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18.08.2025

Der Blick aus Ungarn: Gibt Selenskyj den Donbass auf?

transition-news.org, 18. August 2025 von Tilo Gräser. , Von Gábor Stier (übersetzt von Éva Péli)

Zu den Forderungen Russlands gehört, dass sich die Ukraine aus dem Donbass zurückziehen soll. Das haben Trump und Putin Berichten zufolge auch bei ihrem Gipfel besprochen. Der ungarische Journalist Gábor Stier analysiert die Situation.

Donald Trump und Wladimir Putin haben sich in den meisten Fragen bereits geeinigt und warten darauf, den Ukraine-Konflikt hinter sich zu lassen, um sich auf die neuen Möglichkeiten zu konzentrieren, die eine Konsolidierung der bilateralen Beziehungen bietet. Kiew und die europäischen «Willigen» wollen jedoch derzeit nichts von Zugeständnissen an Putin hören.

Werden Wolodymyr Selenskyj und seine europäischen Unterstützer den Realitäten ins Auge blicken oder sich für eine Fortsetzung des Krieges entscheiden? Wird Trump ihren Widerstand überwinden oder bezwingen? Selenskyjs Verhandlungen in Washington könnten darauf eine Antwort geben.

«Die Vereinigten Staaten und Russland haben in Alaska in vielen Punkten eine Einigung erzielt und nun liegt es an Selenskyj, diesen Friedensplan umzusetzen», sagte US-Präsident Trump in einem Interview mit Fox News und kommentierte die Ergebnisse seiner Gespräche mit Russlands Präsident Wladimir Putin. Trump schätzte ein, dass bei den Gesprächen mit Putin erhebliche Fortschritte erzielt wurden.

«In vielen Punkten wurde eine Einigung erzielt, aber es gibt noch ein oder zwei offene Fragen, die meiner Meinung nach gelöst werden können. Nun liegt es an Präsident Selenskyj, es durchzuziehen. Die europäischen Länder sollten sich auch ein wenig in diesen Prozess einbringen, aber es liegt wirklich an Präsident Selenskyj.»

Der Präsident der USA beginnt nicht nur, die Ursachen des Krieges besser zu verstehen, sondern auch, dass der Kreml in der Donbass-Frage nicht nachgeben kann – dies ist für ihn eine politische Frage –, so dass Moskau das Gebiet entweder erobert oder bekommt. Trump hat auch verstanden, dass Moskau einem bedingungslosen sofortigen Waffenstillstand nicht zustimmen wird, da es damit seinen letzten und einzigen wahren Trumpf aus der Hand geben würde.

Vor den Alaska-Verhandlungen hatte Trump noch eindeutig erklärt: «Ich habe einen Waffenstillstand vorgeschlagen, Selenskyj hat zugestimmt, nun muss Putin zustimmen, und wenn er nicht zustimmt, werde ich die härtesten Sanktionen gegen Russland verhängen.» Nun hat sich die Situation komplett gewandelt. Mit Putin hat man sich in fast allem geeinigt und jetzt liegt die Entscheidung bei Selenskyj.

Trump selbst sprach über eine der Konsequenzen einer solchen «Konzeptänderung» – er plant keine neuen Sanktionen gegen Russland. Im Zuge des Gipfels konnte sich Trump geschickt aus der von ihm selbst aufgestellten Sanktionsfalle befreien.

Trumps Plan für die Ukraine: Drei zentrale Verhandlungsthemen

Drei Themenkreise liegen bei den russisch-US-amerikanischen Verhandlungen auf dem Tisch:

Die erste Frage, die territoriale, scheint laut Trump im Wesentlichen gelöst zu sein. Er hat auf seiner Online-Plattform Truth Social einen Beitrag von einem Nutzer geteilt, wonach die Ukraine Gebiete an Russland abtreten müsse, um weitere Landverluste zu verhindern. Er verdeutlichte, dass ein Frieden nur dann möglich sei, wenn Selenskyj russische Forderungen erfüllt.

«Präsident Selenskyj kann den Krieg sofort beenden, wenn er will», erklärte Trump und fügte hinzu:

«Vergessen wir nicht, wie es anfing: Obama gab die Krim zurück (vor zwölf Jahren, ohne einen einzigen Schuss!) und es wird KEINEN NATO-Beitritt der Ukraine geben. Es gibt Dinge, die sich nie ändern.»

Diese Äußerung unterstreicht Trumps Haltung, dass ein Großteil der verlorenen Gebiete nun als endgültig verloren gelten kann. Die Hoffnung, die Krim und den Donbass zurückzuerobern, hat sich damit zerschlagen. Selenskyj steht nun vor der Aufgabe, diese harte Realität zu akzeptieren und den Fokus auf die zukünftigen Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu legen.

Putin soll Trump mitgeteilt haben, dass er im Gegenzug für das gesamte Territorium von Donezk und Luhansk den weiteren Vormarsch stoppen und die Frontlinie in den südukrainischen Regionen Cherson und Saporischschja einfrieren würde, wo die russischen Streitkräfte erhebliche Gebiete besetzen. Als er dies kommentierte, deutete Steve Witkoff in der CNN-Sendung «State of the Union» auf ein Zugeständnis hin.

Der Sonderbeauftragte im Kabinett von Trump meinte damit wahrscheinlich, dass Putin nicht mehr die Gesamtheit der vier an Russland annektierten Gebiete fordert. Dies bedeutet jedoch nicht, dass er die eroberten Teile der Regionen Cherson und Saporischschja aufgeben würde.

Die zweite Frage betrifft die Zukunft der Ukraine, die sowohl Sicherheitsgarantien als auch die Anforderungen an die Ukraine umfasst. Auch hier soll Moskau bereit sein, Zugeständnisse zu machen. In dem bereits erwähnten Interview erwähnte Witkoff auch, dass Russland erstmals offen dafür sei, dass die Vereinigten Staaten und ihre europäischen Verbündeten der Ukraine eine Sicherheitsgarantie geben, die der kollektiven Verteidigungsklausel der NATO, Artikel 5, ähnelt.

Es ist jedoch ein Zeichen – und keine gute Nachricht für die Ukraine –, dass das Weiße Haus Keith Kellogg (Anm. der Red.: US-Sondergesandter für die Ukraine) bereits vor dem Alaska-Gipfel zurückgezogen hat. Genauso wie die Warnung, dass Selenskyj im Weißen Haus nur im Anzug empfangen wird.

Die dritte Frage betrifft die Zukunft der Beziehungen zwischen Russland und dem Westen. Hier sehen wir die Hauptprobleme, die mit der Uneinigkeit des Westens zusammenhängen. Es gibt Meinungsverschiedenheiten zwischen den Vereinigten Staaten und Europa sowie innerhalb Europas selbst.

Dies ist vielleicht das größte Hindernis für eine Lösung, da die Einhaltung von Trumps Versprechen zum Teil auch von den «Willigen» abhängt, die zudem einen erheblichen Einfluss auf die Meinungsbildung in Kiew haben. Es ist kein Zufall, dass mehrere der europäischen Spitzenpolitiker Selenskyj nach Washington begleiten.

Genauso wenig wie die Tatsache, dass US-Außenminister Marco Rubio mit seinen Interviews vor dem Washingtoner Treffen die Bedenken der westlichen Partner und Witkoff die des Kremls zu beschwichtigen versuchten. Ob die Europäer infolgedessen bereit sind, die Vereinbarung zwischen Trump und Putin zu akzeptieren, wird auch die Stärke der USA und Trumps Handlungsspielraum zeigen.

Wenn wir den globalen Kontext des Alaska-Gipfels betrachten, müssen wir nicht nur Europa, sondern auch Chinas Position in den Blick nehmen. Peking hat zwar ein Interesse an Frieden und stabilen Handelskorridoren, doch hat es Russland kaum unterstützt, damit dieses ein Bündnis mit den USA eingeht. Diese «Gefahr» scheint derzeit jedoch nicht zu bestehen.

Mögliche Szenarien für die weitere Entwicklung

Folglich gibt es derzeit mehrere Szenarien für die weitere Entwicklung der Ereignisse:

  1. Selenskyj stimmt den Vereinbarungen zwischen Putin und Trump zu, es kommt zu einem Dreier-Treffen, auf dem eine Waffenstillstandsvereinbarung getroffen wird.
  2. Selenskyj lehnt die vereinbarten Bedingungen ab. Daraufhin setzt Trump ihn massiv unter Druck, was schwerwiegende Folgen für Kiew haben könnte. Selenskyj wäre gezwungen, eine schwierige Entscheidung zu treffen: Entweder er akzeptiert die Bedingungen oder er kämpft an zwei Fronten – gegen Moskau und Washington.
  3. Trump wird keine strikten Maßnahmen ergreifen, sollte Selenskyj sich weigern, die Bedingungen zu akzeptieren. Stattdessen wird er dies als Gelegenheit nutzen, «seine Hände in Unschuld zu waschen» und die US-Beteiligung am Krieg zu reduzieren. Er wird keine neuen Sanktionen gegen Russland verhängen und könnte sogar bestehende aufheben, um die Beziehungen zwischen den USA und Russland von der Ukraine-Frage zu trennen. Der Krieg wird fortgesetzt, aber Kiews Position wird durch den Rückzug der Vereinigten Staaten deutlich geschwächt.
  4. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass Selenskyj, die Europäer und die «Falken» der Republikaner Trump überzeugen, seine Position erneut zu überdenken. Sie drängen ihn, wieder ein Ultimatum an Putin zu stellen, das einen sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstand fordert, verbunden mit der Androhung von Sanktionen gegen Russlands wichtigste Handelspartner. Dies könnte eine neue Eskalationswelle auslösen – nicht nur im Ukraine-Krieg, sondern auch in den Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Russland.

Nach Selenskyjs Reise nach Washington und seiner Reaktion wird es mehr Klarheit geben. Derzeit gibt es jedoch noch viele Unsicherheiten, da selbst unter den europäischen «Willigen» keine vollständige Einigkeit herrscht.

Während beispielsweise EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Selenskyj auf ihrer gemeinsamen Pressekonferenz nicht bereit waren, über eine Aufgabe der noch gehaltenen Gebiete im Donbass zu sprechen, zeigte sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nachsichtiger. Selenskyj betonte, dass die Ukraine «den Donbass niemals aufgeben wird», da dessen Verlust seiner Meinung nach ein Einfallstor für einen weiteren russischen Vormarsch wäre.

Der französische Präsident hob jedoch hervor, dass die Ukraine den Verlust von Gebieten im Rahmen eines Waffenstillstands oder Friedensvertrags anerkennen könnte. Er erklärte gegenüber Journalisten, dass das Land damit zwar nicht anerkenne, dass die Gebiete unter fremder Souveränität stehen, aber dass sie militärisch verloren wurden. Dies stehe nicht im Widerspruch zum Völkerrecht, sei aber ein sehr ernstes Zugeständnis.

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Der Beitrag ist auf dem ungarischen Fachportal Moszkvater erschienen.
Aus dem Ungarischen übersetzt von Éva Péli.

Quelle:

Moszkvater: Feladja-e Zelenszkij a Donbasszt? - 18. August 2025


Info: https://transition-news.org/der-blick-aus-ungarn-gibt-selenskyj-den-donbass-auf


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

18.08.2025

Geopolitik Selenskyj-Besuch bei Trump: Russische Medien spotten über EU-Delegation

berliner-zeitung.de, 18.08.2025, 14:20 Uhr

Russische Medien verspotten Selenskyjs „Bodyguards“ in Washington. Die EU- und Nato-Vertreter seien Marionetten Trumps und machtlos in der Ukraine-Frage.


Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird samt europäischer Unterstützung am Montag zu Gesprächen in Washington erwartet.APAimages/imago


Russische Staatsmedien reagieren mit beißendem Spott und Herabwürdigung auf den gemeinsamen Besuch europäischer Staats- und Regierungschefs in Washington, die den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu seinem Treffen mit Donald Trump am Montag im Oval Office begleiten. In den Gesprächen mit dem amerikanischen Präsidenten soll der Weg zu einem Friedensabkommen in der Ukraine besprochen werden. In Russland werden die Europäer als so schwach wie nie zuvor dargestellt.

Für die kremlnahe Zeitung Komsomolskaja Prawda verdeutlicht der „Begleitschutz“ für Selenskyj – gemeint sind EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premier Keir Starmer, Nato-Chef Mark Rutte und der finnische Präsident Alexander Stubb – die politische Ohnmacht der Europäer. Während Kremlchef Wladimir Putin vor wenigen Tagen eine „großartige“ Show in Alaska bekam, sollten die Ukraine-Verbündeten im „dreckigen Washington“ aufpassen, sich nicht in geopolitischer Irrelevanz zu verlieren.

Russische Presse: „Europa wird Selenskyj fallen lassen“

In dem Leitartikel vom Montag heißt es, die europäischen Verantwortlichen würden Selenskyj nur so lange unterstützen, wie es ihren Interessen dient. „Sobald sie merken, dass sie in den Gesprächen mit Trump zu weit gehen, werden sie sofort die Seiten wechseln“, schreibt der Autor. Brüssel, Berlin, Paris und London seien „machtlose Marionetten“.


Nach Alaska-Gipfel: Was die fehlende Einigung für Trump, Putin und Europa bedeutet

Nach Alaska-Gipfel: Was die fehlende Einigung für Trump, Putin und Europa bedeutet

Wenige Stunden nach dem Treffen zwischen Trump und Putin in Alaska steht fest: Der große Durchbruch ist noch nicht erreicht. Wie kann es weitergehen?

Von Michael von der Schulenburg

Geopolitik

16.08.2025


Zu Beginn der Woche erinnern sich viele russische Medienhäuser an den Eklat im Weißen Haus zwischen der Trump-Regierung und Präsident Selenskyj, als der Ukrainer „fast mit Gewalt aus dem Oval Office geworfen wurde“. Ein reichweitenstarker Telegram-Kanal schreibt: „Ich denke, morgen wird im Weißen Haus nichts Spektakuläres passieren: Es wird keine Prügelei geben, niemand wird die Treppe hinuntergeworfen. Vielleicht kommt Selenskyj sogar in Krawatte statt in seinem olivgrünen T-Shirt.“

In den berüchtigten russischen Polit-Talkshows geht es gewohnt harsch zur Sache. Die Moderatorin Olga Skabejewa bezeichnete Selenskyj kürzlich als „abgelaufenen Usurpator“, der sich nicht traue, alleine mit Trump zu sprechen. In Wladimir Solowjows Abendshow erklärt der Moderator: „Europa wird Selenskyj fallen lassen – sie waren schon immer Verräter.“ In eine ähnliche Kerbe schlägt die Zeitung Izwestija, die sich in einem Kommentar fragt, welchen Einfluss die Europäer auf die Wiederbelebung der amerikanisch-russischen Beziehungen haben werden. „Europa wird sich als Hindernis eines Annäherungsprozesses zwischen Moskau und Washington definieren“, schreibt das Blatt.


Der allgemeine Tonfall in Russland ist – zumal nach dem Alaska-Gipfel, der in Moskau als Sieg gefeiert wird – ironisch bis herablassend. Ohne die Europäer werde das Treffen wie im Februar dieses Jahres eskalieren, schreiben die einen. Europa sei jedoch zu überfordert mit der Lösung des Konflikts, heißt es in anderen Medien.


Ukraine-Gipfel mit Merz, Trump und Selenskyj: Worüber heute im Weißen Haus gesprochen wird

Frieden in der Ukraine: Die Themen beim Gipfel im Weißen Haus im Überblick

Washington erwartet heute zahlreiche hochrangige Gäste. Selenskyj und seine europäischen Verbündeten verhandeln mit Donald Trump über Friedenslösungen für die Ukraine. Wer will was?

Von Sophie Barkey

News

heute


In der russischen Berichterstattung wird Selenskyj als gescheiterter Führer dargestellt, der ohne die Europäer nichts erreichen könne. Allerdings seien Merz, von der Leyen und Co. „schwache, lächerliche Figuren“, schreibt ein russischer Kriegsblogger, die vor Trump mit Ehrfurcht erstarren würden. Immer wieder wird Putins angebliche Überlegenheit betont – ganz im Gegensatz zum „Chaos im Westen“.

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Info: https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/selenskyi-besuch-bei-trump-russische-medien-spotten-ueber-eu-delegation-li.2349988


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18.08.2025

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nachdenkseiten.de, 18. August 2025 um 12:48 Ein Artikel von: Ein Kommentar von  Jens Berger

Nach dem Gipfeltreffen in Alaska und einem Einzelgespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wird US-Präsident Donald Trump heute auch „die Europäer“ zu einem Sondierungsgespräch zum Friedensprozess im Ukrainekrieg treffen. Es stellt sich die Frage, ob das Weiße Haus dafür überhaupt groß genug ist. Gleich sieben Vertreter werden Trump als Stimmen des alten Kontinents gegenübersitzen. Grundsätzlich ist es natürlich wichtig und richtig, die Europäer an dieser Stelle mit einzubinden, ist ein dauerhafte Friede ohne sie doch nicht möglich und stellen sie doch bislang das größte Hindernis im Friedensprozess dar. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die Europäer überhaupt reif für einen Frieden sind.


Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

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„Wen rufe ich an, wenn ich mit Europa sprechen will?“ – dieses mittlerweile berühmte Zitat des ehemaligen US-Außenministers Henry Kissinger ist auch heute noch aktuell. Mittlerweile hat die EU zwar mit Kaja Kallas eine „Außenbeauftragte“, die eigentlich die zentrale Anlaufstelle für außenpolitische Fragestellungen sein sollte. Paradoxerweise steht Kallas jedoch noch nicht einmal im Aufgebot des illustren europäischen Verhandlungsteams, das heute im Weißen Haus erwartet wird. Wer Kallas’ Positionen zur europäischen Sicherheitspolitik kennt, wird dies freilich nicht bedauern.

Gründe für Zweckoptimismus gibt es dennoch nicht. Zwar muss die Estin Kallas zu Hause bleiben, dafür hat man aus unerfindlichen Gründen mit dem Finnen Alexander Stubb einen „würdigen“ Ersatzmann nominiert. Auch Stubb gilt als Falke und „Russenfresser“ und vertritt mit Finnland ein Land, das gerade einmal halb so viele Einwohner wie Ungarn hat, dessen Präsident Viktor Orban bekanntlich eine vom EU-Mainstream abweichende Position zur Ukrainefrage vertritt. Warum nimmt man also Stubb und nicht Orban mit? Sicher, das ist eine rhetorische Frage. Stubb ist ein Golfpartner von Trump und man sagt ihm nach, er hätte einen guten Zugang zum US-Präsidenten. Das sagt man auch über Giorgia Meloni und Mark Rutte, die auch zum europäischen Aufgebot gehören. Auch hier müsste man die Frage stellen, warum man die Italienerin Meloni und nicht den Spanier Pedro Sanchez mitnimmt, der ebenfalls kritischere Positionen vertritt. Und warum der politische Chef der NATO, eines transatlantischen Militärbündnisses, die Positionen der Europäer vertreten soll, ist ohnehin nicht ersichtlich.

Da haben wir sie nun, die Europäer. Fünf Staatschefs von vier EU-Ländern und dem Nicht-EU-Staat Großbritannien, die Präsidentin der EU-Kommission und der Generalsekretär der NATO; und jeder von ihnen vertritt bezüglich Krieg und Frieden in der Ukraine und Europa andere Positionen. In ähnlicher Formation konnte man sich jedoch bereits unter dem Dach der selbsternannten „Koalition der Willigen“ offenbar bereits auf einige „Eckpunkte“ einigen. Das Problem: Diese Eckpunkte sind so meilenweit von den Rahmenbedingungen entfernt, die beim Gipfeltreffen zwischen den USA und Russland am letzten Freitag in Alaska besprochen wurden, dass es unwahrscheinlich erscheint, hier auf einen Nenner zu kommen.

Für Russland steht die Frage einer neuen Sicherheitsarchitektur in Europa bekanntlich ganz oben auf der Agenda. Es geht darum, die Ursachen des Konflikts zu beseitigen, wie es die russische Seite stets unterstreicht. Man wolle keinen Waffenstillstand, sondern einen stabilen und andauernden Frieden. Auf die Ukraine bezogen hieße das, dass das Land künftig ein militärisch neutraler Puffer zwischen den Blöcken sein soll. Und was wollen die Europäer, die in Washington zu Gast sind?

Die Streitkräfte der Ukraine und ihre Zusammenarbeit mit Drittländern dürfen keinen Beschränkungen unterworfen werden. Russland darf kein Veto gegen den Weg der Ukraine in die EU und die NATO einlegen.
Aus dem gemeinsamen Statement der „Koalition der Willigen“ von 16. August

Größer können die Unterschiede in diesem Punkt, der wie gesagt für Russland zentral ist, wohl kaum sein. Es ist schon vielsagend, dass im deutschen und auch im europäischen Diskurs dieser zentrale Punkt kaum eine Rolle spielt. Stattdessen werden hierzulande stets die territorialen Fragen, die streng genommen eher nachrangig sind, in den Mittelpunkt gestellt. Doch nicht nur das.

Der hierzulande von Politik und Medien debattierte Überbau der Verhandlungen ist stets, die Ukraine und oft sogar die östlichen EU-Staaten einseitig vor künftigen Aggressionen aus Russland zu beschützen. Dafür brauche es „Sicherheitsgarantien“, die vor allem die USA stellen sollen. Diese Erzählung ist schon sehr raffiniert, bekräftigt sie doch das hierzulande immer wieder erzählte Bild eines expansiven, aggressiven Russlands und einer rein defensiven westlichen Staatengemeinschaft. In Russland herrscht jedoch das exakt gegenteilige Bild vor. Aus russischer Sicht expandiert die NATO fortwährend gen Osten und hat mit der vorangetriebenen NATO-Assoziation der Ukraine die rote Linie überschritten, vor der Putin bereits 2007 auf der Münchner Sicherheitskonferenz explizit gewarnt hat. Heute stehen die Russen Sicherheitsgarantien für die Ukraine nach eigenen Aussagen nicht im Wege, verlangen jedoch im Gegenzug auch Sicherheitsgarantien für Russland. Das ist freilich ein valider Punkt, doch wie sollen die im NATO-Denken verfangenen Europäer dem gerecht werden?

Soll es also zu einem Frieden kommen, muss diese Frage zentral angegangen werden. Doch nicht zuletzt der sicherheitspolitische europäische Diskurs zeigt, dass die Europäer nicht bereit für diese Debatte sind. Sollte Donald Trump dies ändern, wäre er tatsächlich ein Kandidat für den Friedensnobelpreis – beides ist aber zugegebenermaßen sehr unwahrscheinlich.

Echten innenpolitischen Druck müssen Europas Falken derzeit auch nicht befürchten. Die Narrative der Falken sitzen fest in den Köpfen der Menschen; den Medien sei Dank. Dies wird sich auch am heutigen Nachmittag in Washington nicht ändern. Die Rollen sind dabei klar verteilt. Putin ist – was auch sonst – das personifizierte Böse, das aufgehalten werden muss, solange es noch geht. Die Ukraine ist nicht Objekt, sondern Subjekt und als solches das arglose, bedauernswerte Opfer. Die Europäer sind die weißen Ritter, die vollkommen frei von eigenen Interessen diesem armen Opfer beistehen. Und last but not least gibt es noch Donald Trump – den verwirrten Egomanen, der von Putin über den Tisch gezogen wurde, nun aber von den wackeren Streitern Europas wieder ins Lager der Guten geholt werden kann.

Keine Frage – wer mit dieser Geschichte arbeitet, ist überhaupt nicht fähig, einen dauerhaften Frieden oder gar eine echte europäische Sicherheitsarchitektur mit einem ernsthaften Interessenausgleich hinzubekommen. Auch wenn man Trump aus guten Gründen nicht mag: Man kann nur hoffen, dass er der europäischen Klassenfahrt ordentlich die Leviten liest und vielleicht doch das Undenkbare denkbar werden lässt: Frieden.


Titelbild: Waqas_creatives/shutterstock.com


Rubriken: Außen- und Sicherheitspolitik Audio-Podcast Friedenspolitik Veranstaltungshinweise/Veranstaltungen


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Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=137607


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18.08.2025

Letzte Chance für die Demokratie – Das Europaparlament versagt

lostineu.eu, vom 18. August 2025

Wie nutzen Deutschland und die EU ihre “letzte Chance”? – Die europäische Demokratie ist auf dem Rückzug, das Europaparlament hat versagt. Teil 7 von 10 unserer Sommerserie.

Beginnen wir mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Trends aus der letzten Legislaturperiode:

  • Die neue EU-Führungsriege wurde bereits vor der Europawahl 2024 durch Absprachen von Staats- und Regierungschefs festgelegt. Ursula von der Leyen musste sich nicht einmal zur Wahl stellen, ihr Name tauchte auf keinem Wahlzettel auf, obwohl sie Spitzenkandidatin der konservativen EVP war.
  • Von der Leyen und die EU-Chefs haben kein Mandat zum “Weitermachen”, da die tragenden Parteien in Deutschland und Frankreich, den größten EU-Ländern, bei der Europawahl eine “historische Klatsche” erhalten haben. Die EU ist deutlich nach rechts gerutscht.
  • Die Anhörungen der Kommissare im Europaparlament waren stark formatiert, Fragen und Antworten weitgehend vorab bekannt, und kein Bewerber wurde zurückgewiesen. Dies traf auch auf die Vizepräsidenten zu. Die EU-Abgeordneten haben ihre Kontrollfunktion vernachlässigt.
  • Die neue EU-Kommission wird als “Sprechpuppen”-Team beschrieben, das keine politischen Schwergewichte enthält und lediglich die Stichworte von von der Leyen wiederholt. Das Programm der Kommission wird als “populistischer Wunschkatalog” kritisiert, der für alle etwas bietet.
  • Die Situation rund um die Europawahl wird als Beispiel für eine “Postdemokratie” beschrieben, in der demokratische Institutionen zwar bestehen, aber wenig tatsächliche Wirkung zeigen. Es gab demnach keine echte Auswahl, da von der Leyen bereits im Herbst 2023 “gesetzt” war.

Soweit der Befund aus dem E-Book “Die Kommission der letzten Chance” von Januar 2025. Damals zeigte sich in Brüssel ein Bild, in dem die demokratischen Prozesse und der Wählerwille in der EU zunehmend untergraben werden, während die Machtausweitung der Kommission und eine Verschiebung nach rechts fortschreitet.

Sechs Monate später hat sich diese Entwicklung bedenklich zugespitzt. Das ohnehin schwache Europaparlament hat es nicht vermocht, eine stabile Regierungskoalition zu bilden, die die Gesetzgebung effektiv beeinflussen und die EU-Kommission kontrollieren könnte.

Im Gegenteil: Die “Plattform” aus EVP, Sozialdemokraten und Liberalen zerfällt. Wenn jetzt Europawahl wäre, könnte die Von-der-Leyen-Koalition die Mehrheit verlieren. Doch statt einen Kurswechsel zu fordern, verschanzen sich die EU-freundlichen Parteien in ihrer postdemokratischen Wagenburg.

Besonders deutlich wurde dies bei einem von der rechten EKR initiieren Misstrauensvotum. Sogar die Sozialdemokraten, die kaum eine ihrer Forderungen aus der Europawahl durchsetzen konnten, stellten sich hinter von der Leyen und verhinderten eine Aufarbeitung ihrer vielen Affären.

Eine neue europäische Oligarchie

Ob Pfizergate und SMS-Affäre, Trump-Deal oder EU-Budget – selbst schwere Verfehlungen und katastrophale Niederlagen haben die Abgeordneten nicht aus ihrer Lethargie reißen können. “Wir können uns nicht auch noch eine Führungskrise leisten”, heißt es achselzuckend in Straßburg.

Die deutsche Kommissionschefin nutzt dies, um ihre Macht zu festigen und die EU konsequent zu einem Staat im Staate umzubauen, eigene “Verteidigung” und eigene Steuern inklusive. Sie ist Teil einer neuen europäischen Oligarchie geworden, die sich zunehmend verselbstständigt.

Diese Oligarchie schickt sich nun sogar an, die demokratischen Prozesse in den Mitgliedsstaaten zu beaufsichtigen und mißliebige Wahlergebnisse – wie in Rumänien – zu korrigieren. Das Europaparlament trägt diese “Deckelung” der Demokratie mit – als Korrektiv hat es kläglich versagt…

Die nächste Folge der Sommerserie kommt am Mittwoch. Alle Folgen hier

‹ EU-Gipfel in Washington: Selenskyj & Friends zum Rapport bei Trump

6 Comments

  1. Arthur Dent
    18. August 2025 @ 10:31

    Die EU ist eine “liberale Autokratie”.
    (Es soll alles demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben). Stichwort: Vorrang des EU-Rechts vor nationalem Recht. Das “Europarecht” besteht aus Regelungen völkerrechtlicher Verträge. Diese aber können deutsche Staatsorgane nur schließen, wenn sie dem Grundgesetz genügen. Folglich haben Vertragsregelungen, die der freiheitlich demokratischen Grundordnung widersprechen, in Deutschland keinen Bestand (Wer bestimmt über Grenzschutz, Migration, Bankenrettungsprogramme…)?
    GB ist aus der EU ausgetreten, weil sie selbst Herren über ihr Recht sein wollen. Das letzte Wort in Sachen des Rechts ist das äußerste Kriterium dafür, ob die Mitgliedstaaten der EU, die nationalen Völker und ihre Bürger in demokratischer Freiheit oder bürokratischer Herrschaft leben wollen. Wenn das höchste Gericht eines Staates nicht das letzte Wort in Sachen des Rechts hat, dann ist die Souveränität des Volkes aufgegeben. Dann geht nicht mehr alle Staatsgewalt vom Volke aus, sondern keine mehr.

Antworten

  • ebo
    18. August 2025 @ 10:39

    So weit würde ich nicht gehen. Eher schon müßte man on einer konstitutionellen Oligarchie sprechen. Der Vorrang des EU-Rechts gehört in der Tat zu den konstituierenden Tatbeständen. Der liberale Charakter geht zunehmend verloren.

    Antworten

  • Michael
    18. August 2025 @ 10:04

    Nicht die Oligarchie ist neu, nur die Oligarchen wechseln! Historisch laufen kapitalistische Demokratien immer auf Oligarchien hinaus!

    Antworten

  • Erneuerung
    18. August 2025 @ 09:46

    Das Vertrauen ist weg und wird so schnell nicht wieder kommen, selbst wenn vdL mal gestürzt werden sollte. Man gibt sich ja noch nicht einmal mehr Mühe, ein demokratisches Scheinbild zu kreieren. Sämtliche Kritik wird diktatorisch weggebügelt. Mit so einer Krake an den Hebeln eines (Teil-) Kontinentes ist kein Blumentopf zu gewinnen, wir werden weiter zurückfallen, das wird sich z.B. bereits in den nächsten 24 Stunden zeigen. Wer für andere schädlich, stur und lernresistent ist, gehört in ärztliche Behandlung.

    Antworten

  • hg
    18. August 2025 @ 08:51

    “Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt. ”
    Jean-Claude Juncker
    Das System J., bis heute;-)

    Antworten

  • Guido B.
    18. August 2025 @ 07:40

    Die deutsche Führung entfaltet ihr volles Potenzial …

    Antworten

  • Was sagen Sie dazu?


    Info: https://lostineu.eu/letzte-chance-fuer-die-demokratie-das-europaparlament-versagt/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    EU-Gipfel in Washington: Selenskyj & Friends zum Rapport bei Trump


    lostineu.eu, vom 17. August 2025

    Seit dem Alaska-Gipfel stehen die EUropäer massiv unter Druck. Das zeigt sich nicht nur an immer neuen Krisensitzungen – sondern auch an einem bizarren EU-Ukraine-Gipfel in Washington.

    “Zum Rapport bei Oberbefehlshaber Trump“: So könnte man das improvisierte Treffen am Montag in Washington überschreiben. Ursprünglich war nur ein “Debriefing” mit dem Gefreiten Selenskyj geplant. Trump wollte Selenskyj über den Alaska-Gipfel unterrichten und ihn auf Linie bringen.

    Doch weil man in Berlin und Brüssel offenbar fürchtete, Selenskyj könne von Trump über den Tisch gezogen werden, kommt er nun mit seinen Bodyguards – pardon: seinen europäischen Schutzbefohlenen.

    Kanzler Merz, Präsident Macron, Premier Starmer und natürlich auch EU-Chefin von der Leyen werden – angeblich unter “deutscher Führung” – dabei sein, wenn Selenskyj über die Folgen des Trump-Putin-Gipfels spricht.

    Auch die italienische Regierungschefin Meloni und der finnische Präsident Stubb wollen unbedingt dabei sein. Das ist fast schon ein EU-Gipfel – auch wenn die eigentlich gefragten Politiker fehlen.

    Denn normalerweise sind Ratspräsident Costa und Außenkommissarin Kallas für internationale Treffen zuständig. Doch normal ist schon lange nichts mehr in der EU. Selbst der dänische EU-Vorsitz wird übergangen.

    Was die EU-Granden und Selenskyj in Washington erreichen wollen, ist klar: Sie wollen verhindern, dass Trump territoriale Zugeständnisse macht und versuchen, ihn zu Sicherheitsgarantien und Sanktionen zu überreden.

    Sinnlose Forderungen

    Das macht natürlich keinen Sinn, denn für einen Friedensschluss mit Russland müssten die Sanktionen eher gelockert werden. Zudem hat Putin die Entsendung europäischer oder amerikanischer Truppen in die Ukraine abgelehnt.

