittsisraeli.


Das offizielle Narrativ ist für alle bequemer


Die Medien leugnen und verheimlichen umso eifriger, weil sie genau

wissen, dass sie damit die Erwartung ihrer Konsumenten erfüllen. So

wie die Is­rae­lis nie etwas von der Besatzung wissen wollten, wollen

sie jetzt nichts vom Genozid wissen: Die Palästinenser haben ihr

Schicksal verdient. Was gibt es da noch zu reden?


Dementsprechend wird jede Information, die aus Gaza kommt, in Zweifel

gezogen: Die Opferzahlen seien übertrieben, es gibt keine Hungersnot

und so weiter. Andererseits geben die Journalisten eilfertig die

Berichte der israelischen Armee weiter. Bei der Bombardierung des

Nasser-Krankenhauses wurden 21 Menschen getötet, darunter 5

Journalisten? Dann hatte die Hamas dort sicher ein Hauptquartier versteckt.


Aber was soll man von einer Armee denken, die in weniger als zwei

Jahren 20 000 Kinder getötet hat? Und was soll man zu den von der

israelischen Armee selbst erhobenen Zahlen sagen, nach denen 83

Prozent der getöteten Palästinenser keinerlei Verbindung zur Hamas

hatten?6


Diese Fragen stellt sich niemand. Das offizielle Narrativ ist für alle

bequemer: für die Regierung, das Militär, die Medien und ihre

Klientel. Was stört, wird unter den Teppich gekehrt, und alle sind

zufrieden. Mit Hilfe einer riesigen Propagandamaschinerie schützt und

versteckt sich das Land so vor der Wahrheit. Und nur wenige

Bür­ge­r:in­nen beschweren sich darüber.


Lügen und Vertuschen ist in Kriegszeiten gang und gäbe. Doch Israel

ist ein Sonderfall. Wer die russischen Medien wegen ihrer

Berichterstattung über den Konflikt in der Ukraine kritisiert, weiß im

Grunde genau, dass sie keine andere Wahl haben. Die israelischen

Journalisten dagegen sind frei. Sie haben eine Wahl und kommen ihrer

Aufgabe bewusst nicht nach.


Wenn ich Freunden grauenhafte Videos aus Gaza zeige – von denen es

jede Menge gibt –, reagieren sie meist reflexartig: „Ist das nicht

vielleicht ein Fake? Das kann doch KI-generiert sein. Die Aufnahmen

stammen vielleicht aus Afghanistan, oder?“ Das Leugnen ist ein

Schutzschild, hinter dem die israelische Gesellschaft sich versteckt,

damit sie der Realität nicht ins Auge blicken muss.


Mittlerweile ist es damit allerdings nicht mehr getan. Denn die

anderen Länder sehen sehr wohl, welche Gräuel in Gaza verübt werden.

Israel ist auf dem besten Weg, ein Paria-Staat zu werden. Seinen

Bür­ge­r:in­nen wird im Rest der Welt mit wachsender Feindseligkeit begegnet.


Und was unternehmen wir? Wir werfen dem Rest der Welt vor,

antisemitisch zu sein, Israel und die Juden zu hassen. Der Planet ist

gegen uns – ganz gleich, wie wir uns verhalten. Dank dieser

Opfer-Leier nehmen wir hin, dass Israels internationales Ansehen sich

verschlechtert. Das Land hat die Meinung der Weltöffentlichkeit

aufgegeben.


Zwar gibt es seit dem ersten Tag des Angriffs auf Gaza Proteste mit

zum Teil massenhafter Beteiligung. Sie zielen aber fast ausschließlich

auf die Rückkehr der Geiseln und die Absetzung von Netanjahu. Die

De­mons­tran­t:in­nen fordern ein Ende des Krieges, führen aber nur

das Schicksal der Verschleppten und der Soldaten ins Feld. Alles

andere in Gaza wird ausgeblendet. Die einzige Ausnahme ist eine

entschlossene und bewundernswerte Randgruppe von

Friedensaktivist:innen, die jedoch niedergebrüllt werden.


Dass Netanjahu abtritt, mag eine Voraussetzung sein für die Beendigung

des Krieges. Doch die Palästinenserfrage geht weit über die Person des

Regierungschefs hinaus. Die faschistischen und fundamentalistischen

Strömungen, die seit zwei Jahren massiv auf dem Vormarsch sind und

inzwischen in alle Gesellschaftsschichten vordringen, werden nicht mit

Netanjahu von der Bildfläche verschwinden.7


Angesichts der massiven internationalen Kritik beginnen die Israelis

allmählich zu spüren, dass die Luft dünner wird – auf Auslandsreisen,

bei ihren Begegnungen in Wirtschaft, Wissenschaft, Geschäftsleben und

Kultur und auch bei ihren persönlichen Kontakten mit dem Rest der

Welt. Der Druck auf das Land und seine Bewohner nimmt zu.


Bislang konnte nichts den Genozid und die ethnischen Säuberungen in

Gaza stoppen. Von sich aus werden die in ihre eigene Welt

eingesperrten, von der Realität abgekoppelten Israelis damit nicht

aufhören. Also wird der Rest der Welt Gaza retten müssen.


1 Benjamin Netanjahu in einer Rede vor der Knesset, 12. Oktober 2023. <https://monde-diplomatique.de/artikel/!6117136#anker1>

2 Siehe Alain Gresh, „Gaza – die alte Fantasie von der Vertreibung“, LMd, März 2025.  <https://monde-diplomatique.de/artikel/!6117136#anker2>

3 Adi Hashmonai, „ ‚Go to Gaza‘: Anti-war protesters detained overnight, say police berated them“, Ha’aretz, 13. September 2025. <https://monde-diplomatique.de/artikel/!6117136#anker3>

4 Emma Graham-Harrison und Quique Kierszenbaum, „ ‚Journalists see their role as helping to win‘: how Israeli TV is covering Gaza war“, The Guardian, 6. Januar 2024; sowie Anat Saragusti, „‚The world is against us‘: how Israel's media is censoring the horrors of Gaza“, Ha’aretz, 28. Mai 2025. <https://monde-diplomatique.de/artikel/!6117136#anker4>

5 Lorenzo Tondo, „Israeli media ‚completely ignored‘ Gaza starvation – is that finally changing?“, The Guardian, 17. August 2025. <https://monde-diplomatique.de/artikel/!6117136#anker5>

6 Yuval Abraham und Emma Graham-Harrison, „Revealed: Israeli military’s own data indicates civilian death rate of 83 % in Gaza war“, The Guardian, 21. August 2025.  <https://monde-diplomatique.de/artikel/!6117136#anker6>

7 Siehe Dahlia Scheindlin, „Konsens gegen Palästina“, LMd, September 2025. <https://monde-diplomatique.de/artikel/!6117136#anker7>

Aus dem Französischen von Andreas Bredenfeld



Gideon Levy ist Schriftsteller und Journalist und schreibt für die Tageszeitung Ha’aretz (Tel Aviv).



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10. OHCHR: UN-Expert*innen fordern Deutschland auf, die Kriminalisierung und

Polizeigewalt gegen palästinensischen Solidaritätsaktivismus zu stoppen.



https://www.ohchr.org/en/press-releases/2025/10/un-experts-urge-germany-halt-criminalisation-and-police-violence-against


UN-Expert*innen fordern Deutschland auf, die Kriminalisierung und

Polizeigewalt gegen palästinensischen Solidaritätsaktivismus zu stoppen.


GENF – UN-Expert*innen haben heute Deutschland aufgefordert,

die Kriminalisierung, Bestrafung und Unterdrückung legitimen

palästinensischen Solidaritätsaktivismus zu beenden.


"Wir sind beunruhigt über das anhaltende Muster der Polizeigewalt und

die offensichtliche Unterdrückung des Palästina-Solidaritätsaktivismus

durch Deutschland", sagten die Experten. Sie forderten Deutschland

nachdrücklich auf, seinen menschenrechtlichen Verpflichtungen

nachzukommen und das Recht auf friedliche Versammlung für alle ohne

Diskriminierung zu achten und zu erleichtern.


"Im Rahmen des Rechts auf friedliche Versammlung sind gewaltlose

Proteste geschützt und dürfen nicht bestraft werden", sagten die

Experten. "Politische Proteste und solche, die abweichende Meinungen

zum Ausdruck bringen, dürfen nicht aufgrund des Inhalts unangemessen

eingeschränkt werden.“ (…)


Die Sachverständigen stehen in Kontakt mit der Bundesregierung, um

ihre Bedenken zu äußern.


———

23.10.2025

Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien  (II vom II)

11. SZ: Aktion zum Nahost-Konflikt - „Wie schaffen wir es, dass auch hierzulande Menschen sich versöhnen?“


https://www.sueddeutsche.de/muenchen/menschenrechte-muenchen-anne-fassbender-einsatz-frieden-li.3323761

Aktion zum Nahost-Konflikt


„Wie schaffen wir es, dass auch hierzulande Menschen sich versöhnen?“


15. Oktober 2025, 13:18 Uhr


Anne Faßbender liest einmal im Monat auf dem Münchner Marienplatz die

Namen getöteter Kinder in Israel und Palästina vor. Warum sie auch

jetzt damit nicht aufhört.


Interview: Martina Scherf



Zwei Jahre lang waren die Bilder vom Krieg in Gaza und den noch immer

gefangenen israelischen Geiseln auch in deutsche Wohnzimmer

eingedrungen. Um sich nicht weiter hilflos zu fühlen angesichts des

unendlichen Leids, engagiert sich nun Anne Faßbender.


Die 38-jährige selbständige Versicherungsvermittlerin organisiert

Kundgebungen in der Münchner Innenstadt. Jeweils am letzten Samstag im

Monat liest sie mit Freunden die Namen getöteter Kinder aus Israel und

Gaza vor. Sie wird das auch weiterhin tun, denn noch, sagt sie, sei

wirklicher Frieden in weiter Ferne. Das nächste Mal steht sie am 25.

Oktober um 13 Uhr auf dem Marienplatz.



SZ: Frau Faßbender, der Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas

scheint zu halten, die letzten Geiseln sind zu ihren Familien

zurückgekehrt. Warum machen Sie mit Ihrer Aktion trotzdem weiter?


Faßbender: Zuerst mal ist es eine riesige Erleichterung, dass jetzt

die Waffen schweigen. Aber Frieden bedeutet das noch lange nicht.

Viele Fragen sind noch offen. Wird die hungernde Bevölkerung in Gaza

versorgt? Dürfen jetzt auch Journalisten rein? Wer garantiert, dass

die Hamas wirklich abzieht?


Wer vertritt die Interessen der Palästinenser? Werden jene zur

Verantwortung gezogen, die internationales Recht gebrochen haben?

Welche Rolle spielt die Bundesregierung? Und nicht zuletzt: Wie

schaffen wir es, dass auch hierzulande Menschen sich versöhnen?



SZ: Sie hatten im Sommer mit Ihrer Aktion begonnen. Was hatte Sie dazu

bewogen?


Faßbender: Ich bekam im vergangenen Jahr ein Kind, und als Mutter bin

ich noch sensibler geworden. Mir gingen die Bilder der toten Kinder

nicht mehr aus dem Kopf. Ich hielt es einfach nicht mehr aus,

zuzuschauen und nichts zu tun. Da rief ich ein paar Bekannte an, wir

überlegten, was wir tun könnten. Wir wollen nicht Pro-Israel oder

Pro-Palästina agieren. Uns geht es ausschließlich um die

Menschenrechte.



Woher bekommen Sie die Namen der getöteten Kinder?


Die israelischen Kinder stehen auf der Webseite des israelischen

Außenministeriums. Die palästinensischen Namen haben wir einer

Veröffentlichung der Washington Post vom August entnommen. Damals

waren es 18 000 Namen. Wir können natürlich nicht alle vorlesen. Wir

beginnen immer mit etwa 40 Kindern, von denen wir wissen, wo sie

gelebt haben und wie sie gestorben sind. Dann lesen wir weitere Namen

vor. Es werden ja täglich mehr, viele sind auch jetzt noch vom Hunger

und fehlender medizinischer Versorgung bedroht.



Welche Reaktionen haben Sie bisher erlebt?


Wir machen bei der Kundgebung von Anfang an klar, dass wir zwischen

den Lagern stehen, und stellen klare Regeln auf: keine extremistischen

Flaggen oder Parolen. Wir sind gegen jede Form von Antisemitismus oder

antimuslimischen Rassismus. Viele Passanten reagieren sehr positiv,

vor allem Touristen. Aber es gibt auch Leute aus jeder Altersgruppe,

die kopfschüttelnd weggehen oder aggressiv antworten. Wir versuchen

dann zu diskutieren, das Lagerdenken etwas aufzuweichen.


Finden Sie genug Unterstützer?


Die meisten kommen bisher über unser persönliches Netzwerk. Aber auch

wenn viele gut finden, was wir machen, haben manche Angst, sich in die

Nesseln zu setzen. Manche befürchten Konsequenzen durch ihren

Arbeitgeber oder als Selbständige den Verlust von Kunden. Das finde

ich schade, der Einsatz für Menschenrechte und internationales Recht

sollte nicht umstritten sein!


Ich verstehe die historische Verantwortung, die wir Deutsche gegenüber

Israel haben. Aber diese „Ganz oder gar nicht“-Haltung kann ich nicht

nachvollziehen. Ich bin überzeugt, dass man auch einen Freund

kritisieren können muss, wenn er sich gegen internationales Recht

stellt. Und gerade aufgrund unserer Geschichte müssen wir doch die

Einhaltung der Menschenrechte fordern, in Gaza genauso wie in der

Ukraine oder im Sudan. Das gilt jetzt auch für den Friedensprozess.

Wir fordern, dass die Bundesregierung eine Zwei-Staaten-Lösung

unterstützt.



Was erhoffen Sie sich von Ihrer Aktion?


Dass wir eine Graswurzelbewegung werden, die in den Bundestag und das

EU-Parlament hineinwirkt. Wir haben jetzt ein Logo, eine Homepage

(dontlookaway.org) und einen Instagram-Account. Wir knüpfen Kontakte

zu Parteien, Kirchen, auch jüdischen und arabischen Gruppen – so zum

Beispiel zu den „Freunden Abrahams“ aus München, die sich für

interreligiöse Verständigung von Juden, Christen und Muslimen

einsetzen.


Über Mitglieder der Volt-Partei, die ja eine paneuropäische Partei

ist, haben wir Kontakt zu Gruppen in Berlin, Köln, Essen. Wir wollen

uns europaweit vernetzen. Wir spüren die Pflicht, unsere Stimme zu

erheben – aus Mitgefühl und aus Verantwortung gegenüber den Werten,

die Europa nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt haben: Menschenrechte,

Schutz der Zivilbevölkerung und Achtung des Völkerrechts.



------


12. Europe Calling - "Palästina und Israel / Palestine and Israel“



https://eu01web.zoom.us/webinar/register/2117606962572/WN_s0RZCG_6T1myG_qgW_w0hg#/registration



Europe Calling "Palästina und Israel / Palestine and Israel“


Datum & Uhrzeit


30.Okt. 2025 18:00 in



Beschreibung


Webinar in German and English.


DE Mehr Infos hier: https://europe-calling.de/webinar/palaestina-israel/



————



Das Webinar 2024 findet sich hier:


https://www.youtube.com/watch?v=S7Gbaw3LVOs&t=284s


Europa Calling #203 <https://www.youtube.com/hashtag/203> „Israel & Palästina: Wege zum Frieden“


(Deutsch mit Dolmetschung)


Ausgabe von Europe Calling vom 9.10.2024 in Zusammenarbeit mit NGOs Campact (Deutschland) und Zazim (Israel).



Unsere Gäste waren:


Dr. Rula Hardal ist die palästinensische Co-Direktorin von „Ein Land

für alle – Zwei Staaten, eine Heimat“ (eine gemeinsame

palästinensisch-israelische politische Organisation) und

wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kogod Center for the Study of

Jewish and Contemporary Thought am Shalom Hartman Institute in

Jerusalem.


Raluca Ganea ist Mitbegründerin und Geschäftsführerin von „Zazim –

Community Action“, der größten Bürgerinitiative in Israel, einer

Bewegung von Bürger:innen, Araber:innen und Jüd:innen, die sich

gemeinsam für Demokratie, Gleichheit und gemeinsames, aktives

bürgerschaftliches Engagement einsetzen.


Maoz Inon ist ein israelischer Unternehmer und Friedensaktivist,

dessen Eltern bei dem Terroranschlag vom 7. Oktober in ihrem Haus

ermordet wurden.


