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03.09.2025

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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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03.09.2025

Völkermordforscher stufen Israels Vorgehen in Gaza als Genozid ein

Rauch über Gaza nach einer Explosion. (© REUTERS / Amir Cohen)


seniora.org, 2. September 2025

Am 31. August 2025 hat die im Jahr 1994 gegründete Internationale Vereinigung der Völkermordforscher (IAGS) eine Resolution zur Gaza-Krise verfasst und veröffentlicht. In dieser wird das Vorgehen Israels in Gaza anhand Dutzender Quellen als Völkermord eingestuft. „Die Politik und das Vorgehen Israels im Gazastreifen entsprechen der rechtlichen Definition von Völkermord.” Bastian Barucker hat die Resolution ins Deutsche übersetzt und im Originalwortlaut veröffentlicht. Wir übernehmen die Resolution mit freundlicher Genehmigung und Dank an Bastian Barucker.

Laut ihrer Website ist die 1994 gegründete Internationale Vereinigung der Völkermordforscher (IAGS) eine „globale, interdisziplinäre und überparteiliche Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Forschung und Lehre über die Natur, Ursachen und Folgen von Völkermord zu fördern und politische Studien zur Prävention von Völkermord voranzutreiben”. Sie hat am 31. August 2025 eine Resolution zur Gaza-Krise verfasst. Im Folgenden können Sie diese im Wortlaut in deutscher Übersetzung lesen. Die Originalfassung beinhaltet Dutzende Verlinkungen, die die getroffenen Aussagen belegen.

In Anbetracht dessen, dass die israelische Regierung seit dem schrecklichen Angriff der Hamas vom 7. Oktober 2023, der selbst internationale Verbrechen darstellt, systematische und weit verbreitete Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Völkermord begangen hat, darunter wahllose und vorsätzliche Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur (Krankenhäuser, Wohnhäuser, Geschäftsgebäude, usw. in Gaza, die nach offiziellen Schätzungen der Vereinten Nationen zum Zeitpunkt dieser Resolution mehr als 59.000 Erwachsene und Kinder in Gaza getötet haben;

In Anbetracht dessen, dass diese Verbrechen schätzungsweise viele Tausende Menschen unter den Trümmern begraben oder anderweitig unzugänglich gemacht haben und höchstwahrscheinlich tot sind;

In Anbetracht der Tatsache, dass durch diese Bombardierungen und andere Gewalttaten schätzungsweise mehr als 143.000 Menschen verletzt wurden, darunter viele schwer;

In Anbetracht der Tatsache, dass die Maßnahmen der israelischen Regierung gegen Palästinenser Folter, willkürliche Inhaftierungen sowie sexuelle und reproduktive Gewalt, vorsätzliche Angriffe auf medizinisches Personal, humanitäre Helfer und Journalisten sowie die vorsätzliche Vorenthaltung von Nahrungsmitteln, Wasser, Medikamenten und Strom, die für das Überleben der Bevölkerung unerlässlich sind, umfassten;

In Anbetracht dessen, dass Israel fast alle der 2,3 Millionen Palästinenser im Gazastreifen mehrfach gewaltsam vertrieben und mehr als 90 Prozent der Wohninfrastruktur in diesem Gebiet zerstört hat;

In Anbetracht dessen, dass diese Verbrechen unter anderem zur Zerstörung ganzer Familien und mehrerer Generationen von Palästinensern geführt haben;

In Anbetracht dessen, dass Israel Schulen, Universitäten, Bibliotheken, Museen und Archive zerstört hat, die alle für das Fortbestehen des kollektiven Wohlergehens und der Identität der Palästinenser unerlässlich sind;

In Anbetracht der Tatsache, dass Israel mehr als 50.000 Kinder getötet oder verletzt hat und dass diese Vernichtung eines wesentlichen Teils einer Gruppe einen Völkermord darstellt, wie in einer gemeinsamen Erklärung von sechs Ländern   – Kanada, Dänemark, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich, in der es heißt: „Kinder bilden einen wesentlichen Teil der durch die Völkermordkonvention geschützten Gruppen, und die gezielte Bekämpfung von Kindern ist ein Hinweis auf die Absicht, eine Gruppe als solche zumindest teilweise zu vernichten. Kinder sind für das Überleben jeder Gruppe als solche von entscheidender Bedeutung, da die physische Vernichtung der Gruppe sicher ist, wenn sie sich nicht selbst regenerieren kann.“;

In Anbetracht der Tatsache, dass führende Vertreter der israelischen Regierung, Minister des Kriegskabinetts und hochrangige Armeeoffiziere ausdrücklich ihre „Absicht zur Vernichtung“ bekundet haben, indem sie die Palästinenser in Gaza insgesamt als Feinde und „menschliche Tiere“ bezeichneten und ihre Absicht bekundeten, Gaza „maximalen Schaden“ zuzufügen, Gaza „dem Erdboden gleichzumachen“ und Gaza in eine „Hölle“ zu verwandeln;

In Anbetracht dessen, dass der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Plan des derzeitigen US-Präsidenten unterstützt hat, alle Palästinenser gewaltsam aus dem Gazastreifen zu vertreiben, ohne ihnen ein Recht auf Rückkehr zu gewähren, was laut Navi Pillay, Leiterin der UN-Untersuchungskommission für die besetzten palästinensischen Gebiete, einer ethnischen Säuberung gleichkommt;

In Anbetracht der Tatsache, dass die vorsätzliche Zerstörung von landwirtschaftlichen Feldern, Lebensmittellagern und Bäckereien sowie andere Gewalttaten, die die Lebensmittelproduktion verhindern, in Verbindung mit der Verweigerung und Einschränkung humanitärer Hilfe darauf hindeuten, dass absichtlich unerträgliche Lebensbedingungen geschaffen werden, die zum Hungertod der Palästinenser im Gazastreifen führen;

In Anbetracht dessen, dass der Internationale Strafgerichtshof am 21. November 2024 Haftbefehle gegen den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und den ehemaligen Verteidigungsminister Yoav Gallant erlassen hat, im Rahmen der am 3. März 2021 eingeleiteten Ermittlungen des Gerichtshofs wegen Verbrechen, die seit dem 13. Juni 2014 auf palästinensischem Gebiet begangen wurden, und sie wegen Verbrechen gemäß dem Römischen Statut angeklagt hat, die sie seit mindestens dem 8. Oktober 2023 im Gazastreifen begangen haben sollen, darunter die Aushungerung der Zivilbevölkerung, die vorsätzliche Ausübung von Gewalt gegen die Zivilbevölkerung, Mord und Verfolgung;

In Anbetracht dessen, dass Israels Maßnahmen als Reaktion auf den Angriff vom 7. Oktober und die anschließende Geiselnahme nicht nur gegen die dafür verantwortliche Hamas-Gruppe gerichtet waren, sondern auch gegen die gesamte Bevölkerung des Gazastreifens;

In Anbetracht der Tatsache, dass der Internationale Gerichtshof in drei einstweiligen Verfügungen im Fall Südafrika gegen Israel   – Januar, März und Mai 2024   – festgestellt hat, dass es plausibel ist, dass Israel mit seinem Angriff auf Gaza Völkermord begeht, und Israel aufgefordert hat, alle in seiner Macht stehenden Maßnahmen zu ergreifen, um die direkte und öffentliche Anstiftung zum Völkermord zu verhindern und zu bestrafen und die Bereitstellung humanitärer Hilfe für die Zivilbevölkerung in Gaza sicherzustellen;

In Anbetracht der Tatsache, dass führende internationale Rechtsorganisationen und UN-Gremien, darunter Amnesty International, Human Rights Watch, Forensic Architecture, DAWN, B’Tselem und Physicians for Human Rights sowie die Sonderberichterstatterin für die Menschenrechtslage in den besetzten palästinensischen Gebieten, umfangreiche Untersuchungen durchgeführt und Berichte veröffentlicht haben, in denen sie zu dem Schluss kommen, dass Israel in Gaza Völkermord begeht;

In Anbetracht der Tatsache, dass eine Reihe von israelischen, palästinensischen, jüdischen und anderen wissenschaftlichen Experten, die sich mit Holocaust- und Völkermordstudien sowie mit internationalem Recht befassen, zu dem Schluss gekommen sind, dass die Maßnahmen der israelischen Regierung und des israelischen Militärs einen Völkermord darstellen;

In Anbetracht der Tatsache, dass die internationale Zivilgesellschaft die Verantwortung hat, Völkermord zu verhindern, indem sie die Staaten ermutigt und dabei unterstützt, ihren Verpflichtungen aus der Völkermordkonvention zur Verhütung, Unterdrückung und Bestrafung von Völkermord nachzukommen;

In Anbetracht dessen, dass vermeintliche Sicherheitsmaßnahmen gegen Mitglieder einer Gruppe oft als Vorwand für Massenmord und Völkermord dienen, wie es in diesem Fall geschehen ist,

erklärt die Internationale Vereinigung der Völkermordforscher: dass die Politik und die Handlungen Israels in Gaza der rechtlichen Definition von Völkermord gemäß Artikel II der Konvention der Vereinten Nationen über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes (1948) entsprechen;

erklärt, dass die Politik und die Handlungen Israels in Gaza Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Sinne des humanitären Völkerrechts und des Römischen Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs darstellen;

fordert die israelische Regierung auf, alle Handlungen, die Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegen Palästinenser in Gaza darstellen, unverzüglich einzustellen, darunter gezielte Angriffe auf und Tötungen von Zivilisten, darunter auch Kinder, Aushungern, Vorenthalten humanitärer Hilfe, Wasser, Treibstoff und anderer für das Überleben der Bevölkerung lebenswichtiger Güter, sexuelle und reproduktive Gewalt sowie die Zwangsumsiedlung der Bevölkerung;

Fordert die israelische Regierung auf, den einstweiligen Maßnahmen des Internationalen Gerichtshofs nachzukommen; Fordert die Vertragsstaaten des Internationalen Strafgerichtshofs auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen, mit dem Gerichtshof zusammenzuarbeiten und alle Personen, gegen die ein Haftbefehl vorliegt, auszuliefern;

fordert alle Staaten auf, aktiv Maßnahmen zu ergreifen, um die Einhaltung ihrer Verpflichtungen nach dem Völkerrecht, einschließlich der Genozid-Konvention, des Waffenhandelsvertrags und des humanitären Völkerrechts, in Bezug auf Israel und Palästina sicherzustellen;

und

fordert die israelische Regierung und alle anderen Mitglieder der Vereinten Nationen auf, einen Prozess der Wiedergutmachung und der Übergangsjustiz zu unterstützen, der allen Menschen in Gaza Demokratie, Freiheit, Würde und Sicherheit gewährleistet.

Stand: 28. Juli 2025; Beschluss gefasst am 31. August 2025

Englische Originalquelle

 

Quelle: Blog.Bastian Barucker - Mit freundlicher Genehmigung übernommen. (Hervorhebungen seniora.org)

https://blog.bastian-barucker.de/voelkermordforscher-stufen-israels-vorgehen-in-gaza-als-genozid-ein/



Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=268&userid=3998&mailid=2841


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03.09.2025

Nachrichten von Pressenza: »Hofheim ist meine Heimat, hier kenne ich jeden Stein, jede Ecke, jeden Baum«

aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 2. September 2025, 7:15. Uhr


Nachrichten von Pressenza - 02.09.2025


»Hofheim ist meine Heimat, hier kenne ich jeden Stein, jede Ecke, jeden Baum«


Ramin Mohabat (36) kommt aus Afghanistan. 2015 ist der Journalist nach Deutschland geflohen. Wir treffen ihn in einem Café in der Hofheimer Altstadt. Während unseres Interviews winkt er vielen Menschen, die vorbeigehen, lächelt Bekannten zu. Schnell wird klar: Vor uns&hellip;

https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/09/hofheim-ist-meine-heimat-hier-kenne-ich-jeden-stein-jede-ecke-jeden-baum/


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Gewaltfreie Zivilverteidigung angesichts der Militarisierung


Die ungebremste Turbo-Militarisierung Europas wird unter anderem durch eine Annahme genährt, die es zu hinterfragen gilt. Sie ist sowohl in Militärkreisen als auch in der Populärkultur im weiteren Sinne und in vielen militanten Kreisen weit verbreitet. Sie besagt, dass Gewalt&hellip;

https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/09/gewaltfreie-zivilverteidigung-angesichts-der-militarisierung/


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Herablassende und polemische Kritik an wirksamer Behandlung


Was kann, was soll Psychotherapie? Peter Schwob kritisiert einen Infosperber-Artikel. Dessen Autor Dietmar Luchmann hält dagegen. Peter Schwob für die Onlinezeitung INFOsperber Red. Peter Schwob ist seit 33 Jahren psychoanalytischer Psychotherapeut und war 20 Jahre Präsident des Basler PsychotherapeutInnen-Verbandes. Sein&hellip;

https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/09/herablassende-und-polemische-kritik-an-wirksamer-behandlung/


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50.000 Menschen in Genua verabschieden die Global-Sumud-Flotilla nach Gaza


Am Samstag war ein aufregender Tag in Genua mit einem großen Fest, das am Nachmittag im Hauptquartier von Music for Peace begann. Das Hauptquartier ist einer der Sammelpunkte für die 300 Tonnen Hilfsgüter, die von den Einwohner:innen Genuas und aus&hellip;

https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/09/50-000-menschen-in-genua-verabschieden-die-global-sumud-flotilla-nach-gaza/


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Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


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03.09.2025

Militarisierung der Jugend: Strategien und Propaganda

aus e-mail von Doris Pumphrey, 3. September 2015, 11:54 Uhr


(…) Zur Zeit der Wiederbewaffnung Deutschlands nach dem Zweiten

Weltkrieg habe man gleich wieder damit angefangen, die Bevölkerung

geistig auf neue Kriege vorzubereiten, berichtete ein

Workshopteilnehmer. Belegt sei das besonders in der "Himmeroder

Denkschrift". Darin hätten ehemalige deutsche Wehrmachtsoffiziere schon

am 28. Oktober 1950 formuliert, dass man Deutschland wieder aufrüsten

und auf einen neuen Krieg gegen Russland vorbereiten müsse. Zur

geistigen Vorbereitung benötige man die Presse und den Rundfunk, so die

Ex-Wehrmachtsangehörigen. (…)

_

RTDE 2.9.2025


_*Strategien und Propaganda für die Militarisierung der Jugend

*/Von Felicitas Rabe/


Auf der Veranstaltung "Wie die Jugend militarisiert wird" tauschten sich

Teilnehmer des "Rheinmetall-Entwaffnen"-Camps

<https://rheinmetallentwaffnen.noblogs.org/> am Freitag über die

zunehmende Militarisierung aller gesellschaftlichen Bereiche aus. Die

Bevölkerung in Deutschland solle schleichend kriegstüchtig gemacht

werden. Zwei Vertreter der demokratisch-sozialistischen

Jugendorganisation Yuna erläuterten, warum die Jugend im Zentrum der

Militarisierung stehe. Vorgestellt wurden Methoden, mit denen Politik

und Militär Jugendliche motivieren, und mit falschen Versprechungen von

Abenteuer und Gemeinschaft in den Krieg schicken wollen. Dabei

diskutierten die Teilnehmer auch generell über Probleme der jungen

Generation, die die Bundeswehr angeblich lindern will.


*Gewöhnung an militärische Präsenz in allen Gesellschaftsbereichen*


Zur Kriegsvorbereitung gehöre ein stetiger Gewöhnungsprozess an

militärische Präsenz, militärische Werte und militärisches Denken in der

Gesellschaft, so die Workshopleiterin zu Beginn der Diskussion. An

welchen Stellen den Teilnehmern die Militarisierung der Gesellschaft

schon aufgefallen sei, fragte sie in die Runde. Die Teilnehmer trugen

viele Beobachtungen zusammen:


Werbung für die Bundeswehr gebe es inzwischen längst nicht mehr nur beim

Fußball. Auch in der Fitness-Szene gebe es eine kaum verschleierte

Gewaltverherrlichung. Heutzutage würden BW-Offiziere auf vielerlei

Kulturveranstaltungen und auf Volksfesten für den Kriegsdienst werben.

Insbesondere an Schulen führe die Bundeswehr Nachwuchsrekrutierung

durch. Und selbst in Kindergärten dürfe sie "kindgerechte" Werbemittel

aufbauen.


Seit dem Jahr 2020 wird deutschen Soldaten angeboten, beim Reisen in

Uniform kostenlos mit der Bahn zu fahren. Damit werde die Bevölkerung an

die Präsenz von Soldaten im öffentlichen Leben gewöhnt. Auch im zivilen

Gesundheitswesen würden immer mehr Militärs eingebunden: BW-Generäle

wären in der zivilen Pandemiebewältigung auf hohen Positionen

verantwortlich eingebunden gewesen. Vielfach habe die Bundeswehr die

Leitung von Corona-Impfzentren übernommen, um ihren hohen Wert für die

Gesellschaft zu demonstrieren.


An Hochschulen werde mit zusätzlichen Förderprogrammen dafür geworben,

die von Friedensaktivisten erkämpften "Friedensklauseln"

<https://www.zivilklausel.uni-koeln.de/> an den 70 deutschen Unis

aufzugeben, wonach diese Universitäten sich verpflichteten, nicht für

Kriegszwecke zu forschen.


*Neuer Tarifvertrag der IG Metall: Arbeiter dürfen an Rheinmetall

verliehen werden*


Ein Teilnehmer berichtete über die neue Vereinbarung im Tarifvertrag der

IG Metall. Demnach wurde offiziell festgeschrieben, dass Arbeiter aus

Unternehmen an andere Unternehmen verliehen werden dürften. Mittlerweile

würden Arbeiter aus der Automobilbranche schon regelmäßig zur

Waffenproduktion an Rheinmetall ausgeliehen.


Die Förderung des Ehrenamts, diene auch schon der Erfassung von

Hilfspersonal im Kriegsfall. Nach dem Motto, "Menschen die sich

ehrenamtlich fürs Vaterland engagieren, sollen dies auch im Kriegsfall

leisten. Insbesondere nach Ausrufen des Kriegsrechts braucht die

Regierung viele Ehrenamtliche, die als Blockwarte in Siedlungen

fungieren, oder auch in Vereinen die Bevölkerung überwachen und

bespitzeln. Die Workshopleiter erklärten: "Wer Krieg nach außen führt,

der muss erst Krieg nach innen führen."


Zur Zeit der Wiederbewaffnung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg

habe man gleich wieder damit angefangen, die Bevölkerung geistig auf

neue Kriege vorzubereiten, berichtete ein Workshopteilnehmer. Belegt sei

das besonders in der "Himmeroder Denkschrift

<https://www.bundeswehr.de/resource/blob/5216326/77501d50befc687d9502723b2060a2b0/himmeroder-denkschrift-data.pdf>".

Darin hätten ehemalige deutsche Wehrmachtsoffiziere schon am 28. Oktober

1950 formuliert, dass man Deutschland wieder aufrüsten und auf einen

neuen Krieg gegen Russland vorbereiten müsse. Zur geistigen Vorbereitung

benötige man die Presse und den Rundfunk, so die Ex-Wehrmachtsangehörigen.


Wie bereits zuvor festgestellt, wurde im Workshop noch einmal betont,

dass zur geistigen Vorbereitung auf einen Krieg die sogenannte

"Soldatisierung" der Zivilgesellschaft dazu gehöre. Auf unsere Zeit

bezogen beinhalte dies einerseits eine Verschleierung faschistischer

Tendenzen im Sinne von "Wir verteidigen doch nur unsere Demokratie" und

andererseits die verstärkte Durchdringung soldatischer Werte wie

Gehorsam, Disziplin und Unterordnung in allen Lebensbereichen. Um also

die Jugend frühzeitig auf ihren zukünftigen Militärdienst vorzubereiten,

gelte in Zeiten der Kriegstüchtigkeitsmachung, dass in allen

gesellschaftlichen Bereichen, Unterordnung und widerstandsloser Gehorsam

wieder als hohe Werte gefördert würden: in der Familie, in der Schule

und bei der Arbeit.


*Propagandamethoden zur Lösung des Personalmangels in der Bundeswehr*


Im Workshop ging es im zweiten Teil um die Personalmisere beim Bund.

Aktuell gebe es bei der Bundeswehr 180.000 Soldaten und 34.000

Reservisten. Laut Vorgaben der NATO sollte Deutschland aber 260.000

aktive Soldaten und 200.000 Reservisten bereitstellen. Da es zurzeit

noch an ausreichender Infrastruktur für die Musterung und Ausbildung

mangele, führe man die neue Wehrpflicht

<https://www.bmvg.de/de/neuer-wehrdienst> schrittweise ein. Ab Juli 2027

werde jeder junge Mann ab 18 Jahren zur Musterung verpflichtet.


Für die Erhöhung der Truppenstärke soll die Jugend mit verschärften

Werbekampagnen vom Wehrdienst überzeugt werden. Dafür spreche man sie

ganz gezielt auf naheliegende Bedürfnisse wie Abenteuerlust und

Gemeinschaft an. In perfiden Propagandavideos werde das Dasein als

Soldat bei der Bundeswehr in den leuchtendsten Farben vorgeführt.

Fußballstadien dienten als Kulisse für Bundeswehr-Werbeparolen wie "Komm

in die Mannschaft". Bekannte TikTok-Influencer würden angeworben, sich

mit Videobotschaften an der Verherrlichung der Bundeswehr zu beteiligen.


Eigens gedrehte Actionfilm-Serien und YouTube-Spiele sollen den

Jugendlichen vermitteln, so die Workshopleiter, wie cool es bei der

Bundeswehr angeblich sei. Militär-Videospiele gaukelten Action und Spaß

vor und verwischten den Unterschied zwischen Spiel und Realität. Aber

anstatt versprochener Kameradschaft, Gemeinschaftsgeist und Happiness

erlebten die jungen Menschen beim Bund in Wirklichkeit Eintönigkeit,

Drill, Unterordnung und Gehorsam. Obendrein gebe sich das deutsche

Militär feministisch. Angeblich erlebten Frauen dort Aufwertung und

Gleichberechtigung. Über die steigende Vergewaltigungsquote

<https://www.sueddeutsche.de/politik/armee-zahl-der-gemeldeten-sexualdelikte-in-der-bundeswehr-steigt-1.3843456>,

sexuelle Belästigung und entwürdigende Aufnahmerituale werden die

Rekrutinnen nicht aufgeklärt.


