Diese Website verwendet nur technisch notwendige Cookies.
27.06.2025

Die Schweiz zieht Grenzen und macht bei der Verfolgung von Journalisten nicht mit

seniora.org, 27. Juni 2025

Der Schweizer Rechtsstaat erwacht. Nachdem die Schweiz bis jetzt alle EU-Sanktionen gegen Russland übernommen hat, zieht sie erstmals einen Strich und weigert sich, Journalisten zu verfolgen  – Bravo!


Screenshot_2025_06_27_at_14_06_06_Seniora.org_Die_Schweiz_zieht_Grenzen_und_macht_bei_der_Verfolgung_von_Journalisten_nicht_mit


Einleitung Ich ging mit der Schweiz in den letzten drei Jahren hart ins Gericht und kritisierte die tel quel Übernahme aller EU-Sanktionen gegen Russland hart, da mein Heimatland damit seine Neutralität aufgab und zur Partei in einem Konflikt wurde, mit dem sie als neutrales Land nichts zu tun haben sollte. Siehe etwa mein Artikel «Die Schweiz ist in Gefahr».

Das Sanktionsregime der Schweiz macht Halt, wo es um Andersdenkende geht. Wir freuen uns, denken nach und ordnen ein.

Die EU verfolgt Andersdenkende

Dass die EU zur Diktatur verkommen ist und die Meinungsäusserungsfreiheit in einem inakzeptablen Masse einschränkt, ist jedem kritischen Menschen schon lange bekannt. Umfassend haben wir uns damit bereits im Oktober 2023 in unserem Artikel «Meinungsäusserungsfreiheit in der EU ist Geschichte» befasst, wo wir insbesondere die «Verordnung über einen Binnenmarkt für digitale Dienste und zur Änderung der Richtlinie 2000/31/EG (Gesetz über digitale Dienste)» unter die Lupe nahmen und damals schrieben, dass Orwellsche Zeiten auf uns warten.

Zu diesem Zeitpunkt hätte ich jedoch ausgeschlossen, dass die EU selbst gegen eigene Journalisten vorgehen würde, denn als Jurist glaubt man im tiefsten Inneren an den Rechtsstaat. Ich muss jedoch eingestehen, dass ich mich trotz meines Berufs als geopolitischer Beobachter, der Übles gewohnt ist, regelmässig meiner eigenen Naivität überführe. Lange musste ich nicht warten.

Am 20. Mai 2025 erliess der Rat der Europäischen Union (BESCHLUSS (GASP) 2025/966 DES RATES) erstmals Sanktionen gegen zwei deutsche Journalisten   – Alina Lipp und Thomas Röper. Unterzeichnet wurde dieser Beschluss von Kaja Kallas als «Präsidentin» des Rats der Europäischen Union. Über die inakzeptable Vergewaltigung des Rechts in diesem Beschluss habe ich mich ausführlich in meinem Beitrag «EU sanktioniert deutsche Journalisten» geäussert. Neben Röper und Lipp als Deutsche, wurden weitere 19 Journalisten aus verschiedenen Ländern mit hanebüchenen Begründungen sanktioniert.  

Die Schweiz entscheidet anders   – aber sehr leise

Die Schweiz übernahm bisher die EU-Sanktionspakete gegen Russland regelmässig innert ein paar Tagen, im copy-paste-Verfahren, was darauf schliessen liess, dass man diese riesigen Verordnungswülste ohne Prüfung übernahm und sich somit dem Brüsseler Diktat beugte.

Als ich den obgenannten Artikel am 25. Mai, somit fünf Tage nach Erlass des EU-Beschlusses, verfasste, wunderte ich mich bereits   – mit leiser Hoffnung   – ob man sich in Bern diesen Schritt der Ungeheuerlichkeit doch noch besser überlegen wolle und schrieb:

«Bis jetzt schweigt die Schweiz. Ich gehe nicht davon aus, dass die Schweiz dieses illegale Schmierentheater mitmacht. Da ist mein Vertrauen als Schweizer Anwalt in mein Heimatland schlicht zu gross.»
Peter Hänseler   – 25. Mai 2025

Das 17. Sanktionspaket, der EU wurde zwar ohne Vorbehalte übernommen, nicht jedoch der besagte Beschluss, welcher sonderbarerweise von Kaja Kallas als «Präsidentin» des Rats der Europäischen Union unterzeichnet wurde, obwohl nicht sie, sondern Antonio Costas als Präsident amtet.

Falls man jedoch von den Schweizern eine öffentliche Verlautbarung von Bern zu diesem Verzicht erwartet hat, liegt falsch. In einem Weltwocheartikel von Rafael Lutz, welcher auch für uns schreibt, berichtet er, dass ihm die Sprecherin des SECO, Frau Tschanz, folgendes mitgeteilt habe:

«Grundsätzlich entscheidet der Bundesrat im Einzelfall und nach einer umfassenden Güterabwägung über den Erlass von Sanktionen.»
Sprecherin Tschanz, SECO, gegenüber Weltwoche

Wie und warum, so entschieden wurde, ist nicht bekannt. Bundesrat Parmelins Behörde betont lediglich den hohen Stellenwert, den die Pressefreiheit in der Schweiz geniesse. Schliesslich seien hierzulande Medien wie Russia Today weiterhin erreichbar, im Unterschied zu den EU-Staaten.

Weiter schreibt Lutz:

««Bürger können selbst erkennen, was Bullshit ist und was nicht. Sie sind mündig genug, sich ein eigenes Bild zu machen», sagt ein WBF-Mitarbeiter, der ungenannt bleiben will.»
Weltwoche   – 18. Juni 2025

Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung

Leise, aber dennoch bestimmt, entschied sich somit die helvetische Regierung, der EU nicht in die tiefsten Abgründe der 30-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts Deutschlands zu folgen, denn seien wir nicht naiv. Es war die deutsche Regierung, welche in Brüssel um die Sanktionierung von Röper und Lipp bat.

 "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer."

Dass die Schweizer Regierung dies im Stillen entschied, sei ihr vergeben   – das Resultat zählt. Diesmal war ich nicht naiv, als ich am 25. Mai an die Rechtsstaatlichkeit meiner Heimat glaubte. Dennoch: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

__

Kommentar
Longdongsilver

Do. 26 Jun 2025, 18:03

Man ist ja heutzutage für jede gute Nachricht besonders dankbar. ««Bürger können selbst erkennen, was Bullshit ist und was nicht. Sie sind mündig genug, sich ein eigenes Bild zu machen», sagt ein WBF-Mitarbeiter, der ungenannt bleiben will.» Das Problem hierbei ist, daß das die Bürger, zumindest in Deutschland, anscheinend nicht so sehen. Als ich z.B. letzt erwähnte, daß ich gelegentlich auch mal was von RT lese, wurde ich angeschaut, als hätte ich freiwillig Coronaviren verschlungen.

 

Die Schweiz zieht Grenzen und macht bei der Verfolgung von Journalisten nicht mit

Der Schweizer Rechtsstaat erwacht. Nachdem die Schweiz bis jetzt alle EU-Sanktionen gegen Russland übernommen hat, zieht sie erstmals einen Strich und weigert sich, Journalisten zu verfolgen   – Bravo!

Peter Hänseler

Do. 26 Jun 2025

478 1


Einleitung

 

Ich ging mit der Schweiz in den letzten drei Jahren hart ins Gericht und kritisierte die tel quel Übernahme aller EU-Sanktionen gegen Russland hart, da mein Heimatland damit seine Neutralität aufgab und zur Partei in einem Konflikt wurde, mit dem sie als neutrales Land nichts zu tun haben sollte. Siehe etwa mein Artikel «Die Schweiz ist in Gefahr».

Das Sanktionsregime der Schweiz macht Halt, wo es um Andersdenkende geht. Wir freuen uns, denken nach und ordnen ein.

Die EU verfolgt Andersdenkende

Dass die EU zur Diktatur verkommen ist und die Meinungsäusserungsfreiheit in einem inakzeptablen Masse einschränkt, ist jedem kritischen Menschen schon lange bekannt. Umfassend haben wir uns damit bereits im Oktober 2023 in unserem Artikel «Meinungsäusserungsfreiheit in der EU ist Geschichte» befasst, wo wir insbesondere die «Verordnung über einen Binnenmarkt für digitale Dienste und zur Änderung der Richtlinie 2000/31/EG (Gesetz über digitale Dienste)» unter die Lupe nahmen und damals schrieben, dass Orwellsche Zeiten auf uns warten.

Zu diesem Zeitpunkt hätte ich jedoch ausgeschlossen, dass die EU selbst gegen eigene Journalisten vorgehen würde, denn als Jurist glaubt man im tiefsten Inneren an den Rechtsstaat. Ich muss jedoch eingestehen, dass ich mich trotz meines Berufs als geopolitischer Beobachter, der Übles gewohnt ist, regelmässig meiner eigenen Naivität überführe. Lange musste ich nicht warten.

Am 20. Mai 2025 erliess der Rat der Europäischen Union (BESCHLUSS (GASP) 2025/966 DES RATES) erstmals Sanktionen gegen zwei deutsche Journalisten   – Alina Lipp und Thomas Röper. Unterzeichnet wurde dieser Beschluss von Kaja Kallas als «Präsidentin» des Rats der Europäischen Union. Über die inakzeptable Vergewaltigung des Rechts in diesem Beschluss habe ich mich ausführlich in meinem Beitrag «EU sanktioniert deutsche Journalisten» geäussert. Neben Röper und Lipp als Deutsche, wurden weitere 19 Journalisten aus verschiedenen Ländern mit hanebüchenen Begründungen sanktioniert.  

Die Schweiz entscheidet anders   – aber sehr leise

Die Schweiz übernahm bisher die EU-Sanktionspakete gegen Russland regelmässig innert ein paar Tagen, im copy-paste-Verfahren, was darauf schliessen liess, dass man diese riesigen Verordnungswülste ohne Prüfung übernahm und sich somit dem Brüsseler Diktat beugte.

Als ich den obgenannten Artikel am 25. Mai, somit fünf Tage nach Erlass des EU-Beschlusses, verfasste, wunderte ich mich bereits   – mit leiser Hoffnung   – ob man sich in Bern diesen Schritt der Ungeheuerlichkeit doch noch besser überlegen wolle und schrieb:

«Bis jetzt schweigt die Schweiz. Ich gehe nicht davon aus, dass die Schweiz dieses illegale Schmierentheater mitmacht. Da ist mein Vertrauen als Schweizer Anwalt in mein Heimatland schlicht zu gross.»


Peter Hänseler   – 25. Mai 2025

Das 17. Sanktionspaket, der EU wurde zwar ohne Vorbehalte übernommen, nicht jedoch der besagte Beschluss, welcher sonderbarerweise von Kaja Kallas als «Präsidentin» des Rats der Europäischen Union unterzeichnet wurde, obwohl nicht sie, sondern Antonio Costas als Präsident amtet.

Falls man jedoch von den Schweizern eine öffentliche Verlautbarung von Bern zu diesem Verzicht erwartet hat, liegt falsch. In einem Weltwocheartikel von Rafael Lutz, welcher auch für uns schreibt, berichtet er, dass ihm die Sprecherin des SECO, Frau Tschanz, folgendes mitgeteilt habe:

«Grundsätzlich entscheidet der Bundesrat im Einzelfall und nach einer umfassenden Güterabwägung über den Erlass von Sanktionen.»
Sprecherin Tschanz, SECO, gegenüber Weltwoche

Wie und warum, so entschieden wurde, ist nicht bekannt. Bundesrat Parmelins Behörde betont lediglich den hohen Stellenwert, den die Pressefreiheit in der Schweiz geniesse. Schliesslich seien hierzulande Medien wie Russia Today weiterhin erreichbar, im Unterschied zu den EU-Staaten.

Weiter schreibt Lutz:

««Bürger können selbst erkennen, was Bullshit ist und was nicht. Sie sind mündig genug, sich ein eigenes Bild zu machen», sagt ein WBF-Mitarbeiter, der ungenannt bleiben will.»
Weltwoche   – 18. Juni 2025

Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung

Leise, aber dennoch bestimmt, entschied sich somit die helvetische Regierung, der EU nicht in die tiefsten Abgründe der 30-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts Deutschlands zu folgen, denn seien wir nicht naiv. Es war die deutsche Regierung, welche in Brüssel um die Sanktionierung von Röper und Lipp bat.

 "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer."

Dass die Schweizer Regierung dies im Stillen entschied, sei ihr vergeben   – das Resultat zählt. Diesmal war ich nicht naiv, als ich am 25. Mai an die Rechtsstaatlichkeit meiner Heimat glaubte. Dennoch: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.


Artikel Tags:

Analyse Lipp, Alina Lutz, Rafael Röper, Thomas Parmelin, Guy Deutschland Russland Schweiz RT - Russia Today Weltwoche Staatssekretariat für Wirtschaft SECO Rat der Europäischen Union


1 Kommentar zu
«Die Schweiz zieht Grenzen und macht bei der Verfolgung von Journalisten nicht mit»

In welcher Sprache möchten Sie die Kommentare lesen?


Longdongsilver

Do. 26 Jun 2025, 18:03

Man ist ja heutzutage für jede gute Nachricht besonders dankbar. ««Bürger können selbst erkennen, was Bullshit ist und was nicht. Sie sind mündig genug, sich ein eigenes Bild zu machen», sagt ein WBF-Mitarbeiter, der ungenannt bleiben will.» Das Problem hierbei ist, daß das die Bürger, zumindest in Deutschland, anscheinend nicht so sehen. Als ich z.B. letzt erwähnte, daß ich gelegentlich auch mal was von RT lese, wurde ich angeschaut, als hätte ich freiwillig Coronaviren verschlungen.

Auf diesen Kommentar antworten



Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=197&userid=3998&mailid=2775


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

27.06.2025

Massaker in Gaza – doch Merz verhindert EU-Sanktionen gegen Israel

lostineu.eu, 27. Juni 2025

Der EU-Gipfel kann sich trotz massivster Menschenrechts-Verstöße in Gaza nicht auf Sanktionen gegen Israel einigen. Kanzler Merz hat sich mit aller Kraft dagegen gestemmt.

So sieht also deutsche “Führung”aus: Wie zuvor schon Außenminister Wadephul hat nun auch Kanzler Merz verhindert, dass das Partnerschaftsabkommen mit Israel ausgesetzt oder eine andere Sanktion verhängt wird.

In einer Erklärung des EU-Gipfels heißt es lediglich, dass man den Bericht des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) zum Gazastreifen “zur Kenntnis” nehme und die Gespräche über mögliche Konsequenzen im Juli fortsetzen wolle.

Dem EAD-Bericht zufolge gibt es zahlreiche Hinweise, dass Israel seine Menschenrechtsverpflichtungen verletzt haben könnte. Allein am Donnerstag hat es palästinensischen Angaben zufolge wieder Dutzende Tote gegeben.

Seit dem Morgen seien dabei 45 Palästinenser ums Leben gekommen. Darunter seien fünf Todesopfer, die in der Nähe eines Verteilzentrums auf humanitäre Hilfe gewartet hätten und durch israelischen Beschuss getötet worden seien.

Sanchez spricht von Völkermord

Der spanische Ministerpräsident Sánchez bezeichnete die Lage im Gazastreifen als eine “katastrophale Völkermordsituation”. Der Sozialist forderte, das Assoziierungsabkommen mit Israel umgehend auszusetzen – vergebens.

Es mache keinen Sinn, dass man 18 Sanktionspakete gegen Russland verabschiede und dann nicht in der Lage sei, in Reaktion auf eklatante Menschenrechtsverletzungen im Gazastreifen ein Partnerschaftsabkommen mit Israel auszusetzen, kritisierte Sánchez. 

Die 27 Staats- und Regierungschefs konnten sich auch nicht zu einer Verurteilung der israelischen und amerikanischen Angriffe auf Iran durchringen. Die EU betont aber, dass Iran niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangen dürfe…

Siehe auch Washington Post: Angriffe auf Iran waren lange geplant

P.S. Israel hat die wichtigste Route für Hilfstransporte nach Gaza gesperrt, meldet der “Guardian”. Merz sagt dazu nach dem Gipfel kein Wort – er behauptet, die EU habe eine “klare Position”…

 

‹ Washington Post: Angriffe auf Iran waren lange geplant › Von wegen harmonisch: Merz legt sich beim Gipfel-Debüt mit allen an

6 Comments

  1. KK
    27. Juni 2025 @ 10:43

    Nun ja, wen wundert die ausgerechnet deutsche Verweigerungshaltung – wo doch Massaker an Zivilisten bis zum Genozid historisch betrachtet für viele Deutsche eine gewisse Tradition haben?

Antworten

  • Michael
    27. Juni 2025 @ 10:18

    Merz ist nur ein deutscher provinzieller Möchtegernführer der sich mit dem Kriegsverbrecher Netanyahu die Drecksarbeit teilt! In der deutschen Politik erkenne ich derzeit keinen Politiker und keine Partei die aus Geschichtsbewusstsein heraus die Metaebene globaler Politik intellektuell erfassen würde!

    Antworten

  • Arthur Dent
    27. Juni 2025 @ 09:19

    Haben sich die Ehemaligen mal dazu geäußert – Fischer, Merkel, Scholz, Baerbock? Ich hab nichts vernommen. Es sind immer die allergleichen, die an den Schalthebeln der Macht sitzen – alle austauschbar.

    Antworten

  • Conrnelia Henke
    27. Juni 2025 @ 08:26

    „Erich Fried wuchs in Wien als einziges Kind einer jüdischen Familie auf.
    HÖRE, ISRAEL
    Als wir verfolgt wurden,
    war ich einer von euch.
    Wie kann ich das bleiben,
    wenn ihr Verfolger werdet?
    Eure Sehnsucht war,
    wie die anderen Völker zu werden
    die euch mordeten.
    Nun seid ihr geworden wie sie.
    Ihr habt überlebt
    die zu euch grausam waren.
    Lebt ihre Grausamkeit
    in euch jetzt weiter?
    Den Geschlagenen habt ihr befohlen:
    „Zieht eure Schuhe aus“.
    Wie den Sündenbock habt ihr sie
    in die Wüste getrieben
    in die große Moschee des Todes
    deren Sandalen Sand sind
    doch sie nahmen die Sünde nicht an
    die ihr ihnen auflegen wolltet.
    Der Eindruck der nackten Füße
    im Wüstensand
    überdauert die Spuren
    eurer Bomben und Panzer.                                                                                                                                                                                                                                                                                     
    1945 Anne Frank – 2024 Hind Rajab eine Schande für die ganze Menschheit!

    Antworten

  • Erneuerung
    27. Juni 2025 @ 08:18

    Ich wünsche mir Karma, und möglichst intensiv.

    Antworten

  • Guido B.
    27. Juni 2025 @ 07:25

    Die deutsche EU-Führung hätte gut ins Establishment des Dritten Reichs gepasst – ideologisch verblendet, rassistisch, größenwahnsinnig und immer stramm auf der falschen Seite der Geschichte. Diese Führung ist eine Schande für Europa. Wer stoppt diese gewissenlose Bande von Genozid-Apologeten?

    Respekt für Sanchez!

    Antworten

  • Was sagen Sie dazu?


    Info: https://lostineu.eu/merz-verhindert-eu-sanktionen-gegen-israel/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Washington Post: Angriffe auf Iran waren lange geplant


    lostineu.eu, vom 26. Juni 2025

    Das Narrativ vom “Präventivschlag” gegen Iran bricht endgültig in sich zusammen. Wie die “Washington Post” berichtet, hat Israels Premier Netanjahu seinen Angriff auf Teheran bereits im vergangenen Herbst geplant – als US-Präsident Trump gerade in Verhandlungen über das Atomprogramm einsteigen wollte. Die Entscheidung zum Angriff sei dann im März gefallen – kurz bevor die US-Geheimdienste ein iranisches Atomwaffen-Programm verneinten. Im Juni bot sich dann offenbar eine günstige Gelegenheit. Mit einer imminenten Gefahr aus Iran hatte das alles nichts zu tun. Es ging vielmehr darum, das Regime zu schwächen und die Atomgespräche zu torpedieren. Dennoch haben Kanzler Merz und Nato-Chef Rutte die Militärschläge Israels und der USA gut geheißen…

    ‹ Ein Misstrauensvotum gegen von der Leyen – und ein Ultimatum › Massaker in Gaza – doch Merz verhindert EU-Sanktionen gegen Israel

    8 Comments

    1. Arthur Dent
      26. Juni 2025 @ 23:53

      Mindestens schon seit dem
      02. 03. 2007. Da gab General Wesley Clark der Reporterin Amy Goodman ein Interview. Damals standen neben Afghanistan noch sechs weitere Länder auf der “Abschussliste”.
      Wer Militärschläge gutheißt, der zeigt schon “wes Geistes Kind” er ist.

    Antworten

    • european
      27. Juni 2025 @ 09:43

      So ist es und der Iran war Schlusslicht in der Liste.

      Alle, die sich so ueber das Mullah-Regime aufregen, sollten mal im Geschichtsbuch zurueckblaettern, wer diesen Regime-Change von einem demokratisch gewaehlten, westlich orientierten Mossadheg, zum aktuellen System verursacht hat. Sowohl diese Regime-Change-Kriege als auch die “orangenen Revolutionen”, haben noch nie zum Erfolg gefuehrt, sondern die Lage immer nur verschlimmert, weil man die Bevoelkerungen quasi in die Arme der Extremisten getrieben hat.

      Immer ging es um Geld, Macht und das Big Business. Um nichts anderes. Und immer haben diese Aktionen das exakte Gegenteil bewirkt. Nirgendwo hat sich fuer die Bevoelkerungen etwas verbessert, sondern es hat die Extremisten, die Mullahs, die ISIS-Kaempfer, AlQaida und andere nur gestaerkt. Die Zerstoerung der Laender und damit die wirtschaftlichen Aussichten hat zu mehr bezahlten Soeldnern gefuehrt. Wenn sonst nichts geht, Krieg geht immer, wobei man sich fragen muss, wer denn diese Organisationen und damit die Soeldner finanziert hat?

      In der Zwischenzeit sollen wir von all dem abgelenkt werden und uns auf den boesen Russen konzentrieren, der gegen jede Vernunft, Kalkuel und Logik uns erst dann ueberfallen wird, wenn die EU so aufgeruestet ist, dass sie diesen “Ueberfall” abwenden kann. Das ist so absurd, dass es schmerzt, aber es gibt immer noch Leute, die das glauben. Das Problem sitzt vor dem Fernseher und lauscht der Propaganda von Tagesschau, Talkshows und glaubt den Kiesewetters, Strack-Zimmermanns und anderen “Experten”, deren Aktienportfolios sicherlich interessant zu lesen waeren.

      Was da passiert, ist eine gigantisch teure Volksveraeppelung, wie auch der NATO-Gipfel zeigt. Diese Anbiederung ist nicht auszuhalten. Der “Daddy, bleib bei uns” Text von Rutte an Trump hinterlaesst eine solche Schleimspur, dass man sogar als Leser darauf ausrutscht. Es ist einfach nur abstossend. Gleichzeitig hoert man, dass in Deutschland kein “Klimageld” fuer Normalbuerger gezahlt werden soll. Wir muessen doch sparen. Und auch das wird von den Waehlern “gefressen”, geht es doch um das grosse Ganze.

      Der Kriegsgeneration wurde immer vorgeworfen, wie sie das hat zulassen koennen. Wir haben geglaubt, wir seien immun. Die Kriegsgeneration hatte nur den Volksempfaenger. Wir haben Zugriff zu allen Medien der Welt und sind fast noch schlimmer als die Kriegsgeneration. Wir machen uns zum Werkzeug von Propaganda und Kriegsmaschinerie. Dazu muss man sich nur mal die steigenden “Anzeigen” von Nichtverbrechen ansehen. Zensur, Denunziantentum, Sippenhaft, Schweigen.

      Das Schlimme ist, dass das alles absehbar war. Wer hat diese Leute gewaehlt?

      Antworten

      • KK
        27. Juni 2025 @ 10:49

        Wären die Menschenrechtsverstösse des Iran wie vorgetragen der wahre Grund für die Haltung des “Westens” insichtlich des Wunsches nach einem “Regime Change”, dann müsste mindestens auch Saudi-Arabien auf einer Stufe mit dem Iran stehen. Alles nur vorgeschoben und propagandistisch verwurstet!

        Das eigentliche Problem sitzt aber nicht VOR dem Fernseher, sondern in den Redaktionen!

      • Arthur Dent
        27. Juni 2025 @ 12:34

        @european
        Nicht “wir machen” sondern wir werden gemacht – “Der Weg in den Überwachungsstaat” ist ein Buch von 1979. War nicht ganz so schlimm wie heute, aber die Politiker wollen schon immer den gläsernen Bürger. Sie selbst sind aber nicht ganz so freigiebig mit ihren Daten.

      • european
        27. Juni 2025 @ 12:43

        @KK und Arthur Dent

        Ja und Nein. Es gibt sicherlich Dinge, die ausserhalb unseres Einflussbereiches stehen. Das erkenne ich an. Aber jeder Fernseher hat einen Ausschaltknopf und es gibt Moeglichkeiten, sich zu informieren. Es dauert eine Weile, bis man vertrauenswuerdige Quellen / Autoren gefunden hat, aber es gibt sie. Wir haben eben auch die Pflicht, uns auch ausserhalb unserer Blase und Wohlfuehlzone zu begeben. Gerade wegen unserer Geschichte und deren furchtbarem Ausgang.

        Es regt sich kaum Protest, dabei muessten die Leute zu Tausenden auf die Strassen gehen. Es ist entsetzlich.

  • european
    26. Juni 2025 @ 19:42

    Ich hab es nicht vermutet, aber ich bin auch nicht überrascht.

    Antworten

  • KK
    26. Juni 2025 @ 19:20

    Dann tippe ich mal darauf, dass auch bereits im vergangenen Herbst das genozidale Aushungern des Gaza-Streifens geplant wurde und der vorherige Waffenstillstand lediglich dazu dienen sollte, vorher noch möglichst viele israelische Geiseln lebend dort herauszubekommen.

    Der Angriff auf den Iran wurde wohl damals schon für genau den Zeitpunkt anvisiert, an dem sich die kritische Stimmen auch aus dem Westen an den israelischen Kriegsverbrechen mehren würden, um davon dann perfide ablenken zu können.
    Und siehe, es hat genau so auch gut funktioniert – die aufkeimende und sich mehrende westliche Kritik an den israelischen Verbrechen in Gaza ist nach den Angriffen auf den Iran weitgehend wieder verstummt – der Rest wird medial einfach überlagert.