    Aber was macht das schon? Weil die EUropäer es immer noch nicht wagen, Putin selbst zu treffen und die Realitäten des Stellvertreter-Kriegs anzuerkennen, versuchen sie wenigstens, Selenskyj den Rücken zu stärken und Trump zu “beraten”.

    Das ist alles, was von der “geopolitischen EU-Kommission” und “Global Europe” übrig geblieben ist – ein trauriges Häuflein von Bedenkenträgern und Bittstellern, die zum Rapport ins Weiße Haus reisen…

    Siehe auch Trump kommt Putin weit entgegen – EUropäer geraten unter Druck

    P.S. Von der Leyen ist offenbar bereits von der Forderung nach einem Waffenstillstand abgerückt. Der Begriff sei “nicht so wichtig”, sagte sie bei einem improvisierten Treffen mit Selenskyj in Brüssel. Dabei war das vor dem Alaska-Gipfel die zentrale Forderung der EUropäer…


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    ‹ Trump kommt Putin weit entgegen – EUropäer geraten unter Druck › Letzte Chance für die Demokratie – Das Europaparlament versagt

    15 Comments

    1. CV
      18. August 2025 @ 11:00

      Vor ihrem Rückflug sind sie bei McDonald’s eingeladen.

    Antworten

  • Andreas
    18. August 2025 @ 10:57

    Heute morgen hat so ein Denkpanzer Gefreiter der EU (aka one trick pony) seine Sicht der Dinge im Radio dargelegt. Er hat zehn Minuten gebraucht um immer wieder darauf zu kommen, dass Putin böse ist, dass Russland bestraft und sanktioniert gehört und das allein die Ukraine entscheidet, welche Zugeständnisse sie macht (keine nämlich). Es gab einfach keinerlei Nuancen aus dieser Richtung, nicht im Ansatz irgend eine Anerkennung der Realitäten. Was auch auffiel, die Vögel setzen heute Europa mit der EU gleich. Russland hat in deren Verständnis nichts aber auch überhaupt nicht mit Europa zu tun und sollte sich bitte, bitte in Luft auflösen (aber vielleicht träumen sie auch davon, dereinst selber in Moskau zu herrschen).
    Ich konnte nicht anders, als laut zu lachen…(heulen wollte ich nicht)

    Antworten

  • Karl
    18. August 2025 @ 10:19

    Das Bild zum Tage: Die Maus sitzt immer mit am Tisch! – https://www.instagram.com/p/DNeVtfRsUBZ/?next=%2F

    Antworten

  • Thomas Damrau
    18. August 2025 @ 09:21

    Die Formulierung “über den Tisch gezogen werden” wird meist verwendet, wenn jemand dazu gebracht wird, sich auf etwas einzulassen, das sie/er
    — nicht braucht
    — nicht akzeptieren müsste.

    In dieser Lage ist die Selenskyj-Ukraine aber nicht:
    — Die ukrainischen Truppen sind ausgelaugt.
    — Trump hat keine Lust mehr, US-Steuergelder in die Ukraine zu pumpen.
    — Die EU steht kurz vor dem Offenbarungseid.

    Das ist allerdings nicht die Sicht der Selenskyj-Vertrauten. Wer heute früh das Interview im DLF mit dem ukrainischen Botschafter in Deutschland angehört hat ( https://www.deutschlandfunk.de/welche-moeglichkeiten-hat-ukraine-interview-mit-botschafter-oleksii-makeiev-100.html – ab 4:00), fühlt sich mit einer Zeitmaschine ins Jahr 2022 zurückversetzt:
    — NATO-Mitgliedschaft für die Ukraine
    — keine Gebietsabtretungen
    — die Ukraine kämpft für die EU
    — … wenn der Westen die Ukraine nur genügend unterstützen würde, …

    Und natürlich: Wenn die Ukraine nicht „erfolgreich“ ist, wird Putin versuchen, die UdSSR wiederherzustellen.

    Mit diesen Narrativen (egal wie richtig/falsch sie sein mögen) wird seit 3 1/2 Jahren Politik gemacht und gestorben. ERFOLGLOS!

    Seit der neo-konservative Biden ( https://de.wikipedia.org/wiki/Neokonservatismus#Au%C3%9Fenpolitik ) durch MAGA-Trump ersetzt wurde, fällt der Hauptsponsor dieses Krieges aus. Dadurch werden die Durchhalteparolen immer absurder.

    Genauso unsinnig ist die Forderung nach sofortiger Waffenruhe. Nachdem Kanzlerin Merkel „gestanden“ hat, dass MINSK II in erster Linie der Ukraine Zeit zur Aufrüstung geben sollte ( https://www.fr.de/politik/von-putins-luegen-und-merkels-unwahrheiten-92037711.html ) und einige dumm-doofe Politiker 2025 angedeutet haben, ein Waffenstillstand sei ja eine gute Gelegenheit, die Waffendepots der Ukraine zu füllen, wird Russland ein Szenario „Waffenstillstand – sechs Monate erfolglos verhandeln – weiterkämpfen” nicht riskieren.

    Zeit, den Realitäten ins Auge zu sehen und sich von einer “was moralisch VERWERFLICH ist, KANN nicht sein” – Naivität zu verabschieden.

    Dass der DLF den ukrainischen Botschafter ohne ernsthafte Nachfragen schwadronieren lässt, ist ein journalistisches Armutszeugnis.

    Antworten

  • Guido B.
    17. August 2025 @ 20:29

    Armer Trump. Wird voll gestalkt.

    Antworten

  • Mezzo Mate
    17. August 2025 @ 19:01

    Mir ist nicht ganz klar warum Trump die EU-Gestalten eingeladen hat. Man kann nur spekulieren was sie sich einfallen lassen werden um die Kontakte oder Gespräche mit Russland um jeden Preis zu torpedieren. Peace ist over.

    Antworten

    • Michael
      17. August 2025 @ 20:14

      Wurden die eingeladen oder haben die sich selbst eingeladen oder beteiligen die sich als Selenskyj‘s Bedienstete?

      Antworten

      • KK
        18. August 2025 @ 01:22

        @ Michael:
        Die haben sich selbst eingeladen – und wurden, wie ich heute im ÖRR aufgeschnappt habe, erst mal vor die Tür gesetzt, denn Trump will zunächst mit Selenskji allein sprechen. Erst dann dürfen die friedensunwilligen EUropäer dazustossen, um sich informieren zu lassen, was entschieden wurde – oder eben nicht.
        Und als uneingeladene Gäste, die sie sind, sollten sie über die abschliessende Information noch dankbar sein, denn im Grunde müsste der Gastgeber sie gar nicht in sein Haus lassen…

  • european
    17. August 2025 @ 17:57

    “Die Ukraine muss frei über ihre Zukunft entscheiden können, sagen die EU-Führer”

    https://europeannewsroom.com/de/die-ukraine-muss-frei-ueber-ihre-zukunft-entscheiden-koennen-sagen-die-eu-fuehrer/

    Deshalb kann Selenskyj unmöglich allein in die USA reisen um sich das Briefing anzuhören.

    Das geht gar nicht. ????

    Antworten

  • Michael
    17. August 2025 @ 17:49

    Erstaunlich diese Allianz der Willigen: sie wollen aber sie können nicht! Das fängt schon bei der anti-Intellektuellen UvdL an die den Unterschied zwischen Waffenstillstand und Frieden als pure Semantik abtut! Dabei geht es um ein entscheidendes Resultat des Treffens von Alaska: Putin und Trump haben sich bilateral – ganz ohne Selenskyj und die EU/Europäer (!) – darauf geeinigt einen rein taktischen Waffenstillstand zugunsten einer strategischen Friedenslösung endlich zu begraben! Höchstnotpeinlich wie sich z. B. die deutsche Führung unter Merz, UvdL, und Co. aber auch die Mainstream Medien aus dieser Ecke rausreden wollen!
    Nicht ein einziger westlicher EU Politiker der endlich begreifen würde dass dies der Moment wäre mir nichts, dir nichts nach Moskau zu reisen und mit Putin zu reden!?

    Antworten

    • Michael
      17. August 2025 @ 20:15

      … aber natürlich redet der Klingbeil von der SPD weiterhin von „Waffenstillstand“! Schwätzer!

      Antworten

  • WBD
    17. August 2025 @ 17:48

    Ist doch alles ganz klar – die EUropäer wollen auf Teufel komm raus ein Ende des Krieges verhindern. Blöd nur, wenn sie auf dem Rückweg einen ‘Zollbescheid’ von Onkel Donald über 35% in der Aktentasche haben…

    Antworten

  • Arthur Dent
    17. August 2025 @ 17:42

    Die erhalten am Montag ihre To-do-Listen.

    Antworten

  • Erneuerung
    17. August 2025 @ 17:08

    Europa geht es noch zu gut. Da geht noch was auf dem Weg abwärts. Es gehört schon eine gehörige Portion Blindheit dazu, stur am Weltgeschehen vorbei zu operieren. Ob nun ein Schaf oder mehrere blöken, interessiert weder Fuchs noch Wolf.

    Antworten

  • Was sagen Sie dazu?


    Info: https://lostineu.eu/eu-gipfel-in-washington-selenskyj-friends-reisen-zum-rapport-bei-trump/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    17.08.2025

    Protestcamp des Bündnisses "Rheinmetall Entwaffnen" wird gerichtlich verboten

    freedert.online, 17 Aug. 2025 17:45 Uhr, Von Felicitas Rabe

    Das Verwaltungsgericht Köln hat das polizeiliche Verbot gegen das Protestcamp "Rheinmetall Entwaffnen" bestätigt. Das Bündnis will sich juristisch zur Wehr setzen. Es dürfe weder ein Verbot der Versammlungsfreiheit noch der Meinungsfreiheit geben.


    Quelle: www.globallookpress.com © Wolfgang Maria Weber / IMAGO


    Rheinmetall und Co, Krieg beginnt hier", Demo gegen die Sicherheitskonferenz in München, 17. Februar 2024


    Dieses Jahr wurde das Protestcamp "Rheinmetall Entwaffnen" vom 26. bis zum 31. August in Köln angemeldet. Wie die Aktivisten der gleichnamigen Initiative in der vergangenen Woche auf ihrer Webseite mitteilten, wurde das mehrtägige Camp im Kölner Grüngürtel von der Kölner Polizei verboten. Die Verbotsverfügung sei mit absurdesten Konstruktionen und Anschuldigungen begründet worden, berichtete das bundesweit bekannte Bündnis, das in den vergangenen Jahren bereits Camps in Kassel und Kiel organisiert hatte.

    Wie "Rheinmetall Entwaffnen" erklärte, attestierte die Kölner Polizei den Campteilnehmern "Unfriedlichkeit" und "Gewaltbereitschaft". Zudem sehe die Polizeibehörde die im Aufruf genutzte Parole "Krieg dem Krieg" als Ankündigung, der von der Regierung forcierten Aufrüstung mit "kriegerischen Mitteln" begegnen zu wollen. Stattdessen werde diese Formulierung schon seit über hundert Jahren von der antimilitaristischen Bewegung genutzt, erklärten die Aktivisten. Sie sei im Ersten Weltkrieg entstanden und durch Kurt Tucholskys gleichnamiges Gedicht populär geworden. Das Bündnis klagt gegen das Camp-Verbot.


    "Rheinmetall entwaffnen" -  Antimilitaristisches Protestcamp in Kiel





    "Rheinmetall entwaffnen" - Antimilitaristisches Protestcamp in Kiel






    Am vergangenen Freitag bestätigte das Verwaltungsgericht Köln das Verbot des Protestcamps. Wie die Kölner Rundschau am Freitag berichtete, gefährde die Durchführung des Protestcamps mit erwartungsgemäß mehreren Hundert Teilnehmern nach Ansicht der Polizei die öffentliche Sicherheit. Dieser Auffassung sei das Verwaltungsgericht gefolgt. Angeblich sei es bei den früheren Camps zu rechtswidrigen Aktionen gekommen. Daher bestehe die Gefahr, dass derartige Aktionen auch in Köln stattfinden könnten. Die Rundschau zitierte dazu aus dem Kölner Gerichtsbeschluss:

    "Zum anderen haben die Veranstalter durch die Gestaltung ihrer Aufrufe für das diesjährige Camp deutlich gemacht, dass sie derartige 'Aktionen' auch in Köln und Umgebung zumindest billigen."

    So seien auf der Rheinmetall-Entwaffnen-Webseite "Videos von früheren Blockade-Aktionen eingestellt, bei denen sie angeblich die Produktion von Unternehmen lahmgelegt haben", wie aus der Urteilsbegründung hervorgeht. In Kassel hätten sich Polizeibeamte und Campteilnehmer angeblich gegenseitig mit Baustellengegenständen, Pfefferspray und Schlagstöcken bekämpft, erklärte eine Sprecherin der dortigen Polizei.

    Einem Kölner Gerichtssprecher zufolge sei damit "das Verbot des Camps gerechtfertigt, auch wenn es jegliche legitime Meinungsbildung und -kundgebung vollständig verhindere". Nach dem Gerichtsurteil erwartete der Autor des Rundschau-Berichts, "dass die Veranstalter vor das Oberverwaltungsgericht in Münster ziehen werden und dort Protest einlegen werden".

    Geplante Demonstration vor Villa des Rheinmetall Chefs Armin Papperger

    Der WDR vermeldete diesbezüglich am Freitag, dass das linke Bündnis "Rheinmetall entwaffnen" im Rahmen des diesjährigen Camps auch eine Demonstration vor dem Wohnhaus des Chefs von Rheinmetall in Düsseldorf geplant habe. Dazu ermittle derzeit der Staatsschutz.

    Die Gegner des Düsseldorfer Rüstungsunternehmens Rheinmetall werfen dem Konzern vor, "Geschäfte mit dem Krieg zu machen". Der Aktienkurs von Rheinmetall habe sich "seit Beginn des russischen Angriffskriegs" verzehnfacht, so der WDR. Gegenüber dem Sender habe ein Mitglied der Gruppe Rheinmetall am Freitag im Interview erklärt, dass 80 Teilnehmer für die Demo vor dem Haus von Firmenchef Armin Papperger angemeldet worden seien.

    Russischer Anschlagsplan auf Rheinmetall-Chefmanager?

    Der 62-jährige Papperger gehöre zu den gefährdetsten Managern in Deutschland. Er und seine Villa stünden unter ständigem Polizeischutz. Der WDR erinnerte angesichts des Verbots des "Rheinmetall Entwaffnen"-Camps an einen angeblichen russischen Anschlagsplan auf den Rheinmetall-Chef: "Russland soll einen Anschlag auf ihn geplant haben", der von den amerikanischen und deutschen Geheimdiensten verhindert worden sein soll. Die Tagesschau hatte am 12. Juli 2024 über den Verdacht eines russischen Anschlagsplans auf den Rheinmetall-Chef wie folgt berichtet:


    Polizeiknüppel und Kriegspropaganda: Harte Zeiten für Friedensaktivisten





    Meinung

    Polizeiknüppel und Kriegspropaganda: Harte Zeiten für Friedensaktivisten





    "Die Meldung des US-Senders CNN am Donnerstagabend klang besorgniserregend: Sollte es tatsächlich einen Anschlagsplan gegen Rheinmetall-Chef Armin Papperger gegeben haben, wäre das eine dramatische Eskalation der Aktivitäten russischer Geheimdienste gegen Deutschland. Fest steht, dass der ursprüngliche Hinweis von US-Geheimdiensten kam … Gleichzeitig wurde die Bedrohung so ernst genommen, dass Rheinmetall informiert und der Personenschutz für Papperger deutlich verstärkt wurde." 

    Im Interview mit dem WDR erklärten die Aktivisten am Freitag, dass man Demonstrationen vor dem Privathaus des Managers für legitim halte. Der Staatsrechtler Markus Thiel widersprach dieser Haltung im WDR: "Die Privatsphäre darf nicht eingeschränkt werden. Außerdem darf es zu keinen Bedrohungen und Einschüchterungen kommen."

    Bündnis will Camp juristisch durchsetzen – Präzedenzfall gegen die Versammlungsfreiheit verhindern

    "Rheinmetall Entwaffnen" will sich gegen den richterlichen Beschluss wehren. Das Bündnis sieht in dem Verbot einen gefährlichen Präzedenzfall für andere politische Versammlungen und einen Angriff auf die Meinungsfreiheit. In der Presseerklärung (https://rheinmetallentwaffnen.noblogs.org/presse/pressemitteilungen-2025/) schreibt die Initiative:

    "Wir, das Bündnis 'Rheinmetall Entwaffnen', sind fest entschlossen, das Camp juristisch durchzusetzen und den Angriff auf die antimilitaristische Bewegung, die dieser Verbotsversuch darstellt, angemessen zu politisieren. Neben unserer politischen Arbeit im Campzeitraum wollen wir daher möglichst viel öffentliche Debatte und Aufmerksamkeit auf den Verbotsversuch und unseren Kampf dagegen schaffen, um den Druck auf die Behörden zu erhöhen und dem Angriff auf die Versammlungsfreiheit, der einen gefährlichen Präzedenzfall für andere politische Camps und Versammlungen schaffen würde, die angemessene Öffentlichkeit zu bieten.

    Daher rufen wir Kulturschaffende, öffentliche Institutionen, politische Organisationen, Personen des öffentlichen Lebens und alle weiteren interessierten Gruppen und Einzelpersonen auf, sich unserem Protest gegen das Verbot öffentlich anzuschließen. Wir haben eine Petition (https://www.change.org/p/f%C3%BCr-demokratie-und-versammlungsfreiheit-in-k%C3%B6ln-gegen-das-verbot-des-rme-camps?recruiter=1381106625&recruited_by_id=3a566940-7761-11f0-b51c-bfab1269443c&utm_source=share_petition&utm_campaign=petition_dashboard&utm_medium=copylink) gegen das Campverbot gestartet, deren weite Verbreitung uns sehr helfen würde und außerdem eine Crowdfunding-Kampagne zur Finanzierung von Camp und Gerichtskosten eingerichtet, um deren Verbreitung wir ebenfalls bitten."


    Mehr zum ThemaVon der DDR bis heute – über die Pflege Jahrzehnte währender deutsch-

    russischer Freundschaften


    (Sehr hörenswert!)

    Screenshot_2025_08_19_at_12_13_14_Protestcamp_des_B_ndnisses_Rheinmetall_Entwaffnen_wird_gerichtlich_verboten_RT_DE

    Video https://rumble.com/v6xpbt8-nach-dem-alaska-gipfel-karin-kneissl-im-gesprch-ber-frieden-und-diplomatie.html Dauer 3:29 Min.  Karin Kneissl, Gorki-Zentrum St. Petersburg


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info:  https://freedert.online/inland/253606-protestcamp-buendnisses-rheinmetall-entwaffnen-wird/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Pressemitteilungen 2025

    Rheinmetall Entwaffnen Rheinmetall Entwaffnen

    Gegen Waffenexporte, Aufrüstung und Krieg

    Pressemitteilung vom 13. August Demonstration zum Wohnhaus des Rheinmetall-Chefs Armin Papperger

    Kriegsgegner*innen kündigen für 28. August Protest an der Villa des Rüstungskonzernchefs in Meerbusch an

    „Wir rücken dem bekanntesten Konzernchef Deutschlands auf die Pelle, um gegen Krieg, Tod und Aufrüstung zu demonstrieren. Wir werden den Rheinmetall-Chef Papperger dort höchstpersönlich mit dem Schicksal der Familien konfrontieren, die in Gaza und Jemen durch Rheinmetall-Waffen Angehörige verloren haben oder selbst schwer verletzt wurden“, erklärt Dina Pütz vom Bündnis „Rheinmetall Entwaffnen“.

    Rheinmetall stattet autokratisch regierte Länder wie Israel, Saudi-Arabien oder Bah-rain mit Waffen aus, die gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt werden. Der Konzernchef trägt persönliche Verantwortung für die unzähligen toten Zivilisten, die durch Rheinmetall-Bomben und -Munition umgekommen sind. Deshalb ist die Privatvilla von Armin Papperger in Meerbusch das richtige Protestziel.

    „Wir wollen dem Rheinmetall-Chef von Angesicht zu Angesicht ein paar Fragen stellen. Wir wollen von ihm wissen, wie lange er noch Waffen an Netanjahu liefern wird. Und wie lange er die Kooperation mit dem israelischen Rüstungskonzern Elbit Systems noch aufrecht erhalten will“, erläutert Pütz das Vorhaben zum Haustürgespräch.

    Armin Papperger sucht die Öffentlichkeit wie kein anderer deutscher Konzernchef. „Wer die Öffentlichkeit sucht, der muss sie auch ertragen“, begründet Dina Pütz die Aktion: „Krieg beginnt hier: In Meerbusch bei Düsseldorf.“

    Während die Armut wächst, profitieren von der aktuellen Aufrüstungspolitik die Wohlhabenden. Der Aktienkurs von Rheinmetall hat sich seit Anfang 2022 mehr als verzwanzigfacht. Die Kriegsgegner kündigen an, am 28. August „durch das Villenviertel zu demonstrieren, um den Reichtum zu betrachten – und zu sehen wie Kriegsprofiteure leben.“

    Armin Papperger ist so reich und berühmt, dass der Straßenabschnitt an seiner Villa videoüberwacht wird. Die Demonstrierenden fordern die Behörden auf, die Videoüberwachung während ihrer Versammlung zu beenden.

    Demonstration: Donnerstag, 28. August 2025, 14.30 Uhr
    Auftakt: Forsthaus, Haltestelle der Stadtbahn U76, Meerbusch bei Düsseldorf.


    Pressemitteilung vom 12. August

    Einladung zur Pressekonferenz in Köln
    Bündnis „Rheinmetall Entwaffnen“ protestiert gegen Camp-Verbot

    Bildaufnahmen von Protestaktionen werden möglich sein. Sprechen werden unter anderem Jonah Fischer (Pressesprecher von „Rheinmetall Entwaffnen“), Yusuf As (Vorstandsmitglied von „DIDF / Föderation demokratischer Arbeitervereine“ & Initiative „Nie wieder Krieg, die Waffen nieder“), Inge Höger (Landesvorstand der Partei „Die Linke“), Şeyda Kurt (Autor*in) und Michéle Winkler (Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V.).

    Für Freitag, den 15.08.2025, um 10:00 Uhr lädt das antimilitaristische Bündnis „Rheinmetall Entwaffnen“ zu einer Pressekonferenz auf der Kölner Domplatte ein. Anlass dafür ist, dass das diesjährige Camp des Bündnisses, welches vom 26.08. bis zum 31.08. im Kölner Grüngürtel stattfinden wird, von der Kölner Polizei eine Verbotsverfügung erhalten hat. Ebenso die vom Bündnis geplante Großdemonstration, die als „Antimilitaristische Parade“ am 30.08. stattfinden wird.

    Hiergegen legt das Bündnis energischen Widerspruch ein. „Das Verbot des Camps entbehrt einer ernsthaften, durch Tatsachen gedeckten Grundlage und ist ein Zeichen der aktuellen Erosion der Grundrechte, der es deutlich entgegenzuhalten gilt“, so Rechtsanwalt Nils Spörkel. Er hat Eilklage gegen das Verbot eingereicht.

    Begründet wird das Verbot mit dem Vorwurf der angeblichen „Unfriedlichkeit“. Die Organisator*innen halten den Vorwand für absurd, weil sich ihr Protest gegen Aufrüstung und Kriege und damit gerade gegen die damit einhergehende entfesselte Gewalt unglaublichen Ausmaßes richtet.

    Jonah Fischer vom antimilitaristischen Bündnis sagt dazu: „Wir von Rheinmetall Entwaffnen sind sicher, dass das Verbot haltlos ist und keiner gerichtlichen Prüfung standhalten wird. Ein solches Verbot ist ein politischer Angriff auf legitimen und notwendigen Protest, der der aktuelle Politik bei Aufrüstung und Militarisierung nicht in den Kram passt.“ Das Verbot entspräche einer Politik, die nicht nur Aufrüstung

    und Kriegsbereitschaft nach außen zu obersten Prioritäten erklären, auch innenpolitisch werde die Militarisierung dadurch drastisch voran getrieben, was sich unmittelbar in Sozialabbau und Zwangsmaßnahmen wie der baldigen Wehrpflicht ausdrückt. Die Unterdrückung und Diskreditierung regierungs- und kriegskritischer Stimmen passe zu dieser Entwicklung.

    „Unsere Camps haben stets Protest gegen die Rüstungsindustrie und gegen die Kriegspolitik der Regierungen ausgedrückt, jedes Jahr sind mehr Menschen dazugekommen. Wir geben einer antimilitaristischen Perspektive einen Raum, den sie in so einem Klima der Aufrüstung dringend braucht. Unser Protest ist legitim und notwendiger denn je“, so Jonah Fischer und weiter: „Angesichts der Gewalt, die Aufrüstung und Eskalation von

    Kriegen mit sich bringt, gegen die wir immer wieder protestiert haben, ist der Vorwurf der „Unfriedlichkeit“ geradezu absurd.“

    Um weitere Fragen zum Verbot, zu den Inhalten des Protests und dem Planungsstand des Camps zu beantworten, steht das Bündnis „Rheinmetall Entwaffnen“ am Freitag um 10:00 Uhr auf der Domplatte zur Verfügung.


    Pressemitteilung vom 6. August

    Polizei Köln prüft Verbot von antimilitaristischem Camp
    Veranstalter*innen zeigen sich gelassen und betonen Legitimität des Protests

    Die Polizei Köln prüft aktuell wegen angeblicher „Unfriedlichkeit“ der Teilnehmenden ein Verbot des „Rheinmetall Entwaffnen“-Camps, welches vom 26. bis zum 31.08. im Kölner Grüngürtel stattfinden soll. Die Veranstalter*innen kritisieren diesen Schritt scharf und betonen, dass das Camp stattfinden wird und auch die Mobilisierung unverändert voran geht.

    Das antimilitaristische Bündnis sieht in diesem Schritt der Kölner Polizei einen massiven Angriff auf antimilitaristischen Protest. Jonah Fischer von „Rheinmetall Entwaffnen“ kommentiert: „Die Polizei Köln versucht, unseren legitimen Protest zu kriminalisieren und konstruiert dazu ein absurdes Bedrohungszenario. Das Camp dient seit Jahren dem internationalen Austausch und der praktischen Solidarität, wie immer haben wir zahlreiche Workshops und Vorträge mit Aktivist*innen aus unterschiedlichen Ländern der Erde geplant, die sich gegen Krieg, Militarisierung und den katastrophalen Folgen einsetzen. Zusammen wollen wir uns austauschen, voneinander lernen und unsere Perspektive einer solidarischen Welt auf die Straße tragen.” Das Bündnis sei entschlossen, alle zur Verfügung stehenden Rechtsmittel auszuschöpfen, um das Camp durchzusetzen, bekräftigt Fischer.

    „Das angedrohte Verbot des Camps entbehrt einer ernsthaften, durch Tatsachen gedeckten Grundlage und ist eher ein Zeichen der aktuellen Erosion der Grundrechte, der es deutlich entgegenzuhalten gilt“, so Rechtsanwalt Nils Spörkel. Dabei gehe es nicht nur um das konkret in Köln geplante Camp, sondern auch um Protestcamps allgemein.

    „Dieser politische Angriff der Behörden in rechtlicher Form reiht sich ein in eine Reihe autoritärer politischer Maßnahmen im Zuge des Rechtsrucks, den die Regierung und staatliche Behörden maßgeblich vorantreiben“, ergänzt Fischer. „Zu einer kriegstüchtigen Gesellschaft, die Politik und Militär gegen den Willen und zulasten großer Teile der Bevölkerung durchsetzen wollen, gehört auch die Zensur und Verunmöglichung von Protest gegen diese Kriegspolitik. Dass politische Angriffe wie diese in Zeiten der zunehmenden Militarisierung und des Rechtsrucks immer weiter zunehmen, ist leider nicht überraschend. Wir werden aber alles dafür tun, dass unser in diesen Zeiten umso wichtigerer Protest auch auf der juristischen Ebene durchgesetzt werden kann“, so Fischer. „Für uns ist klar: Das Camp wird stattfinden!“

    Rheinmetall Entwaffnen, 6. August 2025


    Presseerklärung vom 25. Juli

    Nur noch einen Monat bis zum Antikriegscamp in Köln.
    Bündnis »Rheinmetall Entwaffnen« lädt vom 26.08. bis zum 31.08. zu einem Camp in den
    Inneren Grüngürtel.


    Das Antimilitaristische Bündnis „Rheinmetall Entwaffnen“ wird vom 26.08. bis zum 31.08. ein Camp im Grüngürtel in der Kölner Innenstadt veranstalten. Die gesamte Woche über wird es ein Kultur- und Bildungsprogramm geben, außerdem viele unterschiedliche Aktionen, die Protest gegen die aktuelle Politik der Militarisierung ausdrücken sollen.

    „Wir leben Zeiten, in denen die Regierungen weltweit ihre Prioritäten auf Krieg und Aufrüstung legen. Der NATO-Beschluss, bald fünf Prozent des BIP, was in Deutschland fast die Hälfte des Bundeshaushalts wäre, für Militär auszugeben ist nur das jüngste Beispiel dieser Eskalation. Das macht unseren Protest um so wichtiger. Wir laden alle ein, die dieser scheinbar alternativlosen Politik etwas entgegensetzen wollen“, sagt Dina Pütz vom Bündnis Rheinmetall Entwaffnen.

    Das Camp steht allen Interessierten offen, die antimilitaristische Ansätze kennenlernen wollen, oder über weltweite Proteste gegen Kriege und die Auswirkungen der deutschen Rüstungspolitik etwas lernen wollen. Beispielweise zum Thema Wehrpflicht mit der „Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstverweiger*innen“ (DFG-VK) und der Plattform „Transnational Social Strike“ zum Thema einer transnationalen Antikriegsbewegung.

    Außerdem erwartet alle Teilnehmer*innen und Besucher*innen ein solidarisches Campleben mit einer Küche für alle und einem Kulturprogramm. Ab dem Dienstag, den 26.08. geht es offiziell los.

    „Gerade die Nachbar*innen und die Kölner Stadtgesellschaft laden wir auf unser Camp ein. In Köln gibt es viele Standorte der Rüstungsindustrie, aber auch andere wichtige Orte der aktuellen Kriegspolitik, wie das Karrierecenter der Bundeswehr. Jetzt, wo die Wiedereinführung der Wehrpflicht nur noch eine Frage der Zeit ist, müssen wir auch hiergegen energisch protestieren.“ Sagt Jonah Fischer vom Bündnis.

    Die Aktionswoche wird mit einer großen Antimilitär-Parade abgerundet, die die Möglichkeit einer Beteiligung auch für Menschen bietet, denen eine Teilnahme am Camp unter der Woche zeitlich nicht möglich ist. Alle sind zu diesem bunten Protest eingeladen, um das was sie an der aktuellen Militarisierung am stärksten kritisieren wollen, kreativ auf die Straße zu tragen. Der Startpunkt wird am Samstag, 30.08. um 14:30 auf dem Heumarkt in der Kölner Innenstadt sein.

    Rheinmetall Entwaffnen, 25. Juli 2025


    Info: https://rheinmetallentwaffnen.noblogs.org/presse/pressemitteilungen-2025/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    17.08.2025

    Die japanische Geheimdienstarbeit und die russische Revolution

    freedert.online, 17 Aug. 2025 17:13 Uhr, Von Wassili Kusnezow

    Vor genau 120 Jahren, am 9. August 1905, begann in Portsmouth (USA) eine Konferenz, die Frieden zwischen Japan und Russland stiften sollte. Das Russische Reich hatte den Krieg verloren, wobei Japan von Russlands inneren Feinden – Revolutionären und Separatisten – unterstützt wurde. Unter ihnen führten die japanischen Geheimdienste ihre geheimen Aktivi

    täten durch.


    © Photo by Fine Art Images/Heritage Images/Getty Images


    Bild einer Gruppe von Baikal-Kosaken im Russisch-Japanischen Krieg, 1904 (Symbolbild)


    Der Angriff der Japaner auf Russland Anfang 1904 wurde von verschiedenen revolutionären Kreisen mit großer Begeisterung aufgenommen. Die inneren Gegner des russischen Staates hatten sich sofort für die Position entschieden, dass eine militärische Niederlage des Zarismus zum Auslöser einer Revolution in Russland werden könnte.


    Globale Verantwortung und nationale Interessen Russlands





    Analyse

    Globale Verantwortung und nationale Interessen Russlands






    Dank ihres hervorragend organisierten Spionagesystems konnten sich die Japaner schnell auf die Situation einstellen. In Tokio wurde beschlossen, auf die Unterstützung der Revolutionäre zu setzen. Als besonders vielversprechend wurde dort die Hilfe für polnische, kaukasische und finnische Separatisten angesehen, die die Japaner mit Waffen versorgten. Entsprechende Fakten führt insbesondere der bekannte russische Historiker Alexander Schirokorad in seinem Buch "Der Fall von Port Arthur" an.

    Die Arbeit des japanischen Geheimdienstes in Russland wurde von Oberst Motojiro Akashi geleitet, der zu Beginn des Krieges seine Residenz in Stockholm eröffnete. Von dort aus knüpfte er Kontakte zu finnischen Nationalisten, die ihn wiederum mit ihren polnischen "Kollegen" bekannt machten.

