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19.01.2026

Jacques Baud: "Wir leben nicht mehr im Rechtsstaat"

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Quelle: Patrik Baab - "Wir leben nicht mehr im Rechtsstaat" – YouTube
Jacques Baud: "Wir leben nicht mehr im Rechtsstaat"

Patrik Baab besuchte Jacques Baud in Brüssel. Die beiden Männer sprachen miteinander. Ein Gespräch in einer Wohnung in Brüssel, die zum Gefängnis wurde - ohne Mahlzeiten.

Patrik Baab

Mo. 19 Jan 2026


Unser Freund und Autor Patrik Baab ist nach Brüssel gereist, um den von der EU ohne Anhörung entrechteten Militäranalysten Jacques Baud zu interviewen. Ein Gespräch mit Tiefgang, das jeden mit Gerechtigkeitssinn ausgestatteten Bürger Europas beklemmen und in Rage versetzen sollte.

Der grossartige YouTube-Kanal – "Gegen den Strom" – von Patrik Baab hat es verdient, abonniert zu werden.


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Video https://www.youtube.com/watch?v=SIWp-PhXZNA&t=1s Dauer 1:20:49 h


Interview Video Baud, Jacques EU Deutschland Schweiz EU

6 Kommentare zu
«Jacques Baud: "Wir leben nicht mehr im Rechtsstaat"»


Arnold Nägele Mo. 19 Jan 2026, 11:20

Geschätztes FG-Team
Hochachtung vor Patrik Baab und allen, die sich für Jaques Baud einsetzen. Es macht Mut, dass es in einer Welt voller "Verrückten" noch Menschen wie euch gibt und veranlasst, selbst auch aktiv zu sein. Besonders freut es mich, Sie, geschätzter Peter, nächste Woche persönlich zu treffen. Macht weiter so, noch ist die Welt nicht verloren...
Herzliche Grüsse aus der Ostschweiz
Arnold Nägele

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Antwort auf Elisabeth Heimlicher Mo. 19 Jan 2026, 11:52

ja, ich komme auch nächste woche…. schliesse mich meinem vorredner an! danke für alles!

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Antwort auf beat schaller Mo. 19 Jan 2026, 12:03

Dem schliesse ich mich an. Man kann sich mit Unterschrift für Herrn Baud einsetzen. Diese Art die Leute Mundtot zu machen, ist unterste Schublade.
b.schaller

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Heiko Mo. 19 Jan 2026, 15:04

Dazu eines der besten Zitate:
Ich habe nichts gegen Klassenjustiz; mir gefällt nur die Klasse nicht, die sie macht. Und daß sie noch so tut, als sei das Zeug Gerechtigkeit – das ist hart. Und bekämpfenswert. Tucholski
Es lohnt sich immer wieder, sich darüber klar zu werden, was eine Klassengesellschaft ist und was es bedeutet, darin zu leben.

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Eric Zuesse Mo. 19 Jan 2026, 16:01

Can you not put auto-translate on?

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Wil Mo. 19 Jan 2026, 18:18

https://www.youtube.com/watch?v=RlNaVfa3Yb0&t=58s
Pascal Lottaz & Christoph Pfluger am 14.01.2026 zum neusten Strategiepapier des Bundesrates: "2026 Schweizer Sicherheitsstrategie: Weg in die NATO & Militarisierung"
--> Die Schweiz auf dem Pfad Finnlands und Schwedens: Wie die Schweizer Regierung in ihrer neuen Sicherheitsstrategie den Weg in die NATO ebnet und die ganze Gesellschaft in einen Zustand der Sicherheitsstarre versetzen will.

Das besagte Strategiepapier - per sofort in Kraft gesetzt!!! - lesen/downloaden Sie hier: https://www.sepos.admin.ch/de/sicherh...

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Info: https://forumgeopolitica.com/de/artikel/-jacques-baud-wir-leben-nicht-mehr-im-rechtsstaat


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.01.2026

Was ein Appell zur Unterstuetzung von Jacques Baud sonst noch zeigt: Ein Kommentar

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youtube.com, vom Premiere am 16.01.2026 Gegen den StromPatrik Baab

Mehr davon? Ihre Unterstützung entscheidet! Abonnieren Sie den Kanal, liken Sie die Inhalte und teilen Sie die Videos. – PayPal: http://paypal.me/patrikbaab – Website: https://www.patrikbaab.de/unterstuetzen Banküberweisung Name: Patrik Baab IBAN: DE62 1001 0178 6821 1799 05 BIC: REVODEB2 Verwendungszweck: Unterstützung Mehr als 20 000 Menschen haben den Aufruf zur Unterstützung des sanktionierten Schweizer Obersts a.D. Jacques Baud unterzeichnet. Doch hinter den Kulissen tobt ein anderes Drama – ein „Fegefeuer der Eitelkeiten“. Patrik Baab spricht über Egoismen, Intrigen und die Selbstzerstörung der Opposition, über die moralische Krise der Intellektuellen und darüber, was dieser Fall über den Zustand unserer Gesellschaft verrät. Während Jacques Baud unter Sanktionen leidet, zerfällt der Widerstand an Narzissmus, Profilierungssucht und Angst. Ein Kommentar über das Versagen der Eliten – und derjenigen, die sich ihnen entgegenstellen wollten. 


Kapitel: 

00:00 – Fegefeuer der Eitelkeiten: Ein Kommentar 

00:35 – Solidarität mit Jacques Baud 

01:15 – EU-Sanktionen und Willkür 

02:10 – Mut und Gefahr für Unterzeichner 

03:10 – Weltweite Unterstützung – und deutsche Kleingeisterei 

05:00 – Egoismus statt Solidarität 

07:00 – Die Psychologie des Narzissmus 

09:00 – Der Homo psychologicus und der Zerfall der Solidarität 

11:00 – Die Selbstgleichschaltung der Intellektuellen 

12:20 – Jacques Baud und die Lektion der Freundschaft 


Hinweis: Dieses Video dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Artikel 5 des Grundgesetzes (GG). Eigenartige Demokraten – Einen Aufruf unterschreiben und dann wieder zurückziehen Ein Artikel von Albrecht Müller https://www.nachdenkseiten.de/?p=144759


Info: Video https://www.youtube.com/watch?v=ACv_NGWJ5-M Dauer 13:57 Min.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




Weiteres: 




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nachdenkseiten.de, 14. Januar 2026 um 9:00 Ein Artikel von:

Die NachDenkSeiten haben wie auch andere Einrichtungen und Personen dafür geworben, den Protest gegen die Sanktionierung Jacques Bauds zu unterstützen. Siehe hier: Pressekonferenz zum Solidaritätsaufruf gegen die EU-Sanktionierung von Jacques Baud: „Es reicht!“ So kamen eine beachtliche Zahl von Unterstützern zusammen. So weit, so gut. Was mir aber im weiteren Umgang mit dieser Solidarität bitter aufgestoßen ist: Es gab Unterstützerinnen und Unterstützer, die (hoffentlich) in vollem Bewusstsein diesen Aufruf unterschrieben haben und ihre Unterschrift später dann zurückgezogen haben.


Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Podcast: Play in new window | Download


Das ist nicht nur lästig für die Verantwortlichen und Betreiber einer Internetseite wie in unserem Falle der NachDenkSeiten. Es macht auch einen ausgesprochen schlechten Eindruck bei jenen Zeitgenossen, die solche Unterstützungsaktionen verfolgen oder sich sogar beteiligen wollen. Das Hin und Her macht misstrauisch. Mit Recht.

Im konkreten Fall haben einige Personen wohl ihre Unterstützung zurückgezogen, weil sie nach Veröffentlichung der Liste feststellten, dass Menschen unterschrieben haben, mit denen sie nicht „unter der Laterne gesehen werden wollen“. Eigenartige Demokraten!


Rubriken: Audio-Podcast Aufbau Gegenöffentlichkeit


Schlagwörter:


Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=144759


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.01.2026

Das sind die dümmsten Reaktionen auf Trumps Drohungen

lostineu.eu, 19. Januar 2026

US-Präsident Trump hat die EU ‘mal wieder kalt erwischt. Während die Europäer ihren “historischen” Mercosur-Deal feierten, drohte Trump mit neuen Strafzöllen und der Annexion von Grönland. Statt sich zu wehren, stellten sich einige Politiker besonders dumm.

Hier eine – zugegeben subjektive – Auswahl der dümmsten Reaktionen. Oder sind es vielleicht die diplomatischsten? Das Urteil überlasse ich meinen Leserinnen und Lesern!

EU-Außenbeauftragte Kallas: China und Russland lachen sich ins Fäustchen

“China and Russia must be having a field day. They are the ones who benefit from divisions among Allies. If Greenland’s security is at risk, we can address this inside NATO. Tariffs risk making Europe and the United States poorer and undermine our shared prosperity. We also cannot let our dispute distract us from the our core task of helping to end Russia’s war against Ukraine.”

Parlamentspräsidentin Metsola: Das macht unsere Feinde stärker

“The European Union supports Denmark and the people of Greenland. We do so united in resolve. The measures against NATO allies announced today will not help in ensuring security in the Arctic. They risk the opposite, emboldening our joint enemies and those who wish to destroy our common values and way of life.  Greenland and Denmark have both made clear: Greenland is not for sale and its sovereignty and territorial integrity needs to be respected. No threat of tariffs can or will change that fact.”

Nato-Generalsekretär Rutte: Freue mich auf Trump in Davos

“Spoke with @POTUS regarding the security situation in Greenland and the Arctic. We will continue working on this, and I look forward to seeing him in Davos later this week.”

Bundesaußenminister Wadephul: USA stehen zur Nato

“Es gibt überhaupt keinen Zweifel, dass die Vereinigten Staaten von Amerika voll und ganz zum Bündnis, zur Nato stehen und auch zur Verteidigung Europas“, sagte der CDU-Politiker im „Bericht aus Berlin“ der ARD. „Das hat niemand bisher in Washington in Zweifel gezogen.“ 

Siehe auch Grönland: Macron will Trump trotzen, Merz kneift schon wieder

P.S. Kallas wird auch in der EU für ihre Reaktion kritisiert. Der linke belgische PTB-Abgeordnete Botenga sprach von einem “unverständlichen” Statement. Der sozialdemokratische Vizepräsident des EU-Parlaments, J. López, ging noch weiter: “This statement and its framing are wrong, politically naïve, and strategically dangerous. It is completely detached from today’s world and from Europe’s real interests. Coming from the EU’s High Representative, this is not just alarming. Unfit for the job.” Zu gut deutsch: Kallas hat ihren Job verfehlt!

11 Comments

  1. Ute Plass
    19. Januar 2026 @ 13:29

    “Dümmste Reaktionen” auf so vielen Ebenen:

    “Die europäischen Eliten und ihre erschreckende Naivität | Nils Minkmar sagt uns, was zu tun ist! ”

    https://www.youtube.com/watch?v=vq7qXTWBz1w

Antworten

  • KK
    19. Januar 2026 @ 13:24

    “Auswahl der dümmsten Reaktionen. Oder sind es vielleicht die diplomatischsten?”

    Die letzten Chefdiplomaten bzw. Chefinnendiplomatinnen Deutschlands und EUropas haben in mir die Überzeugung wachsen lassen, Dummheit sei – neben Russenhass – eine wesentliche Einstellungsvoraussetzung für diese Posten.

    Antworten

  • Arthur Dent
    19. Januar 2026 @ 13:23

    Ich überlege gerade, wo meine Interessen in der Arktis liegen, mir fällt aber beim besten Willen nichts ein.

    Antworten

  • jjkoeln
    19. Januar 2026 @ 13:06

    Wie Schoßhündchen, die nicht wahrhaben wollen, dass das Herrchen (oder “Daddy”) der Feind ist.

    Antworten

    • KK
      19. Januar 2026 @ 13:25

      Selbst vor der Tür der Tierarztpraxis zwecks Einschläferung nicht…

      Antworten

  • Erneuerung
    19. Januar 2026 @ 10:48

    Wadephul hat vorige Woche darauf hingewiesen, dass das Selbstbestimmungsrecht der Grönländer eine unangefochtene internationale Regel sei, was natürlich für Donbass-/Krimrussen und Palästinenser nicht zu gelten scheint. Und nun schmeichelt er den Potus und unterstützt damit das Gegenteil. Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll, am bessten ist es noch, die Leute zu ignorieren,

    Antworten

    • KK
      19. Januar 2026 @ 13:28

      Nur ein in den Afterwinden des POTUS flatterndes Fähnchen…

      Antworten

  • Michael
    19. Januar 2026 @ 10:09

    …. und dann sehe man sich zum Vergleich einmal Kommentare aus den BRICS+ Ländern und dem sog. Globalen Süden an! Der sog. Westen ist nur noch Gegenstand von Gespött, bestenfalls Mitleid!
    Wadephul und Konsorten sind keine „Schlafwandler“ sondern bestenfalls pathologische Paranoiker, schlimmstenfalls Demagogen des westlichen Zeitgeistes!

    Antworten

  • Helmut Höft
    19. Januar 2026 @ 08:23

    Auch wenn’s weh tut: Kallas hat alles Wesentliche treffend zusammengefasst.

    Was jetzt noch zu klären ist: Warum will die €U nicht souverän sein, warum will sie abhängig sein von den USA, warum wollen die ϵuropäischen Politniks nicht ihre Aufgabe (“Nutzen mehren, Schaden abwenden” aka “Europe First”) angehen und erfüllen?

    Antworten

  • Stef
    19. Januar 2026 @ 07:52

    Nichts fürchtet unsere Bundesregierung so sehr wie ein Ende der Nato. Trump weiß das und erpresst sie exakt damit. Und die Europäer lassen sich erpressen, weil ihnen fast jeder Preis recht ist, um eine faktische oder gar offizielle Abkehr der USA von dem Bündnis zu verhindern. Abhängigkeit von einem Akteur mit psychopathischen Charakterzügen in der Führungsspitze ist ein katastrophaler und gefährlicher Zustand.

    Warum wird kein Nato-Rat einberufen, um die Lage zu besprechen? Vermutlich aus Angst, dass die USA die Spaltung bei der Gelegenheit bewusst offen legen.

    Sonst wäre doch schon laein Nato-Geofel einberufen worden und man müsste nicht goffen, dass Trump tatsächlich in Davos auftaucht. Ich vermute, er wird eher bewusst fernbleiben…

    Antworten

  • Guido B.
    19. Januar 2026 @ 07:11

    LOL. Eine Parade von tragikomischen Peinlichkeiten.
    Russland und Chinas Leader haben nichts zu lachen. Sie sind vermutlich sprachlos vor Fassungslosigkeit über das erbärmliche Niveau der westlichen Leader. Dieses Kindergartengeschrei ist ja im Kopf kaum auszuhalten.


