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01.12.2025

Joseph Croitoru über das System Netanjahu:

aus e-mail von Doris Pumphrey, 1. November 2025, 16:31 Uhr


_Berliner Zeitung 30.11.2025


_*Joseph Croitoru über das System Netanjahu: Er hat Araber schon immer

als Feinde gesehen


*Der Historiker und Judaist erklärt, wie Benjamin Netanjahus Weltbild

geprägt wurde. Er spricht über die Einflussnahme Israels in deutschen

Redaktionen und Netanjahus politische Zukunft.


Susanne Lenz, Anja Reich


Der aus Israel stammende, in Deutschland lebende Historiker und Judaist

Joseph Croitoru hat die erste deutschsprachige Biografie über Israels

<https://www.berliner-zeitung.de/topics/israel> Ministerpräsidenten

Benjamin Netanjahu

<https://www.berliner-zeitung.de/topics/benjamin-netanjahu> vorgelegt.

Er beschreibt, wo Netanjahu herkommt und was ihn antreibt und belegt das

mit Dokumenten und Briefen, die er in Archiven gefunden hat. Wir

sprachen per Videotelefonie mit ihm.


/Was haben Sie Neues über Benjamin Netanjahu herausgefunden, Herr

Croitoru? /


Mir war nicht klar, wie ideologisch fixiert er schon als junger Mann

war, dass er Araber schon immer als Feinde ansah, und wie bereit er war,

diese Ideologie nach außen zu tragen. Außerdem habe ich Briefe entdeckt,

aus denen hervorgeht, wie gut er bereits als Student in den

konservativen Kreisen der USA vernetzt war. Eine Publikation von ihm hat

es damals sogar in die Hasbara, den israelischen Propaganda-Apparat für

das Ausland, geschafft.


/Netanjahu sei sehr von seinem Vater und seinem Großvater beeinflusst

worden, die Anhänger des revisionistischen Zionismus waren, schreiben

Sie. Können Sie erklären, was das ist?/


Die revisionistische Bewegung war der ultranationalistische Flügel der

zionistischen Bewegung, er entstand in Palästina in der britischen

Mandatszeit, ihr Führer war Wladimir Jabotinsky. Die Revisionisten waren

der Meinung, dass sich die zionistische Bewegung zu weit von den Ideen

Theodor Herzls entfernt hat, vom Konzept eines jüdischen Staates in ganz

Palästina. Sie waren dagegen, das östliche Ufer des Jordan-Flusses den

Arabern zu überlassen, forderten einen jüdischen Staat zu beiden Ufern

des Jordan und beriefen sich dabei auf die Balfour-Deklaration von 1917,

die enthielt allerdings gar keine konkreten territorialen Angaben.


/An anderer Stelle schreiben Sie, dass Netanjahu in seiner Kindheit und

Jugend die ständige Bedrohung durch arabische Nachbarstaaten erlebt

habe. Was hat ihn mehr geprägt, die Ideologie der Familie oder die reale

Angst vor dem Feind? /


Man kann das nicht voneinander trennen. Israel war vor 1967 ein

kleineres Land, umgeben von arabischen Staaten, mit denen es keinen

Friedensvertrag gab. Die Bedrohung von arabischer Seite war also

vorhanden. Trotzdem sind nicht alle Israelis, die in dieser Zeit

aufgewachsen sind, so geworden wie Netanjahu. Er hat die Palästinenser

immer als Bedrohung gesehen, war grundsätzlich gegen die

Zwei-Staaten-Lösung, hat an eine friedliche Koexistenz nie wirklich

geglaubt.


/Sein Vater war sogar gegen den UN-Teilungsplan für Palästina

<https://www.berliner-zeitung.de/topics/palaestina>, schreiben Sie. Er

wollte nicht, dass die Juden sich das Land mit den Palästinensern teilen

müssen. /


Ja, Revisionisten wie der Vater Benzion Netanjahu waren gegen den

UN-Teilungsplan, und nicht nur sie. Auch einer der Flügel der

zionistischen Arbeiterbewegung war dagegen. Darüber wird aber nie

gesprochen. Es wird immer nur darauf verwiesen, dass die arabischen

Staaten und die Palästinenser den UN-Teilungsplan abgelehnt haben.


/Interessant ist Ihre Theorie, dass diese antiarabische Haltung

ursprünglich aus Europa kam. Können Sie das erklären?

/

Darüber habe ich ein  anderes Buch geschrieben: „Die Deutschen und der

Orient“. In der Zeit der Aufklärung, die sehr gerne glorifiziert wird,

hatten viele Deutsche, aber auch Europäer allgemein, eine feindliche

Haltung gegenüber Arabern, Türken und dem Islam generell. Und diese

Haltung haben Zionisten, als sie nach Palästina ausgewandert sind,

mitgebracht. Vor allem die Revisionisten glaubten fest daran, dass sie

dort nur überleben können, wenn sie auf eigene militärische Stärke

setzen. Das ist ein Grundmotiv, das bei Netanjahu bis heute bestimmend

ist: Frieden erreiche man nur aus der Position der Stärke.


/War das nicht vor allem eine Lehre aus dem Holocaust

<https://www.berliner-zeitung.de/topics/holocaust> für das junge Israel:

Wir müssen uns wehren, wir dürfen nie wieder Opfer sein?/


Die Haltung gab es schon vorher, der Holocaust hat sie noch verstärkt.


/Die Wehrhaftigkeit Israels wird von Netanjahu auch damit begründet,

dass die Existenz des jüdischen Staates permanent bedroht sei. Auch das

sehen Sie kritisch. Warum? /


Israel ist immer wieder bedroht, aber längst nicht mehr in seiner

Existenz. Mit dem Iran <https://www.berliner-zeitung.de/topics/iran> zum

Beispiel gibt es eine reale Feindschaft, ja. Aber seit dem Tod von

Ayatollah Khomeini, dem Anführer der islamischen Revolution, hatte sich

der Iran etwas gewandelt. Das Regime arbeitet zwar weiterhin am

Atomprogramm und hat im Juni dieses Jahres Israel massiv angegriffen.

Aber Netanjahu hat die Angriffe auch bewusst provoziert. Der Iran ist

eines seiner wichtigsten Feindbilder. An diesen bastelt er

kontinuierlich und passt sie jeweils der Aktualität an. Mit der

angeblich die Existenz Israels gefährdenden Bedrohung versucht er, das

völkerrechtswidrige Vorgehen der israelischen Regierung zu rechtfertigen.


/Und was ist mit all den palästinensischen Landkarten, auf denen Israel

nicht existiert und Palästina vom Jordan bis zum Mittelmeer reicht?

Zeigen die nicht, dass Israels Feinde den jüdischen Staat sofort

vernichten würden, wenn sie könnten?/


Das ist zu einem erheblichen Teil Propaganda, Teil eines historischen

Streits zwischen zwei Völkern um dasselbe Land. Jede Seite beansprucht

das gesamte Gebiet für sich. Die Israelis haben in ihren Landkarten

längst die grüne Waffenstillstandslinie von 1967 gelöscht, und Sie

werden keine offiziellen Karten des Staates Israel finden, auf denen die

besetzten Gebiete und das besetzte Ost-Jerusalem als solche markiert sind.


/Netanjahus Bruder Jonathan kam 1976 bei der Befreiung von Geiseln in

Uganda ums Leben. Er war einer der Kommandanten der Aktion Entebbe. Wie

hat sein Tod Netanjahu geprägt?/

*

*Netanjahu selbst behauptet, durch den Tod seines Bruders sei er

schließlich zur Politik gekommen. Aber meine Recherchen haben ergeben,

dass er schon vorher als Student in den USA politische Ambitionen hatte.

Jonathans Tod war auf jeden Fall ein Katalysator und verschaffte ihm und

seinem Vater enorme Bekanntheit, die sie genutzt haben, um gegen das

sich in Israel allmählich durchsetzende Narrativ, Araber seien zum

Frieden bereit, zu agitieren. Vater und Sohn Netanjahu taten alles, um

sie als gefährlich darzustellen.


/Sie waren 16, als Jonathan Netanjahu starb. Ein Jahr später gab es in

Israel einen Film über die Befreiungsaktion mit dem Titel „Operation

Thunderbolt“. Können Sie sich daran erinnern, wie die Familie Netanjahu

plötzlich berühmt wurde?/

*

*Jonathan war ein Nationalheld, daran erinnere ich mich. Wir waren alle

stolz auf ihn und die Befreiungsaktion in Entebbe. Von seinem Bruder

Benjamin habe ich damals noch nichts mitbekommen. Meine Helden waren

damals eher Bob Dylan und Leonard Cohen.


/Wie sind Sie zum Kritiker von Netanjahu und seiner Politik geworden? /


Ich wurde patriotisch erzogen, in der Schule wurde mit uns nie über die

Nakba gesprochen. Aber auf meinem Gymnasium in Haifa waren auch

arabische Schüler, Drusen vor allem. Uns wurde dort eine gewisse

Offenheit gegenüber der arabischen Minderheit in Israel vermittelt. Wir

haben sogar Arabisch gelernt, der deutsch-jüdische Gründer des

Ha-Reali-Gymnasiums, Arthur Biram, war ein promovierter Arabist und

hatte zuvor an einem Berliner Gymnasium unterrichtet. Ich denke, das hat

mich geprägt und meinen Blick auch auf den israelisch-palästinensischen

Konflikt erweitert.


/Netanjahu wurde 1999 zum ersten Mal zum Ministerpräsidenten gewählt,

nachdem es mehrere palästinensische Selbstmordanschläge gegeben hatte,

dabei standen seine Chancen eigentlich gar nicht gut. Die Palästinenser

könnten aus dieser Erfahrung wissen, wie sie ihm in die Hände spielen

und wie nicht. Warum lernen sie nicht daraus? /

*

*Suchen Sie nicht zu viel Logik in diesem Konflikt. Da geht es um

politische Interessen, weniger um eine mögliche Verständigung beider

Völker. Der Nahostkonflikt hat ja nicht 1967 angefangen, sondern mit dem

Krieg von 1948 und der massiven Zerstörung des Lebensraums der

Palästinenser. Die Erinnerung an die Nakba ist ein ganz wesentlicher

Bestandteil der palästinensischen Identität, sie wurde aber von der

israelischen Seite lange völlig verdrängt und wird heute nur von einer

Minderheit akzeptiert. Empathie ist allerdings auf beiden Seiten Mangelware.


/Was hat Netanjahu denn für eine Vorstellung davon, wie das

Zusammenleben mit den Palästinensern aussehen soll? /


Er will sie möglichst weiter unter israelischer Kontrolle halten.

Netanjahu war bei weitem nicht der Erste, der mit dem Siedlungsbau in

den palästinensischen Gebieten angefangen hat, aber er arbeitet damit

ganz gezielt, um die Entstehung eines palästinensischen Staates zu

verhindern. Mit großem Erfolg. Schaut man sich die Landkarte an, kann

man sich heute überhaupt nicht mehr vorstellen, dass es jemals eine

Zwei-Staaten-Lösung geben wird.


/Deutsche Politiker aber fordern sie unverdrossen weiter. /


Das ist eine Farce, schon deshalb, weil die deutsche Politik durch ihre

Passivität gegenüber Netanjahu und seiner Regierung mit dazu beigetragen

hat, dass der Siedlungsbau weiter forciert wird. Israel ist dafür kaum

sanktioniert worden und macht, was es will.


/Sie haben für Ihr Buch recherchiert, wie Israel und Deutschland in der

Vergangenheit zusammengearbeitet haben. Als 1989/90 der Ostblock

zusammenbrach, gab es zum Beispiel die Sorge, die PLO könne so

einflussreich werden, wie sie es in der DDR war.

<https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/die-ddr-die-palaestinenser-und-die-drachensaat-ein-verstoerter-blick-in-die-eigene-zeitung-li.2151824

Auf einer internen Konferenz des israelischen Außenministeriums in Genf

hat der Journalist Josef Joffe Netanjahu Tipps zum Umgang mit den

Deutschen gegeben. Wie haben Sie das herausgefunden?/


Ich habe die Unterlagen zu dieser Tagung bei meinen Recherchen im

israelischen Staatsarchiv entdeckt. Sie sind aus meiner Sicht

vielsagend, denn sie zeigen, wie stark Netanjahu schon damals um den

Ausbau des Hasbara-Apparats in Europa bemüht war, und wie weit die

Kontakte der Israelis in die deutsche Presselandschaft reichten. Das

Beispiel lässt die Vermutung zu, dass diese Kontakte seitdem immer

weiter ausgebaut wurden und den Einfluss des Staates Israel in den

deutschen Redaktionen wachsen ließen.


/Joffe hat Netanjahu damals geraten, sich nicht zu sehr auf den

Holocaust zu beziehen, weil das Schuld- und Abwehrgefühle bei den

Deutschen auslösen würde. Ist er diesem Rat gefolgt, und hat diese

Strategie funktioniert? /


Ich habe schon den Eindruck, dass Netanjahu sich das damals notiert hat,

die Deutschen nicht zu sehr mit dem Holocaust zu konfrontieren. Später

hat er die Allzweckwaffe Antisemitismusvorwurf für sich entdeckt und

gezielt eingesetzt, allerdings nicht explizit gegen deutsche Medien und

Politiker.


/Wenn Netanjahu so auf Stärke und Wehrhaftigkeit gesetzt hat, wie konnte

dann ausgerechnet unter ihm der 7. Oktober passieren? Es gibt Recherchen

der New York Times und Haaretz, dass er von Sicherheitsdiensten gewarnt

wurde./


Diese Diskussion läuft in Israel schon seit zwei Jahren, aber

offensichtlich haben die Geheimdienste wenig gewusst. Es gab nur

allgemeine Warnungen vor dem 7. Oktober. Darauf beruft sich Netanjahu,

und er wird wahrscheinlich mit dieser Argumentation durchkommen.


/Wie kann das sein? Die Israelis haben geglaubt, unter ihm seien sie

sicher. Er hat sein wichtigstes Wahlversprechen gebrochen.

/

Anfangs waren die Leute wütend, und es gab Rücktrittsforderungen. Aber

Netanjahu hat es eben verstanden, eine weitere Reaktion auf den 7.

Oktober für sich zu nutzen, das Bedürfnis in der israelischen

Gesellschaft nach Vergeltung, nach Rache. Durch seinen erklärten

Vernichtungskrieg gegen die Hamas, der zur weitgehenden Zerstörung des

Lebensraums der Palästinenser im Gazastreifen führte. Damit konnte er

das Versagen seiner Regierung am 7. Oktober zumindest teilweise übertünchen.


/Der Film „The Bibi Files – Die Akte Netanjahu“, der gerade in der

ARD-Mediathek zu sehen ist, legt nahe, dass Netanjahu diesen Krieg

gebraucht hat, um sich angesichts der Korruptionsverfahren gegen ihn

weiter an der Macht halten zu können. Teilen Sie diese Sicht?/


Nur zum Teil, denn er kann wahrscheinlich auch ohne den Krieg an der

Macht bleiben. Der Krieg ist offiziell zu Ende, Donald Trump hat

Netanjahu dazu gezwungen. Netanjahu konnte die Hamas zwar nicht

vernichten, der Krieg hat aber eine massive Zerstörung im Gazastreifen

angerichtet, und enorm viele Menschen wurden dort getötet. Aus Sicht

vieler Israelis ist durch den Gaza-Feldzug das Versagen am 7. Oktober

irgendwie wettgemacht worden. Auch deshalb führt Netanjahus Partei Likud

in den Umfragen derzeit mit 27 von 120 Mandaten, das ist fast ein

Viertel. Viel mehr hat Netanjahu bei den letzten Wahlgängen auch nicht

bekommen.


/Wenn jetzt Wahlen wären, hätte Netanjahu tatsächlich Chancen, im Amt zu

bleiben? /

*

*Ja, und er arbeitet daran, die umstrittene Justizreform durch die

Hintertür weiter zu forcieren, auch um eine eventuelle Verurteilung

wegen Korruption zu verhindern. In der Partei selbst versucht er, seine

Herrschaft zu sichern, und in der Öffentlichkeit wälzt er seine

Verantwortung als Regierungschef für den 7. Oktober auf andere ab. Das

sind nur einige seiner Überlebensstrategien.


/Geht es ihm um sich selbst? Oder um Israel? /


Netanjahu hat über die Jahre autoritäre Tendenzen entwickelt. Bei

mehreren der letzten internen Likud-Wahlen ist niemand gegen ihn

angetreten. Das lässt an Wahlen in autoritären Staaten denken, wo es

keine Gegenkandidaten für den Regierungs- oder Staatschef gibt. Und von

der Justizreform erhofft er sich außerdem, größeren Einfluss auf die

israelische Politik nehmen zu können und das Oberste Gericht in Israel

als Kontrollinstanz zu schwächen. Was dann letztlich auch Einfluss auf

seinen laufenden Korruptionsprozess haben könnte.


/Gibt es in Israel einen Politiker, der Netanjahu gefährlich werden

könnte? /


Wenn man die israelischen Umfragen studiert, rangiert seit Wochen an

zweiter Stelle die Partei von Naftali Bennett, der schon mal kurz

Ministerpräsident war. Bennett ist ein nationalreligiöser Politiker,

verbunden mit dem Siedlerlager, auch wenn er selbst kein Siedler ist. Er

wurde, ähnlich wie Netanjahu, in den USA und Israel sozialisiert,

spricht sehr gut Englisch. Andere, die in den letzten Jahren

Hoffnungsträger waren wie Yair Lapid, Chef der Partei Jesch Atid, oder

Benny Gantz, der Ex-Generalstabschef, sind hingegen immer unbedeutender

geworden.


/Nochmal zu Gaza: Da herrscht ja nun der biblische Friede, den Trump

verkündet hat. Wie lange wird der halten?/


Der Trump'sche Friede? Gute Frage. Aber immerhin hat Trump gehandelt. Er

hat Netanjahus erklärten Vernichtungskrieg gegen die Hamas und die

anderen Milizen im Gazastreifen gestoppt. Er hat einen Waffenstillstand

bewirkt, der bis auf wenige Verstöße bis jetzt auch hält, auch wenn

jüngst bei israelischen Angriffen wieder Zivilisten getötet wurden. Und

Trump macht weiter. Er hat südlich von Tel Aviv ein Koordinationszentrum

errichten lassen, wo der Aufbau einer internationalen

Stabilisierungstruppe für den Gazastreifen vorbereitet wird. Sein

Friedensplan wurde vom UN-Sicherheitsrat abgesegnet. Das sind Schritte,

die Trumps Entschlossenheit deutlich machen. Die betreffen aber erst

einmal nur den Gazastreifen. In der Westbank herrscht keineswegs

Frieden. Dort werden fast täglich Palästinenser von gewalttätigen

israelischen Siedlern angegriffen. Sie vertreiben Bauern und Hirten von

ihren Ländereien und übernehmen diese mit Duldung des Staates. Dort

herrscht im Grunde Krieg, ein anderer Krieg. Den hat die

Trump-Administration aber kaum im Blick.


*/Joseph Croitoru/*/, 1960 in Haifa geboren, ist Historiker, Journalist

und Buchautor. Seine Themen sind der Nahostkonflikt, jüdische und

islamische Geschichte sowie religiöser Fundamentalismus. Er wurde 2021

mit dem Friedenspreis der Geschwister-Korn-und-Gerstenmann-Stiftung

ausgezeichnet.

*Sein Buch* „Das System Netanjahu“ ist gerade beim Wagenbach Verlag

Berlin erschienen, es hat 304 Seiten und kostet 29 Euro.

/

unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

01.12.2025

Esel dürfen rein, Kinder bleiben draußen

aus e-mail von Ingrid Rumpf, 1. Dezember 2025, 15:57 Uhr

8 Esel werden aus Gaza von Deutschland gerettet und haben sogar Asyl in

Deutschalnd bekommen, aber verletzte Kinder werden nicht aufgenommen!

Skurriler geht es nicht mehr. Das kann man nicht publik genug machen.



-------- Weitergeleitete Nachricht --------

Betreff: Esel dürfen rein, Kinder bleiben draußen

Datum: Mon, 1 Dec 2025 08:07:47 -0500

Von: Gerechtigkeit für Gaza – Avaaz <avaaz@avaaz.org>

An: irumpf@di-rumpf.de <irumpf@di-rumpf.de>



Deutschland hat gerade acht Esel aus Gaza aufgenommen. Das ist toll,

doch währenddessen warten über 2.500 verletzte Kinder weiterhin dringend

auf Evakuierung. Mehrere deutsche Städte haben sofort Hilfe angeboten,

doch die Bundesregierung blockiert jeden Versuch. Wir fordern die

Minister Dobrindt und Wadephul auf, endlich Kinder vor Eseln zu

priorisieren. Unterzeichnen Sie jetzt und teilen Sie den Aufruf mit

  Ihren Freundinnen und Freunden. es klingt wie ein grausamer Scherz.

Aber es ist die bittere Wahrheit.  Deutschland hat acht Esel

aufgenommen, die aus Gaza evakuiert wurden. Seit Oktober 2023 wurden

jedoch nur zwei verletzte Kinder aufgenommen.  Städte wie Hannover,

Bremen, Düsseldorf, Leipzig und Frankfurt hatten schon vor Monaten

angeboten, sofort verletzte Kinder aufzunehmen, doch das Innen- und das

Außenministerium blockierten jeden dieser Versuche. Währenddessen wurden

die Esel über Belgien eingeflogen und herzlich empfangen. Und das,

obwohl mehr als 2.500 verletzte Kinder dringend aus medizinischen

Gründen evakuiert werden müssen. Das ist ein moralischer Skandal, den

wir nicht akzeptieren können. Fügen Sie Ihre Stimme hinzu und wir werden

den Appell direkt an Innenminister Alexander Dobrindt und Außenminister

Johann Wadephul übergeben. Während internationale Organisationen seit

Monaten auf Genehmigungen zur Evakuierung von Kindern warten, erhielt

eine israelische Tierschutzorganisation problemlos die Erlaubnis, Esel

nach Deutschland zu bringen.



Unterzeichnen Sie jetzt

<https://secure.avaaz.org/campaign/de/kinder_helfen_1_1/?bzNNLab&v=170998&cl=22444368388&_checksum=ca480da756141a0cb4a53f773b900bc63671fae4800f30868c6d37786aa3b839&utm_source=email&utm_medium=blast_email&utm_campaign=170998



Deutschland hat gerade acht Esel aus Gaza aufgenommen. Das ist toll,

doch währenddessen warten *über 2.500 verletzte Kinder weiterhin

dringend auf Evakuierung. *Mehrere deutsche Städte haben sofort Hilfe

angeboten, doch die *Bundesregierung blockiert jeden Versuch. *Wir

fordern die Minister Dobrindt und Wadephul auf, endlich Kinder vor Eseln

zu priorisieren. *Unterzeichnen Sie jetzt und teilen Sie den Aufruf mit

  Ihren Freundinnen und Freunden.*

Unterzeichnen Sie jetzt

<https://secure.avaaz.org/campaign/de/kinder_helfen_1_1/?bzNNLab&v=170998&cl=22444368388&_checksum=ca480da756141a0cb4a53f773b900bc63671fae4800f30868c6d37786aa3b839&utm_source=email&utm_medium=blast_email&utm_campaign=170998



Liebe Freundinnen und Freunde,

es klingt wie ein grausamer Scherz. Aber es ist die bittere Wahrheit.


Deutschland hat acht Esel aufgenommen, die aus Gaza evakuiert wurden.

Seit Oktober 2023 wurden jedoch nur zwei verletzte Kinder aufgenommen.


*Städte wie Hannover, Bremen, Düsseldorf, Leipzig und Frankfurt hatten

schon vor Monaten angeboten, sofort verletzte Kinder aufzunehmen, *doch

das Innen- und das Außenministerium blockierten jeden dieser Versuche.

Währenddessen wurden die Esel über Belgien eingeflogen und herzlich

empfangen.


Und das, obwohl mehr als 2.500 verletzte Kinder dringend aus

medizinischen Gründen evakuiert werden müssen. Das ist ein moralischer

Skandal, den wir nicht akzeptieren können. Fügen Sie Ihre Stimme hinzu

und wir werden den Appell direkt an Innenminister Alexander Dobrindt und

Außenminister Johann Wadephul übergeben.


Während internationale Organisationen seit Monaten auf Genehmigungen zur

Evakuierung von Kindern warten, erhielt eine israelische

Tierschutzorganisation problemlos die Erlaubnis, Esel nach Deutschland

zu bringen.


Unterzeichnen Sie jetzt

<https://secure.avaaz.org/campaign/de/kinder_helfen_1_1/?bzNNLab&v=170998&cl=22444368388&_checksum=ca480da756141a0cb4a53f773b900bc63671fae4800f30868c6d37786aa3b839&utm_source=email&utm_medium=blast_email&utm_campaign=170998



Wir fordern:


  * Sofortige Aufnahme verletzter Kinder aus Gaza aus humanitären Gründen

  * Schnelle, vereinfachte Verfahren für medizinische Evakuierungen

  * Koordination mit deutschen Krankenhäusern und Städten, die längst

    bereit sind, zu helfen


Deutschland hat in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass schnelle

humanitäre Aufnahmen möglich sind. Beispielsweise wurden über eine

Million ukrainische Geflüchtete mit vereinfachten Verfahren aufgenommen.


Es fehlt nicht an Kapazitäten, es fehlt am politischen Willen. Und

gemeinsam können wir ihn schaffen.


Fügen Sie Ihren Namen hinzu und fordern Sie, dass Deutschland und die EU

verletzte Kinder aus Gaza aufnehmen.

Fordern wir, dass Deutschland und die EU verletzte Kinder aus Gaza

aufnehmen:

<https://secure.avaaz.org/campaign/de/kinder_helfen_1_1/?bzNNLab&v=170998&cl=22444368388&_checksum=ca480da756141a0cb4a53f773b900bc63671fae4800f30868c6d37786aa3b839&utm_source=email&utm_medium=blast_email&utm_campaign=170998


Künftige Generationen werden fragen: Wie konnte ein Land Tiere retten,

während es schwer verletzte Kinder im Stich ließ? Gemeinsam haben wir

die Stimmen der Ärztinnen und Ärzte von Gaza in Europas Hauptstädten

hörbar gemacht, auch in Berlin. Zeigen wir nun Deutschland und der Welt,

dass Menschen überall diesen Widerspruch nicht akzeptieren.


Voller Hoffnung und Entschlossenheit,


Ihr Avaaz-Team


*Mehr Informationen:*


  * Esel aus Gaza gern, aber keine Kinder

    <https://www.nd-aktuell.de/artikel/1195676.tierschutzverein-esel-aus-gaza-gern-aber-keine-kinder.html>

    (ND aktuell)

  * Aus Gaza gerettete Eselchen finden ein Zuhause in Oppenheim

    <https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/rheinhessen/aus-gaza-gerettete-eselchen-finden-ein-zuhause-in-oppenheim-5161047>

    (Allgemeine Zeitung)

  * Germany welcomed donkeys evacuated from Gaza. But it blocked the

    entry of Palestinian children who need medical evacuation.

    <https://www.instagram.com/p/DRiXurMEcly/?img_index=1> (AJ+)



    *

    *


*Avaaz.org ist ein weltweites Kampagnennetzwerk mit 70 Millionen

Mitgliedern,* das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten

und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen

durchzusetzen. ("Avaaz" bedeutet "Stimme" oder "Lied" in vielen

Sprachen). Avaaz Mitglieder gibt es in jedem Land dieser Erde; unser

Team verteilt sich über 18 Länder und 6 Kontinente und arbeitet in 17

verschiedenen Sprachen.

Sie sind Mitglied der Avaaz-Bewegung geworden und haben angefangen,

diese E-Mails zu erhalten, als Sie am 2009-11-05 die Kampagne

"BLUTDIAMANTEN AUS SIMBABWE VERBIETEN" mit der Email-Adresse

irumpf@di-rumpf.de unterzeichnet haben.


Um sicherzustellen, dass die Nachrichten von Avaaz bei Ihnen ankommen,

fügen Sie bitte avaaz@avaaz.org zu Ihrer Kontaktliste hinzu. *Klicken

Sie hier, um sich vom E-Mail Versand abzumelden

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Um Avaaz zu kontaktieren, *antworten Sie bitte nicht auf diese E-Mail.

*Benutzen Sie stattdessen das Formular www.avaaz.org/de/contact

<https://www.avaaz.org/de/contact>.

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01.12.2025

Historie
„Sprich leise und trage einen großen Knüppel“

aus e-mail von Friedensnsbüro Hannover,  1. Dezember 2025, 14: 52 Uhr


sz.de, vom 27. November 2025, 14:37 Uhr

Präsident Donald Trump schickt einen Flugzeugträger vor die Küste Venezuelas. Die Militäraktion erinnert an die „Venezuela-Krise“ 1902/1903, als die USA dem Deutschen Reich drastisch klarmachten, wer in dieser Weltgegend das Sagen hat.

Von Reymer Klüver <https://www.sueddeutsche.de/autoren/reymer-kluever-1.1146957>

Draußen peitscht ein eisiger Nordoststurm Schnee durch die Nacht, als ein elegant gekleideter, älterer Herr in die Wärme der Empfangshalle des Cambridge Hotel in Manhattan tritt. Er trägt Zylinder, Zwicker und einen buschigen Schnauzbart, so wie es Mode der Zeit ist: Theodor von Holleben, Botschafter des Deutschen Reiches in den Vereinigten Staaten von Amerika. Gerade ist er mit dem Express aus Washington, D.C., eingetroffen und mit der Fähre über den Hudson gesetzt; die Züge aus der Hauptstadt enden noch auf der Jersey-Seite.


Es ist sehr spät am Sonntag, dem 14. Dezember 1902, und niemand in der vornehmen New Yorker Bleibe dürfte zu dieser Stunde ahnen, dass der gerade eingetroffene Gast in Geschäften unterwegs ist, die über Krieg und Frieden entscheiden können. In einer Angelegenheit, die damals die Blätter der Stadt mit Schlagzeilen füllt und die Politik auf beiden Seiten des Atlantiks in Alarmzustand versetzt hat: der sogenannten Venezuela <https://www.sueddeutsche.de/thema/Venezuela>-Krise.


Anfangs ging es um Schulden und deren Nichtbegleichung durch das lateinamerikanische Land. Es ging um wirtschaftliche Interessen, aber bald um politisches Prestige, um kühle Berechnung und dann um erschreckende Fehlkalkulationen im Spiel unverhohlen imperialistisch agierender Mächte. Am Ende schlitterten ausgerechnet das deutsche Kaiserreich und die USA <https://www.sueddeutsche.de/thema/USA> nur knapp an einer bewaffneten militärischen Konfrontation vorbei.


Die Monroe-Doktrin, berühmt wie berüchtigt


Hinter allem stand ein Anspruch, der auch heute noch, mehr als ein Jahrhundert später, die neue, ganz andersgeartete Krise bestimmt, in deren Zentrum wieder Venezuela steht: der unverhüllte und so oft mit militärischer Gewalt durchgesetzte Anspruch der USA, die Geschicke in ihrer karibischen Nachbarschaft und überhaupt in der ganzen amerikanischen Hemisphäre zu bestimmen. Formuliert in der berühmt-berüchtigten Monroe-Doktrin, benannt nach dem amerikanischen Präsidenten James Monroe, der dieses geostrategische Privileg der Vereinigten Staaten bereits 1823 zum ersten Mal propagiert hatte. Vor zehn Tagen schickte US-Präsident Donald Trump den größten Flugzeugträger der Navy, die USS Gerald R. Ford, vor die Küste Venezuelas, als Drohung gegen das dortige Regime.


1902, die Venezuela-Krise hat sich seit Monaten angebahnt. Zunächst sind es lediglich Spannungen zwischen dem nach Jahren des Bürgerkriegs völlig heruntergewirtschafteten südamerikanischen Land und europäischen Mächten, allen voran Deutschland <https://www.sueddeutsche.de/thema/Deutschland> und Großbritannien <https://www.sueddeutsche.de/thema/Gro%C3%9Fbritannien>. London will ausstehende Kredite eintreiben, Berlin verlangt die Entschädigung deutscher Kaufleute, die über Enteignungen und Zwangsanleihen klagen. Seit dem Jahr zuvor wartet zudem ein Konsortium, das unter Führung der Essener Firma Krupp eine fast 200 Kilometer lange Eisenbahnlinie zwischen der Hauptstadt Caracas und dem Hafen von Valencia gebaut hat, auf ausstehende Zahlungen. Doch Venezuelas Präsident Cipriano Castro, ein unberechenbarer Militärdiktator, verweigert den Schuldendienst.


Deutsche und Briten wollen sich das nicht gefallen lassen, schon gar nicht von einem Land, auf das sie als drittklassig herabschauen. Die Außenminister in Whitehall und Wilhelmstraße verabreden, Kriegsschiffe in die Karibik zu entsenden. Sie sollen die venezolanischen Häfen und damit alle Ein- und Ausfuhren des Landes blockieren, bis der Diktator einlenkt. Unter der Hand unterrichten beide ihr Gegenüber in Washington und versichern, dass sie nur die ausstehenden Schulden eintreiben wollten und keinerlei territoriale Ansprüche in der westlichen Hemisphäre hegten – eine stille Verbeugung vor der Monroe-Doktrin.


Ein „afrikanisches Sprichwort“ als Maxime des Präsidenten


Im Weißen Haus regiert damals Theodore Roosevelt, ein Mann von enormer Auffassungsgabe, enzyklopädischem Wissen und geradezu überbordendem Selbstbewusstsein. Schon öfter hat er ein, wie er sagt, „afrikanisches Sprichwort“ als seine außenpolitische Maxime zitiert: „Sprich leise und trage einen großen Knüppel, dann wirst du weit kommen.“


Aber jetzt signalisiert Roosevelt den Regierungen in London und Berlin, nichts gegen die Blockade zu haben. Schuldendienst sei Ehrensache. „Wenn sich ein südamerikanisches Land gegenüber einem europäischen Land nicht benimmt, soll ihm das europäische Land ruhig den Hintern versohlen“, sagt er dem Deutschen Speck von Sternburg, einem persönlichen Freund (er nennt ihn „Specky“). Roosevelt nimmt zu Recht an, dass der nicht ganz uneitle Baron, der im diplomatischen Dienst des Kaisers steht, diese Einschätzung seinen Vorgesetzten in Berlin nicht vorenthalten wird. Doch knüpft der Präsident seine Billigung der Blockade an eine Bedingung: dass die Strafaktion „nicht die Form einer Gebietsannektierung durch eine nichtamerikanische Macht“ annimmt. Dieser Nachsatz wird jedoch in Berlin offenbar geflissentlich überhört.


Roosevelt aber meint, was er sagt. Das Bureau of Navigation, damals eine Art Thinktank der Marine, hat ihn in einem Memorandum gewarnt, dass man den Deutschen nicht trauen dürfe. Anders als die Briten, die auch in der Karibik über mehrere Besitzungen verfügen, wolle das Kaiserreich von Venezuela in Wahrheit vermutlich mehr als nur eine Entschädigung, heißt es in der Denkschrift. Weil das lateinamerikanische Land völlig bankrott sei und über keinerlei Geldmittel mehr verfüge, „könnte Venezuela stattdessen Territorium anbieten“ – also genau das, was der Präsident um keinen Preis zulassen will.


Roosevelt traut den Deutschen nicht


Im Gegensatz zu manchem seiner Nachfolger ist Roosevelt ein unersättlicher und aufmerksamer Leser von Akten und Büchern. Er studiert das Marine-Memorandum genau, und ihm ist auch ein Satz aus der Blockade-Vereinbarung zwischen London und Berlin nicht entgangen. „Wir könnten unsererseits die vorübergehende Besetzung verschiedener venezolanischer Häfen in Erwägung ziehen“, hatten darin die Berliner Diplomaten festgehalten. Der amerikanische Präsident ist alarmiert. Hatten nicht die Deutschen vier Jahre zuvor gewaltsam von China die Verpachtung von Tsingtao als Flottenstützpunkt für die kaiserliche Marine erzwungen? Was, wenn sie sich auch an der venezolanischen Küste festsetzen wollten – unweit des geplanten Kanals durch den Isthmus von Panama?


Roosevelt hatte die wirtschaftliche und strategische Bedeutung des Kanals für die USA längst erkannt, das Projekt ist Chefsache (ein Jahr später wird er den lange unterbrochenen Weiterbau der Wasserstraße durchsetzen, seinerseits mit Waffengewalt. Er erzwingt die Unabhängigkeit Panamas von Kolumbien und die Abtretung der geplanten Kanalzone an die USA. Der Kanal wird 1914 eröffnet werden). Zudem misstraut der US-Präsident dem Kaiserreich: „Die einzige Macht, die für uns irgendwie zur Bedrohung werden könnte in der nahen Zukunft, ist Deutschland“, hatte Roosevelt ein Jahr zuvor in einem Brief notiert.


In Berlin gibt es tatsächlich, auf persönliche Anordnung von Kaiser Wilhelm II., geheime Planspiele für einen Krieg mit den USA. Von einem (bis dahin nicht vorhandenen) Stützpunkt in der Karibik aus soll die deutsche Kriegsmarine die amerikanische Atlantikflotte ausschalten. Dann würde eine Invasionstruppe bei Boston und New York landen und Furcht und Schrecken verbreiten. Es sind nur sehr vage Überlegungen ohne konkrete Vorbereitungen, aber im Sommer 1901 kundschaftet immerhin der Militärattaché der deutschen Botschaft, ein Marineoffizier, mögliche Landungsplätze aus.


„Wenn nötig mit Gewalt.“


Das alles weiß Roosevelt nicht, als er am 8. Dezember 1902 bei einem diplomatischen Empfang im Weißen Haus den kaiserlichen Botschafter von Holleben begrüßt. Wenige Tage zuvor hat der Präsident in seiner jährlichen Rede vor dem Kongress ein großes Flottenmanöver angekündigt. Zufall oder nicht: Es findet in der Karibik statt, und ausgerechnet jetzt, als die kombinierte britische und deutsche Streitmacht dort mit 29 Kriegsschiffen auftaucht. Der deutsche Panzerdeckkreuzer Vineta beschießt venezolanische Küstenforts. Es ist die bis dahin größte US-Flottenkonzentration: 53 Schiffe kreuzen in dem Seegebiet südlich von Puerto Rico. Sechs Monate lang hat die US-Marine zuvor die venezolanische Küste kartografiert – mit Roosevelts ausdrücklicher Genehmigung.


Briten und Deutsche haben Venezuelas Präsidenten Castro inzwischen offiziell wissen lassen, dass sie nun „spezielle Maßnahmen“ ergreifen würden, um ihre Interessen zu schützen. Ihre Kanonenboote und Kreuzer sind vor den Häfen aufgefahren. Die wenigen Kriegsschiffe der Venezolaner sind keine Herausforderung für die gepanzerten Schlachtschiffe der hochgerüsteten Expeditionsflotte aus Europa, kurzerhand versenken die Deutschen zwei der venezolanischen Boote.


Im Weißen Haus nimmt Roosevelt den deutschen Chefdiplomaten bei dem Empfang beiseite, nur sein Sekretär, dessen Bürotür er offengelassen hat, hört mit. Er habe eine Botschaft für den Kaiser, sagt Roosevelt. Er spricht fließend Deutsch, mag deutsche Kultur und Literatur, zitiert Goethe und Schiller auswendig (als Kind hat er mit seinen Eltern Deutschland bereist), aber Wilhelm II. mit seiner Selbstverliebtheit und Großmannssucht ist ihm höchst suspekt. Holleben solle dem Kaiser ausrichten, er, Roosevelt, werde alles tun, um in der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, dass die US-Manöver in der Karibik als Unterstützungsaktion für die Europäer wahrgenommen würden. Er werde aber „wenn nötig mit Gewalt“ dazwischengehen, „wenn Deutschland Maßnahmen ergreife, die wie der Erwerb von Gebieten in Venezuela oder anderswo in der Karibik aussehen würden“. Das habe er, so berichtet Roosevelt später in einem Brief, „mit äußerstem Nachdruck“ vorgetragen.


Holleben gibt sich unbeeindruckt, wiederholt lediglich die offizielle Berliner Sprachregelung, Deutschland strebe keinen „dauerhaften“ Besitz in der Karibik an (was eine befristete Landnahme eben nicht ausschließt und deren Dauer offenlässt). Roosevelt reicht das nicht. Er sagt dem nun perplexen Diplomaten: Berlin habe zehn Tage Zeit, eine unzweideutige Absage an jeden Gebietsanspruch abzugeben. Ansonsten werde er die amerikanische Marine vor die Küste Venezuelas beordern. Es ist, ohne Zweifel, ein Ultimatum. Eine unerhörte Herausforderung.


Der deutsche Botschafter hat „Todesangst vor dem Kaiser“


Der Botschafter verabschiedet sich höflich. Soll er die mündliche Drohung ernst nehmen? Oder blufft der Präsident, der ohnehin eine Neigung zu hochfahrender Rhetorik hat? Holleben, dem Amerikas Außenminister intern eine „Todesangst vor dem Kaiser“ bescheinigt, ist sich zudem bewusst, dass es um sein Ansehen in Berlin nicht zum Besten steht. Per Telegramm hatte er bereits vor wachsender Deutschenfeindlichkeit in der amerikanischen Presse gewarnt. Das Fernschreiben wird Wilhelm II. persönlich vorgelegt. Der notiert abfällig am Rand: „Herr Botschafter ist da drüben, um den Puls der Presse zu messen und ihn, wenn nötig, zu beruhigen, indem er die angemessene Medizin verabreicht.“ Deutschland beharre auf seinem Standpunkt. „Wir werden alles tun, was nötig ist für unsere Marine“, belehrt der Kaiser seinen US-Emissär, „auch wenn es den Yankees nicht gefällt.“ Der Botschafter möge nicht so ängstlich sein.


Auch sonst unternimmt der deutsche Kaiser wenig, um Roosevelts Argwohn zu zerstreuen. So erklärt er: „Wir sind mit Venezuela sozusagen im Kriege. Ich habe den Oberbefehl und alleinige Leitung als Kriegsherr. Mein Organ der Admiralstab hat nur Meine Befehle weiterzugeben, nachdem sie aufgesetzt sind. Er darf aber niemals ohne vorherige Vorlage an mich Befehle aufsetzen oder gar absenden!“


Sechs Tage später, am Morgen des 14. Dezember, einem Sonntag, bittet Holleben Roosevelt um eine erneute Unterredung; wieder hört nur der Sekretär des Präsidenten, William Loeb, mit. Doch zur Überraschung der Amerikaner plaudert der Deutsche über das eisgraue Schneewetter und – mitten im Winter – über Tennis. Er ist schon wieder am Gehen, als Roosevelt ihn fragt, wie Berlin zum jüngsten Vorstoß aus Venezuela steht: Präsident Castro hatte nach den ersten Schüssen der Deutschen und Briten die USA um Vermittlung gebeten. Seine Majestät wolle keine Schlichtung, erklärt Holleben knapp. Roosevelt erwidert ebenso knapp, in diesem Fall müsse der Kaiser wissen, dass er, Roosevelt, Deutschland „sehr bestimmt“ mit Krieg drohe – wie sein Sekretär Loeb noch Jahrzehnte später bezeugt. Er erwarte nun eine definitive Antwort des Reichs bis zum 17. Dezember, einen Tag früher als bisher. Wieder die unglaubliche Drohung, und sogar noch verschärft.


Meint es der Präsident ernst, muss er Berlin vor der erneuten Zuspitzung warnen, trotz der herablassenden Zurechtweisung durch den Kaiser?


Venezuela muss einlenken


Holleben beschließt, noch am selben Tag nach New York zu reisen und den Rat des deutschen Generalkonsuls dort einzuholen. Carl Bünz gilt als Kenner der Persönlichkeit des Präsidenten, er ist Roosevelt schon begegnet, als der noch Politiker in der Metropole war. Offenbar ist Bünz es, der tags darauf den Botschafter tatsächlich davon überzeugt, dass der Amerikaner nicht blufft. Seine Marine hat so viele Schiffe in der Karibik zusammengezogen, dass die kaiserliche Expeditionsstreitmacht hoffnungslos unterlegen wäre.


Holleben rät in Berlin zum Einlenken. Das Deutsche Reich habe in Venezuela „der Welt gezeigt“, dass es willens sei, für seine Rechte einzustehen, telegrafiert er am 16. Dezember von New York nach Berlin: „Wir würden nun einen guten Eindruck bei allen Amerikanern hinterlassen, wenn unsere Regierung die Vermittlung (der Amerikaner) akzeptiert.“


So geschieht es dann auch, trotz der hochfahrenden kaiserlichen Worte. Hollebens Drängen zeigt endlich Wirkung. Tags darauf billigt der Reichstag in einer eilends angesetzten Abstimmung die Schlichtung des Streits mit Venezuela durch die Amerikaner. Es ist der 17. Dezember 1902, der Tag, an dem Roosevelts Ultimatum abläuft. Von dessen Drohungen gegenüber den Deutschen wird die Welt erst sehr viel später erfahren, kurz vor Eintritt Amerikas in den Ersten Weltkrieg 1917 (als die USA und das Kaiserreich sich dann tatsächlich in einem bitteren militärischen Ringen befinden).