    Im März 1904 reiste Akashi nach Krakau (das damals zu Österreich gehörte), wo er sich mit Roman Dmowski traf – einem Mitglied des Geheimrates der Volksliga, die sich die "Wiederherstellung eines freien Polens" zum Ziel gesetzt hatte. Dmowski erhielt von Akashi Empfehlungsschreiben an die Leiter des japanischen Generalstabs und des Geheimdienstes und reiste im Mai nach Tokio, wo er Vereinbarungen über die Formen der künftigen Zusammenarbeit traf. Im Juli kam auch der Anführer der polnischen Separatisten, Józef Piłsudski, nach Japan, wo er 20.000 Pfund Sterling (200.000 damalige Rubel) für Aufklärungsarbeit, Sabotageakte im Rücken der russischen Armee und Propaganda unter den russischen Soldaten erhielt.

    Ein weiterer Agent von Akashi war der in Paris lebende Adlige Georgi Dekanozow (Dekanozoschwili) – einer der Führer der georgischen Partei der Sozialisten-Föderalisten und Revolutionär. Akashi zahlte Dekanozow senior wöchentlich 2.050 Francs (750 Rubel) "für Ausgaben und Reisen".

    Der Agent der Sicherheitsabteilung der russischen Innenministeriumspolizei Manuilow, der Akashi im Ausland beschattete, berichtete seinen Vorgesetzten:

    "Die japanische Regierung hat über ihren Agenten Akashi verschiedenen revolutionären Gruppen 15.300 Pfund Sterling, also 382.500 Franken, für den Kauf von 14.500 Gewehren zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurden 4.000 Pfund (100.000 Franken) an die Sozialisten-Revolutionäre und 4.000 Pfund (100.000 Franken) für den Kauf einer Yacht mit Besatzung ausgezahlt."

    Mitte Juli 1905 wurden in der Schweiz dank der Bemühungen von Dekanozow mit japanischem Geld etwa 25.000 alte Gewehre und über vier Millionen Patronen gekauft. Ein Drittel dieser Gewehre und mehr als eine Million Patronen sollten über das Schwarze Meer nach Russland (in den Kaukasus) transportiert werden, der Rest über die Ostsee (nach Finnland). Für den Transport mietete Dekanozow mehrere Schiffe. Ein Teil dieser Ladung wurde erfolgreich an die Empfänger geliefert, ein Teil wurde von den russischen Behörden abgefangen.

    Am meisten Pech hatte der Dampfer John Grafton, der vor der Küste Finnlands auf Grund lief. Die Besatzung der Grafton entwendete ein Boot von den Einheimischen und floh damit nach Schweden. Ein Drittel der Waffen auf dem Dampfer wurde von den Einheimischen geplündert, der Rest wurde von den eintreffenden Gendarmen beschlagnahmt.

    Insgesamt übermittelte die japanische Regierung während des Krieges verschiedenen revolutionären Organisationen in Russland mindestens eine Million Yen (nach heutigem Kurs etwa fünf Milliarden Yen oder 35 Millionen US-Dollar).

    Bemerkenswert ist, dass die größten Ausgaben im Sommer 1905 getätigt wurden, als die wichtigsten Ereignisse des Krieges bereits vorbei waren. Das ist keineswegs Zufall. Bis zum Sommer hatten die Japaner zwei große Siege errungen: bei Mukden an Land und bei Tsushima auf See. Das Schicksal des Krieges war jedoch noch lange nicht entschieden: Es gab noch eine Chance, sich zu revanchieren – zumindest an Land. Der neue Befehlshaber der russischen Armee, Nikolai Linewitsch, bereitete sich eifrig auf den japanischen Angriff vor, verstärkte aktiv seine Stellungen und forderte von der Hauptstadt neue Reserven an.


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    Allerdings kam es nicht zu einer Schlacht – die japanische Armee war während des Krieges bereits stark geschwächt, und der Pyrrhussieg bei Mukden versetzte ihr den "entscheidenden" Schlag. Und während die Russen dank der reibungslos funktionierenden Ostchinesischen Eisenbahn ihre Truppen schnell wieder aufstocken und sogar vergrößern konnten, hatten die Japaner keine Reserven mehr. Nicht umsonst bezeichnete der Historiker Okamoto Shumpei Mukden als "äußerst unsicheren Sieg".

    Das japanische Kommando dachte über einen Ausstieg aus dem Krieg nach: Der Stabschef der Mandschurischen Armee, Generalleutnant Kodama Gentaro, reiste nach Tokio und forderte im Namen seines Vorgesetzten, Marschall Oyama, im Hauptquartier des Mikado, nach Möglichkeiten für einen Frieden zu suchen. Japan war in jeder Hinsicht ausgeblutet: Sowohl die lebenden Kräfte als auch die Finanzen gingen zur Neige – die Kredite, die Großbritannien und die USA Tokio vor Kriegsbeginn gewährt hatten, waren nicht unbegrenzt. Wenn der Konflikt in einen Zermürbungskrieg übergegangen wäre, hätte Japan keine Chance gehabt.

    Die Regierung von Nikolaus II. entschied sich jedoch für eine andere Option und nahm Friedensverhandlungen mit den Japanern auf. Diese Entscheidung war durch die Unruhen im Land bedingt – 1905 wurde das Russische Reich von einer Revolution erfasst. Im Juni kam es zum Aufstand der Besatzung des Panzerschiffs Potjomkin, zu einer Meuterei der Marinesoldaten in Libau, zu einem bewaffneten Aufstand im polnischen Łódź und anschließend zu Unruhen im Kaukasus. Das ganze Land war von revolutionären Unruhen erfasst – und vor diesem Hintergrund musste man sich darauf konzentrieren, zu Hause für Ordnung zu sorgen.

    Außerdem ließen die Japaner revolutionäre Agitatoren in die Kriegsgefangenenlager. Davon berichtet insbesondere der Marineoffizier Wladimir Semjonow, ein zu dieser Zeit bekannter Prosaautor. Kapitän 1. Ranges Semjonow nahm zunächst an der Verteidigung von Port Arthur und dann an der Schlacht von Tsushima teil. Semjonow wurde in einem Lager in der Stadt Sasebo festgehalten – und war erstaunt darüber, wie frei sich dort verschiedene Aufwiegler bewegten. Semjonow berichtet:

    "Sowohl die Literatur als auch die Prediger selbst waren für die Japaner willkommene Gäste. Einige dieser Bücher und Broschüren habe ich selbst in den Händen gehalten: 'Organisation der Massen bei Volksaufständen', 'Straßenkämpfe', 'Arten von Barrikaden gegen den Angriff von Infanterie und Kavallerie', 'Wie man vorgeht, wenn Tyrannen über Artillerie verfügen' und so weiter."

    Ihm zufolge kam es sogar so weit, dass der französische Gesandte in Tokio (Frankreich war damals ein Verbündeter Russlands) sich mit einer Beschwerde an die Japaner wandte und fragte: Ist es zulässig und ethisch vertretbar, Unruhen in einem anderen Staat zu schüren? Semjonow stellt fest:

    "Die Antwort, die er erhielt (und die in japanischen Zeitungen abgedruckt wurde), war in ihrer Offenheit, um nicht zu sagen Zynismus, unnachahmlich: 'Unsere Regel lautet: Schädige den Feind, so gut du kannst.' So äußerte sich der japanische Kriegsminister."

    Nach der Arbeit zahlreicher Agitatoren kehrten ehemalige russische Kriegsgefangene aus Japan in ihre Heimat bereits mit der Absicht zurück, sich an der Revolution zu beteiligen und für die "Freiheit des arbeitenden Volkes" zu kämpfen. Sie begannen, die Aufstände bereits auf den Dampfschiffen vorzubereiten, die sie transportierten. Der russische Schriftsteller Alexei Nowikow-Priboi berichtet über die Situation auf dem Dampfer Woronesch:

    "Seit diesem Morgen war der Tank der fröhlichste Ort auf dem Schiff. Hier traten Musiker und Chöre auf und sangen revolutionäre Lieder. Gleichzeitig fanden auf den Decks und in den Laderäumen Versammlungen statt, auf denen scharfe Resolutionen gegen die Obrigkeit verabschiedet wurden. Dann organisierten die ehemaligen Gefangenen ein Exekutivkomitee, das nach und nach die Macht an sich riss."


    Konzentrationslager: Eine Geschichte, die der Westen lieber vergisst




    Meinung

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    Der Kapitän der Woronesch erfuhr, dass auf dem Dampfer eine rote Fahne vorbereitet worden war, vor der Matrosen und Soldaten einen Treueeid auf die Revolution geleistet hatten. Er steuerte das Schiff absichtlich in Küstennähe. Den Offizieren wurde mitgeteilt, dass die Woronesch auf die Felsen zusteuern würde, sollte es zu einem Aufstand kommen.

    Die ehemaligen Kriegsgefangenen hörten Gerüchte über die Unruhen, die am 30. und 31. Oktober 1905 in Wladiwostok stattfanden – die Aufständischen, denen es gelang, die Stadtgarnison propagandistisch zu beeinflussen, konnten vorübergehend fast die gesamte Stadt einnehmen. Nun wollten die ehemaligen Gefangenen so schnell wie möglich nach Wladiwostok, um ihren "Brüdern, die gegen die Tyrannen kämpfen", zu Hilfe zu kommen. Als jedoch die Dampfschiffe mit den ehemaligen Gefangenen in Wladiwostok anlegten, waren die Unruhen bereits niedergeschlagen; laut Semjonow hatten die Aufständischen "ein Saufgelage" veranstaltet, weshalb die Teile der Garnison, die ihrem Eid treu geblieben waren, die Rebellen leicht zerstreuen konnten.

    Und obwohl es letztendlich gelang, die Unruhen unter den Kriegsheimkehrern zu unterdrücken, besteht kein Zweifel daran, dass die von den agitierenden Revolutionären mithilfe des japanischen Geheimdienstes indoktrinierten Veteranen eine Rolle bei der Anheizung der Unruhen im Russischen Reich spielten. Dies galt sowohl für die Revolutionen von 1905 und 1907 als auch für die Ereignisse von 1917.

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 9. August 2025 zuerst auf der Webseite der Zeitung "Wsgljad" erschienen.

    Wassili Kusnezow ist Analyst bei der Zeitung "Wsgljad".


    Mehr zum Thema - Ermordeter Generalfeldmarschall und die deutsche Ukraine-Gier


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    17.08.2025

    Europa kann sich Nachsicht gegenüber Israel nicht länger leisten

    freedert.online, 17 Aug. 2025 20:49 Uhr, Von Pjotr Akopow

    Während Donald Trump im Vorfeld des Alaska-Gipfeltreffens hoffte, erneut seine Fähigkeiten als "Friedensstifter" unter Beweis zu stellen, indem er einen "Deal" zur Ukraine aushandelt, entschied sich ein Beteiligter eines seiner früheren "Friedensdeals" für den Völkermord. Die Rede ist von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.


    Quelle: Legion-media.ru © Sergey Guneev


    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu


    Während US-Präsident Donald Trump sich auf das Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vorbereitete und dabei hoffte, erneut seine Fähigkeiten als Friedensstifter unter Beweis zu stellen, indem er einen "Deal" zur Ukraine "aushandelte", entschied sich ein Beteiligter eines seiner früheren Friedensdeals, bis zum Ende zu gehen – allerdings nicht im Sinne der Friedensstiftung, sondern durch Völkermord und die Besetzung fremden Landes.

    Die Rede ist vom israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu – dabei handelte es sich bei dem vorübergehenden Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas um den allerersten Friedensdeal der zweiten Amtszeit von Donald Trump, der zudem durch die Vermittlung desselben Steve Witkoff zustande gekommen war. Dieser Waffenstillstand ist längst gescheitert, und in den letzten Monaten kam zum Beschuss und der Bombardierung der Bewohner des Gazastreifens noch die Folter durch Hunger hinzu, womit Israel sogar den größten Teil der westlichen Welt endgültig gegen sich aufbrachte. In der letzten Woche aber erreichte Netanjahus Wahnsinn neue Dimensionen.


    Netanjahu: Israel will den kompletten Gazastreifen besetzen





    Netanjahu: Israel will den kompletten Gazastreifen besetzen







    Zunächst kündigte er an, den gesamten Gazastreifen zu besetzen. Obwohl selbst die israelische Militärführung diese Operation nicht unterstützt (da es offensichtlich unmöglich ist, den gesamten Gazastreifen zu kontrollieren) und Tausende Palästinenser dabei ums Leben kommen werden, soll sie dennoch durchgeführt werden. Dabei ist geplant, 800.000 Palästinenser in eine spezielle "Sicherheitszone" zu treiben, oder einfacher ausgedrückt, in eine Art Konzentrationslager.

    Zweiundzwanzig Monate des Leidens der Palästinenser erschüttern die ganze Welt – und nur in Israel wird weiterhin behauptet, dass man sich nichts vorzuwerfen habe und alle Beweise, beispielsweise für die Hungersnot, einfach gefälscht seien. Dabei sterben im Gazastreifen jeden Tag Dutzende, wenn nicht Hunderte von Menschen durch israelische Schüsse und Bomben, und einige Menschen kommen schlichtweg an Hunger ums Leben. Aber für Netanjahu handelt es sich dabei um "Fake News". Die unverschämte Arroganz des israelischen Ministerpräsidenten ärgert sogar seinen wichtigsten Verbündeten, US-Präsident Trump, der den israelischen Ministerpräsidenten laut Insidern für seine erneute Leugnung der Hungersnot im Gazastreifen scharf kritisiert habe.

    Alles sei eine Lüge der Antisemiten, Israel hungere niemanden aus – diese Behauptungen von Netanjahu und der israelischen Presse rufen längst nur noch Empörung hervor. Denn alle objektiven Beweise internationaler Organisationen bestätigen die Bombardierung friedlicher Ziele, die Zerstörung von Wohnhäusern und Infrastruktur sowie die bewusste Einschränkung der Lieferung von Lebensmitteln und Medikamenten in den Gazastreifen – was alles unter den Begriff Völkermord fällt. Dabei werden diejenigen, die versuchen, diese Verbrechen zu dokumentieren – Mitarbeiter internationaler Organisationen, Ärzte, Journalisten –, von Israel einfach ermordet.


    Gaza: Israelische Armee tötet gezielt Al-Jazeera-Journalisten wegen "Hamas-Terrorverdachts"





    Gaza: Israelische Armee tötet gezielt Al-Jazeera-Journalisten wegen "Hamas-Terrorverdachts"





    Dies geschieht absichtlich und gezielt – allein unter den Journalisten wurden bereits fast 240 getötet. Nach der Ankündigung Netanjahus, den gesamten Gazastreifen zu besetzen, wurde ein Kamerateam von Al-Jazeera unter der Leitung des bekanntesten Reporters im Gazastreifen Anas al-Sharif getötet. Im Gegensatz zu den Morden an Reportern anderer Medien versuchte Israel diesmal nicht einmal, diesen Mord als unglücklichen Zufall darzustellen, sondern verkündete demonstrativ die "Liquidierung eines Terroristen". Ja, al-Sharif wurde als "verdeckt agierender Hamas-Terrorist" bezeichnet, obwohl es dafür keinerlei Beweise gibt und auch nicht geben kann. Netanjahu beseitigt vor Beginn einer neuen Phase der Zerstörung des Gazastreifens Zeugen.

    Wird es Israel jedoch gelingen, seine Ziele zu erreichen, das heißt, die Palästinenser aus dem Gazastreifen zu vertreiben, indem es einen Teil von ihnen tötet und den Rest zur Flucht zwingt? Nein, und das war von Anfang an klar. Alle Versuche, mit dem einen oder anderen Land eine Vereinbarung über die Aufnahme der Palästinenser zu treffen, scheitern: Niemand ist bereit, sich an der Deportation Hunderttausender Menschen zu beteiligen. Und zwar aus einem Gebiet, für das sie (und ihre Vorfahren, darunter viele Flüchtlinge aus zuvor von Israel besetzten palästinensischen Gebieten) einen so hohen Preis zahlen mussten. Vor Kurzem versuchte Israel, den Südsudan, eines der ärmsten Länder der Welt, mit Milliardenbeträgen "für die Palästinenser" anzulocken, scheiterte jedoch auch hier: Denn jedes Land, das sich bereit erklärt, die faktisch deportierten Bewohner des Gazastreifens aufzunehmen, muss damit rechnen, international ausgegrenzt zu werden.

    So wie Israel selbst, das immer mehr zu einem solchen Ausgestoßenen wird und zu dessen Verurteilung sich sogar die proisraelischen Regierungen Europas gezwungen sehen. Nachdem beispielsweise Spanien und Irland wegen ihrer Anerkennung Palästinas von israelischen Politikern längst als "antisemitisch" bezeichnet wurden, reihen sich nun auch Frankreich und Großbritannien ein: Emmanuel Macron und Keir Starmer beabsichtigen, im nächsten Monat den palästinensischen Staat anzuerkennen. Als Letztes gab das proisraelischste Land (genauer gesagt, seine politische Elite) nach – Deutschland. Nach der Ankündigung der Pläne zur Besetzung des gesamten Gazastreifens erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz, die Waffenlieferungen an Israel auszusetzen – allerdings nicht vollständig, sondern nur diejenigen, die im Gazastreifen eingesetzt werden könnten.


    "Ich musste mit ansehen, wie mein Kind starb"– Fünfjähriger in Gaza verhungert





    "Ich musste mit ansehen, wie mein Kind starb"– Fünfjähriger in Gaza verhungert






    Die europäischen Politiker können es sich einfach nicht mehr leisten, Netanjahus Taten zu ignorieren – schließlich wird der "Völkermord in Echtzeit" zu einem wichtigen Faktor in der Innenpolitik der wichtigsten europäischen Länder. Empört sind nicht nur zahlreiche Nachkommen von Migranten aus islamischen Ländern, sondern auch Linke, Konservative und sogar apolitische Bürger. Selbst die EU wird die Frage der Verhängung von – wenn auch schwachen, symbolischen – Sanktionen gegen Israel bald nicht mehr ignorieren können, und Netanjahu wird nur noch einen einzigen offenen Verbündeten haben: Trump. Aber auch dessen Macht, Netanjahu zu schützen, ist keineswegs unbegrenzt, denn der Völkermord im Gazastreifen verändert auch die Haltung der US-Gesellschaft gegenüber Israel.

    Im September beginnt in New York die Jubiläumssitzung der UN-Generalversammlung, bei der Dutzende von Staaten, vor allem westliche, die Anerkennung Palästinas erklären werden. Das allein wird den Völkermord nicht stoppen können, aber bei der nächsten Abstimmung über die Palästina-Frage wird Israel die wachsende Verurteilung seiner Politik und erste Anzeichen eines Boykotts und einer Isolation zu spüren bekommen.

    Trump wird natürlich erneut versuchen, Israel aus der Sackgasse zu führen, aber Netanjahu wird ihm keine Chance geben, einen Deal zu schließen. Für den israelischen Ministerpräsidenten gibt es keinen Weg zurück – nur noch vorwärts. Vorwärts, über Leichen hinweg – in die Katastrophe.

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 16. August 2025 zuerst bei RIA Nowosti erschienen.


    Mehr zum Thema - Israel bombardiert Gaza-Stadt: Hamas-Delegation zu Gesprächen über Waffenruhe in Kairo erwartet


    Screenshot_2025_08_18_at_11_52_20_Europa_kann_sich_Nachsicht_gegen_ber_Israel_nicht_l_nger_leisten_RT_DE

    Video https://rumble.com/v6x6cqc-us-sldner-ber-idf-so-viel-missachtung-der-menschenwrde-habe-ich-noch-nie-ge.html Dauer 10:25 Min.


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    Info: https://freedert.online/international/253530-europa-kann-sich-nachsicht-gegenueber-israel-nicht-laenger-leisten/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    17.08.2025

    Michael von der Schulenburg: Alaska Meeting Was a "Game Changer"


    Glenn Diesen


    youtube.com, vom 16.08.2025, Automatisch synchronisiert

    Michael von der Schulenburg ist deutscher Abgeordneter des EU-Parlaments und war zuvor 34 Jahre lang UN-Diplomat, unter anderem als Stellvertretender Generalsekretär der UN-Abteilung für politische Angelegenheiten und Friedenskonsolidierung. Schulenburg erklärt, warum das Treffen in Alaska seiner Meinung nach bahnbrechend war.


    Info: Video https://www.youtube.com/watch?v=pjkVbKWrqh4 Dauer 51:29 Min.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    unser weiterer Kommentar: "Alaska was a Gamechanger" , ein wirklich außerordentliches  Gespräch zwischen zwei phantastischen Köpfen, das den Tenor der globalen (außereuropäischen)  Weltsicht auf Alaska spiegelt. Man muss nicht mit jedem Satz einverstanden sein, um zu erfassen, dass der ehemalige Diplomat Michael von der Schulenburg eine große Persönlichkeit, ein dem Welt-Frieden,  der UN-Charta (!) und dem Erhalt Europas verpflichteter Mensch ist. Das gleiche gilt für den unrmüdlichen Geostrategen  Professor Glenn Diesen. Es atmet sich ein wenig leichter nach diesem Wochenende. (Zitiert Irene Eckert aus ihrer mail, 18. August 2025, 7:28 Uhr)

    https://www.youtube.com/watch?v=pjkVbKWrqh4

    17.08.2025

    Freigabelinks Videos Mitschnitte zu "250806-Mahn-und Gedenkveranstaltung"

    aus e-mail  Friedensglockengesellschaft, 17. August 2025, von 10:56 Uhr


    Liebe Mitstreiter,


    anbei die Videomitschnitte von Mathias Tretschog rund um unsere Veranstaltungen vom 05.-09.08.2025.


     


    Mit friedliebenden Grüßen


     


    Anja Mewes


    Vorsitzende


    Friedensglockengesellschaft Berlin e.V.


    Zossener Straße 66


    12629 Berlin


    Email:  <mailto:friedensglockengesellschaft@web.defriedensglockengesellschaft@web.de


    Youtube Kanal:  <https://www.youtube.com/@friedensglockengesellschaf1299https://www.youtube.com/@friedensglockengesellschaf1299


    Facebook:  <https://www.facebook.com/friedensglockeberlin/https://www.facebook.com/friedensglockeberlin/


    Handy: +49 152 2999 6370


    Kontoverbindung: Postbank Berlin / DE97 1001 0010 0026 4571 08


     


    DEN FRIEDEN GEWINNEN-NICHT DEN KRIEG!!


     


     


     


    Kleine weiße Friedenstaube gesungen am 05.08.2025 zur Nacht der Kerzen von den Friedenshexen (Dauer: 03:36)


     <https://www.youtube.com/watch?v=yzzlXHNaBSIhttps://www.youtube.com/watch?v=yzzlXHNaBSI


     


    Impressionen 05./06./09. August 2025 Mahn- und Gedenkfeierlichkeiten zum 80. Jahrestag der US-Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki Dauer: 30:57)


     <https://www.youtube.com/watch?v=NRu8JIp8WbUhttps://www.youtube.com/watch?v=NRu8JIp8WbU


     


    Anja Mewes – Vorsitzende der Friedensglockengesellschaft e. V.: Erklärung der Teilnehmer der Gedenkveranstaltung (Dauer: 06:39)


     <https://www.youtube.com/watch?v=rqRRyeT8d0ghttps://www.youtube.com/watch?v=rqRRyeT8d0g


     


    Interview: Im Gespräch mit Anja Mewes, Vorsitzende der Friedensglockengesellschaft Berlin e.V.


    (Dauer: 15:47)


     <https://www.youtube.com/watch?v=tuXRwH4IopQhttps://www.youtube.com/watch?v=tuXRwH4IopQ


     


    Verlesen Grußwort von Kazumi Matsui – Bürgermeister von Hiroshima und Präsident von Mayors for Peace (Dauer: 04:41)


     <https://www.youtube.com/watch?v=De7ephcY4PEhttps://www.youtube.com/watch?v=De7ephcY4PE


     


    Verlesen Grußwort von Kai Wegner – Bürgermeister von Berlin (Dauer: 04:10)


     <https://www.youtube.com/watch?v=llNLlp7-0X4https://www.youtube.com/watch?v=llNLlp7-0X4


     


    Rede von Josephine Thyrêt – Betriebsratsvorsitzende von VIVANTES (Dauer: 19:52)


     <https://www.youtube.com/watch?v=yk5OdTLz9rghttps://www.youtube.com/watch?v=yk5OdTLz9rg


     


    Rede von Dr. Wolfram Adolphi (Publizist und Autor) / (Dauer:15:54)


     <https://www.youtube.com/watch?v=eoU2ZpeQEmQhttps://www.youtube.com/watch?v=eoU2ZpeQEmQ


     


    Grusswort eines Hibakusha in 4. Generation mit einer Schülergruppe aus Hiroshima und Nagsaki (Dauer:10:52)


     <https://www.youtube.com/watch?v=GM1-XFPwWyohttps://www.youtube.com/watch?v=GM1-XFPwWyo


     


    Grusswort von Greta Fuchs-Kittowski, Deutscher Friedensrat e.V. (Dauer:02:41)


     <https://www.youtube.com/watch?v=vT5nTA0mzMAhttps://www.youtube.com/watch?v=vT5nTA0mzMA


     


    Interview: Regenschirme statt Raketenschirme - Eine Kunstaktion für Frieden, Gewaltfreiheit und Menschenrechte von Freunde für Frieden (Dauer: 16:34)


     <https://www.youtube.com/watch?v=r20k463d02I&list=PLtYAOcMkU-W2jS9YcuXstk4cNsfNVz0W5https://www.youtube.com/watch?v=r20k463d02I&list=PLtYAOcMkU-W2jS9YcuXstk4cNsfNVz0W5


    80 Jahre US-Atombomben auf Japan – Hiroshima & Nagasaki mahnen! auf Freie Presse News


     <https://freiepresse.news/2025/08/05/80-jahre-us-atombomben-auf-japan/https://freiepresse.news/2025/08/05/80-jahre-us-atombomben-auf-japan/


     


     


    Mathias Tretschog


     Eine FREIE GESELLSCHAFT kann nur auf FREIER INFORMATION gegründet sein!


    Mathias Tretschog


    Politischer Journalist, Menschenrechts- und Friedensaktivist, Mitglied beim Deutschen Verband der Pressejournalisten AG


    Schenkendorfer Flur 14


    15711 Königs Wusterhausen


     +49 (0) 3375 – 21 49 10


    +49 (0) 176 – 345 989 78


     <https://freiepresse-deutschland@protonmail.com/info@freiepresse.news 


     <http://www.freiepresse.news/www.freiepresse.news


     <https://www.krieg-im-jemen.de/www.krieg-im-jemen.de


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    17.08.2025

    Bankrotteure

    jungewelt.de, 18.08.2025, Seite 8 / Ansichten, KommentarVon Arnold Schölzel

    Nach Gipfel Trump-Putin


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    Foto:  Jeenah Moon/REUTERS


    Ein Gipfel, um zu retten, was noch zu retten ist: Wladimir Putin und Donald Trump am 15. August in Anchorage





    Der Krieg in der Ukraine begann im Frühjahr 2014 mit Attacken faschistischer Gruppen und Milizen auf die russischsprachigen Einwohner der Ostukraine. Das Massaker am 2. Mai in Odessa, das in Mariupol am 9. Mai und die Bombardierung von Lugansk durch die Luftwaffe Kiews am 2. Juni stehen für die Brutalität der von EU und USA gesponserten Putschisten. Die EU wurde von Washington schon damals an den Katzentisch verwiesen, als sie einen eigenen Kandidaten als Regierungschef in Kiew nominierte: »Fuck the EU«, ätzte US-Unterstaatssekretärin Victoria Nuland, ließ Deutsch-Europa aber gern zahlen.

    Der Versuch, den Widerstand der russischen Bevölkerung in der Ostukraine rasch zu brechen, scheiterte. Das für die NATO wichtige militärische Ziel, den Aufmarschraum bis zur russischen Grenze im Osten freizumachen, rückte nach zwei großen Niederlagen in weite Ferne, wurde aber nie aus den Augen verloren. Es gelang, mit den beiden Minsker Abkommen die »Regionalmacht«, wie Barack Obama Russland 2014 nannte, hinzuhalten – bis zum Februar 2022, dem Beginn des umfassenden russischen Eingreifens in den Konflikt. Bis zum zweiten Amtsantritt Donald Trumps im Januar 2025 behauptete der kollektive Westen, Russland militärisch schlagen und wirtschaftlich schwächen zu wollen. Es bedurfte der besonders beschränkten deutschen Außenministerin Annalena Baerbock und ihres »Slawa Ukraini!«, also »Sieg Heil!« rufenden »Zeitenwende«-Kanzlers Olaf Scholz, um sich sogar den Ruin des größten Landes der Erde vorzunehmen.

    Damit ist es vorbei. Die Sanktionen, die etwa Donald Trump zuletzt Handelspartnern Russlands wie China oder Indien androhte, nahm dort niemand ernst, von denen der EU zu schweigen. Die sitzt jetzt am 19. völkerrechtswidrigen Sanktions»paket« und es gehört schon der Vorsitzende einer deutschen Partei, die sich Die Linke nennt, zu der Forderung, die deutsche Küstenwache Jagd auf die sogenannte Schattenflotte machen zu lassen, um »Druck auf die Kriegskasse des Kreml« auszuüben. Politische Piraterie – das hat Baerbocksches Format.


    Solche Leute sind meilenweit davon entfernt zu erfassen, was der »Dringlichkeitsgipfel« (Petra Erler) in Alaska bedeutete: Er fand statt – wie die SPD-Außenpolitikexpertin richtig festhielt – um zu »versuchen zu retten, was noch zu retten ist. So wie es ist, darf es nicht weitergehen.« Oder mit den Worten Ralf Stegners (SPD): Das Treffen bleibe »die bis dato größte Hoffnungsperspektive« für ein rasches Ende des Ukraine-Krieges.

    Vor allem: Er war das faktische Eingeständnis, dass die NATO auch diesen Krieg verloren hat. Die Bankrotteure sitzen in EU- und NATO-Europa. Aber sie geben das Zündeln mit einem Atomkrieg nicht auf – siehe van Aken. Es bedarf jetzt erst recht größter Anstrengung, um die geplante Raketenstationierung in der Bundesrepublik zu verhindern.


    Siehe auch


    Info: https://www.jungewelt.de/artikel/506357.bankrotteure.html


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    17.08.2025

    Der Fall Anas al-Sharif: Die Lügen, Fälschungen und Bullshit-Propaganda der Völkermörder

    freedert.online, 17 Aug. 2025 10:54 Uhr

    Israel brüstet sich damit, den Journalisten Anas al-Sharif und fünf seiner Kollegen im Gazastreifen gezielt getötet zu haben. Doch die Argumente, mit denen der Staat die neuerliche Gräueltat zu rechtfertigen versucht, sind einmal mehr ein Sammelsurium aus Lügen, Fälschungen und Unsinn.


    Quelle: www.globallookpress.com © Lorena Sopnana


    Pro-palästinische Demonstranten in Barcelona zeigen Bilder des von Israel ermordeten Journalisten Anas al-Sharif, der für den Sender al-Jazeera arbeitete und aus Gaza berichtete.


    Der Al-Jazeera-Journalist Anas al-Sharif dokumentierte 22 Monate lang Israels Gräuel im Gazastreifen. Den Tätern war der 28-Jährige schon lange ein Dorn im Auge. Monatelang bedrohten und verleumdeten sie ihn mit einer Rufmordkampagne als "Hamas-Terroristen", bevor sie ihn und seine Kollegen Mohammed Qreiqeh, Ibrahim Zaher, Mohammed Noufal, Moamen Aliwa und Mohammed al-Khalidi am Sonntagabend mit einem gezielten Angriff auf ihr Zelt in Gaza-Stadt ermordeten. Den Vorwurf versucht Israel mit "Belegen" zu untermauern – doch die sind kaum überprüfbar, mindestens zum Teil gefälscht und ein Freibrief für Barbarei.

    Alte Selfies

    Um eine angebliche Hamas-Mitgliedschaft al-Sharifs zu "belegen", nutzte die israelische Armee alte Fotos im klassischen Selfie-Stil, die ihn mit dem Hamas-Führer Yahya Sinwar zeigen. Israel hatte Sinwar im Oktober 2024 in den Überresten der Stadt Rafah im völlig zerbombten Gazastreifen getötet, nachdem dieser den Posten des zweieinhalb Monate zuvor getöteten politischen Hamas-Chefs Ismail Haniyya übernommen hatte.

    Auch die israelische Botschaft in Berlin verbreitete ein solches Bild unter dem Slogan "Die Wahrheit über 'Journalist' Anas al-Sharif" ‒ freilich mit dem Ziel, ihn und seine täglichen Berichte bis kurz vor seinem Tod aus dem von Israel abgeriegelten und zerstörten Gazastreifen unglaubwürdig zu machen.


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    Ob die Fotos echt sind, ist schwer zu überprüfen, denn mit KI ist einiges möglich. Aber das spielt letztendlich keine Rolle, denn ein Beleg für eine Hamas-Mitgliedschaft sind solche Bilder natürlich nicht – zumal sie offensichtlich viele Jahre alt sind. Selbst eine tatsächliche Hamas-Mitgliedschaft wäre überdies kein Tötungsgrund. Denn völkerrechtlich macht eine bloße Zugehörigkeit oder Meinung niemanden zum aktiven Kombattanten. Wobei es sich im Gazastreifen nicht einmal um einen Krieg im eigentlichen Sinne handelt.