  • Info: https://lostineu.eu/das-sind-die-duemmsten-reaktionen-auf-trumps-drohungen/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Grönland: Macron will Trump trotzen, Merz kneift schon wieder


    lostineu.eu, 18. Januar 2026

    Nach den jüngsten Drohungen von US-Präsident Trump in Sachen Grönland hat die EU die USA vor einer “Eskalation” gewarnt. Doch Taten lassen auf sich warten – die Bundeswehr reist sogar vorzeitig aus Grönland ab. Zieht Kanzler Merz den Schwanz ein?

    Viele wortreiche Erklärungen, aber keine Taten und erst recht keine Gegenwehr: Die europäische Reaktion auf Trumps neue Drohungen fällt überaus schwach aus.

    “Zolldrohungen untergraben die transatlantischen Beziehungen und bergen das Risiko einer Eskalation”, erklärten Deutschland, Dänemark, Finnland, Frankreich, die Niederlande, Norwegen, Schweden und Großbritannien in einer gemeinsamen Stellungnahme.

    Zugleich betonten sie: “Wir sind entschlossen, unsere Souveränität zu wahren.” Doch was sie tun zu gedenken, sagten die acht von Trumps Zolldrohungen betroffenen Staaten nicht.

    Frankreichs Staatschef Macron will das ändern. Macron werde beantragen, das EU-Gesetz gegen wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen ACI zu aktivieren, hieß es im Pariser Elysée-Palast.

    Außerdem will er die EU-Reaktion koordinieren. Ob ihm das gelingt, bleibt abzuwarten – ich wage es zu bezweifeln.

    Deutschland hat sehr zurückhaltend auf Trumps neue Drohungen reagiert. Kanzler Merz will sogar die Handvoll Bundeswehr-Soldaten abziehen, die erst am Freitag in Grönland angekommen waren.

    Die Mission sei erfolgreich abgeschlossen, heißt es in Berlin. In Wahrheit ist es wohl eher so, daß Merz den Schwanz einzieht. Auch diesmal setzt er auf Appeasement bei Trump, wieder einmal…

    Siehe auch Eskalation um Grönland, Deal mit Mercosur – und News zu Nordstream

    10 Comments

    1. Arthur Dent
      18. Januar 2026 @ 23:43

      Kanzler Merz schikaniert lieber die Arbeitnehmer als ein Volk von Blaumachern, es sei zu lange krank im Jahr.

    Antworten

    • KK
      19. Januar 2026 @ 02:16

      Dann sollte er damit aufhören, das Gesundheitssystem immer weiter der Profitgier von Investoren zu unterwerfen und ansonsten kaputtzusparen!

      Antworten

    • Helmut Höft
      19. Januar 2026 @ 08:15

      FACK! Mehr kann man dazu nicht sagen. Der “große Fritz” ist noch nicht einmal ein kleiner Fritz, er ist nur eine lästige Mücke die immer wieder stechen will aber über ein psssss nicht hinauskommt.

      Antworten

  • Andreas
    18. Januar 2026 @ 22:06

    meins war verschwunden:
    „ist halt alles komplex“
    ohne weiteren Kommentar

    auf Mastodon entschuldigen sich Leute aus USA förmlich für die Grönland-Sache und fordern die EU zu Widerstand auf…

    (mittlerweile weiss ich aber aus Erfahrung, dass nicht nur Franzosen mangels Englischkenntnissen sich bis heute für den Mittelpunkt der Welt halten – da hab ich Dinger erlebt… – Deutsche sind nicht besser: Provinzialismus pur)

    will sagen: schade, dass die lostineu.eu nicht durchgehend auch in Englisch erscheint (per Makro per deepl übersetzen nicht möglich ?)

    Antworten

    • KK
      19. Januar 2026 @ 02:14

      Sprache hat was mit Kultur zu tun, und die zunehmende Anglifizierung der deutschen Sprache ist schon schlimm genug. Ich möchte Inhalte in meiner Muttersprache lesen und nicht auf die Vermittlung durch Dritte – und schon gar nicht durch Algorithmen einer Software – angewiesen sein.

      Antworten

  • Michael
    18. Januar 2026 @ 21:24

    @ebo
    Kann es sein dass hier einzelne Beiträge im „schwarzen Loch“ verschwinden?

    Antworten

    • ebo
      18. Januar 2026 @ 21:42

      Es gab heute mal ein schwarzes Loch auf der Kommentarseite (wegen erhöhter Sicherheits-Anforderungen), sollte aber wieder behoben sein. Wenn es dennoch weiter Probleme gibt, bitte melden!

      Antworten

  • KK
    18. Januar 2026 @ 17:04

    Kriegstüchtig werden wollen, dann aber in Grönland keine warmen Socken dabei?

    Antworten

    • jjkoeln
      19. Januar 2026 @ 13:04

      Tja, die deutschen Transatlantiker sond gut geschult in ihrem Habitus als tributpflicjtige Vasallen.
      Nur ja nicht anecken.
      Aber zuhause große Töne spucken.
      Einfach nur erbärmlich.


  • Info: https://lostineu.eu/groenland-macron-will-trump-trotzen-merz-kneift-schon-wieder/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    19.01.2026

    Nachrichten von Pressenza: Ein Krieg in Syrien würde den Nahen Osten ins Chaos stürzen

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 19. Januar 2026, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 19.01.2026


    Ein Krieg in Syrien würde den Nahen Osten ins Chaos stürzen


    Amalia van Gent für die Online-Zeitung INFOsperber Die blutigen Zusammenstösse in Aleppo sind für die Kurden eine Zäsur. Ein Krieg in Syrien wird wieder denkbar. Das Kurzvideo aus den umkämpften Vierteln der syrischen Metropole Aleppo, das letzten Samstag viral ging,&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/ein-krieg-in-syrien-wuerde-den-nahen-osten-ins-chaos-stuerzen/


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    150.000 Unterschriften, welche die Aussetzung der europäischen Beziehungen zu Israel fordern


    Nur zwei Tage nach dem Start der Europäischen Bürgerinitiative, welche die Aussetzung der Beziehungen der Europäischen Union zu Israel fordert, wurden bereits 150.000 Unterschriften &#8211; von den erforderlichen eine Millionen &#8211; geleistet, die notwendig sind, um die Initiative in der&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/150-000-unterschriften-welche-die-aussetzung-der-europaeischen-beziehungen-zu-israel-fordern/


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    &#8222;Sie haben ein Blutbad angerichtet&#8220;: Augenzeug*innen berichten über die Gewalt im Iran


    Es ist ein beispielloses Ausmaß an Gewalt: Seit Ende Dezember sind im Iran nach offiziellen Angaben über 2.000 Menschen bei den aktuellen Protesten getötet worden. Die Dunkelziffer liegt vermutlich deutlich höher. Amnesty International hat Videoaufnahmen verifiziert und Augenzeug*innen zugehört, die&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/sie-haben-ein-blutbad-angerichtet-augenzeuginnen-berichten-ueber-die-gewalt-im-iran/


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    Erklärung der Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit IFFF / WILPF Deutschland zur aktuellen Situation im Iran


    Die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit IFFF / WILPF Deutschland solidarisiert sich mit den Protestierenden im Iran und verurteilt das gewaltsame Vorgehen des iranischen Regimes. Wir fordern die Wahrung der Menschenrechte und verweisen auf das Recht der Menschen im&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/erklaerung-der-internationale-frauenliga-fuer-frieden-und-freiheit-ifff-wilpf-deutschland-zur-aktuellen-situation-im-iran/


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    Grönland ist nicht leer – ein humanistischer Blick auf Eis, Macht und Selbstbestimmung


    Von außen betrachtet erscheint Grönland oft als Projektionsfläche: riesig, eisbedeckt, scheinbar menschenleer. In geopolitischen Debatten taucht die Insel als strategischer Vorposten, Rohstofflager oder Klimafaktor auf. Was dabei regelmäßig ausgeblendet wird, ist eine einfache Wahrheit: Grönland ist kein leerer Raum. Es&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/groenland-ist-nicht-leer-ein-humanistischer-blick-auf-eis-macht-und-selbstbestimmung/


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    Kriegsindustrie in Österreich &#8211; Ein kurzer Überblick über Österreichs Rüstungsproduktion


    In ganz Europa sollen wir glauben, dass wir „sparen“ müssen. Und zwar bei uns und unseren Lebensbedingungen. Sozial-Bildungs- und Gesundheitssysteme werden als überteuert dargestellt und Ausgaben für sie massiv gekürzt. Gleichzeitig werden Milliarden für Heere und Waffen ausgegeben. Die EU&hellip;

    https://www.pressenza.com/de/2026/01/kriegsindustrie-in-oesterreich-ein-kurzer-ueberblick-ueber-oesterreichs-ruestungsproduktion/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    19.01.2026

    Kriegsübungen in Grönland (II)    Nach der Entsendung von Militärs aus acht europäischen NATO-Staaten nach Grönland zu einer Erkundungsmission eskaliert der Konflikt mit den USA um die Insel. Trump kündigt bis zu Grönlands Übergang unter US-Hoheit hohe Strafzölle an.

    german-foreign-policy.com, 19. Januar 2026

    BERLIN/NUUK/WASHINGTON (Eigener Bericht) – Nach der Entsendung von Soldaten aus acht NATO-Staaten Europas, darunter Deutschland, nach Grönland eskaliert der Konflikt um die zu Dänemark gehörende Insel mit neuen Zolldrohungen der Trump-Administration. US-Präsident Donald Trump hat am Samstag angekündigt, zusätzliche Zölle in Höhe von 10 Prozent ab dem 1. Februar und von 25 Prozent ab dem 1. Juni auf alle Einfuhren aus den acht Staaten erheben zu wollen – so lange, bis Grönland unter US-Hoheit übergeht. Aus der EU heißt es bislang mehrheitlich, man beuge sich nicht und beharre auf Dänemarks territorialer Integrität. Die Entsendung von Militärs – zunächst nur im Rahmen einer Erkundungsmission – knüpft im Fall der Bundeswehr an eine seit fast zehn Jahren andauernde Ausweitung ihrer militärischen Aktivitäten in Europas Hohem Norden und in der Arktis an, die sich schon jetzt von Norwegen über Island bis nach Kanada erstrecken und im vergangenen Jahr zum ersten Mal auch Grönland erreichten. Sie richteten sich bislang ausschließlich gegen Russland. Jetzt positioniert sich die Bundeswehr mit ihren Grönland-Aktivitäten zum ersten Mal überhaupt unmittelbar gegen das Interesse der USA.


    Zitat: Am Hauptquartier der Nordflotte

    Die Bundeswehr weitet ihre Aktivitäten im Hohen Norden bereits seit geraumer Zeit aus. Einen ersten großen Schritt nach vorsichtigen Anfängen [1] stellte 2018 die Teilnahme deutscher Soldaten in Brigadestärke an Trident Juncture dar, einem NATO-Großmanöver in Norwegen, das insbesondere die Einsatzbereitschaft der NATO Response Force und der damals von einem deutschen Offizier geführten NATO-„Speerspitze“ (Very High Readiness Joint Task Force, VJTF) testen sollte. Im Rahmen der Kriegsübung operierten Kriegsschiffe und Kampfjets auch auf schwedischem und finnischem Territorium.[2] Die Teilnahme der Bundeswehr an weiteren Manövern folgte. Nach dem NATO-Beitritt Finnlands und Schwedens intensivierte sich die Militarisierung des Hohen Nordens in Europa ein weiteres Stück.[3] „Deutsche Soldaten, darunter Gebirgsjäger und Marineinfanterie, nehmen inzwischen regelmäßig an Manövern wie ‚Nordic Response‘ teil“, heißt es; „Einheiten der Marine wurden zum Flugkörperschießen ins Polarmeer entsandt.“[4] All dies richtet sich gegen Russland, das an Finnland und im äußersten Norden an Norwegen grenzt. In relativer Nähe zu Nordfinnland und Nordnorwegen liegt die russische Halbinsel Kola, auf der die russische Nordflotte ihr Hauptquartier unterhält. Dort befinden sich auch atomar bewaffnete U-Boote, die einen Teil der russischen Zweitschlagfähigkeit bilden.


    Die GIUK-Lücke

    Daneben operiert die Bundeswehr immer öfter im äußersten Norden des Atlantiks und im Europäischen Nordmeer. Auch dies richtet sich einzig und allein gegen Russland. Das hat mit dem Seeweg zu tun, den Kriegsschiffe und insbesondere U-Boote der russischen Nordflotte zurückzulegen haben, wenn sie von der Halbinsel Kola durch das Europäische Nordmeer in den Atlantik gelangen wollen. Dort könnten sie die transatlantischen Nachschubwege aus Nordamerika nach Europa attackieren. Deshalb ist die NATO bemüht, den Seeweg dorthin zu kontrollieren, der entweder westlich oder östlich von Island entlangführt – durch die „GIUK-Lücke“ zwischen Grönland, Island und Großbritannien (United Kingdom) hindurch. Dort finden regelmäßig NATO-Manöver statt, so etwa die Übung Dynamic Mongoose, bei der die U-Boot-Jagd im Mittelpunkt steht.[5] Die Bundeswehr nimmt immer wieder an ihr teil. Im Oktober hielt sich Verteidigungsminister Boris Pistorius in Islands Hauptstadt Reykjavík auf, um dort mit der Außenministerin des Landes, Katrín Gunnarsdóttir, über eine intensivere Kooperation zu sprechen. Er teilte mit, Deutschland werde „seine militärische Präsenz auf der Insel erhöhen“. Vor allem sollen die neuen Seefernaufklärer P-8A Poseidon der Deutschen Marine von Island aus operieren.[6]


    Bis nach Kanada

    Um die Militärzusammenarbeit im Nordatlantik auszuweiten, hat die Bundesrepublik begonnen, auch mit Kanada intensiver zu kooperieren. Deutschland, Kanada und Norwegen kamen auf dem NATO-Gipfel im Juli 2024 überein, eine „Sicherheitspartnerschaft für den Nordatlantik“ aufzubauen. 2025 trat ihr als viertes Land Dänemark bei. Für die Bundeswehr ist die „Sicherheitspartnerschaft“ vor allem mit einer intensiveren Kooperation mit den kanadischen Streitkräften verbunden. So nahm im August mit dem Einsatzgruppenversorger Berlin erstmals ein deutsches Kriegsschiff an Kanadas jährlichem Marinemanöver Nanook-Tuugaalik teil. Deutschland, Kanada und Norwegen werden in Zukunft gemeinsame Ausbildungs- und Übungsmaßnahmen abhalten und den Austausch von Seeaufklärungsdaten ausweiten.[7] Zudem ist eine stärkere Rüstungskooperation im Gespräch; Kanada zieht – anstelle eines US-U-Bootes, das zeitweise im Gespräch war – den Kauf deutscher U-Boote 212 CD in Betracht, die ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) gemeinsam mit Norwegen entwickelt hat und die neben der deutschen auch die norwegische Marine beschafft. In die Zusammenarbeit wird zunehmend auch Großbritannien eingebunden. Auf der britischen Militärbasis Lossiemouth nordöstlich der schottischen Stadt Inverness sollen – wie in Island – deutsche Seefernaufklärer stationiert werden.[8]


    Erstmals in Grönland

    Seit Mitte 2025 bezieht Berlin in gewissem Umfang Grönland in das Operationsgebiet der Bundeswehr ein. Mitte August traf mit dem Einsatzgruppenversorger Berlin, der sich auf dem Weg nach Kanada befand – zum Manöver Nanook-Tuugaalik –, erstmals ein deutsches Kriegsschiff in Nuuk ein. Offiziell geschah das im Rahmen von Übungen in der GIUK-Lücke für den Kampf gegen russische U-Boote.[9] Am 18. August hielt sich der Parlamentarische Staatssekretär im deutschen Verteidigungsministerium Nils Schmid zu Gesprächen mit Dänemarks Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen sowie Grönlands Außenministerin Vivian Motzfeld in Nuuk auf. Im September folgte das Manöver Arctic Light, an dem fünf NATO-Staaten aus Europa teilnahmen; Dänemark und Frankreich stellten Kriegsschiffe und Militärflugzeuge, während Deutschland, Norwegen und Schweden Truppen und Beobachter entsandten.[10] Auch diese Manöver waren offiziell gegen Russland gerichtet: Moskau hat in der Tat begonnen, seine militärischen Aktivitäten in der Arktis auszuweiten, was daran liegt, dass dort das Eis schmilzt und Russland eine außerordentlich lange Arktisküste hat, die es angesichts der Spannungen mit den NATO-Anrainern verteidigen können muss. Die Kriegsübungen in und bei Grönland hatten auch dies im Blick.