    Antworten

  • Michael
    26. Juni 2025 @ 16:40

    Ein überzeugendes Bild: die israelischen Kriegsverbrecher führen Trump, Merz, Rutte, et al am Ring durch die Manege!

    Antworten

  • Was sagen Sie dazu?



    Info: https://lostineu.eu/washington-post-angriffe-auf-iran-waren-lange-geplant/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Screenshot_2025_06_27_at_13_23_33_von_der_Leyen_Sterne_768x432.jpg_WEBP_Grafik_768_432_Pixel_

    Rechte Europaabgeordnete bereiten ein Misstrauensvotum gegen Kommissionschefin von der Leyen vor. Derweil stellen die Sozialdemokraten der CDU-Politikerin ein Ultimatum. Er habe mehr als die nötigen 72 Stimmen für ein Misstrauensvotum zusammen, erklärte der rumänische Parlamentarier Gheorghe Piperea, der der rechtskonservativen EKR-Fraktion angehört. Unterstützung signalisierte die AfD und – wenn auch mit Vorbehalten – das BSW. […]  Quelle


    Ein Misstrauensvotum gegen von der Leyen – und ein Ultimatum


    lostineu.eu, vom 26. Juni 2025

    Rechte Europaabgeordnete bereiten ein Misstrauensvotum gegen Kommissionschefin von der Leyen vor. Derweil stellen die Sozialdemokraten der CDU-Politikerin ein Ultimatum.

    Er habe mehr als die nötigen 72 Stimmen für ein Misstrauensvotum zusammen, erklärte der rumänische Parlamentarier Gheorghe Piperea, der der rechtskonservativen EKR-Fraktion angehört.

    Unterstützung signalisierte die AfD und – wenn auch mit Vorbehalten – das BSW. Zur Begründung verweisen sie auf das sog. Pfizergate, aber auch auf andere Probleme wie die umstrittene Wahl in Rumänien.

    „Der Europäische Gerichtshof hat festgestellt, dass die EU-Kommission wichtige Informationen rechtswidrig geheim gehalten hat”, erklärte der AfD-Abgeordnete René Aust mit Bezug auf das Pfizergate und die SMS-Affäre.

    Steuergeld werde selbstherrlich, rechtswidrig und mutmaßlich korrupt verwendet. “Es ist Zeit, Frau von der Leyen in den unverdienten Ruhestand zu schicken – damit sie sich um ihre Gerichtsverfahren kümmern kann.”

    Das BSW befürworte grundsätzlich ein Misstrauensvotum – sofern ein entsprechender Antrag “handwerklich genügend “ist, sagte der BSW-Abgeordnete Fabio De Masi.

    “Wer diesen einbringt ist dabei nicht ausschlaggebend, da wir zuvorderst eine Verpflichtung gegenüber den europäischen Bürgerinnen und Bürgern haben und als fraktionslose Abgeordnete in unseren Möglichkeiten beschränkt sind, eine solche Initiative selbst einzubringen.”

    Im Parlament werden dem Vorstoß kaum Chancen gegeben, da die großen EU-tragenden Parteien dagegen sind. Sozialdemokraten und Liberale haben bereits ihre Ablehnung signalisiert.

    Allerdings haben die Genossen der CDU-Politikerin selbst eine Art Ultimatum gestellt. Spätestens bei ihrer Rede zur Lage der Union im September müsse sie deutlich machen, dass sie noch zum “Green Deal” stehe, hieß es.

    Andernfalls könnten sich die Sozialdemokraten aus der ganz großen VdL-Koalition zurückziehen. Dann könnte sie Mehrheiten nur mit mithilfe der Rechten erlagen – was sie allerdings jetzt schon gern macht, vor allem mit dem EKR …

    Mehr zum Pfizergate und anderen Affären hier

    ‹ Trumps willige Vasallen, Klatsche für Merz – und Metsola soll meckern › Washington Post: Angriffe auf Iran waren lange geplant

    10 Comments

    1. Arthur Dent
      26. Juni 2025 @ 23:36

      “Rechte Europa-Abgeordnete” – gehört Frau von der Leyen nicht selbst dazu? Ich kann mich nicht erinnern, dass Unionspolitiker jemals politisch links gestanden haben. Nicht mal die Linken halte ich heute noch für links. Sie machen alle Politik fürs Kapital, da können sie nicht links sein.

    Antworten

    • KK
      27. Juni 2025 @ 01:15

      „…gehört Frau von der Leyen nicht selbst dazu?“

      Die gehört immer dazu, wohin ihr opportunistischer Darmwind sie gerade bläst…

      Antworten

  • Mezzo Mate
    26. Juni 2025 @ 16:30

    Die Frau Kommissarin ist auch mit anderen nicht minder wichtigen Ehrungen bedacht worden: Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille oder Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen (natürlich 1. Klasse). Der sollte eigentlich an Staatsoberhäupter verliehen werden, da hat der Verleihende aber, in dem Fall Herr Selenskyj, wohl etwas durcheinander gebracht.

    Antworten

    • KK
      26. Juni 2025 @ 19:11

      Eure Dreistigkeit vdL hält sich für und handelt wie die Königin EUropas – mehr Staatsoberhaupt geht doch gar nicht ????

      Antworten

  • KK
    26. Juni 2025 @ 14:41

    “…da wir zuvorderst eine Verpflichtung gegenüber den europäischen Bürgerinnen und Bürgern haben …”

    Ich fürchte, das ist zumindest in Deutschland – in den anderen Ländern kenn ich die Kleinparteien gar nicht oder zumindest nicht gut genug – inzwischen ein Alleinstellungsmerkmal des BSW (wenn auch vielleicht nicht aller seiner Funktionäre wie zB in Thüringen).

    Antworten

  • Guido B.
    26. Juni 2025 @ 14:23

    Frau Dr. Ursula von der Leyen ist Trägerin diverser Auszeichnungen, z.B. “Politikerin des Jahres” (Magazin „Politik & Kommunikation“), Karlspreis. Wenn sich der Pöbel erfrecht, gegen diese ausserordentlich verdienstvolle Persönlichkeit, die unermüdlich für den Zusammenhalt der europäischen Gemeinschaft und den amerikanischen Weltfrieden arbeitet, muss er zurechtgeweisen werden. Denn scheitert von der Leyen, dann scheitert EUropa.

    Stattdessen sollte man für Frau von der Leyen in allen europäischen Hauptstädten schon zu Lebzeiten ein Denkmal errichten. Am besten gleich zusammen mit seiner Heiligkeit Wolodimir Selenski.

    Antworten

    • KK
      26. Juni 2025 @ 15:09

      vdL arbeitet nicht nur „unermüdlich“, sondern regelrecht aufopferungsvoll: Schliesslich opfert sie das Legalitätsprinzip, die Rechtsstaatlichkeit – und nicht zuletzt jede Transparenz! Also den letzten kläglichen Rest demokratischer Grundsätze in der EU.

      Antworten

  • european
    26. Juni 2025 @ 13:52

    Es wird genau nichts passieren. Wenn von der Leyen gestuerzt wird, stuerzen ihre Putzerfische mit und das will niemand.

    Ich hab diesbezueglich keinerlei Illusionen.

    Antworten

    • ebo
      26. Juni 2025 @ 13:55

      Sehe ich ähnlich. Trotzdem bemerkenswert, dass sie nun von allen Seiten unter Druck gerät. Merz drängelt ja auch schon, nach seinem Geschmack spurt sie nicht schnell genug.

      Antworten

      • KK
        26. Juni 2025 @ 16:18

        “Merz drängelt ja auch schon, nach seinem Geschmack spurt sie nicht schnell genug.”

        Tja, dass Deutsche zu wenig arbeiten, hatte Merz ja schon beklagt. Jetzt arbeiten sie ihm auch noch zu langsam ????

  • Was sagen Sie dazu?


    Info: https://lostineu.eu/ein-misstrauensvotum-gegen-von-der-leyen-und-ein-ultimatum/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    27.06.2025

    Industriestrompreise
    Die Medizin droht zur Droge zu werden

    makronom.de, vom 26. Juni 2025, ANDRÉ WOLF, Europa

    Die EU erlaubt erstmals unter Auflagen Subventionen für Stromkosten der energieintensiven Industrie – ein Entgegenkommen gegenüber Deutschlands Forderung nach einem Industriestrompreis. Zu befürchten sind jedoch eine ineffiziente Mittelverwendung, verzerrte Preissignale und langfristige Abhängigkeit von Dauersubventionen.


    Bild: Pixabay


    Mit dem Clean Industrial Deal State Aid Framework (CISAF) hat die Europäische Kommission am gestrigen Mittwoch ein neues Kapitel in der EU-Beihilfepolitik aufgeschlagen. Sie benennt darin u.a. erstmals Kriterien für die europarechtliche Zulässigkeit weitreichender Subventionen der Stromkosten der energieintensiven Industrie. Damit gibt sie vor allem dem Druck der deutschen Bundesregierung nach, die einen Industriestrompreis als Protektionsinstrument für energieintensive Betriebe in ihrem Koalitionsvertrag verankert hatte.

    Ein wesentliches Argument der Befürworter ist der Bedarf, stromintensiv produzierende Industrieunternehmen in der gegenwärtigen sensiblen Phase des Umstiegs auf klimafreundliche Produktionstechnologien gezielt zu unterstützen. Tatsächlich sprechen sowohl die Frage der gesellschaftlichen Akzeptanz der Klimapolitik als auch streng ordnungspolitische Gründe für eine solche gezielte Unterstützung. Die Dekarbonisierung erfordert massive langfristige Investitionen, deren Ertragskalkulation durch hohe Kosten- und Erlösunsicherheit belastet ist. Diese Unsicherheit ist in Teilen politisch-regulatorisch bedingt.

    Konkret betrifft dies die Höhe des CO₂-Preises als zentrales Anreizinstrument für die Emissionsminderung. Veränderungen im Marktdesign des EU-Emissionshandels und Unsicherheit über die mittelfristige Entwicklung der Ausgabemenge an Emissionszertifikaten tragen zur Preisunsicherheit bei. Dies schlägt sich in höheren Finanzierungskosten für transformative Investitionen nieder. Darüber hinaus belastet die allgemeine Unsicherheit über den langfristigen Pfad der Klima- und Energiepolitik das Investitionsklima.

    Vergangenheitsorientierte Subventionen verdrängen echten Förderwettbewerb

    Um solche politisch verursachten Investitionsrisiken abzufedern oder zumindest gerechter zu verteilen, wurden in jüngster Zeit eine Reihe innovativer Förderinstrumente wie Klimaschutzverträge, grüne öffentliche Beschaffung und Unterstützung beim Aufbau von Märkten für Power Purchasing Agreements (PPAs) entwickelt und zum Teil auch bereits erprobt. Ihnen gemein ist der Ansatz, staatliche Unterstützung wettbewerbsbasiert unter Berücksichtigung von Ehrgeiz und Effizienz der Investitionsmaßnahmen zu verteilen. Eine Strompreisbeihilfe verfolgt hingegen genau den gegenteiligen Ansatz: Anstatt die Förderung an Entscheidungen für die Zukunft auszurichten, ist sie an gegenwärtige oder historische Verbrauchsmuster gekoppelt. Sie belohnt nicht kreative Lösungs-ansätze für die Zukunft, sondern verwaltet bestehende Strukturprobleme.

    Auch aus der Perspektive des Energiesystems ist es riskant, staatliche Förderung ausgerechnet an das Strompreissignal zu binden. Zweifellos spielt die Elektrifizierung eine Schlüsselrolle bei der Sektorkopplung und somit auch für eine langfristig flächendeckende Dekarbonisierung. Gerade des-halb ist es umso wichtiger, die Lenkungswirkung von Strompreisen nicht zu verzerren. Zukünftige Fortschritte bei der Steigerung der Energieeffizienz und der zeitlichen Flexibilisierung von Lasten werden in einer weitgehend elektrifizierten Industrie unverzichtbar bleiben, um die Kosten des Energiesystems zu senken. Gut gemeinte Preisrabatte könnten mittelfristig einen Boomerang-Effekt nach sich ziehen, der sich in Form höherer Netzentgelte auf die Allgemeinheit der Stromverbraucher auswirkt oder noch weitreichendere Formen staatlicher Unterstützung notwendig macht.

    EU-Anforderungen mildern nur die Probleme

    Um diese Probleme zu adressieren, hat die Kommission die Zulässigkeit der Strompreisbeihilfen an eine Reihe von Restriktionen und Konditionalitäten geknüpft. Diese können die geschilderten Probleme abmildern, den Konstruktionsfehler eines Industriestrompreises aber nicht beseitigen. So ändert die vorgesehene Beschränkung der Entlastungswirkung (maximal 50% Kostenerstattung auf 50% des Stromverbrauchs) nichts daran, dass höherer Stromverbrauch uneingeschränkt mit höherer absoluter staatlicher Förderung verbunden ist, Einsparungen im Stromverbrauch also förderseitig nicht belohnt werden. Die vorgesehenen Kumulationsgrenzen schließen zudem nicht grundsätzlich die Gefahr einer Doppelförderung aus, etwa im Zusammenhang mit der bereits bestehenden Kompensation von indirekten Emissionskosten.

    Um Verschleppungseffekte zu verhindern, sollen die die geförderten Unternehmen die erhaltenen Strompreisbeihilfen zu mindestens 50% für Investitionen verwenden, die die grüne Transformation und die Senkung der Energiesystemkosten unterstützen. Das ist volkswirtschaftlich zu begrüßen. Jedoch ändern stärkere Vorgaben zur Mittelverwendung nichts am Problem einer potenziell ineffizienten Verteilung der Fördergelder zwischen den Unternehmen. Denn der Umfang an gewährten Beihilfen an ein Unternehmen wird ausschließlich durch den Stromverbrauch bestimmt, unabhängig von der transformativen Wirkung oder dem Effizienzbeitrag der getätigten Investitionen. Im Vergleich zu wettbewerbsbasierten Zuteilungsmechanismen von Fördergeldern wie der Versteigerung von grünen Produktionsprämien oder Klimaschutzverträgen stellt das einen entscheidenden Nachteil von Strompreisbeihilfen dar.

    Der Auftakt zu neuen Dauersubventionen?

    Die Möglichkeit zur Beziehung von Strompreisbeihilfen ist grundsätzlich auf drei Jahre limitiert. Auf diese Weise soll einer Verstetigung der Subventionen vorgebeugt und den Unternehmen die Notwendigkeit zu schnellen transformativen Investitionen signalisiert werden. Fraglich ist allerdings ob eine solche Begrenzung politisch durchsetzbar sein wird. Angesichts der ungelösten Strukturprobleme im Erzeugungsmix in Mitgliedstaaten wie Deutschland und der fortbestehenden Abhängigkeit von teuren fossilen Energieimporten ist es unwahrscheinlich, dass die Großhandelspreise für Strom in den nächsten drei Jahren signifikant sinken werden. Auch der allgemeine wettbewerbliche Kostendruck auf die energieintensive Industrie dürfte in dieser Zeit nicht geringer werden, und durch in ihrem Wirkungskreis beschränkte Instrumente wie den Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) kaum abgemildert werden können.

    Die im CISAF getroffenen Regelungen sind zudem grundsätzlich nur bis 2030 befristet. Bis dahin ist mit einer Debatte über eine Verlängerung oder sogar Entfristung der Strombeihilfen zu rechnen. Die erhoffte Medizin für die europäische Industrie droht so zur Droge zu werden, mit nachhaltigen Folgen für die Belastung der nationalen Staatshaushalte und die Effizienz der grünen Transformation in Europa.

    Strompreisbeihilfen gefährden auch den Binnenmarkt

    Auch für den Binnenmarkt bestehen Risiken. Die Mitgliedstaaten unterscheiden sich gegenwärtig frappierend sowohl hinsichtlich der Problemlage (Höhe nationaler Strompreise, Bedeutung energieintensiver Industrien) als auch den finanziellen Möglichkeiten zur Ausreizung des vom CISAF definierten Beihilfe-Spielraums. So ermöglichen die Regelungen in jedem Fall nur eine beschränkte Konvergenz der nationalen Strompreise. Zugleich erhöhen sie das Risiko neuer Wettbewerbsverzerrungen. Denn ihre Umsetzung würde die Mitgliedstaaten in sehr unterschiedlichem Maße finanziell belasten. Während Länder wie Deutschland und Frankreich die Beihilfen wirtschaftlich gut stemmen könnten, wäre die Belastung vor allem für einige osteuropäische Länder sehr hoch. Das macht eine einheitliche Nutzung des Instruments äußerst unwahrscheinlich.

    Die deutsche Bundesregierung wie auch die übrigen Mitgliedstaaten sind deshalb gut beraten, im Ringen um die Lösung der Transformationsprobleme nicht auf das scheinbar einfachste Mittel zu setzen. Richtstab für eine verantwortungsvolle Transformationspolitik müssen langfristige volkswirtschaftliche Wachstumsziele sein, nicht die individuelle Wettbewerbsperspektive einzelner Branchen.

     

    Zum Autor:

    André Wolf ist Fachbereichsleiter für Technologische Innovation, Infrastruktur und industrielle Entwicklung am Centrum für Europäische Politik (cep) in Berlin.


    Info: https://makronom.de/industriestrompreise-die-medizin-droht-zur-droge-zu-werden-49316?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=industriestrompreise-die-medizin-droht-zur-droge-zu-werden


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    27.06.2025

    Vom Kosovo nach Litauen   Der Bundestag hat den Bundeswehreinsatz im Kosovo erneut verlängert. Der Jugoslawienkrieg 1999 war ein Meilenstein in der Remilitarisierung der deutschen Machtpolitik. Die deutsche Armee ist seitdem nach Osteuropa zurückgekehrt.

    german-foreign-policy.com, 27. Juni 2025

    BERLIN/PRISTINA (Eigener Bericht) – Deutschland wird seine militärische Präsenz im Kosovo um ein weiteres Jahr fortsetzen. Das hat der Bundestag am gestrigen Donnerstag beschlossen. Die Bundeswehr ist mittlerweile seit 26 Jahren im Kosovo stationiert – mit dem erklärten Ziel, die Region zu stabilisieren. In den vergangenen Jahren ist die Lage allerdings wiederholt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen eskaliert. Die Abspaltung des Kosovo von Serbien, die die NATO unter deutscher Beteiligung seit dem Jugoslawienkrieg 1999 forcierte, wird bis heute nur von weniger als der Hälfte der UN-Mitgliedstaaten anerkannt. Dabei ist die Bundesrepublik heute nicht nur Besetzungsmacht im Kosovo, sondern sie hat ihren militärischen Einfluss in Osteuropa im geostrategischen Machtkampf gegen Russland kontinuierlich ausgebaut; die deutsche Beteiligung am völkerrechtswidrigen Überfall auf Jugoslawien 1999 war ein entscheidender Schritt auf dem Weg der deutschen Streitkräfte zurück nach Osteuropa und zur Remilitarisierung der deutschen Machtpolitik. Mittlerweile baut Berlin in Litauen – in einem Gebiet, in dem Deutschland einst seinen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion führte – seinen ersten festen Militärstützpunkt im Ausland auf.


    Zitat: 26 Jahre bewaffneter Einsatz

    Ziel des Einsatzes sei, so heißt es im Antrag der Bundesregierung zur Verlängerung des Mandats, die „militärische Absicherung der Friedenslösung“ nach der gewaltsamen Abspaltung des Kosovo von Serbien im Jahr 1999 und der offiziell ausgerufenen Unabhängigkeit des Gebiets im Jahr 2008.[1] Gemessen an dieser Zielsetzung sind die Erfolge des Einsatzes, in dessen Rahmen seit Beginn mehr als 95.000 deutsche Soldaten im Kosovo stationiert waren, gering. Weniger als die Hälfte aller UN-Mitgliedstaaten erkennen das Kosovo als eigenen Staat – und damit die Abspaltung der serbischen Provinz durch die NATO – an. Die Akzeptanz ist inzwischen sogar rückläufig.[2] Dem von Berlin forcierten Normalisierungsabkommen zwischen Serbien und dem Kosovo droht mangels praktischer Umsetzung die Bedeutungslosigkeit. Auch die Sicherheitslage ist nach wie vor schlecht. Seit 2022 kam es wiederholt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, unter anderem zu tödlichen Angriffen auf die kosovarische Polizei.[3] „Kurzfristige Verschlechterungen und Zuspitzungen der Sicherheitslage ohne nennenswerte Vorwarnzeit“ seien „jederzeit möglich“, räumt die Bundesregierung ein.[4]


    Deutsche Interessen

    Über die regionale Zielsetzung im Kosovo hinaus zeige Deutschland mit seinen Truppen „Präsenz in der geostrategischen Schlüsselregion Westbalkan“, heißt es im Antrag der Bundesregierung weiter.[5] Im Bundestag waren sich die Redner der Regierungsparteien einig: Der Kosovo-Einsatz der Bundeswehr hat im Kontext des Einflusskampfes der Großmächte in Ost- und Südosteuropa geostrategische Bedeutung. Die deutsche Militärpräsenz im Kosovo sei „eben nicht nur ein solidarischer Beitrag für die Region“, sondern diene „auch unseren eigenen Interessen“, formulierte exemplarisch Marja-Liisa Völlers (SPD), Mitglied im Verteidigungsausschuss des Bundestags. Es gehe darum, „die Region vor dem wachsenden Einfluss autoritärer Akteure“ zu „schützen“ – namentlich Russland, vermutlich auch China.[6] Mit wirtschaftlichen und politischen Mitteln allein gelingt es Berlin offenkundig nicht, seinen Einfluss in Südosteuropa zu sichern. Am gestrigen Donnerstag beschloss der Bundestag denn auch die Verlängerung des Bundeswehrmandats um ein weiteres Jahr.


    Tabubruch 1999

    Mit ihrer Beteiligung am Jugoslawien-Krieg 1999 und der damit einhergehenden gewaltsamen Abspaltung des Kosovo von Serbien hatte die Bundesrepublik einen historischen Tabubruch begangen. Deutschland hatte 1945 nicht nur seine Armee, sondern auch seinen Einfluss in seiner einstigen exklusiven Einflusssphäre Ost- und Südosteuropa verloren. 54 Jahre lagen zwischen der Entmilitarisierung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg und der ersten Beteiligung der Bundeswehr an einem Angriffskrieg, die in mehrfacher Hinsicht ein Bruch mit der Nachkriegsordnung war. Innenpolitisch war die Kriegsbeteiligung ein entscheidender Schlag gegen diejenigen politischen Kräfte, die nach zwei begonnenen Weltkriegen eine Kultur der militärischen Zurückhaltung forderten. Außenpolitisch brach Berlin mit dieser militärischen Aggression ganz offen das Völkerrecht. Mit der Zerschlagung Jugoslawiens schwächte es einen regionalen Rivalen und veränderte zudem mit Waffengewalt Grenzen in Europa. Nicht zuletzt kehrte Deutschland als militärische Besatzungsmacht in den Südosten des Kontinents zurück.


    Neues „Selbstbewusstsein“

    Mit dem Angriff auf Jugoslawien 1999 und den darauf folgenden Kriegen unter anderem in Afghanistan und in Mali gewannen die Abkehr von der historisch begründeten militärischen Zurückhaltung und die Remilitarisierung der deutschen Machtpolitik an Schwung. Im Umfeld der Münchner Sicherheitskonferenz 2014 forderten deutsche Spitzenpolitiker dann geeint ein neues außen- und militärpolitisches „Selbstbewusstsein“ der Bundesrepublik ein; manche sprachen vom „Münchner Konsens“. Manche Deutsche, erklärte der damalige Bundespräsident Joachim Gauck, würden „Deutschlands historische Schuld benutzen“, um „dahinter Bequemlichkeit zu verstecken“. Die Stimmen der Zurückhaltung, gegen die sich Gauck 2014 noch zu argumentieren gezwungen sah, sind inzwischen weitgehend verstummt. Verteidigungsminister Boris Pistorius fordert von der deutschen Bevölkerung „Kriegstüchtigkeit“ ein; Bundeskanzler Friedrich März äußert vor den Ohren der Weltöffentlichkeit, Deutschland wolle stärkste konventionelle Militärmacht Europas werden. Seit 2018 ist die Fähigkeit, einen Krieg gegen eine Großmacht zu führen, wieder Kernauftrag der Bundeswehr.


    Rückkehr nach Osteuropa

    Seit 2023 erhebt Deutschland zudem den Anspruch, „Grundpfeiler“ der konventionellen Kriegsführung von NATO und EU in Europa zu werden.[7] Bereits 2014 hatte die damalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen – zunächst noch relativ vorsichtig – mit der Um- und Aufrüstung der Bundeswehr für einen Krieg gegen Russland begonnen. Seitdem probt die Bundeswehr in immer größeren Manövern den Aufmarsch und den Krieg gegen Russland in Osteuropa.[8] Sie beteiligt sich am Aufbau von NATO-Einheiten für einen möglichen Krieg an der Ostflanke und nimmt an der Luftraumüberwachung im Baltikum teil. Seit 2017 sind deutsche Soldaten zudem in Litauen stationiert und errichten inzwischen einen ersten dauerhaften deutschen Militärstützpunkt im Ausland – in einem Gebiet, in dem Deutschland einst seinen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion führte.[9] Auch in Rumänien sind seit Jahren immer wieder deutsche Kampfjets stationiert und beteiligen sich an bewaffneten Flügen über dem Schwarzen Meer. War der Jugoslawienkrieg im Jahr 1999 der erste Schritt auf dem Weg zur militärischen Rückkehr nach Osteuropa, so zeigt die Bundeswehr heute Präsenz entlang der russischen Westflanke – von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer.

     

    [1] Antrag der Bundesregierung: Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der internationalen Sicherheitspräsenz in Kosovo (KFOR). Deutscher Bundestag, Drucksache 21/230. Berlin, 21.05.2025.

    [2] S. dazu Mehr NATO für das Kosovo.

    [3] S. dazu Unruhen im Kosovo, Unruhen im Kosovo (II), Unruhen im Kosovo (III) und Unruhen im Kosovo (IV).

    [4], [5] Antrag der Bundesregierung: Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der internationalen Sicherheitspräsenz in Kosovo (KFOR). Deutscher Bundestag, Drucksache 21/230. Berlin, 21.05.2025.

    [6] Rede von Marja-Liisa Völlers im Deutschen Bundestag. Berlin, 26.06.2025.

