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11.01.2025

Elon Musk zu Trudeau: "Mädel, es ist egal, was du sagst"

meinungsfreiheit.rtde.life, vom 10 Jan. 2025 09:42 Uhr, Von Dmitri Petrowski

Äußerungen wie vom baldigen US-Präsidenten Trump, oder wie von Elon Musk, die im ersten Fall diplomatische Fauxpas und im zweiten Fall Anmaßung und Einmischung (wenn auch moralisch motiviert) darstellen, werden bald die Norm sein. Das Recht des Stärkeren braucht keine Feigenblätter mehr.


Elon Musk zu Trudeau: "Mädel, es ist egal, was du sagst"© Soziale Medien


Screenshot aus X (vormals Twitter) vom 08.01.2025. Justin Trudeau: "Eher friert die Hölle zu, als dass Kanada Teil der USA wird." Elon Musk: "Mädel, du bist nicht mehr der Gouverneur Kanadas, darum ist es egal, was du sagst."



"Mädel, du bist nicht mehr der Gouverneur Kanadas, darum ist es egal, was du sagst."

Das hat Elon Musk an Justin Trudeau geschrieben, der vor kurzem als Premierminister Kanadas den Rücktritt einreichte.

"Mädel."

Zuvor hatte Musk den scheidenden Bundeskanzler "Schitz" genannt – und den britischen Premier der Komplizenschaft an Gruppenvergewaltigungen britischer Mädchen durch pakistanische Immigranten beschuldigt, um im selben Atemzug US-Amerikaner zu einer Diskussion darüber aufzufordern, die Briten "von der Tyrannei zu befreien". Die Welt schaut diesen Ausfällen verwundert zu und fragt sich: Ja, was ist denn mit unserem Jungen los? Und der Dichter und linke Verschwörungstheoretiker Seth Abramson, den das CNN und danach fast alle anderen zu irgendeinem unklaren Zwecke zu Musks Biographen ernannte, erklärt sogar ohne Umschweife, der Geschäftsmann habe den Verstand verloren.


Wall Street Journal: Geheime Kontakte zwischen Putin und Musk





Wall Street Journal: Geheime Kontakte zwischen Putin und Musk






Dabei sei er ja so ein braver Junge gewesen! Umweltschützer beteten seine Elektroauto-Marke Tesla an, ob der Weltraumflüge seines privaten Unternehmens weinten Wirtschaftsliberale vor Glück. Und was für ein Humanist er für sie alle miteinander doch erst gewesen ist, als er einwilligte, der Ukraine die Geräte für seinen Satelliten-Internetdienst Starlink zu liefern und die dazugehörigen Dienstleistungen zu erbringen!

Doch da wurde aller Leute Liebling auf einmal für sie alle zum Schreckgespenst. Ja hat der womöglich wirklich den Verstand verloren, wer weiß? Ist er vielleicht auf den Gedanken gekommen, den Herrgott im Himmel am Bart gepackt zu haben – und jetzt des Königs Vetter und des Zaren Onkel zu sein?

Na ja, vielleicht ein bisschen. Doch viel wahrscheinlicher ist, dass er, wie ein jeder Visionär von Rang und Namen, früher als andere begriffen hat, woher der Wind weht: Die Welt, wie wir sie kennen, verlässt uns, mit ihr zusammen auch die liberalen Träume, der Umweltschutz, die Ukraine, Minderheitenrechte und alles andere. Donald Trump hat seine Konkurrenz mit roher Übermacht niedergekämpft – und gerade auf der Macht wird die neue Welt aufgebaut werden.

Musk beleidigt Trudeau und Scholz, klar – doch was können sie gegen den reichsten Mann der Welt tun, den Besitzer des wichtigsten sozialen Netzwerks der (zumindest westlichen) Welt und den Mann, der dem baldigen US-Präsidenten am nächsten steht? Vielleicht weinen?


Trumps territoriale Ansprüche sollten ernst genommen werden





Meinung

Trumps territoriale Ansprüche sollten ernst genommen werden





Trump verspricht, Kanada zum 51. US-Bundesstaat und Grönland "great again" zu machen – und was wollen Kanada und Dänemark seinen Plänen entgegenstellen? Sanktionen? Wird nicht gehen: Ihr habt doch selbst der Unipolarität zugestimmt und eure Sicherheit selbst in die Hände der USA gelegt, also was gibt es jetzt noch zu beanstanden? Heute gilt nicht mehr, was zuvor galt.

Unterdrückte sind heute nicht mehr im Recht. Wer heute unterdrückt ist, ist ein Trottel und für jemand anderes Beute und Melkkuh.

Sehe ich diese neue Welt, muss ich persönlich an zwei Dinge denken. Erstens: Wie Recht wir in Russland doch hatten, als wir uns schon vorsorglich mit der Sicherheit unserer Grenzen befassten! Und zweitens: Wir werden uns noch mit Wehmut an Opa Biden erinnern, der über ebenen Boden stolperte, der Luft die Hand zum Gruße reichte und mitten bei seinen Auftritten plötzlich irgendwohin loslief – wohl dorthin, wo vor unseren Augen auch die bisherige Weltordnung nun mit Vollgas von uns fährt.

Übersetzt aus dem Russischen. Erschienen exklusiv bei RT.


Dmitri Petrowski, Jahrgang 1983, ist ein russischer Roman- und Drehbuchautor sowie Publizist. Er studierte deutsche Philologie in Sankt Petersburg und Berlin, wo er ab dem Jahr 2002 lebte. Im Jahr 2018 kehrte er nach Russland zurück. Er arbeitete bei den Zeitungen Russkaja Germanija und Russki Berlin sowie als Programmdirektor bei einem Berliner russischsprachigen Radiosender und ist Kolumnist bei RT und Life.ru.


Mehr zum Thema – Trumps Pläne der Annexion Kanadas erschüttern politische Stereotype


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11.01.2025

Eventin: Wie rund um eine Havarie eine Kriegserzählung gestrickt wird

meinungsfreiheit.rtde.life, 11 Jan. 2025 16:42 Uhr, Von Dagmar Henn

Was rund um den Stromausfall auf der Eventin gestrickt wird, ist absolut hanebüchen und hat nur noch eine marginale Verbindung zur Wirklichkeit. Aber es dient dazu, den Deutschen die Allgegenwart einer russischen Gefahr ins Hirn zu rammen.


Quelle: www.globallookpress.com © Stefan Sauer


Die Eventin, das Schleppschiff VB Bremen (vorne) und dem Multifunktionsschiff Arkona vor Rügen


Der vermeintlich russische Tanker Eventin liegt nach wie vor vor Rügen, inzwischen nur auf der anderen Seite der Insel vor Kap Arkona. Das Schiff war nach einem Ausfall der Stromversorgung manövrierunfähig geworden; da aber bis Sonntag noch mit Böen bis zu Windstärke 7 gerechnet wird, wird eine eventuell nötige Schleppung in einen Hafen (vermutlich Rostock) noch einige Zeit verzögert werden.


Provokation in der Ostsee dient der Blockade russischer Öllieferungen





Analyse

Provokation in der Ostsee dient der Blockade russischer Öllieferungen





Währenddessen haben die deutschen Medien ihre propagandistische Begleitung hochgefahren: Julian Röpcke schrieb in der Bild unter der Überschrift "Putins perfide Strategie mit der Schattenflotte" von einer "hybriden Gefahrenlage"; nach der Frankfurter Rundschau bedroht Putin "die Ostsee mit einem der gefährlichsten Schrotttanker", und ein Meeresbiologe von Greenpeace wird genutzt, um weitere Sanktionen zu fordern:

"Wir fordern die EU auf, auf Basis der Greenpeace-Liste der gefährlichsten Öltanker weitere, dringend notwendige Sanktionen zu beschließen."

Eine Forderung, die in überraschendem Einklang mit den von der Regierung Biden gerade als "Abschiedsgeschenk" neu verhängten US-Sanktionen über weitere Schiffe steht. Die Organisation, die in Deutschland gewissermaßen der Rammbock für das politisch problematische NGO-Unwesen war, liefert gar eine eigene Liste mit 192 Schiffen, die sie als gefährlich deklariert. Die Eventin, so der Greenpeace-Vertreter, sei in der Vergangenheit "bereits mehrfach negativ aufgefallen. Das Schiff absolvierte besonders gefährliche Schiff-zu-Schiff-Transporte von Öl und es wurden technische Mängel registriert." Allerdings ist die Eventin mit 19 Jahren mitnichten besonders alt oder marode; das ist das Durchschnittsalter der weltweiten Tankerflotte, die jedoch auch Greenpeace nur besonders im Blick zu haben scheint, wenn das Öl, das die Tanker transportieren, russischen Ursprungs ist.

Die Tagesschau müht sich sogar, die Bild noch zu übertreffen, und titelt "Ein Krieg ganz in unserer Nähe".

Auch Außenministerin Annalena Baerbock meinte, sich zur Havarie der Eventin äußern zu müssen.


Finnland kapert Schiff wegen Unterseekabel – EU-Staaten auf dem Weg zur Piraterie?





Meinung

Finnland kapert Schiff wegen Unterseekabel – EU-Staaten auf dem Weg zur Piraterie?





"Russland gefährdet unsere europäische Sicherheit nicht nur mit seinem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf die Ukraine, sondern auch mit durchtrennten Kabeln, verschobenen Grenzbojen, Desinformationskampagnen, GPS-Störsendern und eben auch mit maroden Öltankern."

Sie erklärt das zu einem Teil eines besonders bösartigen Plans:

"Mit dem ruchlosen Einsatz einer Flotte von rostigen Tankern umgeht Putin nicht nur die Sanktionen, sondern nimmt auch billigend in Kauf, dass der Tourismus an der Ostsee zum Erliegen kommt – sei es im Baltikum, in Polen oder bei uns."

Und sie rühmt sich des Weiteren, allein elf der 52 im Dezember von der EU sanktionierten Schiffe seien von Deutschland vorgeschlagen worden. Die Liste der sanktionierten Schiffe umfasst jedoch neben Tankern, die ohnehin die pazifische Route von Russland nach China bedienen, auch neueste, eisgängige LNG-Tanker sowie zwei brandneue, mit Erdgas betriebene Tanker, und die betroffenen Schiffe sind mit einem Durchschnittsalter von 13,5 Jahren weit neuer als der globale Durchschnitt. Die Behauptung, es handele sich um Teile einer "maroden Schattenflotte" entbehrt also jeder Faktengrundlage.

Die Zeit garniert ihren Artikel zum Fall der Eventin noch mit der Erwähnung zweier weiterer Zwischenfälle auf der Ostsee: eines Brandes auf dem kleinen (deutschen) Tanker Annika im Oktober und eines Nothalts des griechischen Tankers Yannis P. vor Rügen im Juli. In beiden Fällen handelt es sich um Schiffe, die nichts mit der vermeintlichen "russischen Schattenflotte" zu tun haben. Allerdings liefert das Blatt, vermutlich eher aus Versehen, auch eine Information, die das Ganze wieder auf das normale Maß zurechtstutzt:

"Die Ostsee gehört zu den am meisten befahrenen Meeren der Welt. Täglich sind nach Angaben des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde auf dem Binnenmeer mehr als 2.000 Schiffe unterwegs."


NATO schickt vermehrt Schiffe in die Ostsee





NATO schickt vermehrt Schiffe in die Ostsee







Bei dieser Verkehrsdichte kommt es unvermeidlich immer wieder zu Zwischenfällen, weil Schiffe genauso wenig mit hundertprozentiger Zuverlässigkeit funktionieren wie Kraftfahrzeuge, und wie bei Autos sind die wenigsten, die aus irgendeinem Grund einmal versagen, deshalb Schrott.

Nur, um die Dimensionen noch etwas dingfester zu machen: Wenn man davon ausgeht, dass jedes dieser 2.000 Schiffe fünf Tage in der Ostsee verbringt, wären das 12.000 Schiffe im Monat; die Beispiele der Zeit liefern nur einen Zwischenfall alle drei Monate, also für eines von 36.000 Schiffen, von denen nur ein einziger, also einer auf 108.000, überhaupt in Verbindung mit der vermeintlichen "Schattenflotte" gebracht werden kann. Natürlich ist diese Berechnung insofern ungenau, als es eben auch Schiffe gibt, die nur in der Ostsee fahren; aber sie vermittelt einen Eindruck von der realen Wahrscheinlichkeit von Zwischenfällen.

Die Behauptung, von den Schiffen, beziehungsweise im konkreten Fall eben der Eventin, gehe eine Gefahr aus, ist aber nötig, um dem heimischen Publikum die vermutlich folgenden Aktionen schmackhaft zu machen. Dazu muss man nur betrachten, wie sich der Vorfall mit der Eagle Sweiterentwickelte, die unter Verstoß gegen das Seerecht gekapert und in finnische Gewässer gezwungen worden war, unter der Behauptung, das Schiff habe ein Ostseekabel gekappt. Selbst wenn das der Fall gewesen wäre, wäre die rechtlich angemessene Reaktion eine Schadensersatzklage vor einem Gericht des Flaggenstaates gewesen, aber nicht ein Festhalten des Schiffs.

Inzwischen sind die finnischen Behörden bei der Überschreitung ihrer Zuständigkeit noch einen Schritt weitergegangen und haben erklärt, der Tanker sei seeuntauglich und die zuständige finnische Behörde Traficom habe ihn "in Gewahrsam genommen". Insgesamt seien 32 Mängel festgestellt worden, und ehe die drei größten Schäden behoben seien, dürfe das Schiff Finnland nicht verlassen. "Die Behebung der Defekte sei kompliziert und werde viel Zeit in Anspruch nehmen."


Angebliche Kabel-Sabotage: NATO will ihre Präsenz in Ostsee verstärken





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Dieser Tanker gehört der in Dubai ansässigen Firma Caravella LLC und wird von einer indischen Firma gemanagt, weshalb die Besatzung auch vorwiegend aus Indern (und einigen Georgiern) besteht; er wurde 2006 in China gebaut und sollte Öl nach Indien oder China liefern. Die illegale Kaperung scheint nur die Einleitung des Versuchs gewesen zu sein, das Schiff so lange wie möglich aus dem Verkehr zu ziehen. Allerdings trifft das vor allem die Käufer des Öls in Indien oder China sowie die Reederei, während Finnland (und zukünftig womöglich noch andere Länder der EU) das Risiko eingeht, dass mit Schiffen, die finnische oder für Finnland bestimmte Waren transportieren oder finnische Eigner haben, in Häfen beispielsweise in Indien oder China ähnlich verfahren wird.

Was für Finnland vermutlich begrenzte Folgen haben dürfte. Anders sieht das mit Deutschland aus. Ein großer Teil der größten Containerschiffklasse hat deutsche Eigner (sie wurden über Steuersparprojekte finanziert), und diese Klasse fährt, schon allein wegen ihrer Größe, vor allem die Route China-US-Ostküste oder China-Europa (den Panamakanal etwa können sie nicht passieren). Wenn man im Bericht über die "Inspektion" der Eagle S beispielsweise das Stichwort Brandschutz liest, weiß man, dass jede chinesische Hafenaufsicht beste Chancen hätte, jedem dieser deutschen Schiffe unerwartete Verluste zu verschaffen.

Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Eventin an einem Kai in Rostock enden dürfte und die deutschen Behörden alle denkbaren Schikanen zur Anwendung bringen werden, in der Vorstellung, damit Russland wirtschaftlichen Schaden zufügen zu können. Der finnische Umgang mit der Eagle S dürfte sich als Einstieg in die EU/NATO-Strategie erweisen, letztlich die russischen Häfen indirekt zu blockieren.

Röpcke jedenfalls hat in seinem Artikel zur Eventin eine Behauptung aufgestellt, die sich zwar nicht in diesem, aber in künftigen Fällen durchaus als wahr erweisen und die illegale Handlungen deutlich erschweren könnte: "Der Tanker soll von einem russischen Kriegsschiff begleitet worden sein."


Mehr zum Thema – EU-Sanktionen um die "Schattenflotte" nützen bestenfalls den USA


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11.01.2025

"Heimatschutzdivision" – der Einsatz der Bundeswehr im Innern durch die Hintertür

meinungsfreiheit.rtde.life, 11 Jan. 2025 17:52 Uhr

Mehr Geld, mehr Panzer, mehr Macht für die Bundeswehr, darin sind sich die meisten deutschen Politiker derzeit einig. Das Ergebnis ist eine zunehmende Militarisierung des Zivilen. Jetzt soll es noch mehr Soldaten geben, um "Bahnanlagen zu schützen".


Quelle: www.globallookpress.com © Philipp Schulze


Symbolbild


Die bisher fünf Heimatschutzregimenter der Bundeswehr sollen um ein weiteres ergänzt und im kommenden Jahr zu einer Heimatschutzdivision zusammengefasst werden. Damit wird eine Struktur in der Bundeswehr weiter gestärkt, die von Anfang an als "Bindeglied zwischen Bundeswehr und Gesellschaft" und als "Zivil-Militärische Zusammenarbeit" firmierte, etwas, das im Kern immer einen Einsatz im Inneren, der eigentlich vom Grundgesetz nur im Notstand erlaubt ist, beinhaltet.


Drohnenabwehr: Wie die Bundeswehr die Anwohner gefährden will





Drohnenabwehr: Wie die Bundeswehr die Anwohner gefährden will






"Im Spannungs- und Verteidigungsfall oder auch bei einer krisenhaften Entwicklung sollen Heimatschutzkräfte neben Häfen, Bahnanlagen und Güterumschlagplätzen auch Pipelines, Straßen für den Truppenaufmarsch, Brücken, Verkehrsknotenpunkte und digitale Infrastruktur schützen. Damit sollen sie auch die Rolle Deutschlands als Operationsbasis und Drehscheibe der NATO absichern."

So steht es im Bericht der Zeit über die Schaffung der neuen Struktur. Und die Ausweitung in den zivilen Bereich, der eigentlich die Zuständigkeit der Polizei ist, wird noch weiter fortgesetzt:

"Heimatschützerinnen können auch bei schweren Unglücksfällen, Terrorlagen oder Pandemien eingesetzt werden."

Die dann etwa 6.000 Heimatschützer werden dafür künftig dem Heer unterstellt; bisher waren die Heimatschutzregimenter regional dem Landeskommando unterstellt. Die Planungen der Bundeswehr gehen aber weiter: Um die Stärke der künftigen Heimatschutzdivision in die Nähe der 20.000 Mann zu bringen, die die anderen Divisionen haben, setzen sie auf die Wiedereinführung der Wehrpflicht.

Eine "krisenhafte Entwicklung" ist, im Gegensatz zum Verteidigungsfall oder zur Erklärung des Notstands, nicht klar definiert. Die Gründung hoch militarisierter Einheiten der Polizei wie auch die Bewaffnung von Polizeieinheiten mit Maschinenpistolen wurde ursprünglich (in den 1970ern) genau dadurch begründet, dass andernfalls ja die Bundeswehr den Schutz kritischer Objekte (wie beispielsweise US-amerikanischer Konsulate) übernehmen müsse.


Wegen Personalmangel: Wehrbeauftragte Högl will verpflichtendes Dienstjahr für Bundeswehr




Wegen Personalmangel: Wehrbeauftragte Högl will verpflichtendes Dienstjahr für Bundeswehr






Inzwischen wurde aber auch die Liste der möglicherweise zu schützenden Objekte immer weiter ausgeweitet; ein Vorgang, der regelmäßig durch vage Berichte über vermeintliche Sabotage gestützt wird. Das ist der Endpunkt einer Entwicklung, die bereits vor mehr als zehn Jahren mit der Unterstellung des Zivilschutzes unter die Bundeswehr begonnen hat und die mit dem Einsatz der Bundeswehr im Zusammenhang mit Corona einen ersten Höhepunkt erreichte. Inzwischen ist kaum mehr zu erwarten, dass diese weitere Aufweichung der grundgesetzlichen Trennung zwischen Polizei und Militär noch auf nennenswerten politischen Widerstand stößt.


Mehr zum ThemaBundeswehrgeneral: Heer muss sich auf "Kampf heute Nacht" vorbereiten


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/inland/232482-heimatschutzdivision-einsatz-bundeswehr-im-innern


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11.01.2025

Der tägliche Wahnsinn: Ein Baerbock-Ticket nach Damaskus kostet Millionen

meinungsfreiheit.rtde.life, 11 Jan. 2025 17:50 Uhr

"Schöne neue Welt" oder einfach nur der normale Irrsinn? Täglich ist man als Medienkonsument mit Meldungen aus allen möglichen Themenbereichen konfrontiert, die man vor wenigen Jahren noch als Satire verbucht hätte. Wir präsentieren hier in loser Folge eine kleine Auswahl aktueller Fälle.


aerbock beim Verlassen des A400M in Damaskus, 03.01.2025

Quelle: www.globallookpress.com © Jörg Blank

  • 10.01.2025 11:40 Uhr

11:40 Uhr

"Momentum": Habeck mobilisiert auf "rechter" Plattform gegen ARD und ZDF

Der ambitionierte Kanzlerkandidat wirkt unzufrieden. Die unmotivierten Küchentischgespräche wurden klammheimlich beendet, es gibt Wichtigeres als den persönlichen Kontakt zu den Bürgern. Die Zeit rennt bis zum 23. Februar, daher erklärt Robert Habeck, nicht mehr auf Du und Du, auf der "rechten" Plattform X des "Demokratiefeinds" Elon Musk:

"Sehr geehrte Damen und Herren, jetzt hat der Wahlkampf richtig begonnen. Ein Wahlkampf der sehr stark über das Momentum geführt und entschieden werden wird."

Bisher seien jedoch ‒ voll unfair ‒ die Analysen zur Eignung des Wirtschaftsministers Habeck geprägt gewesen "durch die Umfragen der Ampelzeit".

Wie lauten daher die Forderungen des selbsttitulierten "Bündniskanzlers"?:

"Aber die Ampel ist Vergangenheit! Ab jetzt [sic!] geht es um die Gestaltung der Zukunft, um das Neue. Das Zurückblicken wird nicht darüber entscheiden, wie wir [sic!] am 23. Februar 2025 in Deutschland abstimmen." 

Der X-Video-Zuschauer wird weiter belehrt und beauftragt:

"Diese Abstimmung, sie ist eine offene Abstimmung. Ich mache ein Angebot. Meine Partei macht ein Angebot, das Neue zu gestalten. Ja, wir sind in einer Underdog-Position. Ich bin der Herausforderer, ohne Frage. Das ist schon so. Aber, Deutschland hat mehr verdient als eine Auswahl der Parteien der Großen Koalition."

Die GroKo der Jahre 2018 bis 2021, aus CDU und SPD, sei nämlich federführender Auslöser der ganzen aktuellen Misere des Landes gewesen, daher:

"Deswegen ist es aus meiner Sicht nicht richtig ‒ ich finde es auch unverständlich ‒, dass ARD und ZDF kein Triell [Dreier-TV-Duell] zulassen wollen. Wenn Sie wollen, dass dieses Land eine breitere Auswahl hat als Friedrich Merz und Olaf Scholz, SPD und Union, für die Führung dieses Landes, dann bitte ich Sie, in den Umfragen für die Grünen zu werben.

Helfen Sie mit, dass die Wahlmöglichkeiten in Deutschland breit aufgestellt werden. Sie können einen Beitrag dazu leisten, indem Sie Ihrem Freundeskreis, Ihrem Bekanntenkreis, in der Familie, auf der Arbeit, dafür werben, dass die Grünen in den Umfragen steigen und so die Sender ihre Entscheidung revidieren müssen.

  • 9.01.2025 15:10 Uhr

    15:10 Uhr

    Meinungsfreiheit in der EU: 150 Beamte werden Musk/Weidel X-Livetalk "überprüfen"

    Am heutigen 9. Januar haben sich der Tech-Milliardär und Plattform-Besitzer Elon Musk und die AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel um 19 Uhr zu einem "Live-Gespräch" verabredet, dem alle interessierten X-Nutzer ungestört lauschen können.

    Die US-Webseite Politico informiert nun wenige Stunden vor dem Termin über bekanntgewordene, demnach anvisierte Aktivitäten in Brüssel, dem Ursprungsort des sogenannten "Digital Services Act" (DSA). So heißt es zu der Sonderschicht der Beamten:

    "Bis zu 150 Experten werden in Brüssel und Sevilla prüfen, ob Musks Livestream-Interview die deutsche extreme Rechte stärkt."

    Die Politico-Redaktion ist sich dabei sicher, dass die DSA-Beamten "sich weniger mit dem Geplänkel befassen als mit der Art und Weise, wie die von Musk betriebene Plattform und der Algorithmus den Livestream an ihre mehr als 100 Millionen Nutzer in der EU weiterleiten."

    Das T-Online-Portal ergänzt zu den Befürchtungen, ausgehend von gemutmaßten X-Aktivitäten in den kommenden Wochen bis zum 23. Februar:

    "So sei etwa denkbar, dass sie Weidel oder ihrer Partei mehr Aufmerksamkeit auf der Plattform verschaffen oder der politischen Konkurrenz Aufmerksamkeit entziehen."

    Zu den jüngsten europäischen Regulierungsaktivitäten heißt es zudem:

    "Unter anderem ist es ihnen [den Beamten] durch den 'Digital Services Act' (DSA) möglich, von Plattformbetreibern Auskunft über die Funktionsweise der Algorithmen zu erhalten, die darüber entscheiden, welche Inhalte an die Nutzer ausgespielt werden."

    Der Politico-Artikel erklärt seinen Lesern:

    "Musks Online-Interview findet nur wenige Wochen vor der Bundestagswahl am 23. Februar statt, bei der die einwanderungsfeindliche AfD in den Umfragen derzeit auf Platz zwei liegt. Musk lobte die Gruppe kürzlich als 'letzten Funken Hoffnung' für Deutschland, was weit verbreitete Vorwürfe der Wahleinmischung nach sich zog."

    Klaus Müller, Chef der deutschen Bundesnetzagentur, kommentiert zum Aufreger der Stunde überraschend lapidar:

    "Es ist niemand gezwungen, heute Abend seine Zeit auf einer sozialen Plattform zu verbringen, wenn er ein bestimmtes Format oder einen Talk nicht hören will."

    Die Politico-Redaktion ist sich demgegenüber sicher, "die am Donnerstagabend gesammelten Beweise könnten das bahnbrechende Verfahren der EU gegen X im Rahmen des DSA untermauern", um weiter zu informieren:

    "Erwarten Sie jedoch nicht bis Freitagmorgen ein Ergebnis. Der Zeitplan ist fließend, und eine Geldstrafe gegen X würde wahrscheinlich einen diplomatischen Krieg mit der neuen US-Regierung von Donald Trump auslösen, der Musk als engen Berater eingestellt hat."

    Die DSA-Mitarbeiter "in der Technikabteilung der GD CONNECT der EU-Kommission" werden parallel zudem "von Experten des Europäischen Zentrums für Algorithmische Transparenz in Spanien" unterstützt.

  • 10:50 Uhr

    "Antifaschisten" mobilisieren gegen AfD-Parteitag

    Die AfD wird am Wochenende ihren Bundesparteitag im sächsischen Riesa abhalten. Für sogenannte "linke Kreise" und selbsternannte "anständige" und "aufrichtige" Demokraten ist dieses Ereignis nun ausgewiesener "Kampftag". Die Taz träumt bereits von einer "Bewegungsmagie" für den "Riesa-Moment des Antifaschismus".

    Die NaturFreunde jubilieren, dass "Tausende von Demonstrant*innen erwartet werden, die in mehr als 100 Bussen aus über 70 Städten anreisen." Jana Henker vom Verein Buntes Meißen, Sprecherin für die Kundgebung und Demonstrationen, erklärt inbrünstig kämpferisch mit Tunnelblick:

    "Wir sehen deutlich, wie sich die AfD in den letzten Jahren radikalisiert hat – sie ist längst keine normale Partei mehr. Die AfD ist eine faschistische Partei und eine aktive Gefahr für Millionen Menschen in Deutschland."

    Diese Einschätzungen basieren auf den nachweislichen Fehlinformationen eines manipulativen "Deportationssartikels" der regierungsbetreuten und oligarchenfinanzierten Correctiv-Redaktion von vor genau einem Jahr (RT DE berichtete).

    Es folgen aktuelle unkommentierte Videos aus den sozialen Medien, die aggressiv bis fordernd gegen den Bundesparteitag der AfD mobilisieren.

    Ver.di-Jugendverband:

    Grüne Jugend:

    MLPD:

    Niko und Ulja – "Ford-Arbeiter und Musiker bei der Band 'Gehörwäsche'"

    Beim letztjährigen AfD-Parteitag in Essen wurden nach gleichlautenden Aufrufen und größeren Ansammlungen rund 28 Polizisten bei den Protesten verletzt (RT DE berichtete).