    Angebliche "Hamas-Listen"

    Die israelische Armee (IDF) verbreitete auch vermeintliche "Hamas-Listen" unter Berufung auf "Geheimdienstinformationen und Dokumente aus Gaza", worauf al-Sharifs Name stehe. Deren Echtheit ist aber anzuzweifeln, zumal dies nicht die erste Lüge der IDF mit Fake-Listen wäre.

    So präsentierte die Armee zum Beispiel Ende 2023 eine angebliche "Hamas-Liste", um die Bombardierung des Al-Shifa-Krankenhauses in Gaza-Stadt – die bis dahin größte und wichtigste Klinik im Gazastreifen – zu rechtfertigen. Diese Liste sollte eine behauptete "Hamas-Kommandozentrale" unter dem Areal belegen.


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    Wenig später entpuppte sich die vermeintliche Kämpferliste als bloßer Kalender – und die angeblichen Namen der "Terroristen" als Wochentage – eine dreiste Lüge, die nur wenige Medien, die dies verbreitet hatten, richtigstellten ‒ darunter france24.

    Auch sonstige Beweise für diese "Kommandozentrale" legte die IDF bis heute nicht vor. Es handelte sich um eine Propagandalüge – wie vermutlich auch im Fall al-Sharif.

    Gefälschte "Telegram-Nachricht"

    Überdies schaffte es ein vermeintlich "ultimativer Beweis" für al-Sharifs "Hamas-Anhängerschaft" bis in große westliche Medien, darunter das deutsche Boulevardblatt Bild der Axel-Springer-Presse: eine angebliche Telegram-Nachricht des getöteten Journalisten vom 7. Oktober 2023, in der er den von Gaza ausgehenden Angriff der Hamas und weiterer Gruppen auf Israel bejubelt haben soll. 


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    Dieser angebliche Screenshot ist allerdings schon auf den ersten Blick als Fälschung zu erkennen. Denn er enthält – neben anderen Auffälligkeiten ‒ am unteren Rand der "Nachricht" ein Veröffentlichungsdatum, während echte Telegram-Nachrichten dort nur die Uhrzeit und die Anzahl der Aufrufe anzeigen. Das Datum ist in Telegram-Kanälen nur über der ersten Nachricht des jeweiligen Tages sichtbar. Über diesen Fake klärte noch am selben Tag die Webseite The Skwawkbox auf. Trotz dieser Offensichtlichkeit zitierte Springers Bild aus dieser Fälschung, als handele es sich um eine Tatsache.

    Fischbergers Hasbara-Märchen

    Unter die Leute gebracht hat die gefälschte Telegram-Nachricht offensichtlich der bekannte israelische Propagandist Eitan Fischberger. Kurz nach der Ermordung der Journalisten verbreitete dieser das Bild auf X und schrieb dazu: "An alle Journalisten, die mich gefragt haben, ob dieser Screenshot echt ist – ja, das ist er zu 100%." Im Weiteren spann er sich eine Story zurecht, wonach al-Sharif die Nachricht gelöscht, er sie aber im Webarchiv wiederhergestellt habe.

    Fischberger bezeichnet sich auf der Plattform LinkedIn selbst als "Forscher, Autor, Analyst, strategischer Berater aus Jerusalem". Er ist allerdings ein seit langem bekannter Verbreiter israelischer Propaganda-Kampagnen. Erst am 30. Juli, elf Tage vor der Ermordung al-Sharifs und seiner Kollegen, lancierte er die Lüge der israelischen Regierung, wonach es keine Hungersnot im Gazastreifen durch die israelische Blockade gebe. Denn, so die "Argumentation": Einige der vielen gezeigten verhungernden Kinder hätten eine Vorerkrankung gehabt.


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    Dabei ist Israels Hungerblockade, die Tel Aviv seit Beginn des Völkermordes mal mehr, mal weniger durchsetzte, seit Anfang März dieses Jahres aber massiv verschärft hat, auch von westlichen Hilfsorganisationen und Ärzten gut dokumentiert und belegt, genauso wie deren katastrophale Auswirkungen. Diese Art von Hungerspielen ist übrigens nicht neu: Seit den 1990er Jahren drosselt Israel die Einfuhr von Nahrung und anderen Gütern in die besetzten palästinensischen Gebiete. Seit Beginn der Rundumbelagerung des Gazastreifens 2006 berechnete die israelische Regierung sogar den Kalorienbedarf der Bewohner.

    Bullshit-Argumente

    Nun der wichtigste Punkt: All diese angeblichen "Hamas-Listen" und "Screenshots" taugten selbst dann nicht als Argument, wenn alles wahr wäre. Das Einzige, was die Tötung al-Sharifs völkerrechtlich rechtfertigen könnte, wäre ein Beweis dafür, dass dieser unmittelbar vor seiner Ermordung an aktiven Kampfhandlungen beteiligt war. Das aber ist auszuschließen, da er noch wenige Minuten vor seinem Tod sein letztes journalistisches Posting auf X absetzte, in dem er über gravierende Luftangriffe Israels auf Gaza-Stadt berichtete und ein Kurzvideo davon teilte. 

    Die Argumentation Israels ist aber nicht nur völkerrechtswidrig, sondern auch gefährlich und dumm. Danach könnte jede Kriegspartei in jedem Krieg alle Zivilisten töten, denen es eine Nähe zum feindlichen Regime nachweisen könnte: Krankenschwestern in öffentlichen Kliniken, Polizisten, staatliche Behördenangestellte, Mitglieder einer regierenden Partei, Abgeordnete und Journalisten, die über die Regierung berichten.


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    Ja, nach dieser "Logik" wäre sogar der Hamas-Angriff auf vermutlich alle zivilen jüdisch-israelischen Opfer über 18 Jahren "legitim", denn bekanntlich zieht Israel diese alle mit Beginn ihrer Volljährigkeit ein, mit Ausnahme der ultraorthodoxen Tora-Studenten. So hatten diese Getöteten zwangsläufig in ihrem Leben Kontakt zur feindlichen Armee, haben ihn gegebenenfalls heute noch. Die israelischen Propagandisten sollten ihre "Argumentation" also ein wenig gründlicher durchdenken. 

    Systematische Morde

    Nun sind al-Sharif und seine fünf Kollegen nicht die ersten von Israel ermordeten Pressevertreter. Laut einer Auswertung des Senders Al Jazeera von Namenslisten mehrerer Organisationen tötete Israel im Gazastreifen binnen zwei Jahren bis zu 274 Journalisten, Fotografen und Helfer, die für verschiedene Medien tätig waren – viele davon gezielt.  

    Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" reichte deshalb nach eigenen Angaben bisher vier Strafanzeigen vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) gegen israelische Verantwortliche ein. Fakt ist: Im Gazastreifen, in dem über zwei Millionen Menschen auf inzwischen nur noch 40 bis 70 Quadratkilometern eingepfercht sind, tötete die Besatzungsmacht so viele Pressevertreter, wie in keinem anderen Krieg seit dem Zweiten Weltkrieg ums Leben kamen.

    Töten der Wahrheit

    Schon vor dem Hamas-Angriff vor knapp zwei Jahren ging Israel systematisch gegen unliebsame Journalisten vor.  Am 11. Mai 2022 ermordete ein israelischer Scharfschütze die Al-Jazeera-Reporterin Shireen Abu Akleh mit einem Kopfschuss in der Flüchtlingsstadt Dschenin im illegal besetzten Westjordanland. Auch hier kämpften palästinensische und internationale Ermittler und Medien zunächst gegen eine von Israel initiierte Lügenkampagne. Letztlich räumte die IDF die Tat zwar ein, stellte sie öffentlich aber als "Versehen" dar.  

    Das Motiv, damals wie heute, liegt auf der Hand: Der Staat Israel, der alle palästinensischen Gebiete einem Gutachten des Internationalen Gerichtshofs zufolge illegal besetzt beziehungsweise belagert hält und dort ein rassistisch diskriminierendes System betreibt, das Palästinenser entrechtet, will Berichterstattung über seine in Dauerschleife praktizierten Gräueltaten eindämmen – indem es Reporter systematisch eliminiert. Aber die Wahrheit lässt sich nicht auf Dauer töten.


    Mehr zum Thema – Israel bombardiert Gaza-Stadt: Hamas-Delegation zu Gesprächen über Waffenruhe in Kairo erwartet


    Screenshot_2025_08_18_at_11_00_47_Der_Fall_Anas_al_Sharif_Die_L_gen_F_lschungen_und_Bullshit_Propaganda_der_V_lkerm_rder_RT_DE

    Video https://rumble.com/v6xh5u6-gaza-israelische-armee-ttet-gezielt-al-jazeera-journalisten-wegen-hamas-ter.html Dauer 2:50 Min.              ACHTUNG VERSTÖRENDE BILDER


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    Info: https://freedert.online/meinung/253318-fall-anas-al-sharif-luegen/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    17.08.2025

    USA und russisches Uran...

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 17. August 2025, 13:45 Uhr


    _RTDE 16.8.2025


    _*USA können von russischem Uran einfach nicht genug kriegen

    */Von Elem Chintsky/


    Jüngst wurde bekannt <https://1prime.ru/20250809/uran-860492059.html>,

    dass Russland erneut der größte Lieferant für angereichertes Uran in die

    USA geworden ist. Dieser Import aus Russland ist um fast zwei Drittel –

    62 Prozent im Jahresvergleich – gestiegen. Damit hat Moskau Paris als

    US-Hauptlieferanten von Uran überholt.


    Die fünf größten Uranlieferanten der USA im ersten Halbjahr 2025 sind

    demnach Russland (mit 755,6 Millionen US-Dollar), Frankreich (680,3),

    Großbritannien (580,5), Niederlande (502,5) und das "aus der Atomkraft

    ausgestiegene" Deutschland mit immerhin 197,6 Millionen US-Dollar an

    Lieferungen. Einschließlich kleinerer Lieferanten erreichten die

    US-Importe fast 2,9 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg um 21,3 Prozent

    gegenüber dem Vorjahr.


    Kanada, das in seinem Süden eine großzügige Grenze von 8.891 Kilometern

    mit den USA teilt, wurde offenbar nicht gebeten, diesen signifikant

    gestiegenen Nachfragedruck zu stillen ‒ obwohl Ottawa die drittgrößten

    Uranreserven der Welt hat und der zweitgrößte Lieferant weltweit dafür

    sein soll <https://cna.ca/advantages/export/>. Wurde hier im Rahmen der

    westlichen Russland-Sanktionen eine Gelegenheit zur ideologischen

    Diversifizierung verpasst? Niemand zwingt die US-Amerikaner, mehr

    angereichertes Uran ausgerechnet bei den Russen einzukaufen – außer

    deren eigener Gesetzgebung, natürlich. Aber selbst da arrangieren sich

    die US-Firmen mit dem eigenen Gesetzgeber, um dringliche Ausnahmen zu

    verhandeln.


    Laut

    <https://www.axios.com/pro/energy-policy/2024/05/07/nuclear-fuel-trials-and-tribulations

    der Plattform /Axios/ "können die USA auf russisches Uran nicht

    verzichten". Es ginge dabei nicht lediglich um einzelne Unternehmen,

    sondern um das Wohlergehen und die Stabilität der gesamten

    US-amerikanischen Atomindustrie.


    Der innovative Antrieb hinter dem russischen Export von Atomtechnologie

    ist die staatliche Agentur Rosatom. Erst vor kurzem wurde bekannt, dass

    Rosatom in Kasachstan – dem Land mit den mit Abstand größten

    Uranreserven weltweit – ein neues Projekt initiiert hat. "Wir beginnen

    in Kasachstan mit der praktischen Umsetzung des Projekts zum Bau eines

    Kernkraftwerks. Rosatom wird einen echten Bestseller auf dem

    Nukleartechnologiemarkt bauen", erklärte die russische Behörde. Der Bau

    des neuen AKW startete in der Nähe des Dorfes Ulken im Gebiet Almaty.


    Den jetzigen ukrainischen Eliten und deren westlichen Gönnern ist die

    Erfolgsgeschichte Rosatoms selbstredend ein Dorn im Auge. Weshalb die

    Kiewer Propaganda entweder auf Hochtouren läuft oder mit Schweigen und

    Weglassen versucht, die westliche Wirklichkeitswahrnehmung zu meißeln.

    Ein Beispiel für Ersteres sind die /Ukrainischen Nationalen Nachrichten

    (UNN)/, die am 1. August 2025 das unfreiwillig ironisch benannte

    "Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation" (CCD) zitierten

    <https://unn.ua/en/news/due-to-sanctions-rosatom-can-no-longer-build-power-units-on-its-own-nsdc-center-for-countering-disinformation>,

    welches dem Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine

    untersteht.


    Demnach sei "die russische Atomindustrie am Rande der finanziellen

    Insolvenz stehend". Rosatom sei "wegen der Sanktionen" in letzter Zeit

    genötigt, bei den Entscheidern im Kreml um weitere Gelder und Kredite zu

    betteln, so die /UNN/. Der ausführliche Grund? "Ein kritischer

    Geldmangel, der durch den umfassenden Krieg gegen die Ukraine und die

    damit verbundenen Kosten verursacht wird".


    Außer auf reines Hörensagen aus den voreingenommenen Institutionen des

    Kiewer Regimes bezieht sich der ukrainische Propaganda-Bericht auf keine

    weiteren Datensätze – weder von den USA, Russland selbst oder der

    Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO).


    All diesen ukrainischen Fakten zum Trotz, wächst das Geschäftsportfolio

    Rosatoms und so der Einfluss Russlands weltweit.


    Denn abgesehen von den Rekordverkäufen an die USA hat Rosatom seine

    Partnerschaften mit den afrikanischen Sahel-Staaten Niger, Burkina Faso

    und Mali vertieft

    <https://www.neimagazine.com/news/rosatom-niger-sign-nuclear-deal/>. Mit

    einem Vertrag diesen August gewährte Niger Moskau praktisch exklusiven

    Zugang zu seinen Uranvorkommen. Vor zwei Monaten wurden ähnliche

    Verträge mit Burkina Faso und Mali (wo sich einst die Deutsche

    Bundeswehr gern aufhielt) unterzeichnet. Dazu gehören der Bau neuer

    Kernkraftwerke, innovativer Forschungseinrichtungen, die Ausbildung von

    Fachpersonal und laufende Dienstleistungen vor Ort, welche sich auf den

    kompletten Kernbrennstoffkreislauf beziehen. Durch Rosatoms

    Schlüsselrolle nimmt Russland eine Vorreiterposition bei den nuklearen

    Zielen dieser Länder – aber auch insgesamt auf dem afrikanischen

    Kontinent – ein.


    Außerdem hat Rosatom vor wenigen Wochen

    <https://www.world-nuclear-news.org/articles/pilot-uranium-processing-plant-launched-in-tanzania

    auch ein Pilotprojekt für die Anreicherung und Bearbeitung von Uran mit

    der Regierung von Tansania gestartet. Ab 2026 soll der Bau beginnen.


    Im Eifer des jüngsten US-indischen Gefechts über russische Energie ergab

    sich eine interessante Szene

    <https://x.com/Pankujasrotia11/status/1953011104936018282?t=-xkZgMiD4p0oCAi9Mapc0A&s=35>.

    Mit der Empörung Washingtons über Indiens Sturheit, russische Energie

    weiter beziehen zu wollen, wurde Donald Trump von den Medien gefragt,

    was er denn davon halte, dass sein eigenes Land auch signifikante Mengen

    an Uran, chemischem Spezialmaterial und Düngemittel von den Russen

    importieren lässt – offensichtlich auf die westliche Heuchelei beim

    "Ausgrenzen Russlands" anspielend. Darauf antwortete der US-Präsident:

    "Ich weiß nichts darüber. Ich müsste das überprüfen. Dazu melde ich mich

    bei Ihnen nochmal."


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    17.08.2025

    New York Times: Trump hat Europa die Anerkennung des Donbass als russisch vorgeschlagen

    anti-spiegel.ru, 16. August 2025 18:01 Uhrvon Anti-Spiegel

    Der Zeitung zufolge sieht der US-Präsident darin einen schnellen Weg zu einem Friedensabkommen.

    NEW YORK, 16. August. /TASS/. Nach einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin in Alaska hat US-Präsident Donald Trump den europäischen Staats- und Regierungschefs einen Friedensplan vorgeschlagen, der die Abtretung des gesamten Donbass, einschließlich der noch nicht von russischen Truppen befreiten Gebiete, an Russland vorsieht, berichtete die New York Times unter Berufung auf europäische Regierungsvertreter.

    Demnach glaubt Trump, dass ein Friedensabkommen schnell erreicht werden kann, wenn Wladimír Selensky zustimmt, den verbleibenden Teil des Donbass an Russland zu übergeben. Im Gegenzug, so heißt es, werde es einen Waffenstillstand entlang der aktuellen Frontlinien und Sicherheitsgarantien sowohl für Kiew als auch für Europa geben.

    Trump bezeichnete das Treffen mit Putin als wunderbar und produktiv. Anschließend telefonierte er mit Wladimir Selensky und den Staats- und Regierungschefs der EU-Länder, Nato-Generalsekretär Mark Rutte und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Nach dem Gipfel und den Telefongesprächen sagte Trump, es sei besser, sofort ein Friedensabkommen abzuschließen, als einen Waffenstillstand zu vereinbaren, der „oft nicht eingehalten wird“. Ihm zufolge stimmen alle seine Gesprächspartner dem zu. Ein Treffen zwischen Trump und Selensky ist für den 18. August im Weißen Haus geplant. Wie der amerikanische Präsident anmerkte, soll im Falle eines Erfolgs ein neues Treffen mit Putin geplant werden.


    Info: https://anti-spiegel.ru/2025/new-york-times-trump-hat-europa-die-anerkennung-des-donbass-als-russisch-vorgeschlagen/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    17.08.2025

    Amira Hass in Haaretz: Meanwhile in the West Bank, Every Israeli Soldier 'Does Whatever He Wants'. Bitte unbedingt weiterleiten!

    aus e-mail von Ingrid Rumpf, 17. August 2025, 13:30 Uhr


    Übersetzung des angehängten Artikels von Amira Hass in der israelischen

    Zeitung Haaretz zur unerträglichen Lage in der Westbank:


    *Unterdessen in der Westbank: Jeder israelische Soldat „macht, was er

    will“. Allein im Juli führte die israelische Armee über 1.300 Razzien in

    palästinensischen Stadtvierteln durch. Die Bewohner leiden unter

    ständigen Schikanen, da sie wissen, dass jeder Soldat straffrei handelt

    und niemand eingreifen wird. „Wir sehen, dass sich jeder Soldat wie ein

    Kommandant verhält und macht, was er will, ohne Angst vor höheren Rängen

    zu haben.“*


    Hind und Abir (nicht ihre richtigen Namen), zwei Frauen aus

    verschiedenen Teilen des Westjordanlands, haben sich nie getroffen.

    Anfang Juli durchsuchten Soldaten Hinds Haus, Anfang Juni das von Abir.

    Aus Hinds Haus nahmen sie über 10.000 Schekel (etwa 3.000 Dollar) mit

    und hinterließen ihr ein offizielles Dokument, in dem sie sich auf die

    Notstandsverordnungen von 1945 aus der Zeit des britischen Mandats und

    die IDF-Verordnung 1651 (2009) über Sicherheitsvorkehrungen als

    Rechtfertigung beriefen. Sie legten keine Beweise für ihre Behauptung

    vor, dass das Geld mit einer illegalen Vereinigung in Verbindung stand.


    Aus Abirs Haus nahmen sie Goldschmuck und Bargeld mit, ohne irgendwelche

    Unterlagen zu hinterlassen. Aussagen aus mehreren Quellen deuten darauf

    hin, dass es sich hierbei nicht um Einzelfälle handelt.


    Beide Frauen haben Söhne, die entweder früher oder derzeit ein Gehalt

    von der Palästinensischen Autonomiebehörde beziehen: Der eine war

    Angestellter, der andere arbeitet im Sicherheitsdienst der PA. Beide

    Frauen weigerten sich aus dem gleichen Grund, der uns wiederholt von

    Feldforschern von Menschenrechtsorganisationen wie dem Jerusalem Legal

    Aid and Human Rights Center (JLAC, mit Sitz in Ramallah) und der

    israelischen NGO Yesh Din – Volunteers for Human Rights berichtet wurde,

    interviewt zu werden oder detaillierte Aussagen zu machen: aus Angst vor

    Vergeltungsmaßnahmen durch Soldaten, sobald ihre Namen öffentlich

    bekannt werden.


    Diese Vergeltungsmaßnahmen könnten ihrer Meinung nach einen weiteren

    Einbruch, härtere Gewalt oder Schikanen gegen sie und ihre Familien an

    Armeekontrollpunkten umfassen. Einige sagen, sie „wissen, dass dies

    einem Nachbarn oder Verwandten passiert ist“. Selbst wenn solche

    Geschichten nicht bestätigt sind, haben die Gerüchte selbst eine

    abschreckende Wirkung.


    Die Angst wurzelt in einer weit verbreiteten palästinensischen

    Wahrnehmung des Verhaltens von Soldaten, insbesondere seit dem 7.

    Oktober 2023: Sie handeln nach Belieben, ohne Einschränkungen. Die Armee

    hat ihre Razzien in Bevölkerungszentren und Wohnhäusern verstärkt, und

    die Zahl der bemannten Kontrollpunkte hat zugenommen. Lange Wartezeiten

    in Fahrzeugschlangen sind häufiger geworden, wodurch die Menschen

    verstärkt der Laune und Feindseligkeit der Soldaten ausgesetzt sind.



    Hier die Vorlage:


    Meanwhile in the West Bank, Every Israeli
    Soldier 'Does Whatever He Wants'
    In July alone, the Israeli army conducted over 1,300 raids on Palestinian neighborhoods.
    Residents endure constant harassments, knowing every soldier acts with impunity, and
    no one will intervene. 'We see that every soldier behaves like a commander, doing
    whatever he wants, with no fear of higher rank'
    The arrest of a Palestinian in Tulkarm in July. Raids are a major part of the daily
    reality of forced Israeli ruleCredit: Majdi Mohammad / AP
    Amira Hass
    Get email notification for articles from Amira HassFollow
    (Haaretz) Aug 14, 2025
    Hind and Abir (not their real names), two women from different parts of the West Bank, have
    never met. In early July, soldiers raided Hind's home; in early June, they raided Abir's. From
    Hind's house, they took over 10,000 shekels (about $3,000), leaving her an official document
    citing the British Mandate-era Emergency Defense Regulations of 1945 and IDF Order 1651
    (2009) on security provisions as justification. They provided no evidence for their claim that
    the money was linked to an unlawful association.
    From Abir's home, they took gold jewelry and cash, without leaving any documentation at all.
    Testimony from multiple sources indicates these are not isolated incidents.
    Both women have sons who either once received or currently receive a salary from the
    Palestinian Authority: one was a clerk, the other works in the PA's security services. Both
    women refused to be interviewed or give detailed testimony for the same reason we
    repeatedly hear from field researchers from human rights organizations such as the Jerusalem
    Legal Aid and Human Rights Center (JLAC, based in Ramallah) and the Israeli NGO Yesh
    Din – Volunteers for Human Rights: fear of retaliation by soldiers once their names are made
    public.
    That retaliation, they believe, could include another break-in, harsher violence, or harassment
    of them and their families at army checkpoints. Some say they "know this happened" to a
    neighbor or relative. Even if such stories are unverified, the rumors themselves have a chilling
    effect.
    The fear is rooted in a widespread Palestinian perception of soldier behavior, especially since
    October 7, 2023: they act however they want, without restraint. The army has stepped up raids
    on population centers and homes, and the number of manned checkpoints has increased. Long
    waits in vehicle queues have become more common, increasing people's exposure to soldiers'
    moods and hostility.
    Open gallery view

    The arrest of a Palestinian on a roadside in the West Bank last year. Long waits
    in vehicle queues have become more common, increasing people's exposure
    to soldiers' moods and hostility.Credit: Itai Ron
    In terms of public attention – Israeli and Palestinian – these raids rank low, overshadowed by
    the unfolding disaster in Gaza and the destruction and expulsion in the Jenin and Tulkarm
    refugee camps. Yet raids remain a major part of the daily reality of forced Israeli rule. Each
    one, whether considered alone or together with others, is tied to broader political and military
    decisions by the Israeli authorities.
    A 60-year-old resident of the town of Ya'bad described two days in late June when soldiers
    occupied several residential buildings, broke into 113 homes, and – according to testimony –
    stole cash and property without leaving the "receipt" Palestinians sometimes receive.
    "In the past, all the soldiers listened to the officer and acted according to his orders," a 60-
    year-old resident of the town of Ya'bad commented after the two days in late June when
    soldiers occupied several residential buildings, broke into 113 homes, and – according to
    testimony – stole cash and property without leaving the "receipt" Palestinians sometimes
    receive. "Today," he continued, "we see that every soldier behaves like a commander, doing
    whatever he wants, with no fear of higher rank. Back then, we could start some sort of
    dialogue with the officer. Today, that's impossible."
    Older residents of the Balata refugee camp drew a similar conclusion. Their impression aligns
    with the findings of Yesh Din, which says that today "there's no one to call" within the
    military when reports come in about soldier behavior that should be considered unacceptable
    even by the IDF's own standards. "There's no one to turn to on the ground – only after the
    fact. No one sees it as their role to stop something or intervene in real time," says attorney
    Roni Pelli of Yesh Din.
    The spirit of Commander Bezalel Smotrich
    The behavior of soldiers and junior officers is closely tied to overall policy, say Palestinians
    who monitor the army's conduct. Issam Aruri, general director of JLAC, links the multiple
    reports of soldiers allegedly confiscating and stealing money from Palestinian homes
    to Finance Minister Bezalel Smotrich's declared intention to undermine the Palestinian
    Authority's economy to the point of collapse. In such a climate, the "spirit of the commander"
    is enough. No written order is required.
    Since October 2023, most Palestinians who worked in Israel have lost their jobs due to
    tightened exit restrictions. This has increased dependence on a family breadwinner working
    inside the West Bank – either in the severely weakened private sector or in the public sector.
    Since April this year, Israel has not transferred to the Palestinian treasury any portion of the
    customs and tax revenues it collects at its ports on goods intended for the Palestinian market.
    "There's no one to turn to on the ground – only after the fact. No one sees it as their role
    to stop something or intervene in real time."
    Attorney Roni Pelli of Yesh DinThese revenues are a key part of the PA's budget. Since 2019, Israel has not transferred the
    full amount stipulated in the Paris Protocol and the Oslo Accords, leaving public-sector
    employees with only partial salaries. According to the economic update of MAS, the Palestine
    Economic Policy Research Institute, salaries in April and May reached just 35 percent of their
    original value – a rate even lower than usual.
    The main reason for withholding the funds is the allowances the PA pays to prisoners'
    families and to released prisoners, under a law that Mahmoud Abbas repealed in February this
    year. Another is the money the PA allocates to residents of Gaza, for which Smotrich ordered
    an equivalent amount to be deducted from the customs revenues.
    Many Palestinians – especially in villages – still keep cash at home, according to residents
    whose money was confiscated by soldiers. This practice has cultural and social roots: distrust
    of banks and digital transactions, daily-wage employment, Israeli employers who pay in cash,
    a market open to Palestinian citizens of Israel, and fear of Israeli measures that might threaten
    savings.
    Another factor is the Bank of Israel's refusal to accept surplus shekels from Palestinian banks
    and convert them to foreign currency beyond a fixed quota set by the Paris Protocol, which is
    outdated. The banks literally have no place to store all the bills and coins, so they limit the
    amount of shekels that Palestinians can deposit in their account.
    As a result, Bank of Israel policy – which follows the finance minister's agenda – enables
    soldiers raiding Palestinian homes to search for and seize substantial amounts of cash. Since
    soldiers are not required to present evidence that the money is linked to an "unlawful
    association," Palestinians conclude that the only real pretext is that a family member was, or
    still is, a prisoner qualified for an allowance.
    Some residents say that the soldiers hinted at this connection when they confiscated cash in
    the house. If true, Palestinians are effectively being punished twice for these allowances: once
    through the grab of public funds, and again when money kept at home is taken. Some of them
    have lost their jobs after new roadblocks were set up on roads near their place of work –
    usually where settlements and outposts are built in the area. Confiscating household savings
    adds another form of punishment without trial.
    Open gallery view
    Ya'bad's mayor Amjad Atatra in his office last month. Over the past two years,
    he says, the army has focused on blocking access to land.Credit: Nidal Shtayyeh
    Still, Ziyad Rustum, from the village of Kafr Malik east of Ramallah – a former prisoner who
    says soldiers took cash and valuables from his home without giving documentation – told
    Haaretz that such seizures are "nothing compared to our land, which settlers violently
    seize and which the army does not allow us to cultivate."
    Amjad Atatra, mayor of Ya'bad west of Jenin, made the same connection between the thefts
    discovered by residents after soldiers withdrew at the end of June and access to land. "There
    have always been confiscations, looting, and violence during raids," he said, "but now it's on a
    much larger scale."



    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    17.08.2025

    !! !Anmerkung zu v.d.Schulenburgs Artikel zum Alaska-Gipfel

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 17. August 2025, 12:13 Uhr


    /*Zur Mail von gestern:

    */*Betreff:* von der Schulenburg zum Alaska-Gipfel

    *Datum:* Sat, 16 Aug 2025 13:47:03 +0200

    *Von*: Doris Pumphrey dpumphrey@ipn.de


    */Zum Artikel von Michael von der Schulenburg /*Nach Alaska-Gipfel: Was

    die fehlende Einigung für Trump, Putin und Europa bedeutet (Berliner

    Zeitung 16.8.2025

    <https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/nach-alaska-gipfel-was-die-fehlende-einigung-fuer-trump-putin-und-europa-bedeutet-li.2349698>): 


    */schickte ein Freund folgende wichtige Anmerkung:/*


    „Die mutige Position von Herrn von der Schulenburg, die er auch in

    diesem Artikel einnimmt, wird z.T. entwertet durch seine Bemerkung zu

    den Wünschbarkeiten am Ende des Artikels. Offensichtlich ist ihm die

    Geschichte des Landes nicht bewusst, wenn er im letzten Satz seines

    Artikels empfiehlt:


    /"Um dies durch eine friedliche Lösung zu erreichen, sollte für alle

    Kriegsparteien gelten: 'Слава Україні!'"


    /Eine "friedliche Lösung" schließt die Verwendung der Parole der

    ukrainischen Ultranationalisten und Faschisten aus: "Слава Україні!"

    ("Slawa Ukraïni!" – Ruhm der Ukraine!) Diese Losung wird üblicherweise

    erwidert mit "Slawa herojam!" – Ruhm den Helden).


    Seit dem Zerfall der Sowjetunion waren diese Parolen die Schlachtrufe

    nicht nur der verbliebenen autochthonen Nationalisten in der

    Westukraine, sondern gerade auch in der ukrainischen Emigration

    verbreitet, innerhalb derselben über Jahrzehnte tradiert und von den

    Exilländern aus mit tatkräftiger Hilfe westlicher Stiftungen und Staaten

    wieder in die "unabhängige" Ukraine re-exportiert.


    Diese Parole ist das Rezept für Unfrieden und Zerstörung der Ukraine.“


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    unser weiterer Kommentar: Ist schwer nur als Versprecher aus dem Munde eines Diplomaten anzusehen!

    17.08.2025

    Erziehung oder geistige Infektion ?
    Nurit Peled-Elhanan

    Screenshot_2025_08_17_at_18_35_16_Erziehung_oder_geistige_Infektion_Friedenstheologie





    friedenstheologie.de, vom Beitrag veröffentlicht November 27, 2023, in 


    Ich möchte diese Worte allen palästinensischen Jungen und Mädchen widmen und allen libanesischen Jungen und Mädchen und allen irakischen Jungen und Mädchen, die von geistig infizierten israelischen und amerikanischen Soldatenjungen massakriert wurden, und die in jüngster Zeit sich zu meinem kleinen Mädchen gesellt haben im unterirdischen Reich der toten Kinder, das unter unseren Füßen wächst, in diesem Moment, in dem ich zu Ihnen spreche. Ich möchte ihnen sagen, sie sollen sich keine Sorgen machen:
    „Ihr werdet dort gut empfangen, Kinder, niemand wird Euch dort wehtun, nur weil ihr beim Schulweg einen Umweg gemacht habt, weil Ihr ein Kopftuch getragen habt, oder weil Ihr an einem bestimmten Ort lebt. Ruht in Frieden, in Eurer neuen Welt ist jeder gleich würdig.“


    Dies ist die Welt, wo israelische Kinder Seite an Seite mit palästinensischen Kindern wohnen. Dort liegen sie, Opfer und Mörder, ihr Blut ist lange schon versickert im heiligen Land, das immer schon gleichgültig war gegenüber Blut. Dort ruhen sie alle, getäuscht und betrogen. Ihr Kinder wurdet betrogen, weil durch Euren Tod nichts erreicht, wurde und die Welt weiterlebt, als wäre Euer Blut nie vergossen worden. Weil die Führer dieser Welt ihre mörderischen Spiele weiter spielen, Euch als Würfel und unseren Kummer als Brennstoff für ihre Tötungsmaschinen benützen. Weil Kinder für Generäle abstrakte Wesen sind und Kummer ein politisches Werkzeug.


