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25.11.2025

Kinotipp/Vortrag von Norman Paech abrufbar/FORUM 4.12./FORUM 18.12./FORUM 12.1.2026/FORUM Febr./Mahnwachen/Intifada 29.11./Anhänge

aus e-mail von <info@palaestina-initiative.de>, 25. November 2025, 00:10 Uhr


Liebe Palästina- und Israel-Interessierte, liebe Aktive,


*1)hier ein interessanter Kinotipp.* Das Porträt einer palästinensischen

Familie im Westjordanland über drei Generationen, die Verknüpfung von

persönlichem Schicksal und Geschichte seit 1948. Hannover, *im Hochhaus

Kino noch Di und Mi um jeweils 17:15*

https://www.hochhaus-lichtspiele.de/pages/filme/filmdetails.php?fid=5161 

<https://deref-web.de/mail/client/TbJ6iPibUxU/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.hochhaus-lichtspiele.de%2Fpages%2Ffilme%2Ffilmdetails.php%3Ffid%3D5161>

Zur vertiefenden Information (s. auch Anhang):

https://www.medico.de/blog/die-mythen-dekonstruieren-20273 

<https://deref-web.de/mail/client/8J8ty5OXv8k/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.medico.de%2Fblog%2Fdie-mythen-dekonstruieren-20273>


*2) die Aufzeichnung des Abends mit Norman Paech  am 24. Oktober ist

über unsere Webseite abrufbar.*


und hier der nächste aktualisierte Überblick über unsere nächsten

Veranstaltungen (FORUM im Dezember/Januar/Februar):


Abendkasse: 15€ / ermäßigt 5€ für Schüler, Studenten, Aktiv-Pass-In

Abendkasse: 15€ / ermäßigt 5€ für Schüler, Studenten, Aktiv-Pass-Inhaber

Abendkasse: 15€ / ermäßigt 5€ für Schüler, Studenten, Aktiv-Pass-Inhaber


*3) Donnerstag, 4. Dezember 2025 - 19 Uhr

Referentin: Bettina Marx (Berlin)

Thema: **Gaza — einst Tor zur Welt, heute Trümmerlandschaft*


*Ort: Freizeitheim Linden, WindheimStr. 4, 30451 Hannover Raum 18, Linie

10, Haltestelle Freizeitheim Linden**

*


Bettina Marx ist Redakteurin der Deutschen Welle und gilt als

Gaza-Expertin. Sie war auch Leiterin des Büros der

Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah. Sie hat zum Themenfeld mehrere

Bücher verfasst.

Gaza war in der Antike eine turbulente Handelsmetropole zwischen den

großen Weltreichen. Als Hafenstadt an der Via Maris  diente Gaza als

Umschlagplatz für Gewürze und Weihrauch aus dem Orient. Lange blieb die

Region  eine blühende Gartenlandschaft mit Orangenhainen und

Dattelpalmen. Die Stadt unterhielt Kontakte in die ganze Welt und war

kulturelles Zentrum.

Erst die israelische Staatsgründung und Landnahme formte den schmalen

“Gazastreifen”, ein Refugium für Hunderttausende palästinensische

Flüchtlinge ohne Hinterland, ohne wirtschaftliche Kapazitäten und fast

ohne Kontakt zur Außenwelt — aber mit mehr als 15 Hochschulen und 36

Krankenhäusern.

Nach dem Überfall der Hamas auf israelische Ortschaften am 7. Oktober

2023 und dem anschließenden verheerenden israelischen Feldzug mit

mindestens 70.000 Toten liegt die Zukunft Gazas in Trümmern. Wie soll es

nun weitergehen? Kann Gaza nach der Apokalypse weiterleben?



Bettina Marx ist Redakteurin der Deutschen Welle und gilt als

Gaza-Expertin. Sie war auch Leiterin des Büros der

Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah. Sie hat zum Themenfeld mehrere

Bücher verfasst.

Gaza war in der Antike eine turbulente Handelsmetropole zwischen den

großen Weltreichen. Als Hafenstadt an der Via Maris  diente Gaza als

Umschlagplatz für Gewürze und Weihrauch aus dem Orient. Lange blieb die

Region  eine blühende Gartenlandschaft mit Orangenhainen und

Dattelpalmen. Die Stadt unterhielt Kontakte in die ganze Welt und war

kulturelles Zentrum.

Erst die israelische Staatsgründung und Landnahme formte den schmalen

“Gazastreifen”, ein Refugium für Hunderttausende palästinensische

Flüchtlinge ohne Hinterland, ohne wirtschaftliche Kapazitäten und fast

ohne Kontakt zur Außenwelt — aber mit mehr als 15 Hochschulen und 36

Krankenhäusern.

Nach dem Überfall der Hamas auf israelische Ortschaften am 7. Oktober

2023 und dem anschließenden verheerenden israelischen Feldzug mit

mindestens 70.000 Toten liegt die Zukunft Gazas in Trümmern. Wie soll es

nun weitergehen? Kann Gaza nach der Apokalypse weiterleben?


*4) Donnerstag, 18. Dezember 2025 - 19 Uhr

Referent: Dr. Raif Hussein (Hannover)

Thema: Nach dem Krieg: Perspektiven für die Zukunft des Nahen Ostens im

Kontext des Gaza-Krieges*


Nach dem Krieg: Perspektiven für die Zukunft des Nahen Ostens im Kontext

des Gaza-Krie*Ort: Freizeitheim Linden, WindheimStr. 4, 30451 Hannover

Raum 18, Linie 10, Haltestelle Freizeitheim Linden*


*Ort: Freizeitheim Linden, WindheimStr. 4, 30451 Hannover Raum 18, Linie

10, Haltestelle Freizeitheim Linden

*Der Nahe Osten steht nach dem Ende des Krieges im Gazastreifen an einem

politischen und gesellschaftlichen Wendepunkt. Der Konflikt hat nicht

nur die regionale Machtbalance verschoben, sondern auch neue Fragen nach

Sicherheit, Governance und internationaler Verantwortung aufgeworfen.

Der Vortrag untersucht die möglichen Entwicklungspfade der Region unter

Einbeziehung politischer, ökonomischer und sozialer Faktoren. Im Zentrum

stehen die Dynamiken zwischen den zentralen Akteuren – darunter Israel,

Palästina, Ägypten, Iran und die Golfstaaten – sowie die Rolle externer

Mächte wie der Vereinigten Staaten, der Europäischen Union und Chinas.

Auf Grundlage aktueller Analysen und empirischer Daten werden Szenarien

diskutiert, die von vorsichtiger Stabilisierung bis zu erneuter

Fragmentierung reichen. Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis der

strukturellen Bedingungen zu entwickeln, die die Zukunft des Nahen

Ostens in der post-konfliktären Phase prägen werden.

Dr. Raif Hussein ist Politologe, Nahostexperte und Autor mit Schwerpunkt

auf dem israelisch-palästinensischen Konflikt, der politische Islam ,

der politischen Lage der Palästinenser in Israel sowie Fragen von

Identität und Kultur im Nahen Osten. Er war Präsident der

Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft und arbeitet als politischer

Berater, Publizist und Dozent. Hussein schreibt und referiert auf

Deutsch und Arabisch und gilt als wichtige Stimme im deutschsprachigen

Diskurs über Nahostpolitik.


*

*


*Ein Bild, das Menschliches Gesicht, Person, Frau, Schal

enthält.KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein.5) Montag, 12.

Januar 2026 — 19:30 Uhr

Referentin: Nida Younis (Ramallah)

Lesung und Gespräch: /Zwei Körper — Poesie aus Ramallah, Palästina/

Ort: Stadtbibliothek Hannover, Hildesheimer Str. 12, 30169 Hannover,

U‑Bhf. Aegidientorplatz

Eintritt: 5€

*„Die Welt stößt dich aus, ahnungslos, dass du nur Wärme suchst.

Geblendet weder von Weisheit, Doktrinen, noch von der Naivität

der Geschichte…“

Nida Younis, Dichterin, Journalistin, Übersetzerin und eine der

eindrucksvollsten literarischen Stimmen ihrer Generation, lebt in

Ramallah (Palästina). Ihre Texte erzählen von Liebe, Verlust, Widerstand

– von Besatzung und gesellschaftlichen Zwängen. Der Körper wird zum

Träger der Geschichte – persönlich und politisch zugleich.

Ihre Sprache ist intensiv, poetisch und ehrlich. Die Suche nach Freiheit

und Zugehörigkeit ist stets spürbar.

„Schon der Titel ihres Gedichtbands *Two Bodies | Zwei Körper* eröffnet

Raum für viele Lesarten: den Körper des Landes, den Körper des Selbst,

den geraubten und den überlebenden Körper. Ihre Gedichte sind roh und

zärtlich zugleich und erinnern daran, dass keine Metapher eine offene

Wunde heilen kann.” (Adli Yacubi, Autor, Johannisburg/Südafrika)

Zahlreiche Gedichtbände existieren in verschiedenen Übersetzungen. Mit

dem Band *Two Bodies | Zwei Körper* erscheint erstmals eine Auswahl von

12 Gedichten auf Deutsch – in einer feinfühligen Übertragung und in

enger Zusammenarbeit mit der Übersetzerin Wendy Marth und der

deutsch-französischen Lyrikerin und Musikerin Antemanha, die diese

Lesereise initiierte und begleitet.

Eine mutige Veröffentlichung im Jahr 2025 bei Königshausen & Neumann,

illustriert mit Aquarellen und Installationsdetails von Léa Kishida.

Der Gedichtband (14 €) wird am Abend der Veranstaltung zu kaufen sein.

Es ist eine Veranstaltung der Stadtbibliothek und der Palästina Initiative.



*6) Vorankündigung

Anfang Februar

Referentin: Nadia Zaboura (Köln)

Thema (Arbeitstitel): Verlorenes Medienvertrauen? - Stand der deutschen

Berichterstattungzu Palästina/Israel/Gaza*

Näheres folgt**


*7)Auch im November und Dezember (außer 24. und 31.12.)finden unsere

Mahnwachen**statt (seit Januar *(!) *2024): Mittwochs, 15 bis 17 Uhr in

Hannover am Blätterbrunnen. Jede*r ist herzlich eigeladen mitzumachen.

Näheres und Fotos aus den letzten Monaten auf unserer Webseite.*


8) Intifada Hannover ruft auf zu einer Demonstration am Samstag, 29.11.

um 16:00 in Hannover am Goseriedeplatz.


9) Eine Leseempfehlung: In der deutschen Ausgabe der Monatszeitschrift

/Le Monde diplomatique/ von November 2025 sind vier sehr wichtige

Artikel (S. 8 - 11) zum Trump-'Friedensplan', zum Westjordanland, zu den

politischen Verhältnissen in Israel und zur demografischen Entwicklung.


Herzlichen Gruß https://www.palaestina-initiative.de  Hans Norden


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

24.11.2025

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24.11.2025

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24.11.2025

Screenshot_2025_11_25_at_00_14_48_Friedensangst

nachdenkseiten.de, 24. November 2025 um 9:00 Ein Kommentar von: Jens Berger

„Rheinmetall Aktie: Friedensangst schockt Anleger“ – mit dieser Überschrift kommentierte eine deutsche Finanzplattform am Freitag die Reaktion der Spekulanten auf die US-Friedensinitiative für den Ukrainekrieg. Doch anstatt den Autor für ein zynisches Arschloch zu halten, sollte man ihm lieber dankbar sein, spricht er doch offen aus, wie große Teile des deutschen politisch-medialen Sektors denken.


Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Podcast: Play in new window | Download


Warum tun sich eigentlich ausgerechnet die Deutschen so schwer zu erkennen, wenn ein Krieg verloren ist? Wie bockige Kleinkinder reagieren die Meinungsmacher des Landes auf die bloße Vorstellung, der Ukrainekrieg könnte mit einer Niederlage des Westens ausgehen. Man weigert sich beharrlich, die Realitäten wahrzunehmen und sich nach dreieinhalb Kriegsjahren endlich einmal ehrlich zu machen. Seit geraumer Zeit ist der Ukrainekrieg ein Abnutzungskrieg und sowohl auf materieller als auch personeller Ebene hat Russland nun einmal die besseren Karten. Die Zeiten, in denen im Westen von ukrainischen Offensiven geträumt wurde, sind lange vorbei. Der Ukraine geht so langsam das Kanonenfutter aus, das Kräfteverhältnis an der Front verschiebt sich von Monat zu Monat zu Gunsten Russlands. Daran wird auch das 50. Sanktionspaket der EU und die mittlerweile in Deutschland zu einem Glaubensbekenntnis gewordene Selbstaffirmation, man werde die Ukraine auch weiterhin mit Waffenlieferungen unterstützen, nichts ändern.

Bereits kurz nach Beginn der russischen Invasion hieß es aus US-Kreisen, man werde „bis zum letzten Ukrainer“ kämpfen, um Russland zu schwächen. In den USA ist man des Krieges mittlerweile überdrüssig. US-Vizepräsident Vance warf den Europäern jüngst einen „Realitätsverlust“ vor und zumindest in diesem Punkt muss man ihm recht geben. Selbst wenn man den europäischen Falken, die immer noch von einem Siegfrieden gegen Russland fabulieren, hehre Motive unterstellen will, so muss man doch der harten Wahrheit ins Gesicht blicken, dass sie in einer Traumwelt leben.

Doch hierzulande redet man nicht gern über die realen Kräfteverhältnisse und über die armen Schweine, die jeden Tag auf beiden Seiten der Front traumatisiert werden oder den Wahnsinn gar mit ihrem Leben bezahlen. Man spricht lieber über Recht und Moral. Das ist zwar in gewisser Weise verständlich, kommt es doch nicht so häufig vor, dass der Westen in einem Krieg auf der Seite der Partei steht, die völkerrechtlich die besseren Argumente hat. Andererseits verstärkt dieser „Wir sind die Guten“-Vibe aber auch die Selbsttäuschung. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Ja, in der realen Wolfswelt verlieren halt manchmal auch die „Guten“.

Zynisch ist, dass diese Traumtänzer dabei vorgeben, die Interessen der Ukrainer zu vertreten. Es sind jedoch nicht die Kinder der Masalas, Strack-Zimmermanns, Röttgens oder Kiesewetters, die diese Traumtänzerei mit ihrem Leben bezahlen, sondern die Kinder der Ukraine. Spätestens seit Beginn der Abnutzungskrieges hätte man die Realitäten akzeptieren und einen ernsthaften Friedensprozess einleiten müssen, der diese Realitäten anerkennt. Das wollte man nicht, da man ja bereits wusste, dass diese Realitäten keinen Platz für den erträumten Siegfrieden bieten. Ja, man hatte „Friedensangst“, Angst vor dem Moment, an dem die Selbsttäuschung offenbar wird und das ganze Kartenhaus aus hohlen Floskeln der Realitätsflucht zusammenbricht.

Ja, „Friedensangst“ ist ein zynisches, ein böses Wort. Aber dieser Begriff beschreibt ganz hervorragend, was derzeit in den Köpfen viel zu vieler Politiker und Leitartikler vor sich geht. Man hat Angst vor einem Frieden, der die rosaroten Seifenblasen von einem „Sieg des Guten“ jäh zerplatzen lässt. Man hat Angst vor dem, was danach kommt. Man hat Angst vor der Realität, auch abseits der Schlachtfelder des Donbass.

Dass gerade die deutschen Eliten nun von „Friedensangst“ geplagt werden, ist freilich eine ganz besonders dunkle Ironie der Geschichte. Waren es nicht in der Endphase des Ersten Weltkriegs ausgerechnet die nationalkonservativen Kräfte um Ludendorff und Hindenburg, die den vor allem von linker und liberaler Seite immer stärker aufkeimenden Wunsch nach einem Verhandlungsfrieden torpedierten und bis zum bitteren Ende von einem Siegfrieden träumten? Auch sie hatten bereits Friedensangst. Damals diskreditierten rechte und militaristische Agitatoren diejenigen, die für Friedensverhandlungen eintraten, als „Vaterlandsverräter“. Heute sprechen die Kinder des Ludendorff’schen und Hindenburg’schen Geistes von „Lumpenpazifisten“. Leitartikler nennen den Friedensplan von Donald Trump heute einen „Diktatfrieden“ und wecken damit wahrscheinlich sogar mit voller Absicht Parallelen zum „Versailler Diktat“, das in der Weimarer Republik vor allem von völkischen und rechtsextremen Politikern und Leitartiklern als Sprachfigur genutzt wurde.

Wo sind wir nur hingekommen? Offenbar haben „wir“ doch nicht so viel aus der unserer Geschichte gelernt.


Titelbild: Screenshot boerse-express.com


Rubriken: Audio-Podcast Militäreinsätze/Kriege Strategien der Meinungsmache


Schlagwörter: 


Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=142551


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

24.11.2025

Alastair Crooke: Kirill Dmitriev scheint „ausgetrickst” worden zu sein.

seniora.org, 24. November 2025, 21.11.2025 Von Alastair Crooke - übernommen von //substack.com/@conflictsforum">Conflicts Forum

Die US-Operation „Lockvogelangebot“ zielt auf Putins Prinzipien der „Grundursachen“ ab


(Red.) Alastair Crooke ist ein alter Geheimdienstfuchs und ihm macht man nicht leicht etwas vor. Aber in diesem Fall weisen wir doch auf folgende Überlegungen hin: Wenn Kirill Dmitriev nach Miami reist, und dort Steve Witkoff, J.D. Vance und Jared Kushner (hallo? wer ist das gleich wieder?) trifft, dann geschieht das ganz sicher nicht ohne Auftrag aus Moskau. Dass er dort verbindliche Vereinbarungen trifft kann man ausschliessen. Ausserdem hat er bei seiner Rückreise ein sehr ausführliches debriefing durchlaufen. FSB, Aussenministerium und Präsident wollten wörtlich wissen, was dort besprochen wurde.