Aziz Abu Sarah ist ein palästinensischer Friedensaktivist, Journalist,

Sozialunternehmer und Politiker. Sein Bruder starb an inneren

Verletzungen, nachdem er aus einem israelischen Gefängnis entlassen

worden war, was Abu Sarah unter anderem dazu veranlasste, die

Organisation InterAct mitzugründen, die sich für Konfliktvermittlung

einsetzt.


Moderation: Maximilian Fries, Geschäftsführer von Europe Calling e.V.



——


13. IPPNW: Deutschlands Rolle im Nahost-Konflikt – Für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel



https://www.ippnw.de/aktiv-werden/termine/kopi-konferenz.html


KoPI-Konferenz und Abendveranstaltung

Deutschlands Rolle im Nahost-Konflikt – Für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel


Unter dem Titel „Deutschlands Rolle im Nahost-Konflikt – Für einen

gerechten Frieden in Palästina und Israel“ veranstaltet der

Koordinationskreis Palästina-Israel (KoPI) eine Vortragsveranstaltung

am Freitag, den 5.12.2025, mit Frau Francesca Albanese und am Samstag,

den 6.12.2025, eine Konferenz mit bekannten Persönlichkeiten.


Die Anzahl der Sitzplätze im Saal ist begrenzt. Daher bitten wir Sie, sich

frühzeitig anzumelden.

Anmeldeschluss ist Freitag, 28.11.2025.


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Mit freundlichen Grüßen


Clemens Ronnefeldt


Referent für Friedensfragen beim deutschen

Zweig des internationalen Versöhnungsbundes


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

23.10.2025

Demo-Aufrufe Hannover und Bremen/Erinnerung Einladung FORUM 24.10.19 Uhr/ FORUM 10.11./Konzert Palästinensisch-Syrische Musik 22.11./Mahnwachen/ MR-Bündnisflyer/Anhänge

aus e-mail von  Palästina Initiative, 23. Oktober 2025, 14:47 Uhr

Liebe Palästina- und Israel-Interessierte, liebe Aktive,


1) Intifada Hannover ruft auf zum nächsten Marsch am Freitag um 16 Uhr

am Hbf. Hannover, s. Anhang


2) *Die Palästinensische Gemeinde Bremen und die DPG u.a. rufen auf zu

einer zentralen Demonstration für Norddeutschland* *in Bremen:

25.10.2025 um 15 Uhr am Hauptbahnhof Bremen*, Treffen ab 14:30 Uhr, s.

auch Anhang


3) UN-Experten haben eine Erklärung zum Trump-Plan abgegeben. Die 15

Kritikpunkte haben wir - Palästina Initiative - als Flugblatt verteilt,

s. Anhang. Wir bringen die Kritikpunkte an dieser Stelle noch einmal,

weil detailliert nachgewiesen wird, dass der Kern des 'Konflikts' in

diesem Plan nicht gelöst wird. Und weil Prof. Norman Paech am

Freitagabend mit seiner Expertise u.a. darauf eingehen wird, auch deshalb:


*4)* Wir erinnern an unsere Einladung zu unserer nächsten

FORUM-Veranstaltung:


*Freitag, 24. Oktober 2025 - 19.00 Uhr

Referent: Prof. Norman Paech (Hamburg)

Thema: Die Anerkennung Palästinas und andere völkerrechtliche Fragen des

Gazakrieges

Ort: Freizeitheim Vahrenwald (Kleiner Saal), Vahrenwalder Str. 92,

Hannover, Stadtbahnhaltestelle Dragonerstr.

*


Durch den neuen Plan von Trump ist Gaza wieder verstärkt auf die Ebene

der Diplomatie gehoben worden, völkerrechtliche Normen werden durch die

laufenden Verhandlungen neu ins Spiel gebracht, auch wenn die nächsten

Schritte vorerst  völlig unklar bleiben. Norman Paech wird auf

verschiedene Fragen eingehen, z.B. welchen Status Gaza völkerrechtlich

hat (ist es besetztes Gebiet und was folgt daraus?), die rechtlichen

Kriterien für die Feststellung eines Völkermords, wie der Trump-Plan

völkerrechtlich und politisch zu beurteilen ist, welche Rolle die

Anerkennung Palästinas durch mittlerweile auch westliche Staaten spielen

kann (deutsche Politiker begründen die Nichtanerkennung mit fehlenden

Merkmalen eines Staates), und, was Deutschland betrifft, welche Chancen

die Strafanzeigen gegen Mitglieder der Bundesregierung wegen

Komplizenschaft haben ebenso wie die Klagen vor dem IStGH wegen des

gleichen Tatbestands. Das sind nur einige Beispiele.

Norman Pech ist Jurist und im emeritierter Professor für

Politikwissenschaft und für Öffentliches Recht an der Universität

Hamburg. Von 2005 bis 2009 war er Mitglied des Deutschen Bundestages und

außenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. Norman Pech ist u.a.

Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von IALANA und IPPNW.


*5)* Die *November-Veranstaltung des FORUMs findet am 10. des Monats* statt:

*Montag, 10. November 2025 - 19.00 Uhr

Referent: Brian K. Barber (Washinton DC)

Thema*: *Gaza - nur der Weg nach vorn - drei Familiengeschichten**

**Ort: Freizeitheim Linden, WindheimStr. 4, 30451 Hannover Raum 18,

Linie 10, Haltestelle Freizeitheim Linden*


Unter dem o.g. Titel**wird der US-amerikanische Autor Brian K. Barber an

Hand der Vorstellung seiner Studie aus einer Langzeitbeobachtung zeigen,

wie die Menschen in Gaza es über Jahrzehnte schaffen, zu (über)leben.

Brian K. Barber, PhD, emeritierter Professor an der University of

Tennessee, Mitarbeit am Middle East Policy Council und am Institute for

Palestine Studies, lebt in Washington, DC.

Im Rahmen seiner Forschungsprojekte hat er in den vergangenen 30 Jahren

mehr als zehntausend palästinensische Familien im Westjordanland, in

Ostjerusalem und im Gazastreifen untersucht.

Ausgangspunkt seiner Studien ist die Frage, wie der Kontext – von der

Erziehung bis hin zu politischen Systemen – die individuelle und soziale

Entwicklung beeinflusst.

Aus seinen Begegnungen im Gazastreifen ist sein jüngstes gerade auf

Deutsch erschienenes Buch entstanden. Darin beschreibt er Stationen aus

dem Leben und der Entwicklung von Hamman, Khalil und Hussam, drei

Jungen, geboren in den frühen 70er Jahren im Gazastreifen bis in die

Gegenwart.

Den Kontakt vom 07. Oktober 2023 bis zum 07. Oktober 2024 dokumentiert

der Autor mit den WhatsApp Messages, die er in diesem Zeitraum mit ihnen

ausgetauscht hat.

Weitere Informationen s. unsere Webseite


*6) Und wir verweisen auf unsere Konzertveranstaltung im Rahmen des

Menschenrechtsbündnisses:

„ **Kanjiru – Palästinensisch-Syrische Musik**– Palästinensisch-Syrische

Musik** trifft auf Jazz und Weltmusik“*


*Sa 22.11.2025 | Freizeitheim Stöcken, Beginn 19:00 Uhr / Einlass ab

18:00 Uhr

Näheres s. unsere Webseite unter

*https://www.palaestina-initiative.de*/Aktuelles*


*7)Auch im Oktober und November finden unsere Mahnwachen statt (seit

Januar *(!) *2024): Mittwochs, 15 bis 17 Uhr in Hannover am

Blätterbrunnen. Jede*r ist herzlich eigeladen mitzumachen. Näheres und

Fotos aus den letzten Monaten auf unserer Webseite.*


*8) Das hannoversche Bündnis für Menschenrechte, in dem auch die

Palästina Initiative mitarbeitet und mit einer Veranstaltung vertreten

ist (s. Punkt 6) hat einen Flyer mit allen Veranstaltungen

herausgebracht - bitte hingehen und mitmachen!*



Herzlichen Gruß https://www.palaestina-initiative.de  Hans Norden


Flyer

Marsch_Hannover_24.10.25


Aufruf_Demo_Bremen_25.10.25


Aufruf:


Palästina: UN-Experten* fordern:
Jeder Friedensplan muss das Völkerrecht respektieren,
angefangen bei Selbstbestimmung und Rechenschaftspflicht


03. Oktober 2025
GENF – UN-Experten* äußerten heute ihre Hoffnung auf einen dauerhaften
Waffenstillstand in Gaza, warnten jedoch, dass jeder Friedensplan unbedingt die
Menschenrechte der Palästinenser schützen und keine weiteren
Unterdrückungsbedingungen schaffen dürfe.
„Wir begrüßen Teile des von den Vereinigten Staaten angekündigten
Friedensplans zur Beendigung des Krieges in Gaza, darunter einen
dauerhaften Waffenstillstand, die rasche Freilassung unrechtmäßig
inhaftierter Personen, die Zufuhr humanitärer Hilfe unter Aufsicht der
Vereinten Nationen, keine Zwangsumsiedlungen aus Gaza, den Rückzug
der israelischen Streitkräfte und die Nichtannexion von Gebieten“, sagten
die Experten. „Dies sind im Großen und Ganzen Anforderungen des
Völkerrechts, die nicht von einem formellen Friedensplan abhängig sein
sollten.“
Die Experten warnten jedoch, dass wesentliche Elemente des Plans in tiefem
Widerspruch zu grundlegenden Regeln des Völkerrechts und dem Gutachten
des Internationalen Gerichtshofs von 2024 stehen, wonach Israel seine
rechtswidrige Präsenz in den besetzten palästinensischen Gebieten beenden
muss.
„Die Durchsetzung eines sofortigen Friedens um jeden Preis, ungeachtet
oder sogar unter eklatanter Missachtung von Recht und Gerechtigkeit, ist
ein Rezept für weitere Ungerechtigkeit, künftige Gewalt und Instabilität“,
erklärten sie.
Die Experten hoben folgende Aspekte als besonders besorgniserregend hervor:
1. Das Recht der Palästinenser auf Selbstbestimmung, einschließlich der
Gründung eines unabhängigen Staates, ist nicht wie vom Völkerrecht gefordert
garantiert und unterliegt vagen Vorbedingungen hinsichtlich des Wiederaufbaus
des Gazastreifens, der Reform der Palästinensischen Autonomiebehörde und
eines „Dialogs“ zwischen Israel und Palästina. Die Zukunft Palästinas würde
somit von Entscheidungen Außenstehender abhängen und nicht, wie vom


2
Völkerrecht vorgeschrieben, in den Händen der Palästinenser liegen. Der Plan
bewahrt auch den gescheiterten Status quo, der weitere Verhandlungen mit
Israel erfordert, obwohl der israelische Ministerpräsident bereits erklärt hat, dass
Israel sich „mit Gewalt” gegen eine Staatsgründung wehren werde. Dies steht in
eklatantem Widerspruch zu der Feststellung des Internationalen Gerichtshofs
(IGH), dass die Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechts nicht von
Verhandlungen abhängig gemacht werden darf.
2. Die „vorübergehende Übergangsregierung“ ist nicht repräsentativ für
die Palästinenser und schließt sogar die Palästinensische Autonomiebehörde
aus, was ein weiterer Verstoß gegen das Selbstbestimmungsrecht ist und ihr die
Legitimität nimmt. Es gibt keine konkreten Maßstäbe oder Zeitrahmen für einen
Übergang zu einer repräsentativen Regierungsform, die allein den
Palästinensern ohne ausländische Einmischung zusteht.
3. Die Aufsicht durch einen „Friedensrat“ unter dem Vorsitz des US-
Präsidenten unterliegt weder der Autorität der Vereinten Nationen noch einer
transparenten multilateralen Kontrolle, während die USA ein stark parteiischer
Unterstützer Israels und kein „ehrlicher Vermittler“ sind. Dieser Vorschlag
erinnert bedauerlicherweise an koloniale Praktiken und muss abgelehnt werden.
4. Eine „internationale Stabilisierungstruppe“, die sich der Kontrolle des
palästinensischen Volkes und der Vereinten Nationen als Garant entzieht, würde
die israelische Besatzung durch eine von den USA geführte Besatzung ersetzen,
was der Selbstbestimmung der Palästinenser zuwiderläuft.
5. Eine teilweise israelische Besatzung könnte durch einen „Sicherheitsgürtel“
innerhalb der Grenzen des Gazastreifens auf unbestimmte Zeit fortgesetzt
werden, was absolut inakzeptabel ist.
6. Die Entmilitarisierung des Gazastreifens hat kein Enddatum und könnte,
wenn sie dauerhaft ist, den Gazastreifen anfällig für israelische Aggressionen
machen. Über die Entmilitarisierung Israels, das internationale Verbrechen
gegen die Palästinenser begangen und durch Aggressionen gegen andere
Länder den Frieden und die Sicherheit in der Region bedroht hat, wird nichts
gesagt.


3
7. Die Deradikalisierung wird nur dem Gazastreifen auferlegt, während anti-
palästinensische und anti-arabische Stimmungen, Radikalisierung und
öffentliche Aufstachelung zum Völkermord seit zwei Jahren die vorherrschende
Rhetorik in Israel prägen.
8. Der Plan behandelt den Gazastreifen weitgehend isoliert vom
Westjordanland einschließlich Ostjerusalem, obwohl diese Gebiete als ein
einheitliches palästinensisches Gebiet und einen einheitlichen palästinensischen
Staat betrachtet werden müssen.
9. Ein „Wirtschaftsentwicklungsplan“ und eine „Sonderwirtschaftszone“
könnten zu einer illegalen Ausbeutung der Ressourcen durch ausländische
Kräfte ohne Zustimmung der Palästinenser führen.
10. Israel und diejenigen, die seine illegalen Angriffe auf Gaza unterstützt haben,
sind nicht verpflichtet, die Palästinenser für die durch den illegalen Krieg
verursachten Schäden zu entschädigen.
11. Der Plan sieht die Freilassung aller israelischen Geiseln vor, aber nur
einiger der vielen willkürlich inhaftierten Palästinenser.
12. Die Hamas scheint eine bedingungslose Amnestie zu erhalten, selbst
wenn sie internationale Verbrechen begangen hat, wodurch den Opfern
internationaler Verbrechen Gerechtigkeit verweigert wird.
13. Der Plan geht überhaupt nicht auf die Rechenschaftspflicht für
internationale Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen Israels gegen das
palästinensische Volk ein. Es gibt keine Verpflichtung zu Übergangsjustiz,
historischer Wahrheitsfindung oder echter Versöhnung. Es gibt auch keine
garantierten Zugangsrechte für unabhängige Journalisten. Rechenschaftspflicht
und Gerechtigkeit sind für einen nachhaltigen Frieden unerlässlich.
14. Der Plan geht nicht auf andere grundlegende Fragen ein, wie die
Beendigung der illegalen israelischen Siedlungen im Westjordanland
einschließlich Ostjerusalem, Grenzen, Entschädigungen und Flüchtlinge.
15. Der Plan sieht keine führende Rolle für die Vereinten Nationen, die
Generalversammlung oder den Sicherheitsrat vor, auch nicht speziell für das
Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten
(UNRWA), das für die Unterstützung und den Schutz der Palästinenser von
entscheidender Bedeutung ist.


4
„Jeder Friedensplan muss die Grundregeln des Völkerrechts
respektieren“, sagten die Experten. „ Die Zukunft Palästinas muss in den
Händen des palästinensischen Volkes liegen – und darf nicht von
Außenstehenden unter extremen Zwangsbedingungen in einem weiteren
Plan zur Kontrolle ihres Schicksals aufgezwungen werden.“
Die Experten erinnerten daran, dass sich der Internationale Gerichtshof
eindeutig geäußert habe. „Das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser darf
nicht an Bedingungen geknüpft werden“, sagten sie. „Die israelische Besatzung
muss sofort, vollständig und bedingungslos beendet werden, und den
Palästinensern muss eine angemessene Entschädigung gezahlt werden.“
„Die Vereinten Nationen – nicht Israel oder sein engster Verbündeter –
wurden vom IGH als die legitime Autorität identifiziert, die das Ende der
Besatzung und den Übergang zu einer politischen Lösung, in der ihr Recht
auf Selbstbestimmung vollständig verwirklicht wird, überwachen soll“,
sagten die Experten.
*Sonderberichterstatter/unabhängige Experten/Arbeitsgruppen sind
unabhängige Menschenrechtsexperten, die vom Menschenrechtsrat der
Vereinten Nationen ernannt werden. Zusammen werden diese Experten als
Sonderverfahren des Menschenrechtsrats bezeichnet. Die Experten der
Sonderverfahren arbeiten auf freiwilliger Basis; sie sind keine Mitarbeiter der
Vereinten Nationen und erhalten für ihre Arbeit kein Gehalt.
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version) , red. bearbeitet


V.i.S.P.: Dagmar Lembeck, 30801 Garbsen, Postfach: 110125, 14.10.2025

unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

23.10.2025

Heute Abend: Eröffnung der Hiroshima:Ausstellung

aus e-mail von Friedensbüro Hannover, 23. Oktober 2025, 12:16 Uhr


IPPNW-Ausstellung "Hiroshima – Nagasaki


vom 22.10. – 19.11.2025 " in der VHS, Burgstraße 14 (2.St nach Süden)


Vernissage am 23.10., 17.00 Uhr – Finissage am 18.11.25, 17.00 Uhr


Veranstalter: Hiroshima-Bündnis Hannover und Friedensbüro Hannover e.V.