    Da ich auf beiden Seiten lebe, auf der der Opfer und auf der der Mörder, höre ich nicht auf, mich zu fragen: Wie kommt es, dass gute israelische Kinder zu mörderischen Monstern werden? Was macht sie derart geistig infiziert, dass sie andere Kinder, ihre El­tern und Großeltern, töten, foltern und erniedrigen? Dass sie ihr eigenes Leben für nichts als die Torheit und den Größenwahn ihrer Befehlshaber opfern?


    In der sog. aufgeklärten westlichen Welt fühlt man sich sehr gut beraten, wenn man den Islam wegen Selbst­mordbombern und Terror be­schuldigt. Wer aber würde je das Judentum des Mordes beschuldigen? Trotzdem meinen ultra­orthodoxe Kinder, die über die Grenzen Brooklins nie hinausgekommen sind, dass das Töten von Arabern eine ‚Mitzvah‘ (ein heiliges Gebot) sei, weil diese ‚vilde hayes‘ (wilde Tiere) seien. Und israelische Kinder begehen tatsächlich die Verbrechen des Tötens und Folterns.


    Weder Judentum, noch Islam, noch irgendeine andere Religion sind der Grund für Mord und Terror. Es ist die Erziehung zum Rassismus, es ist amerikanischer Imperialismus und es ist Israels unbarmherziges Besatzungsregime. Diejenigen Frauen und Kinder, die heute am meisten unter westlicher Gewalt leiden, sind Muslime; aber der Rassismus hat Erfolg, und ihr Leiden wird damit begründet, dass sie Muslime sind. Die heutige westliche Welt ist infiziert mit der Furcht vor dem Islam, vor dem muslimischen Uterus. Das große Frankreich der Gleichheit und Brüderlichkeit fürchtet sich vor kleinen Mädchen mit Kopftuch, das jüdische Israel nennt in öffentlichen Reden und Schulbüchern die arabischen Bürger Israels einen demographischen Albtraum und den Feind in den eigenen Reihen. Die palästinensischen Flüchtlinge unter Besatzung hingegen werden in israelischen Geschichtsschulbüchern als „Problem definiert, das gelöst werden muss“. Es ist noch nicht lange her, da waren Juden ein Problem, das gelöst werden muss.


    All dies, obwohl diejenigen, die die Welt heute zerstören, keine Muslime sind. Die Leute, die mit Hilfe der raffiniertesten Zerstörungswaffen tausende von unschuldigen Zivilisten töten, sind keine Muslime. Es sind Christen und Juden. Trotzdem wagen diese Leute aus dem jüdisch-christlichen Kulturkreis, die amerikanisch-britische und israelische Verbrechen gegen die Menschlichkeit begehen (insbesondere gegen Muslime auf der ganzen Welt!), wagen diese Leute, die Ihre Kinder im Namen von Demokratie und Freiheit (Decknamen für Gier und Größenwahn) in diese erbarmungslosen nutzlosen Kriege schicken, diese Leute wagen es, sich selbst aufgeklärt zu nennen und alles einem imaginären Kampf der Zivilisationen anzulasten. Was hat diese von Furcht geprägte Welt den Palästi­nensern, Irakern, oder Afghanen als Lösung anzubieten, denen, die von westlichen Verbrechen und Ausbeutung gequält, missbraucht, gefoltert und ausgehungert werden ? Für gewöhnlich heißt das Angebot der aufgeklärten Welt: Seid wie wir! Errichtet eine Demokratie wie die unsere, nehmt unsere Werte an, die Euch verachten, denen zufolge Ihr ein Haufen minderwertiger Primitiver seid, die entweder ‚kultiviert‘, oder weggefegt werden müssen.


    Dies, meine Damen und Herren, ist die Geisteshaltung, die es amerikanischen Soldaten erlaubt, zu vergewaltigen, zu foltern, und tausende von muslimischen Männern, Frauen und Kindern zu töten, die es israelischen Soldaten erlaubt, palästinensischen Frauen zu befehlen, sich vor ihren Kindern auszuziehen – aus ‚Sicher­heitsgründen‘ – die es Gefängniswärtern erlaubt, Gefangene unter unmenschlichen Bedingungen zu halten, ohne Hygieneartikel, ohne sauberes Wasser oder saubere Matratzen, oder sie von ihren zu stillenden Säuglingen und Kleinkindern zu trennen; ihnen Bildungsmöglichkeiten zu verwehren, ihr Land zu konfiszieren, ihre Brunnen zu zerstören, ihre Bäume zu entwurzeln und sie daran zu hindern, ihre Felder zu bestellen. Sie erlaubt israelischen Piloten, täglich hundert Bomben über der meistbevölkerten Gegend der Welt, über Gaza-Stadt, abzuwerfen. Sie erlaubt Israel, rassistische Gesetze zu erlassen, die Mütter von Vätern und Kindern trennen. Palästinensische, irakische und afghanische Mütter sind Mütter wie ich. Wenn sie ein Kind verlieren, auch ein zwölfjähriges, ist ihr Schmerz wie der meine. Sie aber verlieren nicht nur ihre Kinder, sie verlieren auch ihre Häuser, ihre Lebensgrundlage, ihre Zukunft, weil die Welt ihr Leiden nicht sieht und hört, und ihre Mörder nicht bestraft. Ihre Ehre als Frauen und Mütter ist in Grund und Boden gestampft. Ihre Identität ist zerstört und ihr Aufschrei verhallt ungehört. Ihr Glaube, ihre Bräuche, ihre jahrhundertealten Lebensweisen werden ignoriert und verachtet. Nicht nur amerikanische Soldaten, auch israelische Soldaten, die tatsächlich Massaker an Arabern begehen – Palästinensern oder Libanesen -, haben nie zuvor ein arabisches Menschengesicht gesehen, bis sie zur Armee eingezogen werden; aber sie lernen im Lauf von 12 langen Jahren, dass diese Leute primitiv sind, dass sie Kinder gebären, um sie zum Steine Werfen auf unsere friedlichen Soldaten auf die Straße zu schicken, dass sie ungebildet sind, weil sie nicht unsere Bildung haben, dass sie intrigant und dreckig sind, weil sie eine andere Vorstellung von Höflichkeit haben, dass sie sich anders kleiden und ihre Häupter mit anderen Tüchern bedecken. (Meiner Erfahrung nach gibt es im Lager der Friedliebenden übrigens mehr Keffiyas als Kipas) Israelischen Kindern wird die Möglichkeit genommen, ihre unmittelbaren Nachbarn kennen zu lernen, deren Geschichte, deren Kultur und deren Werte. Israelische Kinder werden dazu erzogen, ihre Nachbarn als ungewolltes Element zu betrachten. Das ist nicht Erziehung, das ist geistige Infektion. Der Wissenschaftler Richard Daw­kins sprach als erster von geistigen Viren. Weil Kinder leichtgläubig und fast jedem Vorschlag zugänglich sind, sind sie nicht immun gegenüber mentaler Infektion aller Arten von Propaganda und Mode. Man kann sie leicht überreden, ihr Gesicht zu piercen, ihr Gesäß zu tätowieren, ihre Mützen herumzudrehen und ihren Bauch zu entblößen, an Engel oder Feen zu glauben. Man kann ihnen ebenso leicht politische Meinungen und mentale Landkarten zueignen, die später ihre Entscheidungen zur Frage zukünftiger Staatsgrenzen oder der Notwendigkeit von Kriegen beeinflussen. Unsere Kinder sind von einem frühen Zeitpunkt an mental infiziert. So sehr, dass zum Zeitpunkt, an dem sie alt genug sind, wirklich Soldaten zu werden, sie schon gelernt haben, gute Soldaten zu sein, das heißt, sie sind mental gründlich infiziert und unfähig, die ‚Wahrheit‘, die ihnen eingeschärft wurde, zu hinterfragen. Dies ist ein Teil der Erklärung für die schrecklichen Taten, die heute von guten israelischen Jungen begangen werden, die immer wieder als ‚Leute mit Wertvorstellungen‘ charakterisiert werden. Deshalb ist es höchste Zeit, zu fragen, welche Werte sind das? Die folgenden Zeilen sind Teil eines persönlichen Vorworts von Tal Sela, eines meiner Studenten, zu seiner Abschlussarbeit, in der er unter anderem ein Geschichtsbuch analysiert:


    „Am 5.September 1997 fand ich mich im Libanon wieder, auf einer Rettungsmission. All meine Freunde hatten an diesem Gefecht teilgenommen, zwölf waren getötet worden. In den folgenden Tagen war ich glücklich: ‚Ich lebe, ich habe überlebt!‘ sagte ich zu mir selbst. Ein Jahr später jedoch war ich tief deprimiert. Traurig und vergrämt. Ich entschloss mich, einen Psychologen aufzusuchen. Nach einigen Sitzungen war ich wieder in der Lage, meine physischen und moralischen Kräfte zu sammeln. Ich konnte meine Gedanken wieder erkennen. Dann verstand ich, dass meine mentale Krise in Wirklichkeit eine moralische war, eine Bewusstseinskrise. Was ich tatsächlich fühlte, war Frustration, Scham und Ärger. Wie konnte ich so leichtgläubig sein, mich so täuschen lassen? Wie kann ich erklären, dass ein Mann des Friedens sich freiwillig solch einer morbiden Erfahrung aussetzt? Heute habe ich, wie ich es alle zwei Wochen tue, Friedensaktivisten zu Militärkontrollpunkten der israelischen Armee in den besetzten Gebieten gefahren. Ich habe gesehen, wie ein Offizier einem Taxifahrer enge Handschellen anlegte, weil der dem Befehl des Soldaten, hier und nicht dort zu parken, nicht nachgekommen war. ‚Wir haben’s ihm tausendmal gesagt‘, meinten die Soldaten. Der Mann lag in der übelsten Sommerhitze auf dem Boden, durstig, stundenlang. Sein Freund hatte mehr Glück: Er musste aufrecht stehen, in einer Zelle, ohne Handschellen.Was drängt diese jungen israelischen Männer sich als Gerichtspräsident aufzuspielen, bis sie alle Urteilskraft verlieren? Meiner Meinung nach ist es die große zionistische Erzählung, die der israelischen Gesellschaft als kollektives Bewusstsein dient, explizit wie implizit. Diese große Geschichte ist ein System von Werten, das uns zu Zugehörigen dieses speziellen Kollektivs macht.“


    Das ist das System, das das Verhältnis zwischen uns und den Palästinensern diktiert. Wie anders ist es zu erklären, dass junge Menschen, die dazu erzogen werden, ihre Nächsten wie sich selbst zu lieben, ihre Nachbarn töten, deren Bildungsinstitutionen, Büchereien und Krankenhäuser zerstören, aus keinem erkennbaren Grund, eben nur, weil sie Nachbarn sind? Die einzige Erklärung dafür ist, sie sind mental infiziert von Eltern, Lehrern und Führungs­persönlichkeiten, die sie davon überzeugen, dass die anderen nicht so menschlich sind wie wir, dass deshalb sie zu töten nicht wirklich töten ist; dafür gibt es andere legitimierende Begriffe wie ’säubern‘, ‚reinigen‘, ‚bestrafen‘, ‚Operation‘, ‚Mission‘, ‚Kampagne‘ und ‚Krieg‘. Obwohl ich von israelischen Jungen spreche, ist dies keine israelische Angelegenheit, denn wie Sie wissen, ist die Epidemie weltweit verbreitet. Mein siebenjähriger Neffe, der in den USA lebt, kam an Halloween nach Hause und sagte, er wolle Soldat sein, und dann in den Irak gehen, um Amerika zu schützen. Wie viele junge Amerikaner, sind unwissend wie er – wie absurd diese Stellungnahme auch ist – tatsächlich in den Irak gezogen und dort gestorben, ohne zu wissen, warum, aber mit den Worten ’schützt Amerika!‘ auf den Lippen? Die Frage ist, wie sind diese falschen Werte in ihrem Geist geprägt worden, und wie können sie wieder gelöscht werden? Die menschliche Psyche, sagt Dawkins, kann an zwei großen Krankheiten leiden: dem Drang, über Generationen hinweg Blutrache auszuführen, und die Neigung, andere eher mit Gruppenetiketten zu versehen, als Individuen in ihnen zu sehen. Wir leiden alle wegen diesen Etikettierungen, aber nur die unter uns, die wegen dieser Etikettierung starben, haben erfahren, dass diese Etikettierung nur bekämpft werden kann, indem wir sie ablehnen. Falsche Wertesysteme können überwunden werden, indem sie bloßgestellt werden. Die mentalen Viren werden nur teilweise durch junge Leute wie Tal und andere israelische [Kriegsdienst-]Verweigerer geschwächt wie z.B.die ‚Combattants for Peace‘ („Kämpfer für den Frieden“). Die meisten unserer Kinder aber können sich von diesen hartnäckigen Viren nicht befreien, bis sie sich im immer größer werdenden unterirdischen Reich der toten Kinder wieder finden. Erst dort werden sie erkennen, dass es unwichtig ist, ob sie ihr Haupt bedeckt hatten, in einer Synagoge, einer Kirche oder Moschee, ob sie beschnitten waren oder nicht, ob sie verbotene Worte ausgesprochen, Schwein oder Rindfleisch gegessen haben, ob sie nach der Salami-Pizza heiße Schokolade getrunken haben, bevor sie von jemandem in die Luft gejagt wurden, der das nicht getan hat. Israelische, amerikanische, englische und italienische Mütter ziehen ihre Kinder mit all ihrer Liebe und Sorge groß, um sie dem Gott des Todes zu opfern, als wäre ihr Uterus ein nationaler oder eher ein internationaler Aktivposten; und Väter drängen ihre Kinder, sich Armeen anzuvertrauen, deren Interessen mit Verteidigung nichts zu tun haben. Und wenn diese Kinder für anderer Leute Profite sterben, tragen es die Eltern mit Würde und Stolz, wie sie es gelernt haben, stellen Fotografien ihrer toten Kinder auf den Kaminsims und seufzen: Er war so schön in Uniform.


    Es ist Zeit, diesen Eltern zu sagen: Niemand ist schön in der Uniform der Brutalität.


    Es wird Zeit, ihnen zu sagen, dass Uniformen, Rangabzeichen und Medaillen hässlich geworden sind. Es wird Zeit, ihnen zu sagen, dass ihre Würde und ihr Stolz hier fehl am Platz sind.


    Es ist an der Zeit, den jüdischen Menschen zu sagen, dass der einzige Weg, den Antisemitismus zu entmutigen, darin besteht, die einzige Regierung der Welt zu verurteilen, die absichtlich junge jüdische Jungen und Mädchen in den sicheren Tod schickt und die ein ganzes semitisches Volk bis hin zum Völkermord verfolgt; ihnen zu erklären, dass es die jüdische Regierung und die Handlungen ihrer Armee sind, und nicht ein ursprünglicher Hass auf die jüdische Rasse, die der Grund für die Erfindung des neuen Zeichens sind, das wir oft bei propalästinensischen Demonstrationen sehen, wo der Davidstern mit dem Hakenkreuz gleichgesetzt wird.


    Für Menschen, die in Israel oder in den USA oder in einem anderen „westlichen“, „demokratischen“ Land erzogen wurden, ist es furchtbar schwer zuzugeben, dass wir mit falschen rassistischen Werten aufgewachsen sind. Mit Heterophobie. Das Einzige, was einen solchen Sinneswandel fördern kann, ist die ständige Erinnerung an die verstümmelten kleinen Körper der Opfer dieser Werte.


    Morgen ist Jom Kippur, der heiligste Tag für die Juden. An diesem Tag sind die Menschen aufgefordert, um Vergebung zu bitten. Nicht zu vergeben, sondern zu bitten, Vergebung zu bekommen. Ich möchte eine Strophe aus einem Gedicht zitieren, ein Gedicht des verstorbenen Hanoh Levin, eines der größten Theaterautoren Israels, das er 1970 schrieb:


    Lieber Vater, wenn Du an meinem Grab stehst alt und müde und sehr allein,
    Und Du siehst, wie sie mich in die Erde graben,
    Bitte mich, Dir zu vergeben, mein Vater.


    Wir alle müssen unsere Kinder um Vergebung bitten, dafür, dass wir nicht wachsamer sind, dass wir nicht hart genug darum kämpfen, unsere Versprechen einer besseren Welt zu halten, dass wir die üblen Viren nicht vorher zurückgewiesen haben, dafür, dass wir sie zu Opfern dieser schrecklichen, mentalen Infektion haben werden lassen, unter der wir alle leiden, sodass wir in ihre unschuldigen, erstaunten, enttäuschten Gesichter sehen und uns fragen: Warum sind diese blühenden Wangen blutüberströmt ???


    Rede am Connecticut College, New London, 09/27/06

    Original Hebrew: http://www.mahsanmilim.com/NuritPeledElhanan.htm ; in Englisch: http://qumsiyeh.org/nuritpeledelhanan/


    Zur Autorin vgl. die Biografie unter https://de.wikipedia.org/wiki/Nurit_Peled-Elhanan . Zur aktuellen Situation vgl. https://www.brismes.ac.uk/news/letter-to-david-yellin-college-regarding-suspension-of-professor-nurit-peled-elhanan


    Info: https://friedenstheologie.de/erziehung-oder-geistige-infektion/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    17.08.2025

    Gipfel in Alaska: Putin und Trump zeigen neue Wege der Diplomatie

    freedert.online, 17 Aug. 2025 09:33 Uhr

    In Alaska setzten Wladimir Putin und Donald Trump ein Zeichen gegen politische Eskalation. Die Gespräche über Ukraine und globale Sicherheit verliefen konstruktiv – führende russische Politiker sprechen von einem historischen Gipfel und einem Wendepunkt für die internationale Diplomatie.


    Gipfel in Alaska: Putin und Trump zeigen neue Wege der DiplomatieQuelle: Sputnik © Sergei Bulkin


    Der russische Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump bei einer gemeinsamen Pressekonferenz nach den Gesprächen in Alaska am 15. August 2025


    Die Gespräche zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinem US-amerikanischen Amtskollegen Donald Trump auf der Militärbasis Elmendorf-Richardson in Alaska gelten als historisches Ereignis. Sie könnten wegweisend für die russisch-US-amerikanischen Beziehungen sowie für die Lösung des Ukraine-Konflikts sein. Dies behaupten führende russische Politiker.

    Die Verhandlungen der Staats- und Regierungschefs im kleinen Kreis im Format "drei gegen drei" dauerten zwei Stunden und 45 Minuten. Auf russischer Seite nahmen Außenminister Sergei Lawrow und Präsidentenberater Juri Uschakow teil, von US-Seite Außenminister Mark Rubio und Trumps Sonderbeauftragter Steve Witkoff.


    "Man einigte sich, weiter zu verhandeln" – Russische Experten über Putin-Trump-Gipfel





    "Man einigte sich, weiter zu verhandeln" – Russische Experten über Putin-Trump-Gipfel






    Strategische Bedeutung und globaler Sicherheitsdialog

    Der Senator des Föderationsrats Alexei Puschkow betonte, dass die Gespräche konstruktiv verliefen und einen strategischen Charakter hatten:

    "Sie betrafen nicht nur die Ukraine-Krise, sondern auch zentrale Fragen der europäischen und globalen Sicherheit, vor allem der nuklearen. Die Verhandlungen könnten ein Wendepunkt in den bilateralen Beziehungen sein." 

    Puschkow hob die inhaltliche Tiefe und das hohe Maß an gegenseitigem Verständnis hervor. Er wies darauf hin, dass Trump die Gespräche "zehn von zehn" bewertet habe, was deren Qualität unterstreiche.

    Der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew ergänzte auf seinem Telegram-Kanal, dass US-Präsident Trump auf zusätzlichen Druck auf Russland in der Ukraine-Frage verzichtet habe. Die Gespräche seien "ruhig, ohne Ultimaten und Drohungen" verlaufen.

    Medwedew bekräftigte zudem: "Verhandlungen ohne Vorbedingungen und gleichzeitig mit der Fortsetzung der Sonderoperation sind möglich." Beide Seiten hätten die Verantwortung für künftige Ergebnisse der Verhandlungen über die Einstellung der Kampfhandlungen direkt auf die Ukraine und Europa gelegt.

    Historische Dimension

    Der russische Senator Igor Kastjukewitsch bezeichnete das Treffen als "historisches Ereignis". Die Inhalte blieben zunächst vertraulich, was es beiden Seiten ermögliche, "alles zu gewinnen, ohne etwas zu verlieren".

    "Das Treffen der Präsidenten Russlands und der USA ist ein historisches Ereignis, filigran in puncto Diplomatie unseres Staatsoberhauptes. Die realen Ergebnisse werden wir erst später sehen."

    Russland habe seine Positionen bestätigt, die USA hätten sie akzeptiert. Trump sende damit ein Signal: Große Länder müssten lernen, sich zu einigen, während EU und Kiew weiterhin an einer Eskalation festhalten könnten, so Kastjukewitsch:


    Die Ukraine ist nicht bereit für die Nachkriegsrealität





    Meinung

    Die Ukraine ist nicht bereit für die Nachkriegsrealität






    "Der US-Präsident hat ein unmissverständliches Signal gesendet, dass große Länder verhandeln können müssen. Nun, egal was Selenskij und die EU sagen, in den Augen der Welt ist Trump bereits ein Friedensstifter. Besonders hervorzuheben ist der gegenseitige Respekt, mit dem Wladimir Putin und Donald Trump gesprochen haben. Der modernen Welt fehlt genau dieser Respekt. Und daraus beginnen langfristige und konstruktive Vereinbarungen. Die Staatschefs der beiden Staaten haben der Welt gezeigt, wie dieser Respekt aussehen kann und sollte."

    Auch der ungarische Außenminister Péter Szijjártó lobte den Gipfel und betonte die Bedeutung des Dialogs auf hohem Niveau:

    "Solange es einen Dialog auf hohem Niveau zwischen den USA und Russland gibt, wird die Welt sicherer, und beide Präsidenten verdienen für diesen Gipfel Respekt. Frieden kann nur durch Verhandlungen, Dialog und offene diplomatische Kanäle erreicht werden. Wir Ungarn vertreten diese Position seit dreieinhalb Jahren und stehen dabei gegen Brüssel und promilitärische europäische Politiker."

    Sein Regierungsvertreter Zoltán Kovács schrieb auf X, Putin und Trump hätten "einen längst überfälligen Durchbruch erzielt", und rief dazu auf, "zu beten, dass dies der Beginn eines Weges zum Frieden wird".

    Russlands Isolation widerlegt

    Gennadi Sjuganow, der Vorsitzende der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation (KPRF), sieht in dieser Begegnung ein starkes Signal gegen die These von Russlands Isolation. Er betonte, dass dieses politische Ereignis die Aufmerksamkeit der gesamten Welt auf sich gezogen habe:


    Europa will nach wie vor keinen Frieden, sondern die Niederlage Russlands




    Meinung

    Europa will nach wie vor keinen Frieden, sondern die Niederlage Russlands






    "Es ist von höchster Bedeutung, denn die Lage auf der Welt ist so angespannt, dass im Grunde ein Krieg im Gange ist – nur bisher ohne Atomwaffen. Die NATO hat der russischen Welt eine Herausforderung zur vollständigen Zerstörung gestellt – und sie verliert auf dem Schlachtfeld."

    Sjuganow hob außerdem Entscheidungen in den Bereichen Arktisforschung, wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit und Raumfahrtkooperation hervor:

    "Dieses Treffen war sehr wichtig, da hier grundsätzliche Entscheidungen getroffen werden konnten. Insgesamt wurden mehrere Schritte nach vorn gemacht. Vor allem führen die beiden mächtigsten Atommächte wieder einen vollen Dialog. Jeglicher Lärm über Isolation wurde durch dieses Treffen vollständig entkräftet. Dieses Ereignis hat große Hoffnungen geweckt."

    Perspektiven für die Ukraine

    Nach den Gesprächen erklärte Putin, dass die Ukraine eines der zentralen Themen gewesen sei. Zugleich betonte er, dass sich sein Verhältnis zu Trump zu einem guten, vertrauensvollen und geschäftlichen Kontakt entwickelt habe. Auf diesem Weg könne eine Beendigung des Konflikts erreicht werden.


    Russland kann keine Waffenruhe gebrauchen: Ukraine ganz einnehmen oder Kiew zur Kapitulation zwingen




    Meinung

    Russland kann keine Waffenruhe gebrauchen: Ukraine ganz einnehmen oder Kiew zur Kapitulation zwingen





    Trump fügte hinzu, dass es in einigen Punkten der Ukraine-Vereinbarungen noch keine Einigung gebe, die Chancen auf eine Verständigung aber "gut" stünden. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte er, der beste Weg, den schrecklichen Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden, sei es, auf ein Friedensabkommen hinzuarbeiten, das den Krieg tatsächlich beendet – und nicht nur ein oft nicht eingehaltenes Waffenstillstandsabkommen.

    Der Gipfel in Alaska zeigt: Direkte Gespräche zwischen Washington und Moskau auf höchster Ebene können einen wichtigen Beitrag zur globalen Sicherheit leisten. Die weltpolitische Aufmerksamkeit für dieses Ereignis unterstreicht die Tragweite der Begegnung für Frieden, Stabilität und strategische Zusammenarbeit.


    Mehr zum ThemaLiveticker Alaska-Gipfel: Trump zieht Friedensabkommen einem Waffenstillstand vor


    Screenshot_2025_08_17_at_18_14_46_Gipfel_in_Alaska_Putin_und_Trump_zeigen_neue_Wege_der_Diplomatie_RT_DE

    Video https://rumble.com/v6xn5w0-alaska-gipfel-beendet-rt-de-korrespondent-berichtet.html

     Dauer 2:20 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/international/253500-gipfel-in-alaska-putin-und-trump-zeigen-neue-wege-der-diplomatie/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    17.08.2025

    Über Kriege

    aus e-mail von Gerd Reincke, 17. August 2025, 11:57 Uhr


    Hallo,

    eine Abhandlung aus der Berliner Zeitung vom Mai.    Gerd


    80 JAHRE KRIEGSENDE

    Der 8. Mai im Lichte der Erinnerung: Unser Land muss friedensfähig sein!

    Am heutigen Donnerstag, dem „Tag der Befreiung“, wird in Deutschland dem Ende des Hitlerfaschismus gedacht. Warum dieser Gedenktag auch in Zukunft wichtig bleibt, lesen Sie hier.

    Peter Brandt

    Reiner Braun

    Michael Müller

    07.05.2025

    09.05.2025, 22:30 Uhr



    112



    Hissen der amerikanischen Flagge auf Iwojima.


    Hissen der amerikanischen Flagge auf Iwojima.

    Photo12/imago

    Man muss den rollenden Schneeball zertreten.

    Die Lawine hält keiner mehr auf!

    Erich Kästner

    Der 8. Mai ist in ganz Europa der „Tag der Befreiung“, wie Richard von Weizsäcker das Ende des Zweitem Weltkriegs und des Hitlerfaschismus genannt hat. Der 8. Mai steht für den Sieg der alliierten Kräfte über die Verbrechen und die Barbarei des Nationalsozialismus. Und der 8. Mai muss ein Tag der Erinnerung bleiben, um zu verstehen, was nie wieder passieren darf: Eine Ideologie des Großmachtstrebens und der Vernichtung allen Lebens, das nicht dem „Volkskörper“ entspricht.


    Am Tag, als in Europa die Waffen schwiegen, waren vom 1. September 1939 bis zum 8. Mai 1945 nicht einmal sechs Jahre vergangen, in denen mehr als 70 Millionen Menschen getötet worden waren. Die Zahl der toten Zivilisten überstieg die der gefallenen Soldaten. Die Sowjetunion erlitt den unfasslichen Verlust von mehr als 27 Millionen Toten. Deshalb muss der Schwur der befreiten KZ-Häftlinge von Buchenwald auch heute gelten, wo die militärischen Technologien eine noch größere Vernichtungskraft möglich machen: „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“.

    Die „Entfernung der Juden überhaupt aus der deutschen Volksgemeinschaft“ war Hitlers Ziel seit seiner Machtübernahme am 30. Januar 1933. Mehr als 6 Millionen europäischer Juden, darunter eine Million Kinder, wurden vom NS-Regime und seinen Verbündeten und Kollaborateuren systematisch durch Kugeln oder Gas ermordet. Der Dichter Paul Celan schrieb in der „Todesfuge“: „Der Tod ist ein Meister aus Deutschland.“ Durch die SS-Einsatztruppen gab es in den Städten der Sowjetunion keine Juden mehr. In seinem extremen Antisemitismus sah Hitler im Sowjetregime die „Repräsentanten eines jüdischen Bolschewismus“.


    Der 8. Mai muss ein Tag der Erinnerung bleiben, ein Tag der Besinnung zum Frieden und der Verpflichtung zur Humanität. Am 7. Mai 1945 hatte Generaloberst Jodl gegenüber General Eisenhower im französischen Reims die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht unterzeichnet. Auf Drängen der Sowjets wurde der Vorgang am 8. Mai 1945 in Berlin-Karlshorst durch Generalfeldmarschall Keitel für den 9. Mai um 0 Uhr wiederholt. Im Pazifik endete der Zweite Weltkrieg erst nach dem Abwurf der beiden amerikanischen Atombomben auf Hiroshima am 6. und Nagasaki am 9. August mit der Kapitulation Japans am 2. September 1945.

    Heute herrscht in Europa wieder Krieg, der russische Krieg gegen die Ukraine. Schon deshalb ist es geboten, sich an die Verbrechen des Zweiten Weltkriegs, der in sich keine Grenzen kannte, zu erinnern, und sich der überragenden Bedeutung des Friedens bewusst zu werden. Das Wichtigste heißt, das Leben der Menschen zu schützen und Wege zum Frieden zu finden. Darum muss es heute gehen, auch eingedenk der eigenen deutschen Geschichte.

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    Andrang zum städtischen Obdachlosenasyl in Berlin aufgrund der großen Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit in Deutschland. (Aufnahmedatum: 01.01.1929-31.12.1929)

    Andrang zum städtischen Obdachlosenasyl in Berlin aufgrund der großen Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit in Deutschland. (Aufnahmedatum: 01.01.1929-31.12.1929)

    SZ Photo/picture alliance

    Blicken wir zurück: Kein Krieg kommt aus heiterem Himmel. Zu Beginn der 1930er-Jahre war nach der großen Wirtschaftskrise, die mit dem „Schwarzen Freitag“ an der New Yorker Börse am 25. Oktober 1929 begann, die globale Ökonomie zerrüttet. Mehr als 30 Millionen Menschen wurden arbeitslos, in Deutschland waren es sechs Millionen. Politische Instabilitäten nahmen zu, es kam zur Schwächung der Demokratien und zum Erstarken autoritärer Bewegungen. In Deutschland wurde die Weimarer Republik von nationalistischen Kräften unter Druck gesetzt. Am 30. Januar 1933 kam es zur Machtergreifung Hitlers.

    Am 3. Oktober 1935 begann das faschistische Königsreich Italien in Ostafrika den mit äußerster Brutalität durchgeführten letzten großen kolonialen Eroberungsfeldzug gegen das unabhängige Abessinien (Äthiopien). Nach einem Feuergefecht an der Marco-Polo-Brücke kam es in Asien zu einem Zugriff Japans auf die zu China gehörende rohstoffreiche Mandschurei. Am 7. Juli 1937 begann der zweite japanisch-chinesische Krieg, der nach 1941 zu einem Teil des Zweiten Weltkriegs im Pazifik wurde. Getarnt als „Freiwilligenverband“ unterstützten 25.000 Soldaten der Legion Condor die nationalistischen Putschisten unter General Franco im spanischen Bürgerkrieg (1936 bis 1939), berüchtigt wurde ihr brutaler Luftangriff auf die Zivilbevölkerung von Guernica am 26. April 1937.

    Die Expansion Hitlerdeutschlands begann nach Südosten: mit dem Anschluss Österreichs, dann des Sudetenlands, schließlich der „Rest-Tschechei“. Damit war im Laufe des Jahrzehnts die internationale Ordnung über den Haufen geworfen. Der 1918 im Versailler Vertrag vom amerikanischen Präsident Woodrow Wilson initiierte Völkerbund, der auch auf Immanuel Kants Schrift „Zum ewigen Frieden“ von 1795 zurückgeht, erwies sich als zu schwach für die Wahrung des Friedens und die Schlichtung internationaler Konflikte. In den zwischen Deutschland und der Sowjetunion gelegenen ostmitteleuropäischen und südosteuropäischen Staaten hatten sich seit Mitte der 1920er-Jahre nach und nach etliche rechtsautoritäre Regimes etabliert.

    Im Vorfeld des Großen Krieges hatten Großbritannien und in dessen Gefolge Frankreich mit dem „Münchener Abkommen“ vom 29. Oktober 1938 die deutschsprachigen Randgebiete der Tschechoslowakei, die dadurch militärisch wehrlos gemacht wurde, dem Deutschen Reich zugesprochen. Die durchaus kalkulierte und von realen Interessen geleitete Beschwichtigungspolitik der europäischen Siegermächte im Ersten Weltkrieg gegenüber dem NS-Deutschland gehört zur unmittelbaren Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs ebenso wie der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt vom 23. August 1939 (Hitler-Stalin-Pakt) mit dem geheimen Zusatzabkommen zur Aufteilung Polens und Abgrenzung der Interessensphären. Auf Druck Hitlers gab auch Litauen im März 1939 das Memelgebiet an das Deutsche Reich.