Die Blockade der Küsten Venezuelas geht indes bis ins Jahr 1903 weiter, die britischen und deutschen Schiffe werden sogar noch durch Kreuzer aus Italien verstärkt. Doch am 13. Februar 1903 einigen sich die Streitparteien unter US-Vermittlung auf eine gütliche Regelung zum Schuldenabbau, die sogenannten Washingtoner Protokolle. Für Deutschland unterzeichnet schon nicht mehr Botschafter Holleben. Ihn hatte der düpierte Kaiser zu Jahresbeginn vorzeitig abberufen.


Auch Roosevelt zieht – auf seine Art – Konsequenzen aus der Krise. „Chronisches Fehlverhalten“ von Ländern in der westlichen Hemisphäre, verkündet er 1904 vor dem US-Kongress, werde die Vereinigten Staaten, „wenn auch widerstrebend“ und nur in besonders schwerwiegenden Fällen, künftig dazu zwingen, notfalls militärisch einzugreifen und „internationale Polizeiaufgaben zu übernehmen“. Eine Erklärung, die als „Roosevelt Corollary“, als Zusatz Roosevelts zur Monroe-Doktrin, in die Geschichtsbücher Eingang gefunden hat. Diese (latente) Interventionsdrohung gegenüber den Staaten Lateinamerikas wurde bis heute von keinem US-Präsidenten in aller Form widerrufen.

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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

01.12.2025

Nordostpassage: China / Russland – Europa schaut zu

aus e-mail von, Doris Pumphrey, 1. Dezember 2025, 10:24 Uhr


Berliner Zeitung 30.11.2025

<https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/nordostpassage-china-russland-neue-handelsroute-europa-li.10007461>


*Nordostpassage: China und Russland formen neue Route – Europa schaut zu


*Die Nordostpassage wird schiffbar und könnte den Welthandel neu ordnen.

Während China und Russland vorpreschen, droht Europa die strategische

Chance im hohen Norden zu verpassen.


/von Dominik PietzckerPeer M. Strömgren/


Entdeckung und Ausbau neuer Handelsrouten waren geschichtlich oftmals

Treiber geopolitischer Veränderungen und Machtverschiebungen, die bis

heute nachwirken. Die Entdeckung Amerikas markierte den Beginn eines

rasch florierenden Seehandels zwischen Europa und der Neuen Welt. Die

transatlantischen Handelsrouten, deren Fracht zumeist aus Sklaven

bestand, führten im frühen 16. Jahrhundert innerhalb weniger Jahrzehnte

zum ökonomischen Aufstieg der westeuropäischen Küstenländer (Portugal

und Spanien, England und Frankreich), zugleich jedoch zum Niedergang

Venedigs als der bis dahin dominierenden europäischen Seemacht. Auf den

neuen atlantischen Routen war ökonomisch und geostrategisch einfach mehr

zu holen als im südöstlichen Mittelmeerraum. Die Entdeckung eines neuen

Handelsweges im Westen führte in Konsequenz zu einer dramatischen

Verschiebung des Mächtegleichgewichts in ganz Europa.


Nicht viel anders verhielt es sich, historisch gesehen, bei der

Verkürzung von maritimen Handelswegen durch den Suez- und Panamakanal.

Während die Kontrolle über den Suezkanal ein letztes Mal den Anspruch

Englands als führende Kolonialmacht unterstrich, sicherten sich die USA

mit der Fertigstellung des Panamakanals ihre hegemoniale Stellung auf

dem gesamten amerikanischen Kontinent. Handelsrouten dienen eben nicht

nur dem Warenaustausch, sondern sind Ausdruck von nationalen

Herrschaftsansprüchen und ihrer Durchsetzungsfähigkeit. Wenn sich

Handelsrouten ändern, werden auch bestehende Machtverhältnisse tangiert,

zuweilen sogar aufgelöst.


Vor diesem Hintergrund ist auch die „Belt and Road Initiative“ Chinas zu

betrachten. Als größter Produktionsstandort und wichtigste Handelsnation

der Welt hat die Volksrepublik ein vitales Interesse daran, die

Handelsrouten von und nach China auszubauen und abzusichern. Dies

gelingt am ehesten durch Diversifikation. Seit 2013 investiert China

massiv und im globalen Maßstab in Handelsinfrastrukturen auf dem Land-

und Seeweg. Dazu gehören Straßen- und Eisenbahnnetze in Zentralasien und

Südosteuropa ebenso wie Häfen im Mittelmeerraum, in Lateinamerika und

Afrika. Aufgrund globaler Konflikte und klimatischer Veränderungen

gewinnt nun auch die arktische Nordostpassage an Attraktivität – nicht

nur für asiatische Player.


*Die Nordostpassage wird schiffbar


*Die Nordostpassage entlang der russischen Küste und des 75ten

nördlichen Breitengrades ist perspektivisch eine alternative Route zu

den stark befahrenen und Sicherheitsrisiken ausgesetzten Schiffsrouten

im globalen Süden. Durch den dramatisch fortschreitenden Klimawandel

wird die Region des ewigen Eises an immer mehr Tagen im Jahr passierbar.

Während es in den 1980er-Jahren nur an 70 Tagen im Jahr möglich war, die

nordöstliche Route zu passieren, sind es seit den 2020ern 160 Tage.

Dadurch eröffnen sich neue Chancen im Welthandel. Denn warum sollten

sich Containerreedereien auf den südlichen Routen Piraterie und

Seeblockaden aussetzen, wenn ihre Schiffe auch auf der deutlich kürzeren

und sicheren Nordostpassage nach Europa gelangen?


Die arktische Nordostpassage ist eine echte Alternative zum Suezkanal,

der sich zunehmend als Schwachpunkt globaler Warenströme erweist. Seit

mehreren Jahren testen daher Reedereien wie Maersk (Dänemark) und Cosco

(China), beide unter den Top 5 der weltweit größten

Containerschiffunternehmen, in welchem Ausmaß sich der neue Seeweg im

hohen Norden nutzen ließe. Entscheidender Vorteil: Die Route, die

Ostasien mit Nordeuropa verbindet, ist um vierzig Prozent kürzer als die

sogenannte Suez-Route durch das Rote Meer. Ein wachsender Anteil des

Schiffsverkehrs zwischen China und der Europäischen Union, der bislang

den Suezkanal passiert, könnte perspektivisch über die Nordostpassage

abgewickelt werden. Zumindest in der Theorie.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

01.12.2025

Sipri-Bericht: Aufrüstung treibt Rüstungsumsätze auf Rekordhoch

aus e-mail von Karin Gerlich, 1. Dezember 2025, 14:15 Uhr 


Liebe Kolleginnen und Kollegen,


  hier eine Weiterleitung von Irene und zusätzlich ebenfalls von Manuel

ein Video, das nicht nur fr unswichtig ist, sondern zwingend weit

verbreitet werden muß


siehe unten Karin Gerlich


ich empfehle, auf den Teil zu achten, der über das Projekt spricht

(jetzt wiederbelebt) "Der Generalplan Ost". Es kann kostenlos als PDF

gefunden werden.


https://youtube.com/watch?v=3cbe7RMeBHk&si=HRTQNAWfieqJO5yl 

<https://youtube.com/watch?v=3cbe7RMeBHk&si=HRTQNAWfieqJO5yl>


LG

Manuel


-------- Weitergeleitete Nachricht --------

Betreff: Sipri-Bericht: Aufrüstung treibt Rüstungsumsätze auf Rekordhoch

Datum: Mon, 1 Dec 2025 08:39:44 +0000

Von:

An: neue-attacies-diskussionsliste@framalistes.org

Kopie (CC): perspektiven@listi.jpberlin.de,

attac-untere-saar@listi.jpberlin.de



*Tot-Rüsten? Warum lassen wir uns das gefallen?*

*Bitte weiterleiten in der Hoffnung auf breiten Widerstand.*

*LG Irene*

*Sipri-Bericht: Aufrüstung treibt Rüstungsumsätze auf Rekordhoch*

*01.12.2025 ZDFheute*

*https://www.zdfheute.de/politik/ausland/ruestung-militaer-ukraine-krieg-russland-sipri-bericht-100.html*

Angesichts zahlreicher Kriege und Konflikte in der Welt hat die

internationale Rüstungsindustrie einen neuen Umsatzrekord verzeichnet.

Die 100 größten Waffenproduzenten der Erde steigerten ihre

Gesamteinnahmen aus dem Verkauf von Rüstungsgütern und

Militärdienstleistungen im Jahr 2024 um währungsbereinigte 5,9 Prozent,

wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri in einem neuen

Bericht mitteilte.



    Rekordwert bei Waffenumsätzen


Die Unternehmen erreichten zusammen einen Umsatz von rund 679 Milliarden

US-Dollar (aktuell rund 586 Milliarden Euro), der höchste je

verzeichnete Wert.Im vergangenen Jahr erreichten die weltweiten

Waffenumsätze den höchsten Stand, den Sipri jemals verzeichnet hat.


Die erste umfassende Datensammlung zur Rüstungsindustrie erhob das

Stockholmer Institut 2002.


Angetrieben worden sei die Nachfrage nach Rüstungsgütern durch die

Kriege in der Ukraine <https://www.zdfheute.de/thema/ukraine-198.html

und im Gazastreifen <https://www.zdfheute.de/thema/gaza-172.html>,

geopolitische Spannungen auf globalem wie regionalem Niveau sowie immer

höhere Militärausgaben, berichten die Friedensforscher. Viele

Produzenten hätten ihre Fertigungslinien ausgebaut, Anlagen vergrößert,

Tochtergesellschaften gegründet oder andere Unternehmen übernommen.



    Entscheidender Wachstums-Anteil Europas


Sipri-Forscher Jade Guiberteau Ricard verwies auf den entscheidenden

Anteil Europas an dem Wachstum. In Europa wuchsen die gesammelten

Rüstungsumsätze aufgrund der hohen Nachfrage durch den Ukraine-Krieg

sowie die wahrgenommene Bedrohung durch Russland

<https://www.zdfheute.de/thema/russland-324.html> um 13 Prozent auf 151

Milliarden Dollar.


Mit Blick auf Europa verwies Sipri-Forscher Ricard auf massive

Investitionen europäischer Rüstungskonzerne, um die

Produktionskapazitäten auszuweiten. Eine "wachsende Herausforderung"

könnte ihm zufolge allerdings die Beschaffung der benötigten Rohstoffe

darstellen.


------------------------------------------------------------------------

Die vier gelisteten Konzerne aus Deutschland - Rheinmetall (Platz 20),

ThyssenKrupp (61), Hensoldt (62) und Diehl (67) - erzielten

zusammengerechnet einen Umsatzsprung um satte 36 Prozent auf nunmehr

14,9 Milliarden Dollar. Grund dafür ist laut den Forscherinnen und

Forschern die gestiegene Nachfrage nach bodengestützten

Luftabwehrsystemen, Munition und gepanzerten Fahrzeugen aufgrund der

wahrgenommenen Bedrohung durch Russland.


Absoluter Branchenprimus bleiben die USA

<https://www.zdfheute.de/thema/usa-news-100.html>, in denen gleich 39

der 100 beobachteten Unternehmen ihren Hauptsitz haben. Zusammen kommen

sie nach einem Zuwachs um 3,8 Prozent auf Rüstungsumsätze in Höhe von

334 Milliarden Dollar, also fast die Hälfte der weltweiten Summe.



    Auch russische Konzerne mit höherem Umsatz


Trotz internationaler Sanktionen aufgrund des Krieges gegen die Ukraine

konnten auch die beiden russischen Rüstungsunternehmen in den Top 100,

Rostec und United Shipbuilding Corporation, ihre Umsätze steigern.

Zusammengenommen kamen sie 2024 auf Einnahmen von 31,2 Milliarden

US-Dollar, ein Plus von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Laut den

Friedensforschern hat die Binnennachfrage ausgereicht, um die durch

sinkende Exporte entstandenen Umsatzverluste mehr als auszugleichen.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

01.12.2025

gewerkschaftsforum.de / neue artikel

aus e-mail von Laurenz Nurk, 1. Dezember 2025, 12:01 Uhr


Ein Forum für Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, die etwas zu sagen haben


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir möchten euch auf neue Artikel auf https://gewerkschaftsforum.de/ aufmerksam machen:



Über die Verkommenheit eines Sozialdemokraten



Wenn jemand den Begriff Verkommenheit auf Menschen anwendet, sollte er umsichtig mit dieser Wortwahl bzw. Charakterisierung umgehen, denn mit Verkommenheit ist die Beschreibung des moralischen Verfalls oder auch ein Zustand der Verwahrlosung einer Person gemeint.

In unserem Fall soll der Begriff Verkommenheit dennoch auf den amtierenden Bundesminister der Verteidigung angewandt werden. Hier soll es nicht um den früheren Oberbürgermeister der „Friedensstadt Osnabrück“, auch nicht um den schneidigen Innenpolitiker der SPD und Innenminister von Niedersachsen gehen, sondern um Statements, die er in seiner jetzigen Funktion als Bundesverteidigungsminister abgeliefert hat.  weiterlesen →----------------------------------------------------------------------------------------------------

Psychosoziale Impressionen einer Zeit, welche die ganze Welt, mehr oder weniger, in den Wahnsinn trieb: CORONA !!!



Von Charlotte Ullmann


Mit Beginn des Jahres 2020 fühlte ich mich wie in eine andere Welt versetzt, mit Aliens um mich herum. Diese Welt erschien mir wie ein Traum, zunehmend ein Albtraum. Abwarten, sagte ich mir: Ein ominöses Virus rollt auf uns Menschen zu, aus China, sehr bedrohlich! Der Entstehungsherd sei der Viehmarkt von Wuhan, wo mit Wildtieren gehandelt wird. Die Zoonose-These war geboren: Fledermäuse hätten das Virus auf den Menschen übertragen. Ich rieb mir die Augen. War da nicht in der Nähe das amerikanisch-chinesische Labor, das Corona-Viren erforscht und mit ihnen experimentiert hat und immer noch? Die Vermutung, dass da ein mutiertes oder künstlich verändertes Virus entschlüpft sein könnte, hatte nicht nur ich. Vehement wurde dieser Verdacht in aller Öffentlichkeit zurückgewiesen.


Die Laborthese, das Corona-Virus sei im Labor in Wuhan entstanden, das zu Corona-Viren forscht, wurde erstmals vom BND (Bundesnachrichtendienst) erhoben, jedoch zu Beginn der Corona-Krise noch unter Merkel und Spahn unter Verschluss gehalten. Diejenigen, die ebenfalls diesen Verdacht hatten, wurden ganz schnell als Schwurbler oder Verschwörungstheoretiker verunglimpft.


Mittlerweile (2025) halten viele namhafte Wissenschaftler die Laborthese von Covid 19 (Virus im Labor entstanden) für wahrscheinlicher als die Zoonose-These (von Wildtieren wie bsw. von Fledermäusen auf den Menschen übertragen) (2)

Ich machte mir Gedanken über Viren im Allgemeinen und Viren im Besonderen.  weiterlesen →---------------------------------------------------------------------------------------------------

Was immer schon zu wenig war …



Der Frieden und seine Gewerkschaften – Krieg und der Preis des Burgfriedens im Vorfeld des DGB-Bundeskongress 2026


Von Andreas Buderus


Die deutsche Gewerkschaftsbewegung steht im Jahr 2026 angesichts der im Frühjahr bevorstehenden Betriebsratswahlen und dem DGB-Bundeskongress im Mai an einem Wendepunkt, der tiefer reicht als jede Lohnrunde und weiter als jede Tarifauseinandersetzung. Was in den Jahrzehnten des sozialpartnerschaftlichen Arrangements noch als Beteiligung zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen galt, verkommt in der neuen Kriegsordnung zu etwas ganz anderem: Seit der sogenannten „Zeitenwende“ wird die einstige Kooperation zwischen Kapital, Staat und Gewerkschaften unter dem Schlachtruf „Kanonen statt Butter“ in ein burgfriedliches Mitmarschieren verwandelt – ein Mitvollzug der von oben verordneten Staatsräson, statt Gegenmacht im Interesse der Beschäftigten.


Was als „Ausnahme“ begann – Waffenlieferungen „aus Solidarität“, Sondervermögen „für die Sicherheit“, Transformation „auch in Richtung Verteidigungsindustrie“ – ist längst zum Normalzustand geworden. Die ver.di-Führung begann 2023 mit dem halben Frieden des Leitantrages E084 „Perspektiven für Frieden, Sicherheit und Abrüstung in einer Welt im Umbruch“ zum ver.di-Kongress. Die IG Metall schien kurz darauf auf ihrem Gewerkschaftstag zwar das Schlimmste abzuwenden, doch in den Monaten danach öffnete ihr Vorstand Tür und Tor zur Rüstungswirtschaft. „Ausrüstung statt Aufrüstung“, „Verteidigungsfähigkeit“, „industrielle Sicherheitsinfrastruktur“ – Wörter, die klingen wie Technik, aber handeln vom Krieg.

Parallel verschärfte sich die barbarische Realität: die NATO hob ihre Rüstungsziele auf faktisch fünf Prozent, die Bundesregierung erklärte „Kriegstüchtigkeit“ und der Wille zur „Erledigung von Drecksarbeit“ jetzt auch ganz offiziell zur „patriotischen Pflicht“ und zur „Staatsaufgabe“, zivile Produktionsketten werden zunehmend militarisiert, die Wiedereinführung der Kriegsdienstpflicht ist auf dem Weg. Gewerkschaften, die einst gegen Krieg und Sozialabbau zugleich standen, reagieren bestenfalls mit freundlich an Regierung und Sozialpartner gerichtet Appellen zur Beachtung von sozialen Mindeststandards, die weder opponieren noch mobilisieren oder unterwerfen sich direkt der verordneten bellizistischen Staatsräson.  weiterlesen →---------------------------------------------------------------------------------------------------

Jugend ans Gewehr!



Freiwillig zum Bund oder Pflicht? Diskussionsbedarf und Meinungsbildung in Sachen Kriegstüchtigkeit auf dem Weg zu einem zeitgemäßen Wehrdienst


Von Suitbert Cechura


Die Wehrdienstreform sollte im Oktober durch den Bundestag, doch dann kam es zu Verzögerungen. Sozialdemokraten und Christenparteien entdeckten bei eher nachrangigen Verfahrensfragen Differenzen. Da ging es um das notwendige Tempo bei der Reform, um die Alternative Freiwilligkeit oder Verpflichtung zum Dienst an der Waffe, um die Entscheidung durch ein Losverfahren und überhaupt um die brennende Frage der Wehrgerechtigkeit. Lebendige Demokratie, könnte man meinen. Beziehungsweise im Klartext: Profilierung der Kriegstreiber im stinknormalen Konkurrenzkampf der Parteien.


Die Medien sahen aber gleich wieder Stabilität und Ansehen der deutschen Regierung in Gefahr. So sorgte schon die Absage einer Pressekonferenz der Verteidigungspolitiker für Aufregung. Der Parteienstreit zeige den »desaströsen Zustand der beiden Regierungsparteien« (Taz, 16.10.2025). Bild und FAZ sahen in der SPD erneut vaterlandslose Quertreiber am Werk etc. pp. Dabei handelte es sich im Grunde um einen »Scheinkampf«, wie die jW schrieb (16.10.2025): Es bestehen ja »in dieser Frage zwischen SPD und Union gar keine prinzipiellen Unterschiede. Beide wollen die Bundeswehr im großen Stil aufrüsten und personell aufstocken und stellen dafür gemeinsam in den nächsten Jahren Hunderte Milliarden Euro bereit.«

In der – nach allen Regeln der Staatskunst inszenierten – Wehrdienstdebatte ist freilich einiges unterstellt, das nicht unbedingt selbstverständlich ist, auch wenn es unbestritten gilt. Das betrifft als erstes das Verhältnis von Staat und Bürgern, zu dem hier einige Überlegungen beigesteuert werden sollen. weiterlesen →---------------------------------------------------------------------------------------------------

Die reichsten Deutschen – wie sich Macht und Vermögen verteilen



Von Norbert Heckl


Zur gleichen Zeit, in der die CDU/CSU-SPD-Koalition neue Scheußlichkeiten ausbrütet, um Bürgergeldbezieher noch mehr zu kujonieren, ihnen damit drohen, bei Terminversäumnissen das Bürgergeld um 30% bis zu 100 % zu kürzen, ja selbst die Wohnungskosten nicht mehr zu übernehmen (aber damit wird, laut Merz, „niemand in die Obdachlosigkeit getrieben“), veröffentlicht das Manager Magazin sein alljährliches Sonderheft über den Reichtum in Deutschland: „Die 500 Reichsten Deutschen. Wie sich Macht und Vermögen verteilen.“


Scheinbar kritisch (aber durchaus richtig!) schreibt die Redaktion über ihre Reichenliste: „Noch nie war sie so notwendig wie heute. Denn Vermögen bedeutet Macht.“ Und über die Verteilung von Vermögen und Macht soll mit der Veröffentlichung Transparenz hergestellt werden. Ja, selbst Thomas Piketty („Das Kapital im 21. Jahrhundert“) wird zitiert, der die Debatte um die wachsende Ungleichheit in westlichen Gesellschaften enorm beschleunigt habe.

Festgestellt wird: „Obwohl die deutsche Wirtschaft seit drei Jahren stagniert, gibt es hierzulande… immer mehr Milliardäre“ – ihre Zahl stieg von 226 auf 256. Sieht man sich nur die hundert Reichsten an, so hat sich ihr Vermögen seit 2001 (dem ersten Jahr der Reichenliste) von 263 Mrd. Euro auf 758 Mrd. Euro in 2025 fast verdreifacht; das Bruttoinlandsprodukt hat sich im selben Zeitraum „nur“ verdoppelt. Damit stieg der Anteil der Top 100 am BIP von 12% auf 17,7%. Und auch seit dem letzten Jahr, mit einer Wirtschaft in der Rezession, ging es „für die meisten der Top 500 auch im vergangenen Jahr vermögensmäßig bergauf“ – erfreulich, nicht wahr?  weiterlesen →-------------------------------------------------------------------------------------------------

Oh no: „I don’t wanna get drafted“



Von Johannes Schillo


Die gewerkschaftliche Basisinitiative „Sagt NEIN!“ und die Website IVA, die in der Gegenöffentlichkeit aktiv ist, unterstützen die Protestaktionen gegen die Wehrdienstreform und gegen die geplante (Wieder-)Einführung der Wehrpflicht. Wenn das Vaterland ruft: „Jugend ans Gewehr“, soll man Nein sagen. Das gilt auch für die erste Stufe, wo es „bloß“ um die Wiedereinführung der Wehrerfassung geht und wo es ganz harmlos mit der Zusendung eines Fragebogens beginnt.


Denn: Die Wehrpflicht kommt wieder. Seit der „Zeitenwende“ wird die Notwendigkeit eines Wehrdienstes, der junge Menschen an die Bundeswehr heranführt, ja allenthalben betont, wobei eigentlich nur noch der Zeitpunkt der Implementierung offen ist. Zustimmung gibt es – leider – von rechts bis links. Aber es gibt auch entschiedenen Widerspruch, so von der Initiative „Sagt NEIN!“, die unter der Losung „Gewerkschafter:innen gegen Krieg, Militarismus und Burgfrieden“ angetreten ist und für ihren Aufruf mittlerweile rund 30.000 Unterschriften eingesammelt hat.

„Sagt NEIN!“ stellt sich, wie letztens im „FriedensForum“, der Zeitschrift der Friedensbewegung ausgeführt, kritisch gegen die Linie der DGB-Führung. Die oppositionelle Initiative aus der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi (dem zweitgrößten Arbeiterverein in der BRD) findet es etwa empörend, was in der diesjährigen DGB-Erklärung zum Antikriegstag steht, und besonders auch das, was nicht in ihr steht: Zwar im Ton leise, im Inhalt aber „robust“ stimme die Arbeitervertretung ihre Mitglieder auf den Kurs von Hochrüstung und Kriegsvorbereitung ein – wiederhole also die Politik des „Burgfriedens“, mit der 1914 die Arbeiterbewegung den Weg ins Jahrhundert der Weltkriege bahnte. weiterlesen →----------------------------------------------------------------------------------------------------

Kriegstüchtige Geheimdienste



Deutsche Geheimdienste sprechen, ohne Beweise zu präsentieren, von weitreichenden hybriden Angriffen Russlands in Deutschland und fordern größere rechtliche Handlungsspielräume für die Konfrontation mit Moskau.

Die deutschen Geheimdienste – Militärischer Abschirmdienst (MAD), Bundesnachrichtendienst (BND) und Verfassungsschutz – warnen vor sogenannten hybriden Angriffen Russlands in Deutschland und fordern in diesem Zusammenhang von der Politik größere rechtliche Handlungsspielräume. Um die Befugnisse des MAD auszuweiten, hat Verteidigungsminister Boris Pistorius bereits einen Gesetzesentwurf vorgelegt. Dieser sieht auch eine Ausweitung der Befugnisse der Militärpolizei auf den zivilen Bereich und eine Beschleunigung der Sicherheitsüberprüfung von Rekruten vor. Die Präsidenten der Geheimdienste räumen dabei ein, dass die „hybriden Angriffe“, für die sie Russland verantwortlich machen, sich gerade dadurch auszeichnen, dass die verantwortlichen Akteure nicht eindeutig zu bestimmen sind. Umgekehrt drohen Kritiker der Ukraine-Politik der Bundesregierung unter Generalverdacht gestellt zu werden, Agenten der russischen hybriden Kriegführung zu sein. Mit dem Diskurs um die „hybride Kriegsführung“ verwischen Geheimdienstler, Medien und Politiker nicht nur die Grenze zwischen Kritikern der deutschen Regierung und Agenten Russlands, sondern auch die Grenze zwischen Krieg und Frieden. weiterlesen →---------------------------------------------------------------------------------------------------

Vorbereitung auf Sozialkürzungen / Größte Armee Europas oder Sozialstaat: Ihr habt die Wahl!



Von Sozialforum Dortmund


Wahnsinn: Innerhalb von nur 5 Jahren sollen sich die deutschen Ausgaben für Aufrüstung und Verteidigung verdreifachen! Nach 52 Milliarden im Vorjahr rechnet der Bund in diesem Jahr mit Ausgaben fürs Militär von 62,2 Mrd. €. Und mit großen Schritten soll es weiter nach oben gehen, auf bis zu 152,8 Milliarden € im Jahr 2029 (unter Berücksichtigung von weiteren, in anderen Ressorthaushalten versteckten Mitteln sogar knapp 166 Mrd. €). Stolz verkündet die Regierung, damit spätestens 2029 die 3,5 Prozent-Zusage an die NATO erfüllen zu können.1

Und das alles auf Pump! Eigens dafür wurden die Möglichkeiten des Bundes zur Schuldenaufnahme mittels einer Grundgesetzänderung zu Art. 115 deutlich erweitert.2 Und es sollte der Eindruck entstehen, dass all die Aufrüstung möglich sei, ohne dass es Einschnitte an anderen Stellen des Bundeshaushalts geben werde. Was natürlich Quatsch ist. Denn großartige Reserven gab es in den Haushalten des Bundes schon lange nicht mehr. Aber die Illusion wurde von der neuen Regierung mit Bedacht monatelang aufrechterhalten. Damit sich nicht unnötig früh Widerstand gegen die Pläne entwickelt. weiterlesen →



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Herzliche Grüßevon den Kolleginnen und Kollegen des gewerkschaftsforum.de


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

01.12.2025

Bremer Friedensforum - Newsletter 2025-12-01

aus e-mail von, <newsletter@bremerfriedensforum.de>, 1. Dezember 2025, 12:07 Uhr


Bremer Friedensforum - Interessant zu wissen:


Schul- und Unistreik gegen Wehrpflicht  (https://bremerfriedensforum.de/2025/12/01/schul-und-unistreik-gegen-wehrpflicht/)


01.12.2025


NIE WIEDER WEHRPFLICHT! Gemeinsam stellen wir uns gegen die geplante Wehrpflicht und STREIKEN! Am 5.12. alle zur Demo! Ihr kriegt uns nicht! WIR: SAGEN NEIN ZUR WEHRPFLICHT! NEIN ZU ALLEN…  (https://bremerfriedensforum.de/2025/12/01/schul-und-unistreik-gegen-wehrpflicht/)


Weiterlesen  (https://bremerfriedensforum.de/2025/12/01/schul-und-unistreik-gegen-wehrpflicht/)


Odessa Tage Bremen – Eine Wortmeldung  (https://bremerfriedensforum.de/2025/11/25/odessa-tage-bremen-eine-wortmeldung/)


25.11.2025


Von Angelina Sörgel Zur Feier der Städtepartnerschaft mit Odessa begeht der Bremer Senat jetzt zum 3. Mal eine Veranstaltungsreihe. Sie findet immer rund um den 21. November statt, den die…  (https://bremerfriedensforum.de/2025/11/25/odessa-tage-bremen-eine-wortmeldung/)


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Francesca Albanese im EU Parlament zu Palästina  (https://bremerfriedensforum.de/2025/11/22/francesca-albanese-im-eu-parlament-zu-palaestina/)


22.11.2025


Francesca Albanese, seit dem 1. Mai 2022 Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für die seit 1967 besetzten palästinensischen Gebiete, war am 18. November 2025 auf Einladung einer Reihe von Europaabgeordneten im…  (https://bremerfriedensforum.de/2025/11/22/francesca-albanese-im-eu-parlament-zu-palaestina/)


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Monitor deckt auf:

Rüstungsboom ruiniert langfristig die Wirtschaft  (https://bremerfriedensforum.de/2025/11/21/monitor-deckt-aufruestungsboom-ruiniert-langfristig-die-wirtschaft/)


21.11.2025


Früher war sie das „Schmuddelkind“ der deutschen Industrie – jetzt ist die Rüstungsindustrie gefragt wie nie: Steigende Aktienkurse, volle Auftragsbücher, auch Start-ups werden mit Geld vom Bund und von privaten…  (https://bremerfriedensforum.de/2025/11/21/monitor-deckt-aufruestungsboom-ruiniert-langfristig-die-wirtschaft/)


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Machen sich die christlichen Kirchen kriegstüchtig?  (https://bremerfriedensforum.de/2025/11/13/machen-sich-die-christlichen-kirchen-kriegstuechtig/)


13.11.2025


Beide großen christlichen Kirchen in Deutschland haben in den vergangenen Tagen Beschlüsse gefasst, die aufhorchen lassen. Das, was der frühere Kanzler Scholz mit der Zeitenwende proklamiert hat, scheint nun auch…  (https://bremerfriedensforum.de/2025/11/13/machen-sich-die-christlichen-kirchen-kriegstuechtig/)


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01.12.2025

Von der Politik zur KI: Morgen beginnt heute

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forumgeopolitica.com, Mo. 01 Dez 2025, Sergey Plikin

Entscheidungen von Politikern und diplomatische Manöver bedeuten nicht nur stundenlange Verhandlungen über alle möglichen Details, sondern haben auch direkten Einfluss darauf, wie unser Alltag aussehen wird: von der Höhe des Gehalts über die Benzinpreise bis hin zur persönlichen Sicherheit. Viele halten Politik für ein seltsames Hobby langweiliger Menschen, aber nur so lange, bis sie merken, wie deren Entscheidungen die Preise für Brot und Versorgungsleistungen beeinflussen. Wenn man die Mechanismen dieser „langweiligen Wissenschaft” versteht, kann man Prognosen zu wichtigen Veränderungen im gesellschaftlichen Leben erstellen – zwar nicht mit hundertprozentiger Garantie, aber auf einer soliden Grundlage.


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Von der Diplomatie zur Wissenschaft: Wer gestaltet tatsächlich die Zukunft?Politiker spielen eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Zukunft, aber sie sind natürlich nicht die Einzigen. Seit Jahrhunderten geben Science-Fiction-Autoren die Richtung für den Fortschritt vor: Kir Bulytschow sagte Geräte für Reisen in virtuelle Welten voraus, und die Brüder Strugatski prognostizierten die Probleme und Möglichkeiten einer Superintelligenz. Wissenschaftler greifen diese Ideen auf und verwandeln Fiktion in Realität.

Angesichts der Tatsache, dass das westliche Projekt in der Ukraine strategisch gescheitert ist, kann man auch die Entwicklung der Wissenschaft in Betracht ziehen – denn sie wird unsere friedliche Zukunft bestimmen. Dies wurde bereits deutlich, als Trump den Ukraine-Konflikt als „Bidens Krieg“ bezeichnete und klar wurde, dass die USA, genau wie während des Zweiten Weltkriegs, angesichts des sich abzeichnenden Sieges der anderen Seite schnell versuchen, sich aus der Liste der Verlierer zu streichen. Die Lage auf dem Schlachtfeld hat sich im vergangenen Jahr nicht zugunsten der Ukraine entwickelt, und die zum Jahresende angekündigten Atomwaffen („Burevestnik” und „Poseidon”), denen man nichts entgegensetzen kann, verändern das Kräfteverhältnis grundlegend.

Die neue strategische Parität ermöglicht es, intellektuelle und finanzielle Ressourcen auf kreative Aufgaben zu konzentrieren. Eine der wichtigsten Prioritäten für die Entwicklung des Landes und den Aufbau der Zukunft ist das wissenschaftliche Denken.

"Die Zukunft wird heute geschaffen, vor unseren Augen, mit unseren Händen."
W. Putin, Sitzung des Valdai-Clubs, 05.10.2023

Wenn Fantasie zur Realität wird: KI und eine neue Ära der Entdeckungen

Die größte Überraschung hinsichtlich der Technologien der Zukunft kommt nicht von Diplomaten, sondern von Forschern. Die Nachrichten über wissenschaftliche Durchbrüche in der Gentechnik und Materialwissenschaft, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) erzielt wurden, sind nicht zu übersehen. Die Nachrichten sind voll von Schlagzeilen darüber, wie KI Wissenschaftlern hilft, schon heute die Zukunft zu gestalten.

Mehr als zwei Millionen Wissenschaftler weltweit nutzen das KI-System AlphaFold, das Modelle von über 200 Millionen Proteinstrukturen erstellt hat, die den „Quellcode des Lebens” enthalten. Bereits jetzt entwickeln Wissenschaftler mit seiner Hilfe Impfstoffe, Medikamente und Bakterien zur Zerstörung von Plastikmüll. Aufgaben, für die Wissenschaftler früher Jahre brauchten, werden jetzt in nur wenigen Stunden gelöst. Der KI-Systemkomplex wird bei der Genom-Editierung zur Behandlung von Erbkrankheiten, zum Verständnis von Krankheitsmustern und in der Landwirtschaft zur Züchtung von Pflanzen mit Resistenz gegen Dürre und Krankheiten eingesetzt.

Es ist schwer, einen Bereich zu finden, in dem KI nicht als hervorragendes Universalwerkzeug eingesetzt werden könnte, sei es in der Medizin, Wirtschaft, Logistik oder sogar in der Rechtswissenschaft.

All dies ist dank der grundlegenden Unterschiede zwischen künstlicher und menschlicher Intelligenz möglich. Der Mensch ist in der Lage, sieben Objekte gleichzeitig im Arbeitsspeicher zu halten, während KI Zehntausende von Parametern gleichzeitig berücksichtigen kann. Mit solchen Fähigkeiten kann KI beispielsweise sofort einen Entwurf für eine Großstadt erstellen und dabei alles berücksichtigen: von der Betonmarke für jedes einzelne Gebäude bis hin zur Erreichbarkeit sozialer Einrichtungen und der Sonneneinstrahlung in Wohnräumen. Kein Arzt hat die Kraft und Geduld, Ihnen ein Medikament in exakten Milligramm- und Proportionsangaben zu verschreiben, das alle Ihre Krankheiten, Parameter und den Zustand Ihrer Organe berücksichtigt. Mit KI wird hyperpersonalisierte Medizin für jeden zugänglich. Diejenigen, die sich mit der Modellierung des Verhaltens der Finanzmärkte befasst haben, wissen, dass dies aufgrund der Vielzahl der Einflussfaktoren praktisch unmöglich ist. Auch dies wird für KI eine alltägliche Aufgabe sein. Jeder Gesetzgeber weiß, wie schwierig es ist, vorherzusagen, wie sich ein neues Gesetz auf die Gesellschaft auswirken wird, wie vielen Menschen es helfen wird und wie vielen es missfallen wird, denn dafür müssen wieder Tausende von Faktoren berücksichtigt werden. Auch die Erstellung von Logistikketten für ein ganzes Land kann der KI übertragen werden. Versuchen Sie sich zum Beispiel einen General vorzustellen, der genau weiß, wo sich jeder seiner Soldaten befindet, wie viele Patronen er in diesem Moment hat, wie viel er heute geschlafen hat und wie hoch sein Puls gerade ist. Obwohl auch „Soldaten” bereits an Bedeutung verlieren, gibt es auf dem Schlachtfeld immer mehr robotergesteuerte Plattformen und Drohnen.

Russland im Zeitalter des wissenschaftlichen Durchbruchs

Roboter werden alltäglich: Auf den Straßen der Weltstädte fahren selbstfahrende Taxis, Lieferroboter, selbstfahrende KamAZ-Lkw transportieren Fracht von St. Petersburg nach Moskau (die Route wurde kürzlich bis nach Kasan verlängert), und in drei Moskauer Schulen gibt es bereits Roboter, die die Böden reinigen, während die Kinder Unterricht haben. Es ist zu erwarten, dass es sehr bald schwierig sein wird, auf unseren Straßen Straßenkehrer mit Besen anzutreffen.

Als Nächstes erwarten uns die Automatisierung und Robotisierung der Produktion. Im Jahr 2025 startete in Russland das nationale Projekt „Produktionsmittel und Automatisierung”. Im Rahmen des Projekts ist eine Erhöhung der Zahl der Industrieroboter von 29 im Jahr 2024 auf 145 pro 10.000 Arbeitnehmer bis 2030 vorgesehen. Das sind noch lange nicht die besten weltweiten Roboterisierungsindikatoren, aber das Fehlen übertriebener Ambitionen lässt auf fundierte Berechnungen und Planungen schließen. Der Sanktionsdruck zwingt uns dazu, buchstäblich alles selbst herzustellen. Aber das zahlt sich aus: Außer uns stellt kein anderes Land der Welt zivile Flugzeuge vollständig selbst her.

Es gibt noch komplexere Herausforderungen. Wie bekannt ist, werden die Lithografiemaschinen, mit denen moderne Chips hergestellt werden, ausschließlich in den Niederlanden produziert. Sie lassen sich praktisch nicht einfach kopieren. Folglich bleibt uns, wenn wir Chips benötigen und den Niederlanden der Verkauf solcher Ausrüstung an uns untersagt wurde, nichts anderes übrig, als sie selbst zu entwickeln. Und es gibt bereits Erfolge: Am 1. Oktober 2025 meldete das Nanotechnologische Zentrum von Zelenograd, dass der erste Lithograf mit einer Auflösung von 350 nm hergestellt und verkauft wurde und das Unternehmen nun zur Serienproduktion übergeht. Ein Modell mit einem Fertigungsprozess von 130 nm soll bereits im nächsten Jahr entwickelt werden.

Die eigene Chip-Produktion intensiviert den Einsatz von KI, und KI wird dazu beitragen, neue Geräte zu entwickeln, die wiederum die Rechenleistung steigern werden.

Wir haben einen Wendepunkt erreicht, an dem die Kettenreaktion in der Wissenschaft unumkehrbar wird: KI hilft dabei, Materialien, Technologien und Algorithmen zu erschaffen, durch die wiederum die Leistungsfähigkeit der KI selbst gesteigert wird – was wiederum zur Entwicklung neuer Materialien, Technologien und Algorithmen führt.

Indem die KI die Wissenschaftler von der Notwendigkeit befreit hat, unzählige Berechnungen und endlose Experimente durchzuführen, hat sie ihnen die Möglichkeit gegeben, die Effizienz ihrer Arbeit radikal zu steigern. Das wissenschaftliche Denken erlebt derzeit einen beispiellosen Aufschwung. Noch nie hatten Forscher ein so wirksames Instrument in ihren Händen. Keine der früheren wissenschaftlichen Revolutionen war mit der heutigen vergleichbar. Die Forschung wird so intensiv betrieben, dass man den Eindruck gewinnt, in zwanzig Jahren werde es für Wissenschaftler nichts mehr zu entdecken geben – alles werde bereits erforscht sein.

Das wird die Zukunft sein, von der wir in den kühnsten Science-Fiction-Büchern gelesen haben, in der die gesamte Produktion vollständig automatisiert ist: In Gewächshäusern züchten Roboter Obst und Gemüse, auf Bauernhöfen halten sie Vieh, in Fabriken fertigen sie Kleidung und Schuhe, sie kochen in Restaurants, bauen Häuser und produzieren für uns endlose TV-Serien.

So oder so wird robotisierte Ausrüstung die Menschen in der Produktion vollständig ersetzen. Früher oder später wird dies weltweit geschehen, in jedem Land. Dabei werden besonders dringlich die Fragen nach der Verfügbarkeit von Flächen für Robo-Fabriken und Robo-Gewächshäuser sowie nach ausreichenden natürlichen und energetischen Ressourcen. Es ist leicht zu erraten, welches Land im Überfluss all diese Ressourcen besitzt.

Jetzt erkennen wir, dass all dies durchaus realistisch ist. Vielleicht nicht in 20, sondern in 30 oder 40 Jahren – aber es wird auf jeden Fall geschehen. Ich würde all das nur zu gerne mit eigenen Augen sehen. Hier erwacht mein innerer Skeptiker und brummt: „Das dauert noch lange, du wirst es nicht erleben.“ Und ich antworte ihm:

Wissenschaftler wissen, dass uns ein aktives langes Leben bevorsteht

Ich beginne nicht mit der kühnsten Prognose: Im September 2025 diskutierten der Präsident Russlands, Wladimir Putin, und der Vorsitzende Chinas, Xi Jinping, über Perspektiven der Lebensverlängerung. Xi Jinping äußerte die Überzeugung, dass die Menschheit in diesem Jahrhundert eine Lebensspanne von bis zu 150 Jahren erreichen könne.

Aubrey de Grey, ein britischer Biogerontologe, äußerte 2007 die Ansicht, dass bereits der erste Mensch geboren wurde, der tausend Jahre alt werden könnte. Er behauptete, dass bis 2030–2040 ein Punkt erreicht werden könnte, an dem die Lebensdauer so häufig verlängert wird, dass ein Mensch tatsächlich tausend Jahre alt werden kann. Es ist durchaus möglich, dass die Menschen, die in den nächsten 10–20 Jahren sterben, die letzte Generation sein werden, die das Leben verlässt.

Wladimir Mitkewitsch, Biophysiker und korrespondierendes Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften, erklärte im Oktober 2025, dass in den nächsten 10 Jahren ein „magisches Set“ aus 10–20 innovativen medizinischen Präparaten und einem Maßnahmenpaket entstehen werde, das ein gesundes Langleben ermöglichen soll. Er betonte, dass es wichtig sei, das Leben nicht nur zu verlängern, sondern es auch in voller Qualität zu gestalten.

Hinter diesen Prognosen stehen groß angelegte Forschungen, die reale Wege zur Steuerung des Alterns eröffnen: Wissenschaftler haben gelernt, genetische, zelluläre und metabolische Mechanismen des Alterns zu beeinflussen und damit die Grundlage für ein verlängertes aktives Langleben zu schaffen.

Hier kann man den häufig anzutreffenden Skeptizismus gegenüber dem ewigen Leben in Erinnerung rufen, als etwas Langweiliges und Belastendes. Ja, in Filmen werden diejenigen, die ewig leben, oft als gebrechliche Alte dargestellt. Die Wissenschaft hingegen spricht heute nicht von reiner Lebensdauer, sondern von aktivem, gesundem Langleben ohne Krankheiten und mit normal funktionierendem gesamten Körper. Auch Aubrey de Grey betrachtet das Alter lediglich als eine Ansammlung altersbedingter Krankheiten, die behandelt werden können und sollten.

Stellen Sie sich vor, ein Mensch hat 60 Jahre gelebt, und seine Organe funktionieren noch wie mit 20. Wer würde da widerstehen, ewig barfuß durch Pfützen zu laufen, bis zur Erschöpfung zu tanzen oder im Kino nur in der letzten Reihe neben dem geliebten Menschen zu sitzen? Denn wenn alle Organe in einwandfreiem Zustand sind, bleibt nicht nur die Gesichtshaut ewig jung, sondern auch die reproduktiven Funktionen würden erhalten bleiben. Das klingt sehr fantastisch – doch ist es weniger fantastisch, dass bereits Impfstoffe gegen bestimmte Krebsarten entwickelt wurden und Wissenschaftler Wege finden, einen der fundamentalen Gründe des Alterns zu beeinflussen: die allmähliche Verkürzung der Telomere, unserer zellulären „Lebensuhren“?

Überbevölkerung, Arbeitslosigkeit und Maschinenrebellion stehen uns bevor

Viele werden sich an ideologische Mythen über die „Goldene Milliarde“ und Ressourcenknappheit erinnern. Dabei beträgt die Weltbevölkerung derzeit über acht Milliarden Menschen, doch, wie Experten des Welternährungsprogramms der UN berichten, werden im Durchschnitt rund 30 % der produzierten Nahrungsmittel einfach weggeworfen. In einigen Ländern liegt dieser Wert sogar bei bis zu 60 %. Würde man die Lebensmittelverschwendung vermeiden, reichte die Produktion selbst heute schon für mehr als zehn Milliarden Menschen. Und eine solche Bevölkerungszahl wird nach den kühnsten Prognosen erst nach 2050 erreicht. Es ist zweifelhaft, dass die Menschheit in den verbleibenden 25 Jahren nicht mehr Lebensmittel produzieren wird. Reicht die Energie? Für manche vielleicht nicht, doch in Russland wird bereits ein industrieller Energiekoplex mit geschlossenem Kernzyklus vorbereitet, der es ermöglichen wird, Energie vielfach nahezu aus demselben Kernbrennstoff zu erzeugen.