 

im Philipp-Scheidemann-Haus.

Programm unter Programm des bundesweiten Friedensratschlages 2025 am 8. und 9.11.2025 in Kassel - Bundesausschuss Friedensratschlag https://friedensratschlag.de/friedensratschlag-2025/

Anmeldung unter Anmeldung zum bundesweiten Friedensratschlag am 8. und 9.11.2025 - https://frieden-und-zukunft.de/anmeldung-zum-bundesweiten-friedensratschlag-am-8-und-9-11-2025/


Di 11. November 2025 um 19 Uhr im Pavillon

Wieso „Erstschlagfähig“? Die Kampagne gegen neue Mi https://frieden-hannover.de/wieso-erstschlagfaehig-die-kampagne-gegen-neue-mittelstreckenwaffen-in-deutschland/ttelstreckenwaffen in Dtld.


Freitag 14. November 2025 um 19.00 Uhr im Freizeitheim Linden Windheimstr.2, Straßenbahn 10 HS Freizeitheim Linden

„Ernstfall Frieden“! Ein langer Weg für Europa? https://frieden-hannover.de/ernstfall-frieden-ein-langer-weg-fuer-europa/

Vortrag und Diskussion mit Dr. Petra Erler


„Der lange Weg zum Krieg: Russland, die Ukraine und der Westen – Eskalation statt Entspannung.“ ist der Titel des Buches von Petra Erler und Günter Verheugen, das eindringlich vor weiteren Eskalationen dieses Krieges warnt.

Dr. Petra Erler war Staatssekretärin in der letzten, demokratischen DDR-Regierung, dann Vertreterin des Landes Brandenburg in Bonn, schließlich Kabinettschefin von Günter Verheugen, der u.a. als Vizepräsident der europäischen Kommission tätig war.

Das Buch zeigt die Vorgeschichte des Ukraine-Krieges. Es ist auf „Kriegslügen beider Seiten“ gestoßen und wendet sich gegen eine „beängstigende Einheitsfront von Meinungsführern“.

Frau Dr. Erler fordert die Rückkehr zur Dialogbereitschaft, und zu vertrauensbildenden Maßnahmen:

„Die Entspannung ist kein gescheitertes Konzept! Gescheitert ist vielmehr eine Politik, die glaubt, auf Entspannung verzichten zu können und es notfalls auch auf einen Krieg ankommen zu lassen.“

Die Auseinandersetzung darüber muss und kann hier geführt werden – zur Sicherung unseres Überlebens!



Samstag 22.11.2025 | Beginn 19:00 Uhr / Einlass ab 18:00 Uhr

Stadtteilzentrum Stöcken, Eichsfelder Str. 101, Stadtbahnlinie 5 - Stöckener Markt

„Kanjiru – Palästinensisch-Syrische Musik trifft auf Jazz und Weltmusik“

Ein Konzert von Aeham Ahmad, Klavier, arabischer Gesang und Tobias Schulte, Percussion — gemeinsam ausgezeichnet mit dem Weltmusikpreis „Creole“.

Die beiden Musiker — Aeham Ahmad, der 2015 aus Damaskus geflüchtete Pianist, und Tobias Schulte, ein gefragter Percussionist in der Jazz-Szene — verbindet die Bereitschaft, einander zuzuhören, sich einzufühlen und sich gemeinsam auf den Weg zu machen, um etwas Neues auszuprobieren. In ihrem Konzert nehmen sie uns mit auf eine musikalische Reise über Grenzen hinweg, bei der syrische Musiktradition, arabischer Gesang und westliche Jazz-Rhythmen aufeinander treffen, sich inspirieren, ergänzen und Raum für Improvisationen schaffen.

Abendkasse: 15€ / ermäßigt 5€ für Schüler, Studenten, Aktiv-Pass-Inhaber

Das Konzert veranstaltet die Palästina Initiative Region Hannover zum Aktionstag des Menschenrechtsbündnisses: „Zusammen Zukunft schaffen — Solidarische Perspektiven realisieren“.

 

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To unsubscribe: <mailto:fb-info-unsubscribe@lists.riseup.net>

List help: <https://riseup.net/lists>


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

23.10.2025

Niinistö gibt Details seines Gesprächs mit Putin über Beitritt Finnlands zur NATO bekannt

rtnewsde.site, 23 Okt. 2025 08:08 Uhr

Sauli Niinistö hat in seinem Buch ein Gespräch mit Putin im Mai 2022 beschrieben, das er mit ihm nach der Entscheidung seines Landes, der NATO beizutreten, geführt hatte. Putin warnte demnach den finnischen Ex-Präsidenten, dass das amerikanische Militär das Kommando in dem Land übernehmen werde.


Quelle: Gettyimages.ru © Celestino Arce/NurPhoto


Der ehemalige finnische Präsident Sauli Niinistö


Der ehemalige finnische Präsident Sauli Niinistö hat in seinem Buch "Kaikki tiet turvaan" ("Alle Wege zur Sicherheit") Einzelheiten seines Gesprächs mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin über die Entscheidung Finnlands, im Mai 2022 der NATO beizutreten, dargelegt. Von der Nachrichtenagentur Yle wurden Auszüge daraus veröffentlicht.

Niinistö fasste in seinem Buch die Sicherheitspolitik Finnlands und seine beiden Amtszeiten als Präsident von 2012 bis 2024 zusammen. Er schrieb:

"Wir haben immer offen gesprochen, und ich denke, dass auch darüber offen gesprochen werden musste. Deshalb habe ich gesagt, dass Finnland nun der NATO beitritt."

Seinen Worten zufolge war Putin "überraschend ruhig" und sagte nur, dass der finnische Staatschef einen Fehler begehe. Niinistö schrieb:

"Er kam geschickt auf das Thema Souveränität zurück: 'Ich hoffe, Sie behalten wenigstens etwas davon, denn die Amerikaner werden das militärische Kommando übernehmen.' Ich antwortete, dass ich auch weiterhin meine Generäle selbst ernennen werde. 'Aha', antwortete Putin mit einem Grinsen."

Nach Angaben des ehemaligen finnischen Präsidenten fragte US-Präsident Joe Biden Niinistö etwa einen Monat vor Beginn der militärischen Sonderoperation in der Ukraine, ob er Einfluss auf Putin nehmen könne, und spielte dabei auf die NATO-Mitgliedschaft Finnlands an. Er schrieb:

"Biden schien anzudeuten, dass ich Druck auf Putin ausüben solle."

Am 14. Mai 2022 fand ein Telefongespräch zwischen dem russischen und dem finnischen Präsidenten über den Beitritt Finnlands zur NATO statt. Niinistö erklärte, er habe Putin angerufen, um offen über die aktuellen Ereignisse zu sprechen, da Finnland nicht die Absicht habe, "still und leise in der Ecke zu verschwinden". Der russische Präsident versicherte in dem Gespräch, dass Russland keine Bedrohung darstelle. Putin habe vermutet:

"Eine solche Änderung der Außenpolitik des Landes könnte sich negativ auf die russisch-finnischen Beziehungen auswirken."

Der russische Präsident nannte Niinistö auch die Gründe für die Durchführung der militärischen Sonderoperation in der Ukraine. Der finnische Präsident bezeichnete das Gespräch als ruhig.


Stubb: Finnland wird Flugzeuge bei Grenzverletzung nicht sofort abschießen





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Finnland hat Mitte Mai 2022 gemeinsam mit Schweden den Antrag auf einen NATO-Beitritt gestellt. Das Land trat der Allianz am 4. April 2023 bei und gab damit seine Neutralitätspolitik endgültig auf, da sich die Sicherheitslage nach Beginn der militärischen Sonderoperation Russlands in der Ukraine verändert hatte.

Putin bezeichnete diesen Schritt als "Fehler" und "Dummheit" vonseiten Helsinkis und merkte an, dass es zuvor keine Probleme in den Beziehungen zwischen Russland und Finnland gegeben habe und Russland nun einen separaten Militärbezirk an der neuen Grenze zur NATO einrichten müsse.

Niinistö erzählte auch von seinem Besuch bei US-Präsident Donald Trump im August 2017 während dessen erster Amtszeit als US-Präsident. Nach den Erinnerungen des ehemaligen finnischen Präsidenten zeigte Trump Interesse an der Geschichte seines Landes und fragte unter anderem, warum Finnland kein NATO-Mitglied sei und warum Finnland trotz seiner schwierigen Vergangenheit gute Beziehungen zu Russland unterhalte.

Niinistö erwähnte in seinem Buch auch Geschenke des russischen Präsidenten, die ihn und sein Team zum Nachdenken anregten. Dazu gehört das Buch "Pro Finlandia" aus dem Jahr 1899, das Appelle von zwölf Ländern an Zar Nikolaus II. zur Verteidigung der Autonomie Finnlands enthält.


Mehr zum Thema - Ganz Europa wird zur Armee eingezogen


                (Finnland deutet Wiederaufnahme der Beziehungen zu Russland an!)

Screenshot_2025_10_23_at_12_45_29_Niinist_gibt_Details_seines_Gespr_chs_mit_Putin_ber_Beitritt_Finnlands_zur_NATO_bekannt_RT_DE

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

Info: https://rtnewsde.site/international/259649-niinistoe-gibt-details-seines-gespraechs


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23.10.2025

Lawrow wirft Polen Terrorpläne vor

https://rtnewsde.site, vom 21 Okt. 2025 20:07 Uhr

Moskau reagiert empört: Nach Aussagen des polnischen Außenministers, man könne Wladimir Putins Flugzeug abfangen, wirft Sergei Lawrow Warschau "Bereitschaft zum Terrorismus" vor. Der Kreml spricht von einer gefährlichen Eskalation.


Quelle: Sputnik © Außenministerium der Russischen Föderation


Russlands Außenminister Sergei Lawrow

Lawrow wirft Polen Terrorpläne vor

Quelle: Sputnik © Außenminister


ium der Russischen Föderation


Russlands Außenminister Sergei Lawrow


Russlands Außenminister Sergei Lawrow ist der Ansicht, dass Polen zu Terrorakten greifen könnte. Hintergrund sind Aussagen aus Warschau, wonach ein russisches Regierungsflugzeug mit Präsident Wladimir Putin an Bord auf dem Weg nach Ungarn abgefangen werden könnte. Lawrow warnte:

"Die Weigerung Warschaus, die Sicherheit des russischen Staatschefs zu garantieren, zeigt, dass das Land nun bereit ist, auf Terrorismus zurückzugreifen."


WSJ: Trump sagt Lieferung von Tomahawk-Raketen an Ukraine ab





WSJ: Trump sagt Lieferung von Tomahawk-Raketen an Ukraine ab






Lawrow bezog sich dabei auf Äußerungen des polnischen Außenministers Radosław Sikorski vom Dienstag. Dieser hatte erklärt, Polen könne "nicht garantieren", dass es ein Flugzeug der russischen Regierung nicht abfangen würde, sollte Putin den polnischen Luftraum für einen geplanten Gipfel mit US-Präsident Donald Trump in Ungarn nutzen. Ein solcher Schritt könne sogar gerichtlich angeordnet werden, so Sikorski.

In einem Interview für den Sender Radio Rodzina sagte der Minister:  

"Ich kann nicht garantieren, dass ein unabhängiges polnisches Gericht die Regierung nicht anweisen wird, ein solches Flugzeug zu eskortieren, um den Verdächtigen dem Gericht in Den Haag zu übergeben."

Der Kreml hat bislang keine Angaben zu den möglichen logistischen Details des geplanten Treffens in Budapest gemacht.

Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) hatte gegen Putin wegen angeblicher Entführungen ukrainischer Kinder einen Haftbefehl erlassen. Moskau weist die Vorwürfe als politisch motiviert und auf falschen Informationen Kiews basierend zurück. Russland erkennt die Zuständigkeit des Gerichtshofs nicht an. Ungarn befindet sich derzeit im Prozess des Rückzugs aus dem IStGH und weigert sich, dessen Anordnungen umzusetzen.

Sowohl Kiew als auch Brüssel reagierten kritisch auf die Ankündigung eines möglichen Putin-Trump-Gipfels in Ungarn, an dem keine der Konfliktparteien direkt beteiligt sein dürfte. Das Gastgeberland lehnt trotz seiner EU- und NATO-Mitgliedschaft eine fortgesetzte westliche Militärhilfe für die Ukraine ab.


Vorbereitung des Trump-Putin-Gipfels verschoben? Moskau spricht von westlichen "Falschmeldungen"





Vorbereitung des Trump-Putin-Gipfels verschoben? Moskau spricht von westlichen "Falschmeldungen"





Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas kritisierte, es sei "nicht schön", dass Budapest Putin empfange, anstatt ihn auf Antrag des IStGH festzunehmen. Sie prophezeite:

"Aus diesen Treffen kann nichts herauskommen, wenn weder die Ukraine noch Europa beteiligt sind."

Auch der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij bekräftigte seine Ablehnung eines Kompromisses mit Moskau:

"Wenn ich nachgebe, werden sie versuchen, den Rest ohne uns zu regeln."

Russland wiederum wirft Selenskij vor, nicht in gutem Glauben zu verhandeln, um das Kriegsrecht aufrechtzuerhalten und an der Macht zu bleiben. Seine Amtszeit war bereits im vergangenen Jahr abgelaufen.


Mehr zum Thema EU-Außenbeauftragte Kallas: Putins Reise nach Ungarn ist "nicht schön"


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23.10.2025

Polen droht Ungarn mit Sprengung der "Druschba"-Pipeline

rtnewsde.site, vom 22 Okt. 2025 21:59 Uhr

Der polnische Außenminister Radosław Sikorski hat in einer Antwort auf einen Tweet seines ungarischen Amtskollegen Péter Szijjártó die Hoffnung geäußert, dass die ukrainischen Streitkräfte die Ölpipeline "Druschba" außer Betrieb setzen werden.


Quelle: Gettyimages.ru © Leon Neal/Getty Images


Radek Sikorski, der Außenminister Polens, spricht am 14. Oktober 2025 im britischen Parlament in London.


Der polnisch-ungarische Schlagabtausch auf X (ehemals Twitter) hat eine neue Eskalationsstufe erklommen. Am Mittwoch hat der polnische Außenminister Radosław Sikorski in einer Antwort auf einen Tweet seines ungarischen Amtskollegen Péter Szijjártó, in dem dieser die Freilassung des mutmaßlichen Nord Stream-Terroristen durch ein polnisches Gericht kritisierte, die Hoffnung geäußert, dass die ukrainischen Streitkräfte die Ölpipeline "Druschba" außer Betrieb setzen werden. Über die "Druschba" bezieht Ungarn Öl aus Russland.

Wörtlich schrieb Sikorski:

"Ich hoffe, dass es Ihrem tapferen Landsmann, Major Madjar (Kommandeur der Drohnentruppen der Ukraine, Robert Brovdi. – Anm. d. Red.), endlich gelingen wird, die Ölpipeline außer Betrieb zu setzen … und Sie Ihr Öl über Kroatien beziehen können."


Szijjártó: "Ungarn zahlen 71 Prozent weniger für Gas als der EU-Durchschnitt – dank Russland"





Szijjártó: "Ungarn zahlen 71 Prozent weniger für Gas als der EU-Durchschnitt – dank Russland"





Sikorski fügte hinzu, dass er stolz auf die Entscheidung des polnischen Gerichts sei, einen ukrainischen Staatsbürger freizulassen, der verdächtigt wird, die Nord Stream-Gaspipelines gesprengt zu haben.