    Unbekannter Demo-Initiator:

  • 8.01.2025 12:35 Uhr

    12:35 Uhr

    Holla, die Waldfee – Habeck-Pullover für satte 89 Euro

    Die Bündnisgrünen lieben, genießen und pflegen ihre Macht samt gut dotierter Posten im Land. Aktuell muss es jedoch heißen, sie kämpfen eher darum, an der Macht zu bleiben.

    Das bedeutet daher nerviger Wahlkampf und damit verbundene Plünderung der Parteikassen. Die Konsequenz – Geld muss her, und zwar auf allen Ebenen akquiriert werden.

    Variante 1:

    Demut-Videos des "Bündniskanzlers" und Spitzenkandidaten mit der Aufforderung zu noch mehr Spenden, so bereits geschehen im Dezember des Vorjahres:

    Variante 2:

    Fan-Artikel, neudeutsch Merchandise, für ein eindeutiges Statement, ein super Gefühl und das klare Bekenntnis, das Land weiter in den Abgrund stoßen zu wollen.

    Der, die oder das Grünen-Unterstützer*In kann sich aus dem Fan-Shop zum Beispiel auswählen, den knuffigen "Team Robert Teddy" für 17,49, die "Team Robert Kochschürze" – Küchentischgespräche mit Zwinker-Smiley – für schmale 22,99 Euro oder mit stolzer Brust präsentierend, die Supreme-Identifikation mit dem Robert, den "Organic Relaxed Hoodie" (100 Prozent Baumwolle aus biologischem Anbau, in Portugal hergestellt). Der kostet aber dann doch stolze 89 Euro:

    Das kuschelige "Team Robert Kissen" ist zurzeit leider ausverkauft. Zum Glück sind sie aber "bald wieder verfügbar" (schlappe 18,49 Euro).

  • 7.01.2025 11:05 Uhr

    11:05 Uhr

    Elmar Theveßen klärt auf: Nur Journalisten können Interviews führen

    Chronische Anspannung und fortdauernde Alarmstimmung in den Redaktionsstuben des gebührenfinanzierten Fernsehens. Im Januar wird in den fernen USA ein möglicher "Faschist", mit Sicherheit jedoch ein "rechter Präsident" Trump vereidigt. Der sorgte mit der Personalie Elon Musk für Zuckungen am rechten Auge des ZDF, mit dem "sieht man ja besser".

    Der "rechte" Herr Musk und die "Nazi-Schlampe" Alice Weidel möchten nun in zwei Tagen auf X etwas plaudern, zu den Themen Politik, Meinungsfreiheiten hier und dort und anderen Themen der Gegenwart.

    Elmar Theveßen, Spitzenkraft des ZDF, dabei im Vorjahr 16-mal zuverlässiger Analyst bei der hauseigenen Plaudertasche "Markus Lanz", teilte nun den ZDF-Zuschauern mit, worin das wahre Problem liegt, also wie die Gefahr der Musk/Weidel-Verabredung bitte einzuordnen sei. Theveßen erklärte:

    "(...) das ist vielleicht auch der Grund, weshalb Alice Weidel ein Gespräch haben wird mit Elon Musk, eine Art Interview, was natürlich kein Interview ist, weil keiner der beiden Beteiligten ein Journalist oder Journalistin ist und Alice Weidel wird, so hören wir, möglicherweise an der Amtseinführung von Donald Trump teilnehmen, am 20. Januar.

    Also, da zeigt sich, dass sich die rechten Kräfte international bündeln."

    Auch interessant: Das Video der seitens des Medienanwalts Steinhöfel auf X erwähnten, dabei mehr als gewagten Biden-Erklärung von Elmar Theveßen, dem "gefragtesten Talkshow-Gast 2024", der im November '24 als Top-Analyst für die ARD-Zuschauer eingeladen worden war.

  • 6.01.2025 12:55 Uhr

    12:55 Uhr

    Restle wütet wegen "Faschismus"-Gefahr: "Maul halten, Elon Musk"

    Georg Restle ist leitender Mitarbeiter bei der gebührenfinanzierten ARD und seit 2012 Kopf und Denker des "Politmagazins" Monitor des WDR.

    Laut seinem Wikipedia-Eintrag tritt der bekannt dünnhäutige Restle für einen "werteorientierten Journalismus" ein. Eine "neutrale Haltung" hält er demnach auch weiterhin "nicht für möglich und auch nicht für wünschenswert". Jüngstes Beispiel ist die Tastaturempörung vom 6. Januar, getätigt via X-Posting, direkt gerichtet an den Besitzer der Social-Media-Plattform.

    Restle pöbelt wörtlich auf Englisch, ohne weitere Angaben zu näheren Gründen seiner unsachlichen Echauffierung:

    "Halt's Maul, Elon Musk! Wir wollen deinen Faschismus nicht in Europa!"

    Bereits im Dezember des Vorjahres erklärte Restle etwas moderater im Ton seinen persönlichen Blick auf den Tech-Milliardär mit der Beschreibung:

    "Gegen Elon Musk und seine Realität werdenden Allmachtsphantasien sehen James-Bond-Bösewichte wie Elliot Carver ('Tomorrow never dies') oder Hugo Drax ('Moonraker') mittlerweile geradezu putzig aus."

    Höfliche Fragen von X-Usern zu der Motivation der Schimpfkanonaden bleiben natürlich und wenig überraschend seitens des Journalisten konsequent unbeantwortet.

  • 5.01.2025 11:38 Uhr

    11:38 Uhr

    "Zu dumm für die Demokratie?" – Zeit-Journalist findet den Pöbel doof

    Pünktlich zur anstehenden Bundestagswahl und gewissermaßen als Überbau für möglicherweise anstehende Parteiverbote und sonstige Gerichtsentscheidungen erscheint Anfang Februar im Verlag Droemer Knaur ein Buch mit dem Titel "Zu dumm für die Demokratie?". Autor des Werks, in dem offenbar schon in der Antike gängige Argumente aufgewärmt werden, warum der Pöbel nicht an der Herrschaft beteiligt werden sollte, ist der Zeit-Journalist Mark Schieritz. 

    Die Unterzeile im Beschreibungstext des Verlags lautet:

    "Wie wir die liberale Ordnung schützen, wenn der Wille des Volkes gefährlich wird"

    Der Text selbst geht dann so (Schreibung und Gender-Dingens wie im Original):

    "Warum das Volk nicht immer automatisch Recht hat

    Wenn sich Politiker*innen der unterschiedlichsten Parteien auf etwas verständigen können, dann auf die unumstößliche Grundregel: Wähler*innen haben immer recht. Doch wenn es im Grundgesetz heißt, dass alle Staatsgewalt vom Volk ausgeht, dann geht damit auch eine gewisse Verantwortung einher.

    Wer Extremisten wählt, weil die Bahn ausfällt oder im Dorf der Bäcker zumacht, der trägt zur Zerrüttung unserer Gesellschaft und politischen Kultur bei. Es gibt Alternativen. Auch demokratische. Mark Schieritz, stellvertretender Ressortleiter 'Politik' bei der Zeit, zeigt in seinem hochaktuellen Debattenbuch, warum es brandgefährlich ist, die Gründe für die Krise der Demokratie ausschließlich in der Politik zu suchen.

    Seine kluge Analyse macht deutlich, dass wir uns eben nicht bedingungslos auf das Volk verlassen können, denn der Wählerwille folgt nicht immer den Gesetzen der Logik."

    Die "Extremisten" sind dabei natürlich immer die anderen. Die "kluge Analyse" kostet als Taschenbuch nur 14 Euro. Wohl bekomm's!

  • 4.01.2025 21:47 Uhr

    21:47 Uhr

    "Weiß auch nicht, wie eine Rakete funktioniert": Polizei nimmt arabischen "Influencer" nach Silvester-Vorfall am Flughafen BER fest


    Am Silvesterabend hatte der arabische "Influencer" Atallah Younes in Berlin-Neukölln eine Silvesterrakete durch das Fenster einer Wohnung geschossen. Der aus dem Westjordanland stammende internetaffine junge Mann postete ein Video des Vorfalls selbst auf Instagram.

    Nun hat die Polizei den Araber am Samstagnachmittag am Berliner Flughafen BER festgenommen, wie die Berliner Zeitung berichtet.

    Younes hatte die Silvesterrakete direkt aus seiner Hand in Richtung des gegenüberliegenden Hauses geschossen, wie man auf seinem Video erkennen kann. Die Rakete durchschlug ein Fenster und explodierte in dem Zimmer.

    Die Berliner Ermittler hatten die Bundespolizei benachrichtigt, die Younes schließlich festnahmen.

    Der Zeit hatte der Influencer, gegen den wegen schwerer Brandstiftung ermittelt wird, erklärt: "Was will die Polizei denn von mir? Denken die, ich bin ein Flüchtling?"

    Younes gibt vor, sich keiner Schuld bewusst zu sein. Dass er mit dem Gesetz in Konflikt gekommen ist, habe er im Gespräch mit der Zeit mit "Ach, ya alman" kommentiert.

    Die deutsche Sprache verstehe er nicht, auch die deutschen Bräuche kenne er nicht. Und: "Ich weiß auch nicht, wie eine Rakete funktioniert."

    Schließlich habe er sich beim Wohnungsbesitzer persönlich entschuldigt: "Wir haben das persönlich geklärt. Von Araber zu Araber, von Angesicht zu Angesicht." Wie es in Berichten heißt, soll bei dem Zimmerbrand nur geringer Sachschaden entstanden sein.

  • 2.01.2025 18:37 Uhr

    18:37 Uhr

    Nach nur zwei Wochen: Berliner Wasserstoffzüge sind ohne Treibstoff

    Auf der sogenannten Heidekrautbahn, die das Brandenburger Umland mit Berlin verbindet, waren bis vor ein paar Wochen noch Regionalbahnen mit Dieselmotor unterwegs. Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2024 sollten auf der nicht elektrifizierten Strecke dann neue Wasserstoffzüge zum Einsatz kommen. 38 neue Züge hatte die Niederbarnimer Eisenbahn für das Netz der Heidekrautbahn nördlich von Berlin bestellt, davon 31 batteriebetriebene und sieben Fahrzeuge, die mit Wasserstoff fahren. Diese waren auf der Strecke im Netz, auf der keine Oberleitung vorhanden ist, auch im Einsatz – allerdings nicht sehr lange.

    Seit dem 27. Dezember stehen die Züge nach gerade einmal zwei Wochen auf dem Abstellgleis. Grund dafür: Man hat keinen Wasserstoff mehr. Wie der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) mitteilt, habe die beauftragte Firma Enertrag Schwierigkeiten, ausreichend Wasserstoff zu beschaffen.

    Aktuell wird der Wasserstoff per Lkw (!) unter anderem aus Frankfurt am Main und Österreich nach Brandenburg gefahren. Dort werden die Züge in einem personal- und zeitintensiven Verfahren direkt aus den Trailern betankt. Wie es heißt, suche man derzeit nach alternativen Wasserstoffquellen. Bis dahin müsse man auf Dieselzüge anderer Linien zurückgreifen.

  • 1.01.2025 16:07 Uhr

    16:07 Uhr

    Grüne über Böller-Verletzte: Können zumindest keine Frauen mehr schlagen

    Wie zu jedem Jahreswechsel gab es in der Bundesrepublik Tote und zahlreiche Verletzte durch Pyrotechnik. In diesem Jahr sorgte die Bundessprecherin der Grünen Jugend Jette Nietzard mit einer Aussage, die viele als extrem geschmacklos empfanden, für Empörung.

    Auf X (vormals Twitter) postete sie (Schreibung wie im Original):

    "Männer die ihre Hand beim Böllern verlieren können zumindest keine Frauen mehr schlagen."

    Zahlreiche Nutzer warfen ihr daraufhin Geschmacklosigkeit vor. Sie instrumentalisiere das Thema Gewalt gegen Frauen für provokante Aussagen über das Böllern, so der Tenor. Ein Nutzer schrieb:

    "Subtil unterstellen, es gäbe eine Korrelation zwischen Böllern und Gewalt gegen Frauen und dass Böllern per se so böse sei, dass das Verlieren einer Hand dabei in schon ok wäre."

    Selbst den Parteikollegen ging die Aussage zu weit. Ein Grünen-Mitglied schrieb:

    "Liebe Parteifreundin, mit allem Respekt, aber das ist ein furchtbarer Post. Lösch ihn, und denk mal drüber nach was du da geschrieben hast."

    Später löschte Nietzard den Post tatsächlich mit dem Kommentar: "Habe meinen Tweet gelöscht. Wäre gut über systematische Lösungen für Gewalt zu sprechen statt über gekränkte Männeregos".

    Die Jungpolitikerin wurde im Oktober 2024 auf dem Bundeskongress der Grünen Jugend in Leipzig zur Bundessprecherin gewählt. Sie hatte gemeinsam mit Jakob Blasel kandidiert und erhielt 84,47 Prozent der Stimmen.


  • Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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    11.01.2025

    Thierry Breton: Wir haben es in Rumänien gemacht, wir machen es auch in Deutschland

    meinungsfreiheit.rtde.life, 11 Jan. 2025 12:13 Uhr

    Der ehemalige französische EU-Kommissar droht mit einer Ungültigkeit der Wahl in Deutschland, falls das Ergebnis nicht den Wünschen der EU-Bürokratie entsprechen sollte. Er sagte dies in einem Interview mit dem französischen Kanal RMC.


    Quelle: www.globallookpress.com © Vincent Isore


    Thierry Breton


    In einem Interview mit dem französischen Kanal RMC äußerte sich der ehemalige EU-Kommissar Thierry Breton zur angeblichen Beeinflussung der deutschen Wahlen durch Elon Musk.

    Breton war im September zurückgetreten, nach eigenen Aussagen wegen Streitigkeiten mit Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen; zuvor war er als Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen unter anderem für den umstrittenen Digital Services Act, das Gesetz zu digitalen Dienstleistungen, das der EU-Bürokratie Eingriffsmöglichkeiten in Internet-Plattformen verschafft, zuständig gewesen.

    In dem neuen Interview fordert Breton, die Europäische Kommission müsse ihre Gesetze durchsetzen.

    "Sobald etwas in Europa auf einer reglementierten Plattform verbreitet wird, muss es europäischen Regeln folgen. Mit der AfD müssen sie befolgt werden. Es ist klar, da bin ich sicher, dass wir alle Maßnahmen ergreifen werden, um sicherzustellen, dass sie das Gesetz befolgen. Wenn sie es nicht respektieren, gibt es Strafen und die Möglichkeit einer Sperre. Wir sind ausgerüstet, wir müssen diese Gesetze zum Schutz unserer Demokratien in Europa durchsetzen."

    Wahl in Rumänien: Liberale Pro-EU-Partei finanzierte TikTok-Kampagne für NATO-Kritiker Georgescu




    Wahl in Rumänien: Liberale Pro-EU-Partei finanzierte TikTok-Kampagne für NATO-Kritiker Georgescu






    Was Breton unter dem Schutz der Demokratie versteht, zeigte sich im August, als Breton vor dem Gespräch zwischen Elon Musk und Donald Trump auf X in einem Drohbrief von Musk verlangte, dieses Gespräch für europäische Nutzer unzugänglich zu machen, andernfalls werde man gegen die Plattform vorgehen.

    Jetzt ging Breton noch einen Schritt weiter und bedrohte nicht mehr nur Elon Musk und dessen Plattform X.

    "Warten wir, was geschehen wird. Bleiben wir kaltblütig und setzen unsere Gesetze in Europa durch. (...) Wir haben es in Rumänien getan, und offenkundig werden wir es, wenn nötig, in Deutschland tun müssen."

    In Rumänien war vor wenigen Wochen, auf Grundlage einer später widerlegten Behauptung russischer Einflussnahme, der erste Wahlgang der Präsidentschaftswahlen für ungültig erklärt worden. Gewonnen hatte der EU-kritische Kandidat Calin Georgescu. Tatsächlich waren die als "Wahleinmischung" dargestellten Werbevideos für Georgescus Partei von einer anderen rumänischen Partei finanziert worden, die damit ihre eigene Position stärken wollte.


    Mehr zum ThemaVor Trump-Interview: EU-Kommissar Breton droht Elon Musk


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    11.01.2025

    Zuckerberg: Die CIA kann WhatsApp mitlesen

    Die Verschlüsselung hindert Meta daran, Zugang zu den Chats zu erlangen, aber der Konzern von Mark Zuckerberg ist machtlos, wenn sich jemand direkt in das Telefon des Nutzers einloggt, sagte der Chef des Unternehmens.


    Quelle: www.globallookpress.com © CNP/AdMedia


    Mark Zuckerberg


    Der Vorstandsvorsitzende von Meta, Mark Zuckerberg, hat eingestanden, dass US-Behörden, darunter auch die CIA, WhatsApp-Nachrichten lesen können, indem sie sich aus der Entfernung in die Geräte eines Nutzers einloggen und damit wirkungsvoll die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Plattform umgehen.


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    In einem Gespräch auf dem Podcast von Joe Rogan erläuterte Zuckerberg am Freitag, dass die Verschlüsselung von WhatsApp zwar Meta daran hindere, die Inhalte der Nutzer zu sehen, aber nicht vor dem physischen Zugang zum Telefon eines Nutzers schütze.

    Er machte diese Bemerkung im Zusammenhang mit einer Frage Rogans zu Tucker Carlsons Bemühungen um ein Interview mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Im vergangenen Februar, als es ihm nach drei Jahren gescheiterter Versuche gelang, mit Putin zu sprechen, hatte Carlson den US-Behörden, vor allem NSA und CIA, vorgeworfen, ihn bei der Verwirklichung dieses Plans behindert zu haben. Laut Carlson haben die beiden Dienste ihn ausspioniert, indem sie seine Nachrichten und E-Mails mitgelesen haben und dann seine Absichten an die Medien weiterleiteten, was dann Moskau davon "abschreckte", mit ihm zu sprechen. Rogan bat Zuckerberg, zu erklären, wie dies habe geschehen können, wenn doch die Verschlüsselung die Nachrichten schützen solle.

    "Die Sache ist die, dass die Verschlüsselung vor allem darin wirklich gut ist, dass die Firma, die den Dienst bereitstellt, es nicht sieht. Also, wenn man WhatsApp benutzt, gibt es keine Stelle, ab der die Meta-Server den Inhalt dieser Nachricht sehen", sagte Zuckerberg und merkte an, selbst wenn jemand sich in die Daten von Meta hacken würde, könne er nicht auf die privaten Texte der Nutzer zugreifen. Der Nachrichtenservice Signal, den Carlson nutzte, gebrauche laut Zuckerberg die gleiche Verschlüsselung, also gälten die gleichen Regeln. Allerdings hindere diese Verschlüsselung die Strafverfolgung nicht daran, Nachrichten zu sehen, die auf den Geräten gespeichert würden.

    "Sie haben schlicht Zugang zu deinem Telefon. Also bringt es nichts, wenn etwas verschlüsselt ist, sie können es trotzdem offen sehen", erklärte er. Zuckerberg erwähnte Werkzeuge wie Pegasus, eine von der israelischen Firma NSO Group entwickelte Spionagesoftware, die heimlich auf Handys installiert werden kann, um auf Daten zuzugreifen.


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    Laut Zuckerberg ist die Tatsache, dass die privaten Mitteilungen der Nutzer durch ein direktes Eindringen in ihre Geräte gefährdet werden können, der Grund dafür, dass Meta verschwindende Nachrichten entwickelte, bei denen die ausgetauschten Nachrichten nach einer bestimmten Zeit gelöscht werden.

    "Wenn jemand dein Telefon kompromittiert hat und alles sehen kann, was darauf vorgeht, dann kann er offenkundig alles sehen, was hereinkommt ... also Nachrichten verschlüsseln und verschwinden lassen, ist, denke ich, ein ziemlich guter Standard für Sicherheit und Privatsphäre", stellte er fest.

    Diese Bemerkungen von Zuckerberg fallen mitten in einer laufenden Debatte über digitale Privatsphäre und Regierungsüberwachung. Während die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für den Schutz der Nutzerdaten gepriesen wird, haben Dienste wie die CIA und das FBI argumentiert, das könne die Bekämpfung von Verbrechen und Terrorismus erschweren. Ein Schulungsdokument des FBI von 2021 deutete an, dass US-Strafverfolgungsbehörden einen begrenzten Zugang zu verschlüsselten Nachrichten von Diensten wie iMessage, Line und WhatsApp erhalten können, aber nicht von Plattformen wie Signal, Telegram, Threema, Viber, WeChat oder Wickr. Aber selbst wenn verschlüsselte Nachrichten während der Übertragung unzugänglich sind, legen Berichte nahe, dass die Back-ups, die in Cloud-Diensten abgelegt sind, für die Strafverfolgungsbehörden zugänglich sein können, wenn ein Schlüssel beigefügt ist.


    Mehr zum ThemaEin politisches Märchen? Die unerwartete Freundschaft zwischen Zuckerberg und Trump


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    Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/232459-zuckerberg-cia-kann-whatsapp-mitlesen


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    11.01.2025

    Grönlands Regierungschef Egede: "Wir wollen weder Dänen noch Amerikaner sein"

    meinungsfreiheit.rtde.life, 11 Jan. 2025 15:12 Uhr

    Obwohl der gewählte US-Präsident Donald Trump seinen Territorialanspruch auf die dänische Insel Grönland immer härter betont, strebt die lokale Regierung in Nuuk eine Unabhängigkeit an. Regierungschef Múte Egede zeigt sich zu einem Gespräch mit dem Republikaner bereit.


    Quelle: Legion-media.ru © Tomas Ragina


    Symbolbild


    Dank dem Interesse des gewählten US-Präsidenten Donald Trump kommt Grönland nicht aus den Schlagzeilen. Während der Republikaner die strategische Notwendigkeit seines Landes darin sieht, die weltweit größte Insel zu besitzen, haben die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und der grönländische Regierungschef Múte Egede bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am Freitag in Kopenhagen ihre Vision über die Zukunft der arktischen Region dargelegt. Beide zeigten sich bereit, mit dem gewählten US-Präsidenten zu diskutieren.

    Egede drängte auf eine Unabhängigkeit Grönlands. Eine Fortsetzung des Status quo lehnte der Politiker ab. Das Fortbestehen der Insel als Teil Dänemarks sei keine Option. Sie dürfe auch kein Bestandteil der USA sein. Der 37-Jährige wurde von den örtlichen Medien mit den Worten zitiert:

    "Wir wollen weder Dänen noch Amerikaner sein. Wir wollen Grönländer sein."

    Dabei verneinte der grönländische Regierungschef die Frage, ob er inzwischen mit Trump gesprochen habe. Egede zeigte sich aber gesprächsbereit. Dennoch sollten alle den Wunsch seines Volkes respektieren, in seiner Heimat sein eigener Herr zu sein.

    "Das bedeutet aber nicht, dass wir alle Kontakte, sämtliche Kooperation und alle Beziehungen zu Dänemark abreißen werden."

    Frederiksen erklärte ihrerseits, dass sie Grönland zwar weiterhin als Bestandteil des Königreichs sehen möchte. Dennoch erklärte sie den Wunsch der Insulaner nach Unabhängigkeit für "legitim und verständlich". Das Interesse der USA bezeichnete sie als "positiv". Zuvor hatte die 47-Jährige bekannt gegeben, sie habe bereits ein Treffen mit Trump beantragt. Dieses werde aber kaum vor dem Amtsantritt des Republikaners am 20. Januar stattfinden.


    "Kürzester Krieg der Welt" – Politico über möglichen Zusammenstoß zwischen Dänemark und USA




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    Ende Dezember hatte Trump auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, dass es im Interesse der nationalen Sicherheit der USA und der Freiheit in der Welt sei, dass sein Land Grönland besitze und kontrolliere. Bereits während seiner ersten Amtszeit hatte der Republikaner vorgeschlagen, die Insel zu kaufen. Um die Debatte anzuheizen, veröffentlichte sein Sohn Eric daraufhin auf der Plattform X ein Meme, das Trump beim Kauf von Kanada, Grönland und Panama auf der Online-Plattform Amazon zeigte.

    Bis zum Jahr 1953 war Grönland offiziell eine Kolonie und wurde dann zu einer Provinz. Durch eine Volksabstimmung trotzte die Insel im Jahr 1979 der früheren Kolonialmacht Dänemark erstmals Autonomie ab. Im Jahr 2009 erlangte Grönland das Recht, mittels einer Abstimmung seine Unabhängigkeit zu fordern. Im Jahr 2023 stellte die örtliche Regierung ihren ersten Entwurf für eine mögliche Verfassung vor.


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    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/232448-groenlands-regierungschef-wir-wollen-weder-daenen-noch-amerikaner-sein


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    11.01.2025

    Grönland und Kanada sind zum Bestandteil von Trumps Arktisplan geworden

    meinungsfreiheit.rtde.life, 11 Jan. 2025 09:25 Uhr, Von Oleg Issaitschenko

    Donald Trump gibt die Idee eines Anschlusses Grönlands und Kanadas an die Vereinigten Staaten nicht auf. Experten zufolge hat der Republikaner diese Länder nicht ohne Grund ins Visier genommen: Auf diese Weise will er mehrere Aufgaben Washingtons in der Arktis auf einmal lösen.


    © Eva Marie Uzcategui/Getty Images


    Donald Trump


    Der designierte US-Präsident Donald Trump hat erneut seinen Wunsch bekräftigt, Kanada an die Vereinigten Staaten anzugliedern. Diesmal hat der Republikaner im sozialen Netzwerk Truth Social eine Karte veröffentlicht, auf der beide Staaten im Muster der US-amerikanischen Flagge eingezeichnet sind.

    Der Politiker behauptet, dass die Kanadier die Idee unterstützen, dass das Land zum 51. Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika wird. Angeblich würde eine solche Entscheidung die wirtschaftliche Stabilität Kanadas stärken und das Land vor externen Bedrohungen schützen, einschließlich Russlands und Chinas.

    Der zurückgetretene kanadische Premierminister Justin Trudeau wies diese Möglichkeit jedoch kategorisch zurück. "Auf keinen Fall wird Kanada Teil der Vereinigten Staaten werden", schrieb der Politiker in den sozialen Medien. Er glaubt, dass beide Staaten mehr gewinnen können, wenn sie unabhängig und weiterhin wichtige Partner in den Bereichen Handel und Sicherheit bleiben.


    Wozu droht Trump mit der Einverleibung Kanadas?





    Analyse

    Wozu droht Trump mit der Einverleibung Kanadas?






    Trumps Drohungen, Kanada in den 51. Bundesstaat zu verwandeln, sind seit Anfang Dezember letzten Jahres zu hören. Damals hatte der künftige Chef des Weißen Hauses erklärt, er werde 25 Prozent Zölle auf kanadische Waren erheben, wenn Ottawa keine strengeren Maßnahmen zur Eindämmung der illegalen Migration und des Schmuggels ergreife. Auf Trudeaus Einwand, dass solche Beschränkungen Kanadas Wirtschaft lähmen würden, schlug der Republikaner vor, das Land solle Teil der USA werden. Die Zeitung Wsgljad untersuchte die Gründe für diese Rhetorik.

    Interessanterweise hat Trump außerdem Ansprüche auf Grönland erhoben. Dem US-Präsidenten zufolge ist die Insel von strategischer Bedeutung für die nationale Sicherheit der USA und die Verteidigung der "freien Welt", einschließlich der Abwehr von "Bedrohungen" durch China und Russland.

    In einer Rede in seiner Residenz Mar-a-Lago betonte Trump: "Wir brauchen Grönland für die nationale Sicherheit. Das wurde mir schon lange vor meiner Kandidatur gesagt. Auf der Insel leben nur etwa 45.000 Menschen, und niemand weiß wirklich, ob Dänemark einen Rechtsanspruch auf die Insel hat. Wenn ja, dann sollten sie Grönland abtreten, denn wir brauchen es, um die freie Welt zu verteidigen."

    Trump wies auch auf die zunehmende Präsenz Chinas und Russlands in der Arktis hin und fügte hinzu, dass die USA nicht zulassen werden, dass diese Länder dieses strategisch wichtige Gebiet dominieren. "Man braucht nicht einmal ein Fernglas, um überall chinesische und russische Schiffe zu sehen. Das werden wir nicht zulassen", erklärte er.

    Trumps Äußerungen über eine mögliche Annexion Grönlands, Kanadas und des Panamakanals könnten Teil einer Strategie gegen den russischen und chinesischen Einfluss sein, schreibt die Washington Post.

    Der Bloomberg-Kolumnist Liam Denning erinnert daran, dass die Vereinigten Staaten erstmals 1867 versuchten, sich den Weg zur Arktis zu bahnen, als sie Alaska kauften. Später, nach dem Zweiten Weltkrieg, wollten die USA Grönland von Dänemark für 100 Millionen US-Dollar kaufen, konnten aber nur einen Verteidigungsvertrag erreichen und erhielten den Luftwaffenstützpunkt Thule, den heutigen Weltraumstützpunkt Pituffik – den nördlichsten Militärstützpunkt der USA.

