aus e-mail von Doris Pumphrey, 28. Oktober 2025,
_RTDE 28.10.2025
_*Bericht: Ungarn will Anti-Ukraine-Block mit Tschechien und Slowakei
bilden
*Ungarn will sich mit der Slowakei und Tschechien einigen, um eine
antiukrainische Allianz in der EU zu bilden. Dies berichtete
<https://www.politico.eu/article/hungary-anti-ukraine-bloc-czechia-slovakia-viktor-orban-andrej-babis-robert-fico/>
/Politico/ am Dienstag unter Berufung auf Balázs Orbán, einen
hochrangigen politischen Berater des ungarischen Ministerpräsidenten.
Viktor Orbán hoffe, sich mit Andrej Babiš, dessen Partei die jüngsten
Parlamentswahlen in Tschechien gewonnen hat, sowie mit dem slowakischen
Regierungschef Robert Fico zusammenzutun, um eine gemeinsame Position im
Vorfeld der Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs zu vereinbaren,
so der Berater.
Obwohl die Bildung einer festen politischen Allianz noch in weiter Ferne
liege, so /Politico/, könnte diese Initiative die finanzielle und
militärische Hilfe für die Ukraine seitens der EU erheblich erschweren.
"Ich denke, dass es dazu kommen wird", so antwortete Balázs Orbán auf
die Frage nach dem Potenzial einer ukrainischen Skeptikerallianz, die
als Block im Europäischen Rat agieren könnte. "Es funktionierte sehr gut
während der Migrationskrise", sagte Balázs Orbán und bezog sich auf die
Visegrád-Gruppe, die aus Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Polen
bestand. Das Bündnis sprach sich unter anderem gegen die obligatorische
Umverteilung von Migranten unter den EU-Mitgliedstaaten aus.
Die Visegrád-Gruppe wurde im Jahr 1991 gegründet, um die regionale
Zusammenarbeit zu fördern und später die Stimmen ihrer Mitglieder in der
EU zu stärken. Die Gruppe spaltete sich angesichts der politischen
Kontroversen.
/Politico/ wies darauf hin, dass die neue Visegrád-Gruppe aus drei statt
vier Mitgliedern bestehen würde. Denn der polnische Ministerpräsident
Donald Tusk vertrete eine proukrainische Position und werde daher
wahrscheinlich kein Bündnis mit Viktor Orbán eingehen. Fico und Babiš
hätten allerdings Orbáns Position zur Ukraine wiederholt unterstützt,
indem sie zum Dialog mit Moskau statt wirtschaftlichem Druck aufriefen,
so /Politico/.
Dennoch könnte es einige Zeit in Anspruch nehmen, die Visegrád-Allianz
neu zu bilden. Der im Jahr 2023 erneut gewählte slowakische
Regierungschef Fico hat es vermieden, sich in bestimmten politischen
Bereichen offiziell mit dem ungarischen Staatschef zu verbünden. Babiš
hat noch keine Regierung nach dem jüngsten Wahlsieg seiner Partei gebildet.
_RTDE 28.10.2025
_*Selenskij fordert von EU finanzielle Unterstützung für nächste "zwei
bis drei Jahre"
*Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat von seinen
europäischen Verbündeten weitere stabile finanzielle Unterstützung für
die nächsten "zwei bis drei Jahre" gefordert. Dabei bezog sich der
Politiker auf den Vorschlag der EU-Kommission, die eingefrorenen
russischen Vermögenswerte schrittweise freizugeben, um die Bedürfnisse
der Ukraine zu finanzieren. "Ich habe dies allen europäischen Staats-
und Regierungschefs erneut deutlich gemacht. Ich habe ihnen gesagt, dass
wir nicht jahrzehntelang kämpfen werden, aber dass sie zeigen müssen,
dass sie in der Lage sind, der Ukraine für einige Zeit stabile
finanzielle Unterstützung zu gewähren", erklärte
<https://www.france24.com/en/europe/20251028-zelensky-appeals-for-stable-european-financial-support-for-another-two-or-three-years>
Selenskij am Dienstag. "Und deshalb haben sie dieses Programm im Sinn –
für zwei bis drei Jahre."
In der Europäischen Union wird derzeit über die mögliche Gewährung eines
neuen "Reparationskredits" an die Ukraine diskutiert. Kiew könnte
innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre bis zu 140 Milliarden Euro
aus den eingefrorenen Vermögenswerten Russlands erhalten. Moskau hat
wiederholt erklärt, dass Maßnahmen in Bezug auf russische Vermögenswerte
als Diebstahl betrachtet werden. Selenskij fügte hinzu:
/"Sollte der Krieg in einem Monat enden, werden wir dieses Geld für den
Wiederaufbau ausgeben. Sollte er nicht in einem Monat enden, sondern
später, dann werden wir es für Waffen ausgeben. Wir haben einfach keine
andere Wahl."/
Der Kreml hat die Äußerungen von Selenskij bereits kommentiert. Der
Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, sagte am
Dienstag, dass die Europäer "einen solchen Kunden wie die Ukraine lange
Zeit unterstützen" müssten. Peskow wörtlich:
/"Das Kiewer Regime weiß, wie man weltweit um Geld betteln kann. Und es
kann das Geld so ausgeben, dass man später keine Spuren davon findet.
Ich denke, dass sie diese Praxis natürlich fortsetzen werden." (…)/
_RTDE 28.10.2025
_*Sacharowa: Macron sollte Soldaten zum Schutz von Museen statt in
Ukraine schicken
*Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums,
reagierte in sozialen Netzwerken auf eine Mitteilung des russischen
Auslandsgeheimdienstes SWR vom Dienstag. Der Generalstab der
französischen Streitkräfte soll demnach auf Anweisung von Präsident
Emmanuel Macron die Entsendung eines Truppenkontingents in die Ukraine
planen. Wie es heißt, sollen bis zu 2.000 Soldaten und Offiziere das
Kiewer Regime unterstützen.
In diesem Zusammenhang schreibt Sacharowa auf Telegram:
/"Es gibt in Frankreich (Angaben Stand 2025) 1.123 Museen. Es wäre
besser, wenn Macron jeweils zwei Soldaten zum Schutz dieser
Kulturstätten abkommandieren würde. Um eine Situation wie im Louvre zu
verhindern, angesichts der katastrophalen Lage der inneren Sicherheit
und öffentlichen Ordnung."/
Damit verweist Sacharowa auf den Raubüberfall im Louvre-Museum in Paris
am 19. Oktober 2025. Bei dem Einbruch wurden mehrere Juwelen Napoleons
und der Kaiserin Eugénie entwendet. Der Gesamtschaden wird auf 88
Millionen Euro geschätzt. Der Louvre wurde 1793 eröffnet und war früher
eine königliche Residenz. Er ist nach wie vor das meistbesuchte Museum
der Welt.
Russlands Außenminister Sergei Lawrow warf Europa in einer Ansprache am
Dienstag vor, die Beilegung des Ukraine-Konflikts zu verhindern und
jegliche Friedensbemühungen zu untergraben. Es seien die europäischen
NATO-Mitglieder, die den Konflikt verlängerten, indem sie das Kiewer
Regime weiterhin mit Waffen vollpumpten und es finanziell sowie
politisch unterstützten, erklärte Lawrow bei der Internationalen
Konferenz zur eurasischen Sicherheit in der weißrussischen Hauptstadt Minsk.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.