Feuer frei für die Ukraine? Das hätte weit reichende Folgen
lostineu.eu, 18. November 2024
Die USA haben der Ukraine angeblich grünes Licht für den Einsatz weit reichender Waffen gegen Russland gegeben. Wenn das stimmen sollte, hätte es äußerst weit reichende Folgen.
Noch steht eine offizielle Bestätigung aus. Es ist auch unklar, ob US-Präsident Biden die Entscheidung persönlich getroffen hat, oder ob sein „Umfeld“ vorgeprescht ist. Sollte Biden die News bestätigen, so würde dies bedeuten:
- Dass der scheidende Präsident seinen Amtsnachfolger Trump offen herausfordert und den Willen der US-Wähler mißachtet – denn die haben sich mehrheitlich für eine Beendigung des Krieges ausgesprochen.
- Dass die USA ganz bewußt das Risiko eingehen, dass sich der Konflikt auf die Nato und damit auf das westliche Europa ausweitet – denn das hat Kremlchef Putin für diesen Fall bereits vor Wochen angedroht.
- Dass es detaillierte Absprachen über mögliche Ziele zwischen Kiew und Washington gibt; in Medienberichten ist von Angriffen auf die russische Region Kursk und dort angeblich stationierte Nordkoreaner die Rede.
- Dass die Hardliner in EUropa gestärkt werden – z.B. der polnische Regierungschef Tusk, der eine pro-ukrainische Kriegskoalition um sich scharen will. Die europäische Kriegsagenda ist schon in Arbeit…
- Dass Kanzler Scholz noch mehr unter Druck gerät, nun doch das deutsche Taurus-System zu liefern. Wegen eines Telefonats mit Putin und der Aufforderung zu Verhandlungen war er politisch in die Defensive geraten.
Mehr zum Krieg um die Ukraine hier
P.S. Russland hat mit Blick auf die amerikanischen ATACMS sogar schnell noch seine Atomkriegsdoktrin geändert, wie F. Pleitgen in diesem Video für CNN auf „X“ erläutert. Allerdings ist unklar, was daraus praktisch folgt. Die Abschreckung hat offenbar nicht funktioniert, nun spielen wir russisch Roulette!?
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‹ Streit um Scholz‘ Anruf bei Putin weitet sich aus › Baerbock stellt sich hinter Biden – und gegen Scholz
10 Comments
Arthur Dent
18. November 2024 @ 12:54„Reichweite auf Kursk begrenzt?“
– Na, wenn man die ganze Welt regiert, zumal mit Gedächtnisschwächen, da können einem die Gebiete schon mal durcheinander geraten. Reagan hat mal Bolivien mit Brasilien verwechselt und Belgien soll ja auch ’ne schöne Stadt sein. ????
Michael
18. November 2024 @ 10:12
Ist es zutreffend dass Biden die Reichweite auf Kursk begrenzt hat?
ebo
18. November 2024 @ 10:21Gute Frage, in manchen Berichten kling es so. Das wäre allerdings absurd, denn Kursk grenzt an die Ukraine an, dafür braucht man wohl keine weit reichenden Waffen.
Im übrigen würden die USA damit eine von der Ukraine besetzte russische Region „verteidigen“. Das ist so, als würde Russland Waffen freigeben, um ein chinesisch besetztes Gebiet in Texas zu halten…Michael
18. November 2024 @ 16:24Es gibt Behauptungen die Reichweite sei auf Kursk begrenzt als Antwort auf den Einsatz Nordkoreanischer Truppen in Kursk, und zur Entlastung Ukrainischer Truppen in Kursk die schwer unter Druck stehen sollen und möglicherweise aufgerieben werden könnten!?
Es scheint “nix genaues weiß man nicht”!ebo
18. November 2024 @ 17:25Für Kursk braucht man keine ATACMS. In der russischen Grenzregion können auch HIMARS eingesetzt werden, es geht ja nur um 30 oder 40 km.
Wenn die angeblich dort stationierten Nordkoreaner als Begründung genannt werden, ist das wohl nur ein Vorwand.
Arthur Dent
18. November 2024 @ 09:20
– Wähler können bei einer Wahl ganz viel falsch machen. Der Wählerwille ist daher für eine Regierung immer nur eine Kann-Bestimmung.
– Taurus-Lieferungen macht der zukünftige grüne Bundeskanzler. Oder der schwarze.
– Nordkoreaner sind zur Zeit im Westen der große Aufreger. Waren nicht erst zwei deutsche Kriegsschiffe im Indopazifik? Waren nicht deutsche Soldaten in Afghanistan, in Mali? Aber die waren da nur zum Brunnenbohren, oder?
ebo
18. November 2024 @ 09:46Gute Frage ????
Und was machen eigentlich die ganzen US-Soldaten in Polen, um nur ein Beispiel zu nennen? Aktuell sind dort mehr als 10.000 US-Soldaten stationiert. Es gibt sogar eine eigene Garnison.
Bemerkenswert ist auch, dass Selenskyj sich brüstet, dutzende Länder in den Krieg eingebunden zu haben. Er spricht sogar von einer „globalen Anstrengung“. Allein im Ramstein-Format sind fast 60 Länder an der Seite der Ukraine im Einsatz…
Last but not least diese Meldung aus Frankreich. Dort wird ein ganze ukrainische Brigade ausgebildet, der „Economist“ spricht von einer „Geheimarmee“.
