aus e-mail von Doris Pumphrey, 5. Januar 2026, 17:09 Uhr
_*RTDE Liveticker Venezuela-Krise 5.1.2026*_
15:05 Uhr
*Maduro drohen Höchststrafen*
Dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro droht die Todesstrafe,
sollte er wegen Drogenhandels und anderer Verbrechen nach Bundesrecht
für schuldig befunden werden. Das berichtet die US-Zeitung /New York
Post/ unter Berufung auf eine Analyse der US-Gesetzgebung. Allerdings
wird er höchstwahrscheinlich den Rest seines Lebens hinter Gittern
verbringen.
Maduro wird heute um 18:00 Uhr MEZ vor Gericht erscheinen. Sein Fall
wird von dem bekannten Richter Alvin Hellerstein, dem obersten Richter
des Bundesbezirksgerichts des südlichen Bezirks von New York,
verhandelt. Hellerstein ist seit über dreißig Jahren im
Bundesgerichtssystem tätig und gilt als einer der erfahrensten Richter.
Er wurde bereits 1998 in sein Amt berufen.
Er wird häufig mit Verfahren von großer öffentlicher und politischer
Bedeutung betraut. In den vergangenen Jahren hat Hellerstein eine Reihe
von Verfahren im Zusammenhang mit Donald Trump geführt. Der Richter
leitete auch die aufsehenerregenden Prozesse nach den Terroranschlägen
vom 11. September 2001, darunter Sammelklagen von Opfern und ihren
Familien gegen Fluggesellschaften, Banken und ausländische staatliche
Stellen.
Die Generalstaatsanwältin der Vereinigten Staaten von Amerika, Pam
Bondi, gab am Samstag eine offizielle Erklärung zum weiteren Schicksal
von Nicolás Maduro und dessen Ehefrau ab. Sie betonte die
Unvermeidbarkeit einer strafrechtlichen Verfolgung des festgenommenen
Paares. Die US-Generalstaatsanwältin versprach, dass Maduro und Flores
"bald den ganzen Zorn der amerikanischen Justiz auf amerikanischem Boden
vor amerikanischen Gerichten zu spüren bekommen werden".
Kritiker weisen darauf hin, dass Bondi mit dieser Erklärung ihren Schwur
der gerichtlichen Unparteilichkeit verletzt habe. Die Drohung sei
zutiefst illiberal und lasse auf eine Lust an strafrechtlicher Rache
schließen, kommentrierte
<https://www.theatlantic.com/ideas/2026/01/wrath-justice-bondi-maduro/685489/> das
Magazin /The Atlantik. /
Die Anklage gegen Nicolás Maduro wurde bereits 2020 in New York erhoben.
Bis zuletzt gab es jedoch keine offiziellen Informationen darüber, dass
die amerikanische Justiz ähnliche rechtliche Ansprüche auch gegen seine
Ehefrau Cilia Flores geltend macht.
14:08 Uhr
*"Völkerrecht kein Schutzschild für Terror" –
Jens Spahn rechtfertigt US-Angriff auf Venezuela*
In einem etwas verklausulierten Tweet hat der Fraktionsvorsitzende der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, den US-Angriff auf die
venezolanische Hauptstadt mit 80 Toten und der Entführung des
Staatschefs Nicolás Maduro gerechtfertigt. Er schrieb:
/"Maduro hat seinem Volk Frieden, Freiheit und Wohlstand verwehrt, er
war kein legitimierter Präsident, sondern ein Autokrat und Krimineller.
Ja, das Vorgehen der USA wirft komplexe Fragen auf, die mit Washington
besprochen werden müssen. Gleichzeitig darf das Völkerrecht kein
Schutzschild für terroristische Aktivitäten sein. Dass ausgerechnet der
Iran und Russland sich nun 'kritisch' äußern, spricht Bände. Fest steht:
Für Venezuela gibt es nun eine Chance für eine bessere Zukunft."/
13:20 Uhr
*32 Kubaner beim US-Angriff auf Venezuela getötet*
Bei dem Angriff des US-Militärs auf Venezuela und der Entführung des
Staatschefs Nicolás Maduro sind auch 32 Angehörige kubanischer
Sicherheitskräfte ums Leben gekommen. Sie waren auf Bitten der
venezolanischen Behörden in das südamerikanische Land entsandt worden,
wie die regierende Kommunistische Partei Kubas mitteilte.
/"Getreu ihrer Verantwortung für Sicherheit und Verteidigung erfüllten
unsere Landsleute würdig und heldenhaft ihre Pflicht und fielen nach
hartem Widerstand im direkten Kampf gegen die Angreifer oder infolge der
Bombardierung der Einrichtungen"/, hieß es in der Mitteilung.
Sicherheitskräfte aus dem verbündeten Kuba sind nach Einschätzung von
Experten seit Jahren in Venezuela im Einsatz. Auch für die persönliche
Sicherheit Maduros sollen vor allem kubanische Leibwächter
verantwortlich gewesen sein. Ihre Ermordung bestätigte auch US-Präsident
Donald Trump, der den Befehl zur Militäroperation in Venezuela erteilte.
