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25.09.2025

Pentagon in Aufruhr: Hegseth beruft Generäle zu geheimem Treffen ein

rtnewsde.site, 25 Sep. 2025 18:15 Uhr

Der US-Verteidigungsminister hat ein seltenes, dringendes Treffen von rund 800 Generälen und Admiralen weltweit einberufen. Grund und Agenda des Treffens am Marine-Corps-Stützpunkt Quantico bleiben unklar. Das Treffen erfolgt inmitten umfassender Entlassungen und struktureller Veränderungen im Pentagon sowie einer Neuausrichtung der US-Verteidigungsstrategie.


Quelle: Gettyimages.ru © Melissa Sue Gerrits


Hegseth ordnet globale Zusammenkunft der Top-Militärführung an.


US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat eine außergewöhnliche Anordnung erlassen: Hunderte der ranghöchsten Generäle und Admirale der US-Streitkräfte sollen nächste Woche auf dem Marine-Corps-Stützpunkt in Quantico, Virginia, zusammenkommen. Der Grund für das Treffen ist bislang unbekannt, was innerhalb des Militärs Besorgnis und Unsicherheit auslöst.


Pentagon unter Trump: Entlassungen und seltenes Generäletreffen. Hunderte US-Generäle und Admirale sollen nächste Woche auf Befehl von Verteidigungsminister Hegseth nach Virginia reisen.Stringer / Sputnik


Nach Angaben von mehr als einem Dutzend Quellen, die mit der Situation vertraut sind, betrifft die Anordnung alle Offiziere im Rang eines Brigadegenerals oder höher und deren Äquivalent in der Marine, die Kommandopositionen innehaben, sowie ihre wichtigsten Berater. Stabsoffiziere sind ausgenommen. Rund 800 Generäle und Admirale sind in den USA und in zahlreichen Auslandseinsätzen stationiert, unter anderem in Europa, im Nahen Osten und im Asien-Pazifik-Raum.

"So macht man das nicht",

sagte ein ranghoher Offizier über die ungewöhnliche Praxis, Kommandeure ohne Angabe der Tagesordnung einzuberufen.

"Die Leute sind sehr besorgt. Sie haben keine Ahnung, was das bedeutet."

Andere äußerten Spekulationen über mögliche Auswirkungen auf die Einsätze und fragten, ob Schlüsselkommandeure im Pazifik oder anderen Konfliktregionen ihre Posten verlassen müssten.


Department of Defense wird Department of War: Trump will "Kriegministerium" zurückbringen




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Das Treffen fällt in eine Phase umfassender personeller und strategischer Veränderungen im Pentagon. Seit Amtsantritt hat Hegseth die Zahl der Generäle um etwa 20 Prozent reduziert, zahlreiche Spitzenkräfte entlassen – darunter den Vorsitzenden des Generalstabs, die Befehlshaber der Teilstreitkräfte sowie mehrere hochrangige Navy-SEAL- und Nachrichtendienstoffiziere – und das Verteidigungsministerium umbenannt, nun offiziell "Department of War". Viele der Entlassungen betrafen überproportional Frauen in Führungspositionen.

Zudem bereitet die Administration eine neue nationale Verteidigungsstrategie vor, die den Schutz des Heimatlandes in den Vordergrund rücken soll, nachdem China über Jahre als größte Sicherheitsbedrohung der USA galt. Einige Analysten vermuten, dass das bevorstehende Treffen diese strategischen Weichenstellungen behandeln könnte, konkrete Bestätigungen gibt es jedoch nicht.


Ungewöhnlich und geheimnisvoll: US-Verteidigungsminister Pete Hegseth ruft hunderte Generäle und Admirale nach Virginia. Die militärische Führung ist alarmiert, denn weder Grund noch Agenda des Treffens sind bekannt. Experten sprechen von einer seltenen Aktion, die für Unruhe im Pentagon sorgt.Stringer / Sputnik


Pentagon-Sprecher Sean Parnell bestätigte, dass Hegseth die obersten Militärführer Anfang der nächsten Woche ansprechen wird, gab jedoch keine weiteren Details bekannt. Die beispiellose Versammlung hat Sicherheitsbedenken ausgelöst und Spekulationen über mögliche Konsequenzen für die weltweiten US-Militäroperationen angefacht.


Mehr zum Thema – Merz: "Wenn Putin und Selenskij sich nicht treffen, liegt der Ball wieder bei uns"


Screenshot_2025_09_25_at_22_14_59_Pentagon_in_Aufruhr_Hegseth_beruft_Gener_le_zu_geheimem_Treffen_ein_RT_DE

Video https://rumble.com/v6u4itn-wir-bereiten-uns-auf-krieg-vor-us-verteidigungsminister-ber-bedrohung-durch.html Dauer 2:01 Min.


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen. 

Info: https://rtnewsde.site/nordamerika/257109-pentagon-in-aufruhr-hegseth-beruft/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

25.09.2025

Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien - sowie zum Thema Militarisierung.  (I von III)

aus e-mail von Clemens Ronnefeldt, 25. September 2025, 18:44 Uhr 


Liebe Friedensinteressierte,


beiliegend sende ich Artikel zu den

Kriegen in der Ukraine und in Westasien -

sowie zum Thema Militarisierung.


Besonders hinweisen möchte ich heute

auf die Rede des UN-Generalsekretärs (13.)


1. n tv: Ukraine-Krieg im Liveticker


2. Tagesspiegel: Kehrtwende der USA?: Donald Trump laviert weiter herum


3. Berl. Z.: Johannes Varwick über den Ukrainekrieg: „Europäer zahlen, Amerikaner machen das Geschäft“


4. SZ: Israel schließt Grenzübergang zwischen Westjordanland und Jordanien


5. Der Freitag: Jedes Baby in Gaza ist ein Feind“: Diese genozidale Hetze hören Israelis täglich im TV


6. ZDF: Verdacht von Kriegsverbrechen: Hat ein Münchner in Gaza Zivilisten getötet?


7. Der Freitag: Politik : EU-Diplomat: „Sanktionen gegen Israel sind überfällig“


8. ZDF: Israel-Politik der Regierung: Experte: Deutschland "einigermaßen isoliert"


9. Berl. Z.: Israels Weg ins Verderben: Wie Netanjahu sein Land international isoliert


10. taz: Rüstungsgüter für Krieg in Gaza - Staatssekretär wollte Waffenexporte für Israel stoppen


11. lto: Strafantrag wegen Waffenlieferungen an Israel  - Haben sich Merz, Scholz und Co. wegen Bei­hilfe strafbar gemacht?


12. DBK: Die Gewalt muss sofort enden! Friede für Israel und Palästina!


      Erklärung der deutschen Bischöfe zum Gazakrieg


13. UN: Rede des Generalsekretärs zur Eröffnung der Generaldebatte der 80. Sitzung der Generalversammlung



14. NDR: Bundeswehrübung "Red Storm Bravo": Gegner kündigen Proteste an


15. SWP: Noch Zivilmacht?  Die Außen- und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland


16. IPNNW: Internationaler Tag für die Abschaffung der Atomwaffen


      IPPNW fordert Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag

17. IPNNW: Demonstrationen gegen Hochrüstung und Krieg am 3. Oktober 2025 in Berlin und Stuttgart



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1. n tv: Ukraine-Krieg im Liveticker



https://www.n-tv.de/politik/17-03-Warum-Drohnen-Attacken-derzeit-kaum-zu-verhindern-sind--article23143824.html


25.09.2025

Ukraine-Krieg im Liveticker


(…)


14:21 Selenskyj bereit, sein Amt bei Frieden aufzugeben


Der ukrainische Präsident Selenskyj will nach dem Ende des Krieges aus

dem Amt scheiden. "Wenn wir den Krieg mit den Russen beenden, ja, dann

bin ich bereit, nicht anzutreten, denn Wahlen sind nicht mein Ziel",

sagt er der Nachrichten-Website Axios in einem Interview.


"Ich wollte in einer sehr schwierigen Zeit unbedingt bei meinem Land

sein, meinem Land helfen. Mein Ziel ist es, den Krieg zu beenden."

Selenskyj sagt, er werde das ukrainische Parlament bitten, Wahlen zu

organisieren, sobald ein Waffenstillstand erreicht sei.


Eine für 2024 angesetzte Präsidentschaftswahl war gemäß dem

Kriegsrecht ausgesetzt worden, das nach dem Beginn der russischen

Invasion im Februar 2022 in der Ukraine eingeführt wurde. Selenskyj

war 2019 zum Staatsoberhaupt gewählt worden. Russland hat

infolgedessen wiederholt die Legitimität Selenskyjs als Präsident in

Frage gestellt.


(…)



06:32 Warum traut Trump der Ukraine plötzlich so viel zu? Briefings könnten eine Erklärung sein


Dass US-Präsident Donald Trump der Ukraine seit Neuestem zutraut, alle

ihre Gebiete zurückzuerobern, und Russland als schwach ansieht, könnte

auch mit Briefings durch amerikanische Beamte zusammenhängen.


Diese hätten Trump über die aktuelle Lage auf dem Schlachtfeld und

eine mögliche zukünftige Offensive der Ukraine informiert, schreibt

das Wall Street Journal (WSJ).


Eine solche Offensive erfordere die Unterstützung des amerikanischen

Geheimdienstes, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf zwei mit

der Angelegenheit vertraute Personen. In den Briefings sei zur Sprache

gekommen, dass Russland trotz großangelegter Offensiven in mehreren

Regionen der Ukraine keine nennenswerten Gebietsgewinne erzielen konnte.



(…)


—————



2. Tagesspiegel: Kehrtwende der USA?: Donald Trump laviert weiter herum



https://www.tagesspiegel.de/internationales/donald-trump-und-die-ukraine-starke-worte-nichts-dahinter-14378750.html


Kehrtwende der USA?: Donald Trump laviert weiter herum


Der US-Präsident vollziehe einen Kurswechsel gegenüber Moskau, heißt

es. Meint Trump es ernst? Dass Putin das glaubt, ist unwahrscheinlich.



Ein Kommentar von Malte Lehming Stand: 24.09.2025, 20:06 Uhr


Donald Trumps Strategie im Umgang mit Wladimir Putin steht auf drei

Säulen – umgarnen, drohen, verwirren. Mal probiert er das eine, mal

das andere. Zum Erfolg hat bislang nichts geführt.


Der russische Präsident sitzt alles aus, wodurch der amerikanische

Präsident zum Ziel kommen will. Unbeeindruckt sieht Putin zu, wie

Trump im Hamsterrad rotiert.


Ja, mehr noch: Putin provoziert. Er lässt russische Flugzeuge und

Drohnen über Nato-Gebiet kursieren. Das sind, als Geste übersetzt,

zwei ausgestreckte Mittelfinger.


Ist nun das Fass des Erträglichen übergelaufen? Eskaliert die Krise

zum Konflikt?


Auf seiner Plattform „Truth Social“ hat Trump am Dienstag eine

Kehrtwende vollzogen, wie es heißt. Die Ukraine sei durchaus in der

Lage, ihr gesamtes Gebiet zurückzuerobern, schreibt Trump und kündigt

Waffenlieferungen an. Der Krieg ließe sich vollständig gewinnen,

Russland sei schwach.


Wirklich nicht? Wie so oft ist bei der Deutung von Trumps Worten

Vorsicht angebracht. Vielleicht will er nur wieder ablenken von den

Epstein-Akten oder anderen Dingen. Vielleicht ist er süchtig nach

neuen Schlagzeilen. Vielleicht will er wirklich den

Friedensnobelpreis. Wer weiß das schon?


In diesem Fall indes lohnt bereits eine genaue Lektüre des Eintrags

auf Truth Social. Trump sagt nicht etwa, dass die US-Regierung bei

einer Rückeroberung russisch besetzten Gebietes aktiv helfen wird.


Sondern er hält es für eine „Option“, dass die Ukraine „mit

Unterstützung Europas und der Nato“ dieses Ziel erreicht. Die USA

würden weiterhin Waffen liefern, aber „an die Nato, damit die Nato

damit machen kann, was sie will“.


EU und Nato sollen es richten


Trump legt sein Land weder politisch noch militärisch auf irgendetwas

fest. Er meint sein Engagement lediglich in dem Sinne ernst, dass er

Putin glauben machen möchte, dass er es ernst meint. Die Verantwortung

für ein Gelingen legt er in die Hände von Nato und EU.


Mit anderen Worten: Trump laviert weiter herum. Denn er steckt in

einem Dilemma. In Bezug auf die Ukraine ist seine Maga-Bewegung („Make

America Great Again“) gespalten. Es gibt einen starken

isolationistischen Zweig, der den Slogan „America first“ längst als

„America only“ auslegt.


In dieser Lesart sollen die USA sich heraushalten – aus der Ukraine,

dem Nahen Osten. Die Devise lautet: Nie wieder Weltpolizist spielen

auf Kosten des amerikanischen Steuerzahlers.


Negieren darf Trump diese Strömung nicht. Nach außen darf er

rhetorisch radikal klingen, nach innen muss er auf den Zusammenhalt

seiner Maga-Bewegung achten.


Das weiß natürlich leider auch der Herrscher im Kreml, Wladimir Putin.

Wird er glauben, dass Trump es jetzt ernst meint? Eher nicht.


———



3. Berl. Z.: Johannes Varwick über den Ukrainekrieg: „Europäer zahlen, Amerikaner machen das Geschäft“



https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/johannes-varwick-ueber-die-ukraine-die-nato-befindet-sich-faktisch-im-krieg-mit-russland-li.2359046


Ukrainekrieg

Johannes Varwick über den Ukrainekrieg: „Europäer zahlen, Amerikaner machen das Geschäft“



Der Politikwissenschaftler Johannes Varwick rechnet mit der westlichen

Ukraine-Strategie ab und warnt vor fatalen Illusionen in Europa.


Ein Interview.



Raphael Schmeller


23.09.2025 24.09.2025, 06:25 Uhr


Während Drohnenvorfälle in Polen die Angst vor einer Eskalation

schüren und die neue Merz-Regierung Deutschland „kriegstüchtig“ machen

will, bleibt der Politikwissenschaftler Johannes Varwick bei seiner

Warnung: Europa hat im Ukrainekrieg keine realistische Strategie,

sondern verliert sich in Durchhalteparolen.


Chancen auf Verhandlungen seien schon 2022 verspielt worden, und auch

heute verweigere sich die EU einer Kurskorrektur. Stattdessen riskiere

man, die Ukraine in einen endlosen Abnutzungskrieg zu treiben – mit

unkalkulierbaren Folgen bis hin zur nuklearen Eskalation.


Doch welche Alternativen gibt es? Braucht es schmerzhafte Kompromisse?

Müssen westliche Maximalforderungen neu gedacht werden? Und wie ließe

sich verhindern, dass Europa in eine noch größere Katastrophe

schlittert? Im Gespräch mit der Berliner Zeitung gibt Varwick

Antworten.


Herr Varwick, einer aktuellen Umfrage zufolge befürchten 61 Prozent

der Deutschen eine Ausweitung des Ukrainekriegs. Teilen Sie diese Sorge?


Ja. Die Gefahr bestand von Beginn an. Man könnte meinen, es sei schon

schlimm genug, aber der Krieg kann sehr wohl weiter eskalieren – für

die Ukraine, die noch stärker unter die Räder kommen könnte, oder hin

zu einem offenen Konflikt zwischen der Nato und Russland. Beides ist

möglich. Ich habe Verhandlungen immer als präventive

Eskalationsverhinderung verstanden und dafür argumentiert. Genau das

zeigt sich jetzt: Dieser Krieg sollte so schnell wie möglich durch

Verhandlungen beendet werden, um weitere Eskalation zu verhindern.


In Polen kam es zuletzt zu einem Drohnenvorfall. Wie groß ist die

Gefahr, dass solche Zwischenfälle zu einer unkontrollierten Eskalation führen?


Das ist ein erhebliches Risiko – ob bewusst oder unbewusst verursacht.

Ich vermag nicht zu beurteilen, ob es ein provokanter Test Russlands,

ein Fehler in der russischen Kommandostruktur, eine

False-Flag-Operation der Ukraine oder etwas anderes war. Klar ist: Aus

solchen Vorfällen kann eine Dynamik entstehen, die sich nicht mehr

einfangen lässt. Was wäre gewesen, wenn die Nato unbesonnener reagiert

hätte oder wenn tatsächlich Schlimmeres passiert wäre? Ab einem

bestimmten Punkt gerät man in eine Eskalationsspirale bis hin zum

Atomwaffeneinsatz. Das will man sich nicht vorstellen, aber die

Möglichkeit existiert.


Moskau wirft dem Westen regelmäßig vor, die Nato sei „de facto“

Kriegspartei. Ist die Nato das Ihrer Meinung nach?


Ich sage das seit mehr als zwei Jahren: Ja, die Nato befindet sich

faktisch im Krieg mit Russland. Schauen Sie sich die Unterstützung für

die Ukraine an: Zehntausende ukrainische Soldaten werden ausgebildet –

auch in Deutschland. Dazu kommt massive Waffenhilfe,

Zielerfassungsdaten, Eingriffe in das Kampfgeschehen. Man kann nicht

so tun, als sei man keine Kriegspartei. Völkerrechtlich mag das anders

aussehen – Juristen können das zurechtrücken. Aber politisch sind wir

längst Kriegspartei.


Sie haben früh gewarnt, dass die europäische Strategie, Kiew vor allem

mit Militärhilfe zu stützen, nicht aufgeht. Wo läuft etwas schief?


Es gibt keine realistische europäische Strategie – nur

Durchhalteparolen, Wunschkonzert und fundamentalistische

Maximalpositionen: Der letzte russische Soldat müsse die Ukraine

verlassen, Russland solle Entschädigungen zahlen, Kriegsverbrecher

müssten verurteilt werden. Im Prinzip sei das Einzige, worüber man mit

Russland verhandeln könne, die Größe von Putins Zelle in Den Haag. Ich

überspitze, aber das ist die Linie. Eine politische Vorstellung, wie

ein Endstadium des Konflikts aussehen soll, fehlt.


Was werfen Sie den Europäern konkret vor?


Es gab drei große Versäumnisse. Erstens im Vorfeld des Krieges im

Herbst 2021, als man das Thema Nato-Mitgliedschaft der Ukraine und die

damit verbundenen Folgen nicht vom Tisch nehmen wollte. Zweitens im

Frühjahr 2022, als die Friedensgespräche in Istanbul von westlicher

Seite sabotiert wurden. Und drittens verweigern sich die Europäer auch

heute, nach der US-Kehrtwende unter Trump, weiterhin einer

Verhandlungslösung. Sie treiben die Ukraine stattdessen zu

Durchhalteparolen an. Würden die Amerikaner ihre Vorschläge mit

europäischer Unterstützung einbringen, müsste auch die Ukraine

zustimmen. Das würde zwar nicht gleich den ewigen Frieden bringen,

aber eine realpolitische Stabilisierung der Lage wäre das allemal.


Warum sabotieren die Europäer die Bemühungen für Frieden?


Ich unterstelle den europäischen Staaten nicht, kriegslüstern zu sein.

Aber sie tun nichts, damit der Krieg aufhört – und das ist der

Vorwurf. Sie scheinen inzwischen selbst an ihre eigenen Parolen zu

glauben: dass man Russland mit Waffenlieferungen und Sanktionen in die

Knie zwingt. Das ist zynisch, weil es den Abnutzungskrieg verlängert

und die Ukraine zerstört. Diese Strategie kann nicht aufgehen.


Was sollten die Europäer jetzt tun?


Sie sollten sich dem amerikanischen Kurs anschließen, der Kompromisse

vorsieht – bittere, aber notwendige. Die Ukraine wird territorial

verändert aus dem Krieg hervorgehen. Die Krim sowie Donezk und Luhansk

sind für die Ukraine verloren. Über die beiden anderen von Russland

beanspruchten Regionen könnte man verhandeln. Zweitens: Die Ukraine

darf nicht eindeutig ins westliche Militärlager gezogen werden. Genau

dazu wären die Amerikaner bereit. Europa aber verweigert sich –

stattdessen redet man über Sicherheitsgarantien zu Bedingungen, die

Russland nie akzeptieren wird. Der Kern der amerikanischen Wende: Auch

russische Sicherheitsinteressen müssen berücksichtigt werden. Europa

ist dazu nicht bereit – und deswegen hakt es.


Die EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas sagt, dass man mit Russland nicht

verhandeln könne. Hat sie nicht recht? Es gab bereits mehrere

Gespräche zwischen Trump und Putin, doch konkrete Ergebnisse blieben

aus. Im Anschluss hat Putin Kiew sogar noch stärker angegriffen.


Ich glaube nicht, dass man sagen kann, Russland wolle nicht

verhandeln. Russland hat Bedingungen formuliert, auf die der Westen

bisher nicht eingehen will. In Deutschland und Europa wird dies als

„Diktatfrieden“ oder „Kapitulation“ dargestellt. Wenn man

Verhandlungen so versteht, kann es keine Lösung geben. Das bedeutet:

Entweder der Krieg dauert Jahre, in der Hoffnung, dass Russland

irgendwann einknickt – zum Preis unzähliger Menschenleben. Oder

Russland setzt mit brutaler Gewalt Schritt für Schritt seine Ziele

durch und die Lage der Ukraine verschlechtert sich täglich. Was soll

an dieser Strategie sinnvoll sein?


Diese europäische Strategie, die sie kritisieren – wer treibt sie

voran, und gibt es Gegenstimmen?


Ungarn und die Slowakei vertreten eine abweichende Linie. Südeuropäer

wie Spanien oder Portugal halten sich zurück, sind nicht begeistert

vom Kurs, aber tragen ihn mit. Den Ton geben die großen Staaten an:

Deutschland, Frankreich, Polen, Italien, Großbritannien – zusammen mit

den baltischen Staaten, die seit langem radikal auftreten. Da ist

derzeit keine Änderung zu erwarten.


Auch nicht mit dem Regierungswechsel in Deutschland?


Es gibt keine Verbesserung mit der neuen Merz-Regierung, im Gegenteil.

Außenminister Wadephul erklärte gleich zu Beginn, mit Russland sei nie

wieder ein Arrangement möglich. Das ist eine vertane Chance. Merz mag

in Washington mehr Gewicht haben als Scholz – aber er nutzt es in die

falsche Richtung. Für die deutsche Politik bedeutet das: Es ist

schlimmer geworden.


Die Bundesregierung von Merz will Deutschland „kriegstüchtig“ machen.

Wie bewerten Sie das?


„Kriegstüchtigkeit“ ist für mich das Unwort des Jahrzehnts. Merz

selbst verwendet es nicht so oft, spricht eher von

„Verteidigungsfähigkeit“, was ich richtig finde. Aber in allen

Dokumenten taucht es auf, in der Bundeswehr wird es selbstverständlich

genutzt. Das ist ein verhängnisvoller Irrweg: eine Militarisierung der

Außen- und Sicherheitspolitik, die ich mir nie vorstellen konnte – und

dazu unseriös. Der Verteidigungshaushalt ist von 32 Milliarden Euro im

Jahr 2014 auf heute 86 Milliarden Euro gestiegen und soll bis 2029 auf

152 Milliarden Euro steigen. Das wären fast ein Drittel des

Bundeshaushalts – finanziert durch Schulden. Am Ende ginge das

zulasten des Sozialstaats. Es ist politisch falsch und ökonomisch

nicht tragfähig.


Die von Emmanuel Macron und Keir Starmer angeführte „Koalition der

Willigen“ will als Sicherheitsgarantie für die Ukraine Soldaten in das

Land entsenden. Was halten Sie davon?


Die Ukraine braucht nach einem Abkommen Sicherheitsgarantien. Aber

westliche Truppen auf ukrainischem Boden wären eine rote Linie für

Russland – also keine Lösung. Denkbar ist höchstens das

„Stachelschwein-Modell“: Die Ukraine wird ertüchtigt, sich selbst zu

verteidigen. Alles andere – westliche Truppen – ist unverantwortlich,

unehrlich und würde die Ukraine verheizen.


Eine andere Idee, die im Raum steht, ist der Schutz durch chinesische

oder brasilianische Truppen. Wäre das realistisch?


Das wäre kein Sicherheitsgarantie-Modell, sondern klassisches

UN-Peacekeeping: Truppen wären nur zum Eigenschutz bewaffnet und

könnten ein Abkommen stabilisieren. Das ginge nur mit UN-Mandat, dem

auch Russland zustimmen müsste. Ob China oder Brasilien das Risiko

eingehen würden, ist fraglich. Wichtig ist: Erst braucht es ein

Abkommen, dem beide Seiten zustimmen. Ohne politische Lösung helfen

militärische Modelle gar nichts.


Donald Trump gilt als erratisch. Befürchten Sie nicht, dass er seinen

Ukraine-Kurs wieder ändert?


Das muss man befürchten. Aber die Kerninteressen der USA sind klar:

Erstens wollen sie keine nukleare Eskalation mit Russland, da beide in

dieser Frage auf Augenhöhe sind. Russland ist in dieser Hinsicht ein

wirklich ernst zu nehmendes Problem aus amerikanischer Sicht. Zweitens

wollen die USA Waffen verkaufen. Die Europäer zahlen den Krieg, die

Amerikaner machen das Geschäft. Beides sind stabile Interessen, alles

andere kann schwanken.


Die Kriegskosten steigen, die Ukraine kann sie nicht allein tragen,

die USA zahlen nicht mehr. Ist das für Europa tragbar?


Nein, jedenfalls nicht auf Dauer. Frankreich steht kurz vor der

Staatspleite und auch Deutschland, Italien und Polen stehen in Bezug

auf die weitere Unterstützung der Ukraine politisch unter Druck. Die

Bevölkerung wird diesen Kurs nicht ewig mittragen. Dass Russland eher

einknickt als die westliche Hilfe, halte ich für unrealistisch.


Zwischen Frankreich und Deutschland gibt es Streit: Paris will sich

von den USA lösen, Berlin hält an Washington fest. Welche Linie wird

sich durchsetzen?


Der Weckruf von 2016, als Trump zum ersten Mal gewählt wurde, wurde

damals nicht gehört. Ich habe den Eindruck, dass es dieses Mal anders

ist. Es scheint mir, als hätte man es jetzt endlich verstanden: Die

amerikanische Schutzgarantie ist Geschichte, die Nato verliert an

Relevanz, Europa muss mehr tun. Das Problem ist jedoch, dass die

Europäer keinen realistischen Kompass haben. Sie tun so, als könnten

sie die USA ersetzen, doch das ist finanziell und machtpolitisch

unmöglich. Was gebraucht wird, ist ein Interessenausgleich. Doch dafür

gibt es in Europa keine Stimme. Die Lage ist düster.


Was sollte Friedrich Merz konkret tun, um Fortschritte in der

Ukrainefrage zu erreichen?


Er sollte von den Realitäten ausgehen, nicht von Parolen. Konkret:

eine realistische Frontbegradigung akzeptieren, sich dem

amerikanischen Kurs anschließen und dafür werben, dass Europa diesen

Weg mitgeht. Garantien, dass das funktioniert, gibt es keine – aber

die Chancen auf einen schmutzigen, aber stabilisierenden

Interessenausgleich mit Russland stehen gut. Selbst wenn nicht, wäre

es immer noch besser, als so weiterzumachen wie bisher.



——



4. SZ: Israel schließt Grenzübergang zwischen Westjordanland und Jordanien



https://www.sueddeutsche.de/politik/grenze-westjordanland-jordanien-schliessung-israel-li.3317483?reduced=true


Nahost-Konflikt


Israel schließt Grenzübergang zwischen Westjordanland und Jordanien


25. September 2025, 15:17 Uhr

Die Entscheidung habe die politische Führung getroffen, erklärt die zuständige Behörde.


Der Schritt schränkt das Leben der Palästinenser drastisch ein und erschwert auch Hilfslieferungen nach Gaza.


Von Kristiana Ludwig <https://www.sueddeutsche.de/autoren/kristiana-ludwig-1.2610826>, Tel Aviv


(…)



——


5. Der Freitag: Jedes Baby in Gaza ist ein Feind“: Diese genozidale Hetze hören Israelis täglich im TV



https://www.freitag.de/autoren/hanno-hauenstein/wir-werden-euch-vernichten-israels-channel-14-stachelt-zum-genozid-in-gaza-an/82e5f799-468a-42b4-878b-353fb7ae5585


Jedes Baby in Gaza ist ein Feind“: Diese genozidale Hetze hören Israelis täglich im TV


Channel 14 ist einer der populärsten TV-Sender Israels. Unser Autor

legt offen, wie Moderatoren hier zum Völkermord in Gaza aufrufen und

wer Werbung schaltet. Involviert: ein Ex-Tochterunternehmen von Axel

Springer – Recherche mit Video


Von Hanno Hauenstein


10.09.2025


„Der Sieg wird nur unter einer Bedingung kommen […] Jetzt muss es

wirklich die totale Vernichtung sein“: Dies sind die Worte des

israelischen Journalisten Itamar Fleischman. Gesagt hat er sie im

Programm von Channel 14, einem der populärsten Fernsehsender Israels,

in dem Fleischman regelmäßig auftritt. Es ist nicht seine einzige

Aufforderung zur „Vernichtung“ Gazas in den letzten zwei Jahren.

Überhaupt: Auf Channel 14 sind solche Aussagen keine Ausnahme, sondern

eher die Regel.


Moderatoren des Senders wie Yinon Magal oder Erel Segal sagen dort

live Sätze wie diesen: „Die Zahl [der getöteten in Gaza] sollte

600.000-mal so hoch sein wie die Zahl der Ermordeten auf unserer

Seite.“ Oder: „Es geht nicht nur darum, die Hamas zu töten. Jeder

einzelne dieser Kannibalen muss sterben.“


Die Logik dahinter zeigt sich auf Channel 14 nicht nur in Worten,

sondern auch in Bildern und Zahlen. Bis Mai 2024 blendete Channel 14

auf seiner Internet-Startseite einen Live-Ticker ein, der die Zahl

aller Toten in Gaza zählte, überschrieben mit: „Eliminierte

Terroristen“. Die Botschaft war klar: Für Channel 14 sind alle

Menschen in Gaza Terroristen – und deren Tötung ist legitim.