    Nach monatelanger Verschärfung der zwischenstaatlichen Spannungen, ausgelöst auch durch Konflikte zwischen den ethnischen Polen und der deutschsprachigen Minderheit, startete Hitlerdeutschland am 1. September 1939 mit 57 Divisionen der Wehrmacht, und unterstützt von slowakischen Truppen, einen Großangriff auf das östliche Nachbarland, legitimiert mit einem selbstinszenierten und durchsichtigen Überfall auf den deutschen Sender Gleiwitz. In dem ersten „Blitzkrieg“ wurde binnen fünf Wochen die polnische Gegenwehr zerschlagen. Schon am 27. September kapitulierte Polen. 60.000 bis 100.000 polnische und 10.000 bis 14.000 deutsche Soldaten sowie 25.000 Zivilisten kamen zu Tode. Mindestens 400.000 Polen wurden gefangen genommen. Die Hälfte des besetzten Polens wurde direkt dem deutschen Reich angegliedert und sollte „germanisiert“ werden; der Rest wurde als „Generalgouvernement“ zu einer Art Kolonie mit einer rechtsfreien Ausbeutung; Ostpolen ging an die UdSSR. Vorgesehen war die Auslöschung der polnischen Nation durch die Vernichtung der führenden und gebildeten Schichten, vor allem Kleinadel, Gewerkschafter, Priester und Juden, und für die Volksmehrheit ein Heloten-Status, der keine Staatszugehörigkeit mehr zuließ.

    Deutsche Soldaten an einem Grenzübergang nach Polen, 1. September 1939.

    Deutsche Soldaten an einem Grenzübergang nach Polen, 1. September 1939.

    United Archives International/imago

    Entgegen Hitlers Erwartungen erklärten Großbritannien und Frankreich am 3. September 1939 Deutschland den Krieg, ohne aber kriegerische Aktionen zu unternehmen. Es folgten Monate des bangen Abwartens. Bevor das Deutsche Reich am 10. Mai seine Großoffensive an der Westfront startete und dabei durch die Niederlande, Belgien und Luxemburg, deren Neutralität ignorierend, vordrang, hatte es die neutralen skandinavischen Staaten Dänemark und Norwegen besetzt, wo erste Kämpfe mit gelandeten britischen Truppen stattfanden. Hitler wollte „nach kurze(n), entscheidende(n) Schläge(n) nach Westen“ sein Hauptziel angehen, den „Lebensraum im Osten erobern“.

    Mit einer überraschenden Panzeroffensive durch die Ardennen konnte die Wehrmacht auch den Frankreich-Feldzug binnen weniger Wochen für sich entscheiden. Am 22. Juni unterzeichnete Armeegeneral Huntzinger die Kapitulation. Mehr als 90.000 Franzosen waren gefallen, weitaus mehr noch vermisst oder gefangen. Auf deutscher Seite starben bis zu 49.000 Soldaten. In Vichy konstituierte sich unter der Oberhoheit von Marschall Pétain ein autoritäres Kollaborationsregime, das längere Zeit eine beträchtliche Unterstützung in der Bevölkerung, insbesondere in der Oberklasse, besaß, während die „Freien Franzosen“, die unter General de Gaulle in London den alternativen Pol bildeten, zunächst weitgehend isoliert blieben.

    Das britische Expeditionskorps war schon nach Beginn des Krieges in der Normandie faktisch eingeschlossen worden, konnte aber in einer spektakulären, von zahlreichen Zivilisten unterstützen Rettungsaktion zurück auf die Insel evakuiert werden. Die neue britische Regierung unter Churchill zeigte sich entschlossen im Kampf gegen Hitlerdeutschland, hoffend auf eine Rückendeckung seitens der sich zurückhaltend zeigenden USA, deren Eingreifen den Ersten Weltkrieg entschieden hatte. Zunächst musste Großbritannien jedoch die im Juli 1940 beginnende Luftschlacht über England und die Bombardierung Londons mit insgesamt 43.000 toten und 143.000 verletzten Zivilisten bestehen, mit denen London zur Aufgabe gezwungen werden sollte. Die im Mittelmeer strategisch wichtige britische Kolonie Malta wurde mit mehr als 3300 Luftangriffen zum meistbombardierten Ort des Krieges.

    Mit seiner Kriegserklärung war das Mussolini-Italien am 10. Juni 1940 in das Geschehen gegen das faktisch schon besiegte Frankreich und gegen Großbritannien eingetreten. Das Expansionsinteresse Roms richtete sich allerdings auf den Mittelmeerraum. Dort konnte Griechenland zuerst mithilfe der Briten einen italienischen Durchmarsch zum Suezkanal nach Ägypten und in die britischen und französischen Kolonien Nordafrikas abwehren. Weil sich die Truppen jedoch als zu schwach erwiesen, schickte Hitler im April 1941 Verbände der Wehrmacht in den Feldzug gegen Jugoslawien sowie nach Griechenland und Nordafrika.

    Operation Barbarossa: So hieß die Invasion der Deutschen in die Sowjetunion während des Zweiten Weltkriegs.

    Operation Barbarossa: So hieß die Invasion der Deutschen in die Sowjetunion während des Zweiten Weltkriegs.

    United Archives International/imago

    Am 22. Juni 1941 startete Nazideutschland auf breiter Front mit insgesamt mehr als drei Millionen Soldaten den Angriff auf die Sowjetunion. Das „Unternehmen Barbarossa“ war die größte und brutalste militärische Auseinandersetzung der Menschheitsgeschichte. Hitler hoffte, die westliche Sowjetunion, deren Bevölkerung am stärksten unter dem Krieg leiden musste, in einem kurzen Feldzug besiegen zu können. Anschließende Kleinkriege am Ural waren einkalkuliert.

    Nicht allein, aber vor allem im Verständnis der NS-Führung handelte es sich um eine existentiell und rassenideologisch begründete Expansion, bei der weder humanitäre Erwägungen noch gültiges Kriegs- und Völkerrecht zu berücksichtigen wären. Mit der Unterwerfung der europäischen Sowjetunion wollte sich Hitler, auch durch die Aneignung der Rohstoffreserven und der agrarischen Überschussgebiete, ein langfristig nicht zu erschütterndes Kontinentalimperium mit der Hauptstadt Germania verschaffen, das Platz für neue deutsche Ostsiedlungen bieten würde. Die Nationalsozialisten wollten „Lebensraum im Osten“ schaffen, wo die ethnischen Gruppen „minderwertig“ seien. Der „jüdische Bolschewismus“, der in der Nazi-Ideologie die Weltherrschaft anstrebe, sollte vernichtet werden, der Hungertod eines Großteils der Ostslawen war eingeplant. Dem überlebenden Rest war eine primitive Knechtschaft zugedacht. Vordergründig ging es bei der Expansion nach Osten auch darum, Großbritannien die Hoffnung auf eine deutsch-russische Auseinandersetzung mit der Folge eines Übergangs der UdSSR ins Anti-Hitler-Lager zu nehmen.

    In den ersten Monaten verlief der Ostfeldzug günstig für die Deutsche Wehrmacht. Die weit im Westen stationierten sowjetischen Verbände sollten in großen Kesselschlachten ausgeschaltet werden, doch im Herbst geriet der Vormarsch ins Stocken. Nachdem die bereits erwartete Einnahme Moskaus durch die Wehrmacht gescheitert war, trat die Rote Armee zur Gegenoffensive an. Sie konnte die deutschen Kräfte zurückdrängen. Nur unter größten Anstrengungen hielt die deutsche Front. Im Sommer und Herbst 1942 sollten die deutschen Truppen bis zur Wolga vorrücken, zum einen, um an dem operativen Ziel des symbolträchtigen Industriestandorts Stalingrad, der 1925 nach dem Sowjetführer umbenannt worden war, die wichtige Wasserstraße vor allem für Rüstungsgüter aus den USA nach Zentralrussland zu blockieren und zum anderen auch den Kaukasus mit seinen wichtigen Ölfeldern um Maikop, Grosny und Baku und seine großen Rohstoffreserven einzunehmen.

    Der Kampf um Stalingrad vom 23. August 1942 bis zum 2. Februar 1943 wurde zur brutalsten Schlacht im Zweiten Weltkrieg. Ein „Rattenkampf“, in dem 250.000 deutsche Soldaten bei Temperaturen von bis zu minus 30 Grad eingekesselt wurden. Dennoch wies Hitler an, bis zur letzten Patrone zu kämpfen. In Stalingrad starben schätzungsweise 200.000 deutsche Soldaten oder wurden sehr schwer verletzt. Die Rote Armee verzeichnete fast fünfmal so hohe Verluste und konnte sich dennoch behaupten. Von den 91.000 Gefangenen starb der allergrößte Teil bei Gewaltmärschen oder im Gefängnis. Nur 6000 deutsche und rumänische Soldaten kehrten in ihre Heimat zurück.

    Im Winter 1943/44 drängten die Rotarmisten die Wehrmacht aus großen Teilen der Ukraine zurück. Die Region um Kursk wurde zur letzten großen Panzerschlacht an der Ostfront. Etwa 6000 Panzer trafen aufeinander, fast 4000 Flugzeuge waren beteiligt. Am 5. Juli 1943 griff die Wehrmacht mit 900.000 Soldaten die russische Streitmacht an, die etwa 1,3 Millionen Soldaten und 500.000 Mann Reserve aufgeboten hatte. Durch den Einsatz der Rotarmisten, die Minen vor herannahende Panzer warfen, konnte der Vormarsch der Wehrmacht bis zum 16. Juli gestoppt werden. Die Rote Armee konnte nach Westen vorstoßen. Der Preis dafür war hoch. Insgesamt verloren über eine Million Soldaten ihr Leben.

    Die Schlacht von Stalingrad: Am 2. Februar 1943 kapitulieren in Stalingrad die Reste der 6. Armee der Wehrmacht.

    Die Schlacht von Stalingrad: Am 2. Februar 1943 kapitulieren in Stalingrad die Reste der 6. Armee der Wehrmacht.

    UIG/imago

    Beim Kriegseintritt der USA im Dezember 1941 und dem gleichzeitig sich anbahnenden Scheitern des „Unternehmens Barbarossa“ als Blitzkrieg war ein großer Sieg Deutschlands schon unwahrscheinlich geworden. Mit dem Jahreswechsel 1942/43, dem Sieg über die 6. Armee in Stalingrad, dem Scheitern des Afrikakorps vor El-Alamain und der sich durch neue Langstreckenbomber und die Entschlüsselung der Enigma-Codes abzeichnenden Niederlage der deutschen U-Boote in der Atlantik-Schlacht wurde er nahezu unmöglich.

    Das Blatt hatte sich gewendet. Nach der Kapitulation der Wehrmacht in Nordafrika am 13. Mai 1943 landeten die Westalliierten am 9. Juli auf Sizilien. Der Große Faschistische Rat setzte Mussolini ab, der König trat aus dem Schatten hervor und ließ den „Duce“ verhaften. Allerdings konnte die deutsche Wehrmacht trotz des Seitenwechsels der neuen italienischen Regierung die Front stabilisieren. Nach der spektakulären Befreiung Mussolinis gelang es, eine Satellitenrepublik zu installieren. Erst am 4. Juni 1944 wurde Rom von den Westalliierten befreit.

    Im Mai 1943 hatten Roosevelt und Churchill für zwölf Monate später eine Landung in Frankreich verabredet, Codename Operation Overlord. Stalin hatte zur Entlastung der Roten Armee die Errichtung einer Front im Westen wiederholt angemahnt. Am 6. Juni 1944 begann an fünf Stränden der Normandie ab 6.30 Uhr die Landung von 156.000 Soldaten aus den USA, Großbritannien und Kanada. In den nächsten zehn Monaten kamen 2,5 Millionen Soldaten und 500.000 Militärfahrzeuge nach Frankreich. Nach heftigen Kämpfen in der Normandie wurden die deutschen Truppen bis Ende 1944 aus dem Land vertrieben. Eine letzte deutsche Offensive, die Ardennen-Offensive, scheiterte nach anfänglichen Erfolgen, insbesondere aufgrund der Luftüberlegenheit der Alliierten. Am 8. März 1945 überquerten die Amerikaner den Rhein bei Remagen.

    Zwei Wochen nach dem D-Day in der Normandie begann im Osten der Frontalangriff der Rotarmisten mit 2,4 Millionen Soldaten über Weißrussland nach Westen. Er führte faktisch zur Vernichtung der Heeresgruppe Mitte. Die Wehrmacht verlor 300.000 Mann und wurde Mitte Juli auch in der Ukraine überrannt. Im Februar 1945 stand die Rote Armee 64 Kilometer vor Berlin, der Endkampf hatte begonnen. Zuvor wurde am 27. Januar 1945 das Arbeits- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit. Dort waren nur noch 7000 zurückgelassene Gefangene, darunter 180 Kinder, die für medizinische Experimente missbraucht worden waren. In den sechs Gaskammern des Konzentrationslagers waren 1,3 Millionen Menschen, davon rund eine Million europäischer Juden, ermordet worden.

    Das erste von der SS geführte KZ war in Dachau. Nach der Annexion Polens wurde das Jahrhundertverbrechen der Judenvernichtung, die Shoah, dort systematisch in fünf Vernichtungslagern (Auschwitz-Birkenau, Belzec, Majdanek, Sobibor und Treblinka) durchgeführt. Die Grundlagen für die Deportation zur fabrikmäßigen Vernichtung der Juden aus ganz Europa, auch von Sinti, Roma und Homosexuellen, wurden auf der geheimen Wannsee-Konferenz am 20. Januar 1942 von 15 Vertretern der Reichsregierung und SS-Führung geschaffen. Die Entscheidung für den Holocaust war schon zuvor mit den Massenmorden in den besetzten Ostgebieten gefallen. Dabei ist zweitrangig, ob dem ein im Voraus gefasster Plan zugrunde lag oder ob sich die sogenannte Endlösung aus der kumulativen Radikalisierung des NS-Regimes ergab.

    Februar 1945: Kinder im Konzentrationslager Auschwitz.

    Februar 1945: Kinder im Konzentrationslager Auschwitz.

    Reinhard Schultz/imago

    Mit den Bombenangriffen der Westalliierten, hauptsächlich auf dichtbesiedelte Wohngebiete, wurde das deutsche Territorium seit 1942 und verstärkt seit 1943 in das Kriegsgeschehen einbezogen. Noch in den ersten vier Monaten 1945 – Deutschland war faktisch längst niedergerungen – überzogen amerikanische und britische Bomber deutsche Städte mit 1,5 Millionen Tonnen Sprengstoff und töteten dabei mehr als 600.000 Menschen. Am schlimmsten betroffen war Dresden, das nach schweren Bombardierungen im Februar 1945 wochenlang brannte und mehr als 25.000 zivile Opfer zu beklagen hatte. Berlin wurde 310-mal bombardiert. Dabei wurden zwischen 30.000 bis 49.000 Zivilisten getötet, 500.000 Wohnungen zerstört und weitere 100.000 schwer beschädigt.

    Am 16. April bis zum 2. Mai 1945 kam es unter Beteiligung polnischer Verbände – Deutschland war faktisch längst geschlagen – mit 2,5 Millionen Rotarmisten zum Angriff auf Berlin. Der Anfang war Mitte April der Kampf an der Oder um die Seelower Höhen gegen das „letzte Aufgebot“, den „Volkssturm“ und Reste deutscher Heeresgruppen. Die Kämpfe in und um Berlin forderten geschätzt mehr als 150.000 gefallene und rund 500.000 verletzte Soldaten sowie mehrere Zehntausend getötete Zivilisten.

    Im Pazifik ging der Krieg nach der Kapitulation Deutschlands noch weiter, bis es nach der schrecklichen Zuspitzung durch die Atombombenabwüfe am 2. September 1945 zur Kapitulation der kaiserlich-japanischen Armee durch General Yoshigiro auf dem US-Schlachtschiff Missouri kam. Zuletzt war auch die UdSSR in den Krieg gegen Japan eingetreten.

    Zur wirtschaftlichen Autonomie Japans sollte die Invasion von Niederländisch Indien, Malaya und den Philippinen eine „Großostasiatische Wohlstandssphäre“ schaffen. Zum Zweiten Weltkrieg wurde der Pazifikkrieg am 7. Dezember 1941 mit dem überraschenden Angriff Japanischer Flugzeuge auf die US-Pazifikflotte in Pearl Habor. Damit sollte für die nächsten Jahre die Vormacht Japans im pazifischen Raum gesichert werden. Hier kollidierten die imperialen Interessen zweier aufstrebender Großmächte. Erst Pearl Habor und die folgende Kriegserklärung Deutschlands und Italiens ermöglichten es dem amerikanischen Präsident Roosevelt, der Großbritannien und die Sowjetunion schon zuvor mit Waffenlieferungen unterstützt hatte, auch offiziell in den Krieg einzutreten und dabei die zeitliche Priorität auf Europa zu legen.

    Der Krieg weitete sich auf den ganzen pazifischen Raum aus und führte zwischen Japan und den alliierten Kräften zu verlustreichen Schlachten um Midway, die Salomonen, Neuguinea sowie Leyte, Mindoro und Luzon (Philippinien) und schließlich Burma. Anfang 1945 hatten amerikanische Streitkräfte und ihre Alliierten, insbesondere die Briten, die Oberhand gewonnen. Die USA mussten noch zwei Inseln südlich von Japan einnehmen, bevor es zum Angriff auf das Kaiserreich selbst kommen sollte. Die Kämpfe um Iwojima und Okinawa leiteten die Schlussphase des Pazifikkriegs ein. Um die Inseln entbrannten grausame Schlachten. In einer Erklärung der japanischen Heeresleitung hieß es: „Auf diesen Inseln steht eine große Tragödie bevor. Wir werden die Inseln bis zum Ende verteidigen. Dies wird ein Kampf bis zum Tod.“ Und so geschah es: Von 20.000 schwer bewaffneten japanischen Soldaten auf Iwojima blieben nur 216 am Leben. Noch weitaus blutiger verlief die Eroberung der Hauptinsel Okinawa.

    Hissen der amerikanischen Flagge auf Iwojima.

    Hissen der amerikanischen Flagge auf Iwojima.

    Photo12/imago

    In der Schlussphase des Krieges regnete der Tod vom Himmel. Am 9. und 10. März warfen mehr als 300 amerikanische B-29 Superfortress Brandbomben über Tokio ab. Sie setzten rund 250.000 Häuser in Brand, töteten fast 100.000 Menschen und machten Millionen Einwohner obdachlos. Es war der verheerendste Bombenangriff aller Zeiten. Doch der Schrecken nahm noch kein Ende. Am 6. und 9. August 1945 kam es erstmals zum Einsatz von Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki. Die dem amerikanischen Präsidenten – nach dem Tod von Roosevelt inzwischen Harry Truman - im Franck-Report vorgelegten moralischen und ethischen Bedenken wurden beiseite gewischt. Der Bericht enthielt auch mögliche Alternativen wie den Abwurf über unbewohnten japanischen Gebieten oder zumindest eine frühzeitige Warnung der Bevölkerung.

    Die Bomben detonierten über Hiroshima und Nagasaki mit grellem Blitz, Hitze und Strahlung, gefolgt von einer Druckwelle, die in einem Umkreis von 1,6 Kilometern nahezu jedes Gebäude zerstörte und einen Feuersturm in den Städten entfachte. Die Atombombenabwürfe führten in den beiden Hafenstädten zu mehr als 120.000 Soforttoten und in den folgenden Monaten rund 226.000 Strahlungstoten. Eisenhower äußerte seine Zweifel an dem Vorgehen: „Die Japaner waren bereit zu kapitulieren, und es war nicht notwendig, sie mit diesem entsetzlichen Ding zu schlagen.“ Doch das Atomzeitalter hatte begonnen und der die nächsten Jahrzehnte prägende Ost-West-Konflikt deutete sich an. Der Abwurf war auch als eine Drohung gegen die Sowjetunion zu verstehen, die aber bereits vier Jahre später in Semipalatinsk ihren ersten Atomwaffentest durchführte. Heute verfügen neun Staaten über insgesamt rund 13.600 Atomsprengköpfe, von denen die USA und Russland mehr als 90 Prozent besitzen.

    Die Bilanz ist grausam. Das 20. Jahrhundert war blutiger und grausamer als alle seine Vorläufer. Nimmt man die Kriegstoten in der Zivilbevölkerung durch Hungersnöte und Genozid zu den gefallenen Soldaten hinzu, sind mehr als 150 Millionen Menschen im Verlauf der beiden Weltkriege ums Leben gekommen.

    Die UdSSR verlor allein im Zweiten Weltkrieg rund 27 Millionen Menschen, mehr als 11 Millionen Soldaten und bis zu 17,5 Millionen Zivilisten, davon mindestens 1,2 Millionen Tote bei der Belagerung von Leningrad zwischen 1941 und 1944. In der westlichen Sowjetunion wurden 1710 Städte, mehr als 70.000 Dörfer und sechs Millionen Häuser schwer oder völlig zerstört, 25 Millionen Menschen wurden am Beginn des strengen Winters 1941/42 obdachlos. Bis 1945 waren weit mehr als zehn Millionen Soldaten in die Kämpfe an der „Ostfront“ verwickelt. Und von den rund sechs Millionen sowjetischen Soldaten, die in deutsche Kriegsgefangenschaft geraten waren, starb die Hälfte an Hunger und Krankheiten.

    Die USA verloren rund 400.000 Soldaten. Auch von den Briten fielen rund 400.000, dieselbe Zahl wie für die Kämpfer aus den Commonwealth-Ländern, darunter 87.000 Inder, 45.000 Kanadier und 40.000 Australier. Die deutsche Wehrmacht verlor an der Westfront eine halbe Million Soldaten, an der Ostfront mehr als 2,3 Millionen. China erlitt in Asien mit vier Millionen toten Soldaten die höchsten Verluste, vor Japan mit mehr als zwei Millionen Gefallenen.

    Ein Bild aus der damals polnischen Stadt Lwow von 1941 nach einem Angriff der Nazis.

    Ein Bild aus der damals polnischen Stadt Lwow von 1941 nach einem Angriff der Nazis.

    picture alliance/AP Images

    Allein im Zweiten Weltkrieg haben wahrscheinlich 40 Millionen Zivilisten ihr Leben verloren. In China starben unter japanischer Besatzung mehr als 16 Millionen. Polen verlor (einschließlich der ermordeten Juden) prozentual am meisten, mit 5,6 Millionen Menschen mehr als ein Fünftel der Bevölkerung. In Jugoslawien wurden 1,2 Millionen Zivilisten und Partisanen getötet. In Griechenland verhungerten während der deutschen Besatzung 300.000 Menschen. In Deutschland starben 2,8 Millionen Zivilisten.

    In den großen Städten wurde der Wiederaufbau zu einer Mammutaufgabe. In Polen waren 30 Prozent der Gebäude zerstört. In Deutschland hatten die 49 größten Städte wenigstens 40 Prozent der Wohngebäude durch Bomben verloren. Der Zweite Weltkrieg war nicht nur der blutigste, er war auch der weitaus teuerste in der Geschichte. Und er hatte gewaltige weltpolitische Folgen. Großbritannien, der Hegemon des 19. Jahrhunderts, verlor die Macht über das Empire. Die Dekolonialisierung des globalen Südens begann im großen Maßstab. So sah zum Beispiel Algerien den 8. Mai 1945 auch als Tag der Befreiung von der französischen Herrschaft. In Reaktion auf die Demonstrationen haben die französischen Kolonialtruppen ein fürchterliches Massaker angerichtet.

    Als Weltmächte blieben die Sowjetunion und die Supermacht USA, deren Rivalität die kommenden Jahrzehnte bestimmen sollte. Dabei entwickelte sich schnell ein Systemkonflikt, in dem der eine Block in Anspruch nahm, für die Freiheit, der andere für den sozialen Fortschritt zuständig zu sein. Mehrfach stand im Kalten Krieg die Menschheit am Rande des atomaren Abgrunds. Die gefährlichste Konfrontation, die Kuba-Krise im Oktober 1962, gab Anlass, nach und nach eine Politik der Entspannung einzuleiten, die, unterbrochen auch von Rückschlägen, Ende der 1980er-Jahre die Auflösung der Blockkonfrontation maßgeblich ermöglichte.

    Ein Aufklärungsflugzeug der US-Marine fliegt vor der Küste Costa Ricas über das US-Kriegsschiff USS-Barry (vorne) und den sowjetische Frachter Anosow.

    Ein Aufklärungsflugzeug der US-Marine fliegt vor der Küste Costa Ricas über das US-Kriegsschiff USS-Barry (vorne) und den sowjetische Frachter Anosow.

    UPI/dpa

    Selbst ein konventioneller Krieg – der Einsatz „taktischer“ Atomwaffen war in den militärischen Überlegungen im Kriegsfall dennoch frühzeitig vorgesehen – hätte von dem an der Konfrontationslinie geteilten Deutschland wenig übriggelassen. Die exponierte Lage Deutschlands führte Anfang der 1980er-Jahre zu einem breiten Widerstand der Bevölkerung gegen die Stationierung amerikanischer Mittelstreckenraketen. Heute dagegen erhebt sich bislang noch zu wenig Protest gegen die für 2026 von der NATO geplante Stationierung von drei amerikanischen Mittelstreckensystemen in Deutschland, unter anderem die Hyperschallrakete Dark Eagle, eine Erstschlagwaffe, die atomar bestückt werden kann.

    Die Festlegungen der Kriegs- und Nachkriegskonferenzen in Jalta (Februar 1945) und Potsdam (Juli/August 1945) beinhalteten de facto die Teilung der Welt, genauer der nördlichen Hemisphäre, und einen Frieden auf Kosten des besiegten und geteilten Deutschlands. Doch enthielten sie auch die neue Weltordnung mit der Schaffung der Vereinten Nationen und Ansätzen einer zukunftsweisenden Gestaltung der internationalen Beziehungen.

    Die Befreiung Europas war nur möglich geworden durch den opferreichen Kampf der Völker der Sowjetunion, die den Krieg mit viel Blut bezahlten; durch die Standhaftigkeit des britischen Volks, die auf ihrem Territorium durch mehr Zeit zur Kriegswende beigetragen haben, und durch das historische Bündnis der liberal-kapitalistischen USA mit der kommunistischen UdSSR, das der Welt vor allem Geld für Waffen gebracht hat. Mit hohen Opfern vor allem der Sowjetunion konnte der Hitlerfaschismus besiegt werden. Auch in Deutschland erkannte 1945 nicht nur die antifaschistische Minderheit, sondern auch die desorientierte Mehrheit, dass ein Bruch mit dem historischen Irrweg, der die Welt in die Katastrophe geführt hatte, erforderlich war.

    Der Schwur von Buchenwald bleibt Hoffnung und Verpflichtung auf eine friedliche Zukunft. Aber 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges hat sich die Menschheit nicht vom Dämon Krieg befreit. Vor allem in der südlichen Hemisphäre fanden seit 1945 eine Vielzahl von Bürgerkriegen, zwischenstaatlichen und Befreiungskriegen statt, die nicht selten Stellvertreterkriege waren. Viele dieser gewaltsamen Konflikte hatten und haben wir nicht vor Augen. Doch auch in den letzten 25 Jahren starben Millionen Menschen im Krieg. Allein im zweiten Kongokrieg bis 2003 waren es 3,6 Millionen, im Afghanistankrieg bis zu zwei Millionen, im somalischen Bürgerkrieg, im Irakkrieg und im syrischen Bürgerkrieg jeweils mindestens eine halbe Million Tote. Die Zahl der Kriegstoten wird pro Jahr auf durchschnittlich 180.000 geschätzt, und es sind eine Million Menschen, die der Krieg pro Jahr arm gemacht hat. Weltweit steigt die Armutsquote, absolut und relativ. Derzeit werden 21 Kriege und 171 militärische Auseinandersetzungen gezählt.

    Rahmat Bay: Nachdem bei Rahmat Bay festgefahre Dingo-Panzerwagen geborgen werden müssen, sichern Soldaten mitten in einem heftigen Sandsturm die Umgebung.

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    EST&OST/imago

    Robert Kagan, konservativer Vordenker in den USA, beschreibt das 21. Jahrhundert als Rückkehr traditioneller Machtpolitik und imperialer Konkurrenz, als Kampf zwischen westlichen Demokratien und dem strategischen Dreieck der autoritären Regime Chinas, Russlands und des Irans, von dem die Islamische Revolution vorbreitet wurde. Was aber, wenn die Menschen merken, dass von der „europäischen Welt“ keine wichtigen Zukunftsimpulse mehr ausgehen, die ihnen Hoffnung geben?

    In Europa war ungeachtet des völkerrechtswidrigen Krieges der Nato gegen Serbien 1999 in den letzten Jahrzehnten „Krieg“ ein fast verdrängtes Thema. Doch mit dem russischen Überfall auf die Ukraine am 23. Februar 2022 ist alles wieder anders. Krieg ist, auch durch die Bedrohungsszenarien aus Politik und Medien, mit aller Härte nach Europa zurückgekehrt. In vielen Ländern, auch in Deutschland, ist es zu einer Remedur des Bellizismus gekommen. Tatsächlich leben wir in dem gefährlichsten Jahrzehnt seit Ende des Zweiten Weltkriegs, und müssen alles tun, dass es nicht dramatisch endet.

    Dazu ist ein Waffenstillstand in der Ukraine unabdingbar, der die Tür zu einem Friedensprozess in dem verblutenden Land öffnen muss, auch wenn die Bedingungen für einen allseits akzeptablen Friedensschluss inzwischen schlechter geworden sind als in den ersten beiden Kriegsjahren. Letztlich geht es um eine neue europäische Sicherheitsarchitektur auf der Basis der Leitidee Gemeinsame Sicherheit. Es ist ein eklatantes Versagen der europäischen Diplomatie, in den drei Kriegsjahren, in denen nach Angaben internationaler Beobachter rund eine Million Tote und Schwerstverletzte zu beklagen waren, nicht einen einzigen Friedensplan vorgelegt zu haben. Die Ukraine ist das Opfer geopolitischer Machtkämpfe in einem Stellvertreterkrieg, der die Welt radikal verändert.

    Das Gebot der Stunde im Zeitalter neuer atomarer Aufrüstung muss die Abschaffung der „Institution Krieg“ (Carl-Friedrich von Weizsäcker) sein. Das ist unser Auftrag. Kriege haben immer eine Vorgeschichte, die wir erkennen und verstehen müssen, um Frieden schaffen zu können. Die heutigen Giftspuren stammen aus der Ausbreitung von Nationalismus, Kulturchauvinismus, neuem Weltordnungskrieg und der Verschlechterung der wirtschaftlichen und sozialen Lage in vielen Ländern. In der Folge erleben wir eine Zeit westlicher Überheblichkeit. Es widerspricht den schmerzlichen Erfahrungen der europäischen Geschichte, dass der Deutsche Bundestag keinen Vertreter Russlands und Weißrusslands zur Gedenkfeier zum 80. Jahrestags des Kriegsendes eingeladen hat. Das Land der Kriegsverursacher macht sich zum verlogenen Zensor der Weltgeschichte.

    Der Krieg in der Ukraine ist falsch. Er verschärft auch die imperialen Konflikte der USA mit der neuen Supermacht China. Der einflussreiche Atlantic Council aus Washington hat einen Plan mit unterstellten chinesischen Bedrohungen der USA vorgelegt. Darin wird ein gemeinsames Vorgehen mit den europäischen Partnern und gleichgesinnten asiatischen Staaten gefordert, um eine grundlegende „Änderung der chinesischen Politik herbeizuführen“. Sogar ein Krieg gegen China wird nicht ausgeschlossen. Es klingt fast wie ein Nato-Konzept.

    Heute sind wir erneut in einer weltgeschichtlichen Umbruchsituation. Wir dürfen zutiefst autoritäre und inegalitäre Gesellschaftsverhältnisse nicht tolerieren; wir müssen den neuen Kreuzzugsideen und imperialen Expansionsphantasien widerstehen; wir müssen auch global Verständigung und Vertrauensbildung neu lernen; wir müssen auch mit Russland wieder zur Kooperation kommen; wir dürfen die neuartigen Formen kapitalistischer Marktsteuerung nicht kritiklos zulassen; wir müssen soziale und ökologische Reformen miteinander verbinden; wir müssen die Demokratie und den Gemeinschaftssinn solidarisch stärken. Wir brauchen mehr Meinungsfreiheit, auch damit unser Land nicht „kriegstüchtig“ wird, sondern friedensfähig bleibt. Der 8. Mai muss auch zum Tag der Besinnung werden.Ein

    ---


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    17.08.2025

    Jeffrey Sachs: Offener Brief an den israelischen Außenminister Sa'ar

    seniora.org, 17. August 2025, 11.08.2025 Von Jeffrey D. Sachs - übernommen von commondreams.org

    Die größte Bedrohung für Israels Überleben sind nicht die arabischen Nationen, die Palästinenser oder der Iran, sondern die Politik der extremistischen israelischen Regierung.


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    Jeffrey D. Sachs (jeffsachs.org/)


    Sehr geehrter Herr Minister,


    ich schreibe Ihnen im Anschluss an Ihre Rede (https://www.gov.il/en/pages/fm-sa-ar-addresses-the-special-un-security-council-meeting-on-the-issue-of-the-hostages-5-aug-2025) vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am 5. August. Ich war bei der Sitzung anwesend, hatte jedoch keine Gelegenheit, im Anschluss mit Ihnen zu sprechen. Ich möchte Ihnen meine Gedanken zu Ihrer Rede mitteilen.