"Viele Kubaner wurden gestern getötet, als sie versuchten, ihn zu
beschützen", sagte US-Präsident Donald Trump.
Das venezolanische Verteidigungsministerium teilte mit, dass bei dem
US-Einsatz "ein Großteil" von Maduros Sicherheitsteam getötet worden
sei. Medienberichten zufolge kamen insgesamt 80 Personen beim US-Angriff
ums Leben.
Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat für den 5. und 6. Januar
nationale Trauer ausgerufen.
12:03 Uhr
*"Das bedeutet Krieg" – Kolumbiens Präsident reagiert auf Trumps Drohung*
Gustavo Petro hat scharf auf die jüngsten Drohungen von US-Präsident
Donald Trump reagiert. Die Äußerungen seien eine "illegitime Drohung",
er werde sie genau prüfen, schrieb Petro auf X. Sollte gegen ihn selbst
vorgegangen werden, warnte Petro vor schwerwiegenden Folgen.
/"Sollten sie den Präsidenten festnehmen, den ein Großteil meines Volkes
schätzt und respektiert, werden sie den Volksjaguar entfesseln." /
Damit dürfte Petro den Zorn des Volkes meinen – der Jaguar, die größte
Raubkatze Südamerikas, ist in den Regenwäldern des Landes beheimatet. Er
versprach auch selbst, wenn nötig, zur Verteidigung der Souveränität zur
Waffe zu greifen.
In seiner ausführlichen Veröffentlichung wies Petro u. a. darauf hin,
dass er als Oberbefehlshaber persönlich die umfassenden Maßnahmen gegen
den Drogenanbau im Land leite.
11:07 Uhr
*Trump droht Venezuelas geschäftsführender Präsidentin*
US-Präsident Donald Trump hat Venezuelas geschäftsführender Präsidentin,
Delcy Rodríguez, mit Blick auf den künftigen Kurs des ölreichen
Landes offen gedroht. Unter Hinweis auf die Festnahme von Präsident
Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz sagte Trump, Rodríguez könne
eine noch "schlimmere Situation" drohen. Maduro habe immerhin schnell
aufgegeben. "Er hat seine Hände gehoben. Er hat aufgegeben", erklärte
Trump während eines Flugs nach Washington vor Journalisten.
Bereits zuvor hatte Trump der Zeitschrift /The Atlantic/ über Rodríguez
gesagt: "Wenn sie nicht das Richtige tut, wird sie einen sehr hohen
Preis zahlen, wahrscheinlich höher als Maduro." Die genaue Frage, auf
die sich die Antwort bezog, wurde von dem Medium nicht publiziert,
ebenso wenig wie eine Äußerung Trumps darüber, was er mit dem Begriff
"richtig" konkret gemeint hat.
Trump führte seine Drohung auch während der Pressekonferenz im Flugzeug
am Sonntagabend (Ortszeit) nicht näher aus. Er und Außenminister Marco
Rubio haben allerdings kaum Zweifel daran gelassen, dass die
US-Regierung den künftigen Kurs des südamerikanischen Landes führend
mitbestimmen will.
10:45 Uhr
*China nach Maduro-Ergreifung: "Kein Land darf Weltpolizist spielen"*
China übt weiter deutliche Kritik an der Ergreifung des venezolanischen
Staatschefs Nicolás Maduro durch die US-Streitkräfte. "Wir haben nie
geglaubt, dass irgendein Land die Rolle eines Weltpolizisten spielen
darf, noch akzeptieren wir, dass sich irgendein Land als Weltrichter
brüstet", sagte Außenminister Wang Yi beim Treffen mit seinem
pakistanischen Amtskollegen Ishaq Dar in Peking, ohne die USA direkt zu
nennen.
Das Völkerrecht sollte die Souveränität und Sicherheit aller Nationen
schützen, erklärte Pekings Chefdiplomat. China habe sich stets gegen die
Anwendung von Gewalt in internationalen Beziehungen ausgesprochen, so
Wang. China ist wegen seiner Ölimporte aus Venezuela ein wichtiger
Wirtschaftspartner des südamerikanischen Landes.
10:30 Uhr
*Trump sieht Wahlen in Venezuela nicht als Priorität*
US-Präsident Donald Trump sieht nach der gewaltsamen Entführung des
venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Neuwahlen in dem
südamerikanischen Land derzeit nicht als Priorität. "Wir werden zur
richtigen Zeit Wahlen haben, aber das Wichtigste ist, dass sie das
Problem lösen. Das Land ist kaputt [...] Wir müssen es wiederbeleben,
und dafür brauchen wir große Investitionen von den Ölgesellschaften, um
die Infrastruktur wieder funktionsfähig zu machen", erklärte Trump am
Samstagabend (Ortszeit) vor Journalisten.