————



6. ZDF: Verdacht von Kriegsverbrechen: Hat ein Münchner in Gaza Zivilisten getötet?



https://www.zdfheute.de/politik/ausland/gaza-militaer-daniel-g-israel-nahost-frontal-100.html



Verdacht von Kriegsverbrechen: Hat ein Münchner in Gaza Zivilisten getötet?


von M. Christoph, J. Held, D. Laufer, F. Obermaier, H. Osman, M. Retter, S. Sadat


09.09.2025 | 17:00


Ein Scharfschütze des israelischen Militärs wird von einem Kameraden

schwer belastet. Experten sprechen von einem mutmaßlichen Kriegsverbrechen.


November 2023, Gaza-Stadt: Der Scharfschütze Daniel G. sitzt

regungslos vor einer Fensteröffnung. Vor ihm ein mit Präzisionsoptiken

ausgestattetes M4-Sturmgewehr. Er hat den Finger nah am Abzug, so ist

es auf einem Bild aus dieser Zeit zu sehen.


Hat dieser Mann im Dienste des israelischen Militärs im Gazastreifen

unbewaffnete Zivilisten erschossen?


Eine Spur führt nach München


ZDF frontal hat mehrere Vorfälle zusammen mit dem "Spiegel", dem

britischen "Guardian", der belgischen Zeitung "De Tijd" und dem

Netzwerk "Arab Reporters for Investigative Journalism" (ARIJ)

untersucht und mehrere mutmaßliche Opfer identifiziert. Experten

sprechen von möglichen Verstößen gegen das Völkerrecht oder gar

Kriegsverbrechen.


Und eine Spur führt nach Deutschland: Einer der mutmaßlichen Schützen

- Daniel G. - war bis Frühjahr 2025 in München gemeldet und ist es

vermutlich noch immer.


Am Anfang steht der 7. Oktober 2023 - und der brutale Überfall der

Hamas auf Israel. Die Terrorgruppe ermordet mehr als 1.000 Menschen,

Frauen werden vergewaltigt, Geiseln verschleppt und gefoltert. Noch am

selben Tag beginnt die israelische Armee mit Luftangriffen auf Gaza,

knapp drei Wochen später startet die Bodenoffensive. Auch Daniel G.

marschiert mit seinem Bataillon ein.


Video zeigt Tötung mutmaßlich unbewaffneter Männer


In dieser Zeit produziert ein israelischer Soldat ein Video mit

mehreren kurzen Szenen, die aussehen wie Hinrichtungen: anscheinend

unbewaffnete Menschen, die nach Schüssen zusammensacken, dazu Leichen,

die wie Müll am Straßenrand liegen. Unterlegt ist das Ganze mit

dramatischer Musik. Der kurze Film ist mittlerweile auf YouTube

gelöscht, ZDF frontal liegt er vor.


(…)


Ein Geständnis auf Video


"Sergeant D.", der mit richtigem Namen Daniel R. heißt, spricht auch

von weiteren erschossenen Männern in Gaza. "Auf derselben Achse", auf

der er selbst einen Mann beim Bergen einer Leiche erschossen habe,

seien weitere Menschen getötet worden. An mehreren Stellen des Videos

bringt er seinen "Zemed" in Verbindung mit Tötungen in derselben

Gegend. "Zemed" ist Hebräisch und heißt Partner. Scharfschützen sind

meist zu zweit unterwegs. Die eine Person hält Ausschau und die andere

schießt. Der Partner von "Sergeant D." ist der Münchner Daniel G.


Die belastenden Aussagen fielen in einem Interview, in dem der

Scharfschütze "Sergeant D." freimütig über seinen Einsatz erzählt. Als

er berichtet, dass er und sein Partner unbewaffnete Palästinenser

getötet hätten, glaubt der israelische Soldat allerdings, die Kamera

sei ausgeschaltet.


(…)


Vom Münchner Gymnasiasten zum Elitesoldaten


Daniel G. ist laut geleakten israelischen Registerdaten in Deutschland

geboren. Der heute 25-Jährige ging in München zur Schule. Nach dem

Abitur schloss sich G. den israelischen Streitkräften an und ließ sich

zum Scharfschützen ausbilden. Er wurde Teil des

Fallschirmjägerbataillons 202.


(…)


Ob und von welcher Seite die Vorwürfe gegen Sergeant D. und seinen

Münchner Kameraden auf Grundlage der inzwischen vorliegenden

Informationen nochmal eingehend untersucht werden, ist offen. "Einiges

deutet auf ein Kriegsverbrechen hin", sagt der US-Völkerrechtler Tom

Dannenbaum. Es gilt die Unschuldsvermutung. In Belgien wird aktuell

gegen ein Mitglied ihrer Einheit ermittelt.



——



7. Der Freitag: Politik : EU-Diplomat: „Sanktionen gegen Israel sind überfällig“


https://www.freitag.de/autoren/sabine-kebir/deutscher-diplomat-eu-sanktionen-gegen-israel-muessen-keine-heisse-luft-sein



Politik : EU-Diplomat: „Sanktionen gegen Israel sind überfällig“


Die EU-Kommission will Strafmaßnahmen gegen Israel verhängen und wird

von Deutschland ausgebremst. In dieser Lage ruft Sven Kühn von

Burgsdorff, Ex-EU-Botschafter in den Palästinenser-Gebieten, zusammen

mit 325 Diplomaten zum Handeln auf


Von Sabine Kebir


19.09.2025


der Freitag: Wie kam es zu Ihrer Initiative?


Sven Kühn von Burgsdorff: Eine Gruppe von 27 ehemaligen Botschaftern

der EU oder ihrer Mitgliedsstaaten, die vor allem im Nahen Osten tätig

waren, entschied sich am 10. Juli, auf das eklatante Nichthandeln der

EU angesichts der völkerrechtswidrigen Kriegsführung Israels in Gaza

und der Siedlungspolitik in der Westbank hinzuweisen.


Wir forderten besonders die obersten EU-Institutionen zu Maßnahmen

auf. Kommission und Auswärtiger Dienst hatten festgestellt, dass

Israel die Menschenrechtsklausel des Assoziationsabkommens mit der EU

eindeutig verletzt.



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8. ZDF: Israel-Politik der Regierung: Experte: Deutschland "einigermaßen isoliert"



https://www.zdfheute.de/politik/ausland/deutschland-politik-israel-nahost-100.html


Israel-Politik der Regierung:


Experte: Deutschland "einigermaßen isoliert"


22.09.2025 | 20:30


Moralisch wäre es geboten, einen Staat Palästina zu unterstützen, sagt

der Nahostexperte Peter Lintl. Doch mit der deutschen Haltung gebe es

aktuell keinen glaubwürdigen Weg dahin.


ZDFheute: Mittlerweile sind es etwa drei Viertel aller

UN-Mitgliedsstaaten, die einen Staat Palästina anerkennen. Deutschland

zählt nicht dazu. Wie allein ist Deutschland mittlerweile

international mit seiner Israel-Politik?


Peter Lintl: Deutschland ist mittlerweile einigermaßen isoliert mit

seiner Israel-Politik. Dazu muss man aber sagen, dass sehr viele

Länder Verständnis für so etwas wie historische Verantwortung haben.


ZDFheute: Halten Sie es für denkbar, dass Deutschland in absehbarer

Zeit Palästina als Staat anerkennen könnte?


Lintl: Es wirkt im Moment nicht so. Nach wie vor stellt sich

Deutschland auf den Standpunkt, dass ein palästinensischer Staat nur

nach Friedensverhandlungen anerkannt wird. Das ist eine etwas

schwierige Position, weil diese Friedensverhandlungen ja auf absehbare

Zeit nicht stattfinden werden. Mit dieser israelischen Regierung wird

es sicherlich überhaupt keine geben.


Gleichwohl gibt es deutliche Kritik daran, dass sich Deutschland sehr

lange kaum kritisch gegenüber dem Vorgehen im Gazastreifen geäußert

hat. Und wenn Deutschland sich kritisch geäußert hat, hatte das keine

Konsequenzen. Mit dem Waffenembargo der aktuellen Regierung hat sich

das ein Stück weit geändert. Trotzdem bleibt die Frage, wie

Deutschland dabei sein kann, wenn es um eine gemeinsame

EU-Israel-Politik geht.


Moralisch wäre es sicherlich geboten, einen palästinensischen Staat zu

unterstützen. Das sieht ja die deutsche Regierung nicht anders. Aber

es gibt derzeit keinen glaubwürdigen Weg dahin. Die deutsche Regierung

muss sich überlegen, welche andere glaubwürdige Politik sie

einschlagen wird, wenn sie den Staat Palästina nicht anerkennt.


ZDFheute: Kanzler Friedrich Merz will demnächst entscheiden, wie sich

die Bundesregierung zu Israel-Sanktionen verhält. Ist es denkbar, dass

sich eine deutsche Regierung den Sanktionen anschließt?


Lintl: Vor fünf bis acht Jahren wäre das noch unvorstellbar gewesen.

Aber das Vorgehen in diesem Krieg rückt die Dinge schon in eine andere

Perspektive. Es scheint niemanden zu geben, der diese israelische

Regierung in irgendeiner Form beeinflussen kann. Selbst Donald Trump

will oder kann es nicht.


Daher stellt sich schon die Frage, wie man diesen andauernden Krieg

beenden kann, selbst wenn es sich nicht auf diese Regierung auswirkt.

Zum Beispiel könnte man mit dem Aussetzen des Assoziierungsabkommens

einer nächsten Regierung sagen: "Das sind die Bedingungen, damit wir

wieder ins Gespräch kommen und die Aussetzung zurücknehmen." Für

Deutschland wäre das ein schwerer Schritt.


Aber die Aussetzung des Assoziierungsabkommens ist technisch gesehen

keine Sanktion, sondern die Rücknahme einer Vorzugsbehandlung. Das ist

ein Unterschied und vielleicht für Deutschland gangbarer als andere Wege.


(…)


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9. Berl. Z.: Israels Weg ins Verderben: Wie Netanjahu sein Land international isoliert


https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/meinung-israels-weg-ins-verderben-wie-netanjahu-sein-land-international-isoliert-li.2357435


Blick in den Nahen Osten

Israels Weg ins Verderben: Wie Netanjahu sein Land international isoliert


Mit seinem Kurs der militärischen Härte zerstört Israel nicht nur die

palästinensische Existenz, sondern gefährdet auch die eigene. Eine

Kolumne.


Kristin Helberg


22.09.2025 22.09.2025, 12:12 Uhr



Israel unter Benjamin Netanjahu marschiert sehenden Auges in die

selbstverschuldete Isolation. Diplomatie? Zeitverschwendung.

US-Präsident Donald Trump und Deutschland hat man in der Hand, alle

anderen sind „Antisemiten“, „Israelhasser“ oder „Verräter“.


Verhandlungen? Unnötig. Wozu Kompromisse schließen, wenn man alles mit

Gewalt erreichen kann. Sicherheit? Gibt es nur made in Israel – im

Alleingang und mit militärischer Härte.


Diese Haltung ist nicht neu, aber so offensichtlich wie nie. Während

man den Verbündeten früher mit Floskeln, Lippenbekenntnissen oder

Schweigen half, die Augen vor der Realität zu verschließen, sagt diese

Regierung offen, was sie vorhat und arbeitet konsequent an der

Umsetzung:


palästinensische Lebensgrundlagen in Gaza zerstören, möglichst viele

Menschen vertreiben, das Gebiet wiederbesetzen und besiedeln, die

Westbank annektieren, einen palästinensischen Staat verhindern, ein

jüdisch-suprematistisches Groß-Israel vom Jordan bis zum Mittelmeer

errichten und Drittstaaten bombardieren, wann immer man das für nötig

hält. Übersetzt in humanitäres Völkerrecht heißt das:

Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Genozid.


Diplomatische Lösungen sind nicht erwünscht, denn Geiselabkommen,

Waffenstillstand und Zwei-Staaten-Modell stören die Pläne der

messianischen Siedler und Ethnonationalisten, die Israel zu einem

faschistischen Apartheid-Staat machen wollen. Dabei handelt es sich

nicht um ein paar radikale Spinner, sondern die derzeit dominierende

politische Kraft des Landes, längst besetzen sie staatliche

Schlüsselpositionen in Politik, Polizei und Geheimdiensten.


Zehntausende Kritiker im eigenen Land und die Angehörigen der Geiseln

werden ignoriert, was für Netanjahu zählt, ist der eigene Machterhalt.

„Wir gegen den Rest der Welt” lautet das Credo seiner Koalition – und

genau damit führt sie Israel ins Verderben. Denn Sicherheit gibt es

nur durch Verständigung und Gleichberechtigung, sie lässt sich nicht

einseitig herbeibomben, weder in Gaza und in der Westbank noch in

Syrien, Qatar, im Libanon oder Jemen.


Selbst wenn man alle Hamas-Führer ermordet, werden neue nachwachsen,

solange die Besatzung anhält. Staaten wie Syrien, Libanon und Jemen zu

destabilisieren, macht die Region nicht sicherer, sondern unsicherer.

Die Machthaber am Golf zu brüskieren, wird sie von den USA entfremden

und weitere Abraham-Abkommen verunmöglichen.


Warum sollten sie mit milliardenschweren Waffendeals amerikanische

Sicherheitsgarantien erkaufen, wenn Trump seinen Freund Netanjahu

nicht mal von einem Angriff auf Katar abhalten kann? Warum Beziehungen

zu einem Israel aufnehmen, das die Völker und Länder der Region

dominieren möchte? Und auch wenn Europa nicht mit einer Stimme spricht

– abgesagte Waffengeschäfte, gezielte Sanktionen und weniger Handel

machen sich in Israel bemerkbar.


Netanjahu schwört seine Landsleute deshalb auf Isolation ein, träumt

von „Super-Sparta“, fordert „Selbstversorgung“ und „radikale

Deregulierung“, denn das Leben sei wichtiger als das Gesetz. Was er

damit meint? Weniger Rechtsstaatlichkeit, eine Militarisierung der

Gesellschaft und freiere Hand beim Geldausgeben – für Waffen,

Siedlungen und neue Schulbücher.


Deutsche Politiker und Medien machen sich derweil im In- und Ausland

und selbst in Israel lächerlich, indem sie noch immer Netanjahus

Behauptungen nachplappern – die Propaganda einer Kriegspartei, die

seit 23 Monaten von unabhängigen Menschenrechtsorganisationen,

internationalen Gerichten, UN-Gremien, israelischen Journalisten und

sämtlichen humanitären Hilfsorganisationen widerlegt wird.


Wer die Mittel hat, aber nichts tut, um einen Genozid abzuwenden, wird

zum Komplizen. Deutschland und seine Politiker werden sich dafür vor

Gericht verantworten müssen. Die erste Anzeige gegen sieben Politiker

und vier Rüstungsmanager liegt bereits bei der Bundesanwaltschaft in

Karlsruhe. Und weder das Völkerrecht noch das Grundgesetz kennen eine

Staatsräson, der zu folge man einen anderen Staat ins Verderben

begleiten muss.



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25.09.2025

Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien - sowie zum Thema Militarisierung.  (II von III)

10. taz: Rüstungsgüter für Krieg in Gaza - Staatssekretär wollte Waffenexporte für Israel stoppen



https://taz.de/Ruestungsgueter-fuer-Krieg-in-Gaza/!6110305/


Rüstungsgüter für Krieg in Gaza - Staatssekretär wollte Waffenexporte für Israel stoppen


2024 erlaubte die Bundesregierung große Rüstungsexporte nach Israel –

entgegen massiver Bedenken im Wirtschaftsministerium, wie

taz-Recherchen zeigen.


16.9.2025 7:11 Uhr


Von Hans-Martin Tillack Berlin taz | Kanzler Friedrich Merz (CDU)

überraschte viele, als er am 8. August verkündete, dass Deutschland

keine neuen Lizenzen für militärische Ausrüstung erteilen werde, die

im Gazastreifen eingesetzt werden könnte.


Er begründete dies mit den Plänen von Israels Premier Benjamin

Netanjahu, Gaza-Stadt zu besetzen. Noch im Januar, als

Oppositionsführer, hatte Merz sogar mehr Waffen für Israel

versprochen:


„Ich werde das faktische Exportembargo der amtierenden

Bundesregierung umgehend beenden“, kündigte er an. Er erweckte so den

Eindruck, unter Kanzler Olaf Scholz (SPD) habe ein Ausfuhrstopp

bestanden. Tatsächlich aber gab es ein solches „Embargo“ nie.


Recherchen der taz zeigen nun, dass es bereits unter Merz’ Vorgänger

Scholz in der Bundesregierung massive Zweifel an der Rechtmäßigkeit

von Rüstungsexporten für den Krieg in Gaza gab. Doch diese Bedenken

wurden offenbar übergangen.


Kurz nach dem Hamas-Massaker an Hunderten israelischen Zivilisten am

7. Oktober 2023 hatte die Bundesregierung zunächst eine größere Zahl

von Waffenexporten für Israel genehmigt. Statt 33 Millionen Euro im

Jahr 2022 bewilligte Berlin im Jahr 2023 Ausfuhren im Wert von 326

Millionen Euro.


Doch bereits Anfang 2024 änderte sich das: Auch die Beamten im

Außenministerium und im Wirtschaftsministerium verfolgten die

Nachrichten über die Art der israelischen Kriegsführung in Gaza.

Deutschland ist nach den Regeln des Vertrags über den Waffenhandel

verpflichtet, Exporte zu verweigern, wenn ein „überwiegendes Risiko“

besteht, dass das Kriegsgerät für schwerwiegende Verstöße gegen das

humanitäre Völkerrecht verwendet wird.


Unter den damaligen Grünen-Ministern Robert Habeck und Annalena

Baerbock sorgten die beiden Ressorts von Januar bis August 2024 dafür,

dass nur wenige neue Militärgüter für Israel freigegeben wurden. Laut

offiziellen Zahlen betrug ihr Gesamtwert wenig mehr als 14 Millionen

Euro.


Exporte über 147 Millionen Euro


Doch Baerbock und Habeck gerieten bald unter Druck, auch innerhalb der

Ampel. Im Oktober 2024 warf die Bild-Zeitung den beiden

Grünen-Ministern eine „Blockade“ vor. Friedrich Merz attackierte

Scholz im Bundestag. Der antwortete dem Oppositionsführer im Plenum

des Parlaments: „Wir haben Waffen geliefert, und wir werden weiterhin

Waffen liefern.“


In der Ampel wurde das offenbar als Machtwort des Kanzlers verstanden.

Nun nahm der Umfang der freigegebenen Rüstungsgüter deutlich zu, auch

das zeigen die offiziellen Zahlen. Zwischen Ende August und Ende

Dezember 2024 genehmigte Berlin insgesamt Exporte im Wert von 147

Millionen Euro – zehnmal mehr als in den ersten acht Monaten des

Jahres.


Recherchen der taz zeigen jetzt, wie umstritten einige dieser

Entscheidungen intern waren. Der prominenteste Kritiker im

Wirtschaftsministerium war nach taz-Informationen Sven Giegold. Er war

unter Habeck als Staatssekretär für Rüstungsexporte zuständig.

Gesprächspartnern vertraute er später eine brisante Information an: Im

Herbst 2024 habe er für mehrere der neuen Exportvorhaben schriftlich

seinen Widerspruch eingelegt; so sagte er es den Gesprächspartnern.


Doch sein Widerspruch fand offenbar kein Gehör. Kurz darauf, im

November 2024, trat Giegold als Staatssekretär zurück und wurde

Vize-Vorsitzender der Grünen. Auf Fragen der taz zu dem internen

Konflikt im Herbst 2024 richtet der Grünen-Politiker heute aus, dass

er „schon aus rechtlichen Gründen zu diesen Vorgängen keine Auskunft

erteilen“ könne.


Bewusste Verschleierung?


Dass der Streit nicht früher öffentlich wurde, liegt vielleicht auch

daran, dass die Bundesregierung unter Scholz es Außenstehenden

schwerer als früher machte, die Ausfuhrentscheidungen zu verfolgen.

Über Waffenexporte entscheidet eigentlich der Bundessicherheitsrat. Er

berät unter dem Vorsitz des Kanzlers – und er tagt geheim.


Doch bereits im Oktober 2014 hatte das Bundesverfassungsgericht die

Regierung zu mehr Transparenz verpflichtet. Sie sei „verpflichtet“, so

die Richter, Bundestagsabgeordneten „auf entsprechende Anfragen hin“

mitzuteilen, dass der Bundessicherheitsrat einen bestimmten Export

genehmigt habe, mit Informationen über das Rüstungsgut und das

Empfängerland. Seitdem schrieben wechselnde Wirtschaftsminister

regelmäßig Briefe an den Bundestag, in denen sie die neuesten

Entscheidungen detailliert auflisteten.


Wegen Russlands Großangriff auf die Ukraine stieg der Umfang der

Rüstungsexporte unter Olaf Scholz stark an. Doch gemessen daran

verschickte die Bundesregierung nun nur noch selten Briefe an den

Bundestag; das machte die Weltbereits im November 2024 publik. Einige

der sensibelsten Exportentscheidungen der Regierung wurden dem

Parlament nicht offengelegt. Das betraf zunächst die Ukraine, dann

aber – wie die Zeit jüngst berichtete – auch Israel.


Seit Anfang 2024 erhielt der Bundestag jedenfalls keinerlei Briefe mit

Informationen über einzelne Israel-Exporte mehr; das bestätigen

Abgeordnete. Was es gab, waren Medienrecherchen und allgemeinere

Antworten der Regierung auf Anfragen von Abgeordneten.


Bundesregierung setzte auf Wortklauberei


Um das zu begründen, schien die Regierung zu einem Trick zu greifen:

Sie gab vor, dass die Entscheidungen nicht vom Bundessicherheitsrat,

sondern direkt von den Ministerien getroffen worden seien. Das

Parlament müsse erst dann informiert werden, so argumentierte im

November 2024 das Wirtschaftsministerium auf eine parlamentarische

Anfrage, wenn „eine Befassung des Bundessicherheitsrats vorangegangen

ist“.


Tatsächlich blieb der Bundessicherheitsrat offenkundig sehr wohl mit

dem Thema der Israel-Exporte befasst. Im Oktober 2024 war es

Außenministerin Baerbock, die im Bundestag den Abgeordneten

versicherte, dass diese „vom Bundessicherheitsrat“ erfahren hätten,

dass „in den letzten Monaten wiederholt Lieferungen“ nach Israel

genehmigt worden seien; offenbar hatte der Bundessicherheitsrat also

darüber entschieden – auch wenn die Parlamentarier in Wahrheit nichts

davon erfuhren.


Nach wie vor führten die Regierungsmitglieder im Bundessicherheitsrat

vorläufige Orientierungsdebatten, bestätigte ein Insider der taz.

Danach durften die Ministerialbeamten die endgültigen Entscheidungen

formulieren.


Bereits kurz nach dem Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 gab die

Bundesregierung etwa grünes Licht für den Export von 3.000

Panzerabwehrwaffen nach Israel; das bestätigte im April 2024 ein

Vertreter der Bundesregierung vor dem Internationalen Gerichtshof

(IGH). Es ging wohl um Waffen des Typs Matador oder RGW 90. Israel

soll den Waffentyp, der auch für den Häuserkampf geeignet ist, für

Angriffe in Gaza einsetzen.


Der Bundestag erhielt jedoch nie ein Schreiben mit Einzelheiten zu

dieser Exportentscheidung. Was das Parlament im Dezember 2023 erhielt,

war ein anderes Schreiben von Minister Habeck; es erwähnte eine

Genehmigung für 300 Waffen des Typs RGW 90 für Georgien.


Harte Kritik am Verfahren


Im Herbst 2024 gab Berlin grünes Licht für den Export von

spezialisierter Getriebetechnologie der Augsburger Firma Renk für

israelische Kampfpanzer der Merkava-Klasse. Die wurden von Israel

regelmäßig im Gazastreifen und einmal sogar gegen einen UN-Außenposten

im Südlibanon eingesetzt. Doch beim Bundestag kam die Entscheidung

über die Getriebe nicht offiziell an.


Das sorgt jetzt für Kritik. „Das gegenwärtige Verfahren ist

unbefriedigend und passt nicht zu unserer Demokratie“, sagte der

SPD-Abgeordnete Ralf Stegner der taz. Es müsse aufgeklärt werden, ob

Minister „die Verantwortung für Rüstungsexporte intern abwälzen, um

der parlamentarischen Kontrolle zu entgehen“, bemängelt der

Linken-Abgeordnete Jörg Cezanne.


Der Kölner Anwalt Sebastian Roßner, ein Experte für Rüstungskontrolle,

kritisiert das Vorgehen der damaligen Bundesregierung ebenfalls

scharf. Politisch gesehen sei die Ausschaltung des Bundestages

„fatal“. Es handle sich um einen „massiven Rückschritt“.


Die verringerte Offenheit könnte auch ein Thema für den IGH in Den

Haag werden. Im April 2024 musste sich die Bundesregierung dort gegen

eine Klage Nicaraguas verteidigen. Das Land warf der Bundesregierung

Beihilfe zu Menschenrechtsverletzungen in Gaza vor.


Die Beteiligten schweigen


Die Anwälte der Bundesregierung wiesen die Anschuldigung zurück. Sie

verwiesen auf die damals zeitweise stark gedrosselten Waffenausfuhren.

Im April 2024 lehnten die Richter Nicaraguas Antrag auf vorläufige

Maßnahmen gegen Deutschland ab. Sie verwiesen ausdrücklich auf den

geringen Umfang der Exporte, mit dem die deutschen Anwälte

argumentiert hatten.


Dass das Volumen der Exporte seit Herbst 2024 dann so stark anstieg,

könnte sich für die deutsche Bundesregierung in den späteren Phasen

des Gerichtsverfahrens als riskant erweisen, sagt Michael A. Becker.

Er ist Assistenzprofessor für internationale Menschenrechte am Trinity

College in Dublin.


Auch der renommierte deutsch-britische Völkerrechtsprofessor Stefan

Talmon glaubt, dass das Volumen der deutschen Exporte Bedeutung für

das Verfahren vor dem Internationalen Gerichtshof haben werde. „Art

und Umfang der Waffenlieferungen wird, soweit Nicaragua diese

substanziieren kann, durchaus eine Rolle im Hauptsacheverfahren

spielen“, sagte Talmon der taz. Allerdings werde es für Nicaragua wohl

„nicht so einfach sein, einzelne Waffenexporte nachzuweisen – auch

wegen der Transparenzfrage.


In Berlin scheinen nicht alle besorgt zu sein. Für das Bundespresseamt

versicherte eine Regierungssprecherin, der Bundestag werde

„entsprechend der Berichtspflichten informiert“. „Zu in der

Vergangenheit genehmigten Exporten“ wollte sie sich nicht äußern. Das

Büro von Olaf Scholz verwies auf das Bundespresseamt. Das

Wirtschaftsministerium lehnte es ab, „Auskünfte zu regierungsinternen

Beratungen und Abläufen“ zu Rüstungsexporten zu geben. Robert Habecks

Büro ließ Fragen der taz unbeantwortet.



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11. lto: Strafantrag wegen Waffenlieferungen an Israel  - Haben sich Merz, Scholz und Co. wegen Bei­hilfe strafbar gemacht?



https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/waffen-waffenlieferungen-scholz-merz-strafantrag-beihilfe-gaza-israel-export



Strafantrag wegen Waffenlieferungen an Israel  - Haben sich Merz, Scholz und Co. wegen Bei­hilfe strafbar gemacht?


von Dr. Max Kolter <https://www.lto.de/autoren/name/max-kolter>



20.09.2025


110 Seiten Strafantrag belasten Mitglieder der aktuellen und vorigen

Bundesregierung. Es geht um Beihilfe zu israelischen Kriegsverbrechen

durch Genehmigung von Rüstungsexporten. Eine PR-Aktion – aber auch

kein völlig abwegiger Vorwurf.


Eine Gruppe von Juristen in Berlin stellt Strafantrag gegen sieben

Mitglieder der aktuellen und der vorherigen Bundesregierung sowie vier

CEOs deutscher Rüstungsfirmen. Der Vorwurf lautet auf Beihilfe zu

israelischen Kriegsverbrechen in Gaza. Konkret zu Völkermord,

Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen, geregelt

seit 2002 im Römischen Statut sowie im deutschen Völkerstrafgesetzbuch

(VStGB).


Die Tathandlung: Die elf Personen waren an Exporten von Rüstungsgütern

an Israel der vergangenen knapp zwei Jahre beteiligt – die

Rüstungsmanager haben die Genehmigungen beantragt und die Ausfuhren

organisiert, die Politiker haben die Lizenzen erteilt bzw. dies angeordnet.


Unterzeichner des Strafantrags sind die Rechtsanwältinnen Nadija

Samour und Yolanda Scheytt sowie die Anwälte Robert Brockhaus und

Benjamin Düsberg. Sie vertreten die in Deutschland lebenden

Antragsteller, die nach eigenen Angaben Angehörige in Gaza verloren haben.


Das 110-seitige Dokument liegt LTO vor. Es soll am Samstag

elektronisch an den Generalbundesanwalt (GBA) in Karlsruhe übermittelt

werden. Die oberste deutsche Anklagebehörde ist für Verbrechen nach

dem VStGB zuständig.


Mit der Aktion wollen die Initiatoren Aufmerksamkeit generieren und

Druck ausüben. Das ist nachvollziehbar mit Blick auf die humanitäre

Lage in Gaza und angesichts dessen, dass die Bundesregierung erst

Anfang August 2025, aus völkerrechtlicher Sicht viel zu spät, mit

einem Stopp weiterer Exportgenehmigungen reagiert hat. Zudem bezieht

dieser nicht auf bereits genehmigte, noch nicht ausgelieferte Güter.


Dass die Karlsruher Behörde Ermittlungen gegen Scholz, Merz, Baerbock,

Wadephul und Co. aufnehmen wird, ist schwer vorstellbar – aber ist

eine Beihilfestrafbarkeit rechtlich so abwegig?


Welche Tatbestände Israels Kriegsführung erfüllt


Wenig Zweifel dürften mittlerweile daran bestehen, dass die

israelische Kriegsführung Völkerrecht bricht. Was nach dem

terroristischen, kriegsverbrecherischen Überfall der Hamas vom

7. Oktober 2023 als Verteidigungskrieg begann, hat nach Einschätzungen

einiger – auch israelischer – NGOs, internationaler Völkerrechtler und

Genozidforscher und einer dreiköpfigen UN-Sonderkommission genozidale

Züge angenommen.


Vorsätzliche Tötung von Zivilisten, Zerstörung ziviler Infrastruktur,

darunter Schulen und Krankenhäuser, zwei wochen- bzw. monatelange

Lebensmittelblockaden, dazu ein vom Kabinett beschlossener Plan, die

Palästinenser zu vertreiben – ob sich all das zu einem Genozid

"aufsummiert", ist umstritten, weil der Nachweis der dafür

erforderlichen Zerstörungsabsicht eben keine Additionsrechnung ist.

