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29.10.2025

Bill Gates: CO₂-Gefahr und Klimaerwärmung doch nicht so schlimm ‒ jetzt droht Kältetod

rtnewsde.site, 30 Okt. 2025 09:22 Uhr

Klimaaktivisten sollen nicht länger Weltuntergangsstimmung verbreiten und Klima-Ungläubige missionieren, erklärt Bill Gates auf seinem Blog. Das bisherige CO₂-Narrativ würde den Ärmsten auf dem Planeten schaden. Außerdem sei die Kältegefahr zehnmal größer als die Hitzegefahr.


Quelle: www.globallookpress.com © Will Oliver - Pool via CNP / Keystone Press Agency


Bill Gates bei Trumps Dinner für Big-Tech-Geschäftsführer im Weißen Haus, Washington, D.C., 4. September 2025


BlackRock-Chef Larry Fink ist bereits wieder aus dem Netzwerk "Net Zero Asset Managers Initiative" ausgestiegen, wo sich Manager zu angeblichen Investments mit null CO₂-Anstieg verpflichteten. Man munkelt, es habe Druck von superreichen Aktionären gegeben, die auch weiterhin an fossilen Brennstoffen verdienen wollten. Zudem scheint die Klimawandel-Ideologie verbraucht zu sein. Nun vollzieht auch der bisherige Klimaschutzheilige Bill Gates einen Klimawandel-Wandel.

Wie die New York Post am Mittwoch berichtete, habe der Microsoft-Mitgründer Gates einen Blogbeitrag verfasst, in dem er dazu aufrief, sich von der Weltuntergangsstimmung zu lösen. Diese Stimmung würde von vielen Klimaaktivisten zur Missionierung von Klima-Ungläubigen missbraucht, um die Sichtweise einer drohenden Klimakatastrophe aufzudrängen. Zwar würde der Klimawandel insbesondere bei Menschen in armen Ländern schwerwiegende Folgen haben, aber er werde nicht zum Untergang der Menschheit führen.


Exxon verklagt Kalifornien wegen Gesetz zur Klimadaten-Offenlegung





Exxon verklagt Kalifornien wegen Gesetz zur Klimadaten-Offenlegung






Zuvor hatte Gates selbst jahrzehntelang davor gewarnt, dass die Welt durch steigende Temperaturen vor dem Untergang stehe. Die Vermeidung einer Klimakatastrophe werde "eine der größten Herausforderungen sein, denen sich die Menschheit jemals gestellt hat", so Gates' Credo noch bis vor Kurzem. Um den Planeten vor einer prognostizierten Überhitzung zu bewahren, soll er sogar in eine Technologie investiert haben, mit der angeblich die Sonne gedimmt werden und ihre Strahlen aus der Atmosphäre umgeleitet werden könnten.

Damit ist es jetzt vorbei. Denn Gates hat eine neue Gefahr gefunden: Seit Neuestem sieht der Unternehmer in der Kälte die größte Gefahr für die Menschheit. In seinem Blog schreibt er dazu: "Überraschenderweise ist übermäßige Kälte weitaus tödlicher und tötet jedes Jahr fast zehnmal mehr Menschen als Hitze."

Mittlerweile kritisiere Gates "die obsessive Konzentration auf die Senkung der Treibhausgasemissionen" von "Klimaalarmisten". Die Senkung der Treibhausgas-Emissionen würde den armen Menschen in Entwicklungsländern schaden. Die Entwicklungsländer hätten es dadurch viel schwerer gehabt, Kredite für Kraftwerke zur Stromversorgung zu erhalten.  

Von "wohlhabenden Aktionären" sei nämlich in der Vergangenheit für Klimaschutzziele "Druck" auf arme Länder ausgeübt worden, wonach deren Regierungen die Finanzierung von Projekten im Bereich fossiler Brennstoffe eingestellt hätten, erklärt der Unternehmer. Dabei hätte deren Einstellung schließlich "fast keine Auswirkungen" auf die globalen Emissionen gehabt. Stattdessen seien die Länder und deren Bevölkerung in Armut verharrt. Und so erklärt Bill Gates nun die Welt wieder neu:  

"Der Klimawandel ist nicht die größte Bedrohung für das Leben und den Lebensunterhalt der Menschen in armen Ländern." Was die größte Gefahr für die ärmsten Menschen auf dem Planeten sein könnte, spricht der Multimilliardär nicht aus.


Mehr zum Thema ‒ Afrika setzt auf Russland: Bergbau-Hochschule Sankt Petersburg hilft dem Kontinent

 

Screenshot_2025_10_30_at_12_39_40_Bill_Gates_CO_Gefahr_und_Klimaerw_rmung_doch_nicht_so_schlimm_jetzt_droht_K_ltetod_RT_DE

Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/p0wtzz/verhaftunggatesacsxf.mp3 Dauer  Min.

 

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29.10.2025

T. Carlson: Putin ist der weltweit beliebteste Staatschef

aus e-mail von Doris Pumphrey, 29. Oktober 2025, 11:50 Uhr


_RTDE 29.10.2025


_*Tucker Carlson: Putin ist der weltweit beliebteste Staatschef


*US-Journalist Tucker Carlson hat Russlands Präsident Wladimir Putin als

den weltweit beliebtesten Staatschef bezeichnet. Dies sagte er in einem

Interview mit dem Sender /RTVI US:/


/"Er ist der beliebteste Staatschef der Welt – und das mit großem Abstand."/


Seiner Meinung nach liege Putins Popularität vor allem darin, "dass er

die Interessen seines Landes in vielerlei Hinsicht über seine eigenen

stellt – anders als westliche Staatschefs." Carlson erklärte, dass es

außerhalb Westeuropas, Kanadas und der "Anglosphäre" nahezu unmöglich

sei, jemanden zu treffen, dem Wladimir Putin nicht gefalle.


/"Er ist wie eine weltweite Berühmtheit."/


Auf die Frage, ob sich seine Sicht auf Putins Weltbild nach einem

Interview im Februar 2024 geändert habe, antwortete Carlson, er sei

überrascht gewesen zu erkennen, dass der russische Präsident "den Westen

tatsächlich mag – wahrscheinlich viel mehr als jeder, der ihn ersetzen

könnte."


Im Februar 2024 führte Carlson ein Interview mit Putin in Moskau. Thema

war die militärische Sonderoperation: warum sie begonnen wurde, wie sie

verläuft und wie sie enden könnte. Dabei erklärte Putin dem

US-Journalisten den historischen Kontext des Konflikts. Putin sagte in

diesem Interview:


/"Das heutige deutsche Führungspersonal orientiert sich eher an den

Interessen des kollektiven Westens als an den nationalen Interessen."/


Bereits zuvor hatte Carlson Putin als den effektivsten Staatschef der

Gegenwart bezeichnet und die Erfolge Russlands unter seiner Leitung

gelobt. Er wies darauf hin, dass die Lebenszufriedenheit in der

russischen Bevölkerung gestiegen sei. Auch im Juli 2025 erklärte Carlson

gegenüber der deutschen /Bild/, dass Putin "großartige Arbeit für

Russland" leiste, während westliche Staatschefs ihre Bevölkerung im

Stich ließen:


/"Euer Land geht den Bach runter, Russland steigt auf. Ihr [die

Deutschen] solltet wütend auf eure eigenen Anführer sein. Stattdessen

seid ihr wütend auf Putin." /


Zudem deutete er an, dass deutsche Politiker Putin und Russland

angreifen würden, um von wirtschaftlichen und migrationspolitischen

Problemen im eigenen Land abzulenken.


Darüber hinaus äußerte Carlson, dass die USA, Westeuropa und die meisten

Industrieländer sich in einer "Abschwungphase" befänden, während

Russland eine "geistige Wiedergeburt" erlebe und ein wohlhabendes Land

mit "Selbstwertgefühl und Zielstrebigkeit" sei. Dies sei ein Grund,

warum der Westen "Russland so sehr hasst und zerstören will", so der

US-Amerikaner.


Im Januar 2025 erklärte Tucker Carlson zudem, dass die Administration

des ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden angeblich versucht habe, Putin

zu töten. "Das ist einfach verrückt", kommentierte der Journalist. Er

kritisierte, dass Bidens Team Chaos als "Schutzschirm" benutzt habe, und

behauptete, Außenminister Antony Blinken habe "alles getan, um einen

Krieg zwischen den USA und Russland zu beschleunigen." "Ich weiß nicht,

wie er damit durchgekommen ist", so Carlson weiter.


Damit demonstriert Tucker Carlson wieder einmal seine konsistente

Einschätzung: Putin stehe für Effektivität, Popularität und die

Priorität nationaler Interessen – im Gegensatz zu westlichen

Staatschefs. Unterdessen belegen Umfragen und offizielle Statements die

hohe Zustimmung in der russischen Bevölkerung und internationale

Anerkennung für Putin.


Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts FOM im September 2025

(https://forschung.fom.de/fileadmin/fom/forschung/FOM-Forschungsbericht-2024.pdf)

zeigte, dass 82 Prozent der Russen Wladimir Putins Arbeit als Präsident

positiv bewerten. Acht Prozent äußerten eine gegenteilige Meinung,

zehn Prozent enthielten sich. An der Befragung nahmen 1.500 Personen ab

18 Jahren teil. Die statistische Fehlertoleranz beträgt maximal 3,6 Prozent.


Chinesische Medien berichteten, Putin habe sein Land dreimal vor

Katastrophen gerettet.


Pjotr Tolstoi, der Vizepräsident der russischen Staatsduma, erklärte am

29. Juli, dass die Mehrheit der Teilnehmer der VI. Weltkonferenz der

Parlamentspräsidenten in Genf Russland positiv sehe und Putin sowie

seine Politik als vorbildlich betrachte.


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29.10.2025

Liveticker Ukraine-Krieg: Medwedew nennt Poseidon-Unterwasserdrohne "Waffe des Jüngsten Gerichts"

rtnewsde.site, 29 Okt. 2025 20:51 Uhr

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.


Liveticker Ukraine-Krieg: Medwedew nennt Poseidon-Unterwasserdrohne "Waffe des Jüngsten Gerichts"Quelle: Sputnik © Jekaterina Schtukina

  • 29.10.2025 22:00 Uhr

22:00 Uhr


Dmitri Medwedew, der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates. Aufnahme vom 31. Juli 2025


Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:44 Uhr

    Putin: Die Verteidigung des Vaterlandes liegt in unseren Genen – kann uns niemand nehmen

    Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Mittwoch ein Militärkrankenhaus besucht, in dem Angehörige der Streitkräfte behandelt werden, die bei Kampfeinsätzen im Rahmen der militärischen Sonderoperation verletzt wurden.

    Begleitet wurde er von Verteidigungsminister Andrei Beloussow. Putin sprach mit den Soldaten über ihr Befinden und die Lage an der Front.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 21:28 Uhr

    Russischer Diplomat: Europa genießt militärische Psychose

    Westeuropa bereitet sich auf eine militärische Auseinandersetzung mit Russland vor und "genießt die Atmosphäre einer militärischen Psychose", erklärt Alexander Gruschko, ein stellvertretender Außenminister Russlands. Damit kommentiert er gegenüber RBK die Aussage des belgischen Verteidigungsministers Theo Francken, der gedroht hatte, die NATO werde Moskau dem Erdboden gleichmachen, sollten russische Raketen gegen Brüssel eingesetzt werden. Gruschko betont:

    "Diese Erklärung des belgischen Verteidigungsministers kann als rein rhetorische Aussage betrachtet werden … Man sollte ihn fragen, wie Belgien Moskau dem Erdboden gleichmachen wird, aber es ist unmöglich, dies ernsthaft zu kommentieren."

    Nach den Tests der Burewestnik-Rakete und der Poseidon-Unterwasserdrohne äußerten europäische Diplomaten keine Besorgnis, aber "Fachleute verstanden die Botschaft", fügt Gruschko hinzu. Die Botschaft lautet ihm zufolge wie folgt:

    "Russland hat ausreichende Mittel, Möglichkeiten und politischen Willen, um seine Interessen in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit zu gewährleisten."

  • 20:49 Uhr

    Medwedew nennt Poseidon-Unterwasserdrohne "Waffe des Jüngsten Gerichts"

    Dmitri Medwedew, der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates. Aufnahme vom 31. Juli 2025Jekaterina Schtukina / Sputnik                                  Die vor Kurzem getestete Unterwasserdrohne vom Typ Poseidon kann als "Waffe des Jüngsten Gerichts" bezeichnet werden, erklärte Dmitri Medwedew, der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates. In einem Beitrag in den sozialen Medien schrieb er:

    "Im Gegensatz zu 'Burewestnik' kann 'Poseidon' im wahren Sinne des Wortes als Waffe des Jüngsten Gerichts betrachtet werden."

    Präsident Wladimir Putin hatte am Mittwoch die erste Erprobung der Unterwasserdrohne vom Typ Poseidon bekannt gegeben. Die neue Drohne werde mit Kernenergie angetrieben – genauso wie zuvor erfolgreich getestete Marschflugkörper vom Typ Burewestnik.

    Mehr zum ThemaPutin gibt weitere Details über bahnbrechende Waffen "Poseidon" und "Burewestnik" bekannt

  • 20:19 Uhr

    Ukrainische Drohne verfolgt Auto der Verwaltungschefin des Bezirks Belgorod

    Eine Drohne der ukrainischen Streitkräfte hat das Auto von Tatjana Krugljakowa, der Leiterin der Verwaltung des Bezirks Belgorod, verfolgt. Zum Zeitpunkt des Drohnenangriffs gelang es Krugljakowa, aus dem Auto zu steigen. Dies berichtet der Gouverneur des Gebiets Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, auf seinem Telegram-Kanal.

    Weiter heißt es, dass auch der Fahrer das Auto vor dem Angriff der Drohne verlassen konnte. Die Drohne verfolgte das Auto seit Saltykowo und holte es in Jasnyje Sori ein.

    Wie der Gouverneur präzisiert, brannte das Auto infolge des Drohnenangriffs aus.

  • 19:55 Uhr

    Flugabwehr zerstört weiter ukrainische Drohnen über Russland

    Die russische Flugabwehr hat zwischen 11 und 21 Uhr Moskauer Zeit fünf Drohnen der Ukraine im Luftraum des Gebiets Belgorod abgeschossen. Dies berichtet das russische Verteidigungsministerium. Außerdem wurden eine Drohne über der Teilrepublik Krim und ein unbemanntes Flugzeug über dem Gebiet Kursk zerstört.

  • 19:34 Uhr

    Terrorangriff auf Krim-Brücke: Staatsanwalt fordert lebenslange Haftstrafe für Angeklagte

    Der zuständige Staatsanwalt beantragt die lebenslange Freiheitsstrafe für acht Angeklagte wegen des Terrorangriffs auf die Krim-Brücke im Oktober 2022. Dies berichtet ein Vertreter des Gerichts vom Militärbezirk Süd, an dem das Verfahren läuft.

    Während vergangener Gerichtssitzungen haben sich alle Angeklagten nicht schuldig bekannt, erinnert die Nachrichtenagentur TASS.

    Laut Ermittlern steckte hinter dem Terrorangriff Wassili Maljuk, der erste stellvertretende Chef des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU. Er soll in Kooperation mit einer Reihe bislang unbekannter Personen eine kriminelle Gruppe gebildet haben. Der Sprengstoff für den Angriff sei auf dem Territorium der Ukraine produziert und daraufhin mit einem Lkw an die Krim-Brücke gebracht worden. Der Fahrer habe von dem Plan nichts gewusst.

    Die Angeklagten werden des Terrorangriffs und des illegalen Besitzes von Sprengstoff, zwei von ihnen zudem des Schmuggels von Sprengstoff, beschuldigt.

  • 19:00 Uhr

    Medien: US-Geheimdienst geht davon aus, dass Russland Sieg auf Schlachtfeld anstrebt

    Die amerikanischen Geheimdienste sind der Ansicht, dass Russland nicht zu einem Kompromiss in der Ukraine bereit ist. Dies berichtet NBC News unter Berufung auf hochrangige US-Beamte.

    Ein hochrangiger Vertreter des US-Kongresses teilte mit, dass der Geheimdienst dem Senat über die Entschlossenheit des russischen Präsidenten Wladimir Putin berichtet habe, die Kämpfe bis zum Sieg Russlands fortzusetzen. Dem Beamten zufolge zeigt die russische Seite keine Bereitschaft zu Kompromissen.

    Das Weiße Haus lehnte es ab, sich gegenüber NBC News zu der Einschätzung des Geheimdienstes zu äußern, und behauptete, Präsident Donald Trump strebe Frieden in der Ukraine an.

  • 18:36 Uhr

    Peskow: Militaristische EU-Hysterie wird nicht einfach verschwinden

    Die militaristische Hysterie Europas wird nicht ohne Weiteres verschwinden, vermutet der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow. Er sagte gegenüber Journalisten:

    "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Europäer in absehbarer Zukunft ihre für uns russophoben, militaristischen Bestrebungen aufgeben und ihre militaristische Hysterie einfach so verschwinden wird."

    Peskow fügte hinzu, dass Russland und Weißrussland angesichts der Äußerungen aus Europa kaum "buchstäblich morgen" ein Gefühl der vollständigen Sicherheit empfinden könnten. Er erklärte:

    "Ich glaube nicht, dass wir und unsere Freunde aus Weißrussland, unsere Verbündeten in Weißrussland, sich buchstäblich morgen in völliger Sicherheit fühlen können. Dazu reicht es, einen Tag lang die Erklärungen zu hören, die aus den Hauptstädten des Baltikums, aus Polen, aus Paris und aus London kommen, und dann wird alles klar."

  • 18:15 Uhr

    Macgregor: Die Russen gewinnen – der Vormarsch erfolgt schneller denn je

    In einem aktuellen Interview für den Podcast "Judging Freedom" äußert sich der Oberst a. D. der US-Armee und Politikwissenschaftler Douglas Macgregor zur Lage in der Ukraine.

    Dabei weist der Analyst auf einen schnellen Vormarsch der Russen hin, der "schneller als in der Vergangenheit" erfolge.

    Laut Macgregor habe Putin erkannt, "dass er unter keinen Umständen Unterstützung oder Hilfe von irgendjemandem in den Vereinigten Staaten oder Europa bekommen wird, um diesen Konflikt zu beenden". Das bedeute, Russland müsse weiter vorrücken und seine Interessen verteidigen.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 17:51 Uhr

    DVR: Ukrainischer Kämpfer wegen Mordes an einem Zivilisten verurteilt

    Der Schütze der Fallschirmjägerbrigade der ukrainischen Streitkräfte, Jewgeni Lubenez, wurde wegen Mordes an einem Zivilisten in der Donezker Volksrepublik (DVR) zu 21 Jahren Haft in einem Hochsicherheitsgefängnis verurteilt, wie auf der Webseite der Generalstaatsanwaltschaft Russlands zu lesen ist. In der Mitteilung heißt es:

    "Der Oberste Gerichtshof der Donezker Volksrepublik hat ein Urteil in einem Strafverfahren gegen den 46-jährigen Schützen der 46. separaten Fallschirmjägerbrigade der Streitkräfte der Ukraine, Jewgeni Lubenez, gefällt … Das Gericht schloss sich der Position des Staatsanwalts an und verurteilte Lubenez zu 21 Jahren Freiheitsentzug in einer Strafkolonie mit strengem Regime."

    Er wurde wegen grausamer Behandlung der Zivilbevölkerung und der Anwendung von Methoden, die durch einen internationalen Vertrag der Russischen Föderation verboten sind, in einem bewaffneten Konflikt, sowie wegen Mordes für schuldig befunden. Es wurde festgestellt, dass Lubenez Ende November 2024 im Keller eines Privathauses einen Zivilisten, der die Aktionen der russischen Streitkräfte unterstützte, mit einem AK-74-Sturmgewehr erschossen hatte.

  • 17:18 Uhr

    Russischer Diplomat: Neues Putin-Trump-Treffen muss zunächst inhaltlich vorbereitet werden

    Moskau und Washington werden über ein neues Treffen der Präsidenten Wladimir Putin und Donald Trump entscheiden, nachdem dessen Inhalt vereinbart worden sei, erklärt Sergei Rjabkow, ein stellvertretender russischer Außenminister, im Gespräch mit Journalisten.

    "Wir glauben, dass der Rahmen, der bei dem Treffen der Staatschefs in Anchorage entstand, mit etwas Konkretem, mit Vereinbarungen und Entscheidungen gefüllt werden muss. Auf dieser Grundlage müssen wir voranschreiten."

  • 16:51 Uhr

    Russischer Sondergesandter: "Wir sind auf dem Weg zum Frieden"

    Russland ist auf dem Weg zum Frieden im Konflikt mit der Ukraine, glaubt Kirill Dmitrijew, der Sondergesandte des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Bei einem Besuch in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad erklärt er:

    "Wir sind auf dem Weg zum Frieden, und als Friedensstifter müssen wir dafür sorgen, dass dies gelingt."

  • 16:24 Uhr

    US-Vizepräsident Vance optimistischer bezüglich Lösung des Konfliktes 

    US-Vizepräsident JD Vance gibt zu, dass er den Ukraine-Konflikt zuvor für kaum lösbar gehalten hat. Nun erkenne er wesentliche Fortschritte im Friedensprozess. Im Interview für die New York Post erklärt Vance wörtlich:

    "Hätte man mich vor sechs Monaten gefragt, hätte ich gesagt: 'Sie hören niemals auf zu kämpfen. Russland wird sein Vietnam haben. Auch 15 Jahre später würden sie immer noch kämpfen.' Hätte man mich vor einem Monat gefragt, hätte ich gesagt, dass wir unglaublich viele Fortschritte machen."

    Präsident Donald Trump sei nicht in der Lage, die Konfliktparteien zum Frieden zu zwingen, betont Vance. Sowohl Russland als auch die Ukraine würden derzeit von der Fortsetzung der Kampfhandlungen profitieren. Nach Einschätzung des Vizepräsidenten habe Russland nur wenig Territorium befreit, während die Ukraine vor ernsten Problemen mit ihrer Energieinfrastruktur und einer beträchtlichen Anzahl militärischer Verluste stehe.

  • 15:51 Uhr

    "Die Eliten lehnen dies jedoch ab" – Russland will EU und NATO Sicherheitsgarantien geben

    Russland hat nicht die Absicht, Länder der Europäischen Union und der NATO anzugreifen, und Moskau ist bereit, dies in künftigen Sicherheitsgarantien zu verankern.

    Dies erklärte der Außenminister Sergei Lawrow auf der 3. Internationalen Minsker Konferenz zur Eurasischen Sicherheit.

    Der Minister betonte, Russland habe wiederholt erklärt, dass es nicht die Absicht habe, eines der derzeitigen Länder der Europäischen Union oder der Nordatlantischen Allianz anzugreifen. "Wir sind bereit, diese Position in künftigen Sicherheitsgarantien für diesen Teil Eurasiens zu verankern. Die EU-Spitzenpolitiker lehnen deren Prüfung jedoch auf einer wirklich kollektiven Basis ab und verkünden stolz, dass es nach der Ukraine-Krise Sicherheitsgarantien nicht mit Russland, sondern gegen Russland geben müsse", erklärte Lawrow.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 15:33 Uhr

    Medien: Ukrainische Streitkräfte können russische Aufklärungsgruppen nicht aufhalten

    Russische Sabotage- und Aufklärungsgruppen verbreiten Panik in den Reihen der ukrainischen Streitkräfte, schreibt das Analyseportal Business Insider. In dem Artikel heißt es:

    "Von Drohnen geführt, bewegen sich kleine russische Aufklärungsgruppen unbemerkt entlang der Frontlinie, verstecken sich vor dem Feind und bereiten den erschöpften ukrainischen Truppen, die ohnehin schon am Limit sind, Probleme."

    Diese Taktik des russischen Militärs sorgt für große Unruhe in den Reihen der ukrainischen Streitkräfte, da sie effektiv ist und es Russland ermöglicht, tief in das ukrainische Territorium vorzudringen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Quellen.

  • 15:03 Uhr

    Schweden und Norwegen übergeben Ukraine CB90-Kampfboote

    Vor kurzem hätten Schweden und Norwegen den Seestreitkräften der Ukraine Kampfboote vom Typ Combat Boat 90 übergeben, wie die ukrainische Marine am Mittwoch auf Telegram mitteilt

    "Solche Boote sind schon bei unserer Flotte im Einsatz, und jetzt gibt es noch mehr davon – es wurde eine ganze Division auf Basis dieser Technik gebildet. Combat Boat 90 gehören zu den besten der Welt und werden in vielen Ländern eingesetzt, insbesondere in den NATO-Mitgliedstaaten." 

    Wie es heißt, seien die Kampfboote im Rahmen der maritimen Unterstützungsinitiative für die Ukraine, der Maritime Capability Coalition, geliefert worden. 

    Die Anzahl der gelieferten Kampfboote wurde nicht genannt.

  • 14:41 Uhr

    Putin: Burewestnik-Marschflugkörper hat "unbestreitbare Vorteile"

    Die von russischen Spezialisten entwickelte Rakete des Typs Burewestnik mit Kernenergieantrieb habe "unbestreitbare Vorteile". Dies erklärte der russische Präsident Wladimir Putin am Mittwoch während seines Besuchs in einem Militärkrankenhaus.

    "Vor kurzem wurde die neueste Rakete mit unbegrenzter Reichweite getestet. Sie hat unbestreitbare Vorteile."

    Putin zählte die wichtigsten Merkmale der neuen Waffe auf:

    • Der Kernreaktor des Burewestnik sei bei vergleichbarer Leistung 1.000 Mal kleiner als der Kernreaktor eines Atom-U-Boots und er lasse sich innerhalb von Minuten und Sekunden starten.
    • Darüber hinaus würden die im Burewestnik verwendeten Nukleartechnologien im Mondprogramm eingesetzt.
    • Die in der Rakete verwendete Elektronik werde bereits in Weltraumprogrammen eingesetzt.
    • Russland könne dann die im Burewestnik verwendeten Nukleartechnologien auch in der Volkswirtschaft einsetzen.

    Putin erklärte außerdem, dass Russland gestern erfolgreiche Tests von "einem weiteren vielversprechenden Komplex", der Unterwasserdrohne vom Typ Poseidon, durchgeführt hätte, die ebenfalls mit einem Kernkraftwerk ausgestattet sei.

    Der russische Präsident betonte, dass es unmöglich sei, Poseidon abzufangen. In Bezug auf Geschwindigkeit und Tiefe gebe es weltweit kein vergleichbares Gerät. Die Leistung von Poseidon übertreffe die der Interkontinentalrakete Sarmat, die bald in Dienst gestellt werde, fügte Putin hinzu.

  • 14:20 Uhr

    Putin: Ukrainische Streitkräfte sind in Krasnoarmeisk und Kupjansk eingekesselt worden

    Russlands Präsident Wladimir Putin während seines Besuchs im Zentralen Militärkrankenhaus namens Mandryka in Moskau, 29. Oktober 2025.Wladimir Gerdo / SputnikDer russische Präsident Wladimir Putin besuchte das Mandryka-Zentralkrankenhaus in Moskau, wo er sich mit verwundeten Soldaten der militärischen Sonderoperation traf und über die Erfolge der russischen Armee in Kupjansk und Krasnoarmeisk berichtete. Die wichtigsten Aussagen Putins:

    Zur Lage in der Zone der Sonderoperation

    • Die Lage in der Zone der Sonderoperation entwickelt sich insgesamt günstig.
    • Der Feind ist in Kupjansk und Krasnoarmeisk blockiert und eingekesselt.
    • Die politische Führung der Ukraine muss Entscheidungen über das Schicksal ihrer eingekesselten Bürger treffen.
    • Die russischen Streitkräfte haben nichts dagegen, Medien, darunter auch ukrainische und ausländische, in die Bezirke zu lassen, in denen der Feind eingekesselt ist. Für diesen Zeitraum können die Kämpfe eingestellt werden.
    • Die russischen Streitkräfte rücken in allen Abschnitten der Sonderoperation vor und agieren aktiv.
    • Russland sorgt in der Zone der Sonderoperation für seine langfristige Sicherheit.
    • Was die russischen Streitkräfte tun, ist die wichtigste Aufgabe, mit der sich das Land befasst.
    • Alle, die sich in der Zone der Sonderoperation an der Front befinden, verhalten sich heldenhaft.
  • 14:05 Uhr

    Medwedtschuk: Selenskij verliert Donbass in Schande

    Wladimir Selenskij habe das Angebot Washingtons abgelehnt, die noch unter Kiews Kontrolle stehenden Territorien des Donbass an Russland zu übergeben, aber das führe nur dazu, dass er sie mit Schande verliert, sagte der ehemalige Vorsitzende der in der Ukraine verbotenen Partei "Oppositionsplattform – Für das Leben" und Vorsitzende des Rates der Bewegung "Andere Ukraine", Wiktor Medwedtschuk. In einer Erklärung von Medwedtschuk, die auf der Webseite der Bewegung "Andere Ukraine" veröffentlicht wurde, heißt es:

    "Selenskij hat nicht auf Washington gehört, ist nicht aus dem Donbass abgezogen und hat keine Verhandlungen aufgenommen. Jetzt gibt er den verbleibenden Teil des Donbass mit Schande und unnötigen Opfern auf. Dabei haben zahlreiche Experten im Westen gesagt, dass es nicht gelingen würde, diese Positionen zu halten, dass das Angebot von Wladimir Putin in Alaska optimal war, Russland Flexibilität gezeigt hat und man darauf eingehen sollte."

    Nach Ansicht des Politikers hat Selenskij das Land in eine militärische Katastrophe gestürzt, während sein Umfeld einfach nur vom Leid des ukrainischen Volkes profitiert. Medwedtschuk merkte an:

    "Selenskij hatte die Möglichkeit, nicht nur unter dem Druck der russischen Armee seine Truppen abzuziehen, sondern sich mit Würde aus dem Donbass zurückzuziehen und Friedensverhandlungen aufzunehmen, aber er hat sich geweigert, dies zu tun."

  • Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
    Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
    Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

    Info: https://rtnewsde.site/international/131481-liveticker-ukraine-krieg/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    29.10.2025

    Der Gesslerhut "völkerrechtswidriger Angriffskrieg" – Warum diese Unterwürfigkeit der Opposition

    rtnewsde.site, 29 Okt. 2025 18:02 Uhr, Von Astrid Sigena 

    Kaum eine Stellungnahme von Kriegsgegnern oder Befürwortern einer Kooperation mit Russland aus den Oppositionsparteien kommt ohne den Kotau vor der Wortverbindung "völkerrechtswidriger Angriffskrieg" aus. Zeit, endlich davon Abstand zu nehmen.


    Der Gesslerhut "völkerrechtswidriger Angriffskrieg" – Warum diese Unterwürfigkeit der OppositionQuelle: Legion-media.ru © IPON


    Friedensdemonstration am 03. Oktober in Berlin.


    Als die Schweiz im Mittelalter noch unter habsburgischer Herrschaft stand, stellte der Sage nach Gessler, der Reichsvogt in Schwyz und Uri, einen Hut auf, den jedermann unter Strafandrohung zu grüßen hatte. Tells Weigerung, diesen Gruß auszuführen, führte bekanntermaßen zum berühmten Apfelschuss und letztlich zur Unabhängigkeit der Schweiz. Bis heute gilt der Gesslerhut als Symbol für eine Einrichtung, deren Zweck die öffentliche Erzwingung untertäniger Unterwerfung ist.

    Am Montag war es wieder so weit: Bernd Baumann, der parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, gab der Welt ein Interview. Anlass waren die unter anderem aus der CDU stammenden Vorwürfe, die AfD sei zu russlandfreundlich und gefährde dadurch die Sicherheit Deutschlands (RT DE berichtete). Erwartungsgemäß hielt Baumann mit Verve dagegen und sprach von "Verzweiflungstaten" der Umfrageverlierer von der CDU. Nicht ganz ohne Erfolg: Der Moderator musste zugeben, dass der thüringische Innenminister Georg Maier (SPD) seine Spionage-Vorwürfe verbal abgeschwächt hat:

    "Aus juristischen Gründen muss er das wahrscheinlich sagen, weil er das nicht beweisen kann."


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    Analyse

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    Ebenso erwartungsgemäß kam aber auch die standardmäßige BRD-Wortfloskel, wenn es um den Ukraine-Krieg geht. Ab Minute 2:02 war es dann soweit: Der Moderator warf dem AfD-Politiker vor, nicht "vom Angriffskrieg der Russen", sondern "von einem Krieg in der Ukraine" zu sprechen. Baumann sprang dann auch gleich brav übers Stöckchen, wies die Behauptung empört zurück und betonte, die AfD-Bundestagsfraktion habe sogar eine Resolution verfasst, in der sie den Ukraine-Krieg zum "völkerrechtswidrigen Angriffskrieg" erklärt hatte. Knapp eineinhalb Minuten später wiederholte Baumann dann noch einmal eigenständig, ohne vom Moderator angeleitet werden zu müssen, das Narrativ vom "völkerrechtswidrigen Angriffskrieg".