    "Grönland, das sich seit 2009 selbst verwaltet, ist für die Vereinigten Staaten weiterhin von großem Interesse. Es ist etwa so groß wie Alaska und Texas zusammen und liegt an strategischen Seewegen wie der Nordwestpassage und der Lücke zwischen Grönland, Island und Großbritannien sowie unter arktischen Flugrouten (einschließlich Raketenflugrouten)", schreibt Denning.

    Dem Analysten zufolge ist es für Trump auch wichtig, die Kontrolle über die Bodenschätze dort zu erlangen – dazu gehören etwa sieben Prozent der weltweiten Süßwasserreserven, unerschlossene Öl- und Gasvorkommen, bis zu 37 der 50 für die USA wichtigen Mineralien und vieles mehr.


    Trumps Pläne der Annexion Kanadas erschüttern politische Stereotype




    Meinung

    Trumps Pläne der Annexion Kanadas erschüttern politische Stereotype






    Russische Experten sind zudem der Meinung, dass Trump nicht ohne Grund von der Notwendigkeit gesprochen hat, diese Territorien an die Vereinigten Staaten anzugliedern. Sollten die Vereinigten Staaten die Kontrolle über die Länder erlangen, werden sie nicht nur versuchen, sich nützliche Ressourcen anzueignen, sondern auch ihre militärische und wirtschaftliche Präsenz in der Arktis zu stärken. Experten zufolge hat der Republikaner jedoch geringe Chancen, seine Pläne zu verwirklichen.

    "Wenn Trump davon spricht, Grönland und Kanada in die Vereinigten Staaten aufzunehmen, verfolgt er ein sehr ehrgeiziges Ziel: die Arktis zwischen den Vereinigten Staaten und Russland aufzuteilen", sagt Marat Baschirow, Professor an der Wirtschaftshochschule Moskau. Ihm zufolge will der Republikaner eine Analogie zum russischen Nördlichen Seeweg – die Nordwestpassage.

    Der Politikwissenschaftler Semjon Uralow wiederum weist auf die eigentümliche Kontinuität der Regierungen von Joe Biden und Donald Trump hin. Er schreibt: "Die Biden-Administration brachte Finnland und Schweden in die NATO, was den Boden für die Sonderoperation von Trump-2 in Grönland bereitete. Genauso wie die Trump-1-Administration seinerzeit begann, aktiv Waffen an Kiew zu liefern, und den Staffelstab an die Biden-Administration weitergab."

    "In Grönland geht es um die arktische Front zwischen den USA und Russland. Die USA sind an dieser Front deutlich schwächer vertreten, sodass Grönland für eine formale Dominanz in der Region benötigt wird. Nördliche Vasallen unter den kleinen europäischen Ländern sind ebenfalls äußerst wichtig", so der Analyst.

    Alexei Besborodow, Leiter der Forschungsagentur Infranews, bezweifelt jedoch, dass die Vereinigten Staaten wirklich an der Nordwestpassage interessiert sind. "Es wäre ja auch schön, wenn jemand die Nordwestpassage wirklich bräuchte, aber nein. Die Strecke von Alaska nach Grönland ist nicht nur schwieriger zu befahren, sondern auch viel flacher, und mit dem Vorhandensein Panamas braucht man sowieso nicht mehr viel. Abgesehen von Atom-U-Booten, die dort mit ihren Propellern Sand schaufeln, gibt es niemanden, der dorthin fährt", erklärt er ironisch.

    "In der Vergangenheit musste sich Washington keine Sorgen über die Besitzverhältnisse am Panamakanal oder in Grönland machen: Sein gesamter politischer und wirtschaftlicher Einfluss in der westlichen Hemisphäre garantierte den Schutz der US-Interessen. Aus Sicht der Trumpisten haben sich die globalen Institutionen jedoch erschöpft und schaffen mehr Probleme als Vorteile für die Vereinigten Staaten", argumentieren die Autoren des Branchentelegram-Kanals Watfor.

    "Trump glaubt, dass die USA ihren Einfluss verlieren – und da er diesen Prozess nicht verhindern kann, versucht er, ihn anzuführen. Es ist ein ganz logischer erster Schritt: seinen Hinterhof zu sichern, die schwächer werdende informelle Kontrolle über die Nachbarn in eine formelle zu überführen und zu versichern, dass keine Außenseiter in diesem Hinterhof auftauchen werden", so die Experten weiter.

    Die Analysten sind auch der Meinung: "Wenn wir dies als Vorbereitung auf einen Konflikt mit China betrachten, dann passt alles zusammen." "Die volle Kontrolle über den Kanal ist notwendig, damit die US-amerikanische Flotte ihn jederzeit nutzen kann, die chinesische Flotte hingegen nicht. Weiß der Teufel, auf welche Seite sich Europa und insbesondere Dänemark in einem Konflikt mit China stellen werden. Es ist nämlich nicht auszuschließen, dass eine Radarstation der Volksbefreiungsarmee in Grönland auftaucht. Daher ist es notwendig, so etwas schon in der Theorie ausschließen", betonen die Watfor-Experten weiter.

    Vor diesem Hintergrund bezweifeln sie, dass "Trump mit seiner Neuausrichtung und seinem neuen politischen Denken Erfolg haben wird". Doch wenn "es dazu kommt", dann sollte die NATO das außenpolitische Ziel der Republikaner sein. "Der Atlantizismus ist das Fundament der globalen Institutionen, und wenn sie gebrochen werden sollen, sollte dies mit der NATO und der Europäischen Union als Bollwerk des Globalismus beginnen", schreiben die Autoren des Telegram-Kanals. Darüber hinaus glauben sie, dass "die Vereinigten Staaten in ihrer derzeitigen Form nur als Weltmetropole existieren können, und Trump scheint die Absicht zu haben, diesen Status so weit wie möglich zu untergraben."


    Trump will Grönland "im Interesse nationaler Sicherheit", aber kann er es auch haben?





    Trump will Grönland "im Interesse nationaler Sicherheit", aber kann er es auch haben?






    "Die USA haben bereits eine Militärbasis in Nordgrönland. Und in diesem Sinne würde Trump davon profitieren, diese Gebiete als Teil seines Landes zu haben. Dies würde die militärische Präsenz der Vereinigten Staaten in der Arktis erheblich ausweiten", ruft Wiktor Bojarski, Polarforscher und Direktor des Arktis- und Antarktismuseums, in Erinnerung. Ihm zufolge könnten dort die Luftstreitkräfte stationiert werden, was es den USA erleichtern würde, "alles zu erreichen, ohne Dänemark um Erlaubnis zu bitten". Die Tatsache, dass von allen Arktisstaaten nur Russland kein NATO-Mitglied ist, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. "In diesem Fall liegt eine mögliche militärische Konfrontation also auf der Hand", erklärt Bojarski.

    "Außerdem wird Wasser in Zukunft die am meisten nachgefragte Ressource sein. Und es wäre gut, Grönland als zweite Wasserreserve nach der Antarktis zu haben. Außerdem gibt es bereits Projekte zum Transport von Eisbergen in trockene Gebiete. Und hier passt es gut, dass Grönland nahe der USA liegt, man muss nirgendwo hingehen", so der Experte weiter. Er bezweifelt jedoch, dass Dänemark "nachgeben" wird.

    Bojarski weist auch auf die Vorkommen verschiedener Ressourcen in der Region hin. So erinnert er an die Ansprüche der Vereinigten Staaten auf den arktischen Schelf. "Und kommt dann bereits die Frage der Kontrolle über Kanada ins Spiel", für der Experte hinzu. Ein weiterer Aspekt, der Trumps Wunsch erkläre, Grönland und Kanada zu bekommen, sei logistischer Natur.

    "Es könnte um die Nordwestpassage gehen. Man muss sich jedoch darüber im Klaren sein, dass sie unserem nördlichen Seeweg deutlich unterlegen ist. Außerdem ist der Hauptknackpunkt in dieser ganzen Geschichte die Schifffahrt. Wenn man von einer gewissen Präsenz in der Arktis sprechen will, muss man über eine entsprechende Flotte verfügen", betont der Polarforscher.


    Trump veröffentlicht Landkarten mit Kanada als US-Territorium





    Trump veröffentlicht Landkarten mit Kanada als US-Territorium






    Und hier hat Russland einen "mächtigen Trumpf" in der Hand. "Weder die Kanadier noch die US-Amerikaner haben eine Eisbrecherflotte mit Atomantrieb. Es gibt zwar Dieselschiffe, aber die sind den Atomschiffen unterlegen. Unsere Flotte an nuklear angetriebenen Eisbrechern wird gerade erneuert, sie ist die einzige Flotte dieser Art auf der Welt. Und im Gegensatz zu den USA ist unser Land in der Lage, Transport- und andere Kommunikationsmittel in dieser Region bereitzustellen", so Bojarski abschließend.


    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 8. Januar 2025 zuerst auf der Website der Zeitung Wsgljad erschienen.


    Oleg Issaitschenko ist ein Analyst bei der Zeitung Wsgljad.


    Mehr zum ThemaDrohung mit Militäreinsatz: Trump erhebt erneut Anspruch auf Grönland und Panamakanal


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    11.01.2025

    Lebenshaus Schwäbische Alb e.V.

    aus e-mail von  Lebenshaus Schwäbische Alb e.V., 11. Januar 2025, 11:35 Uhr


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    ** Lebenshaus-Newsletter

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    11. Januar 2025

    Liebe Freundinnen und Freunde,


    mit vielen guten Wünschen für das Jahr 2025 sende ich Ihnen und Euch diesen Newsletter. An seinen Beginn möchte ich einen Satz von Ammon Hennacy (1893 – 1970) setzen, christlicher Pazifist und Anarchist sowie Mitglied der Catholic-Worker-Bewegung.

    "Nur zwischen den Kriegen

    ein Pazifist zu sein, ist so,

    wie nur zwischen den Mahlzeiten

    ein Vegetarier zu sein."


    Ammon Hennacy – zitiert nach:

    Frieden stiften – jeden Tag. 366 Gedanken und Anstöße.


    Mehr zu Ammon Hennacy findet sich hier:

    https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=b83e0d38e5&e=51d2a34ef5

    Ganz herzlich bedanke ich mich für das große Interesse an unserer Arbeit und die tatkräftige Unterstützung im zurückliegenden Jahr!


    Herzliche Grüße

    Ihr / Euer

    Michael Schmid


    Die Texte und Informationen in unserem Newsletter und auf unseren Webseiten dienen der Information und sollen zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. Sie entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorinnen und Autoren und geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.


    Wir freuen uns, wenn unsere Newsletter an andere Menschen weitergeleitet werden. Bitte vorher möglichst die Abmeldefunktion am Ende des Newsletters löschen, sonst kann es zu unbeabsichtigten Abmeldungen aus dem Newsletter-Verteiler kommen.



    ** Artikel

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    ** Unterstützung für israelische NGOs: Spendenaufruf und Petition gestartet

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    Den beiden israelischen Organisationen Zochrot und New Profile wurde durch die Bundesregierung die außenpolitische Unbedenklichkeit bzw. Förderfähigkeit entzogen - obwohl sich beide gewaltfrei für Frieden und Menschenrechte einsetzen. Und das im laufenden Projektzeitraum. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=fdcc4cb23c&e=51d2a34ef5



    ** Völkermord, Terrorismus und Völkerrecht in Gaza

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    BIP-Mitglied Prof. Dr. Norman Paech hielt diesen Vortrag am 20. November in Essen und hat ihn für die Veröffentlichung in BIP Aktuell angepasst und aktualisiert. In seinem Vortrag erörtert er die Rolle Israels, der USA, Deutschlands und der Hamas, die Rolle des Terrorismus und die des Völkerrechts, insbesondere das Recht von Befreiungsbewegungen auf bewaffneten Widerstand. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=e5da0a74af&e=51d2a34ef5



    ** Rüstung statt Rente!

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    US-Präsident Donald Trump ist ein Glücksfall für die (deutsche) Rüstungsindustrie: Schon während seiner ersten Amtszeit 2016 bis 2021 konnte sich auf seine nassforschen Forderungen nach höheren Rüstungsausgaben mit dem Argument bezogen werden, nur so könne verhindert werden, dass die USA nicht von der NATO-Stange gingen. Damals ging es "nur" um Militärausgaben im Umfang von 2% des Bruttoinlandsproduktes (BIP), die inzwischen durch massive Ausgabensteigerungen von fast allen NATO-Staaten auch erreicht werden. Kurz vor seinem Amtsantritt am 20. Januar 2025 haute Trump nun mit seiner Forderung nach Militärausgaben von 5% des BIP noch einmal so richtig auf den Putz. Ein Kommentar zur aktuellen Debatte um höhere Militärausgaben und Kürzungen der Sozialetats. Von Jürgen Wagner. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=6714609cf3&e=51d2a34ef5



    ** Von der Kriegsdienstverweigerung zur Kriegstreiberei

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    Wo sind sie hin, die Anhänger der Gewaltfreiheit im friedenspolitisch geläuterten Deutschland, all die Verweigerer, die es einmal gab? Ja, wo sind sie geblieben? Was ist geschehen? Die Wehrpflicht kommt wieder – erneuert, erweitert, verbessert, wie auch immer. Darüber gibt es, jedenfalls im Grundsatz, eine große christ- und sozialdemokratische Einigkeit. Im CDU/CSU-Wahlprogramm wird eine aufwachsende Wehrpflicht gefordert. Und das Verteidigungsministerium arbeitet schon einmal am Aufwuchs, auch wenn seinem Kanzler das Vertrauen fehlt. Pistorius hat es jedenfalls angewiesen, "die Parameter zur Einführung eines neuen Wehrdienstes weiter auszuplanen und gemeinsam mit der Umsetzung zu beginnen". Von Johannes Schillo. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=6739c75fdb&e=51d2a34ef5



    ** EAK: KDV-Beratungsanfragen sind sprunghaft gestiegen

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    Die Diskussion um eine Wiedereinführung einer allgemeinen Wehrpflicht, möglicherweise auch für Frauen, die Debatte um eine "Neue Dienstpflicht" und auch die Pläne des Bundesverteidigungsministeriums für eine Abfrage aller 18-Jährigen nach einem Wehrdienst haben die Beratungsanfragen nach einer Kriegsdienstverweigerung bei der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) in diesem Jahr sprunghaft ansteigen lassen. So verzeichnet der evangelische Friedensverband gegenüber dem Vorjahr 2024 ein Plus von mehr als 30 Prozent. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=f33f02088d&e=51d2a34ef5



    ** Deserteure des Zweiten Weltkrieges

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    Der Zweite Weltkrieg war von deutscher Seite von Anfang an als rassistisch motivierter Eroberungs- und Vernichtungskrieg geplant. Zu diesem Zweck wurde gebogen und gelogen, bis es in das eigene faschistische Weltbild passte: Juden wurden zu "Untermenschen" und Partisanen, Roma und Sinti zu Kriminellen, Frauen in Uniform zu "Flintenweibern", Kinder zu Kundschaftern und Offiziere der Sowjetarmee zu "wahren Teufeln in Menschengestalt".(Heribert Prantl) Mit der Folge, dass man sie ungestraft ermorden konnte. Wie "Verräter" mit Hilfe von Literatur, Wissenschaft und persönlichem Engagement ihre Ehre wiedererlangten. Von Franz Nadler. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=acabc6c0b5&e=51d2a34ef5



    ** Rosa Luxemburgs Heiterkeit in Kriegszeiten

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    Bittere Jahresrückblicke, düstere Prognosen und gute Vorsätze: Rosa Luxemburg fand Jammern lächerlich. Kommentar von Felix Schneider. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=819a569b2c&e=51d2a34ef5



    ** Heimatplanet Erde

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    Die Geschichte des Lebens auf dieser wunderbaren Erde umfasst 4 Milliarden Jahre. Seit angenommen 300 Millionen Jahren entwickeln sich die Säugetiere, und vielleicht vor 7 Millionen Jahren gab es bei den Primaten einen Scheideweg, der hin zu unserer Spezies, zum Menschen führt. Seit 300.000 Jahren, so der gegenwärtige Forschungsstand, ist der homo sapiens in seiner heutigen Gestalt auf der Bildfläche sichtbar. Eine Aufrüstung hin zu aggressiven, sehr zerstörerischen Großgebilden der Menschenwelt hat unter dem Vorzeichen einer männlich dominierten Zivilisationsentwicklung aber erst vor weniger als zehntausend Jahren eingesetzt. Noch nicht einmal 300 Jahre jung ist schließlich die tiefgreifende Umwälzung (in einem Teil der Menschenwelt) aufgrund einer neuartigen Ausbeutung der in kürzester Zeit verpulverten fossilen Energieträger (Kohle, Öl, Gas) im Industrialismus – mit dramatischen Auswirkungen für den ganzen Lebensraum Erde und alle seine Bewohner, auch für die Tiere. Leitgedanken eines

    Impulsvortrags von Peter Bürger. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=2efb94f2fd&e=51d2a34ef5



    ** Für ein zeitgemäßes "Neues Denken 2.0" – oder: Fragen an Michail Gorbatschow (I)

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    Das wichtigste politische Erbe, das uns Michail Gorbatschow hinterlassen hat, ist das von ihm mitentwickelte und erstmals in die politische Praxis umgesetzte Neue Denken. Es rückte das alle übrigen Gegensätze überwölbende Menschheitsinteresse in den Vordergrund: das Weiterleben als Gattung. – Heute benötigen wir eine Aktualisierung, ein "Neues Denken 2.0". (Teil I einer dreiteiligen Serie.) Von Leo Ensel. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=44414aba7a&e=51d2a34ef5


    Deeskalation jetzt! – oder: Fragen an Michail Gorbatschow (Teil II) >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=702ef9852b&e=51d2a34ef5


    Eine neue humanistische "Ethik des menschlichen Überlebens" - oder: Fragen an Michail Gorbatschow (Teil III) >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=6e16749790&e=51d2a34ef5



    ** Leonardo Boff: Zeit und Ewigkeit des Menschen

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    Jedes Jahr zu Silvester sprechen wir über die vergangene Zeit und die neue, die beginnt. Aber was ist Zeit? Das weiß niemand. Nicht einmal der heilige Augustinus konnte in seinen Bekenntnissen, die zu den tiefgründigsten Überlegungen gehören, eine Antwort geben. Ebenso wenig wie Martin Heidegger, der bedeutendste Philosoph des 20. Jahrhunderts. Er schrieb sein berühmtes Buch Sein und Zeit. Dem Sein hat er ein großes Buch gewidmet. Wir haben bis zum Ende seines Lebens auf eine Abhandlung über die Zeit gewartet. Und sie kam nicht, weil auch er nicht wusste, was Zeit ist. Außerdem ist es merkwürdig: Zeit ist die Voraussetzung, um über Zeit zu sprechen. Wir brauchen Zeit, um über die Zeit nachzudenken. Es ist ein Teufelskreis. Von Leonardo Boff. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=3462e039c7&e=51d2a34ef5



    ** Das Prinzip Hoffnung - oder: Alles wird nie schlimmer

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    Kriege, Flucht, Klima - die Wirklichkeit als permanentes Inferno. Unsere Sicht auf die Welt bestimmt das Negative. Viele von uns pflegen ihr ignorantes, bequemes Unwissen. Dabei gibt es auch positive Entwicklungen - nur: wir nehmen solcherlei gute Nachrichten nicht zur Kenntnis. Kein guter Zustand. Essay von Helmut Ortner. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=2bb76951a3&e=51d2a34ef5



    ** "Der Sündenfall des Christentums"

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    Der Erste Weltkrieg führte den niederländischen Theologen Gerrit Jan Heering (1879-1955) zu einem radikalen Antikriegsstandpunkt. Er fasste seine Studien und Einsichten 1928 in dem Werk "Der Sündenfall des Christentums" zusammen. Dieses bahnbrechende Buch des Friedenstheologen Gerrit Jan Heering ist im Regal zum frühkirchlichen Pazifismus als Übersetzung wieder greifbar. Von Redaktion der Reihe "edition pace". >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=efdf247896&e=51d2a34ef5



    ** Konstantin Weckers Weihnachtsgruß 2024

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    Konstantin und sein Team wollen Euch mit diesem kleinen Weihnachtskonzert alles Liebe, Gute und eine erholsame und hoffentlich friedlichere Zeit wünschen. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=8db27cfee2&e=51d2a34ef5



    ** Hinweise

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    ** Bitte Petition unterzeichnen: Förderstopp für NGOs in Palästina und Israel zurücknehmen – Menschenrechte & Zivilgesellschaft stärken

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    Den beiden israelischen Organisationen Zochrot und New Profile wurde durch die Bundesregierung die außenpolitische Unbedenklichkeit bzw. Förderfähigkeit entzogen - obwohl sich beide gewaltfrei für Frieden und Menschenrechte einsetzen. Und das im laufenden Projektzeitraum. Die KURVE Wustrow - Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion e.V., Partnerorganisationen der beiden Organisationen, hat eine Petition gestartet, die unterzeichnet werden kann. Mehr >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=25f2304118&e=51d2a34ef5


    Die Petition kann hier online unterzeichnet werden >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=4dff4a181e&e=51d2a34ef5



    ** Petition: Gegen eine Wiedereinführung der Wehrpflicht und anderer Zwangsdienste

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    „Deutschland hat, wie viele andere Länder auch, die Wehrpflicht nach dem Ende des kalten Krieges ausgesetzt. Das war ein Fehler, die Zeiten haben sich geändert. Deutschland muss jetzt eine neue Form der Wehrpflicht einführen“ - Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD)

    Was Pistorius mit „geänderten Zeiten“ beschönigt, bedeutet für uns ein Leben in den für viele gefährlichsten Jahrzehnten seit dem Zweiten Weltkriegs. Die überwältigende Mehrheit der Jugendlichen hat Angst vor Krieg, 81 Prozent gaben dies in der Shell Jugendstudie 2024 an. Statt auf Diplomatie und Kooperation zu setzen, wird immer mehr Geld in Aufrüstung gesteckt. Deutsche Waffen werden in Kriegs- und Krisengebiete geliefert. Sparmaßnahmen und Unterfinanzierung in den Bereichen Soziales, Bildung, Erziehung und Gesundheit bilden die andere Seite derselben Medaille.

    Wir sagen: Nein zur Wehrpflicht! Gegen die Wiedereinführung aller Zwangsdienste! Stopp des Gesetzentwurfes zur Modernisierung wehrersatzrechtlicher Vorschriften und zur Einführung eines neuen Wehrdienstes! Zum Online-Unterschreiben dieser Petition >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=339d1f6422&e=51d2a34ef5



    ** AfD-Broschüre: Nachdruck und kostenlose Bestellmöglichkeit

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    Im April 2024 hat IMI die Broschüre "Warum die AfD keine Friedenspartei ist" veröffentlicht und auch in einer relativ hohen Auflage gratis abgegeben. Wie wichtig das Thema ist, zeigte sich allein schon daran, dass die Printauflage dennoch relativ schnell vergriffen war. Nachdem vielfach der Wunsch nach einer Neuauflage geäußert wurde, hat IMI sich um Spenden dafür bemüht, um einen Nachdruck der Broschüre machen zu können. Die Broschüre "Warum die AfD keine Friedenspartei ist" ist nun wieder gratis (gegen Porto und gerne Spende) unter imi@imi-online.de bestellbar ist.

    Die gesamte Studie von Alexander Kleiß und Merle Weber kann hier auch kostenlos heruntergeladen werden >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=46a2ff5ac9&e=51d2a34ef5



    ** Wie umgehen mit Deserteuren?

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    Ein sehr hörenswerter Audiobeitrag von Rolf Cantzen, SWR Kultur. - Deserteure flüchten aus Armeen und entziehen sich dem Kriegsdienst. Ihre Motive sind unterschiedlich - persönliche, religiöse, politische oder die Angst im Krieg zu sterben. Die drohenden Strafen sind oft hart. Auch hierzulande drohen bei Fahnenflucht bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe. Viele Deserteure und Wehrdienstentzieher aus Russland und der Ukraine kommen derzeit nach Deutschland und bitten um Asyl. Wie soll die deutsche Politik mit ihnen umgehen? Zum Beitrag >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=7641dd049b&e=51d2a34ef5

    Veranstaltungstermine finden sich u.a.:

    * Netzwerk Friedenskooperative (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=a3ea1146a7&e=51d2a34ef5)

    * Die AnStifter (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=07fd192bd5&e=51d2a34ef5)

    * Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=9860c19c2f&e=51d2a34ef5)

    * Plattform Zivile Konfliktbearbeitung (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=9a158ebb36&e=51d2a34ef5)

    * .ausgestrahlt Termine (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=635f259643&e=51d2a34ef5)


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    Lebenshaus Schwäbische Alb e.V.

    Bubenhofenstr. 3

    D-72501 Gammertingen


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.01.2025

    Afrika-China: Europa gerät ins Hintertreffen

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 11. Januar 2025, 12:11 Uhr


    Berliner Zeitung 10.1.2025

    <https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/china-aussenminister-wang-yi-in-afrika-peking-staerkt-beziehungen-europa-im-hintertreffen-li.2288501>


    *Chinas Außenminister in Afrika: Peking stärkt Beziehungen, Europa gerät

    ins Hintertreffen

    */Raphael Schmeller


    /Es hat Tradition: Zum 35. Mal in Folge wählte das chinesische

    Außenministerium Afrika <https://www.berliner-zeitung.de/topics/afrika

    als Ziel seiner ersten Auslandsreise im neuen Jahr. Chefdiplomat Wang Yi

    besuchte in dieser Woche gleich vier Länder des Kontinents – Namibia,

    Republik Kongo, Tschad und Nigeria – um, wie es aus Peking hieß, die

    „alte Freundschaft“ zwischen China

    <https://www.berliner-zeitung.de/topics/china> und Afrika weiter zu stärken.


    *China baut „grüne Energie“ in Namibia aus

    *In der namibischen Hauptstadt Windhoek, seiner ersten Station, sagte

    Wang am Montag, er hoffe, sein Besuch werde der Welt zeigen, „dass China

    der verlässlichste Partner der afrikanischen Länder in ihrem Streben

    nach Entwicklung und Wiederbelebung ist“.


    China und Namibia haben in den vergangenen Jahren enge wirtschaftliche

    Beziehungen aufgebaut. Das afrikanische Land ist ein wichtiger

    Uranlieferant für die Volksrepublik, die damit ihre Atomkraftwerke betreibt.


    Namibias im Dezember neu gewählte Präsidentin Netumbo Nandi-Ndaitwah hat

    zudem angekündigt, massiv in „grüne Energie“, Landwirtschaft und

    Infrastruktur investieren zu wollen – chinesische Unternehmen stehen

    bereits in den Startlöchern. Zwar fördert Deutschland über das

    Entwicklungsministerium und die KfW-Bank den Bau von Solarparks oder

    Straßen in Namibia mit Millionenbeträgen. Doch bei der Umsetzung kommen

    deutsche Firmen nicht zum Zug – stattdessen gewinnt China seit Jahren

    eine Ausschreibung nach der anderen. Das sorgt in Berlin für Unmut.


    *Kongo erhält neuen 50-Millionen-Dollar-Kredit aus China

    *Am Dienstag reiste Wang weiter in die kongolesische Hauptstadt

    Brazzaville zum Gipfeltreffen des China-Afrika-Kooperationsforums

    (FOCAC). Dort kündigte er die Umsetzung des Programms „Africa Solar

    Belt“ an, mit dem bis 2027 rund 50.000 afrikanische Haushalte dezentral

    mit Solarstrom versorgt werden sollen.


    Über das FOCAC wurden in den vergangenen 25 Jahren nach Angaben Pekings

    100.000 Kilometer Straßen, 10.000 Kilometer Schienen, rund 1.000 Brücken

    und 100 Häfen gebaut. „Allein in den vergangenen drei Jahren haben wir

    damit mehr als eine Million Arbeitsplätze in Afrika geschaffen“, sagte Wang.


    Nach Angaben des Außenministers der Republik Kongo, Jean-Claude Gakosso,

    wird ein neuer chinesischer Kredit in Höhe von 50 Millionen US-Dollar

    seinem Land die Instandsetzung der „Kongo-Ozean-Eisenbahn“ ermöglichen,

    die den Hafen von Pointe-Noire am Atlantik mit Brazzaville verbindet.


    *China und Tschad lehnen „Machtpolitik und Hegemonie“ ab

    *Während des Besuchs von Wang am Mittwoch in der tschadischen Hauptstadt

    N’Djamena kam es zu einem bewaffneten Angriff auf den Präsidentenpalast.

    Einsatzkräfte vereitelten den Versuch einer Gruppe von 24 Männern, das

    Gebäude zu stürmen. Dabei wurden 18 Angreifer und ein Mitglied der

    Präsidentengarde getötet. Nach Angaben der Regierung war die Lage

    innerhalb kürzester Zeit wieder vollständig unter Kontrolle.