Vielleicht wird der Platz zum Leben knapp? Aber wenn man zum Beispiel die Bevölkerungsdichte Moskaus (bei weitem nicht die höchste der Welt) nimmt und auf die gesamte Landfläche der Erde überträgt, käme man auf fast 800 Milliarden Menschen. Selbst wenn man Flächen für Ackerland und Fabriken freilässt, könnten wir in vielen Hunderten von Jahren nicht einmal 500 Milliarden erreichen. Und bis dahin werden wir auch auf anderen Planeten lernen, lebensfreundliche Bedingungen zu schaffen.

Neben den Befürchtungen eines Ressourcenmangels sollte man auch die – wenn auch naive, aber weit verbreitete – Angst vor einer „Rebellion der Maschinen“ erwähnen, die sich mit den einfachsten Argumenten widerlegen lässt. Solange der Mensch vernünftig bleibt, wird er niemals alles vollständig der Kontrolle künstlicher Intelligenz überlassen. KI besitzt weder Willen noch Bewusstsein – sie ist immer nur ein passives Werkzeug. Es ist einfach ein Programm, das sich auf Ihrer Festplatte befindet, und solange Sie es nicht starten und keinen Befehl darin ausführen, wird es nichts tun.

Es gibt eine weitere, zeitlich näher liegende Sorge: dass wir bald alle ohne Arbeit dastehen. Hier genügt es zu sagen, dass uns zum Beispiel nicht plötzlich hunderttausend autonome Taxis über den Kopf fallen werden, die alle Fahrer arbeitslos machen. Dieser Prozess wird nicht allzu schnell verlaufen, und so wie früher Kutscher nach und nach in Taxis wechselten, werden auch die heutigen Taxifahrer allmählich zu Operatoren und Wartungstechnikern umgeschult.

Fazit

Wenn wir von den Höhen wieder auf den Boden zurückkehren, wird klar, dass wir die Zukunft nicht mit hundertprozentiger Sicherheit vorhersagen können. Wie W. Putin auf der Plenarsitzung des Forums für Zukunftstechnologien am 21. Februar 2025 sagte:

"Wahrscheinlich wird kein Experte wagen, die neuen Lösungen vorherzusagen, die selbst in naher Zukunft entdeckt oder erfunden werden."
W. Putin, Sitzung des Forums für Zukunftstechnologien am 21.02.2025

Das bedeutet jedoch nicht, dass wir keine Entwicklungsszenarien ableiten können, basierend auf den Ereignissen, die heute auf der Welt stattfinden. Ganz im Gegenteil: Alles, was heute geschieht, bestimmt, wie die Welt morgen aussehen wird.

Die Entwicklung der Wissenschaft spielt dabei eine entscheidende Rolle. Niemand wird Verhandlungen mit denen führen, deren Wirtschaft auf Handarbeit basiert oder deren Armee mit veralteten Systemen ausgestattet ist. Außenseitern werden keine gleichberechtigten Rechte angeboten – ihnen werden Bedingungen diktiert. Aber es bleibt ihnen die Wahl: entweder den ungleichen Bedingungen zustimmen oder selbst zur Zielscheibe werden. Politische Souveränität ist ohne militärische, wirtschaftliche und wissenschaftliche Souveränität unmöglich. Wissenschaftler auf der ganzen Welt, die Künstliche Intelligenz als mächtigstes Werkzeug in die Hand bekommen haben, treten in ein Rennen ein, in dem es keinen zweiten Platz gibt – nur den Kampf um Eigenständigkeit. Schon jetzt gewinnt auf dem Schlachtfeld, wer mehr Roboter hat und dessen Roboter besser sind, wer durch seine wissenschaftlichen Entwicklungen Waffen geschaffen hat, denen kaum jemand widerstehen kann.

Genau deshalb sagte W. W. Putin am 8. Februar 2021 auf der Sitzung des Rates für Wissenschaft und Bildung: „Wissenschaftliche und technologische Souveränität ist, ohne jede Übertreibung, eine Frage der Gegenwart und Zukunft Russlands“, und „wer sich an die Spitze setzt, wird die weitere Entwicklung der gesamten Menschheit bestimmen“. Und daran besteht kein Zweifel: Die Zukunft wird genau so sein.

Analyse


14 Kommentare zu
«Von der Politik zur KI: Morgen beginnt heute»


Ruth Mo. 01 Dez 2025, 10:35

Ach du meine Güte... War das jetzt ein Witz oder ein neues Märchen passend zu Weihnachten? Als ob „die Wissenschaft“ oder die „künstliche Intelligenz“ etwas Neutrales wären. Die muß erst mal ein menschliches Wesen betreiben oder programmieren! Was dabei herauskommt, hat man ja bereits häufiger erfahren dürfen.
Ich mache dem Autor da mal einen ganz anderen Vorschlag: Rausgehen in die Natur, staunen, was das für ein fein aufeinander abgestimmtes Wunderwerk ist, lernen wie LEBEN funktioniert. Das Leben draußen und dort beobachten und mit ihm in Einklang existieren, so lange das LEBEN es für ihn vorgesehen hat, anstatt auf den neuen Erlöser zu hoffen. An Göttern hatte es in der kurzen Geschichte der Menschheit doch wohl schon genügend.

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Antwort auf Сергей Mo. 01 Dez 2025, 11:25

Да, вы совершенно правы: ИИ — это не дар с небес, это то, что создано человеческим разумом и по его подобию. В статье, кстати, есть слова о том, что ИИ — это инструмент: мощнейший, сложнейший, такой, который многим трудно понять, но всего лишь пассивный инструмент, предназначенный для человеческих рук.
Да, жизнь — удивительная штука. Многие мечтают о внеземных сверхразумных цивилизациях, но лично я считаю, что развитие жизни до возможностей современного человеческого разума — это уникальный опыт, шансы повторения которого ничтожно малы.
Вполне понимаю ваши слова о «Märchen passend zu Weihnachten». Да, это действительно сказка — ровно в той же степени, в какой ещё 50 лет назад была сказкой мысль о мощном компьютере в кармане и обо всех человеческих знаниях в этом же кармане.
И эту же сказку лично я каждый день вижу, когда открываю на сайте ТАСС раздел «Наука» (https://tass.ru/nauka или https://tass.com/science). Не имея профессиональных научных знаний, мне трудно понять физические процессы ракетного плазменного двигателя, непонятна технология напыления покрытия толщиной в один атом, и я не представляю себе, какие результаты принесут исследования, производимые с помощью Сибирского кольцевого источника фотонов (СКИФ). Но когда тот же ИИ разъясняет мне простым языком перспективы каждого из этих открытий, я тоже понимаю, что это то, что до недавнего времени было лишь сказкой.
Это очень вдохновляет. И этой детской восторженностью очень хочется поделиться. Возраст отбирает у нас способность мечтать, а технологии, которые совершенствуются практически каждый день, отнимают у нас способность восторгаться ими. Очень хочется, чтобы всё это к нам вернулось и мы стали думать о том будущем, которое каждый из нас строит сегодня своими руками.

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Antwort auf Ruth Mo. 01 Dez 2025, 13:15

Schön beschrieben. Kann die Motivation nun besser nachvollziehen. Ich wünsche Ihnen eine gute, besinnliche Zeit!

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Antwort auf Petra Wilhelmi Mo. 01 Dez 2025, 20:39

@Sergej: "Das Alter nimmt uns die Fähigkeit zu träumen, und die Technologie, die sich fast täglich verbessert, nimmt uns die Fähigkeit, darüber zu staunen."

Das würde ich so nicht unterschreiben. Nicht das Alter nimmt uns die Fähigkeit zu träumen. Jeder Mensch ist anders und es gibt auch viele junge Menschen, die nicht die Fähigkeiten zum träumen haben. Ich verstehe, dass Sie von den Fortschritten der Technologien begeistert sind. Ich weiß zwar nicht, wie sich fast täglich mein Leben durch neue Technologien verbessert. Ist noch nicht bei mir angekommen, aber auch ich - trotz meines Alters - kann darüber staunen, was alles möglich sein könnte. Nur sollten wir nicht vergessen: Die Fortschritte in der Technologie betrifft heutzutage vor allem das Können, alles zu zerstören, was uns lieb und teuer ist. Die Fortschritte in der Technologie wurden dafür verwendet, die Möglichkeit zu haben, Länder z.B. durch Tsunamis zu zerstören und Tausende von Menschen umzubringen. Ich glaube, dass die Menschen, die das ganz große Sagen haben, nicht bereit sind für Fortschritte für die Menschheit insgesamt, für das bessere Leben sich zu engagieren. Die Denkungsweise der Grauen Eminenzen, die vor allem im Westen beheimatet sind, sind weit davon entfernt. Wir kleinen Leute können auch unentwegt über unsere Zukunft nachdenken und ich glaube, dass das viele auch tun, aber wir haben nicht die Macht, sie mit unseren eigenen Händen zu bauen. Und gerade die KI ist ein Werkzeug, was uns zu Sklaven machen kann oder zu unnützem Leben mit der Folge, dass die KI vielleicht die entsprechende Impfung für das unnütze Leben zusammenbaut. Ich sehe z.Z. keinen Ausweg, dazu bin ich viel zu sehr Realist

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Antwort auf Сергей Mo. 01 Dez 2025, 21:14

Мне вполне понятен ваш пессимистический взгляд на будущее. Я бы хотел развеять его и поделиться оптимизмом, но, к сожалению, не вижу реалистичных предпосылок для благоприятного развития событий в Европе. Об этом я говорил ещё год назад в присутствии некоторых авторов Forum Geopolitica. Уже тогда было ясно, что европейские производственные мощности будут закрываться, квалифицированные работники будут переезжать в США, а про тысячи разорившихся мелких предпринимателей никто даже и вспомнит.

Сегодня едва ли найдётся тот, кто осмелится утверждать, что какая-либо европейская страна (за исключением Венгрии) сохраняет подлинный суверенитет. Многие считают главной причиной упадка отсутствие самостоятельных политиков, которых судьбы европейцев заботят в последнюю очередь. Ни у кого нет рецепта как избавить европейский истеблишмент от марионеток. Даже мой бесконечный оптимизм не позволяет рассчитывать на восстановление суверенитета европейских государств в ближайший десяток лет.

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Winfried Hoffmann Mo. 01 Dez 2025, 10:40

Es ist doch naheliegend Politiker (zumindest, die für die es zutrifft) zu ersetzen durch kompetente "Leute", die den Umgang mit KI beherrschen. Sie können politische Entscheidungen vorbereiten mit Hilfe von Algorithmen der KI. durch verschiedene Prämissen. Die Empfehlungen der KI kann man zur Grundlage für Volksentscheide nehmen. Und voilá wir haben die Demokratie, von der wir alle träumen, aber bisher nicht hatten.
Und kein Politiker muss sich mehr schämen, wenn er lügen muss, weil er von nichts eine Ahnung hat. Er wird einfach nicht gebraucht. Vielleicht findet das alles schon statt, aber man füttert die KI nur mit Vorschlägen die Interessen bedient, die nicht die unseren sind. Und gebe der KI den Auftrag zu zeigen, wie man das Volk über diese Dinge täuschen kann. Ach toll, was mit KI alles geht. Für Ausreden finden, wäre so ein Ding (KI) zu Hause schon einiges wert.

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Winfried Hoffmann Mo. 01 Dez 2025, 10:53

Ich muss noch ergänzen. Wieviel Roboter erarbeiten in der Zukunft die Rente für die Älteren. Heute wird doch gejammert nur noch 2 erarbeiten die Rente für einen, früher waren es wohl 5 oder so. Oder erschufftet ein Roboter für vielleicht 10 Alte die Rente? Wäre für den Roboter eine ziemliche Schinderei. Ein bisschen Emphatie mit dem Blechkerl sollte erlaubt sein. Na jedenfalls ,hat die Neid-und Missgunstdebatte zwischen Jungen und Alten keine Substanz, aber ist natürlich erwünscht.

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Petra Wilhelmi Mo. 01 Dez 2025, 11:10

Ich habe, gebe ich zu, den Artikel nur diagonal gelesen. Eine Software, die angeblich den Quellcode des Lebens in sich tragen soll. Irgendwie erinnert mich das an die Zukunftsvisionen aus dem Buch, was ich zur Jugendweihe Mitte der 1960er Jahre erhalten hatte und - wenn ich mich recht erinnere - Weltall - Erde - Mensch hieß. Es war eine Vision, wie sie uns auch von Star Trek - Die nächste Generation - verkauft wurde, die Vision einer glücklichen Welt, ohne Geld, wo jeder das machen kann, was er meint, am besten zu können. Wer sagte, dass man, wenn man Visionen hat, zum Arzt gehen sollte? Mir schaudert, wenn ich daran denke, dass Impfungen von der KI blitzschnell kreiert werden können. Hatten wir das nicht schon? Und was war das Ergebnis dessen? Und das soll eine KI, die nur eine bessere Suchmaschine ist, können? Wozu bräuchte denn dann die KI, die mit dem Quellcode des Lebens ausgestattet wäre, noch Menschen? Hat die Terminator-Reihe nicht genau dieses Thema abgehandelt? Lebenswert für uns Menschen wäre solch eine Zukunft mit Sicherheit nicht. Und wenn das wirklich käme, dann wird den meisten Menschen jegliche Fertigkeiten genommen und er wird in ein Kleinkind-Stadium zurückversetzt. Ist es nicht gerade die Findigkeit, die Fertigkeiten, die Neugier, der Forscherdrang, was den Menschen ausmacht? Und diese Fähigkeiten müssen tagtäglich geübt werden. Soll eine KI das ersetzen?

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Brandenberger Mo. 01 Dez 2025, 12:32

Herr Sergey Plikin zeichnet da ein sehr positives Zukunftsbild. Die Möglichkeiten der KI könnten aber auch eine ganz andere Entwicklung nehmen : Die totale Überwachung und Kontrolle der Bürger durch eine kleine elitäre Klicke mit einem Sozialkreditsystem wo nur der brave angepasste Bürger Zugang zu den Errungenschaften der Gesellschaft haben.
Ich bin grad am Lesen des Buches "Befreiungsschlag" von Olivier Kessler (Direktor Liberals Institute, Zürich) wo dieser dystopische Zustand beschrieben wird.

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Antwort auf Сергей Mo. 01 Dez 2025, 12:50

Да, ИИ, так же как и любые другие изобретения человечества, можно использовать и для развития, и для убийства. Часто в таких случаях вспоминают самый примитивный инструмент — молоток, которым можно забивать гвозди, чтобы построить дом, и можно убить человека. Про деструктивные возможности инструментов стоит помнить всегда, так же как, например, все помнят, что не нужно брать в руки оголённые провода, находящиеся под напряжением.
Однако вашим комментарием вы напомнили интересный момент: подавляющее большинство современных фантастических произведений — книг, фильмов — рассказывают об апокалиптическом будущем. Я родился и часть жизни прожил в СССР, где большинство книг было наполнено мечтой о светлом будущем. К огромному сожалению, с распадом СССР в прошлом остались и эти мечты.
Между тем это очень большой и интересный вопрос: почему практически все современные произведения описывают будущее как антиутопию? У меня есть уверенность, что каждый, кто об этом задумывался, может рассказать столько, что хватит на большую статью. У меня тоже есть своё мнение по этому поводу, но я пока воздержусь от того, чтобы его высказывать, так как хотелось бы услышать мнение других читателей.

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Antwort auf Brandenberger Mo. 01 Dez 2025, 16:37

Werter Herr Glikin
Danke für Ihre Antwort.
Ich war immer ein Fan von (Natur)Wissenschaft und besitze eine ganze Bibliothek von Büchern über Physik, Astronomie usw.
In den letzten 4 - 5 Jahren als wir von "Experten" und "Wissenschaftlern" belehrt, bzw genötigt wurden, wie wir uns verhalten sollen und welchen medizinischen Experimenten zu unterziehen haben, bin ich diesen Entwicklungen gegenüber misstrauisch geworden.
Ich kenne die Verhältnisse in Russland zu wenig, bin aber der Meinung dass dort noch kompetente und verantwortungsvolle Politiker im Amt sind. Bei uns in Westeuropa, vorallem in DE und der EU ist das leider nicht mehr der Fall. Eine Frau von der Leyen hat mit Sicherheit nicht das Wohl der Bürger im Sinn sondern nur ihre eigene Macht und ist fleissig dabei diese auszubauen mit Zensur, Überwachung, Intrigen und Korruption - Sie wird auch die KI für ihre Interessen missbrauchen.

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Antwort auf Сергей Mo. 01 Dez 2025, 17:20

Считаю ваше отношение к тому, что вызывает подозрение, единственно правильным. Крупные философы и психологи в своих трудах неизменно подчёркивают важность критического мышления. Хотя я не встречал у них подобной формулировки, для себя я вывел: именно критическое мышление и составляет суть мышления как такового.

Всем знакомым, которые не интересуются политикой или не имеют на неё достаточно времени, я советую прежде всего не доверять всему, что вызывает хоть малейшие подозрения. Сегодня информационная среда переполнена ложью и манипуляциями, поэтому важно тщательно отбирать источники — выбирать те, которые вы лично никогда не уличали во лжи.

Что касается ситуации в России, могу отметить: наше руководство действует вполне разумно. Но и здесь не стоит верить мне на слово — даже если я не анонимный пользователь в интернете. Лучше приехать в Россию и увидеть всё своими глазами. У нас безопасно, а большинство людей дружелюбны и гостеприимны.

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Kenneth Joseph Wood Mo. 01 Dez 2025, 13:15

My dear Sergey,
Thank you for a great overview of the human condition of late.

However, may I beg to differ of the vast application of AI to the future. Here in America, we are already seeing the clarion calls by the 'masters of the universe' in the AI domain that our FED GOV (translate: "taxpayers") should stand at-the-ready to bail out the AI industry when it falls flat on its face.

There are a few reasons for this: the mega-corporations stateside here were seen as the 'milk-cows' for the steady stream of revenue anticipated by the AI crowd. These corporate udders are bone-dry and are not buying into AI.

The other reason is that vast quantities of precious potable water and electricity are being hogged by these AI centers to the detriment of working people. Rates are skyrocketing and the natives are restless; they are contacting their lawmakers and saying "NO!" to AI centers.

Question: "If AI is so great, why cannot private investors fund and maintain them?" As Thomas Jefferson said: "I care not what you do, so long as you do not strike my nose or pick my pockets." A wise man.

Being a retired aerospace engineer and lawyer, I go back to another lawyer: Mohandas Karamchand Gandhi. He helped free his nation and continent from British oppression. When Indian independence was finally declared, the British industrial titans swooped in and advised Ghandhi to buy their latest and most modern machinery so that India would become "modern" post-haste.

Ghandhi considered the options and politely declined "modernity" to his former oppressors and declared his people needed the dignity that meaningful physical labor gave. He put a nation back to work, on their feet, and gave them pride. He knew India would eventually modernize, but not at the cost of their collective humanity.

Another point please: this AI revolution-- all part and parcel of extremely complex electrical computations, computer chips algorithms and the like. Although incredibly tiny pieces-parts, they all still have what scientists call "mass."

I fear that the combined mass of this AI hype may, by simple gravitational force, attract our minds, hearts, and spirits excessively to this earthly realm.

Let us look to a higher plane--espoused by a thirty-three-year-old carpenter from Nazareth, who shows us the way using common helps at hand. He seems to have gotten it right--without any AI. Help one another with what we have available at present. The future will find us regardless.

Being of Slavic descent, let me close with a friendly "bye."

“Пока-пока”

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Antwort auf Сергей Mo. 01 Dez 2025, 13:50

Тогда поздороваюсь как со славянином: Привет! )

Ваш комментарий затрагивает основы двух противоположных идеологий: одна из них относится к людям как к инструменту для сытой и благополучной жизни избранных, другая — о которой я думаю как о единственно возможной — служит достижению целей всего человечества.

Думаю, ни для кого не секрет, что главные цели жизни человечества — это выживание, размножение (+ экспансия), развитие. Это доказано всей историей человечества — по крайней мере до тех пор, пока человечество себя не уничтожило.

Если сторонники идеологии «жизнь для избранных» будут достаточно сильны; если к тому же они смогут взять контроль над ИИ в свои руки (а они пытаются — ChatGPT под завязку забит либерализмом); если они используют его для того, чтобы подчинить своим прихотям всё население планеты, — тогда можно будет ожидать и смерти человечества.

Но лично мне хотелось бы для Земли другого будущего: ИИ — инструмент для учёных (всякие генераторы текстов, картинок и видео для соцсетей меня не интересуют); деятельность учёных — для мира во всём мире; деятельность политиков — для достойной жизни не избранных, но всего населения.

Если ИИ будет работать для того, чтобы все жили хорошо, а не для того, чтобы все стали рабами нескольких миллиардеров, — кого такой вариант будущего не устроит? И я не буду против, если роботы будут производить пищу для всех людей, а не для того, чтобы миллиардеры решали, кого кормить, а от кого избавиться.

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Info: https://forumgeopolitica.com/de/artikel/von-der-politik-zur-ki-morgen-beginnt-heute


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


unser weiterer Kommentar: Kann die Schöne Neue Welt nicht nur schöngeredet, sondern schön werden?

01.12.2025

Trumps Kriegspläne in Venezuela: Kein Pieps aus Brüssel

lostineu.eu, 1. Dezember 2025

Als Russland Ende 2021 Truppen an der Grenze zur Ukraine zusammenzog, kamen laute Warnungen aus Brüssel. Fünf Jahre später wiederholt sich dasselbe Szenario. Diesmal sind es allerdings die USA, die Venezuela bedrohen. Doch dazu kam bisher kein Pieps aus Brüssel. Dabei drohte US-Präsident Trump unverhohlen: „An alle Fluggesellschaften, Piloten, Drogenhändler und Menschenhändler: Bitte betrachtet den Luftraum über und um Venezuela als vollständig geschlossen.“ Nach internationalem Recht kann der US-Präsident allerdings nicht eigenhändig den Luftraum eines anderen Landes sperren. Daß er es dennoch versucht, ist ein Bruch mit der “regelbasierten Ordnung”. Doch die EU schweigt – wie so oft, wenn es um die USA geht, und nicht um Russland…


11 Comments

  1. Michael
    1. Dezember 2025 @ 12:26

    … all die weil ersucht der international per Haftbefehl gesuchte Kriegsverbrecher Netanyahu den sog. Präsidenten der Kolonie Israel in Palästina, Herzog, um Begnadigung in seinen diversen vor Gericht anhängigen Korruptionsfällen! Auf Empfehlung von Trump nachdem er, Netanyahu, Trump offiziell für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen hat! Netanyahu begründet das. „Pardon“, noch vor einer Verurteilung damit dass er sich neben dem Gerichtsverfahren nicht hinreichend der Regierungsarbeit, sprich Kolonialverwaltung: Genozid in Gaza, Massenmorden auf der Westbank und weiteren Kriegsverbrechen im Lebanon, Syrien, etc., widmen könne!
    Ich erwarte dass Herzog qua Rechtsverdrehung dem Ersuchen entsprechen wird, auch obwohl es ohne eine Verurteilung einem Schuldbekenntnis gleichkommt!
    Laut EU, Berlin, Paris, London, etc. dürfte der Fall rechtens sein! Natürlich!
    Verbrecher unter sich!

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  • Erneuerung
    1. Dezember 2025 @ 11:06

    Man kann Doppelmoral vermuten, oder auch gar keine Moral. Wieviele US-Amerikaner werden denn in Venezuela schickaniert oder erschossen? Und wieviele Russen wurden in der Ukraine schickaniert oder erschossen? Und ist am Drogenproblem in den USA Venezuela Schuld oder andere Player?
    Nein, die Sachlage ist anders. Der Hegemon versucht verzweifelt, seinen Absturz zu verhindern, er braucht Macht, um zu retten, was noch zu retten ist. Dazu eignet sich natürlich der Zugriff auf billige Energie, was Venezuela zu bieten hat. Deshalb wird ja auch verstärkt am Frieden in der Ukraine gewerkelt, die Situation dort stört beim Coup Venezuela, genau wie seinerzeit Afghanistan beim Coup Ukraine. Wir werden sehen, wie das ausgeht, es gibt ja jede Menge Opportunisten in Lateinamerika, selbst Lula tat freuding vdL umarmen, Argentinien und Kolumbien hängen sicher auch am A. der USA. Doch die Richtung der Entwicklung wird auch der Krieg gegen Maduro nicht aufhalten.

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  • KK
    1. Dezember 2025 @ 10:50

    Wenn zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe!
    Es hätte schon aufgeschrien werden müssen, als die USA auf offener See rund 80 Seeleute töteten, als sie deren venezolanische Schiffe völkerrechts- und seerechtswidrig brutal angegriffen und versenkt haben.

    Aber was sind 80 Seeleute gegenüber rund einer halben Million toter iraskischer Kinder, die “es wert waren” – und auch nicht für einen EUropäischen Aufschrei gesorgt hatten, im Gegenteil – da haben die EUropäer sogar grösstenteils mitgemacht!

    Antworten

  • Helmut Hoeft
    1. Dezember 2025 @ 10:20

    “Als Russland Ende 2021 Truppen an der Grenze zur Ukraine zusammenzog, kamen laute Warnungen aus Brüssel.” Dazu gibt/gab es auch allen Grund. Jeden Morgen, wenn Wladimir Wladimirowitsch aufsteht, läuft hier alles flügelschlagend und gackernd durcheinander. Und … verdammt, der Wladimir steht 3 Stunden früher auf! “Himmel(USA)hilf”
    “Fünf Jahre später wiederholt sich dasselbe Szenario. Diesmal sind es allerdings die USA, die Venezuela bedrohen.” * Pffff * Venezuela! Geht uns nix an, ist der Sandkasten des “großen Bruders”! Wird aber auch Zeit, dass es mit Venuzuela ein “regelbasiertes Ende” hat. * Sarkasmus aus *

    Kann man angesichts der Realität noch irgendwelche Zweifel am Unwert von Papier haben?? Wenn die Sonne scheint: “Hurra!” und Konfettiparade. Sind Wolken am Himmel: “Auf Klo damit!”

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  • Stefan Meyer
    1. Dezember 2025 @ 10:17

    Hörte, dass China in erheblichem Umfang in die (Ölförder-) Infrastruktur Venezuelas investiert hat und 7% seines Erdöls von dort bezieht. Bin mal gespannt, ob die sich ihr Engagement von US Big Oil so einfach ruinieren lassen werden.

    Antworten

  • garno
    1. Dezember 2025 @ 09:53

    Meines Wissens ist die “regelbasierte Ordnung”, die Ordnung, die die USA vorgeben. Deshalb können sie ihre Ordnung also gar nicht brechen, sie wird von ihnen nur immer wieder neu angepasst.

    Antworten

  • european
    1. Dezember 2025 @ 09:28

    Wir werden vergeblich darauf warten, in den Nachrichten vom “brutalen voelkerrechtswidrigen Angriffskrieg” seitens der USA auf irgendein Land zu hoeren.

    WIR sind IMMER die Guten. Immer. Ohne Ausnahme.

    Manchmal frage ich mich, wie die Leute diese Doppelstandards aushalten. Bei mir ist da schon lange die Schmerzgrenze erreicht bzw. ueberschritten. Deshalb ist auch m.E. der europaeische Niedergang auf dem internationalen Parkett voellig berechtigt. Weltmeister im Moralisieren und Schwadronieren aber keinerlei Rueckgrat oder Substanz. Im Zeitalter der Netzwerker zaehlt nicht was du kannst oder wofuer du stehst, sondern nur wen du kennst. Nur so kann man sich die europaeische Fuehrungsmannschaft erklaeren.

    Es ist abstossend.

    Antworten

    • KK
      1. Dezember 2025 @ 10:54

      “Manchmal frage ich mich, wie die Leute diese Doppelstandards aushalten.”

      Die einen mit Drogen, andere mit Ignoranz oder Selbstbetrug. Und wir Kommentatoren hier mit Verzweiflung (ausser einigen wenigen immer denselben, die diese Bigotterie offensichtlich völlig in Ordnung finden und hier selber dabei aktiv mitmachen).

      Antworten

  • Michael
    1. Dezember 2025 @ 08:42

    Doppelte Moral und doppelte Standards müssen ständig geübt werden wenn man nicht aus der Übung kommen will! Das gefiele dem Hegemon überhaupt nicht!

    Antworten

  • hg
    1. Dezember 2025 @ 08:08

    Von Haltung keine Spur, wenn s Uncle Sam betrifft. Bei Putin wär’ the World on fire! So sieht s aus. in allen Bereichen der sogen. westlichen Wertegemeinschaft, und das soll an den Bürgern vorbeigehen? Allerdings, Propaganda wird s schon wieder richten!

    Antworten

  • jjkoeln
    1. Dezember 2025 @ 04:29

    Man könnte ja Big Daddy verärgern.
    Kleine Kinder dürfen ihren Daddy nicht kritisieren. Sonst schimpft der und spielt nicht mehr mit ihnen.


  • Info: https://lostineu.eu/trumps-kriegsplaene-in-venezuela-kein-pieps-aus-bruessel/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Spielball EUropa: Kiew und Washington übergehen Brüssel – schon wieder


    lostineu.eu, vom 30. November 2025

    Im Streit um einen Friedensplan für die Ukraine sah es einen Moment lang sah so aus, als habe die EU einen Platz am Verhandlungstisch erkämpft. Doch nun wird Brüssel schon wieder übergangen.

    • Aus Kiew ist eine ukrainische Delegation nach Florida gereist, wo über einen abgestimmten Friedensplan verhandelt werden soll. Die EU ist außen vor – in Brüssel weiß man nicht einmal, was in den Entwürfen steht. “This is an unprecedented situation from a diplomatic standpoint. None of us has this information,”   „Aus diplomatischer Sicht ist dies eine beispiellose Situation. Keiner von uns verfügt über diese Informationen.“ (übersetzt mit Deepl.) hieß es bei “Politico” (US-Dienst)
    • Aus Washington kommt eine Absage für das Nato-Treffen in dieser Woche. Außenminister Rubio will sich vertreten lassen. Es ist äußerst ungewöhnlich, dass der Chefdiplomat der USA das alljährliche Treffen im Dezember auslässt – insbesondere, da es voraussichtlich vor allem um die US-Bemühungen zur Beendigung des Ukraine-Krieges gehen wird.
    • In Moskau wird in den nächsten Tagen der US-Sondergesandte Witkoff erwartet, um über die Ukraine zu sprechen. Auch hier ist die EU nicht beteiligt. Das ist allerdings ihre eigene Schuld, denn sie lehnt jeden diplomatischen Kontakt nach Russland ab. Selbst ein verklausuliertes Angebot von Kremlchef Putin blieb in Brüssel unbeantwortet.

    Derweil weitet die Ukraine ihren “Abwehrkrieg” gegen Russland aus. Bei neuen Angriffen wurden zwei Öltanker vor der türkischen Küste getroffen. Zudem wurde ein Erdöl-Terminal im Schwarzmeerhafen Noworossijsk angegriffen.

    Daraufhin gab es Proteste aus Kasachstan. Das betroffene Terminal ist auch für Erdöl-Lieferungen aus Zentralasien nach Europa wichtig. Kiew hat gedroht, russische Öllieferungen in die EU zu verhindern – auch mit Militärgewalt.

    EUropa wird natürlich auch bei diesen Attacken übergangen. Da die EU den Ukrainern keine Auflagen macht, können diese sogar mit europäischen Waffen die Energie-Infrastruktur angreifen. Hauptsache, es dient der “Verteidigung”…

    Siehe auch “Wie EUropa zum Spielball der Großmächte wurde”

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    8 Comments

    1. Niko
      1. Dezember 2025 @ 10:18

      Wie lange noch lässt sich die EU von Selenskyj und den Amis noch am Nasenring durch die Arena ziehen. Ach wie dankbar sind wir doch der Ukraine, dass diese wenigstens noch bereitwillig unser Geld in ihrem korrupten System verteilt. Dafür gehen bei uns gerne viele Rentner mit mickrigen Renten zum Flaschensammeln. Selbstverständlich dürfen wir von Selenskyj und Co auch noch gemaßregelt werden, weil die Hilfe noch viel zu klein ist und noch keine Taurus geliefert werden. Warum also sollten wir auch noch mitreden dürfen.

    Antworten

    • KK
      1. Dezember 2025 @ 11:02

      Auf dem GRÜNEN-Parteitag vom Wochenende wurde wieder laut für Taurus-Lieferungen getrommelt, wie man in der Berichterstattung des ZDF hierzu zu nachtschlafender Zeit heute hören konnte…

      Antworten

  • Helmut Hoeft
    1. Dezember 2025 @ 10:02

    “Kiew und Washington übergehen Brüssel – schon wieder” Das ist auch gut so! Was soll denn dabei herauskommen, wenn man den “Russophoben e. V.” mit am Tisch hat, der sich selbst untereinander nicht grün ist?

    Vllt. sollte man in Brüssel mal darüber nachdenken, ob man das Problem nicht endlich final löst: Alle in die €U: Ukraine, Russland, Weißrussland, Kasachstan, Usbekistan, Türkei, Israel (bei Sportwettbewerben ist Israel ja schon “europäisch teilnehmend”) …

    Antworten

  • Der Skeptiker
    1. Dezember 2025 @ 09:06

    Vielleicht ist es besser, ohne die kriegsheilen E3, VdL und Kallas zu verhandeln. Doch kann eine Nicht -Vertragspartei aus einem solchen Vertrag zu etwas verpflichtet werden? Rechtlich nicht, machtpolitisch vermutlich schon. Vasallen müssen jede Kröte schlucken.

    Antworten

    • KK
      1. Dezember 2025 @ 10:59

      Für manch einen sind Kröten offensichtlich Delikatessen… denn die werden ja immer wieder mit Freuden geschluckt.

      Antworten

  • jjkoeln
    1. Dezember 2025 @ 04:27

    Tja, unerschütterlich auch wenn due Ukraine unsere Energiezufuhr zerstört.
    Bei allem, das ist nicht akzeptabel.
    Weder von der Ukraine noch von den Europäischen Politikern in der EU oder den Member States. Aber die haben ja alle ihr Scherflein in Trockenen und wundern sich bei der Eskalarion der Lage, nur darüber, dass die Bürger diesen Schritt nicht verstehen.

    Antworten

  • KK
    30. November 2025 @ 17:47

    So wie militante Vegetarier nicht zu Treffen der Metzgerinnung eingeladen werden, so wird selbstredend die kriegsgeile EU nicht zu Freidensgesprächen eingeladen…

    BTW, ist die EU nicht sonst so um Umweltschutz und den Schutz der Meere besorgt? Und wenn die Ukraine für eine Ölpest nach der anderen sorgt, sagt die EU nix?

    Antworten

    • Dixie Chique
      1. Dezember 2025 @ 10:21

      ..Bezüglich Ihres “BTW”.. ich sag nur Nordstream. Mehr Methan auf einen Schlag ging nicht. Grillenzirpen bei den Grünen und bei FFF (der sechste Buchstabe unseres Alphabets übrigens.. da hat sich die Jugend von der OSF ja eine feurige Zukunftsvision aufschwatzen lassen..), bedröppelte Kulleraugen in der gesamten EU. Beim Projekt Ukraine geht’s anscheinend um Alles, geschi$$en auf Umwelt, Natur, Klima (lol!), nach uns die Sintflut!
      Gute Woche, Happy Geoengineering bis die Schwarte kracht, und natürlich: Slava Kokaini! As long as it (fuc*ing) takes!


  • Info: https://lostineu.eu/ukraine-kiew-und-washington-uebergehen-bruessel-schon-wieder/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    01.12.2025

    Nachrichten von Pressenza: Krachende Niederlage für Service Citoyen: Die Schweiz will keine Stärkung der Armee

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>,1. Dezember 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 01.12.2025


    Krachende Niederlage für Service Citoyen: Die Schweiz will keine Stärkung der Armee


    Die Würfel sind gefallen: Die Bevölkerung lehnt die Initiative für einen Zwangsdienst, auch bekannt unter dem Namen «Service Citoyen» mit über 80 % klar ab. Dieses Ergebnis zeigt, dass sich die Bevölkerung nicht täuschen lässt und sich gegen die erzwungene&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/krachende-niederlage-fuer-service-citoyen-die-schweiz-will-keine-staerkung-der-armee/


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    Geld vom Staat: Jetzt wird gedoppelt!


    Die konservative Denkfabrik »R21« bekommt künftig viel Geld vom Staat, dabei fand die Union NGO-Förderung doch zweifelhaft. Auf Fragen dazu reagiert die Regierung einsilbig. Stattdessen hat Schwarz-Rot im Bundestag beschlossen, die Förderung zu verdoppeln. »R21« bekommt künftig 500.000 Euro pro&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/geld-vom-staat-jetzt-wird-gedoppelt/


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    Schulstreik gegen die Wehrpflicht am 5. Dezember &#8211; und vorher


    Am 5. Dezember 2025 ist in mehreren deutschen Städten ein bundesweiter Schulstreik gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht angekündigt worden — als Teil eines von Schüler*innen initiierten Aktionstags. Am 5. Dezember soll nämlich im Bundestag das neue Wehrdienst-Gesetz verabschiedet werden. Hiergegen&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/schulstreik-gegen-die-wehrpflicht-am-5-dezember-und-vorher/


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    Kommentar: Zoll-Deal, wie die Schweiz ihren Illusionen erliegt


    Die Zollposse zeigt, wie Medienhysterie, Selbstüberschätzung und eigennützige Milliardäre ein brisantes Gemisch gebildet haben. Christof Leisinger für die Online-Zeitung INFOsperber Was am ersten August als diplomatischer Affront aus Washington über den Atlantik gekommen war, entwickelte sich hierzulande innert Stunden in&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/kommentar-zoll-deal-wie-die-schweiz-ihren-illusionen-erliegt/


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    Die neuen New Yorker Aktivist:innen: Praktisches Handeln und Erweiterung des Bewusstseins


    Seit über zwei Jahren ist der Saal des People’s Forum der Treffpunkt für New Yorker Aktivist:innen, die sich für ein freies Palästina einsetzen. Seit dem schicksalhaften 7. Oktober hat der Strom von Menschen, die sich jeden Montag zur Versammlung einfinden,&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/die-neuen-new-yorker-aktivistinnen-praktisches-handeln-und-erweiterung-des-bewusstseins/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    01.12.2025

    Die weiße Zukunft des Westens   Die Trump-Administration verlangt „Remigration“, übernimmt damit die Terminologie der extremen Rechten und fordert von den US-Botschaften in Europa, die Regierungen dort zur Nachahmung ihrer rassistischen Deportationspolitik zu nötigen.

    german-foreign-policy.com, 1. Dezember 2025

    WASHINGTON/BERLIN (Eigener Bericht) – Die Trump-Administration übernimmt die „Remigrations“-Forderung der extremen Rechten in Europa und leitet diplomatische Schritte zur Durchsetzung ihrer rassistischen Abschiebepolitik auch in Deutschland ein. Präsident Donald Trump hat in der vergangenen Woche erklärt, „nur reverse migration“ – „umgekehrte Migration“ – könne die USA retten. Das US-Ministerium für Innere Sicherheit verlangt „Remigration jetzt“. Washington leitet dazu eine weitere Eskalation seiner Deportationen vor allem von Nichtweißen ein – während weiße Südafrikaner aus oft rassistischen Milieus in den USA als Flüchtlinge aufgenommen werden. „Remigration“ zählt zum Forderungskatalog der AfD aus ihrem Bundestagswahlprogramm. Der Vorsitzende der neuen, am Wochenende gegründeten AfD-Jugendorganisation tritt für „millionenfache Abschiebungen“ ein. In einem Schreiben hat das State Department unlängst die US-Botschaften in der transatlantischen Welt, darunter Deutschland, aufgefordert, bei den Regierungen ihrer Gastgeber starken Druck auszuüben, um sie zur Nachahmung der rassistischen US-Deportationspolitik zu nötigen. Damit würde ein weißer, vermeintlich schlagkräftiger Machtblock für die globalen Hegemonialkämpfe geschmiedet.


    Zitat: Der Attentäter aus dem Mordkommando

    Die US-Forderungen folgen auf das Attentat vom vergangenen Mittwoch in Washington, bei dem eine Soldatin und ein Soldat der Nationalgarde niedergeschossen wurden. Die Soldatin ist ihren Verletzungen erlegen; der Soldat kämpft noch um sein Leben. US-Medien haben den Hintergrund des mutmaßlichen Attentäters offengelegt, eines 29 Jahre alten Flüchtlings aus Afghanistan. Der Mann war um das Jahr 2011 herum im jugendlichen Alter von rund 16 Jahren in Afghanistan von der CIA angeworben worden und hatte in Kandahar in den „Zero Units“ Dienst getan, die formell dem afghanischen Geheimdienst angehörten, in Wirklichkeit aber von der CIA ausgebildet, ausgerüstet und kontrolliert wurden.[1] Eine Untersuchung von Human Rights Watch belegt, dass die Zero Units regelmäßig bei nächtlichen Überfällen auf afghanische Ortschaften zum Einsatz kamen, bei denen im Rahmen des sogenannten Anti-Terror-Kriegs regelmäßig Einwohner verschleppt und ermordet wurden.[2] Berichten zufolge litt der Attentäter unter ernsten Traumata, die die Morde seiner Einheit unter CIA-Kommando bei ihm verursacht hatten.[3] Weil die US-geführten Mordeinheiten als ganz speziell durch die Taliban gefährdet gelten, erhielten ihre Angehörigen in der Regel Zuflucht in den USA; so auch der Attentäter, der sich und seine Familie zuletzt mit einem schlecht bezahlten Job als Lieferdienstfahrer über Wasser hielt.


    „Remigration jetzt!“

    Die Trump-Administration nutzt das Attentat nun, um ihre Abschiebepolitik noch weiter zu verschärfen. „Nur reverse migration“ – „umgekehrte Migration“ bzw. „Remigration“ – „kann diese Situation vollständig beheben“, erklärte US-Präsident Donald Trump auf Truth Social und kündigte an, im ersten Schritt jegliche Einwanderung „aus allen Dritte-Welt-Ländern“ zu stoppen.[4] Das Ministerium für Innere Sicherheit (Department of Homeland Security, DHS), das bereits im Oktober den Begriff „Remigrieren“ öffentlich verwendet hatte [5], forderte am Freitag: „Remigration jetzt“ [6]. Das Ministerium hatte bereits kurz vor dem Attentat eine Überprüfung sämtlicher Flüchtlinge angeordnet, die während der Amtszeit von US-Präsident Joe Biden Zuflucht in den Vereinigten Staaten erhalten hatten. Es soll die Maßnahme jetzt intensivieren. Betroffen sind Hunderttausende, darunter offenbar auch Personen, die rechtlich gültige Aufenthaltspapiere besitzen. Das DHS hat zudem angekündigt, Einreisebegehren von Afghanen ab sofort nicht mehr zu bearbeiten und spezielle Restriktionen gegen sämtliche Migranten aus 19 Ländern zu verhängen, die als „Hochrisikostaaten“ gelten. Die Maßnahmen kommen zu den bereits realisierten Schritten hinzu, darunter die Verschleppung zahlloser Migranten durch die US-Behörde ICE (Immigration and Customs Enforcement).[7]


    Aus dem Stadtbild abgeschoben

    Bereits vor dem Attentat hatte die Trump-Administration Maßnahmen eingeleitet, um die Staaten Europas, Kanada, Australien und Neuseeland zur Nachahmung ihrer Abschiebepolitik zu nötigen. In den Ländern, die die Trump-Administration als „westliche Zivilisation“ vom Rest der Welt abhebt, sind drakonische Abschiebemaßnahmen und eine in wachsendem Maße rassistisch geprägte Migrationspolitik längst verbreitet. Australien etwa, das seit vielen Jahren Flüchtlinge in Lager auf abgelegene Pazifikinseln deportiert, hat Ende Oktober ein neues Abschiebeprogramm gestartet, das den zwangsweisen Abtransport von Migranten nach Nauru vorsieht.[8] Auch Deutschland weitet seine Abschiebungen aus; so legt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt Wert auf die Feststellung, in den ersten zehn Monaten 2025 seien im Durchschnitt 65 Migranten pro Tag abgeschoben worden – ein knappes Fünftel mehr als im Vorjahreszeitraum.[9] Deportationen nach Afghanistan finden längst statt. Solche nach Syrien sollen in Kürze folgen. An der Agitation gegen nichtweiße Migranten beteiligt sich Kanzler Friedrich Merz persönlich. Mitte Oktober hatte er geäußert, seine Regierung plane aktuell Abschiebungen „in sehr großem Umfang“; Grund dafür sei, dass es „im Stadtbild noch dieses Problem“ gebe.[10] Die Begründung richtet sich gegen Menschen, deren Haut im „weißen“ Deutschland auffällt.