    In Ihrer Rede haben Sie nicht erkannt, warum fast die ganze Welt, darunter viele Juden wie ich, über das Verhalten Ihrer Regierung entsetzt sind. Nach Ansicht des Großteils der Welt, der ich zustimme, ist Israel in Massenmord und Hungersnot verwickelt; das hätten Sie aus Ihrer Rede nicht erfahren. Sie haben nicht anerkannt, dass Israel bisher für den Tod von rund 18.500 palästinensischen Kindern verantwortlich ist, deren Namen kürzlich von der Washington Post aufgelistet wurden . Sie haben die Schuld für den gesamten Massenmord an Zivilisten durch israelische Streitkräfte der Hamas gegeben, obwohl die Welt täglich Videoclips sieht, in denen israelische Streitkräfte kaltblütig hungernde Zivilisten töten, wenn sie sich Lebensmittelausgabestellen nähern. Sie beklagten den Hungertod von 20 Geiseln, versäumten es aber, den Hungertod von 2 Millionen Palästinensern durch Israel zu erwähnen. Sie haben nicht erwähnt, dass Ihr eigener Premierminister über die Jahre aktiv an der Finanzierung der Hamas mitgewirkt hat, wieDie Times of Israel hat dies dokumentiert .

    Ob Ihre Versäumnisse nun das Ergebnis von Begriffsstutzigkeit oder Ausflüchten sind, sie wären allein für Israel eine Tragödie, wenn Sie nicht versucht hätten, mich und Millionen anderer Juden in die Verbrechen Ihrer Regierung gegen die Menschlichkeit hineinzuziehen. Sie erklärten bei der UN-Sitzung, Israel sei „der souveräne Staat des jüdischen Volkes“. Das ist falsch. Israel ist der souveräne Staat seiner Bürger. Ich bin Jude und Bürger der Vereinigten Staaten. Israel ist nicht mein Staat und wird es nie sein.

    Ihre Worte über Juden in Ihrer Rede verrieten die Kluft zwischen uns. Sie bezeichneten das Judentum als Nationalität. Dies ist zwar das zionistische Konstrukt, widerspricht aber 2000 Jahren jüdischen Glaubens und jüdischen Lebens. Es ist eine Idee, die ich und Millionen anderer Juden ablehnen. Für mich und zahllose andere außerhalb Israels ist das Judentum ein Leben voller Ethik, Kultur, Tradition, Recht und Glauben, das nichts mit Nationalität zu tun hat. 2000 Jahre lang lebten Juden in allen Teilen der Welt in unzähligen Nationen.

    Die großen rabbinischen Gelehrten des Babylonischen Talmuds verboten ausdrücklich eine Massenrückkehr des jüdischen Volkes nach Jerusalem und forderten das jüdische Volk auf, in seiner eigenen Heimat zu leben ( Ketubot 111a ). Traurigerweise führten die Zionisten massive Kampagnen durch, darunter finanzielle Subventionen und Panikmache, um die jüdischen Gemeinden dazu zu bewegen, ihre Heimat, ihre Sprachen, ihre lokale Kultur und ihre Beziehungen zu ihren Mitbürgern aufzugeben und sie nach Israel zu ziehen. Ich bin um die Welt gereist und habe fast leere Synagogen und verlassene jüdische Gemeinden besucht, in denen nur noch wenige ältere Juden lebten. Diese wenigen verbliebenen Juden beharrten darauf, dass ihre Gemeinden einst in Frieden und Harmonie mit der nichtjüdischen Mehrheit lebten. Der Zionismus hat zahllose lebendige Gemeinschaften unserer Glaubensbrüder auf der ganzen Welt geschwächt oder ausgelöscht.

    Die jüdischen Propheten lehrten immer wieder, dass ungerechte Staaten nicht lange überleben würden.

    Es ist eine Ironie des Schicksals, dass, als die Zionisten die britische Regierung 1917 davon überzeugten, die Balfour-Deklaration herauszugeben, der einzige Jude im Kabinett, Sir Edwin Montagu, heftige Einwände erhob und erklärte, er sei ein britischer Staatsbürger, der zufällig Jude sei, und nicht Angehöriger einer jüdischen Nation: „Ich behaupte, dass es keine jüdische Nation gibt. Die Mitglieder meiner Familie beispielsweise, die seit Generationen in diesem Land leben, haben keinerlei gemeinsame Ansichten oder Wünsche mit irgendeiner jüdischen Familie in irgendeinem anderen Land, abgesehen von der Tatsache, dass sie sich mehr oder weniger zur gleichen Religion bekennen.“

    In diesem Zusammenhang sollte man sich auch daran erinnern, dass in der Balfour-Deklaration klar und eindeutig steht: „Nichts soll getan werden, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nichtjüdischen Gemeinschaften in Palästina beeinträchtigen könnte.“ Der Zionismus hat diesen Test nicht bestanden.

    Ihre Regierung bekennt sich zur dauerhaften Besetzung ganz Palästinas und steht einem souveränen Staat Palästina gewaltsam und unerbittlich ablehnend gegenüber. Das Gründungsprogramm des Likud von 1977 verbirgt diesbezüglich nichts und erklärt offen : „Zwischen dem Meer und dem Jordan wird es nur israelische Souveränität geben.“ Um dies zu erreichen, dämonisiert Israel das palästinensische Volk und unterdrückt es physisch durch Massenhunger, Mord, ethnische Säuberungen, Verwaltungshaft, Folter, Landnahme und andere Formen brutaler Unterdrückung. Sie selbst haben schändlicherweise erklärt, „alle palästinensischen Fraktionen“ unterstützten den Terrorismus.

    Ihr Amtskollege bei der Sitzung des UN-Sicherheitsrats, der palästinensische Botschafter Riyad Mansour, erklärte genau das Gegenteil. Er stellte klar: „Die Lösung besteht in der Beendigung dieser illegalen Besatzung und dieses verheerenden Konflikts. Sie besteht in der Verwirklichung der Unabhängigkeit und Souveränität des palästinensischen Staates und nicht in seiner Zerstörung. Sie besteht in der Erfüllung unserer Rechte und nicht in ihrer fortgesetzten Verweigerung. Sie besteht in der Achtung des Völkerrechts und nicht in seiner Missachtung. Sie besteht in der Umsetzung der Zweistaatenlösung und nicht in der Realisierung einer Einstaatenlösung, bei der die Palästinenser zu Völkermord, ethnischer Säuberung oder Apartheid verurteilt sind.“

    Israel steht mit seinem Bestreben, die Zweistaatenlösung zu blockieren, gegen fast die gesamte Welt. Bereits jetzt erkennen 147 Länder den Staat Palästina an, und viele weitere werden dies bald tun. 170 UN-Mitgliedsstaaten haben sich kürzlich für das Recht des palästinensischen Volkes auf politische Selbstbestimmung ausgesprochen, nur sechs (Argentinien, Israel, Mikronesien, Nauru, Paraguay, USA) waren dagegen.

    In Ihrem Vortrag haben Sie die kraftvolle „ New Yorker Erklärung zur friedlichen Beilegung der Palästinafrage und zur Umsetzung der Zweistaatenlösung “ völlig außer Acht gelassen. Diese Erklärung wurde von der Weltgemeinschaft auf der hochrangigen internationalen Konferenz zur Umsetzung der Zweistaatenlösung am 29. Juli 2025 verabschiedet, nur eine Woche vor Ihrer Rede vor dem UN-Sicherheitsrat. Saudi-Arabien und Frankreich hatten den gemeinsamen Vorsitz dieser hochrangigen Konferenz inne. Arabische und islamische Nationen auf der ganzen Welt forderten Frieden und eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel, sofern Israel sich an das Völkerrecht und die Anständigkeit im Sinne der Zweistaatenlösung hält. Ihre Regierung lehnt Frieden ab, weil sie stattdessen die Herrschaft über ganz Palästina anstrebt.

    Israel hält seine extremistische Position nur mit Mühe und Not aufrecht und wird (bisher) von den USA, aber keiner anderen Großmacht unterstützt. Wir sollten auch einen Hauptgrund für die bisherige Unterstützung der USA anerkennen: die christlichen evangelikalen Protestanten, die glauben, die Versammlung der Juden in Israel sei der Auftakt zur Vernichtung der Juden und zum Weltuntergang. Sie sind die Verbündeten Ihrer Regierung. In der amerikanischen Öffentlichkeit insgesamt missbilligen derzeit 60 Prozent Israels Vorgehen , nur 32 Prozent befürworten es.

    Herr Minister, die von Ihnen angesprochene weltweite Abneigung richtet sich gegen das Vorgehen Ihrer Regierung, nicht gegen Juden. Israel ist von innen heraus durch Fanatismus und Extremismus bedroht, die wiederum weltweite Missbilligung Israels bei Juden und Nichtjuden hervorrufen. Die größte Bedrohung für Israels Überleben sind nicht die arabischen Nationen, die Palästinenser oder der Iran, sondern die Politik der extremistischen israelischen Regierung unter Benjamin Netanjahu, Bezalel Smotrich und Itamar Ben-Gvir.

    Die Zweistaatenlösung ist der Weg   – und der einzige Weg   – zum Überleben Israels. Sie mögen glauben, dass Atomwaffen und die US-Regierung Ihre Rettung sind, aber rohe Gewalt wird verschwinden, wenn Israels schweres Unrecht gegenüber dem palästinensischen Volk anhält. Die jüdischen Propheten lehrten immer wieder, dass Unrechtsstaaten nicht lange überleben können.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Jeffrey D. Sachs

    New York City

    Quelle: Commondreams - automatische Übersetzung

    https://www.commondreams.org/opinion/open-letter-to-sa-ar



    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=259&userid=3998&mailid=2832


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Ministerium für auswärtige Angelegenheiten

    FM Sa’ar spricht vor dem Sondertreffen des UN-Sicherheitsrates zur Frage der Geiseln
    gov.il, vom 05.08.2025 (übersetzt aus dem Englischen mit beta, unkorrigiert)

    FM Sa’ar: Wir fordern die sofortige und bedingungslose Freilassung unserer Geiseln. Wir fordern den UN-Sicherheitsrat auf, die Hamas endlich für ihre bösen Verbrechen zu verurteilen. Um sie zur Verantwortung zu ziehen. Und die sofortige Freilassung aller Geiseln zu fordern.

    FM Sa’ar hält das Bild von Evyatar David auf der Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates - Ohad Kab
    Außenminister Gideon Sa'ar heute (Dienstag, 5. August 2025) sprach vor einer speziellen UN-Sicherheitsratssitzung, die er in das Thema der Geiseln initiierte.FM Sa’ar: "Ich frage hier im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen: Wissen Sie, was Generalsekretär Guterres twitterte, nachdem die schrecklichen Bilder von Evyatar und Rom veröffentlicht wurden? Kein Wort. ohrenbetäubendes Schweigen."

    FM Sa'ar verwies auch auf die verdrehte antiisraelische Agenda so vieler internationaler Medien: "Ich habe die New York Times am Tag nach der Veröffentlichung des verzerrten Videos von Evyatar David gelesen. Ich schaute - aber ich konnte Evyatar nicht auf der Titelseite finden. Und dann - ich konnte sein Bild nicht in der ganzen Zeitung finden. Ich rufe die internationalen Medien an: Put Evyatar und Rom in den Mittelpunkt! Ist das nicht nachrichtenwürdig? Wir erleben eine auf dem Kopf stehende Welt."


    Vollständige Rede:

    "Danke, Herr. Präsident

    Wir hörten das herzzerreißende Zeugnis von Ilay, Bruder der Geisel Evyatar David, der von der Hamas verhungert wurde.

    Ich möchte den USA und anderen Ländern dafür danken, dass sie unseren Anruf beantwortet haben. Vielen Dank für die Einberufung dieses dringenden und wichtigen Treffens des UN-Sicherheitsrates.

    Aber wir haben hier auch so viele Lügen gehört, ich kann mich nicht auf sie alle beziehen. Aber es war wirklich lustig, den Vertreter der Russischen Föderation nach dreieinhalb Jahren einer brutalen Invasion und einem brutalen Krieg in der Ukraine und Bombardements auf die Zivilbevölkerung in Kiew und anderen Orten, die hier sprachen, zu hören.

    Ich habe auch den palästinensischen Vertreter gehört. Ich muss sagen, die Palästinenser lernen Propaganda von Ihnen, aus der Sowjetzeit waren Sie gute Lehrer.

    Die Palästinenser haben den Terrorismus erfunden, um ihre Mittel zu fördern, und dazu gehören alle palästinensischen Fraktionen. Bis heute zahlt die Palästinensische Autonomiebehörde weiterhin Gehälter an Terroristen und terroristische Familien, so das Verbrechen, das der Terrorist begangen hat. Und so fördern sie den Terrorismus bis heute.

    Sie sprachen über Frieden. Ab 1947 hatten Sie unzählige Möglichkeiten, Frieden zu erreichen.

    Sie haben sie alle abgelehnt.

    Ich komme heute als Außenminister des Staates Israel hierher. Der souveräne Zustand des jüdischen Volkes. Seit fast zwei Jahren für seine Existenz kämpfen - an sieben verschiedenen Fronten.

    Ich bin heute hier, weil unsere Geiseln immer noch da sind. Verhungert. Gefoltert von der Hamas und dem Islamischen Dschihad in den Kerker von Gaza.

    ****

    Am 7. Oktober drang die Hamas ohne Grund in Israel ein.

    Es beging böse Verbrechen wie die Nazis und ISIS.

    Sie ermordeten und vergewaltigten Frauen.

    Getötete Kinder vor ihren Eltern - und Eltern vor ihren Kindern.

    Sie enthaupteten die Menschen.

    Verbrennen ganze Familien lebendig.

    Er nahm 251 Geiseln in grausame Gefangenschaft.

    50 von ihnen sind immer noch da. Verhungert und gefoltert.

    Ich möchte aus dem Bericht des Dinah-Projekts lesen. Dieser Bericht beschreibt die widerwärtigen Sexualverbrechen und Gräueltaten der Hamas - die am 7. Oktober begangen wurden, und seitdem:

    Leichen wurden mit Gegenständen gefunden, die in ihre privaten Teile eingeführt wurden.

    Leichen von nackten Frauen wurden mit an Bäumen gefesselt gefunden.

    Leichen wurden mit Anzeichen von Genitalverstümmelung gefunden.

    Die meisten der sexuell angegriffenen Frauen gehörten zu den 1.166, die an diesem Tag ermordet wurden.

    Nach der Vergewaltigung wurden sie ermordet.

    Sie werden für immer zum Schweigen gebracht.

    Aber die sexuelle Gewalt setzte sich für diejenigen fort, die in Gefangenschaft gehalten wurden.

    Amit Soussana wurde aus der grausamen Gefangenschaft der Hamas entlassen.

    Sie beschrieb tapfer, wie sie an einem Schusswaffenpunkt gezwungen wurde, eine sexuelle Handlung an ihrem Entführer zu begehen.

    Das ist das reine Böse, dem Israel gegenübersteht.

    *****

    Die Verbrechen der Hamas dauern noch an.

    Am vergangenen Wochenende wurde die ganze Welt Zeuge des grausamen Hungers von Evyatar David und Rom Braslavski.

    Gefoltert durch die Hamas und den Islamischen Dschihad.

    Die Welt sah ihren schrecklichen Zustand.

    Knochen, die in ihrer Haut stehen. Wie lebende Skelette.

    Der Tod ins Auge schauen.

    Evyatar wurde gezwungen, sein eigenes Grab zu graben.

    Sie haben gerade seinen Bruder Ilay gehört.

    Die Hamas und der Islamische Dschihad benutzen den Hunger und die Folter von Geiseln als böses Werkzeug.

    Es ist Teil einer bewussten und gut geplanten sadistischen Propagandakampagne.

    Seine Ziele:

    1. Psychologischer Terror.

    2. Ein Versuch, eine Verbindung zwischen unseren verhungerten Geiseln und ihrer Blutverleumdung gegen Israel herzustellen.

    Aber es ist eine Lügenkampagne.

    Israel leistete seit Beginn des Krieges riesige Hilfen in Gaza.

    In einer beispiellosen Art und Weise in der Geschichte der Kriege.

    Und so wachsen die Mengen jeden Tag. Sie können es folgen.

    Dennoch wird es immer noch des Hungertodes beschuldigt.

    Die Wahrheit muss gesagt werden:

    Die Hamas verhungert sadistisch unsere Geiseln, während die Terroristen Fleisch, Fisch und Gemüse genießen.

    Die Welt sah den dicken, fleischigen Arm des gut gefütterten Terroristen - neben Evyatar, dem lebenden Skelett, das gezwungen war, sein eigenes Grab zu graben.

    Israel erleichtert riesige Mengen an Hilfe in Gaza.

    Kein anderes Land handelt im Krieg so. In einem so großen Maßstab.

    Unter solch schwierigen Umständen.

    Aber die Hamas plündert die Hilfe und nutzt sie als Finanzinstrument.

    Wir hatten kein Wort davon von dem palästinensischen Vertreter gehört.

    Die verzerrten Hamas-Terroristen entscheiden auf grausame Weise, ob und was die Geiseln fressen werden.

    Hauptsächlich - was sie nicht essen werden.

    Evyatar sprach von ganzen Tagen, an denen er überhaupt nicht aß.

    Unsere kranken und verhungerten Geiseln haben immer noch keine Vertreter des Roten Kreuzes gesehen. Bis heute.

    Obwohl dies im Geisel-Deal im November 2023 ausdrücklich vereinbart wurde.

    Die Medizin, die sie dringend zum Überleben brauchen, hat sie nicht erreicht.

    Während die Terroristen, die Mörder, die in israelischen Gefängnissen festgehalten werden, medizinische Versorgung und Ernährung erhalten - foltern die Hamas und der Islamische Dschihad unsere Geiseln.

    *****

    Terrorstaaten und Organisationen, die Zivilisten entführen, sind nicht nur unser Problem.

    Aber die Hamas hat es am 7. Oktober in großem Maßstab getan.

    Diese Terrorstaaten und Organisationen tun dies, um ihr eigenes Überleben und ihre eigenen Interessen zu sichern.

    Terroristen entführen unmenschlich unschuldige Zivilisten als Werkzeuge, um ihre Ziele zu erreichen.

    Im Fall der Hamas - versuchen sie, uns ihre Bedingungen aufzuzwingen: Verbleib in Gaza an der Macht.

    Und täuschen Sie sich nicht. Es ist ihnen egal, dass jemand anderes die zivile Herrschaft der Ruinen übernehmen wird. Sie wollen die dominierende Militärmacht in Gaza bleiben

    Dieses gefährliche Phänomen könnte morgen überall auf der Welt passieren.

    Die Welt muss der Entführung von Zivilisten ein Ende setzen.

    Die internationale Gemeinschaft muss es für die Terroristen nicht lohnen.

    Heute ist es Israel.

    Morgen bist du es!

    ****

    Die Welt wurde auf den Kopf gestellt.

    Während die Hamas ihre Propagandamaschinerie betreibt - ignoriert ein großer Teil der internationalen Medien sowohl die Wahrheit als auch den Kauf ihrer Lügen.

    Ich habe die New York Times am Tag nach der Veröffentlichung des verzerrten Videos von Evyatar David gelesen.

    Ich schaute - aber ich konnte Evyatar nicht auf der Titelseite finden.

    Und dann - ich konnte sein Bild nicht in der ganzen Zeitung finden.

    Ich rufe die internationalen Medien auf:

    Stellen Sie Evyatar und Rom in den Mittelpunkt!

    Ist das nicht nachrichtenwürdig?

    Wir erleben eine auf dem Kopf stehende Welt.

    Wir erleben die verdrehte antiisraelische Agenda so vieler globaler Medien.

    Immer wieder.

    Sie verlagern die Verantwortung:

    Von den Entführern und Vergewaltigern - bis zum angegriffenen Land.

    Sie schieben die Schuld ab:

    Von den Terroristen – zu den Vicims.

    Anstatt zu Israel zu stehen - Sie geben den Opfern die Schuld.

    Die Opfer eines Angriffs von 7 verschiedenen Fronten.

    Und ich frage hier im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen:

    Wissen Sie, was Generalsekretär Guterres twitterte, nachdem die schrecklichen Bilder von Evyatar und Rom veröffentlicht wurden?

    Kein Wort. Taubheitliche Stille.

    Dennoch sehen wir alle seine endlosen und obsessiven Tweets gegen Israel.

    ****

    Meine Damen und Herren,

    Was wir heute erleben, ist der Anstieg des psychotischen Antisemitismus auf der ganzen Welt, der von modernen Blutverleumdungen geflammt wird, wie die dunkelsten Tage der Geschichte.

    Juden werden auf der ganzen Welt gejagt, einfach weil sie Juden sind.

    In Melbourne. In Amsterdam. In Paris.

    Es ist nicht der einzige Krieg auf Erden.

    Aber es ist der einzige Fall, dass Menschen aufgrund ihrer Nationalität überall gejagt werden.

    Wissen Sie von einer anderen Nation, die weltweit vor Feindseligkeit und Gewalt um ihr Leben kämpft und leidet?

    Wir leben in einer auf dem Kopf stehenden Welt.

    Eine Welt, in der Israel auf die Bank des Angeklagten gesetzt wird - während es um sein Überleben kämpft.

    Es gibt einen Namen dafür.

    Es heißt Antisemitismus.

    80 Jahre nach dem Ende des Holocaust hat der Antisemitismus sein goldenes Zeitalter.

    Wieder einmal.

    Es gibt Länder, die - sogar in diesem Gebäude - gehandelt haben, um Israel anstelle der Hamas während sensibler Tage in den Verhandlungen unter Druck zu setzen.

    Sie trugen direkt zur Ermordung der Chancen bei, ein Geiselabkommen und einen Waffenstillstand zu erreichen.

    Sie verlängerten den Krieg.

    Das haben sie getan.

    ****

    Lassen Sie uns nun die einfachsten Fragen stellen:

    Wer hat den Krieg am 7. Oktober begonnen?

    Wer ist für seine Fortsetzung verantwortlich?

    Für das endlose Leid?

    Es gibt nur eine klare Antwort: HAMAS.

    Die Hamas marschierte in Israel ein und beging die Gräueltaten vom 7. Oktober.

    Die Hamas weigert sich immer noch, die hungernden Geiseln aus ihren Kerkern zu befreien.

    Die Hamas weigert sich immer noch, ihre Waffen niederzulegen.

    Der Aufruf an die Hamas, unsere Geiseln freizulassen, muss auf der Weltbühne im Mittelpunkt stehen. Es darf nicht aufhören, bis sie alle nach Hause kommen.

    Wir fordern die sofortige und bedingungslose Freilassung unserer Geiseln.

    Wir fordern den UN-Sicherheitsrat auf:

    Die Hamas endlich für ihre bösen Verbrechen zu verurteilen.

    Um sie zur Verantwortung zu ziehen.

    Und die sofortige Freilassung aller Geiseln zu fordern.

    Danke."

    Bitte beachten Sie, dass bei Unterschieden oder Konflikten zwischen den Informationen auf dieser Seite und dem Gesetz die Bestimmungen des Gesetzes gelten.


    Info: https://www.gov.il/en/pages/fm-sa-ar-addresses-the-special-un-security-council-meeting-on-the-issue-of-the-hostages-5-aug-2025


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    17.08.2025

    Globale Neuausrichtung im Gange (16.08.2025)

    aus e-mail von Irene Eckert, 17. August 2025, 10:22 Uhr


    Das Kräfteparallelelogramm ändert sich


    *Im Browser öffnen*

    <https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/mr/sh/6rqJ8GoudeITQRcRz4DwV3dj7Rf/3lE4mGtYeB6N>


    E.I.R. Nachrichten (eirna.de)

    <https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIPRQTtTykQRJGSL2v9/xJOB0DW20S1H>

    vom 16.08.2025

    Chefredakteur: Dr. Wolfgang Lillge

    Ein guter Zeitpunkt und Ort für einen strategischen Gipfel


    Der 15. August ist ein bedeutendes Datum in der Geschichte. An diesem Tag

    vor 54 Jahren, am 15. August 1971, verkündete Präsident Richard Nixon (auf

    Geheiß der Wall Street) das Ende des internationalen Finanzsystems mit

    festen Wechselkursen. Damit läutete er eine Ära der ungezügelten globalen

    Spekulation und Deindustrialisierung ein. Lyndon LaRouche warnte damals,

    dass dies zu Kriegen, Wirtschaftskrisen und Völkermord führen würde, wenn

    dieser Trend nicht umgekehrt würde.


    Das folgende halbe Jahrhundert ist ein Beweis für die Richtigkeit von

    LaRouches Prognose – und dafür, dass seine politischen Alternativen im

    transatlantischen Raum abgelehnt wurden. Es ist diese Dynamik, die die Welt

    heute an den Rand eines Atomkrieges gebracht hat und die den heutigen

    Gipfel zwischen Präsident Donald Trump und Präsident Wladimir Putin in

    Anchorage, Alaska, so dringend macht.


    Werden wir in einigen Jahren auf diesen Gipfel vom 15. August zurückblicken

    und sagen, dass er den Beginn einer neuen Ära markierte – diesmal auf der

    Grundlage einer neuen internationalen Sicherheits- und

    Entwicklungsarchitektur? Wird dies der Zeitpunkt sein, an dem die Gefahr

    einer thermonuklearen Vernichtung schließlich abgewendet werden konnte und

    die Entwicklung aller Nationen und aller Menschen zum Maßstab für Erfolg

    wurde?


    Diese Frage lässt sich noch nicht beantworten. Es ist eine Zukunft, die wir

    noch gestalten müssen.


    In seiner Rede auf der gemeinsamen Pressekonferenz nach dem Gipfeltreffen

    in Alaska betonte Präsident Putin, dass das Treffen mit Präsident Trump

    sehr konstruktiv und längst überfällig gewesen sei. Er hoffe, so Putin,

    dass damit eine Ära gegenseitig vorteilhafter Beziehungen zwischen Russland

    und den USA eingeläutet werde, einschließlich der Zusammenarbeit bei der

    Weltraumforschung und der Erschließung der Arktis. Es sei an der Zeit, von

    der Konfrontation zum Dialog überzugehen, sagte er. Die beiden Länder lägen

    nur wenige Kilometer voneinander entfernt über der Beringstraße. Man könne

    dort die Datumsgrenze überqueren und „buchstäblich von gestern nach morgen

    hinübertreten“.


    Präsident Trump erklärte gegenüber den Medien, dass er und Putin ein

    „äußerst produktives Treffen“ gehabt und in den meisten Punkten große

    Fortschritte erzielt hätten. Es seien noch einige wenige Punkte zu klären,

    bevor eine Erklärung abgegeben werden könne, da „kein Deal vorliegt, bis

    ein Deal vorliegt“. Zudem kündigte er an, unverzüglich die Staats- und

    Regierungschefs der NATO und der Ukraine anzurufen, um sie zu informieren.

    Trump betonte, dass er ein „fantastisches Verhältnis zu Wladimir“ habe, und

    fügte hinzu, dass nur die Einmischung durch die Anti-Russland-Hetzkampagne

    in den USA es „für uns als Land schwieriger gemacht hat“: „Er wusste, dass

    es ein Schwindel war, und ich wusste, dass es ein Schwindel war“.

    Abschließend sagte er zu Putin: „Wir werden uns sehr bald wieder sprechen

    und uns wahrscheinlich auch sehr bald wiedersehen.“ Darauf antwortete Putin

    auf Englisch: „Das nächste Mal in Moskau.“ Trump erwiderte: „Oh, das ist

    interessant. Ich weiß nicht. Das wird mir wohl etwas Ärger einbringen, aber

    ich könnte mir vorstellen, dass es klappt.“


    Weitere Details zu den Gesprächen wurden von keiner der beiden Seiten

    bekannt gegeben und es wurden keine Fragen der Presse beantwortet.


    Da es in den Medien auf beiden Seiten des Pazifiks endlose Spekulationen

    darüber gab, was wirklich auf dem Gipfel passiert ist, möchten wir unsere

    Leser an zwei Punkte erinnern, da offiziell nichts bekannt gegeben wurde.

    Erstens hat der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow

    betont, dass das Wichtigste, was mit den Gesprächen erreicht werden soll,

    die Wiederaufnahme eines normalen Dialogs zwischen den beiden Ländern ist,

    um die strategischen und Rüstungskontrollfragen anzugehen, die einen

    kritischen Stand erreicht haben.


    Zweitens haben britische Geheimdienste und Politiker wiederholt betont,

    dass ein persönliches Treffen zwischen Trump und Putin um jeden Preis

    verhindert werden müsse. Sir Richard Dearlove, ehemaliger Chef des MI6 und

    einer der Hauptarchitekten der „Russiagate“-Verschwörung, brachte es am

    Vorabend des Gipfels auf den Punkt: „Ich bin äußerst besorgt; ich weiß

    einfach nicht, was Trump vorhat.“


    Im Zusammenhang mit dem Gipfel war in den BRICS-Staaten und anderen Ländern

    des Globalen Südens der Zollkrieg der Trump-Regierung gegen sie ein

    zentrales Thema. Es werden Möglichkeiten geprüft, ihre Exporte in

    befreundete Länder des Globalen Südens umzuleiten und eigene

    Kreditmechanismen für produktive Investitionen zu schaffen, die sie für

    ihre Entwicklung benötigen. Zwei bevorstehende Anlässe, bei denen ein

    Paradigmenwechsel im internationalen Wirtschaftssystem auf der Tagesordnung

    stehen wird, sind das Treffen der Shanghai Cooperation Organization (SCO)

    vom 31. August bis 1. September in Tianjin, China, und die internationalen

    Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs im

    Pazifik am 3. September in Peking.


    Nachdem Trump nun mit Putin zusammengetroffen ist, ist es dringender denn

    je, den nächsten strategischen Schritt zu tun. Dies hat die Gründerin des

    Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, in einem Appell vom 11. August an

    die Präsidenten Trump, Putin und Xi Jinping unter dem Titel „Das

    Beringstrassentunnel-Projekt ist die perfekte Politik zur Vermeidung von

    Kriegen

    <https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIR6SwBdT3pzEraGgEB/DkvVv9KLVAi9>“

    vorgeschlagen: „Der Beringstraßentunnel und damit verbundene große

    Infrastrukturprojekte könnten auch als Grundlage für weitere eingehende

    Gespräche zwischen den Präsidenten Trump, Putin und Chinas Xi Jinping

    dienen – wie ich bereits zuvor vorgeschlagen habe –, sollte Präsident Trump

    eingeladen werden und sich bereit erklären, an den Feierlichkeiten zum 80.

    Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs teilzunehmen, die am 3.

    September in China stattfinden werden.


    Dieses Projekt für eine integrierte Infrastruktur der ganzen Welt als

    Grundlage für Entwicklung wird den Grundstein dafür legen, Krieg als Mittel

    zur Konfliktlösung für immer zu beenden. Die Hoffnung der Menschheit ruht

    auf Ihnen!“

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    Inhalt

    STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR


       - Sir Richard Dearlove zählt auf Deutschland und Marco Rubios Team, um

       den Krieg in der Ukraine am Laufen zu halten

       - Der ungarische Außenminister behauptet, Brüssel wolle drei

       friedensorientierte europäische Regierungen stürzen


    NEUES PARADIGMA


       - Der Beringstraßentunnel könnte jährlich bis zu 400 Millionen Tonnen

       Fracht transportieren.

       - Russische Strategieanalysten: „In Alaska liegt eine neue

       Sicherheitsordnung auf dem Tisch.“

       - China und Indien machen Fortschritte bei der Beilegung ihrer

       Streitigkeiten

       - Indiens Reaktion auf Trumps Zölle: „Wir exportieren woanders hin“

       - Am 3. September befasst sich das Östliche Wirtschaftsforum in

       Wladiwostok mit der Entwicklung der Arktis

       - Militärführer des Iran und Südafrikas vereinbaren Ausbau der

       Beziehungen

       - Russische Medien veröffentlichen Interviews mit den Botschaftern

       Indiens und Pakistans in Russland


    USA UND KANADA


       - Eine weitere Enthüllung von Gabbard: DNI Clapper drängte NSA-Chef

       Rogers zur Unterzeichnung eines gefälschten Berichts


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    STRATEGISCHE KRIEGSGEFAHR

    Sir Richard Dearlove zählt auf Deutschland und

    Marco Rubios Team, um den Krieg in der Ukraine am Laufen zu halten


    15. August 2025 (EIRNS) – Der ehemalige MI6-Chef Richard Dearlove, einer

    der führenden Köpfe hinter der „Russiagate“-Lüge, die Präsident Donald

    Trump zu Recht als „sehr gefährlich“ für die Vereinigten Staaten bezeichnet

    hat, erklärte in seinem Podcast „One Decision

    <https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dISlVOTmxNFXASiCJXD/zLVD2O26UtQ4>“

    wenige Stunden vor dem Gipfeltreffen in Alaska mit großer Bestürzung, er

    sei „äußerst besorgt“, dass es zu einem langfristigen Friedensabkommen

    kommen könnte. „Ich weiß einfach nicht, was [Trump] vorhat … Ich verstehe

    es einfach nicht … Sehr viele Menschen sind besorgt.“ Er beklagte, dass

    „wir“ dachten, beim letzten NATO-Treffen mit Trump sei etwas erreicht

    worden, aber jetzt…” Dearlove ereiferte sich, die Europäer seien so

    verärgert, dass sie „mit den Spielsachen um sich werfen.“


    „Sir Russiagate“ hat jedoch nicht die Absicht, aufzugeben, denn

    anschließend umriss der britische Spionagechef die wichtigsten Elemente

    einer Strategie zur „Rettung“ ihres Krieges: Deutschland solle die gesamten

    Kosten für die Finanzierung der Waffen für die Ukraine übernehmen.