Ein Anfangsverdacht dürfte mittlerweile aber nicht mehr kurzerhand

verneint werden können. (…)


Völkerstrafrechtlerin: Beihilfestrafbarkeit "nicht gänzlich abwegig"


Nur: Haften die Kanzler Merz und Scholz und ihre jeweiligen Minister

für diese Verbrechen? Sind sie mit ihren Entscheidungen – denen

mitunter lange und kontroverse Diskussionen im geheim tagenden

Bundessicherheitsrat vorausgegangen sind – strafrechtlich zu Gehilfen

des israelischen Militärs geworden?


"Gänzlich abwegig erscheint das nicht", sagt Stefanie Bock,

Professorin für Strafrecht und Völkerstrafrecht an der Uni Marburg.

Denn der Bundesgerichtshof (BGH) habe in seiner ständigen

Rechtsprechung eher niedrige Anforderungen an die Beihilfestrafbarkeit

formuliert. Das gilt zunächst für den objektiven Tatbestand, von § 27

Strafgesetzbuch (StGB) mit "Hilfeleisten" umschrieben. Dafür lässt der

BGH eine Förderung der Haupttat genügen; ein strenger

Kausalitätsnachweis ist nicht erforderlich.  (…)


Zu Beginn des Gaza-Kriegs im Oktober und November 2023, als die

Bundesregierung die Lieferung von 3.000 Panzerabwehrraketen des Typs

Matador von der Firma Dynamit Nobel Defence genehmigte, habe man das

noch nicht annehmen können. Denn da habe ein klarer Bezug zum

Selbstverteidigungsrecht Israels bestanden.


"Aber spätestens mit der zweiten Anordnung des Internationalen

Gerichtshofs im Verfahren Südafrika gegen Israel im März 2024 muss

allen politischen Akteuren bewusst gewesen sein, dass im Gaza-Konflikt

ein gesteigertes Risiko besteht, dass das humanitäre Völkerrecht

verletzt wird", so die Völkerstrafrechtlerin.


Schon im Januar 2024 hatte der IGH dort ein plausibles Risiko gesehen,

dass Israel das Recht der Palästinenser verletzt, nicht Opfer

genozidaler Handlungen zu werden. Weil Israel seine Kriegsführung

danach nicht anpasste und sich die humanitäre Lage drastisch

verschärfte, erließ der IGH im März eine zweite Anordnung. In einer

dritten Order vom Maiuntersagte er Israel die Bodenoffensive in Rafah.

Die fand trotzdem statt – Rafah liegt heute in Trümmern.


Deutschland fuhr seine Rüstungsexporte danach zurück, lieferte aber

immer mal wieder. So genehmigte die Bundesregierung im Herbst 2024 die

Auslieferung von Panzergetrieben der Firma Renk. Sie werden in

Merkava-Panzern verbaut, die nachweislich in Gaza im Einsatz sind.

Zudem sind nach Recherchen der Zeit chargenweise weitere

Matador-Raketenwerfer genehmigt worden. Insgesamt belief sich das

Exportvolumen von Rüstungsgütern von Januar 2024 bis Ende Juni 2025

auf 250 Millionen Euro.


Stefanie Bock hält die Rechtsauffassung, dass der Nachweis nicht

erforderlich sei, dass Merkava-Panzer bei Kriegsverbrechen zum Einsatz

kamen, nicht für fernliegend. Denn die Grundsätze des allgemeinen

Strafrechts gelten nach § 2 VStGB auch im deutschen Völkerstrafrecht.

(…)


Bleibt schließlich die Frage, ob die handelnden Personen deshalb nicht

haften, weil die israelische Regierung zugesichert hat, keine

Kriegsverbrechen zu begehen. Doch nach Auffassung von Bock ist auch

hier Skepsis angebracht.


"Grundsätzlich wird in der Praxis mit solchen Zusicherungen

gearbeitet. Aber wenn ein Staat sein Verhalten auch nach mehreren

Mahnungen durch IGH und IStGH nicht anpasst, dann hat er offenbar eine

andere Rechtsauffassung vom Völkerrecht – dann steht auch der Wert

einer solchen Zusicherung in Frage", so Bock dazu.


Zu berücksichtigen sei zudem die Entscheidung des IGH in dem Verfahren

Nicaragua gegen Deutschland. Hier geht es darum, ob Deutschland durch

seine Unterstützung Israels eigene völkerrechtliche Pflichten verletzt

hat. Im Eilverfahren hatte der IGH im April 2024 vom zweistufigen

Exportkontrollverfahren bei Kriegswaffen durchaus beeindruckt gezeigt

und berücksichtigt, dass Deutschland im Frühjahr 2024 die Exporte

stark zurückgefahren hatte.


Allerdings, betont Bock, habe der IGH hier zugleich deutlich gemacht,

für wie problematisch er Waffenlieferungen in Kriegsgebiete hält, und

die stetige Neubewertung der Exporte angemahnt. Weder beim IGH noch

vor deutschen Verwaltungsgerichten ist es Klägern bislang gelungen,

die Exporte zu stoppen.


Mit einem ebenfalls am Freitag ergangenen Beschluss bestätigte der

hessische Verwaltungsgerichtshof in zweiter Instanz, dass betroffene

Zivilisten aus Gaza nicht gegen Genehmigungen von Rüstungsgütern

klagen können.


Auch Anträge gegen die Genehmigung von Kriegswaffenexporten sind

bislang vor den dafür zuständigen Berliner Gerichten gescheitert.

Vielleicht wiegten sich die Bundeskanzler und ihre Minister auch wegen

solcher Entscheidungen bislang in Sicherheit.



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12. DBK: Die Gewalt muss sofort enden! Friede für Israel und Palästina!


      Erklärung der deutschen Bischöfe zum Gazakrieg



https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2025/2025-158-Anlage1-HVV-Fulda-Pressebericht-Erklaerung-zum-Gazakrieg.pdf


25.09.2025



Die Gewalt muss sofort enden! Friede für Israel und Palästina!


Erklärung der deutschen Bischöfe zum Gazakrieg



(…)


Wenn es eine Lehre aus dem unermesslichen Leid der vergangenen

Jahre gibt, dann die, dass Waffengewalt ohne die Bereitschaft zu

echter Konfliktlösung immer wieder zu neuer Gegengewalt, aber niemals

zu Versöhnung und Frieden führt. Beide Völker – Israelis und

Palästinenser – haben sich im Laufe des 20. Jahrhunderts und darüber

hinaus gegenseitig tiefe Verletzungen zugefügt und müssen zu der

Erkenntnis kommen: Leid lässt sich nicht gegen Leid aufwiegen.


Die unzähligen Opfer haben nicht den erhofften Frieden gebracht,

sondern stattdessen bei den Überlebenden Trauer, Verzweiflung und Hass

hinterlassen. Das macht den Weg zu Vergebung und Versöhnung schwer.

Und doch eröffnet nur ein solcher Weg die Perspektive auf den Frieden,

den alle Menschen in der Region verdienen.


Gemeinsam mit Papst Leo XIV. rufen wir zu einem sofortigen Ende der

Gewalt im Heiligen Land auf. Wir fordern die umgehende Freilassung der

israelischen Geiseln, die sich noch immer in der Gewalt der Hamas

befinden. Zugleich fordern wir den ungehinderten Zugang zu wirksamer

humanitärer Hilfe im Gazastreifen. Jede Verzögerung kostet

Menschenleben. Kein politisches Kalkül und kein militärisches

Interesse dürfen schwerer wiegen als das Recht auf Nahrung, Wasser,

medizinische Versorgung und Sicherheit.


Mit Nachdruck bekräftigen wir die Notwendigkeit einer politischen

Lösung, die die elementaren Rechte und Interessen von Israelis und

Palästinensern gleichermaßen achtet. Der Krieg kann niemals an die

Stelle einer politischen Aushandlung treten. Dauerhafter Friede kann

vielmehr nur dort entstehen, wo beide Völker Sicherheit, Würde und

eine Zukunftsperspektive finden.


Deshalb appellieren wir an die internationale Gemeinschaft, auch an

die deutsche Bundesregierung, ihre Verantwortung wahrzunehmen und

Initiativen zu stärken, die die Grundlagen einer gerechten Koexistenz

schaffen: zwei Staaten, die friedlich Seite an Seite leben. (...)


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13. UN: Rede des Generalsekretärs zur Eröffnung der Generaldebatte der 80. Sitzung der Generalversammlung



https://www.un.org/sg/en/content/sg/statement/2025-09-23/secretary-generals-address-the-opening-of-the-general-debate-of-the-80th-session-of-the-general-assembly-trilingual-delivered-scroll-down-for-all-english-and-all-french


23. September 2025


Rede des Generalsekretärs zur Eröffnung der Generaldebatte der 80. Sitzung der Generalversammlung


Lassen Sie mich mit zwei Worten beginnen, die wir in dieser Halle

nicht oft genug sagen konnten:


Frau Präsidentin,


Exzellenzen,


Meine Damen und Herren,


Vor achtzig Jahren, in einer Welt, die vom Krieg versengt wurde,

trafen die Führer eine Wahl.


Kooperation über Chaos.


Gesetz über Gesetzlosigkeit.


Frieden über Konflikte.


Diese Wahl brachte die Vereinten Nationen hervor - nicht als Traum für

Perfektion, sondern als praktische Strategie für das Überleben der

Menschheit.


Viele unserer Gründer hatten aus erster Hand die Hölle der Todeslager

und den Terror des Krieges gesehen.


Sie wussten, dass wahre Führung bedeutete, ein System zu schaffen, um

eine Wiederholung dieser Schrecken zu verhindern.


Eine Brandmauer gegen die Flammen des Konflikts und des Dritten

Weltkriegs.


Ein Forum für souveräne Staaten, um Dialog und Zusammenarbeit zu

führen.


Und eine konkrete Bestätigung einer wesentlichen menschlichen

Wahrheit: Wir sind alle zusammen dabei.


Dieser Generalversammlungssaal ist der Herzschlag dieser Wahrheit.


Das ist der Grund, warum die Staats- und Regierungschefs seit

Jahrzehnten auf dieses einzigartige Podium gekommen sind.


Deshalb sind Sie heute hier.


Denn im besten Fall sind die Vereinten Nationen mehr als ein

Treffpunkt.


Es ist ein moralischer Kompass.


Eine Kraft für Frieden und Friedenssicherung


Ein Hüter des Völkerrechts


Ein Katalysator für nachhaltige Entwicklung


Eine Rettungsleine für Menschen in der Krise;


Ein Leuchtturm für Menschenrechte


Und ein Zentrum, das Ihre Entscheidungen – die Entscheidungen der

Mitgliedstaaten – in die Tat umwandelt.


Achtzig Jahre später – wir stellen uns wieder der Frage, mit der

unsere Gründer konfrontiert waren – nur noch dringlicher,

verstrickter, unversöhnlicher:


Welche Art von Welt bauen wir zusammen?


Exzellenzen,


Wir haben unsere Arbeit für uns erledigt ... da unsere Fähigkeit,

diese Arbeit durchzuführen, von uns abgeschnitten wird.


Wir sind in ein Zeitalter rücksichtsloser Störungen und unerbittlichen

menschlichen Leidens eingetreten.


Schauen Sie sich um.


Die Prinzipien der Vereinten Nationen, die Sie aufgestellt haben, sind

belagert.


Hören.


Die Säulen des Friedens und des Fortschritts knicken unter dem Gewicht

der Straflosigkeit, Ungleichheit und Gleichgültigkeit ein.


Souveräne Nationen, einmarschiert.


Hunger, bewaffnet.


Wahrheit, zum Schweigen gebracht.


Steigender Rauch aus zerbombten Städten.


Steigende Wut in zerbrochenen Gesellschaften.


Steigende Meere verschlucken Küsten.


Jedes eine Warnung.


Jede eine Frage.


Welche Art von Welt werden wir wählen?


Eine Welt der rohen Macht – oder eine Welt der Gesetze?


Eine Welt, die ein Gerangel um Eigennutz ist – oder eine Welt, in der

Nationen zusammenkommen?


Eine Welt, in der es richtig macht – oder eine Welt der Rechte für

alle?


Exzellenzen,


Unsere Welt wird immer multipolarer.


Das ist positiv – eine vielfältigere, dynamischere globale Landschaft.


Aber Multipolarität ohne effektive multilaterale Institutionen kann

Chaos hofieren – wie Europa auf die harte Tour gelernt hat, die zum

Ersten Weltkrieg führte. Es war multipolar, aber es gab keine

multilateralen Institutionen.


Lassen Sie uns klar sein:


Internationale Zusammenarbeit ist nicht naiv.


Es ist ein harter Pragmatismus.


In einer Welt, in der Drohungen Grenzen springen, ist Isolation eine

Illusion.


Kein Land kann eine Pandemie allein stoppen.


Keine Armee kann steigende Temperaturen stoppen.


Kein Algorithmus kann das Vertrauen wieder aufbauen, sobald es

gebrochen ist.


Das sind globale Stresstests – unserer Systeme, unserer Solidarität

und unserer Entschlossenheit.


Ich bin überzeugt:


Wir können diese Tests bestehen.


Und das müssen wir.


Weil die Menschen überall etwas Besseres fordern.


Wir schulden ihnen ein System, das ihres Vertrauens würdig ist – und

eine Zukunft, die ihren Träumen würdig ist.


Und so müssen wir die Wahl treffen – eine aktive Wahl.


Um das Gebot des Völkerrechts zu bekräftigen.


Die Zentralität des Multilateralismus wieder zu bekräftigen.


Stärkung von Gerechtigkeit und Menschenrechten.


Und sich erneut zu den Prinzipien zu verpflichten, die zu unserer

Organisation geführt haben – und dem Versprechen, das in ihren ersten

Worten enthalten ist:


„Wir Völker“.


Exzellenzen,


Die Entscheidungen, vor denen wir stehen, sind nicht Teil einer

ideologischen Debatte.


Sie sind eine Frage von Leben und Tod für Millionen.


Während ich die globale Landschaft scannen, müssen wir fünf kritische

Entscheidungen treffen. Erstens müssen wir Frieden wählen, der im

Völkerrecht verwurzelt ist.


Frieden ist unsere erste Pflicht.


Doch heute tobten Kriege mit einer Barbarei, die wir gelobten nie

zuzulassen.


Allzu oft wird die Charta geschwenkt, wenn sie bequem ist, und

zertrampelt, wenn sie nicht.


Aber die Charta ist nicht optional. Es ist unser Fundament.


Und wenn das Fundament bricht, bricht alles auf, was darauf aufgebaut

ist, bricht. Auf der ganzen Welt sehen wir Länder, die so tun, als ob

die Regeln nicht für sie gelten.


Wir sehen, dass Menschen weniger als menschlich behandelt werden.


Und wir müssen es ausrufen.


Straflosigkeit ist die Mutter des Chaos – und sie hat einige der

grausamsten Konflikte unserer Zeit hervorgebracht.


Im Sudan werden Zivilisten abgeschlachtet, verhungert und zum

Schweigen gebracht.


Frauen und Mädchen sehen sich unaussprechlicher Gewalt ausgesetzt.


Es gibt keine militärische Lösung.


Ich fordere alle Parteien auf, auch die in dieser Halle: Beenden Sie

die externe Unterstützung, die dieses Blutvergießen anheizt. Drängen

Sie, Zivilisten zu schützen.


Weil das sudanesische Volk Frieden, Würde und Hoffnung verdient.


In der Ukraine tötet unerbittliche Gewalt weiterhin Zivilisten,

zerstört die zivile Infrastruktur und bedroht den globalen Frieden und

die Sicherheit.


Ich lobe die jüngsten diplomatischen Bemühungen der Vereinigten

Staaten und anderer. Wir müssen für einen vollständigen

Waffenstillstand und einen gerechten, dauerhaften Frieden in

Übereinstimmung mit der Charta, den UN-Resolutionen und dem

Völkerrecht arbeiten.


In Gaza nähern sich die Schrecken einem dritten monströsen Jahr. Sie

sind das Ergebnis von Entscheidungen, die der grundlegenden

Menschlichkeit trotzen.


Das Ausmaß von Tod und Zerstörung übersteigt jeden anderen Konflikt in

meinen Jahren als Generalsekretär.


Der Internationale Gerichtshof hat rechtsverbindliche vorläufige

Maßnahmen in dem genannten Fall erlassen: „Antrag des Übereinkommens

zur Verhütung und Bestrafung des Völkermords im Gazastreifen“.


Seitdem wurde eine Hungersnot ausgerufen, und die Tötung hat sich

intensiviert.


Die vom IGH festgelegten Maßnahmen müssen vollständig und sofort

umgesetzt werden.


Nichts kann die schrecklichen Terroranschläge der Hamas vom 7. Oktober

und die Geiselnahme rechtfertigen, die ich beide wiederholt verurteilt

habe.


Und nichts kann die kollektive Bestrafung des palästinensischen Volkes

und die systematische Zerstörung des Gaza-Streifens rechtfertigen.


Wir wissen, was nötig ist:


Ständiger Waffenstillstand jetzt. Alle Geiseln, die jetzt freigelassen

wurden. Jetzt voller humanitärer Zugang.


Und wir dürfen nicht in der einzig gangbaren Antwort auf den

nachhaltigen Frieden im Nahen Osten nachgeben: eine

Zwei-Staaten-Lösung, wie sie gestern so eloquent bekräftigt wurde.


Wir müssen dringend gefährliche Trends vor Ort umkehren.


Unerbittliche Expansion der Siedler und die Gewalt, und die drohende

Annexion drohen.


Überall – von Haiti über den Jemen bis nach Myanmar bis in die

Sahelzone und darüber hinaus – müssen wir den Frieden im Völkerrecht

vorbehaltlich wählen.


Das vergangene Jahr hat Hoffnungsschimmer gebracht, darunter: den

Waffenstillstand zwischen Kambodscha und Thailand und das Abkommen

zwischen Aserbaidschan und Armenien, vermittelt von den Vereinigten

Staaten.


Aber viel zu viele Krisen gehen ungebremst weiter.


Straflosigkeit herrscht.


Gesetzlosigkeit ist eine Ansteckung.


Es lädt zu Chaos ein, beschleunigt den Terror und riskiert ein

nukleares Frei-für-alles.


Wenn die Rechenschaftspflicht schrumpft, wachsen Friedhöfe.


Wenn UN-Mitarbeiter und -Einrichtungen angegriffen werden – gegen

gesetzliche Verpflichtungen verstoßen – ist es auch der Kern unserer

Fähigkeit zu dienen und zu liefern.


Der Sicherheitsrat muss seiner Verantwortung gerecht werden.


Es muss repräsentativer, transparenter und effektiver sein.


Und über die Krisenreaktion hinaus müssen wir die Ungerechtigkeiten

bekämpfen, die Konflikte entfachen - Ausgrenzung, Ungleichheit,

Straflosigkeit und Korruption.


Der sicherste Weg, die Waffen zum Schweigen zu bringen, ist, das

Volumen für Gerechtigkeit zu erhöhen.


Wirkliche Sicherheit entsteht aus Fairness und Chancen für alle.



——


14. NDR: Bundeswehrübung "Red Storm Bravo": Gegner kündigen Proteste an



https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/red-storm-bravo-proteste-gegen-bundeswehruebung-angekuendigt,redstormbravo-102.html



Bundeswehrübung "Red Storm Bravo": Gegner kündigen Proteste an


Stand: 22.09.2025 20:23 Uhr

Ab Donnerstag trainiert die Bundeswehr in Hamburg drei Tage lang ihre

Abläufe bei einem Spannungsfall. Doch das Manöver mit dem Namen "Red

Storm Bravo" stößt nicht überall auf Verständnis: Gegner der Übung

kündigten Proteste an.


Bei der Verteidigungsübung probt die Bundeswehr von Donnerstag bis

Sonnabend ein fiktives Bündnisfall-Szenario. Dabei sollen neben 500

Soldatinnen und Soldaten auch militärische Boden- und Luftfahrzeuge in

Hamburg unterwegs sein. Doch in den vergangenen Wochen formierte sich

zunehmend Widerstand gegen das Manöver - am Montag riefen erneut

mehrere Gruppen zu Protesten auf.


So veranstaltet etwa der Hamburger Landesverband der Sozialistischen

Jugend Deutschlands am Dienstag eine Kundgebung auf dem Ida-Ehre-Platz

in der Altstadt. Am Donnerstag lädt die Hamburger

Bürgerschaftsfraktion der Linken zu einer Diskussionsveranstaltung mit

dem Titel "Arbeitszwang & Kriegswirtschaft - Was das Manöver 'Red

Storm Bravo' für Hamburgs Beschäftigte bedeutet" ins Hamburger

Rathaus. Das Bündnis "Gemeinsam gegen Red Storm Bravo" ruft zudem für

Freitag zu einer Demonstration am Rathausmarkt auf.


Und auch bei dem Hamburger Bündnis "Kein NATO-Hafen“ stößt die

Bundeswehrübung auf Ablehnung. Unter dem Motto "NEIN zur

NATO-Kriegsübung Red Storm Bravo - JA zur zivilen Entwicklung!"

kündigte das Bündnis verschiedene Protestaktionen in der Stadt an. Das

Motto ist zugleich der Titel einer für Sonnabend geplanten

Demonstration am Hamburger Hauptbahnhof. Laut den Veranstaltern werden

bis zu 10.000 Teilnehmende zu der Demonstration erwartet.


Dem Bündnis "Kein NATO-Hafen" gehören eigenen Angaben zufolge

verschiedene Initiativen, Gewerkschafts- und Parteiaktive, Jugend- und

Studierendenverbände, Aktionsgruppen und Einzelpersonen an. Unter

anderem sind der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der

Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, die ver.di Jugend

Hamburg und die Hamburger Initiative gegen Rüstungsexporte über den

Hamburger Hafen an dem Bündnis beteiligt.


Aufrüstung auf Kosten aller?


"Bei diesem Manöver soll die zivil-militärische Zusammenarbeit geprobt

werden. Entsprechend geht es darum, dass wir uns als Zivilbevölkerung

darauf besinnen, was eine Entwicklung in unserem Sinne wäre", sagte

AStA-Sprecherin Sabine Derboven NDR 90,3. Es könne nicht sein, dass

massiv aufgerüstet werde auf Kosten aller möglichen gesellschaftlichen

Bereiche. "Dementsprechend befürworte ich die Proteste gegen dieses

Manöver", so Derboven.


Die Bundeswehr habe die verschiedenen Protestaktionen im Blick,

erklärte derweil das Bundesverteidigungsministerium. "Der Umgang mit

zivilen Protesten wird dargestellt und geübt", heißt es in einer

Antwort des Ministeriums auf eine Kleine Anfrage der

Bundestagsfraktion der Linken.



——

25.09.2025

Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien - sowie zum Thema Militarisierung.  (III von III)

15. SWP: Noch Zivilmacht?  Die Außen- und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland


https://www.swp-berlin.org/publikation/noch-zivilmacht


Hanns W. Maull <https://www.swp-berlin.org/wissenschaftler-in/hanns-maull>

Noch Zivilmacht?


Die Außen- und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland


SWP-Studie 2025/S 13, 19.09.2025, 36 Seiten



Prof. i. R. Dr. Hanns W. Maull ist Non-Resident Senior Fellow der SWP.


In ihrer Außen- und Sicherheitspolitik verfolgte die Bundesrepublik

Deutschland von Anfang an ein Rollenkonzept, das sich an drei

grund­legenden Prämissen orientierte: »Nie wieder« (Absage an die

Gräuel des nationalsozialistischen Deutschland), »niemals im

Alleingang« (prinzpieller Multilateralismus), »Diplomatie statt Gewalt«.


Dieses Rollenkonzept lässt sich als das einer »Zivilmacht«

beschreiben. Die im Verfolg dieses Konzeptes insgesamt überaus

erfolgreiche Politik verdankte sich innen- und außenpolitischen

Voraussetzungen, die im Verlauf der beiden letzten Jahrzehnte

zusehends erodierten.


Innenpolitisch ermöglicht wurden die Erfolge der Zivilmacht

Deutschland durch kluge Machtpolitik: Die Bundesrepublik entfaltete

ein auf ihr Rolenkonzept zugeschnittenes Portfolio an Machtressourcen,

die letztlich der friedlichen Wiedervereinigung eines in ein vereintes

Europa einge­betteten Deutschlands den Weg bahnten.


Die Kultivierung dieser Macht­ressourcen und eine konsequente

strategische Ausrichtung am Konzept der Zivilmacht wurden in jüngster

Zeit jedoch vernachlässigt.


Außenpolitisch beruhten die Erfolge auf der Verfügbarkeit von inner-

und außereuropäischen Partnern, leistungsfähigen internationalen

Orga­nisationen und einem internationalen Umfeld, das insgesamt in

gewissem Ausmaß »zivilisiert« war: Die Anwendung von Gewalt wurde in

den zwischenstaatlichen Beziehungen durch das nukleare Patt in Europa

ein­gehegt.


In seinen Grundzügen ist das Rollenkonzept der Zivilmacht für

Deutschland auch unter den gegenwärtigen, wesentlich ungünstigeren

äußeren Bedingungen unverzichtbar: Es ist außen- wie innenpolitisch

zutiefst verwoben mit der Identität und Verfassung der Bundesrepublik

als liberale Demokratie.


Die Bundesregierung sollte daher auf eine konsequente Wahrung und

Mehrung ihres spezifischen Machtportfolios setzen und dabei

insbesondere die (Fort-)Entwicklung der internationalen und

supranationalen Zusammenarbeit mit anderen liberalen Demokratien und

gleichgesinnten Partnern vorantreiben.


(…)


In dieser kommenden Phase der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik

geht es zuvörderst darum, die liberale Demokratie in Deutschland

selbst, in Europa und in der Gemeinschaft der liberalen Demokratien

weltweit zu konsolidieren und zugleich eine liberal­demokratische

Weltordnung zu verteidigen und fortzuentwickeln – ausgerichtet am

Kompass der uni­versalen Menschenrechte und Menschenwürde.


Voraussetzung dafür ist eine kluge Machtpolitik, die die spezifischen

Machtressourcen, über die Deutschland verfügt, systematisch auf- und

ausbaut, sie in der Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten bündelt und in

supranational integrierte Strukturen überführen hilft.


Die Hürden dafür sind derzeit gewaltig, die Partner aus eigenen

innenpolitischen Gründen unzuverlässig und unberechenbar geworden, die

zivilisierenden Insti­tutionen selbst in der Krise. Doch Resignation

ist keine Option. Stattdessen muss sich die Bundesrepu­blik außen- und

sicherheitspolitisch im alten Sinne als Zivilmacht neu erfinden.



——


Hinweis:


Die beiden folgenden Pressemeldungen stehen noch nicht auf der Homepage von IPPNW:


https://www.ippnw.de/startseite.html


---


16. IPNNW: Internationaler Tag für die Abschaffung der Atomwaffen


     IPPNW fordert Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag

Pressmitteilung


25.09.2025

Internationaler Tag für die Abschaffung der Atomwaffen


IPPNW fordert Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag


Anlässlich des Internationalen Tags für die Abschaffung der Atomwaffen

am 26. September ruft die deutsche Sektion der IPPNW (Internationale

Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges) die Bundesregierung dazu auf,

ein klares Zeichen für Abrüstung und Frieden zu setzen. Die

Organisation fordert den Beitritt Deutschlands zum

UN-Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) und den Abzug aller US-Atomwaffen,

die derzeit im rheinland-pfälzischen Büchel stationiert sind.


„Atomwaffen sind keine Sicherheitsgarantie, sondern eine permanente

Bedrohung für die Menschheit“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Dr.

Angelika Claußen. „Gerade in Zeiten geopolitischer Spannungen ist es

brandgefährlich, auf nukleare Abschreckung zu setzen. Wir brauchen

eine neue Sicherheitsarchitektur, die auf Kooperation, Abrüstung und

Rüstungskontrolle basiert.“


Die IPPNW kritisiert insbesondere die geplante Stationierung neuer

US-Mittelstreckensysteme in Deutschland sowie die Modernisierung der

US-Atomwaffen im Rahmen der sogenannten „nuklearen Teilhabe“. Diese

Maßnahmen widersprechen dem Geist des Atomwaffensperrvertrags und

erhöhen das Risiko eines nuklearen Konflikts in Europa.


„Deutschland muss sich entscheiden: Will es Teil der Lösung sein oder

Teil des Problems? Der Beitritt zum AVV wäre ein historischer Schritt

hin zu einer Welt ohne atomare Bedrohung“, so Claußen weiter.


Die Abschaffung der Menschheitsbedrohung durch Atomwaffen ist auch

Thema des Weltkongresses der IPPNW, der aus Anlass des 80. Jahrestags

der Atombombenabwürfe vom 2. bis 5. Oktober 2025 im japanischen

Nagasaki stattfindet. Teilnehmer*innen aus Deutschland, die aus

Berlin, Bielefeld, Mainz, Hamburg, Frankfurt, Glees (Eifel),

Braunschweig, Bochum, Villingen-Schwenningen, Stuttgart, Dresden und

Bremen kommen, stehen für Stellungnahmen und Interviews zur Verfügung.


Der Internationale Tag für die vollständige Beseitigung der Kernwaffen

wird weltweit am 26. September begangen. Der Aktionstag wurde 2013

durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen ins Leben gerufen.



——


17. IPNNW: Demonstrationen gegen Hochrüstung und Krieg am 3. Oktober 2025 in Berlin und Stuttgart

Pressemitteilung



09/25/25

Demonstrationen gegen Hochrüstung und Krieg am 3. Oktober 2025 in Berlin und Stuttgart


Wachsende Unterstützung für Friedensdemonstrationen



Während die israelische Regierung ihre brutale Militäroffensive und

Hungerblockade in Gaza vorantreibt und der Ukrainekrieg mit

unverminderter Härte fortgeführt wird - ohne Aussicht auf Gespräche

zwischen Russland und der Ukraine – wächst in Deutschland der

Widerstand gegen Kriege und Hochrüstung:


Über 400 Friedensinitiativen und -organisationen unterstützen die

Demonstrationen „Nie wieder kriegstüchtig! Stehen wir auf für

Frieden!“ am 3. Oktober in Berlin und Stuttgart. Auf beiden

Demonstrationen werden der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler

Jeffrey Sachs und Ghassan Abu-Sittah, palästinensischer plastischer

Chirurg aus Glasgow, der medizinische Hilfe in Gaza für „Ärzte ohne

Grenzen“ leistete, per Video zugeschaltet.