    Die „westliche Zivilisation“

    All dies genügt der Trump-Administration nicht. Das US-Außenministerium hat in einem Schreiben, das Berichten zufolge auf den 21. November datiert ist, seine Botschaften in den genannten Ländern – daruter Deutschland – aufgefordert, zum einen regelmäßig über die Migrationspolitik ihrer Gastgeber Bericht zu erstatten. Nach Washington gemeldet werden solle es nicht zuletzt, falls die jeweiligen Regierungen „Migranten unangemessen auf Kosten der lokalen Bevölkerung begünstigen“.[11] Zum anderen müsse das US-Botschaftspersonal künftig bei den Regierungen der Gastgeber intervenieren, um eine „Reformpolitik“ in puncto „migrantische Verbrechen“ und migrantische „Menschenrechtsverletzungen“ durchzusetzen. Das sei notwendig, um „eine existenzielle Bedrohung für die westliche Zivilisation und die Sicherheit des Westens und der Welt“ abzuwenden, erläutert ein hochrangiger Mitarbeiter des US-Außenministeriums.[12] US-Vizepräsident JD Vance hatte bereits im Februar erklärt, man könne „die westliche Zivilisation nicht wiederaufrichten“, wenn „Amerika oder Europa“ Millionen „illegaler Migranten“ einreisen ließen: „Das muss aufhören.“[13] Wer in die USA einreisen darf und dort gar Flüchtlingsstatus erhalten kann, hat die Trump-Administration mehrfach klargestellt: weiße, oft aus rassistischen Milieus stammende Südafrikaner.


    Ein homogener Block

    Mit ihrer Forderung nach „Remigration“ übernimmt die Trump-Administration einen Plan, der in der extremen Rechten in Europa seit Jahren an Zuspruch gewinnt und inzwischen auch in der AfD befürwortet wird. So hieß es etwa im Programm der AfD zur Bundestagswahl im Februar: „Unser Maßnahmenkatalog zur Umkehr [des] migrationspolitischen Staatsversagens heißt Remigration“.[14] Der Vorsitzende der am Wochenende neu gegründeten AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland, Jean-Pascal Hohm, bekräftigte unlängst, er trete für „millionenfache Abschiebungen“ ein.[15] „Millionenfache Remigration“ wurde auch auf dem Gründungstreffen der Generation Deutschland gefordert. Mit der US-Entscheidung, die Staaten Europas, Kanada, Australien und Neuseeland zur Nachahmung ihrer rassistischen Deportationspolitik zu nötigen, sucht die US-Regierung die gesamte transatlantische Welt auf AfD-Kurs festzulegen. Dies entspricht der beharrlichen Unterstützung der äußersten Rechten in den USA für die extreme Rechte in Europa (german-foreign-policy.com berichtete [16]). Die US-Strategie läuft letzten Endes darauf hinaus, die gesamte transatlantische Welt in einen nach rassistischen Kriterien relativ homogenen weißen Block („westliche Zivilisation“) zu schmieden, der in den zur Zeit noch am Anfang stehenden globalen Kämpfen um die Weltmacht die vermeintlich größtmögliche Schlagkraft entwickeln kann.


    Abhängig, also erpressbar

    Bundeskanzler Friedrich Merz hat Ende vergangener Woche erklärt, sich dem US-Diktat nicht fügen zu wollen. „Die Migrationspolitik ist unsere Sache“, erklärte Merz: „Wir entscheiden, ob wir sie für richtig halten.“[17] Der Kanzler fuhr fort: „Da brauchen wir keine Ermahnungen von außerhalb.“ Allerdings hat sich in den vergangenen Monaten mehrmals gezeigt, dass die Abhängigkeit der deutschen Industrie von ihrem in der gegenwärtigen Krise unersetzlichen US-Geschäft Berlin kaum Raum für politische Eigenständigkeit lässt (german-foreign-policy.com berichtete [18]). Den Kurs in Richtung auf Massendeportationen hat Berlin ohnehin bereits eingeschlagen.

     

    [1] Lex Harvey, Chelsea Bailey: An Afghan national who previously worked with the CIA named as suspect in DC National Guard shooting. Here’s what we know. edition.cnn.com 28.11.2025.

    [2] “They’ve Shot Many Like This”. hrw.org 31.10.2019.

    [3] Campbell Robertson, Hamed Aleaziz, Jack Healy: For Shooting Suspect, a Long Path of Conflict From Afghanistan to America. nytimes.com 27.11.2025.

    [4] Louise Radnofsky, Michelle Hackman: After D.C. National Guard Shooting, Trump Steps Up Immigration Crackdown. wsj.com 28.11.2025.

    [5] Chelsea Bailey: DHS issued a call to ‘remigrate.’ Here’s the history of the term often associated with far-right groups. edition.cnn.com 19.10.2025.

    [6] Louise Radnofsky, Michelle Hackman: After D.C. National Guard Shooting, Trump Steps Up Immigration Crackdown. wsj.com 28.11.2025.

    [7] Dismantle the Mass Deportation Machine and Invest in Welcoming Communities. amnestyusa.org.

    [8] Tiffany Wertheimer: Australia deports first foreign detainees to Nauru in controversial deal. bbc.co.uk 28.10.2025.

    [9] Burkhard Uhlenbroich: Deutschland schiebt deutlich mehr ab. bild.de 22.11.2025.

    [10] S. dazu Die ultrarechte Renaissance des Westens.

    [11] Edward Wong, Hamed Aleaziz: U.S. to Press Europe and Other Allies on ‘Mass Migration,’ Document Says. nytimes.com 26.11.2025.

    [12] Remarks by the Vice President at the Conservative Political Action Conference in Oxon Hill, Maryland. presidency.ucsb.edu 20.02.2025.

    [13] Addressing the Impact of Mass Migration on Human Rights. state.gov 24.11.2025.

    [14] Zeit für Deutschland. Programm der Alternative für Deutschland für die Wahl zum 21. Deutschen Bundestag.

    [15] Frederik Schindler: „Millionenfache Abschiebungen“ – So tickt der Chef der neuen AfD-Jugend. welt.de 30.11.2025.

    [16] S. dazu „Das Zeitalter der Patrioten“, Die ultrarechte Renaissance des Westens und „Kein Platz für Brandmauern“ (II).

    [17] Merz verbittet sich Ermahnungen der USA. Frankfurter Allgemeine Zeitung 29.11.2025.

    [18] S. dazu Im Interesse der deutschen Kfz-Industrie und Das Flüssiggas und die US-Energiedominanz.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10221


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    30.11.2025

    51. Parteitag: Grüne für Taurus-Lieferung an die Ukraine ‒ gegen "Pakt mit Kriegsverbrecher Putin"

    freedert.online, 30 Nov. 2025 13:37 Uhr, Von Felicitas Rabe

    Auf dem Grünen Parteitag in Hannover beschlossen die Grünen Taurus-Lieferungen für die Ukraine, Musterungspflicht und eine neue Klimapolitik. Die Partei wolle "weniger als Elitenprojekt, sondern als soziales Projekt" gesehen werden und erklärte Klimapolitik zum Klassenkampf gegen die Armen.


    © Urheberrechtlich ge

    schützt

    Damit Zukunft wieder Zukunft hat", Parteitag der Grünen in Hannover, 30. November 2025


    An diesem Wochenende findet in Hannover der 51. Parteitag der Grünen statt. Unter dem grünen Motto "Zusammenbringen, was zusammen gehört: Wir schützen Klima und Wirtschaft, sorgen für Gerechtigkeit, verteidigen Demokratie und Freiheit und schaffen Frieden und Sicherheit" versammeln sich rund 800 Delegierte von Bündnis90/Die Grünen, um die politische Ausrichtung der einstigen Anti-Militaristen zu verhandeln.

    Freiwilliger Wehrdienst, aber Musterungspflicht

    Nach hitzigen Debatten, so das Handelsblatt, habe man sich tief in der Nacht zum Sonntag auf eine Ablehnung des Wehrdienstes geeinigt. Dabei habe sich der Bundesvorstand der Grünen mit seinem Vorschlag durchgesetzt, der den Regierungsbeschluss zur Wehrpflicht ablehnt. Die Grünen wollten die Bundeswehr ebenfalls stärken, aber auf komplett freiwilliger Basis.

    Uneins war man sich zunächst bei der Musterung. Während die Grüne Jugend eine Musterungsverpflichtung ablehnte, setzte sich hier der Vorstand durch. Der Sprecher der Jugendorganisation, Luis Bobga, betrachtete das auch als Entscheidung für die Wehrpflicht: "Eine verpflichtende Musterung ist nichts anderes als ein erster Schritt zur Wehrpflicht durch die Hintertür."

    Grüne für Taurus-Lieferung an die Ukraine

    In puncto Krieg einigte man sich auf eine stärkere militärische Unterstützung der Ukraine. Dies beinhaltete auch die Forderung nach der Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine. Im dazu verabschiedeten Leitantrag hieß es: "Die Durchhaltefähigkeit der Ukraine hängt nicht zuletzt von unserer Unterstützung ab." Der Druck auf Russland müsse zudem durch "eine massive Verschärfung der Sanktionen" erhöht werden.


    Ist Kiew bereits im Besitz von Taurus-Raketen? Ein schwaches Dementi aus Berlin





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    In ihrem Bericht zitierte die Tagesschau am Sonntag aus der Kriegsdebatte der Grünen: Es sei "untragbar, dass einzelne EU-Mitgliedsstaaten noch immer mit dem Kauf von russischem Öl und Gas täglich Millionen in Putins Kriegskasse spülen". Dementsprechend verurteilten die Grünen auch den von den USA vorgelegten Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs. Dies sei zum Nachteil Europas. Die Tagesschau gab die grüne Kritik am Friedensplan wieder: Dieser Friedensplan sei "ein offensichtlicher Versuch, die Ukraine zu unterwerfen und einen gefährlichen Deal zum Nachteil Europas zu machen". US-Präsident Donald Trump suche "den Pakt mit Kriegsverbrecher Putin".

    Keine Regierungsbeteiligung der Hamas in Palästina

    Auch beim Thema Nahost war man sich am Ende einig: Das Existenzrecht Israels als sichere Heimstätte für Jüdinnen und Juden sei für die Grünen unverhandelbar. Stärker als bisher hätten die Delegierten allerdings das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser betont, kommentierte das Handelsblatt. Diesbezüglich befürworteten die Grünen eine "verhandelte Zweistaatenlösung, bei der der Staat Israel und ein souveräner, demokratischer und lebensfähiger Staat Palästina Seite an Seite in Frieden und Sicherheit leben". Vor gleichberechtigten Verhandlungen über eine Zweistaatenlösung müsse Deutschland den Staat Palästina in einem "prioritären Schritt" anerkennen.

    Ausdrücklich schlossen die Grünen jegliche Regierungsverantwortung für die Hamas aus. Stattdessen soll die internationale Gemeinschaft die palästinensische Regierung unterstützen. Das Handelsblatt fasste das Ergebnis der Diskussion zusammen: "Die Regierungsverantwortung im gesamten palästinensischen Gebiet müsse bei der Palästinensischen Autonomiebehörde liegen, mit angemessener internationaler Unterstützung. Die Hamas und andere Terrorgruppen dürften darin keine Rolle spielen."

    Klimafrage ist Klassenkampf ‒ Klimakampf ist Klassenkampf

    Neue Töne gab es in der Klimadebatte. Die Sprecherin der Grünen Jugend, Henriette Held, erklärte, "die Klimafrage ist eine Klassenfrage". Die "Überreichen" würden ihrer Verantwortung nicht gerecht. Sie forderte: "Deswegen müssen wir über Umverteilung sprechen und die Unternehmen in die Verantwortung ziehen."

    Und der Parteivorsitzende Felix Banaszak verkündete: "Ich will einen neuen Aufbruch in der Klimapolitik." Die Partei wolle weniger als Elitenprojekt, sondern als soziales Projekt wahrgenommen werden. Dazu brauche es auch einen neuen Aufbruch in der Klimapolitik. Ein mit großer Mehrheit angenommener Antrag, wonach fossile Konzerne mit einer Übergewinnsteuer belastet würden, habe zumindest "einen klassenkämpferischen Anschein", hieß es im Handelsblatt dazu am Samstag.


    Bill Gates: CO₂-Gefahr und Klimaerwärmung doch nicht so schlimm ‒ jetzt droht Kältetod





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    Ein weiterer Beschluss betraf höhere Steuern für Privatjets sowie First- und Business-Class-Tickets. Banaszak fasste den Klassenkampf-Ansatz der Klimapolitik so zusammen: "Die Rechnung kriegen die, die sie bezahlen können und bezahlen müssen." Schließlich sei die Grüne Jugend noch damit "durchgekommen", "den Preis für das Deutschlandticket wieder auf monatlich neun Euro zu senken", kommentierte die Wirtschaftszeitung.  

    Auszahlung von gestaffeltem Klimageld für die Armen

    Banaszak erklärte, er wolle "Heimat für die Stahlkocher aus Eisenhüttenstadt, die Leute am Band bei Daimler, die Kassiererin bei Rossmann und die Paketboten bei Amazon" sein. Deshalb müsse das noch geplante Klimageld sozial gestaffelt werden, so die Grünen. Bei der Tagesschau hieß es am Samstag zum Klimageld-Beschluss: "Als Mittel dazu setzen die Grünen auf die zügige Einführung eines Klimagelds, von dem besonders Menschen mit niedrigeren Einkommen profitieren würden. [...] 'Wir fordern die Bundesregierung auf, das Klimageld sofort startklar zu machen und 2027 erstmals auszuzahlen.'"

    Während viele Grüne der Gründergeneration noch Naturheilkunde und alternative Heilmethoden befürworteten, machte man auch in dem Bereich eine "Zeitenwende" in der Partei. So beschloss der Parteitag nunmehr, dass gesetzliche Krankenkassen homöopathische Behandlungen nicht mehr erstatten sollen. Bei Therapien folge man zukünftig der offiziellen medizinischen Wissenschaft. Die Rheinische Post zitierte aus dem Parteitagsbeschluss: "Die Solidargemeinschaft soll nicht für Therapien aufkommen, deren Wirksamkeit über den Placeboeffekt hinaus wissenschaftlich nicht belegt ist."

    Für ihre Bewertung der AfD-Partei habe die zweite Parteitagsvorsitzende Franziska Brantner Standing Ovations von der Versammlung bekommen: "Das sind vaterlandslose Gesellen und keine Patrioten! [...] Unsere Freiheit ist nicht verhandelbar. Wir werden auch diese Faschos gemeinsam überleben."


    Mehr zum Thema ‒ Joschka Fischer, die Wehrpflicht und die Schmuddelkinder


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    Video https://rumble.com/v72e8we-tumulte-rund-um-afd-jugendkongress-polizei-setzt-wasserwerfer-gegen-blockie.html Dauer 7:02 Min.


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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    Info: https://freedert.online/inland/263402-51-parteitag-gruene-fuer-taurus/


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    Weiteres:




    Der tägliche Wahnsinn: Brantners Tagtraum ‒ der Pflege-Azubi und seine kiffende Oma


    freedert.online, 30 Nov. 2025 14:00 Uhr

    "Schöne neue Welt" oder einfach nur der normale Irrsinn? Täglich ist man als Medienkonsument mit Meldungen aus allen möglichen Themenbereichen konfrontiert, die man vor wenigen Jahren noch als Satire verbucht hätte. Wir präsentieren hier in loser Folge eine kleine Auswahl aktueller Fälle.


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    (Screennshot)

    Because I Got High" [Weil ich high war], Titel und Textzeile des US-amerikanischen Rappers Afroman. Grünen-Politikerin Franziska Brantner, Hannover, 28.11.25

    Quelle: Gettyimages.ru © picture alliance / Kontributor

    • 30.11.2025 14:00 Uhr

    14:00 Uhr

    Brantners Tagtraum ‒ Der Pflege-Azubi und seine kiffende Oma

    Die grüne Parteispitze ist eine schon sehr beeindruckende Anhäufung von gut dotierten Bürgern fernab der Lebensrealitäten. Jüngstes Beispiel für – je nach Blickwinkel – amüsante bis ärgerliche Auftritte samt Wunschdenken lieferte Franziska Brantner, Grünen-Bundesvorsitzende ihrer Partei und seit 2013 professionell abgebrühtes Phrasenmitglied des Deutschen Bundestags. 

    An diesem Wochenende präsentierte sich Brantner auf dem 51. Bundesparteitag der Grünen in Hannover mit dem superschönen, gewohnt inhaltsleeren Bühnenbildtitel: "Damit Zukunft wieder Zukunft hat".

    Es folgt das wörtliche Auszugsprotokoll ihrer rund 25-minütigen Rede zum Parteitagspunkt "Aussprache zur Politischen Lage" (ab Minute 06:00):

    "[...] Ich glaube an den Dachdecker, mit dem ich zusammen auf dem Dach saß, der Solaranlagen montiert. An die IT-lerin, die mir gezeigt hat, wie man mit Quantentechnologie den Krebs besser bekämpft. An die jungen Väter von heute, die sich gleichberechtigt um ihre Kinder kümmern. Und ja, liebe Freundinnen und Freunde, ich glaube verdammt noch mal auch an die Jugendlichen, die im Park abhängen, mit dem Joint da vielleicht sitzen und die Oma mal ziehen lassen und am nächsten Tag pünktlich um 6 Uhr bei ihrer Ausbildung im Pflegeheim sind."

    Der Saal quittierte den Tagtraum noch vor Ende des letzten Satzes mit begeistertem Applaus. 

    Es folgte die belehrende Aufforderung an die zukünftig verinnerlichte und abrufbare Wahrnehmung:

    "In diesem Land, liebe Freundinnen, Freunde, da steckt eine Kraft, die ist stärker als die Angst, stärker als die Autokraten, stärker als die Faschos aus der AfD, die zwar ständig von deutscher Ehre faseln, aber Lobby machen für China und Russland. Das sind vaterlandslose Gesellen und keine Patrioten."

    Es erfolgten erneut aufbrandender Applaus und Jubelrufe.

  • 28.11.2025 14:05 Uhr

    14:05 Uhr

    La La Land: Ronzheimer und Spiegel-Kollegin erhalten "Preis für Pressefreiheit"

    Das Jahr 2025 endet für den weltweit agierenden Frontberichterstatter Nummer 1 in der Bild-Redaktion, Paul Ronzheimer, mehr als versöhnlich. 

    Speziell in den sozialen Medien wurde er mehrheitlich für sein journalistisches Engagement belächelt und verhöhnt. Nach dem jüngsten Erfolg bei der Bambi-Bild-Verleihung, also der Springer-internen Belobigung, Paul Ronzheimer "triumphiert[e] in der Kategorie Kultur – Podcasts", erhält der bekennende Ukraine- und Israel-Versteher die nächste Ehrung. Zur Preisverleihung des Zeitschriftenverlegerverbands heißt es erneut bei der Welt-Zeitung: 

    "Seit Jahren berichten sie aus Regionen wie Afghanistan und der Ukraine. Nun wurden Susanne Koelbl und Paul Ronzheimer für ihr Engagement für die Pressefreiheit ausgezeichnet."

    Preisträgerin Koelbl arbeitet dabei "seit fast drei Jahrzehnten" als außenpolitische Korrespondentin für das Nachrichtenmagazin Spiegel. Herr Ronzheimer diktierte in seiner Dankesrede den Kollegen ins Mobilgerät:

    "Liebe Verlegerinnen und Verleger, trauen Sie ihren Reportern was zu […] Geben Sie ihnen genug Mittel, genug Geld und vor allem freuen Sie sich, wenn sich Politiker oder Geschäftsleute über sie beklagen." 

    Laudator bei der Verleihung war der ARD-Vorsitzende Florian Hager.

  • 27.11.2025 10:36 Uhr

    10:36 Uhr

    Bremen: Sicherungskosten für den Weihnachtsmarkt – rund 3 Millionen Euro

    Die Gesellschaft diskutiert nicht nur über die optischen Veränderungen, die sich landesweit aktuell erneut auf den diesjährigen Weihnachtsmärkten präsentieren, Stichwort: "Merkel"- oder "Lego-Poller". Weitere Diskussionspunkte sind das angekratzte "Sicherheitsgefühl" bei den Bürgern und die ausufernden Kosten zur diesbezüglichen Beruhigung. So lautet für die Hansestadt Bremen die Realität:

    "In Bremen und Bremerhaven öffnen die ersten Weihnachtsmärkte. Wie schon im vergangenen Jahr gelten verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Bremen gibt 3 Millionen Euro mehr für Weihnachtsmarkt-Sicherheit aus."

    Ein diesbezüglicher Artikel erklärt, "damit der Besuch des Marktes möglichst sicher bleibt", hätten die Stadtverantwortlichen unter anderem in "Fahrzeugsperren rund um den Markt, einen Polizeicontainer, Zivilstreifen und Videoüberwachung" investiert. Die demnach notwendigen, kostenintensiven Ergänzungen zu den geschmückten Weihnachtsbuden schauen so aus:

    Die Poller sollen laut Radio Bremen "verhindern, dass Autos oder Lastwagen in Menschenmassen fahren können".

    Der Sprecher der Bremer Innenbehörde beruhigte dabei besorgte Bürger nach Anblick des "umfassenden Sicherheitskonzepts" mit der Information:

    "Es gibt allerdings keine Hinweise auf ein aktuelles Bedrohungsgeschehen."

    Weiter heißt es laut Radio Bremen:

    "In Bremerhaven sind laut Betreiber mehr Sperren an den Zufahrten zum Weihnachtsmarkt geplant. Delmenhorst und Verden wollen unter anderem mit Einfahrtssperren und Patrouillen von Polizeistreifen für Sicherheit sorgen. Auch Oldenburg investiert in diesem Jahr rund eine Million Euro in Zufahrtssperren."

    Vollkommen nebensächlich, der Schuldenstand Bremens betrug Ende 2024 rund 23,8 Milliarden Euro, was Bremen zum landesweiten Schuldenführer macht.

  • 20.11.2025 13:10 Uhr

    13:10 Uhr

    "Die Mehrheit will es halt so" – FC Bundestag mag immer noch keine Fußball-Kollegen von der AfD

    Die Abgeordneten (m/w/d) im Berliner Bundestag agieren im Miteinander nicht nur im Rahmen von Plenarsitzungen im Stile und Duktus von Schulhöfen. 

    So treffen sich fußballbegeisterte Politiker beim Team des "FC Bundestag" bereits seit dem Jahr 1967, als die erste diesbezügliche Fußballmannschaft gegründet wurde. Im Vorjahr erkannte das aktuelle Freizeitteam in Ansätzen eher unsportlich, dass sie keine Mitspieler aus den Reihen der AfD-Fraktion in ihren Reihen dulden wollen. Dazu heißt es in einem Gerichtsurteil des Landgerichts Berlin II aus dem März dieses Jahres:

    "AfD-Abgeordnete dürfen erst einmal beim FC Bundestag mitspielen – der Bundestag hat einen eigenen Fußballverein. Wie im Parlament wollen sich die Demokraten auch dort von der AfD abgrenzen. Um deren Abgeordnete vom Mitspielen auszuschließen, reicht aber kein einfacher Mitgliederbeschluss."  

    Zur Causa ein Video der internen Rechtfertigung des SPD-Kapitäns Mahmut Özdemir – nicht verwandt mit dem Grünen-Politiker – aus dem Vorjahr:

    Rund acht Monate später informiert nun der AfD-Bundestagsabgeordnete Malte Kaufmann zu den jüngsten Entwicklungen:

    "Trotz einschlägigem Gerichtsurteil, dass Kicker der AfD nicht einfach wegen der Parteimitgliedschaft ausgeschlossen werden dürfen, werden wir einfach nicht mehr zu den Spielen und Terminen eingeladen. Lapidare Begründung des Kapitäns: Die Mehrheit will es halt so ..."

    Anlass der Feststellung war ein Treffen des Bundestagsteams samt Fotoshooting in der Vorwoche mit der Bundestagspräsidentin Julia Klöckner.

    Kaufmann erklärt in seinem X-Beitrag abschließend:

    "Diese selbst ernannten Superdemokraten schließen Mitspieler nur wegen der Parteimitgliedschaft aus und wollen für Toleranz und Vielfalt sein, sowie das deutsche Parlament vertreten. Schäbiger geht es kaum. Erinnert mich irgendwie auch an dunkle Zeiten der Geschichte."

  • 14.11.2025 10:42 Uhr

    10:42 Uhr

    Neue Wehrpflicht und "§ 9 Zuordnung zum männlichen Geschlecht" im Spannungsfall

    Die Politik bestimmt, Medien und Gesellschaft diskutieren erhitzt über jüngste, kontrovers wahrgenommene Beschlüsse aus dem Regierungsviertel, so der mittlerweile regelmäßige Ablauf in Deutschland seit rund fünf Jahren.

    Nach Verkündung der Bundesregierung, dass die Große Koalition sich auf ein "zukünftiges Modell" zum Thema Wehrpflicht final einigen konnte, zitiert die Bild-Redaktion den kinderlosen CDU-Politiker Jens Spahn im Duktus der kriegsbegeisterten Stimmung wie anno 1914:

    "Spahn-Appell an junge Männer: Vaterland braucht euch"

    Der ehemals "ausgemusterte" Politiker präsentierte dabei gestern in Berlin zusammen mit Verteidigungsminister Boris Pistorius die Details zu den Musterungsplänen im Regierungsviertel. Das gesamte Zitat lautet:

    "Euer Vaterland braucht euch. Eine freie Gesellschaft muss sich verteidigen können. Mit einer jungen Generation, die Verantwortung übernimmt, die aus dieser Verantwortung wächst und damit unser Land prägen wird. Danke für diesen Einsatz!"

    Im Vorjahr diskutierten Politik, Medien und Gesellschaft über hormonell und psychisch bedingte Irritationen in der Selbstfindung bei jungen Menschen und auch Erwachsenen. Das Ende samt übergeordneter Gesetzgebung in der diesbezüglichen erhitzten Debatte lautete dann am 1. November 2024 die Verabschiedung des sogenannten Selbstbestimmungsgesetzes (SBGG).

    Zum Thema der sich anbahnenden Diskussionen bezüglich Wehrdienst- contra Selbstbestimmungsgesetz wurde taktisch vorgesorgt.

    So heißt es unwiderruflich im möglichen, aktuell forcierten Kriegsfall, gesetzlich deklariert und ohne Schlupflöcher für zartbesaitete Seelen oder taktisch agierende Betroffene im "Gesetz über die Selbstbestimmung in Bezug auf den Geschlechtseintrag (SBGG)":

    "§ 9 Zuordnung zum männlichen Geschlecht im Spannungs- und Verteidigungsfall – Die rechtliche Zuordnung einer Person zum männlichen Geschlecht bleibt, soweit es den Dienst mit der Waffe auf Grundlage des Artikels 12a des Grundgesetzes und hierauf beruhender Gesetze betrifft, für die Dauer des Spannungs- oder Verteidigungsfalls nach Artikel 80a des Grundgesetzes bestehen, wenn in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit diesem die Änderung des Geschlechtseintrags von 'männlich' zu 'weiblich' oder 'divers' oder die Streichung der Angabe zum Geschlecht erklärt wird."

    Zudem abschließend:

    "Unmittelbar ist der zeitliche Zusammenhang während eines Spannungs- oder Verteidigungsfalls sowie ab einem Zeitpunkt von zwei Monaten vor Feststellung desselben." 

  • 11.11.2025 15:42 Uhr

    15:42 Uhr

    "Faschisten – nicht mit uns" – Massive Mobilisierung gegen AfD-Jugendorganisation

    Eine Kabarett-Weisheit aus Vorzeiten lautet: "Wenn der Feind bekannt ist, hat der Tag Struktur." Die "Feind"-Benennung ist wesentliches Elixier für staatlich geförderte "UnsereDemokratie™"-Organisationen. So auch für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA), die mit "Widersetzen" ein "breites antifaschistisches Aktionsbündnis für Alle" unterstützt.

    Diese Gruppierung hatte sich wiederum "nach einer Videokonferenz mit 170 Antifaschisten aus unterschiedlichsten Zusammenhängen" gebildet. Das gemeinsame Ziel lautete im Vorjahr, "den AfD-Parteitag in Essen im Juni 2024 zu verhindern". RT DE hatte dazu berichtet:

    "Bei Auseinandersetzungen zwischen Polizei und 'Demonstranten' am Rande des AfD-Bundesparteitags in Essen sind 28 Polizisten verletzt worden, einer von ihnen schwer. Dies teilte die Essener Polizei mit."

    Die ARD-Tagesschau informierte nun in der Vorwoche über folgenden Veranstaltungshinweis:

    "Wenn sich Ende November die neue Jugendorganisation der AfD formiert, will sie nicht nur unter sich bleiben. Nach Recherchen von WDR und NDR will sich die neue Jugendorganisation offenbar erneut ins rechtsextreme Vorfeld der Partei vernetzen."

    Anscheinend ein Grund für eine weitere "Feind"-Benennungsvideokonferenz von "Widersetzen". Dazu heißt es drohend:

    "Nächste Abfahrt widersetzen! Wir veranstalten ein Fest der Vielfalt und Solidarität und machen so die Gründung der AfD-Jugend unmöglich. Die Vorbereitung auf Anreise und Aktionen laufen – schließt euch den bundesweiten widersetzen Gruppen und Städten an! Von Anreise, über Demo-Anmeldungen über Konzerte, alles läuft gerade auf Hochtouren. Blocke das Wochenende schonmal in deinem Kalender …"

    Die potenziellen Gewaltsympathisanten (m, w, d) stellen sich folgendermaßen dar:

    "Wir sind Antifaschisten, queere und antirassistische Gruppen, Gewerkschafter, Klimaaktivisten, Nachbarn, Jugendliche – und viele mehr. Zivilgesellschaftlich. Vielfältig. Ungehorsam."

    In einem X-Infovideo wird jubiliert:

    "200 Busse! Wie krass ist das denn? Wir waren gerade auf der Aktionskonferenz und was hören wir da? Es gibt einfach schon 200 Busse aus dem gesamten Bundesgebiet [...] Am 29.11. will sich die neue bundesweite AfD-Jugendorganisation hier in den Hessenhallen gründen. Sorry, ich dachte gerade, ich muss kotzen. Zum Glück doch nicht, denn wir werden das mit tausenden Menschen verhindern."

    Die Aktivisten erklären weiter:

    "Unser Ziel ist klar, wir nehmen den Faschisten in den Raum. Für eine solidarische Zukunft, in der jeder Mensch frei und sicher leben kann."

    Außer AfD-Mitglieder und -Sympathisanten.

  • 9.11.2025 15:28 Uhr

    15:28 Uhr

    Immer mehr jugendliche Cannabis-Konsumenten – Leipziger Drogenbeauftragte sieht in Teillegalisierung dennoch kein Problem

    Laut einem Bericht der Leipziger Volkszeitung nehmen immer mehr Bewohner der Stadt die Hilfe von Suchtberatungsstellen in Anspruch. Auffällig dabei: Besonders die Zahl der jugendlichen Cannabis-Konsumenten, die Hilfe in Anspruch nehmen, ist stark angestiegen. Die meisten sind im Teenager-Alter. Demnach hat sich in Leipzig die Zahl der 14- bis 17-jährigen Konsumenten, die in die Beratung kommen, verdoppelt. Die Leipziger Drogenbeauftragte sieht in der Teillegalisierung von Cannabis dennoch kein Problem und erklärte im Interview auf die Frage, ob diese ein Fehler war:

    "Nein, das würde ich nicht sagen. Richtig ist, die Anzahl der 14- bis 17-Jährigen, die in die Beratung kommen, hat sich in Leipzig verdoppelt. Das aber auf das Teillegalisierungsgesetz zurückzuführen, halte ich für falsch. Kinder und Jugendliche dürfen weder Mitglied in einer Anbaugenossenschaft sein, noch dürfen sie Cannabis erwerben. Also, das Gesetz ermöglicht ihnen keinen Zugang zu Cannabis. Deswegen sage ich: Nein, das Gesetz ist daran nicht schuld."

    Auf den Gedanken, dass sich durch die Teillegalisierung auch die gesellschaftliche Atmosphäre verändert hat und Jugendliche das Kiffen nun vermehrt für "normal" halten, kommt die Drogenbeauftragte offenbar nicht. Immerhin räumt sie im Interview später ein: "Hinzu kommt bei manchen die Vorstellung, wenn Cannabis nicht mehr illegal ist, dann kann es auch nicht so gefährlich sein".

  • 8.11.2025 10:54 Uhr

    10:54 Uhr

    "Revolutionäre Idee": Scheidender Bürgermeister von New York reklamiert Deckel auf Mülltonnen als seine Erfindung

    Der Wahnsinn des Tages kommt heute ausnahmsweise aus den USA. New Yorks scheidender Bürgermeister Eric Adams (Demokraten) hat sich am Freitag auf X einer "Innovation" gerühmt, die er als "revolutionäre Idee" bezeichnete: Die Mülltonnen mit Deckel, die seine Verwaltung eingeführt habe, hätten zum Rückgang der Sichtungen von Ratten in der US-Metropole geführt.

    Wörtlich schrieb der 65 Jahre alte Adams:

    "Unsere Verwaltung hatte eine revolutionäre Idee, auf die noch keine Verwaltung zuvor gekommen war: Müll in Behälter mit Deckel zu werfen! Unsere Empire-Mülltonnen schlagen zurück, denn nicht die Ratten regieren diese Stadt – sondern wir."

    Dem Text beigefügt ist ein Bild im Starwars-Stil. 


    Adams war seit Januar 2022 Bürgermeister von New York. Bei den Wahlen, aus denen diese Woche Zohran Mamdani als Sieger hervorging, trat er zunächst als unabhängiger Kandidat an, zog seine Kandidatur jedoch Ende September zurück.

    Sollte Adams jetzt auch noch auf die Idee kommen, seine "revolutionäre Idee" zu patentieren, haben wir alle ein Problem, in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Russland.

  • 7.11.2025 16:36 Uhr

    16:36 Uhr

    Homosexuelle Polygamie: Evangelische Pfarrerin "traut" vier Männer zu einer "Ehe"

    In Berlin hat die Landesjugendpfarrerin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Oberlausitz (EKBO) Lena Müller nach eigenen Angaben die "Ehe" von vier Männern getraut. Darüber berichtet sie auf ihrem Instagram-Account. Auch die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) berichtet und lässt Müller zu Wort kommen. 

    Rhetorisch fragt die "Feministin & Pfarrerin" (so ihre Selbstdarstellung auf Instagram):

    "Was sollte Gott dagegen haben, dass es nun vier sind und nicht zwei?"


    Ins Kirchenbuch konnte die "Hochzeit" allerdings nicht eingetragen werden, dazu müsse vorher eine standesamtliche Trauung stattgefunden haben, erklärt Müller, und die wäre in dieser Konstellation ja nicht möglich. Korrekt, denn nicht nur die Bibel verbietet Derartiges ausdrücklich ‒ auch in den liberaleren deutschen Gesetzen ist Polygamie nicht nur ausdrücklich verboten, sondern sogar strafbar. 

    Was Gott will, will Müller jedenfalls besser als die Bibel wissen, und sagt:

    "Aber ich bin auf jeden Fall davon überzeugt, dass sie vor Gott wirklich geheiratet haben." 

    Zwei der vier Männer hätten sich vor Jahren im Urlaub kennengelernt. "Zu viert zusammengekommen" seien sie in diesem Jahr in Berlin, so Müller in der NOZ. Zwei der Männer kamen aus Lettland, einer aus Thailand, beim vierten war sich die "Pfarrerin" nicht mehr sicher, glaubt aber, dass er Spanier war. Untereinander haben sie Englisch gesprochen, erinnert sie sich.

    Im Traugespräch hätte das Quartett "Warmherzigkeit, Großzügigkeit und Offenheit" ausgestrahlt, schreibt Müller auf Instagram:

    "Was für eine Ehre, dass diese vier so vertrauensvoll um Segen baten. Ich bin so dankbar für diesen Beruf."

    In der evangelischen Kirche werden seit Jahren homosexuelle Paare getraut. Im Juli berichtete ein evangelischer "Bundeswehrpfarrer" stolz, er habe eine "siebenköpfige Bromance" gesegnet.


    Das Motto von Müller:

    "Wenn Menschen auf Augenhöhe ihre Entscheidungen treffen, selbstbestimmt und einvernehmlich, dann betrachte ich es nicht als meine Aufgabe als Pfarrerin, Menschen zu sagen, was sie in ihrem Schlafzimmer zu treiben haben."

    Der Berliner Bischof Christian Stäblein hat sich von der "Trauung" inzwischen distanziert:

    "Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-Oberlausitz traut nur Paare, die standesamtlich verheiratet wurden."

  • 6.11.2025 10:14 Uhr

    10:14 Uhr

    Ghana: Bundespräsident Steinmeier und Christian Drosten zu Gast zum Thema "Impfstoffentwicklung"

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte mal wieder das Bedürfnis, dem grauen Alltag im herbstlichen Berlin zu entfliehen, um in der Ferne das Alibi vermeintlich wichtiger, repräsentativer Aufgaben für das Land und die Bürger zu zelebrieren. So informierte die Pressestelle des Schloss Bellevue bereits am 1. November, über das weiterhin abwesende "Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland":

    "Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender [die "First Lady der Bundesrepublik"] reisen vom 1. bis 2. November nach Ägypten. Anschließend reist Bundespräsident Steinmeier vom 2. bis 7. November weiter nach Ghana und Angola."

    So weit Routine im Regierungsviertel. Die Pressestelle präsentiert in ihrer Meldung ein reich bebildertes Reisetagebuch. So erlebte Steinmeier samt Gattin gleich zu Beginn ein erstes Highlight:

    "Zum Auftakt der Reise hat der Bundespräsident auf Einladung des ägyptischen Staatspräsidenten Abdel Fattah Al-Sisi an der Eröffnung des Grand Egyptian Museum teilgenommen. In diesem bedeutenden archäologischen Museum mit über 100.000 Artefakten auf einer halben Million Quadratmetern wird erstmals die komplette Tutenchamun-Grabausstattung ausgestellt. Bundespräsident Steinmeier zeigte sich begeistert."

    Beim Reiseziel Ghana wird es interessanter. Der Bundespräsident würdigte professionell "die Bedeutung Ghanas als stabilisierender Akteur in Westafrika". Der Terminplan sorgte für einen "Austausch  mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft sowie mit Start-up-Gründerinnen und -Gründern". Weiter erfährt der interessierte Bürger:

    "An seinem zweiten Tag in Ghana hat Bundespräsident Steinmeier Kumasi besucht. […] Hier befindet sich eine der führenden Universitäten des Landes mit vielen Verbindungen nach Deutschland. […] Außerdem residiert in Kumasi Aschanti-König Otumfuo Osei Tutu II."

    Es erfolgt die entscheidende Information, ohne jedoch dabei den wissenschaftlichen Mitreisenden namentlich zu erwähnen, Prof. Dr. Christian Drosten, Chef vom Berliner Charité-Institut für Virologie, kontrovers wahrgenommener Akteur in der "Corona-Krise" hinsichtlich nötigender "Impfpflicht-Diskussionen". So heißt es:

    "Anschließend ging es weiter zur renommierten Kwame Nkrumah University of Science and Technology (KNUST), einem wichtigen Partner für Deutschland in Forschung und Entwicklung. Am angegliederten Kumasi Center for Collaborative Research (KCCR) arbeiten deutsche und ghanaische Wissenschaftler Seite an Seite an der Entwicklung von Impfstoffen."

    Das Bild präsentiert - Christian Drosten:


    Drosten war dabei bereits im Mai dieses Jahres in Ghana, dies "im Rahmen der Bemühungen zur Stärkung der Impfstoffforschung in Ghana". Dieser Besuch diente "der Bewältigung globaler Gesundheitsherausforderungen, insbesondere im Bereich der Impfstoffentwicklung und Krankheitsprävention"

  • 15:40 Uhr

    "Glühwein-Fans aufatmen" – Der DPA-Faktencheck zu Weihnachtsmarkt-Gerüchten ist da

    Im August 2023 hat das europäische Faktencheck-Netzwerk EFCSN (European Fact-Checking Standards Network) die Deutsche Presse-Agentur (dpa) "als zertifiziertes Mitglied" in die Reihen der demokratischen Wahrheitspropheten aufgenommen.

    Mutmaßlich musste die dpa-Redaktion diesbezüglich liefern und beschloss daher am 30. Oktober 2025, ein wichtiges Desinformationsfeld in Deutschland glattzubügeln. So heißt es in der Meldung:

    "Glühwein-Fans können aufatmen: Trotz gestiegener Sicherheitskosten bleibt die Mehrzahl der Weihnachtsmärkte in Deutschland geöffnet – entgegen anderslautender Gerüchte im Netz."

    Besinnlichkeitsdelegetimierer und "rechte" Miesmacher würden aktuell "durch die sozialen Netzwerke geistern." So würde auf "Facebook behauptet":

    "Die 'überwiegende Mehrheit der Weihnachtsmärkte' in Deutschland sei 'aufgrund der übermäßig hohen Sicherheitskosten abgesagt' worden."

    Nach intensiver, moderner Google-Recherche lautet nun die beruhigende dpa-"Bewertung":

    "Falsch. Die Sicherheitskosten sind zwar gestiegen, aber die große Mehrheit der Märkte findet wie gewohnt statt. Nur in einer verschwindend geringen Zahl von Einzelfällen kam es zu Absagen – aus anderen Gründen."

    Die Meldung verrät weiter, dass es in Deutschland "nach Angaben des Deutschen Schaustellerbundes jährlich mehr als 3.000 Weihnachtsmärkte gibt." Die dpa-Checker erklären bezüglich der real existierenden Probleme:

    "Die Stadt Magdeburg hält 2025 an der Durchführung eines Weihnachtsmarkts in der Altstadt fest, auch wenn fast eine Verdopplung der Kosten für die Sicherheit auf bis zu 150.000 Euro erwartet wird, wie etwa der MDR berichtet."

    Viele weitere Städte hätten entgegen der "rechten" Gerüchte für das laufende Jahr "bereits bekannt gegeben, dass ihre Weihnachtsmärkte wie gewohnt besucht werden können." So auch Berlin, oder wie es in einer BZ-Meldung heißt:

    "Für den Weihnachtsmarkt: Neue hässliche Terror-Poller am Breitscheidplatz."

    Um eine besinnliche Stimmung zu garantieren, habe Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) "bereits vor Wochen in der B.Z." versprochen, also bestätigt:

    "Es soll nicht wie Fort Knox werden. Wir sind gerade in der Überprüfung, in welchen Abständen wir Sicherheitspoller aufstellen, die tief in die Erde gehen."

    Das "rechte" Portal Nius wollte etwas genauer die Kosten für die Sicherheit der Besucher und sogenannte "Zufahrtssperren" erfahren. Ohne dpa-Siegel lauten die Belastungen:

    • Berlin investierte 4,1 Millionen Euro in Poller und sonstige Sperren. 
    • Stuttgart bezahlte 3,3 Millionen Euro und plant für das Jahr 2025 weitere 2,4 Millionen Euro auszugeben.
    • Frankfurt am Main zahlte für die vergangenen drei Jahre knapp 4 Millionen Euro.
    • Die Stadt Köln investierte 1,67 Millionen Euro und plant für das kommende Jahr weitere 1,1 Millionen auszugeben.

    Die Stadt Heilbronn investierte "250.000 Euro für High-Tech-Poller". Die dpa-Meldung informiert final samt Prüfsiegel:

    "Im laufenden Jahr hat es durchaus Absagen von Volksfesten wegen gestiegener Kosten für Sicherheitsauflagen gegeben. So wurden zum Beispiel in Hessen der Radlersonntag im Kinzigtal, das Kirschblütenfest in Marburg oder eine Oldtimer-Show in Rüsselsheim abgeblasen."


  • 31.10.2025 13:42 Uhr

    13:42 Uhr

    "Die Hoffnung stirbt zuletzt" – "Polizei Grün e.V." verlässt X, wegen "Demokratie-Delegitimierung"

    Wer ist bitte "Polizei Grün e.V", werden sich irritierte Leser eventuell als Erstes fragen. Auf der Webseite des Vereins heißt es bezüglich der Vorstellung:

    "Die Berufsvereinigung Polizei Grün wurde 2013 in Baden-Württemberg gegründet und ist mittlerweile in Berlin beim AG Charlottenburg im Vereinsregister eingetragen..."

    Ziel der Mitglieder sei die "Förderung einer toleranten, kritikfähigen und rechtsstaatlichen Bürgerpolizei". Im Vorjahr berichtete die Berliner Zeitung titelnd hinterfragend (Bezahlschranke):

    "Ein Polizeiverein in der Parteizentrale der Grünen: Was steckt dahinter? In den sozialen Medien sorgt ein Verein der Partei Bündnis 90/Die Grünen für Aufsehen. Insbesondere der Name 'Polizei Grün' wirft Fragen auf."

    Der Leser erfährt: Wer Vereinsmitglied werden möchte, "der muss zwar kein Parteimitglied sein, dafür aber 'die Zugehörigkeit zu einer Länderpolizei, zur Bundespolizei, zum Bundeskriminalamt oder zur Deutschen Hochschule der Polizei' nachweisen können". Das Social-Media-Team des Vereins verrät nun aktuell, dass die Mitglieder irgendwie desillusioniert sind, um auf X in einem "Servicetweet" mitzuteilen:

    "Wir haben beschlossen, unser Engagement hier zu beenden. Die Art und Weise, wie hier Meinung gemacht, unsere Demokratie, die Verwaltung, der ÖRR und alles, was eine freiheitliche und aufgeklärte Gesellschaft ausmacht, delegitimiert wird, ist nicht mehr zu ertragen."