    Auf Erkundungsmission

    Allerdings konnte man sie mit Hinblick auf die Annexionsdrohungen von US-Präsident Donald Trump auch als einen Hinweis an die Vereinigten Staaten interpretieren, Grönland werde von den europäischen NATO-Ländern ganz prinzipiell verteidigt – und zwar gegen welchen Angreifer auch immer. Das trifft auch auf die jüngste Entsendung von Militärs nach Grönland zu. Dänemarks Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen kündigte am Mittwoch an, die dänischen Streitkräfte würden gemeinsam mit denjenigen anderer NATO-Länder in den kommenden Wochen erkunden, wie eine verstärkte Militärpräsenz in der Arktis realisiert werden könne.[11] In den Tagen darauf trafen Soldaten aus Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland, Großbritannien, den Niederlanden, Frankreich und Deutschland in Nuuk ein, um dort erste Erkundungen vorzunehmen. Die Bundeswehr nahm bis Sonntag mit 15 Militärs daran teil. In den nächsten Wochen sollen Pläne für Übungen und für andere Operationen in Grönland entwickelt werden.


    Den Preis erhöhen

    Jenseits der Tatsache, dass die Aktivitäten auf und bei Grönland die Positionen der NATO in der Arktis gegenüber Russland stärken, geht niemand davon aus, dass sich die europäischen Staaten militärisch gegen die USA durchsetzen könnten, sollten diese beschließen, Grönland zu annektieren. Die europäische Truppenpräsenz erhöht jedoch den Preis, den die Trump-Administration für die Eroberung der dänischen Insel zahlen müsste. Trump hat im Hinblick darauf am Samstag angekündigt, auf alle Importe aus den acht Staaten, die Soldaten nach Grönland geschickt haben, ab dem 1. Februar Zölle von zusätzlich 10, ab dem 1. Juni von 25 Prozent zu erheben und sie aufrechtzuerhalten, bis Grönland Teil der Vereinigten Staaten werde. Dagegen haben sich die acht betroffenen Staaten nun am Sonntag mit einer Erklärung gewandt, in der es heißt: „Wir sind entschlossen, unsere Souveränität zu wahren.“ Darüber hinaus warnen sie vor dem „Risiko einer Eskalation“.[12] Der Konflikt spitzt sich zu. german-foreign-policy.com berichtet am morgigen Dienstag.

     

    Mehr zum Thema: Kriegsübungen in Grönland.

     

    [1] S. dazu Eiskalte Geopolitik (II).

    [2] S. dazu Die Zeit der Großmanöver.

    [3] S. dazu „Die Dominanz in der Arktis“.

    [4] Europäische Soldaten für Grönland. Frankfurter Allgemeine Zeitung 16.01.2026.

    [5] S. dazu Die NATO auf U-Boot-Jagd.

    [6] S. dazu Einsatzgebiet Nordatlantik.

    [7], [8] S. dazu Von der Ost- an die Nordflanke.

    [9] S. dazu Kriegsübungen in Grönland.

    [10] Danish-led Arctic Light 2025 Strengthens Allied Readiness in High North. ac.nato.int 18.09.2025.

    [11] Hilde-Gunn Bye, Birgitte Annie Hansen: Agreed to Increase Military Exercise Activity in Greenland. highnorthnews.com 15.01.2026.

    [12] Statement by Denmark, Finland, France, Germany, the Netherlands, Norway, Sweden and the United Kingdom. bundesregierung.de 18.01.2026.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10267


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    18.01.2026

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    18.01.2026

    "Friedensrat": Trump plant UN-Alternative – Permanenter Sitz ab einer Milliarde US-Dollar

    freedert.online, 18 Jan. 2026 20:44 Uh

    Laut einem Bericht von Bloomberg arbeitet das Weiße Haus an einem "Friedensrat", der als Konkurrenzorganisation zu den Vereinten Nationen betrachtet werden kann. Unter dem Dach des Friedensrates soll zudem das sogenannte "Board of Peace for Gaza" entstehen.


    © Urheberrechtlich geschützt


    Donald Trump (Archivbild)


    Wie Bloomberg am Samstagabend berichtete, plant US-Präsident Donald Trump einen Gegenentwurf zu den Vereinten Nationen. Dies geht aus einem Entwurf für die Satzung des geplanten "Board of Peace" ("Friedensrat") hervor. Demnach würde der US-Präsident selbst als erster Vorsitzender fungieren und allein darüber entscheiden, welche Länder eingeladen werden. Dem Dokument zufolge sollen Entscheidungen per Mehrheitsabstimmung getroffen werden, wobei jeder Mitgliedsstaat eine Stimme erhält – doch alle Beschlüsse unterliegen der Zustimmung des Vorsitzenden.

    Die Satzung sieht zudem vor, dass Mitgliedstaaten grundsätzlich für maximal drei Jahre dem Gremium angehören. Wer eine dauerhafte Mitgliedschaft erhalten will, muss innerhalb des ersten Jahres mehr als eine Milliarde US-Dollar einzahlen. Ein US-Regierungsvertreter bestätigte dies gegenüber Bloomberg.

    Dem Bericht zufolge soll unter dem Dach des übergeordneten "Friedensrates" das sogenannte "Board of Peace for Gaza" entstehen. Trump habe bereits mehrere Regierungschefs dazu eingeladen – darunter Argentiniens Präsident Javier Milei und Kanadas Premierminister Mark Carney, die bereits ihre Teilnahme zusagten.


    Trump: "Ich brauche kein Völkerrecht"





    Trump: "Ich brauche kein Völkerrecht"







    In der Satzung wird das Gremium als "internationale Organisation" beschrieben, die "Stabilität fördern, verlässliche Regierungsführung wiederherstellen und dauerhaften Frieden in Konfliktgebieten sichern soll". Laut Bloomberg befürchten Kritiker jedoch, dass Trump eine Konkurrenzsituation zu den Vereinten Nationen schaffen will, die er seit Langem kritisiert.

    Auch mehrere europäische Regierungschefs sollen eingeladen worden sein, wie mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber Bloomberg erklärten. Aus dem Entwurf soll jedoch auch hervorgehen, dass Trump selbst die Kontrolle über die Gelder hätte – für die meisten Länder sei dies der Quelle zufolge ein inakzeptabler Zustand.

    Auch weitere Machtbefugnisse des Vorsitzenden dürften für zahlreiche Länder inakzeptabel sein: Dem Entwurf zufolge könne Trump Mitgliedstaaten jederzeit entfernen, ein Veto sei nur mit einer Zweidrittel-Mehrheit möglich. Zudem soll Trump jederzeit einen Nachfolger für sein Amt im "Friedensrat" bestimmen können.

    Mindestens einmal im Jahr sollen Treffen zur gemeinsamen Abstimmung stattfinden, weitere Termine können vom Vorsitzenden nach eigenem Ermessen eingesetzt werden. Zudem unterliegt auch die Tagesordnung Trumps Genehmigung.

    Laut einem US-Regierungsvertreter soll das eingesammelte Geld direkt für den Wiederaufbau des Gazastreifens verwendet werden. "Nahezu jeder eingezahlte Dollar" solle für diesen Zweck eingesetzt werden, was von dem Gremium sichergestellt werden soll.

    Am Freitag hatte das Weiße Haus zudem eine erste Zusammensetzung des  Verwaltungsrats für Gaza bekannt gegeben. Ihm angehören sollen etwa US-Außenminister Marco Rubio, Trumps Nahost-Gesandter Steve Witkoff, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner sowie der ehemalige britische Premierminister Tony Blair. Trump fordert zudem, dass der türkische Außenminister Hakan Fidan und ein Vertreter Katars vertreten sein sollen, was ihm jedoch Kritik von Israel einbrachte. Wie das Büro von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mitteilte, sei die Zusammensetzung des Verwaltungsrats "nicht mit Israel abgestimmt" und laufe Israels Politik zuwider.

    Mehr zum Thema - Fico: Großmächte haben das Völkerrecht außer Kraft gesetzt


    Screenshot_2026_01_18_at_23_18_27_Friedensrat_Trump_plant_UN_Alternative_Permanenter_Sitz_ab_einer_Milliarde_US_Dollar_RT_DE

    Video https://mcdn.podbean.com/mf/download/2fexarvpnujx34uq/01_aud.mp3 Dauer 7:09 Min.


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    Info: https://freedert.online/international/267636-friedensrat-trump-plant-un-alternative/


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    18.01.2026

    Die Militarisierung der falschen "Arier" versetzt Frankreich in Angst und Schrecken

    freedert.online, 18 Jan. 2026 20:27 Uhr, Von Pjotr Akopow

    Kürzlich erschien bei Bloomberg ein Artikel darüber, dass man in Paris "mit Besorgnis und Beunruhigung" Programm und Tempo der deutschen Aufrüstung beobachtet. Woran liegt das? Fürchtet Frankreich tatsächlich, dass die nächste Bundesregierung – unter AfD-Führung – Elsass und Lothringen zurückfordern wird?


    Die Militarisierung der falschen "Arier" versetzt Frankreich in Angst und SchreckenQuelle: Sputnik © RIA Nowosti


    Symbolbild, KI-generiert


    "Wenn ein Regime sich nur mithilfe von Gewalt an der Macht halten kann, hat es faktisch sein Ende erreicht. Ich bin der Ansicht, dass wir derzeit die letzten Tage und Wochen dieses Regimes beobachten."

    Wer sagt das und wovon ist hier die Rede? Die Aussage stammt von Bundeskanzler Friedrich Merz, der sich derzeit auf einer Reise durch Indien befindet, und bezieht sich auf den Iran. Fake-Arier weissagen also einen Machtwechsel im Land der echten (Iran bedeutet wortwörtlich "Land der Arier"). Gleichzeitig wurden kurz vor Merz' Abreise aktuelle Meinungsumfragen in Deutschland veröffentlicht – seine Partei, die CDU, und die mit ihr verbündete CSU werden von weniger als einem Viertel der Wähler unterstützt.


    "Unrechtsregime ohne Legitimität im Volk" – Wadephul fordert härtere Iran-Sanktionen





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    Auf den ersten Blick scheinen diese 24 Prozent keine geringe Zahl zu sein, da es noch einen zweiten Koalitionspartner gibt – die SPD, die von 15 Prozent der deutschen Wähler unterstützt wird. Allerdings zeigt sich hier eine wichtige Tendenz: Zu Beginn des letzten Jahres hatte die CDU noch bei 33 Prozent gelegen, bei den Wahlen im Februar letzten Jahres erhielt die Partei dann hingegen nur 28,5 Prozent.

    Und das Wichtigste: Als CDU/CSU von jedem dritten deutschen Wähler unterstützt worden waren, hatte die Alternative für Deutschland (AfD) bei 18 Prozent gelegen – Merz war also fast doppelt so beliebt gewesen wie die wichtigsten Oppositionspolitiker. Letzte Woche erreichte die AfD einen Wert von 27 Prozent – drei Prozent mehr als die Christdemokraten. Ein derart deutlicher Vorsprung war bisher noch nie zu verzeichnen, und wenn sich diese Tendenz fortsetzt, könnte die AfD mit der Zeit nicht nur ihre Position als größte deutsche Partei festigen, sondern ihren Vorsprung auf CDU/CSU sogar auf einen zweistelligen Wert ausbauen.

    In diesem Fall wäre ein Machtwechsel in Deutschland nur noch eine Frage der Zeit und könnte bereits bei den nächsten Bundestagswahlen im Jahr 2029 Realität werden. Mit anderen Worten: Zu diesem Zeitpunkt ginge es nicht mehr um eine Koalition zwischen CDU und AfD als Juniorpartner (was derzeit für die etablierten Parteien noch ein absoluter Albtraum ist), sondern um die Bildung einer Koalition und einer Regierung unter der Führung eines AfD-Vertreters. Dass dieses Szenario keineswegs unrealistisch ist, begreifen bereits die wichtigsten Nachbarn der Deutschen – die Franzosen.

    Nicht zufällig erschien kürzlich in Bloomberg ein Artikel darüber, dass man in Paris "mit Besorgnis und Beunruhigung" Programm und Tempo der deutschen Aufrüstung beobachtet. Woran liegt das? Schließlich scheinen Frankreich und Deutschland die beiden Lokomotiven der europäischen Integration zu sein, die angesichts des wachsenden Drucks der USA auf Europa noch an Bedeutung gewinnt.


    Neue Insa-Umfrage: Die meisten Deutschen wünschen sich Weidel als Kanzlerin





    Neue Insa-Umfrage: Die meisten Deutschen wünschen sich Weidel als Kanzlerin






    Während früher nur Emmanuel Macron von der strategischen Autonomie Europas sprach, betont nun auch Merz die Notwendigkeit für die Europäer, mehr Verantwortung für ihre eigene Sicherheit zu übernehmen – natürlich in erster Linie wegen der "russischen Bedrohung" (sprich: wegen des Bestrebens, den europäischen Raum nach Osten hin auf Kosten historischer russischer Gebiete zu erweitern), aber auch wegen der realen Drohung der USA gegen Grönland, deren Umsetzung die NATO zerstören würde, muss irgendwie reagiert werden. Wäre es also nicht an der Zeit, die unerschütterliche deutsch-französische Einheit zu demonstrieren?

