Diese Website verwendet nur technisch notwendige Cookies.
19.10.2025

Sicherheitszonen: Wie wir den Dritten Weltkrieg verhindern können

Screenshot_2025_10_20_at_11_50_43_Sicherheitszonen_Wie_wir_den_Dritten_Weltkrieg_verhindern_k_nnen_YouTube


Screenshot_2025_10_20_at_11_51_24_Sicherheitszonen_Wie_wir_den_Dritten_Weltkrieg_verhindern_k_nnen_YouTube


youtube.com, 17.10.2025, Glenn Diesen Deutsch

Wie sollten die Sicherheitsbedürfnisse der Großmächte mit der Souveränität kleinerer Nationen an ihren Grenzen in Einklang gebracht werden? Das Konzept der Sicherheitszonen begrenzt die Aktivitäten anderer Großmächte an deren Grenzen. Mexiko hat die Freiheit, politische und wirtschaftliche Kooperationen mit jedem Staat einzugehen, doch Mexiko hat nicht die Freiheit, russische Raketen oder chinesische Militärbasen zu beherbergen. Das ist gesunder Menschenverstand und sollte für alle Großmächte gelten – doch wie realistisch ist eine solche Vereinbarung zwischen den Großmächten? 


John J. Mearsheimer ist R. Wendell Harrison Distinguished Service Professor für Politikwissenschaft an der University of Chicago, wo er seit 1982 lehrt. Jeffrey D. Sachs ist ein weltweit renommierter Wirtschaftsprofessor, Bestsellerautor, innovativer Pädagoge und globaler Vordenker für nachhaltige Entwicklung. Folgen Sie Prof. Glenn Diesen: Substack: https://glenndiesen.substack.com/ X/Twitter: https://x.com/Glenn_Diesen Patreon:   / glenndiesen   YouTube:    / @gdiesen1   Unterstützen Sie den Kanal: PayPal: https://www.paypal.com/paypalme/Diesen79 Buy me a Coffee: buymeacoffee.com/gdieseng Go Fund Me: https://gofund.me/09ea012f Original Video:    • Jeffrey Sachs & John Mearsheimer: Spheres ...   Original Transcript: https://www.video-translations.org/tr... Translated Transcript: https://www.video-translations.org/tr... Produced by: Glenn Diesen Originally Published on: 2025-10-16 Translations by: www.video-translations.org Disclaimer: Read by A.I. Voices. Auto-translated. This video is owned by this channel.


Info: Video https://www.youtube.com/watch?v=PmKRh-HEa0w  Dauer 1:20:14 h


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


unser weiterer Kommentar: Die Realisten Mearsheimer, Diesen und Sachs, der erste mehr pessimistischer der letztere mehr optimistischer Natur, diskutieren zu Einflusssphären - Interessensphären - Sicherheitssphären und vermitteln auf ihre Weise auch Zuversicht.

19.10.2025

Erneut Parlamentarischer Beobachter von Berliner Polizei angegriffen und festgenommen – die Spitze eines Eisbergs

aus e-mail von Karin Gerlich, 19. Oktober 2025, 12:41 Uhr


Liebe Kolleginnen und Kollgen,


nur die Spitze des Eisbergs!



-------- Weitergeleitete Nachricht --------

Betreff: [Partner] Erneut Parlamentarischer Beobachter von Berliner

Polizei angegriffen und festgenommen – die Spitze eines Eisbergs

Datum: Fri, 17 Oct 2025 20:18:58 +0200

Von: P

An: aki aktiv neu <ak_internat_aktivkreis@lists.posteo.de>,

kernredaktion@gewerkschaftliche-linke-berlin.de,

partner@gewerkschaftliche-linke-berlin.de,

partnerspecial.frieden@gewerkschaftliche-linke-berlin.de



Umstände und Umfeld der Verhaftung von  Cem Ince letzten Sonntag



  Erneut Parlamentarischer Beobachter von Berliner Polizei angegriffen

  und festgenommen – die Spitze eines Eisbergs

  <https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/parlamentarischer-abgeordneter-und-beobachter-von-berliner-polizei-angegriffen-und-festgenommen/>


gruß Peter


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.10.2025

"Krieg und Frieden" im Berliner Kino Babylon: Rückkehr zur UN-Charta als letzte Chance

rtnewsde.site, 19 Okt. 2025 18:50 Uhr, Von Astrid Sigena und Wladislaw Sankin

Das Thema Kriegsvorbereitungen – und vor allem, wie man einen Krieg noch verhindern kann – ist derzeit in aller Munde. In Berlin traf sich nun am vergangenen Freitag eine hochkarätige Runde, um diese Frage zu diskutieren. Trotz der ernsten Lage wurde es ein ergötzlicher Abend.


"Krieg und Frieden" im Berliner Kino Babylon: Rückkehr zur UN-Charta als letzte Chance© Tilo Gräser


Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion "Krieg und Frieden" im Kino Babylon (von links nach rechts): Der Verleger Holger Friedrich (Berliner Zeitung), Vizeadmiral a. D. Kay-Achim Schönbach, Moderator Florian Warweg, EU-Abgeordnete Martin Sonneborn und Michael von der Schulenburg


Im voll besetzten Kino Babylon hatten sich ganz unterschiedliche Persönlichkeiten zu einer Diskussion versammelt, wie man sie bezüglich Toleranz und gegenseitigem Respekt in der derzeitigen Bundesrepublik kaum noch findet. Hier diskutierte der Marineoffizier mit dem Friedensbewegten, der UN-Diplomat mit dem Satiriker. Und das ohne Herabwürdigung oder Beleidigung des Gegenübers. Weniger tolerant waren dagegen die Gegendemonstranten vor dem Kino, die die Diskutanten in gewohnt-brachialer Manier als "ruzzische Spione" diffamierten – bis zu 30 überwiegend junge Störer skandierten in Richting der Veranstaltungsbesucher Hetzparolen und hielten Fahnen der Ukraine, Georgiens und der NATO hoch.

Als Podiumsgäste waren eingeladen: der Verleger Holger Friedrich (Berliner Zeitung), Vizeadmiral a. D. Kay-Achim Schönbach (der frühere Inspekteur der Deutschen Marine) sowie die beiden EU-Abgeordneten Michael von der Schulenburg (zuvor UN- und OSZE-Diplomat) und Martin Sonneborn (früher Chefredakteur des Satiremagazins Titanic). Übrigens hatten alle vier ihren Wehrdienst abgeleistet (Sonneborn und Schönbach bei der Bundeswehr, von der Schulenburg und Friedrich bei der NVA).


Vizeadmiral Schönbach: Die Bundeswehr glaubt nicht an "russische Drohnen", muss aber "mitspielen"




Vizeadmiral Schönbach: Die Bundeswehr glaubt nicht an "russische Drohnen", muss aber "mitspielen"






Die Moderation übernahm der Journalist Florian Warweg von den NachDenkSeiten (ehemals RT Deutsch, bekannt als hartnäckiger Fragesteller in der Bundespressekonferenz). Ihm gelang es mit seiner geschickten Gesprächsführung nicht nur, aus den Befragten immer wieder interessante Antworten herauszukitzeln, er trug mit eigenen Beiträgen auch selbst immer wieder zur Hebung des Diskussionsniveaus bei. So etwa, als er die Quasi-Monopolstellung der großen Medienkonzerne in der Bundesrepublik erwähnte. Warweg ist es (neben Sonneborn) auch zu verdanken, dass der Abend trotz der gefährlichen politischen Lage nicht trübselig verlief. Sein Szenario einer aus den Diskussionsteilnehmern gebildeten Bundesregierung lockerte gleich zu Beginn die Stimmung deutlich auf.

Die beiden Gegenpole des Abends waren Schönbach und von der Schulenburg. Schönbach gab den konservativen weltpolitischen Realisten mit skeptischen Menschenbild, der sich – bei aller Wertschätzung der Diplomatie – lieber nicht darauf verlässt, dass sich Staaten an Regeln halten, sondern vielmehr auf Abschreckung durch Rüstung setzt. Dem früheren Diplomaten von der Schulenburg lag schon berufsbedingt die Rolle des Idealisten näher, der auf Konfliktlösung durch die UNO und andere überstaatliche Institutionen pocht. Auch Friedrich ging in seinen Ausführungen eher in Richtung pazifistischer Idealist. Sonneborn (Die PARTEI) dagegen gab immer wieder tiefsinnig-absurde Anekdoten aus dem Betrieb des EU-Parlaments zum Besten. Auf dem ersten Blick waren diese zum Lachen, bei näherer Betrachtung jedoch Symptome einer abgehobenen, kriegslüsternen Politikerkaste, deren Aggressivität nur doch ihre relative Machtlosigkeit gebremst wird.

Gleich am Anfang ließ Vizeadmiral a. D. Schönbach aufhorchen, denn die Zuhörer erfuhren, dass keineswegs Verteidigungsministerin Christine Lambrecht, sondern Außenministerin Annalena Baerbock die treibende Kraft gewesen war, die schließlich seinen vorzeitigen Amtsverzicht bewirkt hatte. Zur Erinnerung: Schönbach hatte gehen müssen, weil er Anfang 2022 bei einem Vortrag in Indien die für BRD-Verhältnisse ketzerische Ansichten vertreten hatte, Russland und Wladimir Putin verdienten Respekt, und die Krim werde nicht mehr zur Ukraine zurückkehren (RT DE berichtete). Ein weiterer Beleg für das unheilvolle Wirken der Trampolin springenden Völkerrechtlerin.

Auch zur derzeit grassierenden Hysterie der tatsächlichen oder vermeintlichen Drohnensichtungen konnte Schönbach als militärischer Fachmann Erhellendes beitragen: Frühere Kameraden aus der Bundeswehr, darunter ein ehemaliger Luftwaffeninspekteur, signalisierten ihm, dass an der Theorie einer russischen Provokation nichts dran sei. Es werde aber politisch gefordert, dass die Bundeswehr bei diesem Thema mitspiele (RT DE berichtete).


Deutsche Mythen: Die Brigade Litauen, tot mehr wert als lebendig?





Meinung

Deutsche Mythen: Die Brigade Litauen, tot mehr wert als lebendig?





Zugeknöpfter gab sich Schönbach dagegen auf die Reporterfrage nach einer Gefährdung der Brigade Litauen als ideales Opfer einer möglichen False-Flag-Operation, die mit dem Ziel der Einleitung eines Krieges durchgeführt werden könnte. Nichtsdestoweniger äußerte der pensionierte Militär Kritik an der Stationierung einer ganzen Bundeswehrbrigade im Baltikum. Bisher hätten bedeutend kleinere deutsche Kontingente zur Aufrechterhaltung der Stolperdrahtfunktion genügt.

Gegenüber einer flammenden BRICS-Befürworterin, die in der Zusammenarbeit dieser Staaten das Entstehen einer friedlichen, auf Nichteinmischung und Gleichberechtigung basierenden Weltordnung sah, warnte Schönbach vor einer Verharmlosung des aggressiven Vorgehens Chinas. Die Volksrepublik als größter nicht einheimischer Landeigentümer in Afrika agiere dort als "knallharter, eisenharter Kolonialist", der andere Staaten in die Schuldknechtschaft ziehe, um seine eigenen Interessen durchzusetzen. Es handele sich um eine unblutige, aber dennoch "knallharte" Vorgehensweise – gegenüber den Nachbarn im Südchinesischen Meer sogar militärisch. Der bei der Diskussionsveranstaltung anwesende Journalist Tilo Gräser merkt zu Recht an, dass Schönbach offenbar Russland immer noch als potenziellen Partner in einem zu erwartenden Konflikt des Westens (und Indiens) mit einem als feindlich betrachteten China sieht.

Schönbach griff während der Diskussion auf das gern zitierte lateinische Sprichwort "Si vis pacem para bellum!" ("Wenn du den Frieden willst, bereite den Krieg vor") zurück, um die Notwendigkeit von Militär und Rüstung zu rechtfertigen. Man könne sich nicht darauf verlassen, dass sich andere Staaten an die diplomatischen Gepflogenheiten und das Prinzip der gewaltlosen Austragung zwischenstaatlicher Konflikte hielten. Wäre die Ukraine besser gerüstet gewesen, hätte Russland den Angriff 2022 nicht gewagt. Als sein Idealbild einer deutschen Verteidigungspolitik nannte Schönbach den stacheligen Igel, der selbst keine aggressive Politik verfolgt, aber sich zu verteidigen weiß – ein Symbol der "wehrhaften Friedfertigkeit".

Von der Schulenburg trat als leidenschaftlicher Verfechter der UN-Charta auf, deren Werte noch immer Gültigkeit besäßen. In vielen Ländern der Welt habe die Charta sogar Gesetzeskraft. Wer in Deutschland für den Frieden sei, der müsse auch die UN-Charta unterstützen: "Denn die UN-Charta richtet sich nicht nur an die Regierung, die richtet sich an alle Menschen." Ohne die UN-Charta könne man angesichts erbittert geführter Kriege gar nicht verhandeln. Die "regelbasierte Weltordnung", wie sie der Westen vertrete, werde hingegen von den Ländern außerhalb des Westens nicht akzeptiert, weil sie willkürlich zum Vorteil des Westens angewandt werde. Mehrfach wies der Ex-Diplomat in seinen Redebeiträgen auf den von ihm verfassten 40-seitigen Kommentar zur UN-Charta hin. Die Broschüre ist als Online-Lektüre oder als PDF zum Downloaden kostenlos auf seiner Website verfügbar.


EU-Abgeordneter von der Schulenburg: Europas Schicksal wird sich in Asien entscheiden




EU-Abgeordneter von der Schulenburg: Europas Schicksal wird sich in Asien entscheiden






Dass der Idealist von der Schulenburg keineswegs blauäugig ist, erweist sich in seiner Kritik an den Zuständen im größtenteils bellizistischen EU-Parlament ("ein kriegslüsternes Monstrum"), dessen niederschmetternden Zustand er keineswegs verkennt. Selbst EU-Parlamentarier für das BSW, zeigte er sich erschreckt von der Kaltblütigkeit eines Großteils der EU-Parlamentarier, die bereit seien, andere Leute in den Krieg zu schicken. Er selbst wisse aus seiner Berufserfahrung, "wie Kriege aussehen". Der einzige Trost sei, dass dieses sich völlig verselbstständigt habende, sich "in einer Bubble" bewegende Parlament mit seinen Resolutionen "in der wirklichen Welt kaum eine Rolle" spiele. Sein Kollege Sonneborn bestätigte diese Beobachtungen mit Beispielen aus seiner eigenen Erfahrung.

Erfreulicherweise redete von der Schulenburg Klartext, was die Kriegsschuld im Ukraine-Konflikt betrifft. Der erfahrene Diplomat weigerte sich, die üblicherweise verwendeten Plattitüden vom angeblich "unprovozierten russischen Angriffskrieg" wiederzukäuen, und verwies vielmehr auf den Unterschied zwischen Gewaltverbot und Friedensgebot im Völkerrecht. Gegen das Gewaltverbot habe Russland verstoßen, jedoch versucht, das Friedensgebot einzuhalten. Es habe stets Verhandlungsbereitschaft gezeigt. Es sei vielmehr der Westen gewesen, der mit seiner Torpedierung der Istanbuler Waffenstillstandsverhandlungen und auch schon im Vorfeld des Konflikts massiv gegen das Friedensgebot verstoßen habe. Die Schuldfrage gemäß UN-Charta sei eben nicht primär, wer zuerst Gewalt angewendet habe, sondern "wer nicht bereit war, über die Konflikte zu verhandeln". Wer sich dem verweigere, verstoße gegen die Kernaussage dieser Charta – die Verpflichtung, Konflikte am Verhandlungstisch zu lösen.

Auch auf die Kritik eines 18-jährigen Zuschauers hin, Russland sei in der vorausgegangenen Diskussion zu gut weggekommen, blieb von der Schulenburg fest bei seiner Meinung. Er kritisierte zwar (ein in der BRD heutzutage schon allein zum Selbstschutz notwendig gewordener Vorbehalt) den Angriff Russlands am 24. Februar 2022 als völkerrechtswidrig, gab aber der anderen Seite (also der NATO) eine weit größere Schuld und klagte an: "Warum haben wir nicht verhandelt? Warum haben wir das nicht verhindert? Ich glaube, die Hauptschuld liegt hier bei uns." Dabei verwies von der Schulenburg auch auf die Kriegsvorbereitungen im Westen und "die ganzen Reden davor schon, was man mit Russland alles machen wollte". Man müsse dazu übergehen, die andere Seite verstehen zu wollen. Der Ex-Diplomat deutete an, die USA hätten im umgekehrten Fall ein russisch-chinesisches Militärbündnis mit Mexiko samt chinesischer Marinebasis und jährlicher Militärübung auch nicht geduldet. Das Publikum quittierte von der Schulenburgs Ausführungen mit Applaus.


Screenshot_2025_10_19_at_22_43_42_Krieg_und_Frieden_im_Berliner_Kino_Babylon_R_ckkehr_zur_UN_Charta_als_letzte_Chance_RT_DE

Michael von der Schulenburg und Martin Sonneborn (hinten) im Kino BabylonTilo Gräser

 

Bereits zuvor hatte von der Schulenburg auf die Notwendigkeit von Verhandlungen mit Russland bestanden. Indem sich der Westen weigere, mit Russland zu verhandeln, werde ein völlig nutzloser Krieg verlängert. Verhandlungen mit der Ukraine lägen gerade im Interesse der Ukraine, die die verlorenen Gebiete nicht zurückerobern könne. Die Soldaten, die diesem Konflikt zum Opfer fielen, stürben für nichts. Die deutsche (und europäische) Gesprächsverweigerung nannte der EU-Parlamentarier "ein Riesenverbrechen, an dem wir eine Mitwirkung tragen".

Eine gewisse Sympathie zeigte von der Schulenburg für Wladimir Selenskij. Dieser könne ja gar nichts unterschreiben, solange die Europäer weiterhin den Krieg betrieben. Wenn die Europäer Friedenswillen zeigten, wäre auch Russland bereit, Kompromisse einzugehen. Im Moment sei dies für Russland angesichts der inakzeptablen europäischen Bedingungen (NATO-Beitritt der Ukraine, Räumung der mittlerweile Russland angegliederten Gebiete, Prozess gegen Putin und andere "Kriegsverbrecher") unmöglich. Die Ukrainer täten ihm leid, sie seien ein vom Westen betrogenes Volk, dass für die geopolitische Ziele des Westens im Stellvertreterkrieg gegen Russland mit ihrem Blut und sogar ihrem Land zahlten.


Blockaden und Wehrdienstverweigerung: Neue Töne auf "Die Waffen nieder"-Demo in Berlin




Analyse

Blockaden und Wehrdienstverweigerung: Neue Töne auf "Die Waffen nieder"-Demo in Berlin






Friedrich gab dagegen dem jungen Fragesteller "absolut" Recht. Den Ukraine-Konflikt brach er auf die zwischenmenschliche Ebene herunter, indem er ihn auf mit einer Prügelei auf dem Schulhof verglich. Ein guter Schuldirektor reagiere darauf, indem er als Allererstes die Prügelei unterbinde, nicht damit, die Frage zu klären, wer angefangen hat. Was die Russische Föderation in der Ukraine getan habe, sei "hart inakzeptabel". Die politische Führung Russlands habe sich disqualifiziert, wenn sie keine andere Lösung als einen Angriffskrieg gefunden habe – "bei allen legitimen Interessen" (die offenbar auch Friedrich den Russen zugesteht). Auch für diese harsche Kritik gab es Applaus und sogar Bravo-Rufe.

Ebenso wurde aber applaudiert, als Friedrich betonte, dass seine Kritik nicht einschließe, "dass das russische Volk oder der russische Staat unser Feind oder Gegner ist". Auch Friedrich wies auf das Versagen der deutschen politischen Führung hin. Im Übrigen hielt er es "bei begabten Militärs und guten Entwicklern für Waffentechnologien" für möglich, "Russland in einem Krieg zu besiegen", gab aber zu bedenken: "Aber wir würden in jedem Fall eine Zivilisation verlieren."

Von der Schulenburg bot zum Schluss der Fragerunde noch einen Ausblick auf die Zukunft. Geopolitik sei eben gerade kein Schulhof. Es gebe derzeit zwei große Kriege: zum einen den Ukraine-Krieg, zum anderen den Krieg Israels gegen den Iran und anderen Länder, mit denen es im Nahen Osten in Konflikt stehe. Beide Kriege sei der Westen im Begriff zu verlieren. Und das in einer Zeit, in der sich die Welt wirtschaftlich und technologisch rasant verändere. Heutzutage seien die BRICS-Staaten größer als die G7.

Die große Frage sei, wie der Westen mit seinem künftigen Verliererstatus umgehen werde. Werde er genauso friedlich seinen Herrschaftsanspruch aufgeben, wie dies Anfang der 90er-Jahre der Warschauer Pakt und die Sowjetunion getan hätten? Die beiden Kriege, die der Westen gerade verliere, seien enorm gefährlich, denn in beiden Kriegen spielten Nuklearwaffen eine Rolle, die im Ernstfall eingesetzt werden könnten. Mit diesen ernst zu nehmenden Befürchtungen endete eine wertvolle Veranstaltung, die vorbildhaft für die Verbesserung der deutschen Debattenkultur stehen könnte.


Mehr zum Thema – Gedanken zur Berliner Demo: Jünger, bunter, lauter – Erneuert sich die Friedensbewegung?























Video https://www.youtube.com/watch?v=I2WlnZ5HZjs  Dauer 53:30 Min.


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://rtnewsde.site/international/259109-krieg-und-frieden-im-berliner-rueckkehr-zur-un-charta-als-letzte-chance/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




Weiteres: 




Vizeadmiral Schönbach: Die Bundeswehr glaubt nicht an "russische Drohnen", muss aber "mitspielen"


rtnewsde.site, 13 Okt. 2025 20:23 Uhr

Bundesregierung sieht Russland hinter den meisten Drohneflügen in Deutschland und Europa. Laut Inspekteur der Deutschen Marine a.D. Kay-Achim Schönbach schätzen die Fachleute der Bundeswehr die Sache ganz anders - tun dies aber nur unter vorgehaltener Hand.


Vizeadmiral Schönbach: Die Bundeswehr glaubt nicht an "russische Drohnen", muss aber "mitspielen"© Tilo Gräser


Vizeadmiral a.D. Kai-Achim Schönbach spricht bei der Podium-Diskussion "Krieg und Frieden" im Kino-Babylon am 10. Oktober in Berlin.


Bei einer Podium-Diskussion in Berlin gab der Vizeadmiral a.D. Kay-Achim Schönbach seine Einschätzung zur einer möglichen Urheberschaft der in Deutschland gesichteten Drohnen. Die feste Annahme der Bundesregierung, dass sie von den russischen Geheimdiensten gesteuert sein sollen, zog er in Zweifel. Die Bundeswehr müsse aber bei dem Vorwurf "mitspielen", sagte er mit Verweis auf seine ehemalige Militär-Kollegen. 


Merz: Wir wissen nicht, woher die Drohnen kommen, aber Putin will uns testen





Merz: Wir wissen nicht, woher die Drohnen kommen, aber Putin will uns testen






Als ehemaliger Inspekteur der Deutschen Marine, der im Januar 2022 wegen einer Äußerung über die Zugehörigkeit der russischen Halbinsel Krim vom Dienst suspendiert wurde, beruft sich Schönbach auf seine Erfahrung mit Radarsystemen. Außerdem unterhält das Militär Kontakte zu vielen ehemaligen Kollegen bei der Bundeswehr, die ihm unverfälschte Einblicke über die aktuelle Militärproblematiken geben. 

Auf die Frage des Moderators Florian Warweg, ob diese Drohnensache bei der Bundeswehr als Gefahr gesehen werde, wies der Vizeadmiral a.D. zunächst auf die Situation mit Drohnensichtungen in Norwegen hin. "Im gesamten letzten Jahr, wurden in Norwegen 1.500 Drohnen-Sichtungen gemacht. Da hat kein Mensch davon gesprochen, dass es Russen sind", sagte er. Menschen mit politischer Verantwortung wüssten das, so Schönbach.

Außerdem müsste der russische Urspung der Drohnen bewiesen werden. Der Vizeadmiral a.D. stellte die rhetorische Frage: "Wenn es tatsächlich russische Drohnen wären, glauben Sie allen Ernstes, die würden auch nur eine Sekunde warten, uns das zu präsentieren? Wo sind die eigentlich alle, die ganzen Drohnen?"

Zu seinen Informationsquellen sagte der ehemalige Inspekteur, dass er zwar nicht mehr aktiv sei, aber "natürlich logischerweise" immer noch viele Kontakte zum Militär habe. Zur Drohnenfrage konnte ihm ein ehemaliger Inspekteur der Luftwaffe die Auskunft geben. "Wir müssen das spielen, das ist politisch vorgegeben", soll der Ex-Kollege ihm gesagt haben. Die Bundeswehr müsse jetzt aufmerksam und alarmbereit sein. "Aber wir wissen, dass da nichts ist", so der Ex-Luftwaffenchef gegenüber Schönbach. Nichtdestotrotz müsse man als Militär von einem worst case ausgehen und den "ungünstigsten Fall" annehmen, so Schönbach. 


Chrupalla zu "russischen" Drohnen: "Wir fordern Aufklärung statt Hysterie"





Chrupalla zu "russischen" Drohnen: "Wir fordern Aufklärung statt Hysterie"






Außerdem: "Viele von diesen Drohnen-Informationen - habe ich auch gehört, direkt von Soldaten - waren Enten". Er selbst habe die Hälfte seiner Dienstzeit hinter Radargeräten verbracht, sagte Schönbach zu seiner Fachkenntnis. Hinter der Hysterie mit "russischen Drohnen" sieht er viel eher das Kalkül, die Produktion der Luftabwehr-Systemen anzukurbeln. Als Beispiel nannte er die Herstellung der 600 Skyranger-Panzer im Wert von 9 Milliarden Euro. 