    Damit schwächte Baumann seine ansonsten richtige Argumentation: Man müsse mit den Russen verhandeln und zu einer Friedenslösung gelangen, die auch russische Sicherheitsinteressen einschließe. Ebenso wies er zurecht auf die horrenden Summen hin, mit denen Deutschland die Herrschaft Selenskijs am Leben erhält. Aber mit seiner Verbeugung vor dem bundesrepublikanischen Gesslerhut entkräftete Baumann selbst seine Aussagen. Denn: Warum sollte man mit einem Aggressor-Staat verhandeln? Das ist nämlich Russland für denjenigen, der das Narrativ vom "völkerrechtswidrigen Angriffskrieg" übernimmt. Mit der Verwendung dieses Begriffs überlässt man ohne Not den Gegnern einer Einigung mit Russland die Diskurshoheit, die diese Karte mit Vergnügen ausspielen werden.

    Zumal dieses Narrativ bestimmte historische Tatsachen völlig außer Acht lässt: Zum Beispiel verdeutlicht Merkels Geständnis (das von ihr sogar mehrfach wiederholt wurde, zuletzt in einem Interview in Ungarn), dass man mit den Minsker Vereinbarungen der Ukraine Zeit verschaffen wollte, um sie wehrhafter zu machen, und den europäischen Verhandlungspartnern Russlands überhaupt nicht an einer dauerhaften Friedenslösung gelegen gewesen sei. Von Boris Johnsons mutmaßlicher Sabotage des Istanbuler Friedensabkommens ganz zu schweigen. Und dies sind nur zwei Beispiele aus der Vorkriegsgeschichte und dem Verlauf des Ukraine-Konflikts, die es verbieten, die Behauptung vom russischen "völkerrechtswidrigen Angriffskrieg" einfach nachzuplappern, wenn man historisch redlich bleiben will.


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    Auch der anschließende Relativsatz "den Putin da gemacht hat" in Baumanns Ausführungen ist unterkomplex. Schließlich besteht die russische Führung nicht allein aus Putin und der Kampf in der Ukraine wird von großen Teilen des russischen Volkes als schmerzlich, aber leider notwendig angesehen. Die AfD (und auch andere Gegner einer Konfrontation mit Russland) ist nicht verpflichtet, sich für die Entscheidungen der russischen Führung verantwortlich zu fühlen (als deutsche Partei trägt sie die Verantwortung für ihr eigenes Land). Sie braucht sie auch nicht zu rechtfertigen (was in der heutigen BRD ohnehin rechtlich gefährlich wäre). Es wäre allerdings schon viel gewonnen, wenn sie davon ablassen könnte, russophobe Stereotype nachzuplappern.

    Um nicht unfair zu sein: Auch die andere Partei von einiger Bedeutung, die sich gegen den Kriegskurs der Bundesregierung und für ein Auskommen mit Russland ausspricht, das BSW, rührt nicht an dem Tabu des angeblichen "völkerrechtswidrigen Angriffskriegs" Putins (gerne auch noch mit der Vokabel "unprovoziert" garniert). Die BSW-Vorsitzende Sahra Wagenknecht ließ eine Zeit lang kaum einen ihrer Talkshow-Auftritte verstreichen, ohne diese Formel ausgesprochen zu haben – fast ganz so, als handele es sich um eine Zauberformel, die sie vor Ausgrenzung und Stigmatisierung schützen könnte. Sie verstieg sich sogar dazu, den russischen Präsidenten einen Verbrecher zu nennen – das seien ihrer Meinung nach alle Politiker, die Kriege begännen. Aber das Herunterbeten der vorgeblich magischen Worte half nichts – sie ist samt ihrer Partei als Putin-Versteherin und fünfte Kolonne Moskaus (O-Ton des Grünen Anton Hofreiter) verschrien, ganz genauso wie die AfD.

    Wie man es besser machen kann, zeigt eine Pressemitteilung, die gleichfalls aus der AfD-Bundestagsfraktion kommt, ebenfalls vom 27.10.2025. Sie stammt aus dem Büro des Bundestagsabgeordneten Gottfried Curio, aus den Debatten im Plenum als rhetorischer Florettfechter der AfD bekannt. Curio nahm Bezug auf eine Meldung des Handelsblatts, der zufolge Bundesinnenminister Alexander Dobrindt von der CSU das Thema Krisenvorsorge in den Schulunterricht einbinden möchte (RT DE berichtete). Medienberichten zufolge soll es dabei auch um die Vorbereitung auf einen möglichen Kriegsfall gehen, wobei die Kinder als Wissensträger in die Familien hineinwirken sollen.


    "Bellizistische Lufthoheit über Kinderbetten": AfD kritisiert Dobrindts "Kriegsunterricht"





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    Nichts mit Herumlavieren um den angeblichen "völkerrechtswidrigen Angriffskrieg". Curio ging vielmehr wort- und grußlos an diesem Gesslerhut vorüber und schritt prompt zum Gegenangriff: Dobrindt wolle "die bellizistische Lufthoheit nun auch über den Kinderbetten". Und: Bei den Plänen des Bundesinnenministers handele es sich um "pädagogische[n] Kindesmissbrauch zum Zwecke der Kriegspropaganda". Schüler würden als Multiplikatoren für die Panikmache der Regierung missbraucht: "durch Kinderköpfe in Familien hinein, Schulunterricht als offenes Infiltrationsinstrument". Beneidenswerte Deutlichkeit, aber in der Opposition zum Kriegskurs leider zu selten.

    Und es geht weiter: Curio und sein Team scheuen auch nicht davor zurück, die Kriegspläne der Machthaber anzusprechen. Es "wäre eine unangebrachte Verharmlosung", in den Maßnahmen der Bundesregierung "nur einen völlig übersteuerten Alarmismus zu sehen", nein, die die Regierung verfolge mit ihrer Kampagne die Absicht, "das Thema eines kommenden Krieges selbstverständlich bis unvermeidbar zu machen" – für Curio ein erschreckendes Zeichen, "dass für diese Regierung die Würfel offenbar schon gefallen sind" (in Richtung Krieg, muss sich der Leser ergänzen). Der Tenor der Regierungsverlautbarungen sei folgender: "Es kann nur noch um das 'Wie' unserer möglichst umfangreichen Vorbereitung gehen", folglich nicht mehr darum, ob die Deutschen überhaupt einen Krieg wollen und wie man ihn mit diplomatischen Mitteln verhindern könnte. Denn, so Curio weiter:

    "Die Panikmache der Regierung soll das Fenster der Stimmung zu immer weiteren Kriegsvorbereitungen öffnen."

    Die bundesrepublikanische Obrigkeit will die Deutschen immer weiter in Richtung Krieg mit Russland treiben. Dagegen müssen sich Kriegsgegner aller politischen und weltanschaulichen Lager nach Kräften wehren. Rücksichtnahme auf die Sprachgebote, derer, die dem Krieg das Wort reden, ist da unangebracht. Klare Artikulation und Anprangerung ihrer Kriegspläne dagegen umso mehr.


    Mehr zum Thema Blockaden und Wehrdienstverweigerung: Neue Töne auf "Die Waffen nieder"-Demo in Berlin


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://rtnewsde.site/meinung/260261-opposition-gesslerhut-voelkerrechtswidriger-angriffskrieg/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    29.10.2025

    Artikel zu dem Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung   (I von III)

    aus e-mail von Clemens Ronnnefeldt, 29. Oktober 2025, 18:57 Uhr


    Liebe Friedensinteressierte,


    nachfolgend sende ich einige Artikel zu dem Kriegen in der Ukraine und

    in Westasien sowie zum Thema Militarisierung in Deutschland - auch

    heute mit dem Hinweis, dass ich nicht mit allen Artikeln übereinstimme,

    diese aber für relevant halte:



    1. n tv: Ukraine-Krieg im Liveticker


    2. n tv: Hoffnung auf Verhandlungen - Selenskyj erwartet Friedensplan von "Koalition der Willigen"


    3. Seymour Hersh: WAS PUTIN UND SELENSKYJ WOLLEN, ABER NICHT BEKOMMEN KÖNNEN


    4. Infosperber: Wolfgang Richter: Vermutliche Luftraumverletzungen: «Medial völlig übertrieben»



    5. BIP-Aktuell: Israel verletzt den Waffenstillstand


    6.  Tagesschau: Warnung der USA  - Scharfe Kritik an Israels Annexionsplänen


    7. NYT: Israel führt ersten Luftangriff im Westjordanland seit Monaten durch und tötet 3


    8. Die Zeit: Hisbollah: Das Problem mit der Entwaffnung



    9. Berliner Zeitung: Deutschland zahlt für US-Militärangehörige: Wie die SPD sich einen Vorteil im Wahlkampf erkauft


    10. Der Spiegel: Pläne des Innenministers - Dobrindt will Schüler auf den Krieg vorbereiten


    11. IPG: Rolf Mützenich: Das neue nukleare Zeitalter


    12. Friedensfähig: Kampagne kritisiert geheime Pläne der Bundesregierung


          Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern birgt enormes Eskalationspotenzial


    13. Friedenskooperative: Abrüstungsappell jetzt unterschreiben!



    ------


    1. nt v: Ukraine-Krieg im Liveticker


    https://www.n-tv.de/politik/16-35-Litauen-schliesst-Grenze-zu-Belarus-nach-Luftraumverletzungen-groesstenteils--article23143824.html


    29.10.2025

    Ukraine-Krieg im Liveticker



    15:48 Militärexperte Thiele nennt aktuelle Zahl getöteter Soldaten: "Ein sehr verlustreicher Kampf“


    Oberst a.D. Ralph Thiele spricht im ntv-Interview über die angespannte

    Lage an der Kriegsfront, die Schwächen der ukrainischen Verteidigung

    und die Modernisierung der russischen Armee. Der Militärexperte warnt:


    Beide Seiten stoßen an ihre Grenzen und die Nato müsse sich dringend

    besser aufstellen. Zuletzt seien deutlich mehr Ukrainer als Russen im

    Krieg getötet worden, wie die Zahl toter Kriegsgefangener zeige, sagt

    Thiele im ntv-Interview.


    (…)


    14:13 Russischer Sondergesandter Dmitrijew erwartet baldige "diplomatische Lösung“


    Der Krieg in der Ukraine wird nach Einschätzung des russischen

    Sondergesandten Kirill Dmitrijew binnen eines Jahres beendet sein.

    "Wir sind sicher, dass wir auf dem Weg zum Frieden sind - und als

    Friedensstifter müssen wir dafür sorgen, dass dies gelingt", sagt der

    Sondergesandte des russischen Präsidenten Wladimir Putin bei einem

    Besuch in der saudiarabischen Hauptstadt Riad.


    Dort nimmt Dmitrijew, der auch Chef des Russischen

    Direktinvestitionsfonds ist, an einer Investorenkonferenz teil. Er

    äußert sich nach seinen Treffen mit Vertretern der US-Regierung am

    Wochenende in den USA. Auf die Frage, ob Frieden in der Ukraine

    innerhalb eines Jahres möglich sei, antwortet Dmitrijew: "Ich glaube

    schon.“


    Während seines Aufenthalts in den USA erklärte er, Russland und die

    USA stünden kurz vor einer "diplomatischen Lösung" des Krieges.



    ——


    2. n tv: Hoffnung auf Verhandlungen - Selenskyj erwartet Friedensplan von "Koalition der Willigen"



    https://www.n-tv.de/ticker/Selenskyj-erwartet-Friedensplan-von-Koalition-der-Willigen-article26122475.html


    Hoffnung auf Verhandlungen


    Selenskyj erwartet Friedensplan von "Koalition der Willigen"


    27.10.2025, 13:12 Uhr


    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rechnet in den kommenden

    Tagen mit einem Friedensplan der sogenannten Koalition der Willigen.


    Der Plan solle kurz sein, sagte er dem US-Portal "Axios": "Ein paar

    schnelle Punkte. Wie der Plan eines Waffenstillstands. Wir haben

    beschlossen, in der kommenden Woche oder zehn Tagen daran zu

    arbeiten." Allerdings bezweifele er, dass Russlands Präsident Wladimir

    Putin dem Plan zustimmen werde, sagte Selenskyj.


    Die Koalition der Willigen sind etwa zwei Dutzend Staaten, angeführt

    von Großbritannien und Frankreich, die der Ukraine nach einem

    möglichen Waffenstillstand militärische Sicherheitsgarantien geben

    wollen. Nach einem Treffen am vergangenen Freitag in London sprach

    auch der britische Premierminister Keir Starmer von einem Friedensplan

    der Koalition.


    US-Präsident Donald Trump hat gefordert, die Kämpfe in der Ukraine

    entlang der derzeitigen Frontlinie einzustellen. Dem hat die Ukraine

    zugestimmt, ebenso ihre europäischen Unterstützer. Moskau besteht

    unter anderem darauf, dass die ukrainischen Truppen komplett aus dem

    von Russland beanspruchten Gebiet Donezk abziehen.


    Um Putin an den Verhandlungstisch zu zwingen, seien weitere Sanktionen

    gegen Russland sowie Waffen mit hoher Reichweite für die Ukraine

    nötig, sagte Selenskyj dem US-Portal.


    Quelle: ntv.de, dpa



    ———


    3. Seymour Hersh: WAS PUTIN UND SELENSKYJ WOLLEN, ABER NICHT BEKOMMEN KÖNNEN



    https://seymourhersh.substack.com/p/what-putin-and-zelensky-want-but?utm_campaign=email-post&r=gp7rs&utm_source=substack&utm_medium=email


    (in der angebotenen deutschen Übersetzung)

    WAS PUTIN UND SELENSKYJ WOLLEN, ABER NICHT BEKOMMEN KÖNNEN


    Die beiden Führer reden immer noch aneinander vorbei


    Texte von Seymour Hersh


    Okt 23, 2025


    Die angeschlagenen russischen Truppen nennen es den „Horseshoe“, ein

    brutal verstärktes Gebiet in der hügeligen nördlichen Ecke der

    Donbass-Region, das den Eintritt der Armee vom Osten in die riesigen

    zentralen Ebenen der Ukraine blockiert – ein Weg, der die russische

    Armee führen könnte, wenn sie in der Lage wäre, einen erwarteten

    Gegenangriff zu überwinden, tief in die Zentralukraine und sogar

    theoretisch in die Außenbezirke von Kiew.


    Das Hufeisen ist blutverschmiert und wird durch Gräben, Bunker und

    Betonbarrieren befestigt, die die russische Armee in Schach gehalten

    haben, zu großen Kosten für Leben und Materialien.


    Ein gut informierter amerikanischer Beamter sagte mir, dass Wladimir

    Putin, der russische Präsident, seine Generäle weiterhin dazu drängt,

    einen umfassenden Angriff zu machen und das Gebiet zu nehmen und Putin

    zu geben, was er will, um den Krieg zu beenden: die totale Kontrolle

    des Donbass, der aus zwei Provinzen besteht - Donezk und Luhansk -,

    die reich an Kohle, Eisenerz, Lithium, Titan und Seltenen Erden sind.


    Und die russische Geschichte. Russisch sprechend machen 70 Prozent der

    Region aus. Russlands Generäle, so wurde mir vom Beamten gesagt, haben

    sich bisher geweigert, einen weiteren Angriff auf das Hufeisen zu

    verüben, unter Berufung auf frühere Misserfolge, schwere Opfer von

    Kampfsoldaten und Zerstörung ihrer Panzer und anderer schwerer Waffen.


    Wenn der Winter näher rückt, wird Putin erst im Frühjahr eine

    Bodenoffensive starten und erneut versuchen, den gesamten Donbass zu

    übernehmen, dessen von der Ukraine kontrollierte Gebiete seit dem

    Einmarsch Russlands in die Ukraine Anfang 2022 schwer unter russischen

    Drohnen- und Raketenangriffen stehen.


    Presseberichte über den jüngsten Nicht-Gipfel haben betont, dass Putin

    zugestimmt hat, alle Kämpfe entlang des Rests der Front einzufrieren,

    wenn ihm die Kontrolle über den gesamten Donbass gewährt wird.


    Präsident Wolodymyr Selenskyj aus der Ukraine betonte trotz des Drucks

    der Vereinigten Staaten, wie er es in der Geschichte der

    Friedensgespräche mit Russland getan hat, dass er nicht ändern werde,

    wie der US-Beamte es mir sagte, "seine langjährige Position, die leere

    Hoffnung und das Ziel, die gesamte Ukraine zurückzunehmen", aufrecht

    zu erhalten.


    Die Ironie oder "Realität", wie der Beamte es ausdrückte, ist, dass

    "Russland seit einem Jahr erfolglos versucht, diesen Teil des

    Territoriums zu erobern und mit großen Verlusten von seinem Truppen

    ohne Erfolg gescheitert ist." Selenskyjs Spiel fügte er schief hinzu:

    "Könnte funktionieren. Vielleicht nicht."


    Offensichtlich gibt es in diesem Krieg keine Lernkurve.


    Der nie endende Stau folgte nach dem jüngsten Gipfel, der nicht

    stattfand: Trump sagte diese Woche ein Treffen mit Putin ab, weil, wie

    er erklärte, „es fühlte sich einfach nicht richtig für mich an. Es

    fühlte sich nicht so an, als würden wir an den Ort kommen, den wir

    bekommen müssen. . . . Wir werden es in Zukunft tun."


    Die Zukunft kam heute früh, als das US-Finanzministerium, das sich um

    Trump handelte, abrupt Sanktionen gegen Russlands zwei größte

    Ölunternehmen Rosneft und Lukoil ankündigte.


    Die New York Times berichtete, dass die Europäische Union sofort

    nachzog und die Preise von Brent Crude, der internationalen Benchmark,

    um mehr als fünf Prozent in die Höhe trieb. China stornierte sofort

    seine Bestellung von russischem Rohöl im November, und Indien, der

    andere Hauptabnehmer von russischem Rohöl, wurde erwartet, dass es

    dasselbe tun würde. Es gab keine unmittelbare Reaktion aus Moskau,

    aber das Druckspiel ist an.


    Putin hat jede aufeinanderfolgende Reihe von US-Sanktionen überlebt,

    die Donald Trump jetzt eskaliert, die zu dem Rückzug aus Russland

    geführt haben, der unter Obama, von amerikanischen Hotels,

    Lebensmittelketten und anderen US-Unternehmen begann, die dort

    gediehen waren.


    Ukrainische Drohnen- und Raketenangriffe, die mit Hilfe des westlichen

    Geheimdienstes ins Visier genommen wurden, begannen im August mit dem

    Angriff auf russische Ölraffinerien. Bis heute, so der Beamte, wurde

    fast die Hälfte der russischen Raffinerien zumindest vorübergehend von

    ukrainischen Drohnen in Betrieb genommen.


    Die wirtschaftlichen Auswirkungen waren in Russland enorm und wurden

    von Öl- und Chemieindustriezeitschriften sorgfältig überwacht. Ihre

    Berichterstattung ergab, dass Russland 22 Dollar für jedes Barrel

    raffiniertes Öl verdiente, das in der Türkei, Indien oder China

    landete. Russland, das seine Raffinationskapazität verringert hat,

    verdient jetzt nur noch zwei Dollar pro Barrel für sein Rohöl - das

    oft ein Prozent oder mehr Schwefelnebenprodukte enthält, die im

    Raffinationsprozess entfernt werden müssen.


    Eine weitere Komplikation für die russische Wirtschaft war der Mangel

    an Maklern, die bereit sind, russisches Rohöl direkt an Raffinerien in

    ganz Europa und Asien zu liefern. Es gibt eine Pipeline nach Europa,

    aber nur Hungry und die Slowakei kaufen russisches Rohöl. Russland

    verkauft Rohöl an die Türkei und Asien, aber dies führt zu einem

    weitaus kostspieligeren Versand mit Versicherungsbedarf. Öltanker sind

    in einer Krise, die bald kommen könnte, leicht zu finden und zu

    zerstören, und Öllager auf der ganzen Welt bleiben ungeschützt.


    "Putin ist das Geld ausgegangen", betonte der US-Beamte für mich. "Die

    russische Flotte im Schwarzen Meer ist fertig und er betreibt ein

    Ponzi-System" durch Kredite, die er von russischen Banken, die von Öl-

    und Gasgeldern gedeihen, aber nicht an Privatpersonen leihen dürfen,

    keine Mittel zur Rückzahlung haben. Und doch fügte er hinzu: "Putin

    ist bereit, einen Deal anzunehmen, wenn Sie seine Bedingungen

    akzeptieren.“


    (…)


    "Die Europäer sind besorgt um Putin", sagte der Experte. "Es gibt ein

    zwei- oder dreijähriges Zeitfenster, in dem Europa stark genug sein

    muss", um eine Bedrohung für jeden zukünftigen russischen politischen

    Gambit darzustellen. Unterdessen fügte er hinzu: „Trump hilft Putin,

    den Sieg vor der Niederlage zu erringen. Er ändert ständig die

    Bedingungen eines Deals."


    Die Welt beobachtet und tut wenig, um den Krieg zwischen Russland und

    der Ukraine zu beenden. Wir bleiben bei Selenskyj, der darauf besteht,

    dass es kein Friedensabkommen geben wird, das den Verlust ukrainischen

    Territoriums beinhaltet; Putin, der glaubt, dass er seinen Weg zum

    Sieg in einem von ihm begonnenen und noch gewonnenen Krieg

    bombardieren kann; und Trump, der einen Krieg, jeden Krieg, begleichen

    will, um einen Preis zu gewinnen.



     <https://substack.com/@seymourhersh>

    ——


    4. Infosperber: Wolfgang Richter: Vermutliche Luftraumverletzungen: «Medial völlig übertrieben»



    https://www.infosperber.ch/politik/vermutliche-luftraumverletzungen-medial-voellig-uebertrieben/



    Vermutliche Luftraumverletzungen: «Medial völlig übertrieben»


    Redaktion / 26.10.2025  


    Drohneneinflüge, Drohnen über Flughäfen, Luftraumverletzungen –


    Militärexperte Richter stellt klar, was dran ist und was nicht.


    Red. – Wolfgang Richter, Oberst a. D., nahm im Online-Portal

    «Makroskop» Stellung zu den angeblichen Drohnenangriffen und

    Luftraumverletzungen sowie zur weiteren, auch medialen Eskalation im

    Krieg um die Ukraine. Infosperber publiziert eine gekürzte Version des

    von «Makroskop»-Redaktorin Ulrike Simon mit Wolfgang Richter geführten

    Gesprächs mit dem Titel «Wird Russland uns angreifen oder sind wir

    schon ‹im Krieg›, Herr Richter?».


    _____________________


    Herr Richter, die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen

    wertet die jüngsten Drohnen- und Kampfjetvorfälle als Teil der

    hybriden Kriegsführung Russlands. Das Land führe eine eskalierende

    Kampagne mit dem Ziel, die Bürger zu verunsichern und die

    Entschlossenheit der EU zu testen, die Union zu spalten und die

    Unterstützung für die Ukraine zu schwächen. Eine neue Denkweise sei

    erforderlich, man dürfe sich nicht wegducken, sondern müsse den

    russischen Bedrohungen «mit Einigkeit, Abschreckung und

    Entschlossenheit» begegnen. Stimmen Sie ihr zu?


    Die EU-Kommission scheint hinter einer Reihe von Luftzwischenfällen,

    die weitgehend ungeklärt sind, einen Zusammenhang und einen russischen

    Masterplan zu vermuten. Dafür gibt es keine hinreichenden Belege. Es

    handelt sich vielmehr um Spekulationen, die im Kontext der

    gegenwärtigen Spannungen verständlich sein mögen, aber keiner

    nüchternen Analyse standhalten. Vielmehr bedürfen die erwähnten

    Vorfälle der Klärung in jedem Einzelfall, zumal sie durch

    unterschiedliche Akteure und technische Sachverhalte verursacht worden

    sein können.


    Eine Absicht Moskaus, einen weiteren Konflikt zu provozieren, wäre aus

    strategischer Sicht nicht plausibel. Angesichts der Bindung der

    russischen Truppen in der Ukraine und der konventionellen

    Überlegenheit der Nato widerspräche ein solches Vorhaben dem

    russischen Sicherheitsinteresse.


    In dieser Lage den Westen zu «testen» und gegebenenfalls einen für

    Russland existenzgefährdenden zusätzlichen Konflikt

    heraufzubeschwören, wäre ein unsinniges Unterfangen. Auch die Annahme,

    dass Luftzwischenfälle «Europa spalten» könnten, entbehrt jeder Logik.

    Vielmehr hat die Luftverteidigung der Nato – die EU hat hier weder

    Zuständigkeit noch Fähigkeit – ihre Zuverlässigkeit und

    Reaktionsbereitschaft demonstriert und angemessen reagiert.


    Wie bewerten Sie die Drohneneinflüge in Polen vom 9. auf den 10.

    September?


    Zu den Drohneneinflügen in Polen am 9./10. September hat sich selbst

    die Nato noch nicht zu einer abschliessenden Bewertung durchgerungen.

    Es fällt auf, dass sie teils aus Belarus kamen und keine Sprengköpfe

    mitführten. Grundsätzlich können Kursabweichungen auch durch Jamming

    und Spoofing der Satellitensignale für die Steuerungssysteme

    verursacht worden sein. Auch die Ukraine wendet solche elektronischen

    Abwehrmassnahmen an und kann so einen beträchtlichen Teil der

    russischen Drohnen ablenken und schliesslich unkontrolliert zum

    Absturz bringen. Die integrierte Nato-Luftverteidigung hat

    professionell reagiert und einen Teil der Drohnen abgeschossen.


    Dass eine Drohne angeblich ein Haus im ostpolnischen Wyriki-Wola

    beschädigt hat, musste Polen mittlerweile dementieren. Tatsächlich

    handelte es sich um eine fehlgeleitete Luft-Luft-Rakete eines

    polnischen F-16 Jagdbombers. Auch die angebliche elektronische Störung

    des Landeanflugs von Frau von der Leyen in Sofia durch Russland erwies

    sich als Fake News.


    Und wie sehen Sie die Einflüge von drei russischen Kampfflugzeugen in

    den estnischen Luftraum am 19. September?


    Die vermutlichen Verletzungen des estnischen Luftraums durch drei

    russische MiG-31-Jagdbomber am 19. September werden medial völlig

    übertrieben dargestellt. Selbst wenn diese für 12 Minuten vom

    «Normalkurs» abgewichen sein sollten (was Moskau bestreitet), so

    bestand zu keiner Zeit eine Gefahrenlage für Estland. Vielmehr sind

    die russischen Flieger routinemässig aus der St. Petersburger Bucht

    kommend über der Ostsee auf einem Patrouillen- oder Transitflug nach

    Kaliningrad gewesen.


    Dabei sind sie an der nördlichen Seegrenze Estlands entlang und um

    Estland herumgeflogen, also zunächst nach Westen, um dann nach Süden

    in Richtung Kaliningrad abzudrehen. Das ist ein Routinevorgang, der

    sich seit vielen Jahren hundertfach wiederholt hat und ebenso oft von

    Nato-Jets beobachtet und begleitet wird. Ob die MiG-31 dabei die

    Seegrenze minimal verfehlt haben (maximal 1 bis 2 km), mag umstritten

    sein; eine Absicht oder gar eine Gefährdung Estlands konnten auch die

    italienischen F-35-Piloten nicht erkennen, zumal die russischen

    Piloten zu keinem Zeitpunkt auf das estnische Festland zugeflogen

    sind. Beide Seiten verhielten sich äusserst professionell und

    verständigten sich durch Winkzeichen.


    Die mediale Berichterstattung erweckt den Eindruck, dass

    Luftraumverletzungen an der Tagesordnung sind. Stimmen Sie dem zu?


    Seit 2014 kam es immer wieder zu gegenseitigen Vorwürfen, die

    nationalen Lufträume über den Küstengewässern (Zwölf-Seemeilen-Zone)

    verletzt zu haben. Dies kann auf technische und menschliche Irrtümer

    zurückzuführen sein, allerdings auf beiden Seiten, also auch bei der

    Erkennung. Eine absichtliche Inkaufnahme höherer Risiken kann in einer

    Spannungslage zwar eine Rolle spielen; doch ist dies die Ausnahme.


    In der Regel ist professionelles Verhalten auf beiden Seiten zu

    beobachten. Hinzu kommt, dass Aufklärungs- und Patrouillenflüge in der

    Regel nicht bei den zivilen Flugkontrollzentren (Flight Information

    Regions) angemeldet werden, dass die Jets mit abgeschalteten

    Transpondern fliegen und nicht auf die Aufforderung per Funk

    reagieren, sich zu identifizieren. Dies wäre zwar aus Sicht der

    zivilen Luftfahrt wünschenswert, aber eine völkerrechtliche

    Verpflichtung dazu besteht nicht.


    Um dennoch die nationalen Lufträume überwachen zu können und die

    Frühwarnung zu ermöglichen, werden Lufträume durch bodengestützte und

    fliegende Radare weiträumig überwacht. Unangemeldete Flüge in der Nähe

    von Küstengewässern können so schon in den sogenannten Air Defence

    Identification Zones (ADIZ) über der Hohen See, also im

    internationalen Luftraum, kontrolliert und mit Abfangjägern

    identifiziert werden. Dies ist die Aufgabe von «Alarmrotten» der

    nationalen Luftwaffen, die zur Luftraumkontrolle (Air Policing) in

    ständiger Startbereitschaft gehalten werden. Bei der Überwachung der

    ADIZ in der Ost- und Nordsee arbeiten alle Nato-Anrainerstaaten

    zusammen. Da die baltischen Staaten über keine nennenswerten

    Luftwaffen verfügen, wird dort das Air Policing von befreundeten

    Nationen im Wechsel übernommen.


    Die regelmässigen Starts der Alarmrotten finden also nicht erst bei

    Verletzungen der nationalen Lufträume statt, sondern wenn immer sich

    unidentifizierte Flugzeuge in der ADIZ aufhalten. Die Häufigkeit ihrer

    Starts deutet somit keineswegs auf die Häufigkeit von

    Luftraumverletzungen hin. Leider werden in der medialen

    Auseinandersetzung die Unterschiede zwischen nationalen Lufträumen

    über Territorialgewässern (Zwölf-Seemeilen-Zonen) häufig mit den ADIZ

    oder den zivilen Flight Information Regions (FIR) oder gar mit der

    Ausschliesslichen Wirtschaftszone verwechselt.


    Tatsächlich handelt es sich bei diesen Begriffen um internationale

    See- und Lufträume, die jenseits der nationalen Territorien in und

    über der Hohen See liegen. Dort ist die freie Navigation durch die

    Seerechtskonvention der Vereinten Nationen gewährleistet.


    Allerdings sind die internationalen Flugkorridore in der Ostsee – vor

    allem im Finnischen Meerbusen und zwischen Kaliningrad und Gotland –

    sehr eng; und häufig fliegen beide Seiten zur Aufklärung sehr dicht an

    die Territorialgewässer heran. Gleichwohl ist es bei Hunderten von

    Flügen nur in wenigen Einzelfällen zu tatsächlichen

    Luftraumverletzungen gekommen. Zu keinem Zeitpunkt bestand jedoch eine

    Angriffsabsicht.


    Wie sollte man Ihrer Meinung nach mit solchen Vorfällen umgehen?


    Die eigentliche Lehre daraus ist, dass in einer derart angespannten

    Lage nicht nur äusserste Vorsicht der Piloten und Schiffsbesatzungen

    nötig ist, sondern auch die ständige Kommunikation und der Dialog

    zwischen militärischen Kommandostellen, um Zwischenfälle rasch zu

    deeskalieren. Der Gesamtkomplex von Flügen im internationalen Luftraum

    sowie vermeintlichen oder wirklichen Luftraumverletzungen ist schon

    zwischen 2017 und 2020 im «Strukturierten Dialog» der OSZE zwischen

    allen Teilnehmerstaaten ausführlich besprochen worden. Dabei wurden

    unbeabsichtigte Verletzungen auf beiden Seiten festgestellt.


    So hatte Schweden (damals noch kein Nato-Mitglied) Verletzungen seines

    nationalen Luftraums auch durch amerikanische und französische Flieger

    beanstandet. In wenigen Fällen haben sich die Nato und Russland zudem

    gegenseitig bezichtigt, riskante Flugmanöver ausgeführt und die

    nötigen Sicherheitsabstände unterschritten zu haben.


    Leider wurde der «Strukturierte Dialog» der OSZE seit dem russischen

    Angriff auf die Ukraine vom Westen de facto eingestellt. Im Arktischen

    Raum gibt es vereinzelt noch Gesprächskanäle, im Raum um das Schwarze

    Meer versucht die Türkei zu vermitteln und bilateral haben die USA und

    Russland den diplomatischen Dialog seit der Kehrtwende von Präsident

    Trump im Februar dieses Jahres wieder aufgenommen.