    Nein, denn tektonische geopolitische Verschiebungen legen "ewige Werte" offen, also das Wesen der Dinge. In Frankreich befürchtet man eine Militarisierung Deutschlands, da man nicht nur hinsichtlich der Zukunft der NATO, sondern auch bezüglich der Perspektiven der Europäischen Union unsicher ist. Und diese sind gar nicht so weit entfernt: Wie Bloomberg schreibt, befürchtet man in Paris eine drastische militärische Verstärkung Deutschlands, die das langjährige Kräftegleichgewicht auf dem Kontinent stören könnte. Sollte die deutsche Rüstungsindustrie zur stärksten auf dem Kontinent werden, würde dies nicht nur zu einer Schwächung der französischen Rüstungsindustrie führen, sondern auch zu einem Anstieg der politischen Ambitionen Deutschlands. In Paris geht man jedoch traditionell davon aus, dass Frankreich der politische Vorreiter der europäischen Integration ist und Deutschland lediglich als "wirtschaftliche Lokomotive" der EU fungiert. Welche Rolle würde Frankreich dann spielen, wenn Deutschland zum alleinigen "Antriebsmotor" der EU würde?

    Und dies stellt noch nicht einmal das gefährlichste Szenario dar: Der Hauptgrund für die französischen Sorgen hinsichtlich der deutschen Militarisierung ist die mögliche Machtübernahme der AfD in der BRD im Jahr 2029, da dann die wiederbelebte deutsche Armee und der militärisch-industrielle Komplex in die Hände einer "rechtsradikalen" (wie sie von der europäischen atlantischen Elite bezeichnet wird) Regierung fielen.

    Dabei sollten aus unserer Sicht die französischen Strategen zwei Szenarien in Betracht ziehen, von denen das eine noch schlimmere Folgen hätte als das andere: Ein von der AfD geführtes Deutschland würde die Europäische Union zerstören und seinen Blick auf Frankreich richten, um die Rückgabe Elsass-Lothringens zu fordern, oder aber im Gegenteil mit eiserner Hand die europäische Integration beschleunigen und alle Nationalstaaten zwingen, ihre Befugnisse zugunsten europäischer Strukturen aufzugeben. Diese würden sich schnell zu einem bloßen Deckmantel für die Kanzlei des neuen "Vierten Reichs" entwickeln.


    Macron: EU braucht ihre eigene Oreschnik-Rakete





    Macron: EU braucht ihre eigene Oreschnik-Rakete







    Armes Frankreich – welch schreckliches Schicksal bereitet ihm das "alternative Deutschland"!

    Die Realität ist jedoch viel einfacher: Während die deutschen Wahlen erst in drei Jahren stattfinden (vorgezogene Wahlen sind natürlich nicht auszuschließen, aber die derzeitige Elite wird alles unternehmen, um die Koalition nicht zu spalten) finden die französischen Wahlen bereits in weniger als anderthalb Jahren statt, im Mai 2027. Und von ihrem Ausgang hängt nicht nur das Schicksal Frankreichs ab, sondern auch die Zukunft Europas – und sogar die Frage, wie schnell die AfD an die Macht kommen wird. Denn wenn Marine Le Pen (die gerade in diesen Tagen endgültig daran gehindert werden sollte, bei den Wahlen zu kandidieren) oder ihr Mitstreiter Jordan Bardella in den Élysée-Palast in Paris einzieht – worauf derzeit alles hindeutet –, dann beginnt ein neues Kapitel in der europäischen Geschichte.

    Ein Kapitel, das nicht etwa einen neuen deutsch-französischen Krieg einläutet, sondern den Beginn einer wirklichen Wende Europas hin zu echter strategischer Autonomie ohne Abhängigkeit von den Angelsachsen und ohne Expansion nach Osten, das heißt ohne Feindschaft mit Russland.

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 15. Januar 2026 zuerst bei RIA Nowosti erschienen.

    Mehr zum ThemaFrankreich: Weiter keine Einigung im Haushaltsstreit


    Screenshot_2026_01_18_at_23_02_42_Die_Militarisierung_der_falschen_Arier_versetzt_Frankreich_in_Angst_und_Schrecken_RT_DE

    Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/svucni8gmte9c992/Beispiellose_Staatskrise_in_Frankreich_drei_Optionen_f_r_Macrons9qn7z.mp3 Dauer 5:37 Min.


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    Weiteres: 




    Neue Insa-Umfrage: Die meisten Deutschen wünschen sich Weidel als Kanzlerin


    freedert.online, 22 Dez. 2025 11:51 Uhr

    Laut der jüngsten Insa-Umfrage im Auftrag der Bild-Zeitung würde sich bei einer hypothetischen Direktwahl des Bundeskanzlers die relative Mehrheit der Befragten für die AfD-Vorsitzende Alice Weidel entscheiden.


    Neue Insa-Umfrage: Die meisten Deutschen wünschen sich Weidel als Kanzlerin© Urheberrechtlich geschützt


    Alice Weidel während einer AfD-Fraktionssitzung in Dezember (Symbolbild).


    Die zum Springer-Konzern gehörende BILD-Zeitung hatte eine Umfrage bei INSA in Auftrag gegeben. Dabei ging es auch um die Kanzlerfrage: Wen würden die Deutschen direkt zum Bundeskanzler wählen, wenn es das Wahlrecht erlauben würde (die Direktwahl des Regierungschefs durch das Wahlvolk ist in Deutschland nicht vorgesehen)?

    26 Prozent der Befragten würden dem Umfrageergebnis zufolge Alice Weidel zur Kanzlerin wählen, lediglich 20 Prozent sprachen sich für den derzeitigen Amtsinhaber Friedrich Merz aus. Vizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil von der SPD würden nur zwölf Prozent gerne als deutschen Bundeskanzler sehen.

    Allerdings: Noch mehr als für Weidel, nämlich 31 Prozent, entschieden sich für die Antwort: "für keinen davon". Sieben Prozent sagten "weiß nicht", und vier Prozent machten keine Angaben.

    Die Umfrage belegt auf eindrückliche Weise die hohe Zustimmung zu Weidel innerhalb der Anhängerschaft ihrer Partei: Während sich 85 Prozent der AfD-Anhänger für eine Kanzlerkandidatur Weidels aussprechen würden, fänden lediglich 63 Prozent der Unionsanhänger eine erneute Kanzlerschaft von Friedrich Merz befürwortenswert. Ferner würde lediglich ein geringer Anteil der Wähler der SPD eine Kanzlerschaft von Lars Klingbeil unterstützen. Alice Weidel kann demnach auf eine breite Unterstützung innerhalb der Partei, ihres Umfelds und der Wählerschaft zählen.

    Der erste Platz für Weidel in der Kanzlerfrage ist allerdings kein Novum. Vor genau einem Jahr hätten 24 Prozent der Deutschen Weidel zur Kanzlerin gewählt. Bereits zu jenem Zeitpunkt rangierte die Vorsitzende der AfD noch vor dem amtierenden Kanzler, welcher mit einem Ergebnis von 20 Prozent den zweiten Platz belegte; die Popularität bei den Wählern stellt demnach keine zwingende Voraussetzung für die Erlangung des Kanzleramtes dar.

    Die aktuelle Umfrage kann als Erfolg für Weidel gewertet werden, auch gegenüber innerparteilichen Konkurrenten wie Tino Chrupalla oder Björn Höcke. Insbesondere Björn Höcke birgt weiterhin ein erhebliches Polarisierungspotenzial, selbst innerhalb der AfD und ihres Umfelds. 38 Prozent der AfD-Wähler wünschen sich mehr Einfluss für den thüringischen AfD-Landeschef, 39 Prozent sind dagegen. Im Vergleich dazu befürworten 92 Prozent der Anhänger der AfD eine Ausweitung des Einflusses von Alice Weidel, die bereits den Vorsitz von Partei und Fraktion innehat.


    Umfragehammer für AfD: Partei erreicht bei INSA-Umfrage Allzeithoch mit 27 Prozent





    Umfragehammer für AfD: Partei erreicht bei INSA-Umfrage Allzeithoch mit 27 Prozent






    Bei der ebenfalls kürzlich veröffentlichten INSA-Rangliste der populärsten Politiker belegt Weidel indes lediglich den fünften Platz, hinter dem seit Längerem führenden Bundesminister der Verteidigung, Boris Pistorius (SPD), sowie den Unionspolitikern Markus Söder, Hendrik Wüst und Alexander Dobrindt. Sie ist damit aber die beliebteste Frau in der deutschen Politik. Weidels Parteikollege und Mit-Fraktionsvorsitzender sowie Co-Parteichef Tino Chrupalla liegt weit abgeschlagen auf dem 18. Platz der Beliebtheitsskala – aber immerhin noch vor Bundeskanzler Friedrich Merz (Platz 19).

    AfD weiter vorn

    Bei der Sonntagsfrage gibt es indes kaum Veränderung: Die AfD (26 Prozent) bleibt zwei Punkte vor CDU/CSU (24 Prozent). Auch die SPD bleibt bei 14 Prozent. Lediglich die Grünen legen um einen Punkt auf zwölf Prozent zu. Dahinter folgt die Linke. BSW und FDP liegen stabil bei jeweils vier Prozent. Die anderen Parteien verlieren einen Punkt auf fünf Prozent.

    Außerdem fragte Insa danach, wer im kommenden Jahr möglichst viel Einfluss haben solle. Dabei fällt auf, dass die Wählerschaft der AfD hinsichtlich der Person Björn Höcke eine gespaltene Haltung einnimmt. Während 38 Prozent eine Stärkung des Einflusses des thüringischen Landeschefs befürworten, sprechen sich 39 Prozent dagegen aus. Im Vergleich dazu wünschen sich 92 Prozent der Wähler der AfD einen größeren Einfluss von Frau Weidel, während sechs Prozent dies ablehnen.

    Regierung und Merz: Unzufriedenheit weiterhin hoch

    Die Bundesregierung und der Kanzler geraten derweil immer heftiger ins Stimmungstief. Auf die Frage "Sind Sie mit der Arbeit von Friedrich Merz als Bundeskanzler zufrieden oder unzufrieden?", antworten nur noch 22 Prozent (minus einen Punkt) mit "zufrieden" und 66 Prozent mit "unzufrieden" (minus zwei Punkte).

    Für die Bundesregierung insgesamt sieht es noch schlechter aus. 21 Prozent äußern sich zufrieden mit ihr, wohingegen 69 Prozent ihre Unzufriedenheit bekunden. Jeder zehnte Befragte ist unentschlossen. 

    Mehr zum Thema - Weidel: "Deutsche kapieren nicht, dass es ein Wirtschaftskrieg gegen Deutschland ist"


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    Video https://mcdn.podbean.com/mf/download/kknewimtuhb22cqg/01_afd_aud.mp3 Dauer 12:26 Min.


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    Info: https://freedert.online/inland/265444-neue-insa-umfrage-meisten-deutschen-sich-weidel-kanzlerin/


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    unser weiterer Kommentar: Beliebtheitsskala gibt´s schon, Brot und Spiele kommen jetzt.

    18.01.2026

    Iran-Afghanistan-Eisenbahnkorridor: Kabul wendet sich an Eurasien, als Pakistan seine Türen schließt

    thecradle.co, vom  JAN 17, 2026, JAN 15, 2026, F.M. Shakil

    Während Islamabad die Grenzen abriegelt und Washington die Isolation durchsetzt, wendet sich Kabul entschieden nach Osten und verankert sich in neuen eurasischen Korridoren, die vom Iran, Russland und China angeführt werden.


    Bildnachweis: The Cradle


    Gründer von tödlichen GHF-„gestalten“ neue von den USA unterstützte Regierung für Gaza: Bericht











    Info: https://thecradle.co/articles-id/35413


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    18.01.2026

    TWO BODIES/ Zwei Körper
    Gedichte und die Literarische Kultur in Palästina 
    (Rückblickend)

    Screenshot_2026_01_18_at_20_22_34_26_01_13_nida_younis_flyer.pdf

    Lesung und Vortrag mit anschließender Diskussion
    am: Dienstag, den 13. Januar 2026
    um: 19.00 Uhr
    im: Haus der Wissenschaft,
    Sandstaße 4/5, Bremen 28195
    Nida Younis


    Nida Younis liest erstmalig in Deutschland aus ihrem Gedichtband: Two Bodies/ Zwei
    Körper. Gedichte. Mit Aquarellen von Lèa Kishida, Verlag Königshausen & Neumann 2025
    Nida Younis Arbeit konfrontiert zwei gegensätzliche Kräfte: die seit Jahrzehnten anhaltende
    völkerrechtswidrige israelische Besatzung, damit die Kontrolle über Palästina aufrecht hält und
    das tief verwurzelte patriarchalische System. dass das Leben und den Körper von Frauen
    konfisziert und ihnen die Autonomie über ihr eigenes Territorium verweigert. Angesichts des
    Versuchs der israelischen Politik die Palästinenser zu vertreiben und das inzwischen weltweit als
    Genozid qualifizierte andauernde Vorgehen nicht nur die Lebensgrundlagen zu zerstören,
    sondern auch die kulturelle Identität zu beseitigen, wird es immer wichtiger, die weniger
    werdenden Kulturschaffenden in Kunst und Literatur zu unterstützen und ihre Werke auch in
    Europa zugänglich zu machen. In ihren Texten verarbeitet Nida Younis die intensiven
    persönlichen Erfahrungen der Autorin über Liebe und Ablehnung. Die stellt die Postulate und
    Dogmen in Frage, die sie in ihrem Leben qua Herkunft erfahren hatte. Sie hat inzwischen mehrere Gedichtbände publiziert, die auch in mehrere Sprachen übersetzt wurden, nun auch erstmalig in Deutschland. Sie erhielt zudem eine Auszeichnung des Jerusalem Festival for Art and Culture
    Award. Trotz der Einschränkungen durch die Besatzung Einladungen zu Lesungen und
    Vorträgen im Ausland annehmen zu können, gelang es der promovierten Lyrikerin über die
    technische Möglichkeit per ZOOM zu kommunizieren. Da hierzulande wenig über
    palästinensische Lyrik bekannt ist, bietet ihr neues Bändchen einen idealen Einstieg, sich der
    Atmosphäre arabischer Poesie anzunähern.
    Nida Younis lebt und arbeitet in Ramallah in der Westbank.
    Veranstaltet von der Deutsch-Palästinensische Gesellschaft Bremen e.V. und der Palästinensische Gemeinde in Bremen und Umgebung e.V..;
    (ViSdP.: Dr. Detlef Griesche), dr.griesche@gmx.de
    Wir freuen uns über eine Spende auf: DPG; IBAN DE48 2505 0000 1012 5540 03. Wir senden absetzbare Spendenquittungen zu! 


    Info: https://dpg-netz-bremen.de/wp-content/uploads/2025/11/26-01-13-nida-younis-flyer.pdf 


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weitere: 




    Nida Younis: Two Bodies / Zwei Körper – Lyrik aus Palästina


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    youtube.com, 16.01.2026 BREMENweltnetzTV

    Video  https://www.youtube.com/watch?v=k86r5lPy3ro&t=1s Dauer 25:34 Min.