Hg
18. November 2024 @ 08:56
Jetzt haben wir den Zustand, den A. Merkel einst auf einer MSK, in Anbahnung des Konflikts mit den treffenden Worten umschrieb: „Wo soll das den hinführen?“
Michael
18. November 2024 @ 07:20
Ich teile diese Schlussfolgerungen voll und ganz, glaube aber dass Scholz jetzt die Chance hätte Eigenständigkeit (Führung?) zu beweisen und beim Veto zum Taurus zu bleiben, aus Prinzip und allen sonstigen bekannten praktischen Gründen, aber auch weil Wahlkampf herrscht, und eine Mehrheit der Deutschen das Scholzsche Veto zum Taurus unterstützt!
KK
18. November 2024 @ 02:30
Ich hab in meinem ganzen Leben noch nicht so viel gegessen, wie ich jetzt kotzen möchte…
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, awie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
lostineu.eu, vom 17. November 2024
Nach dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj haben auch die Grünen und der polnische Premier Tusk den Anruf von Noch-Kanzler Scholz bei Kremlchef Putin kritisiert. „Niemand wird Putin mit Telefonaten stoppen“, schrieb Tusk. Der jüngste massive Luftangriff habe gezeigt, dass „Telefondiplomatie“ kein Ersatz für reale Unterstützung für Kiew sein könne. Die Grünen warfen Scholz Appeasement vor; sie wollen den Krieg für einen „Freiheitsfrieden“ weiterführen. Das heißt aber, dass sie die Initiative anderen überlassen – etwa Donald Trump. Hingegen versucht Scholz, Deutschland und die EU rechtzeitig zu positionieren…
‹ Die Watchlist EUropa vom 16. November 2024 › Feuer frei für die Ukraine? Das hätte weit reichende Folgen
9 Comments
KK
18. November 2024 @ 00:18Eigentlich wäre es jetzt an der Zeit, sein Testament zu machen. Aber wer soll was erben nach dem kommenden Krieg?
european
17. November 2024 @ 22:01
Und in der Zwischenzeit erlaubt Biden Selenskyj, die Langstreckenwaffen auf russischem Territorium einzusetzen. Ein dementer Präsident auf dem Weg nach draußen legt mal eben Europa in Schutt und Asche. „Und in USA klirrt keine Fensterscheibe“ (Klaus von Dohnanyi).
https://www.nytimes.com/2024/11/17/us/politics/biden-ukraine-russia-atacms-missiles.html
Arthur Dent
18. November 2024 @ 00:04Wirkliche Forderung vom ukrainischen Präsidenten oder ein gut inszeniertes Rollenspiel der USA. Ich denke, es ist ein Abschiedsgeschenk Bidens an Trump.
(Wie kommen die eigentlich ins Land oder sind sie schon längst geliefert worden)?
Pjotr
17. November 2024 @ 19:06
Wie wäre es, wenn Jede/r, die/der sich für Waffenlieferungen an die Ukraine ausspricht, mit der sofortigen Versetzung an die Front honoriert würde?
Frei nach Erich Maria Remarque: „Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich heraus fand, dass es welche gibt, die nicht hingehen müssen.“
– https://gutezitate.com/autor/erich-maria-remarque
Dixie Chique
18. November 2024 @ 13:39#FtznfrtzAnDieFront
Arthur Dent
17. November 2024 @ 17:50
Zeigt, dass Olaf das Heft des Handelns in seine Hände genommen hat. Mit seiner Behauptung über Scholzens Telefondiplomatie nimmt
Tusk ein Wissen in Anspruch, über
das er gar nicht verfügen kann.
Oder hat er eine Kristallkugel?
Kriegsfürsten, immer auf der Suche nach Kanonenfutter, braucht Deutschland nicht. Auch wenn es sich der ÖRR so sehnlichst wünscht.
Bei mir ist Olaf viel weniger unbeliebt als Boris. Beliebte Politiker sind eh fake-news.
Michael
17. November 2024 @ 19:15Es geht m. E. weniger um Beliebtheitsgrade – auch wenn Wahlkampf herrscht – als vielmehr um die Tatsache dass Boris sich politisch nur und ausschließlich über Krieg, Kriegstauglichkeit, Kriegswirtschaft, etc., etc. definiert! Ich glaube der würde sofort eskalieren und Taurus freigeben, nicht weil er irgendeine Ahnung hätte, sondern weil er damit anderen Parteien und besonders Merz den Wind aus den Segeln nähme! Andererseits wird er nicht Kanzlerkandidat werden wollen weil er die Wahl schon verloren gibt, und dann in einer GroKo sowieso den Vizekanzler macht!
Michael
17. November 2024 @ 17:45
Soll das eine Überraschung sein dass Kriegstreiber a la Tusk oder Grüne sich echauffieren!? Überrascht bin ich nur noch nichts von weiteren Kriegstreibern a la Strack-Zimmermann oder Roth oder Kiesewetter etc. gehört zu haben!? Kommt wohl noch nach dem Wochenende … !?
ebo
17. November 2024 @ 18:35Nein, eine Überraschung ist das nicht. Aber es ist relevant, denn um Scholz ist es plötzlich sehr einsam geworden. Die Grünen sind im Wahlkampfmodus, sie schalten auf Angriff. Und Tusk versucht, die Führung der Ukraine-Krieger zu übernehmen. Die Karten in Berlin und Brüssel werden neu gemischt.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, awie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.






gast am 16. November 2024 um 13:31
Ich finde das Interview bisher ausgezeichnet.
Antworten… übrigens bleibt der Bürger meines Wissens auch auf seinen Kosten sitzen, wenn es am Ende nur eine Einstellung des Verfahrens gibt. Viel Spaß!