Mit welchem Plan das Ganze? Den russischen Standpunkt klarstellen (wie schon in Anchorage), den Gesprächsfaden nicht abreissen lassen (die Alternative wäre eventuell eine nukleare Eskalation), Verwirrung im gegnerischen Lager stiften (der Erfolg liegt auf der Hand   – man betrachte nur das Hick-Hack in Genf usw.) und den „schwarzen Peter“ zurückschieben („wir warten auf Eure konkreten und tragfähigen Vorschläge“).

Und als Nebelbank wird Kirill Dmitriev etwas in den Hintergrund geschoben, als Blitzableiter sozusagen (vgl. die sensationslüsternen Andeutungen von Pepe Escobar im Gespräch mit Nima, wo er von einer Besprechung mit Maria Vladimirovna Sacharowa erzählt). Oder glaubt jemand im Ernst, dieser Mann sei in Moskau jetzt eine persona non grata (bei seiner Position)?   – Das können wir vergessen. In anderen Worten: Eine brillante russische Diplomatieübung   – der Westen dreht fast durch und wir werden ja sehen, wie die sich jetzt aus der Affäre zu ziehen versuchen werden.(am)


Alastair Crooke Al Mayadeen th 3659101378

Alastair Crooke

Nun liegen uns also die Details des 28-Punkte-Plans vor, den der ukrainische Parlamentarier Goncharenko als Übersetzung des Originals vorgelegt hat.

Der Text   – verfasst als vermeintlicher Rechtsvertrag   – wird jedem erfahrenen Leser als amateurhaftes Werk erscheinen, das sich in mehreren Teilen auf „nachfolgende Diskussionen“ und „Erwartungen“ stützt.

Das heißt, vieles bleibt unklar, vage und nicht eindeutig festgelegt. Ein solcher Plan wäre natürlich für Moskau insgesamt inakzeptabel (auch wenn sie ihn vielleicht nicht rundweg ablehnen). Dennoch hat der Plan in Europa Wut und Widerstand ausgelöst. The Economist (der die Meinung des Establishments widerspiegelt) bezeichnet das Papier als „einen schrecklichen amerikanisch-russischen Vorschlag …, der viele der maximalistischen Forderungen [Russlands] erfüllt und noch einige weitere hinzufügt”.

Die Europäer und Großbritannien wollen ganz einfach die Kapitulation Russlands.

Der Punkt, den Moskau hier deutlich macht, ist, dass Kirill Dmitriev   – Steve Witkoffs Gesprächspartner bei der Ausarbeitung des Entwurfs   – weder Präsident Putin noch Russland vertritt. Er hat keinerlei offizielles Mandat.

Putins Sprecher Dmitri Peskov erklärt knapp:

„Es gibt keine formellen Konsultationen zwischen Russland und den USA über die Beilegung des Konflikts in der Ukraine, aber es bestehen Kontakte.“ Maria Zakharova erklärte, dass „das russische Außenministerium keinerlei offizielle Informationen von den USA über angebliche ‚Vereinbarungen‘ zur Ukraine erhalten hat, über die die Medien eifrig berichten“.

„Moskaus Position ist, dass Russland nur innerhalb der ‚Grenzen seiner erklärten Prinzipien‘ zum Dialog bereit ist, und die USA haben bisher nichts Offizielles angeboten, was als Ausgangspunkt dienen könnte.“

Was ist also los?

Zwei politisch unerfahrene „Nicht-Gesandte“ haben Gespräche geführt und aus diesen Gesprächen einige offenbar spekulative Vorschläge zusammengestellt. Es ist nicht einmal klar, ob Dmitriev für seine Gespräche mit Witkoff im Oktober in den USA eine Zustimmung erhalten hatte oder ob er auf eigene Initiative handelte. Das russische Außenministerium bestreitet, Kenntnis vom Inhalt dieser ausführlichen Gespräche zu haben. Es wäre außergewöhnlich, wenn Dmitriev niemanden in Moskau auf dem Laufenden gehalten hätte.

Auf jeden Fall hat Präsident Putin seine eigene Antwort auf die Flut von Berichten in den westlichen Medien (basierend auf Axios offenbar von Dmitriev stammenden Indiskretionen) gegeben:

In Militäruniform besuchte Putin den Kommandoposten der Battlegroup West an der Front, wo er einfach erklärte, dass das russische Volk Ergebnisse der Sonder Militäroperation (SMO) „erwartet und braucht“: „Die bedingungslose Erreichung der Ziele der SMO ist das Hauptziel Russlands“, sagte er.

Putins Antwort an die USA ist daher klar.

Es sieht also so aus, als sei dieses aus amerikanischer Perspektive verfasste Diskussionspapier als klassische „Lockvogel-Taktik“ konzipiert worden. Außenminister Rubio hat wiederholt gesagt, dass er nicht weiß, „ob Russland es mit dem Frieden ernst meint   – oder nicht“:

„Wir testen, ob die Russen an Frieden interessiert sind. Ihre Handlungen   – nicht ihre Worte, sondern ihre Handlungen   – werden zeigen, ob sie es ernst meinen oder nicht, und wir wollen das lieber früher als später herausfinden … Es gibt einige vielversprechende Anzeichen, aber auch einige beunruhigende Anzeichen.“

Die Vorschläge waren also wahrscheinlich ein „Test“, um Russland auf die Probe zu stellen. So „testen“ sie Russland beispielsweise in mehreren Bereichen:

„Es wird erwartet, dass ... die NATO auf der Grundlage des Dialogs zwischen Russland und der NATO, aber vermittelt durch die USA, nicht weiter expandieren wird; Die Ukraine wird „zuverlässige Sicherheitsgarantien“ [undefiniert] erhalten; die Größe der ukrainischen Streitkräfte wird auf nur 600.000 Mann „begrenzt“ [sic] werden; die USA werden für diese Garantien entschädigt werden; sollte Russland in die Ukraine einmarschieren, werden zusätzlich zu einer entschlossenen koordinierten militärischen Reaktion alle globalen Sanktionen wieder in Kraft gesetzt, die Anerkennung neuer Gebiete und alle anderen Vorteile widerrufen; Die USA werden mit der Ukraine beim gemeinsamen Wiederaufbau ... und beim Betrieb der ukrainischen Gasinfrastruktur, einschließlich Pipelines und Speicheranlagen, zusammenarbeiten.

„Die Aufhebung der Sanktionen [gegen Russland] wird diskutiert und schrittweise und auf individueller Basis vereinbart werden.”

„100 Milliarden Dollar an eingefrorenen russischen Vermögenswerten werden in die von den USA geleiteten Wiederaufbau- und Investitionsbemühungen in der Ukraine investiert. Die Vereinigten Staaten erhalten 50 % der Gewinne aus diesem Vorhaben; Russland wird eine Politik der Nichtangriffspolitik gegenüber Europa gesetzlich verankern [ohne jedoch eine Gegenleistung seitens Europas zu erwähnen].

„Die Krim, Luhansk und Donezk werden de facto als russisch anerkannt; Cherson und Saporischschja werden entlang der Kontaktlinie eingefroren, was eine de facto Anerkennung entlang der Kontaktlinie bedeutet; Russland verzichtet auf andere annektierte Gebiete“ [Hervorhebung hinzugefügt].

Die folgenden Absätze laufen effektiv auf einen Waffenstillstand   – nicht auf einen Friedensvertrag   – hinaus, wobei die Anerkennung nur de facto (und nicht de jure) erfolgt:

„Diese Vereinbarung ist rechtsverbindlich. Ihre Umsetzung wird von einem Friedensrat unter der Leitung von Präsident Trump überwacht und garantiert.“

„Sobald sie vereinbart ist, tritt der Waffenstillstand in Kraft.“

Es ist unwahrscheinlich, dass diese Vorschläge von den Europäern, Russland oder sogar Selenskyj akzeptiert werden. Ihr Zweck besteht darin, einen völlig neuen Ausgangspunkt für jegliche Verhandlungen zu diktieren. Alle in dem Text festgelegten Zugeständnisse Russlands werden von den USA „eingesteckt“, während Russlands eigene „erklärten Grundsätze“ unterlaufen werden. Der Druck auf Russland wird zunehmen.

Tatsächlich hat die Eskalation bereits begonnen. Zeitgleich mit der Veröffentlichung der Vorschläge wurden vier von den USA gelieferte Langstreckenraketen vom Typ ATACMS tief in das vor 2014 zu Russland gehörende Gebiet bei Woronesch abgefeuert, wo sich die strategischen Überhorizontradare Russlands befinden. Alle Raketen wurden abgeschossen, und russische Iksander-Raketen zerstörten sofort die Abschussplattformen und töteten die 10 Abschussoperatoren.

Finanzminister Scott Bessent hat weitere Sanktionen gegen Russland angedroht, und Trump hat signalisiert, dass er mit dem Vorschlag von Senator Lindsay Graham einverstanden ist, Sanktionen in Höhe von 500 % für diejenigen zu verhängen, die mit Russland Handel treiben   – vorausgesetzt, dass er, Trump, die vollständige Entscheidungsgewalt über das neue Sanktionspaket hat.

Das übergeordnete Ziel dieser Vorschläge besteht eindeutig darin, Putin in die Enge zu treiben und ihn von seinen Grundprinzipien abzubringen   – wie beispielsweise seinem Beharren darauf, die Ursachen des Konflikts zu beseitigen und nicht nur die Symptome. In diesem Papier gibt es keinen Hinweis auf eine Anerkennung der Ursachen [Erweiterung der NATO und Raketenstationierungen] über das vage Versprechen eines „Dialogs zwischen Russland und der NATO unter Vermittlung der Vereinigten Staaten zur Lösung aller Sicherheitsfragen und zur Schaffung von Bedingungen für eine Deeskalation, um so die globale Sicherheit zu gewährleisten und die Möglichkeiten für Zusammenarbeit und zukünftige wirtschaftliche Entwicklung zu verbessern” hinaus.

Blah, blah, blah.

Es scheint, dass eine Eskalation bevorsteht. Russland wird überlegen müssen, wie es die USA militärisch wirksam abschrecken kann, ohne dabei die Eskalationsleiter zum Dritten Weltkrieg zu erklimmen.

Das Gleichgewicht zwischen Abschreckung und Offenhaltung für Diplomatie ist eine Gratwanderung   – eine zu starke Betonung der Abschreckung kann (kontraproduktiv) nur zu einer eskalierenden Reaktion des Gegners führen.

Eine zu starke Betonung der Diplomatie hingegen kann vom Gegner als Schwäche wahrgenommen werden und eine Eskalation des militärischen Drucks nach sich ziehen.

Die Vorschläge von Witkoff und Dmitriev mögen (oder auch nicht) gut gemeint gewesen sein, aber die Hüter der tiefgreifenden Architektur der globalen redemptio equitis werden es Russland wahrscheinlich nicht gestatten, seine „konträren” Werte zu bewahren.

Kirill Dmitriev scheint „ausgetrickst” worden zu sein.




Info: https://seniora.org/politik-wirtschaft/politik/alastair-crooke-kirill-dmitriev-scheint-ausgetrickst-worden-zu-sein


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

24.11.2025

Kampf um die digitale Souveränität (II)   Deutschland und Frankreich starten mit einem eigenen Gipfeltreffen eine neue Initiative zur Verringerung ihrer digitalen Abhängigkeit von den USA. Die Stiftung Wissenschaft und Politik warnt vor möglicher Erpressung durch Washington.

german-foreign-policy.com, 24. November 2025

BERLIN/PARIS/BRÜSSEL (Eigener Bericht) – Auf einem „Gipfel zur europäischen digitalen Souveränität“ haben mehrere Staats- und Regierungschefs der EU in der vergangenen Woche Maßnahmen zur Verringerung der digitalen Abhängigkeit Europas von den USA erörtert. Der Gipfel war offiziell von Deutschland und Frankreich anberaumt worden. Publiziert wurde ein Positionspapier („Erklärung zur europäischen digitalen Souveränität“), das als der bislang umfassendste Versuch in der EU gilt, ein gemeinsames Verständnis von digitaler Souveränität zu formulieren. Kurz zuvor hatte die Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) eine Analyse veröffentlicht, in der die Abhängigkeit der EU von den USA in der Cybersicherheit hervorgehoben wird. Die Autorin hebt drei Szenarien hervor, in denen die USA die Abhängigkeit der EU als Waffe gegen sie einsetzen könnten, darunter eines, in dem sie sie zur Erpressung in der Außen- und Militärpolitik nutzen. Allerdings ist die Frage der digitalen Souveränität Europas nicht neu; der Staatenbund hat bereits in der Vergangenheit Initiativen in dieser Richtung unternommen. Eines davon namens Gaia-X galt vielen als gescheitert, wird zur Zeit aber neu forciert.


Zitat: Auf dem Weg zur digitalen Souveränität

Deutschland und Frankreich haben am Dienstag auf ihrem gemeinsam veranstalteten eintägigen „Gipfel zur europäischen digitalen Souveränität“ einen neuen einheitlichen Kampf für die technologische Unabhängigkeit Europas signalisiert. „Wir wollen mit einer europäischen Stimme sprechen und arbeiten gemeinsam auf ein Ziel hin: die europäische digitale Souveränität”, erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz auf dem Gipfel, an dem auch sein französischer Amtskollege Emmanuel Macron teilnahm.[1] Merz‘ Äußerungen kamen Berichten zufolge nur wenige Stunden nach einem Ausfall eines US-amerikanischen Cloud-Computing-Unternehmens, der Onlinedienste auch in Europa lahmlegte. Angesichts der sich häufenden Ausfälle großer US-amerikanischer Cloud-Anbieter sowie massiver Engpässe in der Chipindustrie erklärte Merz weiter, dass „wir von digitalen Technologien aus China und den USA abhängig sind”. Macron teilte diese Ansicht und äußerte: „Europa will weder Kunde der großen Unternehmen noch der großen Lösungen aus den USA oder China sein.“ Neben Merz und Macron nahmen auch andere europäische Staats- und Regierungschefs, EU-Kommissare, Gründer und CEOs von Branchenunternehmen sowie Forscher und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen an dem Gipfel teil.


„Ein Schuman-Moment“

Auf dem Gipfel wurde auch eine „Erklärung zur europäischen digitalen Souveränität” der österreichischen Regierung veröffentlicht. Das Positionspapier gilt als bislang umfassendster Versuch in der EU, ein gemeinsames Verständnis von digitaler Souveränität zu formulieren. Es zielt darauf ab, die Position Europas als Technologiezentrum auf dem globalen Markt zu stärken.[2] Einen Höhepunkt des Gipfels bildete die Mitteilung, Frankreich und Deutschland unterstützten eine Forderung der EU, die größten US-Cloud-Computing-Anbieter, Amazon Web Services und Microsoft, einer kartellrechtlichen Überprüfung zu unterziehen.[3] Noch am selben Tag startete die EU-Kommission Marktuntersuchungen zu drei US-amerikanischen Cloud-Computing-Giganten im Rahmen des Digital Markets Act (DMA).[4] Auch sonst waren die Erwartungen an den Gipfel hoch; der auf Digitalpolitik spezialisierte EU-Parlamentarier Axel Voss (CDU) bezeichnete ihn als „Schuman-Moment”.[5] Der ehemalige französische Außenminister und Ministerpräsident Robert Schuman gilt als politischer Architekt der Europäischen Union. Im Jahr 1950 entwarf er einen Plan für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Kohle- und Stahlindustrie mit dem Ziel, in einem zweiten Schritt die Staaten zunächst Westeuropas enger zusammenzuführen.


Abhängig von den USA

Der Gipfel fand wenige Tage nach der Veröffentlichung einer neuen Analyse der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) statt, in dem die Berliner Denkfabrik die starke Abhängigkeit Europas von den USA im Bereich der Cybersicherheit hervorhob. Das Positionspapier mit dem Titel „Europas Cybersicherheit hängt an den USA” argumentiert, die Abhängigkeit der EU von den USA gehe weit über Cloud-Dienste, Software-as-a-Service-Angebote und Sicherheitsupdates hinaus. Die Autorin hebt hervor, US-Unternehmen wie IBM und Microsoft dominierten den Markt für Cybersicherheitsanwendungen wie Antivirensoftware und Firewalls, während Konzerne wie IBM und Google (Mandiant) die Märkte für Cyber Threats Intelligence (CTI) beherrschten.[6] Das US-Militär generiere ebenfalls CTI, wovon die europäischen Länder direkt profitierten, heißt es weiter in dem Papier. Tatsächlich hat das US-Militär in der Vergangenheit CTI-Operationen in den baltischen Staaten und in Südosteuropa durchgeführt und den europäischen Staaten wertvolle CTI zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus finanziert die US-Regierung eine Schwachstellen-Datenbank, die die Aufgabe vereinfacht, die unzähligen heute verfügbaren Softwareprodukte vor Schwachstellen zu schützen. Schließlich unterstützt Washington auch die Sicherheit von Open-Source-Software (OSS).


Druckmittel

Ausgehend davon, dass die Trump-Administration jegliche Schwäche der EU unerbittlich ausnutzt, heißt es weiter in der SWP-Analyse, die oben genannten Abhängigkeiten von den USA könnten für die EU zu einem Problem werden. Die Autorin hebt dabei drei Szenarien hervor. So könnten die USA ihre finanzielle Unterstützung für Cybersicherheitsprojekte einstellen. Zweitens könne die US-Regierung ihre politischen Prioritäten verändern und sich noch stärker auf den Machtkampf gegen China konzentrieren; dies könne eine Abkehr von Europa mit sich bringen, während dieses laut der SWP mit russischen Cyberbedrohungen konfrontiert ist. Drittens sei denkbar, dass die USA die Abhängigkeiten Europas als Druckmittel nutzten, um beispielsweise Zugeständnisse in anderen Politikbereichen wie der Außen- und Militärpolitik zu erlangen. Abschließend schlägt die SWP einige Maßnahmen vor, um die Abhängigkeiten der EU zu lindern. Dazu gehören eine Präferenz für europäische CTI-Anbieter und die Beauftragung staatlicher Akteure, einschlägige Aktivitäten zu entfalten. Die Autorin betont die Notwendigkeit, in der Entwicklung von Fähigkeiten im Bereich der Schwachstellen-Datenbanken selbst aktiv zu werden.