In Stuttgart sprechen u.a. die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende und

Theologin Margot Käßmann, die Gewerkschafterin Ulrike Eifler, Lothar

Binding (Bundesvorsitzender der SPD AG 60 plus), Wieland Hoban

(Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden), Vincent Leuze (Ver.di

Jugend), Ronja Fröhlich (Bündnis „Nein zur Wehrpflicht“) und Sevim

Dağdelen (ehem. MdB). Für musikalische Begleitung sorgen der

Mannheimer Liedermacher Bernd Köhler alias  „Schlauch” und der

Stuttgarter Rapper Toba Borke.


In Berlin sprechen u.a. der Pazifist und Rüstungsexportkritiker Jürgen

Grässlin, die Kriegsdienstverweigerer Andrii Konovalov (Ukraine) und

Artem Klyga (Russland), Basem Said, Pädagoge und Aktivist in der

palästinensischen Community in Berlin, Andrea Hornung vom Bündnis

„Nein zur Wehrpflicht“ sowie die Politiker:innen Ralf Stegner (SPD),

Özlem Demirel (Die Linke) und Christian Leye (BSW).


Zudem gibt es in Berlin musikalische Beiträge von Vizzion und Masur

(Rapper), Strom&Wasser (Ska-Punk-Polka-Randfiguren-Walzer-Rock), Tino

Eisbrenner (Songpoet, Friedensberichterstatter, Liedermacher) sowie

Tony Ávila aus Kuba und Pablo Miró, argentinisch-deutscher Musiker.


Zu den über 400 Unterstützerorganisationen gehören zahlreiche lokale

und bundesweite Friedensinitiativen, gewerkschaftliche und christliche

Initiativen, Bündnisse gegen die Wehrpflicht, Jugendverbände sowie

Parteien, darunter SPD-Gliederungen wie die AG 60 plus und der

Erhard-Eppler-Kreis, außerdem mehrere palästinensische Initiativen.



Mit freundlichen Grüßen


Clemens Ronnefeldt

Referent für Friedensfragen beim deutschen

Zweig des internationalen Versöhnungsbundes


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

25.09.2025

Das große Schachspiel und die Ukraine

seniora.org, vom 8. März 2022, Peds Ansichten 07. 03, 2022

Der lange Atem der Wahnhaften und ein Kapitel Geostrategie.


Geostrategie anglo-amerikanischer Prägung zeichnet sich nicht so sehr durch brillante Logik, sondern eher durch Wahnhaftigkeit aus. Eine, die der Geostratege selbst als Mission verstanden wissen möchte. Sich als Teil einer Mission zu sehen, beschreibt wiederum ein Selbstverständnis, das von Sendungsbewusstsein durchdrungen ist. Man fühlt sich erleuchtet, berufen und selbstverständlich auch befähigt, große, ganz große Dinge anzustoßen. Und dafür Opfer zu bringen, fremde Opfer natürlich. Einflussreiche Geostrategen wie Jener, von dem wir gleich mehr erfahren werden, sahen sich genau so, als auserwählte bedeutsame Mitglieder einer besonderen Spezies.

Solche Menschen leiden unter einem emotionalen Defekt. Sie haben Probleme, mit anderen Menschen mitzufühlen. Weil sie sich wohl auch selbst nicht so recht fühlen können. Das befähigt diese Menschen zu äußerst pragmatischem Denken. Es befreit sie von Skrupeln. Es entledigt sie von möglicherweise nagenden Zweifeln. Gleichzeitig führt eine solche emotionale Armut zu innerer Leere, die man wiederum zu befüllen sucht. Man ist nicht in der Lage, in die eigenen Abgründe zu schauen und sucht sich Ersatzhandlungen. Man versucht die Menschen, am besten alle Menschen besser zu machen, nur nicht sich selbst. Getrieben und wahnhaft überdeckt man seine inneren Nöte und da ist die ganze Welt gerade groß genug, um ausreichend Gestaltungsspielraum zu besitzen.

In diese Art von Menschen ordne ich Zbigniew Brzezinski ein.

Wenn wir im Weiteren über geostrategische Konzepte in Bezug auf die Ukraine sprechen, dann sollten wir uns ein wichtiges Merkmal dieser Konzepte stets vor Augen führen. Ihnen fehlt jede Wärme und Empathie, sie sind völlig gefühllos. Sie sind ein Spiegel der aus meiner Sicht verkrüppelten Gefühlswelt der Verfasser. Sie vermitteln im Fehlen jedweden Mitgefühls eine beängstigende psychopathische Düsternis. Dieses Gefühl kann freilich nur ein wahrhaft empathischer, reflektierender, achtsamer Mensch wahrnehmen. Wer abgestumpft ist, wurde irgendwann gewissermaßen gebrochen. Damit bewegt er sich nunmehr auf einer rein rationalen, logischen Ebene der geäußerten Gedanken. Das darunter sieht er nicht. Statt dessen wird seine Emotionalität von außen durch Kicks, durch Trigger angestoßen. Die dann gezeigte Empathie ist keine Wirkliche, denn eine solche bedarf der Selbstempathie. Ohne diese ist es nur Schein. Und dieser Schein lebt von fremdbestimmten übergestülpten Kodexen und Moralvorstellungen.

Ohne Achtsamkeit und Empathie wird man von Brzezinskis Worten eingefangen, wird man von ihm manipuliert, auch wenn man dessen Gedanken nur liest. Die Logik, die Sie erfahren werden, ist oft sehr eingänglich, aber bei genauerem Hinsehen keinesfalls schlüssig. Zumal sich diese Logik auf fundamentalen Annahmen stützt, die nicht bewiesen sind. Beispielsweise, dass der Sinn von Gesellschaften vorrangig darin bestehen würde, Macht und Einfluss über Konkurrenten zu gewinnen. Aus Sicht des Verfassers besteht die Aufgabe des Werkes wohl darin, Lehrbuch und somit eine Handlungsanleitung zu sein, um die dort verfassten Gedanken zur Wahrheit werden zu lassen. Das soll innerhalb der folgenden Analyse nicht im Vordergrund stehen und wird trotzdem immer wieder eine Rolle spielen. Bitte behalten Sie es im Hinterkopf, liebe Leser.

Eine ukrainische Episode und ein Buch

Kaum jemand wird wissen, dass an der NATO-Intervention im jugoslawischen Bosnien-Herzegowina Mitte der 1990-er Jahre ein Bataillon mit dem UN-Referenz-Code S-1818-0082-0002 und dem Namen UKRBAT beteiligt war (1). UKRBAT steht als Abkürzung für Ukrainisches Bataillon. Es hatte logistische Aufgaben zu erfüllen. Was in jener Zeit klein und fein begann, war ein stetiger Prozess der Integration der ukrainischen Streitkräfte in die Strukturen des NATO-Pakts, obwohl das Land bis heute nicht Mitglied dieses „Bündnisses“ ist (2).

„Unter dem Dach der NATO-Ukraine-Kommission besteht seit 1997 eine weit verzweigte Struktur von Gremien, Mechanismen und Programmen, die vertiefte politische Konsultationen und praktische Zusammenarbeit ermöglichen.“ (3)

In eben jener Zeit erschien ein bald zur geostrategischen Fibel gekürtes Werk eines gewissen Zbigniew Brzezinski. In diesem Werk werden in erstaunlicher Art und Weise Dinge vorweg genommen, welche mit der Ukraine zu tun haben.

Wer war Zbigniew Brzezinski? Der gebürtige, aus einer Adelsfamilie stammende Pole mit ukrainischen Wurzeln (4) war einer der einflussreichsten Gestalter innerhalb der US-amerikanischen Politik. Er war Berater mehrerer US-Präsidenten und Präsidentenschaftskandidaten, Direktor des National Endowment for Democracy (NED, 5) sowie Mitglied im Nationalen Sicherheitsrat der USA, dem Center for Strategic and International Studies (CSIS, 6) und dem äußerst einflussreichen Council on Foreign Relations (7). Außerdem war er, gemeinsam mit David Rockefeller Mitbegründer der Trilateralen Kommission.

1997 erschien sein Buch The Great Chessboard (Das große Schachspiel), in Deutschland unter dem Titel Die Einzige Weltmacht veröffentlicht. Noch einmal: Brzezinski war nicht irgendwer, sein politisch-ideologischer Einfluss war überragend. Er war jahrzehntelang ein Weichensteller für die US-Außenpolitik und er war das auch, als er dieses Buch Mitte der 1990-er Jahre schrieb. Leute wie Brzezinski dachten elitär, global und strategisch. Sie planten Macht und Herrschaft in der Zukunft und nahmen Dinge vorweg, die später politisch praktiziert wurden. Brzezinski war ein Globalist und er bekannte sich auch dazu.

Globalisten stehen über allen und über allem. Sie ziehen Mauern zwischen Menschen und Gruppen hoch, um diese zu beherrschen. Aber der eigene Herrschaftsanspruch ist grenzenlos und steht selbst über Staaten. Vier Jahre vor Gründung der Trilateralen Kommission schrieb Zbigniew Brzezinski:

„Der Nationalstaat als grundlegende Einheit des organisierten Lebens des Menschen ist nicht mehr die hauptsächliche schöpferische Kraft. Internationale Banken und multinationale Konzerne handeln und planen in einer Weise, die den politischen Konzepten des Nationalstaates weit voraus ist.“ (8)

Und wenn man in The Great Chessboard nach der Ukraine sucht, dann gehen einem die Augen auf (Hervorhebung durch Autor):

„Unter den gegenwärtigen globalen Gegebenheiten lassen sich mindestens fünf geostrategische Hauptakteure und fünf geopolitische Dreh- und Angelpunkte auf der neuen politischen Landkarte Eurasiens ermitteln. Frankreich, Deutschland, Russland, China und Indien sind die Hauptakteure […] Die Ukraine, Aserbaidschan, Südkorea, die Türkei und der Iran stellen geopolitische Dreh- und Angelpunkte von entscheidender Bedeutung dar […].“ (9)

Mit Dreh- und Angelpunkten (Pivots) meinte Brzezinski ausdrücklich, dass er den darunter zusammengefassten Staaten höchstens eingeschränkt geostrategisches Handeln zugesteht, namentlich der Türkei und dem Iran. Doch letztlich sieht er alle fünf Länder als reine, zu benutzende Objekte im geostrategischen Spiel, vornweg die Ukraine. Er wies darauf hin, dass der Hegemon in diesen Staaten die Aufgabe hat, „zu steuern“. Die Ukraine selbst ist nichts weiter als Mittel zum Zweck, ganz im Sinne pathologischen Handelns von „Weltverbesserern“.

Der Konflikt der Ukraine mit Russland mag vordergründig ein regionaler Konflikt sein. Doch provoziert und ausgelöst wurde er innerhalb eines geostrategischen Spannungsfeldes und der Ukraine kommt nach dem Willen Brzezinskis und dessen Brüdern und Schwestern im Geiste nie und nimmer die Rolle eines selbständig handelnden politischen Akteurs zu. Die Ukraine ist Teil des großen Schachspiels und die Strippenzieher sitzen außerhalb Eurasiens. Das war konzeptionell bereits in der US-Außenpolitik der 1990-er Jahre verankert.

Orwellsche Unabhängigkeit

Die Globalisten verstehen unter guten Beziehungen nichts anderes als den eigenen, permanent und erfolgreich ausgeübten Einfluss. Sie setzen also gute Beziehungen mit Einfluss gleich, weil sie innerhalb ihres pathologischen Denkens außerstande sind, den Unterschied zwischen Beiden zu erkennen. Ihre Beziehung ist einseitig gedacht. Globalisten sind nicht darauf aus, die Interessen der anderen Seite zu berücksichtigen, es sei denn, sie können einen strategischen Nutzen daraus ziehen. Machtbewusste spiegeln. Sie spiegeln ihr eigenes Weltbild in den zu formenden, den zu übernehmenden Objekten.

Empathie bedeutet mitfühlen, auf den anderen eingehen, sich in ihn hineinversetzen, aber auch Wirkungen die von einem selbst ausgehen, kritisch zu prüfen. Für Globalisten kann nur der eigene Einfluss gut sein. Er entspringt einer Erwartungshaltung, die unbedingt erfüllt werden muss, „zur Not“ mit Macht und Gewalt. Mit einem ehrlichen empathischen Einfluss, praktisch einem Gewinnen durch Vorbild, hat das nichts zu tun. Weil diese Leute exzeptionell denken. Sie sehen sich als einzigartig.

Wenn also Russland und die Ukraine freundschaftliche Beziehungen unterhalten, Handel zum beiderseitigen Vorteil betreiben und auf vielfältige Weise kulturelle Kontakte pflegen, heißt das für Geostrategen wie Brzezinski es einer war: Russland hat Einfluss auf die Ukraine — und das ist nicht gut.

Diese Denke muss uns bewusst sein, sonst verstehen wir nicht, was Brzezinski 1997 mit den folgenden Worten ausdrücken wollte:

„Die Ukraine, ein neuer und wichtiger Raum auf dem eurasischen Schachbrett, ist ein geopolitischer Dreh- und Angelpunkt, weil ihre bloße Existenz als unabhängiger Staat zur Umwandlung Russlands beiträgt. Ohne die Ukraine ist Russland kein eurasisches Reich mehr.“ (10)

Das ist psychopathisches Denken und es ist voll von inneren Widersprüchen. Der Geostratege setzt die Existenz der Ukraine als unabhängigen Staat gleich mit nicht guten Beziehungen zu Russland. Er meint mit Unabhängigkeit das Kappen der Beziehungen zum Nachbarn. Es war für die Strategen in Übersee seit Jahrzehnten eine der Kernaufgaben, dafür zu sorgen, dass die Ukraine und Russland möglichst schlechte Beziehungen, am besten gar keine pflegen. Erst dann konnten sie den eigenen pathologischen Einfluss im Objekt Ukraine voll entfalten.

Schauen wir noch ein wenig in die gefühlsentleerten Hirne dieser von Macht Umgetriebenen. Sie spiegeln ihre eigene Maßlosigkeit. Sie können sich nicht vorstellen, dass andere Menschen vom Grundsatz her völlig anders denken, fühlen und handeln. Obwohl doch für die meisten Menschen gerade das gilt. Psychopathisches Denken lebt von Spaltung. Weil das den Konkurrenten schwächt, ihn isoliert. Und jeder, auf den man keinen Einfluss hat, ist ein potenzielles Ziel der Unterwerfung. So funktioniert das Spiel des Teile und Herrsche. So sind sie, die Geostrategen der westlichen Alternativlosigkeit: Getrieben von ihrer inneren Leere und kreativ im Zerstören aber unfähig, wahrhafte Beziehungen einzugehen:

„Wenn Moskau allerdings die Herrschaft über die Ukraine mit ihren 52 Millionen Menschen, bedeutenden Bodenschätzen und dem Zugang zum Schwarzen Meer wiedergewinnen sollte, erlangte Russland automatisch die Mittel, ein mächtiges Europa und Asien umspannendes Reich zu werden.“ (10i)

Sie projizieren ihre Beziehungsunfähigkeit im Kleinen als Maß von Beziehungen auf der großen gesellschaftlichen Ebene. Psychopathen mögen intelligent sein, aber seelisch sind sie arm und dem entspricht die obige Prophezeiung. Doch genau dieses Gift lassen sich die Menschen Tag für Tag durch die Massenmedien und bestellte Politiker einflößen.

Von Beginn an geplant: Die NATO-Osterweiterung

Die Führer der im Untergehen begriffenen Sowjetunion wie auch die der Jelzin-Ära waren unter anderem von einer unfassbaren Naivität beseelt, als sie den Vereinigten Staaten von Amerika abnahmen, dass die NATO „keinen Zoll weiter nach Osten“ rücken würde (11). Als der Kreis um Putin die politischen Geschäfte in Russland übernahm, war es mit der Naivität vorbei. Ob Putin Brzezinskis Buch gelesen hat? Da steht zum Beispiel auch (Hervorhebung durch Autor):

„[…] sollten die Ostgrenzen der EU zugleich die östliche Frontlinie [sic!] der NATO sein?“ (12)

Die Antwort (siehe weiter unten) wird nicht überraschen. Brzezinski hatte keine Bauchschmerzen, darauf hinzuweisen, dass solche Grundsatzentscheidungen nicht von den europäischen NATO-„Partnern“ zu treffen sind. Schwerwiegende Aspekte wie diese dürfen nicht von Betroffenen vor Ort selbst geregelt werden. Denn es sind eben nur Vasallen. Dafür ist der Hegemon da (Hervorhebung durch Autor):

„Ersteres [die EU-Erweiterung …] wird sich aber unmittelbar auf eine NATO-Entscheidung auswirken. Diese allerdings betrifft auch die Vereinigten Staaten, und die Stimme der USA ist in der NATO noch immer maßgebend.“ (12i)

Das Maß der Dinge ist für einen Globalisten immer er selbst. Alles andere ist Mittel zum Zweck. Zur Not wird für den „guten Zweck“ gelogen, manipuliert, korrumpiert, erpresst. Was interessiert „die Einzigartigen“ die Ukraine und ihre geschundenen Menschen? Es interessiert sie ein Nichts. Alles dreht sich um sie selbst und ihre gar nicht genialen, destruktiven Projekte. Erneut sei aus The Great Chessboard zitiert:

„Vor allen Dingen aber ist Europa Amerikas [gemeint sind die USA] unverzichtbarer geopolitischer Brückenkopf auf dem eurasischen Kontinent. […] Beim derzeitigen Stand der amerikanisch [US]- europäischen Beziehungen, da die verbündeten europäischen Nationen immer noch stark auf den Sicherheitsschild der USA angewiesen sind, erweitert sich mit jeder Ausdehnung des europäischen Geltungsbereichs [Brzezinski meint hier den der EU] automatisch auch die direkte Einflusssphäre der Vereinigten Staaten.“ (13)

Erkennen Sie es? Dort wo sich die Europäische Union (EU) erstreckt, erstreckt sich nach dem Willen der US-ansässigen Globalisten auch der Einflussbereich der USA. Wobei die Globalisten das Staatsgebilde USA auch nur benutzen. Sie haben auch keine Beziehungen zu dem Land in dem sie leben. Globalisten sind heimatlos. Und die herrschaftliche Durchdringung der (neuen) EU-Mitgliedsstaaten realisiert man mit was? Bingo, einer NATO-Mitgliedschaft. Also sagte Brzezinski 1997:

„Dennoch werden sich sowohl die NATO als auch die EU, nachdem die ersten drei neuen NATO-Mitglieder auch der EU beigetreten sind, mit der Frage beschäftigen müssen, wie und wann die Mitgliedschaft auf die baltischen Republiken, Slowenien, Rumänien, Bulgarien und die Slowakei und zuletzt vielleicht sogar auf die Ukraine ausgedehnt werden kann.“ (14)

Keiner der genannten Staaten war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Buches NATO-Mitglied. Bald danach waren sie es alle geworden, bis auf Einen — und das ist die Ukraine.

Die Orangene Revolution

Das Buch liest sich wie ein Planspiel, eben ein Drehbuch, an das sich die Akteure zu halten haben und wenn das nicht funktioniert, kommt es zu Reibungen bei den Dreharbeiten. Achtung, geplant war Folgendes:

„Irgendwann zwischen 2005 und 2010 sollte die Ukraine für ernsthafte Verhandlungen sowohl mit der EU als auch mit der NATO bereit sein […].“ (14i)

Hier ist eindeutig etwas schiefgelaufen, so schief, dass eine Eskalation offenbar unvermeidbar war, um den Dreh noch zum erfolgreichen Ende zu bringen. Wer über die ausreichenden Geschichtskenntnisse verfügt, stutzt beim Lesen der Jahresangaben sofort. Um die Ukraine für die NATO reif zu machen, musste zuvor Eines unbedingt geschehen: Eine Veränderung der ukrainischen Beziehungen zu Russland — und zwar zum Schlechten. Wir erinnern uns, dass für Psychopathen schlechte Beziehungen ihrer Vasallen gute Beziehungen für sich selbst und damit die eigenen „Gestaltungsmöglichkeiten“ darstellen. Die Ukraine hatte „zu gute“ Beziehungen zu Russland.

Ist es nicht faszinierend, wie sich zwischen 2004 und 2006 der Wille des Volkes mit Urgewalt seinen Weg bahnte? Denn im Jahre 2004 „brach“ in der Ukraine die sogenannte Orangene Revolution aus. Brzezinskis Vorstellungen von Geopolitik wurden mit beklemmender Akkuratesse vorangetrieben.

„Um die Bedeutung der Orangenen Revolution zu verstehen, ist es wichtig, über die politischen Misserfolge, die dem Aufstand folgten, hinwegzusehen. Die Proteste Ende 2004 verhinderten zunächst, dass der vom Kreml unterstützte Kandidat Viktor Janukowitsch das ukrainische Präsidentenamt an sich riss, und ermöglichten die Wahl seines reformorientierten Rivalen Viktor Juschtschenko.“ (15)

Freie Wahlen dienten als Mäntelchen, um Hass und Zwietracht zwischen den beiden geschichtlich und ethnisch eng miteinander verbundenen Nationen Russland und Ukraine zu säen. Die Saat ging auf. Beim der NATO nahestehenden Atlantic Council liest sich das so (Hervorhebungen durch Autor):

„Die Orangene Revolution hatte auch tiefgreifende Auswirkungen auf die Art und Weise, wie die Ukrainer sich selbst und ihre nationale Identität wahrnehmen. In den ersten dreizehn Jahren der Unabhängigkeit waren die politischen, kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Grenzen zwischen der Ukraine und Russland unscharf geblieben. Die meisten Menschen auf beiden Seiten der Grenze betrachteten das Schicksal der beiden eigentlich getrennten Länder weiterhin als untrennbar miteinander verwoben. Dies änderte sich im Jahr 2004 dramatisch, als Millionen von Ukrainern zur Verteidigung freier Wahlen mobilisierten.“ (15i, Übersetzung mit DeepL.com)

Farbrevolutionen sind nicht Volkes Wille sondern Manipulationen an den Bevölkerungen. Es sind planmäßig vorangetriebene und von außen finanzierte Operationen, Teilprojekte im Rahmen geostrategischer Konzepte. Michael McFaul, ein Spezialist für Farbrevolutionen nach den von Gene Sharp entwickelten Methoden „gewaltfreien Widerstands“ (16, 17) schrieb kurz nach der Orangenen Revolution in der Washington Post sehr offen (Hervorhebungen durch Autor):

„Haben sich die Amerikaner in die inneren Angelegenheiten der Ukraine eingemischt? Ja. Die amerikanischen Einflussagenten würden eine andere Sprache bevorzugen, um ihre Aktivitäten zu beschreiben — demokratische Hilfe, Demokratieförderung, Unterstützung der Zivilgesellschaft usw. — aber ihre Arbeit, wie auch immer sie bezeichnet wird, zielt darauf ab, den politischen Wandel in der Ukraine zu beeinflussen. Die US-Agentur für internationale Entwicklung, die National Endowment for Democracy und einige andere Stiftungen unterstützten bestimmte US-Organisationen, darunter Freedom House, das International Republican Institute, das National Democratic Institute, das Solidarity Center, die Eurasia Foundation, Internews und einige andere, um der ukrainischen Zivilgesellschaft kleine Zuschüsse und technische Hilfe zu gewähren. Die Europäische Union, einzelne europäische Länder und die von Soros finanzierte International Renaissance Foundation taten dasselbe.“ (18)

Fakt ist, dass 2004 der erste Keil in die natürich gewachsenen, engen ukrainisch-russischen Beziehungen getrieben worden war. Für die Ukraine wurde ab da nichts mehr besser. Nachdem das Projekt Orangene Revolution aber abgeschlossen worden war, verlor auch die Bevölkerung sehr rasch ihr Interesse an der Revolution und außerdem die Begeisterung für deren korrupte Revolutionsführer (19, 20). So etwas können Leute wie Brzezinski in ihrer gefühlsleeren mechanistischen Denkweise nicht nachvollziehen.

Der Verlust an „Gestaltungsmöglichkeit“ in der Ukraine muss Leute wie ihn extrem umgetrieben haben. Denn das trat ein, als Viktor Janukowitsch, der für eine enge Bindung der Ukraine an Russland stand, 2010 wider Erwarten erneut zum Präsidenten der Ukraine gewählt wurde. Schlimmer noch beerdigte Janukowitsch mit seiner Amtsübernahme alle ernsthaften Bestrebungen, die Ukraine umfänglich in den NATO-Pakt zu integrieren (21).

Endspiel

Denn geplant war nach der politischen Umgestaltung durch die Farbrevolution und der Entfremdung vom Partnerland Russland, dass bis spätestens 2015 die NATO direkt und im Westen umfänglich an der russischen Grenze stehen sollte. Lesen wir weiter in Brzezinskis „Großem Schachspiel“:

„Da die EU und die NATO sich nach Osten ausdehnen, wird die Ukraine schließlich vor der Wahl stehen, ob sie Teil einer dieser Organisationen werden möchte. Es ist davon auszugehen, dass sie, um ihre Eigenständigkeit zu stärken, beiden beitreten möchte […]. Obwohl dies Zeit brauchen wird, kann der Westen […] schon jetzt das Jahrzehnt zwischen 2005 und 2015 als Zeitrahmen für eine sukzessive Eingliederung der Ukraine ins Auge fassen.“ (22)

Also ich denke schon, dass Wladimir Putin und seine engsten Kollegen das Buch des Zbigniew Brzezinski gelesen haben.

Die Verantwortlichen in Moskau sind sich bewusst, dass die Wahnhaften, die Globalisten nie aufhören. Weil sie einfach nicht anders können. Wenn wir in den vergangenen Monaten massenmediale Beiträge zur Ukraine lasen, sprangen uns die psychopathischen Eingebungen Brzezinskis regelrecht ins Auge. Längst wurde Russland als Aggressor klassifiziert, allein weil es auf seinem eigenen Territorium Manöver durchführte.

Man hat Russland systematisch in die Enge getrieben und diese Rückwärtsbewegung wurde am 24. Februar 2022 beendet. Denn wie gesagt haben es die Verantwortlichen in der russischen Führung längst begriffen: Die Wahnhaften werden niemals aufhören. Brzezinski schlägt in The Great Chessboard allen Ernstes „Sicherheitsgarantien“ vor und fordert gleichzeitig, dass Russland dafür das strategisch enorm bedeutsame Kaliningrad (früher Köngisberg/Ostpreußen) entmilitarisieren müsse (Hervorhebungen durch Autor):

„Sowie Mitteleuropa der NATO beitritt, muß jede neue Sicherheitsgarantie, die Russland vom Westen in bezug auf die Region gewährt wird, wirklich gegenseitig und somit für beide Seiten beruhigend sein. Beschränkungen, die man sich bei der Stationierung von NATO-Truppen und Atomwaffen auf dem Boden der neuen Mitglieder auferlegt, können wesentlich dazu beitragen, legitime russische Bedenken zu zerstreuen, aber im Gegenzug müßten die Russen garantieren, daß es zu einer Entmilitarisierung des unter strategischem Aspekt bedrohlichen Frontkeils von Kaliningrad kommt und größere Truppenstationierungen in Grenznähe der künftigen neuen NATO- und EU-Mitglieder unterbleiben.“ (23)

Die abgehobene Logik des nach Herrschaft Dürstenden sagt uns, dass, wenn die NATO sich an die Grenzen Russlands herangerobbt hat, Russland seine militärischen Kräfte auf dem eigenen Staatsgebiet reduzieren müsste. Die einen rücken vor und die anderen werden aufgefordert sich zurückzuziehen. Und für den Aggressor kritische Gebiete sind durch das Objekt (in diesem Falle Russland) zu „entmilitarisieren“. Die westliche Geopolitik wird von Verrückten gesteuert. Und fast alle im System nehmen das hin. Ich kann an dieser Stelle nur jedem empfehlen, einmal das Buch Politische Ponerologie zu lesen. Der Autor ist, wie Brzezinski Pole und veröffentlichte sein Werk über die Psychologie pathokratischer Gesellschaften unter dem Namen Andrzej M. Łobaczewski (24).

Psychopathisch geprägte Menschen sind von einer Eiseskälte durchzogen. Diese Leute suchen und erkennen ihr Wesen in anderen psychopathischen Weggefährten. George Friedman und Zbigniew Brzezinski hatten sicher ein ausnehmend gutes Verhältnis (25). Der Chef der geostrategischen Denkfabrik Stratfor sagte im Jahre 2015 das hier:

„Das Hauptinteresse der US-Außenpolitik während des letzten Jahrhunderts, im Ersten und Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland […] Seit einem Jahrhundert ist es für die Vereinigten Staaten das Hauptziel, die einzigartige Kombination zwischen deutschem Kapital, deutscher Technologie und russischen Rohstoff-Ressourcen, russischer Arbeitskraft zu verhindern.“ (25)

Teilen und Herrschen, Spalten und Isolieren, Ängste erzeugen und Hass schüren. Leute die so etwas wie selbstverständlich in ihr Leben einordnen und dabei das Leid von Millionen Menschen ob der „guten Sache“ billigend in Kauf nehmen, haben einen schwerwiegenden charakterlichen Defekt, der einer zutiefst verletzten Psyche entspringt. Diese Menschen sind dominant, weil ihr Ich über allen steht. Aber sie sind inkompetent, wenn es um das Führen von sozialen Gemeinschaften geht. Sie können nicht führen. Sie können nur herrschen. Führen und Herrschen sind zwei himmelweit verschiedene Dinge. Führen übernimmt Verantwortung für das eigene Tun. Herrschen schiebt die (für sich selbst doch unveräußerliche) Verantwortung als Schuld auf die Objekte. Führen fordert von sich selbst, herrschen fordert immer nur von den Anderen.

Russland auf den Status einer Regionalmacht zurecht zu stutzen, die man beliebig in die Riege der hörigen Vasallen einreihen könnte, entspringt der Gedankenwelt von Wahnhaften. Diese Gedankenwelt kann man nicht ändern, weil das Wesen der davon Beherrschten es nicht zulässt. Diese Leute würden auch alles in Flammen aufgehen lassen, nur um einfach recht zu behalten.