    [7] Verteidigungspolitische Richtlinien 2023. Bonn, November 2023. S. dazu „Kriegstüchtigkeit“ als Handlungsmaxime.

    [8] S. dazu Unruhen im Kosovo und Am Rande des Krieges.

    [9] S. dazu Eine neue Ära.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10032


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    27.06.2025

    Nachrichten von Pressenza: Rüstungs-Aufholjagd in Indien

    aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 27. Juni 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 27.06.2025


    Rüstungs-Aufholjagd in Indien


    Rheinmetall und Diehl Defence kooperieren mit Reliance Defence Ltc. bei der Herstellung präzisionsgelenkter Munition in Indien. Reliance Defence wird vorgeworfen, von Premierminister Modi bevorzugt behandelt zu werden. (Eigener Bericht) – Rheinmetall und Diehl Defence schließen mit der indischen Reliance Defence&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/06/ruestungs-aufholjagd-in-indien/


     -----------------------


    „Der Globale Süden ist gefangen zwischen Mächten, die seine Rohstoffe wollen“


    (Buenos Aires, Dialogue Earth).- In ganz Lateinamerika wecken Lithium, Kupfer und andere für erneuerbare Energien entscheidende Rohstoffe das Interesse von Regierungen und Unternehmen gleichermaßen. Doch hinter den Schlagzeilen über ökologischen Fortschritt verbirgt sich eine weitaus komplexere Geschichte – geprägt von alten&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/06/der-globale-sueden-ist-gefangen-zwischen-maechten-die-seine-rohstoffe-wollen/


     -----------------------


    Die »Zehn Gebote« per Gesetz


    Vor dem Kapitol im US-Bundesstaat Texas stehen sie schon, nun sollen die »Zehn Gebote« auch in jeder staatlichen Schule ausgehängt werden. Bürgerrechtsgruppen halten das für verfassungswidrig und gehen rechtlich dagegen vor. Von Helmut Ortner Einzelne Gebote kennen viele noch aus&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/06/die-zehn-gebote-per-gesetz/


     -----------------------


    Landwirtschaft im Wandel – Neue Studie zeigt Wege aus der Agrar-Krise


    Nachhaltige, globale Ernährungssicherheit ist möglich – Südwind und die Dreikönigsaktion fordern entschlossene Maßnahmen für eine zukunftsfähige Ernährungspolitik. Wie können Ernährungssysteme nachhaltiger, gerechter und krisenfester gestaltet werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich die heute veröffentlichte Analyse „Landwirtschaft im Wandel – Agrarökologie&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/06/landwirtschaft-im-wandel-neue-studie-zeigt-wege-aus-der-agrar-krise/


     -----------------------


    Massive Proteste von Migrant*innen und marginalisierter Bevölkerung


    In den USA hat die Jagd auf Migrant*innen – der US-Einwanderungs- und Zollkontrolldienst (ICE) verfolgt buchstäblich Menschen auf offener Straße – eine Reaktion der betroffenen Bevölkerung ausgelöst und zugleich die Risse innerhalb staatlicher Institutionen offengelegt. So distanzierten sich die Polizeichef*innen&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/06/massive-proteste-von-migrantinnen-und-marginalisierter-bevoelkerung/


     -----------------------


    Deutsche-Bank-Tochter öffnet Nachhaltigkeitsfonds für Waffenproduktion


    EU-Industriestrategie will besseren Zugang der Verteidigungsindustrie zu Finanzmitteln / Anteil an Rüstungsfirmen in europäischen Nachhaltigkeitsfonds nimmt zu / Kritiker: Kriege und Aufrüstung zerstören die Natur – Einstufung von Atomwaffen als „nachhaltig“ ist „Skandal“ (multipolar) &#8211; Frankfurt am Main / Berlin.&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/06/deutsche-bank-tochter-oeffnet-nachhaltigkeitsfonds-fuer-waffenproduktion/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    27.06.2025

    Zur Abschreckung: Iranische Feministin befürwortet Atomwaffen für Iran

    freedert.online, 27 Juni 2025 19:43 Uhr, Von Felicitas Rabe

    Im Jahr 1986 ist die linke Friedensaktivistin Shali Salmar-Nia vor politischer Verfolgung aus Iran geflohen. Seit dieser Zeit engagiert sich die Feministin in Deutschland für Frieden und Frauenrechte. RT befragte sie nach ihrer Bewertung der Angriffe auf Iran.


    Quelle: www.globallookpress.com © Mehmet Masum Suer / Keystone Press Agenc


    Konferenz der parlamentarischen kurdischen Frauen in Diyarbakir, Türkei, 29. Mai 2025 (Symbolbild)


    Die linke Friedensaktivistin und Feministin Shali Salmar-Nia lebt seit 1986 in Deutschland. Mit RT sprach sie am Mittwoch über die Position iranischer Feministinnen zu den israelischen und US-amerikanischen Bombenangriffen auf Iran.

    RT: Frau Salmar-Nia können Sie uns zunächst über Ihr politisches Engagement in Iran vor Ihrer Flucht aus dem Land berichten?


    Netanjahu an iranisches Volk: "Frauen, Leben, Freiheit – Iran wird frei sein"



    Netanjahu an iranisches Volk: "Frauen, Leben, Freiheit – Iran wird frei sein"






    Schon von der Revolution im Jahr 1979 war ich in Iran als Studentin an der Universität in Teheran im Widerstand gegen die Schah-Regierung aktiv. Nach der Revolution engagierte ich mich in einer der vielen neu entstehenden linken Gruppen. Unsere politische Überzeugung war anti-kapitalistisch und anti-imperialistisch. Als überzeugte Linke setzten wir uns gegen den US-amerikanischen Kolonialismus und Imperialismus ein.

    Manche dieser linken Gruppen in Iran lehnten gleichzeitig die kommunistischen Führungen im damaligen Russland und im damaligen China ab. Unser Engagement setzte sich auch nach der Machtübernahme der islamischen Chomeini-Regierung fort. Wir engagierten uns gegen den religiösen Fanatismus und für die Rechte der Frauen. Als linke Feministinnen veranstalteten wir in der Zeit nach der Machtübernahme der Islamisten viele Protestaktionen für Frauenrechte. Im Jahr 1981 organisierten wir in Teheran eine Großdemonstration, an der tausende Frauen teilnahmen und dabei kein Kopftuch trugen.

    RT: Gewissermaßen hatten sie sogar eines gemeinsam mit den Mullahs – sie waren beide gegen die Hegemonie westlicher kapitalistischer Akteure in Iran.

    Wir vertrauten diesen religiösen Fanatikern und ihren Zielen nicht. Deren geistiges Oberhaupt Ruhollah Musawi Chomeini war aus dem französischen Exil gekommen. Und es gab auch Unklarheiten über die Rolle von Großbritannien bei seiner Machtübernahme.

    RT: Aber welches Interesse sollten Westmächte an der Machtübernahme der Mullahs gehabt haben? Sie haben im Jahr 1951 doch selbst dem Schah Reza Pahlavi zur Macht verholfen.

    Da gibt es viele Ungereimtheiten. Bevor der Schah an die Macht kam, hatten wir in Iran eine funktionierende Demokratie. Zu Beginn seiner Herrschaft gab es in Iran rund 350 Moscheen. Im Laufe von Reza Pahlavis Regierung wuchs die Zahl auf 850 Moscheen an. In gewisser Weise sorgte der von den USA protegierte Schah schon während seiner Regentschaft selbst für die Stärkung der Islamisten.


    "Regelbasierter Präventivschlag" gegen Iran – Israels Verbrechen für den westlichen Imperialismus




    Meinung

    "Regelbasierter Präventivschlag" gegen Iran – Israels Verbrechen für den westlichen Imperialismus





    Auf jeden Fall war es nach der islamischen Revolution nicht das Ziel der iranischen Frauenrechtlerinnen, die Mullah-Regierung abzusetzen. Sie kämpften für die Rechte der Frauen und gegen deren Unterdrückung aufgrund von religiösem Fanatismus.

    RT: Wie kam es dazu, dass Sie aus Iran geflohen sind? Was ist passiert?

    Mit der Zeit wurde es für die linke Opposition und die Feministinnen immer gefährlicher. Im Jahr 1985 kamen die sogenannten Hüter des Regimes ganz plötzlich auch zu mir nach Hause und wollten mich verhaften. Allerdings wäre meine kleine Tochter, die gerade schlief, als die Hüter kamen, dann alleine gewesen. So konnte ich die Männer überreden, mit der Verhaftung zu warten, bis mein Mann nach Hause käme.

    Während wir warteten, bot ich ihnen an, einen Tee für sie zu kochen. Ich setzte Wasser auf und bekam die Erlaubnis in den Garten gehen, um Kräuter für den Tee zu pflücken. Dort informierte ich eine Nachbarin über mein Kind, das ich alleine in der Wohnung lassen musste. Die Nachbarin gab mir etwas Geld. Dann flüchtete ich mit einem Sprung auf die Terrasse des Nachbarhauses und versteckte mich in der Wohnung meiner Eltern in Teheran.

    Das Versteck war unsicher, weswegen ich mich als Nächstes drei Monate bei meiner Großmutter auf dem Land versteckte. In dem kleinen Dorf war es aber auf Dauer auch sehr schwer, sich zu verstecken. Also ging ich zurück nach Teheran. Ein Mittelsmann ging für mich zur deutschen Botschaft – ich wagte mich nicht mehr auf die Straße. Der Mittelsmann besorgte mir dort für viel Geld ein Visum für Deutschland. So habe ich Iran 1986 im Alter von 34 Jahren verlassen.


    Staatsgewaltorgie gegen Frauen: Berliner Polizei dreht durch




    Meinung

    Staatsgewaltorgie gegen Frauen: Berliner Polizei dreht durch

     Staatsgewaltorgie gegen Frauen: Berliner Polizei dreht durch





    RT: Engagierten Sie sich in Deutschland weiterhin politisch?

    Im selben Jahr gründeten die aus Iran nach Köln geflohenen linken Feministinnen den deutsch-iranischen Frauenverein. Obwohl es im Westen viel Kritik an dem Umgang mit den Frauen unter dem Mullah-Regime gab, interessierte sich doch kaum einer für die iranischen linken Frauenrechtlerinnen in Deutschland. Die erste überhaupt, die den Frauenverein in Köln besuchte, war die deutsche Feministin und Soziologin Professor Maria Mies.

    Sie interessierte sich als eine der wenigen für die Schicksale der Iranerinnen und deren politisches Engagement für Frauenrechte. Während andere bis heute die Unterdrückung von Frauen in anderen Ländern nur für ihre jeweiligen politischen Zwecke instrumentalisieren, sich aber tatsächlich nicht für die Frauen und ihre Themen interessieren.  

    RT: Als politisch Verfolgte dieser seit 1979 in Iran herrschenden islamischen Regierung, wie bewerten Sie da einen von Israel und den USA geforderten und mit Waffengewalt versuchten Regime-Change in Iran?

    In Deutschland gibt es unterschiedliche Positionen unter den Iranern. Die hier lebenden iranischen Anhänger des Sohnes von Schah Reza Pahlawi, stehen auf der Seite von Israel. Vor ein paar Tagen haben sie in Köln eine Demonstration organisiert. Währenddessen trugen sie israelische und iranische Flaggen und spielten iranische Musik.


    "Polyworking": Moderne Hungerlöhner im Job-Turbo





    Meinung

    "Polyworking": Moderne Hungerlöhner im Job-Turbo






    Die Feministinnen vom iranisch-deutschen Frauenverein in Köln vertreten eine ganz andere Position. Wir sind der Auffassung, dass Israel den Iran bei aktiver Absprache mit den USA völkerrechtswidrig angegriffen hat. Und bei aller Kritik am religiösen Fanatismus befürworten wir keinesfalls die Ermordung von Chamenei. Als Feministinnen sind wir gegen jegliche Form von Krieg und Gewalt. Krieg führt auf Kosten der Bevölkerungen nur überall zu einer wachsenden Armut.

    Aber ich möchte darauf hinweisen, dass ich persönlich die nukleare Bewaffnung Irans befürworte. Nach meiner Auffassung würde das damit verbundene Abschreckungspotenzial für Stabilität sorgen. Wenn der Iran über eine nukleare Abschreckung verfügen würde, würden weder Israel noch die Vereinigten Staaten es wagen ihn anzugreifen.

    Als Friedensaktivistin engagiere ich mich im Kölner Friedensforum für eine Welt ohne Angst und ohne Krieg. Wir haben nicht zwei Planeten, sondern nur diese eine Erde. Anstatt Kriegstüchtigkeit anzustreben und Kriegstreiberei zu betreiben, sollten die Menschen auf diesem Planeten gemeinsam auf diese Erde aufpassen und sie beschützen. Alle Menschen sollen in Frieden leben können. Am kommenden Samstag organisiert der Deutsch-Iranische Frauenverein eine Friedensdemonstration auf dem Kölner Heumarkt.


    Mehr zum Thema - Trotz Trumps "Waffenstillstand" – Iran bleibt im Visier der USA


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/der-nahe-osten/249165-iranische-feministin-befuerwortet-atomwaffen-fuer/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.06.2025

    Suizid bei Raiffeisen: Risk-Manager erhebt im Abschiedsbrief schwere Vorwürfe

    freedert.online, 27 Juni 2025 12:58 Uhr

    Ein leitender Mitarbeiter der Raiffeisen Schweiz nimmt sich das Leben. In einem letzten Schreiben kritisiert er die Führungsspitze – und mahnt zu mehr Menschlichkeit.


    Quelle: Legion-media.ru © Man

    uel Geisser


    Raiffeisen-Manager wählt Freitod


    Ein Suizid erschüttert die Raiffeisen Schweiz. Ein langjähriger Risk-Manager der Bank hat sich Anfang der Woche das Leben genommen. In einem Abschiedsbrief, der mehreren internen Stellen vorliegt, macht er die Arbeitsumstände bei der Genossenschaftsbank mitverantwortlich für seine Entscheidung.

    Sein Schritt sei überlegt gewesen, heißt es darin ‒ nicht aus der Situation heraus, sondern das Resultat eines langen inneren Konflikts. Das Schreiben ist nicht nur Abschied, sondern auch Appell: Der Verstorbene wünscht sich, dass aus seinem Fall Lehren gezogen werden – im Interesse künftiger Mitarbeiter.

    Schweiz: Ex-Raiffeisen-Chef akzeptiert Gerichtsentscheid





    Schweiz: Ex-Raiffeisen-Chef akzeptiert Gerichtsentscheid







    Dem Suizid ging eine folgenschwere Neuordnung innerhalb der Bank voraus. Im Frühjahr 2024 beschloss die Konzernleitung, ein ganzes Team von Risikoexperten eine Führungsstufe tiefer einzustufen. Der formale Schritt hatte konkrete Folgen: geringere Löhne, Verlust von Prokura, herabgesetzte Titel. Der Verstorbene, bisher als "Experte" eingestuft, wurde künftig als "Senior" geführt. Auch die Spesen wurden drastisch gekürzt.

    Der direkte Vorgesetzte des Teams wehrte sich gegen die Maßnahme. In einer internen E-Mail sprach er von einem "Affront" und warnte vor den Auswirkungen auf Moral und Leistungsbereitschaft. Dennoch blieb es bei der Rückstufung – kurz darauf folgte für das Team die Kündigung.


    Pressefreiheit à la Zürich: Schweiz auf dem Weg zur Autokratie





    Meinung

    Pressefreiheit à la Zürich: Schweiz auf dem Weg zur Autokratie





    Der Abschiedsbrief (https://insideparadeplatz.ch/2025/06/27/raiffeisen-banker-waehlt-freitod-erhebt-vorwuerfe/) des Verstorbenen lässt erkennen, wie sehr ihn diese Entwicklung belastete. Er spricht von einem "systemischen Versagen" im Umgang mit erfahrenen Mitarbeitern. Besonders schwer wiegt seine Aussage, die Kündigung sei an Heiligabend – nach Geschäftsschluss – zugestellt worden. Ein Vorgang, den er als bezeichnend für den Umgangston auf oberster Führungsebene deutet.

    Namentlich nennt der Verstorbene drei Mitglieder der oberen Managementebene, die ihn in seinen Augen nicht nur falsch, sondern auch respektlos behandelt hätten. Dennoch betont er, allen Beteiligten verziehen zu haben – um inneren Frieden zu finden.

    Raiffeisen Schweiz reagierte auf Anfrage mit Bedauern. Man kommentiere persönliche Umstände von Mitarbeitern grundsätzlich nicht, so ein Sprecher der Bank. Damit bleibt vieles offen – auch die Frage, ob und in welcher Weise das Unternehmen bereit ist, sich mit den strukturellen Aspekten des Falls auseinanderzusetzen.

    Der Verstorbene endet seinen Brief mit einem Wunsch: Führungspositionen sollten nur an Personen vergeben werden, die ihre Rolle mit Integrität und Menschlichkeit ausfüllen. Es ist ein letzter Satz, der weit über das eigene Schicksal hinausweist.


    Mehr zum Thema ‒ "Fuck you Mr. Trump": Schweizer SP-Chef als diplomatische Zeitbombe 


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/schweiz/249147-suizid-bei-raiffeisen-risk-manager/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.



    Weiteres: 



    Top-Story

    Am Montag hat sich ein Risk-Manager der Raiffeisen Schweiz das Leben genommen.


    insideparadeplatz.ch, 27. Juni 2025, 


    Es sei „ein bewusster Entscheid“ gewesen, schreibt der langjährige Kadermann der Genossenschaftsbank.

    Erfolgt „aus innerer Notwendigkeit und nach langem Ringen“. Dies schreibt er in seinem Abschiedsbrief.

    Es sei ihm „ein Anliegen, dass meine Geschichte nicht einfach verstummt“.

    Er habe den in seinen Augen zentralen Raiffeisen-Managern „für das, was geschehen ist, vergeben“.

    „Aber ich wünsche mir, dass aus meiner Erfahrung Konsequenzen gezogen werden.“

    Er hoffe, dass mit dem Bekanntwerden seines Suizids „künftiges Leid“ verhindert werden könne.

    „Führungsrollen nur jenen zu übertragen, die sie mit Integrität und Menschlichkeit ausfüllen“ würden – das erhoffe er sich mit seinem Schritt.

    „Raiffeisen Schweiz bedauert solche tragischen Vorfälle“, sagt ein Sprecher der Bank auf Anfrage.

    Man äussere sich „jedoch aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes grundsätzlich nicht zu persönlichen Umständen von ehemaligen, aktuellen und zukünftigen Mitarbeitenden“.

    Im Frühling 2024 entschied der zuständige Spitzenmann der Bank die hierarchische Rückstufung eines ganzen Risk-Teams.

    Grund war eine „departementsweite Funktionsstufenüberprüfung“, wie der Vorgesetzte damals meinte.

    Statt dass alle Mitglieder der betroffenen Risiko-Kontroll-Truppe weiterhin der Führungsstufe 2 angehörten, sollten sie neu eins tiefer eingeordnet weren:

    in der Führungsstufe 3.

    Dagegen setzte sich der Teamleiter als direkter Chef jener Equipe, zu der auch der jetzt Verstorbene gehörte, vehement zur Wehr.

    „Euer Vorgehen sehe ich als Affront meinem Team gegenüber“, schrieb er in einem Mail am 1. April 2024 an den erwähnten Oberchef.

    „Der Entscheid zeigt eure fehlende Wertschätzung sowie eine Minderschätzung der Arbeit und Erfolge von langjährigen und verdienten Mitarbeitern.“

    Die Folge der Rückstufung für die ganze Mannschaft würde „Unverständnis und Frustration auslösen“.

    Bei einem „kleinen Team wie unserem führen Ausfälle, Motivationsschwund und verminderte Leistungsbereitschaft rasch zu prekären Situationen“.

    „Ihr nehmt die Demotivation des Teams in Kauf.“

    Der Mitarbeiter, der vor 4 Tagen aus dem Leben geschieden war, hatte seine Rückstufung mit „Saläranpassung“ nach unten damals akzeptiert.

    Seine „Pauschalspesen“ und jene seiner Teamkollegen sanken um über 50 Prozent auf noch 3’600 Franken, der Rang war nur noch Prokura, die Bezeichnung lautete neu „Senior“ statt wie bisher „Experte“.

    Wenige Wochen später wurde ihm und, so macht es den Anschein, auch seinen Team-Kollegen trotzdem gekündigt.

    Seine Enttäuschung hielt der Kadermann damals unter schriftlich verfassten „Abschieds-Gedanken“ fest; diese gingen an einige Raiffeisen-Leute.

    „Die Austrittsvereinbarung, welche notabene am 24. Dezember 2024 (nach Arbeitsschluss) übermittelt wurde, zeugt von fehlendem Feingefühl und jeglicher Art von Wertschätzungen gegenüber Menschen.“

    In seinem damaligen Brief erwähnte er namentlich drei hohe Manager:

    Zwei Männer, darunter der oben erwähnte sowie ein Mitglied der Geschäftsleitung der Bank, und eine Frau mit steiler Karriere in 20 Jahren Raiffeisen.

    Diese hohen Chargen hätten ihn „ungerecht behandelt und gedemütigt“, befand er in seinen „Abschieds-Gedanken“ zum Ausscheiden bei der Raiffeisen Schweiz. Er habe aber allen „vergeben (…), um inneren Frieden zu finden“.


    Die beliebtesten Kommentare

    1. 246

    1. Wer sich wegen einem Jobverlust das Leben nimmt setzt die Prioritäten falsch.

    Lesen

    1. 4

    Lieber Herr Hässig,
    bitte lesen und nachdenken, ob der ARTIKEL die Likes und Kommentare wert ist. DANKE.

    https://presserat.ch/complaints/stellungnahme-des-presserates-vom-23-dezember-1992-zur-berichterstattung-ber-suizide/

    Respektierung der Privatsphäre

    1. Suizide und Suizidversuche sind eine soziale Realität. Sie können für die Massenmedien grundsätzlich kein Tabu sein.

    2. Die Art und Weise, wie Menschen leben und sterben, gehört zu ihrer Privatsphäre. Berichte über den Tod eines Menschen bedeuten daher immer, dass die Grenze zum Intimbereich überschritten wird. Darum müssen die Massenmedien bei Suizidfällen grösste Zurückhaltung üben. Es gilt abzuwägen zwischen dem Schutz der Privatsphäre (Persönlichkeitsrechte der betroffenen Person, Gefühle der Angehörigen) und dem Anspruch der Oeffentlichkeit auf Information. Im Zweifelsfall ist nicht zu berichten.

    weiterlesen

    Antworten

    Kommentar melden


    Habe grad mit einem anderen Banker darüber gesprochen. Ich war schockiert über seine Antwort: „das war ein Weichei und die halten eben nicht durch.“

    Sollte man solchen Leuten nicht eher helfen, als sie in diese Situation zu treiben? Raiffeisen?

    Antworten

    Kommentar melden

    • 1

    Einen Suizid zu betreiben, nur um seinen Gegnern damit eins auszuwischen, oder um eine Message zu veröffentlichen, war der größte Fehler seines Lebens.
    Der Betroffene glaubt, alle würden in großer Trauer versinken, und Konsequenzen ziehen.
    Aber Nein.
    Dieser Suizid wird den dafür Verantwortlichen völlig egal sein, und sie werden ihn nach 2 Tagen komplett vergessen haben.

    Antworten

    Kommentar melden

    • 3

    Das gesamte Finanzsystem mit, durch Verschuldung erzeugten Währungen gegen Zins und Zinseszins verstösst gegen die Menschenrechte, da es die…

    27. Juni 2025 / 14:55

    Menschen in eine immer schlimmere Schulden.- und Zinsversklavung treibt. Immer weiter auswuchernde Staaten und Regierungen, samt ihren Steuerverwaltungen helfen kräftig mit, die Menschen auch noch für die immer höhere Staatsverschuldung, mit immer höherer Besteuerung und Freiheitsberaubung haftbar zu machen. Für die Menschen wird das Leben so immer unbezahlbarer.
    Viele wählen dann den Freitod, oder erzeugen keine Nachkommen mehr, weil die ja wegen der unendlichen Schuldenbergen keine schöne Zukunft zu erwarten hätten. Die Geburtenrückgänge beweisen sehr deutlich, dass diese immer schlimmeren Zombie-Staaten zu allmählich immer schlimmeren parasitären Tyrannen gegen die Menschen werden, mit totaler Einschränkung der Freiheit.

    Antworten

    Kommentar melden

    • 1

    Wirklich sehr tragisch und unnötig, viel Kraft den Hinterbliebenen. Gibt es in der Schweiz auch noch eine Bank die keine Skandale macht? Mein Geld liegt in einem Walltet und nicht bei einer Schweizerbank….

    Antworten

    Kommentar melden

    • 3

    Bei Pauschalspesen von „noch 3’600 Franken“ sollte das Geld mehr als ausreichend sein,

    27. Juni 2025 / 13:30

    sich psychologische oder psychotherapeutische Expertise zu holen, um auch die schlimmste narzisstische Kränkung durch die Rückstufung im Job unbeschadet überleben zu können.

    Antworten

    Kommentar melden

    • 11

    Geld ist nur Geld und Job ist nur Job – auch bei Rückstufung. Deshab setzt man seinem Leben nicht ein Ende. Aber es zeigt sich: Sensible Naturen sind nicht hart im Nehmen. Das wär aber für Führungsaufgaben nötig.

    Antworten

    Kommentar melden

    • 3

    So tragisch und bedauerlich dieser Schicksalsschlag auch ist, weshalb erhält ein einfacher Risk-Manager der Raiffeisen CHF 7200.- Pauschalspesen?

    Antworten

    Kommentar melden

    • 19

    Bei Banken aber auch bei Versicherungen sind vor allem die oberen Führungsrollen immer mehr bespickt mit rücksichtlosen Charakterlumpen.
    Ich wünsche den Hinterbliebenen viel Kraft.

    Antworten

    Kommentar melden

    • 14

    Möchte es – trotz aller Tragik -noch aus einer etwas anderen Seite beleuchten

    Die Risiko Leute sollten sich mal überlegen was sie selbst bei den Front Leuten tagtäglich für Leid und Angst anrichten!
    Zum Glück sind wir an der Front etwas stabiler. Aber das was die Front Risk seitig über sich ergehen lassen und ertragen muss, ist massiv und ebenfalls schädigend.

    Darüber sollte man mal berichten. Wir sind komplett über reguliert und die FINMA tut gut daran, auch die Gesundheit der Front Leute langfristig zu berücksichtigen in ihrem Regulierungs Wahn. Denn am Ende wollen keine qualifizierten Leute mehr an der Front arbeiten. Dies wiederum wäre ein effektives Risiko…..