    Die Motive der Angreifer sind nach wie vor unklar. Die Frage ist auch

    deshalb von Bedeutung, weil Frankreich im Dezember begonnen hat, seine

    Truppen aus dem Tschad abzuziehen, nachdem N’Djamena Ende November

    überraschend die militärische Zusammenarbeit mit Paris aufgekündigt

    hatte. In der französischen Hauptstadt war spekuliert worden, dass sich

    die tschadische Regierung ohne französischen Schutz nicht gegen die

    Opposition behaupten könne. Bislang gibt es jedoch keine Hinweise auf

    einen Zusammenhang zwischen dem Angriff und dem Rückzug.


    Der tschadische Präsident Mahamat Idriss Déby Itno hatte vor dem Angriff

    auf einer Pressekonferenz mit Wang erklärt, sein Land wolle die

    Zusammenarbeit mit China verstärken, um „gemeinsame Ansichten zu

    verteidigen“ und „gemeinsame Interessen zu wahren“.


    Wang betonte, dass „Machtpolitik und Hegemonie“ gemeinsam abgelehnt

    werden müssten. „Durch die Wahrung der Rechte und Interessen beider

    Seiten sollen internationale Fairness und Gerechtigkeit verteidigt

    werden“, so der chinesische Außenminister.


    *Nigeria ist Chinas wichtigster Exportmarkt in Afrika

    *Seine letzte Station am Donnerstag führte Wang nach Nigeria, Chinas

    größtem Exportmarkt in Afrika. In der Hauptstadt Abuja kündigte Nigerias

    Präsident Bola Ahmed Tinubu an, dass sein Land die Zusammenarbeit mit

    China in Bereichen wie saubere Energie, Verteidigung und Finanzen

    vertiefen werde. Wang erklärte zudem, China werde eine Anfrage Nigerias

    zur Ausweitung eines Währungsswap-Abkommens „wohlwollend prüfen und in

    Betracht ziehen“.


    Mit Blick auf Frieden und Sicherheit in der Region sagte er, China werde

    im UN-Sicherheitsrat immer für Afrika stimmen und Nigeria weiterhin

    dabei unterstützen, die Länder der Region zusammenzubringen. „Wir werden

    mit Afrika zusammenarbeiten, um Unsicherheit zu bekämpfen und

    langfristige Stabilität durch Entwicklung zu erreichen“, so Wang.


    *China hat Europa als wichtigsten Handelspartner Afrikas abgelöst

    *China hat sich in den letzten Jahren als wichtiger Partner und Investor

    in Afrika positioniert. Bei Infrastrukturprojekten und im Rohstoffhandel

    hat China Europa als wichtigsten Partner auf dem Kontinent abgelöst.


    Im Jahr 2000 war China nur für wenige afrikanische Länder der wichtigste

    Handelspartner: Sudan, Gambia, Benin und Dschibuti. Nach Angaben der

    Weltbank war die Volksrepublik 20 Jahre später bereits für mehr als 30

    Länder des Kontinents der wichtigste Warenlieferant.


    Beim China-Afrika-Gipfel im vergangenen September stellte Peking zudem

    ein neues Finanzpaket mit einem Volumen von umgerechnet 46 Milliarden

    Euro vor. Davon sollen 30 Milliarden als Kredite, elf Milliarden als

    direkte Finanzhilfen und zehn Milliarden als Investitionen chinesischer

    Unternehmen in verschiedenen afrikanischen Ländern vergeben werden.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.01.2025

    Über Demokratie & Alles. Und über Rumänien  ( I von II )

    martinsonneborn.de, vom 22, Dezember 2024

    Video (dazu)  https://www.youtube.com/watch?v=wQQs7gbn74U Dauer 1:01:31 h


    Es bleibt weiter lustig in Rumänien:
    Zum 1. Tag seines verfassungswidrigen Verbleibs im Amt hat der rum. Präsident Klaus Johannis mitgeteilt, dass russische Einflussnahme leider immer sehr, seeeehr schwer nachzuweisen sei. Weniger schwer war es für die rumänische Steuerbehörde offenbar, die Finanzierung der inkriminierten TikTok-Kampagne zu seiner eigenen Partei PNL (EVP) zurückzuverfolgen. lol
    Demnach hätte Johannis – unter Mitwirkung des rum. Geheimdienstes & des dortigen Verfassungsgerichts sowie dem Jubel der EU-Kommission – den Grund für seinen massiven Eingriff in die demokratische Gesellschaftsordnung (Annullierung der rum. Wahlen) selbst geschaffen. Doppel-lol


    1 (überlanger) polit. Einwurf meiner Europapolitischen Beraterin.

    Anbei der ganze Text (English version below):

    Über Demokratie & Alles. Und über Rumänien


    Thomas Jefferson, Memoirs, Correspondence And Private Papers
    „Ein Mann, der nie in eine Zeitung schaut, ist besser informiert als der, der sie liest, insofern, als derjenige, der nichts weiß, der Wahrheit näher ist als derjenige,
    dessen Geist mit Unwahrheiten und Irrtümern gefüllt ist.“

    Thomas Jefferson, Memoiren


    Am vorvergangenen Sonntag (8.12.) würde in Rumänien die zweite und entscheidende Runde der Präsidentschaftswahlen stattgefunden haben, wenn das höchste Gericht sie nicht, hüstel, durch Annullierung der ersten abgesagt hätte. Warum ein und dasselbe Gericht die erste Wahlrunde vom 24. November zuerst als „rechtmäßig“ bestätigt (Montag, 2.12.), nur um seine eigene Bestätigung vier Tage später wieder aufzuheben (Freitag, 6.12.), zwei Tage vor dem Wahltag, ist mit Mitteln von Demokratie & Logik schwer zu erklären. In den vier Tagen dazwischen war eigentlich nichts Besonderes passiert, außer dass ein gewisses State Department (USA, Mittwoch) sowie ein Außenminister namens Blinken (ebenfalls USA, Donnerstag) – begleitet vom gewöhnlichen NATO-Partnerschaftsgefasel und der einen oder anderen (schlecht) versteckten Drohung – plötzlich vor einer „Einmischung Russlands“ in diese Wahl „warnten“, von der bis dahin nicht die Rede gewesen war.

    „Niemand wird das verstehen“, sagt der rumänische Politologe – und ehemalige EU-Parlamentskollege (EVP) – Cristian Preda. Wahlen wären in Rumänien kaum jemals abgesagt worden, erinnert der Professor, zuletzt wäre das vorgekommen, hmmm, mal sehen… ach ja: während der Rumänischen Revolution 1848, als – so informiert uns ausgerechnet Wikipedia – „westlich orientierte Kräfte es als ihre Aufgabe betrachteten, das rumänische Volk näher an die ‚Moderne‘ zu bringen. (Jedoch vereinten das Osmanische Reich und Russland ihre Kräfte, um dieses Vorhaben zu unterdrücken.“ Nicht zum ersten Mal macht der Weltgeist, wie Sie sehen, hier einen ganz guten Witz, denn er lässt auf der rumänischen Bühne heute (beinahe) dieselben Akteure und Machtkonstellationen auftreten – nur mit diametral vertauschten Rollen. Wir geben Ihnen jetzt genau 15 Sekunden, um Ihre Gedanken wieder zu entknoten.)


    Einhundertsechsundsiebzig Jahre und einen Ceaușescu später gehört Rumänien zum gesicherten Aufmarschgebiet jener strahlenden „Moderne“, die mit einer Reihe so kämpferischer wie undurchsichtiger Dienstleister – EU, NATO, TikTok – dann nämlich doch noch Einzug gehalten hat – und freiwillig nicht wieder auszuziehen gedenkt.

    Wenn ausgerechnet Letzterer, und so heißt es ja, Kollege TikTok an einer nun angeblich vermurksten Präsidentschaftswahl schuld sein soll, dann stimmt mit dieser Moderne etwas nicht.

    Denn entgegen dem Eindruck, der bei Ihnen da draußen erzeugt wird – nämlich dass TikTok den bösartigen Nestern von Terrorismus und Autokratie Unterschlupf (und Verbreitung) biete, was wahlweise von Luzifer, Russland, Beelzebub, China oder Mephistopheles zur Manipulierung unserer ansonst völlig intakten Vorzeigedemokratie missbraucht werden könne – steht die Plattform selbst längst unter hinreichender Kontrolle derer, die nun schlagzeilenergreifend behaupten, eine Gefahr in ihr zu sehen.

    Seit die US-Regierung unter einem Präsidenten, der der einen Milliarde weltweiter Nutzer durch seine unterhaltsameren Stolper-, Stotter- & Demenzunfälle bekannt sein dürfte, ganz offen gegen die Plattform vorgeht, also seit 2020, darf man mit Fug und Recht davon ausgehen, dass der Laden nicht mehr ist, was er mal war, falls überhaupt je. Seither hat TikTok nämlich nicht nur in großem Umfang Konten gelöscht, Videos entfernt, „Warnhinweise“ an Medienhäuser der „Staatsfeinde“ von Washington geklebt, sondern vor allem das 1,5 Mrd. Dollar schwere „Project Texas“ umgesetzt. „Texas, Texaahaaaaass…“ (Helge Schneider)

    Entgegen der von diesem Begriff ausgelösten Assoziation bestand dieses Projekt nicht in der halsbrecherischen Ausführung ortsüblicher Rodeo- oder Lassomanöver, sondern – erstens – in der Datenumsiedlung nach Austin und der Zusammenarbeit mit Oracle, einem Unternehmen „mit außergewöhnlich guten Beziehungen zur CIA“ (Alan MacLeod, Monthly Review). Es bestand aber – zweitens und vor allem – in einem umfassenden Personalaustausch: nämlich der Einstellung Dutzender US-Staatsbeamter (State Department & CIA) sowie der Rekrutierung von Geheimdienstagenten der berüchtigten Einheit 8200, jenem Herzstück des repressiven Hightech-Staatsapparates Israels, der hinter der KI-generierten Tötungsliste Zehntausender Palästinenser in Gaza („Project Lavender“) und jenem tödlichen – vom ehemaligen CIA-Direktor Leon Panetta und anderen als „Terrorakt“ eingestuften – Pager-Angriff auf den Libanon steht.

    Nun. Wir dürfen davon ausgehen, dass ein mit derart exquisitem Personal ausgestatteter Sozialmedienbetreiber – Ticktack – wohl weiß, wovon er spricht, wenn er – wie mehrfach und nachdrücklich geschehen – angibt, jeden nur denkbaren informationellen & algorithmischen Stein umgedreht zu haben, ohne auch nur auf den geringsten Anhaltspunkt für Unregelmäßigkeiten (im Vorfeld der rumänischen Präsidentschaftswahlen) gestoßen zu sein, geschweige denn auf jene „russische Interferenz“, von der im Nachgang des US-State Department nicht nur Gericht & Geheimdienst Rumäniens, sondern schnell auch die EU und ihre Medien sprachen.

    Wenn Vertreter der – ulkigerweise ja im Ergebnis einer massiven US-Interferenz entstandenen – TikTok-Personalstruktur uns das versichern, dann muss man es doch für sicherer halten als, nun ja, die dem entgegenstehende Behauptung eines Ladens, der seinerseits die Nachfolgeorganisation der (nach KGB-Vorbild gegründeten) Geheimpolizei Securitate ist, die neben ihrer außergewöhnlichen Brutalität seinerzeit vor allem für die Praxis gefürchtet war, „politisch unliebsame Bürger wegen vorgeschobener Bagatelldelikte festzunehmen“. (Ein bisschen so, als würden Sie in Deutschland heute versuchen, sich über einen Schwachkopf auszutauschen.)

    Geheim. Geheim? Geheim!

    Dreh- und Angelpunkt der Gerichtsentscheidung sollen (geheime) Dokumente einer (geheimen) Untersuchung des rumänischen (Geheim)dienstes sein, die natürlich (geheim) waren, bevor der Präsident sie dem Gericht zur (geheimen) Prüfung übergab. Es ist ein bemerkenswertes Detail dieses Vorgangs, dass die beiden hier beteiligten Instanzen – Gericht und Geheimdienst – ein und derselben Person unterstehen: dem noch amtierenden Präsidenten Klaus Johannis. Dieser ist als Vorsitzender des Obersten Verteidigungsrates nicht nur für die obersten Richter, Staatsanwälte und Geheimdienstchefs verantwortlich, sondern verfügt mit dem Securitate-Nachfolger gar über eine Behörde, die ihm direkt und persönlich untersteht und die – nach ihrer nominellen Neugründung 1990 – „tatsächlich als eine Art persönlicher Sicherheitsdienst des Präsidenten fungierte“ (Wikipedia). Ups.

    Johannis gehört einer nur Volltrunkenen „nationalliberal“ erscheinenden Partei des (in Rumänien weit aufgefächerten) rechtsgerichteten Spektrums an und zeichnet sich vor allem durch Durchschnittlichkeit und allseitigen Opportunismus aus. Seine Position zur euroatlantischen Moderne ist dabei ebensowenig überraschend wie die recht blumigen Korruptionsanwürfe, die ihn umranken. So wurde ihm nicht nur vorgeworfen, Kinder an Organhändler verkauft, betrügerische Immobiliengeschäfte gemacht und öffentliche Gelder veruntreut zu haben, sondern gar „ein ausländischer Agent und Separatist“ zu sein, der „das Land zerreißen“ wolle, wie uns wieder Wikipedia informiert.

    Wir halten es übrigens für einen Zufall, dass seine Partei, die Partidul Național Liberal (PNL) kurz nach Johannis’ erster Wahl zum Präsidenten 2014 das EU-Parteibündnis der „Liberalen“ verließ, um dem europäischen Machtperpetuierungskartell um Manfred Webers EVP beizutreten, das seit 25 Jahren nicht nur die Geschicke der EU bestimmt, sondern es sich auch jederzeit erlauben würde, in das Schicksal einzelner Mitgliedsstaaten einzugreifen.

    Wir halten es ebenfalls für einen Zufall, dass der „hölzerne“ (FR) und bei seinen Landsleuten mit der mikroskopischen Zustimmungsrate von 14% ganz schön unbeliebte Protestant nach seinen gescheiterten Versuchen, einen einträglichen Weiterverwendungsposten bei NATO („Generalsekretär“) oder EU („Sondergesandter für die Ukraine“) für sich herauszuschlagen, nun auf unbestimmte Zeit in einem Amt verbleibt, für das er laut Verfassung gar nicht mehr kandidieren dürfte. Was nach dem Ablauf seiner Amtszeit am 21. Dezember dann auch verfassungswidrig wäre, es sei denn, bis dahin würde der Kriegszustand erklärt. Andernfalls das Präsidentenamt bis zur Neuwahl eines legitimen Nachfolgers an den Präsidenten von Senat oder Abgeordnetenkammer zu fallen hätte.

    Für das rumänische Gericht kann man nur hoffen, dass eines von beidem auch geschieht, andernfalls es durch die Wahlannullierung de facto den verfassungswidrigen Verbleib eines Präsidenten im Amt ausgelöst hätte. Denn Johannis hat bereits angekündigt, er werde „im Amt bleiben, bis der neue Präsident Rumäniens vereidigt ist“, nach dem 21.12. also ohne valides Mandat. RechtsstaatsSmiley!

    Demokratische Medien und Sozialmedaillen

    Den vom rumänischen Geheimdienst vorgelegten Dokumenten jedenfalls ist, wie man sie auch dreht und wendet, nicht viel mehr als eine amateurhafte Analyse der bei TikTok – wie bei jeder anderen Plattform auch – zur Anwendung kommenden Algorithmen zu entnehmen, anhand derer sich bestenfalls nachvollziehen lässt, dass die Unterstützer Georgescus eine (offenbar recht erfolgreiche) Sozialmedienkampagne geführt haben. Es ist schön, dass die Boomer vom rumänischen Geheimdienst nun endlich etwas entschlüsseln konnten, was seit Jahren zum Geheimwissen sogenannter Social-Media-Influencer gehört. Georgescu wird zur Last gelegt, seine Kenntnis der Funktionsweise eines Algorithmus zur Steigerung seiner Popularität genutzt zu haben. Wir sind entsetzt, denn dasselbe machen derzeit Olaf Scholz und Robert Habeck: man nennt das eine „Social-Media-Kampagne“. Der Vorwurf, eine solche Kampagne sei „unter Ausnutzung der Algorithmen“ durchgeführt worden, ist so absurd, dass er ganz von selbst ins Leere geht.

    Nicht anders als das konspirative Geraune um eine „russische Einflussnahme“, die nicht nur vollständig belegfrei bleibt, sondern vom versammelten TikTok-Agentenstab ja auch noch vehement bestritten wird. Dass die Beweislast einer Behauptung natürlich immer bei dem liegt, der sie aufstellt, sollte sich in einer modernen Welt doch wohl herumgesprochen haben. Eine Widerlegungspflicht bei anderen wird durch eine belegfreie Behauptung schlicht nicht ausgelöst.

    Wir wüssten gern, was dieses rumänische Gericht zur letzten EU-Wahl sagen würde, wenn man es ließe. In Deutschland etwa gelang es einem politisch nicht sonderlich artikulationsfähigen Haufen EU-opportunistischer Analphabeten, durch eine (erfolgreich geführte) Sozialmedienkampagne drei Sitze im EU-Parlament zu ergattern. „Arschlöcher“ von Volt hatten „Arschlöcher“ in der Bevölkerung auf digitalen Werbekacheln dazu aufgerufen, keine „Arschlöcher“ zu sein – mit heißen Slogans wie „Mehr Eis!“, die in bis dahin ungekannter Menge und Intensität in alle nur denkbaren Sozialmedienrohre gepumpt wurden. Wer alt genug ist und noch zwei Gehirnzellen hat, wird sich daran erinnern, dass derselbe plumpe Sozialmedientrick auch der in jeder Hinsicht jämmerlichen FDP zu ihrer Präsenz im (noch) bestehenden Bundestag verholfen hat.

    Beide (Volt & FDP) verdanken ihre parlamentarische Existenz (in nicht unerheblichem Ausmaß) erfolgreichen Social-Media-Kampagnen, bei denen die „Kenntnis der Funktionsweise eines Algorithmus“ zur „Steigerung ihrer Popularität“ genutzt wurde.

    Was „Volt“ außer „Eis“ übrigens sein soll, weiß bis heute kein Mensch – und auch nicht, was genau seine Geldgeber sich von diesem Verein eigentlich erhoffen. Gerade fuhr Volt mit 1 Mio. Euro die größte Einzelspende in Deutschland ein, sie stammt von einem erfolglos vor sich hin rappenden Erben eines Filzschuhmagnaten. Wandern wird dessen Geld hauptsächlich in eine massive Sozialmedienkampagne – wie schon im Vorfeld der EU-Wahl, wo Volts Ausgaben im SM-Werbesektor die aller anderen Parteien um ein Vielfaches überstiegen. Wir empfehlen diesen wohlsaturierten Hipster-Hirnis, die ja dauernd damit angeben, immer alles „besser zu machen“, als besser gemachte Leerphrasen für den nächsten Stimmenfang die viel naheliegenderen Slogans: „Mehr Filz!“, „Mehr Geld!“, „Mehr Adelige in die Parlamente!“ Nichts zu danken, Ihr Nasen!

    Volts politische Standpunkte jedenfalls („paneuropäisch“) sind in einem so unglaublichen Ausmaß EU- und speziell kommissionskonform, dass unter Journalisten bis heute der Witz geht, diese Partei könne doch nur eine Eigengründung der EU-Kommission sein. Diese Vermutung würde einem rumänischen Gericht gewiss genügen, zickedizack hätten Sie die Annulierung der letzten EU-Wahl wegen illegaler Einflussnahme einer EU-Institution.

    An-nul-lie-ren, Alter!

    Es wäre immerhin nicht das erste Mal, dass die Kommission auf unlautere und illegale Weise in freie Wahlen und demokratische Meinungsbildungsprozesse eingriffe. Man erinnere sich etwa an Filmemacherin vonderLeyens 2020 vorgelegten Wahlwerbespot für ihre CDU-kroatische Schwesterpartei, die rechtspopulistische HDZ. Was ihr als zur Neutralität verpflichteter EU-Beamtin natürlich ausdrücklich verboten und eine absolut illegale Einflussnahme auf eine demokratische Wahl in einem EU-Mitgliedsstaat war. Konsequenzen hatte dies weder für den Wahlvorgang in Kroatien (Team vonderLeyen gewann) noch für vonderLeyen selbst, die nach Maßgabe der vom rumänischen Höchstgericht angelegten Kriterien beide unverzüglich hätten annulliert werden müssen.

    Dasselbe gilt für die dreiste Einmischung einer uns bekannten Kommissionspräsidentin in die italienische Parlamentswahl 2022, in deren Vorfeld sie eigens nach Italien reiste, um den dortigen Wählern mitzuteilen, dass sie über Mittel zu ihrer postdemokratischen Nachwahl-Disziplinierung verfüge, wenn diese es etwa wagen würden, „falsch“ zu wählen (Meloni): Entweder wird hier das „Richtige“ gewählt (nicht Meloni), so wurde sie verstanden, oder ihr einfachen Pizzabäcker bekommt mal meine „Tools“ zu spüren! Zitat vdL: “Wir werden das Ergebnis der Abstimmung in Italien sehen. Wenn sich die Dinge in eine schwierige Richtung entwickeln, haben wir unsere Instrumente, so wie im Fall von Polen und Ungarn.“

    Es wäre natürlich schöner (und demokratischer) gewesen, sie hätte stattdessen einfach eine Hohlphrase aus ihrem Köcher gezogen wie: „Die EU wird die Entscheidung der Italiener achten und keinerlei Strafmaßnahmen aus einem ihr ungenehmen Votum ableiten“. Aber diese Zeiten scheinen endgültig vorbei zu sein. EU, Demokratie, schönes Wetter – man kann eben nicht mehr alles haben.

    Was das rumänische Gericht zur notorischen Strickschwedin und ehemaligen Innenkommissarin Ikea Johansson sagen würde, die, um den Widerstand der Bevölkerung zur Chatkontrolle zu brechen, eine großangelegte und gezielte Sozialmedienkampagne (oha!) inkl. Mikrotargeting (hört, hört!) durchführen ließ, können wir uns denken.
    Als EU-Bürger denken wir übrigens auch, dass wir dieser Tage lieber für uns behalten, wie wir es eigentlich finden, dass eine bürgereigene EU-Behörde es für eine „Standardprozedur“ (Johansson) hält, das Geld ihrer Bürger für die gezielte Manipulation von deren bürgerlicher Meinung auszugeben. lol, lol, doppel-lol!


    Machtbuchhalter Manfred Weber (CSU) schließlich ist EU-Abgeordneter und Vorsitzender der EVP. Er nennt das eine „Doppelrolle“, für die er (wegen ihrer Dopplung!) dann auch ein doppeltes Gehalt bezieht, was nicht nur „innerhalb seiner politischen Familie umstritten ist“, so Politico, sondern die Dinge auch etwas unübersichtlich werden lässt. „Zusätzlich zu den rund 8.000 Euro netto als Europaabgeordneter erhält er 14.120 Euro als EVP-Vorsitzender (und da sind die Tausende monatlicher Zulagen noch nicht eingerechnet).“

    Sein EU-Wahlkampf freilich darf nicht aus Mitteln des Steuerzahlers, die ihm das Abgeordnetengehalt bezahlen, geschöpft werden, sondern nur aus den Mitteln des europäischen Parteivereins. Dem scheint Weber nicht ganz nachgekommen zu sein, denn Ende Oktober 2024 wurde bekannt, dass Europäische Staatsanwaltschaft und belgische Polizei des kleinen Mannes Wahlkampffinanzierung von 2019 untersuchen – wegen des Verdachts auf Betrug & Korruption einschließlich des Missbrauchs von EU-Geldern: „In einem Dokument der belgischen Polizei, das POLITICO vorliegt, werden Zeugen zur Erörterung strafrechtlicher Vorwürfe aufgerufen, darunter ‚Fälschung eines öffentlichen Dokuments‘, ‚Fälschung öffentlicher Dokumente durch einen Beamten in Ausübung seines Amtes‘, ‚Untreue‘, ‚Betrug‘ und ‚öffentliche Korruption‘.“ (Politico)

    Nun handelt es sich bei Manfred Weber natürlich um weit mehr als einen einfachen Fußsoldaten der europäischen Militärdemokratie, nämlich um „einen der einflussreichsten Politiker in Brüssel und Vorsitzenden der größten Fraktion des Parlaments“ (schon wieder: Politico). In Rumänien werden Staat und Verwaltung seit Menschengedenken von einer einzigen, der sozialdemokratischen, Partei dominiert – seit 35 Jahren. Dasselbe muss man über die EU sagen, die seit einem Vierteljahrhundert durchgehend demselben Verein ausgeliefert ist: der EVP.

    Die aus demokratietheoretischer Sicht funktionswidrige Nähe zwischen dem von Manfred Weber (EVP) verwalteten EU-Parlament – mit dessen Präsidentin Roberta Metsola (auch EVP) – und der von vonderLeyen (EVP) verwalteten EU-Kommission zusammen mit der vollständigen Intransparenz der von beiden (gemeinsam) abgeschlossenen politischen „Geschäfte“ führen faktisch zur Entstehung eines monolithischen EU-Machtzentrums, das die bemerkenswertesten Zufälle hervorzubringen versteht.
    So etwa die Tatsache, dass die – von der Kommission stets in der fensterlosen BlackBox ihres Maschinenraums ausgekasperte – Bewilligung der 8,7 MILLIARDEN Euro schweren sechsten Tranche aus dem „Next Generation“-Schuldentopf für Italien am Nachmittag des 25.11. erfolgte. Nur wenige Stunden, nachdem die EU-Abgeordneten von Melonis Fratelli d’Italia durch ihre postfaschistischen Stimmen die knappe Wahl von vonderLeyens neuer Kommission ermöglicht hatten (Vgl. Marco Bresolin, La Stampa).

    Zufälle gibt’s, die durchaus schwerwiegende Verdachtsfälle begründen können, denn selbstverständlich hat die Kommission etwaige Auszahlungen an Mitgliedsstaaten ausschließlich an sachlichen Kriterien auszurichten, nicht am Abstimmverhalten der Abgeordneten einer nationalen Regierungspartei. Gelder darf die Kommission aus politischen Motiven weder zurückhalten noch auszahlen – und tut unter vonderLeyen dennoch beides, wobei Webers EU-Parlament, anstatt die Kommission auftragsgemäß zu kontrollieren, ihr noch eilfertig zur Hand geht.

    In der EU herrschen, wie Sie sehen, rumänische Zustände. Läge die EU allerdings in Rumänien und nicht umgekehrt, dann wären Teile ihres derzeitigen Fundaments wohl dem verdienten Untergang geweiht: die EU-Wahlen 2019 (wegen des Verdachts der unrechtmäßigen Wahlkampffinanzierung bei Manne Streber), vonderLeyens neue Kommission (wegen des Verdachts des multiplen Amtsmissbrauchs und Stimmenhandels – neben Meloni hatten auch die Grünen einen Deal mit vonderLeyen & Weber gemacht) würden ebenso annullierte Geschichte wie die EU-Wahlen 2024 – wegen „Ausnutzung der Algorithmen“ zur „Steigerung der Popularität“ von Volt. Staub und Schatten noch vor dem nächsten Frühstück.

    Doch EU-Institutionen sind – wie andere Organisationsmonstren auch – zu einer kritischen Selbstbetrachtung natürlich von Natur aus unfähig. Überzeugt von der eigenen Unfehlbarkeit sind sie, wo immer Widerstand gegen ihren Kurs entsteht, schnell mit vermeintlich anderen Ursachen zur Hand: externe Faktoren, interne Faktoren, China, der Vollmond, „russische Interferenz“. Die Vertreter des Pro-EU-Establishments können an der Ablehnung, die sie in der Bevölkerung immer häufiger erzeugen, unmöglich selbst schuld sein. Nicht, ausgeschlossen, per definitionem, niemals. Stattdessen geben sie sich, überzeugt auch von der eigenen Bedeutung, einem mitunter ins Absurde übersteigerten Selbsterhaltungstrieb hin, der sie ohne Unterlass und in immer neuen Schleifen weltfremder Selbstbezüglichkeit lächerliche „Missionen“ erfinden und in ihr pseudodemokratisches Schaufenster stellen lässt.

    Nun will nämlich ausgerechnet das EU-Parlament am Beispiel Rumäniens die von Geheimdienstlern gründlich unterwanderten TikToker unter die Lupe nehmen. Wer glaubt, dass das Parlament, das schon bei seiner Inaugenscheinnahme der Corona-Impfstoffverträge & der israelischen Spähsoftware Pegasus recht eindrücklich gezeigt hat, dass seine Untersuchungsausschüsse weder befugt noch dazu in der Lage sind, auch nur das Geringste aufzuklären, – wer also glaubt, dass bei einer Untersuchung von TikTok durch die EU irgendetwas herauskommen kann, das zur Restituierung der durch ihre eigene Praxis längst irreparabel geschädigten Demokratie brauchbar wäre, der glaubt auch, dass die Niederkunft des Osterhasen in der EU auf Heiligabend fällt.