    Wenn diese Vorfälle schon lange zu beobachten sind, wieso werden diese

    ausgerechnet jetzt medial und politisch in den Vordergrund gerückt?

    Hat sich die Bedrohungslage nicht doch deutlich verschlechtert? Muss

    uns nicht auch die vermehrte Sichtung von Drohnen über Flughäfen

    alarmieren?


    Bei den jüngsten Drohnensichtungen über Dänemark, Oslo oder dem

    Münchener Flughafen ist es bis heute unklar, wer die Drohnen gesteuert

    hat. Die Geographie im Norden legt die Steuerung von Schiffen aus

    nahe; gleichwohl konnte dies bisher nicht nachgewiesen werden. In

    Deutschland spricht vieles dafür, dass es sich um private Betreiber im

    Lande handelt. Bei Zehntausenden von kleineren Drohnen, die im

    Einzelhandel an private Käufer veräussert wurden, kommen viele Akteure

    in Frage. In Frankfurt ist es offenbar gelungen, einen

    Verantwortlichen dingfest zu machen. Wie in den schon diskutierten

    Fällen auch muss erst einmal Ursachenforschung betrieben werden, bevor

    wir über ein angebliches russisches Gesamtkonzept hinter allen

    ungeklärten Vorfällen spekulieren.


    Zweifellos intensivieren in Spannungszeiten alle Seiten ihre

    Spionagetätigkeit. Aber dass sporadisch und nur kurzzeitig auftretende

    Drohnen geeignete Mittel sind, um ortsfeste Anlagen wie Flughäfen

    auszuspähen, ist nicht plausibel. Von ihnen existieren seit Jahren

    gestochen scharfe Satellitenbilder, die ständig aktualisiert werden.

    Zudem werden sie tausendfach kommerziell angeflogen.


    Der Luftraum über Deutschland ist weitgehend offen für den

    kommerziellen Luftverkehr sowie für private Sport- und Modellflieger.

    Noch sind viele europäische Staaten, auch Deutschland, Vertragsstaaten

    des «Vertrags über den Offenen Himmel». Er öffnet die Lufträume für

    die gegenseitige Beobachtung. Dass die USA 2020 und Russland 2021 aus

    dem Vertrag austraten, haben wir amtlich bedauert. Wirkliche

    Geheimnisse werden allerdings nicht unter freiem Himmel zur Schau

    gestellt.


    Im Verlauf des Krieges hat sich die Art der Kriegsführung durch den

    Drohneneinsatz und die ständige Entwicklung der Drohnentechnologie

    stark verändert. Gilt das auch für die strategische Lage in Europa?

    Ich denke hier einerseits an die Sicherung der Grenzen und

    andererseits daran, dass Drohnen überall zum Einsatz kommen können und

    sie somit nicht nur für russische «Agenten» ein willkommenes

    Instrument darstellen, sondern auch für jegliche Art von Kriminalität

    und Terrorismus sowie die Überwachung der Staatsbürger.


    Zweifellos muss die Entwicklung der Drohnentechnologie in den

    Verteidigungsstrategien, aber auch in den inneren Sicherheitskonzepten

    künftig eine vorrangige Beachtung finden. Doch ist diese Entwicklung

    keineswegs neu; ihre militärische Wirkung hat sich schon in den

    Kriegen zwischen Aserbeidschan und Armenien um Berg-Karabach (2020/23)

    abgezeichnet und durch den Krieg in der Ukraine seit 2022 einen

    entscheidenden Schub bekommen.


    Es war ein gravierender Planungsfehler, die Fähigkeiten zur

    Drohnenabwehr, welche die 2011 aufgelöste Heeresflugabwehrtruppe der

    Bundeswehr mit ihren Flakpanzern Gepard hatte, jahrelang zu

    vernachlässigen. Während Letztere in der Ukraine herausragende

    Leistungen erbringen, muss die Bundeswehr heute solche Fähigkeiten mit

    grossem industriellem und finanziellem Aufwand wieder erwerben.


    Hinzu kommt die nötige elektronische Fähigkeit, Drohnen durch Störung

    der Funk- und GPS-Steuerung vom Himmel zu holen. Die Vorstellung eines

    statischen «Drohnenwalls» an der bis zu 4000 Kilometer langen

    Ostgrenze der Nato zwischen dem Nordkap und dem Schwarzen Meer führt

    allerdings in die Irre. Eine 100-prozentige Abwehr wird nicht

    gelingen, da jeder sogenannte «Drohnenwall» durch lokal konzentrierte

    Massenangriffe «gesättigt» und durchbrochen werden kann.


    Wichtig wäre es, die Fähigkeit vorzuhalten, Schlüsselregionen, die

    kritische Infrastruktur, aber auch die Truppe selbst im Einsatz

    schützen zu können. Dazu gehören Flexibilität, Reaktionsschnelligkeit

    und Beweglichkeit. Für unterschiedliche Aufgaben, Höhenbereiche,

    Angriffsmodi und Geschwindigkeiten dürften unterschiedliche, aber

    aufeinander abgestimmte Systeme in ausreichender Zahl nötig sein.



    Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors


    Wolfgang Richter ist Associate Fellow beim Genfer Zentrum für

    Sicherheitspolitik GCSP. Vorher arbeitete er über zehn Jahre lang bei

    der Stiftung Wissenschaft und Politik in der Forschungsgruppe

    Sicherheitspolitik zu den Themen europäische Rüstungskontrolle,

    OSZE-Sicherheitskooperation und ungelöste Konflikte im OSZE-Raum. Von

    2005 bis 2009 war er bei der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik

    Deutschland bei der OSZE in Wien tätig.


    ————


    5. BIP-Aktuell: Israel verletzt den Waffenstillstand



    https://bip-jetzt.de/2025/10/27/bip-aktuell-370-israel-verletzt-den-waffenstillstand/


    BIP-Aktuell #370: Israel verletzt den Waffenstillstand


    Obwohl die Hamas die lebenden Geiseln zurückgegeben hat, fährt Israel mit dem Völkermord fort


    1. Israel verletzt den Waffenstillstand

    2. Bemerkenswert

    (…)


    Der Waffenstillstand, den Trump Israel und der Hamas auferlegt hat,

    ist von Anfang an gescheitert. Israel hat ihn unter Vorwänden

    gebrochen und die Bombardierung, den Beschuss und die Aushungerung des

    Gazastreifens wieder aufgenommen.


    Außerdem sind israelische Truppen in neue Gebiete im Gazastreifen

    vorgedrungen und haben weitere Palästinenser gefangen genommen. Die

    USA haben Erklärungen über das Ende des Krieges abgegeben und

    US-Vizepräsident JD Vance nach Israel entsandt, aber keine Maßnahmen

    ergriffen, um die israelische Aggression zu stoppen.


    Der von US-Präsident Donald Trump auferlegte Waffenstillstand

    (BIP-Aktuell #369) ist am 11. Oktober in Kraft getreten. Er bedeutete

    eine unmittelbare Erleichterung für 2,3 Millionen Palästinenser im

    Gazastreifen, weil sich die israelischen Truppen aus Teilen des

    Gazastreifens zurückzogen und einige Hilfslieferungen durchgelassen

    wurden.


    Der entscheidende Fehler: Es handelte sich nicht um ein zwischen

    beiden Seiten ausgehandeltes Abkommen, sondern um eine von Trump mit

    Drohungen gegen die Hamas durchgesetzte Waffenruhe. Trump sprach vor

    dem israelischen Parlament, der Knesset, über die Waffen, die die USA

    Israel zur Verfügung gestellt haben, und stellte fest, dass Israel sie

    „gut eingesetzt“ habe – ein Zeichen dafür, dass Trump voll und ganz

    auf der Seite Israels steht.


    Israel beschuldigt die Hamas, das Waffenstillstandsabkommen zu

    verletzen, weil die Hamas nicht alle Leichen der israelischen Geiseln

    zurückgegeben hat. Israel hat mit dieser Behauptung den Konflikt

    wieder geschürt. Die Hamas argumentierte, die Vereinbarung sehe vor,

    dass sie alle in ihrem Besitz befindlichen Leichen zurückgeben werde.


    Ein israelischer Beamter wies darauf hin, dass Hamas-Kämpfer, die

    israelische Geiseln an geheimen Orten begraben hatten, durch

    israelische Angriffe getötet wurden und damit das Wissen um die

    Begräbnisorte der Leichen verloren ging (Quelle auf Hebräisch).

    Mittlerweile hat Israel Leichen von Palästinensern an ihre Familien in

    Gaza zurückgegeben, die Anzeichen von Folter und Hinrichtung

    aufwiesen, worüber Jan-Christoph Kitzler am 22.10. im DLF berichtete.


    Der Konflikt eskalierte weiter, nachdem am 19. Oktober zwei

    israelische Soldaten in Rafah getötet worden waren. Die Fakten zu

    diesem Ereignis sind umstritten. Israel behauptet, es habe sich um

    einen Raketenangriff der Hamas gehandelt, doch die Hamas bestreitet

    eine Beteiligung an dem Angriff. Es ist möglich, dass der Angriff von

    einer anderen Gruppe ausging, die Israel für den Kampf gegen die Hamas

    im Gazastreifen bewaffnet. Darauf wies Christian Meier in der FAZ vom

    21.10. hin.


     Vielleicht war es ein isolierter Hamas-Trupp, der in einem Tunnel

     kämpfte, der gerade versiegelt werden sollte (Quelle auf Hebräisch).

     Es ist auch möglich, dass das israelische Panzerfahrzeug mit den

     beiden Soldaten eine Mine auslöste. Israel nutzte diesen Vorfall, um

     mehr als 100 Luftangriffe im gesamten Gazastreifen durchzuführen und

     die humanitäre Hilfe für die gesamte Bevölkerung des Gazastreifens

     wieder herunterzufahren – ein eklatanter Bruch des

     Waffenstillstandsabkommens.


     In einer Rede in der Knesset erklärte der israelische

     Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, dass Israel am Sonntag nach dem

     Zwischenfall in Rafah 153 Tonnen Bomben auf den Gazastreifen

     abgeworfen hat.


    Die Zeitung Middle East Eye verzeichnete 80 israelische Verstöße gegen

    die Waffenruhe. Sie zählte 97 Tote im Gazastreifen durch israelischen

    Bomben- und Granatenbeschuss und über 230 Verletzte durch Israel nach

    Inkrafttreten der Waffenruhe. Die Verstöße begannen am 11. Oktober um

    10 Uhr morgens, als der Waffenstillstand in Kraft trat, und damit eine

    Woche vor dem Zwischenfall in Rafah. Unter den Opfern der israelischen

    Angriffe waren auch Journalisten. Darüber berichtete das ZDF am 20.10.

    in seiner heute-Sendung (ebenso wie Al-Jazeera am Vortag (s.u.).


    Israel verstieß auch gegen das Abkommen, indem es neue Verhaftungen

    vornahm, während es palästinensische Gefangene freilassen sollte.

    Dutzende von Palästinensern wurden im Westjordanland und 14 im

    Gazastreifen verhaftet. Von diesen 14 wurden fünf freigelassen,

    nachdem sie von den israelischen Soldaten misshandelt worden waren.


    Israel hatte im Waffenstillstandsabkommen versprochen, nicht in die

    Gebiete zurückzukehren, aus denen es sich zurückgezogen hatte.

    Stattdessen drangen israelische Truppen in Viertel im Gazastreifen

    ein, in denen das israelische Militär keine Soldaten stationiert

    hatte, ebenso in Khan Younis und Rafah sowie in der Gegend von

    Al-Sudaniya im nördlichen Gazastreifen. Israelische Panzer nahmen

    Fischer ins Visier, die versuchten, in dem Küstenstreifen zu fischen,

    wo es erlaubt war.


    Israel hatte im Rahmen des Waffenstillstandsabkommens auch

    versprochen, humanitäre Hilfe ungehindert in den Gazastreifen fließen

    zu lassen. Dieses Versprechen wurde nicht eingehalten. Der Guardian

    berichtete, dass weniger als die Hälfte der vereinbarten Menge an

    Hilfsgütern durch die von Israel kontrollierten Kontrollpunkte

    gelangen konnte. Am Wochenende (18./19. Oktober) wurde die Hilfe

    vollständig eingestellt.


    Auch wenn Israel das Aushungern, Bombardieren und Beschießen des

    Gazastreifens fortsetzte, sagte Trump, dass der Waffenstillstand

    „immer noch in Kraft ist“. Israelische Journalisten spekulieren, dass

    Netanjahu von Mitgliedern seines rechtsgerichteten Kabinetts unter

    Druck gesetzt wird, sich über das Abkommen hinwegzusetzen, und die

    Trump-Administration aus Sorge, dass der Waffenstillstand

    zusammenbricht, US-Vizepräsident Vance geschickt hat, um

    sicherzustellen, dass sich Israel an die Vereinbarung hält (Quelle auf

    Hebräisch). „. Selbst als Vance letzte Woche Israel besuchte, tötete

    Israel weiterhin Palästinenser im Gazastreifen.



    (…)


    BA 370 Bemerkenswert:


    Netanjahus Büro fordert Kanadas Premierminister Carney erfolglos auf,

    die von seinem Amtsvorgänger zugesagte Verhaftung des israelischen

    Premierministers bei Einreise in das Land zu überdenken


    In einem Interview, das letzte Woche von Bloomberg veröffentlicht

    wurde, wurde Carney gefragt, ob er sich an das Versprechen des

    ehemaligen Premierministers Trudeau halten würde, „die Haftbefehle des

    Internationalen Strafgerichtshofs zu respektieren“, die 2024 wegen

    Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegen

    Netanjahu erlassen wurden. Carney antwortete mit „Ja“.


    https://www.haaretz.com/israel-news/2025-10-21/ty-article/.premium/canada-is-prepared-to-arrest-netanyahu-for-gaza-war-crimes-pm-carney-says/0000019a-05df-d582-a39e-5fff49200000



    Neuer Status Palästinas bei der Internationalen Arbeitsorganisation


    Die Internationalen Arbeitskonferenz der Internationalen

    Arbeitsorganisation (IAO) hat auf ihrer 113. Tagung beschlossen, den

    Status Palästinas als Befreiungsbewegung aufzuheben und Palästina

    fortan einzuladen, als Beobachterstaat ohne Mitgliedschaft an den

    Tagungen der IAO teilzunehmen. Der Beschluss räumt Palästina

    „ausnahmsweise und ohne einen Präzedenzfall zu schaffen“, eine Reihe

    von Rechten und Vorrechten zur Teilnahme an künftigen Tagungen der

    Internationalen Arbeitskonferenz und Regionaltagungen ein.


    Er ist eine Reaktion auf die Resolution ES-10/23 der

    Generalversammlung der Vereinten Nationen vom 10. Mai 2024, die die

    Feststellung enthält, „dass der Staat Palästina die Voraussetzungen

    für die Aufnahme als Mitglied in die Vereinten Nationen gemäß Artikel

    4 der Charta der Vereinten Nationen erfüllt und deshalb als Mitglied

    in die Vereinten Nationen aufgenommen werden sollte“, und die

    Sonderorganisationen ersucht, dieselben Modalitäten anzuwenden, die

    die Generalversammlung für die Teilnahme Palästinas beschlossen hat.



    Gutachten des Internationalen Gerichtshof zu den Verpflichtungen

    israels in Bezug auf die Präsenz und Aktivitäten der Vereinten Nationen,

    anderer internationaler Organisationen und Drittstaaten in und in Bezug

    auf das besetzte palästinensische Gebiet


    Der Internationale Gerichtshof hat am 22. Oktober 2025 das von der

    Generalversammlung der Vereinten Nationen am 19. Dezember 2024

    angeforderte Gutachten zu diesen Verpflichtungen verkündet.


    Er leitete aus dem humanitären Völkerrecht sechs konkrete

    Verpflichtungen ab und stellte ferner klar, dass Israel die folgenden

    Normen beachten muss: internationale Menschenrechte, die

    Verpflichtung, mit den Vereinten Nationen zu kooperieren, Artikel 105

    der Charta der Vereinten Nationen, der die Vorrechte und Immunitäten

    der Vereinten Nationen regelt, sowie Artikel II, V, VI und VII des

    Übereinkommens über die Vorrechte und Immunitäten der Vereinten

    Nationen.


    UNRWA wurde von den Verpflichtungen Israels nicht ausgenommen. In den

    meisten Punkten stimmte nur die Richterin Sebutinde gegen die

    Auffassung der Mehrheit, in einigen Punkte waren sich alle Richter

    einig. Presserklärung des Gerichtshofs; Zusammenfassung des

    Gutachtens; das Gutachten selbst. Einige Richter gaben gesonderte

    Stellungnahmen ab. Die Links zu diesen Stellungnahmen sind hier zu

    finden.


    Das Redaktionsteam von BIP-Aktuell besteht aus dem Vorstand und

    dem Geschäftsführer Dr. Shir Hever.

    V. i. S. d. P. Dr. Götz Schindler, BIP-Vorstand.


    ——

    29.10.2025

    Artikel zu dem Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung   (II von III)

    6.  Tagesschau: Warnung der USA  - Scharfe Kritik an Israels Annexionsplänen



    https://www.tagesschau.de/ausland/asien/rubio-israel-annexion-westjordanland-100.html


    Warnung der USA


    Scharfe Kritik an Israels Annexionsplänen


    Stand: 23.10.2025 21:33 Uhr


    Die USA haben Israel vor einer Annexion des Westjordanlands gewarnt.

    Bereits vor seiner Reise nach Israel übt Außenminister Rubio scharfe

    Kritik. Auch die internationale Kritik an den israelischen Plänen wächst.


    Die USA haben Israel davor gewarnt, Pläne zur Annexion des

    Westjordanlands umzusetzen. US-Außenminister Marco Rubio sagte bereits

    vor seiner Abreise nach Israel, der Präsident habe deutlich gemacht,

    "dass wir das nicht unterstützen können". Annexionsbestrebungen seien

    eine "Bedrohung für den Friedensdeal", so Rubio in Bezug auf den

    Friedensplan von US-Präsident Donald Trump.


    Washington sei "besorgt über alles, was das, woran wir gearbeitet

    haben, zu destabilisieren droht", sagte Rubio, der noch am Abend mit

    Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu zusammenkommen will. Das von

    Trump vorangetriebene Abkommen sei "historisch". "Jetzt müssen wir

    sicherstellen, dass es weitergeht."


    Trump droht mit Ende der Unterstützung


    Zuvor hatte das israelische Parlament in Jerusalem zugestimmt, zwei

    Gesetzentwürfe voranzubringen, die die Annexion des Westjordanlands

    voranbringen sollen. Der erste Gesetzentwurf sieht die Ausweitung

    israelischen Rechts auf alle Siedlungen im Westjordanland vor. Bei dem

    zweiten, begrenzteren Entwurf geht es um die Annexion einer größeren

    Siedlung östlich von Jerusalem.


    US-Vizepräsident JD Vance nannte diesen Schritt "sehr dumm". Er

    persönlich empfinde den Schritt "als Beleidigung", so Vance. Auch

    Trump kündigte in einem Interview an, Israel seine Unterstützung zu

    entziehen, sollte es das besetzte Westjordanland annektieren. In dem

    Interview vom 15. Oktober sagte er auf eine entsprechende Frage:

    "Israel würde jegliche Unterstützung der Vereinigten Staaten

    verlieren, wenn das passieren würde."


    Zugleich zeigte sich Trump überzeugt, dass Israel das Westjordanland

    nicht annektieren werde. "Es wird nicht passieren, weil ich den

    arabischen Ländern mein Wort gegeben habe. Und das können wir jetzt

    nicht tun." Die USA sind Israels wichtigster Verbündeter.


    Erklärung von arabischen und muslimischen Ländern


    Massive Kritik an dem Annexionsvorhaben kam auch von einer Reihe

    arabischer und muslimischer Staaten. Sie betrachten eine Annexion des

    Westjordanlands durch Israel als eine rote Linie. Mehr als ein Dutzend

    Länder verurteilten in einer gemeinsamen Erklärung die beiden

    Gesetzesvorschläge.


    "Saudi-Arabien, Jordanien, Indonesien, Pakistan, die Türkei,

    Dschibuti, Oman, Gambia, Palästina, Katar, Kuwait, Libyen, Malaysia,

    Ägypten, Nigeria, die Arabische Liga und die Organisation für

    Islamische Zusammenarbeit verurteilen mit größter Entschiedenheit die

    Verabschiedung dieser Gesetzesvorschläge durch die israelische

    Knesset", heißt es in Erklärung, in der von einem "eklatanten Verstoß

    gegen das Völkerrecht" die Rede ist.


    Scharfe Kritik von der Bundesregierung


    Scharfe Kritik an der Abstimmung in der Knesset kam auch von der

    Bundesregierung. "Die am Mittwoch erfolgten Abstimmungen in einer

    vorbereitenden Lesung der Knesset über Gesetzesentwürfe zur Annexion

    von Teilen des Westjordanlandes weisen in eine Richtung, die wir für

    grundfalsch halten", so eine Sprecherin des Außenministeriums

    gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.


    "Die Bundesregierung lehnt jede völkerrechtswidrige Annexion ab." Die

    Zweistaatenlösung von Israelis und Palästinensern sei aus Sicht der

    Bundesregierung der einzige Weg, ein Leben in Frieden, Sicherheit und

    Würde für Israelis wie für Palästinenser zu gewährleisten, sagte die

    Außenamtssprecherin.


    Bemühungen sollten sich auf Friedensplan richten


    Dazu gehöre auch das Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat.

    "Wir sprechen uns klar gegen Handlungen aus, die die Zweistaatenlösung

    unterminieren, wie den völkerrechtswidrigen Siedlungsbau, die

    zunehmende Siedlergewalt sowie jegliche Annexionsüberlegungen",

    betonte sie.


    In der aktuellen Phase sollten zudem alle Bemühungen darauf gerichtet

    sein, den gerade erst erreichten Waffenstillstand in Gaza nicht zu

    gefährden und den 20-Punkte-Plan vollumfänglich umzusetzen.



    ——


    Die USA haben Israel vor einer Annexion des Westjordanlands gewarnt.

    Bereits vor seiner Reise nach Israel übt Außenminister Rubio scharfe

    Kritik. Auch die internationale Kritik an den israelischen Plänen

    wächst.


    Die USA haben Israel davor gewarnt, Pläne zur Annexion des

    Westjordanlands umzusetzen. US-Außenminister Marco Rubio sagte bereits

    vor seiner Abreise nach Israel, der Präsident habe deutlich gemacht,

    "dass wir das nicht unterstützen können". Annexionsbestrebungen seien

    eine "Bedrohung für den Friedensdeal", so Rubio in Bezug auf den

    Friedensplan von US-Präsident Donald Trump.


    Washington sei "besorgt über alles, was das, woran wir gearbeitet

    haben, zu destabilisieren droht", sagte Rubio, der noch am Abend mit

    Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu zusammenkommen will. Das von

    Trump vorangetriebene Abkommen sei "historisch". "Jetzt müssen wir

    sicherstellen, dass es weitergeht."


    Trump droht mit Ende der Unterstützung


    Zuvor hatte das israelische Parlament in Jerusalem zugestimmt, zwei

    Gesetzentwürfe voranzubringen, die die Annexion des Westjordanlands

    voranbringen sollen. Der erste Gesetzentwurf sieht die Ausweitung

    israelischen Rechts auf alle Siedlungen im Westjordanland vor. Bei dem

    zweiten, begrenzteren Entwurf geht es um die Annexion einer größeren

    Siedlung östlich von Jerusalem.


    US-Vizepräsident JD Vance nannte diesen Schritt "sehr dumm". Er

    persönlich empfinde den Schritt "als Beleidigung", so Vance. Auch

    Trump kündigte in einem Interview an, Israel seine Unterstützung zu

    entziehen, sollte es das besetzte Westjordanland annektieren. In dem

    Interview vom 15. Oktober sagte er auf eine entsprechende Frage:

    "Israel würde jegliche Unterstützung der Vereinigten Staaten

    verlieren, wenn das passieren würde."


    Zugleich zeigte sich Trump überzeugt, dass Israel das Westjordanland

    nicht annektieren werde. "Es wird nicht passieren, weil ich den

    arabischen Ländern mein Wort gegeben habe. Und das können wir jetzt

    nicht tun." Die USA sind Israels wichtigster Verbündeter.


    Erklärung von arabischen und muslimischen Ländern


    Massive Kritik an dem Annexionsvorhaben kam auch von einer Reihe

    arabischer und muslimischer Staaten. Sie betrachten eine Annexion des

    Westjordanlands durch Israel als eine rote Linie. Mehr als ein Dutzend

    Länder verurteilten in einer gemeinsamen Erklärung die beiden

    Gesetzesvorschläge.


    "Saudi-Arabien, Jordanien, Indonesien, Pakistan, die Türkei,

    Dschibuti, Oman, Gambia, Palästina, Katar, Kuwait, Libyen, Malaysia,

    Ägypten, Nigeria, die Arabische Liga und die Organisation für

    Islamische Zusammenarbeit verurteilen mit größter Entschiedenheit die

    Verabschiedung dieser Gesetzesvorschläge durch die israelische

    Knesset", heißt es in Erklärung, in der von einem "eklatanten Verstoß

    gegen das Völkerrecht" die Rede ist.


    Scharfe Kritik von der Bundesregierung


    Scharfe Kritik an der Abstimmung in der Knesset kam auch von der

    Bundesregierung. "Die am Mittwoch erfolgten Abstimmungen in einer

    vorbereitenden Lesung der Knesset über Gesetzesentwürfe zur Annexion

    von Teilen des Westjordanlandes weisen in eine Richtung, die wir für

    grundfalsch halten", so eine Sprecherin des Außenministeriums

    gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.


    "Die Bundesregierung lehnt jede völkerrechtswidrige Annexion ab." Die

    Zweistaatenlösung von Israelis und Palästinensern sei aus Sicht der

    Bundesregierung der einzige Weg, ein Leben in Frieden, Sicherheit und

    Würde für Israelis wie für Palästinenser zu gewährleisten, sagte die

    Außenamtssprecherin.


    Bemühungen sollten sich auf Friedensplan richten


    Dazu gehöre auch das Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat.

    "Wir sprechen uns klar gegen Handlungen aus, die die Zweistaatenlösung

    unterminieren, wie den völkerrechtswidrigen Siedlungsbau, die

    zunehmende Siedlergewalt sowie jegliche Annexionsüberlegungen",

    betonte sie.


    In der aktuellen Phase sollten zudem alle Bemühungen darauf gerichtet

    sein, den gerade erst erreichten Waffenstillstand in Gaza nicht zu

    gefährden und den 20-Punkte-Plan vollumfänglich umzusetzen.



    ——


    7. NYT: Israel führt ersten Luftangriff im Westjordanland seit Monaten durch und tötet 3



    https://www.nytimes.com/2025/10/28/world/middleeast/jenin-west-bank-airstrike-israel.html


    (in der angebotenen deutschen Übersetzung)

    Israel führt ersten Luftangriff im Westjordanland seit Monaten durch und tötet 3



    Eine militante Gruppe, die mit der Hamas verbündet ist, bestätigte die

    Todesfälle, die Teil einer Zunahme der Kämpfe auf dem

    palästinensischen Territorium während einer Welle von Siedlergewalt

    waren.


    Von Liam Stapel und Fatima AbdulKarim


    Berichterstattung aus Tel Aviv und Ramallah


    Okt. 28, 2025 Das israelische Militär sagte, es habe am Dienstag drei

    Kämpfer in der Nähe der Stadt Jenin im Westjordanland getötet. Die

    Angriffe beinhalteten einen Luftangriff, von dem lokale

    Sicherheitsbeamte sagten, dass er der erste auf dem palästinensischen

    Territorium seit Monaten war.


    Der palästinensische Islamische Dschihad, ein Verbündeter der Hamas,

    bestätigte die Todesfälle in einer Erklärung und sagte, dass

    „Scharfschützenfeuer und Luftbombardement“ die Männer getötet hätten,

    aber nicht, ob sie Mitglieder der Gruppe gewesen seien. Die Hamas

    sagte, zwei der Männer seien Kämpfer in ihrem bewaffneten Flügel

    gewesen.


    Der Angriff im israelisch besetzten Westjordanland kam inmitten der

    anhaltenden Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern seit einem

    Waffenstillstand vor drei Wochen im Gazastreifen. Das Abkommen wurde

    durch wiederholte Aufflammen von Gewalt und Schwierigkeiten beim

    Austausch von verstorbenen Gefangenen zwischen Israel und der Hamas

    belastet.


    Und die Westbank hat ein Rekordniveau der israelischen Siedlergewalt

    erlebt, die vor dem Krieg in Gaza auf dem Vormarsch war, aber seitdem

    üblich geworden sind.


    Es gab widersprüchliche Berichte über den Streik am Dienstag, den

    Israel als Anti-Terror-Operation bezeichnete. Israel sagte, sein

    Militär habe die Männer in einer Höhle in der Nähe des Dorfes Kafr Qud

    getötet, während der palästinensische Islamische Dschihad sagte, der

    Streik habe ein Haus in einem Wohngebiet getroffen.


    Das israelische Militär reagierte nicht sofort auf eine Bitte um

    Stellungnahme zu der Diskrepanz zwischen den beiden Konten.

    Sicherheitsbeamte der Palästinensischen Autonomiebehörde, die das

    Westjordanland verwaltet, sagten, es sei der erste Luftangriff auf das

    Gebiet seit 8. Februar.


    Anas Oweis, der Leiter des Gemeinderats in Kafr Qud, sagte, dass die

    Dorfbewohner kurz vor Sonnenaufgang durch das Geräusch von Schüssen

    aus einem hügeligen Olivengarten geweckt wurden. Er sagte, die Kämpfe

    dauerten stundenlang und wurden durch zwei laute Explosionen gegen 5

    Uhr morgens unterbrochen.


    Nach dem Ende der Kämpfe, Mr. Oweis sagte, die Anwohner "fanden

    Blutflecken auf dem Boden" und ein zerstörtes Auto.


    Die Westbank und Ost-Jerusalem sind die Heimat von etwa drei Millionen

    Palästinensern und etwa 700.000 jüdischen Siedlern, die in Siedlungen

    leben, die der größte Teil der internationalen Gemeinschaft für illegal hält.


    In der ersten Hälfte dieses Jahres führten extremistische Siedler mehr

    als 750 Angriffe auf Palästinenser im Westjordanland und ihr Eigentum

    oder durchschnittlich fast 130 Übergriffe pro Monat durch, so die

    Aufzeichnungen, die vom Büro der Vereinten Nationen für die

    Koordinierung humanitärer Angelegenheiten zusammengestellt wurden. Das

    ist der höchste Monatsdurchschnitt seit Beginn der Sammlung solcher

    Aufzeichnungen im Jahr 2006.


    Die israelische Regierung, die teilweise von langjährigen

    Siedleraktivisten geführt wird, hat seit Beginn des Krieges in Gaza

    zunehmend versucht, ihre Kontrolle über das Westjordanland zu

    verankern.


    Politische Verbündete von Premierminister Benjamin Netanjahu haben ihn

    aufgefordert, einen Teil des gesamten Territoriums zu annektieren,

    aber in diesem Monat hat die Trump-Regierung deutlich gemacht, dass

    sie sich gegen die Annexion aussprach.



    Gabby Sobelman Beitragsberichterstattung.


    Liam Stack ist ein Times-Reporter, der die Kultur und Politik der

    Region New York City behandelt.



    ——



    8. Die Zeit: Hisbollah: Das Problem mit der Entwaffnung



    https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-10/hisbollah-aussteiger-libanon-regierung-entwaffnung-hamas


    Hisbollah: Das Problem mit der Entwaffnung


    Die Hisbollah im Libanon ist geschwächt wie selten. Sie zu entwaffnen,

    hält nicht nur Donald Trump für wichtig, um Frieden zu schaffen.

    Wenn das mal so einfach wäre.


    Von  Stella Männer <https://www.zeit.de/autoren/M/Stella_Maenner/index>, Beirut


    28. Oktober 2025, 15:11 Uhr


    (…)


    Der Plan der Entwaffnung ist fast so alt wie die Hisbollah selbst


    Durch den Krieg ist die Hisbollah so geschwächt, dass die neue

    libanesische Regierung die Chance sieht, sie zu entwaffnen. Damit

    reagiert sie auch auf den Druck Israels und der USA, die eine

    Entwaffnung als Bedingung für das Ende der täglichen Luftangriffe auf

    den Libanon nennen. Vergangene Woche erklärte der US-Sondergesandte

    Tom Barrack, die Entwaffnung der Hisbollah sei neben der Waffenruhe in

    Gaza und der Entwaffnung der Hamas der nächste Schritt in Trumps Plan

    zur Herstellung eines regionalen "Friedens" im Nahen Osten. Auch die

    Mehrheit der Libanesinnen und Libanesen wünscht sich seit Jahren eine

    Entwaffnung der Hisbollah.