    Antworten

    Kommentar melden

    • 20

    pers ist einfach ein kostenblock.

    dank ai wird das dann massiv reduziert werden.

    ich als unternehmer bin keine sozial-instituion. entweder wird geliefert oder entlassen. eine andere möglichkeit gibt es nicht.

    Antworten

    Kommentar melden

    • 9

    Subtiles Mobbing ist nur gelinde ausgedrückt. Das war doch alles geplant und von oben orchestriert. Schande über die Raiffeisen Schweiz, Schande über die gesamte Geschäftsleitung sowie VR. Solche Vorgehensweisen sind leider kein Einzelfall im Banking. Hoffentlich sehen die Genossenschafter, dass Blut an euren Händen klebt.

    Antworten

    Kommentar melden

    • 4

    Wegen einer Rückstufung und einer Bank die Lampen auslöschen? Never ever. Der Mann hatte entweder noch andere Probleme oder ein sehr schwaches Selbstwertgefühl.

    Antworten

    Kommentar melden

    • 15

    Menschen werden unter dem Deckmantel von „Leistung“ und „Eigenverantwortung“ systematisch überfordert, isoliert und zermürbt. Wer nicht mehr kann, wird nicht gehört – sondern weiter unter Druck gesetzt.

    Antworten

    Kommentar melden

    • 7

    Das wahre Wesen der westlichen Gesellschaften, zu der auch die Schweiz gehört, kommt immer mehr zum Vorschein!

    Der Mensch ist ein Sklave der denkt er ist frei und lebt in einer Demokratie. Solange du ,,produktiv“ bist geht es noch, … wenn nicht mehr, bist du nicht mal mehr fürs Abstellgleis, sondern für das Grab.

    Höflichkeit, Fürsorge und Menschlichkeit sei es im Geschäft, in der Behörde, im Hotel, Restaurant, Taxi oder sonstwo ist meiner Meinung nach nur Heuchelei, … zwanghaft gespielt, … warum ? Leistungsdruck der immer größer wird, und wenig Geld zu überleben.

    Das turbokapitalistische Geldsystem das auf Zinseszins aufgebaut ist, ist der Grund für all das, … bis es wieder knallt, … und es wieder von vorne losgeht, … nur mit noch mehr Kontrolle in den Händen der Geldbesitzer.

    Antworten

    Kommentar melden

    • 4

    Komische Geschichte? Selbsmord wegen Rückstufung und Entlassung.

    Antworten

    Kommentar melden

    • 11

    Wer Mitarbeitern am 24 Dezember kündigt gehört meiner Meinung nach nicht in eine Führungsrolle. Lasst den Menschen doch wenigstens noch frohe Festtage und sprecht mit ihnen persönlich im neuen Jahr und sagt es Ihnen von Angesicht zu Angesicht.

    Antworten

    Kommentar melden

    • 3

    Je unfähiger eine Geschäftsleitung ist, desto mehr Mobbing.
    Wo bleiben die echten Führungskräfte, die aufgrund ihrer Kompetenz fachlich und ethisch eine Firma führen können.

    Antworten

    Kommentar melden

    • 4

    …ich kann das Jammern dieser Banker nicht mehr hören. Gross verdienen und jammern..Mobbing, steichung Vorzugshypos etc..etc…

    werdet doch Gärtner…

    Antworten

    Kommentar melden

    • 6

    Der Mensch ist ein gefährliches Wesen – und nichts entlarvt seine dunkle Natur schneller als ein wenig Macht. Dann fällt die Maske der Zivilisation, und das Raubtier tritt hervor. Hobbes’ homo homini lupus wird in den Chefetagen der Banken zur bitteren Wahrheit. Dort regiert nicht Vernunft, sondern Gier, Ego und ein gnadenloser Wille zur Dominanz.

    Bankmanager treffen Entscheidungen wie Schachzüge – präzise, kühl, folgenblind. Hinter jedem Klick verschwinden Existenzen, doch das Mitleid bleibt stumm. Verantwortung wird zur Fassade, Moral zum Störfaktor. Sie sprechen von Effizienz, doch meinen Kontrolle. Sie handeln nicht im Dienst der Gesellschaft, sondern im Dienste ihrer eigenen Macht.

    So zeigt sich der Mensch nicht als Krone der Schöpfung, sondern als Wolf im Massanzug – charmant, rational, und erbarmungslos.

    Antworten

    Kommentar melden

    • 9

    Die FINMA schläft.
    Kann locker um 30% abgebaut werden. Machen nur Bürokratie

    Antworten

    Kommentar melden

    • 28

    Furchtbar. Haben denn Manager heute gar keine Sozialkompetenz mehr?

    Antworten

    Kommentar melden

    • 27

    Wer sich wegen einem Jobverlust das Leben nimmt setzt die Prioritäten falsch.

    Antworten

    Kommentar melden

    • 77

      • @M.P. Sie sind es nicht mal Wert, das Ihr Name ausgeschrieben wird. Daher M.P., damit die Community versteht wer gemeint wird.

        Also.

        Sie sind eine moralische Katastrophe und ein absoluter Tiefpunkt menschlicher Empathie.

        Einen Suizid als falsche Priorität zu bezeichnen, offenbart Ihre komplette Gefühllosigkeit und geistige Verkommenheit.

        Ihr Mangel an Respekt, Mitgefühl und Anstand ist nicht nur beschämend, er ist widerlich und entwürdigend. Mit einer derart kalten und menschenverachtenden Haltung zerstören Sie jede Form von Würde und Vertrauen.

        Sie haben sich jeglichen Respekt und jede Glaubwürdigkeit für immer verspielt. Es ist eine Schande, dass Menschen wie Sie existieren.

        weiterlesen

    Kommentar melden



  • Ein tragischer Fall und unnötiger Suizid, den ich nicht kommentieren möchte. Ich wünsche den Hinterbliebenen viel Kraft bei der Verarbeitung…

    Lesen

  • 158

  • Was für ein überheblicher Kommentar.

    Lesen

  • 148

  • Die Bank sagt: „Raiffeisen Schweiz bedauert solche tragischen Vorfälle“

    Die Verwendung des Plurals sowie des Wortes „bedauern“ heisst de facto soviel wie „nicht unser Problem“

    Die richtige Formulierung ist: „Wie sind ob dieses Ereignisses zutiefst erschüttert.“

    Man kann es nachher immer noch mit Taten versieben. wer sich aber allein beim text schon so dumm anstellt gehört gefeuert.

    Antworten

    Kommentar melden

  • 2

  • Da kommen mir die Toten Hosen in den Sinn. „Als beweis wie gross meine Liebe is, bringe ich mich für Dich um“. Ein so sinnloser Suizid.

    Und da könnte geholfen werden. Wenn wir Mitarbeiter verstehen würden, dass ein Unternehmen keine harmonische Familie ist, sondern bitterer Wettbewerb herrscht, und Job Positionen keine menschlichen Wertschätzungen sind, sondern Entscheide, die respektiert werden müssen. Sämtliche Leistung der Vergangenheit wurde mit dem Lohn bezahlt. Das ist die Realität.

    Antworten

    Kommentar melden

  • 1

    • Presserat peinlich, der Mann wollte Öffentlichkeit!

      Kommentar melden

  • 4

  • Das ist ein tragischer Fall! Das trifft auch auf langjährige Lieferanten zu „zeugt von fehlendem Feingefühl und jeglicher Art von Wertschätzungen gegenüber Menschen.“ Wenn es nicht passt und ein neuer „Möchtegern Chef Marketing“ am Ruder ist, wird willkürlich entschieden ohne jede Grundlage. Traurig diese Bank !

    Antworten

    Kommentar melden

  • 2

  • Raiffeise wird immer meh meh en saft

    Antworten

    Kommentar melden


  • 8

  • R.I.P. Mein Mitgefühl gilt der Familie und den engen Angehörigen.

    Was geschehen ist, war keine Tragödie des Zufalls, es war die Folge von Verantwortungslosigkeit, Kälte und systematischer Entwertung.

    Menschen in Machtpositionen haben Entscheidungen getroffen, die verletzen, entwürdigen und letztlich zerstören.

    Wer so etwas zulässt oder mitträgt, sollte sich in Grund und Boden schämen.

    Und jene, die dafür verantwortlich sind, direkt oder durch ihr Schweigen, sollen wissen:
    Ich hoffe, dass sie keine Ruhe mehr finden, solange sie nicht den Mut haben, sich ihrem Handeln zu stellen.

    Antworten

    Kommentar melden

  • 1

  • Es gilt doch die Krankheit zu heilen und nicht die Symptome zu lindern? Es ist doch erstaunlich, dass die Bildung und Gesetzgeber immer noch vermitteln dürfen, dass es sich beim Geld-, Staat- und Sozialwesen um eine intermediäre Funktion handle! Geldsystem-Alzheimer-Symptom!

    Wer demnach getreu der Lehrmeinung und Gesetzgebungen wahrnimmt, er überlasse sein Geld einerseits gegen Verzinsung der Bank, damit die Bank ihrerseits mit diesem Geld, dem Publikum und der Wirtschaft gegen höhere Verzinsung, Kredite gewähren kann und andererseits dem Staat damit er die Aufgaben erfüllen kann, ist geistig misshandelt worden!

    Würden die Menschen das Geldsystem (Weltwährung Buchungsziffern) korrekt verstehen dürfen, hätten wir weltweit eine völlig andere Gesellschaft- und Wirtschaftsordnung (humane Mass- statt Marktwirtschaft) ohne Preiskampfglobalismus (verstösst gegen die VWL), Armut und Existenzkämpfe.

    Antworten

    Kommentar melden

  • 12

    • Mit wem haben Sie gesprochen?

      Mit einem Bankmitarbeiter welcher seinen Beruf nicht versteht? Er würde nämlich erkennen, dass die Bereitstellung der Weltwährung Buchungsziffern (Geldsystem) keine wirtschaftliche Leistung abdeckt, demnach es sich beim Bankensystem in praktizierter Form, um eine gesetzlich legitimierte Phantomorganisation handelt.

      Wissen ist Macht, Unwissen ist töricht! Leider wähnen sich die Bankmitarbeiter als Krösus! Eine Teilung zwischen Geldsystem und Wirtschaft ist unausweichlich, wenn man die Lügen beenden will!

      Kommentar melden

  • 22

  • Diese Versager „Managerlis“ heutzutage kommen alle aus der gleichen Schmiede…Blöffen auf Ihren Linkedin Profils mit HSG, Master, MBA, etc. und haben null Sozialkompetenz.
    Dabei produzieren sie einen Skandal nach dem anderen! Siehe Swissair, CS, Migros, etc.
    ich habe schon lange keine Achtung mehr vor diesen Gestalten. Tipps an die Jungen: lasst Euch nichts gefallen und definiert Euer Leben nicht über eine Firma, welche Euch früher oder später eh fallen lässt!

    Antworten

    Kommentar melden

  • 7

  • Diese Versager „Managerlis“ heutzutage kommen alle aus der gleichen Schmiede…Blöffen auf Ihren Linkedin Profils mit HSG, Master, MBA, etc. und haben null Sozialkompetenz.
    Dabei produzieren sie einen Skandal nach dem anderen! Siehe Swissair, CS, Migros, etc.
    ich habe schon lange keine Achtung mehr vor diesen Gestalten. Tipps an die Jungen: lasst Euch nichts gefallen und definiert Euer Leben nicht über eine Firma, welche Euch früher oder später eh fallen lässt!

    Antworten

    Kommentar melden

  • 6

  • @Lebensexperte70
    Das haben Sie absolut korrekt festgestellt, aber: Menschen mit narzisstischen Tendenzen sind naturgemäss nicht in der Lage, dies zu erkennen. Deshalb sind die Ratschläge auch wenig hilfreich, einem Narzissten einen Psychotherapeuten anzubieten. Das würde die Kränkung seines Selbst nur noch weiter steigern. Hinzu kommt die narzisstische Annahme, dass ein kleiner Psychotherapeut überhaupt nicht in der Lage ist, das Denken eines reichen und mächtigen Menschen zu verstehen.

    Kommentar melden

  • 2

    • Was ist an meinem Kommentar geeignet, die automatische Freischaltung zu verhindern?

      Kommentar melden

  • 6

  • Habe im Zuge der Kapriolen um Vinzenz bei Raiffeisen gekündigt.
    Was folgte war genau so unwürdig.
    Das ist eine weitere Folge.
    Die Erde sei ihm geruhsam.

    Antworten

    Kommentar melden

  • 2

  • Das gesamte Finanzsystem mit, durch Verschuldung erzeugten Währungen gegen Zins und Zinseszins verstösst gegen die Menschenrechte, da es die..

    27. Juni 2025 / 14:57

    ..Menschen in eine immer schlimmere Schulden.- und Zinsversklavung treibt. Immer weiter auswuchernde Staaten und Regierungen, samt ihren Steuerverwaltungen helfen kräftig mit, die Menschen auch noch für die immer höhere Staatsverschuldung, mit immer höherer Besteuerung und Freiheitsberaubung haftbar zu machen. Für die Menschen wird das Leben so immer unbezahlbarer.
    Viele wählen dann den Freitod, oder erzeugen keine Nachkommen mehr, weil die ja wegen der unendlichen Schuldenbergen keine schöne Zukunft zu erwarten hätten. Die Geburtenrückgänge beweisen sehr deutlich, dass diese immer schlimmeren Zombie-Staaten zu allmählich immer schlimmeren parasitären Tyrannen gegen die Menschen werden, mit totaler Einschränkung der Freiheit.

    Antworten

    Kommentar melden

  • 5

  • Wie kann man eine Herabstufung so tragisch nehmen? Gute Risk-Manager sind überall gefragt. Aber man müsste halt kündigen und sich bewerben.

    Antworten

    Kommentar melden

  • 3



  • 26.06.2025

    Medien: Israel verwendete Granaten mit abgereichertem Uran für Angriff auf Iran

    freedert.online, 26 Juni 2025 21:19 Uhr

    Iran hat behauptet, dass Israel bei den Angriffen auf die Einrichtungen des Landes Munition mit abgereichertem Uran verwendet hat. Dies sind jedoch noch keine endgültigen Schlussfolgerungen, eine Untersuchung ist im Gange, schreibt die Nachrichtenagentur Fars.


    Quelle: Gettyimages.ru © Morteza Nikoubazl/NurPhoto


    Symbolbild   


    Israel hat bei Angriffen auf wichtige iranische Einrichtungen möglicherweise Munition mit abgereichertem Uran eingesetzt, schrieb Fars unter Berufung auf Quellen.

    Der Quelle der Nachrichtenagentur zufolge wurden bei einer ersten Inspektion an den Einschlagsorten Spuren von Uran entdeckt. Dies sind jedoch noch keine endgültigen Schlussfolgerungen, weitere Untersuchungen sind im Gange.

    In der Nacht zum 13. Juni flogen israelische Flugzeuge eine Reihe von Angriffen auf iranisches Hoheitsgebiet, die sich gegen militärische und nukleare Einrichtungen des Landes richteten. Danach begannen beide Seiten mit einem Schlagabtausch. In der Nacht zum 24. Juni einigten sich beide Seiten auf einen Waffenstillstand.

    Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums wurden bei den israelischen Angriffen 610 Menschen getötet und 4.746 Menschen verletzt. Nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes wurden seit dem 13. Juni 28 Menschen durch iranische Angriffe getötet und mehr als dreitausend verletzt.


    Brüchige Waffenruhe: USA hoffen auf ein langfristiges "Friedensabkommen" mit Iran





    Brüchige Waffenruhe: USA hoffen auf ein langfristiges "Friedensabkommen" mit Iran






    Abgereichertes Uran ist ein Nebenprodukt der Urananreicherung, das sich von natürlichem Uran durch einen geringeren Anteil des Isotops Uran-235 unterscheidet. Es ist ein giftiges Schwermetall mit hoher Dichte – doppelt so hoch wie die von Blei. Es wird zur Herstellung von panzerbrechender Munition, auch für Panzer und Flugzeuge, verwendet.

    Offiziell ist die Verwendung von Munition mit abgereichertem Uran nicht verboten, da es sich nicht um eine nukleare oder chemische Waffe handelt, aber die UNO warnt vor einer möglichen Strahlenbelastung für Menschen, die in direkten Kontakt mit solcher Munition kommen.

    Fars schrieb von "ernsten Bedenken" hinsichtlich der Auswirkungen von abgereichertem Uran auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt.

    Zuvor hatte das russische Verteidigungsministerium auf die Risiken des Einsatzes von Geschossen mit abgereichertem Uran hingewiesen. Der Aufprall eines solchen Geschosses "führt zur Bildung einer beweglichen heißen Wolke aus fein verteiltem Uran-238-Aerosol und seinen Oxiden, die, wenn sie dem Körper ausgesetzt sind, die Entwicklung schwerwiegender Krankheiten begünstigen können."

    Im Irak und im ehemaligen Jugoslawien, wo solche Geschosse eingesetzt wurden, stieg die Zahl der Krebserkrankungen sowohl unter der Zivilbevölkerung als auch unter dem militärischen Personal, das an diesen Konflikten beteiligt war, so das Ministerium.


    Mehr zum Thema - Nach F-Wort-Ausbruch: Trump wird von Rutte "Daddy" genannt


    Screenshot_2025_06_27_at_16_40_16_Medien_Israel_verwendete_Granaten_mit_abgereichertem_Uran_f_r_Angriff_auf_Iran_RT_DE

    Video https://mcdn.podbean.com/mf/download/aa2aid/02_ANALYSE_KANI_Den_USA_geht_es_nicht_um_das_Atomabkommen_sondern_um_Regime-Change_im_Iran-RTDE_Podcast.m4a Dauer 8:48 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/der-nahe-osten/249085-medien-israel-verwendete-granaten-mit/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.06.2025

    Belgischer Premier: Washington und Brüssel nicht mehr einig über die Ukraine

    freedert.online, 26 Juni 2025 17:26 Uhr

    Der belgische Premierminister Bart De Wever zeigt sich sicher, dass die USA und die EU sich nicht mehr einig über den Ukraine-Konflikt sind. Ihm zufolge ist die Unterstützung für Kiew in Europa stärker als in den USA. Brüssel fehle es jedoch an militärischen Ressourcen.


    Quelle: AP © Kin Cheung


    Der belgischer Premierminister Bart De Wever am 25. Juni 2025 auf dem NATO-Gipfel in Den Haag


    Der vergangene NATO-Gipfel in Den Haag hat die Entzweiung der USA und der EU in der Ukraine-Frage ans Licht gebracht, meinte der belgische Premierminister Bart De Wever. Im Gespräch mit Journalisten vor dem EU-Spitzentreffen am Donnerstag in Brüssel stellte De Wever fest, dass Washington und Brüssel sich nicht mehr einig bei ihren Positionen gegenüber der Ukraine seien. Vor allem betreffe dies die Unterstützung für Kiew, die aktuell in der EU ausgeprägter als in den USA sei.


    Orbán warnt vor EU-Beitritt der Ukraine: Risiko eines Krieges mit Russland





    Orbán warnt vor EU-Beitritt der Ukraine: Risiko eines Krieges mit Russland






    Dabei mangele es Europa an militärischen Ressourcen, fügte De Wever hinzu. Wenn das Ziel darin bestünde, Frieden durch Stärke zu erzielen, sollte Brüssel strategisch stärker werden. Bis Europa seine Kapazitäten ausgebaut habe, sollte die US-Unterstützung für die Ukraine aufrechterhalten werden.

    Außerdem schnitt De Wever die Erhöhung der NATO-Verteidigungsausgaben an. Belgien sei über die Entscheidung zwar nicht glücklich, verstehe aber die Notwendigkeit. Am Mittwoch hatten alle NATO-Länder auf dem Gipfel in Den Haag beschlossen, ihre Verteidigungsaufgaben auf 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis spätestens zum Jahr 2035 zu erhöhen.

    Im Rahmen des EU-Spitzentreffens, das am Donnerstag in Brüssel beginnt, werden sich die Mitgliedsländer auf Sicherheit und Verteidigung konzentrieren, erklärt EU-Ratspräsident António Costa im Einladungsschreiben an die Staats- und Regierungschefs. Bei den Beratungen über den Aufbau von Kapazitäten, die Stärkung der Rüstungsindustrie und die Investitionen in die Verteidigung würden die Teilnehmer die Ergebnisse des NATO-Gipfels berücksichtigen.


    Mehr zum ThemaTrumps Willen erfüllt: NATO beschließt Fünf-Prozent-Ziel für Militärausgaben


    Screenshot_2025_06_27_at_16_30_01_Belgischer_Premier_Washington_und_Br_ssel_nicht_mehr_einig_ber_die_Ukraine_RT_DE

    Video https://rumble.com/v6vbdvh-nato-gipfel-in-den-haag-proteste-gegen-hhere-verteidigungsausgaben.html Dauer 1:33 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/international/249069-washington-und-bruessel-nicht-mehr-einig/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.06.2025

    Trump erwähnt Russland bei geschlossenem NATO-Treffen nicht

    freedert.online, 26 Juni 2025 17:26 Uhr

    Der US-Präsident habe sich aus dem Prozess des Findens einer Lösung im Ukraine-Konflikt zurückgezogen, so "Bloomberg". Trump erwähnte Russland bei einem geschlossenen Treffen während des NATO-Gipfels nicht und vermied auch eine direkte Antwort auf eine Frage bezüglich der Unterstützung Kiews.


    Quelle: Gettyimages.ru © Omar Havana


    US-Präsident Donald Trump bei dem NATO-Gipfel in Den Haag, 25. Juni 2025.


    US-Präsident Donald Trump hat Russland in seiner Rede bei einer geschlossenen Sitzung auf dem NATO-Gipfel in Den Haag nicht ein einziges Mal direkt erwähnt. Dies berichtete Bloomberg unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Quellen.

    Außerdem wurde laut der Nachrichtenagentur im nach dem Gipfel verabschiedeten Abschlusskommuniqué "die Formulierung zu Russland im Detail überprüft." Die von den Staats- und Regierungschefs mehrerer Länder vorgeschlagene Charakterisierung Russlands als "Aggressor" sei nicht angenommen worden, die NATO bezeichne das Land nach wie vor als "Bedrohung", heißt es in dem Bericht.

    Reuters schrieb auch, dass die Erklärung des Bündnisses Russland zwar verurteile und es als langfristige Bedrohung für die europäische und atlantische Sicherheit bezeichne, aber das Land nicht direkt für die Invasion verantwortlich mache, wie es in früheren Kommuniqués der Fall gewesen sei.

    5-Prozent-Ziel beschlossen: NATO plant massive Aufrüstung bis 2035




    5-Prozent-Ziel beschlossen: NATO plant massive Aufrüstung bis 2035





    Anders als im letzten Jahr wurde in der Gipfelerklärung auch die künftige NATO-Mitgliedschaft der Ukraine nicht erwähnt, obwohl Generalsekretär Mark Rutte sagte, dass das Bündnis "die Ukraine weiterhin auf ihrem unumkehrbaren Weg zur NATO-Mitgliedschaft unterstützen wird."

    Der Guardian stellte fest, dass die ukrainische Frage bei dem Gipfel in den Hintergrund getreten sei. So etwa sei der ukrainische Führer Wladimir Selenskij nur zum offiziellen Abendessen am Eröffnungstag eingeladen gewesen, nicht aber zum Haupttreffen.

    Damit, so schrieb die Zeitung, habe sich Trump in der Frage der Konfliktlösung in der Ukraine "die Hände in Unschuld gewaschen" und sei auch einer direkten Antwort auf die Frage ausgewichen, ob Washington Kiew weiterhin unterstützen werde.

    Zuvor hatten sich die Staats- und Regierungschefs der Ukraine und der Vereinigten Staaten am Rande des NATO-Gipfels getroffen, Hauptthema des Gesprächs war der Waffenstillstand. Selenskij bezeichnete das Treffen mit dem US-Präsidenten als "lang und informativ".

    Bei der Pressekonferenz in Den Haag im Anschluss an den NATO-Gipfel sagte Trump, dass er nach seinem Treffen mit dem ukrainischen Staatschef mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sprechen und mit ihm über die Beendigung des Konflikts in der Ukraine diskutieren werde. Putin und Trump hatten zuletzt am 14. Juni miteinander gesprochen.


    Mehr zum Thema - Spiegel: NATO-Mitgliedschaft der Ukraine für viele Jahre vom Tisch


    Screenshot_2025_06_27_at_16_19_24_Trump_erw_hnt_Russland_bei_geschlossenem_NATO_Treffen_nicht_RT_DE

    Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/awjeiszjmn5rzrzk/Europas_Hoffnungen_in_Tru_mmern_Trump_zieht_nicht_in_Krieg_gegena5ywm.mp3 Dauer 5:20 min


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/international/249067-trump-erwaehnt-russland-bei-geschlossenem


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.06.2025

    "USA werden Bibi retten" – Trump fordert das Ende von Netanjahus Anklage wegen Bestechung

    freedert.online, 26 Juni 2025 15:32 Uhr

    Selten hat ein US-Präsident seine "Israel-Solidarität" so offen kommuniziert wie der amtierende. Nun gibt es sogar innenpolitische Unterstützung, bezogen auf die Forderung, die juristischen Ermittlungen gegen Israels Premier Benjamin Netanjahu zu beenden. Das Verfahren sei eine "lächerliche Hexenjagd", so Donald Trump.


    Quelle: Gettyimages.ru © Alex Wong / Staff


    US-Präsident Donald Trump empfängt den für ihn israelischen "Krieger" Benjamin Netanjahu im Oval Office, Washington, 07. April 2025


    US-Präsident Donald Trump bevorzugt nachweislich die lauten Töne, Bezug nehmend auf seine politischen Wahrnehmungen und Forderungen. In einem Beitrag auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social bezeichnete Trump Israels Premier Benjamin Netanjahu als "Krieger", der gerade zusammen mit den USA "im Kampf gegen Iran durch die Hölle gegangen" wäre. Die juristischen Ermittlungen gegen den Premier wären für Trump "schockierend" und sollten umgehend eingestellt werden.

    In der ihm selbstverständlichen Art schaltet sich der US-Präsident in juristische Ermittlungen in einem anderen Land ein. Die Times of Israel kommentiert zu dem jüngsten Truth-Social-Beitrag von Trump:

    "In einer beispiellosen Intervention in das israelische Justizsystem bezeichnet der US-Präsident das Strafverfahren gegen den Premierminister als 'lächerliche Hexenjagd' und erklärt: "DIESE TRAVESTIE KANN NICHT ERLAUBT WERDEN."