*Lebenssinn Kriegsdienst? *


Laut aktuellen Studien würden ungefähr 50 Prozent der Jugendlichen an

Sinnhaftigkeitskrisen und Depressionen leiden. Auch das nutze die

Bundeswehr, indem sie den Jugendlichen als angeblichen Sinn vermittle:

"Wir tun etwas, was der Gesellschaft hilft." Eigens zur Anwerbung von

Jugendlichen in Schulen habe die Bundeswehr 74 sogenannte

Jugend-Offiziere ausgebildet.


Geplant sei eine Anhebung des Grundsolds für Freiwillige Auszubildende.

Zurzeit betrage der Sold rund 1800 Euro im niedrigsten Dienstgrad. Dazu

kämen kostenlose Unterkunft und Verpflegung, medizinische Versorgung und

weitere Zuschüsse wie Rentenbeiträge. Außerdem biete der Bund

kostenloses Bahnfahren und die Bezahlung des Führerscheins an, um für

den Dienst an der Waffe zu begeistern. Insofern sei die Klassenfrage

auch im Wehrdienst präsent, so die Workshopleiter. Während die Jugend

aus reicheren Schichten mit höherer Bildung sich zu Offizieren ausbilden

lassen könne, würde die Jugend der Arbeiterklasse als Kanonenfutter

vorbereitet.


*Widerstand und Ideen gegen Rekrutierung und Kriegsdienst *


Zum Schluss diskutierten die Workshopteilnehmer noch, womit man der

Propaganda bei der Rekrutierung Jugendlicher entgegenwirken könnte:


● Treffpunkte und Angebote von Jugendorganisationen, wo sich Jugendliche

im Widerstand gegen den Wehrdienst treffen und organisieren könnten

● Aufklärung über Wehrdienstverweigerung

● Es müssen alternative Angebote für Jugendliche in Krisen geschaffen

werden.

● Seit der Coronapandemie gebe es überdurchschnittlich viele vereinsamte

Jugendliche; diese jungen Menschen sollten anstelle eines Dienstes an

der Waffe andere Angebote bekommen.

● Die Jugend sollte dazu angeregt werden, ihre Eltern und Großeltern zu

befragen, wie sie ihren Dienst bei der Bundeswehr in der Realität erlebt

haben.


*Übergangslose Russophobie und Untermenschenideologie nach dem Zweiten

Weltkrieg*


Inspiriert durch den Workshop hat die Autorin sich auch noch einen

anderen Teil der Himmeroder

Denkschrift<https://www.bundeswehr.de/resource/blob/5216326/77501d50befc687d9502723b2060a2b0/himmeroder-denkschrift-data.pdf>angeschaut.

Das lange als geheim klassifizierte Konzept beinhaltete fünf Jahre nach

dem Ende des deutschen Faschismus schon die Planung einer zukünftigen

deutschen Kriegsführung gegen Russland – und zwar unter Verwendung alter

rassistischer Stereotypen. Dazu heißt es in der Denkschrift (PDF Seite

59, gestempelt Blatt 121):


/"Aufgrund der ausgiebigen deutschen Erfahrungen in der Kriegsführung

mit den Sowjets wird die starre und lineare Verteidigung abgelehnt. Sie

kann gegenüber dem Masseneinsatz der Russen von Menschen und Material zu

keinem Erfolg führen. Auch bei strategischer Defensivhaltung wird

solchen Massen gegenüber nur eine höchst bewegliche und offensiv

geführte Verteidigung erfolgreich sein. Nur in dieser Form der

Kampfführung vermag sich die individuelle geistige Überlegenheit der

westlichen Menschen gegenüber der asiatischen Rasse durchsetzen."/


Die ehemaligen Wehrmachtsoffiziere widmeten sich bereits im Jahr 1950

erneut der Frage, wie man die Jugend ein weiteres Mal  für einen Krieg

motivieren kann (PDF Seite 56, gestempelt Blatt 118):

/"Die Regelung der psychologischen Fragen als Vorbedingung für die

Bereitschaft, sich an der Verteidigung der Bundesrepublik und

Westeuropas zu beteiligen, spielt bei (…) der deutschen Jugend eine weit

größere Rolle, als es in der Öffentlichkeit vielleicht erscheinen mag." /


Die Frage, wie man die Jugend für Wehrdienst und Kriegsdienst motiviert,

ist offensichtlich immer ein entscheidender Faktor für die

Kriegstüchtigkeit. Umso wichtiger ist es, dass Jugendliche ihre

Friedenstüchtigkeit organisieren – so wie in der vergangenen Augustwoche

im "Rheinmetall-Entwaffnen"-Camp in Köln.


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03.09.2025

Schutz russischer Interessen / "Wagt es nur"

aus e-mail von Doris Pumphrey, 3. September 2025, 12:10 Uhr


_RTDE 2.9.2025


_*Putin: Schutz russischer Interessen einziges Ziel im Ukraine-Konflikt


*Russland hat die militärische Sonderoperation eingeleitet, um seine

Interessen zu schützen. Das ist das einzige Ziel des Landes im Konflikt

mit der Ukraine. Diese Ansicht brachte der russische Präsident Wladimir

Putin im Gespräch mit dem slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico

zum Ausdruck. Putin und Fico kamen am Dienstag am Rande der

Veranstaltungen anlässlich des 80. Jahrestages des Endes des Zweiten

Weltkrieges in Peking zusammen.


Dem Staatsoberhaupt zufolge wurde Moskau gezwungen, seine Interessen zu

wahren und die Menschen zu verteidigen, die "ihr Leben, ihr Schicksal

mit Russland, mit seiner Geschichte und seinen Traditionen verbinden".

Putin fuhr mit den Worten fort:

/"Das ist der Kern des Konfliktes, das ist sein Ursprung. Das ist

keineswegs unser aggressives Verhalten, sondern das aggressive Verhalten

der anderen Seite. Wir haben keine anderen Ziele, als unsere Interessen

zu schützen."/


Am 24. Februar 2022 hatte Putin die Entmilitarisierung und die

Entnazifizierung der Ukraine als Ziele der militärischen Sonderoperation

genannt. Außerdem möchte Russland "die friedliche Bevölkerung des

Donbass vor dem Völkermord durch die Behörden in Kiew" schützen. Ferner

sprach der Präsident über die Notwendigkeit, "die antirussische Enklave"

zu liquidieren, die in der Ukraine aufstehe und Russland bedrohe.


Beim Treffen mit Fico bekräftigte Putin erneut seine Position zum

NATO-Beitritt der Ukraine. Russland könne ein solches Szenario nicht

zulassen, da es sich um die langfristige Sicherheit des Landes handle.

Moskau habe sich dabei niemals gegen die Mitgliedschaft der Ukraine in

der Europäischen Union ausgesprochen.


Was einen möglichen Überfall Russlands auf Europa betrifft, lehnte Putin

die Spekulationen als Hysterie ab. Solche Erklärungen sollen nur die

Spannungen zwischen den Ländern anheizen: /"Jeder vernünftige Mensch ist

sich vollkommen darüber im Klaren, dass Russland nie den Wunsch hatte,

jemanden anzugreifen, und auch nichts dergleichen plant."/



_RTDE 3.9.2025


_*"Wagt es nur": Russland erteilt der "Koalition der Willigen" eine Lektion

*/Von Wiktoria Nikiforowa/


Heute, am 1. September, in Russland der "Tag des Wissens" und

Schulstart, sollten bestimmte Erwachsene noch einmal die Schulbank

drücken – europäische Staats- und Regierungschefs, amerikanische

"Falken" und andere Gegner einer friedlichen Lösung in der Ukraine. Denn

sie verstehen elementare Dinge nicht und haben Nachholbedarf in ihrer

Bildung.


/"Wir arbeiten derzeit daran, dass die Gegner einer Beilegung des

Konflikts in der Ukraine die in Anchorage erzielten Vereinbarungen nicht

zunichtemachen"/, erklärte der stellvertretende russische Außenminister

Sergei Rjabkow.

Moskau hat immer wieder betont, dass es eine friedliche Lösung der

Ukraine-Krise anstrebt. Und jedes Mal reagierte der Westen mit

Wunschdenken: "Russland ist müde!", "Putin hat verloren!", "Moskau

kapituliert!". Den Ton gaben und geben die Schulhof-Raufbolde Macron,

Starmer und Merz an, während Balten und Polen sie auf der Tribüne

anfeuern und in ihre Trillerpfeifen blasen.


Deshalb gab es gleich nach dem Gespräch von Rjabkow mit Journalisten

eine Rede des russischen Verteidigungsministers, und anschließend hörte

die Welt dem Chef unseres Generalstabs zu. Beide erklärten den in ihrer

Entwicklung zurückgebliebenen europäischen Kriegern buchstäblich Wort

für Wort, wie Russland genau an einer friedlichen Lösung arbeitet.


Verteidigungsminister Andrei Beloussow berichtete

<https://freedert.online/kurzclips/video/254699-verteidigungsminister-beloussow-russische-truppen-befreien>,

dass sich das Tempo des Vormarsches der russischen Streitkräfte trotz

des Endes der Sommersaison beschleunigt und unsere Soldaten jeden Monat

600 bis 700 Quadratkilometer im Gebiet der militärischen Sonderoperation

befreien.


Durch hochpräzise Schläge wurden 62 Prozent der wichtigsten Unternehmen

des ukrainischen militärisch-industriellen Komplexes beschädigt, die

gesamte Infrastruktur des Kiewer Regimes wird nach und nach

zerstört.Allein in diesem Jahr haben die ukrainischen Streitkräfte mehr

als 340.000 Soldaten verloren.


Die Versorgung unserer Truppen mit allem – von Raketen bis zu

Verbandskästen, von Drohnen bis zu Motorrädern – verbessert sich

ebenfalls mit zunehmender Geschwindigkeit. Daran arbeitet die

leistungsstarke heimische Rüstungsindustrie, deren staatliches

Entwicklungsprogramm die fortschrittlichsten Technologien umfasst –

elektronische Kriegsführung, Luftabwehr, Nuklearstreitkräfte und

Weltraumressourcen sowie künstliche Intelligenz. Dieses Programm ist auf

Jahre hinaus angelegt, um die technologische Führungsrolle Russlands im

Militärbereich zu festigen.


Und für diejenigen, die es nicht ganz verstanden haben, hier die Ansage

unseres Verteidigungsministers: /"Die Aufgaben der Vereinigten

Streitkräfte werden durch die Fortführung der Offensive weiter umgesetzt."/


Wir erklären gern in einfachem Deutsch: Die Worte des

Verteidigungsministers bedeuten, dass die russische Armee ihren Erfolg

in der Ukraine weiter ausbauen wird. Und wenn die Europäer keine

friedliche Lösung am Verhandlungstisch wollen, dann müssen unsere

Streitkräfte alles auf dem Schlachtfeld regeln. Dabei könnte von der

ehemaligen Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik nichts übrig bleiben.


Dann trat der Chef des Generalstabs, Waleri Gerassimow, mit einem

Zeigestock an die Tafel und präzisierte einige Punkte. Seit März haben

unsere Truppen 149 Ortschaften befreit. Derzeit sind 99,7 Prozent der

Volksrepublik Lugansk und 79 Prozent der Volksrepublik Donezk befreit.

74 Prozent des Gebiets Saporoschje und 76 Prozent des Gebiets Cherson

stehen unter unserer Kontrolle.


Der Versuch der ukrainischen Truppen, in Richtung Krasnoarmeisk

vorzustoßen, wurde erfolgreich abgewehrt und ermöglichte es uns, unseren

Angriff auszuweiten. Pokrowsk wird wieder Krasnoarmeisk – unsere

Soldaten kämpfen auf seinen Straßen. Kupjansk ist blockiert, die Hälfte

seiner Fläche ist befreit. Die Pufferzone im Gebiet Sumy wird erweitert.


Eine interessante Vergleichsrechnung für unsere ehemaligen Partner in

Europa: Die Verluste der ukrainischen Streitkräfte allein in diesem Jahr

entsprechen in etwa der Gesamtstärke aller Landstreitkräfte der

"Koalition der Willigen". Will die Koalition immer noch in die Ukraine

einmarschieren?


Dieser Wunsch scheint sich verflüchtigt zu haben. Am Tag nach Beloussows

und Gerassimows Vorträgen berichtete uns die englische Zeitung /The

Telegraph/, dass die "Koalition der Willigen" nichts mehr will. Sie

haben es sich anders überlegt. Sie wollten plötzlich "wegen mangelnder

Kräfte und der fehlenden Bereitschaft, Russland nicht zu provozieren,

kein 30.000 Mann starkes Kontingent in die Ukraine schicken".


Ach, was ist denn passiert?

Und sofort schaltete sich die deutsche /Bild/ ein:./"Die deutschen

Behörden haben die Frage einer möglichen Entsendung ihrer Soldaten in

die Ukraine von der Tagesordnung gestrichen." /Na danke, da habt ihr uns

wirklich einen Gefallen getan.


Und dann kam die schwere Artillerie zum Einsatz: Der US-Präsident

erklärte, dass von amerikanischen Soldaten in der Ukraine keine Rede

sein könne, und /Axios/ versetzte der alten Dame Europa einen förmlichen

Schlag. Eine hochrangige Quelle aus dem Weißen Haus tadelte verärgert

die Vasallen:


/"Die Europäer können es sich nicht leisten, den Krieg in die Länge zu

ziehen und hinter den Kulissen mit unbegründeten Erwartungen zu spielen

und dann noch zu erwarten, dass Amerika alle Kosten übernimmt. Wenn die

Europäer einen Krieg anzetteln wollen, ist das ihre Sache, aber sie

haben den Sieg hoffnungslos verspielt."/


Es sieht also so aus, als hätte Europa keine Unterstützung mehr aus den

USA. Und wie es der Zufall so will, ging der EU sofort das Geld für die

Ukraine aus. Kaja Kallas selbst beklagte sich über einen "enormen Mangel

an Mitteln".


Ohne Geld, ohne Militär, ohne entsprechende Rüstungsindustrie, ohne

amerikanische Unterstützung mit eigenen Kontingenten in die Ukraine

einmarschieren – wohin wird das Europa führen? Nein, man muss nicht in

einem Geschichtsbuch nach der Antwort suchen, man hätte das Buch früher

lesen sollen.


Nur Russland kann alle Fragen in der Ukraine lösen. Wenn unsere

Diplomaten dies nicht tun dürfen, werden es unsere Soldaten tun. Europa

sollte dies verstehen und sich nicht zu einem Kontinent der nicht

gelernten Lektionen entwickeln. Das kommt es in der Regel zu teuer zu

stehen.


/Übersetzt aus dem Russischen

<https://ria.ru/20250901/moskva-2038676931.html>. Der Artikel ist am

01.09.2025 auf ria.ru erschienen./


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.09.2025

Jacques Baud: Eskalationsspirale – Treiben Jemen & Iran Israel in eine historische Niederlage?

Screenshot_2025_09_05_at_10_36_09_Jacques_Baud_Eskalationsspirale_Treiben_Jemen_Iran_Israel_in_eine_historische_Niederlage_YouTube


youtube.com, vom 02.09.2025, Dialogue Works Deutsch (evtl. doppelt vorhanden)

Original Video:    • Col. Jacques Baud: Escalation Spiral: Yeme...   Original Transcript: https://www.video-translations.org/tr... Translated Transcript: https://www.video-translations.org/tr... Produced by: Dialouge Works Originally Published on: 2025-09-01 Translations by: www.video-translations.org Disclaimer: Read by A.I. Voices. Auto-translated.


Info: Video https://www.youtube.com/watch?v=0LlgX7yCMA0 Dauer 1:06:54 h


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


unser weiterer Kommentar: Zitat als Mitschrift ab 20:19 min bis 21:57 min von insgesamt 1:06:54 h  

..aber gleichzeitig haben wir im Juni dasselbe gesagt, und er (Trump) hat trotzdem interveniert, weil der Druck in den Vereinigten Staaten gegen den Iran zu kämpfen enorm ist, und da haben Sie den unbekannten Faktor, denn selbst wenn Donald Trump es nicht will, könnte er einfach in einen Konflikt gezwungen werden, weil es schießwütige Leute wie Lindsey Graham, Richard Blumenthal, Mitch McConnell und andere gibt, die definitiv eine Konfrontation wollen. Das sind übrigends auch diejenigen, die eigentlich nicht einmal für Israel sind, denn das sind die sogenannten christlichen Zionisten, die erwarten das Israel verschwindet,  um den neuen Messias zu bekommen. Wir befinden uns in einer sehr merkwürdigen Situation. Wieder einmal haben wir es auf amerikanischer Seite mit irrationalen Akteuren zu tun. Irrational oder mit einem irrationalen Zugang zur Rationalität, oder erratischer Rationalität. Und in Israel ist es wahrscheinlich nicht völlig irrational sofern Nethanjahu eine Politik des Mehrkriegs verfolgt. Er fühlt sich einfach mit Krieg wohl, das ist in der Tat eine Art soziopathisches Verhalten. Er ist eine sehr gefährliche Person, weil er keinerlei Skrupel hat seine eigene Bevölkerung für seine eigenen Ambitionen zu opfern und die meisten Israelis spielen da mit, das muss man klar sagen. 82 Prozent der Israelis unterstützen Nethanjahus Politik gegenüber den Palästinensern. Zitatende


So setzt sich der Aberwitz prophetisch unterlegter Politik nicht bloß bei christlichen und jüdischen Sekten zusammen, der sich aus unterschiedlichen wie aus parallelen biblisch-messianischen Endzeitglaubensvorstellungen speist, um dann jeweils der eigenen großen Endschlacht entgegenfiebern zu können.

Erkennen lassen sich diese Tendenzen und deren Einfluss auf die Regierungspolitik(-en) bereits seit Jahrzehnten. Doch nicht zum ersten Mal kommt jetzt wieder die sog. Naherwartung als eine Art von hysterischem Religionsmissbrach noch dazu dazu.

03.09.2025

Gaza-EU/ Belgien/Westjordanland

aus e-mail von Doris Pumphrey, 3. September 2025, 20:43 Uhr


*"Was haben sie Netanjahu angetan?" –

Israel tötet Kinder in "humanitärer Zone"


*Aufnahmen vom Dienstag, dem 2. September 2025, aus Gaza zeigen

Familien, die sich von ihren mutmaßlich durch einen israelischen

Luftangriff getöteten Kindern verabschieden. Nach palästinensischen

Angaben wurde mindestens zehn Menschen, darunter sechs Kinder beim

Angriff auf die "humanitäre Zone" Al Mawasi getötet.

Zuvor hatte der Sprecher der israelischen Armee, Avichay Adraee, die

Bewohner von Gaza-Stadt aufgefordert, in das Gebiet zu ziehen. Dort

würde sie eine verbesserte humanitäre Versorgung, insbesondere in Bezug

auf Gesundheit, Wasser und Nahrung erwarten. Seit Kriegsbeginn vor 23

Monaten wurden im Gazastreifen insgesamt mehr als 63.600 Palästinenser

durch Israel getötet, davon sollen über 80 Prozent Zivilisten sein.

/Siehe Videobericht/:

https://rumble.com/v6yfzz6-was-haben-sie-netanjahu-angetan-israel-ttet-kinder-in-humanitrer-zone.html



Anti-Spiegel 3. September 2025

<https://anti-spiegel.ru/2025/belgischer-aussenminister-eu-aussenpolitik-hat-ihre-autoritaet-verloren/


*Belgischer Außenminister: EU-Außenpolitik hat ihre Autorität verloren


*ANKARA, 3. September. /TASS/. Der belgische Außenminister Maxime

Prevost ist der Ansicht, dass die Weltgemeinschaft das Vertrauen in die

Außenpolitik der EU verloren hat. Diesen Standpunkt äußerte er in einem

Interview mit der Nachrichtenagentur Anadolu.

„Es ist absolut offensichtlich, dass die Glaubwürdigkeit der

europäischen Außenpolitik völlig untergraben ist“, sagte er.

Seiner Meinung nach trifft unter anderem die US-Regierung

außenpolitische Entscheidungen, ohne die Position Europas zu

berücksichtigen. Der Diplomat stellte fest, dass Belgien wiederum

beschlossen habe, Palästina anzuerkennen, ohne auf die Position

Washingtons und anderer Länder zu achten. „Wir haben die Entscheidung

allein getroffen. Wir haben die Positionen anderer Länder nicht

berücksichtigt, nicht einmal die der USA. Ich glaube nicht, dass die USA

ihre internationale Position unter Berücksichtigung der Gefühle der

Europäer festlegen“, fügte Prevost hinzu. Zuvor hatte Prevost erklärt,

Belgien werde Palästina auf der UN-Generalversammlung im September

anerkennen und Sanktionen gegen Israel verhängen.



Anti-Spiegel 3. September 2025

<https://anti-spiegel.ru/2025/israelischer-finanzminister-legt-plan-zur-annexion-von-82-des-westjordanlandes-vor/


*Israelischer Finanzminister legt Plan zur Annexion von 82 % des

Westjordanlandes vor


*TEL AVIV, 3. September. /TASS/. Israel muss 82 Prozent des

Westjordanlandes annektieren. Diesen Plan hat der israelische

Finanzminister Bezalel Smotrich vorgestellt, der zusammen mit dem

israelischen Verteidigungsministerium auch für die Siedlungsaktivitäten

in den palästinensischen Gebieten zuständig ist.


Laut dem Minister, der die rechtsextreme Partei „Religiöser Zionismus“

leitet, hat Israel ein „biblisches, historisches und moralisches Recht

auf sein gesamtes Land“. Ihm zufolge findet die Idee, die israelische

Souveränität auf den größten Teil des Westjordanlandes auszudehnen,

große Unterstützung unter den Israelis.

„Der breite Konsens für die Ausweitung der israelischen Souveränität auf

das Westjordanland ist eine direkte Folge des tiefen Verständnisses,

dass wir niemals zulassen werden, dass eine existenzielle Bedrohung in

unserer Mitte Fuß fasst. Nach Jahrzehnten des Zweifels ist es an der

Zeit, dies klar zu sagen und entsprechend zu handeln. Es ist an der

Zeit, die israelische Souveränität auf Judäa und Samaria (die

israelische Bezeichnung für das Westjordanland, Anm. TASS) auszudehnen

und die Idee, unser kleines Land zu spalten und in seinem Zentrum einen

Terrorstaat zu errichten, ein für alle Mal zu beseitigen“, argumentierte

der Politiker laut The Times of Israel.