Leichter gesagt als getan

Die Erkenntnis, die EU sei abhängig von den USA, und ihr Bemühen um digitale Souveränität sind nichts Neues; die EU hat bereits mehrere Versuche unternommen, ihre Cyberfähigkeiten auszubauen. Ein prominentes Beispiel ist „Gaia-X“. Das Konsortium wurde 2019 mit dem Ziel gegründet, die digitale Souveränität und die globale Wettbewerbsfähigkeit der EU durch den Aufbau einer „dezentralisierten Cloud-Infrastruktur“ zu stärken; sie sollte die „Interoperabilität“ entsprechender Strukturen in ganz Europa fördern.[7] Das Konsortium brachte tatsächlich verschiedene Unternehmen, Regierungen und Forschungsinstitute aus ganz Europa zusammen. Allerdings kamen von Anfang an Zweifel an seinem Erfolg auf, da viele Firmen es vorzogen, sich auf etablierte, oft US-amerikanische Cloud-Server zu verlassen. Namhafte Unternehmen haben das Konsortium verlassen, darunter das französische Gründungsmitglied Scaleway, Europas drittgrößter Cloudanbieter, der im November 2021 austrat.[8] Der nächste große Akteur, der das Konsortium verließ, war Nextcloud, ein in Stuttgart ansässiger Anbieter von Kommunikations- und Kollaborationssoftware, der Anfang dieses Jahres seinen Austritt bekannt gab. Allerdings erhielt das Projekt im Juli dieses Jahres einen gewissen Aufschwung: Die Cloud Infrastructure Service Providers in Europe (CISPE), ein Verband europäischer Cloud-Anbieter, verpflichteten sich dazu, bis November dieses Jahres rund 3.000 europäische Dienste so anzupassen, dass sie die Gaia-X-Cloud-Anforderungen erfüllen.[9]

 

Mehr zum Thema: Kampf um die digitale Souveränität.

 

[1] Mathieu Pollet, Frida Preuß, Océane Herrero: Germany wakes up to US tech dominance. politico.eu 19.11.2025.

[2] Olga Scheer, Dietmar Neuerer: Europa rüstet sich im globalen Technologie-Wettstreit. handelsblatt.com. 18.11.2025

[3] Mathieu Pollet, Frida Preuß, Océane Herrero: Germany wakes up to US tech dominance. politico.eu 19.11.2025.

[4] Press Release: Commission launches market investigations on cloud computing services under the Digital Markets Act. European Commission. 18.11.2025

[5] Götz Hamann: Wenn plötzlich das Microsoft-Konto von unliebsamen Personen streikt. zeit.de. 18.11.2025

[6] Alexandra Paulus: Europas Cybersicherheit hängt an den USA. Stiftung Wissenschaft und Politik 05.11.2025.

[7] Mission & Vision. gaia-x.eu. S. dazu Die europäische Cloud und Risse in Europas „digitaler Souveränität“.

[8] Michael Kroker: Nextcloud-Chef Frank Karlitschek: „Gaia-X ist tot“. wiwo.de 07.02.2025

[9] Stefan Krempl: The dead live longer: EU cloud providers back Gaia-X. heise.de 19.07.2025.


Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10211


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

24.11.2025

Ukraine-Friedenspläne - nichts ist entschieden....

aus e-mail von Doris Pumphrey, 24. November 2025, 19:34 Uhr


*_Liveticker Ukraine-Verhandlungen 24.11.2025


_**Europäische Parlamentarier: Europa wird nie russische

Sicherheitsinteressen akzeptieren


*Die Vorsitzenden der Auswärtigen Ausschüsse einer Reihe europäischer

Länder haben eine gemeinsame Erklärung verfasst

<https://x.com/n_roettgen/status/1992968597937791183>, in der sie im

Kern jede Friedensregelung ablehnen.


"Europa wird nie eine Vorstellung russischer 'Sicherheitsinteressen' als

legitim akzeptieren, die über seine Grenzen hinausreichen oder das Recht

beanspruchen, Europas Sicherheitsordnung zu gestalten." Weiter unten

heißt es: "Die Ukraine darf nicht Gegenstand irgendwelcher Begrenzungen

ihrer Streitkräfte oder Beschränkungen ihrer Außen- und Innenpolitik

werden, während Russland keinen unterliegt." Nicht nur eine Maximalgröße

der ukrainischen Armee wird also abgelehnt, sondern mit der Formulierung

"Beschränkungen der Innenpolitik" sogar die Anforderung, die Vorgaben

der EU im Umgang mit nationalen Minderheiten zu erfüllen.

"Als Minimum muss Russland seine Truppen aus den besetzten Gebieten

zurückziehen und mit internationalen Institutionen zusammenarbeiten, um

Rechenschaft jener sicherzustellen, die für Gräueltaten verantwortlich

sind."

Unterzeichnet ist dieses Schreiben von den Vorsitzenden der Auswärtigen

Ausschüsse in Estland, Tschechien, Dänemark, Island, Italien (beide

Kammern), Luxemburg, Polen (beide Kammern), Spanien (beide Kammern),

Ukraine, EU-Parlament, Finnland, Irland, Lettland, Niederlande,

Frankreich, Litauen, Portugal, Schweden und Großbritannien. Ausnahmen:

In Belgien unterschrieb der Stellvertreter, in Norwegen nur ein

konservativer Abgeordneter.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags, Armin

Laschet, hat bisher nicht unterzeichnet; aber auch sein Stellvertreter,

Norbert Röttgen, nicht, obwohl dieser auf X erklärte: "Ich stimme völlig

mit dieser gemeinsamen europäischen Erklärung überein."



*Uschakow: Noch kein Datum für konkrete Gespräche*


Putin-Berater Juri Uschakow hat am Montag, wie /RIA Nowosti /berichtet,

bestätigt, dass bisher keine Gespräche mit Russland zu Trumps Vorschlag

eines Friedensplans aufgenommen wurden. Man kenne in Moskau eine

Variante des "Trump-Friedensplans", auch dieser sei noch nicht mit

Russland verhandelt worden. Man rechne noch mit vielen Änderungen an dem

Vorschlag.

"Viele – nicht alle, aber viele – seiner Punkte scheinen uns

akzeptabel", meinte Uschakow zu den 28 Punkten Trumps. "Andere [...]

müssen noch sehr detailliert besprochen werden. Aber, wie ich schon

sagte, mit uns hat das bisher niemand verhandelt."

Der Vorschlag werde "natürlich Überarbeitungen und Veränderungen von

unserer Seite erleben, und vermutlich von ukrainischer, amerikanischer

und europäischer".

Uschakow verwies auf verschiedene kursierende Versionen: "Es gibt eine

Menge Lärm, der unklar macht, was man trauen kann", aber Russland

verlasse sich darauf, "was uns durch die richtigen Kanäle geschickt

wurde". Noch gebe es auch keinen formellen Vorschlag der USA, der

besage, wer zu Gesprächen nach Moskau käme und wann.

In einer Nebenbemerkung kommentierte Uschakow auch den "Europäischen

Plan": "Es gibt viele andere Pläne, die zirkulieren. Heute morgen

erfuhren wir von dem europäischen Vorschlag, der auf den ersten Blick

völlig unkonstruktiv ist und uns nicht zusagt."


berliner-zeitung.de

<https://www.berliner-zeitung.de/news/vollkommen-unkonstruktiv-kreml-reagiert-auf-europaeischen-friedensplan-li.10007157

24.11.2025


*Russland erteilt europäischem Friedensplan Absage: „Vollkommen

unkonstruktiv“


*Russland hat den europäischen Gegenvorschlag

<https://www.berliner-zeitung.de/news/usa-und-ukraine-verstaendigen-sich-auf-ueberarbeiteten-friedensplan-li.10007000

zu Trumps 28-Punkte-Friedensplan für die Ukraine abgelehnt. Der

europäische Vorstoß sei „vollkommen unkonstruktiv und für Moskau nicht

akzeptabel“, erklärte der außenpolitische Berater des Kreml, Juri

Uschakow, am Montag laut der russischen Nachrichtenagentur RIA Nobosti.

Uschakow sagte demnach weiter, dass bestimmte Aspekte des amerikanischen

Plans, der in der vergangenen Woche vorgelegt wurde, Russland besser

passten, auch wenn einige Punkte „detailliertere Gespräche“ erforderten.

„Nicht alle, aber viele Bestimmungen dieses Plans erscheinen uns

durchaus akzeptabel“, sagte Uschakow vor Journalisten in Moskau.

Kremlchef Wladimir Putin hatte bereits am Freitag gesagt, die Vorschläge

der USA könnten als Grundlage für eine Lösung des Konflikts dienen, er

warnte jedoch, dass russische Truppen weiter vorstoßen würden, falls

Kiew den Plan ablehne.


Der Friedensplan der USA hatte in der Ukraine und unter europäischen

Verbündeten die Sorge ausgelöst, Washington könnte zentrale russische

Forderungen zu Nato, Gebietsfragen und der Abfolge eines möglichen

Friedensprozesses akzeptiert haben. Daraufhin legten die europäischen

Unterstützer einen eigenen Plan vor, der die ukrainischen Bedürfnisse

stärker berücksichtigen sollte.


*Was der europäische Plan umfasst

*Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sah der europäische

Plan unter anderem vor, dass die Ukraine keine derzeit noch

kontrollierten Gebiete abtreten muss. Auch eine De-facto-Anerkennung der

von Russland besetzten Gebiete ist darin nicht vorgesehen. Die

Begrenzung der ukrainischen Streitkräfte soll auf 800.000 statt 600.000

Soldaten angehoben werden. Eingefrorenes russisches Staatsvermögen soll

erst dann freigegeben werden, wenn Russland Ausgleichszahlungen für

Kriegsschäden leistet.

Ein Nato-Beitritt der Ukraine bleibt in den europäischen Vorschlägen

grundsätzlich denkbar. Auch eine allgemeine Amnestie für

Kriegsverbrechen ist nicht vorgesehen. Die im Plan der USA genannte

Frist von 100 Tagen für Neuwahlen in der Ukraine fehlt in der

europäischen Version.


*USA und Ukraine überarbeiteten 28-Punkte-Plan

*Inzwischen haben die USA und die Ukraine den amerikanischen Vorschlag

gemeinsam überarbeitet. Das teilten beide Seiten nach Gesprächen in Genf

in einer gemeinsamen Erklärung mit, die am Sonntag veröffentlicht wurde.

Man habe einen „aktualisierten und verfeinerten Friedensrahmen“

erarbeitet und wolle „in den kommenden Tagen“ weiter eng

zusammenarbeiten. Er werde „vollständig“ die Souveränität der Ukraine

bewahren, teilte das Weiße Haus mit.

<https://www.whitehouse.gov/briefings-statements/2025/11/joint-statement-on-united-states-ukraine-meeting/>


US-Außenminister Marco Rubio gab an, die Vereinigten Staaten hätten im

Rahmen der Gespräche in Genf unter anderem zugestimmt, die europäische

Integration der Ukraine und ihre Nato-Mitgliedschaft in getrennte

Verhandlungen zu verschieben. Die Financial Times berichtete unter

Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Personen, der Plan

beinhalte inzwischen nur noch 19 Punkte. Jedoch machten die Quellen

keine Angaben, welche Elemente gestrichen wurden.

Russland habe den offiziellen Text des überarbeiteten Plans bislang

nicht erhalten, hieß es derweil am Montag von Kremlsprecher Dmitri

Peskow laut der russischen Nachrichtenagentur Tass

<https://tass.com/politics/2047811>.



*22.11.2025 Scott Ritter:

**Aus für Selenskyj - Trumps Friedensplan scheitert - Russland sprengt

die NATO


*Scott Ritter erklärt, wie Trumps „Friedensabkommen“ massive Panik

ausgelöst hat, während Selenskyj und die europäischen NATO-Länder

versuchen, die Verluste angesichts von Russlands bevorstehendem Sieg in

der Ukraine einzudämmen.

/Siehe Video ((in Deutsch):

/https://www.youtube.com/watch?v=T8GYHUQGQL8



*22.11.2025 Larry Johnson:

Russland lehnt den 28-Punkte-Friedensplan ab


*Larry Johnson ist ein ehemaliger Geheimdienstanalyst der CIA, der auch

im Büro für Terrorismusbekämpfung des US-Außenministeriums tätig war.

Johnson erläutert, warum der 28-Punkte-Friedensplan in seiner

derzeitigen Form für Moskau nicht akzeptabel sein wird.

/Siehe Video (in Deutsch):

/https://www.youtube.com/watch?v=sUPRW7CPWMA


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

24.11.2025

Friedensbüro-Termine für Dezember

aus e-mail von Friedensbüro Hannover, 24. November 2025, 14:18 Uhr


Liebe Friedensfreundinnen und -freunde, https://frieden-hannover.de/2-12-erstes-vorbereitungstreffen-zum-ostermarsch-2026/


Hier unsere Termine für den Dezember:

2.12. Erstes Vorbereitungstreffen zum Ostermarsch 2026 https://frieden-hannover.de/2-12-erstes-vorbereitungstreffen-zum-ostermarsch-2026/


Am Dienstag, den 2.12. nutzen wir unseren Friedenspolitischen AK – um 19 h im Pavillon – für das erste Treffen zur Ostermarsch-Vorbereitung für das nächste Jahr.


5.12. Schulstreik gegen neue Wehrpflicht https://frieden-hannover.de/5-12-schulstreik-gegen-neue-wehrpflicht/


Ob das mit dem „Streik“ klappt? Auf jeden Fall rufen die Initiativen gegen die Wehrpflicht zu eine  Kundgebung am Freitag, 5.12. um 13.30 auf dem Bahnhofsvorplatz auf.


Protest gegen Sozialabbau am 16. Dezember https://frieden-hannover.de/protest-gegen-sozialabbau-am-16-dezember/


Für Dienstag, den 16.12. um 18 h ruft verdi in der Goseriede in einem Bündnis von etwa 18 Organisationen zu Sozialprotesten gegen die vielfältigen Kürzungen bei Sozialem, Bildung, Gesundheit, Klimaschutz usw. auf.

Das Friedensbüro weist darauf hin, dass diese Kürzungen immer mit „Sparzwang“ begründet werden. Wenn die Bundesregierung aber vorhat, 5 % des BIP = etwa 40-45 % des Bundeshaushalts für Rüstung auszugeben, ist dieser Sparzwang hausgemacht! Das betrifft jeden!


Unsere IPPNW-Ausstellung „Hiroshima – Nagasaki“ https://frieden-hannover.de/ippnw-ausstellung-hiroshima-nagasaki/  in der VHS, Burgstraße 1, 2. Et. wurde bis zum 28.11.25 verlängert, kann also in dieser Woche noch angesehen werden.


Unsere Mahnwachen für den Frieden finden donnerstags von 16.30-17.30 wegen des Weihnachtsmarktes am Schillerdenkmal statt.


Ich habe diesmal einige neue und alte "Bekannte" in den BCC gesetzt. Wer gerne in unseren Friedensbüro-Infoverteiler aufgenommen werden möchte, gebe mir kurz Nachricht.


Ich wünsche uns und allen, dass es in der Weihnachtszeit auch mal gute, friedliche Nachrichten gibt und keine neuen Katastrophen. Das einzige was man dafür tun kann: Was Tun! Gemeinsam mit anderen!


Herzliche Grüße

Agnes

Friedensbüro Hannover

0176 4350 8325


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

24.11.2025

Alastair Crooke: Kirill Dmitriev scheint möglicherweise hereingelegt worden zu sein

aus e-mail von Doris Pumphrey, 24. November 2025, 


-------- Weitergeleitete Nachricht --------

Betreff: Alastair Crooke: Kirill Dmitriev scheint möglicherweise

hereingelegt worden zu sein

Datum: Sun, 23 Nov 2025 16:16:57 +0000

Von: Martin Leo


https://conflictsforum.substack.com/p/the-us-bait-and-switch-operation?utm_source=share&utm_medium=android&r=12utvo&triedRedirect=true 

<https://conflictsforum.substack.com/p/the-us-bait-and-switch-operation?utm_source=share&utm_medium=android&r=12utvo&triedRedirect=true>


Die US-amerikanische „Köder-und-Tausch“-Operation, die Putins

„Grundprinzipien“ ins Visier nimmt

von Alastair Crooke, _21. November 2025_


Nun liegen uns also die Details des 28-Punkte-Plans vor, den der

ukrainische Parlamentsabgeordnete Goncharenko als Übersetzung des

Originals bezeichnet hat.Der Text – verfasst als vermeintlicher

Rechtsvertrag – wird jedem erfahrenen Leser als Amateurwerk erscheinen,

das sich in mehreren Teilen auf „nachfolgende Diskussionen“ und

„Erwartungen“ stützt.


Das heißt, vieles bleibt unklar, vage und nicht eindeutig festgelegt.

Ein solcher Plan wäre natürlich – im Großen und Ganzen – für Moskau

inakzeptabel (auch wenn man ihn nicht offen ablehnen würde). Dennoch hat

der Plan in Europa Empörung und Widerstand hervorgerufen. Der Economist

(der die Sichtweise des Establishments widerspiegelt) bezeichnet das

Papier als „ einen schrecklichen amerikanisch-russischen Vorschlag … der

viele der maximalistischen Forderungen [Russlands] erfüllt und noch

einige weitere hinzufügt “.Die Europäer und Großbritannien wollen die

Kapitulation Russlands, ganz einfach.


Der springende Punkt, den Moskau klarstellt, ist, dass Kirill Dmitriev –

Steve Witkoffs Gesprächspartner bei der Ausarbeitung des Dokuments –

weder Präsident Putin noch Russland vertritt. Er hat keinerlei

offizielles Mandat.