Wir leben in einem Machtsystem. Russland ist Teil dieses Machtsystems. Es kann sich diesem System nicht einfach entziehen. Es hat die Wahl, zum Vasallen zu degenerieren oder sich dem Herrschaftsanspruch des Hegemons zu widersetzen. Bei diesem Ringen haben sich die EU-Staaten allenfalls halbherzig und dann auch nur zeitweise aus dem Klammergriff der sie in der Rolle des Vasallen festhält, befreien können. Gern kann man Russlands Politik kritisieren, doch zuvor ist Eines unerlässlich: Dass man tatsächlich ein offenes Verständnis dafür entwickelt hat, warum Russland so handelt wie es handelt. Wenn man dabei die kranken Phantasien der westlichen Geostrategen außer acht lässt, ist das Fenster für ein ausreichendes Verständnis der Realität schlicht zu klein.

Abschließend möchte ein weiteres Mal der Bogen gespannt werden zum gegenwärtigen massiven Angriff auf Grund- und Menschenrechte der Bürger weltweit. Bereits im Jahre 1970 hatte Brzezinski ein Buch veröffentlicht, das den Titel „Between Two Ages: America´s role in the Technotronic Era“ („Zwischen zwei Zeitaltern: Amerikas Rolle in der Technotronischen Ära“) trägt. In diesem lesen wir unter anderem (Hervorhebungen durch Autor):

„Das technotronische Zeitalter beinhaltet das schrittweise Aufkommen einer stärker kontrollierten Gesellschaft. Solch eine Gesellschaft würde von einer nicht an traditionelle Werte gebundenen Elite beherrscht werden. Schon bald wird es möglich sein eine nahezu fortwährende Überwachung eines jeden Bürgers zu garantieren und aktuelle und vollständige Akten, selbst mit den intimsten Informationen über die Bürger, zu pflegen. Diese Akten werden unmittelbaren Abfragen durch die Behörden unterliegen.“ (26)

Bitte bleiben Sie schön aufmerksam, liebe Leser.

Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung   – Nicht kommerziell   – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden. Letzte Bearbeitung: 4. März 2022.

Leseempfehlung zum Thema: (e) 26.08.2008; Hintergrund; Hauke Ritz; Die Welt als Schachbrett   – Der neue Kalte Krieg des Obama-Beraters Zbigniew Brzezinski; https://www.hintergrund.de/politik/welt/die-welt-als-schachbrett-der-neue-kalte-krieg-des-obama-beraters-zbigniew-brzezinski/

(1) United Nations; Archives and Records Management Section; Folder S-1818-0082-0002 — Redeployment — battalion; https://search.archives.un.org/redeployment-battalions-2

(2) 26.02.2022; Junge Welt; Jörg Kronauer; Projekt Einkreisung; https://www.jungewelt.de/artikel/421558.geopolitik-projekt-einkreisung.html

(3) 24.04.2014; Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Alexander Neu, Christine Buchholz, Sevim Dagdelen und weiterer; Deutscher Bundestag — 18. Wahlperiode; https://dserver.bundestag.de/btd/18/012/1801221.pdf; S. 5

(4) Wikipedia; Zbigniew Brzezinski   – Herkunft und Frühe Jahre; https://de.wikipedia.org/wiki/Zbigniew_Brzezi%C5%84ski#Herkunft_und_fr%C3%BChe_Jahre; abgerufen: 03.03.2022

(5) 29.05.2017; NED; Zbigniew Brzezinski Mourned by NED; https://www.ned.org/zbigniew-brzezinski-mourned-by-ned/

(6) Center for Strategic and International Studies; Zbigniew K. Brzezinski   – A Life of Service and Strategy; https://www.csis.org/features/zbigniew-k-brzezinski; abgerufen: 03.03.2022

(7) 15.01.2012; Die Rockefeller-Welt, der Council on Foreign Relations und die Trilaterale Kommission; Andrew Gavin Marshall, Übersetzung Lars Schall; https://www.larsschall.com/2012/01/15/die-rockefeller-welt-der-council-on-foreign-relations-und-die-trilaterale-kommission/

(8) 30.04.2018; Technocracy; Jon Rappoport; Trilaterale Kommission: Der geheime Kreis, der die Regierungen kontrolliert; https://de.technocracy.news/trilaterale-kommission-der-geheime-kreis%2C-der-regierungen-kontrolliert/

(9) The Great Chessboard (Die einzige Weltmacht); Zbigniew Brzezinski; 1997; Basic Books, New York; Deutsche Ausgabe: Fischer Taschenbuch-Verlag (dtv) unter Lizenz Beltz Quadriga Verlag, Weinheim u. Berlin; ISBN 3-596-14358-6; http://fischer-tb.de; im Weiteren TGCZB; S. 68

(10, 10i) TGCZB; S. 75/76

(11) 08.01.2018; Luftpost; Die NATO-Osterweiterung: Was Gorbatschow zusgesagt wurde; Swetlana Sawranskaja, Tom Blanton; https://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_16/LP00418_080118.pdf; aus: https://nsarchive.gwu.edu/briefing-book/russia-programs/2017-12-12/nato-expansion-what-gorbachev-heard-western-leaders-early#.WjAX9r_XxYI.twitter

(12, 12i) TGCZB; S. 81/82

(13) TGCZB; S. 92

(14, 14i) TGCZB; S. 125 bis 127

(15, 15i) 22.11.2020; Atlantic Council; Peter Dickinson; How Ukraine’s Orange Revolution shaped twenty-first century geopolitics; https://www.atlanticcouncil.org/blogs/ukrainealert/how-ukraines-orange-revolution-shaped-twenty-first-century-geopolitics/; zur Denkfabrik Atlantic Council: Stephen J. Hadley ist seit dem Jahr 2009 einer der Direktoren beim Rüstungskonzern Raytheon. Doch ist er viel mehr, er ist eine Schlüsselfigur innerhalb eines weitgespannten Netzwerkes, in dem er vielfältige Interessen vertritt und verbindet. Er ist einer der Direktoren und Teilnehmer des Lenkungsausschusses im Atlantic Council, einer einflussreichen Denkfabrik mit Sitz in Washington D.C., die sich seit ihrer Gründung der Förderung des Freihandels und Vernetzung mit Politikern verschrieben hat; siehe auch: https://en.wikipedia.org/wiki/Atlantic_Council#Leadership; abgerufen: 01.03.2022

(16) https://en.wikipedia.org/wiki/The_Politics_of_Nonviolent_Action#Topics_covered; entnommen: 2.2.2019, 16:50 Uhr

(17) Gene Sharp; 198 Methods of Nonviolant Action; https://www.aeinstein.org/nonviolentaction/198-methods-of-nonviolent-action/; entnommen: 2.2.2019

(18) 21.12.2004; Washington Post; Michael McFaul; ‚Medding‘ in Ukraine: Democracy is not an American plot; entnommen bei: Carnegie Endowment for International Peace; https://carnegieendowment.org/2004/12/21/meddling-in-ukraine-democracy-is-not-american-plot-pub-16292

(19) 17.03.2014; Recentr; Jürgen Roth; Julia Timoschenko; http://recentr.com/2014/03/17/marchenerzahlerin-julia-timoschenko/

(20) 21.09.2010; Ukraine-Nachrichten; Ehemalige Regierung Timoschenko wird der Korruption beim Erwerb von Impfstoffen beschuldigt; https://ukraine-nachrichten.de/ehemalige-regierung-timoschenko-wird-korruption-beim-erwerb-impfstoffen-beschuldigt_2725

(21) 05.06.2010; Ukraine-Nachrichten; Ein sehr besonderer Partner der NATO; https://ukraine-nachrichten.de/sehr-besonderer-partner-nato_2497

(22) TGCZB; S. 178/179

(23) TGCZB; S. 288

(24) 2006 (deutsche Übersetzung 2008); Andrzej M. Łobaczewski; Politische Ponerologie; Red Pill Press; http://irwish.de/PDF/Dienste+Kriege/Lobaczewski-Politische_Ponerologie.pdf; siehe auch: http://ponerology.com/pp-preview.pdf

(25) WikiLeaks; https://search.wikileaks.org/gifiles/?viewemailid=201031; abgerufen: 03.03.2022; Zitat Friedman aus der geleakten Mail: „If this is a source you suspect may have value, you have to take control od him. Control means financial, sexual or psychological control to the point where he would reveal his sourcing and be tasked. „; zu deutsch: „Bei einer möglicherweise wertvollen Quelle müssen Sie die Kontrolle über sie übernehmen. Kontrolle bedeutet finanzielle, sexuelle oder psychologische Kontrolle bis zu dem Punkt, an dem er seine Quelle preisgeben und beauftragt werden würde.“

(26) 20.03.2015; Free 21; Wolfgang Effenberger; US-Think-Tank benennt offen imperiale Ziele; https://free21.org/klartext-aus-amerika-us-think-tank-benennt-offen-imperiale-ziele-2/; George Friedman in seiner Rede am 4. Februar 2015 vor dem „Chicago Council on Global Affairs“

(27) 20.05.2010; Propagandafront; Paul Joseph Watson; Brzezinski beklagt „weltweites politisches Erwachen“ während einer Rede vor dem Council on Foreign Relations; http://www.propagandafront.de/128080/brzezinski-beklagt-weltweites-politisches-erwachen-wahrend-einer-rede-vorm-council-on-foreign-relations.html; Übersetzung von Prisonplanet: http://www.infowars.com/brzezinski-decries-global-political-awakening-during-cfr-speech/

(Titelbild) Schach, Zerstörung, Fraktal; Autor: PIRO4D (Pixabay); 11.10.2016; https://pixabay.com/illustrations/fractal-environment-chess-chess-game-1728594/; Lizenz: Pixabay License

Quelle: https://peds-ansichten.de/2022/03/das-grosse-schachspiel-und-die-ukraine/

https://peds-ansichten.de/peds-ansichten/



Info: https://seniora.org/politik-wirtschaft/das-grosse-schachspiel-und-die-ukraine?rCH=-2


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


unser weiterer Kommentar: ZitatOhne Achtsamkeit und Empathie wird man von Brzezinskis Worten eingefangen, wird man von ihm manipuliert, auch wenn man dessen Gedanken nur liest.

Zitatende 

Das ist auch die Denkwelt des Staatsrechtlers Carl Schmitt.

25.09.2025

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25.09.2025








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25.09.2025

Nach Mord an Kirk: Kippt in den USA die Stimmung in Bezug auf Israel?

freischwebende-intelligenz.org, Sept. 25, 2025, Milosz Matuschek

Das Attentat auf Charlie Kirk verändert das Meinungsklima in den USA: Ist Netanyahu Freund oder Gebieter?



 


 


 


Kirk war ein Freund Israels – wurde er zum Gegner Netanyahus? (Grafik: KI)


Der Mord an Charlie Kirk hat große Teile von Amerika unter Schock gesetzt und die Ausgangslage verändert, auch und gerade in Bezug auf Israel. Wie stark ist die Israel-Lobby? Wie viel Gelder bekamen welche Politiker, wie Ted Cruz, von zionistischer oder israelischer Seite? Ist Israel ein Freund der USA oder sind die USA für Israel nur Mittel zum Zweck? Diese Debatten werden gerade verstärkt in den USA geführt.

Es ist nicht das erste Mal, dass an der Rolle Israels gezweifelt wird:

  • False-Flag-Attacken Israels sind historisch nichts Neues.

  • Dass davon auch die USA nicht gefeit sind, zeigt der Fall der USS Liberty, der auch Thema im reichweitenstarken Kanal von Candace Owens war.

  • Die Frage um den Kennedy-Mord und eine mögliche zionistische Beteiligung: Kennedy hatte sich gegen eine nukleare Aufrüstung Israels ausgesprochen.

  • 9-11: Tanzende Israelis auf den Straßen, die sich als Agenten herausstellen und nach wenigen Monaten unbehelligt das Land verlassen dürfen.

  • Die Reihe zu 9-11 – dem großen Tabu-Thema auch im Land der fast unbegrenzten Meinungsfreiheit – ließe sich noch beliebig fortsetzen: Besetzung des Sicherheitspersonals der World Trade Towers mit ehemaligen CIA- und Mossad-Agenten, die zeitnah vor den Anschlägen erfolgte Versicherung des Gebäudes auch gegen Terror und die Auszahlung einer hohen Versicherungssumme. Der Krieg gegen den Terror der USA war unübersehbar letztendlich ein Krieg gegen Feinde Israels – von Afghanistan, Irak, Syrien etc. bis jetzt: Iran.

  • Benjamin Netanyahu befand nach dem Anschlag auf das WTC, dies sei “gut für Israel”.

Von Epstein bis Gaza

Der Fall Epstein nährte weitere Kritik. War Epstein ein Agent des Mossad? Ging es letztendlich darum, dass Epstein kompromittierendes Material von mächtigen und reichen Menschen aus den USA generieren sollte, um diese gefügig zu machen? Im Fall Epstein steht Israel und die israelische Regierung mitten in einer Diskussion um eine Verschwörung ungeheuren Ausmaßes. Wenn er kein Agent Israels war, warum war er dann so wichtig, dass ihn der israelische Ministerpräsident Ehud Barak 30 Mal aufsuchte?

Dann die Angriffe auf Israel am 7. Oktober und die seitdem laufende absolut disproportionale Gegenreaktion. Gaza wird seitdem ethnisch gesäubert. Dem angekündigten Genozid folgt der tatsächliche. Die große Frage, inwiefern die Hamas von Netanyahu mit groß gemacht wurde, steht ebenso im Raum, wie die Frage, wie es möglich war, dass die bestgeschützte Grenze der Welt sieben Stunden lang zum Sturm frei stand.

Es ist augenfällig, dass all diese Tabu-Themen, die als Debattenthemen quasi kontaminiertes Gelände sind, eine Verbindung zu Israel haben und unter der Drohkulisse stehen, als “antisemitsche Verschwörungstheorie” zur diskursiven No-Go-Area zu werden, einem Minenfeld, auf dem es nichts zu gewinnen gibt, aber alles zu verlieren.


Im Fall von Gaza ist dieses Unterfangen – wenn es auch üblich und klassisch ist bei allen Genoziden – im Fall von Israel besonders schändlich. Die Vertuschung, auch des Holocaust, durch Leugnung, Neuetikettierung und Beseitigung aller, die dem im Weg standen, ist aus der Nazi-Zeit gut dokumentiert. Im Fall von Gaza sprachen Experten und Genozid-Forscher schon 2023 von einem „Textbook-Case of Genocide“, einem Schulbuchfall, in dem die Intention, den Genozid zu begehen, von offiziellen Stellen oft genug geäußert wurde und schließlich durch zahlreiche dokumentierte Kriegsverbrechen bewahrheitet wurde.

Netanyahu im Überlebenskampf

In diesem Fall geht es nicht um Juden, es geht nicht einmal mehr um Israel. Sondern vor allem um Benjamin Netanyahu. Für ihn geht es nämlich gerade um alles. Korruptionsvorwürfe und massive Proteste auf der einen Seite, eine ethnische Säuberung Gazas, die im Raum steht, ein Genozid-Vorwurf, der ihn auf der Weltbühne isoliert, und der verzweifelte Versuch, sich durch nach vorne Stürmen – sowohl rhetorisch als auch militärisch – selbst zu retten.

Damit Bibi politisch überleben kann, muss Gaza untergehen. Frei nach Cato: “Ceterum censeo, Gazam esse delendam.” Die Endlösung der Gazafrage ist der letzte Reservetank der politischen Karriere Netanyahus. Die Welt schaut einem narzisstischen Vabanque-Spieler zu, der mit immer höheren Einsätzen, die letztendlich auch das Leben anderer betreffen, versucht, seine politische Karriere zu retten. Der Kampf um das Image Israels, der Kampf um die Bilder, ist zum wichtigsten Kampf der Gegenwart geworden.

Das Setting im medialen Krieg ist klar. Die PR-Budgets in Israel wurden gerade um 150 Millionen Dollar aufgeblasen. Influencer werden auf Reisen eingeladen, wie westliche Intellektuelle nach Russland im Stalinismus. Werbung wird geschaltet. Israel muss hier besonders aufrüsten, denn es bildet sich gerade eine Phalanx von Kritik und Kritikern, die bisher nicht da gewesen war – von bekannten Kritikern wie Chris Hedges oder Max Blumenthal bis hin zu Candace Owens, Tucker Carlson, Jeffrey Sachs, John Mearsheimer oder Joe Rogan – und zuletzt Kirk. In den USA bröckelt jetzt auch der Zuspruch für Israel im klassisch republikanischen, quasi judeo-christlichen Unterstützungszentrum. Bei der republikanischen Jugend befürwortetet nur noch ein Viertel den Kurs Israels in Gaza.

Charlie Kirk als Wendepunkt

Charlie Kirk war in dieser Ausgangslage eine Schlüsselfigur, wie es keine zweite gab. Er sammelte die Jugend für Trump ein. Er war der größte Menschenfischer bei der Jugend Amerikas. Er baute eine Organisation mit über 3000 lokalen Stellen auf. Das war weder bisher den Republikanern noch Demokraten gelungen. Mit Charlie Kirk betrat ein neuer Typus von Influencer die politische Bühne: ein begeisternder Redner, der es schaffte, Hallen zu füllen, Probleme direkt anzusprechen und sich als Anwalt für eine verlassene Jugend zur Verfügung zu stellen.

Nach Attentat auf Kirk: Kein "Je suis Charlie"?Milosz Matuschek

·

20. Sept.

Nach Attentat auf Kirk: Kein "Je suis Charlie"?

„Die Meinungsfreiheit ist die Matrix, die unverzichtbare Voraussetzung für fast jede andere Form der Freiheit.“

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Kirk hat viele freundliche Dinge über Israel gesagt; ihn als Antisemit darzustellen, kann deshalb nicht verfangen. Vielmehr geschah bei ihm so etwas, wie eine spirituelle Wendung, ein Aufwachen.

  • Kirk fragte, ob es am 7. Oktober eine Stand-Down-Order gegeben habe, einen Befehl, die Grenze unbewacht zu lassen.


  • Kirk hat offen angesprochen, dass Epstein ein Spion Israels sei.

  • Kirk hat offen davon gesprochen, dass es in Gaza eine ethnische Säuberung gebe.

  • Während Bibi Netanyahu sich mit der Freundschaft zu Kirk brüstet, werden Berichte laut, wonach Kirk gemeint habe, auch zu Tucker Carlson, dass er Bibi gehasst habe.


  • Info: https://www.freischwebende-intelligenz.org/p/nach-mord-an-kirk-kippt-in-den-usa


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    25.09.2025

    Aufmarsch der Kriegsmedizin

    unsere-zeit.deCategories Hintergrund |

    Der Gesundheitssektor spielt in der Kriegsvorbereitung eine entscheidende Rolle. Bundeswehr-Ärzte bedauern Erfahrungsverlust nach Weltkriegen

    Categories Hintergrund |


    Screenshot_2025_09_25_at_16_10_22_Aufmarsch_der_KriegsmedizinAuf dem Weg zur erneuten Einsatzfähigkeit: vom Lazarettzug an der Westfront (1940) … (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-L01399 / Rutkowski, Heinz / CC BY-SA 3.0 / Bearb.: UZ)


    „1. Die deutsche Armee muss in vier Jahren einsatzfähig sein. 2. Die deutsche Wirtschaft muss in vier Jahren kriegsfähig sein.“

    Wer hat das gesagt? Pistorius oder Kiesewetter? Nein, das erklärte Adolf Hitler 1936 in seiner geheimen Denkschrift zum Vierjahresplan.

    Seit April des Jahres 2023 wird der „Operationsplan Deutschland“ als Geheimpapier für den Ernstfall entwickelt und fortgeschrieben. Nach Angaben der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung ist der Plan ein „gemeinsamer Handlungsrahmen für Militär und Gesellschaft“. Er umfasse „sämtliche Einsatzszenarien der deutschen Bundeswehr in Frieden, Krise und Krieg“ sowie „die Bandbreite von Heimatschutz bis zur nationalen territorialen Verteidigung“. Hauptsächlich geht es darum, die gesamte Gesellschaft in die Sicherstellung des Aufmarsches der alliierten Streitkräfte an der NATO-Ostflanke einzubinden.

    Weitere Anforderungen an die sogenannte Zivilgesellschaft werden im „Grünbuch Zivil-Militärische Zusammenarbeit“ (ZMZ 4.0) dargestellt. Es wurde im Januar dieses Jahres von Bundestagsabgeordneten, Mitarbeitern des Innenministeriums, des Verfassungsschutzes, von Bundeswehrangehörigen, Blaulichtorganisationen, PricewaterhouseCoopers, dem Bundesverband Deutscher Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, der Bundeswehr-Universität München und anderen erstellt. „LV/BV (Landes- und Bündnisverteidigung) soll absehbar nicht nur geübt, sondern auch praktiziert werden“, heißt es im Grünbuch. Es geht darum, das Primat des Militärischen zu etablieren. Deutschland soll seiner neuen Rolle als Drehscheibe im Rahmen des Host Nation Support Acts der NATO gerecht werden.

    NATO-Drehscheibe

    Dabei geht das Grünbuch von folgendem Phantasieszenario aus:

    2029: Die NATO-Staaten betrachten mit Sorge, dass der Ukrainekrieg beendet ist und Russland zwar noch einen Teil der Ukraine besetzt hält, aber nach einer großen Friedenskonferenz alle schweren Waffen von der Kontaktlinie abgezogen hat. Die USA sehen ihre Aufgabe als erledigt an und ziehen sich über den Atlantik zurück.

    2030: Die Nachrichtendienste behaupten, dass Russland militärische Verbände zur Wiederaufnahme der regelmäßig stattfindenden Übung „Zapad“ (Westen) in die Oblaste Kaliningrad und Leningrad verlegt. Das nimmt die NATO zum Anlass, ihrerseits immer mehr Kampfeinheiten und schweres Kriegsgerät nach Osten zu verlagern, in Richtung der belarussischen und russischen Grenze. Gemäß einer Entscheidung auf dem NATO-Gipfel in Madrid im Jahr 2022 werden innerhalb von 180 Tagen bis zu 800.000 Soldaten in Marsch gesetzt.

    Wie das genau ablaufen kann, beschreibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe auf seiner Homepage: „Wann immer sich eine fremde Streitkraft durch Deutschland bewegen will, braucht sie eine Genehmigung. Diese wird über das Bundesministerium für Verteidigung erteilt.“

    Um das auch praktisch zu ermöglichen, muss die erforderliche Transport- und Versorgungsinfrastruktur für den Transit von circa 800.000 Soldaten an die NATO-Ostgrenze vorgehalten und zur Verfügung gestellt werden. Hinzu kommen die Vorbereitungen für den Rückweg, einschließlich der Entgegennahme von Leichensäcken. Dabei kommen auch erhebliche Belastungen auf das deutsche Gesundheitssystem zu, wie das Grünbuch andeutet: „Wir müssen uns zum Beispiel darauf einstellen, dass Verwundete hier klinisch folgeversorgt werden müssen. Inklusive der Rehabilitation, bis sie wieder zum Einsatz entlassen werden.“

    Kriegsmedizin

    Der Missbrauch der Medizin für Kriegszwecke ist nicht neu. Die Entwicklung der modernen Medizin hat enge Beziehungen zur Kriegsgeschichte. Die Traumatologie hat ihren Ursprung in der Erstversorgung von verletzten Soldaten auf den Schlachtfeldern des 18. Jahrhunderts. Das Wirken von Florence Nightingale im Krimkrieg 1853 wird als Ursprung der modernen Krankenpflege angesehen.


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    .. zur fliegenden Intensivstation im MedEvac-Airbus der Bundeswehr. (Foto: Bundeswehr/Kevin Schrief) (Bild)

     

    Im Ersten Weltkrieg wurden traumatisierte Soldaten, sogenannte „Kriegszitterer“, so lange mit Elektroschocks behandelt, bis sie wieder an die Front geschickt werden konnten. Im Zweiten Weltkrieg wurden ganze Bataillone mit psychisch oder körperlich Kriegsversehrten aufgestellt, dazu gehörten 30 „Magenbataillone“ und elf „Ohrenbataillone“. Der Generalstabsarzt der Bundeswehr, Johannes Backus, sagte im Dezember 2024 der „Süddeutschen Zeitung“: „Erfahrung und Wissen von Ärzten, die die Weltkriege erlebt haben, sind über die Jahrzehnte verlorengegangen. Das könnte sich jetzt rächen.“

    Von den heutigen Unfallchirurgen haben manche schon ihre praktischen Erfahrungen in Kriegsmedizin gesammelt, vor allem bei der Versorgung von Kriegsverletzten im Jugoslawienkrieg, in den Irakkriegen und im Ukrainekrieg – und zwar sowohl bei der Hospitation oder im Einsatz vor Ort (mit Einverständnis des hiesigen Arbeitgebers) als auch bei der Behandlung verletzter Soldaten in deutschen Kliniken (rund 1.500 aus der Ukraine). Entsprechende theoretische Fortbildungen werden von den Fachgesellschaften angeboten. TDSC-Kurse (Terror and Disaster Surgical Care), die auch den Umgang mit chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Substanzen einbeziehen, sind komplett ausgebucht. Dennoch fehlen laut Dietmar Pennig, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie, in Deutschland 3.000 in Kriegsmedizin ausgebildete Ärzte.

    Ein Problem für die Kriegspläne, denn die medizinische Versorgung sei entscheidend für eine glaubwürdige Abschreckung, heißt es im Grünbuch. Um Abhilfe zu schaffen, sollen alle Akteure im Gesundheitswesen im Rahmen der Gesamtverteidigung ihren Beitrag leisten und entlang des Bedarfs der Streitkräfte planen. Dazu gehören Hilfsorganisationen für Katastrophenschutz und Rettungsdienst, ambulante Versorgungseinrichtungen, Apotheken, Arztpraxen, die Kassenärztliche Vereinigung, die Gesundheitsämter, Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen.

    Als Teil der Nationalen Sicherheitsstrategie ist ein Gesundheitssicherstellungsgesetz vorgesehen, das „insbesondere die effiziente und dezentrale Bevorratung von Arzneimitteln und Medizinprodukten sowie regelmäßige Ernstfallübungen für das Personal für Gesundheitskrisen sicherstellen“ soll. „Um auf chemische, biologische radiologische und nukleare Gefahren (CBRN) besser vorbereitet zu sein, wird die Bundesregierung Fähigkeiten zum CBRN-Schutz ausbauen, Notfallpläne aufstellen und Notfallübungen durchführen“, so der Wortlaut der Nationalen Sicherheitsstrategie. Dabei handelt es sich beispielsweise um Übungen mit einem Massenanfall von Verletzten (MANF). Katastrophen- und Kriegsmedizin wird bewusst vermischt. Dabei geht es um völlig verschiedene zeitliche Dimensionen. Zivile Katastrophen dauern Stunden bis Wochen, kriegerische dauern Monate bis Jahre. Hinzu kommt die völlig verschiedene Verfügbarkeit von Ressourcen in einem intakten oder völlig zerstörten Umfeld.

    Vorrang des Militärs

    Generalstabsarzt Nolte fordert: „Wir arbeiten hart daran, so schnell wie möglich wieder kriegstauglich für eine Landes- und Bündnisverteidigung zu werden. Gleichzeitig muss aber auch das zivile Gesundheitswesen kriegstüchtig werden.“ Die medizinische Versorgung sei „wesentlich für die Durchhaltefähigkeit der Streitkräfte, vor allen Dingen aber auch für die Moral der Soldatinnen und Soldaten“ – so Kriegsminister Boris Pistorius (SPD) anlässlich der Verlängerung des Vertrags mit der Ammerlandklinik im vergangenen Jahr.

    Ab Beginn der Kampfhandlungen ist täglich (!) mit 5.000 Toten und nach Angaben der Zeitschrift „Wehrmedizin und Wehrpharmazie“ mit 1.000 Verletzten zu rechnen. Davon werden nach Berechnungen 33,6 Prozent intensivstationspflichtig, 22 Prozent vermehrt pflegebedürftig und 44,4 Prozent leichter verletzt sein. Über ein Kleeblattsystem, das während der Corona-Pandemie zur bundesweiten Versorgung der Schwerstkranken auf Intensivstationen entwickelt wurde, werden die Kriegsverletzten verteilt.

    In diesem Szenario sind die fünf Bundeswehrkrankenhäuser nach spätestens 48 Stunden komplett ausgelastet und die Verletzten müssen in zivilen Krankenhäusern aufgenommen werden, auch zu Lasten der normalen Patientenversorgung. Die Behandlung von Militärangehörigen erhält dann den Vorrang gegenüber zivilen Patienten, gleich welche Erkrankung sie haben. Die Individualmedizin aus Friedenszeiten wird aufgegeben im Inte­resse der Wiederherstellung von Fronttauglichkeit so vieler Soldaten wie möglich. Katastrophen- und Kriegsmedizin wird bewusst vermischt, vor allem im Rahmen der Übungen zur Bewältigung von Massenanfällen von Verletzten (MANV).

    Die Uniklinik Köln plant schon eine unterirdische Intensivstation. Auch die „Berliner Krankenhäuser bereiten sich auf den Kriegsfall vor“, schrieb das „Deutsche Ärzteblatt“. Die Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege habe einen Rahmenplan „Zivile Verteidigung Krankenhäuser“ vorgelegt.

    In Hamburg findet Ende September die NATO-Großübung „Red Storm Bravo“ statt, bei der schwerstes Kriegsgerät und Militärkolonnen mitten durch die Stadt ziehen sollen, zum Teil mit nächtlicher Hubschraubereskorte. In den Schulen soll Gehorsam bei Luftschutzübungen trainiert werden und in den Krankenhäusern die Funktionsfähigkeit als erweiterte Feldlazarette.

    Ein anderes Mindset

    Für die Bevölkerung wird eine Kommunikationsstrategie erarbeitet, die zur Akzeptanz der zu erwartenden Einschränkungen führen soll. Auch beim „normalen“ Bürger müsse ein neues Staatsbürgerbewusstsein, ein anderes Mindset eintreten – so „security-network.com“ in seiner Publikation: „OPLAN Deutschland: Es muss ein Umdenken stattfinden!“.

    Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat bekanntgegeben, dass sie den Kampf der EU „für die Demokratie“ anführen will, und versprach der jetzigen Generation von Europäern einen „Kampf für Freiheit und Souveränität“ analog zu dem, „den die Ukrainer führen“. Also nicht nur Kampf bis zum letzten Ukrainer, sondern auch bis zum letzten Europäer? Da braucht man natürlich keinen Sozialstaat mehr, weder ein menschenwürdiges Gesundheitswesen ohne Praxisgebühr und Kliniksterben noch Bürgergeld, Kindertagesstätten und auskömmliche Renten.