Der ungarische Außenminister gab am 22. August bekannt, dass die Öllieferungen über die Druschba-Pipeline nach Ungarn aufgrund des Angriffs der Ukraine zum dritten Mal in jüngster Zeit eingestellt worden seien. Die Slowakei und Ungarn haben sich in diesem Zusammenhang mit einer Beschwerde über die Unterbrechungen der Öllieferungen über die Pipeline an die Europäische Kommission gewandt und um eine Garantie für deren Sicherheit gebeten.

Szijjártó teilte außerdem mit, dass die ungarischen Behörden dem Kommandeur der Drohneneinheiten der ukrainischen Streitkräfte, Robert Brovdi, die Einreise nach Ungarn und damit in den Schengen-Raum untersagt hätten. Später erklärte er am Rande der "Russischen Energiewoche" gegenüber Journalisten, dass die Angriffe auf die Pipeline "Druschba" faktisch Angriffe auf die Souveränität Ungarns seien.


Mehr zum ThemaDer Fall "Nord Stream" spaltet Europa - von innen heraus


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Video  https://rumble.com/v70na8k-vor-usrussland-gesprchen-in-budapest-europische-drohungen-belasten-friedens.html Dauer 8:43 Min.


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Info: https://rtnewsde.site/europa/259662-polen-droht-ungarn-mit-sprengung/


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Weiteres: 




Szijjártó: "Ungarn zahlen 71 Prozent weniger für Gas als der EU-Durchschnitt – dank Russland"


rtnewsde.site, vom 10 Okt. 2025 15:02 Uhr

Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó hat in einem Podcast am Donnerstag, dem 9. Oktober 2025, über den Niedergang der EU unter Ursula von der Leyen gesprochen. Szijjártó machte die EU-Kommissionspräsidentin für die Zerstörung Europas verantwortlich.


Quelle: RT


Er kritisierte die Sanktionspolitik Brüssels gegen Moskau und argumentierte, dass die EU-Spitzenpolitiker praktisch die Grundlage des europäischen Wirtschaftsmodells zerstört haben, das das Wirtschaftswachstum Europas jahrzehntelang geprägt hat. Es sei an der Zeit, dass Von der Leyen geht. Dies würde Hoffnung geben, dass die Europäische Union einen Weg der Besserung einschlagen könnte. Er wies auch darauf hin, dass ungarische Haushalte derzeit 71 Prozent weniger für Erdgas bezahlen als der europäische Durchschnitt.


Mehr zum ThemaNach Ungarn und Slowakei: Jetzt blockiert auch Österreich das 19. EU-Sanktionspaket gegen Russland


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Videohttps://rumble.com/v701dqe-polens-ministerprsident-nicht-die-sprengung-von-nord-stream-2-ist-das-probl.html Dauer 1:10  Min.


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23.10.2025

Neue “Friedensformel”, Trump straft Russland – und Sikorski wird rückfällig

lostineu.eu, 23. Oktober 2025

Die Watchlist EUropa vom 23. Oktober 2025 – Heute mit News und Updates zu europäischen Plänen für ein Ende des Ukraine-Kriegs, neuen US-Sanktionen und Provokationen des polnischen Außenministers.

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Erinnert sich noch jemand an die “Friedensformel” der Ukraine? Obwohl sie bloß eine Sammlung frommer Wünsche war, hat sich die EU jahrelang darauf berufen. Doch nach der Machtübernahme von US-Präsident Trump in Washington ist sie sang- und klanglos im Papierkorb verschwunden.

Nun sucht die EU eine neue “Friedensformel”. Pünktlich zum EU-Gipfel kursiert in Brüssel ein Zwölf-Punkte-Plan, mit dem die Europäer eine Brücke zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj schlagen wollen. Gut daran ist, daß die EUropäer endlich selbst über Frieden nachdenken.

Der Plan umfasst nach Angaben von “Bloomberg” und “telepolis” die Rückführung aller vermeintlich deportierten Kinder in die Ukraine und den Austausch von Gefangenen. Die Ukraine würde Sicherheitsgarantien, Mittel zur Beseitigung der Kriegsschäden und einen Weg zum raschen EU-Beitritt erhalten.

Trump als oberster Friedensfürst

Die europäischen Sanktionen gegen Russland (die beim EU-Gipfel erneut verschärft werden sollen) würden schrittweise aufgehoben. Allerdings würden die eingefrorenen Zentralbankreserven von rund 300 Mrd. Dollar erst zurückgegeben, wenn Moskau sich bereit erklärt, einen Beitrag zum Wiederaufbau der Ukraine zu leisten.

Moskau und Kiew sollen Verhandlungen über die Verwaltung der besetzten Gebiete aufnehmen. Allerdings würden die besetzten Gebiete auch künftig nicht als russisch anerkannt. Die Umsetzung würde von einem Friedensgremium unter Vorsitz von US-Präsident Trump überwacht.

Damit lehnen sich die Verfasser an den sog. Friedensplan für Gaza an. Auch in Kiew soll Trump als oberster Friedensfürst dienen – doch der MAGA-Mann denkt gar nicht daran, die zahllosen Verstöße Israels zu ahnden und den Palästinensern Gerechtigkeit zukommen zu lassen.

Armutszeugnis für EUropa

Daß die Europäer trotzdem auf Trump setzen, zeigt, wie abhängig die EU von den USA ist. Nach dem Nahen Osten will sie ihre Außenpolitik auch in Osteuropa von den Amerikanern leiten und überwachen lassen – ein Armutszeugnis. Eigene Diplomatie ist auch jetzt nicht vorgesehen.

Immerhin scheint Brüssel erstmals bereit, die Sanktionen aufzuheben. Doch gleichzeitig setzt man weiter auf die gescheiterte Doppelstrategie – von Frieden reden und den Konflikt mit Russland anheizen. “Den Druck erhöhen” heißt das im Brüsseler Jargon – dabei hat das bisher nie geholfen.

Man darf gespannt sein, was aus dieser “Friedensformel” wird. Ich kann mir kaum vorstellen, daß alle 27 EU-Staaten zustimmen. Den Frieden dürfte der eilig zusammengezimmerte Plan auch nicht bringen – denn russische Interessen wurden so gut wie gar nicht berücksichtigt…

Siehe auch Wie die EU den Konflikt mit Russland anheizt und Mehr zum Krieg um die Ukraine hier

News & Updates

  • Trump folgt der EU und straft Russland. Gerade rechtzeitig zum EU-Gipfel, der am Donnerstag in Brüssel beginnt, haben die USA neue Sanktionen gegen Russlands Ölindustrie angekündigt. Sie sollen u. a. Lukoil und Rosneft treffen. Zuvor hatte die Slowakei ihre Einwände gegen das 19. Sanktionspaket der EU aufgegeben. Die neuen europäischen Strafmaßnahmen richten sich ebenfalls gegen russisches Öl und Gas. Zudem sind zusätzliche Maßnahmen gegen die sog. Schattenflotte geplant, mit denen Moskau unter anderem das Öl-Embargo umgeht. – Das 20. Strafpaket ist schon in Arbeit – ob es diesmal mit Trump abgestimmt wird? – Mehr hier
  • Merz droht China mit Sanktionen. Der teilweise, auf militärische Nutzung bezogene Exportstopp für Seltene Erden aus China wird Thema beim EU-Gipfel. Die Lage sei “gravierend”, deshalb wolle Kanzler Merz für Sanktionen werben, heißt es in Berlin. Mehrere EU-Staaten hätten vorgeschlagen, das europäische „Instrument gegen Zwangsmaßnahmen“ zu aktivieren, berichtet das “Handelsblatt”. – Der Streit geht auf die Zollpolitik von US-Präsident Trump zurück, die China besonders hart trifft. Doch ausgerechnet gegen Trump wollte die EU das “Anti-Coertion”-Instrument nicht einsetzen… Mehr hier
  • Schweden will Ukraine massiv aufrüsten. Schweden will der Ukraine dutzende Kampfjets verkaufen. Es gehe um 100 bis 150 Flugzeuge des Typs Jas 39 Gripen, gab der schwedische Ministerpräsident Kristersson bekannt. Über die Kosten dieses spektakulären Export-Deals schwiegen sich die beiden Politiker aus. Sie ließen auch die Frage offen, wie der Milliardenauftrag finanziert werden soll. – De facto ist die Ukraine pleite. Sie kann nicht einmal mehr die Kosten für den Krieg allein finanzieren. Vielleicht hilft der Zugriff auf russisches Vermögen? Mehr im Blog

Das Letzte

Sikorski wird rückfällig. Der polnische Außenminister liebt die Provokation – und die USA. Kurz nach dem Attentat auf die Nordstream-Pipelines veröffentlichte er ein Tweet mit “Thank you, America” – das er allerdings schleunigst wieder löschte. Nach offizieller polnischer Lesart soll ja Russland schuld sein – wer sonst. Doch nun ist Sikorski rückfällig geworden: Er sei stolz auf das polnische Gericht, das einen verdächtigen Ukrainer freigelassen hatte, schrieb er auf X – und fügte hinzu, daß hoffentlich bald Schluß sei mit russischen Öl- und Gaslieferungen nach Ungarn. Das Pikante daran: Kurz zuvor war Ungarns größte Ölraffinerie in Flammen aufgegangen. Sie verarbeitet Rohöl aus Russland. Honni soit qui mal y pense…

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5 Comments

  1. Titi
    23. Oktober 2025 @ 09:52

    Tusk und Sikorski legen einmal mehr Grundsteine für zukünftige schlechte Beziehungen zwischen Polen und Deutschland und zwischen Polen und Ungarn. Generell denke ich, dass die ins Exzessive geratende EU-Sanktionspolitik zukünftig zu immer mehr Spaltungen innerhalb der EU führen werden, weil die wirtschaftliche Lage immer ungünstiger für den EU-Raum wird und immer mehr Mitgliedstaaten die (letztendlich für sie selbst) wirtschaftlich abwürgende Sanktionspakete nicht mehr mittragen können werden.

Antworten

  • Thomas Damrau
    23. Oktober 2025 @ 09:18

    Jeder Friedensplan, egal ob Trump oder die EU ihn entwerfen, muss die bekannten Streitpunkte berücksichtigen:
    — NATO-Beitritt der Ukraine: Das Thema ist zwar im Augenblick vom Tisch. Wenn jedoch ein Friedensplan NATO-Truppen in der Ukraine zur Friedenssicherung vorsieht, wird dieser Plan scheitern. Auch wird Russland Garantien wollen, dass eine schleichende Integration in die NATO, wie sie im Jahr 2021 von Biden durch immer neue gemeinsame NATO-Ukraine-Manöver betrieben wurde, nicht stattfinden wird.
    — Donbas: Putin hat sich in den Kopf gesetzt, den ganzen Donbas zu übernehmen. Man sollte Putin dringend einen Vortrag über Spatzen in der Hand und Tauben auf dem Dach halten (hat Trump möglicherweise schon versucht). Nichtsdestotrotz wird der Westen etwas auf den Tisch legen müssen, um Putin von diesem Ziel abzubringen.
    — Erst Waffenstillstand, dann über Frieden verhandeln: Putin fürchtet vermutlich (nicht ganz zu Unrecht), dass Friedensverhandlungen scheitern und die Ukraine die Zeit der Verhandlungen nutzt, um sich für eine Fortsetzung der Kampfhandlungen vorzubereiten.
    — Reparationszahlungen: Ich kann mir schwer vorstellen, dass Putin darauf eingehen wird. Das wäre aus Sicht Moskaus ein Schuldeingeständnis – und wird genau deshalb immer wieder von der EU gefordert.
    — Entführte Kinder: Hier gilt Ähnliches wie für den vorigen Punkt.

    Was der Westen anbieten kann:
    — eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur, die es erlaubt, Interessenkonflikte frühzeitig zu diskutieren – bevor die Lage explosiv wird. Dazu müsste die Basta-Politik beendet werden, wie sie von den amerikanischen Präsidenten seit Clinton mit Blick auf die russischen Bedenken gegen die NATO-Osterweiterung exekutiert wurde. Stichwort: Georgien und Moldau als nächste potenzielle Streitfälle.
    — “Rehabilitierung” Russlands, auch wenn es der EU schwerfällt – Trump hat ja schon damit angefangen
    — schrittweise Aufhebung der Sanktionen, Wiederaufnahme der Wirtschaftsbeziehungen

    Antworten

    • ebo
      23. Oktober 2025 @ 09:49

      Danke für die gute Zusammenfassung! Leider macht sich die EU nicht einmal mehr die Mühe, über mögliche russische Forderungen nachzudenken…

      Antworten

  • Guido B.
    23. Oktober 2025 @ 08:45

    Nun haben die USA auch militärisch eskaliert und den Einsatz von Langstreckenraketen genehmigt. Somit steht fest: Die NATO befindet sich im direkten Krieg mit Russland.

    Auf dem Schlachtfeld dominiert Russland. Darum zerstört die NATO die russische Infrastruktur und Wirtschaft.

    Die NATO wird den Krieg erst beenden, wenn Russland kapituliert. Damit nimmt man auch den Einsatz von Atomwaffen in Kauf, der ja von der NATO und Russland gerade geübt wird.

    Russland wird niemals kapitulieren. Nicht unter Putin. Eher wird Europa eingeäschert. Europas Zukunft? Es hat keine.

    Antworten

    • ebo
      23. Oktober 2025 @ 08:56

      Trump hat dementiert – was auch immer das heißen soll…

      Antworten

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    Wie die EU den Konflikt mit Russland anheizt


    lostineu.eu, 22. Oktober 2025

    Während US-Präsident Trump immer noch auf Frieden in der Ukraine hofft, heizt die EU den Konflikt mit Russland weiter an – mit neuen Sanktionen, die auch Russlands Partner treffen, und noch mehr Waffen.

    US-Präsident Trump ist nach Ansicht der EU-Außenbeauftragten Kallas ernsthaft um ein Ende des Krieges in der Ukraine bemüht. Allerdings würden Gespräche, bei denen die Ukraine und Europa nicht am Tisch säßen, ohne Ergebnis bleiben, sagte Kallas beim jüngsten Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg.

    Das kann man so sehen – doch dann müsste sich die EU auch ernsthaft darum bemühen, beim geplanten Gipfeltreffen zwischen Trump und Kremlchef Putin in Budapest mit dabei zu sein. Kallas’ Aufgabe wäre es, das Treffen diplomatisch vorzubereiten und zu begleiten – auch mit Gastgeber Orban und dem Kreml.

    Doch statt auf Diplomatie setzt die EU auf Druck – und noch mehr Krieg. Dies zeigen die Vorbereitungen zum EU-Gipfel, der am Donnerstag in Brüssel stattfindet. Ganz oben auf Kallas’ To-Do-Liste steht das 19. Sanktionspaket gegen Russland, das bisher am Widerstand Österreichs und der Slowakei gescheitert ist.

    Neue Spannungen in der Ostsee

    Dieses Paket sieht nicht nur (bisher auch aus EU-Sicht illegale) Sekundärsanktionen vor, mit denen der Wirtschaftskrieg auf Drittländer wie Indien und China ausgeweitet wird. Geplant ist auch, härter gegen die so genannte “Schattenflotte” vorzugehen, mit denen Russland den europäischen Ölpreisdeckel umgeht.

    Damit könnten die EU-Staaten künftig das Recht erhalten, suspekte Schiffe in der Ostsee zu inspizieren oder gar zu konfiszieren – was unweigerlich zu neuen Spannungen jenseits der Ukraine führen würde. Russland könnte diesen Schritt damit beantworten, daß es seine Tanker militärisch schützen lässt…

    Die EU plant zudem, die Ukraine weiter massiv aufzurüsten…

    Weiterlesen hier (Newsletter) Siehe auch Ukraine: EUropäer lehnen ((Gebietsverzicht für)) Frieden ab

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    2 Comments

    1. Helmut Hoeft
      23. Oktober 2025 @ 11:07

      Nachtrag: Über Sekundärsanktionen (im Ergebnis: “Verbot” für Chips und seltene Erden) wollen wir erst gar nicht reden. Es ist einfach irre (aber endlich soweit): All’ diese schönen Papiere wie Völkerrecht, GATT-Verträge, Schlussakte von Helsinki, Nichtangriffspakte, Atomabrüstungsverträge & Co., sie hängen dort wo sie schon immer, wenn die Sonne nicht scheint, hingehörten: Auf’m Klo!