Putins Sprecher Dmitri Peskow erklärt kurz und bündig: „Es gibt keine

formellen Konsultationen zwischen Russland und den USA über eine Lösung

des Ukraine-Konflikts; es bestehen jedoch Kontakte. Maria Sacharowa

erklärte: ‚Das russische Außenministerium hat von den USA keinerlei

offizielle Informationen über angebliche „Abkommen“ zur Ukraine

erhalten, über die die Medien so enthusiastisch berichten . ‘“„Moskau

vertritt den Standpunkt, dass Russland nur innerhalb der Grenzen seiner

erklärten Prinzipien zu einem Dialog bereit ist, und die USA haben

bisher nichts Offizielles angeboten, das als Ausgangspunkt dienen könnte.“


Was ist da los?


Zwei politisch unerfahrene „Nicht-Gesandte“ führten Gespräche und

entwickelten daraus offenbar spekulative Vorschläge. Es ist nicht einmal

klar, ob Dmitrijew für seine Gespräche mit Witkow in den USA im Oktober

die Zustimmung der Behörden hatte oder ob er auf eigene Initiative

handelte. Das russische Außenministerium bestreitet jegliche Kenntnis

vom Inhalt dieser ausführlichen Gespräche. Es wäre ungewöhnlich, wenn

Dmitrijew niemanden in Moskau eingeweiht hätte.


In jedem Fall hat Präsident Putin seine eigene Antwort auf die Flut von

Berichten, die in den westlichen Medien kursieren (basierend auf Leaks

an Axios, die offenbar von Dmitriev stammen), versandt: In

Militäruniform besuchte Putin den Gefechtsstand der Kampfgruppe West an

der Front, wo er schlicht erklärte, dass das russische Volk Ergebnisse

von der Spezialoperation (SMO) „ erwartet und braucht “: „ Die

bedingungslose Erreichung der Ziele der SMO ist das Hauptziel für

Russland “, sagte er .Putins Antwort an die USA ist daher eindeutig.


Es sieht also so aus, als ob dieses aus amerikanischer Sicht verfasste

Diskussionspapier als klassische „Lockvogel-Taktik“ konzipiert war.

Außenminister Rubio hat wiederholt erklärt , er wisse nicht, „ ob

Russland es mit dem Frieden ernst meint oder nicht“. „Wir testen, ob die

Russen an Frieden interessiert sind. Ihre Taten – nicht ihre Worte,

sondern ihre Taten – werden zeigen, ob sie es ernst meinen oder nicht,

und wir beabsichtigen, das so schnell wie möglich herauszufinden … Es

gibt einige vielversprechende Anzeichen; es gibt aber auch einige

beunruhigende Anzeichen.“


Die Vorschläge dürften also eine Falle gewesen sein, um Russland zu

testen. Zum Beispiel testen sie Russland in mehreren Bereichen:„Es wird

erwartet, dass die NATO nicht weiter expandiert, sondern auf einem

Dialog zwischen Russland und der NATO unter Vermittlung der USA beruht;

die Ukraine erhält ‚zuverlässige Sicherheitsgarantien‘ [undefiniert];

die Stärke der ukrainischen Streitkräfte wird auf 600.000 Mann

‚begrenzt‘ [sic]; die USA werden für diese Garantien entschädigt ;

sollte Russland in die Ukraine einmarschieren, werden neben einer

entschiedenen, koordinierten militärischen Reaktion alle globalen

Sanktionen wieder in Kraft gesetzt, die Anerkennung neuer Gebiete und

alle anderen Vorteile widerrufen; die USA werden mit der Ukraine beim

gemeinsamen Wiederaufbau … und Betrieb der ukrainischen

Gasinfrastruktur, einschließlich Pipelines und Speichereinrichtungen,

zusammenarbeiten.“


„Die Aufhebung der Sanktionen [gegen Russland] wird schrittweise und auf

individueller Basis erörtert und vereinbart werden .“


„100 Milliarden Dollar eingefrorener russischer Vermögenswerte werden in

von den USA geführte Wiederaufbau- und Investitionsbemühungen in der

Ukraine investiert. Die Vereinigten Staaten erhalten 50 % der Gewinne

aus diesem Vorhaben; Russland wird eine Nichtangriffspolitik gegenüber

Europa gesetzlich verankern [jedoch wird keine Gegenleistung seitens

Europa erwähnt].“


„Die Krim, Luhansk und Donezk werden de facto als russisch anerkannt ;

Cherson und Saporischschja werden entlang der Kontaktlinie eingefroren ,

was einer faktischen Anerkennung entlang der Kontaktlinie gleichkommt ;

Russland verzichtet auf die anderen annektierten Gebiete“ [Hervorhebung

hinzugefügt].


Die nachfolgenden Absätze stellen faktisch einen Waffenstillstand dar –

keine Friedensvereinbarung –, wobei die Anerkennung nur de facto (und

nicht de jure ) erfolgt:„Dieses Abkommen ist rechtsverbindlich. Seine

Umsetzung wird von einem Friedensrat unter Vorsitz von Präsident Trump

überwacht und gewährleistet.“„Sobald eine Einigung erzielt ist, tritt

der Waffenstillstand in Kraft.“


Es ist unwahrscheinlich, dass diese Vorschläge von den Europäern,

Russland oder gar Selenskyj akzeptiert werden. Ihr Ziel ist es, einen

völlig neuen Ausgangspunkt für jegliche Verhandlungen zu diktieren. Alle

darin vorgesehenen russischen Zugeständnisse werden von den USA

eingesteckt, während Russlands erklärte Prinzipien mit Füßen getreten

werden. Der Druck auf Russland wird zunehmen.


Tatsächlich hat die Eskalation bereits begonnen. Zeitgleich mit der

Veröffentlichung der Vorschläge wurden vier von den USA gelieferte und

gezielt eingesetzte Langstrecken-ATACMS tief in russisches Territorium

vor 2014 bei Woronesch abgefeuert, wo sich Russlands strategische

Überhorizontradaranlagen befinden. Alle wurden abgeschossen, und

russische Iksander-Raketen zerstörten umgehend die Startplattformen und

töteten die zehn Bediener.


Finanzminister Scott Bessent hat mit weiteren Sanktionen gegen Russland

gedroht, und Trump hat angedeutet, dass er mit Senator Lindsay Grahams

Vorschlag für 500-prozentige Sanktionen gegen diejenigen, die mit

Russland Handel treiben, einverstanden ist – vorausgesetzt, er, Trump,

hat die volle Entscheidungsgewalt über das neue Sanktionspaket.


Das übergeordnete Ziel dieser Vorschläge ist eindeutig, Putin in die

Enge zu treiben und ihn von seinen Grundprinzipien abzubringen – etwa

seinem Beharren darauf, die Ursachen des Konflikts und nicht nur die

Symptome zu beseitigen. In diesem Papier findet sich kein Hinweis auf

eine Anerkennung der Ursachen [NATO-Osterweiterung und

Raketenstationierung], abgesehen von dem vagen Versprechen eines

„Dialogs zwischen Russland und der NATO unter Vermittlung der

Vereinigten Staaten, um alle Sicherheitsfragen zu lösen und die

Voraussetzungen für eine Deeskalation zu schaffen, wodurch die globale

Sicherheit gewährleistet und die Möglichkeiten für Zusammenarbeit und

künftige wirtschaftliche Entwicklung erweitert werden sollen“. Blablabla.


Eine Eskalation scheint bevorzustehen. Russland wird überlegen müssen,

wie es die USA militärisch wirksam abschrecken kann, ohne dabei die

Eskalationsleiter zum Dritten Weltkrieg in Gang zu setzen. Das richtige

Verhältnis zwischen Abschreckung und der Offenhaltung der diplomatischen

Möglichkeiten zu finden, ist ein schmaler Grat – eine zu starke Betonung

der Abschreckung kann (kontraproduktiv) lediglich dazu führen, dass ein

Gegner die Eskalationsleiter weiter hochfährt.


Eine zu starke Betonung der Diplomatie könnte von einem Gegner hingegen

als Schwäche ausgelegt werden und eine Eskalation des militärischen

Drucks nach sich ziehen.Die Vorschläge von Witkoff und Dmitriev mögen

gut gemeint gewesen sein (oder auch nicht), aber es ist

unwahrscheinlich, dass die Hüter der tiefen Architektur der globalen

Redemptio Equitis Russland erlauben werden, seine „konträren“ Werte zu

bewahren.Kirill Dmitriev scheint möglicherweise hereingelegt worden zu sein.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

24.11.2025

Ukraine: Der ehemalige Westen verhandelt mit sich selbst

lostineu.eu, 24. November 2025

Deutschland, Frankreich und mehrere andere EU-Länder (längst nicht alle) haben einen Gegenvorschlag zum US-Friedensplan für die Ukraine vorgelegt. Die Agentur Reuters hat erste Details veröffentlicht – sie lassen nichts Gutes ahnen.

Denn statt eine echte Alternative zu formulieren, arbeiten sich Kanzler Merz & Co. am doch angeblich unannehmbaren, weil allzu “russischen” 28-Punkte-Plan von US-Präsident Trump ab.

Und statt endlich selbst die Initiative zu ergreifen und mit Moskau ins Gespräch zu kommen, richten sich die diplomatischen Bemühungen wieder nur auf Washington und den MAGA-Mann.

Der ehemalige Westen verhandelt mit sich selbst. Wobei es den EUropäern nur am Rande darum geht, Frieden in der Ukraine zu schaffen – denn dann müßten sie auch mit Kremlchef Putin reden!

Im Vordergrund der hektischen diplomatischen Bemühungen in Genf, Berlin und Brüssel steht vielmehr, Trump “an Bord” zu halten und angeblich eherne Prinzipien wie die Freiheit zum Nato-Beitritt zu verteidigen.

For now, European capitals have contented themselves with merely annotating the American-Russian outline. And US Secretary of State Marco Rubio claimed to have no knowledge of the European draft, which hardly bodes well for its authors. Quelle: Euractiv


Bislang haben sich die europäischen Hauptstädte damit begnügt, den amerikanisch-russischen Entwurf lediglich zu kommentieren. Und US-Außenminister Marco Rubio behauptete, keine Kenntnis von dem europäischen Entwurf zu haben, was für dessen Verfasser kaum Gutes verheißt. Quelle: Euractiv (übersetzt mit deepl., unkorrigiert)

Außerdem kämpfen die EUropäer um “ihr” Geld – die rund 200 Mrd. Euro RUSSISCHES Zentralbankvermögen, das in Belgien und anderswo festsetzt wurde – und um das ukrainische “Stachelschwein”.

Kein Witz: So hat EU-Kommissionschefin von der Leyen die ukrainische Armee bezeichnet. Sie soll mindestens 800.000 Soldaten behalten, um Russland abschrecken und EUropa “schützen” zu können.

Ganz nebenbei gilt es natürlich auch, die EU zu retten – denn wenn Trump sich durchsetzt und mit Russland ins Geschäft kommt, wäre dies für die EU-Granden nicht nur ein München 2.0. sondern ihr Waterloo…

Mehr zum Krieg um die Ukraine hier

P.S. Je mehr Änderungen die EUropäer am 28-Punkte-Plan durchsetzen, desto geringer wird die Chance auf eine Einigung mit Russland – und damit auf Frieden. Der EU geht es vor allem um Prinzipien, nicht so sehr um die Menschen…

Vorschlag der E-3 (Frankreich, Deutschland, UK) zum Trump-Plan ("statt): Kein Verzicht der Ukraine auf Mitgliedschaft in der NATO (statt Verzicht), Stärke der ukrainischen Armee bei 800.000 Soldaten in Friedenszeiten (statt 600.000), keine substantiellen Kampfverbände der NATO in…

— Gerhard Mangott (@gerhard_mangott) November 23, 2025

9 Comments

  1. Stef
    24. November 2025 @ 10:00

    Der springende Punkt an der Situation ist m.E., dass zwar den Waffengang beendet, aber die übergreifende Sicherheitsfrage nicht adressiert wird. Ein irgendwie gearteter Kompromiss wird die Brutstätte für den nächsten Waffengang sein. Es ist z.B. vollkommen klar, dass sich die ukrainischen Nationalisten mit Gebietsabtretungen nicht zufrieden geben wollen. Umgekehrt wird Russland die fünf Oblaste vollständig für sich beanspruchen, die sie von verfassungswegen bereits für Teil Russlands erklärt haben. Ich kann mir zwar vorstellen, dass man in Textform einen Kompromiss findet. Wenn danach aber nicht alle relevanten Kräfte in Europa an einer dauerhaften neuen Sicherheitsarchitektur arbeiten (und zwar mit mittelfristigem Erfolg), vor deren Hintergrund die “verbleibenden Territorialfragen” aus einem “Kompromissfrieden” dann dauerhaft geregelt werden können, dürfte es wieder Krieg geben.

    Danach sieht es derzeit aber nicht aus. Und die USA haben genau daran auch kein Interesse, weil auf dieser Basis dann wieder Kooperation Europa/Russland denkbar wird.

Antworten

  • Eric Bonse
    24. November 2025 @ 10:13

    Sehr richtig, und sehr bitter. Die EU hat die Sicherheitspolitik aus den Augen verloren. Früher war EUropa dabei mal führend…

    Antworten

  • Helmut Hoeft
    24. November 2025 @ 09:59

    @ebo (Sorry, der Sarkasmus geht durch mit mir!)
    “… sie lassen nichts Gutes ahnen.” ist zu ersetzen durch: “Allein die Nachricht dass sich die €U mit … beschäftigt schließt Gutes aus!” ????

    “… richten sich die diplomatischen Bemühungen wieder nur auf Washington und den MAGA-Mann.” Ja Hallo? Wo wir doch abhängig sind, abhängig sein wollen bis auf ewig, wo wir doch immer diesen Rock brauchen unter den wir uns flüchten wann immer wir gefordert sind, wann immer wir Verantwortungslosigkeit in extenso zelebrieren? (Anmerkung: Der 3. Böse im Bunde ist die €U, dann erst kommt China auf Platz 4)
    “Sie soll mindestens 800.000 Soldaten behalten, …” 800.000 (potentielle) Mörder (nach Tucholsky) auf ~ 28,7 Mio. Staatsbürger (Wikipedia, Stand 2025), D 260.000 (geplant) auf 82 Mio.? Wtf? Ah! * Erleuchtung * Die Ukraine verteidigt ja am Hindukusch …
    Nachsatz: Und die ca. 8 Mio Ukrainer die sich nach “Außerlandes” verlaufen haben, wo bleiben die?
    Btw.: Wie man hört ist ein allgemeines Suchen nach Rosinen im Schoißhaufen zu Gange; deutet das vllt. doch noch auf einen Endsieg hin? Für Wen? m( (s.u. bei Guido B.)

    Den Rest beschreibt @Thomas Damrau in seinem Kommentar sehr treffend. Danke dafür!

    @Guido B.
    “Bestenfalls kann ein dyslunktionaler Rumpftstaat übrigbleiben.” Um den sich dann die €U rührend kümmern wird? Sie wird über die Ukraine auseinanderfliegen (endlich?)! Donald John und Wladimir Wladimirowitsch werden den Endsie einfahren!

    c.c.: Der Böse muss ignoriert werden – schickt die Bösen nach Hause, sofort! Diese €U ist aufzulösen und durch eine republikanische EU zu ersetzen! Die Folgen sind vom Bürger zu tragen, so oder so!

    Antworten

  • Thomas Damrau
    24. November 2025 @ 09:13

    Die Rollenteilung scheint mir relativ klar zu sein:
    — Trump testet im Augenblick aus, wie viele Kröten er der Ukraine zumuten kann.
    — Die Ukraine ist eingequetscht zwischen dem kriegsmüden Trump, den delirierenden EU-Granden und einem Putin, der langsam die Daumenschrauben anzieht. Die Ukraine wird viele Kröten schlucken müssen. Im besten Fall kann Selenskyj die giftigsten vom Teller diskutieren.
    — Die EU kann schon mal mit der Sammelbüchse rumgehen: Ihr wird die Rolle zufallen, das Wegräumen der Trümmer und den Wiederaufbau zu bezahlen. Das augenblickliche aufgeregte Flügelschlagen der EU-PolitikerInnen soll davon ablenken, dass niemand an der Meinung der EU interessiert ist (auch Selenskyj nicht). Trump hat eingesehen, dass die Handlungsoptionen der Ukraine gegen Null gehen und jeder ukrainische Soldat, der jetzt noch fällt, einer zu viel ist. Die EU, allen voran die unsägliche Frau Kallas, hat außer Durchhalteparolen wenig zu bieten: “Macht halt mal weiter. Vielleicht geschieht ja noch ein Wunder. Ein paar Tote für einen (nicht erreichbaren) gerechten Frieden müssen schon noch sein.”

    Die grobe Richtung scheint klar zu sein:
    — Putin wird viel bekommen, aber vermutlich nicht alles, was er sich wünscht.
    — Erst werden die Friedensbedingungen definiert und dann die Kampfhandlungen eingestellt.
    Gegen diese beiden Ergebnisse hat sich die EU mit Händen und Füßen vergeblich gewehrt.

    Wie groß Putins Beute sein wird, werden wir in den nächsten Wochen erfahren. Bis dahin darf munter spekuliert werden und die EU kann sich weiter einreden, dass sie das Ergebnis der Verhandlungen beeinflusst hat – wie “Joe” Wadephul es heute früh im DLF-Interview auf fast schon rührende Weise versucht hat (https://www.deutschlandfunk.de/trumps-friedensplan-und-europa-interview-mit-bundesaussenminister-wadephul-100.html).

    Antworten

  • Guido B.
    24. November 2025 @ 08:40

    Die Ukraine muss untergehen. Bestenfalls kann ein dyslunktionaler Rumpftstaat übrigbleiben. Ein anderes Resultat dieses Krieges wird immer unvorstellbarer.

    Antworten

    • Eric Bonse
      24. November 2025 @ 08:51

      Genau das will die EU verhindern. Sie hat ihre Politik ganz auf die Ukraine eingestellt, Kiew ist das Zentrum ihres Denkens und Handelns, Selenskyj der oberste “Führer” (Leader)…

      Antworten

  • Erneuerung
    24. November 2025 @ 07:13

    Ich habe den „Gegenvorschlag“ gelesen znd glaube nicht, dass er durchkommt. Aber es ist zumindest Bewegung in die Sache gekommen. Scheitern wird alles, was ohne Russland „ausgeheckt“ wird.