    Wo die Lüge hinfällt

    A propos. Was ist eigentlich mit Manipuationen ganz anderer Art? Muss denn die unstatthafte Wählerbeeinflussung zwingend über den Genuss von TicTac erfolgt sein, um die Annullierung eines Wahlakts herbeiführen zu können?

    Beginnt das manipulative Elend der demokratischen Geschmacksnerven nicht schon mit allen von den Bewerbern selbst in Umlauf gebrachten Informationen? Auf denen sogar das Erste und Augenfälligste, nämlich ihr Aussehen – Photoshop sei dank – schon prima vista nichts anderes als eine schreckliche Lüge ist? Wie viele Wähler wurden 2017 vom faltenfreien Antlitz einer in Wahrheit 153-jährigen Runkelrübe wie Angela Merkel in die Irre geführt? Wie viele hätten der FDP oder den Grünen niemals ihre Stimme gegeben, wenn sie gewusst hätten, wie Annalena Baerbock und Christian Lindner ohne digitale Retusche aussehen?

    Sollten wir die kommende Bundestagswahl nicht schon einmal vorsorglich annullieren lassen, weil z.B. Friedrich „Fotzenfritz“ Merz mit dem populistischen Schlachtruf „Steuern runter!“ in den Krieg zieht, nur um Stimmen zu gewinnen, die er nie erhalten würde, wenn die Wähler wüssten, wie und was der Blackrock-Willi wirklich denkt?

    Von den Grünen einmal zu schweigen. Kaum je wird sich ermessen lassen, wie viele Unschuldige von brechreizerzeugend grünen (würg!) Wahlplakaten mit der Aufschrift „Keine Waffen und Rüstungsgüter in Kriegsgebiete“ in eine fehlerhafte Wahlentscheidung hineinmanipuliert wurden, deren verlogener Betrugscharakter erst nach erfolgter Stimmabgabe sichtbar wurde.

    Überhaupt kann man doch jeden kleinen Wurstmacher in der EU in den wirtschaftlichen Ruin klagen, wenn er etwas anderes hinter die Pelle presst, als draußen auf der Verpackung steht. Aber die Annullierung einer Wahl wegen nachweislich grober Verbrauchertäuschung durch Parteien und Kandidaten soll in einer Demokratie nicht vorgesehen sein? Wir kommen da langsam nicht mehr mit.

    Wie müsste ein Gericht, das nach eigenem Bekunden daran interessiert wäre, den demokratischen Prozess vor unstatthafter Beeinflussung zu schützen, wohl über eine wahlentscheidende Berichterstattung aus dem Jahr 2020 denken, die am prominentesten gar nicht durch TikTok, sondern durch alle gängigen Les-, Hör- und Guckmedien der ganzen Welt gereicht wurde? Der jetzige US-Außenminister Antony Blinken (schon wieder der!) hatte den ehemaligen CIA-Vizedirektor Mike Morell nämlich dazu angestiftet, seinerseits 51 Ex-Geheimdienstler zur Niederschrift eines offenen Briefes anzustiften, in dem diese medienresonant versicherten, bei den gerüchteweise aufgetretenen Ungeheuerlichkeiten um des Präsidentenanwärtersohnes Laptop (Hunter Bidens) handele es sich nach ihrem Dafürhalten ganz sicher, zweifellos, „wir schwörn!“, um „russische Propaganda“. Das, was man über diesen bis zum Rand mit brisanten Daten befüllten Laptop wisse, weise „alle klassischen Anzeichen einer russischen Informations-Operation auf“, so die einhellige Behauptung der vermeintlichen „Experten“ und aller angeschlossenen Medien, die derlei manipulative Narrative zur Stabilisierung des politischen Status Quo immer engagierter und kritikloser weiterverbreiten. Oha!

    Aha! Derselbe Wortlaut, dieselbe konspirative Esoterik, dasselbe Russland-Geraune wie in der beweislosen Beweiskette der rumänischen Behörden, westlichen Medien und US-amerikanischen Interferenten zur annullierten Präsidentschaftswahl: „Alle klassischen Anzeichen einer russischen Informations-Operation.“ Nachtigall, wir hör’n dir trapsen!

    Vier Jahre und eine grauenvolle Amtszeit später weiß man in den USA, was man 2020 eigentlich auch schon wusste. Nämlich nicht nur, dass die tragbare Datenbombe tatsächlich existiert, sondern auch, dass sie die Dokumentation von nicht weniger als 459 Hunter-Bidenschen Straftaten enthält: 191 Sexualdelikte, 128 Drogendelikte und 140 Wirtschaftsdelikte, darunter Straftaten in der Ukraine.

    Dass Biden senior, als wäre er ein spätkapitalistischer (krimineller) Mafiapapst, den gleichnamigen Juniorjunkee vorausschauenderweise gerade noch rechtzeitig von jeder Straftat freigesprochen hat, die beide seit 2014 begangen haben (was für die stolzen USA übrigens ein Vorgang ohne Beispiel ist), spricht Bände. Wie soll man als Präsident auch zwischen Amnesie und Amnestie unterscheiden können, ihr Cracknasen! Schuld und Sühne jedenfalls ist der US-Präsidenten Sache nicht – und ebensowenig die ihrer Außen- und Geheimdienstler, die nun, da sie dieser dicken Lüge überführt sind, noch immer globale Interventionen und große Reden schwingen, anstatt vor Scham in demokratischem Staub zu versinken. Wir halten fest: Das 2020 zugunsten von Joe Biden wahlentscheidend inszenierte US-Thema „russische Interferenz“ war keineswegs eine Einflussnahme von außen oder gar Russlands, sondern die gezielte Einflussnahme einer US-internen „Sicherheitselite“ auf einen demokratischen Wahlprozess. (Präsentiert wurde dieses schmierige Manipulationsmanöver übrigens von allen als seriös gehandelten Medien, die an anderer Stelle wortreich und verständnislos darüber klagen, dass das Vertrauen in ihre Berichterstattung nachgelassen habe.)

    Von „verlängerten Armen“ und „Bettgenossen“

    Zurück nach Europa: Rumänien und die EU. Von „verlängerten Armen“ und „Bettgenossen“ ist dort allenthalben die Rede – nur wer wessen oder wer mit wem, das ist in einem Land wie Rumänien schwer zu durchschauen. Das rumänische Verfassungsgericht könnte entweder „als verlängerter Arm des politischen Establishments agieren“ (Deutsche Welle) oder „mit dem Geheimdienst im Bett liegen“ (Deutschlandfunk). Es würde unser Vorstellungsvermögen übrigens auch nicht sprengen, wenn es neuerdings, nach Einzug der „Moderne“, auch noch weitere Arme und Bettgenossen in Rumänien gäbe.

    Das Beziehungsgefüge zwischen der EU-Exektive, dem von ihr selbst errichteten EU-Justizapparat und jenem EU-Geheimdienst, den die EU (ebenso wie ihre eigene Bummbumm-Armee) zwar noch nicht hat, aber natürlich gerne hätte, – jedenfalls, wenn sie mal groß ist, was mit Frau vonderLeyen (1,53 m) an der Spitze glücklicherweise ausgeschlossen ist. Nochmal: das Beziehungsgefüge in der EU steht dem in Rumänien bestehenden Einflussgewirr in nichts nach.

    In Ermangelung einer anderen schlüssigen Erklärung halten wir es für einen unglückseligen Zufall, dass 2019 – parallel zum Einzug vonderLeyens – die Rumänin Laura Kövesi zur ersten Chefin der neugegründeten Europäischen Staatsanwaltschaft EPPO wurde. Die unter der feierlichen Überschrift „Korruptionsjägerin“ in ihr neues Amt gelangte Juristin hatte für fünf Jahre der rumänischen Antikorruptionsbehörde vorgestanden, bis der rumänische Justizminister 2018 ihre Entlassung forderte – gestützt auf einen Bericht über ihre Führungstätigkeit in besagter Behörde. „Zu den Vorwürfen gehörten: übermäßiges autoritäres Verhalten, Einmischung in die Ermittlungen anderer Staatsanwälte, Priorisierung der Akten je nach Medienwirkung, Verstoß gegen die Entscheidungen des Verfassungsgerichts und Unterzeichnung illegaler Vereinbarungen mit den Geheimdiensten.“ (Wikipedia engl.)

    Der noch amtierende Präsident Johannis weigerte sich, die angeordnete Entlassung vorzunehmen, wozu das Verfassungsgericht ihn schließlich zwingen musste. Wenig später war Kövesi nach eigenen Angaben in 18 Strafverfahren verwickelt, in denen sie des Amtsmissbrauchs, missbräuchlicher Ermittlungen, ungerechter Repressionen sowie der Bestechlichkeit und Falschaussage beschuldigt wurde.

    Ironischerweise trat die von ihr geführte Behörde kürzlich im belgischen Lüttich in Erscheinung, an demselben Tag, an dem in Rumänien die Präsidentenwahl abgesagt wurde „zum Schutz der Demokratie“, wie es hieß. Tatsächlich geschützt wurde sie weder in Bukarest noch in Lüttich, wo die Rumänin Kövesi die ihr leihweise übertragene EU-Macht vor einem belgischen Gericht in Anschlag brachte, um den dort verhandelten Prozess gegen Frau vonderLeyen ein weiteres Mal zu hintertreiben. Zur „Überraschung“ aller Prozessbeteiligten – der Klage des Belgiers Frédéric Baldan haben sich mittlerweile über 1000 Organisationen, Bürger sowie die EU-Staaten Ungarn und Polen angeschlossen – trat Kövesis Behörde nicht etwa in Erscheinung, um ihre gesammelten Beweismittel zur Pfizer-SMS-Affäre zu überbringen oder sonstwie behilflich bei ihrer Aufklärung zu sein, sondern lediglich, um gegen das Verfahren in seiner Gänze zu protestieren und sich unter Verweis auf „Immunität“ schützend vor die Kommissionspräsidentin zu werfen.

    Ob die Europäische Staatsanwaltschaft, von der wir bis eben noch dachten, sie wäre für die Untersuchung von Korruptionsfällen zuständig und nicht für vonderLeyens juristischen Personenschutz, mit ihrer Immunitätsthese durchdringt, wird sich zeigen. Das belgische Gericht hat die Verhandlung auf Januar vertagt.

    Die Unabhängigkeit der Europäischen Staatsanwaltschaft beruht, wie Sie sehen, auf der einfachen Tatsache, dass sie formal einem Justizkommissariat unterstellt ist, das seinerseits der Kommissionspräsidentin untersteht. So etwas nennt sich „Rechtsstaatsmodell“.

    Ob zutrifft, was Rumänen munkeln, nämlich dass Frau Kövesi durch ihre Ernennung zur EPPO-Oberstaatsanwältin jeder weiteren Ermittlung zu Korruptionsvorwürfen, denen sie selbst ausgesetzt war, in Rumänien entgangen ist, das wagen wir nicht zu beurteilen. (Obwohl das natürlich eine interessante Parallele zu Frau vonderLeyens jähem Verschwinden von der deutschen Korruptionsbühne wäre.)

    Je genauer man sich das Feld der Würden- und Amtsinhaber Rumäniens ansieht, desto weniger weiß man noch, wie das Land wohl in die EU gelangt sein könnte. Wahrscheinlich auf demselben Weg, den die Kommission bereits eifrig für die Ukraine pflastert. Das Mitglied Rumänien wurde wegen Filz und Vetternwirtschaft bis Ende 2023 noch von der Kommission überwacht; kein politischer Entscheidungsträger, dem Korruption nicht vorgeworfen oder schon stichfest nachgewiesen ist.

    Nach 20 Jahren und zwei-bis-drei Erweiterungsrunden, mit denen die EU (durchschnittlicher Jahresausstoß: 1.200 Verordnungen, 700 Entscheidungen, 80 Richtlinien) sich und das Universum ihres paradiesischen Regelwerks weit nach Osten ausgedehnt hat, müsste man einmal ehrlich fragen, wer sich dabei eigentlich wem anverwandelt hat: ein Staat wie Rumänien der EU – oder die EU einem Staat wie Rumänien. Beide scheinen (botanisch) beeindruckende Sumpflandschaften in den demokratischen Wüsten der Moderne zu sein.


    Was jetzt, Medien?

    Sogar die Demokratiekompatibilität des in der rumänischen Justiz vorherrschenden Gesellschaftsbildes muss man in Zweifel ziehen, wenn dortige Höchstrichter es tatsächlich für plausibel halten, dass die Wahlentscheidung des rumänischen Demos auf den Empfang einminütiger TikTok-Clips zurückgehen könnte. Glauben rumänische Richter wirklich, dass jene in aufgeklärten Gesellschaften von ihren eigenen Verstandeskräften Gebrauch machenden Bürger sich an selbstgebastelten Tanzvideos orientieren, die auf einer Plattform für Minderjährige zirkulieren?

    Die atomare Grundeinheit der Demokratie ist immer noch der Bürger, der nach den Prämissen einer sich als aufgeklärt ansehenden Gesellschaft eben auch als mündig anzunehmen ist, andernfalls der demokratischen Machtübertragung (an politische Repräsentanten) jede valide Grundlage fehlte. Als Demokraten müssen wir in Theorie und Praxis davon ausgehen, dass jeder einzelne Träger der politischen Gewalt, jeder einzelne Wähler, über ein intaktes politisches Urteilsvermögen verfügt und daher in allen (öffentlichen) Belangen zu einer eigenständigen Meinungsbildung imstande ist – unabhängig davon, welche Medien er in welchem Ausmaß konsumiert: Fix&Foxi, Der Eisenbahner, RT Irgendwas.

    Dies hat für das digitale Zeitalter nicht weniger zu gelten als für alle vordigitalen. Niemand wäre seinerzeit auf die Idee gekommen, die Wahl von Konrad Adenauer wegen der Erfindung des Farbfernsehens in Zweifel zu ziehen oder die von Helmut Kohl wegen der allzu weiten Verbreitung des ZDF-Magazins, der „Bild“-Zeitung und von Unterstützervideokassetten (Betamax) regionaler Saumagen-Gemeinden aus der Pfalz. (Oder den Wahlanteil der Grünen wegen der ideologischen Schieflage eines Druckwerks wie der taz.)

    Warum die Existenz oder Nutzung eines Mediums auf die autonome Wahlentscheidung mündiger Bürger einen nennenswerten Einfluß ausüben sollte, wird weder vom Gericht noch von der sich einmischenden EU auch nur ansatzweise dargelegt. Und es ist auffällig und bezeichnend, dass die unbelegte (und ganz schön steile) These, die Nutzung eines spezifischen Mediums durch einen mündigen Bürger unterbinde irgendwie dessen Fähigkeit zur autonomen Urteilsbildung, auch von der sogenannten Vierten Gewalt gar nicht erst ernsthaft hinterfragt wird.

    Die großen Staatsdemokratiebewahrungsapparate der westlichen Welt scheinen die Existenz ihrer digitalen Neumedien durchgehend als Beschleuniger wählerseitiger „Dummheit“ zu betrachten. Aus Politik und Medien ist die hierzu passende Abart der (Handkeschen) Publikumsbeschimpfung auch längst unverhohlener denn je zu hören, wo sie wahlweise auf Wähler von Trump, Le Pen, Wagenknecht, Weidel, Meloni, Mélenchon oder eben Georgescu zur Anwendung kommt. Selbst rumänische Politologen spornen mittlerweile öffentlich dazu an, „die Wutwahl“ Georgescus ganz allgemein auf „die Dummheit“ der beteiligten Wählerschaft zurückzuführen. Die hier implizit enthaltene These, Wähler von Joe Biden, Emmanuel Macron, Robert Habeck oder Fritze „Fotzenfritz“ Merz wären aus irgendeinem nicht näher erläuterungsbedürftigen Grund irgendwie „klüger“ (oder wenigstens weniger „dumm“) als alle anderen, ist von einer so verachtenswerten Unverschämtheit gegenüber dem demokratischen Souverän (und dem gesamten Konzept der Demokratie), dass man sich fassungslos die Augen reibt.

    Die von digitalen Medien (in den Kreisen des „Establishments“) ausgelösten Irritationen haben weit weniger mit der (relativen) Neuigkeit dieser Medien selbst als mit der Tatsache zu tun, dass ihre zentralen Eigenschaften – bisher ungekannte Informationsvielfalt und Übertragungsgeschwindigkeit – die effektive Steuerung eines politischen Narrativs erschweren. Solange es nur eine überschaubare Anzahl analoger, geschwindigkeitsarmer Medien gab, war die öffentliche Meinungsbildung leicht beeinflussbar – durch ein Mediensystem, dessen Hauptfunktion (Lippmann & Chomsky zufolge) ja nicht in der neutralen Informationsübermittlung liegt, sondern in der Erzeugung gesellschaftlicher Zustimmung zu den andernorts ersonnenen Politiken – fabriziert von einer „spezialisierten Klasse“, die ihrerseits von politischen & wirtschaftlichen Partikularinteressen manipuliert ist. Medien als „Konsensfabrik“.

    Ein solches Mediensystem fungierte nicht als demokratisierende, weil den Demos zu autonomer Entscheidungsfindung ermächtigende Transmissionsinstanz, sondern trug ganz wesentlich dazu bei, dass „demokratische“ Entscheidungen einer de facto undemokratisch „spezialisierten“ Klasse vorbehalten blieben. Aus Sicht ihrer wirtschaftlichen und politischen Interessensträger konnte diese „Demokratie“ sich also tatsächlich auch „liberal“ geben, da die gesellschaftliche Konsensbildung durch die Funktionsweise ihres Mediensystems hinreichend gesichert war.

    Seit dies im Zeitalter des Digitalen nicht mehr (ohne weiteres) möglich ist, beginnen demokratische Systeme, eine Vielfalt ihnen vordergründig wesensfremder Illiberalismen auszubilden, deren Zweck es ist, das (vollständige) Entgleiten des gesellschaftlichen Narrativs zu verhindern. Im digitalen Zeitalter werden liberale Systeme mit „spezialisierter Klasse“ notwendigerweise autoritär.

    Das ist es, was etwa vonderLeyen meint, wenn sie den „Kampf“ gegen „Desinformation“ für den wichtigsten des kommenden Jahrtausends hält und in der EU-Kommission stetig daran arbeiten lässt – übrigens unter expliziter Beteiligung der informationellen Kampfgeschwader der NATO -, Instrumente zur Züchtigung allzu anarchischer Informationsbiotope zu entwerfen („European Democracy Shield“, heute mit satter Mehrheit vom EU-Parlament abgesegnet). Und dies mit dem expliziten und vielsagenden Fernziel, die Menschen in der EU derart effektiv zu „impfen“, dass sie „schädliche“ Information gar nicht erst aufnehmen könnten, so vonderLeyen wörtlich. Die hergestellte Analogie zwischen der Biologie und den Glaubens- und Wissenssystemen einer Gesellschaft ist keineswegs zufällig, denn auch die von der Kommission im März vorgelegten „Leitlinien für die Minderung systemischer Risiken für Wahlen“ entwerfen ganz explizit „präventiv“ einzusetzende „Impfstoffe“ für psychologische „Impfkampagnen“ zur Erhöhung der „Widerstandsfähigkeit“ gegen „Fehlinformationen“. Ein kleiner Pieks für Sie, ein großer für Demokratie & Machterhalt.

    Das scheint es zu sein, was in der noch „ungeimpften“ Gesellschaft Rumäniens dieser Tage dann auch tatsächlich entglitten ist: die Medien haben ihre Funktion als gesellschaftliche Konsensfabrikanten für die (etablierte) Politik eingebüßt, was sich ganz ähnlich übrigens auch bei der US-Präsidentschaftswahl beobachten ließ. Die Mehrzahl der US-Amerikaner habe, so Journalist Glenn Greenwald, trotz (oder gerade wegen) der medialen Dauerbeschallung zur Diskreditierung Donald Trumps den Tüpen dann eben doch (oder gerade deswegen) gewählt, was nicht nur darauf hindeute, dass die großen Medien ihre bisher ausgeübte (Manipulations-)Wirkung auf den Meinungsbildungsprozess verloren hätten, sondern zeige, dass die Grundeinheiten der demokratischen Gesellschaft, die Bürger, Wähler und Medienkonsumenten, mittlerweile schon ziemlich „geimpft“ und „resilient“ seien. Nur eben anders, als Frau vonderLeyen es sich vorstellt, nämlich nicht gegen die „Desinformation“ aus neueren Medien, sondern ausdrücklich gegen jene, die einem Mediensystem entstammt, die als nicht (mehr) vertrauenswürdige Machtstabilisierungsanlage durchschaut ist.

    Mein rechter, rechter Platz ist leer, ich wünsche mir Rumänen her.

    Ob Georgescu nun tatsächlich der „Rechtsextremist“ ist, als den hiesige Medien ihn unisono ausweisen, darf uns ganz egal sein, denn für den hier verhandelten Sachverhalt ist es völlig unerheblich. Er könnte auch an UFOs, fliegende Spaghettimonster, Karl Marx, den Klimawandel und die Zahnfee glauben, ohne dass es die geringste Rolle spielte, denn die rumänische Präsidentschaftswahl wurde nicht wegen etwaiger Überzeugungen oder Ansichten eines Kandidaten annulliert, sondern wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten auf einem Sozialkanal für Halbstarke.

    Seine Biographie weist den gelernten Agronomen und Dozenten der Universität Bukarest als „etablierten Politiker mit verschiedenen Regierungsämtern, darunter leitende Positionen in den Ministerien für Umwelt und auswärtige Angelegenheiten“ (Euractiv) sowie als erfahrenen Diplomaten aus. Georgescu war Sonderberichterstatter für Giftmüll beim UN-Hochkommissariat für Menschenrechte, Präsident des European Research Center des Club of Rome in Winterthur und Exekutivdirektor beim United Nations Global Sustainable Index Institute in Genf und Vaduz. Mehrmals wurde er für das Amt des Ministerpräsidenten vorgeschlagen, zuletzt 2021 von der zu Melonis EKR-Fraktion gehörenden AUR, zur jetzigen Präsidentschaftswahl war er parteilos angetreten.

    Jene ihm nachgesagte Sympathie zu Organisationen und Funktionsträgern der NS-Zeit scheint Georgescu mit einer Vielzahl rumänischer Bürger und Amtsträger zu teilen, auch mit Rumäniens rechtskonservativem Noch-Präsidenten Johannis, der einem Sympathisanten der faschistischen Eisernen Garde gar den Orden „Stern von Rumänien“ verlieh.

    Im jüngsten Wahlkampf spielten derlei Fragen keine Rolle, denn primär ging es nicht um den Umgang mit der rumänischen Vergangenheit, sondern – erstens – um die (stetig) steigenden Lebenshaltungskosten und die (stetig) sinkende Kaufkraft der Bürger, um Ökonomie, soziale Abstiegsängste und zunehmende Verarmung. Die Inflation in Rumänien liegt derzeit bei schöngerechneten 4,7 Prozent, erreicht zu ihren Hochzeiten zweistellige Werte (13,8% im Jahr 2022) und gehört durchgehend zu den höchsten in der gesamten EU. Die Geburtenrate hingegen ist in Rumänien so niedrig wie seit 143 Jahren nicht mehr, was – wie wir von Emmanuel Todd und anderen Demographen wissen, – einer der verlässlichsten Indikatoren für ökonomischen Niedergang, soziale Unsicherheit und die Zukunftsangst einer Gesellschaft ist.

    Und zweitens ging es – wie derzeit überall in der EU – in der Hauptsache natürlich um die Frage von Krieg und Frieden. Im Unterschied zur Zweitplatzierten, von der nicht bekannt ist, dass sie den EU-NATO-Kurs schon einmal öffentlich infrage gestellt hätte, sprach Georgescu sich unmissverständlich für den Frieden aus. Das ist das Gegenteil von Krieg.

    „Sicherheit entsteht durch Dialog, nicht durch Konfrontation, wenn man elegant und zivilisiert ist“, lässt der Mann etwa von sich hören, oder: „Es gibt keinen Grund für uns, ständig über Krieg zu reden, wir müssen uns um den Frieden kümmern, ohne Frieden können wir nichts aufbauen.“ Und: „Heute Abend hat das rumänische Volk ‚Frieden‘ gerufen“, war der „TikTok-Faschist“ (Hashtag auf X) nach dem (gewonnenen) ersten Wahlgang überzeugt.

    „Auf TikTok und YouTube setzte Georgescu auf Themen wie Familienwerte, Tradition, die christlich-orthodoxe Kirche und eine enge Verbindung zur Natur. In anderen Videos werden seine sportlichen Fähigkeiten hervorgehoben: Der 62-Jährige ist Träger des schwarzen Gürtels im Judo und läuft Marathon.“ (Euractiv)

    Wir haben allmählich unsere Zweifel, ob dieser christlich, konservativ, spiritualistisch, sportlich und friedlich wirkende Diplomat tatsächlich rechtsextremistischer sein könnte als Manfred Weber, Ursula vonderLeyen und jeder andere, der ihm nachsagt, dass er es wäre. Immerhin sind nicht wenige EU-Bürger der Überzeugung, ihre politischen Vertreter unterstützten an unterschiedlichen Schauplätzen der Welt mittlerweile ganz offen diverse Ethnosuprematisten, die nur durch ihre jeweilige Landessprache voneinander unterscheidbar sind: Asowsche Neonazis in der Ukraine, dschihadistische Terroristen in Syrien, antidemokratische Putschisten und Amateurputschisten – Huhu, Michi Roth von der SPD! – in Georgien & Serbien – sowie paar genozidale Kriegsverbrecher an der Levante (Namen d. Red. bek.).

    Gerade in EU & NATO, das zeigt beider jüngere Geschichte nun wirklich hinreichend, stellt die Zusammenarbeit mit Rechtsextremisten sichtlich nicht das geringste Problem dar. Und wer mit italienischen, französischen, polnischen, lettischen, estnischen, türkischen, ukrainischen, kosovarischen, spanischen, dschihadistischen, zionistischen, faschistischen und postfaschistischen Hypernationalisten jeder Couleur friktionslos konstruktiv zusammenarbeiten kann, der sollte sich vor einem orthodoxen Pazifisten aus Rumänien nun wirklich nicht fürchten müssen.


    Na, na, Nato!

    Überhaupt scheint uns mit diesem Fall die Kennzeichnung eines politischen Akteurs als „rechtsextremistisch“ endgültig zur Chiffre für jede von der EU- und NATO-verordneten Kriegsbegeisterung abweichende Abweichung geworden zu sein. Dass Georgescu eine kritische Haltung gegenüber der mit ihrer einstigen Gründungsidee bestenfalls noch lose verbundenen EU hat, sollte jeder nachvollziehen können, für den ursprüngliche EU-Prinzipien noch ein Maßstab sind – und der beobachtet, wie Frau vonderLeyen sie in großem Maßstab handstreichartig deformiert. Der Rumäne Georgescu stehe der EU „kritisch“ gegenüber, heißt es. Nun, wie könnte man das unter diesen Umständen nicht.

    Dasselbe gilt für einen kriegsirren Bummsbläserverein, wie die NATO einer (geworden) ist. Auch hier, so hört man, sei Georgescu „kritisch“. Nur wie, das muss man sich als aufmerksamer Mensch doch endlich einmal fragen, wie könnte man das denn auch nicht?

    Das durch die Blockexistenz der NATO induzierte Blockdenken zusammen mit der atemberaubend rückständigen Block- und Blockerweiterungspolitik, die aus ihr erwachsen sind, haben sich doch gerade für Europa als ein absolutes Desaster erwiesen: Ungerührt lassen wir Europäer einen offenen NATO-„Stellvertreterkrieg“ (Zitat: Boris Johnson) auf unserer eigenen Kontinentalplatte austragen, den wir nach Jahren krachend gescheiterter Blocksanktions-, Blockrüstungs- & Blockwirtschaftspolitik nun auch noch eindrucksvoll verlieren.

    Und während die Auftragsbücher der US-amerikanischen Rüstungs- und Frackinggaskonzerne aus allen Nähten platzen, hat uns die von vonderLeyen forcierte Anbindung der EU an die NATO nicht nur eine politische Krise nach der anderen eingebracht (u.a. in ihren ehemaligen „Motorstaaten“ Deutschland & Frankreisch), sondern Wirtschaft und Gesellschaft Blockeuropas in Grund und Boden ruiniert. Nie sah es für die ökonomischen Indizes – Produktion, Wachstum, Insolvenzen – und für die tatsächliche Basis einer erfolgreichen Ökonomie schlechter aus als jetzt. Nie waren die Staaten (und sogar die EU selbst) verschuldeter als heute: Frankreich ist besonders pleite, eine Art zweites Griechenland, aber alle anderen ja auch. Die sozialen Einschnitte, mit denen der durchschnittliche (seinerseits ganz und gar nicht kriegsirre) EU-Bürger die NATO-Kaprizen einer immer schlechter als EU frisierten Kommission – dank der von ihr durchgesetzten Austerität – wird ausbaden müssen, werden beispiellos sein: das Ende des europäischen Sozialstaatsmodells.