    Aber die Bundeswehr will mehr als die finanziellen Ressourcen der Bevölkerung. Gebraucht werden unter anderem auch Vollblutkonserven für Soldaten, wie das „Deutsche Ärzteblatt“ mitteilte.

    Bereits vor 26 Jahren haben die Deutsche Krankenhausgesellschaft und das Bundesverteidigungsministerium eine gemeinsame Vereinbarung zur zivil-militärischen Zusammenarbeit der Krankenhäuser unterzeichnet. Kernpunkt dieser Vereinbarung war laut der Zeitschrift „Das Krankenhaus“ die kontinuierliche und verstärkte Zusammenarbeit bei Aus- und Fortbildung sowie die gemeinsame Nutzung von Material und Geräten. Dazu gehört auch ein Mustervertrag zur Kooperation von Bundeswehrkliniken mit zivilen Partnerkrankenhäusern. Als Bonbon für das Personal wird ein Aufstieg bis in höhere Führungspositionen im Sanitätsdienst der Bundeswehr angeboten als „Fachkarriere Pflege“.

    Keine Hilfe möglich

    Im März des vergangenen Jahres wurden in den USA die „Nuclear Employment Guidance“ (NEG), die neuen Leitlinien für den Einsatz von Atomwaffen, verabschiedet. Darin wird festgelegt, gegen wen und mit welchen nuklearen Mitteln in welchem Falle Krieg geführt wird. Laut „New York Times“ geht es dabei darum, einen Drei-Fronten-Krieg gegen China, Russland und Nordkorea führen und gewinnen zu können. Zentrales Element dieses Krieges ist die Stationierung US-amerikanischer Mittelstreckenraketen in Deutschland – eine enorme Steigerung der Atomkriegsgefahr.

    Schon 1969 hat die Bundesärztekammer festgestellt, dass es im Falle eines atomaren Krieges überhaupt keine sinnvolle medizinische Versorgung mehr gibt und somit der Bevölkerung eine falsche Sicherheit vorgetäuscht wird. Die Schlussfolgerung der IPPNW im Jahr1982 lautete: Wir werden euch nicht helfen können!

    Die Zeitschrift „Wehrmedizin und Wehrpharmazie“ hat allerdings schon 2023 die Illusion verbreitet, medizinische Hilfe könne im Atomkrieg aufrechterhalten werden, die gesundheitlichen Folgen seien handhabbar. Zum Beispiel soll mit „retrospektiver Dosimetrie“ durch Genanalyse noch vor Auftreten von Symptomen festgestellt werden können, wie stark die Verstrahlung eines Patienten nach einem Nuklearangriff ist und wie schwerwiegend die zu erwartende Strahlenkrankheit. Im Rahmen einer Triage-Entscheidung wirkt sich das unter Umständen katastrophal aus: Der Patient wird wegen geringer Überlebenswahrscheinlichkeit möglicherweise nicht mehr behandelt.

    Zurzeit wird zwar mit Förderung des Europäischen Verteidigungsfonds ein oraler Wirkstoff zur Behandlung der Strahlenkrankheit entwickelt, der bis 2029 marktreif sein soll. Ob er aber kostengünstig genug sein wird zur Behandlung der gesamten Bevölkerung, darf bezweifelt werden. Otto Normalsoldat wird sich wohl mit Jodtabletten begnügen müssen.

    Frankfurter Erklärung, IPPNW-Kongress im März 1982:
    „Ich halte alle Maßnahmen und Vorkehrungen für gefährlich, die auf ein Verhalten im Kriegsfall vorbereiten sollen. Ich lehne deshalb als Arzt jede Schulung oder Fortbildung in Kriegsmedizin ab und werde mich nicht daran beteiligen. Das ändert nichts an der Verpflichtung und Bereitschaft, in allen Notfällen medizinischer Art meine Hilfe zur Verfügung zu stellen und auch weiterhin meine Kenntnisse in der Notfallmedizin zu verbessern.“


    Info: https://www.unsere-zeit.de/aufmarsch-der-kriegsmedizin-4807643/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    25.09.2025

    Und warum wir nicht länger schweigen dürfen.

    rtnewsde.site25. September 2025 73 Kommenta


    Quelle: Dieses Bild wurde mittels KI entwickelt.


    Wir leben in einer Zeit, in der vieles auseinanderbricht. Die Wirtschaft ächzt, die Gesellschaft ist gespalten, das Vertrauen in Politik und Institutionen liegt am Boden. Und während Millionen Menschen nach Antworten suchen, hören wir immer öfter Töne, die uns das Blut in den Adern gefrieren lassen müssten: Man müsse Russland „in die Schranken weisen“, Flugzeuge würden abgeschossen bei Luftraumverletzung, der Bündnisfall der NATO stehe im Raum. Worte, die früher nur Kriegspropaganda waren, sind plötzlich Bestandteil des politischen Alltags. Russland hat in der Vergangenheit immer schon den Luftraum verletzt ohne, dass man direkt den 3. und letzten Weltkrieg herbeireden musste. Als Normalbürger hat man immer mehr das Gefühl es könnte Leute geben die meinen, man müsse den Russen zeigen, wie stark die NATO ist. Sollte man das wirklich tun? Sollten wir Deutsche wirklich wollen dass wir Russische Flugzeuge abschießen und die Folgen die ein solches Vorgehen hat tragen?

    Die Geschichte lehrt: Kriege entstehen selten in Zeiten des Wohlstands. Sie brechen los, wenn Eliten keinen anderen Ausweg mehr sehen, wenn wirtschaftliche Sackgassen und politische Hilflosigkeit den Griff zur Gewalt als letzten „Ausweg“ erscheinen lassen. 1914 war es so, 1939 ebenso. Und 2025? Wieder stehen wir an einer Schwelle, die kaum einer wahrhaben will.

    Ein Land im Niedergang – und eine Politik, die auf Eskalation setzt

    Deutschland erlebt einen wirtschaftlichen Niedergang, den selbst nüchterne Ökonomen kaum noch schönreden können. Energiepreise treiben die Industrie ins Ausland, Brücken, Schulen und Krankenhäuser verfallen, Investitionen bleiben aus. Gleichzeitig wird das Geld mit vollen Händen ausgegeben, für Rüstung, für Militarisierung, für eine Politik, die nicht auf Zukunft, sondern auf Konfrontation setzt.

    Die Bevölkerung spürt das. Viele haben Angst. Doch wer diese Angst ausspricht, wer für Frieden demonstriert, wird als „Rechtsextremer“ oder „Putin-Versteher“ diffamiert. Der öffentliche Diskurs verengt sich. Für Krieg zu sein, gilt als verantwortungsvoll. Für Frieden zu sein, als verdächtig. Das ist die Verkehrung aller Werte.

    Währenddessen boomt ein makabrer Markt: Private Bunker werden wieder verkauft, Hamsterkäufe von Konserven erleben eine Renaissance. Menschen glauben ernsthaft, sie könnten den Wahnsinn überleben, wenn sie sich tief genug eingraben. Doch wer sich mit den Fakten auseinandersetzt, weiß: Das ist eine Illusion. Ein Bunker mag einen Blitz überstehen, aber nicht die radioaktive Verseuchung ganzer Regionen, nicht das Ende aller Infrastruktur, nicht den gesellschaftlichen Kollaps.

    Atomwaffen heute – nicht Hiroshima, sondern die totale Vernichtung

    Viele Menschen denken bei „Atombombe“ noch an Hiroshima oder Nagasaki. 15 Kilotonnen Sprengkraft, hunderttausende Tote, eine zerstörte Stadt. Das allein ist schon unvorstellbar genug. Doch die Bomben, über die wir heute sprechen, sind keine Relikte von 1945. Moderne Sprengköpfe Russlands und der USA liegen bei 100 bis 550 Kilotonnen. Das ist das Dreißigfache der Hiroshima-Bombe.

    Eine Studie der TH Köln von Alexander Fekete zeigt, was das bedeutet: Schon eine einzige Bombe würde Millionen Menschen betreffen, ganze Regionen unbewohnbar machen. Simuliert wurde, wie Fallout je nach Windrichtung über hunderte Kilometer zieht. Berlin, Frankfurt, Hamburg, sie alle könnten binnen Sekunden zu toten Zonen werden.

    Greenpeace ließ mit dem Nukemap-Simulator Szenarien durchrechnen: Eine 20-Kilotonnen-Bombe über Berlin würde 145.000 Menschen sofort töten, weitere Hunderttausende durch Strahlung und Folgekrankheiten. Doch 20 KT sind ein Klacks gegen das, was moderne Waffen leisten. Bei 550 KT reden wir nicht mehr über Hunderttausende, sondern über Millionen Tote, in Sekunden.

    Berlin, Ramstein, Rostock – drei Szenarien des Grauens

    Nehmen wir Berlin. Eine 550-KT-Bombe über dem Regierungsviertel würde die Innenstadt binnen Sekunden auslöschen. Im Umkreis von zehn Kilometern gäbe es kaum Überlebende. 30 bis 40 Kilometer weiter: schwere Verbrennungen, zerstörte Infrastruktur, zerstörte Krankenhäuser. Wer überlebt, ist auf sich allein gestellt, Rettungsdienste gibt es nicht mehr, Ärzte sind selbst Opfer. Je nach Windrichtung zieht der radioaktive Fallout über Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, vielleicht bis nach Polen.

    Oder Ramstein. Als größter US-Luftwaffenstützpunkt Europas ist der Ort ein logisches Ziel. Ein Angriff dort würde nicht nur Rheinland-Pfalz, sondern auch große Teile Hessens und Nordrhein-Westfalens unbewohnbar machen. Ramstein ist nicht nur eine Stadt, es ist ein Symbol und damit ein ideales Ziel, wenn es wirklich zum Äußersten käme.


    Oder Rostock. Militärische Infrastruktur, Hafen, Industrie. Ein Einschlag hier würde den Norden Deutschlands treffen, Mecklenburg-Vorpommern verseuchen, vielleicht bis nach Hamburg und Dänemark reichen. Niemand würde mehr von Urlaub an der Ostsee sprechen. Es wäre ein Meer des Todes.

    Folgen, die niemand überlebt

    Was solche Schläge bedeuten, ist kaum in Worte zu fassen:

    • Explosion & Druckwelle: Alles im Radius von fünf bis zehn Kilometern pulverisiert.
    • Hitze & Feuersturm: Temperaturen von mehreren tausend Grad, alles entflammbar brennt. Luft, die Sauerstoff enthält, wird selbst zum Feuer.
    • Strahlung: Menschen sterben qualvoll an akuter Strahlenkrankheit, noch Tage nach der Explosion.
    • Fallout: Radioaktive Partikel verseuchen Böden, Wasser, Luft. Regionen werden über Jahrzehnte unbewohnbar.
    • Langzeitfolgen: Krebs, genetische Schäden, Missbildungen, unbewohnbare Zonen. Trinkwasser wird kontaminiert. Landwirtschaft zerstört. Wohnraum unbrauchbar.

    Und noch etwas: Private Bunker schützen vor der Druckwelle, vielleicht auch für wenige Tage. Aber sie schützen nicht vor der radioaktiven Verseuchung der Umwelt. Wer glaubt, ein paar Dosen Erbsensuppe seien die Lösung, belügt sich selbst.

    Politische Verantwortungslosigkeit – und das Schweigen der Mehrheit

    Es ist ein Skandal, dass diese Szenarien kaum öffentlich debattiert werden. Dass Politiker in Brüssel und Berlin vom Bündnisfall sprechen, als ginge es um ein Schachspiel. Dass Medien jeden, der für Diplomatie plädiert, als „fünfte Kolonne“ denunzieren. Und dass die Menschen, die Angst haben, nicht nur ignoriert, sondern verhöhnt werden.

    Wie Stoltenberg jüngst sagte: „Heute leben wir in einem gefährlicheren, herausfordernderen Umfeld“ und die NATO verändere sich entsprechend, weil dies nötig sei. Seine Worte sind keine leeren Floskeln, sie sind Warnzeichen.

    Auch Olaf Scholz formulierte in seiner „Zeitenwende“-Rede 2022: „Wir erleben eine Zeitenwende. Und das bedeutet: Die Welt danach ist nicht mehr dieselbe wie die Welt davor.“ Diese Worte zeigen, dass die politische Führung sich bewusst ist, dass Entscheidungen getroffen wurden, die nicht einfach rückgängig zu machen sind.

    Warum das Schweigen gebrochen werden muss

    Angst ist nicht Schwäche. Angst ist Warnsignal. Wer Angst fühlt, ist lebendig genug, um zu begreifen: Es reicht nicht, zuzusehen. Es reicht nicht, sich wegzuducken. Wir alle sind betroffen. Wer heute schweigt, wird morgen nur noch Opfer sein, nicht Teil der Entscheidung.

    Wenn die Menschen in Deutschland, besonders in Berlin, wüssten, was wirklich auf dem Spiel steht, dann wäre die Straße voll von Millionen: Friedensdemonstranten, Bürgern, die ihre Freiheit, ihr Leben und ihre Zukunft verteidigen wollen. Es braucht Mut, öffentlich zu sagen: Nicht Krieg, nicht Konfrontation, Diplomatie! Schluss mit der Drohung, mit der Paranoia, mit der Eskalation.

    Schlussgedanke

    Wir stehen tatsächlich an einer Schwelle. Und wir dürfen nicht zulassen, dass Politiker, die keine Mehrheiten mehr haben, die kein Vertrauen genießen, über unser aller Schicksal entscheiden. Die Menschen müssen ihre Stimme erheben. Nicht für eine Ideologie, nicht für ein Lager, sondern für das Überleben.

    Krieg ist kein Ausweg. Krieg ist der Abgrund. Und wenn wir uns nicht bewegen, werden wir alle hinabgerissen.

     

    Quellen

    Greenpeace/NUKEMAP – Szenario: Atomschlag über Deutschland
    „Nuclear bomb in Germany would kill hundreds of thousands, Greenpeace warns“ – Euronews, 5. August 2020
    https://www.euronews.com/my-europe/2020/08/05/nuclear-bomb-in-germany-would-kill-hundreds-of-thousands-greenpeace-warns

    MDPI/TH Köln – Worst-Case-Szenario Nuklearschlag in Deutschland
    „Safe from Harm? Massive Attack Nuclear Worst-Case Scenario for Civil Protection in Germany Regarding High-Risk Zones of Exposure, Vulnerability, and Safe Havens“ – MDPI Sustainability, Alexander Fekete et al., 2022
    https://www.mdpi.com/2078-1547/13/2/47

    I Am Expat – Folgen eines Atomschlags auf deutsche Städte
    „What would happen if a nuclear bomb was dropped on Germany?“ – IAmExpat Germany, 2020
    https://www.iamexpat.de/expat-info/germany-news/what-would-happen-if-nuclear-bomb-was-dropped-germany

    The Bulletin of the Atomic Scientists – Realistische Effekte moderner Atomwaffen
    „Nowhere to hide: How a nuclear war would kill you—and almost everyone else“ – Bulletin of the Atomic Scientists, 2022
    https://thebulletin.org/2022/10/nowhere-to-hide-how-a-nuclear-war-would-kill-you-and-almost-everyone-else

    NATO – Stoltenberg: Die Welt ist gefährlicher geworden
    „Press conference by NATO Secretary General Jens Stoltenberg following the meetings of NATO Defence Ministers“ – NATO, 14. Februar 2024
    https://www.nato.int/cps/en/natohq/opinions_227402.htm

    Olaf Scholz – Zeitenwende-Rede
    „Zeitenwende speech by Olaf Scholz, German Chancellor, 27 February 2022“ – Deutscher Bundestag / Wikipedia-Archiv
    https://en.wikipedia.org/wiki/Zeitenwende_speech

    SSK – Schutzstrategien im Fall eines Nuklearschlags
    „Schutzstrategien im Falle einer Nukleardetonation – Bericht der Strahlenschutzkommission“ – SSK, Oktober 2024
    https://www.ssk.de/SharedDocs/Beratungsergebnisse/EN/2024/2024-10-10_Schutzstrategien_Nuklearwaffen.pdf

    Günther Burbach, Jahrgang 1963, ist Informatikkaufmann, Publizist und Buchautor. Nach einer eigenen Kolumne in einer Wochenzeitung arbeitete er in der Redaktion der Funke Mediengruppe. Er veröffentlichte vier Bücher mit Schwerpunkt auf Künstlicher Intelligenz sowie deutscher Innen- und Außenpolitik. In seinen Texten verbindet er technisches Verständnis mit gesellschaftspolitischem Blick – immer mit dem Ziel, Debatten anzustoßen und den Blick für das Wesentliche zu schärfen.
    Mehr Beiträge von Günther Burbach →

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    73 Kommentare

    1. In diesem Zusammenhang ist auch folgender Artikel zu erwähnen:

      https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10129

      Ich wünsche der Hamburger Bevölkerung einen „netten Vorgeschmack“ auf das, was kommen soll!

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    2. Aha, jetzt wo sich Trump bockig gibt, lässt der Kreml wieder mit Atomkrieg drohen.
      Na, ja, zum Glück ist heute ja Doomsday Donnerstag. Da passt’s scho.

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    3. Wie Sie sehen Herr Burbach, es gibt anscheinend viele Zeitgenossen wie GBU-57, welche sich den Konsequenzen nicht bewusst sind und sich sogar darüber lustig machen.

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    4. Viele derzeit stattfindenden Dinge kennen wir noch aus der DDR, und wir wissen auch, wie das endete. Die Überheblichkeit wird enden, wenn das Geld alle ist. Nur wird ein abgesoffenes Gesamt-Deutschland niemand retten. Die Technologiemeister sind jetzt woanders angesiedelt und Rohstoffe gibt es kaum. Für wirtschaftsrelevantes Fachkräftepersonal verringert sich der Nachwuchs. Der Marshallplan hat Deutschland groß gemacht, nun wirkt der Morgenthauplan, mit eifriger Unterstützung unserer Führer und der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung. Es wird weiter abwärts gehen, bis es keine andere Möglichkeit mehr gibt, auf niedrigem, ernüchternden Niveau einen Neuanfang zu tätigen. Durch Bomben oder Drohnen werden vorrangig Objekte, die dem Gegner gefährlich werden können, eliminiert. Inwieweit das Städte betrifft. bestimmen die Verantwortlichen. Da aber unser großes Vorbild Selenskyj heißt, dürften auch bei uns die Spasten ihre militärischen Beratungen mit ziviler Kleidung in Wohngebieten durchführen. Die intellektuelle Endzeit hat begonnen, KI wird keine Rettung sein.

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    5. Wer ist „wir“? Einig sind „wir“ und doch nur darin, dass „die“ mit ihrer Meinung falsch liegen.

      Ich sehe keine Besserung in Sicht.

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    6. „1. Die deutsche Armee muss in vier Jahren einsatzfähig sein. 2. Die deutsche Wirtschaft muss in vier Jahren kriegsfähig sein.“
      Wer hat das gesagt? Pistorius oder Kiesewetter?
      Frage an die „Friedenstäubchen“ GBU57 und friends…
      https://www.unsere-zeit.de/aufmarsch-der-kriegsmedizin-4807643/
      ALLE vertrauen Putin, der wird schon keinen Atomkrieg führen. Wird er auch nicht! ABER…..bei EUropa (Nato) + USA bin ich mir da nicht so sicher, sie wissen, danach ist kein Historiker mehr da, der ihren Wahnsinn dokumentiert.

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    7. „Spielchen“ ist ganz sicher das falsche Wort. Wenn ich mir ein Auto kaufe, dann stelle ich es nicht in die Schrankwand. Wenn ich Kernwaffen habe, werde ich sie einsetzen, wenn ich der Meinung bin, dass alle anderen Mittel nicht mehr taugen. Hier, 2,5 km Luftlinie vom Operativen Führungskommando der Bundeswehr, können wir uns der Atombombe sicher sein. Unsres Todes auch. Aber wir ereifern uns lieber über Lebensmittelpreise, Brandmauern und Verfassungsrichter usw.
      Wie lange können „die da oben“ noch schalten und walten, wie sie wollen? Solange, wie das Volk Friedensdemos ignoriert, weil sie von „den Falschen“ angezettelt werden. Teile und herrsche funktioniert bestens.

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    8. Gerade die Existenz der Atomwaffen macht einen vollumfänglichen Weltkrieg im Sinne des ersten und zweiten – also genau das, worauf in Deutschland die Bevölkerung eingeschworen werden soll – weltfremd. Die realistischen Szenarien sind die vollständige Auslöschung oder das Ausbleiben des Weltkriegs nach einer Phase eskalierender nuklearer Abschreckung. Ich tippe auf Letzteres, da bei Ersterem auch die Strippenzieher hinter Politik und Medien nichts zu gewinnen haben. Was nicht heißt, dass es ein Selbstläufer werden wird, denn einige haben sich sehr stark aus dem Fenster gelehnt und viel zu verlieren. Ich erwarte Unruhen ähnlich wie beim Ende des ersten Weltkriegs – nur dass diesmal nicht der Kriegsverlauf der Auslöser sein wird, sondern die bewusst werdende atomare Gefahr, und nicht der Adel abgesetzt wird, sondern der politisch-mediale Komplex.

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    9. Sehr gut geschrieben, Herr Burbach!

      Mich persönlich schockierte kürzlich die nachfolgende gleichmütige Zeitungsmeldung:
      https://www.giessener-allgemeine.de/politik/drastisches-kriegsszenario-vom-bundeswehrarzt-fuer-nato-1000-verwundete-am-tag-realistisch-zr-93949941.html
      Man bereitet sich also schon vor, man plant.

      Und ich prophezeie: Sollte es zum Krieg kommen, so werden die Medien die furchtbaren Geschehnise an der Front oder an den Orten von Raketeneinschlägen mit dem selben Gleichmut schildern wie jetzt in der Ukraine und wie im obigen Artikel.
      Natürlich würden dann auch noch Verkehrshinweise hinzukommen, die angesichts von Straßen- und Bahnsperrungen für militärische Transporte nötig würden.
      Und Kranke würden mit typisch deutscher Ordentlichkeit daran erinnert, dass erst ab einem „Eilt“-Vermerk des Arztes ein Krankenhausbett zu erhalten wäre.
      Und danach würden die Medien dann in gewohnter Weise wieder zur Fußball-Bundesliga, zum Klimawandel oder zum neuesten Film mit x oder y wechseln.
      Und so würde das weitergehen, solange der Sender noch nicht zerstört wäre.

      Im Gegensatz zu früher würden aber vermutlich private Gefallenenmeldungen zensiert werden, etwa in der Form, dass sie in den Medien nicht veröffentlicht werden dürfen.
      Auch wäre damit zu rechnen, dass die digitalen sozialen Netzwerke und der Telefonverkehr entweder bald abgeschaltet oder zumindest stark reglementiert werden würden. Selbstverständlich würde aber auch das gemäß eines neuen Gesetzes, einer rechtmäßigen Verordnung oder Aufführungsbestimmung getan werden. Ordnung muss sein!

      Ab einer bestimmten Intensität der Kampfhandlungen wäre allerdings damit zu rechnen sein, dass durch die Beschädigung von Seekabeln, Rechenzentren, Kraftwerken/Umspannwerken, den Abschuss von Satelliten oder gar durch einen ausgelösten elektromagnetischen Puls sowohl das Internet als auch die Stromversorgung zusammenbrechen würden. Dann dürfte sich auch das mit den Medien erledigt haben.

      Erschreckend ist, dass kaum ein Politiker einkalkuliert, dass Kriege gewöhnlich nie so ablaufen, wie man es anfangs gedacht und geplant hatte, sondern dass die Dinge Eigendynamik entwickeln und dass man sich bald in einer Situation befindet, die man gar nicht erwartet hatte.

      Auf eine unglaublich weltfremde und dumme Weise gehen Leute, die seit Jahrzehnten immer nur planen, die an ihre eigenen Visionen und Planungen glauben und die immer nur gelernt haben, dass man die Zukunft planen kann, davon aus, dass Planungen auch im Kriegsfalle stärker seien als die Wirklichkeit. Die Wirklichkeit und die Dynamik des Geschehens macht hingegen alle derartigen Konzepte und Papiere ganz rasch zu Makulatur.

      An die Macht und Bedeutung von Planungen zu glauben, ist an sich schon ein Zeichen von Dummheit.

      Noch erschreckender ist natürlich die skrupellose Risikobereitschaft, mit der von bestimmten Leuten eine Vielzahl kaum überblickbarer furchtbarer Konsequenzen für die Bevölkerungen vieler Länder einfach hingenommen werden. Kollateralschäden eben.

      Unwillkürlich fällt mir ein Shakespeare-Zitat ein: „O Urteil, du entflohst zum blöden Vieh, der Mensch ward unvernünftig.“

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    10. „Und wir dürfen nicht zulassen, dass Politiker, die keine Mehrheiten mehr haben, die kein Vertrauen genießen, über unser aller Schicksal entscheiden. Die Menschen müssen ihre Stimme erheben.“

      diese menschen haben an der „urne“ ihre stimme abgegeben, egal was andere damit anstellen(vollkommen verantwortungsloses handeln hier und da).

      mehrheiten gibts vielleicht im bundestag, auf wahlberechtigte gerechnet(also mit jenen, die ihre stimme nicht abgegeben haben) gab und gibt es solche mehrheiten nicht.

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    11. Das eigentliche Problem liegt doch ganz woanders.
      Der native, um nicht zu schreiben naive Bundesbürger hält doch den Kapitalismus für eine Art der Wirtschaftsorganisation und die bürgerliche Demokratie für eine Gesellschaftsordnung. Beides sieht er als schicksalhaft und Gott gegeben an.
      Es fehlt eine Bildung im Sinne des historischen und dialektischen Materialismus, auch Marxismus genannt. Dafür gab es Religionsunterricht vom Kindergarten bis zur Berufsausbildung. Hätten die Menschen eine marxistische Bildung, wüssten sie, dass das was sie gerade erleben eine logische Konsequenz aus dem Entwicklungsstand des Kapitalismus als Gesellschaftsordnung ist. Selbiger ist nämlich an sein technologisches Ende gekommen und müsste dringend abgelöst werden. Das Kapital hat aber seine Hausaufgaben gemacht und dafür gesorgt, dass die einzige Klasse, die das erledigen kann – die Arbeiterklasse, in geistiger Letargie verfallen ist. Die wichtigste Lebensversicherung des Kapitals ist der Antikommunismus, an dem auch alle scheinbar progressiven bürgerlichen Intellektuellen leiden, die problemlos publizieren dürfen. Proletarische Stimmen werden sofort zum Schweigen gebracht.

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    12. Europa den Europäern, nicht den USA

      Ich frage mich….. „sollten WIR das tun“…. ich identifiziere mich nicht mit diesem geisteskranken Abfall in Politik, Medien, Institutionen (vor allem nicht mit der *censored* deutschen „Justiz“, die den Völkermord von Gaza und die Versklavung der Ukrainer zum Sterben im Schützengraben abschirmt). Die wollen das, ich ganz sicher nicht.

      Die eigentliche Frage, die es zu beantworten gilt, ist doch wenn dann: wie werden wir diese verrückten Eliten los, die einen Krieg gegen ihr eigenes Volk führen, im Dienst der USA….. Trump sagt dies oder jenes, die faschistischen Eurokraten springen sofort; wenn 81 % der jungen Menschen in Deutschland sagt „ich will nicht für Euch morden oder sterben“….. keine Reaktion, eher noch „wenn wir nicht genug Kanonenfutter zusammen bekommen, dann müssen wir wohl Zwang anwenden“; diese Leute führen Krieg gegen Europa und sie sind keine Europäer; die Frage des „Wir“ ist hier irreführend.

      Vielleicht bräuchten wir hier eine MEGA-Bewegung, make Europe great again, ohne die USA und US-Marionetten als Regierungen Medien, Institutionen etc

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    13. Moderne Sprengköpfe Russlands und der USA liegen bei 100 bis 550 Kilotonnen. Das ist das Dreißigfache der Hiroshima-Bombe.

      Ehm, also die modernen strategischen Sprengköpfe Russlands liegen eigentlich im zweistelligen Megatonnenbereich.

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    14. Anstatt hier nur rumzuquatschen (also ich meine nicht die 85% PR-Agenten und Infiltratoren hier) gibt es Demos am 3.10. in Berlin und Stuttgart.

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    15. Die Folgen eines Atomkrieges sind für viele Menschen schlicht nicht vorstellbar und es herrscht auch in meinem Bekanntenkreis diesbezüglich eine erschreckende Naivität. Zum Hiroshima-Gedenktag brachte 3-Sat eine ältere Doku über und mit überlebenden Opfern… ich musste abschalten. Man sollte die Doku aber mindestens monatlich auf allen Kanälen am Sa.-Abend um 20:15 zeigen, gefolgt von dem Film „The day after“ (stattdessen kommt ständig wieder „The day after tomorrow“, was aber ein Klima-Katastrophen Film ist). Was ich leider in der Doku noch mitbekommen habe und wohl nie vergessen werde, ist die Schilderung eines Lokführers, der in Hiroshima (oder Nagasaki) mit dem Zug Überlebende aus der Stadt evakuieren sollte, der aber zunächst den Hügel nicht hochkam, weil die Schienen durch abfallende Haut und ölige Flüssigkeit, die von den massenhaften Zombies, die auf den Schienen liefen, tropfte, verschmiert und glitschig waren. Man musste Sand draufschaufeln..

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    16. Der Merz ist schon lange überfällig!
      Due ganze Bande psychopathischer Kriegstreiber gehört auf eine Insel gekarrrt. Dort sollen sie sich gegenseitig ihre hohlen Schädel einschlagen um ihren Wahn zu befriedigen.
      Es ist allerhöchste Zeit, für jeden ihnen laut und entschlissen ein Nein entgegen zu schleudern.
      Durchaus auch „politisch unkorrekt“

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    17. In den „alternativen Medien“ wird ebenso dauernd die Angst geschürt! Nur eben aus einer anderen Richtung!
      Auch ich befürchte, daß all die kriminellen Trotteln, die sich an der Macht befinden, aufgrund ihres verminderten Intellekts, nicht in der Lage sind zu begreifen, was ein Krieg bedeuten würde. Auch ich sehe mit Beunruhigung die Rhetorik, die 1 zu 1
      von anderen deutschen Führern (von vor 8-9 Jahrzehnten) abgekupfert erscheint. Und nur wenige scheinen es zu merken.
      Ich habe über die letzten Jahre bei jeder Gelegenheit den Mund aufgemacht woraufhin sich der sogenannte Freundeskreis in Luft aufgelöst hat. Ich bin auf Demos gegangen aber die kriminellen Trottels sind immer noch da.
      Ich möchte aber trotzdem die Hoffnung nicht aufgeben. Ich hoffe einfach, daß auch die unangenehmen Führer unserer Zeit lieber im Park spazieren gehen als im Bunker zu hocken oder zu verrecken. Denn eins muß auch dem dümmsten Vertreter klar sein. Die ganze Welt wird betroffen sein. Auch das Amiland, auch wenn Europa verdampft.
      Die Lösung die ich für mich persönlich gefunden habe ist die innerliche Totalverweigerung. Laut Operationsplan Deutschland sollen ja die Frauen (wer auch sonst) dann durchziehenden Truppen am Gartenzaun Schnittchen und Kaffee reichen. Ohne mich, ich mache so etwas nicht. Niemand kann einem Merz mehr Bildung in Sachen Geschichte oder Anstand einhämmern. Nur bei sich selbst kann man ansetzen.