    Antworten

  • european
    24. November 2025 @ 06:20

    Die EUropäer verhalten sich lächerlich. Sie versuchen sich in Schadensbegrenzung und Gesichtswahrung, was m.E. nicht gelingen wird. Von dem, was alles so an die Öffentlichkeit dringt, kann man erkennen, dass es genau so läuft, wie Colonel Wilkerson es in seinem Gespräch dargelegt hat. Es laufen Verhandlungen hinter den Kulissen mindestens seit Alaska. Fachteams haben die Entwürfe erarbeitet, teilweise gemeinsam mit Russland.

    Nur so geht es.

    Für die EU wird es ein finanzielles Desaster und man darf nur hoffen, dass anschließend nicht nur Köpfe rollen, sondern auch rechtliche Schritte folgen werden, so sie denn überhaupt möglich sind. An der Aufnahme der Ukraine in die EU wird der Block sich verheben.

    Es wird ein politisches Erdbeben in der EU geben, was sich bis in die Länder fortsetzen wird. Merz wackelt ohnehin, bei Macron und Starmer sieht es nicht anders aus.

    Antworten

  • Stef
    24. November 2025 @ 06:14

    Ein Waterloo ist es schon lange. Diesen Krieg haben allen voran die USA produziert. Er war seit Anfang des Jahrtausends absehbar. Dass jetzt die USA die Scherben den Europäern überlassen und lieber mit den Russen Geschäfte machen wollen (die Europa mal gemacht hat), wie anders als Waterloo soll man das bezeichnen? Stalingrad? Poltawa?

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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Wie EUropa zum Spielball der Großmächte wurde


    lostineu.eu, vom 23. November 2025

    Erpressung, Kapitulation, München 2.0: Die ersten Reaktionen auf den vagen Friedensplan von US-Präsident Trump zeugten von Unverständnis, aber auch von Wut und Panik. Wieder einmal, so schien es, sei EUropa übergangen worden.

    Doch so einfach ist es nicht. Der ukrainische Präsident Selenskyj wußte offenbar schon lange von den amerikanisch-russischen Gesprächen, die dem 28-Punkte-Plan zugrunde liegen. Sie gefielen ihm nicht, deshalb blockte er alles ab.

    Auch Kanzler Merz war nach einem – unwidersprochenen – Bericht der “Berliner Zeitung” eingeweiht. Doch obwohl er sich gern in einer “Führungsrolle” sieht, hat er geschwiegen. Merz hat nicht einmal versucht, einen Gegenplan zu entwerfen.

    Das einzige, was Merz und die EU vorweisen können, ist das (bisher uneingelöste) Versprechen, die Ukraine weiter kriegstüchtig zu machen. Dieses Versprechen folgt einem simplen Denkmuster.

    “Erstens: Russland schwächen. Zweitens: die Ukraine unterstützen.” So beschrieb die EU-Außenbeauftragte Kallas den europäischen “Plan”, der in Wahrheit keiner ist.

    Dies spricht nun auch Trump-Vize J.D. Vance aus: “There is a fantasy that if we just give more money, more weapons, or more sanctions, victory is at hand.

    Vance spricht von einer “Fantasy”, einer Wahnvorstellung. Ich sprach in diesem Blog von “Realitätsverlust”.

    Dieser Realitätsverlust zeigt sich nicht nur an der Reaktion auf den Trump-Plan, sondern auch in der Leugnung der Fakten “on the ground”: Russland ist militärisch in der Offensive, die Ukraine kann eigentlich nur noch verlieren.

    Nimmt man noch hinzu, daß die EU jeden Schritt von Selenskyj abhängig macht, der selbst durch Korruptionsaffären massiv geschwächt ist, so hat man die Gründe beisammen, warum EUropa zum Spielball der USA und Russlands geworden sind.

    Weiterlesen hier (Paywall). Siehe auch Wie viel Putin steckt in Trumps Friedensplan?

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    1 Comment

    1. Helmut Hoeft
      24. November 2025 @ 08:50

      Es wird seit Jahrzehnten über den Hort der Bösen geredet, hergezogen, behauptet. Verschwindend wenig wird über den geredet, der der Welt seit mind. 100 Jahren Demokratie und Freiheit seiner eigenen Geschmacksrichtung bringt/bringen will und dafür den größten Militärapparat der Welt vorhält – mit ~ 800 Militärstützpunkten weltweit (800 mal für Frieden, Freyheid und Demokrazie m( ) –, den größten m-iK vorhält, die allermeisten Kriege (weltweit!) der letzten 250 Jahre “mitgestaltet” …

      Und wenn ein Gespräch, eine Diskussion in die Nähe der Beleuchtung der Rolle dessen kommt heißt es sofort: “Unser bester Freund, Beschützer unserer Freiheit, unseres Friedens, unserer Sicherheit, unserer Demokratie!” Das heißt nix anderes als: “Wir stimmen überein mit unserem besten Freund (nach meiner Meinung, dem “Oberbösen”) erklären den Anderen zum alleinigen Bösen und halten uns diesen auf ewig als Feind! m(

      Die europäische Strategie kann nur sein: “Wir wollen und werden auf eigenen Beinen stehen! Wir wollen souverän sein!” Ob da der Joachim-Friedrich Martin Josef und seine europäischen Kollegen mitziehen? Größte Zweifel sind angebracht, denn das hieße ja “besser machen”, besser machen als die Knallköppe heute da draußen, das hieße “Verantwortung tragen statt sich immer wieder unter den Rock zu flüchten”.

      c.c.: Der Böse muss ignoriert werden – schickt die Bösen nach Hause, sofort! Diese €U ist aufzulösen und durch eine republikanische EU zu ersetzen! Die Folgen sind vom Bürger zu tragen, so oder so!

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    Weiteres: 




    Wie viel Putin steckt in Trumps Friedensplan?


    lostineu.eu, vom 23. November 2025

    Wurde der Friedensplan für die Ukraine wirklich von US-Präsident Trump und seinen Beratern ausgearbeitet? Und wie weit kommt er Russlands Staatschef Putin entgegen? Darüber gibt es viele Spekulationen. – Ein Faktencheck.

    Für Irritationen sorgten Aussagen des republikanischen Senators Rounds, der nach einem Telefonat mit Außenminister Rubio sagte, der Plan sei von Moskau an die US-Regierung herangetragen worden.

    „Es handelt sich nicht um unsere Empfehlung, es ist nicht unser Friedensplan“, sagte er unter Berufung auf Rubio. Senator King fügte hinzu, der Plan sei „im Wesentlichen die Wunschliste der Russen“. 

    Dem widersprach Rubio später auf X. Der Plan sei von den USA erstellt worden und basiere auf „Anregungen der russischen Seite, aber auch auf früheren und aktuellen Beiträgen der Ukraine“.

    Was stimmt denn nun? Das lässt sich schwer sagen. Sehr wohl lässt sich aber beurteilen, wie viel “Putin” in dem Plan steckt – und was Trumps unverwechselbare Handschrift trägt.

    Es geht um 28 Punkte – die Spekulation, dass es ursprünglich mal 30 oder mehr waren, lassen wir beiseite. Eine russische Handschrift tragen vor allem die folgenden Forderungen:

    • Die Ukraine soll akzeptieren, dass ein Teil ihres Staatsgebiets künftig zu Russland gehört – darunter der gesamte Donbass.
    • Die Ukraine soll einwilligen, dass ihre Streitkräfte auf 600.000 Soldaten begrenzt werden.
    • Russland soll für Kriegsverbrechen keine Bestrafung fürchten müssen.
    • Russland soll eine Wiederaufnahme in die Gruppe der G7 zugesichert werden – sie würde wieder die G8.
    • Die Nato soll nicht nur auf den Beitritt der Ukraine, sondern auch auf die Aufnahme anderer neuer Mitglieder verzichten.

    Die erste, vierte und fünfte Forderung hatte sich Trump schon im Frühjahr zu eigen gemacht. Die zweite Forderung ist nicht so radikal, will sie klingt – vor dem Krieg hatte die Ukraine viel weniger Soldaten.

    Was die Kriegsverbrechen betrifft: Sind die USA je für ihre Kriegsverbrechen in Vietnam, Korea, Irak oder anderswo bestraft worden? Wird Israel für seine Verbrechen in Gaza zur Rechenschaft gezogen?

    100 Prozent Trump

    Auf der anderen Seite enthält der Plan einige Punkte, die eindeutig Trumps Handschrift tragen. So sollen die USA für nicht näher bezeichnete Sicherheitsgarantien eine “Prämie” erhalten.

    Unter Punkt 14 heißt es: “100 Milliarden US-Dollar an eingefrorenen russischen Vermögenswerten werden in die von den USA geleiteten Bemühungen zum Wiederaufbau und zu Investitionen in der Ukraine investiert. Die USA erhalten 50 Prozent der Gewinne aus diesem Vorhaben.

    Das ist zu 100 Prozent Trump. Er hat sich ja auch schon kritische Rohstoffe aus der Ukraine gesichert. Auch Punkt vier klingt sehr amerikanisch. Dort heißt es:

    “Es wird ein Dialog zwischen Russland und der Nato unter Vermittlung der Vereinigten Staaten stattfinden, um alle Sicherheitsfragen zu klären und Bedingungen für eine Deeskalation zu schaffen, um die globale Sicherheit zu gewährleisten und die Möglichkeiten für Zusammenarbeit und zukünftige wirtschaftliche Entwicklung zu verbessern.”

    Gaza als Blaupause

    Und dann wäre da noch Punkt 27. “Diese Vereinbarung ist rechtsverbindlich. Ihre Umsetzung wird vom Friedensrat unter der Leitung von Präsident Donald Trump überwacht und garantiert. Bei Verstößen werden Sanktionen verhängt.”

    Das erinnert sehr an das sog. Friedensabkommen für Gaza, das ebenfalls von Trump überwacht wird. Dieses Abkommen hatte die EU lauthals begrüßt und gefordert, nun dasselbe für die Ukraine zu machen…

    FAZIT: Der Friedensplan geht erkennbar auf russische Kernforderungen ein. Allerdings hat Putin bisher noch nicht zu erkennen gegeben, ob er den Plan in dieser Form befürwortet. Es wäre daher falsch, von einem russischen Plan zu sprechen, zumal wichtige Teile die Handschrift Trumps tragen. Was fehlt, ist die deutsche oder europäische Note – die EUropäer hatten und haben keinen eigenen Plan und sind zum Spielball der Großmächte geworden…

    Siehe auch EUropa wird Spielball der Großmächte

    8 Comments

    1. Arthur Dent
      24. November 2025 @ 10:03

      Gestern abend bei Miosga:
      Von wem stammt der Plan? Zwischen Null und Hundert Prozent, denn erst Putin hat kein Interesse an Frieden, dann aber einen “Friedensplan”. Während die EU wieder “olle Kamellen” aufwärmt (hundert Jahre Waffenstillstand, Schutztruppen, Quasi-Beitritt Nato) hat die Ukraine die Wahl zwischen Pest und Cholera.

    Antworten

  • european
    24. November 2025 @ 06:13

    Russland ist bezüglich seiner Aussagen zur Ukraine immer konsistent gewesen. Selbst unter Jelzin. Sie haben es immer wieder gesagt, der Westen hat nur nicht zugehört. Neutralität der Ukraine, keine Waffenstationierung, keine NATO-Mitgliedschaft etc. Von daher wundert es nicht, dass der Verhandlungsvorschlag russische Sicherheitsinteressen aufgreift. Würde er das nicht tun, gäbe es keine Verhandlung. Von daher ist die Fragestellung danach absurd, wieviel Putin in diesem Vorschlag stecke.

    Antworten

  • Guido B.
    24. November 2025 @ 05:04

    Der Plan ist Makulatur. Und neue Pläne nach dem Geschmack der Ukraine und Europäer wird Russland schon gar nicht akzeptieren.

    Trump hätte ein Machtmittel, wenn er es ernst meint: Entzug der Unterstützung. Doch das wird nie geschehen, weil zu viele Geschäftsinteressen mit dem Krieg gegen Russland verbunden sind.

    Verhandeln ist reine Zeitverschwendung. Russland muss sein Ziel militärisch erreichen. Das bedeutet weiter Krieg und Eskalation.

    Antworten

  • WBD
    23. November 2025 @ 19:40

    Also, ich sehe ‘Putins Handschrift’ NICHT in diesen beiden Punkten:
    -Russland soll für Kriegsverbrechen keine Bestrafung fürchten müssen.
    -Russland soll eine Wiederaufnahme in die Gruppe der G7 zugesichert werden – sie würde wieder die G8.
    Das mit den ‘Kriegsverbrechen steht im Ursprung ohne Namensnennung, also für beide Staaten.
    Russland hat schon nach dem Alaska-Treffen beim Thema ‘G8’ abgewunken, und ausserdem hat Russland neue Freunde im ‘globalen Süden’ gefunden…

    Antworten

  • KK
    23. November 2025 @ 18:47

    ““Diese Vereinbarung ist rechtsverbindlich. Ihre Umsetzung wird vom Friedensrat unter der Leitung von Präsident Donald Trump überwacht und garantiert.”

    Man macht es von der Person Donald Trump abhängig?
    Der Mann wird im kommenden Jahr 80, und ist auch gem,äss der US-Verfassung nicht mehr lange Präsident. Selbst wenn er sich auf irgendeinem hintzerf***igen Weg eine dritte Amtszeit sichert oder wie Xi zum Präsidenten auf Lebenszeit krönen lässt: er wird nicht ewig leben (was immer ihm Elon Musk oder ein anderer Kumpel auch versprochen haben mag). Und dann?

    Antworten

  • Erneuerung
    23. November 2025 @ 17:21

    Ich hörte heute aus Genf nur Nein. 600000 Soldaten reichen nicht? Wieviele potenzielle Soldaten hat denn die Ukraine überhaupt noch?
    Und gegen Gebietsabtretungen ist man auch weiterhin.
    Vance sagte wohl (glauben kann man heutzutage gar keinem mehr): “Den Europäern fehlt der Realitätssinn”. Das würde ich unterschreiben, wenn man mich bitten würde, was natürlich nicht passiert, denn das wäre ja Demokratie.
    Wenn die Europäer den Plan nach ihren Banderawünschen umgestalten, geht der Krieg weiter. Man könnte dann den jetzigen Stand mit dem von der letzten gescheiterten Vereinbarung vergleichen, um abschätzen zu können, wie die nächsten Jahre verlaufen werden, und das betrifft nicht nur die Ukraine, sondern die ganze Welt, sprich, der Westen und besonders Deutschland beschleunigt seinen Absturz, die Ukraine wird wieder entsprechend kleiner und Brics incl. Russland werden stärker. Dabei gibt es natürlich dann Unterschiede, in der Gesamtwirtschaftsbilanz wird wohl auch Russland geschwächt, dafür China weiter gestärkt. Und im militärischen Bereich wird Russland weitere Joker präsentieren, gegen die der Westen machtlos ist.
    Vermutlich will sowas das Dreamteam um vdL,Macron und Merz.

    Antworten

  • Frank
    23. November 2025 @ 17:10

    Es wird zum 28-Punkte-Plan viel spekuliert. Wer hat wem was diktiert. Für die Russland-muss-ruiniert-werden-Fraktion eindeutig Putins Handschrift. Deshalb auch die massive Gegenreaktion. Sie wollen sich nicht eingestehen, sie haben aufs falsche Pferd gesetzt und stehen kurz vor der Niederlage.
    Die Reduzierung der ukrainischen Streitkräfte kommt dem russischen Kriegsziel der Entmilitarisierung der Ukraine nah. Der Verzicht auf den NATO-Beitritt entspricht ebenfalls russischen Forderungen.
    Putin hat bisher nur betont, die 28 Punkte sind eine Verhandlungsgrundlage. Das bedeutet nicht bedingungslose Zustimmung.
    Allerdings anders als Selenskyj, dessen Land vor einem militärischen, wirtschaftlichen, finanziellen und demografischen Desaster steht, hat Russland Zeit und nach wie vor die notwendigen Ressourcen.

    Antworten

  • Michael
    23. November 2025 @ 17:00

    „ Was stimmt denn nun?“ Ganz einfach: sobald die Wirklichkeit der Wahrheit geopfert wird bleiben nur noch Lügen und Propaganda!

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    Info: https://lostineu.eu/wie-viel-putin-steckt-in-trumps-friedensplan/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


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    24.11.2025

    Nachrichten von Pressenza: Ein sicherer Ort sein: Die Kunst der emotionalen Selbstregulierung und die Praxis, anderen ein Heim zu bieten

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 24. November 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 24.11.2025


    Ein sicherer Ort sein: Die Kunst der emotionalen Selbstregulierung und die Praxis, anderen ein Heim zu bieten


    Wir sprechen oft von „sicheren Räumen“, als wären das Strukturen – Zimmer mit den richtigen Worten an der Wand, Richtlinien, die uns schützen, Gemeinschaften, die zu Freundlichkeit verpflichten. Doch Sicherheit ist keine Struktur, der man beitritt. Sie ist ein Zustand&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/ein-sicherer-ort-sein-die-kunst-der-emotionalen-selbstregulierung-und-die-praxis-anderen-ein-heim-zu-bieten/


     -----------------------


    Kinderrechte schützen – Frieden schaffen


    Eine Kunst- und Mahnaktion zum Internationalen Tag der Kinderrechte am Brandenburger Tor Am 20. November, dem Internationalen Tag der Kinderrechte, verwandelten die Friedens- und Menschenrechtsaktivist:innen Ute Bella Donner und Roland Herzig den Pariser Platz in eine farbenfrohe, stille Bühne des&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/kinderrechte-schuetzen-frieden-schaffen/


     -----------------------


    Europa bricht nicht wegen der Bomben zusammen. Es entleert sich von innen


    Europa bricht nicht aufgrund von Raketen, Invasionen oder zerstörten Städten zusammen. Der Bruch ist innerlich. Was geschieht, ist langsamer und gefährlicher als ein Krieg, und Millionen junger Europäer verlassen ihre Heimat, weil es dort, wo sie geboren wurden, keine Zukunft&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/europa-bricht-nicht-wegen-der-bomben-zusammen-es-entleert-sich-von-innen/


     -----------------------


    122 EU-Beamte und Beamte der Mitgliedstaaten sollen mitschuldig sein, Verbrechen gegen die Menschlichkeit an &#8218;Migranten&#8216; auf der zentralen Mittelmeerroute verübt zu haben.