    Antworten

  • Helmut Hoeft
    23. Oktober 2025 @ 11:00

    “… Russland könnte diesen Schritt damit beantworten, dass es seine Tanker militärisch schützen lässt…” Au ja, endlich kommt Zug in den Kamin, ich geh’ schon mal Popcorn holen! (Sarkasmus off) m(

    Antworten

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    Weiteres:




    Schweden will Ukraine massiv aufrüsten – mit russischem Geld?


    lostineu.eu, vom 22. Oktober 2025

    Schweden will der Ukraine dutzende Kampfjets verkaufen. Es gehe um 100 bis 150 Flugzeuge des Typs Jas 39 Gripen, gab der schwedische Ministerpräsident Kristersson auf einer Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj bekannt. Über die Kosten dieses spektakulären Export-Deals schwiegen sich die beiden Politiker aus. Sie ließen auch die Frage offen, wie der Milliardenauftrag finanziert werden soll. Selenskyj könnte dafür – einem Vorschlag von Kanzler Merz folgend – geplante neue Kredite in Höhe von bis zu 140 Mrd. Euro nutzen. Sie sollen mithilfe der in Belgien eingefrorenen russischen Vermögen finanziert werden. Pikant ist auch, dass die Antriebsmaschinen in den USA produziert werden. So viel zum Thema “Unabhängigkeit” und “Frieden”…

    Mehr zum Krieg um die Ukraine hier

    2 Comments

    1. Arthur Dent
      22. Oktober 2025 @ 22:23

      Und zufällig lässt sich das “Vögelchen” mit Taurus bestücken. Man schmiedet Friedenspläne, die gar keine sind. Klingt fast so, als hätte die Olson-Bande eine Plan…

    Antworten

  • Michael
    22. Oktober 2025 @ 20:16

    Man stelle sich vor die Schweden (!) erschießen Palme und mischen sich jetzt unter die übelsten Eskalierer und Kriegstreiber und (!) Kriegsgewinnler! Naja, die NATO-Mitgliedschaft ist ansteckend wie die Pest!

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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    23.10.2025

    Von der Ost- an die Nordflanke   Deutschland verstärkt seine militärische Präsenz im Nordatlantik und baut dazu seine Militärkooperation mit Island und Kanada aus – ohne die USA.

    german-foreign-policy.com, 23. Oktober 2025

    BERLIN/REYKJAVÍK/OTTAWA (Eigener Bericht) – Deutschland stärkt seine militärische Präsenz im Nordatlantik und baut dazu die Kooperation der Bundeswehr mit Island und mit Kanada systematisch aus. Dies ist das Ergebnis von Gesprächen, die Verteidigungsminister Boris Pistorius Anfang dieser Woche in Reykjavík und in Ottawa führte. Strategisch geht es vor allem darum, die sogenannte GIUK-Lücke zu schließen – die Seewege zwischen Grönland (G), Island (I) und Großbritannien (UK), die russische U-Boote passieren müssen, wollen sie von ihren Basen auf der Halbinsel Kola in den Atlantik einfahren, um dort die transatlantischen Nachschubwege zu attackieren. In Island, das dabei eine Schlüsselposition einnimmt, will die Bundesregierung in Zukunft regelmäßig Seefernaufklärer des Modells P-8A Poseidon stationieren, die auf die U-Boot-Jagd spezialisiert sind, und zudem die Häfen des Landes als Anlegestellen für deutsche Kriegsschiffe nutzen. Zudem soll die Bundeswehr mit den Streitkräften Kanadas enger kooperieren, das größere Unabhängigkeit von den USA anstrebt. Den Rahmen bildet eine „Sicherheitspartnerschaft für den Nordatlantik“, die 2024 initiiert wurde und Deutschland, Kanada, Norwegen und Dänemark umfasst.


    Zitat: Stützpunkt im Nordatlantik

    Island, das einzige NATO-Mitglied ohne eigene Streitkräfte, hat angekündigt, seine Beiträge zu den Bündnisaktivitäten ausweiten zu wollen. Traditionell stellt es der NATO wichtige Infrastruktur zur Verfügung, so etwa die Naval Air Station Kevlavík und das Iceland Air Defence System mit seinen vier in die NATO-Luftverteidigung integrierten Radarstationen. Die Naval Air Station Kevlavík, auf der bis ins Jahr 2006 US-Truppen fest stationiert waren, wird heute immer wieder von Einheiten aus NATO-Staaten genutzt; das gilt seit geraumer Zeit auch wieder für die US-Streitkräfte. Die NATO-Staaten führen mittlerweile zudem die Luftraumüberwachung über Island durch. Dessen Küstenwache wiederum beteiligt sich an der Überwachung der Meeresgebiete und des Luftraums rings um die Insel und nimmt an Manövern wie Dynamic Mongoose teil, bei denen insbesondere die U-Boot-Jagd geübt wird. Dynamic Mongoose, faktisch gegen russische U-Boote gerichtet, wird seit 2012 regelmäßig abgehalten, also seit der Zeit vor der Eskalation des Ukraine-Konflikts.[1] Reykjavík hat jetzt in Aussicht gestellt, künftig größere Summen für die Stärkung der Küstenwache und der Cyberabwehr auszugeben und sich damit, auch ohne eigene Streitkräfte, an der Hochrüstung der NATO zu beteiligen.[2]


    „Deutschland ist führende Kraft“

    Die Bundeswehr hat sich bereits in der Vergangenheit regelmäßig an NATO-Manövern in Island beteiligt, so etwa an Dynamic Mongoose. Zeitweise hat sie die Luftraumüberwachung übernommen, so jeweils für ein paar Wochen in den Jahren 2010 und 2012.[3] Am Sonntag traf Verteidigungsminister Boris Pistorius in Reykjavík ein, um dort gemeinsam mit Islands Außenministerin Thorgerdur Katrín Gunnarsdóttir eine Absichtserklärung zu einer künftig engeren Kooperation der Bundeswehr mit isländischen Stellen zu unterzeichnen. Dabei gehe es unter anderem „um Luft- und Seeraumüberwachung“ sowie um den „Schutz kritischer Infrastruktur“, teilte die Bundeswehr mit. Konkret sollen künftig die neuen Seefernaufklärer P-8A Poseidon der Deutschen Marine in Keflavík stationiert werden.[4] Zudem werde die Marine die moderne Hafeninfrastruktur der Insel als „Anlaufpunkt für ihre Kampfschiffe, U-Boote und Versorgungsschiffe“ nutzen. Alles in allem werde Deutschland „seine militärische Präsenz auf der Insel erhöhen“, ließ sich Pistorius zitieren. Gunnarsdottir kündigte eine verstärkte Zusammenarbeit auch mit der deutschen Luftwaffe an und äußerte zustimmend zu der Berliner Militarisierung: „Deutschland ist aus meiner Sicht nun führende Kraft bei der Stärkung von Sicherheit und Verteidigung in Europa“.[5]


    Ein Viererpakt

    Pistorius setzte am Montag seine Reise nach Kanada fort und traf zu Gesprächen in Ottawa ein. Die Bundeswehr und die kanadischen Streitkräfte kooperieren bisher nicht nur allgemein im NATO-Rahmen, sondern auch speziell im Baltikum, wo Deutschland in Litauen, Kanada in Lettland und Großbritannien in Estland Truppen stellen; die sechs Staaten stimmen sich im sogenannten 3+3-Format eng miteinander ab.[6] Auf dem NATO-Gipfel im Juli 2024 in Washington kamen die Bundesrepublik, Kanada und Norwegen darüber hinaus überein, eine „Sicherheitspartnerschaft für den Nordatlantik“ aufzubauen. Dänemark trat ihr in diesem Jahr bei.[7] In diesem Kontext wird die Deutsche Marine ihre Aktivitäten auch im westlichen Nordatlantik verstärken. Im August nahm mit dem Einsatzgruppenversorger Berlin erstmals ein deutsches Kriegsschiff an Kanadas jedes Jahr abgehaltenem Marinemanöver Nanook-Tuugaalik teil.[8] Pistorius bereitete in Ottawa nun gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Kanada und aus Norwegen weitere Schritte vor, darunter etwa gemeinsame Ausbildungs- und Übungsmaßnahmen der Marinen und der Luftwaffen aller drei Länder. Außerdem soll der Austausch von Seeaufklärungsdaten zwischen allen drei Staaten künftig intensiviert werden.[9]


    Rüstungskooperation

    Nicht zuletzt verhandelten die drei Verteidigungsminister in Ottawa über eine mögliche kanadische Beteiligung an Entwicklung und Produktion von U-Booten der Klasse 212 CD, die bislang von Deutschland und Norwegen gemeinsam durchgeführt wird. Federführend ist ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) mit Werften in Kiel und in Wismar. Die U-Boote werden mit Brennstoffzellenantrieb und modernster Sensortechnik ausgestattet sein und eine gegenüber früheren Modellen weiter verringerte Schallsignatur aufweisen.[10] Kanada verfügt aktuell über vier alternde britische U-Boote der Victoria-Klasse und ist seit geraumer Zeit dabei, die Beschaffung neuer U-Boote vorzubereiten. Zwischenzeitliche Überlegungen, US-Produkte zu erwerben, wurden aufgrund des Konflikts mit den USA über Zölle und Annexionsdrohungen fallengelassen. Ottawa hat erst kürzlich angekündigt, die Entscheidung werde zwischen der südkoreanischen Hanwha-Werft und TKMS fallen.[11] Pistorius hat sich nun für TKMS stark gemacht – mit dem Argument, das U-Boot 212 CD werde gemeinsam mit Norwegen entwickelt, mit dem Deutschland und Kanada auch ganz praktisch in der „Sicherheitspartnerschaft für den Nordatlantik“ kooperierten; daran könne man gut anknüpfen.


    Dicht geknüpft

    Der Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Kanada und Norwegen im Nordatlantik geht mit einer engeren Militärkooperation der drei Staaten mit Großbritannien einher. So verfügen alle vier Länder über Seefernaufklärer des Typs P-8A Poseidon, was gemeinsame Operationen erheblich vereinfacht. Seit Anfang 2024 halten sie Symposien ab, auf denen sie die Nutzung des P-8A Poseidon gemeinsam weiterentwickeln.[12] Allerdings sind daran auch die Vereinigten Staaten beteiligt; die P-8A Poseidon ist ein Flugzeug, das vom US-Konzern Boeing gefertigt wird. Norwegen kooperiert darüber hinaus nicht nur mit Deutschland, sondern auch mit Großbritannien in puncto Rüstungsindustrie: Während es deutsche U-Boote erwirbt, beschafft es britische Fregatten.[13] Pistorius wiederum traf am gestrigen Mittwoch zu Gesprächen mit seinem britischen Amtskollegen in Lossiemouth ein, dem Ort nordöstlich der schottischen Stadt Inverness, in dem deutsche Seefernaufklärer des Typs P-8A Poseidon stationiert werden sollen. Das Netzwerk der NATO-Staaten, die sich umfassende Kontrolle über den Nordatlantik zu sichern suchen, wird immer enger geknüpft.

     

    [1] S. dazu Die NATO auf U-Boot-Jagd.

    [2] Carlos Torralba: Iceland, the only NATO member without an army, seeks to strengthen its security. english.elpais.com 02.08.2025.

    [3] S. dazu Als erste im Krieg.

    [4] Lara Finke: Pistorius in Reykjavik: Deutschland und Island vertiefen Militärkooperation. bmvg.de 20.10.2025.

    [5] Deutschland will mehr Militärpräsenz in der Arktis. tagesschau.de 20.10.2025.

    [6] Militärpolitische Reise: Sicherheit im Nordatlantik im Fokus. bmvg.de 20.10.2025.

    [7], [8] Lisa-Martina Klein: Maritime security partnership: Why Germany and Canada are cooperating more closely. table.media 25.08.2025.

    [9], [10] Florian Manthey: NATO-Präsenz im hohen Norden: „Wachsam und handlungsfähig“. bmvg.de 22.10.2025.

    [11] Murray Brewster: Canada narrows choices for new submarines to German and South Korean bidders. cbc.ca 25.08.2025.

    [12], [13] S. dazu Einsatzgebiet Nordatlantik.




    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10168


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    23.10.2025

    Nachrichten von Pressenza: Aktivrente auch für Selbstständige: Wir sind keine Erwerbstätigen zweiter Klasse!

    aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 23. Oktober 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 23.10.2025


    Aktivrente auch für Selbstständige: Wir sind keine Erwerbstätigen zweiter Klasse!


    Zum 1.1.2026 will die Bundesregierung die Aktivrente einführen. Wer die Regelaltersgrenze (66 Jahre und vier Monate) überschreitet, soll künftig 2.000 Euro pro Monat steuerfrei dazuverdienen können. Statt das Renteneintrittsalter zu erhöhen, soll durch die massive Steuerersparnis von bis zu 919&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/10/aktivrente-auch-fuer-selbststaendige-wir-sind-keine-erwerbstaetigen-zweiter-klasse/


     -----------------------


    Ohne Zuständigkeit: EU beschließt Aufrüstungsprogramm EDIP


    Rüstungslobby übt immer mehr Einfluss aus, Friedenspolitik bleibt auf der Strecke Neben der Vorstellung des EU-Aufrüstungsfahrplans „Defence Readiness Roadmap“ hat die EU gestern auch das Programm zur Förderung der Rüstungsindustrie (European Defence Industry Programme, EDIP) beschlossen. Heftige Kritik daran kommt&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/10/ohne-zustaendigkeit-eu-beschliesst-aufruestungsprogramm-edip/


     -----------------------


    Das Wettern der Woche: No Kings!?


    „Wem ham&#8217;se die Krone jeklaut? Dem Donald, dem Doofen, dem Oberganoven, dem ham&#8217;se die Krone jeklaut!“ 60 Millionen Deutsche trauerten, fluchten, freuten sich und warteten auf die Wunder der neuen Republik. Zarah Leander und Joseph Goebbels fassen es 1942 in&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/10/das-wettern-der-woche-no-kings/


     -----------------------


    Was bedeutet Frieden eigentlich?


    Die Nachricht vom aktuellen Waffenstillstand und der Rückkehr der Geiseln und Gefangenen hat uns alle in Israel und Palästina sehr erleichtert. Wie viele andere freuen wir uns von „Combatants for Peace“ riesig für die Familien, die unvorstellbare Schmerzen durchlitten haben&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/10/was-bedeutet-frieden-eigentlich/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


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    23.10.2025

    Screenshot_2025_10_23_at_14_35_39_Wir_m_ssen_offensiv_gehen_ehemaliger_rangh_chster_deutscher_NATO_General_bei_diskretem_Treffen_in_D_sseldorf

    nachdenkseiten.de, 23. Oktober 2025 um 10:00 Ein Artikel von Marcus Klöckner

    Die Deutschen – „strukturelle Pazifisten“. Das muss sich ändern – findet zumindest Joschka Fischer. Der ehemalige Außenminister hat sich auf einem diskreten Forum in Düsseldorf zu Wort gemeldet. Die WELT berichtet über das Treffen des „Mittelstand Defense Forum“. Was dort gesagt wurde, hat es in sich. Hinter den Kulissen gibt es Kräfte, die massiv Aufrüstung, Militarismus und den Kurs der Konfrontationspolitik forcieren. Unter anderem sprach der ehemals ranghöchste deutsche NATO-General und sagte: „Die NATO ist kein defensives Verteidigungsbündnis (…). Wir müssen offensiv gehen.“ Ein Überblick zu der Veranstaltung. 

    Da hat man den Deutschen nach den verheerenden Erfahrungen aus dem 1. und 2. Weltkrieg die Kriegstreiberei abgewöhnt und nun das! Da steht immerhin ein ehemaliger Bundesaußenminister auf der Bühne, bezeichnet die Deutschen als „strukturelle Pazifisten“ und schiebt hinterher: Damals sei die Entscheidung richtig gewesen, aber heute sei es angebracht, sie zu „revidieren“. So berichtet es die WELT in einem längeren Artikel über ein diskretes Treffen des „Mittelstand Defense Forum“ im Saal des Düsseldorfer Industrieclubs.
    Fischer, der sich 1999 für den Einsatz der NATO im Kosovo aussprach, war eingeladen, um eine Abschlussrede für die „Initiative Mission 2044“ zu halten. Die WELT führt aus:

    Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen unterstützt die Initiative. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) wird später am Abend mit Gästen persönlich zusammentreffen. Es geht um Aufrüstung, Abschreckung, Autonomie. Die Initiative „Mission 2044“ will Politik, Privatinvestoren, Wissenschaftler, Unternehmer und Entscheider gerade aus dem mittelständischen Bereich miteinander vernetzen. Die Jahreszahl im Namen soll symbolisieren, dass es um ein langfristiges Anliegen handelt, so beschreibt es Markus Federle von Tholus Capital, der für die Initiative spricht.