    Doch spricht wenig dafür, dass es tatsächlich dazu kommen wird. Im

    Libanon zeigt sich, wie schwierig die Umsetzung von Trumps Visionen in

    der Realität ist. Der politische Wille, die Hisbollah zu entwaffnen,

    ist im Libanon vorhanden. Das Vorhaben ist fast so alt wie die

    Organisation selbst. Bereits 1985, nach der Unterzeichnung des

    Dreiparteienabkommens, einem Versuch, den Bürgerkrieg zu beenden,

    weigerte sich die Hisbollah, ihre Waffen abzugeben.


    Mit der Amtseinführung der neuen Regierung Anfang dieses Jahres bekam

    die alte Debatte neue Dynamik. Bereits kurz nach der Aufnahme seiner

    Amtsgeschäfte im Januar erklärte der neue Präsident Joseph Aoun, er

    wolle das Gewaltmonopol des Staates durchsetzen. Im August bestätigte

    das Parlament die Entscheidung, die Hisbollah zu entwaffnen.


    Im September präsentierte dann die libanesische Armee einen

    Fünf-Punkte-Plan, der eine schrittweise Entmilitarisierung vorsieht.

    Begonnen wurde im direkten Grenzgebiet, wo die Armee bereits bis April

    90 Prozent der Hisbollah-Stellungen übernommen hatte. In den nächsten

    Phasen sollen weitere Gebiete folgen.


    Letztlich müsste die Hisbollah ihre Waffen freiwillig abgeben, und

    dazu wird es wahrscheinlich nicht kommen. Es spricht gegen die

    Interessen der Organisation. "Die Hisbollah wurde gegründet, um sich

    mit der Waffe Israel zu widersetzen", erklärt Nicholas Blanford vom

    Thinktank Atlantic Council, der sich seit mehr als 20 Jahren mit den

    militärischen Aktionen der Hisbollah beschäftigt, im Gespräch mit der

    ZEIT. Dieser Kampf ist so ein zentraler Bestandteil der Ideologie der

    Gruppe, dass eine Aufgabe der Waffen die Vernichtung des eigenen

    Existenzgrunds gleichkommen würde.


    Ohne Miliz wäre die Hisbollah nutzlos für den Iran


    Internationaler Druck, Druck von der libanesischen Regierung, Frust in

    großen Teilen der Bevölkerung. Die Mehrheit derer, die für eine

    Entwaffnung sind, ist breit. Doch die Hisbollah erlebt derzeit auch

    Druck aus der anderen Richtung. Die eigenen Anhänger sind zunehmend

    unzufrieden. Im Internet machen sich Mitglieder über den neuen

    Generalsekretär Naim Kassim lustig. Insider berichten von einigen

    Deserteuren wie Hussein Chamseddine.


    Für ihn begann die Entfremdung von seinem Arbeitgeber mit dem Befehl

    zum Rückzug im November 2024. "Wir hatten unser Potenzial noch lange

    nicht ausgeschöpft", sagt der ehemalige Kämpfer. Zu Beginn habe er

    geglaubt, dass es sich um eine kurzfristige, taktische Entscheidung

    handle. Doch das war es nicht. "Entweder wir waren militärisch doch

    nicht in der Lage, Israel zu besiegen, oder es ging ihnen nie um die

    Sache", sagt Chamseddine über die Entscheidung der Führungsriege. "So

    oder so haben sie gelogen."


    Eine Aufgabe ihrer Kampftruppe – was mit einer Entwaffnung einhergehen

    würde – würde für die Hisbollah zudem zu strukturellen Problemen

    führen. "Eine entwaffnete Hisbollah wäre für den Iran als Mittel der

    Abschreckung gegen Israel nutzlos", sagt Experte Blanford. "Für das

    Regime würde es damit sinnlos werden, Millionen Dollar an die

    Hisbollah zu schicken, und damit würde die Finanzierung des

    Sozialapparates der Hisbollah mit einem Mal zusammenkrachen."


    Die Hisbollah verfügt neben ihrer Miliz auch über eine Reihe sozialer

    Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Schulen. "Alle anderen Teile der

    Organisation, die sozialen Einrichtungen, die Partei, der politische

    Arm, all das dient nur dem übergeordneten Ziel des Widerstands – wie

    die Hisbollah es nennt."


    Doch damit übernimmt sie seit Jahrzehnten Aufgaben, die der marode

    Staat nicht leisten kann, und sichert sich so die Wählerstimmen gerade

    von marginalisierten Bevölkerungsschichten. Ein Finanzierungsstopp aus

    dem Iran würde nicht nur Hunderte arbeitslose Angestellte bedeuten,

    sondern außerdem die Unterstützung unter den Anhängern der

    Organisation weiter schwächen.


    Eine Abgabe der Waffen ist nur im symbolischen Ausmaß denkbar


    Die Politikwissenschaftlerin Aurélie Daher sieht noch einen weiteren

    Grund, warum eine Entwaffnung nicht realistisch ist. Das Einsammeln

    aller Waffen sei schlichtweg nicht durchführbar, erklärt die

    Forscherin der Dauphine-Universität in Paris. Neben großen

    Langstreckenraketen und Drohnen verfüge die Hisbollah auch über

    kleinere Waffen.


    "Soll die libanesische Armee von Haustür zu Haustür gehen und die

    Menschen fragen: Haben Sie vielleicht Waffen zu Hause, und wenn ja,

    können Sie die bitte abgeben?" Selbst wenn es zu einer Entwaffnung

    kommen sollte, sei davon auszugehen, dass die Hisbollah nur symbolisch

    einen kleinen Teil ihrer Waffen preisgäbe.


    Hinzu kommt: Trotz der Waffenruhe bombardiert die israelische Armee

    fast täglich Ziele im Libanon und hält mehrere Posten im Süden des

    Landes besetzt, statt sich wie vereinbart aus dem Libanon

    zurückzuziehen. Die israelische Armee behauptet, mit ihren Angriffen

    die Wiederbewaffnung der Hisbollah verhindern zu wollen. Zugleich

    zeigen Zahlen der UN ein anderes Bild:


    Seit Inkrafttreten der Waffenruhe hat die israelische Armee mindestens

    108 Zivilistinnen und Zivilisten getötet und zivile Infrastruktur

    zerstört. "Israels Angriffe untergraben die Glaubwürdigkeit einer

    diplomatischen Lösung des Konfliktes", sagt die

    Politikwissenschaftlerin Daher. Sie zeigen den Libanesinnen und

    Libanesen, dass politische Abkommen Israel nicht davon abhalten, das

    Land anzugreifen. Die Hisbollah nutzt das für ihre Propaganda, sich

    weiterhin als Verteidiger des Libanons zu inszenieren.


    Das passt auch zum ehemaligen Hisbollah-Kämpfer Hussein Chamseddine.

    Sein Austritt aus der Organisation bedeutet nicht, dass sich seine

    Gewaltbereitschaft geändert hat. "Wenn die Hisbollah entscheidet, den

    Kampf mit Israel wieder aufzunehmen, trete ich sofort wieder ein",

    erklärt er. Es gehe ihm einzig um die Verteidigung seiner Heimat,

    behauptet er. Auf die Frage, ob er dies nicht auch als Soldat der

    libanesischen Armee tun könnte, fängt Chamseddine an zu lachen. Die

    heruntergewirtschaftete libanesische Armee ist in den Augen des

    erfahrenen Kämpfers keine ernst zu nehmende Streitkraft.


    Die Angst vor einem Bürgerkrieg


    Wenn die Hisbollah also nicht will, bliebe nur noch, sie mit Gewalt

    zur Aufgabe ihrer Waffen zu zwingen. Doch wer soll das tun? Die

    libanesische Armee wird dazu kaum in der Lage sein. Auch die seit 1978

    im Libanon stationierten UN-Truppen dürften bei einem solchen Schritt

    keine Hilfe sein. Dafür müsste ihr Mandat geändert werden. Und auf

    Drängen Israels und der USA hat der UN-Sicherheitsrat zuletzt das Ende

    der Mission beschlossen. Die Unifil-Truppe soll zum Ende des Jahres

    2026 aufgelöst werden.


    Zudem schließt die libanesische Regierung bislang eine gewaltvolle

    Durchsetzung aus. Präsident Joseph Aoun betonte, die Entwaffnung müsse

    im Dialog mit der Hisbollah geschehen. Zu groß ist die Angst vor einem

    erneuten Bürgerkrieg. Im Libanon verfügen alle politischen Parteien

    über Milizen, dazu sind viele Privatpersonen bewaffnet. Einzelne

    Bevölkerungsgruppen, die die Armee bei der Entwaffnung unterstützen

    oder eine solche verhindern wollen, könnten die Situation schnell

    eskalieren lassen.


    Zumindest in diesem Punkt scheinen sich alle Parteien einig zu sein.

    Auch der ehemalige Hisbollah-Kämpfer Chamseddine möchte einen

    Bürgerkrieg verhindern. An jenem Oktoberabend im Südlibanon behauptet

    er: "Meine Ausbildung dient dazu, den Feind zu zerstören, nicht meine

    Waffen auf andere Libanesen zu richten.“



    ——


    9. Berliner Zeitung: Deutschland zahlt für US-Militärangehörige: Wie die SPD sich einen Vorteil im Wahlkampf erkauft



    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/deutsches-steuergeld-fuer-us-militaerangehoerige-wie-die-spd-sich-einen-vorteil-im-wahlkampf-erkauft-li.10002408


    Shutdown

    Deutschland zahlt für US-Militärangehörige: Wie die SPD sich einen Vorteil im Wahlkampf erkauft


    Wegen des Shutdowns bekommen Deutsche, die fürs US-Militär arbeiten, kein Geld.


    Jetzt übernimmt der Staat die Gehälter. Die SPD in Rheinland-Pfalz braucht jede Stimme.


    Rückzahlung ungewiss. Ein Kommentar.



    Moritz Eichhorn


    24.10.2025



    43 Millionen Euro. So viel kostet es ungefähr, wenn die SPD in

    Rheinland-Pfalz ihre Schäfchen ins Trockene bringen will. Nicht etwa

    für Kitaplätze oder marode Brücken würde das Geld ausgegeben – nein,

    für die Gehälter von Angestellten des amerikanischen Militärs.

    Washington wackelt, und Berlin zahlt die Rechnung.


    Die Bundesregierung übernimmt die Oktober-Gehälter von 11.000

    Angestellten der U.S. Army in Deutschland. Weil in Washington mal

    wieder Shutdown-Theater gespielt wird. Was auf den ersten Blick wie

    eine symbolische Aktion gegen Trump aussieht, ist tatsächlich ein

    SPD-Wahlkampfmanöver.


    Denn wer verkündet die frohe Botschaft? Nicht etwa der

    Verteidigungsminister, nicht die Außenministerin – nein,

    Ministerpräsident Alexander Schweitzer höchstpersönlich lässt aus

    Mainz verlauten: „Die Menschen müssen sich keine Sorgen machen.“


    Die Menschen. Welche Menschen? Die gut 6000 Zivilangestellten der USA

    in Rheinland-Pfalz natürlich. Zufällig auch potenzielle Wähler bei der

    Landtagswahl im März 2026. Zufällig in einem Bundesland, wo die SPD

    unter Schweitzer in den Umfragen sechs Punkte hinter der CDU und nur

    noch vier Punkte vor der AfD eingequetscht ist.


    Die CDU liegt in den Kompetenzwerten bei den wichtigsten Landesthemen

    Zuwanderung und Bildung vorn. Die Regierungsarbeit der SPD-geführten

    Ampelkoalition bewerten die Befragten mehrheitlich kritisch. Zufällig

    springt die SPD jetzt dort ein, wo jede Stimme zählt, wenn man den

    Ministerpräsidentensessel retten will.


    Übernahme der Gehälter ist weltweit einzigartig


    Die Choreografie: Die Gewerkschaft Verdi übte Druck auf Bund und Land

    aus, um eine Lösung für die betroffenen Arbeitnehmer zu finden.

    Schweitzer nahm die Vorlage auf, und sein Parteifreund Lars Klingbeil

    nickt es in Berlin ab: 43 Millionen Euro wandern aus dem

    Bundeshaushalt nach Ramstein, Kaiserslautern und Wiesbaden. „Später

    sollen die USA die Summe wieder erstatten“, heißt es lapidar.


    Später. Sollen. Zwei Wörter, die in der Politik ungefähr so

    verlässlich sind wie Wahlversprechen nach dem Urnengang. Von einer

    Garantie der Amerikaner ist nichts bekannt. Es ist auch nicht bekannt,

    dass bei früheren Shutdowns in den USA, als ebenfalls keine Gehälter

    gezahlt wurden, der deutsche Staat eingesprungen wäre. Auch aus keinem

    der anderen 70 Länder der Welt, in denen die USA Militärbasen

    unterhalten, sind solche Zuschüsse bekannt.


    Man stelle sich vor, die CDU würde kurz vor der Bayernwahl verkünden,

    sie zahle mal eben die Gehälter aller BMW-Leiharbeiter, weil in

    Detroit gerade Ebbe in der Konzernkasse ist.


    Es riecht wie ein mit Steuergeldern finanziertes Wahlgeschenk. Die SPD

    kauft sich Wohlwollen bei Tausenden Wählern, die in den Kantinen,

    Fuhrparks und Verwaltungen der US-Streitkräfte arbeiten. Menschen, die

    jetzt wissen: Die SPD zahlt ihre Gehälter, wenn die Amerikaner

    ausfallen. Merkt euch das bis zur Wahl. Übrigens fordert Verdi weitere

    Zahlungen, sollte der Shutdown in den USA weitergehen. Wie lange das

    bei Trump der Fall ist, weiß keiner.


    Leider dürfte die SPD-Aktion funktionieren


    Das Perfide an der Aktion: Sie funktioniert vermutlich. Denn wer beißt

    schon die Hand, die ihn füttert? Auch wenn es eigentlich die Hand des

    deutschen Steuerzahlers ist, die hier zur Kasse gebeten wird. Für

    einen Shutdown, den weder er verursacht hat noch beenden kann. Für

    Gehälter, die ein anderer Staat schuldet.


    Dennis Rohde, SPD-Staatssekretär im Finanzministerium, nennt die

    Zahlung „sachlich und zeitlich unabweisbar“. Unabweisbar ist hier vor

    allem der Zeitpunkt: Rechtzeitig vor der Landtagswahl, aber spät

    genug, dass es in Erinnerung bleibt.



    ————



    10. Der Spiegel: Pläne des Innenministers - Dobrindt will Schüler auf den Krieg vorbereiten



    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/innenminister-alexander-dobrindt-spricht-sich-fuer-krisenvorbereitung-an-schulen-aus-a-f56a7d0b-6446-4050-9a13-285b974efb68



    Pläne des Innenministers


    Dobrindt will Schüler auf den Krieg vorbereiten



    Ist Deutschland für den Ernstfall gewappnet? Innenminister Dobrindt

    sieht Nachholbedarf und kündigt mehrere Initiativen an: Neben

    Krisenvorsorge an Schulen will er mehr Befugnisse bei der Cyberabwehr

    diskutieren.


    26.10.2025, 13.54 Uhr


    Deutschland muss sich für den möglichen Kriegsfall wappnen. Das findet

    auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt(CSU) und will künftig die

    Jungen in den Fokus nehmen: Künftig sollen Jugendliche in Schulen auf

    Krisenfälle vorbereitet werden, so der Vorschlag des Innenministers.

    Er wolle bei der anstehenden Innenministerkonferenz anregen, das Thema

    Krisenvorsorge in den Schulalltag einzubinden, sagte der CSU-Politiker

    dem »Handelsblatt« .


    »Mein Vorschlag ist, dass in einem Schuljahr in einer Doppelstunde mit

    älteren Schülern darüber diskutiert wird, welche Bedrohungsszenarien

    es geben kann und wie man sich darauf vorbereitet. Kinder sind

    wichtige Wissensträger in die Familien hinein«, sagte Dobrindt.


    Auf die Frage, ob dies eine ausdrückliche Empfehlung sei, dass

    Schulkinder vorbereitet werden, aber auch dafür, dass jeder zu Hause

    einen Vorrat anlegt, sagte Dobrindt: »Es kann nicht schaden. Man muss

    kein Prepper sein, um zu verstehen, dass ein paar Tage Vorrat, eine

    Taschenlampe, Batterien oder ein Kurbelradio vernünftige Vorsorge

    sind. Wer das hat, sorgt nicht für Panik – er sorgt vor.«


    »Vorsorge statt Verunsicherung«


    Dobrindt kündigte zudem ein neues Schutzkonzept an. »Wir arbeiten an

    einem Pakt für den Bevölkerungsschutz«, sagte er. Das Ziel sei:

    »Vorsorge statt Verunsicherung«, so Dobrindt. Zum einen gehe es um

    funktionierende Warnsysteme, außerdem um Schutzräume. Das könnten

    öffentliche Gebäude wie Tiefgaragen oder Keller eines Wohnhauses sein.

    Zudem müsse die Versorgung im Krisenfall mit lebensnotwendigen Gütern

    sichergestellt sein, erläuterte der Minister.


    ——

    29.10.2025

    Artikel zu dem Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung   (III von III)


    11. IPG: Rolf Mützenich: Das neue nukleare Zeitalter



    https://www.ipg-journal.de/rubriken/aussen-und-sicherheitspolitik/artikel/das-neue-nukleare-zeitalter-8637/?utm_campaign=de_40_20251027&utm_medium=email&utm_source=newsletter


    Außen- und Sicherheitspolitik


    27.10.2025


    Rolf Mützenich <https://www.ipg-journal.de/ipg/autorinnen-und-autoren/autor/rolf-muetzenich/>

    Das neue nukleare Zeitalter


    Atomwaffen erleben ein gefährliches Comeback.

    Ohne neue Rüstungskontrolle droht der Welt ein atomares Armageddon.



    Dr. Rolf Mützenich gehört seit 2002 dem Deutschen Bundestag an. Er war

    von 2019 bis 2025 Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion.


    Der kürzlich in den Kinos und auf Netflix erschienene Thriller A House

    of Dynamite greift auf eindringliche Weise ein Thema auf, das nach dem

    Ende des Kalten Kriegs lange Zeit als überwunden galt: die Gefahr

    eines atomaren Armageddons.


    In dem Film von Kathryn Bigelow entdeckt das US-Militär plötzlich eine

    Interkontinentalrakete über dem Pazifik, die innerhalb weniger Minuten

    das US-Festland erreichen könnte. Aus unterschiedlichen Perspektiven

    erzählt der Film, wie politische und militärische Entscheidungsträger

    versuchen, auf die Krise zu reagieren.


    Dabei wird deutlich, wie verwundbar wir trotz hoch entwickelter

    Abwehrsysteme und strategischer Planspiele sind und wie rasch ein

    einzelner Angriff mit Atomwaffen binnen Minuten in eine globale

    Katastrophe eskalieren könnte.


    Der Film ist kein fernes Gedankenspiel, sondern spiegelt ein zunehmend

    realistisches Szenario unserer Gegenwart wider. Die Zeiten, in denen

    der damalige US-Präsident Barack Obama 2009 in Prag die Vision einer

    atomwaffenfreien Welt vorantrieb, wirken heute wie aus einer längst

    vergangenen Epoche.


    Stattdessen erleben wir, wie atomare Drohungen wieder offen

    ausgesprochen werden, wie taktische Nuklearschläge in den

    strategischen Überlegungen der Großmächte als ernsthafte militärische

    Option diskutiert werden, wie Abrüstungs- und Rüstungskontrollverträge

    auslaufen oder aufgekündigt werden, wie nukleare Arsenale modernisiert

    und neue Trägersysteme entwickelt werden.


    Die bittere Wahrheit ist: Die Gefahr eines atomaren Konflikts ist

    heute wohl so groß wie noch nie zuvor. Wir stehen an der Schwelle

    eines neuen nuklearen Zeitalters, das noch komplexer, unberechenbarer

    und unsicherer ist als das sogenannte „Gleichgewicht des Schreckens“

    während des Kalten Kriegs.


    Der geopolitische Kontext hat sich in den vergangenen Jahren

    dramatisch verändert. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine hat

    Moskau seine Nukleardoktrin verschärft und wiederholt mit einem

    Einsatz atomarer Waffen gedroht. Gleichzeitig baut China sein

    Atomwaffenarsenal massiv aus.


    Bei einer Militärparade zur Feier des 80. Jahrestags des Siegs im

    Zweiten Weltkrieg präsentierte Peking im September erstmals seine

    vollständige nukleare Triade. Nach Angaben des Stockholmer

    Friedensinstituts SIPRI verfügt die Volksrepublik inzwischen über

    mindestens 600 Atomwaffensprengköpfe. Experten gehen davon aus, dass

    diese Zahl bis 2035 auf 1 500 Sprengköpfe ansteigen und damit das

    Niveau des amerikanischen und des russischen Nukleararsenals erreichen

    könnte.


    Die Welt bewegt sich derzeit auf ein neues tri- oder gar multipolares

    nukleares Zeitalter zu.


    Die Welt bewegt sich derzeit auf ein neues tri- oder gar multipolares

    nukleares Zeitalter zu. Gegenwärtig verfügen neun Staaten über

    Atomwaffen, darunter die fünf ständigen Mitglieder des

    UN-Sicherheitsrats sowie Israel, Indien, Pakistan und Nordkorea. Doch

    angesichts wachsender globaler Unsicherheiten und geopolitischer

    Spannungen erwägen immer mehr Länder, eigene nukleare Fähigkeiten zu

    entwickeln.


    Erst am 17. September 2025 unterzeichneten Saudi-Arabien und die

    Atommacht Pakistan ein neues Verteidigungsabkommen, das eine

    gegenseitige Beistandsklausel enthält. Der Pakt ist nicht nur ein

    Signal an potenzielle regionale Rivalen, sondern verdeutlicht auch die

    sich wandelnde Machtordnung im Nahen Osten, in der die USA nicht mehr

    als zuverlässiger Sicherheitsgarant wahrgenommen werden.


    Diese regionalen Verschiebungen sind zugleich Teil einer

    weitreichenderen globalen Entwicklung: Die Pax Americanaweicht

    allmählich einer multipolaren Weltordnung, in der die USA nicht länger

    willens oder in der Lage sind, die internationale Stabilität allein zu

    gewährleisten.


    Das schwindende Vertrauen in die amerikanischen Sicherheitsgarantien

    führt dazu, dass inzwischen nicht mehr nur Gegner des Westens, sondern

    selbst enge Verbündete der USA wie Japan und Südkorea im Indopazifik

    und auch europäische Staaten offen über eigene nukleare Kapazitäten

    nachdenken. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen warnte jüngst der

    Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO),

    Rafael Grossi, in einem Interview mit Repubblica vor einer Welt mit 20

    bis 25 Nuklearwaffenstaaten.


    Es ist allerdings höchst fraglich, ob eine multipolare Welt mit über

    20 Atomwaffenstaaten tatsächlich zu größerer Sicherheit beitragen

    würde. Das Konzept der Abschreckung setzt eine gewisse Rationalität

    und Berechenbarkeit der handelnden Akteure voraus.


    Doch je mehr Akteure über Atomwaffen verfügen, desto größer wird das

    Risiko von irrationalem Verhalten, von Fehleinschätzungen,

    Missverständnissen, technischen Unfällen und Eskalationsdynamiken.

    Zugleich erschwert eine wachsende Zahl nuklearer Akteure die Schaffung

    verbindlicher Regeln für Abrüstung und Rüstungskontrolle erheblich.


    Das bestehende System der Abrüstung und der Rüstungskontrolle steht

    ohnehin am Rand des Zusammenbruchs. Sowohl Russland als auch die USA

    haben in den vergangenen Jahren den

    Mittelstrecken-Nuklearstreitkräfte-Vertrag INF wie auch den Vertrag

    über den offenen Himmel aufgekündigt. Mit dem Auslaufen des New

    START-Vertrags im Februar 2026 droht schließlich der Verlust des

    letzten verbliebenen Rüstungskontrollabkommens zwischen den beiden

    größten Nuklearmächten.


    Zwar hat Putin kürzlich eine einjährige Verlängerung des Vertrags

    vorgeschlagen, doch ist weiterhin ungewiss, ob diese oder gar ein

    Nachfolgeabkommen tatsächlich zustande kommen.


    Für Washington ist Chinas atomare Aufrüstung längst zu einer

    strategischen Priorität geworden.


    Sollten Putin und Trump jedoch zu einer Verständigung über New START

    kommen, wären auch Deutschland und Europa gefragt, konkrete Vorschläge

    für den Erhalt der multilateralen Rüstungskontrolle und einer

    künftigen europäischen Sicherheitsordnung zu machen.


    So könnte man etwa die in Deutschland geplante Stationierung

    amerikanischer Mittelstreckenraketen im kommenden Jahr in ein Angebot

    zur Rüstungskontrolle einbetten, falls Moskau im Gegenzug seine

    landgestützten Atomraketen zurückzieht.


    Gleichzeitig ist jedoch klar, dass substanzielle Fortschritte im

    Bereich der Abrüstung und der Rüstungskontrolle bis zum Ende des

    Kriegs in der Ukraine nicht zu erwarten sind. Hinzu kommt, dass sich

    China bislang weigert, an Gesprächen über nukleare Rüstungskontrolle

    und Risikominimierung teilzunehmen.


    Peking betont, dass sein nukleares Arsenal nach wie vor wesentlich

    kleiner als das der USA und Russlands sei. Für Washington ist Chinas

    atomare Aufrüstung allerdings längst zu einer strategischen Priorität

    geworden. Damit wächst die Gefahr, dass die Welt in eine Phase

    eintritt, in der mehr als 20 Staaten über Atomwaffen verfügen, ohne

    dass verbindliche Rüstungskontrollverträge oder Abkommen zur

    Risikominimierung existieren.


    Es ist daher höchste Zeit, die zum Stillstand gekommenen Bemühungen

    zur Abrüstung und Rüstungskontrolle mit neuem Leben zu füllen. Im

    Fokus sollten dabei die Begrenzung der strategischen

    Nuklearwaffenarsenale und der Erhalt der noch existierenden Verträge

    stehen. Ebenso notwendig ist es, auch Peking und andere aufstrebende

    Nuklearmächte in eine neu zu schaffende internationale

    Rüstungskontrollarchitektur einzubinden und die weitere Proliferation

    von Kernwaffen zu verhindern.


    Der Atomwaffensperrvertrag ist hierfür unentbehrlich. Die

    Überprüfungskonferenz im kommenden Jahr muss dazu beitragen, die

    Nichtverbreitung wieder zu stärken. Ein gemeinsames Schlussdokument

    wäre in der gegenwärtigen internationalen Lage ein wichtiges Signal.

    Zugleich bleibt die UN unverzichtbar für eine Nichtverbreitungspolitik

    und muss endlich finanziell, personell und strukturell so ausgestattet

    werden, dass sie ihre Aufgaben wirksam erfüllen kann.


    Dabei können wir auf Partner aus dem Globalen Süden zählen, die sich

    bereits lange für Abrüstung einsetzen und zukünftig die internationale

    Ordnung stärker mitgestalten wollen. Brasilien, Indonesien und

    Südafrika sind beispielsweise Mitglieder regionaler Verträge über

    kernwaffenfreie Zonen. Hier gilt es Rückhalt zu schaffen.


    Darüber hinaus benötigen wir Maßnahmen zur Risikoreduzierung und

    Transparenz. Dazu gehören direkte militärische Kontakte, die

    Ankündigung und Beobachtung von Manövern sowie gemeinsame

    Kommunikationskanäle zur Krisenprävention.


    Künftige Rüstungskontrollabkommen müssen zudem auch neue Risiken, die

    durch künstliche Intelligenz oder Hyperschallwaffen und im Cyber- und

    Weltraum entstehen, berücksichtigen.


    In den vergangenen Jahrzehnten ist es der internationalen Gemeinschaft

    gelungen, die Gefahr eines nuklearen Armageddons durch Kooperation und

    Vertrauensbildung bei der Abrüstung und Rüstungskontrolle zu mindern.

    Dies ist auch weiterhin möglich und notwendig.


    Voraussetzung dafür ist und bleibt allerdings der politische Wille der

    relevanten Akteure, an dem es in den vergangenen Jahren ganz

    offensichtlich gemangelt hat.



    ——


    12. Friedensfähig: Kampagne kritisiert geheime Pläne der Bundesregierung


          Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern birgt enormes Eskalationspotenzial



    https://friedensfaehig.de/tomahawk-kauf-birgt-enormes-eskalationspotenzial/


    Kampagne kritisiert geheime Pläne der Bundesregierung


    Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern birgt enormes Eskalationspotenzial


    Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne

    Mittelstreckenwaffen!“ reagiert mit scharfer Kritik auf die Nachricht,

    dass die Bundesregierung US-Marschflugkörper größerer Reichweite

    kaufen will.


    Wie die US-Zeitung Politico berichtet, sieht ein internes Dokument der

    Bundesregierung Anschaffungen für die Bundeswehr im Wert von enormen

    377 Milliarden Euro vor. Diese sollen über die kommenden Jahre

    umgesetzt werden. Ein Posten dieser Liste: 400 Marschflugkörper des

    Typs Tomahawk Block Vb sowie drei Typhon-Startsysteme. Ihr Kauf in den

    USA soll rund 1,37 Milliarden Euro kosten.


    Bereits im Sommer war bekannt geworden, dass

    Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius Interesse an den fahrbaren

    Typhon-Startrampen des US-Herstellers Lockheed Martin hat. Der Wunsch,

    eine so große Zahl an Tomahawk-Marschflugkörpern zu beschaffen, wurde

    hingegen mit dem Bericht über das geheime Dokument nun erstmals öffentlich.


    Tomahawks haben eine Reichweite von deutlich über 1.600 km. Die

    unbemannten Marschflugkörper sind sehr manövrierfähig und können

    extrem niedrig fliegen.


    „Dadurch bleiben sie wortwörtlich ‚unter dem Radar‘“, erläutert Thomas

    Carl Schwoerer, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft –

    Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen und Sprecher der Kampagne

    „Friedensfähig statt erstschlagfähig“. „Das birgt ein enormes

    Eskalationspotenzial, denn Deutschland wäre damit theoretisch in der

    Lage, überraschend strategische Ziele wie Militärflugplätze,

    Raketensilos und Flugabwehrsysteme im Westen Russlands anzugreifen.“


    „Die Anschaffung landgestützter Mittelstreckenwaffen macht Deutschland

    nicht sicherer, sondern wirkt im Gegenteil stark destabilisierend. Die

    extrem kurze Vorwarnzeit der schwer zu ortenden Tomahawks wird zu

    einer immer größeren Alarmbereitschaft in Ost und West führen. Das

    erhöht die Gefahr von Fehlwarnungen oder Fehleinschätzungen; im

    schlimmsten Fall könnte es einen Angriff auf Deutschland zur Folge

    haben“, sagt Simon Bödecker, Referent bei Ohne Rüstung Leben und

    Sprecher der Kampagne.


    Mit dem Kauf von weitreichenden landgestützten Marschflugkörpern

    steigt Deutschland in ein Wettrüsten ein, das zwischen den USA und

    Russland bereits im vollen Gange ist: Moskau hat noch für 2025 die

    Stationierung von Oreschnik-Raketen in Belarus angekündigt. Außerdem

    werden sowohl in den USA als auch in Russland weitere Systeme mit

    Reichweiten zwischen 500 und 5.500 Kilometer entwickelt. Diese

    Waffenkategorie war ehemals durch den 2019 aufgekündigten INF-Vertrag

    verboten.


    „Das Wettrüsten mit destabilisierenden Mittelstreckenwaffen in Europa

    ist enorm riskant und gefährlich. Der INF-Vertrag untersagte die

    Stationierung aus guten Gründen. Wir fordern die Bundesregierung auf,

    keine Mittelstreckenwaffen zu kaufen! Das Ziel muss ein

    INF-Folgeabkommen sein und keine Schaffung eigener

    Erstschlagfähigkeiten“, betont Angelika Wilmen,

    IPPNW-Friedensreferentin und Sprecherin der Kampagne. In der

    zivilgesellschaftlichen Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig“

    setzen sich mehr als 55 Organisationen und Gruppen für ein Europa ohne

    Mittelstreckenwaffen ein.


    Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie unter: https://friedensfaehig.de <https://friedensfaehig.de/>


    siehe auch:


    https://friedensfaehig.de/


    FRIEDENSFÄHIG statt erstschlagfähig.



    Ab 2026 sollen neue US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland stationiert

    werden. Verteidigungsminister Boris Pistorius treibt darüber hinaus

    die Beschaffung von eigenen Typhon-Systemen voran, mit denen u.a.

    Waffen vom Typ „Tomahawk“ und „SM-6“ verschossen werden können.