Kay-Achim Schönbach nahm an der Diskussion-Veranstaltung "Krieg und Frieden" im Berliner Kino-Babylon am Freitag teil. Andere Podiums-Gäste im komplett ausgebuchten Saal waren der EU-Abgeordnete und ehemalige UN-Gesandte in Kriegsgebiete Michael von der Schulenburg, der EU-Abgeordnete und Vorsitzende der Partei "Die Partei" Martin Sonneborn sowie der Medienunternehmer und Verleger der Berliner Zeitung Holger Friedrich. Moderiert wurde die hochkarätige Runde vom BPK-Korrespondenten der NachDenkSeiten Florian Warweg. Die Diskussion wurde von insgesamt 500 Besuchern verfolgt. 


Mehr zum Thema - BND-Chef Jäger gibt den Panikmacher: Krieg gegen Russland "jederzeit" möglich


Screenshot_2025_10_19_at_22_54_07_Vizeadmiral_Sch_nbach_Die_Bundeswehr_glaubt_nicht_an_russische_Drohnen_muss_aber_mitspielen_RT_DE

Video  https://rumble.com/v6wo3dg-was-heit-bundeswehr-soll-konventionell-strkste-armee-europas-werden-konkret.html Dauer 1:44 Min.


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://rtnewsde.site/europa/258718-vizeadmiral-schoenbach-bundeswehr-glaubt-nicht-an-russische-drohnen-muss-aber-mitspielen/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.10.2025

Der Tunnel zwischen Russland und den USA bekommt eine neue Chance

rtnewsde.site, 19 Okt. 2025 21:12 Uhr, Von Andrei Restschikow

US-Präsident Donald Trump zeigt Interesse an einem Tunnel unter der Beringstraße zwischen Russland und den USA. Der Russische Fonds für Direktinvestitionen (RDIF) sieht darin ein bedeutendes Verkehrs- und Wirtschaftsprojekt. Wer treibt den Bau voran – und wie realistisch ist die Umsetzung dieser unterirdisch verlaufenden Verbindung?


Der Tunnel zwischen Russland und den USA bekommt eine neue ChanceQuelle: Legion-media.ru © Raii

ner Lesniewsk

Symbolbild: Eine Karte der Beringstraße


Die Idee, einen Tunnel zwischen Russland und den USA zu bauen, wurde von US-Präsident Donald Trump als "sehr interessant" bezeichnet. Damit reagierte er auf den Vorschlag des Leiters des RDIF, Kirill Dmitrijew, eine Transportroute unter der Beringstraße zu bauen. "Ich habe davon gehört, das klingt interessant. Wir sollten darüber nachdenken", erklärte Donald Trump.

Der US-Präsident erwähnte in diesem Zusammenhang die kürzlich in Alaska gebaute "wunderschöne Straße, die zu einer Vielzahl von Bodenschätzen führt."

Kirill Dmitrijew zufolge könnte der Bau des Tunnels weniger als acht Jahre dauern und ein Beispiel für den Einsatz moderner Technologien sein. "Stellen Sie sich vor, die USA und Russland, Amerika und Afro-Eurasien würden durch den Putin-Trump-Tunnel verbunden – eine 70 Meilen lange Brücke, die die Einheit symbolisiert", schrieb Dmitrijew in den sozialen Netzwerken.


Dmitrijew: Russland und USA sollten mit "Putin-Trump-Tunnel" verbunden werden





Dmitrijew: Russland und USA sollten mit "Putin-Trump-Tunnel" verbunden werden






Er erinnerte an die Pläne zum Bau der Kennedy-Chruschtschow-Brücke zwischen Russland und Alaska. Seinen Angaben zufolge ermöglichen es moderne Technologien, Eurasien und Amerika mit dem Putin-Trump-Tunnel für nur acht Milliarden US-Dollar zu verbinden, "hauptsächlich durch externe Investoren".

Die Breite der Beringstraße beträgt an der engsten Stelle 82 Kilometer. Die kleinen Diomedes-Inseln, von denen eine zu Russland und die andere zu den USA gehört, liegen in der Mitte der Meerenge, nur vier Kilometer voneinander entfernt.

Nach Ansicht von Kirill Dmitrijew könnte der Bau des Tunnels von der Boring Company des US-Unternehmers Elon Musk übernommen werden. Der Finanzexperte schrieb Elon Musk in dem sozialen Netzwerk X (ehemals Twitter, das in Russland verboten ist), dass der RDIF bereits die erste Eisenbahnbrücke zwischen Russland und China gebaut habe, aber jetzt sei es an der Zeit, noch mehr zu tun und zum ersten Mal die Kontinente zu verbinden.

Die Idee, eine Landverbindung über die Beringstraße zu errichten, wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts diskutiert. Der erste Gouverneur des US-Staates Colorado, William Gilpin, entwickelte das Konzept einer "kosmopolitischen Eisenbahn". Ein französisch-amerikanisches Konsortium unterbreitete dem russischen Zaren Nikolaus II. ebenfalls einen Entwurf, der jedoch nicht realisiert wurde. Später tauchten im 20. Jahrhundert verschiedene Ingenieurprojekte auf, die jedoch ebenfalls nicht verwirklicht wurden.

Das Thema wurde in Russland im Jahr 2007 im Rahmen der Diskussion über das Projekt ICL-World Link wieder aufgegriffen: Dabei handelte es sich um einen interkontinentalen Verkehrskorridor zwischen Eurasien und Amerika, der für den Öl- und Gastransport sowie den Personenverkehr zwischen Russland und den Vereinigten Staaten vorgesehen war. Das Projekt war als 6.000 Kilometer lange Eisenbahnstrecke zwischen Sibirien und Alaska konzipiert.


Putin-Beauftragter Dmitriew: Dialog zwischen Russland und den USA geht weiter





Putin-Beauftragter Dmitriew: Dialog zwischen Russland und den USA geht weiter






Wie die Zeitung Wsgljad damals berichtete, beschloss die russische Regierung im September 2007 eine Strategie zur Entwicklung des Eisenbahnnetzes des Landes bis zum Jahr 2030. Zu diesem Plan gehörte der Bau von Hauptstrecken, die die wichtigsten Elemente des Verkehrssystems ICL-World Link darstellen sollen: Berkakit – Tommot – Jakutsk, Nischni Bestjach (Jakutien) – Moma – Magadan sowie ein Tunnel unter dem Tatarensund zwischen dem russischen Festland und der Insel Sachalin. Zur Energieversorgung der Hauptstrecken war der Bau einer Reihe von Wärme- und Gezeitenkraftwerken vorgesehen.

Im Jahr 2013 schlug China seine Version einer transkontinentalen Eisenbahnstrecke "Eurasien – Amerika" vor, die eine Unterwasserverbindung durch die Beringstraße beinhalten sollte.

Peking plante eine Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke mit einer Länge von etwa 13.000 Kilometern, die das chinesische Festland über Sibirien mit Alaska verbinden sollte. Die geschätzten Kosten beliefen sich auf 200 Milliarden US-Dollar, wie auf der Webseite der Russischen Akademie der Wissenschaften zu lesen ist.

Angesichts des technologischen Fortschritts der letzten Jahrzehnte halten Experten das Projekt für technisch realisierbar. Allerdings erfordert der Bau des Tunnels die Entwicklung der sozialen, energetischen und verkehrstechnischen Infrastruktur in beiden Ländern. Nach Ansicht des Direktors der Beratungsfirma "S+Consulting", Ilja Grjasnow, wäre der Tunnel ohne eine solche Infrastruktur nicht funktionsfähig. In Russland müssten beispielsweise etwa viertausend Kilometer Eisenbahnschienen von Jakutsk aus verlegt werden.

Der Wirtschaftswissenschaftler verwies auf zuvor vorgeschlagene technische Lösungen für eine Passage unter der Beringstraße, darunter drei parallele Tunnel mit einer Länge von 100 Kilometern für den Eisenbahn-, Straßen- und Ingenieurverkehr. Die Realisierungsdauer solcher Projekte wurde auf 12 bis 15 Jahre geschätzt, die Kosten auf 35 Milliarden US-Dollar.

Die Experten begründen eine solch lange Bauzeit mit den schwierigen geologischen Gegebenheiten – insbesondere dem Permafrost, der sich kaum bebauen lässt. Darüber hinaus werden auch starke Fröste den Bau verzögern – die Wintersaison dauert in diesen Breitengraden sieben Monate. Es schneit dort 120–140 Tage im Jahr, und die Windstärke kann bei starkem Frost 40–50 Meter pro Sekunde erreichen.

Grjasnow weist darauf hin:


Arktische Transportroute: China entdeckt die Nordostpassage für sich





Analyse

Arktische Transportroute: China entdeckt die Nordostpassage für sich





"Die Tiefe der Beringstraße ist mit den Bedingungen im Ärmelkanal vergleichbar. Das Projekt kann dank moderner Ingenieurstechnologien realisiert werden."

Seiner Meinung nach werde das Projekt nicht mit der Nordostpassage konkurrieren, sondern im Gegenteil zu einem Motor für die territoriale Entwicklung und die Stärkung der Beziehungen Russlands zum amerikanischen Kontinent werden.

Der Polarforscher Wiktor Bojarsski, Direktor des Museums für Arktis und Antarktis und Doktor der Physik und Mathematik, merkt an:

"Die beiden Kontinente miteinander zu verbinden, ist eine gute Idee. Allerdings brauchen diese beiden Verbindungspunkte eine Fortsetzung auf der einen und der anderen Seite. Unter dem Gesichtspunkt der Zweckmäßigkeit dieses Projekts stellt sich vor allem die Frage, wie man an diesen Tunnel herankommt. Auf unserer Seite ist das Gelände nicht besonders geeignet und es gibt praktisch keine Infrastruktur."

Gleichzeitig weist er darauf hin, dass für die Verkehrsanbindung der Kontinente genau ein Tunnel erforderlich sei. "Der Bau einer Brücke ist aufgrund der klimatischen Bedingungen, der großen Tiefe, der Strömungen und der Eisansammlungen praktisch unrealistisch", erklärt der Polarforscher.

Seiner Meinung nach sei es derzeit nicht möglich, auch nur annähernd die Gesamtkosten des Projekts zu beziffern. Bojarsski fügt hinzu:

"Es muss genau ermittelt werden, welche Vorteile das Projekt bringt und ob es zu einer Steigerung des Handelsverkehrs führen wird. Möglicherweise reicht es aus, weiterhin auf den Seetransport zu setzen, ohne einen solchen Tunnel zu bauen. Der zweigleisige Eisenbahntunnel unter dem Ärmelkanal (Eurotunnel), der Kontinentaleuropa mit Großbritannien verbindet, wird in beide Richtungen stark frequentiert und funktioniert hervorragend."

An der Umsetzung des Projekts könnten vor allem Russland und die USA interessiert sein, meint der Polarforscher, da in Tschukotka große Vorkommen an Kupfer und Gold entdeckt wurden. Wiktor Bojarski sagt:

"Für China würde der Bau eines solchen Tunnels grundsätzlich nichts ändern. Peking könnte an diesem Projekt interessiert sein, wenn es einen Direktzugang zu diesem Ort ohne Umweg über russisches Territorium bekäme. Derzeit ist China bestrebt, die Nordostpassage in vollem Umfang zu nutzen, womit es bereits begonnen hat. Dies stellt für China eine vielversprechendere und realistischere Lösung dar."


"Es wäre eine Eskalation" – Trump bespricht mit Selenskij Tomahawk-Lieferung





"Es wäre eine Eskalation" – Trump bespricht mit Selenskij Tomahawk-Lieferung






Stanislaw Mitrachowitsch, führender Experte des Nationalen Energiesicherheitsfonds (NESF) und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Finanzuniversität der Regierung der Russischen Föderation, ist der Ansicht, dass der Vorschlag des RDIF-Leiters Kirill Dmitrijew eher politischer Natur sei:

 "Es kommt darauf an, was durch diesen Tunnel transportiert werden soll. Die lokale Bevölkerungszahl ist zu gering, um ihn als Touristenattraktion zu nutzen. Der Gütertransport auf dem Seeweg ist rentabler, und es gibt nicht so viele Produktionsstätten, die einen umfangreichen Eisenbahnverkehr erfordern, wie zwischen Frankreich und Großbritannien unter dem Ärmelkanal.

Für die positive Entwicklung der Beziehungen zu den US-Amerikanern sorgt Kirill Dmitrijew. Denn nicht nur die Lieferung von Tomahawk-Raketen sollte diskutiert werden. Zuvor sprach er über eine mögliche Beteiligung der US-Amerikaner an russischen Arktis-Projekten, es gab Gespräche über Eisbrecher, die Russland gemeinsam mit den USA nutzen könnte, und über die Nordostpassage."

Mitrachowitschs Meinung nach stellt dieser Vorschlag ein neues Signal an die USA dar, sich "mit etwas potenziell Sinnvollerem zu befassen" als mit Waffenlieferungen an die Ukraine.

Der Experte betont:

"Die wichtigste Aufgabe besteht darin, den Dialog von einer negativen auf eine positive Ausrichtung umzustellen. Derzeit ist es nicht sinnvoll, über einen konkreten Wirtschaftsplan zu sprechen, aber durch solche Diskussionen verändert sich die Einstellung der US-Gesellschaft gegenüber Russland als potenziellem Partner. Und das ist bereits ein positiver Aspekt."

Dem stimmt auch Wladimir Wassiljew, leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für USA- und Kanada-Studien der Russischen Akademie der Wissenschaften, zu. Er führt aus:


Ukraine-Gipfel: Putin und Trump wählen Budapest nicht ohne Grund




Analyse

Ukraine-Gipfel: Putin und Trump wählen Budapest nicht ohne Grund






"Für die russische Seite ist dies eine Geste des guten Willens, also ein Versuch – wie man einst in Europa sagte –, Brücken zu bauen. Das Treffen der beiden Präsidenten in Anchorage hat den Eindruck erweckt, dass heute die Frage einer russisch-amerikanischen Annäherung erneut gestellt werden muss, jedoch auf einer solideren Grundlage. Dieser Tunnel könnte ein Symbol für eine neue Ära der russisch-amerikanischen Beziehungen sein."

Der Politologe weist darauf hin, dass die Kopplung des sowjetischen Raumschiffs "Sojus 19" und des amerikanischen Raumschiffs "Apollo" im Juli 1975 nach wie vor ein wichtiges Symbol für die Annäherung zwischen Russland und den USA darstellt. Wassiljew fasst zusammen:

"Derzeit gibt es kein anderes Symbol für die Beziehungen zwischen Russland und den USA, und dem Bau des Tunnels könnte eine solche symbolische Bedeutung zukommen."

 Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 18. Oktober 2025 zuerst auf der Homepage der Zeitung "Wsgljad" erschienen.


Mehr zum Thema - Russland-Alaska-Tunnel: Projektstudie läuft seit sechs Monaten


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://rtnewsde.site/international/259325-tunnel-zwischen-russland-und-usa/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.10.2025

Trump warnt Selenskij: Akzeptiert Putins Bedingungen oder Ukraine wird "zerstört"

rtnewsde.site, 19 Okt. 2025 20:47 Uhr

Im Weißen Haus soll Trump Selenskij gedrängt haben, den russischen Forderungen im Donbass nachzugeben und Putins Bedingungen anzunehmen. Das Treffen verlief angespannt. Trump warf Karten der Frontlinien weg und wiederholte Putins Argumentation, um den Ernst der Lage zu verdeutlichen. Er warnte, dass die Ukraine andernfalls zerstört werde.


Quelle: Gettyimages.ru © Andrew Harnik


Mit den beiseitegelegten Frontkarten wiederholte Trump Putins Sichtweise, um Selenskij den Ernst der Lage und die Notwendigkeit eines Zugeständnisses zu verdeutlichen.


Hinter den verschlossenen Türen des Weißen Hauses kam es am vergangenen Freitag zu einem intensiven Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Wladimir Selenskij. Laut Berichten der Financial Times drängte Trump den ukrainischen Präsidenten, den russischen Vorschlägen für den Donbass zu folgen und Putins Bedingungen ernsthaft zu prüfen. Andernfalls drohe der Ukraine die "Zerstörung".

Das Gespräch war von Spannung geprägt. Teilnehmer berichteten, dass Trump wiederholt fluchte und Selenskij aufforderte, die gesamte Donbass-Region an Russland abzutreten. Dabei griff er die Argumente Putins wortwörtlich auf, die dieser einen Tag zuvor in einem Telefonat vorgebracht hatte.

Obwohl Selenskij es letztlich erreichte, Trump zumindest zu einer Zustimmung zu einem Einfrieren der aktuellen Frontlinien zu bewegen, offenbarte das Treffen die wechselhafte Haltung des US-Präsidenten im Ukraine-Konflikt und seine Bereitschaft, maximalistische Forderungen Moskaus zu unterstützen.

Das Treffen fiel in eine Phase, in der Trump auf eine Beendigung des Konflikts in der Ukraine drängte, nachdem ein Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas erzielt worden war. Selenskij hatte gehofft, zusätzliche Unterstützung in Form von Langstrecken-Tomahawk-Marschflugkörpern zu erhalten; der US-Präsident lehnte dies jedoch ab.


Die Vereinigten Staaten bereiten Selenskijs Absetzung vor





Analyse

Die Vereinigten Staaten bereiten Selenskijs Absetzung vor






Die Begegnung erinnerte an ein ähnliches Treffen im Februar, bei dem Trump und Vizepräsident J.D. Vance Selenskij vorgeworfen hatten, den USA nicht ausreichend dankbar zu sein. Europäische Beobachter stellten fest, dass Trump bei diesem Treffen viele von Putins Argumenten wortwörtlich übernommen habe, selbst wenn sie seinen früheren Aussagen über Russlands Schwächen widersprachen.

Ein europäischer Beamter berichtete, Trump habe Selenskij klargemacht, dass ein Deal notwendig sei, andernfalls drohe die Zerstörung der Ukraine. Dabei unterstrich er, dass die Ablehnung von Putins Bedingungen den Kriegsausgang gefährden könnte.

Am Donnerstag hatte Putin Trump ein modifiziertes Angebot unterbreitet: Die Ukraine solle die unter eigener Kontrolle stehenden Teile des östlichen Donbass abtreten und im Gegenzug kleinere Gebiete in den südlichen Frontregionen Cherson und Saporischschja erhalten. Das Angebot wich nur geringfügig von dem Vorschlag ab, den Putin bereits im August bei einem Treffen in Alaska unterbreitet hatte. Dies berichtet die Financial Times.

Trumps wiederholtes Aufgreifen von Putins Positionen enttäuschte viele europäische Partner, die auf eine verstärkte Unterstützung Kiews gehofft hatten. Drei europäische Beamte bestätigten, dass Trump große Teile des Treffens damit verbrachte, Selenskij Vorträge zu halten und die russische Perspektive zu unterstreichen.

Nach dem Treffen zeigte sich Selenskij skeptisch und betonte, dass "entschlossene Schritte der USA, Europas sowie der G20- und G7-Staaten" notwendig seien, um den Krieg zu beenden. Das Treffen verdeutlichte jedoch einmal mehr, wie stark Washingtons Haltung vom persönlichen Stil Trumps geprägt ist und wie weit die russische Position Einfluss auf die Diskussionen nimmt.


Mehr zum Thema – Für Vance ist Selenskij ein undankbarer Gast, der die Hand beißt, die ihn füttert


Screenshot_2025_10_19_at_22_21_54_Trump_warnt_Selenskij_Akzeptiert_Putins_Bedingungen_oder_Ukraine_wird_zerst_rt_RT_DE

Video https://rumble.com/v6pwtty-eskalation-im-weien-haus-trump-und-selenskij-geraten-verbal-aneinander-tref.html Dauer 14:32 Min.


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://rtnewsde.site/international/259332-trump-warnt-selenskij-akzeptiert-putins/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.10.2025

Demo Berlin 13.10.2025

aus e-mail von Karin Gerlich, 19. Oktober 2025, 15:21 Uhr


Es gebe keinen Grund mehr, für Palästinenser in Deutschland zu

demonstrieren, hatte Kanzler Friedrich Merz vergangene Woche behauptet.

Zehntausende, die am Sonnabend in Berlin auf einer Demonstration des

Bündnisses »United for Gaza« zusammenkamen, sahen das anders (Foto).

Selbst die Polizei zählte 16.000 Teilnehmer. »Ein Waffenstillstand

bedeutet noch lange nicht Befreiung«, machten Redner deutlich. Am Rande

der Demonstration kam es zu Polizeiübergriffen, unter anderem gegen die

als parlamentarische Beobachterin tätige Linksparteiabgeordnete Lea

Reisner. (jW)


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.10.2025

Geopolitik   Donald Trump: Instinktsicher und erfolgreich im Chaos der neuen Weltunordnung

berliner-zeitung.de, 19.10.2025 , 16:37 Uhr, Thomas Fasbender

Die Europäer, hochmütig und impotent, haben sich aus dem Spiel genommen. Der US-Präsident bedient den weltweiten Wunsch nach Wiederherstellung von Autorität.


Screenshot_2025_10_19_at_21_44_47_Donald_Trump_Instinktsicher_und_erfolgreich_im_Chaos_der_neuen_Weltunordnung

(Screenshot)

Ikonische Aufnahme: US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump mit emporgereckter Faust unmittelbar nach dem Attentat vom 13. Juli 2024Evan Vucci/AP/dpa


Wenn ein Etikett an Donald Trump haften bleibt, dann seine politische Instinktsicherheit. Die alten Enzyklopädien streichen Instinkt und Kultur als Gegensatz heraus – eine Einordnung, die im Naserümpfen deutscher Journalisten angesichts der neuen „Unkultur“ im Weißen Haus überlebt. Der Instinkt wird der Natur zugerechnet, dem Animalischen.


Bar jeder Vernunft und nur aus dem Urgrund des Instinkts erklärbar war etwa Trumps Reaktion nach dem Attentat in Butler, Pennsylvania, am 13. Juli 2024. Jeder normale Mensch wäre nach dem Beschuss am Boden geblieben. Der damals 78-jährige Trump sprang auf, reckte siegesgewiss Arm und Faust in die Höhe und wurde zum Gegenstand von Evan Vuccis ikonischen Bildern.

Instinktsicher war auch der Abschluss seiner Rede vor der israelischen Knesset am Tag der Geiselbefreiung durch die Hamas. God bless America, schmetterte er mit dem üblichen Pathos, gefolgt von – eben nicht God bless Israel, sondern, nach kurzer Pause, God bless the Middle East. So maßlos seine Reden sind, so übertrieben, kontrafaktisch und kontrarational, der Mann versteht es, Duftmarken zu setzen, unmissverständliche Akzente – auch so unverblümte wie die an die Adresse des ukrainischen Präsidenten: „Ohne uns habt ihr gar keine Karten in der Hand.“


Ein Kapitel im Nahen Osten ist abgeschlossen

Exakt zehn Monate nach Amtsantritt hat Trump einen außenpolitischen Zenit erreicht. Man kann den Waffenstillstand in Gaza kleinreden, aber nicht wegreden. Der Krieg, den die Hamas mit der Massakrierung von mehr als 1200 Israelis am 7. Oktober 2023 vom Zaun brach, ist zu Ende; alle lebenden Geiseln sind frei. Was immer kommen mag – ein Kapitel im Nahen Osten ist abgeschlossen, und das verdankt sich ganz wesentlich Donald Trump.

Auch daran war sein Instinkt nicht unbeteiligt. Mit ihrem verpfuschten Luftangriff auf die Hamas-Führung in Katar Anfang September hatten die Israelis den katarischen Verbündeten USA desavouiert. Trump ergriff den Mantel der Geschichte und handelte mit Türken und Arabern die Grundzüge eines Waffenstillstands aus. Benjamin Netanjahu durfte nur noch nicken.

Nun erklärt sich die neue Dynamik im geopolitischen Gefüge nicht allein mit der Persönlichkeit des neuen Manns im Oval Office. Vieles hat mit der zunehmenden Weltunordnung zu tun, Folge der schwindenden Autorität der alten, zahnlos gewordenen Nachkriegsordnung. So beschreibt der Begriff multipolare Welt zuallererst das Fehlen eines Fixpunkts, einer normgebenden, ordnenden oder moderierenden Instanz.


Nach Treffen mit Trump: Selenskyjs Hoffnung auf Tomahawk-Lieferung schwindet

Selenskyj schmeichelt Trump, doch die Hoffnung auf Tomahawks schwindet

News

17.10.2025


Zwingt China Trump zu einem Deal mit Putin?

Zwingt China Trump zu einem Deal mit Putin?

Internationales

17.10.2025


Diese Weltunordnung führt sowohl zu vermehrten Konflikten als auch zur Bereitschaft, den Konflikten unkonventionell zu begegnen. Beispiele sind die Unterstützung Aserbaidschans durch Israel bei der Befriedung des Karabachkonflikts oder die US-vermittelten Abraham-Abkommen zwischen Israelis und Arabern. Auch Initiativen wie die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) und sogar die Brics sind Ausfluss dieser einen Erkenntnis: Wenn der Westen als Moderator ausfällt, sucht der Nicht-Westen eben nach eigenen Lösungen. Dann setzen sich auch Gegner wie Indien und Pakistan oder Länder mit gänzlich unterschiedlichen Gesellschaftssystemen an einen Tisch.

Im Interview mit der Berliner Zeitung macht der US-Blogger Curtis Yarvin den Wunsch nach Wiederherstellung von Autorität als Leitmotiv der jungen Generation in der Trump-Administration aus. Es ist ein Wunsch, der innen- und außenpolitisch wirkt; er ist zudem nicht auf die USA beschränkt. Der in Europa wahrnehmbare Stimmungswandel, vielerseits als Rechtsschwenk interpretiert, spiegelt ähnliche Vorstellungen. Nach Jahrzehnten des Laissez-faire und wahrgenommener Regellosigkeit wächst der Wunsch nach Kontrolle, sei es der Grenzen oder des öffentlichen Raums. Ein aktuelles Beispiel ist die von Bundeskanzler Friedrich Merz angestoßene Diskussion um das deutsche Stadtbild.