Smotrich merkte an, dass die zuständige Abteilung des

Verteidigungsministeriums, die sich mit Siedlungsfragen befasst, in den

letzten Monaten einen Plan zur Aufteilung des Westjordanlands entwickelt

habe. Dieser basiere auf dem Prinzip, dass Israel die Kontrolle über

„die größtmögliche Landfläche mit der geringstmöglichen

palästinensischen Bevölkerung“ übernehmen solle. „Wir haben kein

Interesse daran, unsere Souveränität auf eine Bevölkerung auszudehnen,

die uns vernichten will“, erklärte er. „So Gott will, wird die

israelische Souveränität auf etwa 82 Prozent dieses Gebiets errichtet“,

fügte Smotrich hinzu.


In Bezug auf die Pläne für die Palästinenser merkte er an, dass ihnen

eine Form der Selbstverwaltung gewährt werde. Smotrich schlägt jedoch

vor, die Palästinensische Autonomiebehörde schrittweise abzuschaffen und

durch „regionale zivile Alternativen im Regierungsbereich“ zu ersetzen.


Der Minister betonte, die mögliche Annexion des Westjordanlands sei ein

„präventiver Schritt gegen eine diplomatische Offensive“ gegen Israel

durch viele Staaten, die ihre Absicht erklärt haben, die

palästinensische Staatlichkeit anzuerkennen. „Israels Unentschlossenheit

schürt die Angriffe auf uns. Der einzige Weg, diese Angriffe zu stoppen,

besteht darin, mit dem Zweifeln aufzuhören und klar zu sagen: Judäa und

Samaria sind kein umstrittenes Gebiet, sondern das Erbe unserer

Vorfahren für kommende Generationen. Auf unserem Land wird und kann es

nie einen palästinensischen Staat geben. Wir werden uns Drohungen und

Einschüchterungen nicht länger beugen. Sollte die Palästinensische

Autonomiebehörde es wagen, sich zu erheben und uns zu schaden, werden

wir sie genauso vernichten wie die Hamas“, drohte Smotrich.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.09.2025

EU-Sanktionen gegen Hüseyin Doğru
Antrag abgelehnt

jungewelt.de, 04.09.2025, Seite 2 / Inland, Von Susann Witt-Stahl

EU-Sanktionen: Deutscher Journalist bleibt auf Liste. »Beweise« veröffentlicht


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Santiago Flores / jW

Veranstaltung zu den EU-Sanktionen gegen deutsche Journalisten in den Räumen der jungen Welt (Berlin, 3.7.2025)






Das EU-Wahrheitsregime bleibt auf Frontalangriffskurs gegen linken Journalismus. Wie der Gründer des Videomedienportals Red, Hüseyin Doğru, am Mittwoch bekanntgab, wurde sein Antrag, eine Maßnahme zu revidieren, die gegen ihn im Rahmen des 17. Sanktionspakets gegen Russland verhängt worden war, vom Rat der EU abgelehnt. Der deutsche Journalist war am 20. Mai 2025 auf die Sanktionsliste der EU gesetzt worden und unterliegt seitdem faktisch einem Berufsverbot. Doğru zeigte sich am Mittwoch auf der Onlineplattform X »geschockt« und nannte das Vorgehen des EU-Rats »gefährlich« für die Pressefreiheit. Daher sehe er sich gezwungen, die Begründung zu veröffentlichen, obwohl ihm sogar dieses untersagt worden sei.

In dem auf den 1. September datierten Schreiben pochen die EU-Behörden auf bereits beim Erlass der Sanktionen erhobene Anschuldigungen: Red unterhalte »enge finanzielle und organisatorische Verbindungen« zu Akteuren »der russischen Staatspropaganda« – eine Behauptung, die Doğru erneut als »falsch« zurückwies. Ferner werden die Vorwürfe wiederholt, Red habe Falschinformationen, inklusive Narrativen der Hamas, veröffentlicht und »antiisraelischen Randalierern« eine »exklusive Medienplattform« bereitgestellt.

Neu: In einem vom EU-Rat vorgelegten »Beweispaket« finden sich laut Doğru Posts von seinem persönlichen X-Kanal, vorwiegend Meinungsbeiträge; darunter eine Kritik an der Weigerung des Establishments deutscher Medien, Gewerkschaften und NGOs, sich mit der »außergerichtlichen Bestrafung« von Doğru auseinanderzusetzen. Ebenso ein Kommentar zur Kriegstreiberei der deutschen »Kapitalistenklasse«. Zu den Highlights der von Doğru aufgelisteten »Absurditäten«, mit denen er der Verbreitung von »Desinformation« überführt werden soll, gehört zweifellos ein Post über Nazioffiziere wie Adolf Heusinger, die nach dem Zweiten Weltkrieg in hohe NATO-Ränge aufgestiegen sind – eine unwiderlegbare historische Tatsache.

Der EU-Rat habe »keinerlei, nicht einmal gefälschte Beweise« für seine angebliche Russland-Verbindung vorgelegt, so die vorläufige Bilanz von Doğru. Für ihn ist das ein weiterer Beleg dafür, dass er in Wahrheit für seine Berichterstattung über die Unterdrückung der propalästinensischen Proteste repressiert werde.


Info: https://www.jungewelt.de/artikel/507579.eu-sanktionen-gegen-h%C3%BCseyin-do%C4%9Fru-antrag-abgelehnt.html


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.09.2025

Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien - und zum Thema Militarisierung   (I vonII)

aus e.mail von Clemens Ronnefeldt, 3. September 2025, 19:25 Uhr


Liebe Friedensinteressierte,


beiliegend sende ich Artikel zu den

Kriegen in der Ukraine und in Westasien -

und zum Thema Militarisierung.



1. n tv: Ukraine-Krieg im Liveticker

2. IPG: Was braucht es für Frieden?


3. FR: Autokraten-Gipfel mit Putin und Xi: Erdogan als einziger Vertreter eines Nato-Landes anwesend


4. Reuters: Israel begeht Völkermord in Gaza, sagt die Vereinigung der Gelehrten


5. SZ: Vertreibung der Palästinenser - „Ein phänomenaler Standort“


6. SZ: Drohungen gegen Norwegen - „Vielleicht ist es an der Zeit, Zölle zu erheben“


7. taz: Belgische Sanktionen gegen Israel - Der Druck hat gewirkt


8. Handelsblatt: Gaza - Grundlinien deutscher Israel-Politik laut Kanzleramt unverändert


9. Facing Finance: Aktionärsversammlung: Soll Thyssenkrupp seine Rüstungssparte abspalten?   Unsere Rede zur Beihilfe von Kriegsverbrechen in Gaza


10. IPG: Europas Versagen


Die EU blockiert wirksame Maßnahmen gegen Israels Gaza-Krieg –

ein strategischer Fehler, der ihre Glaubwürdigkeit massiv untergräbt.



11. Die Zeit: Verteidigung: EU-Rüstungsausgaben steigen auf Rekordwert von 343 Milliarden Euro


12. ORL: Die Mythen der Militarisierung im Faktencheck



———



1. n tv: Ukraine-Krieg im Liveticker


https://www.n-tv.de/politik/16-56-Putin-zu-Treffen-mit-Selenskyj-bereit-aber-in-Moskau--article23143824.html


03.09.2025

Ukraine-Krieg im Liveticker


16:56 Putin zu Treffen mit Selenskyj bereit - aber in Moskau



Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich unter der

Voraussetzung einer guten Vorbereitung erneut zu einem Treffen mit

seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj bereiterklärt.


Selenskyj könne nach Moskau kommen, wenn es die Aussicht auf ein gutes

Ergebnis gebe, sagte Putin zum Abschluss seines viertägigen

China-Aufenthalts in Peking bei einer im Staatsfernsehen übertragenen

Pressekonferenz. Selenskyj hat mehrfach angeboten, Putin zu treffen.

Als Ort der Begegnung hat er die russische Hauptstadt aber

ausgeschlossen.



(…)


14:25 Trump mischt bei Ukraine-Treffen am Donnerstag womöglich direkt mit


Bei der Ukraine-Konferenz am Donnerstag wird nach Angaben von

Regierungssprecher Stefan Kornelius möglicherweise US-Präsident Donald

Trump zugeschaltet. Es gebe entsprechende Überlegungen, sagt er.


Die Koalition der Willigen, etwa 30 überwiegend europäische Staaten,

treffen am Donnerstagvormittag im hybriden Format zusammen.

Bundeskanzler Friedrich Merz nimmt nach Angaben aus Regierungskreisen

per Videoschalte teil. Wer neben Selenskyj in Paris erwartet wird, ist

bislang nicht bekannt.


(…)


11:34 Nato-Chef Rutte erwartet "bald" Klarheit über Sicherheitsgarantien für Ukraine


Nato-Chef Mark Rutte erwartet beim Treffen morgen in Paris oder kurz

danach Klarheit darüber, was die sogenannte Koalition der Willigen in

Bezug auf Sicherheitsgarantien für die Ukraine leisten kann.


Dies werde es ermöglichen, die Gespräche mit den USA über deren

Beitrag zu intensivieren, sagt Rutte während einer gemeinsamen

Pressekonferenz mit dem estnischen Präsidenten Alar Karis.


"Das bedeutet, dass wir uns noch intensiver mit der amerikanischen

Seite auseinandersetzen können, um zu sehen, was sie in Bezug auf ihre

Beteiligung an den Sicherheitsgarantien liefern will", sagt Rutte.


Morgen findet auf Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel

Macron ein Treffen der Koalition der Willigen statt, die vor allem aus

europäischen Verbündeten besteht.


Sicherheitsgarantien sollen Russland davon abhalten, die Ukraine nach

einem Ende des Krieges erneut anzugreifen. Kern ist die anhaltende

Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte, erwartet wird auch eine

internationale Truppe.


——



2. IPG: Was braucht es für Frieden?



https://www.ipg-journal.de/rubriken/aussen-und-sicherheitspolitik/artikel/was-braucht-es-fuer-frieden-8479/


Außen- und Sicherheitspolitik 19.08.2025


Nickolay Kapitonenko <https://www.ipg-journal.de/ipg/autorinnen-und-autoren/autor/nickolay-kapitonenko/>

Was braucht es für Frieden?



Trumps Diplomatie eröffnet Verhandlungen, doch der Streit um Territorialfragen und Sicherheitsgarantien hält an.


Dr. Nickolay Kapitonenko ist außerordentlicher Professor am Institut

für Internationale Beziehungen an der Nationalen

Taras-Schewtschenko-Universität Kiew und Direktor des Zentrums für

Studien der Internationalen Beziehungen.



Beim Gipfel in Alaska trafen Donald Trump und Wladimir Putin nun

erneut aufeinander – sieben Jahre nach ihrem letzten Treffen in

Helsinki. Damals saßen auf russischer Seite ebenfalls

Präsidentenberater Juri Uschakow und Außenminister Sergej Lawrow mit

am Tisch.


Auch bei diesem Treffen standen die Ukraine und der allgemeine Zustand

der russisch-amerikanischen Beziehungen im Mittelpunkt – und die

Mehrheit der Beobachter sprach damals das Urteil: „Punkt für Putin“.


Seitdem hat sich die Welt grundlegend verändert: Amerikas

Führungsrolle ist weiter erodiert, während China an Einfluss gewonnen hat.


Eine neue Bipolarität zeichnet sich ab. Der Globale Süden tritt

selbstbewusster auf und die Eskalation des russisch-ukrainischen

Krieges vervielfacht die Risiken für Europa – und stellt zudem

US-Präsident Trump vor strategische Dilemmata.


(…)


Trump brauchte das Treffen mit Putin, um die russisch-chinesische

Achse zumindest zu lockern, um eine situative Kooperation mit Moskau

in einer ganzen Reihe von Fragen zu ermöglichen – von der Arktis bis

zur Rüstungskontrolle – und um sicherzustellen, dass Russland sich bei

einer Eskalation mit China zurückhaltend verhält.


Sein geopolitischer Blick bleibt derselbe: Er betrachtet die Welt

durch das Prisma des Wettbewerbs mit Peking um die künftige

Weltordnung, und den Krieg in der Ukraine wiederum durch das Prisma

der russisch-amerikanischen Beziehungen.


Diese sind breiter gefasst als der Krieg selbst und können auch

parallel zu ihm diskutiert werden. Dennoch: Der Krieg erschwert alles

erheblich – und Trump hätte ihn lieber beendet, gleich unter welchen

Bedingungen.


Die Agenda des Alaska-Gipfels ging über den Ukrainekrieg hinaus. Doch

für Kiew – und wohl auch für Europa – war gerade dieser Punkt der

wichtigste.


In Alaska sowie beim anschließenden Treffen mit Selenskyj und den

europäischen Führern zeichnete sich eine mögliche Friedensformel ab:

der Rückzug ukrainischer Truppen aus den Regionen Donezk und Luhansk

im Gegenzug für eine eingefrorene Front.


Im April hatte Putin ein ähnliches Angebot abgelehnt – einen

Waffenstillstand entlang der bestehenden Frontlinie. Offenbar rechnete

er sich aus, mit der Zeit bessere Bedingungen durchsetzen zu können.



Für Selenskyj sind die neuen Vorschläge jedoch kaum akzeptabel.

Sogar ein Weiterkämpfen ohne US-Hilfe erscheint ihm günstiger, als

Territorium kampflos aufzugeben. Eine schnelle Lösung der

territorialen Frage – der schwierigsten im Krieg – ist daher nicht in Sicht.


Zweiter Schlüsselpunkt sind die Sicherheitsgarantien für die Ukraine.

Klassische Garantien – also Verteidigungszusagen wie eine

NATO-Mitgliedschaft oder bilaterale Beistandspakte – wollen die USA

nicht übernehmen. Trumps Rhetorik legt nahe: Diese Verantwortung sieht

er vor allem bei den Europäern. Während Selenskyj beim Treffen mit den

europäischen Staats- und Regierungschefs Unterstützung suchte, wollte

Trump die Europäer dazu bewegen, mehr Risiken selbst zu tragen.


Doch diese sind erheblich: Ein neuer Krieg bleibt wahrscheinlich – zu

groß sind die ungelösten Konflikte, die Erfahrungen massiver Gewalt,

das tiefe Misstrauen und die fragile internationale Sicherheitslage.

Eine NATO-Mitgliedschaft, auf die Kiew traditionell als Allheilmittel

setzt, ist keine realistische Option – und war es nie. Deshalb wird

der Begriff „Sicherheitsgarantien“ zunehmend verwässert und umfasst

mittlerweile nahezu jede Form von Unterstützung.


Zwar können 30 Staaten gemeinsam einen gewissen Abschreckungseffekt

erzielen, doch in Moskau wird dieser kaum als verlässlich gelten. Auch

das diskutierte Modell „fast wie Artikel 5, aber außerhalb der NATO“

beantwortet die entscheidende Frage nicht:


Wer ist wirklich bereit, für die Ukraine zu kämpfen? Schon im

NATO-Bündnisfall bedeutet Artikel 5 keinen automatischen Einsatz. Für

die Ukraine wäre ein solches Versprechen daher eher symbolischer Trost

als wirksamer Schutz.


Auch die Möglichkeit einer „Koalition der Entschlossenen“, die Truppen

in die Ukraine entsendet, bleibt vage. Die Risiken sind groß, die

Rolle der USA unklar, und Europas Bereitschaft, selbst Risiken

einzugehen, wächst erfahrungsgemäß nur bei starker US-Rückendeckung.


Es ist durchaus denkbar, dass es in dieser Situation gar keine

wirklich wirksamen Garantien gibt. Praktisch geht es darum, wenigstens

irgendeinen Mechanismus zu finden, der besser und verlässlicher ist

als die bislang geschlossenen Sicherheitsabkommen. Ob das genügt, um

den Weg zu einem Abkommen mit Moskau zu ebnen – insbesondere zur

Klärung territorialer Fragen –, bleibt die entscheidende offene Frage.


Auf dem diplomatischen Parkett hatte die Ukraine im Ringen mit

Russland selten gute Ausgangsbedingungen. Manchmal sah es so aus, als

könne sich das Blatt wenden. Doch spätestens seit dem Globalen

Friedensgipfel im Juni 2024 ist klar: Die Entwicklung verläuft zu

Ungunsten Kiews.


An die Stelle von Reden über einen triumphierenden Westen, verschärfte

Sanktionen und eine Friedensformel in ursprünglicher Form tritt nun

die Vorbereitung eines Treffens zwischen Selenskyj und Putin. Ziel ist

es, den Krieg einzufrieren – und darüber zu entscheiden, welchen Preis

die Ukraine dafür zu zahlen bereit wäre.



----


siehe auch:


https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/eu-soldaten-ukraine-von-der-leyen-entscheidet-eigenmaechtig-ohne-mandat-li.2353127


Ukrainekrieg

EU-Soldaten in der Ukraine?


Von der Leyen entscheidet eigenmächtig – ohne Mandat


Ursula von der Leyen plant europäische Soldaten in der Ukraine.


Während der Krieg weitergeht, entscheidet sie über Milliarden und Truppen – ohne Parlament, ohne Kontrolle.



Ein Kommentar.


Franz Becchi


01.09.2025    02.09.2025, 10.25


(…)



——


3. FR: Autokraten-Gipfel mit Putin und Xi: Erdogan als einziger Vertreter eines Nato-Landes anwesend


https://www.fr.de/politik/autokraten-gipfel-mit-putin-und-xi-erdogan-als-einziger-vertreter-eines-nato-landes-anwesend-zr-93911531.html


Autokraten-Gipfel mit Putin und Xi: Erdogan als einziger Vertreter eines Nato-Landes anwesend


Stand: 03.09.2025, 04:51 Uhr


Von: Erkan Pehlivan


Tianjin – Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan nimmt an

dem Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) im

chinesischen Tianjin teil.


Am Rande der Konferenz ist Erdogan mit seinem russischen Amtskollegen

Wladimir Putin zu bilateralen Gesprächen zusammengekommen. Putin pries

dabei die Vermittlungsbemühungen der Türkei im Ukraine-Krieg. Der

russische Präsident sei „zuversichtlich, dass die besondere Rolle der

Türkei in diesen Angelegenheiten weiterhin gefragt sein wird“.


Bei den drei Runden direkter Gespräche mit der Ukraine in Istanbul

habe es einige Fortschritte auf humanitärer Ebene gegeben. (…)


SOZ-Gipfel – Erdogan trifft auch Xi in Tianjin


Erdogan hat sich auch mit dem chinesischen Machthaber Xi Jinping

getroffen. Das türkische Präsidialamt für Kommunikation teilte mit,

dass die beiden Staatschefs eine Reihe von Themen erörterten und die

wirtschaftliche Zusammenarbeit bewerteten.


Auch die Lage in Gaza und der Ukraine-Krieg sowie mögliche gemeinsame

Schritte zum Wiederaufbau Syriens standen dabei auf Tagesordnung. (…)


Die Mitglieder der SOZ sind unter anderem China, Russland, Indien,

Iran, Pakistan, Kirgisistan, Tadschikistan, Kasachstan und Usbekistan.

Die Türkei ist kein Mitglied und hat den Status eines

„Dialogpartners“.


Unter Erdogan hat die Türkei weiterhin das Ziel, Mitglied der Europäischen

Union zu werden. Das aber scheint derzeit ausgeschlossen zu sein.



————



4. Reuters: Israel begeht Völkermord in Gaza, sagt die Vereinigung der Gelehrten



https://www.reuters.com/world/middle-east/israel-is-committing-genocide-gaza-scholars-association-says-2025-09-01/


(in der angebotenen deutschen Übersetzung)


Israel begeht Völkermord in Gaza, sagt die Vereinigung der Gelehrten


Von Stephanie van den Berg <https://www.reuters.com/authors/stephanie-van-den-berg/>


1. September 2025 18:32 GMT + 2 aktualisiert am 2. September 2025


THE HAGUE, 1. September (Reuters) - Die weltweit größte akademische

Vereinigung von Genozid-Gelehrten hat eine Resolution verabschiedet,

die besagt, dass die rechtlichen Kriterien erfüllt wurden, um

festzustellen, dass Israel Völkermord in Gaza begeht, sagte sein

Präsident am Montag.


Sechsundachtzig Prozent derjenigen, die unter der 500 Mitglieder

zählenden Internationalen Vereinigung von Genozid-Gelehrten stimmten,

unterstützten die Resolution, die Israels "Politik und Handlungen in

Gaza" erklärte, die in Artikel II der UN-Konvention über Völkermord

von 1948 festgelegte rechtliche Definition erfüllt hatte.


Das israelische Außenministerium bezeichnete die Erklärung als

schändlich und "vollständig auf der Lügenkampagne der Hamas".


Israel hat in der Vergangenheit entschieden bestritten, dass seine

Handlungen in Gaza auf Völkermord hinauslaufen und sagt, dass sie als

Selbstverteidigung gerechtfertigt sind. Sie kämpft gegen einen Fall

vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag, der ihm Völkermord

vorwirft.


Israel startete seinen Angriff auf den Gazastreifen im Oktober 2023,

nachdem Kämpfer der Hamas, der militanten palästinensischen Gruppe,

die das Gebiet kontrolliert, israelische Gemeinden angegriffen, 1.200

Menschen getötet und mehr als 250 Geiseln gefangen genommen hatten.


Seitdem hat Israels Militäraktion 63.000 Menschen getötet, die meisten

Gebäude in dem Gebiet beschädigt oder zerstört und fast alle Bewohner

gezwungen, mindestens einmal aus ihren Häusern zu fliehen. Ein

globaler Hungermonitor, auf den sich die Vereinten Nationen verlassen,

sagt, dass Teile des Territoriums jetzt unter einer von Menschen

verursachten Hungersnot leiden, die auch Israel bestreitet.


Die dreiseitige Resolution fordert Israel auf, "sofort alle Handlungen

einzustellen, die Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen

die Menschlichkeit gegen Palästinenser in Gaza darstellen,

einschließlich vorsätzlicher Angriffe gegen und Tötung von Zivilisten,

einschließlich Kinder; Hunger; Entbehrung humanitärer Hilfe, Wasser,

Treibstoff und andere Gegenstände, die für das Überleben der

Bevölkerung unerlässlich sind“.


Es heißt auch, dass der Hamas-Angriff auf Israel, der den Krieg

ausgelöst hat, internationale Verbrechen darstellt.