    Bei der Entwicklung europäischer Mittelstreckenwaffen möchte Deutschland

    eine Führungsrolle einnehmen. Schreibe jetzt eine Aktionspostkarte an

    Minister Pistorius und fordere ihn auf von diesen gefährlichen Vorhaben

    Abstand zu nehmen und sich für Rüstungskontrollinitiativen einzusetzen.


    ——


    13. Friedenskooperative: Abrüstungsappell jetzt unterschreiben!



    https://www.friedenskooperative.de/aktion/abruestungsappell-jetzt-unterschreiben


    Abrüstungsappell jetzt unterschreiben!


    Abrüstungsappell gestartet – jetzt unterschreiben! <https://www.friedenskooperative.de/aktion/abruestungsappell-jetzt-unterschreiben#block-nodeblock-16951>

    200 Milliarden und mehr jährlich fürs Militär? Nicht mit mir!

    Ich protestiere gegen die geplante massive Aufrüstung Deutschlands!


    Ich protestiere gegen die geplante massive Aufrüstung Deutschlands!


    Fünf Prozent ihrer Wirtschaftsleistung sollen die NATO-Staaten künftig

    für Militär und kriegsrelevante Infrastruktur ausgeben. Diese

    willkürliche Festlegung ist unverantwortlich. Fünf Prozent des

    Bruttoinlandsproduktes entsprächen nach heutigen Zahlen fast der

    Hälfte des deutschen Bundeshaushalts, mindestens 200 Milliarden Euro.

    Jedes Jahr!


    Aufrüstung führt in die Sackgasse! Dass Frieden und Sicherheit durch

    immer mehr Waffen und Abschreckung erreichbar wären, ist ein

    Trugschluss. Ich möchte in einem Land leben, das sich mit zivilen

    Mitteln für eine friedliche Welt stark macht. Diplomatie,

    Interessensausgleich und Völkerverständigung müssen die Grundpfeiler

    für Frieden in Europa und in der Welt sein.


    Daher fordere ich von der Bundesregierung:


    einen Stopp der maßlosen Ausgaben für immer mehr Aufrüstung. Nötig

    sind mehr Investitionen, die unser aller Leben verbessern – zum

    Beispiel in Gesundheit, Bildung, Soziales und Klimaschutz.


    keine Belastung und Einschränkung nachfolgender Generationen durch

    unbegrenzte Neuverschuldung für Militär und Kriegs-Infrastruktur,

    durch eine Wehrpflicht oder die Vernachlässigung der Klimakatastrophe.


    einen entschlossenen diplomatischen Einsatz für ein Ende des

    russischen Angriffskrieges, nachhaltigen Frieden für die Ukraine und

    eine neue europäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur.


    ein glaubwürdiges Eintreten für Völkerrecht, nukleare und

    konventionelle Rüstungskontrolle sowie eine Stärkung von Ziviler

    Konfliktbearbeitung und Entwicklungszusammenarbeit. Dauerhafte

    Sicherheit kann nur eine Weltordnung garantieren, in der nicht das

    Recht des Stärkeren gilt.


    ——


    Mit freundlichen Grüßen


    Clemens Ronnefeldt

    Referent für Friedensfragen beim deutschen

    Zweig des internationalen Versöhnungsbundes


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    29.10.2025

    Vijay Prashad: Die Mächtigen, die hinter Israel stehen

    consortiumnews.com, 29. Oktober 2025 (Übersetzt aus dem Englischen mit beta, unkorrigiert)

    Auf der Grundlage des Berichts des neuen UN-Sonderberichterstatters sollte der IStGH verpflichtet seinarrests, mindestens Haftbefehle gegen Rishi Sunak, Keir Starmer, Olaf Scholz, Friedrich Mertz, Joe Biden und Donald Trump einzureichen.


    Screenshot_2025_10_29_at_21_19_28_54855554918_960e87a5d4_k_768x509.jpg_JPEG_Grafik_768_509_Pixel_Präsident Donald Trump verabschiedete sich von dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu, als er am 13. Oktober, nach, ober 13, 2025, auf dem Weg zum internationalen Flughafen Sharm El Sheikh in Ägypten an Bord der Air Force One am Ben Gurion International Airport in Israel geht. (Weißes Haus/Daniel Torok)


    Von Vijay Prashad
    PeoplesDispatch GmbH

    CSongtexte von aroline Willemen of Médecins Sans Frontières sagte Am Sonntag nutzt Israel die Notwendigkeit humanitärer Hilfe in Gaza weiterhin als „Mittel des Drucks“.

    "Die humanitäre Lage in Gaza hat sich nicht signifikant verbessert", sagte sie der Presse, "da Wasser- und Schutzknappheit anhält und Hunderttausende von Menschen weiterhin in Zelten leben, wenn der Winter näher rückt."

    Israels Streitkräfte haben jetzt mehr als die Hälfte des Landes des Gazastreifens annektiert und werfen riesige Mengen von Trümmern in diese Zone ab und verwandeln es in einen Müllberg. Die Trümmer ohne Experten und Ausrüstung zu bewegen, ist sehr gefährlich, da etwa 10 bis 12 Prozent der israelischen Bomben, die auf Gaza abgeworfen wurden, nicht explodiert sind.

    "Jede Gaza-Person lebt jetzt in einem schrecklichen, unkartierten Minenfeld", sagte Nick Orr von Humanity and Inclusion, einer Nichtregierungsorganisation, die in Palästina arbeitet. „Die UXO [Unexploded Ordnance] ist überall. Auf dem Boden, in den Trümmern, unter dem Boden, überall.“

    Während die Palästinenser durch die Hügel von Beton graben, riskieren sie, eine schlafende Bombe auszulösen - was zu mehr Opfern des israelischen Völkermords führt.

    Eine-direktionale Gewalt

    Screenshot_2025_10_29_at_21_21_03_Vijay_Prashad_Die_M_chtigen_die_hinter_Israel_stehen_Consortium_NewsGaza-Trümmer, 2023-2025. (Jaber Jehad Badwan /Wikimedia Commons/ CC BY-SA 4.0)


    In den letzten zwei Jahren hat Israel mindestens 200.000 Tonnen Sprengstoff auf Gaza abgeworfen, eine Tonnage, die 13 Atombomben der von den Vereinigten Staaten am August auf Hiroshima abgeworfenen Ausmaßes entspricht. 6, 1945.

    Dies ist unvorstellbar, insbesondere angesichts der Tatsache, dass die Palästinenser keine Luftverteidigungssysteme, keine Luftwaffe und keine Fähigkeit haben, sich vor Höhen- und Drohnenbomben zu verteidigen oder in vergleichbarer Weise zurückzuschlagen. Völkermorde sind naturgemäß asymmetrisch.

    Aber diese letzten zwei Jahre als asymmetrisch zu beschreiben, ist obszön: Das war eine eindirektionale Gewalt, die Goliath-ähnlichen Israelis nutzten ihre immensen Vorteile gegen den David-ähnlichen palästinensischen Widerstand.

    Die Undurchsichtigkeit der offiziellen Waffentransfers bedeutet, dass wir keine genaue Vorstellung davon haben, wie viel von dieser Tonnage während des Krieges von ihren wichtigsten Lieferanten nach Israel gekommen ist: die Vereinigten Staaten, Deutschland, Italien und das Vereinigte Königreich. Wir haben jedoch genügend Beweise, um zu wissen, dass die meisten Bomben aus den Vereinigten Staaten kamen, mit kleineren Lieferungen aus den anderen Ländern.

    Ein Bericht von Francesca Albanese vom 20. Oktober, der Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen über die Lage der Menschenrechte in den seit 1967 besetzten palästinensischen Gebieten mit dem Titel Gaza-Genozid: Ein Kollektivverbrechen macht unbestreitbar klar, dass die Länder, die Israel mit militärischer Ausrüstung versorgen oder es in irgendeiner Weise unterstützen - auch durch diplomatische Unterstützung - völlig mitschuldig am Völkermord sind.


    Screenshot_2025_10_29_at_21_22_12_Vijay_Prashad_Die_M_chtigen_die_hinter_Israel_stehen_Consortium_NewsBundeskanzler, Olaf Schulz trifft sich mit Israels Präsident Isaac Yitzhak Herzog in Tel Aviv, Okt. 17, 2023. (Amos Ben Gershom/ Pressebüro von Israel/Wikimedia Commons/CC BY-SA 3.0)


    Mit anderen Worten, die Verpflichtung, sich an die Vereinten Nationen zu halten. Konvention über Völkermord ist nicht diskretionär; die Pflicht, alles zu tun, um den Völkermord zu stoppen, ist obligatorisch. Die Teilnahme macht sie völlig schuldig. Der Bericht stellt fest, dass der israelische Völkermord an den Palästinensern in Gaza dies „zu einem international ermöglichten Verbrechen“ macht.

    Die Komplexität ist außergewöhnlich. Nehmen wir den Fall des Vereinigten Königreichs, dessen Premierminister Keir Starmer Menschenrechtsanwalt ist und tatsächlich das Lehrbuch über das europäische Menschenrechtsrecht (1999) geschrieben hat.

    Am Aug. 6, Matt Kennard erzählte Palestine Deep Dive, wie britische Militärflugzeuge die RAF Akrotiri in Zypern verließen und ein nicht identifiziertes Flugzeug über Gaza eskortierten. Sechs Tage später enthüllte Iain Overton bei UK Declassified, dass unter diesen Flugzeugen ein RAF Shadow R1 Überwachungsflugzeug war, das neben einem Beechcraft Super King Air 350 flog, das der Sierra Nevada Corporation (aus den Vereinigten Staaten) mit einem Rufzeichen CROOK 11 gehörte. Was haben diese Flugzeuge gemacht? Wer hat sie diese Arbeit sanktioniert? Wer ist CROOK 11?


    Screenshot_2025_10_29_at_21_23_00_Vijay_Prashad_Die_M_chtigen_die_hinter_Israel_stehen_Consortium_NewsUK. Premierminister Keir Starmer besucht Truppen bei der RAF Akrotiri in Zypern, Dez. 10, 2024. (Tim Hammond / No 10 Downing Street, Flickr, CC BY-NC-ND 2.0)


    Im Dezember 2024 sagte Starmer den Truppen der RAF Akrotiri:

    "Es gibt viele verschiedene Arbeiten, die weitergehen. Ich bin mir auch bewusst, dass einige oder ziemlich viele Dinge, über die hier vor sich geht, nicht unbedingt die ganze Zeit gesprochen werden können ... Wir können der Welt nicht unbedingt sagen, was Sie hier tun ... denn obwohl wir es nicht aus Gründen, die für Sie offensichtlich sind, dies zu der ganzen Welt sagen. "

    Der offensichtliche Grund ist, dass dies ein Völkermord ist, und das Vereinigte Königreich ist mitschuldig, so dass sie nicht darüber sprechen können.

    Der Rekord für die USA ist noch grässlicher. Ein Absatz aus dem Bericht des Sonderberichts ist verdammt genug:

    „Seit Oktober 2023 haben die USA 742 Sendungen von „Arms and Munition“ (HS Code 93) übertragen und zehn Milliarden neue Umsätze genehmigt. Die Biden- und Trump-Regierungen reduzierten die Transparenz, beschleunigten die Transfers durch wiederholte Notfallgenehmigungen, erleichterten den israelischen Zugang zu US-Waffenbeständen im Ausland und genehmigten Hunderte von Verkäufen knapp unter dem Betrag, der die Zustimmung des Kongresses erforderte. Die USA haben Militärflugzeuge, Spezialeinheiten und Überwachungsdrohnen nach Israel entsandt, wobei die US-Überwachung angeblich verwendet wird, um die Hamas anzugreifen, auch bei der ersten Razzia im Al Shifa-Krankenhaus.

    Im November 2024 reichte der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) einen Haftbefehl gegen Benjamin Netanyahu und Yoav Gallant ein. Auf der Grundlage dieses jüngsten UN-Berichts sollte der ICC-Staatsanwalt Karim Khan verpflichtet sein, Haftbefehle gegen Rishi Sunak, Starmer, Olaf Scholz, Friedrich Merz, Joe Biden und Donald Trump einzureichen – zumindest. Alles andere macht das regelbasierte internationale System, nämlich die Charta der Vereinten Nationen, verhöhnt.

    Vijay Prashad ist ein indischer Historiker, Redakteur und Journalist. Er ist Schriftsteller und Chefkorrespondent bei Globetrotter. Er ist Herausgeber von LeftWord Books und Direktor von Tricontinental: Institute for Social Research. Er hat mehr als 20 Bücher geschrieben, darunter The Darker Nations und The Poorer Nations. Seine neuesten Bücher sind über Kuba: Reflexionen über 70 Jahre Revolution und Kampf (mit Noam Chomsky), Struggle Makes Us Human: Learning from Movements for Socialism, und (auch mit Noam Chomsky) Der Rückzug: Irak, Libyen, Afghanistan und die Fragilität der US-Macht.

    Dieser Artikel wurde ursprünglich von Globetrotter produziert.

    Ansichten, die in diesem Artikel zum Ausdruck kommen und möglicherweise die von Consortium News widerspiegeln oder nicht.

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    5 Kommentare zu “Vijay Prashad: Der Mächtige, der hinter Israel steht ”

    1. David Strand

      29. Oktober 2025 um 12:25 Uhr

      Vijay, du hast absolut Recht in all dem oben genannten. Ich würde nur hinzufügen, dass die Liste der Namen viel zu kurz ist. Blinken, Sullivan, Witkoff, Kusher sind nur ein paar Amerikaner, nur Amerikaner, deren Namen der Liste hinzugefügt werden sollten.

    Antworten

  • Songtexte von James Keye

    29. Oktober 2025 um 12:24 Uhr

    An welchem Punkt erlauben wir (diejenigen mit der Einbildung, dass „wir“ informiert sind), dass Palästina, Sudan, Jemen und so viele mehr keine isolierten Handlungen mit ihrer eigenen individuellen Geschichte und Lösung sind (was sie natürlich haben), sondern zunehmend als Teil der systematischen Bemühungen zu sein, eine politische / soziale Struktur der absoluten plutokratischen Dominanz weltweit zu schaffen (wiederherzustellen). Prashad scheint auf diese Art von Schlussfolgerung hinzudeuten; nationale und internationale Justizsysteme werden ignoriert, undurchsichtige Verteilung von Waffen, offensichtliche nicht gemeldete Allianzen unter mächtigen Akteuren und Kabalen wie Beziehungen zwischen Weltführern und denen, die technologische und Informationssysteme kontrollieren.

    In einer solchen Zukunft werden die Menschenmilliarden der Welt zu einem einzigen Gegenstand (sowohl zu Ressourcen als auch Hindernissen), der nach Bedarf und Laune der wenigen, die die Kontrolle über Nahrung, Wasser, Land (Raum) und die Mittel haben, mit denen die vielen das Wesentliche des Lebens erwerben können, genutzt und entsorgt werden muss. So sehr ich versuche, ein weniger umhüllendes Szenario aus gegenwärtigen Ereignissen zu rationalisieren, dieser blickt mich konsequent aus den Schatten. Wenn es überhaupt eine geringe Wahrscheinlichkeit hat, wahr zu sein, ist die Zeit für die Erkennung und Aktion jetzt, nicht später.

    Antworten

  • Ray Peterson

    29. Oktober 2025 um 12:01 Uhr

    Francesca Albanese ist ein Juwel des Gewissens für Menschen
    Rechte.
    USA-Israel/West könnte ein regelbasiertes Internationales werden
    Ordnung in eine Verhöhnung der Wahrheit und Gerechtigkeit; aber diese Frau
    Die Stimme wird „. . . die Stolzen in der Vorstellung ihrer Herzen zerstreuen“
    (Lk.1.51).

    Antworten

  • Kategorie: Paula

    29. Oktober 2025 um 11:30 Uhr

    Das sind alles wohlhabende Menschen und befürchten, dass sie ihr Vermögen und den Zugang zu anderen Ländern verlieren werden. Ich hoffe, dass ihre Welten zusammenbrechen und sie in eine Hölle gebracht werden, die sie anderen gefördert haben.

    Antworten

  • Em

    29. Oktober 2025 um 10:32 Uhr

    Nach den Grundsätzen von 3 monotheistischen Religionen sollte es Frieden auf der Erde „geben“. Das ist eine Übertreibung der Heuchelei!

    Nach der obszönen, willkürlichen und einseitigen Haltung des amoralischen amerikanischen Regimes, der UNO. Die Sonderberichterin für Palästina, Francesca Albanese, die eine Person, die tatsächlich einen „Edlen“ Friedenspreis verdient hat und „hätte“, erhalten haben; sie hat es nicht verdient, ihren Bericht in einer Rede vor dem Organ der Vereinten Nationen, zum Feiern und Gedenken an ihr 80jähriges Jubiläum, im Dienst an der gesamten Menschheit – der Weltbevölkerung – frei zu halten, also verweigerten sie einfach ihren Eintritt in die USA, um ihre Präsentation der Fakten zu halten

    Wieder einmal hat Südafrika in einem sehr entscheidenden Moment in dramatisch und schnell verändernden globalen Entwicklungen das Richtige getan, indem es diesen ganz bemerkenswerten Menschen einlud – angesichts der kühnen US-Aggression, gegen ihre ausdauernden Bemühungen – und einlud, ein Licht auf Palästina und ganz Westasien zu bringen – und eine Chance erhielt, ihre Berichte über das Völkerrecht zu halten und zu präsentieren, in Erinnerung an die Unruhe

    Vielleicht sollten die Vereinten Nationen aus den USA ausziehen und in ein offeneres Land gehen, das am weitesten von der Stadt entfernt ist, deren Name mit einem "J" beginnt, es sei denn, Jamaika ist heute eine bedeutende Schlagzeile in den Nachrichten, es sollte "dort vorüberziehen.
    Es würde sicherlich viel positiver von dort aus erreichen, als mit den barbarischen, von Menschen verursachten wilden Stürmen, die die unschuldige Menschheit verwüsten, und dem, was die Vereinten Nationen in der Lage sind, in Erleichterung, von New Amsterdam, gegen die Oger von Washington D.C., die seine Politik beherrschen, zu erreichen.

    Was schließlich in einer einfachen Namensänderung ist – Tel Aviv; Jerusalem, es sei denn, man sehnt sich natürlich danach, im eigenen Staat Palästina als Palästinenser anerkannt zu werden.


  • Info: https://consortiumnews.com/2025/10/29/vijay-prashad-the-powerful-who-stand-behind-israel/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    29.10.2025

    Buchempfehlung: Pfizers ehemaliger Chef-Toxikologe weist nach, wie uns rechtswidrig Giftstoffe als Heilmittel gegen Covid-19 verkauft wurden

    seniora.org, 29. Oktober 2025, von Amir Mortasawi 29.10.2025  – übernommen von afsaneyebahar.com


    Von Helmut Sterz, Erste Auflage Dezember 2025, Rubikon-Verlag

    Screenshot_2025_10_29_at_20_50_28_3422_79a9d90b.webp_WEBP_Grafik_768_432_Pixel_


    „Dieses Buch soll als Schlüssel für die Aufarbeitung des Corona-Impfskandals dienen. Es richtet sich an Menschen, die sich über die verantwortungslose Vorgehensweise der Pharmahersteller und der Gesundheitsbehörden einschließlich der ihnen übergeordneten Politiker informieren möchten. Die Öffentlichkeit soll wachgerüttelt werden, damit in Zukunft derartige Verbrechen an der Menschheit keine Chance mehr haben."


    Die vom Rubikon-Verlag zur Verfügung gestellte Leseprobe (https://afsaneyebahar.com/wp-content/uploads/2025/10/hs_leseprobe.pdf) umfasst das Inhaltsverzeichnis des Buches, die Vorworte von Dr. med. Wolfgang Wodarg, Prof. Dr. med. Sucharit Bhakdi, Prof. Dr. med. Christian Perronne, Prof. Dr. rer. nat. Stefan W. Hockertz sowie des Rechtsanwalts Philipp Kruse und das Kapitel „Einführung“. Buch bestellenhttps://www.buchkomplizen.de/unsere-komplizen/rubikon/die-impf-mafia.html

    E-Book bestellenhttps://www.buchkomplizen.de/e-books/die-impf-mafia.html

    Helmut Sterz, geboren 1946, promovierte nach dem Studium der Tiermedizin an der Justus-LiebigUniversität Gießen in Virologie und wurde für seine Dissertation mit einem Preis ausgezeichnet. Von 1974 bis 1988 leitete er die Abteilung für Reproduktionstoxikologie bei Boehringer Mannheim, wo er maßgeblich zur Verbesserung der Techniken zur Erfassung von Toxizität bei trächtigen Labortieren und deren Nachkommen beitrug. Im Jahr 1981 erlangte er die Anerkennung als Fachtierarzt für Pharmakologie und Toxikologie.

    Von 1988 bis 1995 war er als Leiter des Toxikologie-Zentrums von Servier in Orléans (Frankreich) tätig, wo er alternative Tiermodelle einführte, um die Risikoabschätzung für die Nebenwirkungen neuer Substanzen zu verbessern. Anschließend übernahm er bis 2001 die Leitung des Toxikologie-Zentrums von F. Hoffmann-La Roche in Basel und war in dieser Position für die gesamte präklinische Toxikologie des Unternehmens verantwortlich.

    2001 berief Pfizer Helmut Sterz zum Leiter der beiden europäischen Toxikologie-Zentren in Amboise (Frankreich) und Sandwich (Vereinigtes Königreich), wo er die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung der Toxikologie-Abteilungen leitete. Nach der Schließung des Amboiser Labors im Jahr 2007 zog er sich aus dem Unternehmen zurück und ging in den Ruhestand.

    Aufgrund seiner langjährigen und umfassenden Expertise in der präklinischen Toxikologie sowie seiner bedeutenden Beiträge zur Weiterentwicklung von Tierversuchstechniken im Bereich der Arzneimittelzulassung zählt Helmut Sterz zu den international anerkannten Experten auf seinem Gebiet.

    „Dieses Buch soll als Schlüssel für die Aufarbeitung des Corona-Impfskandals dienen. Es richtet sich an Menschen, die sich über die verantwortungslose Vorgehensweise der Pharmahersteller und der Gesundheitsbehörden einschließlich der ihnen übergeordneten Politiker informieren möchten. Die Öffentlichkeit soll wachgerüttelt werden, damit in Zukunft derartige Verbrechen an der Menschheit keine Chance mehr haben.

    Mein Buch soll insbesondere all den Opfern der Impfkatastrophe helfen, mit Hilfe spezialisierter Anwälte ihr Recht auf Entschädigung zu erstreiten, indem man den Beteiligten in der Pharmaindustrie und bei den zuständigen Behörden sowie Ärzten nachweist, dass sie die ihnen im Rahmen von Notfallverordnungen zugesprochene Immunität durch bewusste Nachlässigkeit, willentliche Vergehen oder Aufsichtspflichtverletzung verwirkt haben.“ (Seite 31 des Buches)

    Tierversuche, die im Kontext der Arzneimittelzulassung nach wie vor eine zentrale Rolle spielen, wurden 1947 infolge des Nürnberger Ärzteprozesses(1) im Nürnberger Kodex(2,3) festgeschrieben:

    „Der Versuch [an Menschen] ist so zu planen und auf Ergebnissen von Tierversuchen und naturkundlichem Wissen über die Krankheit oder das Forschungsproblem aufzubauen, dass die zu erwartenden Ergebnisse die Durchführung des Versuchs rechtfertigen werden.“ 

    Ethische Grundsätze für medizinische Forschung am Menschen und Richtlinien für Erprobung von Medikamenten wurden unter anderem in der Deklaration von Helsinki (1964) (4), der Oviedo-Konvention (1997) (5), den Schriften von International Council for Harmonisation of Technical Requirements for Pharmaceuticals for Human Use (ICH)(6) und in mehreren Dokumenten der Europäischen ArzneimittelAgentur (EMA) (7) formuliert. In Deutschland ist in diesem Zusammenhang insbesondere das Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln (Arzneimittelgesetz) (8) von Bedeutung.

    Das im Dezember 2025 erscheinende Buch „Die Impf-Mafia“ von Helmut Sterz bietet eine wissenschaftlich fundierte, detaillierte und zugleich allgemein verständliche Analyse der schwerwiegenden Mängel bei der Sicherheitsüberprüfung durch BioNTech und Pfizer im Zusammenhang mit ihrem Produkt COMIRNATY, das angeblich einen wirksamen Schutz gegen Covid-19-Infektionen bieten sollte. Als Insider und erfahrener Toxikologe beleuchtet der Autor, wie genetisch modifizierte und toxische pharmazeutische Produkte während der Corona-Misere, bei schwerwiegenden Abweichungen von zahlreichen verbindlichen Behördenrichtlinien zur präklinischen Sicherheit, vertrieben wurden und weiterhin offiziell empfohlen werden.

    Unter Mitberücksichtigung der Dokumente von BioNTech(9) und Pfizer(10) stellt der Autor fest(11) :

    „Es ist wahrlich erschreckend, wenn man jetzt im Nachhinein konstatieren muss, dass der größte Teil der beim Menschen registrierten Nebenwirkungen bei der Anwendung von COMIRNATY in sorgfältig durchgeführten Tierversuchen hätte vorhergesehen und durch Einschränkung der Indikation vermieden werden können.“ 

    Helmut Sterz beschreibt anschaulich, wie die Bevölkerung von den Arzneimittelherstellern, unterstützt von Gesundheitsbehörden und Politikern, zur Teilnahme an einem groß angelegten, menschenverachtenden Experiment verleitet wurde. Er thematisiert die erschreckende Tatsache, dass die verantwortlichen Behörden und Politiker trotz zahlreicher seriös belegter Hinweise auf schwerwiegende Nebenwirkungen und Todesfälle keine notwendigen Untersuchungen einleiten ließen bzw. lassen. (12)

    Die überwältigende Menge an Beweisen lässt keinen Zweifel daran, dass diese Präparate auf Basis modifizierter mRNA niemals hätten zugelassen werden dürfen. Spätestens im Jahr 2021 hätten sowohl die Hersteller als auch die zuständigen Behörden verpflichtet sein müssen, sie vom Markt zu nehmen.

    Die makabre Realität ist jedoch, dass die Pharmaindustrie inzwischen von den europäischen Behörden grünes Licht erhalten hat, weitere Präparate mit modifizierter mRNA zu entwickeln.

    Mit freundlicher Genehmigung des Rubikon-Verlags erfolgt hier die Veröffentlichung des Abschnitts „Forderungen zur Aufarbeitung des weltweiten Pharmaskandals“ (Seite 206 bis 210 des Buches):

    „11.2 Forderungen zur Aufarbeitung des weltweiten Pharmaskandals

    Die Opfer der kriminellen Handlungen und des Unrechts während der Covid-„Pandemie“ haben ein Recht auf Wiedergutmachung durch die Verantwortlichen. Diese sind in der Politik, der Pharmaindustrie und bei vielen Trittbrettfahrern (Experten, Medizinern, Richtern, Journalisten und Entscheidungsträgern) zu suchen. Ohne eine gerechte Aufarbeitung der Schuld können ähnliche Katastrophen in der Zukunft nicht vermieden werden.

    Daher habe ich die folgenden Forderungen aufgestellt, um die Aufarbeitung dieses Pharmaskandals in die Wege zu leiten:

    • Es braucht eine Untersuchungskommission des Parlaments, die allerdings nicht mit Personen besetzt sein darf, die sich während der „Pandemie“ schuldig gemacht haben.
    • Der erste Schritt muss eine Generalamnestie für alle sein, die sich dem während der „Pandemie“ verordneten Wahnsinn aufgrund eigener medizinischer Kenntnisse oder ihres gesunden Menschenverstandes aktiv oder passiv entzogen haben.
    • Die politisch motivierten Urteile der Gerichte während der „Pandemie“, die jeglichen wissenschaftlichen Konsens vermissen lassen, sind sofort für ungültig zu erklären und es ist zu prüfen, ob sich der/die betreffenden Richter strafbar gemacht haben.
    • Die Strafen für die Täter müssen den Folgen der Verbrechen und dem verursachten Unrecht entsprechen, auch wenn es sich um Personen handelt, die in höchsten politischen Ämtern stehen oder standen (Bundeskanzlerin Merkel, Gesundheitsminister Spahn, Bundeskanzler Scholz, Gesundheitsminister Lauterbach und andere) und die glauben, aufgrund ihres Amtes Immunität beanspruchen zu können. Sie haben ihren Amtseid gegenüber der Bevölkerung und ihrem Land gebrochen, haben einseitig im Interesse der Vakzine-Hersteller gehandelt und bei den ihnen unterstellten Gesundheitsbehörden Amtspflichtverletzungen toleriert oder sogar gefördert.
    • Alle Personen, die sinnlose und gefährliche „Pandemiemaßnahmen“ beschlossen und umgesetzt haben, sind sofort aus ihren Ämtern zu entfernen und zur Rechenschaft zu ziehen.
    • Alle wissenschaftlichen Berater der Regierenden, wie zum Beispiel Prof. Drosten, sollten sich für ihre Fehlleistungen vor Gericht verantworten.
    • Alle Personen, die sich aktiv an den gehässigen Verleumdungen und Verurteilungen der Menschen, die sich nicht impfen lassen wollten, beteiligt haben, sollten sich öffentlich entschuldigen. Dazu gehören, nur um die Spitze des Eisbergs zu beschreiben: AltBundeskanzler Gauck, Bundespräsident Steinmeier, Minister und Ministerinnen wie Faeser, Ministerpräsidenten wie Söder, Kretschmann, Ramelow, Schwesig, Bürgermeister wie Palmer und Mediziner wie Prof. Montgomery, zahlreiche Klinikchefs und Universitätsprofessoren sowie Prominente aus Presse, Sport, Kultur und Kirche.
    • Trittbrettfahrer des staatlichen Unrechts, wie zum Beispiel medizinische Experten, Medien und Meinungsbildner aus Kirche, Kultur, Lokalpolitik, Sport etc. sollten sich ebenfalls vor Gericht verantworten.
    • Der Schutz der Vakzine-Hersteller vor Regressansprüchen ist wegen schwerem, zum Teil vorsätzlichem Fehlverhalten aufzuheben.
    • Die Gewinne von BioNTech sollten in Milliardenhöhe in eine Stiftung fließen, um Personen mit nicht heilbaren Impffolgen zu entschädigen. Die Stiftungssumme sollte offen bleiben, da in den nächsten Jahren mit Spätfolgen zu rechnen ist.
    • Die Manipulation und Fälschung klinischer Daten und die Vertuschung von Sicherheitsproblemen der Vakzinen ist kriminell. Die Verantwortlichen bei den VakzineHerstellern BioNTech und Pfizer müssen sich vor Gericht verantworten.
    • Alle Personen, die bei BioNTech, am Paul-Ehrlich Institut, am Robert-Koch-Institut und bei den Pharmakovigilanz-Zentren nach Beginn der Impfkampagne Einblick in die übermäßig steigende Anzahl von Nebenwirkungen durch die Corona-Impfung hatten und ihre Bedenken nicht mit den Verantwortlichen oder der Öffentlichkeit geteilt haben, sollten wegen unterlassener Hilfeleistung zur Verantwortung gezogen werden.
    • Die Entschädigung der Vakzine-Opfer muss ohne jahrelanges juristisches Tauziehen erfolgen, denn sie sind Opfer staatlicher Willkür und Gewalt. Es existieren heute validierte Labornachweise (siehe die Informationen des Labors INMODIA, S. 216), die nicht nur Proteine des SARS-Cov-2-Virus nachweisen können, sondern auch das durch die Impfung im Körper synthetisierte Spike-Protein. Im Fall von schweren Impfnebenwirkungen sollte vor Gericht der Nachweis des Impf-Spike-Proteins in Blut und Geweben als Beweis für einen ursächlicher Zusammenhang zwischen der Impfung und dem sogenannten „Post-Vac-Syndrom“ anerkannt und Klagen von Impfopfern stattgegeben werden.
    • Die Impfpflicht für verschiedene Berufsgruppen, Soldaten und Schüler ist illegal und sofort aufzuheben.
    • Das Bundesgesundheitsamt sollte in enger Zusammenarbeit mit unabhängigen Experten den aktuellen Stand des Wissens betreffend Nutzen und Risiko der Covid-19- Impfung in einem Positionspapier darlegen. Dieses Dokument sollte allen Angehörigen der Heilberufe persönlich zugestellt werden, damit sich niemand mehr darauf berufen kann, er kenne die Risiken der Impfung nicht.
    • Mediziner sollten keine Immunität vor Strafverfolgung beanspruchen können, wenn sie Anti-Covid-Injektionen ohne ausgewogene, auf Wissen basierende Aufklärung über Nutzen und Risiko vorgenommen haben und wenn diese Injektionen zu schweren Nebenwirkungen führten. Sie sind für den durch ihr unprofessionelles Vorgehen verursachten Schaden haftbar zu machen.
    • Den Medizinern, die weiterhin Covid-19-Vakzinen verabreichen, ohne die Patienten in einem ausführlichen Arztgespräch auf die Risiken der Impfung hinzuweisen, sollte die Approbation entzogen werden.
    • Die Politik hat nicht das Recht, Medizinern ein Behandlungsverbot aufzuerlegen, wie es während der Covid-Krise geschehen ist. W. van Rossum[*] stellt zwar fest, dass die Kritiker der „Pandemie“-Maßnahmen mit fast allem recht hatten, aber er ist nicht optimistisch, dass sich Richter finden lassen, die während der „Pandemie“-Jahre wirklich Recht gesprochen und eine weiße Weste haben. Ich hoffe, er hat nicht recht, denn ein Land, das sich einer reinigenden Rosskur nicht stellen will, hat keine Zukunft! Meine Analyse gibt Richtern ein Instrument an die Hand, mit dessen Hilfe sie gegenüber den Herstellern, Pfizer und BioNTech, Betrug und Fahrlässigkeit während der präklinischen Entwicklung ihrer Vakzine beweisen können. Dieses Instrument kann ebenfalls nachweisen, dass die für die Produktzulassung verantwortlichen Behörden ihre Amtspflicht und damit ihren Auftrag gegenüber der Bevölkerung sträflich vernachlässigt oder gebrochen und eine Arzneimittelkatastrophe mit unvorstellbaren Folgen ausgelöst haben.“ 