    Es erfolgt noch der Verweis auf den Seitenwechsel zum Social-Media-Portal der "guten Demokraten" und aufrechten Kämpfer "gegen rechts" – Bluesky. Der Abschlusssatz lautet:

    "Die Hoffnung stirbt zuletzt."

    Das "rechte Portal" Nius recherchierte zum Verein:

    "'Polizei Grün' ist ein privater Zusammenschluss – doch das stimmt nicht. Vielmehr ist die 'Polizei Grün' ein privater Zusammenschluss mehrerer Polizeibeamter, die politisch auf Seite der Grünen stehen und deren Inhalte offensiv in der Öffentlichkeit verteidigen." 

    Es stelle sich daher die dringliche Frage, ob durch die nachweisliche Parteinähe "ein offenkundiger Verstoß gegen das Neutralitätsgebot der Polizei" vorliege. Als Beispiel wird das Agieren des Vereins gegen die Polizeikollegin und Ex- Eisschnellläuferin Claudia Pechstein präsentiert (RT DE berichtete zur Causa). Die X-Kritik der grünen Kollegen (m, w, d) an Pechstein lautete laut Nius-Zitat vor zwei Jahren:

    "'Wenn Frau Pechstein etwas über Breitensport und Vereine sagen will, dann soll sie in ziviler Kleidung kommen o. sich ihre Schlittschuhe umhängen, aber nicht in der Uniform der Polizei eine Rede halten', heißt es in einem Tweet, und in einem weiteren: 'Selbstverständlich dürfen sich Polizist*innen politisch engagieren. Die Amtsführung hat jedoch unparteiisch und neutral zu erfolgen'." 

    Zur Person von AfD-Chefin Alice Weidel hieß es wörtlich auf X, "es ist wichtig in diesen Zeiten zu wissen, wo die Feinde der Demokratie zu suchen sind". Zum Thema des Phänomens von "Gruppenvergewaltigungen" und zu Ausführungen des Kollegen Manuel Ostermann hieß es am 25. Oktober dieses Jahres:

    "Aus der Sicht des nicht sachkundigen Normallesers entsteht das Bild, dass es jeden Tag zu zwei brutalen Verbrechen kommt. Dass es sich bei 'Gruppenvergewaltigung' um eine höchst interpretationsbedürftige Auswertung der PKS [Polizeiliche Kriminalstatistik] handelt: Geschenkt. #Desinformation"

  • 23.10.2025 10:55 Uhr

    10:55 Uhr

    US-Shutdown – Deutsche Steuerzahler übernehmen Lohn von Mitarbeitern der US-Armee

    Seit Anfang Oktober ist ein Teil des US-Regierungsapparates stillgelegt, da sich die Republikaner und die Demokraten nicht auf einen Übergangshaushalt einigen konnten. Es gilt die Realität der daraus resultierenden Haushaltssperre, der sogenannte "US-Shutdown".

    Die unmittelbare Konsequenz lautet damit auch für zivile US-Angestellte im fernen Deutschland: Es besteht die Gefahr von verzögerten Gehaltsüberweisungen. Das SPD-nahe RND informiert nun über das anscheinend weiterhin intakte transatlantische Kooperieren in Notlagen. Dazu heißt es:

    "Wegen der Haushaltssperre in den USA drohen knapp 11.000 zivilen Beschäftigten der US-Streitkräfte in Deutschland Gehaltsausfälle. Der Bund will notfalls erst einmal einspringen, wie eine Sprecherin des Finanzministeriums der Deutschen Presse-Agentur sagte."  

    Damit also die Steuerzahler. Gibt es Proteste gegen die unverschuldete, zusätzliche Belastung des Bundeshaushalts? Weit gefehlt, so heißt es:

    "Die Gewerkschaft Verdi hatte die Bundesregierung aufgefordert, finanzielle Verantwortung für die Ortskräfte zu übernehmen. Betroffen sind demnach besonders die Standorte Ramstein, Kaiserslautern, Wiesbaden und Stuttgart, sowie Truppenübungsplätze in der Oberpfalz (Bayern)."

    Das SPD-geführte Finanzministerium ließ zur Beruhigung erregter Gemüter demnach vorerst mitteilen, "noch sei aber offen, ob die aktuelle Haushaltssperre wirklich Auswirkungen auf die Gehaltszahlungen für die Zivilbeschäftigten der US-Streitkräfte in Deutschland habe".

    Bei vergangenen Shutdowns seien sie ausgenommen gewesen und hätten ihre Gehälter bekommen. Eine Focus-Dokumentation aus dem Jahr 2022 stellte im Beitragstitel für die existierenden US-Standorte die exemplarische Frage:

    "US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein: Gilt hier deutsches Recht?"

  • 18.10.2025 11:00 Uhr

    11:00 Uhr

    Wadephul: Frauen und Männer aus der Türkei "entscheidend verantwortlich für Wirtschaftswunder"

    Bei seinem Antrittsbesuch in Ankara hat Außenminister Wadephul die Bedeutung der Türkei als wichtigen Partner betont, berichtet die ARD-Tagesschau. Die Berliner taz erklärt seinen Lesern zur Bedeutung des Besuchs des AA-Chefs in Ankara:

    "Einerseits ist das Land als NATO-Mitglied, das eine große Armee und Zugang zum Schwarzen Meer hat, geopolitisch mit Blick auf die Bedrohung durch Russland eigentlich unverzichtbar."

    Der zweitgrößten türkischen Zeitung Hürriyet verriet der deutsche Außenminister sein Verständnis zum Thema der Geschichte der BRD und zurückliegenden Kontaktpunkten mit türkischen Einwanderern und Migranten, auch rückblickend als "Gastarbeiter" benannt. Angesprochen auf das historische sogenannte "Anwerbeabkommen" mit der Türkei, erklärt der CDU-Politiker wörtlich im Interview:

    "Das Anwerbeabkommen ist auch heute noch bedeutend und prägend für Deutschland. Es waren ganz entscheidend auch Frauen und Männer aus der Türkei, die mit harter Arbeit unter teils sehr schwierigen Umständen das sogenannte 'Wirtschaftswunder' möglich gemacht haben – sie haben das moderne Industrieland Deutschland mit aufgebaut."

    Diese Geschichtswahrnehmung wurde auch von den – mutmaßlich – jungen AA-Mitarbeitern des Social-Media-Teams ohne Rückfragen verarbeitet:

    Zur Erinnerung an jüngere Leser und Geschichtsvergessene: Das sogenannte westdeutsche Wirtschaftswunder wurde vor allem durch die Währungsreform 1948 eingeleitet und durch den Marshallplan sowie die "soziale Marktwirtschaft" unter Wirtschaftsminister und Ex-Kanzler Ludwig Erhard geprägt (Dienstzeit 1949–1966).

    Das erste Anwerbeabkommen wurde mit Italien im Jahr 1955 beschlossen. Es folgten weitere Verträge mit Griechenland (1960), Spanien (1960), Marokko (1963), Südkorea (1963), Portugal (1964) und Tunesien (1965). Am 30. Oktober 1961 unterzeichneten die Bundesrepublik Deutschland und die Türkei ein Abkommen "zur temporären Anwerbung von Arbeitskräften". Wadephul erklärt dazu 64 Jahre später:

    "Das ist viel zu lange nicht ausreichend gewürdigt worden. Heute sind unsere zwei Gesellschaften untrennbar miteinander verwoben. Es gibt so viele Menschen, die hier wie dort zu Hause sind. Mir ist bewusst, dass das noch immer schwierige Fragen von Identität und Zugehörigkeit aufwirft. Ich maße mir nicht an, die Antwort auf alle diese Fragen zu kennen, eine der Antworten muss aber das klare Bekenntnis sein, dass dieser enge Austausch unsere beiden Länder enorm bereichert."

  • 29.09.2025 12:39 Uhr

    12:39 Uhr

    Social-Media-Team der SPD bildet AfD in Grafik mit ????-Haufen ab

    "Gegen Hass und Hetze" propagiert die SPD ihre "seriöse" Strategie gegen die stetig wachsenden Umfragewerte der Partei Alternative für Deutschland, als Reaktion auf die sich verfestigende Zustimmung von immer mehr Bürgern für die AfD. "Menschenverachtende Rhetorik" findet sich demnach laut Wahrnehmungen im Willy Brandt-Haus in Berlin einzig und allein bei der "rechten Partei". 

    Das Social-Media-Team der SPD präsentiert nun ihr Verständnis von "guter demokratischer", also "niveauvoller" Debattenkultur, bezogen auf die jüngsten Ergebnisse einer Studie der Forschungsgruppe Wahlen vom 24. September. So lautete die Frage an die Teilnehmer: 

    "Welche Partei kann soziale Gerechtigkeit?"

    Je nach Blickwinkel überraschend – nach den dokumentierten Nötigungen in der "Corona-Krise" durch einen verantwortlichen SPD-Minister in der Ampel sowie den jüngsten Ankündigungen einer geplanten "Streichung von Pflegegrad 1" seitens der Großen Koalition, unter SPD-Absegnung – lautet das Ergebnis samt Grafik:

    Das Team – mutmaßlich – junger aufrechter Demokraten (m,w,d) in der Social-Media-Abteilung der SPD liefert grafisch adaptiert auf Instagram und Facebook folgende "feurige" Variante, mit der Kommentierung:

    "Ihr sagt wie’s ist: Die SPD ist mit Abstand die Partei, die am meisten für soziale Gerechtigkeit sorgt ????"


    Instagram-Kommentare lauten zu dem vermeintlichen Coup:


    • Helmut Schmidt [SPD-Kanzler 1974–1982] würde Euch alle vor die Tür setzen für diese Art der Kommunikation;
    • Euer Ernst? 25 Prozent der Wähler beschimpfen? Welche Agentur rät einem so was?


  • Info: https://freedert.online/gesellschaft/177846-taegliche-wahnsinn/


  • unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

  • 30.11.2025

    Morgens halb Sechs in Deutschland

    Quelle: Dieses Bild wurde mittels Grok entwickelt.

    overton-magazin.de, 30. November 2025, Roberto J. De Lapuente

    Neue Gretchenfrage unter Schreibenden: »Hast du einen frischen Morgenmantel – für den Fall der Fälle?« Hausdurchsuchungen als Pointe des Galgenhumors – und als Symbol einer politischen Kultur, die Kritik zunehmend wie ein kriminelles Vergehen behandelt.

    Die Hausdurchsuchungen, die sich gegen Vertreter der schreibenden Zunft richten, häufen sich. Offenbar haben deutsche Staatsanwaltschaften und die Kräfte der Exekutive, die morgens Bürger mit verstärktem Mitteilungsdrang (auch Autoren genannt) aus den Bett klingeln und sich an ihnen in die persönlichen Räume vorbeidrücken, noch reichlich Zeitreserven zur Verfügung, um Nichtigkeiten auf diese demütigende Art und Weise aufzublasen. Jeder unbedeutende Halbsatz kann von großer Bedeutung für etwaige Morgenstunden sein – und den Staatsbüttel auf den Plan rufen. Ob ich wohl dran denke und mir einen Morgenmantel über den Schlafanzug werfe, wenn sich der morgendliche Besuch einstellt?

    Das ist der Witz der Schreibenden, wenn sie sich dieser Tage treffen: Hast du einen frischen Morgenmantel? Wann hast du ihn zuletzt gewaschen? Was, du schläfst nackt? Galgenhumor. Wie sollen denn die Leute, die wissen, dass auch sie fällig sein könnten, sonst damit umgehen? Dieser Form therapeutischen Humors bedarf es nicht, wenn man für den Spiegel schreibt – oder sich als Faktenjäger für eine öffentlich-rechtliche Anstalt verdingt. Dort ist man vor Zugriffen sicher, ganz gleich, welchen Unsinn die Herrschaften Journalisten dort verzapfen oder wie justiziabel die eine oder andere Aussage auch war. Heute hängt man die Kleinen nicht mehr – man lungert ihnen vor der Haustür auf und entweiht ihre heiligen Hallen.

    Die Durchsuchung: Eine Vergewaltigung

    So ein Einbruch in die privaten Gemächer wird von Psychologen gemeinhin als die Überschreitung einer Grenze betrachtet, die im Regelfall traumatische Folgen hat – betritt ein Einbrecher die Privaträume des Überfallenen, so dringt er in die persönlichste Nische desjenigen ein. Überfallene fühlen sich daher nach so einem Ereignis – auch wenn sie gar nicht selbst zugegen waren, als der Ganove eindrang und Schränke durchwühlte – ein Stück weit missbraucht, auch dreckig und benutzt. Denn der persönlichste Rückzugsort wurde verletzt und ein Gefühl stellt sich ein, wonach es keinen Platz auf Erden gibt, an dem man wirklich für sich ist, ohne die Behelligung anderer Menschen. Das eigene Zuhause ist ein unantastbarer Ort – so weiß es auch das Grundgesetz, lässt aber Ausnahmen offen, die allerdings nicht willkürlicher Natur sein dürfen. Doch genau diese Willkür hat nun Einzug gefunden in die politische Justiz.

    Der Büttel, dem man im Morgenmantel öffnet, der einen Durchsuchungsbeschluss auspackt und das richterlich genehmigte Eindringen in die Privaträume mit wenigen ergänzenden Worten ankündigt, ist faktisch kein Einbrecher – nicht formaljuristisch. Besonders schlimm sind jene Systeme, die Handlungen, die sonst Ganoven vorenthalten sind, in eine juristische Praxis überführen und das »Recht und Ordnung« nennen. Man darf sich daher sicher sein, dass sich ein solches Erlebnis, sind die Beamten erstmal wieder abgerückt, durchaus genauso anfühlen wird, wie ein ganz ordinärer Einbruch. Nicht, dass jene, die nun mit Hausdurchsuchungen beglückt werden, vorher schon besonders staatsgläubig gewesen wären. Im Gegenteil, die von denen man nun hört – zuletzt eben C.J. Hopkins, ein amerikanischer Autor in Deutschland –, waren eher auf Kriegsfuß mit Staat, Regierung und Zeitgeist. Aber nach der Durchsuchung dürfte das letzte Quäntchen Zutrauen endgültig aufgelöst worden sein. Denn in einem Land zu leben, in dem Nichtigkeiten recht schnell und unkompliziert und völlig unangemessen die Unverletzlichkeit der Wohnung aufzulösen imstande sind: Wie soll aus dieser Gewissheit heraus, nun selbst auf dem eigenen Terrain verfolgt zu sein, noch ein konstruktives Gefühl zum Staat entstehen?

    Natürlich mache ich mir Gedanken. Trifft es mich früher oder später auch? Es ist ja billig, wenn sich die Meute bei X nach so einer Durchsuchung zusammenfindet und dem Durchsuchten trotzig-tröstlich mitteilt, dass man jetzt zu einem erlesenen Kreis gehöre: Wer heute noch nicht durchsucht wurde, habe schließlich etwas falsch gemacht. Was wissen diese Leute schon? Danach kann man seine Wohnung doch nicht mehr mit dem Gefühl der Geborgenheit betreten, das man – hoffentlich! – vorher verspürte, wenn man den Absatz seiner Haustür überschritt. Die Beamten, vermutlich bewaffnet, die überall herumstöberten, Schubladen öffneten, intimster Inhalte ansichtig wurden, dies und jenes konfiszierten, unter anderem natürlich den Computer – womit die Arbeit erstmal unmöglich gemacht ist –, haben aus der heimischen Gemütlichkeit einen Tatort entstehen lassen. Und wer will schon an einem Tatort leben? Kann man in einem auf diese Weise entweihten Refugium einfach weitermachen? Die Durchsuchung ist ein Missbrauch, ja eine Vergewaltigung regelrecht – zumindest in diesen aktuellen Fällen, in denen Staatsanwaltschaften aus nichtigsten Gründen solche Schritte anschoben.

    Wie nichtig die sind, zeigt sich ebenfalls bei dem bereits oben erwähnte Autor Hopkins. Er hat sich mit der Corona-Politik befasst und sie mit gewissen Aspekten des Nationalsozialismus verglichen – damit verherrlichte er nicht den Nationalsozialismus, sondern wollte auf einen Umstand hinweisen: Die Seuchenschutzpolitik jener Zeit erinnerte fatal an damals – der Sozialwissenschaftler und Autor Rudolph Bauer erfuhr ein ähnliches Schicksal. Man muss die Vergleiche, die beide zogen, nicht als besonders geschmackvoll bewerten – ich tue es in der Tat nur sehr bedingt, weil zwischen Konzentrationslager und Lockdown dann doch noch einige Welten liegen (man kann es freilich auch anders sehen) –, aber für eine Hausdurchsuchung reicht dergleichen nicht aus. Sie ist vollkommen unangemessen und konstruiert eine Motivation, die die betroffenen Publizisten gar nicht verinnerlicht hatten.

    Recht geschieht es ihnen!

    Die Lage der schreibenden Zunft, die sich nicht in einem großen Verlagshaus verstecken oder in einer von der Öffentlichkeit finanzierten Anstalt verschanzen kann, ist prekär – schon seit langer Zeit. In den letzten Monaten scheint sie noch prekärer zu werden. Denn nun kommt auch noch der potenzielle Angriff auf eigenem Boden hinzu. Und der Aufschrei? Er bleibt mal wieder aus. Im Grunde trifft es ja solche, die es verdient haben – Hopkins hat nicht nur Bildmaterial aus jener braunen Zeit verwendet, sondern auch noch jene Politik, die unsere in Altenheime abgeschobenen Großeltern zu retten vorgab und der man sich im Sinne der Lebensrettung nicht verschließen durfte, mit Scheiße beworfen. So einer hat keine Lobby – auch der Herr, der den ehemaligen Wirtschaftsminister ins Schwachköpfige rückte, kein Mann der schreibenden Zunft zwar, aber dennoch morgens beglückt, konnte nicht mit allgemeiner Solidarität rechnen. Es traf ja einen, der es so wollte – hätte er es nicht gewollt, hätte er geschwiegen.


    Ich saß neulich mal mit einem Menschen zusammen, der sich selbst als guten Linken einordnet – als Antifaschist versteht er sich freilich überdies. Woran man das merkt? Er sagt es einem natürlich – oft und zu jeder passenden wie unpassenden Gelegenheit. Als die Rede von jenem Mann war, der damals »Schwachkopf« postete und damit den grünen Ökonomieheiland meinte, spürte man seine Betretenheit. Vermutlich wusste mein Gesprächspartner sehr wohl, dass die morgendliche Durchsuchung von dessen Wohnung zu weit ging – aber da er außerdem gelesen habe, dass der Mann auch schon mal »was Nationalsozialistisches« gepostet hatte, schob er nach: Der habe es sich selbst eingebrockt, er sei ja kein unbeschriebenes Blatt gewesen. Was hatte der vermeintliche Schurke damals gepostet? Im Frühjahr 2024 soll er ein Bild bei X hochgeladen haben, auf dem ein SA-Mann mit einem Plakat zu sehen gewesen sei. Darauf zu lesen: »Deutsche kauft nicht bei Juden«, was der Beschuldigte wiederum so kommentierte: »Wahre Demokraten! Hatten wir alles schon mal!« War das wirklich Befürwortung der SA und des Judenboykotts? Oder konnte das nicht auch so verstanden werden, dass er diese vermeintlich wahren Demokraten von einst, die jüdische Geschäfte boykottierten, nicht gut leiden könne? Ich gebe zu, dass ich die Bild- wie Wortwahl auch nicht besonders stilsicher finde. Aber justiziabel? Für meinen charmanten Gesprächspartner war allerdings klar: Er hätte eben schweigen sollen – sein Problem!

    Mir kommt meine Großmutter in den Sinn. Eine gute, sehr fürsorgliche und warmherzige Frau, fromme Katholikin und für mich das Gesicht einer Welt, die es so nie mehr geben wird – ihre Güte finde ich heute in keinem Menschen mehr. Sie tat alles für uns Enkel. Ihr Blick auf damals war aber gelegentlich etwas speziell – wie bei vielen dazumal. Natürlich sei unter Hitler niemanden etwas passiert, wusste sie. Und schob nach: Wenn man nichts Falsches gesagt habe. Vermutlich hatte sie teilweise sogar recht. Für heute gilt das ziemlich ähnlich: Die Stummen haben keine Wohnungsdurchsuchung zu befürchten. Und siehe da, nun habe ich auch einen Vergleich der heutigen Situation mit damals geschaffen. Das geht schnell in Deutschland – Hitler sitzt immer mit am Tisch, selbst wenn man nur über Bratkartoffeln spricht. Eigentlich ist dieser Drang des Vergleichs mit dem einst Deutschland eine Unart, die man lassen sollte. Ich nehme also alles zurück – auch wenn es mir so unglaublich passend erscheint.

    Ebenso wenig originell wie der Nazi-Vergleich ist übrigens jener berühmte Ausspruch Martin Niemöllers, den man mittlerweile auch schon unzählige Male las: »Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Gewerkschaftler holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschaftler. Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.« Bitte verstehen Sie das richtig, dieses Zitat beinhaltet die ganze Wahrheit von damals und auch unserer Gegenwart. Denn früher oder später trifft es jene, die heute schweigen, weil sie finden, dem Hopkins, dem Bolz, dem Elsässer oder wer weiß wen noch, geschehe so ein Einmarsch in die eigenen vier Wände zurecht.

    Solidarisch sein mit denen, die heute nicht solidarisch sein wollen?

    Machen wir uns doch nichts vor: Früher oder später werden andere Kräfte die politische Macht in diesem Land in Händen halten. Die Naiven unter uns glauben, dass es Kräfte sind, die dann mit Vernunft aufräumen und das Land wieder zu einem besseren Ort transformieren wollen. Deshalb werden diese neuen Kräfte die Praktiken aufgeben, die sich jetzt eingeschliffen haben und sie werden zudem mit dem NGO-Saustall aufhören, der Meldestellen einrichtet und Mitbürger denunziert – vielleicht werden sie sogar den öffentlich-rechtlichen Rundfunk einstellen. Man soll sich nur nicht täuschen. Sobald jene Kräfte Teil einer Bundesregierung sein werden – und sie werden es sein; die berühmte Brandschutzwand kann nicht ewig halten –, dämmert auch denen die Erkenntnis, wie nützlich solche Einrichtungen und Vorgehensweisen zur Etablierung und zum Erhalt der frisch erhaltenen Macht sein werden. Und wer soll denn dann noch protestieren?

    Jene, die unter anderen Vorzeichen hausdurchsucht wurden und mit denen die, die dann durchsucht werden, damals nicht solidarisch waren? Das Pendel wird umschwenken und die, die sich jetzt als die Anständigen wähnen, haben allen Regierungen, die da noch kommen mögen, ein Bündel an Maßnahmen vererbt, die auch jene nutzen werden – und zwar auch gegen die, die im Moment wie die Sieger der Geschichte aussehen.

    Vielleicht wäre es nun wichtig für sich festzuhalten: Wenn es dazu kommen sollte – und wie gesagt, ich denke, so wird es sein –, dann ist es wichtig, auch mit denen solidarisch zu sein, mit denen man politisch nicht auf einer Welle liegt. Auch diese Leute haben eine Privatsphäre verdient, die nicht aus nichtigsten Gründen aufgehoben werden darf, bloß weil es den machtpolitischen Grundsätzen des Moments entspricht. Ob ich wohl noch so besonnen und solidarisch reagieren würde, nachdem ich eine solche Durchsuchung live und in Farbe bei mir zu Hause – dem was dann einstmals zu Hause war – erlebt habe?

    Wir werden als Schreibende wohl Anleihen nehmen müssen bei denen, die in der DDR kritische Texte schrieben und sie auf eine ganz bestimmte der Welt enthobenen Weise verklausulierten, um der Zensur zu entgehen. Das setzt früher oder später ein Publikum voraus, das für sich lernen muss, dass auch im indirekten, um drei Ecken gedacht, etwas sehr Direktes platziert sein kann, wenn man die Gabe besitzt, zwischen den Zeilen lesen zu können. Vielleicht entkommt man so den Häschern der herrschenden Staatslehre, die natürlich Angst und Schrecken verbreiten möchte, um kritische Stimmen zu unterdrücken und die eigene Machtbasis zu stärken. Aber vermutlich wird das auch nichts bezwecken, denn die Vorwürfe sind bereits heute konstruiert, wenn man zur Durchsuchung schreitet – es kommt also nicht sonderlich darauf an, was man wie ausdrückt. Dass man überhaupt eine Trotzhaltung an den Tag legt, ganz gleich welcher Form sie präsentiert wird, stellt die Untat dar. Insofern ist der Erwerb eines Morgenmantels vielleicht in der Tat die beste Maßnahme, die man jetzt ergreifen kann. Stil und Würde bewahren: Mehr bleibt einen in Systemen wie diesen selten.

    Roberto De LapuenteRoberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main.
    Mehr Beiträge von Roberto De Lapuente →

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    87 Kommentare

    1. Erst feststellen, dass Nazi-Vergleiche unpassend sind, weil es bei uns doch ganz anders ist … und dann mehrere Nazi-Vergleiche und zum Abschluss nochmal DDR.

      Kein Vergleich mit Ländern oder Zeiten, ohne Diktatur. Komisch.

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      7 Antworten auf diesen Kommentar anzeigen ▼

    2. was bitte sind ‚Schreibende‘ ?
      oh man, so schnell setzt sich von oben verordnete Idiotie durch – warum wird diese dumm-spreche übernommen ?

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    3. @ RDL

      Immer dran denken „No risk, no fun“……………..????????????????????

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    4. Man sollte vor Allem vorsichtig sein mit Gesprächspartnern, die einen vielleicht nur aushorchen wollen. Oder durch Provokation etwas herauskitzeln wollen. Das haben wir in der DDR schon als Kinder gelernt: „Erzählt nichts davon in der Schule.“ hieß es zu Hause oft.

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    5. Ich will mich einer klammheimlichen Freude nicht entschlagen, die aufkommt, wenn ich erfahre, wie Leute, die ihr Lebtag am Arsch der Herrschaft und Herrschenden nach Stinkefürzen gefahndet haben, ne Ladung Scheiße ins Gesicht fliegt, so wie der geistesarmen Sophie von Tann:

      [Anwesend im ARD-Studio Tel Aviv] waren u.a. Ludwig Spaenle, Antisemitismusbeauftragter der bayerischen Staatsregierung, der stellvertretende Studioleiter, und ARD-Korrespondentin Sophie von der Tann, die seit 2021 aus Tel Aviv berichtet und regelmäßig in der „Tagesschau“ zugeschaltet ist. Letztere soll den Terrorangriff der Hamas verharmlost haben. [Es ging um die Kritik der jüdischen Gemeinde, die von der Tanns Berichterstattung als pro-palästinensisch wahrnehme.] Tann soll gesagt haben, das Massaker der Hamas, habe „eine Vorgeschichte“.

      Sowas kommt von sowas.

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    6. Was Herr Wannsieder und Zombienation da geschrieben haben, finde ich völlig unpassend. Ich kritisiere sonst nie andere Forenten, ich bin für Meinungsfreiheit und wenn die Meinungen noch so widerwärtig sind.
      Ich finde das, was die beiden schrieben nicht widerwärtig, nicht falsch verstehen, aber verständnislos!
      Ich spüre beim Autor Furcht, die bringt er m.E. deutlich zum Ausdruck!
      Trotzdem schreibt er und wird weiter schreiben, dafür achte ich den Mann, auch wenn ich mit etlichem, was er schreibt oft nicht oder in Teilen nicht einverstanden bin!
      Der Mann hat Courage, wenn er weiter macht!
      Die Forenten hier wissen doch genau, wie es um die Meinungsfreiheit in unserem Land bestellt ist, das wird hier von so vielen so oft thematisiert!
      Hausdurchsuchungen, Auftrittsverbote, Ausgrenzungen, Kontokündigungen,Existenzvernichtungen, da muss ich HIER doch gar nicht weiter machen.
      Ich bin dankbar für solche Leute, die, da machen wir uns doch nichts vor, ganz sicher im Fokus unser staatlichen Demokratieschützer stehen und trotzdem weiter machen!
      Inhaltlich kann man sicher streiten, keine Frage, die Furcht können wir solchen Autoren auch nicht nehmen.
      Aber vielleicht sollten wir doch unsere Solidarität ausdrücken, denn die gebührt Menschen, die so weiter machen und dann vor uns allen ihre Furcht zum Ausdruck bringen!

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    7. Ja, auch hier ist täglich so etwas erlebbar.
      Zur Miete in einem abgehalfterten Pfarrhaus in einer demografisch sich stark auf Talfahrt befindlichen Region,
      klingelt es frühmorgens- man selbst noch ungekämmt und ohne Kaffee:
      dringend auf den Boden wollen sie, da wäre eine Leiter auszumessen,
      und schon sind sie oben, ohne jegliche Vorankündigung.
      Oder: Adventsstern muss dran. Oder: diesdasjenes.
      Es sind keine freundlichen Leute. Leute, die sich nie anmelden und vorher Bescheid geben. Nie zurück grüßen.
      Die sich wie die Axt im Walde benehmen, weil sie glauben, sie dürfen das,
      weil sie zum auserwählten Volk der Christenheit gehören, und schon immer hier sind, und andere nicht.
      Sie glauben außerdem, dass es ihr gutes Recht sei, in dieser Funktion frei über die Räume anderer zu verfügen.
      Und ehrlich: mittlerweile breitet sich so ein Frust aus, und Angst natürlich auch,
      weil sie das zu einer Art Sport erkoren haben, allen anderen, die nicht so sind wie sie, einen Schrecken einzujagen.
      Heute wird direkt neben der Haustür eine fahrbare Schmiede aufgebaut, weil Advent ist.
      Ich werde abhaun, doch mit der Furcht, dass die die Bude vllt abfackeln (Funkenflug etc)
      Schöne Grüße aus Sachsen!

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    8. „Wenn du ihnen die Wahrheit sagst, laß draußen den Motor laufen,,,,,“

      https://youtu.be/CdBo34ycvkw?list=RDCdBo34ycvkw

      Ps:

      „Wie nichtig die sind, zeigt sich ebenfalls bei dem bereits oben erwähnte Autor Hopkins. Er hat sich mit der Corona-Politik befasst und sie mit gewissen Aspekten des Nationalsozialismus verglichen – damit verherrlichte er nicht den Nationalsozialismus, sondern wollte auf einen Umstand hinweisen: Die Seuchenschutzpolitik jener Zeit erinnerte fatal an damals – „

      Man benutzt ja sogar das Nazi-Unrecht von damals heute wieder vor Gericht! Und zwar gegen Ärzte, die Masken-Atteste ausgestellt haben. Man fand wohl nichts Passendes, und nahm völlig unpassende „Präzendenzfälle“ von Ärzten, die damals Prostituierten einen „Bockschein“ ausstellten ohne sie körperlich untersucht zu haben. Das Urteil, auf dem die meisten (alle?) dieser Fälle von heute beruhen, stammt aus dem Jahr 1940!!! Oder man beruft sich auf aktuelle Urteile, die ihrerseits das Urteil von 1940 zur Basis hatten.

      Das hat Tom Lausen der, bzw. dessen Bruder, etliche dieser Prozesse beobachtete, berichtet.
      Rechts-Staat Deutschland!

      Hier eine andere Quelle:

      https://report24.news/urteile-gegen-kritische-mediziner-unterstuetzung-von-nazi-rechtsprechung-in-deutschland/

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    9. wer hat denn das Bild fabriziert? Mit den Reichsadlern auf der Mütze. Lasst euch nicht erwischen, sonst gibt es früh morgens Besuch……

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    10. Die Sicht der anderen: Hier etwas aus einer Schweizer Zeitung und mittels eines früher(!) mal sehr angesagten und sogar eher links stehenden Journalisten:
      https://www.nzz.ch/international/henryk-m-broder-deutschland-ist-auf-dem-weg-in-eine-neue-diktatur-ld.1913047
      Mag jeder selbst beurteilen, was davon richtig und was falsch ist.

      Im weiteren Sinne auch zum Thema gehörig sind Artikel in der heutigen „Berliner Zeitung“ wie diese …
      https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/krista-symposium-kritische-richter-und-anwaelte-es-ist-ein-kollektiver-wahn-li.10007996

      und

      https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/maechtige-verteidigen-ihre-macht-petition-fordert-die-abschaffung-des-oerr-und-wird-direkt-gesperrt-li.10007969

      und

      https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/jurist-zur-eu-chatkontrolle-anlasslose-massenueberwachung-li.10007885

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    11. Ich nerve mal wieder:

      Am schlimmsten wird doch hierzulande die Palästinasolidarität verfolgt. Ihr solltet alle wissen, das es in Berlin eine eigens eingerichtete Sonderstaatsanwaltschaft gibt, die nur damit beschäftigt ist Verfahren gegen palästinasolidarische Menschen einzuleiten, die dann juristisch oft scheitern, aber Einschüchterung bewirken.

      Das schlimme ist, auch hier auf dieser Plattform gibt es noch zuviele Menschen, die klammheimlich, aus deutschen Schuldgefühlen, die geplante Vernichtung des palästinensischen Volkes kleinreden. Das sei doch nicht so schlimm, im Sudan seien doch noch mehr Menschen ermordet worden und überhaupt, wir sind die Guten. Den Guten ist aber im Kampf gegen das Böse alles erlaubt.
      Es gibt hier einen SPDler aus Mannheim, der ganz offen mit den propadantistischen Tricks, zu denen er fähig ist, den israelischen Völkermord rechtfertigt. Das es überhaupt solche Leute mit SPD-Nähe hierzulande gibt, ist für mich ein weiterer Beleg für die moralisch-politische Verkommenheit dieses Regime. Bitte weitermachen, die Wut wächst. Dafür braucht man dann den Bademantel, nicht nur Journalisten. Die Bekleidungsindustrie sagt danke. Wo werden die meisten preisgünstigen Bademäntel produziert?
      Ich hoffe, meine Ironie (wieder Krieg) war einigermaßen verständlich?

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    12. Idi Amin:

      „I guarantee freedom of speech. But I do not guarantee freedom after speech.“

      Das große Vorbild der neuen deutschen Innenpolitik?

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    13. Stilfragen

      Zu Beginn der Hysteriejahre um einen neuartigen Coronaschnupfen nach 2019 war in den öffentlich rechtlichen Kanälen von Wundermedizin mit Wirkungsgraden (therapeutischer Wirksamkeit) die Rede, die man sonst eher von Ergebnissen der DDR Staatsratswahlen her kannte, hasenfüßig schob man die alten und gebrechlichen vor, um verbriefte Grundrechte zu schleifen, die Superreichen noch reicher zu machen. Zackiges Hacken zusammenschlagen hallte wieder durchs Land, es wurde per Verordnungen gelangweilten Durchschnittsbürgern die Sehnsucht etwas bedeutsames zu erleben, wie sie es etwa aus dem Fernsehen kannten, gestillt. Die erhebende Illusion die Zombie Apokalypse live überlebt zu haben, möchte sich keiner mehr nehmen lassen, fragwürdige Rechenmodelle und rührende Bilder gelten seither als wissenschaftliche Belege.

      Martin Walser, einer der erfolgreichsten deutschen Nachkriegsautoren, versuchte hellsichtig um die Jahrtausendwende auf gesellschaftlicher Ebene offen zu diskutieren, wie reflektiert öffentliche Wahrnehmung unter Furcht sein kann, er wurde umgehend gecancelt.

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    14. Je stärker die Ideologie, desto stärker die Kontrolle. Siehe USA, wo der orange mit „Meinungsfreiheit“ im Teich der Ahnungslosen auf Stimmfang ging… und jetzt die Leute um ihren Job oder gar den Aufenthalt bangen müssen, wenn sie etwas gegen MAGA-Gaga sagen.

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    15. Das, worum es hier geht, ist ja eigentlich ein Klassiker des Liberalismus, Meinungsfreiheit und Unverletzlichkeit der Wohnung, oder generell das Verbot von staatlicher Repression, die Freiheit des Einzelnen und der Schutz vor Übergriffigkeiten aller Art. Das Private ist privat, und eben nicht politisch.

      Da geht es nicht nur um Übergriffe der Staatsorgane: man stelle sich vor, dass da morgens um halb sechs nicht die Polizei, sondern militante Anhänger der Regierungsparteien vor der Tür stehen und die Polizei sich bloß im Hintergrund hält und aktiv wegschaut (wer will, darf sich das Treiben der SA im Januar, Februar 33 vorstellen).

      Es kommt mir so vor, als wären nur noch die schwindenden Spezies von Altlinken und klassischen Konservativen überhaupt in der Lage, in der Bedrohung dieser klassischen liberalen Werte ein Problem zu sehen.

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    16. „Es kommt darauf an, was hinten heraus kommt“, wie Helmut Kohl das einmal formulierte. Was natürlich sofort genutzt wurde, um den Kanzler miß zu verstehen. Der Helmut. Der letzte regierende Sozialdemokrat. Schnüff.

      Heraus gekommen ist, dass sich der Elsässer ausdrücklich bedankte für die unerwartete Publicity für sein compact-Magazin. Es war auch sonst nicht zu seinem Schaden, er verkauft jetzt Original Elsässer Morgenmäntel zum Preis von 149 Euro. Nun eigentlich ist es ja ein Bademantel, aber Roberto übernimmt die Bezeichnung Morgenmantel. Ich will ja keinerlei Unterstellung machen, wegen Schleichwerbung. Bestimmt nicht.
      Aber das ist heraus gekommen. Elsässer hat massiv profitiert. Er als Verteidiger der Meinungsfreiheit. Cui bono ist zu fragen.

      Ebenso der durchsuchte Rentner mit seinem behinderten Kind, das inzwischen jeder kennt. Das Habeck-Opfer. Aber dass Alice Weidel in gleicher Weise gegen Beleidiger vorgeht wie weiland Habeck, das ist völlig unbekannt. Die Rechten jammern einfach besser.
      Nun ja, der Wirbel um Herrn Curtis wird sich steigernd auf seine Auflage auswirken.

      Die Rechten haben eine regelrechte Jammerkultur aufgebaut und Vorfälle wie diese befeuern das. Absichtlich, ist das das Gewollte? Muss als Verschwörungstheorie zumindest in Betracht gezogen werden.

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    17. Eine Hausdurchsuchung im Bademantel ist schlimm, davon können Rentner aus der fränkischen Provinz – er kritisierte Habeck – ein Lied singen.
      Viel schlimmer ist aber, wenn du von der Berliner Polizei auf einer palästinasolidarischen Demo festgenommen wirst. Kinder werden verhaftet, weil sie eine Palästinenserfahne trugen. Ein Mensch aus Irland wurde von der Berliner so schwer verletzt, das selbst die irische Botschaft protestierte. Iris Hefets von der jüdischen Stimme wurde so oft verhaftet, das sie ganz abgebrüht geworden ist. Veranstaltungslokale werden für palästinasolidarische Meeting gekündigt. Kürzlich wurde in Halle eine wissenschaftliche Veranstaltung mit Helga Baumgarten verboten, wie Lüders berichtet

      https://michael-lueders.de/kategorie/aktuelles/vortraege/

      Ja, Hausdurchsuchung ist schlimm entwürdigend, aber der Staat, dieses Regime, begeht noch viel, schlimmere Straftaten gegen die eigene Rechtsordnung

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    18. Ich habe auch schon eine völlig unangemessene Hausdurchsuchung erleben müssen. Dafür reichte die bloße Anschuldigung einer Einzelperson auf eine Straftat ohne jegliche Beweise. Die Staatsanwaltschaft Hannover durchsuchte daraufhin mehrere Wochen nach der Anzeige den Haushalt meiner Schwiegereltern, in dem ich damals lebte und die rein gar nichts mit der Sache zu tun hatten.

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    19. ‚wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und freie Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit‘ – die zukünfitge ex-Kanzlerin zum 60. Geb. ihrer Partei. – das stand auf dem Flyer, neben einem Bild von ihr mit Mini-Mustache von einer griechischen anti-Austeritätsdemo. – die Beamten vor Ort konnten keine Verstöße finden und zogen wieder ab. – am Tage danach mein Bademantel-moment (naja, nicht ganz):
      2 Herren in Zivil standen an meiner Tür, gaben sich als Kripobeamte zu erkennen und hielten mir eine Gefährderansprache vor die Nase. – damals war das noch wenig geläufig und eher für echte gefährliche Gestalten wie Gewalttäter benutzt, nicht so inflationär für jeden gemeinen Kritiker wie heute.

      kurz: diese Aktion hat mir meisterlich und selbstbezogen den modernen Totalitarismus offenbart. bei Terry Pratchet brauchst‘ nen Handtuch, in Deutschland einen Bademantel – ein gutes Symbol.

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    20. Wird man früher oder später selbst Opfer staatlicher Übergriffe auf die Privatsphäre sein, das ist die Frage, die RDL hier zur Diskussion stellt und gleichzeitig präsentiert er die windelweiche, ekelhafte Haltung vieler Restlinker zur Meinungsfreiheit.
      Erstaunlich, wie wenig Substantielles in den bisherigen Kommentaren kommt, selbst vor dem ewig Dümmlichen „aber sie haben doch Publicity bekommen“ (durch die Verfolgung!) schreckt man nicht zurück. Sollte man nicht eher darüber Nachdenken, wie man eine funktionierende Gegenwehr, quer durch die politischen Lager organisiert?
      Und: Wurde Voltaire wegen der Verbrennung seiner Bücher bekannt ? Wenn nicht, welche Gründe waren es dann?

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    21. Der wichtige Satz lautet „…sie mit gewissen Aspekten des Nationalsozialismus verglichen…“

      Die deutsche Antijustiz – die im Nachkriegsdeutschland keinen einzigen Nazirichter verurteilt hat – dreht Hopkins in absolut unerträglichen Weise das Wort im Munde herum und konstruiert absolut niederträchtig und bösartig etwas, was nie da war.

      Wie soll „wehret den Anfängen“ als Lehre der Geschichte bitte sonst funktionieren, ohne einen Bezug zu EINER der VIELEN Facetten der NS-,Diktatur herzustellen (vor allem ja doch der Anfangszeit), um die Menschen davor zu WARNEN, wohin die Reise gehen könnte oder vielleicht auch schon geht (Genozid von Gaza zur Staatsräson zu machen, NS-Anhänger in der Ukraine finanzieren, die regelmäßig von Russland in der UNO eingebrachte Verurteilung Nazistischer Umtriebe zu verweigern). Deutschland zeigt in keinster Weise ernsthaft und substanziell, dass es aus der Geschichte gelernt hat. Und gerade die Justiz gibt hier ein negatives Bild ab.

      Das ganze Verhalten der Justiz sagt mir, dass das Ansicht ist. Ihnen geht es genau darum die Menschen daran zu hindern wirkungsvoll in Opposition gewisser Entwicklungen zu gehen. Anders ausgedrückt: ich verurteile die offensichtliche politische Agenda der sog. „Justiz“.

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    22. Damit manfrau Morgens nicht wie der Dittsche aussieht, trägt manfrau einen „Herr von Eden“ Hausmantel* der Macht auch einen positiveren Primäreffekt als eine gewöhnliche Juristenrobe!

      Einfach mal auf Bildersuche gehen es ist doch bald Weihnachten!

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    23. Wenn der Spannungsfall erst deklariert wird, werden die uns nach belieben holen kommen.

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    24. Andere Frage! Hat Grok denn einen Bademantel zum Vorhalten?

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    25. Hallo Robby,

      offensichtlich haben sie Deine privaten Räumlichkeiten bisher nicht auf dem Schirm. Dass Du auswanderst, bevor sie Deine Hütte stürmen, scheint ebenfalls nahezuliegen. An Dich kommen sie allerdings nicht so einfach ran, weil Du prominent bist und es mutmaßlichlich Divisionen an Anwaltskanzleien gibt, die Dich da wieder rauspauken.Was soll aber aus uns armen Schäflein werden, die sich tagein, tagaus im Schweiße ihres Angesichts darum bemühen, Deinen Content mit mehr oder weniger sinnvollen Kommentaren zu unterfüttern? Sollen wir dann auch einfach auswandern? Wie stellst Du Dir das vor? Ich habe Angst.

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    30.11.2025

    Der übersehene Bündnisfall

    seniora.org, 30. November 2025, 30.11.2025 Von Michael Hollister - übernommen von michael-hollister.com

    Der übersehene Bündnisfall: Wie ein EU-Beitritt der Ukraine die europäische Sicherheitsarchitektur verändern könnte.


    Ein EU-Beitritt der Ukraine wirkt wie ein Akt der Solidarität   – doch tatsächlich birgt er eine kaum diskutierte Eskalationsautomatik. Mit Artikel 42(7) des EU-Vertrags könnte Europa in einen direkten Konflikt mit Russland rutschen, ohne parlamentarische Debatte, ohne demokratische Legitimation, allein durch juristische Mechanismen. Dieser Text zeigt, warum die EU-Aufnahme der Ukraine ein sicherheitspolitischer Wendepunkt wäre   – mit gewaltigen militärischen, ökonomischen und geopolitischen Folgen.