"Dies ist eine definitive Aussage von Experten auf dem Gebiet der

Völkermordstudien, dass das, was vor Ort in Gaza vor sich geht,

Völkermord ist", sagte die Präsidentin des Verbandes, Melanie O'Brien,

Professorin für internationales Recht an der University of Western

Australia, die sich auf Völkermord spezialisiert hat, gegenüber

Reuters. (…)


----


Der Wortlaut der Resolution findet sich hier:


https://genocidescholars.org/wp-content/uploads/2025/08/IAGS-Resolution-on-Gaza-FINAL.pdf



———



5. SZ: Vertreibung der Palästinenser - „Ein phänomenaler Standort“



https://www.sueddeutsche.de/politik/gaza-zukunftsvision-riviera-plan-trump-li.3306674?reduced=true



Vertreibung der Palästinenser


„Ein phänomenaler Standort“


2. September 2025, 14:47 Uhr


Israelische Geschäftsleute und eine internationale

Unternehmensberatung sollen einen Plan für die Zukunft des

Gazastreifens entwickelt haben. Mit Trump-Hotels und einer

Elon-Musk-City. Ob er Wirklichkeit wird, ist eine andere Frage.


Von Bernd Dörries <https://www.sueddeutsche.de/autoren/bernd-doerries-1.1146596>, Beirut



(…)



Zusammenfassung:


Ein 38-Seiten-Plan sieht vor, Gaza mit bis zu 100 Milliarden Dollar in

eine Mega-Ultra-AI-City mit Trump-Hotels und Elon-Musk-Zone

umzuwandeln.


Die USA sollen über eine Treuhand die politische Kontrolle übernehmen,

während alle Palästinenser ihre Häuser verlassen müssen.


Israelische Geschäftsleute und Mitarbeiter der Boston Consulting Group

sollen den Plan entwickelt haben, dessen Umsetzung aber ungewiss ist.



——



6. SZ: Drohungen gegen Norwegen - „Vielleicht ist es an der Zeit, Zölle zu erheben“



https://www.sueddeutsche.de/politik/norwegen-oelfonds-caterpillar-israel-gaza-usa-folgen-li.3306021?reduced=true



Drohungen gegen Norwegen


„Vielleicht ist es an der Zeit, Zölle zu erheben“


2. September 2025, 14:58 Uhr


Der mächtige norwegische Ölfonds trennt sich unter anderem von der

US-Firma Caterpillar, weil Israel deren Baumaschinen im Gazakrieg und

im Westjordanland einsetzt. Donald Trumps Parteifreund Lindsey Graham

reagiert prompt.


Von Alex Rühle, Stockholm


(…)



Zusammenfassung:


Norwegens staatlicher Ölfonds schließt die US-Baumaschinenfirma

Caterpillar aus, weil deren Bulldozer bei rechtswidriger Zerstörung

palästinensischen Eigentums eingesetzt werden.


Der republikanische Senator Lindsey Graham droht Norwegen mit höheren

Zöllen und Visa-Einschränkungen wegen des Caterpillar-Ausschlusses.


Der Ölfonds hat bereits über 40 amerikanische Firmen ausgeschlossen

und sich aus mehr als 24 israelischen Unternehmen zurückgezogen.


———



7. taz: Belgische Sanktionen gegen Israel - Der Druck hat gewirkt



https://taz.de/Belgische-Sanktionen-gegen-Israel/!6107873/



Belgische Sanktionen gegen Israel


Der Druck hat gewirkt



Kommentar von Eric Bonse


Belgien hat endlich Sanktionen gegen Israel beschlossen – weil Premier

De Wever keine Wahl mehr hatte. Jetzt ist Deutschland an der Reihe.


3.9.2025 7:27 Uhr


Erst die Niederlande, dann Frankreich, nun auch Belgien: Immer mehr

EU-Staaten rücken von Israel ab – und sprechen sich für eine

Anerkennung Palästinas aus. Überraschend kommt diese Entwicklung

nicht. Angesichts der anhaltenden israelischen Kriegsverbrechen in

Gaza und der Weigerung der Regierung Netanjahu, auf eine

Zwei-Staaten-Lösung hinzuarbeiten, bleibt den Europäern kaum etwas

anderes übrig, wenn sie ihren Prinzipien treu bleiben wollen.


Überraschend ist eigentlich nur, dass es in Belgien so lange gedauert

hat. Die Stimmung im Lande ist längst gegen Netanjahu und seine

rechtsextremen Minister umgeschlagen. Und das nicht nur bei

Marokkanern und anderen Bevölkerungsgruppen, die traditionell mit den

Palästinensern sympathisieren. Auch in Studentenstädten wie Gent und

sogar im Brüsseler Europaviertel wurde der Ruf nach Sanktionen zuletzt

immer lauter.


Am Ende konnte sich ihm auch Premierminister Bart De Wever nicht mehr

entziehen. Zwar hat er auf Zeit gespielt und versucht, sich mit

Bundeskanzler Friedrich Merz abzustimmen, der für unbedingte

Solidarität mit Israel steht. Doch anders als in Deutschland haben in

Belgien auch die Sozialdemokraten massiven Druck gemacht. De Wever

musste handeln, sonst wäre seine Koalition geplatzt.


Die Beschlüsse, die Außenminister Maxime Prévot nun bekannt gegeben

hat, sind allerdings kaum geeignet, den Streit zu schlichten. Die

Sanktionen gegen Israel sehen zwar hart aus, dürften Netanjahu aber

kaum jucken. Und bei der Anerkennung Palästinas haben sich letztlich

die Bremser durchgesetzt. Sie haben den Schritt an Bedingungen

gebunden und damit hinausgezögert. Belgien ist in der Palästina-Frage

kein Vorreiter, sondern Nachzügler.


Dennoch ist der ein Signal an die gesamte EU, die ja immerhin ihren

Sitz in der belgischen Hauptstadt hat. Und er bringt Kanzler Merz und

seine Regierung noch mehr in die Defensive. Bleibt zu hoffen, dass

sich auch in Berlin endlich etwas bewegt. Belgien hat in der

Nahostpolitik gerade noch so die Kurve gekriegt – nun ist Deutschland

an der Reihe.



——



8. Handelsblatt: Gaza - Grundlinien deutscher Israel-Politik laut Kanzleramt unverändert



https://www.handelsblatt.com/politik/international/gaza-grundlinien-deutscher-israel-politik-laut-kanzleramt-unveraendert/100147337.html



Gaza


Grundlinien deutscher Israel-Politik laut Kanzleramt unverändert


In der Union gibt es heftige Kritik am Stopp bestimmter Rüstungsexporte nach Israel.

Kanzleramtschef Frei stellt klar, was genau entschieden wurde – und warum.


09.08.2025 - 18:50 Uhr



Berlin. Kanzleramtsminister Thorsten Frei hat Vorwürfe zurückgewiesen,

die Bundesregierung vollziehe mit dem Stopp bestimmter Rüstungsexporte

einen riskanten Kurswechsel in ihrer Israelpolitik.


„Es darf überhaupt kein Zweifel daran bestehen, dass die Grundlinien

der deutschen Israelpolitik unverändert bleiben“, sagte der

CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Deutschland unterstützt

Israel weiter bei allem, was notwendig ist, seine Existenz und seine

Sicherheit zu verteidigen.“


Das Aussetzen bestimmter Exporte beziehe sich auf Rüstungsgüter, die

im Gazastreifen eingesetzt werden könnten. Das sei eine gut abgewogene

und klare Reaktion auf die Ankündigung Israels, seinen Militäreinsatz

auszuweiten und die Stadt Gaza einzunehmen.


Man agiere aus Sorge um die humanitäre Lage in der Region. Sollte

Gaza-Stadt eingenommen werden, könne das auch einen hohen Blutzoll bei

der Bevölkerung bedeuten.


Nicht betroffen vom Exportstopp sei aber „all das, was der

Selbstverteidigung Israels dient, also beispielsweise im Bereich der

Luftabwehr, der Seeabwehr“, betonte Frei. „In all diesen Bereichen

wird Israel natürlich weiter nach Kräften unterstützt.“


Kanzler Friedrich Merz hatte am Freitag erklärt, die schwarz-rote

Bundesregierung werde vorerst keine Rüstungsgüter mehr exportieren,

die im Gazastreifen eingesetzt werden könnten. Vom Koalitionspartner

CSU und auch aus Teilen der CDU kam scharfe Kritik. Am Sonntag sollen

zudem die Außenpolitiker der CDU/CSU-Fraktion zu einer Videositzung

zusammenkommen.



———



9. Facing Finance: Aktionärsversammlung: Soll Thyssenkrupp seine Rüstungssparte abspalten? Unsere Rede zur Beihilfe von Kriegsverbrechen in Gaza


https://www.facing-finance.org/2025/08/aktionaersversammlung-soll-thyssenkrupp-seine-ruestungssparte-abspalten-unsere-rede-zur-beihilfe-von-kriegsverbrechen-in-gaza/



Aktionärsversammlung: Soll Thyssenkrupp seine Rüstungssparte abspalten?


Unsere Rede zur Beihilfe von Kriegsverbrechen in Gaza



Am 8. August 2025 trafen sich die Aktionäre des Konzerns Thyssenkrupp

zu einer außerordentlichen Hauptversammlung. Dabei wurde darüber

diskutiert und entschieden, ob Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) –

die Marine- und Rüstungssparte von Thyssenkrupp – vom Konzern

abgespalten und selbst an der Börse gelistet werden soll.


Allerdings sieht der Plan des Vorstands vor, dass Thyssenkrupp auch

nach der Abspaltung weiterhin die Aktienmehrheit (51%) an TKMS halten

soll. Wir haben diese halbe, unvollendete Abspaltung in einer Rede

kritisiert und einige Fragen an den Konzern gestellt.


Unsere Rede:


Sehr geehrter Herr Vorstandsvorsitzender Lopez, sehr geehrter

Aufsichtsratsvorsitzender Russwurm, sehr geehrtes Aktionariat,


Mein Name ist Luca Schiewe und ich vertrete heute alle Aktionäre, die

ihre Aktien an den Dachverband der Kritischen Aktionäre übertragen

haben. Der Dachverband der Kritischen Aktionäre unterstützt den

Spin-Off von TKMS. Wir sind der Meinung, dass eine Aufteilung es den

Investoren erlaubt, zielgenauer in die Geschäftsbereiche zu

investieren, in die sie investieren wollen.


Allerdings sehen wir den Plan kritisch, wonach Thyssenkrupp weiterhin

eine Mehrheit der Aktien der abgespaltenen TKMS halten soll. Aus

unserer Sicht wäre es besser, wenn TKMS eine eigenständige

börsengelistete Firma würde und Thyssenkrupp keine Aktienmehrheit mehr

an TKMS halten würde.


Es gibt Gründe für Investoren, gezielt in TKMS investieren zu wollen.

Vor allem die gute Auftragslage von TKMS in der derzeitigen

geopolitischen Lage.


Es gibt auch Gründe für Investoren, nicht in TKMS investieren zu

wollen, insbesondere rechtliche Risiken. TKMS verstößt möglicherweise

gegen den Atomwaffensperrvertrag NPT, indem es U-Boote, die

Nuklearwaffen tragen könnten, an Israel verkauft obwohl Israel nicht

Teil des Atomwaffensperrvertrags ist.


Dieser U-Boot Deal 2016 war auch mit Korruptionszahlungen verbunden,

mehrere enge Vertraute des israelischen Präsidenten Benjamin Netanyahu

haben Schmiergeldzahlungen erhalten, u.a. Avriel Bar-Yosef, David

Shimron, David Sharan, Eliezer Sandberg, Rami Taib, Yitzhak Molho.


Zudem exportiert TKMS Rüstungsgüter in völkerrechtswidrige Kriege

weltweit. So hat TKMS in den letzten Jahren U-Boote in die Türkei

geliefert. Obwohl die Türkei in völkerrechtswidrige Kriege in

Nordsyrien, Libyen und Bergkarabach involviert ist.


TKMS hat auch immer wieder U-Boote, Fregatten und Torpedos nach

Ägypten geliefert. Obwohl Ägypten seit 2016 gemeinsam mit

Saudi-Arabien die Häfen im Jemen blockiert hat und damit

mitverantwortlich ist für eine Hungersnot im Jemen, die

Hunderttausende Zivilisten getötet hat.


Als TKMS 2019 den Fregatten-Deal mit Ägypten unterzeichnet hat, wusste

TKMS also, dass die Gefahr besteht, dass Ägypten diese Fregatten für

eine völkerrechtswidrige Seeblockade im Jemen nutzen könnte.


Das Gleiche wiederholt sich aktuell in Gaza. Kriegsschiffe von TKMS

wurden nachweislich verwendet, um Gaza zu beschießen. Selbst nachdem

Kriegsverbrechen der israelischen Armee in Gaza bekannt wurden und von

UN-Institutionen sowie Völkerrechtlern weltweit kritisiert wurden, hat

TKMS die Rüstungsexporte nach Israel fortgesetzt.


Trotz zehntausender ermordeter Zivilisten. Trotz der Zerstörung

sämtlicher Schulen, Universitäten und Krankenhäuser. Trotz des

systematischen Einsatzes von Hunger als Kriegswaffe.


Wegen der Israel-Geschäfte von TKMS hat der Norwegische Pensionsfonds

KLP seine ThyssenKrupp Aktien kürzlich abgestoßen. Einige

institutionelle Investoren wie KLP haben Investmentrichtlinien gegen

Waffenlieferungen an Staaten, die systematisch internationales Recht

brechen. Eine Abspaltung von TKMS würde es diesen Investoren erlauben,

künftig wieder in Thyssenkrupp zu investieren. (…)



———


03.09.2025

Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien - und zum Thema Militarisierung  (II vonII)


10. IPG: Europas Versagen


Die EU blockiert wirksame Maßnahmen gegen Israels Gaza-Krieg –

ein strategischer Fehler, der ihre Glaubwürdigkeit massiv untergräbt.



https://www.ipg-journal.de/regionen/naher-osten/artikel/europas-versagen-8468/


Naher Osten/Nordafrika 14.08.2025 |


Sven Kühn von Burgsdorff <https://www.ipg-journal.de/ipg/autorinnen-und-autoren/autor/sven-kuehn-von-burgsdorff/>

Europas Versagen


Die EU blockiert wirksame Maßnahmen gegen Israels Gaza-Krieg –

ein strategischer Fehler, der ihre Glaubwürdigkeit massiv untergräbt.



Dr. Sven Kühn von Burgsdorff ist Diplomat und seit 1992 im Feld der

EU-Außenbeziehungen tätig. Er war Offizieller Repräsentant der

Europäischen Union an verschiedenen Standorten, darunter Jerusalem.

Zudem war er leitender Berater für Mediation im Auswärtigen Dienst der

Europäischen Union.



Die EU betrachtet sich selbst gern als normative Macht. Eine

Wertegemeinschaft, die sich der Wahrung des Völkerrechts, der

Förderung des Friedens, dem Schutz von Zivilisten und dem Aufbau einer

regelbasierten Weltordnung verpflichtet fühlt.


Dies sind nicht nur hehre Ideale, sie sind in den EU-Verträgen sowie

in den Erklärungen und Beschlüssen des Europäischen Rates verankert.


Doch wenn es um die nicht enden wollende, brutale Zerstörung Gazas

sowie um die anhaltende illegale Besetzung Palästinas geht, scheinen

diese Prinzipien zu leerer Rhetorik zu verkommen.


Schlimmer noch: Sie werden aktiv untergraben durch die ängstliche

Tatenlosigkeit der EU-Institutionen sowie durch die Blockadepolitik

von Regierungen wie der deutschen, italienischen, ungarischen und

tschechischen.


Auch die Europäische Kommission war bis dato auf eine beschämende Art

und Weise abwesend. Erst auf jüngsten Druck vieler Mitgliedstaaten hin

schlug sie die wohl zaghafteste aller Maßnahmen vor, indem sie den Rat

für Auswärtige Angelegenheiten bat, israelischen Unternehmen den

Zugang zu entziehen, die im Rahmen des Förderprogramms EIC Accelerator

von „Horizont Europa“ für Dual-Use-Technologie finanzielle Unterstützung

beantragt haben.


Selbst dieser Minimalvorschlag der Kommission wurde jedoch bislang von

mehreren EU-Ländern, darunter Deutschland und Italien, blockiert.

Damit wurde erneut gegen die bestehenden Konditionalitätsklauseln des

Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel verstoßen, welche

die Achtung der Menschenrechte und des Völkerrechts vorschreiben.


Während Hunderttausende palästinensische Zivilisten getötet,

verstümmelt, ausgehungert und vertrieben werden, zaudert die

Europäische Union. Der Internationale Gerichtshof hat aufgrund des

plausiblen Risikos eines Völkermords in Gaza vorläufige Maßnahmen

gegen Israel verhängt – Maßnahmen, die die Regierung Netanjahu rundweg

ignoriert.


Zudem stellte das Gericht fest, dass die Besetzung palästinensischen

Territoriums durch Israel rechtswidrig ist und ein Verbrechen der

Segregation oder Apartheid darstellt. Der Internationale

Strafgerichtshof hat Haftbefehle gegen Premierminister Netanjahu und

den ehemaligen Verteidigungsminister Gallant wegen Kriegsverbrechen

und Verbrechen gegen die Menschlichkeit erlassen.


Die Vereinten Nationen, Menschenrechtsorganisationen und viele

ehemalige hochrangige israelische Militär- und Geheimdienstoffizielle

schlagen Alarm über Israels katastrophales Vorgehen in Gaza und seine

entmenschlichende Politik im Westjordanland.


Die EU verfügt über zahlreiche Möglichkeiten, um Israel unter Druck zu

setzen und den brutalen Krieg in Gaza zu beenden.


Die Zeit des Händeringens und leerer Erklärungen ist vorbei. Die EU

verfügt über zahlreiche Möglichkeiten, um Israel unter Druck zu setzen

und den brutalen Krieg in Gaza zu beenden. Ebenso kann sie auf ein

Ende der Besatzung drängen und den Weg zu einer tragfähigen

Zwei-Staaten-Lösung ebnen, sodass ein unabhängiger und demokratischer

palästinensischer Staat in Frieden neben Israel existiert.


Sollte die Europäische Union nicht in der Lage sein, den politischen

Willen für ein gemeinsames Handeln aufzubringen, um EU-weite

restriktive Maßnahmen zu ergreifen – wie etwa die Aussetzung des

Assoziierungsabkommens, ein generelles Handelsverbot mit den illegalen

israelischen Siedlungen, Sanktionen gegen Regierungsvertreter und

Militärs sowie die Einstellung von Waffenlieferungen oder die

Aussetzung von „Horizont Europa“ –, dann läge die moralische,

politische und rechtliche Verantwortung bei den einzelnen Mitgliedstaaten.


Länder wie Spanien, Irland und Slowenien haben bereits mutige Schritte

unternommen, indem sie den Staat Palästina anerkannt und Rechenschaft

für Israels Verbrechen gefordert haben. Das reicht jedoch nicht. Die

Länder Europas, die vorgeben, die Menschenrechte zu unterstützen und

das Völkerrecht zu wahren, müssen mit gutem Beispiel vorangehen und

innerhalb ihrer eigenen Zuständigkeiten handeln. Es gibt eine Reihe

konkreter Schritte, die sie dabei ergreifen können. Dazu gehören unter

anderem folgende Maßnahmen:


Erstens: Die einseitige Aussetzung oder Aufhebung von Genehmigungen

für Waffenexporte nach Israel im Rahmen der jeweiligen nationalen

Exportkontrollgesetze, einschließlich für Dual-Use-Güter und -Technologien.


Zweitens: Im Hinblick auf „Horizont Europa“ kann jeder Mitgliedstaat

die Finanzierung national kofinanzierter Projekte mit israelischer

Beteiligung stoppen, oder sich aus gemeinsamen Forschungsabkommen mit

israelischen Institutionen zurückziehen. Universitäten und

Forschungseinrichtungen können zudem angewiesen werden, mit bestimmten

israelischen Einrichtungen nicht zu kooperieren.


Die Mitgliedstaaten können auf nationaler Ebene Sanktionen wegen

Menschenrechtsverletzungen verhängen.


Drittens: Die Mitgliedstaaten können auf nationaler Ebene Sanktionen

wegen Menschenrechtsverletzungen verhängen. Dazu gehören unter anderem

Einreiseverbote und das Einfrieren von Vermögenswerten.


Während das Vereinigte Königreich und einige nordische Länder über

solche Gesetze verfügen, könnten andere Staaten Anti-Geldwäsche- oder

Anti-Terrorismus-Gesetze nutzen, um Vermögenswerte einzufrieren.

Mitgliedstaaten können auch nach nationalem Einwanderungsrecht

Personen die Einreise verweigern, wie es Frankreich und Slowenien

getan haben.


Viertens: Während ein umfassendes Handelsverbot für Siedlungen in die

ausschließliche Zuständigkeit der EU fällt, können die Mitgliedstaaten

siedlungsbezogene Unternehmen von der öffentlichen Auftragsvergabe und

aus staatlichen Investmentfonds ausschließen.


Staatsunternehmen oder Staatsfonds können sich aus

Siedlungsunternehmen zurückziehen, wie es Norwegen getan hat. Außerdem

können nationale Behörden Hafenanläufe für israelische Marineschiffe

oder die Nutzung des Luftraums durch israelische Militärflugzeuge

verbieten.


Fünftens: Mitgliedstaaten, die über eine universelle Gerichtsbarkeit

verfügen – wie zum Beispiel Deutschland, Spanien, Belgien, Frankreich

und Schweden –, können mutmaßliche israelische und palästinensische

Kriegsverbrecher bei Einreise oder teils auch in Abwesenheit

strafrechtlich verfolgen.


Die baltischen Staaten und die Tschechische Republik können zudem

Sanktionen wegen Menschenrechtsverletzungen auch außerhalb des

EU-Rahmens verhängen. Alle Mitgliedstaaten sind natürlich

verpflichtet, den Internationalen Strafgerichtshof bei Haftbefehlen

und Ermittlungen zu unterstützen.


Einzelne Länder sollten Koalitionen der Willigen bilden, die selbst

handeln. Das würde nicht nur europäische Blockierer neutralisieren,

sondern auch eine kritische Masse an Unterstützung innerhalb der EU

und darüber hinaus schaffen, vor allem auch in der arabischen Welt und

im weiteren Globalen Süden, um den Schutz und die Durchsetzung des

Völkerrechts voranzubringen.


Und doch bleibt die EU wie gelähmt – blockiert durch die politische

Obstruktion einiger weniger Mitgliedstaaten und durch die inakzeptable

Unwilligkeit, die israelische Regierung mit spürbaren Konsequenzen zu

konfrontieren.