    [*] Die Fata Morgana der Aufarbeitung. W. van Rossum. 9.8.2024: https://www.manova.news/artikel/die-fata-morgana-der-aufarbeitung

    Anmerkungen

    1. Medizin ohne Menschlichkeit. Dokumente des Nürnberger Ärzteprozesses. Herausgegeben und kommentiert von Alexander Mitscherlich und Fred Mielke. 21. Auflage April 2021, Fischer Taschenbuch Verlag, Darmstadt.
    2. Nürnberger Kodex: Die Folgen für die Prinzipien des ärztlichen Handelns. Von Robert Jütte. Deutsches Ärzteblatt, Ausgabe 33-34. 2017: https://www.aerzteblatt.de/archiv/nuernberger-kodex-diefolgen-fuer-die-prinzipien-des-aerztlichen-handelns-db8744c4-4d3c-42fc-bae1-4a497e3f4b40 8 Robert Jütte kommentiert seinen eigenen Artikel in derselben Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes: „Wer nach dem Nürnberger Ärzteprozess geglaubt hatte, dass mit der Festschreibung zehn zentraler Prinzipien für die Durchführung von medizinischen Versuchen an Menschen Ärzte nicht mehr gegen die dort aufgestellten Regeln (zum Beispiel Zustimmung nur nach Aufklärung, Möglichkeit des Widerrufs der Teilnahme, Verbot von Versuchen, die zum Tod oder schweren körperlichen Schäden führen können) zuwiderhandeln würden, sah sich getäuscht, als im Laufe der nächsten Jahrzehnte immer wieder Fälle bekannt wurden, dass bei Humanexperimenten gegen die damals aufgestellten und später in Form der Deklaration von Helsinki im Grundsatz bestätigten Regeln verstoßen wurde. Erinnert sei hier nur an die Tuskegee-Syphilis-Studie, die erst 1972 abgebrochen wurde. Neben der Diagnose wurde den geschlechtskranken Teilnehmern (allesamt schwarze Landarbeiter) eine Therapie vorenthalten, auch nachdem Penicillin zur Standardbehandlung geworden war. 2013 wurde publik, dass das amerikanische Militär die eigenen Soldaten seit Ende des Ersten Weltkriegs Giften, Gasen und Psychokampfstoffen ausgesetzt hatte. Auch waren bis in die 1980er-Jahre mindestens eine Viertelmillion amerikanischer Soldaten sowie Zehntausende Zivilisten für Strahlenversuche missbraucht worden. Doch auch in der Schweiz und in der Bundesrepublik wurde gegen den Nürnberger Kodex noch bis weit in die Nachkriegszeit verstoßen. So kam erst kürzlich heraus, dass in Nordrhein-Westfalen bis circa 1975 Versuchsreihen mit nicht zugelassenen Medikamenten an Heimkindern und Jugendlichen unternommen wurden, und zwar ohne Zustimmung der Eltern beziehungsweise der sorgeberechtigten Behörden.“
    3. https://dg-pflegewissenschaft.de/wp-content/uploads/2017/05/NuernbergKodex.pdf
    4. Die Deklaration von Helsinki wurde 1964 vom Weltärztebund verabschiedet und in den folgenden Jahren mehrfach, zuletzt im Oktober 2024, revidiert: https://www.wma.net/policies-post/wma-declaration-of-helsinki/
    5. Das Übereinkommen über Menschenrechte und Biomedizin des Europarates ist ein völkerrechtlicher Vertrag, der am 4.4.1997 in Oviedo zur Unterzeichnung aufgelegt wurde und am 1. 12.1999 in Kraft trat. Das Übereinkommen wird auch als Bioethikkonvention, Biomedizinkonvention oder als OviedoKonvention bezeichnet: https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbereinkommen_%C3%BCber_Menschenrechte_und_Biomedizin
    6. https://www.ich.org/page/ich-guidelines
    7. https://www.ema.europa.eu/en/human-regulatory-overview/research-development/compliance-researchdevelopment/good-clinical-practice 9
    8. https://www.gesetze-im-internet.de/amg_1976/AMG.pdf
    9. Einmal mit Profis arbeiten oder Uğurs Geständnis. Lektürehilfe zu „Projekt Lightspeed“. Von Dr. Sabine C. Stebel. 2024: https://afsaneyebahar.com/2024/05/02/20699862/
    10. The Pfizer Papers. Pfizer's Crimes Against Humanity. VonThe WarroomDailyclout, Pfizer Documents Analysts. Herausgeber: Naomi Wolf und Amy Kelly. Oktober 2024. Skyhorse Publishing: https://www.skyhorsepublishing.com/9781648210372/the-pfizer-papers/ Die mehr als 450.000 Seiten umfassenden Dokumente wurden bei der US-amerikanischen Behörde FDA (Food and Drug Administration) freigeklagt. Ursprünglich sollten diese für über fünf Jahrzehnten der Öffentlichkeit vorenthalten werden. Seit 2022 haben 3.250 unabhängige Experten diese Unterlagen eingehend analysiert. Im September 2025 legte Naomi Wolf auf Grundlage dieser Dokumente vor dem Europäischen Parlament eine brisante Aussage ab und beschuldigte die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, der Vertuschung von Verbrechen seitens Pfizer: https://www.youtube.com/watch?v=DBUimaBS86k
    11. Seite 200 des Buches
    12. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist die Aufsichtsbeschwerde von Dr. Jürgen O. Kirchner gegen die Mitarbeiter des Paul-Ehrlich-Instituts vom 20.10.2025: https://afsaneyebahar.com/2025/10/20/20705205/
    Quelle: Amir Mortasawi (alias Afsane Bahar)

    https://afsaneyebahar.com/2025/10/29/20705241/

    Mit freundlicher Genehmigung übernommen.



    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=310&userid=3998&mailid=2880


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Die Fata Morgana der Aufarbeitung


    Screenshot_2025_10_29_at_21_05_25_Die_Fata_Morgana_der_Aufarbeitung_Manova_Magazin

    manova.news, vom 09. August 2024, 14:00 Uhr

    Die Verbrechen der Coronazeit werden nie gesühnt oder auch nur benannt werden, weil zu viele sich mitschuldig gemacht haben.


    Foto: DOERS/Shutterstock.com


    Eine gründliche Aufarbeitung der Coronajahre mit ihren zahlreichen Angriffen auf die Grundrechte, die körperliche Unversehrtheit und die Menschenwürde — es ist ein Traum, den viele von uns seit 2020 träumen. Rehabilitierung der damals Ausgegrenzten, Identifizierung der Täter, Bitten um Vergebung, Sühne, Versöhnung gar ... Selbst die schlimmsten historischen Verbrechen wären jedoch kaum jemals ans Tageslicht gekommen, wäre nicht die Führungsriege durch eine ganz andere ausgetauscht worden. In der jetzigen Situation könnten Schuldige fast nur durch Mitschuldige zur Rechenschaft gezogen werden. Die Riege derer, die von Anfang an in der Opposition waren, ist überschaubar. Dafür fanden sich Widerständige in den Coronajahren oft, ohne sich gesucht zu haben, und entwickelten ein einzigartiges Gemeinschaftsgefühl. Dies dürfte keine Heldenreise werden, die von einem Happy End gekrönt wird. Nach dem Kampf ist vor dem Kampf. Wir müssen den einmal beschrittenen Weg weitergehen, ohne jede Garantie, irgendwann anzukommen — einfach, weil es richtig ist, ihn zu gehen. Rede Walter van Rossums am 3. August 2024 in Berlin.

    von Walter van Rossum

    Ihr erinnert euch: Im März 2020 kollabierte die uns bekannte Realität, im Nachhinein möchte man fast sagen: binnen Stunden. Es wurden ein paar sonderbare Imperative in die Welt gebellt — und die bekannte Ordnung ging in die Knie: der Rechtsstaat, die Wissenschaft, die Medizin, das argumentierende Begründen, die Aufklärung, die Wirtschaft und die Kunst. Noch bevor wir ein „Aber“ absetzen konnten, um unsere Einwände und Gegenrechnungen zu präsentieren, waren wir längst abgeschaltet von den Zugängen zur autoritären Welt. Aussortiert als Querdenker, Querulanten, Verschwörungstheoretiker und Staatsfeinde. Wir fanden uns wieder unter lauter Gleichgesinnten, die wir noch gar nicht kannten und wie Freunde begrüßten, weil wir mit ihnen reden konnten.

    Wir haben uns verdammt schnell berappelt. Die alternativen Medien haben eine erstaunlich starke Gegenöffentlichkeit geschaffen. Wir haben in Windeseile aberwitzige Datenmengen zusammengetragen und uns ein umfangreiches Wissen angeeignet. Bald waren wir in der Lage, die Behauptungen der Pandemiker komplett auseinanderzunehmen. In gelassener Pauschalität darf man sagen, wir hatten von Anfang an zu fast 100 Prozent recht. Doch wir mussten feststellen, wir hatten kein recht, recht zu haben. Man hatte einen Cordon sanitaire um uns gelegt, einen tiefen Wassergraben, der verhinderte, dass unsere Erkenntnisse nach oben drangen.

    Vorsichtshalber nahmen Lauterbach & Co die Aufarbeitung in Gestalt von ein wenig Selbstkritik selbst in die Hand. Man ließ erkennen, dass rückblickend die Schließung der Schulen und Kindergärten wohl ein Fehler war. Man ließ auch durchblicken, dass der sogenannte Impfstoff ein wenig unter den Erwartungen geblieben sei, und ja, man räumte sogar ein, dass es in einigen wenigen Fällen wohl zu erheblichen Impfschäden gekommen sei.

    Der allseits verehrte Professor Drosten betrieb seine eigene Aufarbeitung und schrieb ein Buch: Fehler — wenn überhaupt — sei gewesen, dass man ihm ständig dazwischengequatscht habe. Beim nächsten Mal dürften sich deshalb nur autorisierte Experten zum Thema äußern. Außerdem müsste beim nächsten Mal der Impfstoff nach 100 Tagen zugelassen werden können. So kann Aufarbeitung aussehen.

    In dieser Sorte Aufarbeitung kamen die Millionen Opfer weltweit nicht vor — weder die verstörten Kinder, die Millionen Alten, die allein sterben mussten, die Zerstörung ganzer Geschäftsbranchen, der Bürgerkrieg in der Gesellschaft, die ruinierten Existenzen, Zehntausende, die man mit Hausdurchsuchungen und Praxisschließungen terrorisiert hatte. Nicht zu vergessen die große Menge von Menschen, die lebenslang unter den Folgen der Spritzen leiden werden. Die Forderung nach Aufarbeitung ist völlig berechtigt und unvermeidlich.

    Ich fürchte nur, Aufarbeitung in unserem Sinne wird so nie stattfinden. Es waren viel zu viele daran beteiligt. In einer von niemandem vorhersehbaren Geschwindigkeit hatte die politische Exekutive sich fast alle Institutionen untertan gemacht.

    Wie sollten, wie könnten sich diese Institutionen jetzt selbst den Prozess machen? Es ging ja nicht um ein paar Amtsrichter, die Unrecht gesprochen haben, es waren fast alle Amtsrichter, und es waren vor allem die höheren und die höchsten Instanzen, die massenhaft absurde Urteile gesprochen haben. Welche Gerichtsbarkeit könnte über die Zerstörung des Rechtsstaates entscheiden? Selbst wenn es uns gelänge, einzelne Richter, Staatsanwälte, Justizbeamte oder Polizisten zu verurteilen — glaubt jemand ernsthaft, danach sei der Rechtsstaat wiederhergestellt? Das Justizsystem selbst hatte allen eingebauten Sicherungen zum Trotz versagt und sich den Imperativen der Exekutive ergeben.

    Ähnlich sieht es in der Politik aus. Will man Angela Merkel, Jens Spahn oder den Scholzomaten anklagen? Gewiss, die Untaten sind da. Doch was ist mit dem Bundestag? Was mit den Ministerpräsidenten der Länder, den Hunderten von Landräten, die gerne mal ein Dutzend Grundrechte auf einmal außer Betrieb setzten? Für Ärzte, Wissenschaft und Medien gilt das Gleiche. To big to fail.

    Mit anderen Worten: Es ist außerordentlich unwahrscheinlich, dass die — sagen wir — „Eliten“ und ihre Mitläufer sich selbst anklagen, in Haft nehmen oder wenigstens des Platzes verweisen. Es geht nicht um ein paar Irrtümer, ein paar Fehlentwicklungen. Es geht um die Einführung einer neuen Ordnung ohne jegliche Legitimation, und es geht um immense Verbrechen. Ihre Urheber werden sich niemals einer Aufarbeitung stellen. Es sei denn, sie werden von außen dazu gezwungen oder die herrschende Ordnung implodiert.

    Kurzum, überall stößt man auf systemische Offenbarungseide. Es gibt nichts zu reparieren. Selbst wenn man außerordentlich viele Personen austauschte. Das ändert nichts, die Systeme haben versagt. Es hilft alles nix: Wir müssen einfach eine neue Gesellschaft erfinden.

    Wir müssen uns darüber klar werden, dass das Ganze das Falsche war, noch schlimmer: Wir selbst hatten Anteil daran.

    Im Laufe der letzten Jahre dürften viele verstanden haben, dass die Misere nicht Anfang 2020 begann, sondern einen langen Vorlauf hatte. Und wir waren zuverlässiger Teil des Problems. Aus den Augenwinkeln ahnten wir die Fälschung der Welt, doch wir haben uns arrangiert. Der Westen führte Dutzende von Angriffskriegen. Wir waren empört, doch wir haben tapfer weiter an Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte geglaubt. Ein paar unverbindliche Vorbehaltsklauseln im Herzen. Aber wir hätten es wissen müssen: Das Abendland, seine Institutionen und seine tollen Werte hielten schon damals nicht der geringsten Überprüfung stand.

    Dem Pandemieterror folgte ein Krieg, der mit aller Macht eskaliert wurde; es folgte eine dramatische ökonomische Destabilisierung, flankiert von einem apokalyptisch aufgeladenen Management des Klimawandels. Da wurden die Reste der alten Welt verheizt. Das ging so schnell, dass man vermuten darf, die Luft war längst raus. Und wir stehen da als irgendwie Überlebende und sollten uns die Frage stellen: Wollen wir noch mal zurück oder fliehen wir in eine noch zu erfindende Zukunft? Ich glaube, das ist im Moment die entscheidende Frage, die jeder für sich entscheiden muss.

    Ich hatte es schon erwähnt: Wir hatten von Anfang an in fast allen Punkten recht. Wir müssen nichts mehr aufarbeiten, wir brauchen nicht noch ein paar Gigabyte RKI-Files. Wir wissen fast alles, doch es gibt Wahrheiten, die stehen geoffenbart im Raum wie ein Albtraum, aber sie werden nicht realisiert. Damit müssen wir zu leben lernen.

    Stellt sich die Frage, was wir tun können. Wir sind viele, und die Zahl allein ist eine nennenswerte Waffe. Wir haben umgehend alle Thesen und Perspektiven, mit denen die Oberwelt ihr Publikum im Zaun hält, widerlegt und beantwortet. Aber haben wir eine eigene Agenda?

    Wir stehen heute nicht vor der Wahl Revolution oder Reparatur. Wen wollten wir stürzen? Regierungen, die Oligarchen und ihre Netzwerke, die Universitäten oder die bigotten Kulturtempel? Auf der anderen Seite: Was wollten wir reparieren? Die Demokratie, die Verfassung, die Wirtschaft? Es gibt keine Reform, die richten könnte, was längst nicht mehr funktioniert. Und wir sind immer noch eine Minderheit.

    Aufarbeitung, Aufklärung und Kritik waren und bleiben wichtig, aber sie weisen keinen Weg. Etwas ratlos sitzen wir auf den Säcken unseres Wissens, unserer ungeteilten Wahrheiten. Wir haben viel gelernt, aber jetzt wissen wir nicht richtig weiter. Viele sind müde, die Jahre kalkulierter Zerrüttung haben ihren Spuren hinterlassen. Man hätte gerne mal ein Päuschen.

    „Lauf, Genosse, lauf! Die alte Welt ist dir auf den Fersen“ — so lautete ein Spruch der 68er. Heute werden wir nicht nur von der alten Welt gejagt, sondern ein verdeckt operierender Totalitarismus zieht auf. Wenn wir uns ihm nicht ergeben wollen, dann müssen wir lernen, uns ihm zu entziehen. Und das beginnt damit, dass wir unsere Situation annehmen. Wir haben kein Programm, keine Geschichtsphilosophie, keinen Fünfjahresplan. Wir werden improvisieren müssen auf der Suche nach einer bewohnbaren Welt mit einer bewohnbaren Sprache. Unterwegs werden wir uns finden.


    Info: https://www.manova.news/artikel/die-fata-morgana-der-aufarbeitung


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    29.10.2025

    Russland-Venezuela / USA-Maduro

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 29. Oktober 2025, 12:44 Uhr


    _RTDE 29.10.2025


    _*"Vereinter denn je" –

    Russland und Venezuela schließen strategische Partnerschaft


    *Am Montag hat der russische Präsident Wladimir Putin ein Gesetz zur

    Ratifizierung des Vertrags über strategische Partnerschaft und

    Kooperation mit Venezuela unterschrieben. Der Vertrag, der bereits am 7.

    Mai 2025 in Moskau von Putin und dem venezolanischen Präsidenten Nicolás

    Maduro unterzeichnet wurde, tritt damit offiziell in Kraft.

    Das Abkommen erweitert die Zusammenarbeit in den Bereichen Politik,

    Wirtschaft und Sicherheit zwischen den beiden Ländern. In einer

    Fernsehansprache am Montag begrüßte der venezolanische Präsident Nicolás

    Maduro den Vertrag und sagte, Russland und Venezuela seien nun

    "vereinter denn je".

    /Siehe

    Video:/https://rumble.com/v70xsw6-vereinter-denn-je-russland-und-venezuela-schlieen-strategische-partnerschaf.html



    _RTDE 28.10.2025


    _*USA wollten Maduro kidnappen –

    Anwerbeversuch von Pilot gescheitert


    *Die USA haben Medienberichten zufolge geplant, das Flugzeug des

    venezolanischen Präsidenten mit ihm an Bord zu entführen und Nicolás

    Maduro auf diese Weise festzunehmen. Maduros persönlicher Pilot habe, so

    der Bericht von "AP", nach einigem Nachdenken abgelehnt.


    Ein US-Bundesagent hat heimlich versucht, den persönlichen Piloten des

    venezolanischen Präsidenten anzuwerben, um Nicolás Maduro zu entführen

    und in die USA auszufliegen. Das berichtet /Associated Press/ (AP) unter

    Berufung auf drei amtierende und ehemalige US-Beamte sowie einen Gegner

    Maduros.


    In dem Bericht wird behauptet, dass der Agent des

    Heimatschutzministeriums, Edwin Lopez, sich im Jahr 2024 in der

    Dominikanischen Republik mit Maduros Piloten General Bitner Villegas

    getroffen habe. Lopez soll dem Piloten Geld und Schutz angeboten haben,

    wenn er Maduros Flugzeug an einen Ort umleiten würde, an dem die

    US-Behörden ihn festnehmen könnten. Der Pilot blieb unverbindlich,

    tauschte aber auch nach Lopez’ Pensionierung im Juli 2025 noch über ein

    Jahr lang Nachrichten mit dem Agenten aus.


    Lopez soll sich auf eine Ankündigung des US-Justizministeriums berufen

    haben, die Belohnung für Maduros Festnahme auf 50 Millionen US-Dollar zu

    verdoppeln, und Villegas dazu gedrängt haben, "Venezuelas Held zu

    werden". Der Pilot lehnte dies schließlich ab, bezeichnete Lopez als

    "Feigling" und brach den Kontakt ab.


    Die Enthüllungen kommen zu einer Zeit, in der die USA den militärischen

    und geheimdienstlichen Druck auf Caracas verstärken. Präsident Donald

    Trump hat die CIA ermächtigt, verdeckte Operationen in Venezuela

    durchzuführen, und Kriegsschiffe, Flugzeuge und Tausende Soldaten in die

    Karibik entsandt, um eine von Washington als Anti-Drogen-Kampagne

    bezeichnete Aktion durchzuführen. In den letzten Monaten sollen bei

    US-Angriffen auf Schiffe in der Nähe von Venezuela und Kolumbien

    Dutzende Menschen getötet worden sein.


    Der venezolanische Präsident hat Vorwürfe des Drogenschmuggels

    zurückgewiesen und sie als Vorwand für einen Regimewechsel bezeichnet.

    Er bezeichnete Trumps Eingeständnis verdeckter CIA-Aktivitäten in

    Venezuela als beispiellos und "verzweifelt". Maduro hat das Militär

    seines Landes in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt und erklärt, dass

    Venezuela über ein großes Arsenal an Igla-S-Luftabwehrsystemen aus der

    Sowjetzeit verfüge.


    Moskau, ein enger Verbündeter von Caracas, hat die US-Kampagne

    verurteilt. Anfang dieses Monats warf der russische Botschafter bei den

    Vereinten Nationen, Wassili Nebensja, Washington vor, unter dem

    Deckmantel einer Anti-Drogen-Operation einen Staatsstreich in Venezuela

    zu planen, und bezeichnete dies als "flagrante Verletzung des

    Völkerrechts und der Menschenrechte".


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    29.10.2025

    Selenskij fordert Langstreckenraketen, um russische Energieanlagen anzugreifen

    rtnewsde.site, 29 Okt. 2025 13:33 Uhr

    Selenskij fordert erneut Tomahawks von Trump: "Ich denke, wenn Putin nicht aufhört, brauchen wir etwas, um ihn zu stoppen. Sanktionen sind eine solche Waffe, aber wir brauchen auch Langstreckenraketen, die in der Lage sind, Energieanlagen tief im Inneren Russlands zu treffen."


    Quelle: www.globallookpress.com © US Navy / Navy Media Content Operations


    Testabschuss einer Tomahawk-Rakete vom U-Boot USS Annapolis, Pazifik an der Südküste Kaliforniens, 2. Juli 2018


    Anfang dieses Monats schloss US-Präsident Donald Trump nach einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin die Lieferung von Tomahawk-Marschflugkörpern mit einer maximalen Reichweite von rund 2.500 Kilometern an die Ukraine aus. Obwohl Trump die Forderung des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij ablehnte, verhängte er später Sanktionen gegen die russischen Ölkonzerne Rosneft und Lukoil.

    Am Montag lobte Selenskij die neuen antirussischen Sanktionen in einem Telefoninterview mit Axios. Dabei prognostizierte er, dass wirtschaftliche Restriktionen "etwas bewirken werden". Der ukrainische Staatschef sagte aber auch, dass Sanktionen nicht ausreichten, um Moskau abzuschrecken. Die Ukrainer bräuchten Langstreckenwaffen für die Zerstörung von Energieanlagen in Russland. Dazu erklärte Selenskij: 


    Selenskij fordert von EU finanzielle Unterstützung für nächste "zwei bis drei Jahre"





    Selenskij fordert von EU finanzielle Unterstützung für nächste "zwei bis drei Jahre"






    "Präsident Trump ist besorgt über eine Eskalation. Aber ich denke, wenn es keine Verhandlungen gibt, wird es ohnehin zu einer Eskalation kommen. Ich denke, wenn Putin nicht aufhört, brauchen wir etwas, um ihn zu stoppen. Sanktionen sind eine solche Waffe, aber wir brauchen auch Langstreckenraketen, die in der Lage sind, Energieanlagen tief im Inneren Russlands zu treffen", sagte er.

    Anfang Oktober habe Selenskij dem US-Präsidenten mitgeteilt, dass Kiew die von den USA gelieferten Waffen nicht unbedingt sofort einsetzen müsse. Moskau werde sich auf Gespräche einlassen, wenn Putin wisse, dass ein Verzicht auf Gespräche zu "Problemen mit russischen Energieanlagen" führen werde, warnte Selenskij.

    Der russische Präsident hatte zuvor erklärt, dass Lieferungen von Langstreckenraketen nach Kiew "die Aussichten auf eine friedliche Beilegung" des Ukraine-Konflikts "erheblich beeinträchtigen" würden. Zudem würden sie die Beziehungen zwischen Moskau und Washington schädigen, da es "unmöglich ist, Tomahawks ohne die direkte Beteiligung von amerikanischem Militärpersonal einzusetzen". In einer separaten Erklärung warnte der russische Präsident letzte Woche vor einer "sehr ernsten, wenn nicht sogar erschütternden" Reaktion auf einen ukrainischen Tomahawk-Angriff.


    Mehr zum Thema – Russlands Militär angeblich aus der Puste – doch es ist Selenskij, der dringlich um Frieden bettelt 


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://rtnewsde.site/international/260267-selenskij-droht-wir-brauchen-langstreckenwaffen/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    29.10.2025

    Russland will EU und NATO Sicherheitsgarantien geben

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 29. Oktober 2025, 15:24 Uhr


    *"Die Eliten lehnen dies jedoch ab" – Russland will EU und NATO

    Sicherheitsgarantien geben


    *Der Minister betonte, Russland habe wiederholt erklärt, dass es nicht

    die Absicht habe, eines der derzeitigen Länder der Europäischen Union

    oder der Nordatlantischen Allianz anzugreifen. "Wir sind bereit, diese

    Position in künftigen Sicherheitsgarantien für diesen Teil Eurasiens zu

    verankern. Die EU-Spitzenpolitiker lehnen deren Prüfung jedoch auf einer

    wirklich kollektiven Basis ab und verkünden stolz, dass es nach der

    Ukraine-Krise Sicherheitsgarantien nicht mit Russland, sondern gegen

    Russland geben müsse", erklärte Lawrow.

    /Siehe

    Video:/https://rumble.com/v70xxco-die-eliten-lehnen-dies-jedoch-ab-russland-will-eu-und-nato-sicherheitsgaran.html



    _RTDE 28.10.2025


    _*Lawrow: Russland ist bereit, NATO und EU Sicherheitsgarantien zu geben


    *Russland ist bereit, die Nichtangriffspolitik gegenüber EU und NATO in

    künftigen Sicherheitsgarantien festzuschreiben. Das sagte der russische

    Außenminister Sergei Lawrow auf einer Sicherheitskonferenz. Unter den

    Rednern war auch sein Kollege aus dem NATO-Land Ungarn.


    Russland hat nicht die Absicht, Länder der Europäischen Union und der

    NATO anzugreifen, und Moskau ist bereit, dies in künftigen

    Sicherheitsgarantien zu verankern. Dies erklärte der Außenminister

    Sergei Lawrow auf der 3. Internationalen Minsker Konferenz zur

    Eurasischen Sicherheit. Der Minister betonte, Russland habe wiederholt

    erklärt, dass es keine Absicht habe, eines der derzeitigen Länder der

    Europäischen Union und der Nordatlantischen Allianz anzugreifen.


    "Wir sind bereit, diese Position in künftigen Sicherheitsgarantien für

    diesen Teil Eurasiens zu verankern, aber die Staats- und Regierungschefs

    der Europäischen Union weichen von der Prüfung dieser künftigen

    Garantien auf einer wirklich kollektiven Basis ab", erklärte Lawrow.


    Zuvor hatte der russische Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen mit

    dem slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico westliche Politiker

    wegen ihrer Hysterie über angebliche Pläne Russlands, eines der

    westlichen Länder anzugreifen, als "Horrorfilm-Spezialisten" bezeichnet.


    Er fügte hinzu, dass für vernünftige Menschen in solchen Äußerungen eine

    Provokation oder "völlige Inkompetenz" offensichtlich sei. Außerdem

    verstehe jeder vernünftige Mensch, dass Russland weder früher noch heute

    noch in Zukunft den Wunsch habe, jemanden anzugreifen, präzisierte der

    russische Präsident.


    Der russische Chefdiplomat merkte in seiner Rede in Minsk an, dass die

    Führung der westlichen Länder durch das Schüren antirussischer Hysterie

    nach dem Prinzip "Der Krieg wird alles abschreiben" versuche, Moskau die

    Verantwortung für ihre eigenen Fehler zuzuschieben, darunter auch

    zahlreiche Fehler und Misserfolge in der Ukraine-Politik. Lawrow sagte:


    /"Ich würde gerne fragen, ob sich die Europäer sicherer fühlen, wenn

    ihre Eliten die Kriegsbeile zücken. Ich denke, die Antwort liegt auf der

    Hand. Wir haben wiederholt erklärt, dass wir weder die Absicht hatten

    noch haben, ein Land anzugreifen, das derzeit Mitglied der NATO oder der

    Europäischen Union ist."/


    Laut dem Minister sagen die EU-Spitzen, dass es nach der Ukraine-Krise

    Sicherheitsgarantien geben muss, die nicht mit Russland entwickelt

    werden, sondern gegen Russland gerichtet sind. Es sei auch beunruhigend,

    dass die NATO ihren Zuständigkeitsbereich künstlich weit über die

    euroatlantische Region hinaus ausdehnt. Dem Militärbündnis warf er eine

    aggressive Erweiterungspolitik vor:


    "Zu diesem Zweck wurde die These von der Unteilbarkeit der Sicherheit

    der euroatlantischen Region und der sogenannten Indopazifik-Region

    aufgestellt. Wenn wir fragen, wie dies mit dem Washingtoner Vertrag über

    die Gründung der NATO vereinbar ist, wird uns gesagt, dass die

    Organisation ein rein defensives Bündnis bleibt und dazu dient,

    Bedrohungen für das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten abzuwehren. Aber

    diese Bedrohungen kämen nun von überall her. Sogar aus dem

    Südchinesischen Meer und der Taiwanstraße", erklärte der

    Außenminister. In Wirklichkeit gehe es der NATO darum, China

    einzudämmen, Russland zu isolieren und eine Konfrontation mit Nordkorea

    herbeizuführen.


    Seinen Worten zufolge widmet die NATO auch anderen Regionen Eurasiens

    ihre Aufmerksamkeit: dem Südkaukasus, Zentral- und Südasien. "Es stellt

    sich die berechtigte Frage: Wenn dies der allgemeine Trend ist, wollen

    wir dann, dass unser gesamter riesiger, wunderschöner Kontinent zum

    Herrschaftsgebiet der NATO wird? Damit können wir uns nicht

    einverstanden erklären. Unter den neuen Bedingungen, unter denen alle

    Länder, ihre Volkswirtschaften und ihre allgemeine Stabilität

    voneinander abhängig sind, ist kein Blockdenken wie zu Zeiten des Kalten

    Krieges erforderlich, sondern eine grundlegend andere Philosophie der

    zwischenstaatlichen Zusammenarbeit. Das Leben selbst drängt uns dazu, im

    Geiste der Multipolarität und Multilateralität eine neue Ordnung unseres

    geografischen Raums zu schaffen", betonte der Minister.


    Er merkte an, dass echte kollektive Sicherheit nicht auf die Interessen

    einer kleinen Gruppe von Auserwählten beschränkt sein darf. "Kein Land,

    keine Gruppe von Ländern und keine Organisation sollte Anspruch auf

    regionale Vorherrschaft erheben. Leider tut die NATO genau das",

    erklärte Lawrow.


    Die 3. Minsker Internationale Konferenz zur eurasischen Sicherheit

    findet am 28. und 29. Oktober in der Hauptstadt Weißrusslands statt. Die

    Veranstaltung wird unter der Schirmherrschaft des Außenministeriums der

    Republik Weißrussland durchgeführt. An der Konferenz nehmen Delegationen

    aus mehr als 40 Staaten und sieben internationalen Organisationen teil.