Vor diesem Hintergrund ist Donald Trump die zeitgeistliche Idealbesetzung. Ein Präsident im Stil und mit dem Sittenkanon der 1950er ließe sich auch konservativen Amerikanern nicht verkaufen. Schon die Frisur reklamiert das Recht auf ästhetische Selbstbestimmung; sein ganzes Auftreten besiegelt die Emanzipation vom bürgerlichen Regelwerk.

Freiheit und Fortschritt nicht endgültig definiert

Das Trump-Lager steht zwar für eine vermeintlich reaktionäre Politik. In Wirklichkeit macht es sich daran, den Linken und Linksliberalen die Deutungshoheit über Begriffe wie Freiheit und Fortschritt zu entreißen. Mit Ausnahme der in den USA seit jeher heiß geführten Abtreibungsdebatte steht der gesellschaftliche Wandel der vergangenen 50 Jahre nicht infrage. Es sei denn, man versteht unter dessen „Errungenschaft“ die erwähnte Regellosigkeit, die sich unter anderem in Form staatlichen Kontrollverlusts niederschlägt.

Freiheit und Fortschritt – eben darum wird der sogenannte Kulturkampf ausgefochten – sind auch im 21. Jahrhundert nicht endgültig definiert. Dabei trifft der Wunsch nach Wiederherstellung von Autorität quer durch die westlichen Demokratien auf Resonanz. Wobei Wunsch und Umsetzung nicht dasselbe sind. Das Vorgehen der US-Migrationsbehörde ICE gegen undokumentierte Ausländer und teils gegen amerikanische Staatsbürger ist mehr als umstritten. Nach derzeitigem Stand fällt die Quittung bei den Kongresswahlen im kommenden Jahr deutlich aus. Ein Durchmarsch des „rechten Amerikas“ im Trump-Format ist also keineswegs ausgemacht; auch der Ausgang der Präsidentschaftswahlen 2028 ist völlig offen.

Das ändert nichts daran, dass ein Zurück zu den „antiautoritären“ Zeiten praktisch ausgeschlossen ist, auch unter einer künftigen demokratischen Administration. Dasselbe gilt für Europa, hier exemplarisch für Deutschland. Wer autoritärer regieren würde, Linksgrün oder die AfD, wessen Regierung mehr Verbote erließe, darüber lässt sich streiten. Jedes Lager definiert seine eigenen Zwänge, die einen den Schutz der Grenzen, die anderen den des Klimas, die Dritten den vor der nächsten Pandemie. Der Wunsch nach Wiederherstellung von Autorität wird zum lagerübergreifenden Phänomen.

Rückkehr zur westfälischen Ordnung

Das gilt auch international. Alle Welt favorisiert stabile Verhältnisse, auch um den Preis der Autokratie. Ein Beispiel ist Syrien. Die Machthaber dort genügen keinen demokratischen Standards; das hält die Außenwelt nicht davon ab, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen. Selbst die afghanischen Taliban, ungeachtet der krassesten Menschenrechtsverletzungen, werden letztlich Anerkennung finden. Erst dieser Tage hat Indien, die größte Demokratie der Welt, mit Kabul den Austausch von Botschaftern vereinbart.

Die Welt kehrt zurück zu ihrer alten, einstmals westfälisch genannten Ordnung. Die basierte auf der strikten Anerkennung der Macht des Souveräns. Wer regiert, hat das Sagen – ob im 17. Jahrhundert oder im 21. Die Illusionen der 1990er sind verglüht: die One World, das Global Village.

Donald Trump, der Dealmaker, für den nur bare Münze zählt, schwimmt in der alt-neuen Ordnung wie der Fisch im Wasser. Und weil er sein Geld mit Immobilien gemacht hat, weiß er auch, dass man mit dem Bau mehr verdient als mit dem Abriss. Das macht ihn zum Friedensfan; selbst wenn man ihm sonst nichts glauben möchte, das sei ihm zugestanden.

Europa hat sich selbst neutralisiert

Dass Trump in dieser neuen Welt so erfolgreich agiert, hat auch mit den EU-Europäern zu tun. Deren vor drei Jahrzehnten gestartete Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) war eine Fehlentscheidung. Indem die Mitgliedsländer ihre Außenpolitik dem Brüsseler Zentrum übertrugen, ging jede Menge historisch gewachsenes Kapital verloren.

Solange das „Ende der Geschichte“ die Schmetterlinge im Bauch flattern ließ, klang die Idee überzeugend. Ein Kontinent mit einer Stimme, einer Telefonnummer! Im Ergebnis hat Europa sich selbst neutralisiert. Verglichen mit den westeuropäischen Nationen um 1990 ist die Brüsseler Kommission ein geopolitischer Zwerg. Der EU-weit erreichbare kleinste gemeinsame Nenner war stets zu winzig, um weltpolitisches Gewicht zu entfalten. Auch wenn die Union 450 Millionen Menschen repräsentiert – außenpolitisch ist sie weit von der kritischen Masse entfernt.

So war es kein Wunder, dass die EU zum Werkzeug der US-Geostrategen wurde. Widerspruchslos ließ sie sich der Nato als deren politisch-wirtschaftlicher Arm anflanschen. Seitdem und bis zur zweiten Präsidentschaft Trumps diente sie dem gemeinsamen Großziel: der Osterweiterung des Westens. In dieser dienenden Funktion ging jede europäische Eigenständigkeit verloren.

Glänzen mit beinharter Realpolitik

Jemand hat von der Selbstenteierung der Europäer gesprochen; man darf das fiese Wort so stehen lassen. Seit dem Ende der Kolonialzeit und des Kalten Kriegs verlässt sich das westliche Europa, Deutschland vornweg, allein auf die Soft Power seiner Moral und seiner Werte. Und nun, angesichts neuer Konfrontation und neu erwachter Interessenkonflikte, bemerkt man auf dem alten Kontinent: Das Predigen, die Werte und die Sonntagsreden haben die Welt nicht verändert. Sie ist nicht besser als zuvor, nur hat Europa sich kaltgestellt.

Auch deshalb glänzt Trump wie übergroß auf der internationalen Bühne. Seine Emissäre verhandeln in Israel und Palästina, in Kiew und Moskau, an sämtlichen Konfliktherden der Welt. Und Europa? In Deutschland werden Politiker niedergemacht, wenn sie den „Bösen“ auch nur die Hand geben. Europäische Verhandlungsinitiativen in internationalen Konflikten? Fehlanzeige. Geheime Dialogformate mit Russland oder der Hamas? Ausgeschlossen.

Wenn wir uns mit etwas hervortun, dann mit Appellen, Sonntagsreden und dem Predigen unserer Werte. Deutsche Botschafter im Ausland bitten ihr Ministerium inzwischen, die Predigten auf ein Mindestmaß zu beschränken. In den Gastländern ist man genervt.

Derweil glänzt der amerikanische Präsident mit beinharter Realpolitik. Wenn es etwas zu gewinnen gibt, spielt Donald Trump auch mit dem Teufel Karten. Die Europäer hingegen, überheblich, eingebildet und impotent, geben ihren Anzug in die Reinigung, wenn sie mit dem russischen Botschafter in einem Raum waren.

Lesen Sie mehr zum Thema

GeopolitikPolitikDonald TrumpEuropaGazaKulturIsraelStilBergkarabach

Info: https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/donald-trump-instinktsicher-und-erfolgreich-im-chaos-der-neuen-weltunordnung-li.10001450


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


unser Kommentar: Alles geht selbstverständlich mit rechten Dingen zu, was denn sonst in Zeiten der Traumfabriken.

19.10.2025

Polen freut sich, Deutschland den letzten Stoß zu geben

rtnewsde.site, 19 Okt. 2025 10:12 Uhr, Von Sergei Sawtschuk

Es ist mittlerweile etwas beschämend geworden, über die aktuellen Probleme Deutschlands zu sprechen, die direkt aus seiner Politik der letzten zehn Jahre resultieren. Doch der jüngste Fall von derart eklatanter Inkompetenz, der an bewussten Selbstmord grenzt, muss unbedingt zusammengefasst werden – zumindest, um Lehren daraus zu ziehen.


Quelle: Gettyimages.ru © Leestat


Symbolbild


Laut der Financial Times verlangt Polen offiziell von Deutschland, die Ermittlungen zur Sprengung von drei Leitungen der Nord-Stream-Gaspipeline – aufgrund derer die deutsche Wirtschaft in die schlimmste und längste Rezession in der modernen Geschichte des deutschen Staates geraten ist – einzustellen. Die nach diesem Terroranschlag in der Nähe der dänischen Insel Bornholm entstandene Krise der Primärenergiequellen entwickelte sich zu einer Wirtschaftskrise und weiter zu einer acht Quartale andauernden Stagnation des realen Produktionssektors.

Die völlig rückgratlose Politik Berlins wird von den ehemaligen "Brüdern und Verbündeten" Deutschlands zu ihren Gunsten ausgenutzt. So lockten die USA letzte Woche einen weiteren deutschen Opel-Betrieb zu sich, während die Polen eine multifaktorielle historische Revanche anstreben.


Nord-Stream-Verdächtiger: Tusk spricht sich gegen Auslieferung an Deutschland aus





Nord-Stream-Verdächtiger: Tusk spricht sich gegen Auslieferung an Deutschland aus






Und zusätzlich zu dieser unverschämten Forderung, keine weiteren Ermittlungen zum schwersten Terroranschlag gegen das heutige Deutschland durchzuführen, weigern sich die Polen laut der Financial Times, einen ukrainischen Staatsbürger, der der Organisation des Gasleitungsanschlags verdächtigt wird, an die deutschen Ermittler zu überstellen. Darüber hinaus fordert Warschau die italienischen Behörden auf, einen zweiten Verdächtigen, der auf der Apenninen-Halbinsel festgenommen wurde, nicht an die deutschen Behörden auszuliefern. Auf das beklagende Murren Berlins zu diesem Thema reagieren die Polen nur mit einem triumphierenden Lächeln – und dafür haben sie gute Gründe.

Einst wurde die ukrainische Bevölkerung durch Märchen über den grandiosen Erfolg der neuen EU-Mitglieder von einem Bündnis mit Russland abgehalten – und als nächstgelegenes und verständlichstes Beispiel wurde das sogenannte "polnische Wirtschaftswunder" angeführt. Dieser Ausdruck wurde bewusst in Anführungszeichen gesetzt, da es in der Realität keine "Wunder" gab. Die polnische Wirtschaft wurde ausschließlich durch endlose Finanzspritzen aus der gemeinsamen europäischen Kasse angekurbelt, wobei ein beträchtlicher Teil dieser Hilfe in Form von nicht rückzahlbaren Darlehen erfolgte. Aus offiziellen Angaben geht hervor, dass sich die Finanzhilfen an Warschau während seiner Mitgliedschaft in der Europäischen Union auf mindestens 250 Milliarden Euro beliefen. Gerade darin besteht dieses "Wunder", allerdings wurde den Ukrainern nicht mitgeteilt, dass "ein Pferd nicht zwei Reiter gleichzeitig tragen kann". Die damals reichsten Länder der Eurozone waren imstande, nur ein einziges Land – nämlich Polen – so gut zu "ernähren".

Noch frisch in Erinnerung sind die jüngsten Zeiten, als Deutschland der größte Spender des gemeinsamen europäischen Geldtopfes war und Polen der Hauptempfänger dieser Gelder. Die damals wohlhabenden Deutschen machten nicht viel Federlesens und nutzten jede Gelegenheit, um die Polen direkt im Sitzungssaal der Europäischen Kommission daran zu erinnern, woher sie ihr "Futter" beziehen.

Im Jahr 2025 ist die Situation genau umgekehrt – und Polen nimmt Revanche.


Warum lässt sich Deutschland von Polen demütigen?





Meinung

Warum lässt sich Deutschland von Polen demütigen?






Die Sprengung der Nord-Stream-Gaspipelines führte nicht nur dazu, dass der deutschen Wirtschaft ihre Ressourcenbasis entzogen wurde. Zur gleichen Zeit war Joe Biden Präsident der Vereinigten Staaten und unterstützte Polen umfassend in ihrem Kampf gegen die russische Energiepräsenz auf den europäischen Märkten. Polen beginnt, über den Terminal in Świnoujście immer mehr in den USA produziertes Flüssiggas zu importieren. Damit wurde Polen zum ersten Mal in seiner Geschichte vom ewigen Abnehmer zum Gasexporteur und -händler. Mit dem Rückgang der russischen Gaslieferungen durch die Ukraine wurde Polens Anteil am Ressourcenmarkt immer größer und seine Aktivitäten oder Untätigkeit immer bedeutender.

Als Eingangsstelle für Flüssigerdgas (LNG) aus Übersee diente der Regasifizierungsterminal im Hafen von Świnoujście, dessen ursprüngliche Kapazität von fünf Milliarden Kubikmetern Gas innerhalb von zwei Jahren auf 6,2 Milliarden erhöht wurde. Es handelt sich zwar nicht um besonders große Mengen, aber so wie für einen Durstigen jeder Tropfen Wasser begehrenswert ist, war auch die deutsche Industrie bereit, jedes verfügbare Gas zu erwerben. Und die Polen zögerten nicht, von Brüssel weitere 19,6 Millionen Euro zu fordern und mit dem Bau eines weiteren LNG-Terminals mit einer Fläche von 650.000 Quadratmetern im Hafen von Gdańsk, dem ehemaligen deutschen Danzig, zu beginnen. Für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, damit die Pipelines mit bereits polnischem Gas alle potenziellen Abnehmer, einschließlich der Ukraine, erreichen können, forderten die Inhaber der Firma GAZ-SYSTEM weitere 2,2 Milliarden Euro. Die Inbetriebnahme des neuen LNG-Terminals ist für 2027 geplant, und nach dem Erreichen seiner vollen Kapazität wird er bis zu sechs Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr liefern.

Eigentlich ist all dies seit langem ein offenes Geheimnis: Warschau kündigte offiziell an, auf seinem Territorium einen Gashub zu errichten, dessen Bedeutung nach der Zerstörung der Gasmessstation "Sudscha" und der vollständigen Einstellung des Gastransits durch die Ukraine nur noch zunehmen wird.


Italien stoppt Auslieferung von Nord-Stream-Verdächtigem nach Deutschland





Italien stoppt Auslieferung von Nord-Stream-Verdächtigem nach Deutschland






An dieser Stelle ist anzumerken, dass Polen nicht zu den derzeitigen "Favoriten" Washingtons zählt, wie etwa das Nachbarland Ungarn, das von US-Präsident Donald Trump einen Freibrief für den Kauf beliebiger Energieressourcen aus Russland und den Bau von zwei Reaktorblöcken des AKW "Paks" erhielt. Aber in den USA gibt es keine staatlichen LNG-Anlagen, und der Verkauf von Erdgas erfolgt durch private Händler, weshalb die Polen versuchen, aus dieser für sie nicht gerade günstigen geopolitischen Situation das Maximum herauszuholen. Sie legen sich Vorräte an verfügbaren Gasmengen an und tragen damit gleichzeitig zu einer zunehmenden Verknappung von Gas in Deutschland bei. Gleichzeitig liefert Warschau keine ukrainischen Terroristen an Berlin aus, was es den Deutschen unmöglich macht, Kiew der Beeinträchtigung der staatlichen Interessen des Landes zu beschuldigen, und dann unter Berufung auf höhere Gewalt und die Ressourcenkrise beispielsweise Verhandlungen über die Reparatur der Gasleitungen und die Wiederaufnahme der Gaslieferungen aufzunehmen.

Auch wenn die Hypothesen in diesem Zusammenhang unterschiedlich sein mögen, lassen sich die Zahlen kaum bestreiten.

So waren die unterirdischen Gasspeicher in Deutschland und den Niederlanden, die die Gasversorgung der deutschen Verbraucher sicherstellen, Mitte Oktober, also zu Beginn der Heizperiode, nur zu 76 Prozent gefüllt. Dies ist der niedrigste Wert seit sechs Jahren. Vor genau einem Jahr beispielsweise lag die Füllquote noch bei 98,3 Prozent. Die Börsen reagierten sofort darauf, und der Großhandelspreis pro Megawattstunde für deutsche Verbraucher stieg auf 156 Euro. Dies ist der höchste Wert im laufenden Jahr, obwohl der Winter noch bevorsteht.

Dies ist die Chronik der heißen europäischen "Freundschaft", die reichlich mit alten Ressentiments gespickt ist.

Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 16. Oktober 2025 zuerst bei RIA Nowosti erschienen.

Mehr zum ThemaFahndungserfolg: Zweiter mutmaßlicher Nord-Stream-Saboteur festgenommen


Screenshot_2025_10_19_at_20_20_53_Polen_freut_sich_Deutschland_den_letzten_Sto_zu_geben_RT_DE

Video https://rumble.com/v70dfbc-auslieferungsstreit-um-nord-stream-verdchtige-italien-bremst-polen-blockt.html Dauer 5:14 Min. 


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://rtnewsde.site/international/259007-polen-freut-sich-deutschland-letzten/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.10.2025

Mit dem neuen GroKo-Sparpaket in den Klinik-Kollaps

rtnewsde.site, 19 Okt. 2025 09:04 Uhr, Von Susan Bonath

Vieles funktioniert in Deutschland nicht mehr gut, darunter das Gesundheitssystem. Noch kürzlich versprach die Bundesregierung den maroden Krankenhäusern eine Finanzspritze als Rettung vor dem Kollaps. Das war mal wieder heiße Luft, denn das Plus will sie an anderer Stelle wieder kürzen.


Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/www.photowerkstatt.de


Berlin: Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) während einer Pressekonferenz anlässlich der Kabinettsbefassung zum Krankenhausreformanpassungsgesetz und dem Gesetzentwurf zur Änderung des Medizinal-Cannabisgesetzes, 8. Oktober 2025


Der Rüstungshaushalt verdoppelt auf 90 Milliarden, über 70 Milliarden für die Ukraine, fast vier Milliarden für neue Eurofighter und vieles mehr: Für die imperialistischen Interessen des Großkapitals scheut die Bundesregierung keinen noch so tiefen Griff in die Steuertöpfe. Das Leben der Lohnabhängigen, die die Steuern erarbeitet haben, spielt für sie weniger eine Rolle. Ihnen kürzt sie die sprichwörtliche Butter vom Brot. Und nun will sie auch die Krankenhäuser weiter ruinieren.

So beschloss die Große Koalition am Mittwoch im Bundeskabinett ein sogenanntes "kleines Sparpaket", das das CDU-geführte Gesundheitsministerium vorgelegt hatte. Vor allem bei den Krankenhäusern will Ministerin Nina Warken zwei Milliarden Euro "schnell einsparen" – um angeblich für "stabile Krankenkassenbeiträge" zu sorgen. Die Regierung wolle vermeiden, dass die gesetzlichen Kassen ihre Zusatzbeiträge – eine euphemistisch verkleidete Abzocke der Versicherten – von durchschnittlich 2,9 Prozent noch weiter anheben.


Verbots-Hammer: EU plant Aus von Filterzigaretten – Bundesregierung begrüßt Verbotspläne





Verbots-Hammer: EU plant Aus von Filterzigaretten – Bundesregierung begrüßt Verbotspläne





Taschenspielertricks

Dafür greift die GroKo wieder mal auf durchsichtige Taschenspielertricks zurück: Erst im September hatte das Bundeskabinett beschlossen, den Krankenhäusern vier Milliarden Euro aus dem schuldenfinanzierten "Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz" für eine "Soforttransformation" zu geben. Jahrelange Warnungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) vor einer Pleitewelle, massenhaften Klinikschließungen und der sich rapide verschlechternden Versorgung waren dem vorausgegangen.

Nun will die Bundesregierung den Einrichtungen davon wieder gut 1,8 Milliarden Euro durch die Hintertür abzapfen, mittels einer Begrenzung des Anstiegs der Vergütungen, der ohnehin kaum die Inflation abgefedert hat. Die Häuser sollen demnach weniger für die Behandlung von Patienten abrechnen dürfen. Wozu das führt, kann man sich denken: Noch weniger Pflegepersonal, weitere Schließung kostenintensiver Sparten wie Geburtshilfe und Kindermedizin, stattdessen lukrative Fließband-Operationen und weiter verschärfte Zweiklassenmedizin mit Vorzugsbehandlung von Privatpatienten.

Dabei leiden gesetzlich Versicherte schon jetzt an wachsenden Verwerfungen: Selbst Schwerkranke warten monatelang auf Facharzttermine und stationäre Behandlungen, unterbesetzte Kliniken wimmeln Patienten und Rettungswagen ab, die Betreuung in Krankenhäusern ist miserabel, das Essen noch schlimmer und die Notaufnahme so überfüllt, dass selbst Menschen mit gefährlichen Beschwerden stundenlang warten müssen. Die Regierenden wissen seit vielen Jahren über die Missstände Bescheid.


"Bevölkerung muss mehr aufwenden" - Merz kündigt höhere Kosten für Rente und Gesundheit an





"Bevölkerung muss mehr aufwenden" - Merz kündigt höhere Kosten für Rente und Gesundheit an





Tödliche Nebenwirkungen

Auch das Krankenhaussterben ist bereits in vollem Gange. Laut DKG haben allein in den letzten drei Jahren 67 Einrichtungen an 82 Standorten Insolvenz angemeldet. Immer mehr Kreißsäle und Kinderstationen verschwinden, Labore werden ausgelagert, was Diagnosen erschwert, ebenso die Küchen und der Reinigungsservice. Die Wege zu medizinischer Versorgung werden vor allem auf dem Lande immer länger.

Die vier Milliarden Euro aus dem "Sondervermögen" wären gerade einmal "ein dringend benötigter Ausgleich der seit 2022 extrem gestiegenen Preise" gewesen, erklärte die DKG nach dem Kabinettsbeschluss in einem offenen Brief an das Gesundheitsministerium. 

"Wer ihnen morgen aber das Geld über die Hintertür wieder abzieht, hat nichts anderes als die völlige Kehrtwende seiner gerade noch verkündeten Leitlinie vollzogen."

Die Folgen, so die DKG weiter, würden erneut Patienten und Mitarbeiter tragen, "wenn Krankenhäuser ihr Leistungsangebot einschränken oder Standorte aus wirtschaftlichen Gründen schließen müssen." Anders ausgedrückt: Die Nebenwirkungen der neoliberalen Kürzungspolitik werden immer tödlicher – jedenfalls für jene, die kein erquickliches Vermögen für teure Privatversorgung auf der hohen Kante haben.


"Rahmenplan" durchgesickert: So werden Krankenhäuser in Berlin auf Russland-Krieg vorbereitet





"Rahmenplan" durchgesickert: So werden Krankenhäuser in Berlin auf Russland-Krieg vorbereitet





Neoliberaler Privatisierungswahn

Das Desaster ist hausgemacht. Der zunehmend kriselnde Kapitalismus bereitet bereits seit den 1970er Jahren neoliberalen Dogmatikern den politischen Boden. Mehr Markt werde es richten, lautet ihr Credo, was in Wahrheit meint: Einstampfen von Gemeinwohl und sozialer Sicherheit bei gleichzeitig zunehmender Abzocke der Lohnabhängigen für die Rendite des Großkapitals. Asozialer geht immer.

In Deutschland erlebte die neoliberale Politik mit der Angliederung der DDR an die BRD einen ersten größeren Aufschwung. Stück für Stück kürzten die Regierenden den Sozialstaat zusammen. Gab es 1991 noch über 2.400 Krankenhäuser in Deutschland, waren es 2019 noch gut 1.900, inzwischen sind es etwa 100 weniger.  Der Abbau erfolgte, obwohl der Bedarf durch die Alterung der Gesellschaft immer weiter steigt. Die Zahl der über 65-Jährigen wuchs binnen 34 Jahren von 12 auf fast 20 Millionen Menschen.

So unterwarf die Politik die Einrichtungen zunehmend der Marktlogik. Hunderte Kliniken verkaufte der Staat an Privatiers, deren einziges Ziel die Profitmaximierung ist. 1991 befand sich noch fast die Hälfte der Krankenhäuser in öffentlicher Trägerschaft – heute sind es gerade noch 28 Prozent. Der Anteil der Einrichtungen in gemeinnütziger Trägerschaft sank in dieser Zeit von 39 auf 31,5 Prozent.

Gut für Geschäftemacher: Gehörten vor 34 Jahren nur 15 Prozent der Krankenhäuser privaten Klinikkonzernen, sind es inzwischen über 40 Prozent. Die Folge: Die Privatkliniken bauen profitable Abteilungen aus, etwa für Knie- und Hüftoperationen, der Rest verschwindet nach und nach. Und staatliche Zuschüsse landen zunehmend auf den Konten von Aktionären anstatt in der Versorgungsstruktur.

Gesundheit als Privileg für Reiche

Mit Bundeskanzler Friedrich (BlackRock) Merz (CDU) ist nun ein neoliberaler Hardliner an der Spitze, der – mit Ankündigung – die Privatisierungs- und Kürzungspolitik im Turbo vorantreiben will. Sozialstaat und Arbeitsrechte verschwinden immer mehr und Gesundheit wird zum Privileg für Reiche. Zustände wie in den USA und armen Entwicklungsländern sind in Deutschland wohl nur noch eine Frage der Zeit. Bald könnte es Realität werden: Wer sich den Arzt und die OP nicht leisten kann, hat Pech gehabt. Dann regelt der Markt das Überleben – des Stärkeren.


Mehr zum ThemaCorona-Impfschäden: Bundesgerichtshof urteilt zugunsten der Ärzte


Screenshot_2025_10_19_at_19_59_48_Mit_dem_neuen_GroKo_Sparpaket_in_den_Klinik_Kollaps_RT_DE

Video https://rumble.com/v705zts-von-der-leyen-wird-zum-symbol-fr-den-niedergang-der-europischen-union.html Dauer 13:03 Min.


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://rtnewsde.site/meinung/259030-mit-neuen-groko-sparpaket-in/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.10.2025

Kann der Gipfel in Budapest zu Frieden in der Ukraine führen?