    Zusammenfassend kann man also alles Mögliche sagen, nicht aber, dass die von der doofen Kommissionspräsidentin vorangetriebene US-Blockpolitik und NATO-Anbindung aus Sicht der EU besonders erfolgreich gewesen wäre. (Jedenfalls nicht als Europäer, USmiley.)

    Am 8. Dezember sollten Rumänen die Wahl zwischen einem kriegsaversen Diplomaten (Calin Georgescu) und einer nach westlich-liberalem Vorbild geformten Kleinstadtbürgermeisterin (Elena Lasconi) haben. Sie hätten sich für den Herrn entschieden. Die letzten Umfragen vor der vereitelten Stichwahl zeigen, dass Georgescu mit 63% weit in Führung lag. Bereits ausgezählte Stimmen rumänischer Auslandswähler sollen (anders als in Moldau, lol) kein anderes Bild ergeben haben: Georgescu soll „bis zu“ 77% der Stimmen erhalten haben.

    Der noch amtierende Johannis dagegen ist alles andere als kritisch. Der euroatlantischen Militärkörperschaft ist er so stark verbunden, dass er seit März 2024 monatelang und heftig darauf bestand, der einzig Richtige für den Posten ihres Generalsekretärs zu sein.

    Was natürlich ein ulkiger Zufall ist, denn in Rumänien soll der größte NATO-Stützpunkt Europas entstehen, was rumänische Behörden gerade erst zur Enteignung von 2400 Hektar militarisierbaren Landes veranlasst hatte. Zusätzlich zu den 70.000 bereits im Land stationierten NATO-Soldaten wird am Stadtrand von Constanta, nur 100 km von der Ukraine entfernt und direkt am Schwarzen Meer, eine eigene Militärstadt für 10.000 Soldaten aus Heer, Luftwaffe und Marine gebaut – mit Start- und Landebahnen für Kampfjets, Rollfeldern und Hangars für wuchtige Militärmaschinen, Munitionslagern, Treibstoffdepots, Lagerplätzen für Militärtechnik, Schulen, Kindergärten, Geschäften, Apotheken, Sexkinos (Spaß) und einem praktischen Krankenhaus, das man als Militärheini natürlich immer gut gebrauchen kann. 2,7 Milliarden Euro soll der Spaß um den Ausbau eines insgesamt 3000 Hektar großen Dings kosten, das noch größer werden soll als die mit 2000 Hektar schon gigantomanische US-Basis in Ramstein, von der NATO & USA ihre Logistik- und „Humanreserven“, wie sie das sprachlich immer so hübsch entmenschlichen, ins Rumänische zu verlagern gedenken.

    Dieselbe NATO hätte allerdings ein Problem, wenn in Rumänien ein Präsident ins Amt käme, der Ausgaben, die der eigenen Bevölkerung zugute kommen, sinnvoller findet als „Investitionen“ in Kriegsgerät. Und der eine Beendigung des Ukrainekrieges für erstrebenswerter hält als dessen endlos endlose Fortsetzung. Immerhin würde so ein Staatschef das Land nicht nur auf NATO- und EU-Gipfeln vertreten, sondern über „Streitkräfte“ ebenso entscheiden wie über „Militärhilfe“ und „Verteidigungsausgaben“, deren massive Erhöhung angesichts der ökonomischen und sozialen Lage berechtigter Kritik ausgesetzt ist. Die rumänischen Rüstungsausgaben stiegen 2024 auf 20 Milliarden Euro, was einer Erhöhung von 45% (!!) auf knapp 6% des BIP entspricht. Bis 2027 gedenkt das arme Rumänien, fast so kaputt wie Deutschland, schamlose 65 Mrd. Euro durch Waffenshopping zu pulverisieren.

    Auch über eine unmittelbare Kriegsbeteiligung, die (etwa infolge eines moldauischen Angriffs auf Transnistrien) immer mehr Rumänen ernstlich zu fürchten beginnen, hätte der Präsident das letzte Wort. Auf dem Gebiet des heutigen Rumänien haben vermeintliche oder tatsächliche Großmächte immer wieder das Kanonenfutter für ihre Kriege rekrutiert: von den Römern, nachdem sie sich die Daker, Vorfahren heutiger Rumänen, untertan gemacht hatten, bis zu den Nationalsozialisten. Rumänische Soldaten kämpften Seit an Seit mit deutschen – bis nach Odessa, Sewastopol, Stalingrad und in den Kaukasus. Die Gesamtzahl der an der (damaligen) Ostfront eingesetzten rumänischen Truppen (der Dritten und Vierten Armee) war nur noch von jener Nazideutschlands übertroffen: 686.258 Mann standen im Sommer 1941 unter Waffen, im Sommer 1944 waren es 1.224.691. Und am Ende standen viele von ihnen auch unter Waffen nicht mehr.

    Sechs Tage (12.12.) nach Annullierung der Präsidentschaftswahl wurde in Rumänien ein Gesetz verabschiedet, das es ermöglicht, Einheiten der rumänischen Armee unter ausländisches Kommando zu stellen, um militärische Operationen auf dem Territorium des Landes durchzuführen. „Wir wissen, worauf das hinausläuft“, kommentieren Rumänen das Gesetz im Internet, und wir ahnen es auch.


    Info: https://martinsonneborn.de/ueber-demokratie-alles-und-ueber-rumaenien


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.01.2025

    Über Demokratie & Alles. Und über Rumänien  ( II von II )

    Am selben Tag wurde Rumänien 18 Jahre (!) nach dem EU-Beitritt in die Schengen-Zone aufgenommen. Wenn wir Rumänen wären, würden wir das lieber nicht als Belohnung mißverstehen – wie manch anderes, was dieser Tage so aus Brüssel kommt. Das Schengen-System steckt in seiner größten Krise, die einstige Reisefreiheit besteht nur noch auf dem Papier.

    Vor gut einem Jahr forderte die NATO allerdings den Aufbau eines militärischen Schengen-Raums in Europa, was seither zu den Prioritäten der Leyenschen Kommission gehört. Wenn die NATO nämlich an ihre durchaus agnostische Ostfront will, und das will sie natürlich unbedingt, dann möchte sie ihr schweres Totschieß- und Kaputtmachgerät gern ohne lästige Grenzkontrollen an besagte bringen können: Freie Fahrt für Frontabschnitt Schwarzmeerküste!

    Die EU scheint unter Frau vonderLeyen weit weniger für ihre Bürger als für die NATO und deren strategische, finanzielle und eben auch logistische Bedürfnisse einzutreten. Dass die am besten entlohnte Bedienstete der Europäischen Union nicht auf die Wiederherstellung von Frieden und Wohlstand hinarbeitet, sondern Amt und Mandat der EU-Bürger dazu missbraucht, sich zur Erfüllungsgehilfin eines Vereins kriegsbesessener Soziopathen zu machen, der mit der EU absurderweise ja noch nicht einmal verbunden ist, das hätte es unter keinem ihrer zwölf Vorgänger gegeben, selbst unter den unsympathischeren nicht.

    Und dass die EU-Kommission sich in die rumänischen Vorgänge involviert und ausgerechnet in diesem Fall den Digital Services Act zur Niederschlagung eines demokratischen Wahlakts in Anschlag bringt, könnte die (nur noch in Sternzeiten zu bemessende) Ferne ihres heutigen Technokratenapparates vom einst vielbeschworenen „Geist“ ihrer Verträge deutlicher nicht zum Vorschein bringen. Unter Frau vonderLeyen hat die Kommission die bedenkliche Neigung entwickelt, alle ihr anvertrauten (und von ihr selbst geschaffenen) Instrumente aufs Gröbste zu missbrauchen – beginnend mit dem intransparenten – und von vonderLeyen unverkennbar politisierten – Prozess der Zahlungsfreigaben und endend bei DSA und Chatkontrolle.

    Wenn die EU ein Instrument wie den Digital Services Act, der nominell zur Vereinheitlichung der „Haftungs- und Sicherheitsvorschriften für digitale Dienste“ geschaffen wurde, nun einsetzt, um die Verhinderung einer Wahl zu legitimieren, was glauben Sie, wofür sie die nominell zur „Eindämmung von Kindesmissbrauch“ vorgesehene Chatkontrolle wohl benutzen wird?

    Dass mitten in der EU ohne hinreichend substantiierte Begründung in einen demokratischen Prozess eingegriffen und ein demokratisches Votum unterbunden wird, mag das Eine sein. Dass die EU diesen Vorgang aber noch aktiv vorantreibt und befeuert, anstatt ihn aufzuhalten, hat mit einem „Schutz der Demokratie“, den alle Akteure sich hier zynischerweise auf die Fahnen schreiben, wirklich nichts mehr zu tun. Die EU beteiligt sich hier an der Schaffung eines gefährlichen Präzedenzfalles, der die Grundpfeiler der demokratischen Gesellschaftsordnung betrifft.

    Oder in den Worten der unterlegenen Gegenkandidatin Elena Lasconi (USR/Renew): „Eine illegale und unmoralische Entscheidung des Verfassungsgerichts und ein Affront gegen das eigentliche Wesen der Demokratie – die Wahl. Der rumänische Staat hat die Demokratie mit Füßen getreten. Ich verurteile aufs Schärfste, was sie heute getan haben. Sie haben 35 Jahre Demokratie zerstört.“

    „Das Vertrauen in den demokratischen Prozess Rumäniens hängt am seidenen Faden“, sagt Elena Calistru, Präsidentin der NGO Funky Citizens.

    Krieg und Armut

    Nicht nur das Vertrauen in Rumänien, möchten wir ergänzen. Die Kommission vonderLeyen begnügt sich nicht mehr mit chirurgischen Schlägen gegen den Wesenskern der EU, sondern wendet sich längst den Grundpfeilern der demokratischen Gesellschaftsordnung zu. Man könnte fast sagen, sie überschreite gerade den Brüsseler Rubikon (die Senne) – bis an die Zähne bewaffnet mit ihrer unzerstörbaren Panzerfrisur.

    Das jahrzehntelang tönende EU-Versprechen „Frieden & Wohlstand!“ hat sich unter vonderLeyen in sein diametrales Gegenteil gewendet. Statt den Frieden zu sichern, statt wenigstens mit allen Mitteln – und das sind für einen zivilisierten Europäer zwingend die traditionsreichen Mittel der europäischen Diplomatie – auf ihn hinzuarbeiten, will die EU mit aller Gewalt und Entschlossenheit in den Krieg ziehen, in dem weder die geostrategischen EU-Analphabeten selbst noch ihre technokratischen Minions sterben werden, sondern Sie da draußen…

    Statt Wirtschaft, Handel & Bürokratieabbau voranzutreiben, um die Grundlage für europäischen Wohlstand zu schaffen, erdreistet sich die EU mittlerweile, von Ihnen da draußen auch noch „Opfer“ zu verlangen – eine ganz und gar nicht mystische Forderung nach großflächiger Wohlfahrtsdemontage, die in Gestalt des verlogenen Politikversagers Mark Rutte (ungewählt) nun auch noch eine demokratisch in keiner Weise legitimierte NATO an Sie heranzutragen wagt.

    Aus dem europäischen Versprechen von „Frieden & Wohlstand“ ist mit vonderLeyen jenes von „Krieg & Armut“ geworden. Eine solche EU aber, mit Verlaub, wurde niemals gegründet. In fünf Jahren hat die Alte geradezu spielend geschafft, was all ihren Vorgängern in all den Jahrzehnten noch misslungen war. Die Bürger wollen sie nicht mehr haben.

    „Nein, nein, das ist eine Gewissheit! Es ist offensichtlich, dass er nicht zugelassen wird. Călin Georgescu wird mit Sicherheit NICHT mehr in der ersten Runde sein“‚ prognostiziert Professor Cristian Preda derweil für das Bewerberfeld der nun neu aufzurollenden Präsidentschaftswahl. Es wäre nicht das erste Mal, dass das rumänische Verfassungsgericht eine Kandidatur unterbände, denn es hatte erst im Oktober der äußerst skurrilen, aber gewählten Europaabgeordneten Diana Soșoaca untersagt, sich als (äußerst skurrile) Präsidentin zur Wahl zu stellen. Warum das Verfassungsgericht es allerdings für konsistent hält, ein und derselben Kandidatin zwar die Bewerbung für das EU-Parlament zu gestatten, in dem sie jetzt sitzt, nicht aber die für das Präsidentenamt paar Wochen später, ist mit Mitteln von Demokratie oder Logik schwer zu erklären. „In seiner Einseitigkeit öffnet das Urteil Tür und Tor für willkürliche Eingriffe in das Grundrecht, gewählt zu werden oder zu wählen“, schrieb die taz.

    Wenn tatsächlich stimmen sollte, was derzeit in rumänischen Medien kursiert, dann sollte jedem, dem auch nur das Geringste an den Grundprinzipien einer liberalen Demokratie gelegen ist, der Atem stocken: Berichten zufolge wird in Rumänien – mit Beihilfe der EU – nicht nur an einem Verbot von TikTok und der massiven Einschränkung von Twitter / X gebastelt. Dem Fernsehkanal Realitatea Plus TV soll das Senderecht entzogen worden sein, dem einzigen (größeren) Sender, der die Wahlannullierung kritisch kommentiert hatte. Unterstützern von Georgescu wurde noch vor dem Morgengrauen das Grauen einer morgendlichen polizeilichen Hausdurchsuchung geschenkt (kennen wir in Deutschland mittlerweile auch), dem Kandidaten Georgescu selbst soll in seiner Wohnung neben dem Internetzugang auch noch die Heizung (!?) abgestellt worden sein.

    Wenn das tatsächlich stimmen sollte, dann ist die vollendete West-, EU- & NATO-Moderne für einen Rumänen mit durchschnittlichem Erinnerungsvermögen nur noch schwer von der vermeintlichen Vormoderne zu unterscheiden: „Ceaușescu times are back, in a new disguise“, ist im Internet zu lesen. „What’s the difference between this and Ceaușescus regime?“, fragt ein differentialanalytischer Rumäne, was ein grundpessimistischer sich schon beantwortet hat: „Die EU wird schlimmer als C.“

    Die EU wird schlimmer als C.

    Wir haben allmählich Lust bekommen, auch mal eine unbelegbare Behauptung in die Welt zu setzen – warum sollte das schließlich nur Gerichten, Geheimdiensten und Medien vorbehalten sein. Und zwar die, dass jenes rumänische Revolutionskomitee, das für die letzte Wahlannullierung da unten verantwortlich war, sich die Größe, Pracht und Strahlkraft, die Institutionen, Prozesse und Vertreter, die Rationalität, Erhabenheit und Ästhetik dieser MODERNE, der es im Jahr 1848 so entschlossen zustrebte, im Kopf ganz sicher anders vorgestellt hat.
    Ohne jeden Zweifel, vertraun Sie uns, wir schwör’n…

    Puh, uff, Wock – der Text war’n bisschen lang, oder? Steckt auch eine komplette Woche Arbeit drin. Dafür halten wir jetzt erstmal die Fresse. Frohe Weihnacht!




    Das Video (dazu)  https://www.youtube.com/watch?v=wQQs7gbn74U Dauer 1:01:31 h

    youtube.com, 22.12.2024

    Es bleibt weiter lustig in Rumänien: Zum 1. Tag seines verfassungswidrigen Verbleibs im Amt hat der rum. Präsident Klaus Johannis mitgeteilt, dass russische Einflussnahme leider immer sehr, seeeehr schwer nachzuweisen sei. Weniger schwer war es für die rumänische Steuerbehörde offenbar, die Finanzierung der inkriminierten TikTok-Kampagne zu seiner eigenen Partei PNL (EVP) zurückzuverfolgen. lol Demnach hätte Johannis - unter Mitwirkung des rum. Geheimdienstes & des dortigen Verfassungsgerichts sowie dem Jubel der EU-Kommission - den Grund für seinen massiven Eingriff in die demokratische Gesellschaftsordnung (Annullierung der rum. Wahlen) selbst geschaffen. Doppel-lol 1 (überlanger) polit. Einwurf meiner Europapolitischen Beraterin.


    Info: https://martinsonneborn.de/ueber-demokratie-alles-und-ueber-rumaenien

    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.01.2025

    Rumänien hat sich verwählt, weil ein paar bezahlte TikToker nicht richtig ticken

    nachdenkseiten.de, 10. Januar 2025 um 13:59 Ein Artikel von Ralf Wurzbacher

    Ja, spinnen die denn, die Rumänen? Erst wollen sie einen Russlandfreund zum Präsidenten wählen und eine Woche später bei den Parlamentswahlen sichern sie die Vormacht der NATO-Parteien. Das kann doch nur mit „rechten“ Dingen zugegangen sein, wofür prompt der Beweis aus dem Hut gezaubert war: eine Kampagne im Auftrag des Kreml. Von wegen. Inzwischen zeichnet sich ab: Die Trolle wurden aus der Staatskasse bezahlt, durch die Partei des rumänischen Staatsoberhaupts. Und von einer Einmischung Putins fehlt jede Spur. Besser vergessen das Ganze, findet der Wertwesten.

    Das war ein Paukenschlag. Am 6. Dezember schaffte es das sonst eher blasse Rumänien für einen kurzen Moment ins grelle Licht der Weltöffentlichkeit. Die erste Runde der Präsidentenwahl vom 24. November – einfach annulliert. So verkündete es das rumänische Verfassungsgericht und sorgte damit für ein Novum der europäischen Rechtsgeschichte. Begründung: Eine „ausländische Macht“ habe im Wahlkampf Einfluss genommen und dem Überraschungssieger Călin Georgescu mittels einer TikTok-Kampagne zum Sieg verholfen. In Windeseile wehte das zugehörige, auch von deutschen Medien transportierte Narrativ um den ganzen Globus: Die bösen Einmischungen erfolgten aus dem Kreml und der Profiteur war der Kandidat Wladimir Putins, ein Russenfreund also, dazu ein ultranationaler Rechtspopulist, mehr noch, ein Rechtsextremer und Verschwörungstheoretiker, was auch sonst.

    Der parteilose Günstling Putins soll demnach eine Kampagne über die Sozialen Medien lanciert haben, die Millionen Wähler quasi umgedreht hat, zu Agenten Moskaus. Und wären sie den Manipulateuren nicht auf den Leim gegangen, hätten sie alle ganz was anderes und wen anderes gewählt, nämlich die Fraktion des Westens, also die Freunde Washingtons und Brüssels, vorneweg den amtierenden Premierminister Ion-Marcel Ciolacu von der sozialdemokratischen PSD, der beim Urnengang böse baden ging und es als Drittplatzierter nicht einmal in die Stichwahl schaffte, die nun aber flugs abgeblasen wurde, weil sie den Willen des Volkes ja vollends auf den Kopf gestellt hätte.


    „Sozialkanal für Halbstarke“

    Das ist harter Tobak und wer so etwas verbreitet, hat sicherlich harte Beweise im Gepäck. Die sollen sich in den sogenannten Geheimdokumenten finden, deren Geheimhaltung Staatspräsident Klaus Werner Johannis von der Nationalliberalen Partei (PNL) am 5. Dezember eilends aufgehoben hatte, damit die Verfassungsrichter Einblick nehmen können. Daraus geht behauptetermaßen hervor, dass der gesamte Wahlprozess von mangelnder Transparenz insbesondere bei der Wahlkampffinanzierung sowie von der Einmischung ausländischer „staatlicher Entitäten“ geprägt gewesen sei. Obendrein will auch der Oberste Verteidigungsrat, dem Johannis selbst vorsteht, „ein wachsendes Interesse“ Russlands festgestellt haben, Einfluss auf die öffentliche Meinung in Rumänien zu nehmen. Die investigative rumänische Webseite Snoop.ro zitierte aus einem vom Rat freigegebenen Dokument, demzufolge die Georgescu-Kampagne „identisch“ sei mit der russischen Bruder-für-Bruder-Kampagne in der Ukraine kurz vor der Invasion Anfang 2022.

    Ob das so ist, sei dahin gestellt, und dass der Kreml auch diesmal hinter den Kulissen gewirkt haben könnte, ist keineswegs ausgeschlossen. Aber reicht das für den Schluss aus, die Präsidentenwahl für nichtig zu erklären und zu verschieben, weil angeblich Schiebung in großem Stil betrieben wurde? Wohl kaum. Zum Beispiel stellte die Berliner Zeitung, die dazu Ende Dezember hinter der Bezahlschranke berichtete, die Frage, „inwieweit ausgerechnet eine TikTok-Kampagne (man denke an das spezifische Profil des Teeniemediums) im ländlich geprägten Rumänien mit seinen rund 18 Millionen Wahlberechtigten ursächlich oder ausschlaggebend sein kann“. Für Martin Sonneborn, Satiriker und EU-Parlamentarier für Die Partei, könnte Georgescu an „fliegende Spaghettimonster, Karl Marx, den Klimawandel und die Zahnfee glauben“, die Wahl sei nicht wegen etwaiger Überzeugungen oder Ansichten eines Kandidaten annulliert worden, „sondern wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten auf einem Sozialkanal für Halbstarke“. Sonneborn bringt in seinem sehenswerten Stück „Über Demokratie & Alles. Und über Rumänien“ einen alternativen Drahtzieher ins Spiel: „Ein gewisses State Department sowie ein Außenminister namens Blinken.“  (siehe hier oben nächsten Artikel)


    Richter in schlechter Verfassung

    Selbst die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), einer Nähe zu Putin gänzlich unverdächtig, titelte am 8. Januar: „Der Mythos von der russischen Einmischung“. In dem Beitrag (hinter der Bezahlschranke) ließ das Blatt den rumänischen Rechtswissenschaftler Csongor Kuti zu Wort kommen, der von einer „Reihe unglücklicher Entscheidungen“ der Verfassungsrichter sprach, die „im Widerspruch zur verfassungsmäßigen Ordnung, zu den Prinzipien des Rechtsstaats oder zur Idee der Demokratie“ gestanden hätten. Wie viele Menschen frage sich auch Kuti, welche Rolle die Geheimdienste „bei dem odysseischen Zickzackkurs“ des Gerichts gespielt hätten. So sei es „unerklärlich“, dass das Bestehen von Unregelmäßigkeiten und rechtswidrigen Handlungen dem Landesverteidigungsrat erst nach der ersten Wahlrunde mitgeteilt worden sei. Ebenso „unerklärlich“ sei es, dass das Gremium mit den Informationen der Dienste erst an die Öffentlichkeit trat, nachdem das Gericht das Wahlergebnis zunächst für gültig erklärt hatte.

    Die „Unerklärlichkeit“ könnte sich mit dem erklären, was abermals die Enthüller von Snoop.ro inzwischen noch so alles an Licht befördert haben. Demnach gab es im Vorfeld der Wahl tatsächlich eine dubiose TikTok-Kampagne, die auch ganz offensichtlich Georgescu zugute kam, indem sie sehr eindeutig mit diesem sympathisierte. Aber: Die Kampagne wurde nicht von ihm selbst, sondern durch die Partei von Präsident Johannis in Auftrag gegeben. Die Journalisten berufen sich auf Erkenntnisse der rumänischen Steuerbehörde, wonach die PNL öffentliche Gelder aus der Parteienfinanzierung „zur Förderung eines anderen Kandidaten“ verwendet habe. Stimmte das, wäre das nicht nur äußerst merkwürdig, sondern dazu hochgradig pikant und brisant. Denn damit fiele die Erzählung vom schlimmen Russen, der mal eben eine Wahl in einem EU-Grenzstaat korrumpiert hat, in sich zusammen.


    Influencer auf Abwegen?

    Konkret soll die PNL eine Million Rumänischer Leu, rund 200.000 Euro, an die Agentur Kensington Communications mit Hauptsitz im kanadischen Toronto überwiesen haben. Diese engagierte daraufhin die international operierende Plattform FameUp, die laut Berliner Zeitung „Multiplikatoren“ an die Social-Media-Front schickte, „die bestimmten Zielgruppen als Rollenvorbilder dienen“. Das waren in diesem Fall 130 Influencer, die man mit einem Skript und einem Video versorgte, das die Eigenschaften und Fähigkeiten eines rumänischen Wunschpräsidenten beschrieb – allerdings ohne namentliche Nennung eines bestimmten Kandidaten. Eben diese jungen Frauen und Männer wurden nach dem Georgescu-Sieg beschuldigt, von dessen Mittelsmännern bezahlt worden zu sein, weshalb die Steuerbehörde sie durchleuchtete. Und diese Prüfung ergab dann wohl, dass sie ihr Geld nicht von Russen, sondern der Präsidentenpartei erhalten haben.

    Der Vorgang liefert Stoff für allerlei Spekulationen. Eine geht dahin, das Projekt sei irgendwie aus dem Ruder gelaufen und eine eigentlich auf den PNL-Kandidaten gemünzte Kampagne habe auf wundersame Weise den Falschen begünstigt. Demnach hätten einige Influencer das PNL-Video mit dem Namen des späteren Wahlsiegers kommentiert, wodurch das Ganze eine ungewollte Eigendynamik entwickelte. Laut Snoop.ro soll auch der rumänische IT-Experte Bogdan Peșchir, bekannt als „BogPR“, mehr als eine Million Euro an Nutzer von TikTok-Konten gespendet haben, die für Georgescu warben. Nach einem ersten Dementi räumte Kensington ein, für die „Sensibilisierungskampagnen“ verantwortlich zu zeichnen, und dies sehr wohl im Auftrag der PNL, allerdings mit Botschaften „zur Bekämpfung von Extremismus und zur Förderung euroatlantischer Werte“. Nur seien diese „völlig falsch interpretiert“ worden, was den Verdacht nahelege, die Kampagne könnte „geklont“ oder zu Gunsten des einen oder anderen Kandidaten „gehackt“ worden sein.


    Hacker im Präsidentenpalast

    Waren es also doch die Russen? Die FAZ liefert eine andere Version, eine zwar unbelegte Vermutung, die es aber in sich hat. Danach gebe es in Rumänien „die Ansicht, das Ziel der PSD“, also der Sozialdemokraten, „sei es von Anfang an gewesen, außer ihrem eigenen einen rechtsradikalen Präsidentschaftsbewerber in die Stichwahl zu hieven“. Das Kalkül dahinter: „Der PSD-Mann werde in der zweiten Runde einen sicheren Sieg über den für eine Bevölkerungsmehrheit vermeintlich unwählbaren Rechtsradikalen einfahren können.“ Diese Rechnung sei nicht aufgegangen, da die Regierungspartei die Wut der Bevölkerung auf die etablierten Kräfte unterschätzt habe. Fazit: „Die regierende Klasse in Bukarest hat das russische Schreckgespenst nur an die Wand gemalt, um von ihrem eigenen Versagen und dem Misserfolg ihrer gescheiterten machttaktischen Spielchen abzulenken – und um einen Vorwand zur Annullierung einer Wahl zu haben, deren Ergebnis nicht nach dem Geschmack der Machthaber war.“

    Das ist fraglos eine krasse Ansage und ließe gar auf ein parteiübergreifendes Komplott schließen. Jedenfalls können die PSD und und die PNL sehr gut miteinander. Vor Weihnachten hatten sich beide Parteien auf die Bildung einer neuen proeuropäischen Regierungskoalition unter Mitbeteiligung von Vertretern ethnischer Minderheiten geeinigt. In der abgelaufenen Legislaturperiode hatten sie noch als Zweierbündnis über die Geschicke des Landes bestimmt. Ciolacu als alter und demnächst neuer Premier nannte als „wichtigstes Ziel“ seines Kabinetts, „die demokratischen Werte zu verteidigen, und zwar innerhalb der NATO“.