    Teil 4: Wie ein EU-Beitritt der Ukraine die europäische Sicherheitsarchitektur verändern könnte Teil 1   – finden Sie hier:
    Aufrüstung im Niedergang: Warum Deutschland und die EU in den Krieg investieren

    Teil 2 finden Sie hier:
    Spannungsfall 2026: Wie die deutsche Industrie auf Kriegswirtschaft vorbereitet wird

    Teil 3   – finden Sie hier:
    EDIP: Wie die EU Europa zur Kriegswirtschaft umbaut


    Die unterschätzte Beistandsklausel

    Im öffentlichen Diskurs über die europäische Integration der Ukraine konzentriert sich die Debatte nahezu ausschließlich auf eine mögliche NATO-Mitgliedschaft. Diese wird   – zu Recht   – als hochproblematisch betrachtet und von den meisten NATO-Mitgliedern abgelehnt. Ein EU-Beitritt hingegen wird überwiegend als politische Geste europäischer Solidarität interpretiert, deren sicherheitspolitische Dimension als vernachlässigbar gilt. Diese Einschätzung beruht auf einem fundamentalen Missverständnis der vertragsrechtlichen Grundlagen der Europäischen Union.

    Mit dem Vertrag von Lissabon wurde die EU 2009 mit einer Beistandsklausel ausgestattet, die in Artikel 42 Absatz 7 des EU-Vertrags verankert ist:

    „Im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats schulden die anderen Mitgliedstaaten ihm alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterstützung.“

    Zum Vergleich: Der berühmte Artikel 5 des NATO-Vertrags verpflichtet die Mitgliedstaaten lediglich, „unverzüglich […] die Maßnahmen, einschließlich der Anwendung von Waffengewalt, [zu ergreifen], die sie für erforderlich erachten“. Diese Formulierung räumt den Mitgliedstaaten erheblichen Ermessensspielraum ein   – wie die Geschichte gezeigt hat, kann dies von symbolischen Gesten bis zu umfassender militärischer Intervention reichen.

    Die EU-Klausel ist deutlich verbindlicher formuliert: „alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterstützung“ lässt wesentlich weniger Interpretationsspielraum. Hinzu kommt ein struktureller Faktor: 21 der 27 EU-Mitgliedstaaten sind zugleich NATO-Mitglieder. Sollte die Ukraine der EU beitreten und ein militärischer Konflikt mit Russland fortbestehen, würde jede Aktivierung von Artikel 42 Absatz 7 automatisch die überwältigende Mehrheit der NATO-Mitglieder rechtlich binden. Die Folge: NATO-Mitglieder befänden sich de facto im Krieg mit Russland   – was die Aktivierung von Artikel 5 der NATO zwar nicht zwingend, aber zunehmend wahrscheinlich macht.

    Die Frage ist nicht, ob dieser Mechanismus absichtlich geschaffen wurde, sondern ob seine Existenz und seine möglichen Auswirkungen in der politischen Debatte angemessen reflektiert werden.

    Die territoriale Unklarheit als Eskalationsrisiko

    Das zentrale Problem liegt in den ungeklärten Territorialfragen zwischen Russland und der Ukraine. Russland erkennt die ukrainische Souveränität über die Krim, Donezk, Luhansk und Saporischschja nicht an. Die Ukraine erkennt russische Gebietsansprüche auf diese Regionen nicht an. Daraus ergibt sich eine fundamentale juristische Ambiguität.

    Tritt die Ukraine der EU bei, stellt sich die Frage: Gelten die umstrittenen Gebiete als EU-Territorium im Sinne von Artikel 42 Absatz 7?

    Historisch gibt es Präzedenzfälle für beide Szenarien. Als Zypern 2004 der EU beitrat, erstreckte sich die EU-Rechtsordnung ausdrücklich nicht auf den türkisch kontrollierten Nordteil der Insel. Dies zeigt, dass die EU umstrittene Gebiete durchaus von der Mitgliedschaft ausklammern kann.

    Allerdings unterscheidet sich die Ukraine in entscheidenden Punkten: Zypern war durch einen eingefrorenen Konflikt mit klaren Demarkationslinien und UN-Friedenstruppen geteilt. Die ukrainischen Ostgebiete sind Schauplatz aktiver militärischer Auseinandersetzungen ohne vereinbarte Waffenstillstandslinien oder internationale Friedenstruppen. Zudem vertritt die Ukraine   – unterstützt von praktisch allen westlichen Regierungen   – die Position, dass es sich um illegal besetztes ukrainisches Territorium handelt.

    Dies führt zu einer juristischen Frage ohne klare Antwort: Würde die EU die Ukraine als Mitglied aufnehmen und dabei ausdrücklich Gebiete ausklammern, die sowohl die Ukraine als auch die EU als unter illegaler Besatzung befindlich betrachten? Oder würde eine EU-Mitgliedschaft implizit den Schutz von Artikel 42 Absatz 7 auf diese umstrittenen Gebiete erstrecken?

    Ein europäischer Rechtswissenschaftler mit Expertise im EU-Verfassungsrecht, der aufgrund der Sensibilität laufender Politikprozesse anonym bleiben möchte, formulierte es so: „Ein EU-Beitritt der Ukraine bei ungeklärter Territorialfrage könnte eine rechtliche Automatik schaffen, die jede militärische Handlung in den umstrittenen Ostgebieten zu einer potenziellen Artikel-42-Absatz-7-Situation macht. Das Problem ist nicht, dass dies mit Sicherheit beabsichtigt ist, sondern dass der Mechanismus existiert und seine Aktivierung keine bewusste politische Entscheidung erfordern würde   – lediglich eine rechtliche Interpretation unter Krisenbedingungen.“

    Dies ist keine hypothetische Sorge. Artikel 42 Absatz 7 wurde in der EU-Geschichte einmal aktiviert: von Frankreich nach den Pariser Terroranschlägen im November 2015. Zwar führte diese Aktivierung nur zu minimaler militärischer Unterstützung durch andere EU-Mitglieder, doch die Umstände waren fundamental anders   – es handelte sich um einen Terroranschlag, nicht um einen konventionellen militärischen Konflikt mit einer anderen Atommacht. Wie Artikel 42 Absatz 7 in einem konventionellen zwischenstaatlichen Krieg mit Beteiligung eines EU-Mitglieds funktionieren würde, ist rechtlich ungeklärt.

    Die ökonomische Realität: Ein Staat am Tropf

    Bevor die militärischen Implikationen weiter untersucht werden, ist es notwendig zu verstehen, welche ökonomische Entität die EU aufnehmen würde. Die wirtschaftliche Lage der Ukraine war bereits vor 2022 prekär; der aktuelle Krieg hat sie an den Rand des Zusammenbruchs gebracht.

    Das ukrainische Bruttoinlandsprodukt, das 2013 noch bei 180 Milliarden US-Dollar lag, halbierte sich nach den Umwälzungen von 2014 und dem Verlust der industriellen Basis im Donbass auf etwa 90 Milliarden Dollar. Die russische Invasion 2022 führte zu einem weiteren BIP-Rückgang um 29 Prozent. Die Staatseinnahmen beliefen sich 2023 auf etwa 30 Milliarden Euro, während die Ausgaben über 60 Milliarden Euro lagen. Das Defizit   – etwa die Hälfte des gesamten Staatshaushalts   – wird nahezu vollständig durch ausländische Transfers gedeckt, hauptsächlich von der EU und den USA.

    Die jüngste Schadensanalyse der Weltbank schätzt den Wiederaufbaubedarf auf zwischen 486 Milliarden und über eine Billion US-Dollar, abhängig vom Ausmaß der Infrastrukturschäden und dem Zeitrahmen für den Wiederaufbau. Dies entspricht einer der größten Wiederaufbauherausforderungen seit dem Zweiten Weltkrieg   – allerdings in einem Land, das mit massiven demografischen Verlusten (durch Tod, Vertreibung und Emigration), unklaren Eigentumsverhältnissen und strukturellen Governance-Problemen konfrontiert ist.

    Die Ukraine belegt Platz 104 von 180 Ländern im Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International   – hinter Ländern wie Gabun, Sambia und dem Kosovo. Zwar erschweren Kriegsbedingungen Regierungsreformen, doch die strukturellen Probleme sind älter als der aktuelle Konflikt und würden eine effektive Verwendung von Wiederaufbaumitteln erheblich behindern.

    Die fiskalischen Auswirkungen auf den EU-Haushalt

    Würde die Ukraine der EU beitreten, würde sie mit großem Abstand zum größten Empfängerland im EU-Haushalt. Laut Berechnungen des Europäischen Parlaments hätte die Ukraine Anspruch auf jährlich zwischen 60 und 90 Milliarden Euro an Kohäsionsmitteln, Agrarsubventionen und Strukturhilfen   – etwa das Doppelte dessen, was Polen, derzeit größter Empfänger, erhält.

    Zum Vergleich: Der gesamte EU-Haushalt für 2024 beträgt etwa 189 Milliarden Euro. Eine ukrainische Mitgliedschaft würde also Transferleistungen in Höhe von etwa einem Drittel bis zur Hälfte des gesamten EU-Budgets erfordern. Dies würde entweder massive Beitragserhöhungen der Nettozahler (primär Deutschland, Frankreich und die Niederlande) notwendig machen oder dramatische Kürzungen für bisherige Empfänger in Osteuropa bedeuten.

    Deutschland, das 2024 etwa 30 Milliarden Euro netto an die EU zahlt, müsste seinen Beitrag vermutlich um 40 bis 50 Prozent erhöhen. Polen, das derzeit etwa 10 Milliarden Euro netto erhält, müsste mit Kürzungen um möglicherweise 30 bis 40 Prozent rechnen. Ungarn, Rumänien und die baltischen Staaten wären ähnlich betroffen.

    Dies würde massive innenpolitische Spannungen in den betroffenen Ländern auslösen   – insbesondere in Osteuropa, wo EU-Strukturfonds eine zentrale Rolle in der wirtschaftlichen Entwicklung spielen. Die politische Ironie ist bemerkenswert: Ausgerechnet jene Länder, die die Ukraine am vehementesten unterstützen (Polen, baltische Staaten), würden ökonomisch am stärksten unter ihrer EU-Mitgliedschaft leiden.

    Die agrarökonomische Sprengkraft

    Neben den direkten Haushaltstransfers würde ein EU-Beitritt der Ukraine massive Verwerfungen im europäischen Agrarsektor auslösen. Die Ukraine verfügt über etwa ein Drittel der weltweiten hochfruchtbaren Schwarzerde und ist einer der größten Getreideexporteure weltweit. Das Land produziert etwa 30 Prozent des globalen Sonnenblumenöls und gehört zu den fünf größten Exporteuren von Mais und Weizen.

    Trotz des Krieges produzierte die Ukraine 2022 etwa 21 Millionen Tonnen Weizen   – nahezu so viel wie Deutschland. Der entscheidende Unterschied: Die Produktionskosten in der Ukraine liegen bei einem Bruchteil der europäischen, und Umweltauflagen sind kaum vorhanden oder werden nicht durchgesetzt.

    Ein EU-Beitritt würde der Ukraine sofortigen und unbeschränkten Zugang zu allen EU-Agrarmärkten verschaffen, kombiniert mit dem Anspruch auf EU-Agrarsubventionen aus der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Das GAP-Budget beträgt etwa 55 Milliarden Euro jährlich. Bei einer Mitgliedschaft würde die Ukraine aufgrund ihrer enormen Ackerflächen (über 40 Millionen Hektar   – mehr als Deutschland und Frankreich zusammen) Anspruch auf einen erheblichen Anteil dieser Mittel haben.

    Die Folge wäre ein massiver Preisdruck auf europäische Landwirte, insbesondere in Polen, Rumänien, Ungarn und Deutschland. Bereits jetzt haben polnische Landwirte wiederholt gegen ukrainische Agrarexporte protestiert. Eine vollständige Marktintegration würde diese Spannungen dramatisch verschärfen.

    Hinzu kommt: Die EU-Fördergelder würden nicht bei kleinbäuerlichen Strukturen ankommen, sondern bei den Großkonzernen, die bereits heute die ukrainischen Agrarflächen kontrollieren.

    Unternehmensinteressen: Wer profitiert vom Wiederaufbau?

    Die Frage, wer den ukrainischen Wiederaufbau kontrollieren wird, wird bereits beantwortet   – lange bevor der Wiederaufbau überhaupt beginnt. Im Juni 2022, nur vier Monate nach Beginn der russischen Invasion, traf sich Präsident Selenskyj mit BlackRock-CEO Larry Fink, um den Wiederaufbau der Ukraine zu erörtern. Laut dem Kyiv Independent ging es bei dem Treffen darum, „die Bemühungen aller potenziellen Investoren und Teilnehmer am Wiederaufbau unseres Landes zu koordinieren“.

    Dies geschah kaum ein Jahr nach der umstrittenen Landreform von 2021, die erstmals seit der Sowjetzeit den Verkauf von Agrarland ermöglichte. Zuvor hatte die Ukraine ein Moratorium für Landverkäufe aufrechterhalten   – eine Politik, die von ukrainischen Landwirten und Zivilgesellschaftsgruppen weitgehend unterstützt wurde, die eine Landkonzentration durch Oligarchen und ausländische Konzerne befürchteten.

    Der Bericht „War and Theft“ des Oakland Institute aus dem Jahr 2023 dokumentiert, dass bereits über 28 Prozent der ukrainischen Ackerfläche   – mehr als neun Millionen Hektar   – von Oligarchen, großen Agrarunternehmen und internationalen Investmentfirmen kontrolliert werden. Zu den größten Landbesitzern gehören ukrainische Oligarchen wie Jurij Kosjuk und Oleh Bachmatiuk, aber auch multinationale Konzerne wie Kernel (weltgrößter Sonnenblumenölproduzent), UkrLandFarming und NCH Capital, ein US-amerikanischer Private-Equity-Fonds.

    Eine EU-Mitgliedschaft würde diese Investitionsstrukturen unter europäischem Handelsrecht formalisieren und rechtlich schützen. Sie würde politisch schwer umkehrbar und würde Investoren Zugang zu europäischen Rechtsschutz- und Streitbeilegungsmechanismen verschaffen.

    Die oft beschworene „europäische Integration“ der Ukraine meint in dieser Dimension nicht die Integration ukrainischer Bürger in europäische Sozialstrukturen, sondern die Integration ukrainischer Ressourcen in transnationale Kapitalverwertungsketten.

    Die vorbereitete Infrastruktur: Europas Kriegswirtschaft

    Die potenzielle Eskalationsautomatik durch einen EU-Beitritt der Ukraine steht nicht isoliert. Sie fügt sich in eine umfassendere Transformation europäischer Wirtschafts- und Militärstrukturen ein, die sich seit 2022 beschleunigt hat:

    Europäischer Verteidigungsfonds (EDF): 2021 etabliert, stellt der EDF Milliarden Euro für kollaborative Verteidigungsforschung und gemeinsame Beschaffungsprojekte zwischen EU-Mitgliedstaaten bereit. Das Budget 2021-2027 beträgt 8 Milliarden Euro, die Europäische Kommission hat jedoch signifikante Erhöhungen vorgeschlagen.

    PESCO (Permanent Structured Cooperation): 2017 gestartet, aber seit 2022 erheblich erweitert, ermöglicht PESCO tiefere militärische Integration zwischen EU-Staaten, einschließlich gemeinsamer Kommandostrukturen, geteilter Ausbildungsprogramme und koordinierter Fähigkeitsentwicklung.

    EDIP (European Defence Industry Programme): Geplante Gesetzgebung, die die schnelle Umwandlung ziviler Industriekapazitäten in Militärproduktion unter Krisenbedingungen ermöglichen würde, einschließlich beschleunigter Genehmigungen, garantierter Verträge und Koordinationsmechanismen zwischen Mitgliedstaaten.

    Nationale Mobilmachungsgesetze: Mehrere EU-Mitglieder, einschließlich Deutschland, haben rechtliche Rahmenwerke aktualisiert oder aktualisieren sie, die eine großangelegte wirtschaftliche Mobilmachung ermöglichen würden, einschließlich Arbeitslenkung und industrieller Konversion unter Notstandsbedingungen. Artikel 80a des deutschen Grundgesetzes erlaubt beispielsweise weitreichende wirtschaftliche Kontrollen während Spannungs- oder Verteidigungszuständen.

    Die beispiellose Aufrüstung

    Parallel zu diesen institutionellen Veränderungen erfolgt eine massive Aufrüstung. Deutschland hat seit 2022:

    • Ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro aufgelegt
    • Die Verteidigungsausgaben von etwa 50 Milliarden Euro (2021) auf 95 Milliarden Euro (2025) erhöht
    • Plant laut Reuters, bis 2029 3,5 Prozent des BIP für Verteidigung auszugeben   – etwa 162 Milliarden Euro

    Frankreich erhöht sein Verteidigungsbudget auf 64 Milliarden Euro jährlich bis 2027. Polen gibt bereits 4,7 Prozent seines BIP für Verteidigung aus   – der höchste Prozentsatz in der NATO.

    Diese Entwicklungen sind nicht reaktive Maßnahmen als Antwort auf die russische Invasion der Ukraine. Viele waren bereits in Entwicklung oder Umsetzung vor Februar 2022. Die Frage, die diese Entwicklungen aufwerfen, ist, ob die EU-Mitgliedschaft der Ukraine als Teil dieser umfassenderen Militarisierung europäischer Wirtschaftsstrukturen verfolgt wird   – oder ob sie mit ihr zeitlich und strukturell zusammenfällt.

    Die Perspektive aus Moskau

    Die russische Führung beobachtet diese Entwicklungen aufmerksam und interpretiert sie nicht als defensive Reaktionen, sondern als Vorbereitung auf Konfrontation. Ob diese Interpretation zutreffend ist oder russische Bedrohungsüberzeichnung darstellt, ist fast nebensächlich   – entscheidend ist, wie diese Entwicklungen russische strategische Kalkulationen beeinflussen.

    Russische Offizielle und Militäranalysten waren in ihrer Botschaft konsistent: Weitere Ausdehnung westlicher Militärstrukturen in Richtung russischer Grenzen wird mit präventiven Reaktionen beantwortet werden. Im Dezember 2021   – vor der Invasion der Ukraine   – legte Russland den USA und der NATO Entwürfe für Sicherheitsvorschläge vor, die eine weitere NATO-Erweiterung verboten und den Rückzug von NATO-Streitkräften aus Osteuropa gefordert hätten. Diese Vorschläge wurden abgelehnt, und zwei Monate später marschierte Russland in die Ukraine ein.

    Die Lehre, die russische Strategen daraus zu ziehen scheinen, ist, dass das Abwarten auf die Vollendung westlicher institutioneller Expansion strategisch nachteilig ist. Sollte die EU mit der ukrainischen Mitgliedschaft fortfahren, während der territoriale Konflikt ungelöst bleibt, wird die russische Militärplanung vermutlich davon ausgehen, dass dies ein westliches Bekenntnis zu permanenter Konfrontation darstellt, und sich entsprechend anpassen.

    Dies rechtfertigt keine russischen Handlungen, beschreibt aber eine vorhersehbare Eskalationslogik, die Konflikt wahrscheinlicher macht.

    Die nicht gestellten Fragen

    Die EU-Mitgliedschaft der Ukraine wird europäischen Öffentlichkeiten als Ausdruck von Solidarität, als Bekenntnis zu demokratischen Werten und als Weg zur Stabilisierung präsentiert. Dies mögen aufrichtige Motivationen einiger Entscheidungsträger sein. Die strukturellen Konsequenzen einer EU-Mitgliedschaft   – insbesondere die Aktivierung von Artikel 42 Absatz 7 im Kontext ungeklärter Territorialkonflikte   – erhalten jedoch bemerkenswert wenig öffentliche Diskussion.

    Mehrere kritische Fragen bleiben weitgehend unbeantwortet:

    Warum wird Artikel 42 Absatz 7 in öffentlichen Diskussionen über die EU-Mitgliedschaft der Ukraine fast nie erwähnt? Die Debatte konzentriert sich stark auf die NATO-Erweiterung, während die Beistandsklausel der EU   – die 21 NATO-Mitglieder bindet und verbindlichere Sprache als Artikel 5 verwendet   – kaum diskutiert wird.

    Wie würde die EU die Territorialfrage handhaben? Würden umstrittene Gebiete von der EU-Jurisdiktion ausgeschlossen (wie bei Nordzypern), oder würden sie als EU-Territorium unter dem Schutz von Artikel 42 Absatz 7 betrachtet? Kein EU-Offizieller hat diese Frage klar beantwortet.

    Was wären die wirtschaftlichen Auswirkungen auf bestehende EU-Mitglieder? Die Ukraine würde sofort zum größten Empfänger von EU-Mitteln, was entweder massive Budgeterhöhungen oder signifikante Kürzungen bei Transfers an derzeitige Empfänger in Polen, Ungarn, Rumänien und anderen osteuropäischen Staaten erfordern würde. Die agrarökonomischen Auswirkungen allein   – angesichts der massiven ukrainischen Niedrigkosten-Getreide- und Ölsaatenproduktion   – wären für europäische Landwirte erheblich.

    Warum fällt der Zeitplan für eine mögliche ukrainische Beitrittsperspektive mit der Implementierung europäischer Verteidigungsindustriegesetzgebung und beispiellosen Erhöhungen der Militärausgaben zusammen? Ob dieses Timing zufällig ist oder umfassendere strategische Planung widerspiegelt, ist unklar, verdient aber Untersuchung.

    Am wichtigsten: Warum wird diese Debatte nicht im Bundestag geführt? Der Antrag der BSW-Fraktion vom Januar 2025, keine EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine zu eröffnen, wurde mit großer Mehrheit abgelehnt   – ohne dass die hier aufgeworfenen Fragen substanziell diskutiert worden wären.

    Schlussfolgerung: Der Mechanismus existiert

    Diese Analyse behauptet nicht, definitiv zu beweisen, dass die EU-Mitgliedschaft der Ukraine als bewusster Weg zu einem NATO-Russland-Konflikt verfolgt wird. Die Evidenz stützt eine solche Schlussfolgerung nicht, und Motivationen sind in komplexen institutionellen Prozessen mit multiplen Akteuren und unterschiedlichen Interessen notorisch schwer zu etablieren.

    Was die Evidenz zeigt, ist, dass der Mechanismus für eine solche Eskalation existiert, dass seine Implikationen von der Öffentlichkeit unzureichend verstanden werden und dass institutionelle Dynamiken auf die Aktivierung dieses Mechanismus zusteuern   – bei minimaler Debatte über seine potenziellen Konsequenzen.

    Die europäische und insbesondere die deutsche Öffentlichkeit wird mit einer Entscheidung über die EU-Mitgliedschaft der Ukraine konfrontiert, die primär in moralischen und politischen Begriffen gerahmt wird. Die rechtlichen, militärischen und ökonomischen Implikationen   – insbesondere die Frage, ob eine EU-Mitgliedschaft einen automatischen Eskalationspfad zu einem Krieg zwischen NATO und Russland schaffen könnte   – erhalten weit weniger Aufmerksamkeit, als sie verdienen würden.

    Die Ukraine ist in diesem Szenario nicht einfach ein Land, das die Integration in europäische Institutionen sucht. Es ist ein Staat, dessen Mitgliedschaft die gegenseitigen Verteidigungsverpflichtungen der EU, die kollektiven Sicherheitsverpflichtungen der NATO, ungelöste Territorialkonflikte mit einer Atommacht und die größte europäische Militärmobilisierung seit dem Kalten Krieg verbinden würde.

    Die Frage ist nicht, ob dieser Pfad gefährlich ist. Die Frage ist, ob die Entscheidung mit vollem Verständnis dessen getroffen wird, was sie beinhaltet   – oder ob sie durch institutionelle Trägheit erfolgt, mit Konsequenzen, für die keine Wählerschaft gestimmt hat und die kein Parlament vollständig debattiert hat.

    Michael Hollister analysiert seit vielen Jahren die globalen Machtstrukturen hinter Politik und Wirtschaft. Sein Schwerpunkt liegt auf geopolitischen Strategien, einflussreichen Netzwerken und den historischen Wurzeln heutiger Konflikte. Seine Analysen veröffentlicht er zweisprachig   – auf Deutsch und Englisch   – unter www.michael-hollister.com


    Quellenverzeichnis

    Vertragliche Grundlagen:

    Wirtschaftliche Lage der Ukraine:

    Landkonzentration und Agrarflächen:

    BlackRock und Wiederaufbau:

    Korruption:

    Europäische Verteidigungsausgaben:

    Politische Dokumente:

    • Bundestag: Antrag der BSW-Fraktion   – Keine Eröffnung von EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine: https://dip.bundestag.de/vorgang/keine-eröffnung-von-eu-beitrittsverhandlungen-mit-der-ukraine/312613

    Weitere Quellen:


    © Michael Hollister — Die Weitergabe, Veröffentlichung oder Nutzung dieses Textes ist ausdrücklich willkommen. Voraussetzung ist lediglich die Angabe der Quelle und ein Link auf www.michael-hollister.com (bzw. bei Druckwerken der Hinweis „Quelle: www.michael-hollister.com“).



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    30.11.2025

    Screenshot_2025_12_01_at_00_27_37_Die_Trump_Doktrin_f_r_Lateinamerika

    nachdenkseiten.de, 29. November 2025 um 14:00 Ein Artikel von Roger D. Harris

    Von Zöllen bis hin zu offenen militärischen Drohungen versucht die Trump-Regierung, die Vorherrschaft der USA in der westlichen Hemisphäre wiederherzustellen. Venezuela befindet sich derzeit in höchster militärischer Alarmbereitschaft, da eine bedrohliche Flotte vor seiner Küste liegt und etwa 15.000 US-Soldaten in Bereitschaft stehen.

    Die USA unter Trump sind unverhohlen ein Imperium, das ohne Scheu agiert. Das Völkerrecht ist etwas für Verlierer. Ein neu gegründetes Kriegsministerium, das die tödlichste Killermaschine der Weltgeschichte einsetzt, muss sich nicht hinter der Farce der Demokratieförderung verstecken.

    Erinnern Sie sich daran, dass Trump 2023 prahlte: „Als ich ging, stand Venezuela vor dem Zusammenbruch. Wir hätten es übernommen, wir hätten all das Öl bekommen.“ Als CEO des kapitalistischen Blocks lässt sich Trump in seiner Mission nicht durch die Achtung der Souveränität einschränken. Es gibt nur einen unantastbaren globalen Souverän, alle anderen sind Untergebene.

    Venezuela – mit unserem Öl unter seinem Boden – steht nun im Fadenkreuz des Imperiums. Venezuela verfügt nicht nur über die größten Erdölreserven, sondern auch über bedeutende Vorkommen an Gold, Coltan, Bauxit und Nickel. Natürlich möchte die Weltmacht all diesen Mineralreichtum in ihre Hände bekommen.

    Es wäre jedoch zu einfach, zu glauben, dass dies nur aus rein wirtschaftlichen Motiven geschieht. Die Kontrolle über die Energieflüsse ist von zentraler Bedeutung für die Aufrechterhaltung des globalen Einflusses. Washington benötigt die Kontrolle über strategische Ressourcen, um seine Position als globaler Hegemon zu bewahren, geleitet von seiner offiziellen Politik der „vollständigen Dominanz“.

    Für Venezuela ermöglichen es die Einnahmen aus diesen Ressourcen, mit einem gewissen Maß an souveräner Unabhängigkeit zu handeln. Am ärgerlichsten ist, dass Venezuela sein Öl verstaatlicht hat, anstatt es Privatunternehmern zu schenken – und es dann zur Finanzierung sozialer Programme und zur Unterstützung von Verbündeten im Ausland wie Kuba verwendet hat. All dies ist dem Hegemonen ein Dorn im Auge.

    Noch weiter über das Limit geht Venezuelas „strategische Partnerschaft für alle Wetterlagen” mit China. Mit Russland, seinem wichtigsten Verteidigungsverbündeten, hat Venezuela ein strategisches Partnerschaftsabkommen ratifiziert. In ähnlicher Weise unterhält Venezuela ein starkes antiimperialistisches Bündnis mit dem Iran. Alle drei Partner haben sich zusammen mit regionalen Verbündeten wie Kolumbien, Brasilien und Mexiko hinter Caracas gestellt.

    Die USA haben die Bolivarische Revolution in Venezuela während des gesamten Vierteljahrhunderts ihres Bestehens unablässigen Regime Change-Aggressionen ausgesetzt. Im Jahr 2015 schrieb Barack Obama fest, was der Ökonom Jeffrey Sachs als bemerkenswerte „juristische Fiktion” bezeichnet: In seiner Executive Order bezeichnete er Venezuela als „außerordentliche Bedrohung” für die nationale Sicherheit der USA.

    Diese Executive Order, die von jedem nachfolgenden Präsidenten erneuert wurde, ist in Wirklichkeit eine implizite Anerkennung der Bolivarischen Revolution Venezuelas als gegenhegemoniale Alternative, die Washingtons Weltordnung herausfordert.

    Die jüngste Aggressivität der USA zeugt vom Erfolg des venezolanischen Widerstands. Die Folgen der erstickenden Sanktionen unter Führung der USA, die die Wirtschaft zum Absturz gebracht hatten, wurden durch eine Rückkehr zu positivem Wirtschaftswachstum teilweise rückgängig gemacht, sodass dem Imperium kaum eine andere Wahl blieb, als den Konflikt mit militärischen Mitteln zu eskalieren.

    AFP berichtet, dass „die Spannungen zwischen Washington und Caracas dramatisch zugenommen haben”, als ob die einseitige Aggression eine Vergeltungsmaßnahme wäre. Venezuela strebt nach Frieden, dem Land wir aber eine Waffe an den Kopf gehalten.

    Reuters gibt dem Opfer die Schuld und behauptet, die venezolanische Regierung „plane, im Falle eines Luft- oder Bodenangriffs der USA Chaos zu säen”. Tatsächlich hat Präsident Nicolás Maduro „anhaltenden Widerstand” gegen die unprovozierten Angriffe Washingtons angekündigt, anstatt sich demütig geschlagen zu geben.

    Die Zahl der Todesopfer durch US-Angriffe auf angebliche kleine Drogenboote vor Venezuela, im Pazifik vor Kolumbien und Ecuador und bis nach Mexiko im Norden liegt mittlerweile bei über 75 und steigt weiter an. Aber es wurde nicht ein einziges Gramm Drogen beschlagnahmt. Im Gegensatz dazu hat Venezuela in diesem Jahr 64 Tonnen Drogen beschlagnahmt, ohne jemanden zu töten, wie die Orinoco Tribune beobachtet.

    Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, María Zakharova, bemerkte dazu: „Jetzt, da den USA in diesem historischen Moment plötzlich wieder eingefallen ist, dass Drogen ein Übel sind, lohnt es sich vielleicht für die USA, gegen die Kriminellen innerhalb ihrer eigenen Elite vorzugehen.“

    Am 11. November trafen der weltweit größte Flugzeugträger, die USS Gerald R. Ford, und die ihn begleitenden Kriegsschiffe in der Karibik ein. Sie schließen sich einer Armada von US-Zerstörern, Kampfjets, Drohnen und Truppen an, die seit August zusammengezogen wurde.

    In einer atemberaubenden Untertreibung räumte die Washington Post ein: „Die Breite der Feuerkraft … scheint übertrieben“ für die Drogenbekämpfung bei dem, was sie schwärmerisch als „beeindruckende militärische Präsenz“ beschreibt.

    Venezuela befindet sich nun in höchster militärischer Alarmbereitschaft, mit einer bedrohlichen Flotte vor seiner Küste und etwa 15.000 US-Soldaten in Bereitschaft. Millionen Venezolaner haben sich der Miliz angeschlossen, und internationale Brigaden sind willkommen, sich der Verteidigung anzuschließen. Präsident Maduro erließ ein Dekret über „äußere Unruhen“, das im Falle einer Invasion Sonderbefugnisse gewährt.

    Die Bevölkerung hat sich um ihre chavistische Führung vereint. Die rechtsradikale Opposition, die zu einer militärischen Invasion in ihrem eigenen Land aufgerufen hat, ist isolierter denn je. Nur drei Prozent unterstützen einen solchen Aufruf.

    Ihre von den USA ernannte Anführerin María Corina Machado ist völlig übergeschnappt und sagt, es bestehe „kein Zweifel“, dass Maduro die US-Wahl 2020 gegen Trump manipuliert habe. Laut den fanatisch anti-chavistischen Caracas Chronicles verwettet die sogenannte „Eiserne Lady“ „nicht nur die Zukunft Venezuelas auf Trump, sondern auch ihre eigene Existenz“.

    Die Rechtsexperten der Washington Post kommen nun zu dem Schluss, dass „das Vorgehen der Trump-Regierung rechtswidrig ist“. Experten der Vereinten Nationen warnen, dass diese unprovozierten tödlichen Angriffe auf Schiffe auf See „auf internationale Verbrechen hinauslaufen“.

    Selbst hochrangige Demokraten sind von den rechtlichen Argumenten der Regierung „nach wie vor nicht überzeugt“. Sie sind verärgert darüber, dass sie von den Briefings der Regierung ausgeschlossen sind und keine vollständigen Videos der außergerichtlichen Morde zu sehen bekommen.

    Die Demokraten sind mit den Republikanern einig darin, Maduro zu verteufeln, um einen Regime Change in Venezuela durchzusetzen, wünschen aber, dass dies mit legalen Mitteln erreicht wird. Die sogenannte Oppositionspartei votierte einstimmig für die Bestätigung von Marco Rubio als Außenminister, wohl wissend um das Programm, das er nun anführt.

    Die Konzernmedien haben sich durch ihre endlose Dämonisierung Maduros zum Komplizen des Regime Change gemacht. Sie berichten, dass Trump geheime CIA-Operationen genehmigt hat, als wäre das eine Sensation und nicht das übliche Geschäft. Was neu ist, ist, dass die US-Regierung offen mit ihren geheimen Machenschaften prahlt. Dies ist Teil der umfassenden psychologischen Druckkampagne Washingtons gegen Venezuela, in der die Konzernmedien eifrige Handlanger sind.

    Das Wall Street Journal meint: „Niemand in der [Trump-]Regierung scheint bereit zu sein, die schwierigen Fragen zu stellen, was passiert, wenn sie das [venezolanische] Regime destabilisieren, es aber nicht stürzen können.”

    Die politischen Analysten Medea Benjamin und Nicolas J. S. Davies gehen davon aus, dass die Antwort Gemetzel und Chaos lautet – basierend auf den früheren Aktivitäten Washingtons im Irak, in Serbien, Afghanistan, Haiti, Libyen, Syrien und Jemen, um nur einige zu nennen.

    Die Einschätzung von Foreign Policy – die mit der Linie des Washingtoner Establishment übereinstimmt – lautet, dass die regionale Fragmentierung so stark ist wie seit einem halben Jahrhundert nicht mehr. Regionale Organisationen seien dysfunktional geworden – die Union südamerikanischer Nationen (UNASUR) wurde „zerstört“, die Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten (CELAC) ist „nutzlos“ und die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hat gerade ihren Gipfel abgesagt. Die Spaltung, so Responsible Statecraft zustimmend, „markiert einen der tiefsten Punkte in den regionalen Beziehungen seit Jahrzehnten”. Bilaterale „Deals” mit den USA ersetzen den regionalen Zusammenhalt. Das ist Lateinamerika unter der Wohltätigkeit von Trumps „Donroe-Doktrin”.

    Die alternative Vision, vertreten durch Venezuela, ist die „Zone des Friedens“ der CELAC und die Entwicklung des progressiven Bündnisses ALBA-TCP zum gegenseitigen Nutzen.

    Über den Autor: Roger D. Harris aus den USA ist Gründungsmitglied des Venezuela Solidarity Network, Mitglied des Vorstands der Task Force on the Americas und des Sekretariats des US Peace Council.

    Der Beitrag erschien im Original bei LA Progressive, Übersetzung aus dem Englischen von Marta Andujo. CC BY-SA 3.0 US creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/us/


    Titelbild: Mit KI (grok) generiertes Symbolbild.


    Mehr zum Thema: Operation Regime Change: US-Präsident Trump genehmigt verdeckte Einsätze der CIA in Venezuela

    Die Optionen der Trump-Regierung für einen Regime-Change in Venezuela

    Interview zu Trump, BRICS und Lateinamerika: „Noch nie war die Einheit unseres Kontinents so dringend und notwendig“

    Die aktuellen Kriege der USA in Lateinamerika und der Karibik


    Rubriken: Außen- und Sicherheitspolitik Kampagnen/Tarnworte/Neusprech Medienkritik


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    Weiteres:





    Venezuela weist angedrohte Luftraumsperrung der USA zurück

    freedert.online, 30 Nov. 2025 13:56 Uhr

    Venezuela hat die Drohung von US-Präsident Donald Trump, den Luftraum des Landes zu sperren, als illegalen "kolonialistischen" Angriff auf seine Souveränität zurückgewiesen. Ein Angriff auf seine Fluggesellschaften würde einen Akt der Aggression darstellen.


    Venezuela weist angedrohte Luftraumsperrung der USA zurück© Urheberrechtlich geschützt


    Venezuelanische Zivilmilizen demonstrieren in Caracas gegen ausländische Einmischung, Venezuela, 6. Oktober 2025.


    US-Präsident Donald Trump hatte den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro beschuldigt, ein Drogenkartell anzuführen. Am Samstag verschärfte Trump seine Warnungen vor "Drogenterroristen" aus Venezuela. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb der US-Präsident:

    "An alle Fluggesellschaften, Piloten, Drogenhändler und Menschenhändler: Bitte betrachten Sie den Luftraum über und um Venezuela als vollständig gesperrt." Trumps Äußerungen erfolgten vor dem Hintergrund einer Verstärkung der US-Militärpräsenz vor der venezolanischen Küste und Angriffen auf mutmaßliche Kartellboote in internationalen Gewässern. 


    Trump: Luftraum über Venezuela als gesperrt betrachten





    Trump: Luftraum über Venezuela als gesperrt betrachten







    Das venezolanische Außenministerium veröffentlichte eine Stellungnahme, in der es "die kolonialistische Drohung, die darauf abzielt, die Souveränität seines Luftraums zu untergraben", verurteilt. In der Stellungnahme hieß es: "Eine solche Erklärung stellt einen feindseligen, einseitigen und willkürlichen Akt dar, der mit den grundlegendsten Prinzipien des Völkerrechts unvereinbar ist."

    Maduro hat jegliche Verbindungen zu Kartellen dementiert und Washington davor gewarnt, einen "verrückten Krieg" in der Region zu beginnen. Er versetzte sein Militär in höchste Alarmbereitschaft und führte mehrere Übungen durch.

    Zuvor hatte Trump Militäroperationen auf venezolanischem Territorium nicht ausgeschlossen. In seiner Thanksgiving-Botschaft an die US-Streitkräfte deutete er an, dass bald Angriffe erfolgen könnten. Die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) warnte Fluggesellschaften vor einer "potenziell gefährlichen Situation" beim Überfliegen von Venezuela. Caracas reagierte darauf mit der Aussetzung der Flüge von sechs internationalen Fluggesellschaften.


    Mehr zum ThemaNew York Times: Trump und Maduro führten geheimes Telefongespräch


    Screenshot_2025_12_01_at_01_02_09_Venezuela_weist_angedrohte_Luftraumsperrung_der_USA_zur_ck_RT_DE

    Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/qcskrsb99g8trhj3/01_ven_aud.mp3 Dauer 12:49 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/amerika/263413-venezuela-weist-angedrohte-luftraumsperrung-usa/


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    Weiteres: 





    New York Times: Trump und Maduro führten geheimes Telefongespräch

    freedert.online, 30 Nov. 2025 10:14 Uhr

    Laut einem Bericht der New York Times führten die Staatschefs der USA und Venezuelas, Donald Trump und Nicolás Maduro, am Freitag ein heimliches Telefonat. Dabei sollen sie auch über ein bilaterales Treffen zur Entspannung der militärischen Lage gesprochen haben.


    New York Times: Trump und Maduro führten geheimes Telefongespräch© Urheberrechtlich geschützt


    Nicolás Maduro spricht auf einer Proregierungsdemonstration der Jugend in Caracas, Venezuela, 13. November 2025


    US-Präsident Donald Trump führte Ende letzter Woche ein Telefongespräch mit seinem venezolanischen Amtskollegen Nicolás Maduro, in dem sie ein mögliches Treffen besprachen. Dies berichtete die New York Times am Freitag unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen.

    Trump hatte Maduro vorgeworfen, er leite das sogenannte Drogenkartell "Cartel de los Soles". Die Organisation wurde am Montag von den USA als terroristische Vereinigung eingestuft. Trump drohte mit Angriffen gegen "Drogenterroristen" auf venezolanischem Boden. 


    Trump kündigt Operationen auf venezolanischem Boden gegen "Drogenhändler" an





    Trump kündigt Operationen auf venezolanischem Boden gegen "Drogenhändler" an






    Das venezolanische Außenministerium wies die Vorwürfe als "lächerliche Lüge" zurück und Maduro warnte die USA davor, "einen verrückten Krieg" zu beginnen.

    Laut der New York Times gebe es derzeit zwar keine Pläne für ein Treffen der Präsidenten. Doch dem Bericht zufolge könnte der geheime Anruf Teil von Trumps Taktik gewesen sein, Drohungen und Verhandlungen zu kombinieren. US-Außenminister Marco Rubio, der für seine harte Haltung gegenüber Venezuela und Kuba bekannt ist, soll an dem Gespräch teilgenommen haben.

    Seit September haben die USA mehr als 20 mutmaßliche Drogenschmugglerschiffe in internationalen Gewässern in der Karibik zerstört. In einer Thanksgiving-Botschaft an die Streitkräfte deutete Trump erneut an, dass die USA Ziele in Venezuela angreifen könnten. Der US-Präsident erklärte: "Wir werden auch an Land damit beginnen, sie zu stoppen. An Land ist es einfacher, aber das wird sehr bald beginnen."

    Maduro reagierte auf die militärische Aufrüstung der USA, indem er die Armee in höchste Alarmbereitschaft versetzte und mehrere Manöver durchführte. Auch Kolumbiens Präsident Gustavo Petro verurteilte die US-Angriffe auf Boote und erklärte, dass einige der Opfer Fischer aus seinem Land seien.


    Mehr zum Thema ‒ Lukaschenko lädt Maduro nach Weißrussland ein


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    Video https://rumble.com/v729ruw-fettsack-trump-teilt-bei-truthahn-begnadigung-gegen-politische-gegner-aus.html Dauer 1:39 Min.


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    Info: https://freedert.online/amerika/263326-new-york-times-trump-und/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    30.11.2025

    Palästina.....

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 30. November 2025, 16:20 Uhr


    *Politische Repression: Berliner Gericht stuft Verbot von

    Palästina-Kongress als rechtswidrig ein


    *Die Berliner Polizei stürmte letztes Jahr einen Palästina-Kongress und

    löste ihn auf. Ein jüdischer Verband zog als Mitorganisator dagegen vor

    Gericht. Das gab ihm nun zwar verspätet recht. Doch zum Feiern der

    Redefreiheit ist es zu früh, denn Deutschland drangsaliert weiter

    politische Gegner.

    /Zum PODCAST::

    /https://odysee.com/@RTDE:e/Politische-Repression-Berliner-Gericht-stuft-Verbot-von-Pal%C3%A4stina-Kongress-als-rechtswidrig-ein:4



    _RTDE 29.11.2025

    _

    *Nach der Zerstörung von Flüchtlingslagern führt Israel Krieg gegen

    Städte im Westjordanland


    *Mit einer massiven Militäroperation verstärkt Israel aktuell seine

    Versuche, die vollständige Kontrolle über das Westjordanland zu

    erlangen. Parallel laufen Bemühungen um die Verabschiedung von

    Annexionsgesetzen, die es Siedlern ermöglichen, palästinensisches Land

    in Besitz zu nehmen.


    /Von Ahmad al-Abed/


    Die Besatzungsmacht startete am Morgen des 26. November einen Angriff

    auf Tubas im Norden des Westjordanlands. Erste Anzeichen deuten darauf

    hin, dass es eine der massivsten Operationen der letzten Jahre sein

    könnte. Das Ausmaß der militärischen Mobilisierung in der Stadt und den

    umliegenden Ortschaften lässt auf eine groß angelegte Kampagne schließen.


    Der Gouverneur von Tubas, Ahmad Asaad, sagte in einer kurzen Erklärung

    nach der Ankündigung der Operation, dass sie darauf abziele, "eine neue

    Realität durchzusetzen, indem palästinensisches Land beschlagnahmt, die

    Verbindungen des Gouvernements lahmgelegt und seine Infrastruktur

    zerstört wird".


    Vor mehr als zehn Monaten begannen israelische Streitkräfte eine

    zeitlich unbegrenzte Militäroperation in den Städten Tulkarm und

    Dschenin. Diese führte zur Zerstörung der Flüchtlingslager von Dschenin,

    Tulkarm und Nur Shams, zur Vertreibung von mehr als 40.000 Flüchtlingen,

    zur Zerstörung von Hunderten von Häusern und zur Demolierung der

    Infrastruktur.


    Seitdem stehen die Lager unter einer strengen Blockade, die die Bewohner

    daran hindert, zurückzukehren. Asaad äußerte die Befürchtung, dass

    Israel beabsichtigt, dieses Modell in Tubas zu wiederholen, insbesondere

    durch die Vertreibung der Bewohner des Lagers al-Faraa, als Teil eines

    umfassenderen israelischen Plans, das Recht auf Rückkehr für Flüchtlinge

    zu beseitigen.