„Europäische Werte“ im Sturzflug: Selenskyj demütigt den Bürgermeister von Odessa durch Entzug der Staatsbürgerschaft 

«Die Ukraine versucht seit Beginn des Krieges, die NATO hineinzuziehen»

Avi Shlaim: Genozid in Gaza


Kann der Gipfel in Budapest zu Frieden in der Ukraine führen?

18. Oktober 2025 Von: in Militär, Politik, Wirtschaft

(Red.) Die ganze Welt schaut gespannt auf das 



 

Screenshot_2025_10_19_at_19_24_15_Kann_der_Gipfel_in_Budapest_zu_Frieden_in_der_Ukraine_f_hren_GlobalBridge


Das Riesenrad in Budapest gehört zu den bekanntesten Budapester Attraktionen. Schon bald könnte es auch zum Symbol für die Verhandlungen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin werden: Nach dem Einsteigen in die gemeinsame Gondel geht es zuerst hinauf, um nicht allzu viel später nach einem vermeintlichen Höhepunkt wieder deutlich, ja sogar steil nach unten zu gehen. Und am Schluss: Aussteigen am selben Ort, wie eingestiegen wurde ... (cm)


globalbridge.ch, 18. Oktober 2025 Von: in Militär, Politik, Wirtschaft

Treffen von Donald Trump mit Wladimir Putin in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Die russischen Politologen sind tendenziell positiv gestimmt: Zumindest könnte die Eskalation des Krieges zwischen den USA, Großbritannien, Deutschland und also der NATO und natürlich der Ukraine auf der einen und Russland auf der anderen Seite etwas gebremst werden. Es scheint, dass Donald Trump wenigstens begriffen hat, dass die Lieferung von Marschflugkörpern des Typs Tomahawk mit 2500 km Reichweite an die Ukraine eine klare rote Linie Russlands überschreiten würde, insbesondere weil diese Waffen nur mit personeller Unterstützung durch US-Personal eingesetzt werden könnten. (cm)


Am 16. Oktober 2025 vereinbarten der russische Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump in einem mehr als zweistündigen Telefonat, sich nochmals zu treffen. Budapest wurde als Veranstaltungsort gewählt. Das unmittelbare Thema des Treffens soll der Krieg in der Ukraine sein. Eine Reihe diplomatischer Konsultationen (unter anderem zwischen Außenminister Sergej Lawrow und US-Außenminister Marco Rubio) soll mittlerweile den genauen Zeitpunkt und den Inhalt der Gespräche festlegen. 

Russische Beamte stellten den Gipfel als Fortsetzung des Anfang des Jahres begonnenen direkten Dialogs auf hoher Ebene (einschließlich des Treffens im August in Alaska) und als Gelegenheit dar, nach einer politischen — und nicht nur militärischen — Lösung für den Konflikt in der Ukraine zu suchen. Russland betonte jedoch auch, dass die Vorbereitungen schrittweise und technisch erfolgen werden. Wie der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erklärte, „kann das Treffen innerhalb von zwei Wochen oder etwas später stattfinden, aber viele Fragen sind noch offen“.

Unter anderem besteht auch die Frage, ob und wie die Ukraine oder ukrainische Vertreter vor, während oder nach einem bilateralen Austausch zwischen Russland und den USA einbezogen werden. Diese technischen Schritte werden als bewusste Sicherheitsvorkehrungen interpretiert, um ein öffentliches Spektakel zu vermeiden, das zu widersprüchlichen Aussagen führen oder die vorbereitenden diplomatischen Bemühungen zum Scheitern bringen könnte. Moskau will anscheinend sowohl Verhandlungsbereitschaft bekunden als auch auf den festen russischen Vorbedingungen bestehen.

Warum Budapest?

Budapest war bereits im Juli und August als neutraler, logistisch günstiger Veranstaltungsort in Europa diskutiert worden — ein Ort, der für Moskau akzeptabel war und laut russischen Angaben in Washington positiv gesehen wurde. Die Bereitschaft Ungarns, den Gipfel auszurichten, war sowohl aus praktischen Gründen als auch als politisches Signal (eine mitteleuropäische Hauptstadt außerhalb der wichtigsten diplomatischen Hauptstädte der NATO) für beide Seiten relevant. 

Der russische Politikwissenschaftler und Akademiker Konstantin Blokhin beschrieb Ungarn als „ein ideales Land für ein Treffen zwischen Wladimir Putin und Donald Trump“ und verwies dabei auf die politische Haltung Budapests und die offensichtliche Bereitschaft von Viktor Orbán, als Gastgeber zu fungieren, als entscheidende Faktoren.

Sergej Markow, Politologe und ehemaliger Berater des Kremls, warnte hingegen in einem Gespräch mit Globalbridge mit Sicherheitsbedenken. „Das Problem ist, dass Ungarn immer noch zum NATO-Gebiet gehört und die NATO-Staaten heute Terroranschläge auf dem Territorium Russlands verüben“, sagte Sergej Markow. „Es besteht nach wie vor die Gefahr von Terroranschlägen europäischer Länder und der Ukraine gegen den russischen Präsidenten. Der Sicherheitsaspekt ist sehr wichtig.“ 

Russlands erklärte Ziele, die strategischen und sicherheitspolitischen Interessen des Landes in der Ukraine zu schützen, stehen derzeit nicht unbedingt im Widerspruch zu der Suche nach einer Verhandlungslösung, die die von Moskau an der Front eingeforderten Realitäten anerkennt. Moskau warnt jedoch seit Wochen vor westlichen Langstreckenwaffen: Jede Entscheidung der USA, Langstreckenwaffensysteme zu liefern, würde als potenzieller Dealbreaker für eine politische Annäherung angesehen werden.

Fyodor Lukyanov von der Higher School of Economics, einer der prominentesten russischen Politikwissenschaftler, interpretierte die Nachricht von einem neuen Gipfeltreffen als Ausdruck von Trumps Wunsch, eine vollständige Annäherung an die Ukraine zu vermeiden. Lukyanov schrieb, dass das Telefonat „einen offensichtlichen Wunsch Trumps zeigte, nicht auf die Seite der Ukraine zu rutschen“.

„Es ist keineswegs sicher, dass dieser Kreislauf anders enden wird als die vorherigen, also mit nichts“, schrieb Lukyanov. „Aber Trumps Wunsch, nicht in die Falle zu tappen, sich auf die Seite der Ukraine zu schlagen, wird immer offensichtlicher. Es handelt sich um einen diplomatischen Krieg der Zermürbung seinerseits. Genauer gesagt, um einen Krieg der diplomatischen Zermürbung.“

Lukyanov betonte, dass „der Impuls von Alaska tatsächlich nicht aufgehoben wurde. Was in Alaska diskutiert wurde, wird weiterhin diskutiert“.

Russische Experten wiesen darauf hin, dass das Telefonat und der Budapester Vorschlag unmittelbar vor den US-ukrainischen Gesprächen in Washington und inmitten westlicher Überlegungen über weitere Waffenlieferungen erfolgten. In russischen Kommentaren wurde das Gipfeltreffen daher nicht einfach als bilaterale Übung dargestellt, sondern als ein Ereignis, das die diplomatischen Hebel neu ordnen könnte: Ein direktes Engagement zwischen den USA und Russland soll die westlichen Pläne für Waffenlieferungen und Sicherheitsgarantien für Kiew untergraben oder neu gestalten. Die öffentlichen Warnungen Moskaus vor neuen Waffentypen sollten während dieser parallelen Konsultationen präventiven Druck auf Washington ausüben.

Die europäischen Staats- und Regierungschefs, die die militärischen Bemühungen der Ukraine maßgeblich unterstützt haben, könnten einen bilateralen Gipfel zwischen den USA und Russland in Budapest als Verdrängung aus dem Zentrum der Verhandlungen wahrnehmen: Wenn Washington und Moskau direkt miteinander sprechen, könnten die europäischen Akteure sich gezwungen sehen, auf Ergebnisse zu reagieren, anstatt Bedingungen zu stellen. Russland argumentiert, dass direkte Gespräche zwischen den Staatschefs der einzige glaubwürdige Weg seien, um strategische Ergebnisse für die Region zu erzielen.

Welche Chancen für ein Friedensabkommen?

Wichtig für Russland ist auch zu zeigen, dass das Treffen das Ergebnis einer gegenseitigen Initiative und nicht einer einseitigen Konzession war. Bei allen Gesprächen über Waffenstillstände oder Sicherheitsgarantien muss Russlands Beharren auf einer konkreten Anerkennung der territorialen und politischen Realitäten, die sich aus den Kampfhandlungen ergeben, berücksichtigt werden.

„Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass diese Gespräche zu Frieden führen werden. Es gibt vier Verbündete, die Krieg gegen Russland führen: das ukrainische Regime, die europäische Führung, Großbritannien und die USA“, sagte Sergej Markow im Gespräch mit Globalbridge. „Die USA sind aber verhandlungsfähiger als die anderen.“

Markow betonte aber auch, dass Russland nicht bereit zu einem bedingungslosen Ende des Kriegs sei: „Russland wird sich nicht mit einem koreanischen oder zypriotischen Szenario zufrieden geben. Russland ist nicht grundsätzlich gegen Waffenstillstände. Aber Russland wird gegen jeden Waffenstillstand sein, der dazu genutzt wird, den Krieg in Zukunft fortzusetzen, so wie es mit den zwei Minsk-Abkommen der Fall war, als Europa und die Ukraine Russland betrogen haben. Russland wird für einen Waffenstillstand sein, der keine ausländischen Soldaten und westlichen Waffen in der Ukraine vorsieht.“

Ein schneller Frieden ist also noch nicht in Sicht, aber zumindest scheinen diese Gespräche ein Schritt weg von einer Eskalation und einer möglichen Ausweitung des Krieges auf den ganzen europäischen Kontinent zu sein.


Info: https://globalbridge.ch/kann-der-gipfel-in-budapest-zu-frieden-in-der-ukraine-fuehren/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.10.2025

Gilbert Doctorow manövriert sich ins Abseits.

aus e-mail von Doris Pumphrey, 18. Oktober 2025, 16:31 Uhr (eine weitere Veröffentlichung)


https://linkezeitung.de/2025/10/19/wenn-ein-experte-den-halt-verliert/

18.10.2025


*Wenn ein „Experte“ den Halt verliert

Gilbert Doctorow – selbsternannter Russland-Experte – manövriert sich

mit unbegründeten und verwirrenden Theorien ins Abseits.


*/Von Peter Hanseler / Andreas Mylaeus / Denis Dobrin

/

In einem Artikel, der am 1. Oktober 2025 in seinem „Armageddon

Newsletter” auf Substack veröffentlicht wurde, ging er sogar so weit zu

behaupten, dass im Kreml in Moskau eine Palastrevolution bevorstehe und

dass die russische Gesellschaft Wladimir Putin zunehmend als einen

verhassten Gorbatschow 2.0 betrachte. Er macht auch billige Vorschläge

für einen Nachfolger des russischen Präsidenten, dessen Regierungsschiff

inzwischen zu viel Seepockenbewuchs angesammelt hat und zu schwerfällig

geworden ist.


*„Eitelkeit ist der Schatten, den Unzulänglichkeiten werfen“


*Das ist so absurd, dass man es einfach mit einem Kopfschütteln abtun

könnte. Allerdings schüren solche Aussagen gefährliche Tagträume unter

amerikanischen und europäischen Kriegstreibern, die sich trotz aller

gegenteiligen Beweise der Fantasie verschrieben haben, die vermeintliche

Schwäche Russlands auszunutzen. Dabei stützen sie sich gerne auf einen

amerikanischen Historiker mit langjähriger Erfahrung in der Sowjetunion,

der sich auch prominent und öffentlich eine Professur zuschreibt, die er

gar nicht innehat – seine akademischen Leistungen beschränken sich auf

einen Doktortitel in Geschichte. Darüber hinaus verfügt er über keine

aktuellen relevanten Direktquellen in Russland, abgesehen von seinen

geliebten Talkshows im russischen Staatsfernsehen.


*Doctorows verwirrte Gedanken

Russische Staatsfernseh-Talkshows als Quelle*


Dieser „Experte” stützt seine Theorien auf das, was er als scharfe

Kritik an Präsident Putin im russischen Staatsfernsehen ansieht, weil

dieser die Strategie der Zermürbungskriegsführung in der Ukraine

fördert. Normalerweise würden ultraloyale pro-Putin-Talkshows wie „Sixty

Minutes” und „Evening with Vladimir Solovyov” die russische Gesellschaft

darauf vorbereiten, dass Putin durch eine viel aggressivere Figur auf

dem Kreml-Schachbrett ersetzt wird.


Er sagt, dass die Mehrheit der russischen Gesellschaft eine viel härtere

Haltung gegenüber dem Westen fordert – oder zumindest verdient. Der

längst überfällige Enthauptungsschlag gegen das neonazistische Regime in

Kiew müsse endlich durchgeführt werden, um dem Westen zu zeigen, dass

Russland nicht wirklich ein „Papiertiger“ sei. Andernfalls würde der

Westen seine Aktionen weiter eskalieren – bis hin zu einem Atomkrieg,

der dann bevorstünde.


*Verbale und andere Provokationen*


Donald Trump erklärte vor 800 versammelten Generälen und

Spitzenoffizieren des US-Militärs in einer Basis außerhalb von

Washington, D.C., wie enttäuscht er darüber sei, dass Putin die Ukraine

zu Beginn der russischen Sonderoperation nicht innerhalb einer Woche

besiegt habe, dass die in der Nähe Russlands stationierten

US-Atom-U-Boote den russischen U-Booten technologisch 25 Jahre voraus

seien und dass Russland insgesamt wie ein „Papiertiger“ wirke. J.D.

Vance wiederholte in einem Interview mit Fox News ebenfalls den alten

Mythos, dass die russische Wirtschaft am Boden liege und die

territorialen Gewinne der russischen Armee in der Ukraine unbedeutend seien.


Doctorow behauptet, dass Russland auf diese und andere Provokationen

nicht angemessen reagiert habe, wodurch es seine Schwäche demonstriert

und eine weitere Eskalation seitens des Westens provoziert habe.


Darüber hinaus habe Russland viel zu zögerlich und vorsichtig auf die

Eskalation der amerikanischen Waffenlieferungen reagiert, die darauf

abzielten, den Russen eine strategische Niederlage zuzufügen, und

stattdessen auf einen langwierigen Zermürbungskrieg und vergebliche

Verhandlungen mit den USA gesetzt. Doctorow beschreibt dies als

strategische Fehleinschätzung Putins.


*Der Vorwurf der Beschwichtigung*


Diese Kassandra fährt fort, dass Putin zu all dem keine klare Haltung

eingenommen habe, sondern stattdessen eine gefährliche vertraute

Beziehung zu Donald Trump unterhalte. Dies begann während Treffen mit

Steve Witkoff am 25. April 2025 und am 6. August 2025 in Moskau und

unmittelbar danach mit Trump in Alaska am 15. August 2025.


Solche Verhandlungsbemühungen sind Wasser auf die Mühlen der westlichen

Kriegstreiber, denn Russland gibt sich der vergeblichen Illusion hin,

dass solche Verhandlungen den vom kollektiven Westen geführten Krieg

beenden könnten. Der Westen wiederum interpretiert dies als Zeichen der

Schwäche Russlands.


Doctorow behauptet weiter, dass Putin in seiner Rede auf dem

Valdai-Treffen in Sotschi am 2. Oktober 2025 – wie schon in den Jahren

zuvor – die drängendsten Probleme mit dem Westen vermieden habe. Europa

rüstete sich auf und bereitete sich aktiv auf einen Krieg gegen Russland

vor, der in drei Jahren beginnen sollte (sic!). Darüber hinaus versuche

Europa derzeit, Russland im Baltikum eine Luft- und Seeblockade

aufzuerlegen, und werde der Ukraine wahrscheinlich einen Kredit in Höhe

von 145 Milliarden Dollar gewähren, wobei eingefrorene russische

Vermögenswerte als Sicherheit dienen würden, damit Kiew den Krieg noch

mehrere Jahre fortsetzen könne. Schließlich würden die Vereinigten

Staaten Kiew wahrscheinlich mit nuklearfähigen

Tomahawk-Marschflugkörpern mit großer Reichweite ausstatten, die Moskau

vom ukrainischen Territorium aus erreichen könnten.


Anstatt Donald Trump zu hofieren, forderte die russische Öffentlichkeit

von ihren Führern endlich Rückgrat, indem sie beispielsweise die

deutsche Produktionsstätte für Taurus-Raketen zerstörten oder die

ukrainische Führung, einschließlich Selenskyj, mit Hilfe des

Oreschnik-Systems enthaupteten, um den Krieg endlich zu beenden, bevor

er zu einem Dritten Weltkrieg eskalierte.


*Alarmistische Panikmache*


Gilbert Doctorow, 14. Oktober 2025: „/Wir steuern so oder so auf den

Dritten Weltkrieg zu. Wenn Putin weiterhin „Zurückhaltung“ zeigt, wie

zuletzt mit seiner Unterwürfigkeit gegenüber Trump, wird er abgesetzt

und durch Russlands Kriegstreiber ersetzt, und schon geht es los … Wenn

er Trump jetzt nicht die Zähne zeigt, sind wir alle verloren.“

/

Putin galt in der russischen Gesellschaft bereits als „Gorbatschow 2.0“.

Es war höchste Zeit, ihn hinauszuwerfen. Die Popularität von Wladimir

Putin, die durch Umfragen bestätigt wurde (die angeblich kürzlich von 80

% auf 79 % gefallen ist!), beruhte lediglich auf der Tatsache, dass in

diesen Umfragen die falschen Fragen gestellt wurden – würde man die

russische Bevölkerung fragen, ob Putin den Krieg in der Ukraine richtig

führt, wären seine Umfragewerte deutlich negativ.


*Welche Auswirkungen haben solche Aussagen?*


Diese abenteuerliche sogenannte „sowjetologische” Theorie hat keinerlei

faktische Grundlage, sondern entspringt einem gefährlich

hyperventilierenden Gehirn, das zu Größenwahn neigt. In Russland finden

solche Propagandachimären keine Unterstützung; sie haben keinen Einfluss

auf die russische Politik.


Wenn wir dieses Thema dennoch hier ansprechen, dann deshalb, weil diese

Diskussion den Kräften in den USA und Europa Auftrieb gibt, die ständig

behaupten, Russland sei schwach und ein Regimewechsel stehe bevor.

Russophobe amerikanische und europäische Kriegstreiber könnten darauf

verweisen, dass selbst ein ihnen kritisch gegenüberstehender

Russland-Experte davon ausgeht, dass „Putins Thron wankt“ und wir nur

noch ein wenig länger warten müssen, bis das russische Volk seinen

„König“ stürzt.


*Realität

Die Russen lassen sich nicht provozieren*


Die Russen reagieren nicht auf solche Provokationen. Sie lassen sich

nicht von diesen Angriffen aus dem Arsenal der kognitiven Kriegsführung

provozieren. Sie sind Profis. Sie schauen auf die Karte, sie schauen auf

die Zahlen. Militärische Fachleute achten darauf, was auf der Ebene der

tatsächlichen Operationen geschieht, sie kennen ihre Statistiken und

verstehen die wissenschaftliche Wahrscheinlichkeitstheorie und die

Analyse von Kräften und Mitteln (Correlation of Forces and Means –

COFM). Die Stärke oder Schwäche Russlands wird nicht durch das

bombastische Geschwätz unehrlicher, korrupter westlicher Politiker

bestimmt, sondern durch die Fakten – und diese sind eindeutig.


Russland hat nicht angemessen auf das Überschreiten der roten Linien

durch den Westen reagiert? Russland hat zweimal eine ganze

Quasi-NATO-Armee in der Ukraine zerstört, die vom Westen ausgerüstet und

finanziert wurde, und zerstört derzeit die dritte und letzte solche

Armee im Rahmen seines Zermürbungskrieges gegen den Westen. Russland

zerstört die Infrastruktur der Ukraine und ihre Rüstungsindustrie.

Russland gewinnt den Krieg.


Warum also „Enthauptungsschläge“ gegen das Nazi-Regime in Kiew

durchführen? Dies würde Russland auf einen völlig anderen Kriegskurs

bringen, nämlich auf einen Kurs der erheblichen Eskalation mit einem

anderen Kriegsausgang, als Russland derzeit anstrebt. Russland versucht

nicht, die NATO physisch zu zerstören oder Europa zu besetzen.


Russland versucht vermutlich, die alte Kiewer Rus wieder in Russland

einzugliedern, um die existenzielle Bedrohung für das russische

Territorium abzuwenden, die von der Aggression ausgeht, die auf Geheiß

der USA, Europas und des gesamten Westens von Kiew ausgeht – mehr nicht.

Und Russland wird dieses Ziel innerhalb seines eigenen Zeitplans und

Operationsplans erreichen.


Wladimir Putin hat aus gutem Grund eine Zustimmungsrate von rund 80 % –

und das seit 25 Jahren. Wo in der Weltgeschichte hat es jemals einen

Staatsstreich gegeben – selbst wenn es „nur” eine Palastrevolution war –

mit solchen Zustimmungsraten? Unsere Kassandra hat Geschichte studiert,

also sollte sie das auch wissen.


*Russlands wirtschaftliche Stärke*


Russland dominiert auch wirtschaftlich. Seine Wirtschaft wächst trotz

erheblicher Kriegsanstrengungen stetig.

Auch mit seinen Aussagen zur russischen Wirtschaft liegt Doctorow völlig

falsch. So behauptet er beispielsweise, dass sich die Löhne in Russland

vervielfacht hätten und die Bevölkerung dadurch künstlich ruhig gehalten

werde – völliger Unsinn: Bestimmte Berufsgruppen (z. B. Lkw-Fahrer und

Sicherheitspersonal) haben enorme Lohnerhöhungen erfahren. Viele dieser

Beschäftigten waren Veteranen. Sie kehrten während des Krieges zur Armee

zurück und hinterließen große Lücken, die gefüllt werden mussten. Das

war natürlich kostspielig. Die meisten anderen Menschen erhielten jedoch

keine doppelten oder dreifachen Gehälter. Im Dezember 2024 lag der

durchschnittliche Monatslohn um 21,9 % über dem Vorjahreswert, was den

schnellsten Lohnanstieg seit 2008 darstellt. Im Januar 2025 stiegen die

Reallöhne im Jahresvergleich um 6,5 %, während die Nominallöhne um ~17,1

% stiegen.


*Russlands militärische Stärke*


Seriöse Kommentatoren (siehe auch hier) und Militärexperten wie Douglas

Macgregor, Lawrence Wilkerson, Jacques Baud, Andrei Martyanov und Ralph

Bossard (um nur einige zu nennen) wissen, dass die russische

Militärtechnologie quantitativ (in Bezug auf die Produktionskapazität)

und technologisch der westlichen Allianz mindestens eine Generation

voraus ist.


*Russlands internationale Stärke*


Es steht außer Frage, dass Russland international isoliert ist. Die

Liste der internationalen Vereinigungen, mit denen Russland verbunden

ist, ist beeindruckend: BRICS, die Shanghai Cooperation Organization

(SCO), die Collective Security Treaty Organization (CSTO), die Eurasian

Economic Union (EAEU), die Commonwealth of Independent States (CIS), der

Arctic Council, die Organization of Islamic Cooperation (OIC –

Beobachterstatus) und als Dialogpartner der Economic Cooperation

Organization (ECO). Auch der Globale Süden und ganz Asien vertiefen ihre

wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zu Russland.


*Missverstandene interne Kontroverse*


In letzter Zeit wurde über Kontroversen innerhalb der russischen

Führungsspitze gesprochen. In seiner Rede vor der Staatsduma am 8.

Oktober 2025 erklärte der stellvertretende russische Außenminister

Sergei Ryabkov, dass die Dynamik, die die beiden Staatschefs Russlands

und der USA auf dem Gipfeltreffen in Anchorage, Alaska, für den

Abschluss von Abkommen geschaffen hatten, im Wesentlichen erschöpft sei.

Dieses negative Ergebnis sei vor allem auf die destruktiven Aktivitäten

der Europäer zurückzuführen.


Einige Kommentatoren haben diese Aussage als Zeichen einer

unüberbrückbaren Kontroverse innerhalb des Kremls interpretiert. Das ist

falsch. Sie verstehen den kollektiven Führungsstil der russischen

Regierungskreise nicht. Unterschiedliche Nuancen und Schwerpunkte in

politischen Erklärungen sind Teil des internen

Meinungsbildungsprozesses. Diejenigen, die ihre Analyse auf das alte

sowjetische sklerotische Modell stützen und es als „Sowjetologie”

bezeichnen, legen dem modernen Russland eine völlig unangemessene

Vorlage auf und irren sich daher grundlegend in ihrer „Analyse”.


*Außenpolitischer Ansatz gegenüber den USA: „Sprich leise und trage

einen großen Stock.”*


Natürlich kennen die Russen dieses alte Sprichwort und wissen, dass die

USA nur ihre eigene Sprache verstehen. Theodore Roosevelt, der 26.

Präsident der Vereinigten Staaten, verwendete diesen Satz erstmals 1901

öffentlich in einer Rede auf der Minnesota State Fair: „Sprich leise und

trage einen großen Stock; dann wirst du weit kommen.“ Der Satz wurde zum

Motto seiner Außenpolitik: Konflikte so diplomatisch wie möglich lösen

(„sanft sprechen“), aber immer die Macht haben, die eigene Position

durchzusetzen („großer Stock“).

Oben wurde deutlich gemacht, dass Russland über einen eindeutig

beeindruckenden Stock verfügt.