    Pressemitteilung von crimesagainsthumanity.eu Die ICC-Anwälte Dr. Omer Shatz und Dr. Juan Branco reichten beim Internationalen Strafgerichtshof eine 700-seitige Klageschrift ein, in der alle Einrichtungen und Behörden der EU und seiner Mitgliedstaaten benannt werden, die an Verbrechen gegen die Menschlichkeit beteiligt&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/122-eu-beamte-und-beamte-der-mitgliedstaaten-sollen-mitschuldig-sein-verbrechen-gegen-die-menschlichkeit-an-migranten-auf-der-zentralen-mittelmeerroute-veruebt-zu-haben/


     -----------------------


    Kriegseintritt statt Friedensplan


    Der neue Plan der USA und Russlands für einen Waffenstillstand in der Ukraine stößt in Berlin auf Ablehnung. CDU-Abgeordneter fordert faktisch Kriegseintritt. Zwei Drittel der ukrainischen Bevölkerung fordern Friedensverhandlungen Der neue US-amerikanisch-russische Plan für einen Waffenstillstand in der Ukraine stößt&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/kriegseintritt-statt-friedensplan/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


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    24.11.2025

    Streit um den 28-Punkte-Plan    Deutschland, Frankreich und Großbritannien suchen in Verhandlungen mit den USA in Genf zentrale Elemente des 28-Punkte-Plans für einen Waffenstillstand zu verändern – im Interesse nicht zuletzt ihrer Rüstungsindustrie.

    german-foreign-policy.com, 24. November 2025

    BERLIN/WASHINGTON (Eigener Bericht) – Deutschland, Frankreich und Großbritannien suchen in Verhandlungen mit den USA in Genf die Kernelemente des 28-Punkte-Plans für einen Waffenstillstand in der Ukraine umfassend zu verändern. Zum einen geht es dabei um die Frage, wofür genau das in der EU eingefrorene russische Auslandsvermögen verwendet wird, zum anderen darum, welche Einschränkungen den ukrainischen Streitkräften auferlegt werden. Während es in Berlin und Brüssel offiziell heißt, man mache sich für die Interessen der Ukraine stark, geht es tatsächlich um Interessen Deutschlands und der EU. So plant die EU die Nutzung des russischen Auslandsvermögens zur Aufrüstung der Ukraine mit Waffen aus ihrer eigenen Produktion, was einen Ausbau der EU-Rüstungsindustrie begünstigt. Der 28-Punkte-Plan sieht die Nutzung der Mittel für den Wiederaufbau der Ukraine vor. Darüber hinaus enthält er Einschränkungen für die Streitkräfte der Ukraine, die womöglich mit den Plänen mehrerer EU-Staaten für profitable Rüstungsexporte in das Land kollidieren. Gelingt es Berlin und Brüssel, sich mit ihren Forderungen durchzusetzen, droht der 28-Punkte-Plan zu scheitern. Der Krieg dauerte dann weiter an.


    Zitat: „Eine Geisterdebatte“

    Der aktuelle Plan für einen Waffenstillstand in der Ukraine durchkreuzt zentrale Vorhaben Deutschlands und der anderen großen NATO-Staaten Europas in mehrfacher Hinsicht. Zum einen hat Anfang September eine von Frankreich und Großbritannien geführte „Koalition der Willigen“ mitgeteilt, zur Absicherung eines Waffenstillstands Truppen auf ukrainischem Territorium auf Dauer stationieren zu wollen (german-foreign-policy.com berichtete [1]). Die westeuropäische Truppenpräsenz würde auf lange Sicht militärischen Druck auf Russland erzeugen – ein Element des Machtkampfs gegen Moskau, den zu führen die großen Staaten Westeuropas weiterhin fest entschlossen sind. Experten mit einem gewissen Abstand zur operativen Politik hatten von vorneherein erklärt, das Vorhaben werde einen Waffenstillstand faktisch unmöglich machen; so hatte etwa der frühere Spitzendiplomat und heutige Präsident des Stiftungsrats der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, geurteilt, weil Moskau der Stationierung ohnehin nicht zustimmen werde, handle es sich dabei lediglich um eine „Geisterdebatte“.[2] Dies bestätigt sich nun: Der 28-Punkte-Plan schließt explizit den Aufenthalt auswärtiger Streitkräfte auf ukrainischem Territorium aus.[3]


    Das russische Auslandsvermögen

    Zum anderen hebelt der Waffenstillstandsplan Vorhaben der westeuropäischen Staaten für ihre Aufrüstung aus – auch dies in mehrfacher Hinsicht. So will die EU künftig nicht nur die Zinserträge, sondern große Teile des in Europa liegenden russischen Auslandsvermögens der Ukraine übertragen – widerrechtlich. Dem widersetzt sich Belgien, das als Standort des größten Teiles des russischen Vermögens von zu erwartenden Entschädigungsforderungen hauptsächlich betroffen wäre. Allerdings steigt der Druck auf die Regierung des Landes, sich dem Schritt nicht mehr in den Weg zu stellen, kontinuierlich. Die EU hat vor, 140 Milliarden Euro zu entnehmen und sie Kiew vor allem zur Deckung seiner Militärausgaben zur Verfügung zu stellen (german-foreign-policy.com berichtete [4]). Damit könnte die Ukraine insbesondere Waffen aus westeuropäischer Produktion beschaffen. So äußerte etwa Präsident Wolodymyr Selenskyj am vergangenen Montag auf der Luftwaffenbasis Villacoublay bei Paris, er setze darauf, russische Vermögenswerte auf die eine oder andere Weise heranziehen zu können, um die Finanzierung des Kaufs von 100 Rafale-Kampfjets, von Drohnen, von Flugabwehrsystemen SAMP/T und weiteren teuren Rüstungsgütern aus französischer Produktion zu ermöglichen.[5]


    Wiederaufbau statt Aufrüstung

    Daraus würde mit dem 28-Punkte-Plan nichts. Dieser sieht vor, dass die Ukraine – dies mit expliziter russischer Zustimmung und somit legal – 100 Milliarden US-Dollar aus dem russischen Auslandsvermögen erhält, dass sie diese allerdings in US-geführte Projekte zum Wiederaufbau investieren muss. Womöglich daraus resultierende Gewinne müssen zur Hälfte in die Vereinigten Staaten abgeführt werden.[6] Die EU soll sich dazu verpflichten, weitere 100 Milliarden US-Dollar zum Wiederaufbau zur Verfügung zu stellen. Dazu ist sie nicht bereit. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen forderte am Wochenende, „die zentrale Rolle der Europäischen Union bei der Sicherung des Friedens für die Ukraine“ müsse sich im Waffenstillstandsplan „uneingeschränkt widerspiegeln“. Dies lasse sich, konstatiert ein gut vernetzter Journalist, „als Hinweis auf die Verwendung von in der EU eingefrorenen Vermögenswerten der russischen Zentralbank verstehen“.[7]


    Einschränkungen für die Rüstungsindustrie

    Folgen hätte ein Ende des Krieges darüber hinaus für die im Entstehen begriffene deutsche Drohnenindustrie. Diese finanziert sich nicht nur zum guten Teil durch den Drohnenexport in die Ukraine. Sie profitiert auch davon, dass sie – in enger Kooperation mit den ukrainischen Streitkräften – unmittelbaren Nutzen aus den Erfahrungen des Drohnenkriegs ziehen, diese unmittelbar in die Weiterentwicklung der Waffensysteme einbinden und auf dieser Grundlage eine führende Stellung auf dem Weltmarkt erreichen und halten kann (german-foreign-policy.com berichtete [8]). Unklar ist, inwieweit sie nach einem möglichen Ende der Kämpfe auf der Basis des 28-Punkte-Plans ihre Kooperation mit den ukrainischen Streitkräften und ihre Fertigung in der Ukraine aufrechterhalten darf. Dies hängt von der Ausformulierung der Beschränkungen für die ukrainische Aufrüstung ab, die in allgemeiner Form in der vorliegenden Version des Plans enthalten ist; weitreichende Waffensysteme wären dem Plan zufolge nicht erlaubt. Unklar ist zudem, ob die geplante Lieferung der 100 Rafale-Kampfjets unter den Bedingungen des 28-Punkte-Plans gestattet ist. Für Dassault, einen der führenden französischen Rüstungskonzerne, geht es dabei um erhebliche Exportprofite.


    „Nicht akzeptabel“

    Entsprechend waren Repräsentanten Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens am gestrigen Sonntag in Genf bemüht, Einfluss auf die dortigen Verhandlungen zu nehmen, die vor allem zwischen den USA und der Ukraine geführt werden. Die USA haben dazu Außenminister Marco Rubio und den Sondergesandten Steve Witkoff entsandt. Die Ukraine wiederum ist mit dem Leiter des Präsidialamts, Andrij Jermak, vertreten. Für Deutschland ist der außen- und militärpolitische Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz, Günter Sautter, an den Gesprächen beteiligt. Details über mögliche Zwischenresultate wurden noch nicht bekannt. Explizit als „nicht akzeptabel“ stufte Merz die Festlegungen in dem 28-Punkte-Plan für die Verwendung des russischen Auslandsvermögens ein; dieses liege in der EU, weshalb die USA nicht über es verfügen könnten, erklärte Merz. Wieso allerdings die EU über es verfügen können soll, ist nicht ersichtlich: Es handelt sich um russisches Eigentum. Auch die Forderung, die EU müsse zusätzlich 100 Milliarden US-Dollar für den Wiederaufbau der Ukraine zahlen, ist laut Aussage des Bundeskanzlers „nicht zustimmungsfähig“.[9]

     

    [1], [2] S. dazu Gefährliche Sicherheitsgarantien.

    [3] Barak Ravid, Dave Lawler: Trump’s full 28-point Ukraine-Russia peace plan. axios.com 20.11.2025.

    [4] S. dazu Russisches Staatsvermögen im Visier.

    [5] Michaela Wiegel: Finanzierung ungeklärt. Frankfurter Allgemeine Zeitung 18.11.2025.

    [6] Barak Ravid, Dave Lawler: Trump’s full 28-point Ukraine-Russia peace plan. axios.com 20.11.2025.

    [7] Mit dem Herzchen in der Hand. Frankfurter Allgemeine Zeitung 24.11.2025.

    [8] S. dazu Die Drohnenkrise (II).

    [9] „Sehr produktives Treffen“. tagesspiegel.de 23.11.2025.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10209


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    23.11.2025

    Russland lehnt den 28-Punkte-Friedensplan abScreenshot_2025_11_24_at_14_10_28_Russland_lehnt_den_28_Punkte_Friedensplan_ab_YouTube

    Glenn Diesen Deutsch

    youtube.com, 23.11.2025

    Larry Johnson ist ein ehemaliger Geheimdienstanalyst der CIA, der auch im Büro für Terrorismusbekämpfung des US-Außenministeriums tätig war. Johnson erläutert, warum der 28-Punkte-Friedensplan in seiner derzeitigen Form für Moskau nicht akzeptabel sein wird. 


    Mein Buch: *Russlands geoökonomische Strategie für das größere Eurasien*: https://www.amazon.com/Geoeconomic-St... 


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    Original Video:    • Larry Johnson: The 28-Point Peace Plan Is ...   Original Transcript: https://www.video-translations.org/tr... Translated Transcript: https://www.video-translations.org/tr... Produced by: Glenn Diesen Originally Published on: 2025-11-22 Translations by: www.video-translations.org Disclaimer: Read by A.I. Voices. Auto-translated. This video is owned by this channel.


    Transkript

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    Info: Video https://youtube.com/watch?v=sUPRW7CPWMA&si=5_Pc-69fBQ8Ks62z Dauer 44:40 Min. 


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    23.11.2025

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    Info:


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    23.11.2025

    Verkannte Ursachen des Krieges: NATO-Osterweiterung war eine deutsche Angelegenheit

    freedert.online, 23 Nov. 2025 07:30 Uhr, Von Wladislaw Sankin und Astrid Sigena

    Auch sonst kritische Ex-Militärs wie Harald Kujat oder Kai-Achim Schönbach sehen in der bisherigen NATO-Osterweiterung kein großes Problem. Warum läuft dann die Situation an der Ostflanke aus dem Ruder? Ein Blick auf Dokumente der Bundesregierung aus den 1990er Jahren gibt darauf die Antwort.


    Quelle: www.globallookpress.com


    Triebfeder der NATO-Osterweiterung (v.l.): Verteidigungsminister Volker Rühe (CDU), Außenminister Klaus Kinkel (FDP). Mit auf dem Bild: Finanzminister Theo Waigel (CSU). Das Bild wurde während der Deutsch-Französischen Konsultationen in Bonn im Jahre 1992 aufgenommen.


    Bei der Veranstaltung der Modrow-Stiftung "Europa zwischen Krieg und Frieden – wird Deutschland zum Schlachtfeld?" stellte RT DE die Frage nach der Rolle der Brigade Litauen, insbesondere in Bezug auf die neue Bundeswehr-Forderung nach "Siegfähigkeit", die historische Funktion der Panzerbrigade als militärischer Vorposten im Osten und die Gefahr, dass infolge einer provokanten False-Flag-Operation oder mithilfe von Fake-News-Kampagnen das Baltikum zum Pulverfass werden könnte – mit der Folge: Deutschland verwandele sich zum Schlachtfeld. 

    Es antwortete zunächst der frühere Generalinspekteur der Bundeswehr, der Luftwaffengeneral a. D. Harald Kujat, der viele Details zur jüngeren Geschichte der Region liefern konnte. Kujat war während seiner Amtszeit nicht nur der ranghöchste Offizier der Bundeswehr, sondern von 2002 bis 2005 auch Vorsitzender des NATO-Militärausschusses und damit auch des NATO-Russland-Rates. In seine Amtszeit fiel somit der Beitritt der drei baltischen Staaten in die NATO – eine Bündniserweiterung, deren Brisanz vielen erst heute so richtig deutlich wird.


    Militäranalyst Bosshard: Das Pulverfass Baltikum kann und muss entschärft werden



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    Auch der Beginn des NATO-Air-Policings (also der Überwachung des baltischen Luftraums durch ortsfremde NATO-Staaten, da die Balten keine eigenen Kampfflugzeuge besitzen) startete 2004 unter Kujats Ägide. Er habe das Air Policing damals gegen heftigen Widerstand innerhalb der NATO durchgesetzt, betonte Kujat. Der damalige russische Verteidigungsminister Iwanow protestierte seinerzeit mit seiner Warnung vor einem "kalten Frieden" und der Aushebelung des KSE-Vertrags vergeblich gegen den Überwachungseinsatz von NATO-Kampfflugzeugen im Baltikum.

    Die NATO hatte damals beteuert, es handele sich um eine routinemäßige Überwachung, die sich nicht gegen Russland richte – was gegen Kujats heutige Behauptung spricht, Grund für die Einführung des Air Policings seien ständige und rücksichtslose Luftraumverletzungen Russlands im Baltikum, besonders im Luftraum Litauens auf dem Weg zur russischen Exklave Kaliningrad gewesen (erst 2014 ist in den Mainstream-Medien von russischen Militärmanövern nahe am europäischen NATO-Luftraum die Rede). Tatsächlich traten die neuen NATO-Mitglieder Litauen, Lettland und Estland dem KSE-Vertrag nicht bei, was Iwanows Befürchtung bestätigte, die NATO-Osterweiterung könnte einen Rückschritt in der Kontrolle konventioneller Streitkräfte in Europa mit sich bringen.

    Ein interessantes Detail von Kujats Äußerungen war die Information, dass er sich bereits im Oktober 1994 im Baltikum aufgehalten hatte, nach eigenen Angaben, um den kurz zuvor unabhängig gewordenen Staaten dabei zu helfen "aufzustehen". Dieser Aufenthalt im Baltikum ist wohl im Zusammenhang mit Litauens Beitrittsanfrage zur NATO im gleichen Jahr zu sehen. Der sogenannten "Partnerschaft für den Frieden" mit der NATO konnte Litauen bereits 1994 beitreten. Der damalige Brigadegeneral war zu diesem Zeitpunkt Stellvertreter des Deutschen Militärischen Vertreters beim NATO-Militärausschuss in Brüssel, hatte also eine NATO-Funktion inne.

    Kujats Sicht auf Russland wird in der Bemerkung deutlich: "Damals waren noch die russischen Besatzungstruppen im Land", die das Narrativ der baltischen Nationalisten, die Balten hätten bis zur Loslösung von der Sowjetunion im Jahr 1991 den Status von Unterworfenen gehabt, unhinterfragt wiedergibt. Tatsächlich zogen die nunmehr russischen Truppen im Sommer 1994 aus Litauen vollständig ab. Bemerkenswert findet Kujat auch, dass die Älteren unter den Balten damals alle "in der Wehrmacht oder überwiegend sogar in den SS-Divisionen gedient" hätten, die Jüngeren alle in der "Roten Armee" (Kujat meint wohl die Sowjetarmee). Dieser Umstand spiele – so Kujat – eine große Rolle für die Entwicklung des Baltikums. 