    "Der große Verlierer" – Kriegstreiber Netanjahu hat keines seiner Ziele erreicht





    Analyse

    "Der große Verlierer" – Kriegstreiber Netanjahu hat keines seiner Ziele erreicht





    Trump hatte in einem sehr langen und ausführlichen TS-Posting einleitend wörtlich formuliert:

    "Ich war schockiert zu hören, dass der Staat Israel, der gerade einen seiner größten Momente in der Geschichte erlebt hat und von Bibi Netanjahu angeführt wird, seine lächerliche Hexenjagd gegen seinen großen Premierminister aus der Kriegszeit fortsetzt! Bibi und ich sind gerade zusammen durch die HÖLLE gegangen und haben gegen einen sehr zähen und brillanten langjährigen Feind Israels, den Iran, gekämpft, und Bibi hätte nicht besser, schärfer oder stärker in seiner LIEBE für das unglaubliche Heilige Land sein können. Jeder andere hätte Verluste erlitten, hätte sich blamiert."

    Trump überschüttete Netanjahu regelrecht in dem Beitrag mit einem Elaborat aus Lobeshymnen. Er bezeichnete die Führungsqualitäten während Israels Konflikt mit Iran als herausragend sowie die Anschuldigungen und Ermittlungen gegen Netanjahu als "politisch motiviert".


    China Daily: Israels kalkuliertes Spiel mit der Instabilität





    Analyse

    China Daily: Israels kalkuliertes Spiel mit der Instabilität







    "Eine solche HETZJAGD auf einen Mann, der so viel gegeben hat, ist für mich unvorstellbar", so der US-Präsident (Schriftform, so wie auf Truth Social), um weiter zu ergänzen: "Bibi Netanjahus Prozess sollte SOFORT ABGESAGT oder ein großer Held, der so viel für den Staat getan hat, begnadigt werden".

    Netanjahu, dessen Prozess im Jahr 2020 begann, bestreitet weiterhin jegliches Fehlverhalten in drei separaten Fällen, in denen er der Korruption und der Einflussnahme beschuldigt wird. Er ist der erste amtierende Ministerpräsident Israels, der als Angeklagter in den Zeugenstand tritt. Nach israelischem Recht muss Netanjahu nicht zurücktreten, es sei denn, er wird vom Obersten Gerichtshof verurteilt.

    Netanjahu hat Trumps Unterstützung für Israel und seine "historische Entscheidung", am 22. Juni drei iranische Atomanlagen anzugreifen, umgehend überschwänglich gelobt. Der Waffenstillstand, der die zwölftägigen militärischen Attacken zwischen Iran und Israel beendete, trat am Dienstag in Kraft und wurde bisher eingehalten.

    Netanjahu gab bis dato laut israelischen Medien keinen unmittelbaren Kommentar zu Trumps Lobeshymnen ab. Ein Sprecher der Likud-Partei des Premierministers teilte diesbezüglich "eine hebräische Übersetzung auf X", so die Times of Israel.


    Mehr zum Thema – "Unverantwortlich" – US-Politiker kritisieren ICC-Haftbefehl gegen Netanjahu


    Screenshot_2025_06_27_at_15_31_31_USA_werden_Bibi_retten_Trump_fordert_das_Ende_von_Netanjahus_Anklage_wegen_Bestechung_RT_DE

    Video https://rumble.com/v6vazvz-nach-waffenruhe-deal-verwandelt-iran-in-einen-parkplatz-trump-postet-musikv.html Dauer 2:00 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/nordamerika/249059-usa-werden-bibi-retten-trump/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.06.2025

    Trump versichert: Während meiner Amtszeit wird Russland NATO nicht angreifen

    freedert.online, 26 Juni 2025 12:45 Uhr

    Wie positioniert sich US-Präsident Donald Trump zur sogenannten russischen Bedrohung? In den Gesprächen am Rande des NATO-Gipfels ließ er seine Position durchblicken – in einer typischen Trump-Manier, wie WP berichtet.


    Quelle: www.globallookpress.


    com


    US-Präsident Donald Trump beim NATO-Gipfel in Den Haag (Symbolbild).


    Seit einiger Zeit ist ein sehr wahrscheinlicher russischer Angriff auf das NATO-Gebiet nicht nur Teil militärischer Planung der nordatlantischen Allianz, sondern das herrschende Narrativ in den Medien. Laut vielen Experten sei die Frage eines russischen Angriffs nicht mehr ob er passieren werde, sondern wann und wo. Aus diesem Grund ziehen auch die deutschen Soldaten nun auf zwei Militärstützpunkte in Litauen.


    "Drohender Angriff Russlands": Wozu braucht der Westen diesen Mythos?





    Analyse

    "Drohender Angriff Russlands": Wozu braucht der Westen diesen Mythos?





    Beim NATO-Gipfel in Den Haag war das offenbar ein Gesprächsthema mit dem US-Präsidenten Donald Trump. Laut einem Bericht der Washington Post hat er gegenüber den Europäern versichert, dass Russland nicht angreifen werde, "solange er an der Macht" sei. Drei bei den Gesprächen anwesende europäische Beamte hätten diese Botschaft mit der Zeitung geteilt.  

    Ihren Angaben zufolge gab Trump diese Erklärung während der Hauptsitzung des NATO-Gipfels in Den Haag ab, als er sich positiv über die Verteidigungsausgaben äußerte. Die nächsten Präsidentschaftswahlen in den USA sind für November 2028 geplant, die Amtseinführung des gewählten Präsidenten findet im Januar 2029 statt.

    Das Jahr 2029 ist "Berechnungen" vieler deutscher Militärexperten zufolge der wahrscheinlichste Zeitraum, in dem Russland ein NATO-Land angreifen könnte. Präsident Wladimir Putin bezeichnete Berichte über derartige Pläne Russlands als Unsinn, den "man der Bevölkerung der westeuropäischen Länder einzureden versucht", um "die eigene imperiale Position und Größe" zu erhalten.

    Das Ziel solcher Aussagen sei es, "ein Monster zu zeichnen" und mit dessen Hilfe die Entscheidung der NATO durchzusetzen, die Ausgaben auf 5 Prozent des BIP der Mitgliedsländer der Allianz zu erhöhen, erklärte der Kreml.


    Rubio warnt: Neue Russland-Sanktionen würden Friedensgespräche torpedieren





    Rubio warnt: Neue Russland-Sanktionen würden Friedensgespräche torpedieren






    Während des NATO-Gipfels in Den Haag stach insbesondere Bundeskanzler Friedrich Merz mit einer Reihe unbewiesener Anschuldigungen gegen Russland heraus. Russland führe mit großangelegter Sabotage, Spionage, Propaganda, Desinformation und Cyberattacken einen "hybriden Krieg" gegen Deutschland und andere Länder der "freien Welt", sagte er während seiner Rede. 

    Bislang wurde kein einziger Beweis für diese Behauptungen vorgelegt, nur pauschale Aussagen aus den "Sicherheitskreisen". Damit bleibt die "russische Bedrohung" nach wie vor ein Mythos. Ob die Position des US-Präsidenten, dessen Administration die NATO-Führung darum bat, auf besonders scharfe antirussische Rhetorik im Abschlusskommuniqué des Gipfels zu verzichten, zumindest für die Zeit seiner Amtsdauer für etwas Entspannung sorgt, bleibt abzuwarten. 


    Mehr zum Thema - Merz-Rede: Der (Alb-)Traum von Deutschland als Militärmacht ist zurück


    Screenshot_2025_06_27_at_15_25_19_Trump_versichert_W_hrend_meiner_Amtszeit_wird_Russland_NATO_nicht_angreifen_RT_DE

    Video https://rumble.com/v6vc7ab-5-prozent-ziel-beschlossen-nato-plant-massiven-aufrstungsplan-bis-2035.html Dauer 11:11 Min. 


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen

    Info: https://freedert.online/international/249057-medienbericht-trump-versichert-waehrend-seiner-amtszeit-wird-russland-nato-nicht-angreifen/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.06.2025

    Der schlimmste Antisemitismus, über den niemand spricht

    seniora.org, 26. Juni 2025, 25 Jun 2025 Von Felix Abt - übernommen mit Dank von forumgeopolitica.com*

    Wie Deutschland sich erneut schuldig macht

    Screenshot_2025_06_26_at_23_21_27_Seniora.org_Der_schlimmste_Antisemitismus_ber_den_niemand_spricht

    Nachkommen von Holocaust-Überlebenden gegen Völkermord im Gazastreifen


    (Red.) Felix Abt zeigt eines der verlogensten Beispiele für Doppelmoral auf. Sein Fazit am Schluss des Artikels gehört jedem deutschen Politiker ins Stammbuch geschrieben: "Die wohl am meisten übersehene und verschwiegene Form des heutigen Antisemitismus ist die systematische Auslöschung und Entrechtung semitischer Palästinenser   – ob muslimischen oder christlichen Glaubens   – durch einen Staat, der auf ethnonationalistischer Ideologie basiert und von westlichen Mächten gestützt wird, die sich selbst als Gegner jeglichen Fanatismus inszenieren. Wer Antisemitismus glaubwürdig bekämpfen will, braucht moralische Klarheit und politischen Mut   – auch, um diese Realität beim Namen zu nennen. Von Deutschland, das wieder hässlich geworden ist, ist das kaum zu erwarten."(am)

    Semitische und hamitische Völker: Ursprünge und Missverständnisse Die Begriffe „semitisch” und „hamitisch” stammen aus biblischen Klassifizierungen, die auf den Söhnen Noahs   – Sem und Ham   – basieren. In der historischen Sprachwissenschaft und frühen Ethnografie wurden semitische Völker mit dem Nahen Osten in Verbindung gebracht (Araber, Juden, Babylonier, Kanaaniter), während hamitische Völker Gruppen in Afrika bezeichneten, darunter die alten Ägypter, Berber und Äthiopier.

    Im 19. Jahrhundert prägte der deutsche Rassentheoretiker Wilhelm Marr den Begriff „Antisemitismus“   – ein Begriff, der heute fast ausschließlich auf Juden angewendet wird, obwohl Araber ebenso semitisch sind. Diese eingeschränkte Definition hat heute tiefgreifende politische Konsequenzen, insbesondere in Deutschland.


    Screenshot_2025_06_26_at_23_23_41_Abt.png_PNG_Grafik_1200_547_Pixel_„Palästinenser und Juden haben gemeinsame genetische Vorfahren“: Überschrift der israelischen Zeitung Haaretz

    Im Namen der Erinnerung zum Schweigen gebracht: Deutschlands Gesetze zur Knebelung der Meinungsäußerung

    Deutschland hat einige der strengsten Antisemitismusgesetze der Welt, die in erster Linie darauf abzielen, die Leugnung des Holocaust zu bekämpfen und jüdische Gemeinden zu schützen. Obwohl diese Gesetze ursprünglich aus edlen Motiven entstanden sind, argumentieren Kritiker   – darunter jüdische Intellektuelle, Menschenrechtsgruppen und zivilgesellschaftliche Organisationen   –, dass sie heute arabische, palästinensische und muslimische Stimmen unverhältnismäßig stark unterdrücken.

    Ein wichtiger Streitpunkt ist die Übernahme der Definition von Antisemitismus durch die IHRA (International Holocaust Remembrance Alliance) durch Deutschland.

    Diese Definition wird verwendet, um Kritik an der israelischen Regierung mit antisemitischem Hass gleichzusetzen, selbst wenn diese Kritik auf Menschenrechtsgesetzen oder der Solidarität mit unterdrückten Palästinensern beruht.

    Im Jahr 2024 bekräftigte Deutschland seinen Beschluss, Organisationen, die die Boykott-, Desinvestitions- und Sanktionsbewegung (BDS) unterstützen, keine öffentlichen Mittel zu gewähren. Diese Politik kriminalisiert friedliche palästinensische Interessenvertretung und unterdrückt die freie Meinungsäußerung   – insbesondere innerhalb arabischer und muslimischer Gemeinschaften. In der Praxis werden Antisemitismusgesetze selektiv angewendet und meist dazu benutzt, um Kritik an der staatlichen Gewalt Israels zum Schweigen zu bringen und Stimmen zu marginalisieren, die Gerechtigkeit, Fairness und Rassengleichheit fordern.

    Die Gründung Israels und ihre gewalttätigen Ursprünge: Wie zionistische Terroristen den Weg ebneten

    Vor der Gründung Israels im Jahr 1948 führten drei paramilitärische zionistische Gruppen   – die Haganah, die Irgun und die Lehi (Stern-Bande)   – einen oft brutalen Kampf gegen die britischen Behörden, arabische Zivilisten und untereinander, um einen jüdischen Staat zu errichten.

    Diese Gruppen wurden zu verschiedenen Zeitpunkten von den Briten als terroristische Organisationen verurteilt und waren für spektakuläre Terroranschläge verantwortlich:

    • Bei den Anschlägen der Irgun im Jahr 1938 wurden etwa 80 Zivilisten auf Marktplätzen getötet.
    • Bei dem Bombenanschlag auf das King David Hotel im Jahr 1946 kamen 91 Menschen ums Leben.
    • Lehis Attentat auf US-Präsident Truman im Jahr 1947.
    • Bei dem Bombenanschlag auf das Semiramis Hotel im Jahr 1948 wurden 25 Menschen getötet.
    • Massaker von Deir Yassin (April 1948): Über 100 palästinensische Zivilisten wurden bei einer gemeinsamen Operation von Irgun und Lehi getötet.
    • Die Ermordung von Graf Folke Bernadotte, einem UN-Friedensvermittler, der die Freilassung von über 30.000 Gefangenen aus Nazi-Konzentrationslagern ausgehandelt hatte, durch die Lehi im September 1948.

    Die Anführer dieser terroristischen Gruppen wurden später israelische Premierminister: David Ben-Gurion, Menachem Begin und Yitzhak Shamir. Ihre gewalttätigen Methoden und ideologischen Visionen legten den Grundstein für das, was die Palästinenser als „Nakba” („Katastrophe”) bezeichnen   – die Massenvertreibung von über 750.000 Palästinensern, die Ermordung unzähliger Menschen und die Zerstörung von Hunderten von Dörfern.

    Ein Erbe der Massaker: 1948 bis heute

    Der Terror hörte mit der Gründung Israels nicht auf. Im Folgenden finden Sie eine unvollständige Auflistung der wichtigsten Massaker an Palästinensern:

    • Deir Yassin (1948): Über 100 Zivilisten wurden ermordet.
    • Abu Shusha (1948): 60 Dorfbewohner wurden getötet, darunter Berichte über sexuelle Gewalt.
    • Tantura (1948): 200 Menschen wurden nach ihrer Kapitulation getötet.
    • Lydda und Ramle (1948): Über 400 Menschen wurden getötet und Zehntausende vertrieben.
    • Al-Dawayima (1948): 455 Menschen wurden getötet, darunter Frauen und Kinder.
    • Qibya (1953): 69 Menschen wurden auf Befehl von Ariel Sharon getötet.
    • Kafr Qasim (1956): 49 Menschen wurden getötet, weil sie unwissentlich gegen die Ausgangssperre verstoßen hatten.
    • Khan Yunis (1956): 275  –400 Menschen wurden in Gaza getötet.
    • Sabra und Shatila (1982): 3.000 Palästinenser wurden mit israelischer Komplizenschaft massakriert.
    • Ibrahimi-Moschee (1994): 29 Menschen wurden von einem jüdischen Siedler getötet.

    Zu den jüngeren Ereignissen zählen die Kriege im Gazastreifen 2008, 2012 und 2014, der Große Marsch der Rückkehr (2018  –2019) und die Eskalation in Sheikh Jarrah 2021   – alle führten zu massiven Opfern unter der palästinensischen Zivilbevölkerung, darunter unzählige Kinder, und gaben Anlass zu glaubwürdigen Vorwürfen von Kriegsverbrechen durch internationale Beobachter.

    Der 7. Oktober und der Krieg gegen Gaza: Der Kontext wird ignoriert

    Genau wie beim Konflikt in der Ukraine   – der offiziell mit der russischen Invasion im Februar 2022 begann, wenn man der westlichen Darstellung folgt, die den vom Westen unterstützten Putsch gegen eine demokratisch gewählte Regierung im Jahr 2014 und den Aufstieg eines illegitimen ultranationalistischen Regimes, das russischsprachige Menschen feindselig gegenübersteht und sie seither im Donbass bombardiert, auslässt   – wird auch die Geschichte des Palästinakonflikts ähnlich verzerrt dargestellt.

    Laut westlichen Mainstream-Politikern und Medien begann er am 7. Oktober 2023 mit einem weiteren angeblich „unprovozierten Angriff“ auf das friedliche Israel. An diesem Tag startete der militärische Flügel der Hamas eine groß angelegte Operation gegen den zionistischen Staat.

    Zuvor hatte die Hamas jedoch wiederholt die Freilassung von Tausenden Palästinensern gefordert, darunter viele Frauen und Kinder, die von Israel oft ohne Gerichtsverfahren und unter harten, unmenschlichen Bedingungen inhaftiert waren. Zahlreiche Menschenrechtsberichte hatten Fälle von Folter und sexueller Gewalt in israelischen Haftanstalten dokumentiert. Diese Appelle wurden von der israelischen Regierung ignoriert   – und von den westlichen Medien weitgehend verschwiegen. Entgegen der weit verbreiteten Propaganda war die Operation vom 7. Oktober daher nicht darauf ausgerichtet, israelische Zivilisten zu töten. Vielmehr war es das Ziel der Hamas, Geiseln zu nehmen, um die Freilassung palästinensischer Gefangener zu erzwingen.

    Die ursprüngliche Darstellung Israels vom Angriff am 7. Oktober   – in der von Massenvergewaltigungen, enthaupteten Babys und anderen Gräueltaten die Rede war   – wurde in den internationalen Medien weit verbreitet, aber inzwischen von israelischen Journalisten und unabhängigen Untersuchungen in Frage gestellt oder widerlegt.

    Unterdessen berief sich Israel Berichten zufolge auf die Hannibal-Direktive, die den Einsatz tödlicher Gewalt in Gebieten erlaubt, in denen israelische Geiseln festgehalten werden, um deren Gefangennahme zu verhindern   – was zu zahlreichen Todesfällen unter der Zivilbevölkerung, darunter auch eigene Staatsbürger, führte. Eine israelische Hinterbliebenenfamilie drohte sogar mit rechtlichen Schritten gegen die Regierung und warf ihr vor, den Tod ihrer Angehörigen für Propagandazwecke zu instrumentalisieren, obwohl sich die Hinweise verdichten, dass nicht die Hamas, sondern ein israelischer Luftangriff für den Tod der Opfer verantwortlich war. In einem tragischen Fall sagte ein israelischer Geisel in einem Video, Hamas-Kämpfer hätten ihn zehnmal an einen anderen Ort gebracht, um ihn vor israelischen Angriffen zu schützen. Dennoch wurde er schließlich getötet   – durch einen israelischen Angriff.

    Entgegen der landläufigen Meinung hat die Hamas die Idee eines palästinensischen Staates innerhalb der Grenzen von 1967 akzeptiert   – eine implizite Anerkennung der Existenz Israels neben ihr. Die Gruppe hat auch ausdrücklich zwischen Zionismus und Judentum unterschieden und erklärt, dass sie friedlich mit jüdischen Gemeinden koexistieren könne. Dennoch werden Forderungen nach der Befreiung Palästinas allzu oft   – und absichtlich   – als genozidaler Antisemitismus dargestellt.

    Unterdessen gehen echte Akte genozidaler, antisemitischer Gewalt gegen Palästinenser ungehindert und ohne Rechenschaftspflicht weiter. Stand Juni 2025:

    • Über 70.000 Palästinenser wurden in Gaza getötet.
    • Mehr als 131.000 wurden verletzt.
    • Über 12.000 wurden inhaftiert.
    • Fast 1.000 wurden im Westjordanland getötet.

    Deutschlands Mitschuld: Ein historisches Muster

    Friedrich Merz, der derzeitige deutsche Bundeskanzler, vertritt eine aggressiv pro-israelische und anti-russische Haltung. Seine Äußerungen, mit denen er israelische Kriegsverbrechen und die Angriffe der Ukraine auf russische Zivilisten beschönigt   – während er Deutschland auf einen Krieg gegen Russland vorbereitet   –, ziehen erschreckende Parallelen zur Geschichte.

    Am beunruhigendsten ist Merz' unapologetische Verteidigung der israelischen Angriffe auf den Iran im Juni 2025   – ein unprovozierter Angriff, der, abgesehen von einer Handvoll hochrangiger Militärs, unverhohlen auf Zivilisten und friedliche Nuklearanlagen abzielte. Eine solche Brutalität als notwendig oder gerechtfertigt darzustellen, ist nichts weniger als obszön. Seine Charakterisierung des illegalen Angriffskriegs Israels als „schmutzigen Krieg im Namen der Welt“ erinnert erschreckend an den gefährlichen Militarismus, der Deutschlands dunkelste Zeit geprägt hat.

    Merz hat auch die iranische Regierung (oft als „Mullah-Regime“ bezeichnet) als brutal und unterdrückerisch gegenüber ihrem eigenen Volk bezeichnet und dabei angebliche Menschenrechtsverletzungen, die Unterdrückung abweichender Meinungen und autoritäre Kontrolle hervorgehoben.

    Was der deutsche Bundeskanzler dabei geflissentlich verschweigt, ist, dass der Iran   – Heimat der zweitgrößten jüdischen Bevölkerung im Nahen Osten   – seiner jüdischen Gemeinde verfassungsmäßigen Schutz gewährt.

    Iranische Juden können nicht nur ihren Glauben frei ausüben und Synagogen unterhalten, sondern leben auch in Wohlstand und haben einen festen Sitz im Parlament. Prominente jüdisch-amerikanische Journalisten wie Max Blumenthal und Anya Parampil haben das pulsierende jüdische Leben in Städten wie Isfahan dokumentiert.

    Entgegen den Behauptungen von Merz verfügt der Iran zudem über eine inklusivere Form der Demokratie als Israel, das Millionen von Menschen unter seiner Kontrolle systematisch gleiche Rechte und Vertretung verweigert, wie der israelische Historiker Ilan Pappé festgestellt hat.

    Deutschlands erster schmutziger Krieg: Chemiewaffen gegen den Iran

    Während des Iran-Irak-Krieges (1980  –1988) setzte der Irak chemische Waffen gegen iranische Zivilisten und Soldaten ein   – unter Verwendung von Komponenten und Technologien, die von deutschen Firmen geliefert worden waren. Nervenkampfstoffe wie Sarin und Senfgas töteten mindestens 20.000 Iraner.

    Mehr als 80 deutsche Unternehmen waren an der Ermöglichung dieser Gräueltaten beteiligt. Einmal mehr stand Deutschland an der Spitze des industriellen Massenmords.

    Das Schweigen und die Komplizenschaft des Westens   – einschließlich Deutschlands   – offenbaren ein beunruhigendes Muster der Doppelmoral, bei dem trotz aller gegenteiligen Beteuerungen geopolitische Interessen regelmäßig Vorrang vor Gerechtigkeit und Menschenrechten haben.

    Anstatt Deutschland für seine Rolle bei diesen Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen, unterstützen Berlin und andere westliche Mächte nun etwas, das zum nächsten großen Verbrechen gegen das iranische Volk werden könnte.

    .Der renommierte jüdisch-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Professor Jeffrey Sachs bietet eine ernüchternde Perspektive auf diese allgemeine Haltung des Westens. Er argumentiert, dass die Außenpolitik der USA seit langem von neokonservativen und pro-israelischen Agenden dominiert wird, die Regimewechsel und militärische Interventionen gegenüber Diplomatie und internationalem Recht bevorzugen. Unter Berufung auf den ehemaligen General Wesley Clark erinnert Sachs an einen Plan des Pentagon aus der Zeit nach 2001, innerhalb von fünf Jahren sieben Regierungen zu stürzen   – Irak, Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan und Iran   –, die sich der hegemonialen Macht Israels und des Westens widersetzen oder das unterdrückte palästinensische Volk unterstützen. Sechs dieser Kriege sind bereits geführt worden und haben Chaos und Blutvergießen hinterlassen. Sachs beschreibt diesen Ansatz als rücksichtslos, moralisch bankrott und ohne strategische Kohärenz.

    Deutschlands enthusiastische Zustimmung zu dieser Agenda macht es damals wie heute zum Komplizen.

    Nukleare Heuchelei und Rassismus

    Deutschland und andere westliche Nationen verteufeln weiterhin das friedliche Atomprogramm des Iran, das für Energie- und medizinische Zwecke genutzt wird, während sie Israels nicht deklariertes Atomwaffenarsenal ignorieren. Der Iran hat sich an den Atomwaffensperrvertrag (NPT) gehalten und IAEO-Inspektionen zugelassen. Im Gegensatz dazu hat Israel alle Inspektionen abgelehnt und verfügt über ein beträchtliches Atomwaffenarsenal ohne jegliche Transparenz.

    Selbst nach der Ermordung des iranischen Chefunterhändlers in der Atomfrage   – nur wenige Tage, nachdem dieser vor einem entscheidenden diplomatischen Treffen mit den Vereinigten Staaten zugestimmt hatte, die Urananreicherung auf unter 5 % zu begrenzen   – wurde Israel nicht international verurteilt.

    Stattdessen wird der Iran in verzerrten Darstellungen weiterhin als existenzielle Bedrohung dargestellt, obwohl der Iran seit Jahrhunderten keinen Krieg begonnen hat. Im krassen Gegensatz dazu führt Israel regelmäßig Angriffe gegen Länder wie den Libanon, Syrien, den Jemen und den Iran durch und droht Teheran seit über drei Jahrzehnten.

    Fazit: Hin zu einer ehrlicheren Definition von Antisemitismus

    Antisemitismus ist real, gefährlich und muss unmissverständlich bekämpft werden. Um dies mit Integrität zu tun, muss man jedoch sein gesamtes Ausmaß anerkennen. Der wachsende Chor von Juden in Amerika, Großbritannien und anderswo, die erklären: „Nicht in meinem Namen“, spiegelt eine ernüchternde Erkenntnis wider: Die unkritische Verbindung der jüdischen Identität mit den Handlungen eines gewalttätigen zionistischen Staates birgt die Gefahr, weit verbreitete antisemitische Reaktionen gegen Juden selbst zu schüren.