Auf die Frage von Reportern, ob die Vereinigten Staaten von Amerika von
der amtierenden Präsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, die Rückkehr
von Oppositionellen oder die Freilassung politischer Gefangener fordern
würden, erwiderte Trump: "So weit sind wir noch nicht. Derzeit wollen
wir erst einmal die Ölindustrie wieder in Gang bringen, das Land wieder
aufbauen, es wieder auf die Beine stellen und dann Wahlen abhalten".
10:00 Uhr
*Venezuelas neue Regierung bereit zu Kooperation mit den USA*
Nach der Gefangennahme des Staatschefs Nicolás Maduro zeigt sich die
venezolanische Regierung nun bereit zu einer Zusammenarbeit mit den USA.
"Wir laden die Regierung der Vereinigten Staaten ein, gemeinsam an einer
Agenda der Kooperation zu arbeiten, die auf eine gemeinsame Entwicklung
ausgerichtet ist und im Rahmen des Völkerrechts ein dauerhaftes
Zusammenleben in der Gemeinschaft stärkt", hieß es in einer von der
geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez auf Instagram
veröffentlichten Mitteilung. Rodríguez hatte sich unmittelbar nach dem
US-Angriff zunächst unbeugsam gezeigt.
"Unsere Völker und unsere Region verdienen Frieden und Dialog, keinen
Krieg", schrieb sie nun an US-Präsident Donald Trump gerichtet. "Das war
schon immer die Haltung von Präsident Nicolás Maduro und ist derzeit die
Haltung ganz Venezuelas." Sie forderte eine von Respekt geprägte
Beziehung zwischen den USA und Venezuela, die auf souveräner Gleichheit
und Nichteinmischung basiert.
Venezuelas Oberster Gerichtshof hat die bisherige Vizepräsidentin
Rodríguez ermächtigt, die Aufgaben des Staatschefs vorübergehend
wahrzunehmen. Die überzeugte Sozialistin forderte Maduros Freilassung
und bezeichnete den US-Angriff als Verstoß gegen die UN-Charta. "Wir
werden nie wieder Sklaven sein", sagte sie in Richtung Trump.
09:30 Uhr
*Venezuelas Außenminister: Maduro bleibt Präsident*
Nach Einschätzung der Regierung in Caracas, bleibt Venezuelas Staatschef
Nicolás Maduro trotz seiner Inhaftierung in den USA rechtmäßiger
Präsident des südamerikanischen Landes.
"In Venezuela gibt es einen verfassungsmäßigen Präsidenten, Nicolás
Maduro Moros, der zwar derzeit illegal festgehalten wird, aber weiterhin
das Staatsoberhaupt in voller Ausübung seines Mandats ist", erklärte
Außenminister Yván Gil auf einer Krisensitzung der Gemeinschaft
lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac) laut dem
regierungsnahen Sender Telesur. /"Trotz des Angriffs herrschen in
Venezuela heute Frieden und Ruhe, die Institutionen funktionieren
uneingeschränkt."/
Anti-Spiegel 4. Januar 2026
<https://anti-spiegel.ru/2026/spanien-und-fuenf-lateinamerikanische-laender-haben-sich-gegen-das-vorgehen-der-usa-in-venezuela-ausgesprochen/>
*Spanien und fünf lateinamerikanische Länder haben sich gegen das
Vorgehen der USA in Venezuela ausgesprochen*
MADRID, 4. Januar (TASS). Brasilien, Spanien, Kolumbien, Mexiko, Uruguay
und Chile haben angesichts der Ereignisse in Venezuela ihre Ablehnung
einseitiger Militäraktionen erklärt. Dies geht aus einer gemeinsamen
Erklärung der spanischen Regierung hervor.
„Wir äußern tiefe Besorgnis über die Ereignisse in Venezuela und lehnen
einseitige Militäraktionen auf venezolanischem Territorium ab. Diese
verstoßen gegen die Grundprinzipien des Völkerrechts, insbesondere gegen
das Verbot der Androhung und Anwendung von Gewalt sowie gegen die
Achtung der Souveränität und territorialen Integrität der Staaten, wie
sie in der UN-Charta verankert sind“, heißt es in der Erklärung. „Diese
Aktionen schaffen einen äußerst gefährlichen Präzedenzfall für den
Frieden und die regionale Sicherheit und bedrohen die Zivilbevölkerung.“
Wie in der Erklärung betont wird, muss die Lage in Venezuela
ausschließlich auf friedlichem Wege, durch Dialog, Verhandlungen und
unter Achtung des Willens des venezolanischen Volkes, ohne Einmischung
von außen und im Einklang mit dem Völkerrecht gelöst werden. „Wir äußern
unsere Besorgnis über jeden Versuch staatlicher Kontrolle, Verwaltung
oder Aneignung von natürlichen oder strategischen Ressourcen, der mit
dem Völkerrecht unvereinbar ist und die politische, wirtschaftliche und
soziale Stabilität der Region bedroht“, heißt es in der Erklärung.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.