    Dasselbe Muster, das sich in der Stadt Tubas zeigt, ist auch in den

    benachbarten Städten Aqabah, Tammun und Tayasir sichtbar. Die

    israelischen Streitkräfte verhängten eine Ausgangssperre über Tammun,

    kappten die Stromversorgung der Stadt und stürmten ihre Viertel mit

    Dutzenden von gepanzerten Fahrzeugen unter Drohnenbegleitung. Mehrere

    Familien wurden aus ihren Häusern vertrieben, die in Militärposten

    umgewandelt wurden.


    In den frühen Morgenstunden der Operation nahmen israelische Soldaten

    mehrere Palästinenser fest und griffen andere an. Nach Angaben der

    Gesellschaft des Palästinensischen Roten Halbmonds (PRCS) versorgten die

    Teams zehn durch schwere Schläge verletzte Personen, von denen vier in

    ein Krankenhaus gebracht wurden. Die PRCS fügte hinzu, dass sie 30

    Patienten transportiert habe, darunter 20, die eine Dialyse benötigten,

    sowie die Leiche eines verstorbenen Patienten. Dabei seien ihre Teams

    wiederholt behindert worden. Am Abend berichtete die PRCS, dass ein

    älterer Mann in Tubas angegriffen worden sei, dass israelische Soldaten

    ihre Teams daran gehindert hätten, ein Kind mit Verbrennungen in Tayasir

    zu erreichen, und dass Truppen eine verletzte Person aus einem

    Krankenwagen in Tammun festgenommen hätten.


    Vor diesen Vorfällen hatten israelische Streitkräfte zahlreiche Häuser

    gestürmt, geplündert und deren Inhalt verwüstet. Bulldozer versperrten

    mehrere Straßen in Tubas, Aqabah und Tammun mit Sandsäcken, während die

    Beschränkungen an den nahe gelegenen Militärkontrollpunkten Tayasir und

    Hamra verschärft wurden und zahlreiche Hubschrauber im Einsatz waren.

    Die israelischen Streitkräfte erklärten in einer Stellungnahme, die

    Operation im Norden des Westjordanlands sei durch das ausgelöst worden,

    was sie als "Zunahme von Anschlagsversuchen" in den letzten Wochen

    bezeichneten.


    Die israelische Zeitung /Yedioth Ahronoth/ berichtete, dass drei

    Militärbrigaden (Menasha, Shomron und die Kommandobrigade) an der

    Operation beteiligt waren, deren Ziel es laut der Zeitung sei, "die

    Kontrolle über das Gebiet zu verstärken".


    Laut Gouverneur Asaad informierten israelische Beamte die

    palästinensischen Behörden, dass die Militäraktion im Gouvernement

    mehrere Tage dauern würde und auf die Verfolgung palästinensischer

    Verdächtiger abziele. Asaad wies diese Behauptung zurück und erklärte,

    dass es in Tubas "keine gesuchten Personen" gebe. Er argumentierte, dass

    das eigentliche Motiv die geografische Lage in der Nähe des nördlichen

    Jordantals sei. Er fügte hinzu, dass die israelischen

    Verstärkungstruppen das tägliche Leben im gesamten Gouvernement

    praktisch lahmgelegt hätten.


    Tubas spielte während der Zweiten Intifada (2000–2005) eine zentrale

    Rolle. Seit 2023 hat das Gebiet diese Rolle mit dem Aufstieg lokaler

    bewaffneter Gruppen, darunter das Tubas- und das Tammun-Bataillon,

    wiedererlangt, die ähnlichen Formationen in Dschenin und Tulkarm

    entsprechen. Trotz der umfangreichen Sicherheitspräsenz Israels, die

    durch die Nähe zur östlichen Grenze des historischen Palästinas geprägt

    ist, gab es in der Region mehrere bemerkenswerte Aktionen des Widerstands.


    In den letzten zwei Jahren war die Provinz Tubas auch mit mehreren

    Militärangriffen konfrontiert, darunter die Operation "Iron Wall" im

    vergangenen Januar mit Luftangriffen und Attentaten. Bei einem der

    Angriffe in Tammun Anfang dieses Jahres wurden zehn Kämpfer getötet,

    darunter der Kommandeur des Tammun-Bataillons.


    Die jüngste israelische Operation zielt auf fünf Hauptgebiete ab: Tubas,

    Tammun, Tayasir, Aqabah und das Lager al-Faraa. Israel bezeichnet dieses

    Gebiet als "Zone der fünf Ortschaften" und betrachtet es als ein

    einziges militärisches Ziel. Die allgemeinere Strategie Israels umfasst

    die Ausweitung der Siedlungen, die Beschleunigung der Landenteignung und

    die Verankerung der direkten israelischen Kontrolle mit dem Ziel, eine

    De-facto-Annexion zu erreichen, ohne diese offiziell zu erklären. Die

    derzeitige Eskalation in Tubas wird daher wahrscheinlich nicht die

    letzte sein.


    Die Hamas verurteilte die israelische Operation und bezeichnete sie als

    Beweis für "die systematische Kriminalität, die von der extremistischen

    Besatzungsregierung als Teil einer erklärten Politik begangen werde, die

    darauf abziele, jede palästinensische Präsenz zu zerschlagen und die

    vollständige Kontrolle über das Westjordanland zu erlangen". Die

    Bewegung erklärte, dass Maßnahmen wie Ausgangssperren und

    Bewegungseinschränkungen Teil der umfassenderen "Annexions- und

    Vertreibungspläne" Israels seien, die darauf abzielen, die Städte im

    Westjordanland in "belagerte, fragmentierte Enklaven" zu verwandeln und

    das normale Leben zu unterbinden. Die Hamas fügte hinzu, dass "die

    anhaltende Aggression den Willen des palästinensischen Volkes oder die

    Entschlossenheit des Widerstands nicht brechen wird", und bekräftigte,

    dass die Palästinenser "das Projekt der kolonialen Herrschaft" weiterhin

    zurückweisen werden.


    Die palästinensische Islamische Dschihad-Bewegung verurteilte die

    Operation ebenfalls und bezeichnete sie als "einen neuen systematischen

    Angriff auf unser Volk, Teil eines Plans, das Westjordanland seiner

    Bewohner zu entleeren, sie zu vertreiben und ihr Land und Eigentum zu

    beschlagnahmen". Die Gruppe wies darauf hin, dass der Angriff mit den

    Bemühungen um die Verabschiedung von Annexionsgesetzen zusammenfällt,

    die es israelischen Siedlern ermöglichen, Land im Westjordanland in

    Besitz zu nehmen.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    30.11.2025

    Die Irrtümer der Ukraine-Politik, ESA will zum Mond – und UK wird nicht SAFE

    lostineu.eu, vom 29. November 2025

    Die Watchlist EUropa vom 29. November 2025 – heute mit der Wochenchronik. Die Themen: Wie Trump und Selenskyj die EU vorführen, warum deutsche Astronauten bevorzugt werden und warum die Briten allein aufrüsten müssen.

    Diesen Newsletter können Sie abonnieren – er kommt dann dreimal pro Woche per Mail, natürlich ohne Paywall. Mehr bei STEADY

    Die vergangene Woche hat einige schwerwiegende Irrtümer und Illusionen der europäischen Ukraine-Politik aufgedeckt – in einer Brutalität, die wohl niemand erwartet hatte. Es begann damit, daß US-Präsident Trump einen Friedensplan für die Ukraine vorlegte, ohne die EU auch nur zu fragen.

    Damit platzte die Illusion, daß man Trump durch massive Zugeständnisse bei der Aufrüstung und im Handel irgendwie bei der Stange halten könnte. Nein: Er macht weiter “sein Ding” – im Zweifel auch ohne die EU und gegen die Ukraine (die Drohung mit dem Entzug von Satellitendaten und Waffen).

    Die EU hat es zwar mit einem diplomatischen “Blitzkrieg” geschafft, sich Gehör zu verschaffen. Doch die EUropäer sprachen nur mit Außenminister Rubio, nicht mit Trump. Der europafreundliche Rubio und Trumps Vize J.D. Vance liefern sich in der Ukraine-Politik einen Machtkampf – die EU ist Objekt, kein Player.

    Machtkampf in Washington

    Wie dieser Machtkampf ausgeht, ist offen. Klar scheint nur, daß Trump sich mit seinem ukrainischen Amtskollegen Selenskyj treffen will, um über einen abgestimmten Friedensplan zu sprechen. Die EU ist bisher nicht dabei – sie wird sich wohl wieder selbst einladen müssen, um Selenskyj zu “schützen”.

    Doch nicht nur Washington führt die EU vor. Auch in Brüssel läuft es nicht rund. So ist die Illusion geplatzt, daß sich Belgien doch noch zur Herausgabe des “eingefrorenen” russischen Vermögens bereit erklären würde. Premier De Wever lehnt dies strikt ab – der Plan sei “fundamental falsch”.

    Interessant ist die Begründung: De Wever sorgt sich nicht nur um die erheblichen Risiken für Belgien und den Euro. Er warnt auch davor, die erhofften Friedensgespräche mit Russland durch einseitige Schritte zu gefährden. Damit platzt die Illusion, die EU ziehe in der Ukraine-Politik an einem Strang!

    Korruption in Kiew

    Am Ende kam auch noch ein massiver Rückschlag aus Kiew: Wegen des seit Wochen schwelenden Korruptionsskandals mußte Selenskyjs rechte Hand, sein Stabschef Jermak, zurücktreten. Die Hoffnung der EU, der Skandal werde im Sande verlaufen, hat getrogen – jetzt steht Selenskyj in der Schusslinie.

    Womit wir bei einem weiteren Irrtum wären: Daß man seine gesamte Außenpolitik an einem einzigen Land – der Ukraine – und einer Person – Selenskyj – ausrichten kann. Genau das hat die EU in den letzten Jahren getan. Nun droht ihre Politik von Trump und Selenskyj zerrieben zu werden…

    Meine Meinung: Die EU hätte schon viel früher von Trump und Selenskyj abrücken und eine eigene, unabhängige Linie definieren müssen. Doch Kommissionschefin von der Leyen und Kanzler Merz haben sich an den Rockzipfel dieser dubiosen Politiker geheftet. Nun sind sie unfähig, ihren Kurs zu korrigieren. Das Mindeste wäre, nun die EU-Hilfen der Ukraine auszusetzen.

    Siehe auch Warum Kallas keinen Frieden will. Mehr zur Ukraine-Politik hier

    Eric Bonse

    Eric Bonse

    EU-Korrespondent und Blogger bei Lost in EUrope

    Ich arbeite seit 2004 als fest akkreditierter EU-Korrespondent für deutsche Medien in Brüssel. Mehr als 25 Jahre Erfahrung in Europapolitik, deutsch-französischen Beziehungen und Foreign Affairs. Blogge hier seit 2011 ????

    Was war noch?

    Die ESA will zum Mond. Die europäische Weltraumorganisation ESA hat mitgeteilt, dass ein deutscher Astronaut an einer Mondmission teilnehmen soll.Außerdem soll soll die ESA in den kommenden drei Jahren deutlich mehr Geld bekommen. Weil Deutschland den größten Beitrag zahlt, bekam es auch den Zuschlag für die Mondmission. Wer genau an der Reise Richtung Mond teilnehmen wird, bleibt aber noch offen. – Mich erinnert das an die “Mondlandung” von EU-Chefin von der Leyen. 2019 hat sie ihren “Green Deal” mit der Apollo-Mission verglichen. Doch daraus wurde nichts – das Umwelt- und Klimaprogramm wird gerade abgewickelt. Dafür greift EUropa nun nach dem Mond…

    UK wird doch nicht SAFE. Die Verhandlungen über einen Beitritt Großbritanniens zum neuen EU-Rüstungsfonds SAFE sind nach Angaben aus London ergebnislos beendet worden. Es sei am Geld gescheitert, räumte der Staatssekretär für EU-Angelegenheiten, Thomas-Symonds, ein. Demnach verlangte Brüssel mehr für Londons Beitritt zu dem mit 150 Milliarden Euro und schuldenfinanzierten EU-Fonds SAFE, als die Briten zu zahlen bereit waren. – Damit scheitert ein Kernstück der britisch-europäischen Annäherung nach dem Brexit. Der EU-Kommission ist das offenbar peinlich – auf Nachfrage wollte sie sich nicht zu Details äußern…

    Chatkontrolle durch die Hintertür. Die umstrittene Chatkontrolle soll nun doch kommen – allerdings zunächst nur freiwillig und auch nicht flächendeckend. Darauf haben sich die 27 EU-Staaten am Mittwoch in Brüssel geeinigt. Die so genannte CSA-Verordnung baut auf einer bereits bestehenden Interims-Regelung auf. Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Signal sollen demnach selbst entscheiden, welche Kontrollen sie einführen, um die Verbreitung von Kinderpornografie einzudämmen. – Das ist nichts anderes als eine Privatisierung, eine Chatkontrolle durch die Hintertür.

    Die meistgelesenen Beiträge der Woche:

    Putin_1_10x14
    Putin will den ganzen Donbass – und ein bißchen Frieden mit der EU 27. November 2025

    Russlands Staatschef Putin hat sich lange nicht zu seinen Absichten geäußert. Der umstrittene Friedensplan von US-Präsident Trump lockt ihn nun aus der Reserve – mit zwei wichtigen Ansagen.

    Mehr

    Merz Kiew

    Ukraine: Der ehemalige Westen verhandelt mit sich selbst 24. November 2025

    Deutschland, Frankreich und mehrere andere EU-Länder (längst nicht alle) haben einen Gegenvorschlag zum US-Friedensplan für die Ukraine vorgelegt. Die Agentur Reuters hat erste Details veröffentlicht – sie lassen nichts Gutes ahnen.

    Mehr

    b9b37602-7e4b-4ec5-bd7a-4a4545e226d3

    Wie EUropa zum Spielball der Großmächte wurde 23. November 2025

    Erpressung, Kapitulation, München 2.0: Die ersten Reaktionen auf den vagen Friedensplan von US-Präsident Trump zeugten von Unverständnis, aber auch von Wut und Panik. Wieder einmal, so schien es, sei EUropa übergangen worden.

    Mehr

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    4 Comments

    1. KK
      29. November 2025 @ 12:54

      „Wegen des seit Wochen schwelenden Korruptionsskandals mußte Selenskyjs rechte Hand, sein Stabschef Jermak, zurücktreten.“

      Ist es nicht immer die rechte Hand, mit der man sich Schmiergelder in die eigene Tasche steckt?

    Antworten

    • Michael
      29. November 2025 @ 15:38

      Heißt es nicht: die eine Hand weiß nicht was die andere tut!?

      Antworten

      • Bogie
        29. November 2025 @ 18:36

        Sie wäscht sie aber trotzdem, um die Kalauer zu vervollständigen.

      • KK
        29. November 2025 @ 19:02

        Der Kopf sollte aber immer wissen, was beide Hände tun… ????

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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    30.11.2025

    Nachrichten von Pressenza: Wie Gemeinden resilient werden

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 30. November 2025, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 30.11.2025


    Wie Gemeinden resilient werden


    Die internationale Transition-Bewegung unterstützt Kommunen in ihrem Bemühen, Abhängigkeiten zu verringern und ökologisch und ökonomisch auf eigenen Beinen zu stehen. Von Bobby Langer Eine Grundannahme von Freiheit besteht darin, unnötige Abhängigkeiten durch autonomes Handeln zu ersetzen. Eine grundlegende Wahrnehmung von&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/wie-gemeinden-resilient-werden/


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    Schachzug: Die Nato-Osterweiterung aus der Diskussion genommen


    Die Nato- und Rüstungslobby tut alles, um die Nato-Osterweiterung bis an die Grenzen Russlands von der Diskussion auszuschließen. Urs P. Gasche für die Online-Zeitung INFOsperber Ohne die Ausdehnung der Nato an die Grenzen Russlands wäre es wahrscheinlich nicht zum völkerrechtswidrigen&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/schachzug-die-nato-osterweiterung-aus-der-diskussion-genommen/


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    Ist WLAN schädlich? Neue Studien an Menschen, Ratten und Bienen sagen „ja!“


    Bundesregierung muss unschädliche kabellose Alternative LiFi (per Infrarot) fördern und selbst in Bundesbehörden einsetzen. Die Umwelt- und Verbraucherorganisation diagnose:funk fordert Bundesumweltminister Carsten Schneider und Digitalminister Dr. Karsten Wildberger auf, Datenübertragung per LiFi (Infrarotstrahlung) statt per WLAN (Funkstrahlung) zu fördern und&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/ist-wlan-schaedlich-neue-studien-an-menschen-ratten-und-bienen-sagen-ja/


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    Rüstungsexporte nach Israel stoppen &#8211; Statt Beschränkung aufheben!


    Israels Armee bricht wiederholt Waffenruhe im Gazastreifen und greift UN-Mission im Libanon an Das Bündnis „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ kritisiert massiv, dass die Bundesregierung die Beschränkung für Exporte von Rüstungsgütern, die Israel im Gazastreifen einsetzen könnten, zum 24.11.2025&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/ruestungsexporte-nach-israel-stoppen-statt-beschraenkung-aufheben/


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    EireneFest in der Toskana: Das erste Buchfestival für Frieden und Gewaltfreiheit


    Am 29. und 30. November findet im toskanischen Cecina das EireneFest, das erste Buchfestival für Frieden und Gewaltfreiheit, statt. Die Initiative setzt das Engagement des „3. Weltmarsches für Frieden und Gewaltfreiheit” aus dem letzten Jahr fort und bietet eine wertvolle&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/eirenefest-in-der-toskana-das-erste-buchfestival-fuer-frieden-und-gewaltfreiheit/


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    Es geht nicht nur um Venezuela: Trump setzt auf eine weitreichende Domino-Strategie


    Es wird immer deutlicher, dass die militärischen Drohungen der USA gegen Venezuela eine umfassendere Agenda verfolgen. Der Plan lautet: Regimewechsel, aber das nicht nur in Venezuela. Dieses Ziel gilt – in einigen Fällen auf längere Sicht – für mehrere Länder&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/es-geht-nicht-nur-um-venezuela-trump-setzt-auf-eine-weitreichende-domino-strategie/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


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    Ist WLAN schädlich? Neue Studien an Menschen, Ratten und Bienen sagen „ja!“


    pressenza.com, vom 29.11.25 - diagnose:funk - Pressenza Muenchen

    Screenshot_2025_11_30_at_19_53_32_Ist_WLAN_sch_dlich_Neue_Studien_an_Menschen_Ratten_und_Bienen_sagen_ja_

    Bundesregierung muss unschädliche kabellose Alternative LiFi (per Infrarot) fördern und selbst in Bundesbehörden einsetzen. Die Umwelt- und Verbraucherorganisation diagnose:funk fordert Bundesumweltminister Carsten Schneider und Digitalminister Dr. Karsten Wildberger auf, Datenübertragung per LiFi (Infrarotstrahlung) statt per WLAN (Funkstrahlung) zu fördern und in Bundesbehörden zu nutzen. Hintergrund dieser Forderung sind neue wissenschaftliche Studien an Menschen, Ratten und Bienen, die zeigen, dass WLAN-Strahlung gesundheitsschädlich ist (siehe Kurzfassungen der Studien unten).

    „LiFi ist marktreif, und im Gegensatz zu WLAN nicht gesundheitsschädlich! In Asien und Indien ist LiFi bereits auf dem Vormarsch – doch wo bleibt Deutschland?“, fragt Jörn Gutbier, Vorsitzender von diagnose:funk. „Die neuen WLAN-Studien, die in der Fachzeitschrift ElektrosmogReport besprochen wurden, zeigen erneut, dass WLAN z.B. die Fruchtbarkeit schädigen kann. Folglich muss WLAN durch eine gesunde kabellose Kommunikationstechnik ersetzt werden – und das ist LiFi. Deutschland darf diese neue Technologie nicht verschlafen, die Bundesregierung muss diese Art der mobilen Kommunikation finanziell fördern und selbst z.B. in allen Bundesbehörden einsetzen. Herr Digitalminister Dr. Wildberger, setzen Sie auf diese technische Innovation und gehen Sie mit gutem Beispiel voran!“

    Die neuen WLAN-Studien:

    • Mobilfunk & WLAN schädigen Spermien Baldini et al. (2025): Die Querschnittsstudie untersucht mögliche Auswirkung elektromagnetischer Strahlung auf die Motilität (Beweglichkeit) menschlicher Spermien in vitro. Die Intensität der verwendeten elektromagnetischen Felder der verwendeten Geräte: – iPhone 12: 1,610 V/m Spitzenbelastung; 0,295 V/m durchschnittlich – WLAN-Repeater Ubiquiti UniFi 6: 4,259 V/m Spitzenbelastung; 0,241 V/m durchschnittlich (zum Vergleich: gesetzlicher Grenzwert 61 V/m) Die Spermienproben von 102 Männern im Alter von 20 bis 35 Jahren wurden 1 Stunde lang in 10 cm Abstand der Strahlung der Geräte ausgesetzt. Statistisch signifikant kam es zu folgenden Ergebnissen: – Abnahme der progressiv-motilen (also fruchtbaren) Spermien von 45% auf 25% (=55% weniger!) – Zunahme der nicht-progressiven Spermien (sogenannte „Kreisschwimmer“) von 16% auf 26% (= 62% mehr!) – Zunahme der immotilen (unbeweglichen) Spermien von 39% auf 49% (= 25% mehr!) Fazit: nur noch 25% fruchtbare Spermien, dafür 75% unfruchtbare Spermien. Der systematische Aufbau, die stringente Kontrolle der Probanden, die standardisierten Messbedingungen (einheitlicher Abstand, Temperaturkontrolle) sowie die angemessene Stichprobengröße (n=102), führen zu einer qualitativ hochwertigen Studie mit belastbaren Daten. Obwohl es sich um eine in vitro-Studie handelt, liegen mögliche Implikationen für die allgemeine Bevölkerung auf der Hand. Studie im Original: https://doi.org/10.3390/toxics13060510 Besprechung der Studie: https://www.emfdata.org/de/studien/detail&id=894
    • Laptops/Tablets mit WLAN schädigen männliche Fruchtbarkeit Sterling et al. (2024) untersuchten den Zusammenhang zwischen der Gesamtzahl der motilen, also beweglichen Spermien (TMSC, männliche Fruchtbarkeit) und der Nutzung von Laptops und Tablets bei 156 jamaikanischen Männern zwischen 22 und 60 Jahren (68% unter 40 Jahre), die sich wegen Unfruchtbarkeit untersuchen ließen. Bei den Geräten, mit denen die Männer im täglichen Leben arbeiteten, war WLAN jeweils aktiviert. Die Studie ergab, dass bei Männern, die 2 bis 5 Stunden pro Tag das Laptop mit WLAN nutzten, die Wahrscheinlichkeit eines niedrigen Spermavolumens etwa 16-fach höher war als bei geringer WLAN-Nutzung. Die Teilnehmer mit hoher Laptop-/Tablet-Nutzung versuchten seit einem oder mehreren Jahren vergeblich, Nachwuchs zu zeugen, sie waren zudem eher jüngeren Alters (<40 Jahre). Auch zwischen hoher Laptop-Nutzung und einer geringen Anzahl beweglicher Spermien wurde ein signifikanter Zusammenhang festgestellt. Die Autoren empfehlen, bei Unfruchtbarkeit die Nutzung strahlender Geräte kritisch zu hinterfragen. Studie im Original: https://doi.org/10.22514/j.androl.2024.027 Besprechung der Studie: https://www.emfdata.org/de/studien/detail&id=895
    • WLAN führt zu degenerativen Veränderungen in Ratten-Hoden Die Studie von Vijay (2025) analysierte die Auswirkungen von 2,45-GHz-WLAN auf die männliche Fruchtbarkeit anhand eines Rattenmodells. Als Strahlungsquelle diente ein kommerzieller WLAN-Router, welcher in 20 cm Abstand zu den Käfigen der Versuchstiere positioniert wurde. Die Tiere wurden 8 Wochen lang täglich 4 Stunden bzw. 24 Stunden lang bestrahlt. Die Autoren beobachteten in den exponierten Gruppen unter dem Mikroskop sichtbare Veränderungen: Ödeme im Gewebszwischenraum der Hodenkanälchen, Vakuolisierung im Epithelgewebe der Nebenhoden und Vergrößerung (Hyperplasie) der Samenbläschen. Die 24-stündige tägliche Bestrahlung führte zu einer statistisch signifikanten Verminderung des Durchmessers der Hodenkanälchen. Ähnlich verhielt sich die Spermienkonzentration, diese sank statistisch signifikant dosisabhängig. Die Beweglichkeit (Motilität) war in der Gruppe mit 4 Stunden täglicher Bestrahlung statistisch signifikant verringert, erholte sich bei der 24 h-Gruppe jedoch auf das Niveau der Kontrolle (vermutlich durch antioxidative Gegenreaktion der Zellen). Überraschenderweise stieg die Vitalität der Spermien bei der 24 h-Gruppe signifikant an. Die mikroskopischen Resultate der Studie weisen auf degenerative Veränderungen der männlichen Geschlechtsorgane durch die WLAN-Bestrahlung hin. Die strukturellen Veränderungen verursachten Störungen der Spermatogenese und Spermienreifung. Dies deute laut den Autoren darauf hin, dass 2,45-GHz-WLAN ein Risiko für die männliche Fruchtbarkeit darstellen könne. Studie im Original: https://doi.org/10.1530/REP-25-0048 Besprechung der Studie: https://www.emfdata.org/de/studien/detail&id=893
    • WLAN verringert Blumenbesuch von Hummeln Die Bienenexperten der Arbeitsgruppe Treder an der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim (Stuttgart) untersuchten, ob die Exposition mit elektromagnetischen Feldern, hier exemplarisch mit WLAN, die Blütenbesuchsrate und das Suchverhalten von Honigbienen und Hummeln an Pflanzen und damit ihr Nahrungsverhalten beeinflussen könnte. Das Experiment wurde in den Sommern 2023 und 2024 durchgeführt. Für die Bestäuber insgesamt wurde im Hauptmodell ein signifikanter negativer Effekt von EMF auf den Blütenbesuch festgestellt. Eine genauere Betrachtung der Daten zeigt, dass dieser Effekt besonders deutlich für die Gruppe der Hummeln ist, die signifikant häufiger (um 28 % erhöht) auf den Blüten zu finden waren, wenn die Pflanzen nicht bestrahlt wurden. Im Gegensatz dazu wurde dieser Effekt für die Gruppe der Honigbienen nicht gefunden. In einer vorherigen Studie (Treder at al. 2023) hatte diese Arbeitsgruppe nachgewiesen, dass WLAN sich negativ auf die Orientierung von Bienen auswirkt. Studie im Original: https://doi.org/10.1016/j.envpol.2025.126836 Besprechung der Studie: https://www.emfdata.org/de/studien/detail&id=898

    Weiterführende Informationen:

    „Strahlungsarme Alternativen: Datenübertragung mit sichtbarem und/oder infrarotem Licht (VLC/LiFi)“ von diagnose:funk

    Bericht des indischen Nachrichtenportals ETV Bharat über den India Mobile Congress (IMC) 2025 und Interview mit Prof. Harald Haas, Erfinder von LiFi

    diagnose:funk ist eine unabhängige Umwelt- und Verbraucher-Organisation, die sich seit 2009 für den Schutz vor elektromagnetischen Feldern einsetzt. Dazu klärt diagnose:funk über die schädigenden Wirkungen u.a. von Mobilfunk- und WLAN-Strahlung auf und fordert zukunftsfähige technische Lösungen für eine gesundheitsverträgliche Telekommunikation. Unser Motto: Technik sinnvoll nutzen!  diagnose-funk.org   (https://diagnose-funk.org/)


    Info: https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/11/ist-wlan-schaedlich-neue-studien-an-menschen-ratten-und-bienen-sagen-ja/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




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    diagnose-funk.org


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                                                                „kompakt“, Brennpunkt, ElektrosmogReport

    Artikel

    Grafik: diagnose:funk

    28.11.2025

    Ist WLAN schädlich? Neue Studien an Menschen, Ratten und Bienen sagen „ja!“

    Pressemitteilung von diagnose:funk, 28.11.2025 Bundesregierung muss unschädliche kabellose Alternative LiFi (per Infrarot) fördern und selbst in Bundesbehörden einsetzen. weiterlesen

    Pressebild EU Parlament

    27.11.2025

    EU-Parlament (I): Social Media Zugang erst ab 16 Jahren

    Überwältigende Mehrheit der Abgeordneten für den Schutz von Kindern und Jugendlichen EU fordert Verbot von Endlos-Scrollen, Autoplay, Belohnungssystemen und Profiling. weiterlesen

    Pressebild EU Parlament

    26.11.2025

    EU-Parlament (II): Erster Schritt Social Media Verbot ab 16 – weitere Schritte müssen folgen

    Ein schulisches und außerschulisches Gesamtkonzept zur Medienmündigkeit ist notwendig Strahlenbelastung, unterschätztes Risiko für Lernen und Gedächtnis weiterlesen

    Bild:EGKU

    19.11.2025

    23. Umweltmedizinische Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für klinische Umweltmedizin e.V. (EGKU)

    Zwei Vorträge zu Auswirkungen digitaler Medien auf die Gehirnentwicklung von Kindern 350 MedizinerInnen diskutierten über gesundes Altern und Auswirkungen digitaler Medien auf Kinder weiterlesen

    Bild: Curivo

    18.11.2025

    Elektrosmog-online-Kongress 28.11. bis 7.12.2025

    26 Experten aus Baubiologie, Medizin und Strahlenschutz referieren über Elektrosmog. Auch diagnose:funk ist mit einem Vortrag beim Kongress vertreten. Video-Vorschau im Artikel ... weiterlesen

    Wikipedia

    18.11.2025

    Prof. Rainer Mühlhoff: „Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus“

    Smart City, digitale Verwaltung, digitale Bildung: KI ist kein Werkzeug, sondern ein Machtinstrument Blaupause USA. Warum die im Koalitionsvertrag geplante "Digital-Only"-Gesellschaft in die smarte Diktatur führt weiterlesen

    Bild: Wikipedia by stepro

    30.10.2025

    „MAITHINK X – Die Show“ - 5G, WLAN & Co - alles ohne Risiko?

    Aktualisierung: ZDF-Redaktion antwortet am 18.11.2025 „5G, WLAN & Co – sei beruhigt, von ihnen geht kein Gesundheitsrisiko aus" - so die Botschaft der MAITHINK X-Show weiterlesen

    Prof. H. Haas, Bild: new.epo.org

    29.10.2025

    Wenn Licht zum Internet wird – Warum LiFi das neue WLAN ist

    Li-Fi in Asien vor dem Durchbruch - verschläft Europa eine Entwicklung? Das gesundheitsschädlich WLAN (WiFi) wird durch LiFi überflüssig. weiterlesen

    Foto: diagnose:funk / Majosch

    16.10.2025

    Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung (HF-EMF) auf Neurotransmitter und Gehirnfunktionen

    Übersichtsstudie aus China: Das Gehirnorchester kommt aus dem Takt Die Studie zeigt die praktische Relevanz neurobiologischer Erkenntnisse für die aktuelle Bildungsdiskussion weiterlesen

    Bild: pexels-rdne-6849349

    10.10.2025

    Französische Studie: Mobilfunkstrahlung beeinträchtigt die Gehirnentwicklung schon im Embryo

    Die Schädigungen treten unterhalb der Grenzwerte auf Autoren empfehlen Vorsicht beim Umgang mit drahtlosen Kommunikationsgeräten, insbesondere bei Schwangeren und Kleinkindern weiterlesen

    Foto: Pexels - pixabay.com

    Artikel-Archiv Alle Meldungen von diagnose:funk Alle aktuellen und älteren Artikel von diagnose:funk zu den Themen Mobilfunk, 5G, WLAN, Elektrosmog, digitale Medien, Datenschutz und Gesundheit, chronologisch sortiert. weiterlesen

      

    Presseschau: Berichterstattung in den Medien

    28.11.2025, 08:36 Uhr

    SCHEER-Bericht zu Mobilfunk & Gesundheit: EU-Ombudsmann will Untersuchung

    Der Europäische Bürgerbeauftragte (auch Europ. Ombudsmann) hat eine formelle Untersuchung darüber angekündigt, wie die Europäische Kommission mit einem Bericht von NGOs zu den Gesundheitsrisiken drahtloser Strahlung umgegangen ist. Die Untersuchung folgt einer gemeinsamen Beschwerde mehrerer NGOs, die den Bericht des Wissenschaftlichen Ausschusses für Gesundheit, Umwelt und neu auftretende Risiken (SCHEER) aus dem Jahr 2023 zu drahtloser Strahlung und Gesundheit kritisierten. Dieser sei laut einer Pressemitteilung von European For Safe Connections „unzuverlässig und stark voreingenommen“ und die Ergebnisse stünden in „in krassem Widerspruch zur Position der meisten unabhängigen Wissenschaftler zu diesem Thema stehen“, die zunehmend Beweise für Schäden durch Expositionsniveaus sehen, die derzeit als sicher gelten [...]>Pressemitteilung der NGO European For Safe Connections (übersetzt mit GoogleTranslate)

    28.11.2025, 08:15 Uhr

    Australien weitet Social-Media-Verbot für Kinder aus

    "Wertvolle Zeit" statt endloses Scrollen: In Australien sind ab 10. Dezember die meisten sozialen Medien für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren tabu. Jetzt trifft es auch Reddit und Kick.>https://www.stern.de/politik/ausland/australien-weitet-social-media-verbot-fuer-kinder-aus-36190044.html

    26.11.2025, 19:21 Uhr

    EU-Parlament: Tempo beim Mindestalter für Social Media

    Das EU-Parlament hat Forderungen für mehr Schutz von Kindern und Jugendlichen im Netz beschlossen. Dabei geht es auch um Altersgrenzen für die Nutzung von Social Media - ähnlich dem Vorbild in Australien. Dort tritt in zwei Wochen, am 10. Dezember, das Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 in Kraft. TikTok, Facebook, Instagram und Co. holen derzeit die Altersnachweise ihrer Nutzer ein. Accounts von Unter-16-Jährigen werden gesperrt.>https://www.tagesschau.de/ausland/europa/eu-mindestalter-soziale-medien-100.html>http:// Ein Mädchen hält ein Handy in ihren Händen. Player: audioEU-Parlament: Tempo beim Mindestalter für Social Media 4 Min Forderung des EU-Parlaments Kommt das Mindestalter für soziale Medien? Stand: 26.11.2025 15:51 Uhr Das EU-Parlament hat Forderungen für mehr Schutz von Kindern und Jugendlichen im Netz beschlossen. Dabei geht es auch um Altersgrenzen für die Nutzung von Social Media - ähnlich dem Vorbild in Australien. >https://www.handelsblatt.com/politik/international/tiktok-youtube-instagram-social-media-ab-16-eu-parlament-fordert-mindestalter/100178504.html>https://www.deutschlandfunk.de/eu-parlament-tempo-beim-mindestalter-fuer-social-media-106.html>https://www.zeit.de/news/2025-11/26/social-media-ab-16-auch-eu-parlament-fordert-mindestalter

    Zeitungsstapel - NachrichtenFoto: Moritz320 - pixabay.com

    Presseschau-Archiv Medienmeldungen zu Mobilfunk, 5G, WLAN & Co. Hier finden Sie aktuelle und ältere Medienmeldungen zu den Themen Mobilfunk, 5G, WLAN, Elektrosmog, digitale Medien, Datenschutz und Gesundheit, chronologisch sortiert. weiterlesen

      

    Neue Publikationen von diagnose:funk

    Bild:diagnose:funk

    02.10.2025

    Ratgeber 5: Kinder und Jugendliche in digitalen Zeiten - stark und selbstbestimmt

    So fördern Sie die gesunde Entwicklung Ihres Kindes Starke Kinder haben eigene Ideen – auch ohne Smartphone! weiterlesen

    Webseite (Ausschnitt)Quelle: emfdata.org

    04.02.2025

    Aktualisiert! 157 Reviews zur Wirkung von Funkstrahlung

    Forschungsstand (Stand 11-2025) zu Krebs, Fortpflanzung, Gehirn, Zellschäden, EHS, Insekten u.a. Hochfrequente elektromagnetische Felder sind biologisch wirksam: Eine Zusammenstellung systematischer Übersichtsarbeiten. weiterlesen

    Bild:diagnose:funk

    02.10.2025

    ÜBERBLICK Nr. 9: Digitale Bildung - Ausweg aus der Bildungskatastrophe?

    Wie die Industrie die Eroberung des Geschäftsfeldes Schule als Fortschritt inszenierte! Koalitionsvertrag der Bundesregierung will für den Digital-Only-Unterricht das Humboldt´sche Bildungsideal kippen weiterlesen

    Titelbild Kompakt 2025-3diagnose:funk; alfa27 - stock.adobe.com

    12.09.2025

    Mitgliedermagazin kompakt 2025-3 erschienen

    Handys und SAR-Wert - Strahlung schädigt Gehirnentwicklung Verharmlosungspolitik im Gegenwind der Wissenschaft - fundierte Kritik an ICNIRP und Bundesamt für Strahlenschutz. Gesundheitssch ... weiterlesen

    Prof. James C. Lin, Bild privat

    05.09.2025

    Brennpunkt: Geltende Mobilfunkgrenzwerte sind ungeeignet, die Bevölkerung zu schützen

    Grenzwertempfehlungen „missachten zentrale Prinzipien des Strahlenschutzes.“ (Prof. Dr. J.C. Lin) Die Grenzwerte wurden von einem "Industrie-Regulierungs-Komplex" festgelegt, zu dem auch Behörden gehören weiterlesen

    Titel ElektrosmogReport 3/2025

    01.09.2025

    ElektrosmogReport 3-2025: Schädigungen der Fruchtbarkeit bei Männern

    Weitere Studien: Karzinogene Wirkung, Basisstationen, Bienen und Hummeln, Gehirnwellen und Erregbarkeit WLAN schädigt Spermien | WHO-Studie: karzinogene Wirkung von Hochfrequenz | WLAN Wirkung auf Bienen und Hummeln | weiterlesen

    Grafik: diagnose:funk

    14.06.2024

    ÜBERBLICK für den Durchblick

    Stand der Forschung Mobilfunkstrahlung: ÜBERBLICK, Krebs, athermische Wirkungen, Gehirn & Epilepsie, Elektrosensibilität, WLAN ... , „Sie bezweifeln, dass es Nachweise für Gesundheitsschäden durch Mobilfunk gibt?! Dann lesen Sie diesen ÜBERBLICK!“ weiterlesen

    Titel:diagnose:funk

    20.05.2025

    Neuauflage: Gesund aufwachsen in der digitalen Medienwelt

    Eine Orientierungshilfe für Eltern und alle, die Kinder und Jugendliche begleiten. Interview mit Autorin Dr. Michaela Glöckler. Bestseller erscheint komplett neu bearbeitet! weiterlesen

    Grafik:diagnose:funk

    19.05.2025

    Auswirkungen künstlicher elektromagnetischer Felder auf Insekten

    Eine kurze Darstellung des aktuellen Standes der Forschung in der Zeitschrift umwelt-medizin-gesellschaft weiterlesen

    Grafik:diagnose:funk

    17.05.2025

    Mobilfunksendeanlagen: Rechte der Kommunen und Bürger

    Rechtsgutachten: Die Kommunen haben die Pflicht zu Mobilfunk-Vorsorgekonzepten Neues Faktenblatt 410 klärt über Rechte der Gemeinderäte und Kommunen auf weiterlesen

    Grafik:diagnose:funk

    26.02.2025

    Wie kann die neue Bundesregierung unsere mobile Kommunikation gesünder gestalten?

    diagnose:funk unterbreitet Abgeordneten und der Regierung Vorschläge "Technik sinnvoll nutzen", "Mehr Daten mit weniger Strahlung", lesen Sie unser Positionspapier mit Optionen für einen umweltvertr ... weiterlesen

    Sammelband II, diagnose:funk

    22.11.2024

    Gesammelte Publikationen Band II: Smart City, Digitale Bildung, Elektromagnetische Felder

    Acht Fachartikel zur Debatte um die Digitale Bildung und den Forschungsstand zu Risiken der Mobilfunkstrahlung Fundiert informiert sein über die Debatte um die Risiken der Digitalisierung und des Mobilfunks! weiterlesen

    Faktenblätter, diagnose:funk

    30.05.2024

    Faktenblätter für die politische Arbeit

    Kurz, konkret, verständlich – Hauptaussagen auf einer Seite Faktenblätter zu STOA, EWSA, ICBE-EMF, Kinderstudie, Leitlinie Bildschirmmedien, ATHEM-3 und BEEFI-Studie weiterlesen

    Grafik: diagnose:funk

    12.02.2024

    Mobilfunkmast droht – Was tun?

    Erst informieren - bei diagnose:funk - dann handeln! Ein Anleitungsblatt für Bürgerinitiativen auf dem Weg zu einem Mobilfunkvorsorgekonzept weiterlesen

    diagnose:funk Brennpunkt

    12.09.2023

    Erstmalig: Umfassender wissenschaftlicher Review zu Mobilfunk & Gesundheit von Kindern

    diagnose:funk veröffentlicht deutsche Übersetzung als Brennpunkt Studie verfasst unter Leitung v. L. Birnbaum, ehem. Direktorin des US-National Institute for Environmental Health Sciences (NIEHS) ... weiterlesen

    diagnose:funk

    01.04.2025

    Aktualisiert: d:f Mobilfunk-Chronologie 1996-2025

    Politische und wissenschaftliche Dokumente Recherchetool und Argumentationshilfe: Die Chronologie dokumentiert ca. 250 wichtige Ereignisse aus 29 Jahren. weiterlesen

    diagnose:funk

    24.03.2023

    Neuauflage: Faszination mit Nebenwirkungen

    Faltblatt: Was Sie über die Funkstrahlung von Smartphones, Tablets und Schnurlostelefonen wissen sollten Flyer ab sofort lieferbar. Neues Lay-Out, aktualisierter Text. weiterlesen

    Insekten vor EMF schützen Grafik: diagnose:funk

    Tipps für Eltern & Erziehende Grafik: diagnose:funk

    ...damit Kinder und Jugend- liche im Umgang mit digitalen Medien gesund aufwachsen.

    Expertenvorträge (Mitschnitte) Grafik: Icon Works - icon-icons.com


    Studien-Datenbank Grafik: diagnose:funk

    Elektrohypersensibilität www.diagnose-ehs.org

    diagnose:funk unterstützen Grafik: diagnose:funk

    Transparenz Initiative Transparente Zivilgesellschaft


    Gruppen und Initiativen Grafik: diagnose:funk


    Wir über uns diagnose:funk ist eine unabhängige Umwelt- und Verbraucher-Organisation, die sich seit 2009 für den Schutz vor elektromagnetischen Feldern einsetzt. Dazu klärt diagnose:funk über die schädigenden Wirkungen u.a. von Mobilfunk- und WLAN-Strahlung auf und fordert zukunftsfähige technische Lösungen für eine gesundheitsverträgliche Telekommunikation. Unser Motto: Technik sinnvoll nutzen!

    Diagnose-Funk e.V.
    Umwelt- und Verbraucherorganisation
    zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung


    Info: https://diagnose-funk.org/aktuelles


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    30.11.2025

    Prof. Rainer Mühlhoff: „Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus“

    diagnose-funk.org, Seite besucht am 30. November 2025, 21:05 Uhr


    Smart City, digitale Verwaltung, digitale Bildung: KI ist kein Werkzeug, sondern ein Machtinstrument

    Diagnose:funk befasst sich v.a. mit den gesundheitlichen Auswirkungen der Mobilfunktechnologie. Smartphones, Tablets, Mobilfunkmasten und WLAN sind Teil der gesamtgesellschaftlichen Digitalisierung, ihre Kommunikationstools. Smart City, digitale Verwaltung, digitale Bildung – nahezu alle Städte planen gerade die digitale Transformation, gestützt auf Künstlicher Intelligenz (KI). Sie hat den Mantel des Fortschritts. Ihre Umsetzung erfordert, dass jeder Bürger ein digitales Gerät nutzt, damit er Teil des Datennetzwerkes ist. Was ist diese Digitalisierung, wer plant sie, wohin entwickelt sich mit ihrer Durchsetzung die Gesellschaft? Dazu referierte Prof. Rainer Mühlhoff auf einer Datenschutzkonferenz und legte bei Reclam eine bemerkenswerte Analyse vor.



    Artikel veröffentlicht:

    18.11.2025

    Artikel aktualisiert:

    26.11.2025

    Autor:

    diagnose:funk






    Downloads  Peter Hensinger (2017): "Das Smartphone – mein personal Big Brother? Wie Big Data schleichend die Demokratie aushöhlt" PDF, 1.1 MB(https://diagnose-funk.org/download.php?field=filename&id=1990&class=NewsDownload)



    Wikipedia

    KI: Beobachten, klassifizieren, sortieren, beeinflussen

    „Auf der KI-Woche des baden-württembergischen Datenschutzbeauftragten sprach Rainer Mühlhoff, Professor für "Ethik und kritische Theorien der Künstlichen Intelligenz", über die gesellschaftlichen, politischen und ideologischen Dimensionen aktueller KI-Entwicklungen. Mühlhoff zeichnete ein umfassendes kritisches Bild, das die scheinbare Neutralität von KI infrage stellt und die Technologie als komplexes sozioökonomisches Machtinstrument versteht,“ berichtet Heise am 10.11.2025


    Titel:Reclam-Verlag


    In seinem Buch „Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus" (2025, Reclam) warnt Rainer Mühlhoff, dass mit der Digitalisierung eine Struktur aufgebaut wird, „um uns permanent zu beobachten, zu klassifizieren, zu sortieren und zu beeinflussen … KI ist wesentlich eine Technologie zur Ansammlung, Sicherung und Ausübung von Macht und Kontrolle. Ohne staatliche Regulierung eignet sich diese Machttechnologie ideal für autoritäre oder faschistische Zwecke (S.35).“ Schwarzmalerei oder gar eine Verschwörungstheorie? 