    Heute wird die anhaltendste und brutalste Gewalt gegen ein semitisches Volk nicht gegen Juden, sondern gegen Palästinenser ausgeübt   – durch Vertreibung, Massenmord und erzwungene Aushungerung   – durch den Staat Israel, mit voller Unterstützung mächtiger westlicher Regierungen. Und einmal mehr steht Deutschland an der Spitze eines neuen Holocausts.

    Dieser unerbittliche Angriff ist nicht nur eine humanitäre Katastrophe, sondern auch ein schwerwiegender Akt der Massenentmenschlichung   – verschlimmert durch die Instrumentalisierung des Begriffs „Antisemitismus“, um die Gewalt des israelischen Staates vor Kritik zu schützen und Araber, Muslime und Iraner zu diffamieren.

    Die historische Schuld Deutschlands ist beunruhigend selektiv geworden: Sie bekundet Solidarität mit jüdischen Semiten, selbst wenn diese massive Gräueltaten begehen, während sie palästinensischen Semiten gegenüber offene Verachtung zeigt.

    Kurz gesagt: Die wohl am meisten übersehene und verschwiegene Form des heutigen Antisemitismus ist die systematische Auslöschung und Entrechtung semitischer Palästinenser   – ob muslimischen oder christlichen Glaubens   – durch einen Staat, der auf ethnonationalistischer Ideologie basiert und von westlichen Mächten gestützt wird, die sich selbst als Gegner jeglichen Fanatismus inszenieren. Wer Antisemitismus glaubwürdig bekämpfen will, braucht moralische Klarheit und politischen Mut   – auch, um diese Realität beim Namen zu nennen. Von Deutschland, das wieder hässlich geworden ist, ist das kaum zu erwarten.

    ___

    *Peter Hänseler: Unser Blog wandelt sich - Voice from Russia wird zu Forum Geopolitica

    Unser Blog hat sich gewandelt. Was als Einzelprojekt begann, hat sich zu einer lebendigen Plattform entwickelt - einem Treffpunkt, einem Forum. Angesichts dieses Wachstums haben wir uns einen neuen Namen gegeben, der unsere erweiterte Vision widerspiegelt.

    *Was ist Forum Geopolitica?

    Forum Geopolitica wurde von Peter Hänseler gegründet, einem in Russland lebenden Schweizer mit einem scharfen Blick für Geopolitik und Geoökonomie. Was als seine persönliche Analyse begann, hat sich zu einer dynamischen Plattform entwickelt, auf der ein wachsendes Team mutiger, unabhängiger Denker auf Englisch, Russisch, Deutsch und Französisch veröffentlicht. Unsere Artikel werden regelmäßig in zahlreichen Medien weiterveröffentlicht, darunter ZeroHedge, Sonar21, GlobalBridge, Weltwoche und Seniora.org.

    Wer wir sind

    Wir sind unabhängig   – ohne jegliche Bindungen. Viele Medien behaupten, unabhängig zu sein. Nur sehr wenige sind es tatsächlich. Wir sind keiner Regierung, keinem Unternehmen und keinem Werbekunden verpflichtet. Unsere einzige Loyalität gilt der Suche nach der Wahrheit. Unsere einzigen Unterstützer sind Leser wie Sie.

    Wir debattieren, wir widersprechen, wir denken nach. Unsere Artikel sind nicht das Produkt eines unreflektierten Konsenses, sondern das Ergebnis gründlicher Recherchen, hitziger Diskussionen und sogar interner Dissens. Wir tolerieren nicht nur Meinungsverschiedenheiten   – wir gedeihen daran.

    Nicht „objektiv“   – aber ehrlich. Objektivität ist ein Mythos. Wir haben Standpunkte und vertreten diese, ohne uns dafür zu entschuldigen. Manchmal bedeutet dies, dass wir uns von der erdrückenden Orthodoxie der politischen Korrektheit entfernen, um das Wenige zu bewahren, was von der westlichen Tradition des freien Denkens übriggeblieben ist.

    Wir mögen uns irren, aber wir sind niemals unehrlich. Wir sind nicht unfehlbar, aber wir basieren unsere Schlussfolgerungen auf sorgfältiger Recherche und intellektueller Integrität. Für uns ist Suche nach der Wahrheit kein Schlagwort   – es ist die unerbittliche Suche nach Realität, so unbequem sie auch sein mag. Und wir verteidigen sie mit allem, was wir haben.

    Dem Mainstream trotzen, die Farce entlarven. Die Mainstream-Medien sind eine Maschinerie, die darauf ausgerichtet ist, die öffentliche Meinung zu manipulieren, Narrative zu verkaufen und um jeden Preis Klicks zu generieren. Sie verdrehen Fakten, rechtfertigen Gräueltaten, sogar Völkermord, um dann nachts ruhig zu schlafen. Wir verachten dieses Verhalten und weigern uns, dieses Spiel mitzuspielen.


    Quelle: Forum Geopolitica

    https://forumgeopolitica.com/de/artikel/der-schlimmste-antisemitismus-ber-den-niemand-spricht



    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=196&userid=3998&mailid=2774


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.06.2025

    MOSHE ZUCKERMANN: ISRAELS MILITARISMUS BRAUCHT IMMER NEUE KRIEGE!

    Screenshot_2025_06_26_at_23_14_27_MOSHE_ZUCKERMANN_ISRAELS_MILITARISMUS_BRAUCHT_IMMER_NEUE_KRIEGE_YouTube

    Gegenpol


    youtube.com, vom 20.06.2025 #nahost #netanjahu #israel

    "Versteht Merz überhaupt, worum es hier geht? Ich habe das Gefühl, dass er gar nichts versteht." – Deutliche Worte findet der Historiker und Soziologe Prof. Dr. Moshe Zuckermann über Merz verbale Entgleisung, Israel leiste die "Drecksarbeit" für Deutschland. Im exklusiven Interview mit GEGENPOL argumentiert der ehemalige Leiter des Instituts für deutsche Geschichte an der Universität Tel Aviv: "Die Vorstellung, dass Israel für Deutschland irgendetwas macht, ist eine totale Verdrehung der der historischen Codeworte. [...] Wenn ein deutscher Kanzler von Drecksarbeit reden, wertet er alles das ab, was für die Israelis selber nackte Selbstverteidigung ist." Die eigentlichen Gründe für den Krieg Israels gegen den Iran bewertet Zuckermann nüchtern: "Netanjahu denkt gar nicht daran, irgendwas für den Westen oder gar für Deutschland zu leisten. Er denkt nur an sich. [...] Netanjahu braucht diesen Krieg, damit es nicht zu einem staatlichen Untersuchungskommission über den 7. Oktober 2023 kommt. Damit sein Prozess wegen Korruption, Veruntreuung und Betrug nicht fortgesetzt wird. Und vor allem, damit er nicht die Macht verliert, darum geht es letztendlich." Zuckermann selbst wurde schon häufig – jüngst auch von Seiten der Bundesregierung – vorgeworfen, anti-israelisch und somit antisemitisch zu argumentieren. Der Grund: Der Historiker ist ein bekennender Gegner der israelischen Okkupationspolitik und des israelischen Militarismus: "Das konnten die Deutschen nicht ertragen." Anklagend fragt Zuckermann ,was heute nach Jahrtausenden der jüdischen Geschichte noch übrig ist: "Es ist nicht sehr viel: Es ist Militarismus, mittlerweile auch Faschismus und ein ganze Menge Rassismus. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich sehe da wirklich einen kulturellen Untergang."


    Info: https://www.youtube.com/watch?v=sukigyHK9zI


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.06.2025

    Screenshot_2025_06_26_at_23_05_21_Kriegst_chtigkeit_und_das_ZDF_Morgenmagazin_Eine_zehnmin_tige_Propagandashow_unter_Anwesenheit_von_Ingolst_dter_Sch_lern

    nachdenkseiten.de, 25. Juni 2025 um 10:00 Ein Kommentar von  Marcus Klöckner

    Eine Zumutung – das bot das „ZDF-Morgenmagazin“ in einem zehnminütigen Vor-Ort-Beitrag am Montag seinen Zuschauern. Live aus Ingolstadt sollte der Frage nachgegangen werden: „Wie kriegstüchtig ist die Bundeswehr?“ Das Ergebnis: Eine Propagandashow, befreit von kritischem Journalismus – inklusive einem vermummten Bundeswehrsoldaten, der sich vorm russischen Geheimdienst fürchtet, und zwei Blondinen in der Bildmitte. 


    Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

    Podcast: Play in new window | Download


    Was haben diese zehn Minuten wohl den Gebührenzahler gekostet? Man will es gar nicht wissen. Die Redaktion des „ZDF-Morgenmagazins“ reist nach Ingolstadt, um live der Frage nachzugehen: „Wie kriegstüchtig ist die Bundeswehr?“ – und der fachkundige Zuschauer erahnt, dass es nun düster wird. Seit Langem ist kritischen Mediennutzern bekannt: Viele der Fragen, die der öffentlich-rechtliche Rundfunk zu brisanten politischen Themen stellt, dienen nicht dem Erkenntnisgewinn. Die Fragen sind verkommen zu einem Steigbügel für die Politik. Und in diesem Geiste serviert der milliardenschwere Rundfunk dem Zuschauer eine Liveshow, die es in sich hat. Auf die Propaganda in der Anmoderation folgt Propaganda in den Gesprächen. Das gesamte Setting: eine einzige Zumutung. Unter dem Wellblechdach der Pionierschule sitzt der Moderator, umgeben von jungen Bundeswehrsoldaten und – nun festhalten – Schülern aus Ingolstadt (schämen sich die Schulen und Lehrer eigentlich nicht?).

    Als Gesprächspartner dienen der Oberbürgermeister von Ingolstadt, ein vermummter Bundeswehrangehöriger und ein lokaler Unternehmer. Überraschung: Alle sind beim Thema Kriegstüchtigkeit ganz auf Linie. Kritische Stimmen? Sie kommen in der Filterblase des „Morgenmagazin“-Beitrags nicht vor. Der Redaktion darf gratuliert werden: Gute Arbeit! Im besten Sinne der Politik! Schon die Anmoderation aus dem Fernsehstudio zeigt: Die gewünschte politische Ideologie wurde artig geschluckt. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine habe sich „die Bedrohungslage massiv verändert“, sagt der Moderator. Die entsprechend bedeutungsschwangere Mimik vermittelt dem Zuschauer den Eindruck: So ist die Realität! Dass es keine „veränderte Bedrohungslage“ gibt, scheint für den Moderator undenkbar. Die propagandistischen Lügen von einem Russland, das drohe, die NATO und ganz Europa anzugreifen, werden nicht erkannt.

    Und so geht es weiter. Der Moderator vor Ort unterstreicht gleich zu Beginn noch einmal, was sein Kollege im ZDF-Studio schon sagte. Er spricht von einem „Trainieren für den Ernstfall“ und davon, dass dieses Training der Bundeswehr mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine nun „eine neue Qualität“ bekommen habe. Der Ingolstädter Oberbürgermeister darf dank einer entsprechenden Frage gleich in die Vollen gehen und sagt, dass es „in Zeiten wie diesen“ naheliege, „an das Thema Rüstungswirtschaft intensiver zu denken“. Für Ingolstadt sieht der Politiker in Bezug auf die Rüstungsindustrie Chancen für die Zukunft und, gewiss, man sei in Ingolstadt „sehr verbunden mit der Bundeswehr“, denn die Bürger wüssten: „Die Bundeswehr ist da für unsere Sicherheit“. Ob das alle Ingolstädter so sehen, sei dahingestellt – Differenzierung wäre ohnehin politischer Propaganda abträglich.

    Dann, Auftritt „Oberstleutnant Max“. Mit Sonnenbrille und vermummten Gesicht sitzt der Offizier im Tarnfleck neben dem Moderator. Wir erfahren: Der kampferprobte Afghanistan-Veteran hat Angst, seine Identität zu erkennen zu geben. Schließlich: Der russische Geheimdienst könnte irgendwo auf der Lauer liegen. Die Zuschauer hören, dass der Krieg nun „Tagesgeschäft“ sei und er aber, wie alle anderen Soldaten natürlich auch, Frieden wolle. Erkenntnisgewinn? Null.

    Schließlich kommt ein Unternehmer vor Ort zu Wort, der früher Autoteile als Zulieferer produziert hat und nun militärische Produkte herstellt. Die Zuschauer hören, dass der Geschäftsmann sich darüber freut, für die Bundeswehr die Technologien für morgen und übermorgen zu entwickeln. Und: Sein Unternehmen betrachte es „als sehr großes Privileg, für diese Branche arbeiten zu dürfen“.

    Bemerkenswert: Ziemlich genau in der Bildmitte sitzen zwei junge Frauen mit blonden Haaren. Gewiss, gewiss: Das ist reiner Zufall! Dass gerade auch von einer Wehrpflicht für Frauen die Rede ist und zwei Blondinen junge weibliche Zuschauer auf die Idee bringen könnten, dass doch die Bundeswehr auch für sie eine nette Berufsmöglichkeit sein könnte, ist mit Sicherheit von niemandem beabsichtigt oder gewollt.

    Lassen wir das. Manipulationen bei der Zuschauerauswahl und Platzierung sind dem ZDF ohnehin fremd.

    Was das „Morgenmagazin“ hier seinen Zuschauern präsentiert hat, ist eine durchgehende Zumutung – insbesondere, wenn man daran denkt, dass Ingolstädter Schüler zu Besuch waren. Wer war für diesen Schulausflug verantwortlich? Welche Direktoren, Lehrer usw. haben diesen Besuch unterstützt? Hier wäre, insbesondere in Anbetracht der Anwesenheit von Schutzbefohlenen, zwingend eine kritische journalistische und politische Einordnung nötig gewesen. Stattdessen werden Schüler Propaganda ausgesetzt.


    Titelbild: Screenshot/Morgenmagazin


    Rubriken: Audio-Podcast Kampagnen/Tarnworte/Neusprech Medienkritik Strategien der Meinungsmache


    Schlagwörter: 


    Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=135004


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.06.2025

    Screenshot_2025_06_26_at_22_57_34_Hungernde_B_rger_in_Deutschland_aber_Milliarden_f_r_die_nimmersatte_Raupe_der_R_stungsindustrie

    nachdenkseiten.de, 26. Juni 2025 um 10:00 Ein Kommentar vonMarcus Klöckner

    „Es sind nicht mehr nur Armuts-, es sind Hungerssätze“ – das sagte gerade Ulrich Schneider, der ehemalige langjährige Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, in einem Tweet auf der Plattform X. Anlass: Eine aktuelle Studie zum Thema Armut. Demnach werden mehr als die Hälfte der Bürgergeldbezieher nicht satt. Der hohe Anteil der Bürger, die auf die Lebensmittel der Tafeln angewiesen sind, untermauert die Ergebnisse der Studie. Arm im „reichen Land“? 1.000 Milliarden für den Rüstungswahn und Arme, die vor Suppenküchen Schlange stehen? Ja, die vorherrschende Politik ist asozial. 

    Armut ist ein schweres Los. Inmitten unserer Gesellschaft leben Menschen, denen es an genügend Nahrung fehlt. Betroffen sind vor allem Alleinstehende und Alleinerziehende, die auf Bürgergeld angewiesen sind. Längst kommen die Erschütterungen einer Politik, die das Wohl der Bürger mit Füßen tritt, auch in den mittleren Schichten an. Wo früher stabile ökonomische Sicherheit zu finden war, herrschen längst großes Unbehagen und Abstiegsangst vor. Lebensmittel, die immer teurer werden, hohe Kosten für Mietraum, drastischer Anstieg von Strom- und Heizkosten, geradezu unverschämte Benzinpreise: Wo soll man anfangen und wo aufhören bei der Aufzählung?

    Eine aktuelle Studie des Vereins „Sanktionsfrei“ fokussiert auf die Ärmsten in der Gesellschaft. „Wie geht es den Menschen im Bürgergeldbezug?“, wollte „Sanktionsfrei“ wissen. Die gerade veröffentlichten Ergebnisse verdeutlichen ein reales Problem. An der repräsentativen Studie mit über 1.000 Teilnehmern beteiligten sich Personen zwischen 17 und 67 Jahren, wie auf der Internetseite des Vereins einsehbar ist.

    „Der Regelsatz von monatlich 563 € reicht laut großer Mehrheit der Befragten (72 %) nicht aus, um ein würdevolles Leben zu führen. Selbst Grundbedürfnisse werden nicht ausreichend erfüllt: Nur jeder Zweite gibt an, dass in ihrem Haushalt alle satt werden; insbesondere Eltern verzichten zu Gunsten ihrer Kinder auf Essen (54 %). Die überwältigende Mehrheit will arbeiten, hat aber kaum Hoffnungen darauf, eine existenzsichernde Arbeit zu finden. Scham und Angst prägen den Alltag: 42 % schämen sich, Bürgergeld zu beziehen, 72 % fürchten weitere Verschärfungen.“

    Man kann den Befund dieser Studie abtun, weil man es nicht glauben will oder anders sieht – aber verdrängen, leugnen und beschönigen hilft beim Thema Armut nicht weiter. Richtig ist: Deutschland hat einen Sozialstaat. Und es ist gut, dass Bürger, die auf Hilfe angewiesen sind, staatliche Unterstützung bekommen. Schlecht hingegen ist, dass gerade bei Alleinstehenden die Sätze so niedrig sind, dass Armut zum Dauerzustand wird. Wer ohne Polster und vielleicht sogar noch mit finanziellen Verpflichtungen oder Schulden in den Bürgergeldbezug rutscht, läuft große Gefahr, in ein Loch zu fallen, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt. Die Abwärtsspirale der Armut ist so real wie die Tatsache, dass Bürger unter uns über nicht genügend Geld verfügen, um sich den gesamten Monat hinweg selbst mit Nahrung zu versorgen – von gesunder Nahrung anständiger Qualität ganz zu schweigen.

    „Es sind nicht mehr nur Armuts-, es sind Hungerssätze“ – das sagte gerade Ulrich Schneider in einem Tweet auf der Plattform X. Auch wenn bei kinderreichen Familien Summen zusammenkommen, über die sich arbeitende Geringverdiener ärgern: In diesem Land läuft sowohl auf Ebene der Armutspolitik als auch im Hinblick auf anständige Löhne und ein akzeptables Maß an staatlichen Abgaben sehr vieles aus dem Ruder. Doch Politiker streben keine Armutspolitik an, die konstruktiv im Sinne der Betroffenen und der Gesellschaft agiert. Ihre „Lösungen“ sind destruktiv. Und: Grundlegende Veränderungen, was die wirtschaftlichen Lebensbedingungen von der steuerzahlenden Gesellschaft angeht, sind auch nicht in Sicht. Priorität stattdessen: Aufrüsten, hochrüsten, und damit verbunden unfassbare Summen auf Kosten der Gesellschaft für die nimmersatte Raupe der Rüstungsindustrie. Halten wir fest: In Deutschland hungern Bürger. Und in Deutschland macht die Politik gigantische Beträge locker, um sich gegen einen herbeiimaginierten Feind zu rüsten. Anders gesagt: Die vorherrschende Politik ist asozial!


    Titelbild: NoyanYalcin/shutterstock.com


    Rubriken: Demoskopie/Umfragen Hartz-Gesetze/Bürgergeld Ungleichheit, Armut, Reichtum


    Schlagwörter: 


    Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=135056


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.06.2025

    Der US-israelische Krieg gegen den Iran

    Screenshot_2025_06_26_at_22_48_31_Trump_meldet_22successful_attack22_auf_Iran.png.webp_WEBP_Grafik_900_549_Pixel_

    Video https://www.bbc.com/news/videos/cwygp9d44zeo Dauer 0:46 Min.
    Während US-Präsident Donald Trump zuerst vermeldete, die USA hätten mit dem israelischen Angriff auf den Iran nichts zu tun, meldete er jetzt, die USA hätten einen "erfolgreichen Angriff" auf die iranischen Atomanlagen durchgeführt. Zur Betonung dieser "Erfolgsmeldung" mussten auch (vlnr) Vize-Präsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth mit aufs Bild. (Screenshot aus ABC-News) 

    24. Juni 2025 Von: in Geschichte, Militär, Politik

    (Red.) Globalbridge-Autorin Karin Leukefeld – zurzeit in Beirut – listet hier die sich in mehreren Punkten widersprechenden Infos aus dem Nahen Osten – oder besser: aus Westasien – auf. Vor allem fällt auf, dass die USA zuerst mit dem israelischen Angriff auf den Iran nichts zu tun haben wollten, dann aber selbst „erfolgreiche Angriffe“ auf iranische Atomanlagen durchgeführt haben. (cm)

     „Letzte Woche verhandelten wir mit den USA, als Israel beschloss, diese Diplomatie zu sprengen. Diese Woche sprachen wir mit den E3/EU, als die USA beschlossen, diese Diplomatie zu sprengen. Welchen Schluß würden Sie daraus ziehen?” Das schrieb der iranische Außenminister Abbas Araghchi am Sonntagmorgen (22.6.2025) auf „X“, vormals „Twitter“. Großbritannien und die EU-Kommission forderten vom Iran, an den Verhandlungstisch „zurückzukehren“, aber, so Araghchi weiter: „Wie soll der Iran zu etwas zurückkehren, das er nie verlassen, geschweige denn gesprengt hat?“

    Wenige Stunden zuvor hatten die USA mit einem medial hochprofessionell inszenierten Angriff auf nukleare Einrichtungen im Iran auch die UN-Charta, internationales Recht, den NPT-Vertrag (Nicht-Verbreitung von Nuklearwaffen) und die Genfer Konvention gesprengt. Der israelische Ministerpräsident, der mit internationalem Haftbefehl wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und das humanitäre Völkerrecht gegen die Palästinenser gesuchte Benjamin Netanyahu, hatte schon vor dem US-Angriff seine Dankesbotschaft an US-Präsident Donald Trump auf ein Video gesprochen. 

    US-Präsident Donald Trump trat in der Nacht zum Sonntag im Weißen Haus in Washington vor die Kameras und bedankte sich und beglückwünschte (den israelischen) Ministerpräsidenten „Bibi Netanyahu. Wir haben als Team gearbeitet. Vielleicht hat noch niemals ein Team so zusammengearbeitet“, so Trump, der noch eine Woche zuvor betont hatte, nichts mit dem Angriff Israels gegen Iran zu tun zu haben. Zusammen hätten sie „einen langen Weg zurückgelegt, um diese schreckliche Bedrohung für Israel zu beseitigen.“ Iran sei „der Tyrann im Mittleren Osten und muss jetzt Frieden schließen. Wenn er das nicht tut, werden zukünftige Angriffe noch sehr viel stärker und einfacher sein.“

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, „Iran darf nie die Bombe bekommen“, Respekt für das internationalen Recht sei „entscheidend“, jetzt müsse der Iran sich für eine „glaubwürdige diplomatische Lösung engagieren,“ so von der Leyen auf „X“, vormals Twitter.

    Der britische Premierminister Peir Starmer erklärte für die E3 (Deutschland, Frankreich, Großbritannien), man habe die „jüngsten Entwicklungen im Mittleren Osten“ diskutiert und wiederhole die Verpflichtung „für Frieden und Stabilität für alle Staaten der Region. Wir bekräftigen unsere Unterstützung für die Sicherheit Israels.“ Iran dürfe „nicht länger eine Bedrohung für die regionale Stabilität sein“ und – bezugnehmend auf die Angriffe der USA auf die iranischen Nuklearanlagen Fordow, Natanz und Isfahan – hieß es weiter: „Unser Ziel wird weiterhin sein, dafür zu sorgen, dass Iran keine Nuklearwaffe bekommt.“ Iran müsse ein „für alle Seiten annehmbares Abkommen verhandeln“ und dürfe “keine weiteren Aktionen unternehmen, die die Region destabilisieren” könnten.

    Freitag, 20.06.2025

    Am Freitag (20.6.2025) hatten sich die Außenminister der E3 und die EU-Außenbeauftragte mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi in Genf getroffen. Araghchi hatte dort vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf gesprochen und die Verurteilung des israelischen Krieges gegen sein Land gefordert. Am Nachmittag war Araghchi mit den Außenministern der so genannten E3 (Großbritannien, Frankreich, Deutschland) und der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas zu einem mehrstündigen Gespräch zusammengetroffen. Bei einer anschließenden Erklärung vor der Presse sagte Araghchi, Iran sei von Israel angegriffen worden und nehme sein international verbrieftes Recht auf Verteidigung wahr. Verhandlungen seien möglich, wenn Israel seine Angriffe einstelle. Die (militärischen) Möglichkeiten Iran, seine Interessen und das iranische Volk zu verteidigen, seien nicht verhandelbar. 

    Die E3-Außenminister hatten erklärt, Iran dürfe niemals eine Atomwaffe besitzen und müsse an den Verhandlungstisch mit den USA zurückkehren. Berichten zufolge forderten die E3 zusätzlich, dass Iran sein ballistisches Raketenprogramm einstellen müsse. 

    Am Tag zuvor (19.6.2025) hatte der bekannte US-amerikanische Journalist Seymour Hersh unter dem Titel „Was man mir gesagt hat, was auf den Iran zukommt“, einen „ursprünglichen Schlachtplan für einen neuen Krieg“ veröffentlicht. Noch am bevorstehenden Wochenende würden die USA mit B2-Bombern und mit bunkerbrechenden Bomben die Nuklearanlagen im Iran angreifen, so Hersh. Er nannte als Quellen für seinen Bericht „israelische Insider“ und „amerikanische Offizielle“, altgediente US-Offizielle hätten bestätigt, dass „alles unter Kontrolle“ gebracht werde, sobald der oberste iranische Revolutionsführer Ali Khamenei „verschwunden“ sei.

    Während Araghchi mit den europäischen Außenministern zusammensaß, wurden erste Nachrichten über den Flugbefehl für US-amerikanische B2-Bomber verbreitet. Die Medien stellten das teuerste Kampfflugzeug der Welt des US-Herstellers Northrop Grumman, den Tarnkappenbomber B2 (Stealth B2 Bomber) zum Stückpreis von ca. 737 Millionen US-Dollar (Angabe 1997) ausgiebig in Print, Funk und Fernsehen vor.