*Die Tür für Verhandlungen offen halten*


Aus dieser Position der Stärke heraus spielt Russland auch eine seiner

größten Stärken aus – seine Fähigkeit, professionelle Diplomatie zu

betreiben. Seine grundlegende außenpolitische Haltung gegenüber den USA

kommt in dieser Rede von Präsident Putin am 2. Oktober 2025 in Sotschi

im Valdai-Club zum Ausdruck:

/„Wie allgemein bekannt ist, gibt es zwischen unseren Ländern viele

Meinungsverschiedenheiten, und unsere Ansichten zu vielen globalen

Fragen gehen auseinander. Das ist für Großmächte normal und sogar zu

erwarten. Entscheidend ist, wie diese Meinungsverschiedenheiten gelöst

werden können und inwieweit sie friedlich gelöst werden können. (…)

Russland behält sich auch das Recht vor, sich von seinen nationalen

Interessen leiten zu lassen, zu denen übrigens auch die

Wiederherstellung umfassender Beziehungen zu den USA gehört. Und

unabhängig von unseren Differenzen werden Verhandlungen – selbst die

schwierigsten und hartnäckigsten – letztendlich zu einem Konsens führen,

der letztlich für beide Seiten akzeptable Lösungen ermöglicht, wenn wir

einander mit Respekt begegnen.“

„Multipolarität und Polyzentrismus sind langfristige Realitäten.“


/So etwas kann man nicht erreichen, indem man überstürzt handelt, und

schon gar nicht mit hitzköpfiger Tapferkeit. Man muss die ganze Welt im

Blick behalten. Wir können uns glücklich schätzen, dass der

Regierungschef der stärksten Militärmacht der Welt ein so besonnener,

ruhiger und ausgeglichener Mensch mit einem breiten Überblick ist.


*Fazit*


Vergleicht man Doctorows Aussagen mit überprüfbaren Fakten, wird

deutlich, dass die Theorien dieses selbsternannten Russland-Experten

völliger Unsinn sind. Die jüngsten Entwicklungen (Putins Telefonat mit

Trump und Trumps anschließender Rückzug aus dem Plan, Tomahawks an die

Ukraine zu liefern) sind ein Beweis dafür.


------------------------------

*Peter Hanseler* ist Geopolitik-Analyst und berichtet aus Moskau. Peter

wurde in Zürich in der Schweiz geboren. Er hat einen J.D. (lic. iur.)

und einen Ph.D. (Dr. iur.) der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der

Universität Zürich sowie einen Master in Internationalem Handelsrecht

(LL.M.) der Georgetown University Law School, Washington, D.C. Er hat in

den USA, Spanien, der Schweiz, Thailand und Russland gelebt. Peter ist

unabhängig, seine Arbeit wird weder von staatlichen noch von privaten

Stellen unterstützt. Peters Website Forumgeopolitica.com veröffentlicht

ihre Inhalte auf Englisch, Russisch, Deutsch und Französisch.

*Dr. Andreas Mylaeus*, geboren 1950, erwarb ein Highschool-Diplom in

North Carolina (1968/69) und das Abitur (1970). Er studierte

Rechtswissenschaften in Freiburg, Köln und München (1971–1976) und

bestand beide juristischen Staatsexamen mit Auszeichnung (1975, 1980).

Er studierte Psychologie an der Universität Zürich (1979–1984), schloss

sein Studium als klinischer Psychologe ab und absolvierte eine

Ausbildung an der Zürcher Schule für Psychologie. Er unterrichtete an

Berufsschulen in Zürich (1984–1995) und erwarb ein eidgenössisches

Lehrdiplom (1993). Seit 2015 ist er als freiberuflicher Analyst und

Referent tätig. Er spricht fließend Deutsch, Schweizerdeutsch und

Englisch. Er ist einer der Hauptmitwirkenden von Forumgeopolitica.com.

https://sonar21.com/when-an-expert-loses-his-footing/?jetpack_skip_subscription_popup


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.10.2025

Wenn ein «Experte» seinen Halt verliert

Screenshot_2025_10_19_at_14_46_59_Wenn_ein_Experte_seinen_Halt_verliert


forumgeopolitica.com, So 19 Okt 2025, Denis Dobrin (Politiker) / Peter Hanseler / Andreas Mylaeus

Gilbert Doctorow – selbsternannter Russland-Experte – manövriert sich mit unbegründeten und verwirrten Theorien in die Seitenlinie.


Einführung

Gilbert Doctorow, der sich selbst als „Sowjetologe“ bezeichnet und sich selbst als einzigen echten Russland-Experten in den unabhängigen Medien betrachtet, verkauft seit mehreren Tagen Theorien, die selbst verhärtete politische Kommentatoren sprachlos machen.


Screenshot_2025_10_19_at_14_56_07_Wenn_ein_Experte_seinen_Halt_verliert

Gilbert Doctorow über Richter Napolitano - "Eitelkeit ist der Schatten, der von Unzulänglichkeiten geworfen wird".


In einem Artikel, der am 1. Oktober 2025 in seinem „Armageddon Newsletter“ über Substack veröffentlicht wurde, ging er so weit zu behaupten, dass eine Palastrevolution im Kreml in Moskau bevorstand und dass die russische Gesellschaft Wladimir Putin zunehmend als verhassten Gorbatschow 2.0 betrachtete. Er macht auch billige Vorschläge für einen Nachfolger des russischen Präsidenten, dessen Regierungsschiff jetzt zu viel Seepockenwachstum angesammelt hat und zu umständlich wird.

„Eitelkeit ist der Schatten, der von Unzulänglichkeiten geworfen wird“

Das ist so absurd, dass man es einfach mit einem Kopfschütteln abtun könnte. Solche Aussagen befeuern jedoch gefährliche Tagträume unter amerikanischen und europäischen Kriegstreibern, die sich trotz aller gegenteiligen Beweise der Fantasie der Ausbeutung der imaginären Schwäche Russlands verschrieben haben. Dabei verlassen sie sich gerne auf einen amerikanischen Historiker mit jahrelanger Erfahrung in der Sowjetunion, der sich auch eine Professur, die er nicht einmal innehat, prominent und öffentlich zuschreibt – seine akademischen Leistungen beschränken sich auf einen Doktortitel in der Geschichte. Darüber hinaus hat er keine aktuellen relevanten direkten Quellen in Russland, außer für seine geliebten Talkshows im russischen Staatsfernsehen.

Doctorows verwirrte Gedanken

Russisches Staatsfernsehen als Quelle

Dieser „Experte“ stützt seine Theorien auf das, was er als scharfe Kritik an Präsident Putin im russischen Staatsfernsehen für die Förderung der Strategie des Zermürbungskriegs in der Ukraine ansieht.

Normalerweise würden ultra-treue Pro-Putin-Talkshows wie „Sixty Minutes“ und „Evening with Vladimir Solovyov“ die russische Gesellschaft darauf vorbereiten, dass Putin durch eine viel aggressivere Figur auf dem Schachbrett des Kremls ersetzt wird.

Er sagt, dass die Mehrheit der russischen Gesellschaft eine viel härtere Haltung gegenüber dem Westen verlangt oder zumindest verdient. Der längst überfällige Enthauptungsschlag gegen das Neonazi-Regime in Kiew muss endlich durchgeführt werden, was dem Westen zeigt, dass Russland nicht wirklich ein „Papiertiger“ ist. Andernfalls würde der Westen seine Aktionen weiter eskalieren – bis hin zum Atomkrieg, der dann auf uns zukommen würde.

Verbale und andere Provokationen

Donald Trump sagte 800 versammelten Generälen und Spitzenoffizieren des US-Militärs auf einer Basis außerhalb von Washington, D.C., wie enttäuscht er war, dass Putin die Ukraine nicht innerhalb einer Woche zu Beginn der russischen Sondermilitäroperation besiegt hatte, dass US-Atom-U-Boote, die in Positionen in der Nähe Russlands stationiert waren, 25 Jahre vor russischen U-Booten in Bezug auf Technologie waren und dass Russland im Allgemeinen ein "Papiertiger" zu sein schien. J.D. Vance wiederholte auch den alten Mythos in einem Interview auf Fox News, dass die russische Wirtschaft in Trümmern liegt und dass die territorialen Gewinne der russischen Armee in der Ukraine unbedeutend sind.

Doctorow behauptet, dass Russland nicht angemessen auf diese und andere Provokationen reagiert habe, was seine Schwäche unter Beweis stellt und eine weitere Eskalation des Westens einlädt.

Darüber hinaus reagierte Russland viel zu zögerlich und vorsichtig auf die amerikanische Eskalation der Waffenlieferungen, die darauf abzielte, den Russen eine strategische Niederlage zuzufügen, und griff stattdessen auf einen langwierigen Zermürbungskrieg und vergebliche Verhandlungen mit den USA zurück. Doctorow beschreibt dies als eine strategische Fehleinschätzung Putins.

Der Vorwurf der Beschwichtigung

Diese Cassandra fährt fort zu sagen, dass Putin keine klare Haltung zu diesem Thema eingenommen hat, sondern stattdessen eine gefährliche, gemütliche Beziehung zu Donald Trump einnimmt. Dies begann während der Treffen mit Steve Witkoff am 25. April 2025 und am 6. August 2025 in Moskau und unmittelbar danach mit Trump in Alaska am 15. August 2025.

Solche Verhandlungsbemühungen sind für die Mühle der westlichen Kriegstreiber ein Schrott, weil Russland sich der vergeblichen Illusion hingibt, dass solche Verhandlungen den Krieg des kollektiven Westens beilegen könnten. Der Westen wiederum interpretiert dies als Zeichen der Schwäche Russlands.

Doctorow behauptet weiter, dass Putin in seiner Rede auf dem Treffen in Valdai am 2. Oktober 2025 - wie er es in den vergangenen Jahren wiederholt getan hatte - die drängendsten Probleme mit dem Westen vermieden hat. Europa bewaffnete sich und bereitete sich aktiv auf einen Krieg gegen Russland vor, der in drei Jahren beginnen sollte (sic!). Darüber hinaus versuchte Europa derzeit, Russland im Baltikum eine Luft- und Seeblockade aufzuerlegen, und würde der Ukraine wahrscheinlich ein Darlehen in Höhe von $ 145 Milliarden gewähren, wobei eingefrorene russische Vermögenswerte als Sicherheit dienen, damit Kiew den Krieg noch einige Jahre fortsetzen konnte. Schließlich würden die Vereinigten Staaten Kiew wahrscheinlich mit atomwaffenfähigen Tomahawk-Marschflugkörpern mit einer großen Reichweite ausstatten, die Moskau von ukrainischem Territorium aus erreichen könnte.

Anstatt über Donald Trump zu schrecken, forderte die russische Öffentlichkeit, dass ihre Führer endlich ein gewisses Rückgrat zeigen, indem sie zum Beispiel die deutsche Produktionsstätte für Taurus-Raketen zerstören oder die ukrainische Führung, einschließlich Selenskyj, mit Hilfe des Oreschnik-Systems enthaupten, um den Krieg endgültig zu beenden, bevor er zu einem dritten Weltkrieg eskalierte.

Alarmistische Panikmache

Wir sind auf dem Weg in den Dritten Weltkrieg, egal in welche Richtung. Wenn Putin weiterhin "Zurückhaltung" zeigt, wie sein neuester Arsch, der Trump leckt, wird er abgesetzt, durch Russlands Kriegsfalken ersetzt und da sind wir... Wenn er Trump jetzt nicht die Zähne zeigt, sind wir alle dem Untergang geweiht.“
Gilbert Doctorow 14. Oktober 2025

Putin galt bereits in der russischen Gesellschaft als „Gorbatschow 2.0“. Es war höchste Zeit für ihn rauszuwerfen. Wladimir Putins Popularität, wie durch Umfragen bestätigt (zuletzt angeblich von 80% auf 79%!) bestätigt, beruhte lediglich auf der Tatsache, dass in diesen Umfragen die falschen Fragen gestellt wurden - wenn die russische Bevölkerung gefragt würde, ob Putin den Krieg in der Ukraine richtig führe, wären seine Umfragewerte deutlich negativ.

Welche Auswirkungen haben solche Aussagen?

Diese abenteuerliche sogenannte „sowjetologische“ Theorie hat keinerlei sachliche Grundlage, sondern entspringt einem gefährlich hyperventilierenden Gehirn, das zu Größenwahn neigt.

In Russland finden solche Propaganda-Chimären keine Unterstützung; sie haben keinen Einfluss auf die russische Politik.

Wenn wir uns hier dennoch mit diesem Thema befassen, dann deshalb, weil dieser Vortrag jenen Kräften in den USA und Europa Schwung verleiht, die ständig behaupten, dass Russland schwach ist und dass der Regimewechsel unmittelbar bevorsteht. Russisch-amerikanische und europäische Kriegstreiber könnten darauf hinweisen, dass selbst ein Russland-Experte, der sie kritisiert, davon ausgeht, dass „Putins Thron zittert“ und dass wir nur noch ein wenig länger warten müssen, bis das russische Volk seinen „König“ stürzt.

Realität

Die Russen können nicht provoziert werden

Die Russen reagieren nicht auf solche Provokationen. Sie erlauben sich nicht, von diesen Angriffen aus dem Arsenal der kognitiven Kriegsführung geködert zu werden. Sie sind Profis. Sie schauen auf die Karte, sie schauen auf die Zahlen. Militärschaffene achten auf das, was auf der Ebene der tatsächlichen Operationen geschieht, sie kennen ihre Statistiken und verstehen die wissenschaftliche Wahrscheinlichkeitstheorie und die Analyse von Kräften und Mitteln (Correlation of Forces and Means – COFM). Russlands Stärke oder Schwäche wird nicht durch das bombastische Geschwätz unehrlicher, korrupter westlicher Politiker bestimmt, sondern durch die Fakten – und das ist klar.

Russland reagierte nicht angemessen auf den Westen, der rote Linien überquerte? Russland hat zweimal eine ganze quasi-NATO-Armee in der Ukraine zerstört, die vom Westen ausgerüstet und finanziert wurde, und zerstört derzeit die dritte und letzte solche Armee im Zuge ihres Zermürbungskrieges gegen den Westen. Russland zerstört die Infrastruktur der Ukraine und ihre Rüstungsindustrie. Russland gewinnt den Krieg.

Warum also „Enthauptungsschläge“ gegen das Nazi-Regime in Kiew starten? Dies würde Russland auf den Weg zu einer völlig anderen Art von Krieg führen, nämlich einen Weg der signifikanten Eskalation mit einem anderen Ausgang als Russland derzeit. Russland versucht nicht, die NATO physisch zu zerstören oder Europa zu besetzen.


Screenshot_2025_10_19_at_15_19_37_Kiewer_Rus.png_PNG_Grafik_800_620_Pixel_Skaliert_90_

Russlands territoriale Ziele aus ukrainischer Sicht


Russland versucht vermutlich, den alten Kiewer Russ wieder nach Russland zu bringen, um die existenzielle Bedrohung für das russische Territorium abzuwenden, die durch die Aggression, die von Kiew auf Geheiß der USA, Europas und des kollektiven Westens ausgeht, abzuwenden - nicht mehr. Und Russland wird dieses Ziel innerhalb seines eigenen Zeitrahmens und operativen Plans erreichen.

Wladimir Putin hat aus gutem Grund eine Zustimmungsrate von rund 80% – und das seit 25 Jahren. Wo in der Weltgeschichte gab es jemals einen Putsch – auch wenn es „nur“ eine Palastrevolution war – mit solchen Zustimmungswerten? Unsere Cassandra hat Geschichte studiert, also sollte sie das auch wissen.

Russlands wirtschaftliche Stärke

Auch Russland dominiert wirtschaftlich. Seine Wirtschaft wächst trotz beträchtlicher Kriegsbemühungen stetig.

Doctorow liegt auch völlig falsch in seinen Aussagen über die russische Wirtschaft. Zum Beispiel behauptet er, dass sich die Löhne in Russland vervielfacht haben und die Bevölkerung damit künstlich befriedet wird - völliger Unsinn: Bestimmte Berufe (z. B. LKW-Fahrer und Sicherheitspersonal) haben enorme Gehaltserhöhungen verzeichnet. Viele dieser Mitarbeiter waren Veteranen. Sie kehrten während des Krieges zur Armee zurück und hinterließen große Lücken, die gefüllt werden mussten. Das war natürlich teuer. Die meisten anderen Menschen erhielten jedoch keine doppelten oder dreifachen Gehälter. Im Dezember 2024 lag der durchschnittliche Monatslohn um 21,9 % über dem Vorjahr, was dem schnellsten Lohnanstieg seit 2008 entspricht. Im Januar 2025 stiegen die Reallöhne im Vergleich zum Vorjahr um 6,5%, während die Nominallöhne um ~17,1% stiegen.

Russlands militärische Macht

Ernsthafte Kommentatoren (siehe auch hier) und Militärexperten wie Douglas Macgregor, Lawrence Wilkerson, Jacques Baud, Andrei Martjanow und Ralph Bossard (um nur einige zu nennen) wissen, dass die russische Militärtechnologie quantitativ (in Bezug auf die Produktionskapazität) und technologisch mindestens eine Generation vor der westlichen Allianz liegt.

Die internationale Stärke Russlands

Es ist sicherlich keine Frage, dass Russland international isoliert ist. Die Liste der internationalen Verbände, mit denen Russland verbunden ist, ist beeindruckend: BRICS, die Shanghai Cooperation Organization (SCO), die Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS), die Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU), die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), der Arktisrat, die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC – Beobachterstatus) und als Dialogpartner der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (ECO). Auch der Globale Süden und ganz Asien vertiefen ihre wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zu Russland.

Missverstandene interne Kontroverse

In letzter Zeit wurde von Kontroversen innerhalb des russischen Führungsteams gesprochen. In seiner Rede vor der Staatsduma am 8. Oktober 2025 erklärte der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow, dass die Dynamik, die die beiden Staatschefs Russlands und der USA auf dem Gipfel in Anchorage, Alaska, zum Abschluss von Abkommen geschaffen hätten, im Wesentlichen erschöpft sei. Dieses negative Ergebnis war vor allem auf die destruktiven Aktivitäten der Europäer zurückzuführen.

Einige Kommentatoren haben diese Aussage als Zeichen einer unversöhnlichen Kontroverse innerhalb des Kremls interpretiert. Das ist fehlgeleitet. Sie verstehen den kollektiven Führungsstil der russischen Regierungskreise nicht. Unterschiedliche Nuancen und Schwerpunkte in politischen Äußerungen sind Teil des internen Meinungsbildungsprozesses. Diejenigen, die ihre Analyse auf das alte sowjetische sklerotische Modell stützen und es als "Sowjetologie" bezeichnen, drängen eine völlig unangemessene Vorlage für das moderne Russland und irren sich daher grundlegend in ihrer "Analyse".

Außenpolitischer Ansatz gegenüber den USA: „Sprich leise und trage einen großen Stock.“

Natürlich kennen die Russen dieses alte Sprichworts, und sie wissen, dass die USA nur ihre eigene Sprache verstehen. Theodore Roosevelt, der 26. Präsident der Vereinigten Staaten, benutzte diesen Satz erstmals 1901 in einer Rede auf der Minnesota State Fair: "Sprich leise und trage einen großen Stock; du wirst weit gehen." Der Satz wurde zum Motto seiner Außenpolitik: Konflikte so diplomatisch wie möglich lösen („mittleiden“), aber immer die Macht haben, die eigene Position durchzusetzen („Big Stick“).

Es wurde oben klargestellt, dass Russland einen eindeutig gewaltigen Stock zur Verfügung hat.

Halten Sie die Tür für Verhandlungen offen

Von dieser Stärke aus spielt Russland auch eine seiner größten Stärken - seine Fähigkeit, sich in der professionellen Diplomatie zu engagieren. Seine grundlegende außenpolitische Haltung gegenüber den USA drückt sich in dieser Rede von Präsident Putin am 2. Oktober 2025 in Sotschi im Valdai Club aus:

"Wie bekannt ist, haben unsere Länder viele Meinungsverschiedenheiten, und unsere Ansichten zu vielen globalen Themen stoßen aufeinander. Das ist normal für Großmächte, auch für die Großmächte zu erwarten. Entscheidend ist, wie diese Meinungsverschiedenheiten gelöst werden können und inwieweit sie friedlich gelöst werden können. (...)
„Russland behält sich auch das Recht vor, sich von seinen nationalen Interessen leiten zu lassen, die übrigens die Wiederherstellung umfassender Beziehungen zu den USA beinhalten. Und unabhängig von unseren Differenzen, wenn wir uns gegenseitig mit Respekt behandeln, werden Verhandlungen – selbst die härtesten und hartnäckigsten – letztendlich zu einem Konsens führen, der letztendlich Lösungen ermöglichen wird, die für beide Seiten akzeptabel sind.“
"Multipolarität und Polyzentrismus sind langfristige Realitäten."
Wladimir Putin 2 Oktober 2025 in Sotschi

So etwas kann nicht erreicht werden, wenn man in Dinge eilt, und schon gar nicht mit hitzköpfigem Bravado. Man muss die ganze Welt im Auge behalten. Wir haben das Glück, dass der Regierungschef der stärksten Militärmacht der Welt eine so besonnene, ruhige, ausgeglichene Person mit einem breiten Überblick ist.

Schlussfolgerung

Vergleicht man Doctorows Aussagen mit überprüfbaren Fakten, wird klar, dass sich die Theorien dieses selbsternannten Russland-Experten als völliger Unsinn erweisen. Die jüngsten Entwicklungen (Putins Telefonat mit Trump und Trumps anschließender Rückzug aus dem Plan, Tomahawks an die Ukraine zu liefern) sind ein Beweis dafür.

Doctorow, Gilbert Gorbatschow, Michail Putin, Wladimir Roosevelt (Theodor) Rjabkow, Sergej Alexejewitsch Trump, Donald Vance, J.D. Witkoff, Steve Solowjow, Vladimir Russland Ukraine USA BRICS-KÖP EAEU NATO Shanghai Organisation für Zusammenarbeit (SCO) Fox Nachrichten GUS OIC ECO Napolitano, Andrew


9 Kommentare zu
«Wenn ein «Experte» seine Halt verliert»


Gilbert Doctorow (Politiker)

So 19 Okt 2025, 11:43

Ich kenne Hanseler, da er ein enger Mitarbeiter des deutschen Andreas Mylaeus ist, eines jahrzehntelangen Friedensaktivisten, der zwei Jahre lang meine Wordpress-Artikel ins Deutsche übersetzte, Hanseler beschloss, sich an Polemik zu beteiligen, ob Putin zu schwach ist, die wirkliche Unterstützung von 80% der Bevölkerung genießt, oder ob, wie Professor Glenn Diesen und ich gesagt haben, Putin die russische Abschreckung endgültig untergraben hat, indem er nicht reagiert hat Meine Position war "Pferde für Kurse", und bei allem Respekt für die heldenhafte und erfolgreiche Arbeit Putins in den letzten 25 Jahren bei der Wiederherstellung des Machtstatus Russlands, seiner Auslösung des Krieges in der Ukraine, indem er das Selenskyj-Regime NICHT enthauptet, hat seine Akzeptanz jeder Eskalation durch den Westen zu 1,7 Millionen ukrainischen Toten und ernsthaften Verstümmelten geführt, was nicht die Errungenschaft eines Mannes ist, der sagt, dass er nicht in einem Krieg sein will Mehr davon hat es wahrscheinlich den Tod von 150.000 russischen Soldaten gekostet, mehr als doppelt so viele amerikanische Verluste in Vietnam. Wenn Sie denken, dass diese Ergebnisse in Ordnung sind, wie Herr. Haenseler, gut für dich. Ich glaube nicht, dass es ihnen gut geht, und ich glaube, dass der fortgesetzte Krieg, der durch die de facto Beschlagnahme von eingefrorenen russischen Vermögenswerten in Höhe von 145 Milliarden Euro ermöglicht wird, es Kiew ermöglichen wird, 3 - 4 Jahre lang weiter zu kämpfen (siehe FM Sikorski von Polen), bis Europa bereit ist, einen Krieg gegen Russland zu beginnen und eine Chance auf Erfolg zu haben. Das sind sehr, sehr wichtige Themen und dürfen nicht in der ad hominem diskutiert werden, aggressiv verleumderisch, wie es Haenseler in den referenzierten Artikeln tut. Er hat meine Worte auf Schritt und Tritt verzerrt. Meine Artikel und öffentlichen Interviews zeigen Fakten, die nicht vom Himmel genommen werden. Wenn ich von der enormen Erhöhung der Gehälter einfacher Menschen während der BBS und von der Beschäftigung spreche, die den Russen in Rustbelt-Fabrikstädten gegeben wird, verwende ich Informationen der Financial Times, die dieser Autor vielleicht auch verwüsten möchte.
Mit einem Ehren PhD in russischer Geschichte von der Columbia University, nehme ich nicht auf die leichte Schulter auf mich als "selbsternannten" Experten für Russland. Leider gibt es nur zu wenige echte Russland-Experten, die auf Judging Freedom und den anderen weithin angesehenen Podcasts erscheinen. Das Feld starb vor etwa 20 Jahren, als die USA das Interesse an Russland verloren und alle Ressourcen hinter das Studium der muslimischen Welt in der Anti-Terror-Phase der amerikanischen Außenpolitik warfen. An seiner Stelle sehen und hören wir ehemalige CIA-Analysten, die keine Methodik zu ihrem Kommentar haben und die Sprache des Kerls auf dem nächsten Bierhocker verwenden. Ich werde keine Namen nennen, weil es kontraproduktiv ist, sich über abweichende Meinungen und das Lesen der Teeblätter hinweg in ein Schlammschlachtspiel zu versetzen. Wer Präsident Russlands ist, ist für die Russen zu entscheiden, ohne von irgendjemand anderem zu coachen. ABER das bedeutet nicht, dass wir gleichgültig sind, wer an der Macht ist und er sich verhält. Eine schwache russische Führung lädt zu einem Krieg ein, in dem wir alle Opfer werden. Das ist das Gesetz der Machtpolitik in der Welt, ob es so ist oder nicht.
Übrigens habe ich den Titel "Professor" nie auf mich selbst angewendet. Wenn der eine oder andere Interviewer das tun will, ohne meine Zustimmung zu erfragen, argumentiere ich nicht. Aber ich habe ein Leben lang Russland sowohl als Akademiker als auch in der Schule des Lebens als jemand studiert, der dort seit vielen Jahren lebt und arbeitet. Um das zu verstehen, gehen Sie raus und kaufen Sie "Memoiren eines Russisten" auf amazon.de, amazon.com, amazon.co.uk usw.