    Es wird ernst: Moskau wird allen Interessierten Sicherheitsgarantien geben




    Meinung

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    Dieser Blick auf die Geschichte des Baltikums im Zweiten Weltkrieg ist verzerrend. In der Tat dienten überdurchschnittlich viele Letten, Litauer und Esten in der einen oder anderen Form in den Streitkräften des Dritten Reiches. Allein in Lettland, einem Land mit knapp zwei Millionen Einwohnern kurz vor dem Krieg, betrug die Anzahl der hiesigen Angehörigen der Waffen-SS in allen Jahren des Krieges 115.000. Demgegenüber kämpften ca. 70.000 Letten in den Reihen der Roten Armee. Insgesamt waren im Krieg 150.000 bis 200.000 Bürger aller drei Republiken aufseiten der Roten Armee im Einsatz, 45.000 kamen dabei ums Leben. Aufseiten Nazi-Deutschlands waren es ca. 240.000. Die offizielle Rehabilitierung und Würdigung der profaschistischen Kräfte im Baltikum machte offenbar die fast genauso zahlreichen prosowjetischen Kräfte im Baltikum in den Augen des deutschen Generals unsichtbar.

    Für ebenso wichtig hält Kujat den großen russischen Bevölkerungsanteil in den drei baltischen Staaten. Damit stehe die sogenannte Medwedew-Doktrin von 2008 in Zusammenhang, die im Baltikum als Bedrohung aufgefasst werde. Medwedew habe damals jeden Russen, egal in welchem Land er sich aufhalte, unter den Schutz der Russischen Föderation gestellt (der damalige russische Präsident Medwedew hatte in einem Interview die fünf Prinzipien, die Grundzüge seiner Außenpolitik formuliert; einer dieser Punkte lautete: "Der Schutz des Lebens und der Würde unserer Bürger, wo immer sie sich befinden, ist eine unbestreitbare Priorität für unser Land").

    Kujat lässt außer Acht, dass es damals die ersten Einschränkungen der Rechte russischsprachiger Bürger im Baltikum schon gegeben hat – zum Beispiel während der blutigen Auseinandersetzungen um den Abriss eines sowjetischen Denkmals in Tallinn im Jahr 2007. Insbesondere ist seine Nicht-Erwähnung der in Europa sonst einmaligen Institution der sogenannten Nicht-Bürger in Lettland und Estland verwunderlich. Dieses schließt seit den 1990er Jahren Hunderttausende russischstämmiger ehemaliger UdSSR-Bürger mit ein. Diese Menschen kamen im Zuge der Entwicklung der baltischen Republiken zu Industrie- und Forschungsstandorten. Auch sie haben mehrheitlich für die Unabhängigkeit dieser Länder von der UdSSR gestimmt. Ganz sicher hätten sie es nicht getan, wenn sie gewusst hätten, dass ihre zweite Heimat den Weg der Apartheid einschlägt. Die systematische Diskriminierung der Russen gipfelte im Oktober in dem Beginn der Deportation nach Russland von knapp eintausend Rentnern im hohen Alter wegen des nicht bestandenen Sprach- und Gesinnungstests.


    Wie Europas Raffgier und Feigheit seit 500 Jahren den Mythos der russischen Bedrohung erschaffen




    Meinung

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    Somit hat Russland in seiner Politik gegenüber den Landsleuten im Ausland nicht agiert, sondern reagiert. Zumal auch andere Länder sich in Verantwortung für ihre Minderheiten im Ausland sehen, allen voran Deutschland selbst. So ließ die deutsche Bundesregierung im Jahr 2002 durch ihren Beauftragten für Aussiedler und nationale Minderheiten verkünden: "Unsere Verantwortung erstreckt sich auch auf die rund 400.000 noch in der russischen (sic!) Föderation lebenden deutschen Landsleute." Hier wird also mit zweierlei Maß gemessen.

    Bezüglich der gegenwärtigen geopolitischen Konfrontation im Baltikum rief Kujat zur Deeskalation auf – unter dem Applaus des Publikums. Er halte es "für höchst riskant", zum jetzigen Zeitpunkt eine deutsche Brigade in Litauen aufzustellen. Das Narrativ eines russischen Testangriffs auf das Baltikum sei "kompletter Unsinn". Gleichzeitig pochte der frühere NATO-General jedoch darauf, dass die NATO-Aufnahme der baltischen Staaten richtig gewesen sei, für deren Sicherheit "wir alles tun" müssten – das sei eine Selbstverständlichkeit. Einerseits stellt Kujat somit eine Blankovollmacht an die Balten aus, die an ihre verhängnisvolle Vorgängerin von 1914 erinnert, andererseits erkennt er durchaus die Gefährlichkeit der Lage, wenn er sagt, er verstehe die Sorgen vor einer Eskalation. Man müsse "aufpassen, dass wir nicht in eine Situation hineingeraten, wo durch bestimmte Äußerungen und durch bestimmte Maßnahmen, wie sie bei uns auch in den Medien täglich im Grunde kolportiert werden, eine Situation entsteht, aus der es kein Zurück mehr gibt".

    Auch vor einer Instrumentalisierung der Friedensbewegung warnte Kujat. Man dürfe sich nicht "vor den Karren spannen lassen von Leuten, die das in einer Weise überzogen darstellen, wie das Augenblick der Fall ist". Kujat verzichtete jedoch auf eine Erläuterung, wen er mit seinem Instrumentalisierungsvorwurf meinte.

    Made in Germany: Drang nach Osten

    Brigadengeneral a.D. Harald Kujat, der in den entscheidenden Jahren der NATO-Osterweiterung höchste Ämter in der Bundeswehr und der NATO bekleidete, legt heute im Alter von 83 Jahren Nüchternheit in der Analyse und auf Deeskalation gerichtete Position an den Tag. Dafür wird ihm bei den friedensorientierten Kräften im ganzen deutschsprachigen Raum größter Respekt entgegengebracht. Ähnlich dem ehemaligen Generalinspekteur der deutschen Marine, Vizeadmiral a.D. Kai Schönbach, der wegen einer "russlandfreundlichen" Äußerung auf Bitten des Außenministeriums im Januar 2022 suspendiert wurde. Da er mit dem Ausscheiden aus den regulären Streitkräften auch das Korsett der strengen Political Correctness bei der Bundeswehr verlassen hat, wird auch er in den Kreisen abseits des politischen Mainstreams als glaubwürdiger Experte gefeiert. 


    70 Jahre NATO-Mitgliedschaft der BRD: immer eine Geschichte des Verrats




    Meinung

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    Dennoch in der Kernfrage, an der keine Friedensbewegung im Westen drumherumkommen kann, in der Frage der NATO, zeigen sich die beiden Militär-Dissidenten unerschütterlich bündnistreu. Ihr Argument mit dem zeitweise passabel funktionierenden NATO-Russland-Rat reicht allerdings nicht aus. Sie verkennen gerne die Tatsache, dass der zweite Grund seiner Existenz außer der Vormachstellung der USA auf europäischem Boden (was hinreichend durch das berühmte Zitat des ersten Generalsekretärs Lord Ismay belegt ist) der gegen Osten gerichtete Expansionismus deutscher Prägung war. Da war Revanchismus und Russland-Hass der ehemaligen NS-Kader von der ersten Minute an besonders gefragt. Das Denken, das in der aggressiven Hallstein-Doktrin seinen Ausdruck fand, prägt bis heute die Handlungsweise aller westlichen Bündnisse, nicht nur der NATO. Zur Erinnerung: Diese hat der  Adenauer-Staatssekretär Mitte der 1950er vorgelegt. Sie lässt sich nicht nur auf DDR anwenden, sondern auch auf Russland: Nicht anerkennen, maximalen Druck ausüben, expandieren und den Feind schlussendlich besiegen oder, wenn es sich doch anders regeln lässt, einverleiben.   

    So erklärte Walter Hallstein am 13. März 1952 in Washington auf einer Pressekonferenz, dass es notwendig sei, dass die Bonner Regierung die Integration Europas bis zum Ural anstrebe. Die Frankfurter Allgemeine sah in dieser Äußerung Stunde der Wahrheit, die endlich gekommen war – endlich redete jemand Klartext! Zitat:

    "Durch den Mund des deutschen Staatssekretärs – also auf dieser Pressekonferenz – erfährt die Öffentlichkeit, unseres Wissens zum ersten Male, das eigentliche Ziel, das sich die Führer der westlichen Diplomatie gestellt haben, seitdem sie ihre Bemühungen begannen, die Bundesrepublik in die Gemeinschaft der westlichen Völker einzubauen. Der Staatsekretär nennt die Etappen des einzuschlagenden Weges: Erstens, Eingliederung der Bundesrepublik in den Westen. Zweitens, das Ende der deutschen Spaltung. Drittens, der Zusammenschluss der freien westlichen mit dem vom Bolschewismus befreiten östlichen Europa. Und schließlich, bis zum Ural". 

    Es wundert dann nicht, dass in der ersten Zeit nach der Wende nicht die USA in der Frage der Osterweiterung die erste Geige gespielt haben, sondern damals noch das erst vor kurzem vereinigte Deutschland. So wies Prof. Hans-Henning Schröder, Mitherausgeber der "Russland-Analysen" bei einer Diskussion im Jahr 2019 darauf hin, dass die NATO-Osterweiterung eine deutsche Idee gewesen sei. Bereits im Jahr 1993 lancierte der deutsche Verteidigungsminister Volker Rühe im "deutschen Interesse" diese Idee – damit das Land nicht mehr das östlichste Land des Westens wird. Kurz darauf warnte US-Präsident Clinton noch: "Warum sollen wir jetzt eine neue Trennlinie durch Europa ziehen, halt nur ein wenig weiter östlich? Warum sollten wir jetzt etwas tun, das die bestmögliche Zukunft Europas verbauen könnte?" (Zitat nach Ostferied Nassauer).


    "Situation ist sehr gefährlich!" Sicherheitsexperten fordern Durchbruch in NATO-Russland-Beziehungen




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    Im Juni 1996 verdeutlichte Rühe seine Positionen in einem Aufsatz, in dem er zwischen den Sirenengesängen über achso selbstlosen Export von "Werten" und "Institutionen" nach Osten, mit entwaffnender Klarheit offenlegte, welches geostrategische Ziel Deutschland dabei verfolgt. Die Öffnung des Bündnisses nach Osten entspreche dem vitalen Interesse Deutschlands. Man müsse kein strategisches Genie sein, um dies zu verstehen; es reiche ein Blick auf die Landkarte. Auf Dauer sei es nicht haltbar, wenn Deutschlands Ostgrenze die Grenze zwischen Stabilität und Instabilität in Europa sei. Deutschlands Ostgrenze könne nicht die Ostgrenze der Europäischen
    Union und NATO bleiben. "Entweder wir exportieren Stabilität oder die
    Instabilität kommt zu uns." In diesem Satz ist die künftige Begeisterung über die nach 30 Jahren aufgestellte Litauen-Brigade schon gesät. 

    Doch die NATO-Exporteure haben sich verrechnet. Rühe wies in seinem Aufsatz auch dem gegen die NATO-Osterweiterung protestierenden Russland seinen Platz zu. Russlands Platz ist klar: Wir wollten ein Russland, das mit seinen Reformen Erfolg habe, ein Russland, das zu einem privilegierten,
    strategischen Partner der Allianz werde. Als Mitglied könne er sich Russland aber nicht vorstellen. Dafür sei dieses Land, das sich fast über den halben Erdball erstreckt, einfach zu groß und zu andersartig (vgl. Gaub: Russen sehen wie Europäer aus, sind aber keine). Dann stellte Rühe Russland vor eine Wahl, von der nur eine die "richtige" sein kann:

    "Rußland kann einen bedeutenden Beitrag zur kooperativen Sicherheitsstruktur leisten, die wir für die Sicherheit in Europa und in seinem Umfeld brauchen. Aber es liegt natürlich an der russischen Führung und den Menschen des Landes selbst, die richtige Wahl zu treffen."

    Man möchte sich fragen: Und was, wenn Russland sich anders entscheidet? Als Ganzes, die Führung, das Volk, wie Rühe es selbst meint. Wenn Russland auf einmal Sirenengesängen über den freundschaftlichen Charakter der NATO-Umzingelung nicht mehr glaubt (an der Ukraine zeigte Rühe schon Mitte der 1990er besonderes Interesse – wieso?). Wenn es nach mehrfachen Warnungen die Reißleine zieht und ähnlich über die eigenen westlichen Grenzen "strategisch" nachdenkt – in etwa so, wie Rühes Deutschland über die östlichen.


    Merz will Bundeswehr zur stärksten Armee Europas machen



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    Plötzlich wird in diesem Szenario die vorbildliche Panzerbrigade Litauen an der äußersten Ostflanke kein Anker der Stabilität mehr sein – wie tagtäglich gepriesen –, sondern ein Tor zur Hölle. In der heutigen von Propaganda und Hetze elektrisierten Welt reicht eine False-Flag-Attacke, um einen Stein der unumkehrbaren Ereignisse ins Rollen zu bringen, so wie es in Vilnius im Januar 1991 mit unbekannten Scharfschützen am Fernsehzentrum der Fall war und in Kiew 2014 – eins zu eins dazu – auf dem Maidan. 

    Die NATO war von Anfang alles andere als friedensstiftend und heute ist sie es ebensowenig. Mehr noch, sie ist komplett aus der Zeit gefallen. Es gibt keine NATO in Afrika, es gibt keine NATO in Asien und es gibt keine NATO in Lateinamerika, und dort gibt es keine Kriege zwischen den Staaten. Die NATO gibt es nur in Europa und dort findet seit Jahren Krieg statt, der droht sich zu einem nuklearen Konflikt zu erweitern. General Kujat und Vizeadmiral Schönbach glauben aber nach wie vor, dass die NATO an sich etwas Gutes sei, nur aus irgendeinem Grund läuft nun alles ein wenig aus dem Ruder. "Es gibt zwischen den Konfliktparteien kein Vertrauen mehr", beklagt sich etwa Kujat. Woher soll das aber kommen? Wer zaubert es wieder herbei?

    Die beiden hochrangigen Ex-Militärs bei der Bundeswehr und der NATO kommen sich jetzt vor wie die Zauberlehrlinge. Als sie noch im Amt waren, haben sie selbst mitgezündelt. General Kujat zum Beispiel mit der Einführung des Air Policing und Vizeadmiral Schönbach beispielsweise mit dem Begriff Siegfähigkeit, den er nach eigenen Angaben selbst prägte. Und jetzt wächst ihnen das alles über den Kopf. Allerdings können sie sich auch nicht eingestehen, dass es schon zu ihrer Amtszeit alles in die falsche Richtung lief. 


    Mehr zum Thema – Bundeswehrgeneral: Russland "könnte NATO-Gebiet bereits morgen angreifen"

    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/meinung/261707-gibt-es-gute-nato-general-kujat-rechtfertigt-nato-osterweiterung-im-baltikum/


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    23.11.2025

    Über die faszinierende Kulturszene in Russland Die Medien hierzulande ignorieren die Kulturpolitik in Russland. Zu unrecht.

    weltnetz.tv, 04.11.25, 

    Die hierzulande grassierende Russophobie verhindert einen unbefangenen Blick auf die faszinierende Entwicklung der Kultur (Galerien, Museen, Literatur, Theater, Film) in Russland.

    Screenshot_2025_11_23_at_21_55_19_ber_die_faszinierende_Kulturszene_in_Russland_Weltnetz_TV

    Video https://www.youtube.com/watch?v=IFbZFAjvBmo Dauer 1:10.59 h


    Ivan Rodionov, geboren in der UdSSR, studierte Germanistik und Anglistik in Moskau sowie Übersetzen und Dolmetschen an der Universität Heidelberg. Er arbeitete beim ZDF und im Spiegel-Büro in Moskau. Bis 2021 war er Chefredakteur von RT-Deutsch. Aktuell ist er für den Kanal infrarotmedien.de verantwortlich. Rodionov kennt sich gut aus im Auf und Ab der deutsch-russischen Beziehungen und bedauert die aktuell im deutschen Politik-Medien-Kartell grassierende Russophobie. Welche Sumpfblüten diese hervorbringt – davon erzählte Ivan Rodionov mit entlarvenden Bild- und Textbeispielen im ersten Teil des Abends. Der zweite Teil war gewidmet den aktuellen Entwicklungen einer sehr lebendigen Kultur (Galerien, Museen, Theater, Film) in Moskau, Petersburg aber auch und vor allem in den großen Städten der russischen „Provinz“. Auch hier: in den deutschen Medien wird (fast) überhaupt nicht, und wenn, dann nur in einem hämischen bzw. herablassenden Ton berichtet. Dass der Referent einen Einblick in diese faszinierende Entwicklung gab – dafür dankte das Publikum mit einem lang anhaltenden Beifall und mit einer intensiven Frage und Diskussionsrunde nach dem Referat.


    Veranstalter: Deutsch_Russische Friedens_Tage Bremen e.V.

    Produktion: Marlies und Sönke Hundt

    Länge: 01:10:59

    Personen: Ivan Rodinov, Wolfgang Müller


    Info: https://weltnetz.tv/video/ueber-die-faszinierende-kulturszene-in-russland/


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    23.11.2025

    Mali verteidigt seine Souveränität

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 23. November 2025, 18:43 Uhr


    _RTDE 23.11.2025


    _*Mali verteidigt seine Souveränität gegen einen vom Westen

    unterstützten Stellvertreterkrieg


    *Reisewarnungen und düstere Medienberichte prägen das Bild von Mali im

    Westen. Das Land stehe wegen der Angriffe eines Al-Qaida-Ablegers auf

    Tankkonvois kurz vor dem Zusammenbruch. Doch die Regierung hat die

    Versorgungswege wieder gesichert und in der Hauptstadt die erste

    internationale Verteidigungsmesse veranstaltet.


    /Von Pavan Kulkarni/


    Inmitten einer Flut von Medienberichten, die den Fall Malis an eine

    Al-Qaida-Splittergruppe prophezeien, nahmen Delegierte aus zehn

    afrikanischen Ländern sowie aus Iran und der Türkei vom 11. bis 14.

    November an einer Verteidigungsmesse in der Hauptstadt Bamako teil. Die

    Stadt wurde als "belagert

    <https://theconversation.com/bamako-under-siege-why-malis-army-is-struggling-to-break-the-jihadist-blockade-of-the-capital-268521>" 

    beschrieben, umzingelt

    <https://www.ft.com/content/36fa9f1b-74f5-445f-bdf6-25cad52d911b> von

    Dschihadisten, die sich der Machtergreifung nähern. Varianten von "Steht

    Mali vor dem Untergang?