    Auch wer nicht vor Ort an dem Treffen teilgenommen hat, kann leicht erahnen: Da muss der Geruch von Militarismus in der Luft gelegen haben. „Die knapp 150 Plätze sind besetzt, die Luft ist schnell stickig“, schreibt das Springer-Blatt.

    Wer glaubt, dass die Worte Fischers der unrühmliche Höhepunkt eines Treffens waren, anhand dessen abgelesen werden kann, wie sich der als „Zeitenwende“ proklamierte militärische Umbau Deutschlands in den Köpfen der Wirtschaft vollzieht, muss sich eines Besseren belehren lassen. Fischers Worte haben lediglich den bereits zuvor gesetzten Ausrufezeichen ein weiteres hinzugefügt. Schließlich: Beim Thema Aufrüstung, Kampf und Krieg tummeln sich auf den Innen- und Außenbühnen der Republik längst zahlreiche Akteure, die sich permanent gegenseitig in ihrem Feindbilddenken übertrumpfen.

    „Die Friedensdividende der 1990er-Jahre ist aufgebraucht“, sagt Nathaniel Liminski, der Chef der Staatskanzlei in Nordrhein-Westfalen. Das erklärte Ziel, so schreibt die WELT, sei der „Aufbau einer echten europäischen Militärmacht“.

    Doch wer hat dieses „Ziel“, von dem Liminski spricht, überhaupt „erklärt“? Aber vor allem: Dass die Bürger der Bundesrepublik überhaupt dieses Ziel verfolgen wollen, darf angezweifelt werden. Nach Liminskis Worten müsse aber auch „über nukleare Abschreckung“ nachgedacht werden und der aufstrebende Wirtschaftsbereich der Verteidigungsindustrie sei „kein Pfui-Bereich“ mehr, so die WELT, die anmerkt: „Damit setzt der Christdemokrat den Tenor beim Forum.“

    Dass die Waffen und Menschenvernichtungsgeräte des politisch hoch im Kurs stehenden „Verteidigungsbereichs“ nach wie vor dazu geeignet sind, Menschen zu töten, zu zerfetzen, grausamste Schäden an Land und Gesellschaft anzurichten, dürfte eine Anmerkung sein, die bei dem Forums-Treffen nicht zum „Tenor“ gepasst hätte. Sehr gut passen stattdessen aber Grüne, die im Industrieclub grünes Licht für die geistig-militärische Zeitenwende geben.

    Mona Neubaur, grüne Landwirtschaftsministerin, sagt laut WELT, Nordrhein-Westfalen wolle als bevölkerungsreichstes Bundesland eine führende Rolle in Sachen Rüstung und Resilienz einnehmen. Nach den Worten der Ministerin ist die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie „kein Fremdkörper unserer Wirtschaft“, sondern „Ausdruck unserer neuen Realität“. Außerdem: Die angeblich neue Bedrohungslage müsse „akzeptiert werden“. Und eine Aussage, die nicht fehlen darf: „(…) wir müssen uns auf einen Ernstfall vorbereiten.“ Die gesamte Gesellschaft ist nach den Worten der Grünen betroffen. Die Politikerin spricht von einem „vollumfassenden Kulturwandel“, so die WELT.

    Gut, dass niemand auf der Bühne stand, der der Dame gesagt hat, dass erstens wir überhaupt nichts müssen und zweitens die angeblich neue Realität ein Fantasieprodukt ist – zum schweren Nachteil Deutschlands und seiner Bürger.

    Gefällig flankiert die WELT die weiteren Ausführungen der Ministerin. „Dass eine Grüne so spricht, zeigt, wie weit sich die Erkenntnis, dass Europa wehrfähig werden muss, im politischen Raum durchgesetzt hat.“ Der intellektuell weitreichende Begriff „Erkenntnis“ verkommt in diesen Ausführungen zur geistigen Schlacke. Doch es geht noch weiter und wird noch schlimmer:

    Noch drastischer formuliert es im Publikum Christian Badia, bis vor Kurzem ranghöchster deutscher NATO-General, wohin der Westen hinkommen müsse: „Die Nato ist kein defensives Verteidigungsbündnis und hat nur defensive Waffen. Wir müssen offensiv gehen.“ Man müsse zu einer „Abschreckung unterhalb der Schwelle des Nuklearen“ kommen. Darauf müsse man die Gesellschaft vorbereiten. Man müsse gegenüber Russland ein „Dilemma schaffen“. Russland dürfe gar nicht mehr auf die Idee kommen, zu überlegen, ob es angreifen wolle.

    Steht hier wirklich: „Die NATO ist kein Verteidigungsbündnis“? Ja, so steht es geschrieben. Genauso wie die Aussage: „Wir müssen offensiv gehen.“ Wie genau diese Zeilen zu verstehen sind, ist aus den zitierten Stellen nicht ersichtlich und unterliegt der Interpretation. Doch wie auch die Aussagen interpretiert werden: Sie werden nicht besser.

    Der WELT-Bericht ist jedoch wertvoll. Er zeigt, wie im kleinen, diskreten Rahmen gedacht und was wie auf welche Weise gesagt wird. Es gilt, sich vor Augen zu halten: Wir sehen nur einen Ausschnitt von einem Treffen dieser Art.


    Titelbild: Prometheus72/shuttestock.com


    Rubriken: Aufrüstung Kampagnen/Tarnworte/Neusprech Veranstaltungshinweise/Veranstaltungen


    Schlagwörter: 


    Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=140966


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    Weiteres:


     


    Deutsche als „strukturelle Pazifisten“ – diese Entscheidung müsse „revidiert“ werden


    Joschka Fischer spricht beim Mittelstand Defense Forum der Initiative „Mission2044“ im Industrie-ClubQuelle: David Young/dpa


    welt.de, vom Stand: 22.10.2025, Von Kristian Frigelj Korrespondent


    Ein Forum in Nordrhein-Westfalen will die Bedeutung kleiner und mittlerer Unternehmen für die Rüstungsindustrie hervorheben. In einer mahnenden Rede fordert der grüne Ex-Außenminister Joschka Fischer eine stärkere Auseinandersetzung mit der AfD. Und wagt eine Aussicht.


    Preis:  - ab hier Bezahlschranke -


    Info: https://www.welt.de/politik/deutschland/plus68f1f738ad34762cb4a738b2/joschka-fischer-deutsche-als-strukturelle-pazifisten-diese-entscheidung-muesse-revidiert-werden.html


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    22.10.2025

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    22.10.2025

    Trump, ein Hecht, der keine Wünsche erfüllt - Russland muss Interessen selbst sichern

    rtnewsde.site, 22 Okt. 2025 17:05 Uhr, Von Sachar Prilepin

    Die Illusion, dass Donald Trump wie ein Zauberwesen den Ukraine-Konflikt zu Russlands Gunsten lösen werde, ist gefährlich, warnt der Schriftsteller Sachar Prilepin. Zugeständnisse sind von den USA nicht zu erwarten – Russland muss seine Interessen selbst sichern.


    Trump, ein Hecht, der keine Wünsche erfüllt - Russland muss Interessen selbst sichernQuelle: AP © Alex Brandon


    US-Präsident Donald Trump beim Treffen mit dem ukrainischen Staatschef Wladimir Selenskij im Weißen Haus am 17. Oktober.


    Kaum hatten sich russische Trump-Liebhaber gefreut, dass der gute alte Trump Selenskij erniedrigte, hat Trump Russland und der Ukraine erneut vorgeschlagen, an der aktuellen Frontlinie Halt zu machen und "später über irgendetwas zu verhandeln". Dies berichtete der Pressedienst des Weißen Hauses.

    Das heißt, die USA werden uns keinen Donbass und erst recht kein Cherson oder Saporoschje bescheren. Die Hauptsache ist, sagten sie, dass es zumindest eine Minute still ist, damit Trump der Welt verkünden kann, dass er schon wieder alle versöhnt habe.

    Immerhin hat er doch in Gaza alle versöhnt, dort herrschen Ruhe und Frieden! Hamas und IDF stehen da in einer brüderlichen Umarmung vereint. Oder doch nicht?

    Es gibt noch mehr!


    WSJ: Trump sagt Lieferung von Tomahawk-Raketen an Ukraine ab





    WSJ: Trump sagt Lieferung von Tomahawk-Raketen an Ukraine ab






    Trump habe noch keine Entscheidung über eine mögliche Übergabe von Tomahawk-Marschflugkörpern an Kiew getroffen, verkündete am Sonntag der US-Vizepräsident Vance.

    Dass Trump Selenskij direkt beim Treffen keine Tomahawks in einer Geschenkverpackung überreicht hat, bedeutet natürlich nichts.

    Wenn er sie am Morgen nicht übergeben hat, dann wird er sie eben am Abend übergeben. Er ist selbst der Mann.

    Ich merke, dass in sozialen Netzwerken wieder trumpophile Tänze ausgebrochen sind. Es ist erstaunlich, wie die Menschen es nicht leid werden, sie zu tanzen.

    Damit Russland am Ende der Verhandlungen, von denen wir alle so träumen, irgendetwas erhält, muss es dieses Etwas noch erkämpfen.

    Und erst dann Verhandlungen darüber führen – über das, was wir erkämpft haben.

    In zwei bis drei Jahren werden wir möglicherweise an diesen Punkt gelangen. Sobald wir es erkämpfen, nicht früher.

    Wir alle erinnern uns an unser schönes Märchen: über den faulen Jemelja, seinen selbstfahrenden Ofen und einen Hecht, der Wünsche erfüllt.

    Der Ofen und der Hecht lösen Jemeljas sämtliche Probleme, fahren ihn überall herum und helfen ihm beständig in aussichtslosen Situationen.


    Verzögerung beim Budapest-Termin? Trump will "keine unnützen Besprechungen abhalten"



    Verzögerung beim Budapest-Termin? Trump will "keine unnützen Besprechungen abhalten"





    Ich habe das Gefühl, dass bei uns einige Trump zum Hecht und zum Ofen gleichzeitig verklären wollen:

    "Fahr los, Rotkopf! Löse es, Rotkopf!"

    Doch Trump lässt sich partout nicht darauf ein. Er versteht eben nicht die ihm von uns vorgesehene Bestimmung.

    Freilich wollen die Ukrainer das Gleiche. Sie wollen sogar mehr als wir – zumal Trump für sie tatsächlich mehr tut. Insbesondere tut er bis heute alles, damit sie ihre Staatlichkeit nicht verlieren.

    Im vorrevolutionären Kleinrussland war das Märchen über Jemelja, den Ofen und den Hecht ebenfalls äußerst beliebt. Auf dem Gebiet der Ukraine wurden ganze elf Varianten von diesem Märchen aufgezeichnet.

    Doch in Russland zeichneten die Folkloristen ganze 22 Varianten davon auf, zweimal so viele!

    Unserm Volke zu Ehren wurde der Inhalt des Märchens an sich als ein Scherz aufgefasst. Es wurde zum Spaß erzählt.

    Doch heute wollen einige das Märchen allen Ernstes erzählen.

    Übersetzt aus dem Russischen. Verfasst speziell für RT am 21. Oktober.

    Sachar Prilepin ist ein russischer Schriftsteller und Journalist, der in den 1990er-Jahren im Krieg in Tschetschenien gekämpft hat. Er kämpfte später als stellvertretender Kommandeur eines Freiwilligenbataillons der Volksmiliz der Volksrepublik Donezk in der Ukraine.


    Mehr zum ThemaTrumps Forderung nach Aufteilung des Donbass für Russland inakzeptabel


    Screenshot_2025_10_23_at_14_30_22_Trump_ein_Hecht_der_keine_W_nsche_erf_llt_Russland_muss_Interessen_selbst_sichern_RT_DE

    Video https://rumble.com/v70l1m4-trump-ukraine-wird-den-krieg-nicht-gewinnen.html Dauer 1:14 Min.


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://rtnewsde.site/meinung/259598-trump-hecht-keine-wuensche-erfuellt/


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    22.10.2025

    Ukraine und "Maximalforderungen"

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 22. Oktober 2025, 10:37 Uhr


    /(Beim Abschluss des Artikels stand die Absage Trumps noch nicht fest..)/


    _RTDE22.10.2025


    _*"Maximalforderungen" - Wer sabotiert den Trump-Putin-Gipfel in Budapest?

    */Von Gert Ewen Ungar/


    Nach dem Telefonat von Trump und Putin am vergangenen Donnerstag schien

    zunächst alles klar. Demnächst treffen sich die beiden Präsidenten

    erneut. Diesmal nicht in Alaska, sondern in der ungarischen Hauptstadt

    Budapest. Es sah so aus, als sei wieder Bewegung in die Bemühungen um

    eine diplomatische Lösung des Ukraine-Konflikts gekommen.


    Inzwischen, nur wenige Tage später, kommen Zweifel am Zustandekommen des

    Treffens auf. Westliche Medien sehen die Schuld bei Russland. Demnach

    hat Moskau Washington einen informellen Brief geschickt, aus dem

    hervorgeht, dass Moskau an seinen "Maximalforderungen" festhält. Die

    Schuldfrage ist damit geklärt, das westliche Weltbild hängt wieder

    gerade: Wir sind die Guten, Russland hat kein Interesse an Frieden.


    Das ist natürlich bestenfalls die halbe Wahrheit. Für diesen Freitag hat

    Frankreichs Präsident Macron ein Treffen der "Koalition der Willigen" in

    London angekündigt. Teilnehmen soll auch der ukrainische Präsident mit

    abgelaufenem Haltbarkeitsdatum, Wladimir Selenskij. Bei dem Treffen soll

    es unter anderem um Sicherheitsgarantien für die Ukraine, möglichst

    unter Mitwirkung der USA, sowie um die Stationierung von sogenannten

    Friedenstruppen in der Ukraine gehen. Der Stationierung von

    "Friedenstruppen" aus den westeuropäischen Ländern kommt einer

    NATO-Präsenz in der Ukraine gleich. Wer das plant, will keinen Frieden.


    Zuvor ist noch ein Treffen Selenskijs mit dem European Council geplant.

    Auch da wird es um die weitere Unterstützung der Ukraine gehen. In einer

    Mitteilung auf dem Kurznachrichtendienst /X/ teilt Ratspräsident António

    Costa mit, man wolle den Druck auf Russland noch einmal erhöhen.


    Bereits gestern machten die westeuropäischen Staatschefs und die

    EU-Kommission ihre Position in einem gemeinsamen Statement

    <https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/statement_25_2454

    noch einmal deutlich. Verhandlungen mit Russland werden sie nur zu

    Bedingungen akzeptieren, die einer Kapitulation Russlands gleichkommen.

    Der Ukraine soll weiterhin zu einer Position der Stärke verholfen

    werden, aus der sie mit Russland verhandelt. Das eingefrorene russische

    Vermögen soll nur dann an Russland zurückgezahlt werden, wenn Russland

    Reparationen leistet.


    Durch Wohlverhalten, so der Plan, kann Russland das schrittweise

    Zurückfahren der Sanktionen erreichen, wobei die Option besteht, die

    Sanktionsschraube jederzeit wieder anzuziehen. Dieser Plan hat weder

    etwas mit Bemühen um eine Verhandlungslösung zu tun, noch ist er

    angesichts der militärischen Situation der Ukraine, aber auch der

    wirtschaftlichen Situation der EU realistisch.


    De facto hält die EU damit aber weiterhin am Ziel fest, Russland eine

    strategische Niederlage bereiten zu wollen, denn unter anderen Umständen

    ist schwer vorstellbar, dass Russland die Bedingungen der Westeuropäer

    akzeptiert. Damit sind es aber nun schon mindestens zwei Parteien, die

    an ihren Maximalforderungen festhalten.


    Die Maximalforderung Russlands ist, dass eine dauerhafte Lösung gefunden

    werden muss. Die besteht laut russischem Vorschlag in der Ausarbeitung

    einer neuen Sicherheitsarchitektur für Europa unter Berücksichtigung des

    Prinzips der kollektiven Sicherheit. Die Ukraine verzichtet auf einen

    NATO-Beitritt, kehrt zu ihrem neutralen Status zurück und verzichtet auf

    die Gebiete, die sie seit 2014 beschossen hat, womit sie zeigte, dass

    sie den Donbass ohnehin nicht länger als zur Ukraine zugehörig

    betrachtete. Es gibt Obergrenzen für Militär und Bewaffnung, ein breites

    Staatenbündnis garantiert die Sicherheit der Ukraine.