Und das russische Fernsehen ist mehr als Sitcoms. Die Nachrichtensendungen werden von Kiselyov, einem Mitglied des Putin-Innenkreises, überwacht. Die "Talkshow", die ich am häufigsten anführe, Abend mit Vladimir Solovyov, wird von einem Mann moderiert, der vom Verteidigungsministerium wiederholt an die Front geschickt wurde, um Soldaten und Offiziere zu treffen, wo niemand sonst außerhalb des Militärs geht. Und seine Gäste sind Leiter der Staatsduma-Ausschüsse. Ignorieren Sie diese Leute auf Ihr Risiko, Herr Hanseler.

Auf diesen Kommentar antworten

Antwort auf Paolo Martinoni So 19 Okt 2025, 14:00

Ich stimme Ihnen zu, Mr. Doctorow ...

Auf diesen Kommentar antworten

johann strempfl So 19 Okt 2025, 12:24

@Danke an ,,FG,, für denes Bericht mit Klarstellung. / Habe das Interview,
von ,,Prof. Glenn Diesen, mit Hrn. Doctorow (UNCUT NEWS) gehört, hab mir danken, - , . . . . war jetzt los, - teilw., - , . . . sorry, bin fälsch ich im Film,,,.
RESÜME: Warum wird der Westen den RU PR. PUTIN los wird, amen Heute nicht Morgen, warmwohl, er den westl. Eliten ,,HAUSHOCH und IN JEDER HINSICHT ÜBERLEGEN IST, , !

Nur als Beispiel: Führen sie mit einem westl. Über 1-Stunde, ohne Teleprompter, ein Interview, nicht möglich ! !
Weiters, nicht Hut einer Hr. Tucker Carlsson, seltenes Leben mit Menschenschein ein Allgemeinwissen, ich wich war wirklich baff ! !
Man sich sich konverierenden, der RU Präsident,,wird unter der Gürtellinie,,-nächste Tag-Alle von allen westl. Seiten ,,angepinkelt,, - ,,getäuscht,,-,,betrogen,, und nach nach nach nach die diplomanen werden im Auge verschlyst , keine Türen, im, würdes nicht esen Herren gegeben, der UA-Konflikt Gegenteil über die willen werden

Auf diesen Kommentar antworten

Ruth So 19 Okt 2025, 12:35

"hat seine Hinauszögerung des Krieger in der Ukraine durch die Nicht-Enthauptung des Zelenski-Regimes, Annahme je Alle Eskalation durch den Westen zu 1,7 Millionen toten und schwerstümmelten Ukrainern nicht, war die Leistung eines Mannes, des Teufels, äh wolle Krieg mit mir der ferdenkriegischen Volkführen. Überwasserhut er wahrscheinlich 150.000 Russische Soldaten das Leben kkostet, mehr als das Doppelte der Verluste amerikanisch in Vietnam."

Sorry, aber da ging mir der Hut hoch! DAFÜR, werter Herr Doctorow, tragen andere die Schuld, nicht äh! Und ist es. Eine bessere Präsentation von Täter-Opfer-Umkehr ging echt nicht, Kompliment. Und auch sonst, das allgemeine Thema mit der Tür, ist es genau das. SEIN Handeln bzw. in der dem Fall ja irgenkeridetes Nichthandel??? Dochwohl der Seeter des Handeln Westens.

Auf diesen Kommentar antworten

Antwort auf Ruth So 19 Okt 2025, 12:37

Diese mei Kommentar gehört als Antwortdauer den Kommentar von Herrn Doctorow. Da hat ich für lauter 'Hut hoch' nicht auferpet.

Auf diesen Kommentar antworten

Paolo Martinoni So 19 Okt 2025, 13:51

Ich habe mehrere Interviews, die Andrew Napolitano mit Herrn Gilbert Doctorow im Laufe der letzten zwei Jahre hat, mit Interesse. Ich weiß nicht, ob er richtig mit der herrschaft vermutung, das russische Establishment den pressen zum Rücktritt zum rücken werden, ich denke aber, Herr Gilbert Doctorow das Recht Hat, seine Meinung zuäus sern - und sei sie noch so "falsch".

Mann Unregelmäßiger Räuber, Mann liegt der Realität zurück. Weitere finden ich esspringend es,en Ansichten zuzuhören. Und ich nicht auch, dass Herr Gilbert Doctorow sich komplett täuscht mit Vermutung, den es geb Menschen in Russland und ausserhalbers Russland, die einander die Putins anwesen.

Auf diesen Kommentar antworten

Paolo Martinoni So 19 Okt 2025, 13:58

Wladimir Putin hat extrem viel viel für die leistung Heimat in den denen zwanzig Jahren und Kinderinnen und Bürger für den Selbsterlang, an ame nicht Zweifel. Ich bezweifle indes, das alles in Russland Angenehme mit den Kriegstaktik, also, er mit "Samthandschuhen", dann verlängerter Zweck der Krieg, war nicht verwandte nur mit sich. Einigen wohl lieber ein "Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende". Auch der US-Kolonel Douglas MacGregor hat Kritik geübt an der Vorgehensweise Putin vor Monaten, angaben, an Putin mit an an anzuger Handbremse vorgegangen, denn das kann sein gefährlich.

Ich find den Angriff auf Professor Doctorow unverhältnis, er karderreich, er hat das Recht, zuäussern.

Auf diesen Kommentar antworten

Antwort auf Ruth So 19 Okt 2025, 14:39

Kommt ein, wie man sie vorbring! Als Eventigentual und Diskussionsstoff zur Sache oder „ist so“, auch ein Behauptung, Knopf, die zuläßt. Letzte ist keine, verwandt ein Aufzwingen Ansichtshörer.
Scheint ein regelrechtes Markenzeichen Volksleuten des Westens zu sein. ;) Wie viele sohne don z.B.auch noch heute, wie es in der DDR-Krieg, auch, auch die Jahrzehnteungen darüben lebt, sie weiß alles, besser.
Hochmut. Nur kommt der deren für dem Fall.

Auf diesen Kommentar antworten

Simon-Jagd So 19 Okt 2025, 14:15

Sachlich und unvoreingenommen - Historiker sollten sich die russische Geschichte ansehen. Zum Beispiel der vorzeitige Friedensvertrag im Jahr 1918, als Russland am Rande des Sieges stand und dann sieht, was dann passiert ist - Chaos und Zusammenbruch.
Simon Hunt (Politiker)

Auf diesen Kommentar antworten


Info: https://forumgeopolitica.com/article/when-an-expert-loses-his-footing


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.10.2025

"Abschreckung" für Russland? Pistorius will "verpflichtende, flächendeckende Musterung für Männer"

rtnewsde.site, 19 Okt. 2025 13:14 Uhr

Es kann ihm offenbar gar nicht schnell genug gehen: Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärte am Sonntag, wenn wieder alle Männer eines Jahrgangs verpflichtend gemustert würden, werde das angeblich auch in Moskau wahrgenommen. Ob die Russen schon zittern?


Screenshot_2025_10_19_at_14_25_06_Abschreckung_f_r_Russland_Pistorius_will_verpflichtende_fl_chendeckende_Musterung_f_r_M_nner_RT_DE

(Screenshot)


Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/www.photowerkstatt.de


Berlin, 20. Juli 2025: 250 Rekruten der Bundeswehr legen am 20. Juli im Bendlerblock ihr Gelöbnis ab. In Anwesenheit des Verteidigungsministers Boris Pistorius (SPD) und des Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth (Symbolbild).


Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat die verpflichtende Musterung aller jungen Männer als angeblich notwendige Vorsorgemaßnahme für die Sicherheit Deutschlands bezeichnet. Gegenüber der Bild drehte er wieder am Rad der aktuellen Militarisierungsspirale der Bundesrepublik. Er sagte:

"Ja, wir brauchen eine verpflichtende, flächendeckende Musterung für Männer. Wenn der Verteidigungsfall, den wir unbedingt verhindern wollen, doch eintreten sollte, tritt nach dem Grundgesetz die Wehrpflicht unmittelbar wieder in Kraft. Dann müssen wir wissen, wer einsatzbereit ist und wer nicht." 

Er betonte weiterhin: "Mitte 2027 sind wir so weit. Dann können wir wieder flächendeckend mustern." Eine solche Rückkehr zur Musterung hätte angeblich eine Signalwirkung an Russlands Präsident Wladimir Putin:

"Wenn wir wieder alle Männer eines Jahrgangs mustern und die Daten aller Wehrfähigen erheben, wird das auch in Russland wahrgenommen. Anders ausgedrückt: Auch das ist Abschreckung!"

Migranten an die Ostfront?






Analyse

Migranten an die Ostfront?






Die deutsche Bevölkerung scheint allerdings wenig davon begeistert. So hat sich bereits eine deutliche Mehrheit der Deutschen gegen das von der Union vorgeschlagene Losverfahren im neuen Wehrdienstgesetz ausgesprochen. Dieses sieht vor, dass bei zu wenigen Freiwilligen ausgelost werden soll, wer gemustert und gegebenenfalls zum Wehrdienst verpflichtet wird. Nur 21 Prozent bewerten den Vorschlag als richtig.

Auch unter Anhängern der Union stößt das Konzept auf Skepsis: 59 Prozent der CDU/CSU-Wähler lehnen das diskutierte Losverfahren ab. Unter SPD-Wählern liegt der Anteil der Gegner mit 64 Prozent sogar noch höher. Noch deutlicher, aber wenig überraschend fällt die Ablehnung bei jungen Menschen aus: In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen sind parteiübergreifend lediglich 20 Prozent für das Modell, während sich 50 Prozent dagegen aussprechen.


Novum: Bundeswehr nennt bei Manöver Russland dezidiert als Gegner




Analyse

Novum: Bundeswehr nennt bei Manöver Russland dezidiert als Gegner






Pistorius startet am Sonntag zu einer fünftägigen Reise nach Island, Kanada und Großbritannien. In den drei NATO-Staaten will er Gespräche unter anderem über die sicherheitspolitische Zusammenarbeit, die Kooperation der Streitkräfte und die Zusammenarbeit beim weiteren Wettrüsten klären. Der Blick geht dabei in den Norden und das Feindbild wird weiter aufgebaut: "Putin remilitarisiert die Arktis. Die russische Nordflotte ist eine potenzielle Gefahr für Kommunikations- und Transportwege zwischen den NATO-Alliierten" ergänzte er.

Mit nuklear bewaffneten U-Booten könne Moskau Ziele in Europa erreichen, warnte Pistorius:

"Dieser potenziellen Bedrohung setzen wir eine starke maritime Sicherheitspartnerschaft entgegen, zu der auch Kanada gehört."

Es gebe viele Möglichkeiten, künftig noch enger zu kooperieren. Der Minister erklärte auch gleich, wie er sich das vorstelle:

"Durch gemeinsame Lagebilder, gemeinsame Übungen unserer Soldatinnen und Soldaten und durch gemeinsame Rüstungsprojekte mit gemeinsamer Wartung und Logistik."

Mehr zum Thema - Kiesewetter will 460.000 deutsche Soldaten – auch Frauen


Screenshot_2025_10_19_at_14_27_54_Abschreckung_f_r_Russland_Pistorius_will_verpflichtende_fl_chendeckende_Musterung_f_r_M_nner_RT_DE

Video https://rumble.com/v70hz22-berlin-diewenig-bekannte-seiten-des-widerstands-gegen-das-ns-regime.html Dauer 3:05 Min.


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://rtnewsde.site/inland/259296-abschreckung-fuer-russland-pistorius-will/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.10.2025

Wie Trump die EUropäer vorführt – und wie Tusk Deutschland brüskiert

lostineu.eu, vom 17. Oktober 2025

Die Watchlist EUropa vom 18. Oktober 2025 – heute mit der Wochenchronik.

Selten sah Friedrich Merz so verloren aus wie beim „historischen“ Nahost-Gipfel in Scharm el Scheich. Erst mußte der Kanzler stundenlang auf US-Präsident Trump warten, der sich als neuer Heilsbringer feiern ließ.

Dann stellte Merz fest, daß ihm bei der Friedenskonferenz in Ägypten nur eine Statistenrolle zugedacht war. Er durfte nicht einmal das so genannte „Abkommen zur Beendigung des Krieges in Gaza“ unterschreiben.

Das hat Trump lieber selbst gemacht – zusammen mit dem ägyptischen Machthaber al-Sisi, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani aus Katar und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Merz war nur Zaungast

Der deutsche Trump-Versteher durfte der Zeremonie nur als Zaungast beiwohnen – wie alle Europäer. Dabei haben Deutschland und die EU einst selbst eine Führungsrolle im Nahen Osten beansprucht.

Davon ist nichts übrig. Trump führt die EUropäer vor – und das nicht nur beim Thema Nahost. Dasselbe gilt beim Krieg um die Ukraine. Den “Friedensgipfel” mit Kremlchef Putin hat Trump selbst arrangiert, ohne Merz zu fragen.

Auch EU-Kommissionschefin von der Leyen war nicht im Bilde. Nun muß sie mitansehen, wie sich Trump und Putin bei ihrem Buddy Orban in Budapest treffen, und nicht in Berlin oder Brüssel – die EU-Spitze ist in Erklärungsnot.

Hegseth will mehr Geld

Zuvor hatte Trumps Kriegsminister Hegseth bei der Nato in Brüssel mehr finanzielle Hilfe für die Ukraine eingefordert. Die EUropäer sollen die Waffen für die Ukraine bezahlen, die Präsident Selenskyj dann in den USA bestellt.

Doch nicht nur bei den großen Themen wird die EU gnadenlos vorgeführt. Auch bei anderen Fragen wird sie marginalisiert. So hat Trump Druck in den Niederlanden gemacht, um China den Chipproduzenten Nexperia zu entziehen.

Die Firma wurde kurzerhand unter staatliche Aufsicht gestellt. Nun könnte sie pleite gehen, weil China mit einem Export-Verbot reagiert hat. Dies führt zu Panik bei den Autobauern, die auf Nexperia-Chips angewiesen sind…

Veto beim Klimaschutz

Am Freitag kam dann auch noch die Meldung, daß einheitliche Klimaschutzregeln in der internationalen Schifffahrt vorerst gescheitert sind. Die EU hatte sich dafür stark gemacht, Trump hat sein Veto eingelegt.

Die EU-Kommission nannte die Verzögerung “bedauerlich”. Doch Kritik an Trump kam ihr nicht über die Lippen. Das Vasallentum kennt offenbar keine Grenzen mehr..

Zum Nahost-Frieden siehe auch meine neue Kolumne im Makroskop: “Mit Merz in die Bedeutungslosigkeit”

Was war noch?

  • Tusk brüskiert Deutschland. Der polnische Regierungschef hat erklärt, daß die Sprengung der Nordstream-Pipeline in der Ostsee kein Verbrechen sei. Daraufhin entscheid ein Gericht in Warschau, einen verdächtigen Ukrainer freizulassen, der per deutschem und europäischen Haftbefehl gesucht war. “”Das polnische Gericht hat die Auslieferung eines ukrainischen Staatsbürgers an Deutschland verweigert… und das zu Recht. “Der Fall ist abgeschlossen”, freute sich Tusk. Es ist ein massiver Affront für Deutschland, aber auch die EU. Denn nach den EU-Regeln wäre Polen gezwungen gewesen, den Verdächtigen an Deutschland auszuliefern. – Wenn Kanzler Merz die Sache auf sich beruhen lässt, stellt er Polen, der Ukraine und allen anderen interessierten Staaten einen Freibrief für Attentate auf deutsche Infrastruktur aus. “Das nützt Russland” reicht dann als Begründung…Siehe auch Wer hat Angst vor der Wahrheit über das Nordstream-Attentat?
  • Die EU macht der Nato Konkurrenz. Die EU will bis 2030 kriegstauglich werden, aber schon Ende 2026 Drohnen abwehren und zur Not auch abschießen können. Der Plan ist Teil einer Strategie zur „Verteidigungs-Bereitschaft“, die die 27 EU-Länder auf einen Krieg mit Russland vorbereiten soll. Die Nato hat die Pläne begrüßt, aber bessere Abstimmung angemahnt. – Mein Bericht für die “taz”
  • Downgrade für Frankreich. Wegen der anhaltenden politischen Instabilität hat nun auch die Ratingagentur S&P die Kreditwürdigkeit Frankreichs herabgestuft. Wie S&P am Freitagabend bekanntgab, wurde die Bewertung von AA- auf A+ abgesenkt. Damit steigen die Kosten für neue Schulden. – Mehr im Blog

Mehr Newsletter hierAbonnement hier – jetzt zum Vorzugspreis: Schnupperabo für nur 4 Euro im Monat – sieben Tage gratis testen!

Die meistgelesenen Beiträge der Woche:

Nord Stream
Wer hat Angst vor der Wahrheit über das Nordstream-Attentat? 17. Oktober 2025

Nach Polen hat auch Italien die Auslieferung eines mutmasslichen Attentäters auf die deutsch-russische Nordstream-Gaspipeline gestoppt. Was ist da los – wer hat Angst vor der Wahrheit?

Mehr




10 Comments

  1. Helmut Hoeft
    18. Oktober 2025 @ 22:22

    „Denn nach den EU-Regeln wäre Polen gezwungen gewesen, den Verdächtigen an Deutschland auszuliefern.“ Da sieht man, was Papier (Völkerrecht & Co.) wert ist. Hängt’s im Lokus auf, ist für’n Arsch!

Antworten

  • Thomas Damrau
    18. Oktober 2025 @ 20:09

    “Willkommen, Mr. Chance”

    Im gleichnamigen Film von Hal Ashby (https://de.wikipedia.org/wiki/Willkommen_Mr._Chance) wird der zuvor unbekannte Mr. Chance zum Berater des amerikanischen Präsidenten und möglicherweise sogar zum Präsidentschaftskandidaten (der Film endet, bevor diese Frage beantwortet wird).

    Was der Zuschauer weiß, aber nicht die Protagonisten: “Chancy” war seit seiner Geburt Gärtner auf einem Herrensitz und hat diese Umgebung seit seiner Kindheit nicht verlassen. Erst als sein Herr stirbt, muss er sein bisheriges Heim verlassen und wird mit der realen Welt konfrontiert. Als er einem Millionär vors Auto läuft, nimmt dieser ihn mit zu sich nach Hause und stellt ihn der Machtelite in Washington vor.

    Warum macht Chancy Karriere? Zwar hat er vom realen Leben keine Ahnung, aber er hat durch exzessiven Fernsehkonsum einen wahren Schatz an Kalendersprüchen gesammelt. Wenn er diese mehr oder weniger willkürlich (by chance) raushaut, enttarnt ihn das nicht als Toren. Nein, sein Publikum interpretiert seine Äußerungen als profunde Zusammenfassung sorgfältiger Überlegungen. Und so wird immer mehr zum Guru.

    Ich glaube, auch der Aufsichtsrat von Blackrock ist ein Herrensitz, auf dem man sich jahrelang aufhalten kann, ohne mit der Realität konfrontiert zu werden – und ein Ort, an dem man viele platte Weisheiten aufsammeln kann:

    — “Liegt der Bauer tot im Zimmer, lebt er nimmer” ist korrekt, aber irrelevant.
    — “Der magische Markt regelt alles” ist relevant, aber inkorrekt.

    Vom besten Sauerländer aller Zeiten habe ich leider noch nix gehört, das sowohl korrekt als auch relevant war.

    Antworten

    • Helmut Hoeft
      18. Oktober 2025 @ 22:11

      @Thomas Damrau
      * lol *

      @ebo
      „Die EU-Kommission nannte die Verzögerung “bedauerlich”. Doch Kritik an Trump kam ihr nicht über die Lippen. Das Vasallentum kennt offenbar keine Grenzen mehr..“ das „mehr“ bitte streichen! Put’n in der EU … ohne Kosquenzen, aber mit der Folge, dass „ignoriert“ durch „überhaupt nicht zur Kenntnis nehmen“ ersetzt wird.
      Klimaschutz ist entbehrlich, siehe hier: https://lostineu.eu/forum-zur-eu-politik/topic/naturgesetze-klima-vs-europaeischer-green-deal/
      Zitat: “ Zu diesem Zeitpunkt [1960-er] war die Wirtschaftstheorie, wie sie beispielsweise im allgemeinen Gleichgewichtssystem von Arrow-Debreu zum Ausdruck kam, so ausgefeilt, dass sie von thermodynamischen Ideen nicht mehr durchdrungen werden konnte. [wichtig!! altes Denken herrscht mit solcher Kraft, dass man da nicht mehr gegen ankommt; erst der finale Untergang muss es beweisen] Für Georgescu-Roegen stellte dies eine Krise der Wirtschaftswissenschaften dar, da die Vernachlässigung der Thermodynamik seiner Ansicht nach zu einer Blindheit der Ökonomen gegenüber einem Wirtschaft/Umwelt-Problem in der globalen Wirtschaft führte.“

      Coclusio (den „homo faber“/Klima betreffend): Entropy is all that counts!

      Antworten

    • hg
      19. Oktober 2025 @ 09:00

      Es kann nicht aufgeklärt werden, was nicht aufgeklärt werden darf! Wir erinnern uns an Ali Acca, die wirklich Drahtzieher und Initiatoren wurden und werden bis heute nur vermutet;-)

      Antworten

  • KK
    18. Oktober 2025 @ 19:14

    “Wer eine der in … § 126 Absatz 1 genannten rechtswidrigen Taten

    2. in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten eines Inhalts (§ 11 Absatz 3) billigt,
    wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.”
    (§ 140 StGB)
    Wer solche Freunde hat, braucht keinen Feind Putin mehr!

    Antworten

  • Erneuerung
    18. Oktober 2025 @ 17:22

    Wenn Merz wenigstens den Fall Nordstream offiziell mit der Reparationsforderung Polens als Ausgleich verrechnen würde, damit das Thema ein für alle Mal vom Tisch ist, aber selbst dazu ist er nicht in der Lage. Mit Sicherheit könnte ein Thinktank den deutschen Schaden auf die von Polen geforderten 1,3 Billionen Euro ermitteln, kommende Schäden mit berücksichtigt. Wo liegt eigentlich der Unterschied in der Mannhaftigkeit zu Scholz? Politik und Wirtschaft möchte ich hier noch nicht einmal ansprechen.

    Antworten

  • Michael
    18. Oktober 2025 @ 15:20

    Wie sagte Merz dereinst: Scholz ist ein Klempner der Macht! Er kann es nicht!
    Und jetzt stellt sich heraus das Merz es auch nicht kann und bestenfalls der Handlanger des Klempners ist! Sein Problem: man führt von hinten nach hinten, statt von vorn nach vorn!
    Und nur der Vollständigkeit halber: Frankreich wurde von AAA auf AAA-, dann auf AA, dann auf AA- und ist jetzt bei A- gelandet. So ist der Trend sehr gut zu erkennen!

    Antworten

    • ebo
      18. Oktober 2025 @ 15:24

      Er ist der Lehrling des Klempners, er kann gar nichts. Oder ist ihm außenpolitisch schon was gelungen – außer vollmundigen (und von der Presse bejubelten) Auftritten an der Seite von Selenskyj und Trump?

      Antworten

      • Michael
        18. Oktober 2025 @ 17:40

        Richtig. Nur Schaumschlägerei die tragischer Weise von den Medien mitgetragen wird!

      • hg
        19. Oktober 2025 @ 09:02

        Erinnert sei an Oscar La F., der zuweilen und zurecht auf den andauernden deutschen Vasallenstatus verweist;-)

  • Schreibe einen Kommentar

    Login with your Social ID


    Info: https://lostineu.eu/wie-trump-die-europaeer-vorfuehrt-und-wie-tusk-deutschland-brueskiert/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    Halbe Milliarde für “grüne” Renovierung des EU-Parlaments 


    lostineu.eu, vom 16. Oktober 2025

    Für die erkleckliche Summe von 455 Mill. Euro soll das Gebäude des Europaparlaments in Brüssel umweltfreundlich umgebaut werden.

    Das Ziel sei es, das EP “fast energieneutral” zu machen, teilte der Pressedienst mit. Der Vertrag wurde bereits im Januar unterzeichnet, bisher jedoch geheim gehalten.

    Ans Tageslicht kam der Mega-Deal durch einen Leak im belgischen “Standaard”. Auch “Euractiv” berichtete – doch die deutschen Medien schweigen. 

    Dabei regen sie sich sonst gern über den “Wanderzirkus” zwischen den Parlamentsgebäuden in Brüssel in Straßburg auf!

    Das Brüsseler Gebäude war erst 1992 fertig geworden, ist aber schon wieder sanierungsbedürftig. Die Bauarbeiten sollen bis 2031 dauern.

    Der viel beschriebene Parlaments-Sitz in Straßburg ist offenbar in besserem Zustand…

    Mehr zum EU-Parlament hier

    Dieser Beitrag stand zuerst in unserem Newsletter. Mehr Newsletter hier. Abonnement hier – jetzt zum Vorzugspreis: Schnupperabo für nur 4 Euro im Monat – sieben Tage gratis testen!

    12 Comments

    1. Helmut Höft
      17. Oktober 2025 @ 10:40

      Ein “grünes” Beispiel für falsche Denke: Die Entropie wird einfach nicht zur Kenntnis genommen! Entropie ist der nicht für Arbeit verfügbare Anteil an jeder Energietransformation (aka “Verlustleistung” – hier ein aktuellers paper, 2024 “How entropy drives us towards degrowth” https://pure.uva.nl/ws/files/216428711/Rammelt107.pdf)

      Wenn man alles “from cradle to cradle” durchrechnet entsteht mehr Entropie als verhindert wird. Das verlinkte Papier (pdf, 7 übersichtliche Seiten) gibt einen Eindruck wie Entropie wirklich gemindert werden kann. (Übersetzungshilfe: Mein Tipp DeepL.com)

      Breaking News: Die Nordhalbkugel wird dunkler https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wissen/Warum-sich-die-Nordhalbkugel-der-Erde-staerker-verdunkelt-article26102043.html Eis weg, Schifffahrt +, ???? Temperaturen ebenfalls + (wegen dunkler) ????