    Verdacht auf Staatsstreich

    Dieser Kurs ist längst nicht mehr nach den Geschmack aller Rumänen. Bei der Parlamentswahl am 1. Dezember mussten die Etablierten starke Verluste einstecken, während das rechte Lager aus drei Parteien auf fast ein Drittel der Stimmen kam. Die Allianz für die Union der Rumänen (AUR) schaffte allein 18 Prozent, nach neun Prozent vier Jahre davor. AUR-Chef George Simion erkennt in der Annullierung der Präsidentschaftswahl einen „regelrechten Staatsstreich“. In besagten Geheimdienstdokumenten „haben wir keinen einzigen Beweis, kein einziges Argument gefunden, um die Behauptungen über die Beteiligung eines ‚ausländischen staatlichen Akteurs‘ zu stützen“, sagte er der Berliner Zeitung. Die FAZ sieht noch einen Pferdefuß mehr. Die Parlamentswahl, die nur eine Woche später stattgefunden hatte, soll ganz frei von Manipulationen abgelaufen sein, obwohl es da doch um viel mehr ging. „Sollte der Kreml seine Bots und Trolle also nur für die Präsidentschaftswahl in Marsch gesetzt haben, bei der Parlamentswahl sieben Tage später aber nicht?“

    Nun ja. Bei der einen Wahl konnte das rumänische Politestablishment seine Macht noch behaupten, bei der anderen ist irgendetwas schiefgegangen. Denn machtlos ist der Präsident mitnichten, anders als etwa Grüßonkel Frank-Walter Steinmeier (SPD) aus Deutschland. Sein Pendant in Rumänien bekleidet zwar auch überwiegend repräsentative Funktionen, verfügt aber über substanzielle Kompetenzen im Bereich der Verteidigungspolitik: Er ist oberster Befehlshaber der Armee und Vorsitzender des Obersten Rats für Landesverteidigung. Wäre der Posten an „Putin“ gegangen, hätte das allerhand Ärger im politischen Bukarest provoziert – vielleicht auch in Berlin, Paris, Brüssel, Washington …


    Lupenreine Demokratie

    Aber das prowestliche Parteiensyndikat hat noch einmal die Kurve gekriegt, indem es augenscheinlich selbst einen Vorwand schuf, „sich des unliebsamen Konkurrenten zu entledigen“, wie Telepolis festhielt. Offen bleibe nurmehr: „Hat die PNL die Kampagne bewusst finanziert, um die Wahlen zu vereiteln, oder wollte sie mit der Kampagne ursprünglich ein anderes Ziel erreichen und hat sich verkalkuliert?“ Ob sich dafür auch die Bundesregierung interessiert? Von den NachDenkSeiten auf der Bundespressekonferenz zu den Vorgängen befragt, hatte sich der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Sebastian Fischer, Mitte Dezember noch so geäußert: „Rumänien ist ein Rechtsstaat und eine Demokratie.“ Man darf sicher sein: Das ist und bleibt auch so – bis zum russischen Einmarsch.


    Titelbild: Andy.LIU/shutterstock.com


    Rubriken: Erosion der Demokratie Kampagnen/Tarnworte/Neusprech Länderberichte Wahlen


    Schlagwörter:


    Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=127031


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.01.2025

    Ramstein: Albanische Terroristen unterstützen ukrainische Truppen

    transition-news.org, Veröffentlicht am 11. Januar 2025 von KD. Lesedauer: 2 Minuten.

    Bashkim Jashari erklärte auf der Sitzung der «Kontaktgruppe zur Verteidigung der Ukraine» am 10. Januar auf der NATO-Basis in Deutschland, dass im Kosovo ukrainische Militärs in der Minenräumung trainiert werden. Unter anderem würden sie zudem großkalibrige Munition erhalten. Jasharis Familie steht an der Spitze eines albanischen Verbrecher- und Terroristenclans. Von Fabrizio Poggi, «l’AntiDiplomatico»


    Dieser Beitrag wurde mit freundlicher Genehmigung von l’AntiDiplomatico übernommen.

    ********

    Bei der Sitzung der so genannten Kontaktgruppe zur Verteidigung der Ukraine am 10. Januar auf dem Yankee-Stützpunkt in Ramstein – über deren «Friedensabsichten» an anderer Stelle auf l’AntiDiplomatico ausführlicher berichtet wird – nahm auch der so genannte «Kommandeur der Sicherheitskräfte des Kosovo» (FSK) Bashkim Jashari teil, der unter anderem mit dem Kommandeur der US-Streitkräfte in Europa, Christopher Cavoli, plauderte. Der FSK-Terrorist berichtete seinem «Stars and Stripes»-Chef:

    «Das Kosovo unterstützt die Ukraine weiterhin, indem es ihre Soldaten in der Minenräumung und Entminung ausbildet und ihnen außerdem kostenlos Ausrüstung, Fahrzeuge und großkalibrige Munition zur Verfügung stellt.»

    Der so genannte Generalmajor Bashkim Jashari, schreibt PolitNavigator, ist der Sohn von Rifat Jashari, dem Anführer des albanischen Verbrecherclans, und sein Name taucht im so genannten «Weißbuch» des organisierten Verbrechens im Kosovo auf, das vom NATO-Besatzungskontingent KFOR zu Dienstzwecken verwendet wird.

    Bashkim ist auch der Neffe von Adem Jashari, dem terroristischen Verbrecher, der als Gründer der so genannten Armee zur Befreiung des Kosovo gilt: die UCK-Kriminellen, die vor allem Mitte der 1990er Jahre Terroranschläge auf die Städte Peja, Dečani, Štimlje in der Region Kosovska Mitrovica entlang der Straße zwischen Rožaje und Prishtina verübten, bei denen zahlreiche Menschen getötet und verletzt wurden.

    Anfang 1998, so erinnert PolitNavigator, war es der Bande gelungen, das Gebiet Drenitsa vollständig unter ihre Kontrolle zu bringen und die serbische Bevölkerung zu terrorisieren. Am 22. und 23. Januar desselben Jahres hielten die Terroristen auf der Straße Srbitsa-Drenitsa mehrere Zivilfahrzeuge an und entführten die Insassen. Als die Polizei eintraf, kam es zu einer Schießerei, woraufhin Jasharis Verfolgung in sein Heimatdorf Prekaz erfolglos blieb, so dass er und seine Gangster am 28. Februar eine Patrouille des Innenministeriums angriffen, wobei vier Polizisten getötet und zwei verletzt wurden.

    Von den anderen Polizisten, die zur Verstärkung ihrer Kollegen eingriffen, wurden zwei getötet und zwei verwundet. Am 5. März griff die Bande gleichzeitig zwei Polizeistreifen an, im Dorf Lausha und in der Nähe von Prekaz. Daraufhin beschloss das Innenministerium eine Operation gegen das Versteck der Banditen, an der sich auch die serbischen Spezialeinheiten der JSO (Jedinica za specijalne operacije) beteiligten.

    Bei dem Angriff auf den befestigten Bunker der Bande benutzte Jashari Frauen und Kinder als Schutzschilde und erschoss selbst mehrere Menschen, die versuchten, sich zu retten. Am Ende fanden er, seine Frau, sein Sohn und sein Bruder den Tod, zusammen mit etwa sechzig anderen Menschen, darunter achtzehn Frauen und neun Kinder.

    Trotz all dieser familiären «Verdienste» kann Bashkim Jashari heute in Ramstein seine Rolle zur Unterstützung der Kiewer Nazi-Putscher spielen: Er befindet sich in fröhlicher Gesellschaft der NATO- und EU-Kriegshetzer, die mehr Geld und mehr Waffen fordern, damit die Junta mit der überzeugten Hilfe der Regierungsneofaschisten «über Russland siegen» kann.

    Quelle:

    l'AntiDiplomatico: Ramstein: in Kosovo, i terroristi albanesi addestrano i militari di Kiev al minamento - 10. Januar 2025


    Info: https://transition-news.org/ramstein-albanische-terroristen-unterstutzen-ukrainische-truppen


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.01.2025

    Seymour Hersh: Israelische Armee mordet um des Mordens willen

    transition-news.org, vom Veröffentlicht am 11. Januar 2025 von TG. Lesedauer: 5 Minuten.

    Religiöse Eiferer in der Armee Israels betreiben den Völkermord an den Palästinensern. Das schreibt der US-Journalist Seymour Hersh. Er zitiert kritische israelische Stimmen. Demnach wird aus persönlichen und politischen Interessen der Regierenden der Vernichtungskrieg im Gaza-Streifen fortgesetzt.
    Deutliche und klare Kritik am Vorgehen der israelischen Armee gegen die Palästinenser äußert der investigative US-Journalist Seymour Hersh in seinem jüngsten Text. Er gibt darin unter anderem Aussagen eines ungenannten israelischen Militärveteranen wieder, der damit den gezielten Völkermord Israels im Gaza-Streifen bestätigt.

    Gaza sei zu einem Massengrab, einem «killing field», geworden, erklärte laut Hersh ein «gut informierter israelischer Veteran, der die anfängliche israelische Reaktion auf den Angriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 enthusiastisch unterstützte». Dieser meine, dass der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu ein «moderner Colonel Kurtz ist, der psychotische Killer aus Francis Ford Coppolas ‹Apocalypse Now›, dem berühmten Vietnamkriegsfilm von 1979».

    Der «Vergeltungskrieg» der israelischen Streitkräfte IDF gegen eine disziplinierte Hamas-Guerilla habe sich zu einem «systematischen Aushungern einer Gesellschaft» entwickelt. Deren überlebende Zivilisten – die palästinensischen Männer, Frauen und Kinder – seien Opfer eines israelischen Militärs, dessen Kampfeinheiten oft von der zweiten Generation israelischer Siedler angeführt würden.

    Es handele sich dabei um «religiöse fanatische Majore und Oberstleutnants, die glauben, es sei ihre Berufung, jeden Palästinenser, der sich bewegt, zu erschießen, egal ob Kämpfer oder Zivilist». Sie stammten zunehmend aus den mehr als 120 israelische Siedlungen im Westjordanland, darunter fünfzehn in Ostjerusalem.

    Es gebe außerdem mehr als zweihundert illegale Außenposten auf palästinensischem Gebiet, die trotzdem von der zunehmend radikalen israelischen Regierung mit Waffen versorgt würden.

    «Die Gewalt gegen Palästinenser im Westjordanland hat stetig zugenommen, einschließlich der Bombenangriffe der israelischen Luftwaffe.»

    Das Rekrutierungsmuster der IDF erkläre die zunehmende Gewalt gegen die Palästinenser, so Hersh. Demnach stammen 40 bis 45 Prozent der heutigen höheren Offiziere in der IDF aus Siedlerfamilien im Westjordanland, die «tiefe Religiosität mit Netanyahus politischer Leidenschaft» verbinden.

    Der israelische Veteran habe ihm erzählt, dass er mit Kollegen entsetzt zusah, wie israelische Bombenangriffe und Erdbewegungsmaschinen den Norden Gazas weiter «nivellierten» und in eine tote Zone verwandelten. Es gebe «immer mehr Berichte von Obersten und sogar Generälen, die den Befehl erteilen, jeden Palästinenser, den man sieht, zu töten und jedes noch stehende Gebäude zu zerstören».

    «Israels Krieg in Gaza ist fanatisch geworden. Es ist ‹Apocalypse Now›. Töten um des Tötens willen. Es ist Korruption wie nie zuvor.»

    Der Veteran habe auf einen Bericht der israelischen Zeitung Haaretz vom Dezember hingewiesen, der sich mit dem Geschehen im Netzarim-Korridor beschäftigt. Diese einst schmale, teilweise asphaltierte Straße trenne den Norden und Süden des Gaza-Streifens und sei seit dem Angriff vom 10. Juli 2024 von der IDF zu einer vier Kilometer breiten Sicherheitszone ausgebaut worden.

    Hunderte von Gebäuden in der Nähe, darunter ein Krankenhaus, seien dafür mit Bulldozern plattgewalzt worden, um Platz für die IDF zu schaffen. Laut Haaretz befehlen die dort eingesetzten IDF-Offiziere ihren Soldaten, Bewohner des Gazastreifens zu erschießen, auch jene, die mit ihren Kindern nach Nahrung und Sicherheit suchen.

    «Viele wurden auf Anordnung höherer Offiziere, die sie als Terroristen einstuften, kurzerhand hingerichtet.»

    Dort eingesetzte IDF-Soldaten berichteten der Zeitung, dass bestenfalls einer von zwanzig dieser Menschen aus Gaza, die nach irgendeiner Art von Hilfe suchten, ein «Terrorist» gewesen sei. Trotzdem wurden alle «routinemäßig niedergeschossen». Ein Kommandeur habe den Korridor «die Leichenstraße» genannt: Weil es dort wegen der nicht eingesammelten Leichen «Rudel wilder Hunde gibt, die kommen, um sie zu fressen».

    Das Gebiet sei zur «Tötungszone» erklärt worden, wo jeder, der es ohne Erlaubnis betritt, erschossen werden soll. Dem Zeitungsbericht nach gibt es einen Wettbewerb zwischen den verschiedenen IDF-Einheiten, die mit der Bewachung des Korridors beauftragt waren.

    «Wir töten Zivilisten, die dann als Terroristen gezählt werden.»

    Wenn eine Einheit 150 Tötungen vorzuweisen habe, «strebt die nächste Einheit 200 an», wird ein IDF-Offizier zitiert. Hersh erinnert daran, dass er selbst solche «Wettbewerbe» bei den US-Truppen im Vietnam-Krieg erlebt habe.

    «Es gab Belohnungen für das Töten der meisten Vietnamesen: ein Wochenende weit weg vom Krieg mit einem All-you-can-eat-Barbecue für die siegreiche Einheit, inklusive Bier im Überfluss und zu besonderen Anlässen eine Busladung vietnamesischer Prostituierter, die aus einer nahe gelegenen Stadt mit dem Bus gebracht wurden.»

    Einst große, aber zerfallende Armeen, ob in Gaza oder Vietnam, würden in die gleichen Muster verfallen, so der 87-jährige US-Journalist. Er verweist auf gemäßigtere Stimmen in Israel wie Ex-General Yai Golan, Parlamentsabgeordneter und Ex-Vize-Wirtschaftsminister, heute Vorsitzender der neu gegründeten Partei der israelischen Demokraten, einer liberalen zionistischen Gruppe.

    Golan habe in einem Interview mit dem israelischen Magazin Moment erklärt, dass ein Waffenstillstand mit der Hamas machbar sei. Aber Netanjahu «zieht es vor, den Krieg weiterzuführen, um die rechtsextremen Mitglieder seiner Koalition zu beschwichtigen, die die Siedlungen in Gaza wieder aufbauen wollen».

    Siedlungen im Norden und Süden des Gaza-Streifens für die religiösen Eiferer, die Netanjahu unterstützen, seien Teil des Plans, so Hersh. Der israelische Ex-General habe davon gesprochen, dass es in Israel mindestens vier verschiedene «Stämme» gibt: ultraorthodoxe Juden, orthodoxe Juden, säkulare Juden und Araber. Golan wolle die Kluft zwischen diesen Gruppen überbrücken und «rechtliche Gleichstellung und Chancengleichheit für alle fördern».

    Aus Sicht des Ex-Militärs will Netanjahu eine Einigung mit der Hamas zu den Geiseln vom Angriff am 7. Oktober 2023 verhindern:

    «Der Krieg im Süden bietet die Möglichkeit, die israelische Bevölkerung davon zu überzeugen, dass wir uns in einer Notlage befinden und nur er uns retten kann.»

    Golan erklärte, die derzeitige Regierung Israels bevorzuge «das Schlechte» – «Das ist ihr Hauptverbrechen.»

    «Diese Regierung ignoriert die Interessen Israels und dient nur den persönlichen und politischen Interessen ihrer Mitglieder.»

    Quelle:

    Seymour Hersh: KILLING FOR KILLING’S SAKE IN GAZA (hinter Bezahlschranke) - 9. Januar 2025


    Info: https://transition-news.org/seymour-hersh-israelische-armee-mordet-um-des-mordens-willen


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    KILLING FÜR KILLINGS SAKE IN GAZA


    seymourhersh.substack.com, vom 9. Januar, 2025, Seymour Hersh

    Eine radikalisierte IDF sieht alle Palästinenser als Terroristen


    Ein palästinensisches Mädchen trägt ihre Plastikpuppe auf einem zerstörten Markt, nachdem israelische Streitkräfte das Flüchtlingslager Tulkarm im Westjordanland gestürmt hatten. / Foto von Nasser Ishtayeh/SOPA Images/LightRocket via Getty Images.



    Gaza ist zu einem Tötungsfeld geworden - das ist die Ansicht eines gut informierten israelischen Veteranen, der ein begeisterter Unterstützer der ersten israelischen Reaktion auf den Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 war. Er glaubt, dass der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu, der Drahtzieher der allumfmutigen Vergeltungsbombenanschläge und Bodenangriffe dort, jetzt ein zeitgenössischer Oberst Kurtz ist, der psychotische Mörder von Francis Ford Coppolas Apocalypse Now, dem berühmten Vietnamkriegsfilm von 1979, der auf Joseph Conrads Novelle Heart of Darkness von 1899 basiert.

    Was als Vergeltungskrieg der international verehrten israelischen Verteidigungskräfte gegen eine disziplinierte Hamas-Guerillatruppe begann, verwandelte sich in das systematische Hunger einer Gesellschaft, deren zivile Überlebende - Männer, Frauen und Kinder - Opfer eines israelischen Militärs sind, dessen Kampfeinheiten oft von der zweiten Generation israelischer Siedler geführt werden. Diese Offiziere, die im Kampf in Gaza immer prominenter werden, sind religiöse Eiferer und Oberstleutnants, die glauben, dass es ihre Aufrufe ist, jeden Palästinenser zu erschießen und zu töten, der sich bewegt, ob Kämpfer oder Zivilisten.

    Es gibt mehr als 120 israelische Siedlungen im Westjordanland, darunter fünfzehn in Ostjerusalem. Es gibt auch mehr als zweihundert illegale Außenposten, die von der zunehmend radikalen israelischen Regierung mit Waffen versorgt werden, während sie nicht offiziell von dieser Regierung sanktioniert werden. Die Gewalt gegen Palästinenser im Westjordanland ist stetig zugenommen, einschließlich Bombenangriffe der israelischen Luftwaffe.

    Das Rekrutierungsmuster der IDF erklärt die wachsende Gewalt gegen palästinensische Männer, Frauen und Kinder im Krieg. Mir wurde gesagt, dass 40 bis 45 Prozent der heutigen höheren Offiziere in der IDF von Siedlerfamilien im Westjordanland stammen, die „tiefe Religiosität mit Netanjahus politischer Inbrunst“ verbinden. Der israelische Veteran erzählte mir, dass ich mit Kollegen mit Entsetzen zusah, als israelische Bombenanschläge und erdbewegende Maschinen, wie er es ausdrückte, weiterhin, "haben" Nord-Gaza und es in eine tote Zone verwandelten. Er sagte, dass es „mehr und mehr Berichte über Oberste und sogar Generäle gab, die Befehle erteilten, jeden Palästinenser zu töten, den Sie sehen, und jedes noch Stehende Gebäude zu zerstören. Israels Krieg in Gaza ist fanatisch geworden. Es ist jetzt Apokalypse. Töten um des Tötens willen. Es ist Korruption wie nie zuvor.“


    Info: https://seymourhersh.substack.com/p/killing-for-killings-sake-in-gaza


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.01.2025

    Auf Wiedersehen, Wokeness: McDonald’s und das Ende von Diversity-Programmen

    freedert.online, 11 Jan. 2025 08:57 Uhr,Von Hans-Ueli Läppli

    Neben Unternehmen wie Walmart, Harley-Davidson, Jack Daniels und anderen hat nun auch McDonald’s in den USA angekündigt, die Ziele des DEI-Programms an seinen landesweit 14.300 Standorten nicht weiterzuverfolgen.


    Auf Wiedersehen, Wokeness: McDonald’s und das Ende von Diversity-ProgrammenQuelle: RT


    McDonald’s reduziert Vielfalt – ein Signal an die Wirtschaft?


    Spielend mit dem Spruch "Go woke, go broke" – ob er zutrifft oder nicht, die Ära der Wokeness scheint sich ihrem Ende zuzuneigen: McDonald’s Corp. hat einen Schritt unternommen, der einen grundlegenden Wandel in der Unternehmenswelt widerspiegelt. Der Fast-Food-Riese hat angekündigt, seine Initiativen zu "Diversity, Equity, Inclusion" (DEI) an den 14.300 US-Standorten erheblich zurückzufahren.

    Teil dieses Strategiewechsels ist auch der Ausstieg aus externen Bewertungen wie dem "Workplace Diversity Survey" der "Human Rights Campaign". Diese Entscheidung verdeutlicht die wachsenden Herausforderungen, denen sich US-Unternehmen angesichts einer zunehmend von politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Spannungen geprägten Dynamik stellen müssen.

    McDonald’s reiht sich in eine wachsende Liste großer Unternehmen ein, die ihre DEI-Strategien überdenken. Walmart hat kürzlich die Finanzierung seines "Centers for Racial Equity" eingestellt und Programme zur Lieferantenvielfalt zurückgefahren. Der Automobilhersteller Ford hat sich ebenfalls aus dem "Corporate Equality Index" der "Human Rights Campaign" zurückgezogen, während andere Unternehmen wie Meta und Harley-Davidson ihre DEI-Bemühungen stillschweigend reduziert haben.


    US-Wahlkampf: Trump serviert Fritten




    US-Wahlkampf: Trump serviert Fritten






    Dieser Trend wurde teilweise durch den Druck konservativer Aktivisten und politischer Gruppen angetrieben, die argumentieren, dass DEI-Programme oft in umgekehrte Diskriminierung abgleiten und Teile der Kundenbasis entfremden. Robby Starbuck, ein konservativer Aktivist, zählt zu den lautstärksten Kritikern und fordert einen Rückzug aus dem, was er als "politisierte" Diversity-Initiativen bezeichnet.

    Zusätzlichen Druck übt das Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA aus dem Jahr 2023 aus, das die "affirmative action" (positive Diskriminierung) in der Hochschulzulassung für verfassungswidrig erklärte. Dieses Urteil hat Unternehmen veranlasst, DEI-Praktiken zu überdenken, die ähnliche rechtliche Herausforderungen hervorrufen könnten. Ein leitender Analyst für Unternehmenscompliance erklärte:

    "Die Entscheidung des Gerichts hat eine Kettenreaktion ausgelöst, die Unternehmen dazu zwingt, die Risiken aggressiver DEI-Politiken abzuwägen." 

    Für McDonald’s markiert diese Neuausrichtung eine bedeutende Wende. Während sich das Unternehmen zuvor ehrgeizige DEI-Ziele gesetzt hatte, darunter ein Ziel von 35 Prozent Vertretung unterrepräsentierter Gruppen in Führungspositionen bis 2025, wurden diese numerischen Benchmarks nun aufgegeben. Stattdessen hat das Unternehmen Pläne bekannt gegeben, seine Diversity-Abteilung in "Global Inclusion Team" umzubenennen, was auf eine Neuausrichtung in Richtung breiterer, weniger quantifizierbarer Inklusionsbemühungen hinweist.

    Trotz des Rückzugs betont McDonald’s, dass Inklusion ein zentraler Wert bleibt. Derzeit sind 30 Prozent der Führungspositionen in den USA mit Personen aus unterrepräsentierten Gruppen besetzt, eine Zahl, die das Unternehmen beibehalten möchte. Kritiker argumentieren jedoch, dass solche Maßnahmen nicht ausreichen, um substanzielle Fortschritte zu erzielen.

    Die öffentliche Meinung zu Diversity-Initiativen am Arbeitsplatz bleibt weitgehend positiv. Eine Ipsos-Umfrage für die Washington Post aus dem Jahr 2023 ergab, dass 61 Prozent der Amerikaner DEI-Initiativen unterstützen. Dennoch hat die politische und kulturelle Gegenreaktion gegen solche Programme eine schwierige Umgebung für Unternehmen geschaffen. Diese müssen jetzt einen komplizierten Balanceakt meistern, um Aktionäre zu besänftigen, Kundenpräferenzen zu berücksichtigen und rechtliche Risiken zu minimieren.

    "Der Rückzug aus DEI-Initiativen ist nicht nur eine Reaktion auf politischen Druck, sondern auch Ausdruck einer umfassenderen strategischen Neuausrichtung", sagte ein Berater für Unternehmensstrategie.

    "Unternehmen versuchen, eine Einmischung in die spaltenden Kulturkriege Amerikas zu vermeiden."

    Der Rückzug aus DEI bleibt nicht ohne Konsequenzen. Interessenvertretungen wie die "Human Rights Campaign" haben McDonald’s und andere Unternehmen dafür kritisiert, ihre Diversity-Verpflichtungen aufzugeben, und argumentieren, dass diese Schritte sowohl Mitarbeitern als auch Kunden schaden. "Das Zurückfahren von DEI-Bemühungen sendet ein besorgniserregendes Signal über die Prioritätensetzung eines Unternehmens", erklärte ein Sprecher der Organisation.

    "Es birgt das Risiko, das Vertrauen der Mitarbeiter zu untergraben und sozial bewusste Verbraucher zu entfremden."

    Für McDonald’s ist die Entscheidung, seine DEI-Bemühungen zurückzufahren, Teil einer umfassenderen Strategie, um sich an äußeren Druck anzupassen und gleichzeitig seine Position als weltweit führendes Unternehmen in der Schnellrestaurantbranche zu behaupten. Der Schwerpunkt des Unternehmens auf "globaler Inklusion" deutet darauf hin, dass Diversity-Bemühungen in gewisser Form am Leben erhalten werden sollen, wenn auch ohne die Metriken und Verpflichtungen, die für Kritik gesorgt haben.

    Da sich das rechtliche und politische Umfeld weiterhin entwickelt, bleibt die Zukunft von DEI-Initiativen in Unternehmen ungewiss. Vorerst versuchen Unternehmen wie McDonald’s, einen schmalen Grat zu beschreiten und Inklusion mit den Anforderungen von Aktionären, Kunden und einer sich rasch verändernden kulturellen Landschaft in Einklang zu bringen.


    Mehr zum Thema Politischer Unruhestifter? Nach Einmischung in deutsche Politik: Elon Musk polarisiert in London


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/meinung/232428-auf-wiedersehen-wokeness-mcdonalds-und


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.01.2025

    Trump stellt das Projekt „Greater America“ vor

    seniora.org, (e-mail 11. Januar 2025, 9:14 Uhr) von M. K. Bhadrakumar  – 10.01.2024  – übernommen von indianpunchline.com

    Panama-Kanal, Grönland, Kanada  – Trumps Priorisierung der Kontrolle der USA über die westliche Hemisphäre ist offensichtlich.


    Der gewählte US-Präsident Donald Trump spricht auf einer Pressekonferenz in Mar-a-Lago, Florida, am 7. Januar 2025

    Red. Eine interessante Zusammenfassung der Ankündigungen des Präsidenten Trump über das neue Projekt "Greater America". Hinzuzufügen wäre noch, dass ein Motiv für diese pompösen Ankündigungen sein könnte, dass die kommende Trump Administration sich an die Strategie von Ronald Reagan erinnert: als nach dem Beirut-Desaster vom 23. Oktober 1983 (Ein Selbstmordattentäter fuhr einen Lastwagen voller Sprengstoff in die Kaserne, in der US-Marines stationiert waren. 241 US-Soldaten starben, die meisten davon Marines.) Präsident Reagan, der für sein Versagen in dieser Krise kritisiert wurde, landeten am 25. Oktober 1983 etwa 7.600 US-Soldaten und Verbündete aus der Karibik (Organisation Ostkaribischer Staaten, OECS) auf Grenada und damit wurde der Medien-Focus vom Desaster auf die anstehende Militäroperation umgeleitet. Ähnliches könnte sich hier abspielen: Das Ukraine-NATO-Desaster wird als Niederlage enden und der Medienfocus wird auf "Greater America" umgeleitet. (am)


    Am Dienstag zog der designierte Präsident Donald Trump auf einer Pressekonferenz in seiner Villa in Florida die Samthandschuhe aus, nachdem er angesichts der Spielchen des scheidenden Präsidenten Joe Biden und seines engsten Kreises, die ihn ein zweites Mal „wie Obama“ behandeln wollten, indem sie die Weichen für seine neue Amtszeit im Weißen Haus ab dem 20. Januar stellten, enorme Geduld bewiesen hatte.

    Trump ging auf Biden und sein Team („kranke Gruppen von Menschen“) los und signalisierte, dass er genug von ihrer sogenannten „Machtübergabe“ habe. Der sprichwörtliche Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war der ungeschickte Versuch der Biden-Administration, den „Abschlussbericht“ des Sonderermittlers Jack Smith über die bundesstaatliche Untersuchung gegen Trump zu veröffentlichen, der keinen anderen Zweck hat, als ihn zu demütigen.

    Übrigens hat Biden Smith, einen obskuren Anwalt, für seine hündische Loyalität gegenüber seinem Herrn belohnt, indem er ihn für eine bequeme vierjährige Amtszeit als Chefankläger für die Kosovo-Sonderkammern in Den Haag nominiert hat, die Kriegsverbrechen im Kosovokrieg untersucht.

    Offenbar bemühte sich Smith, um Bidens Wünschen nachzukommen, Trump als nationales Sicherheitsrisiko und Abtrünnigen zu verurteilen, der als Präsident die Verfassung untergraben habe! Bidens bizarrer Versuch, Trump nur elf Tage vor dessen Amtseinführung als Präsident zu diffamieren, wird nicht funktionieren. Einfach ausgedrückt: Trumps phänomenaler Sieg bei den Wahlen am 5. November ist die neue Realität.