Das Versagen der EU, zu handeln, ist nicht nur ein Verrat am

palästinensischen Volk.


Das Versagen der EU, zu handeln, ist nicht nur ein Verrat am

palästinensischen Volk. Es ist eine direkte Bedrohung für die

Glaubwürdigkeit und das Ansehen Europas in der Welt. Wie kann die EU

erwarten, ernst genommen zu werden, wenn sie Rechenschaft für

russische Kriegsverbrechen in der Ukraine fordert, während sie Israel

vor jeglicher Sanktion, Kontrolle oder wirksamem Druck schützt?


Diese Heuchelei entgeht der internationalen Gemeinschaft natürlich

nicht, insbesondere nicht dem Globalen Süden, wo die Erinnerungen an

Kolonialismus und Doppelstandards tief sitzen. Afrikanische,

lateinamerikanische und arabische Führer erkennen die selektive

Empörung der EU als das, was sie ist: eine Fortsetzung eurozentrierter

Außenpolitik, die geopolitische Verbündete bevorzugt und Gegner

bestraft – ungeachtet der zugrunde liegenden universellen Prinzipien.


Europas Ansehen als prinzipientreuer, verlässlicher und regelbasierter

Akteur wird nicht von autoritären Regimen wie Russland oder China

zerstört, sondern durch die eigene Weigerung, das Völkerrecht

durchzusetzen, wenn der Täter ein Verbündeter ist.


Im Kern dieser beschämenden Lähmung stehen Regierungen, die sich für

die Straflosigkeit Israels entschieden haben. Deutschlands historische

Verantwortung, jüdisches Leben und die Sicherheit des jüdischen Volkes

zu schützen, rechtfertigt keinesfalls, die Handlungen der israelischen

Regierung über das Völkerrecht zu stellen.


Unter der hochproblematischen politischen Prämisse der bedingungslosen

Unterstützung Israels als Teil der deutschen „Staatsräson“ ist Berlin

zum wichtigsten Unterstützer der israelischen Regierung in Europa

geworden. Deutschland liefert Waffen, blockiert EU-Maßnahmen und

unterdrückt innenpolitischen Widerspruch.


Nur dank wachsenden öffentlichen Drucks – inzwischen wollen zwei

Drittel der Deutschen, dass ihre Regierung wirksame Maßnahmen gegen

Israel ergreift – kündigte Kanzler Merz am 8. August den beispiellosen

Schritt an, dass Berlin vorübergehend Waffenlieferungen einstellt,

welche die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte in Gaza einsetzen

kann. Später unterstrich er jedoch, dass Deutschland keine

EU-Handelssanktionen gegen Israel unterstützen werde.


Deutschland ist leider nicht das einzige EU-Mitglied, das sich in

beschämender Weise durch fehlendes Engagement und Handeln auszeichnet.


Wenn die deutsche Regierung es wirklich ernst meinen würde mit der

Sicherung von Israels Zukunft und der Verhinderung eines weiteren 7.

Oktober, müsste sie unermüdlich daran arbeiten, die illegale Besetzung

Palästinas und die anhaltende genozidale Militärkampagne in Gaza zu

beenden.


Berlin könnte sogar helfen, die verbliebenen israelischen Geiseln von

ihrem schrecklichen Schicksal zu befreien, indem es Netanjahu unter

Druck setzt, zielführende Verhandlungen mit der Hamas über eine

Geiselfreilassung, eine Waffenruhe und den humanitären Zugang wieder

aufzunehmen – Verhandlungen, die Netanjahu im März abbrach, um sein

eigenes politisches Überleben zu sichern, als er von den offen

rassistischen, rechtsextremen Parteien seiner Koalition unter Druck

gesetzt wurde.


Deutschland ist leider nicht das einzige EU-Mitglied, das sich in

beschämender Weise durch fehlendes Engagement und Handeln auszeichnet.

Italien hat sich unter Melonis rechtsextremer Regierung zu einem

Sprachrohr der israelischen Kriegsnarrative entwickelt.


Ungarn und die Tschechische Republik, seit Langem loyal gegenüber

nationalistischen, autoritären Regimen, haben den EU-Konsens zu

Palästina bislang konsequent blockiert.


Diese Regierungen handeln nicht im Interesse eines Friedens zwischen

Israel und Palästina. Sie untergraben die europäische Einheit,

beschädigen die globale Glaubwürdigkeit und die Partnerschaften der

EU. Damit sind sie nicht nur mitschuldig an der Verlängerung des Leids

von Millionen Palästinensern, sondern gefährden auch die Sicherheit

Israels.


Die Untätigkeit der Europäischen Union ist nicht nur ein grober

strategischer Fehler, sie ist ebenfalls ein entsetzliches moralisches

Versagen. Das Zaudern der EU ermöglicht Israels Straflosigkeit und

verfestigt einen Konflikt, der noch über Generationen Instabilität,

Radikalisierung und Verzweiflung im Nahen Osten nähren wird.


Die Palästinenser verdienen Freiheit, Würde und Selbstbestimmung. Die

Israelis verdienen Frieden und Sicherheit innerhalb international

anerkannter Grenzen. Beide Völker brauchen Führungspersonen – und

internationale Partner –, die keine Mühe scheuen, für Gerechtigkeit

und Frieden einzutreten, nicht für eine dauerhafte Besatzung und einen

niemals endenden Kreislauf der Gewalt.



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11. Die Zeit: Verteidigung: EU-Rüstungsausgaben steigen auf Rekordwert von 343 Milliarden Euro


https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-09/eu-verteidigungsausgaben-erreichen-rekordwert-343-milliarden-euro


Verteidigung: EU-Rüstungsausgaben steigen auf Rekordwert von 343 Milliarden Euro


Im zweiten Jahr in Folge erreichen die Militärausgaben in der EU einen

neuen Höchststand. "Und wir werden hier nicht aufhören", sagt die

Außenbeauftragte Kaja Kallas.


Aktualisiert am 2. September 2025, 8:14 Uhr


Die Verteidigungsausgaben der 27 EU-Länder sind im vergangenen Jahr

erneut auf einen Rekordwert gestiegen. Wie aus dem Jahresbericht der

Europäischen Verteidigungsagentur (EDA) hervorgeht, lagen sie 2024 bei

insgesamt 343 Milliarden Euro. Das waren 19 Prozent mehr als im

Vorjahr.


"Europa gibt Rekordbeträge für Verteidigung aus, um unsere Bevölkerung

zu schützen, und wir werden hier nicht aufhören", sagte die

EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. Für 2025 sagte die EDA einen weiteren

Anstieg auf 381 Milliarden Euro voraus. Der Agentur zufolge werden

davon fast 130 Milliarden Euro in Investitionen für neue Waffen

fließen.


(…)


EDA-Generalsekretär André Denk nannte die Zahlen "ermutigend". Um die

Nato-Ziele zu erreichen, brauche es jedoch "noch größere Anstrengungen

und Ausgaben von insgesamt über 630 Milliarden Euro pro Jahr", sagte er.



——


12. ORL: Die Mythen der Militarisierung im Faktencheck



https://www.ohne-ruestung-leben.de/mitmachen/faktencheck-mythen-der-militarisierung.html


Häufige Behauptungen zur Aufrüstung


Die Mythen der Militarisierung im Faktencheck


Europa steht vor der größten Aufrüstung seit Jahrzehnten. Bald könnte

fast jeder zweite Euro aus dem Bundeshaushalt in Militär und

kriegsrelevante Infrastruktur fließen.


In Medien und politischen Debatten heißt es, diese Aufrüstung sei

zwingend nötig. Aber sind die Fakten wirklich so eindeutig?


Wir haben die häufigsten Behauptungen nüchtern und sachlich überprüft.

Die Ergebnisse finden Sie hier.


Behauptung #1:  Die Bundeswehr wurde in den letzten Jahren kaputtgespart <https://www.ohne-ruestung-leben.de/mitmachen/faktencheck-mythen-der-militarisierung.html#c4274>

Behauptung #2:  Deutschland muss Verantwortung übernehmen; das geht nur militärisch <https://www.ohne-ruestung-leben.de/mitmachen/faktencheck-mythen-der-militarisierung.html#c4281>

Behauptung #3:  2029 könnte Russland Europa angreifen. Ohne die USA sind wir schutzlos ausgeliefert <https://www.ohne-ruestung-leben.de/mitmachen/faktencheck-mythen-der-militarisierung.html#c4276>

Behauptung #4:  Verhandlungen sind sinnlos; Aggressoren verstehen nur militärische Stärke <https://www.ohne-ruestung-leben.de/mitmachen/faktencheck-mythen-der-militarisierung.html#c4277>

Behauptung #5:  Atomare Abschreckung schafft Sicherheit und Frieden <https://www.ohne-ruestung-leben.de/mitmachen/faktencheck-mythen-der-militarisierung.html#c4278>

Behauptung #6:  Rüstungsexporte sichern Stabilität und Einflussnahme in strategisch wichtigen Regionen <https://www.ohne-ruestung-leben.de/mitmachen/faktencheck-mythen-der-militarisierung.html#c4280>

Behauptung #7:  Steigende Rüstungsausgaben bringen wirtschaftlichen Aufschwung und sind ein Jobmotor

 <https://www.ohne-ruestung-leben.de/mitmachen/faktencheck-mythen-der-militarisierung.html#c4279>


——


Mit freundlichen Grüßen


Clemens Ronnefeldt

Referent für Friedensfragen beim deutschen

Zweig des internationalen Versöhnungsbundes


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.09.2025

Beiträge GAZA August - September 2025

aus e-mail von Karin Gerlich, 3. September 2025, 14:44 Uhr


Mit Datum vom 31. August hat die International Association of Genocide

Scholars (IAGS, wörtlich: Internationale Gesellschaft der

Völkermord-WissenschaftlerInnen) eine knappe, aber sehr pointierte

Resolution verabschiedet, in der sie Genozid durch Israel an

PalästinenserInnen in Gaza feststellt (englisch, drei Seiten):

https://genocidescholars.org/wp-content/uploads/2025/08/IAGS-Resolution-on-Gaza-FINAL.pdf


*Mehr zum Thema:*


Netanjahu beharrt auf Fortsetzung des Gazakriegs, "um alle Ziele zu

erreichen"

<https://www.derstandard.at/story/3000000282150/netanjahu-beharrt-auf-fortsetzung-des-gazakriegs-um-alle-ziele-zu-erreichen>


Kommentar: Israels Regierung verfolgt einen sinnlosen Plan – und niemand

kann sie stoppen

<https://www.derstandard.at/story/3000000282789/israels-regierung-verfolgt-einen-sinnlosen-plan-und-niemand-kann-sie-stoppen>


Druck auf Israel steigt: Laut Hungersnot-Skala ist "schlimmstes

Szenario" eingetreten

<https://www.derstandard.at/story/3000000281546/druck-auf-israel-steigt-laut-hungersnot-skala-ist-schlimmstes-szenario-eingetreten>


Einserkastl: Der Krieg der Bilder in Gaza

<https://www.derstandard.at/story/3000000282242/der-krieg-der-bilder-in-gaza>


Wenn Journalisten im Gazakrieg als Feinde Israels getötet werden

<https://www.derstandard.at/story/3000000283057/wenn-journalisten-im-gazakrieg-als-feinde-israels-getoetet-werden>


Analyse: An Al Jazeera scheiden sich auch die arabischen Geister

<https://www.derstandard.at/story/3000000283049/an-al-jazeera-scheiden-sich-auch-die-arabischen-geister>


Hamas: "Aggressiver" israelischer Militäreinsatz in Gaza-Stadt

<https://www.derstandard.at/story/3000000283377/hamas-aggressiver-israelischer-milit228reinsatz-in-gaza-stadt>


Uno sieht Hinweise auf sexuelle Gewalt gegen palästinensische Gefangene

<https://www.derstandard.at/story/3000000283291/uno-sieht-hinweise-auf-sexuelle-gewalt-gegen-palaestinensische-gefangene>


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.09.2025

Treiben Jemen & Iran Israel in eine historische Niederlage?

aus e-mail von Doris Pumphrey, 3. September 2025, 14:28 Uhr


*Jacques Baud: Eskalationsspirale –

Treiben Jemen & Iran Israel in eine historische Niederlage? *


/Siehe (in deutscher Übersetzung) hier:

/https://www.youtube.com/watch?v=0LlgX7yCMA0


unser Kommentar:  Verantwortlich für UN-Schutzverantwortung ist auch Israel als Besatzer Palästinas. Im Einklang mit dem Völkerrecht.



_RTDE 2.9.2025_


*Huthi-Militär berichtet von Angriff auf Gebäude des israelischen

Generalstabs *


Ein Vertreter des Huthi-Militärs im Jemen hat am Dienstag über mehrere

Drohnenangriffe auf Ziele in Israel berichtet. Laut der Erklärung, die

von der Nachrichtenagentur /Saba/ zitiert wurde

<https://www.saba.ye/en/news3546697.htm>, trafen die Luftstreitkräfte

der jemenitischen Bewegung das Gebäude des israelischen Generalstabs in

Tel Aviv-Jaffa. Für die Attacke sei die Drohne vom Typ Sammad-4

eingesetzt worden.


Des Weiteren sollen die Drohnen im Kraftwerk in Chadera, dem Flughafen

Lod nahe Tel Aviv-Jaffa (besser bekannt als Flughafen Ben Gurion) und

dem Hafen von Aschdod eingeschlagen haben. Nach Huthi-Angaben seien alle

Ziele auf dem "besetzten Territorium von Palästina" erfolgreich

getroffen worden. Außerdem hätten die Huthis das Containerschiff MSC ABY

mit zwei Drohnen und einem Marschflugkörper angegriffen, hieß es aus der

Erklärung weiter. Das Schiff habe einen Volltreffer bekommen.


Vergangene Woche hatten die israelischen Streitkräfte einen Luftangriff

auf die von Huthi-Kräften kontrollierte Hauptstadt Sanaa durchgeführt.

Im Ergebnis der Attacke wurde der Premierminister der Huthi-Regierung

Ahmed al-Rahawi zusammen mit einer Reihe von Ministern getötet. Mahdi

al-Maschat, der Vorsitzende des Obersten Politischen Rates, drohte

Israel Vergeltungsmaßnahmen an.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.09.2025

Die BRICS-Staaten – Motor der multipolaren Entwicklung

Weltunion der Freidenker World Union of Freethinkers | U. M. des Libres Penseurs


aus e-mail von Irene Eckert, 3. September 2025, 7:01 Uhr


Beitrag von ELKE ZWINGE-MAKAMIZILE an der Konferenz vom 16. August 2025 der WUF in Győr

BRICS als neue wirkkräftige Plattform des globalen Südens und Osten kann nicht verstanden werden ohne den Kolonialismus, westliche Angriffskriege und antikoloniale Befreiungsbewegungen in den Blick zu nehmen.

BRICS ist Resultat im Spannungsfeld von unipolarer westlicher Dominanz und multilateraler Emanzipation des globalen Südens und Osten, zwischen völkerrechtsbasierter Weltordnung und regelbasierter Welt(un)ordnung.

Unter diesem Gesichtspunkt gebe ich einen kurzen Abriss aus der Zeit meiner Generation:

1945 nach dem Grauen von 6 Jahren Krieg in Europa, Afrika und Asien verlangten die Menschen und Regierungen „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus”. Die Gründung der UNO entsprach diesem weltweiten Wunsch.
Vertreter der sogenannten Siegernächte: Sowjetunion, China, USA, Großbritannien, Frankreich schrieben die UN-Charta. Sieger klingt bitter. hatte doch die Sowjetunion 26 Milionen Tote zu beklagen und China 35 Millionen Tote.
Domenico Losurdo sagte über den 2. Weltkrieg sogar: Der 2. Weltkrieg war für die Länder des Südens der größte Kolonialkrieg der Menschheitsgeschichte.

Wichtigste Aussagen der UN-Charta sind: Den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren, freundschaftliche, auf der Achtung vor dem Grundsatz der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung der Völker beruhende Beziehungen zwischen den Naionen zu entwickeln, die souveräne Gleichheit aller Mitglieder und territoriale Integrität zu achten.

Damit sind alle Merkmale einer multiliteralen, friedlichen Weltordnung, die Zusammenarbeit gleichberechtigter souveräner Staaten gesetzt.

Doch welch ein Widerspruch damals schon: Frankreich verübte am 8. Mai 1945 ein Massaker großen Ausmasses in Sélif, Algerien.

Trotzdem: die UN-Charta ist ein zivilisatorisches Meisterwerk, das universell und unteilbar zu gelten hat – gerade für eine multipolare Welt.

Ich als Freidenkerin, sehe das Völkerrecht als meine sogenannte „Bibel“ an.

Die drei Generationen des weiter entwickelten Völkerrechts umfasst das Humanitäre Völkerrecht, die Nürnberger Prinzipien, den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte und den Internationalen Pakt über wirtschaftliche soziale und kulturelle Rechte, beide aus 1966. Zwei Pakte, die die bipolare Welt widerspiegeln: auf der einen Seite die bürgerlichen Freiheitsrechte, früh schon als Liberty and Democracy instrumentalisiert, auf der anderen Seite die vom sozialistischen Lager eingeforderten wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte.

Viele Länder des Südens blieben nach 1945 Kolonien, ausgebeutet, mißachtet, ihrer Kultur, ihrer Lebensweise und ihres Lebens beraubt, viele bis in die 60-er Jahre. Afrikanische und asiatische Widerstandsbewegungen forderten immer wieder ihr Recht, das ihnen völkerrechtlich zustand.

Die russische Oktoberrevolution war für die afrikanischen Befreiungsbewegungen eine große politische Unterstützung. Sie war ein „Fanal für die Erhebung der kolonisierten Völker des Globalen Südens” (Beat Schneider).
Domenico Losurdo sagt: „Mit dem Sieg der antikolonialen Revolution Chinas wurde das Gefüge der Welt verändert.”

Folgerichtig fand 1955 die 1. antikoloniale Konferenz von Bandung, Indonesien statt. Vertreter aus 29 afrikanischen und asiatischen Ländern kamen. Unter ihnen Sukarno aus Indonesien, Zhou Enlai aus China, Nasser aus Ägypten, Nehru aus Indien, Nkrumah aus Ghana, Personen, deren Namen bis heute verbunden sind mit Souveränität und sozialem Fortschritt in ihren Ländern.

Die Konferenz verabschiedete die „Fünf Prinzipien der friedlichen Koexistenz”. Sie betonen ähnlich wie die Charta der Vereinten Nationen Souveränität, territoriale Integrität, Nichteinmischung in innere Angelegenheiten, Aggressionsverzicht und Gleichberechtigung in den internationalen Beziehungen. Mit diesen Leitlinien schuf sich die antikoloniale Bewegung ihre eigene für den globalen Süden bedeutende Charta, die aber mit dem inhaltlichen Bezug zur UN-Charta sich mit dem Rest der Welt verband.

In China wurde – von westlichen Medien kaum wahrgenommen – der 70. Jahrestag der Fünf Prinzipien im internationalen Rahmen groß gefeiert.
Xi Jinping betonte, dass Länder, die sich in ihren Gesellschaftssystemen, ihrer Ideologie, ihrer Geschichte, ihrer Kultur, ihrem Glauben, ihrer Entwicklung und ihrer Größe voneinander unterscheiden, wenn sie sich an die Fünf Prinzipien halten, eine Beziehung des gegenseitigen Vertrauens, der Freundschaft und der Zusammenarbeit führen können.

„Die Fünf Prinzipien sind ein Weg zur friedlichen Beilegung historischer Streitigkeiten und zur Überwindung überkommener, engstirniger, antagonistischer und konfrontativer Haltungen, wie sie in der Bockpolitik, der Einflusssphären zu finden sind“ (zitiert von Stephan Ossenkopp).

Ich gebe einen Kurzabriss der nachfolgenden Organisationen und Bewegungen. Sie zeigen in welcher Gestaltungskraft Länder des Südens sich zusammenschließen, ihre eigenen Interessen wahrnehmen und sich immer mehr von einer westlichen Dominanz entfernen.

1961 gründete sich die Bewegung der Blockfreien. Als oberstes Ziel galt die Erlangung der vollständigen staatlichen Souveränität. Nach Ansicht der damaligen Staatsführer beinhaltete Souveränität eine gleichberechtigte Teilnahme an internationalen Entscheidungsprozessen im politisch-militärischen wie auch im wirtschaftlichen, ideologischen und kulturellen Bereich in allen existierenden Gremien, besonders denen der UNO.

Heute gehören ihr 121 Länder an. Ihre Mitgliedsländer umfassen mittlerweile 55 Prozent der Weltbevölkerung.
Die Blockfreien-Bewegung wird in Europa und Ländern des globalen Südens als historische Inspiration zur Forderung nach Neutralität betrachtet Neutralität als Recht auf einen souveränen Staat, gegen Erpressungsversuchen aus den USA oder EU.

Einige aktuelle Beispiele:

  • Mexico ließ sich nicht nehmen zum BRICS-Gipfel nach Brasilien zu kommen, trotz Androhungen erhöhter Zölle.
  • Indien, BRICS-Mitglied, lässt sich nicht vorschreiben, von wem es Öl bezieht, trotz starken Drucks aus den USA.
  • Indonesien, BRICS-Mitglied, erklärt sich als neutral. Es hat intensive wirtschaftliche und freundschaftliche Beziehungen zu China aber auch Handelsbeziehungen zum Westen.
  • Vietnam als neues Partner-Mitglied von BRICS erklärt seine Neutralität mit klaren Positionen: keine Militärbündnisse, keine ausländische Militärbasen, keine Gewalt in internationalen Beziehungen.

Aus der Bewegung der Blockfreien heraus entstand 1964 die Gruppe der G77, seit 1994 G77 plus China. Gemäß Anzahl der Länder und Bevölkerung ist sie die größte Gruppe innerhalb der Vereinten Nationen.

Januar 2024 trafen sich die Bewegung der Blockfreien und die Gruppe 77 plus China in Kampala, Uganda und brachten ihre deutliche Verurteilung von Israels Genozid gegen Palästina zum Ausdruck.

Mitglieder beider Organisationen fordern seit Langem nachdrücklich ein Ende der völkerrechtswidrigen Sanktionen, Blockaden und Embargos als integraler Bestandteil der Kriegsführung der USA und Nato-Staaten. Besonders gegen Cuba, Irak, Syrien und Venezuela bewirken und bewirkten sie gnadenlose wirtschaftliche und indirekte tausendfache tödliche Auswirkungen für die Bevölkerung.