    Die "Maximalforderung" Russlands hat das Potenzial, dauerhaften Frieden

    herzustellen. Die Maximalforderung der Westeuropäer bedeutet dagegen

    dauerhaften Krieg, denn die Lösung zielt auf den Zerfall des russischen

    Staates. Was das für Eurasien bedeutet, wurde weder in Brüssel noch in

    den anderen westeuropäischen Hauptstädten bedacht. Alte ethnische

    Konflikte brechen auf und schaukeln sich hoch bis zum Krieg, Regionen

    spalten sich ab, die russische Ordnungsmacht bricht zusammen, es

    regieren Clans und Warlords, die plötzlich im Besitz von Atomwaffen sind.


    Setzt sich die Koalition der Willigen durch, bedeutet das für Eurasien

    den Anbruch einer langen Ära kaum regulierbarer Kriege. Russland kämpft

    nicht nur für den eigenen Frieden, sondern für den Frieden in ganz Eurasien.


    Die Westeuropäer sabotieren mit dem Festhalten an ihrer Maximalforderung

    zum wiederholten Mal das internationale Bemühen um eine diplomatische

    Lösung. Die Konsequenz muss sein, sie aus den Verhandlungen

    herauszuhalten. Sie wollen nicht nur einen langen Krieg. Ihr Streben

    nach einem Sieg über die Russische Föderation stellt eine immense Gefahr

    für den gesamten eurasischen Raum dar. Dass sie sich durchsetzen, muss

    daher unbedingt verhindert werden.


    Dass es die Westeuropäer sind, die Krieg wollen und Lösungen sabotieren,

    hat wohl auch Donald Trump verstanden. Für morgen wurde

    NATO-Generalsekretär Mark Rutte nach Washington zitiert. Es ist zu

    hoffen, dass das jetzige Hin und Her eines möglichen Treffens zwischen

    Trump und Putin dem Zweck dient, die Kriegstreiber auflaufen zu lassen.

    Sie dürfen auf keinen Fall mit am Verhandlungstisch sitzen – zum Wohle

    Russlands, zum Wohl der Ukraine und zum Wohl der Menschen auf dem

    eurasischen Kontinent.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.10.2025

    Screenshot_2025_10_23_at_00_01_44_Brisante_Stationierungspl_ne_US_Physiker_Theodore_Postol_warnt_vor_Deutschlands_Rolle_als_Z_ndpunkt_f_r_den_Atomkrieg

    nachdenkseiten.de, 19. Oktober 2025 um 12:00 Ein Artikel von Éva Péli

    Die deutsche Öffentlichkeit muss sich ganz klar darüber sein, dass durch die Stationierung der „Dark Eagle“-Hyperschallwaffen ein Prozess in Gang gesetzt wird, der zu einer gigantischen Explosion und einer globalen Katastrophe führen kann. Der renommierte US-Physiker und ehemalige Berater des US-Militärs Theodore Postol hat in Berlin eine erschütternde Analyse der atomaren Bedrohung vorgelegt, die in einer dringenden Warnung vor den aktuellen Stationierungsplänen in Deutschland gipfelte. Er betonte unmissverständlich, dass die Zerstörungskraft von Atomwaffen jede menschliche Vorstellungskraft übersteige und die oberste politische Priorität einzig in der Verhinderung ihres Einsatzes liegen müsse.

    Der US-Physiker Theodore Postol warnte bei einer Veranstaltung in Berlin nachdrücklich vor den Plänen zur Stationierung mobiler US-Raketen in Deutschland im Jahr 2026. Er sieht darin eine existenzielle Gefahr, da diese Maßnahme die Bedingungen wiederherstelle, die 1983 während des NATO-Kriegsspiels „Able Archer 83“ beinahe zu einem globalen Atomkrieg geführt hätten.

    Die Tatsache, dass Deutschland der Auslösepunkt für die Katastrophe in ‚Able Archer‘ war, ist brisant, da die amerikanische und die deutsche Regierung planen, mobile Raketen im Jahr 2026 nach Deutschland zu bringen. Damit stellen sie die Bedingungen wieder her, die zu einer solchen globalen Katastrophe führen könnten.“

    Er war auf Einladung der Eurasien Gesellschaft und des International Schiller Institute am 9. Oktober in den Berliner Sprechsaal gekommen. Dort schilderte er eindrücklich anhand seiner Forschungserkenntnisse und des Wissens um die US-Atombombenabwürfe 1945 auf Hiroshima und Nagasaki die Folgen eines Atomkrieges.

    Der Physiker geht davon aus, dass es sich bei den geplanten Systemen entgegen offizieller Dementi um Nuklearwaffen handeln muss, da ihre geringe Anzahl konventionell keinen Unterschied machen könne. Er warnte, dass diese Waffen von Moskau als atomar bestückt behandelt würden, was eine Gegenstationierung durch Russland zur Folge hätte.

    Postol nannte das politische Argument, die Stationierung diene der „verstärkten Abschreckung“, als gefährlichen Trugschluss:

    Das Argument, das man von Politikern hören wird, lautet, dass diese Waffen die Abschreckung erhöhen“, so der renommierte Physiker. „Tatsächlich jedoch provozieren sie.“

    Die Abschreckung sei jedoch durch die Tausenden strategischen Langstrecken-Atomwaffen der USA und Russlands „bereits gegeben“. Die neue Stationierung in Deutschland, so die alarmierende Schlussfolgerung des renommierten US-Physikers, diene daher nicht der Sicherheit, sondern ausschließlich der Schaffung eines „Zündpunkts“ für einen globalen Konflikt:

    Indem Waffen nah an den potenziellen Gegner herangerückt werden, verkürzt sich die Reaktionszeit der Gegenseite drastisch, was in einer Krise den Zwang zum präventiven Erstschlag erhöht und die Wahrscheinlichkeit eines unbeabsichtigten Unfalls massiv steigert.“

    Für Postol hat diese Politik „nichts mit verstärkter Abschreckung zu tun“, sondern erhöht lediglich das „Ausmaß der Provokation“.

    „Das Ende der Zivilisation“: Die Ignoranz über die Zerstörungskraft

    Theodore Postol war Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und hatte als Berater der US Navy führend an der Entwicklung der „Trident“-U-Boot-Rakete mitgewirkt sowie für das US-Kriegsministerium Pentagon an Atomkriegsplanungen mitgearbeitet. Er legte in Berlin eine schonungslose Analyse der atomaren Bedrohung vor und kritisierte die gefährliche Unwissenheit in militärischen und politischen Führungsebenen scharf.

    Seine Hauptbotschaft ist unmissverständlich und stützt sich auf physikalische Fakten, nicht auf Spekulationen:

    Der erstaunlich einfache Punkt sei, „dass Atomwaffen so zerstörerisch sind, dass ein Atomkrieg im Wesentlichen das Ende der Zivilisation bedeuten würde.“

    Der Experte kritisierte die Verharmlosung von Atomwaffen als bloß „größere“ konventionelle Waffen:

    Ein Atomkrieg ist viel tödlicher, viel gnadenloser, und wahrscheinlich sind die Auswirkungen viel langfristiger als selbst ein schrecklicher Krieg wie beispielsweise der Zweite Weltkrieg.“

    Die Illusion des Sieges und die Unwissenheit der Eliten

    Diese Fehleinschätzung führe dazu, dass die atomare Bedrohung als „normale“ Kriegsführung abgetan werde. Menschen, die denken, es sei nur ein Krieg* sind laut Postol schlecht informiert. Die nukleare Gefahr sei keine Theorie, sondern eine „existenzielle Tatsache“:

    Es ist nichts anderes, als würden wir in einer Lache Benzin sitzen, Streichhölzer anzünden und sie aufeinander werfen. So ernst ist die Lage.“

    Die Idee, einen Atomkrieg führen und gewinnen zu können, sei aus menschlicher Sicht „sinnlos“. Wer seine Atomwaffen aufrüste, mache sich etwas vor: „Sie sind entweder völlig ignorant oder völlig verblendet – oder beides.“

    Postol legte seine Erfahrungen aus dem Pentagon von 1982 bis 1984 dar, wo er selbst bei hochrangigen Entscheidungsträgern erschreckende Unkenntnis feststellte:

    Ich kann Ihnen sagen, dass die Menschen die grundlegendsten Aspekte von Atomwaffen und deren Auswirkungen nicht verstehen.“

    Das sieht er als eine große Gefahr.

    „Able Archer 83“: Fünf Tage bis zum globalen Atomkrieg

    Im Rahmen seiner eindringlichen Warnung beleuchtete der Physiker die beängstigenden Mechanismen der atomaren Eskalation anhand der historischen NATO-Übung „Able Archer 83“.

    Das Kriegsspiel simulierte 1983 eine Konfrontation zwischen NATO und Warschauer Pakt. Die Simulation zeigte, wie schnell der Konflikt außer Kontrolle geriet und Deutschland als „Auslösepunkt für eine globale nukleare Katastrophe“ fungierte.

    Die Simulation eskalierte innerhalb von fünf Tagen vom Einsatz taktischer Atomwaffen bis zu massiven Schlägen mit strategischen Atomwaffen. Postol zeigte, dass allein der radioaktive Fallout in Nordeuropa und Deutschland eine enorme Zahl von Menschen innerhalb kurzer Zeit töten würde, ohne dass die Folgen von Explosionen und Feuer eingerechnet sind. „Die Zerstörungskraft ist so groß, dass beide Seiten vernichtet werden. Es gibt also in keiner Weise einen Sieg.“

    Das Problem liege in der Natur der Atomwaffen, erklärte der Physiker. Sie seien so mächtig, dass, sobald eine Seite beginne, sie gegen die andere einzusetzen, jede Seite sich gezwungen sehe, zurückzuschlagen, um so viel wie möglich von der Schlagkraft des Feindes zu zerstören.

    Sobald man sich auf dieses Spiel einlässt, hat man keine Wahl mehr. Man kann nicht sagen: ‚Lasst uns aufhören‘, denn man weiß nicht, ob der Gegner nicht noch weiter eskalieren wird, bevor man selbst aufhört, und das gibt dem Gegner die Möglichkeit, auf eine Weise zu eskalieren, die einem noch mehr Schaden zufügt.“

    Die Übung hätte beinahe in einen tatsächlichen Atomkrieg geführt, weil die sowjetische Führung befürchtete, die NATO bereite tatsächlich einen Angriff vor. Sie konnte schließlich auch durch die Informationen von Rainer Rupp, damals NATO-Mitarbeiter und zugleich Kundschafter der Auslandsaufklärung der DDR, überzeugt werden, dass es nur eine Übung war.

    Postol bezeugte die im Pentagon herrschende „wahnhafte“ Vorstellung, ein Atomkrieg sei „gewinnbar“. Die beschriebene „Sieg“-Definition implizierte die sofortige Zerstörung der gesamten Zivilisation der nördlichen Hemisphäre. Die Argumentation, die US-Amerikaner würden gewinnen, „weil sie mehr Atomwaffen übrighätten“, nannte der Physiker „absolut verrückt“ und „sinnlos“. Trotzdem zwinge die militärische Strategie dazu, im Atomkrieg kämpfen und gewinnen zu wollen, wobei der Weg zum Sieg darin bestehe, zuerst zuzuschlagen.

    Schockierende Inkompetenz im Pentagon

    Der Physiker übte schonungslose Kritik an der institutionellen Unwissenheit in den militärischen Führungsebenen und untermauerte seine Warnungen mit einer wissenschaftlichen Fallstudie zur physischen Vernichtung. Als jemand, der selbst in der „Abteilung für strategische Nuklearkriegsführung“ im Pentagon tätig war, enthüllte Postol eine erschreckende Erkenntnis über die Planer des nuklearen Krieges:

    Die Leute, die routinemäßig mit der Planung von Atomwaffen zu tun hatten, hatten keine Vorstellung davon, was diese Waffen wirklich anrichten konnten. Sie waren nicht verrückt oder böse – sie waren unwissend.“

    Postol betonte, dass diese Offiziere zwar vernünftig und ernsthaft seien, ihnen jedoch schlicht das Wissen über Atomwaffen fehle, da es „nicht Teil ihrer Ausbildung war“. Im Gegensatz zu konventionellen Waffen fehle jede Erfahrung. Diese institutionelle Ignoranz im Herzen des Pentagons – die Tatsache, dass die Planer der Nuklearstrategie die Grundlagen ihrer eigenen Waffen nicht verstehen – stellt aus seiner Sicht eine weitaus größere Gefahr dar als böse Absichten. Er warnte, dass diese unwissenden Akteure blind Regeln befolgen, ohne eine „Ahnung zu haben, womit sie umgehen.“ Diese Unwissenheit reiche bis an die Spitze der Hierarchie:

    Auch Kommandeure, Drei- und Vier-Sterne-Admirale, wissen nichts. Wenn man also einen dieser Leute im Fernsehen sieht und er sagt, es sei alles in Ordnung, bluffen sie nur.“

    Die größte Gefahr gehe laut dem US-Kernwaffenexperten nicht von einer rationalen Entscheidung, sondern von einer „Reihe von Fehlern oder Unfällen“ aus, die unkontrolliert zur Katastrophe eskalierten. Die Konsequenz für die deutsche Öffentlichkeit sei, dass die Stationierung mobiler Raketen die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls erhöht, der zur globalen Katastrophe führen würde.

    Die Hölle auf Erden: Physik des Feuerballs und Hitzeblitz

    Nach der Darstellung der politischen Gefahren lieferte der Kernwaffenexperte eine detaillierte und erschütternde wissenschaftliche Fallstudie über die physische Vernichtung durch einen nuklearen Angriff. Anhand des möglichen Abwurfs eines strategischen russischen Nuklear-Sprengkopfs (800 Kilotonnen bis 1 Megatonne) über Berlin beschrieb er die Mechanismen der Zerstörung.

    Der Physiker erklärte, dass die Waffe als „Air Burst“ in zwei Kilometern Höhe detonieren würde, um die Zerstörungskraft zu maximieren. Die anfängliche Temperatur des Feuerballs erreiche fast 100 Millionen Kelvin – heißer als das Zentrum der Sonne.

    Die finale Temperatur des Feuerballs betrage immer noch 8.000 Kelvin, also 2.000 Kelvin heißer als die Sonnenoberfläche. Dies führt zu einem verheerenden Hitzeblitz, der weitaus zerstörerischer sei als die Schockwelle:

    Das Licht und die Hitze des Feuerballs sind ebenso zerstörerisch wie die Schockwelle. Die Vorstellung, die Schockwelle sei der tödlichste Teil der Atomwaffe, ist falsch.“

    Die Strahlenvergiftung führe zu einem „langsamen, schrecklichen Tod“ durch den Verlust der Gerinnungsfähigkeit des Blutes (Bluter-Symptome) und „massive innere Blutungen“. Radioaktive Nuklide gelangten über das „Trinkwasser“ in den Körper und „bestrahlen den Körper von innen“.

    Angesichts der existenziellen Zerstörungskraft von Atomwaffen sei das „höchste politische und vorrangige Ziel“ die „Maßnahmen zur Verhinderung ihres Einsatzes“. Schon der Einsatz von „nur ein oder zwei Atomwaffen“ könne eine „unkontrollierte Kettenreaktion und die Zerstörung der menschlichen Zivilisation auslösen.“

    Der ehemalige Pentagon-Berater stellte nüchtern fest: „Es kann keine sinnvolle Bedeutung haben, einen Atomkrieg zu führen und zu gewinnen.“

    Der moralische Niedergang des Westens

    Postol übte deutliche Kritik an der Rolle der USA und Deutschlands in globalen Konflikten. Die USA seien im Hinblick auf Kriege im Nahen Osten eine Art „Schurkenstaat“, der Flüchtlinge nach Europa bringe, während die USA „kaum Flüchtlinge aufnehmen“. Er stellte die moralische Integrität des Westens in Frage und konstatierte: „Der Westen befindet sich derzeit in einem moralischen Niedergang.“

    Angesichts dieser existierenden Bedrohung gibt es für den renommierten US-Physiker und ehemaligen Berater des US-Militärs nur eine rationale Politik:

    Die erste Priorität muss darin bestehen, zu verstehen, wie zerstörerisch diese Waffen sind und wie hoch die Priorität sein muss, die wir alle haben müssen, um zu verhindern, dass sie jemals eingesetzt werden.“

    Wer diese elementare Tatsache ignoriere oder von einem „Sieg“ im Atomkrieg spreche, sei „ignorant“. Die logische Konsequenz der physikalischen Realität – der Vernichtung der Zivilisation – müsse zwingend die absolute Prävention als einziges politisches Handlungsziel festlegen.