    Das schmutzige Drama wirft ein sehr schlechtes Licht auf die Biden-Administration und diskreditiert den gesamten Machtwechsel. So viel zur dekadenten Politik in den USA und der hochgiftigen Polarisierung zwischen Demokraten und Republikanern.

    Die Biden-Administration tritt jedoch nur in die Fußstapfen von Barack Obama, der in der „Lame-duck“-Phase nach Trumps sensationellem Wahlsieg im November 2015 eine Krise in den diplomatischen Beziehungen zu Russland heraufbeschwor und die absurde „Russland-Verschwörungs“-Hypothese, die von den Geheimdiensten des Vereinigten Königreichs und der USA in die Welt gesetzt wurde und behauptete, Trump sei dem Kreml verpflichtet (was inzwischen als politische Hexenjagd entlarvt wurde), die Trumps gesamte Präsidentschaft praktisch lahmlegte und in zwei Amtsenthebungsverfahren gipfelte.

    Trump kehrt wütend und verbittert ins Weiße Haus zurück. Auf der Pressekonferenz nahm er das FBI ins Visier und verwies auf seine bewusste Entscheidung, Kash Patel zum FBI-Direktor zu ernennen. Trump ist besessen von der FBI-Razzia in seinem Wohnsitz in Florida, bei der angeblich nach streng geheimen Dokumenten gesucht wurde, die die nationale Sicherheit gefährden, darunter auch in den Schlafzimmermöbeln seiner Frau in der Unterwäsche! Es besteht kein Zweifel, dass Vergeltung bevorsteht.

    In Bezug auf die Politik machte Trump unmissverständlich klar, dass er Bidens Energie-, Umwelt- und Klimapolitik sowie die Einwanderungspolitik ablehnen will.

    Was jedoch die Schlagzeilen der Medien beherrscht, sind Trumps brisante Äußerungen, dass die USA die Kontrolle über den Panamakanal und Grönland notfalls mit militärischen Mitteln übernehmen würden. Auf die direkte Frage, ob er den Einsatz von „militärischem oder wirtschaftlichem Zwang“ ausschließen würde, antwortete Trump: „Nein, ich kann Ihnen beides nicht versprechen, aber ich kann Folgendes sagen: Wir brauchen sie für die wirtschaftliche Sicherheit.“

    Er warnte, dass Dänemark, wenn es sich der Übernahme Grönlands (eines autonomen Territoriums Dänemarks) durch die USA widersetze, mit hohen Zöllen rechnen müsse.

    Trump gab bekannt, dass er beabsichtige, den Golf von Mexiko in Golf von Amerika umzubenennen, „was einen schönen Klang hat. Das umfasst ein großes Gebiet, den Golf von Amerika   – was für ein schöner Name. Und es ist angemessen.“

    Aber was einem den Atem verschlägt, ist, dass seine früheren Äußerungen über einen Beitritt Kanadas zu den USA als 51. Bundesstaat immer ernster werden. Trump drohte Kanada mit „wirtschaftlicher Gewalt“ und wies auf das bilaterale Handelsdefizit der USA hin. „Warum unterstützen wir ein Land mit mehr als 200 Milliarden Dollar pro Jahr?“, fragte er.

    In Bezug auf die NATO schlug Trump vor, dass die Beiträge der Mitgliedsländer der Allianz auf 5 % des BIP für Verteidigung anstelle der bestehenden 2 %-Ausgabenmarke erhöht werden sollten. Er warnte, dass die USA „Straftäter“ nicht schützen würden.


    Weitere interessante Punkte sind:

    1. Trump vermied jegliche Kritik an Russland im Ukraine-Krieg und spielte stattdessen auf die Entstehung des Konflikts durch die Osterweiterung der NATO bis an die russischen Grenzen an und bemerkte einmal: „Ich könnte ihre (russischen) Gefühle in dieser Angelegenheit verstehen.“
    2. Trump ging ausweichend auf den aktuellen Einsatz der USA in Syrien ein und sagte, es sei eine Frage der „Militärstrategie“. Ebenso setzte er seine Hoffnungen darauf, dass der türkische Präsident Recep Erdogan bei Angriffen auf die Kurden (die in Syrien mit den USA verbündet sind) Zurückhaltung übt.
    3. Trump drohte der Hamas mit schlimmen Konsequenzen, falls nicht alle Geiseln vor seiner Amtseinführung am 20. Januar freigelassen würden. („Wenn diese Geiseln nicht zurück sind, wenn ich ins Amt komme, wird im Nahen Osten die Hölle losbrechen   – und das wird nicht gut für die Hamas sein und offen gesagt auch für niemanden. Die Hölle wird losbrechen. Mehr muss ich dazu nicht sagen, aber so sieht es aus.“)
    4. Trump vermied jegliche kritischen Äußerungen zu China oder dem Iran.


    Europäer, die wegen der Präsidentschaft Trumps bereits nervös sind, werden in seinen Äußerungen eine gewisse Distanziertheit erkennen. Er äußerte sich sachlich zur NATO und kritisierte die rücksichtslose Ausdehnung des Bündnisses bis vor die Haustür Russlands. Er rechnet damit, mit Präsident Putin einen Deal zu machen. Die Europäische Union hat Grund zur Sorge. (Siehe meinen Blog Ukraine war turns into absurdist fiction, Indian Punchline, 7. Januar 2024)


    Panama-Kanal, Grönland, Kanada   – Trumps Priorisierung der Kontrolle der USA über die westliche Hemisphäre (und die strategisch äußerst wichtige Barentssee), um seinen hegemonialen Einfluss als Weltmacht aufrechtzuerhalten, ist offensichtlich. Zu keinem Zeitpunkt bezog er sich auf den Indo-Pazifik.

    Das wirklich Erstaunliche ist jedoch, dass sowohl Kanada als auch Dänemark Gründungsmitglieder der NATO sind, aber Trump ist das völlig egal. Er plant, ein Mitgliedsland zu annektieren und bedroht die territoriale Integrität des anderen. Und sie können sich nicht einmal auf Artikel V der NATO-Charta berufen, um sich selbst zu verteidigen.

    Andererseits könnte die Unmöglichkeit, die NATO-Länder dazu zu bringen, seine Forderung nach einer satten Erhöhung der Beiträge zum Haushalt des Bündnisses um 150 % zu einem Zeitpunkt zu akzeptieren, an dem sich ihre Volkswirtschaften in einer Krise befinden, ihm auch die perfekte Ausrede liefern, die NATO zu vernachlässigen   – und das veraltete Bündnis damit praktisch in Vergessenheit geraten zu lassen.

    Tatsächlich hat Trump im ersten Kreis seiner außenpolitischen Strategie   – der Arktis, der westlichen Hemisphäre und dem Nahen Osten   – keine Verwendung für die NATO. In diesem Unternehmen geht er allein   – ein einsamer Wolf.

    Zweifellos ist das Projekt „Greater America“ Trumps große Leidenschaft und integraler Bestandteil seiner MAGA-Bewegung („Make America Great Again“). Seine Ablehnung von Bidens 11-Stunden-Versuch, die Ölförderung an Amerikas Küsten in einem riesigen Gebiet von 625 Millionen Acres im US-Ozean zu blockieren, wird Amerika voraussichtlich zum mit Abstand größten Ölförderland der Welt machen.

    Gleichzeitig ist das Greater-America-Projekt eine Munroe-Doktrin (Monroe-Doktrin) des 21. Jahrhunderts, deren sicherheitspolitische und wirtschaftliche Auswirkungen auf China und Russland offensichtlich sind, obwohl sie sich schwer tun werden, sie in Frage zu stellen. Trump hat die „regelbasierte Ordnung“ begraben.

    Wenn er Erfolg hat, werden die USA Russland in Bezug auf die reine Bevölkerungszahl und die Landmasse einfach übertreffen und seine Ressourcenbasis erreichen oder sogar übertreffen. Offensichtlich hat Trump kein Interesse an Multipolarität oder Multiausrichtung   – Konzepte, die von Außenpolitikern lebhaft diskutiert werden, um eine neue Weltordnung zu definieren. Associated Press nannte dieses ganze territoriale Annexionsmenü „eine neue imperialistische Agenda“, während es für CNN einen „Vorstoß für amerikanischen Expansionismus“ und „imperialistische Landnahme“ bedeutete.

    Moskau und Peking werden dieser Charakterisierung durch die amerikanischen Mainstream-Medien nicht widersprechen, aber dennoch zur Kenntnis nehmen, dass Trumps Agenda möglicherweise Präzedenzcharakter hat. Was für die Gans gut ist, ist schließlich auch für den Gänserich gut.


    Quelle: Indian Punchline

    https://www.indianpunchline.com/trump-unveils-the-greater-america-project/

    Mit freundlicher Genehmigung übernommen

    Die Übersetzung besorgte Andreas Mylaeus


    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acymailing&ctrl=url&subid=3998&urlid=6602&mailid=2467


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.01.2025

    Update von der Leyen: Krankenhaus statt Mar-O-Lago

    lostineu.eu, vom 10. Januar 2025

    EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen ist schwerer erkrankt als bisher bekannt. Nach dpa-Informationen verbrachte die 66-Jährige fast eine Woche im Universitätsklinikum in Hannover. Mittlerweile geht es ihr allerdings besser und sie kann von Zuhause aus arbeiten. Die EU-Kommission hatte den Krankenhausaufenthalt zunächst nicht bestätigt, was erneut Fragen nach der Transparenz aufwirft. Offiziell bestätigt wurde hingegen, dass die deutsche CDU-Politikerin nicht nach Maro-O-Lago zur Amtseinführung von US-Präsident Trump reist. Sie suche aber “frühe Kontakte”, so die EU-Kommission. Als Botschafterin dient dabei offenbar Italiens postfaschistische Regierungschefin Meloni, die engen Kontakt zu Trump hält. – Mehr hier (Newsletter)

    2 Comments

    1. Michael
      10. Januar 2025 @ 19:17

      Meloni und Kontakte zu Trump? Oder steigt sie mit Elon ins Bett?

    Reply

    • KK
      11. Januar 2025 @ 00:41

      @ Michael:
      Da guckt man am späten Abend noch mal arglos hier rein, und jetzt soll man mit diesen Bildern vor Augen einschlafen? Da sind Albträume doch vorprogrammiert.


    Info: https://lostineu.eu/update-von-der-leyen-krankenhaus-statt-mar-o-lago/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    Klimakrise: “1,5 Grad-Ziel nicht mehr zu halten”


    lostineu.eu, vom 10. Januar 2025

    Mit ihrem “Green Deal” zielt die EU darauf ab, die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen. Doch dieses Ziel ist wohl nicht mehr zu halten.

    „Das 1,5-Grad-Ziel ist auch auf Dauer nicht zu halten“, sagte der klimapolitische Sprecher der EVP-Fraktion im EU-Parlament, Peter Liese, angesichts der neuen Analyse von Copernicus.

    Der EU-Beobachtungsdienst hatte festgestellt, dass 2024 die Temperatur weltweit erstmals um 1,6 Grad höher lag als in der vorindustriellen Zeit.

    „Formal ist es zwar so, dass das 1,5-Grad-Ziel über einen 20-jährigen Mittelwert berechnet wird”, so Liese.

    Wenn jetzt weltweit alle großen Verschmutzer ihre Emissionen kurzfristig und drastisch reduzieren, bestehe eine theoretische Chance, dieses Ziel noch zu erreichen. Die Wahl von Donald Trump mache diese Hoffnung aber zunichte.

    Selbst die katastrophalen Brände in Los Angeles scheinen den künftigen IS-Präsidenten nicht umzustimmen.

    Die große Frage ist nun, ob die EU an ihrem Ziel festhält – wohl wissend, dass sie allein die Welt nicht retten kann.

    Gefordert wäre nun zumindest, die Anpassung an die Klimakrise zu forcieren – doch da tut sich bisher wenig…

    Mehr zur Klimapolitik hier sowie im neuen E-Book (eigenes Kapitel)

    13 Comments

    1. palman
      10. Januar 2025 @ 19:41

      @ebo et al. – SORRY – aber hier jetzt mal “meine” G R Ä T S C H E !!??!!
      – also – “Der ZEH-Oh-ZWEI-SpurenGas- und PflanzenNahrungs-KRISEN-KLAMAUK ist längst vorbei – lag und liegt fast ALLES n u r am EIS-Pulver der FLIEGEREI” !?! – (EigenReim) – MEHR dazu auf “greenhousedefect.com” u. a. unter Artikel “CONTRAILS – A Forcing To Be Reckoned With” (04/22 mit dt. Info-Post von Mir) !?!

      . . . und übrigens ist der “CO2”-ANTEIL in der ATMO vergleichbar mit der START-Linie beim “Hundert-METER-Lauf” – vormals (angeblich) nur DREI und heutzutage VIER “Zenti-Meter” b r e i t !?! – die Luft-FEUCHTE (H2O / RH / ohne Wolken) macht dagegen bis zu F Ü N F “Meter” aus !?!

      . . . und überhaupt haben die SIEGER-Mächte (WK II / 1945) den DEUTSCHEN (BRD/DDR) die EINHEIT (1990) echt NICHT geschenkt – folglich KERN-Kraft aus FRANCE (just “57” Meiler / etliche neu geplant) sowie “Gerd”-GAS aus O S T (plus US-LNG) !?! – DAZU mußte die BRD (Neu) zunächst “ent”-KOHLT und “ent”-KERNT werden !?! – DIES konnte man dem VOLK aber nur mit dem LUFT- und LICHT-“str.-oem.-ung.-s”-FIRLEFANZ verkaufen !?!
      Also – Franz. KernEnergie für die GRUND-Last sowie Erd-GAS in “GuD”-Kraftwerken (Gas- und Dampf-Turbinen) für die Aus-Regelung der “schwankenden” Wind- und Solar-Energie !!??!!

      Die ersten Promoter Anfang der “90er” dafür waren H. Scheer (SPD/Solar) und R. Polenz (CDU/Wind) !?! – und bereits in “1991” wurde das PIK (Potsdam Institut für Klima-Folgen-Forschung) unter dem “Guten Schellnhuber” gegründet !?! – DA haben die GRÜNEN noch FRÖSCHE über die STRASSE getragen !?! – bitte schön – gern geschehen ????

    Reply

    • ebo
      10. Januar 2025 @ 21:03

      Das sieht aus wie ein BLUT-Grätsche – schwer verständlich.

      Reply

    • Helmut Höft
      11. Januar 2025 @ 09:19

      @palman
      Eunice Foote hatte bereits 1856 das Klimapotential in CO₂ erforscht, erkannt und dokumentiert, Svante Arrhenius bereits 1896 das Klimageschehen heute vorhergesehen – nicht im Detail und nicht für jeden Ort (das wäre Wetter, nicht Klima, wird immer wieder gerne verwechselt!) – es brauchte eigentlich keinen Club of Rome … (nein, keine Links, selber suchen könnte einen Aha-Effekt verstärken).

      Btw.: Wissen, was im Karbon geschehen ist, kann ebenfalls helfen. Und was es – naturgesetzlich(!!)** – heute hervorbringt, wenn der Mensch die damals in der Erde verbuddelte Sonnenernergie wieder freisetzt, ja, auch in Form von “EIS-Pulver der FLIEGEREI” !?!” in der Stratosphäre. Hilf doch bitte mit bei “saving the planet … from idiocy” aka exponetielles Wachstum im begrenzten Raum, aka Energietransformation nach dem Motto “drill baby, drill”.

      Du kannst auch gerne noch bei Frederick Soddy und Nicholas Georgescu-Roegen vorbeischauen … und erst weiterblättern, wenn Du verstanden hast, was bereits herausgefunden wurde.

      ** CO₂-Diskussion überflüssig? Man kann dem zustimmen (Symptom) wenn man bereit ist ernsthaft über Energietransformation/Verlust (Ursache) zu reden.

      Reply

      • ebo
        11. Januar 2025 @ 09:32

        Wir wollen hier bitte keine Klimaleugner-Debatte führen.

  • Arthur Dent
    10. Januar 2025 @ 16:18

    Die Klima-Periode der vorindustriellen Zeit nennen wir „Kleine Eiszeit“, in Folge des tendenziell kühlen und nassen Klimas kam es häufig zu Missernten, Hungersnöten, Seuchen und kriegerischen Auseinandersetzungen. Bisher hat mir noch kein Wissenschaftler überzeugend darlegen können, was so toll an diesem Referenzwert sein soll. Als es so ab 1850 langsam wärmer wurde, war es für die Menschen der damaligen Zeit wohl eher ein Segen.
    In Deutschland, Nord- und Mitteleuropa sind die Auswirkungen des Klimawandels noch sehr moderat. Sollten wir uns dem 2-Grad-Ziel nähern, dann dürfte es Ende des Jahrhunderts in Hamburg durchschnittlich so warm sein, wie heute in Freiburg, in Freiburg etwa das Klima wie in Marseille herrschen. Da lassen sich sicherlich Anpassungen finden, andere Weltgegenden könnten schlimmer betroffen sein. (Deutschland hat praktisch seine CO2-Emissionen halbiert, dem Klima hat es nichts genützt). Auch der europäische Green Deal ist teuer und nutzlos, er führt nichts ins Paradies, sondern geradewegs in die Hölle. Die Verteilungskämpfe haben gerade erst begonnen.

    Reply

    • KK
      10. Januar 2025 @ 19:17

      Wenn durch den Klimawandel oder andere Umstände der Golfstrom versiegt, dann wird Nord- und Mitteleuropa wieder von einer hohen Eisschicht bedeckt sein. Für unseren Kontinent könnte die Temperatur dann gar nicht hoch genug steigen, wenn weiterhin ein paar hundert Millionen Menschend arauf leben wollen…

      Ich werds eh nicht mehr erleben – und die, die nach mir kommen, werden sich wahrscheinlich noch genug zu wundern haben, was noch alles so passieren wird bis dahin.

      Reply

  • european
    10. Januar 2025 @ 14:09

    Blackrock klinkt sich aus und damit ist das Thema Geschichte.

    https://www.reuters.com/sustainability/blackrock-quits-climate-group-wall-streets-latest-environmental-step-back-2025-01-09/

    Jetzt muss sich Europa erst recht die Frage danach stellen, wovon man in Zukunft leben möchte. Die “Abhängigkeit” von russischer Energie wurde durch die Abhängigkeit amerikanischer Energie ersetzt und Trump zögert nicht, das als “Maßnahme” gegen die EU einzusetzen.

    Reply

  • Armin Christ
    10. Januar 2025 @ 13:47

    Das Klima hat keine Krise, denn die gemessene Erwärmung ist einfach nur Teil des Klimas. Die Krise betrifft die beisherige Lebens- und Wirtschaftsweise und gerade davon will “der Westen” nicht abrücken; das ist der Grund für das fortwährenede Aufrüsten, die Kriege und das allgemeine imperialistische Gebahren.

    Reply

    • european
      10. Januar 2025 @ 14:37

      Ich sehe es ganz ähnlich. Die unsaubere Art und Weise, wie man alle Klimaveränderungen dazu nutzen möchte, um eine Agenda durchzudrücken, lässt die Zahl der Skeptiker wachsen. Erst recht in dem Zusammenhang, die Entscheidungsmacht immer mehr supranationale Organisationen zukommen zu lassen, die man weder wählen noch abwählen kann. Umweltschutz sollte immer oberste Priorität haben und da kann jeder einzelne eine Menge tun, völlig unabhängig von Klimaschutz. Ich denke, dass sich nahezu jeder dahinter versammeln kann. Die Klimapolitik, so wie sie ansatzweise zu erkennen ist, ist eine diktatorische Regierungsform ungewählter NGOs mit einem hohen Anteil an Eigeninteressen, die nichts mit dem Klima zu tun haben. Nicht zu vergessen, dass auch eine Menge Geld darin steckt, wenn man z.B. den spekulativen Anteil der CO2 Zertifikate betrachtet. Zu zahlen immer vom Endverbraucher, der Gewinn wird woanders eingestrichen, dort wo man im großen Stil diese Zertifikaten gekauft hat. Der Markt fordert auch hier seinen Tribut.

      Judith Curry, eine der Frontrunner in Sachen Klimaschutz, hat das bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt erkannt. Sie kritisiert bis heute, dass mit allen Mitteln versucht wird, einen Konsens unter Wissenschaftlern herzustellen, den es nicht gibt. Was allerdings passiert ist, dass hochdekorierte Wissenschaftler, Physiker, NASA-Ingenieure, Klimawissenschaftler, die nicht “auf Linie” sind, mit schwersten Repressalien, Verunglimpfungen und Publizierungsverboten verfolgt werden. Eine offene Debatte mit ihrer korrigierenden Wirkungsweise, kann so nicht mehr stattfinden.

      https://youtu.be/jj2kuqjELkQ?feature=shared

      Judith Curry vermutet eine weltweite kommunistische Agenda dahinter. Ich denke, es ist eher ein rein kapitalistisches Interesse einer kleinen weltweiten Elite, die auch immer dafür sorgen wird, dass sie von ihrem Anteil an CO2 – Abgaben befreit sein wird.

      Reply

      • ebo
        10. Januar 2025 @ 14:47

        Naja. Jede Politik folgt einer Agenda. Das heißt aber noch lange nicht, dass es keine Klimakrise gibt.
        Dass die EU allein das Klima nicht “retten” kann, haben alle von Anfang an gewußt. Neu ist, dass sie ihre eigenen Ziele nicht mehr erreichen kann. Daher muß sie nun umsteuern.

    • ebo
      10. Januar 2025 @ 14:40

      Nicht das Klima HAT eine Krise, das Klima bzw. der Klimawandel SCHAFFT eine Krise, da wir uns nunmal in bestimmte, nun überholte klimatische Verhältnisse eingerichtet haben – und daran müssen wir uns nolens volens anpassen.

      Reply

      • european
        10. Januar 2025 @ 13:47

        So ist es und wenn ich lese, dass z.B. Wien eine tausendjährige Geschichte von schlimmsten Überflutungen hat, frage ich mich, warum man bisher nicht in der Lage war, schützende Maßnahmen zu ergreifen. Das gleiche gilt für Bayern und auch das Ahrtal blickt auf eine jahrhundertelange Geschichte von Überflutungen zurück

        https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Hochwasserereignissen_an_der_Ahr#:~:text=Von%209%20Hochw%C3%A4ssern%20mit%20besonders,allesamt%20durch%20Gewitter%20ausgel%C3%B6ste%20Sommerhochw%C3%A4sser.

        Jede Kommune ist in der Lage, in ihrem Einflussbereich entsprechende Risk Assessments durchzuführen und sich Schutzmaßnahmen zu überlegen. Was wir aktuell sehen, sind Politiker in Gummistiefeln, die nur über den Klimawandel philosophieren. Manches geht durchaus auf Klimawandel zurück, wobei selten zwischen natürlichem und menschengemachtem Klimawandel getrennt wird, weil alles auf einmal menschengemacht ist, was nicht nur nicht stimmt, sondern zu falschen Schlüssen führt. Wir befinden uns am Ende einer kleinen Eiszeit und da wird es naturgegeben wärmer.

        Heißt nicht, dass wir nichts zu tun hätten, um unsere Umwelt sauber zu hinterlassen. Da gibt es sehr viel zu tun.

      • Helmut Höft
        11. Januar 2025 @ 09:24

        FACK!
        Sehr kluge Formulierung, @ebo, erübrigt die Nachfrage nach “anthropogen” oder “vom Himmel gefallen”! Das geht in meinen Argumentationsschatz ein, mit © ! *grins*


  • Info: https://lostineu.eu/klimakrise-15-grad-ziel-nicht-mehr-zu-halten/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    Trump, Grönland und das Versagen der EU-Spitze


    lostineu.eu, vom 10. Januar 2025

    Erst haben sie weggeschaut. Dann sind sie ausgewichen. Und am Ende haben sie auch noch die falschen Antworten gegeben: Im Ringen um Grönland bzw. Dänemark und die imperialen Gelüste der USA hat die neue EU-Spitze in Brüssel kläglich versagt.

    Statt dem künftigen US-Präsidenten Trump sofort Kontra zu geben, hat die neue EU-Außenbeauftragte Kallas einen Tweet zur Gaskrise in Moldau abgesetzt – natürlich mit einer Spitze gegen Russland, das sie für alle Übel der Welt verantwortlich macht.

    Statt Partei für Dänemark zu ergreifen, hat sich Ratspräsident Costa in Schweigen gehüllt. Dabei ist es sein Job, die Mitgliedsstaaten zu vertreten. Nach seinem ersten EU-Gipfel im Dezember bekam der Portugiese viel Lob, nun hätte er Prügel verdient.

    Dabei ist das größte Problem nicht einmal, dass die EU-Spitze schweigt – die sonst so geschwätzige Kommissionschefin von der Leyen eingeschlossen. Das könnte man ja immerhin noch damit begründen, dass man nicht über jedes Stöckchen springen soll.

    Das eigentliche Versagen besteht darin, wie das Kaninchen auf die Schlange zu starren und auf Trump zu warten, statt auf ihn zuzugehen und proaktiv europäische Interessen zu vertreten. So liefert sich die EU selbst dem Republikaner und seinen Launen aus!

    Wenn man dann auch noch “vergisst”, ein großes, unübersehbares Stoppschild aufzustellen und Trump seine Grenzen aufzuzeigen, feuert man seinen geoökonomisch verbrämten Neo-Imperialismus nur noch weiter an!

    Weiterlesen hier (Newsletter) Mehr zu Trump hier

    1 Comment

    1. KK
      10. Januar 2025 @ 13:43

      “So liefert sich die EU selbst dem Republikaner und seinen Launen aus!”

      Trump ist kein Republikaner – das hiesse ja, er ordnete sich einer Partei unter. Trump ist in erster Linie nur sich selbst verpflichtet, und er ist auf seinem Weg, sich die Republikanische Partei gefügig zu machen, schon recht weit gekommen!


    Info: https://lostineu.eu/traum-groenland-und-das-versagen-der-eu-spitze/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    11.01.2025

    Nachrichten von Pressenza: Ex-Präsident Pepe Mujica nimmt Abschied: „Meine Uhr ist abgelaufen“

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 11. Januar 2025, 7:30 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 11.01.2025


    Ex-Präsident Pepe Mujica nimmt Abschied: „Meine Uhr ist abgelaufen“


    Uruguay: Eine Art Nachruf auf einen außergewöhnlichen Mann, der sich zum Sterben aus der Öffentlichkeit zurückzieht Es klang wie ein Nachruf auf sich selbst, den der frühere uruguayische Präsident Jose „Pepe“ Mujica dieser Tage in der Wochenzeitschrift „Búsqueda“ formulierte, wie&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/01/ex-praesident-pepe-mujica-nimmt-abschied-meine-uhr-ist-abgelaufen/


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    Zeuge Jehovas in Kiew wegen Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen inhaftiert


    Heute wurde der Zeuge Jehovas Volodymyr Baranov vom Kiewer Bezirksgericht Darnitsky, Richterin Olha Prosalova, in Untersuchungshaft genommen. Das Gericht entschied, dass er gegen eine Kaution von 180 000 UAH freigelassen werden kann. Es war keine öffentliche Anhörung, mir wurde der&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/01/zeuge-jehovas-in-kiew-wegen-kriegsdienstverweigerung-aus-gewissensgruenden-inhaftiert/


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    50.000 Menschen setzen ein Zeichen für Demokratie und Zusammenhalt


    Zivilgesellschaftliche Organisationen mahnen vor Gefahren einer FPÖ-Kanzlerschaft für Demokratie, Menschenrechte, sozialen Zusammenhalt und Umweltschutz. Das Österreichische Netzwerk Zivilgesellschaft (ÖNZ) hatte für heute Abend zum Protest am Ballhausplatz gegen einen drohende Orbanisierung Österreichs aufgerufen. Rund 50.000 Menschen sind dem Aufruf gefolgt&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/01/50-000-menschen-setzen-ein-zeichen-fuer-demokratie-und-zusammenhalt/


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    OpenAI nutzt seine Technologie, um zu töten


    Anfang Dezember 2024  gab  das Unternehmen, das uns ChatGPT beschert hat, seine Partnerschaft zur Herstellung von KI-Waffen mit dem in Kalifornien ansässigen Rüstungsunternehmen Anduril bekannt. Das OpenAI-Anduril-System, das Ende November in Kalifornien getestet wurde, ermöglicht den Austausch von Daten zwischen&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/01/openai-nutzt-seine-technologie-um-zu-toeten/


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    Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt Griechenland wegen illegaler Zurückweisung


    PRO ASYL begrüßt das heutige Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) im Fall einer türkischen Asylsuchenden, die von Griechenland über die Landgrenze in die Türkei illegal zurückgewiesen wurde. Das Urteil zeigt unmissverständlich, dass der brutalen Pushback-Praxis Griechenlands ein Ende&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/01/europaeischer-gerichtshof-fuer-menschenrechte-verurteilt-griechenland-wegen-illegaler-zurueckweisung/


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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    10.01.2025

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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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