Das kriminelle Einfrieren von 300 Milliarden Dollar russischer und 9 Milliarden Dollar afghanischer Zentralbankreserven, das Festhalten von venezolanischem Gold auf der Bank von England treibt die Entwicklungs- und Schwellenländer immer weiter fort von USA und EU.

Eine wichtige Etappe hin zu einer multipolaren Welt bedeutete 2004 die Gründung von ALBA (Bolivarischen Allianz für die Völker unseres Amerikas). Mitglieder sind Venezuela, Kuba, Bolivien, Ecuador, Nicaragua und karibische Inselstaaten. Die ALBA-Länder gründeten die Bank des Südens und beteiligten sich an der Bank von Fortaleza. Die Kreditvergabe erfolgte für konkrete Entwicklungsvorhaben unter günstigen Bedingungen. Sie können durchaus als Vorläufer für das Bankwesen der BRICS, der New Development Bank NDB angesehen werden.

2011 entstand das Lateinamerikanische Bündnis CELAC, als ein Sub-Kontinent des Friedens. Celac gehören alle souveränen Staaten des amerikanischen Kontinents an außer den USA und Kanada.

Es wurde die gemeinsame Medienplattform Telesur gegründet als Antwort auf den Versuch der USA sich ihren Hinterhof zurück zu holen. In Kollaboration mit der einheimischen Oligarchie, die über 80% der Privatmedien in ihrer Hand hatte, wurde es notwendig den regime change Versuchen auch medial entgegen zu wirken.

Der Auseinandersetzung zwischen einer einheimischen Kompradoren-Bourgoisie, finanziell und durch Geheimdienste aus den USA unterstützt, und den siegreichen Volkskräften hat Klaus Hartmann in dem Freidenkerheft „Lateinamerika-Revolution und Konterrevolution“ einen wichtigen Beitrag gewidmet.

Die kognitive Kriegführung der USA/Nato verfeinert sich immer mehr. Die NATO veröffentlichte 2024 einen Bericht mit dem Titel „2024 Collaborative Research Program” („Gemeinsames Forschungsprogramm“). Kognitive Kriegsführung wird unverhohlen als wichtigstes Mittel der Kriegsführung bezeichnet und Propaganda und Ideologie zu Mitteln der Kriegsführung erhoben.

Als Antwort darauf gründete sich im selben Jahr die von China angeführte Global Think Tank Alliance, mit mehr als 200 Institutionen aus Entwicklungs- und Schwellenländern. Sie tritt der westlichen ideologischen Dominanz entgegen und will die kollektive Weisheit der Nationen nutzen.

Jahrzehntelang exportierte der Westen selbstbewusst seine Werte – liberale Demokratie, freien Marktkapitalismus und säkularen Individualismus – in der Überzeugung, dass sein Modell das Endziel der Menschheitsgeschichte darstelle. Zunehmend weigern sich Nationen von Asien bis Afrika, von Lateinamerika bis zur islamischen Welt, Laboratorien für westliche Ideale zu bleiben. Stattdessen suchen sie nach Modellen, die ihre eigenen Traditionen, Überzeugungen und lokalen Erfahrungen widerspiegeln. Diese sich abzeichnende Multipolarität ist eine Neuordnung der politischen Macht. (Asad Bahadur)

2001 entstand die Organisation Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit. Heute ist sie das größte Regionalbündnis. Aus eigener Erfahrung bestimmten Terrorismus, Seperatismus und Drogenhandel die anfängliche Agenda. Einmischung in die inneren Angelegenheiten und Gewaltandrohung waren für sie tabu. 2017 nahm die SCO Indien und Pakistan, ehemals verfeindet, als Mitglieder auf, 2023 den Iran und 2024 Belarus. Nach dem Angriff Israels auf den Iran 2025 sucht sie nach neuen Richtlinien der Sicherheitsstruktur.

2009, ein Jahr nach der Weltwirtschaftskrise, war die 1. Initiative zur Gründung von BRIC, das 2010 zu BRICS wurde. Die Länder, Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika. Anfang 2024 erweiterte es sich auf dem Gipfeltreffen von Kasan unter russischem Vorsitz um Ägypten, Äthiopien, Iran, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen-Emirate. Ein diplomatischer Erfolg Chinas brachte die einstigen Gegner Saudi-Arabien und Iran zusammen. Es nennt sich seitdem BRICS plus oder BRICS 10.

Vor dem BRICS-Gipfel 2024 hatten über 20 Länder einen Antrag auf Mitgliedschaft gestellt, unter anderem die Türkei. Man entschied einheitlich eine weitere Konsolidierung vorzunehmen, richtete aber den Status von Partnerländern ein. Mit Veränderungen im Status von Saudi-Arabien, das Beobachter blieb und Indonesien, das Partnerland war, aber im Jahr 2025 Vollmitglied wurde, ist der aktuelle Stand nun dieser:

  • 10 Vollmitglieder (BRICS plus): Ägypten, Äthiopien, China, Brasilien, Indien, Indonesien, Iran, Russland, Südafrika, Vereinigte Arabische Emirate.
  • 10 Partnerländer: Belarus, Bolivien, Cuba, Kasachstan, Malaysia, Nigeria, Thailand, Uganda, Usbekistan, Vietnam.

Damit hat sich BRICS auf 56% der Weltbevölkerung erweitert. Sie machen 44 Prozent der globalen Wirtschaft aus.Sie haben einen Anteil von 37% an der Weltproduktion nach Kaufkraftparität, verglichen mit 30 Prozent für die G7.

Über einen längeren Zeitraum betrachtet, ergibt sich eine eindeutige Tendenz:

  • Der Vergleich von BRICS mit G7 (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, USA ) hat eine grundlegende Veränderung ergeben.1992 hatte G7 einen Anteil von 47 Prozent an der Weltwirtschaft, 2022 nur noch etwas über 30%. Im gleichen Zeitraum hatten die 10 BRICS-Länder 1992 nur einen Anteil von 16 Prozent, heute ist er größer als G7. Kein Wunder, dass Trump die BRICS attakiert und mit hohen Strafzöllen droht für jedes Land, das mit ihnen Handel treibt.
  • Seit Gründung von BRICS ist die Ent-Dollarisierung ein wichtiger Eckpfeiler zur Emanzipation von der Dominanz westlicher Finanzstruktur. Der Dollar als Leitwährung wird mehr und mehr abgelöst durch nationale Transaktionseinheiten in Yuan, Rubel, Rupie, Riyal. Spektakuläres Ereignis war das Ende des Petro-Dollars als Saudi-Arabien das Agreement mit den USA nach 50 Jahren nicht verlängerte.
  • Bilaterale Handelsbeziehungen auch zwischen kleinen Staaten des globalen Südens wachsen an. Ein beeindruckendes Beispiel ist der vom Präsidenten Burkina Fasos, Ibrahim Traore eingeleitete Handel zwischen Burkina Faso und Bangladesch, beide Beobachterländer von BRICS. Ibrahim Traore ist mittlerweile eine mutige Stimme des neu erwachenden globalen Südens, speziell Afrikas, geworden.
  • Afrika erlebt einen großen Schub eines Panafrikanismus. Wesentlich daran beteiligt sind Burkina Faso, Mali, Niger, die die ausländischen Militärstützpunkte Frankreichs und der USA herausgeworfen haben.
  • Die Kooperation zwischen einem kleinen, sozialistischen Kuba und einem wirtschaftlich potenten, traditionsgemäß westlich orientierten Staat wie die Vereinigten Arabischen Emirate war ein Paradigmenwechsel hin zu einer multipolaren Welt. Beide Seiten erkannten Vorteile in der Zusammenarbeit. Kuba erkannte in dem Paradigmenwechsel gleichzeitig ein positives historisches Ereignis aus sozialistischer Sicht.

BRICS ist ein dynamisch laufender Motor im Prozess einer vielfältigen multipolaren Entwicklung!

Diese Dynamik ist der Existenz der vielen emanzipativen Vorläuferorganisationen gezollt und dem antikolonialen Geist der vergangenen Befreiungsbewegungen, der immer wieder Erwähnung findet.

Die 20 Länder von BRICS (BRICS 10 und 10 Partnerländer) sind aktiv in der Bewegung der Blockfreien, Shanghai Kooperation, ASEAN, G20, G77 plus China, ALBA, CELAC, Afrikanische Union, Neue Seidenstraße, UNO.

Dieser Austausch in verschiedenen Plattformen erweitert das Wissen, schult die Dialogbereitschaft und Dialogfähigkeit. Das macht eine große Flexibilität im Erkennen von Problemen und der Konsensfähigkeit aus, die BRICS auszeichnet.

Der diesjährige BRICS-Gipfel in Rio de Janeiro brachte folgende Ergebnisse:

  • Es gab eine uneingeschränkte Verurteilung der Ereignisse in Gaza.
  • Die New Development Bank (NDB) wird sich auf den direkten Handel zwischen BRICS-Mitgliedern ausweiten. Im Fall von Russland und China wickeln sie bereits 90 % ihres Handels in ihren eigenen Währungen ab.
  • Die 2024 auf dem BRICS-Gipfel in Kasan gegründete Getreidebörse wird weiter entwickelt. Sie stärkt die Bildung fairer und vorhersehbarer Preisindikatoren für Produkte und Rohstoffe, schützt die Nahrungsmittelsicherheit und die nationalen Märkte vor externer Einmischung.
  • Das Contingent Reserve Arrangement (CRA) soll Ländern mit Zahlungsschwierigkeiten helfen.
  • Eine zu fördernde Gruppe wird Frauenunternehmerverbänden zugeschrieben.
    Informationen über neue und potenzielle Investitions-/Entwicklungsprojekte sollen ausgetauscht werden.
  • Die NDB fördert nur produktive, nicht spekulative Projekte. Sie vergibt keine Gelder zur Schuldentilgung.
  • Auf allen Ebenen wurde über die Reform des UN-Sicherheitsrats und des IWF diskutiert.

Dazu Lawrow: „Im Jahr 2023 hat der IWF einen beispiellosen Kredit für die Ukraine in Höhe von 15,6 Milliarden Dollar (577 Prozent des nationalen Anteils der Ukraine) genehmigt. Das ist mehr als ein Drittel des jährlichen Volumens aller IWF-Programme. Seit Anfang 2022 hat die Weltbank fast 54 Milliarden Dollar für die Ukraine zugesagt. Insgesamt sind diese für die Ukraine bestimmten Summen doppelt so hoch wie die jährlichen Beträge, die die Bretton-Woods-Institutionen allen Ländern Afrikas zuweisen.“

BRICS ist kein Militärbündnis, Ziel ist es, eine neue internationale Sicherheitsarchitektur zu schaffen, in der die Sicherheitsbedürfnisse jeden Staates ernst genommen wird.

Lawrow stellt fest: „Das traditionelle Paradigma der Globalisierung, in dem die sogenannten entwickelten Staaten des Westens die vorherrschende Rolle spielen, wird zu einem Relikt. Es ist eine postwestliche Zeit angebrochen.“ Vorher hieß es BRICS ist nicht anti-westlich, es ist nicht-westlich.

Außerhalb von BRICS entwickelt sich das Groß-Projekt der Neuen Seidenstraße(BRI). Mitglieder von BRICS sind zum Teil eingebunden. 2013 wurde die Belt and Road Initiative von Xi Jinpeng ins Leben gerufen. Es ist die Umsetzung des nicht mehr zu stoppenden größten sozioökonomischen Entwicklungsplanes des 21. Jahrhunderts. Die BRI schafft eine globale Infrastruktur für den Transport von Gütern über Land und See – mit gemeinsamen Forschungs- und Industrieprojekten, kulturellem Austausch, und nicht zuletzt mit einem globalen Handel, der allen Vorteile bringt. „Nur so kann eine multipolare Welt entstehen, in der die Menschheit eine Zukunft hat.“ (Peter König).

Heute arbeiten in der BRI bereits mehr als 120 Staaten zusammen und ihre Tür steht weiteren Staaten in Süd und Nord, Ost und West offen.

Dass Ungarn an der neuen Seidenstraße teilnimmt, ist ein Stachel in der EU. Der ungarischen und serbischen Bevölkerung gefällt die chinesiche Schnellzugstrecke zwischen Belgrad und Budapest (fast fertig).

Wo stehen wir heute?

Der Genozid in Palästina! Unfassbar für das Menschsein. Proteste der Bevölkerungen aus Ländern des Westens gegen den Genozid der Regierungen von Israel und USA, auch gegen die eigenen Regierungen werden enorm potentiert durch Länderregierugen des globalen Südens und Osten.

Es muss eine Lösung erreicht werden! Die multipolare Welt muss die Kräfte bündeln, die Frieden durch Entwicklung, Kooperation statt Konfrontation wollen. Mit BRICS gibt es starke Kräfte, besonders mit China, der größten Volkswirtschaft der Welt, gemessen an Kaufkraftparität. Ihre wirtschaftliche Stärke kommt nicht nur China selbst zu Gute, sondern auch Ländern des globalen Südens.

Der kollektive US/NATO-Westen ist ein unter Schulden, Kriegssüchtigkeit, fehlenden Visionen, kultureller Verarmung versinkendes zukunftloses Projekt. Auch im kollektiven Westen wachsen Gegenkräfte.

Die heute aus der antikolonialen Blockfreien-Bewegung kommende Ausrichtung zur Neutralität umfasst Länder des globalen Südens, aber auch des kollektiven Westens.

Irland, Österreich und die Schweiz sind in Bedrängnis die friedensfördernde Neutralität zu verteidigen. In Deutschland gibt es seit Kurzem eine Kampagne zur Neutralität, zu verstehen als Ausdruck gegen die aggressive Nato-Politik. Wir, das Völkerrecht verteidigend, sind aktiver Teil der multipolaren Welt. Dessen sollten wir uns bewusst sein!

Um mit Bertolt Brecht zu enden:

„Daß das weiche Wasser in Bewegung
Mit der Zeit den mächtigen Stein besiegt.
Du verstehst, das Harte unterliegt.“

Visionäre Worte des Laotse, nicht mehr nur visionär.
___

Der vorliegende Text wurde in Györ etwas gekürzt vorgetragen.


Info: https://www.libres-penseurs.net/die-brics-staaten-motor-der-multipolaren-entwicklung/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.09.2025

NATO-Aufforderung an Rüstungsindustrie: Ukraine als Waffentestgelände

aus e-mail von Doris Pumphrey, 3. September 2025, 11:54 Uhr


_RTDE 3.9.2025


_*NATO-Aufforderung an Rüstungsindustrie:

Ukraine für Tests mit neuen Waffen nutzen


*/Von Rainer Rupp/


Der Aufruf des obersten NATO-Kommandeurs, die Ukraine als Testgelände

für neue Waffen zu nutzen, offenbart die zynischen Abgründe der

westlichen Werte. Während jede Woche zigtausende Soldaten getötet oder

verwundet werden, wird das Schlachtfeld zum Schaufenster für innovative

Rüstungskonzerne.


Die Ukraine, ein Land im Krieg, wird vom SACEUR, dem

NATO-Oberbefehlshaber und US-General Alexus Grynkewich

<https://www.af.mil/About-Us/Biographies/Display/Article/821704/alexus-g-grynkewich/>,

als ultimatives Testgelände für neue Waffentechnologien angepriesen. In

einer Rede am 28. August 2025 in Washington forderte er Rüstungsfirmen

auf, ihre Technologien im "realen Krieg" gegen einen "gleichstarken

Gegner" zu erproben. Deshalb forderte er die Unternehmen auf, die

bevorstehende Waffen-Messen "Defense Tech Valley 2025

<https://defensevalley.tech/>" im westukrainischen Lwow zu nutzen, um

"die Zukunft des Schlachtfelds" zu erleben. Angesichts des Leids in der

Ukraine – Hunderttausende Tote, Millionen Vertriebene – ist dieser

Aufruf eine zynische Spitzenleistung.


Während nicht nur in Deutschland immer mehr Menschen gegen die

"Aufrüstungsspirale" der NATO protestieren, scheinen die sogenannten

"Eliten" des kollektiven Westens die Ukraine als Labor für

profitgetriebene technologische Innovationen endgültig in den Untergang

zu treiben. Das ist die Konsequenz und logische Folge des

Stellvertreterkrieges, den die Nordatlantische Terrororganisation (NATO)

mit ihrem Rammbock Ukraine auf Kosten unzähliger Menschenleben gegen

Russland führt.


Ein Blick auf die bevorstehende Waffenmesse in Lwow, mitsamt

einschlägigen Konferenzen, die vom 16. bis 17. September stattfindet,

zeigt, dass sich hier militärische Ambitionen mit moralischen Abgründen

paaren. Laut den Aussagen des obersten NATO-Generals Grynkewich

präsentiert sich die "Defense Tech Valley 2025"-Messe den westlichen

Rüstungsunternehmen – egal ob groß oder klein, oder "Start-Ups" – als

ideale Bühne für wichtige Facetten der westlichen Aufrüstungsanstrengungen.


Die "Defense Tech Valley 2025" wird von der ukrainischen

"Brave1-Initiative" und dem Digitalministerium des Selenskij-Regimes

organisiert und als der weltweit größter Investitionsgipfel für

Militärtechnologie beworben. Nach dem Erfolg der ersten Veranstaltung

2024 in Kiew, die Hunderte Investoren und Entwickler aus über 50 Ländern

angezogen hatte, erwarten die Organisatoren dieses Jahr über 5.000

Teilnehmer aus 40 und mehr Nationen. Zu den Gästen zählen

Risikokapitalgeber, Rüstungsmanager, Militärs und Vertreter der

EU-Verteidigungsagentur sowie des EU-Büros für "Defence Innovation" (EUDIO).


Das Programm umfasst "Battle Proven" (kampferprobte)

Start-up-Wettbewerbe, vor allem im Bereich der neuen Drohnenwaffen, mit

30 ukrainischen Teams in Kategorien wie Trail Blazers

(Frühphasen-Start-ups), Game Changers (fronttaugliche Technologien) und

Power Players (maßgebliche Akteure). Neuentwicklungen wie KI-gesteuerte

Drohnen und Wasserroboter, die bereits im Krieg getestet wurden, stehen

dabei im Fokus.


Die Konferenz soll Partnerschaften zwischen ukrainischen Innovatoren und

globalen Investoren fördern. Wie sonst, geht es auch diesmal nur ums

Geldmachen: Eine skandinavische Delegation erhält zum Beispiel für eine

Gebühr von 8.500 Euro pro Person Zugang zu exklusiven Treffen mit

bestimmten "Start-ups" am Rande der Messe. Um Interessenten wegen des

Kriegszustandes in der Ukraine nicht vor dem Besuch der Waffenmesse

abzuschrecken, wird Lwow als "sicherste Großstadt" der Ukraine beworben.

Die jüngsten Einschläge von russischen Hyperschallraketen unweit der

Stadt werden dabei tunlichst ignoriert.


In seinem Aufruf, die Ukraine als Testgelände für neue Waffen zu nutzen,

hat US-NATO-General Grynkewich betont:


/"Die wenigen Unternehmen, die das bisher versucht haben, haben viel

dazugelernt. Andere sind nach Hause gegangen, weil sie nicht mithalten

konnten."/


Er empfahl Firmen, "die richtigen Partner" zu finden und Lwow zu

besuchen, um das "moderne Schlachtfeld" zu verstehen.


Bereits 2023 lobte der damalige NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg in

Kiew "die ukrainische Innovationskraft bei Drohnen und Minenräumung",

die angeblich die Verhandlungspositionen der Ukraine stärken würde. Im

Jahr 2024 sagte NATO-Vertreter David van Weel in Kraków:


/"Wir bauen keine Fabriken, aber wir zeigen, wohin die Zukunft geht und

wo investiert werden sollte."/


Diese Initiativen sollen die "Prioritised Ukraine Requirements List"

(PURL) <https://www.nato.int/cps/en/natohq/news_237128.htm> – die

Prioritätenliste der Militärischen Bedürfnisse für die Ukraine –

stärken, die im letzten Monat, nur Wochen nach ihrer Gründung, über 2

Milliarden Dollar (darunter 500 Millionen von Deutschland) für

Waffenkäufe mobilisiert hat, unter anderem für Patriot-Raketen und

Drohnen. General Grynkewich koordiniert diesen Bedarf und betont, dass

die Ukraine "maßgebliche Ausrüstung" aus US-Beständen erhalten wird, die

von europäischen Verbündeten finanziert werden.


In Kriegen sind es die einfachen Leute, die getötet oder verstümmelt

werden, während die Reichen in Kriegen in der Regel noch reicher werden.

Diese nicht zu verleugnende Tatsache wird jedoch im öffentlichen Diskurs

der Kriegsprofiteure und ihrer Politiker peinlichst verschwiegen.

Stattdessen wird der Krieg dem gemeinen Volk als moralische

Notwendigkeit präsentiert, um irgendwelche höheren Werte zu verteidigen,

welche die "Eliten" selbst formuliert haben und deren Profiteure sie

selbst sind. Nur sehr selten kommt es daher vor, dass ein leitender

Kriegsherr wie der NATO-SACEUR gegenüber dem Publikum den moralischen

Zynismus offenbart, der diesem System zugrunde liegt, indem er in seinem

Interview in Washington den profitorientierten Rüstungsunternehmen den

Krieg in der Ukraine als einzigartige Chance anpreist, um noch bessere

Geschäft machen zu können.


Grynkewichs Aufruf, die Ukraine als Waffentestplatz zu nutzen, ist eine

moralische Abscheulichkeit. Während jeden Monat Zigtausende sterben,

spricht er von einer "unglaublichen Chance" für Rüstungsfirmen. Das ist

grotesk. Als ob das Leid der Menschen in der Ukraine ein Werbeprospekt

für Drohnen und Raketen wäre. Der Krieg, der Städte zerstört, Familien

zerreißt, physische und psychische Krüppel hinterlässt, wird als

unbegrenztes Labor für höhere Profit umgedeutet. Der Fokus auf Gewinn

wirkt wie ein makabres Geschäft auf Kosten menschlicher Leben.


Die Aufforderung, ausländische Firmen sollen ihre Waffen in einem

aktiven Kriegsgebiet testen, ignoriert die humanitäre Katastrophe. Aber

wer trägt die Verantwortung, wenn zum Beispiel ungetestete Systeme

versagen und noch mehr Soldaten oder Zivilisten zu Opfern dieses Krieges

werden?