     

    Dass Mühlhoffs Analyse keine Konstruktion einer fernen Dystopie aus dem wissenschaftlichen Elfenbeinturm ist, dafür gibt es eine Blaupause, den Umbau und die Gleichschaltung des Staatsapparates durch Trump in den USA. Die Vorbereitung dafür haben die US-IT-Konzerne geliefert. Es sind nicht ominöse dunkle Mächte, die gegenwärtig in den USA die Demokratie abschaffen, sondern Tech-Milliardäre wie Elon Musk, Peter Thiel, Jeff Bezos, Mark Zuckerberg und mit ihnen verbündete faschistoide Politiker. Mühlhoff liefert eine präzise, faktenbasierte Analyse.

     

    Bild: Daniel Torok - White House Facebook



    Blaupause USA: United States of Palantir

    Mühlhoff dokumentiert, wie sich die Visionen der Silicon Valley-Unternehmen in politische Macht verwandeln. Trump konnte mithilfe digitaler Profile jedes Bürgers, Institution und Organisation, geliefert von den IT-Konzernen, den Staatsapparat gleichschalten, unterwürfige Loyalität über Algorithmen, gepaart mit gewalttätiger Repression, erzwingen, und die Opposition im Schulterschluss mit den Tech-Konzernen, die längst mehr über Bürger wissen als der Staat selbst, ausschalten. KI und Daten bilden das Rückgrat totalitärer Herrschaft, so Mühlhoff:

     

    • "Das zentrale Kennzeichen der neuen faschistischen Kräfte besteht in dem Bestreben, die spezifischen Möglichkeiten von Datenanalyse und KI-Technologie zu nutzen, um den Rechtsstaat und die freiheitlich demokratische Grundordnung zu schwächen und durch ein schlankes, auf Automatisierung und Präemption (also algorithmische Vorhersage und Vorwegnahme) basierendes Staatswesen zu ersetzen (S.11)." Dies gelinge, "weil bestimmte technologische Logiken mit autoritären, menschenverachtenden und antidemokratischen Ideologien kompatibel sind (S.12)", denn es sei einer der Hauptzwecke der KI, "Menschen automatisiert zu sortieren und in Kategorien einzuteilen (S. 136)."

    LeMonde diplomatique beschreibt in dem Artikel "United States of Palantir" (November 2025) die praktische Umsetzung in der Symbiose zwischen der US-Regierung und den Tech-Giganten. Es tritt in USA ein, was Shoshanna Zuboff, die Verfasserin des Buches "Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus" vorhergesagt hat. Es bleibt nicht beim neutralen Datensammeln:

    • "Der Überwachungskapitalismus kündigt damit die Regression in ein Zeitalter des selbstbestimmten Kapitals und der fremdbestimmten Individuen an – also genau das Gegenteil dessen, was für eine blühende Demokratie und die Erfüllung der Menschheitsträume nötig wäre. Er verkörpert eine neue Macht, die um ihrer gewinnbringenden Prognosen willen die Natur des Menschen neu erschaffen will." (LeMonde diplomatique, 2019)  

    Im Koalitionsvertrag hat sich die neue deutsche Bundesregierung auch auf diese "Digital-Only" - Gesellschaft festgelegt (Koalitionsvertrag S.56). Das Fundament für eine Diktatur, deren DNA es ist, vom gläsernen Bürger in Echtzeit zu wissen, was er tut und denkt, wird gegossen. Keine der anderen Bundestagsparteien kritisiert diese Planung!

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    Titel: Verlag

    Leseempfehlung: Zurück für die Zukunft

    Andreas Eschbach: NSA - Nationales Sicherheits-Amt

    Digitaler Faschismus: Was wäre gewesen, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien – und deren totale Überwachung? Das beschreibt der Roman von Andreas Eschbach.

    Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reiches überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen,

    ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet. Eschbach denkt Möglichkeiten zu Ende, die vor Augen führen, wie künftige faschistische Regierungen die heutige digitale Infrastruktur nutzen würden!

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    diagnose:funk

    Die neoliberale Ideologie der „Digitalen Bildung“

    Der gläserne Bürger soll, so will es die Bundesregierung im Koalitionsvertrag, bereits ab der Grundschule mit der Schüler-ID verwirklicht werden. Prof. Ralf Lankau weist in seiner neuen Analyse "Bildungs-TÜV statt Pädagogik" nach, dass diese Ideologie der Vermessung, Kontrolle und Konditionierung ein Grundgedanke der Digitalisierung der Bildung und der empirischen Pädagogik ist. Die im Koalitionsvertrag der Bundesregierung festgelegten „selbst-adaptiven, KI-gestützten Lernsysteme“ bedeuten autonomes Lernen ohne Lehrer mit KI-Programmen, die beurteilen, korrigieren, einsortieren und den Lernweg vorgeben. Die Algorithmen der Tech-Konzerne steuern den dehumanisierten Lernprozess. Der Schulsoziologe Prof. Tim Engartner (Uni Köln) stellt in seiner Analyse für die Rosa Luxemburg - Stiftung fest,

    • „dass Bund und Länder den Digitalkonzernen mit dem … «Digital-Pakt Schule» ausgesprochen lukrative Absatzmärkte geschaffen haben. Es wird deutlich, dass Google, Apple, Microsoft und Samsung vergleichsweise wenig Widerstände auf dem Weg in die Klassenzimmer zu überwinden hatten“ (Engartner 2020).

    Der Digital-Pakt wurde 2017 geschlossen. Damals warben sogenannte Medienpädagogen ohne Rücksicht auf bereits bekannte Auswirkungen für seine Durchsetzung. Das wiederholt sich mit der KI. ChatGPT in Schulen, bei der Telekom-Stiftung steht die Durchsetzung ganz oben auf der Agenda, und dieselben Medienpädagogen werben wieder dafür, ohne dass Forschung über die Folgen vorliegt. Bereits 2018 analysierte Peter Hensinger (Vorstand diagnose:funk) im Artikel "Die Ideologie der Digitalisierung. Auf dem Weg ins Digi-tal: Der Hype der digitalen Selbstentmündigung und einige Auswirkungen auf die Psyche" den totalitären Kern der digitalen Bildungsreform. Die industriegetriebene Historie und das Menschenbild der neoliberalen Bildungsreform analysiert unser neuer Überblick Nr. 9: "Digitale Bildung – Ausweg aus der Bildungskatastrophe?" 

    Screenshot_2025_11_30_at_20_53_07_Prof._Rainer_M_hlhoff_K_nstliche_Intelligenz_und_der_neue_Faschismus_diagnose_funkTitelbilder: Verlage

    Bücher namhafter Autoren, die seit Jahrzehnten vor den totalitären Folgen der Digitalisierung warnen


    Chaos Computer Club: Koalitionsvertrag ist ein Diktaturbesteck

    Die USA sind nicht weit weg! Auch in Europa wird das Trump´sche Drehbuch bereits eingeübt. Wenn rechtspopulistische Parteien und Trump-Bewunderer von „digitaler Souveränität“ sprechen, meinen sie Kontrolle. Wenn die Bundesregierung Bürger- oder Schüler-IDs plant, schafft sie die Infrastruktur für den gläsernen Bürger, seine totale Nachverfolgbarkeit und Überwachung. Der Chaos Computer Club kommentiert den Koalitionsvertrag der Bundesregierung treffend:

    • "In der Folge liefert das Papier ein Diktaturbesteck, schlüsselfertig und maßgeschneidert. Die Folgeregierung leckt sich schon die repressionsfreudigen Klauen.“

    Doch genauso schleichend, so Mühlhoff, beginnt der neue Faschismus: „Der neue Faschismus im 21. Jahrhundert muss nicht so aussehen wie bei den Nazis“ (S. 13). Er kommt nicht mit Marschmusik und Schlägertruppen, sondern z.B. mit digitalisierter Verwaltung oder digitaler Bildung, in der KI die Entscheidungen nach automatisierten Profilen und Wahrscheinlichkeiten fällt. Und seine Ideologie wird über Social Media, gesteuert von Algorithmen, verbreitet. Selbst Bundespräsident Steinmeier warnte am 9. November 2025:

    • „Wir wissen doch längst, dass die Algorithmen Empörung, Polemik und Krawall befördern, dass sie Angst und Wut schüren. Sie beschädigen das Vertrauen in rationale Argumente und demokratische Politik, sie radikalisieren die Menschen, nähren den Extremismus und verführen zur Gewalt. Wir haben es immer wieder gesehen. Worauf warten wir eigentlich noch? Es ist höchste Zeit, dieser Gefahr wirksam zu begegnen. Alle wissen das. Deshalb darf die Debatte zum Schutz Jugendlicher vor Social Media nicht zu lange dauern, und sie darf erst recht nicht im Sande verlaufen. Und: Wir brauchen wirksame Regeln und intelligente Tools, die uns zusammenbringen, statt uns auseinanderzutreiben, die das Beste aus den Menschen herausholen und nicht das Schlechteste. Die Zukunft unserer Demokratie, da bin ich sicher, wird sich im Netz entscheiden. Behaupten wir unseren Anspruch, demokratische Regeln im Internet durchzusetzen, dann wird sich auch die Demokratie behaupten!“

    Werden diesen Worten Taten folgen?

     

    Überblick 8 dokumentiert ökologische FolgenBild:diagnose:funk

    Digitalisierung und KI beschleunigen die ökologische Katastrophe

    Viele Kommunen erarbeiten Klimaprogramme, um klimaneutral zu werden, gleichzeitig legen sie Digitalisierungsprogramme auf. Doch die bewirken das das Gegenteil. Mühlhoff kritisiert den Ressourcenverbrauch der KI-Infrastruktur:

    „Die Rechenleistung großer KI-Modelle erfordert enorme Mengen an Strom und Wasser … Der Wasserverbrauch beim Training von CPT 4 wird auf 6,4 Milliarden Liter geschätzt (das entspricht dem Jahresverbrauch einer deutschen Stadt mit 137 000 Einwohner:innen, und zwar nur der Haushalte). Der Stromverbrauch soll CO2-Emissionen in Höhe von 6,9 Millionen kg verursacht haben (das entspricht den Emissionen eines Benzin-PKWs nach ca. 29 Millionen gefahrenen Kilometern). Die eigentliche Produktion der notwendigen Hardware ist ihrerseits auf seltene Rohstoffe angewiesen, deren Abbau die Umwelt zerstört, Menschen ausgebeutet und Kriege ausgelöst (S.69).“

    Doch diese Folgen werden von allen (!) politischen Parteien und in den Gemeinderäten verdrängt. Auch viele Nutzer schotten sich gegen diese Folgen ab, weil sie ihr Smartphone lieben. Das kritisiert Mühlhoff:

    • „Die gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen der KI von heute werden zugunsten abstrakter Zukunftsnarrative heruntergespielt. Eine kritische Auseinandersetzung mit KI muss sich daher um die Gegenwart kümmern – als dem wichtigsten, realen Schauplatz politischer, sozialer und ökologischer Aushandlungen (ebda).“

     

    Welzer warnte früh vor smarter DiktaturHarald Welzer, Wikipedia

    Frühe Warnungen vor der smarten Diktatur

    Bereits 2017 erstellte Peter Hensinger für diagnose:funk und das Stuttgarter Bündnis SÖS die Analyse "Das Smartphone – mein personal Big Brother? Wie Big Data schleichend die Demokratie aushöhlt". Er untersuchte die Ursachen des unkritischen Hypes. Harald Welzer nennt ihn einen "Selbstentmündigungsfatalismus". Man liebt sein Smartphone bis hin zur Sucht. Und Süchtige verweigern sich der Realität. Der in Berlin lehrende Philo­soph Han schreibt:

     

    • "Man unterwirft sich dem Herrschafts­zusam­menhang, wäh­rend man konsu­miert und kommu­niziert, ja während man Like-Buttons klickt … Wir haben es heute mit einer Machttechnik zu tun, die nicht unsere Freiheit verneint oder unterdrückt, sondern sie ausbeutet. Darin besteht die heutige Krise der Freiheit" (DER SPIEGEL, 2/2014).


    Die Verdrängung des totalitären Potenzials beruht auf einer kognitiven Dissonanz. Die Entdemokratisierung erfolgt schleichend, auch weil sich die Digita­lisie­rung die Zustimmung mit Illusio­nen von grenzenloser Information und neuer Demokra­tie erkaufte. Schon 2016 warnte der Sozialpsychologe Harald Welzer in seinem Buch "Die smarte Diktatur", dass im Gegensatz zu bisherigen Diktaturen die Digita­li­sie­rung

    • ... "ein viel unauffälligeres und zugleich wirksameres Machtmittel (schafft), nämlich die Beherrschung des Rück­kanals, also aller Reaktionen auf die Angebote und Entwicklungen der smarten Diktatur. Solche Herrschaft kann kontrollieren, was die Beherrschten selbst zu sein glauben und sein wollen. Das ist herrschaftstechnisch die innovativste Übergangszone ins Totalitäre. Das kannten wir noch nicht"(S.234)."Sie sind die Laborratte, die die Daten liefert, mit deren Hilfe Sie manipuliert werden"(S.142).

    Seit Welzers Warnung sind 10 Jahre vergangen, in den USA und China erleben wir die Umsetzung dieser digital organisierten Diktaturen. Das aktuelle Buch von Mühlhoff ist ein Weckruf. Mühlhoff verbindet philosophische Tiefenschärfe mit politischer Klarheit und zeigt, dass der Kampf um die Freiheit heute auch mit dem Rückkanal des Smartphones, TikTok und der Digitalen Bildung entschieden wird. Mühlhoffs aktuelle Analyse ist ein notwendiges, unbequemes Buch – für alle, die glauben, Digitalisierung sei neutral. Sie ist es nicht. Sie ist Macht. Und Machtausübung beginnt mit dem Umbau der Erziehungs- und Kultureinrichtungen. Das wussten und praktizierten alle Diktatoren.


    Info: https://diagnose-funk.org/aktuelles


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Rainer Mühlhoff: „Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus“


    Wenn Tech-Ideologie zu Politik wird

    Screenshot_2025_11_30_at_22_13_19_Rainer_M_hlhoff_K_nstliche_Intelligenz_und_der_neue_Faschismus_Buchkritik

    © Reclam Verlag


    Rainer Mühlhoff

    Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus

    Reclam, Ditzingen 2025 160 Seiten

    8,00 Euro


    deutschlandfunkkultur.de19.08.2025, Von Vera Linß 

    Künstliche Intelligenz ist das ideale Werkzeug, um autoritäre oder gar faschistische Ideen umzusetzen, sagt der Mathematiker und Philosoph Rainer Mühlhoff. Die Gefahr müsse erkannt und mit Hilfe von Regulierung begrenzt werden.


    Podcast: Studio 9

    Aus dem PodcastStudio 9

    Dass digitale Medien die Demokratie bedrohen, wird schon länger angemahnt. Doch seit Beginn des Jahres hat die Gefährdung eine neue Qualität. Erstmals griff mit Elon Musk ein Tech-Unternehmer direkt in den Verwaltungsapparat einer Regierung ein. Das Ziel: Die Säuberung der staatlichen Infrastruktur durch Massenentlassungen und das Verbot von Diversitätsprogrammen.


    Die Verschmelzung von Big Tech und Politik

    Einen „digitalen Staatsstreich“ nennt der britische Guardian diese Infiltration. Für den Philosophen und Mathematiker Rainer Mühlhoff ist sie ein neuer Faschismus, der aus der Synergie von rechter Politik und Big Tech entsteht.


    Junge Skateboarder in Marokko stehen im Kreis und schauen gemeinsam auf ein Smartphone.

    Kolonialismus 2.0

    Wie Big Tech ein digitales Kolonialreich schafft 16.01.2025

    29:25 Minuten


















    https://www.deutschlandfunkkultur.de/kolonialismus-in-neuem-gewand-wie-big-tech-ein-digitales-kolonialreich-schafft-100.html (https://download.deutschlandfunk.de/file/dradio/2025/01/16/kolonialismus_in_neuem_gewand_wie_big_tech_ein_digitales_drk_20250116_1930_6d96f44a.mp3)


    US-Präsident Donald Trump trägt ein rotes Cap mit US-Flagge an der Seite und steht auf einer Bühne mit erhobenen Armen und geballten Fäusten USA unter Trump

    Manche sprechen schon von „Faschismus“

    Mit Faschismus meint der Ethik-Professor von der Universität Osnabrück nicht das historische Phänomen, wie man es aus dem 20. Jahrhundert etwa aus Deutschland oder Italien kennt. Stattdessen müsse man den Begriff mit Blick auf Gegenwart und Zukunft erproben.

    Er definiert den neuen Faschismus als eine Kombination aus antidemokratischem Wirken, Gewaltbereitschaft und der Nutzung von Technologie als Machtinstrument. Weshalb aber klappt diese Verschmelzung von Big Tech und Politik in den USA offenbar so reibungslos? Und warum wird sie gesellschaftlich akzeptiert?


    Künstliche Intelligenz als Heilsbringerin

    Ein Grund: Das Potential digitaler Technologien wird in der öffentlichen Darstellung bewusst überhöht. Rainer Mühlhoff zeigt dies im historischen Rückblick an der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz, deren Name bereits trügerisch ist. Das darin enthaltene Versprechen, die Technologie könne den Menschen nicht nur nachahmen, sondern übertrumpfen, stammt aus den 1950er-Jahren, als man sie verkaufsträchtig vermarkten wollte.

    Ebenso machtvoll sind die vielen einflussreichen „Tech-Ideologien“ aus dem Silicon Valley, die der Wissenschaftler detailliert vorstellt. Die Mehrzahl dieser Ideologien preist Künstliche Intelligenz als Heilsbringerin an – ein Ansatz, der verfängt und sich mühelos mit dem rechten Gedankengut von Donald Trump oder der extremen Alt-Right-Bewegung verknüpfen lässt.

    Doch ist die Gefahr des politischen Missbrauchs der Technologie wirklich so groß? Zumindest sind die Grundlagen dafür vorhanden, weil der Einsatz von Künstlicher Intelligenz inzwischen zum Alltag gehört. Die „Medienkultur der digital vernetzten Individuen“ mache die allermeisten Menschen zu Lieferanten von Daten, was Unternehmen eine enorme Machtfülle verschaffe.


    Technologie muss demokratisch gestaltet werden

    Das Fazit von Rainer Mühlhoff lautet deshalb: Künstliche Intelligenz eignet sich ideal für autoritäre Zwecke. Und tatsächlich: Laut Fernsehsender NBC hat sich Elon Musk bei seinen Entscheidungen in der Verwaltung auf KI-Systeme gestützt.

    Um solche Entwicklungen in Europa zu verhindern, fordert der Philosoph mehr Regulierung. Außerdem müsse anders über Künstliche Intelligenz gesprochen werden, und zwar als eine Technologie, die man demokratisch gestalten müsse und nicht den Eliten aus dem Silicon Valley überlassen dürfe. Aktuelle Debatten auch hier in Deutschland – etwa über den Einsatz der Überwachungssoftware Palantir – zeigen, wie wichtig Rainer Mühlhoffs mahnende Analyse ist.


    Info: https://www.deutschlandfunkkultur.de/rezension-rainer-muehlhoff-kuenstliche-intelligenz-und-der-neue-faschismus-technologie-ideologie-100.html


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    29.11.2025

    Größenwahn hoch fünf in Europa

    overton-magazin.de28. November 2025 79 KommentarePressefoto


    Treffen E3-Format, Berlin. Bild: Bundesregierung/Guido Bergmann/


    1Ursula von der Leyen glaubt anscheinend, weil die EU sich „Europäische Union“ nennt, diese „Union“ sei ein Bundesstaat wie die USA und sie sei als Kommissionspräsidentin in einer Position wie der amerikanische Präsident. Dabei ist die Kommissionspräsidentin nach außen genauso ohnmächtig wie die EU als Ganzes. Und ihre Position ist zusätzlich geschwächt durch die eigene Inkompetenz auf allen Gebieten, außer dem der Sprache; UvL spricht locker und flüssig deutsch, französisch und englisch, doch zu sagen hat sie fast nichts.

    2

    Friedrich Merz glaubt offenbar, weil er als Finanzexperte weiß, wie man hunderte Milliarden an Schulden aufnimmt, dass er mit geliehenem Geld Deutschland in wenigen Jahren wieder zur Militärmacht und zwar zur stärksten in Europa machen kann. Das ist unmöglich, weil weder die Wirtschaft noch das Volk, noch die Bundeswehr die entsprechende Power besitzen. Die Wirtschaft kann nicht, das Volk will nicht, die Bundeswehr hat nicht das Potential dazu. Die schMERZhafte Schuldenaufnahme des Bundeskanzlers Merz bringt keine Macht, sondern breites Elend für das Land.

    3

    Emanuel Macron glaubt vielleicht, weil Frankreich Atomwaffen und große Atomkraftwerke besitzt, er sei der Präsident einer Weltmacht und könne im globalen Machtspiel mitspielen. Dabei ist Frankreich durch seine überdimensionierten Militärausgaben tief verschuldet und es fehlt an allen Ecken und Enden. Aber das gebeutelte Volk der Franzosen ist ein Hoffnungsträger für die Vernunft, weil es sich traditionell von der Regierung nicht alles gefallen lässt, erst recht nicht von einem Präsidenten, der keine Basis im Parlament oder bei der breiten Masse mehr hat.

    4

    Keir Starmer glaubt unbeirrt, weil sich in der City of London eins der größten Finanzzentren befindet, Großbritannien sei ein reiches Land und man könne es sich leisten, atomgetriebene U-Boote zu bauen und dann die Welt mit Torpedos zu bedrohen, die atomare Sprengköpfe haben. Das wäre die Rückkehr zur Weltmacht. Aber das Land GB ist arm, es kann nicht einmal eine angemessene Gesundheitsfürsorge betreiben. Die Finanzwelt in der City of London ist an dem Land, in dem man residiert, nicht interessiert, weil seine Wirtschaft seit siebzig Jahren fast nichts Exportierbares zustande gebracht hat außer der grandiosen Popmusik.

    5

    Kaja Kallas glaubt impertinent, in ihrer Funktion als Außenbeauftragte der EU-Kommission, im Namen Europas gegen Russland und jetzt auch gegen den Präsidenten der USA die verschrobene Politik ihres eigenen Landes vertreten und anderen Staaten aufschwatzen zu können. Frau Kallas bedient Ressentiments eines Teils ihrer Landsleute, die auf die Zeit von Hitler und Stalin zurückgehen und mit der heutigen Wirklichkeit nichts zu tun haben. In der EU sind die Bürger Estlands eine winzige Minderheit von nicht einmal 0,3%, allerdings mit einer vorlauten Sprecherin. Die laute Kallas vertritt eine kleine Mehrheit einer winzigen Minderheit in der machtlosen EU.

    Weil die Medien dummerweise das großspurige Gerede von exponierten Figuren laut verstärken und ständig wiederholen, scheint es so, als könne der europäische Größenwahn einen Frieden in der Ukraine verhindern. Doch zwischen Kriegsgeschrei und Krieg klafft eine große Lücke in der Realität, die man auch mit Geld und Medienpräsenz nicht schließt. Doch es besteht die Gefahr, dass die Lücke durch ein Einzelereignis zuschnappt wie das Attentat von Sarajewo, das den Ersten Weltkrieg ausgelöst hat. Die genannten Fünf, ohne Position auf dem realen Schachbrett, sollten aus ihrer Wahn-Welt herauskommen, ohne dass die Dummen, die ihnen glauben, es merken und zwar sofort, ehe eine Wahnsinnstat den ganz großen Krieg auslöst.

    Rob Kenius

    Rob Kenius kam während des Studiums der Physik zur Publizistik und wurde Chefredakteur der Studentenzeitung. Nach dem Diplom ging er in die wissenschaftliche Redaktion des WDR-Fernsehens. Die strenge Hierarchie des Senders war jedoch nicht seine Welt. Er arbeitete kurz für Reaktorsicherheit, als man ihn an das Innenministerium vermitteln wollte, um Argumente der Aromkraftgegner zu widerlegen, kündigte er. Seitdem ist er selbständig, als freier Publizist und im Musikgeschäft.

    Rob Kenius übt auf seiner Webseite kritlit.de harte Systemkritk. Er schrieb für telepolis und war 2020 ein erster Gegner der Corona-Maßnahmen. Die politische Situation hat sich inzwischen enorm verschlechtert. Rob Kenius schreibt dagegen an, und wegen der Kommentare, besonders gerne für Krass&Konkret.
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    79 Kommentare

    1. Ich weiß nicht, was die alle haben!
      Wo wir doch endlich mal den Franzmann und die Tommis auf unser Seite haben!
      Wir müssen nur mal eben auf die Schnelle die Bahn sanieren, mal eben auf die Schnelle die Brücken neu bauen, mal eben auf die Schnelle die Straßen sanieren, mal eben die Wehrpflicht einführen, auf die Schnelle ein paar Divisionen aufstellen, schon kann er losgehen, der Ritt gen Ostland!
      Naja, vielleicht auch ein paar Divisionen mehr, soll ja recht groß sein, dieses Russland……
      Aber wenn wir jetzt schon soviel Kohle locker machen, dann soll sich das auch lohnen! Da wäre sicher auch was übrig, um die „Bismarck“ wieder zu heben, um sie stolz in der Ostsee gen Kronstadt schippern zu lassen!
      Sie finden das alles unrealistisch?
      Da muss ich doch sehr bitten!
      Es ist doch die durchdachteste, relistischste und Erfolg versprechendste Politik, die je von einer Bundesregierung entwickelt wurde!
      Wir passen uns dem großen Bruder an,
      dessen Politik ist MAGA, unsere ist GAGA, was qualitativ das Gleiche ist!
      Wir brauchen uns nicht mehr zu verstecken!
      Wahre Friedenspolitik, denn nur so kann der Endfrieden endlich ausbrechen und wir dürfen sagen, wir sind dabei gewesen…….gewesen

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    1. *lol*
      Danke für den Lacher ????

      Antworten

    2. Was sie da so lustig benennen, machen die ja völlig im Ernst, auf die Schnelle Brücken, Waffen, etc. Das sind natürlich Fehlinvestitionen, die Europa weiter ruinieren. Fehlinvestitionen aber auch wegen eines ganz anderen Aspektes. Ein paar Haselnusssträuche gepflanzt und das alles ist wertloser Müll…..
      Nun sind das zwar alles senile Verrückte, aber keine an sich Dummen. Das macht mir Sorgen, und zwar darum:
      Da sie alle, speziell auch Deutschland unter BäckRock-Verwalter Merz Schulden aufnehmen, die sie erkennbar nie zurück zahlen können und wollen kann das nur bedeuten, das sie gar nicht die Absicht haben, die Länder in ihrem Machtbereich in der bisherigen Form weiter zu betreiben. Für die Bevölkerung dieser Gebiete bedeutet das, dass man ihre Vernichtung geplant hat, sei es durch völlige wirtschaftliche Zerrüttung, Versklavung oder direkt als Bauernopfer bei der Vernichtung Russlands, keine guten Aussichten.

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  • Die genannten Personen sind Narzissten im pathologischen Sinn. Sie glauben, sie hätten Einfluss und könnten was, sind aber absolute Versager. Viel vor, nichts dahinter Ganz anders z. B. Trump und Musk. Die spucken zwar große Töne, verändern aber tatsächlich die Welt, und zwar im Positiven.

    Antworten

    1. z. B. Trump und Musk. Die spucken zwar große Töne, verändern aber tatsächlich die Welt, und zwar im Positiven.

      Geht es Ihnen gut?

      Antworten

    2. Trump und Musk positiv?
      Du weißt anscheinend nicht, von was du da sprichst.

      Antworten

    3. Was dem einen sein Trump und sein Musk, ist dem anderen sein Gates und sein Soros. Alle furchtbar „philanthropisch“…????

      Antworten

  • Ob man das allein mit Größenwahn und persönlichen Versagen abtun kann ist zu bezweifel. Da steckt doch etwas mehr System dahinter.
    Ob diese Spinner tatsächlich den Frieden verhindern könnten wenn die USA ihn denn tatsächlich wollten, ist ebenfalls zu bezweifeln.
    Was diese Genies zusammen mit Trump aber perfekt betreiben das ist, die Menschen in West-Europa in die Armut zu treiben. Und wahrscheinlich ist dies auch genau das Ziel dabei.
    Man hat das Coronavirus durch die Russen ersetzt, lähmt die Menschen durch Angstmacherei und bedient sich in noch nie gekannten Ausmaß an den Finanzen. Wahrscheinlich wird der Krieg in der Ukraine noch gebraucht bis Deutschland endgültig deindustrialisiert ist. Und wenn Donald jetzt nicht die Arktis geschenkt bekommt, dann wird er auch gegen ein paar zusätzlich tote Russen, Ukrainer und eine ruinierte EU nichts einzuwenden haben.

    Antworten

    1. Trux

      Ob man das allein mit Größenwahn und persönlichen Versagen abtun kann ist zu bezweifel. Da steckt doch etwas mehr System dahinter.

      Genau das ist auch mein Kritikpunkt an diesem Artikel.

      Antworten

    2. Ich denke die Erklärung ist vermutlich so banal wie erschreckend: Der primäre Grund für den Widerstand gegen Trump in den USA ist, dass die Neocons/Neolibs und der Permanente Staat ihn nicht vollständig kontrollieren können. Dieser Teil des US-Machtapparats aktiviert nun verstärkt die treuen europäischen Vasallen. Fast wie eine oppositionelle Exilregierung.

      Ich glaube nicht, dass das eine eigene, organisch gewachsene und auf europäische Interessen bedachte Politik ist, die hier betrieben wird. Das ist eher das Resultat von Jahrzehnten der Unterwerfung als treue Befehlsempfänger des Imperiums. Diese politische Klasse wurde meiner Meinung nach gezielt herangezüchtet. Das ist alles ganz gewiss kein „Zufall“ so wie das hier abläuft.

      Wenn man das Übel an der Wurzel anpacken will, dann braucht Europa mehr ECHTE Souveränität. Der Widerstand gegen die Trump-Regierung, der hier betrieben wird, ist das exakte Gegenteil davon, auch wenn er so selbstbewusst verkauft wird. In Wahrheit ist er deutlicher Ausdruck unserer Hörigkeit gegenüber dem US-Machtgefüge, und zwar UNABHÄNGIG davon, wer dort gerade Präsident ist.

      Antworten

      1. „Neocons/Neolibs und der Permanente Staat: … Dieser Teil des US-Machtapparats aktiviert nun verstärkt die treuen europäischen Vasallen. Fast wie eine oppositionelle Exilregierung.“

        Genau, sehe ich auch so. Obwohl die europäischen Vasallen eigentlich nicht „aktiviert“ werden mussten, die waren schon vorher entsprechend getrimmt worden.

        Antworten

      2. korrekt !
        +++

        Antworten

      3. Tscha, „Non-Konformisten“ wie der Trump(el) sind dem „Deep state“ natürlich nicht willkommen, denn Donald spielt nach seinen eigenen Regeln und nicht nach deren. Deshalb hat er ja auch alle möglichen Posten mit loyalen Mitarbeitern besetzt. Ob das gut oder schlecht ist, wird wie immer die Zeit zeigen.
        Zumindest war das alte, interventionistische System reif für den Schrottplatz der Geschichte und ob wir nun ein weiteres (Venezuela?) oder einen neuen Isolationismus erleben, kann uns nur die Zeit beantworten. Kristallkugeln sind leider gerade ausverkauft ????

        Antworten

        1. „Zumindest war das alte, interventionistische System reif für den Schrottplatz der Geschichte“

          Genau davor sträuben sich die europäischen Vasallen noch – indem sie ihren Wohlstand für einen neuen Herrn opfern.

          Antworten

  • Die Drohnenhysterie in Europa hat ein neues Niveau erreicht: Die britische Boulevardzeitung The Sun schreibt, dass Russland eine „Flotte ferngesteuerter Spionage-Tauben” einsetzt.

    PJN-1 seien neue russische „Bio-Drohnen-Vögel”, die mit Hirnimplantaten ausgestattet sind, behauptet die Zeitung.

    „In das Gehirn der Vögel sind Elektroden implantiert, die mit winzigen Rucksäcken mit Solarzellen verbunden sind, die Bordelektronik, ein GPS-Ortungssystem und einen Empfänger enthalten”, schreiben britische Journalisten Verschwörungstheoretiker.

    Die Russen sind schon krass was? Nehmen Chips aus Waschmaschinen raus und implantieren sie den armen Tieren ins Gehirn um selbst die zu weaponizen.

    Antworten

    1. Es gibt doch nichts, was die Russen nicht „weaponizen“ würden- MoA hat da mal vor Jahren eine Liste angelegt:

      https://www.moonofalabama.org/2018/12/how-putins-russia-turned-x-into-a-weapon.html

      Und da sind die Killertauben noch gar nicht drin.

      Antworten

      1. Also wenn dir das nächste mal eine Taube auf die Schulter macht, weißt du wer dafür verantwortlich ist.

        Antworten

        1. ……….ein fehlerhafter Chip aus einer Miele Waschmaschiene!!!!

          Antworten

          1. Wat iss denn eine Waschma-Schiene?????

            Antworten

          2. @ Träumer

            LOL

            Antworten

          3. Miele hat keine fehlerhaften Chips. Da steckt die ganze Bosheit der russischen Taubenkommandeure dahinter!

            Antworten

    2. Ich kenne so einige „Europäer“, die eher Hirnimplantate, noch besser HirntTRANSplantate, benötigen.
      Mal sehen wie die russischen „Tierversuche“ so verlaufen…

      Antworten

  • Das Neueste und wieder aufgewärnte Thema heute: Das beschlagnahmte russische Vermögen soll für die Ukraine bereit gestellt werden. Belgien wird massiv unter Druck gestellt, es herauszugeben.
    Es drängen sich folgende Fragen auf:
    Glaubt man ernsthaft, dass dieses Geld als Überbrückung für den Krieg in der Ukraine bis zu einem gewünschten Machtwechsel in den USA reicht? Und wenn das nicht so eintritt:
    Wo kommt das nächste Geld her, welches je zur Hälfte in der Ukraine blutgeschwängert in die Luft fliegt und in den Taschen von Verbrechern landet?
    Welchen Stellenwert in der Welt erwartet man für Europa, wenn Geldanlagen nicht mehr sicher sind und aufgrund der allseits favorisierten Kriegswirtschaft die Konkurrenzfähigkeit weiter absinkt? Zu beachten ist hierbei, dass europäisches Kriegsgerät inclusive Taurus eher Schrott im Vergleich zu russischem Kriegsgerät darstellt und die Kampfmoral im Wertewesten bei weitem nicht an die russische heranreicht. Selbst die manipulierte Jugend muckt gegen die Wehrpflicht auf, für 5.12. sind vierlerorts Schulstreiks geplant (ob sie durchgehen, ist eine andere Frage).
    Und nicht zuletzt: Wie möchte man die EU zusammenhalten, wenn es in einzelnen Ländern immer mehr Gegenwind gibt (Ungarn, Slowakei, Tschechien, Polen)?
    Irgendwie erinnert mich die ganze Situation derzeit an die letzten Jahre der DDR und des Ostblockes.

    Antworten

    1. Eine Frage, die man bei beschlagnahmtem Zentralbankgeld auch stellen sollte: mit welchem Geld wird Euroclear „herausgehauen“, wenn dessen Konten irgendwann mal auf Basis eines Gerichtsbeschlusses in Asien beschlagnahmt werden, um russische Schadensersatzforderungen zu begleichen?

      Aufgrund ihres Geschäftsmodells müssen die weltweit Konten mit ziemlich viel Geld vorhalten, was sie diesbezüglich leicht angreifbar macht. Auch hängt der gesamte europäische Wertpapierhandel an diesem Unternehmen. Die einfach „pleite gehen zu lassen“ wäre eine absolute Katastrophe für uns.

      Was also durchaus sehr gut passieren könnte: Russland bekommt sein Geld zurück, europäische Steuerzahler müssen mit etwa der gleichen Summe Euroclear „retten“ und das ursprüngliche Geld ist schon längst im ukrainischen Korruptionssumpf versunken.

      Wenn man unbedingt nicht anders kann, als das Vermögen zu beschlagnehmen, dann sollte man es lieber sinnvoll in Europa investieren. Dann kommt wenigstens finanziell eine Netto-Null heraus. Den massiven Vertrauensverlust in das europäische Finanzsystem mal außen vor gelassen.

      Antworten

      1. „Dann kommt wenigstens finanziell eine Netto-Null heraus.“

        Sie meinen sicherlich eine NATO-Null…

        Antworten

    2. @ Wunderlich: mit dem antieu Gegen wind in Ungarn wird es dank der Leyen Sender bald vorbei sein! Denn: Reschim Tschänsch ist schon auf Schienen

      Antworten

  • 6. Aber Trump und Putin scheinen zu wissen dass sie die Entscheidungen treffen! Das ist es was letzten Endes zählt!

    Antworten

    1. Trump scheint es jedoch noch nicht zu gelingen die europäischen Fanatiker zu bändigen.

      Antworten

      1. Glaubst Du wirklich, daß er das vorhat?
        Ich tippe da eher auf das alte Spielchen „good cop bad cop“. Wollen beide das selbe. Damit läßt er sich viel besser deuten…
        Siehe auch mein Kommentar unten.

        Antworten

        1. Das halte ich auch für wahrscheinlich!

          Antworten

      2. Die EU-Politeliten sind allesamt Aufzucht aus US-Thinktanks. Da ist niemand fanatisch, da wird noch nicht mal eigenständig gedacht. Die sagen ihr Skript auf, dass ist alles.
        Trump hätte auch schon bei Amtsantritt Frieden machen können. Dazu muss er keine Europäer fragen. Satelliten auf stumm schalten und den Stab in Wiesbaden in Urlaub schicken. Fertig!
        Aber nein, der Krieg wird weiter geführt, damit das 5% vom BiP jetzt überall prangt und die Deindustrialisierung der EU weiter gehen kann.

        Antworten

  • Die Hybris ist unübersehbar und bereits so weit fortgeschritten, dass aufmerksamen Beobachtern eigentlich nur noch übrig bleibt, sich auf Nemesis vorzubereiten.

    Das wäre alles wesentlich unterhaltsamer, wenn ich nicht in Europa leben würde :/

    Antworten

    1. Ich lebe ausserhalb Europas und finde diesen ganzen Zirkus hoechst unterhaltsam! Nur zu, die Dummheit muss siegen…

      Antworten

  • Festzustellen ist doch die wollen keinen Frieden und werden weiter machen.
    Sie lobdudeln Trump an wie großartig er ist um dann alle Friedensbemühungen zunichte zu machen.
    Ich habe Zweifel ob Trump realisiert welches Spirlchen die mit ihm spielen.
    Zu den Europäern kommen noch Trumps innere Widersacher wie Kellog und Rubio, etc..
    Trump ist ein schwacher Präsident der es nicht schafft weder die Europäer noch die inneren Widersacher zu bändigen.
    Aus diesem Grund hört er auf jeden der ihm etwas ins Ohr tütert daher verfügt er auch über keine Kontinuität.

    https://m.youtube.com/watch?v=vphvXQsgpSM&pp=ygUwS3JpZWcgdmVybG9yZW4gRXVyb3BhIHrDvG5kZXQgZGllIG7DpGNoc3RlIHN0dWZl

    https://m.youtube.com/watch?v=xgvNWhh8Ehw&pp=ygUiRnJpZWRlbiB3YXIgbcO2Z2xpY2ggSmVmZnJleSBTYWNocw%3D%3D

    Antworten

  • Yermak hat seinen Rücktritt eingereicht und Pepe Escobar kommentiert: „Big rats scurrying around.“
    Die Einschläge wg. Korruption kommen näher.

    Antworten

    1. oha! Muss schon ein sehr naher Einschlag gewesen sein. Der hatte ganz sicher vor, noch paar Milliönchen einzusammeln.

      Antworten

      1. Der Yermak ist aber nicht in der Ukraine oder?

        Antworten

        1. Doch, er behauptet zu kooperieren.
          Jetzt wird sich Budanov in Stellung bringen.

          https://www.theguardian.com/world/2025/nov/28/ukraines-anti-corruption-agencies-search-home-zelenskyy-chief-aide-andriy-yermak

          https://strana.news/news/495725-andrej-ermak-kakie-posledstvija-otstavki-hlavy-op.html

          Antworten

    2. Den Chef von NABU haben sie abgesetzt und man vermutet er wird angeklagt.
      Angeblich sei er aber freiwillig zurückgetreten.
      Wer’s glaubt?

      Antworten

  • Orbán: „USA und Russland verhandeln über Zukunft – EU späht im Vorzimmer durchs Schlüsselloch“

    Und denen ist das nicht einmal peinlich!

    Antworten

  • Eine verrottete Kaste. Repräsentanten des Kali Yuga.
    I. Introduction to Kali Yuga

    Kali Yuga, the fourth and final era in the cycle of Yugas, holds profound significance in Hindu mythology. It is characterized by a decline in virtue and an increase in vice, marking a period where moral and spiritual values are said to be at their lowest. Understanding Kali Yuga is crucial as it provides insights into the challenges and transformations we face in contemporary society.

    The Yugas are divided into four distinct periods: Satya Yuga (the Age of Truth), Treta Yuga (the Age of Three), Dvapara Yuga (the Age of Two), and finally Kali Yuga (the Age of Darkness). Each Yuga represents a progressive deterioration in human values and spirituality, with Kali Yuga being the most challenging.

    Recognizing the characteristics and implications of the current Yuga can help individuals navigate the complexities of life and foster a sense of awareness and responsibility towards personal and social well-being.

    II. Characteristics of Kali Yuga

    Kali Yuga is defined by several key traits that reflect the moral and spiritual decline of humanity. Some of the notable characteristics include:

    Increased dishonesty and corruption
    Widespread ignorance and lack of knowledge
    Disintegration of family values and social norms
    Prevalence of violence and conflict
    Materialism overshadowing spiritualism
    When compared to the previous Yugas, Kali Yuga stands out for its stark contrast in values. While Satya Yuga was marked by truth and virtue, and Treta Yuga saw the emergence of righteousness, Kali Yuga is characterized by chaos and moral ambiguity. This era is often described as a time when spiritual degradation is rampant, making it essential for individuals to cultivate awareness and practice righteousness.

    III. Signs Indicating Kali Yuga

    Several signs suggest that we are indeed living in Kali Yuga. These indicators reflect a broader societal shift that aligns with the predictions found in ancient texts.

    Increasing prevalence of injustice and dishonesty: Corruption in governance, exploitation of the vulnerable, and a general decline in ethical behavior are rampant.
    Rise of materialism and loss of spiritual values: The focus on wealth and possessions often overshadows the pursuit of spiritual growth, leading to a disconnection from deeper values.
    Breakdown of family and social structures: Traditional family units are increasingly fragmented, and social bonds are weakening, resulting in isolation and loneliness.
    IV. Natural Disasters and Environmental Changes

    Kali Yuga is also associated with significant environmental changes and natural disasters. The connection between this age and climate change is evident in the following aspects:

    Increased frequency of natural calamities: Communities worldwide are experiencing more frequent and severe storms, floods, and droughts, which have been linked to human activity and neglect of nature.
    The role of human actions in exacerbating environmental issues: Industrialization, deforestation, and pollution are all contributing to the degradation of our planet, reflecting the moral decline of humanity.
    V. Technological Advancements and Their Impact

    The rise of technology in Kali Yuga presents a paradox. While technological advancements have the potential to connect individuals, they often lead to social isolation. The implications of technology in this era include:

    Social isolation despite connectivity: While people are more connected digitally, real-world interactions are declining, leading to feelings of loneliness and alienation.
    Ethical dilemmas arising from technological progress: Issues such as data privacy, artificial intelligence, and the impact of social media on mental health have emerged as significant concerns.
    VI. Spiritual Practices and Responses

    Navigating the challenges of Kali Yuga requires conscious effort and commitment to spiritual practices. Some effective responses include:

    Importance of dharma and righteous living: Upholding moral values and ethical conduct can help individuals remain grounded and contribute positively to society.
    Role of meditation, prayer, and community: Engaging in spiritual practices such as meditation and prayer, along with building supportive community networks, can foster resilience amidst chaos.
    VII. Perspectives from Hindu Texts

    Insights from Hindu scriptures, particularly the Puranas, offer valuable perspectives on Kali Yuga:

    Prophecies and predictions: Ancient texts describe the characteristics and challenges of Kali Yuga, providing a framework for understanding current events.
    Historical interpretations: Scholars and sages have interpreted the signs of Kali Yuga throughout history, emphasizing the need for vigilance and spiritual awakening.
    VIII. Conclusion: Embracing Change and Hope

    Awareness of the signs and characteristics of Kali Yuga is vital for personal and collective growth. While this era presents numerous challenges, it also offers the potential for renewal and spiritual awakening. By engaging positively with our environment and community, we can foster hope and contribute to a brighter future.   (verkürzt)


  • Info: https://overton-magazin.de/top-story/groessenwahn-hoch-fuenf-in-europa/


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