      Wie man hört, die Korallenriffe haben’s nun auch schon hinter sich: Hier die Hoffnung: https://www.ews-schoenau.de/energiewende-magazin/zur-sache/korallen-am-limit/?gad_source=5&gad_campaignid=22551246714 und hier der wahrscheinlichere Weg: https://blogpatagonien.australis.com/bedeutung-korallenriffen-umwelt/?utm_id=21588397120&gad_source=5&gad_campaignid=22495444683

    Antworten

  • Arthur Dent
    17. Oktober 2025 @ 10:08

    Gibt’s kein Home-Office?

    Antworten

  • Kleopatra
    17. Oktober 2025 @ 09:50

    Warum soll sich die deutsche Presse darüber alterieren, dass ein Gebäude saniert wird? Was ist daran skandalös? Nach mehr als dreißig Jahren ist das nun einmal fällig.

    Antworten

    • KK
      17. Oktober 2025 @ 17:01

      Skandalös ist, dass es offenbar nach drei Jahrzehnten schon so marode ist, dass es einer Generalsanierung bedarf – will heissen, dass die negative Umweltbilanz des Bauens ja noch nicht mal ansatzweise “abgewohnt” wurde, bevor schon wieder eine neue Rechnung aufgemacht werden muss!

      Antworten

  • Karl
    17. Oktober 2025 @ 08:45

    Was soll “grün” daran sein, wenn der Brüsseler EU-Parlamentskomplex 35 Jahre nach der Fertigstellung – vermutlich wegen Pfusch am Bau? – schon wieder der grundlegenden Sanierung bedarf?
    Hätten sie damals “nachhaltiger”, also in der Klischeesprache “grüner”, gebaut, so wäre das doch vermutlich nicht passiert?!

    Antworten

    • KK
      17. Oktober 2025 @ 17:02

      Wetten, dass die SMS oder sonstige Kommunikation mit den Baufirmen inzwischen gelöscht wurde? ????

      Antworten

  • Erneuerung
    16. Oktober 2025 @ 17:06

    Ich hätte da eine bessere Idee, die der Umwelt auch mehr nützen würde:
    Das Europaparlament incl. des Gebäudes abschaffen bzw. abreißen und entsorgen, Mir fällt kein einziger Fakt ein, wo diese Institution nützlich für Europa oder die Umwelt gewesen wäre, aber mehrere, bei denen diese Institution für beides schädlich war, ganz besonders die Beschlüsse seit 2022 wie 19 Sanktionspakete gegen Russland, die Energiegesetze, die Vorgaben für PKW’s, die Arbeitszeitrichtlinien (60h-Woche),….

    Antworten

    • Guido B.
      16. Oktober 2025 @ 17:20

      Für die elitären Verfechter des wehrhaften Neoliberalismus ist das Europaparlament aber ein lukrativer Tummelplatz. Man darf Steuergelder verschleudern, Lobby-Spenden einkassieren, Kriege erklären und sich dabei wichtig fühlen. Bürger verarschen kommt als Kirsche obendrauf. Ist das nicht ausreichend umweltverträglich?

      Antworten

    • KK
      17. Oktober 2025 @ 00:22

      Wir könnten ja erstmal eines abschaffen – warum braucht EIN Parlament ZWEI Gebäude, die zudem hunderte Kilometer voneinander entfernt sind? Wäre das nicht noch viel umweltfreundlicher, als das eine mit viel Energieaufwand zu sanieren und dann mit dem Wanderzirkus fortzufahren? Aus dem nicht mehr benötigten Gebäude könnten wir eine Vollzugsanstalt für korrupte Parlamentarier und EUCO-Kommissare machen, das wäre win-win!

      Antworten

      • ebo
        17. Oktober 2025 @ 10:38

        Dann wäre ich dafür, Brüssel abzuschaffen – Straßburg ist ohnehin der offizielle Sitz und noch voll funktionsfähig ????
        Und es täte den Abgeordneten sicherlich gut, wenn sie wenigstens ein wenig räumliche Distanz zur EU-Kommission hätten…

      • KK
        17. Oktober 2025 @ 16:58

        “Und es täte den Abgeordneten sicherlich gut, wenn sie wenigstens ein wenig räumliche Distanz zur EU-Kommission hätten…”

        Word! ????

  • Schreibe einen Kommentar

    Login with your Social ID



    Info:https://lostineu.eu/fast-eine-halbe-milliarde-fuer-gruenen-umbau-des-eu-parlaments/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    19.10.2025

    Nachrichten von Pressenza: Der Umsturznobelpreis

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 19. Oktober 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 19.10.2025


    Der Umsturznobelpreis


    Die Vergabe des sogenannten Friedensnobelpreises an María Corina Machado ist Ergebnis der Entscheidung des Nobelpreiskomitees, die Aggressionspolitik von US-Präsident Donald Trump gegen Venezuela zu fördern. Die langjährige Umsturzpolitik der neuen Trägerin des sogenannten Friedensnobelpreises ist von einer deutschen Parteienstiftung über&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/10/der-umsturznobelpreis/


     -----------------------


    Auf dem Weg zur Wehrpflicht


    Die Bundesregierung bereitet die Reaktivierung der Wehrerfassung sowie die zukünftige Wiedereinführung der Wehrpflicht in Friedenszeiten vor und plant den Bau von 40.000 neuen Unterkünften in Bundeswehrkasernen für Wehrdienstleistende. (Eigener Bericht) – Trotz öffentlich ausgetragener Unstimmigkeiten arbeitet die Bundesregierung weiterhin an&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/10/auf-dem-weg-zur-wehrpflicht/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    19.10.2025

    Unbekannte Flugobjekte

    seniora.org, 18. Oktober 2025, von Helmut Scheben 29.09.2025 - übernommen von zeit-fragen.ch mit freundlicher Genehmigung


    Screenshot_2025_10_19_at_12_06_11_Seniora.org_Unbekannte_Flugobjekte

    Die Initiative «Aachener für eine menschliche Zukunft» mietete acht grosse Plakatflächen in Aachen, um für Frieden mit Russland zu werben. (Bild Felicitas Rabe)


    Drohnen-Alarm von London bis Warschau, von Warschau bis Kopenhagen und Oslo. Die veröffentlichte Meinung sagt, es handele sich um russische Cyberangriffe. Ein Rückblick auf die Fakes westlicher Geheimdienste in den letzten 80 Jahren lässt allerdings Zweifel aufkommen.

    «Langsam sind die Russen wirklich omnipräsent» meinen Herr und Frau Schweizer und bemerken dabei nicht, dass eine grosse Drohne über ihren Köpfen durchs Zimmer fliegt. Die Karikatur im Zürcher «Tages-Anzeiger» (14. September) zeigt ein Ehepaar vor dem TV-Bildschirm, wo die neusten Meldungen aus Dänemark zu sehen sind. Dort sollen russische Drohnen den Betrieb von Flughäfen gestört haben.

    Endlich einmal eine Karikatur, die den grassierenden Drohnen-Spuk etwas auf die Schippe nimmt, könnte man auf den ersten Blick denken. Aber das Gegenteil ist der Fall. Es ist keine Satire, sondern alles ist ernst gemeint. Da wird den Zeitungslesern beigebracht, was es geschlagen hat: Der Russe hat seine Drohnen überall, aber Herr und Frau Biedermann haben es immer noch nicht gemerkt. Sie sehen nur den Russen in Kopenhagen, nicht aber den Russen im Heidiland.

    Wer weiterblättert in der Zeitung, erfährt, wie schlimm die Lage ist. «Satellitenbilder entlarven Putins Aufrüstung» titelt der «Tages-Anzeiger» und belehrt uns: «Dass die Russen in naher Zukunft Europa und die Nato angreifen werden, gilt unter Militärexperten als so gut wie sicher. Laut westlichen Geheimdiensten soll Russland ab 2029 bereit sein für einen grossen Krieg.»

    Der Krieg gegen Russland ist also unvermeidlich. Das ist die Parole, die seit Monaten unablässig wiederholt wird1, um eine gigantische Aufrüstung zu rechtfertigen, deren Umfang in der europäischen Geschichte einmalig ist.

    Was den militärischen Laien und die nüchterne Zeitungsleserin skeptisch machen müsste, ist die Aussage des dänischen Verteidigungsministers2, dass man «nicht wisse, wer hinter den Flügen steckt». Es gebe keine Beweise, dass Russland etwas damit zu tun habe. Aber es sei ja klar, dass gewisse «Länder oder Akteure» ein Interesse daran hätten, die Unterstützung Dänemarks für die Ukraine zu untergraben. Russland weist jede Verantwortung für die unbekannten Flugobjekte zurück.

    Zweifel sind angebracht

    Substantiellere Zweifel an der Drohnen-Geschichte kommen auf, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die ominösen Flugobjekte verschwanden, ohne dass man sie identifizieren, einfangen oder abschiessen konnte. Dass z.B. die dänische Polizei und eine auf Nato-Standard gerüstete dänische Luftwaffe nicht in der Lage wären, die Dinger vom Himmel zu holen, bevor sie übers Meer verschwanden, kann man nicht glauben.

    Man erinnert sich an Juri Andropow, Generalsekretär der UdSSR, der dem finnischen Präsidenten Mauno Koivisto seinerzeit lachend sagte: «Bombardiert sie. Uns kann es nur recht sein.»3 Er bezog sich auf die «sowjetischen U-Boote», die 1984 vor den schwedischen Küsten gesichtet wurden. Andropow wusste, dass es keine russischen U-Boote waren, sondern eine False-Flag-Operation westlicher Geheimdienste. Nie wurden diese mysteriösen Boote gefasst. Die «sowjetische Bedrohung» erwies sich als Volltreffer, um die Entspannungspolitik des schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme zu sabotieren.

    2023 wurde in den USA, in Kanada und in anderen Weltgegenden plötzlich eine Menge Ballons am Himmel gesichtet, die die Regierung Biden unverzüglich als chinesische Spionageballons erkennen wollte. Biden liess verlauten, China schicke diese Ballons, um militärische Einrichtungen im Westen auszuspionieren. Peking erklärte, es handele sich um Wetterballons, die der meteorologischen Forschung dienten. Manche seien durch die Windverhältnisse vom Kurs abgekommen.

    Im November 2024 wurden an der Ostküste der USA und schliesslich auch überall im Land mysteriöse Drohnen gesichtet. Das Verteidigungsministerium sah sich alarmiert. Die Behörden mussten mehr als 3000 Meldungen untersuchen. Dabei kamen keine brauchbaren Ergebnisse zutage.

    Nun also Drohnen über Polen, Dänemark und Norwegen. Flughäfen müssen zeitweilig geschlossen werden. Die Nato diskutiert im Krisenmodus «Putins Luftraumprovokationen», und der UN-Botschafter der USA rezitiert das bekannte Glaubensbekenntnis: «Wir werden jeden Zentimeter des Nato-Territoriums verteidigen.»

    Der polnische Aussenminister Radoslaw Sikorski droht vor dem UN-Sicherheitsrat, russische Flugzeuge abzuschiessen.4 Im Hamburger Hafen sollen schon Manöver abgehalten werden, in denen die Ankunft der Nato-Truppen für die Verlegung an die Ostfront geübt wird, und die deutsche Ärzteschaft wird auf die «Patientenversorgung im Ernstfall» vorbereitet.5 In der Schweiz schlägt das Verteidigungsdepartement Alarm: Selbst der beste Leopard-2-Kampfpanzer nütze nichts gegen Drohnen. Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode, heisst es bei Shakespeare.

    Geheimdienst-Fakes von 1945 bis heute

    Zweifellos ist es möglich, dass Moskau militärische Provokationen im Sinn hat und mit Absicht territoriale Hoheit in der Luft verletzt. Aber die Gier, beinahe müsste man von Lüsternheit sprechen, mit der jede neue «Geheimdienst-Erkenntnis» über russische Bedrohungen von den grossen westlichen Medien geradezu aufgesaugt wird, sollte zur Vorsicht mahnen. 

    Haben die Journalisten, die sich da die Finger wund schreiben über die russische Gefahr, keine historische Bildung, keine Geschichtskenntnisse? Haben sie in ihrer Ausbildung nicht gelernt, dass es ihr Job ist, «Erkenntnisse» der Geheimdienste und Nato-Strategieexperten kritisch zu werten? Oder sollte der böse Satz von Upton Sinclair zutreffen? «Es ist schwierig, einen Menschen dazu zu bringen, eine Sache zu verstehen, wenn sein Gehalt davon abhängt, dass er sie nicht versteht.» Der Kommunikationsforscher Uwe Krüger hat 2013 in seiner Studie «Meinungsmacht» nachgewiesen, dass die Alpha-Journalisten fast aller grossen westlichen Medien in Nato-affine Netzwerke eingebunden sind.

    Nach dem gescheiterten Angriff der USA auf Kuba im Jahr 1961 schrieb der ehemalige US-Präsident Harry Truman, der Geheimdienst sei völlig aus dem Ruder gelaufen: «Als ich die CIA gründete, hätte ich nie gedacht, dass sie in Friedenszeiten mit dunklen Mordkomplotten in Verbindung gebracht werden könnte. Sie ist zu einem operativen Arm der Regierung geworden und macht gelegentlich sogar Politik. Ich sähe es gern […], dass ihre operativen Aufgaben beendet würden.» («Limit CIA Role to Intelligence», «Washington Post» vom 22.12.1963)

    Truman hätte sich nicht träumen lassen, wie viele Kriege und Militärputsche in der Folge mit den «Informationen westlicher Geheimdienste» begründet wurden und wie die Öffentlichkeit jeweils hinters Licht geführt wurde.

    Stets wurden äusserst wirkungsvoll die «Erkenntnisse» verbreitet, denen zufolge die USA irgendwo auf der Welt den Kommunismus oder einen anderen Feind abwehren und einem unterdrückten Volk Freiheit und Demokratie bringen müssten. Wobei letztere nicht selten gerettet wurde, indem man sie abschaffte: 1947 in Griechenland, 1948 in Venezuela, 1950 in Korea, 1953 im Iran, 1954 in Guatemala, 1955 in Vietnam, 1961 in Kuba, 1965 in Indonesien, 1973 in Chile, 1979 in Nicaragua, 1980 in El Salvador, 1979 in Afghanistan, 1999 in Jugoslawien, 2001 erneut in Afghanistan, 2003 im Irak, 2011 in Libyen und anschliessend in Syrien, um nur einige der militärischen und geheimdienstlichen Interventionen des Westens zu nennen.

    Der militärisch-industrielle Komplex, vor dem Präsident Eisenhower 1961 gewarnt hatte, hat im Kalten Krieg eine PR-Maschinerie entwickelt, in der zehntausende fleissige Strategie-Experten, Konfliktforscher, Menschenrechtskämpfer und Journalisten eingebunden sind, um Feindbilder zu entwerfen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Jörg Becker und Mira Beham haben in ihrem Klassiker «Public-Relations für Krieg und Tod» nachgewiesen, wie die Manipulation der öffentlichen Meinung in den Balkankriegen funktionierte.

    Neue Zürcher Zeitung:
    «Der Kreml setzt Sabotage als
    strategisches Mittel gegen Europa ein»

    Wenn man dem Zürcher «Tages-Anzeiger» und den westlichen Geheimdiensten glauben soll, auf die sich das Blatt bezieht, stehen die russischen Panzer schon bald vor dem Nato-Hauptquartier: «Putin kommt der Nato-Zerstörung immer näher», titelt das Blatt am 22. September. 

    Es gibt Wörter, die sich ausbreiten wie eine Epidemie. Das neue Wording heisst «testen». Der Russe will unsere Verteidigungsfähigkeit testen. Was auch immer an Ungemach passiert, es kann keinen anderen Ursprung haben als den bekannten: Der Russe testet uns wieder. Wenn ein russisches Flugzeug in der Ostsee über eine polnische Ölplattform fliegt, ist der Russe schon wieder in «einen Luftraum eingedrungen». Und wenn der Flieger, in dem Ursula von der Leyen sitzt, wegen eines technischen Problems eine Verspätung hat, ist es zweifellos ein russischer Cyberangriff. Dass sich dies dann als Unsinn herausstellt, hängt man in den Medien lieber nicht an die grosse Glocke.

    Auch hinter den Problemen im Bahnverkehr in Deutschland oder Frankreich und hinter Software-Abstürzen in europäischen Flughäfen kann nur der Russe stecken. Das weiss die «Neue Zürcher Zeitung»: «Der Kreml setzt Sabotage als strategisches Mittel ein.»6 Die Apokalypse ist für unsere Leitmedien offenbar unausweichlich. Fast ist man versucht, nachzuschauen, ob die Redaktionen bereits begonnen haben, in der Zürcher Werdstrasse oder an der Falkenstrasse ihre Schützengräben auszuheben. Man würde sich bald nicht mehr wundern, wenn der abendliche Stau auf der Zürcher Westumfahrung das Produkt des russischen Cyberkriegs ist und im Bodensee das erste russische U-Boot auftaucht.

    Geheimdienst-Operation Mockingbird

    Selbstverständlich kann man argumentieren, der Krieg in der Ukraine sei real und keine Erfindung westlicher Geheimdienste. Russland ist tatsächlich in die Ukraine einmarschiert und hat damit gegen Völkerrecht verstossen. Aber das ist nur die halbe Wahrheit, und eine halbe Wahrheit, die ihre faule Seite versteckt, ist oft eine raffinierte Form der Lüge.

    Denn ob es uns passt oder nicht: Das Vordringen eines feindlichen MiIitärpaktes nach Sewastopol, dem wichtigsten russischen Marinestützpunkt am Schwarzen Meer und seit Jahrhunderten für Russland ein Tor zur Welt, wurde in Moskau als Bedrohung empfunden. Und wenn die Nato-Granden die russischen Vertragsentwürfe für eine Entschärfung des Konfliktes im Dezember 2021 nicht in den Abfallkübel geworfen hätten, hätte es wahrscheinlich diesen Krieg nicht gegeben. Aber die grossen westlichen Medien unternehmen grosse Anstrengungen, um zu verhindern, dass diese Realität in unser Wahrnehmungs-Framing gelangt.

    Mitte der siebziger Jahre wurde bekannt, dass der Geheimdienst CIA mit grossen Nachrichtenmedien zusammenarbeitete, um die öffentliche Meinung zu manipulieren.7 Es handelte sich um die «Operation Mockingbird». Die CIA leugnete die Operation und auch die Einflussnahme auf Medien. Dass Medien   – darunter die «New York Times», ABC, NBC, CBS, Newsweek, «The Miami Herald» und viele andere   – manipuliert wurden, ist jedoch erwiesen. Die CIA belieferte ihre Journalisten mit Texten, die diese anschliessend in Nachrichtenmedien veröffentlichten. Da es in den Medien üblich ist, solche Informationen aufzunehmen, veröffentlichten und verbreiteten selbst ahnungslose Journalisten Inhalte, die ursprünglich von der CIA verfasst wurden.

    Es gibt zweifellos eine Menge integrer Journalistinnen und Journalisten, die versuchen, die Wahrheit zu finden. Aber diese Versuche erinnern, wie der Politikwissenschafter Ulrich Teusch einmal schrieb, an den Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel.

    Der Igel ist immer schon da und sagt: Meine Damen und Herren, weil dieses geschehen ist, werden wir jenes tun. Und der investigative Hase rennt sich die Lunge aus dem Hals, um festzustellen, ob «dieses» tatsächlich geschehen und folglich «jenes» gerechtfertigt ist. Doch so sehr er sich auch beeilt, er kommt immer zu spät ans Ziel. In Glücksfällen dauert die Verspätung nur Tage, bis die Wahrheit ans Licht kommt. Aber meist dauert es Jahre, oder wir erfahren die Wahrheit nie.

    Als 2013 in einem Vorort von Damaskus das Giftgas Sarin eingesetzt wurde, erklärte der damalige Aussenminister John Kerry, die USA habe sichere Informationen, dass der syrische Präsident Assad dafür verantwortlich sei. «Er hat es bei mehr als 30 Gelegenheiten gesagt. Wir haben mitgezählt», sagte mir ein paar Jahre später der ehemalige hochdekorierte CIA-Analyst Ray MacGovern. Und er fügte hinzu: «Im Syrien-Krieg wurde in Washington genauso gelogen wie im Irak-Krieg.»


    1 https://globalbridge.ch/kriegsvorbereitung-als-neuer-way-of-life/
    https://www.tagesanzeiger.ch/drohnen-ueber-daenemarks-flughaefen-wer-steckt-dahinter-735971117437
    https://www.infosperber.ch/politik/europa/wer-hatte-angst-vor-olof-palme/
    https://www.tagesanzeiger.ch/polen-warnt-russland-sikorski-droht-mit-abschuss-931051048438
    https://www.infosperber.ch/gesundheit/wie-sich-militaer-und-medizin-in-deutschland-verflechten/
    https://www.nzz.ch/pro/brandanschlaege-und-explosionen-wie-der-kreml-mit-wegwerf-agenten-sabotageakte-veruebt-und-damit-europa-herausfordert-ld.1899289
    https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Mockingbird

    Erstveröffentlichung: GlobalBridge vom 29.9.2025



    * Helmut Scheben, *1947 in Koblenz (Deutschland), war von 1980 bis 1985 Presseagentur-Reporter und Korrespondent für Printmedien in Mexiko und Zentralamerika. Ab 1986 war er Redaktor der Wochenzeitung (WoZ) in Zürich, von 1993 bis 2012 Redaktor und Reporter im Schweizer Fernsehen SRF, davon 16 Jahre bei der Tagesschau.



    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=303&userid=3998&mailid=2872



    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    19.10.2025

    Zum zweiten Jahrestag der Al-Aqsa-Flut, 7. Oktober 2023

    Screenshot_2025_10_19_at_11_55_07_Seniora.org_Zum_zweiten_Jahrestag_der_Al_Aqsa_Flut_7._Oktober_2023

    Eine Ansicht von Jerusalem mit der in der Sonne leuchtenden goldenen Kuppel der Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg. Quelle: Pixabay, Foto: WerkstattRU


    seniora.org, vom 18. Oktober 2025, von Alastair Crooke 17.10.2025 - übernommen von conflictsforum.substack.com


    Eine kurze geopolitische Bestandsaufnahme Westasiens

    Zunächst zum größeren Zusammenhang Eine Doktrin zur Förderung der „Dominanz” der USA, die auf der unaufhaltsamen „Macht” des US-Militärs und des US-Marktes basiert, hat in Trump-2.0-Kreisen zu einem Zeitgeist geführt, der nicht nur Kriegsängste herunterspielt, sondern vielmehr die USA dazu zwingt, rhetorisch oder buchstäblich in mehrere Richtungen zuzuschlagen   – vor allem, weil der einseitige Krieg gegen Russland unerwartet gescheitert ist. Und die Zeit für die Defizit- und Schuldenkrise Amerikas läuft ab.

    Am deutlichsten zeigt sich dies in dem zunehmenden Druck auf Russland, den Drohungen gegen Venezuela, den Exportkontrollen gegenüber China und den Vorbereitungen für Angriffe auf den Iran.

    Die offenen Kriege Israels in der Region, die parallel zur Kriegslust Trumps geführt werden, sind noch nicht vorbei: Der US-Gesandte Tom Barrak (unter Berufung auf Netanjahu) sagte: „Israel glaubt nicht, dass das, was es gegen die Hisbollah, die Hamas und die Houthis unternommen hat, vollständig sein wird   – solange der Kopf der Schlange in Teheran nicht abgeschlagen ist.”

    Darüber hinaus wird eine Krise der Entdollarisierung oder ein Zusammenbruch des Anleihemarktes   – in Verbindung mit Gegenmaßnahmen seitens Chinas und Russlands   – in den USA weithin als existenzielle Bedrohung für Trumps politische Lebensfähigkeit angesehen.

    Russland und China reagieren entschlossen auf die neue politische Doktrin der USA: Chinas neue Kontrollen für „Seltene Erden” wirken sich auf die gesamte Halbleiter-Lieferkette von ASML bis TSMC* aus. Darüber hinaus umfasst sie auch Kontrollen für Maschinen zur Verarbeitung von Seltenen Erden, Hochleistungsbatterien und Schneidwerkzeuge für Chips. Bei aggressiver Durchsetzung drohen diese Maßnahmen die KI-Blase in den USA zum Platzen zu bringen, was zu einem Crash des hoch verschuldeten US-Aktienmarktes führen könnte.

    Auch Russland hat die Zeichen der Zeit erkannt: Der Gipfel in Alaska hat bislang keine Früchte getragen. Da Trump nach Hebeln sucht, ist nun mit einer Eskalation zu rechnen.

    Eine kurze Bilanz zum zweiten Jahrestag in Westasien

    Einerseits war die Partnerschaft zwischen den USA und Israel in folgenden Punkten erfolgreich:

    1. Auflösung des alten Syrien, dessen Umwandlung in ein balkanisiertes Gebiet und Schwächung des Libanon   – wenn auch mit der Hisbollah, die sich gegen die erzwungene Entwaffnung wehrt und unter ihrer neuen, jüngeren Führung eine Renaissance als Kampfkraft erlebt. Bezeichnenderweise hat Russland (fast vollständig) seinen Einfluss in der Region verloren. Der IS wurde wiederbelebt, wobei die USA und Israel das regionale Sektierertum reaktivierten, um den Iran und seine schiitischen Verbündeten zu umzingeln. Den USA und Israel ist es auch gelungen, die Sponsoren der „Muslimbruderschaft” und „Deal”-Vermittler Katar und Türkei dazu zu bringen, Hamas unter Druck zu setzen, Trumps Waffenstillstandsvorschlag zuzustimmen   – obwohl deren Teile zwei und drei schlecht definiert, nicht vereinbart und noch zu verhandeln sind.