Die Begeisterung, aus dem bisherigen Kriegsverlauf Lehren zu ziehen, nur

um letztlich den nicht zu gewinnenden Krieg in der Ukraine zu

verlängern, zeigt, dass Menschenleben zweitrangig sind, solange die

Aktienkurse der Unternehmen steigen. Dieser Zynismus spiegelt sich auch

in der Tatsache wider, dass der Krieg als Innovationsmesse "verkauft"

wird, während das Land in Flammen steht!


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

02.09.2025

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Rainer Werning

nachdenkseiten.de, 02. September 2025 um 14:00 Ein Artikel von Rainer Werning

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war es Indonesien, das als erstes Land in Südostasien am 17. August 1945 die Unabhängigkeit des Inselreiches proklamierte. Wenige Tage später war es der vietnamesische Revolutionär und Widerstandskämpfer Ho Chi Minh, der am 2. September 1945 die Unabhängigkeit der Demokratischen Republik Vietnam (DRV) verkündete. Japan war besiegt und musste am selben Tag die Kapitulationsurkunde auf der in der Bucht von Tokio ankernden USS Missouri unterschreiben. Die alte Kolonialmacht Frankreich und die USA verstärkten derweil ihren Einsatz in Vietnam. Von Rainer Werning.

Im Herbst 1940, als die japanischen Faschisten in Indochina eindrangen, um es als Stützpunkt im Krieg gegen die Alliierten zu benutzen, verrieten die französischen Kolonialherren unser Land, gaben es in die Hände der Eroberer und kapitulierten vor Japan. Seitdem hat unser Volk unter dem doppelten japanisch-französischen Druck zu leiden. Das verschlechterte die ohnehin jammervolle Lage des Volkes. Ende 1944 und Anfang 1945 starben in weiten Gebieten, von Quang Tri im Süden bis zum Norden des Landes, über zwei Millionen unserer Landsleute an Hunger. Am 9. März 1945 entwaffneten die Japaner die französischen Truppen. Und wieder sind die französischen Kolonialherren geflohen, oder sie haben vor den Japanern kapituliert. So vermochten sie nicht nur nicht, uns zu ›schützen‹, sondern sie verkauften im Gegenteil unser Land im Laufe von fünf Jahren zweimal an die Japaner. (…) De facto hat unser Land im Herbst 1940 aufgehört, französische Kolonie zu sein; es wurde zu einer japanischen. Nach der Kapitulation Japans stand das ganze Volk unseres Landes auf, nahm die Macht in seine Hände und gründete die Demokratische Republik Vietnam. So haben wir eigentlich unsere Freiheit und Unabhängigkeit den Japanern und nicht den Franzosen entrissen.“

So heißt es in der Unabhängigkeitserklärung, die der Revolutionsführer Ho Chi Minh am 2. September 1945 in Hanoi anlässlich der Gründung der DRV verkündete.

Japan als Hegemonialmacht in Ost- und Südostasien

Der Kaiser ist heilig und unverletzlich“,

hieß es in der japanischen Verfassung von 1890, und er sei legitimiert, als direkter Nachfahre der Sonnengöttin Amaterasu mit unbeschränkter Machtfülle zu regieren. Als Souverän des Landes führte der Tenno Exekutive und Legislative, aber auch Heer und Marine. Nach zwei siegreichen Kriegen gegen China und Russland in den Jahren 1894/95 beziehungsweise 1904/05 war Japan zur regionalen Großmacht aufgestiegen. Im September 1931 besetzte die in der Mandschurei stationierte japanische Kwantung-Armee mehrere Großstädte in der Region, die als Puffer gegenüber der Sowjetunion strategische Bedeutung hatten. Im Juli 1937 ließ schließlich ein inszenierter Angriff auf eine japanische Militäreinheit bei Peking den Krieg gegen China an allen Fronten eskalieren.

Unter diesen Bedingungen erlebte Japan zwischen 1930 und 1940 ein phänomenales Wachstum seiner Wirtschaft. Die Industrieproduktion stieg um das Fünffache, die Stahlproduktion von 1,8 auf 6,8 Millionen Tonnen pro Jahr. Die Militärausgaben wuchsen gleichfalls überproportional. Gemessen am Gesamthaushalt Japans erreichten sie 1938 – ein Jahr nach der Invasion gegen China – einen Anteil von 75,4 Prozent. Schließlich verdoppelte sich von 1936 bis 1941 die Zahl der Wehrpflichtigen, sodass am 1. Januar 1942 sechs Millionen Soldaten unter Waffen standen.

Japans Kriegsökonomie erforderte die Sicherung strategisch wichtiger Rohstoffe, die zunächst aus China und seiner Kolonie Korea bezogen wurden. Für einen geregelten Ölnachschub war man auf die Felder in Niederländisch-Indien (heute Indonesien) und auf Sumatra und Borneo angewiesen, da die USA und Großbritannien 1941 einen Ölboykott gegen Tokio verhängt hatten. Gleichzeitig hatte Frankreichs Kolonialadministration Indochina widerstandslos den Japanern überlassen. Zwar blieben französische Kolonialbeamte in Vietnam, Laos und Kambodscha, doch tonangebend war fortan das japanische Militär. Damit kontrollierte das expansionssüchtige Kaiserreich nicht nur eine wichtige Rohstoffregion (Kautschuk, Kohle, Mangan, Bauxit, Nickel) – Indochina und Thailand wurden quasi Verbündete, um den weiteren militärischen Vormarsch der kaiserlichen Truppen in Südostasien zu flankieren. Begründet wurden diese Feldzüge mit der Größeren Ostasiatischen Gemeinsamen Wohlstandssphäre, die der Tenno als „Licht, Beschützer und Führer Asiens“ im „Kampf gegen den weißen Kolonialismus und Imperialismus“ entfesselt hatte.

Siegreiche Viet Minh

In Vietnam übte seit März 1945 die Kaiserliche Japanische Armee die eigentliche politische Macht aus. Sie erklärte kurzerhand die „Unabhängigkeit“ des Landes und setzte Kaiser Bao Dai als Oberhaupt dieses Vasallenstaates ein. Bis dato hatte die im Mai 1941 formierte Viet Minh (Liga für den Kampf um die Unabhängigkeit Vietnams), die als Bündnis antikolonialer, nationalistischer und kommunistischer Kräfte sowohl gegen die Franzosen als auch gegen die Japaner kämpfte, lediglich die schwer zugängliche Dschungelregion entlang der chinesischen Grenze kontrolliert. Das änderte sich jedoch mit der französischen Entmachtung; in rascher Abfolge konnte sie ein halbes Dutzend weitere Provinzen unter ihre Kontrolle bringen. Erfolgreiche Guerillaaktivitäten und die Erstürmung von Reislagern demoralisierten zunehmend eine Besatzungsmacht, die unter dem überwiegenden Teil der vietnamesischen Bevölkerung zutiefst verhasst war.

Es war ein kongeniales politisches Quartett in Gestalt von Ho Chi Minh, Pham Van Dong, Truong Chinh und Vo Nguyen Giap, das als Führungsspitze der Kommunistischen Partei Vietnams über herausragende organisatorische und militärische Fähigkeiten verfügte und stets darauf bedacht war, eine breitestmögliche Einheitsfront im Kampf gegen ihre politischen Gegner herzustellen beziehungsweise zu konsolidieren. Über diese vier Persönlichkeiten schrieb Gabriel Kolko in seinem fulminanten Opus Anatomy of a War von 1985:

(…) von dieser Zeit an stiegen sie zu einer kollegialen, kooperativen und kreativen Führung auf, die, frei von Problemen des Egoismus, in den folgenden vier Jahrzehnten für eine bemerkenswerte Kontinuität sorgte. Deren Harmonie bildete eine Urquelle für die Stärke einer Partei und war ein wesentlicher Grund dafür, dass diese nicht – wie im Falle anderer marxistisch-leninistischer Parteien – von Ränkespielen und Führungskämpfen heimgesucht wurde.“

Am 14. August 1945, wenige Tage nach den Atombombenabwürfen auf die Städte Hiroshima und Nagasaki, nahm der japanische Kaiser Hirohito seine Kapitulationsrede auf, die am nächsten Tag im Radio ausgestrahlt wurde. Am 2. September kam es auf dem in der Sagami-Bucht vor Tokio ankernden US-Schlachtschiff USS Missouri offiziell zur Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde. Japans politische und militärische Führung, die Ost-, Südostasien und zahlreiche Inseln im Pazifik mit Krieg und Zerstörung überzogen hatte, musste fortan den Befehlen des Siegers USA gehorchen – widerwillig und mit Abscheu, wie die Gesten des Oberbefehlshabers der japanischen Armee, General Umezu Yoshijiro, verrieten. Bevor er zusammen mit Außenminister Shigemitsu Mamoru seine Unterschrift unter die Kapitulationsurkunde setzte, schnäuzte er sich mehrfach und laut – ein in Ostasien zutiefst unmanierliches Benehmen.

Vereitelte Wahlen

Jubelfeiern prägten am 15. August 1945 in zahlreichen Städten Asiens das Bild. Das japanische Kolonialjoch war abgeschüttelt, und die früheren westlichen Kolonialherren hatten ihren Nimbus der Unbesiegbarkeit eingebüßt. Grund genug für die vielschichtigen – bewaffneten und politischen – antikolonialen Organisationen, Partisanengruppen und Parteien, auf ein Ende äußerer Bevormundung zu drängen und die Unabhängigkeit ihrer Länder anzustreben.

Die Viet Minh hatte geschickt ein Machtvakuum genutzt und auf die Unterstützung der Alliierten gesetzt. Die Anfangspassagen der Unabhängigkeitserklärung orientierten sich stark am US-amerikanischen Vorbild. Doch die Kolonialmacht Frankreich kämpfte hartnäckig um die Wiederherstellung ihrer politischen und ökonomischen Herrschaft. Seine Niederlage in der Schlacht von Dien Bien Phu im Frühjahr 1954 und weltweite Proteste gegen den Krieg führten am 20./21. Juli zur Unterzeichnung der Genfer Indochina-Abkommen. Zwar beendeten diese vorerst die Kampfhandlungen, brachten aber nicht die Unabhängigkeit und Einheit Vietnams. Die sollten allgemeine, freie Wahlen im Jahre 1956 besiegeln. Bis dahin wurde entlang des 17. Breitengrads eine militärische Demarkationslinie – in etwa vergleichbar der Jahre zuvor in Korea errichteten Demarkationslinie entlang des 38. Breitengrads – gezogen, die das Land faktisch teilte. Während Hanoi auf die Durchführung der in den Genfer Abkommen festgelegten allgemeinen Wahlen beharrte, lehnte Saigon diese rundweg ab – aus Furcht vor einem überwältigenden Wahlsieg Ho Chi Minhs. Zu Beginn der 1960er-Jahre war die Chance einer friedlichen Vereinigung vertan und der (inner-)vietnamesische Konflikt durch die zunehmende West-Ost-Blockkonfrontation internationalisiert worden.

Teilung und erneut Krieg

In der auf Betreiben Frankreichs und der USA Ende Oktober 1955 als Gegenregierung zur DRV geschaffenen Republik Vietnam (Südvietnam) traten die USA immer tiefer in die Fußstapfen der japanischen und französischen Kolonialisten. Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen (ein vermeintlicher Angriff nordvietnamesischer Patrouillenboote auf einen US-amerikanischen Zerstörer in internationalen Gewässern, der Anfang August 1964 die sogenannte Tongking-Affäre auslöste) provozierte die US-Regierung einen Krieg, der in Vietnam bis heute als „Amerikanischer Krieg“ und im Ausland gemeinhin als Vietnamkrieg beziehungsweise „Zweiter Indochinakrieg“ bezeichnet wird.

In Washington grassierte ein paranoider Antikommunismus, der die politische Führung und Militärstrategen gleichermaßen auf die kategorische, wiewohl dürftige „Domino-Theorie“ fixierte. Demnach galt es, in Vietnam unbedingt Stärke und Verantwortung für seinen dortigen Verbündeten zu demonstrieren, andernfalls überließe man das Land „den Kommunisten“. Und fiele erst einmal Vietnam, würde das eine Kettenreaktion auslösen und die Nachbarländer – Dominosteinen vergleichbar – in rascher Abfolge „kommunistisch“ werden lassen. Damit, so die Horrorvorstellung der US-amerikanischen Regierungen in den 1960er- und frühen 1970er-Jahren, wäre die Region Südostasien ein für alle Mal „verloren“ und ein erweiterter Einflussbereich der Volksrepublik China.

Die eigentlich naheliegende Vorstellung, dass mit der Gründung der DRV das Fanal eines Kampfes für Unabhängigkeit und Freiheit gesetzt und der vietnamesischen Bevölkerung endlich ein Weg aus kolonialer Bevormundung gewiesen worden war, passte nicht ins Weltbild imperialer Kommissköpfe. Die dumpfe Gleichsetzung von Nationalisten mit Kommunisten, gekoppelt mit Ignoranz und arroganter Missachtung vietnamesischer Geschichte und Kultur, ließ Washington einen Krieg verursachen, auf dessen Höhepunkt (31. Januar 1969) 1,1 Millionen vietnamesische Soldaten und Milizionäre sowie 542.400 GIs gegen die nordvietnamesische Volksarmee und südvietnamesische Partisanenverbände kämpften.

In seinem Hauptartikel der Ausgabe vom 7. April 1975 räsonierte das Hamburger Nachrichtenmagazin Der Spiegel über das Kriegsende und kam zu dem Fazit, dass

er außer Amerikas Reichtum (geschätzte 140 Milliarden Dollar – Anm. RW) auch Amerikas politische Moral schwer schädigte und über 56.000 Amerikaner das Leben kostete. Binnen drei Wochen“

hieß es darin weiter

krachte dieses asiatische Pseudo-Sparta zusammen, waren von (Südvietnams General – Anm. RW) Thieus 13 Divisionen sechs zerstoben, sah sich der Staatschef fast auf den Herrschaftsbereich des Bürgermeisters von Saigon reduziert – ein Debakel vergleichbar etwa mit dem jähen Fall Frankreichs 1940, dramatischer als die schleichende Katastrophe in Kambodscha, dessen Staatschef Lon Nol dieser Tage nach Bali entflog, ein Ergebnis überlegener Kampfmoral wie überlegener strategischer Phantasie. (…) 7,1 Millionen Tonnen Bomben hatten die Amerikaner über Vietnam abgeworfen, dreieinhalbmal so viel, wie im Zweiten Weltkrieg vom Himmel fielen. Eine Million Vietnamesen waren umgekommen, sechs Millionen verloren ihre Heimat und mussten vor den Fronten flüchten, mehr als ein Viertel des Tropenwaldes war von Bomben und Granaten zerfetzt und auf viele Jahre durch chemische Entlaubungsgifte zerstört. Selbst in Südvietnam, für das die Amerikaner den Dschungelkrieg führten, hatten die Flächenwürfe der US-Bomber zwölf Prozent der Agrarfläche zerstört; im feindlichen Norden ging fast die Hälfte der Dörfer in Flammen auf.“

Der Krieg zog auch die auf Neutralität bedachten Nachbarstaaten Kambodscha und Laos in Mitleidenschaft, wo weitere massive B-52-Flächenbombardements mit Napalm Millionen Menschen zwangen, in die Städte zu fliehen. Am 27. Januar 1973 war zwar im Abkommen von Paris das Ende eines „Krieges ohne Fronten“ (Greiner) vereinbart worden. Doch noch zwei erbitterte Kampfjahre vergingen, bis Saigon kapitulierte und die letzten US-Staatsbürger mit Hubschraubern panisch außer Landes geschafft wurden. Wie in Korea zwei Jahrzehnte zuvor hatte ein weiterer imperialer Nachfolgekrieg des Zweiten Weltkriegs die Länder Vietnam, Kambodscha und Laos in Schutthaufen verwandelt.


Vietnam – Zeittafel (Zusammenstellung: Rainer Werning)

Seit 1858 beginnen französische Truppen mit der schrittweisen Eroberung der südlichen und später der nördlichen Landesteile Vietnams.

1887 – Entstehung der Indochinesischen Union durch den Zusammenschluss der (südlichen) Kolonie Cochinchina und der Protektorate Tonking (Nordvietnam) und Annam (Zentralvietnam) sowie dem Protektorat Kambodscha mit Saigon als Hauptstadt – 1893 kommt Laos dazu.

1925 – Gründung der Thanh Nien (Liga der revolutionären Jugend Vietnams) auf Initiative des 1890 geborenen Ho Chi Minh in Kanton (China)

3. Februar 1930 – Gründung der Kommunistischen Partei Vietnams (KPV) in Hongkong

1937 – Bildung der Demokratischen Front Indochinas unter Einfluss der KPV

Juni 1940 – Frankreich kapituliert und das Vichy-Regime erklärt sich an der Seite Deutschlands zur Kooperation mit Japan bereit. Japan besetzt Vietnam, während seine Truppen die dortige französische Kolonialverwaltung (noch) im Amt belassen.

10. Mai 1941 – Gründung der Viet Minh (Liga für den Kampf um die Unabhängigkeit Vietnams)

Ende 1944 bis Anfang 1945 – Verheerende Hungersnot, in deren Verlauf über zwei Millionen Menschen sterben

9. März 1945 – Die japanischen Truppen lösen die französische Kolonialverwaltung auf und proklamieren ein „unabhängiges“ Vietnam mit Kaiser Bao Dai an der Spitze.

15. August 1945 – Japan kapituliert

2. September 1945 – Ho Chi Minh ruft in Hanoi unter großer Anteilnahme der Bevölkerung die Demokratische Republik Vietnam (DRV) aus.

5. Juni 1948 – Frankreich erklärt die Gründung des „Staates Vietnam“ mit Kaiser Bao Dai an der Spitze.

7. Februar 1950 – Die USA erkennen den von Bao Dai repräsentierten Staat an und beginnen ab Mai mit der direkten wirtschaftlichen und militärischen Unterstützung der Franzosen.

12. April 1953 – Dekret der DRV über die Bodenreform

13. März bis 7. Mai 1954 – Schlacht von Dien Bien Phu, die mit einer vernichtenden Niederlage der französischen Kolonialtruppen endet und den Ruhm des kommandierenden nordvietnamesischen Generals Vo Nguyen Giap begründet.

8. Mai bis 21. Juli 1954 – Genfer Indochina-Konferenz, an der die Volksrepublik China, die USA, die Sowjetunion, Frankreich und – als ehemalige französische Kolonien – Vietnam, Laos und Kambodscha teilnehmen. Gemäß dem in Genf unterzeichneten Abkommen wird Vietnam entlang des 17. Breitengrads geteilt. Die Viet Minh sollen sich in den Norden und die Franzosen in den Süden zurückziehen. 1956 sollen demokratische Wahlen in ganz Vietnam abgehalten und die Demarkationslinie aufgehoben werden. Während Frankreich Vietnam, Kambodscha und Laos die Unabhängigkeit sowie den Abzug seiner Truppen vertraglich zusichert, unterschreiben die US-Unterhändler das Abkommen nicht und beteuern lediglich, es zu respektieren.

7. Juli 1954 – Bao Dai ernennt Ngo Dinh Diem zum Premierminister.

23. bis 26. Oktober 1955 – Diem setzt Bao Dai ab, verkündet die Republik Vietnam als Gegengewicht zur DRV und erklärt sich zum Präsidenten.

1956 – Die für Gesamtvietnam festgelegten Wahlen werden in Südvietnam nicht durchgeführt.

20. Dezember 1960 – Gründung der NFL (National Liberation Front of South Vietnam), die pikanterweise sowohl von US-Truppen und der südvietnamesischen Regierung als auch in der internationalen Vietnam-Solidarität als „Vietcong“ bezeichnet wird – ein zutiefst abschätziger, denunziatorischer Begriff für „vietnamesischer Kommunist“ bzw. „kommunistischer Verräter an Vietnam“. In der damaligen „Frontstadt“ Westberlin erschallt fortan u.a. der Demonstrationsaufruf „Kommt herunter vom Balkon, unterstützt den Vietcong!“

5. Mai 1961 – US-Präsident John F. Kennedy erklärt seine Bereitschaft, US-Truppen nach Südvietnam zu entsenden. Zum Jahreswechsel 1960/61 wird die Zahl des US-amerikanischen Militärberater im Lande von zuvor 327 auf 900 Mann aufgestockt.

11. Juni 1963 – Selbstverbrennung des Mönchs Thich Quang Duc aus Protest gegen staatliche Repressionsmaßnahmen gegen Buddhisten. Landesweite Proteste und massenhafte Festnahmen von Studenten, Buddhisten und Oppositionellen bringen das Diem-Regime ins Wanken und lassen die USA zunehmend auf Distanz gehen.

1. November 1963 – CIA-geführter Putsch gegen Diem, in dessen Verlauf der Präsident und sein jüngerer Bruder getötet werden

2. bis 4. August 1964Tonking-Zwischenfall, der den USA den Vorwand liefert, den Krieg in Vietnam auszuweiten

4. August 1964 – Beginn der US-Bombenangriffe auf Nordvietnam, während drei Tage darauf der US-Kongress die Tonking-Resolution beschließt, wodurch der Krieg – ohne Kriegserklärung – in immer schnellerem Tempo und mit immer mehr nach Vietnam abkommandierten GIs eskaliert

3. September 1967 – Nach einer Serie vorangegangener (Militär-)Putsche avanciert Nguyen Van Thieu zum Präsidenten Südvietnams

1967 bis 1972 – Mit dem Phönix-Programm wird eine der größten „Aufstandsbekämpfungsoperationen“ durchgeführt, die auf die Zerschlagung der NLF-Infrastruktur zielen und zahlreiche Opfer unter der Zivilbevölkerung fordern.

30./31. Januar 1968 – Überraschend für Saigon und den US-amerikanischen Generalstab beginnen Partisanen landesweit am Tag des buddhistischen Neujahrsfestes Tet mit Attacken auf die Machtzentralen und Militärbasen.

16. März 1968 – Massaker von My Lai, bei dem 504 Menschen unter dem Befehl des US-amerikanischen Leutnants William Calley Jr. grausam hingemetzelt werden

25. Juli 1969 – Die auf der Pazifikinsel Guam verkündete Nixon-Doktrin besagt, dass fortan „Asiaten gegen Asiaten“ kämpfen sollen.

2. September 1969 – Todestag Ho Chi Minhs, der allerdings erst einen Tag später publik gemacht wird, um den Nationalfeiertag nicht zu trüben.