    Unter den Teilnehmern sind Außenminister, Leiter von

    Integrationsverbänden, Vertreter von Parlamenten, Forschungsinstituten

    und Analysezentren aus Europa, Asien und dem Nahen Osten.


    Als Gast aus dem NATO- und EU-Raum nahm an der Konferenz der

    Außenminister Ungarns Péter Szijjártó teil. Seine Rede eröffnete

    <https://rumble.com/embed/v6ypxh0/?pub=105gth> er frei auf

    Russisch. Szijjártó hob die Bedeutung von Dialog und Zusammenarbeit

    hervor – gerade jetzt, in einer Zeit, in der sich die weltweite

    Sicherheitslage im "schlechtesten Zustand seit dem Ende des Zweiten

    Weltkriegs" befinde. Er sprach über die zunehmende Isolation des Westens

    und betonte die Notwendigkeit aktiver Diplomatie. Zudem kritisierte er

    die Überideologisierung innerhalb der EU, insbesondere in Fragen von

    Familie, Energie und Handel. Vor diesem Hintergrund erinnerte er daran,

    dass es sogar einmal die Idee eines gemeinsamen Wirtschaftsraums von

    Lissabon bis Wladiwostok – zwischen EU und Russland – gab, und berief

    sich dabei auf Altkanzlerin Angela Merkel.


    Die Idee eines Krieges gegen Russland beherrscht seit nunmehr einem

    Jahrzehnt das militärstrategisches Denken im Westen. So beschrieb

    Generalstabschef der britischen Armee General Sir Nicholas Carter in

    einer Rede am Royal United Services Institute (RUSI) im Juli 2018, wie

    der Westen sich auf einen möglichen Krieg mit Russland vorbereiten

    muss – /RT DE/ berichtete. Er nannte Russland "archetypischer Vertreter"

    einer "staatlichen Bedrohung" für Staaten wie England, USA, Frankreich

    und Deutschland und schilderte ausführlich die Notwendigkeit, sich auf

    diese Bedrohung vorzubereiten, darauf, "den Krieg zu führen, den wir

    vielleicht führen müssen".


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    29.10.2025

    Nach Bild-Kampagne und zweifelhaftem "Hamas-Dokument": Wie das ZDF seine Kollegen verrät

    rtnewsde.site,  , Von Susan Bonath

    Ein von Israel gezielt getöteter Techniker einer Partner-Medienfirma des ZDF in Gaza sei "Hamas-Mitglied" gewesen. So verteidigte der Sender nach einer Springer-Kampagne den illegalen Mord an dem Kollegen. Als "Beleg" genügte dem ZDF ein fragwürdiger Screenshot der israelischen Armee. 


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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    PodcastsNach Bild-Kampagne und zweifelhaftem "Hamas-Dokument": Wie das ZDF seine Kollegen verrät


    Audiohttps://rtnewsde.site/podcast/260295-nach-bild-kampagne-und-zweifelhaftem-hamas-dokument Dauer 13:04 Min.


    Info: https://mf.b37mrtl.ru/deutsch/audio/2025.10/69022375b480cc772f777807.mp3


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    29.10.2025

    Trump: "Hamas muss sich benehmen" – zahlreiche Tote bei neuen Angriffen in Gaza

    rtnewsde.site, 29 Okt. 2025 14:34 Uhr

    US-Präsident Donald Trump hat an Bord der Air Force One die israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen verteidigt. Er sagte, "nichts wird die Feuerpause gefährden."


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    Quelle: RT

    Video https://rumble.com/v70xym6-trump-hamas-muss-sich-benehmen-zahlreiche-tote-bei-neuen-angriffen-in-gaza.html Dauer 11:37 Min.


    Zugleich habe Israel das Recht, "zurückzuschlagen", nachdem laut israelischen Angaben ein Soldat in Rafah getötet worden sei. Trump forderte die Hamas auf, sich zu "benehmen".

    Laut Al Jazeera unter Berufung auf den palästinensischen Zivilschutz ist die Zahl der durch israelische Angriffe am Mittwoch getöteten Menschen in den vergangenen Stunden auf mehr als 100 gestiegen, darunter mindestens 35 Kinder.

    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wies nach Medienberichten die Armee an, die Luftangriffe wieder zu intensivieren. Verteidigungsminister Israel Katz rechtfertigte dieses Vorgehen mit angeblichen Angriffen der Hamas auf Soldaten und Verzögerungen bei der Übergabe der getöteten Geiseln. Die Bombardements trafen unter anderem Wohngebiete in Gaza-Stadt und Regionen des Westjordanlands.


    Mehr zum ThemaDutzende Tote nach erneuten Attacken der israelischen Luftwaffe auf Gaza und das Westjordanland


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    Info: https://rtnewsde.site/kurzclips/video/260286-trump-hamas-muss-sich-benehmen/


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    29.10.2025

    warum es wichtig ist, die Fünf Prozent Hürde zu beenden

    aus e-mail von Karin Gerlich, 29. Oktober 2025, 14:20 Uhr


    Liebe Kolleginnen und Kollegen,


    die unten lesbareE-Mail habe ich an den Bundeswahlausschuss versandt.


    Gründe:


    Leider ist diese e - mail unten, inzwischen die Dritte, die versendet

    wurde und nicht nur von mir. Hier geht es inzwischen um die

    Glaubwürdigkeit einer intakten Demokratie, wenn es  ausdrücklich nur

    über den Wahlausschuss des Parlamentes geht, es keine vorgegebenen

    Fristen gibt und die Gerichtsfeststellung erst danach beginnt.


    Mir geht es hier auch nicht um den Fünf-Prozent – Kampf und die

    inzwischen in den Netzwerken immer größer werdenden Verschwörungen im

    Netz zur BSW Auszählung.


    Viel gravierender ist dieFünf – Prozent -Sperrklausel zu bewerten und

    hier müßte unser Augenmerk und Gewichtung liegen, weil es einen

    „Jackpot-Effekt“ zu Gunsten der Altparteien hat.


    Die großen Parteien halten sich damit die Konkurrenz vom Hals, und das

    führt somit auch zum sogenannten taktischen wählen und eben auch zur

    *Erhöhung* des Stimmengewichts zugunsten der Altparteien, obwohl man sie

    sonst nicht gewählt hätte.


    Am Beispiel des BSW, sollte unsere Hauptkampagne, "Weg mit der Fünf -

    Prozent Hürde", unbedingt mehr in die Öffentlichkeit kommen bzw.

    wiederbelebt werden, weil unser Wahlrecht  dafür sorgt, dass viele

    Stimmen auch 2025 wieder verloren gegangen sind.


    Demokratien sind aber auf dem Grundsatz aufgebaut, dass alle Bürgerinnen

    und Bürger gleichwertig sind. Jede Stimme müsste daher zählen. Aber

    demokratischer Anspruch und Wirklichkeit klaffen auseinander: siehe  die

    in Tabellen – den Anteil der Stimmen in Zahlen, die bei der letzten

    Bundestagswahl nicht gewertet wurden, weil sie an der Fünf-Prozent-Hürde

    „gescheitert“ sind.


    Gerade finden auch im politischen Raum wieder aktuelle Bemühungen statt,

    diese Sperrklausel auf Kommunalebene wieder einzuführen - der

    "Deckmantel – Grund“, die Rathäuser und damit deren Sitzungssäle sind zu

    klein für so viele "Splitter"- Parteien und durch Anmietung neuer Räumer

    auch zu teuer, auch das dürfen wir nie mehr zulassen!


    Daher gilt es, dass sofort im Keim zu ersticken und in Bund und Ländern

    endgültig zu beenden. Bei der Fünf-Prozent-Hürde, da bin ich mir sicher,

    ist es jetzt - durch die Auseinandersetzung mit dem BSW, erkannt worden.

    Warum wir handeln müssen, zeigen einmal  mehr die im Anhang tatsächlich

    erschreckenden, verlorenen Zahlen und  zusätzlich auch ein kleiner

    Diskurs der Propaganda:


    Grüße Karin Gerlich



    -------- Weitergeleitete Nachricht --------

    Betreff: Re: Automatische Antwort: Neuauszählung nicht verzögern

    Datum: Tue, 28 Oct 2025 14:35:25 +0100

    Von: Karin Gerlich <karin.gerlich@t-online.de>

    An: Latendorf Ina <ina.latendorf@bundestag.de>

    Kopie (CC): Ansgar.Heveling@bundestag.de, Carsten.Mueller@bundestag.de,

    Thomas.Silberhorn@bundestag.de, Rainer.Galla@bundestag.de,

    Fabian.Jacobi@bundestag.de, Esther.Dilcher@bundestag.de,

    Macit.Karaahmetoglu@bundestag.de, Linda.Heitmann@bundestag.de,

    Soeren.Pellmann@bundestag.de, Michael.Frieser@bundestag.de,

    Martin.Plum@bundestag.de, Hendrik.Hoppenstedt@bundestag.de,

    Joachim.Bloch@bundestag.de, Peter.Bohnhof@bundestag.de,

    Johannes.Fechner@bundestag.de, Carmen.Wegge@bundestag.de,

    Helge.Limburg@bundestag.de



    Sehr geehrte Frau Latendorf,


    dankenswerter Weise haben Sie mir einen ersten Zwischenbericht gegeben,

    allerdings will ich kritisch darauf verweisen, dass die Abgeordneten in

    Bundestag, über die Gültigkeit einer Bundestagswahl. nach der geltenden

    Rechtslage tatsächlich "in eigener Sache" prüfen, was ich persönlich

    nicht nur falsch finde. Gut vorstellen kann ich mir daher auch die

    eigene Gemütslage bei diesem Vorgang und auch nachempfinden, wer sägt

    schon an den eigenen Parlamentssitz, wenn tatsächlich nach Prüfung, das

    BSW in den Bundestag einziehen würde und dadurch eigene Parlamentarier

    gehen müssten? Möglicherweise  würde zusätzlich auch noch die

    Kanzlermehrheit  nicht mehr reichen? Dazu hat das Gericht im Fall BSW

    allerdings deutlich gemacht, dass der Bundestag die Entscheidung über

    Wahleinsprüche nicht verzögern darf, sondern in angemessener Frist

    entscheiden muss. Welche Frist (noch) als angemessen anzusehen ist, hat

    das Gericht nicht näher spezifiziert, aber immerhin ausgesagt, dass nach

    deren Ablauf eine direkte Untätigkeits- Wahlprüfungsbeschwerde zum

    Gericht ohne vorherige Entscheidung des Bundestages durch das im

    Wahlprüfungsgesetz übergeordneten Justizgewährungsanspruchs des

    Grundgesetzes, statthaft sein könnte.



    Wir haben nun Ende Oktober 2025, der Bundeswahlausschuss vertröstet mein

    Anliegen nun,  mit einer Sorgfältigkeitsprüfung?  Was ist also für Sie

    eine angemessene Frist? Hier kommt leider der Verdacht auf, Sie wollen

    ihr eigenes Mandat nach einem Beschluss nicht  dadurch selbst gefährden.

    Möglicherweise wäre ein Anhaltspunkt auch die Liste *der Fristen im

    deutschen Recht, die Wahlprüfungen nicht explizit auflistet , aber den

    guten ethischen Brauch immerhin erwähnt.*


    Daher hat Gericht ebenfalls die Ausdrücklichkeit Ihrer

    Parlamentsselbstregelung zwar bestätigt, aber ausdrücklich auch

    hinzugefügt,dass bei zu großer Verzögerung, es widrigenfalls das Gericht

    mit Gesetzeskraft tun würde.


      Deshalb bitte ich Sie nun, mir mitzuteilen, welche Frist für Sie und

    Ihre Mitstreiter im Wahlprüfungsausschuss, als eine angemessen

    Sorgfältigkeitsprüfung angesehen werden. Mir ist es sehr wichtig, dass

    dieser  Vorgang jetzt auch sehr schnell bewertet und auch beendet werden

    kann, weil es hier um etwas sehr Grundsätzliches geht, um Ihre

    Parlamentsglaubwürdigkeit *in eigener Sache!*   Als Meisterstück der

    Demokratie  verweise ich auf die Neuauszählung der Oberbürgermeisterwahl

    in Mülheim an der Ruhr, deren sorgfältige Abwägung,  dauerte eine Woche

    bzw. 6 Tage.



    Ihre Mitstreiter im Ausschuss erhalten diese Antwort in cc, weil mir die

    Bewertung des Demokratieverständnisses sehr wichtig ist und ja immer

    besonders in Ihren Parlamentsdebatten sehr hochgehalten wird.

    Gleichzeitig geht diese e - mail auch in meinem Gewerkschaftsveteiler

    wegen des Datenschutzes in Blindkopie.



    Mit freundlichen Grüßen Karin Gerlich  - ehemalige,

    hauptamtliche Ver.di Gewerkschaftssekretärin



    Am 13.10.2025 um 16:09 schrieb Latendorf Ina:

    >

    Hallo,


    für alle, die eine unverzügliche Neuauszählung der Budestagswahl fordern:


    Die Stellungnahmen der Bundeswahlleiterin und der Landeswahlleitungen

    sowie die Erwiderung des BSW werden noch ausgewertet. Es muss

    sorgfältig geprüft und dann entschieden werden. Dem ist nicht

    vorwegzugreifen.


    Mit freundlichen Grüßen


    Ina Latendorf, MdB




    Screenshot_2025_10_29_at_17_24_41_Zusammenfassung_Wahlen_2025_Verlorene_Stimmen_in_Zahlen.pdf


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    29.10.2025

    Dutzende Tote nach erneuten Attacken der israelischen Luftwaffe auf Gaza und das Westjordanland

    rtnewsde.site, 29 Okt. 2025 09:49 Uhr

    Israels Luftwaffe hat über Nacht breitflächige Bombardements in ganz Gaza aufgenommen. Das Ziel waren Wohngebiete und die Reste der Infrastruktur. Zeugen beschrieben ihn als einen der intensivsten Angriffe seit der Verkündung des Waffenstillstands. Laut Medien ist die Zahl der Todesopfer auf 90 gestiegen.


    Quelle: Gettyimages.ru © Anadolu/Kontributor


    Israels Luftwaffe bombardiert auf Anordnung von Premier Benjamin Netanjahu weiterhin Gaza. Bewohner und Hilfskräfte beim Versuch Tote und Verletzte zu bergen, Gaza-Stadt, 28.Oktober 2025


    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wies laut Medien die Armee an, die Luftangriffe im Gazastreifen wieder zu intensivieren. Israels Verteidigungsminister Israel Katz rechtfertigte die Attacken mit vermeintlichen Angriffen der Hamas auf Soldaten und "Verzögerungen bei der vereinbarten Übergabe getöteter Geiseln". Die Bombardements erfolgten unter anderem auf Gaza-Stadt und Regionen des Westjordanlands. Zu den zahlreichen Todesopfern zählten erneut auch Kinder und Frauen.

    Die israelische Armee (IDF) hat das Waffenstillstandsabkommen mit der Hamas durch massive Luftschläge auf Regionen in Gaza und dem Westjordanland gebrochen. Dies erfolgte auf direkte Anordnung der Netanjahu-Administration. Zur Rechtfertigung heißt es in israelischen Medien, dass zuvor "bewaffnete Palästinenser Soldaten in Rafah angegriffen hätten, unter anderem mit einer Panzerfaust". Darauf folgte die massive Bombardierung der ohnehin bereits in Trümmern liegenden Restwohngebiete von Gaza-Stadt und der noch existierenden Infrastruktur.


    Fragile Waffenruhe: JD Vance besucht Israel – Leben zwischen Trümmern im Gazastreifen



    Fragile Waffenruhe: JD Vance besucht Israel – Leben zwischen Trümmern im Gazastreifen





    Rund drei Wochen nach Beginn der ausgehandelten Waffenruhe intensiviert die Netanjahu-Administration damit – unbeeindruckt von Ermahnungen und Kritik – erneut ihre militärischen Aktionen in der Region. So lautet eine gestrige rechtfertigende IDF-Mitteilung auf X:

    "Nach einer Lagebeurteilung und der Zustimmung von Verteidigungsminister Israel Katz wurde beschlossen, die Beschränkungen der israelischen Streitkräfte in den israelischen Gemeinden in der Nähe des Gazastreifens mit Wirkung zum heutigen Tag aufzuheben."


    Vance drängt Netanjahu zur Einhaltung der Waffenruhe in Gaza





    Vance drängt Netanjahu zur Einhaltung der Waffenruhe in Gaza






    Zuvor hatte der israelische Ministerpräsident die Armee nach angekündigten "Sicherheitskonsultationen" angewiesen, umgehend "intensive Angriffe" im Gazastreifen zu starten. Der Al-Jazeera-Analyst Mouin Rabbani kommentiert die tödlichen Militärschläge:

    "Israel versucht bewusst, den Waffenstillstand zu untergraben, ein Abkommen, zu dem es von den Vereinigten Staaten widerwillig gezwungen wurde."

    Rabbani, Mitarbeiter des "Zentrums für Konflikt- und Humanitärstudien", erklärte gegenüber dem Sender, dass Israel bis dato "niemals wirklich eine seiner Verpflichtungen" aus dem Gaza-Abkommen erfüllt habe. Medienberichten zufolge könnte Israel außerdem das Gebiet ausweiten, das es aktuell in dem Küstenstreifen noch kontrolliert. Dabei laute der Plan, dass die sogenannte "gelbe Linie", hinter die sich die israelische Armee als Teil der vereinbarten Waffenruhe zurückgezogen hatte, weiter westlich verschoben werde.

    Parallel zu den Gaza-Luftattacken erklärte der israelische Verteidigungsminister auf X:

    "Ich habe die IDF angewiesen, alle notwendigen Maßnahmen sowohl am Boden als auch in der Luft zu ergreifen, um die terroristische Bedrohung im Westjordanland und die Terroristen zu beseitigen."

    Minister Katz nutzt dabei die Bezeichnung "Judäa und Samaria", die israelische Bezeichnung für das Westjordanland. US-Vizepräsident JD Vance erklärte unterdessen vor Journalisten, dass die ausgehandelte Waffenruhe trotz der jüngsten Vorfälle weiter Bestand habe. Vance gab zum eskalierenden Agieren Israels wörtlich zu Protokoll:

    "Der Waffenstillstand hält. Das bedeutet jedoch nicht, dass es nicht zu kleineren Scharmützeln kommen wird. Wir wissen, dass die Hamas einen Soldaten der israelischen Streitkräfte angegriffen hat. Wir gehen davon aus, dass die Israelis darauf reagieren werden, aber ich glaube, dass der vom Präsidenten ausgehandelte Frieden halten wird."


    Angriffe auf Gaza trotz Waffenruhe – Rubio betont "Israels Recht auf Selbstverteidigung"




    Angriffe auf Gaza trotz Waffenruhe – Rubio betont "Israels Recht auf Selbstverteidigung"






    US-Außenminister Marco Rubio hat am Montag bei Pressegesprächen an Bord der Air Force One Israels Recht auf Selbstverteidigung bekräftigt. Die Bild-Zeitung titelt, die massiven Luftschläge seien eine Reaktion von Israels Premier Benjamin Netanjahu "nach [dem] Waffenruhe-Bruch der Hamas" gewesen. Weiter heißt es:

    "Zuvor hatten mehrere israelische Medien und der US-Sender Fox übereinstimmend berichtet, dass palästinensische Terroristen im südlichen Gazastreifen auf israelische Soldaten geschossen haben sollen. Die israelischen Truppen hätten das Feuer erwidert, meldete unter anderem die 'Times of Israel' unter Berufung auf anonyme Quellen." 

    Einer der gestrigen IDF-Angriffe galt einem Wohngebiet in Gaza-Stadt, wodurch mehrere Palästinenser unter Trümmern begraben wurden. Es kam zu mehreren Toten und Verletzten.

    Al Jazeera Arabic berichtet, dass zudem eine Gruppe israelischer Siedler am frühen Morgen Fahrzeuge von Palästinensern in der Region Ramallah im besetzten Westjordanland in Brand gesetzt hat.


    Mehr zum Thema – Nach Bild-Kampagne und zweifelhaftem "Hamas-Dokument": Wie das ZDF seine Kollegen verrät


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://rtnewsde.site/der-nahe-osten/260249-dutzende-tote-nach-erneuten-attacken/


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    29.10.2025

    Heute 18 h Kundgebung gegen Israels neuen Angriff auf Gaza

    Von der Internationalen Jugend erhalte ich den Hinweis, daß heute um 18 h am Steintor eine Kundgebung (Demo?) gegen den neuerlichen Angriff Israels auf Gaza stattfindet. Das Radio meldet gerade etwa 100 Tote.

     

    Agnes

    Friedensbüro Hannover


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    29.10.2025

    Donald Trump gegen das Bündnis der "tiefen Staaten"

    Screenshot_2025_10_29_at_14_03_39_Seniora.org_Donald_Trump_gegen_das_B_ndnis_der_tiefen_Staaten


    seniora.org, vom 28. Oktober 2025, von Thierry Meyssan 21.10.2025  – übernommen von voltairenet.org mit freundlicher Genehmigung


    Donald Trump ist es gelungen, eine Form Frieden in Gaza durchzusetzen, nicht nur gegen die Hamas, sondern auch gegen die Koalition von Benjamin Netanjahu. Seine Gegner waren weder die Palästinenser noch die Israelis, sondern die israelischen und britischen "tiefen Staaten". Thierry Meyssan analysiert diesen Taschenspielertrick.

    Obwohl Donald Trump vor neun Monaten noch von allen möglichen Kommentatoren beschimpft wurde, haben viele Persönlichkeiten, als sein Friedensplan für Israel und die Palästinensergebiete begann in die Tat umgesetzt zu werden, dessen Vaterschaft für sich beansprucht. Es ist ein Sport für Kommunikatoren, die zu politischen Führern geworden sind, keine Ideen oder Initiativen zu haben, aber sich die der anderen anzueignen, wenn sie Erfolg haben.


    Zwar hätte niemand, außer Donald Trump und seinem Idol Andrew Jackson, gedacht, dass es möglich sei, "den Krieg durch Handel zu ersetzen" [1]. Es war eine waghalsige Wette, die keines der Probleme, mit denen die Menschen konfrontiert sind, löst, sondern sie mitreißt und neue Perspektiven eröffnet [2].


    So gab der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor, immer dieses Ergebnis angestrebt zu haben, um die Menschen die Verbrechen vergessen zu lassen, die er an den Palästinensern, den Libanesen, den Syrern, den Irakern, den Jemeniten und den Iranern begangen hat. Doch er ist nicht der Einzige: Die britische Bildungsministerin Bridget Phillipson hat im Namen von Premierminister Starmer erklärt, dass sie hinter den Kulissen eine entscheidende Rolle gespielt habe [3]. Man hätte fast die Spionageflüge der Royal Air Force über Gaza während des gesamten Konflikts vergessen und das diskrete Kommen und Gehen der israelischen Stabschefs in London [4].

    Noch seltsamer ist, dass der Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani, und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, die sich selbst zu ihren Beziehungen zu den Folterern und Mördern des palästinensischen Zweigs der Muslimbruderschaft (Hamas) beglückwünschten, vor den Augen von General Adbel Fattah al-Sisi, dem ägyptischen Präsidenten, der sowohl Israel als auch die Muslim-Bruderschaft als seine Feinde betrachtet, den Frieden unterzeichneten [5].

    Diese Unterschrift war anders als alle anderen. In Gegenwart von etwa zwanzig westlichen Staatsoberhäuptern tat man weiterhin so, als ob es sich um einen Stammeskonflikt handele, der Israelis und Palästinenser gegeneinander aufhetzte, die sich seit 80 Jahren nicht verstehen können. Stupide Politiker haben sich für ihr Lager entschieden, weil sie für die einen den Juden, für die anderen den Arabern nahestehen. Doch alle, die in der Levante gelebt haben, und vor allem die Franzosen, wissen, dass dieser Konflikt künstlich war, dass er vom Britischen Empire so konzipiert wurde, dass er ewig zu seinem alleinigen Vorteil andauerte.

    Daraus ergibt sich die Frage: Wie hat es Donald Trump geschafft, diese Falle zu umgehen, an der sich eine Vielzahl von Vorgängern die Zähne ausgebissen haben?

    Um dies zu verstehen, muss man bedenken, dass der Präsident der Vereinigten Staaten erkannt hatte, dass der britisch-amerikanisch-israelische tiefe Staat die Fäden in diesem endlosen Konflikt zog. Er kämpfte seit vierundzwanzig Jahren gegen die Straussianer (die Anhänger von Leo Strauß) in den Vereinigten Staaten [6] und hat Elliott Abrams (den er während seiner ersten Amtszeit angestellt hatte) als den wahren Führer der Koalition an der Macht in Israel erkannt.

    Als die Biden-Regierung erwog, Netanjahu zu stürzen und Benny Gantz in Tel Aviv an die Macht zu bringen (März 2024), hatte er [D. Trump Anm.d.Ü.] gleichfalls verstanden, dass die Briten dem im Weg standen, weil sie dagegen waren, dass General Gantz die Hamas zerstört [7]. Jawohl, London schützte immer noch die Muslimbruderschaft, während es zugleich Israel militärisch half. Das war seine imperiale Strategie: "Teile und herrsche" und beide Seiten gleichzeitig zu unterstützen, so dass jede die andere neutralisiert und die Interessen der Krone mühelos fortbestehen.

    So stützte sich Donald Trump also auf seine Feinde, um Frieden zu schließen: Er holte Tony Blair   – bereits Berater der Vereinigten Arabischen Emirate und Ägyptens [8]   – in das Abkommen, also den ehemaligen britischen Premierminister, der sich während des Krieges gegen den Irak mit den Straussianern verbündet hatte.

    In ähnlicher Weise stützte sich Präsident Trump auf Benjamin Netanjahu, dessen Obsessionen und Sprunghaftigkeit er längst erkannt hatte. Hat Präsident Jacques Chirac nicht von ihm gesagt, er sei ein pathologischer Lügner, der nur darauf aus sei, die Palästinenser zu vertreiben? Trumps Wette ist, dass Netanjahu nicht plötzlich zum Nazi geworden ist, sondern dass er den Anweisungen der revisionistischen Zionisten am 7. Oktober folgt, so wie George W. Bush am 11. September denen der Straussianer folgte [9].

    Donald Trump wird hier nicht so leicht aufhören. Er beabsichtigt, den Krieg gegen die Russen zu beenden, so wie er den Krieg gegen die Araber beendet hat. Sein Sondergesandter Steve Witkoff erklärte ihm zu Beginn seiner Reise nach Moskau und Kiew, dass die ukrainischen Nationalisten seit 1921 (der Annäherung zwischen Simon Petljura und Wladimir Jabotinsky) Verbündete seien. Gemeinsam massakrierten sie pro-sowjetische Ukrainer und nicht-zionistische Juden [10].

    Die integralen Nationalisten manipulieren den nicht gewählten Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, genauso wie die revisionistischen Zionisten Benjamin Netanjahu manipulieren. Sie drangen mit Andrij Bilezki (jetzt Chef des 3. Armeekorps), Dmitrij Jarosch und Andrij Parubij (vor zwei Monaten ermordet) in ukrainische Institutionen ein, während die Straussianer in die Vereinten Nationen und die Briten in die Kontaktgruppe zur Verteidigung der Ukraine eindrangen.

    Um dieses Chaos zu lösen, müsste Donald Trump Wolodymyr Selenskyj umkehren, wie er es mit Benjamin Netanjahu getan hat. Er müsste in den Wiederaufbau dort investieren, was von der Ukraine übrigbleiben wird, damit die Menschen die verlorenen Gebiete vergessen. Für diese Inszenierung wird er auf seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin zählen können, der akzeptieren kann, in den Augen des Westens zu verlieren, wenn Russland offensichtlich gewinnt.

    Zunächst einmal telefonierte Donald Trump am 16. Oktober mit Präsident Putin. Letzterer erinnerte seinen Gesprächspartner daran, dass die dänischen Warnungen vor russischen Drohnen nur Täuschungskörper, Attrappen waren. In Wirklichkeit haben die Dänen, wie auch andere europäische Staaten, ihre Flughäfen schon lange vor Drohnenangriffen geschützt (Belgien, Bulgarien, Tschechische Republik, Finnland, Frankreich, Deutschland, Ungarn, die Niederlande, Rumänien, Spanien, Schweden, die Slowakei und Slowenien tun dies auch für ihre Atomkraftwerke). Dänemark weigerte sich jedoch, die Drohnen, die über seinen Flughäfen kreisten, abzuschießen und Informationen über sie zu geben. Man zog vor, Russland die Schuld zuzuschieben und seine Flughäfen zu schließen. Offensichtlich handelt es sich bei dieser Operation nur um ein abgekartetes Spiel, um die Errichtung einer Abtrennung vom europäischen Kontinent durch eine „Drohnenmauer“ unter NATO-Kommando zu rechtfertigen. Wladimir Putin beharrte jedoch auf seinem Standpunkt: Russland werde das Atlantische Bündnis niemals provozieren.

    Am nächsten Tag, dem 17. Oktober, teilte Donald Trump dann Selenskyj mit, dass er zugeben müsse, die von Russland befreiten Gebiete verloren zu haben [11], was bedeutet, dass die Kontaktgruppe zur Verteidigung der Ukraine, angeführt von Großbritannien und Deutschland, sowie das vom Europarat eingesetzte Sondertribunal für das Verbrechen der Aggression gegen die Ukraine, null und nichtig geworden sind.


    [1] „Donald Trump, ein zweiter Andrew Jackson?“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich , Korrekturlesen : Werner Leuthäusser, Voltaire Netzwerk, 19. November 2024.

    [2] „Fehlinterpretationen der Entwicklung in den Vereinigten Staaten (2/2)“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich , Korrekturlesen : Werner Leuthäusser, Voltaire Netzwerk, 4. Februar 2025.

    [3] «@SkyNews», X, October 12, 2025.

    [4] «70 questions the UK government must answer about Gaza», Declassified UK, August 7, 2025. «Israeli air force chief given special immunity to visit Britain», John McEvoy, Declassified UK, September 9, 2025.

    [5] „Kairo verlangt Sanktionen gegen die Muslim-Bruderschaft“, Übersetzung Horst Frohlich , Voltaire Netzwerk, 5. Januar 2014.

    [6] „Russland erklärt den Straussianern den Krieg“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich , Korrekturlesen : Werner Leuthäusser, Voltaire Netzwerk, 8. März 2022.

    [7] „Washington, London und Tel Aviv in Palästina verstrickt“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich , Korrekturlesen : Werner Leuthäusser, Voltaire Netzwerk, 19. März 2024.

    [8] «Blair embodies corruption and war. He must be sacked», Seumas Milne, The Guardian, July 2, 2014.

    [9] „Netanjahu und der Nationalsozialismus“ und „Nach "Groß-Israel" plädiert Netanjahu für ein "Super-Sparta" und dafür, "die Arbeit in Gaza zu Ende zu bringen"“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich , Korrekturlesen : Werner Leuthäusser, Voltaire Netzwerk, 23. und 30. September 2025.

    [10] „Der Schleier zerreißt: Die verborgenen Wahrheiten von Jabotinsky und Netanjahu“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich , Korrekturlesen : Werner Leuthäusser, Voltaire Netzwerk, 23. Januar 2024.

    [11] «Donald Trump urged Volodymyr Zelenskyy to accept Putin’s terms or be ‘destroyed’ by Russia», Financial Times, October 19, 2025

    Übersetzung Horst Frohlich

    Korrekturlesen : Werner Leuthäusser

    Quelle: Voltaire Netzwerk

    https://www.voltairenet.org/article223009.html


     

    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=309&userid=3998&mailid=2879


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    unser weiterer Kommentar: Zitat: Zwar hätte niemand, außer Donald Trump und seinem Idol Andrew Jackson, gedacht, dass es möglich sei, "den Krieg durch Handel zu ersetzen" [1]. Es war eine waghalsige Wette, die keines der Probleme, mit denen die Menschen konfrontiert sind, löst, sondern sie mitreißt und neue Perspektiven eröffnet [2]. Zitatende


    Meines Wissens las ich dass "der Krieg künftig  durch Handel zu ersetzen sei" unter Beibehaltung des Freund/Feind Schemas bereits in den Schriften des Staatsrechtlers Carl Schmitt. 

    (Der Begriff des Politischen - Text von 1932 mit einem Vorwort und drei Corollarien, Duncker & Hublot GmbH, Neusatz auf Basis der Ausgabe von 1963, Berlin 2009.)


    Und m. E. gewann spätestens zur Zeit der ersten Veröffentlichung C. Schmitt´s Sicht in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts  Aufmerksamkeit und ist womöglich schon in der ungefähr weitere einhundert Jahre älteren, und inzwischen mehrfach den Entwicklungen angepassten Monroe-Doktrin, mitgedacht worden bzw. dort angelegt.