    <https://www.aljazeera.com/news/2025/11/6/is-mali-about-to-fall-to-al-qaeda-affiliate-jnim>" 

    war eine rhetorische Frage in den Schlagzeilen, während der Atlantic

    Council erklärte, das Land "zerfalle

    <https://www.atlanticcouncil.org/blogs/africasource/mali-has-not-just-plunged-into-crisis-it-has-been-unraveling-for-years/>".


    Außenminister Abdoulaye Diop wies diese Darstellung als ein "im Büro der

    ausländischen Geheimdienste fabriziertes" Szenario zurück und betonte,

    dass "das Schicksal Malis und das Schicksal der Menschen in der

    westafrikanischen Region nicht von den Medien entschieden werden".

    Dies äußerte er am 12. November auf einer Pressekonferenz am Rande der

    BAMEX 25 <https://en.sputniknews.africa/20251112/1080408151.html>, Malis

    erster internationaler Verteidigungsmesse. Sie soll dazu beitragen, eine

    "autonome Sicherheitsarchitektur" für Afrika angesichts "beispielloser

    sicherheitspolitischer und geopolitischer Herausforderungen" aufzubauen.


    *Von Frankreich geförderte Terrororganisationen*


    Frankreich hat durch die Zerstörung Libyens gemeinsam mit seinen

    NATO-Verbündeten im Jahr 2011 terroristische Gruppen in der gesamten

    Sahelzone hervorgebracht. Mali gehörte zu den ersten und am stärksten

    von diesen Terrorgruppen betroffenen Ländern. Frankreich, die ehemalige

    Kolonialmacht, entsandte daraufhin Truppen, vorgeblich, um Mali zu

    schützen. Im Laufe der Jahre weitete sich die militärische Präsenz

    Frankreichs in der Sahelzone aus. Damit einhergehend gewannen auch die

    bewaffneten Gruppen an Stärke, intensivierten ihre Anschläge und

    weiteten die von ihnen kontrollierten Gebiete aus.


    Dies führte zu der zunehmenden Erkenntnis, dass die französischen

    Truppen in der Region nicht gegen die von ihnen selbst mitgeschaffenen

    Terrorgruppen kämpften, sondern ihre eigenen wirtschaftlichen und

    politischen Interessen verfolgten, um ihren neokolonialen Einfluss auf

    die unruhigen ehemaligen Kolonien aufrechtzuerhalten.


    Im Zuge massiver Proteste gegen den Einsatz französischer Truppen wurde

    das von Frankreich unterstützte Regime des damaligen Präsidenten Ibrahim

    Boubacar Keïta 2020 durch einen Militärputsch gestürzt. Eine

    Militärregierung ersetzte es mit Unterstützung der Protestbewegung, der

    Gewerkschaften und anderer progressiver Gruppierungen.

    Im Jahr 2021 erinnerte der damalige Premierminister Choguel Kokalla

    Maïga in einem Interview <https://ria.ru/20211008/mali-1753690694.html

    an die aktive Rolle Frankreichs bei der Übergabe des malischen

    Territoriums an Terrororganisationen.


    "Bei ihrer Ankunft" in der nördlichen Stadt Kidal im Jahr 2013 "verbot

    Frankreich der malischen Armee den Zutritt. Es schuf eine Enklave" und

    übergab sie an die mit Al-Qaida verbündete Ansar al-Dine und an

    Tuareg-Separatisten, sagte er. Später, im Jahr 2017, schloss sich Ansar

    al-Dine mit anderen terroristischen Gruppen zusammen, um die Jama’at

    Nusrat al-Islam wal-Muslimin (JNIM) zu gründen, die zu einer der

    gefährlichsten Gruppen in der Sahelzone wurde.


    Die neue Regierung eroberte Kidal

    <https://www.aljazeera.com/news/2022/8/17/mali-accuses-france-of-arming-non-state-actors

    jedoch im November 2023 zurück, weniger als anderthalb Jahre nach der

    Vertreibung der französischen Truppen.

    "Heute sind terroristische Gruppen vor Ort den malischen Verteidigungs-

    und Sicherheitskräften nicht gewachsen", sagte Diop gegenüber Reportern

    auf der Pressekonferenz. "Es gab enorme Anstrengungen, die

    Sicherheitskräfte auszurüsten, und sie haben gegen die Terrorgruppen

    durchschlagende Erfolge erzielt." Dies habe die Gruppen " dazu

    gezwungen, ihre Strategie zu ändern und nun weichere Ziele anzugreifen".


    *Angriffe auf Treibstoffkonvois*


    Anfang September begann die JNIM mit Angriffen auf

    <https://apnews.com/article/mali-fuel-al-qaeda-blockade-jnim-sikasso-8ec3906c16721ee128718d9f2c21c1d4

    Fahrer und ihre Tanklastwagen, die Treibstoff aus der Elfenbeinküste in

    die Region Sikasso im Süden Malis transportierten. "Aufgrund von

    Unterbrechungen in der Treibstoffversorgung, die die Mobilität des

    Schulpersonals beeinträchtigen", setzte das

    <https://apnews.com/article/mali-jnim-fuel-blockade-schools-dc75c7ef62995c4f7a25ca4be4b4a07a

    Bildungsministerium am 26. Oktober den Unterricht für zwei Wochen aus.


    "Reisen Sie unter keinen Umständen nach Mali, aufgrund von Kriminalität,

    Terrorismus, Entführungen, Unruhen und Gesundheitsrisiken", erklärte das

    US-Außenministerium in einerReisewarnung

    <https://travel.state.gov/content/travel/en/traveladvisories/traveladvisories/mali-travel-advisory.html

    am 25. Oktober. Drei Tage später gab das Ministerium eine zweite Warnung

    <https://apnews.com/article/mali-security-jnim-us-embassy-832d3b2958d9ce379cda0cedf4f37e3e

    heraus und drängte seine Bürger in Mali dazu, das Land "mit

    kommerziellen Flugzeugen zu verlassen, da die Landwege in die

    Nachbarländer aufgrund von Terroranschlägen entlang der Nationalstraßen

    für Reisen möglicherweise nicht sicher sind".


    Australien schloss sich am 29. Oktober an und warnte:

    <https://www.smartraveller.gov.au/destinations/africa/mali> "Wenn Sie

    sich in Mali befinden, sollten Sie das Land unverzüglich mit

    kommerziellen Verkehrsmitteln verlassen, solange der internationale

    Flughafen in Bamako noch geöffnet ist und Flüge verfügbar sind. Wenn Sie

    sich dazu entscheiden, in Mali zu bleiben, müssen Sie sich auf einen

    längeren Aufenthalt vor Ort einstellen." Italien

    <https://www.esteri.it/en/sala_stampa/archivionotizie/comunicati/2025/10/ministero-degli-esteri-invita-i-connazionali-a-lasciare-il-mali

    und Deutschland

    <https://www.africanews.com/2025/10/31/western-countries-urge-citizens-to-leave-mali-as-fuel-crisis-deepens/

    forderten ihre Bürger ebenfalls auf, das Land zu verlassen.


    Inmitten der Panik auslösenden Reisewarnungen und düsteren

    Medienberichte weihte Malis Präsident, Armeegeneral Assimi Goïta, am 3.

    November die zweite Lithiummine des Landes ein und brachte Mali auf den

    Weg, bis 2026 Afrikas führender Lithiumproduzent zu werden

    <https://africa.businessinsider.com/local/markets/mali-strengthens-resource-sovereignty-with-dollar65-million-bougouni-lithium-project/5vhg9hg>.

    Die Mine befindet sich in Bougouni, etwa 170 Kilometer südlich von

    Bamako in der Region Sikasso, wo die JNIM im September

    <https://www.janes.com/osint-insights/defence-and-national-security-analysis/jnim-attacks-on-fuel-tanker-convoys-in-western-mali-underline-broader-risks-to-government-and-social-stability

    Tankkonvois angegriffen hatte.


    *Regierung stellt Kraftstoffversorgung wieder her*


    Zwei Tage später, am 5. November, jubelten die Einwohner von Bamako auf

    den Straßen, als große Konvois von Tanklastwagen unter dem Schutz der

    Streitkräfte in die Stadt einfuhren

    <https://maliactu.net/fin-de-lattente-a-bamako-les-forteresses-roulantes-arrivent-un-gigantesque-convoi-de-carburant-securise-penetre-dans-la-capitale/>.

    Dennoch beharrte /France 24/ auf Schlagzeilen wie "Dschihadisten drohen

    Mali zu überrennen,

    <https://www.france24.com/en/video/20251111-jihadists-threaten-to-overrun-mali-as-blockades-continue

    während die Blockaden weitergehen", "Kraftstoffblockade

    <https://www.france24.com/en/africa/20251104-jihadists-fuel-blockade-squeezes-mali-military-rulers

    setzt Malis Militärmachthaber unter Druck" usw.


    "Es gab Störungen im Versorgungssystem", aber "der Staat hat sich

    organisiert und einen strategischen Plan zur Gewährleistung der

    Sicherheit der Konvois und zur Wiederherstellung der Versorgung erstellt

    ... Und nach und nach sehen Sie, dass jeden Tag Hunderte von Lastwagen

    ankommen, um die Versorgung von Bamako und anderen Orten

    wiederherzustellen", fügte Diop in seiner Pressekonferenz hinzu.

    "Während ich spreche, ist Mali in der Lage, die Versorgung seiner

    Bevölkerung mit Kohlenwasserstoffen und Erdölprodukten zu gewährleisten."


    Am 7. Oktober, zwei Tage nach Ankunft der Treibstoffkonvois "riet

    <https://www.diplomatie.gouv.fr/fr/conseils-aux-voyageurs/conseils-par-pays-destination/mali/>" 

    Frankreich seinen Bürgern jedoch, Mali "so schnell wie möglich mit den

    noch verfügbaren kommerziellen Flügen" zu verlassen, da sich "die

    Sicherheitslage verschlechtert" habe.


    Die erste nationale Messe

    <https://maliactu.net/innovation-et-confiance-le-mali-ouvre-son-premier-salon-monetique-national-plongeant-luemoa-au-coeur-de-la-securite-des-paiements/

    für elektronischen Zahlungsverkehr in Mali wurde an diesem Tag in der

    Hauptstadt von der Berufsvereinigung der Banken und Finanzinstitute

    Malis und der Interbank-Gruppe für elektronische Zahlungen der

    Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion organisiert.


    Die Schulen wurden planmäßig am 10. November wieder geöffnet. An diesem

    Tag führte Präsident Goïta das Presidential Emergency Hospital Project

    <https://www.ecofinagency.com/news-services/1211-50389-mali-launches-construction-of-15-hospitals-to-strengthen-national-health-system

    ein, mit dem sechs bestehende Gesundheitszentren in Bamako bis Ende 2026

    zu Bezirkskrankenhäusern ausgebaut werden sollen. Dafür wurden 349,2

    Millionen US-Dollar aus dem Gesundheitsbudget bereitgestellt. Die

    Einweihung markierte auch den Beginn des Baus von neun neuen

    Krankenhäusern, darunter in Bougouni

    <https://kodalminerals.com/security-incident-at-bougouni/>,Bandiagara 

    <https://www.hrw.org/world-report/2025/country-chapters/mali> und Nioro

    <https://www.securitycouncilreport.org/monthly-forecast/2025-11/west-africa-and-the-sahel-15.php>,

    wo in der jüngsten Vergangenheit Anschläge gemeldet worden waren.


    Trotz dieser Anzeichen für eine verbesserte Sicherheitslage erklärte die

    britische Regierung am 13. November, dass "die Terroristengruppe Jama’a

    Nusrat ul-Islam wa al-Muslimin (JNIM) wichtige Verkehrswege im Süden und

    Westen Malis, einschließlich der Hauptstadt Bamako", wo die

    internationale Verteidigungsmesse stattfand, blockiert habe.

    "Diese Blockaden zielen auf Tanklastwagen ab und errichten

    Kontrollpunkte für Personen, die versuchen, sie zu passieren. Angriffe

    können jederzeit stattfinden", heißt es in ihrer Reisewarnung

    <https://www.gov.uk/foreign-travel-advice/mali> weiter.


    *Ein Stellvertreterkrieg*


    "Wir dürfen nicht denken, dass wir es einfach nur mit terroristischen

    Gruppen zu tun haben", betont Diop. "Nein, dies ist ein

    Stellvertreterkrieg, in dem bestimmte Mächte, die feige sind und die

    direkte Konfrontation mit uns scheuen, terroristische Gruppen und

    asymmetrische Kräfte einsetzen, um uns zu bekämpfen ... Diese

    terroristischen Gruppen verfügen über Drohnen. Woher kommen sie? Wer

    stellt sie her? Wer liefert sie in Gebiete, in denen die Menschen nicht

    einmal Essen haben?"


    Die französische Tageszeitung /Le Monde/ hatte im vergangenen Jahr

    berichtet

    <https://www.lemonde.fr/en/le-monde-africa/article/2024/10/13/ukrainian-drones-provide-support-for-northern-mali-s-rebels_6729231_124.html>,

    dass ukrainische Behörden eine bewaffnete Gruppe im Umgang mit Drohnen

    ausbildeten. Der Sprecher des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Andrei

    Jusow, hatte in einem Interview gesagt

    <https://www.theguardian.com/world/article/2024/jul/29/ukraine-military-intelligence-claims-involvement-in-deadly-wagner-ambush-in-mali>,

    dass er bewaffneten Gruppen, die in Mali gegen den Staat kämpfen,

    "Informationen, und nicht nur Informationen" zur Verfügung stelle.

    Zu Beginn des Jahres 2022 hatte Diop einen Brief

    <https://www.blackagendareport.com/letter-republic-mali-un-french-aggression-and-support-terrorism-region

    an den UN-Sicherheitsrat geschrieben, in dem er erklärte, Mali habe

    Beweise dafür, dass Frankreich Flüge im malischen Luftraum durchführe,

    um Geheimdienstinformationen zu sammeln und Waffen und Munition für

    Terroristengruppen abzuwerfen.


    Auch Malis südlicher Nachbar Burkina Faso und sein östlicher Nachbar

    Niger haben Frankreich vorgeworfen, Terroristengruppen zu unterstützen,

    um ihre Länder zu destabilisieren, nachdem seine Truppen nach einer

    ähnlichen Reihe von Anti-Frankreich-Protesten und Volksaufständen

    ausgewiesen worden waren.


    "Afrika ist jetzt das Epizentrum des Terrorismus", sagte Nicolas Lerner,

    Leiter des französischen Auslandsgeheimdienstes, am 10. November im

    Radiosender /France Inter/. Er bezeichnete dies als Bedrohung für Europa

    und betonte,

    <https://thearabweekly.com/french-intelligence-deems-mali-jihadists-threat-europe-epicentre-global-terror

    dass es "unsere Interessen direkt gefährdet", womit er faktisch

    versucht, die Voraussetzungen für eine weitere Militärintervention zu

    schaffen.


    Eigenartigerweise fügte er hinzu, dass die "JNIM zwar den Sturz der

    Junta wollen und die Einsetzung von Behörden, die die Errichtung eines

    Kalifats unterstützen", die Gruppe selbst jedoch "nicht unbedingt in der

    Lage ist, Mali zu kontrollieren, und dies auch gar nicht wirklich will".

    "Lerner sagt, es sei nicht einmal ihre Absicht, Bamako einzunehmen ...

    Woher weiß er das? Seid ihr es, die ihnen diese Absicht vorgeben?

    Erteilt ihr ihnen die Befehle? Seid ihr es, die entscheiden?", fragte Diop.

    "Das sollte uns helfen zu verstehen, wie weit die geheimen Absprachen

    zwischen den hybriden Kräften heute gehen. Das sind nicht einfach

    Terroristen – es ist ein Stellvertreterkrieg. Aber ich kann Ihnen

    versichern, dass Mali durchhalten wird."

    Er bekräftigte, dass Mali, Burkina Faso und Niger, die die Allianz der

    Sahelstaaten (AES) bilden, gemeinsam kämpfen, in der Überzeugung, dass

    dieser Stellvertreterkrieg gegen sie geführt wird, weil sie "sich dazu

    entschieden haben, die Kette der Abhängigkeit, der Unterwerfung unter

    die koloniale Herrschaft, zu sprengen".

    Diop fügte hinzu: "Unsere Länder werden in erster Linie angegriffen, um

    diese Dynamik zu durchbrechen und dann andere afrikanische Länder daran

    zu hindern, diesem Weg zu folgen. Und wir haben die politische Botschaft

    dahinter verstanden." Die Afrikanische Union habe dies dagegen nicht getan.


    *"Wir wenden uns nicht an die sogenannte internationale Gemeinschaft, um

    Hilfe zu bekommen"*


    Inmitten des Chors westlicher Länder forderte der Vorsitzende der

    Afrikanischen Union, Mahamoud Ali Youssouf, "eine robuste, koordinierte

    und kohärente internationale Reaktion zur Bekämpfung von Terrorismus und

    gewalttätigem Extremismus in der Sahelzone".

    "In Mali kann keine Aktion ohne die malische Bevölkerung, ohne die

    Zustimmung des malischen Staates und ohne dessen Aufforderung

    durchgeführt werden", entgegnete Diop und betonte: "Wir wenden uns nicht

    an die sogenannte internationale Gemeinschaft, um Hilfe zu bekommen."


    "Dieser Aufruf zu einer internationalen Aktion ist umso

    besorgniserregender, als Mali sich von dieser Art von Paradigma gelöst

    hat", fügte er hinzu. Nachdem die französischen Truppen vertrieben und

    die Souveränität geltend gemacht worden sei, bestehe das neue Paradigma

    der AES darin, "auf uns selbst zu vertrauen und Verantwortung zu

    übernehmen … um sicherzustellen, dass die Sicherheit unserer Länder in

    erster Linie auf den Schultern der Menschen und Anführer unserer Länder

    ruht".


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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