Dezember 1972 bis Anfang 1973 – die „Weihnachtsbombardements“ auf die nordvietnamesischen Großstädte Hanoi und Haiphong fordern Tausende von Opfern unter der Zivilbevölkerung und zerstören Krankenhäuser und andere öffentliche Einrichtungen.

15. Januar 1973 – US-Präsident Richard Nixon ordnet den Stopp der Bombardierung Nordvietnams an, nachdem sich sein Sicherheitsberater und späterer Außenminister, Henry Kissinger, und der nordvietnamesische Chefunterhändler, das Politbüromitglied der KPV, Le Duc Tho, in Paris auf einen Entwurf eines Friedensvertrages zwischen beiden Ländern verständigten.

27. Januar 1973 – Das Pariser Abkommen wird unterzeichnet.

Dezember 1973 – Das Osloer Friedensnobelpreiskomitee erkennt Henry Kissinger und Le Duc Tho gemeinsam die Auszeichnung zu, die Letzterer allerdings nicht annimmt.

30. April 1975 – Saigon fällt und Südvietnam kapituliert. Auf internationalen 1.-Mai-Demonstrationen erschallt der Ruf „1. Mai – Saigon frei!“

2. Juli 1976 – Nord- und Südvietnam werden unter dem Namen Sozialistische Republik Vietnam (SRV) wiedervereint. Saigon, die ehemalige Hauptstadt Südvietnams, wird in Ho-Chi-Minh-Stadt umbenannt.


Weiterführende Lektüre & Links


Titelbild: Melinda Nagy / Shutterstock


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Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=138183


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

02.09.2025

US-Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard: eine mutige Kämpferin

aus e-mail von Doris Pumphrey, 2. August 2025, 10:48 Uhr


/Siehe auch:

/*Der „Käfigkampf“ zwischen CIA und DNI Tulsi Gabbard geht weiter*


Wenn Sie aus dem, was Sie gleich lesen werden, etwas mitnehmen können,

dann ist es dies: DNI Tulsi Gabbard braucht unsere Unterstützung*.*

Gabbard arbeitet tief in einem massiven Silo-System, das die Illusion

von Isolation als Strategie herstellt, um sich selbst zu schützen.

„Nichts ist schwieriger in die Hand zu nehmen, gefährlicher zu führen

oder ungewisser in seinem Erfolg, als die Führung bei der Einführung

einer neuen Ordnung der Dinge zu übernehmen.“ Tulsi Gabbard und ihr Team

müssen unsere Unterstützung hören, sehen und spüren.‘

*Der Angriff der CIA*

Gestern hat das CIA Directorate of Analysis gezielt einen Anschlag auf

das Office of the Director of National Intelligence (ODNI) verübt, indem

es eine erfundene Geschichte verbreitete: DNI Tulsi Gabbard habe einen

„Undercover“-Agenten enttarnt, als sie die Sicherheitsfreigaben von 37

ehemaligen und derzeitigen Geheimdienstmitarbeitern aufhob.

In Wirklichkeit versuchte die CIA, Gabbard daran zu hindern aufzudecken,

wie die Behörde das Intelligence Community Assessment (ICA) von 2017

manipuliert hat – jenes Dokument, das eine russische Einmischung in die

Wahl 2016 behauptete. Die treibende Kraft hinter diesem Bericht war die

CIA-Analystin Julia Gurganus.

/Hier

weiterlesen:/https://uncutnews.ch/der-kaefigkampf-zwischen-cia-und-dni-tulsi-gabbard-geht-weiter/



https://rtnewsde.site/nordamerika/254803-us-geheimdienstchefin-gabbard-verbietet-weitergabe/


_RTDE 1.9.2025_


*US-Geheimdienstchefin Gabbard:

Keine Weitergabe von Informationen an Verbündete *


Die "Five Eyes" sind eine mächtige Geheimdienstallianz zwischen den USA,

Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland. Tulsi Gabbard hat das

Teilen von Informationen über die Verhandlungen zwischen den USA und

Russland zur Lösung des Ukraine-Kriegs an die "Five Eyes"-Verbündeten

verboten.


Vor ein paar Tagen verbot US-Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard die

Weitergabe von Geheimdienstinformationen über die Verhandlungen zwischen

den USA und Russland zur Lösung des Ukraine-Kriegs an ihre eigenen

Verbündeten im Geheimdienstnetzwerk "Five Eyes". Es handelt sich dabei

um eine der weltweit engsten Geheimdienstallianzen, welche zwischen den

USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland geschlossen wurde.


Der politische Analyst Alex Krainer sieht in dem Verbot einen Beleg, für

eine wachsende Kooperation zwischen den USA, Russland und China. In der

Sendung /Dialogue Works/

<https://www.youtube.com/watch?v=UutPzeYEipc> (ab Min. 46) erörterte er

die Thematik am Freitag mit dem Moderator Nima Alkhorshid.


Nur wenige Wochen nach seiner Amtseinführung habe der US-amerikanische

Präsident Donald Trump bis dato bedeutenden US-amerikanischen

Amtsträgern bereits die Einsicht in Geheiminformationen verwehrt. Am 22.

März veröffentlichte das Weiße Haus dazu eine Erklärung

<https://www.whitehouse.gov/presidential-actions/2025/03/rescinding-security-clearances-and-access-to-classified-information-from-specified-individuals/>.

Demzufolge betrifft die Maßnahme auch den ehemaligen US-Außenminister

Antony Blinken. Diesem soll laut Krainer, auch der Zugang zu jeglichen

Regierungsgebäuden verboten worden sein. Das gelte mittlerweile für 37

ehemalige Geheimdienstmitarbeiter.


/Politico/ berichtete

<https://www.politico.eu/article/tulsi-gabbard-freeze-five-eyes-allies-on-ukraine-intel/> am

22. August über den Ausschluss der  "Five-Eyes"-Partner von ausgewählten

US-Geheimdienstinformationen. Damit würde Tulsi Gabbard die enge

Zusammenarbeit der fünf Verbündeten auf den Kopf stellen, kommentierte

das Politmagazin. Dort hieß es:


"Die US-Direktorin für nationale Nachrichtendienste, Tulsi Gabbard,

blockiert in einer überraschenden Entscheidung, die die jahrzehntelange

enge Zusammenarbeit auf den Kopf stellt, den Zugang der engsten

Verbündeten Amerikas im Bereich der Nachrichtendienste zu aktuellen

Informationen über die Friedensgespräche zwischen Russland und der

Ukraine. Dadurch werden die Five-Eyes-Partner Amerikas – Großbritannien,

Kanada, Australien und Neuseeland – effektiv aus dem Informationsfluss

ausgeschlossen. Die Nachrichtendienste, die sich seit dem Ende des

Zweiten Weltkriegs auf dieses Netzwerk verlassen haben, werden in

Erstaunen versetzt."


Eine entsprechende Verfügung sei von der US-Geheimdienstchefin schon am

20. Juli unterzeichnet worden. Darin wurde angewiesen, alle Analysen und

Informationen im Zusammenhang mit den Friedensverhandlungen zwischen

Russland und der Ukraine als 'NOFORN' (no foreign dissemination) zu

klassifizieren. Demnach dürfen diese Informationen weder an andere

Länder noch an ausländische Staatsangehörige weitergegeben werden. Für

diplomatische Kanäle und Kriegsnachrichten für die Ukraine gebe es

Ausnahmen. Aber "auffallenderweise" sei der Austausch mit der "Five

Eyes"-Nachrichtendienstallianzausgeschlossen.


"Five Eyes" wird auch als mächtigste Geheimdienstallianz der Welt

bezeichnet. Nach einem Artikel

<https://www.tagesspiegel.de/politik/der-exklusive-club-der-geheimdienste-6361585.html> des

/Tagesspiegels/ aus dem Jahr 2013, sei das Bündnis fast ausschließlich

unter Geheimdienstfachleuten bekannt. Die darin kooperierenden Dienste

hätten sich auf das Abhören von elektronischen Netzwerken sowie deren

Auswertung spezialisiert und teilten entsprechende Informationen: Das

seien unter anderem die NSA in den USA, die CSEC in Kanada oder das GCHQ

in Großbritannien.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

02.09.2025

Brief an den Herausgeber: „Diese These von Götz Aly hat mich vom Stuhl gehauen“

seniora.org, 2. September 2025, 01.09.2025 Vom Stammleser der Berliner-Zeitung Rudolf Krause - übernommen von berliner-zeitung.de

Ein Stammleser der Berliner Zeitung schätzt die Beiträge des Historikers Götz Aly, doch dann stößt er auf einen Satz, der ihn zu dieser Einlassung veranlasst.


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Die Versorgung der Bevölkerung wird eingeschränkt. Lebensmittelkarten regeln die Verteilung von Brot und Fleisch. © picture alliance / Bildagentur-online/Falkenstein


(Red.) Die Geschichtsvergessenheit der Deutschen (nicht nur der Politiker!) schreit zum Himmel. Friedrich Merz und seine Kumpane führen sich auf wie die Barbaren und kaum jemand erhebt die Stimme. Da tut es gut, dass es Menschen wie Rudolf Krause gibt, die den Mut haben, die Wahrheit laut zu sagen, damit die Deutschen aus der Geschichte lernen können anstatt sie nochmals erleben zu müssen. Geschichte erleben ist offenbar sehr viel lehrreicher als Geschichte studieren … Dieser Text gehört auf jeden deutschen Küchentisch!(am)


Screenshot_2025_09_04_at_22_04_06_Seniora.org_Brief_an_den_Herausgeber_Diese_These_von_G_tz_Aly_hat_mich_vom_Stuhl_gehauen_Deutsche Zivilisten mit ihren Habseligkeiten auf der Flucht im Jahr 1944 in Aachen Everett Collection/imago


Dies ist ein Open-Source-Beitrag. Der Berliner Verlag gibt allen Interessierten die Möglichkeit, Texte mit inhaltlicher Relevanz und professionellen Qualitätsstandards anzubieten.

Lieber Herr Maier,

ein Leserbrief soll es nicht werden. Der würde zusammengestrichen werden oder im Papierkorb landen. Deshalb schreibe ich Ihnen und stelle anheim, wie Sie damit umgehen. Sie können ihn ja Herrn Aly weiterleiten.

Um das klarzustellen: Die meisten Beiträge von Götz Aly in der Berliner Zeitung habe ich lange aufgehoben, weil ich sie wertvoll fand. Nach seinem Abschied als ständiger Verfasser seiner Kolumne habe ich ihn vermisst. Doch am Wochenende werten Sie sein neues Buch aus und zitieren dabei seine 2005 erstmals veröffentlichte, jetzt mit dem neuen Buch vertiefte These:

„Den Deutschen ging es im Zweiten Weltkrieg besser als je zuvor, sie sahen im nationalen Sozialismus die Lebensform der Zukunft   – begründet auf Raub, Rassenkrieg und Mord.“

Ich kannte diese These bisher nicht, und als ich sie am Wochenende las, hat es mich bald vom Stuhl gehauen. Wie kann ein anerkannter Historiker und Politikwissenschaftler auf eine so unwissenschaftliche Verallgemeinerung kommen. Mit Verlaub, das kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe es ganz anders erlebt.


Screenshot_2025_09_04_at_22_07_10_Seniora.org_Brief_an_den_Herausgeber_Diese_These_von_G_tz_Aly_hat_mich_vom_Stuhl_gehauen_Wehrmachtsoldaten im Jahr 1940 Heinz Pollmann/imago


Zunächst ziehe ich in Zweifel, dass eine Mehrheit in und nach der Weltwirtschaftskrise die Abkürzung NSDAP aufgedröselt und sich den in ihr enthaltenen Kern nationaler Sozialismus zu eigen gemacht hat. Wohl aber hatten die Menschen in großer Zahl die Illusion, aus der Not der Massenarbeitslosigkeit herauszukommen. Das war ja mit der Übernahme der Macht 1933 noch längst nicht klar. Mein Vater fand erst 1936 wieder Arbeit, und als sich die sechsköpfige Familie allmählich etwas erholen konnte, hat der „nationale Sozialist“ Hitler Polen überfallen. So als Prolog des Weltkriegs.

Sicher ging es vielen besser als zuvor in der Weimarer Republik und in der Weltwirtschaftskrise. Aber nun ausgerechnet auf den Zweiten Weltkrieg abzuheben und in dieser Zeit das Leben als besser denn je zuvor zu beschreiben, ist zynisch.

Die Hausversammlung löste sich sichtlich bedrückt auf

Ich weiß nicht, aus welchen Quellen der 1947 geborene Aly hier schöpft. Jedenfalls kann man mit Fug und Recht sagen, dass es vermeintliche Glücksritter in großer Zahl gab, die eine Perspektive für sich sahen und hurrapatriotisch auftraten: karrieregeile Militärs, landarme Kleinbauern, Rüstungsindustrieelle, das Großkapital etc. Doch sehr bald wurden Einschränkungen und Rationierungen nötig. Schon in seiner Rede am 1. September 1939 gurgelte der „Führer“ die ersten Beschränkungen in den Äther.

Ich bin als Achtjähriger in den Kreis älterer Mieter geraten, die sich um das einzige kleine Radio in unserem Wohnhaus geschart hatten. Es stand in der Werkstatt eines Schuhmachers. Ich habe nicht allzu viel von der Rede mitbekommen. Aber in Erinnerung ist mir geblieben, dass sich die kleine Hausversammlung schweigend und sichtlich bedrückt aufgelöst hat. Auch der sonst humorvolle und gesellige Schuster ging schweigend seiner Arbeit nach.


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Adolf Hitler während einer Rede im Jahr 1941Keystone/imago


Und dann nahmen die Dinge ihren Lauf in die Katastrophe. Nach dem Rausch des Sieges über Polen wurden in fühlbarer Größenordnung wehrfähige Männer eingezogen. Wir hatten plötzlich deutlich ältere Lehrer, Polizeistreifen im öffentlichen Raum fanden kaum noch statt, mit zahlenmäßig zunehmenden Fronten führten plötzlich zahlreiche belgische Zwangsarbeiter die Görlitzer Straßenbahnwagen. Es war die Lösung der kriegsbedingten personellen Not. Schaffnerinnen, die in wichtige Industriezweigen versetzt worden waren, wurden von jungen, im Anschluss an den Reichsarbeitsdienst kriegsdienstverpflichteten Frauen ersetzt. Der Luftkrieg zermürbte die Menschen allein durch das Überfliegen ihres Territoriums, raubte ihnen den Nachtschlaf, ganz zu schweigen von den Opfern der Flächenbombardements.

In immer mehr Familien ging die Angst um, ob der Vater oder der Sohn gesund aus dem Krieg heimkommen würde, die Zahl der Vermissten nahm drastisch zu, und die Ungewissheit machte den Angehörigen psychisch schwer zu schaffen. Die Zahl der Gefallenen stieg sprunghaft an. Die Tageszeitungen hatten schwarze Seiten mit einheitlichen Todesnachrichten, schwarz umrandete Anzeigen, oben links das eiserne Kreuz und dann hieß es etwa: „ … ist der Uffz. Oskar Namenlos in treuer Pflichterfüllung für Führer, Volk und Vaterland an der Ostfront gefallen“. In einer kleinen Stadt wie Görlitz war immer öfter jemand aus einer bekannten oder befreundeten Familie dabei.

Der Schulunterricht wurde immer lückenhafter, die Arbeitseinsätze der Schüler nahmen zu. Das hatte wenigstens als positiven Effekt die Erkenntnis, dass die sowjetischen Kriegsgefangenen, mit denen wir gemeinsam Zuckerrüben oder andere Lebensmittel aus den Güterwagen klaubten, so gar nicht „Untermenschen“ waren, wie uns vom Propagandaminister Goebbels eingeredet wurde. Und auch die französischen Kriegsgefangenen, mit denen wir gemeinsam die in Polen gestohlenen Leberwurstkonserven aus 27 Grad Celsius im Schatten in die Kühlkeller des städtischen Schlachthofes brachten, erwiesen sich nicht als Erbfeinde.


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Görlitz, die Stadt in der unser Autor während des zweiten Weltkriegs aufwuchs.Arkivi/imago

Unterricht im Drei-Schicht-System

Schließlich mussten wir in den letzten Kriegsjahren Luftschutzdienst in der Schule leisten, auch bzw. hauptsächlich nachts. Wurde während des Unterrichts Voralarm ausgelöst, trabte die diensthabende Gruppe in den Keller, gürtete sich mit ungeeigneter Ausrüstung, zog Schutzanzüge in Männergröße über ihre Kinderkörper, und die übergroßen Schutzhelme nahmen wir in die Hand, da sie uns beim Laufen über die Schulter rutschten.

Schließlich mussten Schulen geschlossen werden, weil man sie für Lazarette brauchte; denn auch die Zahl der Verwundeten nahm sprunghaft zu. Der Unterricht fand in den übrig gebliebenen Schulen in einem Drei-Schicht-System statt. Schließlich brauchte man uns für die Betreuung der aus Ostpreußen, dann Ober- und schließlich Niederschlesien in Görlitz ankommenden Evakuierten, die fast im Nonstop mit Eisenbahnzügen den Hauptbahnhof erreichten.

Dieser Umgang mit verzweifelten und teilweise orientierungslosen Menschen überforderte uns Dreizehnjährige psychisch ziemlich nachhaltig. Da half auch keine Härte wie Kruppstahl, wenn wir sie je gehabt hätten. Aber der Dienst im Jungvolk klappte und wurde mit zunehmender Dauer immer mehr zur vormilitärischen Ausbildung. So wurde meine Kriegstüchtigkeit schon mit zwölf Jahren durch die Unterweisung am LMG 34 aufgepeppt.

Dann mussten auch wir die Stadt verlassen, wir wurden evakuiert. Wir, also die Mutter, meine beiden Schwestern, die bei uns lebende Großmutter und ich verließen die Stadt. Der Vater war schon weg. Der größte Feldherr aller Zeiten wollte auf den Teilnehmer am Weltkrieg Nummer eins nicht verzichten und befahl ihm trotz seiner durch Granatsplitterverletzungen lädierten Beine, in der „Festung“ Glogau den Sturm auf Berlin aufzuhalten. Für meine 76-jährige Großmutter war dieses „bessere Leben als je zuvor“ mit der anstrengenden, von Tieffliegerangriffen bedrohten Reise zuviel. Sie ist nach wenigen Tagen verstorben.

Was haben die Nachgeborenen nur für Vorstellungen vom Leben im Krieg? Was wissen sie von den Ängsten der Eltern, der Familien überhaupt, von der Furcht vor dem letzten Feldpostbrief, kündend von dem in treuer Pflichterfüllung usw. gez. Hptm. Mustermann. Wie heißt es bei Aly: Den Deutschen ging es im Zweiten Weltkrieg besser als je zuvor? Und als dann die Nachricht vom Tod meines Schwagers kam und die Familie verzweifelte, durfte selbst der Schmerz nicht allzu deutlich nach draußen gezeigt werden, weil das unheldisch war. Die deutsche Frau sollte stolz sein auf das Opfer, das sie und der Tote gebracht hatten. In meinem Wohnhaus zelebrierte die Verlobte eines Gefallenen die Hochzeit postum. Auf seinem Platz lag ein Ehrendolch wie ein Gedeck auf dem Tisch. Begann da schon der praktizierte Wahnsinn, wie wir ihn heute erleben? Selbst Unglaubliches gehörte zum „besseren Leben als je zuvor“.


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Sowjetische Bomber über Berlin 1945United Archives International/imago

Haben die alle in Geschichte gefehlt?

Ich habe mich in den letzten Jahrzehnten immer vor dem Tag gefürchtet, da das Land und der Rest der Welt von Politikern regiert werden, die den Krieg nicht erlebt haben. Und ich hatte die   – wie ich heute weiß   – vergebliche Hoffnung, sie nicht erleben zu müssen. Jetzt darf ich wieder zusehen und hören, wie locker man über einen schon auf 2029 terminierten Krieg schwadroniert und sogar den Umfang eines Weltkrieges mit Einsatz von Kernwaffen einkalkuliert. Und das in einer Tonlage, als ginge es lediglich um die Reparatur einer Wasserleitung mit einer einstündigen Unterbrechung der Wasserversorgung. Haben die alle in Geschichte gefehlt? Oder hat der Unterricht versagt? Haben weder die Eltern noch die Großeltern die Wahrheit erzählt? Oder halten die sich für unverwundbar wie einst der deutsche Jung-Siegfried? Wir leben aber nicht in einer Welt der Sagen.

Lieber Herr Maier, Sie spüren vielleicht, dass mein des Mainstreams überdrüssiger Rabe auf der Schulter der Stichwortgeber war. Aber sorry, der in Rede stehende Satz ist einfach nicht wahr. Und gefährlich ist er auch. Das macht zornig. Als ob jemals Kriege dem einfachen Volk wohlgetan hätten. Ich bin kein Historiker der Theorie, sondern habe Historie bewusst erlebt und nicht vergessen. Zwar gehorchen die Beine nicht mehr ausreichend, aber das Gedächtnis arbeitet zum Glück sehr befriedigend bis glänzend. Und das Gewissen auch. Deshalb darf ich zu all dem, was uns gegenwärtig zugemutet wird und weiterhin droht, nicht schweigen. Dabei ist völlig unbedeutend, ob es sich bei gefährlichen Verniedlichungen einer schlimmen Zeit für Deutschland und Umgebung um Irrtümer oder bewusste Täuschung handelt.

In einer Aussage bin ich zwar widerwillig, aber bedingungslos auf Alys Seite: Man landet schneller im totalitären Staat, als man denken kann. Oder aktualisiert: Die Weisungsbefugnis eines wortbrüchigen Kanzlers kann schneller zur Autokratie führen, als man denken kann.

Bleiben Sie mir dennoch gewogen!

Freundliche Grüße Ihr Stammleser seit etwa 70 Jahren

Rudolf Krause

Das ist ein Beitrag, der im Rahmen unserer Open-Source-Initiative eingereicht wurde. Mit Open Source gibt der Berliner Verlag allen Interessierten die Möglichkeit, Texte mit inhaltlicher Relevanz und professionellen Qualitätsstandards anzubieten. Ausgewählte Beiträge werden veröffentlicht und honoriert.


Quelle: Berliner-Zeitung

https://www.berliner-zeitung.de/open-source/brief-an-den-herausgeber-diese-these-von-goetz-aly-hat-mich-vom-stuhl-gehauen-li.2351882



Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=270&userid=3998&mailid=2843


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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