    Nida Younis: Two Bodies / Zwei Körper - Lyrik aus Palästina


    dpg-netz-bremen.de, Veröffentlicht am 16. Januar 2026

    Nida Younis liest drei Gedichte aus ihrem gerade erschienenen Gedichtband „Two Bodies / Zwei Körper“. Die Lyrikerin konfrontiert in ihrem Werk zwei gegensätzliche Kräfte: die israelische Besatzung, die seit langem die Kontrolle über Palästina und seine Bevölkerung beansprucht, und das tief verwurzelte patriachalische System, das das Leben und den Körper von Frauen konfisziert und ihnen die Autonomie über ihr eigenes Territorium verweigert. Nida Younis ist eine promovierte Journalistin und Dichterin. Sie schreibt Texte über intensive persönliche Erfahrungen von Liebe und Ablehnung. Sie stellt die Postulate und Dogmen in Frage, die ihr durch ihre Herkunft und das Erbe der Vergangenheit auferlegt wurden. Sie veröffentlichte bisher 11 Gedichtbände. Ihre Werke wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mit dem Jerusalem Festival of Art and Culture Award ausgezeichnet.

    Nida Younis war am 13. Januar 2026 auf Einladung der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft und der Palästinensischen Gemeinde in Bremen im Haus der Wissenschaft. Sie las drei Gedichte aus ihrem neuen Buch und führte anschließend ein intensives Gespräch mit dem Publikum.
    Übersetzungen: Wendy Marth und die Lyrikerin Antemanha, die diese Lesereise initiierte und begleitete.
    Moderation: Ivesa Lübben, Detlef Griesche, Johannes Waenehlt (DPG Bremen)
    Video: Marlies und Sönke Hundt


    Info: https://dpg-netz-bremen.de/?p=16065


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    18.01.2026

    Ein Text von Oleg Jasinski

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    seniora.org, 18. Januar 2026

    Ich fühle aufrichtig mit den Menschen in Kiew, die heute ohne Heizung und Licht leben müssen, insbesondere mit den älteren Menschen und Kindern. Ganz unabhängig von ihren aktuellen politischen Ansichten. Jegliche Überlegungen zu „verdienten kollektiven Strafen” sind abscheulich, egal aus wessen Mund sie kommen. Blutrünstige Couch-Idioten sind eine allgegenwärtige Plage.

    Die Zerstörung des Energiesystems des Feindes ist keine „Bestrafung” oder „Einschüchterung” der Bevölkerung, sondern eine militärische Notwendigkeit, die man sehr lange zu vermeiden versucht hat, in der naiven Hoffnung, sich mit denen zu einigen, für die Krieg die einzige Garantie für ihre Macht und ihr Geschäft ist.

    Bei allem Verständnis für die schreckliche Logik des Krieges tun mir die Menschen unendlich leid.

    Es wäre wunderbar, wenn die westliche Presse in all den Jahren auch nur ein Hundertstel der Wahrheit geschrieben hätte, die sie heute über „Kiew, das von Russland ohne Heizung zurückgelassen wurde”, über Donbass und Krim schreibt, die all die Jahre infolge der Angriffe des Kiewer Regimes regelmäßig und für lange Zeit ohne Wasser, Heizung und Licht waren.

    Ich wünsche mir sehr, dass wir alle den nächsten Winter ohne Kälte und Dunkelheit, ohne Tod und ohne den Tanz der Dummköpfe auf den Knochen anderer und unserer eigenen Knochen erleben dürfen. Das wird natürlich nicht von selbst kommen, dafür muss man arbeiten. Mit derselben Professionalität für das Leben arbeiten, mit der andere für den Tod arbeiten.

    Die aktuellen Ereignisse sind ein Anlass, diese Worte des bemerkenswerten Charkiwers Viktor Prichodko noch einmal zu lesen:


    „Man sagt mir oft: Die Ukraine hat 1991 „Unabhängigkeit und Freiheit erlangt”.

    Das ist eine Lüge.

    Sie hat ein fertiges Land bekommen.

    Mit Fabriken.

    Mit Wissenschaft.

    Mit Universitäten.

    Mit Raumfahrt.

    Mit Flugzeugbau.

    Mit Schiffbau.

    Mit einer Ingenieursschule.

    Mit Millionen gebildeter Menschen.

    Sie hätte nicht geboren werden müssen.

    Sie hätte sich nicht selbst zerstören müssen.

    Aber genau das hat sie getan.

    Zerschneiden.

    Verkaufen.

    Aufteilen.

    Zerlegen.

    Die Strategie wurde durch Plünderung ersetzt.

    Entwicklung durch Privatisierung.

    Der Staat durch einen Basar.

    Die Fabriken wurden verschrottet.

    Die Forschungsinstitute wurden vermietet.

    Die Ingenieure gingen ins Ausland und auf den Markt, um Unterwäsche zu verkaufen.

    Die Wissenschaftler gingen ins Nirgendwo.

    Das Land, das Raketen baute, begann stolz darauf zu sein, dass es Menschen in andere Länder verschleppte, um dort als Tagelöhner zu arbeiten.

    Das Land, das Schiffe baute, wurde zu einem Land der Minibusse und Stipendien.

    Das Land, das die Zukunft gestalten konnte, musste nun in der Gegenwart überleben.

    Aber das reichte nicht aus.

    Um nicht für die Zerstörung verantwortlich zu sein, brauchte man einen Mythos.

    Um nicht über die Wirtschaft sprechen zu müssen, erfand man einen Kult.

    Um nicht bauen zu müssen, begann man zu hassen.

    Die Vergangenheit wurde zum Feind erklärt.

    Komplexität wurde zum Verbrechen.

    Uneinigkeit wurde zum Verrat.

      Anstelle von Aufbau und Entwicklung des Landes erfand man ein neues Motto: „Armee, Sprache, Glaube“.

    Wenn in einem Land die Armee an erster Stelle steht, bedeutet das, dass sie die Wirtschaft bereits verloren hat.

    Wenn die Wissenschaft zerstört und die Forschungsinstitute geschlossen wurden, bedeutet das, dass keine Zukunft geplant war.

    Wenn der Glaube an Gott zerstört wird, Geistliche in Keller geworfen werden und der Glaube zur Politik wird, ist die Gesellschaft am Ende.

    Man hat Feinde benannt.

    Biografien umgeschrieben.

    Entwicklung durch Mobilisierung ersetzt.

    Und man hat kein Land bekommen.

    Sondern eine Front.

    Denn Krieg fällt nicht vom Himmel.

    Er wird herangezüchtet.

    Jahrelang.

    Auf den Trümmern von Fabriken.

    Auf leeren Lehrstühlen.

    Auf Hass statt Denken.

    Das Erbe kann man weiterentwickeln.

    Man kann es bewahren.

    Man kann es vermehren.

    Oder man kann es verfluchen, verbrennen und anderen die Schuld dafür geben.

    Die Ukraine hätte ein starker Staat sein können.

    Technologisch.

    Souverän.

    Komplex.


    Sie hat sich dafür entschieden, korrupt, böse und zerstört zu sein. Mit einer „Mova“ [gemeint ist die ukrainische Sprache, die alle sprechen müssen], einer Hymne „Sche ne vmerla” ["Noch ist die Ukraine nicht gestorben"] und der Hoffnung auf Bandera, „pryide, poriadok navede” ["Komm und mach Ordnung"].

    Ich lade alle auf meinen Kanal ein:  https://t.me/olegyasynsky

    Oleg Yasinsky (teilweise auch Oleg Jasinskij bzw. Yasinsky) ist ein ukrainischer Journalist und Autor, der vor allem durch seine Arbeit im spanisch-sprachigen und internationalen medialen Raum bekannt geworden ist.

    Mehr zu Oleg Jasinsky finden Sie hier: https://globaleuronews.com/2024/09/20/oleg-yasinsky-journalist-from-venezuela-telesur-nobody-forces-me-to-say-this-or-that-about-putin-i-say-what-i-think/ 



    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=374&userid=3998&mailid=2941


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    18.01.2026

    Geld für Ukraine spaltet Europäische Union von innen heraus

    freedert.online, 18 Jan. 2026 16:00 Uhr, Von Walerija Werbinina

    Die europäische Einheit bröckelt, und ein weiteres Zeichen dafür ist die Entscheidung, 90 Milliarden Euro für Waffenlieferungen an die Ukraine auszugeben. Frankreich und Deutschland haben unterschiedliche Ansichten darüber, wohin genau diese Gelder fließen sollen.


    Quelle: Gettyimages.ru © Christian Mang


    Archivbild: Der französische Präsident Emmanuel Macron und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz


    Noch vor wenigen Wochen beglückwünschten sich die Europäer dazu, dass sie 90 Milliarden Euro für die Finanzierung der ukrainischen Militärmaschine "für mindestens zwei weitere Jahre" aufgebracht hatten. Ursprünglich hatten sie zu diesem Zweck souveräne Vermögenswerte Russlands stehlen wollen, aber der heftige Widerstand Belgiens, in dessen Verwahrstelle sich der größte Teil dieser Vermögenswerte befindet, zwang die Europäische Union (EU), auf einen Ersatzplan zurückzugreifen und einen Kredit aus dem Haushalt der EU zu vereinbaren. Dabei stimmten nur 24 von 27 Ländern zu – Ungarn, Tschechien und die Slowakei lehnten es ab, Haushaltsmittel für ein solches Abenteuer zu riskieren. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen stellte dennoch zufrieden fest:

    "Einem anderen Land 90 Milliarden für die nächsten zwei Jahre zu garantieren – ich glaube, so etwas gab es in unserer Geschichte noch nie."

    Allerdings wurde dieser Leckerbissen sofort zum Streitpunkt innerhalb der Europäischen Union. Trotz der scheinbaren Einigkeit gibt es innerhalb der EU unterschiedliche Meinungen darüber, wohin die Gelder aus dem 90-Milliarden-Budget fließen sollen. Wie Politico berichtete, sind Deutschland und Frankreich bereits in einen Streit darüber geraten, von wem Waffen gekauft werden sollen.

    Laut dem Nachrichtenportal "sind Deutschland und die Niederlande anderer Meinung als Frankreich, weil sie Kiew die Möglichkeit geben wollen, US-Waffen zu kaufen". Das Problem ist, dass Paris sich aktiv dafür einsetzt, "EU-Militärunternehmen Vorzugsbedingungen zu gewähren, um die Verteidigungsindustrie des Blocks zu stärken". Offenbar betrachtet Emmanuel Macron die USA auch nicht mehr als Verbündeten – zumindest nicht als einen, dem man vertrauen kann. Die Franzosen wollen "vor dem Hintergrund der wachsenden Spaltung innerhalb der transatlantischen Allianz verhindern, dass Geld nach Washington fließt".

    Was man den Franzosen zugutehalten muss, ist ihr gesunder Menschenverstand: Nach den offenen Erklärungen von US-Präsident Donald Trump, dass er sich auf die eine oder andere Weise Grönland aneignen werde, unabhängig davon, ob es jemandem gefällt oder nicht, sah sich Europa plötzlich in der Rolle einer Schafherde, die sich in Sachen Schutz vor dem fernen russischen Bären auf den Wolf verlassen hatte.


    Geopolitik ohne Europa: Der stille Rückzug der EU





    Meinung

    Geopolitik ohne Europa: Der stille Rückzug der EU






    Die hilflosen Erklärungen europäischer Politiker, dass eine Annexion Grönlands unmöglich sei, weil es sich um das Territorium Dänemarks, eines NATO-Mitgliedsstaates (einem Block, der von den USA dominiert wird), handele, und dass man lediglich "größere Anstrengungen" unternehmen müsse, um die Partnerschaft im Rahmen der NATO auszubauen, sind nur ein Versuch, dem Wolf die Zähne zu versiegeln. Unterdessen wurde im US-Kongress bereits ein Gesetzentwurf zur Annexion Grönlands und seiner anschließenden Anerkennung als neuer US-Bundesstaat eingebracht.

    Wäre der große Fabeldichter Je de La Fontaine noch am Leben, hätte er zu diesem Thema sicherlich eine lehrreiche Fabel geschrieben, denn diese Geschichte ist wie geschaffen für seine Feder. Natürlich interessiert sich Frankreich nicht für das Schicksal Grönlands, und die Franzosen würden niemals für Grönland in den Krieg ziehen. Wenn jedoch die Annexion Grönlands durch die USA stattfindet, könnten diese durchaus Interesse an den französischen Überseegebieten entwickeln. Und genau wie im Fall Grönlands könnten sie beschließen, dass sie Korsika oder Französisch-Guayana gerade jetzt brauchen, um Russland und China in diesem Teil der Welt entgegenzuwirken.

    Daher denkt Macron ganz rational: Man sollte nicht mit seinem Geld jemanden unterstützen, der morgen trotz aller bestehenden Verträge zum Feind werden könnte. Die begehrten 90 Milliarden müssen für die Entwicklung des eigenen militärisch-industriellen Komplexes ausgegeben werden, denn wie ein französisches Sprichwort sagt: Der Appetit kommt beim Essen, und nichts deutet bisher darauf hin, dass Trump sich an Grönland verschlucken könnte.

    Andere EU-Regierungen denken aber lieber kurzfristig. Politico zitierte einen Brief der niederländischen Regierung an andere EU-Länder:

    "Die Ukraine ... benötigt dringend Ausrüstung aus Drittländern, insbesondere Luftabwehrsysteme und Abfangjäger aus US-Produktion, Munition und Ersatzteile für F-16 sowie Mittel zur Durchführung von Tiefenschlägen."

    In einem ähnlichen Schreiben der deutschen Regierung heißt es wiederum:

    "Deutschland unterstützt keine Vorschläge zur Beschränkung von Beschaffungen in Drittländern."

    Es gibt jedoch eine wesentliche Nuance: Die deutschen Behörden haben bei ihrer Ablehnung von Beschränkungen für US-Waffen ihre eigenen großen Rüstungsunternehmen nicht vergessen. Darüber hinaus haben die deutschen Behörden laut Politico Macrons Vorschlag einer Präferenzregelung für Unternehmen aus EU-Ländern abgelehnt, weil sie eine solche Regelung für Unternehmen aus Ländern fordern, die – Achtung – "der Ukraine die größte finanzielle Unterstützung gewährt haben".


    Europa muss sich zwischen der Ukraine und Grönland entscheiden




    Analyse

    Europa muss sich zwischen der Ukraine und Grönland entscheiden






    Nach Schätzungen des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz, die er im Dezember 2025 bekannt gab, hat sein Land 40 Milliarden Euro für militärische Hilfe und 36 Milliarden Euro für nichtmilitärische Hilfe ausgegeben, was insgesamt 76 Milliarden Euro ergibt. Zum Vergleich: Im September 2025 wurde die Militärhilfe Frankreichs für die Ukraine auf nur 8,6 Milliarden Euro geschätzt. Es überrascht nicht, dass die deutschen Behörden, die ihr Bestreben bekundet haben, die USA nicht zu verärgern und einen Teil der Waffen von ihnen zu kaufen, dennoch ihre Rolle bei der Unterstützung der Ukraine betonen und vorrangige Aufträge für den deutschen militärisch-industriellen Komplex sichern wollen.