    US-Außenminister Marco Rubio und sein Team sollen dafür sorgen, dass die

    Vereinigten Staaten den Deutschen die Waffen verkaufen, damit diese in die

    Ukraine geliefert werden können.


    Die Europäer müssten sich hinter Selenskij stellen, argumentierte er. Wenn

    die Deutschen wirklich in die Bresche springen, hätten sie die finanzielle

    Macht, um die Ukraine zu unterstützen. Deutschland habe „den nötigen

    Reichtum und die Mittel“, um die Ukraine zu unterstützen, wenn die

    Amerikaner ihnen die Waffen verkaufen würden – und er gehe davon aus, dass

    die USA dies tun werden. „Es gibt sicherlich Leute, die für Rubio arbeiten,

    die ich kenne, und die eine ganz andere Sicht auf eine Lösung haben. Sie

    werden die Ukraine nicht im Stich lassen,“ verriet Dearlove.


    Er prognostizierte, dass das Treffen in Alaska nichts als „Optik“ bringen

    werde: Russland werde Kiew weiter bombardieren, Trump werde erneut wütend

    werden, dann zur Vernunft kommen und erkennen, dass „Zwangsmaßnahmen“ der

    einzige Weg seien, um mit Putin umzugehen. Das bedeute sekundäre

    Wirtschaftssanktionen und genügend militärisches „Equipment“, um der

    Ukraine die Grundlage für eine „realistische Pattsituation“ auf dem

    Schlachtfeld zu verschaffen – allerdings nicht für die Rückeroberung großer

    Gebiete, räumte er ein.

    Der ungarische Außenminister behauptet, Brüssel wolle drei

    friedensorientierte europäische Regierungen stürzen


    15. August 2025 (EIRNS) – Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó

    beriet sich gestern mit seinen Amtskollegen Juraj Blanár aus der Slowakei

    und Marko Đurica aus Serbien. Die drei vereinbarten, ihre Haltung zur

    Souveränität zu stärken und sich angesichts des ihrer Meinung nach

    wachsenden Drucks von außen gegenseitig Solidarität zu versichern.

    Anschließend schrieb Szijjarto auf Twitter: „Brüssel spielt in der

    Weltpolitik keine Rolle mehr. Die Tatsache, dass Europa von den Gesprächen

    in Alaska ausgeschlossen wurde, beweist dies.“


    Er sagte, dass Ungarn, Serbien und die Slowakei im Gegensatz zur EU, die

    auf eine Fortsetzung des Krieges gegen Russland drängt, den nationalen

    Interessen Vorrang eingeräumt hätten. „Das frustriert natürlich die

    liberalen Mainstream-Politiker, und infolgedessen wächst der Druck auf

    Regierungen, die sich für Frieden einsetzen, nationalen Interessen folgen

    und sich nicht Brüssel unterordnen.“ Es sei „klarer als der helle Tag“,

    dass in Mitteleuropa „externe Interventionsexperimente stattfinden, um die

    patriotischen Regierungen der Slowakei, Ungarns und Serbiens zu

    destabilisieren und zu stürzen.“ All dies seien „verschiedene Kapitel

    desselben Szenarios in Brüssel: Sie wollen die friedlichen, patriotischen,

    national interessierten Regierungen beseitigen,” um sie durch

    Marionettenregierungen zu ersetzen und so Brüssel „einen Platz zu

    verschaffen.“


    Weiter argumentierte er: „Sie haben ständig Öl ins Feuer gegossen und damit

    den Krieg verlängert, die europäisch-russischen Beziehungen fast

    unversöhnlich gemacht und die europäische Sicherheit untergraben.“

    Szijjártó erklärte, der Krieg hätte innerhalb von anderthalb Monaten

    beendet sein können, wenn das ukrainisch-russische Abkommen zugelassen

    worden wäre. Westeuropa habe die Ukrainer jedoch überredet und gezwungen,

    weiterzukämpfen. „Es ist ziemlich hart, dies als Friedensstiftung zu

    bezeichnen.“ Und nun fördere die jüngste Erklärung der europäischen Staats-

    und Regierungschefs, die Ungarn nicht unterzeichnen wollte, nicht den

    Frieden, sondern versuche vielmehr, ihn zu untergraben.

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    NEUES PARADIGMADer Beringstraßentunnel könnte jährlich bis zu 400 Millionen

    Tonnen Fracht transportieren.


    15. August 2025 (EIRNS) – Ein Tunnel unter der Beringstraße wäre sowohl für

    die Vereinigten Staaten als auch für Russland von großem Nutzen. Laut dem

    Eisenbahnfachmann Scott Spencer könnte er bis zu 400 Millionen Tonnen

    Fracht pro Jahr transportieren. Im Hinblick auf das bevorstehende

    Gipfeltreffen der Präsidenten Russlands und der USA, Wladimir Putin und

    Donald Trump, am 15. August, sagte Scott gegenüber TASS: „Ich persönlich

    glaube, dass die Interkontinentalbahn eines von vielen Themen ist, in denen

    sich Präsident Trump und Präsident Putin einigen können. Das wäre für beide

    Länder von Vorteil.“ Spencer fügte hinzu, dass die Kapazität des unter der

    Beringstraße verlaufenden Tunnels auf der Interkontinentalbahn „über 400

    Millionen Tonnen pro Jahr beträgt. Das sind 3 % des derzeitigen weltweiten

    Handelsvolumens.“


    Spencer bezeichnete den Tunnel als „Panamakanal des 21. Jahrhunderts“ und

    führte aus: „Von diesem Projekt würden nicht nur die Vereinigten Staaten

    und Russland, sondern auch Kanada und China profitieren.“


    In Bezug auf die Zusammenarbeit zwischen Russland und den USA verglich er

    das Projekt mit der Internationalen Raumstation. Tatsächlich seien die

    Kosten für den Bau eines Tunnels mit denen für den Bau der ISS

    vergleichbar. „Der Bau der Internationalen Raumstation hat 100 Milliarden

    Dollar gekostet, hinzu kommen mehrere Milliarden Dollar aus unseren

    Ländern, sowohl aus den Vereinigten Staaten als auch aus Russland und den

    europäischen Ländern. Japan und andere beteiligen sich an den

    Betriebskosten,“ erklärte er. „Wir haben also die Möglichkeit, ein viel

    nachhaltigeres Projekt zu realisieren.“


    Die Anfangsinvestition von 100 Milliarden Dollar über die 150- bis

    200-jährige Lebensdauer des Tunnels, so Spencer, würde sich durch die

    Entwicklung des internationalen Handels, der das Wirtschaftswachstum

    ankurbelt, um ein Vielfaches amortisieren.


    Spencer ist ein bekannter Eisenbahnberater und arbeitet für die

    Inter-Continental Railway, eine Organisation, die vom kürzlich verstorbenen

    Tunnelexperten George Koumal und dem alaskischen Anwalt Joseph R. Henri

    gegründet wurde. Der dritte Mitbegründer ist Viktor Rasbegin, einer der

    führenden Berater der Eisenbahnindustrie in Russland. Spencer ist außerdem

    Mitbegründer von AmeriStarRail (ASR), einer Interessenvertretung für

    Hochgeschwindigkeitszüge in Amerika.

    Russische Strategieanalysten: „In Alaska liegt eine neue Sicherheitsordnung

    auf dem Tisch.“


    15. August 2025 (EIRNS) — Zwei der prominentesten Strategieanalysten

    Russlands haben gestern auf den Seiten von RT einen Überblick über die

    Themen gegeben, die beim Gipfeltreffen zwischen Präsident Wladimir Putin

    und Donald Trump am 15. August in Alaska zur Sprache kommen könnten. Dmitri

    Suslow (Experte des Valdai-Clubs und Mitglied des Russischen Rates für

    Außen- und Verteidigungspolitik) und Fjodor Lukjanow (ebenfalls Mitglied

    des Valdai-Clubs und Chefredakteur von Russia in Global Affairs) waren sich

    einig, dass es um weit mehr als territoriale Fragen oder sogar den Krieg in

    der Ukraine geht. Vielmehr stehe eine grundlegende Veränderung der globalen

    Sicherheitsordnung bevor. Lukjanows Artikel

    <https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIUQXqlwRgf563q7wqF/bq90zWJO7_ag>

    trug die Überschrift „Eine neue Sicherheitsordnung steht in Alaska zur

    Debatte: Das Treffen zwischen Putin und Trump erinnert an die

    Herausforderungen der deutschen Wiedervereinigung“.


    Lukjanow betonte, dass der Gipfel in Alaska ein Meilenstein sein könnte

    „für die Grundsätze, auf denen eine umfassendere Einigung zwischen den

    führenden Weltmächten erzielt werden könnte… Beunruhigend ist jedoch, dass

    sich die öffentliche Debatte weiterhin auf territoriale Aufteilungen

    konzentriert – wer was bekommt und was im Gegenzug gegeben wird. Dabei wird

    das Kernproblem übersehen. Die akute Phase der Ukraine-Krise wurde nicht

    durch Territorialgelüste ausgelöst. Sie begann, als Moskau die nach dem

    Kalten Krieg entstandene Sicherheitsordnung in Frage stellte – eine

    Ordnung, die auf der unbegrenzten Erweiterung der NATO als vermeintlichem

    Garant für die Stabilität in Europa beruhte.“


    Lukjanow betonte auch, dass die von den BRICS-Staaten angeführte globale

    Mehrheit selbst wichtige Schritte in Richtung eines Paradigmenwechsels

    unternehme. Donald Trumps jüngster Versuch, die größten Staaten der

    sogenannten „globalen Mehrheit“ – China, Indien, Brasilien und Südafrika –

    dazu zu drängen, sich den Anweisungen Washingtons zu fügen, habe nicht die

    gewünschten Ergebnisse gebracht. „Der Versuch hat nicht zu dem Ergebnis

    geführt, das sich das Weiße Haus erhofft hatte. … Aber die Unverblümtheit

    des amerikanischen Vorstoßes hat sie diesmal gezwungen, ihre Positionen zu

    verhärten.“ Lukjanow kam zu dem Schluss: „Die Häufigkeit der Treffen Putins

    mit den Staats- und Regierungschefs der BRICS-Staaten zeigt, dass Moskau

    diese Realität versteht. Ob Washington dies auch tut, bleibt abzuwarten.“


    Suslow betonte zudem

    <https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIW5aJ45w04d1ey3a9H/QR8tLXIN0oaG>,

    dass „Trumps Bemühungen, Moskau unter Druck zu setzen, indem er China und

    Indien dazu drängt, den Kauf von russischem Öl einzustellen, nach hinten

    losgegangen sind… Dies hat auch zu einer Entspannung zwischen Indien und

    China geführt, so dass Premierminister Narendra Modi nun an dem

    Gipfeltreffen der SCO in Tianjin teilnehmen wird.“


    Suslow kam zu dem Schluss, dass „die BRICS, die Trump offen zu schwächen

    versprochen hat, nur noch enger zusammengewachsen sind. Der Gipfel in

    Alaska ist Trumps Chance, aus der Falle zu entkommen, die er sich selbst

    gestellt hat, indem er versucht hat, Moskau über Peking und Neu-Delhi unter

    Druck zu setzen, und Ergebnisse in der Ukraine vorzuweisen, die er als

    diplomatischen Erfolg verkaufen kann.“


    Eine Möglichkeit dafür sei eine groß angelegte wirtschaftliche

    Zusammenarbeit zwischen Russland und den USA mit einer offenen Tür für die

    BRICS. „Die seit 2014 weitgehend eingefrorene wirtschaftliche

    Zusammenarbeit in der Arktis könnte wiederbelebt werden,” schrieb Suslow.

    „Beide Seiten würden von einer gemeinsamen Entwicklung im hohen Norden

    profitieren, und ein Abkommen in diesem Bereich hätte politische

    Symbolkraft – als Beweis dafür, dass die beiden Länder trotz der Altlasten

    des letzten Jahrzehnts zusammenarbeiten können.“

    China und Indien machen Fortschritte bei der Beilegung ihrer Streitigkeiten


    15. August 2025 (EIRNS) — Die langwierigen und heiklen Gespräche über die

    Beilegung des Grenzkonflikts zwischen China und Indien werden fortgesetzt,

    wenn der chinesische Außenminister Wang Yi am 18. August zu Gesprächen mit

    dem indischen Nationalen Sicherheitsberater Ajit Doval nach Indien reist.

    Dies berichtete laut RT

    <https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIXkclMFQJUAxG5zDSJ/Hs5-hPT9MFRj>

    die Press Trust of India (PTI) am 13. August. Doval hatte im Juni des

    vergangenen Jahres ein Treffen mit Wang in Peking, bei dem dieser sagte,

    die Beziehungen zwischen China und Indien hätten „positive Fortschritte“

    gemacht.


    Zu diesen Fortschritten gehören laut Presseberichten Pläne zur

    Wiederaufnahme der direkten Passagierflüge zwischen den beiden Ländern im

    nächsten Monat sowie die Wiederaufnahme des Grenzhandels nach mehr als fünf

    Jahren.


    RT merkt an, dass „Wangs Besuch zu einem Zeitpunkt stattfindet, zu dem

    Berichte kursieren, dass der indische Premierminister Narendra Modi plant,

    am 31. August am jährlichen Gipfeltreffen der Shanghai Cooperation

    Organization (SCO) in der chinesischen Stadt Tianjin teilzunehmen“. Es ist

    gut möglich, dass es am Rande des SCO-Treffens zu einem Treffen zwischen

    Modi und Xi Jinping kommen wird, obwohl es dafür noch keine offizielle

    Bestätigung gibt.


    Im Juli zeigten hochrangige Vertreter aus Peking, Moskau und Neu-Delhi

    Interesse an einer Wiederbelebung des trilateralen Formats RIC

    (Russland-Indien-China), berichtete RT.

    Indiens Reaktion auf Trumps Zölle: „Wir exportieren woanders hin“


    15. August 2025 (EIRNS) — Die Times of India berichtete, dass die Regierung

    Modi auf die Einführung von 50-prozentigen Zöllen auf Importe aus Indien

    durch die Trump-Regierung reagiert, indem sie ihre Exportpräsenz in 50

    anderen Ländern ausbauen will, die 90 % der gesamten Exporte Indiens

    ausmachen. „Die Strategie sieht laut einem Bericht von CNBC TV18 vor,

    insbesondere die Beziehungen zu neuen Märkten im Nahen Osten und in Afrika

    zu intensivieren,“ berichtete RT

    <https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIZPfDeOuctisrDuqlL/3pt0GMmuIAHY>.

    „Der Ansatz wird auf bestimmte Produkte zugeschnitten sein und sich an drei

    Hauptzielen orientieren: Diversifizierung der Exporte, Ersatz von Importen

    durch inländische Produkte und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der

    Exporte, fügte der Bericht hinzu. … Die neue Politik zielt darauf ab, die

    Abhängigkeit von einem einzelnen Markt zu verringern und die mit

    Handelsstörungen verbundenen Risiken zu minimieren.“


    Auch wenn dies noch nicht in den Nachrichten aufgetaucht ist, denken andere

    von Trumps Zöllen betroffene BRICS-Staaten in die gleiche Richtung. So

    exportiert etwa Brasilien, das ebenfalls mit Zöllen in Höhe von 50 %

    konfrontiert ist, 13 % seiner gesamten Exporte in die Vereinigten Staaten,

    während 36 % in die 20 BRICS-Staaten (10 Vollmitglieder und 10

    Partnerländer) gehen. Indonesien exportiert 10 % in die USA und 57 % in

    andere BRICS-Staaten.


    In den letzten Jahren hat sich die Kluft zwischen den Exporten der

    BRICS-Staaten in die USA und den Exporten innerhalb der BRICS-Staaten

    insgesamt stetig vergrößert – ein Trend, der sich als Reaktion auf Trumps

    Zölle noch beschleunigen wird.

    Am 3. September befasst sich das Östliche Wirtschaftsforum in Wladiwostok

    mit der Entwicklung der Arktis


    15. August 2025 (EIRNS) – Am 3. September, dem Tag, an dem in Peking der

    80. Jahrestag des Sieges im Pazifik im Zweiten Weltkrieg gefeiert wird und

    der russische Präsident Wladimir Putin Ehrengast sein wird, beginnt in

    Wladiwostok das jährliche Östliche Wirtschaftsforum.


    Am 5. September wird Putin die Grundsatzrede vor dem internationalen

    Treffen halten, das sich in der Regel mit Entwicklungsprojekten und

    Perspektiven in der Arktis und Ostsibirien befasst.


    Wie der Journalist Pepe Escobar in einem Artikel für Sputnik

    <https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIb4hfwYOwJGoSLqU4N/NFn2RT9Kt6L0>

    erklärte, „bringt uns das zur Arktis – und zu ernsten Themen, die

    sicherlich auf dem bevorstehenden Forum in Wladiwostok ausführlich

    diskutiert werden“. Die Arktis verfügt über mindestens 13 % der weltweit

    unentdeckten Ölreserven und 30 % der unentdeckten Erdgasvorkommen. Russland

    kontrolliert mindestens die Hälfte all dieser Reserven.“


    Escobar weist auf die Möglichkeit einer Zusammenarbeit zwischen Russland

    und den USA bei der Erschließung dieser Ressourcen sowie derjenigen auf der

    amerikanischen Seite der Beringstraße hin. „Eine Möglichkeit wären massive

    US-Investitionen in gemeinsame Arktis-Projekte mit Russland. Etwas ganz

    anderes wäre es, wenn die USA der Nordischen Seeroute (NSR) beitreten

    würden, die von den Chinesen als ‚Arktische Seidenstraße‘ bezeichnet wird.

    Die NSR verkürzt die Schiffsfahrzeiten zwischen Asien und Europa um bis zu

    50 %. Escobar kommt zu dem Schluss: „Alaska hat in der gegenwärtigen Lage

    und unter Berücksichtigung der vielfältigen Auswirkungen des hybriden

    Krieges gegen die BRICS-Staaten das Potenzial, Washington einen Ausweg aus

    den Trümmern einer massiven strategischen Niederlage zu bieten.“

    Militärführer des Iran und Südafrikas vereinbaren Ausbau der Beziehungen


    15. August 2025 (EIRNS) — Die obersten Militärbefehlshaber des Iran und

    Südafrikas trafen sich am 12. August in Teheran und vereinbarten konkrete

    Schritte zum Ausbau der Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich. Der

    iranische Generalstabschef Generalmajor Seyyed Abdolrahim Mousavi und der

    Befehlshaber der südafrikanischen Nationalen Verteidigungskräfte, General

    Rudzani Maphwanya, erörterten ihre gemeinsamen nationalen Interessen und

    bezeichneten ihre Partnerschaft als strategische Priorität. Laut Al Mayadeen

    <https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/6rqJfgq8dIcjk8EhtFiok3Tm7NP/eTchrQv82EzJ>

    sehen beide Seiten den Besuch als Wendepunkt in den Beziehungen zwischen

    Teheran und Pretoria.


    Der Iran ist ein neues Mitglied der BRICS, während Südafrika zu den fünf

    Gründungsmitgliedern gehört.


    Mousavi bezeichnete die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) als die weltweit

    größte Anti-Terror-Truppe mit wertvollen operativen Erfahrungen, die sie

    mit Südafrika teilen könne. Er fügte hinzu, dass die IRGC „über bedeutende

    Fähigkeiten in verschiedenen militärischen, technischen und industriellen

    Bereichen verfügt“, die „in Zusammenarbeit mit den Streitkräften und dem

    Verteidigungsministerium Südafrikas genutzt werden können, um gemeinsame

    nationale Interessen zu fördern und die regionale und internationale

    Sicherheit zu stärken.“


    Der iranische Generalmajor Amir Hatami nahm ebenfalls an den Gesprächen

    teil und erklärte: „Die Islamische Republik und Südafrika haben sich immer

    gegenseitig und unterdrückte Nationen unterstützt.“ Er bezeichnete die

    Entscheidung Südafrikas, wegen des Völkermords in Gaza rechtliche Schritte

    gegen Israel einzuleiten, als eine Maßnahme, die „in die Geschichte

    eingehen wird“.


    General Maphwanya

    <https://djga3.r.sp1-brevo.net/mk/cl/f/sh/SMK1E8tHeFuYwWIky8daHJSMJdKx/_WQ0tGpxxHDN>

    verwies seinerseits auf die anhaltende Unterstützung des Iran für Südafrika

    während des Kampfes gegen die Apartheid als Beispiel für die „historische

    Verbundenheit zwischen den beiden Nationen“. Dies sei die Grundlage für die

    heutige Zusammenarbeit und er freue sich auf den Ausbau der

    Verteidigungsbeziehungen.

    Russische Medien veröffentlichen Interviews mit den Botschaftern Indiens

    und Pakistans in Russland


    15. August 2025 (EIRNS) — Zwischen Indien und Pakistan mag es erhebliche

    Spannungen geben, doch ihre jeweiligen Botschafter in Russland wurden in

    den letzten Tagen in den russischen Medien positiv dargestellt. Beide

    gingen auf die ausgezeichneten Beziehungen ihrer Länder zu Russland und auf

    die Aussichten für eine künftige Zusammenarbeit ein.


    RT veröffentlichte am 13. August ein Interview mit dem indischen

    Botschafter in Russland, Vinay Kumar. Darin betonte er, dass „zwischen dem

    russischen Präsidenten Putin und dem indischen Premierminister Modi

    definitiv eine positive Chemie herrscht. Sie haben sich schon oft getroffen

    und telefonieren regelmäßig miteinander.“


    Sputnik interviewte unterdessen den pakistanischen Botschafter in Russland,

    Muhammad Khalid Jamali. Dieser betonte, dass „die Beziehungen zwischen

    Russland und Pakistan auf einem positiven Weg sind.“ Auf die Frage, ob

    Pakistan dem BRICS-Verbund beitreten wolle (einem Bericht zufolge lehnte

    Indien den Antrag in diesem Jahr ab), sagte Jamali: „Wir glauben, dass wir

    für die BRICS ein wichtiges Mitglied Südasiens sind und dass unsere

    Teilnahme nicht nur für unser Land, sondern auch für die BRICS-Mitglieder

    von Vorteil wäre. Und ich bin sicher und hoffe, dass die BRICS frei von

    jeglicher Politisierung sein werden.“


    Jamali fügte hinzu, dass Pakistan mit seinen 240 Millionen Einwohnern „eine

    sehr geostrategisch günstige Lage hat. Wir liegen am Schnittpunkt zwischen

    dem Nahen Osten, Westasien und Südostasien. Um die Vorteile der

    Konnektivität nutzen zu können, sind wir ein natürlicher Korridor für

    Präsident Putins Vision eines internationalen Nord-Süd-Transportkorridors

    (INSTC). In dieser Hinsicht kann Pakistan eine zentrale Rolle bei der

    Förderung der Entwicklung und der sozioökonomischen Entwicklung der

    gesamten Region spielen … Wir möchten uns mit dieser Region verbinden. Wir

    wollen die alte Seidenstraße zwischen dieser Region und unserer

    Indus-Zivilisation wiederbeleben.“


    Der INSTC ist ein bedeutendes Infrastrukturprojekt, das Indiens Westküste

    auf dem Seeweg mit dem Iran verbindet und von dort aus weiter nach Norden

    bis nach Russland führt. Russland hat Pakistan kürzlich zur Teilnahme am

    INSTC eingeladen. Pakistan hat das Angebot angenommen, wodurch das Land nun

    mit Indien in einer Arbeitsbeziehung im Rahmen dieses großen

    Infrastrukturentwicklungsprojekts steht.

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    USA UND KANADAEine weitere Enthüllung von Gabbard: DNI Clapper drängte

    NSA-Chef Rogers zur Unterzeichnung eines gefälschten Berichts


    15. August 2025 (EIRNS) — Am 13. August veröffentlichte die Direktorin der

    Nationalen Nachrichtendienste (DNI), Tulsi Gabbard, freigegebene

    Geheimdienstdokumente, die die verräterische Rolle des ehemaligen DNI James

    Clapper bei der Fälschung von Geheimdienstberichten belegen. Mit diesen

    sollte „bewiesen“ werden, dass Russland zugunsten von Donald Trump in die

    Präsidentschaftswahlen 2016 eingegriffen habe.


    Unter den veröffentlichten Dokumenten befinden sich zwei E-Mails vom 22.

    Dezember 2016, die Clapper und Mike Rogers, der damalige Leiter der

    National Security Agency, ausgetauscht haben. Sie enthüllen Clappers

    Beharren darauf, dass unbestätigte Geheimdienstinformationen über die

    angebliche Rolle Russlands beim Hackerangriff auf das DNC (Democratic

    National Committee) und das DCCC (Democratic Congressional Campaign

    Committee) durchgedrückt und in die Geheimdienstbewertung 2017 aufgenommen

    und Präsident Barack Obama vorgelegt werden sollte.


    Dies, obwohl Rogers argumentierte, dass sein Team „angesichts der Eile

    dieser Aktion keine Zeit hatte, alle zugrunde liegenden

    Geheimdienstinformationen vollständig einzusehen, zu prüfen und abzuwägen“

    und sich „vor der Vorlage an den Präsidenten nicht zu 100 % wohl damit

    fühlt.“ „Um es klar zu sagen“, fuhr er fort, „ich sage nicht, dass wir

    inhaltlich anderer Meinung sind, aber ich möchte sicherstellen, dass wir,

    wenn wir in Zukunft gefragt werden, ob wir voll und ganz hinter dem Papier

    stehen können, keinen Grund haben, aufgrund des Verfahrens zu zögern.“


    „Wir haben eine Chance, dies richtig zu machen, und es ist entscheidend,

    dass wir dies tun,“ warnte Rogers, insbesondere, wenn das Endprodukt

    gemeinsam von CIA, FBI, ODNI und NSA verfasst werde. Im letzteren Fall, so

    stellte er klar, „erwarte ich persönlich, dass auch die sensibelsten

    Beweise im Zusammenhang mit der Schlussfolgerung offengelegt werden.“ Er

    fügte jedoch hinzu, dass er, wenn das Endprodukt nur von der CIA oder von

    der CIA und dem FBI verfasst werden soll, „diese Bedenken zurückstellen

    werde“.


    Clapper wies Rogers‘ Bedenken zurück. In einer E-Mail-Antwort, die er ihm

    am selben Tag schickte und die auch an CIA-Direktor John Brennan und

    FBI-Direktor James Comey adressiert war, betonte er, dass es unerlässlich

    sei, dass „wir (CIA, NSA, FBI, ODNI) alle an einem Strang ziehen und den

    Bericht in der höchsten Tradition von ‚UNSERER Geschichte, an der wir

    festhalten‘ unterstützen.“ Er fügte hinzu, dass die CIA bereits am selben

    Tag den „vollständigen Entwurf der Ad-hoc-Fusionsgruppe“ – der kleinen

    Gruppe, die John Brennan zur Ausarbeitung der Bewertung der Geheimdienste

    für 2017 eingerichtet hatte – an die nationalen Geheimdienste übermittelt

    habe. „Wir werden bei der Fertigstellung des Berichts so viel gegenseitige

    Transparenz wie möglich gewährleisten,” antwortete Clapper, „aber mehr Zeit

    ist nicht verhandelbar. Wir müssen möglicherweise Kompromisse bei unseren

    ‚normalen‘ Modalitäten eingehen, da wir dies in einem so engen Zeitrahmen

    tun müssen. Dies ist ein Projekt, das als Teamarbeit durchgeführt werden

    muss.“


    In einem Kommentar zu dem freigegebenen E-Mail-Austausch erklärte Tulsi

    Gabbard am 13. August knapp: „Die führenden Figuren der Russland-Lüge haben

    jahrelang die amerikanische Öffentlichkeit getäuscht, indem sie ihre

    erfundenen und politisierten Einschätzungen als glaubwürdige

    Geheimdienstinformationen präsentiert haben. Die heute veröffentlichte

    E-Mail bestätigt, was wir bereits aufgedeckt haben: Die Entscheidung, bei

    der Erstellung der gefälschten Geheimdienstbewertung von 2017 Standards zu

    kompromittieren und Protokolle zu verletzen, war bewusst und kam von ganz

    oben.“



    Herausgeber: E.I.R., Bahnstraße 4, 65205 Wiesbaden (Deutschland)


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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Offener Brief von Helga Zepp-LaRouche an Trump und Putin: Atomkrieg verhindern und Beringstraßen-Tunnel bauen!


    schillerinstitute.com, 10. August 2025 (EIRNS) – Am 11. August wird die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, einen offenen Brief an Präsident Donald Trump und Präsident Wladimir Putin (https://schillerinstitute.com/de/blog/2025/08/11/offener-brief-von-helga-zepp-larouche-an-trump-und-putin-atomkrieg-verhindern-und-beringstrassen-tunnel-bauen/?ref=eirna.de) veröffentlichen, der auch an den chinesischen Präsidenten Xi Jinping weitergeleitet wird.

    Dem Brief sind drei Artikel aus der Zeitschrift EIR vom 4. Mai 2007 beigefügt, die sich mit dem Bau eines Tunnels durch die Beringstraße befassen, durch den eine Eisenbahnlinie das eurasische und das amerikanische Bahnnetz miteinander verbinden würde. („Russisch-amerikanisches Team: Die Welt braucht einen Tunnel durch die Beringstraße!“„Mendelejew hätte zugestimmt“„Die Ursprünge des Beringstraßenprojekts“.) Es folgt der Wortlaut von Zepp-LaRouches Brief.


    „An Präsident Donald Trump und Präsident Wladimir Putin:


    Wenn Sie sich am 15. August in Alaska treffen, liegt das Schicksal der Menschheit in Ihren Händen. Gegen alle Bemühungen der Feinde des Friedens können Sie nicht nur den Krieg in der Ukraine beenden und damit das Damoklesschwert der nuklearen Auslöschung der Menschheit zumindest in diesem Konflikt beseitigen, sondern Sie können auch die Diplomatie in die Beziehungen zwischen den beiden mächtigsten Atommächten der Welt zurückbringen.

    Aber Sie können noch etwas Höheres erreichen, indem Sie nicht nur die Bedrohungen für die Menschheit abwehren, sondern der ganzen Welt eine schöne Vision für die Zukunft geben. Sie könnten sich auf den Bau eines Korridors durch die Beringstraße einigen und mit diesem Eisenbahn- und Tunnelprojekt die Bahnnetze Eurasiens mit denen Amerikas verbinden. Dieses Projekt würde die riesigen unerschlossenen Ressourcen Sibiriens und die Ressourcen der USA in der Arktis – Öl, Gas, Edelmetalle aller Art sowie Süßwasser – für die Entwicklung erschließen. Sibirien und der russische Fernen Osten verfügen über die größten Vorkommen an Rohstoffen aller Elemente, die in Mendelejews Periodensystem zu finden sind, und die gemeinsame Erschließung dieser Ressourcen, zu der viele andere rohstoffarme Länder eingeladen werden könnten, könnte das perfekte Programm zur Vermeidung von Kriegen werden und den Wohlstand der Welt erheblich steigern.

    In nicht allzu ferner Zukunft könnte man dann mit Hochgeschwindigkeitszügen um die Welt reisen, von den Südspitzen Argentiniens und Chiles in Ushuaia und Puerto Williams durch ganz Amerika, dann durch die Beringstraße über Eurasien und mit einem Tunnel unter der Straße von Gibraltar weiter durch den gesamten afrikanischen Kontinent bis zum Kap der Guten Hoffnung.

    Das Projekt eines Tunnels unter der Beringstraße wird seit Jahrzehnten von führenden Wissenschaftlern und Politikern in den Vereinigten Staaten, Russland und China untersucht und gefördert, dies dokumentieren die beigefügten Artikel aus dem Magazin EIR aus dem Jahr 2007 sowie ein 8-minütiges Video von Dr. Victor Rasbegin, stellvertretender Vorsitzender des SOPS, des Russischen Rats für die Erforschung der Produktivkräfte, der auf der Weltausstellung 2010 in Shanghai den Großen Preis für Innovation gewann.

    Der Beringstraßen-Tunnel und damit verbundene große Infrastrukturprojekte könnten auch als Grundlage für weitere eingehende Gespräche zwischen den Präsidenten Trump, Putin und Chinas Xi Jinping dienen – wie ich bereits zuvor vorgeschlagen habe –, sollte Präsident Trump eingeladen werden und sich bereit erklären, an den Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs teilzunehmen, die am 3. September in China stattfinden werden.

    Dieses Projekt für eine integrierte Infrastruktur der ganzen Welt als Grundlage für die Entwicklung wird den Grundstein dafür legen, Krieg als Mittel zur Konfliktlösung für immer zu beenden. Die Hoffnung der Menschheit ruht auf Ihnen!

    Mit freundlichen Grüßen, Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts, 11. August 2025 (cc.: Präsident Xi Jinping)“


    Info: https://schillerinstitute.com/de/blog/2025/08/11/offener-brief-von-helga-zepp-larouche-an-trump-und-putin-atomkrieg-verhindern-und-beringstrassen-tunnel-bauen/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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