    Samstag, 21.6.2025

    Der iranische Außenminister reiste von Genf nach Istanbul, wo am 21./22. Juni 2025 die Außenministerkonferenz der 54 islamischen und arabischen Staaten, OIC (Organization of Islamic Cooperation) stattfand. Der Unterstützung der arabischen und islamischen Staaten ist Iran sicher. Die Außenminister der Arabischen Liga erklärten bereits am Vorabend der OIC-Sitzung (Istanbul 20./21.6.2025), dass der nicht vom Iran provozierte Angriff von Israel sofort beendet und das internationale Recht, die UN-Charta und der NPT-Vertrag eingehalten werden müssten. Am Samstag (21.6.2025) traf Araghchi mit zahlreichen Außenministern der islamischen Staaten zusammen. Unter Leitung des türkischen Präsidenten Recep Tayyib Erdogan fand ein gesondertes Treffen zur Lage im Iran statt, bei dem sowohl Erdogan als auch weitere Staaten ihre Bereitschaft erklärten, als Vermittler für den Iran aktiv werden zu wollen.

    Iran sei der Organisation der Islamischen Staaten Kooperation dankbar für die umfassende und einstimmige Unterstützung angesichts der israelischen Aggression, erkläre Araghchi auf X, vormals Twitter. „Während der Westen angesichts der israelischen Grausamkeiten – nicht nur gegen Iran, sondern gegen Muslime in der ganzen Region – wegsieht, gibt es beispiellosen Zorn und breite Solidarität in der islamischen Welt. Der Westen sollte das zur Kenntnis nehmen, er hat seinen moralischen Kompass komplett verloren.“

    Sonntag, 22.6.2025

    Nach dem US-Angriff auf drei nukleare Anlagen im Iran – Fordow, Isfahan and Natanz – in den frühen Sonntagmorgenstunden, bezeichnete Araghchi in einer kurzen Erklärung auf X (vormals Twitter) die Angriffe als „ungeheuerlich“ und warnte vor „dauerhaften Folgen“. 

    „Letzte Woche verhandelten wir mit den USA, als Israel beschloss, diese Diplomatie zu sprengen. Diese Woche sprachen wir mit den E3/EU, als die USA beschlossen, diese Diplomatie zu sprengen.“ Welchen Schluß würden Sie daraus ziehen?” Das schreibt der iranische Außenminister Abbas Araghchi am Sonntagmorgen (22.6.2025) auf „X“, vormals „Twitter“. Großbritannien und die EU-Kommission forderten vom Iran, an den Verhandlungstisch „zurückkehren“, aber, so Araghchi weiter: „Wie soll der Iran zu etwas zurückkehren, das er nie verlassen, geschweige denn gesprengt hat?“

    Bei einer Pressekonferenz am Sonntagmorgen in Istanbul erklärte Araghchi, der Iran fordere eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates, „um unmißverständlich das kriminelle Verhalten der Vereinigten Staaten gegen Iran zu verurteilen“ und die USA „für diese ungeheuerliche Mißachtung internationalen Rechts und der Grundprinzipien der UN-Charta“ zur Verantwortung zu ziehen.

    Er werde nach Moskau weiterreisen und am Montag mit dem russischen Präsidenten Putin zusammentreffen, teilte Araghchi mit. Russland und China hätten eine Resolution für den UN-Sicherheitsrat vorbereitet, die angesichts der US-Eskalation gegen Iran neu beraten werde.

    Bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates wies der russische UN-Botschafter Vassily Nebenzia am Sonntag (NY Ortszeit) darauf hin, dass das Gremium erst noch am vorherigen Freitag deutlich zur Deeskalation und einer Verhandlungslösung aufgerufen habe, doch die USA hätten die Position der gesamten internationalen Gemeinschaft ignoriert und sich „von Israel leiten lassen, anstatt es in die Schranken zu weisen und zu zwingen, die Eskalationsspirale zu stoppen“. Die Russische Föderation, China und Pakistan hätten einen „genauen und ausgewogenen Resolutionsentwurf des UN-Sicherheitsrates ausgearbeitet und in Umlauf gebracht, in dem ein sofortiger und bedingungsloser Waffenstillstand und die Suche nach einer diplomatischen Lösung für das iranische Atomprogramm gefordert werden.“ Um eine weitere Eskalation zu vermeiden, sei eine „klare und prinzipielle Haltung des Rates unausweichlich“, so der russische UN-Botschafter Nebenzia. Alle Mitglieder des UN-Sicherheitsrates sollten „verantwortungsvoll“ handeln und den Resolutionsentwurf unterstützen.

    Montag, 23.6.2025

    Fernsehaufnahmen der kleinen Gesprächsrunde zwischen dem iranischen Außenminister Araghchi und Russlands Präsident Putin im Kreml zeigten am Montag ernste Gesichter. Der russische Präsident wurde von Außenminister Sergej Lavrov begleitet, Übersetzer saßen ebenfalls dabei. Putin versicherte Araghchi, die „nicht provozierte Aggression“ Israels und der USA auf den Iran sei „grundlos“ und „nicht gerechtfertigt, die Angriffe seien „illegitim“ und verstießen gegen internationales Recht“, berichtete der Sender Russia Today, der in Deutschland und in der EU verboten ist. Gemeinsam werde man „die drängenden Fragen erörtern und über einen Ausweg aus der derzeitigen Situation nachdenken“, wird Putin zitiert. Araghchi erklärte, Russland stehe „auf der richtigen Seite der Geschichte und des internationalen Rechts. Iran greife Ziele in Israel an, weil es seine Souveränität gegen die israelischen Angriffe verteidige, das sei sein Recht.

    Am Montagabend wurde bekannt, dass die Iranische Armee gemeinsam mit den Iranischen Revolutionsgarden Raketenangriffe auf US-amerikanische Militärbasen in der Region begonnen haben. Der Nachrichtensender Al Jazeera berichtete von Angriffen auf die US-Basis al Udeid in Katar, die größte US-Militärbasis in der Region. Auch US-Militärbasen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Bahrain, Kuwait, Irak und in Syrien seien Ziele, die angegriffen würden. Die betroffenen Staaten und möglicherweise auch die US-Armee waren offenbar über den bevorstehenden Angriff informiert, der Luftraum wurde gesperrt. 

    Auf zahlreichen US-Militärbasen in der Region sind auch Soldaten verschiedener anderer NATO-Staaten stationiert, aus Frankreich, Großbritannien, aus Deutschland. Das Verteidigungsministerium teilte mit, dass der zuständige Minister Boris Pistorius mit „Einsatzkontingenten“ in den jeweiligen Stützpunkten in Jordanien (Azrak), Irak (Bagdad, Erbil) und Katar (Al Udeid), bei der UNIFIL im Libanon und in Israel telefoniert habe. Auf die Frage, wie es den „Soldatinnen und Soldaten“ gehe, hieß es, „sehr gut“ und alle seien „hochmotiviert“. Manche hätten in den letzten Tagen mehrfach Schutzräume aufgesucht, weil es „Flugkörperüberflug im Luftraum gegeben habe“. Man habe „die internationalen Entwicklungen fest im Blick und wisse, wie wir – abgestimmt mit unseren Partnern – auf Lageveränderungen reagieren können.

    Some Food for Thought – Denkanstöße

    Trita Parsi, Vizepräsident des Quincy Instituts für verantwortliche Staatsführung wies die Angabe aus dem Weißen Haus, der Angriff der USA sei eine Reaktion auf eine existenzielle und unmittelbare Gefahr für die USA durch den Iran gewesen, zurück. Es gebe „absolut keinen Beweis“ dafür, dass es irgendeine Gefahr für die USA aus dem Iran gegeben habe, so Parsi. „Weder existenziell noch unmittelbar.“ Tatsache sei, dass zwei Länder, die über Atomwaffen verfügten, ein drittes Land angegriffen hätten, das keine Nuklearwaffen habe. „Israel wurde nicht vom Iran angegriffen, Israel hat den Krieg begonnen. Die USA wurden nicht vom Iran angegriffen, die USA haben diese Konfrontation begonnen.“ 

    Kommentar von William Robert (USA): Der Westen will, dass der Iran etwas Großes tut. Er will, dass er aus dem Atomabkommen austritt, dass er die Inspektoren rauswirft. Er will, dass der Iran regionale US-Stützpunkte angreift und die Straße von Hormuz sperrt. Er will, dass der Iran überreagiert, damit er den Konflikt auf die nächste Stufe eskalieren kann.  Die nächste Stufe beinhaltet natürlich den möglichen Einsatz von Atomwaffen gegen den Iran und eine opportunistische Hinwendung zu China, einschließlich der Einleitung des seit langem geplanten Embargos gegen China. Dies könnte Wochen, Monate oder auch nur Tage dauern, je nachdem, wie der Iran auf die eskalierenden Provokationen reagiert. Die nächste Provokation wird mit Sicherheit die Ermordung des obersten iranischen Führers sein. Wenn der Westen ihn ausfindig machen kann, wird er versuchen, ihn zu töten … erneut, um eine starke iranische Reaktion zu provozieren, die als Vorwand für die Eskalation dienen kann. (WhatsApp-Gruppe)

    Mehdi Hassan, Journalist, erinnert auf seinem Instagram-Kanal ebenfalls daran, dass der Iran keine Nuklearwaffen hat, Israel sehr wohl. Iran sei Unterzeichnerstaat des NPT-Abkommens, Israel nicht. Iran habe Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde, IAEA, ins Land gelassen, Israel nicht. Das sei „nukleare Heuchelei“, so Hassan weiter. Er habe in seiner Fernsehshow (Head to Head, Al Jazeera Englisch, 20.7.2018) den ehemaligen stellvertretenden israelischen Außenminister Danny Ayalon einmal gefragt, wie viele Atomwaffen Israel habe: „Experten sagen, es seien zwischen 80 und 400“, sagt Hassan. Ayalon sah ihn herablassend lächelnd an und antwortete: „Na und?“ 

    Er frage sich, so der Journalist Hassan nach dem Einblenden der Sequenz in einem Videoclip, warum westliche Medien, die „jede Menge israelische Interviewpartner in ihren Sendungen haben, diese nie nach den israelischen Atomwaffen fragen?“ Für ihn sei das „nukleare Heuchelei“. 

    (Private Korrespondenz): „Es erinnert ja sehr viel an das Vorgehen im Irak. Da wird wieder ohne triftigen Grund ein Krieg begonnen und hinterher alles im Chaos hinterlassen.“

    (Red.) Und jetzt ist Donald Trump echt sauer, weil nicht alles genau so läuft, wie von ihm gewünscht – siehe dieses Video!






    Info: https://globalbridge.ch/der-us-israelische-krieg-gegen-den-iran/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.06.2025

    Screenshot_2025_06_26_at_22_41_13_Prinzipien_im_freien_Fall_Wie_der_Westen_die_internationale_Ordnung_untergr_bt

    nachdenkseiten.de, 26. Juni 2025 um 11:00 Ein Artikel von György Varga

    Der Westen wirft alle Regeln des Völkerrechts, basierend auf der UN-Charta, über Bord und steuert ins Chaos. Im Ukraine-Krieg und im Nahen Osten zeigt sich eine gefährliche Doppelmoral: Während bei einigen Ländern hart durchgegriffen wird, ignorieren westliche Akteure eigene Verstöße. Was bedeutet das für eine „wertebasierte“ Politik, wenn Recht und Moral beliebig ausgelegt werden? Der ungarische Diplomat György Varga wirft einen kritischen und stellenweise ironischen Blick auf eine Welt im Umbruch. Aus dem Ungarischen übersetzt von Éva Péli.

    Die im UN-Rahmen akzeptierten Regeln der internationalen Beziehungen enthalten Normen für die Beziehungen zwischen souveränen – das heißt in keiner Weise anderen Staaten untergeordneten – Ländern, die der kollektive Westen (USA, EU, NATO, Israel) immer weniger befolgen will, da nach diesem Regelwerk die Länder des kollektiven Westens keinerlei Vorrechte unter den 193 UN-Mitgliedstaaten besitzen. Die Lösung wurde gefunden: In den gut drei Jahren des Ukraine-Krieges verlagerte sich die Herangehensweise an den Konflikt vom internationalen Recht in die Dimension der Moral. Jede fachlich unhaltbare Frage gelangt entlang eines aus politischen Interessen abgeleiteten moralischen Kommunikationsnarrativs in die Entscheidungsphase, was naturgemäß neue Konflikte schafft und alte eskaliert. Das sehen wir auch heute im Zuge des israelisch-US-amerikanischen Angriffs auf den Iran.

    Israel ist de facto ein Atomwaffenstaat, in dem es weder früher noch heute internationale Inspektoren in den Atomanlagen gab. Der Iran besitzt de facto keine Atomwaffen, und seit Jahren sind internationale Inspektoren in seinem Gebiet, die bezeugen, dass der Iran möglicherweise in Monaten oder Jahren Atomwaffen herstellen könnte, wenn er wollte – aber es gibt keine eindeutigen Beweise für eine solche Absicht. Dann bombardieren wir ihn, so gehen wir auf Nummer sicher – entscheidet der friedensfreundliche US-Präsident.

    Die alarmierenden und chaotischen Entwicklungen zeigen deutlich, wie der kollektive Westen seine internationalen Beziehungen vollkommen eigennützig gestaltet, dies aber zur Absicherung der öffentlichen Zustimmung moralisch verbrämt und über Jahre mit kommunikativen Klischees vorbereitet.

    Eskalation im Nahen Osten: Trumps Rolle bei den Angriffen auf den Iran

    Bevor ich auf die aktuelle militärische Aggression gegen den Iran eingehe, halte ich einige Fakten fest. Ihre Belege sind für Interessierte in zugänglichen Quellen längst zu finden und zeigen uns, wo wir in der von der „wertebasierten“ EU/NATO-Elite maßgeblich bestimmten Weltpolitik stehen.

    • Drei Jahre nach Kriegsbeginn gibt der neue US-amerikanische Außenminister zu, dass in der Ukraine ein Stellvertreterkrieg zwischen den USA und Russland stattfindet. (Vage erinnere ich mich noch an Experten, die seit 2022 das Gegenteil behaupteten.)
    • Wir befinden uns in einem Bündnissystem, in dem ein Land ungestraft die strategische Gasleitung eines Verbündeten sprengen kann. Mehr noch, wir verstehen die Botschaft, und die EU-Elite lässt die verbleibenden Netze selbst abschalten (neue Sanktionspakete sind darauf ausgerichtet), strebt deren vollständige Beendigung an und sieht es wohlwollend, wenn die Ukraine den Energietransit in die Union unterbricht. Wer diesen Schritten nicht zustimmt, arbeitet gegen Europas Interessen.
    • Die Antwort der EU-Elite auf einen europäischen Krieg dient nicht der wirtschaftlichen Entwicklung der 27 Mitgliedstaaten, sondern den globalen Zielen externer Akteure (in den Bereichen Energie, Migrationsmanagement, Sanktionspolitik). Es werden keine Schritte unternommen, um den Krieg zu beenden oder zu isolieren. Unser einziges Lebensziel ist die NATO- und EU-Mitgliedschaft der Ukraine.
    • Der deutsche Generalstaatsanwalt hat einen internationalen Haftbefehl gegen einen ukrainischen Beamten wegen Beteiligung an der Sprengung der strategischen Gasleitung des Landes erlassen. Trotzdem erhöht die deutsche Regierung – ohne erkennbares nationales Selbstbewusstsein – ihre militärische und finanzielle Unterstützung für die Ukraine. Das garantiert, dass weiterhin Geld in der Ukraine bereitsteht, um auch andere deutsche oder EU-Objekte zu sprengen.

    Die Wahlkampagne von Donald Trump, der sich selbst als friedensfreundlicher Präsident bezeichnete, und seine spätere Wahl mit starker innenpolitischer Legitimität weckten die Hoffnung, dass die andauernden internationalen Konflikte entschärft oder beendet würden. Seine ersten Schritte und Äußerungen deuteten in diese Richtung, doch rasch zeigten sich die internen und externen Gegner dieser friedensorientierten US-Außenpolitik.

    Am 2. März wurde in London die Koalition der Willigen gegründet. Ihr Ziel: die Ukraine auch ohne die USA weiter mit allem Nötigen für den Krieg zu versorgen. Diese Koalition übt zudem ständigen Kommunikationsdruck auf Washington aus: Sollte die Ukraine verlieren, wäre dies Trumps Schuld. Die EU- und NATO-Eliten waren insofern erfolgreich, als Trumps kategorische Friedenspolitik durch US-amerikanisches Zögern ersetzt wurde, das auch von den Kriegsbefürwortern seiner eigenen Partei (wie Senator Lindsey Graham) fortlaufend untergraben wird.

    Auch die israelische Lobby verstärkte den Druck auf den neuen Präsidenten in Washington: Die seit Oktober 2023 laufenden Anti-Terror-Operationen, die israelischen Militärschläge in Gaza, Libanon und Syrien und die notwendige Verteidigung drohten die wirtschaftlichen und militärischen Reserven Israels zu erschöpfen.

    Am 13. Juni startete Israel einen allgemeinen Luftangriff auf den Iran, der nicht angrenzend und 1.300 Kilometer entfernt liegt, liquidierte die Atomwissenschaftler, die militärische Führung und wichtige Teile der militärischen Infrastruktur des Landes. Es war spürbar, dass die iranische militärische Antwort und die daraus resultierenden weltpolitischen Konsequenzen Israel nur eine minimale Chance gaben, die potenziellen Folgen des von ihm initiierten Krieges ohne US-amerikanische Unterstützung zu bewältigen.

    Die Logik des israelischen Angriffs vom 13. Juni und der US-amerikanischen Luftschläge gegen iranische Nuklearanlagen in der Nacht zum 22. Juni zeigt, dass Präsident Trump über den gesamten Vorgang informiert war. Dies gilt umso mehr, da amerikanische Flugzeuge bereits am 13. Juni an der israelischen Luftverteidigung Israels beteiligt waren.

    Das Problem mit der Aggression gegen den Iran

    Was ist also das Problem mit der israelisch-US-amerikanischen Militäraggression gegen den Iran?

    Das erste Problem ist, dass viele westliche Experten gar nicht von Aggression sprechen. Für sie ist es eine humanitäre Aktion gegen das „Reich des Bösen“, und die ganze Welt sollte dankbar sein, dass verantwortungsvolle Politiker den Iran an der Entwicklung von Atomwaffen gehindert haben. Wer sich jedoch tiefer mit den völkerrechtlichen, politischen, militärischen und waffentechnischen Hintergründen der Situation befasst, unterstützt angeblich das Böse. Die Hauptsache ist, niemanden mit den Fakten zu konfrontieren; der moralische Verweis zieht bei den Massen immer, denn kein vernünftiger Mensch würde das Böse verteidigen. (Wir kennen ja das Klischee: Wer den Krieg und die Sanktionen nicht fortsetzen will, unterstützt Putin.)

    Dabei gibt es hier reichlich Probleme. Tulsi Gabbard, die Leiterin der US-Geheimdienste, berichtete am 25. März vor dem Geheimdienstausschuss des Senats, dass der Iran kein Atomwaffenprogramm besitzt und technisch noch Jahre von der Möglichkeit der Waffenentwicklung entfernt ist. Auch Rafael Grossi, der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEA, konnte iranische Schritte zur Atomwaffenproduktion oder die drohende Nähe einer solchen Fähigkeit nicht bestätigen.

    Es ist kein Zufall, dass Präsident Trump nervös auf die Einschätzung seiner eigenen Geheimdienste reagierte, als ihn die Presse zwei Tage vor dem Angriff auf die iranischen Atomanlagen damit konfrontierte. Der Präsident war sich offensichtlich des Widerspruchs bewusst, der zwei Tage später für alle anderen klar wurde. Dies ist nur einer von vielen Punkten, die die US-amerikanische Gesellschaft, die internationale Öffentlichkeit und die Akteure der Weltpolitik zu Recht aufwerfen können.

    • Was rechtfertigte am 13. Juni Luftangriffe Israels und am 22. Juni der Vereinigten Staaten gegen ein souveränes Land, wenn es keine Beweise dafür gab, dass der Iran jemanden angreifen wollte oder dazu fähig war?
    • Darf ein UN-Mitgliedstaat angegriffen werden, weil er dieselbe Waffe besitzen möchte wie das Land, das ihn garantiert angreift (und angegriffen hat)?
    • In wessen Interesse bombardierten die Vereinigten Staaten die iranischen Atomanlagen? Die USA wurden nicht von einem Angriff bedroht, bei dem sie nach der UN-Charta berechtigt wären, Gewalt anzuwenden. (Präsident Trump kann auch mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, da er ohne Genehmigung des Gesetzgebers bei fehlender unmittelbarer Gefahr keine militärische Gewalt anwenden darf.)
    • Wer steuert die Außenpolitik der Vereinigten Staaten, wenn der Präsident gegen die Einschätzung seines eigenen Geheimdienstes und der internationalen Fachorganisation (Atomenergiebehörde) entscheidet?
    • Trifft Präsident Trump Entscheidungen oder die israelischen Lobbyisten? Diese Version ist heute eine ernsthafte Frage in der US-amerikanischen innenpolitischen Debatte über den Angriff auf den Iran.
    • Wie ist die Liquidierung iranischer Atomwissenschaftler durch Israel legitimiert? Wird es ähnlich legitim sein, wenn Russland unter Berufung auf die angekündigte ukrainische Regierungspolitik ukrainische Atomwissenschaftler liquidiert?
    • Dürfen nach iranischem Beispiel alle Biologen (nach Ansicht des wertebasierten Westens) liquidiert werden, die potenziell biologische Waffen herstellen könnten, oder nur diejenigen, die außerhalb der Länder des kollektiven Westens leben?
    • Israel hat die hochrangigen Führer der iranischen Streitkräfte liquidiert. Wird die EU/NATO dies in Zukunft auch bei Konflikten zwischen anderen Ländern als akzeptierte Norm behandeln?
    • Die Ukraine hat wiederholt die Liquidierung russischer Generäle in ihrem Wohnumfeld zugegeben. Die EU hat die Terrorakte nicht verurteilt. Die israelischen und US-Angriffe auf den Iran können die Zahl der Terrorakte offensichtlich um Größenordnungen erhöhen. Wird die EU bei Attentaten auf US-amerikanische und israelische Wissenschaftler und Generäle dieselbe Haltung einnehmen wie bei den Terrorakten in Moskau und den Angriffen auf den Iran?

    Durch die Aggression gegen den Iran vertieft sich die moralische Degradierung des kollektiven Westens weiter. Die westlichen Länder, die Souveränität in einigen Fällen absolut setzen und in anderen ignorieren, stehen nach den Angriffen auf den Iran vor einem erheblichen Dilemma. Sie riskieren damit eine weitere moralische Schwächung des kollektiven Westens.

    Etwa sieben der acht Milliarden Erdbewohner würden die oben gestellten Fragen logisch beantworten. Doch im von Brüssel kontrollierten Kommunikationsraum sind korrekte, prinzipielle Antworten nicht zu erwarten. Die EU- und NATO-Elite, die zum globalen Westen gehört, lässt die Länder der EU und NATO in der Ukraine im Namen erhabener Ziele kämpfen. Dabei verabsolutiert sie den Inhalt der ukrainischen Souveränität: ein subjektives Recht auf NATO-Mitgliedschaft, eine beschleunigte EU-Aufnahme und jahrelang zugesagte finanzielle und militärische Unterstützung.

    EU vor moralischem Dilemma: Die Rolle des Internationalen Strafgerichtshofs

    Brüssel unterstützt lauthals den internationalen Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs gegen das russische Staatsoberhaupt. Das geschieht, obwohl die zugrunde liegende Behauptung von den Ukrainern selbst widerlegt wurde. Statt Zehntausender verschleppter Kinder geht es nun um die Rückkehr von insgesamt 339 Kindern, die aufgrund von Bevölkerungsbewegungen während der Kämpfe unter russische Kontrolle gerieten und für deren Rückführung die Kooperation der russischen Seite erwartet wird.

    Ohne auf die politisierte Rolle des Internationalen Strafgerichtshofs, den eskalierenden Charakter der internationalen Haftbefehle gegen Präsident Putin und den israelischen Premierminister Netanjahu oder deren Fähigkeit, konkrete Konflikte zu entschärfen, einzugehen, erwarte ich mit großem Interesse die Stellungnahme der Europäischen Union.

    Was sagen deren Chefdiplomatin Kaja Kallas und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dazu, dass Israels international gesuchter Premierminister in enger Zusammenarbeit mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten eine Aggression gegen einen souveränen UN-Staat begangen hat? Betrachten sie die militärische Aggression gegen Iran als erschwerenden oder mildernden Umstand?

    Die Frage ist natürlich absurd: Die EU würde es kaum wagen, sich in dieser Angelegenheit prinzipiell zu äußern. Gleichzeitig hat der kollektive Westen in den letzten Jahren genau diese Situationen geschaffen, indem er den Ukraine-Krieg absolut setzte, eine darauf abgestimmte Sanktionspolitik betrieb und kommunikative Klischees bemühte, die sich auf hohe moralische Normen berufen. Jetzt stellt sich die Frage: Werden die Prinzipien aufgegeben oder die Kommunikationsnarrative neu geschrieben?

    Westliche Heuchelei und internationales Chaos

    Wir haben dies bereits im Zusammenhang mit Grönland und Kanada gesehen: Die USA können einem NATO-Verbündeten einfach zwei Millionen Quadratkilometer entreißen – zumindest ist dies die bekannte Absicht – oder Kanada ein aufdringliches Angebot machen, der 51. US-Bundesstaat zu werden. All das geschieht, ohne dass die Abgeordneten des EU-Parlaments, die sich angeblich auf dem Höhepunkt der Moral befinden, auch nur daran denken würden, dass eine solche Situation in normalen, wirklich demokratischen internationalen Beziehungen gar nicht erst aufkommen dürfte.

    Der Westen stürzt die internationalen Beziehungen ins Chaos, indem er die UN-Normen missachtet und selektiv anwendet. Bis zum Ukraine-Krieg und dessen Verabsolutierung durch den Westen reagierte die internationale Gemeinschaft in den meisten Fällen nach der jahrzehntelang etablierten Praxis. Seit 2022 bewegen sich alle Teilsysteme der internationalen Beziehungen in Richtung Chaos. Die Missachtung von Fakten, der selektive Charakter der politischen Praxis und die Heuchelei moralischer Verweise prägen die Lage.

    Es wird interessant sein zu sehen, welche Anstrengungen das Europäische Parlament unternehmen wird, um die Vereinigten Staaten und Israel zur Entschädigung der dem Iran entstandenen Schäden aufzufordern. Der globale Westen deformiert im Rahmen seiner „wertebasierten“ Politik die internationalen Beziehungen und zerstört deren Sicherheits-, Finanz- und völkerrechtliche Teilsysteme. Nur noch ein einziger Grundsatz ist geblieben: Wer die Macht hat, hat recht.