    Sollte das Angebot Deutschlands letztendlich angenommen werden, "würde dies Berlin, einem der größten Geldgeber, in die Hände spielen", stellte Politico melancholisch fest. Außerdem könnte dieser Weg andere Länder dazu veranlassen, mehr Geld für die Ukraine bereitzustellen, wenn sie auf eine Förderung ihres militärisch-industriellen Komplexes hoffen.

    Es gibt noch ein weiteres Problem, das nach Ansicht der Franzosen mit dem rasanten Wachstum des deutschen militärisch-industriellen Komplexes einhergeht: Wie Bloomberg schrieb, "beobachtet Frankreich mit Sorge, wie Deutschland Ressourcen in eine historische Aufrüstung investiert und damit das langjährige Gleichgewicht auf dem Kontinent stört". Der Kernpunkt ist, dass "Berlin seine Verteidigungsausgaben auf ein Niveau erhöht, das für seine Verbündeten unerreichbar ist". Ja, all dies ist völlig legal, da sich die deutschen Behörden verpflichtet haben, bis 2029 mehr als 500 Milliarden Euro für Verteidigung auszugeben und damit das neue NATO-Ziel zu erreichen, 3,5 Prozent des BIP in die Streitkräfte zu investieren.

    Den Franzosen ist dennoch unwohl: Einerseits scheint es gut zu sein, dass Deutschland mehr für die Verteidigung Europas tut, andererseits "gibt es Befürchtungen, dass die deutsche Industrie den französischen Verteidigungssektor verdrängen könnte". Und dabei geht es nicht nur um die Industrie.

    Der französische Europaabgeordnete François-Xavier Bellamy erklärte:

    "Die Tatsache, dass Deutschland eine solche Entschlossenheit an den Tag legt, wird natürlich eine Dynamik schaffen, die uns ins Abseits drängen könnte. Die interne Instabilität schwächt das geopolitische Gewicht Frankreichs."

    "Existenzielle Krise" – Was erwartet Europa im Jahr 2026?





    Analyse

    "Existenzielle Krise" – Was erwartet Europa im Jahr 2026?






    Und angesichts der Rolle Deutschlands in früheren europäischen Konflikten erinnert eine übermäßig starke Armee die Nachbarn an die, gelinde gesagt, unangenehmen Auseinandersetzungen der Vergangenheit, die in zwei Weltkriegen endeten. Und obwohl sich die Politiker damit trösten, dass so etwas heute unmöglich ist und sie alle Mitglieder der NATO und der EU, enge Freunde und Verbündete sind, könnten Trumps Maßnahmen in Grönland durchaus den Anfang vom Ende der europäischen Sicherheitsarchitektur bedeuten. Und dieser Prozess könnte die unerwartetsten Folgen haben.

    Bislang geht es darum, wie man die 90 Milliarden Euro, die vom Himmel gefallen sind, am vorteilhaftesten für sich selbst aufteilen kann, und Deutschland wird offenbar nichts davon versäumen und den USA einen Anteil zukommen lassen. Denn Geschäft geht vor – egal, was man in Europa sagt.

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist zuerst am 14. Januar 2026 auf der Website der Zeitung Wsgljad erschienen.

    Walerija Werbinina ist eine Analystin bei der Zeitung Wsgljad.

    Mehr zum Thema – Finanzierung und Stationierung: Kiesewetter will deutsche Beteiligung an europäischen Atomwaffen


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    Video https://mcdn.podbean.com/mf/download/zwhqqg/Macrons_Frankreich96xz3.mp3 Dauer 16:32 Min.


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
    Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
    Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

    Info: https://freedert.online/meinung/267390-geld-fuer-ukraine-spaltet-europaeische-union-von-innen-heraus/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    18.01.2026

    Kolumne Gedanken an die KI auslagern? Ich bleibe lieber intelligent

    berliner-zeitung.de, 18. Januar 2026, 18.01.2026, 18.01.2026, 16:12 Uhr, In geistigen Dingen richtet „die KI“ – außer als mäßiges Lexikon – nur Schaden an. Journalisten, die „mit KI arbeiten“, machen sich und andere dümmer.


    Unser Autor möchte auf den Einsatz von KI lieber verzichten.IMAGO/Omer Taha Cetin


    Gewisse geistige Vollzüge sind scheinbar gar nicht kreativ – das Zusammenfassen eines Meetings in einigen Spiegelstrichen, die Auflistung bekannter Tatsachen der Geografie für die Urlaubsplanung oder die Alltagsrechnerei im Supermarkt. „Warum soll ich mich damit befassen? Das lasse ich die KI machen, das ist effizienter!“


    In einer Zeit, in der selbst Geistesarbeiter wie Journalisten ihre geistige Anstrengung eifrig an „die KI“ auslagern und dies nicht faul, sondern fortschrittlich finden, frage ich heute: Ist es wirklich so, dass „die KI“ Menschen „effizienter“ macht?

    Richtig, KI-Anwendungen können bei klar umschriebenen Aufgaben menschliche Arbeitszeit einsparen. Als erspart bezeichnen wir Arbeit immer dann, wenn wir sie als sinnlos oder nutzlos betrachten. Die Denkarbeit des Protokollschreibens, der Routenplanung und des Kopfrechnens im Supermarkt muss als sinnlos oder nutzlos beurteilt werden, damit die These von der Zeitersparnis und mithin einer Effizienzsteigerung durch „die KI“ plausibel ist.


    Framing auf Knopfdruck: Wie KI zur Desinformation wird

    Framing auf Knopfdruck: Wie KI zur Desinformation wird

    KI tarnt Propaganda als Statistik – und verzerrt Geschichte. Neutral? Weit gefehlt. Ein Gastbeitrag.

    Von Sebastian Köhler

    Russland

    01.08.2025


    Wer das aber so betrachtet, liegt falsch. Das zu erkennen, ist nicht trivial, es erfordert rein menschliches Um-die-Ecke-Denken. Erstens liegt eine Verwechslung vor: KI beschleunigt im Vergleich mit menschlichem Denken oft die Erzeugung einer Antwort. Aber der Antwortprozess der KI ist nicht Denken. Wir ersparen uns nicht das Denken und lagern es anderswohin aus – wir verzichten auf Denken und vertrauen dem Rechenergebnis einer Maschine.


    Zum Zweiten: Wie jemand gehen können muss, wenn er tanzen will, so ist die stete Ausübung schon beherrschter Denkarbeiten die Grundlage dafür, selbstständig und kreativ zu denken. Wer sie an KI „auslagert“, der wird in diesem Maße denkunfähig (also dumm), was auf längere Sicht einen Verlust an Effizienz und Kreativität bedeuten muss. Betrachten wir diese beiden Punkte näher.

    Rechnen ist nicht Denken

    Was tut die sogenannte „Künstliche Intelligenz“, wenn sie doch nicht denkt? KI bietet – egal, ob sie Texte, Bilder, Videos, Audiosequenzen oder etwas anderes auswirft – eine eindrucksvollere Form des Stöckchenholens beim Hund: Hasso sieht das Herrchen den Arm heben und den Oberkörper wenden, und weil darauf sein ganzes Hundeleben lang der Abwurf eines knautschigen Tennisballs folgte, fixiert Hasso nun das Herrchen, um dem Ball nachzuspringen.

    Und das tut er dann auch, sobald die herrschaftliche Hand nach vorn schnellt, wohlgemerkt – auch wenn das Herrchen gar keinen Ball abwirft. Wir kennen die kurze Andeutung eines Sprints bei so veräppelten Hunden, der stets eine ruckartige Rückbesinnung auf das Herrchen folgt.


    Künstliche Intelligenz vs. Urheberschutz: Wo KI den Menschen nicht ersetzen kann

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    Berlin

    19.02.2025


    Naivität und überzogene Erwartungen: Die KI-Katastrophe in den Medien

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    TV & Medien

    08.12.2025


    Und dieses Geschehen hinterlässt Daten (d.h. Spuren) in Bildern und in Texten, in denen die sabberigen Sprints der historisch doch beträchtlichen Anzahl von Hassos ebenso dokumentiert worden sind wie deren enttäuschte Rückwendungen zum sie reizenden Herrchen.

    Nun kann auch „die KI“ diese Geschehnisse „lesen“ (d.h. nach Mustern aus Daten heraussuchen und diese Muster statistisch gegen andere gewichten), nun „weiß die KI“: Hebt das Herrchen das Händchen, so wackelt das Hündchen mit dem Schwänzchen. Es ist sozusagen ein Gesetzchen.

    Ebenso wie Hasso „liest die KI“ ihr vorgegebene Datenbestände durch und schaut, welches Element mit welcher Wahrscheinlichkeit auf welche anderen folgt. Und je demnach reiht sie dann die Zeichen aneinander, die mit statistischer Plausibilität einem Menschen (denn von Menschen wurden die durchsuchten Daten hinterlassen) sinnvoll vorkommen könnten. „Die KI“ gibt mir das zurück, was in ihren Basisdaten rechnerisch nach meinen Assoziationen aussieht.

    Denken ist Urteilen

    Die wahrscheinlichkeitsorientierte Zeichenverkettung als elektronische Reaktion auf eine Eingabe ist jedoch nicht Denken. Wir lagern also nicht für uns lästiges Denken aus, wir fragen ein Rechenergebnis ab, und dieses akzeptieren wir als Antwort. Wir unterlassen einfach das Denken.

    Denken ist Urteilen, das heißt, die oft instinktive, manchmal aber auch bewusst vollzogene Anwendung von Begriffen auf eine Erfahrung: „Der Hund ist verwirrt“ – so urteile ich, wenn Hasso vergeblich den nur scheinbar geworfenen Tennisball sucht.

    Intelligenz kommt von intelligere, was „zwischen etwas wählen (oder lesen)“ bedeutet; sie ist die Fähigkeit, meinen Zugang zur Erfahrung durch Begriffswahl bewusst zu gestalten. Ich kann erklären, warum ich Hasso verwirrt finde und nicht freudig, traurig, o.ä., denn ich weiß, welchen Begriff ich zwischen der Erfahrung und mir eingesetzt habe, um das Geschehen zu erfassen.

    Der Computer erteilt nicht Auskunft, er gibt etwas aus. Akzeptiere ich Maschinenergebnisse als valide Gedanken, dann mechanisiere ich mein Denken. Mein geistiges Leben und damit auch mein Schreiben werden schrittweise dem statistischen Mittel von Datenverkettungen mir unbekannter Herkunft angenähert, aus denen „die KI“ mir geistlos geistlose Ausgaben strickt.

    Selbst- und Fremdverdummung

    Menschliche Auskünfte, nicht maschinelle Ausgaben, sind der Einstieg in Kritik und Kreativität: Kreativität ist nicht keine Begriffsverwendung, sondern unerwartete Begriffsverwendung, auf die wir im Selberdenken kommen. Die Möglichkeit, Neues zu entdecken und anders zu denken, beruht auf der Beherrschung basaler Leistungen: sinnentnehmendes Lesen, Abwägung von Begriffen, Formulieren von Ergebnissen in wohlgeformten Sätzen.

    Wer „die KI“ nutzt, um solche Arbeiten zu vermeiden, der verkümmert geistig und vertraut den Ausgaben einer anderswo gesteuerten Maschine – wohl weil es bequem ist und „weil ja alle es machen“? Das muss für einen Journalisten tabu sein.


    Künstliche Intelligenz – Was bleibt vom Menschen, wenn die Maschine denkt?

    Künstliche Intelligenz – Was bleibt vom Menschen, wenn die Maschine denkt?

    Auto

    25.12.2025


    Weltberühmter KI-Forscher warnt: „Maschinen werden uns auslöschen, wenn wir im Weg sind“

    Weltberühmter KI-Forscher warnt: „Maschinen werden uns auslöschen, wenn wir im Weg sind“

    Politik

    26.12.2025


    Ich will nicht schleichend zu einem Etwas mutieren, das so denkt und spricht, wie eine Maschine errechnet hat, dass ein Mensch wohl denkt und spricht. Ich will ein Mensch bleiben, der Maschinen nutzt, anstatt mich durch Bequemlichkeitsverwahrlosung mehr und mehr zum Zweitverwerter ihrer unintelligenten Auswürfe zu machen.

    Deswegen bleiben meine Texte frei von Rechenausgaben unintelligenter Maschinen. „Frei von KI-Inhalten“ ist das eigentliche journalistische Gütesiegel des Zeitalters der KI. Denn kein Journalist verdummt für sich allein, er verdummt auch den Diskurs seiner Gesellschaft.

    Michael Andrick ist Philosoph, Kolumnist der Berliner Zeitung und Bestseller-Autor („Im Moralgefängnis“). Sein Essay- und Aphorismenband „Ich bin nicht dabei – Denk-Zettel für einen freien Geist“ erschien im Mai 2025 im Verlag Karl Alber.

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    B+ plusPolitikKulturTV & Medien



    Info: https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/michael-andrick-ki-ich-bleibe-lieber-intelligent-li.10014214


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    18.01.2026

    Jeffrey Sachs' kurz gefasste Geschichte der Russophobie

    freedert.online, 17 Jan. 2026 20:00 Uhr, 

    In einem der jüngsten Duran-Podcasts hat US-Starökonom Jeffrey Sachs die Entwicklung der deutschen und westlichen Russophobie über zwei Jahrhunderte so prägnant zusammengefasst, dass wir seine Darstellung unseren Lesern nicht vorenthalten wollten.


    Quelle: Gettyimages.ru © Imprimerie et Jacomme Lemercier Publisher, Paris, 1855-1860


    Eine Schlachtszene aus dem ersten Krimkrieg. Aus der Sammlung "Episodes de la guerre d'Orient", Farblithographie, 29x20 cm. Das war der einzige Fall, in dem Russland im Krieg mit Großbritannien, dem Aggressor, war. Sonst war man verbündet. Woher kommt also die britische Russophobie?


    Der US-Wirtschaftswissenschaftler und politische Analyst Jeffrey Sachs hat vergangene Woche in einer Ausgabe des Podcasts Duran von Alexander Mercouris und Alex Christophorou einen historischen Rückblick auf die Geschichte der europäischen und US-amerikanischen Russophobie vorgetragen. Die ca. 20-minütige Zusammenfassung, die Sachs lieferte, war so einprägsam und verständlich, dass wir sie unseren Lesern nicht vorenthalten wollen.