    Titelbild: Éva Péli


    * in einer vorherigen Version enthielt der Text ein Zitat von Friedrich Merz zum Thema, das wir jedoch nicht verifizieren können und es daher gestrichen haben.


    Mehr zum Thema: Mittelstreckenraketen auf deutschem Boden sind keine „Friedenspolitik“ – CDU und SPD spucken Gift und Galle wegen BSW

    Nein zu Deutschland als Kriegspartei – Nein zu neuen Mittelstreckenraketen!

    Ex-Militärs: Europa auf gefährlichem Weg

    „Russland hat den INF-Vertrag außer Kraft gesetzt“ – Weitere Falschdarstellung von Boris Pistorius?


    Rubriken: Außen- und Sicherheitspolitik Aufrüstung Veranstaltungshinweise/Veranstaltungen


    Schlagwörter: 


    Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=140714


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    22.10.2025

    So reagiert TikTok auf die Wehrpflicht

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 22. Oktober 2025, 13:42 Uhr


    Berliner Zeitung 21.10.2025

    <https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/wehrpflicht-ich-hab-asthma-sorry-so-reagiert-tiktok-li.10001817>


    *„Ich hab Asthma, sorry, geht nicht“: So reagiert TikTok auf die

    Wehrpflicht

    *Während auf X ein Schockbild Empörung auslöst, nimmt TikTok eine

    Rückkehr der Wehrpflicht mit schwarzem Humor – und unterschwelliger Angst.


    Sinem Koyuncu


    „Ihr habt Schockbilder auf Zigarettenschachteln zur Pflicht gemacht, um

    uns auf die Gefahren des Rauchens aufmerksam zu machen“, schreibt ein

    Nutzer auf X. Nun, so fordert er weiter, solle diese Pflicht auch für

    Werbung zum Wehrdienst und für Einladungen zur Musterung gelten.

    Der Post bezieht sich auf ein Bild, das derzeit viral geht: Es zeigt

    einen Soldaten mit Beinprothese und fehlenden Armen, gestaltet im Stil

    einer Bundeswehr-Werbung. Tarnmuster im Hintergrund, das Logo der

    Bundeswehr, dazu der Satz: „Karriere an der Ostfront ändert dein Leben.“

    Innerhalb von 24 Stunden sammelt der Beitrag Tausende Likes und Reposts.


    Screenshot_2025_10_22_at_23_53_04_Wehrpflicht_Ich_hab_Asthma_sorry_So_reagiert_TikTok


    *„Was man nicht sieht, ist das Martyrium davor“


    *In den Kommentaren entlädt sich eine heftige Debatte. „Ist noch viel zu

    unblutig und zeigt einen Menschen in stabilem Zustand. Was man nicht

    sieht, ist das Martyrium davor“, schreib ein Nutzer. Ein anderer

    ergänzt, auf dem vermeintlichen Werbeplakat fehlten „noch

    Kriegsgräberfelder.“

    Doch nicht alle teilen diese Meinung. Einige User bezeichnen das

    Schockbild als „russische Stimmungsmache“, „Russenpropaganda“ oder

    nennen den Urheber einen „Russenbot“. Einer fragt provokant: „Willst du

    lieber von Russland regiert werden und keine Freiheit mehr haben? Wenn

    du den Mund aufmachst, bist du im Gulag in Sibirien.“


    *„Acht Dinge, die du sagen kannst, wenn die Wehrpflicht kommt“


    *Während auf X die Emotionen hochkochen, reagiert TikTok, wie so oft,

    mit Humor. Ein Creator postet ein Video mit dem Titel: „Acht Dinge, die

    du sagen kannst, wenn die Wehrpflicht kommt.“ Punkt eins: „Ach Mist,

    jetzt hab ich gestern im Standesamt schon mein Geschlecht ändern lassen

    – aber weiterhin viel Erfolg!“ Punkt zwei: den besten Freund

    vorschicken, „der eh seit Jahren ins Gym geht“. Punkt drei: den Nachbarn

    empfehlen. In ähnlich überspitzt-humorvollem Stil geht es weiter. Das

    Video hat fast 300.000 Likes.

    Unter dem Beitrag tummeln sich humorvolle Bemerkungen wie „Ich hab

    Asthma, sorry, geht nicht“. Doch manche sehen das Ganze ernster. „Noch

    lachen wir“, schreibt ein Nutzer – und kassiert dafür 30.000 Likes.


    *„An alle 2008er, ihr seid gekocht“


    *Ein anderer Creator beginnt sein Video mit: „An alle 2008er, ihr seid

    gekocht.“ Dann erklärt er den Gesetzentwurf der Bundesregierung. Er

    selbst, Jahrgang 2005, sei „aus dem Schneider“, aber die betroffenen

    Jahrgänge täten ihm leid. „Du kannst jetzt nicht mehr den ganzen Tag

    Fortnite spielen“, sagt er. „Bro, das ist dann real life.“

    Neben vielen jungen Menschen, die sich klar gegen die Wehrpflicht

    aussprechen, gibt es auch etliche Befürworter. Einer schreibt: „Dikka,

    2,3k Euro, free Führerschein, free Food und so – das krass.“


    *Mehrheit lehnt Auslosung von Wehrpflichtigen deutlich ab


    *Auch jenseits von TikTok, X und Co. sorgt das neue Wehrpflichtgesetz

    samt möglichem Losverfahren für Diskussionen. Laut einer aktuellen

    Forsa-Umfrage lehnt die Mehrheit der Deutschen eine Auslosung von

    Wehrpflichtigen deutlich ab. 76 Prozent halten ein solches Verfahren für

    ungerecht, nur 21 Prozent für gerecht, drei Prozent äußerten sich nicht.

    Die meisten Befürworter finden sich unter den 18- bis 29-jährigen

    Männern – hier halten immerhin 34 Prozent ein Losverfahren für fair.


    Während Politik und Öffentlichkeit noch über das Gesetz streiten, zeigt

    sich ein klarer Trend: Immer mehr Menschen verweigern den Dienst an der

    Waffe. Nach Angaben der Bundeswehr gingen bis Ende August dieses Jahres

    3257 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung ein. 2024 waren es 2998, im

    Jahr zuvor nur 1609. Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl also fast

    verdoppelt. Der Trend zeigt weiter nach oben.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.10.2025

    Fähigkeiten bei Schülern rauschen ab – ob in Mathe, Bio, Chemie, Physik oder Lesen

    transition-news.org, 22. Oktober 2025 von TE. Lesedauer: 2 Minuten.

    Dies gilt nicht nur für Länder wie Deutschland. In den USA wird die Situation sogar als noch besorgniserregender beschrieben. Dort erreichen mittlerweile 40 Prozent der Grundschülerinnen und -schüler nicht mehr das Basisniveau im Lesen
    Bundesweit haben sich Neuntklässler in Mathe und in den Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik verschlechtert. Die Leistungen sanken quer durch alle Bundesländer und Schulformen. Mehr als ein Viertel verfehlte die Mindestanforderung für den Mittleren Schulabschluss.

    Das sind die Ergebnisse des IQB-Bildungstrends 2024, einer bundesweiten Vergleichsstudie zu Kompetenzen von Neuntklässlern in Mathematik, Biologie, Chemie und Physik. Diese «fallen besorgniserregend aus», wie es auf der Seite des Instituts für Qualitätssicherung im Bildungswesen (IQB) heißt. Denn in allen vier untersuchten Fächern würden die Regelstandards seltener erreicht und die Mindeststandards häufiger verfehlt als noch 2018 und 2012.

    Die Autoren der Studie messen die Leistungen mit einer sogenannten Globalskala. Sie wurde so festgelegt, dass alle Neuntklässler in Deutschland im Jahr 2012 im Durchschnitt 500 Punkte erreichten. Während sich die Ergebnisse zwischen 2012 und 2018 kaum veränderten, zeigt die aktuelle Erhebung einen deutlichen Abwärtstrend.

    Die Forschenden führen einen großen Teil der negativen Entwicklungen auf die «Corona-Zeit» zurück. Die jetzigen Neuntklässler waren zu deren Beginn in der 5. Klasse – mitten in einer entscheidenden Lernphase. Wochenlanges Homeschooling, soziale Isolation und fehlende Förderung und Betreuung hätten tiefe Spuren hinterlassen.

    Ähnlich besorgniserregend sieht es aus im vielleicht wichtigsten Fach: Lesen. Dieses bildet im Grunde die Grundlage für alle Lern- und Lebensbereiche. Doch Trendanalysen zeigen: Im Vergleich zu früheren Messungen ist der Wert in Deutschland signifikant gesunken.

    So erreicht mittlerweile ein Viertel der Kinder in Deutschland nicht mehr den international festgelegten Mindeststandard beim Lesen (Kompetenzstufe III), der zum erfolgreichen Lernen nötig wäre.

    Dieser Anteil ist im Vergleich zu 2016 stark angestiegen, und zwar von 18,9 auf 25,4 Prozent. 2001 hatte er noch bei 17 Prozent gelegen. Zudem hat sich der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die nur ein rudimentäres Leseverständnis (Kompetenzstufe I) aufweisen, von 2001 bis 2021 mehr als verdoppelt – von 3 Prozent auf 6,4 Prozent.

    Noch dramatischer sieht die Situation in den USA aus. Dort erreichten 32 Prozent der Highschool-Absolventen im Jahr 2024 nicht einmal das Basisniveau im Lesen – ein Anstieg von 12 Prozentpunkten im Vergleich zu 1992. Bei den Viertklässlern liegt der Prozentsatz sogar bei 40 Prozent.

    Die New York Post schrieb dazu:

    «US-Testergebnisse in Mathematik und Lesen erreichen seit der Schließung der Schulen aufgrund von COVID neue Tiefststände. Bildungsministerin Linda McMahon sprach von einem ‹verheerenden Trend›.
     
    So zeigt die National Assessment of Educational Progress (NAEP)[, die größte repräsentative und kontinuierliche Leistungsbewertung von US-Schülern], dass nur 35 Prozent der Highschool-Absolventen gute Lesekenntnisse hatten. Dies ist der niedrigste Wert seit Beginn dieser Erhebung im Jahr 1992.
     
    Noch schlechter fielen die Mathematikergebnisse der Zwölftklässler aus: Nur 22 Prozent erreichten die erforderlichen Kenntnisse, der niedrigste Wert seit Einführung des aktuellen Tests im Jahr 2005.»

    Quelle:

    Institut für Qualitätssicherung im Bildungswesen: IQB-Bildungstrend 2024 - 15. Oktober 2025

    Illinoispolicy.org: Fewer than 1-in-3 Chicago Public Schools students read at grade level - 1. November 2024

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    Kommentare

    22. Oktober, 08:45, von M. Pfenninger

    Nach allem was ich bis jetzt über Hirnreifung usw. gelesen habe, bin ich sicher, dass auch der Medienkonsum einen ganz wesentlichen negativen Beitrag dazu leistet. Wenn ich sehe, wie viele Kleinkinder unterdessen einfach mit dem Handy ruhiggestellt werden oder Kinder im Schulalter sich grenzenlos in sozialen Medien tummeln können, dann mache ich mir echt Sorgen um deren Zukunft.

    22. Oktober, 07:43, von Michl Deutscher

    Das ist die Schule im Kapitalismus. Bereits im Kalten Krieg konnte man bei Vergleichen sehen, dass kommunistische Länder u.a. das Inselland vor Florida wesentlich bessere Grundbildung hatte. Die Alphabetisierung in Kuba übertraf die USA bei weitem. In der UdSSR legte man sehr großen Wert auf Bildung und Lesefähigkeit. Ebenso in China. So ist die basismedizinische Versorgung in Ländern wie Russland und China sehr gut. Die USA haben das teuerste System der Welt, und das kann sich nur jmd leisten der auch das Geld hat. Schätzungsweise 33% der US Amerikaner leben in Armut, während eine kleine weiße und vor allem jüdische Schicht stinkreich ist. Menschenfreunde nennen sie sich. Der Tanz um das goldene Kalb. Da bleibt das Gericht nicht aus.

    Info: https://transition-news.org/fahigkeiten-bei-schulern-rauschen-ab-ob-in-mathe-bio-chemie-physik-oder-lesen


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.10.2025

    Ex-Mossad-Agent: Gazastreifen mit israelischer False-Flag-Aktion endgültig "säubern"

    freedert.online, 22 Okt. 2025 08:35 Uhr

    Der ehemalige Mossad-Agent Avner Avraham erklärt im Interview, wie die Israelis einen False-Flag-Raketenangriff auf ihr eigenes Land durchführen könnten. Danach würden sie die Palästinenser beschuldigen und den Gazastreifen "ausradieren". Israel könnte dort einen Handelshafen bauen.


    Quelle: www.globallookpress.com © Rizek Abdeljawad / XinHua


    Ein Strand bei Gaza-Stadt, 18. August 2025


    In den sozialen Netzwerken kursiert der Ausschnitt eines Video-Interviews mit dem ehemaligen Mossad-Agenten Avner Avraham. Darin spricht der frühere Geheimdienstoffizier darüber, wie man die Palästinenser mit einer False Flag Aktion seitens Israels komplett aus dem Gazastreifeb vertreiben werde. Laut seiner Aussage sollen die übrig gebliebenen Palästinenser nach Libyen getrieben werden.

    Israel Ellis veröffentlichte das Interview bereits am 3. Oktober unter der Überschrift "Video Exclusive* Inside Mossad's Secrets, Israel's Spy Agency | Avner Avraham | Ep 12" auf seinem YouTube-Kanal.


    Gaza: Frieden von geringer Dauer



    Gaza: Frieden von geringer Dauer







    Ab Minute 1:30:50 fragt Ellis den ehemaligen Mossad-Agenten Avraham, ob die Welt nach den israelischen und US-amerikanischen Angriffen auf den Iran sicherer geworden sein. Avraham antwortet: "Selbstverständlich, ich hoffe, es wird noch einen Angriff geben. Wir werden sie angreifen, und dann attackieren sie uns."

    Er wolle diesbezüglich etwas über den Gazastreifen erklären, fährt Avraham fort. Wenn Israel alle Geiseln zurückhabe, gebe es eine Vereinbarung zwischen Israel und Palästina. Doch es gebe etwas, das stärker sei als diese Vereinbarung. Das Stärkere sei: Der Gazastreifen werde für immer für diesen Terrorangriff bezahlen.

    Wie die Zukunft des Gazastreifens aussehen würde, wollte Ellis anschließend von Avraham wissen. In seiner Antwort beschrieb der ehemalige Geheimdienstler, wie Israel die Palästinenser am Ende mit einer False-Flag-Attacke aus Israel vertreiben könnte. Das Szenario beschrieb er wie folgt:  

    "Nun, wir haben jetzt diese Vereinbarung. Plötzlich senden sie uns ein paar Raketen. Tatsächlich ist es aber so, dass unsere eigenen Leute die Raketen auf uns abfeuern. Und daraufhin können wir dann zurückfeuern. Alles  ist möglich. Wir werden den Gazastreifen ausradieren. Wir werden die Menschen von dort nach Libyen schicken."

    Ellis fragte, was anschließend mit dem Land geschehen soll. Avraham beschrieb daraufhin, dass die Israelis, nachdem sie dort aufgeräumt hätten, im Gazastreifen einen großen Hafen bauen könnten. Damit schaffe man die Voraussetzungen für alle möglichen Geschäfte, insbesondere in Bezug auf die Abraham-Abkommen.


    Abraham-Abkommen: Israel und Islamisten in Syrien führen unter Vermittlung der USA Gespräche





    Abraham-Abkommen: Israel und Islamisten in Syrien führen unter Vermittlung der USA Gespräche





    Die im Jahr 2020 geschlossen Abraham-Abkommen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Bahrain und weiteren arabischen Staaten wurden von den USA vermittelt. Zum wesentlichen Inhalt gehört, dass die arabischen Staaten bzw. die Arabische Liga Israel anerkennen, bevor der israelisch-palästinensische Konflikt gelöst wurde. Mit dem Abkommen werden Kooperation und Dialog zwischen den Unterzeichnerstaaten gefördert.

    US-Präsident Donald Trump wolle noch mehr arabische Länder in das Abkommen einbinden, erklärte Avraham. Im Gespräch seien zum Beispiel auch der Libanon und Syrien. Für den US-Präsidenten fand der frühere Mossad-Agent nur lobende Worte: "Letzten Endes ist Trump sehr gut für uns."


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