    Folglich ist hier auch Herr Trump Nutznießer des bereits von anderen zuvor gedachten und der womöglich betreits reichlich in die Tat umgesetzten Idee das Schlachtfeld sinnlosen Tötens in das der Ökonomie umzuverlagern. Wobei statt des Heldentodes auf dem Schlachtfeld der Ehre der Bürger diesmal als Konsument, zum Missbrauchsgut vorbestimmt, gefragt ist.

    Was wir gerade an sinnentleertem Rentabilitäts- und Profitwetteiferwachstum ertragen müssen, scheint mir die ungenießbare Frucht dieser neoliberalem Schöpfung zu sein. Und dass diese in Folge zunehmend zum Unfrieden in der Welt beiträgt, kann derzeit wirklich jeder sehen. (Nur die Nutznießer kümmert´s natürlich nicht) Thomas Bauer


    P.S.

    Drum lassen gerade Friedrich August von Hayek via Präsident Javier Milei in Argentinien als eine Art Blaupause hierfür, besonders grüßen!

    29.10.2025

    Das Spielfeld der LösungenVier Pfade, die über unsere Zukunft entscheiden

    alexschiebel.substack.com, Okt. 29, 2025, Alexander Schiebel

    Wir haben eine lange Reise hinter uns. In bislang 33 Artikeln haben wir das System der industriellen Landwirtschaft, der pestizidgestützten Monokulturen zur Futtermittelproduktion, von allen Seiten beleuchtet. Wir haben die Gefahren für unsere Gesundheit analysiert, Organ für Organ. Wir haben das Systemversagen bei der Zulassung am Beispiel Glyphosat nachgezeichnet und die ökonomischen Interessen der Agrar-Lobby offengelegt. Und wir haben gesehen, wie dieses System systematisch unsere globalen Lebensgrundlagen zerstört – von der Biodiversität über den Boden bis zum Klima.

    Nach dieser schonungslosen Analyse stellt sich eine Frage noch drängender als zuvor: Was tun? Sind wir der Zerstörung hilflos ausgeliefert? Nein. Es gibt zwar nicht die eine Lösung, aber es gibt ein ganzes “Spielfeld” von Lösungsansätzen. Dieser Artikel wird dieses Spielfeld vermessen und strukturieren, bevor die einzelnen Pfade zur Lösung im Detail beleuchten werden.

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    Die Veränderung findet auf vier zentralen Wegen statt, die miteinander verwoben sind: in der Politik, im Konsum, in der Produktion und durch Technologie.

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    Die zentrale Spannung: Das lachende und das weinende Auge

    Bevor wir diese Pfade jedoch beschreiben, sollten wir uns eine fundamentale Spannung in Erinnerung rufen, die über diesen Pfaden schwebt, ...

    “Wo Gefahr ist, da wächst das Rettende auch”, lautet ein berühmtes Zitat von Friedrich Hölderlin. Das ist die gute Nachricht. Auf jedem dieser vier Pfade gab und gibt es enorme positive Veränderungen, spektakuläre Erfolge und Pioniere, die beweisen: “Es geht!”. Das ist die Perspektive des lachenden Auges.

    Gleichzeitig – und das ist die schlechte Nachricht – wächst “das Zerstörerische viel schneller”. Eine genauere Analyse zeigt fast durchgängig: Für all das Rettende gilt (zumindest im globalen Maßstab betrachtet): “zu wenig, zu langsam”. Das ist die Perspektive des weinenden Auges.

    Diese beiden Perspektiven strukturieren unseren Fahrplan: Wir werden in den abschließenden Artikeln unserer Serie zuerst das “lachende Auge” feiern und die Erfolge auf allen vier Pfaden würdigen. Erst danach werden wir aus der “weinenden Perspektive” schonungslos analysieren, was die tatsächliche Lösung (noch) behindert. Um diese Serie nicht in einer deprimierenden Tonlage zu beenden, werden wir uns – ganz am Ende – einzelnen besonders faszinierenden Lösungen zuwenden und ihnen die Bühne verschaffen, die sie verdienen!

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    Die vier Pfade der Veränderung

    Pfad 1: Die Politik (Die Spielregeln)

    Dies ist der theoretisch mächtigste Hebel. Die Politik ist jene Instanz, die die Regeln des Spiels für alle gleichzeitig ändern könnte.

    • Das lachende Auge: Wir könnten eine harmlos klingende neue Spielregel für unser Zusammenleben in unsere Verfassungen aufnehmen: „Die Produktion von Lebensmitteln darf auf keiner Stufe die menschliche Gesundheit oder die Umwelt schädigen.“ Dies würde eine Kaskade von konkreten Maßnahmen nach sich ziehen, die Leitplanken zum Schutz von Umwelt und Gesundheit einziehen würden.
      Wir könnten auch endlich (!) externe Kosten internalisieren und dafür sorgen, dass Verursacher die von ihnen verursacht Zerstörung bezahlen müssen – dann würde sich der Betrieb zerstörerischer Systeme nicht mehr lohnen.

    • Das weinende Auge: Warum geschieht dies alles nicht längst, obwohl jeder “informierte Bürger” solchen Maßnahmen vermutlich zustimmen würde? Weil mächtige Interessen – und damit ein fundamentales systemisches Versagen – diesen Wandel (vorläufig) blockieren, oftmals begünstigt durch ein mangelndes Urteilsvermögen der Wähler (in jenen Ländern, in denen sie überhaupt mitbestimmen dürfen).


    Pfad 2: Der Konsum (Die Nachfrage)

    Dies ist der Pfad, bei dem tatsächlich alle Fäden zusammenlaufen. Denn am Ende aller Produktions- und Distributionsprozesse steht immer der Konsument. Jede einzelne Kaufentscheidung ist daher tatsächlich, wie oft betont wird, ein „Stimmzettel“ mit dem wir über die Welt, in der wir leben wollen, abstimmen.

    • Das lachende Auge: Konsumenten haben zwei gewaltige Hebel und nutzen diese bereits. Erstens: Der Kauf von Lebensmitteln, die auch unsere Großmutter als Lebensmittel erkannt hätte – frisch, unverarbeitet und aus biologischem Anbau. Zweitens, und das ist der noch wichtigere Hebel: eine dramatische Reduktion des Konsums von tierischen Kalorien. Zurück zum “Sonntagsbraten” – einmal die Woche Fleisch, Eier oder Fisch genügt. Das allein würde das System kippen. Und zwar in eine nachhaltige und gesunde Richtung.

    • Das weinende Auge: Der Konsument, bei dem alle Fäden zusammenlaufen, ist der “Flaschenhals” der Veränderung. Warum tut sich hier (noch immer) zu wenig? Vielleicht, weil wir (zurzeit mehr denn je) eine “kognitive Apokalypse”, einen “Zusammenbruch unserer Urteilskraft” erleben, der es vielen von uns schwer macht, richtige (d.h. nachhaltige und gesunde) Entscheidungen zu treffen.


    Pfad 3: Die Produktion (Das Angebot)

    Dies ist der Pfad der Pioniere. Das sind die Landwirte, die Produzenten und die Händler, die uns zeigen, wie Landwirtschaft anders funktionieren kann – regenerativ, wissensbasiert und im Einklang mit der Natur.

    • Das lachende Auge: Auch die Entwicklung in diesem Bereich ist spektakulär und kann optimistisch stimmen. Von Agrarökologie über Permakultur bis hin zu Agroforstsystemen – die Methoden sind da und sie funktionieren. Gleichzeitig ist eine komplette Infrastruktur entstanden: Bio-Verbände, Zertifikate, ja sogar Biosupermärkte, von denen wir vor vierzig Jahren nur träumen konnten.

    • Das weinende Auge: Warum stellen Produktion und Vertrieb von Bio-Lebensmitteln nach wie vor eine Nische dar? Manchmal hören wir immer noch das “absurde” Argument, dass biologisch produzierte Lebensmittel “zu teuer” seien (absurd, weil es die totale Destruktion der Biosphäre und menschlichen Gesundheit rechtfertigen soll) – wobei dieses Argument doch offensichtlich verkennt, dass die Leistbarkeit von Lebensmitteln keine Frage der Richtlinien der Produktion ist, sondern eine Verteilungsfrage.


    Pfad 4: Die Technologie (Die Innovation)

    Dies ist der Pfad der Entwickler und der Innovationen. Dieser Pfad setzt auf die enorme Dynamik des Marktes und der bestehenden wirtschaftlichen Spielregeln.

    • Das lachende Auge: Die Möglichkeiten sind faszinierend. Von Präzisionslandwirtschaft mit KI, Robotern und Drohnen bis hin zu Vertical Farming oder Cultured Meat aus dem Labor. Dies könnte der schnellste Pfad der Veränderung sein. Selbst in einer Welt, in der Konsumenten, Produzenten und Wähler nicht vernunftbasiert für Nachhaltigkeit votieren, könnte sich solche Technologien durchsetzen, wenn sie es schaffen, gleichzeitig gesünder und billiger zu sein.

    • Das weinende Auge: Die technologische Entwicklung ist ein “blinder, ein amoralischer Prozess”. Sie schafft nicht nur neue Lösungen, sondern immer auch neue, womöglich unkontrollierbare Risiken, die wir politisch (siehe Pfad 1) “einhegen” müssten (aber nicht einhegen können).

    Ausblick: Warum alle am gleichen Strang ziehen müssen

    Wir haben nun also das Spielfeld der Lösungen vermessen und in der Zusammenschau betrachtet. Denn ein großer Fehler in der öffentlichen Debatte ist es, diese vier Pfade gegeneinander auszuspielen (”Der Konsument allein wird es richten” vs. “Nur die Politik kann uns retten”).

    Die Wahrheit ist: Die Pioniere aller vier Felder müssen “am gleichen Strang ziehen”. Diese vier Felder bedingen und ermöglichen einander. Der Bio-Konsument braucht den Bio-Produzenten. Der innovative Produzent braucht faire politische Spielregeln. Und die Politik braucht die Urteilskraft der Konsumenten (als Wähler), um überhaupt handlungsfähig zu sein.

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    Unser Fahrplan für die kommenden Wochen sieht daher so aus:

    1. Die nächsten 4 Artikel: Wir feiern die Erfolge in jedem der vier Felder. Wir tauchen tief in die Perspektive des „lachenden Auges“ ein und schauen uns im Detail an, was auf den vier Pfaden heute schon alles funktioniert und welche dynamische Entwicklung hierher geführt hat.

    2. Danach: Die realistische Bilanz. Wir analysieren aus der “weinenden Perspektive”, warum das alles (vorläufig noch) “zu wenig” ist und “zu langsam” geschieht und welche mächtigen Interessen den Wandel blockieren.

    3. Abschließend: Der “Zoom-In”. Wir kehren zur “What.works”-Perspektive zurück und stellen die faszinierendsten und hoffnungsvollsten Einzellösungen – von Cultured Meat bis zur Solidarischen Landwirtschaft – im Detail vor.


    Info: https://alexschiebel.substack.com/p/das-spielfeld-der-losungen


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    29.10.2025

    Aufrüstung und Krieg: Was von Wilders rechter Rhetorik bleibt

    lostineu.eu, 29. Oktober 2025

    Er wurde wegen seiner knallharten Haltung zu Asyl, Migration und Islam gewählt. Doch wie hat sich der niederländische Rechtspopulist Wilders bei den Themen Aufrüstung und Ukraine-Krieg geschlagen? Spoiler: EU und Nato sind zufrieden.

    Da ich kein Experte der niederländischen Politik bin, habe ich die KI-Suchmaschine “Perplexity” gefragt. Hier die wichtigsten Ergebnisse:

    • Die Niederlande haben unter dem maßgeblichen Einfluss von Geert Wilders und seiner Partei PVV ihre Linie in der Ukraine-Politik trotz anfänglicher Skepsis nicht grundlegend verändert und die Unterstützung für die Ukraine fortgesetzt oder sogar ausgebaut.
    • Obwohl Wilders regelmäßig öffentlich Zweifel an der Notwendigkeit zur Ukraine-Unterstützung äußerte, konnten die anderen Koalitionsparteien eine Abkehr von der bisherigen pro-ukrainischen Politik verhindern; Hilfen wurden nicht gedrosselt.
    • 2025 wurden neue große Ukraine-Hilfspakete beschlossen, unter anderem ein umfassendes Rüstungspaket im Wert von 500 Millionen Euro sowie gezielte militärische Unterstützung (wie Drohnenprogramme und Luftverteidigung).

    Und wie sieht es mit der Aufrüstung aus?

    • 2025 wurde das Verteidigungsbudget um mehr als zehn Prozent auf rund 24 Milliarden Euro erhöht, eine Verdopplung im Vergleich zu 2022.
    • Seit 2024 gibt es neue, verpflichtendere Dienstmodelle: Das sogenannte „Dienjaar“ bietet jungen Erwachsenen die Möglichkeit, freiwillig ein Jahr Militärdienst zu leisten.
    • Die Ausgaben für das Militär sind unter Wilders deutlich gestiegen. Eine sofortige Rückkehr zur Wehrpflicht gibt es nicht, aber verpflichtendere Dienstmodelle werden diskutiert und schrittweise eingeführt.

    Fazit: In den Niederlanden zeigt sich, daß die rechtspopulistische Rhetorik und die Regierungspraxis zwei völlig verschiedene Dinge sind. Wilders’ Politik ähnelt, wenn es um Aufrüstung und Krieg geht, der von G. Meloni in Italien.

    Deshalb hat die EU-Führung in Brüssel mit den Rechtsradikalen aus Rom und Den Haag keine Probleme. Das gilt letztlich auch für die Asyl- und Migrationspolitik – da hat die EU viele rhetorische Figuren der Rechten aufgegriffen.

    Letztes Beispiel: die “Stadtbild”-Debatte in Deutschland…

    Siehe auch Niederlande: Warum Wilders gewinnen kann – und trotzdem nicht regieren

    P.S. Unabhängig vom Wahlergebnis werden die Niederlande die Ukraine auch künftig unterstützen, ist “Ewropeiska Prawda” überzeugt„Trotz der Kriegsmüdigkeit der Europäer bleibt die Unterstützung der Ukraine für die Niederländer wichtig. … Die führenden politischen Kräfte – GroenLinks-PvdA, D66, Volt, CDA, VVD und ChristenUnie – treten für die Fortsetzung der militärischen, finanziellen und humanitären Hilfe ein.” – Mit anderen Worten: Die von Brüssel definierte Ukraine-Politik kann und will man in Den Haag nicht abwählen…


    8 Comments

    1. Godfried van Ommering
      29. Oktober 2025 @ 15:54

      Aus den Niederlanden: 24 Parteien stellen sich zur Wahl. Ich konnte soeben das Wahlzettel kaum bewältigen um zu dem Nummer 50 der Liste der Sozialistischen Partei zu gelangen und Remi Poppe kräftig rot an zu kreuzen. Absurd ist, daß keine einzige dieser 24 den Krieg gegen Rußland und den Waffen- und Geldflüsse an die Ukraine thematisieren! Keine Kritik an die NATO. Aufrüstung ist ganz in Ordnung. Eine übertriebenes Wohlwollen gilt alles Militärisches, und die Militärisierung der Gesellschaft schreitet zügig voran. GroenLinks/Partij van de Arbeid unterstützen dies, sie haben die Idealen, die Forderungen und Zielen der Sozialdemokratie und der Friedensbewegung über Bord geworfen! Die Socialistische Partij allein übt Kritik an die NATO, aber: sie unterstützt Waffenlieferungen an Kiew…Und sie möchte gerne mitregieren in einer Koalition! Sie wäre also bereit auch den Rest ihrer Idealen aufzugeben, wenn es darum geht „mitmachen“ zu dürfen? Ich hätte eigentlich nicht wählen sollen, tat es dann doch, somit einen schwachen Wink gebend in die von mir gewünschte Richtung. Remi Poppe war damals, vor 50 Jahre dabei als die SP gegründet wurde, als eine richtig rote aktivistische Arbeiterpartei, wie die Belgische Partij van de Arbeid heute!

    Antworten

  • Titi
    29. Oktober 2025 @ 09:14

    Es ist zu beobachten, dass gerade in christlich-protestantischen Ländern Europas, sei es in den Niederlanden oder in Dänemark, Schweden, Finnland oder in Norwegen, die Wille zur militärischen Aufrüstung und die Hysterie gegenüber Russland am größten ist. Großbritannien (der ja einer der Hauptakteuren im Ukraine-Krieg ist), Deutschland (zum Teil protestantisch) und die baltischen protestantischen Länder wie Estland und Lettland gehören sowieso dazu. Ok, Polen und Litauen (beide katholisch/nicht-protestantisch) reihen sich dazu. Es wäre aber interessant, den religiösen-kulturellen Faktor (im Bezug auf die Politik gegenüber Russland) zu analysieren.

    Antworten

    • ebo
      29. Oktober 2025 @ 09:16

      Durchaus interessant, danke für den Hinweis!

      Antworten

  • Guido B.
    29. Oktober 2025 @ 08:26

    Der Neoliberalismus ist ohne die NATO nicht denkbar. Der Nationalismus ist ohne Aufrüstung nicht denkbar. Bei beiden Ideologien handelt es sich um genuin aggressive. Wenn es um Herrschaft und Dominanz geht, findet man sich in der Harmonie.
    Wenn der Westen die UN-Charta ernst nehmen würde, bräuchte es keine NATO. Die NATO ist die Schlägertruppe der kapitalistischen Herrenmenschen.

    Antworten

  • Erneuerung
    29. Oktober 2025 @ 06:59

    Das ist überall so. Die „repräsentative“ Demokratie ist keine Demokratie. Man kann bei Wahlen in ganz Europa nur die Gesichter auswählen, von denen man nach der Wahl betrogen wird. Man hat keinerlei Einfluss auf die praktizierte Politik. Das war uns 1989 so nicht bewusst. Diese Art Demokratie wird allerdings vorassichtlich auch deren Untergang im Wettlauf mit dem autokratischen Kapitalismus werden, bei dem das Landeswohlsein an erster Stelle steht und nicht durch verschieden operierende Wichtigtuer durcheinander gebracht wird. Die Umsetzung der propagierten Ziele vor der Wahl ist in Europa zur Farce geworden, es wird eh alles in Brüssel von einer handverlesenen Elite entschieden, die alles im Sinn hat, nur nicht das Wohl der Europäer.

    Antworten

    • hg
      29. Oktober 2025 @ 08:55

      Demokratie ist schwer, auch für Wilders und Meloni, und das muss so bleiben!

      Antworten

      • Arthur Dent
        29. Oktober 2025 @ 14:40

        Die Ärmsten, die haben es ganz schwer – die müssen uns regieren

        ????

    • KK
      29. Oktober 2025 @ 13:23

      “Man kann bei Wahlen in ganz Europa nur die Gesichter auswählen, von denen man nach der Wahl betrogen wird. Man hat keinerlei Einfluss auf die praktizierte Politik.”
      Gut zusammengefasst! Allerdings sind die Betrügereien eines Friedrich Merz schon von bislang einzigartiger Dreistigkeit!

      “Das war uns 1989 so nicht bewusst.”
      Hättet Ihr halt weniger West-Fernsehen schauen sollen ????

      Antworten

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    Weiteres: 




    Niederlande: Warum Wilders gewinnen kann – und trotzdem nicht regieren


    lostineu.eu, vom 28. Oktober 2025

    Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders ist laut einer repräsentativen Umfrage erneut Favorit bei der Wahl in den Niederlanden am Mittwoch. Demnach käme seine Partei für die Freiheit (PVV) auf 34 der 150 Sitze im Parlament. Damit wäre sie genau wie bei der Wahl vor zwei Jahren mit Abstand stärkste Kraft. Dennoch droht Wilders das politische Aus. Denn diesmal will keine andere Partei mit ihm zusammenarbeiten. Stabil hinter der PVV an zweiter und dritter Stelle liegen das rot-grüne Bündnis mit 25 und die Christdemokraten mit 23 Sitzen. Auch der linksliberalen D66 werden Gewinne vorhergesagt. Ob das reicht, um eine Koalition der “Mitte” zu bilden, ist aber unklar. Fast die Hälfte der Wähler weiß noch nicht, wem sie ihre Stimme geben soll…

    Dieser Beitrag stand zuerst in unserem Newsletter. Mehr Newsletter hier. Abonnement hier (via STEADY)

    3 Comments

    1. palman
      28. Oktober 2025 @ 20:28

      … und WER erinnert sich noch an die NL-Wahl im Früh-Jahr “2017” ?!? – da waren ja die “SozialDemokraten” (PvdA ?) von “25” (fünf-und-zwanzig) mit einem Schlag auf knapp “5” (fünf) PROZENT quasi “ab-ge-kackt” !!??!! – hatten vormals “39” Sitze – dann NUR noch – glaube “9” !?! – war ja vor “unserer” Bdtg.-Wahl im Herbst – also “kaum ein Wort dazu” in unseren Medien !?! – stelle bis HEUTE gelegentlich immer noch die Frage: – WAS um HIMMELs WILLEN hatten die “Sozis” damals > p l a k a t i e r t < ??!!?? – bis dato noch keinerlei Hinweis eingegangen – tja – so kann’s gehen – einfach in “Holland”

      nieder-landen < – oder eher > am Boden auf-schlagen < ????

    Antworten

  • KK
    28. Oktober 2025 @ 17:37

    „Ob das reicht, um eine Koalition der “Mitte” zu bilden, ist aber unklar.“

    Wenn sich jetzt alle Parteien ausser den absoluten Rändern zusammenfinden müssen, weil sonst gar nichts geht, wird wohl auch nichts wirklich gehen.
    Da stösst die Demokratie offenbar an eine ihre Grenzen…

    Antworten

    • umbhaki
      28. Oktober 2025 @ 20:05

      Wenn ich richtig informiert bin (WDR-Fernsehen heute Abend), dann gibt es in den Niederlanden 27 zugelassene Parteien und keine 5%-Klausel. Jedenfalls wurden da in der Sendung ein paar Leute auf Venlos Straßen interviewt, die es eher für normal hielten, dass sich „5 oder 6“ Parteien zusammenraufen müssten für eine Regierung.

      Mal abwarten, was die Nachbarn so auf die Kette kriegen.

      Antworten

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    endlich Kriegssüchtig!von KK23. Oktober 2025, 17:39

    Naturgesetze: Klima vs. europäisc …von Helmut Hoeft17. Oktober 2025, 11:17

    Weitere Kommentare hier (Forum)


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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 





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    Quelle


    Selenskyj plant noch zwei Jahre Krieg gegen Russland – mit Milliarden der EU


    lostineu.eu, vom 28. Oktober 2025

    Die Ukraine braucht neue milliardenschwere europäische Finanzhilfen, um den Kampf gegen die russischen Streitkräfte noch “zwei bis drei Jahre” fortsetzen zu können.

    Er habe diesen Punkt erneut vor allen europäischen Staats- und Regierungschefs hervorgehoben, betonte Präsident Selenskyj in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung.

    “Ich habe ihnen gesagt, dass wir nicht für Jahrzehnte kämpfen werden”, aber sie für eine bestimmte Zeit zeigen müssten, dass sie in der Lage seien, der Ukraine stabile finanzielle Unterstützung zu gewähren.

    “Und deshalb haben sie dieses Programm im Sinn – zwei bis drei Jahre”, sagte Selenskyj mit Bezug auf die Pläne Brüssels, russische eingefrorene Vermögen zu nutzen, um Kiew zu helfen.

    Noch zwei Jahre Krieg – genau das hatten wir hier geschrieben – gleich nach dem EU-Gipfel.

    Bemerkenswert ist allerdings der unverschämte Ton. Selenskyj will den EU-Chefs also gesagt haben, daß SIE zeigen müssten, dass sie die Ukraine noch einige Jahre AUSHALTEN können.

    In normalen Zeiten würden die EU-Chefs einem Drittland wie der Ukraine zeigen, wo der Hammer hängt – und Bedingungen für eine Finanzspritze stellen – vor allem, wenn es mit großen Risiken einhergeht!

    Siehe auch Aufgelesen: Der Ukraine-Kredit ist eine gefährliche Wette und “Was Merz verschweigt”

    P.S. Selenskyj hat übrigens auch angekündigt, die Angriffe auf in Russland auszuweiten. Die Ukraine verteidigt sich längst nicht mehr nur, sie ist selbst zum Angriffskrieg übergegangen – und attackiert neben Ölraffinerien zunehmend auch zivile Ziele in Moskau oder eine Talsperre bei Belgorod

    13 Comments

    1. Niko
      29. Oktober 2025 @ 16:15

      wer stoppt diesen größenwahnsinnigen Komiker aus der Ukraine und einige geschichtsvergessenen kriegswilligenPolitiker in unserem Land. Inzwischen empfinde ich, die als Verunglimpfung gedachte Einstufung Putinversteher, als sehr ehrenvoll. Wäre Putin und das russische Volk nicht so besonnen, hätten wir inzwischen längst größere Probleme als den Verlust sehr günstiger und zuverlässiger Energie und den dadurch bedigten wirtschaftlichen Niedergang.
      Es wird immer deutlicher, der Westen, insbesondere unsere sogenannten Wertepolitiker, gieren förmlich nach der Verlängerung des Krieges bis zum letzten Ukrainer, egal was uns das kostet. Jeder Versuch diplomatischer Lösungsansätze wird sofort zu nichte gemacht. Da nützen auch nicht die ständig vorgetragenen und dummen und dreisten Sprüche “wer den Frieden will, muß für den Krieg gerüstet sein”. Ich befürchte, der vorherrschende Russenhass bei einigen unserer Politiker und selbsternannter Militärexperten, treibt unser Land in den Abgrund.

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  • hg
    29. Oktober 2025 @ 09:00

    Wenn s so weiter geht, könnten die NATO und EU mittendrin sein, mit allen Konsequenzen, die Vorbereitungen dazu laufen bereits. Die Schwelle zum Einheilt ist wohl überschritten, wie der Kipppunkt. Es wird Zeit, ” sich warm anzuziehen, wueder mal, wie ehedem im vorigen Jhd.

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  • Guido B.
    29. Oktober 2025 @ 07:31

    Anmaßend ist nicht die Marionette Selenski, sondern der kollektive Westen, der Russland seit Jahrzehnten nur ins Gesicht spuckt. Lange gut genug, um billige
    Rohstoffe zu liefern, doch sobald es Interessen anmeldet, ist es nicht einmal dazu gut genug.
    Russland muss sich jetzt gegen die NATO verteidigen. Es wird so oder so verlieren. Wenn es keine Atomwaffen einsetzt, wird es massiv geschwächt, wenn es sie einsetzt, wird es komplettnzerstört.
    Putin wird den Krieg verlieren, weil Selenski zum Plan der NATO gehört.

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  • Erneuerung
    28. Oktober 2025 @ 14:33

    Ich schätze auch, dass es noch 2 bis 3 Jahre dauert, bis Deutschland und die EU ganz kaputt sind und sich damit dem korrupten und verrückten Herrn Selenskyj angeglichen hat. Nur Mut, Zukunft kann nicht überall stattfinden, es reicht, wenn diese in den BRICS und in abgeschwächter Form in Nordamerika stattfindet. Glückwunsch an die Protagonisten vdL, Merz, Starmer, Kallas, Tusk, Macron und als Wackelkandidatin Meloni.

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  • Thomas Damrau
    28. Oktober 2025 @ 14:03

    Ich bewundere immer Menschen, die einen klaren Blick in die Zukunft haben. Aber was wird Selenskyj machen, wenn
    — die Russen nächstes Jahr vor Charkiw stehen
    — das näherungsweise Patt auch in drei Jahren noch Bestand hat, aber die Einwohnerzahl der Ukraine unter 25 Millionen gefallen ist
    — wider Erwarten die Ukrainer in drei Jahren wieder vor Mariupol stehen

    Oder anders ausgedrückt: Welche Änderung der militärischen Lage erwartet Mr. S. in den nächsten zwei bis drei Jahren? Einfach einen Zeitraum anzugeben und diesen Zeitraum mit den benötigten Dollars und den zu erwartenden Toten pro Monat zu multiplizieren, ist noch keine Strategie.

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    • KK
      28. Oktober 2025 @ 14:34

      Mechanisierte landwirtschaftliche Grossbetriebe und Bergwerke brauchen keine Einwohner, die brauchen nur die Fläche, um Blackrock & Co. zu bereichern.

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  • Michael
    28. Oktober 2025 @ 13:53

    Der arrogante und beleidigende Ton etlicher Ukrainer, so auch Selenskyj’s oder Melnyk’s etc., ist ebenso auffallend wie die Kuscherei und Unterwürfigkeit etlicher Westler, einschl. Merz, UvdL, etc., ausgenommen Trump! Bisweilen frage ich mich ob Merz, UvdL und Konsorten eine Masochistische Ader haben!?

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    • ebo
      28. Oktober 2025 @ 13:59

      Naja, die offizielle Begründung heißt, dass Selenskyj ganz EUropa verteidigt und uns die Russen vom Leib hält. Dennoch ist der Ton unangemessen

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      • Arthur Dent
        28. Oktober 2025 @ 22:03

        Wie Alexander der Große? Der hat auch alles ganz alleine erobert. Bert Brecht vermutete, er könnte einen Koch dabei gehabt haben. Vielleicht musste er dem Alleskönner ja das Marmeladenglas öffnen?

    • KK
      28. Oktober 2025 @ 14:32

      “Bisweilen frage ich mich ob Merz, UvdL und Konsorten eine Masochistische Ader haben!?”

      Oder nicht doch eher eine sadistische? Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Genannten mehr darunter leiden als zB ich. Und die Genannten bekommen Ihr Handeln auch noch fürstlich vergütet (wie hoch ist noch mal zB der Karlspreis dotiert?), wohingegen ich kaum mehr weiss, wovon ich meine künftigen Energierechnungen bezahlen soll – und ob es im Winter überhaupt noch ausreichend Gas zum Heizen geben wird.

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      • Arthur Dent
        29. Oktober 2025 @ 08:55

        Leiden Merz und UvdL denn? Bereitet ihnen das Leiden Vergnügen oder sollen doch lieber andere leiden?
        Beide sind sicherlich transatlantisch geprägt

  • KK
    28. Oktober 2025 @ 13:41

    Die Ukraine muss wohl noch diese zwei Jahre Russland beschäftigen, bis die NAhTOd-Angriffspläne ausreichend für deren Durchführung vorbereitet sind… Selenskyj weiss das wohl und kann deshalb derart unvertschämt auftreten.

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  • Anastasiya
    28. Oktober 2025 @ 12:44

    Die Amerikaner haben Nord Stream gesprengt. Oder vielleicht die Ukrainer. Aber die Polen hatten definitiv ihre Finger im Spiel.

    Warum? Damit Deutschland nicht in Versuchung gerät oder auch nur die Möglichkeit hat, die Zusammenarbeit mit Russland wiederherzustellen.

    Ein Atomkraftwerk könnte auch eine Verbindung zu Russland werden. Russland verfügt über die weltweit fortschrittlichsten Kernenergietechnologien. Eine große Versuchung für Deutschland.

    Die Entwicklung der Kernenergie hätte den Niedergang der deutschen Industrie und den Niedergang eines Landes der Werkstätten und Handwerker aufhalten können.

    Die derzeitige deutsche Regierung ist so autoritär, dass die Chinesen sich grundsätzlich weigern, mit ihren Vertretern zu sprechen. Sie verstehen, dass die Deutschen, egal wie gut ausgebildet und diszipliniert sie auch sein mögen, egal wie viel Schuld ihnen eingetrichtert wurde, immer noch Menschen sind und leben wollen. Die Deutschen sind wahrscheinlich bereit, selbst zu leiden, aber ihre wenigen Kinder könnten ihnen leidtun. Und Deutschlands Industriekapital könnte daraus Kapital schlagen und auf Parteien setzen, die eine Alternative zur aktuellen Koalition darstellen, und auf Politiker, die eine Alternative zu Merz, Baerbock und Konsorten darstellen.

    Zum Beispiel auf Weidel und die Alternative für Deutschland (AfD) oder auf Sahra Wagenknecht und die Linke.

    Daher behandelt die derzeitige Regierung das zukünftige Deutschland genauso, wie die Vereinigten Staaten, Polen und die Ukraine es behandelt haben – als Parasiten, Konkurrenten und Tyrannen.

    Diese Regierung versucht, die Kontinuität der Russophobie zu sichern, selbst wenn die Wähler sie bei der nächsten Wahl über Bord werfen. Diese Politiker hinterlassen verbrannte Erde.

    Nicht im übertragenen politischen Sinne – diese Phase der deutschen Politik ist längst vorbei. Sie brennen das Land nieder, nicht im übertragenen, sondern im wörtlichen Sinne.

    Sie brennen es nieder, damit Deutschland nicht in die Hände der Deutschen fällt.
    In der Zwischenzeit berauben sie die Bevölkerung Deutschlands …

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