    Europa fahre einen suizidalen Kurs, provoziere eine "möglichst große Kriegsgefahr mit Russland", statt zu versuchen zu verstehen, was passiert ist, erklärte der streitbare Wissenschaftler eingangs sein Interesse am Thema. Durch intensive Beschäftigung mit diesem wurde ihm klar:

    "Das läuft schon sehr lange so, und diese Art von Russophobie ist tief eingebrannt in die Rhetorik, die Glaubenssysteme und das Handeln der europäischen Regierungen."

    Russland sei Teil Europas, zumindest bis zum Ural, und von seiner tatsächlichen Orientierung, seiner Geschichte her ein integraler Teil des Kontinents. Es werde "irgendwo willkürlich eine Linie quer durch Mitteleuropa" gezogen, wobei der Teil Europas westlich dieser Linie "in einer unerbittlichen, fast süchtig machenden und sich selbst erfüllenden Gegnerschaft" zum Teil östlich dieser Linie steht, umreißt Sachs das Phänomen.


    Sachs über Kompetenz europäischer Führung: "Kallas, von der Leyen, Merz – soll das ein Witz sein?"




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    Das gehe seit zwei Jahrhunderten so, meint der US-Analyst. Den Ausgangspunkt setzt er bei den Napoleonischen Kriegen, in denen Russland unter anderem mit Großbritannien verbündet war. 1815 wurde Napoleon durch gemeinsame Anstrengungen besiegt, und Russland war zu diesem Teil anerkannter Teil des europäischen "Konzerts der Mächte". Kaum 30 Jahre später galt dasselbe Russland aber bereits als Erzfeind Londons. Wie kam es dazu? Sachs:

    "Das wirft ein Rätsel auf: In den 1840er‑Jahren war Russland plötzlich der Feind Großbritanniens. Ein wunderbarer Historiker namens Gleason hat dazu eine Studie veröffentlicht, 1950, die man online als PDF findet, 'The Genesis of Russophobia in Great Britain', 'Die Ursprünge der britischen Russophobie'. Er stellt die Frage: Nun, 1815 waren Briten und Russen Verbündete, aber 1840 war Russland der Feind. Was ist passiert? Was hat Russland getan? Und er untersucht alles in diesen 25 Jahren, und sein Fazit ist: Russland hat nichts getan. Es lag allein an der Haltung Großbritanniens."

    Die Briten zielten auf ein ausgeweitetes Weltreich ab, und jeder große Staat, der dieses Empire irgendwie herausfordern konnte, war damit ein Feind. Also wurde Russland, ohne irgendetwas getan zu haben, zum Feind. Als dann, fährt Sachs fort, das Osmanische Reich, der "kranke Mann Europas", im 19. Jahrhundert verfiel und es auf dem Balkan zu Auseinandersetzungen kam, war Russland der Feind Großbritanniens:

    "Russland geriet in den 1850er‑Jahren in eine Art Drei‑Parteien‑Konflikt – Frankreich, Russland und die Pforte, also das Osmanische Reich – um die Frage, wer die Christen in den osmanischen Gebieten kontrollierte, insbesondere im Heiligen Land. Das führte zu Spannungen, und dann zog Russland sich zurück. Interessant ist: In dem Moment, als Russland zurücksteckte, sagten die Briten und die Franzosen: 'Aha, jetzt gehen wir zum Schlag über.' Anstatt die Diplomatie nach einer Phase der Spannung tatsächlich den Frieden sichern zu lassen, sagten 1852 Lord Palmerston in Großbritannien und Napoleon III. in Frankreich: 'Jetzt greifen wir an, wir können diesen Feind loswerden.' Das war der erste Krimkrieg. Und das Faszinierende am ersten Krimkrieg ist, dass der Krieg, in dem wir uns heute befinden, der zweite Krimkrieg ist. Ziele, Zwecke und das ganze Gerede darüber sind fast genau wie 1853."

    Im ersten Krimkrieg ging es darum, Russland aus dem Schwarzen Meer zu verdrängen. Das war das Ziel von Großbritannien und Frankreich. Heute ist das Ziel ebenfalls, Russland aus dem Schwarzen Meer zu drängen. Denn der ganze Punkt der NATO‑Erweiterung – und Zbigniew Brzeziński studierte Geschichte, das ist sein Konzept – war, Russland im Schwarzen Meer mit der NATO zu umzingeln. Sachs:


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    "Denken Sie an den NATO‑Gipfel in Bukarest 2008, auf dem die Vereinigten Staaten darauf bestanden, dass die Ukraine der NATO beitreten wird. Ebenfalls hieß es, Georgien werde der NATO beitreten. Das Ziel war also: Ukraine, Rumänien, Bulgarien, Türkei und Georgien – eine komplette Umzingelung Russlands im Schwarzen Meer, um damit genau das zu tun, was Palmerston und Napoleon III. erreichen wollten, nämlich Russland zu einer dritt‑ oder viertrangigen Macht zu degradieren."

    Rund 20 Jahre nach dem ersten Krimkrieg beschäftigte eine andere Frage Europa: der Aufstieg Deutschlands. Da kam Frankreich zu der Erkenntnis, dass es Russland auf seiner Seite braucht. Die Russophobie blieb in Großbritannien, aber sie griff nun auch auf Deutschland über. Und der Erste Weltkrieg hatte – sagt Sachs – mit der deutschen Angst vor Russland zu tun. Deutschland habe in der Vorstellung gehandelt, jetzt angreifen zu müssen, bevor Russland zu stark wird. O-Ton Sachs:

    "Der Erste Weltkrieg hat seine Wurzeln in der deutschen Russophobie, nicht dessentwegen, was Russland tat, sondern dessentwegen, was Russland in Zukunft tun könnte, wenn man es jetzt nicht angreift."

    Das Ergebnis des Ersten Weltkriegs war eine verheerende Zerstörung Europas. Für Russland führte er zum Sturz des Romanow-Reiches und zur bolschewistischen Revolution. Sachs erinnert daran, was unmittelbar danach geschah:

    "Der Westen marschierte mit Expeditionsstreitkräften ein und überfiel Russland. (...) Heute ist das (im Westen) fast vergessen. Wir sprechen vom Russischen Bürgerkrieg und so weiter, aber die Rolle des Westens war sehr bedeutend und wird von den Russen nicht vergessen. Sie sagen: 'Jedes Mal, wenn wir am Boden liegen, versucht jemand, uns vom Westen her anzugreifen.' Das ist Teil der Denkweise und des strategischen Versändnisses Russlands."

    Sachs macht nun einen Sprung in die 1930er-Jahre ein und empfiehlt ein Werk von Geschichtsprofessor Michael Jabara Carley von der Universität Montreal, an der dieser 30 Jahre gearbeitet hatte (Mercouris wird später im Video vier Bände zeigen und den beträchtlichen Umfang dieses Werks vorführen). Die Kernaussage dieser beachtlichen historischen Unetrsuchung ist laut Sachs und Mercouris:

    "In den 1930er-Jahren, mit dem Aufstieg Hitlers, wandte sich Stalin wiederholt an Großbritannien und Frankreich und sagte: 'Wir sind bedroht, lasst uns zusammenkommen, um diese Bedrohung abzuwenden.' Erstaunlicher- und verheerenderweise war die Russophobie in Europa so stark ausgeprägt, dass in den Elitekreisen Großbritanniens während Hitlers Aufstieg argumentiert wurde: Lieber Hitlerismus als Bolschewismus. Und das hat jede Möglichkeit einer Allianz zur Eindämmung des faschistischen Ansturms zunichtegemacht."


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    Die Antihitlerkoalition wurde vom Westen, nicht von Russland abgelehnt. Worauf Sachs besonders hinweist: Das Land, das es neben Großbritannien und Frankreich bis zum Schluss am vehementesten ablehnte, war Polen.

    "Und Polen, unglaublich, aber wahr: Während Hitler Truppen sammelt, um Polen zu zerstören, sagt Stalin: 'Lasst uns einen Truppentransit durch Polen haben, damit wir euch gegen Hitler verteidigen können und damit wir ein Bündnis zwischen Frankreich, Großbritannien, Polen, Russland und der Sowjetunion schmieden können.' Und Warschau sagte Nein. Und so zerstörte sich Polen durch seine Russenfeindlichkeit selbst. Und eines der Dinge, die diese Geschichte zeigt, ist, wie verzerrt unser Geschichtsverständnis ist. Uns wird von der Schulzeit an beigebracht, dass der Molotow-Ribbentrop-Pakt, ein schockierendes Abkommen im Sommer 1939 zwischen der Sowjetunion und Hitlers Deutschland, eine Bösartigkeit Stalins war. Und die wahre Geschichte ist fast das genaue Gegenteil davon."

    Nächste Station in den Betrachtungen ist das Jahr 1945, als Winston Churchill unmittelbar nach dem gemeinsamen Sieg über Hitlerdeutschland mit dem Gedanken spielte, zusammen mit übriggebliebenen Verbänden der Wehrmacht sofort in einen Krieg gegen die Sowjetunion zu ziehen. Die Pläne dafür waren unter dem Codewort "Operation Unthinkable" bereits ausgearbeitet.

    Ein weiterer Zeitsprung:

    "1963 sagte Präsident Kennedy: Es reicht! Wir haben beinahe das Ende der Welt erlebt, und wir müssen etwas anders machen. Dann begann er diese Friedenskampagne, mit der ich mich seit vielen Jahren beschäftige, darüber nachdenke und sie zu verstehen versuche, so gut ich kann. Er hat tatsächlich die Bedingungen für ein Ende des Kalten Krieges geschaffen – und er wurde ermordet. Und ich denke, es gibt gute Gründe, zu glauben, dass er von den eigenen Leuten ermordet wurde, und das gerade wegen seiner Friedensinitiative. Er hat viele Dinge getan, die der Tiefe Staat, speziell die CIA, zutiefst abgelehnt hat, und sie wussten ja, dass er davon sprach, die CIA in tausend Stücke zu zerschlagen. Ich denke, sie haben ihn ausgeschaltet. Das ist ein ungelöster Fall, aber ich glaube, es gibt immer mehr Beweise dafür, dass Mr. James Angleton eine Menge darüber wusste, was 1963 in Dallas passieren sollte."


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    Sachs nähert sich langsam dem aktuellen Versuch des Westens, Russland zu vernichten, auf dem Weg dahin ist ihm jedoch noch wichtig, persönliche Erlebnisse zu schildern. Erlebnisse aus einer Zeit, in der ein dauerhafter Frieden zwischen Ost und West möglich und greifbar nahe war:

    "Noch eine letzte Sache, an die ich mich erinnere – und das betrifft die Welt, in der wir jetzt leben. Denn als ich noch deutlich jünger war, war ich an den sowjetischen bzw. russischen Wirtschaftsreformen beteiligt, und ich hatte eine zentrale Botschaft: Unterstützt diese Reformen, damit wir in Frieden leben können! Denn ich habe von John Maynard Keynes und 'Die wirtschaftlichen Folgen des Friedensvertrages', das er 1919 nach dem Versailler Vertrag schrieb, gelernt, dass man seine Gegner niemals fertigmachen, sondern nachsichtig sein sollte. Also habe ich den Westen 1990, 1991, 1992 und 1993 nachdrücklich gebeten, die Reformen unter Gorbatschow und danach unter Jelzin zu unterstützen, aber die Antwort (des Westens) lautete: Njet. Ich war extrem frustriert, aber was ich damit vor allem sagen will: Es hätte nach dem Kalten Krieg Frieden geben können. Russland strebte nach nichts anderem als Frieden, Normalität sowie wirtschaftlicher Erholung und Entwicklung als ganz normales Land auf der Welt. Ich saß mit Boris Jelzin zusammen, ich saß auch mit Präsident Gorbatschow zusammen, ich weiß das also. Sie wollten Frieden."

    Wenn der Westen etwas wolle, dann verspreche er viel. Als Helmut Kohl im Jahr 1990 die deutsche Wiedervereinigung anstrebte, saß er im Februar Tag für Tag mit Gorbatschow zusammen und sagte ihm:

    "Wir werden [die Situation] nicht ausnutzen, wir werden die NATO nicht ausdehnen – nicht mal nach Ostdeutschland, geschweige denn nach Osteuropa!"

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    Heute habe es Konjunktur im Westen, das zu bestreiten. Es war aber, besteht Sachs, "der diplomatische Kern der deutschen Wiedervereinigung". Er empfiehlt, dass Interessierte auf der Website des Nationalen Sicherheitsarchivs der George Washington University die Dokumentensammlung mit dem Titel "Was hat Gorbatschow gehört?" lesen sollten. Man könne dort mehr als 40 Dokumente nachlesen, in denen die Verpflichtungen des Westens gegenüber der Sowjetunion, sich nicht nach Osten auszudehnen, detailliert aufgeführt werden.

    Wieder einmal stand die im Westen vorherrschende Russophobie – oder die Arroganz – der Aussicht auf Frieden im Weg. Schon 1992 sprachen die USA und die Deutschen also über eine Ausdehnung der NATO. Gerade Deutschland als großer Nutznießer dieser Versprechungen trat bereits ab 1993 für die Erweiterung der NATO ein. Was von sowjetischer wie auch russischer Seite mit dem ernsthaften Versprechen von Frieden und Zusammenarbeit begonnen hatte, wurde von den westlichen Mächten als Schwäche ausgelegt und zum Ausbau der eigenen Dominanz ausgenutzt.

    Sachs empfiehlt an dieser Stelle das 1997 veröffentliche Buch "Die einzige Weltmacht" von Brzezinski, in dem dieser detailliert darlegt: Eurasien ist das Zentrum der Welt, das ist die Mackinder-Theorie, und die Ukraine ist der Schlüssel, Russland zu einer Macht dritten oder vierten Grades zu degradieren, womöglich sogar zu zersplittern.

    Das, fährt Sachs fort, ist eine Initiative und ein Projekt des Tiefen Staates, das bereits 30 Jahre in Umsetzung ist. Über ihn, den Deep State, gibt es in den Vereinigten Staaten keinerlei demokratische Kontrolle: Die öffentliche Meinung zählt nicht, nichts wird erklärt, und das, was erklärt wird, führt auf eine falsche Fährte. Sachs wird emotional:

    "Der unprovozierte russische Angriff 2022? Wollt ihr mich veräppeln? Nach dem, was in den letzten 30 Jahren passiert ist? Aber so läuft das nun mal."


    Das verratene Wunder: Was die Geschichte Deutschland nach 1945 lehren wollte





    Meinung

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    Und Europa? Deutschland?