    Rückschläge der Aggression gegen Iran

    Die israelisch-US-amerikanische Militäraggression gegen den Iran könnte sowohl den Vereinigten Staaten als auch Israel schwer zusetzen. Der Angriff erfolgte, obwohl Verhandlungen zwischen den USA und Iran über das Atomprogramm liefen. Washington, und konkret die Trump-Administration, hat sich als unzuverlässiger Verhandlungspartner erwiesen – und das ist nicht das erste Mal: 2015 hatte Iran zugestimmt, auf die Atomwaffenproduktion zu verzichten, im Gegenzug garantierten die USA, die EU und Russland die Aufhebung der internationalen Sanktionen.

    Im Jahr 2018 trat Präsident Trump aus eigenem Entschluss einseitig aus dem Iran-Atomabkommen aus, woraufhin auch Iran sich nicht mehr daran gebunden fühlte. US-Analytiker hielten es für gefährlich, dass der fast 90 Millionen Einwohner zählende persische Staat ohne Sanktionen erhebliche Fortschritte machen und zu einer unverzichtbaren Regionalmacht aufsteigen könnte. Vor diesem Hintergrund sehen die Iraner und die internationale Öffentlichkeit, die die Vorgeschichte kennt, den jüngsten US-Angriff als moralische Degradierung der USA und des kollektiven Westens. Dies war auch an den Gesichtsausdrücken von Vizepräsident J. D. Vance und Außenminister Marco Rubio zu erkennen, die hinter Präsident Trump standen, als er die Angriffsergebnisse verkündete.

    Gesondert zu betrachten ist, wie die Angriffe der Vereinigten Staaten und Israels auf Nuklearanlagen zu bewerten sind. Gültige internationale Abkommen verbieten Angriffe auf Atomanlagen, da daraus unabsehbare nukleare Katastrophen resultieren können. Seit Februar 2022 hören wir wöchentlich, wie die Russen unter sich angeblich das Kernkraftwerk Saporischschja beschießen und damit die globale Sicherheit gefährden. Es wird sich zeigen, wie die Experten nach der offen eingestandenen Bombardierung iranischer Atomanlagen die Alarmglocken läuten. Natürlich könnte sich auch hier herausstellen (sollte Trump etwas Druck auf Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard ausüben), dass die Iraner – ähnlich wie die Russen – ihre eigene Infrastruktur als Provokation selbst zerstört haben.

    Präsident Trump hat das Bild des „friedensstiftenden Präsidenten“, welches er monatelang von sich selbst verbreitet hat, erheblich diskreditiert. Dem angestrebten Friedensnobelpreis ist er offensichtlich nicht nähergekommen, und selbst ein Teil der Fachelite, die eine Hauptrolle bei seinem Wahlerfolg spielte und auch heute noch erhebliche Möglichkeiten zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung besitzt, hat sich von ihm abgewandt. In den letzten Tagen sahen wir die kritischen Äußerungen des Fernsehmoderators Tucker Carlson, der Militärexperten Douglas Macgregor und Daniel Davis.

    Israel muss ebenfalls mit negativen Auswirkungen rechnen. Die internationale Öffentlichkeit hat bisher wenig beachtet, dass Israel dem Iran die Durchführung eines Atomprogramms vorwirft, das es selbst längst hinter sich hat: Israel wird von der Welt als Atomwaffenstaat angesehen – ein Land, das den Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen nicht unterzeichnet hat und de facto über Atomsprengköpfe verfügt.

    Die am 13. Juni begonnenen israelischen Luftangriffe und die sich daran anschließenden US-amerikanischen Bombardierungen der iranischen Atomanlagen könnten neue Prozesse unter den 193 UN-Mitgliedstaaten auslösen: Die Frage der israelischen Atomwaffen, deren Kontrolle und Abrüstung könnte leicht auf die Tagesordnung kommen. Das wäre korrekt, wertebasiert. Oder nicht? Denn wenn es keine Atomwaffen gibt, muss man sich vor internationalen Inspektoren nicht fürchten, und die nicht existierenden Waffen müssen auch nicht abgerüstet werden. Wenn es aber welche gibt, ist das ein großes Problem, denn sie wurden hinter dem Rücken der internationalen Gemeinschaft unter unkontrollierten Bedingungen geschaffen. Dann müssen sie abgerüstet werden, denn wir sehen, dass es auch dann gefährlich sein kann, wenn es keine gibt – wie im Iran.

    Der Beitrag ist auf dem ungarischen Fachportal Moszkvater erschienen und wurde gekürzt und redaktionell bearbeitet.


    Titelbild: Shutterstock / Aleutie


    Mehr zum Thema Botschafter a. D. György Varga: Raketen der „lahmen Ente“

    Botschafter a. D. Varga: Bringt Wadephul den Bundespräsidenten auf die Anklagebank?

    Exklusiv-Beitrag von Botschafter a. D. Varga: Falsche Argumente im Dienste von Angstmacherei und Krieg

    Die bewusstseinsverändernde Wirkung der „kollektiven Verteidigung“ der NATO


    Rubriken: Außen- und Sicherheitspolitik Militäreinsätze/Kriege


    Schlagwörter: 


    Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=135064


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.06.2025

    Screenshot_2025_06_26_at_22_29_27_bersetzung_von_Krieg_gegen_den_Iran_von_Craig_Murray

    nachdenkseiten.de, vom 25. Juni 2025 um 9:07 Ein Artikel von: Redaktion

    Der frühere britische Botschafter, Menschenrechtsaktivist und schottische Journalist Craig Murray hat schon vor rund 20 Jahren öffentlich Menschenrechtsverletzungen kritisiert, die von westlichen Regierungen gedeckt wurden. Deshalb verlor er sein Amt als Botschafter in Usbekistan. Seine Stimme erhebt er aber auch weiterhin gegen die britische und US-amerikanische Außenpolitik. Unter anderem war Murray einer der prominentesten Unterstützer von Julian Assange. Im folgenden Text beleuchtet er die Verbindungen zwischen westlichen Geheimdiensten, insbesondere dem britischen Auslandsgeheimdienst MI6, Israel und einer medialen Kampagne, die dem Krieg gegen den Iran vorausging. Der Artikel wurde von Susanne Hofman übersetzt.


    Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

    Podcast: Play in new window | Download


    Krieg gegen den Iran
    Von Craig Murray

    Seit 18 Jahren gehört das iranische Atomprogramm zu den zehn wichtigsten Zielen im Visier der US-Geheimdienste. Im Jahr 2007 führten sie erstmals eine formelle behördenübergreifende Überprüfung durch. Sie findet seitdem jedes Jahr statt. Das ist kein unbedeutender Vorgang. Eine große Menge an Informationen wird dabei eingespeist, von Dutzenden Akteuren in Washington, angeführt von der CIA.

    Das Ergebnis ist dabei Jahr für Jahr dasselbe: Der Iran strebt derzeit nicht den Bau einer Atombombe an. Viele wissen, dass Tulsi Gabbard diese Einschätzung im Frühjahr dieses Jahres kommuniziert hat (Tulsi said Iran not building nukes. One senator after another ignored her. | Responsible Statecraft). Nur wenige wissen jedoch, dass diese Aussage in keiner Weise besonders auf Tulsi Gabbard zurückgeht. Sie überbrachte lediglich dieselbe Einschätzung, die auch die Direktoren der nationalen Geheimdienste sowohl unter republikanischen als auch unter demokratischen Regierungen durch denselben Prozess abgeliefert haben.

    Nichts hat sich geändert. Das Einzige, was sich geändert hat, ist Netanjahus Angriff auf den Iran. Trump scheint damit durchzukommen, einfach zu sagen, dass ihm die Einschätzungen der Geheimdienste egal sind. Für Starmer ist es schwieriger, so zu reagieren. Britische und amerikanische Streitkräfte sind bereits in diesem Krieg aktiv: Sie schießen iranische Raketen ab, betanken gemeinsam mit den Deutschen israelische Bomber und liefern Zielinformationen. Militärische Ausrüstung wird über die RAF Akrotiri – ein britisches Hoheitsgebiet auf Zypern – nach Israel transportiert. Mit Sicherheit sind israelische Bomber dort in der vergangenen Woche gelandet; ob sie von dort auch zu Bombenangriffen gestartet sind, kann ich derzeit nicht bestätigen.

    In Großbritannien gibt es keine öffentliche Unterstützung für eine britische Beteiligung an einem Angriff auf den Iran, trotz massiver und anhaltender Propaganda in allen staatlichen und privaten Medien. Ich glaube nicht, dass irgendjemand, der sich in den letzten zwei Wochen ausschließlich in den Mainstream-Medien informiert hat, auch nur ahnte, dass Israel über Atomwaffen verfügt oder dass es keinerlei Beweise dafür gibt, dass der Iran welche produziert.

    Die britische Regierung hat eine gewaltige parlamentarische Mehrheit – errungen mit gerade einmal 31 Prozent der Wählerstimmen – und eine konservative „Opposition“, die noch begieriger ist, den Iran anzugreifen, als die durchgeknallten Zionisten Premier Starmer und Außenminister Lammy. Ich sehe nicht, wie man sie daran hindern könnte, den Iran anzugreifen.

    Aber sie werden sich sehr darum bemühen, die öffentliche Meinung zu manipulieren. Daher ist es entscheidend, dass die Einschätzung des MI6 – nämlich dass der Iran keine Atombombe entwickelt – unter dem Deckel gehalten wird.

    Als Blair ein Dossier mit „nachrichtendienstlichen“ Lügen vorlegte, um die Zerstörung des Irak zu rechtfertigen, hatte er das Glück, Richard Dearlove als Chef des MI6 zu haben. Er war nicht nur der am weitesten rechts stehende Ideologe, der je dieses Amt innehatte, sondern einer der rechtsradikalsten Männer in ganz England. Dearlove glaubte, das moralische Argument für den Krieg sei wichtiger als die Wahrheit über die angeblichen Massenvernichtungswaffen des Irak.

    Blair hatte außerdem Sir John Scarlett als Leiter des Gemeinsamen Geheimdienstausschusses und späteren MI6-Chef, auf den er sich stützen konnte. Scarlett war fest davon überzeugt, dass es wichtiger sei, seine eigene Karriere zu fördern, als die Wahrheit über irakische Massenvernichtungswaffen ans Licht zu bringen.

    Es ist bemerkenswert – und ein herausragendes Beispiel dafür, wie die neoliberale Welt funktioniert –, dass der nächste MI6-Chef, Sir John Sawers, heute in leitender Funktion für British Petroleum arbeitet. Dieses Unternehmen kontrollierte den Iran jahrzehntelang, setzte 1921 den falschen Pahlavi-„Schah“ ein, und es plante und finanzierte den Putsch, der 1953 die Demokratie im Iran beendete. Die entsetzliche Diktatur des Schahs danach führte direkt zur theokratischen Revolution.

    BP will verzweifelt das iranische Öl zurückhaben, deshalb trommelt der ehemalige MI6-Chef Sawers in den Medien unermüdlich für einen Krieg gegen den Iran. Gleichzeitig ist es kein Zufall, dass vor zwei Tagen eine neue MI6-Chefin gewählt und eingesetzt wurde. Starmer hat seinen Dearlove gefunden.

    Die Ernennung erfolgte durch Außenminister David Lammy. Blaise Metreweli wurde der Vorzug vor Kandidaten gegeben, die eine naheliegendere Besetzung für den Job gewesen wären, die länger im MI6 dienten, mehr operative Erfahrung hatten und bessere Analysten oder Manager waren. Metreweli jedoch, die einen Großteil ihrer Karriere im Nahen Osten verbrachte, ist eine fanatische Zionistin. Sie arbeitete eng mit Israel an Technologien für Überwachung und Attentate zusammen.

    Metreweli entwickelte Projekte mit Pegasus und Palantir und war in Israels Einsatz neuer Angriffsformen im Libanon und Iran eng eingebunden. Sie wurde vom Mossad gegenüber Lammy nachdrücklich als nächste MI6-Chefin empfohlen. MI6 und das Außenministerium sind untrennbar verbunden. Sie arbeiten buchstäblich Tür an Tür in Botschaften weltweit, und Mitarbeiter der MI6-Zentrale in London haben Tarn-Jobs im Außenministerium.

    Beamte des Außenministeriums sind äußerst unglücklich über die britische Mithilfe beim Völkermord im Gazastreifen. Hunderte von ihnen wurden von Lammy aufgefordert, den Mund zu halten oder zurückzutreten (Civil servants told to consider quitting if they disagree with policy over Gaza). Es herrscht Bestürzung darüber, dass der Mossad die nächste MI6-Chefin bestimmt hat. Ich habe meinen Informanten – eine ranghohe Persönlichkeit im Außenministerium – gefragt, ob Metreweli an den Pager-Angriffen im Libanon beteiligt war. Die Antwort lautete: „Nicht hundertprozentig sicher, aber wahrscheinlich ja.“

    Zu erwarten ist eine Ankündigung, dass der MI6 festgestellt hat, dass der Iran tatsächlich kurz davor war, eine Atombombe herzustellen.

    Die Regierung scheint ihren derzeitigen Militäreinsatz damit zu rechtfertigen, dass sie einen „Verbündeten“, Israel, verteidigen müsse. Emily Thornberry, eine langgediente Labour-Abgeordnete und Juristin, erklärte gestern Abend in der BBC-Sendung Newsnight, dass das Recht auf militärische Maßnahmen auf unserem „Recht beruhe, unsere Freunde zu verteidigen“. Sie verwendete nicht das Wort „Verbündeter“, und ein solches Recht, wie Thornberry es darlegte, existiert nicht.

    Starmer und Lammy bezeichnen Israel zwar häufig als „Verbündeten“, doch es existiert kein öffentlich zugänglicher Verteidigungsvertrag. Es gibt ein geheimes Verteidigungs-Kooperationsabkommen (UK military support for Israel’s genocide was pre-planned) zwischen Großbritannien und Israel aus dem Jahr 2020. Ob dieses als ein gegenseitiger Verteidigungsvertrag zu verstehen ist, ist nicht bekannt.

    Solche Verträge sollten öffentlich sein und registriert werden, nicht zuletzt, weil ein Teil des angeblichen Zwecks die Abschreckung ist. Man kann alle Gründungsverträge der NATO (NATO – PDF: North Atlantic Treaty, 01-Apr.-2009) einsehen.

    Die Vorstellung, dass Großbritannien auf Grundlage eines für das britische Volk geheimen Verteidigungsvertrags in den Krieg ziehen könnte, ist moralisch so verkommen, dass sie nicht einmal zur Diskussion gestellt, geschweige denn umgesetzt werden sollte. Aber die Demokratie ist in Großbritannien tot, so tot, dass die Menschen vergessen haben, was Demokratie überhaupt bedeutet.

    Noch schlimmer ist natürlich, dass es sich hier nicht um gegenseitige Verteidigung, sondern um gegenseitigen Angriff handelt. Es war Israel, das den Iran angegriffen hat.

    Indem Großbritannien an der Seite Israels steht, wie auch an der Seite der Ukraine, billigt es terroristische Taktiken wie den Einsatz von Autobomben (Iran reports 5 car bomb explosions in Tehran by Israel) sowohl durch ukrainische als auch iranische „Verbündete“. Auf welcher moralischen Grundlage verurteilt das Vereinigte Königreich dann den Einsatz von Autobomben auf Londons Straßen, wenn es gleichzeitig den Einsatz solcher Mittel durch unsere „Verbündeten“ unterstützt?

    Kürzlich habe ich zwei Beiträge (MI5’s Fake Terror Plots – Craig Murray) veröffentlicht, die sich auf bemerkenswerte inszenierte Terroranschlags-Narrative (MI5 Take Us For Fools – Craig Murray) konzentrieren, welche von den britischen Sicherheitsdiensten in den Mainstream-Medien stark verbreitet werden. Beide drehten sich um angebliche Aktionen gegen „Iran International“, eine von Saudi-Arabien und der CIA finanzierte Fake-Medienorganisation, die die Rückkehr des Pahlavi-Schahs in Allianz mit Israel und iranischen Sunniten propagiert.

    Aufgrund meines Einsatzes für die Freilassung von Julian Assange habe ich Kontakte auf der libertären Seite von MAGA, einige sogar in der Regierung. Dort sagt man mir, dass das in Washington von Israel und Saudi-Arabien vorgeschlagene Ziel ein Regimewechsel im Iran mit der Rückkehr des Schahs und einem sunnitischen Premierminister sei.

    Zur Erinnerung: Zum Zeitpunkt meiner beiden Artikel über die bemerkenswerten Vorgänge rund um die Sicherheitsdienste und „Iran International“ gab es noch keinen Krieg mit dem Iran. Das schrieb ich in meinem ersten Artikel:

    Aber ungewöhnlicherweise führte im Jahr 2023 eine von McCallums erfundenen „iranischen Verschwörungen“ tatsächlich zu einer Verurteilung – ein Einblick in die verdrehte Psyche der Sicherheitsdienste.

    „Iran International“ ist wahrscheinlich der zwielichtigste Medienkanal der Welt. Eine auf Persisch ausgerichtete Nischenplattform, die von Saudi-Arabien finanziert wird und sich an jene Iraner richtet, die Israel unterstützen, die Wiederherstellung eines Schahs befürworten und Saudi-Arabien nahestehen.

    Wie gesagt, es ist eine sehr kleine Nische.

    Dennoch wurde diese kleine Medienoperation mit einer saudischen Investition von einer Viertelmilliarde Dollar aufgebaut. Ja, richtig gelesen: 250 Millionen Dollar. Die Frage, wohin all dieses Geld tatsächlich geflossen ist, ist sehr interessant.

    Die Puzzleteile fügen sich jetzt alle perfekt zusammen.

    Das Vereinigte Königreich ist tief in die Abgründe der Unmoral eingetaucht, in denen der Zionismus gedeiht.

    Die Konsequenzen werden entsetzlich sein.

    Titelbild: Rokas Tenys / Shutter

    Rubriken: Außen- und Sicherheitspolitik Audio-Podcast Militäreinsätze/Kriege Strategien der Meinungsmache


    Schlagwörter: 


    Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=134995


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.06.2025

    Die Welt ist verpflichtet, die Ermordung iranischer Atomphysiker und ihrer Familien zu verurteilen

    https://freedert.online, 26 Juni 2025 09:27 Uhr, Von Marina Achmedowa

    Die physische Auslöschung iranischer Wissenschaftler und ihrer Familienangehörigen durch das israelische Militär ist beispielloser Zynismus. Im Falle einer Nicht-Verurteilung Israels dafür droht der Welt der moralische Verfall.


    Die Welt ist verpflichtet, die Ermordung iranischer Atomphysiker und ihrer Familien zu verurteilen© Iranische Medien


    Der iranische Nuklearwissenschaftler Sejjed Mostafa Sadati Armaki wurde zusammen mit seiner Frau, seinen beiden Töchtern im Alter von acht und 15 Jahren, seinem fünfjährigen Sohn und seinen betagten Eltern von den Israelis ermordet.




    Der bei einem israelischen Angriff getötete iranische Nuklearwissenschaftler Mohammad Reza Sadiki leitete eine Organisation für Verteidigungsforschung und starb wenige Stunden vor Inkrafttreten des von Trump verkündeten Waffenstillstands. Aber es scheint nur so, als hätte der Wissenschaftler das Pech gehabt, diese wenigen Stunden bis zum Waffenstillstand nicht zu überleben.


    "Der große Verlierer" – Kriegstreiber Netanjahu hat keines seiner Ziele erreicht





    Analyse

    "Der große Verlierer" – Kriegstreiber Netanjahu hat keines seiner Ziele erreicht





    Er wurde, wie viele andere iranische Atomwissenschaftler auch, zum Tode verurteilt. Ohne diese Spitzen-Fachleute kann Iran weder friedliche noch militärische Atomkraft entwickeln. Konkret waren vor einem Monat US-Sanktionen gegen Sadiki verhängt worden, und Israel hat das Urteil einfach vollstreckt.

    Die Jagd Israels auf iranische Wissenschaftler wurde bereits als "Mord an den Atomköpfen" bezeichnet. Das heißt, der jüdische Staat jagt nicht nur nach Eisen – den unterirdischen Anlagen im iranischen Fordo, die am 22. Juni von den USA angegriffen wurden – und nach den strategischen Reserven Irans. Für Israel sind, wie wir sehen, lebende menschliche Gehirne einer der Hauptbestandteile des Nuklearsystems, das es zu zerstören gilt.

    Eisen kann neu gegossen werden, strategische Vorräte an angereichertem Uran können aufgefüllt werden, aber Gehirne wachsen nicht so schnell nach. Die Gehirne der Menschen müssen an Universitäten studieren, ein Praktikum in der Atomindustrie absolvieren, Erfahrungen sammeln und sich bewähren. All das dauert Jahrzehnte. Zum Beispiel arbeitete der in seinem eigenen Haus getötete Nuklearwissenschaftler Isar Tabatabai-Kamshe 20 Jahre lang in der iranischen Atomindustrie, hatte einen Master in Maschinenbau und einen Doktortitel in Nuklearwissenschaften.

    Die iranische Universität Shahid Beheshti, die sich mit der Forschung im Bereich der Kernphysik befasst, teilte mit, dass allein am ersten Tag des israelischen Angriffs auf Iran fünf Dozenten der Universität ums Leben gekommen seien: Abdolhamid Minouchehr, Ahmadreza Zulfikari, Amirhossein Fakhi, Mohammad Mehdi Tehranchi und Fereydoun Abbasi.


    "Wenn Iran fällt, verlieren wir alle" – Teherans Verbündete betrachten Krieg als zivilisatorisch




    Meinung

    "Wenn Iran fällt, verlieren wir alle" – Teherans Verbündete betrachten Krieg als zivilisatorisch





    Nun stellt sich die Frage: Wie wurden sie getötet? Am 15. Juni berichtete die Nachrichtenagentur Reuters von 14 iranischen Atomwissenschaftlern, die in ihren Häusern oder bei der Sprengung ihrer Privatfahrzeuge ums Leben gekommen seien. Übrigens wurde der oben erwähnte Kamshe zusammen mit seiner Frau Mansure in seinem Haus getötet.

    Und er fand noch dazu den Tod im Hause seiner betagten Eltern. Einige Tage vor seiner Ermordung wurde sein 17-jähriger Sohn getötet. Israel hält die Ermordung von Wissenschaftlern – weltweit angesehenen Persönlichkeiten – nicht nur für normal, sondern nimmt auch die damit verbundenen Verluste in Form von Kindern, Jugendlichen und greisen Eltern in Kauf.

    Daran besteht übrigens kein Zweifel seit der israelischen Operation mit den Pagern, als im Libanon und in Syrien gleichzeitig Tausende dieser Geräte explodierten, die von der Hisbollah verwendet wurden. Dabei wurden jedoch auch Kindern, älteren Menschen und zufälligen Passanten die Augen geblendet und die Hände abgerissen. Um seine Feinde zu erreichen, tötete und verstümmelte Israel ganz nebenbei unschuldige Menschen. Und Netanjahu schämte sich dafür nicht einmal – im Gegenteil, er war stolz auf die Aktion und schenkte Trump sogar einen goldenen Pager zur Erinnerung an diese Operation.

    Am Morgen danach veröffentlichten die israelischen Medien eifrig das Foto eines etwa fünfjährigen Jungen in den Armen eines Retters. Er wurde aus den Trümmern eines Hauses in Beerscheba geborgen. Und gleichzeitig tötete Israel einen weiteren Nuklearwissenschaftler – Sejjed Mostafa Sadati Armaki. Er wurde zusammen mit seiner Frau, seinen beiden Töchtern im Alter von acht und 15 Jahren, seinem fünfjährigen Sohn und seinen betagten Eltern getötet.


    Deutschland, deine ewige Drecksarbeit





    Meinung

    Deutschland, deine ewige Drecksarbeit






    Das heißt, nicht nur die klugen Köpfe selbst wurden vernichtet, sondern auch diejenigen, von denen sie geboren wurden und diejenigen, die sie geboren haben. Dabei besteht Israel darauf, dass wir Mitleid mit dem Jungen aus Beerscheba haben sollen. Gut, ich habe Mitleid mit diesem Jungen, ich mache keinen Unterschied zwischen Kindern. Aber dennoch gibt es einen großen Unterschied zwischen den beiden Jungen – dem in Israel geretteten und dem in Iran getöteten Sohn dieses Wissenschaftlers. Der erste wäre beinahe per Zufall ein Opfer geworden, der zweite wurde ohne Recht auf Begnadigung zum Tode verurteilt, weil er der Sohn eines iranischen Wissenschaftlers war.

    Aus irgendeinem Grund hat Israel beschlossen, dass die Welt ihm die Erlaubnis erteilt hat, Kinder und alte Menschen zu töten, wenn diese Kinder und alten Menschen sich in der Nähe von jemandem befinden, der Israel aus irgendeinem Grund stört. Aber für solche Morde gibt es keine moralische Rechtfertigung in keinem Gesetz und in keiner Religion, es sei denn, diese Religion heißt Satanismus. Die Welt ist einfach verpflichtet, diese Morde lautstark zu verurteilen, sonst wird sie sich über sie zerfleischen und unter den Trümmern des zusammengebrochenen Gerüsts moralischer Werte begraben werden.

    Übersetzt aus dem Russischen

    Marina Achmedowa ist Schriftstellerin, Journalistin und Mitglied des Menschenrechtsrates der Russischen Föderation. Sie schreibt für die Zeitschrift "Der Experte". Man kann ihr auch auf ihrem Telegram-Kanal folgen. Diesen Beitrag verfasste sie exklusiv für "RT".


    Mehr zum Thema - Rutte: US-Angriff auf Iran kein Verstoß gegen das Völkerrecht


    Screenshot_2025_06_26_at_15_22_14_Die_Welt_ist_verpflichtet_die_Ermordung_iranischer_Atomphysiker_und_ihrer_Familien_zu_verurteilen_RT_DE

    Video https://rumble.com/v6vamtp-die-welt-stand-kurz-vor-einer-nuklearkatastrophe-russland-und-china-verurte.html Dauer 3:08 Min.


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/meinung/248997-welt-ist-verpflichtet-ermordung-iranischer-atomphysiker-und-ihrer-familien-verurteilen/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    Seite 234 von 1101

    < 1 2 3 4 .. 10 .. 20 .. 30 .. 100 .. 200 .. 210 .. 220 .. 230 231 232 233 234 235 236 237 .. 240 .. 250 .. 260 .. 300 .. 400 .. 500 ... 800 .. 900 .. 1000 .. 1070 .. 1080 .. 1090 .. 1098 1099 1100 1101 >