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    18. »Die Motivation hinter der deutschen Russophobie wird immer deutlicher. Beispielhaft sei hier der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter genannt, der offen aussprach, was er denkt: Die Russen müssen die Niederlage lernen, so wie einst die Deutschen 1945. Man könnte Kiesewetter dankbar für seine Ehrlichkeit sein. Immerhin umkreist er seine Gesinnung nicht wortreich, sondern sagt, was er denkt. Dennoch ist Dankbarkeit der falsche Reflex, denn der CDU-Politiker drückt – man kann sich des Eindrucks nicht erwehren – die Bereitschaft aus, einen aus seiner Sicht unvollendeten Krieg zu beenden, und zwar mit einem neuen Sieger.«

      https://www.overdrive.com/media/9555441/luge-und-wahrheit

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    19. Die Regierung, die herrschenden Eliten, versetzen doch bewußt die Bevölkerung in Angst und Schrecken. Eine verängstigte Bevölkerung ist leichter manipulierbar und zeigt wenig Aufsässigkeit.

      Wer soll denn auf Berlin oder Ramstein eine Atombombe abwerfen? Dies wird von Putin erwartet. Erwartet wird auch, das der Atomkrieg aus Versehen ausbricht, was im Atomzeitalter immer möglich war.

      Aber warum sollte sich Putin wegen der blöden Ukraine gezwungen sehen Atombomben auf Deutschland abzuwerfen? Will er wirklich Ramstein vernichten, so kann er das zielgenau mit seinen Raketen ganz ohne Atomsprengköpfe erreichen. Bevor Putin Berlin angreift, macht der Kiew platt. Das ist doch viel näherliegender! Aber bisher hat er – anders als die Israelis – noch keine Regierungsgebäude in Kiew angegriffen, beschweige denn versucht, Selenskyj zu töten.

      Angst müssen die Menschen vor den wirtschaftlichen Niedergang haben.
      In der Tat müssen die Menschen Angst vor ihren verrückten Eliten haben!

      Putin selbst ist ein rationaler Akteur. Dasselbe gilt für die chinesische Führung.

      Ziel wäre es die Angst zu überwinden und den Mut zum Widerstand zu finden!
      Angst ist ein schlechter Ratgeber!

      Wir erleben derzeit den Amoklauf Israels und schauen zu!
      Wir sehen die Ausrottung eines Volkes, des palästinensischen Volkes, und schauen zu!
      Dies wird uns eines Tages auf die Füße fallen. Auch davor habe ich Angst!

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    20. Bitte nicht Stuttgart vergessen! Werde b(g)etroffen sein.

      Die Patch Barracks sind ein Truppenstützpunkt der United States Army in Stuttgart-Vaihingen. Sie sind das Hauptquartier der Streitkräfte der Vereinigten Staaten in Europa (United States European Command).
      Die Patch Barracks beherbergen darüber hinaus u.a. folgende Einrichtungen: NSA/CSS Representative Europe office (NCEUR), das Hauptquartier der NSA in Europa und das Special Operations Command Europe (SOCEUR), welches alle militärischen US-Spezialeinheiten in Europa führt.

      In den Kelly Barracks residiert zusätzlich das Africom. Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung und des NDR werden vom Africom-Hauptsitz in Stuttgart aus Drohnenangriffe in Afrika befehligt. Africom-Kommandeur Townsend bestätigte im September 2020, dass seit Januar des Jahres 46 Drohnenangriffe auf Ziele in Afrika angeordnet wurden.
      Unterstellt sind diesem auch die US Space Forces – Europe and Africa (USSPACEFOR-EURAF), Ramstein Air Base, für Einsätze im Weltall im Bereich der Kontinente Europa und Afrika.

      Die Panzerkaserne Böblingen ist Teil der US-Heeresgarnison Stuttgart (USAG Stuttgart) und beherbergt unter anderem das Hauptquartier des United States Marine Corps Forces Europe (MARFOREUR).

      Zu finden auf Wikipedia. Da lohnt sich die Bombe allemal.

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    21. Niemand soll glauben, dass Russland als größte Atommacht der Welt mit uns mühsame Grabenkämpfe führen wird wie mit der Ukraine. In Russland sieht man die Ukraine als Brudervolk, das eben durch korrupte Oligarchen missbraucht wird.
      Uns … sieht man bloß als bösartige Hetzer an, die Waffen liefern, mit denen ihre Mitmenschen weiter umgebracht werden … in einem Konflikt, der uns nichts angeht, gegen ein Land, das uns NICHTS getan hat, sondern immer freundlich und zuverlässiger Wirtschaftspartner war.

      Wenn die Zivilgesellschaft weiter schläft bzw. ihre Zeit auf Oktoberfesten totschlägt, wird das mit der totalen Zerstörung Europas enden.

      Denn Trump, frustriert über das verbissene Beharren der EU auf diesen Krieg, lässt Europa eben nun ins offene Messer laufen. Und die vom Wahnsinn besessenen Borderleyen-Politiker samt ihren Schäferhundsmedien sind so dumm, dass sie sich nun auch über seine Ansage freuen, dass die USA den (von Europa zu bezahlenden) Ukrainekrieg befeuern will.

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    22. Sehr guter und wahrhaft aufrüttelnder Artikel! Der Rüstungswahn sollte jedoch in den größeren Zusammenhang des ‚Niedergangs des Westens‘ gestellt werden, den E. Todd und neuerdings R. Mausfeeld sehr authentisch thematisiert haben. Die westlichen Eliten (die wirklichen, nicht die Politdarsteller und die Schreibkräfte) sehen ihre Felle davonschwimmen und versuchen, das Ärgste zu vermeiden. Im Abstieg begriffene Gesellschaften haben schon immer versucht, diesem zu entgehen durch Gewalt und Angst nach außen wie nach innen – Gewalt nach innen, um Opposition zu unterdrücken und Angst, um die Bevölkerungen gegen den äußeren und inneren Feind zu mobilisieren. Das hat im Fall von WKI und WKII noch funktioniert, die Bevölkerungenn ließen sich tatsächlich mobilisieren – das protestantisch-kriegerische Ethos war noch intakt. Heute kann davon zum Glück keine Rede mehr sein (s. E. Todd), sodass die Bemühungen unserer Eliten ins Leere laufen werden oder – wie Herr Burbach plastisch darstellt – katastrophale Folgen zeigen werden. Mittlerweile ist die protestantische Ethik durch die anhaltenden Bemühungen der neoliberalen und transhumanistischen Apostel praktisch ausgelöscht und in eine konsumistische Genussreligion umgewandelt worden, wodurch es für Herrn Pistorius schwer werden wird, kämpfendes Personal für seine Truppe zu finden. Mit einem großen Aufstand der Vernunft rechne ich jedoch nicht, mindestens nicht kurz- oder mittelfristig, eher mit kleinen Inseln, in denen Menschlichkeit (auch, aber natürlich nicht nur den Russen gegenüber) und Realismus lebendig bleiben.

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    23. Deutschland den „Deutschen“ funktioniert schon lange nicht mehr, und Europa den „Deutschen“ wird erst dann nicht funktionieren.
      Solange Mainstream & Co hier das Geschehen bestimmen, wer wo und wann gewählt wird zb , kann sich nichts ändern.
      Aber nach solch einem Ereigeniss möchte ich kein Politiker sein wenn Die Überlebenden aus den Schuttbergen gekrochen kommen o)))
      Ich weiß nur eines, der wirkliche Krieg der Menschheit gegeneinander dürfte erst dann beginnen, wenn 1/4 des Planeten nicht mehr bewohnbar ist..
      Ich gehe davon aus, das fast kein Mensch darauf aus ist, aber die Gier an den Börsen damit abzocken zu können, ist wohl einfach zu groß.

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    24. Ich greife den Schlussgedanken Burbachs auf und stelle verwundert fest, dass er zwar dazu auffordert, endlich selbst für den Frieden einzustehen, und auf die Straße zu gehen bevor es zu spät ist, er aber mit keiner Silbe die, – hoffentlich großen – Demonstrationen, die am 03.10.2025 in Berlin und Stuttgart stattfinden, erwähnt. Genau dort brauchen wir eine breite Bewegung aller, die ehrlich für den Frieden kämpfen. Gewerkschaften und Kirchen ebenso wie die Palästina- Solidarität. Wir dürfen uns auf keinen Fall von den kriegstreiberischen Medien, von den politischen Kriegstreibern, spalten lassen.     (gekürzt)

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    25. @KOBA: Danke für die Erinnerung!
      Wie es wer auch immer will, bin ich am 3.10. in Stuttgart. Ich komme!

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    26. Nochmal für alle.
      Der Krieg wird gegen UNS geführt.
      Es geht um die Umverteilung von „Arm nach Reich“ nichts weiter.
      Der nukleare Einsatz wird bewußt in Kauf genommen.

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    Rischisch... ????

  • Häretiker vor 3 Minuten zu:Der Russland-Corona-Billionen-Krieg 10 Es mag jetzt zynisch klingen, aber haben sie die 700.000 selbst gezählt oder greifen Sie…
  • PRO1 vor 8  (unvollständig)     
  • Info: https://overton-magazin.de/kommentar/gesellschaft-kommentar/am-rand-des-wahnsinns/ Weiterlesen

    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält. 

    25.09.2025

    "Dreifache Sabotage" – Trump fordert Untersuchung der Pannen bei seinem UN-Auftritt

    rtnewsde.site, 25 Sep. 2025 12:18 Uhr

    Bei Trumps Eintreffen im UN-Hauptquartier war am Dienstag eine Rolltreppe ausgefallen. Aufnahmen zeigen, wie er und First Lady Melania Trump die Rolltreppe betreten, bevor diese plötzlich zum Stehen kommt.


    "Dreifache Sabotage" – Trump fordert Untersuchung der Pannen bei seinem UN-AuftrittQuelle: AP © Stefan Jeremiah


    US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump gehen die Rolltreppe hinauf, nachdem diese beim Aufstieg zum Plenarsaal der Generalversammlung stehen geblieben war. UN-Hauptquartier, New York City, 23. September 2025


    Nach mehreren Pannen bei seinem Auftritt vor den Vereinten Nationen hat US-Präsident Donald Trump eine Untersuchung gefordert. "Das war kein Zufall, das war dreifache Sabotage“, schrieb Trump am Mittwoch auf seiner Online-Plattform Truth Social. Die UN "sollten sich schämen", fügte er hinzu.

    Bei Trumps Eintreffen im UN-Hauptquartier war am Dienstag eine Rolltreppe ausgefallen. Aufnahmen zeigen, wie er und First Lady Melania Trump die Rolltreppe betreten, bevor diese plötzlich zum Stehen kommt. Während seiner Rede vor der UN-Generalversammlung fielen anschließend ein Teleprompter und eine Tonanlage aus.

    Trump scherzte während seiner Rede, die mit einer Fehlfunktion des Teleprompters begann:

    "Das sind die beiden Dinge, die ich von den Vereinten Nationen bekommen habe – eine schlechte Rolltreppe und einen schlechten Teleprompter."

    "Wir können Ihnen versichern, dass die UN-Teleprompter sehr gut funktionieren", konterte die ehemalige deutsche Außenministerin in ihrer neuen Rolle als Präsidentin der UN-Vollversammlung, als Trump seine Ansprache beendet hatte.

    Trump bezeichnete die Vorfälle als "WAHRE SCHANDE" und sagte, es sei "erstaunlich, dass Melania und ich nicht mit dem Gesicht voran auf die scharfen Kanten dieser Stahltreppe gefallen sind", als sie die Rolltreppe benutzten.

    Trump forderte UN-Generalsekretär António Guterres in einem Schreiben zu einer "sofortigen Untersuchung" der Vorfälle auf. Die für den Stopp der Rolltreppe verantwortlichen Personen sollten seiner Meinung nach festgenommen werden.

    Die Vereinten Nationen hatten Trumps Sabotagevorwürfe bereits zuvor zurückgewiesen. Stéphane Dujarric, der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres, sagte, die US-Regierung habe für Trumps Rede ihre eigene Ausrüstung mitgebracht.

    "Der Teleprompter wurde vom Weißen Haus bedient."

    Mehr zum Thema - Trumps Friedensplan für den Gazastreifen stößt bei regionalen Staaten auf Zustimmung


    Screenshot_2025_09_25_at_15_15_02_Dreifache_Sabotage_Trump_fordert_Untersuchung_der_Pannen_bei_seinem_UN_Auftritt_RT_DE

    Video https://rumble.com/v6zehqi-baerbock-schwingt-den-hammer-feministisches-durchsetzungsvermgen-scheitert-.html Dauer 1:38 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://rtnewsde.site/international/257022-trump-fordert-untersuchung-wegen-dreifacher/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    25.09.2025

    Trumps Friedensplan für den Gazastreifen stößt bei regionalen Staaten auf Zustimmung

    rtnewsde.site, 25 Sep. 2025 09:40 Uhr

    Donald Trump soll arabischen und muslimischen Führern versprochen haben, dass er Israel nicht erlauben werde, das Westjordanland zu annektieren. Trump gab diese Zusage während eines Treffens am Rande der UN-Generalversammlung.


    Trumps Friedensplan für den Gazastreifen stößt bei regionalen Staaten auf Zustimmung© Evan Vucci


    Präsident Trump nimmt an einem multilateralen Treffen mit den Staats- und Regierungschefs von Katar, Jordanien, der Türkei, Pakistan, Indonesien, Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien während der Generalversammlung der UN am Dienstag, 23. September 2025, in New York teil.


    Präsident Trump und der Gesandte des Weißen Hauses, Steve Witkoff, legten arabischen und muslimischen Führern am Dienstag einen "21-Punkte-Plan" zur Beendigung des Krieges im Gazastreifen und zur Regierungsführung nach dem Ende der Hamas vor, der bei den Teilnehmern auf positive Resonanz stieß. Es ist das erste Mal, dass Trump einen US-Plan zur Beendigung des Krieges in Gaza vorstellt. Am Mittwoch gaben mehrere Führer Erklärungen ab, in denen sie den Plan lobten.


    Nach Treffen mit Netanjahus engstem Vertrauten: Syrischer Außenminister besucht Washington




    Nach Treffen mit Netanjahus engstem Vertrauten: Syrischer Außenminister besucht Washington






    Trump habe den Staats- und Regierungschefs bei einem Treffen am Rande der UN-Generalversammlung gesagt, dass der Krieg dringend beendet werden müsse, erklärten zwei Quellen. Trump merkte an, dass er den Plan vorstelle, weil Israel mit jedem Tag, an dem der Krieg andauere, international immer mehr isoliert werde, fügte eine Quelle gegenüber AXIOS hinzu. "Wir sind hoffnungsvoll und ich würde sogar sagen, zuversichtlich, dass wir in den kommenden Tagen eine Art Durchbruch verkünden können", sagte Witkoff am Mittwoch.

    Die Vorschläge der USA seien Variationen von Ideen, die in den vergangenen sechs Monaten diskutiert worden seien, und Aktualisierungen von Überlegungen, die von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und dem ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair entwickelt worden seien.


    Die wichtigsten Grundsätze sind:

    • Die Freilassung aller verbleibenden Geiseln.
    • Ein dauerhafter Waffenstillstand.
    • Der schrittweise Rückzug Israels aus dem gesamten Gazastreifen.
    • Ein Nachkriegsplan, der einen Regierungsmechanismus im Gazastreifen ohne die Hamas vorsieht.
    • Eine Sicherheitskraft, der neben Palästinensern auch Soldaten aus arabischen und islamischen Ländern angehören würden.
    • Finanzielle Unterstützung durch arabische und islamische Länder für die neue Verwaltung im Gazastreifen und für den Wiederaufbau des Gebiets.
      Eine gewisse Beteiligung der Palästinensischen Autonomiebehörde.

    An dem Treffen nahmen Staats- und Regierungschefs sowie hochrangige Beamte aus Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Ägypten, Jordanien, der Türkei, Indonesien und Pakistan teil. AXIOS zufolge stellten die arabischen Staats- und Regierungschefs Trump mehrere Bedingungen für die Unterstützung seines Plans:

    • Israel wird keine Teile des Westjordanlands oder des Gazastreifens annektieren.
    • Israel wird keine Teile des Gazastreifens besetzen.
    • Israel wird keine Siedlungen im Gazastreifen errichten.
    • Israel wird aufhören, den Status quo an der Al-Aqsa-Moschee zu untergraben.
    • Die humanitäre Hilfe für den Gazastreifen wird unverzüglich erhöht.

    Trump habe den arabischen und muslimischen Staatschefs klargemacht, dass er Israel nicht erlauben wird, Teile des Westjordanlands zu annektieren, betonten zwei Quellen.

    In einer gemeinsamen Erklärung vom Mittwoch bekundeten die Staats- und Regierungschefs von sieben arabischen und islamischen Ländern, die an dem Gipfeltreffen teilgenommen hatten, ihre Unterstützung für Trumps Plan. Sie lautete:

    "Wir bekräftigen unsere Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Präsident Trump und betonen die Bedeutung seiner Führungsrolle, um den Krieg zu beenden und den Weg für einen gerechten und dauerhaften Frieden zu ebnen."

    Israelische Beamte merkten an, dass der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Allgemeinen über die Grundsätze der USA informiert sei und sein Vertrauter Ron Dermer kürzlich Gespräche zu diesem Thema mit Kushner und Blair geführt habe.

    Trump habe den arabischen Staatschefs mitgeteilt, dass der nächste Schritt darin besteht, den Plan am Montag im Weißen Haus mit Netanjahu zu besprechen, um dessen Unterstützung zu gewinnen, wie eine Quelle berichtete, die mit dem Inhalt des Treffens vertraut ist.


    Mehr zum Thema – US-Gesandter: Syrien und Israel kurz vor Abkommen über Deeskalation


    Screenshot_2025_09_25_at_15_07_51_Trumps_Friedensplan_f_r_den_Gazastreifen_st_t_bei_regionalen_Staaten_auf_Zustimmung_RT_DE

    Video https://vk.com/video-134310637_456287247 Dauer 1:32 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://rtnewsde.site/der-nahe-osten/257014-trumps-friedensplan-fuer-gaza-stoesst/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    25.09.2025

    Die letzten Lebensadern der Stadt Gaza brechen zusammen, während die israelischen Angriffe sogar zunehmen

    Screenshot_2025_09_25_at_14_44_56_Die_letzten_Lebensadern_der_Stadt_Gaza_brechen_zusammen_w_hrend_die_israelischen_Angriffe_sogar_zunehmen_GlobalBridge


    Tausende und Abertausende sehen sich gezwungen, aus Gaza-Stadt zu fliehen, obwohl sie nicht wissen, wo sie landen werden. Die sogenannten "Humanitären Zonen" sind bereits mit Flüchtlingen überfüllt und die wichtigsten Dinge fürs Überleben fehlen, Wasser, Nahrung, medizinische Versorgung, etc. (Foto Anadolu)


    globalbridge.ch, 24. September 2025 Von: in Allgemein, Militär, Politik, Wirtschaft

    (Red.) Es lässt sich in Worten kaum ausdrücken, was gegenwärtig im Gaza-Streifen und speziell in Gaza-Stadt abläuft: Die israelische Armee hat die Bevölkerung der Stadt aufgerufen, die Stadt Richtung Süden zu verlassen, und sie bombardiert seither die Stadt immer intensiver. Tausende sind auf der Flucht, obwohl sie nicht wissen, wohin sie fliehen sollen, denn die sogenannten „humanitären Zonen“ sind klein und bereits total überfüllt. Zum Leben fehlt dort Alles: Wasser, Lebensmittel, medizinische Versorgung, usw. Aber die Welt schaut zu und etliche Staaten – darunter die USA und auch Deutschland – liefern an Israel noch immer Waffen. Es ist einfach grauenhaft. (cm)

    Gaza (QNN) – Die letzten verbliebenen Lebensadern für Zivilisten in Gaza-Stadt, darunter Unterkünfte und Hilfspassagen, brechen zusammen, während Israel seine Angriffe verstärkt, warnt das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) angesichts der Pläne, die Stadt zu besetzen und mehr als eine Million Einwohner gewaltsam zu vertreiben.

    Innerhalb von fünf Tagen wurden 11 UNRWA-Schutzräume, in denen 11.000 Menschen untergebracht waren, von Israel angegriffen, so OCHA. Seit Israel den Waffenstillstand im März gebrochen hat, wurden mehr als eine Million Menschen vertrieben, darunter 200.000 im letzten Monat und 56.000 allein seit Sonntag, fügte OCHA hinzu. (Auszeichnung durch die Redaktion.)

    Hilfsorganisationen liefern täglich Weizenmehl, Lebensmittelpakete und fast 560.000 Mahlzeiten, aber OCHA bestätigte, dass Israel diese Bemühungen „systematisch blockiert”, und verwies dabei auf die Schließung des Zikim-Grenzübergangs im Norden Gazas und das Verbot bestimmter Lebensmittel durch Israel.

    „Die Möglichkeiten, hungernde Menschen zu unterstützen, werden systematisch blockiert. Jede Woche werden neue Beschränkungen verhängt”, erklärte die Organisation.

    Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte, dass die Krankenhäuser in Gaza „kurz vor dem Zusammenbruch“ stehen.

    Am Donnerstag erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus, dass die israelischen Angriffe, die sich derzeit auf Gaza-Stadt konzentrieren, „neue Wellen von Vertreibungen auslösen und traumatisierte Familien in ein immer kleiner werdendes Gebiet drängen, das für Menschen unwürdig ist“.

    „Verletzte und Menschen mit Behinderungen können sich nicht in Sicherheit bringen, was ihr Leben in große Gefahr bringt“, sagte Tedros. „Wir fordern ein sofortiges Ende dieser unmenschlichen Zustände. Wir fordern einen Waffenstillstand.“

    Berichten zufolge sind nur noch zwei Krankenhäuser in der größten Stadt des Gebiets, al-Shifa und al-Ahli, teilweise noch funktionsfähig.

    Was geschieht in Gaza-Stadt?

    Hunderte Palästinenser werden täglich durch die anhaltenden, wahllosen Bombardierungen Israels auf Gaza-Stadt, bei denen täglich Dutzende Zivilisten getötet werden, gewaltsam vertrieben.

    Familien fliehen nach Süden, nachdem Israel ihnen gedroht hat, sich in die sogenannte „Sicherheitszone“ von al-Mawasi zu begeben, ein Gebiet, das überfüllt ist und wiederholt von israelischen Streitkräften angegriffen wurde.

    Laut lokalen Quellen vor Ort wird Gaza-Stadt systematisch geräumt, Gebäude für Gebäude, Familie für Familie. Die Quellen fügten hinzu, dass die israelischen Streitkräfte ihre Angriffe auf Gaza-Stadt intensiviert und Dutzende von Wohngebäuden und Unterkünften zerstört haben.

    Das Medienbüro der Regierung in Gaza erklärte am Sonntag, Israel habe „systematische Bombardierungen von Hochhäusern, Wohngebäuden, Schulen und zivilen Einrichtungen mit dem Ziel der Auslöschung und Zwangsvertreibung“ durchgeführt, während seine Offensive auf Gaza-Stadt weitergeht.

    „Während Israel behauptet, gegen den Widerstand vorzugehen, beweisen die Realitäten vor Ort zweifelsfrei, dass die Besatzungsmacht absichtlich und nach einer klaren Methodik Schulen, Moscheen, Krankenhäuser und medizinische Zentren bombardiert, Hochhäuser und Wohngebäude zerstört, Zelte von Vertriebenen zerstört und die Hauptquartiere verschiedener Institutionen, darunter auch internationaler Institutionen, die im humanitären Bereich tätig sind, ins Visier nimmt“, hieß es in einer Erklärung.

    Der Sprecher des Zivilschutzes, Mahmoud Basal, sagte: „Was auf Gaza fällt, sind nicht nur Raketen, sondern Fässer voller Feuer und zerstörerische vulkanische Lava, die das Land und alles darauf verbrennen.“

    Dies geschieht vor dem Hintergrund israelischer Pläne, Gaza-Stadt zu besetzen und die Bewohner der nördlichen Stadt durch gewaltsame Vertreibung ethnisch zu säubern.

    Die Stadt wurde schwer bombardiert, und nach wochenlangen tödlichen Angriffen begannen die Streitkräfte, aus den Vororten vorzurücken.

    Israels Premierminister Benjamin Netanjahu bestätigte den Start einer „mächtigen Operation in Gaza“, die am Dienstag begann und den Namen „Gideon’s Chariots 2“ trägt.

    Der tödliche Angriff auf Gaza-Stadt wurde in Israel mit Jubel aufgenommen, als Verteidigungsminister Israel Katz sagte: „Gaza [Stadt] brennt.“ (Auszeichnung durch die Redaktion.)

    Die Offensive begann am selben Tag, an dem unabhängige Experten im Auftrag des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen bestätigten, dass Israel in Gaza Völkermord begeht.

    „Katastrophal“

    Die Vereinten Nationen sagten, die Offensive habe Hunderte von Palästinensern nach Süden getrieben und damit die ohnehin schon katastrophale humanitäre Krise noch verschärft.

    Olga Cherevko, Sprecherin des Büros der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten, sagte, die Bedingungen seien „nichts weniger als katastrophal“.

    „Es gibt einen ständigen Strom von Menschen, die aus dem Norden kommen, wobei viele die 22 km [14 Meilen] zur von Israel als „humanitäre Zone“ bezeichneten al-Mawasi zu Fuß zurücklegen“, sagte sie.

    „Die hygienischen Bedingungen sind so schlecht, dass sie natürlich zu einer massiven Ausbreitung von Krankheiten, Hautausschlägen und allen möglichen Krisen im Bereich der öffentlichen Gesundheit führen.“

    Mit ihrem Land verwurzelt

    Trotz wiederholter Drohungen Israels mit Zwangsumsiedlungen und unerbittlichen Bombardements bestätigte das Medienbüro der Regierung in Gaza am Dienstag, dass mehr als eine Million Palästinenser im Norden des Gebiets „mit ihrem Land verwurzelt“ bleiben.

    Das Büro gab an, dass von den 1,3 Millionen Menschen in Gaza-Stadt und den nördlich gelegenen Orten etwa 190.000 in den Süden geflohen sind, während 15.000 aufgrund der katastrophalen Bedingungen in den Gebieten, die das israelische Militär als „Sicherheitszonen“ ausgewiesen hatte, in den Norden zurückgekehrt sind.

    Die lokalen Behörden stellten fest, dass Israel regelmäßig Rafah und al-Mawasi in der Nähe von Khan Younis angegriffen hat, wo es die Menschen zur Flucht aufgefordert hat. „In diesen Gebieten fehlen die grundlegenden Lebensnotwendigkeiten völlig, es gibt keine Krankenhäuser, keine Infrastruktur und keine grundlegenden Dienstleistungen wie Wasser, Nahrung, Unterkunft, Strom oder Bildung, was das Leben dort fast unmöglich macht“, erklärte das Büro in einer Stellungnahme.

    Dieses Gebiet mache nicht mehr als 12 Prozent der Gesamtfläche des Gazastreifens aus, fügte es hinzu und wies darauf hin, dass die israelische Besatzungsmacht „versucht, über 1,7 Millionen Menschen gewaltsam auf diesem begrenzten Raum einzusperren, als Teil eines umfassenderen Plans zur Errichtung von faktischen ‚Konzentrationslagern‘“. (Auszeichnung durch die Redaktion.)

    „Dies ist Teil einer systematischen Politik der Zwangsumsiedlung, die darauf abzielt, den Norden des Gazastreifens und die Stadt Gaza von ihren Bewohnern zu entvölkern, was ein klares Kriegsverbrechen und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und einen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht und das humanitäre Völkerrecht darstellt.“

    (Red.) Zum Originalartikel auf Countercurrents.org in US-englischer Sprache.





    Info: https://globalbridge.ch/die-letzten-lebensadern-der-stadt-gaza-brechen-zusammen-waehrend-die-israelischen-angriffe-sogar-zunehmen/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    25.09.2025

    US-Regierung sieht die Balten „in ihrer Haltung gegenüber Putin als gefährlich aggressiv an“

    Bild: Litauisches Verteidigungsministeriu


    overton-magazin.de24. September 2025 65 KommentarFortsetzungsroman

    Als außenstehender Beobachter ist die Lage an der „Ostflanke“ der Nato schwer einzuschätzen. Diskutiert wird, ob die Nato russische Flugzeuge abschießen soll, was ein Schritt in Richtung Krieg wäre. Versucht Russland die Nato zu testen und zu provozieren, werden mit Drohnen und Kampfflugzeugen Informationen über die Verteidigungskapazitäten und -bereitschaft für mögliche Angriffe oder zur Verteidigung erhoben? Ist der Lärm, den die Nato macht nur eine Reaktion auf die Vorfälle oder eine Propagandakampagne, um die USA wieder ins Boot zu holen und die Gefahr durch den Feind zu beschwören, der nach der Ukraine auch europäische Nato-Länder im Visier hat, um die Einheit zu wahren und die militärische Logik mitsamt Aufrüstung durchzusetzen?