    2. Israels offene Kriege haben sich neben Gaza auch auf das Westjordanland, den Iran, Syrien, den Libanon, den Jemen, Katar und Tunesien ausgeweitet. Es ist ihnen gelungen, diese Staaten und Gebilde zu schwächen, um sie zur Unterwerfung unter Israel zu zwingen   – mit Ausnahme des Jemen, der standhaft geblieben ist. Die von Trump unterstützte israelische Kriegslust hat zu einer quasi-Unterwürfigkeit über den Nahen Osten hinaus geführt   – in Aserbaidschan, Armenien, Pakistan und der Türkei   –, wodurch die Bezeichnung „Naher Osten“ effektiv auf „Westasien“ ausgedehnt wurde.

    3. Der Snapback für den Iran im Rahmen des JCPOA wurde durch den Druck der USA und Israels auf die E3-Komponente des JCPOA ausgelöst. Morgen   – am 18. Oktober   – läuft der JCPOA selbst aus. Dann wird es keinen diplomatischen Prozess oder Rahmen in Bezug auf das iranische Atomprogramm mehr geben (abgesehen vom NPT, vorerst). Trump hat dann ein „leeres Blatt“   – um ein Ultimatum zu schreiben, in dem er die Kapitulation des Iran fordert (keine Urananreicherung, Raketenbeschränkungen und Abbruch der Beziehungen zu seinen Verbündeten), oder um militärische Maßnahmen zu erwarten, wenn er sich dafür entscheidet. Allerdings kann eine Intervention Russlands und Chinas nicht ausgeschlossen werden. Letztere haben den „Snapback“-Prozess des UN-Sicherheitsrats E3 als illegal und als Verstoß gegen den UN-Prozess verurteilt. Der Iran rechnet mit militärischen Maßnahmen.

    Auf der anderen Seite der Bilanz hat die Widerstandsbewegung Folgendes erreicht:

    1. Indem sie den Kampf der Palästinenser „an erster Stelle“ auf die globale Agenda gesetzt haben. Palästina hat auch die Unterstützung und Fantasie junger Amerikaner   – und junger Menschen weltweit   – für sich gewonnen. Im Gegensatz dazu hat Israels Völkermord an sich den Israelis selbst schwere psychologische und emotionale Schäden zugefügt, da sie verarbeiten müssen, was ihrem behaupteten Ethos angetan wurde   – alles im Namen Israels.

    2. Der Widerstand hat schmerzhafte Schläge erlitten, doch nirgendwo wurde er demütigend vernichtet. Die Hamas ist zwar geschwächt, bleibt aber eine kämpfende Kraft, ebenso wie die Hisbollah, die Hash’ad-Kräfte im Irak und AnsarAllah im Jemen. Wenn wir uns an die ursprünglichen Ziele des Widerstands erinnern, die Sayyed Hassan Nasrallah als Sprecher des Widerstands formuliert hat, dann waren diese: Israel militärisch zu erschöpfen (aber nicht zu besiegen), seinen Esprit de Corps und seinen Zusammenhalt zu schwächen und die moralische und praktische Daseinsberechtigung des Zionismus in Frage zu stellen, einer Bevölkerungsgruppe gegenüber einer anderen, die dasselbe Land besetzt, Sonderrechte zu gewähren.

    3. Der Widerstand hat also einige Erfolge erzielt, aber kein entscheidendes Ergebnis. Allerdings kann es als symbolischer und psychologischer Erfolg gewertet werden, dass er nach zwei Jahren harter militärischer Angriffe durch eine Armee im Stil der NATO unbesiegt überlebt hat.

    4. Der Angriff auf den Iran am 13. Juni (ein gemeinsames Projekt, das von den USA genehmigt wurde) führte zwar zur Tötung der von Israel ausgewählten Ziele, aber es gelang nicht, den iranischen Staat zu zerstören oder lahmzulegen. Vielmehr hat sich das iranische Volk um seine Führer geschart. Der Iran rechnet mit einer weiteren Episode (oder mehreren Episoden) des militärischen Konflikts. Netanjahu und andere machen deutlich: Es geht in erster Linie nicht darum, das iranische Atomprogramm zu beenden, sondern einen „Regimewechsel“ und eine Deradikalisierung der Iraner zu erreichen.

    5. Jüdische Nationalisten brauchen Amerika existenziell, damit es eine gefürchtete militärische Hegemonialmacht bleibt. Denn ohne Amerikas „unaufhaltsame“ Militärmacht   – und ohne die zentrale Rolle des Dollars   – kann Israel nicht existieren. Durch seine blutigen Kriege hat Israel bereits die Unterstützung junger Amerikaner und Unabhängiger verloren. Große Veränderungen stehen bevor: Trump (und die Republikanische Partei) können ohne die Unterstützung der 25- bis 35-Jährigen keine Wahlen gewinnen. Der Verlust dieser Unterstützung könnte auch auf andere Themen übergreifen (wie beispielsweise den Widerstand gegen Israels Versuch, die sozialen Medienplattformen junger Amerikaner zu übernehmen). Eine Fraktion junger MAGA-Anhänger ist neu empört über die Ermordung von Charlie Kirk   – sie vermuten eine Vertuschung durch die Regierung und machen Trump dafür verantwortlich. Dies könnte einen erheblichen Bruch in Trumps MAGA-Basis bedeuten. Israel könnte bereits auf dem besten Weg sein, Amerika zu „verlieren”.

    Wie könnte sich das alles entwickeln?

    Demografischer Zerfall und zunehmende Auswanderung aus Israel, wodurch ein Flickenteppich zionistischer Überbleibsel zurückbleibt, die inmitten einer stagnierenden Wirtschaft und globaler Isolation überleben. Ist dies über den kurzfristigen Horizont hinaus realistisch? In Südafrika, wo man mit einem ähnlichen Problem „Sonderrechte” für eine Bevölkerungsgruppe, nicht aber für eine andere zu kämpfen hatte, waren es nicht Widerstand oder Boykott, die schließlich Veränderungen herbeiführten, sondern die Frage der afrikanischen Führer, welche Lebensqualität und Sicherheit ihre Enkelkinder ohne einen Kurswechsel erwarten würden.


    * ASML ist ein niederländischer Konzern, der die weltweit einzigen EUV-Lithografieanlagen (Extreme Ultraviolet) herstellt. Diese Maschinen sind entscheidend, um modernste Chips mit Strukturen unter 5 Nanometern zu fertigen. Ein EUV-System kostet über 200 Mio. USD pro Stück. Ohne ASML-Maschinen können führende Halbleiterfertiger keine High-End-Chips produzieren. Wichtige Zulieferer für ASML: Zeiss Group (Präzisionsoptik aus Deutschland); Hochpräzise Spiegel, Laserquellen und Reinraumtechnologie von spezialisierten Unternehmen weltweit.

    TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company) ist der weltweit größte Auftragsfertiger für Chips. Kunden wie Apple, NVIDIA, AMD oder Qualcomm lassen dort ihre Chips nach eigenen Designs fertigen. TSMC nutzt ASML-Maschinen, um Chips auf Siliziumwafer zu belichten, zu ätzen und zu strukturieren. Dieser Prozess umfasst mehrere Hundert Fertigungsschritte über Wochen hinweg.

    Quelle: Conflicts Forum's Substack

    https://conflictsforum.substack.com/p/a-brief-geo-political-audit-of-west?utm_source=post-email-title&publication_id=3393451&post_id=176433473&utm_campaign=email-post-title&isFreemail=false&r=1y536l&triedRedirect=true&utm_medium=email

    Mit freundlicher Genehmigung übernommen

    Die Übersetzung besorgte Andreas Mylaeus


    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=302&userid=3998&mailid=2873


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    18.10.2025

    Geopolitik Nach Friedensnobelpreis: Machado lobt Netanjahu für sein Handeln im Gazakrieg

    berliner-zeitung.de, 18.10.2025, 18.10.2025, 08:16 Uhr,  Alexander Schmalz,  AFP


    Venezuelas Oppositionsführerin María Corina Machado hat mit Israels Regierungschef telefoniert. Nach Angaben von Benjamin Netanjahus Büro lobte sie seine Haltung im Gazakrieg.


    Die venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina MachadoFederico Parra/AFP

    Eine Woche nach ihrer Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis hat die venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu telefoniert. Das Gespräch löste in Caracas und Jerusalem politische Reaktionen aus.


    Nach dem Telefonat schrieb Machado am Freitagabend auf der Plattform X, die Venezolaner wüssten, dass das Erreichen von Frieden „enormen Mut, Stärke und moralische Klarheit“ erfordere, um sich „gegen die totalitären Kräfte zu stellen, die sich uns entgegenstellen“.

    Lob für Netanjahus Vorgehen im Gazakrieg

    Netanjahus Büro teilte mit, Machado habe den israelischen Regierungschef in dem Gespräch für seine „Entscheidungen und sein entschlossenes Handeln“ während des Gazakriegs gegen die islamistische Palästinenserorganisation Hamas gelobt. Zudem habe sie das Abkommen zur Freilassung der im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln „gewürdigt“.

    Machado selbst äußerte sich auf X nicht direkt zum Gazakrieg. Sie dankte Netanjahu für dessen „herzliche Glückwünsche“ zum Friedensnobelpreis, erwähnte jedoch weder Israel noch die Palästinenser ausdrücklich. Stattdessen griff sie den Iran als „zentralen Unterstützer“ der venezolanischen Regierung von Nicolás Maduro und von „Terrororganisationen wie Hamas, Hisbollah und den Huthis“ an.

    Appell für Freiheit im Nahen Osten

    „So wie wir für Freiheit und Demokratie in Venezuela kämpfen, verdienen alle Nationen im Nahen Osten eine Zukunft, die auf Würde, Gerechtigkeit und Hoffnung beruht – und nicht auf Angst“, schrieb Machado weiter.

    Israel und das vom Linksnationalisten Maduro regierte Venezuela unterhalten seit Jahren keine diplomatischen Beziehungen.

    Machado war am 10. Oktober mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Ihre Anhänger feiern sie als „La Libertadora“, als „Befreierin“. Trotz der Gefahr einer Festnahme und zahlreicher inhaftierter Oppositioneller ist sie in Venezuela geblieben und lebt im Untergrund. Auftritte organisiert sie unangekündigt, etwa auf der Ladefläche eines Lieferwagens, bevor sie auf einem Motorrad flieht.

    Die venezolanische Opposition hatte Machado im vergangenen Jahr zu ihrer Präsidentschaftskandidatin gekürt. Sie galt als Favoritin gegen Amtsinhaber Maduro, bis die Behörden ihr die Kandidatur untersagten. Statt ihrer trat der Diplomat Edmundo González Urrutia an, Machado fungiert seitdem als seine Sprecherin.


    Machado widmet Trump den Friedensnobelpreis: US-Präsident berichtet von Anruf

    Machado widmet Trump den Friedensnobelpreis: US-Präsident berichtet von Anruf

    News

    11.10.2025


    Netanjahus UN-Rede: Attacke auf Westen wegen Palästina – „Ermordung von Juden zahlt sich aus“

    Netanjahu attackiert Westen: „Die Ermordung von Juden zahlt sich aus“

    Gaza

    26.09.2025


    Info: https://www.berliner-zeitung.de/news/nach-friedensnobelpreis-machado-lobt-netanjahu-fuer-sein-handeln-im-gazakrieg-li.10001437


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    18.10.2025

    Europas wirtschaftliche Selbstsabotage: Der Nexperia-Überfall und sein Fallout

    Screenshot_2025_10_18_at_21_51_50_Europas_wirtschaftliche_Selbstsabotage_Der_Nexperia_berfall_und_sein_Fallout

    forumgeopolitica.com, Sa 18 Okt 2025, Felix Abt

    Auf Druck von Washington enteigneten die Niederlande Nexperia. Durch die Missachtung von Eigentumsrechten untergräbt Europa seine Glaubwürdigkeit und Attraktivität.


    Was gerade in den Niederlanden passiert ist, sollte jeden alarmieren, der immer noch glaubt, dass Europa ein sicherer, regelbasierter Ort ist, um Geschäfte zu machen.

    Nach einem staubigen Kriegsstatut von 1952 - dem Goods Availability Act - hat die niederländische Regierung die Kontrolle über Nexperia, eine der wenigen florierenden Halbleiterfirmen Europas, übernommen. Der chinesische CEO des Unternehmens wurde suspendiert, seine Aktien unter einem von der Regierung ernannten Treuhänder platziert, und ein „befristeter“ Direktor, der die entscheidende Stimmrechtsbefugnis erhielt. Die offizielle Rechtfertigung: vage Vorwürfe von Governance-Versäumnissen. Der eigentliche Auslöser scheint jedoch der Druck der USA gewesen zu sein.

    Laut Gerichtsakten warnte Washington Den Haag im Juni privat, dass die chinesische Führung von Nexperia, sowohl die Firma als auch ihre Muttergesellschaft Wingtech Technology, nicht in die USA aufgenommen würden. Entity List – ein wirtschaftliches Todesurteil, das sie von globalen Lieferanten abschneiden würde. Die Niederländer reagierten mit dem Aufruf eines Notstandsgesetzes aus der Zeit des Kalten Krieges, um zu rechtfertigen, was auf Enteignung hinausläuft.

    Eine geopolitische Falle

    Die Ironie ist atemberaubend. Bei dem Versuch, seinen Chipsektor vor geopolitischen Risiken zu schützen, haben die Niederlande gerade einen geschaffen. Peking revanchierte sich schnell, indem es Nexperia aus chinesischen Lieferketten verbannte - was einem Todesurteil für einen Chiphersteller entspricht. Europa befindet sich nun zwischen zwei wirtschaftlichen Supermächten: Washingtons Sanktionen auf der einen Seite, Pekings Gegenmaßnahmen auf der anderen Seite. Köpfe, die du verlierst, Schwänze, die du verlierst.

    Das ist mehr als die Tragödie eines Unternehmens – es ist eine selbstverschuldete Wunde für die Glaubwürdigkeit Europas. Nexperia beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter in Europa und produziert jährlich über 100 Milliarden Chips. Sie hat ihren Hauptsitz in den Niederlanden, zahlt europäische Steuern und hält sich an das europäische Recht. Doch die niederländische Regierung entschied, dass ihr chinesisches Eigentum – vor Jahren legal genehmigt – es entbehrlich machte.

    Der Tod des Anlegervertrauens

    Viel Glück, jeden nicht-westlichen Investor davon zu überzeugen, jetzt Geld nach Europa zu stecken. Wenn eine Regierung Ihr Vermögen über Nacht unter dem dünnsten Vorwand der „nationalen Sicherheit“ beschlagnahmen kann, stirbt das Investitionsklima. Diese Entscheidung kühlt nicht nur das chinesische Kapital, sondern schreckt Investoren in Asien, dem Nahen Osten und Afrika auf.

    Sie untergräbt auch die eigene Halbleiterstrategie Europas. Seit Jahren predigt Brüssel „Technologiesouveränität“ und „strategische Autonomie“. Doch als der Schub kam, fungierten die Niederlande nicht als souveräner Staat, sondern als Stellvertreter für die US-Politik. Anstatt seine Rechtsordnung und seine Unternehmen zu verteidigen, fiel sie sofort unter dem Druck Washingtons.

    Europa hätte eine klare Linie ziehen können:

    „Nexperia ist ein niederländisches Unternehmen nach niederländischem Recht. Sie wird dies auch bleiben, vorausgesetzt, sie investiert, verwendet und hält sich an die EU-Vorschriften. Wir werden nicht zulassen, dass extraterritoriale US-Sanktionen unsere Politik diktieren.“

    Das hätte eine echte Unabhängigkeit signalisiert. Stattdessen lautete die Nachricht: "Wenn Washington Ihre Nationalität nicht mag, werden wir Ihr Eigentum beschlagnahmen."

     

    Screenshot_2025_10_18_at_21_46_08_Trump_Rutte.jpg_JPEG_Grafik_800_533_Pixel_

    Ein Muster der Selbstsabotage

    Damit haben die Niederlande eine wirtschaftliche Selbstverbrennung begangen. Das Land war einst stolz auf seine Rechtsstaatlichkeit, Offenheit und Zuverlässigkeit. Dieser Ruf – sein größtes strategisches Kapital – ist jetzt in Trümmern. Investoren werden sich daran erinnern, so wie sie sich an die erzwungene Veräußerung von Newport Wafer Fab aus Nexperia oder das Einfrieren des russischen Kapitals durch die EU erinnern. Jede Episode schneidet auf Europas Image als vorhersehbare und sichere Umgebung für Unternehmen.

    Die Parallele zum Fall Newport ist auffällig. Im Jahr 2021 erwarb Nexperia - im Besitz von Wingtech - Newport Wafer Fab in Wales für £ 63 Millionen, revitalisierte die kämpfende Einrichtung, erhielt Arbeitsplätze und verpflichtete sich über £ 80 Millionen an Upgrades. Doch im folgenden Jahr berief sich London auf den National Security and Investment Act und befahl Nexperia, mindestens 86 Prozent der Anlage zu verkaufen - effektiv die chinesischen Aktionäre zu enteignen -, obwohl zwei frühere Sicherheitsüberprüfungen keine neuen Risiken fanden.

    Die niederländische Entscheidung sieht in diesem Licht noch rücksichtsloser aus – eine europäische Wiederholung desselben Spielbuchs.

    Echos vom Balkan

    Und nur wenige Tage vor der Beschlagnahme von Nexperia enthüllte der serbische Präsident Aleksandar Vučić, dass US-Beamte privat vorgeschlagen hatten, Serbien könnten Sanktionen vermeiden, indem sie seine teilweise in russischem Besitz befindliche Ölgesellschaft NIS verstaatlichen und ihre russischen Mehrheitsaktionäre effektiv enteignen. Belgrad weigerte sich und nannte es rechtlich und moralisch inakzeptabel. Washington ließ dann die Aufhebung der NIS-Sanktionen auslaufen, isolierte Serbiens Hauptraffinerie und erstickte Rohöllieferungen über das NATO-Mitglied Kroatien.

    Die Parallele ist auffällig: Serbien – wenn auch viel kleiner – wählte Souveränität und rechtliche Beständigkeit über Zwang, zumindest für den Moment. Die Niederlande hingegen entschieden sich für Compliance und Chaos.

    Europa als Sicherheit

    Europa war einst stolz darauf, die stabilste Gerichtsbarkeit der Welt für Investoren zu sein. Jetzt wird es zu einem Schlachtfeld für die Wirtschaftskriege anderer Menschen. Jede Beschlagnahme, Sanktion oder politisch motivierte Beschlagnahme verstärkt die Wahrnehmung, dass westliche Eigentumsrechte nur dann gelten, wenn die Geopolitik es zulässt.

    Die Niederlande denken vielleicht, dass sie ihre Chipversorgung schützen. In Wirklichkeit zündet es seine eigene Glaubwürdigkeit an. Die Tragödie ist, dass Europa aus diesem Akt der Unterwerfung nichts gewinnt – es wird einfach zu Kollateralschäden im Kampf eines anderen um die technologische Vorherrschaft.

     

    Vucic, Aleksandar (Politiker) China Europa USA Niederlande Asien Niederländisch Serbien Kroatien Analyse

    2 Kommentare zu

    Roger Mitchell (Politiker) Sa 18 Okt 2025, 15:07

    Der Aphorismus, "Wen die Götter zerstören würden, machen sie zuerst verrückt" deutet darauf hin, dass göttliche oder kosmische Kräfte, wenn sie den Untergang eines Individuums beabsichtigen, sie zuerst der Vernunft oder des Urteils berauben, was zu Selbstzerstörung führt.
    Obwohl der Satz dem antiken griechischen Dramatiker Euripides oft fälschlicherweise zugeschrieben wird, hat er Wurzeln in der klassischen griechischen Literatur, wobei eine frühe Version in Sophokles' Stück Antigone (c. 441 v. Chr.), wo es als "Böses erscheint als gut in den Köpfen derer, die Gott zur Zerstörung führt" ausgedrückt wird.
    Ein ähnliches Gefühl findet sich in Platons Republik, das ein Fragment zitiert, das Aeschylus zugeschrieben wird, über einen Gott, der eine schuldige Sache in Männer implantiert, wenn er beabsichtigt, ein Haus völlig zu zerstören. -- von Brave Search

    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Gibt es einen Grund zu bezweifeln, dass Gott, die Götter, ein Gott, den europäischen Staat und den Überbau zerstören wollen? Wenn man sie aus der Ferne beobachtet, ist es offensichtlich, dass Europa als lebensfähige und kompetente Einheit innerhalb weniger Jahre aufhören wird zu existieren und zu dem zurückkehren kann, was es traditionell immer war - ein Polyglott von kleinen, streitenden und kantanerischen Gruppen und Gesellschaften.

    Das kann Vorteile haben. Wenn dies geschieht, werden sie nicht mehr in der Lage sein, der Welt-im-Großen ihren Willen, Reichtum und Macht aufzuzwingen. Stattdessen werden sie lernen, mit dem zu leben, was sie sind ... nicht besser als jeder andere in jedem anderen Teil der Welt.

    Oder sie könnten das ganze Schiff mitnehmen, während sie sinken. Wir werden sehen.

    Auf diesen Kommentar antworten


    Danke an,,FG, und an Felix Abt für den Bericht. Dassess keine Verhalten souveräne Art, schöpfend verstehen sich von, seeuren sind sonfühl zu,, beobachten,,wenn,


    Info: https://forumgeopolitica.com/article/europes-economic-self-sabotage-the-nexperia-heist-and-its-fallout


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    18.10.2025

    China zu EU-Abgeordneten: Die NATO habe keine Existenzberechtigung

    euractiv.de, Oct 17, 2025 - 13:42 Zuletzt aktualisiert: Oct 17, 2025 - 13:42

    Das dreistündige Gespräch zwischen der China-Delegation des EU-Parlaments und Vertretern des Nationalen Volkskongresses war das erste dieser Art seit sieben Jahren.

    Politik

    /
    EURACTIV.com
    Screenshot_2025_10_18_at_21_38_02_China_zu_EU_Abgeordneten_Die_NATO_habe_keine_Existenzberechtigung_Euractiv_DE
    CHINA


    Chinesische Abgeordnete haben Abgeordneten des Europäischen Parlaments erklärt, dass die NATO nicht existieren sollte – und bei einem seltenen Treffen am Donnerstag in Brüssel russische Narrative über den Krieg in der Ukraine wiederholt.

    Das dreistündige Gespräch zwischen der China-Delegation des EU-Parlaments und Vertretern des Nationalen Volkskongresses Chinas war das erste dieser Art seit sieben Jahren. Es fand statt, nachdem Beijing Anfang des Jahres Sanktionen gegen aktuelle und ehemalige EU-Abgeordnete aufgehoben hatte.

    Anstelle eines diplomatischen Tauwetters war die Begegnung jedoch angespannt – geprägt von verbalen Angriffen der chinesischen Seite auf die Legitimität der NATO.

    „Während des Treffens hat die chinesische Seite das Existenzrecht der NATO infrage gestellt. So deutlich habe ich das bislang noch nie öffentlich gehört“, sagte Engin Eroglu, Europaabgeordneter der Freien Wähler und Vorsitzender der Delegation.

    „Aus chinesischer Sicht gebe es nach dem Ende der Sowjetunion keinen Grund mehr für das Bündnis. Angesichts der russischen Aggression gegen die Ukraine und osteuropäische Staaten halte ich das für absurd“, so Eroglu weiter.

    „Das war kein Dialog“, sagte Miriam Lexmann, konservative slowakische EU-Abgeordnete. „Es gab keinerlei Versuch, unsere Fragen zu beantworten.“

    Lexmann erklärte, sie habe Menschenrechtsthemen angesprochen – unter anderem Tibet, Xinjiang, die Heimat der uigurischen Minderheit, und Hongkong, wo China wegen der Unterdrückung kultureller, religiöser und politischer Freiheiten international in der Kritik steht. Antworten darauf habe es nicht gegeben.

    Die chinesische Seite habe hingegen betont, mit Brüssel beim Kampf gegen den Klimawandel übereinzustimmen. Gleichzeitig kritisierten sie die EU, bei Israels Krieg gegen die Hamas im Gazastreifen auf der Seite der USA zu stehen.

    Lexmann zeigte sich zudem „überrascht“ vom Ausmaß, in dem die chinesischen Vertreter russische Narrative zur Rolle der NATO im Ukraine-Krieg übernommen hätten.

    Auch Markétka Gregorová von der tschechischen Piratenpartei (Grüne/EFA) schrieb auf X, sie habe nach dem Treffen „keine Illusionen mehr über die Möglichkeit eines echten Dialogs“.

    „Es ist unglaublich, dass Chinas Präsident offiziell erklärt, neutral zu sein und die territoriale Integrität der Staaten zu respektieren – während seine Parlamentsvertreter hier russische Propaganda nachsprechen“, sagte sie.

    Die EU-Abgeordneten kritisierten auch Beijings Exportkontrollen für Seltene Erden, die für moderne Technologien essenziell sind. Das Parlament hatte in diesem Monat bereits die anhaltende, zehnjährige Inhaftierung des schwedischen Verlegers Gui Minhai verurteilt, der in Hongkong regimekritische Werke veröffentlicht hatte.

    Das Treffen stand im Kontext chinesischer Bemühungen, die Beziehungen zum EU-Parlament seit November vergangenen Jahres wiederaufzubauen. „Der Besuch der chinesischen Delegation zeigt, dass man beginnt, das Europäische Parlament ernst zu nehmen und seine Bedeutung zu erkennen“, sagte Eroglu.

    Beide Seiten wollen das Format im kommenden Jahr fortsetzen.

    (jl)


    Info: https://euractiv.de/news/china-zu-eu-abgeordneten-die-nato-habe-keine-existenzberechtigung/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    Seite 159 von 1116

    < 1 2 3 4 .. 10 .. 20 .. 30 .. 100 .. 130 .. 140 .. 150 .. 156 157 158 159 160 161 162 .. 170 .. 180 .. 190 .. 200 .. 300 .. 400 ... 800 .. 900 .. 1000 .. 1090 .. 1100 .. 1110 .. 1113 1114 1115 1116 >