    "Meine Güte, die sind lebensmüde! Sie machen wieder und wieder und wieder dasselbe. Und wenn sie nur ein bisschen von der Geschichte wüssten … Und die größte Schande überhaupt: Keir Starmer – ich erwarte ja nichts von ihm, und in Großbritannien hält sich die Illusion des 'Empire' lang –, aber wer mich wirklich beunruhigt, ist Merz. Ein deutscher Bundeskanzler sollte es besser wissen. Die historische Verantwortung – ich spreche von den 1930er- und 40er-Jahren wie auch von den 1990er-Jahren. Und wie war das übrigens 2015, als Bundeskanzlerin Merkel Garantin von Minsk II war, damit kein vollumfänglicher Krieg in der Ukraine ausbricht? Deutschland hat sich dabei wiederholt falsch verhalten. Die erste Pflicht eines deutsche Bundeskanzlers wäre, das zu verstehen und mit seinem russischen Gegenpart den diplomatischen Weg zu gehen, bevor alles in die Luft fliegt."

    Mit dieser Mahnung endet Professor Sachs Vortrag. Und was soll man darauf erwidern? Ja, er müsste. Ja, es wäre seine Pflicht. Es kommt einem allerdings eine Zeile aus Bertolt Brechts "Dreigroschenoper" in den Sinn:

    "Doch die Verhältnisse, sie sind nicht so."

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    Screenshot_2026_01_18_at_19_10_56_Jeffrey_Sachs_kurz_gefasste_Geschichte_der_Russophobie_RT_DE

    Video https://vkvideo.ru/video-134310637_456289154 Dauer 2:56 Min.


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    18.01.2026

    Das ZDF im Schattenkrieg

    freedert.online, 17 Jan. 2026 18:12 Uhr, Von Astrid Sigena 

    Antirussische Indoktrination findet nicht nur in Talkshows und Leitartikeln statt. Sie kommt auch in Krimiserien vor. Jüngstes Beispiel: Ein ZDF-Krimi, der als Anschauungsmaterial der BND-Warnungen vor „russischer hybrider Kriegsführung“ dienen könnte.


    Das ZDF im Schattenkrieg© Urheberrechtlich geschützt.


    Symbolbild: Schatten über dem Logo des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF).


    Mit bisher 104 Folgen in 16 Staffeln ist die Krimi-Fernsehserie "Die Chefin" ein Dauerbrenner im ZDF. Seit 2012 jagt Kriminalhauptkommissarin Vera Lanz von der Münchner Mordkommission freitagabends Verbrecher auf der Mattscheibe. Und das mit recht erfreulichen Einschaltquoten, zumindest bei den älteren Zuschauergruppen. Für die jüngste Folge griffen Regisseur Andreas Senn und Autor Peter Kocyla tief in die Trickkiste antirussischer Narrative. Das Ergebnis: Ein Krimi, als hätte der BND Pate gestanden. Der ominöse Titel lautet "Schattenkrieger".


    Lanz gegen von Storch: "Fake News" – Eklat um Daniel Günther



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    Die Handlung beginnt mit dem Mord an dem Asylbewerber Lew Maganow, einem russischen Oppositionellen, der mit seiner schwangeren Frau nach Deutschland emigriert ist. Der Täter kann flüchten. Die Tatausführung lässt auf einen professionellen Killer schließen. Im Deutschland des Jahres 2025 steht selbstverständlich sofort der russische Geheimdienst in Verdacht, denn – so Kriminalhauptkommissar Böhmer (Minute 7.40): "Die sind bekannt dafür, dass sie Gegner auch im Ausland erledigen." "Die Chefin" zeigt sich gegenüber dieser Theorie skeptisch. Und als kritischer Zuschauer hofft man, dass der Plot des Films tatsächlich nicht so platt enden wird. Zumal auch Staatsanwalt Hartmann auf die Einschaltung von Generalbundesanwalt und Staatsschutz drängt – und in deutschen Krimis irrt die (meist als unsympathisch dargestellte) Staatsanwaltschaft traditionellerweise.

    Tatsächlich führen die Ermittlungen zunächst auf andere Spuren. Beispielsweise zum sich als Schleuser betätigenden Spediteur Markus Wenzel, der vom Ehepaar Maganow Geld erpresste. Oder zu dem IT-Experten Alexander Becker, der als "D-Fense" seinen Hass auf Asylbewerber im Netz auslebt und gegenüber Lew Maganow Todesdrohungen geäußert hatte. Er muss als typische Symbolfigur für den Wutbürger herhalten, der im Internet Hass und Hetze sowie "russische Fake News" verbreitet und dabei noch auf seine Meinungsfreiheit pocht (für real existierende BRD-Verhältnisse ist die bei Becker durchgeführte Hausdurchsuchung äußerst rücksichtsvoll, ja geradezu lasch zu nennen). Weitere Indizien sprechen für Becker als Täter: So hat er vom Internetnutzer "Kamerad 95" die Wohnadresse der Maganows zugespielt bekommen und diese observiert. Allerdings fehlt die Tatwaffe – und Becker verdankt seiner pflegebedürftigen Mutter ein Alibi.


    Unwahre Tatsachenbehauptung? – Ramelow lässt Kritik an Daniel Günthers Aussagen prüfen



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    Die Witwe Marina Maganowa erhält derweil Polizeischutz und kommt bei der engagierten Flüchtlingshelferin Sabine Hübner und deren Tochter, der Studentin Hanna, unter. Die Kripo findet heraus, dass Lew Maganow kurzzeitig bei der Firma Deist Optics gearbeitet hatte, die – entgegen den Sanktionen – Lasertechnik nach Russland verkauft – an eine Moskauer Firma, die wiederum die russische Rüstungsindustrie beliefert. Lew war diesen Machenschaften auf die Spur gekommen; nach den von ihm sichergestellten Unterlagen sucht nun der russische Geheimdienst – in der Person von Sabine Hübner!

    Die österreichische Industriemessenorganisatorin Hübner ist nämlich in Wirklichkeit eine russische Spionin – das wird dem Zuschauer klar, als die Dissidentin Marina auf Russisch bedroht (Minute 48: "Мы тоже на войне, Марина."). Die Geheimdienstlerin hatte in Südamerika die Identität einer Toten angenommen und koordiniert nun die geheimen Russlandgeschäfte der Firma Deist. Auch für die Ermordung von Lew Maganow aufgrund seiner investigativen Recherchen ist sie verantwortlich. Nebenbei ermordet sie noch  den lästigen Mitwisser Alexander Becker samt seiner hilflosen Mutter. Die fleißige Agentin hatte nämlich neben ihrer Spionagetätigkeit, ihrer bürgerlichen Berufsarbeit, ihrem Engagement für Flüchtlinge und ihrem Alltag als alleinerziehende Mutter noch Zeit dafür gefunden, als "Kamerad 95" Becker mit russischen Narrativen aufzuhetzen und ihn als Späher auf die Maganows anzusetzen.

    À propos "alleinerziehende Mutter": Ganz am Ende wird noch das Narrativ vom angeblichen russischen Kinderraub angeschnitten. Kommissarin Lanz vermutet nämlich bei der Vernehmung der inhaftierten Agentin, deren (im Film nicht konkret benannte) Auftraggeber hätten der unfruchtbaren Sabine Hübner zu einem Kind verholfen und ihr vor zwanzig Jahren Hanna als Baby übergeben. Auch diese antirussische Verschwörungstheorie lässt der Film also nicht aus.


    "Schutz unserer Demokratie" – SH-Ministerpräsident Daniel Günther für Verbot kritischer Medien




    "Schutz unserer Demokratie" – SH-Ministerpräsident Daniel Günther für Verbot kritischer Medien






    "Der Schattenkrieger" ist in seiner Indoktrination hinterhältiger als die übliche Hetze gegen Russland und Russen, die man aus den Talkshows des BRD-Fernsehens und den Artikeln der Mainstream-Presse kennt. Mit dem Film erreicht die antirussische Propaganda auch die Zuschauer, die bei politischen Gesprächsrunden im Fernsehen schon längst abschalten und die Politikseiten der Zeitungen seit Langem überblättern. Aber einen Krimi am Freitagabend zur Entspannung schaut man sich immer noch gerne an. Was läge also näher, als mittels der Serie um die sympathische Kriminalhauptkommissarin Vera Lanz dem Zuschauer die Botschaft von der ach so bedrohlichen russischen Gefahr zu vermitteln?

    Fragt sich nur, wer hier der wirkliche "Schattenkrieger" ist. Die Folge wirkt wie ein Bestandteil der psychologischen Kriegsführung zur Manipulation der Bevölkerung, wie eine Psy-Op im Schattenkrieg gegen Russland. Kritische Medien hat man in der BRD weitgehend an den Rand gedrängt, russische Sender verboten (in Minute 31 gibt es übrigens in dem Film auch noch den Wink mit dem Zaunspfahl, dass "berühmte russische Journalisten" ein Visum für Deutschland erhalten würden, russische Oppositionelle jedoch nicht – ein Aufruf zur verschärften Bedrängung russischer Berichterstattung aus Deutschland?). Nun geht es daran, der deutschen Bevölkerung einzutrichtern, wie gefährlich Russland ist. Schließlich hatte NATO-Politologin Florence Gaub erst kürzlich festgestellt, dass sich in der deutschen Öffentlichkeit erst allmählich das Bewusstsein durchsetze, "dass das Land massiven Angriffen ausgesetzt sei".


    Precht: "Europa hatte nie vor, auf die russischen Sicherheitsinteressen und Bedürfnisse einzugehen"


    Precht: "Europa hatte nie vor, auf die russischen Sicherheitsinteressen und Bedürfnisse einzugehen"






    Hybride Kriegsführung, Morde, Unterminierung der Demokratie, Spaltung der Gesellschaft und Verfolgung russischer Oppositioneller im deutschen Exil: Der Film arbeitet nahezu alle Vorwürfe ab, die BND-Chef Martin Jäger bei einer Bundestags-Anhörung im vergangenen Oktober gegenüber Russland erhoben hatte. Und das alles in nur 58 Minuten! Regisseur Andreas Senn gebührt Anerkennung, diese Masse an antirussischen Narrativen so kompakt und spannend in eine einzige Folge verpackt zu haben.

    Die Frage, wer in Wirklichkeit "der Schattenkrieger" ist, ist leicht beantwortet. Als Fazit des Films bleibt beim Zuschauer hängen: Russen machen immer Ärger. Indem sie die deutsche Gesellschaft destabilisieren und Morde begehen. Ganz so, wie es der altersweise Kriminalhauptkommissar Böhmer gegenüber seinem jungen Kollegen im Rückblick auf die 80er Jahre formuliert hatte (Minute 9): "Wir hatten die Aids-Welle, Tschernobyl, den Eisernen Vorhang… Und immer Ärger mit den Russen! Eigentlich genauso wie heute." Der Zuschauer darf gespannt sein, was der inoffizielle Schattenkrieg gegen Russland im deutschen Fernsehen noch so alles hervorbringen wird.

    Mehr zum Thema – ARD-Tagesschau hält an widerlegter Darstellung der Zerstörung des Theaters in Mariupol fest


    Screenshot_2026_01_18_at_18_54_18_Das_ZDF_im_Schattenkrieg_RT_DE

    Video https://rumble.com/v748htq-pressezensur-nach-eu-diktat-bundesregierung-will-politische-werbung-in-medi.html Dauer 8:31 Min.


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    18.01.2026

    Medien: Washington führte vor Festnahme Maduros geheime Verhandlungen mit venezolanischem Minister

    freedert.online, 18 Jan. 2026 13:32 Uhr

    Die USA führten geheime Verhandlungen mit dem venezolanischen Innenminister Diosdado Cabello, bevor sie den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro festnahmen, vermutet Reuters. US-Präsident Donald Trump habe damit angeblich Chaos vermeiden wollen, so die Zeitung.


    Quelle: Gettyimages.ru © Pedro Rances Mattey/Anadolu


    Venezuelas Innenminister Diosdado Cabello hält ein Blatt Papier mit einem Bild des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in der Hand (Archivbild)


    Die Vereinigten Staaten sollen geheime Verhandlungen mit dem venezolanischen Innenminister Diosdado Cabello geführt haben, bevor sie ihre Operation gegen Präsident Nicolás Maduro durchführten. Darüber schrieb die Nachrichtenagentur Reuters.

    Demnach nahm die amerikanische Seite einige Monate vor dieser Operation Kontakt zu Cabello auf und steht weiterhin mit ihm in Verbindung. Der venezolanische Minister stand sowohl direkt als auch über Vermittler in Kontakt mit dem Weißen Haus, präzisierte eine der Quellen der Zeitung.

    Washington forderte den Beamten auf, von einem Einsatz der Streitkräfte gegen die Opposition abzusehen. Nach Angaben der Zeitung wurde Cabello während der Operation nicht festgenommen, obwohl sein Name in der Anklageschrift im Fall des Drogenhandels aufgeführt ist.

    Sollte Cabello jedoch beschließen, die von ihm kontrollierten Kräfte einzusetzen, könnte dies zu "Chaos" führen. Dies wolle US-Präsident Donald Trump vermeiden, da es die Macht der Interimspräsidentin Delcy Rodríguez gefährden könnte, heißt es in dem Artikel.


    Warum die großen US-Ölkonzerne nicht an die Story vom "Sieg" in Venezuela glauben




    Meinung

    Warum die großen US-Ölkonzerne nicht an die Story vom "Sieg" in Venezuela glauben





    Am 3. Januar nahmen US-Soldaten auf Anordnung des US-Präsidenten Maduro und seine Frau in Venezuela fest und brachten sie nach New York, wo ein Gericht den venezolanischen Politiker wegen Drogenterrorismus anklagte.

    Die venezolanischen Behörden bezeichneten das Geschehen als militärische Aggression. Nach Angaben des Innenministeriums der lateinamerikanischen Republik kamen bei dem Angriff der USA 100 Menschen ums Leben. Zuvor hatte die Washington Post berichtet, dass nach Angaben der amerikanischen Behörden bei dem Angriff auf Caracas etwa 75 Menschen ums Leben gekommen seien.

    Trump sagte, dass die USA nun mit der amtierenden Präsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, und den Überresten des Maduro-Regimes zusammenarbeiten, um zu verhindern, dass Venezuela zu einem zweiten Irak wird.

    Zunächst verurteilte Rodríguez die Maßnahmen der USA als "barbarisch". Später nahm sie laut CNN eine "versöhnlichere" Haltung ein und schlug ein Kooperationsprogramm mit den USA vor. Auch Trump bekundete Rodríguez seine Unterstützung. Am 15. Januar traf sie sich in Caracas mit CIA-Direktor John Ratcliffe.

    Dabei diskutierten sie über die Zusammenarbeit im Bereich der Nachrichtendienste, wirtschaftliche Stabilität und die Notwendigkeit, Venezuela von seinem Ruf als "Zufluchtsort für Gegner Amerikas, insbesondere für Drogenhändler" zu befreien.


    Mehr zum Thema - Trumps Venezuela-Projekt verliert zentrale Unterstützung


    Screenshot_2026_01_18_at_18_45_12_Medien_Washington_f_hrte_vor_Festnahme_Maduros_geheime_Verhandlungen_mit_venezolanischem_Minister_RT_DE

    Audio https://freedert.online/international/267620-medien-washington-fuehrte-vor-festnahme/

     Dauer 10:15 Min.


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