    In einer Erklärung droht die Nato: „Für Russland sollte es keine Zweifel geben: Die NATO und ihre Verbündeten werden im Einklang mit dem Völkerrecht alle notwendigen militärischen und nichtmilitärischen Mittel einsetzen, um uns zu verteidigen und alle Bedrohungen aus allen Richtungen abzuwehren. Wir werden weiterhin auf die Art und Weise, den Zeitpunkt und das Gebiet unserer Wahl reagieren. Unser Bekenntnis zu Artikel 5 ist unumstößlich.“ Nato-Generalsekretär Rutte versuchte allerdings die Bedrohung herunterzuspielen und zu erklären, dass die Nato handlungsfähig ist, schnell und entschieden reagiert hat, aber ruhig entscheidet. In Echtzeit werde dies der SACEUR, der Supreme Allied Commander, entscheiden. Während der Generalsekretär immer ein Europäer ist, wird der Posten des SACEUR immer von einem US-Militär besetzt. Das ist seit 1. Juli 2025 der amerikanische General Grynkewich, der sicher auch amerikanische Interessen berücksichtigen wird.

    Im Hintergrund drängen vor allem Polen und die baltischen Staaten darauf, russische Flugzeuge und Drohnen, sollten sie in den Nato-Luftraum eindringen, abzuschießen. Dem hat nun Donald Trump zwar zugestimmt, aber in Washington hält man sich merklich zurück, was die „Provokationen“ betrifft. Möglicherweise, um Druck auf Russland auszuüben, hat nun Trump nach einem Gespräch mit Selenskij überraschend versichert, die Ukraine könne mit der Hilfe der EU das ihr Gebiet in „originaler Form“ oder sogar noch mehr zurückerobern. Ökonomisch sei Russland am Ende, auch militärisch sei es ein „Papiertiger“. Es habe „dreieinhalb Jahre lang ziellos einen Krieg geführt, den eine echte Militärmacht in weniger als einer Woche hätte gewinnen müssen“. Allerdings sollten sich EU und Ukraine nicht zu sehr freuen. Trump deutet nicht an, dass er nun stärker die Ukraine wieder unterstützen wolle. Er wünscht ihr, aber auch Russland Glück und verspricht, dass die Nato weiter in den USA Waffen kaufen könne, um mit ihnen zu machen, was sie wollen.


    Die Rede von Selenskij vor der UN-Gnerealversammlung fand fast ohne Publikum statt. Bild: UN


    Was bislang in den Medien kaum zur Kenntnis genommen wurde, ist die Ende August getroffene Entscheidung der Trump-Regierung, die Militärhilfe an die Staaten der Ostflanke nach Section 333 einzustellen. Das betrifft vor allem die baltischen Staaten, aber auch Polen. Das könnte durchaus ein Grund sein, nun die Bedrohung durch russische Provokationen hochzuspielen, um die US-Regierung zu beeinflussen und sich der Unterstützung der europäischen Nato-Ländern zu versichern (US-Regierung will Militärunterstützung für die an Russland grenzenden Nato-Staaten streichen).

    Das letzte Beispiel waren die Drohnen über dem Flughafen in Kopenhagen, ein Vorfall allerdings, wie er schon seit einiger Zeit nicht nur in europäischen Ländern wie in Deutschland (Russische Drohnen, Wegwerf-Agenten und Schläfer), sondern auch in den USA vorgekommen ist, wo zeitweise Drohnenschwärme jede Nacht beobachtet wurden. Es soll sich um Drohnen handeln, die elektronisch nicht gestört werden können, das Pentagon weiß auch nicht, wer sie steuert und offenbar auch nicht, wo sie wieder gelandet sind und eingesammelt wurden. Versuche, ihnen zu folgen, scheiterten.

    In den USA scheint man sich bewusst darüber zu sein, dass manche europäischen Nato-Staaten, allen voran die baltischen Staaten und Polen, in ihrer Ablehnung Russlands und ihrer Angst vor dem großen Nachbarn, dazu neigen, den Konflikt zwischen Nato und Russland zu eskalieren. Mit Kaja Kallas, der ehemaligen Ministerpräsidentin Litauens und jetzigen Vizepräsidentin der EU zuständig für Außen- und Sicherheitspolitik, ist diese russophobe und extrem proukrainische Position auch an höchster Stelle der EU vertreten: „Europäische Sicherheitspolitik beginnt mit der Ukraine.“ Zudem ist Andrius Kubilius, ebenfalls ein früherer Ministerpräsident von Litauen, EU-Kommissar für Verteidigung und Raumfahrt. Gerade erklärte der Chefberater des Präsidenten für nationale Sicherheit, Deividas Matulionis, Litauen verfüge über die notwendigen Waffen, um feindliche Militärflugzeuge abzuschießen, die den litauischen Luftraum verletzen. Jedes Land habe das Vorrecht zu entscheiden, ein feindliches Flugzeug abzuschießen, Damit würde es, was er nicht sagt, die Nato in den Konflikt mit hineinziehen.

    Der Financial Times-Autor Gideon Rachmann schreibt, es gebe eine Spannung zwischen der Trump-Regierung und den baltischen Politikern: „In Washington habe ich Beschwerden über die ‚Estlandisierung‘ der europäischen Außenpolitik gehört – eine Anspielung auf die Tatsache, dass Kaja Kallas, die Chefin der EU-Außenpolitik, Estlands ehemalige Premierministerin ist. In Teilen der Trump-Administration werden die Balten in ihrer Haltung gegenüber Putin als gefährlich aggressiv angesehen. Bei einem hochrangigen Treffen im Pentagon wurde den baltischen Vertretern vor kurzem vorgeworfen, sie seien ‚ideologisch‘ in ihrer Opposition zu Russland.“

    Das wird man sich kaum trauen, in EU-Staaten zu sagen, aber diese „ideologische Opposition“ zu Russland könnte auch hinter der aktuellen Panikmache über die tatsächlichen oder angeblichen russischen Luftraumverletzungen, die, wie auch Rutte einräumte, nicht gefährlich sind, aber eine Vorkriegsstimmung mit der permanenten Rede über den hybriden Krieg erzeugen, die in Richtung Eskalation treibt. Oder hat man in den letzten Jahren etwas von dem Verlangen nach Aufnahme von Gesprächen mit Russland über friedensstiftende Maßnahmen gehört?


    Florian Rötzer, geboren 1953, hat nach dem Studium der Philosophie als freier Autor und Publizist mit dem Schwerpunkt Medientheorie und -ästhetik in München und als Organisator zahlreicher internationaler Symposien gearbeitet. Von 1996 bis 2020 war er Chefredakteur des Online-Magazins Telepolis. Von ihm erschienen sind u.a. „Denken, das an der Zeit ist“ (Suhrkamp 1988), „Die Telepolis“ (1995), „Vom Wildwerden der Städte“ (Birkhäuser 2006), „Smart Cities im Cyberwar“ (Westend 2015), „Sein und Wohnen“ (Westend 2020) oder „Lesen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ (Bielefeld 2023)
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    65 Kommentare

    1. Viel Lärm um Dinge die längst klar sind.
      Die USA haben nur 340 Millionen Bürger und sind auf Stellvertreterkriege angewiesen wenn sie die Welt beherrschen wollen. Dafür verkauft die USA aber auch gerne die nötigen Waffen an seine Vasallen, denn der Krieg soll ja auch den USA zu Gute kommen. Selbst in den Krieg ziehen kostet Geld, andere in den Krieg schicken bringt Geld. Und natürlich dürfen die Balten Russland provozieren oder Gefahren heraufbeschwören wo keine sind. So ein Krieg kommt schließlich nicht von alleine, aber um Geld betteln beim großen Bruder, das geht schon mal gar nicht. Trump ist da sehr konsequent.

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    2. Hm, bemerkenswert. Plötzlich viel kleinere Brötchen:

      Estland wird keine Entscheidungen über den Abschuss von Objekten treffen, die seinen Luftraum verletzt haben. Dies teilte der Generalstab des Landes der estnischen Zeitung Postimees mit. Dort wurde darauf hingewiesen, dass der letzte Befehl, NATO-Flugzeuge aufsteigen zu lassen, aus Deutschland kam, wo sich das NATO-Kommando befindet.

      „Die Entscheidung über die Zerstörung von Verletzern der estnischen Luftraumgrenzen wird ebenfalls nicht in Estland getroffen werden“, bestätigen estnische Militärs.

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    3. In New York finden Verhandlungen zwischen Delegationen aus Russland (Lawrow) und den USA (Rubio) statt.
      https://t.me/boris_rozhin/180817
      Verhandelt wird ohne Europa und ohne die Ukraine, unter anderem über das Schicksal der Ukraine.

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    4. Nach 20 Minuten wenden und mit dem Bratensaft begießen.
      Bei mittlere Hitze weiter garen.
      Zwischendurch immer über fas Stöckchen springen.

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    5. Die letzten Trump-Äußerungen sind für die minderbemittelten Vasallen ein gefundenes Fressen, um die Lage zu Ungunsten Europas zu eskalieren. Es gibt auch andere Stimmen. Vielleicht hat der eine oder andere mal etwas von Gilbert Doctorow gehört. Seine Anlalysen stimmen recht häufig. Und der meint, dass, was Trump nun gesagt hat, sei Sarkasmus. Seine Meinung habe sich nicht geändert. Also im Klartext: Wenn ihr Europäer euch selbst abschaffen wollt, dann schießt Russendrohnen ab und bestärkt den Spinner in Kiew darin, dass er nicht nur die Ostukraine zurückerobern kann, sondern auch Teile Russlands, aber macht das mit eurer noch verbliebenen Wirtschaftskraft, der Ami wird sich freuen, einen wichtigen Konkurrenten los zu haben und kann sich auf China stürzen. Und unsere Bluthunde springen natürlich, was sonst.

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    6. Hinter den baltischen Zwergen und den Polen steht das „Grossdeutsche Reich“, wobei der britische Staatsbürger R. Sikorsky als polnischer Außenminister wohl eher seine Weisungen vom MI- 6 empfängt.
      Und der „militärische Papiertiger“ hat die NATO im Osten der ehemaligen Ukraine besiegt.
      Außer Terror und Fals Flag haben die Brüsseler „Strategen“ nichts mehr zu bieten. Das Wirtschaftswachstum in Russland wird in den kommenden Jahren etwas zurück gehen. Aber beileibe keine Schrumpfung wie in der EU…
      Trump hat den kriegsgeilen Europäern zu verstehen gegeben, das die USA sich aus Europa zurück ziehen werden und den ukrainischen Sumpf der EU überlässt. Alle Versuche, einen direkten Krieg der NATO gegen Russland zu provozieren, um die USA in Europa zu binden, hat Trump eine Absage erteilt.
      Aber die Zeit drängt. Die Staatsschulden sind kaum noch zu finanzieren, die westlichen Gesellschaften zerfallen in rasendem Tempo und die „Eliten“ versuchen verzweifelt, ihre Macht zu sichern…

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    7. Zu dem was in Gaza und in der West-Bank passiert:
      Es wurden über sechzigtausend Kinder getötet oder verletzt. Mehr als eintausend davon waren unter einem Jahr. Einhundertsiebenundvierzig sind bisher an Unterernährung gestorben. Über viertausend haben Amputationen durchgemacht.
      In der West-Bank wurden mehr als zweihundertdreiundzwanzig Kinder getötet. Es wurden eintausendvierhundert verletzt.

      Es wurden an diesem Tag mehr als vierundachtzig Menschen ermordet.

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    8. Oh mann was fuer ein Zirkus…..Bruessel dreht durch und verheddert sich wieder mal, GPS, Drohnenschwaerme und (eigener polnischer) Raketenbeschuss auf Wohnhaus, nun also die estnische „Flug-Katastrophe“….!

      „Die Nato hat eingeräumt, dass von den russischen Jets über Estland keine Gefahr ausging. In Militärkreisen heißt es, dass die russischen Kampfflugzeuge schon bei ihrem Eintritt in den Luftraum “abgefangen” worden seien, berichtet die “FAZ”. 
      Da die Russen auf einem Kurs waren, der den estnischen Luftraum über dem Finnischen Meerbusen lediglich schnitt, nicht aber auf estnisches Territorium oder gar Tallinn zielte, hätten die Abfangjäger sie lediglich eskortiert, ohne weiter einzugreifen. Zudem trugen die Typ MiG-31 offenbar keine Luft-Boden-Raketen. Deshalb stellten sie auch keine Bedrohung für Estland dar. Dies räumte sogar Nato-Generalsekratär Rutte ein: Es habe “keine unmittelbare Gefahr” bestanden, sagte er in Brüssel.
      https://lostineu.eu/update-estland-von-russischen-jets-ging-keine-gefahr-aus/

      beinahe vergessen Cyperangriffe auf Flughaefen Berlin/BER, London, Bruessel etc, eine Spur fuehrt nach Russland ja klar, wohin auch sonst?

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    9. Na so was, neueste Meldung ueber GPS Stoerung, diesmal muessen die Spanier das uebernehmen,
      die spanische Verteidigungsministerin Margarita Robles war auf dem Weg nach Litauen als das GPS ausfiel oder was auch immer.

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    10. Es fällt auf, dass die so genannten hybriden Übergriffe, mit denen die NATO angeblich getestet werden, eher belanglose Vorkommnisse sind.
      – es begann mit dem Flugzeug, in dem UvdL nach Osten reiste und dessen GPS-Sender angeblich gestört wurde
      – es ging weiter mit russischen Dummy-Drohnen, die bis nach Polen flogen
      – dem folgte eine streifende Luftraumverletzung durch russische Kampfjets
      – worauf gleich wieder Drohnen unbekannter Herkunft über Kopenhagen und Oslo auftauchten
      und jetzt wird ein deutsches Kriegsschiff von russischen Flugzeugen überflogen

      All diese Vorfälle werden beharrlich hoch gespielt, mit welchem Ziel? Weil man den Ausstieg der Amerikaner verhindern will? Weil man tatsächlich glaubt, dass Russland kurz vor der Niederlage steht (Kellog) und nur noch ein leichter Schlag genügt, um den wankenden russischen Bären zu besiegen?

      Sieht so aus, als glaubten nicht nur die Neocons diesen Blödsinn, auch die Europäer, besonders die Balten und Skandinavier und Briten scheinen von diesem Wunschdenken überzeugt oder warum sollten die Russen einen Ostseeanrainer nach dem anderen provozieren?

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    11. Die Vorfälle waren wie immer die übliche NATO-Propaganda. Warum kriegt das der Herr Rötzer nicht eingeordnet, dass solche Luftraumverletzungen oder Verletzungen von Hochheitsgewässern schon immer, gerade auch im kalten Krieg vermeldet wurden?

      vgl. hier:

      https://youtu.be/d-RqdXdXlxE?t=1670

      [..]wenn man bedenkt, dass meine Einheit bei der Bundeswehr auch öfter mal in fremden Luftraum eingedrungen war und schnell wieder raus und dann war gut […]

      Solche Manöver machte die NATO schon immer um die Response time der russischen Luftwaffe zu messen oder ob sie überhaupt was machen. Haben sie vergessen zu erwähnen in den großen NATO-Medien? Sowas aber auch …

      Das mit den chinesischen Spionage-Ballons war übrigens eine Hoax. Hat der Experte nie wirklich Belege geliefert, dafür vermissten die z.b. ihren Ballon:

      https://www.dailymail.co.uk/news/article-11760443/Did-Joe-Biden-shoot-hobbyists-12-balloon-380-000-missile.html

      Das könnte man auch mal verfolgen und die „Vorfälle“ auflisten, auch was daraus wurde.

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    12. Wenn mann von völlig hanebüchernen Annahmen/Hypothesen ausgeht, lassen sich stundenlang, tagelang hypothetische Varianten durchexerzieren. Um den Platz zu füllen? Aus Langeweile ? Weils der Job verlangt ? – Sinn macht das keinen.
      Erkenntnisse bringt es auch nicht.

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    13. oh, Wunder ! die niederländische Rato Nutte redet plötzlich von „Völkerrecht“.
      Ist’s möglich ? – Was ist mit der regel -basierten ? fertigmenstruiert?

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    14. An Kriegen gewinnt nur ein relativ kleiner Bestandteil der jeweils bekannten Menschheit, wenn das Recht des Stärkeren die Oberhand gewinnt. Der Rest wird einfach ausgemerzt und wenn er einmal ausgemerzt ist, kann man stattdessen dort großzügig angelegte Ferienwohnanlagen und exklusive Golfplätze subventionieren. Hiermit sei der geistige Horizont der jeweiligen Protagonisten abgesteckt. Für mehr reicht es nicht.

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    15. Bei der ganzen Diskussion sollte man bitteschön niemals vergessen, kein Staat und keine Regierung ist ein monolithischer Block. In den USA tobt aktuell ein heftiger Kampf innerhalb des White House, Pentagons und State Department. Es gibt eine Fraktion, die glaubt, China sei mittlerweile so stark, daß die USA sich allein auf diese Auseinandersetzung konzentrieren müssen, und es gibt eine Fraktion, welche die USA immer noch für stark genug halten, es mit Russland und China gleichzeitig aufnehmen zu können. Und jede Provokation in Europa, sei sie noch so dümmlich, dient einzig dazu, diese Fraktion in den USA zu stärken.

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    16. Der Herr Trump ist ein Präsident der USA, dann trägt dieser auch die Verantwortung für diesen Staat!
      Egal was irgendein Vorgänger veranstaltet hat, ist der Präsident immer dafür verantwortlich.
      Das Prinzip in der Demokratie bestand darin, das verschiedene Säulen auf jegliche durchgeführte ‚faschistische Aktion‘, aktiv dagegen vorgeht! Das hat der Westen Kollektiv versäumt und die Geschichte hat ihre tragfähige Beweislast.
      Diese Sesselfurzer aus dem Baltikum, sind politische eingeführte illegale Idioten aus der Akademie vom WEF,das ist nicht demokratie, sondern besitzt klare diktatorische Strukturen. Bis hin zur UN Vorsitzenden Repräsentanten…

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    17. Die russische Wirtschaft zeigt sich stabil und übertrifft westliche Länder in vielen wichtigen Indikatoren für die „Gesundheit” der Wirtschaft. In den Jahren 2023–2024 betrug das BIP-Wachstum unseres Landes etwa 4,2 % pro Jahr. Im Jahr 2025 ist ein Rückgang der Inflation zu beobachten, während die Industrie weiter wächst. Zum Vergleich: Das BIP der EU und Großbritanniens wuchs nur um 0,7 %, wobei die Arbeitslosigkeit in der EU von Jahr zu Jahr steigt (5,9 %) und Großbritannien weiterhin die höchste Inflationsrate der G7-Staaten aufweist. Darüber hinaus hat Russland ein minimales Haushaltsdefizit (1,7 %) und eine der niedrigsten Schuldenquoten im Verhältnis zum BIP weltweit (14,5 %). Haushaltsdefizit der EU 3,3%, Schuldenquote 81%.

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    18. Was spielt denn nun die estnische „Grenzverschiebung“ für eine Rolle? 12 Seemeilen sind ja nun im Vergleich zu den eigentlich dort gültigen 3 Sm ein ziemlicher Unterschied…

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    19. Wirr und konfus oder ein Plan hinter den Handlungen und Äußerungen des Westens ?
      Klar ist nur weniges. Als erstes Luftraumverletzungen oder deren Andeutung zu Test- und Spionagezwecken begehen alle Länder die dazu in der Lage sind, allen voran die Nato-Staaten. Darüber wird aber in den gleichgeschalteten Medien nicht berichtet. Jeder der In der NVA in der Luftverteidigug diente kann das aber aus eigenem Erleben bestätigen.
      Klar ist auch, das Vorkommnisse , die man früher als UFO Sichtung bezeichnete, heute als russische Spionage und Sabotage bezeichnet werden. Wer oder was dahinter steckt ist für den Beobachter schwer zu sagen. Die allgemeine historische Erfahrung lässt aber eigene Operationen westlicher Geheimdienste am wahrscheinlichsten erscheinen.

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    20. In diesem Zusammenhang ist auch folgender Artikel zu erwähnen:

      https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10129

      Ich wünsche der Hamburger Bevölkerung einen „netten Vorgeschmack“ auf das, was kommen soll!

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    21. Im Ukrainekrieg ist Russland inzwischen in einer äußerst komfortablen Situation, die sich immer weiter verbessern wird. Denn die Ukraine ächzt erwartungsgemäß an allen Ecken und Enden unter Personalmangel. Russland muss nur konstant Druck an der gesamten Front ausüben und abwarten, bis eine Stelle bröckelt. Sogleich versucht die Ukraine das dann zu stoppen, indem sie beträchtliche Truppen aus anderen Abschnitten abzieht und dort konzentriert. Doch darauf hin beginnt es an einer anderen Stelle zu bröckeln und das Spiel vollzieht sich von neuem. Dass das nicht endlos weitergehen wird, ist klar, doch keine der beiden Seiten wird dies – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen – so bald ändern wollen.

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    22. Das Ganze ist ein einziger riesiger Schwindel – ein OFFENER riesiger Schwindel.

      Kleine Bausteine davon: der immer nur US-hörige Oberbefehlshaber der NAhTOd wird durch eine französisch- und damit europäisch klingende Bezeichnung („Saceur“) versteckt. Und dass der US-Präsident jede Entscheidung innerhalb der NAhTOd absegnen muss („Dem hat nun Donald Trump zwar zugestimmt …“) zeigt doch alles, dass dieses „Verteidigungsbündnis“ nichts als eine Vasallenarmee der USA ist.

      Der Satz im Artikel „Das ist seit 1. Juli 2025 der amerikanische General Grynkewich, der sicher auch amerikanische Interessen berücksichtigen wird.“ ist doch nichts als der größte Witz! Es geht ausschließlich und immer um US-Interessen!

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    23. Die EU finanziert der Ukraine tausende Drohnen und das mit dem Wissen, dass diese Drohnen dazu benutzt werden, russische Ölraffinerien zu zerstören und Zivilisten in Moskauer Wohnblocks zu töten.

      Und dann schreien die EU-Größen sofort ‘Anschlag’ und ‘Provokation’, wenn ein paar Drohnen friedlich über EU-Gebieten kreisen, und diese von eigenen Leuten gelenkt?

      Ich habe selbst erlebt wie Ende Mai 2025 der Zivile Flughafen Moskau Wnukowo für 18 Stunden gesperrt werden mußte weil die Ukrainer Drohnen dorthin geschossen haben !!

      Angeblich schießen die Ukrainer ja nicht auf zivile Objekte !?!?!?

      Wie man in Wald hineinruft, so schallt es heraus – kann man da nur sagen!

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    24. Kiews Botschafter – Neo-Nazis sind Teil unserer Armee (Artrikel vom 20. Februar 2015)

      http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2015/02/kiews-botschafter-neo-nazis-sind-teil.html

      Während der Talkshow von Günther Jauch am vergangenen Sonntagabend hat Andrij Melnyk, der ukrainische Botschafter in Berlin, eine schockierende Aussage gemacht.

      Auf die Frage von Jauch: „Herr Botschafter, wissen Sie immer, welche seltsame Leute auf Ihrer Seite kämpfen … da gibt es rechtsradikale Verbände mit SS-Runen … und mit Hakenkreuzfahnen …“, gab Melnyk zu, die Neo-Nazis der Asow und des Rechten Sektors sind Teil der ukrainischen Streitkräfte und werden vom Regime in Kiew koordiniert und kontrolliert.

      FAZIT: DEUTSCHLAND & EU-POLITIKER UNTERSTÜTZEN NAZIS UND SIND DESHALB AUCH NAZIS !!

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    25. NATO-Generalsekretär: MiG-31 am estnischen Himmel stellten keine unmittelbare Bedrohung dar

      https://de.topwar.ru/271387-gensek-nato-mig-31-v-nebe-jestonii-ne-predstavljali-neposredstvennoj-ugrozy.html

      Die MiG-31-Kampfflugzeuge der russischen Luftstreitkräfte über Estland stellten trotz angeblicher Eindringlinge in den Luftraum des baltischen Staates keine unmittelbare Bedrohung dar. Auch die NATO-Militärs empfanden sie nicht als Bedrohung.

      Diese Erklärung gab NATO-Generalsekretär Mark Rutte während einer Pressekonferenz ab.

      Ihm zufolge hätten NATO-Flugzeuge die russischen Kampfjets umgehend entdeckt, abgefangen und eskortiert und so eine Eskalation verhindert, , da keine unmittelbare Bedrohung erkannt wurde. – erklärte der Chef der Allianz.

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    26. Das Problem für uns ist und bleibt, dass die irrste Politik von den „Öffentliche-Meinung“-Machern als gut und richtig verkauft wird., nein, mehr: den Leuten ins Hirn gefräst wird als einzig denkbare Sicht der Dinge.

      Weil die Interessen superreicher Leute und deren Wahnideen (hier zB „Heartlandtheorie“, Mackinders, Grand Chessboard“ Brszinski, Stratfor, Friedman, …) dahinter stecken. Und man denke immer daran, dass die die Weltbevölkerung drastisch reduzieren wollen (Eugeniker, Bill Gates, Transhumanisten, …). Deren einziges kleines Problem dabei ist, dass sie die auch nicht ganz unbedeutende Masse von ihren Bütteln und Schergen scheinbar irgendwie mitnehmen müssen. Und da ist sich der eine oder andere bei Atomkriegsgefahr vielleicht nicht so ganz sicher, ob er und seine Lieben in den Bunkern sicher einen Platz finden könnten oder rechtzeitig ausgeflogen werden würden …

      Also ganz kurz gesagt: die ganzen Inszenierungen dienen nur dazu die Büttel und die Blöden zu verarschen. Das sieht man auch hier ganz gut wo aus der glasklaren Situation für uns „Gemeinen“ ein Tohuwabohu aus Blödsinn und Geschwafel geschaffen wird. Weil die ganzen PR-Agenten drin sind und es deren Aufgabe es ist, Klarheit zu zerstören, Eindeutigkeit zu Vernebeln, klare Positionen fragwürdig zu machen.

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    27. Zum Artikel:
      “ … was ein Schritt in Richtung Krieg wäre …“ Sorry, Florian, aber das wird spätestens ab dem zweiten Flieger eine klare Kriegserklärung. (Für einen kann man sich noch diplomatisch entschuldigen …)
      Und für die Foristen: UNS unten und doof zu halten (-> Pakt zwischen Religion und Staat) funtioniert in Zeiten des Internet nicht mehr so richtig – das ist wie in den ersten Zeiten der Aufklärung die „Enzyklopädie“, die vor allem Diderot und d’Alembert zu danken ist. Mit „Wikipedia“ (trotz aller berechtigten Kritik an Einzelartikeln) und vielen weiteren spezialisierten Wikis haben wir heute ein wenig (neutralere) ‚Gegenöffentlichkeit‘.

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    28. Eigentlich ist es so das die Europäer unbedingt einen Krieg gegen Russland haben möchten, aber nur mit den USA zusammen. Die USA wiederum würden sich ja gern beteiligen, wenn es da nicht die vielen vielen russischen Atomwaffen geben würde, deren Einsatz sicherstellt das es danach nichts mehr zum Aneignen geben wird.
      In der Hinsicht dieser Erkenntnis sind die Amis den EUropäern Lichtjahre vorraus.
      Da es in EUropa nur noch Politiker gibt, die dank US Erpressung (Echelon und Co) nur das machen was die USA wünschen, ist EUropa das Schlachtfeld der Wahl. Und es ist eine gute Wahl, was interessiert schon ein Atomares Schlachtfeld in Europa, wenn man damit seinen härtesten Wirtschaftlichen Konkurrenten vernichten kann. Und nichts anderes war die EU für die USA, unter anderem weil die EU Staaten bis sie das Ukraine Abenteuer 2014 begonnenen haben, erheblich weniger Sinnlos Geld fürs Militär verbraten hatte wie die USA.
      Hauptsache es kommt zu einer großflächigen Zerstörung innerhalb der EU, die hat es sich auch redlich verdient. Die USA zwar auch, aber die EU hat sich nun mal Freiwillig als Schlachtfeld Angeboten, jedenfalls die US Marionetten der Politik.

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    29. „hat nun Trump nach einem Gespräch mit Selenskij überraschend versichert, die Ukraine könne mit der Hilfe der EU das ihr Gebiet in „originaler Form“ oder sogar noch mehr zurückerobern. Ökonomisch sei Russland am Ende, auch militärisch sei es ein „Papiertiger“. Es habe „dreieinhalb Jahre lang ziellos einen Krieg geführt, den eine echte Militärmacht in weniger als einer Woche hätte gewinnen müssen“. Allerdings sollten sich EU und Ukraine nicht zu sehr freuen. Trump deutet nicht an, dass er nun stärker die Ukraine wieder unterstützen wolle. Er wünscht ihr, aber auch Russland Glück und verspricht, dass die Nato weiter in den USA Waffen kaufen könne, um mit ihnen zu machen, was sie wollen.“

      Mercouris liesst den Text als kabarettistische Einlage.

      Die Ukraine kann „ihr Gebiet in „originaler Form“ oder sogar noch mehr zurückerobern. (Wunderbar, ihr seid militärisch unbesiegbar, da braucht ihr unsere Hilfe ja nicht.)
      Ökonomisch sei Russland am Ende und nur ein „Papiertiger“, na den werdet ihr dann wohl allein besiegen können. (Viel Spaß, wir gucken zu.)
      Ihr wollt russische Flugzeuge abschiessen. Solltet ihr unbedingt machen, (wir werden sehen, wie es ausgeht. Wir sind nicht dabei)
      „Viel Glück euch allen“, (Tschüß ihr Idioten, wir sind raus!)

      Stimmt es eigentlich, dass die UN auf Wunsch der Europäer Russland verurteilen sollten, und die Amerikaner mit den Russen und Chinesen dagegen gestimmt oder sich enthalten haben?

      Antworten

    30. Bei den vielen Drohnensichtungen muss man sich doch fragen wie sie spurlos verschwinden können ohne verfolgt werden zu können. Ferner sollte man sich fragen warum sie nicht abgefangen wurden.
      Erscheinen die Drohnen nicht auf den Radarschirmen, so dass man sie verfolgen kann?
      Wurden die Drohnen eventuell von Selenskijs Schergen oder den eigenen Geheimdiensten in Bewegung gesetzt um die Bevölkerungen in Angst und Schrecken zu versetzen und um sie kriegswillig zu stimmen?

      Will man sie nicht abfangen weil sich dann herausstellen könnte es sind keine russischen?

      Zumindest kommt mir das alles sehr rätselhaft vor.

      Dazu Wagenknechts Wochenschau sehr vorsichtig in der Beurteilung der Vorfälle
      https://m.youtube.com/playlist?list=PLWMOkEY81QpiC-0fm6ospJHGMX5_a_BYoVon


    Info:  https://overton-magazin.de/top-story/us-regierung-sieht-die-balten-in-ihrer-haltung-gegenueber-putinals-gefaehrlich-aggressiv-an/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    25.09.2025

    Schlagzeile







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